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Jahresfinanzbericht
2021
Inhaltsverzeichnis
2 Konzernlagebericht
32 Konzernabschluss
140 Erklärung der gesetzlichen Vertreter
159 Lagebericht der Oberbank AG
191 Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB
226 Erklärung der gesetzlichen Vertreter
227 Verantwortungsbereiche des Vorstandes
228 Organe der Bank
229 Impressum
Konzernlagebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
2
Weltwirtschaft gelingt Comeback
Das zweite Jahr der Pandemie lässt vor allem mit Blick auf 2020 den Vergleich mit einer Achterbahnfahrt zu. So stark im
ersten vollen Coronajahr der Schock und die damit verbundene Schrumpfung der Wirtschaft um 3,5 % war, so stark war mit
einem Plus von 5,9
1
% das Wachstum im abgelaufenen Jahr. Es ist zwar naheliegend, dass es nach einer schweren Krise zu
gewissen Basiseffekten kommen wird, jedoch wurde die Coronakrise 2021 noch nicht einmal überwunden und es gibt
durchaus gewichtige Treiber für das starke Wachstum. Große Teile der Weltwirtschaft wissen nun mit dem Virus
umzugehen, viele Notenbanken blieben einen großen Teil des Jahres expansiv und auch die fiskalpolitische Unterstützung
war ungebrochen groß. Letzter Punkt trifft vor allem auf die USA zu, wo 2021 ein Wirtschaftswachstum von 5,7 %
2
zu Buche
stand und die
Arbeitslosenquote mit 3,9 %
3
wieder unter des Vorkrisenniveau gesunken ist. Das Wachstum hätte global aber durchaus
höher ausfallen können, denn zusätzlich zur Coronakrise gesellten sich Probleme in den globalen Lieferketten und ein
starker Anstieg der Energiepreise. Dieser Energiepreisanstieg führte vor allem in China zu Energieknappheit und daher zu
einer starken Belastung der Wirtschaft bis hin zu Betriebsschließungen. Trotz dieser globalen Faktoren und Problemen im
nationalen Immobiliensektor konnte von China am Ende ein Wachstum von 8,1 %
4
erzielt werden.
EU mit Rekordquartal zurück auf Expansionskurs
In der Europäischen Union wurde vor allem in den Sommerquartalen der Grundstein für die Expansion gelegt. Im zweiten
Quartal wurde ein Jahreswachstum von 13,8 %
5
erreicht und damit ein Wert wie nie zuvor. Bereits im dritten Quartal wurde
das Vorkrisenniveau erreicht und das Jahr mit einem Wachstum von 5,2 %
6
abgeschlossen. Am größten waren die
Belastungsfaktoren in Ländern mit einem hohen Anteil an verarbeitenden Gewerbe aufgrund von Lieferkettenproblemen.
Als Beispiel kann Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum von + 2,8 %
7
genannt werden, verglichen mit den großen
Verlierern aus dem Vorjahr wie Italien oder Spanien, welche ein Wachstum von + 6,3 %
8
bzw. + 5,0 %
9
vorweisen können.
Die Länder in Mittel- und Osteuropa konnten nach einem verglichen mit den Kernländern geringeren BIP-Verlust im Jahr
2020 im aktuellen Jahr ein dynamisches Wachstum erzielen. Besonders stark war das Wachstum zum Beispiel in Ungarn mit
+ 7,1 %
10
wohingegen Tschechien mit + 3,3 %
11
verhaltener wuchs.
Österreich mit kräftiger Erholung
Der Wirtschaftsaufschwung 2021 war in Österreich heterogen, insgesamt sehr kräftig und stärker als erwartet. Während
zum Beispiel im Verarbeitenden Gewerbe die Krise Ende 2020 schon überwunden schien und dämpfend vor allem die
Lieferengpässe wirkten, setzte das Infektionsgeschehen vor allem den Dienstleistern zu. Als in den Sommermonaten die
wirtschaftliche Erholung vor allem durch die krisengeschüttelten Branchen wie Gastronomie, Hotellerie getragen wurden,
viel deren Beitrag mit ansteigenden Infektionszahlen und dem erneuten Lockdown im Herbst wieder zurück. Dennoch hat
die vierte Coronawelle das Wirtschaftswachstum 2021 von + 4,9 %
12
nur geringfügig beeinträchtigt
1
International Monetary Fund
2
Federal Reserve
3
Bureau of Labor Statistics
4
National Bureau of Statistics of China
5
Eurostat
6
Eurostat
7
Deutsche Bundesbank / DESTATIS
8
Istat
9
Banco de Espana
10
Hungarian Central Statistical Office
11
Czech Statistical Office
12
Österreichische Nationalbank
Konzernlagebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
3
Notenbanken im Dilemma
Auch das Jahr 2021 lag zu Beginn im Zeichen weiterhin sehr expansiver gelpolitischer Krisenpolitik und dementsprechend
tief war das generelle Zinsniveau. Dies kommt darin zum Ausdruck, dass der durchschnittliche Drei-Monats-Euribor mit -
0,549
13
nochmal deutlich unter dem Vorjahr lag und auch der EUR-Zehn-Jahres-SWAP im Durchschnitt mit 0,0528 %
14
historisch den zweitniedrigsten Stand aufweist.
Im Laufe des Jahres wurde immer deutlicher, dass die Notenbanken vor einem Dilemma standen. Einerseits stieg die
Inflation bedingt durch Wirtschaftsaufschwung, Lieferkettenproblemen, Fachkräftemangel und hohen Rohstoffpreisen
immer weiter an, was nach einer restriktiveren Geldpolitik verlangen würde. Auf der anderen Seite stehen die Notenbanken
vor dem politischen Dilemma den konjunkturellen Aufschwung nicht gefährden zu wollen. Das Resultat daraus ist, dass die
Notenbanken zum Jahresende immer weniger in der Lage waren, den vom Markt eingepreisten Zinssteigerungserwartungen
verbal entgegenzutreten und sich auch das Bild der temporären Inflation als falsch herausstellte. Somit begannen immer
mehr Notenbanken ihre expansive Geldpolitik zurückzufahren und die Zinsen zu erhöhen.
Währungsentwicklung
EUR/USD blieb 2021 in einer etwas geringeren Spanne von etwa 9,0 %, jedoch war das abgelaufene Jahr ein Spiegelbild des
Vorjahres und der EUR verlor ab dem Frühjahr, resultierend aus einer schnelleren Erholung der US-Wirtschaft und einer sich
abzeichnenden restriktiveren Geldpolitik der FED, immer weiter an Wert. Zwar konnte zu Jahresbeginn mit 1,2327
15
nochmal
das Vorjahreshoch übertroffen werden, dafür ging es im Jahresverlauf bergab bis auf ein Jahrestief von 1,1199
16
. Im
Jahresdurchschnitt handelte EUR/USD mit 1,1828
17
über dem Vorjahreskurs von 1,1419
18
. Auch gegenüber der
Tschechischen Krone musste der Euro im Jahresdurchschnitt mit 25,642
19
Federn lassen, dafür konnte der Euro gegenüber
Ungarischen Forint im Jahresdurchschnitt mit 358,52
20
leicht zulegen.
Börsen 2021 – ein gutes Jahr für Aktien
Generell war das Jahr 2021 ein sehr Gutes für Aktien. Die Volatilität war über das Jahr gesehen gering und die Unternehmen
verdienten, auch dank staatlicher Unterstützung, recht ordentlich. Korrekturen wurden über das laufende Jahr recht schnell
wieder für Käufen genutzt, sodass die meisten Jahrescharts nur einen Weg kannten. Lediglich mit dem Beginn der Diskussion
über eine schnelleren Zinserhöhungspfad der FED kam es im Herbst zu einer größeren Korrektur aber auch von dieser
konnten sich die Märkte zum Jahresende hin wieder erholen. Steigende Zinsen könnten jedoch im Jahr 2022 zum
Belastungsfaktor für Aktien werden.
13
European Money Market Institute
14
Bloomberg Generic
15
Bloomberg Generic
16
Bloomberg Generic
17
Bloomberg Generic
18
Bloomberg Generic
19
Bloomberg Generic
20
Bloomberg Generic
Konzernlagebericht
Allgemeine Angaben zur Berichterstattung
4
Der Konzernabschluss wird nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) veröffentlicht.
Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a
UGB den Konzernabschluss nach österreichischem Recht. Der Konzernlagebericht wurde nach internationalen
Rechnungslegungsstandards erstellt.
Konsolidierungskreis der Oberbank
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2021 neben der Oberbank AG 28 inländische und 16 ausländische
Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember
2020 wie folgt verändert:
Die Liquidation der Oberbank Vsetaty Immobilienleasing s.r.o., Pilsen führte zu einer Verringerung der Sonstigen
Aktiva um 1 Tsd. Euro
Der Verkauf der Oberbank Ennshafen Immobilienleasing GmbH, Linz führte zu einer Verringerung der Sonstigen
Passiva um 5.044 Tsd. Euro und zu einer Verringerung der Forderungen an Kunden um 17.069 Tsd. Euro
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde anteilsmäßig gemäß IFRS 11 im Konzernabschluss
berücksichtigt. Neben der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG
nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Nicht konsolidiert wurden 18 Tochterunternehmen und 14 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.
Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasing-unternehmen
wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30. September aufgestellt, um eine zeitnahe Konzern-Jahresabschlusserstellung
zu ermöglichen. Wesentliche Geschäftsvorfälle bzw. Änderungen in der Zusammensetzung des Leasing-Teilkonzerns im
4. Quartal werden berücksichtigt.
Gliederung der Segmente
Kundenseitig unterscheidet die Oberbank die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges.
Regional verteilen sich die 178 Filialen der Oberbank auf die Märkte Österreich (96 Filialen), Deutschland (43), Tschechien (21),
Ungarn (14) und Slowakei (4).
Details zur Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in den Kundensegmenten bzw. den geografischen Regionen finden sich in den
Kapiteln „Segmentbericht“ und „Konzernabschluss“ dieses Geschäftsberichts.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
5
Trotz Corona hat die Oberbank ein hervorragendes operatives Ergebnis erwirtschaftet
Die Kreditnachfrage stieg um 6,7 % auf 18,4 Mrd. Euro, die Primäreinlagen erhöhten sich deutlich um 13,0 % auf
17,4 Mrd. Euro. Das Zinsergebnis stieg um 2,7 % auf 346,1 Mio. Euro, das Provisionsergebnis konnte um 12,5 % auf
192,0 Mio. Euro gesteigert werden.
Der Jahresüberschuss vor Steuern fiel mit 281,9 Mio. Euro um 68,3 % deutlich höher aus. Der Jahresüberschuss nach
Steuern betrug 234,6 Mio. Euro, dies ist eine Erhöhung von 90 %. Auch die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit
47,2 Mio. Euro um 7,4 % höher als im Vorjahr.
Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung nach IFRS in Mio. €
2021 2020
Veränd.
Zinsergebnis
346,1
336,9
2,7 %
Equity-Ergebnis
100,1 -8,0
>-100,0 %
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft
-35,7 -41,8
-14,6 %
Provisionsergebnis
192,0 170,7
12,5 %
Handelsergebnis
7,8
1,5
>100,0 %
Verwaltungsaufwand
-313,6 -294,9
6,3 %
Sonstiger betrieblicher Erfolg
-14,7 3,2
>-100,0 %
Jahresüberschuss vor Steuern
281,9 167,5
68,3 %
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-47,2
-44,0
7,4 %
Jahresüberschuss nach Steuern
234,6 123,5
90,0 %
den Anteilseignern des Mutterunternehmens und den zusätzlichen
Eigenkapitalbestandteilseignern zuzurechnen 233,4 122,4 90,7 %
den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 1,2 1,1 7,1 %
Handelsergebnis
Das Handelsergebnis umfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuchs, der Derivate des Handelsbuchs sowie aus dem
Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2021 lag das Handelsergebnis um 6,3 Mio. Euro über dem
Vorjahr
Verwaltungsaufwand
Im Geschäftsjahr 2021 hat sich der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahr um 18,6 Mio. Euro erhöht. Hievon
13,4 Mio. Euro Personalaufwand (u.a. 5,0 Mio. Euro für die Mitarbeiterstiftung, 4,6 Mio. Euro Sachaufwand und
0,6 Mio. Euro AfA).
Gewinnverteilungsvorschlag
Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG,
festgestellt. Der Jahresüberschuss der Oberbank AG betrug im Geschäftsjahr 2021 122,5 Mio. Euro. Nach Rücklagendotation
von 87,2 Mio. Euro und nach Zurechnung des Gewinnvortrags von 0,2 Mio. Euro ergibt sich ein verwendungsfähiger
Bilanzgewinn von 35,5 Mio. Euro. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine
Dividende von Euro 1,00 je bezugsberechtigter Aktie auszuschütten. Daraus ergibt sich bei 35.307.300 Stammaktien ein
Ausschüttungsbetrag von 35,3 Mio. Euro. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von 214.578,02 Euro auf
neue Rechnung vorzutragen.
Ergebniskennzahlen
Nach dem von Corona-Einflüssen geprägten Ergebnis des Vorjahres bewegte sich der ROE vor und nach Steuern wieder auf
einem sehr hohem Niveau. Obwohl das durchschnittliche Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um rund 220 Mio. Euro
gestiegen ist lag der ROE vor Steuern bei 8,88 %, der ROE nach Steuern bei 7,39 %.
Die Risk-Earning-Ratio belief sich auf 10,32% und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 2,10 %-Punkte verbessert.
Die Cost-Income-Ratio (CIR) lag bei 49,68 %. Das entsprach einer Verbesserung um 8,81%-Punkte im Vergleich zum Vorjahr.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
6
Unternehmenskennzahlen
2021 2020
Veränd.
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite)
1)
8,88 % 5,67 %
3,21 %-P.
Return on Equity nach Steuern
1)
7,39 % 4,18 %
3,21 %-P.
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation)
2)
49,68 % 58,49 % -8,81 %-P.
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis)
3)
10,32 % 12,42 %
-2,10 %-P.
1)
Der Return on Equity vor/nach Steuern zeigt, wie das Eigenkapital des Unternehmens innerhalb einer Periode verzinst wird. Zur Berechnung setzt
man den Periodenüberschuss vor/nach Steuern ins Verhältnis zum durchschnittlichen an den Quartalsstichtagen der Periode zur Verfügung
stehenden Eigenkapital, bereinigt um geplante Dividendenausschüttungen.
2)
Die Cost-Income-Ratio ist eine Kennzahl der Effizienz und sagt aus, welchen Aufwand die Bank für einen Euro Ertrag leisten muss. Zur Berechnung
werden für den jeweiligen Abrechnungszeitraum die Verwaltungsaufwendungen ins Verhältnis zu den operativen Erträgen (Summe aus Zins- und
Provisionsergebnis, Handelsergebnis und sonstigen betrieblichen Erträgen) gesetzt.
3)
Die Risk-Earning-Ratio ist ein Risikoindikator im Kreditbereich und gibt an, welcher Anteil des Zinsergebnisses für die Abdeckung des Kreditrisikos
verwendet wird. Zur Berechnung setzt man die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft ins Verhältnis zum Zinsergebnis.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des Oberbank Konzerns war per Jahresende 2021 mit 27.539,7 Mio. Euro um 12,7 % höher als zum
Bilanzstichtag des Vorjahres.
Bilanzaktiva
Die Forderungen an Kreditinstitute gingen 2021 um 9,8 % auf 873,6 Mio. Euro zurück. Die Forderungen an Kunden konnten
um 6,7 % auf 18.428,0 Mio. Euro deutlich gesteigert werden. Die Finanzanlagen reduzierten sich 2021 um 6,6 % auf
3.180,4 Mio. Euro.
Die Barreserve hat sich von 2.106,0 Mio. Euro um 2.294,9 Mio. Euro auf 4.400,9 Mio. erhöht.
Bei den Forderungen an Kunden wurde gegenüber dem Vorjahresende ein Wachstum von 1.163,2 Mio. Euro oder 6,7 % auf
18.427,9 Mio. Euro verzeichnet.
Der Rückgang der Finanzanlagen um 223,8 Mio. Euro bzw. – 6,6 % auf € 3.180,4 Mio. ist vor allem auf die Rückgänge bei den
festverzinslichen Wertpapieren zurückzuführen.
Bilanzpassiva
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen 2021 um 16,3 % auf 5.893,3 Mio. Euro an.
Die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden war uneinheitlich.
Die Spareinlagen sind im Vergleich zum 31.12.2020 von 2.660,9 Mio. Euro um 4,7 % auf 2.534,7 Mio. Euro gesunken. Die
Sicht- und Termineinlagen erhöhten sich hingegen von 10.426,3 Mio. Euro um 17,0 % auf 12.193,9 Mio. Euro.
Die privaten Kundeneinlagen stiegen von 6.140,9 Mio. Euro um 6,0 % auf 6.508,4 Mio. Euro.
Die Primärmittel inkl. Nachrangkapital stiegen um 13,0 % auf 17.431,6 Mio. Euro.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um 12,5 % auf 14.728,6 Mio. Euro.
Die verbrieften Verbindlichkeiten stiegen um 19,0 % auf 2.206,6 Mio. Euro. Darin enthalten sind eine neue Senior Non-
Preferred Anleihe in Höhe von 250 Mio. Euro und der erste green covered Bond Österreichs – ebenfalls im Ausmaß von
250 Mio. Euro.
Das Nachrangkapital erhöhte sich durch die Emission bzw. Tilgung von nachrangigen Anleihen und Ergänzungskapital-
Anleihen um 10,6 Mio. oder +2,2 % auf € 496,4 Mio., das Eigenkapital stieg um 9,2 % auf 3.317,9 Mio. Euro.
Rückstellungen in Tsd. € 2021 2020
Abfertigungs- und Pensionsrückstellung 179.295 201.775
Jubiläumsgeldrückstellung 14.908 15.778
Rückstellungen für das Kreditgeschäft 135.250 117.159
Sonstige Rückstellungen 35.349 38.129
Rückstellungen 364.802 372.841
In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen.
Die Rückstellungen lagen mit 364,8 Mio. Euro um -8,0 Mio. unter dem Wert zum 31.12.2020.
Die Rückstellungen für das Kreditgeschäft erhöhten sich von 117,2 Mio. Euro um 15,4 % auf 135,3 Mio. Euro.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
7
Die Personalrückstellungen (Abfertigungs-, Pensions-, u. Jubiläumsgeldrückstellung) sind von 217,5 Mio. um 23,3 Mio. auf
194,2 Mio. Euro gesunken.
Die Sonstigen Rückstellungen reduzierten sich von 38,1 Mio. um 7,3 % auf 35,3 Mio. Euro.
Die sonstigen Passiva stiegen um 0,6 % auf 532,1 Mio. Euro. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im
Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing-Teilkonzerns sowie Rechnungs-
abgrenzungsposten erfasst.
Refinanzierungsstruktur in Mio. €
2021 2020
Veränd.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
14.728,6 13.087,2
1.641,40
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.206,6 1.854,0
352,60
Nachrangkapital
496,4 485,8
10,60
Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital
17.431,6 15.426,9
2.004,70
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
5.893,3 5.065,6
827,70
Summe
23.324,90 20.492,50
2.832,40
Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 der VO (EU) Nr. 575/20131
1
)
–
Säule I in Mio.
2021 2020 Veränd.
Hartes Kernkapital
2.971,1 2.705,2
9,8 %
Kernkapital
3.021,1 2.755,2
9,7 %
Eigenmittel
3.353,2 3.099,3
8,2 %
Harte Kernkapitalquote
18,35 % 17,84 %
0,52 %-P.
Kernkapitalquote
18,66 % 18,17 %
0,50 %-P.
Gesamtkapitalquote
20,71 % 20,43 %
0,28 %-P.
1)
Vorbehaltlich der Genehmigung des Aufsichtsrats am 24.3.2022
Die Harte Kernkapitalquote erhöhte sich im Jahresabstand von 17,84 % um 0,52 %-Punkte auf 18,35 %. Das anrechenbare
harte Kernkapital hat sich um 9,8% erhöht.
Die Kernkapitalquote stieg im Jahresabstand von 18,17 % um 0,50 %-Punkte auf 18,66 %.
Die Gesamtkapitalquote erhöhte sich im Jahresabstand von 20,43 % um 0,28 %-Punkte auf 20,71 %.
Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Verwendung von Finanzinstrumenten wird im Anhang des Oberbank Konzerns detailliert dargestellt.
Forschung und Entwicklung
Auf der Basis der Bedürfnisse ihrer KundInnen entwickelt die Oberbank individuelle Finanzdienstleistungen im Finanzierungs-
und Anlagebereich. In der Forschung und Entwicklung im klassischen Sinn ist sie jedoch nicht tätig.
Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (gemeinsam kurz: UniCredit) haben in der
Hauptversammlung der Oberbank im Mai 2019 den Antrag gestellt, einen dritten ihnen zuzurechnenden Vertreter in den
Aufsichtsrat der Oberbank zu wählen. Dieser Antrag fand keine Zustimmung. Die UniCredit hat in der Folge eine Klage auf
Anfechtung einzelner Hauptversammlungsbeschlüsse erhoben. Das diesbezügliche Verfahren wurde am 20. Dezember 2019
geschlossen.
Nachdem das Landesgericht Linz sämtliche Klagebegehren der UniCredit negativ beschieden hatte, hat das OLG Linz diese
Entscheidung insofern revidiert, als die von der Hauptversammlung im Mai 2019 beschlossene Reduktion der
KapitalvertreterInnen von zwölf auf elf für nichtig erklärt wurde. Dem Feststellungbegehren der UniCredit auf Wahl des von
ihr nominierten Kandidaten wurde jedoch nicht stattgegeben. Dieses Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Es hat abgesehen
von der bestätigten Nichtwahl des von UniCredit beantragten Kandidaten keine weiteren rechtlichen Auswirkungen.
Relevante bilanzielle Auswirkungen dieses Verfahrens sind nicht erkennbar.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
8
Ende Dezember 2019 hat die UniCredit die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der AktionärInnen der
Oberbank beantragt, die am 4. Februar 2020 stattfand. Die Anträge der UniCredit (Sonderprüfung der Oberbank-
Kapitalerhöhungen seit 1989, Beendigung eines Schiedsverfahrens mit der Generali-3 Banken-Holding) fanden keine
Zustimmung.
Auch in der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2020 stellte die UniCredit Anträge auf Durchführung von
Sonderprüfungen, die jedoch keine Mehrheit fanden. Die UniCredit hat einerseits Anfechtungsklage gegen diese Beschlüsse
eingebracht. Andererseits hat sie bezüglich des Antrags auf Sonderprüfung aus der außerordentlichen Hauptversammlung
2020 im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen der BKS Bank AG (kurz: BKS) beziehungsweise der Bank für Tirol und
Vorarlberg AG (kurz: BTV) im Jahr 2018 und bezüglich einiger abgelehnter Sonderprüfungsthemen aus der ordentlichen
Hauptversammlung 2020 einen gerichtlichen Antrag auf Sonderprüfung gestellt. Der von UniCredit gestellte gerichtliche
Antrag auf Sonderprüfung wurde vom Landesgericht Linz teilweise abgewiesen und hinsichtlich der übrigen Themen das
Verfahren bis zur Erledigung des anhängigen Zivilprozesses betreffend die Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der
ordentlichen Hauptversammlung 2020 unterbrochen.
Die Anfechtungsverfahren wurden bis zur Klärung übernahmerechtlicher Vorfragen unterbrochen.
Die UniCredit hat Ende Februar 2020 Anträge bei der Übernahmekommission gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob
die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die
Oberbank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate bei der BTV und bei der BKS unmittelbar betroffen. Die
Syndikate der BTV und BKS wurden mit nach wie vor gültigen Bescheiden der Übernahmekommission aus dem Jahr 2003
genehmigt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate
verändert sowie diese insgesamt seit dem Jahr 2003 ihr Stimmgewicht in übernahmerechtlich relevanter Weise ausgebaut
hätten und dadurch eine Angebotspflicht ausgelöst worden wäre.
Dazu haben zwischen dem 27. September 2020 und dem 1. Oktober 2020 drei Verhandlungstage mit umfangreichen
Zeugeneinvernahmen vor der Übernahmekommission stattgefunden. Die Entscheidung steht nach wie vor aus.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass diese übernahmerechtliche
Prüfung zu keiner Angebotspflicht führen wird.
Gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vom 11. Mai 2021 wurden keine Anfechtungen erhoben.
Ende Juni 2021 hat UniCredit neue Unterlassungs- und Feststellungsklagen beim Landesgericht Linz eingebracht. Im
Wesentlichen geht es um die Feststellung, dass die Beschlüsse des Vorstands der Oberbank auf Durchführung der letzten 4
Kapitalerhöhungen der Oberbank und die Beschlüsse zur Leistung von Zuschüssen an die Generali 3Banken Holding AG für
die Kapitalerhöhungen der 3 Banken nichtig seien, und dass es der Vorstand in Zukunft unterlassen solle, derartige
Zuschüsse zu leisten oder Aktionären, die mit der Oberbank wechselseitig beteiligungsmäßig verbunden sind, Aktien im Zuge
von Kapitalerhöhungen zuzuteilen.
Es gibt noch keinen Termin für eine erste Tagsatzung beim Landesgericht-Linz, allerdings wurden die simultan beim
Landesgericht-Innsbruck eingebrachten Klagebegehren gegen die BTV in erster Instanz vollumfänglich abgewiesen. Der
Vorstand der Oberbank sieht nach sorgfältiger Prüfung bei diesem Verfahren wie bei allen anderen anhängigen Verfahren
keine relevanten bilanziellen Auswirkungen.
Wesentliche Ereignisse seit dem Ende des Geschäftsjahres
Siehe Konzernabschluss 2021 Note 2.10.
Konzernlagebericht
Ausblick
9
Ausblick auf die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2022
Es gibt Faktoren, die den positiven wirtschaftlichen Ausblick für 2022 stark trüben. Einer dieser Faktoren ist der Konflikt
zwischen Russland und Ukraine. Aktuell ist es sicher noch zu früh, fundierte Aussagen über die Auswirkungen der
Kriegshandlungen, der Sanktionen und vor allem auch auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung treffen zu können. Eines
kann jedoch bereits jetzt gesagt werden. Die Rohstoff- und Energiepreise werden weiter steigen oder auf dem bereits sehr
hohen Niveau verharren. Diese Entwicklungen werden die Inflation anhaltend beeinflussen. Die Notenbanken werden
dementsprechend ihre Zins- und Geldpolitik anpassen. Gleichzeitig wird das Kreditrisiko, von einem derzeitig sehr niedrigen
Niveau, steigen.
Umso wichtiger wird künftig noch mehr das Eigenkapital, das Kernkapital und die strategische Liquidität sein. Jene Kennzahlen,
bei denen die Oberbank bereits jetzt schon zu den besten Banken Europas gehört. Zusätzlich bewährt sich die Strategie der
Oberbank, geschäftlich nur in Ländern mit geringem politischem Risiko tätig zu sein. Die Oberbank verfügt weder in Russland
noch in der Ukraine über ein Kreditexposure. Da dieser Konflikt erst gerade begonnen hat, ist es noch zu früh, um verlässliche
Aussagen zu treffen. Die Abhängigkeit von russischen Rohstoffen, insbesondere von russischem Gas ist augenscheinlich.
Möglicherweise wird gerade dieser Konflikt dazu führen, dass die Investitionen im Bereich Nachhaltigkeit noch deutlicher
steigen. Es wird in ganz Europa und auch in Österreich viel Geld investiert werden, um diese Abhängigkeit insbesondere von
Russland entsprechend zu reduzieren. Derzeit ist die Nachfrage nach Privat- und Kommerzfinanzierungen noch gut, aber wie
sich die weitere Entwicklung darstellt ist ungewiss.
Durch das nach wie vor sehr volatile Marktumfeld auf Grund zunehmender geopolitischer Spannungen. bleiben
Unsicherheiten betreffend die Bewertung von Wertpapieren und Beteiligungen sowie bei Kreditrisiken bestehen, wodurch ein
präziser Ausblick auf das Gesamtergebnis nicht möglich ist.
Konzernlagebericht
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
10
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäfts dar und ist die Basis für eine
nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in der Oberbank. Die Oberbank AG ist für die Festlegung, die
Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank Konzern
zuständig. Ausgangspunkt der Risikostrategie der Oberbank ist die Positionierung als Regionalbank. Der Vorstand und alle
MitarbeiterInnen handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser
Leitlinien.
Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zieleplanung sowie
des operativen Managements beziehungsweise Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt
beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank Konzerns gibt es definierte
Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse. Die
Gesamtbank(-risiko-)steuerung erfolgt im Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee) der Bank, das monatlich tagt
und für das die Abteilung Strategisches Risikomanagement die entsprechenden Unterlagen aufbereitet. Das für den Bereich
Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee und verfügt über ein Vetorecht bei risikorelevanten
Entscheidungsprozessen.
Risikomanagement gem. § 39 Abs. 5 BWG
Die Abteilung Strategisches Risikomanagement erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs. 5 BWG) geforderten
zentralen und unabhängigen Risikomanagementeinheit. Die Abteilung hat einen vollständigen Überblick über die
Ausprägung der vorhandenen Risikoarten sowie über die Risikolage des Kreditinstituts und misst, analysiert, überwacht und
reportet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Aufsichtsrat, den Vorstand, das APM-Komitee
sowie an die betroffenen AbteilungsleiterInnen beziehungsweise MitarbeiterInnen. Die Abteilung ist außerdem an der
Ausarbeitung der Risikostrategie beteiligt.
Internes Kontrollsystem
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank entspricht dem international anerkannten COSO-Standard. Es existieren
detaillierte Beschreibungen der IKS-Abläufe und einheitliche Dokumentationen aller risikorelevanten Prozesse der Bank und
der Kontrollmaßnahmen. Die Verantwortlichkeiten und Rollen in Bezug auf das IKS sind klar definiert. Für das IKS erfolgt ein
regelmäßiges, mehrstufiges Reporting über Wirksamkeit und Reifegrad. Kontrollaktivitäten werden dokumentiert und
überprüft, die IKS-relevanten Risiken werden regelmäßig evaluiert und angepasst. Dieser laufende Optimierungsprozess
trägt zur Qualitätssicherung bei. Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG prüft in ihrer Funktion als unabhängige
Überwachungsinstanz das interne Kontrollsystem. Abgeprüft werden die Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS sowie
die Einhaltung der Arbeitsanweisungen.
Die Kontrollmechanismen des IKS speziell in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess werden in den folgenden Absätzen
im Detail beschrieben (Offenlegung gemäß § 243a (2) UGB).
Die Verantwortung für die Buchhaltung und Bilanzierung mit den dazugehörenden Prozessen ist in der Abteilung
Rechnungswesen und Controlling angesiedelt. Einzelne Teilprozesse sind in der Abteilung Strategisches Risikomanagement
angesiedelt. Die Abteilung Interne Revision führt als unabhängige Einheit die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen durch.
Im Rahmen des IKS werden alle wesentlichen Prozesse im Rahmen der Rechnungslegung kontrolliert und die mit der
Rechnungslegung einhergehenden Risiken identifiziert, analysiert und laufend überwacht. Gegebenenfalls werden
Maßnahmen zur Reduktion dieser Risiken ergriffen.
Kontrollumfeld
Neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben stehen die von der Oberbank definierten Verhaltensgrundsätze und die
Corporate-Governance-Regelungen im Vordergrund. Die mit der Rechnungslegung befassten MitarbeiterInnen verfügen
über die für ihr Aufgabengebiet erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Laufende Fortbildungsmaßnahmen stellen den
Konzernlagebericht
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
11
ständigen Know-how-Aufbau sicher und sind die Basis für die rechtzeitige Implementierung von Neuerungen im
Rechnungslegungsprozess. Um die umfangreichen rechtlichen Vorschriften zu erfüllen, wird die tägliche Arbeit durch
zahlreiche Richtlinien, Handbücher und Arbeitsbehelfe unterstützt, die regelmäßig überprüft und gegebenenfalls aktualisiert
werden.
Kontrollmaßnahmen
Kontrollen umfassen zum einen systemische Kontrollen in der IT, die durch die Oberbank definiert wurden, und zum
anderen händische Kontrollen und Plausibilitätsprüfungen sowie das Vier-Augen-Prinzip. Das in der Oberbank
implementierte IT-Berechtigungskonzept stellt einen zusätzlichen Absicherungsmechanismus dar.
Überwachungsmaßnahmen
Die Überwachung der Rechnungslegungsprozesse wird durch das IKS sichergestellt. Darüber hinaus üben die Abteilungs-
leiterInnen und die zuständigen GruppenleiterInnen eine Überwachungsfunktion aus. Dieser gesamte Überwachungsprozess
wird von der Internen Revision geprüft. Eine zusätzliche Überwachungs-funktion fällt den AbschlussprüferInnen des
Konzernabschlusses und dem Prüfungsausschuss zu.
Gesamtbankrisikosteuerung und Risikotragfähigkeitsrechnung
Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitativ hochwertiges Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal
Capital Adequacy Assessment Process) und dem ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process) ergeben, wird in
der Oberbank mittels der Risikotragfähigkeitsrechnung sowie mittels eines Systems von Berichten und Limits für die
Liquiditätssteuerung entsprochen. Die Grundlage für eine Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Bank stellt die
Quantifizierung der wesentlichen Risiken und der Deckungsmassen dar. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung
werden aus der
ökonomischen Deckungsmasse für die sich aus dem Geschäftsmodell der Oberbank ergebenden wesentlichen Bankrisiken
ICAAP-Risikolimits abgeleitet. Dies erfolgt für das Kreditrisiko (im Detail werden im Rahmen des Kreditrisikos das
Ausfallrisiko, das Kontrahentenausfallrisiko, das Fremdwährungskreditrisiko, das Risiko einer Anpassung der
Kreditbewertung (CVA-Risiko), das Länderrisiko und Kreditrisikokonzentrationen quantifiziert), das Marktrisiko im
Handelsbuch, das Marktrisiko im Bankbuch, das Liquiditätsrisiko, für die operationellen Risiken sowie für Risiken, die aus
dem makroökonomischen Umfeld erwachsen. Der Risikoappetit der Oberbank ist in der Risikotragfähigkeitsrechnung mit 90
% der Risikodeckungsmasse begrenzt. Die darüber hinausgehenden 10 % werden nicht alloziert. Neben der Begrenzung
mittels Risikodeckungsmasse werden die wesentlichen Risiken in der operativen Risikosteuerung noch über Prozesse und
Detaillimits gesteuert.
Kreditrisiko
Als Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass KreditnehmerInnen den vertragsgemäßen Zahlungen nicht oder nur
teilweise nachkommen. Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und FirmenkundInnen stellt die
wesentlichste Risikokomponente im Oberbank Konzern dar.
Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig. Sie ist vom Vertrieb getrennt, sodass
Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb
gewährleistet sind.
Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip, der Sitz der KreditkundInnen befindet sich in den
durch das Filialnetz der Oberbank abgedeckten Regionen. Der Fokus liegt vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und
des wirtschaftlichen Mittelstandes. Die operativen Risikoziele werden zumindest jährlich im Zuge der Budgetierung und im
Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der
Geschäftsleitung gemeinsam mit der Leitung Kredit-Management festgelegt. Der Vergabe von Krediten liegt eine
Bonitätseinschätzung der KundInnen zugrunde.
Konzernlagebericht
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
12
Im Firmenkundengeschäft kommt ein mit statistischen Methoden entwickeltes Ratingsystem zur Anwendung. Gleiches gilt
für das Bestandsrating im Privatkundengeschäft sowie für das Antragsrating im Privatkundengeschäft in Österreich und
Deutschland.
Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts, Warnindikatoren), die zusammengeführt ein
objektives und zukunftsorientiertes Bild der Kundenbonität ergeben.
Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und
Verfeinerung der Ratingverfahren verwendet.
Die Hereinnahme von Kreditsicherheiten sowie deren Management werden als bedeutender Bestandteil des Kreditrisiko-
managements der Oberbank angesehen. Die Gestion des Kreditgeschäfts über die Unterdeckung stellt hohe Anforderungen
an die aktuelle und richtige Bewertung von Sicherheiten. Daher ist die Sicherheitenverwaltung im gesamten Oberbank
Konzern grundsätzlich organisatorisch vom Vertrieb getrennt und erfolgt ausschließlich in der Gruppe Sicherheitenservice
und Aktivierung der Tochtergesellschaft Oberbank Service GmbH.
Beteiligungsrisiko
Als Beteiligungsrisiko wird der potenzielle Wertverlust aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibung oder
Veräußerungsverlust sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung
bezeichnet. Die Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV, mit denen die Oberbank AG die 3 Banken Gruppe bildet, sind
die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank. Die Beteiligungspolitik der Oberbank ist darauf ausgerichtet, bank- und
vertriebsnahe Beteiligungen dann einzugehen, wenn diese dem Bankgeschäft dienlich sind, also deren Tätigkeit in direkter
Verlängerung zur Banktätigkeit steht oder eine Hilfstätigkeit in Bezug auf diese darstellt. Vor dem Eingehen von
Beteiligungen werden Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und
rechtlicher Situation zu bekommen. Das Ausfallrisiko aus Beteiligungen wird im ICAAP im Rahmen des Kreditrisikos
quantifiziert.
Marktrisiko
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust, der durch Veränderungen von Preisen und Zinssätzen an
Finanzmärkten entstehen kann, verstanden. Die Marktrisiken werden in der Oberbank AG auch für die ausländischen
Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gesteuert. Das Management der
Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits
steuern. Die Abteilung Treasury & Handel ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des
Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank Konzerns. Die
Limitkontrolle und das Reporting über die Risiko- und Ertragslage an Vorstand und Abteilung Treasury & Handel erfolgen
täglich durch die Abteilung Strategisches Risikomanagement. Das APM-Komitee ist für die Steuerung des
Zinsänderungsrisikos der langfristigen Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) für die Währungen EUR, USD, CZK und HUF
und für das Credit Spread Risiko zuständig.
Makroökonomisches Risiko
Als makroökonomische Risiken werden jene Verlustpotenziale bezeichnet, die sich aus Veränderungen des
makroökonomischen Umfelds ergeben (Verschlechterungen der realen BIP-Wachstumsrate, wesentlicher Anstieg der
Arbeitslosigkeit und der Insolvenzen, Rückgang der Aktienkurse und des Immobilienmarktes ...).
Operationelles Risiko
Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die operationellen Risiken. Unter diesem Begriff sind Risiken
zusammengefasst, die den Betriebsbereich der Bank betreffen.
Konzernlagebericht
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
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Operationelle Risiken werden in der Oberbank als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des
Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten, definiert. In der
Oberbank ist ein Gremium für das Management des operationellen Risikos installiert.
Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung
beziehungsweise für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich. Das operative Risikomanagement von
operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk Taking
Units) durchgeführt, die für das operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse
verantwortlich sind. Ein elektronischer Einmeldeprozess unterstützt die Erfassung von schlagend gewordenen operationellen
Risiken.
Als Basis für die Steuerung und Weiterentwicklung des Managements der operationellen Risiken dienen systematische
Risikoanalysen. Diese erfolgen in Form von Risk Assessments als tourliche Erhebung und Quantifizierung von potenziellen
operationellen Risiken sowie durch die Auswertung der in einer Schadensfalldatenbank abgebildeten Schadensfälle und das
Monitoring von Key Risk Indikatoren. Zur Absicherung von im Rahmen der Risikoanalysen festgestellten Großrisiken wurden
konkrete Maßnahmen getroffen (z. B. Versicherungen, Notfallkonzepte IT, Ersatzrechenzentrum). Aufgrund der
zunehmenden Bedeutung der Digitalisierung nehmen IT-Risiken und Cyberrisiken einen besonderen Stellenwert im Bereich
der operationellen Risiken ein. Die Strategie der Bank besteht hier in der laufenden Aufrechterhaltung eines State of the Art-
Sicherheitslevels. Dieses wird operativ von der mit der Umsetzung beauftragten 3 Banken IT GmbH sichergestellt.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko (oder auch Refinanzierungsrisiko) ist das Risiko, dass eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht
jederzeit oder nur zu erhöhten Kosten nachkommen kann. Primäre Ziele des Liquiditätsmanagements sind daher die
Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und
Ergebnis.Um das Risiko einer Abhängigkeit der Refinanzierung vom volatilen Bankengeldmarkt zu limitieren, ist das
Verhältnis der Kundenkredite zur Summe aus Primäreinlagen, eigenen Emissionen und Einlagen von Förderbanken mit
einem strategischen Limit von 110 % begrenzt. Die Oberbank hält ein angemessenes Polster (Liquiditätspuffer) an freiem
Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken
sowie Zentralbankguthaben. Darüber hinaus steht der Oberbank ein Potential an ungenutzten Bankenlinien zur Verfügung.
Ein weiterer strategischer Grundsatz ist die möglichst hohe Diversifizierung der Refinanzierungsquellen, um Abhängigkeiten
vom Interbankengeldmarkt und vom Kapitalmarkt zu vermeiden. Dies umfasst auch den aktiven Umgang mit
verpfändungsfähigen Sicherheiten bei der Vergabe von Krediten.
Die Abteilung Treasury & Handel ist für die kurzfristige, tägliche Liquiditätssteuerung verantwortlich. Die tägliche Steuerung
der Liquidität erfolgt mittels einer kurzfristigen Liquiditätsablaufbilanz. Täglich erstellt die Abteilung Strategisches
Risikomanagement eine Liquiditätsablaufbilanz inklusive Neugeschäftsannahmen für die nächsten 30 Tage, die die
Nettomittelzuflüsse beziehungsweise -abflüsse sowie den akkumulierten Gap der Bank darstellt. Darüber hinaus wird für die
nächsten 30 Tage eine Liquiditätsablaufbilanz erstellt, die auf täglicher Basis nur die kontraktuellen Cashflows der Oberbank
darstellt. Die Steuerung der langfristigen beziehungsweise strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit
des Vorstands und des APM-Komitees. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Strategisches Risikomanagement. Zur
Darstellung des mittel- und langfristigen Liquiditätsrisikomanagements der Bank wird eine umfassende
Liquiditätsablaufbilanz erstellt. Für extreme Marktverhältnisse wurde ein Notfallplan ausgearbeitet.
Risikokonzentration
Risikokonzentrationen begründen ein Konzentrationsrisiko, wenn sie das Potenzial haben, Verluste zu produzieren, die groß
genug sind, um die Stabilität eines Instituts zu gefährden oder eine wesentliche Änderung im Risikoprofil zu bewirken.
Konzernlagebericht
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
14
Es werden zwei Arten von Risikokonzentrationen unterschieden:
Inter-Risikokonzentrationen beziehen sich auf Risikokonzentrationen, die sich aus dem Gleichlauf von Risiken
verschiedener Risikokategorien ergeben können. Mittels Szenarioanalysen wird vierteljährlich im Rahmen der
Risikotragfähigkeitsrechnung die Sensitivität der Oberbank AG auf Inter-Konzentrationsrisiken geprüft.
Intra-Risikokonzentrationen beziehen sich auf Risikokonzentrationen, die innerhalb einer einzelnen Risikokategorie
entstehen können. Die Zuständigkeiten für das Intra-Konzentrationsrisiko liegen daher bei den jeweils für die einzelnen
Risikoarten verantwortlichen Einheiten. Das Intra-Konzentrationsrisiko ist aufgrund des Geschäftsmodells der Oberbank
vor allem im Bereich des Kreditrisikos bedeutend. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wird das Intra-
Konzentrationsrisiko innerhalb des Kreditrisikos berücksichtigt. Die Steuerung der Konzentrationsrisiken im Kreditrisiko
erfolgt über Länderlimits, Großkreditgrenzen und Portfoliolimit.
Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Die Oberbank misst das Risiko einer übermäßigen Verschuldung durch Berechnung der Verschuldungsquote (Leverage Ratio)
gemäß Art. 429 CRR. Zur Steuerung des Risikos wurde eine interne Grenze für die Verschuldungsquote in Höhe von 4 %
festgelegt.
Nachhaltigkeitsrisiko (ESG-Risiko)
Das Nachhaltigkeitsrisiko umfasst physische Risiken, die sich aus Extremwetterereignissen ergeben und Transitionsrisiken,
die sich aus dem Umstieg auf eine Wirtschaft mit wenig CO
2
-Ausstoß ergeben. Gemäß den Empfehlungen der FMA im
Leitfaden zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken werden die Spezialthemen des Nachhaltigkeitsrisikos in der
Risikosteuerung durch die Primärrisiken abgedeckt.
Konzernlagebericht
Human Resources
15
Strategie 2025: MitarbeiterInnen im Fokus
Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg der Oberbank sind engagierte, leidenschaftliche, kompetente und
verkaufsorientierte MitarbeiterInnen. Die MitarbeiterInnen stehen daher im Fokus der Strategie 2025. Auf Basis einer
umfassenden
Systemanalyse wurden strategische Handlungsfelder bis 2025 definiert. Werte wie Vertrauen, Kompetenz, Leidenschaft und
Zusammenhalt stellen den Rahmen der HR-Arbeit und die damit verbundenen Projekte dar. Um diese künftigen
Herausforderungen gut begleiten zu können, wurden der eingeleitete Transformationsprozess des Bereichs HR umgesetzt
und wesentliche Projekte wie „Employer Branding“, „Employee Experience“ und „Führung sichtbar und messbar machen“
weiter vorangetrieben.
Im Jahr 2021 wurden die geltenden Regeln der HR-Arbeit in zehn sogenannte HR-Standards zusammengefasst. Diese
Standards umfassen Themen wie beispielsweise Employer Branding, den Recruiting- und Onboardingprozess aber auch die
Entwicklungsschritte für Potentiale oder Gender Balance.
Corona
Auch 2021 war für die MitarbeiterInnen von Anti-Corona-Maßnahmen geprägt. Durch das professionelle Agieren des
Krisenstabs und ein sehr gut funktionierendes Business Continuity Management konnte der Betrieb in allen Bereichen und
Ländern der Bank vor allem durch verstärkten Einsatz von Mobile Working und umfangreichen Schutzvorkehrungen (Maske,
Desinfektionsmittel, Plexiglastrennwände für Beratungsgespräche, Schnellteststrategie, etc.) sichergestellt werden. Neben
dem umfassenden Testangebot für alle MitarbeiterInnen wurde auch ein betriebliches Impfangebot erstellt und von 350
MitarbeiterInnen genutzt. Die Impfquote lag jeweils deutlich über den Werten der jeweiligen Länder in denen die Oberbank
vertreten ist.
Trotz Reise- bzw. Kontaktbeschränkungen war es mittels digitaler Lösungen möglich, die Ausbildungsmaßnahmen online
durchzuführen. So konnte das Know-how der MitarbeiterInnen auch unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen weiter
erhöht werden. Um das Schulungsangebot noch nachhaltiger zu gestalten, wurde intensiv an der Einführung neuer
Lernmethoden und Medien gearbeitet.
Oberbank als attraktiver Arbeitgeber
Die Oberbank wird als sehr attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen. Die hervorragenden
Bewertungen auf der Arbeitnehmerplattform „kununu“ unterstreichen dies. Die Oberbank gehört
zu einem exclusiven Kreis von 5 % der Unternehmen, die auf kununu herausragend bewertet
wurden und mit dem „Top company 2022“ - Siegel ausgezeichnet wurden. Damit zählt die
Oberbank zu den beliebtesten Arbeitgebern in Österreich und Deutschland. Der wirtschaftliche
Erfolg, die Unabhängigkeit der Oberbank, spannende Herausforderungen, interne Karriere-
chancen, ein ausgezeichnetes Arbeitsklima und die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie (Rezertifizierung 2020 Audit berufundfamilie) machen die Oberbank zu einer starken
Arbeitgebermarke.
Oberbank Krabbelstube eröffnet
Wie sich Familie und Beruf nachhaltig vereinen lassen, zeigt die Oberbank mit der neu eröffneten
Krabbelstube „Kinkis Nest“. Insgesamt stehen den Kindern ab sofort über 600 m2 Indoor- und
Outdoorfläche in der Linzer Zentrale zur Verfügung. Bedarfsorientierte Öffnungszeiten, kleine
Gruppengrößen sowie eine wesentliche Zeitersparnis erleichtern den Oberbank MitarbeiterInnen
zukünftig den Alltag.
Insgesamt investierte die Bank rund 500.000 Euro für den Umbau und die neue Einrichtung. Am Weg zur
familienfreundlichsten Bank Österreichs. Mit der Krabbelstube kommt man dem Ziel, die
familienfreundlichste Bank Österreichs zu werden, einen großen Schritt näher.
Das Angebot reicht vom individuellen Karenzmanagement sowie flexiblen und individuellen Teilzeitmodellen über eine
finanzielle Unterstützung für die Kinderbetreuung bis zu betreuten Ferienwochen für die Kinder.
Konzernlagebericht
Human Resources
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Familienfreundlichkeit bestätigt
Zum vierten Mal in Folge und somit durchgehend seit 2011 ist die Oberbank vom „Audit
berufundfamilie“ 2021 erneut als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert worden. Vor allem
für die Frauenförderungsprogramme sowie die konsequente strategische Familienorientierung
wurde die Oberbank ausgezeichnet. Darüber hinaus bietet die Oberbank ihren MitarbeiterInnen ein
breites Bündel an Sozialleistungen wie z.B. ein günstiges Mittagessenangebot, Ferienheime oder
einen Zuschuss zu öffentlichen Verkehrsmitteln.
Recruiting und Ausbildung
Um weiterhin die besten VerkäuferInnen und SpezialistInnen zu gewinnen, nutzt die Oberbank mehrere Recruiting-Kanäle
und setzt wie im Kundengeschäft unter anderem auf intensives Empfehlungsmanagement.
Nicht nur über das digitale Tool AHOI, sondern auch durch direkte Empfehlungen eigener MitarbeiterInnen konnten mehr
als 60 neu MitarbeiterInnen gewonnen werden.
Steigende Dynamik und permanente Veränderung erfordern lebenslanges Lernen. Dabei ist ein hochwertiges digitales
Lernangebot entscheidend. Daher wurde der Ausbau von Web Based Trainings, Online-Live-Schulungen/Web Events,
Schulungsvideos, eBooks und eTestings besonders forciert. Auch die hauseigenen Zertifizierungsreihen im Privat- und
Firmenkundengeschäft wurden bei gleichbleibender Qualität auf ein Blended Learning-Konzept oder reine Online-Formate
umgestellt. Durch zusätzliche Schulungen in Filialen konnte die Zahl der Ausbildungstage auf 5,16 Tage je MitarbeiterIn
gesteigert werden. Im Jahr 2022 wurden rund 1,38 Mio. Euro in Ausbildungsangebot investiert.
Mitarbeiterbeteiligungsstiftung
Die Oberbank lässt in dieser Form als erste Bank Österreichs ihre MitarbeiterInnen seit 2018 auch über eine
Mitarbeiterbeteiligungsstiftung, die von der Oberbank zweckgebunden dotiert wird, am Erfolg der Bank teilhaben. Damit
profitieren die MitarbeiterInnen direkt von Erfolg und Wachstum der Oberbank.
Bereits zum vierten Mal hat diese Oberbank-Mitarbeiterbeteiligungsstiftung auch 2021 rund 5,0 Mio. Euro in Form von
eigenen Aktien an die MitarbeiterInnen übertragen. Die Attraktivität als Arbeitgeber unterstreicht eine durchschnittliche
Beschäftigungsdauer von rund 13,5 Jahren trotz starker Expansion in den vergangenen Jahren und damit sehr jungen
Dienstverhältnissen.
Nachfolgeplanung und Führung
Konsequente und wertschätzende Führung ist DER Bindungsfaktor für MitarbeiterInnen und ein Schlüsselfaktor für den
nachhaltigen Erfolg der Oberbank. Daher werden Führungspositionen überwiegend aus den eigenen Reihen besetzt. Dies
sichert die Vision der Unabhängigkeit und und das Geschäftsmodell der Oberbank ab. Durch die hohe Bedeutung der HR-
Arbeit in der Strategie 2025 hat das jährlichen MbO-Gespräch einen noch höheren Stellenwert bekommen. Das MbO-
Gespräch hat den klaren Fokus auf Entwicklung, Führung und Zielvereinbarung. Die definierten Standards und geforderten
Kompetenzen werden in der Oberbank-Führungskräfteakademie in Zusammenarbeit mit der LIMAK Austrian Business School
trainiert. Auch diese Akademie wurde 2021 erfolgreich auf ein Blended-Learning-Konzept umgestellt.
Chance 2030 – mit Gender-Balance zu größerer Vielfalt
Das 2019 gestartete Projekt „Chance 2030 – mit Gender-Balance zu größerer Vielfalt“ hat die Geschlechterausgewogenheit
in der Führung zum Ziel.
Dieses Projekt unterstützt maßgeblich dabei, den anstehenden Generationenwechsel der Führungskräfte
unternehmensintern zu bewältigen. Dies erhöht gleichzeitig die Arbeitgeberattraktivität nach innen und außen. Durch
konsequentes Arbeiten in den Bereichen internes Recruiting, Potenzialentwicklung und Karenzmanagement konnte unser
Etappenziel für 2021 eine Frauenführungsquote von 24,05% zu erreichen, sogar um 1,71% übertroffen werden. Zum
31.12.2021 hat der Frauenanteil in Führungspositionen bereits 25,76% betragen. Die Oberbank ist also auf einem guten
Weg, das langfristige Ziel - 30% Frauenanteil in Führungspositionen – bis 2025 zu erreichen.
Konzernlagebericht
Human Resources
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„Aktie Gesundheit“
„Mens sana in corpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“: ein bekanntes Sprichwort,
das der Oberbank sehr wichtig ist und seit 2010 mit dem Projekt „Aktie Gesundheit“ in die Tat umsetzt
wird. Dieses Projekt steht auf den drei Säulen Bewegung, Ernährung und mentale Fitness und wurde
unter dem Aspekt Nachhaltigkeit grundlegend weiterentwickelt.
Viele KollegInnen aus allen Oberbank-Ländern nehmen daran teil. Zusätzlich sind Gesundheits-
botschafterInnen in den Geschäftsbereichen und zentralen Abteilungen als Fahnenträger tätig:
Sie sind erste Anlaufstelle vor Ort für alle MitarbeiterInnen bei Fragen zum Thema Gesundheit und zum BGF-Programm der
Oberbank. Mit diesen und weiteren Maßnahmen konnte die Oberbank das Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung
rezertifizieren. Die traditionell sehr hohe Gesundheitsquote lag 2020 bei 97,35 %. Weiters wurde im Jahr 2021 eine
Erhebung der psychischen Belastungen durchgeführt. Die Ergebnisse werden 2022 den einzelnen Unternehmensbereichen
präsentiert und wenn erforderlich entsprechende Maßnahmen abgeleitet.
Personenrisiken managen
Die maßgeblichen Personenrisiken (Personalverfügbarkeit, Arbeitsrecht und Beschäftigungspraxis, MitarbeiterInnen-
konflikte, kriminelle, unbefugte Handlungen durch MitarbeiterInnen) werden systematisch beobachtet, erfasst und
bewertet. Key Risk-Indikatoren ermöglichen ein Monitoring, um rechtzeitig Maßnahmen zu setzen und Risiken zu
eliminieren oder zu minimieren.
Personalstand Oberbank Konzern
Der durchschnittliche Personalstand im Oberbank Konzern (Angestellte, Vollzeitäquivalent) ist 2021 um 16 Personen
auf 2.152 zurückgegangen. Der Rückgang erklärte sich aus Veränderungen in der Leasingorganisation,
Zentralisierungen im Verkauf und Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen. Zusätzliches Personal wurde für die
Filialexpansion und in der Unternehmenszentrale eingestellt.
Konzernlagebericht / nichtfinanzielle Informationen
Nachhaltigkeit, nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (Richtlinie 2014/95/EU)
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Oberbank berücksichtigt bei allen Überlegungen ausdrücklich den Aspekt der Nachhaltigkeit. Der Nachhaltigkeitsbericht
(Richtlinie 2014/95/EU) ist unter www.oberbank.at/Nachhaltigkeit abrufbar.
Nachhaltige Unternehmensführung
Die Geschäftspolitik der Oberbank basiert auf Grundsätzen guter Unternehmensführung und Transparenz und verfolgt
nachhaltige und langfristige Zielsetzungen. Das oberste Unternehmensziel, die Bewahrung der Unabhängigkeit, soll durch
eine nachhaltige Ertragskraft und eine vernünftige Risikopolitik abgesichert werden.
Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK)
Als börsennotiertes Unternehmen bekennt sich die Oberbank zum ÖCGK, der eine wertvolle Orientierungshilfe bei der
Ausgestaltung interner Mechanismen und Bestimmungen ist. In der Aufsichtsratssitzung am 26.11.2007 wurde erstmals eine
Entsprechenserklärung abgegeben. Seither wird der jeweils aktuellen Version des ÖCGK entsprochen.
Nachhaltiges Risikomanagement
Die gezielte Übernahme von Risiken ist ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäfts. Die Oberbank AG ist für die
Festlegung, die Umsetzung, das Management und das Controlling der Risikostrategie im Oberbank Konzern zuständig.
Vorstand und MitarbeiterInnen handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen Entscheidungen unter
Einhaltung dieser Leitlinien.
MitarbeiterInnen
Die MitarbeiterInnen investieren ihre Zeit, ihr Wissen und ihr Engagement in die Oberbank. Um abzusichern, dass sie dieses
Investment nicht kürzen, muss die Oberbank ein attraktiver sinnstiftender Arbeitgeber sein. Dazu gehören neben fairen
Gehältern und Sozialleistungen auch Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten, Chancengleichheit, die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf und die Beteiligung am Unternehmen.
Verantwortung in der Produktgestaltung
Die Weiterentwicklung des Produktportfolios im Sinne der Nachhaltigkeit ist Teil des Unternehmensprofils der Oberbank.
Schon 2001, als Nachhaltigkeit noch kaum ein Thema war, hat die Oberbank den 3 Banken Nachhaltigkeitsfonds aufgelegt,
den ersten mit dem Umweltsiegel zertifizierten österreichischen Fonds.
Ökologische Verantwortung
Der schonende Umgang mit allen Ressourcen ist Teil der gesellschaftlichen Verantwortung. Die Oberbank strebt bei allen
Tätigkeiten, Abläufen und Produkten eine möglichst hohe Umweltverträglichkeit an. Insbesondere im Gebäude- und
Energiemanagement, bei Dienstreisen und in der Einkaufspolitik werden umweltbewusste und somit langfristig
kostenreduzierende Akzente gesetzt.
Soziale Verantwortung
Die Oberbank sieht die Unterstützung von Personen und Gruppen, deren Lebensumfeld weniger privilegiert ist, und die
Förderung kultureller Aktivitäten als wertvollen Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.
Konzernlagebericht
Angaben gemäß § 243a UGB
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Grundkapital, Aktienstückelung und genehmigtes Kapital
Zum 31. Dezember 2021 betrug das Grundkapital der Oberbank AG 105.381.186 Euro durch 35.307.300 auf den Inhaber
lautende Stamm-Stückaktien unter ISIN AT0000625108.
Aktienrückkauf
Der Vorstand der Oberbank AG wurde von der Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien bis zum Ausmaß von jeweils
5 % des Grundkapitals zum Zwecke des Wertpapierhandels und zur Weitergabe an MitarbeiterInnen des Oberbank
Konzerns sowie bis zum Ausmaß von 10 % des Grundkapitals zweckneutral zu erwerben. Auch die entsprechenden
Bewilligungen der Aufsicht nach dem neuen CRR-Regime liegen vor.
Syndikatsvereinbarung und Aktien mit besonderen Kontrollrechten
Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft
reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung, um die Eigenständigkeit der Oberbank AG zu erhalten. Darin wurden
die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte beschlossen. Zwischen der
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H (BVG) und der BKS Bank AG wurde mit Wirkung zum 7. November 2020 ein
Unterordnungssyndikatsvertrag abgeschlossen.
Ein großer Teil der Stimmrechte der MitarbeiterInnen der Oberbank wurde in der Oberbank-Mitarbeiterbildungs- und
Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert. Weiters übt die BOB
Mitarbeiterbeteiligungsgenossenschaft e.Gen. für einen gesonderten Teil von MitarbeiteraktionärInnen die Stimmrechte im
Vollmachtswege nach entsprechenden Weisungen aus.
Aktionärsstruktur und Mitarbeiterbeteiligung
Größter Einzelaktionär der Oberbank war zum 31. Dezember 2021 die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. mit einem
Anteil von 23,76 % am Gesamtkapital. Die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft hielt 16,15 %, die BKS Bank AG
14,79 % (inklusive Unterordnungssyndikat mit BVG). Die Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. hielt 4,50 %, die
Generali 3 Banken Holding AG 1,62 %, die MitarbeiterInnen der Oberbank 4,26 %.
Organbestellung und Kontrollwechsel
Neben den per Gesetz definierten Bestimmungen bestehen keine weiteren Bestimmungen über die Ernennung und
Abberufung von Vorstand und Aufsichtsrat und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Keine Eigentümerin oder
kein Eigentümer kann im Alleingang die Oberbank direkt oder indirekt beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt,
die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es kein Entschädigungs-
abkommen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder MitarbeiterInnen für den Fall
eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Linz, am 11. März 2022
Der Vorstand
Generaldirektor Direktor Direktor Direktor
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA Martin Seiter, MBA
Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich
Personal- und Rechnungswesen Privatkundengeschäft Gesamtrisikomanagement Firmenkundengeschäft
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Segmentbericht
Gliederung der Segmente im Überblick
Segment Firmenkunden
Segment Privatkunden
Segment Financial Markets
Segment Sonstiges
Segmentbericht
Gliederung der Segmente im Überblick
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Die Segmentberichterstattung der Oberbank unterscheidet die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets
und Sonstiges (Primärsegmente).
Das Segment Firmenkunden umfasst Unternehmen (Großkunden, KMU und Kleinstunternehmen) und selbstständig
Erwerbstätige. Auch der Leasing-Teilkonzern wird in diesem Segment abgebildet.
Das Segment Privatkunden beinhaltet das Ergebnis der Geschäftsbeziehungen mit unselbstständig Erwerbstätigen und
Privatpersonen.
Im Segment Financial Markets werden das Ergebnis der Beteiligungen und der Handelstätigkeit sowie das Zinsergebnis aus
der Fristentransformation und der Bilanzstruktur dargestellt.
Im Segment Sonstiges werden Erträge und Aufwendungen, vor allem Gemeinkosten im Bereich Sach- und Personalaufwand
sowie Abschreibungsaufwendungen, deren Zuordnung oder Verteilung auf andere Segmente nicht sinnvoll erscheint,
ausgewiesen.
Eine Aufstellung nach sekundären Segmenten entfällt, da die in den IFRS definierte Schwelle von 10 % sowohl hinsichtlich
Ergebnisbeitrag als auch hinsichtlich der Zuordnung der Vermögenswerte unterschritten wird.
Segmentüberblick 2021 in Mio. € Firmenkunden Privatkunden Financial Markets Sonstiges Konzern-GuV 2021
Zinsergebnis
275,2 64,4 6,4 346,1
Erträge aus at Equity bewerteten
Unternehmen
100,1 100,1
Risikovorsorge Kredit
-24,4 -3,7 -7,5 -35,7
Provisionsüberschuss
106,9 85,1 0,0 192,0
Handelsergebnis
-1,0 0,0 8,7 7,8
Verwaltungsaufwand
-161,0 -101,6 -10,0 -40,9 -313,6
Sonstiger betrieblicher Ertrag
-2,1 7,0 0,5 -20,2 -14,7
Außerordentliches Ergebnis
Jahresüberschuss vor Steuern
193,5 51,2 98,3 -61,1 281,9
Return on Equity vor Steuern (RoE)
10,2% 14,4% 10,6% 8,9%
Cost-Income-Ratio
42,5% 64,9% 8,6% 49,7%
Die Oberbank hat, bedingt durch ihren Regionalbankcharakter, ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine
Geschäfts-zuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.
Das zugeordnete Eigenkapital wird ab dem Geschäftsjahr 2016 mit dem aus den vergangenen 120 Monaten ermittelten
durchschnittlichen Zehn-Jahres-Swap-Satz verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsbereich ausgewiesen. Die
Verteilung des zugeordneten bilanziellen Eigenkapitals erfolgt nach dem regulatorischen Eigenkapitalerfordernis der
Segmente.
Segmentbericht
Segment Firmenkunden
22
Segment Firmenkunden in Mio. €
2021 2020 Veränd.
Zinsergebnis
275,2 262,5 4,8%
Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen
Risikovorsorge-Kredit
-24,4
-35,2 -30,6%
Provisionsüberschuss
106,9
89,4 19,6%
Handelsergebnis
-1,0
1,4
Verwaltungsaufwand
-161,0
-160,4 0,4%
Sonstiger betrieblicher Ertrag
-2,1
5,4
Außerordentliches Ergebnis
Jahresüberschuss vor Steuern
193,5 163,1 18,7%
Anteil am Jahresüberschuss vor Steuern
68,7% 97,4% -28,7%-P
Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG)
10.983,3 10.602,0 3,6%
Segmentvermögen
14.736,0 13.852,0 6,4%
Segmentschulden
10.765,7 9.276,1 16,1%
Ø zugeordnetes Eigenkapital
1.892,6 1.725,7 9,7%
Return on Equity vor Steuern (RoE)
10,2% 9,5% 0,7%-P
Cost-Income-Ratio
42,5% 44,7% -2,2%-P
Geschäftsverlauf 2021 im Überblick
Der Jahresüberschuss im Segment Firmenkunden stieg 2021 um 18,7 % auf 193,5 Mio. Euro.
Das Zinsergebnis wuchs um 4,8 % auf 275,2 Mio. Euro, der Provisionsüberschuss um 19,6 % auf 106,9 Mio. Euro.
Die Risikovorsorgen reduzierten sich auf 24,4 Mio. Euro nach 35,2 Mio. Euro im Vorjahr.
Die Verwaltungsaufwendungen verzeichneten einen Anstieg um 0,4 % auf 161,0 Mio. Euro, der sonstige betriebliche Ertrag
belief sich auf -2,1 Mio. Euro, nach 5,4 Mio. Euro im Vorjahr.
Der RoE stieg auf 10,2 %, die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 42,5 %.
Kommerzfinanzierung
Das Kommerzfinanzierungsvolumen der Oberbank stieg 2021 um 6,3 % auf 14.410,4 Mio. Aufgrund der hervorragenden
Kapitalausstattung und Liquidität der Oberbank konnten den Unternehmen weiterhin ausreichend Finanzmittel zur
Verfügung gestellt werden.
Investitions-, Umwelt-, Innovations- und Coronaförderungen
Im Jahr 2021 wurden von der Oberbank im Bereich der Coronaförderungen sowie der klassischen Unternehmens-
förderungen für Investitionen, umweltrelevante Projekte und F&E&I-Vorhaben 1.736 Kundenprojekte eingereicht, was einer
neuerlichen Steigerung gegenüber dem Schnitt der letzten Jahre entspricht. Dies führte dazu, dass sich auch das
Gesamtobligo der ausgereichten Förderkredite erneut um 17,3 % auf über 1,7 Mrd. Euro erhöhte.
Strukturierte Finanzierungen
Die Nachfrage nach strukturierten Finanzierungslösungen befand sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 auf Rekord-
niveau. Es wurden um etwa ein Fünftel mehr Geschäftsfälle bearbeitet als im Vorjahr, das Projektvolumen der bearbeiteten
Geschäftsfälle lag sogar um fast 27% über dem des Jahres 2020. Insgesamt konnten 75 Fälle erfolgreich abgeschlossen und
dabei Finanzierungen mit einem Volumen von knapp einer Milliarde Euro ausgereicht werden.
Als Erfolgstreiber lassen sich insbesondere Immobilien-, Tourismus- sowie herausfordernde Wachstumsfinanzierungen
identifizieren. Bei den M&A-Finanzierungen konnte zudem das hohe Niveau des Vorjahres bestätigt werden. Eine sehr gut
gefüllte Pipeline erlaubt zumindest für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2022 einen weiterhin sehr positiven Ausblick.
Private Equity und Mezzaninkapital
2021 verzeichnete der Oberbank Opportunity Fonds 130 Anfragen und konnte das hohe Niveau des Vorjahres wieder
erreichen. In den von Corona geprägten unsicheren Zeiten nimmt insbesondere die Bedeutung von Mezzaninfinanzierungen
und Private Equity (Eigenkapital)-Beteiligungen als bilanzstärkende Finanzierungsinstrumente bei den Unternehmen wieder
Segmentbericht
Segment Firmenkunden
23
deutlich zu. Seit seiner Gründung hat der Oberbank Opportunity Fonds 97 Transaktionen und zehn Add-on-Investments mit
Eigen- und/oder Mezzaninkapital beziehungsweise High Yield Capital begleitet und dabei ein Volumen von rund 277 Mio.
Euro bereitgestellt. Der Fokus des Oberbank Opportunity Fonds liegt auf etablierten Unternehmen in späteren
Entwicklungsphasen. Um die Lücke zu den Frühphasen der Finanzierung zu schließen, hat sich die Oberbank am OÖ
Hightech-Fonds des Landes OÖ beteiligt.
Zahlungsverkehr
Die Erträge aus dem Firmenkundenzahlungsverkehr konnten im Jahr 2021 in einem schwierigen Umfeld um 11,4 %
gesteigert werden. Dass diese erfreuliche Entwicklung trotz mehrmaliger Corona-bedingter Lockdowns möglich war, ist mit
einem allgemeinen wirtschaftlichen Nachholeffekt bzw. der Anpassungen der Firmen an die veränderte Situation (z.B.
Aufbau von alternativen Vertriebswegen: Webshops, Click & Collect, …) und der guten Branchendurchmischung unserer
Firmenkunden zu erklären. Weiters konnte, die Anzahl unserer Firmenkunden mit einem Zahlungsverkehrskonto erhöht
werden.
Im Zuge von Prozessverbesserungen bzw. im Sinne der Nachhaltigkeit konnten wieder eine Vielzahl von Firmenkunden von
den Vorteilen einer elektronischen PDF-Kontoauszugszustellung überzeugt werden. Die Anzahl der Papierauszüge im
Firmenbereich wurde nochmals um ca. 22 % gesenkt. Die seit Jänner 2021 laufende untertägige Auslieferung von SEPA-
Zahlungen hat zu einer weiteren Beschleunigung des Zahlungsverkehrs geführt. Die wichtigsten Projekte in der
Produktentwicklung waren die Erweiterung der Banking-App um einige wichtige Firmenfunktionen bzw. die Bereitstellung
des CAMT086 (elektronische Gebührenaufstellung).
Syndizierung und Schuldscheindarlehen
Im Bereich Konsortialkredite, Sonderkredite und Schuldscheindarlehen wurde gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres
ein leichter Anstieg beim aushaftenden Gesamtobligo bei annähernd gleichbleibenden Stückzahlen verzeichnet. Im Bereich
der Schuldscheindarlehen hält die überdurchschnittlich hohe Nachfrage bei den Investoren und der damit einhergehende
Margendruck an, sodass hier auch im 4. Quartal 2021 nur sehr ausgewählte Transaktionen gezeichnet wurden.
Auslandsgeschäft: Dokumentengeschäft, Garantiegeschäft und Exportfinanzierung
Das Dokumentengeschäft hat sich auch in diesen turbulenten Zeiten einmal mehr als eines der sichersten
Absicherungsinstrumente von globalen Lieferketten im internationalen Warenverkehr erwiesen. Dementsprechend konnte
die Oberbank 2021 um 4,5 % mehr dokumentäre Produkte abschließen. Auch beim Volumen ist ein erfreulicher Zuwachs
von 22,4 % zu verzeichnen. Generell geht der Trend hin zu noch mehr Sicherheit. Diese Nachfrage nach dem „Mehr“ an
Sicherheit zeigen die Steigerungen bei der Bestätigung von Akkreditiven im Ausmaß von 14,7 %.
Die wirtschaftlichen Aussichten für 2022 bleiben all den Turbulenzen zum Trotz aber solide auf Wachstumskurs, auch wenn
die Lieferkettenproblematik den Aufschwung bremsen könnte.
Exportfinanzierung
Die durch das Auftreten von Corona verursachten Störungen der Lieferkette haben auch 2021 zu Verwerfungen im
produzierenden Gewerbe und der Industrie geführt. Zusätzlich hat die durch zahlreiche konjunkturbelebende Maßnahmen
vieler Regierungen weltweit angefachte hohe Nachfrage nach Industriegütern zu einem beinahe vergessenen Phänomen
geführt: der Rohstoff- oder Vorprodukteknappheit. Unsere Kunden haben darauf reagiert und die Lagerbestände an
Rohstoffen, bzw. an Vorprodukten deutlich erhöht. Andere externe Einflussfaktoren, wie gestiegene Energiekosten und
schwer bis gar nicht planbares Verhalten der Abnehmer haben dazu geführt, dass sich der Bedarf an Betriebsmittellinien
unserer Kunden im Jahr 2021 erhöht hat. Die geförderte Betriebsmittelfinanzierungen der OeKB, die exportierte
Unternehmen zu besonders attraktiven Konditionen in Anspruch nehmen können, sind daher überdurchschnittlich stark
nachgefragt worden. So hat sich der Marktanteil der geförderten Betriebsmittellinien, die an Großunternehmen vergeben
werden, der Kontrollbank Refinanzierungsrahmen (KRR) deutlich auf über 11 % erhöht. Auch der nach wie vor herausragend
gute Marktanteil von 11,5 % bei den geförderten Betriebsmittelfinanzierung für KMUs, dem sogenannten
Exportfondskrediten unterstreicht diese Entwicklung.
Segmentbericht
Segment Firmenkunden
24
Die Investitionstätigkeit exportierender Unternehmen hat sich im Jahr 2021 ebenfalls gesteigert. Durch die umfassende
Beratungstätigkeit und die Fokussierung auf die gesamthaften Bedürfnisse unserer Kunden im Sektor Exportwirtschaft
konnte auch der Marktanteil bei den OeKB-refinanzierten Inlandsinvestitionen von 13 % auf 15,3 % gesteigert werden.
Factoring - als alternative Finanzierungsvariante weiterhin gefragt
Der positive Trend bei der Neukundengewinnung und beim Volumen setzte sich im sechsten Betriebsjahr fort und brachte
auch 2021 ein sehr erfreuliches Ergebnis. Die neuerliche Steigerung der Factoring-Umsätze um 32,0 % und das positive
Feedback der KundInnen spiegelten diese Entwicklung wider.
Leasing
Nach einem noch sehr verhaltenen 1. Halbjahr war das Neugeschäft im 2. Halbjahr wieder deutlich stärker, sodass im
Geschäftsjahr 20/21 ein Plus von 73,3 Mio. Euro (+9,6 %) erreicht werden konnte. Nach Regionen betrachtet wurden ca. 2/3
des Neugeschäfts in Österreich und Deutschland generiert, mit 270,0 Mio. Euro konnten die CEE-Märkten jedoch deutlich
zulegen (+ 34 %).
Segmentbericht
Segment Privatkunden
25
Geschäftsverlauf 2021 im Überblick
Der Jahresüberschuss im Segment Privatkunden sank 2021 um 9,3 % auf 51,2 Mio. Euro.
Das Zinsergebnis stieg um 3,4 % auf 64,4 Mio. Euro, der Provisionsüberschuss stieg um 4,7 % auf 85,1 Mio. Euro.
Die Risikovorsorgen beliefen sich auf 3,7 Mio. Euro, nach 0,2 Mio. Euro im Jahr zuvor.
Die Verwaltungsaufwendungen waren mit 101,6 Mio. Euro um 11,8 % höher als im Vorjahr, der sonstige betriebliche Ertrag
belief sich auf 7,0 Mio. Euro, nach 3,9 Mio. Euro im Vorjahr.
Der RoE sank im Segment Privatkunden auf 14,4 %, die Cost-Income-Ratio verschlechterte sich auf 64,9 %.
Private Kundeneinlagen
Die Spar-, Sicht- und Termineinlagen der KundInnen lagen mit 6.508,3 Mio. Euro um 6,0 % über dem hohen Niveau des
Vorjahres. Die Einlagen auf den Online-Sparprodukten sind 2021 neuerlich stark angestiegen, und zwar um 115,5 Mio. Euro /
12,5 % auf 1.043,2 Mio. Euro. Im Gegensatz dazu sind die Einlagen auf den Sparbüchern im Vorjahresvergleich um
119,0 Mio. Euro / -4,6 % gesunken. Auch die Anzahl der Sparbücher verringerte sich um rund 48.500 Stück.
Privatkredite: Wohnbaufinanzierungen tragen Zuwachs
Die Privatfinanzierungen der Oberbank zeigten auch 2021 eine erfreuliche Entwicklung. Das aushaftende Volumen
(exkl. Leasing) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % auf 4.057,5 Mio. Euro erhöht.
Auf Grund unverändert hoher Nachfrage nach privatem Wohneigentum, aber auch nach Vorsorgeimmobilien war auch 2021
die Wohnbaufinanzierung der Hauptträger der positiven Entwicklung im privaten Finanzierungsgeschäft. Im für
Wohnbaufinanzierungen wichtigsten Markt Österreich wurde ein Volumenwachstum von 7,8 % erreicht, auch in
Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei konnten beachtliche Zuwächse verzeichnet werden.
Nachhaltige Kontowelt
Seit 1. Juni 2021 bietet die Oberbank mit dem be(e) green Konto ein nachhaltiges Girokonto an. Das be(e) green Konto
wurde mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet, da in Höhe der jeweiligen Kontoeinlagen nachhaltige
Projekte finanziert werden, die neben wirtschaftlichen auch ökologischen und sozialen Kriterien entsprechen. Darüber
hinaus leistet die Oberbank mit jedem neuen be(e) green Konto einen Beitrag zum Erhalt der Bienenpopulation und weiterer
blütenbestäubender Insekten. Auf Basis dieser Initiative wurden 2021 bereits 46.000 m
2
an Blühflächen geschaffen.
Segment Privatkunden in Mio. €
2021 2020 Veränd.
Zinsergebnis
64,4 62,3 3,4%
Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen
Risikovorsorge Kredit
-3,7
-0,2
> 100%
Provisionsüberschuss
85,1
81,3
4,7%
Handelsergebnis
0,0
0,0
Verwaltungsaufwand
-101,6
-90,9
11,8%
Sonstiger betrieblicher Ertrag
7,0
3,9
80,7%
Außerordentliches Ergebnis
Jahresüberschuss vor Steuern
51,2
56,4
-9,3%
Anteil am Jahresüberschuss vor Steuern
18,1%
33,7%
-15,5%-P
Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG)
2.054,6
1.948,6
5,4%
Segmentvermögen
4.104,7
3.795,8
8,1%
Segmentschulden
6.976,5
6.558,7
6,4%
Ø zugeordnetes Eigenkapital
354,0
317,2
11,6%
Return on Equity vor Steuern (RoE)
14,4%
17,8%
-3,4%-P
Cost-Income-Ratio
64,9%
61,6%
3,3%-P
Segmentbericht
Segment Privatkunden
26
Zusätzlich wurde das be green Sparkonto eingeführt, welches ebenfalls mit dem österreichischem Umweltzeichen
ausgezeichnet worden ist. Im Herbst wurde die Kontowelt noch um das nachhaltige be(e) green Studentenkonto ergänzt.
Die Anzahl der Privatkonten hat sich 2021 um 1.479 auf 192.588 Stück erhöht. Davon sind bereits 23.179 Konten nachhaltige
be(e) green Konten.
Green Payments – der Umwelt zuliebe
Beleghafte Überweisungsaufträge verursachen eine hohe CO
2
-Belastung. Moderner Online-Zahlungsverkehr ist nicht nur
schneller und einfacher, sondern auch nachhaltig. Elektronisch beauftragte Zahlungen fallen deshalb unter die Kategorie
Green Payments. In der Oberbank sind bereits 95 % aller von Firmen- und PrivatkundInnen beauftragten Zahlungen
elektronisch. Einen weiteren Aufschwung gab es nach 2020 auch 2021 bei den kontaktlosen Debitkarten-Zahlungen (NFC).
Im Vergleich zum Jahr 2020 sind bei der Oberbank die kontaktlosen Debitkarten-Zahlungen um 5 % auf 88 % gestiegen.
Digitalisierung
Mitte 2021 wurde auf der Oberbank Website die online Kontoeröffnung für NeukundInnen umgesetzt. Dadurch haben die
KundInnen die Möglichkeit innerhalb von zehn Minuten ein Konto inkl. Internetbanking und Debitkarte direkt online
abzuschließen. Zusätzlich wurde das Angebot an Mobile Payments um SwatchPAY! erweitert. Fast 8 % aller Zahlungen an
POS-Kassen werden bereits mit Mobile Payments abgewickelt. Die Oberbank Banking App wurde einem Relaunch
unterzogen und um die Funktion Push Benachrichtigung über Kontoveränderungen erweitert. Im Oberbank Kundenportal
wurden die Self-Service-Funktionalitäten Verlängerung des eKYC (Know-Your-Customer) und die Verlängerung des
Anlegerprofils für alle Oberbank Länder eingeführt.
Kartenportfolio
Im Juli 2021 hat die Oberbank in Österreich eine eigene goldene Kreditkarte, die „Oberbank Mastercard Gold“, für
Privatkunden eingeführt.
Die neue Oberbank Kreditkarte ist, wie die „Oberbank Mastercard Klassik“, nicht nur mit umfangreichen Mobile Payment-
Funktionen wie Apple Pay, der Oberbank Wallet, SwatchPAY! und Garmin Pay ausgestattet, sondern sie ist natürlich auch
eCommerce-fähig und verfügt über eine umfangreiche Reiseversicherung. Die Freigabe der Internet-Transaktionen erfolgt
bequem in der Oberbank Security App. Bis zum Stichtag
31. Dezember 2021 hat die Oberbank bereits 20.543 eigene Klassik- und Gold Kreditkarten in Umlauf gebracht.
Inklusive der an Partner (Kreditkartenorganisationen) vermittelten Kreditkarten ergibt das ein Gesamtkartenportfolio an
ausgegebenen Privat- und Firmenkreditkarten von 67.690. Die Gesamtanzahl der Debitkarten beträgt mit 31. Dezember
2021 195.467.
Bausparansparen: Auch 2021 Steigerung
Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt 11.903 Bausparverträge abgeschlossen. Das bedeutet im Vergleich zum
Geschäftsjahr 2020 eine Steigerung von 139 Stück bzw. 1,2 %. Mit diesem Zuwachs entwickelte sich die Oberbank klar
besser als der rückläufige Gesamtmarkt.
Bausparfinanzierungen: Rekordergebnis aus 2020 übertroffen
Im Bereich der Wohnbaufinanzierung schätzen die KundInnen vor allem die Vorteile der breit gefächerten und individuellen
Finanzierungslösungen. Die Möglichkeit einer Bausparfinanzierung ist Inhalt jedes Finanzierungsgespräches. So konnte die
Oberbank auch 2021 mit 47,2 Mio. Euro wieder eine neue Bestmarke in der Vermittlung von Bausparfinanzierungen
erzielen, was einer Steigerung um 8,9 Mio. Euro bzw. 23,2% entspricht.
Versicherungen: Vorjahresergebnis deutlich übertroffen
Mit einer Rekord-Produktionssumme von 148,3 Mio. Euro konnte das sehr gute Vorjahresergebnis wiederum um 17,3 %
gesteigert werden.
Segmentbericht
Segment Privatkunden
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Die Produktion bei Kapitalversicherungen im Privat- und Firmenkundenbereich wurde in Österreich und Deutschland im
Vergleich zu 2020 um 22,8 % erhöht. In dieser Sparte wurden hauptsächlich fondsorientierte- und fondsgebundene
Lebensversicherungen, aber auch Tarife mit nachhaltigen Investments abgeschlossen. Auch in der Sparte Risikovorsorge
verzeichnete die Oberbank eine Steigerung von 34 % zum Vorjahr. Die Produktion in der Sparte Unfallversicherungen, sowie
die
Vermittlung von privaten und gewerblichen Sach- und Kfz-Versicherungen konnte ebenfalls im Vergleichszeitraum zum
Vorjahr um 11,6 % gesteigert werden.
Wertpapiergeschäft: Rekordergebnisse des Vorjahres weiter ausgebaut
Wie das Jahr 2020 wurde auch das Jahr 2021 von der Coronapandemie geprägt. Im Gegensatz zu 2020 nahm die Stärke der
negativen Einflüsse auf die Wirtschaft und damit auf den Kapitalmarkt nicht nur ab, sondern es folgte nach einem Jahr der
wirtschaftlichen Rezession 2020 eine im abgelaufenen Jahr robuste wirtschaftliche Erholung und eine starke, mit wenig
Volatilität geprägte Aufwärtsbewegung an den Börsen. Die Grundlage für steigende Kurs an den Börsen ist auch in der
gesteigerten Nachfrage nach Aktien- bzw. Wertpapierveranlagungen im Allgemeinen zu finden. Im Jahr 2021 wurde der
Trend, dass Bewegung in das starre Spar- und Investitionsverhalten von Privatpersonen kommt, weiter verstärkt. Diese
Entwicklung in Richtung Wertpapierveranlagungen wurde insbesondere von einer Inflation in einer aus den Vorjahren
unbekannten Höhe unterstützt. Privatpersonen wie auch Unternehmen erkannten 2021 die Notwendigkeit für das
vorhandene Vermögen Alternativen zum Sparbuch bzw. Festgeldkonto zu finden. Die erhöhte Wertpapieraktivität der
KundInnen führte zu Rekordwerten bei den Kurswerten auf Kundendepots in Höhe von 21,2 Mrd. Euro. Das entspricht
einem Wachstum um 26,8 % bzw. um 4,5 Mrd. Euro im Vergleich zum vorangegangenen Jahr. Über das ganze Jahr hinweg
war die Transaktionstätigkeit der KundInnen auch im Aktiengeschäft mittels Brokerage und Kundenportal enorm hoch. Auch
bei den nachhaltigen Produkten wurde ein weiterer Nachfrageanstieg verzeichnet. 188,7 Mio. Euro und damit 32,8 % der
Zuflüsse in Publikumsfonds der 3 Banken-Generali Investmentfonds- Gesellschaft m.b.H. entfielen auf nachhaltige Fonds.
In Summe konnte im Wertpapiergeschäft der Oberbank ein Provisionswachstum von 17,5 % bzw. von 10,2 Mio. Euro auf ein
Gesamtjahresergebnis von 68,0 Mio. Euro erreicht werden, was das Jahr 2021 zu dem bisher erfolgreichsten machte.
Private Banking: Rekordvolumen von 12,2 Mrd. Euro Assets under Management
Das kontinuierliche Wachstum an betreuten Kundenvermögen im Private Banking konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr
weiter gesteigert werden. Haupttreiber des Kundenvermögens neben einer positiven Kurswertentwicklung der bestehenden
Depotvolumina war vor allem das neu der Oberbank anvertraute Vermögen. Hierbei konnte die Oberbank allen voran durch
die Stärke im Asset Management punkten und in der ganzheitlichen Betreuung von Unternehmen und Unternehmern bzw.
Unternehmerinnen samt deren Familien als Bank mit Lösungen im Kommerzbereich und im Private Banking punkten.
Die Assets under Management konnten 2021 um 19,0 % bzw. um 2,0 Mrd. Euro auf insgesamt 12,2 Mrd. Euro gesteigert
werden.
Vermögensverwaltung zum fünften Mal in Folge ausgezeichnet
Das Management der Oberbank von Vermögenswerten unter einer ausgewogenen Berücksichtigung von Chancen und
Risiken ist 2021 zum fünften Mal in Folge in einer deutschen Studie von Focus Money ausgezeichnet worden. Insbesondere
wurde erneut die besondere Produktqualität herausgehoben, was sich auch in allen Vermögensverwaltungsprodukten
widerspiegelt und zu einem weiteren hohen Wachstum im Jahr 2021 führte. Dabei konnte in jeder Produktkategorie - von
Publikumsfonds bis zu Verwaltungsmandaten - neue Volumensrekorde erreicht werden.
Das verzeichnete Wachstum auch bei den nachhaltig ausgerichteten Verwaltungsmandaten, die über das österreichische
Umweltzeichen verfügen, unterstreicht die Bemühungen der Oberbank bei der Förderung von ordentlicher
Unternehmensführung, sozialer Verantwortung und umfassendem Umweltschutz.
Insgesamt konnte das verwaltete Vermögen in den individuell gemanagten Kundendepots (ab 500.000 Euro) um 16,8 %
bzw. 113,3 Mio. Euro auf 786,9 Mio. Euro gesteigert werden.
Segmentbericht
Segment Privatkunden
28
Das Volumen der Oberbank Premium-Strategien (ab 100.000 Euro) stieg um 48,9 % auf nunmehr 401,7 Mio. Euro an. Ein
ähnlich starkes Wachstum verzeichnete auch das als Publikumsfonds geführte Oberbank Vermögensmanagement, welches
nach dem Zuwachs von 78,4 Mio. Euro über ein Rekordvolumen von 530,8 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres verfügt.
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H.
Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. wurde zum wiederholten Male vom Fachmagazin „Börsianer“ zur
besten inländischen Fondsgesellschaft gewählt und hat unter 50 in Österreich aktiven nationalen und internationalen
Gesellschaften den zweiten Platz belegt. Das verwaltete Volumen der Gesellschaft stieg im Jahresabstand um 18,4 % oder
2,0 Mrd. Euro auf 12,5 Mrd. Euro an. Der gesamte österreichische Markt erhöhte sich um 14,0 % auf 218,8 Mrd. Euro. Der
Marktanteil der Gesellschaft lag damit zum Jahresultimo mit 5,78 % um 0,27 % höher als im Vorjahr. Der Oberbank-Anteil
innerhalb der Gesellschaft stieg erneut an von 44,3 % per Ultimo 2020 auf 47,0 % zum 31.12.2021. Das der Oberbank
zurechenbare Volumen belief sich auf 5,9 Mrd. Euro.
Im Bereich Publikumsfonds wurden seitens der KundInnen Käufe in Höhe von 575,6 Mio. EUR getätigt. Besonders
nachgefragt waren das Oberbank Vermögensmanagement sowie die Oberbank Premium Strategien. Der Anteil an
nachhaltigen Investments betrug 32,8 % der Gesamtnachfrage und konzentrierte sich stark auf 3 Banken Mensch & Umwelt
Misch- und Aktienfonds.
Segmentbericht
Segment Financial Markets
29
Geschäftsverlauf 2021 im Überblick
Im Segment Financial Markets ging das Zinsergebnis um 46,6 % auf 6,4 Mio. Euro zurück, das Ergebnis aus den at Equity-
Beteiligungen lag bei 100,1 Mio. Euro nach -8,0 Mio. Euro im Vorjahr.
Die Risikovorsorgen erhöhten sich um 17,2 % auf 7,5 Mio. Euro.
Das Handelsergebnis stieg auf 8,7 Mio. Euro nach 0,1 Mio. Euro im Vorjahr. Der sonstige betriebliche Ertrag sank auf 0,5
Mio. Euro nach 6,7 Mio. Euro im Vorjahr.
Der Überschuss im Segment Financial Markets lag damit bei 98,3 Mio. Euro nach -4,8 Mio. Euro im Vorjahr.
Der RoE betrug 10,6%, die Cost-Income-Ratio sank auf 8,6 %.
Primäreinlagenentwicklung weiterhin von Überliquidität geprägt
Auch 2021 hat sich der Trend stark steigender Einlagen fortgesetzt. Der bereits hohe Zufluss im Jahr 2020 wurde 2021 mit
einem Zuwachs von knapp 1,7 Mrd. Euro bei den täglich fälligen Einlagen noch deutlich überschritten. Diese nicht
eingeplante Liquidität konnte nur mit Strafzinsen bei den Nationalbanken veranlagt werden und diese Belastung musste
auch zu einem beträchtlichen Teil die KundInnen weiterverrechnet werden.
Zur langfristigen Liquiditätsabsicherung wurden die Position der verbrieften Verbindlichkeiten um rund 350,0 Mio. Euro
erhöht. Somit erhöhten sich die Primärmittel um rund 2,0 Mrd. Euro.
Eigenhandel
Im vergangenen Jahr war die Entwicklung an den Finanz- und Kapitalmärkten von wenig Überraschungen gekennzeichnet.
Die Aktienmärkte verzeichneten einen konstanten Aufwärtstrend, die Zinsen blieben auf niedrigem Niveau sehr stabil und
bei den Währungen hat der Euro gegenüber den meisten Währungen konstant etwas verloren. Turbulenter war es bei den
Rohstoffen, die insgesamt sehr starke Preisanstiege verzeichneten. Da die Oberbank in dieser Produktkategorie nicht aktiv
ist, hatte diese Entwicklung keine Auswirkungen. Insgesamt konnte im Jahr 2021 wieder ein, mit den Jahren vor der
Pandemie vergleichbares, gutes Handelsergebnis erzielt werden.
Internationales Banken- und Institutionen Netzwerk
Das globale Bankennetzwerk der Oberbank sicherte mit rund 1.200 Bankpartnern nachhaltig die reibungslose Abwicklung
der weltweiten geschäftlichen Zahlungsverkehrstransaktionen und Dokumentengeschäfte der KundInnen. Diese Basis sichert
die Teilnahme an den wichtigsten globalen Zahlungsverkehrsplattformen und ermöglicht Transaktionen von Exporteuren
und Importeuren in allen Geschäftssparten im Bereich „Zahlen – Sichern – Finanzieren“.
Segment Financial Markets in Mio. €
2021 2020 Veränd.
Zinsergebnis
6,4 12,1 -46,6%
Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen
100,1
-8,0
Risikovorsorge Kredit
-7,5
-6,4
17,2%
Provisionsüberschuss
0,0
0,0
Handelsergebnis
8,7
0,1
> 100%
Verwaltungsaufwand
-10,0
-9,2
8,9%
Sonstiger betrieblicher Ertrag
0,5
6,7
-92,5%
Außerordentliches Ergebnis
Jahresüberschuss vor Steuern
98,3
-4,8
Anteil am Jahresüberschuss vor Steuern
34,9%
-2,8%
37,7%-P
Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG)
5.390,1
5.608,4
-3,9%
Segmentvermögen
8.595,4
6.681,1
28,7%
Segmentschulden
9.285,8
8.091,7
14,8%
Ø zugeordnetes Eigenkapital
928,8
912,9
1,7%
Return on Equity vor Steuern (RoE)
10,6%
n.a.
Cost-Income-Ratio
8,6%
84,7%
-76,1%-P
Segmentbericht
Segment Financial Markets
30
Die Aufrechterhaltung dieses Netzwerkes erfordert mittlerweile aber auch die Erfüllung aufwändiger aufsichtsrechtlicher
Anforderungen, insbesondere bei Kontoverbindungen, Geldmarktaktivitäten und im hohen Risikobereich von Drittländern
(Länder ex EU, EFTA). Generell ist ein Anstieg der von Währungs-Clearingbanken hinterfragten Kundentransaktionen im
Bereich Anti Money Laundering (Geldwäsche), KYC (Know Your Customer) und Sanktionsverletzung festzustellen.
Abstimmungen und erforderlichen Meetings zu all diesen Themen und vertraglichen Vereinbarungen mussten mit den
wichtigsten Partnerbanken coronabedingt durch virtuelle Treffen und Webinare abgefedert werden. Mittelfristig werden
jedoch auch Besuche vor Ort wieder nötig sein – nicht nur um die Vertrauensbasis zu Repräsentanten dieser „Relationsship-
Banken“ zu stärken, sondern auch zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen dieser Banken als Kunden.
Segmentbericht
Segment Sonstiges
31
Im Segment Sonstiges sind jene Erträge und Aufwendungen – vor allem Gemeinkosten im Bereich Sach- und Personalaufwand
sowie Abschreibungsaufwendungen – angeführt, deren Aufteilung beziehungsweise Zuordnung auf andere Segmente nicht
sinnvoll erscheint.
Der Jahresfehlbetrag vor Steuern belief sich 2021 im Segment Sonstiges auf -61,1 Mio. Euro, nach -47,2 Mio. Euro im Vorjahr.
32
Konzernabschluss
Konzernabschluss 2021 der Oberbank
nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Konzernabschluss
Inhaltsverzeichnis IFRS-Konzernabschluss
33
35
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2021
35
Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung
36
Sonstiges Ergebnis
37
Konzernbilanz zum 31.12.2021
38
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
39
Konzern-Kapitalflussrechnung
41
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss
41
Einleitung
41
1) Konsolidierungskreis der Oberbank
41
2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze
67
Details zur Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung
67
3) Zinsergebnis
67
4) Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen
67
5) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft
68
6) Provisionsergebnis
68
7) Handelsergebnis
68
8) Verwaltungsaufwand
68
9) Sonstiger betrieblicher Erfolg
69
10) Steuern vom Einkommen und Ertrag
70
11) Ergebnis je Aktie
71
Details zur Konzernbilanz
71
12) Barreserve
71
13) Forderungen an Kreditinstitute
71
14) Forderungen an Kunden
72
15) Risikovorsorgen
72
16) Handelsaktiva
72
17) Finanzanlagen
73
18) Immaterielles Anlagevermögen
73
19) Sachanlagen
73
20) Leasingverhältnisse als Leasingnehmer
74
21) Sonstige Aktiva
75
22) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
75
23) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
76
24) Verbriefte Verbindlichkeiten
76
25) Rückstellungen
79
26) Sonstige Passiva
79
27) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva)
79
28) Nachrangkapital
80
29) Eigenkapital
80
30) Anlagenspiegel
81
31) Fair Value von Finanzinstrumenten
91
32) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
94
33) Segmentberichterstattung
95
34) Non-performing loans
95
35) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
96
36) Nachrangige Vermögensgegenstände
96
37) Fremdwährungsvolumina
96
38) Treuhandvermögen
Konzernabschluss
Inhaltsverzeichnis IFRS-Konzernabschluss
34
96
39) Echte Pensionsgeschäfte
96
40) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
96
41) Unternehmen des Konsolidierungskreises
102
Risikobericht
102
42) Risikomanagement
105
43) Kreditrisiko
122
44) Beteiligungsrisiko
123
45) Marktrisiko
127
46) Makroökonomische Risiken
127
47) Operationelles Risiko
128
48) Liquiditätsrisiko
131
49) Risiko einer übermäßigen Verschuldung
131
50) Nachhaltigkeitsrisiko
131
51) Systemisches Risiko
132
52) Sonstige Risiken
132
53) Risikobericht – Zusammenfassung
132
54) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte
133
55) Patronatserklärungen für Beteiligungen
133
Informationen aufgrund österreichischen Rechts
133
56) Konzerneigenkapital
134
57) Personal
134
58) Wertpapieraufgliederung nach BWG
134
59) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis
135
60) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB
137
61) Beteiligungsliste gemäß UGB
140
Erklärung gemäß § 124 Absatz 1 Z. 3 BörseG
141
Bestätigungsvermerk
151
Gewinnverteilungsvorschlag
152
Bericht des Aufsichtsrats
158
Organe der Bank zum 31.12.2021
Bei der Summierung gerundeter Beträge und der Errechnung der Veränderungsraten können geringfügige Differenzen im
Vergleich zur Ermittlung aus den nicht gerundeten Rechnungsgrundlagen auftreten. Der Eintrag „N/A“ in den Tabellen des
Konzernabschlusses bedeutet, dass die jeweilige Bestimmung im entsprechenden Geschäftsjahr nicht anwendbar ist.
Konzernabschluss
35
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung in Tsd. €
2021 2020
Veränd.
in Tsd. €
Veränd.
in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge 389.287 417.455 -28.168 -6,7
a) Zinserträge nach der Effektivzinsmethode 368.102 397.235 -29.133 -7,3
b) Sonstige Zinserträge 21.185 20.220 965 4,8
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -43.230 -80.526 37.296 -46,3
Zinsergebnis (3) 346.057 336.929 9.128 2,7
3. Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen (4) 100.133 -8.015 108.148 >-100
4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (5) -35.713 -41.830 6.117 -14,6
5. Provisionserträge 212.828 190.860 21.968 11,5
6. Provisionsaufwendungen -20.877 -20.186 -691 3,4
Provisionsergebnis (6) 191.951 170.674 21.277 12,5
7. Handelsergebnis (7) 7.764 1.452 6.312 >100,0
8. Verwaltungsaufwand (8) -313.568 -294.924 -18.644 6,3
9. Sonstiger betrieblicher Erfolg (9) -14.737 3.214 -17.951 >-100,0
a) Ergebnis aus finanz. Vermögenswerten FV/PL 5.398 8.531 -3.133 -36,7
b) Ergebnis aus finanz. Vermögenswerten FV/OCI -1.195 -192 -1.003 >100
c) Ergebnis aus finanz. Vermögenswerten AC 21 765 -744 -97,3
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg -18.961 -5.890 -13.071 >100,0
Jahresüberschuss vor Steuern 281.887 167.500 114.387 68,3
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag (10) -47.239 -43.987 -3.252 7,4
Jahresüberschuss nach Steuern 234.648 123.513 111.135 90,0
davon den Anteilseignern des
Mutterunternehmens und den zusätzlichen
Eigenkapitalbestandteilseignern zuzurechnen 233.449 122.394 111.055 90,7
davon den nicht beherrschenden Anteilen
zuzurechnen 1.199 1.119 80 7,1
Konzernabschluss
36
Sonstiges Ergebnis in Tsd. € 2021 2020
Jahresüberschuss nach Steuern 234.648 123.513
Posten ohne Reklassifizierung in den Jahresüberschuss 55.234 -4.670
+/- Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste IAS 19 17.147 -7.654
+/- Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste IAS 19 -4.287 1.913
+/- Ergebnisanteil aus der Anwendung der Equity Methode 11.149 -471
+/- Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen des eigenen Kreditrisikos IFRS 9 -17.377 20.867
+/- Latente Steuern auf erfolgsneutrale Bewertungsänderungen des eigenen
Kreditrisikos IFRS 9 4.344 -5.217
+/- Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen von Eigenkapitalinstrumenten IFRS 9 58.866 625
+/- Latente Steuern auf erfolgsneutrale Bewertungsänderungen von
Eigenkapitalinstrumenten IFRS 9 -14.608 -14.734
Posten mit Reklassifizierung in den Jahresüberschuss 5.981 -11.341
+/- Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen Schuldtitel IFRS 9 -107 -1.563
Im Eigenkapital erfasste Beträge -37 -1.457
Umgliederungsbeträge -70 -106
+/- Latente Steuern auf erfolgsneutrale Bewertungsänderungen Schuldtitel IFRS 9 26 390
Im Eigenkapital erfasste Beträge 9 364
Umgliederungsbeträge 17 26
+/- Veränderung Währungsausgleichsposten 3.736 -4.298
+/- Ergebnisanteil aus der Anwendung der Equity Methode 2.326 -5.871
Summe direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen 61.215 -16.011
Gesamtergebnis aus Jahresüberschuss und nicht erfolgswirksamen Erträgen/
Aufwendungen 295.863 107.502
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens und den zusätzlichen
Eigenkapitalbestandteilseignern zuzurechnen 294.664 106.383
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 1.199 1.119
Kennzahlen 2021 2020
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in %
1)
49,68 58,49
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in %
2)
8,88 5,67
RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in %
3)
7,39 4,18
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko / Zinsüberschuss) in %
4)
10,32 12,42
Ergebnis pro Aktie in €
5)6)
6,66 3,52
1) Verwaltungsaufwendungen in Relation zum Zins-, at Equity-, Provisions-, Handelsergebnis und Sonstigen betrieblichen Erfolg
2) Jahresüberschuss vor Steuern in Relation zum durchschnittlichen Eigenkapital
3) Jahresüberschuss nach Steuern in Relation zum durchschnittlichen Eigenkapital
4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft in Relation zum Zinsergebnis
5) Jahresüberschuss nach Steuern in Relation zu durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien
6) Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt
ausgegeben wurden (siehe auch Note 11).
Konzernabschluss
37
Konzernbilanz zum 31.12.2021
Aktiva in Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Veränd.
in Tsd. €
Veränd.
in %
1. Barreserve (12) 4.400.915 2.105.984 2.294.931 >100,0
2. Forderungen an Kreditinstitute (13) 873.561 968.908 -95.347 -9,8
3. Forderungen an Kunden (14) 18.427.927 17.264.665 1.163.262 6,7
4. Handelsaktiva (16) 37.380 47.434 -10.054 -21,2
5. Finanzanlagen (17) 3.180.410 3.404.229 -223.819 -6,6
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 481.966 560.251 -78.285 -14,0
b) Finanzielle Vermögenswerte FV/OCI 414.571 487.826 -73.255 -15,0
c) Finanzielle Vermögenswerte AC 1.283.109 1.459.007 -175.898 -12,1
d) Anteile an at Equity-Unternehmen 1.000.764 897.145 103.619 11,5
6. Immaterielles Anlagevermögen (18) 3.221 2.203 1.018 46,2
7. Sachanlagen (19) (20) 382.622 404.351 -21.729 -5,4
a) Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien 84.234 89.656 -5.422 -6,0
b) Sonstige Sachanlagen 298.388 314.695 -16.307 -5,2
8. Sonstige Aktiva (21) 233.627 235.155 -1.528 -0,6
a) Latente Steueransprüche 1.390 7.388 -5.998 -81,2
b) Positive Marktwerte von
geschlossenen Derivaten des
Bankbuches
102.159 153.306 -51.147 -33,4
c) Sonstige 130.078 74.461 55.617 74,7
Summe Aktiva 27.539.663 24.432.929 3.106.734 12,7
Konzernbilanz zum 31.12.2021
Passiva in Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Veränd.
in Tsd. €
Veränd.
in %
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten (22) 5.893.338 5.065.644 827.694 16,3
a) Zweckgewidmete Refinanzierungen
für Kundenkredite 3.042.865 2.734.835 308.030 11,3
b) Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 2.850.473 2.330.809 519.664 22,3
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (23) 14.728.589 13.087.168 1.641.421 12,5
3. Verbriefte Verbindlichkeiten (24) 2.206.647 1.854.005 352.642 19,0
4. Rückstellungen (25) 364.802 372.841 -8.039 -2,2
5. Sonstige Passiva (26) 532.058 528.630 3.428 0,6
a) Handelspassiva (27) 35.539 42.799 -7.260 -17,0
b) Steuerschulden 16.983 6.638 10.345 >100,0
ba) Laufende Steuerschulden 1.738 2.932 -1.194 -40,7
bb) Latente Steuerschulden 15.245 3.706 11.539 >100,0
c) Negative Marktwerte von geschlos-
senen Derivaten des Bankbuches 34.077 39.932 -5.855 -14,7
d) Sonstige 445.459 439.261 6.198 1,4
6. Nachrangkapital (28) 496.368 485.775 10.593 2,2
7. Eigenkapital (29) 3.317.861 3.038.866 278.995 9,2
a) Eigenanteil 3.260.068 2.981.215 278.853 9,4
b) Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter 7.793 7.651 142 1,9
c) Zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile 50.000 50.000 0 0,0
Summe Passiva 27.539.663 24.432.929 3.106.734 12,7
Konzernabschluss
38
Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31.12.2021
Bewertungsrücklagen
in Tsd. €
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklagen
Gewinnrücklagen
Währungsaus-
gleichsposten
Schuldtitel IFRS 9 mit
Reklassifizierung
Eigenkapitalinstru-
mente IFRS 9 ohne
Reklassifizierung
Veränd. eig. Kredit-
risiko IFRS 9 ohne
Reklassifizierung
Versicherungsmath.
Gewinne / Verluste
gem. IAS 19
Assoziierte
Unternehmen
Eigenanteil
Anteile nicht
beherrschender
Gesellschafter
Zusätzliche
Eigenkapital-
bestandteile
Eigenkapital
Stand 1.1.2020 105.844 505.523 1.605.472 -1.365 1.414 126.729 -9.522 -48.552 616.297 2.901.840 8.697 50.000 2.960.537
Gesamtergebnis 133.308 -4.298 -1.172 -14.109 15.650 -5.740 -17.256 106.383 1.119 107.502
Jahresgewinn/-verlust 133.308 -10.914 122.394 1.119 123.513
Sonstiges Ergebnis -4.298 -1.172 -14.109 15.650 -5.740 -6.342 -16.011 -16.011
Dividendenausschüttung -6.326 -6.326 -6.326
Kuponzahlungen auf zusätzl.
Eigenkapitalbestandteile -2.925 -2.925 -2.925
Kapitalerhöhung
Emission zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile
Erwerb eigener Aktien -463 -12.221 -12.684 -12.684
Sonst. ergebnisneutrale
Veränderungen 496 -5.567 -5.071 -2.165 -7.236
Stand 31.12.2020 105.381 505.523 1.717.804 -5.663 242 112.620 6.128 -54.292 593.474 2.981.215 7.651 50.000 3.038.866
Stand 1.1.2021 105.381 505.523 1.717.804 -5.663 242 112.620 6.128 -54.292 593.474 2.981.215 7.651 50.000 3.038.866
Gesamtergebnis 143.507 3.736 -81 44.258 -13.033 12.860 103.417 294.664 1.199 295.863
Jahresgewinn/-verlust 143.507 89.942 233.449 1.199 234.648
Sonstiges Ergebnis 3.736 -81 44.258 -13.033 12.860 13.475 61.215 61.215
Dividendenausschüttung -26.409 -26.409 -26.409
Kuponzahlungen auf zusätzl.
Eigenkapitalbestandteile -2.925 -2.925 -2.925
Kapitalerhöhung
Emission zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile
Erwerb eigener Aktien 482 12.790 13.272 13.272
Sonst. ergebnisneutrale
Veränderungen 49 202 251 -1.057 -806
Stand 31.12.2021 105.863 505.523 1.844.816 -1.927 161 156.878 -6.905 -41.432 697.093 3.260.068 7.793 50.000 3.317.861
Konzernabschluss
39
Konzern-Kapitalflussrechnung in Tsd. € 2021 2020
Jahresüberschuss
234.648 123.513
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen
-23.114
79.022
Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen
4.821
-14.261
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten
9.819 22.794
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen, Sachanlagen und
immateriellen Vermögensgegenständen -591 -5.380
Zwischensumme
225.583 205.689
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Forderungen an Kreditinstitute
112.982
573.065
Forderungen an Kunden
-1.182.418
-731.925
Handelsaktiva
11.888
-9.598
Finanzanlagen, die der operativen Tätigkeit dienen
1)
120.422 13.502
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit
38.623
73.680
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
845.173
268.209
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
1.649.870
1.103.828
Verbriefte Verbindlichkeiten
361.905
167.779
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit
-98.405
-63.406
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 2.085.623 1.600.823
Mittelzufluss aus der Veräußerung von
Finanzanlagen, die der Investitionstätigkeit dienen
2)
537.279
605.585
Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen
13.730
6.350
Mittelabfluss für den Erwerb von
Finanzanlagen
-295.481
-377.240
Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen
-32.768
-35.734
Cashflow aus Investitionstätigkeit 222.760 198.961
Kapitalerhöhung 0 0
Dividendenzahlungen
-26.409
-6.326
Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalbestandteile -2.925 -2.925
Mittelzufluss aus Nachrangkapital und sonstiger Finanzierungstätigkeit
Emissionen
(28) 43.079
55.801
Sonstige
16.196
2.925
Mittelabfluss aus Nachrangkapital und sonstiger Finanzierungstätigkeit
Tilgungen
(28) -26.251
-84.337
Sonstige
-17.142
-30.449
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -13.452 -65.311
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 2.105.984 371.510
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 2.085.623 1.600.823
Cashflow aus Investitionstätigkeit 222.760 198.961
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -13.452 -65.311
Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen 0 0
Effekte aus der Änderung von Wechselkursen 0 0
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 4.400.915 2.105.984
Erhaltene Zinsen
386.208
421.910
Erhaltene Dividenden
21.285
19.343
Gezahlte Zinsen
-68.778
-102.884
Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalbestandteile
-2.925
-2.925
Ertragsteuerzahlungen
-37.315
-40.260
Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.
1)
Finanzanlagen ohne Behalteabsicht
2)
Finanzanlagen mit Behalteabsicht
Konzernabschluss
40
Aufgliederung Zinsen, Dividenden und Ertragsteuerzahlungen
in Tsd. €
Operative
Geschäftstätigkeit
Investitions-
tätigkeit
Finanzierungs-
tätigkeit Summe
Erhaltene Zinsen 2021 361.627 24.581 0 386.208
2020 387.150 34.760 0 421.910
Erhaltene Dividenden 2021 1.266 20.019 0 21.285
2020 1.365 17.978 0 19.343
Gezahlte Zinsen 2021 -55.189 0 -13.589 -68.778
2020 -87.716 0 -15.168 -102.884
Gezahlte Dividenden 2021 0 0 -26.409 -26.409
2020 0 0 -6.326 -6.326
Kuponzahlungen auf 2021 0 0 -2.925 -2.925
zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 2020 0 0 -2.925 -2.925
Ertragsteuerzahlungen 2021 -27.773 -6.145 -3.397 -37.315
2020 -27.778 -8.690 -3.792 -40.260
Konzernabschluss
41
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss
Einleitung
Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige börsennotierte Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im
Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Untere Donaulände 28. Die
Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke
Kundenorientierung und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen
klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Sie strebt kein originäres, von den KundInnen losgelöstes
Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre KundInnen bei deren Auslandsaktivitäten.
Der Vorstand der Oberbank AG hat den Konzernabschluss am 11. März 2022 unterzeichnet und zur Weitergabe an den
Aufsichtsrat freigegeben.
Die Genehmigung des Abschlusses 2021 und die Freigabe zur Veröffentlichung sind für den 24. März 2022 vorgesehen.
1) Konsolidierungskreis der Oberbank
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2021 neben der Oberbank AG 28 inländische und 16 ausländische Tochterunter-
nehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 wie folgt
verändert:
Die Liquidation der Oberbank Vsetaty Immobilienleasing s.r.o., Pilsen führte zu einer Verringerung der
Sonstigen Aktiva um 1 Tsd. Euro
Der Verkauf der Oberbank Ennshafen Immobilienleasing GmbH, Linz führte zu einer Verringerung der
Sonstigen Passiva um 5.044 Tsd. Euro und zu einer Verringerung der Forderungen an Kunden um 17.069 Tsd. Euro
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde anteilsmäßig gemäß IFRS 11 im Konzernabschluss berück-
sichtigt. Neben der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der
Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Nicht konsolidiert wurden 18 Tochterunternehmen und 13 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.
Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen
wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30. September aufgestellt, um eine zeitnahe Konzern-Jahresabschlusserstellung
zu ermöglichen. Wesentliche Geschäftsvorfälle bzw. Änderungen in der Zusammensetzung des Leasing-Teilkonzerns im
4. Quartal werden berücksichtigt.
2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze
2.1) Angewandte IAS bzw. IFRS
Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2021 wurde in Übereinstimmung mit den vom International
Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards
(IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC) erstellt. Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende
Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird
ausgegangen.
Folgende Tabelle zeigt neu veröffentlichte bzw. geänderte Standards und Interpretationen zum Bilanzstichtag, die in der
Berichtsperiode erstmalig zur Anwendung kamen.
Konzernabschluss
42
Standard/Interpretation Bezeichnung Anzuwenden für Von EU bereits
Geschäftsjahre ab übernommen
Änderungen zu IFRS 4 Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von der 1.1.2021 Ja
Anwendung von IFRS 9 für Versicherungsunternehmen
Änderungen zu IFRS 9, IAS 39, "Interest Rate Benchmark Reform" (kurz IBOR-Reform) - 1.1.2021 Ja
IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 Phase 2
Änderungen zu IFRS 16 Covid-19 bezogene Mieterleichterungen 1.4.2021 Ja
Die nächste Tabelle zeigt veröffentlichte bzw. geänderte Standards und Interpretationen zum Bilanzstichtag, die vollständig
durch das IASB bzw. teilweise durch das EU-Endorsementverfahren in Kraft getreten, aber noch nicht verpflichtend
anzuwenden sind. Diese wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht angewandt. Eine frühzeitige Anwendung ist derzeit
nicht geplant.
Standard/Interpretation Bezeichnung Anzuwenden fürVon EU bereits
Geschäftsjahre abübernommen
Jährliche Verbesserungen an Zyklus 2018 - 2020 1.1.2022 Ja
den IFRS
Änderungen zu IAS 16 Erträge vor Erreichen des betriebsbereiten Zustands 1.1.2022 Ja
Änderungen zu IAS 37 Umfang der Erfüllungskosten bei belastenden 1.1.2022 Ja
Verträgen
Änderungen zu IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept 1.1.2022 Ja
Änderungen zu IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 1.1.2023 Nein
Änderungen zu IAS 1 Angaben zu Rechnungslegungsmethoden 1.1.2023 Nein
Änderungen zu IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen 1.1.2023 Nein
Schätzungen
Änderungen zu IAS 12 Ansatz für latente Steuern bei erstmaligem Ansatz 1.1.2023 Nein
eines Vermögenswertes oder einer Schuld
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2023 Ja
Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze 2021
IFRS 4 „Versicherungsverträge“ sieht vor, dass Versicherungsunternehmen von der Anwendung von IFRS 9
„Finanzinstrumente“ ausgenommen sind. Diese befristete Befreiung wurde um zwei Jahre verlängert und gilt nun bis zum
31. Dezember 2022. Mit dieser Verlängerung wird der Tatsache Rechnung getragen, dass IFRS 17 „Versicherungsverträge“
erst ab
01. Jänner 2023 anzuwenden ist und IFRS 4 „Versicherungsverträge“ ablöst. Aus dieser Erleichterungsbestimmung ergeben
sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Oberbank.
Die im August 2020 veröffentlichten Änderungen zu IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 (Phase 2 der IBOR-Reform)
sollen die Auswirkungen abmildern, die sich im Zeitpunkt der Ablösung eines bestehenden Referenzzinssatzes durch einen
alternativen Zinssatz auf die Finanzberichterstattung ergeben. Die für die Oberbank AG daraus resultierenden
unwesentlichen Auswirkungen werden folgend dargestellt:
durch die Ablöse der Interbank Offered Rates (IBOR) durch neue risikofreie Zinssätze wurden im GJ 2021 die
Marktbewertungen von Derivaten in der Höhe von rund € 1.150 Mio. von EONIA auf €STR umgestellt.
Die in diesem Zusammenhang angefallenen Ausgleichszahlungen verursachten einen Ertrag in Höhe von € 52 Tsd. bzw. einen
Aufwand in Höhe von € 71 Tsd. und wurden sofort ergebniswirksam erfasst.
Konzernabschluss
43
Das Ausmaß der von der LIBOR-Umstellung auf neue Referenzwerte betroffenen Volumina stellt sich in der Oberbank AG
wie folgt dar (die Umstellung erfolgt großteils im Jänner 2022, die derzeitigen USD-Referenzwerte bleiben voraussichtlich
noch bis Mitte 2023 bestehen):
In Tsd. € CHF-LIBOR USD-LIBOR JPY-LIBOR GBP-LIBOR
Forderungen an
Kunden
22.252 9.989 323 0
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
669 3.350 106 1
Die im Mai 2020 veröffentlichte Änderung zu IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ in Bezug auf Mietkonzessionen, die als direkte
Folge der Covid-19-Pandemie eingeräumt wurden, wurde um ein Jahr verlängert. Dem Leasingnehmer ist es nach wie vor
erlaubt, auf die Beurteilung, ob eine aufgrund der Covid-19-Pandemie eingeräumte Mietkonzession eine Vertragsänderung
darstellt, zu verzichten. Diese Erleichterungsbestimmung ist nun auf jene Mietkonzessionen begrenzt, bei denen eine
Reduzierung der Leasingzahlungen nur Zahlungen betrifft, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2022 fällig waren. Der
Leasingnehmer, der diese Erleichterung in Anspruch nimmt, muss jede Änderung der Leasingzahlungen, die sich aus der
Covid-19-bezogenen Mietkonzession ergibt, auf dieselbe Weise bilanzieren, wie er die Änderung unter Anwendung von IFRS
16 bilanzieren würde, wenn diese keine Änderung des Leasingvertrags wäre. Es ergeben sich daraus keine wesentlichen
Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Oberbank, da keine Mietkonzessionen als Folge der Covid-19-Pandemie
eingeräumt wurden.
Künftige Änderungen von Rechnungslegungsgrundsätzen
Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS betreffen Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41. Es werden keine
wesentlichen Auswirkungen aus diesen Änderungen, die per 01. Jänner 2022 in Kraft treten, auf künftige Konzernabschlüsse
erwartet.
Die Änderungen an IAS 16 „Sachanlagen“ verbieten nunmehr explizit den Abzug möglicher Nettoerträge von den
Anschaffungskosten einer Sachanlage. Werden Güter hergestellt und veräußert, während eine Sachanlage an den
beabsichtigten Standort bzw. in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird, müssen die aus der
Veräußerung dieser Güter resultierenden Erträge sowie deren Herstellungskosten erfolgswirksam gemäß den jeweils
gültigen Standards erfasst
werden. Die Änderungen sind erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 01. Jänner 2022 beginnen,
wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Da im Konzern keine Sachanlagen vorhanden sind, bei denen im Rahmen von
Testläufen Güter hergestellt werden, werden keine Auswirkungen aus diesen Änderungen auf den Konzernabschluss
erwartet.
Die Änderungen an IAS 37 „Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten“ konkretisieren den Umfang der
Erfüllungskosten bei belastenden Verträgen. Als Erfüllungskosten sind alle direkt zurechenbaren Kosten zu berücksichtigen.
Darunter fallen die inkrementellen Kosten der Erfüllung des Vertrags (z. B. direkt zurechenbare Arbeits- und Materialkosten)
sowie eine Verrechnung anderer, der Erfüllung des Vertrags direkt zurechenbare Kosten (z. B. anteilige Abschreibung von
Sachanlagen, die für die Erfüllung mehrerer Verträge genutzt werden). Die Änderungen an IAS 37 sind auf alle Verträge
anzuwenden, bei denen zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung per 01. Jänner 2022 noch nicht alle Verpflichtungen
erfüllt wurden. Von der angeführten Änderung wird keine Auswirkung auf künftige Konzernabschlüsse erwartet.
IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ wird dahingehend aktualisiert, dass sich die Verweise nunmehr auf das aktuelle
Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung 2018 und nicht mehr auf das Rahmenkonzept 1989 beziehen. Die
Änderungen an IFRS 3 treten per 01. Jänner 2022 in Kraft. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige
Konzernabschlüsse erwartet.
Die Änderungen zu IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ betreffen den Ausweis von Schulden als kurz- oder langfristig in der
Bilanz und nicht die Höhe oder den Zeitpunkt der Erfassung von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erträgen oder
Aufwendungen oder die Informationen, die über diese Posten anzugeben sind. Darüber hinaus wird mit den Änderungen zu
Konzernabschluss
44
IAS 1 und IAS 8 („Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehlern“) konkretisiert, in
welchem Umfang Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im IFRS-Anhang erläutert werden müssen. Es wird ein
einheitlicher und genauer umrissener Wesentlichkeitsbegriff von Abschlussinformationen geschaffen, der eine
Harmonisierung vom
Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung, IAS 1 und IAS 8 sowie dem IFRS-Leitliniendokument „Fällen von
Wesentlichkeitsentscheidungen“ herbeiführen soll. Die Änderungen treten per 01. Jänner 2023 in Kraft. Es ergeben sich
daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Oberbank.
Die Änderungen an IAS 12 „Latente Steuern“ schränken den Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung zum erstmaligen
Ansatz von latenten Steuern („initial recognition exemption“) ein. Die Ausnahmeregelung soll keine Anwendung auf
Geschäftsvorfälle finden, die gleichzeitig zu steuerpflichtigen und abzugsfähigen temporären Differenzen in gleicher Höhe
führen. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse erwartet.
IFRS 17 „Versicherungsverträge“ regelt die Grundsätze in Bezug auf die Identifikation, den Ansatz, die Bewertung, den
Ausweis sowie die Anhangangaben für Versicherungsverträge und ersetzt ab 01. Jänner 2023 den IFRS 4
„Versicherungsverträge“. Diese Änderung ist für die Oberbank als Kreditinstitut nicht relevant.
2.2) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Konzern
a) Hintergrund
Die Covid-19-Pandemie hat eine große Unsicherheit in der Weltwirtschaft und auf den globalen Märkten verursacht. Die von
den Staaten erlassenen Vorschriften mit Ausgangsbeschränkungen, Restaurant- und Ladenschließungen sowie
Produktionsstillständen führten zu einem wirtschaftlichen Abschwung in Österreich und weltweit. In vielen Ländern wurden
verschiedene Maßnahmen eingeleitet und Hilfspakete (z.B. Staatsgarantien, Überbrückungsfinanzierungen, Härtefonds für
Selbständige) geschnürt und Stundungsprogramme eingerichtet, um die Wirtschaft und Privathaushalte in dieser
existenzbedrohenden Krise bestmöglich zu unterstützen. Die nachfolgenden Ausführungen sollen aktualisierte
Informationen und die wesentlichen Aspekte zu den gegenwärtigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den
Konzernabschluss der Oberbank AG liefern.
b) Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen
Im vorliegenden Konzernabschluss sind Werte enthalten, deren Höhe durch Ermessensentscheidungen, Annahmen und
Schätzungen bestimmt wurde. Diese Annahmen und Schätzungen beruhen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf
Planungen und auf nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Prognosen für das Eintreten künftiger Ereignisse.
Diese Schätzungen und Ermessensentscheidungen unterliegen aufgrund der nach wie vor herrschenden Ungewissheit über
die Entwicklung der Covid-19-Pandemie einer erhöhten Unsicherheit. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von
den Schätzungen und Ermessensentscheidungen abweichen und können wesentliche Auswirkungen auf den
Konzernabschluss haben. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare
Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt.
Aktualisierte Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen betreffen im vorliegenden Konzernabschluss im
Wesentlichen nachfolgende Sachverhalte.
Risikovorsorgen
Die Bemessung der Risikovorsorgen wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und durch
die Struktur der Qualität des Kreditportfolios bestimmt. Darüber hinaus ist es für die Ermittlung des
Wertminderungsaufwands erforderlich, Höhe und Zeitpunkt zukünftiger Zahlungsströme zu schätzen. Nähere Details sind im
Punkt c) Risiken aus Finanzinstrumenten dargestellt.
Fair Value von Finanzinstrumenten
Konzernabschluss
45
Ist der Fair Value von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nicht durch die Verwendung von
aktuellen Börsenkursen ermittelbar, weil kein öffentlich notierter Marktpreis zur Verfügung steht, werden Modellwerte
verwendet.
Die Bewertungsmodelle, Input-Parameter, die Fair-Value-Hierarchie und die Fair Values von Finanzinstrumenten werden in
Note 31) Fair Value von Finanzinstrumenten und sonstige Positionen zur Bilanzüberleitung per 31.12.2021 dargestellt.
Wertminderungen bei Anteilen an at Equity-Unternehmen
Wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung bei einer at Equity bewerteten Beteiligung vorliegen, wird für diese
Beteiligung ein individueller Nutzungswert ermittelt. Nähere Details zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind unter
c) Risiken aus Finanzinstrumenten zu entnehmen.
Rückstellungen
Die OGH-Entscheidung vom 22.12.2021 zu Zinsansprüchen während der gesetzlichen COVID-19 Stundung führte in der
Oberbank zu keinem Rückstellungserfordernis, da der darin beurteilte Sachverhalt in dieser Form nicht auf die Oberbank
zutrifft, wofür uns eine rechtliche Beurteilung vorliegt.
c) Risiken aus Finanzinstrumenten
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Wertminderungsmodell von Finanzinstrumenten nach IFRS 9
Das Wirtschaftswachstum in Österreich konnte sich im Jahr 2021 zwar erholen, wurde jedoch infolge von anhaltenden
Lieferengpässen und dem Einsetzen der vierten Covid-19-Welle gedämpft. Es wird erwartet, dass sich das
Wirtschaftswachstum nach Auslaufen der vierten Covid-19-Welle und der Auflösung der globalen Lieferengpässe bis 2023 in
Richtung des langfristigen Durchschnitts bewegen wird.
Die staatlichen Subventions- und Hilfsprogramme wurden teilweise bis zum März 2022 verlängert (Corona-Kurzarbeit,
Ausfallbonus III, Härtefallfonds, etc.) und bremsen weiterhin die Insolvenzen ein. Wesentliche Trigger-Events für
Unternehmensinsolvenzen wie Zahlungsverzüge bei Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern wurden deaktiviert,
wodurch die Abschätzung des wahren Ausmaßes der Covid-19-Pandemie auf potentielle Unternehmensausfälle nach wie vor
von großer Unsicherheit geprägt ist.
Die massiven staatlichen Stützungsmaßnahmen und die nach wie vor herrschende Ungewissheit über die Entwicklung der
Pandemie, führen zu einer Verzögerung in der Abbildung gesamtwirtschaftlicher Größen in den Ausfallraten von Privat- und
Firmenkunden. Es wird im Allgemeinen erwartet, dass dadurch die „Welle“ an Ausfällen zeitlich verzögert eintritt und
zusätzlich auch Unternehmen gestützt werden, die auch ohne Covid-19 ausgefallen wären, sogenannte „Zombie
Unternehmen“. Diese Umstände können von Rating-Modellen nicht ausreichend erfasst werden.
Das Wertberichtigungsmodell der Oberbank beinhaltet unter anderem eine Anpassung der Ausfallswahrscheinlichkeit (PD)
zur Berücksichtigung von zukunftsgerichteten makroökonomischen Informationen. Die Stützungsmaßnahmen des Staates
führen zur Minderung der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Kunden und erschweren dadurch die
frühzeitige Erkennung einer potentiellen Verschlechterung der Kreditqualität. Die FLI-Modellentwicklung wurde mit einer
Zeithistorie vorgenommen, die diese wirtschaftlichen Verwerfungen, staatlich gestützten Verzerrungen und
makroökonomischen Extremwerte nicht berücksichtigt.
Folgende Tabelle zeigt die ländergewichteten makroökonomischen Faktoren, die in die ECL-Berechnung für die Segmente
Corporates, Retail und SME per 31. Dezember 2021 eingehen:
Konzernabschluss
46
Normalszenario
Jahr 1
(4 Quartals-
durschnitt)
Jahr 2
(4 Quartals-
durschnitt)
Jahr 3
(4 Quartals-
durschnitt)
Reales BIP Wachstum 7,2% 3,1% 2,6%
Harmonisierter Verbraucherpreisindex 3,9% 1,6% 1,7%
Pessimistisches Szenario
Jahr 1
(4 Quartals-
durschnitt)
Jahr 2
(4 Quartals-
durschnitt)
Jahr 3
(4 Quartals-
durschnitt)
Reales BIP Wachstum 5,68% 1,97% 1,90%
Harmonisierter Verbraucherpreisindex 4,22% 2,52% 2,64%
Optimistisches Szenario
Jahr 1
(4 Quartals-
durschnitt)
Jahr 2
(4 Quartals-
durschnitt)
Jahr 3
(4 Quartals-
durschnitt)
Reales BIP Wachstum 9,29% 3,80% 3,40%
Harmonisierter Verbraucherpreisindex 3,36% 1,34% 1,50%
Um der zu erwarteten Erhöhung der Ausfallsrisiken Rechnung zu tragen, wird für gewisse Teilportfolios ein kollektiver
Stufentransfer vorgenommen. Zur Beurteilung werden zusätzliche Risiken identifiziert, deren Einfluss auf die Bildung von
Wertberichtigungen vor allem kriseninduziert und voraussichtlich eher temporärer Natur sind. Der kollektive Stufentransfer
wird bei folgenden Portfolios angewandt:
Forderungen an Kreditnehmer in besonders stark von Lockdowns betroffenen Wirtschaftsbranchen: Auf Basis der
Branchenzuordnung mittels NACE-Codes wird in einer Strukturanalyse sowohl die angebots- als auch nachfrageseitige
Tiefe des Schocks analysiert und die Unternehmen in eine 5-teilige Skala eingeordnet. Auf Basis dieser Einstufung
werden jene Forderungen einem Stufentransfer in die Stufe 2 unterzogen, deren ökonomische Betroffenheit durch
Lockdowns die höchste Stufe beträgt. Als Konsequenz dient der NACE-Code somit als weiteres qualitatives Kriterium im
Stufentransfermodell, womit für sämtliche Forderungen der betroffenen Branchen (Beherbergung, Gastronomie,
Reisebranche, Luftfahrt, …) ein Lifetime Expected Loss als Grundlage für die Bildung von Risikovorsorgen dient.
Forderungen an Kreditnehmer, welche sich zum Stichtag noch immer in einem Zahlungsmoratorium befinden. Per
31. Dezember 2021 wurde kein kollektives Staging wegen aufrechten Moratorien vorgenommen. Die wenigen
Geschäfte, die sich noch in einem Moratorium befinden, sind entweder ausgefallen und somit in Stage 3 oder werden
auf Grund einer wesentlichen Bonitätsverschlechterung ohnehin schon der Stage 2 zugeordnet.
Forderungen an Kreditnehmer im Bereich der Immobilienprojektfinanzierungen mit gewerblichen
Hypothekarsicherheiten: da das Kreditrisiko dieser Finanzierungen unmittelbar mit den Ertragschancen aus der
Veräußerung bzw. Vermietung der Immobilien zusammenhängt, wirken sich etwaige Verwerfungen im
Immobilienmarkt aufgrund der Covid-19-Krise auf die Bonitätseinschätzung aus. Dabei liegt der Fokus aktuell
insbesondere auf dem Markt für gewerbliche Immobilien, dessen Nachfrage durch die Pandemie negativ beeinflusst
wird.
Forderungen an Kreditnehmer, die im Zuge der im 1. Quartal 2021 durchgeführten Einzelanalyse der Covid-19-
Betroffenheit von Kunden mit hohem Kreditrisiko als stark von Covid-19 betroffen, eingestuft wurden: as Management
Overlay Maßnahme wurde für diese Kunden eine Risikovorsorge in Höhe des Lifetime-Expected-Loss gebildet.
Konzernabschluss
47
Betroffenes Collective-Staging Portfolio per 31.12.2021 nach Stufentransfergründen in Tsd. Euro
Bilanzposition Transfergrund Forderungsvolumen Effekt aus Stufentransfer
Bilanzielle Vermögenswerte
Kollektiver Stufentransfer Immobilienprojekte 1.441.900 4.941
Kollektiver Stufentransfer schwer betroffene Kunden 219.997 3.529
Kollektiver Stufentransfer Branchen 389.125 2.900
Gesamt 2.051.023 11.370
Außerbilanzielle Vermögenswerte
Kollektiver Stufentransfer Immobilienprojekte 135.495 2.281
Kollektiver Stufentransfer schwer betroffene Kunden 48.683 283
Kollektiver Stufentransfer Branchen 95.954 1.435
Gesamt 280.131 3.999
Gesamt 2.331.154 15.369
Im Vergleich zum Jahresanfang steigt der Betrag der gebildeten Wertberichtigung im Lebendgeschäft (Stage 1 und
Stage 2) um 10,6 Mio. Euro. Der Effekt aus dem Collective Staging beläuft sich per 31.12.2021 auf 15,4 Mio. EUR.
Fair Value Bewertungen
Der Bewertungsprozess, die Bewertungsverfahren und die Ermittlung der Fair Values sowie die Auswirkungen der Covid-19-
Pandemie werden in Note 31) Fair Value von Finanzinstrumenten und sonstige Positionen zur Bilanzüberleitung per
31.12.2021 dargestellt.
Wertminderungsprüfungen bei Anteilen an at Equity-Unternehmen
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen werden mit dem der Oberbank zustehenden anteiligen Eigenkapital des
Beteiligungsunternehmens angesetzt. Wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung bei einer at Equity bewerteten
Beteiligung vorliegen, wird für diese Beteiligung ein individueller Nutzungswert (Value in Use) ermittelt. Der höhere Wert
aus Börsenkurs und Value in Use stellt den erzielbaren Betrag gemäß IAS 36.6 dar und dieser ist für die Bewertung
heranzuziehen.
Der Anlass für eine Impairment-Prüfung ist gegeben, wenn entweder der Marktwert um mindestens 20 % unter den At-
Equity-Beteiligungsbuchwert sinkt oder wenn der Marktwert dauerhaft mindestens über einen Zeitraum von 9 Monaten
unter dem At-Equity-Beteiligungsbuchwert liegt.
Diese Voraussetzungen waren per 31. Dezember 2021 bei at Equity einbezogenen Beteiligungen nicht erfüllt. Bei der
voestalpine lag der Börsenkurs mit 32,00 je Aktie lediglich um 6,7 % unter dem Buchkurs von 34,29 Euro je Aktie; der 9-
Monats-Zeitraum wurde ebenfalls nicht überschritten.
d) Wertminderungen nicht-finanzieller Vermögenswerte und aktive latente Steuern auf Verlustvorträge
Die Oberbank hält insbesondere nicht-finanzielle Vermögenswerte an immateriellen Anlagevermögen, Sachanlagen, als
Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sowie Nutzungsrechte an Leasinggegenständen. Die Bilanzierung der
Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Anhaltspunkte für Wertminderungen, wie z.B.
Filialschließungen, ein Rückgang der Nachfrage nach Bankprodukten, signifikante Veränderungen in der Nutzung der
Vermögenswerte bzw. Neueinschätzungen der Nutzungsdauern, wurden nicht festgestellt. Der Fair Value der als
Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien beträgt 97.640 Tsd. Euro (31.12.2020: 105.150 Tsd. Euro). Der Rückgang ist auf
die Altersabwertung zurückzuführen. Zusätzliche Marktanpassungen aufgrund von Einflüssen der Covid-19-Pandemie auf
dem Immobilienmarkt sind aktuell nicht ersichtlich.
Die Oberbank AG hat in einem untergeordneten Ausmaß von rund 457 Tsd. Euro (31.12.2020: 647 Tsd. Euro) aktive latente
Steuern auf Verlustvorträge aktiviert. Die Ertragssituation der Konzerngesellschaften, aus der die Verlustvorträge
resultieren, hat sich durch die Covid-19-Pandemie nicht geändert. Die steuerlichen Verlustvorträge werden weiterhin
verwertbar bleiben.
Konzernabschluss
48
Die vom IASB im Mai 2020 bzw. März 2021 herausgegebenen Erleichterungsmaßnahmen zur Anwendung des IFRS 16, um
Leasingnehmer die Bilanzierung von Zugeständnissen, wie Stundung der Mietraten oder Mietpreisnachlässe zu erleichtern,
die im direkten Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie gewährt wurden, wird für die Oberbank aktuell keine
Auswirkungen haben. Die Oberbank als Leasingnehmer hat keine Mietratenstundungen oder Mietpreisnachlässe in
Anspruch genommen. Die endgültige Übernahme der Erleichterungsmaßnahmen zur Anwendung des IFRS 16 in EU-Recht ist
mittlerweile erfolgt.
e) Darstellung der im Wesentlichen auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführenden Effekte
Der wesentlichste Effekt der Covid-19-Pandemie auf die Gewinn- und Verlustrechnung betrifft, wie oben bereits dargestellt,
die Position Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft Stage 1 und Stage 2). Die
Zuführungen in Höhe von 10.736 Tsd. Euro können jedoch nicht ohne Weiteres zweifelsfrei als direkt durch Covid-19
verursacht dargestellt werden. Zusätzlich sind in der Position Andere Verwaltungsaufwendungen Aufwendungen in Höhe
von 334 Tsd. Euro enthalten, die direkt der Covid-19-Pandemie zuzuordnen sind (Aufwendungen für Sonderreinigungen,
Ankauf von Hygiene- und Sicherheitsartikel, IT-Infrastruktur, Filialausstattungen, etc).
Darüber hinaus resultierten coronabedingt verminderte bzw. entfallene Gewinnausschüttungen von Beteiligungs-
unternehmen. Der darauf entfallende coronabedingte Effekt kann jedoch nicht eindeutig quantifiziert werden.
2.3) Konsolidierungsmethoden
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Beherrschung der Oberbank AG stehen, wurden in
den Konzernabschluss einbezogen.
Die wichtigsten Beteiligungen mit bis zu 50 % Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (BKS
Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der
Equity-Methode ist, dass auf die Unternehmenspolitik maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Durch den
maßgeblichen Einfluss verfügt der Investor über einen Anteil an der Ertragskraft des assoziierten Unternehmens und
demzufolge über einen Anteil am Rückfluss des eingesetzten Kapitals und des Nettovermögens. Ebenso sind
Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus
Beteiligungen, auf die ein
maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses treffender
abgebildet. Eine weitere Ergebniseliminierung aufgrund von Konsolidierungen oder von auf eigene Ergebnisanteile
entfallende Jahresüberschüsse wird bei at-Equity Beteiligungen nicht vorgenommen.
Für gemeinschaftliche Tätigkeiten (ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die anteilsmäßige
Konsolidierung angewandt.
Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist.
Die übrigen Beteiligungen sind mit dem Fair Value angesetzt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Aktive Unterschieds-
beträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des
Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch
für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge angeführt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine
Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht
von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da keine wesentlichen
Zwischenergebnisse vorhanden sind.
2.4) Unternehmenserwerbe
Im Geschäftsjahr 2021 erfolgten keine Unternehmenserwerbe im Sinne des IFRS 3. Mit 1. Jänner 2022 wurde die Oberbank
Frank Immobilienleasing GmbH erworben. Dabei handelt es sich um eine Immobilienleasinggesellschaft, die im
Geschäftsjahr 2022 in den Konzernabschluss einbezogen wird.
Konzernabschluss
49
2.5) Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen
Im vorliegenden Konzernabschluss sind Werte enthalten, deren Höhe durch Ermessensentscheidungen, Annahmen und
Schätzungen bestimmt wurde. Diese Annahmen und Schätzungen beruhen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf
Planungen und auf nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Prognosen für das Eintreten künftiger Ereignisse.
Die Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen betreffen im vorliegenden Konzernabschluss im Wesentlichen
folgende Sachverhalte:
Risikovorsorgen
Die Bemessung der Risikovorsorgen wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und
durch die Struktur der Qualität des Kreditportfolios bestimmt. Darüber hinaus ist es für die Ermittlung des Wert-
minderungsaufwands erforderlich, Höhe und Zeitpunkt zukünftiger Zahlungsströme zu schätzen. Nähere Details sind
unter 2.7) Finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen sowie Sicherungsbeziehungen sowie im Risikobericht in
Note 43 ff (Kreditrisiko) enthalten.
Fair Value von Finanzinstrumenten
Ist der Fair Value von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nicht durch die Verwendung von
aktuellen Börsenkursen ermittelbar, weil kein öffentlich notierter Marktpreis zur Verfügung steht, werden Modellwerte
verwendet. Die Bewertungsmodelle, Input-Parameter, die Fair-Value-Hierarchie und die Fair Values von Finanz-
instrumenten werden in Note 31 (Fair Value von Finanzinstrumenten) detailliert beschrieben.
Wertminderungen bei Anteilen an at Equity-Unternehmen
Wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung bei einem Anteil an at Equity-Unternehmen vorliegen, wird auf Basis
geschätzter zukünftiger Zahlungsströme der erzielbare Betrag ermittelt (siehe auch Note 2.9). Der Prüfungsanlass ist
gegeben, wenn entweder der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten sinkt oder wenn der
Marktwert dauerhaft mindestens über einen Zeitraum von neun Monaten unter den Anschaffungskosten liegt. Details zu
den Buchwerten von Anteilen an at Equity-Unternehmen werden in Note 17 (Finanzanlagen) dargestellt.
Wertminderung bei Schuldtiteln
Der Impairment-Prüfungsanlass bei Schuldtiteln ist gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die
Anschaffungskosten sinkt und dies dauerhaft über einen Zeitraum von neun Monaten der Fall ist.
Zu jedem Bilanzstichtag wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen
Zahlungsströme hat und sich verlässlich ermitteln lässt. Wird festgestellt, dass eine Wertaufholung bis zu den
Anschaffungskosten innerhalb der geplanten Behaltefrist nicht zu erwarten ist, liegt Impairment vor.
Nutzungsdauern beim Anlagevermögen
Die planmäßige Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt linear auf Basis der
geschätzten Nutzungsdauern. Details zu den Buchwerten werden in Note 18 (Immaterielles Anlagevermögen) und
Note 19 (Sachanlagen) dargestellt.
Steuerabgrenzung
Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem
Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive
latente Steuern nur
angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe zu rechnen
ist. Angaben zu den latenten Steuern sind in Note 21 (Sonstige Aktiva) dargestellt.
Konzernabschluss
50
Personalrückstellungen
Diese werden auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten ermittelt. Dabei werden neben den bekannten
Renten und erworbenen Anwartschaften auch die zukünftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten
einbezogen. In Note 25 (Rückstellungen) werden die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen sowie eine
Sensitivitätsanalyse bei Änderung maßgeblicher versicherungsmathematischer Annahmen angegeben.
Rückstellungen
Bei der Bemessung von Rückstellungen sind Schätzungen bezüglich der Höhe und der Fälligkeit von zukünftigen
Zahlungsströmen erforderlich. Details werden in Note 25 (Rückstellungen) dargestellt.
Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (gemeinsam kurz: UniCredit) haben in der
Hauptversammlung der Oberbank im Mai 2019 den Antrag gestellt, einen dritten ihnen zuzurechnenden Vertreter in den
Aufsichtsrat der Oberbank zu wählen. Dieser Antrag fand keine Zustimmung. Die UniCredit hat in der Folge eine Klage
auf Anfechtung einzelner Hauptversammlungsbeschlüsse erhoben. Das diesbezügliche Verfahren wurde am
20. Dezember 2019 geschlossen.
Nachdem das Landesgericht Linz sämtliche Klagebegehren der UniCredit negativ beschieden hatte, hat das OLG Linz
diese Entscheidung insofern revidiert, als die von der Hauptversammlung im Mai 2019 beschlossene Reduktion der
Kapitalvertre-terInnen von zwölf auf elf für nichtig erklärt wurde. Dem Feststellungbegehren der UniCredit auf Wahl des
von ihr nomi-nierten Kandidaten wurde jedoch nicht stattgegeben. Dieses Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Es hat
abgesehen von der bestätigten Nichtwahl des von UniCredit beantragten Kandidaten keine weiteren rechtlichen
Auswirkungen. Relevante bilanzielle Auswirkungen dieses Verfahrens sind nicht erkennbar.
Ende Dezember 2019 hat die UniCredit die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der AktionärInnen
der Oberbank beantragt, die am 4. Februar 2020 stattfand. Die Anträge der UniCredit (Sonderprüfung der Oberbank-
Kapitalerhöhungen seit 1989, Beendigung eines Schiedsverfahrens mit der Generali-3 Banken-Holding) fanden keine
Zu-stimmung.
Auch in der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2020 stellte die UniCredit Anträge auf Durchführung von
Sonderprüfungen, die jedoch keine Mehrheit fanden. Die UniCredit hat einerseits Anfechtungsklage gegen diese
Beschlüsse eingebracht. Andererseits hat sie bezüglich des Antrags auf Sonderprüfung aus der außerordentlichen
Hauptversammlung 2020 im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen der BKS Bank AG (kurz: BKS) beziehungsweise
der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: BTV) im Jahr 2018 und bezüglich einiger abgelehnter Sonderprüfungsthemen
aus der ordentlichen Hauptversammlung 2020 einen gerichtlichen Antrag auf Sonderprüfung gestellt. Der von UniCredit
gestellte gerichtliche Antrag auf Sonderprüfung wurde vom Landesgericht Linz teilweise abgewiesen und hinsichtlich der
übrigen Themen das Verfahren bis zur Erledigung des anhängigen Zivilprozesses betreffend die Anfechtungsklage gegen
Beschlüsse der or-dentlichen Hauptversammlung 2020 unterbrochen.
Die Anfechtungsverfahren wurden bis zur Klärung übernahmerechtlicher Vorfragen unterbrochen.
Die UniCredit hat Ende Februar 2020 Anträge bei der Übernahmekommission gestellt, mit denen überprüft werden soll,
ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die
Oberbank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate bei der BTV und bei der BKS unmittelbar betroffen. Die
Syn-dikate der BTV und BKS wurden mit nach wie vor gültigen Bescheiden der Übernahmekommission aus dem Jahr
2003 ge-nehmigt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der
Syndikate verändert sowie diese insgesamt seit dem Jahr 2003 ihr Stimmgewicht in übernahmerechtlich relevanter
Weise ausgebaut hätten und dadurch eine Angebotspflicht ausgelöst worden wäre.
Dazu haben zwischen dem 27. September 2020 und dem 1. Oktober 2020 drei Verhandlungstage mit umfangreichen
Zeugeneinvernahmen vor der Übernahmekommission stattgefunden. Die Entscheidung steht nach wie vor aus.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass diese
übernahmerechtliche Prüfung zu keiner Angebotspflicht führen wird.
Konzernabschluss
51
Gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vom 11. Mai 2021 wurden keine Anfechtungen erhoben.
Ende Juni 2021 hat UniCredit neue Unterlassungs- und Feststellungsklagen beim Landesgericht Linz eingebracht.
Im Wesentlichen geht es um die Feststellung, dass die Beschlüsse des Vorstands der Oberbank auf Durchführung der
letzten 4 Kapitalerhöhungen der Oberbank und die Beschlüsse zur Leistung von Zuschüssen an die Generali 3Banken
Holding AG für die Kapitalerhöhungen der 3 Banken nichtig seien, und dass es der Vorstand in Zukunft unterlassen solle,
derartige Zu-schüsse zu leisten oder Aktionären, die mit der Oberbank wechselseitig beteiligungsmäßig verbunden sind,
Aktien im Zuge von Kapitalerhöhungen zuzuteilen.
Es gibt noch keinen Termin für eine erste Tagsatzung beim LG-Linz, allerdings wurden die simultan beim LG-Innsbruck
eingebrachten Klagebegehren gegen die BTV in erster Instanz vollumfänglich abgewiesen. Der Vorstand der Oberbank
sieht nach sorgfältiger Prüfung bei diesem Verfahren wie bei allen anderen anhängigen Verfahren keine relevanten
bilanziellen Auswirkungen.
Leasingverhältnisse
Als Leasinggeber sind in diesem Bereich Ermessensentscheidungen insbesondere bei der Unterscheidung von
Finanzierungsleasing einerseits und Operate Leasing andererseits notwendig. Als Kriterium gilt nach IFRS 16.62 die
Übertragung von im Wesentlichen sämtlichen Risiken und Chancen vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer.
Detailangaben sind in Note 14 (Forderungen an Kunden) und Note 19 (Sachanlagen) enthalten.
2.6) Währungsumrechnung und Konzernwährung
Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre
Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte
Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung
lautenden Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am
Bilanzstichtag, für die Gewinn- und Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Der
Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
2.7) Finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen sowie Sicherungsbeziehungen
Einstufung (Klassifizierung) – Finanzielle Vermögenswerte
IFRS 9 enthält einen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell, in
dessen Rahmen Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cashflows (Zahlungsstrombedingung)
widerspiegelt.
Geschäftsmodell
Es werden die Klassen von finanziellen Vermögenswerten in Hinsicht auf die Geschäftsstrategie sowie möglicher Verkaufs-
absichten analysiert und daraus die Geschäftsmodelle abgeleitet. Im Wertpapierportfolio liegt eine Behalteabsicht vor und
somit wird dieses Portfolio dem Geschäftsmodell Hold To Collect zugewiesen. Wertpapiere, die erfolgsneutral zum bei-
zulegenden Zeitwert bewertet werden, werden dem Geschäftsmodell Hold and Sell zugewiesen. Wertpapiere des
Handelsbuchs wurden dem Geschäftsmodell Sell zugewiesen. Das Kreditgeschäft hingegen wird zur Gänze der Kategorie
Hold To Collect zugewiesen. Die klare Halteabsicht lässt sich aus der Unternehmensstrategie der Oberbank ableiten. Die in
der Vergangenheit getätigten Abgänge bewegen sich in einem nicht signifikanten Bereich.
Zahlungsstrombedingung
In der Analyse der Zahlungsstrombedingung (SPPI-Kriterien) werden Vertrags- und Zinsklauseln untersucht, deren
Bedingungen zu festgelegten Zahlungen führen, die ausschließlich Tilgungen und Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag
darstellen.
Es werden dabei vor allem Kredite mit SPPI-schädlichen Zinsklauseln identifiziert, die mit inkongruenten Zinskomponenten
ausgestattet sind bzw. Mischzinssätze darstellen. Allerdings wird in der Cashflowanalyse kein signifikanter Unterschied zu
Konzernabschluss
52
Standardkreditverträgen festgestellt, womit diese Kredite auch in Zukunft zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
werden. Somit enthält der überwiegende Anteil des Kreditportfolios keine SPPI-schädlichen Vertragsbestandteile.
Die Durchführung eines Cashflowtests hängt in erster Linie von der Zinskondition der Geschäfte ab. Liegt eine SPPI-
schädliche Zinsklausel vor, wird ein quantitativer Benchmarktest durchgeführt. Das Ergebnis des quantitativen
Benchmarktests führt zur finalen Einstufung des Vermögenswerts. Bei Nicht-Bestehen des Benchmarktests wird der
Vermögenswert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Im Rahmen des quantitativen Benchmarktests wird dabei auf Grundlage des Vermögenswerts mit SPPI-schädlicher Zins-
kondition ein Benchmarkprodukt erzeugt, dessen Zinslaufzeit mit der Zinsperiode übereinstimmt. Dabei werden die
undiskontierten Cashflows beider Produkte in unterschiedlichen Zinsszenarien sowohl kumulativ als auch periodisch
miteinander verglichen, um festzustellen, ob die Abweichungen einen kritischen Schwellenwert übersteigen.
Davon ausgenommen sind SPPI-schädliche Zinskonditionen, die aufgrund von Förderrichtlinien gesetzlich vorgeschrieben
sind.
Für Geschäfte, für die hinreichend sicher davon ausgegangen werden kann, dass die Modifikation der Komponente „Zeitwert
des Geldes“ lediglich von untergeordneter Bedeutung sein kann, kommt in Ergänzung vereinfachend ein qualitativer
Benchmarktest zur Anwendung. Dies ist in erster Linie bei folgenden Sachverhalten der Fall:
Das Geschäft hat keine bestimmte Kapitalbindung;
Das Fixing findet einige wenige Tage vor Beginn der Zinsperiode statt.
Bewertungskategorien
IFRS 9 enthält drei wichtige Einstufungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet (AC), zum beizulegenden Zeitwert im Gewinn oder Verlust bewertet (FV/PL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit
Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FV/OCI). Werden finanzielle Vermögenswerte in einem Geschäftsmodell
gehalten, dessen Zielsetzung das Behalten der Vermögenswerte ist, und repräsentieren diese finanziellen Vermögenswerte
den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen zu vorgegebenen Terminen (SPPI-Kriterien), so sind diese mit den
fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Designation zur Fair-Value-
Bewertung möglich. Dies ist in der Oberbank dann der Fall, wenn eine Absicherung von Grundgeschäften mit Derivaten
besteht, da es ansonsten zu Bewertungsinkongruenzen der beiden Finanzinstrumente in der Bilanzierung kommt.
Sämtliche anderen finanziellen Vermögenswerte sind zum Fair Value zu bewerten. Wertänderungen dieser Vermögenswerte
sind in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis (abhängig vom Geschäftsmodell) zu erfassen. Für
bestimmte Eigenkapitalinstrumente kann vom Wahlrecht, die Bewertungsänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen,
Gebrauch gemacht werden. Lediglich Dividendenansprüche derartiger Vermögenswerte sind in der Gewinn- und Verlust-
rechnung darzustellen. Nach IFRS 9 werden Derivate, die in Verträge eingebettet sind, bei denen die Basis ein finanzieller
Vermögenswert im Anwendungsbereich des Standards ist, niemals getrennt bilanziert. Stattdessen wird das hybride
Finanzinstrument insgesamt im Hinblick auf die Einstufung beurteilt.
Fremdkapitalinstrumente werden überwiegend mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Kredite und
Forderungen werden größtenteils zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da die SPPI-Kriterien, die für eine solche
Bewertung vorausgesetzt werden, von diesen Finanzinstrumenten zum Großteil erfüllt werden. Die Bewertung von
Eigenkapitalinstrumenten erfolgt vorwiegend zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis
bewertet (FV/OCI).
Wertminderung – Finanzielle Vermögenswerte und vertragliche Vermögenswerte
IFRS 9 ersetzt das Modell der „eingetretenen Verluste“ durch ein zukunftsorientiertes Modell der „erwarteten
Kreditausfälle“. Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten
Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Diese Einschätzung wird auf
Grundlage
Konzernabschluss
53
gewichteter Wahrscheinlichkeiten bestimmt. Das Wertminderungsmodell nach IFRS 9 ist auf finanzielle Vermögenswerte
anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FV/OCI bewertet werden – mit Ausnahme von als
Finanzanlagen gehaltenen Dividendenpapieren – sowie auf vertragliche Vermögenswerte.
Nach IFRS 9 werden Wertberichtigungen auf einer der nachstehenden Grundlagen bewertet:
12-Monats-Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund möglicher Ausfallereignisse
innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag;
Ausfallbetrachtung über die Gesamtlaufzeit des Kredits: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund
aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit eines Finanzinstruments.
Segmentierung
Das Kreditportfolio der Oberbank wird im Wertberichtigungsmodell nach IFRS 9 in die folgenden fünf Segmente unterteilt:
Sovereign, Banken, Corporates, SME sowie Retail. Der Hintergrund der Segmentierung liegt in der Zugrundelegung
unterschiedlicher Schätzungen der relevanten Kreditrisikoparameter. Die Unterteilung in die einzelnen Segmente findet
dabei auf Basis der gewählten Ratingverfahren statt.
Stufenmodell
Die Berechnung des erwarteten Verlustes nach IFRS 9 erfolgt mittels eines dualen Ansatzes, der entweder zu einer
Wertberichtigung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts oder des Kreditverlusts bezogen auf die gesamte
Kreditlaufzeit führt. Entscheidend für die Bestimmung des relevanten Kreditverlusts ist das Stufenmodell. An jedem Stichtag
wird dabei für ein Finanzinstrument, das zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird,
eine Wertminderung in Höhe des Lifetime Expected Credit Loss erfasst, wenn sich das Kreditrisiko seit Zugang signifikant
erhöht hat bzw. wenn der Kreditnehmer ausgefallen ist;
eine Wertminderung in Höhe des 12 Monats Expected Credit Loss erfasst, wenn sich das Kreditrisiko seit Zugang nicht
signifikant erhöht hat oder am Stichtag sehr gering ist.
Die drei Stufen im Wertberichtigungsmodell unterscheiden sich folgendermaßen:
Stufe 1: Bildung der Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats-Kreditverlusts und Berechnung des Zinsertrags auf Basis des
Bruttobuchwerts unter Anwendung der Effektivzinssatzmethode;
Stufe 2: Bildung der Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste bezogen auf die Restlaufzeit des Finanzinstruments
(Lifetime ECL) und Berechnung des Zinsertrags auf Basis des Bruttobuchwerts unter Anwendung der
Effektivzinssatzmethode;
Stufe 3: Bildung der Risikovorsorge in Höhe des Lifetime ECL und Berechnung des Zinsertrags auf Basis des
Nettobuchwerts unter Anwendung der Effektivzinssatzmethode.
Das wesentliche Merkmal für die Bestimmung des Kreditrisikos eines Finanzinstruments ist dabei das interne Rating des
Schuldners. Bei der Erstellung des Ratings werden auch ESG-Risiken berücksichtigt. Hinter dem Rating des Schuldners steht
dabei immer eine Ausfallsrate je Ratingklasse. Diese leitet sich für die Low-Default-Portfolios (Staaten und Banken) aus der
bankinternen Masterskala ab. Für die wesentlichen Kundensegmente Corporates, Retail und SME leiten sich diese aus den
realisierten Ausfallraten der jeweiligen Migrationsmatrizen ab.
Die Beurteilung der signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos stellt eine zentrale Stellschraube des 3-Stufen-Modells in den
Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 dar, da bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos die Wertminderung über
die Gesamtlaufzeit des Finanzinstruments (Lifetime ECL) zu erfassen ist.
Das Stage Assessment dient dabei der Einteilung der Kredite in zwei Stages für das Lebendgeschäft und in eine Stage für das
ausgefallene Kreditportfolio (Stage 3).
Das Gesamteinstufungskonzept der Oberbank basiert auf qualitativen, quantitativen und Backstop-Kriterien.
Konzernabschluss
54
Zum Zeitpunkt des erstmaligen Bilanzansatzes wird jedes Instrument zunächst der Stufe 1 zugeordnet. Ausnahme hievon
sind Vermögenswerte, die bereits bei Zugang wertgemindert sind (sogenannte „POCI“ - Assets). Zu darauffolgenden
Stichtagen kommt es genau dann zu einem Übergang in Stufe 2, wenn eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos
stattgefunden hat. Liegen die Voraussetzungen für eine signifikante Bonitätsverschlechterung hingegen nicht mehr vor,
kommt es wiederum zu einem Rücktransfer in die Stufe 1.
Ein wesentliches Merkmal für die Bestimmung des aktuellen Kreditrisikos eines Finanzinstruments ist dabei das interne
Rating des Schuldners. Dieses bildet die Basis für die Beurteilung, ob und wann ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos
stattgefunden hat.
Qualitative Kriterien für einen Stufentransfer
Befindet sich der Kreditnehmer im Ausfall (interne Ratingstufen 5a, 5b oder 5c), wird der Kredit Stage 3 zugewiesen. Die
Oberbank AG wendet für alle Forderungsklassen und Risikomodelle einheitlich und konsistent die Ausfallsdefinition gemäß
Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) an. Diese basiert auf dem 90-Tage-Verzug bzw. einer wahrscheinlichen
Uneinbringlichkeit einer Forderung. Somit kommt für alle IFRS-9-Modellschätzungen und -kalibrierungen die
Ausfalldefinition gemäß CRR zur Anwendung.
Ein Finanzinstrument mit Nachsicht (Forbearance) wird in jedem Fall der Stufe 2 zugewiesen, sofern sich die Forderung nicht
ohnehin schon im Ausfall befindet. Während der gesamten Bewährungsphase wird somit für diese Forderungen ein Lifetime
Expected Loss angesetzt.
Die widerlegbare Vermutung bei einer 30-tägigen Überfälligkeit führt als qualitatives Kriterium zu einem Stage-Transfer (IFRS
9.5.5.11). Das bedeutet, dass Instrumente spätestens dann der Stufe 2 zuzuweisen sind, sobald der Zahlungsverzug von
Kapital und/oder Zinszahlungen 30 Tage übersteigt. Sobald der Kredit jedoch 90 Tage im Verzug ist, wird der Kreditnehmer
mit einem Default-Rating versehen, womit das Finanzinstrument Stage 3 zugewiesen wird.
Bei Leasingkontrakten wird ein IFRS 9 Wahlrecht ausgeübt und stets die Wertminderung in Höhe des Lifetime Expected
Credit Loss erfasst. Somit werden diese Geschäfte automatisch Stage 2 zugeordnet.
Alle Finanzinstrumente, die zum Bilanzierungsstichtag ein absolut definiertes geringes Kreditrisiko aufweisen, dürfen als
Ausnahme vom relativen Ansatz immer der Stufe 1 zugeordnet werden (IFRS 9.5.5.10). Befindet sich der Kreditnehmer in
einer Ratingklasse mit sehr geringem Kreditrisiko (Ratingklassen AA bis 1b), so wird also das Finanzinstrument Stage 1
zugewiesen. Diese Logik wird allerdings nur auf das Low-Default-Portfolio für die Segmente Staaten und Banken angewandt.
Die Low Credit Risk Exemption trifft somit auf ein Portfolio zu, das man gemeinhin als „Investment Grade“ bezeichnen würde
(mittlere PD der Ratingklasse entspricht S&P-äquivalenten Ratings bis BBB-).
Ebenso werden Fremdwährungskredite mit währungsinkongruentem Einkommen und Kredite mit Tilgungsträgern im
Lebendgeschäft in jedem Fall der Stufe 2 zugewiesen. Durch Währungsschwankungen sowie Schwankungen in den
Sicherheitenwerten bei Tilgungsträgern ist mit höheren Risiken der Schuldenbedienbarkeit zu rechnen als bei
konventionellen Kreditbeständen.
Neben den modellimmanenten qualitativen Faktoren für einen Stufentransfer wendet die Oberbank mit Fortdauer der
Covid-19-Krise per 31.12.2021 auch einen kollektiven Stufentransfer in die Stufe 2 für gewisse Teilportolios an. Der
Hauptgrund hierfür liegt in den massiven wirtschaftlichen Verwerfungen begleitet von außerordentlichen staatlichen
Interventionsmaßnahmen. Einerseits unterliegt der modellierte Zusammenhang zwischen Wirtschaftsleistung und
Kreditausfallraten einem Systembruch, andererseits sind mögliche Langzeitfolgen noch nicht zur Gänze in den bankinternen
Ratings berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund erscheint es notwendig die erwartete Erhöhung des Kreditrisikos
vorübergehend über den kollektiven Stufentransfer herzustellen.
Bei diesem Management-Overlay werden zusätzliche Risiken identifiziert, deren Einfluss auf die Bildung von
Konzernabschluss
55
Wertberichtigungen vor allem kriseninduziert und voraussichtlich eher temporärer Natur sind. Kollektives Staging wird dabei
bei folgenden Portfolios angewandt:
Forderungen an Kreditnehmer in besonders stark von Lockdowns betroffenen Wirtschaftsbranchen (Reisebranche,
Hotellerie, Gastronomie, …)
Forderungen an Kreditnehmer, welche sich zum Stichtag noch immer in einem Zahlungsmoratorium befinden. Per
31. Dezember 2021 wurde kein kollektives Staging wegen aufrechten Moratorien vorgenommen. Die wenigen
Geschäfte, die sich noch in einem Moratorium befinden, sind entweder ausgefallen und somit in Stage 3 oder werden
auf Grund einer wesentlichen Bonitätsverschlechterung ohnehin schon der Stage 2 zugeordnet.
Forderungen an Kreditnehmer im Bereich der Immobilienprojekte mit gewerblichen Hypothekarsicherheiten
Forderungen an Kreditnehmer, die im Zuge einer Einzelanalyse als stark von Covid-19 betroffen eingestuft wurden
Der Zeitpunkt des Wegfalls bzw. einer Reduktion des kollektiven Stagings hängt in erster Linie von der weiteren Entwicklung
der Covid-19-Pandemie ab. Ebenso entscheidend für die Beurteilung ist die etwaige Wiederherstellung der direkten
Ursache- und Wirkungsbeziehung zwischen Wirtschaftsleistung und Kreditausfällen.
Dabei spielen im Wesentlichen folgende Faktoren eine gewichtige Rolle:
Wegfall von staatlichen Stützungsmaßnahmen und Direktsubventionen,
Abbildungsgrad der Covid-19 induzierten Effekte auf das Geschäftsmodell der Unternehmenskunden im bankinternen
Rating,
Durchimpfungsrate,
Infektionszahlen und Härte von Gegenmaßnahmen von Regierungen.
Quantitative Kriterien für einen Stufentransfer
Das quantitative Transferkriterium in der Oberbank basiert auf einer Analyse der kumulierten Ausfallswahrscheinlichkeiten
(Lifetime PDs). Die folgenden Variablen beeinflussen die Ermittlung einer relativen PD-Verschlechterung:
Kundensegment,
Rating bei Zugang des Finanzinstruments,
Restlaufzeit (Vergleich zwischen Bilanzstichtag und Vertragsende),
Alter des Finanzinstruments (Vergleich zwischen Zugangsdatum und Bilanzstichtag).
Zur Überprüfung der Signifikanz einer Kreditrisikoerhöhung dient dabei ein Vergleich der Ausfallswahrscheinlichkeit zum
erstmaligen Bilanzansatz mit der Ausfallswahrscheinlichkeit zum Bewertungsstichtag (IFRS 9.5.5.9). Dabei ist die Lifetime PD
der aktuellen Ratingeinstufung über die verbleibende Restlaufzeit heranzuziehen. Dies erfolgt mittels eines Vergleichs der
Lifetime PD im aktuellen Ratingstadium über die noch verbleibende Restlaufzeit mit der Forward Lifetime PD im
Ratingstadium bei Zugang über ebendiese Laufzeit.
Das Kriterium der Zuordnung zu Stage 1 und 2 basiert damit hauptsächlich auf einem relativen Kriterium und nicht auf der
absoluten Kreditrisikoeinschätzung zu jedem Beurteilungszeitpunkt (IFRS 9.B5.5.9).
Als Backstop und aufgrund der Analyse des relativen Transferkriteriums wurde unabhängig von der Struktur der
Migrationsmatrix entschieden, dass ein Stufentransfer jedenfalls dann ausgelöst werden muss, wenn sich der Kredit seit
Zugang um mindestens drei Ratingstufen verschoben hat. Bei sehr langen Restlaufzeiten und sehr guten Ratings kann es
aufgrund des „Drifts zur Mitte“ bei der marginalen PD dazu kommen, dass selbst bei Downgrades von mehreren
Ratingstufen das relative Transferkriterium ansonsten nicht erreicht wird.
Ein Rücktransfer in eine bessere Stage wird dann vorgenommen, wenn die Kriterien, die zu einer Abstufung geführt haben,
nicht mehr zutreffen. Auf- und Abstufungen werden somit symmetrisch behandelt. Ein Rücktransfer aus Stage 2 erfolgt
beispielsweise, sobald keine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos mehr vorliegt. Maßstab ist wiederum der Vergleich des
Ausfallrisikos bei Zugang mit dem Ausfallrisiko zum betreffenden Bilanzstichtag.
Das Wertberichtigungsmodell der Oberbank bezieht sich sowohl in der Berechnung der Risikovorsorge als auch in der
Konzernabschluss
56
Beurteilung des Stufentransfers immer auf das Einzelgeschäft. Dies bedeutet, dass die relevanten Kreditrisikoparameter PD
(Ausfallswahrscheinlichkeit), LGD (Verlust bei Ausfall) sowie EAD (Obligo bei Ausfall) sich immer auf einen einzelnen
Kreditnehmer beziehen und sich von einem einzelnen Geschäft ableiten.
ECL Berechnung
In der Oberbank gilt das Wertminderungsmodell nach IFRS 9 für folgende Anwendungsbereiche:
finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden,
Leasingforderungen,
unwiderrufliche Kreditzusagen und Finanzgarantien.
Der Expected Credit Loss ist in der Oberbank eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Schätzung des Verlusts über die erwartete
Restlaufzeit des Finanzinstruments. Er ist sozusagen der Barwert der Differenz aus vertraglich vereinbarten Cashflows und
erwarteten Cashflows. Die Berechnung des erwarteten Verlusts beinhaltet dabei
einen erwartungsgetreuen und wahrscheinlichkeitsgewichteten Betrag, der durch Betrachtung möglicher Szenarien
bestimmt wird,
den Zeitwert des Geldes,
Informationen über vergangene Ereignisse, aktuelle Bedingungen und Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen.
Der maximale Zeitraum, für den der Expected Credit Loss bestimmt wird, ist dabei die Vertragslaufzeit, über den die
Oberbank einem Kreditrisiko aus dem Finanzinstrument ausgesetzt ist. Nur bei revolvierenden Krediten wird der erwartete
Kreditverlust für einen Zeitraum bestimmt, der unter Umständen länger als die vertragliche Laufzeit ist. Der erwartete
Verlust setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
 =  ×  × 
(PD: Ausfallswahrscheinlichkeit; LGD: Loss given Default/Verlust bei Ausfall in % des EAD ausgegeben; EAD: Exposure at
Default/Offener Betrag im Zeitpunkt des Ausfalls des Kredits)
Im Fall der Einteilung des Vermögenswerts in Stage 2 und der damit einhergehenden Berechnung des Lifetime Expected
Credit Loss entspricht dies der Restlaufzeit des Kontrakts. Im Fall der Einteilung des Vermögenswerts in Stage 1 (12-Monats-
ECL) wird die Laufzeit mit einem Jahr beschränkt. Liegt die Laufzeit unter einem Jahr, so wird die tatsächliche Restlaufzeit für
die Berechnung herangezogen. Der Expected Credit Loss nach IFRS 9 ist dabei ein diskontierter Wert. Hierfür wird der
jeweilige EL je Periode mit dem Diskontfaktor je Periode multipliziert. Der Diskontfaktor beinhaltet dabei den Effektivzinssatz
des Vermögenswerts.
Wesentliche Inputparameter
Ausfallswahrscheinlichkeit (PD/Probability of Default)
Die Ausfallswahrscheinlichkeit wird in einem Basisszenario für die Segmente Corporates, SME und Retail aus den
historischen Ausfallsraten und Migrationswahrscheinlichkeiten abgeleitet. Je Segment und Ratingstufe werden die
Ausfallswahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Laufzeiten (Lifetime PD) aus dem Ausfallsvektor der Migrationsmatrix
ausgelesen. Für die Segmente Banken und Sovereign wird die Ausfallswahrscheinlichkeit direkt aus den internen Ratings und
somit aus der bankinternen Masterskala abgeleitet.
Für die Ermittlung der historischen Ausfallsraten und Migrationswahrscheinlichkeiten für das zentrale Kundenkreditportfolio
werden Migrationsmatrizen für die jeweiligen Segmente berechnet. Hierbei wird jeweils der Zeitraum der letzten zehn Jahre
betrachtet. Als Basis zur Bestimmung der 1-Jahres-Migrationsmatrix dient zuerst eine quartalsweise Betrachtung von
Ratingmigrationen.
Konzernabschluss
57
Die 1-Jahres-Migrationsmatrix wird anhand einer Matrixmultiplikation von vier aufeinander folgenden Quartalen ermittelt.
Die endgültige 1-Jahres-Migrationsmatrix ist dabei der Mittelwert über alle ermittelten Migrationsmatrizen. Die 1-Jahres-PD
pro Ratingklasse ist dabei die Summe der PD aus den drei Default Ratingklassen 5a, 5b und 5c. Kumulierte bzw. Lifetime PD
werden mittels der Markov-Annahme von Migrationsmatrizen mittels Matrizenmultiplikation gebildet. Daraus ergeben sich
pro Segment und Ratingklasse PD-Kurven.
Für einzelne Segmente und Laufzeitbänder werden diese bedingten Basis-PD, die sich aus der Through The Cycle
Migrationsmatrix ergeben, angepasst, um zukunftsgerichtete Informationen einfließen zu lassen. Diese sogenannte Point-In-
Time-Anpassung (PIT-Anpassung) findet statt, indem durch statistische Modelle versucht wird, Zusammenhänge zwischen
der Ausfallswahrscheinlichkeit und erklärenden makroökonomischen Variablen herzustellen.
Als statistisches Modell wird eine logistische Regression verwendet, wodurch die Ausfallswahrscheinlichkeit prognostiziert
wird. Die Regressionsparameter werden durch Maximierung der Likelihood Funktion geschätzt. Als wesentliche
makroökonomische Variablen gehen der harmonisierte Verbraucherpreisindex (CPI), sowie das Wachstum des
Bruttoinlandsproduktes (BIP) ins Modell ein. Bei den Faktoren CPI und BIP findet eine Ländergewichtung statt. Dabei werden
die Länder Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn und Slowakei berücksichtigt, in denen die Oberbank tätig ist. Wobei
die Faktoren für Österreich mit 65%, für Deutschland mit 15%, für Tschechien mit 10%, für Ungarn und Slowakei jeweils mit
5% gewichtet werden. Zur Modellwahl wird das Informationskritierium nach Akaike (AIC) verwendet, wobei die Variablen
mittels „Stepwise Selektion“ selektiert werden.
Anhand dieser geschätzten Faktoren wird die PD in den Segmenten Corporate, Retail und SME mittels Skalaransätzen
angepasst. In den Segmenten Sovereign und Banken konnten keine plausiblen Korrelationen mit makroökonomischen
Faktoren hergeleitet werden.
Die Oberbank verwendet für die ECL-Berechnung drei unterschiedliche Szenarien (Normal-, Up- und Downszenario), wobei
die schlussendliche Anpassung einer Linearkombination der drei unterschiedlichen Szenarien gleichkommt. Die
Szenariogewichtung orientiert sich an der derzeit gängigen Praxis, dass das Normalszenario mit 50% Prozent und die beiden
anderen Szenarien jeweils mit 25% gewichtet werden. Für die Szenarien bedient sich die Oberbank makroökonomischer
Daten des Informationsdienstleisters Bloomberg. Dabei ist festzuhalten, dass nur für 3 Jahre wirtschaftlich sinnvolle
Prognosen vorhanden sind. Die Prognosewerte für die Berechnung befinden sich im Sonderteil „Auswirkungen der Covid-19-
Pandemie auf den Konzernabschluss“.
Verlustquote bei Ausfall (LGD/Loss Given Default)
Die Verlustquote bei Ausfall entspricht jenem Anteil des Forderungsvolumens, der im Rahmen eines Ausfalls nicht
wiedereingebracht werden kann und stellt somit den wirtschaftlichen Verlust dar. Die LGD wird unterteilt in eine LGD aus
besicherten Kreditteilen und eine LGD aus unbesicherten Kreditteilen. Die LGD aus besicherten Kreditteilen hängt von der
Sicherheitenart und einer etwaigen Wertentwicklung/Abschreibung im Zeitverlauf ab. Je nach Entwicklung des Exposures im
Zeitablauf sowie der Entwicklung der Sicherheiten ergeben sich im Zeitverlauf somit effektive LGDs je Laufzeitenband.
LGD besichert
Für die Berechnung des Expected Credit Loss werden sämtliche internen Sicherheiten anhand von Deckungswerten
angesetzt. Der Unterschied zwischen dem Marktwert und dem Deckungswert der Sicherheit entspricht einem Haircut für
Schätzunsicherheiten und Wertschwankungen und kann somit implizit als LGD für den besicherten Kreditteil interpretiert
werden. In der Berechnung des erwarteten Kreditverlusts kommt es daher zu einem impliziten Splitting des Kredits in
besicherte und unbesicherte Teile. Der besicherte Teil hat demnach nach Berücksichtigung der Deckungswerte einen LGD
von 0 %, der unbesicherte Kreditteil erhält die Blanko LGD je nach Segment. Führt man die beiden Kreditteile zusammen
ergibt sich eine Art „Misch“-LGD je Laufzeitband.
Konzernabschluss
58
LGD unbesichert
Der unbesicherte LGD stellt somit die Nicht-Wiedereinbringungsquote nach Abzug von Sicherheitenerlösen dar und ist in
erster Linie von Erlösen abhängig, die aus der Betreibung und/oder Masseerlösen resultieren.
Forderungswert bei Ausfall (EAD/Exposure at Default)
Für Kredite mit bestimmter Kapitalfälligkeit findet die Cashflow-Schätzung anhand der vertraglichen Tilgungsstruktur statt.
Sämtliche Cashflows werden durch die Geschäftsmerkmale (Saldo, Höhe Ratenzahlung, Tilgungsfrequenz,
Zinszahlungsintervall, Referenzzinssätze, Fälligkeit) sowie aktuelle Marktdaten (Wechselkurse sowie Marktzinssätze)
bestimmt. Cashflows aus Zinszahlungen werden dabei aus den in den Zinskurven implizierten Terminzinsen abgeleitet.
Revolvierende Kredite weisen keine vertraglich basierten Cashflows auf. Daher ist eine explizite Cashflowschätzung mittels
Replikationsmodellen notwendig.
In der Oberbank liegen Kredite vor, die hinsichtlich der Laufzeit b. a. w. abgeschlossen werden. Im Rahmen der jährlichen
Kreditprüfung wird das Kreditverhältnis neu beurteilt und gegebenenfalls eine Anpassung der Konditionen im Hinblick auf
die Veränderung der Kreditqualität vorgenommen. Diese Kredite sind jederzeit kündbar. Hinsichtlich der Laufzeit wird daher
angenommen, dass diese ein Jahr beträgt, da jedes Jahr eine erneute Entscheidung über die Verlängerung des Kredits
getroffen wird. Die Oberbank ist damit dem Kreditrisiko maximal ein Jahr ausgesetzt.
Bei Kreditrahmen wird zunächst jener Teil berechnet, der derzeit nicht ausgenützt wird. Hierbei wird der Kreditsaldo vom
Rahmen abgezogen. Dieser nicht ausgenützte Kreditrahmen bleibt in weiterer Folge über die gesamte Kreditlaufzeit
konstant. Es wird dabei für die Berechnung des Exposure at Default (EAD) durchgehend ein Kreditkonversionsfaktor zu
Grunde gelegt. Die Fälligkeit des Kreditrahmens korrespondiert dabei immer mit der Laufzeit des Kredits.
Sensitivitätsanalyse
Ein großer Treiber für die Höhe des Expected Credit Loss ist die Stufenbestimmung der einzelnen Positionen. Diese resultiert
aus den bereits beschriebenen qualitativen und quantitativen Stagingkriterien. Nachfolgend werden die Auswirkungen auf
den Expected Credit Loss unter der Annahme, dass alle Positionen einerseits der Stage 1 (12-Monats-ECL) und andererseits
der Stage 2 (Lifetime ECL) zugewiesen werden, ausgewiesen.
Wertberichtigung je Segment
in Tsd. €
100% Stufe 1
12M-ECL
ECL-Kalkulation
per 31.12.2021
100% Stufe 2
LT-ECL
Banken -1.108 -1.109 -1.414
Corporate -39.769 -68.564 -138.431
Retail -4.171 -6.025 -14.761
SME -3.090 -4.382 -5.775
Sovereign -425 -703 -1.544
SUMME -48.563 -80.782 -161.925
Einstufung (Klassifizierung) – Finanzielle Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht eine
Zuordnung zum Handelsbestand oder eine Designierung erfolgt. Solche finanziellen Verbindlichkeiten werden der Kategorie
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zugerechnet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden wie folgt
erfasst:
Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, die auf Änderungen des Kreditrisikos der Schuld zurückzuführen ist, wird
im sonstigen Ergebnis dargestellt.
Die verbleibende Veränderung des beizulegenden Zeitwerts wird im Gewinn oder Verlust dargestellt.
Die Klassifizierung finanzieller Verbindlichkeiten zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert findet immer
dann statt, wenn diese Finanzinstrumente mittels Zinsderivaten abgesichert werden, um eine Bewertungsinkongruenz
zwischen Grundgeschäft und Derivat weitestgehend zu vermeiden (Fair Value Option).
Konzernabschluss
59
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts für verbriefte Verbindlichkeiten, Nachrangkapital und Verbindlichkeiten
gegenüber Banken und Kunden erfolgt nach der Barwertmethode (Discounted Cashflow Methode), wobei die Ermittlung der
Cashflows der eigenen Emissionen auf Basis des Vertragszinssatzes erfolgt. Zur Abzinsung wird die der Währung
entsprechende Diskontkurve herangezogen, wobei ein der Seniorität der Verbindlichkeit entsprechender Bonitäts-Spread
der Bank als Aufschlag verwendet wird. Die Bonitätsaufschläge werden regelmäßig an die jeweiligen Marktgegebenheiten
angepasst.
Um die Höhe der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der auf Änderungen des Bonitätsrisikos zurückzuführen ist,
ermitteln zu können, wird die finanzielle Verbindlichkeit zweifach bewertet, einerseits auf Basis der Bonitätsaufschläge zum
Startdatum des Finanzinstruments und andererseits auf Basis der Bonitätsaufschläge zum Bilanzstichtag, jeweils bewertet
mit den aktuellen vertraglichen Cashflows und der aktuellen Basis-Zinskurve. Der Unterschiedsbetrag stellt dabei die
Wertänderung dar, die auf Änderungen der Bonitätseinschätzung der Bank zurückzuführen ist. Dieser Betrag wird im
sonstigen Ergebnis erfasst. Die restliche Veränderung des beizulegenden Zeitwerts ist dabei auf Änderungen in der
Zinsstrukturkurve sowie auf die Restlaufzeitenverkürzung zurückzuführen und wird erfolgswirksam in der Gewinn- und
Verlustrechnung dargestellt.
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Derzeit wird kein Hedge Accounting in der Oberbank durchgeführt.
2.8) Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze bezogen auf die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung
Zinsergebnis
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die
ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus
Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um
Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus
Anteilen an verbundenen Unternehmen (soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert) werden in diesem
Posten ausgewiesen. Sowohl in den Zinserträgen als auch in den Zinsaufwendungen sind negative Zinsen enthalten.
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen
Die Position beinhaltet die Erträge aus anteiligen Ergebnissen aus den at Equity einbezogenen Unternehmen sowie
gegebenenfalls Aufwendungen aus Wertminderungen und Erträge aus Zuschreibungen.
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft
Der Posten Risikovorsorgen im Kreditgeschäft beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw.
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Direktabschreibungen, nachträgliche Eingänge
bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft sowie das Ergebnis aus nicht signifikanten
Modifikationen und POCI Finanzinstrumenten.
Provisionsergebnis
Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.
Handelsergebnis
Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des
Handelsbestands, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanz-
instrumenten des Handelsbestands, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestands und Dividenden-
erträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.
Konzernabschluss
60
Verwaltungsaufwand
Im Verwaltungsaufwand werden Personal- und Sachaufwendungen sowie planmäßige Abschreibungen auf das
Sachanlagevermögen ausgewiesen. Im Personalaufwand werden insbesondere Aufwendungen für Löhne und Gehälter,
gesetzliche und freiwillige Sozialaufwendungen sowie die Veränderungen der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeld-
rückstellungen erfasst.
Sonstiger betrieblicher Erfolg
Im sonstigen betrieblichen Erfolg werden die Ergebnisse von finanziellen Vermögenswerten aus den Bewertungskategorien
finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert im Gewinn oder Verlust (FV/PL) sowie finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert mit
Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FV/OCI) ausgewiesen. Darüber hinaus werden in dieser Position auch Erträge und
Aufwendungen aus operationellen Risiken, Operate Leasing oder Aufwendungen aus sonstigen Steuern und Abgaben
erfasst.
2.9) Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze bezogen auf die Konzernbilanz
Barreserve
Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.
Forderungen an Kreditinstitute
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen nach IFRS 9 angesetzt.
Forderungen an Kunden
Diese sind je nach Bewertungskategorie nach IFRS 9 mit den fortgeführten Anschaffungskosten (AC), designiert oder
verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert im Gewinn oder Verlust (FV/PL) oder zum beizulegenden Zeitwert mit
Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FV/OCI) angesetzt. Wertberichtigungen nach IFRS 9 werden von der
entsprechenden Forderung abgesetzt.
Risikovorsorgen
Die Bemessung der Risikovorsorgen wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und durch
die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt.
Zum Wertminderungsmodell nach IFRS 9 sei auf 2.7) Finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen sowie
Sicherungsbeziehungen verwiesen. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird seit dem Geschäftsjahr 2020 nicht mehr als
eigener Bilanzposten auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen, sondern gemäß IAS 1 von den entsprechenden Bilanzposten
gekürzt. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige
Kreditzusagen) sind im Bilanzposten Rückstellungen enthalten.
Handelsaktiva
Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestands sowie positive Marktwerte aus derivativen
Finanzinstrumenten des Handelsbuchs und offene derivative Finanzinstrumente des Bankbuchs, werden mit ihren
Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse
herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.
Finanzanlagen
Unter den Finanzanlagen werden folgende Finanzinstrumente ausgewiesen: Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Anteile an verbundenen Unternehmen,
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen, sonstige Beteiligungen.
Konzernabschluss
61
Die Finanzanlagen umfassen dabei die Bewertungskategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), zum beizulegenden
Zeitwert im Gewinn oder Verlust (FV/PL), zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FV/OCI)
sowie die Anteile an at Equity-Unternehmen.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten
(AC), zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FV/OCI) oder zum beizulegenden Zeitwert im
Gewinn oder Verlust (FV/PL) zugeordnet.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert im Gewinn oder Verlust (FV/PL)
oder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FV/OCI) bewertet.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden,
werden unter der Bewertungskategorie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FV/OCI)
oder zum beizulegenden Zeitwert im Gewinn oder Verlust (FV/PL) erfasst. In der Bewertungskategorie zum beizulegenden
Zeitwert im Gewinn oder Verlust werden nur jene Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfasst, die zum
Marktwert gesteuert werden. Dies trifft vor allem auf Anteile an Private Equity Fonds zu. Für alle anderen Anteile an
verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen und diese der
Bewertungskategorie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FV/OCI) zugeordnet.
In Geschäftsjahr 2021 fanden keine Umwidmungen zwischen den Bewertungskategorien statt.
Der Impairment-Prüfungsanlass ist bei Schuldtiteln dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die
Anschaffungskosten des Schuldtitels sinkt und dies dauerhaft über einen Zeitraum von neun Monaten der Fall ist. In der
Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem
Schuldtitel hat und sich verlässlich schätzen lässt. Wird festgestellt, dass bei diesem Schuldtitel innerhalb der geplanten
Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen),
liegt Impairment vor.
Die Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen werden mit dem der Oberbank zustehenden anteiligen Eigenkapital des
Beteiligungsunternehmens angesetzt. Wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung bei einem at Equity bewerteten
Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Zahlungsströme, die vom assoziierten Unternehmen
voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein erzielbarer Betrag ermittelt. Der Prüfungsanlass ist gegeben, wenn entweder der
Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten sinkt oder wenn der Marktwert dauerhaft mindestens über
einen Zeitraum von neun Monaten unter den Anschaffungskosten liegt. Der Barwert wird auf Grundlage eines Discounted-
Cashflow-Modells errechnet.
Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen
Die Position Immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und
Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,
vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der
geschätzten Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer für immaterielles Anlagevermögen beträgt in der Oberbank drei bis 20
Jahre.
Sachanlagevermögen (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltener Immobilien) wird zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen
führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten
Nutzungsdauer.
In der Oberbank gilt folgende durchschnittliche Nutzungsdauer: bankbetrieblich genützte Gebäude zehn bis 40 Jahre;
Betriebs- und Geschäftsausstattung vier bis 20 Jahre; Standard-Software vier Jahre.
Darüber hinaus wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei dieser
Überprüfung ermittelt die Oberbank den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag.
Konzernabschluss
62
Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem
Buchwert des Vermögenswerts erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsbetrags in Höhe dieses
Unterschiedsbetrags.
Unter dem Sachanlagevermögen werden seit 1.1.2019 auch die aktivierten right of use assets nach IFRS 16 ausgewiesen.
Leasing als Leasingnehmer
Ein Leasingverhältnis ist nach IFRS 16 ein Vertrag oder Teil eines Vertrags, der gegen Zahlung eines Entgelts für einen
bestimmten Zeitraum zur Nutzung eines Vermögenswerts berechtigt. Nutzungsrechte (right of use assets) an den
Leasinggegenständen werden zum Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten
entsprechen in der Regel dem Barwert der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten. Von dem Wahlrecht nach IFRS
16.5, Nutzungsrechte an Leasinggegenständen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen und aus Leasingverhältnissen mit
geringem Wert nicht zu aktivieren, wird kein Gebrauch gemacht. Die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte an den
Leasinggegenständen erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer beziehungsweise über die kürzere
Vertragslaufzeit. Liegen Anhaltspunkte vor, dass Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen wertgemindert sein könnten,
erfolgt eine Überprüfung nach IAS 36. Die künftigen Leasingzahlungen werden mit laufzeit- und währungsdifferenzierten
SWAP-Zinssätzen abgezinst und nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Im Oberbank Konzern gibt es befristete (mit und ohne Verlängerungsoption) sowie unbefristete Vertragsverhältnisse. Die
Bestimmung der Leasingvertragslaufzeit erfolgt grundlegend zu Beginn der Nutzungsüberlassung bzw. erstmalig bei der
Erstanwendung des IFRS 16. Befristete Verträge ohne Verlängerungsoption werden mit einer Laufzeit bis zu ihrem
vertraglichen Enddatum angesetzt. Die Leasingvertragslaufzeit für befristete Verträge mit Verlängerungsoption sowie
unbefristete Verträge wird in dem Maße angenommen, dass die gesamte Vertragslaufzeit der Nutzungsüberlassung
grundsätzlich den durchschnittlichen Investitionszyklus der Oberbank von 20 Jahren nicht übersteigt.
Leasing (als Leasinggeber) und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die Oberbank bietet sowohl Finanzierungsleasingverträge als auch Operate-Leasing-Verträge an. Gemäß IFRS 16 handelt es
sich bei einem Finanzierungsleasing um ein Leasingverhältnis, bei dem im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen
Chancen und Risiken eines Vermögenswerts übertragen werden. Letztlich kann dabei auch das Eigentumsrecht übertragen
werden. Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in
Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Die Leasingerträge werden in den Zinsen und ähnlichen
Erträgen ausgewiesen. Ein Operate-Leasing-Verhältnis ist ein Leasingverhältnis, bei dem es sich nicht um ein
Finanzierungsleasingverhältnis handelt. Bei Operate-Leasing-Verträgen werden die zur Vermietung bestimmten
Vermögensgegenstände, vermindert um Abschreibungen, im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Leasingerträge werden im sonstigen
betrieblichen Erfolg ausgewiesen.
Derivate
Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres
grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option
gemäß IFRS 9 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz
und bei der
Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in
der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu
vermeiden.
Konzernabschluss
63
Steuerabgrenzung
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt
zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz
umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit
steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragsteueransprüche bzw.
-verpflichtungen werden in den Positionen Sonstige Aktiva bzw. Steuerschulden ausgewiesen.
Handelspassiva
In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten des Handelsbuchs und aus
offenen derivativen Finanzinstrumenten des Bankbuchs ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten Sonstige
Passiva ausgewiesen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-
Option in Anspruch genommen wird.
Verbriefte Verbindlichkeiten
Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Soweit die Fair-
Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bilanziert.
Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der
Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen
gekürzt.
Rückstellungen
a) Personalrückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten
besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden
gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am
Bilanzstichtag
bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten
einbezogen.
Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Rückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:
Rechnungszinsfuß (langfristiger Kapitalmarktzins) von 1,25 % (Vorjahr 0,75 %);
Gehaltserhöhungen von 2,63 % (Vorjahr 2,83 %) und Pensionserhöhungen von 1,67 % (Vorjahr 1,68 %);
Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei
Männern bei 65 Jahren, bei Frauen zwischen 59 und 65 Jahren.
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen wurden im
Geschäftsjahr erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
b) Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung
gegenüber einem Dritten besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen
führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der
Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt.
Sonstige Passiva
Im Posten Sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die im Vergleich zu den
Rückstellungen mit einem wesentlich höheren Grad an Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts der
Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, negative Marktwerte von geschlossenen Derivaten des Bankbuchs, sonstige
Konzernabschluss
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Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können sowie Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16
ausgewiesen.
Eigenkapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28.4.1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf Euro sowie
von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung im Jahr 2000 mit Beschluss der Hauptver-
sammlung vom 27.4.2000 wurde das Grundkapital von 58.160.000,00 Euro auf 60.486.400,00 Euro durch Ausgabe von
320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22.4.2002 erfolgte eine Erhöhung des
Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf 70 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der
Hauptversammlung vom 9.5.2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf 75.384.615,38 Euro
erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14.5.2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von
40.000 Stück Stammaktien auf 75.721.153,84 Euro (bedingte Kapitalerhöhung). Im Geschäftsjahr 2008 wurde abermals eine
bedingte Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien vorgenommen. Dadurch erhöhte sich das
Grundkapital auf 75.973.557,69 Euro. Mit Beschluss vom 27.5.2008 erfolgten ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 und eine
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, die das Grundkapital auf 81.270.000,00 Euro erhöhte. Mit Beschluss des
Vorstands vom 30.9.2009 wurde im Oktober 2009 eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 1:16 durchgeführt, wodurch sich das
Grundkapital auf 86.349.375,00 Euro erhöhte.
In der 132. Ordentlichen Hauptversammlung der Oberbank AG am 8.5.2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das
Grundkapital binnen fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch – allenfalls in
mehreren Tranchen – um bis zu 750.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 250.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden
Stamm-Stückaktien zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung durch Ausgabe von Aktien gegen Ausschluss des Bezugsrechts der
AktionärInnen dient der Ausgabe von Aktien an ArbeitnehmerInnen, leitende Angestellte, die
Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung der Oberbank AG und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr
verbundenen Unternehmens. Weiters wurde der Vorstand in der angeführten Hauptversammlung ermächtigt, binnen fünf
Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das
Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen um bis zu 9.375.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 3.125.000 Stück auf
Inhaber lautenden Stamm-Stückaktien zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 23.5.2015
im Ausmaß von 1.918.875 Stück Oberbank-Stamm-Stückaktien Gebrauch gemacht (Kapitalerhöhung 2015, Nr. 1). Der
Ausgabepreis hat 47,43 Euro je Aktie betragen. Die durch Bareinlagen und ohne Ausschluss von Bezugsrechten erfolgte
Kapitalerhöhung erhöhte das Grundkapital auf 92.106.000,00 Euro und die gebundene Kapitalrücklage auf 280.001.715,06
Euro.
In der 135. Ordentlichen Hauptversammlung der Oberbank AG am 19.5.2015 wurde die in der 132. Ordentlichen
Hauptversammlung am 8.5.2012 erteilte Ermächtigung im bis dahin nicht ausgenützten Umfang widerrufen und der
Vorstand ermächtigt, binnen fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch – allenfalls in
mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen um bis zu 10.500.000,00 Euro durch Ausgabe von
bis zu 3.500.000 Stück auf Inhaber lautenden Stamm-Stückaktien zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit
Beschluss vom 8.9.2015 im Ausmaß von 1.535.100 Stück Oberbank-Stamm-Stückaktien Gebrauch gemacht (Kapitalerhöhung
2015, Nr. 2). Der Ausgabepreis hat 48,03 Euro je Aktie betragen. Durch diese Kapitalerhöhung erhöhte sich das Grundkapital
auf 96.711.300,00 Euro und die gebundene Kapitalrücklage auf 349.127.268,06 Euro.
In der 136. Ordentlichen Hauptversammlung der Oberbank AG am 18.5.2016 wurde die in der 135. Ordentlichen
Hauptversammlung am 19.5.2015 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals im bis dahin nicht ausgenützten
Umfang widerrufen und der Vorstand gleichzeitig ermächtigt, binnen fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden
Satzungsänderung im Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen
um bis zu 10.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 3.500.000 Stück auf Inhaber lautenden Stamm-Stückaktien zu
erhöhen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 26.9.2016 im Ausmaß von 3.070.200 Stück
Oberbank-Stamm-Stückaktien Gebrauch gemacht. Der Ausgabepreis hat 53,94 Euro je Aktie betragen. Durch diese durch
Konzernabschluss
65
Bareinlagen und ohne Ausschluss von Bezugsrechten erfolgte Kapitalerhöhung erhöhten sich das Grundkapital um
9.210.600,00 Euro auf 105.921.900,00 Euro und die gebundene Kapitalrücklage um 156.395.988,00 Euro auf
505.523.256,06 Euro.
In der 137. Ordentlichen Hauptversammlung der Oberbank AG am 16.5.2017 wurde die in der 136. Ordentlichen
Hauptversammlung am 18.5.2016 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals im bis dahin nicht ausgenützten
Umfang widerrufen und der Vorstand gleichzeitig ermächtigt, binnen fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden
Satzungsänderung im Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen
um bis zu 10.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 3.500.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu
erhöhen. Weiters wurde die in der 132. Ordentlichen Hauptversammlung am 8.5.2012 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung
des Grundkapitals widerrufen und der Vorstand gleichzeitig ermächtigt, binnen fünf Jahren ab Eintragung der
entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das Grundkapital um bis zu
750.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 250.000 Stück neuen, auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen. Die
Kapitalerhöhung durch Ausgabe von Aktien gegen Ausschluss des Bezugsrechts der AktionärInnen dient der Ausgabe von
Aktien an ArbeitnehmerInnen, leitende Angestellte, die Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung der Oberbank AG und
Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens. Von diesen Ermächtigungen
wurde bis dato kein Gebrauch gemacht.
Das Grundkapital ist eingeteilt in 35.307.300 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien. In der am 9.6.2020 statt-
gefundenen Versammlung der Vorzugsaktionäre der Oberbank AG wurde mit Sonderbeschluss gem. § 129 Abs. 3 AktG dem
Hauptversammlungsbeschluss vom 20.5.2020 zugestimmt, der die Umwandlung sämtlicher bestehender Vorzugsaktien in
Stammaktien der Oberbank AG durch Aufhebung des Vorzugs gemäß § 129 Abs. 1 AktG und die diesbezügliche Änderung
der Satzung in § 4 zum Gegenstand hatte. Die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien wurde mit Eintragung der
beschlossenen Satzungsänderung der Oberbank AG im Firmenbuch am 7.11.2020 wirksam.
Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 11.605.984
Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die
Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungs-
maßnahmen auf. Die Bewertungsrücklagen nehmen die Bewertungsänderungen aus den Schuldtiteln mit Reklassifizierung,
Eigenkapitalinstrumenten ohne Reklassifizierung und dem eigenen Kreditrisiko auf. Die Rücklagen aus assoziierten
Unternehmen stellen den Unterschiedsbetrag zwischen den historischen Anschaffungskosten und den Equity-Buchwerten
der assoziierten Unternehmen dar.
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile
Die Oberbank AG hat bisher zwei Emissionen von Additional Tier 1 Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 50 Mio. Euro
begeben. Diese Emissionen sind nachrangig zu Tier 2 Instrumenten (Ergänzungskapital, Nachrangkapital) und Senior-
Anleihen. Sie sind untereinander sowie mit anderen Additional Tier 1 Instrumenten sowie mit Verbindlichkeiten aus
bestehenden Hybridkapitalinstrumenten gleichrangig. Vorrangig sind sie zu Aktien und anderen harten
Kernkapitalinstrumenten. Die Zinszahlungen bemessen sich am Nominalbetrag und sind bis zum erstmöglichen vorzeitigen
Rückzahlungstag fix. Anschließend erfolgt eine Umstellung auf variable Zinssätze. Zinsen dürfen nur aus
ausschüttungsfähigen Posten gezahlt werden. Die Emittentin hat das Recht, Zinszahlungen nach eigenem Ermessen entfallen
zu lassen. Eine Nachzahlung ausgefallener Zinsen darf nicht erfolgen.
Die Anleihen haben eine unbegrenzte Laufzeit, können jedoch von der Oberbank AG zum fixierten ersten vorzeitigen
Rückzahlungstag gekündigt werden und danach alle fünf Jahre jeweils zum Kupontermin. Besondere Kündigungsrechte hat
die Emittentin, falls sich die aufsichtsrechtliche Einstufung oder die steuerliche Behandlung der betreffenden Anleihe ändert.
Jede vorzeitige Kündigung erfordert jedoch die vorherige Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Eine Kündigung
durch die AnleihegläubigerInnen ist ausgeschlossen. Bei Unterschreiten der harten Kernkapitalquote der Emittentin oder der
Oberbank Gruppe von 5,125 % wird das Nominale der Anleihe im erforderlichen Ausmaß abgeschrieben. Unter bestimmten
gesetzlichen Bestimmungen kann das Nominale wieder zugeschrieben werden.
Konzernabschluss
66
2.10) Wesentliche Ereignisse seit dem Ende des Geschäftsjahres
Beim Ukraine/Russland-Konflikt handelt es sich um ein Ereignis, welches im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 unmittelbar
keine Auswirkungen hat. Für das Jahr 2022 wird dieser Konflikt noch nicht absehbare Folgen auf die Gesamtwirtschaft
haben. Der gegenwärtige Konflikt hat derzeit kaum direkte Folgen für die Oberbank.
Es werden keine russischen, ukrainischen oder weißrussische Staatsanleihen gehalten. Weiters erfolgen keine
Finanzierungen von russischen, ukrainischen oder weißrussischen Unternehmen. Exportfinanzierungen, wie
Forderungsankäufe, erfolgen ausschließlich mit OeKB-Deckung. Die Begleitung österreichischer Exporteure und die damit in
Verbindung stehende Errichtung von Akkreditiven ist von untergeordneter Bedeutung. Die direkten Einflüsse auf das
Kreditrisiko sind nach derzeitigem Stand gering. Es bestehen aktuell keine größeren offenen Devisentransaktionen von
KundInnen (Devisentermingeschäfte) im Rubel.
Auswirkungen des Krieges auf das Beteiligungsportfolio sind derzeit nicht gegeben, können aber im weiteren Verlauf des
Jahres 2022 nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Vom Einlagensicherungsfall der Sberbank Europe AG ist die Oberbank als Mitglied der österreichischen Einlagensicherung
mitbetroffen, wobei die Höhe der Zahlung seitens der Oberbank noch offen ist.
Weitere direkte oder indirekte Auswirkungen des gegenständlichen Konflikts auf die Oberbank können derzeit nicht
festgestellt werden, obgleich diese Thematik laufend beobachtet und bewertet wird.
Das Ökosoziale Steuerreformgesetz 2022 wurde am 20.01.2022 vom Nationalrat beschlossen. Die darin enthaltenen
Änderungen des Körperschaftsteuersatzes werden erstmalig in den nach dem 31.12.2021 aufgestellten Konzernabschlüssen
berücksichtigt. Es werden daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Oberbank erwartet.
Darüber hinaus ist es nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 zu keinen weiteren wesentlichen Ereignissen gekommen.
Konzernabschluss
67
Details zur Konzern-Gewinn- und Verlust - Rechnung in Tsd. €
3) Zinsergebnis 2021 2020
Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 346.872 366.217
Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.415 1.701
Sonstigen Beteiligungen 7.580 7.284
Verbundenen Unternehmen 1.943 927
Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen 31.477 41.326
Zinsen und ähnliche Erträge 389.287 417.455
Zinsaufwendungen für
Einlagen -10.509 -46.316
Verbriefte Verbindlichkeiten -17.909 -18.211
Nachrangige Verbindlichkeiten -13.590 -15.167
Ergebnis aus nicht signifikanten Modifikationen -1.222 -832
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -43.230 -80.526
Zinsergebnis 346.057 336.929
Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorien AC und FV/OCI beträgt 368.102 Tsd. EUR (Vorjahr
397.235 Tsd. Euro).
Der entsprechende Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten beläuft sich auf 38.631 Tsd. Euro (Vorjahr 61.356 Tsd. Euro).
Die Zinserträge enthalten negative Zinsen in Höhe von 14.341 Tsd. Euro (Vorjahr 4.755 Tsd. Euro) und die Zinsaufwendungen
enthalten negative Zinsen in Höhe von 34.849 Tsd. Euro (Vorjahr 16.032 Tsd. Euro).
4) Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen 2021 2020
Erträge aus anteiligen Ergebnissen
93.674
9
-
80
-
80
-
-6.475
9
-
80
-
80
-
Aufwendungen aus Wertminderungen und Erträge aus Zuschreibungen 6.459 -6.459
Erträge aus Zuschreibungen anlässlich Zukauf 0 4.919
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen 100.133 -8.015
5) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 2021 2020
Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -101.325 -99.098
Direktabschreibungen -1.437 -1.628
Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 66.241 57.756
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen 2.422 2.680
Ergebnis aus nicht signifikanten Modifikationen 70 7
Ergebnis aus POCI Finanzinstrumenten -1.684 -1.547
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -35.713 -41.830
Das Ergebnis aus nicht signifikanten Modifikationen der vertraglichen Zahlungsströme von finanziellen Vermögenswerten, die
nicht zu einer Ausbuchung geführt haben, stellt sich in nachfolgender Tabelle dar:
Stage 1 Stage 2 Stage 3
Modifizierte finanzielle Vermögenswerte Geschäftsjahr 2021 12-M ECL LT-ECL POCI Gesamt
Fortgeführte Anschaffungskosten vor Modifikationen 36.486 56.206 18.124 0 110.816
Ergebnis aus nicht signifikanten Modifikationen -995 -189 -57 0 -1.201
1)
1)
Saldo aus markt- und bonitätsinduzierten Modifikationen
Stage 1 Stage 2 Stage 3
Modifizierte finanzielle Vermögenswerte Geschäftsjahr 2020 12-M ECL LT-ECL POCI Gesamt
Fortgeführte Anschaffungskosten vor Modifikationen 50.609 8.131 0 0 58.740
Ergebnis aus nicht signifikanten Modifikationen -823 -2 0 0 -825
1)
1)
Saldo aus markt- und bonitätsinduzierten Modifikationen
Konzernabschluss
68
6) Provisionsergebnis 2021 2020
Provisionserträge:
Zahlungsverkehr 65.423 60.725
Wertpapiergeschäft 76.559 65.863
Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 19.943 16.623
Kreditgeschäft 44.627 41.633
Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft 6.276 6.016
Provisionserträge gesamt 212.828 190.860
Provisionsaufwendungen: 2021 2020
Zahlungsverkehr 4.523 4.223
Wertpapiergeschäft 8.564 7.967
Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 605 584
Kreditgeschäft 5.990 5.678
Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft 1.195 1.734
Provisionsaufwendungen gesamt 20.877 20.186
Provisionsergebnis 191.951 170.674
Darin enthalten ist ein Ertrag in Höhe von 5.115 Tsd. Euro (Vorjahr 4.595 Tsd. Euro) aus Vermögensverwaltung für fremde Rechnung.
7) Handelsergebnis 2021 2020
Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften 2.303 -301
Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft 1.945 4.230
Gewinne/Verluste aus Derivaten 3.516 -2.477
Handelsergebnis 7.764 1.452
8) Verwaltungsaufwand 2021 2020
Personalaufwand 192.518 179.083
Andere Verwaltungsaufwendungen 91.573 86.920
Abschreibungen und Wertberichtigungen 29.477 28.921
Verwaltungsaufwand 313.568 294.924
Die Pensionskassenbeiträge beliefen sich auf 3.888 Tsd. Euro (Vorjahr 3.739 Tsd. Euro).
9) Sonstiger betrieblicher Erfolg 2021 2020
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL 5.398 8.531
davon aus designierten Finanzinstrumenten -6.301 7.167
davon aus verpflichtend zum FV/PL bewerteten Finanzinstrumenten 11.699 1.364
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/OCI -1.195 -192
davon aus der Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten -716 -344
davon aus der Veräußerung und Ausbuchung von Fremdkapitalinstrumenten -479 152
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AC 21 765
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg -18.961 -5.890
Sonstige betriebliche Erträge: 37.419 45.033
Erträge aus operationellen Risiken 5.027 11.016
Veräußerungsgewinne Grundstücke und Gebäude 0 760
Erträge aus Private Equity Investments 136 2.653
Erträge aus Operate Leasing 13.788 15.347
Sonstige Erträge aus dem Leasingteilkonzern 8.445 6.931
Bankfremde Vermittlungsprovisionen 4.134 3.635
Sonstiges 5.889 4.691
Sonstige betriebliche Aufwendungen: -56.380 -50.923
Aufwendungen aus operationellen Risiken -5.680 -5.493
Stabilitätsabgabe -4.881 -4.954
Beiträge zum Abwicklungsfonds -9.960 -9.216
Beiträge zum Einlagensicherungsfonds -12.440 -6.421
Aufwendungen aus Operate Leasing
-14.046
-13.840
Konzernabschluss
69
Sonstige Aufwendungen aus dem Leasingteilkonzern -5.840 -6.282
Sonstiges -3.533 -4.717
Saldo sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen -14.737 3.214
Im Geschäftsjahr hat die Oberbank einen finanziellen Vermögenswert, welcher zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurde, veräußert. Die
Veräußerung wurden getätigt, weil dieser Vermögenswert bonitätsbedingt nicht mehr ins Portfolio des Oberbank Konzerns passte. Aus der
Veräußerung wurde ein Gewinn von 20,5 Tsd. Euro realisiert. Zu den operationellen Risiken siehe Note 47).
10) Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten die laufenden Ertragsteuern der einzelnen Konzernunternehmen,
Anpassungen für periodenfremde laufende Ertragsteuern sowie die Veränderungen der latenten Steuerabgrenzungen.
2021 2020
Laufender Ertragsteueraufwand 44.421 43.629
Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 2.818 358
Ertragsteuern 47.239 43.987
Überleitung: Zusammenhang zwischen rechnerischen und effektiv ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag
2021 2020
Laufender Ertragsteueraufwand 44.421 43.629
Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 2.818 358
Ertragsteuern 47.239 43.987
Jahresüberschuss vor Steuern 281.887 167.500
Errechneter Steueraufwand 25 % 70.472 41.875
Direkt im Eigenkapital erfasste Anpassungen -737 -706
Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen -2.319 -2.064
Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen -25.033 2.004
Steueraufwand (+)/-ertrag (-) betreffend Vorjahre 2.781 2.953
Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen -144 -282
Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand 2.035 114
Steuerersparnis aus Verbrauch Verlustvorträge 551 540
Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen -367 -447
Ausgewiesener Steueraufwand (+)/-ertrag (-) 47.239 43.987
Effektiver Steuersatz 16,76% 26,26%
Ertragsteuern, die auf einzelne Bestandteile des sonstigen Ergebnisses bzw. des Eigenkapitals entfallen
2021 2020
Ergebnis
vor Steuern
Ertrag-
steuern
Ergebnis
nach Steuern
Ergebnis
vor Steuern
Ertrag-
steuern
Ergebnis nach
Steuern
Versicherungsmath. Gewinne/
Verluste gem. IAS 19 17.147 -4.287 12.860 -7.654 1.913 -5.740
Erfolgsneutrale Bewertungs-
änderungen Schuldtitel IFRS 9
mit Reklassifizierung -107 26 -81 -1.563 391 -1.172
Erfolgsneutrale Bewertungs-
änderungen Eigenkapital-
instrumente IFRS 9 ohne
Reklassifizierung 58.866 -14.608 44.258 625 -14.734 -14.109
Erfolgsneutrale Bewertungs-
änderungen eigenes
Kreditrisiko IFRS 9 ohne
Reklassifizierung -17.377 4.344 -13.033 20.867 -5.217 15.650
Veränderung
Währungsausgleichsposten 3.736 0 3.736 -4.298 0 -4.298
Ergebnisanteil aus der
Anwendung der Equity
Methode 13.475 0 13.475 -6.342 0 -6.342
Summe 75.740 -14.525 61.216 1.635 -17.646 -16.011
Konzernabschluss
70
11) Ergebnis je Aktie in € 2021 2020
Aktienanzahl per 31.12. 35.307.300 35.307.300
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 35.236.428 35.133.622
Jahresüberschuss nach Steuern 234.648 123.513
Ergebnis je Aktie in € 6,66 3,52
Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt
ausgegeben wurden.
Konzernabschluss
71
Details zur Konzernbilanz in Tsd. €
12) Barreserve 2021 2020
Guthaben bei Zentralnotenbanken 4.193.765 1.943.836
Sonstige Barreserve 207.150 162.148
Barreserve 4.400.915 2.105.984
13) Forderungen an Kreditinstitute 2021 2020
Forderungen an inländische Kreditinstitute 120.338 79.498
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 753.223 889.410
Forderungen an Kreditinstitute 873.561 968.908
Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen
Täglich fällig 155.585 157.187
Bis 3 Monate 635.439 752.139
Über 3 Monate bis 1 Jahr 25.275 1.257
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 41.094 42.219
Über 5 Jahre 16.168 16.106
Forderungen an Kreditinstitute 873.561 968.908
14) Forderungen an Kunden 2021 2020
Forderungen an inländische Kunden 10.620.908 10.210.754
Forderungen an ausländische Kunden 7.807.019 7.053.911
Forderungen an Kunden 18.427.927 17.264.665
Forderungen an Kunden nach Fristen
Täglich fällig 2.888.947 2.643.819
Bis 3 Monate 1.074.448 1.128.435
Über 3 Monate bis 1 Jahr 2.179.340 1.817.531
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 6.917.480 6.763.041
Über 5 Jahre 5.367.712 4.911.839
Forderungen an Kunden 18.427.927 17.264.665
Leasinggeschäft (Finanzierungsleasing), Bruttoinvestitionswerte
Bis 3 Monate 65.061 101.957
3 Monate bis 1 Jahr 208.669 303.502
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 986.036 925.019
Über 5 Jahre 209.234 240.453
Summe 1.469.000 1.570.931
Nicht realisierte Finanzerträge
Bis 3 Monate 6.010 7.805
3 Monate bis 1 Jahr 15.496 16.226
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 36.431 36.107
Über 5 Jahre 8.700 9.974
Summe 66.637 70.112
Nettoinvestitionswerte
Bis 3 Monate 59.051 94.152
3 Monate bis 1 Jahr 193.173 287.276
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 949.605 888.912
Über 5 Jahre 200.534 230.479
Summe 1.402.363 1.500.819
Kumulierte Wertberichtigungen 20.093 12.900
Konzernabschluss
72
15) Risikovorsorgen siehe Note 43, „Kreditrisiko“
16) Handelsaktiva 2021 2020
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsennotiert 0 206
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsennotiert 1.617 551
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Währungsbezogene Geschäfte 5.768 5.239
Zinsbezogene Geschäfte 29.995 41.438
Sonstige Geschäfte 0 0
Handelsaktiva 37.380 47.434
17) Finanzanlagen 2021 2020
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsennotiert 1.503.759 1.877.632
Nicht börsennotiert 59.949 60.568
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsennotiert 131.319 91.656
Nicht börsennotiert 220.311 214.284
Beteiligungen / Anteile
An verbundenen Unternehmen 84.003 94.468
An at Equity bewerteten Unternehmen
Kreditinstituten 508.392 476.421
Nicht-Kreditinstituten 492.372 420.724
An sonstigen Beteiligungen
Kreditinstituten 49.695 46.441
Nicht-Kreditinstituten 130.610 122.035
Finanzanlagen 3.180.410 3.404.229
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 481.966 560.251
b) Finanzielle Vermögenswerte FV/OCI 414.571 487.826
davon Eigenkapitalinstrumente 373.483 329.186
davon Fremdkapitalinstrumente 41.088 158.640
c) Finanzielle Vermögenswerte AC 1.283.109 1.459.007
d) Anteile an at Equity-Unternehmen 1.000.764 897.145
Finanzanlagen 3.180.410 3.404.229
Die Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis
bewertet werden, umfassen alle Wertpapiere, Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen, welche nicht zum
Marktwert gesteuert werden.
Finanzielle Vermögenswerte
erfasste Dividenden aus Instrumenten
Eigenkapitalinstrumente FV/OCI
31.12.2021
beizulegender
Zeitwert
die im Geschäftsjahr
ausgebucht wurden
die am Abschlussstichtag
gehalten werden
Wertpapiere
131.550 0 153
Beteiligungen
161.267 0 4.448
Anteile an verbundenen Unternehmen
80.666 0 1.943
373.483 0 6.544
Die finanziellen Vermögenswerte in Eigenkapitalinstrumente betreffen insbesondere nicht konsolidierte Beteiligungen und
Anteile an verbundenen Unternehmen, siehe Note 41), sowie Investments an der Lenzing AG, Energie AG Oberösterreich,
Österreichische Kontrollbank AG und Linz Textil AG. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Eigenkapitalinstrument liquidiert,
welches zum Zeitpunkt des Abgangs einen beizulegenden Zeitwert von 16,3 Tsd. Euro hatte und ein Eigenkapitalinstrument
Konzernabschluss
73
mit einem beizulegenden Zeitwert von 2.336,1 Tsd. Euro teilweise veräußert. Der kumulierte Gewinn aus der Liquidation
betrug 0,0 Tsd. Euro. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Umgliederungen innerhalb des Eigenkapitals.
Im Vorjahr wurde ein Finanzinstrument liquidiert, welches zum Zeitpunkt des Abgangs einen beizulegenden Zeitwert von
867,2 Tsd. Euro hatte. Der kumulierte Gewinn aus der Veräußerung betrug 0,0 Tsd. Euro.
Finanzielle Vermögenswerte
erfasste Dividenden aus Instrumenten
Eigenkapitalinstrumente FV/OCI
31.12.2020
beizulegender
Zeitwert
die im Geschäftsjahr
ausgebucht wurden
die am Abschlussstichtag
gehalten werden
Wertpapiere
91.887 0 342
Beteiligungen
145.869 0 7.284
Anteile an verbundenen Unternehmen
91.430 0 927
329.186 0 8.553
18) Immaterielles Anlagevermögen 2021 2020
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 2.912 1.861
Kundenstock 309 342
Immaterielle Anlagevermögenswerte 3.221 2.203
19) Sachanlagen 2021 2020
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 84.234 89.656
Grundstücke und Gebäude 87.800 89.314
Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.022 58.124
Sonstige Sachanlagen 22.299 24.039
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 142.267 143.218
Sachanlagen 382.622 404.351
Der Konzern verfügt über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von 84.234 Tsd. Euro (Vorjahr 89.656 Tsd. Euro); der Fair
Value dieser Objekte liegt bei 97.640 Tsd. Euro (Vorjahr 105.150 Tsd. Euro). Der Fair Value ist dem Level 3 zuzurechnen und wird mittels interner
Modelle ermittelt. Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 4.365 Tsd. Euro (Vorjahr 4.486 Tsd. Euro), die mit ihnen im Zusammenhang stehenden
Aufwendungen (inklusive Abschreibungen) betrugen 3.107 Tsd. Euro (Vorjahr 3.099 Tsd. Euro). Die Veräußerbarkeit dieser Immobilien ist durch
Kaufoptionsrechte, die den LeasingnehmerInnen vertraglich zustehen, beschränkt. Die nicht garantierten Restwerte des Leasinggeschäfts betragen
58.181 Tsd. Euro (Vorjahr 51.688 Tsd. Euro).
Leasinggeschäft (Operate Leasing) als Leasinggeber, künftige
Mindestleasingzahlungen 2021 2020
Bis 3 Monate 3.153 3.959
3 Monate bis 1 Jahr 8.446 10.355
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 28.573 32.738
Über 5 Jahre 10.431 10.854
Summe 50.603 57.906
20) Leasingverhältnisse als Leasingnehmer
Die abgeschlossenen Leasingverhältnisse der Oberbank beziehen sich im Wesentlichen auf die Anmietung von Filialen und
Büroräumen sowie Bau- und Bestandsrechte an Grundstücken, Garagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie
Fahrzeugen. Mit den Leasingverhältnissen sind keine wesentlichen Beschränkungen oder Zusagen verbunden. Sale-and-
Leaseback-Transaktionen wurden nicht eingegangen.
Für das Geschäftsjahr 2021 ergeben sich folgende Darstellungen in der Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Konzern-Kapitalflussrechnung für die Oberbank als Leasingnehmer:
Leasing in der Konzernbilanz 2021 2020
Sachanlagen 142.832 143.218
Nutzungsrechte an Grundstücken und Gebäuden 139.545 140.339
Nutzungsrechte an Betriebs- und Geschäftsausstattung 850 590
Nutzungsrechte an Sonstigen Sachanlagen 1.872 1.566
Nutzungsrechte an als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 565 723
Sonstige Passiva
Leasingverbindlichkeiten
143.833
143.934
Konzernabschluss
74
Die Zugänge der Nutzungsrechte im Geschäftsjahr 2021 betrugen 18.774 Tsd. Euro. Die Zahlungsmittelabflüsse für
Leasingverbindlichkeiten beliefen sich auf 16.085 Tsd. Euro. Bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten sind künftige
Zahlungsmittelabflüsse aus nicht sicheren Verlängerungsoptionen in Höhe von 12.467 Tsd. Euro unberücksichtigt geblieben.
Leasingverbindlichkeiten (brutto) nach Fristigkeiten 2021 2020
Bis 3 Monate 3.734 3.686
3 Monate bis 1 Jahr 10.867 10.678
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 50.332 49.420
Über 5 Jahre 78.900 80.151
Summe 143.833 143.934
Leasing in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung 2021 2020
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 760 786
Verwaltungsaufwand 15.609 15.123
Abschreibungen für Nutzungsrechte an Grundstücken und Gebäuden 14.153 13.915
Abschreibungen für Nutzungsrechte an Betriebs- und Geschäftsausstattung 316 267
Abschreibungen für Nutzungsrechte an Sonstigen Sachanlagen 982 784
Abschreibungen für Nutzungsrechte an als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 157 157
Andere Aufwendungen aus Leasingverhältnissen 1.410 1.447
Sonstiger betrieblicher Erfolg
Erträge aus Unterleasing von Nutzungsrechten 846 851
Leasing in der Konzern-Kapitalflussrechnung 2021 2020
Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit -16.085 -15.599
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit 760 786
21) Sonstige Aktiva 2021 2020
Latente Steueransprüche 1.390 7.388
Sonstige Vermögensgegenstände 127.011 70.751
Positive Marktwerte von geschlossenen Derivaten des Bankbuchs 102.159 153.306
Rechnungsabgrenzungsposten 3.067 3.710
Sonstige Aktiva 233.627 235.155
Aktive Steuerabgrenzungen / Passive Steuerabgrenzungen
Steuerabgrenzungen 2021 Steuerabgrenzungen 2020
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Barreserve 192 0 122 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 -866 0 -52
Forderungen an Kunden 9.027 -5.233 10.317 -6.063
Handelsaktiva 0 -8.793 0 -11.535
Finanzanlagen 385 -50.674 370 -41.284
Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 0 -15.450 0 -19.647
Finanz. Vermögenswerte FV/OCI (mit recycling) 0 -5.581 0 -6.182
Finanz. Vermögenswerte FV/OCI (ohne recycling) 0 -29.643 0 -15.455
Finanzielle Vermögenswerte AC 368 0 347 0
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen 17 0 23 0
Immaterielles Anlagevermögen 0 -73 0 -83
Sachanlagen 316 -35.625 269 -35.625
Sonstige Aktiva 0 -15.577 0 -23.994
9.920 -116.513 11.079 -118.636
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 846 -15 320 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11.550 0 15.018 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 3.193 0 7.931 0
Personalrückstellungen 24.026 0 29.498 0
Konzernabschluss
75
Sonstige Rückstellungen 6.277 0 10.562 0
Sonstige Passiva 43.195 -269 42.481 -235
Nachrangkapital 3.712 0 5.264 0
Unversteuerte Rücklagen / Bewertungsreserven 0 -233 0 -247
92.799 -517 111.075 -482
Aktivierungsfähige steuerliche Verlustvorträge 457 0 647 0
Aktive/Passive Steuerabgrenzung 103.175 -117.030 122.800 -119.118
Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen ggü.
derselben Finanzbehörde -101.785 101.785 -115.412 115.412
Latente Steuerforderung/-verbindlichkeit per Saldo 1.390 -15.245 7.388 -3.706
Zum 31.12.2021 wurden keine aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge aus dem Leasing-Teilkonzern in Höhe von 1.602 Tsd. Euro
(Vorjahr: 1.780 Tsd. Euro) angesetzt, da aus heutiger Sicht ein Verbrauch in absehbarer Zeit nicht realisierbar erscheint.
Auf temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die von
Konzerngesellschaften gehalten werden, in Höhe von 759.310 Tsd. Euro (Vorjahr: 662.214 Tsd. Euro) wurden in Übereinstimmung mit IAS 12.39 keine
passiven latenten Steuern angesetzt, da sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit erwartungsgemäß nicht umkehren werden. Bei der
temporären Differenz handelt es sich um thesaurierte Gewinnanteile, deren Ausschüttung nicht beabsichtigt ist bzw. auf absehbare Zeit steuerfrei
bleiben wird. Zum 31.12.2021 wurde daher – ohne Berücksichtigung der steuerfreien Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen – eine
hypothetische Steuerschuld von 189.828 Tsd. Euro (Vorjahr: 165.553 Tsd. Euro) nicht angesetzt.
22) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2021 2020
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten 3.980.517 3.336.015
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten 1.912.821 1.729.629
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.893.338 5.065.644
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen
Täglich fällig 749.160 1.006.563
Bis 3 Monate 247.719 343.457
Über 3 Monate bis 1 Jahr 33 57.452
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 2.475.286 2.274.624
Über 5 Jahre 2.421.140 1.383.548
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.893.338 5.065.644
Im Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag von 2.300 Mio. Euro aus dem TLTRO III Refinanzierungsprogramm der
EZB enthalten. Diese zwischen Juni 2020 und September 2021 aufgenommenen Refinanzierungen werden mit einem Zinssatz von – 0,5% verzinst.
Dieser Zinssatz stellt im Vergleich zu Einlagen unserer Kunden und anderen vergleichbaren, besicherten Refinanzierungen eine marktkonforme
Refinanzierung dar. Wir haben die Finanzierungsverbindlichkeit daher als Finanzinstrument gemäß IFRS 9 erfasst.
Für die erste Beobachtungsperiode, die bis März 2021 reichte, haben wir das für die Bonifikation notwendige Kreditwachstum erreicht, sodass sich
der negative Refinanzierungszinssatz um weitere -0,5 % verringert hat. Diese Bonifikation in Höhe von -0,5 % hat im Jahr 2021 zu einem Zinsertrag in
der Höhe von € 8,15 Mio. geführt. Eine neuerliche Bonifikation in der Höhe von – 0,5 % erhalten wir, wenn wir von Oktober 2020 bis Ende 2021 ein
positives Kreditwachstum in speziell definierten Branchen erreicht haben. Da es jedoch noch nicht hinreichend gesichert ist, dass diese Voraussetzung
auch in dieser abgelaufenen Periode erfüllt werden konnte, wurde eine mögliche Bonifikation für den anteiligen Zeitraum im GJ 2021 noch nicht
erfolgswirksam berücksichtigt. Wenn sich nach Prüfung und Bestätigung der Daten das erforderliche Wachstum ergibt, werden wir die Bonifikation
im Geschäftsjahr 2022 erfolgswirksam als Schätzungsänderung gemäß IFRS 9.B5.4.6 behandeln.
23) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2021 2020
Spareinlagen 2.534.685 2.660.875
Sonstige 12.193.904 10.426.293
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 14.728.589 13.087.168
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen
Täglich fällig 13.183.297 11.304.481
Bis 3 Monate 357.721 404.018
Über 3 Monate bis 1 Jahr 554.958 556.124
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 393.095 447.346
Über 5 Jahre 239.518 375.199
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 14.728.589 13.087.168
Konzernabschluss
76
24) Verbriefte Verbindlichkeiten 2021 2020
Begebene Schuldverschreibungen 2.192.883 1.839.717
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 13.764 14.288
Verbriefte Verbindlichkeiten 2.206.647 1.854.005
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen
Bis 3 Monate 107.039 31.497
Über 3 Monate bis 1 Jahr 27.123 147.836
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 742.253 495.032
Über 5 Jahre 1.330.232 1.179.640
Verbriefte Verbindlichkeiten 2.206.647 1.854.005
25) Rückstellungen 2021 2020
Abfertigungs- und Pensionsrückstellung 179.295 201.775
Jubiläumsgeldrückstellung 14.908 15.778
Rückstellungen für das Kreditgeschäft 135.250 117.159
Sonstige Rückstellungen 35.349 38.129
Rückstellungen 364.802 372.841
Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen 2021 2020
Rückstellung zum 1.1. 201.775 199.541
Zuweisung/Auflösung Abfertigungsrückstellung -5.174 753
Zuweisung/Auflösung Pensionsrückstellung -17.306 1.481
Rückstellung zum 31.12. 179.295 201.775
Darstellung leistungsorientierter Verpflichtungen gem. IAS 19 2021 2020
Planvermögen 0 0
Abfertigungsrückstellung 45.126 50.301
Pensionsrückstellung 134.169 151.474
Jubiläumsgeldrückstellung 14.908 15.778
Summe leistungsorientierte Versorgungspläne 194.203 217.553
Die leistungsorientierten Versorgungspläne des Oberbank Konzerns umfassen Abfertigungs-, Pensions- und
Jubiläumsgeldverpflichtungen.
Die rechtlichen Grundlagen der Abfertigungsrückstellung stellen das Angestelltengesetz (§ 23) sowie der Banken-
Kollektivvertrag (§ 32) dar. Gemäß § 32 des Kollektivvertrags erhalten DienstnehmerInnen mit mindestens fünfjähriger
Dienstzeit eine Abfertigung im Ausmaß von zwei Monatsentgelten zusätzlich zu den Ansprüchen gemäß AngGes
(„Abfertigung alt“) bzw. BMSVG („Abfertigung neu“). Per 31.12.2021 sind 712 Personen im System „Abfertigung alt“ (93,5 %
der Gesamtrückstellung) und 1.140 Personen im System „Abfertigung neu“.
Die rechtlichen Grundlagen der Pensionsrückstellung stellen der Kollektivvertrag betreffend die Neuregelung des
Pensionsrechts (Pensionsreform 1997) sowie einzelvertragliche Pensionszusagen dar. Mit Stand per 31.12.2021 umfasst die
Pensionsrückstellung im Oberbank Konzern 494 PensionsempfängerInnen (74,7 % der Gesamtrückstellung) und 289 aktive
DienstnehmerInnen (25,3 % der Gesamtrückstellung). Der Großteil der aktiven DienstnehmerInnen (287) besitzt eine
Anwartschaft auf eine Besitzstandspension, die mit Stichtag 1.1.1997 ermittelt wurde und deren Wert jährlich im Ausmaß
der kollektivvertraglichen Gehaltserhöhung angepasst wird. Auf diesen Personenkreis entfallen 14,0 % der
Gesamtrückstellung.
Zu nennende Risiken im Zusammenhang mit der Pensionsrückstellung
Berufsunfähigkeit: Im Fall der Zuerkennung einer Berufsunfähigkeitspension kommt wieder das vor dem 1.1.1997 geltende
Pensionsrecht zur Anwendung, das heißt, die anfallende Bankleistung ist eine Übergangspension (Gesamtpension) auf Basis
Konzernabschluss
77
des Letztbezugs unter Anrechnung der von der Bank finanzierten Pensionskassenleistung. 2021 wurde keine
Berufsunfähigkeitspension zuerkannt.
Administrativpension: Aktive DienstnehmerInnen, die Anwartschaft auf eine Besitzstandspension haben, erhalten bei
Kündigung durch die Bank eine auf Basis des Letztbezugs zu berechnende Administrativpension, die solange zu bezahlen ist,
bis Anspruch auf eine ASVG-Pension besteht. Ab diesem Zeitpunkt gelangt dann eine Übergangspension zur Auszahlung
(Einrechnung einer fiktiven ASVG-Pension). 2021 gab es keinen solchen Fall.
Die rechtliche Grundlage der Jubiläumsgeldrückstellung stellt die Betriebsvereinbarung dar. Der Anspruch ist wie folgt
gestaffelt: bei 25 Dienstjahren drei Monatsgehälter und bei 40 Dienstjahren vier Monatsgehälter. Mit Stand per 31.12.2021
ist die Jubiläumsgeldrückstellung für 1.445 Personen gebildet. 399 Personen sind ohne Rückstellung (bei 44 Personen wurde
das Jubiläumsgeld bereits ausbezahlt, bei 290 Personen liegt der Pensionsstichtag vor Erreichen des Jubiläums, 65 Personen
sind im 2. HJ 2021 eingetreten – für diesen Personenkreis wird keine Rückstellung gebildet).
Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen, Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 2021 2020
Barwert leistungsorientierter Verpflichtungen zum 1.1. 217.553 214.503
Erfolgswirksam in der Gewinn-/Verlustrechnung erfasst
+ Dienstzeitaufwand 4.392 4.289
+ Zinsaufwand 1.619 2.120
Zwischensumme 223.564 220.912
Effekte von Neubewertungen
Erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst
-/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust -16.538 7.436
- Finanzielle Annahmen 2.774 29.499
- Demografische Annahmen 0 0
- Erfahrungsbedingte Annahmen -19.312 -22.063
-/+ Gewinne/Verluste des Planvermögens 0 0
-/+ Gewinne/Verluste aus Wechselkursänderungen 0 0
Erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst -1.710 272
Zwischensumme -18.248 7.708
Übrige
Geleistete Zahlungen aus Planabgeltung 0 0
- Zahlungen im Berichtsjahr -11.113 -11.067
- übrige Veränderungen 0 0
Zwischensumme -11.113 -11.067
Bilanzierte Rückstellungen zum 31.12. 194.203 217.553
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen wurden im Geschäftsjahr
erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Beträge werden später nicht reklassifiziert, eine Übertragung
innerhalb des Eigenkapitals ist allerdings zulässig. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus
Jubiläumsgeldrückstellungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand erfasst.
Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen zur Ermittlung
der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen
2021 2020
Rechenzinssatz 1,25 % 0,75 %
Kollektivvertragserhöhung 2,63 % 2,83 %
Pensionserhöhung 1,67 % 1,68 %
Fluktuation keine keine
Pensionsantrittsalter Frauen 59–65 Jahre 59–65 Jahre
Pensionsantrittsalter Männer 65 Jahre 65 Jahre
Sterbetafeln AVÖ 2018 AVÖ 2018
Konzernabschluss
78
Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter wird mit einer Auflösung im Geschäftsjahr 2022 der Rück-
stellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von rund 3,7 Mio. Euro gerechnet.
Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen für das Geschäftsjahr 2014 246.475 Tsd. Euro, für das
Geschäftsjahr 2015 190.317 Tsd. Euro, für das Geschäftsjahr 2016 185.058 Tsd. Euro, für das Geschäftsjahr 2017 184.732
Tsd. Euro, für das Geschäftsjahr 2018 196.750 Tsd. Euro und für das Geschäftsjahr 2019 214.503 Tsd. Euro.
Sensitivitätsanalyse
Die Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen auf die leistungsorientierten Verpflichtungen, die bei vernünftiger
Betrachtungsweise durch Änderungen maßgeblicher versicherungsmathematischer Annahmen zum Ende der
Berichtsperiode möglich gewesen wären.
in Tsd. € Abfertigung Pension Jubiläumsgeld
Rechenzinssatz + 0,5 % 42.846 125.870 -
Rechenzinssatz – 0,5 % 47.571 143.427 -
Kollektivvertragserhöhung + 0,5 % 47.524 135.022 -
Kollektivvertragserhöhung - 0,5 % 42.865 133.344 -
Pensionserhöhung + 0,5 % - 142.053 -
Pensionserhöhung - 0,5 % - 126.932 -
Obwohl die Sensitivitätsanalyse keine abschließende Darstellung der künftig zu erwartenden Zahlungsströme darstellt,
ermöglicht sie eine Einschätzung der Auswirkungen bei Änderungen der maßgeblichen versicherungsmathematischen
Annahmen.
Fälligkeitsprofil
In der nachfolgenden Tabelle sind die voraussichtlichen Leistungszahlungen in jeder der nachfolgenden Perioden dargestellt:
in Tsd. € Abfertigung Pension Jubiläumsgeld
2022 2.020 7.114 -
2023 1.697 6.788 -
2024 4.153 7.007 -
2025 2.236 6.745 -
2026 3.195 6.516 -
Summe erwarteter Leistungszahlungen der
folgenden fünf Jahre 13.301 34.170 -
Laufzeit
Die folgende Tabelle zeigt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung per 31.12.2021:
in Jahren Abfertigung Pension Jubiläumsgeld
Laufzeit 10,62 13,35 -
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen Jubiläumsgeldrückstellung
Rückst. für das
Kreditgeschäft
Sonstige
Rückstellungen
Stand zum 1.1. 15.778 117.159 38.129
Zuweisung 0 31.563 5.118
Verbrauch / Währungsdifferenz / Effekt
anteilsmäßige Konsolidierung / Umgliederung
0 10.840 -330
Auflösung -870 -24.312 -7.568
Stand zum 31.12. 14.908 135.250 35.349
Es handelt sich dabei überwiegend um kurzfristige Rückstellungen.
Konzernabschluss
79
26) Sonstige Passiva 2021 2020
Handelspassiva 35.539 42.799
Steuerschulden 16.983 6.638
Laufende Steuerschulden 1.738 2.932
Latente Steuerschulden
1)
15.245 3.706
Leasingverbindlichkeiten 143.833 143.934
Sonstige Verbindlichkeiten 244.459 237.262
Negative Marktwerte von geschlossenen Derivaten des Bankbuchs 34.077 39.932
Rechnungsabgrenzungsposten 57.167 58.065
Sonstige Passiva 532.058 528.630
1)
Details zu Passiven Steuerabgrenzungen siehe Note 21, „Sonstige Aktiva“.
27) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) 2021 2020
Währungsbezogene Geschäfte 7.122 1.875
Zinsbezogene Geschäfte 28.417 40.924
Sonstige Geschäfte 0 0
Handelspassiva 35.539 42.799
28) Nachrangkapital 2021 2020
Begebene nachrangige Schuldverschreibungen inkl. Ergänzungskapital 496.368 485.775
Hybridkapital 0 0
Nachrangkapital 496.368 485.775
Nachrangkapital nach Fristen
Bis 3 Monate 37.227 26.220
Über 3 Monate bis 1 Jahr 2 6.674
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 291.052 222.367
Über 5 Jahre 168.087 230.514
Nachrangkapital 496.368 485.775
Entwicklung Nachrangkapital
Stand 1.1. 485.775 522.515
Zahlungswirksame Veränderungen 16.828 -28.536
hievon Einzahlungen aus Emissionen 43.079 55.801
hievon Rückkauf/Rückzahlung -26.251 -84.337
Nicht zahlungswirksame Veränderungen -6.235 -8.205
hievon Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts -6.207 -5.557
hievon sonstige Änderungen -28 -2.648
Stand 31.12. 496.368 485.775
Konzernabschluss
80
29) Eigenkapital 2021 2020
Gezeichnetes Kapital 105.863 105.381
Kapitalrücklagen 505.523 505.523
Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 2.646.810 2.368.439
Passive Unterschiedsbeträge 1.872 1.872
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 50.000 50.000
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 7.793 7.651
Eigenkapital 3.317.861 3.038.866
Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück)
In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. 35.127.062 35.281.583
Ausgabe neuer Aktien 0 0
Kauf eigener Aktien -216.585 -558.314
Verkauf eigener Aktien 377.120 403.793
In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. 35.287.597 35.127.062
Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand 19.703 180.238
Ausgegebene Aktien per 31.12. 35.307.300 35.307.300
Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 15,1 Mio. Euro).
30) Anlagenspiegel
Entwicklung Immaterielles
Anlagevermögen und Sachanlagen
Immat.
Anlagevermögenswerte Sachanlagen
hievon als Finanzin-
vestitionen gehaltene
Immobilien
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2021 21.315 702.595 121.224
Währungsdifferenzen -7 684 0
Umbuchungen 0 0 723
Zugänge 1.561 33.889 0
Abgänge 0 35.424 3.632
Kumulierte Abschreibungen 19.648 319.122 34.081
Buchwerte 31.12.2021 3.221 382.622 84.234
Buchwerte 31.12.2020 2.203 404.351 89.656
Abschreibungen im Geschäftsjahr 550 38.916 3.240
Von den Abschreibungen im Geschäftsjahr der Sachanlagen sind 9.989 Tsd. Euro aus Operate Leasing im Sonstigen betrieblichen Erfolg ausgewiesen.
Der bilanziell noch nicht berücksichtigte Teil der COVID-19-Investitionsprämie beträgt 2.185 Tsd. Euro.
Konzernabschluss
81
31) Fair Value von Finanzinstrumenten und sonstige Positionen zur Bilanzüberleitung per 31.12.2021 (Obere Zeile: jeweiliger Betrag als Buchwert, untere Zeile: Betrag als Fair Value)
AC FV/PL hievon designiert HFT FV/OCI
hievon FV/OCI-Eigen-
kapitalinstrumente
hievon FV/OCI-Fremd-
kapitalinstrumente AC/ Liabilities Sonstige Summe
Barreserve 4.400.915 4.400.915
4.400.915 4.400.915
Forderungen an
Kreditinstitute
873.561 873.561
874.216 874.216
Forderungen an Kunden 37.127 36.972 10.625 35.775 35.775 18.318.053 18.427.927
38.781 36.972 10.625 35.775 35.775 18.573.754 18.685.283
Handelsaktiva 37.380 37.380
37.380 37.380
Finanzanlagen 1.283.109 481.966 233.985 414.571 373.483 41.088 1.000.764 3.180.410
1.307.671 481.966 233.985 414.571 373.483 41.088
Immaterielles
Anlagevermögen
3.221 3.221
Sachanlagen 382.622 382.622
Sonstige Aktiva 102.159 131.467 233.626
102.159
hievon geschlossene 102.159 102.159
Derivate im Bankbuch 102.159 102.159
Summe Bilanzaktiva 1.320.236 518.938 244.610 139.539 450.346 373.483 76.863 23.592.529 1.518.075 27.539.663
1.346.453 518.938 244.610 139.539 450.346 373.483 76.863 23.848.885
Verbindlichkeiten ggü.
Kreditinstituten
25.618 25.618 5.867.720 5.893.338
25.618 25.618 5.803.859 5.829.476
Verbindlichkeiten ggü.
Kunden
394.972 394.972 14.333.618 14.728.589
394.972 394.972 14.345.396 14.740.368
Verbriefte Verbindlichkeiten 768.809 768.809 1.437.838 2.206.647
768.809 768.809 1.459.075 2.227.883
Rückstellungen 364.803 364.803
Sonstige Passiva 69.617 462.441 532.058
69.617
hievon geschlossene 34.077 34.077
Derivate im Bankbuch 34.077 34.077
Nachrangkapital 346.572 346.572 149.797 496.368
346.572 346.572 158.704 505.276
Kapital 3.317.861 3.317.861
Summe Bilanzpassiva 1.535.970 1.535.970 69.617 21.788.972 4.145.105 27.539.663
1.535.970 1.535.970 69.617 21.767.033
Konzernabschluss
82
31) Fair Value von Finanzinstrumenten und sonstige Positionen zur Bilanzüberleitung per 31.12.2020 (Obere Zeile: jeweiliger Betrag als Buchwert, untere Zeile: Betrag als Fair Value)
AC FV/PL hievon designiert HFT FV/OCI
hievon FV/OCI-Eigen-
kapitalinstrumente
hievon FV/OCI-Fremd-
kapitalinstrumente AC/ Liabilities Sonstige Summe
Barreserve 2.105.984 2.105.984
2.105.984 2.105.984
Forderungen an
Kreditinstitute
968.908 968.908
971.177 971.177
Forderungen an Kunden 8.032 74.678 36.223 37.769 37.769 17.144.186 17.264.665
8.482 74.678 36.223 37.769 37.769 17.449.968 17.570.897
Handelsaktiva 47.434 47.434
47.434 47.434
Finanzanlagen 1.459.008 560.251 304.514 487.826 329.186 158.640 897.145 3.404.229
1.515.682 560.251 304.514 487.826 329.186 158.640
Immaterielles
Anlagevermögen
2.203 2.203
Sachanlagen 404.351 404.351
Sonstige Aktiva 153.306 81.849 235.155
153.306
hievon geschlossene 153.306 153.306
Derivate im Bankbuch 153.306 153.306
Summe Bilanzaktiva 1.467.040 634.929 340.737 200.740 525.595 329.186 196.408 20.219.078 1.385.548 24.432.929
1.524.163 634.929 340.737 200.740 525.595 329.186 196.408 20.527.129
Verbindlichkeiten ggü.
Kreditinstituten
29.243 29.243 5.036.401 5.065.644
29.243 29.243 5.013.317 5.042.560
Verbindlichkeiten ggü.
Kunden
414.034 414.034 12.673.133 13.087.168
414.034 414.034 12.690.061 13.104.096
Verbriefte Verbindlichkeiten 891.803 891.803 962.202 1.854.005
891.803 891.803 1.016.510 1.908.314
Rückstellungen 372.841 372.841
Sonstige Passiva 82.731 445.899 528.630
82.731
hievon geschlossene 39.932 39.932
Derivate im Bankbuch 39.932 39.932
Nachrangkapital 372.365 372.365 113.410 485.775
372.365 372.365 128.845 501.210
Kapital 3.038.866 3.038.866
Summe Bilanzpassiva 1.707.446 1.707.446 82.731 18.785.146 3.857.606 24.432.929
1.707.446 1.707.446 82.731 18.848.734
Konzernabschluss
83
Im Geschäftsjahr 2021 gab es hinsichtlich finanzieller Vermögenswerte keine Reklassifizierungen aus der Bewertungskategorie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im
sonstigen Ergebnis (FV/OCI) in die Bewertungskategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) und keine Reklassifizierungen aus der Bewertungskategorie zum beizulegenden
Zeitwert im Gewinn oder Verlust (FV/PL) in die Bewertungskategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) oder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen
Ergebnis (FV/OCI).
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
designierte Verbindlichkeiten
kumulierte Änderung beizulegender Zeitwert
wegen Änderung eigenes Ausfallrisiko
(Erfassung im OCI)
Änderung beizulegender Zeitwert wegen Änderung
Marktrisiko (Erfassung in GuV)
Unterschiedsbetrag zwischen
Buchwert und Nominale
zum 31.12.2021 im Geschäftsjahr 2021 kumuliert zum 31.12.2021
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten -48 587 468 468
Verbindlichkeiten ggü. Kunden -3.082 21.888 44.346 44.346
Verbriefte Verbindlichkeiten -3.062 25.466 12.774 12.774
Nachrangkapital -3.015 9.084 16.057 16.057
Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine Umgliederungen des kumulierten Gewinns oder Verlusts innerhalb des Eigenkapitals.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
designierte Verbindlichkeiten
kumulierte Änderung beizulegender Zeitwert
wegen Änderung eigenes Ausfallrisiko
(Erfassung im OCI)
Änderung beizulegender Zeitwert wegen Änderung
Marktrisiko (Erfassung in GuV)
Unterschiedsbetrag zwischen
Buchwert und Nominale
zum 31.12.2020 im Geschäftsjahr 2020 kumuliert zum 31.12.2020
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten -77 406 1.084 1.084
Verbindlichkeiten ggü. Kunden 4.933 931 58.218 58.218
Verbriefte Verbindlichkeiten 3.452 -17.186 31.726 31.726
Nachrangkapital -139 -3.182 22.264 22.264
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
designierte Vermögenswerte 31.12.2021
Änderung beizulegender Zeitwert wegen
Anpassung Ausfallrisiko
Änderung beizulegender Zeitwert
zugehörige Kreditderivate oder ähnliche
Instrumente
maximales
Ausfallsrisiko
Minderung durch
zugehörige Kreditderivate
oder ähnl. Instrumente
im Geschäftsjahr kumuliert im Geschäftsjahr kumuliert
Forderungen an Kunden 10.625 - - - - -
Finanzanlagen 233.985 - - 281 - -
Konzernabschluss
84
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
designierte Vermögenswerte 31.12.2020
Änderung beizulegender Zeitwert wegen
Anpassung Ausfallrisiko
Änderung beizulegender Zeitwert
zugehörige Kreditderivate oder ähnliche
Instrumente
maximales
Ausfallsrisiko
Minderung durch
zugehörige Kreditderivate
oder ähnl. Instrumente
im Geschäftsjahr kumuliert im Geschäftsjahr kumuliert
Forderungen an Kunden 36.223 - - - - -
Finanzanlagen 304.514 - - 484 - -
Das maximale Ausfallrisiko für Finanzinstrumente im Anwendungsbereich von IFRS 9, auf die jedoch die Wertminderungsvorschriften nach IFRS 9 keine Anwendungen finden, stellt sich
wie folgt dar:
31.12.2021 31.12.2020
Forderungen an Kunden FV/PL 36.972 74.678
Finanzanlagen FV/PL 481.966 560.251
Finanzanlagen FV/OCI 373.483 329.186
Handelsaktiva 37.380 47.434
Derivate im Bankbuch 102.159 153.306
Gesamt 1.031.960 1.164.855
Konzernabschluss
85
Fair-Value-Hierarchie bei
Finanzinstrumenten Buchwert Fair Value
per 31.12.2021 in Tsd. € AC FV/PL HFT FV/OCI
AC /
Liabilities
Sonstige Summe Level 1 Level 2 Level 3
Mit dem Fair Value bewertete Finanzinstrumente
Forderungen an Kunden 36.972 35.775 72.747 56.234 16.513
Handelsaktiva 37.380 37.380 1.614 35.766
Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 481.966 481.966 239.512 242.454
Finanzielle Vermögenswerte FV/OCI 414.571 414.571 168.541 4.096 241.933
1)
Sonstige Aktiva 102.159 102.159 102.159
hievon geschlossene Derivate
im Bankbuch 102.159 102.159 102.159
Nicht mit dem Fair Value bewertete Finanzinstrumente
Forderungen an Kreditinstitute 873.561 873.561 874.216
Forderungen an Kunden 37.127 18.318.053 18.355.180 38.781 18.573.754
Finanzielle Vermögenswerte AC 1.283.109 1.283.109 1.251.320 56.351
Mit dem Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichk. ggü. Kreditinstituten 25.618 25.618 25.618
Verbindlichk. ggü. Kunden 394.972 394.972 394.972
Verbriefte Verbindlichkeiten 768.809 768.809 768.809
Sonstige Passiva 69.616 69.616 69.616
hievon geschlossene Derivate
im Bankbuch 34.077 34.077 34.077
Nachrangkapital 346.572 346.572 346.572
Nicht mit dem Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichk. ggü. Kreditinstituten 5.867.720 5.867.720 5.803.859
Verbindlichk. ggü. Kunden 14.333.618 14.333.618 14.345.396
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.437.838 1.437.838 1.459.075
Sonstige Passiva
Nachrangkapital 149.797 149.797 158.704
1) Diese Position besteht aus Beteiligungen, deren Marktwert mittels Discounted-Cashflow-Bruttoverfahren bzw. als Mischverfahren (Multiple-Verfahren in Kombination mit Discounted-Cashflow-Verfahren) oder anderer
Methoden der Unternehmensbewertung ermittelt wurde.
Konzernabschluss
86
Fair-Value-Hierarchie bei
Finanzinstrumenten Buchwert Fair Value
per 31.12.2020 in Tsd. € AC FV/PL HFT FV/OCI
AC /
Liabilities
Sonstige Summe Level 1 Level 2 Level 3
Mit dem Fair Value bewertete Finanzinstrumente
Forderungen an Kunden 74.678 37.769 112.447 62.146 50.301
Handelsaktiva 47.434 47.434 505 46.929
Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 560.251 560.251 320.553 239.698
Finanzielle Vermögenswerte FV/OCI 487.826 487.826 246.608 3.919 237.299
1)
Sonstige Aktiva 153.306 153.306 153.306
hievon geschlossene Derivate
im Bankbuch 153.306 153.306 153.306
Nicht mit dem Fair Value bewertete Finanzinstrumente
Forderungen an Kreditinstitute 968.908 968.908 971.177
Forderungen an Kunden 8.032 17.144.186 17.152.218 8.482 17.449.968
Finanzielle Vermögenswerte AC 1.459.008 1.459.008 1.458.314 57.367
Mit dem Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichk. ggü. Kreditinstituten 29.243 29.243 29.243
Verbindlichk. ggü. Kunden 414.034 414.034 414.034
Verbriefte Verbindlichkeiten 891.803 891.803 891.803
Sonstige Passiva 82.730 82.730 82.730
hievon geschlossene Derivate
im Bankbuch 39.932 39.932 39.932
Nachrangkapital 372.365 372.365 372.365
Nicht mit dem Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichk. ggü. Kreditinstituten 5.036.401 5.036.401 5.013.317
Verbindlichk. ggü. Kunden 12.673.133 12.673.133 12.690.061
Verbriefte Verbindlichkeiten 962.202 962.202 1.016.510
Sonstige Passiva
Nachrangkapital 113.410 113.410 128.845
1) Diese Position besteht aus Beteiligungen, deren Marktwert mittels Discounted-Cashflow-Bruttoverfahren bzw. als Mischverfahren (Multiple-Verfahren in Kombination mit Discounted-Cashflow-Verfahren) oder anderer
Methoden der Unternehmensbewertung ermittelt wurde.
Konzernabschluss
87
Unter Fair Value versteht man den Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen MarktteilnehmerInnen am
Bilanzstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden
würde.
Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall entweder auf dem
Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet, oder auf dem vorteilhaftesten Markt, sofern kein
Hauptmarkt vorhanden ist und sofern Zugang zu diesen Märkten besteht. Sofern es notierte Preise für idente
Vermögenswerte oder Schulden in aktiven Märkten gibt, zu denen am Bilanzstichtag eine Zugangsmöglichkeit besteht,
werden diese zur Bewertung herangezogen (Level 1). Sind keine derartigen Marktpreise verfügbar, kommen zur Fair Value
Ermittlung Bewertungsmodelle zum Einsatz, die auf direkt oder indirekt beobachtbaren Parametern beruhen (Level 2). Lässt
sich der Fair Value weder anhand von Marktpreisen noch auf Basis von Bewertungsmodellen, die sich vollständig auf direkt
oder indirekt beobachtbare Marktdaten stützen, ermitteln, werden einzelne nicht am Markt beobachtbare
Bewertungsparameter anhand angemessener Annahmen geschätzt (Level 3).
Sämtliche Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert betreffen regelmäßige Bewertungen. Es gab im Berichtszeitraum keine
einmaligen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert.
Bewertungsprozess
Die Abteilung Strategisches Risikomanagement der Oberbank ist für die unabhängige Überwachung und Kommunikation von
Risiken sowie für die Bewertung der Finanzinstrumente zuständig. Sie ist aufbauorganisatorisch vom Handel, der für die
Initiierung bzw. den Abschluss der Geschäfte zuständig ist, getrennt. Die Handelsbuchpositionen werden täglich zu
Geschäftsschluss mit aktuellen Marktpreisen bewertet.
Als Marktpreise werden aktuelle Börsenkurse verwendet soweit ein öffentlich notierter Marktpreis zur Verfügung steht.
Wenn eine direkte Bewertung zu Börsenkursen nicht möglich ist, werden Modellwerte, die sich aus der Zugrundelegung
aktueller beobachtbarer Marktdaten (Zinskurven, Volatilitäten,….) ergeben, verwendet. Diese Marktdaten werden täglich
validiert und in tourlichen Abständen werden die Modellpreise mit tatsächlich am Markt erzielbaren Preisen verglichen,
dabei werden die Modellpreise der Derivate mit den Modellwerten der Partnerbanken verglichen. Der Vorstand wird täglich
über die Risikoposition und die Bewertungsergebnisse aus den gesamten Handelsbuchpositionen informiert. Die Ermittlung
von Fair Values zu Finanzinstrumenten, die nicht das Handelsbuch betreffen, erfolgt quartalsweise.
Bewertungsverfahren zur Ermittlung des Fair Value
Die verwendeten Bewertungsmodelle entsprechen anerkannten finanzmathematischen Methoden zur Bewertung von
Finanzinstrumenten und berücksichtigen alle Faktoren, die die MarktteilnehmerInnen bei der Festlegung eines Preises als
angemessen betrachten. Zur Fair Value Bewertung kommt als Bewertungsansatz der einkommensbasierte Ansatz zur
Anwendung. Der marktbasierte Ansatz wird lediglich bei der Fair Value Bewertung von strukturierten Produkten verwendet.
Inputfaktoren zur Berechnung des Fair Value
Die Fair Value Bewertung für Level 1 Finanzinstrumente erfolgt mit an aktiven Märkten notierten Preisen. Darunter fallen
börsennotierte Wertpapiere und Derivate. Wenn eine direkte Bewertung zu Börsenkursen nicht möglich ist, werden für die
Ermittlung des Zeitwerts in Level 2 Modellwerte, die sich aus der Zugrundelegung aktueller Marktdaten (Zinskurven,
Volatilitäten, etc.) ergeben, verwendet. Die der Bewertung zugrunde liegenden Zinskurven und Volatilitäten kommen vom
System Refinitiv.
Es kommen anerkannte Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen durchgeführt wird. Im
Fall von Derivaten kommt bei symmetrischen Produkten (z. B. IRS) die Discounted Cashflow Methode zur Anwendung. Die
beizulegenden Zeitwerte für asymmetrische Produkte (Optionen) werden mit Standardmethoden (z. B. Black Scholes, Hull &
White, ...) berechnet. Für strukturierte Produkte erfolgt die Ermittlung mit Hilfe der Nutzung von Preisinformationen Dritter.
Konzernabschluss
88
Sämtliche Derivate werden zunächst gegenparteirisikofrei bewertet. In einem zweiten Schritt wird aufbauend auf internen
Ausfallswahrscheinlichkeiten auf Basis eines erwarteten Verlusts ein Kreditrisikoabschlag (CVA) ermittelt.
Die Zeitwerte für nicht börsennotierte Wertpapiere werden aus dem System Geos entnommen. Die Zeitwerte für Anteile an
Fonds werden von den Fondsgesellschaften übernommen. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts für Verbriefte
Verbindlichkeiten, Nachrangkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kunden erfolgt nach der Barwert-
methode (Discounted Cashflow), wobei die Ermittlung der Cashflows der Eigenen Emissionen auf Basis des
Vertragszinssatzes erfolgt. Zur Abzinsung wird die der Währung entsprechende Diskontkurve herangezogen, wobei ein der
Seniorität
entsprechender Bonitäts-Spread der Bank als Aufschlag verwendet wird. Die Bonitätsaufschläge werden regelmäßig an die
jeweiligen Marktgegebenheiten angepasst.
Für die Ermittlung des Zeitwerts in Level 3 kommen anerkannte Bewertungsmodelle zum Einsatz. Die Fair Value Berechnung
von Forderungen an Banken und Kunden basiert auf den diskontierten Kontrakt-Cashflows (anhand der vertraglichen
Tilgungsstruktur) und den diskontierten Expected Credit Loss Cashflows (berücksichtigt Bonitätseinstufung der KundInnen
und Sicherheiten). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet.
Die Covid-19-Pandemie hat auf die aktuelle Bewertung der Finanzinstrumente keinen wesentlichen Einfluss mehr.
Eine mögliche Bonitätsverschlechterung der Kunden hat eine Auswirkung auf die Ermittlung der Fair Values für Level 3
Finanzinstrumente.
Bei einer Erhöhung der Risikoaufschläge um 50 BP würden die zum Fair Value bewerteten Forderungen an Kunden um
0,4 Mio. Euro (31.12.2020 0,6 Mio. Euro) sinken, bei einer Erhöhung der Risikoaufschläge um 100 BP sinken die Fair Values
dieser Forderungen um 0,7 Mio. Euro (31.12.2020 1,2 Mio. Euro).
Die Ermittlung des Fair Values für Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt in erster Linie nach dem
Discounted Cashflow Bruttoverfahren bzw. als Mischverfahren (Multiple-Verfahren in Kombination mit Discounted Cashflow
Verfahren) oder mittels anderer Verfahren der Unternehmensbewertung.
Änderungen in der Fair-Value-Hierarchie bzw. in der Einstufung erfolgen, wenn sich die Qualität der in den
Bewertungsverfahren verwendeten Inputparameter ändert. Die Einstufung wird zum Ende der Berichtsperiode geändert.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Beteiligungen FV/OCI, die zum Fair Value bewertet werden und dem Level 3
zugeordnet sind. Die Ermittlung des Fair Values für diese Vermögensgegenstände erfolgt in erster Linie nach dem
Discounted Cashflow Bruttoverfahren bzw. als Mischverfahren (Multiple-Verfahren in Kombination mit Discounted Cashflow
Verfahren) oder mittels anderer Verfahren der Unternehmensbewertung.
Entwicklung in Tsd. € 2021 2020
Bilanzwert am 1.1. 237.299 238.761
Zugänge (Käufe) 511 162
Abgänge (Verkäufe) -12.744 -859
Erstbewertungen wegen IFRS 9 0 0
Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen 16.867 -765
Erfolgswirksame Bewertungsänderungen 0 0
Bilanzwert am 31.12. 241.933 237.299
Das sonstige Ergebnis erhöhte sich um 12.768 Tsd. Euro (VJ: Verringerung um 15.145 Tsd. Euro) aus diesen Instrumenten.
Die Bestimmung des Fair Values der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen FV/OCI der Stufe 3 basiert auf folgenden
wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren:
Konzernabschluss
89
Wesentliche, nicht beobachtbare
Inputfaktoren
Zusammenhang zwischen wesentlichen, nicht beobachtbaren
Inputfaktoren und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
Beteiligungen
FV/OCI
Diskontierungssatz 4,59 %–8,62 %
(VJ 4,17 %–8,67 %), gewichteter
Durchschnitt 5,08 % (VJ 5,00 %)
Der geschätzte beizulegende Zeitwert würde steigen (sinken),
wenn der Diskontierungssatz niedriger (höher) wäre.
Für die Fair Values der Beteiligungen FV/OCI hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen, nicht
beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die nachstehenden Auswirkungen auf das
sonstige Ergebnis nach Steuern:
31.12.2021 31.12.2020
in Tsd. Euro Erhöhung Minderung Erhöhung Minderung
Diskontierungssatz (0,25 % Veränderung) -4.794 5.044 -4.753 5.088
Für weitere Inputfaktoren (z.B. Planwerte) wurde eine Sensitivitätsanalyse als nicht aussagekräftig erachtet.
Die restlichen mit dem Fair Value bewerteten Finanzinstrumente in Level 3 betreffen Forderungen an Kunden, für die die
Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.
Entwicklung 2021 in Tsd. € Forderungen an Kunden
Bilanzwert am 1.1. 50.301
Übertrag in Level 2 0
Zugänge 0
Abgänge (Tilgungen) -31.172
Veränderung Marktwert -2.616
hievon aus Abgängen -182
hievon aus in Bestand befindlich -2.434
Bilanzwert am 31.12. 16.513
Zwischen Level 1 und Level 2 ist es zu keinen Umschichtungen gekommen.
Entwicklung 2020 in Tsd. € Forderungen an Kunden
Bilanzwert am 1.1. 52.253
Übertrag in Level 2 0
Zugänge 3.822
Abgänge (Tilgungen) -4.557
Veränderung Marktwert -1.217
hievon aus Abgängen -219
hievon aus in Bestand befindlich -998
Bilanzwert am 31.12. 50.301
Zwischen Level 1 und Level 2 ist es zu keinen Umschichtungen gekommen.
Konzernabschluss
90
Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verpflichtungen (in Tsd. €) nach Maßgabe der Kriterien in IAS 32 und IFRS 7
Nicht bilanzierte Beträge
Finanz.
Vermögens-
werte brutto
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge brutto
Bilanzierte finanz.
Vermögenswerte
netto
Effekte von Aufrech-
nungsvereinbarungen
Sicherheiten in Form v.
Finanzinstrumenten
Nettobetrag
Vermögenswerte 31.12.2021
Forderungen Kreditinstitute 873.561 873.561 873.561
Forderungen Kunden 18.796.932 -369.005 18.427.927 18.427.927
Derivate 137.331 137.331 -44.603 -52.844 39.884
Summe 19.807.824 -369.005 19.438.819 -44.603 -52.844 19.341.372
Verbindlichkeiten 31.12.2021
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 5.893.338 5.893.338 5.893.338
Verbindlichkeiten Kunden 15.097.594 -369.005 14.728.589 14.728.589
Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankeinlagen
und Wertpapierpensionsgeschäften
2.392.523 2.392.523 -2.392.523 0
Derivate 69.086 69.086 -44.603 -9.340 15.143
Summe 23.452.541 -369.005 23.083.536 -44.603 -2.401.863 20.637.070
Vermögenswerte 31.12.2020
Forderungen Kreditinstitute 968.908 968.908 968.908
Forderungen Kunden 17.643.536 -378.871 17.264.665 17.264.665
Derivate 199.446 199.446 -52.646 -90.226 56.574
Summe 18.811.890 -378.871 18.433.019 -52.646 -90.226 18.290.147
Verbindlichkeiten 31.12.2020
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 5.065.644 5.065.644 5.065.644
Verbindlichkeiten Kunden 13.466.039 -378.871 13.087.168 13.087.168
Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankeinlagen
und Wertpapierpensionsgeschäften
1.593.846 1.593.846 -1.593.846 0
Derivate 82.127 82.127 -52.646 -11.487 17.994
Summe 20.207.656 -378.871 19.828.785 -52.646 -1.605.333 18.170.806
Die Spalte „Aufgerechnete bilanzierte Beträge brutto" weist jene Beträge aus, die nach Maßgabe von IAS 32 saldiert werden dürfen. In der Spalte „Effekte von Aufrechnungsvereinbarungen“ werden Beträge, die einer
Globalnettingvereinbarung unterliegen, ausgewiesen. Bei diesen Globalverrechnungsverträgen mit KundInnen handelt es sich um standardisierte Derivate-Rahmenvereinbarungen. Mit Banken werden standardisierte Rahmenverträge
wie ISDA abgeschlossen. ISDA-Verträge sind Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der International Swaps and Derivatives Association (ISDA). Die Oberbank AG verwendet diese Aufrechnungsvereinbarungen zur Reduktion
von Risiken bei Derivaten im Falle eines Ausfalls einer Gegenpartei. Aufgrund dieser Verträge erfolgt dann eine Nettoabwicklung über alle derivativen Transaktionen, wobei die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten saldiert werden.
Wenn die Nettoposition zusätzlich mit erhaltenen oder gegebenen Barsicherheiten (z. B. Marginkonten) abgesichert wird erfolgt der Ausweis in der Spalte „Sicherheiten in Form von Finanzinstrumenten“. Diese Absicherung basiert auf
mit Banken abgeschlossenen CSA-Verträgen (Credit Support Annex). In diesen Vereinbarungen sind die grundlegenden Bestimmungen zur Sicherheitenakzeptanz festgelegt. Die Spalte „Sicherheiten in Form von Finanzinstrumenten“
umfasst die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen bzw. gegebenen Sicherheiten in Form von Finanzinstrumenten.
Konzernabschluss
91
32) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Konzern 2.667,5 Tsd. Euro (Vorjahr 2.466,9 Tsd. Euro). Der darin enthaltene
variable Anteil betrug 453,7 Tsd. Euro (Vorjahr 511,0 Tsd. Euro).
An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden 1.260,1 Tsd. Euro (Vorjahr 1.241,0 Tsd. Euro)
gezahlt. Zusätzliche Pensionsabfindungen an ehemalige Vorstandsmitglieder (einschließlich ihrer Hinterbliebenen) gab es im
Geschäftsjahr keine. Die Aufwendungen (+)/Erträge (-) für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder
(einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr -1.382,2 Tsd. Euro
(Vorjahr 2.119,4 Tsd. Euro). Darin sind erfolgsneutrale Veränderungen (versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste
aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und
Pensionsrückstellung) enthalten.Die von der ordentlichen Hauptversammlung 2021 mit entsprechender Mehrheit
verabschiedete Vergütungsrichtlinie der Oberbank sieht ein ausgewogenes Verhältnis von fixen und variablen Bezügen vor,
wobei die variablen Bezüge maximal 40 % des fixen Bezugs betragen dürfen. Das fixe Basisgehalt orientiert sich an den
jeweiligen Aufgabengebieten. Die variable Gehaltskomponente berücksichtigt gemeinsame und persönliche Leistungen der
Vorstandsmitglieder ebenso wie die generelle Unternehmensentwicklung. Die wesentlichen Parameter, die der
Vergütungsausschuss für die Bemessung der variablen Bezüge der Vorstände heranzuziehen hat, sind:
1 Das nachhaltige Erreichen der strategischen Finanzziele auf Basis der definierten Strategie und der Mehrjahres-
planung der Bank gemessen an den 3 Ertragskennzahlen Jahresüberschuss vor Steuern, RoE vor Steuern und Cost-
Income-Ratio in Prozent fließt zu 35 % in die Entscheidung ein.
2 Das nachhaltige Einhalten der strategischen Risikoausnutzung gemäß Gesamtbankrisikosteuerung gemessen an
den 3 Risikokennzahlen harte Kernkapitalquote in Prozent, NSFR und Risk-Earning Ratio fließt ebenfalls zu 35 % in
die Entscheidung ein.
3 Das nachhaltige Erreichen der strategischen (auch nichtfinanziellen) Ziele generell gemessen an den vom
Vergütungsausschuss festgelegten Parametern wie Rating, ICAAP, Nachhaltigkeitsrating, Fluktuationsquote,
Kunden- und MA-Zufriedenheit kann das Ergebnis aus der Berechnung von 1 und 2 um maximal 20 Prozentpunkte
erhöhen.
4 Komplettiert wird das Ergebnis für jedes Vorstandsmitglied getrennt aufgrund der Entwicklung der von ihm speziell
zu verantwortenden Aufgabenbereiche laut Ressortsverteilung, wobei das Ergebnis aus 1-3 hier noch um maximal
10 Prozentpunkte erhöht werden kann.
Bei einer dergestalt ermittelten Gesamtzielerreichung von 100 % würde dem jeweiligen Vorstandsmitglied eine variable
Vergütung von 30 % des Fixgehaltes zustehen, die bei Übererreichung der Ziele aber mit 40 % gedeckelt ist. Pro Prozent
Zielunterschreitung unter 100 % wird ein Prozentpunkt weniger variable Vergütung zugesprochen, sodass bei einer
Zielerreichung von 70 % oder weniger kein variabler Bezug zusteht.
Die Einschätzung der Oberbank als hochkomplexes Institut im Sinne des Rundschreibens der FMA zur Vergütungspolitik vom
Dezember 2012 bedeutet, dass von den variablen Vergütungen der Vorstände, deren Höhe anhand der „Parameter für die
Beurteilung der variablen Vergütungen für den Vorstand“ vom Vergütungsausschuss jährlich in seiner Märzsitzung festgelegt
wird, 50 % in Aktien und 50 % in Cash auszuzahlen sein werden, wobei die Aktien einer Haltefrist von drei Jahren unterliegen
und der auf fünf Jahre rückzustellende Anteil in Entsprechung der EBA Leitlinien für eine solide Vergütungspolitik zu gleichen
Teilen aus Aktien und Cash besteht. Da Bemessung und Zuerkennung der variablen Vergütungen immer erst im Nachhinein
erfolgen, sind bilanziell entsprechende Rückstellungen zu bilden, was aber im Wissen um die sehr moderate Politik des
Vergütungsausschusses auch gut planbar ist. Diese betrugen 2019 für die 2020 ausgezahlten Vergütungen 465 Tsd. Euro und
2020 für die 2021 ausgezahlten Vergütungen 240 Tsd. Euro. In der Bilanz zum 31.12.2021 sind für die in 2022 für 2021 zur
Auszahlung gelangenden Vergütungen 467,5 Tsd. Euro eingestellt. Die Auszahlung erfolgt wie bei den MitarbeiterInnen mit
der Mai-Gehaltsabrechnung, wobei der Betrag für den Aktienanteil auf ein gesperrtes Depotverrechnungskonto des
Vorstandsmitglieds gebucht wird und für die Bezahlung der zu erwerbenden Aktienanteile verwendet wird, die dann einer
dreijährigen Verkaufssperre unterliegen. Für die jedes Jahr aufgrund gesetzlicher Verpflichtung nicht zur Auszahlung
gelangenden Anteile (je 50 % Cash und 50 % Aktien) bleiben die Rückstellungsteile entsprechend bestehen. Sie betrugen
2020 254 Tsd. Euro und 2021 180 Tsd. Euro. Diese Beträge werden aufgeteilt auf die fünf Folgejahre nach Freigabe durch
den Vergütungsausschuss jeweils erst ausbezahlt.
Konzernabschluss
92
Die für die variablen Vorstandsvergütungen zu bildenden Rückstellungen stellen bilanziell einen Personalmehraufwand dar.
Rahmenbedingungen der Mitarbeiteraktion 2021
Aktionszeitraum: 25.5.-15.6.2021
Aktienanzahl limitiert auf bis zu 70.000 Stück entgeltlich erwerbbare Stammaktien und bis zu 28.000 Stück unentgeltlich
zugeteilte Stammaktien („Bonusaktien")
Bezugskurs: Börsenkurs zum 16.6.2021; maximale entgeltlich erwerbbare Stückanzahl: 85 Stück Aktien
Bonusaktien: pro fünf entgeltlich erworbene Stammaktien wurden zwei Stammaktien als Bonusaktien unentgeltlich
zugeteilt (Modell 5 + 2).
Den MitarbeiterInnen wurden Aktien der Oberbank AG innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen
angeboten (Bonusaktien). Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrags, den die MitarbeiterInnen in den
Aktienkauf
investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot an die MitarbeiterInnen abgegebenen Aktien belief sich im
Berichtsjahr auf 64.085 Stück entgeltlich erworbene Stammaktien und 25.634 Stück unentgeltlich zugeteilte Stammaktien
(Bonusaktien). Die über das Rückkaufprogramm 2021 zum Zwecke der kostenlosen Begebung an den berechtigten
Personenkreis angekauften 25.634 Stück Stammaktien verursachten einen Aufwand in Höhe von 2.220 Tsd. Euro.
Rückkaufprogramm 2021
Die Aktien-Rückkaufprogramme in Stammaktien wurden am 17.6.2021 abgeschlossen.
Im Zuge des Rückkaufprogramms für Stammaktien wurden zwischen dem 7.6.2021 und dem 17.6.2021 gesamt 87.832 Stück
Stammaktien, die ca. 0,25 % des Grundkapitals entsprechen, börslich und außerbörslich zurückgekauft. Der gewichtete
Durchschnittspreis je Stammaktie betrug 86,60 Euro; der höchste geleistete Gegenwert je Stammaktie betrug 86,60 Euro;
der niedrigste geleistete Gegenwert je Stammaktie betrug 86,60 Euro. Der Wert der rückerworbenen Stammaktien betrug
7.606.251,20 Euro.
Aus dem Rückkaufprogramm 2020 für Vorzugsaktien zwischen dem 20.3.2020 und dem 12.6.2020 standen nach der
Wandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien weitere 3.408 Stück Stammaktien zur Verfügung. Der Wert dieser 2020
rückerworbenen Aktien betrug 259.966,00 Euro.
Der Vorstand der Gesellschaft hat am 18.6.2021 beschlossen, sämtliche im Zuge des Aktienrückerwerbsprogramms 2021
erworbenen 87.832 Stammaktien und die aus dem Rückkaufprogramm 2020 resultierenden 3.408 Stammaktien, sohin
91.240 Stück Oberbank Stammaktien zu veräußern bzw. zu übertragen; und zwar 89.719 Stück Oberbank Stammaktien an
die MitarbeiterInnen (inklusive Vorstand) im Zuge der Mitarbeiteraktion 2021, hiervon 64.085 Stück Oberbank Stammaktien
von den MitarbeiterInnen entgeltlich erworben und 25.634 Stück Oberbank Stammaktien als unentgeltliche Bonusaktien
(Modell 5 + 2), und 1.521 Stück Oberbank Stammaktien an den Vorstand im Wege der Vorstandsvergütung in Aktien gem. §
39b BWG gemäß der Sitzung des Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats der Oberbank AG vom 16.3.2021.
Dieser Beschluss sowie die Veräußerung der eigenen Aktien wurden hiermit gemäß § 65 Abs. 1a AktG iVm § 119 Abs.7 und 9
BörseG 2018 und gemäß §§2, 4 und 5 der VeröffentlichungsV 2018 veröffentlicht und sind auch auf der Website der
Oberbank entsprechend zu ersehen:
http://www.oberbank.at/OBK_webp/OBK/oberbank_at/Investor_Relations/Oberbank_Aktien/Aktienrueckkaufprogramm/in
dex.jsp
Von Vorstand und MitarbeiterInnen gehaltene Aktienanteile:
Zum 31.12.2021 wurden von MitarbeiterInnen (inklusive PensionistInnen) und Vorstand folgende Aktienbestände gehalten:
Stammaktien
MitarbeiterInnen (direkt und über Stiftung) 1.496.488
hievon Vorstand 29.862
Gasselsberger 15.140
Weißl 9.173
Hagenauer 4.103
Konzernabschluss
93
Seiter 1.446
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu
marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Geschäftsvorfälle zwischen nahestehenden Unternehmen im
Konsolidierungskreis wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.
Die Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen stellen sich per 31.12.2021 wie folgt dar:
in Tsd. €
Assoziierte
Unternehmen
Tochter-
unternehmen
Sonst. nahestehende
Unternehmen u. Personen
1)
Geschäftsvorfälle
Finanzierungen 0 12.000 518
Bürgschaften/Sicherheiten 236 0 4.894
Ausstehende Salden
Forderungen 218.181 29.455 48.200
Forderungen Vorjahr 86.078 17.781 31.763
Wertpapiere 0 0 0
Wertpapiere Vorjahr 19.678 0 0
Verbindlichkeiten 14.859 40.818 90.054
Verbindlichkeiten Vorjahr 46.035 37.579 90.008
Bürgschaften/Garantien 177.510 0 29.791
Bürgschaften/Garantien Vorjahr 178.168 0 25.143
Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen 90 0 0
Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen
Vorjahr 250 0 0
Ertragsposten
Zinsen 1.828 0 469
Provisionen 240 1 542
Aufwendungen
Zinsen -92 0 -54
Provisionen 0 0 0
Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0
Verwaltungsaufwendungen 0 0 0
1)
Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen umfassen die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der Oberbank AG samt
deren nahestehender Familienangehöriger sowie Unternehmen, die von diesen Personen beherrscht oder gemeinschaftlich geführt werden.
Als Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen gemäß IAS 24 w
ur
d
e
in Bezug auf die Oberbank AG folgender Personenkreis
festgelegt:
• Vorstand
• Aufsichtsräte (inkl. Arbeitnehmervertreter)
• Abteilungsleiter
• Hauptverantwortliche interner Kontrollfunktionen, sofern diese keine eigene Abteilung leiten
- (Regulatory) Compliance-Funktion gem. § 39 Abs 6 BWG
- Risikomanagement gem. § 39 Abs 5 BWG
- Interne Revision gem. § 42 BWG
- Geldwäsche gem. § 23 Abs 3 FM-GwG
- Compliance-Funktion nach DelVO (EU) 2017/565 und WAG 2018
- lokale Funktionsträger in den Auslandsmärkten
Konzernabschluss
94
33) Segmentberichterstattung
Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, die die 2003 vorgenommene Trennung
zwischen Privat- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung abbildet. Die Segmente
werden wie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung dargestellt. Kriterium für
die Abgrenzung ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die KundInnen.
Die Segmentinformationen basieren auf dem so genannten „Management Approach“, der verlangt, die Segmentinformation
auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von
Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen wird.
In der Oberbank-Gruppe sind die Segmente „Privatkunden“, „Firmenkunden“ (inkl. dem Ergebnis des Leasing-Teilkonzerns),
„Financial Markets“ (Handelstätigkeit; Eigenpositionen; als Market Maker eingegangene Positionen; Strukturergebnis; Erträge
aus assoziierten Unternehmen; Ergebnis der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) und „Sonstige“
(Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Business-Segmenten; nicht den anderen Segmenten zuordenbare Bilanzposten;
Einheiten, die Ergebnisbeiträge abbilden, die nicht einem einzelnen Segment zugeordnet werden können) definiert.
Das zugeordnete Eigenkapital wird ab dem Geschäftsjahr 2016 mit dem durchschnittlichen 10-Jahres-SWAP-Satz der letzten
120 Monate verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsbereich ausgewiesen. Die Verteilung des zugeordneten
bilanziellen Eigenkapitals erfolgt nach dem regulatorischen Eigenkapitalerfordernis der Segmente.
Segmentberichterstattung 31.12.2021
Kerngeschäftsbereiche in Tsd.€ Privat Firmen
Financial
Markets Sonstige Summe
Zinsergebnis
64.431 275.189 6.437 0 346.057
Erträge aus at Equity
0 0 100.134 0 100.134
Risikovorsorge Kredit
-3.740 -24.446 -7.527 0 -35.713
Provisionsaufwendungen
-15.060 -5.817 0 0 -20.877
Provisionserträge
100.138 112.690 0 0 212.828
Handelsergebnis
0 -982 8.746 0 7.764
Verwaltungsaufwand
-101.647 -161.039 -9.997 -40.886 -313.568
Sonstiger betrieblicher Ertrag
7.035 -2.066 503 -20.210 -14.737
Außerordentliches Ergebnis
0 0 0 0 0
Jahresüberschuss vor Steuern
51.158 193.529 98.297 -61.096 281.887
Ø risikogewichtete Aktiva
2.054.573 10.983.346 5.390.131 0 18.428.050
Ø zugeordnetes Eigenkapital
354.040 1.892.631 928.818 0 3.175.489
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern
14,4% 10,2% 10,6% 8,9%
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-
Relation)
64,9% 42,5% 8,6% 49,7%
Barreserve
4.400.915 4.400.915
Forderungen an Kreditinstitute
873.561 873.561
Forderungen an Kunden
4.017.509 14.410.418 18.427.927
Handelsaktiva
37.380 37.380
Finanzanlagen
3.180.410 3.180.410
hievon Anteile an at Equity-
Unternehmen
1.000.764 1.000.764
Sonstige Vermögenswerte
87.197 325.628 103.154 103.492 619.470
Segmentvermögen
4.104.706 14.736.046 8.595.420 103.492 27.539.663
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
5.893.338 5.893.338
Verbindlichkeiten ggü. Kunden
6.508.346 8.220.243 14.728.589
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.206.647 2.206.647
Handelspassiva
35.539 35.539
Eigen- und Nachrangkapital
425.255 2.273.328 1.115.647 3.814.229
Sonstige Schulden
42.873 272.081 34.582 511.785 861.322
Segmentschulden
6.976.474 10.765.651 9.285.752 511.785 27.539.663
Abschreibungen 7.952 15.170 262 6.093 29.477
Konzernabschluss
95
Segmentberichterstattung 31.12.2020
Kerngeschäftsbereiche in Tsd.€ Privat Firmen Financial Markets Sonstige Summe
Zinsergebnis
62.334 262.543 12.052 336.929
Erträge aus at Equity
-8.015 -8.015
Risikovorsorge Kredit
-184 -35.225 -6.422 -41.830
Provisionsaufwendungen
-14.837 -5.349 -20.186
Provisionserträge
96.120 94.740 190.861
Handelsergebnis
0 1.357 95 1.452
Verwaltungsaufwand
-90.900 -160.350 -9.179 -34.495 -294.924
Sonstiger betrieblicher Ertrag
3.894 5.368 6.705 -12.753 3.214
Außerordentliches Ergebnis
Jahresüberschuss vor Steuern
56.428 163.084 -4.764 -47.247 167.500
Ø risikogewichtete Aktiva
1.948.627 10.601.989 5.608.445 18.159.061
Ø zugeordnetes Eigenkapital
317.174 1.725.662 912.874 2.955.709
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern
17,8% 9,5% n.a. 5,7%
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-
Relation)
61,6% 44,7% 84,7% 58,5%
Barreserve
2.105.985 2.105.985
Forderungen an Kreditinstitute
968.908 968.908
Forderungen an Kunden
3.708.067 13.556.597 17.264.665
Handelsaktiva
47.434 47.434
Finanzanlagen
3.404.229 3.404.229
hievon Anteile an at Equity-
Unternehmen
897.145 897.145
Sonstige Vermögenswerte
87.762 295.430 154.587 103.931 641.709
Segmentvermögen
3.795.829 13.852.027 6.681.142 103.931 24.432.929
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
5.065.644 5.065.644
Verbindlichkeiten ggü. Kunden
6.140.868 6.946.300 13.087.168
Verbriefte Verbindlichkeiten
1.854.005 1.854.005
Handelspassiva
42.799 42.799
Eigen- und Nachrangkapital
378.225 2.057.827 1.088.589 3.524.641
Sonstige Schulden
39.617 271.971 40.674 506.410 858.672
Segmentschulden
6.558.709 9.276.099 8.091.711 506.410 24.432.929
Abschreibungen
7.444 15.340 263 5.874 28.921
34) Non-performing loans siehe Note 43, „Kreditrisiko“
35) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 2021 2020
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 23.152 23.161
Deckungsstock für fundierte Bankschuldverschreibungen 30.766 30.766
Deckungsstock für hypothekarisch fundierte Bankschuldverschreibungen 2.606.570 2.138.009
Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte und Derivate 78.319 84.556
Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie 0 0
Sicherstellung für EIB-Globaldarlehensgewährung 93.856 93.454
Wertpapiere und Forderungen für Refinanzierungsgeschäfte mit der OeNB 2.392.523 1.593.846
Wertpapiere als Sicherstellung für das Refinanzierungsprogramm mit der ungarischen
Nationalbank 115.123 59.159
An die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) zedierte Forderungen 1.425.392 1.415.318
An deutsche Förderbanken zedierte Forderungen 1.424.743 1.220.611
An die ungarische Nationalbank und an Förderbanken in Ungarn zedierte Forderungen 77.884 58.145
Wertpapiere zur Deckung der Pensionsrückstellung 17.085 35.784
Sonstige Aktivposten als Sicherheitsleistung für die CCP Austria GmbH als
Clearingstelle für Börsengeschäfte 467 401
Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 8.285.880 6.753.210
Konzernabschluss
96
Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen.
36) Nachrangige Vermögensgegenstände in Tsd.€ 2021 2020
Forderungen an Kreditinstitute 0 0
Forderungen an Kunden 55.479 59.611
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5.287 15.440
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 15.276 18.085
Nachrangige Vermögensgegenstände 76.042 93.136
37) Fremdwährungsvolumina in Tsd.€ 2021 2020
Aktiva 3.206.787 2.936.731
Passiva 2.335.636 2.002.874
Hierzu sei auch auf den Risikobericht unter Note 42 ff verwiesen.
38) Treuhandvermögen in Tsd.€ 2021 2020
Treuhandkredite 385.693 365.604
Treuhandbeteiligungen 0 0
Treuhandvermögen 385.693 365.604
39) Echte Pensionsgeschäfte in Tsd.€ 2021 2020
Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen 0 0
40) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken in Tsd.€ 2021 2020
Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) 1.404.392 1.290.784
Eventualverbindlichkeiten 1.404.392 1.290.784
Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften 0 0
Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 4.551.763 4.402.862
Kreditrisiken 4.551.763 4.402.862
41) Unternehmen des Konsolidierungskreises
Die nachfolgende Auflistung stellt den Konsolidierungskreis des Oberbank Konzerns zum 31.12.2021 dar.
KONZERNMUTTERGESELLSCHAFT
OBERBANK AG, Linz
VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN Anteil in %
3-Banken Wohnbaubank AG, Linz 80,00
3-Banken Kfz-Leasing GmbH, Linz 80,00
Donaulände Garage GmbH, Linz 100,00
Donaulände Holding GmbH, Linz 100,00
Donaulände Invest GmbH, Linz 100,00
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 100,00
Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest 100,00
Oberbank airplane 2 Leasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Reder Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Bergbahnen Leasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank FSS Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting 100,00
Oberbank Leobendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Konzernabschluss
97
Immobilien Abwicklung 01 GmbH (vormals Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH),
Neuötting 100,00
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 95,00
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Kfz-Leasing GmbH, Linz 100,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting Komplementär
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o., Prag 95,00
Oberbank Leasing Palamon s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Leasing Prievidza s.r.o., Bratislava 100,00
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 100,00
Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag 100,00
Oberbank MLC - Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 99,80
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Seiersberg Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Unterpremstätten Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Weißkirchen Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Wiener Neustadt Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank NGL Immobilienleasing GmbH (vormals Oberbank Wien Süd Immobilienleasing
GmbH), Linz 100,00
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 94,00
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
OBK München 3 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
POWER TOWER GmbH, Linz 99,00
ANTEILSMÄSSIGE KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN Anteil in %
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz 50,00
AT EQUITY BEWERTETE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN Anteil in %
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck 13,85
BKS Bank AG, Klagenfurt 18,52
voestalpine AG, Linz 8,04
NICHT KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN Anteil in %
A. VERBUNDENE UNTERNEHMEN
„AM“ Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Service GmbH, Linz (vorm. Banken DL Servicegesellschaft m.b.H.) 100,00
Konzernabschluss
98
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS SA, SICAR, Luxemburg 58,69
„LA“ Gebäudevermietung und Bau - Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz 100,00
OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz 100,00
Oberbank PE Holding GmbH, Linz 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 100,00
Samson České Budějovice spol. s r.o., Budweis 100,00
„SG“ Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
„SP“ Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
„ST“ BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 100,00
B. ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 20,57
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck 40,00
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
Biowärme Attnang-Puchheim GmbH, Attnang-Puchheim 49,00
3 Banken IT GmbH, Linz (vorm. DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H.) 40,00
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS II S.A. SICAR, Luxemburg 33,11
Gain Capital Private Equity III SCSp 36,97
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 32,62
GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung,
gemeinnützige registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz 25,85
Herold NZ Verwaltung GmbH, Mödling 24,90
OÖ HightechFonds GmbH, Linz 24,70
Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau 21,50
Angaben zu Tochterunternehmen
Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Punkt 2) in den Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss, Abschnitt
Konsolidierungsmethoden. Nachstehend sind die wesentlichen Tochterunternehmen des Oberbank Konzerns in den Jahren
2021 und 2020 aufgelistet.
Name Land der
Hauptaktivität Eigenkapitalanteil in %
2021 2020
Oberbank Leasing GmbH Österreich 100,00 100,00
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Österreich 100,00 100,00
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH Österreich 100,00 100,00
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH Österreich 100,00 100,00
Power Tower GmbH Österreich 99,00 99,00
Oberbank KB Leasing GmbH Österreich 100,00 100,00
Oberbank Leobendorf Immobilien Leasing GmbH Österreich 100,00 100,00
Konzernabschluss
99
3 Banken Kfz-Leasing GmbH Österreich 80,00 80,00
Oberbank Kfz Leasing GmbH Österreich 100,00 100,00
Oberbank Leasing GmbH Bayern Deutschland 100,00 100,00
Oberbank Leasing spol.s.r.o. Tschechien 100,00 100,00
Ober Finanz Leasing gAG Ungarn 100,00 100,00
Oberbank Leasing s.r.o. Slowakei 100,00 100,00
Donaulände Invest GmbH Österreich 100,00 100,00
Zum 31.12.2021 bestanden in keinem Tochterunternehmen wesentliche nicht beherrschende Anteile.
Angaben zu assoziierten Unternehmen
Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Punkt 2) in den Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss, Abschnitt
Konsolidierungsmethoden. Der Oberbank Konzern hat zum 31.12.2021 drei assoziierte Unternehmen, die nach der Equity-
Methode bilanziert werden.
BKS Bank AG
Bank für Tirol und
Vorarlberg
Aktiengesellschaft
voestalpine AG
Art der Beziehung Strategischer Bankpartner Strategischer Bankpartner Strategischer Partner
Art der Tätigkeit Kreditinstitut Kreditinstitut
Stahlbasierter Technologie-
und Industriegüterkonzern
Hauptsitz der
Geschäftstätigkeit
Österreich Österreich Österreich
Kapitalanteil 18,52 % (2020: 18,52 %) 13,85 % (2020: 13,85 %) 8,04 % (2020: 8,04 %)
Stimmanteil 18,52 % (2020: 18,52 %) 14,27 % (2020: 14,27 %) 8,04 % (2020: 8,04 %)
Beizulegender Zeitwert des
Eigentumsanteils (sofern
börsennotiert)
121.674 Tsd. Euro
(2020: 99.407 Tsd. Euro)
148.952 Tsd. Euro
(2020: 141.708 Tsd. Euro)
459.494 Tsd. Euro
(2020: 420.724 Tsd. Euro)
Es folgen zusammengefasste Finanzinformationen für die assoziierten Unternehmen BKS Bank AG, Bank für Tirol und
Vorarlberg Aktiengesellschaft (Kreditinstitute) und voestalpine AG (Sonstige). Die Daten basieren auf den jeweiligen
Konzernabschlüssen, die nach IFRS erstellt wurden.
Kreditinstitute
Sonstige
BKS BTV
voestalpine
in Tsd. € 2021 2020 2021 2020 2021 2020
Erlöse 257.266
219.397
278.905
302.987
13.199.400
11.285.700
Gewinn/Verlust aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen
102.887 64.178 78.415 75.148 793.200 -591.700
Gewinn/Verlust nach Steuern aus
aufgegebenen Geschäftsbereichen
0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis
14.886
-9.504
9.510
-10.843
116.900
-38.300
Gesamtergebnis
117.773
54.674
87.925
64.305
910.100
-630.000
Kurzfristige Vermögenswerte
1.606.152
1.226.404
3.117.000
2.817.999
7.216.900
5.972.400
Langfristige Vermögenswerte
8.828.805
8.345.776
10.836.848
10.817.536
8.219.400
8.438.300
Kurzfristige Schulden
L
758.665
913.577
2.608.245
2.153.996
5.253.600
3.799.800
Langfristige Schulden
8.233.310
7.332.818
9.474.025
9.695.648
4.105.200
5.340.300
Konzernabschluss
100
Anteil des Konzerns am Nettovermögen
der assoziierten Unternehmen zum
Jahresbeginn
235.677 227.582 240.745 222.350 420.724 464.144
Zurechenbares Gesamtergebnis
21.764
8.097
13.219
12.529
78.828
-40.549
Erhaltene Dividenden im Geschäftsjahr
1.907
2
1.105
26
7.180
2.872
Zugänge im Geschäftsjahr
0
0
0
5.891
9.861
0
0
Anteil des Konzerns am Nettovermögen
der assoziierten Unternehmen zum
Jahresende
255.534 235.677 252.858 240.745 492.372 420.724
Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg
Aktiengesellschaft und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg
Aktiengesellschaft besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der
Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der Syndikate ist es, die
Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu erhalten. Die Einbeziehung
von BKS Bank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft beruht auf diesen Syndikatsverträgen.
Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümer-
struktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die
Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat der voestalpine AG. Der Stichtag für die Einbeziehung der
assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30. September, um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.
Auswirkungen bedeutender Geschäftsvorfälle oder anderer Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag und dem
Konzernabschlussstichtag werden, sofern gegeben, berücksichtigt.
Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte
(UGB) aus:
in Tsd. € 2021 2020
Vermögensgegenstände 263.384 276.435
Schulden 164.717 170.072
Erlöse 180.098 166.999
Periodengewinne/-verluste 5.089 8.432
Da es sich bei diesen Werten um UGB-Werte handelt, konnte eine Aufgliederung gemäß IFRS 12 nach fortgeführten/
aufgegebenen Geschäftsbereichen bzw. nach Sonstiges Ergebnis/Gesamtergebnis nicht vorgenommen werden.
Angaben zu gemeinschaftlichen Tätigkeiten
Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Punkt 2) in den Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss, Abschnitt
Konsolidierungsmethoden.
Der Oberbank Konzern hält einen Anteil von 50 % an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H, einer
zusammen mit seinen Schwesterbanken BKS Bank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft gebildeten
gemeinsamen Vereinbarung. Der Zweck der Gesellschaft ist die Garantie von Großkreditrisiken im Kreditgeschäft der
Gesellschafterbanken. Der Hauptsitz ihrer Geschäftstätigkeit befindet sich in Österreich. Obwohl die ALPENLÄNDISCHE
GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H von den Parteien rechtlich unabhängig ist, wird sie vom Oberbank Konzern und seinen
Schwesterbanken als eine gemeinschaftliche Tätigkeit eingestuft. Dies geschieht deshalb, da der für die Deckung der
Großkredite gebildete Deckungsfonds ausschließlich den Gesellschafterbanken zur Verfügung steht und durch Einzahlungen
von ihnen gebildet wurde.
Konzernabschluss
101
Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen
Art, Zweck und Umfang der Beteiligung des Konzerns an nicht konsolidierten, strukturierten Einheiten
Der Oberbank Konzern nutzt sogenannte strukturierte Einheiten, die einem bestimmten Geschäftszweck dienen.
Strukturierte Einheiten sind derart ausgestaltet, dass Stimmrechte bei der Entscheidung, wer das Unternehmen beherrscht,
nicht der ausschlaggebende Faktor sind. Ein strukturiertes Unternehmen verfügt über einige oder alle der folgenden
Merkmale: limitierte Aktivitäten, ein eng gefasstes und genau definiertes Ziel, unzureichendes Eigenkapital um seine
Aktivitäten ohne nachrangige finanzielle Unterstützung zu finanzieren. Strukturierte Einheiten finanzieren den Erwerb von
Vermögenswerten oftmals durch die Emission von Schuld- oder Eigenkapitaltiteln. Teilweise werden diese durch die von
ihnen gehaltenen Vermögenswerte besichert oder sind an diese gekoppelt.
Beteiligungen des Oberbank Konzerns an nicht konsolidierten strukturierten Einheiten bestehen aus vertraglichen
Beziehungen, die zum Empfang von variablen Rückflüssen aus der Performance der nicht konsolidierten strukturierten
Einheiten berechtigen. Es handelt sich dabei um Geschäftsaktivitäten mit Investmentfondsanteilen, in die der Oberbank
Konzern investiert hat. Sie dienen der Erzielung von Veranlagungserträgen.
Die Einheiten, die Gegenstand dieser Anhangangabe sind, werden nicht konsolidiert, da der Oberbank Konzern keine
Beherrschung über Stimmrechte, Verträge, Finanzierungsvereinbarungen oder andere Mittel hat. Die im Oberbank Konzern
identifizierten wesentlichen strukturierten Unternehmen werden in der Regel im IFRS-Abschluss mit dem Fair Value
bewertet, da deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts auf Basis einer dokumentierten
Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird.
Einnahmen
Der Oberbank Konzern erzielt Einnahmen aus derartigen Geschäften zum einen in Form von Ausschüttungen und zum
anderen aus der Wertveränderung der gehaltenen Wertpapiere. Ausschüttungen werden in der Position Sonstiger
betrieblicher Erfolg ausgewiesen. Wertveränderungen sind in der Position Sonstiger betrieblicher Erfolg, im Ergebnis aus
finanziellen Vermögenswerten FV/PL, enthalten.
Höchstmögliches Ausfallsrisiko
Das maximal mögliche Verlustrisiko besteht im Buchwert, der in der Bilanz ausgewiesen ist. Gestellte Sicherheiten finden
keine Berücksichtigung als Abzugsposten.
Größe
Als relevantes Größenkriterium für nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen hat der Oberbank Konzern den Fair Value
der verwalteten Vermögenswerte festgelegt. Die Festlegung auf den Fair Value erfolgte, da die Wertentwicklung dieser
Investments auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und
gesteuert wird.
Finanzielle Unterstützung
Im Geschäftsjahr stellte der Oberbank Konzern nicht konsolidierten strukturierten Einheiten keine Unterstützung zur
Verfügung, ohne dazu vertraglich verpflichtet gewesen zu sein. Für die Zukunft ist dies auch nicht geplant.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Beteiligungen des Konzerns sowie den maximal möglichen Verlust, der aus
diesen Beteiligungen resultieren könnte. Sie gibt auch eine Indikation über die Größe von strukturierten Einheiten.
in Tsd. € 2021 2020
Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 22.374 25.645
Gesamtergebnisrechnung
Sonstiger betrieblicher Erfolg -1.149 4.010
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL -1.145 1.572
Sonstiger betrieblicher Erfolg -4 2.438
Höchstmögliches Ausfallsrisiko 22.374 25.645
Konzernabschluss
102
42) Risikomanagement
Risikostrategie
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine
nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in der Oberbank.
Die Oberbank AG ist für die Festlegung, Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral
festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig.
Ausgangspunkt der Risikostrategie der Oberbank ist die Positionierung als Regionalbank.
Der Vorstand und alle MitarbeiterInnen handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen
unter Einhaltung dieser Leitlinien. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht grundsätzlich eine adäquate
Analyse der geschäftsspezifischen Risiken voraus.
Organisation des Risikomanagements
Risikomanagement bezeichnet alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken im Konzern.
Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zieleplanung sowie
des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim
Gesamtvorstand der Oberbank AG.
Aus der Risikostrategie werden im Zuge des Budgetierungskreislaufes die Risikoziele für das entsprechende Geschäftsjahr
abgeleitet und die Verteilung der Risikodeckungsmassen als Limits auf die Einzelrisiken vorgenommen. Diese Limits bilden
die Basis für die das Jahr über laufende, enge Steuerung. Der Planungskreislauf wird von der Abteilung Strategisches
Risikomanagement gemeinsam mit dem Gesamtvorstand gesteuert.
Dem Risikomanagement wird in der Oberbank durch die Einrichtung eines effizienten Managements der einzelnen
Risikokomponenten Rechnung getragen. Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt
als Steuerungsgrundlage für das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee) durch die Abteilung Strategisches
Risikomanagement. Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee und verfügt
über ein Vetorecht bei risikorelevanten Entscheidungsprozessen. Im Rahmen der operativen Planung nimmt das APM-
Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel nach Chancen-Risiko-Profil der einzelnen Bankgeschäftsfelder vor.
Die Abteilung Strategisches Risikomanagement erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs.5 BWG) geforderten
zentralen und unabhängigen Risikomanagementeinheit. Die Abteilung hat einen vollständigen Überblick über die
Ausprägung der vorhandenen Risikoarten sowie über die Risikolage des Kreditinstitutes und misst, analysiert, überwacht
und reportet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Aufsichtsrat, an den Vorstand, das APM-
Komitee sowie an die betroffenen AbteilungsleiterInnen bzw. MitarbeiterInnen. Die Abteilung ist außerdem an der
Ausarbeitung der Risikostrategie beteiligt.
Die Zuständigkeit für das Risikomanagement aller Tochtergesellschaften und für alle operativen Geschäftseinheiten der Bank
im In- und Ausland liegt zentral in der Oberbank AG in den für die einzelnen Risikokomponenten zuständigen Abteilungen
und Gremien.
Risikobericht an den Aufsichtsrat
Die Risikostrategie und die verwendeten Risikomessmethoden werden dem Aufsichtsrat jährlich berichtet, die Steuerungs-
und Überwachungssysteme sowie die aktuelle Risikolage in jeder Aufsichtsratssitzung.
Konzernabschluss
103
Internes Kontrollsystem
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank entspricht dem international anerkannten COSO-Standard. Es existieren
detaillierte Beschreibungen der IKS-Abläufe, einheitliche Dokumentationen aller risikorelevanten Prozesse der Bank und der
Kontrollmaßnahmen. Die Verantwortlichkeiten und Rollen in Bezug auf das IKS sind klar definiert. Für das IKS erfolgt ein
regelmäßiges, mehrstufiges Reporting über Wirksamkeit und Reifegrad. Kontrollaktivitäten werden dokumentiert und
überprüft, die IKS-relevanten Risiken werden regelmäßig evaluiert und angepasst. Dieser laufende Optimierungsprozess
trägt zur Qualitätssicherung bei. Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG prüft in ihrer Funktion als unabhängige
Überwachungsinstanz das interne Kontrollsystem. Abgeprüft werden die Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS sowie
die Einhaltung der Arbeitsanweisungen.
Offenlegung gemäß Teil 8 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR)
Die Oberbank hat als Medium für die Offenlegung gemäß Teil 8 CRR das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der
Website der Oberbank www.oberbank.at (Bereich „Investor Relations“) abrufbar.
Gesamtbankrisikosteuerung
Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitativ hochwertiges Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal
Capital Adequacy Assessment Process) und dem ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process) ergeben, wird in
der Oberbank mittels der Risikotragfähigkeitsrechnung sowie mittels eines Systems von Berichten und Limiten für die
Liquiditätssteuerung entsprochen. Die Grundlage für eine Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Bank stellt die
Quantifizierung der wesentlichen Risiken und der Deckungsmassen dar. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung
werden aus der
ökonomischen Deckungsmasse für die sich aus dem Geschäftsmodell der Oberbank ergebenden wesentlichen
Bankrisiken ICAAP-Risikolimite abgeleitet. Dies erfolgt für das Kreditrisiko (im Detail werden im Rahmen des Kreditrisikos das
Adressausfallrisiko, das Kontrahentenausfallrisiko, das Fremdwährungskreditrisiko, das Risiko einer Anpassung der
Kreditbewertung (CVA-Risiko), das Länderrisiko und Kreditrisikokonzentrationen quantifiziert), für das Marktrisiko im
Handelsbuch, das Marktrisiko im Bankbuch, das Liquiditätsrisiko, für die Operationellen Risiken sowie für Risiken, die aus
dem makroökonomischen Umfeld erwachsen. Der Risikoappetit der Oberbank ist in der Risikotragfähigkeitsrechnung mit 90
% der Risikodeckungsmasse begrenzt. Die darüber hinausgehenden 10% werden nicht alloziert. Neben der Begrenzung
mittels Risikodeckungsmasse werden die wesentlichen Risiken in der operativen Risikosteuerung noch über Prozesse und
Detaillimite gesteuert.
Anteil der zugeordneten Risikolimits an der gesamten Risikodeckungsmasse
Die Limitausnutzung per 31.12.2021 betrug 52,0 % (31.12.2020: 55,6 %). Das Limit im Kreditrisiko wurde zu 63,4 %
(31.12.2020: 63,9 %), im Marktrisiko Bankbuch zu 26,7 % (31.12.2020: 37,8 %), im Marktrisiko Handelsbuch zu 16,0 %
(31.12.2020: 21,2 %), für Makroökonomische Risiken zu 44,3 % (31.12.2020: 49,0 %) und im Operationellen Risiko zu 62,9 %
(31.12.2020: 65,1 %) ausgenutzt.
55,0%
23,1%
0,9%
7,0%
4,0%
10,0%
Kreditrisiko
Marktrisiko Bankbuch
Marktrisiko Handelsbuch
Makroökonomisches Risiko
Operationelles Risiko
Risikopuffer
Konzernabschluss
104
Auswirkung von Stressszenarien
Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird durch quartalsweise Stresstests ergänzt. In diesen werden die Auswirkungen, die sich
aus der Verschlechterung des makroökonomischen Umfelds ergeben (Verschlechterung der BIP-Wachstumsrate, Anstieg der
Arbeitslosenrate und von Insolvenzen, Kursrückgang auf den Aktienmärkten, Rückgang des Immobilienmarktes und
Erhöhung von Zinsen,…) berücksichtigt. Dies wird z.B. mit erhöhten Ausfallswahrscheinlichkeiten bei Krediten, und
Rückgängen der Immobilienwerte simuliert.
Per 31.12.2021 kam es in keinem der Szenarien zu einer Überschreitung des Gesamtbanklimits. Im Szenario mit der
höchsten quantitativen Auswirkung betrug die Gesamtlimitausnutzung 63,40 % (31.12.2020: 67,7 %).
Zuständigkeiten für das Management der einzelnen Risikokategorien
Kreditrisiko
Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig. Sie ist vom Vertrieb getrennt, sodass
die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom
Vertrieb gewährleistet sind.
Beteiligungsrisiko
Der Gesamtvorstand ist für die Investitionsentscheidung, ordnungsgemäße Organisation und Überwachung des
Beteiligungsmanagements verantwortlich. Die Abteilung Sekretariat & Kommunikation ist für das operative
Beteiligungsmanagement verantwortlich. Kreditsubstituierende Beteiligungen unterliegen dem Kreditprozess.
Marktrisiko
Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen
zugewiesenen Risikolimite selbständig gestionieren.
Die Abteilung Treasury & Handel ist zuständig für das Devisenkursrisiko für den gesamten Oberbank-Konzern, für das
Marktrisiko im Handelsbuch und für das Zinsrisiko des Geldhandels. Das Aktiv-Passiv-Managementkomitee ist für die
Marktrisiken im Bankbuch zuständig.
Operationelles Risiko
In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des Operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den
Managementprozess der Operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung
entsprechender Methoden verantwortlich. Das operative Risikomanagement von Operationellen Risiken wird von den
jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk Taking Units) durchgeführt, die für das
Operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind.
Liquiditätsrisiko
Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch den Vorstand und das APM-Komitee. Für die
kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Treasury & Handel zuständig.
Risikokonzentration
Risikokonzentrationen begründen ein Konzentrationsrisiko, wenn sie das Potenzial haben, Verluste zu produzieren, die groß
genug sind, um die Stabilität eines Instituts zu gefährden oder eine wesentliche Änderung im Risikoprofil zu bewirken. Es
werden zwei Arten von Risikokonzentrationen unterschieden:
• Inter-Risikokonzentrationen beziehen sich auf Risikokonzentrationen, die sich aus dem Gleichlauf von Risiken
verschiedener Risikokategorien ergeben können.
Mittels Szenarioanalysen wird vierteljährlich im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung die Sensitivität der
Oberbank auf Inter-Konzentrationsrisiken geprüft.
Konzernabschluss
105
• Intra-Risikokonzentrationen beziehen sich auf Risikokonzentrationen, die innerhalb einer einzelnen Risikokategorie
entstehen können. Konzentrationen können in allen Risikoarten auftreten. Die Zuständigkeiten für das Intra-
• Konzentrationsrisiko liegen daher bei den jeweils für die einzelnen Risikoarten verantwortlichen Einheiten.
Das Intra-Konzentrationsrisiko ist aufgrund des Geschäftsmodells der Oberbank vor allem im Bereich des
Kreditrisikos bedeutend. Es ergibt sich dadurch, dass einzelne Forderungen einen hohen Anteil an den
Gesamtforderungen haben oder Forderungen eine überdurchschnittliche Korrelation aufweisen (Konzentration in
Forderungsklassen, Geschäftssegmenten, Branchen, Ländern, Kundengruppen etc.). Im Rahmen der
Risikotragfähigkeitsrechnung wird das Intra-Konzentrationsrisiko innerhalb des Kreditrisikos berücksichtigt. Die
Steuerung der Konzentrationsrisiken im Kreditrisiko erfolgt über Länderlimits, Großkreditgrenzen und
Portfoliolimits.
Die Festlegung der individuellen Länderlimits basiert auf dem Rating und der Wirtschaftskraft des Landes sowie der
Expertise der Oberbank, die sich aus der Abwicklung von Kundengeschäften mit dem jeweiligen Land ergibt. Die Limits für
das operative Geschäft werden auf einzelne Produktkategorien heruntergebrochen. Die Einhaltung der einzelnen Limits wird
mittels eines Limitsystems automatisiert überwacht.
Portfoliolimits werden außerdem im Bereich der Fremdwährungsfinanzierungen gesetzt.
Der Anteil der zehn größten Kreditnehmer (Gruppe verbundener Kunden) an den Krediten und Forderungen sowie
festverzinslichen Wertpapieren betrug 25,00 % (Vorjahr: 15,49 %). Von den 25,00 % entfallen ca. 88 % (Vorjahr: 85 %) auf
Forderungen an den öffentlichen Sektor im Heimmarkt der Oberbank. Der starke Anstieg resultiert aus der Veranlagung der
Überliquidität bei den Nationalbanken in Österreich und Deutschland.
Die Konzentrationen nach Ländern und Branchen spiegeln die Risiko- und Geschäftsstrategie als regional verwurzelte
Universalbank wider und können – wie auch weitere quantitative Informationen zum Konzentrationsrisiko – den Tabellen in
Note 43) entnommen werden. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen lag während des Berichtszeitraumes weit
unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze.
43) Kreditrisiko
Als Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Kreditnehmer den vertragsgemäßen Zahlungen nicht oder nur teilweise
nachkommt. Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Ländern sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste
Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst Adressausfall-, Länder-,
Kontrahenten-, Fremdwährungskredit-, das Risiko einer Anpassung der Kreditbewertung (CVA-Risiko) sowie
Konzentrationsrisiken. Die Oberbank hat keine Geschäfte aus dem Bereich Verbriefungen im Portfolio.
Kreditrisikostrategie
Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip, der Sitz der Kreditkunden befindet sich in den durch
das Filialnetz abgedeckten Regionen.
Der Fokus liegt vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes. Die operativen
Risikoziele werden zumindest jährlich im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen
Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung mit der Leitung Kredit-Management festgelegt.
Das Volumen der Fremdwährungskredite ist mit 5% der gesamten Forderungen an Kunden bzw. 7% der Privatkredite
beschränkt. Die Neuvergabe von Fremdwährungskrediten an Konsumenten erfolgt gemäß den strengen Bestimmungen der
FMA Mindeststandards vom Juni 2017. Die Ausrichtung der Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das
Kreditgeschäft.
Kreditentscheidungsprozess
Klar definierte Aufgabenzuweisungen gewährleisten eindeutige Zuständigkeiten, standardisieren die Arbeitsabläufe,
vermeiden Doppelgleisigkeiten und stellen somit einen reibungslosen Ablauf der Kreditantragsbewilligung sicher. Der
Prozess der Kreditgewährung umfasst alle Arbeitsabläufe, die bis zur Auszahlung des Kredits oder Einrichtung einer Linie
erforderlich sind. Diese Prozesse werden unter Beachtung der Risikostrategie in standardisierten Verfahren abgewickelt.
Konzernabschluss
106
Internes Rating und Bonitätsbeurteilung
Um ein effektives Kreditrisikomanagement und in diesem Sinne eine faire, risikoadäquate Konditionengestaltung in einer
Bank etablieren zu können, bedarf es eines leistungsfähigen Systems zur Bonitätsbeurteilung. Die Oberbank betrachtet den
Bonitätsbeurteilungsprozess als eine ihrer Kernkompetenzen. Im Firmenkundengeschäft kommt ein mit statistischen
Methoden entwickeltes Ratingsystem zur Anwendung. Gleiches gilt für das Bestandsrating im Privatkundengeschäft sowie
für das Antragsrating im Privatkundengeschäft in Österreich und Deutschland.
Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Bonitätsbeurteilung im Firmenbereich (Ratingverfahren) und im Privatbereich
(Scoringverfahren). Die Ratingverfahren ermitteln ein Hard-Facts Rating (basierend auf Bilanzdaten) und ein Soft-Facts
Rating (qualitative Informationen wie Produkte, Markt etc.). Zusammen mit Warnindikatoren und Kontodaten wird das
finale Ratingergebnis ermittelt. Die Scoringverfahren setzen sich für neue Privatkunden aus einem Antragsscoring
(Negativinfos, Einkommen und Strukturdaten) und für Bestandskunden aus einem automatisierten Folgescoring
(Kontoverhalten, Einkommen und Strukturdaten) zusammen. Die Rating- und Scoringverfahren ermitteln eine geschätzte
Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde. Diese Ausfallwahrscheinlichkeit wird auf eine Masterskala gemappt. Somit ist
sichergestellt, dass eine bestimmte Ratingnote, die aus verschiedenen Ratingverfahren resultiert, dieselbe
Ausfallwahrscheinlichkeit darstellt. Die Bonitätsbeurteilung von Banken und Ländern sowie die damit verbundene
Festlegung von Limiten erfolgt auf Basis externer Ratings und Bilanzanalysen von Banken, kombiniert mit qualitativen
Kriterien.
Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und
Verbesserung der Ratingverfahren verwendet. Der Ratingprozess wird bei Kreditvergabe und in weiterer Folge zumindest
einmal jährlich durchgeführt. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings wird durch die Abteilung Kredit-Management
wahrgenommen. Zwischen der Einstufung im Risikoklassifizierungsverfahren und der Konditionengestaltung besteht ein
sachlich nachvollziehbarer Zusammenhang (risikoorientierte Konditionenpolitik), der mittels automatisierter Prozesse
unterstützt wird.
Risikosteuerung und Controlling
Die operative Steuerung des Kreditportfolios erfolgt hauptsächlich auf Basis der Unterdeckungen je Ratingstufe. Die
Unterdeckungen werden ab der Ratingstufe 4a auf Einzelkundenbasis im Rahmen des jährlichen Budgetierungskreislaufes
geplant und es wird monatlich je Geschäftsstelle die Abweichung vom Sollwert ermittelt. Das laufende Controlling erfolgt
über das IT-Risikocockpit „ROSI“ (Risikoorientierte Steuerungsinstrumente), das den im Kreditprozess beteiligten Stellen
quantitative und qualitative Informationen zum Kreditgeschäft laufend zur Verfügung stellt. Der Risikovorsorgebedarf wird
monatlich ermittelt und in der Ergebnisvorschau aktualisiert. Die Nähe zu den KundInnen wird in der Oberbank generell
großgeschrieben. Die Ergebnisse aus tourlichen persönlichen Gesprächen mit den KundInnen fließen in das Rating ein. Die
Frequenz dieser Check-Gespräche wird in Krisenjahren erhöht. Die aktuelle Geschäftssituation unserer KundInnen wird
somit sehr schnell in der Bonitätsbeurteilung berücksichtigt. Im Herbst 2020 wurde wegen der COVID-19-Krise eine
großangelegte Kampagne mit diesen Check-Gesprächen durchgeführt. Die Stichprobe umfasste alle Kunden, die aufgrund
ihrer Branche als exponiert eingestuft wurden, alle Kunden, die ein Moratorium in Anspruch genommen hatten, und Kunden
in mittleren und schlechten Ratingklassen ab einer definierten Risikomaterialitätsgrenze. Bei Kunden, bei denen man ein
erhöhtes potenzielles Risiko feststellte, wurde die Entwicklung im Jahr 2021 durch 2 weitere Kampagnen überprüft.
Darstellung des Portfolios
Das Kreditrisikovolumen setzt sich aus den in der Bilanzposition Barreserve enthaltenen Forderungen an Nationalbanken
und den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der
Finanzanlagen, den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einschließlich nicht ausgenützter
Kreditrahmen sowie den Operating Leasing Forderungen des gesamten Oberbank Konzerns zusammen und wird brutto, d.h.
vor Abzug der Risikovorsorgen dargestellt. Um ein möglichst aktuelles Bild der Risikosituation der Bank wiederzugeben,
werden auch die Positionen aus dem Leasing-Teilkonzern per 31.12.2021 dargestellt.
Konzernabschluss
107
in € 1.000
Kreditrisikovolumen per
31.12.2021
Kreditrisikovolumen per
31.12.2020
Kredite und Forderungen 23.574.646 20.251.777
Festverzinsliche Wertpapiere 1.654.997 2.003.002
Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten 6.074.169 5.966.361
Kreditrisikovolumen 31.303.812 28.221.140
Die starke Erhöhung des Kreditrisikovolumens gegenüber dem Vorjahr ist zu 2,3 Mrd. EUR auf den Anstieg der
Veranlagungen bei den Nationalbanken zurückzuführen. Dies ist eine Folge der stärkeren Inanspruchnahme des TLTRO
Programms der EZB sowie des starken Wachstums der Kundeneinlagen. Der Rest entfällt auf das ebenfalls starke
Kreditwachstum in Verbindung mit einem Anstieg der nicht ausgenützten Rahmen.
Verteilung nach Bonitätsstufen
In der Bonitätsstufe „Sehr gut“ befinden sich die Ratingklassen AA, A1, A2, 1a und 1b, in der Stufe „Gut“ die Ratingklassen
2a, 2b, 3a und 3b und in der Stufe „Mangelhaft“ die Ratingklassen 4a und 4b. In der Stufe „non-performing“ befinden sich
jene Kreditrisikovolumina, für die ein Ausfallkriterium im Sinne von Basel III zutrifft: Die Ratingklasse 5a beinhaltet jene
Kreditrisikovolumina, die noch nicht in Abwicklung sind. Die Kreditrisikovolumina in den Ratingklassen 5b und 5c werden
bereits betrieben. Das gesamte non-performing Kreditrisikovolumen beinhaltet wegen der Überdeckung durch werthaltige
Sicherheiten einen Betrag von 40,9 Mio. Euro (Vorjahr 52,9 Mio. Euro) an nicht wertgemindertem Kreditrisikovolumen.
Bonitätsstufen
in € 1.000 per 31.12.2021
Kredite und
Forderungen
Festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbindlichkeiten
Gesamt
Sehr gut 11.692.500 1.584.251 3.197.267 16.474.018
Gut 10.900.852 70.446 2.750.412 13.721.709
Mangelhaft 597.510 300 94.031 691.841
Non-performing 383.784 32.460 416.244
Kreditrisikovolumen 23.574.646 1.654.997 6.074.169 31.303.812
Bonitätsstufen
in € 1.000 per 31.12.2020
Kredite und
Forderungen
Festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbindlichkeiten
Gesamt
Sehr gut 9.073.764 1.943.709 2.980.027 13.997.501
Gut 10.236.125 59.293 2.819.868 13.115.286
Mangelhaft 551.834 130.213 682.047
Non-performing 390.053 36.253 426.306
Kreditrisikovolumen 20.251.777 2.003.002 5.966.361 28.221.140
Verteilung nach Regionen
Die geografische Darstellung des Kreditrisikovolumens erfolgt nach dem Sitzland der SchuldnerInnen. Die folgenden Tabellen
zeigen das Kreditrisikovolumen per 31.12.2021 und 31.12.2020 nach Oberbank-Märkten und anderen Regionen.
Geografische Verteilung
in € 1.000 per 31.12.2021
Kredite und
Forderungen
Festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus Derivaten
und Eventualverbindlichkeiten
Gesamt
Österreich 13.171.484 462.960 4.406.878 18.041.321
Deutschland 6.076.226 92.258 1.124.048 7.292.531
Osteuropa (CZ, SK, HU) 3.966.726 375.727 446.461 4.788.915
Westeuropa (ohne DE) 175.216 134.198 41.635 351.050
PIGS-Länder 27.550 49.266 4.857 81.673
Andere Länder 157.444 540.588 50.290 748.323
Kreditrisikovolumen 23.574.646 1.654.997 6.074.169 31.303.812
Konzernabschluss
108
Geografische Verteilung
in € 1.000 per 31.12.2020
Kredite und
Forderungen
Festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbindlichkeiten
Gesamt
Österreich 11.835.485 650.915 4.266.307 16.752.706
Deutschland 4.317.657 95.619 1.216.728 5.630.004
Osteuropa (CZ, SK, HU) 3.676.814 445.535 391.787 4.514.136
Westeuropa (ohne DE) 242.519 294.036 28.626 565.182
PIGS-Länder 26.246 40.526 1.610 68.382
Andere Länder 153.056 476.371 61.302 690.729
Kreditrisikovolumen 20.251.777 2.003.002 5.966.361 28.221.140
Die PIGS-Länder sind in den folgenden Tabellen noch einmal detailliert aufgelistet.
Geografische Verteilung
in € 1.000 per 31.12.2021
Kredite und
Forderungen an
Kreditinstitute
und Kunden
Kredite und
Forderungen
an Staaten
Festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbind-
lichkeiten
Gesamt
Portugal 9 - 0 12 21
Italien 16.644 - 24.244 2.055 42.942
Griechenland 637 - 0 13 650
Spanien 10.261 - 25.022 2.777 38.059
Kreditrisikovolumen 27.550 - 49.266 4.857 81.673
Geografische Verteilung
in € 1.000 per 31.12.2020
Kredite und
Forderungen an
Kreditinstitute
und Kunden
Kredite und
Forderungen
an Staaten
Festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbind-
lichkeiten
Gesamt
Portugal 0 - 0 8 8
Italien 16.396 - 15.312 1.350 33.058
Griechenland 110 - 0 13 123
Spanien 9.740 - 25.214 239 35.193
Kreditrisikovolumen 26.246 - 40.526 1.610 68.382
Verteilung nach Branchen
In den folgenden Tabellen ist das Kreditrisikovolumen per 31.12.2021 und 31.12.2020 nach Branchen dargestellt.
Branchen
in € 1.000 per 31.12.2021
Kredite und
Forderungen
festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und Eventual-
verbindlichkeiten
Gesamt
Kredit- und
Versicherungswesen 471.645 479.660 177.258 1.128.563
Öffentliche Hand 5.285.659 1.099.431 111.418 6.496.507
Rohstoffbe- und -verarbeitung 688.758 400.180 1.088.938
Metallbe- und -verarbeitung 1.000.724 634.361 1.635.085
Herstellung von Waren 958.637 696.938 1.655.575
Handel 1.307.947 975.763 2.283.710
Dienstleistungen 2.698.777 30.300 656.531 3.385.608
Bauwesen 866.735 469.122 1.335.856
Realitätenwesen 2.839.395 9.479 462.492 3.311.366
Verkehr 822.244 9.993 97.296 929.532
Versorger 141.439 1.650 21.091 164.180
Land- und Forstwirtschaft inkl.
Bergbau 147.730 23.398 171.128
Holding- und
Beteiligungsgesellschaften 1.953.426 11.757 589.228 2.554.411
Private und Selbständige 4.173.642 710.378 4.884.019
Sonstige 217.891 12.728 48.716 279.334
Kreditrisikovolumen 23.574.646 1.654.997 6.074.169 31.303.812
Konzernabschluss
109
Branchen
in € 1.000 per 31.12.2020
Kredite und
Forderungen
festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbindlichkeiten
Gesamt
Kredit- und
Versicherungswesen
469.903 748.210 347.298 1.565.411
Öffentliche Hand 3.225.618 1.153.787 84.778 4.464.183
Rohstoffbe- und -verarbeitung 625.961 398.963 1.024.924
Metallbe- und -verarbeitung 967.772 10.083 588.389 1.566.243
Herstellung von Waren 902.070 3.543 523.512 1.429.125
Handel 1.252.315 1.016.449 2.268.764
Dienstleistungen 2.522.764 10.299 692.949 3.226.013
Bauwesen 801.948 4.004 506.484 1.312.435
Realitätenwesen 2.240.537 9.671 445.890 2.696.097
Verkehr 794.550 20.286 113.705 928.541
Versorger 124.798 3.600 30.141 158.539
Land- und Forstwirtschaft inkl.
Bergbau
133.349 19.783 153.132
Holding- und
Beteiligungsgesellschaften
1.872.388 39.519 448.474 2.360.382
Private und Selbständige 3.892.494 692.523 4.585.017
Sonstige 425.310 57.022 482.332
Kreditrisikovolumen 20.251.777 2.003.002 5.966.361 28.221.140
Sicherheiten
Strategien und Prozesse bzgl. Bewertung und Management von Sicherheiten
Die Hereinnahme von Kreditsicherheiten sowie deren Management werden als bedeutender Bestandteil des
Kreditrisikomanagements in der Oberbank angesehen. Die Gestion des Kreditgeschäftes über die Unterdeckung stellt hohe
Anforderungen an die aktuelle und richtige Bewertung von Sicherheiten. Daher ist die Sicherheitenverwaltung im
gesamten Oberbank Konzern grundsätzlich organisatorisch vom Vertrieb getrennt und erfolgt ausschließlich in der
Marktfolge in der Gruppe „Sicherheitenservice und Aktivierung“ der Tochtergesellschaft Oberbank Service GmbH.
In der zentralen Fachabteilung für rechtliche Fragen Kredit-Management / Finanzierungsrecht liegt die Verantwortung für
die Erstellung von standardisierten Sicherheitenverträgen und –dokumenten, die generell Anwendung finden. Die
Verwaltung der Kreditsicherheiten umfasst sowohl einen materiellen als auch einen formellen Aspekt, wobei die
erforderlichen Tätigkeiten entsprechend den einzelnen Sicherheitenkategorien genau definiert sind. Die geltenden
Verwaltungsgrundsätze sollen eine rechtlich einwandfreie Begründung der Kreditsicherheiten sowie alle erforderlichen
Voraussetzungen zur raschen Durchsetzung der Ansprüche bei Bedarf gewährleisten.
Bei den hypothekarisch besicherten Krediten wird dem Regionalitätsprinzip entsprechend auf Sicherheiten in den fünf
Ländern unserer Filialen abgestellt. Bei Sachsicherheiten gilt generell, dass die Finanzierungsdauer mit der wirtschaftlichen
Nutzungsdauer im Einklang stehen muss. Die materielle Werthaltigkeit der Sicherheit und die Möglichkeit der raschen
Verwertbarkeit stellen wichtige Prüfpunkte dar. Bei persönlichen Sicherheiten dürfen keine wesentlichen
Risikokorrelationen zwischen SicherheitengeberInnen und KreditnehmerInnen bestehen. Bei Leasingfinanzierungen muss ein
allfällig vereinbarter Restwert niedriger oder maximal gleich hoch sein wie der bei Ablauf der Finanzierung erwartete
Marktwert.
Für jede Sicherheitenart gibt es eine in Bezug auf Objektivität und Aktualität verbindlich vorgeschriebene Ermittlung des
nominellen Wertes, der als Berechnungsbasis für die zur internen Risikosteuerung festgelegten Deckungswertansätze und
für die Kreditrisikominderungsansätze im Rahmen von Basel III dient. Die internen Deckungswertansätze sind Maximal-
Werte, die zur Ermittlung der Unterdeckung führen. In begründeten Einzelfällen kann die Bewertung einer Sicherheit von
den jeweiligen KompetenzträgerInnen nach unten korrigiert werden. Eine höhere Bewertung ist ebenfalls nur in
begründeten Ausnahmefällen durch die Marktfolge möglich.
Konzernabschluss
110
Die aktuellen Bewertungsgrundsätze resultieren aus den Schätzungen der Forderungsbetreibung auf Basis der bisherigen
Verwertungserfahrungen. Die Bewertungsansätze werden jährlich im Rahmen der LGD Validierung geprüft und
gegebenenfalls angepasst. Der im Bewertungsansatz inkludierte Abschlag berücksichtigt das Bewertungs- und
Verwertungsrisiko, die Kosten der Verwertung sowie den durch die Verwertungsdauer der jeweiligen Sicherheit
entstehenden Zinseffekt.
Die Aktualität der Sicherheitenwerte wird bei finanziellen Sicherheiten über die laufende Einspielung der Marktwerte
sichergestellt, bei hypothekarischen Sicherheiten erfolgt die Expertenschätzung gemäß den Mindesterfordernissen, die im
umfassenden Sicherheitenbewertungsansatz in der CRR definiert sind.
Generell werden bei intern verwendeten Sicherheiten die gleichen strikten Qualitätsanforderungen in Bezug auf Aktualität
und Durchsetzbarkeit angewandt wie bei Sicherheiten, die unter der CRR II bei der Ermittlung des Eigenmittelerfordernisses
für das Kreditgeschäft zur Anrechnung kommen.
Die Übernahme von Pfandliegenschaften nimmt generell eine untergeordnete Rolle ein. In den ausgewiesenen finanziellen
Vermögenswerten per 31.12.2021 ist (wie auch im Vorjahr) gar kein Betrag enthalten, der aus der Übernahme von
Pfandliegenschaften resultiert. Diese werden von der Oberbank nur dann erworben, wenn Verkaufshemmnisse die sofortige
Verwertung einer Liegenschaft mit einem angemessenen Verwertungserlös unmöglich machen (z. B. im Rahmen einer
Versteigerung bzw. im Freihandverkauf). Es ist immer das erklärte Ziel, die ursprünglich bestehenden Verkaufshemmnisse zu
beseitigen, um anschließend das Objekt schnellstmöglich und ordnungsgemäß weiterzuveräußern. Eine Verwendung für den
Geschäftsbetrieb erfolgt nicht. In der Berichtsperiode wurden keine Sicherheiten verwertet, die die Ansatzkriterien nach
IFRS erfüllen.
Arten von Sicherheiten
Die wesentlichen Sicherheiten sind Hypotheken auf Wohnimmobilien und kommerziell genutzte Immobilien, finanzielle
Sicherheiten (Bareinlagen, Schuldverschreibungen und Aktien) sowie persönliche Sicherheiten (Haftungen, Bürgschaften,
Garantien). Die Sicherheiten (exklusive persönliche Sicherheiten) können zu einem überwiegenden Anteil von 92,56 %
(Vorjahr: 91,06 %) der Forderungsart „Kredite und Forderungen“ zugerechnet werden, der Rest entfällt zu 7,44 % (Vorjahr:
8,94 %) auf die „Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten“.
Die in den Tabellen ausgewiesenen Werte stellen die im Rahmen der Quantifizierung der Kreditrisiken im ICAAP
verwendeten besicherten Forderungswerte dar.
in € 1.000 Besicherter Forderungswert
Sicherheitenkategorie 31.12.2021 31.12.2020
Finanzielle Sicherheiten 1.218.253 1.273.312
Bareinlagen 1.100.042 1.141.469
Schuldverschreibungen 29.711 42.234
Aktien und andere nicht festverzinsl. WP 88.500 89.610
Immobiliensicherheiten 6.846.874 6.432.419
Wohnimmobilien 3.508.448 3.200.548
Gewerbeimmobilien 3.338.426 3.231.871
Sachsicherheiten 863.869 771.130
Die persönlichen Sicherheiten beschränken sich auf Haftungen, Bürgschaften und Garantien. Die wichtigsten sechs
Garantiegeber, die 83,51% (Vorjahr: 87,60%) am gesamten Volumen der persönlichen Sicherheiten darstellen, sind
nachstehend aufgelistet.
Konzernabschluss
111
in € 1.000 per
31.12.2021
Externes Rating
Besicherter
Forderungswert
in %
Persönliche Sicherheiten 1.163.434 100,00%
hiev. Staat Österreich AA+ 601.919 51,7%
hiev. Kreditanstalt für Wiederaufbau AAA 161.708 13,9%
hiev. COVID-19 Finanzierungsagentur 82.950 7,1%
hiev. Staat Tschechien AA- 43.683 3,8%
hiev. LfA Förderbank Bayern AAA 41.323 3,6%
hiev. Land Oberösterreich AA+ 40.056 3,4%
in € 1.000 per
31.12.2020
Externes Rating
Besicherter
Forderungswert
in %
Persönliche Sicherheiten 1.095.610 100%
hiev. Staat Österreich AA+
693.915
63,3%
hiev. Kreditanstalt für Wiederaufbau AAA
86.529
7,9%
hiev. COVID-19 Finanzierungsagentur
64.950
5,9%
hiev. Stadt Graz AA 50.000 4,6%
hiev. Land Oberösterreich AA+
42.305
3,9%
hiev. Staat Slowakei A+
22.022
2,0%
Risikovorsorgen und Non-performing loans
Bildung von Risikovorsorgen (Wertberichtigungen und Rückstellungen)
Die Bildung einer Risikovorsorge erfolgt konzernweit in Höhe der erwarteten Verluste, wenn zu befürchten ist, dass die
KundInnen ihren Kreditverpflichtungen nicht im vollen Umfang nachkommen.Für notleidende Kredite erfolgt die
Risikovorsorgen-Bildung gemäß IFRS 9 5.5 mittels der Discounted Cash-Flow Methode in Höhe des erwarteten Verluste
bezogen auf die Restlaufzeit (Lifetime-Expected Credit Loss (ECL)). Für alle nicht bedeutsamen notleidenden Kredite wird
mittels eines Expertenverfahrens für die Unterdeckung eine Risikovorsorge errechnet. Diese beträgt für bereits gekündigte
Kredite, bei denen die Sicherheiten verwertet werden, 100% der Unterdeckung.
Für den Rest werden abhängig von Ausfallsgrund und Ausfallsstatus zwischen 20% und 100% der Unterdeckung als
Risikovorsorge angesetzt. Notleidende Kredite werden in die ECL-Stufe 3 eingeordnet. Für nicht notleidende Kredite wird
eine Risikovorsorge gem. IFRS 9 5.5 anhand eines dualen Ansatzes berechnet. Dieser sieht entweder eine Risikovorsorgen-
Bildung in Höhe des erwarteten 12-Monats-ECL oder in Höhe des Lifetime-ECL vor. Nicht notleidende Kredite werden in die
ECL-Stufe 1 oder 2 eingeordnet. Nähere Details zur Bildung von Risikovorsorgen gemäß IFRS 9 5.5 und zur Einordnung in die
ECL-Stufen können der Note 2.7) entnommen werden. Der auf On-Balance Geschäfte entfallende Anteil der Risikovorsorgen
wird von den betroffenen Bilanzpositionen auf der Aktivseite der Bilanz abgezogen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle
Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen
enthalten. Die Höhe der auf die einzelnen Bilanzpositionen entfallenden Risikovorsorgen kann der unten stehenden Tabelle
„Entwicklung der Risikovorsorgen“ entnommen werden. Wenn ein Ereignis eintritt, welches die Einbringlichmachung eines
Teiles eines Obligos oder eines Gesamtobligos unmöglich macht, und keine oder keine ausreichende Risikovorsorge
vorhanden ist, wird der uneinbringliche Saldo direkt gegen die GuV ausgebucht (Direktabschreibung). Solche Ereignisse
können u.a. sein:
- Ausbuchung des Restsaldos nach Abweisung oder Abschluss eines Insolvenzverfahrens und / oder nach Verwertung
aller zur Verfügung stehender Sicherheiten;
- Nachlassabhandlung ohne Vermögen und Sicherheiten;
- Umschuldung mit Gewährung eines Nachlasses (Vergleichsvereinbarung).
Konzernabschluss
112
Entwicklung der Risikovorsorgen
Das Risikoergebnis aus dem Kreditgeschäft ist gegenüber dem Jahr 2020 um 6,1 Mio. Euro auf 35,7 Mio Euro
zurückgegangen.
Entwicklung des Ergebnisses aus den Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (GuV-Darstellung)
in € 1.000 31.12.2021 31.12.2020
Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 101.325 99.098
Auflösung von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -66.241 -57.756
Direktabschreibungen von Forderungen 1.437 1.628
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -2.422 -2.680
Ergebnis aus nicht signifikanter Modifikation -70 -7
Impairment Gain aus POCI 1.684 1.547
Gesamt 35.713 41.830
Entwicklung der Risikovorsorgen (Bilanzdarstellung)
in € 1.000
Stand
1.1.2021 Zuführungen Auflösungen
Ver-
brauch
Sonstige
Effekte
2)
Stand
31.12.2021
zu Barreserve Stage 1 + 2
324 316 0 0 0 640
zu Forderungen an
Kreditinstitute Stufe 1 + 2
123 20 -34 0 0 109
zu Forderungen an
Kreditinstitute Stufe 3
0 0 0 0 0 0
zu Forderungen an Kunden
Stufe 1 + 2
48.526 9.109 0 0 3 57.638
zu Forderungen an Kunden
Stufe 3
165.741 59.844 -41.895 -24.191 -3.285 156.214
zu Finanzanlagen Stufe 1 + 2
753 266 0 0 -117 902
zu Sachanlagen Stage 1 +2
0 207 0 0 0 207
Risikovorsorgen
im Kreditgeschäft
1)
215.467 69.762 -41.929 -24.191 -3.399 215.710
zu außerbilanziellen
Geschäften Stufe 1 + 2
20.434 965 -113 0 0 21.286
zu außerbilanziellen
Geschäften Stufe 3
96.725 30.598 -24.199 0 10.840 113.964
Gesamtsumme
Risikovorsorgen
332.626 101.325 -66.241 -24.191 7.441 350.960
1)
Die Risikovorsorgen zu außerbilanziellen Geschäften werden in der Position Rückstellungen (Bilanz Passiva 4) ausgewiesen
2)
Hiev. aus Konsolidierung € 10.782/m, aus Risikovorsorgen für zum Fair Value über OCI bewertete WP - 114/m, aus
Umbuchungen POCI € -4.697/m, aus Wechselkursänderungen resultieren + € 1.470/m
Veränderung der Risikovorsorge nach IFRS 9 im Berichtsjahr
Folgende Tabellen zeigen die Wertänderungen der Bruttobuchwerte sowie der Risikovorsorgen im Geschäftsjahr 2021 für
bilanzielle Vermögenswerte, die unter die Bestimmungen der Wertminderungsvorschriften nach IFRS 9 fallen.
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Bruttobuchwerte zu AC bewerteten finanziellen
Vermögenswerten
in € 1.000
12-M ECL LT-ECL POCI Gesamt
Stand per 31.12.2020
16.107.984 5.156.207 377.949 1.251 21.643.391
Transfer in Stufe 1
345.296 -335.464 -9.832
Transfer in Stufe 2
-309.801 322.094 -12.294
Transfer in Stufe 3
-48.818 -55.014 103.833
Änderungen aufgrund von
neu ausgereichten oder
3.804.526 1.394.158 39.871 42.896
Konzernabschluss
113
erworbenen Vermögenswerten
inkl. POCI Reklassifizierung
Änderungen aufgrund von
Modelländerungen
-273.013 273.013
Änderungen aufgrund eines veränderten
Ausfallrisikos
1.882.000 -358.105 -198.693 -792 6.520.069
Änderungen aufgrund von
Modifikationen ohne Ausbuchung
-677 -1.734 -2.412
Änderungen aufgrund von
Ausbuchungen
-2.789.628 -736.198 -3.525.826
Änderungen aufgrund
von Abschreibungen
Änderungen aufgrund von
Wechselkursänderungen und
sonstigen Anpassungen
686 83 770
Stand per 31.12.2021
18.705.230 5.590.657 342.671 40.330 24.678.888
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Wertberichtigungen zu AC bewerteten finanziellen
Vermögenswerten
in € 1.000
12-M ECL LT-ECL Gesamt
Stand per 31.12.2020
15.251 34.313 165.742 215.305
Transfer in Stufe 1
652 -2.430 -2.128 -3.907
Transfer in Stufe 2
-3.003 5.056 -4.909 -2.856
Transfer in Stufe 3
-364 -1.559 40.648 38.725
Änderungen aufgrund von neu ausgereich-
ten oder erworbenen Vermögenswerten
inkl. POCI Reklassifizierung
6.202 10.731 16.933
Änderungen aufgrund von Modelländerungen
-586 4.002 3.416
Änderungen aufgrund eines veränderten
Ausfallrisikos
2.467 -5.666 -15.663 -18.862
Änderungen aufgrund von Modifikationen
ohne Ausbuchung
-6 -12 -17
Änderungen aufgrund von Ausbuchungen
-2.414 -3.192 -5.606
Änderungen aufgrund von Abschreibungen
-24.191 -24.191
Änderungen aufgrund von
Wechselkursänderungen und sonstigen
Anpassungen
4 1 -3.285 -3.280
Stand per 31.12.2021
18.203 41.246 156.213 215.662
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value bewertet
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Bruttobuchwerte zu FVOCI bewerteten finanziellen
Vermögenswerten
in Tsd. EUR
12-M ECL LT-ECL POCI Gesamt
Stand per 31.12.2020
173.063 23.508 196.571
Transfer in Stufe 1
Transfer in Stufe 2
Transfer in Stufe 3
Änderungen aufgrund von neu ausgereichten
oder erworbenen Vermögenswerten
inkl. POCI Reklassifizierung
13.656 13.656
Änderungen aufgrund von Modelländerungen
Änderungen aufgrund eines veränderten
Ausfallrisikos
8.745 8.745
Änderungen aufgrund von Modifikationen
ohne Ausbuchung
Änderungen aufgrund von Ausbuchungen
-118.553 -23.508 -142.061
Änderungen aufgrund von Abschreibungen
Konzernabschluss
114
Änderungen aufgrund von Wechselkursänderungen
und sonstigen Anpassungen
Stand per 31.12.2021
76.911 76.911
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Wertberichtigungen zu FVOCI bewerteten
finanziellen Vermögenswerten
in Tsd. EUR
12-M ECL LT-ECL Gesamt
Stand per 31.12.2020
82 80 162
Transfer in Stufe 1
Transfer in Stufe 2
Transfer in Stufe 3
Änderungen aufgrund von neu ausgereich-
ten oder erworbenen Vermögenswerten
inkl. POCI Reklassifizierung
23 23
Änderungen aufgrund von
Modelländerungen
Änderungen aufgrund eines veränderten Ausfallrisikos
-15 -15
Änderungen aufgrund von
Modifikationen ohne Ausbuchung
Änderungen aufgrund von Ausbuchungen
-43 -80 -123
Änderungen aufgrund von Abschreibungen
Änderungen aufgrund von Wechselkurs-
änderungen und sonstigen Anpassungen
Stand per 31.12.2021
48 0 48
Das maximale Ausfallrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus den in der Bilanzposition Barreserve enthaltenen
Forderungen an Nationalbanken und den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den
festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen, den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten
einschließlich nicht ausgenützter Kreditrahmen sowie den Operating Leasing Forderungen und beläuft sich auf 31.304 Mio.
Euro (Vorjahr 28.221 Mio. Euro). Diesem Wert stehen insgesamt Kreditsicherheiten in der Höhe von 12.135,9 Mio. Euro
(Vorjahr 11.294,9 Mio. Euro) gegenüber, davon für wertberichtigte und non-performing Forderungen 218,0 Mio. Euro
(Vorjahr 176,3 Mio. Euro). In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von 11,9 Mio. Euro (Vorjahr 11,5 Mio.
Euro) aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten.
Das maximale Ausfallrisiko aus den nach Fair Value bewerteten Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Die Impairment-Kriterien für in den Finanzanlagen enthaltene Schuldtitel sind unter Note 2.5, „Wertminderung bei
Schuldtiteln“, dargestellt.
Non-performing loans
Als notleidend (non-performing) werden Forderungen klassifiziert, auf die ein Ausfallkriterium im Sinne der CRR II zutrifft:
Eine wesentliche Forderung ist mehr als 90 Tage überfällig oder die volle Rückzahlung der Forderung ist unwahrscheinlich.
Nachstehende Elemente sind als Hinweis zu sehen, dass eine Forderung wahrscheinlich nicht in voller Höhe beglichen wird:
1. Verzicht auf die laufende Belastung von Zinsen
2. Neubildung einer Kreditrisikoanpassung in Stufe 3 aufgrund einer deutlichen Verschlechterung der Bonität;
3. Restrukturierung des Kreditengagements;
4. Einleitung von Betreibungsmaßnahmen wegen Zahlungsunfähigkeit /-unwilligkeit, Betrug oder sonstiger Gründe;
5. Forderungsverkauf mit bedeutendem, bonitätsbedingtem Verlust;
6. Insolvenz.
Diese Forderungen werden in der Kategorie notleidend („non-performing“) dargestellt und sind Teil der folgenden
Bilanzposten. Weiters lässt sich die Entwicklung der Kennzahl „Non-performing loans Ratio“ aus der unten stehenden
Tabelle ablesen.
Konzernabschluss
115
In € 1.000
1)
NPL vor Abzug von Risikovorsorgen
NPL nach Abzug von
Risikovorsorgen
Bilanzposition 31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2020
Forderungen an Kreditinstitute 0 0 0 0
Forderungen an Kunden 381.882 378.891 227.368 213.531
vor Abzug von Risikovorsorgen nach Abzug von Risikovorsorgen
31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2020
Non performing loans Ratio brutto 1,96% 2,05% - -
Non performing loans Ratio netto - - 1,18% 1,17%
1)
Bei den Werten handelt es sich um Bilanzwerte.
Das non-performing Kreditrisikovolumen (On- und Off-Balance) wird in der nachfolgenden Tabelle den Risikovorsorgen und
den Sicherheiten nach Branche gegenübergestellt.
Im Bilanzerhellungszeitraum wurden noch weitere 1,7 Mio. EUR Risikovorsorgen Stufe 3 On-Balance und 5,1 Mio. EUR
Risikovorsorgen Stufe 3 Off-Balance gebildet. Die Kunden wurden im Jänner zeitnah auf Non-performing umgestellt.
Branchen
in € 1.000 per 31.12.2021
Non-
performing
Kreditrisiko-
volumen
Risikovorsorgen Stufe 3
Sicherheiten
On-Balance Off-Balance
Kredit- und Versicherungswesen 1.351 707 1 639
Öffentliche Hand 17 17 0 0
Rohstoffbe- und -verarbeitung 14.694 6.601 1.672 7.038
Metallbe- und -verarbeitung 54.344 13.002 1.662 39.331
Herstellung von Waren 31.881 17.260 511 11.939
Handel 40.230 18.437 5.454 17.187
Dienstleistungen 52.295 20.655 10.252 25.101
Bauwesen 37.802 10.116 2.403 21.277
Realitätenwesen 42.474 12.388 2.377 26.736
Verkehr 26.460 6.765 274 13.986
Versorger 2.505 483 98 1.183
Land- und Forstwirtschaft inkl.
Bergbau
2.012
575
136 1.267
Holding- und
Beteiligungsgesellschaften
35.944
7.752
3.355 20.428
Private und Selbstständige 71.751 39.063 77 30.472
Sonstige 2.486 694 475 1.416
Branchenmäßig nicht zuordenbare
Risikovorsorgen
80.119
Gesamt 416.244 154.514 113.964 218.000
Branchen
in € 1.000 per 31.12.2020
Non-
performing
Kreditrisiko-
volumen
Risikovorsorgen Stufe 3
Sicherheiten
On-Balance Off-Balance
Kredit- und Versicherungswesen 688 648 3 59
Öffentliche Hand 17 17 0 0
Rohstoffbe- und -verarbeitung 18.939 11.006 1.066 5.715
Metallbe- und -verarbeitung 68.377 13.020 3.265 22.557
Herstellung von Waren 10.269 1.620 1.655 6.348
Handel 50.634 26.409 1.716 17.529
Dienstleistungen 70.084 19.385 7.121 32.617
Bauwesen 28.159 9.141 3.409 14.321
Realitätenwesen 14.796 6.938 330 7.737
Verkehr 32.721 10.419 411 17.490
Versorger 2.954 1.347 259 1.222
Land- und Forstwirtschaft inkl.
Bergbau
2.272 470 60 1.664
Konzernabschluss
116
Holding- und
Beteiligungsgesellschaften
48.778 20.638 171 17.028
Private und Selbstständige 69.724 38.235 90 27.989
Sonstige 11.439 6.449 1.394 3.990
Branchenmäßig nicht zuordenbare
Risikovorsorgen
75.776
Gesamt 429.852 165.741 96.725 176.264
Weiters erfolgt noch eine Darstellung des non-performing Kreditrisikovolumens, der Risikovorsorgen und der Sicherheiten
nach Regionen.
Non-performing
Kreditrisiko-
volumen
Risikovorsorgen Stufe 3
Geografische Verteilung
per 31.12.2021 in Tsd. €
On-Balance Off-Balance Sicherheiten
Österreich 165.970 74.121 6.803 77.098
Deutschland 112.775 28.844 19.132 66.070
Osteuropa (CZ, HU, SK) 136.361 51.004 2.811 74.268
Westeuropa (ohne DE) 76 71 0 0
PIGS-Länder 11 8 0 0
Andere Länder 1.052 467 0 564
Geografisch nicht zuordenbare
Risikovorsorgen 80.119
Gesamt 416.244 154.514 113.964 218.000
Non-performing
Kreditrisiko-
volumen
Risikovorsorgen Stufe 3
Geografische Verteilung
per 31.12.2020 in Tsd. €
On-Balance Off-Balance Sicherheiten
Österreich 193.497 71.963 8.229 82.654
Deutschland 147.982 51.866 11.615 56.605
Osteuropa (CZ, HU, SK) 86.387 41.322 1.092 35.678
Westeuropa (ohne DE) 434 49 0 330
PIGS-Länder 6 5 0 0
Andere Länder 1.547 535 13 997
Geografisch nicht zuordenbare
Risikovorsorgen 75.776
Gesamt
429.852 165.741 96.725 176.264
Darüber hinaus gibt es noch Risikovorsorgen für ECLs der Stufen 1 und 2 für die „performing“-Kategorien mit einem
Volumen von 80.782 Tsd. EUR (Vorjahr: 70.160 Tsd. EUR).
Risikovorsorgen gemäß IFRS 9 nach Bonitätsstruktur
Die Risikovorsorgen werden gemäß IFRS 9 für Kreditverluste sämtlicher Positionen des Kreditrisikovolumens berechnet, die
zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden. Dies umfasst Kredite und
Darlehen, Schuldverschreibungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen. Rückstellungen für Finanzgarantien und nicht ausgenützte Kreditrahmen werden berechnet, sofern sie den IFRS
9 Bestimmungen für Impairment unterliegen.
Konzernabschluss
117
Ausfallsrisiko pro Bonitätsstufe der
finanziellen Vermögenswerte
per 31.12.2021 in Tsd. €
Stage 1 Stage 2 Stage 3
12-M-ECL LT-ECL POCI Gesamt
Sehr gut 11.835.616 1.061.195 12.896.811
Gut 6.871.148 4.014.364 4 10.885.516
Mangelhaft 75.377 515.098 590.475
Non performing 342.671 40.325 382.996
Bruttobuchwert 18.782.141 5.590.657 342.671 40.330 24.755.798
Risikovorsorge -18.251 -41.246 -156.213 -215.710
Nettobuchwert 18.763.890 5.549.411 186.458 40.330 24.540.089
Ausfallsrisiko pro Bonitätsstufe der
finanziellen Vermögenswerte
per 31.12.2020 in Tsd. €
Stage 1 Stage 2 Stage 3
12-M-ECL LT-ECL POCI Gesamt
Sehr gut 9.866.532 766.407 10.632.939
Gut 6.174.196 4.090.939 10.265.135
Mangelhaft 123.720 428.114 551.834
Non performing 388.802 1.251 390.053
Bruttobuchwert 16.164.448 5.285.460 388.802 1.251 21.839.961
Risikovorsorge -15.333 -34.393 -165.742 -215.467
Nettobuchwert 16.149.115 5.251.068 223.061 1.251 21.624.494
Ausfallsrisiko pro Bonitätsstufe bei
Kreditzusagen
per 31.12.2021 in Tsd. €
Stage 1 Stage 2 Stage 3
12-M-ECL LT-ECL POCI Gesamt
Sehr gut 2.228.527 38.875 2.267.402
Gut 1.858.508 293.533 37 2.152.078
Mangelhaft 17.906 44.425 62.331
Non performing 12.342 5.048 17.390
Eventualobligo Brutto 4.104.941 376.834 12.342 5.084 4.499.201
Risikovorsorge -9.878 -6.125 -7.080 -413 -23.496
Eventualobligo Netto 4.095.063 370.708 5.262 4.671 4.475.705
Ausfallsrisiko pro Bonitätsstufe bei
Kreditzusagen
per 31.12.2020 in Tsd. €
Stage 1 Stage 2 Stage 3
12-M-ECL LT-ECL POCI Gesamt
Sehr gut 1.985.195 18.804 2.004.000
Gut 1.926.570 346.900 2.273.470
Mangelhaft 46.228 28.764 74.992
Non performing 10.488 10.488
Eventualobligo Brutto 3.957.993 394.468 10.488 4.362.949
Risikovorsorge -9.262 -6.956 -4.365 -20.583
Eventualobligo Netto 3.948.731 387.512 6.123 4.342.367
Ausfallsrisiko pro Bonitätsstufe für
Finanzgarantien
per 31.12.2021 in Tsd. €
Stage 1 Stage 2 Stage 3
12-M-ECL LT-ECL POCI Gesamt
Sehr gut 774.620 18.479 793.099
Gut 493.753 72.366 566.119
Mangelhaft 2.883 27.495 30.378
Non performing 11.473 11.473
Eventualobligo Brutto 1.271.256 118.340 11.473 1.401.070
Risikovorsorge -2.259 -3.024 -9.652 -14.935
Eventualobligo Netto 1.268.998 115.316 1.821 1.386.135
Konzernabschluss
118
Ausfallsrisiko pro Bonitätsstufe für
Finanzgarantien
per 31.12.2020 in Tsd. €
Stage 1 Stage 2 Stage 3
12-M-ECL LT-ECL POCI Gesamt
Sehr gut 683.893 10.614 694.507
Gut 449.045 69.730 518.775
Mangelhaft 1.052 51.959 53.011
Non performing 24.517 24.517
Eventualobligo Brutto 1.133.991 132.303 24.517 1.290.810
Risikovorsorge -1.909 -2.308 -5.638 -9.855
Eventualobligo Netto 1.132.082 129.995 18.879 1.280.956
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht unter die Kategorie „non-performing“ fallen, sind nicht mehr als 90 Tage
überfällig. Befinden sich die verbleibenden finanziellen Vermögenswerte in Verzug, so werden die jeweiligen KundInnen mit
ihren gesamten finanziellen Vermögenswerten in der nachstehenden Tabelle als KundInnen in Verzug dargestellt.
per 31.12.2021 in Tsd. €
1)
In Verzug seit
Kredite und Forderungen
Kreditrisiken aus Derivaten u.
Eventualverbindlichkeiten Gesamt
Unter 30 Tagen
194.936 10.892 205.828
Zwischen 30 und 60 Tagen
17.227 386 17.613
Zwischen 60 und 90 Tagen
670 11 681
Gesamt
212.833 11.290 224.122
1) Alle finanziellen Vermögenswerte, die mehr als 90 Tage überfällig und aufgrund Überbesicherung nicht wertgemindert sind, sind bereits im non-
performing Segment der vorstehenden Tabellen dargestellt.
per 31.12.2020 in Tsd. €
1)
In Verzug seit
Kredite und Forderungen
Kreditrisiken aus Derivaten u.
Eventualverbindlichkeiten Gesamt
Unter 30 Tagen
92.915 9.408 102.324
Zwischen 30 und 60 Tagen
10.981 865 11.845
Zwischen 60 und 90 Tagen
1.172 22 1.194
Gesamt
105.068 10.295 115.362
1)
Alle finanziellen Vermögenswerte, die mehr als 90 Tage überfällig und aufgrund Überbesicherung nicht wertgemindert sind, sind bereits im non-
performing Segment der vorstehenden Tabellen dargestellt.
Stundungen/Nachsicht (Forbearance)
Stundungen und andere Zugeständnisse an KreditnehmerInnen werden in Situationen gewährt, in denen angenommen
wird, dass die KreditnehmerInnen die Kreditbedingungen aufgrund ihrer aktuellen finanziellen Situation nicht erfüllen
können. Basierend auf den Ursachen dieser Schwierigkeiten entscheidet die Oberbank, die Kreditbedingungen derart zu
ändern, dass die KreditnehmerInnen genügend Spielraum haben, die Schulden zu begleichen oder die Oberbank schuldet zu
diesem Zweck den Kredit (ganz oder teilweise) um.
Vorab wird geprüft, ob ein Ausfallstatbestand vorliegt. Ist dies der Fall, werden die KundInnen auf non-performing gestellt
und eine Risikovorsorge entsprechend der in Note 2.7) beschriebenen Methodik gebildet.
Liegt kein Ausfallstatbestand vor und ergibt die eingehende Prüfung der wirtschaftlichen Lage, dass mit einer gewährten
Maßnahme künftig die finanziellen Verpflichtungen gesichert erfüllt werden können, dürfen eine Stundung oder andere
Zugeständnisse gewährt werden.
Werden mit KundInnen in Zahlungsschwierigkeiten Vereinbarungen in einer Form getroffen, wie sie bei Neueinräumungen
üblicherweise nicht erfolgen, wird das betreffende Obligo mit Nachsicht gekennzeichnet.
Wurden Stundungen auf Basis staatlich verfügter Moratorien oder privater EBA-konformer Moratorien gewährt, wurden
diese gem. EBA Leitlinie zu gesetzlichen Moratorien und Moratorien ohne Gesetzesform für Darlehenszahlungen vor dem
Hintergrund der COVID-19-Krise grundsätzlich nicht als Nachsicht gekennzeichnet. In Einzelfällen wurde allerdings nach
interner Prüfung von dieser Möglichkeit nicht Gebrauch gemacht und die Geschäfte wurden trotzdem mit Nachsicht
gekennzeichnet. Das Monitoring von Stundungen erfolgt im Rahmen des 90-Tage-Eskalationsprozesses. Führt die
Gewährung einer Stundung nicht zum gewünschten Ergebnis (Wiederaufnahme der vertragskonformen Bedienung des
Konzernabschluss
119
Kredits nach Stundung), wird durch den 90-Tage-Eskalationsprozess das Ratingsigel auf non-performing gestellt und bei
Vorliegen einer Unterdeckung eine Risikovorsorge gebildet.
Eine Verschleierung von notleidenden Krediten durch die Gewährung von Stundungen oder anderen Formen von
Vertragszugeständnissen ist durch diese Vorgehensweise ausgeschlossen.
Die in der Berichtsperiode gewährten Maßnahmen sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt.
Stundungen/Nach-
sichtmaßnahmen
in Tsd. €
Stand
31.12.2020
Aus Kennzeich-
nung Nachsicht
gesundet
Rückgang
Volumen
1)
Neu als Stun-
dungen/Nach-
sicht betrachtet
Stand
31.12.2021
In der Berichts-
periode verein-
nahmte Zinsen
Verlängerung
Kreditlaufzeit 111.235 4.773 72.507 16.053 50.008 1.240
Stundung 156.572 10.353
32.651
128.816 242.384 6.640
Verzicht sonstige
vertragliche Rechte 5.157 10
94
2.346 7.399 298
Umschuldung 18.200 1.913
6.696
11.790 21.381 693
Sonstige 501 2
0
229 728 15
Gesamt 291.664 17.050
111.948
159.233 321.899 8.886
1)
wegen Rückzahlungen, Tilgungen
Das Volumen der von Stundungen und anderen Nachsichtsmaßnahmen betroffenen Geschäfte wird in der folgenden Tabelle
nach Bonitätsstufen aufgeteilt und den getroffenen Risikovorsorgen sowie den Sicherheiten gegenübergestellt.
per 31.12.2021 in Tsd. €
Bonitätsstufen Forderungswert Risikovorsorgen
1)
Besicherter
Forderungswert
Sehr gut
112 1 98
Gut
142.356 561 114.120
Mangelhaft
41.982 438 24.500
Non-performing
137.449 40.307 69.047
Gesamt
321.899 41.308 207.765
1)
Die bei den performing Kategorien dargestellten Risikovorsorgen resultieren aus den Risikovorsorgen für ECL nach IFRS 9.
per 31.12.2020 in Tsd. €
Bonitätsstufen Forderungswert Risikovorsorgen
1)
Besicherter
Forderungswert
Sehr gut 1.307 1 919
Gut 185.804 970 109.104
Mangelhaft 37.880 714 19.645
Non-performing 66.672 29.337 23.512
Gesamt 291.664 31.022 153.179
1)
Die bei den performing Kategorien dargestellten Risikovorsorgen resultieren aus den Risikovorsorgen für ECL nach IFRS 9.
Nachhaltigkeitsrisiko als integrierter Bestandteil des Kreditrisikos
Das Thema Nachhaltigkeit ist aus Sicht der Oberbank auch untrennbar mit dem Management der Kreditrisiken einer Bank
verbunden. Nachhaltigkeitsrisiken können erhebliche negative Auswirkungen auf die KreditnehmerInnen der Oberbank und
damit in der Folge auf unser Kreditrisiko haben. Unter klimabedingte Nachhaltigkeitsrisiken fallen zum einen physische
Risiken wie extreme Wetterereignisse, welche durch den Klimawandel begünstigt werden und schwere (auch finanzielle)
Schäden anrichten können. Auch können klimabedingte Katastrophen beispielsweise Lieferketten unterbrechen oder
Geschäftsmodelle aufgrund geänderter Umweltbedingungen zerstören. Weiters könnten künftig Unternehmen vermehrt für
Klima-schädliches Verhalten zur Verantwortung gezogen werden, was zu schwerwiegenden finanziellen Folgen für die
betroffenen Unternehmen führen kann. Ein weiterer Aspekt besteht darin, dass Unternehmen durch klimabedingte
Transitionsrisiken schwer betroffen sein können. Änderungen in Politik (z. B. CO2-Steuern) oder Technologieveränderungen
(z. B. Elektromobilität) können zur Gefahr für nicht angepasste Unternehmen werden. Das steigende Bewusstsein für
Klimaschutz und sich ändernde gesellschaftliche Erwartungen führen möglicherweise zu einer erheblichen Veränderung des
Konzernabschluss
120
Konsumverhaltens. Auch Nachhaltigkeitsrisiken in den Bereichen Soziales und Unternehmensführung können negative
Auswirkungen auf Vermögens-, Finanz und Ertragslage eines Unternehmens haben. So können zum Beispiel schlagend
werdende Reputationsrisiken den Verkauf der produzierten Produkte behindern. Es liegt daher auf der Hand, dass die
Oberbank den Nachhaltigkeitsrisiken bei der Steuerung des Kreditgeschäftes große Beachtung schenkt. Aus diesem Grund
wurden im letzten Jahr weitere wesentliche Veränderungen im Kredit- und Ratingprozess der Oberbank vorgenommen, um
die Transparenz und Steuerung der Nachhaltigkeitsrisiken zu verbessern.
Bei der Bonitätseinstufung unserer KundInnen fließen Nachhaltigkeitsrisiken bei der Beurteilung des Geschäftsmodells und
der SWOT (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) Analyse sowie in der Bewertung der Einzelsoftfacts der
Bereiche Markt und Produkt, Markt und Rechnungswesen in das Kundenrating ein. Die im 2. Halbjahr 2021 neu eingeführten
sechs ESG-Softfacts dienen zur systematischeren Beurteilung der Risiken des bestehenden Geschäftsmodells und zur
Datensammlung für die drei Bereiche E (Environment), S (Social) und G (Governance).
Die Berücksichtigung von ESG-Risiken im Kreditentscheidungsprozess wurde im 4. Quartal 2021 durch die Einführung des
ClimAid-Tools weitgehend automatisiert. Das von der KPMG entwickelte Tool ermittelt für alle Kreditkunden der Oberbank
ein Nachhaltigkeits-Scoring, welches unmittelbar in die Kreditentscheidung einfließt.
Im Rahmen der Gesamtbankrisikosteuerung werden die Nachhaltigkeitsrisiken im Kreditportefeuille der Oberbank
mindestens zweimal pro Jahr evaluiert in Form einer Nachhaltigkeitsrisiko-Heatmap dargestellt. Die Heatmap wird im Aktiv-
Passiv-Management Gremium der Bank, das vom Risikovorstand der Bank geleitet wird, präsentiert. Darüber hinaus wird sie
auch dem Aufsichtsrat im Risikoausschuss vorgelegt.
Bei der Risikoeinstufung wurden sowohl Klima-, als auch Sozial- und Governance-Risiken berücksichtigt, wobei die
Klimarisiken den größten Einfluss auf die Gesamtrisikobewertung haben. Für die Bewertung wurden qualitative und
quantitative Informationen aus externen und öffentlich verfügbaren Datenquellen (wie beispielsweise PACTA, HORA, SASB,
etc.) verwendet. So kann die sektorale und regionale Risikoexposition unserer KundInnen im Hinblick auf die physischen
Risiken (direkte Folgen des Klimawandels wie z.B. vermehrt auftretende Naturkatastrophen) und auf die Transitionsrisiken
(Risiken, die durch den Anpassungsprozess auf eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft entstehen wie z. B.
Preisanstiege durch CO2-Steuern) eingeschätzt werden. In folgender Grafik wird der Zusammenhang zwischen Höhe des
Nachhaltigkeitsrisikos und Sektor im Kreditportfolio der Oberbank dargestellt. Die Länge der Balken beschreibt das
durchschnittliche volumensgewichtete Risiko. Die Schwankungsbreite des Risikos innerhalb eines Sektors
(Minimum/Maximum), die sich durch die
regionalen Unterschiede und die Subbranchen ergibt, wird durch die schwarzen Balken dargestellt.
Konzernabschluss
121
Nachhaltigkeitsrisiko im Kreditportfolio der Oberbank
Insgesamt ist das Kreditportfolio der Oberbank nur unterdurchschnittlichen Nachhaltigkeits-risiken ausgesetzt. Bei den
physischen Risiken erklärt sich dies durch unser regionales Geschäftsmodell in Zentraleuropa; bei den Transitionsrisiken
dadurch, dass der Anteil der stärker betroffenen Branchen und Sektoren im Gesamtkreditvolumen in der Oberbank
unterrepräsentiert ist.
Verteilung des Forderungsvolumens der Oberbank nach ESG-Risikoklassen
Konzernabschluss
122
Nachhaltigkeitsrisiko-Heatmap der Oberbank
Unsere Nachhaltigkeitsrisiko-Heatmap veranschaulicht die Nachhaltigkeitsrisiken, denen die Oberbank in den einzelnen
Regionen bzw. Sektoren (lt. NACE Codes) ausgesetzt ist. Die Regionen umfassen die Niederlassungsländer der Oberbank,
sowie eine Restposition, die sich zu einem großen Teil aus den für die Liquiditätssteuerung notwendigen hochliquiden
Aktiven zusammensetzt. Die Farbe der Punkte in der Heatmap stellt die Risikoeinstufung dar; die Größe der Punkte die Höhe
des Exposures der Oberbank in diesem Bereich.
44) Beteiligungsrisiko
Als Beteiligungsrisiko wird der potenzielle Wertverlust aufgrund von Dividendenausfall, Wertminderung oder
Veräußerungsverlust sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen
wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.
Die Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV, mit denen die Oberbank AG die 3 Banken Gruppe bildet, sind die
wichtigsten Beteiligungen der Oberbank. Die Beteiligungspolitik der Oberbank ist darauf ausgerichtet, bank- und
vertriebsnahe Beteiligungen dann einzugehen, wenn diese dem Bankgeschäft dienlich sind, also deren Tätigkeit in direkter
Verlängerung zur Banktätigkeit steht oder eine Hilfstätigkeit in Bezug auf diese darstellt. In dieses Segment fallen unter
anderen die Beteiligungen der Oberbank an der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., an der 3 Banken IT
GmbH und an der Oberbank Service GmbH.
Weiters finden sich die strategischen Beteiligungen an der voestalpine AG und an der Energie AG Oberösterreich im
Beteiligungsportfolio der Oberbank. Eine darüberhinausgehende aktive Industriebeteiligungspolitik entspricht nicht der
Philosophie der Oberbank. Darüber hinaus hält die Oberbank rein wirtschaftlich orientierte Beteiligungen, für die entweder
eine konkrete Renditeerwartung oder Erwartungen an eine Umwegrentabilität vorliegen. Mit dem „Oberbank Opportunity
Fonds“ geht die Oberbank im Zuge von Private Equity-Finanzierungen Beteiligungen ein, vorrangig mit dem Ziel, KundInnen
Konzernabschluss
123
in Situationen zu unterstützen, in denen diese mit herkömmlichen Finanzierungen nicht das Auslangen finden. Beteiligungen
an Mezzanin- und Equity-Anbietern werden eingegangen, um deren Expertise zu nutzen und Zugang zu neuen Märkten zu
gewinnen. Insbesondere im Immobilienbereich ist die Oberbank an Zweckgesellschaften beteiligt, die z. B. zur Errichtung
oder zum Betrieb eigener Immobilien gegründet wurden, vereinzelt auch an Unternehmen, die als Wohnbauträger wichtige
Partner in Fragen der Wohnbaufinanzierung sind.
Vor dem Eingehen von Beteiligungen werden Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft,
strategischem Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen.
Die Buch- und beizulegenden Zeitwerte von Beteiligungspositionen zeigen folgendes Bild:
per 31.12.2021 in Tsd. € Wertansätze
Gruppen von Beteiligungsinstrumenten nach Bewertungsart Buchwert Fair Value
Fair Value through OCI
Börsengehandelte Positionen 0 0
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen 241.933 241.933
Fair Value through Profit and Loss
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen 22.374 22.374
Anteile an at Equity-Unternehmen
Börsengehandelte Positionen 1.000.764 730.120
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen
Gesamt 1.265.071 994.427
per 31.12.2020 in Tsd. € Wertansätze
Gruppen von Beteiligungsinstrumenten nach Bewertungsart Buchwert Fair Value
Fair Value through OCI
Börsengehandelte Positionen
0 0
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen
237.299 237.299
Fair Value through Profit and Loss
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen
25.645 25.645
Anteile an at Equity-Unternehmen
Börsengehandelte Positionen
897.145 661.839
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen
Gesamt
1.160.089 924.783
45) Marktrisiko
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust, der durch Veränderungen von Preisen und Zinssätzen an
Finanzmärkten entstehen kann, verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuchs als auch des
Bankbuchs erfasst. Das Marktrisiko setzt sich aus den Risikoarten Zinsrisiko, Währungsrisiko, Aktienkursrisiko und Credit-
Spread-Risiko zusammen.
Risikomanagement
Die Marktrisiken werden in der Oberbank AG auch für die ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten
Konzerngesellschaften zentral gesteuert. Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger
aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.
Steuerung der Marktrisiken in der Verantwortung der Abteilung Treasury & Handel
Die Abteilung Treasury & Handel ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des
Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank Konzerns. Das
Geldhandelsbuch umfasst die kurzfristigen Bankbuchpositionen. Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines Value-at-
Risk-Modells. Der Value-at-Risk beschreibt, welcher Verlust mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau)
innerhalb einer bestimmten Haltedauer bei normalen Marktbedingungen maximal zu erwarten ist. Die Value-at-Risk-
Konzernabschluss
124
Berechnung erfolgt nach der Methode der historischen Simulation mit einem Konfidenzniveau von 99 %, einer Haltedauer
von zehn Tagen und einem Simulationszeitraum von zwei Jahren. Die Berechnung der Value-at-Risk-Werte, die
Limitkontrolle und das Reporting über die Risiko- und Ertragslage an Vorstand und Abteilung Treasury & Handel erfolgen
täglich von der Abteilung Strategisches Risikomanagement. Die Value-at-Risk-Werte für die Berichtsperiode können der
nachstehenden Tabelle entnommen werden:
Value-at-Risk 2021 in Tsd. €
31.12.2020 MAX MIN Durchschnitt 31.12.2021
979 1.382 575 893 706
Value-at-Risk 2020 in Tsd. €
31.12.2019 MAX MIN Durchschnitt 31.12.2020
673 1.689 480 1.109 979
Mittels Backtesting erfolgt eine Überprüfung der Güte des statistischen Modells, also der Vergleich der geschätzten 1-Tages-
Value-at-Risk Werte mit den tatsächlichen Ergebnissen. Die Backtestingergebnisse weisen im abgelaufenen Geschäftsjahr
keine Überschreitungen auf und können der nachfolgenden Grafik entnommen werden.
Konzernabschluss
125
Backtesting VaR-Modell 2021 in Tsd. €
Neben dem Value-at-Risk-Limit werden zusätzliche risikobegrenzende Limits wie Stop-Loss-Limits und Volumenlimits zur
Steuerung des Risikos eingesetzt.
Das Devisenkursrisiko als Teil des Marktrisikos wird ebenfalls von der Abteilung Treasury & Handel gesteuert. Die folgende
Tabelle zeigt die offenen Devisenpositionen der Oberbank.
Volumen in Tsd. € Volumen in Tsd. €
31.12.2021
31.12.2020
31.12.2021
31.12.2020
AUS -17 31 MXN 72 2
CHF 101 -365 SGD 23 36
USD 7.926 5.738 JPY -36 12
GBP 336 191 TRY 1 41
HUF -3.615 -1.660 RON 89 52
SEK 60 503 NZD -104 -47
CAD -19 30 CZK 5.021 -5.745
CNY 40 -63 Sonst. Währungen Long 173 185
DKK 48 62
Sonst. Währungen
Short
-61 -49
NOK -37 -13 Gold 2.526 1.290
Die Ermittlung des Marktrisikos im Verantwortungsbereich der Abteilung Treasury & Handel für den Liquidationsansatz im
ICAAP erfolgt mit dem gleichen Modell wie oben beschrieben, allerdings mit dem einheitlichen Konfidenzniveau von 99,9 %
und einer Haltedauer von 90 Tagen. Per 31.12.2021 ergab sich ein Marktrisiko im Verantwortungsbereich der Abteilung
Treasury & Handel von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,9 Mio. EUR).
Konzernabschluss
126
Steuerung der Marktrisiken in der Verantwortung des Aktiv-Passiv-Management-Komitees
Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate)
für die Währungen EUR, USD, CZK und HUF, für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch sowie für das
Credit Spread Risiko zuständig.
Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Risikovorstand sowie Vertreter der
Abteilungen Strategisches Risikomanagement, Treasury & Handel, Rechnungswesen und Controlling, Private Banking &
Asset Management, Kredit-Management, Corporate & International Finance, Privatkunden, Sekretariat & Kommunikation,
Interne Revision und Compliance.
Zinsänderungsrisiko im Bankbuch
Das Eingehen des Zinsänderungsrisikos, das den Hauptteil des Marktrisikos im Bankbuch darstellt, ist ein wesentlicher
Bestandteil des Bankgeschäfts sowie eine wichtige Ertragsquelle und erfordert eine adäquate Berücksichtigung im
Risikomanagement. Die strategische Ausrichtung zielt grundsätzlich darauf ab, unter bewusster Inkaufnahme eines
kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos Erträge zu lukrieren. Zur Stabilisierung des Zinsertrags sowie zur Erzielung von
zusätzlichen Zins-ergebnissen aus der Fristentransformation wird eine kontinuierliche Veranlagungsstrategie in Positionen
mit längerfristiger Zinsbindung verfolgt. Aktuell ist diese Strategie wegen der speziellen Zinssituation bis auf weiteres
ausgesetzt.Für die interne Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch gemäß EBA Leitlinie 2018/02 kommen die
klassischen
Methoden der Zinsbindungs-Analysen (Darstellung von Zinsbindungs-Gaps, Ermittlung von Zinssensitivitätsanalysen) zur
Anwendung. Das Ausmaß des Zinsänderungsrisikos wird mittels Analyse der Barwertveränderungen der Positionen des
Bankbuchs unter der Annahme verschiedener Zinsszenarien ermittelt. Zusätzlich zur Barwertbetrachtung wird auch
quartalsweise eine Zinsergebnissimulation unter verschiedenen adversen Szenarien durchgeführt. Dabei wird je Szenario die
Abweichung des GuV-Ergebnisses vom Budget in den einzelnen Jahren sowie kumuliert für einen 3-Jahres Horizont
dargestellt.
Folgende Grafik zeigt die Zinsbindungs-Gap-Analyse, verglichen mit den Jahresultimo-Werten des Vorjahres:
Zinsbindungsgaps Bankbuchpositionen (Vergleich 31.12.2021 mit 31.12.2020)
Konzernabschluss
127
Die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Liquidationsansatz des ICAAP erfolgt auf Basis eines EVE-Modells (Economic
Value of Equity). Das zugrunde liegende Szenario entspricht jährlichen Zinsänderungen, die mit einer Wahrscheinlichkeit von
99,9% nicht überschritten werden. Die Kalibrierung des Zinsschocks in den einzelnen Hauptwährungen EUR, USD, CZK und
HUF orientiert sich dabei an der BCBS Publikation Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (BCBS d319). Nicht zinstragende
Positionen werden nicht berücksichtigt. Per 31.12.2021 ergab sich ein Zinsänderungsrisiko im Bankbuch von 180,50 Mio.
Euro (Vorjahr: 217,16 Mio. Euro).
Credit Spread Risiko
Der Credit Spread stellt eine Risikoprämie für die mit der Investition übernommenen Kreditrisiken dar. Der Credit Spread
wird als Renditedifferenz zwischen einer Anleihe und einer risikofreien Referenzanleihe bestimmt. Die Messung des Risikos
erfolgt auf Basis von Barwertschwankungen des Anleiheportfolios aufgrund der Marktänderungen der Credit Spreads bei
gleichbleibender Bonität des Schuldners. Das Credit Spread Risiko wird mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einer
Haltedauer von 1 Jahr berechnet. Zum 31.12.2021 errechnete sich auf diese Weise ein Wert von 29,51 Mio. Euro (Vorjahr
64,19 Mio. Euro).
46) Makroökonomische Risiken
Als makroökonomische Risiken werden jene Verlustpotenziale bezeichnet, die sich aus Veränderungen des makro-
ökonomischen Umfelds ergeben (Verschlechterungen der realen BIP-Wachstumsrate, wesentlicher Anstieg der
Arbeitslosigkeit und der Insolvenzen, Rückgang der Aktienkurse und des Immobilienmarkts, ...).
Die Auswirkungen einer volkswirtschaftlichen Krise werden mittels erhöhten Ausfallswahrscheinlichkeiten bei Krediten,
Rückgängen der Marktwerte von Immobilien und Rückgängen der Finanzmärkte dargestellt. Der Rückgang wirkt sich sowohl
bei den Vermögenswerten der Bank als auch bei den hereingenommenen Sicherheiten negativ aus.
Das errechnete makroökonomische Risiko betrug zum 31.12.2021 105,54 Mio. Euro (Vorjahr: 110,94 Mio. Euro).
47) Operationelles Risiko
Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die operationellen Risiken. Unter diesem Begriff sind Risiken
zusammengefasst, die den Betriebsbereich der Bank betreffen. Operationelle Risiken werden in der Oberbank als die Gefahr
von
Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in
Folge externer Ereignisse eintreten, definiert. In dieser Definition werden Rechtsrisiken (inkludiert das Risiko von
Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung) berücksichtigt, strategische Risiken oder Reputationsrisiken jedoch nicht. Die
Risiken werden in die folgenden Kategorien eingeteilt: interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungspraxis und
Arbeitsplatzsicherheit, KundInnen, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten, Geschäftsunterbrechung und Systemausfälle,
Ausführung, Lieferung und Prozessmanagement sowie Sachschäden. In der Oberbank ist ein Gremium für das Management
des operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist
für seine Weiterentwicklung bzw. die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich. Das operative
Risikomanagement von operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen
Vertriebseinheiten (Risk Taking Units) durchgeführt, die für das operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich
fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind. Ein elektronischer Einmeldeprozess unterstützt die Erfassung von
schlagend gewordenen operationellen Risiken. Als Basis für die Steuerung und Weiterentwicklung des Managements der
operationellen Risiken dienen systematische
Risikoanalysen. Diese erfolgen einerseits in Form von Risk Assessments als tourliche Erhebung und Quantifizierung von
potentiellen operationellen Risiken sowie durch Auswertung der in einer Schadensfalldatenbank abgebildeten Schadensfälle
und das Monitoring von Key Risk Indikatoren. Qualitative Analysen in Form eines Risk Assessments erfolgen mindestens alle
zwei Jahre mittels strukturierter Fragebögen. Dabei werden von den AssessorInnen die Eintrittshäufigkeit und die Höhe der
potentiellen Schäden abgeschätzt. Von der Abteilung Strategisches Risikomanagement wird quartalsweise ein OpRisk Bericht
erstellt und an den Vorstand sowie an das Gremium für das Management des operationellen Risikos reportet. In diesem
Bericht werden die Entwicklung der Key Risk Indikatoren und die Schadensfälle des laufenden Geschäftsjahres dargestellt.
Der Bericht gliedert die Schadensfälle nach Geschäftsfeldern und Schadensfallkategorien.
Konzernabschluss
128
Zur Absicherung von im Rahmen von Risikoanalysen festgestellten Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (z. B.
Versicherungen, Notfallkonzepte IT, Ersatzrechenzentrum).
Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Digitalisierung nehmen IT-Risiken und Cyberrisiken einen besonderen
Stellenwert im Bereich der Operationellen Risiken ein. Die Strategie der Bank besteht hier in der laufenden
Aufrechterhaltung eines State-of-the-Art-Sicherheitslevels. Dieses wird operativ von der mit der Umsetzung beauftragten 3
Banken IT GmbH sichergestellt.
Im Zuge der Risikotragfähigkeitsrechnung wird für die Quantifizierung des Operationellen Risikos der Standardansatz gemäß
Teil 3, Titel III, Kapitel 3 CRR II verwendet. Das Risiko betrug per 31.12.2021 85,7 Mio. EUR (Vorjahr: 84,3 Mio. Euro).
Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre betrug das Verhältnis des in der GuV ausgewiesenen Ergebnisses aus den
Operationellen Risiken zum ICAAP-Risikokapital 3,6%.
48) Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko (oder auch Refinanzierungsrisiko) ist das Risiko, dass eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht
jederzeit oder nur zu erhöhten Kosten nachkommen kann.
Das Liquiditätsrisiko wird in das Zahlungsunfähigkeitsrisiko und das Liquiditätsspreadrisiko eingeteilt. Als
Zahlungsunfähigkeitsrisiko oder auch Liquiditätsrisiko im engeren Sinn gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen
und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Es ergibt sich
aus dem Terminrisiko (Risiko, dass sich vereinbarte Zahlungseingänge – z. B. Kredittilgungen – verzögern und so die
entsprechende Liquidität fehlt), dem Abrufrisiko (Risiko, dass Zahlungsmittel vorzeitig oder unerwartet hoch in Anspruch
genommen werden, wie der Abruf von Einlagen oder Kreditzusagen) und dem Anschlussfinanzierungsrisiko (Risiko, dass bei
längeren Kapitalbindungsfristen auf der Aktivseite der Bilanz die Anschlussfinanzierung nicht dargestellt werden kann).
Zusätzlich zu den Risiken, die eine mögliche Zahlungsunfähigkeit auslösen, besteht das Risiko, dass Refinanzierungsmittel für
Anschlussfinanzierungen nur zu erhöhten Marktzinsen (Spreads) beschafft werden können und sich somit der Gewinn
verringert (Liquiditätsspreadrisiko).
Primäre Ziele des Liquiditätsmanagements sind die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung
der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis.
Um das Risiko einer Abhängigkeit der Refinanzierung vom volatilen Bankengeldmarkt zu limitieren, ist das Verhältnis von
Kundenkrediten zu Primäreinlagen plus Eigenen Emissionen plus Einlagen von Förderbanken mit einem strategischen Limit
von 110 % begrenzt. Die Strategische Liquiditätskennzahl (SLK) betrug zum 31.12.2021 90,0% (Vorjahr: 95,1%).
Die Oberbank hält ein angemessenes Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotential in Form von
refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie Zentralbankguthaben. Darüber
hinaus steht der Oberbank ein Potential an ungenutzten Bankenlinien zur Verfügung. Ein weiterer strategischer Grundsatz
ist die möglichst hohe Diversifizierung der Refinanzierungsquellen, um Abhängigkeiten vom Interbankengeldmarkt und
Kapitalmarkt zu vermeiden. Dies umfasst auch den aktiven Umgang mit verpfändungsfähigen Sicherheiten bei der Vergabe
von Krediten.
Regulatorische Liquiditätskennzahlen
Die LCR definiert den Mindestbestand an (hoch)liquiden Aktiva, die die Bank als Liquiditätsreserve vorhalten muss, um über
einen Zeitraum von 30 Tagen auftretende Nettozahlungsverpflichtungen im Falle einer Stressphase nachkommen zu können.
Die LCR per 31.12.2021 betrug 203,5% (31.12.2020: 131,7%). Die NSFR ist ein Mindeststandard zur Verringerung des
Refinanzierungsrisikos über einen längeren Zeithorizont. Die strukturelle Liquiditätsquote soll eine nachhaltige
Refinanzierungsstruktur sicherstellen, indem sie die Fristentransformation zwischen Aktivgeschäft einerseits und der
Refinanzierung andererseits begrenzt und somit das Risiko künftiger Refinanzierungsprobleme vermindert. Die NSFR per
31.12.2021 betrug 137,6% (31.12.2020: 126,0%).
Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement
Die Abteilung Strategisches Risikomanagement ist für das operative Berichtswesen und die Einstellung und Überwachung
der entsprechenden Risikolimits verantwortlich. Ebenso ist die Abteilung Strategisches Risikomanagement für die
Konzernabschluss
129
Weiterentwicklung und die Wartung der verwendeten Modelle zur Risikosteuerung, für die Parametrisierung der
Liquiditätsablaufbilanzen sowie für das Backtesting der Modelle zuständig.
Kurzfristige Liquiditätssteuerung
Die Abteilung Treasury & Handel ist für die kurzfristige, tägliche Liquiditätssteuerung in allen Währungen verantwortlich. Die
tägliche Steuerung der Liquidität erfolgt mittels einer kurzfristigen Liquiditätsablaufbilanz. Es wird täglich von der Abteilung
Strategisches Risikomanagement eine Liquiditätsablaufbilanz inklusive Neugeschäftsannahmen für die nächsten 30 Tage
erstellt, die die Nettomittelzu- bzw. -abflüsse sowie den akkumulierten Gap der Bank darstellt. Die Zentralbankguthaben
abzüglich Mindestreserveerfordernis und die freien unkommittierten Interbanklinien (unkommittierte Interbanklinien
abzüglich tatsächlicher bzw. geplanter Ausnutzung) werden als Limitlinie dargestellt und bilden die Counterbalancing
Capacity.
Darüber hinaus wird für die nächsten 30 Tage eine Liquiditätsablaufbilanz erstellt, die auf täglicher Basis nur die
kontraktuellen Cashflows der Oberbank darstellt.
Liquiditätsablaufbilanz inkl. Neugeschäftsannahmen 30 Tage per 31.12.2021 in Mio. €
Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität
Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstands und des
APM-Komitees. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Strategisches Risikomanagement. Zur Darstellung des mittel- und
langfristigen Liquiditätsrisikomanagements der Bank wird eine umfassende Liquiditätsablaufbilanz erstellt, in der die aus den
Geschäften resultierenden Zahlungsströme pro Laufzeitband aufsummiert werden.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos in den einzelnen Währungen werden die Liquiditätsgaps für die wesentlichen
Währungen (EUR, USD, CZK und HUF) einzeln berichtet.
Konzernabschluss
130
Liquiditätsablaufbilanz mittel- bis langfristig für alle Währungen per 31.12.2021 und 31.12.2020 in Mio. €
In der Kapitalbindungsbilanz (ohne Neugeschäftsannahmen) lässt sich am Ende des 1.Jahres ein Refinanzierungserfordernis
von 2,1 Mrd Euro (Vorjahr: 2,6 Mrd. Euro) erkennen. Dies entspricht einer Funding Ratio von 84,7 % (Vorjahr: 79,6 %), womit
das intern festgelegte Limit von 70 % eingehalten wird.
Die Laufzeitenstruktur der für Repotransaktionen hinterlegten Wertpapiere und Kredite stellt sich wie folgt dar:
in Tsd. € per 31.12.2021 bis 1 Monat 1-12 Monate 1-5 Jahre > 5 Jahre
Hinterlegte Wertpapiere und Kredite
19.008 482.717 1.765.168 285.209
in Tsd. € per 31.12.2020 bis 1 Monat 1-12 Monate 1-5 Jahre > 5 Jahre
Hinterlegte Wertpapiere und Kredite
210.270 550.051 1.314.641 433.824
Zusätzlich standen der Oberbank per 31.12.2021 Sicherheiten mit einem Deckungswert von 599,4 Mio. EUR (Vorjahr: 691,0
Mio. Euro) aus Reverse Repos mit der CNB zur Verfügung, die jederzeit zur Liquiditätsbeschaffung bei der CNB hinterlegt
werden können. Der Stand der jederzeit abzugsfähigen Zentralbankreserven betrug per 31.12.2021 4.046 Mio. Euro
(Vorjahr: 1,811 Mio. Euro).
Die Ermittlung von Liquiditäts-Gaps basiert auf kontraktuellen Cashflows. Für Positionen ohne definierte Kapitallaufzeit
werden Annahmen getroffen (z. B. werden Sichteinlagen als 12-Monats-rollierende Positionen, Sonstige Aktiva/Passiva als
rollierende Langfristpositionen und Eigenkapital als langfristige Position dargestellt).
Um die Auswirkungen von Liquiditätskrisen darzustellen werden Stressszenarien gerechnet. Es werden die Szenarien
Verschlechterung der Reputation, Marktkrise und als Worst Case eine Kombination dieser beiden simuliert. Für extreme
Marktverhältnisse wurde ein Notfallplan ausgearbeitet.
Vertragliche Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 7/39 a und b
per 31.12.2021 in Tsd. € Buchwerte
Vertragliche
Cashflows bis 1 Monat 1-12 Monate 1-5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü.
Kreditinstituten
5.893.337
5.991.906
1.017.656
402.361
3.701.525
870.365
hievon Einlagen zu
Förderkrediten
3.042.864
3.088.338
425.994
401.074
1.390.905
870.365
Verbindlichkeiten ggü.
Kunden
14.728.589
14.763.428
13.681.943
422.926
433.152
225.408
Verbriefte
Verbindlichkeiten
2.206.646
2.339.361
2.952
142.286
806.118
1.388.005
Konzernabschluss
131
Nachrangige
Verbindlichkeiten
496.368
542.687
3.222
40.283
321.477
177.706
Derivative Verbind-
lichkeiten IRS/CCS
51.823
54.971
-
495
9.795
36.116
9.555
per 31.12.2020 in Tsd. € Buchwerte
Vertragliche
Cashflows bis 1 Monat 1-12 Monate 1-5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü.
Kreditinstituten
5.065.643
5.152.345
1.297.898
344.646
2.819.514
690.288
hievon Einlagen zu
Förderkrediten
2.734.678
2.766.987
472.009
278.711
1.329.011
687.257
Verbindlichkeiten ggü.
Kunden
13.087.167
13.123.164
11.958.447
320.769
493.150
350.798
Verbriefte
Verbindlichkeiten
1.854.005
1.979.536
18.651
170.574
566.650
1.223.662
Nachrangige
Verbindlichkeiten
485.774
533.101
21.401
17.766
256.460
237.474
Derivative Verbind-
lichkeiten IRS/CCS
50.673
63.478
356
14.022
36.927
12.172
49) Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Die Oberbank misst das Risiko einer übermäßigen Verschuldung durch Berechnung der Verschuldungsquote (Leverage Ratio)
gemäß Art. 429 CRR. Zur Steuerung des Risikos wurde eine interne Grenze für die Verschuldungsquote in Höhe von 4 %
festgelegt. Die Verschuldungsquote betrug zum 31.12.2021 11,91 % (31.12.2020: 11,24 %). Die gesetzliche Grenze der
Oberbank lag zum 31.12.2021 bei 3,5 %.
50) Nachhaltigkeitsrisiko
Das Nachhaltigkeitsrisiko umfasst physische Risiken, die sich aus Extremwetterereignissen ergeben und Transitionsrisiken,
die sich aus dem Umstieg auf eine Wirtschaft mit wenig CO² Ausstoß ergeben. Gemäß den Empfehlungen der FMA im
Leitfaden zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken werden die Spezialthemen des Nachhaltigkeitsrisikos in der
Risikosteuerung durch die Primärrisiken abgedeckt. Details zur Steuerung der Nachhaltigkeitsrisiken im Kreditportfolio sind
in der Note 43 dargestellt.
51) Systemisches Risiko
Das systemische Risiko beschreibt das Risiko einer Störung im Finanzsystem insgesamt oder von Teilen des Finanzsystems,
welches schwerwiegende negative Auswirkungen im Finanzsystem und in der Realwirtschaft nach sich ziehen kann.
So kann die Zahlungsunfähigkeit eines Marktteilnehmers zu einer Kettenreaktion führen, die erhebliche Liquiditäts- und
Solvenzprobleme einer Vielzahl anderer Marktteilnehmer nach sich zieht. Dies kann wiederum den funktionellen
Zusammenbruch von Teilen des Finanzsystems oder des Finanzsystems in seiner Gesamtheit bewirken. Systemische Risiken
sind aufgrund komplexer Wirkungszusammenhänge im Finanzsystem schwer vorhersehbar und beeinflussbar.
Die FMA hat in ihrer Funktion als nationale Abwicklungsbehörde für die Oberbank im Falle der Feststellung eines Ausfalls
oder wahrscheinlichen Ausfalls die Anwendung eines Abwicklungsverfahrens indiziert.
Diese Bewertung basiert auf der Identifizierung von kritischen Funktionen und der Erwartung erheblich negativer
Auswirkungen auf die Finanzstabilität in Österreich im Fall eines Marktaustrittes auf Grund einer Insolvenz.
Die FMA hat der Oberbank daher vorgeschrieben einen Mindestbetrag an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen
Verbindlichkeiten (MREL) vorzuhalten.
Mit diesem MREL Erfordernis soll sichergestellt werden, dass ein Institut zu jeder Zeit eine Mindestquote an Eigenmitteln
und MREL-fähigen Verbindlichkeiten einhält (ausreichender Puffer an Verlustabsorptionskapital für den Abwicklungsfall und
die dafür vorgesehene Abwicklungsstrategie). Diese Quote wird entweder als Anteil am Risikopositionswert (TREA) oder als
Anteil an der Gesamtrisikopositionsmessgröße (LRE/TEM) ausgedrückt.
Konzernabschluss
132
Die vorgeschriebene Höhe der Kennziffern wird nicht für alle Institute der EU einheitlich festgelegt, sondern vielmehr
institutsspezifisch bestimmt. Für die Oberbank AG hat die FMA folgende Quoten festgelegt, die ab 1.1.2022 einzuhalten sein
werden:
vorgeschriebene TREA Quote: 19,41 %
vorgeschriebene LRE/TEM Quote: 5,90 %.
Per 31.12.2021 betrug die TREA Quote 27,28 % (31.12.2020: 28,54 %) und die LRE/TEM Quote 19,03 % (31.12.2020: 17,65
%).
52) Sonstige Risiken
In den sonstigen Risiken sind jene Risiken zusammengefasst, die im Rahmen des Geschäftsmodells des Oberbank Konzerns
als unwesentlich klassifiziert werden und für die daher aus der Risikodeckungsmasse kein Einzellimit abgeleitet wird.
In die Kategorie sonstige Risiken fallen im Speziellen folgende Bankrisiken:
Reputationsrisiken entstehen aus negativen Wahrnehmungen in der Öffentlichkeit. Der dadurch geschädigte Ruf (z. B.
bei KundInnen, GeschäftspartnerInnen, AktionärInnen, Behörden …) und der damit einhergehende Vertrauensverlust
können zu Ergebniseinbrüchen bzw. Verlusten führen.
Als Geschäftsrisiken werden die Risiken bezeichnet, die aus unerwarteten Ergebnisschwankungen wegen geänderter
Rahmenbedingungen resultieren (z. B. geringere Erträge, die keine Aufwandskürzung im gleichen Ausmaß ermöglichen,
veränderte Wettbewerbsverhältnisse, geändertes Kundenverhalten und Folgen des technischen Fortschritts …).
Strategische Risiken resultieren daraus, dass langfristige Unternehmensziele auf Basis der zugrunde liegenden
Geschäftsannahmen oder wegen geänderter Rahmenbedingungen verfehlt werden. Eine Vermeidung bzw. Reduzierung
dieser Risiken kann durch ständige Beobachtung der Marktverhältnisse und Wettbewerbsbedingungen sowie durch eine
rollierende strategische Planung mit laufender Anpassung an das Marktumfeld erzielt werden.
53) Risikobericht – Zusammenfassung
Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zieleplanung sowie
des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim
Gesamtvorstand der Oberbank AG.
Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene
Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse.
54) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte
Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten derivativen Finanzgeschäfte werden in der folgenden Übersicht einseitig
dargestellt. In der Oberbank werden Derivate überwiegend zur Absicherung von Marktrisiken im Kundengeschäft und zur
Steuerung des Bankbuchs abgeschlossen.
Die Oberbank verfolgt folgende Absicherungsstrategie:
Derivative Produkte, die an GeschäftskundInnen verkauft werden, werden grundsätzlich geschlossen.
Derivative Produkte werden weiters zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken aus Kassageschäften eingesetzt.
Langlaufende eigene Emissionen und Schuldscheindarlehen, die zur Absicherung der Liquidität begeben werden, werden
zum Teil mittels Zinsswaps zinsgesichert.
Im Einzelfall werden fix verzinste Wertpapierveranlagungen für das Bankbuch mittels Swap abgesichert.
Offene Derivate sind daher lediglich in untergeordneter Höhe im Handelsbuch vorhanden.
Es befinden sich keine Kreditderivate im Bestand der Oberbank.
Konzernabschluss
133
Nominalbeträge 2021 2020
Restlaufzeit
Nominale
Marktwerte
Nominale
Marktwerte
in Tsd. € bis 1 Jahr 1 - 5 J. > 5 J. gesamt positiv negativ gesamt positiv negativ
Zinssatzverträge
Zinssatzoptionen
Kauf 2.500 5.420 7.920 64 32.370 22
Verkauf 100 6.270 6.370 -59 34.150 -23
Swaptions
Kauf 36.000 36.000 413
Verkauf 36.000 13.000 49.000 -1.354 13.000 -611
Zinsswaps
Kauf 12.321 257.702 262.844 532.867 3.820 -25.342 661.646 11 -45.697
Verkauf 103.439 1.062.424 743.222 1.909.085 93.825 -5.867 2.029.125 168.954 -1
Anleiheoptionen
Kauf
Verkauf
Wechselkursverträge
Währungsoptionen
Kauf 29.405 29.405 354 26.444 112
Verkauf 28.760 28.760 -291 23.718 -69
Devisentermingeschäfte
Kauf 2.004.740 287.368 2.292.108 24.702 2.192.372 25.220
Verkauf 2.010.211 286.800 2.297.011 -28.703 2.201.467 -30.752
Cross Currency Swaps
Kauf 240.969 240.969 8.739 -639 228.260 -3.169
Verkauf 4.159 168.104 4.192 176.455 5.414 -6.831 127.337 5.127 -1.806
Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Markt-
bedingungen durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die
Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung
kommen die Zinskurven aus Reuters zur Anwendung. Als Devisenkurse werden die von der EZB veröffentlichten
Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten werden gemäß Optionspreismodellen wie zum
Beispiel von Black-Scholes berechnet. Für die Bewertung von Optionen werden implizite Volatilitäten herangezogen.
55) Patronatserklärungen für Beteiligungen
Die Oberbank AG ist bestrebt, dass folgende Gesellschaften ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen können:
Sonstige Finanzierungsgesellschaften: Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz
Immobiliengesellschaften: „AM“ Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz
OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz
Informationen aufgrund österreichischen Rechts
56) Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie
dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen zuzüglich Jahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Oberbank AG
beträgt 2.296,7 Mio. Euro (Vorjahr 2.187,2 Mio. Euro), hievon Grundkapital 105,9 Mio. Euro (Vorjahr 105,4 Mio. Euro).
Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet ist nur ein Teil des nach UGB/BWG
berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig, nämlich der Bilanzgewinn, die freie Gewinnrücklage sowie die nicht
gebundene Kapitalrücklage. Für 2021 wäre maximal ein Betrag in Höhe von 1.376,8 Mio. Euro ausschüttungsfähig. Der
ausschüttungsfähige Bilanzgewinn beträgt 35,5 Mio. Euro.
Konzernabschluss
134
57) Personal
Im Oberbank Konzern waren 2021 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:
Vollzeitäquivalente, ohne Vorstandsmitglieder/GeschäftsführerInnen 2021 2020
Angestellte 2.152 2.168
Arbeiter 6 7
Gesamtkapazität 2.158 2.175
58) Wertpapieraufgliederung nach BWG in Tsd. €
Nicht
börsennotiert Börsennotiert
Wie AV
bewertet
Andere
Bewertung Gesamt
Schuldverschreibungen u. a.
festverzinsliche Wertpapiere 152.695 1.541.096 1.572.771 121.020 1.693.791
Aktien u. a. nicht
festverzinsliche Wertpapiere 157.141 61.996 55.201 163.936 219.137
Beteiligungen 123.761 303.585 427.346 0 427.346
Anteile an verbundenen
Unternehmen 120.539 0 120.539 0 120.539
554.136 1.906.677 2.175.857 284.956 2.460.813
59) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis
Die Oberbank AG unterliegt seit 1.1.2014 den Vorschriften der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) sowie der CRD IV. Die
definierten Mindestkapitalerfordernisse wurden laufend erfüllt. Die veröffentlichten Eigenmittelbestandteile werden auch
für die interne Kapitalsteuerung verwendet.
Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2
der VO (EU) Nr. 575/2013 – Säule I in Tsd. €
Veränderung
2021 2020
absolut
in %
Gezeichnetes Kapital 105.922 105.922
0
0
Kapitalrücklagen 505.523 505.523
0
0
Gewinnrücklagen
1)
2.505.296 2.288.023
217.273
9,5
Anteile anderer Gesellschafter 0 0
0
0
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 108.702 64.698
44.004
68,0
Aufsichtliche Korrekturposten 4.169 -9.303
13.472
>-100
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals -258.504 -249.653
-8.851
3,5
HARTES KERNKAPITAL 2.971.108 2.705.210
265.898
9,8
AT1-Kapitalinstrumente 50.000 50.000
-
-
AT1-Kapitalinstrumente gem. nationalen
Umsetzungsmaßnahmen 0 0 - -
Abzüge von Posten des AT1-Kapitals 0 0
-
-
Zusätzliches Kernkapital 50.000 50.000
-
-
KERNKAPITAL 3.021.108 2.755.210
265.898
9,7
anrechenbare Ergänzungskapitalinstrumente 345.098 356.117
-11.019
-3,1
Ergänzungskapitalposten gem. nationalen
Umsetzungsmaßnahmen 865 5.050 -4.185 -82,9
Allgemeine Kreditrisikoanpassungen 0 0
-
-
Abzüge von Posten des Ergänzungskapitals -13.893 -17.047
3.154
-18,5
Ergänzungskapital 332.070 344.120
-12.050
-3,5
EIGENMITTEL 3.353.178 3.099.330
253.848
8,2
Gesamtrisikobetrag gem. Art. 92 CRR
Kreditrisiko 15.071.679 14.074.381
997.298
7,1
Marktrisiko, Abwicklungsrisiko und CVA-Risiko 45.612 39.278
6.334
16,1
Operationelles Risiko 1.070.996 1.053.164
17.832
1,7
Gesamtrisikobetrag 16.188.287 15.166.823
1.021.464
6,7
Konzernabschluss
135
Eigenmittelquoten gem. Art. 92 CRR
Harte Kernkapitalquote 18,35% 17,84%
0,52 %-P.
Kernkapitalquote 18,66% 18,17%
0,50 %-P.
Gesamtkapitalquote 20,71% 20,43 %
0,28 %-P.
Gesetzliches Erfordernis Eigenmittelquoten gem. ÜRL in %
Harte Kernkapitalquote 7,06 % 7,05 %
0,01 %-P.
Kernkapitalquote 8,56 % 8,55 %
0,01 %-P.
Gesamtkapitalquote 10,56 % 10,55 %
0,01 %-P.
Gesetzliche Eigenmittelanforderungen gem. ÜRL in Tsd. €
Hartes Kernkapital 1.142.893 1.069.261
73.632
6,9
Kernkapital 1.385.717 1.296.763
88.954
6,9
Gesamtkapital 1.709.483 1.600.100
109.383
6,8
Freie Kapitalbestandteile
Hartes Kernkapital 1.828.215 1.635.949
192.266
11,8
Kernkapital 1.635.391 1.458.447
176.944
12,1
Gesamtkapital 1.643.695 1.499.230
144.465
9,6
1) Inkl. Gewinnrücklagendotierung 2021, vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat am 24. März 2022.
60) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB
Im Geschäftsjahr 2022 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale 127,6 Mio. Euro
fällig. Zum 31.12.2021 besteht eine nachrangige Verbindlichkeit in Höhe von Nominale 50,0 Mio. Euro, die 10 % des
Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigt. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10 % des
Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale 430.591,0 Tsd. Euro betreffen Ergänzungskapital
mit einer Verzinsung von 1,25 % bis 4,5 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2022 bis 2031.
Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 13.589,5 Tsd. Euro geleistet. Das zu
Marktpreisen berechnete Volumen des Handelsbuchs beträgt zum 31.12.2021 insgesamt 55,6 Mio. Euro.
Davon entfallen auf Wertpapiere (Marktwerte) 1,6 Mio. Euro und auf sonstige Finanzinstrumente (Marktwerte)
54,0 Mio. Euro. Das Leasingvolumen beträgt per 31.12.2021 1.402,4 Mio. Euro. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer
betrugen im Geschäftsjahr 1.349,4 Tsd. Euro (inkl. USt, inkl. Leasinggesellschaften und inkl. Tochterunternehmen). Davon
entfielen 797,6 Tsd. Euro auf die Prüfung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses, 41,8 Tsd. Euro auf andere
Bestätigungsleistungen, 143,6 Tsd. Euro auf Steuerberatungsleistungen sowie 366,4 Tsd. Euro auf sonstige Leistungen. Die
Aufwendungen für den Abschlussprüfer der anteilsmäßig im Konzernabschluss berücksichtigten ALPENLÄNDISCHEN
GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H betrugen 14,7 Tsd. Euro.
Konzernabschluss
136
Daten über Niederlassungen gem. § 64 (1) Z18 BWG in Tsd. €
Name der Niederlassung
(inkl. Leasinggesellschaften)
Niederlassung
Deutschland
Zweigniederlassung
Tschechien
Zweigniederlassung
Ungarn
Zweigniederlassung
Slowakei
Geschäftsbereiche
Süddeutschland
Deutschland Mitte
Sitzstaat
Bundesrepublik
Deutschland
Tschechische
Republik Ungarn
Slowakische
Republik
Nettozinsertrag 40.092 36.581 27.327 10.746
Betriebserträge 50.911 43.862 35.017 12.186
Mitarbeiteranzahl
(Vollzeitbasis) 289,4 193,7 128,6 53,5
Jahresergebnis vor Steuern 6.140 23.572 14.748 7.632
Steuern vom Einkommen -1.207 -4.797 -1.532 -1.405
Erhaltene öffentliche
Beihilfen 0 0 0 0
Die Gesamtkapitalrentabilität gem. § 64 (1) Z19 BWG beträgt 0,85 %.
Konzernabschluss
137
61) Beteiligungsliste gemäß UGB
Konsoli- Ergebnis des
Die Gesellschaft hielt per 31. Dezember 2021 bei folgenden dierungs- Kapitalanteil in %
5)
Eigen- letzten Ge- Jahres-
Anmer-
Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz: methode *)
unmit
telbar
gesamt kapital
3)
schäftsjahr
es
4)
abschluss
kung
a) Direkte Beteiligungen
"AM" Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
"LA" Gebäudevermietung und Bau - Gesellschaft m.b.H., Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
"SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
"SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz N 20,57 20,57 6)
3-Banken Wohnbaubank AG, Linz V 80,00 80,00 8.284 44 2021 1)
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz Q 50,00 50,00 8.894 0 2021
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz N 40,00 40,00 6)
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz N
100,0
0
100,00 1) 2) 6)
Biowärme Attnang-Puchheim GmbH, Attnang-Puchheim N 49,00 49,00 6)
3 Banken IT GmbH, Linz (vorm. DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft mbH.) N 40,00 40,00 6)
Donaulände Holding GmbH, Linz V
100,0
0
100,00 347 -7 2021 1)
GAIN CAPITAL PRIVATE EQUITY III SCSp N 36,97 36,97 6)
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS II S.A. SICAR, Luxemburg N 33,11 33,11 6)
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS SA, SICAR, Luxemburg N 58,69 58,69 1) 6)
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein N 32,62 32,62 6)
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest V 1,00 100,00 17.674 1.599 09/2021 1)
Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest V 1,00 100,00 1.332 123 09/2021 1)
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting V 6,00 100,00 2.081 8 09/2021 1)
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz V
100,0
0
100,00 52.978 11.929 09/2021 1) 2)
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava V 0,10 100,00 7.606 1.285 09/2021 1)
Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag V 1,00 100,00 43.148 1.685 09/2021 1)
OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz N
100,0
0
100,00 1) 2) 6)
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
Oberbank PE Holding GmbH, Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz N
100,0
0
100,00 1) 2) 6)
Oberbank Leasing Prievidza s.r.o., Bratislava V 15,00 100,00 0 0 09/2021 1)
OÖ HightechFonds GmbH, Linz N 24,70 24,70 6)
Konzernabschluss
138
Samson České Budějovice spol. s.r.o., Budweis N
100,0
0
100,00 1) 6)
TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
Oberbank Service GmbH, Linz N
100,0
0
100,00 1) 6)
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck N 40,00 40,00 6)
b) Indirekte Beteiligungen
"ST" BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz N 99,90 1) 6)
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz N 40,00 6)
3-Banken Kfz-Leasing GmbH, Linz V 80,00 24.299 2.260 09/2021 1)
Donaulände Garagen GmbH, Linz V 100,00 44 8 2021 1)
Donaulände Invest GmbH, Linz V 97,50 466 33 2021 1)
GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung, gemeinnützige
registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz N 25,16 6)
Herold NZ Verwaltung GmbH, Mödling N 24,90 6)
Oberbank Bergbahnen Leasing GmbH, Linz V 100,00 35 6 09/2021 1)
Oberbank airplane 2 Leasing GmbH, Linz V 100,00 35 -3 09/2021 1)
Oberbank Reder Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 73 09/2021 1)
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 201 09/2021 1)
Oberbank FSS Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 173 09/2021 1)
Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting V 100,00 9 -2 09/2021 1)
Oberbank Leobendorf Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 423 09/2021 1)
Immobilien Abwicklung 01 GmbH (vormals Oberbank Idstein Immobilien-
Leasing GmbH), Neuötting V 100,00 18 -4 09/2021 1)
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz V 95,00 1.275 46 09/2021 1)
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz V 100,00 741 1.308 09/2021 1)
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach,
Neuötting V 6,00 0 47 09/2021 1)
Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz N 100,00 1) 6)
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz V 100,00 69 313 09/2021 1)
Oberbank Kfz-Leasing GmbH, Linz V 100,00 35 1.723 09/2021 1)
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting V 100,00 6.401 3.302 09/2021 1)
Oberbank Leasing JAF HOLZ, s.r.o., Prag V 95,00 5.660 231 09/2021 1)
Oberbank Leasing Palamon s.r.o., Prag V 100,00 7.706 318 09/2021 1)
Oberbank MLC - Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz V 99,80 35 52 09/2021 1)
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 267 09/2021 1)
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 599 09/2021 1)
Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz N 100,00 1) 6)
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 191 09/2021 1)
Konzernabschluss
139
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 96 09/2021 1)
Oberbank Seiersberg Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz V 100,00 35 106 09/2021 1)
Oberbank Unterpremstätten Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 18 172 09/2021 1)
Oberbank Weißkirchen Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 101 09/2021 1)
Oberbank Wiener Neustadt Immobilienleasing GmbH, Linz V 100,00 35 56 09/2021 1)
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz V 100,00 168 301 09/2021 1)
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting V 94,00 1.000 100 09/2021 1)
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting V 100,00 27 -3 09/2021 1)
OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting V 100,00 30 -20 09/2021 1)
OBK München 3 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting V 100,00 30 452 09/2021 1)
POWER TOWER GmbH, Linz V 99,00 70 -80 09/2021 1)
Oberbank NGL Immobilienleasing GmbH (vormals Oberbank Wien Süd
Immobilienleasing GmbH), Linz
V 100,00 35 -5 09/2021 1)
Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau N 21,50 6)
*)
Konsolidierung im Konzernabschluss: V = Vollkonsolidierung, E = Bewertung "at equity", Q = anteilsmäßige Konsolidierung, N = gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen
1) verbundenes Unternehmen; 2) Ergebnisabführungsvertrag; 3) einschließlich unversteuerter Rücklagen; 4) Jahresüberschuss gem. § 231 Abs. 2 Z 21 UGB; 5) mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden
gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet; 6) von § 242 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht.
Schlussbemerkung, Erklärung
140
Schlussbemerkung des Vorstands der Oberbank AG
Der Vorstand der Oberbank AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dieser Konzernabschluss erfüllt die
gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht und
steht im Einklang mit den geltenden EU-Vorschriften.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht enthalten alle erforderlichen Angaben.
Wesentliche Ereignisse seit dem Ende des Geschäftsjahres
Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 ist es zu keinen wesentlichen Ereignissen gekommen.
Erklärung gemäß § 124 Absatz 1 Z. 3 BörseG
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte
Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der
Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und die wesentlichen Risiken und
Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Linz, am 11. März 2022
Der Vorstand
Generaldirektor Direktor Direktor Direktor
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA Martin Seiter, MBA
Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich
Personal- und Rechnungswesen Privatkundengeschäft Gesamtrisikomanagement Firmenkundenge
kpmg
Oberbank AG, Linz
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021
11. März 2022
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Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
Oberbank AG,
Linz,
und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember
2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-
Geldflussrechnung und der Konzerneigenkapitalentwicklung für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt
ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie
der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU
anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im
Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung
durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA).
Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt
"Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften
und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses
Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu
diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen
Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren.
Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes
und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
kpmg
Oberbank AG, Linz
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021
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142
Wir haben folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
— Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden und der Bewertung der Rückstellungen für das
Kreditgeschäft
— Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen
— Bewertung von zum FV/OCI bewerteten Beteiligungen (Level 3)
— Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO
Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden und der Bewertung der Rückstellungen für das
Kreditgeschäft
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden umfassen in der Konzernbilanz einen Betrag in Höhe von
TEUR 18.641.779, die hierfür gebildeten Risikovorsorgen umfassen einen Betrag in Höhe von TEUR
213.852, die Rückstellungen für das Kreditgeschäft betragen TEUR 135.250.
Der Vorstand der Oberbank AG erläutert die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen in den
Notes (siehe Notes Kapitel "Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen", „Finanzielle
Vermögenswerte und Verpflichtungen aus Sicherungsbeziehungen“, "Risikovorsorgen" und
"Risikovorsorgen im Kreditgeschäft", "Kreditrisiko" als auch „Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf
den Konzern“).
Für ausgefallene Kreditnehmer werden Wertminderungen in Höhe des Lifetime Expected Credit Loss
erfasst (Stufe 3). Die Identifikation von Kreditausfällen und die Ermittlung von Einzelvorsorgen für
signifikante Kreditnehmer im Ausfall unterliegen wesentlichen Schätzunsicherheiten und
Ermessensspielräumen. Diese ergeben sich aus Annahmen betreffend die wirtschaftliche Lage und
Entwicklung des jeweiligen Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten und
bringen daher
Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt der erwarteten zukünftigen Rückflüsse mit sich. Die nach
statistischen Methoden gebildeten Vorsorgen für nicht signifikante Kreditnehmer im Ausfall basieren auf
Modellen und statistischen Parametern und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und
Schätzunsicherheiten.
Für Kredite, die ein geringes Kreditrisiko aufweisen bzw bei welchen sich das Kreditrisiko seit Zugang
nicht signifikant erhöht hat (Stufe 1), wird ein 12 Monats Expected Credit Loss ermittelt. Bei einer
signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos (Stufe 2) werden Vorsorgen in Höhe des Lifetime Expected
Credit Loss gebildet. Bei der Stufenzuordnung und der Ermittlung erwarteter Kreditverluste der Stufen
1 und 2 sind umfangreiche Schätzungen und Annahmen erforderlich.
Da das angewendete Wertberichtigungsmodell außerordentliche Sachverhalte wie die
COVID-19 Krise nicht angemessen abbilden kann, wird von der Bank zusätzlich zum Modellergebnis
vorübergehend eine Erhöhung des Vorsorgebetrages („Management Overlay“) auf Basis bankinterner
Schätzungen unter Zugrundelegung externer Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung
vorgenommen. Dieser Management Overlay erfolgt in Form eines kollektiven Stufentransfers in die
Stage 2 für identifizierte Teilportfolios.
kpmg
Oberbank AG, Linz
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021
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143
Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Ermittlung der Risikovorsorgen, unter Berücksichtigung
des Management Overlay, in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, die
zudem durch die COVID-19 Krise beeinflusst sind. Daraus kann sich eine mögliche falsche Darstellung in
Bezug auf die Höhe der Risikovorsorgen im Abschluss ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben zur Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden und der Bewertung der Rückstellungen für das
Kreditgeschäft folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben den Kreditüberwachungsprozess erhoben und beurteilt, ob dieser geeignet ist,
Ausfallsindikatoren rechtzeitig zu identifizieren und die Vorsorgen in angemessener Höhe zu
ermitteln. Wir haben ausgewählte Schlüsselkontrollen im Hinblick auf deren Ausgestaltung und
Implementierung sowie in Stichproben auf deren Effektivität getestet.
Auf Basis einer Stichprobe von Krediten haben wir überprüft, ob das Rating entsprechend den
internen Richtlinien erfolgte und ob Kreditausfälle zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der
Stichprobe erfolgte hierbei risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit
höherem Ausfallsrisiko sowie der Branchen, die erwartungsgemäß stärker von der COVID-19 Krise
betroffen sind. Bei signifikanten ausgefallenen Kreditnehmern wurden die von der Bank
getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit und Konsistenz von Zeitpunkt und Höhe der
angenommenen Rückflüsse untersucht.
Wir haben im Bereich der Vorsorgen für nicht signifikante, ausgefallene Kreditnehmer die Modelle
und die Höhe der darin verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind,
Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit und Vollständigkeit
der Vorsorgen haben wir in Stichproben nachvollzogen.
Im Bereich der Portfoliovorsorgen (Stufe 1 und 2) haben wir das zugrundeliegende
Berechnungsmodell einschließlich der darin verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob
diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf in angemessener Art und Weise zu ermitteln. Wir
haben die
Herleitung und Begründung des Management Overlay, sowie die zugrundeliegenden Annahmen
im Hinblick auf deren Angemessenheit beurteilt. Für diese Prüfungshandlung haben wir unsere
Financial Risk Management-Spezialisten einbezogen.
Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen
Das Risiko für den Abschluss
Der Oberbank-Konzern bilanziert seine Anteile an assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode.
Insgesamt belaufen sich die Anteile auf einen Wert von TEUR 1.000.764.
Der Vorstand der Oberbank AG erläutert die Vorgehensweise für die Bewertung von at-equity-
bilanzierten Unternehmen in den Notes (siehe Notes Kapitel "Ermessensentscheidungen, Annahmen
und Schätzungen", "Finanzanlagen" und „Unternehmen des Konsolidierungskreises“ als auch
„Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf den Konzern“).
kpmg
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Die Equity-Methode ist eine Bilanzierungsmethode, bei der die Beteiligung zunächst mit den
Anschaffungskosten angesetzt wird, dieser Ansatz aber in der Folge um etwaige Veränderungen beim
Anteil des Investors am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst wird. Liegen
objektive Hinweise für Wertminderungen vor, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Die Ermittlungen der
erzielbaren Beträge sind abhängig von Schätzungen, wie zukünftig erwartete Cashflows oder
Ergebnisse, Diskontierungszinssätze oder Wachstumsannahmen.
Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass diese Bewertungen innerhalb gewisser Bandbreiten
ermessensbehaftet und mit Schätzunsicherheiten verbunden sind, woraus ein mögliches Risiko der
falschen Darstellung in Bezug auf die Bewertung im Abschluss resultiert.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben zur Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen folgende wesentliche
Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben die Modelle, die Planungsannahmen und die Parameter für die Bewertungen der
assoziierten Unternehmen unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten überprüft. Dabei
wurden die verwendeten Bewertungsmodelle nachvollzogen und beurteilt, ob diese geeignet sind,
den erzielbaren Betrag angemessen zu ermitteln. Die in den Modellen verwendeten
Bewertungsparameter – vorrangig die Zinssatzkomponenten – wurden evaluiert. Dabei wurden die
bei der
Bestimmung des Zinssatzes herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und
branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt.
Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Ermittlung der erzielbaren Beträge nachvollzogen.
Bewertung von zum FV/OCI bewerteten Beteiligungen (Level 3)
Das Risiko für den Abschluss
Der Oberbank-Konzern bilanziert ausgewählte Beteiligungen zum Fair Value und erfasst die Änderungen
der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Ergebnis (FV/OCI). Diese Beteiligungen umfassen in der Bilanz
einen Betrag in Höhe von TEUR 241.933.
Der Vorstand der Oberbank AG erläutert die relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den
Notes (siehe Notes Kapitel "Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen" als auch "Fair
Value von Finanzinstrumenten").
Die Bewertung dieser ausgewählten Beteiligungen erfolgt anhand von Unternehmensbewertungen von
externen Sachverständigen oder bankinternen Unternehmensbewertungen. Diese erfolgen
grundsätzlich mittels am Markt nicht beobachtbaren Bewertungsparametern (Level 3-Kategorie) und
sind daher abhängig von Schätzungen, wie zukünftig erwartete Cashflows oder Ergebnisse,
Diskontierungszinssätze oder Wachstumsannahmen.
kpmg
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Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass diese Unternehmensbewertungen innerhalb gewisser
Bandbreiten ermessensbehaftet und mit Schätzunsicherheiten verbunden sind, woraus ein mögliches
Risiko der falschen Darstellung in Bezug auf die Bewertung im Abschluss resultiert.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben zur Bewertung von zum FV/OCI bewerteten Beteiligungen (Level 3) folgende wesentliche
Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben die wesentlichen Prozesse hinsichtlich der Bewertung von zum FV/OCI bewerteten
Beteiligungen (Level 3) erhoben und eine ausgewählte Schlüsselkontrolle beurteilt, ob deren
Ausgestaltung und Implementierung grundsätzlich geeignet sind, erforderliche Wertminderungen
und mögliche Zuschreibungen zeitgerecht zu erkennen.
Wir haben die Modelle, die Planungsannahmen und die Parameter für die Bewertungen der
wesentlichen zum FV/OCI bewerteten Beteiligungen (Level 3) unter Einbeziehung unserer
Bewertungsspezialisten überprüft. Dabei wurden die verwendeten Bewertungsmodelle
nachvollzogen und beurteilt, ob diese geeignet sind, den Unternehmenswert angemessen zu
ermitteln. Die in den Modellen verwendeten Bewertungsparameter – vorrangig die
Zinssatzkomponenten – wurden evaluiert. Dabei wurden die bei der Bestimmung des Zinssatzes
herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf
Angemessenheit beurteilt. Die
Planungstreue haben wir in Testfällen durch einen Vergleich der Vorjahresplanungen mit den
Ergebnissen des laufenden Jahres beurteilt.
Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Ermittlung der in Testfällen Unternehmenswerte nach-
vollzogen.
Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO
Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Das Risiko für den Abschluss
Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben bei der
Übernahmekommission Anträge gestellt, die Einhaltung übernahmerechtlicher Vorschriften
(Angebotspflicht) zu überprüfen.
Der Vorstand der Oberbank AG erläutert den Stand der Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken (Oberbank
AG, BKS Bank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft) mit der UniCredit Bank Austria
AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. sowie die aktuelle Einschätzung hierzu in den Notes
(siehe Notes Kapitel „Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“).
Der Vorstand hat auf Basis von Einschätzungen externer Rechtsexperten, vorliegender Gutachten und
den aktuelle Verfahrensständen eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den
Abschluss vorgenommen.
kpmg
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Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren,
insbesondere der weiteren Entscheidungen in den laufenden Verfahren und der Einschätzung
hinsichtlich
etwaiger Ansprüche der Aktionäre, sollte die Bank (als Mitglied der Syndikate der BTV und BKS) zur
Legung eines Angebotes verpflichtet gewesen sein. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten
hinsichtlich potenziell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit Bank
Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben zu den Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO
Beteiligungsgesellschaft m.b.H. folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben im Rahmen unserer Prüfung relevante Dokumente eingesehen, die Einschätzungen zur
Bildung von Vorsorgen nachvollzogen und die bilanzielle Darstellung geprüft.
Wir haben die Beurteilung des Vorstands, insbesondere die darin enthaltenen Annahmen sowie
bilanziellen Schlussfolgerungen, nachvollzogen. Dazu haben wir von den Klagsparteien
eingebrachte Gutachten und Stellungnahmen der mit den Verfahren betreuten
Rechtsanwaltskanzlei der Bank eingeholt und analysiert, ob die Einschätzungen des Vorstands mit
den aktuellen
Verfahrensständen konsistent sind.
Abschließend wurde beurteilt, ob die diesbezüglichen Angaben in den Notes zum Konzernab-
schluss zutreffend sind.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss,
den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und
wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese
sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche
Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten
Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des
Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass
eine
wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese
Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
kpmg
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Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für
den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür,
dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen
Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu
ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im
Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben,
sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden,
es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die
Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des
Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernab-
schlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei
von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein
hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche
vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir
während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
— Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese
Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern
resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
— Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft
abzugeben.
kpmg
Oberbank AG, Linz
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021
11. März 2022
148
— Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech-
nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
— Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen
Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel
an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls
wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in
unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu
machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten
können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge
haben.
— Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle
und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
— Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten
oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss
abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der
Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
— Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die
geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
— Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen
Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit
zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
— Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht
haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des
Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir
beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere
Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in
äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt
werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen
Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf
zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Über-
einstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
kpmg
Oberbank AG, Linz
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021
11. März 2022
149
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des
Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen
aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem
Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen
Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben
im Konzernlagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt und
am 10. Juni 2020 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember
2021 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit über 20 Jahren Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen
Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht
haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der
geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
kpmg
Oberbank AG, Linz
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021
11. März 2022
150
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Linz, 11. März 2022
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian Grinschgl
Wirtschaftsprüfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die Veröffentlichung oder Weitergabe
des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser
Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt
Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Konzernabschluss
Gewinnverteilungsvorschlag
151
Gewinnverteilungsvorschlag
Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG,
festgestellt. Der Jahresüberschuss der Oberbank AG betrug im Geschäftsjahr 2021 122,5 Mio. Euro. Nach Rücklagendotation
von 87,2 Mio. Euro und nach Zurechnung des Gewinnvortrags von 0,2 Mio. Euro ergibt sich ein verwendungsfähiger
Bilanzgewinn von 35,5 Mio. Euro.
Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende von Euro 1,00 je
bezugsberechtigter Aktie auszuschütten. Daraus ergibt sich bei 35.307.300 Stammaktien ein Ausschüttungsbetrag von
35,3 Mio. Euro. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von 214.578,02 Euro auf neue Rechnung
vorzutragen.
Linz, am 25. Februar 2022
Der Vorstand
Generaldirektor Direktor Direktor Direktor
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA Martin Seiter, MBA
Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich
Personal- und Rechnungswesen Privatkundengeschäft Gesamtrisikomanagement Firmenkundengeschäft
Konzernabschluss
Bericht des Aufsichtsrats
152
Präambel
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 stand weltweit im Zeichen der Covid-19-Pandemie und deren großen Auswirkungen
auch auf das wirtschaftliche Umfeld. Die Oberbank hat dabei erneut gezeigt, dass sie auch unter außerordentlich fordernden
Umständen ein verlässlicher Partner für ihre KundInnen ist. Dies spiegelt sich im hervorragenden Jahresergebnis wider.
Hinter der Stetigkeit dieses Erfolgs stehen vor allem der Vorstand und die MitarbeiterInnen der Bank. Die Professionalität,
die Schnelligkeit und die Flexibilität, mit der seitens des Vorstands und der MitarbeiterInnen auf die besonderen
Herausforderungen des Geschäftsjahrs 2021 reagiert wurde, haben den Aufsichtsrat ganz besonders beeindruckt. Dieser hat
seine wichtige Rolle bei der Festlegung der strategischen Ausrichtung (Geschäfts- und Risikostrategie) und bei der
Überwachung der Einhaltung der sich daraus und aus Gesetz und Satzung ergebenden Vorgaben unter Beachtung der Regeln
der für das Berichtsjahr geltenden Fassung des Österreichischen Corporate Governance Kodex wahrgenommen.
Jedes Mitglied des derzeit 15-köpfigen Aufsichtsrats bringt sein Wissen und seine Erfahrung im Rahmen der
Aufsichtsratssitzungen in die regen Diskussionen ein. Besonders bedanken möchte ich mich bei meinem Stellvertreter,
Dr. Martin Zahlbruckner, der als mein Vorgänger als Vorsitzender des Aufsichtsrats die ordentliche Hauptversammlung 2021
in seiner ruhigen und sachlichen Art souverän geleitet hat.
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2021 neben den vier geplanten Sitzungen auch eine außerordentliche
Sitzung abgehalten, in der sich der Aufsichtsrat mit rechtlichen Fragestellungen der UniCredit Bank Austria rund um die
rechtskräftig gewordene Entscheidung des OLG Linz betreffend die zahlenmäßige Reduktion der Mitglieder des Aufsichtsrats
beschäftigt hat.
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat im Umlaufweg einen Beschluss zur Mandatierung der Rechtsanwaltskanzlei Haslinger /
Nagele Rechtsanwälte GmbH zur Rechtsvertretung im Verfahren zu einer am 22. Juli 2021 von der UCBA eingebrachten
Klage gefasst. In diesem Verfahren geht es einerseits um die bereits bekannten Themen rund um die Kapitalerhöhungen der
Vergangenheit und neu um die Forderung auf Unterlassung von Kapitalerhöhungen in der Zukunft.
In den planmäßigen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Entscheidungen getroffen
und die ihm nach den Vorschriften des Aktien- und des Bankwesengesetzes zukommenden Prüfungen vorgenommen. Der
Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Geschäfts- und Risikolage sowie über
wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats war ich regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden
in Kontakt, um über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement zu diskutieren. Im Vorfeld der
Sitzungen hatte ich auch immer persönlichen Kontakt mit dem Leiter der Internen Revision, der mich über die Ergebnisse der
Prüfungen seit der letzten Sitzung und den Umsetzungsstand der Empfehlungen informiert hat.
Das Konzept, zu ausgewählten bankrechtlichen und bankwirtschaftlichen Themen in Umsetzung der Fit-&-Proper-
Regelungen im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen Schulungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats durchzuführen, wurde
2020 überarbeitet. Auf Basis dieses Konzepts haben im Berichtsjahr planmäßig zwei halbtägige Schulungen zu ausgewählten
oder neuen Regularien und speziellen Themen stattgefunden. Dazu wurde der Input externer Experten genauso genutzt
wie die Fachexpertise der intern für diese Themen Verantwortlichen.
153
Dr. Andreas König
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernabschluss
Bericht des Aufsichtsrats
154
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Arbeitsausschuss fasste 2021 fünf Beschlüsse im Umlaufweg. Über die vom Arbeitsausschuss entschiedenen
Geschäftsfälle wurde dem Gesamtaufsichtsrat in der nächsten Sitzung berichtet. Die Geschäftsfälle wurden auch ausführlich
besprochen.
Der Kreditausschuss hat 2021 insgesamt 91 Kreditanträge im Umlaufweg bewilligt. Über die vom Kreditausschuss
entschiedenen Geschäftsfälle wurde dem Gesamtaufsichtsrat in der jeweils nächsten Sitzung berichtet, diese wurden auch
ausführlich diskutiert.
Der Risikoausschuss hat im Berichtsjahr, dem Bankwesengesetz entsprechend, eine Sitzung in Beisein des für die
unabhängige Risikomanagementfunktion der Oberbank verantwortlichen Abteilungsleiters und der Staatskommissärin und
ihrer Stellvertreterin abgehalten. In dieser Sitzung hat sich der Ausschuss mit der Risikostrategie der Oberbank und den
übrigen im Gesetz vorgesehenen Themen intensiv auseinandergesetzt. Auch darüber wurde in der darauffolgenden Sitzung
der Gesamtaufsichtsrat ausführlich informiert.
Der Nominierungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2021 drei Mal in Beisein der Staatskommissärin und hat alle ihm
laut Gesetz obliegenden Aufgaben erfüllt. In seiner Sitzung vom 16. März 2021 hat der Nominierungsausschuss die mit 30 %
gesetzlich festgelegte Quote für das unterrepräsentierte Geschlecht für den Aufsichtsrat und die Zielquote für den Vorstand
bestätigt. Seit 1. Jänner 2018 ist eine gesetzlich vorgeschriebene Quote im Aufsichtsrat von mindestens 30 % Frauen und
mindestens 30 % Männern einzuhalten. In der Aufsichtsratssitzung vom 25. September 2017 haben die Kapital- und
BelegschaftsvertreterInnen vereinbart, die Quote gemeinsam zu erfüllen. Sie haben diesbezüglich bis zum 31.12.2022 auf
einen Widerspruch verzichtet. Mit sechs weiblichen Aufsichtsräten von insgesamt 15 Mitgliedern übertrifft die Oberbank
zum 31. Dezember 2021 die gesetzlich geforderte Quote von 30 % mit 40 % deutlich.
Eine wesentliche Rolle kommt dem Nominierungsausschuss auch bei der Nachbesetzung freiwerdender
Aufsichtsratsmandate und bei der rechtzeitigen Neu- oder Wiederbesetzung von Vorstandspositionen zu. In der Sitzung am
16. März 2021 hat der Nominierungsausschuss unter Leitung von Frau Univ.-Prof. Dr. Barbara Leitl-Staudinger getagt und die
eidesstattlichen Fit-&-Proper-Erklärungen von sämtlichen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern geprüft. Sowohl die
kollektive als auch die individuelle Eignung aller bestehenden und auch der zur Wahl stehenden Mitglieder konnte vom
Nominierungsausschuss bzw hinsichtlich der Mitglieder dieses Ausschusses vom Gesamtaufsichtsrat bestätigt werden.
Das Aufsichtsratsmandat von Herrn Dr. Ludwig Andorfer ist mit Ende der Hauptversammlung 2021 ausgelaufen. Seine
Karriere begann im Jahr 1969 mit dem Eintritt in die Bank, im Jahr 2002 wurde er zum Vorstand bestellt. Ab 2011 hat
Dr. Andorfer mit seiner Expertise und Erfahrung den Aufsichtsrat bereichert, stand jedoch 2021 für eine Wiederwahl nicht
mehr zur Verfügung. Der Aufsichtsrat bedankt sich herzlich bei Dr. Andorfer für seine langjährige und äußerst erfolgreiche
Tätigkeit für die Oberbank. Der Nominierungsausschuss hat sich in einer außerordentlichen Sitzung am 10. Mai 2021 in
Beisein der Staats-kommissärin mit der vorzeitigen Verlängerung des Vorstandsmandats von Generaldirektor Dr. Franz
Gasselsberger beschäftigt und am Tag darauf dem Aufsichtsrat die vorzeitige Verlängerung empfohlen.
Im November hat am Vorabend der 4. ordentlichen Aufsichtsratssitzung eine weitere außerordentliche Sitzung des
Nominierungsausschusses stattgefunden, in der die auf Basis der neuen EBA-Guidelines überarbeitete Fit-&-Proper-Policy
abgesegnet wurde.
Der Vergütungsausschuss hat sich in seiner Sitzung vom 16. März 2021 unter der Leitung von Dr. Martin Zahlbruckner im
Beisein der Staatskommissärin eingehend mit den variablen Vergütungen für die Vorstände für das Geschäftsjahr 2020
anhand der dokumentierten langfristigen Ziele beschäftigt und beschlossen, dass in Entsprechung der EBA Leitlinien für eine
solide Vergütungspolitik 50 % in Aktien und 50 % in Geld ausgezahlt werden, wobei die Aktien einer Haltefrist von drei
Jahren unterliegen und der auf fünf Jahre rückzustellende Anteil zu gleichen Teilen aus Aktien und Cash besteht.
Konzernabschluss
Bericht des Aufsichtsrats
155
Unter Anwendung der Policy zum internen Identifizierungsprozess sogenannter RisikokäuferInnen wurde die Beurteilung der
Anwendbarkeit der festgelegten Vergütungsgrundsätze auf MitarbeiterInnen unterhalb der Vorstandsebene und der an
diese für das Geschäftsjahr 2020 zu gewährenden variablen Vergütungen durchgeführt.
Die variablen Vergütungen an die unterhalb der Vorstandsebene mit Einfluss auf das Risikoprofil der Bank tätigen Personen
sind sehr gering. Daher beschränken sich die in Entsprechung der EBA-Leitlinien für eine solide Vergütungspolitik
festgelegten Auszahlungsmodalitäten auf den Vorstand der Oberbank. Sehr intensiv wurde in dieser Sitzung auch an dem
der Hauptversammlung erstmals vorzulegenden Vergütungsbericht für den Vorstand und den Aufsichtsrat gearbeitet. Der
Bericht wurde verabschiedet und dem Gesamtaufsichtsrat dessen Vorlage an die Hauptversammlung empfohlen, was dieser
in der Sitzung am 17. März 2021 auch beschlossen hat. Auch wurde dem Gesamtaufsichtsrat empfohlen, die
Vergütungspolicy für den Vorstand und den Aufsichtsrat aufgrund der in der Vergütungsausschusssitzung beschlossenen
Anpassungen neuerlich der Hauptversammlung vorzulegen, was dieser ebenfalls beschlossen hat. In der außerordentlichen
Sitzung am 10. Mai 2021 hat sich der Vergütungsausschuss im Beisein der Staatskommissärin in Vorbereitung auf die
Aufsichtsratssitzung am 11. Mai intensiv mit dem Vorstandsvertrag von Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger
auseinandergesetzt und diesen für den Fall seiner vorzeitigen Verlängerung beschlossen. In der außerordentlichen Sitzung
am 22. November 2021 wurde die für alle Mitarbeiterkategorien geltende generelle Vergütungspolicy in einer auf Basis der
neuen EBA-Leitlinien überarbeiteten Version abgesegnet.
Der Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2021 zweimal getagt und alle ihm laut Gesetz obliegenden Aufgaben erfüllt.
Über die Ergebnisse der Arbeit im Prüfungsausschuss wurde das Plenum des Aufsichtsrats in der jeweils nachfolgenden
Sitzung informiert.
Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 17. März 2021 den Jahresabschluss, den Lagebericht, den (konsolidierten)
nichtfinanziellen Bericht (Nachhaltigkeitsbericht) und den (konsolidierten) Corporate Governance Bericht der Oberbank AG
geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich nach eingehender Diskussion und Prüfung dem
Ergebnis des Prüfungsausschusses angeschlossen, erklärte sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt
Lagebericht einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag, dem nichtfinanziellen Bericht und dem Corporate Governance
Bericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2020, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt war. Der
Prüfungsausschuss hat in dieser Sitzung auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2020
geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen.
Auch der Dividendenvorschlag für 2020 wurde im Lichte der dringenden Empfehlung der EZB zur Dividenden-beschränkung
vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 17. März 2021 empfehlungskonform beschlossen. Konnten zunächst aus dem
Bilanzgewinn in Höhe von MEUR 31 nur 58 Cent pro Aktie unbedingt ausbezahlt werden, so konnten auf Grundlage des von
der Hauptversammlung im Mai 2021 gefassten Gewinnverwendungsbeschlusses nach Wegfall der Dividendenbeschränkung
im 4. Quartal 2021 noch weitere 17 Cent pro Aktie an Dividende nachgezahlt werden, sodass den Aktionären letztlich
insgesamt die ursprünglich avisierten 75 Cent je Aktie zufließen konnten.
Aufgrund der Verpflichtung zur externen Rotation des Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Jahres- und
Konzernabschlusses des Geschäftsjahres 2022, hat der Prüfungsausschuss schon 2020 ein Auswahlverfahren im Sinne des
Art. 16 der EU-Abschlussprüferverordnung eingeleitet und sich im Rahmen dessen intensiv mit den Bewerbern
auseinandergesetzt. In der Prüfungsausschusssitzung im 1. Quartal 2021 wurde eine begründete Empfehlung an den
Aufsichtsrat für die Bestellung von Abschlussprüfern in der Hauptversammlung 2021 beschlossen, die zwei Vorschläge für
das Prüfungsmandat sowie die Präferenz des Prüfungsausschusses enthielt. Der Aufsichtsrat hat sich nach eingehender
Diskussion der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und beschlossen, der Hauptversammlung die Deloitte
Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, Wien, sowie die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Wien, mit einer
Präferenz für Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, Wien, als Abschluss- und Bankprüfer für den Jahres- und
Konzernabschluss betreffend das Geschäftsjahr 2022 vorzuschlagen.
Konzernabschluss
Bericht des Aufsichtsrats
156
Rechtsausschuss
Aufgrund der von UniCredit Bank Austria eingeleiteten Rechtsstreitigkeiten hat der Aufsichtsrat in der Sitzung am
17. September 2019 beschlossen, einen eigenen Sonderausschuss für die rechtlichen Fragestellungen und die von UniCredit
Bank Austria angestrengten Verfahren einzurichten. Die Notwendigkeit ergab sich insbesondere aufgrund der inzwischen
gerichtlich bestätigten Weitergabe vertraulicher Informationen aus dem Aufsichtsrat an die Rechtsvertreter der klagenden
Großaktionärin. Der Rechtsausschuss hat im Berichtsjahr 5 Sitzungen jeweils im Beisein der Staatskommissärin oder ihrer
Stellvertreterin abgehalten. Vier dieser fünf Sitzungen erfolgten tourlich in Vorbereitung auf die nachgelagerte
Aufsichtsratssitzung, in der jeweils auch der Gesamtaufsichtsrat über den Stand der Verfahren informiert wurde.
Der in der Sitzung vom 21. Mai 2021 zur Klärung der von UniCredit Bank Austria im Zusammenhang mit dem rechtskräftig
gewordenen Urteil des OLG-Linz zur Verringerung des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung 2019 aufgeworfenen Fragen
beigezogene Rechtsanwalt der Rechtsanwaltskanzlei Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH hat sowohl in der
außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 12. Juli 2021 als auch in der Rechtsausschusssitzung am 27. September 2021
bestätigt, dass sich aus dem Urteil keinerlei Handlungsnotwendigkeiten für Vorstand oder Aufsichtsrat ergeben. In den
anderen von der UniCredit Bank Austria AG seit 2019 nicht nur gegen die Oberbank, sondern auch gegen die BTV und die
BKS angestrengten Verfahren haben alle bisher ergangenen Gerichtsentscheidungen die zentralen Rechtsstandpunkte der
UniCredit Bank Austria AG – zum Teil bereits rechtskräftig – abgelehnt.
Hauptversammlung
Die ordentliche Hauptversammlung fand am 11. Mai 2021 coronabedingt in Form einer virtuellen Versammlung statt. Die
damit verbundenen technischen und organisatorischen Herausforderungen wurden hervorragend gemeistert.
Die Mandate von Dr. Ludwig Andorfer und Dir. Gerhard Burtscher endeten durch Zeitablauf. Dir. Gerhard Burtscher wurde
von der Hauptversammlung wiedergewählt; in das nach Dr. Ludwig Andorfer frei gewordene Mandat wurde ich von der
Hauptversammlung neu gewählt. Für das mir damit entgegengebrachte Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre möchte
ich mich sehr herzlich bedanken. Es gab zu den Beschlüssen der Hauptversammlung 2021 keine Anfechtungen.
Bankprüfer
Die Buchführung, der Jahresabschluss 2021 der Oberbank AG und der Lagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH,
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt, den
gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen, weshalb der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde.
Der in Übereinstimmung mit den in der EU anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte
Konzernabschluss 2021 und der in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften
erstellte Konzernlagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft,
Linz, geprüft.
Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt, den gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen. Nach Überzeugung der
Bankprüfer vermittelt der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum
31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Geschäftsjahres vom 1. Jänner bis 31. Dezember
2021. Der Abschlussprüfer bestätigt, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und dass die
gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach
österreichischem Recht erfüllt sind.
Konzernabschluss
Bericht des Aufsichtsrats
157
Die MitarbeiterInnen der Oberbank AG sind fleißig und hochqualifiziert. Sie zeichnet ein außergewöhnlicher Einsatz und
hohes persönliches Engagement aus. Nur dadurch war in Verbindung mit dem Vorstand, der den entsprechenden Rahmen
schafft, die neuerlich exzellente Ergebnisentwicklung in einem herausfordernden Umfeld möglich. Dies würdigt der
Aufsichtsrat als besondere Leistung und bedankt sich bei Vorstand, Führungskräften und MitarbeiterInnen.
Linz, im März 2022
Der Aufsichtsrat
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernabschluss
Organe der Bank zum 31.12.2021
158
Aufsichtsrat
Ehrenpräsident: Dkfm. Dr. Hermann BELL
Vorsitzender: Dr. Andreas KÖNIG (Vorsitzender seit 11.05.2021)
Stellvertreter: Mag. Dr. Martin ZAHLBRUCKNER (Vorsitzender bis 11.05.2021)
Mitglieder: Direktor Gerhard BURTSCHER
Mag. Hannes BOGNER
Mag. Dr. Stephan KOREN
Univ.-Prof. MMMag. Dr. Barbara LEITL-STAUDINGER
Alfred LEU
DI Franz-Peter MITTERBAUER
MMag. Dr. Barbara STEGER
Mag. Dr. Herta STOCKBAUER
Staatskommissärin: Oberrätin Mag. Angelika SCHLÖGEL
Staatskommissär-Stv.: MR Mag. Jutta RAUNIG
Vertreter des Betriebsrates: Wolfgang PISCHINGER, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG
Alexandra GRABNER
Susanne BRAUN
Elfriede HÖCHTEL
Sven ZEISS
Vorstand: Generaldirektor Dr. Franz GASSELSBERGER, MBA
Vorstandsdirektor Mag. Dr. Josef WEIßL, MBA
Vorstandsdirektor Mag. Florian HAGENAUER, MBA
Vorstandsdirektor Martin SEITER, MBA
Lagebericht der Oberbank AG
Allgemeines zum Lagebericht der Oberbank AG
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und bei der Errechnung der Veränderungsraten können
geringfügige Differenzen im Vergleich zur Ermittlung aus den nicht gerundeten Beträgen auftreten.
Mit diesem Bericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Oberbank AG verbunden.
Auf ein eigenes Glossar wurde im vorliegenden Bericht verzichtet, da entweder bekannte Begriffe verwendet
wurden oder spezielle Termini direkt im Text erklärt werden.
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
160
Weltwirtschaft gelingt Comeback
Das zweite Jahr der Pandemie lässt vor allem mit Blick auf 2020 den Vergleich mit einer Achterbahnfahrt zu. So stark
im ersten vollen Coronajahr der Schock und die damit verbundene Schrumpfung der Wirtschaft um 3,5 % war, so
stark war mit einem Plus von 5,9
21
% das Wachstum im abgelaufenen Jahr. Es ist zwar naheliegend, dass es nach
einer schweren Krise zu gewissen Basiseffekten kommen wird, jedoch wurde die Coronakrise 2021 noch nicht einmal
überwunden und es gibt durchaus gewichtige Treiber für das starke Wachstum. Große Teile der Weltwirtschaft
wissen nun mit dem Virus umzugehen, viele Notenbanken blieben einen großen Teil des Jahres expansiv und auch
die fiskalpolitische Unterstützung war ungebrochen groß. Letzter Punkt trifft vor allem auf die USA zu, wo 2021 ein
Wirtschaftswachstum von 5,7 %
22
zu Buche stand und die Arbeitslosenquote mit 3,9 %
23
wieder unter des
Vorkrisenniveau gesunken ist. Das Wachstum hätte global aber durchaus höher ausfallen können, denn zusätzlich zur
Coronakrise gesellten sich Probleme in den globalen Lieferketten und ein starker Anstieg der Energiepreise. Dieser
Energiepreisanstieg führte vor allem in China zu Energieknappheit und daher zu einer starken Belastung der
Wirtschaft bis hin zu Betriebsschließungen. Trotz dieser globalen Faktoren und Problemen im nationalen
Immobiliensektor konnte von China am Ende ein Wachstum von 8,1 %
24
erzielt werden.
EU mit Rekordquartal zurück auf Expansionskurs
In der Europäischen Union wurde vor allem in den Sommerquartalen der Grundstein für die Expansion gelegt. Im
zweiten Quartal wurde ein Jahreswachstum von 13,8 %
25
erreicht und damit ein Wert wie nie zuvor. Bereits im
dritten Quartal wurde das Vorkrisenniveau erreicht und das Jahr mit einem Wachstum von 5,2 %
26
abgeschlossen.
Am größten waren die Belastungsfaktoren in Ländern mit einem hohen Anteil an verarbeitenden Gewerbe aufgrund
von Lieferkettenproblemen. Als Beispiel kann Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum von + 2,8 %
27
genannt
werden, verglichen mit den großen Verlierern aus dem Vorjahr wie Italien oder Spanien, welche ein Wachstum von
+ 6,3 %
28
bzw. + 5,0 %
29
vorweisen können. Die Länder in Mittel- und Osteuropa konnten nach einem verglichen mit
den Kernländern geringeren BIP-Verlust im Jahr 2020 im aktuellen Jahr ein dynamisches Wachstum erzielen.
Besonders stark war das Wachstum zum Beispiel in Ungarn mit + 7,1 %
30
wohingegen Tschechien mit + 3,3 %
31
verhaltener wuchs.
Österreich mit kräftiger Erholung
Der Wirtschaftsaufschwung 2021 war in Österreich heterogen, insgesamt sehr kräftig und stärker als erwartet.
Während zum Beispiel im Verarbeitenden Gewerbe die Krise Ende 2020 schon überwunden schien und dämpfend
vor allem die Lieferengpässe wirkten, setzte das Infektionsgeschehen vor allem den Dienstleistern zu. Als in den
Sommermonaten die wirtschaftliche Erholung vor allem durch die krisengeschüttelten Branchen wie Gastronomie,
Hotellerie getragen wurden, viel deren Beitrag mit ansteigenden Infektionszahlen und dem erneuten Lockdown im
Herbst wieder zurück. Dennoch hat die vierte Coronawelle das Wirtschaftswachstum 2021 von + 4,9 %
32
nur
geringfügig beeinträchtigt
21
International Monetary Fund
22
Federal Reserve
23
Bureau of Labor Statistics
24
National Bureau of Statistics of China
25
Eurostat
26
Eurostat
27
Deutsche Bundesbank / DESTATIS
28
Istat
29
Banco de Espana
30
Hungarian Central Statistical Office
31
Czech Statistical Office
32
Österreichische Nationalbank
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
161
Notenbanken im Dilemma
Auch das Jahr 2021 lag zu Beginn im Zeichen weiterhin sehr expansiver gelpolitischer Krisenpolitik und
dementsprechend tief war das generelle Zinsniveau. Dies kommt darin zum Ausdruck, dass der durchschnittliche
Drei-Monats-Euribor mit - 0,549
33
nochmal deutlich unter dem Vorjahr lag und auch der EUR-Zehn-Jahres-SWAP im
Durchschnitt mit 0,0528 %
34
historisch den zweitniedrigsten Stand aufweist. Im Laufe des Jahres wurde immer
deutlicher, dass die Notenbanken vor einem Dilemma standen. Einerseits stieg die Inflation bedingt durch
Wirtschaftsaufschwung, Lieferkettenproblemen, Fachkräftemangel und hohen Rohstoffpreisen immer weiter an, was
nach einer restriktiveren Geldpolitik verlangen würde. Auf der anderen Seite stehen die Notenbanken vor dem
politischen Dilemma den konjunkturellen Aufschwung nicht gefährden zu wollen. Das Resultat daraus ist, dass die
Notenbanken zum Jahresende immer weniger in der Lage waren, den vom Markt eingepreisten
Zinssteigerungserwartungen verbal entgegenzutreten und sich auch das Bild der temporären Inflation als falsch
herausstellte. Somit begannen immer mehr Notenbanken ihre expansive Geldpolitik zurückzufahren und die Zinsen
zu erhöhen.
Währungsentwicklung
EUR/USD blieb 2021 in einer etwas geringeren Spanne von etwa 9,0 %, jedoch war das abgelaufene Jahr ein
Spiegelbild des Vorjahres und der EUR verlor ab dem Frühjahr, resultierend aus einer schnelleren Erholung der US-
Wirtschaft und einer sich abzeichnenden restriktiveren Geldpolitik der FED, immer weiter an Wert. Zwar konnte zu
Jahresbeginn mit 1,2327
35
nochmal das Vorjahreshoch übertroffen werden, dafür ging es im Jahresverlauf bergab bis
auf ein Jahrestief von 1,1199
36
. Im Jahresdurchschnitt handelte EUR/USD mit 1,1828
37
über dem Vorjahreskurs von
1,1419
38
. Auch gegenüber der Tschechischen Krone musste der Euro im Jahresdurchschnitt mit 25,642
39
Federn
lassen, dafür konnte der Euro gegenüber Ungarischen Forint im Jahresdurchschnitt mit 358,52
40
leicht zulegen.
Börsen 2021 – ein gutes Jahr für Aktien
Generell war das Jahr 2021 ein sehr Gutes für Aktien. Die Volatilität war über das Jahr gesehen gering und die
Unternehmen verdienten, auch dank staatlicher Unterstützung, recht ordentlich. Korrekturen wurden über das
laufende Jahr recht schnell wieder für Käufen genutzt, sodass die meisten Jahrescharts nur einen Weg kannten.
Lediglich mit dem Beginn der Diskussion über eine schnelleren Zinserhöhungspfad der FED kam es im Herbst zu einer
größeren Korrektur aber auch von dieser konnten sich die Märkte zum Jahresende hin wieder erholen. Steigende
Zinsen könnten jedoch im Jahr 2022 zum Belastungsfaktor für Aktien werden.
33
European Money Market Institute
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Bloomberg Generic
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Bloomberg Generic
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Bloomberg Generic
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Bloomberg Generic
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Bloomberg Generic
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Bloomberg Generic
40
Bloomberg Generic
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
162
Bilanzsumme deutlich höher
Die Bilanzsumme der Oberbank AG zum 31.12.2021 war mit 26.150,2 Mio. Euro um 12,7 % höher als im Vorjahr.
Dieser Zuwachs wurde aktivseitig vor allem von den Forderungen an Kunden (18.346,8 Mio. Euro, + 6,7 %) und von
der Bilanzposition "Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern" mit einem Zuwachs von
109,0 % getragen.
Auf der Passivseite verzeichneten die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (14.716,9 Mio. Euro, + 12,7 %) sowie die
verbrieften Verbindlichkeiten (2.207,8 Mio. Euro, + 19,0 %) die größten Zuwächse. Der Zuwachs passivseitig war auch
noch von der Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" mit + 15,8 % verursacht.
Die Verwendung von Finanzinstrumenten wird im Anhang der Oberbank AG detailliert dargestellt.
Ertragslage
Die Betriebserträge der Oberbank AG waren 2021 mit 538,1 Mio. Euro höher 5,0 % als 2020.
Der Nettozinsertrag erhöhte sich um 3,0 % auf 291,1 Mio. Euro.
Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen lagen mit 33,1 Mio. Euro um 0,3 % über jenen des Vorjahres.
Das Provisionsergebnis belief sich auf 211,2 Mio. Euro und war im Vergleich zu 2020 um 11,7 % höher.
Die Betriebsaufwendungen waren 2021 mit 333,2 Mio. Euro um 4,5 % höher als im Jahr zuvor.
Der Personalaufwand erhöhte sich um 1,7 % auf 190,0 Mio. Euro. Der Sachaufwand stieg um 4,6 % auf 102,2 Mio.
Euro. Das Betriebsergebnis stieg um 5,6 % auf 204,8 Mio. Euro.
Spannenentwicklung 2021 2020 Veränd.
Nettozinsspanne 1,18% 1,26% - 0,08 %-P.
Nettoprovisionsspanne 0,78% 0,76% 0,02 %-P.
Ertragsspanne 2,18% 2,29% - 0,11 %-P.
Aufwandsspanne 1,35% 1,42% - 0,07 %-P.
Betriebsergebnisspanne 0,83% 0,87% - 0,04 %-P.
Unternehmenskennzahlen 2021 2020 Veränd.
Return on Equity vor Steuern 7,5 % 7,5 % 0 %-P.
Return on Equity nach Steuern 5,6 % 5,8 % - 0,2 %-P.
Cost-Income-Ratio 61,9 % 62,2 % - 0,3 %-P.
Der RoE vor Steuern 2020 blieb stabil bei 7,5 %, nach Steuern ging dieser geringfügig von 5,8 % auf 5,6 % zurück.
Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich um 0,3 %-Punkte auf 61,9 %.
Im Rahmen der Kreditrisikogebarung wurden für alle erkennbaren Risiken, soweit Zweifel an der Einbringlichkeit von
Forderungen oder Teilen von Forderungen bestehen, ausreichend vorgesorgt. Daneben wurden Beiträge an die
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m. b. H. geleistet, die als gemeinsame Deckungsvorsorge für
Großkreditrisiken der 3 Banken Gruppe dienen.
Unter Berücksichtigung der Forderungsverluste und der Provisionszahlung an die ALGAR belief sich 2021 die
Kreditrisikogebarung der Oberbank AG auf 33,9 Mio. Euro (2020: 33,8 Mio. Euro), die Wertberichtigungsquote betrug
0,18 % (2020: 0,20 %).
Nettoprovisionserträge nach Sparten (in 1.000 EUR) 2021 2020 Veränd.
Kredit- und Garantieprovisionen 38.395 35.831 7,2%
Wertpapiergeschäft 67.978 57.879 17,4%
Zahlungsverkehr 61.071 56.556 8,0%
Devisen- und Valutengeschäft 19.338 16.039 20,6%
Sonstige Provisionserträge 5.070 4.291 18,2%
Summe 191.852 170.595 12,5%
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
163
Der Saldo aus Bewertungen und realisierten Kursgewinnen / -verlusten bei Wertpapieren des Anlage- und
Umlaufvermögens sowie bei den Beteiligungen belief sich 2021 auf 4,3 Mio. Euro, nach 3,1 Mio. Euro 2020.
Damit erhöhte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 5,2 % auf 166,3 Mio. Euro.
Der Steueraufwand lag mit 43,8 Mio. Euro um 17,8 % über dem des Vorjahres. Damit erhöhte sich der
Jahresüberschuss 2021 im Vergleich zum Vorjahr um + 1,3 % auf 122,5 Mio. Euro.
Gewinnverteilungsvorschlag
Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der
Oberbank AG, festgestellt. Der Jahresüberschuss der Oberbank AG betrug im Geschäftsjahr 2021 122,5 Mio. Euro.
Nach Rücklagendotation von 87,2 Mio. Euro und nach Zurechnung des Gewinnvortrags von 0,2 Mio. Euro ergibt sich
ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von 35,5 Mio. Euro.
Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende von Euro 1,00 je
bezugsberechtigter Aktie auszuschütten. Daraus ergibt sich bei 35.307.300 Stammaktien ein Ausschüttungsbetrag
von 35,3 Mio. Euro. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von 214.578,02 Euro auf neue
Rechnung vorzutragen.
Ausgezeichnete Ausstattung mit Eigenmitteln
Die Eigenmittel gemäß Art. 72 CRR betrugen zum 31.12.2021 2.650,1 Mio. Euro, davon entfielen 2.221,5 Mio. Euro
auf das harte Kernkapital. Der Gesamtrisikobetrag belief sich auf 14.259,3 Mio. Euro.
Daraus errechneten sich zum 31.12.2021 eine harte Kernkapitalquote von 15,58 % (Erfordernis 7,06 %), eine
Kernkapitalquote von 15,93 % (Erfordernis 8,56 %) und eine Gesamtkapitalquote von 18,59 % (Erfordernis 10,56 %).
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
164
Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
Oberbank - Eigenmittel Säule I 31.12.2021 31.12.2020 Veränd.
Beträge in € 1.000
Gezeichnetes Kapital 105.922 105.922 0
Kapitalrücklagen 505.523 505.523 0
Gewinnrücklagen 1.650.606 1.558.841 91.765
Aufsichtliche Korrekturposten -56 -83 27
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals -40.494 -39.352 -1.142
Hartes Kernkapital 2.221.501 2.130.851 90.650
AT1-Kapitalinstrumente 50.000 50.000 0
Abzüge von Posten des AT 1-Kapitals 0 0 0
Zusätzliches Kernkapital 50.000 50.000 0
KERNKAPITAL 2.271.501 2.180.851 90.650
anrechenbare Ergänzungskapitalinstrumente 345.098 356.117 -11.019
Nominalkapital Vorzugsaktien gem. ÜRL 0 0 0
AT1-Kapitalinstrumente gem. ÜRL 0 0 0
Ergänzungskapitalposten gem. nationalen Umsetzungsmaßnahmen 15.406 30.813 -15.407
Allgemeine Kreditrisikoanpassungen 32.000 23.000 9.000
Abzüge von Posten des Ergänzungskapitals -13.893 -17.047 3.154
Ergänzungskapital 378.611 392.883 -14.272
EIGENMITTEL 2.650.112 2.573.734 76.378
Gesamtrisikobetrag gem. Art. 92 CRR
Kreditrisiko 13.292.439 12.487.392 805.047
Marktrisiko, Abwicklungsrisiko und CVA-Risiko 45.609 39.278 6.331
operationelle Risiko 921.250 925.722 -4.472
Gesamtrisikobetrag 14.259.298 13.452.392 806.906
Eigenmittelquoten gem. Art. 92 CRR
Harte Kernkapitalquote 15,58% 15,84% -0,26% Pte
Kernkapitalquote 15,93% 16,21% -0,28% Pte
Gesamtkapitalquote 18,59% 19,13% -0,55% Pte
Gesetzliches Erfordernis Eigenmittelquoten gem. ÜRL in %
Harte Kernkapitalquote 7,06% 7,06% 0,00%
Kernkapitalquote 8,56% 8,56% 0,00%
Gesamtkapitalquote 10,56% 10,56% 0,00%
Gesetzliche Eigenmittelanforderungen gem. ÜRL in T€
Hartes Kernkapital 1.006.706 949.739 56.968
Kernkapital 1.220.596 1.151.525 69.071
Gesamtkapital 1.505.782 1.420.573 85.209
Freie Kapitalbestandteile
Hartes Kernkapital 1.214.795 1.181.112 33.682
Kernkapital 1.050.905 1.029.326 21.579
Gesamtkapital 1.144.330 1.153.161 -8.831
Gesetzliches Erfordernis EM-Quoten Säule II (incl. 1,3% SREP-Aufschlag)
Harte Kernkapitalquote 7,80% 7,79% 0,00%
Kernkapitalquote 9,54% 9,54% 0,00%
Gesamtkapitalquote 11,86% 11,86% 0,00%
Gemäß § 23 BWG in Verbindung mit § 103q Z 11 BWG wurde ab 1.1.2016 ein Kapitalerhaltungspuffer eingeführt, der
in Form von hartem Kernkapital zu halten ist. Seit 2019 beträgt der Puffer 2,50 %.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
165
Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (gemeinsam kurz: UniCredit) haben in
der Hauptversammlung der Oberbank im Mai 2019 den Antrag gestellt, einen dritten ihnen zuzurechnenden
Vertreter in den Aufsichtsrat der Oberbank zu wählen. Dieser Antrag fand keine Zustimmung. Die UniCredit hat in der
Folge eine Klage auf Anfechtung einzelner Hauptversammlungsbeschlüsse erhoben. Das diesbezügliche Verfahren
wurde am 20. Dezember 2019 geschlossen.
Nachdem das Landesgericht Linz sämtliche Klagebegehren der UniCredit negativ beschieden hatte, hat das OLG Linz
diese Entscheidung insofern revidiert, als die von der Hauptversammlung im Mai 2019 beschlossene Reduktion der
KapitalvertreterInnen von zwölf auf elf für nichtig erklärt wurde. Dem Feststellungbegehren der UniCredit auf Wahl
des von ihr nominierten Kandidaten wurde jedoch nicht stattgegeben. Dieses Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Es
hat abgesehen von der bestätigten Nichtwahl des von UniCredit beantragten Kandidaten keine weiteren rechtlichen
Auswirkungen. Relevante bilanzielle Auswirkungen dieses Verfahrens sind nicht erkennbar.
Ende Dezember 2019 hat die UniCredit die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der
AktionärInnen der Oberbank beantragt, die am 4. Februar 2020 stattfand. Die Anträge der UniCredit (Sonderprüfung
der Oberbank-Kapitalerhöhungen seit 1989, Beendigung eines Schiedsverfahrens mit der Generali-3 Banken-Holding)
fanden keine Zustimmung.
Auch in der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2020 stellte die UniCredit Anträge auf Durchführung von
Sonderprüfungen, die jedoch keine Mehrheit fanden. Die UniCredit hat einerseits Anfechtungsklage gegen diese
Beschlüsse eingebracht. Andererseits hat sie bezüglich des Antrags auf Sonderprüfung aus der außerordentlichen
Hauptversammlung 2020 im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen der BKS Bank AG (kurz: BKS)
beziehungsweise der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: BTV) im Jahr 2018 und bezüglich einiger abgelehnter
Sonderprüfungsthemen aus der ordentlichen Hauptversammlung 2020 einen gerichtlichen Antrag auf Sonderprüfung
gestellt. Der von UniCredit gestellte gerichtliche Antrag auf Sonderprüfung wurde vom Landesgericht Linz teilweise
abgewiesen und hinsichtlich der übrigen Themen das Verfahren bis zur Erledigung des anhängigen Zivilprozesses
betreffend die Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung 2020 unterbrochen.
Die Anfechtungsverfahren wurden bis zur Klärung übernahmerechtlicher Vorfragen unterbrochen.
Die UniCredit hat Ende Februar 2020 Anträge bei der Übernahmekommission gestellt, mit denen überprüft werden
soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt
haben. Die Oberbank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate bei der BTV und bei der BKS unmittelbar
betroffen. Die Syndikate der BTV und BKS wurden mit nach wie vor gültigen Bescheiden der Übernahmekommission
aus dem Jahr 2003 genehmigt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und
Willensbildung der Syndikate verändert sowie diese insgesamt seit dem Jahr 2003 ihr Stimmgewicht in
übernahmerechtlich relevanter Weise ausgebaut hätten und dadurch eine Angebotspflicht ausgelöst worden wäre.
Dazu haben zwischen dem 27. September 2020 und dem 1. Oktober 2020 drei Verhandlungstage mit umfangreichen
Zeugeneinvernahmen vor der Übernahmekommission stattgefunden. Die Entscheidung steht nach wie vor aus.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass diese
übernahmerechtliche Prüfung zu keiner Angebotspflicht führen wird.
Gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vom 11. Mai 2021 wurden keine Anfechtungen erhoben.
Ende Juni 2021 hat UniCredit neue Unterlassungs- und Feststellungsklagen beim Landesgericht Linz eingebracht. Im
Wesentlichen geht es um die Feststellung, dass die Beschlüsse des Vorstands der Oberbank auf Durchführung der
letzten 4 Kapitalerhöhungen der Oberbank und die Beschlüsse zur Leistung von Zuschüssen an die Generali 3Banken
Holding AG für die Kapitalerhöhungen der 3 Banken nichtig seien, und dass es der Vorstand in Zukunft unterlassen
solle, derartige Zuschüsse zu leisten oder Aktionären, die mit der Oberbank wechselseitig beteiligungsmäßig
verbunden sind, Aktien im Zuge von Kapitalerhöhungen zuzuteilen.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
166
Es gibt noch keinen Termin für eine erste Tagsatzung beim LG-Linz, allerdings wurden die simultan beim LG-Innsbruck
eingebrachten Klagebegehren gegen die BTV in erster Instanz vollumfänglich abgewiesen. Der Vorstand der
Oberbank sieht nach sorgfältiger Prüfung bei diesem Verfahren wie bei allen anderen anhängigen Verfahren keine
relevanten bilanziellen Auswirkungen.
Wesentliche Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres
Siehe Anhang für Geschäftsjahr 2021 Punkt V.
Forschung und Entwicklung
Auf der Basis der Bedürfnisse ihrer KundInnen entwickelt die Oberbank individuelle Finanzdienstleistungen im
Finanzierungs- und Anlagebereich. In der Forschung und Entwicklung im klassischen Sinn ist sie jedoch nicht tätig.
Entwicklung in den Geschäftsfeldern der Oberbank AG
Geschäftsfeld Firmenkunden
167
Firmenkredite
Das Kommerzkreditvolumen der Oberbank stieg 2021 um 6,3 % auf 14.410,4 Mio. Euro. Aufgrund der hervorragenden
Kapitalausstattung und Liquidität der Oberbank konnten den Unternehmen weiterhin ausreichend Finanzmittel zur
Verfügung gestellt werden.
Investitions-, Umwelt-, Innovations- und Coronaförderungen
Im Jahr 2021 wurden von der Oberbank im Bereich der Coronaförderungen sowie der klassischen
Unternehmensförderungen für Investitionen, umweltrelevante Projekte und F&E&I-Vorhaben 1.736 Kundenprojekte
eingereicht, was einer neuerlichen Steigerung gegenüber dem Schnitt der letzten Jahre entspricht. Dies führte dazu,
dass sich auch das Gesamtobligo der ausgereichten Förderkredite erneut um 17,3 % auf über 1,7 Mrd. Euro erhöhte.
Strukturierte Finanzierungen
Die Nachfrage nach strukturierten Finanzierungslösungen befand sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 auf
Rekordniveau. Es wurden um etwa ein Fünftel mehr Geschäftsfälle bearbeitet als im Vorjahr, das Projektvolumen der
bearbeiteten Geschäftsfälle lag sogar um fast 27% über dem des Jahres 2020. Insgesamt konnten 75 Fälle erfolgreich
abgeschlossen und dabei Finanzierungen mit einem Volumen von knapp einer Milliarde Euro ausgereicht werden.
Als Erfolgstreiber lassen sich insbesondere Immobilien-, Tourismus- sowie herausfordernde
Wachstumsfinanzierungen identifizieren. Bei den M&A-Finanzierungen konnte zudem das hohe Niveau des Vorjahres
bestätigt werden. Eine sehr gut gefüllte Pipeline erlaubt zumindest für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2022
einen weiterhin sehr positiven Ausblick.
Private Equity und Mezzaninkapital
2021 verzeichnete der Oberbank Opportunity Fonds 130 Anfragen und konnte das hohe Niveau des Vorjahres wieder
erreichen. In den von Corona geprägten unsicheren Zeiten nimmt insbesondere die Bedeutung von
Mezzaninfinanzierungen und Private Equity (Eigenkapital)-Beteiligungen als bilanzstärkende
Finanzierungsinstrumente bei den Unternehmen wieder deutlich zu. Seit seiner Gründung hat der Oberbank
Opportunity Fonds 97 Transaktionen und zehn Add-on-Investments mit Eigen- und/oder Mezzaninkapital
beziehungsweise High Yield Capital begleitet und dabei ein Volumen von rund 277 Mio. Euro bereitgestellt. Der Fokus
des Oberbank Opportunity Fonds liegt auf etablierten Unternehmen in späteren Entwicklungsphasen. Um die Lücke
zu den Frühphasen der Finanzierung zu schließen, hat sich die Oberbank am OÖ Hightech-Fonds des Landes OÖ
beteiligt.
Zahlungsverkehr
Die Erträge aus dem Firmenkundenzahlungsverkehr konnten im Jahr 2021 in einem schwierigen Umfeld um 11,4 %
gesteigert werden. Dass diese erfreuliche Entwicklung trotz mehrmaliger Corona-bedingter Lockdowns möglich war,
ist mit einem allgemeinen wirtschaftlichen Nachholeffekt bzw. der Anpassungen der Firmen an die veränderte
Situation (z.B. Aufbau von alternativen Vertriebswegen: Webshops, Click & Collect, …) und der guten
Branchendurchmischung unserer Firmenkunden zu erklären. Weiters konnte, die Anzahl unserer Firmenkunden mit
einem Zahlungsverkehrskonto erhöht werden.
Im Zuge von Prozessverbesserungen bzw. im Sinne der Nachhaltigkeit konnten wieder eine Vielzahl von
Firmenkunden von den Vorteilen einer elektronischen PDF-Kontoauszugszustellung überzeugt werden. Die Anzahl
der Papierauszüge im Firmenbereich wurde nochmals um ca. 22 % gesenkt. Die seit Jänner 2021 laufende
untertägige Auslieferung von SEPA-Zahlungen hat zu einer weiteren Beschleunigung des Zahlungsverkehrs geführt.
Die wichtigsten Projekte in der Produktentwicklung waren die Erweiterung der Banking-App um einige wichtige
Firmenfunktionen bzw. die Bereitstellung des CAMT086 (elektronische Gebührenaufstellung).
Entwicklung in den Geschäftsfeldern der Oberbank AG
Geschäftsfeld Firmenkunden
168
Syndizierung und Schuldscheindarlehen
Im Bereich Konsortialkredite, Sonderkredite und Schuldscheindarlehen verzeichnen wurde gegenüber dem
Bilanzstichtag des Vorjahres ein leichter Anstieg beim aushaftenden Gesamtobligo bei annähernd gleichbleibenden
Stückzahlen verzeichnet.
Im Bereich der Schuldscheindarlehen haltet die überdurchschnittlich hohe Nachfrage bei den Investoren und der
damit einhergehende Margendruck an, sodass hier auch im 4. Quartal 2021 nur sehr ausgewählte Transaktionen
gezeichnet wurden.
Auslandsgeschäft: Dokumentengeschäft, Garantiegeschäft und Exportfinanzierung
Das Dokumentengeschäft hat sich auch in diesen turbulenten Zeiten einmal mehr als eines der sichersten
Absicherungsinstrumente von globalen Lieferketten im internationalen Warenverkehr erwiesen. Dementsprechend
konnte die Oberbank 2021 um 4,5 % mehr dokumentäre Produkte abschließen. Auch beim Volumen ist ein
erfreulicher Zuwachs von 22,4 % zu verzeichnen. Generell geht der Trend hin zu noch mehr Sicherheit. Diese
Nachfrage nach dem „Mehr“ an Sicherheit zeigen die Steigerungen bei der Bestätigung von Akkreditiven im Ausmaß
von 14,7 %.
Die wirtschaftlichen Aussichten für 2022 bleiben all den Turbulenzen zum Trotz aber solide auf Wachstumskurs, auch
wenn die Lieferkettenproblematik den Aufschwung bremsen könnte.
Exportfinanzierung
Die durch das Auftreten von Corona verursachten Störungen der Lieferkette haben auch 2021 zu Verwerfungen im
produzierenden Gewerbe und der Industrie geführt. Zusätzlich hat die durch zahlreiche konjunkturbelebende
Maßnahmen vieler Regierungen weltweit angefachte hohe Nachfrage nach Industriegütern zu einem beinahe
vergessenen Phänomen geführt: der Rohstoff- oder Vorprodukteknappheit. Unsere Kunden haben darauf reagiert
und die Lagerbestände an Rohstoffen, bzw. an Vorprodukten deutlich erhöht. Andere externe Einflussfaktoren, wie
gestiegene Energiekosten und schwer bis gar nicht planbares Verhalten der Abnehmer haben dazu geführt, dass sich
der Bedarf an Betriebsmittellinien unserer Kunden im Jahr 2021 erhöht hat. Die geförderte
Betriebsmittelfinanzierungen der OeKB, die exportierte Unternehmen zu besonders attraktiven Konditionen in
Anspruch nehmen können, sind daher überdurchschnittlich stark nachgefragt worden. So hat sich der Marktanteil
der geförderten Betriebsmittellinien, die an Großunternehmen vergeben werden, der Kontrollbank
Refinanzierungsrahmen (KRR) deutlich auf über 11 % erhöht. Auch der nach wie vor herausragend gute Marktanteil
von 11,5 % bei den geförderten Betriebsmittelfinanzierung für KMUs, dem sogenannten Exportfondskrediten
unterstreicht diese Entwicklung.
Die Investitionstätigkeit exportierender Unternehmen hat sich im Jahr 2021 ebenfalls gesteigert. Durch die
umfassende Beratungstätigkeit und die Fokussierung auf die gesamthaften Bedürfnisse unserer Kunden im Sektor
Exportwirtschaft konnte auch der Marktanteil bei den OeKB-refinanzierten Inlandsinvestitionen von 13 % auf 15,3 %
gesteigert werden.
Factoring - als alternative Finanzierungsvariante weiterhin gefragt
Der positive Trend bei der Neukundengewinnung und beim Volumen setzte sich im sechsten Betriebsjahr fort und
brachte auch 2021 ein sehr erfreuliches Ergebnis. Die neuerliche Steigerung der Factoring-Umsätze um 32,0 % und
das positive Feedback der KundInnen spiegelten diese Entwicklung wider.
Entwicklung in den Geschäftsfeldern der Oberbank AG
Geschäftsfeld Privatkunden
169
Private Kundeneinlagen
Die Spar-, Sicht- und Termineinlagen der KundInnen lagen mit 6.508,3 Mio. Euro um 6,0 % über dem hohen Niveau
des Vorjahres. Die Einlagen auf den Online-Sparprodukten sind 2021 neuerlich stark angestiegen, und zwar um
115,5 Mio. Euro / 12,5 % auf 1.043,2 Mio. Euro. Im Gegensatz dazu sind die Einlagen auf den Sparbüchern im
Vorjahresvergleich um 119,0 Mio. Euro / -4,6 % gesunken. Auch die Anzahl der Sparbücher verringerte sich um rund
48.500 Stück.
Privatkredite: Wohnbaufinanzierungen tragen Zuwachs
Die Privatfinanzierungen der Oberbank zeigten auch 2021 eine erfreuliche Entwicklung. Das aushaftende Volumen
(exkl. Leasing) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % auf 4.057,5 Mio. Euro erhöht.
Auf Grund unverändert hoher Nachfrage nach privatem Wohneigentum, aber auch nach Vorsorgeimmobilien war
auch 2021 die Wohnbaufinanzierung der Hauptträger der positiven Entwicklung im privaten Finanzierungsgeschäft.
Im für Wohnbaufinanzierungen wichtigsten Markt Österreich wurde ein Volumenwachstum von 7,8 % erreicht, auch
in Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei konnten beachtliche Zuwächse verzeichnet werden.
Nachhaltige Kontowelt
Seit 1. Juni 2021 bietet die Oberbank mit dem be(e) green Konto ein nachhaltiges Girokonto an. Das be(e) green
Konto wurde mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet, da in Höhe der jeweiligen Kontoeinlagen
nachhaltige Projekte finanziert werden, die neben wirtschaftlichen auch ökologischen und sozialen Kriterien
entsprechen. Darüber hinaus leistet die Oberbank mit jedem neuen be(e) green Konto einen Beitrag zum Erhalt der
Bienenpopulation und weiterer blütenbestäubender Insekten. Auf Basis dieser Initiative wurden 2021 bereits
46.000 m
2
an Blühflächen geschaffen.
Zusätzlich wurde das be green Sparkonto eingeführt, welches ebenfalls mit dem österreichischem Umweltzeichen
ausgezeichnet worden ist. Im Herbst wurde die Kontowelt noch um das nachhaltige be(e) green Studentenkonto
ergänzt. Die Anzahl der Privatkonten hat sich 2021 um 1.479 auf 192.588 Stück erhöht. Davon sind bereits 23.179
Konten nachhaltige be(e) green Konten.
Green Payments – der Umwelt zuliebe
Beleghafte Überweisungsaufträge verursachen eine hohe CO
2
-Belastung. Moderner Online-Zahlungsverkehr ist nicht
nur schneller und einfacher, sondern auch nachhaltig. Elektronisch beauftragte Zahlungen fallen deshalb unter die
Kategorie Green Payments. In der Oberbank sind bereits 95 % aller von Firmen- und PrivatkundInnen beauftragten
Zahlungen elektronisch.
Einen weiteren Aufschwung gab es nach 2020 auch 2021 bei den kontaktlosen Debitkarten-Zahlungen (NFC). Im
Vergleich zum Jahr 2020 sind bei der Oberbank die kontaktlosen Debitkarten-Zahlungen um 5 % auf 88 % gestiegen.
Digitalisierung
Mitte 2021 wurde auf der Oberbank Website die online Kontoeröffnung für NeukundInnen umgesetzt. Dadurch
haben die KundInnen die Möglichkeit innerhalb von zehn Minuten ein Konto inkl. Internetbanking und Debitkarte
direkt online abzuschließen. Zusätzlich wurde das Angebot an Mobile Payments um SwatchPAY! erweitert. Fast 8 %
aller Zahlungen an POS-Kassen werden bereits mit Mobile Payments abgewickelt. Die Oberbank Banking App wurde
einem Relaunch unterzogen und um die Funktion Push Benachrichtigung über Kontoveränderungen erweitert. Im
Oberbank Kundenportal wurden die Self-Service-Funktionalitäten Verlängerung des eKYC (Know-Your-Customer) und
die Verlängerung des Anlegerprofils für alle Oberbank Länder eingeführt.
Kartenportfolio
Im Juli 2021 hat die Oberbank in Österreich eine eigene goldene Kreditkarte, die „Oberbank Mastercard Gold“, für
Privatkunden eingeführt.
Entwicklung in den Geschäftsfeldern der Oberbank AG
Geschäftsfeld Privatkunden
170
Die neue Oberbank Kreditkarte ist, wie die „Oberbank Mastercard Klassik“, nicht nur mit umfangreichen Mobile
Payment-Funktionen wie Apple Pay, der Oberbank Wallet, SwatchPAY! und Garmin Pay ausgestattet, sondern sie ist
natürlich auch eCommerce-fähig und verfügt über eine umfangreiche Reiseversicherung. Die Freigabe der Internet-
Transaktionen erfolgt bequem in der Oberbank Security App. Bis zum Stichtag
31. Dezember 2021 hat die Oberbank bereits 20.543 eigene Klassik- und Gold Kreditkarten in Umlauf gebracht.
Inklusive der an Partner (Kreditkartenorganisationen) vermittelten Kreditkarten ergibt das ein Gesamtkartenportfolio
an ausgegebenen Privat- und Firmenkreditkarten von 67.690. Die Gesamtanzahl der Debitkarten beträgt mit
31. Dezember 2021 195.467.
Bausparansparen: Auch 2021 Steigerung
Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt 11.903 Bausparverträge abgeschlossen. Das bedeutet im Vergleich zum
Geschäftsjahr 2020 eine Steigerung von 139 Stück bzw. 1,2 %. Mit diesem Zuwachs entwickelte sich die Oberbank
klar besser als der rückläufige Gesamtmarkt.
Bausparfinanzierungen: Rekordergebnis aus 2020 übertroffen
Im Bereich der Wohnbaufinanzierung schätzen die KundInnen vor allem die Vorteile der breit gefächerten und
individuellen Finanzierungslösungen. Die Möglichkeit einer Bausparfinanzierung ist Inhalt jedes
Finanzierungsgespräches. So konnte die Oberbank auch 2021 mit 47,2 Mio. Euro wieder eine neue Bestmarke in der
Vermittlung von Bausparfinanzierungen erzielen, was einer Steigerung um 8,9 Mio. Euro bzw. 23,2% entspricht.
Versicherungen: Vorjahresergebnis deutlich übertroffen
Mit einer Rekord-Produktionssumme von 148,3 Mio. Euro* konnte das sehr gute Vorjahresergebnis wiederum um
17,3 % gesteigert werden. Die Produktion bei Kapitalversicherungen im Privat- und Firmenkundenbereich wurde in
Österreich und Deutschland im Vergleich zu 2020 um 22,8 % erhöht. In dieser Sparte wurden hauptsächlich
fondsorientierte- und fondsgebundene Lebensversicherungen, aber auch Tarife mit nachhaltigen Investments
abgeschlossen. Auch in der Sparte Risikovorsorge verzeichnete die Oberbank eine Steigerung von 34 % zum Vorjahr.
Die Produktion in der Sparte Unfallversicherungen, sowie die Vermittlung von privaten und gewerblichen Sach- und
Kfz-Versicherungen konnte ebenfalls im Vergleichszeitraum zum Vorjahr um 11,6 % gesteigert werden.
Wertpapiergeschäft: Rekordergebnisse des Vorjahres weiter ausgebaut
Wie das Jahr 2020 wurde auch das Jahr 2021 von der Coronapandemie geprägt. Im Gegensatz zu 2020 nahm die
Stärke der negativen Einflüsse auf die Wirtschaft und damit auf den Kapitalmarkt nicht nur ab, sondern es folgte nach
einem Jahr der wirtschaftlichen Rezession 2020 eine im abgelaufenen Jahr robuste wirtschaftliche Erholung und eine
starke, mit wenig Volatilität geprägte Aufwärtsbewegung an den Börsen. Die Grundlage für steigende Kurs an den
Börsen ist auch in der gesteigerten Nachfrage nach Aktien- bzw. Wertpapierveranlagungen im Allgemeinen zu finden.
Im Jahr 2021 wurde der Trend, dass Bewegung in das starre Spar- und Investitionsverhalten von Privatpersonen
kommt, weiter verstärkt. Diese Entwicklung in Richtung Wertpapierveranlagungen wurde insbesondere von einer
Inflation in einer aus den Vorjahren unbekannten Höhe unterstützt. Privatpersonen wie auch Unternehmen
erkannten 2021 die Notwendigkeit für das vorhandene Vermögen Alternativen zum Sparbuch bzw. Festgeldkonto zu
finden. Die erhöhte Wertpapieraktivität unserer KundInnen führte zu Rekordwerten bei den Kurswerten auf
Kundendepots in Höhe von 21,2 Mrd. Euro. Das entspricht einem Wachstum um 26,8 % bzw. um 4,5 Mrd. Euro im
Vergleich zum vorangegangenen Jahr. Über das ganze Jahr hinweg war die Transaktionstätigkeit der KundInnen auch
im Aktiengeschäft mittels Brokerage und Kundenportal enorm hoch. Auch bei den nachhaltigen Produkten wurde ein
weiterer Nachfrageanstieg verzeichnet. 188,7 Mio. Euro und damit 32,8 % der Zuflüsse in Publikumsfonds der
3 Banken-Generali Investmentfonds- Gesellschaft m.b.H. entfielen auf nachhaltige Fonds.
In Summe konnte im Wertpapiergeschäft der Oberbank ein Provisionswachstum von 17,5 % bzw. von 10,2 Mio. Euro
auf ein Gesamtjahresergebnis von 68,0 Mio. Euro erreicht werden, was das Jahr 2021 zu dem bisher erfolgreichsten
machte.
Entwicklung in den Geschäftsfeldern der Oberbank AG
Geschäftsfeld Privatkunden
171
Private Banking: Rekordvolumen von 12,2 Mrd. Euro Assets under Management
Das kontinuierliche Wachstum an betreuten Kundenvermögen im Private Banking konnte im abgelaufenen
Geschäftsjahr weiter gesteigert werden. Haupttreiber des Kundenvermögens neben einer positiven
Kurswertentwicklung der bestehenden Depotvolumina war vor allem das neu der Oberbank anvertraute Vermögen.
Hierbei konnte die Oberbank allen voran durch die Stärke im Asset Management punkten und in der ganzheitlichen
Betreuung von Unternehmen und Unternehmern bzw. Unternehmerinnen samt deren Familien als Bank mit
Lösungen im Kommerzbereich und im Private Banking punkten.
Die Assets under Management konnten 2021 um 19,0 % bzw. um 2,0 Mrd. Euro auf insgesamt 12,2 Mrd. Euro
gesteigert werden.
Vermögensverwaltung zum fünften Mal in Folge ausgezeichnet
Das Management der Oberbank von Vermögenswerten unter einer ausgewogenen Berücksichtigung von Chancen
und Risiken ist 2021 zum fünften Mal in Folge in einer deutschen Studie von Focus Money ausgezeichnet worden.
Insbesondere wurde erneut die besondere Produktqualität herausgehoben, was sich auch in allen
Vermögensverwaltungsprodukten widerspiegelt und zu einem weiteren hohen Wachstum im Jahr 2021 führte. Dabei
konnte in jeder Produktkategorie - von Publikumsfonds bis zu Verwaltungsmandaten - neue Volumensrekorde
erreicht werden.
Das verzeichnete Wachstum auch bei den nachhaltig ausgerichteten Verwaltungsmandaten, die über das
österreichische Umweltzeichen verfügen, unterstreicht die Bemühungen der Oberbank bei der Förderung von
ordentlicher Unternehmensführung, sozialer Verantwortung und umfassendem Umweltschutz.
Insgesamt konnte das verwaltete Vermögen in den individuell gemanagten Kundendepots (ab 500.000 Euro) um
16,8 % bzw. 113,3 Mio. Euro auf 786,9 Mio. Euro gesteigert werden.
Das Volumen der Oberbank Premium-Strategien (ab 100.000 Euro) stieg um 48,9 % auf nunmehr 401,7 Mio. Euro an.
Ein ähnlich starkes Wachstum verzeichnete auch das als Publikumsfonds geführte Oberbank
Vermögensmanagement, welches nach dem Zuwachs von 78,4 Mio. Euro über ein Rekordvolumen von 530,8 Mio.
Euro zum Ende des Geschäftsjahres verfügt.
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H.
Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. wurde zum wiederholten Male vom Fachmagazin „Börsianer“
zur besten inländischen Fondsgesellschaft gewählt und hat unter 50 in Österreich aktiven nationalen und
internationalen Gesellschaften den zweiten Platz belegt. Das verwaltete Volumen der Gesellschaft stieg im
Jahresabstand um 18,4 % oder 2,0 Mrd. Euro auf 12,5 Mrd. Euro an. Der gesamte österreichische Markt erhöhte sich
um 14,0 % auf 218,8 Mrd. Euro. Der Marktanteil der Gesellschaft lag damit zum Jahresultimo mit 5,78 % um 0,27 %
höher als im Vorjahr. Der Oberbank-Anteil innerhalb der Gesellschaft stieg erneut an von 44,3 % per Ultimo 2020 auf
47,0 % zum 31.12.2021. Das der Oberbank zurechenbare Volumen belief sich auf 5,9 Mrd. Euro.
Im Bereich Publikumsfonds wurden seitens der KundInnen Käufe in Höhe von 575,6 Mio. EUR getätigt. Besonders
nachgefragt waren das Oberbank Vermögensmanagement sowie die Oberbank Premium Strategien. Der Anteil an
nachhaltigen Investments betrug 32,8 % der Gesamtnachfrage und konzentrierte sich stark auf 3 Banken Mensch &
Umwelt Misch- und Aktienfonds.
Entwicklung in den Geschäftsfeldern der Oberbank AG
Geschäftsfeld Financial Markets
172
Primäreinlagenentwicklung weiterhin von Überliquidität geprägt
Auch 2021 hat sich der Trend stark steigender Einlagen fortgesetzt. Der bereits hohe Zufluss im Jahr 2020 wurde
2021 mit einem Zuwachs von knapp 1,7 Mrd. Euro bei den täglich fälligen Einlagen noch deutlich überschritten. Diese
nicht eingeplante Liquidität konnte nur mit Strafzinsen bei den Nationalbanken veranlagt werden und diese
Belastung musste auch zu einem beträchtlichen Teil die KundInnen weiterverrechnet werden.
Zur langfristigen Liquiditätsabsicherung wurden die Position der verbrieften Verbindlichkeiten um rund 350,0 Mio.
Euro erhöht. Somit erhöhten sich die Primärmittel um rund 2,0 Mrd. Euro.
Eigenhandel
Im vergangenen Jahr war die Entwicklung an den Finanz- und Kapitalmärkten von wenig Überraschungen
gekennzeichnet. Die Aktienmärkte verzeichneten einen konstanten Aufwärtstrend, die Zinsen blieben auf niedrigem
Niveau sehr stabil und bei den Währungen hat der Euro gegenüber den meisten Währungen konstant etwas
verloren. Turbulenter war es bei den Rohstoffen, die insgesamt sehr starke Preisanstiege verzeichneten. Da die
Oberbank in dieser Produktkategorie nicht aktiv ist, hatte diese Entwicklung keine Auswirkungen.
Insgesamt konnte im Jahr 2021 wieder ein, mit den Jahren vor der Pandemie vergleichbares, gutes Handelsergebnis
erzielt werden.
Refinanzierungsstruktur der Oberbank AG
Beträge in Mio. € 2021 2020 Veränd.
Spareinlagen
2.534,7 2.660,9 -4,7%
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden 12.182,2 10.398,7 17,2%
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.207,8 1.855,9 19,0%
Nachrangige Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital 480,6 463,1 3,8%
Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital
17.405,3 15.378,6 13,2%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
5.964,0 5.150,7 15,8%
Summe
23.369,3 20.529,3 13,8%
Oberbank Gesamtbankrating und hypothekarischer Deckungsstock
Die Rating Einstufungen von Standard & Poor’s blieben 2021 unverändert. Sowohl das gute Gesamtbankrating von A
(Ausblick: negativ) sowie die Höchststufe von AAA (mit stabilem Ausblick) für unseren Hypothekarischen
Deckungsstock bestätigen die Stabilität der Oberbank.
Entwicklung in den Geschäftsfeldern der Oberbank AG
Geschäftsfeld Financial Markets
173
Oberbank Emissionen
Mit dem ersten grünen Covered Bond einer österreichischen Bank und einer Senior non-preferred Anleihe mit jeweils
einem Volumen von 250,0 Mio. Euro konnten auch 2021 wieder sehr erfolgreich Anleiheemissionen platziert werden.
Der Covered Bond hat eine Laufzeit von zehn Jahren und die Senior non-preferred Anleihe läuft acht Jahre. Beide
Emissionen waren deutlich überzeichnet. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 550,3 Mio. Euro in Form von Anleihen
emittiert. Die verbrieften Verbindlichkeiten stiegen um 351,9 Mio./19,0 % auf 2.207,8 Mio. Euro.
Das Ergänzungskapital inkl. Nachrangkapital erhöhte sich aufgrund der Emission bzw. Tilgung von Nachranganleihen
und Ergänzungskapitalanleihen um 17,5 Mio. Euro oder 3,8 % auf 480,6 Mio. Euro.
Internationales Banken- und Institutionen Netzwerk
Das globale Bankennetzwerk der Oberbank sicherte mit rund 1.200 Bankpartnern nachhaltig die reibungslose
Abwicklung der weltweiten geschäftlichen Zahlungsverkehrstransaktionen und Dokumentengeschäfte der
KundInnen. Diese Basis sichert die Teilnahme an den wichtigsten globalen Zahlungsverkehrsplattformen und
ermöglicht Transaktionen von Exporteuren und Importeuren in allen Geschäftssparten im Bereich „Zahlen – Sichern –
Finanzieren“.
Die Aufrechterhaltung dieses Netzwerkes erfordert mittlerweile aber auch die Erfüllung aufwändiger
aufsichtsrechtlicher Anforderungen, insbesondere bei Kontoverbindungen, Geldmarktaktivitäten und im hohen
Risikobereich von Drittländern (Länder ex EU, EFTA). Generell ist ein Anstieg der von Währungs-Clearingbanken
hinterfragten Kundentransaktionen im Bereich Anti Money Laundering (Geldwäsche), KYC (Know Your Customer) und
Sanktionsverletzung festzustellen.
Abstimmungen und erforderlichen Meetings zu all diesen Themen und vertraglichen Vereinbarungen mussten mit
den wichtigsten Partnerbanken coronabedingt durch virtuelle Treffen und Webinare abgefedert werden. Mittelfristig
werden jedoch auch Besuche vor Ort wieder nötig sein – nicht nur um die Vertrauensbasis zu Repräsentanten dieser
„Relationsship-Banken“ zu stärken, sondern auch zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen dieser Banken als
Kunden.
Human Resources
174
Strategie 2025: MitarbeiterInnen im Fokus
Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg der Oberbank sind engagierte, leidenschaftliche, kompetente und
verkaufsorientierte MitarbeiterInnen. Die MitarbeiterInnen stehen daher im Fokus der Strategie 2025. Auf Basis
einer umfassenden Systemanalyse wurden strategische Handlungsfelder bis 2025 definiert. Werte wie Vertrauen,
Kompetenz, Leidenschaft und Zusammenhalt stellen den Rahmen der HR-Arbeit und die damit verbundenen Projekte
dar. Um diese künftigen Herausforderungen gut begleiten zu können, wurden der eingeleitete Transformations-
prozess des Bereichs HR umgesetzt und wesentliche Projekte wie „Employer Branding“, „Employee Experience“ und
„Führung sichtbar und messbar machen“ weiter vorangetrieben.
Im Jahr 2021 wurden die geltenden Regeln der HR-Arbeit in zehn sogenannte HR-Standards zusammengefasst. Diese
Standards umfassen Themen wie beispielsweise Employer Branding, den Recruiting- und Onboardingprozess aber
auch die Entwicklungsschritte für Potentiale oder Gender Balance.
Corona
Auch 2021 war für die MitarbeiterInnen von Anti-Corona-Maßnahmen geprägt. Durch das professionelle Agieren des
Krisenstabs und ein sehr gut funktionierendes Business Continuity Management konnte der Betrieb in allen
Bereichen und Ländern der Bank vor allem durch verstärkten Einsatz von Mobile Working und umfangreichen
Schutzvorkehrungen (Maske, Desinfektionsmittel, Plexiglastrennwände für Beratungsgespräche, Schnellteststrategie,
etc.) sichergestellt werden. Neben dem umfassenden Testangebot für alle MitarbeiterInnen wurde auch ein
betriebliches Impfangebot erstellt und von 350 MitarbeiterInnen genutzt. Die Impfquote lag jeweils deutlich über
den Werten der jeweiligen Länder in denen die Oberbank vertreten ist.
Trotz Reise- bzw. Kontaktbeschränkungen war es mittels digitaler Lösungen möglich, die Ausbildungsmaßnahmen
online durchzuführen. So konnte das Know-how der MitarbeiterInnen auch unter diesen schwierigen
Rahmenbedingungen weiter erhöht werden. Um das Schulungsangebot noch nachhaltiger zu gestalten, wurde
intensiv an der Einführung neuer Lernmethoden und Medien gearbeitet.
Oberbank als attraktiver Arbeitgeber
Die Oberbank wird als sehr attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen. Die hervorragenden
Bewertungen auf der Arbeitnehmerplattform „kununu“ unterstreichen dies. Die Oberbank
gehört zu einem exclusiven Kreis von 5 % der Unternehmen, die auf kununu herausragend
bewertet wurden und mit dem „Top company 2022“ - Siegel ausgezeichnet wurden. Damit
zählt die Oberbank zu den beliebtesten Arbeitgebern in Österreich und Deutschland.
Der wirtschaftliche Erfolg, die Unabhängigkeit der Oberbank, spannende
Herausforderungen, interne Karrierechancen, ein ausgezeichnetes Arbeitsklima und die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Rezertifizierung 2020 Audit berufundfamilie) machen
die Oberbank zu einer starken Arbeitgebermarke.
Oberbank Krabbelstube eröffnet
Wie sich Familie und Beruf nachhaltig vereinen lassen, zeigt die Oberbank mit der neu
eröffneten Krabbelstube „Kinkis Nest“. Insgesamt stehen den Kindern ab sofort über 600 m2
Indoor- und Outdoorfläche in der Linzer Zentrale zur Verfügung. Bedarfsorientierte
Öffnungszeiten, kleine Gruppengrößen sowie eine wesentliche Zeitersparnis erleichtern den
Oberbank MitarbeiterInnen zukünftig den Alltag. Insgesamt investierte die Bank rund
500.000 Euro für den Umbau und die neue Einrichtung. Am Weg zur familienfreundlichsten
Bank Österreichs. Mit der Krabbelstube kommt man dem Ziel, die familienfreundlichste Bank
Österreichs zu werden, einen großen Schritt näher. Das Angebot reicht vom individuellen Karenzmanagement sowie
flexiblen und individuellen Teilzeitmodellen über eine finanzielle Unterstützung für die Kinderbetreuung bis zu
betreuten Ferienwochen für die Kinder.
Human Resources
175
Familienfreundlichkeit bestätigt
Zum vierten Mal in Folge und somit durchgehend seit 2011 ist die Oberbank vom „Audit
berufundfamilie“ 2021 erneut als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert worden. Vor
allem für die Frauenförderungsprogramme sowie die konsequente strategische
Familienorientierung wurde die Oberbank ausgezeichnet. Darüber hinaus bietet die Oberbank
ihren MitarbeiterInnen ein breites Bündel an Sozialleistungen wie z.B. ein günstiges
Mittagessenangebot, Ferienheime oder einen Zuschuss zu öffentlichen Verkehrsmitteln.
Recruiting und Ausbildung
Um weiterhin die besten VerkäuferInnen und SpezialistInnen zu gewinnen, nutzt die Oberbank mehrere Recruiting-
Kanäle und setzt wie im Kundengeschäft unter anderem auf intensives Empfehlungsmanagement.
Nicht nur über das digitale Tool AHOI, sondern auch durch direkte Empfehlungen eigener MitarbeiterInnen konnten
konnten mehr als 60 neu MitarbeiterInnen gewonnen werden. .
Steigende Dynamik und permanente Veränderung erfordern lebenslanges Lernen. Dabei ist ein hochwertiges
digitales Lernangebot entscheidend. Daher wurde der Ausbau von Web Based Trainings, Online-Live-
Schulungen/Web Events, Schulungsvideos, eBooks und eTestings besonders forciert. Auch die hauseigenen
Zertifizierungsreihen im Privat- und Firmenkundengeschäft wurden bei gleichbleibender Qualität auf ein Blended
Learning-Konzept oder reine Online-Formate umgestellt. Durch zusätzliche Schulungen in Filialen konnte die Zahl der
Ausbildungstage auf 5,16 Tage je MitarbeiterIn gesteigert werden. Im Jahr 2022 wurden rund 1,38 Mio. Euro in
Ausbildungsangebot investiert.
Mitarbeiterbeteiligungsstiftung
Die Oberbank lässt in dieser Form als erste Bank Österreichs ihre MitarbeiterInnen seit 2018 auch über eine
Mitarbeiterbeteiligungsstiftung, die von der Oberbank zweckgebunden dotiert wird, am Erfolg der Bank teilhaben.
Damit profitieren die MitarbeiterInnen direkt von Erfolg und Wachstum der Oberbank.
Bereits zum vierten Mal hat diese Oberbank-Mitarbeiterbeteiligungsstiftung auch 2021 rund 5,0 Mio. Euro in Form
von eigenen Aktien an die MitarbeiterInnen übertragen. Die Attraktivität als Arbeitgeber eine durchschnittliche
Beschäftigungsdauer von rund 13,5 Jahren trotz starker Expansion in den vergangenen Jahren und damit sehr jungen
Dienstverhältnissen.
Nachfolgeplanung und Führung
Konsequente und wertschätzende Führung ist DER Bindungsfaktor für MitarbeiterInnen und ein Schlüsselfaktor für
den nachhaltigen Erfolg der Oberbank. Daher werden Führungspositionen überwiegend aus den eigenen Reihen
besetzt. Dies sichert die Vision der Unabhängigkeit und und das Geschäftsmodell der Oberbank ab. Durch die hohe
Bedeutung der HR-Arbeit in der Strategie 2025 hat das jährlichen MbO-Gespräch einen noch höheren Stellenwert
bekommen. Das MbO-Gespräch hat den klaren Fokus auf Entwicklung, Führung und Zielvereinbarung. Die definierten
Standards und geforderten Kompetenzen werden in der Oberbank-Führungskräfteakademie in Zusammenarbeit mit
der LIMAK Austrian Business School trainiert. Auch diese Akademie wurde 2021 erfolgreich auf ein Blended-Learning-
Konzept umgestellt.
Chance 2030 – mit Gender-Balance zu größerer Vielfalt
Das 2019 gestartete Projekt „Chance 2030 – mit Gender-Balance zu größerer Vielfalt“ hat die
Geschlechterausgewogenheit in der Führung zum Ziel. Dieses Projekt unterstützt maßgeblich dabei, den
anstehenden Generationenwechsel der Führungskräfte unternehmensintern zu bewältigen. Dies erhöht gleichzeitig
die Arbeitgeberattraktivität nach innen und außen. Durch konsequentes Arbeiten in den Bereichen internes
Recruiting, Potenzialentwicklung und Karenzmanagement konnte unser Etappenziel für 2021 eine
Frauenführungsquote von 24,05% zu erreichen, sogar um 1,71% übertroffen werden. Zum 31.12.2021 hat der
Frauenanteil in Führungspositionen bereits 25,76% betragen. Die Oberbank ist also auf einem guten Weg, das
langfristige Ziel - 30% Frauenanteil in Führungspositionen – bis 2025 zu erreichen.
Human Resources
176
„Aktie Gesundheit“
„Mens sana in corpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“: ein bekanntes
Sprichwort, das der Oberbank sehr wichtig ist und seit 2010 mit dem Projekt „Aktie Gesundheit“
in die Tat umsetzt wird. Dieses Projekt steht auf den drei Säulen Bewegung, Ernährung und
mentale Fitness und wurde unter dem Aspekt Nachhaltigkeit grundlegend weiterentwickelt.
Viele KollegInnen aus allen Oberbank-Ländern nehmen daran teil. Zusätzlich sind Gesundheits-
botschafterInnen in den Geschäftsbereichen und zentralen Abteilungen als Fahnenträger tätig:
Sie sind erste Anlaufstelle vor Ort für alle MitarbeiterInnen bei Fragen zum Thema Gesundheit und zum BGF-
Programm der Oberbank. Mit diesen und weiteren Maßnahmen konnte die Oberbank das Gütesiegel Betriebliche
Gesundheitsförderung rezertifizieren. Die traditionell sehr hohe Gesundheitsquote lag 2020 bei 97,35 %. Weiters
wurde im Jahr 2021 eine Erhebung der psychischen Belastungen durchgeführt. Die Ergebnisse werden 2022 den
einzelnen Unternehmensbereichen präsentiert und wenn erforderlich entsprechende Maßnahmen abgeleitet.
Personenrisiken managen
Die maßgeblichen Personenrisiken (Personalverfügbarkeit, Arbeitsrecht und Beschäftigungspraxis,
MitarbeiterInnenkonflikte, kriminelle, unbefugte Handlungen durch MitarbeiterInnen) werden systematisch
beobachtet, erfasst und bewertet. Key Risk-Indikatoren ermöglichen ein Monitoring, um rechtzeitig Maßnahmen zu
setzen und Risiken zu eliminieren oder zu minimieren.
Personalstand Oberbank AG
Der durchschnittliche Personalstand in der Oberbank AG (Angestellte, Vollzeitäquivalent) ist 2021 um 3 Personen auf
2.063 zurückgegangen. Der Rückgang basiert auf Zentralisierungen im Verkauf und Produktivitäts- und
Effizienzsteigerungen. Zusätzliches Personal wurde für die Filialexpansion und in der Unternehmenszentrale
eingestellt.
Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen, Richtlinie 2014/95/EU
177
Die Oberbank berücksichtigt bei allen Überlegungen ausdrücklich den Aspekt der Nachhaltigkeit. Der
Nachhaltigkeitsbericht (Richtlinie 2014/95/EU) ist unter www.oberbank.at/Nachhaltigkeit abrufbar.
Nachhaltige Unternehmensführung
Die Geschäftspolitik der Oberbank basiert auf Grundsätzen guter Unternehmensführung und Transparenz und
verfolgt nachhaltige und langfristige Zielsetzungen. Das oberste Unternehmensziel, die Bewahrung der
Unabhängigkeit, soll durch eine nachhaltige Ertragskraft und eine vernünftige Risikopolitik abgesichert werden.
Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK)
Als börsennotiertes Unternehmen bekennt sich die Oberbank zum ÖCGK, der eine wertvolle Orientierungshilfe bei
der Ausgestaltung interner Mechanismen und Bestimmungen ist. In der Aufsichtsratssitzung am 26.11.2007 wurde
erstmals eine Entsprechenserklärung abgegeben. Seither wird der jeweils aktuellen Version des ÖCGK entsprochen.
Nachhaltiges Risikomanagement
Die gezielte Übernahme von Risiken ist ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäfts. Die Oberbank AG ist für die
Festlegung, die Umsetzung, das Management und das Controlling der Risikostrategie im Oberbank Konzern
zuständig. Vorstand und MitarbeiterInnen handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen
Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien.
MitarbeiterInnen
Die MitarbeiterInnen investieren ihre Zeit, ihr Wissen und ihr Engagement in die Oberbank. Um abzusichern, dass sie
dieses Investment nicht kürzen, muss die Oberbank ein attraktiver sinnstiftender Arbeitgeber sein. Dazu gehören
neben fairen Gehältern und Sozialleistungen auch Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten, Chancengleichheit, die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Beteiligung am Unternehmen.
Verantwortung in der Produktgestaltung
Die Weiterentwicklung des Produktportfolios im Sinne der Nachhaltigkeit ist Teil des Unternehmensprofils der
Oberbank. Schon 2001, als Nachhaltigkeit noch kaum ein Thema war, hat die Oberbank den 3 Banken
Nachhaltigkeitsfonds aufgelegt, den ersten mit dem Umweltsiegel zertifizierten österreichischen Fonds.
Ökologische Verantwortung
Der schonende Umgang mit allen Ressourcen ist Teil der gesellschaftlichen Verantwortung. Die Oberbank strebt bei
allen Tätigkeiten, Abläufen und Produkten eine möglichst hohe Umweltverträglichkeit an. Insbesondere im Gebäude-
und Energiemanagement, bei Dienstreisen und in der Einkaufspolitik werden umweltbewusste und somit langfristig
kostenreduzierende Akzente gesetzt.
Soziale Verantwortung
Die Oberbank sieht die Unterstützung von Personen und Gruppen, deren Lebensumfeld weniger privilegiert ist, und
die Förderung kultureller Aktivitäten als wertvollen Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.
Ausblick 2022
178
Ausblick auf die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2022
Es gibt Faktoren, die den positiven wirtschaftlichen Ausblick für 2022 stark trüben. Einer dieser Faktoren ist der
Konflikt zwischen Russland und Ukraine.
Aktuell ist es sicher noch zu früh, fundierte Aussagen über die Auswirkungen der Kriegshandlungen, der Sanktionen
und vor allem auch auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung treffen zu können. Eines kann jedoch bereits jetzt
gesagt werden. Die Rohstoff- und Energiepreise werden weiter steigen oder auf dem bereits sehr hohen Niveau
verharren. Diese Entwicklungen werden die Inflation anhaltend beeinflussen. Die Notenbanken werden
dementsprechend ihre Zins- und Geldpolitik anpassen. Gleichzeitig wird das Kreditrisiko, von einem derzeitig sehr
niedrigen Niveau, steigen.
Umso wichtiger wird künftig noch mehr das Eigenkapital, das Kernkapital und die strategische Liquidität sein. Jene
Kennzahlen, bei denen die Oberbank bereits jetzt schon zu den besten Banken Europas gehört. Zusätzlich bewährt
sich die Strategie der Oberbank, geschäftlich nur in Ländern mit geringem politischem Risiko tätig zu sein. Die
Oberbank verfügt weder in Russland noch in der Ukraine über ein Kreditexposure. Da dieser Konflikt erst gerade
begonnen hat, ist es noch zu früh, um verlässliche Aussagen zu treffen. Die Abhängigkeit von russischen Rohstoffen,
insbesondere von russischem Gas ist augenscheinlich. Möglicherweise wird gerade dieser Konflikt dazu führen, dass
die Investitionen im Bereich Nachhaltigkeit noch deutlicher steigen. Es wird in ganz Europa und auch in Österreich
viel Geld investiert werden, um diese Abhängigkeit insbesondere von Russland entsprechend zu reduzieren. Derzeit
ist die Nachfrage nach Privat- und Kommerzfinanzierungen noch gut, aber wie sich die weitere Entwicklung darstellt
ist ungewiss.
Durch das nach wie vor sehr volatile Marktumfeld auf Grund zunehmender geopolitischer Spannungen. bleiben
Unsicherheiten betreffend die Bewertung von Wertpapieren und Beteiligungen sowie bei Kreditrisiken bestehen,
wodurch ein präziser Ausblick auf das Gesamtergebnis nicht möglich ist.
Die Oberbank-Aktien
179
Aktien und Aktionärsstruktur
Selbstständigkeit und Unabhängigkeit haben für die Oberbank oberste Priorität. Abgesichert werden sie durch eine
hohe Ertragskraft, eine vernünftige Risikopolitik und AktionärInnen, die Interesse an der Unabhängigkeit der
Oberbank haben. Einzelnen AktionärInnen der Oberbank AG ist eine direkte oder indirekte Beherrschung im
Alleingang nicht möglich. Zwischen der BKS, der BTV und der Wüstenrot Genossenschaft besteht eine
Syndikatsvereinbarung, die die Sicherstellung der Eigenständigkeit der Oberbank zum Ziel hat. Weitere
stabilisierende Elemente sind die Beteiligung der MitarbeiterInnen und langjähriger GeschäftspartnerInnen wie
Generali.
Oberbank Stammaktie 2021
Die Oberbank Stammaktie wies im Jahr 2021 eine solide Entwicklung auf. Die Kursentwicklung lag bei 8,29 %.
Inklusive Dividende lag die Performance bei 9,46 %. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2020 lag bei 0,75 Euro je
Aktie, aufgeteilt auf zwei Zahlungen (0,58 Euro, 0,17 Euro). Da die aufschiebenden Bedingungen, dass
(i) die Empfehlung der Europäischen Zentralbank zur Beschränkung von Dividendenausschüttungen
(Empfehlung der Europäischen Zentralbank vom 15. Dezember 2020 zu
Dividendenausschüttungen während der COVID-19 Pandemie und zur Aufhebung der Empfehlung
EZB/2020/35 [EZB/2020/62]) am 31.12.2021 oder früher für die Oberbank AG nicht mehr
aufrecht ist und
(ii) zum Zeitpunkt des Eintritts der vorstehenden aufschiebenden Bedingung auch keine anderen
gesetzlichen Beschränkungen oder beschränkenden aufsichtsbehördlichen Empfehlungen
bestehen, die einer zusätzlichen Ausschüttung in dieser Höhe entgegenstehen,
wurde von Vorstand in Vollziehung des entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung 2021 zusätzlich auf jede
dividendenberechtigte Aktie nach den ursprünglich möglichen 0,58 Euro eine zusätzliche Dividende von 0,17 Euro
auszuschütten. Mit dieser Dividendenzahlung von insgesamt 0,75 Euro entsprach die Kursentwicklung 2021 der
Performance (Kurs + Dividende).
Die Börsenkapitalisierung der Oberbank AG belief sich Ende 2021 auf 3.227,09 Mio. Euro.
Kennzahlen der Oberbank-Aktien 2021 2020
Anzahl Stamm-Stückaktien 35.307.300 35.307.300
Höchstkurs Stammaktie in € 91,60 96,00
Tiefstkurs Stammaktie in € 84,40 83,00
Schlusskurs Stammaktie in € 91,40 84,40
Marktkapitalisierung in Mio. € 3.227,09 2.978,74
IFRS-Ergebnis je Aktie in € 6,66 3,52
Dividende je Aktie in € 1,00
1)
0,75
Kurs-Gewinn-Verhältnis Stammaktie 13,72 24,0
1)
Für das Geschäftsjahr 2021 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung 2022 die Ausschüttung einer Dividende von 1,00
Euro vor.
Stetiger Wertzuwachs
Die Oberbank-Stammaktie notiert seit 1.7.1986 an der Wiener Börse, seither verläuft ihr Wertzuwachs überaus
stetig: AktionärInnen, die 1986 die Oberbank-Aktie zeichneten und bei allen Kapitalerhöhungen teilgenommen
haben, erzielten unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen eine durchschnittliche Rendite von 8,84 % pro Jahr
(vor Abzug der Kapitalertragsteuer). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich 2022 von 3,52 auf 6,66 Euro. Auf Basis der
Schlusskurse errechnet sich für die Stammaktie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,72. Der 142. ordentlichen
Hauptversammlung am 12.05.2022 wird die Ausschüttung einer im Vergleich zum Vorjahr um 0,25 Euro erhöhten
Dividende von 1,00 Euro je bezugsberechtigter Aktie vorgeschlagen.
Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, von dem im Jahresabschluss zum
31. Dezember 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 35.521.878,02 Euro auf jede dividendenberechtigte Aktie eine
Dividende von 1,00 Euro auszuschütten.
Die Oberbank-Aktien
180
Aktionärsstruktur der Oberbank per 31. Dezember 2021 Gesamt
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck
(inkl. BTV 2000)*
16,15 %
BKS Bank AG, Klagenfurt
(inkl. Unterordnungssyndikat mit BVG)**
14,79 %
Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Salzburg 4,50 %
Generali 3 Banken Holding AG, Wien 1,62 %
MitarbeiterInnen 4,26 %
CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien 23,76 %
UniCredit Bank Austria AG, Wien 3,41 %
Streubesitz 31,51 %
* Die BTV 2000 Beteiligungsverwaltungsgesellschaft m.b.H. (BTV 2000), eine 100%ige Konzerngesellschaft der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft,
hält 2,62 % an der Oberbank AG.
** Die Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. (BVG) hält 0,58% an der Oberbank AG.
Das Grundkapital der Oberbank unterteilt sich seither in 35.307.300 auf den Inhaber lautende Stammstückaktien, die
unter der ISIN AT0000625108 an der Wiener Börse notieren.
Größte Einzelaktionärin ist die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit
Bank Austria. Der Streubesitz (31,51 % der Oberbank-Stammaktien) wird von Unternehmen, institutionellen
Investoren und privaten AktionärInnen gehalten.
Aktionärsbeziehungen und Kommunikation
Die Oberbank informiert ausführlich im Rahmen der Quartals- und Jahresberichterstattung über ihre Finanz- und
Ertragslage. Auch über die Website www.oberbank.at wird ein laufender Informationsfluss sichergestellt. Mit der
Einladung zur jährlichen Hauptversammlung sind die AktionärInnen aufgerufen, direkt mit Vorstand und Aufsichtsrat
in Kontakt zu treten. Potenziell kursrelevante Ereignisse werden von der Oberbank über das euro-adhoc-System in
der Rubrik Insiderinformationen veröffentlicht.
Investor Relations-Ansprechpartner: Mag. Gerhard Braun
Telefon: +43 732 78 02-37247
gerhard.braun@oberbank.at
www.oberbank.at
Finanzkalender 2022
Online-Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2021 05.04.2022
Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2021 05.04.2022
Nachweisstichtag für Oberbank-Aktien 07.05.2022
142. ordentliche Hauptversammlung 17.05.2022
Ex-Dividendentag – Dividende für das Geschäftsjahr 2021 20.05.2022
Nachweisstichtag Dividende – Dividende für das Geschäftsjahr 2021 23.05.2022
Dividendenzahltag – Dividende für das Geschäftsjahr 2021 24.05.2022
Veröffentlichung der Quartalsberichte
1. Quartal 19.05.2022
1. Halbjahr 25.08.2022
1. bis 3. Quartal 25.11.2022
Die Oberbank-Aktien
181
Abstimmungsergebnisse zur 141. ordentlichen Hauptversammlung der Oberbank AG am 11. Mai 2021
TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2020
JA: 19.570.020 Stimmen; NEIN: 0 Stimmen; ENTHALTUNG: 9.606.714 Stimmen
TOP 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020
Gasselsberger: JA: 19.492.526 Stimmen; NEIN: 9.594.427 Stimmen; ENTHALTUNG: 13.424 Stimmen
Weißl: JA: 19.492.819 Stimmen; NEIN: 9.594.427 Stimmen; ENTHALTUNG: 13.131 Stimmen
Hagenauer: JA: 19.492.856 Stimmen; NEIN: 9.594.427 Stimmen; ENTHALTUNG: 13.094 Stimmen
Seiter: JA: 19.492.676 Stimmen; NEIN: 0 Stimmen; ENTHALTUNG: 9.607.701 Stimmen
TOP 4: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020
Zahlbruckner: JA 29.075.732 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 24.645 Stimmen
Stockbauer: JA: 19.482.088 Stimmen; NEIN: 9.594.427 Stimmen; ENTHALTUNG: 23.862 Stimmen
Andorfer: JA: 19.481.422 Stimmen; NEIN: 9.594.427 Stimmen; ENTHALTUNG 24.528 Stimmen
Burtscher: JA 19.481.945 Stimmen; NEIN 9.594.427 Stimmen; ENTHALTUNG 24.005 Stimmen
Bogner: JA 29.074.244 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 26.133 Stimmen
Hofstätter-Pobst: JA 13.356.219 Stimmen; NEIN 14.699.856 Stimmen; ENTHALTUNG 1.044.302 Stimmen
Koren: JA 29.076.247 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 24.130 Stimmen
Leitl-Staudinger: JA 29.076.382 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 23.995 Stimmen
Leu: JA 29.075.589 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 24.788 Stimmen
Franz Peter Mitterbauer: JA 29.080.729 Stimmen; NEIN 1 Stimme; ENTHALTUNG 19.647 Stimmen
Peter Mitterbauer: JA 29.080.729 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 19.648 Stimmen
Samstag: JA 15.637.552 Stimmen; NEIN 1.691 Stimmen; ENTHALTUNG 13.461.134 Stimmen
Steger: JA 29.075.732 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 24.645 Stimmen
Pischinger: JA 19.469.076 Stimmen; NEIN 9.594.427 Stimmen; ENTHALTUNG 36.874 Stimmen
Braun: JA 29.075.732 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 24.645 Stimmen
Grabner: JA 29.075.757 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 24.620 Stimmen
Höchtel: JA 29.075.732 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 24.645 Stimmen
Pirner: JA 29.075.732 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 24.645 Stimmen
Zeiss: JA 29.075.732 Stimmen; NEIN 0 Stimmen; ENTHALTUNG 24.645 Stimmen
TOP 5: Wahlen in den Aufsichtsrat
TOP 5a: Bestätigung der Gesamtzahl der Kapitalvertreter des Aufsichtsrates mit 10 Mitgliedern
JA 19.567.820 Stimmen; NEIN 9.594.437 Stimmen; ENTHALTUNG 14.477 Stimmen
TOP 5b: Wahl Burtscher
JA 19.541.499 Stimmen; NEIN 9.617.152 Stimmen; ENTHALTUNG 18.083 Stimmen
TOP 5c: Wahl König
JA 19.546.286 Stimmen; NEIN 9.612.042 Stimmen; ENTHALTUNG 18.406 Stimmen
TOP 6: Wahl des Bankprüfers für das Geschäftsjahr 2022
JA: 29.152.631 Stimmen; NEIN: 0 Stimmen; ENTHALTUNG: 24.103 Stimmen
TOP 7: Wahl des Bankprüfers für die Zweigniederlassung Slowakei für das Geschäftsjahr 2021
JA: 29.147.490 Stimmen; NEIN: 0 Stimmen; ENTHALTUNG: 29.244 Stimmen
TOP 8: Beschlussfassung über den Vergütungsbericht
JA: 19.532.815 Stimmen; NEIN: 9.594.580 Stimmen; ENTHALTUNG: 21.666 Stimmen
TOP 9: Beschlussfassung über die Vergütungspolitik
JA: 19.561.544 Stimmen; NEIN: 9.594.581 Stimmen; ENTHALTUNG: 20.609 Stimmen
Aktionärsbeziehungen und Kommunikation
Die Oberbank informiert ausführlich im Rahmen der Quartals- und Jahresberichterstattung über ihre Finanz- und
Ertragslage. Auch über die Website www.oberbank.at wird ein laufender Informationsfluss sichergestellt.
Die Oberbank-Aktien
182
Mit der Einladung zur jährlichen Hauptversammlung sind die AktionärInnen aufgerufen, direkt mit Vorstand und
Aufsichtsrat in Kontakt zu treten. Potenziell kursrelevante Ereignisse werden von der Oberbank über das euro-adhoc-
System in der Rubrik „Insiderinformationen“ veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgten fünf solcher Meldungen.
Linz, am 11. März 2022
Der Vorstand
Generaldirektor Direktor Direktor Direktor
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA Martin Seiter, MBA
Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich
Personal- und Rechnungswesen Privatkundengeschäft Gesamtrisikomanagement Firmenkundengeschäft
Serviceangaben
Aufbauorganisation der Oberbank AG
183
Vorstandsmitglieder
Vorsitzender des Vorstands
Generaldirektor
Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37204
franz.gasselsberger@oberbank.at
Vorstandsdirektor
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37220
josef.weissl@oberbank.at
Vorstandsdirektor
Mag. Florian Hagenauer, MBA
Tel. +43/(0)732/78 02 DW 37206
florian.hagenauer@oberbank.at
Vorstandsdirektor
Martin Seiter, MBA
Tel. +43/(0)732/78 02 DW 37250
martin.seiter@oberbank.at
Geschäftsabteilungen
Corporate & International Finance: Mag. Dietmar Holzinger-Böcskör, MBA, DW 37565, Dietmar.holzinger@oberbank.at
Global Financial Institutions: Helmut Edlbauer, MBA, DW 32630, helmut.edlbauer@oberbank.at
Treasury & Handel: Robert Musner, MBA, DW 32640, robert.musner@oberbank.at
Kredit-Management: Mag. Dr. Marcus Bumberger, DW 37603, marcus.bumberger@oberbank.at
Private Banking & Asset Management: Erich Stadlberger, MBA, DW 37550, erich.stadlberger@oberbank.at
Privatkunden: Dkfm. Thomas Harrer, DW 37260, thomas.harrer@oberbank.at
Serviceabteilungen
Human Resources: Mag. Dr. Volkmar Riegler, MBA, DW 37340, volkmar.riegler@oberbank.at
Rechnungswesen und Controlling: Harald Hummer, DW 32401, harald.hummer@oberbank.at
Interne Revision: Mag. Nikolaus Langeder, DW 32169, nikolaus.langeder@oberbank.at
Strategische Organisationsentwicklung, Digitalisierung und IT: MMag. Clemens Bousquet, MBA, DW 32446,
Clemens.Bousquet@oberbank.at
Strategisches Risikomanagement: Mag. Andreas Lechner, DW 32420, andreas.lechner@oberbank.at
Sekretariat & Kommunikation: Mag. Andreas Pachinger, DW 37460, andreas.pachinger@oberbank.at
Zentrales Service und Produktion: Mag. Brigitte Haider, MBA, DW 37271, brigitte.haider@oberbank-service.at
Compliance: Mag. Dr. Michaela Gerschpacher, DW 37397, michaela.gerschpacher@oberbank.at
BWG-Compliance-Officer: Mag. Dr. Michaela Gerschpacher
WAG-Compliance-Beauftragter: Mag. Jana Sestak-Kradi, MBA
Geldwäsche- und Sanktionen-Beauftragte: Dr. Manuela Kerzendorfer
Serviceangaben
Struktur der Oberbank-Gruppe
184
Oberbank Leasing Gruppe
Dr. Hans Fein
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37138
hans.fein@oberbank.at
MMag. Markus Zwölfer
+43 / 732 / 7802 + DW 37345
markus.zwoelfer@oberbank.at
Mag. Dr. Manfred Gabriel
+43 / 732 / 7802 + DW 37124
manfred.gabriel@oberbank.at
Österreich
Dr. Hans Fein
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37138
hans.fein@oberbank.at
MMag. Markus Zwölfer
+43 / 732 / 7802 + DW 37345
markus.zwoelfer@oberbank.at
Mag. Dr. Manfred Gabriel
+43 / 732 / 7802 + DW 37124
manfred.gabriel@oberbank.at
Deutschland
Mag. Michael Gerner
Tel. +49/(0)8671/9986 DW 11
michael.gerner@oberbank.de
Helmut Frick
helmut.frick@oberbank.de
Tschechien
Ing. Robert Černický
Tel. +420 / 387 717 168
robert.cernicky@oberbank.at
Slowakei
Mag. Martin Lagler
Tel. +421 2 58 10 68 - 77
martin.lagler@oberbank.at
Ungarn
Mihály Nádas
Tel. +36/(0)1/29828 DW 51
mihaly.nadas@oberlizing.hu
Dr. Lajos Sipos, MBA
Tel. + 36(0)1/29828 DW 26
lajos.sipos@oberlizing.hu
András Mörk
Tel. +36/(0)1/298 28 DW 31
andras.moerk@oberlizing.hu
Private Equity- und Mezzaninfinanzierungen
Oberbank Opportunity Invest Management
Gesellschaft m.b.H., Linz
MMag. Dr. Roland Leitinger, MIM
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37564
roland.leitinger@oberbank.at
Mag. Dietmar Holzinger-Böcskör, MBA
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37565
dietmar.holzinger@oberbank.at
Oberbank Service GmbH
Mag. Brigitte Haider, MBA
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37271
brigitte.haider@oberbank-service.at
3 Banken Kooperationen
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H.,
Niederlassung Linz
Walter Schwinghammer
Tel. +43/(0)5 05 333 DW 82000
walter.schwinghammer@3bvm.at
3 Banken IT GmbH, Linz
Karl Stöbich, MBA
Tel. +43/(0)732/7802 DW 32609
karl.stoebich@3bankenit.at
Alexander Wiesinger
Tel. +43/732/7802 DW 32243
alexander.wiesinger@3bankenit.at
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H.,
Linz
Alois Wögerbauer, CIIA
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37424
a.woegerbauer@3bg.at
Mag. Dietmar Baumgartner
Tel. +43/732/7802 DW 37419
d.baumgartner@3bg.at
Gerhard Schum
Tel. +43/1/534 01 DW 11982
g.schum@3bg.at
3-Banken Wohnbaubank AG, Linz
Erich Stadlberger, MBA
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37550
erich.stadlberger@3banken-wohnbaubank.at
Mag. Gerald Straka
Tel. +43/732/7802 DW 37221
gerald.straka@oberbank.at
Serviceangaben
Struktur der Oberbank-Gruppe
185
Oberbank Kfz Leasing GmbH
Dr. Hans Fein
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37138
hans.fein@oberbank.at
Siegfried Kahr
Tel. +43(0)732/7802 + DW 37270
siegfried.kahr@oberbank-service.at
3 Banken Kfz Leasing GmbH
Dr. Hans Fein
Tel. +43/(0)732/7802 DW 37138
hans.fein@oberbank.at
Siegfried Kahr
Tel. +43(0)732/7802 + DW 37270
siegfried.kahr@oberbank-service.at
Oberbank Immobilien-Service
Gesellschaft m.b.H., Linz
Mag. Matthias-Munir Midani
Tel. +43/(0)732/7802 DW 32261
matthias.midani@oberbank.at
Ing. Leopold Krahofer
Tel. +43/(0)732/7802 DW 32451
leopold.krahofer@oberbank.at
3 Banken-Beteiligung-Gesellschaft m.b.H., Linz
Mag. Andreas Pachinger
Tel. +43/732/7802 DW 37460
andreas.pachinger@oberbank.at
Dr. Stefan Heidinger
Tel. +43 (505) 333 1511
stefan.heidinger@btv.at
Dr. Dieter Kohl
dieter.kohl@bks.at
Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H., Linz
Mag. Andreas Pachinger
Tel. +43/732/7802 DW 37460
andreas.pachinger@oberbank.at
Dr. Stefan Heidinger
Tel. +43 (505) 333 1511
stefan.heidinger@btv.at
Dr. Dieter Kohl
dieter.kohl@bks.at
Serviceangaben
Geschäftsbereiche und Geschäftsstellen
186
Zentrale
A-4020 Linz, Untere Donaulände 28,
Tel. +43/(0)732/78 02 DW 0; Telefax: +43/(0)732/78 02 DW 32040
www.oberbank.at
Österreich
Zweigniederlassung Linz Nord, A-4020 Linz, Untere Donaulände 36
Günther Ott, Tel. +43/(0)732/78 02 DW 37366, guenther.ott@oberbank.at
Zweigstellen: A-4040 Linz – Dornach, Altenberger Straße 9
A-4040 Linz – Harbach, Leonfeldner Straße 75 a
A-4020 Linz – Stadthafen, Industriezeile 56
A-4040 Linz – Urfahr, Hinsenkampplatz 1
A-4070 Eferding, Stadtplatz 32
A-4240 Freistadt, Linzer Straße 4
A-4210 Gallneukirchen, Hauptstraße 4
A-4060 Leonding, Mayrhansenstraße 13
A-4100 Ottensheim, Hostauerstraße 87
A-4320 Perg, Herrenstraße 14
A-4150 Rohrbach, Stadtplatz 16
Zweigniederlassung Linz Süd, A-4020 Linz, Landstraße 37
Mag. Klaus Hofbauer, MBA, Tel. +43/(0)732/774211 DW 31322, klaus.hofbauer@oberbank.at
Zweigstellen: A-4030 Linz – Kleinmünchen, Wiener Straße 382
A-4020 Linz – Neue Heimat, Wegscheider Straße 1 – 3
A-4020 Linz – Spallerhof-Bindermichl, Einsteinstraße 5
A-4020 Linz – Weißenwolffstraße, Weißenwolffstraße 1
A-4020 Linz – Wiener Straße, Wiener Straße 32
A-4470 Enns, Hauptplatz 9
A-4400 Steyr – Münichholz, Punzerstraße 14
A-4400 Steyr – Stadtplatz, Stadtplatz 25
A-4400 Steyr – Tabor, Ennser Straße 29
A-4050 Traun, Linzer Straße 12
A-4050 Traun – St. Martin, Leondinger Straße 2
Zweigniederlassung Salzburg, A-5020 Salzburg, Alpenstraße 98
Petra Fuchs, MBA, Tel. +43/(0)662/6384 DW 201, petra.fuchs@oberbank.at
Zweigstellen: A-5020 Salzburg – Alter Markt, Alter Markt 4
A-5020 Salzburg – Lehen, Ignaz-Harrer-Straße 40 a
A-5020 Salzburg – Liefering, Münchner Bundesstraße 106
A-5020 Salzburg – Maxglan, Neutorstraße 52
A-5020 Salzburg – Schallmoos, Sterneckstraße 55
A-5020 Salzburg – Südtirolerplatz, Südtirolerplatz 6
A-5640 Bad Gastein, Böcksteiner Bundesstraße 1
A-5630 Bad Hofgastein, Kurgartenstraße 27
A-5500 Bischofshofen, Bodenlehenstraße 2 – 4
A-5400 Hallein, Robertplatz 4
A-5310 Mondsee, Rainerstraße 14
Serviceangaben
Geschäftsbereiche und Geschäftsstellen
187
A-5760 Saalfelden, Leoganger Straße 16
A-5201 Seekirchen, Bahnhofstraße 1
Zweigniederlassung Innviertel, A-4910 Ried im Innkreis, Friedrich-Thurner-Straße 9
Erich Brandstätter, Tel. +43/(0)7752/680 DW 52214, erich.brandstaetter@oberbank.at
Zweigstellen: A-4950 Altheim, Stadtplatz 14
A-5280 Braunau, Stadtplatz 40
A-5230 Mattighofen, Stadtplatz 16
A-4780 Schärding, Silberzeile 12
Zweigniederlassung OÖ Süd, A-4600 Wels, Ringstraße 37
Wolfgang Pillichshammer, Tel. +43/(0)7242/481 DW 200, wolfgang.pillichshammer@oberbank.at
Zweigstellen: A-4600 Wels – Nord, Oberfeldstraße 91
A-4600 Wels – West, Bauernstraße 1, WDZ 9
A-4710 Grieskirchen, Pühringerplatz 3
A-4560 Kirchdorf, Bahnhofstraße 9
A-4550 Kremsmünster, Marktplatz 26
A-4614 Marchtrenk, Linzer Straße 30
A-4810 Gmunden, Esplanade 24
A-4800 Attnang – Puchheim, Dr. Karl-Renner-Platz 2
A-8990 Bad Aussee, Parkgasse 155
A-4820 Bad Ischl, Kaiser-Fr.-Josef-Straße 4
A-4802 Ebensee, Alte Saline 9
A-4663 Laakirchen, Gmundner Straße 10
A-4860 Lenzing, Atterseestraße 20
A-4690 Schwanenstadt, Huberstraße 1
A-4840 Vöcklabruck, Stadtplatz 31 – 33
Zweigniederlassung Niederösterreich, St. Pölten, A-3100 St. Pölten, Linzertor 1
Franz Frosch, Tel. +43/(0)2742/385 DW 44, franz.frosch@oberbank.at
Zweigstellen: A-3300 Amstetten, Hauptplatz 1
A-7000 Eisenstadt, Esterhazyplatz 6 a
A-3500 Krems, Sparkassengasse 6
A-2000 Stockerau, Schießstattgasse 3 A
A-3430 Tulln, Hauptplatz 9
A-3340 Waidhofen a. d. Ybbs, Unterer Stadtplatz 17
A-2700 Wiener Neustadt, Wiener Straße 25
A-3910 Zwettl, Kuenringer Straße 3
Zweigniederlassung Wien, A-1030 Wien, Schwarzenbergplatz 5
Andreas Klingan, MBA, Tel. +43/(0)1/53421 DW 55010, andreas.klingan@oberbank.at
Zweigstellen: A-1090 Wien – Alsergrund, Porzellangasse 25
A-1190 Wien – Döbling, Gatterburggasse 23
A-1220 Wien – Donauspital, Zschokkegasse 140
A-1220 Wien – Donaustadt, Wagramer Straße 124
A-1100 Wien – Favoriten, Sonnwendgasse 13
A-1210 Wien – Floridsdorf, Brünner Straße 42
A-1170 Wien – Hernals, Hernalser Hauptstraße 114
A-1130 Wien – Hietzing, Lainzer Straße 151
A-1080 Wien – Josefstadt, Josefstädter Straße 28
Serviceangaben
Geschäftsbereiche und Geschäftsstellen
188
A-1030 Wien – Landstraße, Landstraßer Hauptstraße 114
A-1020 Wien – Leopoldstadt, Taborstraße 11 a
A-1230 Wien – Liesing, Lehmanngasse 9
A-1120 Wien – Meidling, Meidlinger Hauptstraße 33 – 35
A-1070 Wien – Neubau, Neubaugasse 28 – 30
A-1140 Wien – Penzing, Linzer Straße 413
A-1010 Wien – Schottengasse, Schottengasse 2
A-1230 Wien – Süd, Laxenburger Straße 244
A-1180 Wien – Währing, Gersthofer Straße 10
A-1040 Wien – Wieden, Rilkeplatz 8
A-1100 Wien – Wienerberg, Wienerbergstraße 9
A-2120 Wien – Wolkersdorf, Wienerstraße 5
A-2500 Baden bei Wien, Beethovengasse 4 – 6
A-3400 Klosterneuburg, Kierlinger Straße 1
A-2100 Korneuburg, Hauptplatz 21
A-2340 Mödling, Hauptstraße 33
A-2380 Perchtoldsdorf, Wiener Gasse 12
A-2320 Schwechat, Franz Schubert Straße 2a
Niederlassung Deutschland
Geschäftsbereich Süddeutschland, D-80333 München, Oskar-von-Miller-Ring 38
Robert Dempf, MBA, Tel. +49/(0)89/55989 DW 201, robert.dempf@oberbank.de
Zweigstellen: D-73430 Aalen, Bahnhofstraße 10
D-86150 Augsburg, Maximilianstraße 55
D-84307 Eggenfelden, Fischbrunnenplatz 11
D-85354 Freising, Johannisstraße 2
D-82110 Germering, Therese-Giehse-Platz 2
D-85053 Ingolstadt, Erni-Singerl-Straße 2
D-84028 Landshut, Altstadt 391
D-84453 Mühldorf am Inn, Brückenstraße 2
D-85521 Ottobrunn, Rosenheimer Landstraße 39
D-94032 Passau, Bahnhofstraße 10
D-93047 Regensburg, Bahnhofstraße 13
D-83022 Rosenheim, Heilig-Geist-Straße 5
D-94315 Straubing, Stadtgraben 93
D-85716 Unterschleißheim, Alleestraße 13
D-82515 Wolfratshausen, Bahnhofstraße 28
D-87700 Memmingen, Roßmarkt 5
Geschäftsbereich Deutschland Mitte, D-90443 Nürnberg, Zeltnerstraße 1
Bernd Grum, Tel. +49/(0)911/72367 DW 10, bernd.grum@oberbank.de
Zweigstellen: D-63739 Aschaffenburg, Weißenburger Straße 16
D-96047 Bamberg, Franz-Ludwig-Straße 7 a
D-95444 Bayreuth, Kanalstraße 17
D-09111 Chemnitz, An der Markthalle 3 – 5
D-01067 Dresden, Wallstraße 8
D-99084 Erfurt, Krämpferstraße 6
D-06108 Halle, Große Steinstraße 82 – 85
Serviceangaben
Geschäftsbereiche und Geschäftsstellen
189
D-63450 Hanau, Nussallee 7a
D-07743 Jena, Kirchplatz 6
D-04109 Leipzig, Dittrichring 18 – 20
D-55116 Mainz, Große Bleiche 17-23
D-92318 Neumarkt i. d. Oberpfalz, Ringstraße 5
D-14467 Potsdam, Berliner Str. 122
D-92637 Weiden, Sedanstraße 6
D-97070 Würzburg, Schweinfurterstraße 4
Geschäftsbereich Süd-West, D-73728 Esslingen am Neckar, Küferstraße 29
Stefan Ziegler, Tel. +49/711/370921 -DW 11, stefan.ziegler@oberbank.de
Zweigstellen: D-73430 Aalen, Bahnhofstraße 10
D-71032 Böblingen, Stuttgarter Straße 10
D-79104 Freiburg, Merianstraße 16
D-74072 Heilbronn, Lohtorstraße 27
D-76133 Karlsruhe, Kaiserstraße 182
D-68165 Mannheim, Friedrichsplatz 8
D-88212 Ravensburg, Eichelstraße 14
D-72764 Reutlingen, Gartenstraße 8
D-74523 Schwäbisch Hall, Neue Straße 19
D-89073 Ulm, Walfischgasse 12
Zweigniederlassung Tschechien, CZ-12000 Praha 2, nám. I.P.Pavlova 5
Filip Vavruška, Tel. +420/224/1901 DW 15, filip.vavruska@oberbank.cz
Zweigstellen: CZ-11000 Praha 1 Klimentská 1246/1
CZ-15000 Praha 5 – Smíchov, Portheimka Center náměstí 14 října 642/17
CZ-17000 Praha 7 – Holešovice, Dukelských hrdinů č. 407/26
CZ-18600 Praha 8 – Karlín, Křižíkova 52/53
CZ-27201 Kladno, Osvobozených politických vězňů 339
CZ-60200 Brno, Lidická 20
CZ-60200 Brno, Trnitá 491/3
CZ-37001 České Budějovice, nám. Přemysla Otakara II. 6/3
CZ-50002 Hradec Králové, Gočárova tř. 1096
CZ-38101 Český Krumlov, Panská 22
CZ-58601 Jihlava, Masarykovo nám. 10
CZ-37701 Jindrichuv Hradec, Jarošovská 53
CZ-46001 Liberec, Soukenné nám. 156
CZ-77100 Olomouc, Dolni nám. 1
CZ-70200 Ostrava, Stodolní 1
CZ-39701 Písek, Budovcova 2530
CZ-30100 Plzeň, Prešovská 20
CZ-39001 Tábor, Pražská 211
CZ-40001 Ústí nad Labem, Hrnčířská 4
CZ-76001 Zlín, Osvoboditelů 91
Zweigniederlassung Ungarn, H-1062 Budapest, Váci út 1 – 3
Mag. Peter Szenkurök, Tel. +36/(06)1/29829 DW 37, peter.szenkuroek@oberbank.hu
Zweigstellen: H-1027 Budapest – Buda, Henger utca 2
H-1095 Budapest Dél, Soroksári út 30-32
Serviceangaben
Geschäftsbereiche und Geschäftsstellen
190
H-1143 Budapest, Hungária körút 17 – 19
H-4026 Debrecen, Bem tér 14
H-9024 Gyõr, Hunyadi u. 16
H-6000 Kecskemét, Kisfaludy utca 8
H-3530 Miskolc, Mindszent tér 3
H-8800 Nagykanizsa, Erzsébet tér 23
H-7621 Pécs, Tímár u.2
H-6720 Szeged, Klauzál tér 2
H-8000 Székesfehérvár, Rákóczi út 1
H-9700 Szombathely, Berzsenyi Dániel tér 2
H-2800 Tatabánya, Győri út 23
Zweigniederlassung Slowakei, SK-821 09 Bratislava, Prievozská 4/A
Mag. Peter Szenkurök, Tel. +421/2/581068 DW 10, peter.szenkuroek@oberbank.hu
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SK-010 01 Žilina, Jána Kalinčiaka 22
SK-04001 Košice, Továrenská 8
Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB
Bilanz zum 31.12.2021 / Aktiva
191
absolut in %
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und
Postgiroämtern 4.400.912.392,95 2.105.981 2.294.931 109,0
2. Schuldtitel öfftentlicher Stellen, die zur
Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind:
621.639.527,10 803.492 -181.852 -22,6
3. Forderungen an Kreditinstitute 901.840.260,71 1.005.160 -103.320 -10,3
a) täglich fällig 124.155.682,49 133.131 -8.975 -6,7
b) sonstige Forderungen 777.684.578,22 872.029 -94.345 -10,8
4. Forderungen an Kunden 18.346.790.569,94 17.188.618 1.158.173 6,7
5.
Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere
919.456.720,21 1.101.370 -181.913 -16,5
a) von öffentlichen Emittenten 570.608.145,24 396.257 174.351 44,0
b) von anderen Emittenten 348.848.574,97 705.113 -356.264 -50,5
darunter:
eigene Schuldverschreibungen 24.713.315,33 44.305 -19.592 -44,2
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 219.137.492,57 224.621 -5.484 -2,4
7. Beteiligungen 427.345.795,83 429.603 -2.257 -0,5
darunter:
an Kreditinstituten 123.274.228,12 123.125 150 0,1
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 120.539.366,53 131.874 -11.334 -8,6
darunter:
an Kreditinstituten 6.000.000,00 6.000
9.
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
2.911.761,50 1.861 1.051 56,5
10. Sachanlagen 73.732.712,39 76.392 -2.659 -3,5
darunter:
Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen
seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden 34.763.023,12 34.842 -79 -0,2
11. Sonstige Vermögensgegenstände 57.442.879,45 72.176 -14.733 -20,4
12. Rechnungsabgrenzungsposten 7.211.300,52 6.113 1.098 18,0
13.
Aktive latente Steuern
51.193.575,80
48.642
2.552
5,2
Summe der Aktiva 26.150.154.355,50 23.195.903 2.954.252 12,7
Posten unter der Bilanz:
1. Auslandsaktiva 11.530.298.286,82 9.694.441 1.835.857 18,9
Werte in EUR / VJ € 1.000 2021 2020
Veränderung
Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB
Bilanz zum 31.12.2021 / Passiva
192
absolut in %
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.964.037.617,34 5.150.718 813.320 15,8
a) täglich fällig 749.159.862,51 1.006.563 -257.403 -25,6
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 5.214.877.754,83 4.144.155 1.070.723 25,8
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 14.716.858.781,84 13.059.590 1.657.269 12,7
a) Spareinlagen 2.534.684.855,58 2.660.875 -126.190 -4,7
darunter:
aa) täglich fällig 1.831.619.761,64 1.641.720 189.900 11,6
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 703.065.093,94 1.019.155 -316.090 -31,0
b) sonstige Verbindlichkeiten 12.182.173.926,26 10.398.715 1.783.459 17,2
darunter:
aa) täglich fällig 11.364.248.923,32 9.674.098 1.690.151 17,5
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 817.925.002,94 724.618 93.307 12,9
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 2.207.824.571,85 1.855.861 351.963 19,0
a) begebene Schuldverschreibungen 2.195.424.571,85 1.843.461 351.963 19,1
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 12.400.000,00 12.400 0 0,0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 81.599.135,22 81.398 201 0,2
5. Rechnungsabgrenzungsposten 33.921.205,50 35.747 -1.826 -5,1
6. Rückstellungen 318.651.639,79 312.231 6.420 2,1
a) Rückstellungen für Abfertigungen 44.876.632,00 46.419 -1.543 -3,3
b) Rückstellungen für Pensionen 131.712.852,00 132.705 -992 -0,7
c) Steuerrückstellungen 823.538,61 3.841 -3.018 -78,6
d) sonstige 141.238.617,18 129.265 11.973 9,3
7. Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel 1 Kapitel 4 480.591.000,00 463.112 17.479 3,8
der Verordnung (EU) Nr.575/2013
8.
Zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel 1 Kapitel 3
50.000.000,00
50.000
0
0,0
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
9. Gezeichnetes Kapital 105.862.791,00 105.381 482 0,5
10. Kapitalrücklagen (gebundene) 505.523.256,06 505.523 0 0,0
11. Gewinnrücklagen 1.416.762.478,88 1.321.215 95.548 7,2
a) gesetzliche Rücklage 5.523.135,39 5.523 0 0,0
b) andere Rücklagen 1.411.239.343,49 1.315.691 95.548 7,3
darunter:
Rücklagen für eigene Anteile 957.451,61 1.531 -574 -37,5
12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG 233.000.000,00 224.000 9.000 4,0
13. Bilanzgewinn 35.521.878,02 31.126 4.396 14,1
Summe der Passiva 26.150.154.355,50 23.195.903 2.954.252 12,7
Posten unter der Bilanz:
1. Eventualverbindlichkeiten 1.443.840.159,22 1.304.915 138.925 10,6
darunter:
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen aus der
Bestellungen v. Sicherheiten 1.443.840.159,22 1.304.915 138.925 10,6
2. Kreditrisiken 4.555.198.067,75 4.406.131 149.067 3,4
darunter:
Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften 0,00 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 385.693.401,11 365.604 20.089 5,5
4.
Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung (EU)
2.650.112.031,45 2.573.734 76.378 3,0
Nr. 575/2013
darunter:
Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel 1 Kapitel 4 378.610.995,44 392.883 -14.272 -3,6
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
5.
Eigenmittelanforderungen gemäß Art.92 der Verordnung (EU)
14.259.298.197,52 13.452.392 806.906 6,0
Nr. 575/2013
darunter:
Eigenmittelanforderungen gemäß Art.92 Abs.1 lit.a 15,58% 15,84% -0,26% -1,6
Eigenmittelanforderungen gemäß Art.92 Abs.1 lit.b 15,93% 16,21% -0,28% -1,7
Eigenmittelanforderungen gemäß Art.92 Abs.1 lit.c 18,59% 19,13% -0,54% -2,8
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
6. Auslandspassiva 6.474.710.129,10 5.469.354 1.005.356 18,4
Werte in EUR / VJ € 1.000 2020
Veränderung
2021
Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB
Gewinn- und Verlustrechnung 2021
193
absolut in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge 334.927.009,47 364.141 -29.214 -8,0
darunter:
aus festverzinslichen Wertpapieren 30.319.775,65 40.099 -9.779 -24,4
2. - Zinsen und ähnliche Aufwendungen -43.826.201,14 -81.441 37.615 -46,2
I. NETTOZINSERTRAG 291.100.808,33 282.700 8.401 3,0
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 33.069.804,95 32.971 99 0,3
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten
und nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.421.552,70 1.708 -286 -16,8
b) Erträge aus Beteiligungen 17.771.717,49 8.804 8.968 101,9
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen
Unternehmen 13.876.534,76 22.459 -8.582 -38,2
4. Provisionserträge 211.161.627,39 189.048 22.114 11,7
5. - Provisionsaufwendungen -19.309.748,46 -18.452 -857 4,6
Saldo Provisionserträge/Provisionsaufwendungen 191.851.878,93 170.595 21.257 12,5
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 4.739.632,08 2.407 2.333 96,9
7. Sonstige betriebliche Erträge 17.313.649,96 24.021 -6.708 -27,9
II. BETRIEBSERTRÄGE 538.075.774,25 512.695 25.381 5,0
8. - Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -292.281.938,99 -284.705 -7.577 2,7
a) Personalaufwand -190.078.945,02 -186.964 -3.115 1,7
darunter:
aa) Löhne und Gehälter -131.980.917,95 -124.522 -7.459 6,0
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschrieb. soziale
Abgaben und vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge -32.096.681,61 -30.234 -1.863 6,2
cc) sonstiger Sozialaufwand -15.144.263,02 -10.498 -4.646 44,3
dd) Aufwendungen für Altersversorgung
und Unterstützung -11.812.871,87 -11.820 7 -0,1
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung 2.977.377,00 -5.008 7.985 -159,5
ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -2.021.587,57 -4.882 2.860 -58,6
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) -102.202.993,97 -97.740 -4.462 4,6
9. - Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10
enthaltenen Vermögensgegenstände -11.832.126,52 -11.746 -86 0,7
10. - Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.123.671,79 -22.308 -6.816 30,6
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -333.237.737,30 -318.758 -14.479 4,5
IV. BETRIEBSERGEBNIS 204.838.036,95 193.936 10.902 5,6
Werte in EUR / VJ € 1.000
Veränderung
2021 2020
Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB
Gewinn- und Verlustrechnung 2021
194
absolut in %
IV. BETRIEBSERGEBNIS 204.838.036,95 193.936 10.902 5,6
11./12. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der
Bewertung von Forderungen und Wertpapieren -40.709.644,55 -36.933 -3.776 10,2
13./14. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der
Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen
bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an
verbundenen Unternehmen 2.133.148,69 1.009 1.124 111,4
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 166.261.541,09 158.012 8.250 5,2
15. - Steuern vom Einkommen und Ertrag -37.124.594,22 -29.209 -7.915 27,1
16. - Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen -6.631.631,08 -7.929 1.297 -16,4
VI. JAHRESÜBERSCHUSS 122.505.315,79 120.874 1.632 1,3
17. - Rücklagenbewegung -87.200.000,00 -90.317 3.117 -3,5
darunter:
Dotierung der Haftrücklage -9.000.000,00 -3.000 -6.000 200,0
VII. JAHRESGEWINN 35.305.315,79 30.556 4.749 15,5
18. Gewinnvortrag 216.562,23 569 -353 -62,0
VIII. BILANZGEWINN 35.521.878,02 31.126 4.396 14,1
Werte in EUR / VJ € 1.000 2021 2020
Veränderung
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
195
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
I. ANWENDUNG DER UNTERNEHMENSRECHTLICHEN VORSCHRIFTEN
Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches – soweit auf Kreditinstitute anwendbar
– sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes und - sofern relevant – der Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013 (Capital
Requirements Regulation, “CRR“) aufgestellt.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der Anlage 2 zu § 43 BWG, Teil 1 und Teil
2 aufgestellt.
Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die Oberbank
AG. Dieser Konzernabschluss ist beim Landes- als Handelsgericht Linz hinterlegt.
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.
Bei den Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.
Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten
Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind,
wurden berücksichtigt.
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten
Sachverhalten vorhanden sind, wurden diese bei Schätzungen berücksichtigt.
Die bisherigen angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
a) Bewertung der Aktiva und Passiva in Fremdwährung
Fremdwährungen werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den Devisen-Mittelkursen in Euro umgerechnet.
b) Bewertung von Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
Im Zuge der Kreditüberwachung prüft die Bank, ob Forderungsausfälle vorliegen. Für signifikante Kreditausfälle werden
Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Höhe der Risikovorsorge basiert auf den Einschätzungen hinsichtlich zukünftiger
Cashflows. Wesentliche Einflussfaktoren bei dieser Berechnung sind die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der
Kreditnehmer und die Beurteilung der Kreditsicherheiten. Für nicht signifikante Forderungsausfälle werden
Einzelwertberichtigungen nach pauschalen Kriterien gebildet.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
196
Zudem werden erwartete Kreditverluste in Form von Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Ermittlung der
erwarteten Kreditverluste erfolgt dabei nach IFRS 9.
Das Wertberichtigungsmodell basiert auf einem „Expected Loss Modell“, das aufgrund zentraler Kreditrisikoparameter zum
jeweiligen Stichtag jenen Wertberichtigungsbedarf ermittelt, der entweder über einen 12-monatigen Zeitraum oder über die
Gesamtlaufzeit der Forderung zu erwarten ist. Die Ermittlung der zentralen Kreditrisikoparameter basiert dabei auf
statistisch validen Daten und Methoden. Die Berechnung des Kreditrisikovorsorgebedarfs bemisst sich immer auf Basis der
Einzelforderung.
Zentraler Bestandteil des Wertberichtigungsmodells ist die Einteilung der Forderungen in ein 3-teiliges Stufenmodell, wobei
die Pauschalwertberichtigung die Stufen 1 und 2 umfasst. Jene Forderungen, die sich im Ausfall befinden, werden der Stufe
3 zugeordnet und bilden somit die Einzelwertberichtigungen. Die Stufentransferlogik beruht dabei auf einem Vergleich der
aktuellen Ausfallswahrscheinlichkeit eines Kreditnehmers in Relation zur Risikoeinschätzung beim Zugangszeitpunkt der
Forderung.
Für jene Forderungen, bei denen noch keine wesentliche Verschlechterung der Bonität eingetreten ist, wird die Einteilung in
die Stufe 1 vorgenommen und der Wertberichtigungsbedarf auf Basis eines „12-Month expected credit loss“ gemessen. Für
Forderungen, bei denen eine wesentliche Verschlechterung der Bonität eingetreten ist, wird die Einteilung in Stufe 2
vorgenommen und der Wertberichtigungsbedarf ermittelt sich auf Basis des „Lifetime expected credit loss“.
Im Zuge der COVID-19 Pandemie wurde das Wertberichtigungsmodell angepasst, um der zu erwartenden Erhöhung der
Ausfallsrisiken Rechnung zu tragen. Es wurde einerseits für gewisse Teilportfolios ein kollektiver Stufentransfer
vorgenommen und andererseits wurden zusätzliche Risiken identifiziert, deren Einfluss auf die Bildung von
Wertberichtigungen vor allem kriseninduziert und voraussichtlich eher temporärer Natur sind. Der kollektive Stufentransfer
wird bei folgenden Portfolios angewandt:
Forderungen an Kreditnehmer in besonders stark von Lockdowns betroffenen Wirtschaftsbranchen.
Forderungen an Kreditnehmer, welche sich zum Stichtag nach wie vor in einem Zahlungsmoratorium befinden.
Forderungen an Kreditnehmer im Bereich der Immobilienprojektfinanzierungen mit gewerblichen
Hypothekarsicherheiten.
Forderungen an Kreditnehmer, die im Zuge einer durchgeführten Einzelanalyse hinsichtlich der Covid-19
Betroffenheit von Kunden mit hohem Kreditrisiko als stark von Covid-19 betroffen, eingestuft wurden.
c) Bewertung der Wertpapiere
Bei Wertpapieren, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird vom Wahlrecht der zeitanteiligen Abschreibung von
über dem Rückzahlungsbetrag liegenden Anschaffungskostenbeträgen Gebrauch gemacht. Die zeitanteilige
Zuschreibungsmöglichkeit auf den höheren Rückzahlungsbetrag wird ebenfalls in Anspruch genommen.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, falls ihnen ein niedrigerer Wert beizulegen ist, mit diesem
angesetzt, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Wertpapiere des Handelsbestandes werden gemäß § 56 Abs. 5 BWG zum Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert.
Für alle übrigen Wertpapiere wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die
außerplanmäßige Abschreibung nachhaltig weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der
sich unter Berücksichtigung der zeitanteiligen Zuschreibungsmöglichkeit auf den höheren Rückzahlungsbetrag, ergibt.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
197
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die
Abschreibung nachhaltig weggefallen sind.
d) Beteiligungen
Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde
Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die
außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert.
e) Die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und der Sachanlagen
erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen.
Die Abschreibungssätze bei Sachanlagen betragen bei den unbeweglichen Anlagen 2% bis 4%, bei Um- und Einbauten in
fremden Gebäuden 2,29% bis 10%, bei den beweglichen Anlagen sowie bei immateriellen Vermögensgegenständen des
Anlagevermögens 5% bis 25%.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen,
soweit die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die
außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der sich unter
Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, ergibt.
f) Agio/Disagio sowie Begebungsprovisionen
Agio- und Disagiobeträge werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt proportional zum aushaftenden Kapital aufgelöst.
Begebungsprovisionen werden im Emissionsjahr erfolgswirksam erfasst.
g) Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis
des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25% gebildet. Dabei werden auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge
berücksichtigt.
h) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten (verbriefte und unverbriefte) werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den
Grundsatz der Vorsicht angesetzt.
i) Rückstellungen
Die Ermittlung der Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen erfolgen nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen unter der Anwendung der „Project-Unit-Credit“-Methode gemäß IAS 19. Die Berechnungen erfolgen auf Basis
eines Pensionsantrittsalters zwischen 59 und 65 Jahren bei Frauen und von 65 Jahren bei Männern (analog zum Vorjahr),
eines Rechnungszinssatzes von 1,25% (VJ: 1,50%), geplanten Gehaltserhöhungen von 1,88% (VJ: 2,08%), und tourlichen
Vorrückungen gemäß dem Gehaltsschema sowie Beförderungen von 0,75% (VJ: 0,75%). Aufgrund der langjährigen
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
198
Dienstzeiten der Mitarbeiter, für die Pensions- und Abfertigungsrückstellungen zu bilden sind, lag in der Vergangenheit eine
nur unwesentliche Fluktuation vor. Hinsichtlich der Sterbewahrscheinlichkeit kommen die Berechnungstafeln AVÖ 2018 zur
Anwendung. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Die Anpassung der biometrischen Rechnungsgrundlagen aufgrund den neuveröffentlichten Sterbetafeln im Jahr 2018
würden bei einer sofortigen Zuführung des gesamten Unterschiedsbetrages zu den Sozialkapitalrückstellungen ein nach §
222 Abs. 2 UGB möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, auch mit zusätzlichen Anhangangaben,
nicht vermitteln. Gemäß der Override-Verordnung des BMVRDJ vom 16. November 2018 (BGBl II 283/2018) erfolgt daher
eine Verteilung des Unterschiedsbetrages in Höhe von EUR 8.101.593,00 gleichmäßig auf die nächsten 5 Jahre. Der noch
nicht berücksichtigte, ausschüttungsgesperrte Betrag zum 31.12.2021 beträgt EUR 1.620.319,00 (VJ: EUR 3.240.637,00).
Der Rechnungszinssatz für alle Sozialkapitalrückstellungen ist ein 7-jahres-Durchschnittszinssatz [entsprechend der
Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank].
Die Zinsen auf die Rückstellungen für Sozialkapital sowie Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im
operativen Ergebnis erfasst.
In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung
erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt,
die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Langfristige Rückstellungen werden laufzeitabhängig
mit den Zinssätzen von österreichischen Staatsanleihen abgezinst. Als Untergrenze wird jedoch ein Floor von 0% eingezogen.
j) Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UnicCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (gemeinsam kurz: UniCredit) haben in der
Hauptversammlung der Oberbank im Mai 2019 den Antrag gestellt, einen dritten ihnen zuzurechnenden Vertreter in den
Aufsichtsrat der Oberbank zu wählen. Dieser Antrag fand keine Zustimmung. Die UniCredit hat in der Folge eine Klage auf
Anfechtung einzelner Hauptversammlungsbeschlüsse erhoben. Das diesbezügliche Verfahren wurde am 20. Dezember 2019
geschlossen.
Nachdem das Landesgericht Linz sämtliche Klagebegehren der UniCredit negativ beschieden hatte, hat das OLG Linz diese
Entscheidung insofern revidiert, als die von der Hauptversammlung im Mai 2019 beschlossene Reduktion der
KapitalvertreterInnen von zwölf auf elf für nichtig erklärt wurde. Dem Feststellungbegehren der UniCredit auf Wahl des von
ihr nominierten Kandidaten wurde jedoch nicht stattgegeben. Dieses Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Es hat abgesehen
von der bestätigten Nichtwahl des von UniCredit beantragten Kandidaten keine weiteren rechtlichen Auswirkungen.
Relevante bilanzielle Auswirkungen dieses Verfahrens sind nicht erkennbar.
Ende Dezember 2019 hat die UniCredit die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der AktionärInnen der
Oberbank beantragt, die am 4. Februar 2020 stattfand. Die Anträge der UniCredit (Sonderprüfung der Oberbank-
Kapitalerhöhungen seit 1989, Beendigung eines Schiedsverfahrens mit der Generali-3 Banken-Holding) fanden keine
Zustimmung.
Auch in der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2020 stellte die UniCredit Anträge auf Durchführung von
Sonderprüfungen, die jedoch keine Mehrheit fanden. Die UniCredit hat einerseits Anfechtungsklage gegen diese Beschlüsse
eingebracht. Andererseits hat sie bezüglich des Antrags auf Sonderprüfung aus der außerordentlichen Hauptversammlung
2020 im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen der BKS Bank AG (kurz: BKS) beziehungsweise der Bank für Tirol und
Vorarlberg AG (kurz: BTV) im Jahr 2018 und bezüglich einiger abgelehnter Sonderprüfungsthemen aus der ordentlichen
Hauptversammlung 2020 einen gerichtlichen Antrag auf Sonderprüfung gestellt.
Der von UniCredit gestellte gerichtliche Antrag auf Sonderprüfung wurde vom Landesgericht Linz teilweise abgewiesen und
hinsichtlich der übrigen Themen das Verfahren bis zur Erledigung des anhängigen Zivilprozesses betreffend die
Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung 2020 unterbrochen.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
199
Die Anfechtungsverfahren wurden bis zur Klärung übernahmerechtlicher Vorfragen unterbrochen.
Die UniCredit hat Ende Februar 2020 Anträge bei der Übernahmekommission gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob
die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die
Oberbank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate bei der BTV und bei der BKS unmittelbar betroffen. Die
Syndikate der BTV und BKS wurden mit nach wie vor gültigen Bescheiden der Übernahmekommission aus dem Jahr 2003
genehmigt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate
verändert sowie diese insgesamt seit dem Jahr 2003 ihr Stimmgewicht in übernahmerechtlich relevanter Weise ausgebaut
hätten und dadurch eine Angebotspflicht ausgelöst worden wäre.
Dazu haben zwischen dem 27. September 2020 und dem 1. Oktober 2020 drei Verhandlungstage mit umfangreichen
Zeugeneinvernahmen vor der Übernahmekommission stattgefunden. Die Entscheidung steht nach wie vor aus.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass diese übernahmerechtliche
Prüfung zu keiner Angebotspflicht führen wird.
Gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vom 11. Mai 2021 wurden keine Anfechtungen erhoben.
Ende Juni 2021 hat UniCredit neue Unterlassungs- und Feststellungsklagen beim Landesgericht Linz eingebracht. Im
Wesentlichen geht es um die Feststellung, dass die Beschlüsse des Vorstands der Oberbank auf Durchführung der letzten 4
Kapitalerhöhungen der Oberbank und die Beschlüsse zur Leistung von Zuschüssen an die Generali 3Banken Holding AG für
die Kapitalerhöhungen der 3 Banken nichtig seien, und dass es der Vorstand in Zukunft unterlassen solle, derartige
Zuschüsse zu leisten oder Aktionären, die mit der Oberbank wechselseitig beteiligungsmäßig verbunden sind, Aktien im Zuge
von Kapitalerhöhungen zuzuteilen.
Es gibt noch keinen Termin für eine erste Tagsatzung beim LG-Linz, allerdings wurden die simultan beim LG-Innsbruck
eingebrachten Klagebegehren gegen die BTV in erster Instanz vollumfänglich abgewiesen.
Der Vorstand der Oberbank sieht nach sorgfältiger Prüfung bei diesem Verfahren wie bei allen anderen anhängigen
Verfahren keine relevanten bilanziellen Auswirkungen.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
200
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(Die Vorjahreszahlen werden in Klammern angegeben.)
a) Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (nach Restlaufzeiten)
bis 3 Monate € 1.647,9 Mio (€ 1.756,9 Mio)
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr € 1.930,6 Mio (€ 1.465,3 Mio)
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre € 6.177,8 Mio (€ 6.027,2 Mio)
mehr als 5 Jahre € 5.301,1 Mio (€ 4.805,0 Mio)
In den Forderungen an Kunden sind keine wechselmäßig verbrieften Forderungen (im Vorjahr € 0,0 Mio) enthalten.
b) Dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmete Wertpapiere
in Höhe von € 1.617,1 Mio (€ 1.806,1 Mio) wurden wie Anlagevermögen bewertet.
c) Beteiligungen
Die Angaben über Beteiligungsunternehmungen gemäß § 238 (1) Z 4 UGB sind in der Beilage 3 des Anhangs angeführt.
Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der BKS Bank AG, Klagenfurt, und der Bank für Tirol und Vorarlberg
Aktiengesellschaft, Innsbruck.
d) Anlagevermögen
Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt zum 31.12.2021 € 10,2 Mio (€ 10,2 Mio). Die Aufgliederung des
Anlagevermögens und seine Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt. Der bilanziell noch nicht
berücksichtigte Teil der COVID-19-Investitionsprämie beträgt 890 Tsd. Euro.
e) Latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurden für steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen zwischen
dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz zum Bilanzstichtag für folgenden Posten gebildet:
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
201
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
Kassenbestand, Guthaben bei ZNB 408 255
Schuldtitel öffentlicher Stellen 147 184
Forderungen an Kreditinstitute 116 143
Forderungen an Kunden 64.344 60.993
Schuldverschreibungen u. a. festverzinsl. WP 487 608
Aktien u. a. nicht festverzinsl. WP -19.742 -19.739
Beteiligungen 3.610 1.681
Immaterielle Gegenstände des AV -3 1
Sachanlagen 2.417 1.570
Sonstige Vermögensgegenstände 218 203
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 646 646
Rückstellungen 150.841 146.640
Gewinnrücklagen (Bewertungsreserve) -1.121 -1.012
Aktivi erungsfähige steuerliche Verlustvorträge 1.488 1.876
0
203.857 194.050
Daraus errechnete aktive latente Steuern 50.964 48.512
Steuersatzdifferenzen 229 129
Stand der aktiven, ausschüttungsgesperrten
latenten Steuern zum 31.12. 51.194 48.642
Daraus resultierende aktive latente Steuern 56.925 54.469
abzüglich: Saldierung mit passiven latenten Steuern -5.731 -5.827
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
202
Die aktiven latenten Steuern (vor Saldierung) entwickelten sich wie folgt:
Der Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge ist gerechtfertigt, da der
Verbrauch in den Folgejahren wahrscheinlich ist.
f) Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden (nach Restlaufzeiten)
bis 3 Monate € 726,3 Mio (€ 790,8 Mio)
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr € 583,0 Mio (€ 763,5 Mio)
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre € 3.612,6 Mio (€ 3.236,3 Mio)
mehr als 5 Jahre € 4.021,9 Mio (€ 2.953,1 Mio)
g) Begebene Schuldverschreibungen
Im Geschäftsjahr 2022 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale € 127,6 Mio
fällig.
h) Passive Rechnungsabgrenzungsposten
31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Unterschiedsbetrag gemäß § 906 UGB
Zuschreibungsrücklage gemäß § 124b Z 270 EstG 19.755 19.755
Verteilung der Abgrenzung aktiver latenter Steuern 0 0
19.755 19.755
Sonstige Abgrenzung 14.166 15.992
33.921 35.747
i) Rückstellungen
- Sonstige Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Drohverluste aus der Bewertung von
Derivaten, Operationelle Risiken und Rechtsrisiken.
- Die passiven latenten Steuern werden mit anrechenbaren aktiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Im
Geschäftsjahr 2021 bestanden per Saldo aktive latente Steueransprüche.
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
Stand am 1.1. 54.469 48.019
Erfolgswirksame Veränderung 2.456 6.450
Erfolgsneutrale Veränderung aus Umgründungen 0 0
Stand am 31.12. 56.925 54.469
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
203
j) Eigenkapital
Das Grundkapital per 31.12.2021 setzt sich wie folgt zusammen:
35.307.300 Stamm-Stückaktien (35.307.300 Stamm-Stückaktien)
0 Vorzugs-Stückaktien ( 0 Vorzugs-Stückaktien)
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
204
Aufgliederung des Kernkapitals und der ergänzenden Eigenmittel gem. § 64 (1) Z 16 BWG in Mio.€:
2021 2020
Gezeichnetes Kapital Stammaktien 105,9 105,9
Gezeichnetes Kapital Vorzugsaktien 0,0 0,0
Agio vom Gezeichneten Kapital 505,5 505,5
Gewinnrücklagen
1)
1.417,6 1.334,9
Haftrücklage 233,0 224,0
Unversteuerte Rücklagen 0,0 0,0
Aufsichtliche Korrekturposten -0,1 -0,1
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals -40,4 -39,4
SUMME HARTES KERNKAPITAL 2.221,5 2.130,8
Anrechenbare Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals 50,0 50,0
Abzüge von den Posten des zusätzlichen Kernkapitals 0,0 0,0
SUMME KERNKAPITAL 2.271,5 2.180,8
Anrechenbare Ergänzungskapitalinstrumente 345,1 356,1
Ergänzungskapitalinstrumente gem. Übergangsbestimmungen 15,4 30,8
Allgemeine Kreditrisikoanpassungen 32,0 23,0
Abzüge von den Posten des Ergänzungskapitals -13,9 -17,0
SUMME ERGÄNZUNGSKAPITAL 378,6 392,9
SUMME EIGENMITTEL 2.650,1 2.573,7
1) inkl. Gewinnrücklagendotierung 2021 vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat
am 24. März 2022.
Gemäß § 23 BWG in Verbindung mit § 103q Z11 BWG wurde ab 01.01.2016 ein Kapitalerhaltungspuffer eingeführt, der in
Form von hartem Kernkapital zu halten ist. Gemäß der genannten Übergangsbestimmung beträgt der
Kapitalerhaltungspuffer seit 2019 2,5%.
Angaben gemäß § 64 Abs. 1 Z 5 und 6 BWG:
Zum 31.12.2021 bestehen folgende, je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigende
nachrangige Kreditaufnahmen:
Nominale T€ Verzinsung: Fälligkeit:
50.000 Stufenzinsanleihe 2,25% bis 3% 5.10.2026
Die nachrangigen Kreditaufnahmen unter je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von
Nominale T€ 430.591,0 (2020: T€ 413.112,0) betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 1,25 % bis 4,5 % und
einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2022 bis 2031. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige
Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 13.589,5 (2020: T€ 15.167,6) geleistet.
Für die Offenlegung gem. Teil 8 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) hat sich die Oberbank AG für das Internet
entschieden. Der Bericht ist auf der Homepage der Oberbank AG www.oberbank.at (Bereich „Investor Relations“) abrufbar.
k) Eventualverbindlichkeiten
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
205
Von den unter Eventualverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung
von Sicherheiten betreffen:
Akkreditive € 87,8 Mio (€ 93,5 Mio)
sonstige Haftungen € 1.356,1 Mio (€ 1.211,4 Mio)
hievon gegenüber
verbundenen Unternehmen € 39,4 Mio (€ 14,1Mio)
l) Kreditrisiken
Der Posten Kreditrisiken setzt sich wie folgt zusammen:
unechtes Pensionsgeschäft € 0,0 Mio (€ 0,0 Mio)
nicht ausgenützte Kreditrahmen € 4.537,7 Mio (€ 4.389,3 Mio)
Promessen € 17,5 Mio (€ 16,8 Mio)
Ergänzende Angaben
Gesamtbetrag der Aktivposten und Passivposten, die auf fremde Währung lauten:
Aktiva € 3.132,9Mio (€ 2.846,9 Mio)
Passiva € 2.310,3 Mio (€ 1.981,5 Mio)
Folgende Aktivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Forderungen an verbundene Unternehmen sowie an
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
a) verbundene Unternehmen T€ Mio €
1. Forderungen an Kreditinstitute - (-)
2. Forderungen an Kunden 1.717.524,8 (1.668,2)
3. Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wert-
papiere 13.290,3 (19,5)
b) Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht T€ Mio €
1. Forderungen an Kreditinstitute 873,1 (2,9)
2. Forderungen an Kunden 145.251,0(183,9)
3. Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere - (17,2)
Folgende Passivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen,
sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
206
a) verbundene Unternehmen T€ Mio €
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 6.708,6 (6,7)
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden 54.058,4 (49,2)
b) Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht T€ Mio €
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1.581.217,3 (1.564,2)
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden 13.306,5 (36,7)
Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Aktivposten enthalten:
T€ Mio €
3. Forderungen an Kreditinstitute 0,0 (0,0)
4. Forderungen an Kunden 55.478,6 (59,6)
5. Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wert-
papiere 5.286,7 (15,4)
6. Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 15.275,7 (18,1)
In den Forderungen an verbundene Unternehmen sind keine Vermögensgegenstände nachrangiger Art enthalten, in den
Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Vermögensgegenstände nachrangiger Art
in Höhe von T€ 4.566,0 (€ 2,4 Mio) enthalten.
Sämtliche in den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum Börsehandel
zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.
Aufgliederung zum Börsehandel zugelassener Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 11 BWG:
Mio €
Wie Anlagevermögen bewertet:
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere 863,8 (936,1)
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 55,2 (56,3)
Wie Umlaufvermögen bewertet:
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere 50,7 (159,9)
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
207
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 6,6 (6,0)
Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch gem. Teil 3 Titel IV der Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013.
Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Handelsbuches beträgt per 31.12.2021 insgesamt € 55,6 Mio (2020: € 80,5
Mio).
Davon entfallen auf Wertpapiere (Marktwerte) € 1,6 Mio (2020: € 0,7 Mio)
und auf sonstige Finanzinstrumente (Marktwerte) € 54,0 Mio (2020: € 79,8 Mio)
Der Rückzahlungsbetrag ist bei den Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und die zeitanteilig auf
diesen zu- oder abgeschrieben werden, um TEUR 43.027,4 (2020: TEUR 82.350,1) niedriger als die Anschaffungskosten.
Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert am Bilanzstichtag beträgt bei zum
Börsehandel zugelassenen Wertpapieren, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben:
T€
Wertpapiere, die mit ihren
Anschaffungskosten bilanziert
werden 557,0
Wertpapiere, die mit ihrem
höheren Marktwert am Bilanzstichtag
bilanziert werden 18,1
Bei folgenden Aktivposten, die mit gewogenen Durchschnittswerten bewertet sind, ergeben sich Unterschiedsbeträge zum
Börsekurs bzw. Marktwert:
Mio €
Schuldtitel öffentlicher Stellen 23,7
Forderungen an Kreditinstitute 0,6
Forderungen an Kunden 1,8
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere -12,1
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 139,1
Der Buchwert von festverzinslichen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, die über ihrem beizulegenden Zeitwert
ausgewiesen werden, beträgt per 31.12.2021 Mio € 496,9 (2020: € 10,0 Mio); der Zeitwert Mio € 479,2 (2020: € 9,9 Mio).
Die Abschreibung ist unterblieben, da es keine Anhaltspunkte gibt, die auf eine Verschlechterung der Bonität der Emittenten
hinweisen würden. Es sind weder erhebliche finanzielle Schwierigkeiten der Emittenten erkennbar, noch Vertragsbrüche im
Hinblick auf Ausfall oder Verzögerung von Zins- und Tilgungszahlungen eingetreten.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
208
Im Geschäftsjahr 2022 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Gesamtbetrag
von € 158,7 Mio fällig. In den Forderungen an Kreditinstitute sind nicht zum Börsehandel zugelassene eigene
verbriefte Verbindlichkeiten in Nominale T€ 0,0 (2020: 0,0) enthalten.
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:
- im folgenden Geschäftsjahr 2022 € 15,4 Mio (2020: € 15,1 Mio)
- in den Jahren 2022 bis 2026 insgesamt € 80,4 Mio (2020: € 76,5 Mio)
Beträge, mit denen sich das Kredit-
institut im Leasinggeschäft beteiligt hat: - (-)
Angaben gemäß § 238 Abs 1 Z 1 UGB
Nominale
Nominale
in TEUR
positiv
negativ
positiv
negativ
Zinssa tzverträge
- Zinssatzoptionen Kauf 7.920 64 32.370 22
Verkauf 6.370 -59 34.150 -23
- Swaptions Kauf 36.000 413
Verkauf 49.000 -1.354 13.000 -611
- Zinsswaps Kauf 532.867 3.820 -25.342 661.646 11 -45.697
Verkauf 1.909.085 93.825 -5.867 2.029.125 168.954 -1
- Anleiheoptionen Kauf
Verkauf
Wechselkursverträge
- Währungsoptionen Kauf 29.405 354 26.444 112
Verkauf 28.760 -291 23.718 -69
- Devisentermingeschäfte Kauf 2.292.108 24.702 2.192.372 25.220
Verkauf 2.297.011 -28.703 2.201.467 -30.752
- Cross Currency Swaps Kauf 240.969 8.739 -639 228.260 -3.169
Verkauf 176.455 5.414 -6.831 127.337 5.127 -1.806
Wertpapierbezogene Geschäfte
- Aktienoptionen Kauf
Verkauf
2021
2020
Marktwerte
Marktwerte
Im Wesentlichen werden Derivate zur Absicherung von Kundengeschäften und zur Risikoreduktion eingesetzt.
Zur Absicherung des der Marktrisiken im Bankbuch werden Interest Rate Swaps oder Cross Currency Swaps abgeschlossen
und Bewertungseinheiten mit folgenden Grundgeschäften gebildet: festverzinsliche Wertpapiere, Fixzinskredite, Eigenen
Emissionen, Schuldscheindarlehen mit fixer Zinsbindung und Globaldarlehen. Die Absicherung wird bis zum Ende der
Fixzinsbindung des Grundgeschäftes (längstens bis zum Jahr 2042) vorgenommen.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
209
Der aktuelle Zeitwert der in der derzeitigen Bewertungseinheit befindlichen Interest Rate Swaps und Cross Currency Swaps
beträgt saldiert € 72,9 Mio (2020: € 119,0 Mio), hievon € 77,4 Mio (2020: € 127,6 Mio) positive und € 4,4Mio (2020: € 8,6
Mio) negative Marktwerte.
Im Rahmen der Widmung bzw. Bildung der einzelnen Bewertungseinheiten zwischen Grundgeschäft und Sicherungsderivat
wird ein prospektiver Effektivitätstest durchgeführt. Sind die Parameter des Grundgeschäfts und des Absicherungsgeschäfts
identisch, aber verhalten sich gegenläufig, so wird dies als vollständig effektive Sicherungsbeziehung angesehen (Critical
Terms Match). Die retrospektive Effektivität wird durch Critical Terms Match bzw. durch Vergleich der Wertänderungen der
Grundgeschäfte mit den Wertänderungen der Sicherungsinstrumente nach der Kompensierungsmethode (Dollar-Offset-
Methode) beurteilt. Der ineffektive Anteil der Derivate mit negativem Marktwert wird zum Bilanzstichtag als
Drohverlustrückstellung erfasst. Ist die Sicherungsbeziehung insgesamt nicht mehr effektiv, wird die Bewertungseinheit
aufgelöst.
Die Bewertung der Derivate im Handelsbuch erfolgt mit dem Marktwert abzüglich der bereits erhaltenen bzw. gezahlten
Prämie zum Bilanzstichtag. Positive Marktwerte in Höhe von T€ 26.493,0 (2020: T€ 40.538,1) werden in den sonstigen
Vermögensgegenständen ausgewiesen, für negative Marktwerte im Ausmaß von T€ 27.163,5 (2020: T€ 40.367,4) wurde eine
Drohverlustrückstellung gebildet. Für negative Marktwerte aus Derivaten im Bankbuch wurde mittels einer
Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 1.469,0 (2020: T€ 784,0) vorgesorgt.
Devisentermingeschäfte werden in Zins- und Kassageschäfte aufgespalten und sind somit bereits in Zins- und
Devisenkursergebnis berücksichtigt.
Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu
Marktbedingungen durchgeführt wird.
Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der
Barwertmethode (Discounted Cash – Flow), wobei für das Handels- und das Bankbuch der Clean Price dargestellt wird. Als
Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus REUTERS zur Anwendung. Als Devisenkurs werden die von der EZB
veröffentlichten Referenzkurse verwendet.
Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten werden gemäß Optionspreismodellen wie zum Beispiel von Black-Scholes
berechnet. Für die Bewertung von Optionen werden implizite Volatilitäten herangezogen.
Als Sicherheiten wurden folgende Vermögensgegenstände gestellt:
Wertpapiere in Höhe von T€ 23.151,9 als Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen
Wertpapiere in Höhe von T€ 30.765,6 als Deckungsstock für fundierte
Teilschuldverschreibungen
Hypothek. besicherte Forderungen i.H.v. T€ 2.606.570,1als Deckungsstock für hypothekarisch fundierte
Bankschuldverschreibungen
Wertpapiere und Barsicherheiten Höhe von T€ 78.319,2 als Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution
für Wertpapiergeschäft u. Derivate
Forderungen in Höhe von T€ 110.767,7 wurden an an die ungarische Nationalbank
zediert
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
210
Forderungen in Höhe von T€ 93.855,6 als Sicherstellung für EIB-
Globaldarlehensgewährungen
Wertpapiere und Forderungen in Höhe von T€ 2.392.522,6 im Tier I Pfanddepot der OeNB für (offene)
Refinanzierungsgeschäfte mit der OeNB
Wertpapiere in Höhe von T€ 115.123,4 als Sicherstellung für das
Refinanzierungsprogramm mit der ungarischen Nationalbank
Forderungen in Höhe von T€ 1.425.392,3 wurden an die österreichische Kontrollbank
zediert
Wertpapiere und Forderungen in Höhe von T€ 982.517,5 wurden an deutsche Förderbanken zediert
Sonstige Aktivposten in Höhe von T€ 467,2 als Sicherheitsleistung für die CCP Austria
GmbH als Clearingstelle für Börsengeschäfte
Wertpapiere in Höhe von T€ 17.084,6 zur Deckung der Pensionsrückstellung
Der Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften in Pension gegebenen Vermögensgegenstände beträgt € 0,0
Mio (2020: € 0,0 Mio).
Die Mündelgeldspareinlagen betrugen per 31.12.2021 T€ 19.232,5 (2020: T€ 16.770,1).
Die finanziellen Auswirkungen der außerbilanzmäßigen Geschäfte gem. § 238 (1) Z 10 UGB betragen T€ 10.102,0 (2020: T€
10.632,0). Dies resultiert aus weichen Patronatserklärungen für Tochterunternehmen.
m) Deckungsstock
Zur Fundierung der im Umlauf befindlichen Anleihen wurde ein Deckungsstock gebildet.
Mündelsichere Wertpapiere – bewertet zum 31.12.2021 – wurden in den Deckungsstock im Ausmaß von € 30,0 Mio (2020: €
30,0 Mio) eingebracht. Dagegen steht ein Deckungserfordernis in Höhe von € 25,0 Mio (2020: € 25,0 Mio), wodurch sich eine
Überdeckung von € 5,0 Mio (2020: € 5,0 Mio) ergibt. Die Summe der ausgegebenen fundierten Anleihen hatte während des
ganzen Jahres die Höhe der in den Deckungsfonds eingebrachten Deckungswerte nicht überstiegen.
n) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Ab dem Geschäftsjahr 1999 wurde die in der Dotierung der Pensionsrückstellung enthaltene Zinskomponente im
Nettozinsertrag berücksichtigt.
In der GuV-Position 8a) ff) sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen im Ausmaß von T€ 844,3 (2020: T€
767,8), Auflösung der Abfertigungsrückstellung in der Höhe von T€ 1.542,5 (2020: T€ 1.845,2) sowie Abfertigungszahlungen
von T€ 2.719,8 (2020: T€ 2.268,9) enthalten.
In der GuV-Position 8a) dd) sind Pensionskassenbeiträge in Höhe von T€ 3.888,0 (2020: T€ 3.739,5) sowie T€ 7.924,9 (2020:
T€ 8.080,6) ausgewiesen. Aufwendungen für Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von T€ 756,1 (2020: T€ 1.401,4)
sind in der GuV-Position 8a) aa) enthalten.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
211
Die Position „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ weist einen Aufwand von T€ 29.123,7 (2020: T€ 22.308,2) aus und
beinhaltet insbesondere sonstige Abschreibungen sowie Beiträge zum Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds.
Die Position „Sonstige betriebliche Erträge“ weist einen Ertrag von T€ 17.313,6 (2020: T€ 24.021,4) aus und beinhaltet
insbesondere Erträge aus operationellen Risiken sowie bankfremde Vermittlungsprovisionen.
In dem Posten Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen sind Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von T€
12.331,5 (2020: T€ 21.834,0) und aus sonstigen Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.545,0 (2020: T€
625,0) enthalten.
Das anteilige Jahresergebnis aus Investmentfondsanteilen beträgt T€ 1.263,1 (2020: T€ 1.359,1) und das kumulierte Ergebnis
seit 2017 beträgt T€ 6.379,2 (2020: 5.116,1). Die anteiligen Jahresergebnisse wurden netto ausgeschüttet.
Ausschüttungsbedingte Abschreibungen wurden wie im Vorjahr keine vorgenommen.
Der Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet
sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen enthält mit T€ 267,8 (2020: T€ 16,6 Mio) einen
Aufwandssaldo aus Gewinngemeinschaften und mit T€ 1.378,0 einen Ertragssaldo aus sonstigen Anteilen an verbundenen
Unternehmen (2020: T€ 35,8 Aufwandssaldo).
In Österreich trat mit 1.1.2015 das Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) in Kraft. Gem. §
125 f BaSAG haben beitragspflichtige Institute Jahresbeiträge in den Abwicklungsfonds zu zahlen. Das Jahreszielvolumen
beträgt für 2015 0,1 vH der gesicherten Einlagen aller in Österreich zugelassenen Institute. Die Richtlinie 2014/49/EU über
Einlagensicherungssysteme wurde im April 2014 vom Europäischen Parlament beschlossen. Das ESAEG wurde in Österreich
am 14.8.2015 als BgBI veröffentlicht. Gemäß § 18 Abs. 1 ESEAG hat jede Sicherungseinrichtung einen
Einlagensicherungsfonds in Höhe von 0,8 % der Summe der gedeckten Einlagen der Mitgliederinstitute einzurichten. Die
Aufwendungen für den Abwicklungsfonds und die Einlagensicherung betragen im Geschäftsjahr 2021 T€ 22.399,9 (2020: T€
15.637,5).
In den Zinserträgen sind negative Zinserträge in Höhe von T€ 14.341,5 (2020: T€ 4.754,7) und in den Zinsaufwendungen sind
negative Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 34.848,8 (2020: T€ 16.032,5) enthalten.
Die Provisionserträge in Höhe von T€ 211.161,6 (2020: T€ 189.047,7) resultieren im Wesentlichen aus dem Zahlungsverkehr,
Kredit- und Veranlagungsgeschäft sowie Wertpapiergeschäft.
Der im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag enthaltene Ertrag aus latenten Steuern beträgt T€ 2.523,8 (2020: T€
11.939,5).
Bezüglich der Angaben gem. § 238 (1) Z18 UGB über Aufwendungen für die Abschlussprüfung im Posten Sonstige
Verwaltungsaufwendungen wird auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
212
Daten über Niederlassungen gem. § 64 (1) Z 18 BWG
Daten über Niederlassungen gem. § 64 (1) Z 18 BWG
DE CZ HU SK
Name der Niederlassung
(inkl. Leasinggesellschaften) Niederlassung Deutschland Zweigniederlassung Tschechien Zweigniederlassung Ungarn Zweigniederlassung Slowakei
Geschäftsbereiche Geschäftsbereich Südbayern
Geschäftsbereich Nordbayern
Name des Sitzstaates Bundesrepublik Deutschland Tschechische Republik Ungarn Slowakische Republik
Nettozinsertrag in T€ 40.092 36.581 27.327 10.746
Betriebserträge in T€ 50.911 43.862 35.017 12.186
Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis 289,4 193,7 128,6 53,5
Jahresergebnis vor Steuern in T€ 6.140 23.572 14.748 7.632
Steuern vom Einkommen in T€ -1.207 -4.797 -1.532 -1.405
erhaltene öffentliche Beihilfen in T€ 0 0 0 0
o) Die Gesamtkapitalrentabilität gem. § 64 (1) Z 19 BWG beträgt 0,47 % (2020: 0,52 %).
p) Steuerliche Verhältnisse
Die Oberbank AG ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gem. § 9 KStG.
Bestehen mit Gruppenmitgliedern Ergebnisabführungsverträge, so stellen diese die nach § 9 Abs 8 KStG geforderte
Vereinbarung über den Steuerausgleich dar.
Bestehen mit Gruppenmitgliedern keine Ergebnisabführungsverträge und erzielt das jeweilige Gruppenmitglied steuerliche
Gewinne bzw. steuerliche Verluste, wird eine positive bzw. negative Steuerumlage in der Höhe des jeweils gültigen
Körperschaftsteuersatzes an den Gruppenträger bzw. vom Gruppenträger geleistet.
III. PFLICHTANGABEN ÜBER ORGANE UND ARBEITNEHMER (§ 239 UGB)
a) Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres
Angestellte 2.063 (2020: 2.066)
Arbeiter 6 (2020: 7)
b) Die den Mitgliedern des Aufsichtsrates gewährten Kredite
betrugen zum 31.12.2021 T€ 475,9 (2020: T€ 528,8), hievon T€ 0,00 (2020: T€ 0,0) Haftungen. Die Kredite wurden zu
marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückgezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 61,2 (2020: T€
90,6).
c) Die den Mitgliedern des Vorstandes gewährten Kredite
betrugen zum 31.12.2021 T€ 129,0 (2020: T€ 158,5), hievon T€ 0,0 (2020: T€ 0,0) Haftungen. Die Kredite wurden zu
marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückbezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 15,3 (2020: T€
15,3).
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
213
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
T€
- der Vorstandsmitglieder (einschließ-
lich ehemaliger Vorstandsmit-
glieder und ihrer Hinterbliebenen): 1.694,5 (2020: 2.997,0
- der leitenden Angestellten und
anderen Arbeitnehmer: 11.147,6 (2020: 21.213,1)
d) Bezüge
T€
- der Mitglieder des Vorstandes: 2.667,5 (2020: 2.466,9)
- der Mitglieder des Aufsichtsrates: 277,0 (2020: 264,0)
- ehemaliger Mitglieder des Vorstandes
(einschließlich ihrer Hinterbliebenen): 1.260,1 (2020: 1.241,0)
Die von der ordentlichen Hauptversammlung 2021 mit entsprechender Mehrheit verabschiedete Vergütungsrichtlinie der
Oberbank sieht ein ausgewogenes Verhältnis von fixen und variablen Bezügen vor, wobei die variablen Bezüge maximal 40 %
des fixen Bezugs betragen dürfen. Das fixe Basisgehalt orientiert sich an den jeweiligen Aufgabengebieten. Die variable
Gehaltskomponente berücksichtigt gemeinsame und persönliche Leistungen der Vorstandsmitglieder ebenso wie die
generelle Unternehmensentwicklung.
Die wesentlichen Parameter, die der Vergütungsausschuss für die Bemessung der variablen Bezüge der Vorstände heran-
zuziehen hat, sind:
5 Das nachhaltige Erreichen der strategischen Finanzziele auf Basis der definierten Strategie und der Mehrjahres-
planung der Bank gemessen an den 3 Ertragskennzahlen Jahresüberschuss vor Steuern, RoE vor Steuern und Cost-
Income-Ratio in Prozent fließt zu 35 % in die Entscheidung ein.
6 Das nachhaltige Einhalten der strategischen Risikoausnutzung gemäß Gesamtbankrisikosteuerung gemessen an
den 3 Risikokennzahlen harte Kernkapitalquote in Prozent, NSFR und Risk-Earning Ratio fließt ebenfalls zu 35 % in
die Entscheidung ein.
7 Das nachhaltige Erreichen der strategischen (auch nichtfinanziellen) Ziele generell gemessen an den vom
Vergütungsausschuss festgelegten Parametern wie Rating, ICAAP,
Nachhaltigkeitsrating, Fluktuationsquote, Kunden- und MA-Zufriedenheit kann das Ergebnis aus der Berechnung
von 1 und 2 um maximal 20 Prozentpunkte erhöhen.
8 Komplettiert wird das Ergebnis für jedes Vorstandsmitglied getrennt aufgrund der Entwicklung der von ihm speziell
zu verantwortenden Aufgabenbereiche laut Ressortsverteilung, wobei das Ergebnis aus 1-3 hier noch um maximal
10 Prozentpunkte erhöht werden kann.
Bei einer dergestalt ermittelten Gesamtzielerreichung von 100 % würde dem jeweiligen Vorstandsmitglied eine variable
Vergütung von 30 % des Fixgehaltes zustehen, die bei Übererreichung der Ziele aber mit 40 % gedeckelt ist. Pro Prozent
Zielunterschreitung unter die 100 % wird ein Prozentpunkt weniger variable Vergütung zugesprochen, sodass bei einer
Zielerreichung von 70 % oder weniger kein variabler Bezug zusteht.
Die Einschätzung der Oberbank als hochkomplexes Institut im Sinne des Rundschreibens der FMA zur Vergütungspolitik vom
Dezember 2012 bedeutet, dass von den variablen Vergütungen der Vorstände, deren Höhe anhand der „Parameter für die
Beurteilung der variablen Vergütungen für den Vorstand“ vom Vergütungsausschuss jährlich in seiner Märzsitzung festgelegt
wird, 50 % in Aktien und 50 % in Cash auszuzahlen sein werden, wobei die Aktien einer Haltefrist von drei Jahren unterliegen
und der auf fünf Jahre rückzustellende Anteil in Entsprechung der EBA Leitlinien für eine solide Vergütungspolitik zu gleichen
Teilen aus Aktien und Cash besteht.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
214
Da Bemessung und Zuerkennung der variablen Vergütungen immer erst im Nachhinein erfolgen, sind bilanziell
entsprechende Rückstellungen zu bilden, was aber im Wissen um die sehr moderate Politik des Vergütungsausschusses auch
gut planbar ist.
Diese betrugen 2019 für die 2020 ausgezahlten Vergütungen 465 Tsd. Euro und 2020 für die 2021 ausgezahlten Vergütungen
240 Tsd. Euro.
In der Bilanz zum 31.12.2021 sind für die in 2022 für 2021 zur Auszahlung gelangenden Vergütungen 467,5 Tsd. Euro
eingestellt.
Die Auszahlung erfolgt wie bei den MitarbeiterInnen mit der Mai-Gehaltsabrechnung, wobei der Betrag für den Aktienanteil
auf ein gesperrtes Depotverrechnungskonto des Vorstandsmitglieds gebucht wird und für die Bezahlung der zu
erwerbenden Aktienanteile verwendet wird, die dann einer dreijährigen Verkaufssperre unterliegen.
Für die jedes Jahr aufgrund gesetzlicher Verpflichtung nicht zur Auszahlung gelangenden Anteile (je 50 % Cash und 50 %
Aktien) bleiben die Rückstellungsteile entsprechend bestehen. Sie betrugen 2020 254 Tsd. Euro und 2021 180 Tsd.
Euro. Diese Beträge werden aufgeteilt auf die fünf Folgejahre nach Freigabe durch den Vergütungsausschuss jeweils erst
ausbezahlt.
Die für die variablen Vorstandsvergütungen zu bildenden Rückstellungen stellen bilanziell einen Personalmehraufwand dar.
Rahmenbedingungen der Mitarbeiteraktion 2021
Aktionszeitraum: 25.5.-15.6.2021
Aktienanzahl limitiert auf bis zu 70.000 Stück entgeltlich erwerbbare Stammaktien und bis zu 28.000 Stück unentgeltlich
zugeteilte Stammaktien („Bonusaktien")
Bezugskurs: Börsenkurs zum 16.6.2021; maximale entgeltlich erwerbbare Stückanzahl: 85 Stück Aktien
Bonusaktien: pro fünf entgeltlich erworbene Stammaktien wurden zwei Stammaktien als Bonusaktien unentgeltlich
zugeteilt (Modell 5 + 2).
Den MitarbeiterInnen wurden Aktien der Oberbank AG innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen
angeboten (Bonusaktien). Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrags, den die MitarbeiterInnen in den
Aktienkauf investieren können.
Die Anzahl der durch dieses Angebot an die MitarbeiterInnen abgegebenen Aktien belief sich im Berichtsjahr auf 64.085
Stück entgeltlich erworbene Stammaktien und 25.634 Stück unentgeltlich zugeteilte Stammaktien (Bonusaktien).
Die über das Rückkaufprogramm 2021 zum Zwecke der kostenlosen Begebung an den berechtigten Personenkreis
angekauften 25.634 Stück Stammaktien verursachten einen Aufwand in Höhe von 2.220 Tsd. Euro.
Rückkaufprogramm 2021
Die Aktien-Rückkaufprogramme in Stammaktien wurden am 17.6.2021 abgeschlossen.
Im Zuge des Rückkaufprogramms für Stammaktien wurden zwischen dem 7.6.2021 und dem 17.6.2021 gesamt 87.832 Stück
Stammaktien, die ca. 0,25 % des Grundkapitals entsprechen, börslich und außerbörslich zurückgekauft. Der gewichtete
Durchschnittspreis je Stammaktie betrug 86,60 Euro; der höchste geleistete Gegenwert je Stammaktie betrug 86,60 Euro;
der niedrigste geleistete Gegenwert je Stammaktie betrug 86,60 Euro. Der Wert der rückerworbenen Stammaktien betrug
7.606.251,20 Euro.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
215
Aus dem Rückkaufprogramm 2020 für Vorzugsaktien zwischen dem 20.3.2020 und dem 12.6.2020 standen nach der
Wandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien weitere 3.408 Stück Stammaktien zur Verfügung. Der Wert dieser 2020
rückerworbenen Aktien betrug 259.966,00 Euro.
Der Vorstand der Gesellschaft hat am 18.6.2021 beschlossen, sämtliche im Zuge des Aktienrückerwerbsprogramms 2021
erworbenen 87.832 Stammaktien und die aus dem Rückkaufprogramm 2020 resultierenden 3.408 Stammaktien, sohin
91.240 Stück Oberbank Stammaktien zu veräußern bzw. zu übertragen; und zwar 89.719 Stück Oberbank Stammaktien an
die MitarbeiterInnen (inklusive Vorstand) im Zuge der Mitarbeiteraktion 2021, hiervon 64.085 Stück Oberbank Stammaktien
von den MitarbeiterInnen entgeltlich erworben und 25.634 Stück Oberbank Stammaktien als unentgeltliche Bonusaktien
(Modell 5 + 2), und 1.521 Stück Oberbank Stammaktien an den Vorstand im Wege der Vorstandsvergütung in Aktien gem. §
39b BWG gemäß der Sitzung des Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats der Oberbank AG vom 16.3.2021.
Dieser Beschluss sowie die Veräußerung der eigenen Aktien wurden hiermit gemäß § 65 Abs. 1a AktG iVm § 119 Abs.7 und 9
BörseG 2018 und gemäß §§2, 4 und 5 der VeröffentlichungsV 2018 veröffentlicht und sind auch auf der Website der
Oberbank entsprechend zu ersehen:
http://www.oberbank.at/OBK_webp/OBK/oberbank_at/Investor_Relations/Oberbank_Aktien/Aktienrueckkaufprogramm/in
dex.jsp
e) Die in diesem Geschäftsjahr tätigen Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates
gemäß § 239 Abs. 2 UGB sind in der Beilage 3 zum Anhang angeführt.
IV. Wesentliche Ereignisse seit dem Ende des Geschäftsjahres
Beim Ukraine/Russland-Konflikt handelt es sich um ein Ereignis, welches im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 unmittelbar
keine Auswirkungen hat. Für das Jahr 2022 wird dieser Konflikt noch nicht
absehbare Folgen auf die Gesamtwirtschaft haben. Der gegenwärtige Konflikt hat derzeit kaum direkte
Folgen für die Oberbank. Es werden keine russischen, ukrainischen oder weißrussische Staatsanleihen
gehalten. Weiters erfolgen keine Finanzierungen von russischen, ukrainischen oder weißrussischen
Unternehmen. Exportfinanzierungen, wie Forderungsankäufe, erfolgen ausschließlich mit OeKB-Deckung. Die Begleitung
österreichischer Exporteure und die damit in Verbindung stehende Errichtung von
Akkreditiven ist von untergeordneter Bedeutung. Die direkten Einflüsse auf das Kreditrisiko sind nach
derzeitigem Stand gering. Es bestehen aktuell keine größeren offenen Devisentransaktionen von KundInnen
(Devisentermingeschäfte) im Rubel. Auswirkungen des Krieges auf das Beteiligungsportfolio sind derzeit nicht gegeben,
können aber im weiteren Verlauf des Jahres 2022 nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Vom Einlagensicherungsfall der Sberbank Europe AG ist die Oberbank als Mitglied der österreichischen
Einlagensicherung mitbetroffen, wobei die Höhe der Zahlung seitens der Oberbank noch offen ist.
Weitere direkte oder indirekte Auswirkungen des gegenständlichen Konflikts auf die Oberbank können derzeit nicht
festgestellt werden, obgleich diese Thematik laufend beobachtet und bewertet wird.
Das Ökosoziale Steuerreformgesetz 2022 wurde am 20.01.2022 vom Nationalrat beschlossen. Die darin
enthaltenen Änderungen des Körperschaftsteuersatzes werden erstmalig in den nach dem 31.12.2021
aufgestellten Jahresabschlüssen berücksichtigt.
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
216
Wären für die Ermittlung der latenten Steuerforderungen bereits im Geschäftsjahr 2021 die reduzierten
Körperschaftsteuersätze zur Anwendung gekommen, hätte dies zu einer Reduktion der latenten
Steuerforderungen in Höhe von rund € 3,5 Mio. geführt.
Darüber hinaus ist es nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 zu keinen weiteren wesentlichen
Ereignissen gekommen.
V. Ergebnisverwendung
Es wird vorgeschlagen aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 35.521.878,02 eine Dividende in Höhe von EUR 1,00 je Aktie,
das sind in Summe EUR 35.307.300,00 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Linz, 11. März 2022
Der Vorstand
Generaldirektor Direktor Direktor Direktor
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA Martin Seiter, MBA
Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich
Personal- und Rechnungswesen Privatkundengeschäft Gesamtrisikomanagement Firmenkundengeschäft
Beilage 1 zum Anhang: Anlagenspiegel
Beilage 2 zum Anhang: Beteiligungsliste
Beilage 3 zum Anhang: Organe der Bank
Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB
Anhang für das Geschäftsjahr 2020 – Anlagespiegel zum 31. Dezember 2021
217
Stand am davon Stand am Stand am Stand am Buchwert Buchwert
01.01.2021 Zugänge Zinsen Währungsdiff. Umbuchungen Abgänge 31.12.2021 01.01.2021 Zugänge Zuschreibungen Währungsdiff. Umbuchungen Abgänge 31.12.2021 01.01.2021 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Schuldtitel öffentlicher Stellen
und ähnliche Wertpapiere 762.464.098,19 27.693.233,87 0,00 0,00 0,00 173.782.033,91 616.375.298,15 3.940.316,28 1.222.820,00 1.443.736,49 0,00 0,00 -1.000.743,00 4.720.142,79 758.523.781,91 611.655.155,36
Forderungen an Kreditinstitute 61.059.185,18 14.030.769,23 0,00 0,00 0,00 18.232.763,16 56.857.191,25 4.186.371,01 29.357,23 1.710.287,06 0,00 0,00 1.787.583,25 717.857,93 56.872.814,17 56.139.333,32
Forderungen an Kunden 6.703.708,17 28.415.504,17 0,00 0,00 0,00 30.559,86 35.088.652,48 -1.341.275,94 264.386,11 1.023.520,40 0,00 0,00 0,00 -2.100.410,23 8.044.984,11 37.189.062,71
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere 953.231.650,59 262.114.999,53 0,00 0,00 0,00 367.360.146,54 847.986.503,58 12.325.742,01 4.299.487,08 26.488.923,02 0,00 0,00 10.852.473,08 -20.716.167,01 940.905.908,58 868.702.670,59
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 56.272.283,38 0,00 0,00 0,00 0,00 1.071.645,44 55.200.637,94 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 56.272.283,38 55.200.637,94
Beteiligungen 447.545.473,91 5.672.794,04 0,00 0,00 0,00 7.697.685,23 445.520.582,72 17.942.761,96 1.977.335,87 1.365.875,13 0,00 0,00 379.435,81 18.174.786,89 429.602.711,95 427.345.795,83
Anteile an verbundenen Unternehmen 155.905.585,83 0,00 0,00 0,00 0,00 12.712.895,47 143.192.690,36 24.032.056,53 684.603,63 2.062.608,20 0,00 0,00 728,13 22.653.323,83 131.873.529,30 120.539.366,53
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.709.869,08 1.561.400,62 0,00 -16.239,89 0,00 0,00 16.255.029,81 12.848.918,84 507.704,13 0,00 -13.354,66 0,00 0,00 13.343.268,31 1.860.950,24 2.911.761,50
Sachanlagen 281.531.386,44 8.719.489,93 0,00 303.177,62 0,00 3.070.690,82 287.483.363,17 205.139.466,78 11.324.422,39 0,00 273.034,38 0,00 2.986.272,77 213.750.650,78 76.391.919,66 73.732.712,39
2.739.423.240,77 348.208.191,39 0,00 286.937,73 0,00 583.958.420,43 2.503.959.949,46 279.074.357,47 20.310.116,44 34.094.950,30 259.679,72 0,00 15.005.750,04 250.543.453,29 2.460.348.883,30 2.253.416.496,17
Anschaffungs- und Herstellungskosten
kumulierte Abschreibungen
Nettobuchwerte
kpmg
Oberbank AG, Linz
Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021
11. März 2022
218
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
Oberbank AG,
Linz,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende
Geschäftjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem
Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen
Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prü-
fungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
— Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden und Bewertung der Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und
Kreditrisiken
— Werthaltigkeit von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen
— Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
kpmg
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Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden und Bewertung der
Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, umfassen in der Bilanz einen Betrag in Höhe von
TEUR 18.346.791. Weiters werden Vorsorgen in Form von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
gebildet.
Der Vorstand der Oberbank AG erläutert die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen im Anhang zum
Jahresabschluss in Kapitel II Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Abschnitt b).
Die Identifikation von Kreditausfällen und die Ermittlung von Einzelvorsorgen für signifikante Kreditnehmer im Ausfall
unterliegen wesentlichen Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Diese ergeben sich aus Annahmen betreffend
die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des jeweiligen Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten
und bringen daher Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt der erwarteten zukünftigen Rückflüsse mit sich.
Die nach statistischen Methoden gebildeten Vorsorgen für pauschale Einzelvorsorgen und Rückstellungen der ausgefallenen,
nicht signifikanten Kreditnehmer sowie für die Portfoliovorsorgen für Kreditnehmer, für welche noch kein Ausfallsereignis
identifiziert wurde, basieren auf Modellen und statistischen Parametern und beinhalten daher ebenfalls
Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten.
Da das angewendete Wertberichtigungsmodell außerordentliche Sachverhalte wie die
COVID-19 Krise nicht angemessen abbilden kann, wurde von der Bank zusätzlich zum Modellergebnis vorübergehend eine
Erhöhung des Vorsorgebetrages („Management Overlay“) auf Basis bankinterner Schätzungen unter Zugrundelegung
externer Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung vorgenommen. Dieser Management Overlay erfolgt in Form eines
kollektiven Stufentransfers in die Stage 2 für identifizierte Teilportfolios.
Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Ermittlung der Risikovorsorgen, unter Berücksichtigung des Management
Overlay, in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, die zudem durch die COVID-19 Krise
beeinflusst sind. Daraus kann sich eine mögliche falsche Darstellung in Bezug auf die Höhe der Risikovorsorgen im Abschluss
ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben zur Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden und zur Bewertung der Rückstellungen für
Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben den Kreditüberwachungsprozess erhoben und beurteilt, ob dieser geeignet ist, Ausfallsindikatoren
rechtzeitig zu identifizieren und die Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Wir haben ausgewählte
Schlüsselkontrollen im Hinblick auf deren Ausgestaltung und Implementierung sowie in Stichproben auf deren
Effektivität getestet.
kpmg
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11. März 2022
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Auf Basis einer Stichprobe von Krediten haben wir überprüft, ob das Rating entsprechend den internen Richtlinien
erfolgte und ob Kreditausfälle zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte hierbei risikobasiert
unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko sowie der Branchen, die erwartungsgemäß
stärker von der COVID-19 Krise betroffen sind. Bei signifikanten ausgefallenen Kreditnehmern wurden die von der Bank
getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit und Konsistenz von Zeitpunkt und Höhe der angenommenen
Rückflüsse untersucht.
Wir haben im Bereich der Vorsorgen für nicht signifikante, ausgefallene Kreditnehmer die Modelle und die Höhe der
darin verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu
ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit und Vollständigkeit der Vorsorgen haben wir in Stichproben nachvollzogen.
Im Bereich der Portfoliovorsorgen haben wir das zugrundeliegende Berechnungsmodell einschließlich der darin
verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf in angemessener Art
und Weise zu ermitteln. Wir haben die Herleitung und Begründung des Management Overlay, sowie die
zugrundeliegenden Annahmen im Hinblick auf deren Angemessenheit beurteilt. Für diese Prüfungshandlung haben wir
unsere Financial Risk Management-Spezialisten einbezogen.
Werthaltigkeit von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen
Das Risiko für den Abschluss
Die Beteiligungen umfassen in der Bilanz einen Betrag in Höhe von TEUR 427.346. Die Anteile an verbundenen Unternehmen
betragen TEUR 120.539.
Der Vorstand der Oberbank AG erläutert die Vorgehensweise zur Bilanzierung und Bewertung von Beteiligungen und
Anteilen an verbundenen Unternehmen im Anhang in Kapitel II Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Abschnitt d).
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird eine Abschreibung und bei Wegfall der Gründe für eine in der
Vergangenheit vorgenommene Abschreibung, eine Zuschreibung bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten
vorgenommen. Für die Beurteilung wird – sofern keine beobachtbaren Marktpreise vorliegen – auf
Unternehmensbewertungen von externen Sachverständigen oder auf bankinterne Unternehmensbewertungen
zurückgegriffen. Diese Bewertungen sind abhängig von Schätzungen, wie zukünftig erwartete Cashflows oder Ergebnisse,
Diskontierungssätze oder Wachstumsannahmen.
Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass diese Unternehmensbewertungen innerhalb gewisser Bandbreiten
ermessensbehaftet und mit Schätzungsunsicherheiten verbunden sind, woraus ein mögliches Risiko der falschen Darstellung
in Bezug auf die Bewertung im Abschluss resultiert.
kpmg
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Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben zur Werthaltigkeit von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen folgende wesentliche
Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben die wesentlichen Prozesse hinsichtlich der Identifikation von Wertminderungsereignissen oder
Zuschreibungserfordernissen und der Beurteilung der Werthaltigkeit von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen
Unternehmen erhoben und eine ausgewählte Schlüsselkontrolle beurteilt, ob deren Ausgestaltung und
Implementierung grundsätzlich geeignet sind, erforderliche Wertminderungen und mögliche Zuschreibungen
zeitgerecht zuerkennen.
Wir haben die Modelle, die Planungsannahmen und die Parameter für die Bewertungen der wesentlichen Beteiligungen
und Anteile an verbundenen Unternehmen unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten überprüft. Dabei
wurden die verwendeten Bewertungsmodelle nachvollzogen und beurteilt, ob diese geeignet sind, den
Unternehmenswert angemessen zu ermitteln. Die in den Modellen verwendeten Bewertungsparameter – vorrangig die
Zinssatzkomponenten – wurden evaluiert. Dabei wurden die bei der Bestimmung des Zinssatzes herangezogenen
Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt. Die
Planungstreue haben wir in Testfällen durch einen Vergleich der Vorjahresplanungen mit den Ergebnissen des
laufenden Jahres beurteilt.
Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Ermittlung der in Testfällen Unternehmenswerte nachvollzogen.
Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank
Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Das Risiko für den Abschluss
Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben bei der Übernahmekommission Anträge
gestellt, die Einhaltung übernahmerechtlicher Vorschriften (Angebotspflicht) zu überprüfen.
Der Vorstand der Oberbank AG erläutert den Stand der Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken (Oberbank AG, BKS Bank AG und
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft) mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft
m.b.H. sowie die aktuelle Einschätzung hierzu im Anhang in Kapitel II Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Abschnitt j).
Der Vorstand hat auf Basis von Einschätzungen externer Rechtsexperten, vorliegender Gutachten und den aktuelle
Verfahrensständen eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den Abschluss vorgenommen.
kpmg
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Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der weiteren
Entscheidungen in den laufenden Verfahren und der Einschätzung hinsichtlich etwaiger Ansprüche der Aktionäre, sollte die
Bank (als Mitglied der Syndikate der BTV und BKS) zur Legung eines Angebotes verpflichtet gewesen sein. Daraus ergeben
sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich potenziell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit
Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben zu den Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO
Beteiligungsgesellschaft m.b.H. folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben im Rahmen unserer Prüfung relevante Dokumente eingesehen, die Einschätzungen zur Bildung von
Vorsorgen nachvollzogen und die bilanzielle Darstellung geprüft.
Wir haben die Beurteilung des Vorstands, insbesondere die darin enthaltenen Annahmen sowie bilanziellen
Schlussfolgerungen, nachvollzogen. Dazu haben wir von den Klagsparteien eingebrachte Gutachten und
Stellungnahmen der mit den Verfahren betreuten Rechtsanwaltskanzlei der Bank eingeholt und analysiert, ob die
Einschätzungen des Vorstands mit den aktuellen Verfahrensständen konsistent sind.
Abschließend wurde beurteilt, ob die diesbezüglichen Angaben im Anhang zum Jahresabschluss zutreffend sind.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und
des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft
zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu
liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
kpmg
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Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der
unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass
eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung,
die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche
vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als
wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf
der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten
Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
— Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko,
dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein
aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
— Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
— Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung
und damit zusammenhängende Angaben.
— Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht,
die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge
haben.
kpmg
Oberbank AG, Linz
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— Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben
sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass
ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
— Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
— Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen
zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen,
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern
einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
— Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk,
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir
bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die
nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über
die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
kpmg
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Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 20. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt und am 10. Juni 2020 vom Aufsichtsrat
mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit über 20 Jahren Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei
der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Linz, 11. März 2022
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian Grinschgl
Wirtschaftsprüfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die Veröffentlichung oder Weitergabe
des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser
Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht.
Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB
Schlussbemerkung, Erklärung der gesetzlichen Vertreter
226
Erklärung gemäß § 124 Absatz 1 Z. 3 BörseG 2018
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter:
Wir bestätigen nach bestem Wissen,
* dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des
Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
vermittelt;
* dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt,
dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und
* dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen
ausgesetzt
Linz,11. März 2022
Der Vorstand
Generaldirektor Direktor Direktor Direktor
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA Martin Seiter, MBA
Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich Verantwortungsbereich
Personal- und Rechnungswesen Privatkundengeschäft Gesamtrisikomanagement Firmenkundengeschäft
Verantwortungsbereiche des Vorstandes
227
Aktuelle Verantwortungsbereiche des Vorstands (31.12.2021)
Generaldirektor
Dr. Franz Gasselsberger,
MBA
Direktor
Mag. Dr. Josef Weißl,
MBA
Direktor
Mag. Florian Hagenauer,
MBA
Direktor
Martin Seiter, MBA
Grundsätzliche Geschäftspolitik
Interne Revision
Compliance
Geschäfts- und Serviceabteilungen
HRA (Human Ressources)
PAM (Private Banking &
Asset Management)
KRM (Kredit-
Management)
CIF (Corporate &
International Finance)
RUC (Rechnungswesen &
Controlling)
PKU (PrivatkundInnen)
ORG
(Organisationsentwicklu
ng, Strategie und
Prozessmanagement)
TRE (Treasury & Handel)
RIS (Strategisches
Risikomanagement)
GFI (Global Financial
Institutions)
SEK (Sekretariat &
Kommunikation)
ZSP (Zentr. Service und
Produktion CEE
1)
,
Wertpapierabwicklung)
Spezialbereiche
Private Equity Versicherungsservice IT-Entwicklung
Leasinggeschäft
Investmentfonds-
geschäft
Zahlungsverkehr und
Konto/Kreditabwicklung
Regionale Geschäftsbereiche
Linz Nord Linz Süd
Wien
OÖ Süd Innviertel
Salzburg
Deutschland Mitte Niederösterreich
Süddeutschland
Tschechien
Deutschland Süd-West
Ungarn
Slowakei
1) CEE umfasst in der Definition der Oberbank die Regionen Tschechien, Slowakei und Ungarn.
Organe der Bank
228
Aufsichtsrat
Ehrenpräsident: Dkfm. Dr. Hermann BELL
Vorsitzender: Dr. Andreas KÖNIG (Vorsitzender seit 11.05.2021)
Stellvertreter: Mag. Dr. Martin ZAHLBRUCKNER (Vorsitzender bis 11.05.2021)
Mitglieder: Direktor Gerhard BURTSCHER
Mag. Hannes BOGNER
Mag. Dr. Stephan KOREN
Univ.-Prof. MMMag. Dr. Barbara LEITL-STAUDINGER
Alfred LEU
DI Franz-Peter MITTERBAUER
MMag. Dr. Barbara STEGER
Mag. Dr. Herta STOCKBAUER
Staatskommissärin: Oberrätin Mag. Angelika SCHLÖGEL
Staatskommissär-Stv.: MR Mag. Jutta RAUNIG
Vertreter des Betriebsrates: Wolfgang PISCHINGER, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG
Alexandra GRABNER
Susanne BRAUN
Elfriede HÖCHTEL
Sven ZEISS
Vorstand: Generaldirektor Dr. Franz GASSELSBERGER, MBA
Vorstandsdirektor Mag. Dr. Josef WEIßL, MBA
Vorstandsdirektor Mag. Florian HAGENAUER, MBA
Vorstandsdirektor Martin SEITER, MBA
Impressum
Medieninhaber und Herausgeber
229
Oberbank AG
Untere Donaulände 28, 4020 Linz
Telefon: +43/(0)732/7802
Telefax: +43/(0)732/78 58 10
BIC: OBKLAT2L
Bankleitzahl: 15000
OeNB-Identnummer: 54801
DVR: 0019020
FN: 79063w, Landesgericht Linz
UID: ATU22852606
Oberbank-Stammaktie: ISIN AT0000625108; ISIN AT0000A2HAY1
Internet: www.oberbank.at; E-Mail: sek@oberbank.at
Redaktion und Projektleitung: Mag. Alexander Türk, Oberbank AG
Redaktionsschluss:11. März 2022
Design Umschlag: ALBA Communications Wien
Fotografie: Peter Rigaud (Bilder Vorstand Oberbank); BLICKFANG – Julia Türtscher (Bild Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Die Oberbank verzichtet im Sinne von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auf eine aufwändige Druckversion ihres
Jahresfinanzberichtes. Der vollständige Jahresfinanzbericht ist auf der Oberbank-Website unter
https://www.oberbank.at/kennzahlen-berichte zu finden.
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und bei der Errechnung der Veränderungsraten können geringfügige
Differenzen im Vergleich zur Ermittlung aus den nicht gerundeten Beträgen auftreten.
Disclaimer: Zukunftsbezogene Aussagen
Dieser Finanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Oberbank beziehen. Diese
Aussagen werden mit Begriffen wie „schätzen“, „erwarten“, „planen“, „rechnen“, „zielen“ etc. umschrieben. Die
Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum Zeitpunkt der Berichtserstellung zur Verfügung stehenden
Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie
die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen
abweichen.
Mit diesem Finanzbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Oberbank AG verbunden. Auf ein
eigenes Glossar wurde im vorliegenden Finanzbericht verzichtet, da entweder bekannte Begriffe verwendet oder spezielle
Termini direkt im Text erklärt werden.