894500R3EZWT4CYDM9332023-07-012024-06-30894500R3EZWT4CYDM9332022-07-012023-06-30894500R3EZWT4CYDM9332024-06-30894500R3EZWT4CYDM9332023-06-30894500R3EZWT4CYDM9332022-06-30894500R3EZWT4CYDM9332022-06-30ifrs-full:IssuedCapitalMember894500R3EZWT4CYDM9332022-07-012023-06-30ifrs-full:IssuedCapitalMember894500R3EZWT4CYDM9332023-06-30ifrs-full:IssuedCapitalMember894500R3EZWT4CYDM9332023-07-012024-06-30ifrs-full:IssuedCapitalMember894500R3EZWT4CYDM9332024-06-30ifrs-full:IssuedCapitalMember894500R3EZWT4CYDM9332022-06-30ifrs-full:CapitalReserveMember894500R3EZWT4CYDM9332022-07-012023-06-30ifrs-full:CapitalReserveMember894500R3EZWT4CYDM9332023-06-30ifrs-full:CapitalReserveMember894500R3EZWT4CYDM9332023-07-012024-06-30ifrs-full:CapitalReserveMember894500R3EZWT4CYDM9332024-06-30ifrs-full:CapitalReserveMember894500R3EZWT4CYDM9332022-06-30ifrs-full:RetainedEarningsMember894500R3EZWT4CYDM9332022-07-012023-06-30ifrs-full:RetainedEarningsMember894500R3EZWT4CYDM9332023-06-30ifrs-full:RetainedEarningsMember894500R3EZWT4CYDM9332023-07-012024-06-30ifrs-full:RetainedEarningsMember894500R3EZWT4CYDM9332024-06-30ifrs-full:RetainedEarningsMember894500R3EZWT4CYDM9332022-06-30ifrs-full:OtherReservesMember894500R3EZWT4CYDM9332022-07-012023-06-30ifrs-full:OtherReservesMember894500R3EZWT4CYDM9332023-06-30ifrs-full:OtherReservesMember894500R3EZWT4CYDM9332023-07-012024-06-30ifrs-full:OtherReservesMember894500R3EZWT4CYDM9332024-06-30ifrs-full:OtherReservesMemberiso4217:USDiso4217:USDxbrli:shares
Graphics
JAHRESFINANZBERICHT 2023/24

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | INHALT 2
INHALT
03 KONZERNLAGEBERICHT
03 BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
15 GESCHÄFTSVERLAUF
20 ERGEBNIS UND BILANZANALYSE
29 STRUKTUR DES UNTERNEHMENS
33 RISIKOBERICHT
41 AUSBLICK UND BEDEUTENDE EREIGNISSE
44 KONZERNABSCHLUSS
45 KONSOLIDIERTE ERFOLGSRECHNUNG
46 KONSOLIDIERTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG
47 KONSOLIDIERTE BILANZ
48 KONSOLIDIERTE EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
49 KONSOLIDIERTE GELDFLUSSRECHNUNG
50 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
50 Informationen zum Unternehmen und Konzern
51 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze
64 Wichtige Transaktionen und Ereignisse
65 Einzelheiten zu den Positionen der Erfolgsrechnung und Bilanz
73 Übrige Angaben
77 Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode
78 BESTÄTIGUNGSVERMERK
82 ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHER VERTRETER
83 LAGEBERICHT (EINZELGESELLSCHAFT)
121 JAHRESRECHUNG (EINZELGESELLSCHAFT)
Graphics
BERICHT
ZUR WIRTSCHAFT-
LICHEN LAGE
KONZERNLAGEBERICHT
2023/24
ZUM 30. JUNI 2024
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 4
BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Das weltweite Wirtschaftswachstum fiel angesichts der ange-
spannten finanziellen Bedingungen relativ moderat aus. Für die
erste Jahreshälfte 2024 deuten wichtige ökonomische Indikato-
ren jedoch darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft wieder leicht
erholt hat. In den Vereinigten Staaten bleibt das Wirtschafts-
wachstum stabil, während die Inflation sinkt. In China haben die
staatlichen Unterstützungsmaßnahmen aus 2023 und zu Beginn
2024 noch nicht zu einen Turnaround des anhaltend schwachen
Wohnimmobiliensektors geführt. Diese Marktschwäche hat den
Einfluss der starken chinesischen Exporte und der umfangreichen
Investitionen in Infrastruktur und Produktionskapazitäten ab-
geschwächt.
Infolge der jüngst verbesserten ökonomischen Entwicklung und
der Aussichten auf eine weniger restriktive Geldpolitik der bedeu-
tenden westlichen Volkswirtschaften, sind die Preise für Eisen-
und Nichteisenmetalle seit Q1 2024 allgemein gestiegen. Der Preis
für Eisenerz hat sich oberhalb von USD 100 pro Tonne stabilisiert,
während Kupfer zuletzt über USD 10.000 pro Tonne notierte. Seit
Ende des zweiten Quartals 2024 sind die Preise jedoch wieder
zurückgegangen.
Seit Q1 2024 hat der Goldpreis dank Käufen durch die Zentral-
bank und der Nachfrage von chinesischen Haushalten nach alter-
nativen Investments inmitten der Schwäche der Immobilien- und
Aktienmärkte neue Rekordhöhen erreicht.
Nach starken Rückgängen im Jahr 2023 und zu Beginn 2024
scheinen sich die Preise für Lithium und Nickel zu erholen. Wenn-
gleich für beide Edelmetalle in H1 2024 mehrjährige Tiefststände
erreicht wurden, werden einige neue australische Nickel- und
Lithiumprojekte vorangetrieben. Die australische Spodumen-Pro-
duktion ist wettbewerbsfähig mit konkurrierenden Lithiumsolen.
Die Interventionsmaßnahmen zahlreicher Regierungen in Bezug
auf den Handel mit China werden Auswirkungen auf Richtung
und Volumina der australischen Rohstoff- und Energieexporte
haben. Weitreichende handelspolitische Maßnahmen könnten die
Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Hersteller gegenüber an-
deren asiatischen Handelsnationen (wie Japan und Südkorea), die
Australien beliefern, verschlechtern. Die australischen Exporte
würden darunter leiden, wenn Teile der chinesischen Produkti-
onskapazitäten an Nordamerika und Westeuropa verloren gehen.
Abhängig vom Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen im
November kann sich auch das Tempo der Expansion von Elektro-
fahrzeugen und Technologien für erneuerbare Energien in den
USA verändern. Dies hätte kurzfristig einen großen Einfluss auf
die Nachfrage nach Batterie-Mineralien. Das Nachfragewachs-
tum in anderen bedeutenden Märkten (EU und China) dürfte sich
dynamisch erhöhen.
Jüngste Maßnahmen von Großbritannien und den USA hinsicht-
lich eines Einfuhrverbots von russischem Metall in die Lagerhäu-
ser von LME und Comex, würde noch mehr russisches Metall nach
China und Indien verlagern. Australische Bergbauunternehmen
würden tendenziell russische Metallverkäufe nach Japan und
Südkorea ersetzen. Nickel und Aluminium wären die am stärksten
betroffenen Metalle.
Die weiter zunehmende Adaption neuer energieintensiver Techno-
logien, inklusive generativer künstlicher Intelligenz, wird in vie-
len Ländern die Energienachfrage stimulieren. Kurzfristig wird
erwartet, dass sich vor allen die Nachfrage nach gasbetriebenem
Strom erhöht.
Zusammenfassung
Graphics
Gesamtwirtschaftliches
Umfeld
ZUSAMMENFASSUNG: .
Dank der verbesserten globalen Güternachfrage ist die welt-
weite Industrieproduktion in der ersten Hälfte 2024 gestiegen.
Ein Großteil des Wachstums der weltweiten industriellen Pro-
duktion und der Warenausfuhren entfiel dabei auf China.
Bei einem ausgeglichenen Risikoprofil hat sich der Ausblick
für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 leicht ver-
bessert. Dank des Rückgangs der Inflation in den Zielkorridor
werden Zentralbanken ihre restriktiven Maßnahmen beenden
und das Wachstum im Jahr 2025 beschleunigen.
Im Mai 2024 wurden die Wachstumsprognosen Chinas für
2024 und 2025 nach oben revidiert. Dies war die Folge des bes-
ser als erwartet ausgefallenen Wachstums im ersten Quartal
2024 sowie den jüngst angekündigten Maßnahmen für den
Immobiliensektor.
Rückläufige Inflation und stabiles Wachstum bei
ausgeglichenen Risiken noch immer erwartet
Das Weltwirtschaftswachstum fiel angesichts der angespann-
ten finanziellen Bedingungen relativ gering aus. Für die erste
Jahreshälfte 2024 deuten wichtige ökonomische Indikatoren
jedoch darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft leicht erholt hat. In
den Vereinigten Staaten bleibt das Wirtschaftswachstum sta-
bil, während die Inflation sinkt. In China haben die staatlichen
Unterstützungsmaßnahmen noch nicht für einen Turnaround
des anhaltend schwachen Wohnimmobiliensektors gesorgt. Diese
Marktschwäche hat den Einfluss der starken chinesischen Exporte
und der umfangreichen Investitionen in Infrastruktur und Pro-
duktionskapazitäten verringert.
Infolge der jüngst verbesserten ökonomischen Aktivität und der
Aussichten einer weniger restriktiven Geldpolitik der bedeuten-
den westlichen Volkswirtschaften, sind die Preise für Eisen- und
Nichteisenmetalle seit dem ersten Quartal 2024 allgemein gestie-
gen. Der Preis für Eisenerz hat sich oberhalb von USD 100 pro Ton-
ne stabilisiert, während Kupfer jüngst über USD 10.000 pro Tonne
notierte. Seit dem Ende des zweiten Quartals 2024 sind die Preise
jedoch wieder zurückgegangen. Wenngleich für beide Edelmetalle
in H1 2024 mehrjährige Tiefststände erreicht wurden, werden
einige neue australische Nickel- und Lithiumprojekte vorangetrie-
ben. Die australische Spodumen-Produktion ist wettbewerbsfähig
mit konkurrierenden Lithiumsolen. Seit dem ersten Quartal 2024
hat der Goldpreis dank Käufen durch die Zentralbank und der
Nachfrage der chinesischen Haushalte nach alternativen Invest-
ments inmitten der Schwäche der Immobilien- und Aktienmärkte
neue Rekordhöhen erreicht.
Die politischen Interventionsmaßnahmen in Bezug auf den
Handel mit China werden Auswirkungen auf die Richtung und
Volumina der australischen Rohstoff- und Energieexporte haben.
Australische Exporte könnten darunter leiden, sofern Teile der
chinesischen Produktionskapazitäten an Nordamerika und West-
europa verloren gehen.
Dies liegt an höheren Transportkosten, die einigen australischen
Produzenten den Zugang zu diesen Märkten verwehren.
Abhängig vom Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen im
November kann sich auch das Adaptionstempo von Elektrofahr-
zeugen und Technologien für erneuerbare Energien in den USA
verändern. Dies hätte kurzfristig einen großen Einfluss auf die
Nachfrage nach kritischen Mineralien. Das Nachfragewachstum
in anderen bedeutenden Märkten (EU und China) dürfte sich
dynamisch erhöhen.
Jüngste Maßnahmen hinsichtlich eines Einfuhrverbots von rus-
sischem Metall in die Lagerhäuser von LME und Comex werden
noch mehr russisches Metall nach China und Indien verlagern.
Australische Bergbauunternehmen würden tendenziell russische
Metallverkäufe nach Japan und Südkorea ersetzen. Nickel und
Aluminium werden die am stärksten betroffenen Metalle sein.
Letztlich wird das anhaltende Wachstum der Einführung neuer,
stromintensiver Technologien, inklusive generativer künstlicher
Intelligenz in vielen Ländern die Energienachfrage stimulieren.
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 5
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 6
Quelle: https://www.industry.gov.au/publications/resources-and-energy-quarterly-june-2024
BIP-Wachstumsprognosen (unten)
Quelle: IMF (2024)
Der IWF unterstrich in Bezug auf das globale Wachstum sowohl
das Upside als auch das Downside-Risiko, einschließlich der
Frage, inwieweit die Inflation anhält bzw. die geoökonomische
Fragmentierung zunimmt. Weitere Risiken resultieren aus dem
Ausblick für China und hängen vom weiteren Ausmaß und der
Dauer des Abschwungs im Immobiliensektor ab. Zusätzliche
Reformen des Immobiliensektors sowie großflächige Investitionen
können das gedämpfte Vertrauen stärken; allerdings beinhalten
strukturelle Herausforderungen sowie lokale staatliche Finanzie-
rungsrestriktionen auch Risiken für das Tempo der Erholung.
Gestiegene Risiken für das globale Handelssystem und die geo-
ökonomische Fragmentierung mit verschärften Sanktionen und
handelspolitischen Maßnahmen sind die Downside-Risiken für
das weltweite Wachstum. Der IWF beziffert die Belastung hieraus
mit 0,5-0,7% des globalen Wachstums über die nächsten 5 Jahre,
abhängig vom Schweregrad der Fragmentierung.
Weltwirtschaftlicher Ausblick
Der Ausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) von April
sieht für 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2% vor,
das bei gleichem Tempo bis 2026 anhalten soll. Gegenüber dem
IWF-Ausblick von Januar 2024 stellt das einen Anstieg um 0,1 Pro-
zentpunkte für 2024 dar. Dies reflektiert höhere Wachstumsprog-
nosen für die USA, die durch rückläufige Ausblicke in zahlreichen
anderen Ländern kompensiert werden. Der IWF geht gegenüber
den Angaben aus dem Januar von geringeren Prognoserisiken aus,
die insgesamt ausgeglichen sind.
Das Wachstum der fortgeschrittenen Länder soll im Jahr 2024 auf
1,7% bzw. 1,8% in den Jahren 2025 und 2026 ansteigen. Diese Pro-
gnose wurde für 2024 um 0,2 Prozentpunkte nach oben korrigiert,
weil sich die Aussichten für die USA verbessert haben (plus 0,6
Prozentpunkte). Im Prognosezeitraum wird für die aufstrebenden
Volkswirtschaften weiterhin ein relativ starkes Wachstum an-
genommen, das 2024 und 2025 auf 4,2% zulegen soll. Dank guter
Wachstumsaussichten in Indien und Brasilien wurde die Wachs-
tumsrate für 2024 um 0,1 Prozentpunkte erhöht.
Der IWF unterstreicht die Resilienz der Weltwirtschaft, die trotz
der zahlreichen Schocks über die letzten Jahre eine Rezession ab-
wenden konnte. Die angespannten Arbeitsmärkte haben die Aus-
wirkungen der strafferen Geldpolitik auf das Konsumwachstum
abgeschwächt, wobei sich die globale Güternachfrage im ersten
Halbjahr 2024 aufgehellt hat und die Aussichten für das verarbei-
tende Gewerbe weltweit verbessert haben.
Jüngste politische Maßnahmen und eine bessere ökonomische
Entwicklung in China im Märzquartal haben den IWF veranlasst,
seine Wachstumsprognosen gegenüber dem Ausblick von April
(siehe Kapitel China) anzuheben. Demnach erwartet der IWF fort-
an ein Wachstum der chinesischen Wirtschaft von 5,0% im Jahr
2024 und 4,5% im Jahr 2025, das sich 2026 auf 4,1% abschwächen
soll, parallel zum schwächer erwarteten langfristigen Wirt-
schaftswachstum.
2.1 Summary
Global industrial production lifted in the first half of 2024, on account of
improving global goods demand. China accounted for most of the
growth in global industrial production and merchandise exports.
The outlook for global growth in 2024 has improved slightly, with risks
evenly balanced. As inflation returns to target levels, central banks will
exit restrictive stances, with growth to pick up in 2025.
In May, China’s growth outlook for 2024 and 2025 was revised up, on
account of better-than-expected growth in the March quarter 2024 and
policies recently announced targeting the property sector.
2.2 World economic outlook
Declining inflation and resilient growth still expected, with risks balanced
The International Monetary Fund’s (IMF) April forecasts were for the world
economy to grow by 3.2% in 2024 and then continue at the same pace
through to 2026. This represented an upgrade of 0.1 percentage points for
2024 compared to the IMF’s January 2024 outlook — reflecting upgrades
made to forecast growth for the US, offset by downward revisions across
several other economies. The IMF stated the risks to the outlook have
eased and are broadly balanced compared to their January update.
Growth in advanced economies is expected to rise to 1.7% in 2024 and
1.8% in 2025 and 2026. The forecast is revised upward by 0.2 percentage
point for 2024, given improved outlook for the US — revised up by 0.6
percentage points. Emerging economies are expected to continue their
relatively strong growth during the outlook period, with growth rising to
4.2% in 2024 and 2025. The growth rate for 2024 has been revised up by
0.1 percentage points, given a stronger growth outlook in India and Brazil.
The IMF noted that the global economy has been resilient, avoiding
recession despite the various shocks that have played out over the past
few years. Tight labour markets have softened the effects of tightened
monetary policy on consumption growth, with global goods demand
improving over H1 2024 and lifting the global manufacturing outlook.
Figure 2.1: GDP growth forecasts
Source: IMF (April 2024)
-6%
-4%
-2%
0%
2%
4%
6%
8%
10%
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
Annual growth rate
Emerging economies World Advanced economies
Recent policy moves and a better economic performance in China in the
March quarter led the IMF to revise up its growth forecasts compared with
the April outlook (see China section). The IMF now expects China’s
economy to grow by 5.0% in 2024 and 4.5% in 2025, easing to 4.1% by
2026 — in line with a long-term trend towards lower economic growth.
The IMF emphasised both upside and downside risks to global growth,
including the degree to which inflation persists or geoeconomic
fragmentation intensifies. Additional risks stem from the outlook for China,
depending on the further scale and duration of its property sector
downturn. Additional property sector reforms and large-scale investment
may boost subdued confidence; however, structural challenges and local
government financing constraints pose risks to the pace of recovery.
Increasing risks to the global trading system and geoeconomic
fragmentation with growing sanctions and trade policies present a
downside risk to global growth. The IMF notes this may detract 0.5-0.7%
from global growth over next 5 years, depending on the severity of the
fragmentation.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
17
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 7
Relevante Rohstoffmärkte
Die Goldkäufe des öffentlichen Sektors (Zentralbanken und sons-
tige staatlichen Finanzinstitutionen) stiegen im Märzquartal 2024
marginal auf 290 Tonnen — ein Rekordwert für ein Märzquartal.
Die Nachfrage des öffentlichen Sektors ist seit Mitte 2022 robust, die
Käufe werden durch Zentralbanken aufstrebender Länder domi-
niert. Diese wollen zur Diversifikation ihrer Portfolioreserven den
Goldanteil erhöhen, ebenso wie die Liquidität ihrer Reserven.
Starke Investitionsnachfrage treibt Goldkonsum 2024
auf Rekordwert
Der generelle Ausblick für Gold ist sehr positiv und sieht einen
Anstieg des weltweiten Goldkonsums um 1,9% auf 4.500 Tonnen
im Jahr 2024 vor. Dieses Wachstum wird Erwartungen zufolge vor
allem durch einen Anstieg der Investitionsnachfrage (insbesonde-
re nach Goldbarren und Münzen) getrieben. In einem geringeren
Ausmaß ist es auch ein Ergebnis der wiedererstarkten Nachfrage
für Konsumentenelektronik.
In H1 2024 stiegen Goldpreise deutlich auf neue
Rekordwerte
Für den London Bullion Market Association (LBMA) Goldpreis
wurde für H1 2024 ein Durchschnittswert von USD 2.200 pro Unze
erwartet — 15% über dem Wert aus 2023. Im Juniquartal 2024 hat
sich der Goldpreis besser als die Markterwartungen entwickelt.
Am 21. Mai stiegen sie auf einen Rekordwert von USD 2.427 pro
Unze. Der Preisanstieg wurde insbesondere getrieben durch die
robuste Goldnachfrage von den Zentralbanken aufstrebender Na-
tionen sowie durch sog. Safe-Haven Investitionen. Diese wurden
ausgelöst durch geopolitischen Risiken, wie etwa den Eskalatio-
nen im Mittleren Osten.
Goldpreise 2024 und 2025 nahe ihren Rekordwerten
erwartet, bevor sie fallen
Im Jahr 2024 werden durchschnittliche Goldpreise von rund USD
2.230 pro Unze erwartet. Dies ist eine um 10% höhere Prognose im
Vergleich zum Ausblick des „Resources and Energy Quarterly“ von
März 2024. Es wird ein stabiles Preisniveau knapp unterhalb der
Rekordwerte aus dem Juniquartal 2024 prognostiziert. Diese An-
GOLD
ZUSAMMENFASSUNG: .
Im ersten Halbjahr 2024 lag der durchschnittliche Goldpreis
bei rund USD 2.200 pro Unze. Ein Zuwachs von 15% gegenüber
dem Vorjahr aufgrund starker Nachfrage von Investoren und
Zentralbanken. Die Preise sollen in den Jahren 2024 und 2025
den Prognosen zufolge auf einem hohen Niveau bleiben, bevor
sie 2026 leicht zurückgehen.
Im Märzquartal 2024 sank die australische Goldproduktion um
4,0% gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe waren schlechtere
Qualitäten und Störungen durch heftige Regenfälle. Während
des Prognosezeitraums soll sich die Produktion ausweiten, da
bedeutende neue Projekte und Erweiterungen auf den Markt
kommen.
Die Gold-Exporteinnahmen sollen 2023– 24 einen Rekord-
wert von AUD 33 Mrd. erreichen, bevor sie auf rd. AUD 31 Mrd.
in 2025–26 zurückgehen. Der Grund liegt in den schrittweise
sinkenden Preisen ausgehend von Rekordhöhen des australi-
schen Dollars.
Gold australischer Sektor
Quelle: GA ; DISR ; OCE
Weltweiter Goldkonsum in Q1 2024 rückläufig
Im Märzquartal 2024 sank die weltweite Goldnachfrage um 5,3%
gegenüber dem Vorjahr auf 1.100 Tonnen. Dieser Rückgang war vor
allem eine Folge der 28% geringeren Investitionsnachfrage, wäh-
rend die Nachfrage von Zentralbanken weiterhin hoch ausfiel.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
93
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 8
Weltweites Goldangebot (unten)
Quelle: DISR (2024), Metals Focus (2024), World Gold Council (2024)
Schwache Goldexploration angesichts hoher Preise in
Q1 2024
Im Q1 2024 sind die Ausgaben für die australische Goldexplora-
tion um 2,5% gegenüber dem Vorjahr auf AUD 283 Mio. gestiegen.
Der Anteil von Gold an den gesamten australischen Ausgaben für
Mineralexplorationen wuchs im Märzquartal 2024 auf 31% nach
einem Mittelwert von 29% im Jahr 2023. Dieser Explorationsrück-
gang wurde trotz der Rekord-Goldpreise in Australien verzeich-
net, die in der Vergangenheit hohe Explorationsausgaben hervor-
gerufen haben. Innerhalb Australiens bleibt Western Australia
das Zentrum der Goldexplorationsaktivitäten und macht 70% der
gesamten Goldexplorationausgaben aus.
Ausgaben für Explorationen (unten)
Quelle: ABS (2024)
nahmen unterstellen ein Szenario, bei dem gegen Ende des Jahres
eine geldpolitische Lockerung in den USA und anderen großen
Volkswirtschaften einsetzt. Dieses Szenario geht von einer starken
Investitionsnachfrage in H2 2024 aus, da die Anleiherenditen in
Erwartung rückläufiger Zinsen sinken werden.
Historischer Goldpreis (unten)
Quelle: https://tradingeconomics.com/commodity/gold
Sobald die geldpolitische Lockerung einsetzt wird mit einer
anhaltenden Unterstützung der Goldpreise bis in das Jahr 2025
gerechnet. Dies aufgrund der Erwartung eines schwächeren US-
Dollars und der dann höheren Visibilität der Investoren bezüglich
Geschwindigkeit und Ausmaß weiterer Zinssenkungen. Im Jahr
2025 sollte der durchschnittliche Goldpreis bei ~ USD 2.200 pro
Unze liegen.
Nach 2025 wird von einem schrittweisen Rückgang der Goldpreise
auf rund USD 2.000 pro Unze bis Ende 2026 ausgegangen, da sich
der Zyklus der geldpolitischen Lockerungen dann seinem Ende
nähert und die Nachfrage nach „sicheren Häfen“ nachlässt.
Globales Goldangebot wird aufgrund neuer Projekte,
die auf den Markt kommen, 2025 Rekordwert
erreichen
Ab dem Jahr 2023 wir für das weltweite Goldangebot ein Zuwachs
von 1,6% pro Jahr bis zum Rekordwert von 5.090 Tonnen im Jahr
2025 erwartet. Die weltweit steigende Goldminenproduktion wird
durch eine weitere Zunahme der Recyclingaktivitäten gestützt.
SunMirror Group – Group Management Report 2024 - 30 June 2024
Page
9
and boost the liquidity of reserves.
Strong investment demand to drive gold consumption to a peak in 2024
The general outlook for gold is very positive with World gold consumption forecast to rise
by 1.9% to 4,500 tonnes in 2024. This increase is expected to be mainly driven by growth in
investment demand (particularly for gold bars and coins) and to a lesser extent, a rebound
in consumer electronics demand.
Gold prices rose sharply to new records in the first half of 2024
The London Bullion Market Association (LBMA) gold price is estimated to have averaged
about US$2,200 an ounce in H1 2024 — 15% higher than in 2023. The gold price
outperformed market expectations in the June quarter 2024, with prices reaching a record
high of US$2,427 an ounce on 21 May. Price rises were broadly driven by strong gold demand
from emerging market central banks and safe-haven investment — given geopolitical risks
such as escalations in the Middle East.
(Source: https://tradingeconomics.com/commodity/gold).
Gold prices to remain near record levels in 2024 and 2025 before easing
Gold prices are forecast to average about US$2,230 an ounce in 2024 — a 10% upward
revision compared with the March 2024 Resources and Energy Quarterly. Prices are forecast
to remain steady just below the record level of the June quarter 2024, based on a scenario
where monetary easing commences by the end of the year in the US and other major
economies. In this scenario, investor demand is expected to be strong over H2 2024, as bond
yields ease in anticipation of rate cuts.
Once monetary easing commences, gold prices are expected to receive continued support
through 2025, as the US dollar eases and investors gain greater clarity on the pace and scale
demand growth over the medium-term as they lift gold holdings to maintain
portfolio balance, assuming equity markets resume long-term growth.
Official sector demand is forecast to ease further to 750 tonnes in 2026,
continuing well above pre-2022 levels as emerging market central banks
continue to diversify their reserves with gold. Historically, economic and
geopolitical uncertainty have increased a country’s propensity to increase
gold reserves, as has the presence or threat of sanctions from major
currency nations. Non-western economies have actively increased gold
holdings in foreign exchange reserves since sanctions (and a freezing of
Russia’s offshore reserves) commenced following the invasion of Ukraine.
10.3 World production
World supply increased in the March quarter 2024
World gold supply increased by 2.6% year-on-year to about 1,240 tonnes
in the March quarter 2024, driven by both higher mine production and
increased recycling. Global mine production reached 890 tonnes in 2023,
the highest March quarter total on record. Production growth was led by
China, Canada, Indonesia and Ghana.
Production in China — the world’s largest gold producing nation — rose
marginally year-on-year to 86 tonnes in the March quarter 2024. The
World Gold Council reported increased output from the key provinces of
Shandong and Henan, while output from lower grade operations is
expected to expand in response to high prices.
In Australia — the world’s third-largest gold producing nation — output
decreased by 4.0% year-on-year to 69 tonnes in the March quarter 2024.
Production was lower due to disruptions from heavy rainfall in March,
alongside decreasing mine grades and several mine closures.
Production in Canada rose by 2.2% year-on-year to about 49 tonnes in the
March quarter 2024, with higher production reported at Agnico Eagle’s
Meadowbank complex (up by 15% year-on-year) and Argonaut’s Magino
mine continuing to ramp up after initial production in June 2023. Output in
Ghana is estimated to have risen by 15% year-on-year as operations
improved at the Ahafo mine (following outages to the mine’s processing
facilities). Indonesian output is also expected to have risen by about 14%
year-on-year due to a rise in output from the Grasberg mine.
Gold recycling increased 12% year-on-year to 351 tonnes in the March
quarter 2024 — the strongest March quarter total in 10 years — largely
due to record gold prices in China. Recycling activity outside of China was
weaker than expected given the higher prices. This is possibly the result of
high levels of recycling in recent years — which has limited the stocks of
jewellery ready for recycling — or because consumers in nations with a
high degree of economic or geopolitical uncertainty (such as Egypt, Iran
and Türkiye) now prefer to hold onto their gold as a safe-haven asset.
World gold supply to peak in 2025 as new projects come online
World gold supply is forecast to rise on average by 1.6% a year from 2023,
peaking at 5,090 tonnes in 2025. Increasing world gold mine production
will be supported by further strength in recycling activity (Figure 10.3).
Figure 10.3: World gold supply
Source: DISR (2024); Metals Focus (2024); World Gold Council (2024).
0
1,000
2,000
3,000
4,000
5,000
6,000
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Tonnes
Mine production Scrap
97
historically motivated high exploration expenditure. Western Australia
remained the centre of gold exploration activity in Australia, accounting for
70% of total gold exploration expenditure.
Figure 10.9: Australian gold exploration expenditure and prices
Source: ABS (2024)
0
500
1,000
1,500
2,000
2,500
3,000
3,500
0
75
150
225
300
375
450
525
2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024
A$ a troy ounce
A$ million
Exploration expenditure Australian gold price (rhs)
Revisions to the outlook
Compared with the March 2024 Resources and Energy Quarterly,
Australia’s forecast gold export earnings have been revised up across the
board: 2024–25 up by $8.3 billion (36%) and 2025–26 up by $7.9 billion
(34%). This largely reflects upgrades made to price forecasts: a rising
exchange rate will detract from earnings, and export volumes were revised
down in both 2024–25 and 2025–26.
Forecast US dollar gold prices have been revised up across the board,
due to persistent strength on the demand side from investors and central
banks. Combining this with a slightly weaker than expected AUD/USD,
Australian dollar gold prices have been revised up over the outlook period.
Export volumes have been revised down by 2.4% in 2024–25 and by 2.2%
in 2025–26. Export volume revisions have been made in line with changes
to forecast mine production (with these forecast changes informed by new
or revised company guidance).
Resources and Energy Quarterly | June 2024
102
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 9
sumnachfrage in China sowie eine veränderte Politik in den USA
und der EU sorgten für eine Trendumkehr beim Marktwachstum
von Elektrofahrzeugen. Im Quartalsvergleich der PKW-Märkte in
China und der EU ging die Durchdringung von E-Fahrzeugen in
Q1 2024 um 7,9 bzw. 4,1 Prozentpunkte zurück.
Verbreitung von Elektrofahrzeugen (unten)
Hinweise: Die für die EU und China präsentierten Daten beziehen sich auf den
Pkw-Markt, während die für die USA präsentierten Daten sich auf den Markt für
leichte Nutzfahrzeuge beziehen. Elektrofahrzeuge umfassen sowohl BEV als auch
Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEV).
Quelle: European Automobile Manufacturers Association (2024), China Association
of Automobile Manufacturers (2024), Alliance for Automotive Innovation (2024),
Marklines (2024).
Kelly Blue Book schätzt, dass der Anteil von batteriegetriebenen
Elektrofahrzeugen (BEV) in den USA von 8,1% auf 7,3% gegenüber
dem Vorjahresquartal gesunken ist. In den USA trugen verschärf-
te Voraussetzungen für die Erlangung der sog. IRA-Steuergut-
schriften zum Rückgang des Marktanteils bei. Anfang Dezember
2023 hat die USA den Regelentwurf für die Inanspruchnahme von
E-Auto-Steuergutschriften im Rahmen des IRA veröffentlicht. Ob-
wohl die Regeln als Entwurf gekennzeichnet sind, begann deren
Durchsetzung Anfang 2024. Im Ergebnis schrumpfte die Anzahl
zugelassener Elektromodelle von 43 Ende 2023 auf 19 per 2. Januar
2024.
Der Entwurf sieht vor, dass E-Fahrzeuge mit Batteriekomponenten
oder kritischen Mineralien, die von einem „bedeutenden auslän-
dischen Konzern“ (Foreign Entity of Concern, FEOC) stammen, ab
2024 bzw. 2025 nicht mehr in den Genuss der Steuergutschriften
für E-Fahrzeuge im Rahmen des IRA kommen. Ein Unternehmen
wird dann als FEOC eingestuft, wenn ein Anteil von 25% oder
mehr der Vorstandsposten, Stimm- bzw. Kapitalrechte von den
Regierungen Chinas, Nordkoreas, Russlands oder Irans gehalten
wird oder deren Hoheitsgewalt oder Weisung unterstehen.
LITHIUM
ZUSAMMENFASSUNG: .
Erwartungen zufolge werden die australischen Lithiumexport-
einnahmen während des Prognosezeitraums um mehr als die
Hälfte von AUD 20 Mrd. in 2022-23 auf AUD 9.1 Mrd. in 2025-26
zurückgehen. Der Rückgang wird durch die schwächeren Li-
thiumpreise verursacht, der erwartungsgemäß zum Teil durch
den Zuwachs von 53% der australischen Lithiumminenproduk-
tion im Prognosezeitraum ausgeglichen wird.
Im Zeitraum 2023 bis 2026 soll die weltweite Lithiumnachfra-
ge um 17% pro Jahr zulegen, angetrieben durch die stärkere
Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Allerdings könnte die
Nachfrageschwäche in China und eine veränderte Politik in
den USA und der EU dafür sorgen, dass das Wachstum bei den
Verkäufen von Elektrofahrzeugen schwach bleibt.
Der Anstieg des weltweiten Lithiumangebots sorgt weiterhin
für einen Überschuss des Lithiummarktes. Die chinesische
Lithium-Lepidolith-Produktion ist trotz des Preisverfalls nur
moderat zurückgegangen. Zudem existieren umfangreiche
Projektpipelines in Australien und bei aufstrebenden Ferti-
gungsnationen wie Argentinien und Simbabwe.
Lithium australische Sektor
Quelle: ABS ; GA ; Wood Mackenzie ; WA DEMIRS ; DISR ; OCE
Zuwächse bei Elektrofahrzeugen in wichtigen
Märkten entgegen dem historischen
Wachstumstrend zurückgegangen
In Q1 2024 ist die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in großen
Automobilmärkten zurückgegangen. Die Abschwächung der Kon-
Resources and Energy Quarterly | June 2024
143
15.1 Summary
Australia’s lithium export earnings are projected to fall by more than half
over the forecast period — from $20 billion in 2022-23 to $9.1 billion in
2025-26. The fall is set to be driven by weaker lithium prices, which are
expected to be partially offset by a 53% increase in Australia’s lithium
mine production over the outlook period. Export earnings forecasts were
revised down from the March 2024 REQ.
Global lithium demand is projected to rise by 17% a year between 2023
to 2026, driven by the rising adoption of electric vehicles. However,
weak Chinese demand and shifting policies in the US and EU could see
EV sales growth continue to remain slow.
Rise in global lithium supply will see the lithium market remain in surplus.
Chinese lithium lepidolite production have seen only modest declines
despite falls in prices, and there are sizeable project pipelines in
Australia and among emerging producers such as Argentina and
Zimbabwe.
15.2 World Demand
EV penetration fell in key markets, defying historical growth trends
Electric vehicle (EV) penetration in major vehicle markets fell in the March
quarter 2024. Soft consumer demand in China and policy shifts in the US
and the EU contributed to the reversal in EV market penetration growth. In
the passenger vehicle market, EV penetration fell quarter-on-quarter in
China and the EU in the March quarter 2024, by 7.9 and 4.1 percentage
points respectively (see Figure 15.1). Kelly Blue Book estimates that
penetration rates of battery electric vehicles (BEVs) in the US fell from
8.1% to 7.3% quarter-on-quarter in the same period.
In the US, tightened eligibility requirements for IRA tax credits contributed
to the fall in adoption. The US released draft rules on eligibility for EV tax
credits under the IRA in early December 2023. While the rules were
labelled as draft, enforcement began at the start of 2024. As a result,
eligible EV models shrank from 43 at end 2023 to 19 on 2 January 2024.
The draft rules mean EVs with battery components or critical minerals
sourced from a “foreign entity of concern” (FEOC) do not qualify from part
or all of the EV tax credits under the IRA from 2024 and 2025 respectively.
An entity is considered a FEoC if 25% or more of its board seats, voting
rights or equity interests, are held by or subject to the jurisdiction or
direction of the governments of China, North Korea, Russia or Iran. The
final rules were released in May 2024, confirming the eligibility
requirements relating to the sourcing of lithium, amongst other mineral
inputs to EVs.
Figure 15.1: EV penetration rate in major vehicle markets
Notes: Data presented for the EU and China are for the passenger vehicle market, while data
presented for the US is for the light duty vehicle market. EVs include both BEV and plug-in
hybrid electric vehicle (PHEV).
Source: European Automobile Manufacturers Association (2024), China Association of
Automobile Manufacturers (2024), Alliance for Automotive Innovation (2024), Marklines
(2024)
0%
10%
20%
30%
40%
Mar-22 Jun-22 Sep-22 Dec-22 Mar-23 Jun-23 Sep-23 Dec-23 Mar-24
EU China US
Much of the fall in EV penetration in the EU was driven by Germany,
where EV subsidies of up to 4,500 euros per vehicle ended abruptly in late
2023. In November 2023, Germany’s Federal Constitutional Court ruled
that the subsidy’s funding mechanism violated a constitutional limit on the
Resources and Energy Quarterly | June 2024
144
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 10
Die für eine stärkere Durchdringung von E-Fahrzeugen sorgen-
de verbesserte Batterietechnologie dürfte wiederum zu höheren
Wachstumsraten der Verkäufe führen. Diese sollen in den Jahren
2025 und 2026 um 25% zulegen. So sind die Kosten pro kWh für Li-
thium Ion-Batterien zwischen 2013 und 2023 um durchschnittlich
16% pro Jahr gesunken. Zudem wurde auch die technische Leis-
tungsfähigkeit verbessert. Prognosen von Bloomberg New Energy
Finance (BNEF) gehen von einem Rückgang der durchschnitt-
lichen Batteriepreise von USD 139/kWh im Jahr 2023 auf USD 80/
kWh bis 2030 aus. Dies wird substanzielle Verbesserungen der
Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf die Kosten von E-Fahrzeugen
gegenüber Verbrennern mit sich bringen.
Weltweiter Lithiumkonsum (unten)
Hinweise: Die Projektionen basieren auf einer DISR-Analyse der Wood-Mackenzie-
Daten.
Quelle: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie
(2024)
Globale Produktion von Lithium - Argentinien
und Zimbabwe steigen zu bedeutenden
Lithiumproduzenten auf
Bis 2026 soll die globale Lithiumgewinnung um 17% pro Jahr auf
1,7 kt LCE zulegen. Australien, Zimbabwe und Argentinien werden
Annahmen zufolge das Angebotswachstum antreiben. Während
die Produktion in Australien steigen soll, dürfte der Anteil Austra-
liens an der weltweilten Lithiumextraktion von 45% im Jahr 2023
auf 39% bis 2026 zurückgehen. Dies liegt an höheren Angebotsvo-
lumina in zahlreichen Ländern.
Im Mai 2024 wurden die endgültigen Regeln für die Beschaffung
von Lithium und anderen Mineralien für Elektrofahrzeuge ver-
öffentlicht.
Deutschland war für einen Großteil des Rückgangs der Markt-
durchdringung von E-Fahrzeugen in der EU verantwortlich.
Gegen Ende 2023 wurden plötzlich die staatlichen Zuschüsse i.H.v.
EUR 4.500 für den Kauf von E-Fahrzeugen eingestellt. Im Novem-
ber 2023 entschied das deutsche Bundesverfassungsgericht, dass
der Finanzierungsmechanismus der Subvention gegen eine ver-
fassungsmäßige Grenze für das Haushaltsdefizit auf Bundesebene
verstößt. Der Bundestag verabschiedete im Februar den Haushalt
für 2024 und bestätigte damit, dass die E-Autoförderung 2024
nicht wieder aufleben wird.
Weitere Faktoren, die zum Rückgang der Marktdurchdringung
von E-Fahrzeugen in den USA und der EU beitrugen, sind das
gestiegene Zinsniveau, da E-Autos höhere Anschaffungskosten
aufweisen. Zudem hatten E-Fahrzeuge in den letzten Jahren mit
erheblich höheren Abschreibungen zu kämpfen, da deutliche
Preissenkungen für neue E-Autos auch zu Rückgängen bei den
Restwerten von gebrauchten E-Fahrzeugen führten.
Politische Entscheidungsträger in der EU und den USA sind von
ihren ambitionierteren Vorschlägen in Bezug auf Emissions-
standards wieder abgewichen. Diese hätten vermutlich höhere
Verkäufe von E-Fahrzeugen hervorgerufen. Im März 2024 hat die
US-Umweltschutzbehörde neue Abgasstandards für Fahrzeuge
veröffentlicht, die vorsehen, den Durchschnittsflottenverbrauch
bis 2032 um 56% senken. Dies liegt unterhalb der zuvor vorge-
schlagenen 67%. Im Gegensatz zum Vorschlag von 2022 hat die EU
im April 2024 einen neuen Euro-7 Emissionsstandard erlassen.
Dieser sieht keine Senkung der Emissionsgrenzwerte für Pkw und
Transporter vor.
Die schwächeren Konsumausgaben in China dürften auch die
Verkäufe von E-Fahrzeugen bremsen, da China weltweit den
größten Anteil an E-Autos ausmacht. Ein Teil hiervon wird durch
politische Änderungen kompensiert, darunter ein staatlicher
Anreiz von bis zu 10.000 Yuan (ca. USD 1.400) beim Kauf eines
Elektrofahrzeugs. Die Regelung wurde veröffentlicht und trat mit
Wirkung vom Mai bis Ende 2024 in Kraft.
Figure 15.4: China’s share of world battery production capacity
Notes: China’s share of production capacity is based on DISR analysis of BNEF data.
China’s share of anode for 2023 is sourced from the IEA.
Source: BNEF (2024), IEA (2024), Department of Industry, Science and Resources (2024)
0%
20%
40%
60%
80%
100%
NMC
precursor
NMC
cathode
NMC
cell/pack
LFP
cathode
LFP
cell/pack
Anode
2023 2026
Sodium-ion batteries to gain market share as performance improves
EVs powered by a sodium-ion battery have begun to be sold commercially
in China this year. The IEA projects that sodium-ion batteries will power
5% of EVs sold by 2030 in the STEPS. Sodium-ion batteries could follow a
similar commercialisation pathway to LFP batteries: targeting consumers
who prefer a lower cost product with acceptable performance over higher
cost and higher performance options. The IEA estimates that, if produced
at similar scale, sodium-ion batteries can cost 20-30% less than LFP
batteries, due to the cheaper material costs. Current versions of sodium-
ion batteries have low levels of energy density, but battery manufacturers
are targeting substantial improvement in performance.
Slower than expected EV demand will pressure lithium demand
Driven by a slowdown in EV adoption, lithium demand growth is expected
to be weak in 2024.
Demand is expected to pick up in 2025 and 2026 but
could face threats from emerging battery chemistries which use less or no
lithium. In lithium carbonate equivalent (LCE) terms, global lithium
consumption is forecast to rise by 17% per year to 1.6 mt in 2026 (see
Figure 15.5), with demand from EVs driving the bulk of the rise.
Improving energy densities of lithium-ion batteries should reduce lithium-
intensity of batteries on a per kWh basis. Technologies which could deliver
these increases include LMFP batteries and improved NMC batteries —
such as the anticipated NMC 955 and NMC 9525 batteries. Sodium-ion
batteries, which use no lithium, are expected to take a small share of the
EV market over the outlook period.
Offsetting some of this loss in demand is rising average battery pack size,
as improving battery technology makes EVs more competitive in markets
for larger vehicles.
Figure 15.5: World lithium consumption, by demand source
Notes: Projections are based on DISR analysis of Wood Mackenzie data.
Source: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie (2024)
0%
20%
40%
60%
80%
100%
0
400
800
1200
1600
2000
2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
thousand tonnes LCE
Electric vehicle Energy storage system
Other battery Other industrial
% of demand from EVs (RHS)
Resources and Energy Quarterly | June 2024
149
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 11
Globale Lithiumgewinnung, 2023 vs 2026 (unten)
Quelle: Beinhaltet die Versorgung aus Raffinerien und aus Salzlaugen und über-
schneidet sich daher teilweise mit der Versorgung, die unter Lithiumextraktion
ausgewiesen ist. Lithiumcarbonat kann als Rohstoff zur Herstellung von Lithium-
hydroxid verwendet werden. Ausgeschlossen ist die Versorgung aus Recycling.
Die Prognosen basieren auf der DISR-Bewertung, die auf der Forschung von Wood
Mackenzie basiert.
Quelle: Department of Industry, Science and Resources, Wood Mackenzie (2024)
Ein Teil des Zuwachses wird durch die niedrigere Produktion der
chinesischen Anlagen zur Raffination von Lithium Lepidolith aus-
geglichen. Gesunkene Lithiumpreise haben sich signifikant auf
die Profitabilität bei der Gewinnung und Veredelung von Lepido-
lith ausgewirkt. Dieser Trend dürfte auch über den Prognosezeit-
raum anhalten.
Lithiumpreise weiter gedämpft, da die Nachfrage
hinter den Erwartungen zurückbleibt
Die schnelle Zunahme der Verbreitung von E-Fahrzeugen führte
2021 und 2022 zu einer Rekordrally bei Lithiumpreisen. Im No-
vember 2022 haben Chinas Lithiumspodumen und Hydroxidprei-
se Spitzenniveaus erreicht. Spodumen lagen im Schnitt bei USD
6.108 pro Tonne, während der Lithiumhydroxidpreis im Mittel
AUD 75.393 je Tonne betrug.
Seit dem zweiten Halbjahr 2023 sorgen langsamere Wachstums-
raten bei Verkäufen von E-Autos dafür, dass das Wachstum der
Lithiumnachfrage hinter den Erwartungen bleibt. Die durch die
hohen Preise des Jahres 2022 ausgelöste Investitionswelle in der
Lithiumproduktion trägt Früchte. Dies hat dazu geführt, dass
im Lithiumsektor Überkapazitäten entstanden sind. Gegenüber
2023 fielen die Preise, die sich jedoch im ersten Halbjahr 2024
wieder stabilisiert haben. Im Mai 2024 lag der durchschnittliche
Spodumen-Preis bei USD 1.220 pro Tonne, während das Mittel des
Lithiumhydroxidpreis bei USD 13.612 je Tonne lag.
Globale Lithiumgewinnung, 2023 vs 2026 (unten)
Hinweise: Beinhaltet aus Salzlaugen oder Minen gewonnenes Lithium. Die Progno-
sen basieren auf einer DISR-Analyse der Wood Mackenzie-Daten.
Quelle: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie
(2024).
Globales Lithiumhydroxid-Angebot wird sich im
Prognosezeitraum zügig ausweiten
Lithiumerze aus dem Hartgestein-Bergbau müssen für die Her-
stellung von Batteriekathoden zu Lithiumchemikalien aufbereitet
werden. Dagegen werden aus verdampfenden Solen Lithium-
chemikalien (hauptsächlich Lithiumkarbonat) gewonnen, die
keiner weiteren Raffination bedürfen. Lithiumhydroxide können
sowohl in sog. NMC als auch sog. LFP-Batterien verwendet werden.
Lithiumcarbonate können wiederum in LFP-Batterien verwendet
werden und müssen – für einen Einsatz in NMC-Batterien – in
Lithiumhydroxide umgewandelt werden.
Die weltweite primäre Lithiumhydroxidproduktion soll bis 2026
um 32% pro Jahr auf 0.7 kt LCE ansteigen. Der Anteil von China
an der globalen Fertigung von Lithiumhydroxid wird Prognosen
zufolge von 88% im Jahr 2023 auf 67% im Jahr 2026 sinken. Dies
liegt an Investitionen in Lithium Raffineriekapazität außerhalb
Chinas, vor allem in Australien und den USA.
Erwartungen gehen davon aus, dass die globale primäre Lithium-
carbonat-Produktion bis 2026 um 10% pro Jahr auf 0,9 kt LCE
wachsen wird. Hierbei soll Chinas Anteil an der weltweiten Her-
stellung von Lithiumcarbonat von 61% im Jahr 2023 auf 65% bis
2026 steigen. Außerhalb Chinas gibt es aktuell keine nennenswer-
ten Investitionen in Anlagen zur Umwandlung von Spodumen in
Lithiumkarbonat. Der größte Teil des neuen Angebots dürfte aus
argentinischen Soleprojekten stammen.
15.3 World production
Argentina and Zimbabwe to emerge as major lithium producers
Global lithium extraction is forecast to rise by 17% per year to 1.7 mt LCE
by 2026 (see Figure 15.6). Australia, Zimbabwe and Argentina are
expected to drive supply growth over the outlook period. While production
in Australia is expected to increase (see Australia section), Australia’s
share of global lithium extraction is projected to fall from 45% in 2023 to
39% by 2026 as supply picks up across a diverse range of countries.
Figure 15.6: Global lithium extraction, 2023 vs 2026
Notes: Includes lithium extracted from brines or mines. Projections are based on DISR
analysis of Wood Mackenzie data.
Source: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie (2024)
0 500 1000 1500 2000
2026
2023
thousand tonnes LCE
Australia China Chile Zimbabwe Argentina Other Canada
Argentina’s lithium extraction is expected to rise from 42 kt in 2023 to 152
kt by 2026. Argentina holds 12% of global lithium reserves and generally
has access to lower cost brine resources compared to Australia’s hard
rock resources. In 2021, the Argentine government’s “Investment
Promotion Regime for Exports” relaxed capital controls to allow foreign
investors to withdraw up to 60% of export earnings from Argentina, for
purposes such as paying interest and dividends abroad, triggering a wave
of foreign investment into its lithium sector. The Argentine Association of
Mining Companies estimate that investment in the sector reached US$1.5
billion in 2022.
Companies continue to invest in new lithium projects in Argentina, despite
the fall in lithium prices. Recent investment commitments include a new
US$350 million project by Rio Tinto in March 2024 and a US$550 million
project by UAE-owned United Mining Projects Corporation in April 2024.
Zimbabwe’s lithium extraction is expected to rise from 44 kt in 2023 to 161
kt by 2026. Over 2021 and 2022, Chinese companies invested about
US$1 billion in hard rock lithium projects in Zimbabwe, according to CRU
Group. In 2022, Zimbabwe’s government banned the practice of direct ore
shipment, requiring ores to be processed into lithium spodumene
concentrates domestically before export. The commissioning of some of
those processing plants saw Zimbabwe’s lithium extraction rise sharply
over 2023. Many of these projects will continue to ramp up over 2024, and
new projects are expected to begin production over the outlook period.
While China’s lithium production is expected to rise over the outlook
period, its share of global production is expected to fall from 22% in 2023
to 18% by 2026. China has access to a mixture of brine, spodumene and
lepidolite resources, but much of China’s production comprises relatively
high cost lepidolite mining, which is amongst the most vulnerable to falls in
lithium prices. Despite the high cost of processing lithium lepidolite and
speculation that production may have been impacted by environmental
inspections, major Chinese lepidolite refineries have reported only modest
curtailment of production in the first four months of 2024.
Global lithium hydroxide supply to expand rapidly over the outlook period
Lithium ores produced from hard rock mining must be refined into lithium
chemicals to be used in the production of battery cathodes, while
evaporating brines produces lithium chemicals (largely lithium carbonate)
that require no further refining. Lithium hydroxide can be used in NMC and
Resources and Energy Quarterly | June 2024
150
LFP batteries, while lithium carbonate can be used in LFP batteries but
must be processed into lithium hydroxide to be used for NMC batteries.
Global primary lithium hydroxide production is forecast to rise by 32% a
year to 0.7 mt LCE by 2026 (see Figure 15.7). China’s share of global
production for lithium hydroxide is forecast to fall from 88% in 2023 to 67%
by 2026, due to investments in lithium refinery capacity outside of China,
particularly in Australia and the US.
Figure 15.7: Primary lithium chemical supply, 2023 vs 2026
Notes: Includes supply from refineries and from brines, and therefore partially overlap with
supply shown under lithium extraction. Lithium carbonate may be used as feedstock to
produce lithium hydroxide. Excludes supply from recycling. Projections are based on DISR
assessment, informed by Wood Mackenzie research.
Source: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie (2024)
0
200
400
600
800
1000
Hydroxide,
2023
Hydroxide,
2026
Carbonate,
2023
Carbonate,
2026
thousand tonnes LCE
China Australia USA South Korea
Chile Indonesia Argentina Other
Offsetting some of the increase is falling production from facilities
converting lithium carbonate into lithium hydroxide. There will be little
margin in such conversion, as lithium hydroxide no longer commands a
substantial price premium over lithium carbonate in spot markets. This is
due to rising demand for lithium carbonate for the production of LFP
batteries. After adjusting for lithium content, lithium hydroxide spot prices
were only 1% higher than lithium carbonate spot prices in the March
quarter of 2024, compared to an average premium of 24% over 2022.
Global primary lithium carbonate production is forecast to rise by 10% a
year to 0.9 mt LCE by 2026. China’s share of global lithium carbonate
production is forecast to rise from 61% in 2023 to 65% by 2026.
There is currently no substantial investment in facilities refining
spodumene into lithium carbonate outside of China, and most of the new
supply is expected to come from Argentinian brine projects. Offsetting
some of the increase is lower production from Chinese facilities refining
lithium lepidolite. Lower lithium prices have significantly lowered the
profitability of mining and refining lepidolite, and this seems likely to persist
over the outlook period.
15.4 Prices
Lithium prices to remain subdued as demand undershoots expectations
The rapid rise in adoption of EVs drove a record rally in lithium prices over
2021 and 2022 (Figure 15.9). China’s lithium spodumene and hydroxide
prices peaked in November 2022, with spodumene averaging US$6,108 a
tonne and the lithium hydroxide price averaging $75,393 a tonne.
Since H2 2023, slowing growth in EV sales has resulted in lithium demand
growth falling below expectations. The wave of investment in lithium
production spurred on by the high prices of 2022 is bearing fruit. As a
result, the lithium sector overcapacity has emerged. Prices fell over 2023
and stabilised in H1 2024. In May 2024, spodumene averaged US$1,220 a
tonne, while the lithium hydroxide price averaged US$13,612 a tonne.
China’s lithium spodumene price is forecast to remain weak over H2 2024,
averaging US$1,100 a tonne over the year, before picking up to US$1,300
a tonne by 2026. This is largely driven by lithium demand, which faces
headwinds over H2 2024 due to weak growth in EV demand. The market
is expected to remain in surplus, as low prices have yet to result in
sufficient supply to exit the market. Similarly, China lithium hydroxide price
Resources and Energy Quarterly | June 2024
151
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 12
Es wird erwartet, dass der chinesische Lithiumspodumen-Preis
im zweiten Halbjahr 2024 weiterhin schwach bleibt. Es wird ein
Durchschnitt von USD 1.100 pro Tonne über das Jahr erwartet,
bevor er auf USD 1.300 je Tonne bis 2026 steigen soll. Die Lithium-
nachfrage ist hierfür der Haupttreiber. Diese wird jedoch im
zweiten Halbjahr 2024 aufgrund der schwachen Nachfrage nach
E-Autokäufen Gegenwind bekommen. Da die niedrigeren Preise
erst ihre Wirkung eines Rückgangs des Marktangebots entfalten
müssen, wird zunächst weiterhin mit einem Angebotsüberschuss
gerechnet. Ähnliches gilt für den Lithiumhydroxidpreis in China,
der im Jahr 2024 im Mittel USD 14.000 pro Tonne betragen soll,
bevor er bis 2026 auf rund USD 16.000 je Tonne steigen soll.
Exporteinnahmen fallen von ihrem Rekordhoch, da
Kontraktpreise neu verhandelt wurden
Die australischen Lithiumspodumen Exporteinnahmen fielen im
Märzquartal 2024 um 84% gegenüber dem Vorjahr auf AUD 1,0
Mrd. Der Grund für diesen Rückgang waren vor allem niedrigere
Preise: der implizite Exportpreis von australischen Spodumen
(Äquivalent zu Spodumen mit 6% Lithiumgehalt) lag 80% unter
dem Vorjahr. Ein großer Teil der australischen Lithiumexpor-
te wird im Rahmen von Abnahmevereinbarungen gehandelt.
Diese wurden in den vergangenen Monaten von historisch hohen
Spotpreisen determiniert. In den Quartalen per Dezember 2023
und März 2024 gibt es jedoch keine substanzielle Abweichung
zwischen Spot und impliziten Exportpreisen. Dies wahrscheinlich
aufgrund von Vertragsneuverhandlungen, die auf den Rückgang
der E-Auto Nachfrage folgten.
Historischer Spodumenpreis (unten)
Hinweise: Der implizite australische Exportpreis wird aus den Exportmengen
und -werten abgeleitet, die vom ABS veröffentlicht werden. Dabei werden die
Exportmengen so angepasst, dass sie Spodumen mit einem Lithiumgehalt von 6
% entsprechen.
Quelle: S&P Global und ABS (2024); Department of Industry, Science and Resources
Sinkende Exporterlöse bei anhaltend niedrigen
Lithiumpreisen
Über den Prognosezeitraum wird mit einem Anstieg von 10% p.a.
bei der Minenproduktion gerechnet (siehe Schaubild unten).
thousand tonnes LCE
700
600
500
400
300
200
100
0
2017-18 2019-20 2021-22 2023-24 2025-26
Lithium spodumene
Lithium hydroxide Earnings (RHS)
0
3
6
9
12
15
18
21
A$ billion
Quelle: Department of Industry, Science and Resources (2024)
Der Produktionsanstieg wird getrieben vom Hochfahren der Mt
Holland Mine, der Neueröffnung von Bald Hill, einer erwarteten
Eröffnung von Kathleen Valley später im Jahr sowie Ausweitungen
bei Greenbushes und Mt Marion. Mineral Resources hat die Inbe-
triebnahme des dritten Zuges von Wodgina unterbrochen bis sich
die Marktbedingungen verbessern.
Der Output von Lithiumhydroxid in Australien soll bis 2025–26
laut Prognosen 74 kt LCE betragen. Somit würden 12% der er-
warteten australischen Lithium-Minenproduktion im Land
verarbeitet. Das Hochfahren der Produktion der Tianqi Kwinana
Raffinerie und der Kemerton Raffinerie dürfte sich fortsetzen.
Der Aufbau der Covalent Kwinana Raffinerie hält an, ein Produk-
tionsstart wird für H1 2025 erwartet.
Lithium-Exporteinnahmen dürften von AUD 20 Mrd. in 2022–23
auf AUD 6,6 Mrd. pro Jahr in 2024-25 zurückgehen. Bis 2025-26
sollen die Exporteinnahmen sich auf AUD 9,1 Mrd. erholen, da sich
der Output erhöhen wird.
is forecast to average at about US$14,000 a tonne over 2024 before rising
to about US$16,000 a tonne by 2026.
Figure 15.8: China lithium price index, quarterly
Notes: The spodumene price is CIF (cost including freight), with an average grade of 5-6%.
The lithium hydroxide price is FOB (free on board). Index is normalized to March 2024
quarter as 100.
Source: Bloomberg (2024); Department of Industry, Science and Resources (2024)
0
100
200
300
400
500
600
Mar-18 Mar-20 Mar-22 Mar-24 Mar-26
price index
Spudumene China Lithium Hydroxide China
15.5 Australia
Export earnings fall from record high as contract price were renegotiated
Australian lithium spodumene export earnings fell 84% year-on-year in the
March quarter 2024 to A$1.0b. This was largely driven by lower prices: the
implied export price of Australian spodumene (at an equivalent to
spodumene with 6% lithium content basis) fell 80% year-on-year (Figure
15.10). Substantial parts of Australian lithium exports trade under offtake
agreements, which have in the past been linked to historically high spot
prices over several months. However, there was no substantial deviation
between spot and implied export price over the December 2023 and
March 2024 quarters, likely as a result of contract renegotiations which
followed the downturn in EV demand growth.
In lithium carbonate equivalent (LCE) terms (1 kt of lithium spodumene
with 6% lithium content is equivalent to 0.148 kt in LCE terms), export
volumes fell by 25% year-on-year in the March quarter 2024. This is
substantially below estimated production over the quarter, and suggests
that miners are holding more ores in inventories — perhaps due to a
reluctance to sell spodumene at low prices or an inability to find buyers in
a relatively illiquid market. 99% of spodumene exported from Australia
over the March quarter 2024 was sent to China.
Figure 15.9: Australian spodumene export prices
Notes: The Australian export implied price is derived from export volumes and values
published by the ABS, adjusting export volumes to be equivalent to spodumene with 6%
lithium content.
Source: S&P Global (2024); ABS (2024); Department of Industry, Science and Resources
(2024)
0
1,000
2,000
3,000
4,000
5,000
6,000
7,000
Mar-22 Sep-22 Mar-23 Sep-23 Mar-24
US$/t
Australia spodumene spot FOB Implied export price
Australian lithium mine output is estimated to have risen 15% year-on-year
to 116 kt LCE in the March quarter 2024. The bulk of this gain came from
mines operated by Mineral Resources, with higher output at Mt Marion and
with the re-opening of Bald Hill in November 2023. Also contributing to the
Resources and Energy Quarterly | June 2024
152
gains is Mt Holland (owned by Covalent, a joint venture between
Wesfarmers and SQM), which officially opened in March 2024. Temporary
production cut at Greenbushes offset some of these gains.
Australian lithium hydroxide exports rose by 45% quarter-on quarter to 1.6
kt in LCE terms in the March quarter 2024, after exceeding 1kt LCE in the
December quarter 2023 (1 kt of lithium hydroxide is equivalent to 0.88 kt in
LCE terms). Output of lithium hydroxide at the Tianqi Kwinana refinery
rose to 954t over the March quarter 2024, up 55% quarter on quarter.
However, output remains below nameplate capacity of 48kt per year. Train
1 of Albemarle’s Kemerton refinery is reported to have achieved a 50%
operating rate milestone, while train 2 is still being commissioned. The two
trains have a combined nameplate capacity of 50kt a year.
Export earnings to fall as lithium prices remain low
Mine production is expected to rise by about 10% per annum over the
outlook period (Figure 15.10). The production increase will be driven by a
ramp-up at Mt Holland, the re-opening of Bald Hill, and an expected
opening at Kathleen Valley later this year, as well as expansions at
Greenbushes and Mt Marion. Mineral Resources have paused the ramp
up of Wodgina’s third train until market conditions improve.
Australian output of lithium hydroxide is forecast to reach 74 kt in LCE
terms by 2025–26, meaning around 12% of forecast Australian lithium
mine production will be processed in Australia. Production ramp-ups at the
Tianqi Kwinana refinery and the Kemerton refinery are expected to
continue. Construction at the Covalent Kwinana refinery is ongoing, and
the facility is expected to begin production in H1 2025.
Lithium export earnings are expected to fall from a record A$20 billion in
2022–23 to A$6.6 billion a year in 2024-25 (Figure 15.11). Export earnings
are forecast to recover to $9.1 billion a year by 2025-26 as prices recover
and output expands.
Figure 15.10: Australia lithium export volumes and earnings
Source: Department of Industry, Science and Resources (2024)
Revisions to the outlook
Since the March 2024 Resources and Energy Quarterly, the forecast for
Australia’s lithium earnings has been revised down from $11.3 billion to
$9.9 billion in 2023-24 and down from $9.5 billion to $6.6 billion in 2024–
25. This is due to a lower price forecast for lithium spodumene (see Prices
section), weakness in global EV demand growth, and lower volumes from
the pause in ramp up for Wodinga’s train three (see Australia section).
Ramp-ups in lithium hydroxide production were also slower than
previously forecast. The relationship between the benchmark price and
export price has been recalibrated as contracted spodumene increasingly
trades at spot prices.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
153

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 13
In diesem fielen die Preise von USD 130 je Tonne im Januar auf etwa
USD 95 pro Tonne Ende März, dem niedrigsten Wert seit Ende 2022.
Die Stabilisierung und konsequente Steigerung der Eisenerzpreise
in den letzten Monaten ist eine Kombination mehrerer Faktoren.
Diese umfassen sowohl eine Verlangsamung der zügigen Aufsto-
ckung der Eisenerzvorräte (die im Dezemberquartal 2023 begann)
sowie das verbesserte Sentiment. Dies war eine Folge der Verbesse-
rung von Indikatoren für die künftige industrielle Produktion in
China und einer Reihe staatlicher Maßnahmen zur Stützung der
chinesischen Wirtschaft.
Die Erholung der Eisenerzpreise seit März vollzog sich trotz schwa-
cher Stahlproduktion in China (Rückgang von 7,8% bzw. 7,2%
gegenüber Vorjahr im März bzw. April). Nach einem Rückgang der
chinesischen Eisenerzvorräte in den Häfen (im Dezemberquartal
2023 rund 20% unter historischen Durchschnittswerten) wurden
die Lagerbestände wieder auf ein Niveau über dem langfristigen
Durchschnitt aufgestockt.
Historischer Eisenerzpreise (unten)
Quelle: https://tradingeconomics.com/commodity/iron-ore
Nachfrage und Preisausblick
Anfang 2024 sind die Preisprämien für hochwertige Eisenerz-
erzeugnisse gefallen, da die Betriebskosten der Mühlen gesenkt
werden sollten. Die jüngste Verbesserung der Profitabilität hat
jedoch zu einer moderaten Trendwende geführt, bei der sich die
Prämien für Pellets im April um 65% erholt haben.
EISENERZ
ZUSAMMENFASSUNG:
In den letzten Monaten haben sich die Spotpreise für Eisenerz
stabilisiert, nachdem sie zuvor um etwa 30% im Märzquartal
2024 gesunken sind. Die jüngste Erholung ist gekennzeichnet
von einer Wiederaufstockung der Vorräte und des aufgehell-
ten Nachfragesentiments. Dies ist ein Ergebnis verbesserter
Indikatoren der künftigen industriellen Fertigung in China.
Die Exportvolumina von Australien haben sich im Märzquartal
abgeschwächt, was eine Kombination wetterbedingter Störun-
gen sowie Instandhaltungen und Investitionen an wichtigen
Standorten war. Es wird jedoch für die nächsten zwei Jahre
angenommen, dass sich die Exportvolumina um 2,3% p.a. er-
höhen, da immer mehr neue Angebote von bestehenden und
aufstrebenden Produzenten in Betrieb genommen werden.
Ein geringeres erwartetes Preisniveau während des Prognose-
zeitraums soll Australiens Eisenerz-Exporteinnahmen von AUD
138 Mrd. in 2023–24 und AUD 114 Mrd. in 2024–25 auf AUD 102
Mrd. in 2025–26 verringern.
Handelskarte für Eisenerz
Quelle: ITC Comtrade, ABS
Im Juniquartal stabilisieren sich Eisenerzpreise, nach
großen Verlusten Anfang 2024
Im Juniquartal haben sich die Eisenerzpreise stabilisiert und liegen
für den Benchmark Eisenerz Spotpreis (Basis 62% Fe Feingehalt
CFR Qingdao) im Mittel bei rund AUD 107 pro Tonne. Diese Erho-
lung folgte auf die starken Verluste im ersten Quartal 2024.
SunMirror Group – Group Management Report 2024 - 30 June 2024
Page
18
Iron ore prices stabilized in the June quarter, with the benchmark iron ore spot price (basis
62% Fe fines CFR Qingdao) averaging around $107 a tonne. This follows steep falls in the first
quarter of 2024, with prices falling from over US$130 a tonne in January, to around US$95 a
tonne in late- March, the lowest level since late 2022.
The stabilization and consequent pickup in iron ore prices in recent months reflects a
combination of factors. This includes a slowing in the rapid build-up of iron ore inventories
(which commenced in the December quarter 2023), as well as improved sentiment — due
to both a strengthening of forward indicators of Chinese industrial production and a series
of Chinese government measures to support China’s economy.
The recovery in iron ore prices since March has occurred despite weak steel production in
China (down 7.8% and 7.2% year-on-year in March and April, respectively). Following a fall in
China’s portside iron ore inventories (to around 20% below historic averages in the
December quarter 2023) stockpiles have been rebuilt to levels above the long-run average.
Iron ore price, monthly (below - https://tradingeconomics.com/commodity/iron-ore)
Demand and price outlook
Premiums for high-grade iron ore products fell in the early part of 2024, as mills sought to
reduce operating costs. However, a recent pickup in profitability has seen a modest
turnaround, with premiums for 65% pellet recovering in April.
New infrastructure investment in China, as well as new measures by the Chinese
government to alleviate weakness in the domestic property sector, should provide support
for construction activity — and hence steel and iron ore demand — over the next few years.
Global (ex-China) steelmaking has a slightly healthier outlook for 2024, with growth forecast
to exceed 4.5%. European steel mills are expected to make up some of the production lost
when high energy prices in 2022 led to widespread plant idling and production stoppages.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
37

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 14
Gemessen an den Stückzahlen exportierte Australien 211 Mio.
Tonnen Eisenerz im Märzquartal 2024, ein Rückgang um 4,6 Mio.
Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Die schwächeren Ausfuhren
im Märzquartal 2024 waren eine Kombination wetterbedingter
Unterbrechungen sowie Wartungen und Investitionen an bedeu-
tenden Anlagen.
Im April waren die Auslieferungen Australiens von der Schlie-
ßung von Rio Tintos Dampier und Walcott Häfen betroffen, die
eine Folge des Zyklons Olga und Störungen bei der Verladung in
Port Hedland waren.
Bis zum Ende der Prognoseperiode Ende 2026 wird ein Zuwachs
der australischen Eisenerzfertigung um 2,3% p.a. über die nächs-
ten zwei Jahre prognostiziert auf ein Volumen von 1.015 kt per
2025-26.
Geringere Exploration in Q1 2024
Ein Betrag von AUD 150,3 Mio. wurde im Märzquartal 2024 in die
Eisenerzexploration investiert (siehe unten).
Quelle: ABS (2024) Catalogue 8412.0
Dies entspricht einem Rückgang von 9,6% gegenüber dem Vor-
quartal und liegt 6,3% höher als in derselben Periode 2023. Die
Exploration hat sich von ihren nahezu Höchstständen des Jahr-
zehnts im Jahr 2022 abgeschwächt. Jedoch unterstreichen die
jüngsten Zahlen den generellen Aufwärtstrend der Eisenerzexplo-
ration, die durch die historisch hohen Eisenerzpreise Anfang 2021
hervorgerufen wurden (von über USD 200 pro Tonne).
Neue Infrastrukturinvestitionen in China sowie neue Maßnah-
men der chinesischen Regierung, um die Schwäche des Immobi-
liensektors des Landes zu mildern, dürften die Bautätigkeit über
die nächsten Jahr stützen, und somit auch die Nachfrage nach
Stahl und Eisenerz.
Der weltweite Stahlsektor (ex-China) erfreut sich eines etwas
besseren Ausblicks für 2024 mit Wachstumsprognosen über 4,5%.
Es wird erwartet, dass die europäischen Stahlwerke einen Teil der
Produktionsausfälle aufholen können, die durch die hohen Ener-
giepreise im Jahr 2022 entstanden sind. Diese haben zu umfang-
reichen Stilllegungen und Produktionsausfällen geführt.
Über die nächsten zwei Jahre wird ein moderater Anstieg der
Eisenerzimporte von Großabnehmern in Europa, Nordamerika,
Ost- und Südostasien sowie dem Mittleren Osten erwartet. Diese
Erholung dürfte die Nachfrage und die Preise für Eisenerz stüt-
zen.
Insgesamt bleiben die Risiken für den globalen Nachfrageausblick
für Eisenerz ausgeglichen. Die Inflation kommt in den meisten
entwickelten Volkswirtschaften sukzessive auf ihre Zielkorridore
zurück. Die Markterwartungen gehen von einer Zinssenkung im
Dezemberquartal 2024 aus. Der IWF prognostiziert für China ein
Wirtschaftswachstum von 5,0% im Jahr 2024, das sich auf 4,5%
im Jahr 2025 bzw. 4,1% bis 2026 abschwächen soll. Dies stellt
zeitgleich den Beginn eines längerfristigen Übergangs zu einem
langsameren Wachstumspfad dar. Der IWF warnt jedoch vor den
Risiken des Immobiliensektors in China. Ohne eine umfassende
Lösung könnte das Wachstum ins Stocken geraten, was die Han-
delspartnern des Landes beeinträchtigen würde.
Geringerer Output in Australien im Märzquartal
aufgrund von Regenfällen und Wartungsarbeiten
Im Märzquartal 2024 betrugen die australischen Eisenerz-Ex-
porteinnahmen AUD 34,4 Mrd. ein Anstieg von 4,5% (bzw. AUD 1,5
Mrd.) gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg war eine Folge höherer
Eisenerzpreise in der Periode. Der Ausfuhrstückpreis stieg im
Märzquartal 2024 um 6,8% im Vergleich zum Vorjahreswert, wäh-
rend die Exportvolumen im selben Zeitraum um 2,1% gegenüber
dem Vorjahr rückläufig waren.
Quelle: https://www.industry.gov.au/publications/resources-and-energy-quarterly-june-2024
eased from near decade highs in 2022. However, the latest results
continue the broad upward trend in iron ore exploration triggered by the
historical high iron ore prices (of above US$200 a tonne) in early 2021.
Figure 4.8: Australian iron ore exploration expenditure
Source: ABS (2024) Catalogue 8412.0
0
50
100
150
200
250
300
350
400
2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024
$ millions
Revisions to the outlook
Export earnings in 2023–24 have been revised up slightly from the March
2024 Resources and Energy Quarterly reflecting a lower-than-expected
exchange rate and slightly higher prices. Earnings of $138 billion rather
than $136 billion are now forecast for 2023–24. Export volumes were
revised down in 2024–25 and 2025–26 to reflect changes to expected
production for several iron ore operations in Western Australia. Higher
expected iron ore prices (in Australian dollars) outweighed the volume
reductions, resulting in upward revisions in export earnings in 2024–25
and 2025–26 of around $3 billion each.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
44

Graphics
GESCHÄFTS-
VERLAUF

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | GESCHÄFTSVERLAUF 16
GESCHÄFTSVERLAUF
Geschäftsaktivitäten
Aktuelles zum Unternehmen
Im Geschäftsjahr 2024 haben wir unseren Kurs fortgesetzt, den
Geldabfluss zu reduzieren und unsere Abläufe zu rationalisieren,
um eine höchstmögliche Effizienz zu erreichen. Hinsichtlich der
Entwicklung unserer Vermögenswerte in Australien wurde wich-
tige technische Ziel erreicht.
Im Anschluss an die erheblichen technischen Arbeiten, die An-
fang des Jahres durchgeführt wurden, haben wir im Juni 2024 ein
Arbeitsprogramm für unsere Lizenz in Moolyella vorgelegt. In der
Folge wurde das Arbeitsprogramm im August 2024 von DEMIRS
genehmigt, Bohrungen sind zu gegebener Zeit geplant.
In Kingston Keith haben wir die Verhandlungen über eine Ex-
plorationsvereinbarung mit Tjiwarl Aboriginal Corporation
abgeschlossen. Diese ebnet den Weg für Explorationsaktivitäten
im südlichen Teil unserer Lizenz. Verhandlungen mit TMPAC, die
den nördliche Teil unserer Lizenz abdecken, sind auch mittler-
weile gestartet. Deren Abschluss wird in den nächsten Monaten
erwartet. Da Kingston Keith sowohl für Lithium als auch für Gold
aussichtsreich ist, wird dies die Gespräche mit Parteien, die eine
Partnerschaft mit uns auf dem Projekt anstreben, erleichtern. Vor
allem aufgrund des anhaltenden Rückgangs der Lithiumpreise, ist
die Verfügbarkeit von Kapital für Investitionen in Lithiumprojek-
te aktuell jedoch eingeschränkt. Angesichts von Goldpreisen am
Allzeithoch und der Tatsache, dass Kingston Keith sich im Sweet
Spot des Goldzentrums in Western Australia befindet, haben
wir beschlossen, mehr Investitionsmittel für die Festigung des
Goldpotenzials dieses Projekts bereitzustellen. Losgelöst hiervon
haben wir uns im Laufe des Jahres einige Frühphasenprojekte
angeschaut.
Wir haben jedoch noch keine Entscheidung für ein neues Invest-
ment getroffen, zumal wir weiterhin sehr selektiv vorgehen.
Das Unternehmen legt seinen Fokus auf den Erwerb von (Mehr-
heits-) Beteiligungen an Mineralexplorationsunternehmen,
vornehmlich in entwickelten Ländern mit einem für den Bergbau-
sektor vorteilhaften rechtlichen Umfeld und Schwerpunkten auf
Batteriemetalle, Kupfer, Eisenerz und Gold.
Im Geschäftsjahr 2020 nahm der Konzern seine Aktivitäten im
Rohstoffsektor auf und befindet sich aktuell in der Anlaufphase
seiner Explorationsaktivitäten, die bis Mitte 2024 anhielt. Die
aktuelle Geschäftstätigkeit der SunMirror Gruppe besteht ledig-
lich in der Exploration (d.h. der Suche nach und Erschließung von
wirtschaftlich nutzbaren mineralischen Ressourcen) und dem
Erwerb potenzieller Lizenzrechte in diesem Sektor. Abhängig
von erfolgreichen Explorationsprogrammen plant die SunMirror
Gruppe, künftig auch in den Bereichen Entwicklung, Abbau und
der Förderung von Bodenschätzen tätig zu werden.
Zielsetzungen und Strategien
SunMirror verfolgt eine opportunistisch ausgelegte Akquisitions-
strategie, die auf neue Explorationsprojekte bzw. bereits operative
Assets ausgerichtet ist. Alle aktuellen Projekte befinden sich zu
100% im Eigentum des Konzerns. Die Akquisitionsstrategie der
Gruppe besteht vornehmlich darin, alleinige Eigentums- oder
Kontrollrechte zu erwerben (mit Ausnahme von potenziellen Li-
zenzgebühren). Jedwede Entscheidung über den Erwerb weiterer
Explorations- und Betriebsanlagen setzt eine vorherige erfolg-
reiche Due Diligence-Prüfung, Verhandlungen bzw. eine kom-
merzielle Einigung sowie die Sicherstellung aller erforderlichen
Finanzierungen voraus.
Darüber hinaus führt SunMirror Gespräche mit verschiedenen
potenziellen Partnern, die sich an der Entwicklung der Projekte
mit Gewinnbeteiligungen und Meilensteinzahlungen beteiligen
können. Dieser Ansatz trägt zur Fähigkeit von SunMirror bei, das
Asset-Portfolio zu diversifizieren.

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | GESCHÄFTSVERLAUF 17
Moolyella: Die Gruppe verfügt über eine Explorationslizenz
(E 45/5573), die am 23. Dezember 2020 für eine Dauer von fünf
Jahren und eine Fläche von ca. 93 Quadratkilometern in Mooly-
ella im Nordwesten Australiens erteilt wurde. Nach Ansicht des
Unternehmens besteht hierin ein gutes Potenzial für lithium-
haltige Pegmatite sowie Zinn, Tantal und Seltene Erden.
Moolyella ist ein Explorationsprojekt im Frühstadium, in dem
noch keine sog. JORC-konformen Mineralressourcen definiert
sind. Die Lizenz verfügt jedoch über eine historische JORC-kon-
forme Ressource für Zinn und Tantal, die am 2. März 2012 von
einem früheren Betreiber, LitheX Resources Limited, veröffent-
licht wurde.
Anfang Juni 2023 wurde Terra Search Pty Ltd (eine Service- und
geologische Firma der Mineralexploration aus Perth) damit be-
auftragt, bis zu 3.500 Bodenproben in den von SGC festgelegten
Zielgebieten der Priorität 1 zu sammeln. Die Erprobungsarbei-
ten wurden Ende Juli abgeschlossen und die Auswertung der
Ergebnisse im Oktober 2023 beendet. Hierbei wurden mehrere
Gebiete mit hochgradigen Lithiumwerten im Boden identifi-
ziert.
Im Oktober 2023 wurde ein siebentägiger Vorortbesuch durch
die Firma Geonomik Pty Ltd durchgeführt, um die Lage dieser
hochgradigen Lithiumvorkommen im Boden zu überprüfen.
Hierbei wurden bedeutende Pegmatit-Schwärme identifi-
ziert, einige bis zu 2 Kilometer lang und bis zu 15 Meter breit.
Einige der ausgemachten Pegmatite stellen die Fortsetzung der
lithiumhaltigen Pegmatite dar, die sich von den angrenzenden
Grundstücken in die Moolyella-Lizenz erstrecken.
Im Rahmen des siebentägigen Vorortbesuch wurden 62 Ge-
steinsproben gesammelt und für eine Analyse an ALS Labs
geschickt. Die Top 5 der zurückgesandten Proben ergaben
Lithiumwerte von 2,185% Li 2O, 1,296% Li 2O, 1,001% Li 2O,
0,956% Li 2O und 0,797% Li 2O. Um diese Gehalte in den rich-
tigen Kontext zu stellen, vermeldete Global Lithium Resources
Limited (das unser Lizenzgebiet von drei Seiten umgibt) im
Dezember 2022 eine aktualisierte JORC 2012 Mineralressource
von 18,0 Millionen Tonnen mit 1% Li 2O für seine Lithiumlager-
stätte Archer.
Im April 2024 wurde von Geonomik Pty Ltd gemeinsam mit
der Nyamal Aboriginal Corporation (NAC), den traditionellen
Grundbesitzern des Bodens im Moolyella-Lizenzgebiet, eine
fünftägige Heritage Site durchgeführt. Zweck des Besuchs
war es, die vorgeschlagenen Bohrstandorte für lithiumhaltige
Pegmatite zu überprüfen und zu beurteilen, ob sie in kulturell
SunMirror ist bestrebt, Explorationsanlagen zu akquirieren, an
denen frühere Eigentümer und Betreiber zumindest Vorarbeiten
getätigt haben. Diese Risikominimierungsstrategie liefert Sun-
Mirror wichtige Informationen, um die Wahrscheinlichkeit weite-
rer positiver Befunde besser abschätzen zu können. Zudem legt sie
eine Basis, von der aus die nächsten Arbeitsstufen begonnen wer-
den können. Hierdurch wird für SunMirror das Risiko minimiert,
in der Zukunft unvorteilhafte Projektergebnisse zu erzielen.
Die Strategie des Unternehmens besteht darin, in Explorations-
und Bergbauanlagen zu investieren, bei denen der Fokus auf
Metallen liegt, die für die schnell wachsende grüne Technologie-
branche (Green Tech) in Europa von entscheidender Bedeutung
sind. Dies sind beispielsweise Kobalt, Kupfer, Gold, Lithium, Nickel
und Zinn. Der Schwerpunkt liegt außerdem auf Vorkommen in
stabilen und risikoarmen Ländern, wie zum Beispiel Australien,
Europa sowie ausgewählten afrikanischen Ländern. Durch die
Konzentration auf Bodenschätze in diesen entwickelten Ländern
versucht das Management von SunMirror, die häufig anzutref-
fenden Enteignungen und politischen Risiken zu vermeiden.
Diese sind mit Bodenschätzen in unterentwickelten Ländern oft
verknüpft.
Forschung und Entwicklung
Da das Geschäftsmodell von SunMirror keine Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten erfordert, kann sich das Unternehmen
auf seine operativen Kernkompetenzen vornehmlich auf Basis all-
gemein anerkannter Best Practices konzentrieren. Somit existie-
ren neben den laufenden Mineralexplorationsprogrammen keine
aktuellen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Operative Aktivitäten
Der Konzern investiert in Explorations- und Bergbauanlagen mit
einem Fokus auf kritischen Metallen, die für die europäische Indus-
trie relevant sind. Die Gruppe entwickelt die Explorationsanlagen
mit dem Ziel weiter, in der Zukunft mehrere Minen und Verarbei-
tungsanlagen zu betreiben. Derzeit besitzt der Konzern drei Vermö-
genswerte im australischen Bundesstaat Western Australia:

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | GESCHÄFTSVERLAUF 18
legt sowie durch geologische Daten, die aus früheren Kartierun-
gen und Feldarbeiten in der Region stammen, eingeschränkt.
Die resultierende Interpretation hat dem Unternehmen eine
Basiskarte im Maßstab 1:20.000 für das gesamte Projektgebiet
zur Verfügung gestellt, die frühere staatliche Kartierungen und
Interpretationen ersetzt.
Die strukturelle Interpretation von SGC bildet die Basis für
ein Programm zur Zielerreichung. Insgesamt wurden 23 Ziele
identifiziert auf die künftige Explorationsanstrengungen kon-
zentriert werden sollen. Die Ziele basieren auf dem unterstellten
Vorhandensein von Lithologien, Strukturen, Alterationsstellen
und geochemischen Anomalien. Diese könnten für die Existenz
von Gold- oder Lithiummineralisierungen förderlich sein.
Die Interpretation beschreibt größere und kleinere strukturelle
Merkmale, quer verlaufende Erzgänge und verschiedene mag-
netische Einheiten. Innerhalb der mafischen Basalte wurden si-
gnifikante subtile interne Variationen beobachtet, die auf mög-
liche Verwerfungen hindeuten könnten. Die hohe strukturelle
Komplexität und umfangreiche Abdeckung machen weiterge-
hende geologische Analysen notwendig, um einzelne Struktu-
ren, Intrusionen und Lithologien zu bestätigen bzw. diese weiter
zu verfeinern. Das Unternehmen sieht diese Interpretation als
lebenden Datensatz an, der überwacht und aktualisiert werden
muss, sobald neue geologische Informationen zugänglich sind.
Insgesamt wurden 23 Zielgebiete von SGC identifiziert, die ein
Potenzial für Gold- bzw. Lithiummineralisierung haben. Die
Zielgebiete basierten auf zahlreichen Kriterien, darunter das
unterstellte Vorhandensein von Schlüssellithologien, Struktu-
ren, erhöhten früheren Kartierungen, Mineralvorkommen und/
oder Alterationsstellen.
Während die SGC-Studie (im Vergleich zu SGCs Moolyella-Li-
zenzstudie) weniger lithium-spezifische Ziele ermittelte, wurde
das Lizenzgebiet Kingston Keith in der Vergangenheit haupt-
sächlich auf Gold und Nickel erkundet. Insofern existieren nur
wenige Informationen über historische Lithiumexplorationen,
die für Zielsetzungen verwendet werden können.
Die 23 Gold- und Lithiumziele werden nun bewertet und durch
weitere Arbeiten ergänzt. Diese können Kartierungen, Boden-
probenahmen, geochemische Untersuchungen, die Integration
zusätzlicher geophysikalischer Untersuchungen am Boden bzw.
aus der Luft sowie Bohrungen umfassen.
sensiblen Gebieten liegen. Insgesamt wurden 5 Quadratkilome-
ter des Geländes sorgfältig zu Fuß zurückgelegt sowie 88% des
Geländes (4,4 Quadratkilometer) für die Bohrungen geräumt.
Nach einer Überprüfung der Gebiete, die bei der Vorortbesich-
tigung durch NAC für Bohrungen freigegeben wurden, reichte
das Unternehmen am 7. Juni 2024 beim Department of Energy,
Mines, Industry and Regulation (DEMIRS) ein Arbeitspro-
gramm für bis zu 495 Reverse-Circulation (RC)-Bohrungen ein.
Nach einer Überprüfung des Arbeitsprogramms (unterstützt
durch eine Kopie des Explorations-Umweltmanagementplans
des Unternehmens für Moolyella), wurde das Arbeitsprogramm
am 13. August 2024 formal durch DEMIRS genehmigt.
Eine Terminierung der Bohrungen der Zielobjekte hängt von
der Entwicklung des Lithiummarktes ab, der aktuell von einem
Überangebot und niedrigen Preisen gekennzeichnet ist, was
sich auch auf die Verfügbarkeit von Kapital auswirkt. In Anbe-
tracht des genehmigten Arbeitsprogramms, steht das Unterneh-
men bereit, das Bohrprogramm zu einem günstigen Zeitpunkt
durchzuführen.
Die Papierarbeit zur Erneuerung der Lizenz beginnt 3 Mona-
te vor der Erneuerung der Lizenz am 22. Dezember 2025. Das
Unternehmen erwartet im Rahmen des Erneuerungsprozesses
keine Probleme, da es alle Bedingungen für die Aufrechterhal-
tung der Lizenz vollständig erfüllt.
Kingston-Keith: Der Konzern verfügt über eine Explora-
tionslizenz (E 53/1953), die am 9. März 2020 für einen Zeitraum
von fünf Jahren und ein Gebiet von ca. 152 Quadratkilometern
im Gebiet Kingston-Keith/Mt. Keith erteilt wurde. Das Gebiet
befindet sich in einem produktiven Gold- und Nickelproduk-
tionsanbaugebiet im Inneren des Bundesstaates Western Aus-
tralia. Nach Ansicht des Unternehmens weist es ein vielverspre-
chendes Potenzial für Gold und Nickel auf. Bei der Liegenschaft
handelt es sich um ein Explorationsprojekt, für das noch keine
JORC-konformen Mineralressourcen definiert wurden.
Im Juli 2023 wurde Southern Geoscience Consultants (SGC)
damit beauftragt, eine strukturelle Interpretation der Unter-
grundgeologie innerhalb des Kingston Keith Lizenzgebietes
durchzuführen. Als Basis dienen die MAGSPEC-Magnetdaten
aus der Luft, die vom Unternehmen in Auftrag gegeben und im
Januar 2023 geflogen wurden. Die Interpretation von SGC wur-
de durch die Verarbeitung und Darstellung dieser Daten unter-

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | GESCHÄFTSVERLAUF 19
Bislang sind die Vermögenswerte des Konzerns in Moolyella und
Kingston Keith in der Explorationsphase und generieren aktuell
noch keine Erlöse. MCC hat eine Durchführbarkeitsvorstudie für
das Cape Lambert Magnetit-Projekt erstellt, diese aber noch nicht
in der Produktion umgesetzt. Der Konzern erwartet nicht, dass
MCC in naher Zukunft mit Förderungsaktivitäten in der Cape
Lambert-Mine beginnen wird.
Für die australischen Projekte des Unternehmens wurde ein Min-
destexplorationsbudget für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von
geschätzt rund USD 0.2 Mio. aufgestellt. Dieser Betrag unterliegt
einer ständigen Überprüfung durch den Verwaltungsrat und wird
in Abhängigkeit von positiven Ergebnissen aus den Explorations-
arbeiten aufgestellt.
Akquisitionen
Die SunMirror Gruppe prüft weiterhin interessante Akquisi-
tionsmöglichkeiten, um ihr Asset-Portfolio in Australien und ggf.
auch anderen Industrieländern bzw. bestimmten ausgewählten
Ländern in Afrika zu erweitern. Es finden Gespräche mit Unter-
nehmen statt, die Vermögenswerte zusammenlegen oder verkau-
fen wollen.
Im April 2024 unterzeichnete das Unternehmen eine Explo-
rationsvereinbarung mit der Tjiwarl Aboriginal Corporation
(TAC), den historischen Grundbesitzern in der südlichen Hälfte
der Lizenz. Diese Vereinbarung versetzt das Unternehmen in die
Lage, physikalische Explorationsarbeiten am Boden durchzu-
führen. Ebenso verhandelt das Unternehmen eine vergleichbare
Vereinbarung mit der TMPAC Group, den historischen Eigen-
tümern der nördlichen Hälfte der Lizenz. Diese soll bis zum
Jahresende abgeschlossen sein und würde es dem Unternehmen
erlauben, physikalische Erkundung innerhalb des nördlichen
Lizenzgebietes durchzuführen.
Am 8. Mai 2025 steht die Verlängerung der Kingston Keith
Lizenz an. Die hierfür notwendige Papierarbeit ist bereits im
Gang. Da alle Bedingungen für die Weiterführung der Lizenz
erfüllt sind, sieht das Unternehmen keine Probleme bei der Ver-
längerung der Lizenz.
Cape Lambert: Der Konzern hält ein Lizenzrecht an der
künftigen Minenproduktion im Rahmen der Lizenz der MCC
Australia Sanjin Mining Pty Ltd. (R 47/18) für ihr Cape Lam-
bert Magnetit-Projekt. Dies umfasst eine Fläche von etwa 84
Quadratkilometern in der Cape Lambert Region in Western
Australia (und im weiteren Sinne in dem Gebiet, das von der
nicht mehr gültigen Lizenz E47/1462 abgedeckt wird). Hierbei
handelt es sich um ein passives Investment des Unternehmens.
Die Gruppe erwartet kurzfristig keinerlei Lizenzgebühren.
Diese Prognose basiert auf folgenden Annahmen: Derzeit hält
MCC ein Lizenzrecht (Retention License) für das Cape Lam-
bert Projekt. Eine Retention License stellt eine Zwischenstufe
zwischen einer Explorationslizenz und einer Bergbaupacht
dar. Diese erlaubt es dem Inhaber lediglich, Rechte an einem
Bergbauprojekt zu halten, dieses aber nicht zu entwickeln.
Dies liegt beispielsweise an der noch ausstehenden wirtschaft-
lichen Machbarkeit bzw. der fehlenden Entwicklung der er-
forderlichen Transportinfrastruktur.
Der Konzern würde den Verkauf ihrer Lizenz in Erwägung
ziehen, wenn ein Dritter einen angemessenen Preis bietet.
Die maximale Lizenzdauer für ein Lizenzrecht beträgt 10
Jahre.

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ERGEBNIS
UND BILANZ-
ANALYSE

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 21
ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE
Der Konzernjahresabschluss der SunMirror Gruppe für die
zwölf Monate per 30. Juni 2024 wurde unter der Annahme
der Unternehmensfortführung (Going Concern) auf Basis der
International Financial Reporting Standards (IFRS®) erstellt,
die vom International Accounting Standards Board (IASB®)
ausgegeben wurden.
Umsatzerlöse
SunMirror hat weder im Geschäftsjahr 2024 noch im Vorjahr 2023
Umsatzerlöse generiert. Einzige Ausnahme ist der Sonstige Ertrag.
Siehe nachstehende Erläuterungen.
Die Vermögenswerte des Konzerns in Moolyella und Kingston
Keith befinden sich in der Explorationsphase und generieren
aktuell noch keine Umsätze. Die Gruppe plant, die Exploration
über diese beiden Explorationslizenzen fortzusetzen. Die
Finanzierung dieser Tätigkeiten wird für die nächsten 12 Monate
durch bereits im Konzern verfügbare Finanzmittel sowie über
weitere Finanzierungen von Investoren erfolgen. Der Konzern
verfügt über eine passive Lizenzvereinbarung («Royalty») am
Cape Lambert North Projekt in Westaustralien und hat keinen
Einfluss auf die von MCC Australia Sanjin Mining Pty Ltd (MCC)
getroffenen Massnahmen. Das Projekt wird von MCC über eine
Vorratslizenz («Retention Licence») gehalten. Im Jahr 2012 wurde
eine Vormachbarkeitsstudie für das Projekt durchgeführt, nach
Kenntnis von SunMirror wurde jedoch bis jetzt noch keine
Entscheidung zur Entwicklung des Projekts getroffen. Die Gruppe
geht davon aus, dass die Produktion in der Cape Lambert Mine,
wie oben beschrieben, kurzfristig nicht anlaufen wird.
Der sonstige Ertrag resultiert aus Auflösung von nicht mehr
benötigten kurzfristigen Rückstellungen, der erfolgreichen
Rückforderung einer Vorauszahlung und der erfolgreichen
Rückforderung von Mehrwertsteuer-Vorsteuern.
Explorationsaufwand
Abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung werden
momentan die beiden Evaluations- und Explorationsstandorte
Moolyella und Kingston Keith nach potenziellen Ressourcen
erkundet. In den Geschäftsjahren 2024 (USD 0.4 Mio.) und 2023
(USD 0.2 Mio.) wurden die angefallenen Kosten vollständig
aktiviert, weshalb in der Erfolgsrechnung kein Aufwand verbucht
wurde.
Sonstiger Ertrag
Grundlagen der Erstellung

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 22
Personalaufwand
In TUS D 2024 2023
Löhne und Gehälter -777 -865
Aktienbasierte Vergütungen - -8
Sozialversicherungen -16 -41
Leistungsorientierte Vorsorgepläne - -18
Beitragsorientierte Vorsorgepläne -2 -4
Sonstiger Personalaufwand -11 -13
Total Personalaufwand -806 -949
Der Personalaufwand sank im Geschäftsjahr 2024 um 15.0%
(USD 0.1 Mio.) und beläuft sich auf USD 0.8 Mio. (2023: USD
0.9 Mio.). Die Zahl der Vollzeitstellen (FTE) sank weiter von
durchschnittlich 3.2 FTE im Vorjahr auf 2.0 FTE im Berichtsjahr
2024.

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 23
Übriger betrieblicher Aufwand
In TUS D 2024 2023
Unternehmensberatung -3 -97
Regulatorische Aufwendungen -68 -213
Rechts- und Steuerberatung -63 -588
Buchführung-, Konsolidierung und Wirtschaftsprüfung -279 -680
Investor Relations -70 -294
Kapitalsteuer -2 -14
Sonstiger Betriebsaufwand -87 -153
Total Übriger betrieblicher Aufwand -572 -2,039
Der übrige betriebliche Aufwand reduzierte sich im Geschäftsjahr
2024 um 72.0% (USD 1.4 Mio.) und betrug USD 0.6 Mio. (2023: USD
2.0 Mio.).
Der Beratungsvertrag mit Opus Capital Switzerland AG
(umbenannt in Calym AG, in Liquidation) wurde im letzten
Geschäftsjahr gekündigt. Im Geschäftsjahr 2024 fielen aus diesem
Beratungsvertrag keine weiteren Kosten an.
Der Aufwand für Rechts- und Steuerberatung konnte erheblich
gesenkt werden, da keine weiteren Rechtsfälle an SunMirror
herangetragen worden sind.
Im Geschäftsjahr 2024 gab es keine neuen
Geschäftstransaktionen und der Wechsel des Wirtschaftsprüfers
sowie der reduzierte Geschäftsumfang führten zu einem deutlich
tieferen Aufwand bei der Buchführung und Wirtschaftsprüfung.
Die Aufwendungen für regulatorische Aufwendungen und
Investor Relations waren ebenfalls deutlich geringer, da sich die
Tätigkeit des Unternehmens im Geschäftsjahr hauptsächlich auf
bestehende Explorationsanlagen konzentrierte.

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 24
Finanzergebnis
In TUS D 2024 2023
Gewinne auf Wertschriften des Umlaufvermögens - 42
Wechselkursgewinne 117 81
Zinsertrag 66 13
Finanzertrag 183 136
Zinsaufwand - -218
Wechselkursverluste -205 -510
Finanzaufwand -205 -728
Total Finanzergebnis -22 -592
Die Finanzerträge ergaben sich im Geschäftsjahr 2024 in erster
Linie aus Zinserträgen auf flüssigen Mittel und Forderungen
sowie aus Wechselkursgewinnen.
Der Finanzaufwand ging im Geschäftsjahr 2024 um 71.9%
(USD 0.5 Mio.) zurück und beträgt USD 0.2 Mio. (2023: USD 0.7
Mio.). Der Finanzaufwand im Geschäftsjahr 2024 resultierte
ausschliesslich aus Wechselkursverlusten. Im Geschäftsjahr 2024
fielen keine Zinsaufwendungen mehr für Schuldtitel an.
Ertragssteuern
Der Konzern hat weder in der Berichts- noch in der
Vorjahresperiode zu versteuernde Gewinne generiert. Latente
Steueransprüche im Zusammenhang mit steuerlichen
Verlustvorträgen wurden aufgrund der Unsicherheit ihrer
Realisierung nicht angesetzt.

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 25
Geldflussrechnung
Für die am 30. Juni abgeschlossenen Geschäftsjahre:
In TUS D 2024 2023
Nettogeldfluss aus Geschäftstätigkeit -1,508 -4,248
Nettogeldfluss aus Investitionstätigkeit -389 -88
Nettogeldfluss aus Finanzierungstätigkeit - -2,600
Nettowechselkursdifferenzen 8 317
Nettoveränderung flüssige Mittel -1,889 -6,619
Flüssige Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 3,992 10,611
Flüssige Mittel zum Ende des Geschäftsjahres 2,103 3,992
Der Nettogeldabfluss aus Geschäftstätigkeit verringerte sich
im Geschäftsjahr 2024 um 64.5% (USD 2.7 Mio.) auf USD
1.5 Mio. (2023: USD 4.2 Mio.) und reflektiert die reduzierte
Geschäftstätigkeit als auch die Kosteneinsparungen.
Der Nettogeldabfluss aus Investitionstätigkeit zeigt die
Investitionen in Explorations- und Evaluierungswerte im
Geschäftsjahr. Diese erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 im
Rahmen der erweiterten Explorationstätigkeiten auf gesamthaft
USD 0.4 Mio. (2023: USD 0.1 Mio.).
Im Geschäftsjahr 2024 gab es keine Finanzierungstätigkeiten.

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 26
Aktiven
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Immaterielle Werte 25,488 25,435
Vermögenswerte für Exploration und Evaluierung 4,250 3,863
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Finanzanlagen 334 333
Übrige kurzfristige Forderungen 192 169
Flüssige Mittel 2,103 3,992
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Per Ende Juni 2024 verringerten sich die Aktiven leicht um 4.2%
(USD 1.4 Mio.) auf USD 32.4 Mio. (Juni 2023: USD 33.8 Mio.).
Gegenüber dem Vorjahr blieben die immateriellen Werte
praktisch unverändert (d.h. Lizenzvereinbarung Cape Lambert
und Domains). Lediglich infolge der Währungs-schwankungen
erhöhte sich der Buchwert marginal. Die Vermögenswerte für
Exploration und Evaluierung (d.h. Moolyella und Kingston Keith)
erhöhten sich im Berichtsjahr 2024 um 10.0% (USD 0.4 Mio.) auf
USD 4.3 Mio. (Juni 2023: USD 3.9 Mio.).

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 27
Verbindlichkeiten
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Rückstellung Aktienoptionsplan 8 8
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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36 89
Übrige Verbindlichkeiten 287 519
Übrige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 3 13
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Mit Stichtag 30. Juni 2024 nahmen die Verbindlichkeiten um
46.9% (USD 0.3 Mio.) auf USD 0.3 Mio. ab (Juni 2023: USD 0.6
Mio.).
Langfristiges Fremdkapital
Im Mai 2023 führte der Verwaltungsrat der SunMirror AG einen
Aktienoptionsplan ein. Bestimmte Mitglieder des Managements
sowie ausgewählte Schlüsselmitarbeiter sind berechtigt, am Plan
zu partizipieren (Teilnehmer).
Im Geschäftsjahr 2024 wurden 8,984 Optionen zugeteilt (Vorjahr:
8,984 Optionen). Der Aufwand für den Dienstzeitraum wurde
jedoch durch den tieferen Marktwert aller zugeteilten Optionen
per Stichtag 30.06.2024 ausgeglichen, weshalb die Rückstellung
gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert blieb.
Kurzfristiges Fremdkapital
Als Ergebnis der Anstrengungen, den übrigen betrieblichen
Aufwand zu senken, konnten per Ende Juni 2024 die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige
Verbindlichkeiten gegenüber Ende Juni 2023 weiter reduziert
werden. Die übrigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten
enthalten Abgrenzungen für Kapitalsteuern (Juni 2024 und Juni
2023).

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 28
Eigenkapital
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Grundkapital 2,585 2,585
Kapitalreserven 58,092 58,092
Aufgelaufene Verluste -27,752 -26,521
Sonstige Reserven -892 -993
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Per Ende Juni 2023 reduzierte sich das Eigenkapital um 3.4%
(USD 1.2 Mio.) auf USD 32.0 Mio. (Juni 2022: USD 33.2 Mio.). Mit
Stichtag Ende Juni 2024 hatte der Konzern eine Eigenkapitalquote
von 99.0% (Juni 2023: 98.1%).
Der Gewinn des sonstigen Gesamtergebnisses lag im
Geschäftsjahr 2024 bei USD 0.1 Mio. und spiegelt schwergewichtig
die volatilen Kursentwicklungen bei den für SunMirror
relevanten Fremdwährungen AUD und EUR wider (2023 Verlust
des sonstigen Gesamtergebnisses von USD 0.6 Mio.).

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STRUKTUR DES
UNTERNEHMENS

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | STRUKTUR DES UNTERNEHMENS 30
STRUKTUR DES UNTERNEHMENS
Unternehmenssitz, Geschäftsjahr, Dauer der Gesellschaft,
Unternehmenszweck
SunMirror AG ist eine in der Schweiz gegründete und unter
Schweizer Recht operierende Aktiengesellschaft. Der eingetragene
Firmensitz ist in Zug, Schweiz und die Gesellschaft ist beim
Handelsregisteramt des Kantons Zug eingetragen unter
CHE 395.708.464.
Die Adresse des Unternehmens lautet General-Guisan-Strasse 6,
6300 Zug, Schweiz, Telefonnummer +41 43 505 14 00. Die Webseite
der Gesellschaft ist www.sunmirror.com.
Die juristische Bezeichnung des Unternehmens lautet
«SunMirror AG». Das Unternehmen, zusammen mit seinen
Tochtergesellschaften, ist im Markt unter dem Handelsnamen
«SunMirror» bekannt. Die Gesellschaft wurde auf unbestimmte
Zeit gegründet. Die Kennung der juristischen Person (sog. LEI-
Nummer) ist 894500R3EZWT4CYDM933. Das Geschäftsjahr des
Unternehmens läuft vom 1. Juli eines Kalenderjahres bis zum
30. Juni des nachfolgenden Kalenderjahres.
Gemäss Artikel 2 ihrer Statuten besteht der Zweck der Gesellschaft
darin, den langfristigen Wert der Tochtergesellschaften, der
verbundenen Unternehmen oder der Beteiligungen durch
einheitliche Verwaltung und zentrale Dienstleistungen zu fördern
und die damit verbundene Finanzierung zu erbringen. Ferner
kann die Gesellschaft Immobilien, Wertschriften, Beteiligungen
und Immaterialgüterrechte (Intellectual Property Rights) kaufen,
verkaufen, vermitteln, verwalten und verwerten. Zudem kann sie
Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen in der Schweiz
und im Ausland errichten und alle kommerziellen und anderen
Tätigkeiten ausüben, welche mit dem Zweck der Gesellschaft im
Zusammenhang stehen.

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | STRUKTUR DES UNTERNEHMENS 31
Entstehung und historische Entwicklung der
Gesellschaft
Am 24. September 2014 wurde das Unternehmen erstmals
unter dem Namen Dynastar AG mit Firmensitz in Erlenbach
ZH, Schweiz gegründet. Zu diesem Zeitpunkt war die
Vorgängergesellschaft beim Handelsregister des Kantons Zürich
unter CHE395.708.464 eingetragen.
Im Jahr 2018 wurden die Aktien des Unternehmens zur Notierung
im Freiverkehr an der Börse Düsseldorf zugelassen.
Am 31. August 2020 beschloss die Generalversammlung der
Gesellschaft den Erwerb aller Aktien von Couno Resources S.A.
(heute SunMirror Luxembourg S.A. – «SunMirror Luxembourg»)
durch Sacheinlage. Zudem wurde der Unternehmensname auf
SunMirror AG geändert sowie der Firmensitz vom Kanton Zürich
in den Kanton Zug verlegt. Die Übernahme von SunMirror
Luxembourg wurde am 7. September 2020 umgesetzt.
Hierdurch wurden auch die Tochtergesellschaften von SunMirror
Luxembourg namens Lithium 1 und Pharlap Bestandteil des
Konzerns, der die folgende Struktur erhielt:
SunMirror Luxembourg erwarb im Rahmen einer
Aktienkaufvereinbarung vom 14. Februar 2020 sämtliche Anteile
an Lithium 1. Bei Lithium 1 handelt es sich um eine australische
Gesellschaft, die über eine Explorationslizenz für die Tenements
Moolyella (Lithium) und KingstonKeith (Gold und Nickel) verfügt.
Beide Tenements befinden sich in Westaustralien.
SunMirror Luxembourg übernahm sämtliche Aktien von Pharlap
im Rahmen einer Aktienkaufvereinbarung vom 12. August 2020,
die am 18. Dezember 2020 berichtigt wurde. Bei Pharlap handelt
es sich um eine Gesellschaft aus Singapur, deren wichtigster
Vermögenswert aus einer Lizenzvereinbarung, über die künftig
zu zahlenden Lizenzgebühren für das Projekt Cape Lambert
Magnetit-Projekt besteht.
Am 30. November 2020 wurden die Aktien zum Handel an der
Vienna MTF (Marktsegment Direktmarkt) der Wiener Börse
zugelassen. Die gelisteten Aktien wurden am 26. November 2021
zur Handelsaufnahme im Amtlichen Handel der Wiener Börse
zugelassen.
Hierbei handelt es sich um einen regulierten Markt nach
Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und
des Rates vom 15. Mai 2014. Diese sog. Markets in Financial
Instruments Directive II – «MiFID II» veränderte die Richtlinien
2002/92/EC sowie 2011/61/EU.
Im Januar 2024 wurde der Handel mit Aktien der SunMirror AG
an den Börsen Düsseldorf und Frankfurt eingestellt. Die Aktien
von SunMirror AG können seither nur noch an der Wiener Börse
gehandelt werden.

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Wesentliche Tochtergesellschaften
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | STRUKTUR DES UNTERNEHMENS 32
Zu den wesentlichen Tochtergesellschaften des Unternehmens
zählen die (i) SunMirror Luxembourg mit Sitz in Luxemburg,
(ii) Lithium 1 mit Sitz in Australien sowie (iii) Pharlap mit Sitz
in Singapur. Über direkte oder indirekte Beteiligungen hält das
Unternehmen jeweils 100% des Aktien- und Stimmrechtskapitals
an diesen Gesellschaften.

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RISIKOBERICHT

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 34
RISIKOBERICHT
Geschäftsbezogene
Risikofaktoren
Als Startup verfügt das Unternehmen über keine operative
Historie und hat noch keine operative Zahlungsmittelzuflüsse
generiert. Insofern wird die Gesellschaft zur Finanzierung
ihrer Geschäftsaktivitäten auch weiterhin von externen
Finanzierungen über Eigen- oder Fremdkapital zu akzeptablen
Konditionen abhängig sein. Insbesondere vor dem Hintergrund
des Geschäftsschwerpunktes von SunMirror auf Unternehmen
der Mineralexploration, kann die Aufnahme völlig neuer
Geschäftsaktivitäten scheitern. Das Unternehmen versucht
jedoch, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, indem
branchenerfahrene Mitarbeiter eingestellt werden. Zudem
wird die Umsetzung von Explorationen mit dem Ziel verfolgt,
mineralische Ressourcen zu entdecken.
In der Entdeckung und Erprobung von Ressourcen liegt ein
signifikantes Risiko. Bis heute wurden noch keine Bohrungen
durchgeführt und es gibt keine Garantie, dass zukünftige
Bohrprogramme erfolgreich sein werden. Das bedeutet, dass ein
hohes Risiko darin besteht, dass die Bohrungen Ressourcen mit
geringerer Tonnage oder geringerem Gehalt ergeben, was sich
negativ auf die Bewertung der Gesellschaft auswirken würde.
Möglicherweise würde dies zu einer künftigen Wertminderung
von Vermögenswerten führen und die Fähigkeit des
Unternehmens zur Unternehmensfortführung (Going Concern)
beeinträchtigen.
Es ist nicht zu erwarten, dass die Vermögenswerte der Gruppe
kurzfristig Einnahmen generieren werden.
Bei den beiden aktuellen Explorationswerten des Konzerns, dem
Moolyella Projekt und dem Kingston-Keith Projekt wird erwartet,
dass es mindestens noch bis 2027 bzw. 2028 andauert, bis diese
Standorte zu produzierenden Minen werden. Dies setzt voraus,
dass die Explorationsanstrengungen die geplanten Resultate
erbringen, d.h. den Nachweis einer rentablen Ressource, die
Erteilung einer Bergbaulizenz oder die Finanzierung für den Bau
einer operativ tätigen Mine. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die
Vermögenswerte selbst im Fall einer erfolgreichen Exploration
weitere Investitionen benötigen und kurzfristig keine Erlöse
generieren.
Kurzfristig wird der Konzern zur Finanzierung
des Geschäftsbetriebs sowie der Explorations- und
Erschliessungsaktivitäten ausschliesslich auf Eigenkapital
und eigenkapitalähnliche Finanzierungen angewiesen sein,
z.B. in Form von Wandelanleihen. Der Finanzierungsbedarf
kann sich noch erhöhen, sollten sich die Explorationsarbeiten
verzögern oder die Kosten höher als erwartet ausfallen. Sollte
es dem Konzern nicht gelingen, zusätzliche Finanzmittel
generell oder zu angemessenen Bedingungen aufzunehmen,
so könnte er gezwungen sein, Vermögenswerte zu veräussern.
Dies möglicherweise auch aus einer Notlage heraus, oder sogar
aus einer Insolvenz. Dies würde zu einer Wertminderung
der Vermögenswerte und möglicherweise zu zusätzlicher
Verschuldung führen.
Darüber hinaus besitzt der Konzern über seine
Tochtergesellschaft Pharlap Holdings ein Lizenzrecht am Cape
Lambert Eisenerzprojekt. Dies befindet sich im Besitz der MCC.
Das Lizenzrecht ist an eine Retentionslizenz gebunden. Die daraus
resultierenden Erlöse hängen vom Beginn der Bergbauarbeiten
ab, dessen Zeitpunkt noch nicht feststeht. Der Beginn hängt
von vielen Faktoren ab, die nicht in der Kontrolle des Konzerns
liegen. Dies umfasst, ist aber nicht beschränkt auf die
Entwicklung der Rohstoffpreise, die Geschäftsstrategie sowie die
Kreditqualität von MCC. Auch die Entwicklung der gesetzlichen
Rahmenbedingungen in Westaustralien und die globale
makroökonomische Dynamik usw. spielen hierbei eine Rolle.
Weiter erfordert jede Übernahme der Gruppe von zusätzlichen
Explorationsanlagen oder Unternehmen, die Explorationsanlagen
halten, eine ausreichende zusätzliche Finanzierung über
Kapitalerhöhungen durch die Aktionäre.

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 35
Rohstoffbezogene
Risikofaktoren
Der Markt reagiert auf zahlreiche Faktoren sensitiv, so dass
eine Marktprognose nur begrenzt möglich ist. Die Entwicklung
von Preisen und Zinsen, die Inflation, politische und soziale
Veränderungen können hierbei als Schlüsselfaktoren ausgemacht
werden.
Das Preisrisiko des Unternehmens bezieht sich auf die
Entwicklung von Rohstoffpreisen. Das Rohstoffpreisrisiko ist
definiert als der mögliche adverse Einfluss auf den Nettogewinn
bzw. -verlust sowie den wirtschaftlichen Wert aufgrund von
schwankenden und volatilen Rohstoffpreisen. Aus diesem Grund
verfolgt das Unternehmen die langfristige Entwicklung der
Rohstoffpreise genau, um gegebenenfalls geeignete Massnahmen
einzuleiten. Dies gilt insbesondere für Eisenerz sowie Basis- und
Edelmetalle.
Da SunMirror umfangreiche Mittel zur Finanzierung seiner
künftigen Explorations- und Evaluierungsaktivitäten sowie
möglicher Übernahmen benötigt, überwacht die Gesellschaft
das Risiko nicht ausreichender liquider Mittel aktiv. Für den
Fall, dass Aufwendungen in Währungen denominiert sind, die
von den jeweiligen funktionalen Währungen abweichen, ist
SunMirror Wechselkursrisiken ausgesetzt. SunMirror managt
diese Währungsrisiken durch den Abgleich von Ein- und
Auszahlungen in derselben Währung sowie die Überwachung von
Wechselkursschwankungen.
Zudem ist SunMirror Wettbewerbsrisiken durch Konkurrenten
ausgeliefert, von denen einige über erheblich höhere finanzielle
Ressourcen für Akquisitionen bzw. Joint Ventures verfügen. Mehr
Wettbewerb kann auch zu einem höheren Angebot mineralischer
Vorkommen und somit sinkenden Marktpreisen für bestimmte
Mineralien führen. Hierdurch könnten die Zukunftsaussichten
des SunMirror Konzerns als weniger attraktiv für mögliche
Kapitalgeber erscheinen. Ein mangelhafter Zugang zu Kapital
könnte die Fähigkeit von SunMirror einschränken, die
Geschäftsentwicklung zu finanzieren. Dies könnte sich auch
auf die Aussichten von lizenzpflichtigen Vermögenswerten von
SunMirror in Pharlap auswirken.
Regulatorische
Risikofaktoren
Die Muttergesellschaft SunMirror AG gibt Inhaberaktien statt
Namensaktien aus. Für öffentlich notierte Unternehmen in der
Schweiz ist dies noch möglich. Inhaberaktien könnten jedoch den
künftigen Zugang zu Kapital durch die weltweite Tendenz zur
Ausgabe von Namensaktien einschränken.
MCC hat die Verlängerung seiner Retentionslizenz von der für
Bergbau zuständigen Behörde in Westaustralien bis März 2025
erfolgreich bewilligt bekommen, aber weitere Verlängerungen
könnten zu gegebener Zeit abgelehnt werden. Die Aussicht, dass
SunMirror mit seiner Tochtergesellschaft Pharlap in Zukunft
Einnahmen erzielen kann, könnte beeinträchtigt werden, wenn
MCC keine weiteren Verlängerungen erhält oder seine Lizenz
aufgibt.
Neue Umweltauflagen könnten zusätzliche Anforderungen
an die Entwicklung des Bergbaus und die Nutzung fossiler
Brennstoffe stellen, die sich auf die künftigen Ergebnisse und
Finanzierungsbedingungen des Unternehmens auswirken
könnten. Vorschriften zur Nutzung fossiler Brennstoffe würden
angesichts der Konzentration des Unternehmens auf die
Ressourcen von Batteriemetallen jedoch wahrscheinlich auch
Chancen eröffnen.
In Westaustralien haben indigene Anspruchsberechtigte (Native
Title Claimants) und indigene Anspruchsgruppen (Native
Title Holders) bestimmte Rechte gemäss den Bestimmungen
des Native Title Act 1993 (Cth) (NTA) Future Act Regime, wenn
Regierungen beabsichtigen, Geschäfte wie die Gewährung von
Bodengrundstücken zu tätigen, die zukünftige Acts unter dem
NTA sind.
Die Landesregierung verfolgt eine Richtlinie, nach der
Antragsteller für Explorationslizenzen und Schürflizenzen eine
Regional Standard Heritage Agreement (RSHA) unterzeichnen
und anbieten bzw. nachweisen müssen, die besagt, dass sie
ein bestehendes Alternative Heritage Agreement oder eine
Explorationsvereinbarung haben. Dies muss geschehen, bevor die
Anträge im beschleunigten NTA-Verfahren eingereicht werden
(Kimberley-Region ausgenommen).

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Quelle: https://www.dmp.wa.gov.au/Minerals/Native-Title-Act-Process-5548.aspx
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 36
des neuen Aboriginal Cultural Heritage Act 2021 (WA) und eine
Rückkehr zum ursprünglichen Aboriginal Heritage Act 1972 (WA)
an.Für die Projekte der Gruppen in Australien geht es also weiter
wie bisher.
Die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) hat
unsere Finanzberichterstattung und die Jahresabschlüsse für
2021 und 2022 geprüft. Die Prüfung startete im Dezember 2022
und die Resultate wurden im Oktober 2023 bekannt gegeben.
In ihrem Prüfungsergebnis vom 9. Oktober 2023 kommt OePR
zum Schluss, dass unsere Rechnungslegung fehlerhaft sei.
Die OePR bestätigt die Klassierung der Lizenzvereinbarung
auf Cape Lambert als immateriellen Vermögenswert, kommt
aber bei der Folgebewertung zur Schlussfolgerung, dass der
Wertminderungstest gemäss den Bestimmungen von IAS 36.10 lit.
a jährlich hätte durchgeführt werden müssen. Zusammenfassend
ist OePR der Meinung, dass die Lizenzvereinbarung auf Cape
Lambert nicht als Vermögenswert gemäss IFRS 6 klassifiziert
werden kann.
Nach eingehender Beratung mit unseren Beratern teilt der
Verwaltungsrat von SunMirror die Einschätzung der OePR nicht
und hat deshalb den Prüfungsfeststellungen nicht zugestimmt.
Eine zwischenzeitlich von einem externen Sachverständigen
erstellte Bewertung der Lizenzvereinbarung kommt zum Schluss,
dass der aktuelle Wert der Lizenzvereinbarung auf der Grundlage
der getroffenen Annahmen den Buchwert stützt. Somit besteht
unabhängig von der Wertminderungsprüfung keine Abweichung
in der Folgebewertung, weder nach IAS 36 (OePR-Perspektive)
noch nach IFRS 6 (SunMirror-Perspektive). Das Verfahren wurde
nun von der OePR an die österreichische Finanzmarktaufsicht
(FMA) weitergeleitet, die sich eine unabhängige Meinung zu
dieser Angelegenheit bilden wird. Das Verfahren wurde in der
Zwischenzeit bei der FMA eingeleitet, war aber zum Zeitpunkt der
Erstellung des Konzernlageberichts noch nicht abgeschlossen.
Unabhängig von der Entscheidung der FMA erwartet der
Verwaltungsrat keine Auswirkungen auf die in diesem
Konzernabschluss veröffentlichten Zahlen.
Die RSHAs, zusammen mit den Explorationsvereinbarungen,
sorgen für den Schutz des Erbes der Ureinwohner und bieten
allen Parteien Standardgebühren und -verfahren für die Freigabe
des Erbes an, die einem für die Industrie akzeptablen Standard
entsprechen.
Teile der Moolyella und Kingston Keith Explorationslizenzen
fallen unter die Erbansprüche und das Unternehmen steht
in engem Dialog mit den betroffenen Ureinwohnergruppen.
Mit der Nyamal Aboriginal Corporation wurde für das
Lizenzgebiet Moolyella ein RSHA abgeschlossen, und mit der
Tjiwarl Aboriginal Corporation (TAC) wurde für den südlichen
Teil des Lizenzgebiets von Kingston Keith eine Vereinbarung
über Landzugang und Mineralexploration unterzeichnet.
Die Gespräche über eine Explorationsvereinbarung mit der
TMPAC-Gruppe (die betreffende indigene Gruppe im nördlichen
Teil des Lizenzgebiets von Kingston Keith) sind im Gange
und dürften vor Ende des Jahres abgeschlossen werden. Die
Explorationslizenz für Kingston Keith wurde Lithium 1 im
Jahr 2020 erteilt, nachdem das National Native Title Tribunal
festgestellt hatte, dass die Konzession erteilt werden kann, da
das beschleunigte Verfahren nicht anwendbar ist. Es wurde
festgestellt, dass es im Konzessionsgebiet keine Orte oder Stätten
von besonderer Bedeutung gibt. Dementsprechend muss das
Unternehmen keine neue Vereinbarung mehr mit den zuständigen
indigenen Anspruchsgruppen abschliessen. Das Unternehmen
hat sich jedoch bereit erklärt, als Zeichen des Respekts und
der Anerkennung der TAC, der TMPAC und den zugehörigen
indigenen Anspruchsgruppen (Native Title Holders) freiwillig
eine Explorationsvereinbarung zu unterzeichnen.
Mit der Verabschiedung des Aboriginal Cultural Heritage
Act 2021 (WA), der am 1. Juli 2023 in Kraft getreten ist, hat die
Regierung von Westaustralien neue Gesetze erlassen. Diese sollen
verhindern, dass sich die Zerstörung einer alten indigenen Stätte
durch den Rohstoffriesen Rio Tinto wiederholt.
Das neue Gesetz, das den Aboriginal Heritage Act 1972 (WA)
ersetzen sollte, erwies sich als äusserst umstritten, und am 8.
August dieses Jahres, nur wenige Wochen nach seiner Einführung,
kündigte der Premierminister von Westaustralien die Aufhebung

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 37
eingeleitet haben, weil Mirador FZE den Ausgabepreis für die von
ihnen gezeichneten Aktien Ende 2021 im Rahmen einer geplanten
Kapitalerhöhung des Unternehmens zur Finanzierung der
Übernahme von Lati-tude 66 Cobalt Limited nicht vollumfänglich
bezahlt haben. Der damalige Verwaltungsrat des Unternehmens
war im Frühjahr 2022 nach Einholung einer summarischen
Rechtsbera-tung zum Schluss gekommen, keine rechtlichen Schritte
einzuleiten. Der derzeitige Verwal-tungsrat ist aktuell zusammen
mit einem externen Anwalt an der Überprüfung des damali-gen
Entscheids. Während diese Überprüfung noch andauert, gibt es
bisher keine Hinweise darauf, dass die Einschätzung des früheren
Verwaltungsrats unzureichend war oder rück-gängig gemacht
werden sollte.
Inflations-, Zins- und Wirt-
schaftswachstumsrisiken
Der erhebliche Anstieg der globalen Inflation kann einen
Kostendruck auf den Konzern ausüben. Glücklicherweise ist
die Gruppe dem Inflationsdruck jedoch nur bedingt ausgesetzt.
Dies aufgrund der Tatsache, dass ein Grossteil der Kosten über
mittel- bis langfristige Verträge abgesichert ist. Im Rahmen
seiner Explorationsaktivitäten ist der Konzern von Material-
und Energiekosten nur bedingt abhängig. Jedoch kann eine
Inflation bei den Löhnen und die Knappheit von Arbeitskräften zu
Kostensteigerungen führen.
Zudem bekämpfen die Zentralbanken die Inflation weltweit
mit deutlich angehobenen Leitzinsen. Dies könnte zu einem
verknappten und/oder teureren Zugang zu Kapital führen. Dieser
Umstand wiederum würde die Umsetzung von Akquisitionen und
Investitionsaktivitäten erschweren.
Letztlich dürfte der Zinsanstieg vermutlich das mittelfristige globale
Wirtschaftswachstum dämpfen. Dies könnte die Nachfrage nach
Rohstoffen, deren Produktion der Konzern anstrebt, abschwächen.
Ein Produktionsstart ist jedoch erst langfristig vorgesehen.
Dennoch könnte sich eine Rezession auf die Pläne von MCC zur
Entwicklung des Cape Lambert Eisenerzprojekts auswirken,
wodurch sich der Zeitpunkt verschieben würde, zu dem die Lizenz
Umsatzerlöse generiert.
Im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs und ihrer
Finanzierungsaktivitäten ist die SunMirror Gruppe
rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die SunMirror Gruppe geht
Vereinbarungen mit Lieferanten, Auftragnehmern sowie anderen
Gegenparteien ein, aus denen mögliche Rechtsstreitigkeiten
und Forderungen entstehen können. Der Konzern kann auch
Ansprüche gegenüber Gegenparteien verfolgen, die – bevor
sie möglicherweise erfolgreich geltend gemacht werden – zu
erheblichen Rechtskosten führen können. Die Gruppe verfügt
dabei über eine interne Expertise, um mit solchen Risiken
umzugehen. Sie wird dabei zudem von externen Rechtsberatern
in den verschiedenen Rechtsordnungen, in denen sie tätig
ist oder Geschäftsbeziehungen unterhält, unterstützt.
Ausserdem überwacht die Gruppe die Einhaltung ihrer eigenen
Vertragsverpflichtungen sorgfältig, um das Risiko künftiger
Rechtsstreitigkeiten zu minimieren.
Das Unternehmen befand sich in einem Rechtsstreit mit den
Inhabern der ehemaligen 52‘534 Pflichtwandelanleihen ISIN
CH1142529093, die im Dezember 2021 ausgegeben wurden
und am 20. Dezember 2022 automatisch in SunMirror-Aktien
zu einem Preis von EUR 75 pro Aktie umgewandelt wurden.
Die Anleihegläubiger haben die Umwandlung ihrer Anleihen
angefochten. Das Unternehmen ist dagegen der Ansicht,
dass die Schuldverschreibungen rechtmässig in Aktien
umgewandelt wurden, und widerspricht den Behauptungen
der Anleihegläubiger grundlegend. Auf dieser Grundlage und
in Anbetracht des aktuellen Sachverhalts ist das Unternehmen
der Ansicht, dass die Ansprüche unbegründet sind, und
bildet keine Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten
im Zusammenhang mit diesem Streit. Im Rahmen einer
Schlichtungsverhandlung im März 2023 konnte keine Einigung
erzielt werden. Im Anschluss an diese Schlichtungsverhandlung
versäumten es die Anleihegläubiger, innerhalb der geltenden Frist
eine Klage bei einem Schweizer Gericht einzureichen. Um eine
Klage einzureichen, müssten die Anleihegläubiger das Verfahren
neu beginnen und eine neue Schlichtungssitzung beantragen.
Seit März 2023 hat es in dieser Angelegenheit keine weiteren
Entwicklungen gegeben.
Das Unternehmen hat Beschwerden im Namen von zwei
Aktionären erhalten, die behaup-ten, dass die Verwaltungsräte
des Unternehmens gegen ihre Treuepflichten verstoßen ha-
ben, indem sie keine rechtlichen Schritte gegen Mirador FZE
Rechtliche Risiken

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 38
Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanage-
mentsystems in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess
Insgesamt beinhaltet der Konsolidierungsprozess neben einer
Überprüfung der Konsistenz der übermittelten Daten auch die
Plausibilisierung der Abschlüsse insgesamt. Die Konsolidierung
wird mit einer zertifizierten Standardsoftware durchgeführt.
Zur Sicherstellung der fehlerfreien und rechtzeitigen Erstellung
der Abschlüsse zum Publikationsstichtag werden sowohl für den
Zwischenbericht zum Halbjahr als auch für den Jahresabschluss
entsprechende Fristen gesetzt. Von diesen wird das gesamte
Rechnungswesen rechtzeitig in Kenntnis gesetzt. Neben dem zum
Ende des Geschäftsjahrs zu erstellenden Jahresabschluss wird
ein Zwischenbericht zum Halbjahr nach Massgabe von IAS® 34
erstellt.
KONTROLLEN
Das Rechnungswesen ist dem Chief Financial Officer (CFO)
unterstellt. Auf regelmässiger Basis werden Informationen
zu den Investitionsprogrammen, Kostenprognosen,
möglichen Rechtsstreitigkeiten sowie Chancen und Risiken
an die Geschäftsleitung berichtet. Dies stellt die fortlaufende
Überwachung des internen Kontrollsystems sicher. Tatsächliche
und mögliche Risiken werden somit konstant überwacht. Diese
Überwachung basiert auf einheitlichen Risikoleitlinien. Die
Geschäftsleitung ist für die Implementierung dieser Leitlinien
und die Sicherstellung ihrer Überwachung verantwortlich.
Innerhalb der SunMirror Gruppe wird der Zeitplan
für die jährliche Prüfung durch die Geschäftsleitung
festgelegt. Dies geschieht auf Basis eines Vorschlags des
Konzernrechnungswesens der Gesellschaft. Schwerpunkte sind
die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems,
die Einhaltung der geltenden Rechnungslegungsstandards
sowie andere Compliance-Anforderungen. Die Ergebnisse der
Prüfungen werden dem Verwaltungsrat von Fall zu Fall vorgelegt.
Die Rechnungslegung der Gesellschaft umfasst alle Aktivitäten,
die zur Erstellung der Einzel- und Konzernabschlüsse nach
Massgabe der jeweiligen Gesetze und IFRS nötig sind.
STRUKTUR DER
RECHNUNGSLEGUNG
Das Rechnungswesen der SunMirror Gruppe setzt sich aus
dem Rechnungswesen bei den lokalen Gesellschaften sowie
dem Konzernrechnungswesen in Zürich zusammen. Die
lokalen Gesellschaften erstellen ihre Abschlüsse gemäss
den lokalen gesetzlichen Vorschriften unter Verwendung
einer lokalen Buchhaltungssoftware. Vierteljährlich werden
die Abschlüsse zur finalen Klärung und Überprüfung
an das Konzernrechnungswesen in Zug übermittelt. Die
Überleitung der lokalen Abschlüsse in eine einheitliche IFRS-
Rechnungslegung und Bewertungsprinzipien werden durch das
Konzernrechnungswesen vorgenommen.
KONSOLIDIERUNG
Die IFRS-Abschlüsse werden gemäss den IFRS-Bilanzierungs-
und Bewertungsvorschriften erstellt, die vom International
Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben wurden.
Die lokalen Rechnungslegungsdaten werden durch das
Konzernrechnungswesen manuell überprüft. Diese bestehen
vor allem aus Plausibilitätsprüfungen, konzerninternen
Verrechnungen sowie Überleitungen von Abschlüssen, die auf
Basis lokaler Rechnungslegungsvorschriften erstellt wurden, auf
eine IFRS-konforme Bilanzierung und Bewertung. Im Rahmen
dieses Prozesses arbeitet das Konzernrechnungswesen eng mit
einem Dienstleister von Konsolidierungsleistungen zusammen.
Die Einzelabschlüsse werden zweimal im Jahr konsolidiert
(Konzernjahresabschluss zum 30. Juni sowie verkürzter
Zwischenbericht des Konzerns zum 31. Dezember).

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 39
Angaben gemäss § 243a Abs 1 UGB
aufgehoben oder nicht gültig ausgeübt wurden) ausgeben. Der
Verwaltungsrat ist ermächtigt, den Handel mit Bezugsrechten
zu ermöglichen, zu beschränken oder auszuschliessen. Nicht
gültig ausgeübte Bezugsrechte kann der Verwaltungsrat
verfallen lassen, oder er kann diese bzw. Aktien für welche
Bezugsrechte eingeräumt, aber nicht gültig ausgeübt wurden, zu
Marktkonditionen platzieren oder anderweitig im Interesse der
Gesellschaft verwenden.
Der Verwaltungsrat ist im Fall einer Ausgabe von Aktien
ermächtigt, das Bezugsrecht der bisherigen Aktionäre
aufzuheben oder zu beschränken und Dritten, der Gesellschaft
oder einer ihrer Konzerngesellschaften zuzuweisen: (i) wenn
der Ausgabebetrag der neuen Aktien unter Berücksichtigung
des Marktpreises festgesetzt wird; oder (ii) für die Beschaffung
von Eigenkapital auf einer schnelle und flexible Weise, welches
ohne den Ausschluss der Bezugsrechte der bisherigen Aktionäre
nicht oder nur schwer oder zu wesentlich schlechteren
Bedingungen möglich wäre; oder (iii) für die Übernahme
von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen,
den Erwerb von Produkten, Immaterialgütern oder Lizenzen
oder Investitionsvorhaben der Gesellschaft oder durch eine
ihrer Konzerngesellschaften oder für die Finanzierung
oder Refinanzierung solcher Transaktionen durch eine
Aktienplatzierung; oder (iv) zum Zwecke der Erweiterung des
Aktionärskreises des Gesellschaft in bestimmten Finanz- oder
Investoren-Märkten, zur Beteiligung von strategischen Partnern,
einschliesslich Finanzinvestoren oder in Zusammenhang mit der
Kotierung von neuen Aktien an inländischen oder ausländischen
Börsen.
Nach einer Nennwertveränderung sind neue Aktien im Rahmen
des Kapitalbands mit gleichem Nennwert auszugeben wie die
bestehenden Inhaberaktien.”
GRUNDKAPITAL
Per 30. Juni 2024 betrug das Grundkapital der SunMirror
AG insgesamt CHF 2,395,755,00 und unterteilte sich in
2,395,755 Inhaberaktien mit einem Nennwert von jeweils
CHF 1.00, der komplett eingezahlt wurde. Hinsichtlich ihres
Dividendenanspruchs und der Stimmrechte sind alle Aktien
gleich ausgestattet.
KAPITALBAND
Seit dem 20. Dezember 2023 beträgt das Kapitalband der
Gesellschaft zwischen CHF 2,395,755.00 (untere Grenze) und CHF
3,593,632.00 (obere Grenze).
Nach Artikel 3d der Statuten: „Die Gesellschaft verfügt über ein
Kapitalband von CHF 2,395,755.00 (untere Grenze) und CHF
3,593,632.00 (obere Grenze). Der Verwaltungsrat ist im Rahmen
des Kapitalbands ermächtigt, bis zum 19. Dezember 2028 oder
bis zu einem früheren Dahinfallen des Kapitalbandes das
Aktienkapital einmal oder mehrmals und in beliebigen Beträgen
zu erhöhen oder Aktien direkt oder indirekt zu erwerben. Die
Kapitalerhöhung kann durch Ausgabe von bis zu 1,197,877 voll
zu liberierenden Inhaberaktien mit einem Nennwert von je CHF
1.00 oder durch eine Erhöhung der Nennwerte der bestehenden
Inhaberaktien im Rahmen des Kapitalbands erfolgen.
Bei einer Erhöhung des Aktienkapitals im Rahmen des
Kapitalabands legt der Verwaltungsrat, soweit erforderlich,
den Ausgabebetrag, die Art der Einlage (einschliesslich
Barlieberierung, Sacheinlage, Verrechnung und
Umrechnung von Reserven oder eines Gewinnvortrags
in Aktienkapital), den Zeitpunkt der Ausgabe, die
Bedingungen der Bezugsrechtsausübung und den Beginn der
Dividendenberechtigung fest. Dabei kann der Verwaltungsrat
neue Aktien mittels Festübernahme durch eine Bank,
ein Bankenkonsortium oder einen anderen Dritten und
anschliessendem Angebot an die bisherigen Aktionäre oder
an Dritte (sofern die Bezugsrechte der bisherigen Aktionäre

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 40
Es existieren weder Finanzierungs- noch Kundenverträge, die
übliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels im
Sinne des § 243a Abs. 1, Nr. 8 UGB enthalten.
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Sinne des
§ 243a Abs. 1, Nr. 9 UGB.
Im Mai 2023 führte der Verwaltungsrat von SunMirror AG einen
Aktienoptionsplan ein. Bis zum 31. Dezember 2023 wurden ins-
gesamt 17,968 Aktienoptionen mit einem durchschnittlichen
Ausübungspreis von EUR 7.00 pro Aktie gewährt, die zum Stichtag
alle rechtlich unverfallbar sind und von denen 7,162 in der Be-
richtsperiode als aktienbasierte Vergütung im Personalaufwand
erfasst wurden.
Im Mai 2024 trat Daniel Monks per sofort aus dem Verwaltungsrat
der SunMirror AG zurück. Seither ist Laurent Quelin das einzige
Mitglied des Verwaltungsrats der SunMirror AG. Ersatzwahlen
in den Verwaltungsrat finden voraussichtlich an der Generalver-
sammlung im Dezember 2024 statt.
BEDINGTES KAPITAL
Seit dem 20. Dezember 2023 beträgt das bedingte Kapital der
Gesellschaft CHF 1,197,877.00.
Nach Artikel 3b der Statuten: “Das Aktienkapital wird unter
Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre durch Ausgabe von
maximal CHF 1,197,877 voll zu liberierenden Inhaberaktien
mit einem Nennwert von CHF 1.00 um den Maximalbetrag
von CHF 1,197,877.00 erhöht mittels Ausübung von Wandel-
und Optionsrechten, die gemäss einem oder mehreren durch
den Verwaltungsrat zu schaffenden Beteiligungsplänen den
Gläubigern von neuen Anleihens- oder ähnlichen Obligationen
gegenüber der Gesellschaft eingeräumt werden. Der
Verwaltungsrat regelt die Einzelheiten der Ausgabebedingungen.
Wandel- und Optionsrechte gemäss vorstehendem Absatz müssen
schriftlich oder in elektronischer Form, die den Nachweis durch
Text ermöglicht, ausgeübt werden. Dies gilt auch für den Verzicht
auf die Ausübung dieser Rechte ”
WEITERE INFORMATIONEN
SunMirror AG hält einen direkten Anteil von 100.0% an der
SunMirror Luxembourg S.A. und ist somit die alleinige indirekte
Gesellschafterin von Lithium 1 Pty. Ltd. (Lithum 1). Laut Ad-hoc-
Mitteilung vom 1. August 2022 hat die Gesellschaft temporär die
Kontrolle über die Lithium 1 verloren. Am 2. August 2022 wurde
die Kontrolle über die Beteiligung von 100% an Lithium 1 durch
SunMirror Luxembourg S.A. wieder hergestellt.
Nach Artikel 16 der Statuten: „Der Verwaltungsrat
besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern, die von der
Generalversammlung für ein Jahr gewählt werden und die wieder
wählbar sind. Die Amtsdauer endet am Tage der ordentlichen
Generalversammlung. Bei Nachwahlen vollenden die neuen
Mitglieder die Amtsdauer ihrer Vorgänger.”

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AUSBLICK UND
BEDEUTENDE
EREIGNISSE

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | AUSBLICK UND BEDEUTENDE EREIGNISSE 42
AUSBLICK UND BEDEUTENDE EREIGNISSE
Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr
Der Verwaltungsrat der SunMirror AG sieht das Jahr 2025 als
wegweisend für die Gruppe an. Nach der jüngsten Genehmigung
des Arbeitsprogramms durch DEMIRS ist das Moolyella-Projekt
nun zum Einsatz bereit, so dass die Gruppe zu gegebener Zeit
mit der Entwicklung fortschreiten kann. Zudem planen wir
die Exploration von Gold und Lithium bei unserem Kingston
Keith-Projekt voranzutreiben. Unser Ziel besteht darin, das
Projekt an einen Punkt zu bringen, an dem die Gruppe für
die Aufnahme zusätzlichen Kapitals bzw. zur Gründung
strategischer Partnerschaften gut aufgestellt ist, um die nächste
Entwicklungsstufe zu gehen. Dieser Ansatz steht im Einklang mit
der üblichen Praxis im Mineralienexplorationssektor.
Aktuell bleibt das Preisumfeld für Batteriemetalle anspruchsvoll,
was vor allem am schwächer als erwarteten Wachstum der
Elektrofahrzeuge in Schlüsselmärkten liegt. Trotz dieses
kurzfristigen Gegenwindes bleiben wir für die langfristige
Nachfrage nach diesen kritischen Mineralien zuversichtlich.
Für die Elektrifizierung der Weltwirtschaft sind diese essenziell,
was von zwei Schlüsselfaktoren getrieben wird: den weltweiten
Anstrengung gegen den Klimawandel sowie der steigenden
Energienachfrage aufgrund aufstrebender Technologien,
wie generativer künstlicher Intelligenz. Andererseits haben
die Goldpreise im Jahr 2024 gestützt durch geopolitische
Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten, die eine Flucht
in Sicherheit begünstigt haben, eine signifikante Steigerung
erfahren. Die strategische Diversifikation der Gruppe über
Batterie- und Edelmetalle versetzt uns bei der Suche nach
Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung und der Finanzierung des
zukünftigen Wachstums in eine starke Position.
Zur Finanzierung dieses Wachstums prüft der Verwaltungsrat
aktiv Möglichkeiten des Zugangs zu Kapitalmärkten in
Gerichtsbarkeiten mit tiefgreifender Bergbauexpertise
und Kenntnissen über unsere Vermögenswerte, vor allem
in Australien. Dies kann ein zweites Börsenlisting sein -
möglicherweise in Australien oder Großbritannien - das
zahlreiche Vorteile mit sich bringen würde. Ein Zweitlisting
würde die Liquidität unserer Aktie erhöhen sowie eine
breitere Basis sachkundiger Investoren anziehen. Dies würde
die Visibilität und Glaubwürdigkeit der Gruppe in wichtigen
Bergbauregionen steigern. Wir sind verpflichtet, unsere
Stakeholder über den Fortschritt an dieser Front informiert zu
halten.
Gleichzeitig prüft die Gruppe weiterhin potenzielle Möglichkeiten
der Monetarisierung ihrer Lizenzvereinbarungen. Wenngleich
der Rückgang des Eisenerzpreises in der ersten Hälfte 2024
eine Herausforderung darstellt, gehen wir davon aus, dass die
strategische Positionierung des Cape Lambert Anbaugebiets
in der Region Möglichkeiten eines Divestments mit sich bringt.
Dies würde einen signifikanten Wert dieses Vermögenswertes
freisetzen.
Schließlich fokussiert sich das Unternehmen weiterhin auf die
Identifizierung neuer Wachstumsmöglichkeiten und führt aktiv
Due-Diligence-Prüfungen für mehrere Projekte in Europa durch,
insbesondere in Zentraleuropa und Skandinavien. Diese Projekte
könnten eine wertvolle Diversifikation unseres Asset Portfolios
mit sich bringen und somit einen Schutz gegen die inhärente
Zyklizität der Metallpreise darstellen und die Position der Gruppe
auf dem Gesamtmarkt stärken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die SunMirror AG gut
positioniert ist, um sowohl die Herausforderungen als auch die
Chancen des aktuellen Marktumfeldes zu meistern. Wir sind
zuversichtlich, dass unsere strategischen Initiativen langfristig
nachhaltigen Wert für unsere Aktionäre stiften werden und
künftiges Wachstum vorantreiben.

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | AUSBLICK UND BEDEUTENDE EREIGNISSE 43
Bis zum Datum der Berichtsabgabe sind keine bedeutenden
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten,
Zug, 18. Oktober 2024
Laurent Quelin e.h.
Mitglied des Verwaltungsrates
Bedeutende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 45
KONZERNABSCHLUSS
Der Jahresverlust ist vollumfänglich den Aktionären von SunMirror AG zuzuweisen. Es bestehen keine
Minderheitsanteile.
Die beigefügten Erläuterungen im Anhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Konsolidierte Erfolgsrechnung
Für die am 30. Juni abgeschlossenen Geschäftsjahre:
In TUSD
(mit Ausnahme Angabe pro Aktie in USD)
Anmer-
kungen
2024 2023
Sonstiger Ertrag 4.2 169 345
Personalaufwand 4.4 -806 -949
Übriger betrieblicher Aufwand 4.5 -572 -2,039
Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -1,209 -2,643
Finanzertrag 183 136
Finanzaufwand -205 -728
Finanzergebnis 4.6 -22 -592
Jahresverlust vor Steuern -1,231 -3,235
Ertragssteuern 4.7 - -
Jahresverlust -1,231 -3,235
Unverwässerter und verwässerter Verlust pro Aktie 4.8 -0.51 -1.36




Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 46
Der Gesamtverlust für das Geschäftsjahr ist vollumfänglich den Aktionären von SunMirror AG zuzuweisen.
Es bestehen keine Minderheitsan.teile
Die beigefügten Erläuterungen im Anhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung
Für die am 30. Juni abgeschlossenen Geschäftsjahre:
In TUSD
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Posten, die in Gewinn oder Verlust umgegliedert
werden können:
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
101 -627
Posten, die später nicht in die Erfolgsrechnung
umgegliedert werden können:
Gewinne und Verluste aus Neubewertung
leistungsorientierter Pläne (Defined Benefit Plans)
4.19 - 44
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1,130
-
3,818



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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 47
Die beigefügten Erläuterungen im Anhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Konsolidierte Bilanz
In TUSD
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Immaterielle Werte 4.10 25,488 25,435
Vermögenswerte für Exploration und Evaluierung 4.11 4,250 3,863
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Finanzanlagen 4.12 334 333
Übrige kurzfristige Forderungen 4.13 192 169
Flüssige Mittel 4.14 2,103 3,992
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Grundkapital 2,585 2,585
Kapitalreserven 58,092 58,092
Aufgelaufene Verluste -27,752 -26,521
Sonstige Reserven -892 -993
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Rückstellung Aktienoptionsplan 4.19 8 8
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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.17 36 89
Übrige Verbindlichkeiten 4.17 287 519
Übrige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 4.18 3 13
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 48
Konsolidierte Eigenkapitalveränderungsrechnung
Den Aktionären von SunMirror AG zurechenbares Eigenkapital
In TUSD
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Stand 1. Juli 2022 2,529 54,018 -23,286 -410 32,851
Jahresverlust -3,235 -3,235
Sonstiges
Gesamtergebnis
-583 -583
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Stand 1. Juli 2023 2,585 58,092 -26,521 -993 33,163
Jahresverlust -1,231 -1,231
Sonstiges
Gesamtergebnis
101 101
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2,585
58,092
-
27,752
-
892
32,033
Das Eigenkapital ist vollumfänglich den Aktionären von SunMirror AG zuzuweisen. Es bestehen keine
Minderheitsanteile. Bei den sonstigen Reserven handelt es sich ausschliesslich um kumulierte Währungs-
umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe und Gewinne/ Verluste aus
Neubewertung leistungsorientierter Pläne (Defined Benefit Plans).
Die beigefügten Erläuterungen im Anhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Den Aktionären von SunMirror AG zurechenbares Eigenkapital


Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 49
Konsolidierte Geldflussrechnung
Für die am 30. Juni abgeschlossenen Geschäftsjahre:
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1,231
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3,235
Anpassungen zur Überleitung des Ergebnisses vor
Steuern zum Netto-Cashflow:
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwände - -370
Finanzergebnis 4.6 22 592
Veränderung Nettoumlaufvermögen:
Zunahme sonstige Forderungen -21 -39
Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten
-340 -905
Zinszahlungen - -299
Zinseinnahmen 62 8
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Auszahlungen für Exploration und Evaluierung 4.11 -389 -199
Desinvestition von Finanzanlagen erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
4.12 - 111
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Auszahlung für Wandelanleihen 4.16 - -2,599
Rückzahlung Gesellschafterdarlehen - -1
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2,600
Nettowechselkursdifferenzen 8 317
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1,889
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6,619
Flüssige Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 3,992 10,611
Flüssige Mittel zum Ende des Geschäftsjahres 4.14 2,103 3,992
Die beigefügten Erläuterungen im Anhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.


Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 50
Anhang: Erläuterungen zum Konzernabschluss

1. INFORMATIONEN ZUM UNTER-
NEHMEN UND DEM KONZERN
1.1 Allgemeine Informationen
Die konsolidierte Jahresrechnung der SunMirror AG und ihrer
Tochtergesellschaften (zusammen die SunMirror Gruppe, Gruppe
oder der Konzern) für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2024 wurde
gemäss Verwaltungsratsbeschluss vom 18. Oktober 2024 zur Ver-
öffentlichung genehmigt.

Die SunMirror AG (das Unternehmen oder die Muttergesellschaft)
wurde in der Schweiz gegründet und ist dort ansässig. Die Aktien
des Unternehmens (ISIN CH0396131929) sind an der Wiener
Börse gelistet. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes und
des Hauptgeschäftssitzes lautet General-Guisan-Strasse 6, Zug,
Schweiz.
Die SunMirror Gruppe erstellt und veröffentlicht ihre konso-
lidierte Jahresrechnung in US-Dollar (USD), der Darstellungs-
währung der SunMirror Gruppe. Sofern nicht anders angegeben,
werden die Zahlen auf ganze Tausend USD (TUSD) gerundet.
1.2 Geschäftsaktivitäten des Konzerns
Die SunMirror Gruppe begann 2020 mit ihren Aktivitäten im
Rohstoffsektor und befindet sich noch in der Aufbauphase ihrer
Explorations- und Entwicklungsaktivitäten. Neben dem Besitz
von Lizenzrechten besteht die aktuelle Geschäftstätigkeit der
SunMirror Gruppe im Management von Explorations-Aktiven,
d.h. der Suche nach und Erschliessung von wirtschaftlich nutz-
baren mineralischen Ressourcen. Im Falle einer erfolgreichen
Exploration plant die SunMirror Gruppe, auch im Bereich der
Entwicklung, des Abbaus und der Förderung von Bodenschätzen
tätig zu werden.
Der Konzern investiert in vorproduzierende Mineralexplo-
rationsanlagen mit Fokus auf Batteriemetalle, Eisenerz- und
Goldvorkommen in entwickelten Märkten, die bestimmte
Mindestanforderungen in Bezug auf Arbeitsrecht und Umwelt-
schutz erfüllen (z. B. Australien, Europa und Nordamerika). Die
Explorationen und Evaluierungen verfolgen das Ziel, entweder
zu einem späteren Zeitpunkt Mineralien zu fördern oder diese
Vermögenswerte zu verkaufen. Die Gruppe besitzt derzeit zwei
Explorationslizenzen und eine Lizenzvereinbarung (Royalty):
Moolyella: Lithium 1 Pty Ltd („Lithium 1“), eine vollständig
im Besitz des Unternehmens befindliche Tochtergesellschaft,
die eine Explorationslizenz in Moolyella im Nordwesten Aus-
traliens hält. Das Management ist der Auffassung, dass das
Grundstück Potenzial für lithiumhaltige Pegmatite hat.
Kingston-Keith:Lithium 1 besitzt eine Explorationslizenz in
der Region Kingston-Keith/Mt. Keith, das sich in einem ergie-
bigen Gold- und Nickelproduktionsgebiet in Zentralwest¬aus-
tralien befindet. Nach Ansicht des Managements weist die
Region Potenzial für Gold, Lithium und Nickel auf.
Cape Lambert: Pharlap Holdings Pte („Pharlap“), eine
indirekte hundertprozentige Tochtergesellschaft des Unter-
nehmens, hält eine Lizenzvereinbarung für künftige Minen-
produktionen der MCC Australia Sanjin Mining Pty Ltd. auf
deren Cape Lambert Magnetit-Projekt in der Region Cape
Lambert in Westaustralien.
Sämtliche Vermögenswerte von Lithium 1 befinden sich in der
Explorationsphase und generieren vorerst keine Umsätze. Der
Konzern plant, die Exploration in den nächsten Jahren auf
Grundlage der beiden Explorationslizenzen fortzusetzen. Die
Gruppe geht davon aus, dass die Produktion in der Cape Lam-
bert Mine kurzfristig nicht anlaufen wird und daher erst zu
einem späteren Zeitpunkt Einnahmen aus der Lizenzverein-
barung generiert werden, abhängig von der Entscheidung von
MCC Australia Sanjin Mining Pty Ltd. eine operative Mine ein-
zurichten. Der Beginn der Abbautätigkeit ist derzeit noch nicht
festgelegt.


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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 51
2. WESENTLICHE RECHNUNGS-
LEGUNGSGRUNDSÄTZE


2.1 Grundlagen der Erstellung
Der Konzernabschluss der SunMirror Gruppe wurde unter der
Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) auf
Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS®)
erstellt, die vom International Accounting Standards Board
(IASB) ausgegeben wurden.




2.2 Konsolidierungskreis
Die nachfolgenden Gesellschaften sind im Konsolidierungskreis
des vorliegenden Konzernabschlusses zum 30. Juni 2024
enthalten:
Name Unternehmenssitz Währung Anteil am Grundkapital
Eigenkapital
SunMirror AG Schweiz CHF Holding 2'395’755
SunMirror Luxembourg S.A. Luxemburg EUR 100% 1'111’000
Lithium 1 Pty Ltd Australien AUD 100% 10
Pharlap Holdings Pte. Ltd Singapur SGD 100% 4'172’242
Gegenüber dem Vorjahr gab es keine Veränderungen im
Konsolidierungskreis. Die funktionale Währung für alle
oben aufgeführten Unternehmen ist die Landeswährung, mit
Ausnahme von Pharlap Holdings Pte. Ltd, dessen funktionale
Währung AUD ist.



2.3 Zusammenfassung der wichtigsten
Rechnungslegungsgrundsätze
Die wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze, die bei der
Erstellung des vorliegenden Abschlusses angewandt wurden, sind
nachstehend aufgeführt. Diese Grundsätze wurden durchgängig
auf alle dargestellten Jahre angewandt, sofern nicht anders
angegeben.

2.3.1 Konsolidierungsgrundsätze und
Unternehmenszusammenschlüsse
Die SunMirror AG konsolidiert alle Unternehmen, über die sie die
Kontrolle ausübt (Tochterunternehmen). Kontrolle ist gegeben,
wenn die Gesellschaft:
die Verfügungsgewalt über das Tochterunternehmen hat;
schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem
Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist oder Rechte daran hat
und
die Möglichkeit hat, seine Kontrolle zu nutzen, um die Renditen
zu beeinflussen.




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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 52




SunMirror beurteilt ständig, ob ein Beteiligungsunternehmen
beherrscht wird oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf
hinweisen, dass sich eines oder mehrere der drei oben genannten
Beherrschungstatbestände geändert haben.
Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens erfolgt,
wenn SunMirror die Kontrolle über das Tochterunternehmen
erlangt. Sie endet, wenn SunMirror die Kontrolle über das
Tochterunternehmen verliert. Insbesondere werden die
Ergebnisse von Tochtergesellschaften, die während des Jahres
erworben oder veräussert werden, ab dem Zeitpunkt, an dem
SunMirror die Kontrolle erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem
SunMirror die Kontrolle über die Tochtergesellschaft abgibt, in
die Erfolgsrechnung einbezogen.
Sofern erforderlich werden Anpassungen in den
Jahresabschlüssen der Tochtergesellschaften vorgenommen,
um die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze mit den
Bilanzierungsgrundsätzen der Gruppe in Einklang zu bringen.
Alle konzerninternen Aktiven und Passiven, Eigenkapital, Erträge,
Aufwendungen und Geldflüsse, die sich auf Transaktionen
zwischen Gesellschaften des Konzerns beziehen, werden bei der
Konsolidierung eliminiert.


Die Gruppe legt fest, ob eine Transaktion einen
Unternehmenszusammenschluss darstellt, indem sie prüft,
ob die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen
Verbindlichkeiten einen Geschäftsbetrieb darstellen. Dies setzt
voraus, dass sie Inputs und wesentliche Prozesse erbringen,
die zur Schaffung von Outputs beitragen können. Stellt die
Transaktion keinen Unternehmenszusammenschluss dar,
setzt der Erwerber die akquirierten und identifizierbaren
Vermögenswerte und übernommenen Schulden einzeln an. Die
Anschaffungskosten werden den einzelnen identifizierbaren
Vermögenswerten und Schulden auf Grundlage ihrer relativen
beizulegenden Zeitwerte zugewiesen und es wird kein Goodwill
ausgewiesen.
Akquisitionen von Unternehmen werden nach der
Erwerbsmethode bilanziert.

Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene
Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese
setzt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt geltenden
beizulegenden Zeitwerte der von der Gruppe übertragenen
Aktiven und der von der Gruppe gegenüber den vorherigen
Eigentümern des erworbenen Unternehmens eingegangenen
Verbindlichkeiten zusammen. Die von der Gruppe im
Austausch für die Beherrschung des erworbenen Unternehmens
ausgegebenen Eigenkapitalanteile werden hierbei ebenso
berücksichtigt. Sämtliche Anschaffungskosten werden zum
Zeitpunkt ihres Entstehens in der Erfolgsrechnung erfasst.











2.3.2 Exploration und Evaluierung
Kosten können anfallen, bevor die Gruppe die Rechte zur
Exploration in einer bestimmten Region erhalten hat. Derartige
Kosten können der Erwerb von Explorationsdaten und die damit
verbundenen Kosten für die Analyse dieser Daten umfassen. Diese
Kosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam
als Aufwand verbucht.
Die Explorations- und Evaluierungstätigkeiten umfassen die
Suche nach Mineralressourcen, die Bestimmung der technischen
Durchführbarkeit und die Bewertung der wirtschaftlichen
Rentabilität einer identifizierten Ressource.
Explorations- and Evaluierungsaktivitäten beinhalten:
Recherchieren und analysieren historischer Explorationsdaten
Sammlung von Explorationsdaten durch geophysikalische
Untersuchungen
Explorationsbohrungen und Probeentnahmen
Bestimmung und Untersuchung des Volumens und des Gehalts
der Ressource
Untersuchung der Transport- und Infrastrukturanforderunge
Durchführung von Markt- und Finanzstudien.





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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 53


Ausgaben für die Exploration und Evaluierung in Bezug auf
jedes einzelne Interessengebiet werden in dem Jahr, in dem sie
anfallen, als Vermögenswert für Exploration und Evaluierung
berücksichtigt, sofern die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Die Eigentumsrechte für das betreffende Gebiet sind
vorhanden und
Mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
- Es wird erwartet, dass die Ausgaben für Exploration und
Evaluierung durch die erfolgreiche Entwicklung und
Nutzung des betreffenden Gebiets oder alternativ durch
dessen Verkauf wieder amortisiert werden, oder
- die Explorations- und Evaluierungstätigkeiten in der
betreffenden Region haben am Bilanzstichtag noch nicht
das Stadium erreicht, das eine angemessene Bewertung des
Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins wirtschaftlich
nutzbarer Reserven ermöglicht.
Die Vermögenswerte für Exploration und Evaluierung werden
zunächst zu Anschaffungskosten bewertet und umfassen
den Erwerb von Explorationsrechten, Studien, Explorations-
bohrungen, Schürfungen und Probeentnahmen und damit
verbundene Aktivitäten. Hinzu kommt eine Allokation der
Abschreibung von Vermögenswerten, die bei Explorations-
und Evaluierungstätigkeiten eingesetzt werden. Allgemeine
Verwaltungskosten werden nur dann in die Bewertung der
Explorations- und Evaluierungskosten einbezogen, wenn sie
direkt mit den betrieblichen Aktivitäten in einem bestimmten
Interessengebiet in Zusammenhang stehen.
Ein erworbenes Bündel von Aktiven, einschliesslich
Vermögenswerte für Exploration und Evaluierung, die
keinen Geschäftsbetrieb darstellen, wird auf Konzernebene
bilanziert, indem die einzelnen erkennbaren Aktiven und
übernommenen Schulden identifiziert und erfasst werden. Die
damit in Zusammenhang stehenden Kosten werden den einzelnen
identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden auf Grundlage
ihrer relativen beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt des
Erwerbs zugewiesen.
Vermögenswerte für Exploration und Evaluierung werden
gemäss den Anforderungen von IFRS 6 auf Wertminderung
überprüft. Dies ist dann der Fall, wenn Tatsachen und Umstände
darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts
für Exploration und Evaluierung seinen erzielbaren Betrag
übersteigen könnte. Wenn sich ein Wertminderungsaufwand in
der Folge umkehrt, wird der Buchwert des Vermögenswerts auf
den neu geschätzten erzielbaren Betrag zugeschrieben, jedoch nur
in dem Umfang, in dem der erhöhte Buchwert nicht den Buchwert
übersteigt, der ermittelt worden wäre, wenn in den Vorjahren kein
Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden
wäre.
Wird die Entscheidung getroffen, mit der Entwicklung eines
bestimmten interessanten Gebiets fortzufahren, so wird der
betreffende Vermögenswert für Exploration und Evaluierung auf
Wertminderung überprüft. Der Saldo wird in die Erschliessung
umgegliedert und dann über die Lebensdauer der mit diesem
Gebiet verbundenen Entwicklungsreserven abgeschrieben.
Dies geschieht, sobald die Abbautätigkeiten begonnen haben.
Jegliche Veränderungen der Faktoren, wie z.B. Schätzungen der
nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven (Änderung
der Lebensdauer der Reserven), die sich auf die Kalkulation der
Produktionseinheit auswirken, werden auf prospektiver Basis
berücksichtigt.
Bei der Ermittlung der Kosten für die Wiederherstellung eines
Standorts besteht aufgrund kommunaler Anforderungen sowie
der künftigen Gesetzgebung Unsicherheit über Art und Umfang
der Sanierung. Dementsprechend wurden die Kosten auf Basis der
Annahme ermittelt, dass die Sanierung innerhalb eines Jahres
nach Aufgabe des Standorts abgeschlossen sein wird.
Die Aktiven der Gruppe im Bereich Exploration und Evaluierung
werden in Übereinstimmung mit IFRS 6 als immaterielle Werte
klassifiziert.










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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 54



2.3.3 Immaterielle Werte
Zu den immateriellen Werten gehört in erster Linie die
Lizenzvereinbarung, die im Rahmen der Übernahme von
Pharlap Holdings erworben wurde. Da die Lizenzvereinbarung
der einzige erworbene Vermögenswert darstellt, wurde der
immaterielle Wert analog zum Kaufpreis bemessen. Die
Ausgestaltung der Lizenzvereinbarung auf Cape Lambert ist
wirtschaftlich mit dem Besitz einer direkten Beteiligung an dem
zugrunde liegenden mineralischen Vermögenswert (Retention
License) vergleichbar, welche aktuell durch eine Drittpartei
(MCC) gehalten wird, und stellt daher einen Vermögenswert
im Sinne von IFRS 6 Exploration und Evaluierung von
mineralischen Ressourcen dar. Das Existenzrisiko (der Rohstoff
ist physisch in der nachgewiesenen Menge vorhanden), das
Produktionsrisiko (dass der Betreiber die Produktion erreichen
und ein wirtschaftlich rentables Projekt betreiben kann), das
Zeitrisiko (Beginn und Menge der Produktion, die vom Betreiber
bestimmt werden) und das Preisrisiko (die wirtschaftliche
Durchführbarkeit hängt vom zukünftigen Rohstoffpreis ab,
der durch das zukünftige Angebot und die Nachfrage bestimmt
wird) sind alles Risiken, an denen SunMirror auf einer ähnlichen
Art und Weise wie der Eigentümer der zugrunde liegenden
Retention License beteiligt ist. Andererseits hat SunMirror
keine Kontrolle über den Beginn der Produktion, muss sich aber
auch nicht an den zukünftigen Kapital- und Betriebsausgaben
beteiligen. Aufgrund des unterschiedlichen vertraglichen
Charakters der Lizenzvereinbarung wird diese getrennt von
den Vermögenswerten in Anmerkung 2.3.2 ausgewiesen und als
immaterieller Vermögenswert gemäss IFRS 6.15 klassifiziert.

Die Lizenzvereinbarung wird für einen bestimmten Zeitraum
wirksam, sobald die Entwicklungsaktivitäten beginnen. Aufgrund
der Tatsache, dass dies noch nicht der Fall ist, wird davon
ausgegangen, dass der immaterielle Wert eine unbestimmte
Nutzungsdauer hat. Er wird daher zu jedem Berichtszeitpunkt
auf Anzeichen für eine Wertminderung überprüft (Anmerkung
2.3.5). Zum 30. Juni 2024 gab es keine Anzeichen für eine
Wertminderung. Sobald die Lizenzvereinbarung zur Nutzung zur
Verfügung steht, wird ihre Nutzungsdauer neu eingeschätzt.
Darüber hinaus beinhalten die immateriellen Werte Domains,
die zu Anschaffungskosten bewertet werden. Die Domains
haben eine unbestimmte Nutzungsdauer und werden daher
nicht abgeschrieben. Mindestens einmal jährlich bzw. sobald
es Anzeichen für eine Wertminderung gibt, werden sie auf ihre
Werthaltigkeit überprüft.




Die Nutzungsdauer der immateriellen Werte wird zu jedem
Berichtszeitpunkt neu bewertet.






2.3.4 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
Der beizulegende Zeitwert ist derjenige Preis, der in einer
geordneten Markttransaktion zwischen Marktteilnehmern
am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts
eingenommen bzw. für die Übertragung einer Verbindlichkeit
bezahlt würde. Für einige Aktiven und Schulden sind
beobachtbare Markttransaktionen bzw. Marktinformationen
verfügbar. Für andere Aktiven und Schulden sind
möglicherweise keine beobachtbaren Markttransaktionen
oder Marktinformationen erhältlich. Sofern ein Preis für einen
identischen Vermögenswert oder eine identische Verbindlichkeit
nicht ermittelbar ist, wird eine andere Bewertungsmethodik
verwendet. Um die Konsistenz und Vergleichbarkeit der
Bewertungen des beizulegenden Zeitwerts zu erhöhen, gibt
es drei Bewertungsstufen in Bezug auf Zeitwerte. Stufe 1
beinhaltet die Verwendung von kotierten Preisen auf aktiven
Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
Bei Stufe 2 handelt es sich beim Input anders als bei den in
Stufe 1 verwendeten kotierten Preise um direkt oder indirekt
beobachtbare Preise für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
In Stufe 3 existieren keine Inputpreise. Innerhalb dieser
Hierarchiestufe wurden Schätzungen vorgenommen, die auf
angemessenen Annahmen beruhen, einschliesslich anderer
Methoden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts durch die
Geschäftsleitung.
Bei Aktiven und Schulden, die im Abschluss auf wiederkehrender
Basis zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bestimmt
die Gruppe, ob Umklassierungen zwischen den Hierarchiestufen








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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 55






stattgefunden haben. Dies geschieht, indem sie die
Kategorisierung (auf Grundlage des Inputs der niedrigsten Stufe,
der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt
wesentlich ist) am Ende jeder Berichtsperiode neu bewertet.
Für die Angaben zum beizulegenden Zeitwert hat die Gruppe
Klassen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auf
Grundlage ihrer Beschaffenheit, ihrer Merkmale und Risiken
des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit sowie der
Hierarchiestufe des beizulegenden Zeitwerts, wie oben erläutert,
bestimmt.







2.3.5 Prüfung auf Wertminderung (Impairment)
Der Konzern prüft zu jedem Berichtszeitpunkt, ob es Anzeichen
dafür gibt, dass ein Vermögenswert im Wert gemindert sein
könnte. Wenn eine Indikation vorliegt oder wenn eine jährliche
Überprüfung der Wertminderung eines Vermögenswerts
vorgeschrieben ist, schätzt die Gruppe den erzielbaren Betrag
des Vermögenswerts. Bei der Bewertung von Anzeichen für eine
Wertminderung von Vermögenswerten für Exploration und
Evaluierung sowie von Lizenz- und ähnlichen Vereinbarungen
für diese Vermögenswerte, bezieht sich die Gruppe auf die
in IFRS 6 Exploration und Evaluierung von mineralischen
Ressourcen enthaltenen Leitlinien. Der erzielbare Betrag eines
Vermögenswerts ist dabei der höhere der beiden Beträge aus
dem beizulegenden Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer
zahlungs¬mittelgenerierenden Einheit (Cash Generating Unit,
CGU) abzüglich Veräusserungskosten und dem Nutzungswert.
Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert
separat bestimmt, es sei denn, der Vermögenswert erzeugt keine
Mittelzuflüsse, die weitgehend unabhängig von denen anderer
Aktiven oder Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der
Buchwert eines Vermögenswerts oder einer CGU den erzielbaren
Betrag, gilt der Vermögenswert als wertgemindert und wird auf
seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Bei der Prüfung auf Wertminderung für die Exploration und
Evaluierung von mineralischen Ressourcen berücksichtigt der
Konzern marktbezogene Risikofaktoren wie das allgemeine
Preis- und Marktumfeld, die soziale Wahrnehmung und
die Marktfähigkeit von Ressourcen, Sanktionen und
geopolitische Entwicklungen, sowie Währungsschwankungen
und Finanzierungsmöglichkeiten. Darüber hinaus werden
bei der Wertminderungsprüfung vermögenswertbezogene
Risikofaktoren wie zum Beispiel die verbleibende Lebensdauer
der Explorationsrechte, Rechtsrisiken, zusätzliche Kostenrisiken,
Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, Erfolg
oder Misserfolg ähnlicher Projekte sowie nicht ausreichende
wirtschaftlich verwertbare Beträge analysiert.
Zu jedem Berichtszeitpunkt prüft der Konzern, ob es Anzeichen
dafür gibt, dass zuvor erfasste Wertminderungsaufwendungen
nicht mehr bestehen oder sich verringert haben. Liegen solche
Anhaltspunkte vor, nimmt der Konzern eine Schätzung des
erzielbaren Betrags des Vermögenswerts oder der CGU vor.
Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann
rückgängig gemacht, wenn sich seit Erfassung des letzten
Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen
vollzogen hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrags des
Vermögenswerts herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist
derart begrenzt, dass der Buchwert des Vermögenswertes weder
seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigt, der
sich nach Abzug der Abschreibungen ergeben hätte, wenn in den
Vorjahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert
erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird in der
Erfolgsrechnung erfasst, es sei denn, der Vermögenswert
wird mit einem neuen Wert angesetzt. In diesem Fall wird die
Wertaufholung als eine Neubewertungserhöhung behandelt.
In der Berichtsperiode bis zum 30. Juni 2024 wurde keine
Wertaufholung in der Erfolgsrechnung erfasst.









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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 56



2.3.6 Steuern
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag
Laufende Ertragssteueransprüche und -verbindlichkeiten
werden mit dem Betrag bewertet, der voraussichtlich von
den Steuerbehörden erstattet oder an diese gezahlt wird.
Zur Berechnung dieses Betrags werden die Steuersätze und
Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag in
den Ländern, in denen die Gruppe tätig ist und in denen sie
steuerpflichtige Erträge erwirtschaftet, gelten oder anzuwenden
sind.
Die Geschäftsleitung bewertet regelmässig die in den
Steuererklärungen eingenommenen Positionen in Bezug
auf Umstände, in denen die geltenden Steuervorschriften
auslegungsbedürftig sind, und bildet gegebenenfalls
Rückstellungen.
Latente Steuern
Latente Steuern werden auf Basis der Verbindlichkeitenmethode
für temporäre Differenzen zwischen der Steuerbasis von
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten
für die Finanzberichterstattung zum Berichtszeitpunkt
berücksichtigt.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden
temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden
für sämtliche abzugsfähigen temporären Differenzen, den
Vortrag nicht genutzter Steuergutschriften und nicht verwendeter
steuerlicher Verluste angesetzt. Latente Steueransprüche werden
in dem Umfang erfasst, in dem es als wahrscheinlich gilt, dass
ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen
das die abzugsfähigen temporären Differenzen und der Vortrag
noch nicht genutzter Steuergutschriften und noch nicht genutzter
steuerlicher Verluste verwendet werden können.
Latente Steueransprüche und -schulden werden auf Basis der
Steuersätze angesetzt, die voraussichtlich in dem Jahr gelten
werden, in dem der Vermögenswert realisiert oder die Schuld
beglichen wird. Dies geschieht auf Grundlage der Steuersätze
(und Steuergesetze), die zum Berichtszeitpunkt in Kraft sind bzw.
angewendet werden.




2.3.7 Fremdwährungen
Die konsolidierte Jahresrechnung des Konzerns wird in
USD dargestellt, was sich von der funktionalen Währung der
Muttergesellschaft (CHF) unterscheidet. Die Gruppe beabsichtigt,
ihre Aktivitäten im Mineraliensektor auszuweiten, dessen
Hauptwährung der USD ist.
Für jede Tochtergesellschaft legt die Gruppe die funktionale
Währung fest, und die in den Jahresabschlüssen der einzelnen
Unternehmen enthaltenen Positionen werden in dieser
funktionalen Währung bewertet.
Die Bestimmung der funktionalen Währung kann bestimmte
Ermessensentscheidungen erfordern, um das primäre
wirtschaftliche Umfeld zu identifizieren. Die Muttergesellschaft
überprüft die funktionale Währung seiner Gesellschaften,
sofern sich die Ereignisse und Bedingungen, die das relevante
wirtschaftliche Umfeld bestimmen, verändern.
Die funktionale Währung des Mutterunternehmens und jeder
seiner Tochtergesellschaften ist die Währung des primären
wirtschaftlichen Umfelds, in dem das jeweilige Unternehmen
tätig ist. Für sämtliche Unternehmen ist die funktionale Währung
identisch mit der jeweiligen Landeswährung, mit Ausnahme
der Pharlap Holdings, Singapur, deren funktionale Währung
der Australische Dollar (AUD) ist. Dies spiegelt die Aktivitäten
des Unternehmens wider, insbesondere den Standort der vom
Unternehmen gehaltenen Vermögenswerte und die damit
verbundenen erwarteten Lizenzeinnahmen, die ebenfalls auf AUD
lauten.

Der Konzern wendet die direkte Konsolidierungsmethode an. Bei
der Veräusserung eines ausländischen Geschäftsbetriebs spiegelt
der Gewinn oder Verlust, der in die Erfolgsrechnung umgegliedert
wird, den Betrag wider, der sich aus der Anwendung dieser
Methode ergibt.





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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 57
Die folgenden Wechselkurse wurden für die Umrechnung in die
Berichtswährung der Gruppe (USD) verwendet:
Wechselkurse Stichtagskurs zum Durchschnittlicher Durchschnittlicher
30. Juni 2023 Wechselkurs Wechselkurs
USD entspricht:: Jan-Jun 2023 Jul-Dez 2022
CHF 0.89 0.91 0.97
EUR 0.92 0.93 0.99
AUD 1.50 1.48 1.49
Wechselkurse Durchschnittlicher Durchschnittlicher
Stichtagskurs zum Wechselkurs Wechselkurs
30. Juni 2024
USD entspricht: Jan-Jun 2024 Jul-Dez 2023
CHF 0.90 0.89 0.88
EUR 0.93 0.93 0.9 2
AUD 1.50 1.52 1.53



Transaktionen und Wertansätze
Transaktionen in Fremdwährungen werden von den
Gesellschaften der Gruppe initial zu den jeweiligen Kassakursen
der funktionalen Währung an dem Tag verbucht, an dem die
Transaktion zum ersten Mal erfasst wird.
Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in
Fremdwährungen werden zu den Kassakursen der funktionalen
Währung am Bilanzstichtag umgerechnet.
Nicht monetäre Positionen, die zu historischen
Anschaffungskosten in einer Fremdwährung bewertet
werden, werden mit den Wechselkursen zum Zeitpunkt der
ursprünglichen Transaktionen umgerechnet. Nicht monetäre
Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer
Fremdwährung bewertet werden, werden mit den Wechselkursen
zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts
umgerechnet.
Zur Bestimmung des Kassakurses, der bei der initialen Erfassung
des zugehörigen Vermögenswertes, des Aufwandes oder des
Ertrages (oder eines Teiles davon) bei der Ausbuchung eines
nicht monetären Vermögenswertes oder einer nicht monetären
Verbindlichkeit im Zusammenhang mit einer Vorauszahlung
zu verwenden ist, ist der Zeitpunkt der Transaktion derjenige
Zeitpunkt, an dem der Konzern den nicht monetären
Vermögenswert oder die nicht monetäre Verbindlichkeit aus der
Vorabzahlung erstmalig erfasst. Liegen mehrere Vorabzahlungen
oder -eingänge vor, legt die Gruppe den Zeitpunkt des
Geschäftsvorfalls für jede Vorauszahlung oder jeden Eingang
einer Gegenleistung fest.
Fremdwährungsgewinne oder -verluste sind im Finanzertrag oder
Finanzaufwand enthalten.
Darstellungswährung
Die Wahl einer von der funktionalen Währung abweichenden
Darstellungswährung erfordert eine Umrechnung von der
funktionalen Währung in diese Darstellungswährung.
Die Umrechnung der Vermögens- und Finanzlage sowie
Erfolgsrechnung erfolgt nach dem folgenden Vorgehen:
Aktiven und Schulden werden für jede aufgestellte Bilanz zum
Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Erträge und Aufwendungen für jede Aufstellung der
Erfolgsrechnung und des sonstigen Gesamtergebnisses
werden mit den Wechselkursen zum Zeitpunkt der
Transaktion umgerechnet. Die Gruppe verwendet
Durchschnittskurse als Näherungswerte für die Wechselkurse
zum Zeitpunkt der Transaktion.
Alle sich daraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden
im sonstigen Gesamtergebnis erfasst und in einer gesonderten
Rücklage als Bestandteil des Eigenkapitals (übrige Reserven)
eingestellt.







2.3.8 Finanzinstrumente
Finanzanlagen
Finanzinstrumente werden beim erstmaligen Ansatz
zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dies schliesst
Transaktionskosten ein, ausser bei der erstmaligen Bewertung
von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Finanzanlagen werden beim erstmaligen Ansatz entweder zu
fortgeführten Anschaffungskosten, zum beizulegenden Zeitwert
im sonstigen Gesamtergebnis (Other Comprehensive Income,
OCI) oder zum beizulegenden Zeitwert in der Erfolgsrechnung
bewertet. Die initiale Klassifizierung von Finanzanlagen
hängt von den vertraglich verankerten Cashflow-Merkmalen







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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 58






des Vermögenswerts und dem Asset Management Modell
des Konzerns ab. Damit eine Finanzanlage zu fortgeführten
Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert eingestuft und bewertet werden kann, muss sie
Zahlungsströme beinhalten, die sich „ausschliesslich auf die
Rückzahlung des Nominalkapitals und Zinszahlungen“ auf den
ausstehenden Kapitalbetrag beziehen. Diese Beurteilung wird
als sog. SPPI-Test (Solely Payments of Principal and Interest)
bezeichnet und wird für jedes Finanzinstrument separat
durchgeführt. Finanzielle Vermögenswerte mit Zahlungsströmen,
die keine SPPI sind, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft.


Das Geschäftsmodell der Gruppe in Bezug auf die Verwaltung
ihrer Finanzanlagen bezieht sich darauf, Geldflüsse aus diesen
Aktiven zu generieren. Das Geschäftsmodell determiniert,
ob die Geldflüsse aus der Vereinnahmung von vertraglichen
Geldflüssen, dem Verkauf der Finanzanlagen oder aus beiden
Quellen resultieren. Finanzanlagen, die als zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet eingestuft sind, werden im Rahmen
eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Ziel es ist, finanzielle
Vermögenswerte zu halten, um vertragliche Cashflows zu erzielen.
Umgekehrt werden Finanzanlagen, die als zum beizulegenden
Zeitwert über OCI bewertet eingestuft sind, im Rahmen eines
Geschäftsmodells gehalten, dessen Ziel es ist, sie sowohl zu halten,
um vertraglich fixierte Geldflüsse zu generieren, als auch zu
verkaufen.
Für die Folgebewertung werden die Finanzanlagen in vier
Kategorien unterteilt:
Finanzanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert durch OCI mit
Recycling der kumulierten Gewinne und Verluste
Finanzanlagen, die zum beizulegenden Zeitwert durch OCI
bewertet werden, ohne Recycling der kumulierten Gewinne
und Verluste bei Ausbuchung (Eigenkapital-instrumente)
Finanzanlagen, die erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden.
Ein finanzieller Vermögenswert wird vor allem dann ausgebucht,
wenn entweder die Rechte für den Erhalt von Geldflüssen aus dem
Vermögenswert erloschen sind oder die Gruppe ihre Rechte auf
den Erhalt von Geldflüssen aus dem Vermögenswert übertragen
bzw. eine Verpflichtung zur Zahlung der erhaltenen Geldflüsse an
eine dritte Partei übernommen hat.



Wertminderung von Finanzanlagen
Für alle finanziellen Schuldinstrumente, die nicht erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, muss eine
Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (Expected Credit
Losses, ECL) gebildet werden. Die erwarteten Kreditausfälle
ergeben sich aus der Differenz zwischen den vertraglich
festgelegten Geldflüssen, die gemäss Vertrag geschuldet werden,
und allen Geldflüssen, welche die Gruppe voraussichtlich
erhalten wird. Der Abzinsungssatz sollte an den ursprünglichen
Effektivzinssatz angelehnt sein. Die erwarteten Geldflüsse
umfassen ebenso Zahlungsströme aus dem Verkauf von
gehaltenen Sicherheiten oder anderen Kreditverbesserungen, die
Bestandteil der Vertragsbedingungen sind. Die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Finanzanlagen des Konzerns
umfassen ein Aktionärsdarlehen. Die Gruppe bewertet das
Kreditrisiko und die ECL für diese Positionen zu jedem
Berichtszeitpunkt neu.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für
übrige kurzfristigen Forderungen wendet die Gruppe einen
vereinfachten Ansatz zur Berechnung der ECL an. Bei diesem
Ansatz stützt sich der Konzern nicht auf Veränderungen
des Kreditrisikos, sondern setzt stattdessen zu jedem
Berichtszeitpunkt eine Wertberichtigung auf der Grundlage
der Lifetime-ECL an. Zum 30. Juni 2024 hat die Gruppe keine
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Konzern berücksichtigt seine finanziellen Aktiven als im
Verzug, wenn die vertraglichen Zahlungen überfällig sind.
In bestimmten Fällen kann die Gruppe einen finanziellen
Vermögenswert jedoch auch dann als ausgefallen ansehen, wenn
interne oder externe Informationen darauf hindeuten, dass
es unwahrscheinlich ist, dass der Konzern die ausstehenden









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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 59





vertraglichen Beträge in voller Höhe erhalten wird. Dies wird
unabhängig, also vor Berücksichtigung der von der Gruppe
gehaltenen Kreditverbesserungen, beurteilt. Ein finanzieller
Vermögenswert wird abgeschrieben, wenn keine realistische
Erwartung besteht, die vertraglichen Zahlungsströme zu
erhalten.





Finanzverbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz
entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten bzw. Derivate klassifiziert, die als
Sicherungsinstrumente in einer wirksamen Hedging-Transaktion
eingesetzt werden.


Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der
erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Im Falle von Darlehen und Krediten sowie Verbindlich-
keiten geschieht dies abzüglich der direkt zurechenbaren
Transaktionskosten. Im Rahmen der Folgebewertung werden
finanzielle Verbindlichkeiten in zwei Kategorien eingeteilt: zu
fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet. Dies ist dann der Fall, wenn sie
zu Handelszwecken gehalten oder beim erstmaligen Ansatz so
eingestuft wurden, um eine Inkonsistenz bei der Bewertung zu
vermeiden.



Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die
Verpflichtung aus der Verbindlichkeit erlischt bzw. aufgehoben
wird oder ausläuft. Wird eine bestehende finanzielle
Verbindlichkeit durch eine andere Verbindlichkeit desselben
Kreditgebers zu wesentlich veränderten Bedingungen ersetzt
oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit
signifikant geändert, so wird ein solcher Austausch oder eine
solche Veränderung wie eine Ausbuchung der ursprünglichen
Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit
behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten
wird in der Erfolgsrechnung erfasst.

Hybride Finanzinstrumente
Finanzinstrumente, die neben einer Schuldkomponente
(einer vertraglichen Vereinbarung zur Zahlung flüssiger
Mittel oder anderer finanzieller Vermögenswerte) auch eine
Eigenkapitalkomponente enthalten (d. h. dem Inhaber eine
Option zur Umwandlung in ein Eigenkapitalinstrument des
Unternehmens gewähren), werden als hybride Finanzinstrumente
betrachtet. Ist dies der Fall, müssen beide Komponenten
getrennt voneinander und als finanzielle Verbindlichkeiten bzw.
Eigenkapital klassifiziert werden.
Beim erstmaligen Ansatz ist der beizulegende Zeitwert
der Schuldkomponente mit dem Barwert des vertraglich
festgelegten Stroms künftiger Geldflüsse identisch. Diese
werden mit dem Zinssatz abgezinst, der zu diesem Zeitpunkt im
Markt für Instrumente mit vergleichbarem Kreditstatus gilt.
Die Vergleichsvehikel müssen im Wesentlichen die gleichen
Zahlungsströme zu denselben Bedingungen, aber ohne
Wandlungsoption, aufweisen. Für die Folgebewertung wird die
Effektivzinsmethode angewandt, wobei die Transaktionskosten
über die Laufzeit erfolgswirksam zu verteilen sind.
Der initiale Buchwert der Eigenkapitalkomponente wird als
Restbetrag ermittelt, nachdem vom beizulegenden Zeitwert des
gesamten Instruments der für die Schuldkomponente separat
ermittelte Betrag abgezogen wurde. Die Eigenkapitalkomponente
wird im Anschluss bis zur Fälligkeit nicht neu bewertet. Sofern
die Wandlungsoption(en) nicht ausgeübt wird/werden, wird der
im Eigenkapital ausgewiesene Betrag nicht umklassifiziert (oder
«recycelt»), obwohl er von einer Eigenkapitalrücklage in eine
andere übertragen werden kann. Entscheiden sich die Kreditgeber
bei Fälligkeit für den Bezug von Aktien, bucht das Unternehmen
die Verbindlichkeiten in voller Höhe aus und erfasst eine
Erhöhung des Eigenkapitals in gleicher Höhe. Zum Zeitpunkt der
Wandlung wird kein Gewinn oder Verlust verbucht. Entscheiden
sich die Darlehensgeber hingegen für den Erhalt von Barmitteln,
bucht das Unternehmen die Verbindlichkeit aus und erfasst eine
entsprechende Abnahme der flüssigen Mittel.







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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 60








Hybride Instrumente, die sowohl einen Basisvertrag mit
Eigenkapitalcharakter als auch ein eingebettetes Derivat
enthalten, das vom zugrundeliegenden Basisvertrag getrennt
werden muss, werden in der Bilanz mit dem beizulegenden
Zeitwert bewertet. Beim erstmaligen Ansatz entspricht der
Buchwert des Basisvertrags der Differenz zwischen dem
beizulegenden Zeitwert des gesamten Instruments und dem
beizulegenden Zeitwert des eingebetteten Derivats. Ein
eingebettetes Derivat, das von einem Basisvertrag getrennt
werden muss, wird in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert
angesetzt, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
erfolgswirksam erfasst werden.





2.3.9 Flüssige Mittel
Die flüssigen Mittel umfassen Bankguthaben, Barmittel sowie
kurzfriste Einlagen mit einer Ursprungslaufzeit von maximal drei
Monaten. Diese sind nur einem geringen Wertschwan¬kungsrisiko
ausgesetzt.



2.3.10 Eigenkapital
Das Grundkapital entspricht dem Nennwert der ausgegebenen
Aktien. Per 30. Juni 2024 hat die Gesellschaft 2,395,755
Inhaberaktien mit einem Nennwert von je CHF 1.00 ausstehend.
Kapitalreserven entstehen durch Transaktionen mit
Kapitalcharakter (d. h. Kapitaler-höhungen) durch Bareinlage
und Sacheinlage abzüglich der damit verbundenen
Transaktionskosten. Die Kapitalreserven entstehen auch durch
Eigenkapitalkomponenten von Wandelanleihen zum Zeitpunkt
der Erfassung (d. h. Wert der Wandelrechte) und durch die
Umwandlung der Wandelanleihen in Aktien zum Zeitpunkt der
Umwandlung.


2.3.11 Rückstellungen für Pensionen und sonstige
Leistungen an Arbeitnehmer
Pensionspläne
Die in der Bilanz ausgewiesene Verbindlichkeit bzw. der
in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswert in Bezug auf
leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit) ergeben sich
aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Ende
des Berichtszeitraums abzüglich des beizulegenden Zeitwerts
des Planvermögens. Die leistungsorientierte Verpflichtung
wird jährlich von unabhängigen Aktuaren nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Allerdings bestehen
bei SunMirror derzeit keine leistungsorientierten Pensionspläne.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird durch
Abzinsung der geschätzten künftigen Mittelabflüsse unter
Verwendung von Zinssätzen von Staatsanleihen ermittelt, die in
derselben Währung denominiert sind und deren Laufzeiten denen
der entsprechenden Verpflichtung möglichst gleichen.
Die Nettozinskosten werden durch Anwendung des
Diskontierungssatzes auf den Nettosaldo aus der
leistungsorientierten Verpflichtung und dem beizulegenden
Zeitwert des Planvermögens berechnet. Diese Kosten werden in
der Erfolgsrechnung im Personalaufwand ausgewiesen.
Versicherungsmathematische Bewertungen für die
Verpflichtungen werden jährlich zum Bilanzstichtag erstellt
und auf Grundlage verschiedener Annahmen vorgenommen.
Dazu gehören die Berechnung der Abzinsungssätze für
aufgelaufene Zinsen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen,
Sterblichkeitsrate sowie künftige Rentensteigerungen.
Neubewertungsgewinne und -verluste, die sich aus
erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen der
versicherungsmathematischen Annahmen ergeben, werden
in der Periode, in der sie entstehen, direkt im sonstigen
Ergebnis erfasst. Sie sind in den Gewinnrücklagen, in der
Eigenkapitalveränderungsrechnung und in der Bilanz enthalten.





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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 61



Bei beitragsorientierten Plänen (Defined Contribution) in
Grossbritannien zahlt der Konzern Beiträge in öffentliche
oder private Rentenversicherungspläne auf obligatorischer,
vertraglicher oder freiwilliger Basis. Der Konzern hat keine
weiteren Zahlungsverpflichtungen mehr, sobald die Beiträge
eingezahlt sind. Die Beiträge werden bei Fälligkeit als
Personalaufwand verbucht.
Aktienoptionsplan für Geschäftsleitung
Der Verwaltungsrat der SunMirror AG hat einen
Aktienoptionsplan eingeführt. Bestimmte Mitglieder
des Managements und ausgewählte Mitarbeiter in
Schlüsselpositionen sind berechtigt, an diesem Plan
teilzunehmen (Teilnehmer). Der beizulegende Zeitwert solcher
Optionen wird zum Zeitpunkt der Gewährung der Option
bewertet und die Anzahl der erwarteten Ausübungen auf der
Grundlage von nicht marktbezogenen Leistungs-bedingungen
geschätzt (siehe Anmerkung 5.2). Die Anzahl der erwarteten
Optionen wird am Ende jedes Berichtszeitraums überprüft und,
falls erforderlich, eine Anpassung im Gewinn oder Verlust und in
den Rückstellungen erfasst.
Werden Optionen verwirkt, weil das Mitglied der Geschäftsleitung
sein Leistungsziel nicht erfüllt hat, werden alle zuvor erfassten
Aufwendungen rückgängig gemacht.





2.4 Änderungen der einschlägigen
Rechnungslegungsstandards
2.4.1 Erstmalige Anwendung von Standards im
Geschäftsjahr
Im Geschäftsjahr 2024 traten keine neuen
Rechnungslegungsstandards oder Interpretationen in Kraft,
die wesentliche Auswirkungen für den Konzern hätten. Jedoch
wurden die folgenden Änderungen der IFRS bei der Erstellung des
Konzernabschlusses berücksichtigt. Änderungen von Standards,
die nicht zur Anwendung kommen, wurden nicht aufgelistet, da
sie keinen Einfluss auf den Konzern haben.
Klassifizierung von Verbindlichkeiten als langfristig -
Änderungen an IAS 1: Diese Änderung hält fest, welche
Kriterien erfüllt sein müssen, damit die Verbindlichkeiten als
langfristig klassifiziert werden können. Die Gruppe hat diese
Änderung bereits im letzten Finanzjahr vorgenommen, sodass
sie im Jahr 2024 keinen Einfluss hat.
2.4.2 Veröffentlichte, aber noch nicht in Kraft
getretene Standards
Bestimmte, neue, geänderte Rechnungslegungsstandards
und Auslegungen wurden veröffentlicht, sind aber für die
Berichtsperiode zum 30. Juni 2024 nicht vorgeschrieben und
wurden insofern vom Konzern auch nicht frühzeitig umgesetzt.
Diese Standards, Änderungen bzw. Auslegungen dürften weder
in der aktuellen noch in künftigen Berichtsperioden einen
signifikanten Einfluss auf die Gesellschaft haben, genauso wenig
wie auf absehbare, künftige Transaktionen.
Angabe von Rechnungslegungsgrundsätzen - Änderungen
an IAS 1: Diese Änderungen enthalten Klarstellungen zur
Darstellung und Angabe von Rechnungslegungsgrundsätzen
in den Abschlüssen und sollen die Transparenz erhöhen.
Anwendbar für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
1. Januar 2025 beginnen.
Kapitalflussrechnung - Änderungen an IAS 7: Die Änderungen
erweitern die Angabepflichten und zielen darauf ab, die
Transparenz von Kapitalflussrechnungen zu erhöhen.
Anwendbar für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
1. Januar 2025 beginnen.



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Fremdwährungsumrechnung - Änderungen an IAS 21:
Diese Änderungen betreffen die Klarstellung der Regeln zur
Fremdwährungsumrechnung in Abschlüssen. Dies umfasst
auch den Mangel an Umtauschbarkeit: Eine Währung gilt als
umtauschbar, wenn es möglich ist, eine andere Währung (mit
normalem administrativem Verzug) zu erhalten. Anwendbar
für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2025
beginnen.
Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten
- Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Diese Änderungen
betreffen die Kriterien für den Zeitpunkt der Erfassung
und Ausbuchung einiger finanzieller Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten sowie neue Angaben zu bestimmten
Instrumenten mit Vertragsbedingungen, die ESG-Ziele
erreichen sollen. Anwendbar für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Januar 2026. beginnen.
Präsentation und Angabe in den Abschlüssen - IFRS 18:
Dieser neue Standard bezieht sich auf die Struktur der
Gewinn- und Verlustrechnung, erforderliche Angaben und
erweiterte Prinzipien der Aggregation und Disaggregation,
die für die primären Abschlüsse und Anhänge im
Allgemeinen gelten. Anwendbar für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen.



2.5 Wesentliche Ermessensentscheidungen und
Annahmen bei der Rechnungslegung
Im Rahmen der Erstellung der Jahresabschlüsse der Gruppe
muss die Geschäftsleitung Ermessensentscheidungen,
Annahmen und Schätzungen vornehmen, die sich auf die
ausgewiesenen Ansätze von Aufwendungen, Aktiven und
Verbindlichkeiten sowie auf die dazugehörigen Angaben
auswirken. Grössere Schätzungsunsicherheiten könnten dabei
zu Ergebnissen führen, die eine substanzielle Anpassung
von Buchwerten der betroffenen Vermögenswerte oder
Verbindlichkeiten in künftigen Perioden nach sich ziehen.
Annahmen in Bezug auf künftige Perioden können sich jedoch
aufgrund von Umständen, die ausserhalb der Kontrolle des
Managements liegen, ändern. In solchen Fällen werden die
veränderten Annahmen berücksichtigt, sobald sie eintreten.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses hat das Management
die nachfolgenden wesentlichen Ermessensentscheidungen und
Schätzungen vorgenommen, die gemäss IAS 1 angegeben werden
müssen:
Beim immateriellen Vermögenswert über die
Lizenzvereinbarung für das Cape Lambert Magnetit-
Projekt (Royalty, Anmerkung 4.10) handelt es sich um
einen immateriellen Vermögenswert, basierend auf
IFRS 6 Exploration und Evaluierung von mineralischen
Ressourcen, welcher aufgrund seiner unbestimmten
Nutzungsdauer keinem planmässigen Werteverzehr
unterliegt. Die Folgebewertung dieses Vermögenswerts
erfolgt in Übereinstimmung mit den Vorschriften von
IFRS 6. Das bedeutet, dass der Vermögenswert laufend
daraufhin überwacht wird, ob Risikofaktoren vorliegen,
die einen Wertminderungstest auslösen (siehe Anmerkung
2.3.5). Die Lizenzvereinbarung auf Cape Lambert ist ein
individueller Vermögenswert, welcher auf vertraglicher
Basis geschaffen wurde (Royalty Deed), weshalb es keine
beobachtbaren Marktpreise für einen solchen Vermögenswert
gibt. Die folgenden Parameter wurden zur Bestimmung des
Nutzungswerts verwendet:
- Eine externe «Pre-Feasibility Study» (PFS) zum Projekt
Cape Lambert aus dem Jahr 2008 und eine aktualisierte
Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2012 ergaben, dass die
Banded Iron Formation (BIF) bei Cape Lambert mit einer
durchschnittlichen Abbaurate von 43.8 Millionen Tonnen
BIF-Erz pro Jahr während einer Lebensdauer von 30 Jahren
abgebaut werden kann.
- Die Lizenzvereinbarung (Royalty Deed von 2005) für das
Cape Lambert Magnetite Projekt beträgt AUD 0.50 pro
Tonne abgebauter Mineralien, einschliesslich Magnetit-BIF-
Erz.




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- Der abgezinste Wert der Lizenzvereinbarung über
eine voraussichtliche Laufzeit von 30 Jahren wurde
unter Verwendung verschiedener branchen- und
vermögenswertspezifischer Abzinsungssätze und
Produktionsstartdaten berechnet (siehe nächster Punkt).
Auf der Grundlage der Annahme, dass die Produktion
in 10.1 Jahren ab dem 30. Juni 2024 aufgenommen wird,
unter Verwendung eines projektspezifischen Verhältnisses
von Preis zu Nettovermögenswert („PNAV“) von 0.5x und
eines branchenspezifisch gewichteten durchschnittlichen
Kapitalkostensatzes („WACC“) von 8.67%, wird die
Lizenzvereinbarung zum 30. Juni 2024 mit AUD 55.3 Mio.
bewertet, bei einem aktuellen Buchwert von AUD 38.2 Mio.
(Anmerkung 4.10).
- Für die DCF-Bewertung verwendete Faktoren: i) Die
Cashflows werden unter der Annahme eines gewichteten
durchschnittlichen Kapitalkostensatzes (WACC) für
die australische Bergbauindustrie diskontiert, der
zwischen 7.17% und 10.17% liegt, wobei der zentrale Wert
8.67% beträgt. ii) Ein vermögenswertspezifischer PNAV
von 0.5x wird auf den Nettobarwert (NPV) angewandt,
wobei berücksichtigt wird, dass der WACC bereits
den durchschnittlichen Risikograd der Cashflows der
Bergbauindustrie widerspiegelt. Der PNAV für den NPV
von Lizenzvereinbarungen liegt zwischen 0.5 und 1.0x
für noch nicht-produzierende Lizenzvereinbarungen, je
nachdem, wie nah die Mine an der Produktion ist. iii) Es
wurde eine Reihe von Startdaten für die Inbetriebnahme
der Produktion modelliert, beginnend bei 4 bis 19
Jahren, mit einem zentralen Wert von 10.1 Jahren ab
dem Bewertungsstichtag (d.h. 30. Juni 2024). Um diese
Annahme zu stützen, wurde die verfügbare Infrastruktur
und der Status der in Betrieb befindlichen Minen und
Eisenerzreserven in Westaustralien analysiert. Die
geschätzten australischen Erzreserven auf der Grundlage
von 44 in Betrieb befindlichen Bergwerken in Australien
(Stand Dezember 2021) wiesen zum 31. Dezember 2021 eine
durchschnittliche Lebensdauer der Reserven von 12 Jahren
auf (d. h. etwa 9.5 Jahre ab dem Bewertungsstichtag 30. Juni
2024), was mit dem angenommenen mittleren Startdatum
(10,1 Jahre) übereinstimmt.
- Der zentrale Wert des WACC basiert auf Berechnungen zum
30. Juni 2024 unter Verwendung öffentlich zugänglicher
Daten des anerkannten Bewertungsexperten, Professor
Aswath Damodaran von der New York Universität Stern
School of Business.
- Die PNAV-Annahme wurde aus beobachteten Marktdaten
für börsennotierte Bergbauunternehmen abgeleitet, die
von einem angesehenen kanadischen Maklerunternehmen,
Cantor Fitzgerald, veröffentlich wurden, das auf Rohstoffe
spezialisiert ist.
- Wenn der Produktionsbeginn ab dem 30. Juni 2024 von 10.1
Jahre auf 4 Jahre herabgesetzt wird, würde der Wert der Li-
zenzvereinbarung auf der Grundlage eines WACC von 7.17%
bis 10.17% auf eine Spanne von AUD 76.9 Mio. bis AUD 110.3
Mio. steigen.
- Wenn der Produktionsbeginn ab dem 30. Juni 2024 von 10.1
Jahre auf 14 Jahre erhöht wird, würde der Wert der Lizenz-
vereinbarung auf der Grundlage eines WACC von 7.11% bis
10.17% auf eine Spanne von AUD 29.2 Mio. bis AUD 55.2
Mio. sinken.
- Wenn der Produktionsbeginn ab dem 30. Juni 2024 von 10.1
Jahre auf 19 Jahre erhöht wird, würde der Wert der Lizenz-
vereinbarung auf der Grundlage eines WACC von 7.17% bis
10.17% auf eine Spanne von AUD 18.0 Mio. bis AUD 39.0
Mio. sinken.




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3. WICHTIGE TRANSAKTIONEN
UND EREIGNISSE

3.1 Wertminderungstest Lizenzvereinbarung
Cape Lambert
Die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) hat
unsere Finanzberichterstattung und die Jahresabschlüsse für 2021
und 2022 geprüft. Die Prüfung startete im Dezember 2022 und
die Resultate wurden im Oktober 2023 bekannt gegeben. In ihrem
Prüfungsergebnis vom 9. Oktober 2023 kommt OePR zum Schluss,
dass unsere Rechnungslegung fehlerhaft sei. Die OePR bestätigt
die Klassierung der Lizenzvereinbarung auf Cape Lambert als
immateriellen Vermögenswert, kommt aber bei der Folgebewertung
zur Schlussfolgerung, dass der Wertminderungstest gemäss den
Bestimmungen von IAS 36.10 lit. a jährlich hätte durchgeführt
werden müssen. Zusammenfassend ist OePR der Meinung, dass die
Lizenzvereinbarung auf Cape Lambert nicht als Vermögenswert
gemäss IFRS 6 klassifiziert werden kann.
Nach eingehender Beratung mit unseren Beratern teilt der
Verwaltungsrat von SunMirror die Einschätzung der OePR nicht
und hat deshalb den Prüfungsfeststellungen nicht zugestimmt.
Eine zwischenzeitlich von einem externen Sachverständigen
erstellte Bewertung der Lizenzvereinbarung kommt zum Schluss,
dass der aktuelle Wert der Lizenzvereinbarung auf der Grundlage
der getroffenen Annahmen den Buchwert stützt. Somit besteht
unabhängig von der Wertminderungsprüfung keine Abweichung
in der Folgebewertung, weder nach IAS 36 (OePR-Perspektive)
noch nach IFRS 6 (SunMirror-Perspektive). Das Verfahren wurde
von der OePR an die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA)
weitergeleitet, die sich eine unabhängige Meinung zu dieser
Angelegenheit bilden wird. Zum Zeitpunkt der Erstellung des
Konzernabschlusses war das Verfahren bei der FMA noch nicht
abgeschlossen.
Unabhängig von der Entscheidung der FMA erwartet der
Verwaltungsrat keine Auswirkungen auf die in diesem
Konzernabschluss veröffentlichten Zahlen.



3.2 Rechtsstreitigkeiten
Das Unternehmen befand sich in einem Rechtsstreit mit den
Inhabern der ehemaligen 52‘534 Pflichtwandelanleihen ISIN
CH1142529093, die im Dezember 2021 ausgegeben wurden
und am 20. Dezember 2022 automatisch in SunMirror-Aktien
zu einem Preis von EUR 75 pro Aktie umgewandelt wurden.
Die Anleihegläubiger haben die Umwandlung ihrer Anleihen
angefochten. Das Unternehmen ist dagegen der Ansicht,
dass die Schuldverschreibungen rechtmässig in Aktien
umgewandelt wurden, und widerspricht den Behauptungen
der Anleihegläubiger grundlegend. Auf dieser Grundlage und
in Anbetracht des aktuellen Sachverhalts ist das Unternehmen
der Ansicht, dass die Ansprüche unbegründet sind, und bildet
weder eine Rückstellung noch legt das Unternehmen eine
Eventualverbindlichkeit im Zusammenhang mit diesem Streit
offen. Im Rahmen einer Schlichtungsverhandlung im März 2023
konnte keine Einigung erzielt werden. Im Anschluss an diese
Schlichtungsverhandlung versäumten es die Anleihegläubiger,
innerhalb der geltenden Frist eine Klage bei einem Schweizer
Gericht einzureichen. Um eine Klage einzureichen, müssten die
Anleihegläubiger das Verfahren neu beginnen und eine neue
Schlichtungssitzung beantragen. Seit März 2023 hat es in dieser
Angelegenheit keine weiteren Entwicklungen gegeben.



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4. EINZELHEITEN ZU
DEN POSITIONEN DER
ERFOLSRECHNUNG UND
BILANZ
4.1 Umsatzerlöse
Der Konzern hat seine operative Geschäftstätigkeit noch nicht
aufgenommen. Aus diesem Grund wurden weder in der Berichts-
noch in der Vergleichsperiode Umsatzerlöse generiert.


4.2 Sonstiger Ertrag
Der sonstige Ertrag resultiert aus Auflösung von nicht mehr
benötigten kurzfristigen Rückstellungen, der erfolgreichen
Rückforderung einer Vorauszahlung und der erfolgreichen
Rückforderung von Mehrwertsteuer-Vorsteuern.



4.3 Explorationsaufwand
Derzeit werden die beiden Explorations- und Evaluierungs-
Vermögenswerte Moolyella und Kingston Keith auf potenzielle
Ressourcen untersucht, die einer wirtschaftlichen Entwicklung
unterliegen. Die anfallenden Kosten wurden in den
Geschäftsjahren 2024 (USD 0.4 Mio.) und 2023 (USD 0.2 Mio.)
vollständig aktiviert (siehe Anmerkung 4.11), weshalb in der
Erfolgsrechnung kein Aufwand verbucht wurde.

4.4 Personalaufwand
In TUS D 2024 2023
Löhne und Gehälter -777 -865
Aktienbasierte Vergütungen - -8
Sozialversicherungen -16 -41
Leistungsorientierte Vorsorgepläne - -18
Beitragsorientierte Vorsorgepläne -2 -4
Sonstiger Personalaufwand -11 -13
Total Personalaufwand -806 -949




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4.5 Übriger betrieblicher Aufwand
In TUS D 2024 2023
Unternehmensberatung -3 -97
Regulatorische Aufwendungen -68 -213
Rechts- und Steuerberatung -63 -588
Buchführung-, Konsolidierung und Wirtschaftsprüfung -279 -680
Investor Relations -70 -294
Kapitalsteuer -2 -14
Sonstiger Betriebsaufwand -87 -153
Total Übriger betrieblicher Aufwand -572 -2,039












4.6 Finanzergebnis
In TUS D 2024 2023
Gewinne auf Wertschriften des Umlaufvermögens - 42
Wechselkursgewinne 117 81
Zinsertrag 66 13
Finanzertrag 183 136
Zinsaufwand - -218
Wechselkursverluste -205 -510
Finanzaufwand -205 -728
Total Finanzergebnis -22 -592








Der Finanzertrag resultiert aus dem Zinsertrag auf flüssigen Mittel
und Fremdwährungstransaktionen sowie -umrechnungen beim
Nettoumlaufvermögen.




Der Finanzaufwand resultiert aus Fremdwährungstransaktionen
sowie -umrechnungen beim Nettoumlaufvermögen.





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4.7 Ertragssteuern
Der Konzern hat weder in der Berichts- noch in Vorjahresperioden
zu versteuernde Erträge generiert. Die aufgelaufenen
Verlustvorträge von USD 44.5 Mio. zum 30. Juni 2023 erhöhten
sich per 30. Juni 2024 weiter auf USD 45.2 Mio. Latente
Steueransprüche im Zusammenhang mit steuerlichen
Verlustvorträgen wurden aufgrund der Unsicherheit ihrer
Realisierung nicht angesetzt.
Die derzeit in der Schweiz verfügbaren steuerlichen
Verlustvorträge belaufen sich auf USD 20.1 Mio. und
können innerhalb von sieben Jahren zur Verrechnung
mit steuerpflichtigen Gewinnen verwendet werden. Die
Verlustvorträge für Luxemburg betragen USD 22.1 Mio.
und können innerhalb von 17 Jahren zur Verrechnung mit
steuerpflichtigen Gewinnen genutzt werden. In Australien und
Singapur können diese ohne zeitliche Begrenzung vorgetragen
werden. Der mögliche Steuervorteil aus diesen nicht genutzten
steuerlichen Verlusten wird in der Schweiz als die Summe
aus Bundes- sowie Kantons- und Gemeindesteuern geschätzt,
die derzeit 12% beträgt. In anderen Ländern basiert der
Steuervorteil auf dem in der jeweiligen Jurisdiktion geltenden
Körperschaftssteuersatz, der in Luxemburg und Singapur 17%
und in Australien 30% beträgt.
Im Berichtszeitraum wurden keine latenten Steueransprüche auf
temporäre Differenzen angesetzt, da ein erheblicher Betrag an
latenten Steueransprüchen zur Verfügung steht, um eine daraus
resultierende latente Steuerschuld auszugleichen.
Der Konzern erwartet nicht, die Schwellenanforderungen zu
erfüllen, die von der Organisation for Economic Co-operation
and Development (OECD) im Rahmen der neuen globalen
Mindeststeuerregeln (Pillar Two) festgelegt wurden. Folglich sind
die entsprechenden Angabepflichten nicht anwendbar.


.
4.8 Verlust pro Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem
das den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbare
Periodenergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl
der während der Periode im Umlauf befindlichen Inhaberaktien
geteilt wird. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der
Inhaberaktien in den zwölf Monaten bis zum 30. Juni 2024 beträgt
2,395,755 (30. Juni 2023: 2,370,424 Inhaberaktien).
Ein Verwässerungspotenzial ist im Aktienoptionsplan enthalten.
Wenn das volle Umwandlungspotenzial der Optionen ausgeübt
würde, erhielten die Inhaber von Aktienoptionen 17,968 Aktien
des Unternehmens (Vorjahr 8,984 Aktien). Weil das Unternehmen
für das Berichtsjahr (und das Vorjahr) einen Verlust ausweist, gibt
es keine verwässernde Wirkung auf das Ergebnis je Aktie.

4.9 Segmentberichterstattung
Da der Konzern noch nicht operativ tätig ist, liegt nur ein
operatives Segment im Rahmen der Berichterstattung vor. Die
Explorationsaktivitäten machen demnach das einzige Segment
des Konzerns aus.


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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 68


4.10 Immaterielle Werte
In TUS D Royalty Domains Total
Bruttowerte zum 1. Juli 2022 26,344 13 26,357
Währungsumrechnung -9 23 1 -9 22
Bruttowerte zum 30. Juni 2023 25,421 14 25,435
Bruttowerte zum 1. Juli 2023 25,421 14 25,435
Währungsumrechnung 54 -1 53
Bruttowerte zum 30. Juni 2024 25,475 13 25,488
Immaterielle Vermögenswerte beinhalten neben den Domains
die Lizenzvereinbarung (Royalty) für das Cape Lambert
Magnetite Projekt (Australien). Die Wertsteigerung resp.
der Wertrückgang während der Berichtsperiode stammt
ausschliesslich aus Währungsumrechnungseffekten. Der
Anschaffungswert der Lizenzgebühr auf Cape Lambert beträgt
in der funktionalen Währung AUD 38.2 Mio. Bisher wurden
keine Wertminderungsaufwendungen für diesen Vermögenswert
erfasst.
Die Lizenzvereinbarung steht noch nicht zur Nutzung zur
Verfügung und wird daher zu jedem Berichtszeitpunkt auf
Wertminderung überprüft (siehe Anmerkung 2.5).
Der Konzern prüft jährlich, ob die Lizenzvereinbarung eine
Wertminderung erfahren hat. Für die Berichtszeiträume 2024 und
2023 wurden keine Indikatoren für eine Wertminderung im Sinne
von IFRS 6 identifiziert. Der Buchwert der Lizenzvereinbarung
ist an eine Vorratslizenz gebunden (siehe Anmerkung 1.2). Der
Beginn der Abbauarbeiten ist derzeit noch nicht festgelegt.




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4.11 Vermögenswerte für Exploration &
Evaluierung
In TUS D Moolyella Kingston Keith Total
E45/5573 E53/1953
Bruttowerte zum 1. Juli 2022 3,460 321 3,781
Zugänge 141 76 217
Umgliederungen 15 -15 -
Währungsumrechnung -123 -12 -135
Bruttowerte zum 30. Juni 2023 3,493 370 3,863
Bruttowerte zum 1. Juli 2023 3,493 370 3,863
Zugänge 288 84 372
Währungsumrechnung 13 2 15
Bruttowerte zum 30. Juni 2024 3,794 456 4,250
Das akquirierte Explorationspotenzial besteht aus dem
geschätzten beizulegenden Zeitwert von Explorationslizenzen,
die im Rahmen eines Asset Deals erworben wurden und die
seit dem Erwerb getätigten Investitionsausgaben. Die dadurch
neu gewonnenen Informationen zu diesen Vermögenswerten
ergaben keine Indikatoren für eine Wertminderung. Es handelt
sich ausschliesslich um Vermögenswerte, welche der Phase 1
(Exploration und Evaluierung) zugewiesen werden und eine
unbestimmt Nutzungsdauer aufweisen.
Um die aktuellen Besitzrechte an den Explorationsliegenschaften
aufrechtzuerhalten, muss die Gruppe jährlich etwa TUSD
89 aufwenden, um die Mindestausgaben für die Dauer der
Besitzrechte zu erfüllen.



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4.12 Finanzanlagen
In TUSD 30. Juni 2024 30. Juni 2023
Darlehen an Aktionär zu fortgeführten 334 333
Anschaffungskosten
Total Finanzanlagen 334 333
Die Bedingungen für das Aktionärsdarlehen sind in Anmerkung
5.3 aufgeführt.





4.13 Übrige kurzfristige Forderungen
In TUSD 30. Juni 2024 30. Juni 2023
Aktive Rechnungsabgrenzungen 53 46
Forderungen gegenüber staatlichen Stellen 50 22
Vorauszahlungen 89 101
Total Übrige kurzfristige Forderungen 192 169
Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten vor allem
vorausbezahlte Aufwendungen für Versicherungen,
Research- und Beratungsleistungen sowie im Voraus bezahlte
Bankgebühren. Noch nicht erhaltene Erträge enthalten
hauptsächlich abgegrenzte Zinsen.





4.14 Flüssige Mittel
In TUSD 30. Juni 2024 30. Juni 2023
Bankguthaben 2,103 3,992
Total Flüssige Mittel 2,103 3,992



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4.15 Eigenkapital
Überleitung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien:
Total
Ausstehende Aktien zum 1. Juli 2022 2,343,221
Gegen Bareinlage ausgegebene Aktien 52,534
Ausstehende Aktien zum 30. Juni 2023 2,395,755
Ausstehende Aktien zum 1. Juli 2023 2,395,755
Ausstehende Aktien zum 30. Juni 2024 2,395,755




4.16 Finanzverbindlichkeiten
Die nachstehende Tabelle umfasst Details zu den Geldflüssen aus
Finanzierungstätigkeit aus dem Vorjahr. Im Berichtsjahr gab es keine
entsprechenden Geldflüsse:
Stand zum Zahlungs- Nicht Stand zum
In TUS D 1. Juli 2022 wirksa m Zahlungs- 30. Juni 2023
wirksa m
Wandelanleihen zu fortgeführten 2,829 -2,897 68 -
Anschaffungskosten
Pflichtwandelanleihen zu 3,893 - -3,893 -
fortgeführten Anschaffungskosten
Aktionärsdarlehen 1 -1 - -
Total kurzfristige 6,723 -2,898 -3,825 -
Finanzverbindlichkeiten
Die zahlungswirksame Komponente der Rückzahlung des
Wandeldarlehens zu fortgeführten Anschaffungskosten umfasst
den Nominalbetrag zuzüglich der über die Laufzeit aufgelaufenen
Zinsen. Die Pflichtwandelanleihe wurde in neu ausgegebene
Aktien umgewandelt (siehe Anmerkung 3.2).




4.17 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und übrige Verbindlichkeiten
In TUSD 30. Juni 2024 30. Juni 2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36 89
Übrige Verbindlichkeiten 287 519
Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 323 608
und übrige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren
insbesondere aus offenen Beträgen für bezogene Buchhaltungs-,
Rechts- und Beratungsleistungen sowie Sozialversicherungsbeiträge.
Die offenen Verbindlichkeiten sind in der Regel innerhalb von
drei Monaten fällig, wobei die Mehrheit innerhalb von 30 Tagen
fällig ist. Übrige Verbindlichkeiten umfassen abgegrenzte
Verbindlichkeiten, kurzfristige Rückstellungen und noch nicht
erhaltene Rechnungen.



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4.18 Übrige nicht-finanzielle
Verbindlichkeiten
Die übrigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten
Abgrenzungen für Kapitalsteuer von TUSD 3 (Vorjahr: TUSD 13).





4.19 Rückstellungen für Pensionen und
sonstige Leistungen an Arbeitnehmer
Beitragsorientierte Vorsorgepläne (Defined
Contribution)
Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten
Pensionsplänen werden in der Erfolgsrechnung bei Fälligkeit als
Personalaufwand erfasst. Vorausgezahlte Beiträge werden in der
Höhe als Vermögenswerte erfasst, in der eine Rückerstattung in
bar oder eine Reduzierung künftiger Zahlungen möglich ist. Der
in der laufenden Periode erfasste Aufwand in Bezug auf diese
Beiträge belief sich auf TUSD 2 (Vorjahr: TUSD 4).
Leistungsorientierte Vorsorgepläne (Defined Benefit)
Das Unternehmen zahlt Beiträge in leistungsorientierte
Vorsorgepläne für Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses. Der Pensionsfonds erbringt Leistungen im
Falle von Ruhestand, Tod oder Invalidität. Die Leistungen des
Plans sind abhängig vom Alter, den Dienstjahren, dem Gehalt und
einem persönlichen Alterskonto.
Verpflichtungen aus Nettoverpflichtung aus
leistungsorientierten leistungsorientierten
In TUSD Vorsorgeplänen Planvermögen Vorsorgeplänen
1. Juli 2022 68 -35 33
Erfolgswirksam berücksichtigt
Laufende Vorsorgeansprüche 18 18
86 -35 51
Übrige
Beiträge des Arbeitgebers zum Plan -7 -7
Beiträge der Arbeitnehmer zum Plan 7 -7 0
93 -49 44
Im sonstigen Gesamtergebnis
berücksichtigt
Versicherungsmathematische Gewinne aus
- Beendigung des Vorsorgeplans -93 49 -44
30. Juni 2023 0 0 0
Der Plan wird durch Vermögenswerte finanziert, die in
einem rechtlich separaten Vorsorgeträger gehalten werden.
Die Bewertung wird von einem Versicherungsmathematiker
vorgenommen und erfolgt auf Basis des
Anwartschaftsbarverfahrens (Projected Unit Credit Method).
Der leistungsorientierte Plan wurde aufgrund des Ausscheidens
von Mitarbeitern aus dem Unternehmen im Vorjahr beendet.
Aus diesem Grund gibt es keine Informationen über die
versicherungsmathematischen Annahmen, die Sterblichkeit usw.
Aktienoptionsplan
Stand zum Zahlungs- Nicht Stand zum
In TUS D 1. Juli 2022 wirksam zahlungs- 30. Juni 2023
wirksam
Aktienoptionsplan für - - 8 8
Geschäftsleitung
Total übrige langfristige - - 8 8
Rückstellungen
Stand zum Zahlungs- Nicht Stand zum
In TUS D 1. Juli 2023 wirksam zahlungs- 30. Juni 2024
wirksam
Aktienoptionsplan für 8 - - 8
Geschäftsleitung
Total übrige langfristige 8 - - 8
Rückstellungen
Siehe Anmerkungen 2.3.11 und 5.2 für weitere Informationen.


SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 72

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 73
5. ÜBRIGE ANGABEN




5.1 Angaben zu Finanzinstrumenten
5.1.1 Beizulegender Zeitwert und Kategorien von Fi-
nanzinstrumenten
Die Finanzanlagen des Konzerns umfassen Bankguthaben und
ausgegebene Aktionärsdarlehen.

Bankguthaben werden zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Ihr Buchwert bei der Erstbewertung entspricht ihrem
Nennwert, der als beizulegender Zeitwert angesehen wird.
Aktionärsdarlehen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Das Darlehen ist innerhalb eines Jahres rückzahlbar.
Der Buchwert bei der Erstbewertung unterscheidet sich nicht
nennenswert von seinem Nominalwert. Das Darlehen ist teilweise
durch SunMirror AG Aktien abgesichert und wird mit 1.00%
verzinst.



Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.
Sämtliche Finanzverbindlichkeiten sind kurzfristig.










In TUSD 30. Juni 2024 30. Juni 2023
Finanzielle Vermögenswerte
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 2,437 4,325
Flüssige Mittel 2,103 3,992
Darlehen an Aktionär zu fortgeführten 334 333
Anschaffungskosten
Total Finanzielle Vermögenswerte 2,437 4,325
Finanzverbindlichkeiten
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 323 608
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36 89
Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 287 519
Total Finanzverbindlichkeiten 323 608











Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Aufgrund ihrer kurzfristigen Fälligkeit innerhalb der
nächsten 3 Monaten, unterscheiden sie sich nicht wesentlich vom
Nominalbetrag, zu dem sie beglichen werden.




Die untenstehende Tabelle fasst die Einordnung von
Finanzinstrumenten auf Basis ihrer jeweiligen Bewertungen
zusammen.
Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeiten entsprechen
die beizulegenden Zeitwerte der zu fortgeführten
Anschaffungskosten gehaltenen Finanzinstrumente ungefähr
ihren Buchwerten.


5.1.2 Kapitalmanagement
Das Ziel des Kapitalmanagements der SunMirror-Gruppe ist
in erster Linie darauf ausgerichtet, die Wachstumsstrategie
der Gruppe zu finanzieren und den Wert für die Aktionäre
zu maximieren. Das Management überwacht und passt die
Kapitalstruktur an, um eine stabile Finanzierung zu den
geringstmöglichen Kosten zu gewährleisten.


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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 74



5.1.3 Zielsetzung und Grundsätze des
Risikomanagements für Finanzinstrumente
Die sich aus Finanzinstrumenten ergebenden Risiken des
Konzerns sind aufgrund der Beschaffenheit der gehaltenen
Finanzinstrumente begrenzt.
Marktrisiko
Das Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert
von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der
Wechselkurse, Zinssätze und anderer Marktpreise schwankt.
Aufgrund seiner Geschäftsaktivitäten ist der Konzern von
Schwankungen von Mineralpreisen, insbesondere in Bezug auf
Lithium und Eisenerz (v.a. hinsichtlich des Timings künftiger
Extraktionsaktivitäten) abhängig.
Das Wechselkursrisiko bezeichnet das Risiko, dass der
beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsflüsse eines
Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursbewegungen
schwanken werden. Das Wechselkursrisiko des Konzerns bezieht
sich vornehmlich auf seine Finanzierungsaktivitäten. Der
Konzern überwacht Währungsrisiken durch die Beobachtung von
Wechselkursen.
Der grösste Teil der betrieblichen Aktivitäten (z. B. Erwerb
von Explorationslizenzen) wird in AUD abgewickelt, die
Personalkosten fallen in CHF und GBP an, während die
allgemeinen Verwaltungskosten hauptsächlich in CHF, EUR und
AUD anfallen.
Das Wechselkursrisiko der Gruppe zum Ende des
Berichtszeitraums ergibt sich hauptsächlich aus
Finanzinstrumenten, die auf EUR lauten:
In TUSD 30. Juni 2024 30. Juni 2023
Finanzanlagen in EUR denominiert
Flüssige Mittel 1,782 3,689
Total Finanzanlagen in EUR denominiert 1,782 3,689
Finanzverbindlichkeiten in EUR denominiert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 67
Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 31 111
Total Finanzverbindlichkeiten in EUR denominiert 43 178
Total Finanzinstrumente in EUR denominiert 1,825 3,867
Sensitivitätsanalyse
Die Gesellschaft ist insbesondere Veränderungen des EUR/CHF
Wechselkurses ausgesetzt. Eine Veränderung von 5% des EUR/
CHF Wechselkurses (ceteris paribus) hätte folgenden Nettoeffekt
auf die Erfolgsrechnung:
In TUSD 30. Juni 2024 30. Juni 2023
EUR/ CHF Wechselkurs - Anstieg um 5% 91 193
EUR/ CHF Wechselkurs - Rückgang um 5% -91 -193
Der in der Erfolgsrechnung ausgewiesene aggregierte Netto-
Wechselkursgewinn (-verlust) beläuft sich auf TUSD -87 (Vorjahr:
TUSD 193).

Kreditrisiko
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, dass Vertragspartner
ihren Verpflichtungen aus einem Finanzinstrument oder einem
Kundenvertrag nicht nachkommen können, was zu einem
finanziellen Verlust führen würde. Relevante Kreditrisiken
auf Basis der Konzernaktivitäten resultieren aus Einlagen
bei Banken und Finanzinstituten sowie dem ausgegebenen
Aktionärsdarlehen.




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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 75



Die Gruppe überwacht ihre Kreditrisiken aus Einlagen
bei Banken und Finanzinstituten auf laufender Basis. Die
Kreditrisiken in Bezug auf Bargeld und Einlagen sind als
sehr gering einzustufen. SunMirror unterhält zahlreiche
Geschäftsbeziehungen zu angesehenen Banken mit einem
unabhängig bewerteten Kreditrating von A2.
Das Management stuft das Kreditrisiko aus dem
Aktionärsdarlehen als mittelmässig ein, da dieses nicht
vollständig durch die Aktienposition des Aktionärs in SunMirror
abgesichert ist. Im Jahr 2024 führte dies zu einem Deckungsgrad
zwischen 1% und 7%.
Das maximale Kreditrisiko des Konzerns zum Berichtszeitpunkt
entspricht den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte in
der Jahresrechnung, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.

Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass der Konzern
in Schwierigkeiten gerät, seinen Verpflichtungen aus
Finanzverbindlichkeiten nachzukommen, die durch Übertragung
flüssiger Mittel oder sonstiger finanzieller Vermögenswerte
beglichen werden. Der Konzern überwacht seine Risiken infolge
zu knapper finanzieller Mittel. SunMirror hält ausschliesslich
kurzfristige Verbindlichkeiten und stellt die Verfügbarkeit von
kurzfristigen liquiden Mitteln sicher. Eine Ausnahme stellt die
Rückstellung für den Aktienoptionsplan dar, welcher langfristiger
Natur ist.
In TUSD 30. Juni 2024 30. Juni 2023
Finanzielle Vermögenswerte
Bankguthaben 2,103 3,992
Darlehen an Aktionär zu fortgeführten 334 333
Anschaffungskosten
Total Einzahlung flüssiger Mittel 2,437 4,325
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -36 -89
Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen -287 -519
Total Auszahlung flüssiger Mittel -323 -608
Netto-Liquidität aus Finanzinstrumenten 2,114 3,717
Die vertraglichen Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten
zum 30. Juni 2024 sind auf kurzfristige Verbindlichkeiten
beschränkt, da alle innerhalb der nächsten 3 Monaten, fällig
werden. Das Gleiche gilt auch für die in den Vorjahren erfassten
finanziellen Verbindlichkeiten. Die nachstehende Tabelle zeigt die
Liquiditätslage des Konzerns zum 30. Juni 2024 und zum 30. Juni
2023 auf. Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich um nicht
abgezinste Geldflüsse aus Finanzinstrumenten.
Marktkonzentration und Finanzierungsquellen
Die Konzentration von Risiken hängt vom Engagement gegenüber
Gegenparteien, Regionen, Branchen und Währungen ab. Der
Konzern bewertet und steuert die Konzentration von Risiken
aktiv.
Mit der Geschäftstätigkeit des Konzerns sind geografische
und branchenspezifische Risiken verbunden. Die Gruppe ist
derzeit hauptsächlich in Australien tätig. Es ist jedoch geplant,
die Aktivitäten auf andere Länder auszudehnen, was die
geografischen Risiken verringern würde.
In der aktuellen Phase konzentriert sich SunMirror
auf Eigenkapital- oder ähnliche Finanzierungen sowie
Partnerschaften mit Gewinnbeteiligungen.




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5.2 Aktienbasierte Vergütungen
Im Mai 2023 führte der Verwaltungsrat von SunMirror AG
einen Aktienoptionsplan ein. Bestimmte Mitglieder der
Geschäftsleitung und ausgewählte Mitarbeiter in Schlüsselposi-
tionen sind zur Teilnahme an dem Plan berechtigt (Teilnehmer).
Mit diesem Aktienoptions¬plan wird ein Rahmen geschaffen,
um den Teilnehmern langfristige Anreize zu bieten und ihre
Interessen besser mit den Interessen der Aktionäre und der
Prosperität des Unternehmens in Einklang zu bringen. Der
Aktienoptionsplan wird als mit Barausgleich eingestuft. Die
Gesellschaft hat jedoch das Recht, den Ausgleich nach eigenem
Ermessen entweder in bar oder in Aktien vorzunehmen. Der
Aktienoptionsplan kann von Zeit zu Zeit geändert werden und
ist ein diskretionäres Anreizsystem zur Mitarbeiterbindung und
-motivation.
Die Zuteilungen erfolgen auf Empfehlung des
Vergütungsausschusses auf der Grundlage der Leistungen der
Teilnehmer sowie der Beschäftigungsbedingungen und werden
vom Verwaltungsrat genehmigt.
Anzahl Aktienoptionen Gewährt, noch Langfristige Personal-
nicht zugeteilt Rückstellungen aufwand
Aktienoptionsplan für Geschäftsleitung
Stand zum 1. Juli 2022 - -
In Aussicht gestellt mit einem
durchschnittlichen Ausübungspreis von 17,968
EUR 7.00 pro Aktie/ Option
Im Zeitraum zugeteilit und ausübbar -8,984
innerhalb der nächsten 10 Jahre
Abgrenzung für den Dienstzeitraum 10,806 10,806
Stand zum 30. Juni 2023 8,984 10,806 10,806
Stand zum 1. Juli 2023 8,984 10,806
Im Zeitraum zugeteilt und ausübbar -8,984
innerhalb der nächsten 10 Jahre
Abgrenzung für den Dienstzeitraum 7,162 7,162
Stand zum 30. Juni 2024 - 17,968 7,162
Die individuellen Bedingungen, die für jeden Teilnehmer im
Zusammenhang mit jeder Aktienoptionszuteilung zusätzlich
zu den allgemeinen Bestimmungen dieses Plans gelten, sind
Gegenstand einer separaten Zuteilungsvereinbarung.
In der Regel erfolgen die Zuteilungen über einen Dienstzeitraum
von drei Jahren. Die fest zugeteilten Optionen können
anschliessend über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgeübt
werden. Eine Option berechtigt zum Bezug einer Aktie der
SunMirror AG oder eines entsprechenden Barausgleichs. Die
Ausübungspreise der Optionen werden unter Bezugnahme auf
historische Durchschnittswerte der Aktienkurse berechnet. Bei
Beendigung des Arbeitsverhältnisses können anwartschaftliche
Optionen je nach den Umständen annulliert werden oder
nicht. Der entsprechende Aufwand wird über die Dienstzeit im
Personalaufwand erfasst (Anmerkung 4.4) und die kumulierten
Verbindlichkeiten werden als langfristige Rückstellung
ausgewiesen (Anmerkung 4.19).



SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 76

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5.3 Transaktionen mit nahestehenden
Personen
Die Transaktionen der Gruppe mit nahestehenden Unternehmen
und Personen umfassen Transaktionen mit:
Verwaltungsräte und Mitglieder der Geschäftsleitung von
SunMirror (definiert als Verwaltungsräte und Management
von SunMirror AG).

Gilmore Capital Ltd (vormals Gravner Ltd.), ein Aktionär,
der früher signifikanten Einfluss auf SunMirror
hatte, unterstützte die Gruppe bei der Suche nach
Investitionsmöglichkeiten. Diese Dienstleistungen wurden
unentgeltlich erbracht. Darüber hinaus gewährte SunMirror
dem Aktionär im April 2021 ein Darlehen in Höhe von AUD
500.000.



Die Vergütung an Verwaltungsräte und Mitglieder der
Geschäftsleitung setzt sich folgendermassen zusammen:
In TUS D 2024 2023
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 751 749
Aktienbasierte Vergütungen - 8
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 21
Total 751 778
Bei den in der Tabelle angegebenen Beträgen handelt es sich um
die in den Berichtszeiträumen als Aufwand erfassten Beträge für
Verwaltungsräte und Mitglieder der Geschäftsleitung.



Die folgenden Transaktionen haben mit nahestehenden Personen
stattgefunden:
In TUS D 2024 2023
Zinsertrag aus gewährten Darlehen an 3 3
Aktionäre
Total 3 3
Bei den folgenden Beträgen handelt es sich um offene Salden zum
Ende der Berichtsperiode in Zusammenhang mit Transaktionen
mit nahestehenden Personen:
In TUSD 30. Juni 2024 30. Juni 2023
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber:
Mitgliedern der Geschäftsleitung -12 -13
Total -12 -13
Gewährte Darlehen an:
Ak tionäre 334 333
Total 334 333
Langfristige Rückstellungen
Aktienoptionsplan für Geschäftsleitung -8 -8
Total -8 -8

Das dem Aktionär gewährte Darlehen sieht eine Rückzahlung in
bar auf Verlangen in voller Höhe vor, einschliesslich Zinsen zu
einem Zinssatz von 1% pro Jahr. Es ist möglich, dass das Darlehen
(zusammen mit den aufgelaufenen Zinsen) durch die Lieferung
einer vereinbarten australischen Explorationslizenz beglichen
wird, vorbehaltlich einer zufriedenstellenden Due Diligence und
Dokumentation. Das Darlehen ist teilweise durch Aktien der
SunMirror AG gesichert.


6. EREIGNISSE NACH DEM ENDE
DER BERICHTSPERIODE
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, welche
offenlegungspflichtig sind.

SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | KONZERNABSCHLUSS 77

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BESTÄTIGUNGSVERMERK 78
Bericht der Revisionsstelle
an die Generalversammlung der
SunMirror AG, Zug
Zürich, 18. Oktober 2024
Bericht zur Prüfung der konsolidierten Jahresrechnung
Prüfungsurteil
Wir haben die konsolidierte Jahresrechnung der SunMirror AG und ihrer Tochtergesellschaften (der
Konzern) - bestehend aus der konsolidierten Bilanz zum 30. Juni 2024, der konsolidierten Erfolgs-
rechnung, der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung, der konsolidierten Eigenkapitalveränderungs-
rechnung und der konsolidierten Geldflussrechnung für das dann endende Jahr sowie dem Anhang,
einschliesslich wesentlicher Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht die auf den Seiten 45 bis 77 dargestellte konsolidierte Jahres-
rechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der konsolidierten Vermögens-
und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2024 sowie dessen konsolidierter Ertragslage und Cash-
flows für das dann endende Jahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Stan-
dards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz, den Inter-
national Standards on Auditing (ISA) sowie den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH)
durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt
«Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der konsolidierten Jahresrechnung» unseres
Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den
schweizerischen gesetzlichen Vorschriften und den Anforderungen des Berufsstands sowie dem In-
ternational Code of Ethics for Professional Accountants (including International Independence Stan-
dards) des International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA-Kodex), und wir haben unse-
re sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäs-
sen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung der konsolidierten Jahresrechnung des Be-
richtszeitraums waren. Diese Sachverhalte wurden im Kontext unserer Prüfung der konsolidierten
Jahresrechnung als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu adressiert, und wir
geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Bewertung des Anlagevermögens
Der Buchwert des Anlagevermögens des Konzerns im Anwendungsbereich von IFRS 6 - Exploration
und Evaluierung von mineralischen Ressourcen - umfasst immaterielle Werte in Form von Lizenz-
rechten sowie Explorations- und Evaluierungsvermögen. Zum 30. Juni 2024 betrugen diese insgesamt
USD 30 Mio. (30. Juni 2023: USD 29 Mio., siehe Anhang Ziffern 4.10 und 4.11). Der Buchwert des
Explorationsvermögens macht zum 30. Juni 2024 insgesamt 92% (30. Juni 2023: 87%) des Gesamt-
vermögens der Gruppe aus.
Prüfungssachverhalt
In Anbetracht der Bedeutung der Beträge in der Bilanz und der inhärenten Unsicherheiten wie:
der langfristigen Ausrichtung auf eine mögliche Erschliessung und den Abbau von Metallen
der Feststellung, ob vermutete Vorkommen tatsächlich vorhanden sind oder nicht
der Feststellung und Beurteilung allfällig vorliegender Wertminderungsindikatoren
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BESTÄTIGUNGSVERMERK 79
zum Teil bedeutenden Abhängigkeiten von Interessen Dritter
haben wir die die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte als einen besonders wichtigen Prü-
fungssachverhalt klassifiziert.
Unsere Vorgehensweise
Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem Folgendes:
Wir haben ein Verständnis von der Bewertungmethodik und der Beurteilung der Wertminderungs-
indikatoren erlangt, die das Management für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2024 angewandt hat.
Wir haben die Ausgestaltung und Implementierung relevanter Kontrollen im Zusammenhang mit
der Bewertung der möglichen Wertminderungsindikatoren durch das Management zum Jahresen-
de beurteilt.
Wir haben folgende weitere Prüfungshandlungen durchgeführt, um die Existenz der ausgewiese-
nen immateriellen Anlagen zu überprüfen:
Kritische Durchsicht der zugrundeliegenden Explorationslizenzen und der damit zusammen-
hängenden geforderten Aktivitäten, um die das Vorhandensein der Eigentumsrechte und die
Gültigkeit zum Jahresende zu verifizieren;
Krtische Durchsicht der letzten Berichte über Feldbesuche, die vom Sachverständigen des
Managements erstellt wurden;
Befragung des Managements;
In Bezug auf die Lizenzrechte haben wir eine Drittbestätigung des Lizenznehmers eingefor-
dert, in der die Lizenzrechte gemäss der ursprünglichen Vereinbarung sowie der Besitz der
jeweiligen Zurückbehaltungslizenz bestätigt werden.
Aufgrund unserer Prüfungsergebnisse kommen wir zum Schluss, dass die Bewertung des Anlagever-
mögens mit den Vorgaben gemäss IFRS übereinstimmt und dass die Einschätzung durch das Ma-
nagement, das keine Wertminderungsindikatoren vorliegen, vertretbar ist.
Sonstige Informationen
Der Verwaltungsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen
umfassen die im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die konsolidierte Jahresrech-
nung, die Jahresrechnung und unsere dazugehörigen Berichte.
Unser Prüfungsurteil zur konsolidierten Jahresrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informa-
tionen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.
Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen In-
formationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmig-
keiten zur konsolidierten Jahresrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnis-
sen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentli-
che falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tat-
sache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrates für die konsolidierte Jahresrechnung
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer konsolidierten Jahresrechnung in Über-
einstimmung mit den IFRS und den gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt, und für die internen Kontrollen, die der Verwaltungsrat als notwendig
feststellt, um die Aufstellung einer konsolidierten Jahresrechnung zu ermöglichen, die frei von wesent-
lichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung der konsolidierten Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat dafür verantwortlich, die
Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zu-
sammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür,
den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn,
der Verwaltungsrat beabsichtigt, entweder den Konzern zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten ein-
zustellen, oder hat keine realistische Alternative dazu.
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BESTÄTIGUNGSVERMERK 80
Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der konsolidierten Jahresrechnung
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die konsolidierte Jahresrechnung
als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irr-
tümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit
ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem
schweizerischen Gesetz und den ISA sowie den SA-CH durchgeführte Abschlussprüfung eine we-
sentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von
ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grund-
lage dieser konsolidierten Jahresrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern
beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den ISA
sowie den SA-CH üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemässes Ermessen aus
und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen in der konsolidier-
ten Jahresrechnung aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prü-
fungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko,
dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusam-
menwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das
Ausserkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten Internen Kontrollsys-
tem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind,
jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems der
Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Ver-
tretbarkeit der dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammen-
hängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Verwaltungsrat angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Geschäftstätigkeit sowie auf der Grundlage
der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Er-
eignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft
zur Fortführung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen,
dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bericht auf die dazu-
gehörigen Angaben in der konsolidierten Jahresrechnung aufmerksam zu machen oder, falls die-
se Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Berichts erlangten Prüfungs-
nachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesell-
schaft von der Fortführung der Geschäftstätigkeit zur Folge haben.
Wir kommunizieren mit dem Verwaltungsrat bzw. dessen/deren zuständigem Ausschuss unter ande-
rem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie
über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschliesslich etwaiger bedeutsamer Mängel im Internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung identifizieren.
Wir geben dem Verwaltungsrat bzw. dessen zuständigem Ausschuss auch eine Erklärung ab, dass
wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und
kommunizieren mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünf-
tigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und –
sofern zutreffend – über Massnahmen zur Beseitigung von Gefährdungen oder getroffene Schutz-
massnahmen.
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BESTÄTIGUNGSVERMERK 81
Von den Sachverhalten, über die wir mit mit dem Verwaltungsrat bzw. dessen zuständigem Aus-
schuss kommuniziert haben, bestimmen wir diejenigen Sachverhalte, die bei der Prüfung des Ab-
schlusses des Berichtszeitraums am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prü-
fungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bericht, es sei denn, Geset-
ze oder andere Rechtsvorschriften schliessen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus, oder wir
bestimmen in äusserst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bericht mitgeteilt wer-
den soll, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung de-
ren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und PS-CH 890 bestätigen wir, dass ein gemäss
den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der
konsolidierten Jahresrechnung existiert.
Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.
Ferax Treuhand AG
Renzo Peduzzi Antonio Marin
Zugelassener Zugelassener
Revisionsexperte Revisionsexperte
Leitender Revisor
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERKLÄRUNG 82
Erklärung aller gesetzlichen
Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit
den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte
Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der
Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis
und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die
wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der
Konzern ausgesetzt ist.
Zug, am 18. Oktober 2024
Laurent Quelin e.h.
Mitglied des Verwaltungsrates
Graphics
BERICHT
ZUR WIRTSCHAFT-
LICHEN LAGE
LAGEBERICHT
2023/24
ZUM 30. JUNI 2024
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 84
BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Das weltweite Wirtschaftswachstum fiel angesichts der ange-
spannten finanziellen Bedingungen relativ moderat aus. Für die
erste Jahreshälfte 2024 deuten wichtige ökonomische Indikato-
ren jedoch darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft wieder leicht
erholt hat. In den Vereinigten Staaten bleibt das Wirtschafts-
wachstum stabil, während die Inflation sinkt. In China haben die
staatlichen Unterstützungsmaßnahmen aus 2023 und zu Beginn
2024 noch nicht zu einen Turnaround des anhaltend schwachen
Wohnimmobiliensektors geführt. Diese Marktschwäche hat den
Einfluss der starken chinesischen Exporte und der umfangreichen
Investitionen in Infrastruktur und Produktionskapazitäten ab-
geschwächt.
Infolge der jüngst verbesserten ökonomischen Entwicklung und
der Aussichten auf eine weniger restriktive Geldpolitik der bedeu-
tenden westlichen Volkswirtschaften, sind die Preise für Eisen-
und Nichteisenmetalle seit Q1 2024 allgemein gestiegen. Der Preis
für Eisenerz hat sich oberhalb von USD 100 pro Tonne stabilisiert,
während Kupfer zuletzt über USD 10.000 pro Tonne notierte. Seit
Ende des zweiten Quartals 2024 sind die Preise jedoch wieder
zurückgegangen.
Seit Q1 2024 hat der Goldpreis dank Käufen durch die Zentral-
bank und der Nachfrage von chinesischen Haushalten nach alter-
nativen Investments inmitten der Schwäche der Immobilien- und
Aktienmärkte neue Rekordhöhen erreicht.
Nach starken Rückgängen im Jahr 2023 und zu Beginn 2024
scheinen sich die Preise für Lithium und Nickel zu erholen. Wenn-
gleich für beide Edelmetalle in H1 2024 mehrjährige Tiefststände
erreicht wurden, werden einige neue australische Nickel- und
Lithiumprojekte vorangetrieben. Die australische Spodumen-Pro-
duktion ist wettbewerbsfähig mit konkurrierenden Lithiumsolen.
Die Interventionsmaßnahmen zahlreicher Regierungen in Bezug
auf den Handel mit China werden Auswirkungen auf Richtung
und Volumina der australischen Rohstoff- und Energieexporte
haben. Weitreichende handelspolitische Maßnahmen könnten die
Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Hersteller gegenüber an-
deren asiatischen Handelsnationen (wie Japan und Südkorea), die
Australien beliefern, verschlechtern. Die australischen Exporte
würden darunter leiden, wenn Teile der chinesischen Produkti-
onskapazitäten an Nordamerika und Westeuropa verloren gehen.
Abhängig vom Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen im
November kann sich auch das Tempo der Expansion von Elektro-
fahrzeugen und Technologien für erneuerbare Energien in den
USA verändern. Dies hätte kurzfristig einen großen Einfluss auf
die Nachfrage nach Batterie-Mineralien. Das Nachfragewachs-
tum in anderen bedeutenden Märkten (EU und China) dürfte sich
dynamisch erhöhen.
Jüngste Maßnahmen von Großbritannien und den USA hinsicht-
lich eines Einfuhrverbots von russischem Metall in die Lagerhäu-
ser von LME und Comex, würde noch mehr russisches Metall nach
China und Indien verlagern. Australische Bergbauunternehmen
würden tendenziell russische Metallverkäufe nach Japan und
Südkorea ersetzen. Nickel und Aluminium wären die am stärksten
betroffenen Metalle.
Die weiter zunehmende Adaption neuer energieintensiver Techno-
logien, inklusive generativer künstlicher Intelligenz, wird in vie-
len Ländern die Energienachfrage stimulieren. Kurzfristig wird
erwartet, dass sich vor allen die Nachfrage nach gasbetriebenem
Strom erhöht.
Zusammenfassung
Graphics
Gesamtwirtschaftliches
Umfeld
ZUSAMMENFASSUNG: .
Dank der verbesserten globalen Güternachfrage ist die welt-
weite Industrieproduktion in der ersten Hälfte 2024 gestiegen.
Ein Großteil des Wachstums der weltweiten industriellen Pro-
duktion und der Warenausfuhren entfiel dabei auf China.
Bei einem ausgeglichenen Risikoprofil hat sich der Ausblick
für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 leicht ver-
bessert. Dank des Rückgangs der Inflation in den Zielkorridor
werden Zentralbanken ihre restriktiven Maßnahmen beenden
und das Wachstum im Jahr 2025 beschleunigen.
Im Mai 2024 wurden die Wachstumsprognosen Chinas für
2024 und 2025 nach oben revidiert. Dies war die Folge des bes-
ser als erwartet ausgefallenen Wachstums im ersten Quartal
2024 sowie den jüngst angekündigten Maßnahmen für den
Immobiliensektor.
Rückläufige Inflation und stabiles Wachstum bei
ausgeglichenen Risiken noch immer erwartet
Das Weltwirtschaftswachstum fiel angesichts der angespann-
ten finanziellen Bedingungen relativ gering aus. Für die erste
Jahreshälfte 2024 deuten wichtige ökonomische Indikatoren
jedoch darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft leicht erholt hat. In
den Vereinigten Staaten bleibt das Wirtschaftswachstum sta-
bil, während die Inflation sinkt. In China haben die staatlichen
Unterstützungsmaßnahmen noch nicht für einen Turnaround
des anhaltend schwachen Wohnimmobiliensektors gesorgt. Diese
Marktschwäche hat den Einfluss der starken chinesischen Exporte
und der umfangreichen Investitionen in Infrastruktur und Pro-
duktionskapazitäten verringert.
Infolge der jüngst verbesserten ökonomischen Aktivität und der
Aussichten einer weniger restriktiven Geldpolitik der bedeuten-
den westlichen Volkswirtschaften, sind die Preise für Eisen- und
Nichteisenmetalle seit dem ersten Quartal 2024 allgemein gestie-
gen. Der Preis für Eisenerz hat sich oberhalb von USD 100 pro Ton-
ne stabilisiert, während Kupfer jüngst über USD 10.000 pro Tonne
notierte. Seit dem Ende des zweiten Quartals 2024 sind die Preise
jedoch wieder zurückgegangen. Wenngleich für beide Edelmetalle
in H1 2024 mehrjährige Tiefststände erreicht wurden, werden
einige neue australische Nickel- und Lithiumprojekte vorangetrie-
ben. Die australische Spodumen-Produktion ist wettbewerbsfähig
mit konkurrierenden Lithiumsolen. Seit dem ersten Quartal 2024
hat der Goldpreis dank Käufen durch die Zentralbank und der
Nachfrage der chinesischen Haushalte nach alternativen Invest-
ments inmitten der Schwäche der Immobilien- und Aktienmärkte
neue Rekordhöhen erreicht.
Die politischen Interventionsmaßnahmen in Bezug auf den
Handel mit China werden Auswirkungen auf die Richtung und
Volumina der australischen Rohstoff- und Energieexporte haben.
Australische Exporte könnten darunter leiden, sofern Teile der
chinesischen Produktionskapazitäten an Nordamerika und West-
europa verloren gehen.
Dies liegt an höheren Transportkosten, die einigen australischen
Produzenten den Zugang zu diesen Märkten verwehren.
Abhängig vom Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen im
November kann sich auch das Adaptionstempo von Elektrofahr-
zeugen und Technologien für erneuerbare Energien in den USA
verändern. Dies hätte kurzfristig einen großen Einfluss auf die
Nachfrage nach kritischen Mineralien. Das Nachfragewachstum
in anderen bedeutenden Märkten (EU und China) dürfte sich
dynamisch erhöhen.
Jüngste Maßnahmen hinsichtlich eines Einfuhrverbots von rus-
sischem Metall in die Lagerhäuser von LME und Comex werden
noch mehr russisches Metall nach China und Indien verlagern.
Australische Bergbauunternehmen würden tendenziell russische
Metallverkäufe nach Japan und Südkorea ersetzen. Nickel und
Aluminium werden die am stärksten betroffenen Metalle sein.
Letztlich wird das anhaltende Wachstum der Einführung neuer,
stromintensiver Technologien, inklusive generativer künstlicher
Intelligenz in vielen Ländern die Energienachfrage stimulieren.
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 85
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 86
Quelle: https://www.industry.gov.au/publications/resources-and-energy-quarterly-june-2024
BIP-Wachstumsprognosen (unten)
Quelle: IMF (2024)
Der IWF unterstrich in Bezug auf das globale Wachstum sowohl
das Upside als auch das Downside-Risiko, einschließlich der
Frage, inwieweit die Inflation anhält bzw. die geoökonomische
Fragmentierung zunimmt. Weitere Risiken resultieren aus dem
Ausblick für China und hängen vom weiteren Ausmaß und der
Dauer des Abschwungs im Immobiliensektor ab. Zusätzliche
Reformen des Immobiliensektors sowie großflächige Investitionen
können das gedämpfte Vertrauen stärken; allerdings beinhalten
strukturelle Herausforderungen sowie lokale staatliche Finanzie-
rungsrestriktionen auch Risiken für das Tempo der Erholung.
Gestiegene Risiken für das globale Handelssystem und die geo-
ökonomische Fragmentierung mit verschärften Sanktionen und
handelspolitischen Maßnahmen sind die Downside-Risiken für
das weltweite Wachstum. Der IWF beziffert die Belastung hieraus
mit 0,5-0,7% des globalen Wachstums über die nächsten 5 Jahre,
abhängig vom Schweregrad der Fragmentierung.
Weltwirtschaftlicher Ausblick
Der Ausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) von April
sieht für 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2% vor,
das bei gleichem Tempo bis 2026 anhalten soll. Gegenüber dem
IWF-Ausblick von Januar 2024 stellt das einen Anstieg um 0,1 Pro-
zentpunkte für 2024 dar. Dies reflektiert höhere Wachstumsprog-
nosen für die USA, die durch rückläufige Ausblicke in zahlreichen
anderen Ländern kompensiert werden. Der IWF geht gegenüber
den Angaben aus dem Januar von geringeren Prognoserisiken aus,
die insgesamt ausgeglichen sind.
Das Wachstum der fortgeschrittenen Länder soll im Jahr 2024 auf
1,7% bzw. 1,8% in den Jahren 2025 und 2026 ansteigen. Diese Pro-
gnose wurde für 2024 um 0,2 Prozentpunkte nach oben korrigiert,
weil sich die Aussichten für die USA verbessert haben (plus 0,6
Prozentpunkte). Im Prognosezeitraum wird für die aufstrebenden
Volkswirtschaften weiterhin ein relativ starkes Wachstum an-
genommen, das 2024 und 2025 auf 4,2% zulegen soll. Dank guter
Wachstumsaussichten in Indien und Brasilien wurde die Wachs-
tumsrate für 2024 um 0,1 Prozentpunkte erhöht.
Der IWF unterstreicht die Resilienz der Weltwirtschaft, die trotz
der zahlreichen Schocks über die letzten Jahre eine Rezession ab-
wenden konnte. Die angespannten Arbeitsmärkte haben die Aus-
wirkungen der strafferen Geldpolitik auf das Konsumwachstum
abgeschwächt, wobei sich die globale Güternachfrage im ersten
Halbjahr 2024 aufgehellt hat und die Aussichten für das verarbei-
tende Gewerbe weltweit verbessert haben.
Jüngste politische Maßnahmen und eine bessere ökonomische
Entwicklung in China im Märzquartal haben den IWF veranlasst,
seine Wachstumsprognosen gegenüber dem Ausblick von April
(siehe Kapitel China) anzuheben. Demnach erwartet der IWF fort-
an ein Wachstum der chinesischen Wirtschaft von 5,0% im Jahr
2024 und 4,5% im Jahr 2025, das sich 2026 auf 4,1% abschwächen
soll, parallel zum schwächer erwarteten langfristigen Wirt-
schaftswachstum.
2.1 Summary
Global industrial production lifted in the first half of 2024, on account of
improving global goods demand. China accounted for most of the
growth in global industrial production and merchandise exports.
The outlook for global growth in 2024 has improved slightly, with risks
evenly balanced. As inflation returns to target levels, central banks will
exit restrictive stances, with growth to pick up in 2025.
In May, China’s growth outlook for 2024 and 2025 was revised up, on
account of better-than-expected growth in the March quarter 2024 and
policies recently announced targeting the property sector.
2.2 World economic outlook
Declining inflation and resilient growth still expected, with risks balanced
The International Monetary Fund’s (IMF) April forecasts were for the world
economy to grow by 3.2% in 2024 and then continue at the same pace
through to 2026. This represented an upgrade of 0.1 percentage points for
2024 compared to the IMF’s January 2024 outlook — reflecting upgrades
made to forecast growth for the US, offset by downward revisions across
several other economies. The IMF stated the risks to the outlook have
eased and are broadly balanced compared to their January update.
Growth in advanced economies is expected to rise to 1.7% in 2024 and
1.8% in 2025 and 2026. The forecast is revised upward by 0.2 percentage
point for 2024, given improved outlook for the US — revised up by 0.6
percentage points. Emerging economies are expected to continue their
relatively strong growth during the outlook period, with growth rising to
4.2% in 2024 and 2025. The growth rate for 2024 has been revised up by
0.1 percentage points, given a stronger growth outlook in India and Brazil.
The IMF noted that the global economy has been resilient, avoiding
recession despite the various shocks that have played out over the past
few years. Tight labour markets have softened the effects of tightened
monetary policy on consumption growth, with global goods demand
improving over H1 2024 and lifting the global manufacturing outlook.
Figure 2.1: GDP growth forecasts
Source: IMF (April 2024)
-6%
-4%
-2%
0%
2%
4%
6%
8%
10%
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
Annual growth rate
Emerging economies World Advanced economies
Recent policy moves and a better economic performance in China in the
March quarter led the IMF to revise up its growth forecasts compared with
the April outlook (see China section). The IMF now expects China’s
economy to grow by 5.0% in 2024 and 4.5% in 2025, easing to 4.1% by
2026 — in line with a long-term trend towards lower economic growth.
The IMF emphasised both upside and downside risks to global growth,
including the degree to which inflation persists or geoeconomic
fragmentation intensifies. Additional risks stem from the outlook for China,
depending on the further scale and duration of its property sector
downturn. Additional property sector reforms and large-scale investment
may boost subdued confidence; however, structural challenges and local
government financing constraints pose risks to the pace of recovery.
Increasing risks to the global trading system and geoeconomic
fragmentation with growing sanctions and trade policies present a
downside risk to global growth. The IMF notes this may detract 0.5-0.7%
from global growth over next 5 years, depending on the severity of the
fragmentation.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
17
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 87
Relevante Rohstoffmärkte
Die Goldkäufe des öffentlichen Sektors (Zentralbanken und sons-
tige staatlichen Finanzinstitutionen) stiegen im Märzquartal 2024
marginal auf 290 Tonnen — ein Rekordwert für ein Märzquartal.
Die Nachfrage des öffentlichen Sektors ist seit Mitte 2022 robust, die
Käufe werden durch Zentralbanken aufstrebender Länder domi-
niert. Diese wollen zur Diversifikation ihrer Portfolioreserven den
Goldanteil erhöhen, ebenso wie die Liquidität ihrer Reserven.
Starke Investitionsnachfrage treibt Goldkonsum 2024
auf Rekordwert
Der generelle Ausblick für Gold ist sehr positiv und sieht einen
Anstieg des weltweiten Goldkonsums um 1,9% auf 4.500 Tonnen
im Jahr 2024 vor. Dieses Wachstum wird Erwartungen zufolge vor
allem durch einen Anstieg der Investitionsnachfrage (insbesonde-
re nach Goldbarren und Münzen) getrieben. In einem geringeren
Ausmaß ist es auch ein Ergebnis der wiedererstarkten Nachfrage
für Konsumentenelektronik.
In H1 2024 stiegen Goldpreise deutlich auf neue
Rekordwerte
Für den London Bullion Market Association (LBMA) Goldpreis
wurde für H1 2024 ein Durchschnittswert von USD 2.200 pro Unze
erwartet — 15% über dem Wert aus 2023. Im Juniquartal 2024 hat
sich der Goldpreis besser als die Markterwartungen entwickelt.
Am 21. Mai stiegen sie auf einen Rekordwert von USD 2.427 pro
Unze. Der Preisanstieg wurde insbesondere getrieben durch die
robuste Goldnachfrage von den Zentralbanken aufstrebender Na-
tionen sowie durch sog. Safe-Haven Investitionen. Diese wurden
ausgelöst durch geopolitischen Risiken, wie etwa den Eskalatio-
nen im Mittleren Osten.
Goldpreise 2024 und 2025 nahe ihren Rekordwerten
erwartet, bevor sie fallen
Im Jahr 2024 werden durchschnittliche Goldpreise von rund USD
2.230 pro Unze erwartet. Dies ist eine um 10% höhere Prognose im
Vergleich zum Ausblick des „Resources and Energy Quarterly“ von
März 2024. Es wird ein stabiles Preisniveau knapp unterhalb der
Rekordwerte aus dem Juniquartal 2024 prognostiziert. Diese An-
GOLD
ZUSAMMENFASSUNG: .
Im ersten Halbjahr 2024 lag der durchschnittliche Goldpreis
bei rund USD 2.200 pro Unze. Ein Zuwachs von 15% gegenüber
dem Vorjahr aufgrund starker Nachfrage von Investoren und
Zentralbanken. Die Preise sollen in den Jahren 2024 und 2025
den Prognosen zufolge auf einem hohen Niveau bleiben, bevor
sie 2026 leicht zurückgehen.
Im Märzquartal 2024 sank die australische Goldproduktion um
4,0% gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe waren schlechtere
Qualitäten und Störungen durch heftige Regenfälle. Während
des Prognosezeitraums soll sich die Produktion ausweiten, da
bedeutende neue Projekte und Erweiterungen auf den Markt
kommen.
Die Gold-Exporteinnahmen sollen 2023– 24 einen Rekord-
wert von AUD 33 Mrd. erreichen, bevor sie auf rd. AUD 31 Mrd.
in 2025–26 zurückgehen. Der Grund liegt in den schrittweise
sinkenden Preisen ausgehend von Rekordhöhen des australi-
schen Dollars.
Gold australischer Sektor
Quelle: GA ; DISR ; OCE
Weltweiter Goldkonsum in Q1 2024 rückläufig
Im Märzquartal 2024 sank die weltweite Goldnachfrage um 5,3%
gegenüber dem Vorjahr auf 1.100 Tonnen. Dieser Rückgang war vor
allem eine Folge der 28% geringeren Investitionsnachfrage, wäh-
rend die Nachfrage von Zentralbanken weiterhin hoch ausfiel.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
93
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 88
Weltweites Goldangebot (unten)
Quelle: DISR (2024), Metals Focus (2024), World Gold Council (2024)
Schwache Goldexploration angesichts hoher Preise in
Q1 2024
Im Q1 2024 sind die Ausgaben für die australische Goldexplora-
tion um 2,5% gegenüber dem Vorjahr auf AUD 283 Mio. gestiegen.
Der Anteil von Gold an den gesamten australischen Ausgaben für
Mineralexplorationen wuchs im Märzquartal 2024 auf 31% nach
einem Mittelwert von 29% im Jahr 2023. Dieser Explorationsrück-
gang wurde trotz der Rekord-Goldpreise in Australien verzeich-
net, die in der Vergangenheit hohe Explorationsausgaben hervor-
gerufen haben. Innerhalb Australiens bleibt Western Australia
das Zentrum der Goldexplorationsaktivitäten und macht 70% der
gesamten Goldexplorationausgaben aus.
Ausgaben für Explorationen (unten)
Quelle: ABS (2024)
nahmen unterstellen ein Szenario, bei dem gegen Ende des Jahres
eine geldpolitische Lockerung in den USA und anderen großen
Volkswirtschaften einsetzt. Dieses Szenario geht von einer starken
Investitionsnachfrage in H2 2024 aus, da die Anleiherenditen in
Erwartung rückläufiger Zinsen sinken werden.
Historischer Goldpreis (unten)
Quelle: https://tradingeconomics.com/commodity/gold
Sobald die geldpolitische Lockerung einsetzt wird mit einer
anhaltenden Unterstützung der Goldpreise bis in das Jahr 2025
gerechnet. Dies aufgrund der Erwartung eines schwächeren US-
Dollars und der dann höheren Visibilität der Investoren bezüglich
Geschwindigkeit und Ausmaß weiterer Zinssenkungen. Im Jahr
2025 sollte der durchschnittliche Goldpreis bei ~ USD 2.200 pro
Unze liegen.
Nach 2025 wird von einem schrittweisen Rückgang der Goldpreise
auf rund USD 2.000 pro Unze bis Ende 2026 ausgegangen, da sich
der Zyklus der geldpolitischen Lockerungen dann seinem Ende
nähert und die Nachfrage nach „sicheren Häfen“ nachlässt.
Globales Goldangebot wird aufgrund neuer Projekte,
die auf den Markt kommen, 2025 Rekordwert
erreichen
Ab dem Jahr 2023 wir für das weltweite Goldangebot ein Zuwachs
von 1,6% pro Jahr bis zum Rekordwert von 5.090 Tonnen im Jahr
2025 erwartet. Die weltweit steigende Goldminenproduktion wird
durch eine weitere Zunahme der Recyclingaktivitäten gestützt.
SunMirror Group – Group Management Report 2024 - 30 June 2024
Page
9
and boost the liquidity of reserves.
Strong investment demand to drive gold consumption to a peak in 2024
The general outlook for gold is very positive with World gold consumption forecast to rise
by 1.9% to 4,500 tonnes in 2024. This increase is expected to be mainly driven by growth in
investment demand (particularly for gold bars and coins) and to a lesser extent, a rebound
in consumer electronics demand.
Gold prices rose sharply to new records in the first half of 2024
The London Bullion Market Association (LBMA) gold price is estimated to have averaged
about US$2,200 an ounce in H1 2024 — 15% higher than in 2023. The gold price
outperformed market expectations in the June quarter 2024, with prices reaching a record
high of US$2,427 an ounce on 21 May. Price rises were broadly driven by strong gold demand
from emerging market central banks and safe-haven investment — given geopolitical risks
such as escalations in the Middle East.
(Source: https://tradingeconomics.com/commodity/gold).
Gold prices to remain near record levels in 2024 and 2025 before easing
Gold prices are forecast to average about US$2,230 an ounce in 2024 — a 10% upward
revision compared with the March 2024 Resources and Energy Quarterly. Prices are forecast
to remain steady just below the record level of the June quarter 2024, based on a scenario
where monetary easing commences by the end of the year in the US and other major
economies. In this scenario, investor demand is expected to be strong over H2 2024, as bond
yields ease in anticipation of rate cuts.
Once monetary easing commences, gold prices are expected to receive continued support
through 2025, as the US dollar eases and investors gain greater clarity on the pace and scale
demand growth over the medium-term as they lift gold holdings to maintain
portfolio balance, assuming equity markets resume long-term growth.
Official sector demand is forecast to ease further to 750 tonnes in 2026,
continuing well above pre-2022 levels as emerging market central banks
continue to diversify their reserves with gold. Historically, economic and
geopolitical uncertainty have increased a country’s propensity to increase
gold reserves, as has the presence or threat of sanctions from major
currency nations. Non-western economies have actively increased gold
holdings in foreign exchange reserves since sanctions (and a freezing of
Russia’s offshore reserves) commenced following the invasion of Ukraine.
10.3 World production
World supply increased in the March quarter 2024
World gold supply increased by 2.6% year-on-year to about 1,240 tonnes
in the March quarter 2024, driven by both higher mine production and
increased recycling. Global mine production reached 890 tonnes in 2023,
the highest March quarter total on record. Production growth was led by
China, Canada, Indonesia and Ghana.
Production in China — the world’s largest gold producing nation — rose
marginally year-on-year to 86 tonnes in the March quarter 2024. The
World Gold Council reported increased output from the key provinces of
Shandong and Henan, while output from lower grade operations is
expected to expand in response to high prices.
In Australia — the world’s third-largest gold producing nation — output
decreased by 4.0% year-on-year to 69 tonnes in the March quarter 2024.
Production was lower due to disruptions from heavy rainfall in March,
alongside decreasing mine grades and several mine closures.
Production in Canada rose by 2.2% year-on-year to about 49 tonnes in the
March quarter 2024, with higher production reported at Agnico Eagle’s
Meadowbank complex (up by 15% year-on-year) and Argonaut’s Magino
mine continuing to ramp up after initial production in June 2023. Output in
Ghana is estimated to have risen by 15% year-on-year as operations
improved at the Ahafo mine (following outages to the mine’s processing
facilities). Indonesian output is also expected to have risen by about 14%
year-on-year due to a rise in output from the Grasberg mine.
Gold recycling increased 12% year-on-year to 351 tonnes in the March
quarter 2024 — the strongest March quarter total in 10 years — largely
due to record gold prices in China. Recycling activity outside of China was
weaker than expected given the higher prices. This is possibly the result of
high levels of recycling in recent years — which has limited the stocks of
jewellery ready for recycling — or because consumers in nations with a
high degree of economic or geopolitical uncertainty (such as Egypt, Iran
and Türkiye) now prefer to hold onto their gold as a safe-haven asset.
World gold supply to peak in 2025 as new projects come online
World gold supply is forecast to rise on average by 1.6% a year from 2023,
peaking at 5,090 tonnes in 2025. Increasing world gold mine production
will be supported by further strength in recycling activity (Figure 10.3).
Figure 10.3: World gold supply
Source: DISR (2024); Metals Focus (2024); World Gold Council (2024).
0
1,000
2,000
3,000
4,000
5,000
6,000
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Tonnes
Mine production Scrap
97
historically motivated high exploration expenditure. Western Australia
remained the centre of gold exploration activity in Australia, accounting for
70% of total gold exploration expenditure.
Figure 10.9: Australian gold exploration expenditure and prices
Source: ABS (2024)
0
500
1,000
1,500
2,000
2,500
3,000
3,500
0
75
150
225
300
375
450
525
2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024
A$ a troy ounce
A$ million
Exploration expenditure Australian gold price (rhs)
Revisions to the outlook
Compared with the March 2024 Resources and Energy Quarterly,
Australia’s forecast gold export earnings have been revised up across the
board: 2024–25 up by $8.3 billion (36%) and 2025–26 up by $7.9 billion
(34%). This largely reflects upgrades made to price forecasts: a rising
exchange rate will detract from earnings, and export volumes were revised
down in both 2024–25 and 2025–26.
Forecast US dollar gold prices have been revised up across the board,
due to persistent strength on the demand side from investors and central
banks. Combining this with a slightly weaker than expected AUD/USD,
Australian dollar gold prices have been revised up over the outlook period.
Export volumes have been revised down by 2.4% in 2024–25 and by 2.2%
in 2025–26. Export volume revisions have been made in line with changes
to forecast mine production (with these forecast changes informed by new
or revised company guidance).
Resources and Energy Quarterly | June 2024
102
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 89
sumnachfrage in China sowie eine veränderte Politik in den USA
und der EU sorgten für eine Trendumkehr beim Marktwachstum
von Elektrofahrzeugen. Im Quartalsvergleich der PKW-Märkte in
China und der EU ging die Durchdringung von E-Fahrzeugen in
Q1 2024 um 7,9 bzw. 4,1 Prozentpunkte zurück.
Verbreitung von Elektrofahrzeugen (unten)
Hinweise: Die für die EU und China präsentierten Daten beziehen sich auf den
Pkw-Markt, während die für die USA präsentierten Daten sich auf den Markt für
leichte Nutzfahrzeuge beziehen. Elektrofahrzeuge umfassen sowohl BEV als auch
Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEV).
Quelle: European Automobile Manufacturers Association (2024), China Association
of Automobile Manufacturers (2024), Alliance for Automotive Innovation (2024),
Marklines (2024).
Kelly Blue Book schätzt, dass der Anteil von batteriegetriebenen
Elektrofahrzeugen (BEV) in den USA von 8,1% auf 7,3% gegenüber
dem Vorjahresquartal gesunken ist. In den USA trugen verschärf-
te Voraussetzungen für die Erlangung der sog. IRA-Steuergut-
schriften zum Rückgang des Marktanteils bei. Anfang Dezember
2023 hat die USA den Regelentwurf für die Inanspruchnahme von
E-Auto-Steuergutschriften im Rahmen des IRA veröffentlicht. Ob-
wohl die Regeln als Entwurf gekennzeichnet sind, begann deren
Durchsetzung Anfang 2024. Im Ergebnis schrumpfte die Anzahl
zugelassener Elektromodelle von 43 Ende 2023 auf 19 per 2. Januar
2024.
Der Entwurf sieht vor, dass E-Fahrzeuge mit Batteriekomponenten
oder kritischen Mineralien, die von einem „bedeutenden auslän-
dischen Konzern“ (Foreign Entity of Concern, FEOC) stammen, ab
2024 bzw. 2025 nicht mehr in den Genuss der Steuergutschriften
für E-Fahrzeuge im Rahmen des IRA kommen. Ein Unternehmen
wird dann als FEOC eingestuft, wenn ein Anteil von 25% oder
mehr der Vorstandsposten, Stimm- bzw. Kapitalrechte von den
Regierungen Chinas, Nordkoreas, Russlands oder Irans gehalten
wird oder deren Hoheitsgewalt oder Weisung unterstehen.
LITHIUM
ZUSAMMENFASSUNG: .
Erwartungen zufolge werden die australischen Lithiumexport-
einnahmen während des Prognosezeitraums um mehr als die
Hälfte von AUD 20 Mrd. in 2022-23 auf AUD 9.1 Mrd. in 2025-26
zurückgehen. Der Rückgang wird durch die schwächeren Li-
thiumpreise verursacht, der erwartungsgemäß zum Teil durch
den Zuwachs von 53% der australischen Lithiumminenproduk-
tion im Prognosezeitraum ausgeglichen wird.
Im Zeitraum 2023 bis 2026 soll die weltweite Lithiumnachfra-
ge um 17% pro Jahr zulegen, angetrieben durch die stärkere
Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Allerdings könnte die
Nachfrageschwäche in China und eine veränderte Politik in
den USA und der EU dafür sorgen, dass das Wachstum bei den
Verkäufen von Elektrofahrzeugen schwach bleibt.
Der Anstieg des weltweiten Lithiumangebots sorgt weiterhin
für einen Überschuss des Lithiummarktes. Die chinesische
Lithium-Lepidolith-Produktion ist trotz des Preisverfalls nur
moderat zurückgegangen. Zudem existieren umfangreiche
Projektpipelines in Australien und bei aufstrebenden Ferti-
gungsnationen wie Argentinien und Simbabwe.
Lithium australische Sektor
Quelle: ABS ; GA ; Wood Mackenzie ; WA DEMIRS ; DISR ; OCE
Zuwächse bei Elektrofahrzeugen in wichtigen
Märkten entgegen dem historischen
Wachstumstrend zurückgegangen
In Q1 2024 ist die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in großen
Automobilmärkten zurückgegangen. Die Abschwächung der Kon-
Resources and Energy Quarterly | June 2024
143
15.1 Summary
Australia’s lithium export earnings are projected to fall by more than half
over the forecast period — from $20 billion in 2022-23 to $9.1 billion in
2025-26. The fall is set to be driven by weaker lithium prices, which are
expected to be partially offset by a 53% increase in Australia’s lithium
mine production over the outlook period. Export earnings forecasts were
revised down from the March 2024 REQ.
Global lithium demand is projected to rise by 17% a year between 2023
to 2026, driven by the rising adoption of electric vehicles. However,
weak Chinese demand and shifting policies in the US and EU could see
EV sales growth continue to remain slow.
Rise in global lithium supply will see the lithium market remain in surplus.
Chinese lithium lepidolite production have seen only modest declines
despite falls in prices, and there are sizeable project pipelines in
Australia and among emerging producers such as Argentina and
Zimbabwe.
15.2 World Demand
EV penetration fell in key markets, defying historical growth trends
Electric vehicle (EV) penetration in major vehicle markets fell in the March
quarter 2024. Soft consumer demand in China and policy shifts in the US
and the EU contributed to the reversal in EV market penetration growth. In
the passenger vehicle market, EV penetration fell quarter-on-quarter in
China and the EU in the March quarter 2024, by 7.9 and 4.1 percentage
points respectively (see Figure 15.1). Kelly Blue Book estimates that
penetration rates of battery electric vehicles (BEVs) in the US fell from
8.1% to 7.3% quarter-on-quarter in the same period.
In the US, tightened eligibility requirements for IRA tax credits contributed
to the fall in adoption. The US released draft rules on eligibility for EV tax
credits under the IRA in early December 2023. While the rules were
labelled as draft, enforcement began at the start of 2024. As a result,
eligible EV models shrank from 43 at end 2023 to 19 on 2 January 2024.
The draft rules mean EVs with battery components or critical minerals
sourced from a “foreign entity of concern” (FEOC) do not qualify from part
or all of the EV tax credits under the IRA from 2024 and 2025 respectively.
An entity is considered a FEoC if 25% or more of its board seats, voting
rights or equity interests, are held by or subject to the jurisdiction or
direction of the governments of China, North Korea, Russia or Iran. The
final rules were released in May 2024, confirming the eligibility
requirements relating to the sourcing of lithium, amongst other mineral
inputs to EVs.
Figure 15.1: EV penetration rate in major vehicle markets
Notes: Data presented for the EU and China are for the passenger vehicle market, while data
presented for the US is for the light duty vehicle market. EVs include both BEV and plug-in
hybrid electric vehicle (PHEV).
Source: European Automobile Manufacturers Association (2024), China Association of
Automobile Manufacturers (2024), Alliance for Automotive Innovation (2024), Marklines
(2024)
0%
10%
20%
30%
40%
Mar-22 Jun-22 Sep-22 Dec-22 Mar-23 Jun-23 Sep-23 Dec-23 Mar-24
EU China US
Much of the fall in EV penetration in the EU was driven by Germany,
where EV subsidies of up to 4,500 euros per vehicle ended abruptly in late
2023. In November 2023, Germany’s Federal Constitutional Court ruled
that the subsidy’s funding mechanism violated a constitutional limit on the
Resources and Energy Quarterly | June 2024
144
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 90
Die für eine stärkere Durchdringung von E-Fahrzeugen sorgen-
de verbesserte Batterietechnologie dürfte wiederum zu höheren
Wachstumsraten der Verkäufe führen. Diese sollen in den Jahren
2025 und 2026 um 25% zulegen. So sind die Kosten pro kWh für Li-
thium Ion-Batterien zwischen 2013 und 2023 um durchschnittlich
16% pro Jahr gesunken. Zudem wurde auch die technische Leis-
tungsfähigkeit verbessert. Prognosen von Bloomberg New Energy
Finance (BNEF) gehen von einem Rückgang der durchschnitt-
lichen Batteriepreise von USD 139/kWh im Jahr 2023 auf USD 80/
kWh bis 2030 aus. Dies wird substanzielle Verbesserungen der
Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf die Kosten von E-Fahrzeugen
gegenüber Verbrennern mit sich bringen.
Weltweiter Lithiumkonsum (unten)
Hinweise: Die Projektionen basieren auf einer DISR-Analyse der Wood-Mackenzie-
Daten.
Quelle: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie
(2024)
Globale Produktion von Lithium - Argentinien
und Zimbabwe steigen zu bedeutenden
Lithiumproduzenten auf
Bis 2026 soll die globale Lithiumgewinnung um 17% pro Jahr auf
1,7 kt LCE zulegen. Australien, Zimbabwe und Argentinien werden
Annahmen zufolge das Angebotswachstum antreiben. Während
die Produktion in Australien steigen soll, dürfte der Anteil Austra-
liens an der weltweilten Lithiumextraktion von 45% im Jahr 2023
auf 39% bis 2026 zurückgehen. Dies liegt an höheren Angebotsvo-
lumina in zahlreichen Ländern.
Im Mai 2024 wurden die endgültigen Regeln für die Beschaffung
von Lithium und anderen Mineralien für Elektrofahrzeuge ver-
öffentlicht.
Deutschland war für einen Großteil des Rückgangs der Markt-
durchdringung von E-Fahrzeugen in der EU verantwortlich.
Gegen Ende 2023 wurden plötzlich die staatlichen Zuschüsse i.H.v.
EUR 4.500 für den Kauf von E-Fahrzeugen eingestellt. Im Novem-
ber 2023 entschied das deutsche Bundesverfassungsgericht, dass
der Finanzierungsmechanismus der Subvention gegen eine ver-
fassungsmäßige Grenze für das Haushaltsdefizit auf Bundesebene
verstößt. Der Bundestag verabschiedete im Februar den Haushalt
für 2024 und bestätigte damit, dass die E-Autoförderung 2024
nicht wieder aufleben wird.
Weitere Faktoren, die zum Rückgang der Marktdurchdringung
von E-Fahrzeugen in den USA und der EU beitrugen, sind das
gestiegene Zinsniveau, da E-Autos höhere Anschaffungskosten
aufweisen. Zudem hatten E-Fahrzeuge in den letzten Jahren mit
erheblich höheren Abschreibungen zu kämpfen, da deutliche
Preissenkungen für neue E-Autos auch zu Rückgängen bei den
Restwerten von gebrauchten E-Fahrzeugen führten.
Politische Entscheidungsträger in der EU und den USA sind von
ihren ambitionierteren Vorschlägen in Bezug auf Emissions-
standards wieder abgewichen. Diese hätten vermutlich höhere
Verkäufe von E-Fahrzeugen hervorgerufen. Im März 2024 hat die
US-Umweltschutzbehörde neue Abgasstandards für Fahrzeuge
veröffentlicht, die vorsehen, den Durchschnittsflottenverbrauch
bis 2032 um 56% senken. Dies liegt unterhalb der zuvor vorge-
schlagenen 67%. Im Gegensatz zum Vorschlag von 2022 hat die EU
im April 2024 einen neuen Euro-7 Emissionsstandard erlassen.
Dieser sieht keine Senkung der Emissionsgrenzwerte für Pkw und
Transporter vor.
Die schwächeren Konsumausgaben in China dürften auch die
Verkäufe von E-Fahrzeugen bremsen, da China weltweit den
größten Anteil an E-Autos ausmacht. Ein Teil hiervon wird durch
politische Änderungen kompensiert, darunter ein staatlicher
Anreiz von bis zu 10.000 Yuan (ca. USD 1.400) beim Kauf eines
Elektrofahrzeugs. Die Regelung wurde veröffentlicht und trat mit
Wirkung vom Mai bis Ende 2024 in Kraft.
Figure 15.4: China’s share of world battery production capacity
Notes: China’s share of production capacity is based on DISR analysis of BNEF data.
China’s share of anode for 2023 is sourced from the IEA.
Source: BNEF (2024), IEA (2024), Department of Industry, Science and Resources (2024)
0%
20%
40%
60%
80%
100%
NMC
precursor
NMC
cathode
NMC
cell/pack
LFP
cathode
LFP
cell/pack
Anode
2023 2026
Sodium-ion batteries to gain market share as performance improves
EVs powered by a sodium-ion battery have begun to be sold commercially
in China this year. The IEA projects that sodium-ion batteries will power
5% of EVs sold by 2030 in the STEPS. Sodium-ion batteries could follow a
similar commercialisation pathway to LFP batteries: targeting consumers
who prefer a lower cost product with acceptable performance over higher
cost and higher performance options. The IEA estimates that, if produced
at similar scale, sodium-ion batteries can cost 20-30% less than LFP
batteries, due to the cheaper material costs. Current versions of sodium-
ion batteries have low levels of energy density, but battery manufacturers
are targeting substantial improvement in performance.
Slower than expected EV demand will pressure lithium demand
Driven by a slowdown in EV adoption, lithium demand growth is expected
to be weak in 2024.
Demand is expected to pick up in 2025 and 2026 but
could face threats from emerging battery chemistries which use less or no
lithium. In lithium carbonate equivalent (LCE) terms, global lithium
consumption is forecast to rise by 17% per year to 1.6 mt in 2026 (see
Figure 15.5), with demand from EVs driving the bulk of the rise.
Improving energy densities of lithium-ion batteries should reduce lithium-
intensity of batteries on a per kWh basis. Technologies which could deliver
these increases include LMFP batteries and improved NMC batteries —
such as the anticipated NMC 955 and NMC 9525 batteries. Sodium-ion
batteries, which use no lithium, are expected to take a small share of the
EV market over the outlook period.
Offsetting some of this loss in demand is rising average battery pack size,
as improving battery technology makes EVs more competitive in markets
for larger vehicles.
Figure 15.5: World lithium consumption, by demand source
Notes: Projections are based on DISR analysis of Wood Mackenzie data.
Source: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie (2024)
0%
20%
40%
60%
80%
100%
0
400
800
1200
1600
2000
2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
thousand tonnes LCE
Electric vehicle Energy storage system
Other battery Other industrial
% of demand from EVs (RHS)
Resources and Energy Quarterly | June 2024
149
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 91
Globale Lithiumgewinnung, 2023 vs 2026 (unten)
Quelle: Beinhaltet die Versorgung aus Raffinerien und aus Salzlaugen und über-
schneidet sich daher teilweise mit der Versorgung, die unter Lithiumextraktion
ausgewiesen ist. Lithiumcarbonat kann als Rohstoff zur Herstellung von Lithium-
hydroxid verwendet werden. Ausgeschlossen ist die Versorgung aus Recycling.
Die Prognosen basieren auf der DISR-Bewertung, die auf der Forschung von Wood
Mackenzie basiert.
Quelle: Department of Industry, Science and Resources, Wood Mackenzie (2024)
Ein Teil des Zuwachses wird durch die niedrigere Produktion der
chinesischen Anlagen zur Raffination von Lithium Lepidolith aus-
geglichen. Gesunkene Lithiumpreise haben sich signifikant auf
die Profitabilität bei der Gewinnung und Veredelung von Lepido-
lith ausgewirkt. Dieser Trend dürfte auch über den Prognosezeit-
raum anhalten.
Lithiumpreise weiter gedämpft, da die Nachfrage
hinter den Erwartungen zurückbleibt
Die schnelle Zunahme der Verbreitung von E-Fahrzeugen führte
2021 und 2022 zu einer Rekordrally bei Lithiumpreisen. Im No-
vember 2022 haben Chinas Lithiumspodumen und Hydroxidprei-
se Spitzenniveaus erreicht. Spodumen lagen im Schnitt bei USD
6.108 pro Tonne, während der Lithiumhydroxidpreis im Mittel
AUD 75.393 je Tonne betrug.
Seit dem zweiten Halbjahr 2023 sorgen langsamere Wachstums-
raten bei Verkäufen von E-Autos dafür, dass das Wachstum der
Lithiumnachfrage hinter den Erwartungen bleibt. Die durch die
hohen Preise des Jahres 2022 ausgelöste Investitionswelle in der
Lithiumproduktion trägt Früchte. Dies hat dazu geführt, dass
im Lithiumsektor Überkapazitäten entstanden sind. Gegenüber
2023 fielen die Preise, die sich jedoch im ersten Halbjahr 2024
wieder stabilisiert haben. Im Mai 2024 lag der durchschnittliche
Spodumen-Preis bei USD 1.220 pro Tonne, während das Mittel des
Lithiumhydroxidpreis bei USD 13.612 je Tonne lag.
Globale Lithiumgewinnung, 2023 vs 2026 (unten)
Hinweise: Beinhaltet aus Salzlaugen oder Minen gewonnenes Lithium. Die Progno-
sen basieren auf einer DISR-Analyse der Wood Mackenzie-Daten.
Quelle: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie
(2024).
Globales Lithiumhydroxid-Angebot wird sich im
Prognosezeitraum zügig ausweiten
Lithiumerze aus dem Hartgestein-Bergbau müssen für die Her-
stellung von Batteriekathoden zu Lithiumchemikalien aufbereitet
werden. Dagegen werden aus verdampfenden Solen Lithium-
chemikalien (hauptsächlich Lithiumkarbonat) gewonnen, die
keiner weiteren Raffination bedürfen. Lithiumhydroxide können
sowohl in sog. NMC als auch sog. LFP-Batterien verwendet werden.
Lithiumcarbonate können wiederum in LFP-Batterien verwendet
werden und müssen – für einen Einsatz in NMC-Batterien – in
Lithiumhydroxide umgewandelt werden.
Die weltweite primäre Lithiumhydroxidproduktion soll bis 2026
um 32% pro Jahr auf 0.7 kt LCE ansteigen. Der Anteil von China
an der globalen Fertigung von Lithiumhydroxid wird Prognosen
zufolge von 88% im Jahr 2023 auf 67% im Jahr 2026 sinken. Dies
liegt an Investitionen in Lithium Raffineriekapazität außerhalb
Chinas, vor allem in Australien und den USA.
Erwartungen gehen davon aus, dass die globale primäre Lithium-
carbonat-Produktion bis 2026 um 10% pro Jahr auf 0,9 kt LCE
wachsen wird. Hierbei soll Chinas Anteil an der weltweiten Her-
stellung von Lithiumcarbonat von 61% im Jahr 2023 auf 65% bis
2026 steigen. Außerhalb Chinas gibt es aktuell keine nennenswer-
ten Investitionen in Anlagen zur Umwandlung von Spodumen in
Lithiumkarbonat. Der größte Teil des neuen Angebots dürfte aus
argentinischen Soleprojekten stammen.
15.3 World production
Argentina and Zimbabwe to emerge as major lithium producers
Global lithium extraction is forecast to rise by 17% per year to 1.7 mt LCE
by 2026 (see Figure 15.6). Australia, Zimbabwe and Argentina are
expected to drive supply growth over the outlook period. While production
in Australia is expected to increase (see Australia section), Australia’s
share of global lithium extraction is projected to fall from 45% in 2023 to
39% by 2026 as supply picks up across a diverse range of countries.
Figure 15.6: Global lithium extraction, 2023 vs 2026
Notes: Includes lithium extracted from brines or mines. Projections are based on DISR
analysis of Wood Mackenzie data.
Source: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie (2024)
0 500 1000 1500 2000
2026
2023
thousand tonnes LCE
Australia China Chile Zimbabwe Argentina Other Canada
Argentina’s lithium extraction is expected to rise from 42 kt in 2023 to 152
kt by 2026. Argentina holds 12% of global lithium reserves and generally
has access to lower cost brine resources compared to Australia’s hard
rock resources. In 2021, the Argentine government’s “Investment
Promotion Regime for Exports” relaxed capital controls to allow foreign
investors to withdraw up to 60% of export earnings from Argentina, for
purposes such as paying interest and dividends abroad, triggering a wave
of foreign investment into its lithium sector. The Argentine Association of
Mining Companies estimate that investment in the sector reached US$1.5
billion in 2022.
Companies continue to invest in new lithium projects in Argentina, despite
the fall in lithium prices. Recent investment commitments include a new
US$350 million project by Rio Tinto in March 2024 and a US$550 million
project by UAE-owned United Mining Projects Corporation in April 2024.
Zimbabwe’s lithium extraction is expected to rise from 44 kt in 2023 to 161
kt by 2026. Over 2021 and 2022, Chinese companies invested about
US$1 billion in hard rock lithium projects in Zimbabwe, according to CRU
Group. In 2022, Zimbabwe’s government banned the practice of direct ore
shipment, requiring ores to be processed into lithium spodumene
concentrates domestically before export. The commissioning of some of
those processing plants saw Zimbabwe’s lithium extraction rise sharply
over 2023. Many of these projects will continue to ramp up over 2024, and
new projects are expected to begin production over the outlook period.
While China’s lithium production is expected to rise over the outlook
period, its share of global production is expected to fall from 22% in 2023
to 18% by 2026. China has access to a mixture of brine, spodumene and
lepidolite resources, but much of China’s production comprises relatively
high cost lepidolite mining, which is amongst the most vulnerable to falls in
lithium prices. Despite the high cost of processing lithium lepidolite and
speculation that production may have been impacted by environmental
inspections, major Chinese lepidolite refineries have reported only modest
curtailment of production in the first four months of 2024.
Global lithium hydroxide supply to expand rapidly over the outlook period
Lithium ores produced from hard rock mining must be refined into lithium
chemicals to be used in the production of battery cathodes, while
evaporating brines produces lithium chemicals (largely lithium carbonate)
that require no further refining. Lithium hydroxide can be used in NMC and
Resources and Energy Quarterly | June 2024
150
LFP batteries, while lithium carbonate can be used in LFP batteries but
must be processed into lithium hydroxide to be used for NMC batteries.
Global primary lithium hydroxide production is forecast to rise by 32% a
year to 0.7 mt LCE by 2026 (see Figure 15.7). China’s share of global
production for lithium hydroxide is forecast to fall from 88% in 2023 to 67%
by 2026, due to investments in lithium refinery capacity outside of China,
particularly in Australia and the US.
Figure 15.7: Primary lithium chemical supply, 2023 vs 2026
Notes: Includes supply from refineries and from brines, and therefore partially overlap with
supply shown under lithium extraction. Lithium carbonate may be used as feedstock to
produce lithium hydroxide. Excludes supply from recycling. Projections are based on DISR
assessment, informed by Wood Mackenzie research.
Source: Department of Industry, Science and Resources (2024), Wood Mackenzie (2024)
0
200
400
600
800
1000
Hydroxide,
2023
Hydroxide,
2026
Carbonate,
2023
Carbonate,
2026
thousand tonnes LCE
China Australia USA South Korea
Chile Indonesia Argentina Other
Offsetting some of the increase is falling production from facilities
converting lithium carbonate into lithium hydroxide. There will be little
margin in such conversion, as lithium hydroxide no longer commands a
substantial price premium over lithium carbonate in spot markets. This is
due to rising demand for lithium carbonate for the production of LFP
batteries. After adjusting for lithium content, lithium hydroxide spot prices
were only 1% higher than lithium carbonate spot prices in the March
quarter of 2024, compared to an average premium of 24% over 2022.
Global primary lithium carbonate production is forecast to rise by 10% a
year to 0.9 mt LCE by 2026. China’s share of global lithium carbonate
production is forecast to rise from 61% in 2023 to 65% by 2026.
There is currently no substantial investment in facilities refining
spodumene into lithium carbonate outside of China, and most of the new
supply is expected to come from Argentinian brine projects. Offsetting
some of the increase is lower production from Chinese facilities refining
lithium lepidolite. Lower lithium prices have significantly lowered the
profitability of mining and refining lepidolite, and this seems likely to persist
over the outlook period.
15.4 Prices
Lithium prices to remain subdued as demand undershoots expectations
The rapid rise in adoption of EVs drove a record rally in lithium prices over
2021 and 2022 (Figure 15.9). China’s lithium spodumene and hydroxide
prices peaked in November 2022, with spodumene averaging US$6,108 a
tonne and the lithium hydroxide price averaging $75,393 a tonne.
Since H2 2023, slowing growth in EV sales has resulted in lithium demand
growth falling below expectations. The wave of investment in lithium
production spurred on by the high prices of 2022 is bearing fruit. As a
result, the lithium sector overcapacity has emerged. Prices fell over 2023
and stabilised in H1 2024. In May 2024, spodumene averaged US$1,220 a
tonne, while the lithium hydroxide price averaged US$13,612 a tonne.
China’s lithium spodumene price is forecast to remain weak over H2 2024,
averaging US$1,100 a tonne over the year, before picking up to US$1,300
a tonne by 2026. This is largely driven by lithium demand, which faces
headwinds over H2 2024 due to weak growth in EV demand. The market
is expected to remain in surplus, as low prices have yet to result in
sufficient supply to exit the market. Similarly, China lithium hydroxide price
Resources and Energy Quarterly | June 2024
151
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 92
Sinkende Exporterlöse bei anhaltend niedrigen
Lithiumpreisen
Über den Prognosezeitraum wird mit einem Anstieg von 10% p.a.
bei der Minenproduktion gerechnet (siehe Schaubild unten).
Quelle: Department of Industry, Science and Resources (2024)
Der Produktionsanstieg wird getrieben vom Hochfahren der Mt
Holland Mine, der Neueröffnung von Bald Hill, einer erwarteten
Eröffnung von Kathleen Valley später im Jahr sowie Ausweitungen
bei Greenbushes und Mt Marion. Mineral Resources hat die Inbe-
triebnahme des dritten Zuges von Wodgina unterbrochen bis sich
die Marktbedingungen verbessern.
Der Output von Lithiumhydroxid in Australien soll bis 2025–26
laut Prognosen 74 kt LCE betragen. Somit würden 12% der er-
warteten australischen Lithium-Minenproduktion im Land
verarbeitet. Das Hochfahren der Produktion der Tianqi Kwinana
Raffinerie und der Kemerton Raffinerie dürfte sich fortsetzen.
Der Aufbau der Covalent Kwinana Raffinerie hält an, ein Produk-
tionsstart wird für H1 2025 erwartet.
Lithium-Exporteinnahmen dürften von AUD 20 Mrd. in 2022–23
auf AUD 6,6 Mrd. pro Jahr in 2024-25 zurückgehen. Bis 2025-26
sollen die Exporteinnahmen sich auf AUD 9,1 Mrd. erholen, da sich
der Output erhöhen wird.
Es wird erwartet, dass der chinesische Lithiumspodumen-Preis
im zweiten Halbjahr 2024 weiterhin schwach bleibt. Es wird ein
Durchschnitt von USD 1.100 pro Tonne über das Jahr erwartet,
bevor er auf USD 1.300 je Tonne bis 2026 steigen soll. Die Lithium-
nachfrage ist hierfür der Haupttreiber. Diese wird jedoch im
zweiten Halbjahr 2024 aufgrund der schwachen Nachfrage nach
E-Autokäufen Gegenwind bekommen. Da die niedrigeren Preise
erst ihre Wirkung eines Rückgangs des Marktangebots entfalten
müssen, wird zunächst weiterhin mit einem Angebotsüberschuss
gerechnet. Ähnliches gilt für den Lithiumhydroxidpreis in China,
der im Jahr 2024 im Mittel USD 14.000 pro Tonne betragen soll,
bevor er bis 2026 auf rund USD 16.000 je Tonne steigen soll.
Exporteinnahmen fallen von ihrem Rekordhoch, da
Kontraktpreise neu verhandelt wurden
Die australischen Lithiumspodumen Exporteinnahmen fielen im
Märzquartal 2024 um 84% gegenüber dem Vorjahr auf AUD 1,0
Mrd. Der Grund für diesen Rückgang waren vor allem niedrigere
Preise: der implizite Exportpreis von australischen Spodumen
(Äquivalent zu Spodumen mit 6% Lithiumgehalt) lag 80% unter
dem Vorjahr. Ein großer Teil der australischen Lithiumexpor-
te wird im Rahmen von Abnahmevereinbarungen gehandelt.
Diese wurden in den vergangenen Monaten von historisch hohen
Spotpreisen determiniert. In den Quartalen per Dezember 2023
und März 2024 gibt es jedoch keine substanzielle Abweichung
zwischen Spot und impliziten Exportpreisen. Dies wahrscheinlich
aufgrund von Vertragsneuverhandlungen, die auf den Rückgang
der E-Auto Nachfrage folgten.
Historischer Spodumenpreis (unten)
Hinweise: Der implizite australische Exportpreis wird aus den Exportmengen
und -werten abgeleitet, die vom ABS veröffentlicht werden. Dabei werden die
Exportmengen so angepasst, dass sie Spodumen mit einem Lithiumgehalt von 6
% entsprechen.
Quelle: S&P Global und ABS (2024); Department of Industry, Science and Resources
is forecast to average at about US$14,000 a tonne over 2024 before rising
to about US$16,000 a tonne by 2026.
Figure 15.8: China lithium price index, quarterly
Notes: The spodumene price is CIF (cost including freight), with an average grade of 5-6%.
The lithium hydroxide price is FOB (free on board). Index is normalized to March 2024
quarter as 100.
Source: Bloomberg (2024); Department of Industry, Science and Resources (2024)
0
100
200
300
400
500
600
Mar-18 Mar-20 Mar-22 Mar-24 Mar-26
price index
Spudumene China Lithium Hydroxide China
15.5 Australia
Export earnings fall from record high as contract price were renegotiated
Australian lithium spodumene export earnings fell 84% year-on-year in the
March quarter 2024 to A$1.0b. This was largely driven by lower prices: the
implied export price of Australian spodumene (at an equivalent to
spodumene with 6% lithium content basis) fell 80% year-on-year (Figure
15.10). Substantial parts of Australian lithium exports trade under offtake
agreements, which have in the past been linked to historically high spot
prices over several months. However, there was no substantial deviation
between spot and implied export price over the December 2023 and
March 2024 quarters, likely as a result of contract renegotiations which
followed the downturn in EV demand growth.
In lithium carbonate equivalent (LCE) terms (1 kt of lithium spodumene
with 6% lithium content is equivalent to 0.148 kt in LCE terms), export
volumes fell by 25% year-on-year in the March quarter 2024. This is
substantially below estimated production over the quarter, and suggests
that miners are holding more ores in inventories — perhaps due to a
reluctance to sell spodumene at low prices or an inability to find buyers in
a relatively illiquid market. 99% of spodumene exported from Australia
over the March quarter 2024 was sent to China.
Figure 15.9: Australian spodumene export prices
Notes: The Australian export implied price is derived from export volumes and values
published by the ABS, adjusting export volumes to be equivalent to spodumene with 6%
lithium content.
Source: S&P Global (2024); ABS (2024); Department of Industry, Science and Resources
(2024)
0
1,000
2,000
3,000
4,000
5,000
6,000
7,000
Mar-22 Sep-22 Mar-23 Sep-23 Mar-24
US$/t
Australia spodumene spot FOB Implied export price
Australian lithium mine output is estimated to have risen 15% year-on-year
to 116 kt LCE in the March quarter 2024. The bulk of this gain came from
mines operated by Mineral Resources, with higher output at Mt Marion and
with the re-opening of Bald Hill in November 2023. Also contributing to the
Resources and Energy Quarterly | June 2024
152
gains is Mt Holland (owned by Covalent, a joint venture between
Wesfarmers and SQM), which officially opened in March 2024. Temporary
production cut at Greenbushes offset some of these gains.
Australian lithium hydroxide exports rose by 45% quarter-on quarter to 1.6
kt in LCE terms in the March quarter 2024, after exceeding 1kt LCE in the
December quarter 2023 (1 kt of lithium hydroxide is equivalent to 0.88 kt in
LCE terms). Output of lithium hydroxide at the Tianqi Kwinana refinery
rose to 954t over the March quarter 2024, up 55% quarter on quarter.
However, output remains below nameplate capacity of 48kt per year. Train
1 of Albemarle’s Kemerton refinery is reported to have achieved a 50%
operating rate milestone, while train 2 is still being commissioned. The two
trains have a combined nameplate capacity of 50kt a year.
Export earnings to fall as lithium prices remain low
Mine production is expected to rise by about 10% per annum over the
outlook period (Figure 15.10). The production increase will be driven by a
ramp-up at Mt Holland, the re-opening of Bald Hill, and an expected
opening at Kathleen Valley later this year, as well as expansions at
Greenbushes and Mt Marion. Mineral Resources have paused the ramp
up of Wodgina’s third train until market conditions improve.
Australian output of lithium hydroxide is forecast to reach 74 kt in LCE
terms by 2025–26, meaning around 12% of forecast Australian lithium
mine production will be processed in Australia. Production ramp-ups at the
Tianqi Kwinana refinery and the Kemerton refinery are expected to
continue. Construction at the Covalent Kwinana refinery is ongoing, and
the facility is expected to begin production in H1 2025.
Lithium export earnings are expected to fall from a record A$20 billion in
2022–23 to A$6.6 billion a year in 2024-25 (Figure 15.11). Export earnings
are forecast to recover to $9.1 billion a year by 2025-26 as prices recover
and output expands.
Figure 15.10: Australia lithium export volumes and earnings
Source: Department of Industry, Science and Resources (2024)
0
3
6
9
12
15
18
21
0
100
200
300
400
500
600
700
2017-18 2019-20 2021-22 2023-24 2025-26
A$ billion
thousand tonnes LCE
Lithium spodumene
Lithium hydroxide Earnings (RHS)
Revisions to the outlook
Since the March 2024 Resources and Energy Quarterly, the forecast for
Australia’s lithium earnings has been revised down from $11.3 billion to
$9.9 billion in 2023-24 and down from $9.5 billion to $6.6 billion in 2024–
25. This is due to a lower price forecast for lithium spodumene (see Prices
section), weakness in global EV demand growth, and lower volumes from
the pause in ramp up for Wodinga’s train three (see Australia section).
Ramp-ups in lithium hydroxide production were also slower than
previously forecast. The relationship between the benchmark price and
export price has been recalibrated as contracted spodumene increasingly
trades at spot prices.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
153
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 93
In diesem fielen die Preise von USD 130 je Tonne im Januar auf etwa
USD 95 pro Tonne Ende März, dem niedrigsten Wert seit Ende 2022.
Die Stabilisierung und konsequente Steigerung der Eisenerzpreise
in den letzten Monaten ist eine Kombination mehrerer Faktoren.
Diese umfassen sowohl eine Verlangsamung der zügigen Aufsto-
ckung der Eisenerzvorräte (die im Dezemberquartal 2023 begann)
sowie das verbesserte Sentiment. Dies war eine Folge der Verbesse-
rung von Indikatoren für die künftige industrielle Produktion in
China und einer Reihe staatlicher Maßnahmen zur Stützung der
chinesischen Wirtschaft.
Die Erholung der Eisenerzpreise seit März vollzog sich trotz schwa-
cher Stahlproduktion in China (Rückgang von 7,8% bzw. 7,2%
gegenüber Vorjahr im März bzw. April). Nach einem Rückgang der
chinesischen Eisenerzvorräte in den Häfen (im Dezemberquartal
2023 rund 20% unter historischen Durchschnittswerten) wurden
die Lagerbestände wieder auf ein Niveau über dem langfristigen
Durchschnitt aufgestockt.
Historischer Eisenerzpreise (unten)
Quelle: https://tradingeconomics.com/commodity/iron-ore
Nachfrage und Preisausblick
Anfang 2024 sind die Preisprämien für hochwertige Eisenerz-
erzeugnisse gefallen, da die Betriebskosten der Mühlen gesenkt
werden sollten. Die jüngste Verbesserung der Profitabilität hat
jedoch zu einer moderaten Trendwende geführt, bei der sich die
Prämien für Pellets im April um 65% erholt haben.
EISENERZ
ZUSAMMENFASSUNG:
In den letzten Monaten haben sich die Spotpreise für Eisenerz
stabilisiert, nachdem sie zuvor um etwa 30% im Märzquartal
2024 gesunken sind. Die jüngste Erholung ist gekennzeichnet
von einer Wiederaufstockung der Vorräte und des aufgehell-
ten Nachfragesentiments. Dies ist ein Ergebnis verbesserter
Indikatoren der künftigen industriellen Fertigung in China.
Die Exportvolumina von Australien haben sich im Märzquartal
abgeschwächt, was eine Kombination wetterbedingter Störun-
gen sowie Instandhaltungen und Investitionen an wichtigen
Standorten war. Es wird jedoch für die nächsten zwei Jahre
angenommen, dass sich die Exportvolumina um 2,3% p.a. er-
höhen, da immer mehr neue Angebote von bestehenden und
aufstrebenden Produzenten in Betrieb genommen werden.
Ein geringeres erwartetes Preisniveau während des Prognose-
zeitraums soll Australiens Eisenerz-Exporteinnahmen von AUD
138 Mrd. in 2023–24 und AUD 114 Mrd. in 2024–25 auf AUD 102
Mrd. in 2025–26 verringern.
Handelskarte für Eisenerz
Quelle: ITC Comtrade, ABS
Im Juniquartal stabilisieren sich Eisenerzpreise, nach
großen Verlusten Anfang 2024
Im Juniquartal haben sich die Eisenerzpreise stabilisiert und liegen
für den Benchmark Eisenerz Spotpreis (Basis 62% Fe Feingehalt
CFR Qingdao) im Mittel bei rund AUD 107 pro Tonne. Diese Erho-
lung folgte auf die starken Verluste im ersten Quartal 2024.
SunMirror Group – Group Management Report 2024 - 30 June 2024
Page
18
Iron ore prices stabilized in the June quarter, with the benchmark iron ore spot price (basis
62% Fe fines CFR Qingdao) averaging around $107 a tonne. This follows steep falls in the first
quarter of 2024, with prices falling from over US$130 a tonne in January, to around US$95 a
tonne in late- March, the lowest level since late 2022.
The stabilization and consequent pickup in iron ore prices in recent months reflects a
combination of factors. This includes a slowing in the rapid build-up of iron ore inventories
(which commenced in the December quarter 2023), as well as improved sentiment — due
to both a strengthening of forward indicators of Chinese industrial production and a series
of Chinese government measures to support China’s economy.
The recovery in iron ore prices since March has occurred despite weak steel production in
China (down 7.8% and 7.2% year-on-year in March and April, respectively). Following a fall in
China’s portside iron ore inventories (to around 20% below historic averages in the
December quarter 2023) stockpiles have been rebuilt to levels above the long-run average.
Iron ore price, monthly (below - https://tradingeconomics.com/commodity/iron-ore)
Demand and price outlook
Premiums for high-grade iron ore products fell in the early part of 2024, as mills sought to
reduce operating costs. However, a recent pickup in profitability has seen a modest
turnaround, with premiums for 65% pellet recovering in April.
New infrastructure investment in China, as well as new measures by the Chinese
government to alleviate weakness in the domestic property sector, should provide support
for construction activity — and hence steel and iron ore demand — over the next few years.
Global (ex-China) steelmaking has a slightly healthier outlook for 2024, with growth forecast
to exceed 4.5%. European steel mills are expected to make up some of the production lost
when high energy prices in 2022 led to widespread plant idling and production stoppages.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
37
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BERICHT ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 94
Gemessen an den Stückzahlen exportierte Australien 211 Mio.
Tonnen Eisenerz im Märzquartal 2024, ein Rückgang um 4,6 Mio.
Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Die schwächeren Ausfuhren
im Märzquartal 2024 waren eine Kombination wetterbedingter
Unterbrechungen sowie Wartungen und Investitionen an bedeu-
tenden Anlagen.
Im April waren die Auslieferungen Australiens von der Schlie-
ßung von Rio Tintos Dampier und Walcott Häfen betroffen, die
eine Folge des Zyklons Olga und Störungen bei der Verladung in
Port Hedland waren.
Bis zum Ende der Prognoseperiode Ende 2026 wird ein Zuwachs
der australischen Eisenerzfertigung um 2,3% p.a. über die nächs-
ten zwei Jahre prognostiziert auf ein Volumen von 1.015 kt per
2025-26.
Geringere Exploration in Q1 2024
Ein Betrag von AUD 150,3 Mio. wurde im Märzquartal 2024 in die
Eisenerzexploration investiert (siehe unten).
Quelle: ABS (2024) Catalogue 8412.0
Dies entspricht einem Rückgang von 9,6% gegenüber dem Vor-
quartal und liegt 6,3% höher als in derselben Periode 2023. Die
Exploration hat sich von ihren nahezu Höchstständen des Jahr-
zehnts im Jahr 2022 abgeschwächt. Jedoch unterstreichen die
jüngsten Zahlen den generellen Aufwärtstrend der Eisenerzexplo-
ration, die durch die historisch hohen Eisenerzpreise Anfang 2021
hervorgerufen wurden (von über USD 200 pro Tonne).
Neue Infrastrukturinvestitionen in China sowie neue Maßnah-
men der chinesischen Regierung, um die Schwäche des Immobi-
liensektors des Landes zu mildern, dürften die Bautätigkeit über
die nächsten Jahr stützen, und somit auch die Nachfrage nach
Stahl und Eisenerz.
Der weltweite Stahlsektor (ex-China) erfreut sich eines etwas
besseren Ausblicks für 2024 mit Wachstumsprognosen über 4,5%.
Es wird erwartet, dass die europäischen Stahlwerke einen Teil der
Produktionsausfälle aufholen können, die durch die hohen Ener-
giepreise im Jahr 2022 entstanden sind. Diese haben zu umfang-
reichen Stilllegungen und Produktionsausfällen geführt.
Über die nächsten zwei Jahre wird ein moderater Anstieg der
Eisenerzimporte von Großabnehmern in Europa, Nordamerika,
Ost- und Südostasien sowie dem Mittleren Osten erwartet. Diese
Erholung dürfte die Nachfrage und die Preise für Eisenerz stüt-
zen.
Insgesamt bleiben die Risiken für den globalen Nachfrageausblick
für Eisenerz ausgeglichen. Die Inflation kommt in den meisten
entwickelten Volkswirtschaften sukzessive auf ihre Zielkorridore
zurück. Die Markterwartungen gehen von einer Zinssenkung im
Dezemberquartal 2024 aus. Der IWF prognostiziert für China ein
Wirtschaftswachstum von 5,0% im Jahr 2024, das sich auf 4,5%
im Jahr 2025 bzw. 4,1% bis 2026 abschwächen soll. Dies stellt
zeitgleich den Beginn eines längerfristigen Übergangs zu einem
langsameren Wachstumspfad dar. Der IWF warnt jedoch vor den
Risiken des Immobiliensektors in China. Ohne eine umfassende
Lösung könnte das Wachstum ins Stocken geraten, was die Han-
delspartnern des Landes beeinträchtigen würde.
Geringerer Output in Australien im Märzquartal
aufgrund von Regenfällen und Wartungsarbeiten
Im Märzquartal 2024 betrugen die australischen Eisenerz-Ex-
porteinnahmen AUD 34,4 Mrd. ein Anstieg von 4,5% (bzw. AUD 1,5
Mrd.) gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg war eine Folge höherer
Eisenerzpreise in der Periode. Der Ausfuhrstückpreis stieg im
Märzquartal 2024 um 6,8% im Vergleich zum Vorjahreswert, wäh-
rend die Exportvolumen im selben Zeitraum um 2,1% gegenüber
dem Vorjahr rückläufig waren.
Quelle: https://www.industry.gov.au/publications/resources-and-energy-quarterly-june-2024
eased from near decade highs in 2022. However, the latest results
continue the broad upward trend in iron ore exploration triggered by the
historical high iron ore prices (of above US$200 a tonne) in early 2021.
Figure 4.8: Australian iron ore exploration expenditure
Source: ABS (2024) Catalogue 8412.0
0
50
100
150
200
250
300
350
400
2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024
$ millions
Revisions to the outlook
Export earnings in 2023–24 have been revised up slightly from the March
2024 Resources and Energy Quarterly reflecting a lower-than-expected
exchange rate and slightly higher prices. Earnings of $138 billion rather
than $136 billion are now forecast for 2023–24. Export volumes were
revised down in 2024–25 and 2025–26 to reflect changes to expected
production for several iron ore operations in Western Australia. Higher
expected iron ore prices (in Australian dollars) outweighed the volume
reductions, resulting in upward revisions in export earnings in 2024–25
and 2025–26 of around $3 billion each.
Resources and Energy Quarterly | June 2024
44
Graphics
GESCHÄFTS-
VERLAUF
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | GESCHÄFTSVERLAUF 96
GESCHÄFTSVERLAUF
Geschäftsaktivitäten
Aktuelles zum Unternehmen
Im Geschäftsjahr 2024 haben wir unseren Kurs fortgesetzt, den
Geldabfluss zu reduzieren und unsere Abläufe zu rationalisieren,
um eine höchstmögliche Effizienz zu erreichen. Hinsichtlich der
Entwicklung unserer Vermögenswerte in Australien wurde wich-
tige technische Ziel erreicht.
Im Anschluss an die erheblichen technischen Arbeiten, die An-
fang des Jahres durchgeführt wurden, haben wir im Juni 2024 ein
Arbeitsprogramm für unsere Lizenz in Moolyella vorgelegt. In der
Folge wurde das Arbeitsprogramm im August 2024 von DEMIRS
genehmigt, Bohrungen sind zu gegebener Zeit geplant.
In Kingston Keith haben wir die Verhandlungen über eine Ex-
plorationsvereinbarung mit Tjiwarl Aboriginal Corporation
abgeschlossen. Diese ebnet den Weg für Explorationsaktivitäten
im südlichen Teil unserer Lizenz. Verhandlungen mit TMPAC, die
den nördliche Teil unserer Lizenz abdecken, sind auch mittler-
weile gestartet. Deren Abschluss wird in den nächsten Monaten
erwartet. Da Kingston Keith sowohl für Lithium als auch für Gold
aussichtsreich ist, wird dies die Gespräche mit Parteien, die eine
Partnerschaft mit uns auf dem Projekt anstreben, erleichtern. Vor
allem aufgrund des anhaltenden Rückgangs der Lithiumpreise, ist
die Verfügbarkeit von Kapital für Investitionen in Lithiumprojek-
te aktuell jedoch eingeschränkt. Angesichts von Goldpreisen am
Allzeithoch und der Tatsache, dass Kingston Keith sich im Sweet
Spot des Goldzentrums in Western Australia befindet, haben
wir beschlossen, mehr Investitionsmittel für die Festigung des
Goldpotenzials dieses Projekts bereitzustellen. Losgelöst hiervon
haben wir uns im Laufe des Jahres einige Frühphasenprojekte
angeschaut.
Wir haben jedoch noch keine Entscheidung für ein neues Invest-
ment getroffen, zumal wir weiterhin sehr selektiv vorgehen.
Das Unternehmen legt seinen Fokus auf den Erwerb von (Mehr-
heits-) Beteiligungen an Mineralexplorationsunternehmen,
vornehmlich in entwickelten Ländern mit einem für den Bergbau-
sektor vorteilhaften rechtlichen Umfeld und Schwerpunkten auf
Batteriemetalle, Kupfer, Eisenerz und Gold.
Im Geschäftsjahr 2020 nahm der Konzern seine Aktivitäten im
Rohstoffsektor auf und befindet sich aktuell in der Anlaufphase
seiner Explorationsaktivitäten, die bis Mitte 2024 anhielt. Die
aktuelle Geschäftstätigkeit der SunMirror Gruppe besteht ledig-
lich in der Exploration (d.h. der Suche nach und Erschließung von
wirtschaftlich nutzbaren mineralischen Ressourcen) und dem
Erwerb potenzieller Lizenzrechte in diesem Sektor. Abhängig
von erfolgreichen Explorationsprogrammen plant die SunMirror
Gruppe, künftig auch in den Bereichen Entwicklung, Abbau und
der Förderung von Bodenschätzen tätig zu werden.
Zielsetzungen und Strategien
SunMirror verfolgt eine opportunistisch ausgelegte Akquisitions-
strategie, die auf neue Explorationsprojekte bzw. bereits operative
Assets ausgerichtet ist. Alle aktuellen Projekte befinden sich zu
100% im Eigentum des Konzerns. Die Akquisitionsstrategie der
Gruppe besteht vornehmlich darin, alleinige Eigentums- oder
Kontrollrechte zu erwerben (mit Ausnahme von potenziellen Li-
zenzgebühren). Jedwede Entscheidung über den Erwerb weiterer
Explorations- und Betriebsanlagen setzt eine vorherige erfolg-
reiche Due Diligence-Prüfung, Verhandlungen bzw. eine kom-
merzielle Einigung sowie die Sicherstellung aller erforderlichen
Finanzierungen voraus.
Darüber hinaus führt SunMirror Gespräche mit verschiedenen
potenziellen Partnern, die sich an der Entwicklung der Projekte
mit Gewinnbeteiligungen und Meilensteinzahlungen beteiligen
können. Dieser Ansatz trägt zur Fähigkeit von SunMirror bei, das
Asset-Portfolio zu diversifizieren.
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | GESCHÄFTSVERLAUF 97
Moolyella: Die Gruppe verfügt über eine Explorationslizenz
(E 45/5573), die am 23. Dezember 2020 für eine Dauer von fünf
Jahren und eine Fläche von ca. 93 Quadratkilometern in Mooly-
ella im Nordwesten Australiens erteilt wurde. Nach Ansicht des
Unternehmens besteht hierin ein gutes Potenzial für lithium-
haltige Pegmatite sowie Zinn, Tantal und Seltene Erden.
Moolyella ist ein Explorationsprojekt im Frühstadium, in dem
noch keine sog. JORC-konformen Mineralressourcen definiert
sind. Die Lizenz verfügt jedoch über eine historische JORC-kon-
forme Ressource für Zinn und Tantal, die am 2. März 2012 von
einem früheren Betreiber, LitheX Resources Limited, veröffent-
licht wurde.
Anfang Juni 2023 wurde Terra Search Pty Ltd (eine Service- und
geologische Firma der Mineralexploration aus Perth) damit be-
auftragt, bis zu 3.500 Bodenproben in den von SGC festgelegten
Zielgebieten der Priorität 1 zu sammeln. Die Erprobungsarbei-
ten wurden Ende Juli abgeschlossen und die Auswertung der
Ergebnisse im Oktober 2023 beendet. Hierbei wurden mehrere
Gebiete mit hochgradigen Lithiumwerten im Boden identifi-
ziert.
Im Oktober 2023 wurde ein siebentägiger Vorortbesuch durch
die Firma Geonomik Pty Ltd durchgeführt, um die Lage dieser
hochgradigen Lithiumvorkommen im Boden zu überprüfen.
Hierbei wurden bedeutende Pegmatit-Schwärme identifi-
ziert, einige bis zu 2 Kilometer lang und bis zu 15 Meter breit.
Einige der ausgemachten Pegmatite stellen die Fortsetzung der
lithiumhaltigen Pegmatite dar, die sich von den angrenzenden
Grundstücken in die Moolyella-Lizenz erstrecken.
Im Rahmen des siebentägigen Vorortbesuch wurden 62 Ge-
steinsproben gesammelt und für eine Analyse an ALS Labs
geschickt. Die Top 5 der zurückgesandten Proben ergaben
Lithiumwerte von 2,185% Li 2O, 1,296% Li 2O, 1,001% Li 2O,
0,956% Li 2O und 0,797% Li 2O. Um diese Gehalte in den rich-
tigen Kontext zu stellen, vermeldete Global Lithium Resources
Limited (das unser Lizenzgebiet von drei Seiten umgibt) im
Dezember 2022 eine aktualisierte JORC 2012 Mineralressource
von 18,0 Millionen Tonnen mit 1% Li 2O für seine Lithiumlager-
stätte Archer.
Im April 2024 wurde von Geonomik Pty Ltd gemeinsam mit
der Nyamal Aboriginal Corporation (NAC), den traditionellen
Grundbesitzern des Bodens im Moolyella-Lizenzgebiet, eine
fünftägige Heritage Site durchgeführt. Zweck des Besuchs
war es, die vorgeschlagenen Bohrstandorte für lithiumhaltige
Pegmatite zu überprüfen und zu beurteilen, ob sie in kulturell
SunMirror ist bestrebt, Explorationsanlagen zu akquirieren, an
denen frühere Eigentümer und Betreiber zumindest Vorarbeiten
getätigt haben. Diese Risikominimierungsstrategie liefert Sun-
Mirror wichtige Informationen, um die Wahrscheinlichkeit weite-
rer positiver Befunde besser abschätzen zu können. Zudem legt sie
eine Basis, von der aus die nächsten Arbeitsstufen begonnen wer-
den können. Hierdurch wird für SunMirror das Risiko minimiert,
in der Zukunft unvorteilhafte Projektergebnisse zu erzielen.
Die Strategie des Unternehmens besteht darin, in Explorations-
und Bergbauanlagen zu investieren, bei denen der Fokus auf
Metallen liegt, die für die schnell wachsende grüne Technologie-
branche (Green Tech) in Europa von entscheidender Bedeutung
sind. Dies sind beispielsweise Kobalt, Kupfer, Gold, Lithium, Nickel
und Zinn. Der Schwerpunkt liegt außerdem auf Vorkommen in
stabilen und risikoarmen Ländern, wie zum Beispiel Australien,
Europa sowie ausgewählten afrikanischen Ländern. Durch die
Konzentration auf Bodenschätze in diesen entwickelten Ländern
versucht das Management von SunMirror, die häufig anzutref-
fenden Enteignungen und politischen Risiken zu vermeiden.
Diese sind mit Bodenschätzen in unterentwickelten Ländern oft
verknüpft.
Forschung und Entwicklung
Da das Geschäftsmodell von SunMirror keine Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten erfordert, kann sich das Unternehmen
auf seine operativen Kernkompetenzen vornehmlich auf Basis all-
gemein anerkannter Best Practices konzentrieren. Somit existie-
ren neben den laufenden Mineralexplorationsprogrammen keine
aktuellen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Operative Aktivitäten
Der Konzern investiert in Explorations- und Bergbauanlagen mit
einem Fokus auf kritischen Metallen, die für die europäische Indus-
trie relevant sind. Die Gruppe entwickelt die Explorationsanlagen
mit dem Ziel weiter, in der Zukunft mehrere Minen und Verarbei-
tungsanlagen zu betreiben. Derzeit besitzt der Konzern drei Vermö-
genswerte im australischen Bundesstaat Western Australia:
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | GESCHÄFTSVERLAUF 98
legt sowie durch geologische Daten, die aus früheren Kartierun-
gen und Feldarbeiten in der Region stammen, eingeschränkt.
Die resultierende Interpretation hat dem Unternehmen eine
Basiskarte im Maßstab 1:20.000 für das gesamte Projektgebiet
zur Verfügung gestellt, die frühere staatliche Kartierungen und
Interpretationen ersetzt.
Die strukturelle Interpretation von SGC bildet die Basis für
ein Programm zur Zielerreichung. Insgesamt wurden 23 Ziele
identifiziert auf die künftige Explorationsanstrengungen kon-
zentriert werden sollen. Die Ziele basieren auf dem unterstellten
Vorhandensein von Lithologien, Strukturen, Alterationsstellen
und geochemischen Anomalien. Diese könnten für die Existenz
von Gold- oder Lithiummineralisierungen förderlich sein.
Die Interpretation beschreibt größere und kleinere strukturelle
Merkmale, quer verlaufende Erzgänge und verschiedene mag-
netische Einheiten. Innerhalb der mafischen Basalte wurden si-
gnifikante subtile interne Variationen beobachtet, die auf mög-
liche Verwerfungen hindeuten könnten. Die hohe strukturelle
Komplexität und umfangreiche Abdeckung machen weiterge-
hende geologische Analysen notwendig, um einzelne Struktu-
ren, Intrusionen und Lithologien zu bestätigen bzw. diese weiter
zu verfeinern. Das Unternehmen sieht diese Interpretation als
lebenden Datensatz an, der überwacht und aktualisiert werden
muss, sobald neue geologische Informationen zugänglich sind.
Insgesamt wurden 23 Zielgebiete von SGC identifiziert, die ein
Potenzial für Gold- bzw. Lithiummineralisierung haben. Die
Zielgebiete basierten auf zahlreichen Kriterien, darunter das
unterstellte Vorhandensein von Schlüssellithologien, Struktu-
ren, erhöhten früheren Kartierungen, Mineralvorkommen und/
oder Alterationsstellen.
Während die SGC-Studie (im Vergleich zu SGCs Moolyella-Li-
zenzstudie) weniger lithium-spezifische Ziele ermittelte, wurde
das Lizenzgebiet Kingston Keith in der Vergangenheit haupt-
sächlich auf Gold und Nickel erkundet. Insofern existieren nur
wenige Informationen über historische Lithiumexplorationen,
die für Zielsetzungen verwendet werden können.
Die 23 Gold- und Lithiumziele werden nun bewertet und durch
weitere Arbeiten ergänzt. Diese können Kartierungen, Boden-
probenahmen, geochemische Untersuchungen, die Integration
zusätzlicher geophysikalischer Untersuchungen am Boden bzw.
aus der Luft sowie Bohrungen umfassen.
sensiblen Gebieten liegen. Insgesamt wurden 5 Quadratkilome-
ter des Geländes sorgfältig zu Fuß zurückgelegt sowie 88% des
Geländes (4,4 Quadratkilometer) für die Bohrungen geräumt.
Nach einer Überprüfung der Gebiete, die bei der Vorortbesich-
tigung durch NAC für Bohrungen freigegeben wurden, reichte
das Unternehmen am 7. Juni 2024 beim Department of Energy,
Mines, Industry and Regulation (DEMIRS) ein Arbeitspro-
gramm für bis zu 495 Reverse-Circulation (RC)-Bohrungen ein.
Nach einer Überprüfung des Arbeitsprogramms (unterstützt
durch eine Kopie des Explorations-Umweltmanagementplans
des Unternehmens für Moolyella), wurde das Arbeitsprogramm
am 13. August 2024 formal durch DEMIRS genehmigt.
Eine Terminierung der Bohrungen der Zielobjekte hängt von
der Entwicklung des Lithiummarktes ab, der aktuell von einem
Überangebot und niedrigen Preisen gekennzeichnet ist, was
sich auch auf die Verfügbarkeit von Kapital auswirkt. In Anbe-
tracht des genehmigten Arbeitsprogramms, steht das Unterneh-
men bereit, das Bohrprogramm zu einem günstigen Zeitpunkt
durchzuführen.
Die Papierarbeit zur Erneuerung der Lizenz beginnt 3 Mona-
te vor der Erneuerung der Lizenz am 22. Dezember 2025. Das
Unternehmen erwartet im Rahmen des Erneuerungsprozesses
keine Probleme, da es alle Bedingungen für die Aufrechterhal-
tung der Lizenz vollständig erfüllt.
Kingston-Keith: Der Konzern verfügt über eine Explora-
tionslizenz (E 53/1953), die am 9. März 2020 für einen Zeitraum
von fünf Jahren und ein Gebiet von ca. 152 Quadratkilometern
im Gebiet Kingston-Keith/Mt. Keith erteilt wurde. Das Gebiet
befindet sich in einem produktiven Gold- und Nickelproduk-
tionsanbaugebiet im Inneren des Bundesstaates Western Aus-
tralia. Nach Ansicht des Unternehmens weist es ein vielverspre-
chendes Potenzial für Gold und Nickel auf. Bei der Liegenschaft
handelt es sich um ein Explorationsprojekt, für das noch keine
JORC-konformen Mineralressourcen definiert wurden.
Im Juli 2023 wurde Southern Geoscience Consultants (SGC)
damit beauftragt, eine strukturelle Interpretation der Unter-
grundgeologie innerhalb des Kingston Keith Lizenzgebietes
durchzuführen. Als Basis dienen die MAGSPEC-Magnetdaten
aus der Luft, die vom Unternehmen in Auftrag gegeben und im
Januar 2023 geflogen wurden. Die Interpretation von SGC wur-
de durch die Verarbeitung und Darstellung dieser Daten unter-
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | GESCHÄFTSVERLAUF 99
Bislang sind die Vermögenswerte des Konzerns in Moolyella und
Kingston Keith in der Explorationsphase und generieren aktuell
noch keine Erlöse. MCC hat eine Durchführbarkeitsvorstudie für
das Cape Lambert Magnetit-Projekt erstellt, diese aber noch nicht
in der Produktion umgesetzt. Der Konzern erwartet nicht, dass
MCC in naher Zukunft mit Förderungsaktivitäten in der Cape
Lambert-Mine beginnen wird.
Für die australischen Projekte des Unternehmens wurde ein Min-
destexplorationsbudget für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von
geschätzt rund USD 0.2 Mio. aufgestellt. Dieser Betrag unterliegt
einer ständigen Überprüfung durch den Verwaltungsrat und wird
in Abhängigkeit von positiven Ergebnissen aus den Explorations-
arbeiten aufgestellt.
Akquisitionen
Die SunMirror Gruppe prüft weiterhin interessante Akquisi-
tionsmöglichkeiten, um ihr Asset-Portfolio in Australien und ggf.
auch anderen Industrieländern bzw. bestimmten ausgewählten
Ländern in Afrika zu erweitern. Es finden Gespräche mit Unter-
nehmen statt, die Vermögenswerte zusammenlegen oder verkau-
fen wollen.
Im April 2024 unterzeichnete das Unternehmen eine Explo-
rationsvereinbarung mit der Tjiwarl Aboriginal Corporation
(TAC), den historischen Grundbesitzern in der südlichen Hälfte
der Lizenz. Diese Vereinbarung versetzt das Unternehmen in die
Lage, physikalische Explorationsarbeiten am Boden durchzu-
führen. Ebenso verhandelt das Unternehmen eine vergleichbare
Vereinbarung mit der TMPAC Group, den historischen Eigen-
tümern der nördlichen Hälfte der Lizenz. Diese soll bis zum
Jahresende abgeschlossen sein und würde es dem Unternehmen
erlauben, physikalische Erkundung innerhalb des nördlichen
Lizenzgebietes durchzuführen.
Am 8. Mai 2025 steht die Verlängerung der Kingston Keith
Lizenz an. Die hierfür notwendige Papierarbeit ist bereits im
Gang. Da alle Bedingungen für die Weiterführung der Lizenz
erfüllt sind, sieht das Unternehmen keine Probleme bei der Ver-
längerung der Lizenz.
Cape Lambert: Der Konzern hält ein Lizenzrecht an der
künftigen Minenproduktion im Rahmen der Lizenz der MCC
Australia Sanjin Mining Pty Ltd. (R 47/18) für ihr Cape Lam-
bert Magnetit-Projekt. Dies umfasst eine Fläche von etwa 84
Quadratkilometern in der Cape Lambert Region in Western
Australia (und im weiteren Sinne in dem Gebiet, das von der
nicht mehr gültigen Lizenz E47/1462 abgedeckt wird). Hierbei
handelt es sich um ein passives Investment des Unternehmens.
Die Gruppe erwartet kurzfristig keinerlei Lizenzgebühren.
Diese Prognose basiert auf folgenden Annahmen: Derzeit hält
MCC ein Lizenzrecht (Retention License) für das Cape Lam-
bert Projekt. Eine Retention License stellt eine Zwischenstufe
zwischen einer Explorationslizenz und einer Bergbaupacht
dar. Diese erlaubt es dem Inhaber lediglich, Rechte an einem
Bergbauprojekt zu halten, dieses aber nicht zu entwickeln.
Dies liegt beispielsweise an der noch ausstehenden wirtschaft-
lichen Machbarkeit bzw. der fehlenden Entwicklung der er-
forderlichen Transportinfrastruktur.
Der Konzern würde den Verkauf ihrer Lizenz in Erwägung
ziehen, wenn ein Dritter einen angemessenen Preis bietet.
Die maximale Lizenzdauer für ein Lizenzrecht beträgt 10 Jah-
re.
Graphics
ERGEBNIS
UND BILANZ-
ANALYSE
Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 101
ERGEBNIS UND BILANZANALYSE
Der übrige betriebliche Aufwand reduzierte sich im Geschäftsjahr
2024 um 76.0% (CHF 1.4 Mio.) und betrug CHF 0.4 Mio. (2023: CHF
1.8 Mio.).
Der Beratungsvertrag mit Opus Capital Switzerland AG (umbe-
nannt in Calym AG, in Liquidation) wurde im letzten Geschäfts-
jahr gekündigt. Im Geschäftsjahr 2024 fielen aus diesem Bera-
tungsvertrag keine weiteren Kosten an.
Der Aufwand für Rechts- und Steuerberatung konnte erheblich
gesenkt werden, da keine weiteren Rechtsfälle an SunMirror AG
herangetragen worden sind.
Im Geschäftsjahr 2024 gab es keine neuen Geschäftstransaktio-
nen und der Wechsel des Wirtschaftsprüfers sowie der reduzierte
Geschäftsumfang führten zu deutlich tieferen Buchführungs-,
Konsolidierungs- und Prüfungskosten. Die Kosten für regula-
torische Aufwendungen und Investor Relations waren ebenfalls
deutlich geringer, da sich die Tätigkeit des Unternehmens im
Geschäftsjahr hauptsächlich auf bestehende Vermögenswerte
konzentrierte.
Abschreibungen und
Wertberichtigungen
Die planmässigen Abschreibungen bei den immateriellen Werte
betreffen die käuflich erworbenen Domains.
Grundlagen der Erstellung
Die statutarische Jahresrechnung von SunMirror AG für die zwölf
Monate per 30. Juni 2024 (Berichtsperiode oder Geschäftsjahr
2024) wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung
(Going Concern) gemäss den Bestimmungen des Schweizer
Rechnungslegungsrechtes (Obligationenrecht, OR),
kaufmännischer Buchführung und Rechnungslegung erstellt
(Art. 957 ff. OR).
Umsatzerlöse
SunMirror AG hat weder im Geschäftsjahr 2024 noch im
Vorjahreszeitraum 2023 Umsatzerlöse generiert oder Dividenden
der Tochtergesellschaften erhalten.
Personalaufwand
Der Personalaufwand reduzierte sich Im Geschäftsjahr 2024 auf
0.7 Mio. (2023: CHF 0.8 Mio.) und die Anzahl der Vollzeitstellen
(Full-Time Equivalents, FTE) verringerte sich weiter von
durchschnittlich 3.2 FTE im Vorjahr auf 2.0 FTE im Geschäftsjahr
2024.
Übriger betrieblicher Aufwand.
2024
(12 Monate)
2023
(12 Monate)
Löhne und Gehälter -652 ,414 -772,236
Sozialversicherungen -13,788 -36,935
Altersvorsorge -1,848 -11,632
Sonstiger Personalaufwand -9,551 -12,617
Total -677,601 -833,420
CHF
2024
(12 Monate)
2023
(12
Mona te)
Raumaufwand -5,863 -4,472
Sac hversic herungen, Abgaben, Gebühren, Bewilligungen -36,609 -34,163
Energie- und Entsorgungsaufwand 0 -644
Verwaltung und IT -15,381 -8,718
Buchhaltung und Konsolidierung -70,186 -265,086
Unternehmensberatung -2,398 -138,755
Rechts- und Steuerberatung -45,880 -559,352
Regulatorische Aufwendungen -60,53 2 -197,444
Verwaltungsrat und Generalversammlung -4,965 -22,592
Wirtsc haftsprüf ung -145,137 -337,867
Investor Rela tions -48,173 -241,681
Sonstiger betrieblicher Aufwand -12 0
Total -435,136 -1,810,774
CHF
2024
(12 M onate)
2023
(12 M onate)
Wertberic htigungen auf Finanzanlagen 0 -1
Abschreibungen immaterielle Werte -2,3 90 -2,392
Total -2,390 -2,393
CHF
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 102
Ausserordentlicher, einmaliger
oder periodenfremder Ertrag
Im Geschäftsjahr 2024 verbuchte SunMirror AG periodenfremder
Ertrag in Höhe von gesamthaft CHF 0.1 Mio. (2022: CHF 0.4
Mio.). Diese Erträge stammen Im Geschäftsjahr 2024 aus einer
erfolgreichen Rückforderung eines als Aufwand erfassten
Pauschalhonorars und der Auflösung nicht mehr benötigter
kurzfristigen Rechnungsabgrenzungen.
Ausserordentlicher, einmaliger
oder periodenfremder
Aufwand
Im Geschäftsjahr 2024 verbuchte SunMirror AG periodenfremder
Aufwand in Höhe von gesamthaft CHF 0.2 Mio. (2023: n/a). Dieser
Aufwand entstand aus einer nachträglichen Intercompany
Verrechnung einer Tochtergesellschaft.
Direkte Steuern
SunMirror AG hat weder in der Berichtsperiode noch im Vorjahr
zu versteuernde Gewinne generiert. Die zum 30. Juni 2023
aufgelaufenen Verlustvorträge von CHF 16.7 Mio. erhöhten sich
per 30. Juni 2024 weiter auf CHF 18.1 Mio. SunMirror AG hat
sowohl im aktuellen Geschäfts- als auch im Vorjahr lediglich
Kapitalsteuern bezahlt.
Geldflussrechnung
Da SunMirror (Konzern) ihren Konzernabschluss in
Übereinstimmung mit den vom IASB herausgegebenen IFRS
erstellt hat, verzichtet die Einzelgesellschaft SunMirror AG in
Übereinstimmung mit dem Gesetz auf eine Geldflussrechnung.
Finanzertrag
Die Finanzerträge reduzierten sich im Geschäftsjahr 2024 um
75.7% (CHF 0.5 Mio.) auf CHF 0.2 Mio. (2023 CHF 0.7 Mio.). Im
Geschäftsjahr 2024 resultierten die Finanzerträge in erster Linie
aus Zinserträgen auf flüssigen Mittel und Forderungen sowie aus
Wechselkursgewinnen.
Finanzaufwand
Der Finanzaufwand konnte im Berichtsjahr 2024 um 63.2%
(CHF 0.4 Mio.) auf CHF 0.3 Mio. reduziert werden (2023 CHF
0.7Mio.). Der Finanzaufwand im Geschäftsjahr 2024 resultierte
hauptsächlich aus Wechselkursverlusten und Bankgebühren.
Im Geschäftsjahr 2024 fielen keine Zinsaufwendungen mehr für
Schuldtitel an.
2024
(12 Mona te)
2023
(12 Mona te)
Zinsertrag 58,169 12,147
Gewinne aus Wertschriften mit Börsenkurs - realisiert 0 40,186
Gewinne a us Wä hrungsumrec hnung - realisiert 99,994 602,522
Gewinne a us Wä hrungsumrec hnung - nicht realisiert 2,149 3,897
Total 160,312 658,752
CHF
2024
(12 Mona te)
2023
(12 Mona te)
Zinsaufwand -17 -178,978
Bankgebühren -18,778 -29,771
Verluste aus Währungsumrec hnung - rea lisiert -158,165 -163,536
Verluste aus Währungsumrec hnung - nic ht realisiert -77,586 -318,767
Total -254,546 -691,052
CHF
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 103
Aktiven
Per Ende Juni 2024 verringerten sich die Aktiven insgesamt um
11.4% (CHF 1.6 Mio.) auf CHF 11.9 Mio. (Juni 2023: CHF 13.5 Mio.).
Die flüssigen Mittel reduzierten sich insbesondere durch die
Investitionen bei den Tochterunternehmen sowie durch die im
Geschäftsjahr 2024 angefallenen operativen Ausgaben.
Bei den übrigen kurzfristigen Forderungen wurde per Stichtag
30. Juni 2024 ein Intercompany-Darlehen in Finanzanlagen
umklassiert (Anlagevermögen), da eine geplante gruppeninterne
Umstrukturierung vorerst nicht umgesetzt wird.
Die Finanzanlagen widerspiegeln hauptsächlich die
Intercompany-Darlehen gegenüber den direkten und indirekten
Tochtergesellschaften. Die Beteiligung zeigt den Buchwert
der direkten Beteiligung an SunMirror Luxembourg S.A. Die
immateriellen Werte beinhalten den Restbuchwert der käuflich
erworbenen Domains.
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Flüssige Mittel 1,864,724 3,560,617
Übrige kurzfristige Forderungen 408,768 7,975,153
Aktive Rechnungsabgrenzungen 36,892 39,060
Total Umlaufvermögen 2,310,384 11,574,830
Finanzanlagen 8,435,477 709,458
Beteiligung 1,175,000 1,175,000
Immaterielle Werte 2,794 5,184
Total Anlagevermögen 9,613,271 1,889,642
Total Aktiven 11,923,655 13,464,472
CHF
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30. Juni 2024 30. Juni 2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31,409 67,412
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 4,179 584
Passive Rechnungsabgrenzungen 233,949 375,365
Total kurzfristiges Fremdkapital 269,537 443,361
Rüc kstellungen 7,094 6,855
Langfristiges Fremd kap ital 7,094 6,855
Total Fremdkapital 276,631 450,216
CHF
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 104
Fremdkapital
Die Verbindlichkeiten konnten per Ende Juni 2024 um 38.6%
(CHF 0.2 Mio.) auf CHF 0.3 Mio. reduziert werden (Juni 2023:
CHF 0.5 Mio.).
Kurzfristiges Fremdkapital
Als Ergebnis der Anstrengungen, die Kostenstruktur der
operativen Ausgaben weiter zu senken, konnten per Ende Juni
2024 die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
die passiven Rechnungsabgrenzungen gegenüber Ende Juni
2023 weiter reduziert werden.
Langfristiges Fremdkapital
Im Geschäftsjahr 2024 wurden 8,984 Optionen zugeteilt
(Vorjahr: 8,984 Optionen). Der Aufwand für den Dienstzeitraum
wurde jedoch durch den tieferen Marktwert aller zugeteilten
Optionen per Stichtag 30.06.2024 ausgeglichen, weshalb die
Rückstellung gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert
blieb.
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERGEBNIS UND BILANZANALYSE 105
Eigenkapital
Das Eigenkapital reduzierte sich per Ende Juni 2024 um
10.5% (CHF 1.4 Mio.) auf CHF 11.6 Mio. (Juni 2023: CHF 13.0
Mio.). Mit Stichtag Ende Juni 2024 hatte die Gesellschaft eine
Eigenkapitalquote von 97.7% (Juni 2023: 96.7%).
30. Juni 2024 30. Juni 2023
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Aktienkapital - Anfang sbestand 2,395,755 2,343,221
0 52,534
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2,395,755 2,395,755
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Reserven aus Kapitaleinlag en - Anfangsbestand 27,343,731 23,539,911
Kapitalerhöhung durch Umwandlung Wandelanleihen aus
beding tem Kapital, beg ründet am 29.12 .2 020
0 3,803,820
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Allgemeine gesetzliche Gewinnreserve 92 92
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Verlustvortrag -16,725,322 -14,396,245
Jahresverlust -1,367,232 -2,329,077
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Kapitalerhöhung durch Umwandlung Wandelanleihen aus
beding tem Kapital, beg ründet am 29.12 .2 020
CHF
Anzahl der ausstehenden Inhaberaktien zum Nominalwert
von CHF 1.00 pro Aktie zum Ende des Beric htszeitraums:
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STRUKTUR DES
UNTERNEHMENS
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | STRUKTUR DES UNTERNEHMENS 107
Unternehmenssitz, Geschäftsjahr, Dauer der Gesellschaft,
Unternehmenszweck
STRUKTUR DES UNTERNEHMENS
Gemäss Artikel 2 ihrer Statuten besteht der Zweck der Gesellschaft
darin, den langfristigen Wert der Tochtergesellschaften, der
verbundenen Unternehmen oder der Beteiligungen durch
einheitliche Verwaltung und zentrale Dienstleistungen zu fördern
und die damit verbundene Finanzierung zu erbringen. Ferner
kann die Gesellschaft Immobilien, Wertschriften, Beteiligungen
und Immaterialgüterrechte (Intellectual Property Rights) kaufen,
verkaufen, vermitteln, verwalten und verwerten. Zudem kann sie
Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen in der Schweiz
und im Ausland errichten und alle kommerziellen und anderen
Tätigkeiten ausüben, welche mit dem Zweck der Gesellschaft im
Zusammenhang stehen.
SunMirror AG ist eine in der Schweiz gegründete und unter
Schweizer Recht operierende Aktiengesellschaft. Der eingetragene
Firmensitz ist in Zug, Schweiz und die Gesellschaft ist beim
Handelsregisteramt des Kantons Zug eingetragen unter
CHE 395.708.464.
Die Adresse des Unternehmens lautet General-Guisan-Strasse 6,
6300 Zug, Schweiz, Telefonnummer +41 43 505 14 00. Die Webseite
der Gesellschaft ist www.sunmirror.com.
Die juristische Bezeichnung des Unternehmens lautet
«SunMirror AG». Das Unternehmen, zusammen mit seinen
Tochtergesellschaften, ist im Markt unter dem Handelsnamen
«SunMirror» bekannt. Die Gesellschaft wurde auf unbestimmte
Zeit gegründet. Die Kennung der juristischen Person (sog. LEI-
Nummer) ist 894500R3EZWT4CYDM933. Das Geschäftsjahr des
Unternehmens läuft vom 1. Juli eines Kalenderjahres bis zum
30. Juni des nachfolgenden Kalenderjahres.
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | STRUKTUR DES UNTERNEHMENS 108
Entstehung und historische Entwicklung der
Gesellschaft
SunMirror Luxembourg erwarb im Rahmen einer
Aktienkaufvereinbarung vom 14. Februar 2020 sämtliche Anteile
an Lithium 1. Bei Lithium 1 handelt es sich um eine australische
Gesellschaft, die über eine Explorationslizenz für die Tenements
Moolyella (Lithium) und KingstonKeith (Gold und Nickel) verfügt.
Beide Tenements befinden sich in Westaustralien.
SunMirror Luxembourg übernahm sämtliche Aktien von Pharlap
im Rahmen einer Aktienkaufvereinbarung vom 12. August 2020,
die am 18. Dezember 2020 berichtigt wurde. Bei Pharlap handelt
es sich um eine Gesellschaft aus Singapur, deren wichtigster
Vermögenswert aus einer Lizenzvereinbarung, über die künftig
zu zahlenden Lizenzgebühren für das Projekt Cape Lambert
Magnetit-Projekt besteht.
Am 30. November 2020 wurden die Aktien zum Handel an der
Vienna MTF (Marktsegment Direktmarkt) der Wiener Börse
zugelassen. Die gelisteten Aktien wurden am 26. November 2021
zur Handelsaufnahme im Amtlichen Handel der Wiener Börse
zugelassen.
Hierbei handelt es sich um einen regulierten Markt nach
Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und
des Rates vom 15. Mai 2014. Diese sog. Markets in Financial
Instruments Directive II – «MiFID II» veränderte die Richtlinien
2002/92/EC sowie 2011/61/EU.
Im Januar 2024 wurde der Handel mit Aktien der SunMirror AG
an den Börsen Düsseldorf und Frankfurt eingestellt. Die Aktien
von SunMirror AG können seither nur noch an der Wiener Börse
gehandelt werden.
Am 24. September 2014 wurde das Unternehmen erstmals
unter dem Namen Dynastar AG mit Firmensitz in Erlenbach
ZH, Schweiz gegründet. Zu diesem Zeitpunkt war die
Vorgängergesellschaft beim Handelsregister des Kantons Zürich
unter CHE395.708.464 eingetragen.
Im Jahr 2018 wurden die Aktien des Unternehmens zur Notierung
im Freiverkehr an der Börse Düsseldorf zugelassen.
Am 31. August 2020 beschloss die Generalversammlung der
Gesellschaft den Erwerb aller Aktien von Couno Resources S.A.
(heute SunMirror Luxembourg S.A. – «SunMirror Luxembourg»)
durch Sacheinlage. Zudem wurde der Unternehmensname auf
SunMirror AG geändert sowie der Firmensitz vom Kanton Zürich
in den Kanton Zug verlegt. Die Übernahme von SunMirror
Luxembourg wurde am 7. September 2020 umgesetzt.
Hierdurch wurden auch die Tochtergesellschaften von SunMirror
Luxembourg namens Lithium 1 und Pharlap Bestandteil des
Konzerns, der die folgende Struktur erhielt:
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Wesentliche Tochtergesellschaften
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | STRUKTUR DES UNTERNEHMENS 109
Zu den wesentlichen Tochtergesellschaften des Unternehmens
zählen die (i) SunMirror Luxembourg mit Sitz in Luxemburg,
(ii) Lithium 1 mit Sitz in Australien sowie (iii) Pharlap mit Sitz
in Singapur. Über direkte oder indirekte Beteiligungen hält das
Unternehmen jeweils 100% des Aktien- und Stimmrechtskapitals
an diesen Gesellschaften.
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RISIKOBERICHT

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 111
Geschäftsbezogene
Risikofaktoren
RISIKOBERICHT
Kurzfristig wird der Konzern zur Finanzierung
des Geschäftsbetriebs sowie der Explorations- und
Erschliessungsaktivitäten ausschliesslich auf Eigenkapital
und eigenkapitalähnliche Finanzierungen angewiesen sein,
z.B. in Form von Wandelanleihen. Der Finanzierungsbedarf
kann sich noch erhöhen, sollten sich die Explorationsarbeiten
verzögern oder die Kosten höher als erwartet ausfallen. Sollte
es dem Konzern nicht gelingen, zusätzliche Finanzmittel
generell oder zu angemessenen Bedingungen aufzunehmen,
so könnte er gezwungen sein, Vermögenswerte zu veräussern.
Dies möglicherweise auch aus einer Notlage heraus, oder sogar
aus einer Insolvenz. Dies würde zu einer Wertminderung
der Vermögenswerte und möglicherweise zu zusätzlicher
Verschuldung führen.
Darüber hinaus besitzt der Konzern über seine
Tochtergesellschaft Pharlap Holdings ein Lizenzrecht am Cape
Lambert Eisenerzprojekt. Dies befindet sich im Besitz der MCC.
Das Lizenzrecht ist an eine Retentionslizenz gebunden. Die daraus
resultierenden Erlöse hängen vom Beginn der Bergbauarbeiten
ab, dessen Zeitpunkt noch nicht feststeht. Der Beginn hängt
von vielen Faktoren ab, die nicht in der Kontrolle des Konzerns
liegen. Dies umfasst, ist aber nicht beschränkt auf die
Entwicklung der Rohstoffpreise, die Geschäftsstrategie sowie die
Kreditqualität von MCC. Auch die Entwicklung der gesetzlichen
Rahmenbedingungen in Westaustralien und die globale
makroökonomische Dynamik usw. spielen hierbei eine Rolle.
Weiter erfordert jede Übernahme der Gruppe von zusätzlichen
Explorationsanlagen oder Unternehmen, die Explorationsanlagen
halten, eine ausreichende zusätzliche Finanzierung über
Kapitalerhöhungen durch die Aktionäre.
Als Startup verfügt das Unternehmen über keine operative
Historie und hat noch keine operative Zahlungsmittelzuflüsse
generiert. Insofern wird die Gesellschaft zur Finanzierung
ihrer Geschäftsaktivitäten auch weiterhin von externen
Finanzierungen über Eigen- oder Fremdkapital zu akzeptablen
Konditionen abhängig sein. Insbesondere vor dem Hintergrund
des Geschäftsschwerpunktes von SunMirror auf Unternehmen
der Mineralexploration, kann die Aufnahme völlig neuer
Geschäftsaktivitäten scheitern. Das Unternehmen versucht
jedoch, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, indem
branchenerfahrene Mitarbeiter eingestellt werden. Zudem
wird die Umsetzung von Explorationen mit dem Ziel verfolgt,
mineralische Ressourcen zu entdecken.
In der Entdeckung und Erprobung von Ressourcen liegt ein
signifikantes Risiko. Bis heute wurden noch keine Bohrungen
durchgeführt und es gibt keine Garantie, dass zukünftige
Bohrprogramme erfolgreich sein werden. Das bedeutet, dass ein
hohes Risiko darin besteht, dass die Bohrungen Ressourcen mit
geringerer Tonnage oder geringerem Gehalt ergeben, was sich
negativ auf die Bewertung der Gesellschaft auswirken würde.
Möglicherweise würde dies zu einer künftigen Wertminderung
von Vermögenswerten führen und die Fähigkeit des
Unternehmens zur Unternehmensfortführung (Going Concern)
beeinträchtigen.
Es ist nicht zu erwarten, dass die Vermögenswerte der Gruppe
kurzfristig Einnahmen generieren werden.
Bei den beiden aktuellen Explorationswerten des Konzerns, dem
Moolyella Projekt und dem Kingston-Keith Projekt wird erwartet,
dass es mindestens noch bis 2027 bzw. 2028 andauert, bis diese
Standorte zu produzierenden Minen werden. Dies setzt voraus,
dass die Explorationsanstrengungen die geplanten Resultate
erbringen, d.h. den Nachweis einer rentablen Ressource, die
Erteilung einer Bergbaulizenz oder die Finanzierung für den Bau
einer operativ tätigen Mine. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die
Vermögenswerte selbst im Fall einer erfolgreichen Exploration
weitere Investitionen benötigen und kurzfristig keine Erlöse
generieren.

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 112
Regulatorische
Risikofaktoren
Rohstoffbezogene
Risikofaktoren
Die Muttergesellschaft SunMirror AG gibt Inhaberaktien statt
Namensaktien aus. Für öffentlich notierte Unternehmen in der
Schweiz ist dies noch möglich. Inhaberaktien könnten jedoch den
künftigen Zugang zu Kapital durch die weltweite Tendenz zur
Ausgabe von Namensaktien einschränken.
MCC hat die Verlängerung seiner Retentionslizenz von der für
Bergbau zuständigen Behörde in Westaustralien bis März 2025
erfolgreich bewilligt bekommen, aber weitere Verlängerungen
könnten zu gegebener Zeit abgelehnt werden. Die Aussicht, dass
SunMirror mit seiner Tochtergesellschaft Pharlap in Zukunft
Einnahmen erzielen kann, könnte beeinträchtigt werden, wenn
MCC keine weiteren Verlängerungen erhält oder seine Lizenz
aufgibt.
Neue Umweltauflagen könnten zusätzliche Anforderungen
an die Entwicklung des Bergbaus und die Nutzung fossiler
Brennstoffe stellen, die sich auf die künftigen Ergebnisse und
Finanzierungsbedingungen des Unternehmens auswirken
könnten. Vorschriften zur Nutzung fossiler Brennstoffe würden
angesichts der Konzentration des Unternehmens auf die
Ressourcen von Batteriemetallen jedoch wahrscheinlich auch
Chancen eröffnen.
In Westaustralien haben indigene Anspruchsberechtigte (Native
Title Claimants) und indigene Anspruchsgruppen (Native
Title Holders) bestimmte Rechte gemäss den Bestimmungen
des Native Title Act 1993 (Cth) (NTA) Future Act Regime, wenn
Regierungen beabsichtigen, Geschäfte wie die Gewährung von
Bodengrundstücken zu tätigen, die zukünftige Acts unter dem
NTA sind.
Die Landesregierung verfolgt eine Richtlinie, nach der
Antragsteller für Explorationslizenzen und Schürflizenzen eine
Regional Standard Heritage Agreement (RSHA) unterzeichnen
und anbieten bzw. nachweisen müssen, die besagt, dass sie
ein bestehendes Alternative Heritage Agreement oder eine
Explorationsvereinbarung haben. Dies muss geschehen, bevor die
Anträge im beschleunigten NTA-Verfahren eingereicht werden
(Kimberley-Region ausgenommen).
Der Markt reagiert auf zahlreiche Faktoren sensitiv, so dass
eine Marktprognose nur begrenzt möglich ist. Die Entwicklung
von Preisen und Zinsen, die Inflation, politische und soziale
Veränderungen können hierbei als Schlüsselfaktoren ausgemacht
werden.
Das Preisrisiko des Unternehmens bezieht sich auf die
Entwicklung von Rohstoffpreisen. Das Rohstoffpreisrisiko ist
definiert als der mögliche adverse Einfluss auf den Nettogewinn
bzw. -verlust sowie den wirtschaftlichen Wert aufgrund von
schwankenden und volatilen Rohstoffpreisen. Aus diesem Grund
verfolgt das Unternehmen die langfristige Entwicklung der
Rohstoffpreise genau, um gegebenenfalls geeignete Massnahmen
einzuleiten. Dies gilt insbesondere für Eisenerz sowie Basis- und
Edelmetalle.
Da SunMirror umfangreiche Mittel zur Finanzierung seiner
künftigen Explorations- und Evaluierungsaktivitäten sowie
möglicher Übernahmen benötigt, überwacht die Gesellschaft
das Risiko nicht ausreichender liquider Mittel aktiv. Für den
Fall, dass Aufwendungen in Währungen denominiert sind, die
von den jeweiligen funktionalen Währungen abweichen, ist
SunMirror Wechselkursrisiken ausgesetzt. SunMirror managt
diese Währungsrisiken durch den Abgleich von Ein- und
Auszahlungen in derselben Währung sowie die Überwachung von
Wechselkursschwankungen.
Zudem ist SunMirror Wettbewerbsrisiken durch Konkurrenten
ausgeliefert, von denen einige über erheblich höhere finanzielle
Ressourcen für Akquisitionen bzw. Joint Ventures verfügen. Mehr
Wettbewerb kann auch zu einem höheren Angebot mineralischer
Vorkommen und somit sinkenden Marktpreisen für bestimmte
Mineralien führen. Hierdurch könnten die Zukunftsaussichten
des SunMirror Konzerns als weniger attraktiv für mögliche
Kapitalgeber erscheinen. Ein mangelhafter Zugang zu Kapital
könnte die Fähigkeit von SunMirror einschränken, die
Geschäftsentwicklung zu finanzieren. Dies könnte sich auch
auf die Aussichten von lizenzpflichtigen Vermögenswerten von
SunMirror in Pharlap auswirken.

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Quelle: https://www.dmp.wa.gov.au/Minerals/Native-Title-Act-Process-5548.aspx
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 113
des neuen Aboriginal Cultural Heritage Act 2021 (WA) und eine
Rückkehr zum ursprünglichen Aboriginal Heritage Act 1972 (WA)
an.Für die Projekte der Gruppen in Australien geht es also weiter
wie bisher.
Die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) hat
unsere Finanzberichterstattung und die Jahresabschlüsse für
2021 und 2022 geprüft. Die Prüfung startete im Dezember 2022
und die Resultate wurden im Oktober 2023 bekannt gegeben.
In ihrem Prüfungsergebnis vom 9. Oktober 2023 kommt OePR
zum Schluss, dass unsere Rechnungslegung fehlerhaft sei.
Die OePR bestätigt die Klassierung der Lizenzvereinbarung
auf Cape Lambert als immateriellen Vermögenswert, kommt
aber bei der Folgebewertung zur Schlussfolgerung, dass der
Wertminderungstest gemäss den Bestimmungen von IAS 36.10 lit.
a jährlich hätte durchgeführt werden müssen. Zusammenfassend
ist OePR der Meinung, dass die Lizenzvereinbarung auf Cape
Lambert nicht als Vermögenswert gemäss IFRS 6 klassifiziert
werden kann.
Nach eingehender Beratung mit unseren Beratern teilt der
Verwaltungsrat von SunMirror die Einschätzung der OePR nicht
und hat deshalb den Prüfungsfeststellungen nicht zugestimmt.
Eine zwischenzeitlich von einem externen Sachverständigen
erstellte Bewertung der Lizenzvereinbarung kommt zum Schluss,
dass der aktuelle Wert der Lizenzvereinbarung auf der Grundlage
der getroffenen Annahmen den Buchwert stützt. Somit besteht
unabhängig von der Wertminderungsprüfung keine Abweichung
in der Folgebewertung, weder nach IAS 36 (OePR-Perspektive)
noch nach IFRS 6 (SunMirror-Perspektive). Das Verfahren wurde
nun von der OePR an die österreichische Finanzmarktaufsicht
(FMA) weitergeleitet, die sich eine unabhängige Meinung zu
dieser Angelegenheit bilden wird. Das Verfahren wurde in der
Zwischenzeit bei der FMA eingeleitet, war aber zum Zeitpunkt der
Erstellung des Konzernlageberichts noch nicht abgeschlossen.
Unabhängig von der Entscheidung der FMA erwartet der
Verwaltungsrat keine Auswirkungen auf die in diesem
Konzernabschluss veröffentlichten Zahlen.
Die RSHAs, zusammen mit den Explorationsvereinbarungen,
sorgen für den Schutz des Erbes der Ureinwohner und bieten
allen Parteien Standardgebühren und -verfahren für die Freigabe
des Erbes an, die einem für die Industrie akzeptablen Standard
entsprechen.
Teile der Moolyella und Kingston Keith Explorationslizenzen
fallen unter die Erbansprüche und das Unternehmen steht
in engem Dialog mit den betroffenen Ureinwohnergruppen.
Mit der Nyamal Aboriginal Corporation wurde für das
Lizenzgebiet Moolyella ein RSHA abgeschlossen, und mit der
Tjiwarl Aboriginal Corporation (TAC) wurde für den südlichen
Teil des Lizenzgebiets von Kingston Keith eine Vereinbarung
über Landzugang und Mineralexploration unterzeichnet.
Die Gespräche über eine Explorationsvereinbarung mit der
TMPAC-Gruppe (die betreffende indigene Gruppe im nördlichen
Teil des Lizenzgebiets von Kingston Keith) sind im Gange
und dürften vor Ende des Jahres abgeschlossen werden. Die
Explorationslizenz für Kingston Keith wurde Lithium 1 im
Jahr 2020 erteilt, nachdem das National Native Title Tribunal
festgestellt hatte, dass die Konzession erteilt werden kann, da
das beschleunigte Verfahren nicht anwendbar ist. Es wurde
festgestellt, dass es im Konzessionsgebiet keine Orte oder Stätten
von besonderer Bedeutung gibt. Dementsprechend muss das
Unternehmen keine neue Vereinbarung mehr mit den zuständigen
indigenen Anspruchsgruppen abschliessen. Das Unternehmen
hat sich jedoch bereit erklärt, als Zeichen des Respekts und
der Anerkennung der TAC, der TMPAC und den zugehörigen
indigenen Anspruchsgruppen (Native Title Holders) freiwillig
eine Explorationsvereinbarung zu unterzeichnen.
Mit der Verabschiedung des Aboriginal Cultural Heritage
Act 2021 (WA), der am 1. Juli 2023 in Kraft getreten ist, hat die
Regierung von Westaustralien neue Gesetze erlassen. Diese sollen
verhindern, dass sich die Zerstörung einer alten indigenen Stätte
durch den Rohstoffriesen Rio Tinto wiederholt.
Das neue Gesetz, das den Aboriginal Heritage Act 1972 (WA)
ersetzen sollte, erwies sich als äusserst umstritten, und am 8.
August dieses Jahres, nur wenige Wochen nach seiner Einführung,
kündigte der Premierminister von Westaustralien die Aufhebung

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 114
eingeleitet haben, weil Mirador FZE den Ausgabepreis für die von
ihnen gezeichneten Aktien Ende 2021 im Rahmen einer geplanten
Kapitalerhöhung des Unternehmens zur Finanzierung der
Übernahme von Lati-tude 66 Cobalt Limited nicht vollumfänglich
bezahlt haben. Der damalige Verwaltungsrat des Unternehmens
war im Frühjahr 2022 nach Einholung einer summarischen
Rechtsbera-tung zum Schluss gekommen, keine rechtlichen
Schritte einzuleiten. Der derzeitige Verwaltungsrat ist aktuell
zusammen mit einem externen Anwalt an der Überprüfung
des damaligen Entscheids. Während diese Überprüfung
noch andauert, gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass die
Einschätzung des früheren Verwaltungsrats unzureichend war
oder rückgängig gemacht werden sollte.
Inflations-, Zins- und Wirt-
schaftswachstumsrisiken
Der erhebliche Anstieg der globalen Inflation kann einen
Kostendruck auf den Konzern ausüben. Glücklicherweise ist
die Gruppe dem Inflationsdruck jedoch nur bedingt ausgesetzt.
Dies aufgrund der Tatsache, dass ein Grossteil der Kosten über
mittel- bis langfristige Verträge abgesichert ist. Im Rahmen
seiner Explorationsaktivitäten ist der Konzern von Material-
und Energiekosten nur bedingt abhängig. Jedoch kann eine
Inflation bei den Löhnen und die Knappheit von Arbeitskräften zu
Kostensteigerungen führen.
Zudem bekämpfen die Zentralbanken die Inflation weltweit
mit deutlich angehobenen Leitzinsen. Dies könnte zu einem
verknappten und/oder teureren Zugang zu Kapital führen. Dieser
Umstand wiederum würde die Umsetzung von Akquisitionen und
Investitionsaktivitäten erschweren.
Letztlich dürfte der Zinsanstieg vermutlich das mittelfristige
globale Wirtschaftswachstum dämpfen. Dies könnte die
Nachfrage nach Rohstoffen, deren Produktion der Konzern
anstrebt, abschwächen. Ein Produktionsstart ist jedoch erst
langfristig vorgesehen.
Dennoch könnte sich eine Rezession auf die Pläne von MCC zur
Entwicklung des Cape Lambert Eisenerzprojekts auswirken,
wodurch sich der Zeitpunkt verschieben würde, zu dem die Lizenz
Umsatzerlöse generiert.
Im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs und ihrer
Finanzierungsaktivitäten ist die SunMirror Gruppe
rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die SunMirror Gruppe geht
Vereinbarungen mit Lieferanten, Auftragnehmern sowie anderen
Gegenparteien ein, aus denen mögliche Rechtsstreitigkeiten
und Forderungen entstehen können. Der Konzern kann auch
Ansprüche gegenüber Gegenparteien verfolgen, die – bevor
sie möglicherweise erfolgreich geltend gemacht werden – zu
erheblichen Rechtskosten führen können. Die Gruppe verfügt
dabei über eine interne Expertise, um mit solchen Risiken
umzugehen. Sie wird dabei zudem von externen Rechtsberatern
in den verschiedenen Rechtsordnungen, in denen sie tätig
ist oder Geschäftsbeziehungen unterhält, unterstützt.
Ausserdem überwacht die Gruppe die Einhaltung ihrer eigenen
Vertragsverpflichtungen sorgfältig, um das Risiko künftiger
Rechtsstreitigkeiten zu minimieren.
Das Unternehmen befand sich in einem Rechtsstreit mit den
Inhabern der ehemaligen 52‘534 Pflichtwandelanleihen ISIN
CH1142529093, die im Dezember 2021 ausgegeben wurden
und am 20. Dezember 2022 automatisch in SunMirror-Aktien
zu einem Preis von EUR 75 pro Aktie umgewandelt wurden.
Die Anleihegläubiger haben die Umwandlung ihrer Anleihen
angefochten. Das Unternehmen ist dagegen der Ansicht,
dass die Schuldverschreibungen rechtmässig in Aktien
umgewandelt wurden, und widerspricht den Behauptungen
der Anleihegläubiger grundlegend. Auf dieser Grundlage und
in Anbetracht des aktuellen Sachverhalts ist das Unternehmen
der Ansicht, dass die Ansprüche unbegründet sind, und
bildet keine Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten
im Zusammenhang mit diesem Streit. Im Rahmen einer
Schlichtungsverhandlung im März 2023 konnte keine Einigung
erzielt werden. Im Anschluss an diese Schlichtungsverhandlung
versäumten es die Anleihegläubiger, innerhalb der geltenden Frist
eine Klage bei einem Schweizer Gericht einzureichen. Um eine
Klage einzureichen, müssten die Anleihegläubiger das Verfahren
neu beginnen und eine neue Schlichtungssitzung beantragen.
Seit März 2023 hat es in dieser Angelegenheit keine weiteren
Entwicklungen gegeben.
Das Unternehmen hat Beschwerden im Namen von zwei
Aktionären erhalten, die behaup-ten, dass die Verwaltungsräte
des Unternehmens gegen ihre Treuepflichten verstoßen ha-
ben, indem sie keine rechtlichen Schritte gegen Mirador FZE
Rechtliche Risiken

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 115
Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanage-
mentsystems in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess
Insgesamt beinhaltet der Konsolidierungsprozess neben einer
Überprüfung der Konsistenz der übermittelten Daten auch die
Plausibilisierung der Abschlüsse insgesamt. Die Konsolidierung
wird mit einer zertifizierten Standardsoftware durchgeführt.
Zur Sicherstellung der fehlerfreien und rechtzeitigen Erstellung
der Abschlüsse zum Publikationsstichtag werden sowohl für den
Zwischenbericht zum Halbjahr als auch für den Jahresabschluss
entsprechende Fristen gesetzt. Von diesen wird das gesamte
Rechnungswesen rechtzeitig in Kenntnis gesetzt. Neben dem zum
Ende des Geschäftsjahrs zu erstellenden Jahresabschluss wird
ein Zwischenbericht zum Halbjahr nach Massgabe von IAS® 34
erstellt.
KONTROLLEN
Das Rechnungswesen ist dem Chief Financial Officer (CFO)
unterstellt. Auf regelmässiger Basis werden Informationen
zu den Investitionsprogrammen, Kostenprognosen,
möglichen Rechtsstreitigkeiten sowie Chancen und Risiken
an die Geschäftsleitung berichtet. Dies stellt die fortlaufende
Überwachung des internen Kontrollsystems sicher. Tatsächliche
und mögliche Risiken werden somit konstant überwacht. Diese
Überwachung basiert auf einheitlichen Risikoleitlinien. Die
Geschäftsleitung ist für die Implementierung dieser Leitlinien
und die Sicherstellung ihrer Überwachung verantwortlich.
Innerhalb der SunMirror Gruppe wird der Zeitplan
für die jährliche Prüfung durch die Geschäftsleitung
festgelegt. Dies geschieht auf Basis eines Vorschlags des
Konzernrechnungswesens der Gesellschaft. Schwerpunkte sind
die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems,
die Einhaltung der geltenden Rechnungslegungsstandards
sowie andere Compliance-Anforderungen. Die Ergebnisse der
Prüfungen werden dem Verwaltungsrat von Fall zu Fall vorgelegt.
Die Rechnungslegung der Gesellschaft umfasst alle Aktivitäten,
die zur Erstellung der Einzel- und Konzernabschlüsse nach
Massgabe der jeweiligen Gesetze und IFRS nötig sind.
STRUKTUR DER
RECHNUNGSLEGUNG
Das Rechnungswesen der SunMirror Gruppe setzt sich aus
dem Rechnungswesen bei den lokalen Gesellschaften sowie
dem Konzernrechnungswesen in Zürich zusammen. Die
lokalen Gesellschaften erstellen ihre Abschlüsse gemäss
den lokalen gesetzlichen Vorschriften unter Verwendung
einer lokalen Buchhaltungssoftware. Vierteljährlich werden
die Abschlüsse zur finalen Klärung und Überprüfung
an das Konzernrechnungswesen in Zug übermittelt. Die
Überleitung der lokalen Abschlüsse in eine einheitliche IFRS-
Rechnungslegung und Bewertungsprinzipien werden durch das
Konzernrechnungswesen vorgenommen.
KONSOLIDIERUNG
Die IFRS-Abschlüsse werden gemäss den IFRS-Bilanzierungs-
und Bewertungsvorschriften erstellt, die vom International
Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben wurden.
Die lokalen Rechnungslegungsdaten werden durch das
Konzernrechnungswesen manuell überprüft. Diese bestehen
vor allem aus Plausibilitätsprüfungen, konzerninternen
Verrechnungen sowie Überleitungen von Abschlüssen, die auf
Basis lokaler Rechnungslegungsvorschriften erstellt wurden, auf
eine IFRS-konforme Bilanzierung und Bewertung. Im Rahmen
dieses Prozesses arbeitet das Konzernrechnungswesen eng mit
einem Dienstleister von Konsolidierungsleistungen zusammen.
Die Einzelabschlüsse werden zweimal im Jahr konsolidiert
(Konzernjahresabschluss zum 30. Juni sowie verkürzter
Zwischenbericht des Konzerns zum 31. Dezember).

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 116
Angaben gemäss § 243a Abs 1 UGB
aufgehoben oder nicht gültig ausgeübt wurden) ausgeben. Der
Verwaltungsrat ist ermächtigt, den Handel mit Bezugsrechten
zu ermöglichen, zu beschränken oder auszuschliessen. Nicht
gültig ausgeübte Bezugsrechte kann der Verwaltungsrat
verfallen lassen, oder er kann diese bzw. Aktien für welche
Bezugsrechte eingeräumt, aber nicht gültig ausgeübt wurden, zu
Marktkonditionen platzieren oder anderweitig im Interesse der
Gesellschaft verwenden.
Der Verwaltungsrat ist im Fall einer Ausgabe von Aktien
ermächtigt, das Bezugsrecht der bisherigen Aktionäre
aufzuheben oder zu beschränken und Dritten, der Gesellschaft
oder einer ihrer Konzerngesellschaften zuzuweisen: (i) wenn
der Ausgabebetrag der neuen Aktien unter Berücksichtigung
des Marktpreises festgesetzt wird; oder (ii) für die Beschaffung
von Eigenkapital auf einer schnelle und flexible Weise, welches
ohne den Ausschluss der Bezugsrechte der bisherigen Aktionäre
nicht oder nur schwer oder zu wesentlich schlechteren
Bedingungen möglich wäre; oder (iii) für die Übernahme
von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen,
den Erwerb von Produkten, Immaterialgütern oder Lizenzen
oder Investitionsvorhaben der Gesellschaft oder durch eine
ihrer Konzerngesellschaften oder für die Finanzierung
oder Refinanzierung solcher Transaktionen durch eine
Aktienplatzierung; oder (iv) zum Zwecke der Erweiterung des
Aktionärskreises des Gesellschaft in bestimmten Finanz- oder
Investoren-Märkten, zur Beteiligung von strategischen Partnern,
einschliesslich Finanzinvestoren oder in Zusammenhang mit der
Kotierung von neuen Aktien an inländischen oder ausländischen
Börsen.
Nach einer Nennwertveränderung sind neue Aktien im Rahmen
des Kapitalbands mit gleichem Nennwert auszugeben wie die
bestehenden Inhaberaktien.”
GRUNDKAPITAL
Per 30. Juni 2024 betrug das Grundkapital der SunMirror
AG insgesamt CHF 2,395,755,00 und unterteilte sich in
2,395,755 Inhaberaktien mit einem Nennwert von jeweils
CHF 1.00, der komplett eingezahlt wurde. Hinsichtlich ihres
Dividendenanspruchs und der Stimmrechte sind alle Aktien
gleich ausgestattet.
KAPITALBAND
Seit dem 20. Dezember 2023 beträgt das Kapitalband der
Gesellschaft zwischen CHF 2,395,755.00 (untere Grenze) und CHF
3,593,632.00 (obere Grenze).
Nach Artikel 3d der Statuten: „Die Gesellschaft verfügt über ein
Kapitalband von CHF 2,395,755.00 (untere Grenze) und CHF
3,593,632.00 (obere Grenze). Der Verwaltungsrat ist im Rahmen
des Kapitalbands ermächtigt, bis zum 19. Dezember 2028 oder
bis zu einem früheren Dahinfallen des Kapitalbandes das
Aktienkapital einmal oder mehrmals und in beliebigen Beträgen
zu erhöhen oder Aktien direkt oder indirekt zu erwerben. Die
Kapitalerhöhung kann durch Ausgabe von bis zu 1,197,877 voll
zu liberierenden Inhaberaktien mit einem Nennwert von je CHF
1.00 oder durch eine Erhöhung der Nennwerte der bestehenden
Inhaberaktien im Rahmen des Kapitalbands erfolgen.
Bei einer Erhöhung des Aktienkapitals im Rahmen des
Kapitalabands legt der Verwaltungsrat, soweit erforderlich,
den Ausgabebetrag, die Art der Einlage (einschliesslich
Barlieberierung, Sacheinlage, Verrechnung und
Umrechnung von Reserven oder eines Gewinnvortrags
in Aktienkapital), den Zeitpunkt der Ausgabe, die
Bedingungen der Bezugsrechtsausübung und den Beginn der
Dividendenberechtigung fest. Dabei kann der Verwaltungsrat
neue Aktien mittels Festübernahme durch eine Bank,
ein Bankenkonsortium oder einen anderen Dritten und
anschliessendem Angebot an die bisherigen Aktionäre oder
an Dritte (sofern die Bezugsrechte der bisherigen Aktionäre

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | RISIKOBERICHT 117
Es existieren weder Finanzierungs- noch Kundenverträge, die
übliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels im
Sinne des § 243a Abs. 1, Nr. 8 UGB enthalten.
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Sinne des
§ 243a Abs. 1, Nr. 9 UGB.
Im Mai 2023 führte der Verwaltungsrat von SunMirror AG einen
Aktienoptionsplan ein. Bis zum 31. Dezember 2023 wurden ins-
gesamt 17,968 Aktienoptionen mit einem durchschnittlichen
Ausübungspreis von EUR 7.00 pro Aktie gewährt, die zum Stichtag
alle rechtlich unverfallbar sind und von denen 7,162 in der Be-
richtsperiode als aktienbasierte Vergütung im Personalaufwand
erfasst wurden.
Im Mai 2024 trat Daniel Monks per sofort aus dem Verwaltungsrat
der SunMirror AG zurück. Seither ist Laurent Quelin das einzige
Mitglied des Verwaltungsrats der SunMirror AG. Ersatzwahlen
in den Verwaltungsrat finden voraussichtlich an der Generalver-
sammlung im Dezember 2024 statt.
BEDINGTES KAPITAL
Seit dem 20. Dezember 2023 beträgt das bedingte Kapital der
Gesellschaft CHF 1,197,877.00.
Nach Artikel 3b der Statuten: “Das Aktienkapital wird unter
Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre durch Ausgabe von
maximal CHF 1,197,877 voll zu liberierenden Inhaberaktien
mit einem Nennwert von CHF 1.00 um den Maximalbetrag
von CHF 1,197,877.00 erhöht mittels Ausübung von Wandel-
und Optionsrechten, die gemäss einem oder mehreren durch
den Verwaltungsrat zu schaffenden Beteiligungsplänen den
Gläubigern von neuen Anleihens- oder ähnlichen Obligationen
gegenüber der Gesellschaft eingeräumt werden. Der
Verwaltungsrat regelt die Einzelheiten der Ausgabebedingungen.
Wandel- und Optionsrechte gemäss vorstehendem Absatz müssen
schriftlich oder in elektronischer Form, die den Nachweis durch
Text ermöglicht, ausgeübt werden. Dies gilt auch für den Verzicht
auf die Ausübung dieser Rechte ”
WEITERE INFORMATIONEN
SunMirror AG hält einen direkten Anteil von 100.0% an der
SunMirror Luxembourg S.A. und ist somit die alleinige indirekte
Gesellschafterin von Lithium 1 Pty. Ltd. (Lithum 1). Laut Ad-hoc-
Mitteilung vom 1. August 2022 hat die Gesellschaft temporär die
Kontrolle über die Lithium 1 verloren. Am 2. August 2022 wurde
die Kontrolle über die Beteiligung von 100% an Lithium 1 durch
SunMirror Luxembourg S.A. wieder hergestellt.
Nach Artikel 16 der Statuten: „Der Verwaltungsrat
besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern, die von der
Generalversammlung für ein Jahr gewählt werden und die wieder
wählbar sind. Die Amtsdauer endet am Tage der ordentlichen
Generalversammlung. Bei Nachwahlen vollenden die neuen
Mitglieder die Amtsdauer ihrer Vorgänger.”

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AUSBLICK UND
BEDEUTENDE
EREIGNISSE
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | AUSBLICK UND BEDEUTENDE EREIGNISSE 119
Der Verwaltungsrat der SunMirror AG sieht das Jahr 2025 als
wegweisend für die Gruppe an. Nach der jüngsten Genehmigung
des Arbeitsprogramms durch DEMIRS ist das Moolyella-Projekt
nun zum Einsatz bereit, so dass die Gruppe zu gegebener Zeit
mit der Entwicklung fortschreiten kann. Zudem planen wir
die Exploration von Gold und Lithium bei unserem Kingston
Keith-Projekt voranzutreiben. Unser Ziel besteht darin, das
Projekt an einen Punkt zu bringen, an dem die Gruppe für
die Aufnahme zusätzlichen Kapitals bzw. zur Gründung
strategischer Partnerschaften gut aufgestellt ist, um die nächste
Entwicklungsstufe zu gehen. Dieser Ansatz steht im Einklang mit
der üblichen Praxis im Mineralienexplorationssektor.
Aktuell bleibt das Preisumfeld für Batteriemetalle anspruchsvoll,
was vor allem am schwächer als erwarteten Wachstum der
Elektrofahrzeuge in Schlüsselmärkten liegt. Trotz dieses
kurzfristigen Gegenwindes bleiben wir für die langfristige
Nachfrage nach diesen kritischen Mineralien zuversichtlich.
Für die Elektrifizierung der Weltwirtschaft sind diese essenziell,
was von zwei Schlüsselfaktoren getrieben wird: den weltweiten
Anstrengung gegen den Klimawandel sowie der steigenden
Energienachfrage aufgrund aufstrebender Technologien,
wie generativer künstlicher Intelligenz. Andererseits haben
die Goldpreise im Jahr 2024 gestützt durch geopolitische
Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten, die eine Flucht
in Sicherheit begünstigt haben, eine signifikante Steigerung
erfahren. Die strategische Diversifikation der Gruppe über
Batterie- und Edelmetalle versetzt uns bei der Suche nach
Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung und der Finanzierung des
zukünftigen Wachstums in eine starke Position.
Zur Finanzierung dieses Wachstums prüft der Verwaltungsrat
aktiv Möglichkeiten des Zugangs zu Kapitalmärkten in
Gerichtsbarkeiten mit tiefgreifender Bergbauexpertise
und Kenntnissen über unsere Vermögenswerte, vor allem
in Australien. Dies kann ein zweites Börsenlisting sein -
möglicherweise in Australien oder Großbritannien - das
zahlreiche Vorteile mit sich bringen würde. Ein Zweitlisting
würde die Liquidität unserer Aktie erhöhen sowie eine breitere
Basis sachkundiger Investoren anziehen. Dies würde die
AUSBLICK UND BEDEUTENDE EREIGNISSE
Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr
Visibilität und Glaubwürdigkeit der Gruppe in wichtigen
Bergbauregionen steigern. Wir sind verpflichtet, unsere
Stakeholder über den Fortschritt an dieser Front informiert zu
halten.
Gleichzeitig prüft die Gruppe weiterhin potenzielle
Möglichkeiten der Monetarisierung ihrer Lizenzvereinbarungen.
Wenngleich der Rückgang des Eisenerzpreises in der ersten
Hälfte 2024 eine Herausforderung darstellt, gehen wir davon
aus, dass die strategische Positionierung des Cape Lambert
Anbaugebiets in der Region Möglichkeiten eines Divestments
mit sich bringt. Dies würde einen signifikanten Wert dieses
Vermögenswertes freisetzen.
Schließlich fokussiert sich das Unternehmen weiterhin auf die
Identifizierung neuer Wachstumsmöglichkeiten und führt aktiv
Due-Diligence-Prüfungen für mehrere Projekte in Europa durch,
insbesondere in Zentraleuropa und Skandinavien. Diese Projekte
könnten eine wertvolle Diversifikation unseres Asset Portfolios
mit sich bringen und somit einen Schutz gegen die inhärente
Zyklizität der Metallpreise darstellen und die Position der
Gruppe auf dem Gesamtmarkt stärken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die SunMirror AG gut
positioniert ist, um sowohl die Herausforderungen als auch die
Chancen des aktuellen Marktumfeldes zu meistern. Wir sind
zuversichtlich, dass unsere strategischen Initiativen langfristig
nachhaltigen Wert für unsere Aktionäre stiften werden und
künftiges Wachstum vorantreiben.
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | AUSBLICK UND BEDEUTENDE EREIGNISSE 120
Bis zum Datum der Berichtsabgabe sind keine bedeutenden
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten
Zug, 18 Oktober 2024
Laurent Quelin e.h.
Mitglied des Verwaltungsrates
Bedeutende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
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JAHRES-
RECHNUNG
ZUM 30. JUNI 2024
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Bilanz
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 122
JAHRESRECHNUNG
Anmerkung en 30. Juni 2024 30. Juni 2023
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Flüssige Mittel 1 1,864,724 3,560,617
Übrige kurzfristige Forderungen
2 408,768 7,975,153
Aktive Rechnungsabg renzungen 3 36,892 39,060
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Finanzanlagen 4 8,435,477 709,458
Beteiligung 5 1,175,000 1,175,000
Immaterielle Werte 6 2,794 5,184
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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7 31,409 67,412
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
8 4,179 584
Passive Rechnungsabg renzungen 10 233,949 375,365
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Rückstellungen 9 7,094 6,855
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Grundkapital 2,395,755 2,395,755
Gesetzliche Kapitalreserve 27,343,731 27,343,731
Gesetzliche Gewinnreserven 92 92
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Verlustvortrag -16,725,322 -14,396,245
Jahresverlust -1,367,232 -2,329,077
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 123
ERFOLGSRECHNUNG
Anmerkung en
2024
(12 Monate)
2023
(12 Monate)
Personalaufwand 12 -677,601 -833,420
Übriger betrieblicher Aufwand
13 -435,136 -1,810,774
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Abschreibungen und Wertberichtig ungen des
Anlagevermögens
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((EEBBIITT)) --11,,111155,,112277 --22,,664466,,558877
Finanzertrag 15 160,312 658,752
Finanzaufwand 16 -254,546 -691,052
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Ausserordentlicher, einmaliger oder
periodenfremder Ertrag
17 56,776 360,631
Ausserordentlicher, einmaliger oder
periodenfremder Aufwand
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Direkte Steuern 19 -2,900 -10,821
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 124
ALLGEMEIN
FIRMENNAME, EINGETRAGENER SITZ UND RECHTSFORM
Firmenname, eingetragener Sitz:
SunMirror AG, Zug, Switzerland
Unternehmens-Identifikationsnummer (UID): CHE-395.708.464
Rechtsform: Aktiengesellschaft (AG)
WESENTLICHE RECHNUNGSLE-
GUNGSGRUNDSÄTZE
Grundsätze
Die vorliegende Jahresrechnung wurde gemäss den
Bestimmungen des Schweizer Rechnungslegungs-rechtes (Swiss
Code of Obligations, CO), kaufmännischer Buchführung und
Rechnungslegung (Art. 957 ff. CO) erstellt. Die wesentlichen
angewandten Bewertungsgrundsätze, welche nicht vom Gesetz
vorgeschrieben sind, sind nachfolgend beschrieben.
Der Jahresabschluss wurde auf Basis der Annahme der
Fortführung der Geschäftstätigkeit (Going Concern) zu
Anschaffungskosten in Schweizer Franken (CHF) erstellt.
Angaben zur Erfolgsrechnung
Die Erfolgsrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Aktienbasierte Vergütungen
Im Mai 2023 führte der Verwaltungsrat von SunMirror
AG einen Aktienoptionsplan ein. Bestimmte Mitglieder
der Geschäftsleitung und ausgewählte Mitarbeiter in
Schlüsselpositionen sind zur Teilnahme an dem Plan berechtigt
(Teilnehmer). Mit diesem Aktienoptionsplan wird ein Rahmen
geschaffen, um den Teilnehmern langfristige Anreize zu bieten
und ihre Interessen besser mit den Interessen der Aktionäre und
der Prosperität des Unternehmens in Einklang zu bringen.
Der Aktienoptionsplan wird als mit Barausgleich eingestuft. Die
Gesellschaft hat jedoch das Recht, den Ausgleich nach eigenem
Ermessen entweder in bar oder in Aktien vorzunehmen. Der
Aktienoptionsplan kann von Zeit zu Zeit geändert werden und
ist ein diskretionäres Anreizsystem zur Mitarbeiterbindung und
-motivation.
Die Zuteilungen erfolgen auf Empfehlung des
Vergütungsausschusses auf der Grundlage der Leistungen
der Teilnehmer sowie der Beschäftigungsbedingungen und
werden vom Verwaltungsrat genehmigt. Die individuellen
Bedingungen, die für jeden Teilnehmer im Zusammenhang mit
jeder Aktienoptionszuteilung zusätzlich zu den allgemeinen
Bestimmungen dieses Plans gelten, sind Gegenstand einer
separaten Zuteilungsvereinbarung.
In der Regel erfolgen die Zuteilungen über einen Dienstzeitraum
von drei Jahren. Die fest zugeteilten Optionen können
anschliessend über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgeübt
werden. Eine Option berechtigt zum Bezug einer Aktie der
SunMirror AG oder eines entsprechenden Barausgleichs. Die
Ausübungspreise der Optionen werden unter Bezugnahme auf
historische Durchschnittswerte der Aktienkurse berechnet. Bei
Beendigung des Arbeitsverhältnisses können anwartschaftliche
Optionen je nach den Umständen annulliert werden oder
nicht. Der entsprechende Aufwand wird über die Dienstzeit im
Personalaufwand erfasst und die kumulativen Verbindlichkeiten
als langfristige Rückstellung.
Anhang zur Jahresrechnung
Graphics
Verzicht auf eine Geldflussrechnung und zusätzliche
Angaben im Anhang
Da die SunMirror AG (Konzern) ihren Konzernabschluss in
Übereinstimmung mit den vom IASB herausgegebenen IFRS
erstellt hat, verzichtet sie auf zusätzliche Anhangangaben zu
zinstragenden Verbindlichkeiten und Prüfungsgebühren sowie
auf eine Geldflussrechnung in Übereinstimmung mit dem Gesetz.
Währung und Rundungsangaben
Fremdwährungspositionen des Umlaufvermögens und der
kurzfristigen nicht verzinslichen Verbindlichkeiten werden
zum Stichtagskurs bewertet. Entsprechende Gewinne
und Verluste werden in der Erfolgsrechnung der Periode
ausgewiesen. Das Anlagevermögen, die verzinslichen
Verbindlichkeiten und die langfristigen Verbindlichkeiten
werden zum historischen Fremdwährungskurs bewertet,
ausser wenn dadurch Überbewertungen bei Aktiven oder
Unterbewertung bei Verbindlichkeiten entstehen würden.
Fremdwährungtransaktionen in der Erfolgsrechnung werden zu
den Wechselkursen am Tag der Transaktion erfasst.
Einzelne Werte in den Jahresabschlüssen sind gerundet. In
Tabellen kann es vorkommen, dass sich diese kaufmännisch
gerundeten Zahlen nicht genau zu den ebenfalls in den Tabellen
ausgewiesenen Summen addieren.
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 125
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 126
ANGABEN ZU DEN POSTEN
DER BILANZ UND DER
ERFOLGSRECHNUNG
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Beteiligungen (direkt oder indirekt) 0 7,577,434
Aktionären (direkt oder indirekt) 300,200 297,758
Staatlichen Einrichtungen 28,786 12,658
Sozialversicherungen 0 1,038
Vorauszahlungen 78,282 84,765
Sonstige kurzfristige Forderungen 1,500 1,500
TToottaall 440088,,776688 77,,997755,,115533
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AAkkttiivvee RReecchhnnuunnggssaabbggrreennzzuunnggeenn
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Bezahlter Aufwand des Folgejahres 27,360 32,591
Noch nicht erhaltener Ertrag 9,532 6,469
TToottaall 3366,,889922 3399,,006600
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FFiinnaannzzaannllaaggeenn
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Langfristige Forderungen Beteiligungen (direkt oder indirekt) 8,435,477 709,458
TToottaall 88,,443355,,447777 770099,,445588
AANNGGAABBEENN ZZUU DDEENN PPOOSSTTEENN DDEERR BBIILLAANNZZ UUNNDD DDEERR EERRFFOOLLGGSSRREECCHHNNUUNNGG
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Die Forderung gegenüber Beteiligungen wurde im Berichtsjahr von kurzfristig in langfristige Forderungen
(Finanzanlagen) umgegliedert.
Die Forderung gegenüber Beteiligungen wurde im Berichtsjahr von kurzfristig in langfristige Forderungen (Finanzanla-
gen) umgegliedert.
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JAHRESRECHNUNG 2024
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FFllüüssssiiggee MMiitttteell
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Bankguthaben 1,864,724 3,560,617
TToottaall 11,,886644,,772244 33,,556600,,661177
22
ÜÜbbrriiggee kkuurrzzffrriissttiiggee FFoorrddeerruunnggeenn
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Beteiligungen (direkt oder indirekt) 0 7,577,434
Aktionären (direkt oder indirekt) 300,200 297,758
Staatlichen Einrichtungen 28,786 12,658
Sozialversicherungen 0 1,038
Vorauszahlungen 78,282 84,765
Sonstige kurzfristige Forderungen 1,500 1,500
TToottaall 440088,,776688 77,,997755,,115533
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30. Juni 2024 30. Juni 2023
Bezahlter Aufwand des Folgejahres 27,360 32,591
Noch nicht erhaltener Ertrag 9,532 6,469
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30. Juni 2024 30. Juni 2023
Langfristige Forderungen Beteiligungen (direkt oder indirekt) 8,435,477 709,458
TToottaall 88,,443355,,447777 770099,,445588
AANNGGAABBEENN ZZUU DDEENN PPOOSSTTEENN DDEERR BBIILLAANNZZ UUNNDD DDEERR EERRFFOOLLGGSSRREECCHHNNUUNNGG
CHF
CHF
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CHF
Die Forderung gegenüber Beteiligungen wurde im Berichtsjahr von kurzfristig in langfristige Forderungen
(Finanzanlagen) umgegliedert.
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 127
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JAHRESRECHNUNG 2024
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(indirekte Beteiligung)
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Domains 7,576 0 0 7
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-2,392 5
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30. Juni 2024 30. Juni 2023
Gegenüber Dritten 21,031 28,425
Gegenüber Organen 0 26,925
Gegenüber übrigen Nahestehenden 10,378 12,062
TToottaall 3311,,440099 6677,,441122
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30. Juni 2024 30. Juni 2023
Gegenüber Sozialversicherungen/ Staatlichen Einrichtungen 3,887 0
Pensionskasse 292 584
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Anzahl
Optionen
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Aktienoptionsplan Leitungs- und
Verwaltungsorgane
17,968 7,094 6,855
TToottaall 77,,009944 66,,885555
davon kurzfristig fällig 0 0
davon langfristig fällig 7,094 6,855
1100
PPaassssiivvee RReecchhnnuunnggssaabbggrreennzzuunnggeenn
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Noch nicht bezahlter Aufwand und kurzfrisitge Rückstellungen 233,949 375,365
TToottaall 223333,,994499 337755,,336655
CHF
CHF
CHF
CHF
Bis zum 30. Juni 2024 wurden insgesamt 17'968 Aktienoptionen mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 7.00
EUR pro Aktie rechtlich unverfallbar zugeteilt, wovon im aktuellen Geschäftsjahr 7'162 Aktienoptionen als
Vergütungsaufwand erfasst wurden.
Bis zum 30. Juni 2024 wurden insgesamt 17‘968 Aktienoptionen mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 7.00
EUR pro Aktie rechtlich unverfallbar zugeteilt, wovon im aktuellen Geschäftsjahr 7‘162 Aktienoptionen als Vergütungsauf-
wand erfasst wurden.
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77 VVeerrbbiinnddlliicchhkkeeiitteenn aauuss LLiieeffeerruunnggeenn uunndd LLeeiissttuunnggeenn
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Gegenüber Dritten 21,031 28,425
Gegenüber Organen 0 26,925
Gegenüber übrigen Nahestehenden 10,378 12,062
TToottaall 3311,,440099 6677,,441122
88
ÜÜbbrriiggee kkuurrzzffrriissttiiggee VVeerrbbiinnddlliicchhkkeeiitteenn
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Gegenüber Sozialversicherungen/ Staatlichen Einrichtungen 3,887 0
Pensionskasse 292 584
TToottaall 44,,117799 558844
99
RRüücckksstteelllluunnggeenn
Anzahl
Optionen
30. Juni 2024 30. Juni 2023
Aktienoptionsplan Leitungs- und
Verwaltungsorgane
17,968 7,094 6,855
TToottaall 77,,009944 66,,885555
davon kurzfristig fällig 0 0
davon langfristig fällig 7,094 6,855
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0
0
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30. Juni 2024 30. Juni 2023
Noch nicht bezahlter Aufwand und kurzfrisitge Rückstellungen 233,949 375,365
TToottaall 223333,,994499 337755,,336655
CHF
CHF
CHF
CHF
Bis zum 30. Juni 2024 wurden insgesamt 17'968 Aktienoptionen mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 7.00
EUR pro Aktie rechtlich unverfallbar zugeteilt, wovon im aktuellen Geschäftsjahr 7'162 Aktienoptionen als
Vergütungsaufwand erfasst wurden.
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 129
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Aktienkapital - Anfangsbestand 2,395,755 2,343,221
0 52,534
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Reserven aus Kapitaleinlagen - Anfangsbestand
27,343,731 23,539,911
Kapitalerhöhung durch Umwandlung Wandelanleihen
aus bedingtem Kapital, begründet am 29.12.2020
0 3,803,820
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Allgemeine gesetzliche Gewinnreserve 92 92
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Verlustvortrag
-16,725,322 -14,396,245
Jahresverlust
-1,367,232 -2,329,077
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TToottaall EEiiggeennkkaappiittaall 1111,,664477,,002244 1133,,001144,,225566
Kapitalerhöhung durch Umwandlung Wandelanleihen aus
bedingtem Kapital, begründet am 29.12.2020
CHF
Anzahl der ausstehenden Inhaberaktien zum Nominalwert
von CHF 1.00 pro Aktie zum Ende des Berichtszeitraums:
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 130
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(12 Monate)
Löhne und Gehälter -652,414 -772,236
Sozialversicherungen -13,788 -36,935
Altersvorsorge -1,848 -11,632
Sonstiger Personalaufwand -9,551 -12,617
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Aktienbasierte Vergütungen: Anzahl
Optionen und Wert (Aufwand) 7,162 -321 -6,855
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(12 Monate)
Raumaufwand -5,863 -4,472
Sachversicherungen, Abgaben, Gebühren, Bewilligungen -36,609 -34,163
Energie- und Entsorgungsaufwand 0 -644
Verwaltung und IT -15,381 -8,718
Buchhaltung und Konsolidierung -70,186 -265,086
Unternehmensberatung -2,398 -138,755
Rechts- und Steuerberatung -45,880 -559,352
Regulatorische Aufwendungen -60,532 -197,444
Verwaltungsrat und Generalversammlung -4,965 -22,592
Wirtschaftsprüfung -145,137 -337,867
Investor Relations -48,173 -241,681
Sonstiger betrieblicher Aufwand -12 0
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AAnnllaaggeevveerrmmööggeennss
2024
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(12 Monate)
Wertberichtigungen auf Finanzanlagen 0 -1
Abschreibungen immaterielle Werte -2,390 -2,392
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(12 Monate)
Zinsertrag 58,169 12,147
Gewinne aus Wertschriften mit Börsenkurs - realisiert 0 40,186
Gewinne aus Währungsumrechnung - realisiert 99,994 602,522
Gewinne aus Währungsumrechnung - nicht realisiert 2,149 3,897
TToottaall 116600,,331122 665588,,775522
CHF
CHF
CHF
CHF
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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 131
2024
CHF 211‘747: Nachträglich verrechnete Leistungen einer Tochtergesellschaft.
2024
CHF 24‘380: Erfolgreiche Rückforderung eines Pauschalhonorars.
CHF 32‘396: Auflösung nicht mehr benötigte kurzfristige Rechnungsabgrenzungen.
2023
CHF 354‘550: Vereinbarung mit Leistungserbringer, einen niedrigeren Betrag zu bezahlen, als im Vorjahr
als Verbindlichkeit ausgewiesen wurde.
CHF 6‘081: Rückvergütung Sozialversicherung aus Vorjahr ohne Abgrenzung.
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(12 Monate)
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(12 Monate)
Zinsaufwand -17 -178,978
Bankgebühren -18,778 -29,771
Verluste aus Währungsumrechnung - realisiert -158,165 -163,536
Verluste aus Währungsumrechnung - nicht realisiert -77,586 -318,767
TToottaall --225544,,554466 --669911,,005522
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(12 Monate)
Periodenfremder Ertrag 56,776 360,631
TToottaall 5566,,777766 336600,,663311
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Periodenfremder Aufwand -211,747 0
TToottaall --221111,,774477 00
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DDiirreekkttee SStteeuueerrnn
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2023
(12 Monate)
Kapitalsteuer -2,900 -10,821
TToottaall --22,,990000 --1100,,882211
Die direkten Steuern beziehen sich auf Kapitalsteuern. Da die Gesellschaft für den Berichts- und Vorjahreszeitraum
einen Verlust ausweist, fällt kein Aufwand für Ertragssteuern an.�����
CHF
CHF
CHF
2023
CHF 354'550: Vereinbarung mit Leistungserbringer, einen niedrigeren Betrag zu bezahlen, als im Vorjahr als
Verbindlichkeit ausgewiesen wurde.
CHF 6'081: Rückvergütung Sozialversicherung aus Vorjahr ohne Abgrenzung.
2024
CHF 24'380: Erfolgreiche Rückforderung eines Pauschalhonorars.
CHF 32'396: Auflösung nicht mehr benötigte kurzfristige Rechnungsabgrenzungen.
CHF
2024
CHF 211'747: Nachträglich verrechnete Leistungen einer Tochtergesellschaft.
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AAuusssseerroorrddeennttlliicchheerr,, eeiinnmmaalliiggeerr ooddeerr ppeerriiooddeennffrreemmddeerr AAuuffwwaanndd
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JAHRESRECHNUNG 2024
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1166
FFiinnaannzzaauuffwwaanndd
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(12 Monate)
2023
(12 Monate)
Zinsaufwand -17 -178,978
Bankgebühren -18,778 -29,771
Verluste aus Währungsumrechnung - realisiert -158,165 -163,536
Verluste aus Währungsumrechnung - nicht realisiert -77,586 -318,767
TToottaall --225544,,554466 --669911,,005522
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(12 Monate)
Periodenfremder Ertrag 56,776 360,631
TToottaall 5566,,777766 336600,,663311
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(12 Monate)
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(12 Monate)
Periodenfremder Aufwand -211,747 0
TToottaall --221111,,774477 00
1199
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2024
(12 Monate)
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(12 Monate)
Kapitalsteuer -2,900 -10,821
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Die direkten Steuern beziehen sich auf Kapitalsteuern. Da die Gesellschaft für den Berichts- und Vorjahreszeitraum
einen Verlust ausweist, fällt kein Aufwand für Ertragssteuern an.�����
CHF
CHF
CHF
2023
CHF 354'550: Vereinbarung mit Leistungserbringer, einen niedrigeren Betrag zu bezahlen, als im Vorjahr als
Verbindlichkeit ausgewiesen wurde.
CHF 6'081: Rückvergütung Sozialversicherung aus Vorjahr ohne Abgrenzung.
2024
CHF 24'380: Erfolgreiche Rückforderung eines Pauschalhonorars.
CHF 32'396: Auflösung nicht mehr benötigte kurzfristige Rechnungsabgrenzungen.
CHF
2024
CHF 211'747: Nachträglich verrechnete Leistungen einer Tochtergesellschaft.
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Seite 11
JAHRESRECHNUNG 2024
SunMirror AG, Zug
1166
FFiinnaannzzaauuffwwaanndd
2024
(12 Monate)
2023
(12 Monate)
Zinsaufwand -17 -178,978
Bankgebühren -18,778 -29,771
Verluste aus Währungsumrechnung - realisiert -158,165 -163,536
Verluste aus Währungsumrechnung - nicht realisiert -77,586 -318,767
TToottaall --225544,,554466 --669911,,005522
1177
2024
(12 Monate)
2023
(12 Monate)
Periodenfremder Ertrag 56,776 360,631
TToottaall 5566,,777766 336600,,663311
1188
2024
(12 Monate)
2023
(12 Monate)
Periodenfremder Aufwand -211,747 0
TToottaall --221111,,774477 00
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2024
(12 Monate)
2023
(12 Monate)
Kapitalsteuer -2,900 -10,821
TToottaall --22,,990000 --1100,,882211
Die direkten Steuern beziehen sich auf Kapitalsteuern. Da die Gesellschaft für den Berichts- und Vorjahreszeitraum
einen Verlust ausweist, fällt kein Aufwand für Ertragssteuern an.�����
CHF
CHF
CHF
2023
CHF 354'550: Vereinbarung mit Leistungserbringer, einen niedrigeren Betrag zu bezahlen, als im Vorjahr als
Verbindlichkeit ausgewiesen wurde.
CHF 6'081: Rückvergütung Sozialversicherung aus Vorjahr ohne Abgrenzung.
2024
CHF 24'380: Erfolgreiche Rückforderung eines Pauschalhonorars.
CHF 32'396: Auflösung nicht mehr benötigte kurzfristige Rechnungsabgrenzungen.
CHF
2024
CHF 211'747: Nachträglich verrechnete Leistungen einer Tochtergesellschaft.
AAuusssseerroorrddeennttlliicchheerr,, eeiinnmmaalliiggeerr ooddeerr ppeerriiooddeennffrreemmddeerr EErrttrraagg
AAuusssseerroorrddeennttlliicchheerr,, eeiinnmmaalliiggeerr ooddeerr ppeerriiooddeennffrreemmddeerr AAuuffwwaanndd
Die direkten Steuern beziehen sich auf Kapitalsteuern. Da die Gesellschaft für den Berichts- und Vorjah-
reszeitraum einen Verlust ausweist, fällt kein Aufwand für Ertragssteuern an.

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | JAHRESRECHNUNG 132
Seite 12
JAHRESRECHNUNG 2024
SunMirror AG, Zug
AANNDDEERREE GGEESSEETTZZLLIICCHH VVOORRGGEESSCCHHRRIIEEBBEENNEE AANNGGAABBEENN
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30. Juni 2024 30. Juni 2023
Die Anzahl der Vollzeitäquivalente ist nicht über 10 nicht über 10
2211
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Das Unternehmen befand sich in einem Rechtsstreit mit den Inhabern der ehemaligen 52'534 Pflichtwandelanleihen
ISIN CH1142529093, die im Dezember 2021 ausgegeben und am 20. Dezember 2022 automatisch in SunMirror-Aktien
zu einem Preis von EUR 75 pro Aktie umgewandelt wurden. Die Anleihegläubiger haben die Umwandlung ihrer
Anleihen angefochten. Das Unternehmen ist der Das Unternehmen befand sich in einem Rechtsstreit mit den
Inhabern der ehemaligen 52'534 Pflichtwandelanleihen ISIN CH1142529093, die im Dezember 2021 ausgegeben
wurden und am 20. Dezember 2022 automatisch in SunMirror-Aktien zu einem Preis von EUR 75 pro Aktie
umgewandelt wurden. Die Anleihegläubiger haben die Umwandlung ihrer Anleihen angefochten. Das Unternehmen
ist dagegen der Ansicht, dass die Schuldverschreibungen rechtmässig in Aktien umgewandelt wurden und
widerspricht den Behauptungen der Anleihegläubiger grundlegend. Auf dieser Grundlage und in Anbetracht des
aktuellen Sachverhalts ist das Unternehmen der Ansicht, dass die Ansprüche unbegründet sind, und bildet keine
Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit diesem Streit. Im Rahmen einer
Schlichtungsverhandlung im März 2023 konnte keine Einigung erzielt werden. Im Anschluss an diese
Schlichtungsverhandlung versäumten es die Anleihegläubiger, innerhalb der geltenden Frist eine Klage bei einem
Schweizer Gericht einzureichen. Um eine Klage einzureichen, müssten die Anleihegläubiger das Verfahren neu
ANDERE GESETZLICH VORGESCHRIEBENE ANGABEN
Das Unternehmen befand sich in einem Rechtsstreit mit den Inhabern der ehemaligen 52‘534 Pflichtwan-
delanleihen ISIN CH1142529093, die im Dezember 2021 ausgegeben wurden und am 20. Dezember 2022
automatisch in SunMirror-Aktien zu einem Preis von EUR 75 pro Aktie umgewandelt wurden. Die An-
leihegläubiger haben die Umwandlung ihrer Anleihen angefochten. Das Unternehmen ist dagegen der An-
sicht, dass die Schuldverschreibungen rechtmässig in Aktien umgewandelt wurden, und widerspricht den
Behauptungen der Anleihegläubiger grundlegend. Auf dieser Grundlage und in Anbetracht des aktuellen
Sachverhalts ist das Unternehmen der Ansicht, dass die Ansprüche unbegründet sind, und bildet weder
eine Rückstellung noch legt das Unternehmen eine Eventualverbindlichkeit im Zusammenhang mit die-
sem Streit offen. Im Rahmen einer Schlichtungsverhandlung im März 2023 konnte keine Einigung erzielt
werden. Im Anschluss an diese Schlichtungsverhandlung versäumten es die Anleihegläubiger, innerhalb
der geltenden Frist eine Klage bei einem Schweizer Gericht einzureichen. Um eine Klage einzureichen,
müssten die Anleihegläubiger das Verfahren neu beginnen und eine neue Schlichtungssitzung beantra-
gen. Seit März 2023 hat es in dieser Angelegenheit keine weiteren Entwicklungen gegeben.
21 Eventualverbindlichkeiten

Graphics
SunMirror AG, Zug
AAnnttrraagg üübbeerr ddiiee VVeerrwweenndduunngg ddeess BBiillaannzzvveerrlluusstteess
30. Juni 2024 30. Juni 2023
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Verlustvortrag -16,725,322 -14,396,245
Jahresverlust -1,367,232 -2,329,077
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CHF
Der Verwaltungsrat schlägt vor, den Bilanzverlust wie folgt zu verwenden:
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ANTRAG VERWALTUNGSRAT 133
Antrag über die Verwendung des Bilanzverlustes

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BESTÄTIGUNGSVERMERK 134
Bericht der Revisionsstelle
an die Generalversammlung der
SunMirror AG, Zug
Zürich, 18. Oktober 2024
Bericht zur Prüfung der Jahresrechnung
Prüfungsurteil
Wir haben die Jahresrechnung der SunMirror AG (die Gesellschaft) - bestehend aus der Bilanz zum
30. Juni 2024, der Erfolgsrechnung für das dann endende Jahr sowie dem Anhang, einschliesslich
einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht die auf den Seiten 122 bis 132 dargestellte Jahresrechnung dem
schweizerischen Gesetz und den Statuten.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den
Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach
diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt «Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die
Prüfung der Jahresrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesell-
schaft unabhängig in Übereinstimmung mit den schweizerischen gesetzlichen Vorschriften und den
Anforderungen des Berufsstands, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäs-
sen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung der Jahresrechnung des Berichtszeitraums
waren. Diese Sachverhalte wurden im Kontext unserer Prüfung der Jahresrechnung als Ganzes und
bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu adressiert, und wir geben kein gesondertes Prüfungs-
urteil zu diesen Sachverhalten ab.
Bewertung der Beteiligungen und Forderungen gegenüber Beteiligungen
In der Bilanz werden die Beteiligungen und Forderungen gegenüber Beteiligungen mit insgesamt
CHF 9.6 Mio. (30. Juni 2023: CHF 9.5 Mio.) ausgewiesen. Der Buchwert dieser Vermögenswerte
macht zum 30. Juni 2024 insgesamt 81% (30. Juni 2023: 70%) des Gesamtvermögens der Gesell-
schaft aus.
Prüfungssachverhalt
Die Beteiligungen und Forderungen gegenüber Beteiligungen werden gemäss den Vorgaben über die
kaufmännische Buchführung und Rechnungslegung einzeln zu Anschaffungswerten abzüglich erfor-
derlicher Wertberichtigungen bilanziert. Weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr waren Wertberichti-
gungen angesetzt.
Die Bewertung der Beteiligungen und Forderungen gegenüber Beteiligungen hängt direkt von der Be-
wertung des in den Beteiligungen bilanzierten Explorationsvermögens ab. Aus unserer Sicht waren
diese betragsmässig wesentlichen Positionen von besonderer Bedeutung, da die Einschätzung der
Werthaltigkeit durch das Management auf inhärenten Unsicherheiten basieren wie:
der langfristigen Ausrichtung auf eine mögliche Erschliessung und den Abbau von Metallen
der Feststellung, ob vermutete Vorkommen tatsächlich vorhanden sind oder nicht
der Feststellung und Beurteilung allfällig vorliegender Wertminderungsindikatoren
zum Teil bedeutenden Abhängigkeiten von Interessen Dritter

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BESTÄTIGUNGSVERMERK 135
Unsere Vorgehensweise
Unsere Prüfungshandlungen bezüglich des in den Beteiligungen bilanzierten Explorationsvermögens
umfassten unter anderem:
Wir haben ein Verständnis von der Bewertungmethodik und der Beurteilung der Wertminderungs-
indikatoren erlangt, die das Management für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2024 angewandt hat.
Wir haben die Ausgestaltung und Implementierung relevanter Kontrollen im Zusammenhang mit
der Bewertung der möglichen Wertminderungsindikatoren durch das Management zum Jahresen-
de beurteilt.
Wir haben folgende weitere Prüfungshandlungen durchgeführt, um die Existenz der ausgewiese-
nen immateriellen Anlagen zu überprüfen:
Kritische Durchsicht der zugrundeliegenden Explorationslizenzen und der damit zusammen-
hängenden geforderten Aktivitäten, um die das Vorhandensein der Eigentumsrechte und die
Gültigkeit zum Jahresende zu verifizieren;
Kritische Durchsicht der letzten Berichte über Feldbesuche, die vom Sachverständigen des
Managements erstellt wurden;
Befragung des Managements;
In Bezug auf die Lizenzrechte haben wir eine Drittbestätigung des Lizenznehmers eingefor-
derten, in der die Lizenzrechte gemäss der ursprünglichen Vereinbarung sowie der Besitz der
jeweiligen Zurückbehaltungslizenz bestätigt werden.
Aufgrund unserer Prüfungsergebnisse beurteilen wir die Bewertung der Beteiligungen und Forderun-
gen gegenüber Beteiligungen als vertretbar.
Sonstige Informationen
Der Verwaltungsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen
umfassen die im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die konsolidierte Jahresrech-
nung, die Jahresrechnung und unsere dazugehörigen Berichte.
Unser Prüfungsurteil zur Jahresrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir
bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.
Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen In-
formationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmig-
keiten zur Jahresrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen
oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentli-
che falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tat-
sache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrates für die Jahresrechnung
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer Jahresrechnung in Übereinstimmung mit
den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten und für die internen Kontrollen, die der Verwaltungsrat
als notwendig feststellt, um die Aufstellung einer Jahresrechnung zu ermöglichen, die frei von wesent-
lichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

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SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BESTÄTIGUNGSVERMERK 136
Bei der Aufstellung der Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang
mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür, den Rech-
nungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, der Verwal-
tungsrat beabsichtigt, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen,
oder hat keine realistische Alternative dazu.
Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Jahresrechnung als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist,
und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein ho-
hes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem schweize-
rischen Gesetz und den SA-CH durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstel-
lung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen
oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insge-
samt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Jahresrech-
nung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den SA-CH
üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemässes Ermessen aus und bewahren
eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen in der Jahres-
rechnung aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlun-
gen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus do-
losen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist
höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Ausserkraft-
setzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten Internen Kontrollsys-
tem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind,
jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems der
Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Ver-
tretbarkeit der dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammen-
hängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Verwaltungsrat angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Geschäftstätigkeit sowie auf der Grundlage
der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Er-
eignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft
zur Fortführung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen,
dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bericht auf die dazu-
gehörigen Angaben in der Jahresrechnung aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben un-
angemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen
auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Berichts erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung
der Geschäftstätigkeit zur Folge haben.
Wir kommunizieren mit dem Verwaltungsrat bzw. dessen/deren zuständigem Ausschuss unter ande-
rem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie
über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschliesslich etwaiger bedeutsamer Mängel im Internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung identifizieren.
Wir geben dem Verwaltungsrat bzw. dessen zuständigem Ausschuss auch eine Erklärung ab, dass
wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und
kommunizieren mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünf-
tigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und –
sofern zutreffend – über Massnahmen zur Beseitigung von Gefährdungen oder getroffene Schutz-
massnahmen.

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | BESTÄTIGUNGSVERMERK 137
Von den Sachverhalten, über die wir mit mit dem Verwaltungsrat bzw. dessen zuständigem Aus-
schuss kommuniziert haben, bestimmen wir diejenigen Sachverhalte, die bei der Prüfung des Ab-
schlusses des Berichtszeitraums am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prü-
fungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bericht, es sei denn, Geset-
ze oder andere Rechtsvorschriften schliessen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus, oder wir
bestimmen in äusserst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bericht mitgeteilt wer-
den soll, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung de-
ren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und PS-CH 890 bestätigen wir, dass ein gemäss
den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der
Jahresrechnung existiert.
Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzverlustes dem schweizeri-
schen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu ge-
nehmigen.
Ferax Treuhand AG
Renzo Peduzzi Antonio Marin
Zugelassener Zugelassener
Revisionsexperte Revisionsexperte
Leitender Revisor

Graphics
SunMirror AG | Jahresfinanzbericht 2023/24 | ERKLÄRUNG 138
Erklärung aller gesetzlichen
Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit
den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte
Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das
Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt,
dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen
Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen
ausgesetzt ist.
Zug, 18. Oktober 2024
Laurent Quelin e.h.
Mitglied des Verwaltungsrates