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Entwicklung des Marktumfelds

Im Jahr 2025 hat die Weltwirtschaft ein BIP-Wachstum von 3,3% erzielt und blieb damit auf einem stabilen Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Die Industrieländer verzeichneten 2025 ein Wachstum von 1,7%, was beinahe dem Niveau von 2024 entspricht (2024: 1,8%). Die Schwellen- und Entwicklungsländer wuchsen um 4,4% (2024: 4,3%), unterstützt von einer anhaltend starken Dynamik in Indien mit 7,3% (2024: 6,5%) und einem höheren Wachstum in China (2025 und 2024: 5,0%).1

Trotz des weltweiten Wirtschaftswachstums war SBO mit den Auswirkungen von geopolitischen Spannungen, einem sich laufend verändernden Zollumfeld, einem Öl-Überangebot sowie volatilen Rohstoffpreisen konfrontiert, welche das Geschäftsumfeld im Jahr 2025 belasteten. Diese Faktoren führten insbesondere in Nordamerika, aber auch international zu Unsicherheit bei den Kunden von SBO und somit zu anhaltend geringen Investitionen sowie zu reduzierten Bohr- und Komplettierungsaktivitäten.

»Ein Überangebot an Öl, trotz steigender Nachfrage, sowie handels- und geopolitische Spannungen beeinflussten die Investitionsentscheidungen für Explorations- und Produktionsprojekte maßgeblich.«

Die weltweite Ölnachfrage stieg 2025 auf 104,0 Mio. Barrel pro Tag (2024: 103,3 Mio. Barrel pro Tag), was vor allem auf das Wachstum in China zurückzuführen ist.

Das Ölangebot überstieg die Nachfrage und erreichte ein Niveau von 106,2 Mio. Barrel pro Tag (2024: 103,1 Mio. Barrel pro Tag). Dies war auf ein starkes Angebotswachstum in Nicht-OPEC-Regionen sowie auf eine erhöhte Produktion der OPEC+ zurückzuführen.2

Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P) beliefen sich 2025 auf rund USD 445 Milliarden, was einem Rückgang von 2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die signifikantesten Rückgänge wurden in den USA, Saudi-Arabien, Mexiko und China verzeichnet.3

Die Ölpreise blieben im Jahr 2025 weiterhin sehr volatil, mit einem deutlichen Rückgang im Jahresverlauf. Die Einführung von neuen Zöllen in den USA führte zu einer hohen Unsicherheit und einem starken Ölpreisrückgang, der Anfang Mai den Tiefststand bei USD 60,23 pro Barrel für die europäische Sorte Brent erreichte. Nach einer Erholungsphase im Juni sanken die Preise in der zweiten Jahreshälfte erneut. Der europäische Brent-Rohölpreis begann das Jahr bei USD 74,64 pro Barrel, erreichte Mitte Jänner den Höchststand von USD 82,03 pro Barrel und beendete das Jahr mit einem Gesamtminus von 18% bei USD 60,85 pro Barrel. Die Sorte West Texas Intermediate (WTI) entwickelte sich ähnlich, begann das Jahr bei USD 71,72 pro Barrel, erreichte Mitte Jänner einen Höchststand von USD 80,04 pro Barrel und schloss bei USD 57,42 pro Barrel, was einem Minus von 20% entspricht.1

Die Gasnachfrage stieg im Jahr 2025 um 1% auf 4.290 Mrd. Kubikmeter, vor allem aufgrund der höheren Nachfrage in Europa.2

Der Henry-Hub-Gaspreis begann das Jahr bei 3,65 USD/MMBtu (Millionen British Thermal Units) und erreichte am letzten Handelstag des Jahres 4,00 USD/MMBtu, was einem Anstieg von 9,6% entspricht.3

Die Zahl der weltweit aktiven Öl- und Gasbohranlagen (Rig Count) ging im Jahresverlauf um 4,4% auf 1.783 Anlagen per Ende Dezember zurück (Dezember 2024: 1.865 Anlagen). Die Zahl der internationalen Bohranlagen entsprach insgesamt der Gesamtentwicklung und sank um 4,4% auf 1.065, wobei dieser Trend nur durch eine kurze Erholungsphase während des dritten Quartals unterbrochen wurde. Der US-Rig Count nahm stärker ab, um 7,3% auf 546 Anlagen per Ende Dezember (Dezember 2024: 589 Anlagen), wobei sich der höhere Rückgang bereits im dritten Quartal deutlich abzuzeichnen begann. Im Gegensatz dazu stieg die Anzahl der Bohranlagen in Kanada im Jahresvergleich um 6,2% auf 172 Bohranlagen per Ende Dezember 2025 (Dezember 2024: 162).4

»Technologien der Energiewende und additive Fertigung bleiben auf Wachstumskurs.«

Geothermie gewinnt an Bedeutung: Immer mehr Staaten investieren, um die Energieversorgung unabhängiger zu machen. Als Grundlastquelle kann Geothermie künftig einen kontinuierlichen Beitrag zur Strom- und Wärmeversorgung leisten. Das Marktwachstum wurde in den letzten Jahren vor allem durch die Entwicklung verbesserter Technologien vorangetrieben. Die Entwicklung von Next-Generation-Geothermie ermöglicht den Zugang zu tieferen und heißeren Ressourcen, die mit den herkömmlichen Bohrtechnologien bisher unerreichbar waren. Dies führte zu einem Gesamtwachstum des Marktes von USD 70 Milliarden im Jahr 2024 auf USD 74 Milliarden im Jahr 2025 (+6%).5

Bestehende Kompetenzen aus der Öl- und Gasindustrie (O&G) leisten dabei einen wesentlichen Beitrag zur Beschleunigung dieser technologischen Entwicklung. Insbesondere der Know-how-Transfer sowie Produktivitätsgewinne aus der O&G-Industrie können die Kosten für Next-Generation-Geothermie signifikant senken.

Zur Next-Generation-Geothermie zählen insbesondere zwei technologische Ansätze:

Enhanced Geothermal Systems (EGS): Diese Systeme erweitern bestehende geothermische Reservoirkapazitäten oder schaffen neue Reservoirs durch die gezielte Erhöhung der Durchlässigkeit von heißem Gestein, typischerweise mittels Horizontalbohrungen und hydraulischer Stimulation.

Closed-Loop Geothermal Systems (CLG), auch als Advanced Geothermal Systems (AGS) bezeichnet: Diese erfordern das Bohren und Abdichten tiefer, großdimensionierter, künstlich geschlossener Kreisläufe. Die Systeme fungieren als unterirdische Wärmetauscher, in denen ein Fluid zirkuliert und durch das umliegende heiße Gestein erhitzt wird.

1 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2026

2 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2026

3 Evercore ISI, Jänner 2026

1 Bloomberg, CO1 Brent Crude und CL1 WTI Crude

2 International Energy Agency (IEA), Gas Market Report Q1 2026, Jänner 2026

3 www.eia.gov

4 Baker Hughes Rig Count

5 Fortune Business Insights, Februar 2026

Der 3D-Metalldruck, eine wesentliche Technologie der additiven Fertigung (AM), hat sich von einer Prototyping-Lösung zu einem strategischen Verfahren für die Herstellung hochleistungsfähiger Präzisionskomponenten entwickelt. Technologien wie das Direct Metal Laser Sintering (DMLS) und andere Powder-Bed-Fusion-Verfahren (PBF) ermöglichen die Herstellung leichter, komplexer und funktionsoptimierter Teile, die mit herkömmlichen Verfahren nur schwer oder gar nicht herstellbar sind. Der globale Markt für ausgelagerte Metal-AM-Services, also für die Auftragsfertigung von Metallteilen, wurde für das Jahr 2025 auf USD 1,5 Milliarden geschätzt.1 Das Wachstum wird durch die zunehmende Verbreitung in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und anderen Industrien sowie durch die steigende strategische Bedeutung von AM für kürzere Durchlaufzeiten, hohe Auftragsraten, eine verbesserte Lieferkettenresilienz und größere Designflexibilität bzw. zunehmend größere Bauteile vorangetrieben.2 Diese Entwicklungen untermauern die strategische Bedeutung von Investitionen in die additive Fertigung als unverzichtbare Säule der Präzisions-Fertigungstechnologien von morgen.

Navigating challenges. Shaping the future.

1 VoxelMatters 2025

2 Metal AM Magazine, Summer 2025

Business Highlights

Im Jahr 2025 hat SBO trotz eines herausfordernden Marktumfelds konsequent die Umsetzung ihrer langfristigen Strategie vorangetrieben. In allen vier strategischen Eckpfeilern – Diversifizierung, Marktexpansion, Technologieführerschaft und operative Exzellenz – wurden Fortschritte erzielt. Diese unterstreichen die strategische Ausrichtung der Gruppe und schaffen die Basis für nachhaltiges Wachstum über Marktzyklen hinweg.

Diversifizierung

SBO hat im Berichtsjahr das Technologieportfolio vermehrt im Bereich der Energiewende eingesetzt: Für Geothermie-Projekte kam die gesamte Produktpalette der Energy Equipment-Division zur Anwendung. Dazu zählen etwa speziell entwickelte High-Pressure-High-Temperature Plugs sowie Slim-OD Frac Plugs, die präzise Komplettierungsschritte unter hohen Temperatur- und Druckbedingungen ermöglichen. Rotary Steerable-System (RSS)-Tools und Bohrmotoren fanden ebenso Verwendung wie Circulation Tools, die die Bohrlochstabilität verbessern und Spülungsverluste reduzieren. Auch bei der Erschließung von Helium- und Lithiumvorkommen sowie bei Carbon Capture & Storage (CCS) Projekten kamen technologische Lösungen von SBO zum Einsatz.

Weiters hat SBO in additive Fertigungskapazitäten investiert. Neben der Anschaffung von neuen 3D-Metalldruckern hat sich SBO durch die Übernahme von 3T Additive Manufacturing Limited im Oktober 2025 Zugang zu neuen Kunden in High-Tech-Märkten verschafft. Erfolgreiche Projekte in verschiedenen Industrien, wie der Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und anderen Industrien, zeigen den steigenden Bedarf nach hochkomplexen, additiv gefertigten Metallkomponenten.

Mit dem erfolgreichen NORSOK Listing eigener Hochleistungswerkstoffe hat SBO erste Schritte in den Subsea Flow Control-Markt gesetzt und die Materialkompetenz bei kritischen Anwendungen in anspruchsvollen Offshore Umgebungen zur Anwendung gebracht.

Zudem firmiert die SBO AG seit 2025 unter ihrem neuen Namen. Dieser Schritt und die neu eingeführte Marke unterstreichen die Transformation von SBO zu einem globalen Hochpräzisions-Technologiekonzern mit erweitertem Industriefokus.

Marktexpansion

SBO hat ihre geografische Präsenz durch mehrere strukturelle Erweiterungen deutlich gestärkt. Mit dem neuen Standort in Dammam (Saudi-Arabien) wurden Assembly, Service, Reparatur und Logistik an einem regionalen Hub gebündelt, wodurch sich die Kundennähe und damit Reaktionsfähigkeit in einem der wichtigsten Wachstumsmärkte von SBO signifikant erhöhte. Der neue Standort hat die Betriebsfläche für das gesamte Produktportfolio der Energy Equipment-Division, einschließlich RSS-Tools, Bohrmotoren, Circulation Tools und Well Completion-Lösungen verdoppelt.

Auch in weiteren wichtigen Märkten und Geschäftsfeldern wurden signifikante Fortschritte erzielt:

Im Bereich Well Completion erreichte SBO Marktanteilsgewinne in den USA und konnte ihre Marktposition als führender Anbieter innovativer Completion-Lösungen weiter ausbauen. Diese Entwicklung bestätigt die Fähigkeit von SBO, auch in einem eingetrübten Marktumfeld profitabel zu wachsen und globale Kundenbeziehungen kontinuierlich auszubauen. Die regionalen Expansionsinitiativen der Gruppe konzentrieren sich auf Märkte mit hoher technologischer Nachfrage und langfristigem Wachstumspotenzial, wie den Nahen Osten und Asien.

Durch die Teilnahme an internationalen Leitmessen in Europa, Asien, dem Nahen Osten und Nordamerika hat SBO ihre Marktpräsenz intensiviert und auch neue Anwendungen der additiven Fertigung sowie Lösungen für Geothermie und CCS vorgestellt.

Technologieführerschaft

Im Bereich der Bohrtechnologie wurden mehrere wesentliche Produktentwicklungen erfolgreich auf dem Markt eingeführt. Das neu entwickelte „High Dogleg RSS Tool“ ermöglicht präzisere Bohrlochverläufe und eine verbesserte Richtungssteuerung, wodurch komplexe Bohrprofile einschließlich U-Turn-Bohrungen realisiert werden können.

Ergänzend wurde eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem Rotary Steerable-System (RSS) und Measurement While Drilling (MWD)-Komponenten implementiert. Diese Echtzeit-Datenverbindung verbessert das Steuerungsverhalten, erhöht die Präzision in der Bohrstrangführung und schafft die Grundlage für autonomere Bohrprozesse.

Ein Hochleistungsmotor der nächsten Generation mit integriertem Datensensor erweitert seit 2025 das Motorenportfolio. Der Hochleistungsbohrmotor BICO Brute erzielte unter anspruchsvollsten Bedingungen neue Rekordergebnisse und bestätigte seine herausragende Leistungsfähigkeit unter extremen Bedingungen über verschiedene Märkte hinweg.

Im Bereich Well Completion hat SBO zudem einen operativen Meilenstein erreicht und die Marke von einer Million hergestellter Frac Plugs überschritten.

Im Bereich der additiven Fertigung hat SBO das Spektrum an verfügbaren Hochleistungswerkstoffen für den Druck verbreitert und damit die Anzahl der Anwendungsmöglichkeiten für 3D-gedruckte Metallkomponenten erweitert.

Operative Exzellenz

Die Erweiterung des Produktionsstandorts in Vietnam um 4.000 m2 ist ein wichtiger Schritt, um die globale Lieferflexibilität zu erhöhen und unterstreicht gleichzeitig den Anspruch von SBO auf operative Exzellenz. Die Niederlassung verfügt nun über mehr als 12.000 m2 Produktionsfläche und ist mit SBOs modernsten Hochpräzisions-Fertigungskapazitäten ausgestattet. Die erhöhte Kapazität stärkt die Position von SBO im asiatisch-pazifischen Raum und wird globale Märkte mit hoher Qualität, Flexibilität und Nachhaltigkeit besser bedienen. Die Niederlassung in Vietnam hat sich dank ihres klaren Fokus auf operative Exzellenz als einer der Vorzeigestandorte im globalen Netzwerk von SBO etabliert.

Die Integration erneuerbarer Energiequellen wurde an mehreren Standorten ausgeweitet: In Dubai und Saudi-Arabien sind Photovoltaikanlagen in den Regelbetrieb übergegangen und reduzieren den lokalen Strombezug aus konventionellen Quellen. Auch in Mexiko wurde eine PV-Anlage installiert, welche den lokalen Energieverbrauch abdeckt.

In den USA wurde ein neues Reline- und Vertriebszentrum aufgebaut, das ab 2026 Reparaturprozesse beschleunigen und die Verfügbarkeit von High Performance Bohrmotoren erhöhen wird.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage: Ergebnisse und Analyse

Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld. Ein Überangebot am Ölmarkt, handelspolitische Unsicherheiten durch die Einführung von neuen Zöllen und ein niedriger Ölpreis führten zu Investitionszurückhaltung unserer Kunden und rückläufigen Bohr- und Komplettierungsaktivitäten.

Key highlights

in MEUR 2025 2024
Umsatz 455,3 560,4
EBITDA 71,0 101,9
EBITDA-Marge (%) 15,6 18,2
EBIT 38,5 70,1
EBIT-Marge (%) 8,5 12,5
Freier Cashflow 25,5 66,8
Liquide Mittel 281,5 314,7
Nettoverschuldung 78,1 56,0
Gearing (%) 18,5 11,4
Eigenkapitalquote (%) 47,2 50,0
Mitarbeiter (31. Dezember) 1.539 1.596

Umsatzentwicklung

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SBO erzielte einen Umsatz von MEUR 455,3 (2024: MEUR 560,4), was einem Rückgang von 18,8% entspricht. Haupttreiber dieser Entwicklung war die geringere Kundennachfrage, die durch das schwierige Marktumfeld und entsprechend geringere Bohr- und Komplettierungsaktivitäten sowie reduzierte Investitionstätigkeit belastet wurde. Die Zurückhaltung der Kunden schlug sich insbesondere in der Precision Technology (PT)-Division nieder, während das Umsatzniveau der Energy Equipment (EE)-Division stabiler blieb. Somit entfielen in 2025 42% des Umsatzes auf die PT-Division und 58% auf die EE-Division, verglichen mit einer Aufteilung zwischen PT und EE im Vorjahr von 51%:49%.

Der Umsatzanteil in USD blieb hoch. Der Konzern realisierte im Geschäftsjahr 2025 82% seiner Umsätze in USD (2024: 84%), während der Anteil der Ausgaben in USD bei 56% unverändert zum Vorjahr lag. Der durchschnittliche USD-Wechselkurs von 1 EUR=1,1293 USD in 2025 gegenüber 1 EUR=1,0821 USD in 2024 hatte translationsbedingt einen negativen Effekt auf den berichteten Umsatz. Bereinigt um Umrechnungseffekte ging der Umsatz in 2025 um 15,5% zurück.

Der niedrigere Auftragseingang im Berichtsjahr 2025 verdeutlicht die gesunkene Investitionstätigkeit der Kunden. Dieser lag im Gesamtjahr bei MEUR 406,3 (2024: MEUR 483,7), davon MEUR 99,2 im vierten Quartal, das somit um rund 10% über dem Jahrestiefpunkt des dritten Quartals 2025 lag. Der Auftragsbestand zum Jahresende betrug MEUR 89,5 (2024: MEUR 141,8).

Ergebnisentwicklung

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Das Bruttoergebnis erreichte im Geschäftsjahr 2025 MEUR 130,5 (2024: MEUR 170,3), was zu einem Rückgang der Bruttomarge von 30,4% im Vorjahr auf 28,7% im Jahr 2025 führte. Der Rückgang ist vor allem auf das geringere Umsatzniveau und eine reduzierte Kapazitätsauslastung in der PT-Division zurückzuführen, welche durch die positive Entwicklung in der EE-Division nicht ausgeglichen werden konnte. Wesentliche Bestandteile der Herstellungskosten (MEUR 324,7) entfallen auf Material- sowie Personalaufwand und Abschreibungen auf das Anlagevermögen.

Die Verwaltungs- und Vertriebsausgaben gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück und betrugen MEUR 82,4 bzw. 18,1% des Umsatzes (2024: MEUR 88,3 bzw. 15,8 %). Die Verwaltungs- und Vertriebsausgaben umfassen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten, Reisekosten, Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf MEUR 27,7 (2024: MEUR 25,5) und umfassten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von MEUR 12,7 (2024: MEUR 10,5). Diese bezogen sich schwerpunktmäßig auf die Division EE, wo unter anderem in Next-Generation-Geothermie-Lösungen sowie auch Rotary Steerable-Tools investiert wurde. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zudem Kursverluste in Höhe von MEUR 15,0 enthalten (2024: MEUR 13,6).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei MEUR 18,1 (2024: MEUR 13,5) und beinhalten vorrangig Kursgewinne in der Höhe von MEUR 16,7 (2024: MEUR 10,9).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei MEUR 71,0 (2024: MEUR 101,9). Der Rückgang ist vorrangig auf die geringere Auslastung und das reduzierte Umsatzniveau in der PT-Division zurückzuführen, wobei gezielte Kostensenkungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen den geringeren Umsätzen entgegenwirkten. Ebenso führten die im Vorjahr umgesetzten Maßnahmen in der EE-Division zu einer verbesserten Profitabilität. In Summe betrug die EBITDA-Marge 15,6% (2024: 18,2%). Das Betriebsergebnis (EBIT) ging auf MEUR 38,5 zurück (2024: MEUR 70,1), und erreichte damit eine EBIT-Marge von 8,5% (2024: 12,5%).

Das Ergebnis vor Steuern lag bei MEUR 32,7 (2024: MEUR 63,6). Das Ergebnis nach Steuern erreichte MEUR 23,6 (2024: MEUR 45,3). Die effektive Steuerquote liegt mit 27,8% (2024: 28,8%) aufgrund der teilweisen Nicht-Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen über dem langjährigen Durchschnitt von unter 25%.

Das Ergebnis je Aktie (EPS) für 2025 lag bei EUR 1,50 (2024: EUR 2,88).

Segmentergebnisse

Precision Technology (PT)

Die Precision Technology-Division erzielte 2025 einen Umsatz von MEUR 189,5 (2024: MEUR 285,3). Das Geschäftsjahr war geprägt von einer geringeren Nachfrage der SBO Kunden, die als Folge des herausfordernden Marktumfeldes von volatilen Ölpreisen, geopolitischen Unsicherheiten und Handelsrestriktionen ihre Investitionen deutlich reduzierten oder verschoben und sich auf die Wartung und Reparatur bestehender Tools konzentrierten.

Das EBITDA der PT-Division lag bei MEUR 30,6 mit einer Marge von 16,1% (2024: MEUR 67,0; 23,5%). Mit gezielten Kapazitätsanpassungen sowie damit verbundenen Kosten- und Effizienzmaßnahmen wurde der negative Einfluss des Marktumfelds teilweise kompensiert. Das EBIT belief sich auf MEUR 18,0 mit einer Marge von 9,5% (2024: MEUR 56,7; 19,9%).

Entsprechend der geringeren Auslastung in 2025, wurde die Mitarbeiterzahl in der PT-Division angepasst und lag zum Jahresende 2025 bei 827 (31. Dezember 2024: 927), wobei die Akquisition von 3T Additive Manufacturing Limited zu einem Anstieg von 36 Mitarbeitern per Jahresende 2025 führte.

Energy Equipment (EE)

Die Energy Equipment-Division erzielte in 2025 einen Umsatz von MEUR 265,8 (2024: MEUR 275,2). Bereinigt um die negativen Wechselkurseffekte aus der Translation lag der Umsatz im Berichtsjahr bei MEUR 277,9 und damit über dem Vorjahresniveau (+1%). Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren neue Produkteinführungen, Marktanteilsgewinne in den USA sowie die geographische Expansion im Nahen Osten.

Das EBITDA der EE-Division erreichte MEUR 45,8 (2024: MEUR 37,8), unterstützt durch die Umsetzung der operativen und strukturellen Maßnahmen, die bereits im Vorjahr eingeleitet wurden. Daraus resultierend stieg die EBITDA-Marge auf 17,2% (2024: 13,7%). Das EBIT lag bei MEUR 26,3 mit einer Marge von 9,9% (2024: MEUR 16,7; 6,1%).

Die Zahl der Mitarbeiter in der EE-Division stieg per Jahresende auf 677 (31. Dezember 2024: 635) was vor allem auf den Ausbau der Präsenz im Nahen Osten sowie auf zusätzliche Mitarbeiter in Forschung & Entwicklung und im neuen Reline- und Vertriebszentrum zurückzuführen ist.

Bilanzkennzahlen und Cashflow

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Die Abschwächung des USD im Jahresverlauf 2025 spiegelt sich – aufgrund der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung – zum 31. Dezember 2025 im Bilanzbild wider und führte zu einem Rückgang der Bilanzsumme auf MEUR 894,0 (2024: MEUR 986,1).

Das Eigenkapital lag zum 31. Dezember 2025 bei MEUR 421,9 (2024: MEUR 492,7). Die Reduktion ist nahezu ausschließlich durch die negative Entwicklung des USD (von 1 EUR=1,0389 USD auf 1 EUR=1,1750 USD zum 31. Dezember 2025) und die damit verbundene Reduktion der Währungsumrechnungsrücklage um MEUR 67,0 bedingt. Die daraus resultierende Eigenkapitalquote von 47,2% zum 31. Dezember 2025 (2024: 50,0%) liegt trotz Rückgang gegenüber dem Vorjahr weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 2025 MEUR 281,5 (2024: MEUR 314,7), wobei rund die Hälfte des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr wiederum translationsbedingt war. Die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2025 stieg damit auf MEUR 78,1 nach MEUR 56,0 in 2024. Folglich lag das Gearing bei 18,5% (2024: 11,4 %).

Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) von MEUR 72,4 erzielt (2024: MEUR 98,4), wobei durch konsequentes Working Capital Management das Nettoumlaufvermögen im Jahr 2025 um MEUR 18,3 reduziert wurde.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) beliefen sich auf MEUR 50,0 (2024: MEUR 34,6), wovon MEUR 9,9 in 2025 noch nicht zahlungswirksam waren. Finanzielle Mittel flossen in die Standorterweiterungen in Vietnam und im Nahen Osten, in zusätzliche Additive Fertigungskapazitäten und den Aufbau des Reline- und Vertriebszentrums in den USA. Zudem wurden Investitionen in den laufenden Ausbau und die Erneuerung der Mietflotte von Bohrwerkzeugen getätigt. Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2025 MEUR 3,2 (2024: MEUR 9,1).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthält im Geschäftsjahr 2025 weiters die Zahlungen für den Erwerb der Anteile an der 3T Additive Manufacturing Limited in Höhe von MEUR 4,7 sowie die in 2025 erfolgte Zahlung des verbleibenden Kaufpreisanteils aus dem Unternehmenserwerb Praxis in Höhe von MEUR 3,9. Daraus ergab sich ein Freier Cashflow1 von MEUR 25,5 (2024: MEUR 66,8). Bereinigt um die Zahlungen für den Erwerb von Tochtergesellschaften liegt der Freie Cashflow in 2025 bei MEUR 34,1.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf MEUR -40,9 (2024: MEUR 79,2) und enthält die Dividendenzahlung in Höhe von MEUR 27,6 sowie einen negativen Saldo aus Darlehensaufnahmen und Tilgungen in Höhe von MEUR -9,8. Im Jahr 2024 hatten höhere Finanzierungsaufnahmen in Höhe von MEUR 181,5 zu einem positiven Nettomittelzufluss von MEUR 111,4 geführt.

Dividendenvorschlag

Bezugnehmend auf das solide Ergebnisniveau und die positive Cash-Generierung wird der Vorstand der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von EUR 0,75 je Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote (Payout Ratio) von 50%.

1 Summe aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Forschung und Entwicklung

Mit Spitzentechnologien Industrien transformieren

Als Weltmarktführer in der Herstellung von Hochpräzisionskomponenten liefert SBO Lösungen, die ganze Industrien transformieren. Von komplexen Komponenten bis hin zu Technologien für den Energiesektor und andere Industrien erfüllen unsere Produkte die höchsten Leistungs- und Qualitätsstandards. Mit fundierter Erfahrung in extremen Umgebungen entwickeln wir kundenspezifische Produkte, die den härtesten Herausforderungen standhalten. Mit Innovation und Nachhaltigkeit gestalten wir die Zukunft und schaffen neue Möglichkeiten in Industrien wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und anderen Industrien.

»Im Jahr 2025 lag der Fokus unserer F&E-Initiativen auf den Bereichen additive Fertigung, Drilling Technology und Materialinnovation.«

Advanced Additive Manufacturing

Die additive Fertigung (Additive Manufacturing) ist ein zentraler Schwerpunkt unserer innovativen Lösungen. In den letzten Jahren haben wir unsere Kompetenz im 3D-Metalldruck deutlich erweitert und uns als zertifizierter Anbieter für eine Vielzahl von anspruchsvollen Industrien etabliert, darunter die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und andere Industrien. In enger Kooperation mit unseren Zulieferern bauen wir unser Angebot an Maschinen und Pulversorten weiter aus. Ein Beispiel dafür ist CP-1, ein Aluminium-Eisen-Zirkonium-Pulver mit hoher Festigkeit, hervorragender thermischer und elektrischer Leitfähigkeit und einem effizienten Wärmebehandlungsprozess.

Darüber hinaus arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen, um fortschrittliche Designs und Produkte für neue und zukunftsweisende Technologien zu entwickeln. Dazu gehören etwa Komponenten für die Halbleiterindustrie, die wiederum Innovationen in den Bereichen künstliche Intelligenz und Hochleistungs-Computing unterstützen.

Gleichzeitig trägt die additive Fertigung dazu bei, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und unser Engagement für Nachhaltigkeit voranzutreiben. Im Rahmen unserer Innovationsinitiativen haben wir mit einem unserer Zulieferer ein Recyclingprogramm etabliert, das überschüssiges Material durch Re-Atomisierung wiederverwertbar macht und stärken so unseren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

2025 lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Erhöhung der Druckgeschwindigkeit und größeren Bauteilabmessungen. Unter den neu angeschafften Druckern ist ein neuer großformatiger 3D-Metalldrucker hervorzuheben, der unsere Kunden insbesondere beim Übergang von der Prototypenentwicklung zur Serienfertigung unterstützen wird.

Drilling und Well Completion-Technologie

Im Jahr 2025 brachte SBO mehrere F&E-getriebene Produktneuentwicklungen auf den Markt und stärkte damit die technologische Positionierung:

Mit OmniSteer haben wir im Bereich der Bohrtechnologie eine weiterentwickelte Rotary Steerable-Lösung eingeführt, die Oberflächensoftware und Bohrloch-Tool digital verbindet und Echtzeit-Überwachung, Kalibrierung sowie Performance-Analysen ermöglicht. Die optimierte mechanische Architektur erhöht die Lebensdauer in anspruchsvollen Anwendungen und reduziert den Wartungsbedarf für unsere Kunden. OmniSteer ist insbesondere für hohe Krümmungsraten und extreme Temperaturbedingungen, wie sie auch bei Next-Generation-Geothermie-Bohrungen vorzufinden sind, ausgelegt.

Weitere wesentliche Neuentwicklungen, die 2025 erfolgreich kommerzialisiert wurden, umfassten das „High Dogleg RSS Tool“. Mit diesem konnten die Präzision der Bohrlochverläufe und die Richtungssteuerung deutlich verbessert und anspruchsvolle Bohrprofile einschließlich U-Turn-Bohrungen ermöglicht werden. Die implementierte bidirektionale Echtzeit-Kommunikation zwischen Rotary Steerable-System und MWD-Komponenten steigert die Regelgüte und Genauigkeit und schafft die Grundlage für die Weiterentwicklung hin zu autonomeren Bohrprozessen. Darüber hinaus wurde das Portfolio durch den Hochleistungsbohrmotor BICO Brute mit integriertem Datensensor erweitert, der unter extremen Bedingungen marktübergreifend eingesetzt werden kann.

Auch im Bereich Well Completion haben wir im Berichtsjahr weiterentwickelte Produkte auf den Markt gebracht. So haben wir unter anderen unseren ersten High-Expansion-Packer für Off-Bottom-Zementierung eingesetzt, wie auch einen neuen Permanent-Bridge-Plug zur Marktreife gebracht.

SBO hat 2025 ein neues Reline- und Vertriebszentrum für das Bohrmotorengeschäft in Houston aufgebaut. Das Zentrum ging im Jänner 2026 in Betrieb und stellt einen zentralen Ausbau der Service- und Fertigungskapazitäten in Nordamerika dar. Das trägt wesentlich zur Effizienzsteigerung im operativen Geschäft bei: Durch die Integration von Reline-Services in unmittelbarer Kundennähe werden Durchlaufzeiten signifikant verkürzt, Betriebskosten optimiert und die Versorgungssicherheit erhöht. Das Reline- und Vertriebszentrum verbessert die Flexibilität des Bohrmotorengeschäfts und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit vor allem im nordamerikanischen Markt.

Materialinnovation und technologische Exzellenz

2025 hat SBO ihre technologische Erweiterung in neue industrielle Anwendungen fortgesetzt. Mit dem erfolgreichen NORSOK-Listing der unternehmenseigenen Hochleistungswerkstoffe wurde ein entscheidender Schritt in den Flow Control-Markt außerhalb von Drilling & Completion gesetzt. Dieses Listing ermöglicht den Einsatz von SBO-Materialien bei Ventilen, Verteilern, Flanschen, Dichtungen und verschiedenen anderen Strömungs- und druckführenden Systemen in anspruchsvollen Offshore-Umgebungen. Damit positioniert sich SBO als qualifizierter Anbieter von Hochleistungsmaterialien und Präzisionskomponenten für kritische Flow Control-Anwendungen im Subsea-Bereich, einem angrenzenden Hochtechnologiemarkt, in dem die Kernkompetenzen von SBO gefragt sind.

Mit branchenführendem Know-how in der Material- und Technologieentwicklung sowie erstklassigen Fertigungsfähigkeiten produziert SBO auch zukünftig hoch innovative Produkte, die die höchsten Qualitätsanforderungen unserer Kunden erfüllen.

»Wir verbinden Präzision, Innovation und Nachhaltigkeit. Aufbauend auf unseren Kompetenzen und Spitzentechnologien treiben wir die Diversifizierung der SBO voran.«

Weitere Angaben

Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt. Demzufolge hat das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die notwendigen Informationen von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.

Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen. Weiters wird die Liquiditätsplanung der Gesellschaften laufend überwacht und mit den Holdingvorgaben abgestimmt.

Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch Prüfungstätigkeiten des Konzern-controllings und der internen Revision überwacht. Weiters werden die Jahresabschlüsse aller wesentlichen operativen Gesellschaften durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft. Im Zuge von regelmäßigen Meetings des Vorstands mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung analysiert sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen). Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungs-Programm verwendet.

Risikobericht

Zu den wesentlichen Risiken der SBO zählen globale, handelspolitische, wirtschafts- und marktbezogene Risiken, sowie strategische, technologische und operative Risiken. Ebenso bestehen Finanzrisiken sowie ESG-Risiken.

Eine detaillierte Beschreibung der Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Entwicklung der SBO im globalen Umfeld und damit der entsprechenden Risikofaktoren, wie die Entwicklungen der globalen Öl- und Gasmärkte sowie der Oilfield-Service-Industrie und der Ausgaben für Exploration und Produktion ist im Abschnitt „Entwicklung des Marktumfelds“ sowie „Ausblick“ enthalten. Wettbewerbsrisiken werden durch laufende Weiterentwicklung des Produktportfolios und von Know-how adressiert, um Marktposition und Produktqualität abzusichern. Die rekalibrierte Strategie adressiert mit den Eckpfeilern Diversifizierung und Marktexpansion auch diese Entwicklungen.

Operative Risiken, die auch Absatzrisiken sowie Unsicherheiten in Zusammenhang mit Zöllen, Beschaffungs- und Produktionsrisiken umfassen, werden so wie die finanziellen Risiken (Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken) im Anhang in Erläuterung 31 dargestellt. Darüber hinaus bestehenden Risiken im Hinblick auf IT-Sicherheit und Digitalisierung wird mit modernen Sicherheitsmaßnahmen, Zugriffskontrollen, Penetrationstests und umfassenden Trainings begegnet.

ESG-bezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen werden in der Nicht-finanziellen Berichterstattung im Abschnitt zu SBM-3 detailliert erläutert (siehe Kapitel „Nicht-finanzielle Erklärung“).

Nachtragsbericht

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 37 im Konzernabschluss.

Berichterstattung gem. § 243a sowie § 267 Abs. 3 Z 3 UGB

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 19 im Konzernabschluss.

Sicherungsgeschäfte und Finanzinstrumente

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterungen 4.6, 30 und 31 im Konzernabschluss.

Ausblick

Nach den aktuellen Einschätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die weltweite Energienachfrage auch in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. Das ist einerseits auf den vermehrten Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die dadurch erforderlichen Datenzentren zurückzuführen. Andererseits wird erwartet, dass die Gesamtenergienachfrage in den Schwellen- und Entwicklungsländern aufgrund des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums ansteigt.

In den zentralen IEA-Szenarien Current Policies (CPS) und Stated Policies (STEPS) wird für den Zeitraum bis 2035 ein jährliches Wachstum des globalen Primärenergiebedarfs von rund 0,7% bis 1,2% erwartet.

»Der Bedarf nach Energiesicherheit schafft mittel- bis langfristig attraktive Wachstumsmöglichkeiten.«

Öl und Gas haben mit einem gemeinsamen Anteil von derzeit über 50% eine dominante Rolle im globalen Energiemix. Auch im Ausblick auf das Jahr 2050 wird ihr Anteil in einem weiterhin wachsenden Primärenergiemarkt auf rund 47% bis 49% geschätzt. Im jüngst veröffentlichten World Energy Outlook 2025 der Internationalen Energieagentur (IEA) wird erwartet, dass die weltweite Ölnachfrage zwischen 2024 und 2050 von 103,1 mb/d auf 113,0 mb/d steigt und sich der globale LNG-Markt von 560 bcm auf rund 1.020 bcm nahezu verdoppelt.

Parallel hierzu verzeichnen erneuerbare Energien in beiden IEA-Szenarien ein überdurchschnittlich starkes Wachstum. Bis 2050 steigt der Primärenergiebedarf aus erneuerbaren Quellen im CPS um rund 160%, im STEPS um knapp 180%. Infolge dieser Entwicklung erhöht sich ihr Anteil an der globalen Primärenergie bis 2050 auf rund 26% bis 31%. Erneuerbare Energiequellen leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des zusätzlichen Bedarfs, wobei die höhere Dynamik im STEPS die Wirkung eines breiteren und ambitionierteren energiepolitischen Rahmens widerspiegelt.1

»Der steigende Energiebedarf erfordert beides: Erneuerbare ebenso wie Öl und Gas.«

Innerhalb des Portfolios von erneuerbaren Energien zeigt die Geothermie eine weiterhin zunehmende Bedeutung: Der IEA-Bericht weist für Industrieländer bis 2035 einen Anstieg der geothermischen Stromerzeugung um mehr als 50% aus. Ein wesentlicher Treiber hierfür ist die deutlich steigende Stromnachfrage in den USA, die laut IEA vor allem durch den raschen Ausbau von Rechenzentren und digitaler Infrastruktur (insbesondere KI-Anwendungen) sowie die zunehmende Elektrifizierung im privaten und industriellen Sektor geprägt ist. Dem auf den Energiesektor spezialisierten Beratungsunternehmen Rystad Energy zufolge wird das Wachstum der Energiequelle aus Geothermie zwischen 2025 und 2035 Investitionen von mehr als USD 120 Milliarden anziehen.1 Auch die Märkte für Helium und Lithium sind wichtige Wachstumsmärkte. Für die Gesamtmärkte für Helium wird eine Wachstumsrate von 7% und für Lithium sogar 19% prognostiziert.2

Zudem wird erwartet, dass sich der Carbon Capture & Storage (CCS)-Drilling und -Completion-Markt zu einem eigenständigen Wachstumssegment innerhalb der Well-Services ausbauen wird. Rystad Energy prognostiziert eine deutliche Steigerung der Bohraktivität, von etwas über 200 CCS-Wells im Jahr 2025 auf mehr als 1.000 Wells bis 2030. Der regionale Schwerpunkt der CCS-Bohraktivität liegt zunächst in Nordamerika, wo rund 30% der weltweit gebohrten CCS-Wells geplant sind, gefolgt von China und Indonesien.3

Darüber hinaus wird der 3D-Metalldruck für die High-Tech Fertigungsindustrie weiter an Bedeutung gewinnen und entwickelt sich damit zu einer Schlüsseltechnologie. Aufgrund der hohen Designfreiheit und der Möglichkeit, komplexe Strukturen effizient herzustellen, findet diese Technologie besonders in den Bereichen der Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und anderen Industrien breite Anwendung. Die Marktgröße für Metal Additive Manufacturing Services lag im Jahr 2025 bei rund USD 1,5 Milliarden und soll bis 2030 auf USD 4,8 Milliarden anwachsen.4 In diesem dynamischen Umfeld ist SBO nicht zuletzt durch die jüngst abgeschlossene Akquisition von 3T Additive Manufacturing Limited optimal positioniert.

Mit dem National Defense Authorization Act (NDAA FY2026) Section 849 (Additive Manufacturing) vom 18. Dezember 2025 hat die US-Regierung die strategische Relevanz von Additive Manufacturing, einschließlich 3D-Metalldruck, für die Verteidigungsbeschaffung und sicherheitskritische Anwendungen klar hervorgehoben. Das Gesetz etabliert verbindliche Anforderungen an Sicherheit, Datenhoheit und Prozessqualifikation sowie die skalierbare industrielle Nutzung additiver Fertigung im Verteidigungsbereich. Diese Entwicklung stärkt die Rolle von 3D-Metalldruck als Schlüsseltechnologie und wird die weitere Marktdurchdringung und das Wachstum beschleunigen.

Ausblick 2026: Durch den Zyklus navigieren, Diversifizierung beschleunigen

Für das Jahr 2026 wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3% prognostiziert. Für die Industriestaaten wird ein Wirtschaftswachstum von 1,8% vorhergesagt, mit einer etwas stärkeren Dynamik in den USA (+2,4%), während für die EU ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,3% erwartet wird. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum von 4,2% prognostiziert.1

Vor dem Hintergrund soll der weltweite Gasverbrauch 2026 einen neuen historischen Höchststand erreichen und um knapp 2% wachsen.2 Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die globale Ölnachfrage im Jahr 2026 weiter zunehmen, mit einem erwarteten jährlichen Zuwachs von rund 850.000 Barrel pro Tag. Gleichzeitig soll das weltweite Ölangebot im selben Zeitraum um etwa 2,4 Millionen Barrel pro Tag auf 108,6 Millionen Barrel pro Tag steigen. Diese Angebotsausweitung führt weiterhin zu einem Überangebot am Ölmarkt und entsprechend zu einem gedämpften Ölpreisniveau.3

Für 2026 deuten aktuelle Analysen von Evercore ISI und Rystad Energy jedoch auf eine leichte Trendumkehr hin, mit einem erwarteten Investitionswachstum von 0–2%. Rystad Energy prognostiziert per Dezember 2025 für das Jahr 2026 weltweit rund 61.000 gebohrte und komplettierte Bohrlöcher, was einer Zunahme der Aktivität von rund 2,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht.4

Auch wenn dies auf eine Stabilisierung des Marktes für 2026 hindeutet, erwartet SBO aufgrund des anhaltenden Öl‑Überangebots, volatiler Ölpreise, geopolitischer Unsicherheiten und einem sich laufend verändernden Zollumfeld ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld. Seit dem 28. Februar hat sich die geopolitische Lage im Nahen Osten durch militärische Aktionen und Gegenmaßnahmen deutlich verschärft und verändert. Mögliche Auswirkungen sind aktuell nicht verlässlich abschätzbar und daher im Ausblick nicht berücksichtigt.

Mehrere internationale Oilfield-Service-Unternehmen, darunter auch wesentliche Kunden von SBO in der Precision Technology-Division, sehen das Jahr 2026 als „Übergangsjahr“: Die Aktivität soll sich stabilisieren und erste Anzeichen einer Erholung – angeführt von den internationalen und Offshore-Märkten – werden erwartet. Aktuell sind diese Kunden bei ihren Investitionsplänen für 2026 aber noch zurückhaltend. Da zwischen Auftragseingang und Umsatz üblicherweise ein zeitlicher Verzug besteht und der Auftragseingang 2025 rückläufig war, rechnet SBO in der PT-Division im ersten Halbjahr 2026 weiterhin mit einem verhaltenen Umsatzniveau. Im zweiten Halbjahr sollte sich die Lage verbessern, sobald die höheren Auftragseingänge seit Q4 umsatzwirksam werden. SBO fokussiert sich auf Kosteneffizienz und Kapazitätsmanagement und ist damit bestens auf den nächsten Aufschwung vorbereitet. Parallel dazu treibt SBO die Umsetzung der strategischen Diversifizierung weiter voran.

In der Energy Equipment-Division sieht SBO Wachstumschancen durch die fortschreitende Internationalisierung des Well Completion-Geschäfts, unterstützt durch die Inbetriebnahme der lokalen Fertigung in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Dieses stärkt die regionale Marktpräsenz und erhöht die operative Nähe zu den Kunden. Darüber hinaus wird das neu eröffnete Reline- und Vertriebszentrum in Houston dazu beitragen, die Marktposition des Bohrmotorengeschäfts in den USA weiter zu stärken. Auch neue Produktentwicklungen im Bereich der Plugs und der Rotary Steerable-Tools werden dabei unterstützen, die sich bietenden Wachstumsmöglichkeiten aktiv zu nutzen.

SBO treibt Diversifizierungsmaßnahmen konsequent voran.

Parallel dazu setzt SBO die Umsetzung ihrer Diversifizierungsstrategie fort. SBO sieht auch im Jahr 2026 Wachstum im Bereich Bohrung und Komplettierung von Next-Generation-Geothermie sowie bei der Erschließung von CCS-, Lithium- und Helium-Projekten. Dabei unterstützt insbesondere das Produktportfolio der Energy Equipment-Division, bestehend aus Rotary Steerable‑ Tools, Bohrmotoren, Circulation Tools, Frac Plugs und Packers. Laut der IEA liegt das technische Potenzial von Next-Generation-Geothermie bis zu 60-mal höher als die derzeit weltweit installierte Leistungskapazität und damit nach der Solarphotovoltaik an zweiter Stelle. Diese Technologie könnte damit bis 2050 etwa 15% des globalen Stromwachstums abdecken.5

Aufbauend auf die Expertise im Advanced Additive Manufacturing treibt SBO das Wachstum in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und anderen Industrien 2026 weiter voran. Die Anschaffung von weiteren 3D-Metall-druckern sowie die Integration von 3T Additive Manufacturing Limited ist die Basis für weiteres Wachstum.

2025 konnte SBO auch Materialverkäufe im Bereich Flow Control außerhalb des traditionellen Geschäfts von Drilling & Completion erzielen. Auch in den kommenden Quartalen wird der Ausbau des Flow Control-Geschäfts weiter vorangetrieben. Die zuletzt erreichten technologischen Qualifikationen, darunter das NORSOK-Listing der eingesetzten Hochleistungsmaterialien, stellen für SBO einen wesentlichen Schritt dar, um sich nachhaltig in diesem anspruchsvollen Marktsegment zu positionieren. Auf Basis der 2025 präsentierten Strategie wird das bestehende Material-Know-how gezielt in neue industrielle Anwendungen eingebracht, um zusätzliche margenstarke Geschäftsfelder zu erschließen.

Die Bedeutung von technologisch anspruchsvollen Bohr- und Komplettierungssystemen, wie sie von SBO entwickelt und hergestellt werden, bleibt hoch. Durch ihre technologische Kompetenz und konsequentes Kostenmanagement ist SBO auch in einem volatilen und derzeit herausfordernden Marktumfeld in der Lage, erfolgreich zu wirtschaften und ihre Wettbewerbsposition weiter auszubauen.

Dank exzellenter Bilanzstruktur und hoher liquiden Mittel wird SBO ihre Strategie gezielt entlang der vier Eckpfeiler Diversifizierung, Marktexpansion, Technologieführerschaft und operative Exzellenz vorantreiben. Mit der vorhandenen finanziellen Stärke wird SBO organisches Wachstum, strategische Partnerschaften und gezielte Akquisitionen aktiv vorantreiben.

1 International Energy Agency (IEA): World Energy Outlook 2025, Current Policy und Stated Policy Scenario

1 Rystad Energy, Global Drilling and Completion Report Q4 2025, Dezember 2025

2 Fortune Business Insights: Lithiummarkt-Prognosebericht; Spherical Insights: Helium Market Size, Share & Growth Report

3 Rystad Energy, Global Well Activity Metrics Report, Jänner 2026

4 VoxelMatters 2025: Metal AM Market 2025

1 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook Update, Jänner 2026

2 International Energy Agency (IEA), Gas Market Report, Q1 2026, Jänner 2026

3 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2026

4 Rystad Energy: Global Well Activity Metrics Report, Jänner 2026; Evercore ISI, Jänner 2026

5 1 International Energy Agency (IEA), The Future of Geothermal, Dezember 2024

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Nicht-finanzielle Erklärung 2025

ESRS 2 - Allgemeine Information

Die vorliegende Nicht-finanzielle Erklärung wurde gemäß § 267a UGB als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetze (NaDiVeG). Darüber hinaus wurde die Nicht-finanzielle Erklärung nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) in Vorbereitung auf die Berichtspflicht nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erstellt.

BP-1 Allgemeine Grundlage für die Erstellung der Nicht-finanziellen Erklärung

Der Bericht wurde auf konsolidierter Ebene erstellt. Der Konsolidierungskreis ist ident mit jenem des Konzernabschlusses.

Die Nicht-finanzielle Erklärung umfasst die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette von SBO, entsprechend ESRS 1 Abschnitt 5.1 „Berichterstattendes Unternehmen und Wertschöpfungskette“. SBO nutzt den Phase-in-Ansatz des ESRS für spezifische Informationen zur Wertschöpfungskette.

SBO hat nicht von der Möglichkeit gemäß ESRS 1, Abschnitt 7.7 (Ziffer 106(f)) Gebrauch gemacht, Informationen über geistiges Eigentum, Know-how oder Innovationen nicht zu berichten. Alle relevanten Daten wurden in Übereinstimmung mit den ESRS-Anforderungen vollständig offengelegt.

BP-2 - Angaben in Zusammenhang mit spezifischen Umständen

Ergebnisunsicherheit, Schätzungen und Messunsicherheiten

Die Scope-3-Emissionen wurden unter Verwendung einer Kombination aus der Durchschnittsdatenmethode und der Ausgaben-basierten Methode berechnet. Aufgrund der Nichtverfügbarkeit produktbezogener Carbon Footprint (PCF)-Daten von Lieferanten konnte der lieferantenspezifische Ansatz nicht angewendet werden. Die verwendeten Emissionsfaktoren stammen aus wissenschaftlichen Datenbanken, darunter Idemat (2022), DBEIS (2020) sowie Ecoinvent (3.9.1, 2022) und IEA (2022). Die Genauigkeit der Berechnung variiert in Abhängigkeit von Datenquelle und Methodik. Während massenbasierte Emissionsfaktoren in der Regel mit geringerer Unsicherheit behaftet sind, können ausgabenbasierte Faktoren aufgrund wirtschaftlicher Schwankungen und unterschiedlicher Preisstrukturen eine größere Variabilität verursachen. Insbesondere für Lieferanten außerhalb der EU, für die verlässliche PCF-Daten selten verfügbar sind, besteht eine erhöhte Unsicherheit in den Schätzungen. Zur weiteren Verbesserung der Datenqualität werden kontinuierliche Maßnahmen zur Erhöhung der Verfügbarkeit von Primärdaten durch Lieferantenprogramme ergriffen. Dazu gehören die direkte Zusammenarbeit mit Lieferanten, die regelmäßige Validierung von Datenquellen sowie die fortlaufende Verfeinerung der Methodik auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Folgende Parameter können höhere Ergebnis- bzw. Schätzungsunsicherheiten beinhalten:

Diese Unsicherheiten werden durch die Anwendung anerkannter Standards mitigiert, während gleichzeitig die Methoden der Datensammlung und -validierung kontinuierlich verbessert werden.

E1-6 Treibhausgasemissionen in Scope 3:

Die angegebenen Zahlen beruhen zum Teil auf durchschnittlichen Emissionsfaktoren der Industrie.

E5-5 Produkte, Materialien und Abfall nach Entsorgungs-/Behandlungsart:

Derzeit sind keine Daten über die Abfallmengen nach Entsorgungsart auf der Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften oder Standorte verfügbar. Dies wird in den nächsten Berichtszeiträumen schrittweise aufgebaut. Die Angabe zum recycelbaren Anteil in Produkten und Verpackungen basiert auf der Annahme, dass der in den in Verkehr gebrachten Produkten enthaltene Stahl zu 100% wiederverwendet bzw. recycelt werden kann.

Annahmen, Näherungswerte und Bewertungen

E1-6 Treibhausgasemissionen in Scope 3:

Die Daten zu Scope 3 basieren zum Teil auf Branchen-Benchmarks, verallgemeinerten Emissionsfaktoren sowie prognostizierten und geschätzten Werten im Fall von Datenlücken.

E5-5 Produkte, Materialien und Abfall nach Entsorgungs-/Behandlungsart:

Die Abfallmengen nach Behandlungsart wurden auf der Grundlage von Abfallarten und Industriestandards geschätzt. Metallschrott wurde konzernweit als Abfall deklariert, der recycelt wird, da er getrennt gesammelt und einem Dritten für Recycling- und Wiederverwendungszwecke zur Verfügung gestellt wird. Die Angabe zum recycelbaren Anteil in Produkten und Verpackungen basiert zudem auf der Annahme, dass der in den in Verkehr gebrachten Produkten enthaltene Stahl zu 100% wiederverwendet bzw. recycelt wird.

Es wurden keine Verweise auf Informationen außerhalb dieses Berichts aufgenommen und alle relevanten Informationen sind vollständig in diesem Bericht enthalten.

Änderungen gegenüber dem Vorjahr

S1-16 Verdienstgefälle und Gesamtvergütung

Im Jahr 2025 wurde die Berechnung der Gesamtvergütung gemäß ESRS S1-16 sowie des geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles methodisch geändert. Grund war eine Fehlerfeststellung durch die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung. Statt einer Berechnung je Gesellschaft mit anschließender Aggregation erfolgt die Berechnung nun zentral auf Konzernebene auf Basis eines konzernweiten Medianeinkommens und im Verhältnis zur höchstbezahlten Person. Daher wurde auch der Vergleichswert 2024 angepasst. Die zugrunde liegenden Vergütungsdaten aus den lokalen Lohnverrechnungssystemen blieben unverändert.

GOV-1 - Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane

Anzahl der Vorstandsmitglieder: 2

Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder: 5

Angestellte und andere Arbeitnehmer sind mangels gesetzlicher Vorgaben nicht formell in den Entscheidungsgremien auf SBO-Holding Ebene vertreten, wobei ihre Interessen dennoch grundlegend berücksichtigt werden.

Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat der SBO verfügt über unterschiedliche berufliche Hintergründe und Erfahrungen in verschiedenen Industrien. Ihr vielfältiges Fachwissen bildet eine starke Grundlage für eine ausgewogene und fundierte Entscheidungsfindung sowie eine effektive strategische Überwachung der gesamten Unternehmensgruppe.

Im Jahr 2025 bestand der Vorstand ausschließlich aus Männern, sodass die Geschlechterverteilung bei 100 % männlich und 0 % weiblich lag.

Der Aufsichtsrat setzte sich zu 60 % aus Männern, das heißt drei Männern, und zu 40 % aus Frauen, also zwei Frauen, zusammen. In der Gesamtbetrachtung von Vorstand und Aufsichtsrat, die zusammen sieben Mitglieder umfassen, ergibt sich eine Geschlechterverteilung von 71,4 % männlich mit fünf Männern und 28,6 % weiblich mit zwei Frauen.

Das Verhältnis von Frauen zu Männern beträgt 1 zu 2,5.

Der Aufsichtsrat gilt als völlig unabhängig im Sinne der Unabhängigkeitskriterien, die in Anhang 1 des österreichischen Corporate Governance Kodex aufgeführt sind.

Auf der obersten Führungsebene tragen sowohl der CEO als auch der COO die Verantwortung für Auswirkungen, Risiken und Chancen der Geschäftsaktivitäten und gewährleisten die Ausrichtung an den strategischen Zielen. Der Aufsichtsrat überwacht diese Angelegenheiten, indem er Leitlinien vorgibt und die Einhaltung der Prioritäten und Ziele im Bereich Nachhaltigkeit sicherstellt.

In Wahrnehmung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, erörtert der Aufsichtsrat die Lage und die Ziele des Unternehmens und fasst Beschlüsse. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat regelt im Einzelnen die Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben des Aufsichtsrats, das Vorgehen bei Interessenkonflikten sowie alle Ausschüsse (Prüfungsausschuss, Nominierungs- und Vergütungsausschuss, Nachhaltigkeitsausschuss) und deren Zuständigkeiten. Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum fünf Sitzungen abgehalten. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat in mehreren mündlichen und schriftlichen Berichten über die Geschäftsentwicklung sowie die Lage der Gesellschaft und der Konzernunternehmen informiert. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Umsetzung der strategischen Ausrichtung des Konzerns sowie die wesentlichen geschäftlichen Vorgänge. Im Rahmen der wesentlichen Geschäftsvorgänge wurden der Industrieabschwung im Verlauf des Jahres 2025 ausgiebig und die sich daraus ergebenden Maßnahmen erläutert. Die im Zuge der Strategieneuausrichtung sich ergebenden Chancen und Risiken für das bestehende Geschäftsmodell wurden umfangreich dargestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen, lediglich ein Mitglied war bei einer Sitzung entschuldigt. Somit haben die Mitglieder des Aufsichtsrats an 75 % der Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Die Geschäftsführer der einzelnen SBO-Gesellschaften und die Divisionsleiter versorgen den Vorstand mit Analysen und Empfehlungen zu Auswirkungen, Chancen und Risiken der Geschäftsaktivitäten. Der CEO und der COO bewerten diesen Input und treffen strategische Entscheidungen, wobei sich die Verantwortlichkeiten in Bezug auf Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) in verschiedenen Richtlinien widerspiegeln, darunter der Code of Conduct, die Whistleblowing-Richtlinie und die Ethik- und Fair-Trade-Richtlinie.

Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Leiter der Abteilung Risikomanagement und beim Leiter der Abteilung Compliance, deren Arbeit durch regelmäßige Berichterstattung und Aufsichtsprozesse überwacht wird.

Die Berichtspflichten der für die Überwachung der Risiken Verantwortlichen sind wie folgt strukturiert: Die für die Risikoüberwachung zuständigen Stellen müssen dem Vorstand regelmäßig Bericht erstatten, in der Regel halbjährlich oder im Anlassfall über mögliche Entwicklungen ad-hoc. Diese Berichte enthalten detaillierte Risikobewertungen, mögliche Auswirkungen und vorgeschlagene Abhilfemaßnahmen. Die Kommunikation mit dem Aufsichtsrat erfolgt im Rahmen der Aufsichtsratssitzung anhand von mündlichen Berichterstattungen und schriftlichen Berichten. Der Berichterstattungsprozess gewährleistet einen klaren Informationsfluss sowohl an den Vorstand als auch an die Aufsichtsebene, was eine fundierte Entscheidungsfindung und eine wirksame Beaufsichtigung der Risiken ermöglicht.

SBO nutzt interne Audits, Compliance Calls und Risikomanagementreports, die in die Unternehmensstruktur integriert sind, um wesentliche Auswirkungen sowie Risiken und Chancen zu identifizieren, zu bewerten, nachzuverfolgen und zu steuern.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der SBO überwachen wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen durch regelmäßige Sitzungen und detaillierte Berichterstattung, wobei Zielvorgaben auf Basis strategischer Prioritäten, Risikobewertungen und Unternehmensziele festgelegt werden. Die Fortschritte bei der Erreichung dieser Zielvorgaben werden anhand definierter Kennzahlen und regelmäßiger Statusberichte überwacht, und Abweichungen werden analysiert sowie bei Bedarf durch Anpassungen von Maßnahmen, Verantwortlichkeiten oder Zeitplänen adressiert. Im Rahmen der laufenden Analyse werden die im Zuge der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen überprüft, um eine mögliche Integration in das bestehende Risikomanagementsystem zu prüfen und so einen umfassenden sowie abgestimmten Ansatz zu gewährleisten.

Der Vorstand verfügt über eine einschlägige kaufmännische und technische Ausbildung und hat umfangreiche berufliche Erfahrungen in Führungspositionen gesammelt, einschließlich der Bewältigung strategischer und operativer Herausforderungen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats bringen umfangreiche Erfahrungen in Bereichen wie Unternehmensführung, Finanzen und Technik sowie Corporate Governance, Nachhaltigkeit und Compliance mit.

Diversität des Aufsichtsrats 2025 2024 2023
GOV-1-21d GOV-1 21-d, e GOV-1-21d, e GOV-1 21-d, e
Gesamtzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats 5 5 5
Männlich 3 3 3
Weiblich 2 2 2
Anteil der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder (%) 100 100 80
Diversität des Vorstands 2025 2024 2023
GOV-1 21d GOV-1 21d GOV-1 21d GOV-1 21d
Anzahl der Vorstandsmitglieder 2 2 2
Anteil der Männer (in %) 100 100 100
Anteil der Frauen (in %) 0 0 0
Zusammensetzung des Vorstands: GOV-1-22a, GOV-1-21b Mitglied des Exekutivausschusses CEO Mitglied des Exekutivausschusses COO
Name GOV-1-22a Klaus Mader Campbell MacPherson
GOV-1-21c Klaus Mader ist seit 1. Jänner 2024 Vorstandsvorsitzender und war zuvor Finanzvorstand (CFO) der SBO-Gruppe. Er ist seit Oktober 2015 Mitglied des Vorstands von SBO. Vor seinem Eintritt bei SBO war Klaus Mader über zehn Jahre lang Executive Vice President Finance & Administration der TYROLIT Gruppe. Davor sammelte er umfangreiche Managementerfahrung bei renommierten Unternehmen wie etwa der Wienerberger Baustoffindustrie AG. Klaus Mader hat einen Magisterabschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Wirtschaftsuniversität Wien. Folgende Bereiche fallen in die Zuständigkeit von Klaus Mader (CEO): Strategie, Öffentlichkeitsarbeit / Investor Relations, Risikomanagement, ESG & Nachhaltigkeit, Compliance, Finanzen und Rechnungswesen, Personal- und Rechtswesen, Digitalisierung.

Campbell MacPherson wurde mit 1. Jänner 2024 als Chief Operating Officer (COO) erstmalig in den Vorstand berufen. Er ist seit mehr als 15 Jahren bei SBO tätig, zuletzt als Executive Vice President des Bereichs Advanced Manufacturing & Services. Während seiner Zeit bei SBO hatte Campbell MacPherson wichtige Funktionen inne, darunter die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften in Großbritannien und in Vietnam, deren Aufbau er leitete, sowie im Nahen Osten. Er hatte auch Führungspositionen bei Forth Tool & Valve Ltd. (jetzt Proclad), Havelock Europe und war als CEO von Premier Hytemp tätig. Campbell MacPherson absolvierte an der University of Strathclyde in Glasgow einen Bachelor of Engineering in Naval Architecture & Offshore Engineering.Folgende Bereiche fallen in die Zuständigkeit von Campbell MacPherson (COO): Produktion, Supply-Chain-Management, Marketing und Vertrieb, Produkt- und Marktstrategie, F&E und Innovationsmanagement

Fähigkeiten und Fachkenntnisse zur Überwachung von Nachhaltigkeitsaspekten GOV-1-23a Zugang zu Experten Zugang zu Experten
Verhältnis von Fähigkeiten und Fachwissen zu den wesentlichen IROs GOV-1-23b Bei der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie, die sowohl organisches als auch akquisitorisches Wachstum umfasst, berücksichtigt der Vorstand Nachhaltigkeitsaspekte sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG).

Ein Beispiel dafür ist der M&A-Prozess, in dem der Vorstand prüft, inwieweit eine potenzielle Transaktion die Nachhaltigkeitspositionierung von SBO in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen beeinflusst. In diesem Prozess wird der Vorstand durch interne und externe ESG-Experten unterstützt.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats: Name Unabhängigkeit Erfahrung Fähigkeiten und Fachkenntnisse bei der Überwachung von Nachhaltigkeitsaspekten
GOV-1-22a, GOV-1-21b GOV-1-22a GOV-1-21e GOV-1-21c GOV-1-23a
Vorsitzender des Aufsichtsrats Norbert Zimmermann Ja Norbert Zimmermann, Vorsitzender des Aufsichtsrats, ist seit 1995 Mitglied des Aufsichtsrats und ist ein renommierter österreichischer Unternehmer. Er sammelte umfangreiche Managementerfahrungen bei Unternehmen wie etwa der Spar AG und der Berndorf AG und war in unterschiedlichen Vorstands- und Aufsichtsratspositionen im Berndorf-Konzern tätig, unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender bei der Berndorf AG und der Berndorf Industrieholding AG (bis heute). Neben seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender bei SBO ist Norbert Zimmermann in verschiedenen Stiftungen tätig. Norbert Zimmermann hat einen Magister der Handelswissenschaft der Wirtschaftsuniversität Wien.
Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats Brigitte Ederer Ja Brigitte Ederer, Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, wurde 2014 erstmals in den Aufsichtsrat der SBO gewählt. Brigitte Ederer war viele Jahre lang als Politikerin in verschiedenen Funktionen aktiv, unter anderem als österreichische Staatssekretärin für Europa. Ab 2000 war sie im Siemens- Konzern in Österreich und Deutschland als Vorstandsmitglied tätig. Brigitte Ederer hält weitere Aufsichtsratsmandate in großen Unternehmen wie etwa der ÖBB Holding AG, der Marinomed Biotech AG, der ams-OSRAM AG, der TTTech Computertechnik AG und der WEB Windenergie AG. Brigitte Ederer hat einen Magister der Volkswirtschaft der Universität Wien. Schulungen
Mitglied des Aufsichtsrats Simon William Caines Eyers Ja Simon WC Eyers ist seit 2024 Mitglied des Aufsichtsrats der SBO. Simon Eyers arbeitete als Manager in Technologieunternehmen und Investmentbanken wie Goldman Sachs. Er war Gründungspartner von 4D Global Energy Advisors, Partner und Berater bei Warburg Pincus International sowie Vorsitzender von Evrythng. Simon Eyers hält weitere Aufsichtsratsmandate in internationalen Unternehmen, wie Technip Energies. Simon WC Eyers hat einen BSc. in Elektro- und Elektroniktechnik der Universität Edinburgh.
Mitglied des Aufsichtsrats Wolfram Littich Ja Wolfram Littich ist seit 2016 Mitglied des Aufsichtsrats der SBO. Er war in verschiedenen Führungspositionen im Bank- und Versicherungswesen tätig, unter anderem als Vorstand der Wiener Börse und der Bank Austria. Von 2001 bis 2017 war er CEO der Allianz Elementar. Neben seiner Funktion bei SBO ist Wolfram Littich Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten der Berndorf-Gruppe. Wolfram Littich hat das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien und das Doktoratsstudium der Volkswirtschaft an der Universität in Wien absolviert.
Mitglied des Aufsichtsrats Sonja Zimmermann Ja Sonja Zimmermann ist seit 2018 Mitglied des Aufsichtsrats der SBO. Sonja Zimmermann ist in unterschiedlichen Vorstands- und Aufsichtsratspositionen im Berndorf-Konzern tätig, unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzende bei der Berndorf AG und als Vorstand der Berndorf Industrieholding AG. Als Vorstand der Berndorf Privatstiftung engagiert sie sich für Bildungs- und Kulturthemen sowie für soziale Projekte. Sonja Zimmermann hält weiters ein Aufsichtsratsmandat bei der Bank für Tirol und Vorarlberg AG. Sie hat einen Magister Phil. für Übersetzer- und Dolmetscher mit Fächeraustausch Handelswissenschaften der Universität Wien.

G1 GOV-1- Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane

Der Vorstand der SBO trägt sowohl die operative als auch die strategische Verantwortung für die Unternehmensführung. Auf strategischer Ebene gehören zu den Schlüsselelementen die Entwicklung der Strategie der SBO. Der Code of Conduct ist die Richtschnur für die Grundsätze und Geschäftspraktiken der SBO. In Abstimmung mit dem Compliance-Team, den Abteilungsleitern und den lokalen Geschäftsführern gibt der Vorstand die strategischen Ziele vor, welche auf operativer Ebene umgesetzt und überwacht werden.

Der Vorstand überwacht die Unternehmensführung und das Geschäftsgebaren der Tochtergesellschaften und stellt sicher, dass diese mit den strategischen Zielen und Aktivitäten der SBO übereinstimmen. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Vorschriften und deren Wirksamkeit.

Beide Vorstandsmitglieder verfügen über geeignete Fachkenntnisse in den Bereichen Corporate Governance und Risikomanagement, die sie in die Lage versetzen, SBO in Übereinstimmung mit den CSRD- und ESRS-Anforderungen zu führen. Ihre gemeinsame Erfahrung unterstützt die strategischen Ziele der SBO, indem sie die Einhaltung ethischer, sozialer und ökologischer Standards sicherstellen und gleichzeitig eine nachhaltige Wertgenerierung fördern.

GOV-2 - Informationen zu Nachhaltigkeitsfragen, die von den Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen der SBO behandelt werden

Der Senior Expert ESG and Sustainability, unterstützt von lokalen Nachhaltigkeitsmanagern, informiert den Vorstand über wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen betreffend Nachhaltigkeitsfragen. Die lokalen Nachhaltigkeitsmanager erstellen umfassende Analysen und stellen sicher, dass nachhaltigkeitsbezogene Faktoren auf lokaler Ebene kommuniziert werden. Der Senior Expert ESG and Sustainability berichtet auf der Grundlage des Feedbacks der Nachhaltigkeitsmanager über die Wirksamkeit der Strategien und Maßnahmen.

Der Vorstand berücksichtigt wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen bei der strategischen Ausrichtung von SBO und nutzt dabei den Input der Tochtergesellschaften zur Entscheidungsfindung. ESG-bezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen werden zunächst durch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse identifiziert. Ein standardisierter Prozess zur systematischen Berücksichtigung dieser Faktoren in der Entscheidungsfindung ist derzeit noch nicht implementiert. Die Berücksichtigung erfolgt fallweise im Rahmen der bestehenden Entscheidungs- und Planungsprozesse.

Im Berichtszeitraum befassten sich der Vorstand und der Aufsichtsrat von SBO mit den wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen, darunter Gesundheit und Sicherheit, finanzielle Risiken, regulatorische Änderungen, Arbeitsbedingungen, Dekarbonisierungsmaßnahmen sowie der Diversifizierung des Geschäftsmodells. Der Vorstand setzte Maßnahmen, um die Sicherheit am Arbeitsplatz weiter zu verbessern, die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens voranzutreiben. Die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) sind nachstehend dargestellt:

Gesundheit und Sicherheit (S1)

Arbeitsunfälle aufgrund unzureichender Sicherheitsmaßnahmen.

Finanzielle Risiken (E1, S4)

Steigende Energiepreise (E1). Übergangsrisiko durch den Ausstieg aus fossilen Energieträgern (E1). Geringere Nachfrage aufgrund neuer Trends im Energiesektor (S4).

Regulatorische Änderungen (G1)

Vorfälle von Korruption und Bestechung. Unzureichender Schutz von Hinweisgebern.

Arbeitsbedingungen (S1)

Hohe Arbeitsbelastung. Niedrige Standards in Bezug auf Arbeitsbedingungen und Arbeitszufriedenheit. Angemessene Arbeitszeiten. Vorfälle von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz. Fort- bzw. Ausbildung.

Energie (E1)

Energieverbrauch in verarbeitenden Gewerbe, in Büros und im Dienstleistungssektor.

Klimawandel - Diversifizierung des Geschäftsmodells (E1)

Entstehende neue Geschäftsmöglichkeiten.

GOV-3 - Integration nachhaltigkeitsbezogener Leistungen in Vergütungspolitik

Das Vergütungssystem für den SBO-Vorstand umfasst leistungsbezogene variable Komponenten, die sowohl an finanzielle als auch an Nicht-finanzielle Kriterien geknüpft sind. Die Nicht-finanziellen Kriterien sind teilweise an nachhaltigen und strategischen Zielen ausgerichtet und tragen zur Rechenschaftspflicht für ökologische, soziale und Governance-Prioritäten (ESG) bei. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist gemäß den österreichischen Vorschriften nicht an den Unternehmenserfolg gekoppelt.

Im Berichtsjahr integriert SBO keine expliziten quantitativen nachhaltigkeitsbezogenen Ziele in die Leistungsmessung des Vorstands. Die Leistung im Hinblick auf Nicht-finanzielle Kriterien wird anhand qualitativer Kriterien bewertet, die sich an den übergeordneten strategischen Zielen der SBO orientieren und nachhaltigkeitsbezogene Themen einschließen.

Die variable Vergütung für Vorstandsmitglieder umfasst sowohl finanzielle als auch Nicht-finanzielle Leistungskriterien. Die nichtfinanziellen Leistungskriterien umfassen nachhaltigkeitsbezogene Projekte und die strategische Unternehmensentwicklung, werden jedoch nicht gesondert quantifiziert.

Mangels expliziter Quantifizierung der klimabezogenen Kriterien innerhalb der qualitativen Leistungskriterien kann der gemäß ESRS E1, §13 iVm ESRS 2, GOV-3 anzugebende Anteil der klimabezogenen Kriterien innerhalb der variablen Vergütung nicht ermittelt bzw. offengelegt werden.

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss des Aufsichtsrats ist für die Erstellung, regelmäßige Überprüfung und Überwachung der Umsetzung der Vergütungspolitik für den Vorstand verantwortlich. Darüber hinaus obliegt dem Ausschuss die Feststellung des Zielerreichungsgrads der Leistungskriterien für die erfolgsabhängige Vergütung.

E1-GOV-3 - Integration von nachhaltigkeitsbezogenen Leistungen in Anreizsysteme

Klimabezogene Faktoren sind in die Vergütung des Vorstands als Teil seiner Nachhaltigkeits- und ESG-bezogenen Verantwortlichkeiten integriert, werden bisher jedoch nicht gesondert quantifiziert. Die qualitativen Leistungskriterien umfassen die strategische Unternehmensentwicklung, ESG-Projekte, die Umsetzung zentraler Initiativen sowie Markt- und Produktinnovationen.

In der 2025 neu vorgestellten Unternehmensstrategie hat sich der Vorstand zum Ziel gesetzt, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 30 % gegenüber dem Berichtsjahr zu reduzieren sowie die Scope-3-Emissionen um 10 %. Der Fortschritt wird regelmäßig überprüft. Die entsprechenden Zielvorgaben bilden die Grundlage für die Bewertung sowohl der Gesamtleistung des Vorstands als auch der individuellen Leistung jedes Vorstandsmitglieds.

GOV-4 - Erklärung zur Sorgfaltspflicht

SBO richtet ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung an den Anforderungen des ESRS aus. Durch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse wurden signifikante Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg identifiziert. Diese Ergebnisse werden in die Nicht-finanzielle Erklärung integriert, um zu zeigen, wie die wichtigsten ESG-Themen in der Praxis behandelt werden.

Die Einhaltung der ESRS-Standards wird durch einen systematischen Ansatz sichergestellt, der die relevanten Themen priorisiert und eine transparente Dokumentation gewährleistet. Transparenz wird erreicht, indem das Feedback der Interessengruppen aufgenommen und die Ergebnisse klar dargestellt werden.

Dieser Ansatz stellt sicher, dass die wesentlichen Aspekte der Sorgfaltspflicht in die Nachhaltigkeitsberichterstattung einfließen und kontinuierlich verbessert werden.

Kernelemente der Sorgfaltspflicht Absätze in der Nicht-finanziellen Erklärung
GOV-4-32 GOV-4-32
Integration der Due-Diligence-Prüfung in Governance, Strategie und Geschäftsmodell GOV-1-22A, GOV-2-26A, GOV-3-29A, SBM-1-40A (Beschreibung, wie die Sorgfaltspflicht in die Unternehmensführung und Strategie integriert wird)

MDR-P (Richtlinien zur Steuerung der Sorgfaltspflicht, einschließlich ethischer Rahmenbedingungen, Menschenrechte und Umweltkonformität)
Einbeziehung der betroffenen Interessengruppen in alle wichtigen Schritte des Due-Diligence-Prozesses SBM-2-45A, SBM-2-45B, SBM-2-45C, SBM-2-45D (Einbindung von Stakeholdern, einschließlich Mitarbeitern, Lieferanten und Gemeinschaften, in die Sorgfaltspflicht)

IRO-1, GOV-2-26A (Wesentlichkeitsanalyse zu den Anliegen der Stakeholder)

ESRS S1-S4: SBM-2-45, S1-SBM-2-12, S2-SBM-2-9 (Integration von Stakeholder-Rechten, sozialen Auswirkungen und Menschenrechtsfragen)

MDR-P (Richtlinien und Verfahren zur Einbindung von Stakeholdern in die Sorgfaltspflichtprozesse)
Identifizierung/Ermittlung und Bewertung der negativen Auswirkungen SBM-3-48A, SBM-3-48B, SBM-3-48C, IRO-1 (Methoden zur Identifikation wesentlicher ESG-Risiken und -Chancen)

ESRS E1-E5: SBM-3-48A, SBM-3-48C (Umweltrisiken wie Klimawandel, Umweltverschmutzung und Ressourcennutzung)

ESRS S1-S4: SBM-3-48A (Soziale Risiken wie Arbeitsrechte, Risiken in der Lieferkette und Diskriminierung)
Maßnahmen zur Bekämpfung dieser negativen Auswirkungen MDR-A (Ergriffene Maßnahmen zur Abschwächung oder Behebung von ESG-Risiken, z.B. Änderungen in der Lieferkettenpolitik, Investitionen in saubere Technologien oder Verbesserung sozialer Programme)
Verfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen und der Kommunikation GOV-2-26C, GOV-1-22D (Unternehmensweite Überwachungssysteme, interne Berichtsstrukturen und ESG-Offenlegungen)

MDR-M (Spezifische Metriken zur Messung der Wirksamkeit von Sorgfaltspflichtmaßnahmen, wie ESG-Auswirkungsbewertungen, Lieferantenaudits und Diversitätskennzahlen)

MDR-T (Nachverfolgung von Nachhaltigkeitszielen, z.B. Net-Zero bis 2050, ESG-Compliance von Lieferanten oder Initiativen zum Wohlbefinden der Mitarbeiter)

GOV-5 - Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Der Ansatz von SBO für das Risikomanagement in der Nachhaltigkeitsberichterstattung konzentriert sich darauf, die Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Transparenz der veröffentlichten Daten zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Komponenten gehören:

Risikominderung: SBO hat Maßnahmen ergriffen, um das Risiko von Fehlern bei wesentlichen Kennzahlen zu minimieren. Dazu gehören die Standardisierung der Datenerfassungsprozesse und die Verbesserung der Datenüberprüfung, um die Genauigkeit und Konsistenz zu verbessern.

Trainingsprogramme: Mitarbeiter, die mit der Verarbeitung von Nachhaltigkeitsdaten und der Berichterstattung befasst sind, erhalten zielgerichtete Schulungen zur Verbesserung des Verständnisses der Berichterstattungsanforderungen und -verfahren.

Dokumentation und Kontrollschleifen: SBO verwendet Richtlinien für die Erhebung und Validierung von Kennzahlen und stellt sicher, dass alle Daten vor ihrer Veröffentlichung umfassenden Überprüfungen unterzogen werden.

Diese Maßnahmen helfen der SBO, ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung mit den gesetzlichen Anforderungen in Einklang zu bringen, um somit Transparenz und Rechenschaftspflicht zu gewährleisten.

SBO wendet einen klaren Prozess an, um Risiken in der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu verwalten und zu priorisieren. Dazu gehört die Organisation von funktionsübergreifenden Teams für die Datenerfassung und -analyse sowie die Durchführung von Validierungsschritten, um die Genauigkeit und Vollständigkeit der Daten sicherzustellen. Darüber hinaus gibt es interne Kontrollen und Überprüfungsmechanismen, um die gesetzlichen Vorschriften und die Ausrichtung an den allgemeinen Nachhaltigkeitszielen von SBO zu gewährleisten.

Vollständigkeit und Integrität der Daten

Risiko: Mögliche Lücken oder Ungenauigkeiten in Nachhaltigkeitsdaten aufgrund unvollständiger Informationen von Partnern in der vor- oder nachgelagerten Wertschöpfungskette.

Geplante Minderungsstrategie: Etablierung klarer Kommunikationsprotokolle mit Lieferanten und Partnern, Implementierung von Alternativlösungen wie die Extrapolation von Daten auf Basis historischer Werte sowie die Verbesserung der Prozesse zur Datenvalidierung.

Überwachung: Regelmäßige Überprüfung der Datenvollständigkeit und -integrität durch zuständige Teams, wobei Abweichungen zur sofortigen Korrektur gekennzeichnet werden.

Genauigkeit der Schätzungsergebnisse

Risiko: Herausforderungen bei der Sicherstellung präziser Schätzungen für Nachhaltigkeitskennzahlen.

Geplante Minderungsstrategie: Entwicklung standardisierter Schätzmethoden sowie regelmäßige Audits zur Überprüfung der Genauigkeit.

Überwachung: Laufende Bewertung durch den Vergleich von Schätzungen mit den tatsächlichen Ergebnissen über einen längeren Zeitraum.

Zuständige Personen aus den Bereichen Compliance, Riskmanagement, ESG oder Finanz berichten dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig durch strukturierte Updates über das Risikomanagement und die internen Kontrollmechanismen. Dies gewährleistet eine fundierte Entscheidungsfindung und die kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeitsberichterstattung in Übereinstimmung mit dem Governance-Rahmen der SBO.

SBM-1 - Marktposition, Strategie, Geschäftsmodell(e) und Wertschöpfungskette

Wesentliche Produkt(gruppen) / (Gruppen von) Dienstleistungen Anteil am Umsatz der SBO Mögliche negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt
SBM-1-40a-i SBM-1-40a-i SBM-1-40a-i
Herstellung von Hochpräzisionskomponenten und Tools mehr als 10 % ja
Verkauf und Vermietung von Bohrwerkzeugen und Ausrüstungen zur Bohrlochkomplettierung mehr als 10 % ja
Herstellung von nicht-magnetisierbaren Steel Collars mehr als 10 % ja
Service & Repair weniger als 10 % ja
Bediente Kundengruppen Anteil am Umsatz der SBO Mögliche negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt
SBM-1-40a-ii SBM-1-40a-ii SBM-1-40a-i
Große Unternehmen mehr als 10% ja
KMU (kleine und mittlere Unternehmen) weniger als 10% ja
Staatlicher Sektor weniger als 10% ja
Bediente Märkte Anteil am Umsatz der SBO Mögliche negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt
SBM-1-40a-ii SBM-1-40a-ii SBM-1-40a-i
Naher Osten mehr als 10% ja
Nordamerika mehr als 10% ja
Asien mehr als 10% ja
Mittel- und Südamerika weniger als 10% ja
Andere weniger als 10% ja
Europa weniger als 10% ja
Geografisches Gebiet Zahl der Beschäftigten zum 31. Dezember 2025 (HC)
SBM-1-40a-iii SBM-1-40a-iii
Europa 458
Nordamerika 684
Asien-Pazifik 128
Naher Osten 140
Andere (Südamerika, Russland) 129
Insgesamt 1539
NACHHALTIGKEITSZIELE

SBO hat spezifische Nachhaltigkeitsziele festgelegt, darunter Ziele zur Emissionsreduzierung und zur Diversifizierung. Aktuell gibt es keine explizit quantitativ definierten Ziele für einzelne Produktgruppen, Dienstleistungen, Kundengruppen oder Stakeholder-Beziehungen. Produkte bzw. Produktgruppen tragen aktuell nicht explizit zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele bei.

STRATEGISCHE RELEVANZ VON NACHHALTIGKEITSASPEKTEN

Die Strategie von SBO umfasst klare Nachhaltigkeitsziele. Das Hauptziel ist die Reduzierung von Emissionen, die durch die Umstellung auf erneuerbare Energien, die Optimierung von Fertigungsprozessen und ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft erreicht wird. SBO setzt seine bestehenden Technologien strategisch ein, um angrenzende Branchen zu erschließen, z.B. Geothermie der nächsten Generation, und treibt gleichzeitig die Innovation mit fortschrittlichen Produkten im 3D-Metalldruck für die Energietransformation und industrielle Märkte voran. Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören die Erfüllung der sich weiterentwickelnden gesetzlichen Anforderungen, die Gewährleistung der Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit bei gleichzeitiger Förderung nachhaltiger Lösungen.

GESCHÄFTSMODELL UND WERTSCHÖPFUNGSKETTE

SBO ist ein Hersteller von hochlegierten, amagnetischen Stählen sowie hochpräzisen Komponenten und Equipment für den Energiesektor und andere Industrien. SBO liefert modernste und leistungsstarke Lösungen aus einem hochinnovativen Produktportfolio, das durch starke Patente geschützt ist.

Mit Hauptsitz in Ternitz, Österreich, und Gesellschaften auf vier Kontinenten ist SBO stets in der Nähe seiner Kunden und bietet schnelle, effiziente sowie qualitativ hochwertige Produkte und Lösungen. Strategische, langjährige Beziehungen zu Kunden und Lieferanten sind entscheidend, um branchenspezifische Lösungen höchster Qualität bereitzustellen, die sowohl die Effizienz steigern als auch die Umweltbelastung reduzieren. SBO leistet mit seinen Produkten und Dienstleistungen einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der globalen Energieversorgung.

Die Wertschöpfungskette von SBO umfasst alle wichtigen Stufen – von der Rohstoffbeschaffung bis zur Endnutzung der Produkte. Die fertigen Komponenten werden weltweit an Kunden aus den Bereichen Öl und Gas, Geothermie, Lithium- und Heliumabbau, Carbon Capture & Storage, Verteidigung und anderen Industrien geliefert. Nach ihrer Verwendung können viele dieser Produkte recycelt oder in weitere industrielle Prozesse integriert werden, was die langfristige betriebliche Effizienz unterstützt.

Precision Technology (PT): In diesem Bereich fertigt SBO maßgeschneiderte Komponenten mit höchster Genauigkeit, von komplexen Stahlteilen bis hin zu additiven Fertigungslösungen für Industrien, in denen höchste Präzision entscheidend ist, wie zum Beispiel der Energieindustrie, der Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und der Halbleiterindustrie.

Energy Equipment (EE): In diesem Bereich bietet SBO High-End Ausrüstung für horizontales und direktionales Bohren und für die Bohrloch-Komplettierung in extremen Onshore- und Offshore Umgebungen. SBOs Lösungen sind für den Einsatz in Umgebungen mit hohen Temperaturen und hohem Druck ausgelegt und kommen in Industrien wie der Öl- und Gasindustrie, der Geothermie, Lithium- und Heliumabbau und dem Carbon Capture & Storage zum Einsatz. SBOs kundenorientierte Innovationen können gemietet oder gekauft werden und sorgen in verschiedenen Industrien für Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit.

Die Produktionsprozesse von SBO sind auf eine Reihe von wichtigen Rohstoffen angewiesen, darunter Stahl, Metallpulver für die additive Fertigung, Aluminium, Harz und Härter (für Verbundwerkstoffe), Glasfasermaterial, Gummi, Polyester und Magnesium. Um die Stabilität der Lieferkette und die Beschaffungssicherheit zu gewährleisten, unterhält SBO langfristige Beziehungen zu seinen Lieferanten.

Outputs: SBO stellt hochpräzise Komponenten und Ausrüstungen her, darunter Equipment für Directional Drilling und Well Completion. Diese Produkte werden derzeit vor allem im Öl- und Gasbereich, zunehmend aber auch im Bereich der Geothermie eingesetzt.

Vorteile für den Kunden: Die Produkte von SBO erfüllen höchste Leistungs- und Qualitätsstandards und verschaffen Kunden durch maßgeschneiderte und oft kundenspezifische Designs einen technologischen Vorsprung sowie Wettbewerbsvorteile in ihrer jeweiligen Branche.

Vorteile für Stakeholder:

VOR- UND NACHGELAGERTEN WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Vorgelagerte Wertschöpfungskette: Die vorgelagerte Wertschöpfungskette von SBO stützt sich auf solide Beziehungen zu Lieferanten von hochwertigen Rohstoffen, die konsistente Herstellung ihrer Spezialprodukte gewährleisten.

Nachgelagerte Wertschöpfungskette: SBO arbeitet eng mit seinen Kunden zusammen und bietet maßgeschneiderte Lösungen, um hohe Leistungsstandards, Zuverlässigkeit und Effizienzsteigerungen zu gewährleisten. Diese Zusammenarbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung im Energiesektor.

SBM-2 - Interessen und Standpunkte der Stakeholder

SBO pflegt den Kontakt zu den wichtigsten Stakeholdern, darunter Kunden, Lieferanten, Banken, Aktionäre und Mitarbeiter, durch regelmäßige Kommunikation und Zusammenarbeit. Dazu gehören der direkte Austausch mit den Kunden, um auf spezifische Bedürfnisse einzugehen, die enge Abstimmung mit den Lieferanten, um die Zuverlässigkeit der Lieferkette zu stärken und langfristige Partnerschaften zu fördern, der ständige Dialog mit Banken über finanzielle Angelegenheiten, die transparente Kommunikation mit den Aktionären über strategische Entwicklungen und die kontinuierliche Einbindung der Mitarbeiter, um ihre Gesundheit und Sicherheit sowie ihre berufliche Entwicklung zu unterstützen.

Integration von Interessen und Sichtweisen in Strategie und Geschäftsmodell

SBO steht in aktivem Austausch mit der Belegschaft, um deren Interessen, Meinungen und Rechte zu verstehen und diese Erkenntnisse in die Unternehmensstrategie und das Geschäftsmodell einfließen zu lassen. Dabei verpflichtet sich das Unternehmen ausdrücklich zur Wahrung der Menschenrechte. Die Interessen und Sichtweisen von Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette, betroffenen Gemeinschaften und Verbrauchern sind jedoch nicht vollständig in diesen Prozess integriert, wenngleich ihre Rechte geachtet werden.

Stakeholder SBM-2-45 a ii Kunden/Vertriebspartner
Zweck der Einbeziehung SBM-2-45 a iv Hinterfragen der eigenen Annahmen und erzielen von besseren Ergebnissen, Produkten und Dienstleistungen
Organisation/Art der Einbeziehung SBM-2-45 a iii Jährliche und vierteljährliche Treffen, Veranstaltungen für Interessengruppen, Messen usw.
Berücksichtigung der Ergebnisse SBM-2-45 a v Feedback wird im Geschäftsleben berücksichtigt.
Beschreibung der Interessen der wichtigsten Stakeholder im Hinblick auf die Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell SBM-2-45 b Innovative Produkte, pünktliche Lieferung, hohe Qualität, Finanzkraft, etc.
Anpassung der Strategie für das Geschäftsjahr oder Geschäftsmodell SBM-2-45 c i Keine Änderungen
Geplante Anpassung der Strategie oder des Geschäftsmodells an die Interessen der Stakeholder SBM-2-45 c ii Die Kunden der SBO sind entscheidend für den Erfolg der SBO. Künftige strategische Anpassungen können auf der Grundlage des Kundenfeedbacks vorgenommen werden.
Geplante Schritte zur Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern SBM-2-45 c ii Weitere Einführung von Feedback-Mechanismen zur Erörterung operativer und strategischer Themen
Realisierungszeitpunkt von geplanten Maßnahmen SBM-2-45 c ii Laufend
Erwartetes Ergebnis durch Änderungen der Strategie oder des Geschäftsmodells sowie weitere Schritte SBM-2-45 c iii Mit bestehenden Kunden weiterwachsen und neue Kunden gewinnen
Stakeholder SBM-2-45 a ii Mitarbeiter
Zweck der Einbeziehung SBM-2-45 a iv Mitarbeiterzufriedenheit sicherstellen, Arbeitsbedingungen verbessern und Mitarbeiterbindung stärken.
Organisation/Art der Einbeziehung SBM-2-45 a iii Feedback Box, Austausch mit Betriebsrat, Vorschlagswesen usw.
Berücksichtigung der Ergebnisse SBM-2-45 a v Mitarbeiterbefragungen wurden in ausgewählten Tochtergesellschaften durchgeführt. Die Ergebnisse werden in Management-Meetings besprochen und bei der Ableitung sowie Priorisierung von Verbesserungsmaßnahmen berücksichtigt.
Beschreibung der Interessen der wichtigsten Stakeholder im Hinblick auf die Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell SBM-2-45 b Sicheres und faires Arbeitsumfeld, Entwicklungsmöglichkeiten
Anpassung der Strategie für das Geschäftsjahr oder Geschäftsmodell SBM-2-45 c i Keine Änderungen
Geplante Anpassung der Strategie oder des Geschäftsmodells an die Interessen der Stakeholder SBM-2-45 c ii SBO integriert kontinuierlich wertvolle Ideen für neue Geschäftsmöglichkeiten, die künftig zu strategischen Anpassungen führen können (z.B. durch Führungskräftemeetings).
Geplante Schritte zur Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern SBM-2-45 c ii Durchführung von Schulungs- und Entwicklungsworkshops.
Realisierungszeitpunkt von geplanten Maßnahmen SBM-2-45 c ii Laufend
Erwartetes Ergebnis durch Änderungen der Strategie oder des Geschäftsmodells sowie weitere Schritte SBM-2-45 c iii Höhere Mitarbeiterbindung
Stakeholder SBM-2-45 a ii Aktionäre
Zweck der Einbeziehung SBM-2-45 a iv Ausrichtung auf die Erwartungen der Aktionäre in Bezug auf Unternehmenswachstum, Aktienkurs, Dividendenzahlung und die allgemeine finanzielle Stabilität von SBO
Organisation/Art der Einbeziehung SBM-2-45 a iii Jahreshauptversammlung, Konferenzen, Roadshows, Investor Meetings und Calls, Financial News und vierteljährliche Finanzberichte
Berücksichtigung der Ergebnisse SBM-2-45 a v Eingang der Ergebnisse in die Strategie- und Finanzplanung
Beschreibung der Interessen der wichtigsten Stakeholder im Hinblick auf die Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell SBM-2-45 b Verfolgung von Strategien, die nachhaltiges und profitables Unternehmenswachstum sicherstellen
Anpassung der Strategie für das Geschäftsjahr oder Geschäftsmodell SBM-2-45 c i Keine Änderungen
Geplante Anpassung der Strategie oder des Geschäftsmodells an die Interessen der Stakeholder SBM-2-45 c ii SBO kann seine Strategie durch konstruktives Feedback von Aktionären weiter optimieren, insbesondere durch den Austausch auf Konferenzen, Roadshows und ähnlichen Veranstaltungen.
Geplante Schritte zur Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern SBM-2-45 c ii Weiterer Ausbau der Berichtsprozesse und Stärkung der Governance
Realisierungszeitpunkt von geplanten Maßnahmen SBM-2-45 c ii Laufend
Erwartetes Ergebnis durch Änderungen der Strategie oder des Geschäftsmodells sowie weitere Schritte SBM-2-45 c iii Aufrechterhaltung des Anlegervertrauens und Ausrichtung auf strategische Ziele
Stakeholder SBM-2-45 a ii Lieferanten
Zweck der Einbeziehung SBM-2-45 a iv Förderung der Zusammenarbeit für Effizienz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette
Organisation/Art der Einbeziehung SBM-2-45 a iii Jährliche bis vierteljährliche Treffen. Veranstaltungen für Interessengruppen, direkte Kommunikation
Berücksichtigung der Ergebnisse SBM-2-45 a v Einbindung von Lieferantenfeedback in Beschaffungsprozesse
Beschreibung der Interessen der wichtigsten Stakeholder im Hinblick auf die Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell SBM-2-45 b Stabile Beziehungen, nachhaltige Beschaffungspraktiken
Anpassung der Strategie für das Geschäftsjahr oder Geschäftsmodell SBM-2-45 c i Keine Änderungen
Geplante Anpassung der Strategie oder des Geschäftsmodells an die Interessen der Stakeholder SBM-2-45 c ii Fortsetzung der engen Zusammenarbeit und regelmäßige Treffen. Gewährleistung einer kontinuierlichen Anpassung an die Erwartungen der Lieferanten.
Geplante Schritte zur Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern SBM-2-45 c ii Die Lieferanten von SBO sind wichtige Partner in der Wertschöpfungskette und spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg von SBO. Zum jetzigen Zeitpunkt plant SBO keine wesentliche Änderung ihrer Strategie als Reaktion auf Lieferanten-Feedback.
Realisierungszeitpunkt von geplanten Maßnahmen SBM-2-45 c ii Innerhalb von 1-5 Jahren
Erwartetes Ergebnis durch Änderungen der Strategie oder des Geschäftsmodells sowie weitere Schritte SBM-2-45 c iii Höhere Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit in der Lieferkette
Stakeholder SBM-2-45 a ii Banken
Zweck der Einbeziehung SBM-2-45 a iv Übereinstimmung mit den finanziellen Erwartungen und der Einhaltung der Vorschriften
Organisation/Art der Einbeziehung SBM-2-45 a iii Regelmäßiger Dialog, Finanzberichte, jährliche Treffen
Berücksichtigung der Ergebnisse SBM-2-45 a v Feedback wird in die Bewertung der finanziellen Risiken einbezogen
Beschreibung der Interessen der wichtigsten Stakeholder im Hinblick auf die Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell SBM-2-45 b Risikomanagement, Stabilität und Nachhaltigkeit
Anpassung der Strategie für das Geschäftsjahr oder Geschäftsmodell SBM-2-45 c i Keine Änderungen
Geplante Anpassung der Strategie oder des Geschäftsmodells an die Interessen der Stakeholder SBM-2-45 c ii Die Banken sind wichtige Finanzpartner und für die erfolgreiche Umsetzung der SBO-Strategie von wesentlicher Bedeutung, doch wird SBO ihre strategische Ausrichtung nicht auf der Grundlage ihres Inputs anpassen.
Geplante Schritte zur Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern SBM-2-45 c ii Kontinuierliche Zusammenarbeit mit Finanzinstituten
Realisierungszeitpunkt von geplanten Maßnahmen SBM-2-45 c ii Laufend
Erwartetes Ergebnis durch Änderungen der Strategie oder des Geschäftsmodells sowie weitere Schritte SBM-2-45 c iii Anhaltend hohe Kreditwürdigkeit und finanzielle Zuverlässigkeit
Stakeholder SBM-2-45 a ii Behörden, Politik
Zweck der Einbeziehung SBM-2-45 a iv Einhaltung der Vorschriften
Organisation/Art der Einbeziehung SBM-2-45 a iii Monitoring von politischen Diskussionen.
Berücksichtigung der Ergebnisse SBM-2-45 a v Gewährleistung der Einhaltung von Rechtsvorschriften
Beschreibung der Interessen der wichtigsten Stakeholder im Hinblick auf die Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell SBM-2-45 b Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Anpassung der Strategie für das Geschäftsjahr oder Geschäftsmodell SBM-2-45 c i Keine Änderungen
Geplante Anpassung der Strategie oder des Geschäftsmodells an die Interessen der Stakeholder SBM-2-45 c ii Behörden und politische Parteien werden keine zentrale Rolle bei der Gestaltung der künftigen Strategie der SBO spielen. Geopolitische Veränderungen können jedoch eine flexible Anpassung der Strategie erforderlich machen.
Geplante Schritte zur Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern SBM-2-45 c ii Keine
Realisierungszeitpunkt von geplanten Maßnahmen SBM-2-45 c ii k.A.
Erwartetes Ergebnis durch Änderungen der Strategie oder des Geschäftsmodells sowie weitere Schritte SBM-2-45 c iii Anpassung an sich ändernde rechtliche Rahmenbedingungen
Stakeholder SBM-2-45 a ii NGOs
Zweck der Einbeziehung SBM-2-45 a iv Eingeschränkte Kommunikation
Organisation/Art der Einbeziehung SBM-2-45 a iii Keine regelmäßigen Formate
Berücksichtigung der Ergebnisse SBM-2-45 a v Nicht anwendbar
Beschreibung der Interessen der wichtigsten Stakeholder im Hinblick auf die Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell SBM-2-45 b Soziale und ökologische Erwägungen
Anpassung der Strategie für das Geschäftsjahr oder Geschäftsmodell SBM-2-45 c i Keine Änderungen
Geplante Anpassung der Strategie oder des Geschäftsmodells an die Interessen der Stakeholder SBM-2-45 c ii Zum gegenwärtigen Zeitpunkt plant SBO keine Änderung ihrer Strategie auf der Grundlage von Beiträgen von NGOs.
Geplante Schritte zur Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern SBM-2-45 c ii Keine
Realisierungszeitpunkt von geplanten Maßnahmen SBM-2-45 c ii k.A.
Erwartetes Ergebnis durch Änderungen der Strategie oder des Geschäftsmodells sowie weitere Schritte SBM-2-45 c iii Minimale direkte Auswirkungen
Stakeholder SBM-2-45 a ii Lokale Gemeinschaften
Zweck der Einbeziehung SBM-2-45 a iv Unterstützung gezielter lokaler Initiativen
Organisation/Art der Einbeziehung SBM-2-45 a iii Projektbezogene Zusammenarbeit
Berücksichtigung der Ergebnisse SBM-2-45 a v Einbeziehung des Feedbacks der Gemeinschaft in lokale Projekte
Beschreibung der Interessen der wichtigsten Stakeholder im Hinblick auf die Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell SBM-2-45 b Soziale Auswirkungen und Verbesserung der Umwelt
Anpassung der Strategie für das Geschäftsjahr oder Geschäftsmodell SBM-2-45 c i Keine Änderungen
Geplante Anpassung der Strategie oder des Geschäftsmodells an die Interessen der Stakeholder SBM-2-45 c ii Fokus auf die Fortführung bestehender Gemeinschaftsinitiativen und die Prüfung neuer Möglichkeiten, sofern diese mit den strategischen Zielen übereinstimmen
Geplante Schritte zur Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern SBM-2-45 c ii Zum gegenwärtigen Zeitpunkt plant SBO nicht, ihre Strategie auf der Grundlage von Beiträgen der lokalen Gemeinschaften zu ändern.
Realisierungszeitpunkt von geplanten Maßnahmen SBM-2-45 c ii Langfristig
Erwartetes Ergebnis durch Änderungen der Strategie oder des Geschäftsmodells sowie weitere Schritte SBM-2-45 c iii Gestärkte Beziehungen zur Gemeinschaft
Stakeholder SBM-2-45 a ii Medien
Zweck der Einbeziehung SBM-2-45 a iv Öffentlichkeitsarbeit und Markenpositionierung
Organisation/Art der Einbeziehung SBM-2-45 a iii Pressemitteilungen, Medienveranstaltungen und Interviews
Berücksichtigung der Ergebnisse SBM-2-45 a v Medienecho beeinflusst Unternehmensimage
Beschreibung der Interessen der wichtigsten Stakeholder im Hinblick auf die Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell SBM-2-45 b Transparente Kommunikation, verbessertes Ansehen
Anpassung der Strategie für das Geschäftsjahr oder Geschäftsmodell SBM-2-45 c i Keine Änderungen
Geplante Anpassung der Strategie oder des Geschäftsmodells an die Interessen der Stakeholder SBM-2-45 c ii SBO wird ihre Strategie nicht als Reaktion auf den Einfluss der Medien ändern.
Geplante Schritte zur Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern SBM-2-45 c ii Keine
Realisierungszeitpunkt von geplanten Maßnahmen SBM-2-45 c ii Laufend
Erwartetes Ergebnis durch Änderungen der Strategie oder des Geschäftsmodells sowie weitere Schritte SBM-2-45 c iii Verbessertes öffentliches Image und Sensibilisierung der Stakeholder

Bei der SBO werden der Vorstand und der Aufsichtsrat regelmäßig über die Ansichten und Interessen der Stakeholder informiert. Dies geschieht entweder durch mündliche Updates oder durch Berichte und Zusammenfassungen der zuständigen Manager. Damit soll sichergestellt werden, dass diese Erkenntnisse in die Entscheidungsfindung einfließen.

SBM-3 - Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodell(en)

SBO hat die wichtigsten Umweltauswirkungen, -risiken und -chancen identifiziert, die sich hauptsächlich auf Emissionen und Ressourcenverbrauch in der eigenen Produktion und in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette konzentrieren. Risiken ergeben sich auch aus regulatorischen Änderungen und der Marktdynamik, während Chancen in der Diversifizierung von Geschäftsmodellen und Fortschritten in der Kreislaufwirtschaft bestehen. SBO ist sich bewusst, dass wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen ihr Geschäftsmodell, ihre Wertschöpfungskette, ihre Strategie und ihre Entscheidungsfindung erheblich beeinflussen. Aktuelle und zukünftige Schwerpunkte sind die Emissionsreduzierung und die Optimierung der Kreislaufwirtschaft.

Durch die Anwendung des Prinzips der doppelten Wesentlichkeit hat SBO alle wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) analysiert. Ergänzend hat die Analyse von Klimarisiken und -anfälligkeiten zusätzliche Erkenntnisse geliefert und das Verständnis der zentralen klimabezogenen Risiken und Chancen weiter geschärft. SBO ist strategisch gut aufgestellt, um die daraus resultierenden Herausforderungen zu adressieren und Chancen zu nutzen.

Es gab im Berichtsjahr keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen, die durch IROs verursacht wurden.

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse wurde im aktuellen Berichtsjahr auf Aktualität geprüft und inhaltlich angepasst. Dabei wurde ein Impact erneut bewertet und als nicht wesentlich eingestuft (E2 Verschmutzung - Mikroplastik). Zudem wurden IROs mit festgestellten Überschneidungen aggregiert. Ergänzend wurde bei ausgewählten IROs die Verortung in der Wertschöpfungskette präzisiert, um Unschärfen aus der Erhebung zu korrigieren. Damit verbleiben insgesamt 51 Impacts anstelle von 52, wobei die aggregiert dargestellten Impacts in der Zählung jeweils als eigener Impact berücksichtigt werden, und unverändert 21 Risiken und Chancen.

Die IROs unterliegen der ESRS-Offenlegungspflichten.

Allgemeine Angaben

LISTE ALLER WESENTLICHEN AUSWIRKUNGEN SBM - 3 -48 a-h
Thema/Unter-Thema E1-Klimawandel (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Emissionen aus dem Verkehr, eingekauften Rohstoffen und aus der Herstellung von Eisen und Stahl
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Gesamte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Transportbedingte Emissionen treten in der gesamten Wertschöpfungskette auf, da die Produkte von den Rohstofflieferanten zu den Produktionsstätten und anschließend zu den Kunden transportiert werden. Kohlenstoffemissionen und Umweltverschmutzung bei der Herstellung von Stahl wirken sich auf die globale Erwärmung und die Luftqualität aus.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E1-Klimawandel (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Emissionen aus mit SBO-Produkten gefördertem Öl und Gas
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Detail/Beschreibung Indirekte Treibhausgasemissionen, die durch den Einsatz von SBO-Produkten in der Öl- und Gasförderung entstehen, weil die Produkte die Förderung unterstützen und dadurch zusätzliche Emissionen verursacht werden.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E1-Klimawandel (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Verwendung von treibhausgasintensiven Rohstoffen
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Die Verwendung treibhausgasintensiver Rohstoffe in den eigenen Aktivitäten führt zu erhöhtem Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen entlang der Herstellungsprozesse.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E1-Energie (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Energieverbrauch im verarbeitenden Gewerbe, in Büros und im Dienstleistungssektor
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Der Energieverbrauch an den weltweiten SBO-Standorten in Produktion, Büros und Dienstleistungen erhöht den CO2-Fußabdruck des Unternehmens und führt zu zusätzlicher lokaler Umweltbelastung, insbesondere durch die Bereitstellung von Energie aus fossilen Quellen. Dadurch steigen energiebezogene Emissionen sowie weitere Umweltwirkungen, die mit der Energieerzeugung und -nutzung verbunden sind.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E2-Verschmutzung der Luft und des Bodens (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Luftverschmutzung durch globale industrielle Prozesse, durch die Herstellung von Eisen und Stahl, durch Bergbaubetriebe - Nickel, Kupfer, Chromit und andere Rohstoffe, durch Verkehr und Bodenverschmutzung Bergbau - Nickel, Kupfer, Chromit und andere Rohstoffe
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Vor- und Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Die Auswirkungen stehen mit Strategie und Geschäftsmodell in Zusammenhang, weil SBO zentrale Rohstoffe und Vorprodukte (insbesondere Stahl) über eine vorgelagerte Lieferkette bezieht. Umweltbelastungen aus Rohstoffgewinnung, Stahlherstellung und Transport sind daher direkt mit der Beschaffungsstrategie, der Lieferantenauswahl und der globalen Logistik von SBO verknüpft.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E3-Wasserverbrauch (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Wasserverbrauch
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Gesamte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Der Wasserverbrauch hängt mit Strategie und Geschäftsmodell zusammen, weil Wasser ein notwendiger Input in den Fertigungsprozessen von SBO ist und diese Prozesse Teil des operativen Kerngeschäfts sind. Besonders relevant ist das in Regionen mit Wasserknappheit, da Standortwahl, Produktionsplanung und betriebliche Abläufe bestimmen, wie stark lokale Wasserressourcen beansprucht werden.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E3-Wassereinleitungen in die Weltmeere (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Einleitungen von flüssigen Schadstoffen in das Meer
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Einleitungen flüssiger Schadstoffe in das Meer im Rahmen nachgelagerter Öl- und Gasprojekte, in denen SBO-Produkte eingesetzt werden, können die Meeresumwelt beeinträchtigen. Dadurch können Meereslebewesen und Ökosysteme geschädigt werden, insbesondere bei Zwischenfällen oder unzureichenden Betriebs- und Schutzmaßnahmen. Obwohl die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei großen nachgelagerten Betreibern erwartet wird und SBO bislang keine Verstöße bekannt sind, verbleibt ein langfristiges Risiko für marine Biodiversität und Meeresökosysteme.
Zeithorizont Langfristig
Thema/Unter-Thema E4- Änderung der Landnutzung, Änderung der Süßwassernutzung und Änderung der Meeresnutzung (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Änderung der Flächennutzung für den Bergbau, Süßwassernutzung für die Produktion, Änderung der Meeresnutzung für die Produktnutzung
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Änderungen der Land-, Süßwasser- und Meeresnutzung entstehen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette insbesondere durch den Bergbau für die Rohstoffgewinnung sowie durch die Nutzung von Süßwasser in der Produktion und die Anwendung der Produkte in maritimen Einsatzbereichen. Dadurch können Flächen umgewandelt, natürliche Lebensräume beeinträchtigt und Ökosysteme gestört werden, unter anderem durch Eingriffe in Waldgebiete, veränderte Wasserverfügbarkeit und Nutzungskonflikte in Meeresräumen. Diese Auswirkungen wirken überwiegend langfristig, da sie an den Lebenszyklus von Bergbauaktivitäten und nachgelagerter Nutzung gebunden sind.
Zeithorizont Langfristig
Thema/Unter-Thema E4-Klimawandel (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Verwendung des Produkts zur Förderung von Öl und Gas
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Die Nutzung von SBO-Produkten in Bohr- und Komplettierungstätigkeiten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette unterstützt die Förderung und Produktion fossiler Brennstoffe. Dadurch werden Aktivitäten ermöglicht bzw. verstärkt, die mit zusätzlichen Treibhausgasemissionen verbunden sind und zum Klimawandel beitragen. Die Auswirkung besteht über alle Zeithorizonte fort, solange die Produkte in Öl- und Gasprojekten eingesetzt werden, und führt dazu, dass SBO über den Produkteinsatz indirekt zur Fortführung fossiler Wertschöpfung beiträgt und das Geschäftsmodell weiterhin an die fossile Industrie gekoppelt bleibt.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E4: Bodenverschlechterung: Wüstenbildung: Bodenversiegelung (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Bohrungen mit Auswirkungen auf Ökosysteme
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Bohr- und Förderaktivitäten, bei denen SBO-Produkte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette eingesetzt werden, können in empfindlichen Ökosystemen zu Bodenverschlechterung und Flächeninanspruchnahme beitragen. Dies kann die Vegetationsdecke und Lebensräume beeinträchtigen, lokale Ökosystemfunktionen schwächen und durch begleitende Betriebsaktivitäten zusätzliche Störungen wie Lärm verursachen.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E4-Verschmutzung (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Verschmutzung entlang Wertschöpfungskette mit Auswirkungen auf die biologische Vielfalt
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Verschmutzung entlang der Wertschöpfungskette kann durch Emissionen und Abfälle aus Herstellung, Transport und Produktnutzung entstehen und dadurch die biologische Vielfalt beeinträchtigen. Schadstoffe in Luft, Wasser und Boden können Lebensräume belasten, die Qualität von Ökosystemen verschlechtern und zu einem Rückgang von Arten und Populationen beitragen.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E5-Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Ressourcenverbrauch für Herstellung und Abhängigkeit von Primärrohstoffen
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual und potential)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte Wertschöpfungskette und Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Ressourcenverbrauch in der Herstellung und die Abhängigkeit von Primärrohstoffen führen zu hoher Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen und zu Abfällen aus den Produktionsprozessen. Der Einsatz materialintensiver Werkstoffe wie Stahl verstärkt die Umweltbelastung, weil für die Rohstoffbereitstellung zusätzliche Eingriffe und Emissionen anfallen. Durch Recyclingprozesse und den Einsatz recycelter Materialien kann der Bedarf an neuen Rohstoffen sinken und die Umweltbelastung reduziert werden, bleibt jedoch durch den weiterhin notwendigen Zukauf von Primärrohstoffen begrenzt. Für Menschen und Umwelt bedeutet dies Druck auf Ökosysteme und Ressourcenverfügbarkeit. Für das Geschäftsmodell entstehen Kosten-, Beschaffungs- und Reputationsrisiken bei ineffizienter Ressourcennutzung, während Ressourceneffizienz und Recycling die Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit stärken können.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E5-Ressourcenzufluss, einschließlich Ressourcennutzung (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Ineffiziente Nutzung von Rohstoffen und Ressourcen
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (potential)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte Wertschöpfungskette und eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Ineffiziente Nutzung von Rohstoffen und anderen materiellen Ressourcen in Herstellungsprozessen sowie in der Nutzung von Produktions- und Büroflächen führt zu einem unnötig hohen Materialeinsatz und erhöhten Abfallmengen. Dadurch werden mehr Primärrohstoffe benötigt, was die Verknappung von Ressourcen verstärken und den Druck auf vorgelagerte Rohstoffgewinnung und Lieferketten erhöhen kann. Für Menschen und Umwelt bedeutet dies eine stärkere Beanspruchung natürlicher Ressourcen und zusätzliche Belastungen von Ökosystemen durch den höheren Rohstoffbedarf und die Entsorgung. Für das Geschäftsmodell ergeben sich daraus steigende Materialkosten.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E5-Abfall (Umweltbelange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Abfälle aus eigenen Prozessen - Regionen: Asien/Naher Osten/Mittel- und Südamerika
Art der Auswirkungen Negative Auswirkung (potential)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Abfälle aus den eigenen Fertigungsprozessen an SBO-Standorten in Asien, dem Nahen Osten sowie Mittel- und Südamerika können bei unzureichender Trennung, Lagerung oder Entsorgung zu Belastungen von Boden, Wasser und lokalem Umfeld führen. Dadurch können Ökosysteme beeinträchtigt und Anwohner sowie Beschäftigte durch eine verschlechterte Umweltqualität negativ betroffen werden. SBO ist für die Entstehung dieser Abfälle direkt verantwortlich, während bei der Entsorgung auch beauftragte Dienstleister Einfluss auf die tatsächlichen Umweltwirkungen haben. Die Entstehung und Art dieser Abfälle ist direkt mit dem Geschäftsmodell von SBO verknüpft, da sie als Ergebnis der laufenden Fertigungsprozesse an den Standorten anfallen und durch Produktionsabläufe, Materialeinsatz und Prozessgestaltung bestimmt werden. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen zudem mit der Beschaffungs- und Betriebsstrategie zusammen, weil die Auswahl, Steuerung und Kontrolle externer Entsorgungsdienstleister Teil der operativen Wertschöpfung ist und mitbestimmt, ob Umweltbelastungen vermieden oder verstärkt werden.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1-Tarifverhandlungen, einschließlich der Quote der von Tarifverträgen erfassten Arbeitnehmer (Arbeitnehmer und soziale Belange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Fehlende Tarifverhandlungen
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Fehlende Tarifverhandlungen bzw. eine geringe Abdeckung durch Tarifverträge in einzelnen Tochtergesellschaften kann die kollektive Vertretung von Beschäftigten schwächen und ihre Möglichkeiten zur Durchsetzung fairer Arbeitsbedingungen einschränken. Dadurch können Ungleichbehandlungen bei Löhnen, Arbeitszeiten oder Zusatzleistungen begünstigt werden und die wahrgenommene Fairness im Unternehmen sinken. Für Beschäftigte bedeutet dies potenziell eine eingeschränkte Mitbestimmung. Die Auswirkung steht in direktem Zusammenhang mit Strategie und Geschäftsmodell von SBO, da Arbeitsbeziehungen und die Ausgestaltung von Beschäftigungsbedingungen Teil des operativen Personal- und Standortmanagements in den Tochtergesellschaften sind. Die Entscheidung, wie Arbeitsbedingungen lokal geregelt werden (z.B. über Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder interne Regelwerke), ist damit eng mit der Organisations- und Governance-Struktur des Konzerns sowie der Steuerung einer international verteilten Belegschaft verknüpft.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1-Kinderarbeit (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Vorfälle von Kinderarbeit
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (potential)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Kinderarbeit ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und kann zu Ausbeutung führen sowie Gesundheit, Entwicklung und Bildungschancen betroffener Kinder dauerhaft beeinträchtigen. Die potenzielle Auswirkung steht in Zusammenhang mit Strategie und Geschäftsmodell von SBO, da das Unternehmen über seine Standorte und Tochtergesellschaften Beschäftigte einsetzt und damit für rechtmäßige, alterskonforme Beschäftigungspraktiken im eigenen Personalmanagement verantwortlich ist. Der Code of Conduct und das Compliance-Management sollen dieses Risiko verhindern und die Einhaltung menschenrechtlicher Standards sicherstellen. Bei SBO und in der Wertschöpfungskette sind keine Fälle bekannt.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1-Diversity (Mitarbeiter und soziale Belange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Vorfälle von Diskriminierung am Arbeitsplatz
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Diskriminierung am Arbeitsplatz kann zu einem ungerechten, ausgrenzenden oder feindseligen Arbeitsumfeld führen und die psychische Sicherheit sowie das Wohlbefinden betroffener Beschäftigter beeinträchtigen. Dadurch können Motivation, Zusammenarbeit und Leistungsfähigkeit sinken und es besteht ein erhöhtes Risiko von Konflikten und Fluktuation. Der Zusammenhang mit Geschäftsmodell und Strategie liegt darin, dass SBO die Arbeitsbedingungen im eigenen Betrieb gestaltet – insbesondere über Führung, Zusammenarbeit im Arbeitsalltag und HR-Regelungen wie Einstellung, Entwicklung und Vergütung.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1-Beschäftigung und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen (Arbeitnehmer und soziale Belange)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Eingliederung von Menschen mit Behinderungen
Art der Auswirkungen Positive Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Die Beschäftigung und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen schafft ein inklusives Arbeitsumfeld und fördert Chancengleichheit sowie faire Teilhabe. Dadurch profitieren Beschäftigte von barriereärmeren Arbeitsbedingungen, individueller Unterstützung und einer Kultur, die vielfältige Perspektiven stärkt. Für Stakeholder wirkt dies positiv auf bestehende und potenzielle Mitarbeiter, deren Angehörige sowie Interessenvertretungen, da Zugang, Mitgestaltung und Beschäftigungsfähigkeit verbessert werden. Der Zusammenhang mit Geschäftsmodell und Strategie ergibt sich daraus, dass die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen die Gestaltung der eigenen Arbeitsplätze und die Organisation der Arbeit betrifft.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1-Zwangsarbeit (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Vorfälle von Zwangsarbeit
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (potential)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten unter Berücksichtigung breiteren regionalen Kontextes
Details/Beschreibung Zwangsarbeit ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und kann zu Ausbeutung, Freiheitsentzug, gesundheitlichen Schäden und massiver psychischer Belastung der Betroffenen führen, insbesondere in Regionen mit erhöhten Arbeitsrechtsrisiken. Auch wenn SBO strikte interne Richtlinien und Compliance-Standards anwendet, besteht ein inhärentes Risiko, wenn Tätigkeiten in Ländern oder Umfeldern mit erhöhtem Zwangsarbeitsrisiko stattfinden. Der Bezug zum Geschäftsmodell ergibt sich daraus, dass SBO an seinen Standorten Arbeitskräfte einsetzt und Arbeitsleistungen organisiert – je nach Land auch über Fremdpersonal, Vermittler oder Subunternehmer. Wo und wie SBO Tätigkeiten personell abdeckt, prägt damit, ob Beschäftigte potenziell unter unzulässigem Druck stehen oder in Abhängigkeitsverhältnisse geraten können.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1-Gleichstellung der Geschlechter und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Geschlechterungleichheit
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Geschlechterungleichheit und fehlendes gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit können Chancengleichheit, faire Karriereentwicklung und Aufstiegsmöglichkeiten beeinträchtigen und zu Benachteiligung einzelner Beschäftigtengruppen führen. Dies kann die Arbeitszufriedenheit und Motivation senken und ein ungerechtes Arbeitsumfeld verstärken, auch begünstigt durch regionale kulturelle Normen und Beschäftigungspraktiken. Für Stakeholder betrifft dies insbesondere Mitarbeiter und potenzielle Bewerberinnen, da Vertrauen in Fairness und Durchlässigkeit der Organisation beeinflusst wird. Die Auswirkung hängt damit zusammen, wie SBO seine Belegschaft organisiert: Lohnsysteme, Funktionsbewertungen und Beförderungsprozesse sind Teil der internen Steuerung und werden in den Gesellschaften umgesetzt. Auch wenn bislang keine Fälle festgestellt wurden, bleibt ein grundsätzliches Risiko, das durch klare Richtlinien, Transparenz und Kontrollen adressiert werden muss.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1-Gesundheit und Sicherheit (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Arbeitsunfälle
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Arbeitsunfälle in Produktionsstätten und im Außendienst können zu Verletzungen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen und im Extremfall zu dauerhaften Schäden führen. Neben den unmittelbaren Auswirkungen auf Betroffene können Unsicherheit, Stress und sinkende Arbeitsmoral das Arbeitsumfeld und die Teamleistung belasten. Für Stakeholder sind insbesondere Beschäftigte und ihre Familien betroffen, zudem können Aufsichtsbehörden und Kunden erhöhte Anforderungen an Sicherheitsnachweise stellen. Der Zusammenhang mit Geschäftsmodell und Strategie ergibt sich daraus, dass Arbeitssicherheit direkt durch die Art geprägt wird, wie SBO produziert und Serviceleistungen im Außendienst erbringt. Anlagen, Arbeitsmittel, Arbeitsorganisation und die konkreten Abläufe vor Ort bestimmen, wie Tätigkeiten ausgeführt werden und wie wahrscheinlich Unfälle auftreten oder wie schwer sie ausfallen.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1-Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Vorfälle von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz können das Wohlbefinden und die psychische Sicherheit von Beschäftigten massiv beeinträchtigen und zu Stress, Angst, Krankheit und Kündigungen führen. Zudem wird die Unternehmenskultur geschädigt, wenn Vertrauen, Respekt und Zusammenarbeit verloren gehen. Für Stakeholder betrifft dies vor allem Mitarbeiter und Führungskräfte, kann aber auch arbeitsrechtliche Verfahren und behördliche Aufmerksamkeit auslösen. Der Bezug zu Geschäftsmodell und Strategie liegt darin, dass das Arbeitsumfeld bei SBO im eigenen Betrieb entsteht und durch Führung und Zusammenarbeit im Alltag an den Standorten geprägt wird.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1 - Angemessene Löhne (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Kaufkraft der Arbeitnehmer
Art der Auswirkungen Positive Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Angemessene Löhne erhöhen die Kaufkraft der Beschäftigten und verbessern ihr finanzielles und allgemeines Wohlbefinden, auch für Leiharbeiter, sofern sie in die Vergütungslogik einbezogen sind. Dies kann sich positiv auf das lokale Umfeld auswirken, weil höhere verfügbare Einkommen die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen stärken. Für Stakeholder profitieren vor allem Mitarbeiter und ihre Haushalte, indirekt auch lokale Gemeinschaften und Dienstleister. Der Bezug zu Geschäftsmodell und Strategie liegt darin, dass SBO die Lohn- und Vergütungsstrukturen im eigenen Betrieb festlegt und damit die Einkommenssituation der Beschäftigten an den Standorten direkt beeinflusst.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1-Ausbildung und Kompetenzentwicklung (Arbeitnehmer und soziale Bedenken)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Fort- bzw. Ausbildung
Art der Auswirkungen Positive Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Ausbildung und Kompetenzentwicklung durch interne Programme, On-the-job-Schulungen und Lerninitiativen stärken die Fähigkeiten der Beschäftigten, erhöhen Arbeitszufriedenheit und verbessern Karriere- und Entwicklungschancen. Dies steigert die Beschäftigungsfähigkeit und unterstützt einen positiven sozialen Nutzen, weil Qualifikationen langfristig am Arbeitsmarkt verwertbar bleiben. Für Stakeholder profitieren vor allem Mitarbeiter und Führungskräfte durch bessere Leistung, Zusammenarbeit und Perspektiven. Für das Geschäftsmodell fördert kontinuierliche Weiterbildung Produktivität, Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit an technologische und marktbezogene Veränderungen und stärkt damit Wettbewerbsfähigkeit sowie Mitarbeiterbindung.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S2 - Arbeitsbedingungen und Gleichbehandlung (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Unangemessenem Wohnraum, Nicht existenzsichernder Lohn, Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz, Arbeitsunfälle, Diskriminierung am Arbeitsplatz und unzureichende Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung In der Wertschöpfungskette können menschenrechtliche Auswirkungen auftreten, die sich in unzureichenden Wohnbedingungen, nicht existenzsichernden Löhnen, Diskriminierung, geschlechterbezogener Ungleichbehandlung, Arbeitsunfällen, Gewalt bzw. Belästigung sowie fehlendem Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung zeigen. Diese Auswirkungen können Gesundheit, Sicherheit, Würde, Chancengleichheit und Lebensqualität betroffener Personen erheblich beeinträchtigen und soziale Ungleichheiten verstärken. Betroffen sind vor allem Beschäftigte in der Wertschöpfungskette und ihre Haushalte. Der Bezug zu Strategie und Geschäftsmodell liegt darin, dass SBO für die eigene Produktion und Leistungserbringung weltweit Rohstoffe, Vorprodukte und Dienstleistungen bezieht. Damit ist das Thema direkt mit der Beschaffung und der Auswahl und Zusammenarbeit mit Lieferanten verbunden, insbesondere wenn in bestimmten Ländern oder Branchen erhöhte Arbeitsrechtsrisiken bestehen.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S2-Kinder- und Zwangsarbeit (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Vorfälle von Zwangs- und Kinderarbeit
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Zwangsarbeit und Kinderarbeit sind schwere Menschenrechtsverletzungen, die zu Ausbeutung, Freiheitsentzug, gesundheitlichen Schäden sowie langfristigen Beeinträchtigungen von Entwicklung, Bildung und Lebensperspektiven der Betroffenen führen können. Auch wenn SBO bislang keine Fälle innerhalb des Unternehmens oder bei Wertschöpfungspartnern festgestellt hat und die wichtigsten Lieferanten und Kunden hohe Compliance-Standards aufweisen, besteht ein grundsätzliches Risiko insbesondere bei Beschaffung oder Geschäftsbeziehungen in Regionen mit schwächerer Durchsetzung von Arbeitsrechten. Für Stakeholder betrifft dies vor allem Beschäftigte und vulnerable Gruppen in der Wertschöpfungskette sowie Kunden, Investoren und Behörden, die erhöhte Anforderungen an Nachweise, Kontrollen und Abhilfe stellen können. Der Bezug zu Strategie und Geschäftsmodell liegt darin, dass SBO für die eigene Produktion und Leistungserbringung weltweit Rohstoffe, Vorprodukte und Dienstleistungen bezieht. Damit ist das Thema direkt mit der Beschaffung und der Auswahl und Zusammenarbeit mit Lieferanten verbunden, insbesondere wenn in bestimmten Ländern oder Branchen erhöhte Arbeitsrechtsrisiken bestehen.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S3 - Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Vorfälle von unsachgemäßer Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Mangelnde Ernährungssicherheit und unangemessenem Wohnraum in Regionen: Asien/Afrika und Mittel- und Südamerika, Einbehaltung von Land- und Ressourcenrechten, Unzureichende Sicherheit der Gemeinschaft
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Betroffene Gemeinschaften können in bestimmten Regionen durch strukturelle Armut und schwache Governance Risiken ausgesetzt sein, die sich in mangelnder Ernährungssicherheit, unzureichenden Wohnbedingungen, fehlendem Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung sowie unzureichender physischer Sicherheit ausdrücken. Zusätzlich können landbezogene Auswirkungen wie Einschränkungen von Land- und Ressourcenrechten zu Konflikten, Vertreibung oder Verlust von Lebensgrundlagen führen. Für Menschen bedeutet dies potenziell erhebliche Beeinträchtigungen von Gesundheit, Sicherheit, Würde und sozialer Stabilität, insbesondere für vulnerable Gruppen und in konfliktanfälligen Umfeldern. Der Bezug zu Strategie und Geschäftsmodell liegt darin, dass SBO über eigene Standorte sowie über Projekte und Lieferketten in unterschiedlichen Ländern tätig ist und damit in lokale Rahmenbedingungen eingebunden ist. Wo SBO operiert und wie Aktivitäten vor Ort umgesetzt werden, bestimmt, ob und in welchem Ausmaß Berührungspunkte zu betroffenen Gemeinschaften entstehen und ob land- oder ressourcenbezogene Auswirkungen ausgelöst oder verstärkt werden können.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S3-Versammlungsfreiheit (Achtung der Menschenrechte)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Schikanen gegen Menschenrechtsverteidiger, Unterdrückung der Versammlungsfreiheit und des Rechts auf freie Meinungsäußerung- Saudi Arabien, Russland und Vietnam
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung In Russland, Saudi Arabien und Vietnam bestehen erhöhte menschenrechtliche Risiken für betroffene Gemeinschaften, insbesondere durch Einschränkungen der Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie durch Einschüchterung, Verfolgung oder Inhaftierung von Menschenrechtsverteidigern. Diese Lage kann Angst und Selbstzensur verstärken, zivilgesellschaftliches Engagement schwächen und den Zugang zu Beschwerde- und Abhilfemechanismen faktisch erschweren. Für das Geschäftsmodell entstehen daraus Reputations- und Compliance-Risiken. Darüber hinaus können Geschäftsbeziehungen belastet werden, wenn die Aktivitäten von SBO in diesen Ländern in Zusammenhang mit den dortigen menschenrechtlichen Einschränkungen gebracht werden.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema G1-Korruption und Bestechung (Bekämpfung von Korruption und Bestechung)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Vorfälle von Korruption und Bestechung
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (actual)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Vorfälle von Korruption und Bestechung können Entscheidungsprozesse verzerren, Fairness und Integrität im Unternehmen untergraben und das Vertrauen von Mitarbeitern sowie Geschäftspartnern in eine regelkonforme Unternehmensführung schwächen. Dadurch steigt das Risiko, dass Beschaffung, Vertrieb oder Verwaltungsentscheidungen nicht nach objektiven Kriterien erfolgen und interne Kontrollsysteme umgangen werden. Für Stakeholder betrifft dies insbesondere Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Behörden, da Transparenz und Gleichbehandlung beeinträchtigt werden können. Für das Geschäftsmodell entstehen erhebliche Risiken durch gesetzliche Sanktionen, Ausschlüsse bei Ausschreibungen, finanzielle Schäden und Reputationsverluste. Wirksame Präventionsmaßnahmen (Code of Conduct, Kontrollen, Schulungen, Hinweisgebersystem) stärken Governance und Compliance-Kultur.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema G1-Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowern)
Übersicht der wesentlichen Auswirkungen Unzureichender Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowern)
Art der Auswirkungen Negative Auswirkungen (potential)
Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Unzureichender Schutz von Hinweisgebern kann dazu führen, dass potenzielles Fehlverhalten, Regelverstöße oder illegale Praktiken nicht gemeldet werden und dadurch länger unentdeckt bleiben. Das schwächt die Unternehmenskultur, reduziert Vertrauen in Fairness und Integrität und kann Betroffene davon abhalten, Bedenken ohne Angst vor Nachteilen zu äußern. Für Stakeholder betrifft dies insbesondere Mitarbeiter sowie weitere Akteure der Wertschöpfungskette, die auf sichere Meldekanäle angewiesen sind. Für das Geschäftsmodell entstehen daraus erhöhte Compliance- und Haftungsrisiken, mögliche finanzielle Schäden und Reputationsverluste; wirksame Whistleblowing-Mechanismen stärken Transparenz, Prävention und langfristige Integrität.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte

Allgemeine Angaben

AUFLISTUNG ALLER WESENTLICHEN RISIKEN UND CHANCEN

Thema/Unter-Thema E1 - Klimawandel (Umweltbelange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Entstehende neue Geschäftsmöglichkeiten
Art der finanziellen Auswirkungen Chance
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung SBO nutzt seine bestehenden Technologien strategisch, um in angrenzenden Bereichen wie jenen von Next-Generation-Geothermie erfolgreich zu sein. Gleichzeitig werden fortschrittliche Verfahren und Produkte im 3D-Metalldruck vorangetrieben. Damit unterstützt die Chance die Strategie der schrittweisen Diversifizierung in wachstumsstarke Industrien und stärkt die langfristige Weiterentwicklung des Geschäftsmodells über das Kerngeschäft hinaus.
Zeithorizont Langfristig
Thema/Unter-Thema E1 - Klimawandel (Umweltbelange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Steigende Steuern auf THG-Emissionen
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Detaillierte Einordnung entlang der Wertschöpfungskette Betriebskosten im Zusammenhang mit der Herstellung und Logistik können durch steigende Kohlenstoffpreise und Steuern auf THG-Emissionen ansteigen. Dadurch erhöhen sich die Kostenbasis und der Margendruck in den eigenen Aktivitäten. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es Effizienzmaßnahmen, Emissionsreduktion und eine Anpassung der Preis- und Beschaffungsstrategie stärker in den Fokus rückt.
Zeithorizont Mittel- bis Langfristig
Thema/Unter-Thema E1 - Klimawandel (Umweltbelange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Schäden, die durch extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen verursacht werden
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Auswirkungen auf Einrichtungen und Unterbrechungen der Lieferkette können durch extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen zunehmen. Dadurch steigen der Bedarf an häufigeren Risikobewertungen, höhere Versicherungsprämien sowie potenzielle Ausfallzeiten und Folgekosten. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem Resilienzmaßnahmen, Standort- und Notfallplanung sowie Absicherung der Lieferfähigkeit stärker priorisiert werden müssen.
Zeithorizont Mittel- bis Langfristig
Thema/Unter-Thema E1 - Klimawandel (Umweltbelange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Übergangsrisiko durch den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Direkte Auswirkungen auf den Absatz von Komponenten für die Öl- und Gasindustrie können durch den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen entstehen. Dadurch können Nachfrage und Umsatz im bisherigen Kerngeschäft unter Druck geraten und Anpassungsbedarf in Kapazitäten und Portfolio entstehen. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es die Diversifizierung hin zu kohlenstoffärmeren Technologien beschleunigt und die strategische Ausrichtung auf neue Märkte und Anwendungen verstärkt.
Zeithorizont Mittel- bis Langfristig


Thema/Unter-Thema
E1-Energie (Umweltbelange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Steigende Energiepreise
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Steigende Energiepreise erhöhen die Herstellungskosten in den eigenen Aktivitäten. Dadurch wird die Förderung von Programmen zur Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien verstärkt, um Kostenrisiken zu begrenzen. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es Effizienzsteigerungen und die Umstellung der Energieversorgung als zentrale Hebel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit priorisiert.
Zeithorizont Kurz- bis Mittelfristig
Thema/Unter-Thema E3-Wasser (Umweltbelange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Wasserknappheit und Engpässe in den Produktionsstätten
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Betriebliche Einrichtungen können von Wasserknappheit und Engpässen betroffen sein, wenn die Wasserverfügbarkeit an Produktionsstandorten eingeschränkt ist. Dadurch entstehen Risiken für die Kontinuität der Produktion, etwa durch Einschränkungen im Betrieb, Verzögerungen oder zusätzlichen Aufwand zur Sicherstellung der Versorgung. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es Maßnahmen zur Wassereffizienz, Standortresilienz und Absicherung kritischer Ressourcen stärker in den Fokus rückt.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E3-Wasser (Umweltbelange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Zunehmende Wasserknappheit in der vorgelagerten Wertschöpfungskette (Bergbau, Stahlerzeugung)
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte Wertschöpfung
Details/Beschreibung Wasserknappheit kann Zulieferbetriebe in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, insbesondere im Bergbau und in der Stahlerzeugung, beeinträchtigen. Dadurch entsteht ein Risiko von Betriebsunterbrechungen und Lieferengpässen, die Materialverfügbarkeit, Termine und Kosten beeinflussen können. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es eine stärkere Absicherung der Lieferkette, Diversifizierung von Bezugsquellen und ein aktiveres Lieferantenmanagement in Bezug auf Wasserstress erfordert.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E5 - Kreislaufwirtschaft (Umweltbelange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Förderung von Praktiken der Kreislaufwirtschaft durch besseres Produktlebenszyklusmanagement
Art der finanziellen Auswirkungen Chance
Konzentration in der Wertschöpfungskette Gesamte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Produktdesign und Lieferkettenmanagement werden durch besseres Produktlebenszyklusmanagement weiterentwickelt, um Praktiken der Kreislaufwirtschaft zu fördern. Dadurch wird die Nachhaltigkeit des Produktangebots verbessert, beispielsweise durch längere Nutzungsdauer, bessere Reparierbarkeit und effizientere Materialnutzung. Die Chance beeinflusst das Geschäftsmodell, indem sie die strategische Positionierung über ein nachhaltigeres Portfolio stärkt und Differenzierung sowie Kundenanforderungen entlang des Produktlebenszyklus unterstützt.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema E5-Ressourcenzufluss, einschließlich Ressourcennutzung (Umweltbelange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Verstärkte Verwendung von Recyclingmaterial
Art der finanziellen Auswirkungen Chance
Konzentration in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte/nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Vorgelagerte Beschaffung von Rohstoffen wird durch die verstärkte Verwendung von Recyclingmaterial ergänzt. Dadurch können Rohstoffkosten gesenkt und der CO2-Fußabdruck reduziert werden. Die Chance beeinflusst das Geschäftsmodell, indem sie die Materialstrategie stärker in Richtung Kreislauffähigkeit ausrichtet, die Versorgungssicherheit verbessert und die Positionierung bei Kundenanforderungen und Regulatorik unterstützt.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S1 - Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle (Arbeitnehmer und soziale Belange)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Chancengleichheit für heterogene Teams und Arbeitsgruppen
Art der finanziellen Auswirkungen Chance
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Talentgewinnung und -bindung werden durch Chancengleichheit für heterogene Teams und Arbeitsgruppen unterstützt. Dadurch wird die Förderung von Diversität und Innovation gestärkt. Die Chance beeinflusst das Geschäftsmodell, indem sie die Arbeitgeberattraktivität erhöht, die Leistungsfähigkeit von Teams verbessert und die Grundlage für nachhaltiges Wachstum über qualifizierte Mitarbeitende schafft.
Zeithorizont Kurzfristig
Thema/Unter-Thema S1-Gesundheit und Sicherheit (Achtung der Menschenrechte)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Mangelnde Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Wohlbefinden der Mitarbeiter in Produktionsstätten kann durch mangelnde Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen beeinträchtigt werden. Dadurch erhöhen sich operative Risiken sowie die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften, etwa durch zusätzliche Maßnahmen, Prüfungen oder behördliche Auflagen. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es strengere Sicherheitsstandards, konsequente Umsetzung und Investitionen in Prävention und Schulungen erforderlich macht, um Produktivität und Betriebssicherheit zu sichern.
Zeithorizont Kurz- bis Mittelfristig
Thema/Unter-Thema S1-Gesundheit und Sicherheit (Achtung der Menschenrechte)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Arbeitsunfälle aufgrund unzureichender Sicherheitsmaßnahmen
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Arbeitsunfälle aufgrund unzureichender Sicherheitsmaßnahmen können in Fertigungsverfahren zu Verletzungen und Störungen im Betrieb führen. Als Anbieter hochwertiger Produkte und Dienstleistungen legt SBO bei allen Tätigkeiten großen Wert auf Gesundheit und Sicherheit, dennoch können bei unzureichender Umsetzung Risiken entstehen. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es zusätzliche Investitionen und organisatorische Maßnahmen in Arbeitsschutz, Schulungen und Kontrollen erforderlich machen und bei Vorfällen zu Ausfallzeiten, Mehrkosten und Reputationsbelastungen führen kann.
Zeithorizont Kurz- bis Mittelfristig
Thema/Unter-Thema S1-Arbeitsbedingungen (Achtung der Menschenrechte)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Niedrige Standards bei Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Niedrige Standards bei Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit können die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung beeinträchtigen. Dadurch steigt das Risiko von Fluktuation, Fehlzeiten und Rekrutierungsaufwand, was sich negativ auf die Betriebskontinuität auswirken kann. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es einen höheren Bedarf an verbindlichen Standards, konsequenter Umsetzung und kontinuierlicher Verbesserung der Arbeitsbedingungen erzeugt, um arbeitsbedingte Störungen und Folgekosten zu vermeiden.
Zeithorizont Kurz- bis Mittelfristig
Thema/Unter-Thema S1-Arbeitsbedingungen (Achtung der Menschenrechte)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Hohe Standards für Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit
Art der finanziellen Auswirkungen Chance
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Hohe Standards für Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit unterstützen die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung. Dadurch werden Mitarbeiterbindung und betriebliche Effizienz verbessert, etwa durch geringere Fluktuation, weniger Ausfallzeiten und stabilere Abläufe. Die Chance beeinflusst das Geschäftsmodell, indem sie die Arbeitgeberattraktivität stärkt und die Leistungsfähigkeit der Organisation durch verlässliche, sichere Arbeitsbedingungen erhöht.
Zeithorizont Kurz- bis Mittelfristig
Thema/Unter-Thema S1-Arbeitsbedingungen (Achtung der Menschenrechte)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Hohe Arbeitsbelastung
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Hohe Arbeitsbelastung kann operative Risiken erhöhen und zu Ermüdung der Mitarbeiter führen. Dadurch können Produktivität und Arbeitsqualität sinken und Fehler- sowie Ausfallrisiken steigen. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es zusätzlichen Bedarf an Kapazitätsplanung, Arbeitsorganisation und Maßnahmen zur Gesundheitsprävention auslöst, um Leistungsfähigkeit und Stabilität der Abläufe zu erhalten.
Zeithorizont Kurz- bis Mittelfristig
Thema/Unter-Thema S1-Arbeitsbedingungen (Achtung der Menschenrechte)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Angemessene Arbeitszeiten
Art der finanziellen Auswirkungen Chance
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Angemessene Arbeitszeiten fördern die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung. Dadurch werden Leistungsfähigkeit und Produktivität der Mitarbeiter verbessert, unter anderem durch geringere Überlastung und stabilere Einsatzfähigkeit. Die Chance beeinflusst das Geschäftsmodell, indem sie die Attraktivität als Arbeitgeber stärkt und die Verlässlichkeit der betrieblichen Abläufe durch eine nachhaltige Arbeitsorganisation unterstützt.
Zeithorizont Kurz- bis Mittelfristig
Thema/Unter-Thema S2-Gesundheit und Sicherheit (Achtung der Menschenrechte)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Vorfälle von Gesundheitsrisiken durch Schadstoffe für Arbeitnehmer im Bergbau
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Vorfälle von Gesundheitsrisiken durch Schadstoffe für Arbeitnehmer im Bergbau können bei Tätigkeiten der Lieferanten auftreten. Dadurch entstehen Risiken für die Kontinuität der Lieferkette, etwa durch Ausfälle, Verzögerungen oder Einschränkungen bei der Rohstoffbereitstellung. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es höhere Anforderungen an Lieferantenmanagement, Sorgfaltsprüfungen und die Absicherung kritischer Bezugsquellen mit sich bringt.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S2-Arbeitsbedingungen (Achtung der Menschenrechte)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Möglichkeit, Missstände zu melden
Art der finanziellen Auswirkungen Chance
Konzentration in der Wertschöpfungskette Nachgelagerte und vorgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Die Möglichkeit, Missstände zu melden, wird durch Beschwerdemechanismen in der Lieferkette unterstützt. Dadurch werden Transparenz und Rechenschaftspflicht erhöht, indem Risiken und Verstöße früher erkannt und adressiert werden können. Die Chance beeinflusst das Geschäftsmodell, indem sie die Sorgfaltsprüfung stärkt, Compliance-Risiken reduziert und die Stabilität von Liefer- und Kundenbeziehungen unterstützt.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S3- Bürgerliche und politische Rechte der Gemeinschaften (Achtung der Menschenrechte)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Transport- und Logistikrisiko aufgrund politischer Unruhen
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Nachgelagerte und vorgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Transport- und Logistikrisiken aufgrund politischer Unruhen können die Lieferkette und den Vertrieb beeinträchtigen. Dadurch entsteht ein erhöhtes Risiko von Verzögerungen und Unterbrechungen, die Liefertermine, Verfügbarkeit und Kosten beeinflussen können. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es höhere Anforderungen an Resilienzmaßnahmen, alternative Transport- und Beschaffungsoptionen sowie eine robustere Distributionsplanung mit sich bringt.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema S4 - Verbraucher und Endnutzer
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Geringere Nachfrage aufgrund neuer Trends im Energiesektor
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Details/Beschreibung Veränderte Verbraucherpräferenzen und neue Trends im Energiesektor können zu einer geringeren Nachfrage in der nachgelagerten Wertschöpfungskette führen. Dadurch können Absatz und Umsatz in bestehenden Anwendungsfeldern unter Druck geraten. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es die Diversifizierung in neue Industrien beschleunigt und eine stärkere Ausrichtung des Portfolios auf wachsende, zukunftsfähige Märkte erforderlich macht.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte
Thema/Unter-Thema G1-Korruption und Bestechung (Bekämpfung von Korruption und Bestechung)
Auflistung aller wesentlichen Risiken und Chancen Fehlende Normen zur Korruptionsbekämpfung
Art der finanziellen Auswirkungen Risiko
Konzentration in der Wertschöpfungskette Eigene Aktivitäten
Details/Beschreibung Fehlende Normen zur Korruptionsbekämpfung erhöhen in Governance-Prozessen das Risiko von Korruption und Bestechung. Dadurch entsteht ein erhöhtes Risiko für Reputationsschäden sowie finanzielle Sanktionen und weitere rechtliche Konsequenzen. Das Risiko beeinflusst das Geschäftsmodell, indem es den Bedarf an klaren Anti-Korruptionsstandards, wirksamen Kontrollen und einer gelebten Compliance-Kultur zur Risikominimierung deutlich erhöht.
Zeithorizont Alle Zeithorizonte

E1 SBM-3 - Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

IDENTIFIZIERUNG VON KLIMABEZOGENEN RISIKEN

Klimabedingte physische Risiken

Klimabedingte Übergangsrisiken

Die Resilienzanalyse in Kombination mit der doppelten Wesentlichkeitsanalyse umfasste die gesamte Wertschöpfungskette, einschließlich Lieferanten und Kunden von der Beschaffung bis zum End-of-Life-Management. SBO begann im Jahr 2023 mit der Resilienzanalyse und schloss sie 2024 ab. Die Bewertung erfolgte anhand verschiedener Klimaszenarien (RCP 2.6, RCP 4.5 und RCP 8.5) zur Analyse von Risiken und Chancen im kurz- (2030), mittel- (2050) und langfristigen Zeitraum (2100). Der Fokus liegt auf physischen Risiken wie extremen Wetterereignissen und Wasserknappheit sowie auf Übergangsrisiken wie regulatorischen Veränderungen und CO2-Bepreisung. Die Ergebnisse dieser Analyse dienen der strategischen Ausrichtung von SBO und der Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen zur Stärkung der Resilienz. Die finanziellen Auswirkungen physischer und transitorischer Risiken sind noch nicht vollständig quantifiziert, jedoch werden die relevanten Risiken und Minderungsmaßnahmen im Rahmen der laufenden Analyse berücksichtigt.

Kurzfristig (2030): Zur Bewältigung unmittelbarer Risiken und Chancen, die sich auf die derzeitigen Tätigkeiten und Strategien auswirken.

Mittelfristig (2050): Bewertung der mittelfristigen Auswirkungen und Abgleich mit den globalen Klimazielen und Regulierungstrends.

Langfristig (2100): Bewertung langfristiger physischer Risiken, wie z.B. des Anstiegs des Meeresspiegels und chronischer Klimaauswirkungen, um die langfristige strategische Widerstandsfähigkeit zu gewährleisten.

Die Resilienzanalyse hat zentrale klimabezogene Risiken und Chancen identifiziert. Übergangsrisiken wie steigende CO2-Abgaben sowie physische Risiken, darunter extreme Wetterereignisse, unterstreichen die Notwendigkeit eines proaktiven Risikomanagements und einer langfristigen strategischen Planung. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in die geplanten Klimaschutzmaßnahmen von SBO integriert, darunter der Einsatz von Energie aus erneuerbaren Quellen sowie betriebliche Optimierungen.

Strategische Integration

SBO entwickelt einen langfristigen Dekarbonisierungspfad, um regulatorische und marktbedingte Übergangsrisiken zu minimieren.

Investitionsentscheidungen

Klimaszenarien (RCP 2.6, 4.5, 8.5) werden in die Risikobewertung einbezogen. Investitionen erfolgen in Energie aus erneuerbaren Quellen, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie klimafreundliche Technologien.

Minderungsmaßnahmen

Die CO2-Intensität wird durch den verstärkten Einsatz von Energie aus erneuerbaren Quellen und Effizienzsteigerungen reduziert. Szenarioanalysen dienen zur frühzeitigen Identifikation finanzieller Auswirkungen klimabezogener Risiken.

Unsicherheiten in der Resilienzanalyse

Datenlücken in der Wertschöpfungskette ergeben sich aus der begrenzten Verfügbarkeit detaillierter Klimadaten auf Lieferantenebene. Die Variabilität der Klimaszenarien RCP 2.6, 4.5 und 8.5 erschwert die langfristige Planung, da sich unterschiedliche Prognosen ergeben. Zudem bestehen Unsicherheiten hinsichtlich zukünftiger regulatorischer Rahmenbedingungen und CO2-Bepreisungsmechanismen.

Fähigkeit zur Anpassung der Strategie und des Geschäftsmodelles an den Klimawandel

SBO berücksichtigt klimabezogene Risiken in strategischen Entscheidungen, Investitionen und operativen Prozessen. Standortbezogene Maßnahmen wie infrastrukturelle Verbesserungen und Energieeffizienzinitiativen tragen zur Erhöhung der Resilienz gegenüber physischen Risiken bei. Klimaszenarioanalysen (RCP 2.6, 4.5, 8.5) unterstützen die langfristige Risikobewertung, wobei Unsicherheiten in Prognosen und regulatorischen Entwicklungen Herausforderungen darstellen. Potenzielle Auswirkungen auf die Lieferkette werden überwacht, und Anpassungen an sich verändernde Markt- und Regulierungsbedingungen erfolgen schrittweise. SBO optimiert seine Maßnahmen kontinuierlich, um eine möglichst effektive Anpassung an Klimarisiken zu gewährleisten.

Kurzfristig konzentriert sich die Strategie von SBO auf die Steigerung der Energieeffizienz und die Erhöhung des Anteils von Strom aus erneuerbaren Quellen, wodurch die Resilienz gegenüber Übergangsrisiken gestärkt wird. Während mittel- und langfristige Pläne noch in Entwicklung sind, bewertet SBO kontinuierlich Risiken und Chancen, um die Anpassungsfähigkeit des Geschäftsmodells sicherzustellen.

E4 SBM 3 - Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodell

BIODIVERSITÄTSVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG

Die Mehrheit der Betriebsstandorte von SBO befindet sich nicht in oder in der Nähe biodiversitätssensibler Gebiete. Drei Standorte erfordern jedoch besondere Aufmerksamkeit aufgrund ihrer Nähe zu bedeutenden Biodiversitätsgebieten oder geschützten Zonen:

Schoeller-Bleckmann do Brasil Ltda. (Brasilien – Macaé) liegt in der Nähe eines Biodiversitäts-Hotspots.

DSI PBL de Mexico S.A. de C.V. (Mexiko – Villahermosa) befindet sich in der Nähe eines Ramsar-Gebiets.

DSI FZE Services Private Limited (Indien – Mumbai) liegt in der Nähe urbaner Biodiversitätszonen.

Die Aktivitäten an diesen Standorten sind von begrenztem Umfang und beschränken sich ausschließlich auf die Vermietung von Werkzeugen, ohne eigene Produktion. In Indien unterhält SBO ausschließlich administrative Tätigkeiten, ohne direkte Beteiligung an der Fertigung. Die meisten Betriebsstandorte von SBO haben keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Biodiversität oder Ökosysteme, da sie sich auf entsprechend ausgewiesenen Flächen befinden und alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Die Bewertung basiert auf einer ersten Analyse und wird weiter verfeinert, um eine umfassendere Einschätzung zu gewährleisten. Während bisher keine signifikanten negativen Risiken identifiziert wurden, könnten weiterführende Analysen zusätzliche Erkenntnisse liefern.

Die Betriebsstätten von SBO haben keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf Biodiversität oder Ökosysteme. In der doppelten Wesentlichkeitsanalyse hat SBO wesentliche negative Auswirkungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg identifiziert, die in erster Linie mit Landnutzungsänderungen, Umweltverschmutzung und der Störung von Ökosystemen verbunden sind.

Es konnten keine Auswirkungen auf einzelne Arten oder deren Populationsgröße infolge der Aktivitäten in unserem Betriebsgebiet identifiziert werden.

S1 SBM-3 - Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die Tatsache, dass SBO in Ländern tätig ist, in denen Vorfälle im Zusammenhang mit Diskriminierung am Arbeitsplatz, Ungleichheit zwischen den Geschlechtern sowie unzureichenden Maßnahmen zu Gesundheit und Sicherheit nicht vollständig ausgeschlossen werden können, hat dazu geführt, dass entsprechende wesentliche negative Auswirkungen und damit verbundene Risiken in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurden. Zu den wesentlichen positiven Auswirkungen und Chancen gehören Initiativen zur Förderung von Diversität, die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen, hohe Standards bei den Arbeitsbedingungen sowie Ausbildungs- und Weiterentwicklungsprogramme. Wesentliche positive Auswirkungen auf die eigenen Mitarbeiter von SBO ergeben sich insbesondere aus umfassenden Schulungs- und Entwicklungsprogrammen, die darauf abzielen, Fähigkeiten und Karrierechancen der Mitarbeitenden zu verbessern, sowie aus Initiativen zur Förderung von Vielfalt durch die Gewährleistung von Chancengleichheit für alle.

Mehrere wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf eigene Mitarbeitende sind direkt mit dem Geschäftsmodell und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens verbunden. Die Art der Tätigkeit der SBO, die den Einsatz von Maschinen und technischen Anlagen erfordert, ist mit wesentlichen negativen Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit Arbeitsunfällen, Verletzungen sowie Gesundheit und Sicherheit verbunden. Um den globalen Anforderungen gerecht zu werden und die Effizienz aufrechtzuerhalten, können Schichtarbeit und verlängerte Arbeitszeiten erforderlich sein, was zu wesentlichen negativen Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit Arbeitsbelastung sowie angemessenen Arbeitszeiten führen kann. Die strategische Ausrichtung von SBO auf Marktführerschaft und hochpräzise Fertigung steht im Zusammenhang mit wesentlichen Chancen durch Schulungsprogramme, welche die Fähigkeiten und Karrieremöglichkeiten der Mitarbeitenden verbessern. Der Code of Conduct der SBO sieht Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit vor und spiegelt den Anspruch zur Förderung einer diversen und inklusiven Belegschaft wider. Die positiven Auswirkungen der Schulungs- und Diversitätsinitiativen sind grundsätzlich in allen Regionen, in denen SBO tätig ist, zugänglich. Je nach Einsatzregion und Arbeitsmarktbedingungen können sie jedoch unterschiedlich stark zum Tragen kommen.

Die mitarbeiterbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen sind eng mit der Unternehmensstrategie und dem Geschäftsmodell der SBO verbunden. Negative Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit Gesundheit und Sicherheit könnten den Betrieb stören, wenn sie nicht gemildert werden, was die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung des Geschäftsmodells unterstreicht. Gesundheits- und Sicherheitsrisiken sowie Probleme mit angemessenen Arbeitszeiten werden überprüft, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und umzusetzen. SBO hat zudem ein Verständnis dafür entwickelt, dass bestimmte Personengruppen und Tätigkeiten stärker gefährdet sein können, insbesondere Mitarbeitende und Fremdarbeitskräfte in Produktionsbereichen mit Maschinenbetrieb, Lärm- und körperlicher Belastung, bei Schicht- bzw. Nachtarbeit.

Betroffene Gruppen und Abgrenzung

Alle Mitarbeiter, die potenziell von wesentlichen Auswirkungen betroffen sind, sind im ESRS 2 unter der Beschreibung der Wertschöpfungskette (SBM-1) und der Liste der Stakeholder (SBM-2) aufgeführt. Alle wesentlichen Auswirkungen betreffen sowohl eigene Mitarbeiter als auch relevante Kategorien von Nicht-Beschäftigten.

Systemische Einordnung

Die festgestellten Auswirkungen, Risiken und Chancen auf die Mitarbeiter von SBO sind in erster Linie systembedingt und spiegeln industrieweite oder regionale Merkmale wider. Die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken sind systemisch, typisch für Produktionsumgebungen mit Maschinen und technischen Anlagen und werden durch gezielte Sicherheitsmaßnahmen adressiert. Herausforderungen mit der Angemessenheit der Arbeitszeiten ergeben sich aus der in der Industrie üblichen Schichtarbeit und den im Bedarfsfall verlängerten Arbeitszeiten. Auch Risiken im Zusammenhang mit der Diversität sind in Regionen mit begrenztem Rechtsschutz systembedingt. SBO entwickelte im Zuge der doppelten Wesentlichkeitsanalyse durch systematische Prozesse und strukturierte Analyse ein umfassendes Verständnis für die negativen Auswirkungen, Risiken und Chancen auf Mitarbeiter, Vertragspartner und die Umwelt. SBO hat im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse ein vertieftes Verständnis für Risiken für bestimmte Gruppen entwickelt und ist sich der Herausforderungen bewusst, mit denen benachteiligte Gruppen konfrontiert sein können, um Inklusion und Gleichberechtigung in der gesamten Belegschaft zu fördern. An jedem Standort wird ein spezieller Sicherheitsbeauftragter eingesetzt, der die Sicherheit am Arbeitsplatz kontinuierlich überwacht und Sicherheitsbedenken adressiert. Regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen und direktes Feedback von Mitarbeitern in Produktionsumgebungen sorgen dafür, dass Risiken in Bezug auf Lärm, Ausrüstung und körperliche Belastung erkannt und wirksam gemindert werden.

Abdeckung in ESRS 2

Die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf die eigene Belegschaft wurden im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert und werden in der zentralen Auflistung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß ESRS 2 SBM 3, Absatz 48, vollständig dargestellt. Die dort ausgewiesenen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen sind den jeweiligen ESRS Themen zugeordnet und umfassen damit auch sämtliche wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen für S1. Über die in der zentralen Auflistung ausgewiesenen Inhalte hinaus wurden für S1 keine weiteren wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen identifiziert.

Es besteht kein nennenswertes Risiko von Zwangsarbeit unter den eigenen Mitarbeitenden der SBO, einschließlich Zeitarbeitenden oder Selbstständigen, die hauptsächlich für SBO tätig sind. Ebenso besteht bei den eigenen Mitarbeitenden, einschließlich Zeitarbeitenden oder Selbstständigen, die hauptsächlich für SBO tätig sind, kein nennenswertes Risiko von Kinderarbeit. Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden diese Themen dennoch als wesentlich eingestuft, da die Bewertungslogik aufgrund des potenziell sehr hohen Schadensausmaßes bei einem möglichen Vorfall zu einer Wesentlichkeit führen kann, auch wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering bewertet wird.

S2 SBM-3 - Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die identifizierten wesentlichen Auswirkungen umfassen negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Gesundheit und Sicherheit, unfaire Arbeitspraktiken sowie Lohnungleichheiten in vorgelagerten Teilen der Wertschöpfungskette. Arbeiter in vorgelagerten Wertschöpfungsaktivitäten, wie im Bergbau, sind potenziell gefährlichen Bedingungen ausgesetzt, darunter Feinstaubbelastung und unzureichende Sicherheitsmaßnahmen. Negative Auswirkungen durch Zwangsarbeit und Kinderarbeit können in Ländern mit schwachen Arbeitsrechtsstandards auftreten, in denen Rohstoffe durch Lieferanten beschafft werden. Nicht existenzsichernde Löhne in bestimmten vorgelagerten Regionen beeinträchtigen die Fähigkeit der Arbeiter, grundlegende Lebenshaltungskosten zu decken.

Prozesse zur systematischen Identifizierung und Bewertung dieser Auswirkungen umfassen regelmäßigen Austausch mit Lieferanten zu Risiken sowie die Anwendung etablierter Sorgfaltsprüfungsrahmen (z.B. OECD-Leitlinien) zur Bewertung der Einhaltung von Arbeitsrechten und zur Identifizierung von Hochrisikoregionen oder -lieferanten. Die Identifizierung negativer Auswirkungen basiert auf bewährten Praktiken der Industrie, sektorspezifischen Risikobewertungen und öffentlich verfügbaren Daten und nicht auf direkter Einbeziehung von Interessengruppen oder speziellen Gruppen von Arbeitnehmern.

Diese Auswirkungen stehen in direktem Zusammenhang mit der globalen Abhängigkeit von SBOs Wertschöpfungskette. Die Beschaffung kritischer Materialien wie Stahl ist ein integraler Bestandteil des Geschäftsmodells, wodurch die damit verbundenen Arbeitsbedingungen wesentliche Bedeutung erlangen. SBO ist sich bewusst, dass sowohl das Unternehmen selbst als auch Partner in der Wertschöpfungskette in Ländern tätig sind, in denen Vorfälle im Zusammenhang mit unfairen Arbeitspraktiken, Lohnungleichheiten oder unzureichenden Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Dies unterstreicht die Bedeutung der Null-Toleranz-Richtlinie von SBO gegenüber Kinderarbeit, Diskriminierung von Arbeitnehmern und ungleichem Lohn für gleiche Arbeit, wie im Code of Conduct von SBO festgelegt. Das Engagement von SBO zur Bewältigung dieser Herausforderungen ist in den unternehmerischen Verantwortungsrichtlinien verankert. SBO adressiert identifizierte Schwachstellen durch verantwortungsvolle Beschaffungspraktiken, klare Anforderungen an Lieferanten sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen entlang der Wertschöpfungskette. Im Berichtsjahr 2025 wurde zudem ein eigener Code of Conduct für Geschäftspartner erstellt und beschlossen. Der vollständige Rollout in der Wertschöpfungskette ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Betroffene Arbeitnehmergruppen in der Wertschöpfungskette

Beschäftigte in der Rohstoffgewinnung: Arbeitnehmer im Bergbau und bei anderen Rohstoffbeschaffungsprozessen können aufgrund gefährlicher Arbeitsbedingungen und unzureichender Sicherheitsstandards negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit Gesundheit und Sicherheit ausgesetzt sein. Die Betroffenheit ist besonders hoch in Regionen mit unzureichendem gesetzlichen Schutz.

Arbeiter in der Herstellung und Verarbeitung: Arbeitnehmer in Zulieferbetrieben, die an der Verarbeitung von Rohstoffen beteiligt sind, z.B. bei der Herstellung von Eisen und Stahl, können negativen Auswirkungen ausgesetzt sein, die mit Belastung durch Umweltverschmutzung und unzureichenden Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen zusammenhängen. Zusätzlich bestehen in einigen Regionen Lohnunterschiede.

Nachgelagerte Arbeiter im Bohrbetrieb: Arbeitnehmer, die in der nachgelagerten Wertschöpfungskette bei Bohrungen beteiligt sind, bei denen SBO-Produkte verwendet werden, sind negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit gefährlichen Arbeitsbedingungen, Umweltexposition und möglichen Unfällen ausgesetzt. Die Betroffenheit ist besonders hoch in Regionen mit geringer behördlicher Aufsicht.

Logistik- und Vertriebsmitarbeiter: Arbeitnehmer, die an der Beförderung der Produkte von SBO zu Kunden beteiligt sind (Fahrer, Lagerpersonal, Versandpersonal), sind negativen Auswirkungen wie langen Arbeitszeiten, unzureichenden Ruhezeiten und Sicherheitsrisiken bei Handhabung und Transport ausgesetzt.

Systemische Einordnung

Bestimmte Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette sind besonders anfällig für negative Auswirkungen. Wanderarbeitskräfte, vor allem in der Rohstoffgewinnung oder in der verarbeitenden Industrie, sind mit Sprachbarrieren, eingeschränktem Wissen über Arbeitnehmerrechte und erhöhter Abhängigkeit von Arbeitgebern konfrontiert, was das Risiko von Ausbeutung oder unsicheren Arbeitsbedingungen erhöht. Arbeitnehmerinnen, insbesondere in der Fertigung oder der Logistik, sind teils negativen Auswirkungen und Risiken von Diskriminierung, ungleicher Bezahlung oder Belästigung ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen erhöhte Sicherheitsbedenken für Arbeiter in Regionen mit schwachem Arbeitsschutz oder hohen Umweltrisiken, z.B. beim Umgang mit gefährlichen Materialien oder bei Bohrungen. SBO ist sich darüber im Klaren, dass Vorfälle im Zusammenhang mit fairer Arbeit, Diskriminierung, Belästigung, Lohnungleichheit oder unzureichenden Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen nicht völlig ausgeschlossen werden können. Das unterstreicht, wie wichtig es ist, diese Themen im Einklang mit dem Code of Conduct klar zu adressieren und die Null-Toleranz-Richtlinie konsequent umzusetzen.

Die festgestellten negativen Auswirkungen und Risiken stehen in Verbindung mit bestimmten geografischen Regionen und Rohstoffen. Teile Südostasiens, Afrikas und Südamerikas sind für Arbeitsrechtsverstöße bekannt, insbesondere aufgrund unzureichender Durchsetzung von Arbeitsgesetzen. Im Bergbau sind insbesondere Nickel, Kupfer und Chromit betroffen, da der Abbau in Regionen mit schwacher behördlicher Aufsicht negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit begünstigen kann und Kinderarbeit in einigen Bergbaugebieten ebenfalls ein Problem darstellt, insbesondere in wirtschaftlich benachteiligten Regionen mit hoher Armutsrate und eingeschränktem Zugang zu Bildung. Negative Auswirkungen umfassen systemische Probleme im Nickel-, Kupfer- und Chromitabbau, darunter Zwangsarbeit, unzureichende Maßnahmen zu Gesundheit und Sicherheit sowie Umweltzerstörung in Ländern mit schwachen regulatorischen Rahmenbedingungen. Weitere negative Auswirkungen betreffen unzureichende Wohnverhältnisse und nicht existenzsichernde Löhne in bestimmten Regionen mit Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit und die Einhaltung angemessener Arbeitszeiten sowie mit einem Beitrag zu sozialer Instabilität. Zudem bestehen fortbestehende negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsunfällen an Produktions- und Abbaustandorten aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen, insbesondere in Hochrisikoumgebungen wie Bergbau und Schwerindustrie. Gewalt, Belästigung und Diskriminierung können als systemische Probleme in Teilen der Lieferkette auftreten, insbesondere in Regionen mit schwachem Arbeitsschutz. Geschlechterungleichheit, diskriminierende Arbeitspraktiken und ungleicher Zugang zu Chancen können in Bereichen der Lieferkette mit schwacher Durchsetzung von Arbeitsrechten auftreten. Wasserknappheit und schlechte Wassermanagementpraktiken in einzelnen Regionen können mit Gesundheitsrisiken sowie verminderter Arbeitssicherheit verbunden sein.

Abdeckung in ESRS 2

Alle Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette, die potenziell von wesentlichen Auswirkungen betroffen sind, werden in den ESRS 2-Angaben unter SBM-1 (Beschreibung der Wertschöpfungskette) und SBM-2 (Liste der Stakeholder) berücksichtigt. Alle relevanten Arbeitnehmer sind im Umfang der Offenlegung enthalten.

Die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette wurden im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert und werden in der zentralen Auflistung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß ESRS 2 SBM 3, Absatz 48, vollständig dargestellt. Die dort ausgewiesenen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen sind den jeweiligen ESRS Themen zugeordnet und umfassen damit auch sämtliche wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen für S2. Über die in der zentralen Auflistung ausgewiesenen Inhalte hinaus wurden für S2 keine weiteren wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen identifiziert. Chancen ergeben sich aus der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und ethischen Beschaffungspraktiken, der Stärkung der Reputation und der Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der Lieferkette durch gezielte Maßnahmen. Bestimmte Gruppen innerhalb der Wertschöpfungskette, wie Arbeitnehmer in Hochrisikoregionen oder Industrien, sind lokalen Herausforderungen und berufsspezifischen Gefahren ausgesetzt. Möglichkeiten wie die Verbesserung von Sicherheitsstandards und Arbeitsbedingungen können diesen Gruppen direkt zugutekommen, indem sie dazu beitragen, negative Auswirkungen zu verringern und faire und sichere Beschäftigungspraktiken zu fördern.

S3 SBM-3 - Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

SBO ist sich der Bedeutung bewusst, wesentliche Auswirkungen (einschließlich Emissionen, Ressourcennutzung und anderer Umweltbelange mit potenziellen Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften) zu berücksichtigen sowie den Zusammenhang der daraus resultierenden wesentlichen Risiken und Chancen mit der Unternehmensstrategie und dem Geschäftsmodell zu verstehen. Wesentliche negative Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften umfassen Umweltverschmutzung durch Emissionen aus Transport, Industrieprozessen und Rohstoffgewinnung, Auswirkungen aus Land- und Ressourcennutzung wie Bodenverschlechterung, Bergbauaktivitäten und Landnutzungsänderungen sowie Umweltauswirkungen des Rohstoffabbaus, die Ökosysteme stören und Gesundheit und Lebensunterhalt lokaler Gemeinschaften beeinträchtigen können. Weitere negative Auswirkungen können sich aus Problemen am Arbeitsplatz in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette ergeben, einschließlich Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Ungleichheit und unzureichenden Löhnen, sowie aus unzureichenden Grundbedürfnissen wie begrenztem Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen, Wohnraum und Ernährungssicherheit. Menschenrechtsverletzungen, einschließlich der Unterdrückung der freien Meinungsäußerung, der Schikanierung von Menschenrechtsverteidigern und mangelnder Sicherheit der Gemeinschaft, können sich in bestimmten Regionen negativ auswirken.

Betroffene Gemeinschaften

Nahe gelegene Gemeinschaften sind Gemeinschaften, die in der Nähe von Betriebsstätten, Fabriken und physischen Einrichtungen leben und potenziell von Emissionen, Lärm oder Störungen betroffen sind, die durch die Aktivitäten von SBO verursacht werden. Gemeinschaften der Wertschöpfungskette sind Gemeinschaften entlang der vor- oder nachgelagerten Wertschöpfungskette, wie diejenigen, die von den Aktivitäten der Zulieferer oder des Logistiknetzwerks betroffen sind, und können aufgrund von Aktivitäten, die für die Geschäftstätigkeit von SBO entscheidend sind, wesentliche Auswirkungen erfahren. Gefährdete Bevölkerungsgruppen umfassen Gemeinschaften mit eingeschränktem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, indigene Bevölkerungsgruppen oder solche, die aufgrund ihres sozioökonomischen Status besonders anfällig für Auswirkungen sind. Gemeinschaften in der Nähe von Zulieferbetrieben können Umweltbelastungen wie Luft- oder Wasserverschmutzung durch Produktionsprozesse ausgesetzt sein. Gemeinschaften, die von Logistik und Vertrieb betroffen sind, können von Lärmbelästigung, Verkehrsstörungen oder erhöhten Emissionen betroffen sein. Gemeinschaften in der Nähe von Bohrungen können durch Luft- und Wasserverschmutzung, Lärmbelästigung und potenzielle Landnutzungskonflikte beeinträchtigt werden. Darüber hinaus können Gesundheitsrisiken durch die Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen und Unfälle wie Ölverschmutzungen eine weitere Herausforderung darstellen. Viele dieser Gemeinschaften sind für ihren Lebensunterhalt von lokalen Ökosystemen abhängig und daher besonders anfällig für Umweltstörungen.

Systemische Einordnung

Die festgestellten negativen Auswirkungen sind größtenteils systembedingt und typisch für Industrien, die von der Rohstoffgewinnung abhängig sind. Dazu gehören unzureichende Unterkünfte, unzureichende Ernährung, Unterdrückung der Vereinigungs- und Meinungsfreiheit, Verletzungen von Land- und Ressourcenrechten, Sicherheitsaspekte sowie Herausforderungen im Zusammenhang mit Wasserversorgung und Abwassermanagement. Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse ergab Transport- und Logistikaspekte, die durch politische Unruhen verursacht werden können. Auch wenn diese nicht ausschließlich mit den betroffenen Gemeinschaften verbunden sind, können sie die Stabilität der Lieferkette und die betriebliche Widerstandsfähigkeit in bestimmten Regionen beeinträchtigen. Auf der Grundlage der doppelten Wesentlichkeitsanalyse unter ESRS 2 IRO-1 wurden keine spezifischen Gemeinschaften als besonders anfällig für negative Auswirkungen identifiziert. Sollten künftige Bewertungen Risiken für Gemeinschaften aufgrund von Faktoren wie geografischer Isolation, begrenzter sozialer Dienste oder kultureller und ökologischer Zwänge aufzeigen, wird SBO diese umfassend analysieren und berichten. Auf der Grundlage der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden keine spezifischen Gruppen betroffener Gemeinschaften identifiziert, die besondere Risiken oder Chancen haben bzw. die sich von den Auswirkungen auf die Gemeinschaften im Allgemeinen unterscheiden.

Abdeckung in ESRS 2

SBO stellt sicher, dass alle wesentlich betroffenen Gemeinschaften, die im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurden, in die nach ESRS 2 vorgeschriebenen Angaben einbezogen werden. Derzeit stimmen die aufgeführten Gemeinschaften mit der Beschreibung der Wertschöpfungskette SBM-1 und der Liste der Stakeholder SBM-2 überein. Es wurden keine Diskrepanzen zwischen den wesentlichen Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinschaften und ihrer Darstellung in diesen Abschnitten des ESRS 2 identifiziert. Die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf betroffene Gemeinschaften wurden im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert und werden in der zentralen Auflistung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß ESRS 2 SBM 3, Absatz 48, vollständig dargestellt. Die dort ausgewiesenen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen sind den jeweiligen ESRS Themen zugeordnet und umfassen damit auch sämtliche wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen für S3. Über die in der zentralen Auflistung ausgewiesenen Inhalte hinaus wurden für S3 keine weiteren wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen identifiziert.

S4 SBM-3 - Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodell

Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Der Wandel hin zu erneuerbaren Energien und Dekarbonisierung stellt für SBO ein wesentliches Risiko dar, da er sich auf die Nachfrage nach Komponenten für die Oilfield-Service-Industrie auswirkt. Das Erfordernis der globalen Versorgungssicherheit mit Energie und die anhaltende Abhängigkeit von Erdöl und insbesondere Erdgas wird die Nachfrage langfristig aufrechterhalten. Dies brachte nicht zuletzt die Internationale Energie Agentur in ihrem aktuellen World Energy Outlook 2025 zum Ausdruck, wo sie auf einen steigenden Bedarf an Öl und Gas in den kommenden Dekaden verwies. Die Internationale Energie Agentur geht aktuell davon aus, dass 90 Prozent der Investitionen von Unternehmen im Bereich der Öl- und Gasexploration und Produktion in die Kompensation von sinkenden Produktionsraten gehen („Decline Rate“) und somit nur dazu dienen, den aktuellen Status quo aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig wird die Öl- und Gasförderung immer komplexer und erfordert fortschrittliche Technologien, um auch den steigenden Bedarf zu bedienen. Die leistungsstarken Lösungen von SBO verschaffen dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil in herausfordernden Umgebungen. Dies positioniert SBO als einen Schlüssellieferanten auch in einer sich verändernden Energielandschaft. Gleichzeitig diversifiziert SBO sein Geschäft, indem es seine bestehenden Technologien strategisch einsetzt, um in angrenzende Industrien wie die Geothermie der nächsten Generation, Lithium- und Heliumabbau, Carbon Capture & Storage, Verteidigung sowie Luft- und Raumfahrt vorzudringen, und gleichzeitig Innovationen mit fortschrittlichen Produkten im 3D-Metalldruck für die Energiewende und andere Industrien vorantreibt. Das wesentliche Risiko geringerer Nachfrage aufgrund neuer Trends im Energiesektor steht in direktem Zusammenhang mit der strategischen Positionierung von SBO in der Oilfield-Service-Industrie sowie mit der laufenden Diversifizierung in angrenzende Industrien. SBO adressiert das veränderte Marktumfeld durch die Nutzung technologischer Stärken in anspruchsvollen Anwendungen und durch die Weiterentwicklung des Portfolios, um die Anpassungsfähigkeit des Geschäftsmodells zu stärken.

Abdeckung in ESRS 2

Das wesentliche Risiko in Bezug auf S4 wurde im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert und wird in der zentralen Auflistung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß ESRS 2 SBM 3, Absatz 48, vollständig dargestellt. Über die in der zentralen Auflistung ausgewiesenen Inhalte hinaus wurden für S4 keine weiteren wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen identifiziert.

IRO-1 - Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen

IDENTIFIZIERUNG VON AUSWIRKUNGEN, RISIKEN UND CHANCEN SOWIE ZUR BEWERTUNG IHRER WESENTLICHKEIT

Die Identifizierung und Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO) erfolgte im Berichtsjahr 2024 nach den Grundsätzen der doppelten Wesentlichkeit gemäß den methodischen Anforderungen des ESRS 1. Der Prozess integrierte (i) die finanzielle Wesentlichkeit (Auswirkungen von Nachhaltigkeitsthemen auf Finanzlage und Leistung von SBO) sowie (ii) die Auswirkungswesentlichkeit (Auswirkungen von SBO auf Umwelt, Gesellschaft und Stakeholder).

SBO hat einen Prozess implementiert, um potenzielle und tatsächliche Auswirkungen auf Menschen und Umwelt zu identifizieren, zu bewerten, zu priorisieren und zu überwachen. Die Bewertung basiert auf der Wertschöpfungskette von SBO und umfasst vorgelagerte, zentrale und nachgelagerte Aktivitäten. Dabei berücksichtigt SBO sowohl Auswirkungen aus den eigenen Geschäftstätigkeiten (z.B. Emissionen oder Ressourcenverbrauch) als auch Auswirkungen, die mit Geschäftsbeziehungen entlang der Wertschöpfungskette verbunden sind.

Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse und der dargestellten Wertschöpfungskette wurden IROs identifiziert, die mit Geschäftsaktivitäten, Geschäftsbeziehungen und geografischen Standorten verbunden sind und ein erhöhtes Risiko für nachteilige Auswirkungen darstellen. Unternehmensspezifische Informationen und Annahmen wurden genutzt, um eine externe Expertenbewertung zu unterstützen und zwischen wesentlichen und nicht-wesentlichen Auswirkungen zu unterscheiden. Wichtige Annahmen umfassen die Ausrichtung an international anerkannten Rahmenwerken (u. a. EU-Taxonomie, IPCC-Klimaszenarien), um robuste und einheitliche Bewertungen zu gewährleisten.

Prozess zur Identifizierung, Bewertung und Priorisierung

Schritt 1: Identifizierung und Kontextanalyse

Ausgehend von der Wertschöpfungskette von SBO wurden potenzielle und tatsächliche, sowohl positive als auch negative Auswirkungen entlang vorgelagerter, eigener und nachgelagerter Aktivitäten identifiziert. Dabei wurden IROs erfasst, die aus der eigenen Geschäftstätigkeit sowie aus Geschäftsbeziehungen resultieren.

Schritt 2: Stakeholder-Einbindung

SBO führte Konsultationen mit relevanten Stakeholder-Gruppen durch, um deren Perspektiven zu verstehen und potenzielle Auswirkungen auf sie zu bewerten. Der Prozess konzentrierte sich auf Stakeholder, die mit SBOs Aktivitäten, Geschäftsbeziehungen und Wertschöpfungsketten verbunden sind. Es wurden Interviews mit ausgewählten Stakeholdern geführt, darunter Arbeitnehmervertreter, Kunden, Lieferanten, Banken und Investoren. Diese Gespräche befassten sich mit Themen aus dem CSRD-Rahmenwerk. Stakeholder wurden gebeten, Rückmeldungen zu zentralen Themen zu geben und deren Bedeutung zu bewerten. Die Ergebnisse wurden genutzt, um die Bewertung wesentlicher Auswirkungen zu verfeinern.

Schritt 3: Bewertung in Fachbereichs-Workshops

Workshops mit den zuständigen Fachabteilungen wurden durchgeführt, um die identifizierten Themen hinsichtlich ihrer positiven und negativen Auswirkungen, Risiken und Chancen zu bewerten. Die Bewertung berücksichtigte sowohl potenzielle als auch tatsächliche Effekte, abhängig vom jeweiligen Thema.

Schritt 4: Externe methodische Unterstützung und Validierung

Externe Experten wurden hinzugezogen, um den Prozess zu unterstützen, methodische Leitlinien bereitzustellen und die Ergebnisse zu validieren. Ihre Einbindung gewährleistete, dass Stakeholder-Perspektiven präzise erfasst und in die doppelte Wesentlichkeitsanalyse von SBO integriert wurden.

Schritt 5: Konsistenzprüfung und finale Genehmigung

SBO analysierte die Zusammenhänge zwischen Auswirkungen sowie den daraus resultierenden Risiken und Chancen. Zunächst wurden wesentliche Auswirkungen identifiziert und bewertet; auf dieser Basis wurden die spezifischen Risiken und Chancen für SBO abgeleitet. Anschließend wurden die Ergebnisse überprüft, um sicherzustellen, dass sie mit den identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen übereinstimmen. Die endgültige Genehmigung der Bewertung erfolgte durch den Vorstand der SBO.

Bewertungslogik - Auswirkungswesentlichkeit (Impact Materiality)

Eine methodische doppelte Wesentlichkeitsanalyse wurde durchgeführt, um sowohl negative als auch positive Auswirkungen aus einer „Inside-out“-Perspektive zu identifizieren und zu bewerten. Dabei wurden zentrale Parameter wie Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit berücksichtigt, die auf einer vordefinierten Skala von 1 bis 5 bewertet wurden, wobei 5 die höchste Schwere für den jeweiligen Parameter darstellt. SBO bewertet potenzielle und tatsächliche, sowohl positive als auch negative Auswirkungen mittels einer strukturierten Methodik, die sich an ESRS 1 Abschnitt 3.4 zur Auswirkungswesentlichkeit orientiert. Die Bewertung erfolgt anhand der drei Parameter: Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit. Diese Parameter werden auf einer vordefinierten Skala von 1 bis 5 bewertet.

Schweregrad (Severity) (1–5) 1 = geringfügig 2 = moderat 3 = erheblich 4 = schwerwiegend 5 = katastrophal Umfang (Scope/Extent) (1–5) 1 = begrenzt 2 = konzentriert 3 = mittel 4 = weitreichend 5 = global/gesamt S1 (eigene Belegschaft) – Umfang (Scope/Extent) (1–5) 1 = 10–29% der eigenen Belegschaft 2 = 30–49% der eigenen Belegschaft 3 = 50–69% der eigenen Belegschaft 4 = 70–89% der eigenen Belegschaft 5 = 90–100% der eigenen Belegschaft Unabänderlichkeit (Irremediability) (1–5) 1 = kurzfristig und mit geringem Aufwand behebbar 2 = behebbar, aber ressourcenintensiv (Zeit/Kosten) 3 = nur teilweise behebbar (mittelfristig, mit erheblichem Aufwand) 4 = kaum behebbar (langfristig, mit dauerhaften Folgen) 5 = nicht behebbar/irreversibel

Schwellenwert für wesentliche Auswirkungen (Cut-off)

Ein IRO im Bereich Auswirkungswesentlichkeit wird als wesentlich eingestuft, wenn der ermittelte Impact-Score den festgelegten Schwellenwert erreicht oder überschreitet. Der Schwellenwert beträgt 2,7 (Impact-Score >= 2,7).

Bewertungslogik - Finanzielle Wesentlichkeit

SBO wendet einen strukturierten Prozess zur Identifizierung, Bewertung, Priorisierung und Überwachung von Risiken und Chancen mit potenziellen finanziellen Auswirkungen an, der im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS 1 durchgeführt wird. Zunächst wird ein Risikoinventar erstellt, das unternehmensspezifische Risiken und Chancen identifiziert. Die Bewertung basiert auf zwei Parametern: Ausmaß des Schadens (bzw. finanzielle Wirkung) und Eintrittswahrscheinlichkeit, die auf einer vordefinierten Skala von 1 bis 5 bewertet werden (1 = geringstes Schadensausmaß, 5 = kritisch). Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind über definierte Prozentintervalle hinterlegt (intern festgelegt). Darüber hinaus wurden auch SBOs Abhängigkeiten von Ökosystemleistungen berücksichtigt, etwa der lokale Wasserverbrauch an Betriebsstandorten sowie das soziale Kapital. Diese Abhängigkeiten haben unmittelbar zur Identifizierung und Bewertung spezifischer Risiken und Chancen beigetragen.

Ausmaß (Extent) (1–5) 1 = vernachlässigbar (sehr gering) 2 = gering 3 = mittel 4 = hoch 5 = sehr hoch Eintrittswahrscheinlichkeit (Probability) 0,2 = unwahrscheinlich 0,4 = möglich 0,6 = wahrscheinlich 0,8 = sehr wahrscheinlich 1,0 = nahezu sicher

Schwellenwert für wesentliche finanzielle Risiken und Chancen (Cut-off)

Ein IRO im Bereich finanzielle Wesentlichkeit wird als wesentlich eingestuft, wenn der ermittelte Financial-Score den festgelegten Schwellenwert erreicht oder überschreitet. Der Schwellenwert beträgt 2,7 (Financial-Score >= 2,7).

Entscheidungsprozess und Kontrollverfahren

Die endgültige Genehmigung der Bewertung erfolgte durch den Vorstand der SBO, wodurch die Wesentlichkeit dieser Auswirkungen, Risiken und Chancen bestätigt wurde. Derzeit werden Nachhaltigkeitsrisiken bei SBO separat von anderen Risikokategorien im Rahmen eines eigenständigen Ansatzes behandelt. Die Integration der Prozesse zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung nachhaltigkeitsbezogener Auswirkungen und Risiken in das übergeordnete Risikomanagementsystem von SBO wurde eingeleitet. Während ESG-Risiken derzeit anhand einer spezifischen Skala bewertet werden, die auf nicht-finanzielle Aspekte ausgerichtet ist, wurde ihre Klassifikation an finanzielle Schwellenwerte angepasst, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten. SBO plant, die Bewertungsmethoden weiter zu harmonisieren und ESG-Risiken in den kommenden Jahren vollständig als zentralen Bestandteil des Risikomanagementrahmens zu integrieren. SBO verwendet denselben Prozess zur Identifizierung und Steuerung von ESG-Chancen wie für ESG-Risiken.

Datenquellen und Instrumente

SBO nutzte eine Kombination aus internen und externen Datenquellen, um Auswirkungen, Risiken und Chancen zu bewerten. Zu den internen Daten gehören die Zahl der Beschäftigten und das Einkaufsvolumen. Zu den externen Quellen zählen Indizes wie der OECD- und der UNICEF-Sozialindex sowie Umweltinstrumente wie der Water Risk Filter und der WWF Biodiversity Risk Filter.

E1 IRO-1 - Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher klimabezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen

AUSWIRKUNGEN AUF DEN KLIMAWANDEL

Die klimabezogenen Auswirkungen von SBO resultieren in erster Linie aus Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zu den wesentlichen Quellen zählen Transportemissionen, Emissionen aus der Beschaffung und Nutzung von Rohstoffen sowie aus der Fertigung an den Betriebsstandorten. Zudem entstehen Emissionen durch die Öl- und Gasförderung, die mit SBOs Equipment durchgeführt wird. Zur Bewertung und Steuerung dieser Auswirkungen wendet SBO einen strukturierten Prozess der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) an, der sowohl die finanzielle Wesentlichkeit (Einfluss klimabezogener Faktoren auf die Unternehmensleistung) als auch die Auswirkungswesentlichkeit (Einfluss von SBO auf Klimawandel und Umwelt) berücksichtigt.

Identifikation und Bewertung klimabezogener Risiken und Chancen

Klimabezogene Risiken und Chancen werden durch Datenerhebung, Stakeholder-Engagement und Analysen bewertet, wobei regulatorische Entwicklungen, Markttrends sowie physische Klimarisiken berücksichtigt werden. Die Analyse umfasst sowohl Übergangs- als auch physische Risiken und identifiziert zugleich potenzielle Chancen.

Physische Klimarisiken – Vorgehensweise, Szenarien und Datenbasis

Die Identifizierung und Bewertung der klimabedingten physischen Risiken in den eigenen Betrieben und der Wertschöpfungskette umfasste einen systematischen Prozess. Dazu gehörte die Analyse potenzieller Auswirkungen von extremen Wetterereignissen, Temperaturschwankungen und anderen klimabezogenen Phänomenen auf Anlagen, Lieferkette und Logistik. SBO bewertete Risiken in der vorgelagerten Wertschöpfungskette (z.B. Störungen bei der Rohstoffgewinnung) sowie Risiken in der nachgelagerten Wertschöpfungskette, einschließlich der Auswirkungen auf Vertriebskanäle. Mit Hilfe von Klimamodellierungswerkzeugen und historischen Daten wurden geografische und operative Hotspots identifiziert. Ziel ist eine umfassende Risikoermittlung zur Abmilderung potenzieller Störungen und zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der Wertschöpfungskette.

Bei der Bewertung der physischen Klimarisiken wurden emissionsintensive Klimaszenarien wie RCP 8.5 (oder SSP5-8.5) einbezogen, um schwerwiegende Folgen zu berücksichtigen, wenn keine ausreichenden Klimaschutzmaßnahmen ergriffen werden. Ergänzend werden Klimaszenarien genutzt, die unterschiedliche Treibhausgasemissionsniveaus widerspiegeln (IPCC RCP 2.6, RCP 4.5 und RCP 8.5). Zusätzlich werden relevante regionale Klimaprojektionen auf Basis dieser Emissionspfade in die Analyse einbezogen (lokalisierte Klimamodelle und regionsspezifische Datensätze), um geografische Unterschiede (Temperaturtrends, Niederschlagsmuster, extreme Wetterereignisse) angemessen zu berücksichtigen.

Bruttorisiken, Exposition und methodische Grenzen in der Wertschöpfungskette

Für SBO wird bei der Bewertung der physischen Bruttorisiken die potenzielle Exposition von Vermögenswerten und Geschäftstätigkeiten gegenüber klimabedingten Gefahren wie extremen Wetterereignissen und langfristigen Umweltveränderungen berücksichtigt. Der Schwerpunkt liegt auf bestimmten Betriebsstandorten, Bohr- und Komplettierungsverfahren und der Abhängigkeit von speziellen Materialien aufgrund ihrer geografischen Verteilung und klimasensiblen Standorten. SBO dokumentiert Herausforderungen bei der Bewertung von Risiken in der gesamten vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (einschließlich Lieferanten und Abfallmanagementsystemen), erkennt aber die Bedeutung dieser Bewertungen für die betriebliche Widerstandsfähigkeit an. Da detaillierte Daten für die gesamte Wertschöpfungskette nur begrenzt verfügbar sind, fokussiert SBO lokalisierte Bewertungen für Kerntätigkeiten.

Zeithorizonte, Taxonomie-Ansatz und Transparenz zu Ausschlüssen

Um die CSRD-Berichtsanforderungen zu erfüllen, wurde die Identifizierung und Bewertung klimabezogener Gefahren über kurz-, mittel- und langfristige Zeiträume durchgeführt. Der Prozess folgte einem standardisierten Ansatz unter Verwendung der Klimagefahrentabelle gemäß EU-Taxonomie (Anhang A, Anhang 1, Delegierter Rechtsakt 2021/2139). Wo robuste Klimadaten verfügbar waren, wurden diese genutzt. Für Gefahren mit begrenzter Datenverfügbarkeit (z.B. Waldbrände oder spezifische windbedingte Risiken) waren qualitative Bewertungen erforderlich oder die Gefahren konnten mangels zuverlässiger Daten nicht einbezogen werden. Ausschlüsse und methodische Beschränkungen wurden transparent dokumentiert.

Kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte wurden klar definiert und mit dem erwarteten Lebenszyklus der SBO-Anlagen, strategischen Planungshorizonten und Kapitalallokationsplänen verknüpft. Die Zeiträume entsprechen den Jahren 2030 (kurzfristig), 2050 (mittelfristig) und 2100 (langfristig) und orientieren sich an IPCC-Szenarien für Klimarisikobewertungen.

Ergebnisse physischer Risikoanalyse und Bewertungssystematik

Zur Quantifizierung der Exposition wurde ein standortspezifischer Lokalisierungsansatz angewendet, der geografische Koordinaten und Risikokartierungsinstrumente nutzt. Berücksichtigt wurden Risiken wie Überschwemmungen, Starkregen, Stürme, extreme Temperaturen und Dürren. Die Anfälligkeit einzelner Standorte wurde mithilfe von Vulnerabilitätsmatrizen analysiert; Risiken wurden anhand Schwere und Eintrittswahrscheinlichkeit auf einer Skala von 1 bis 6 klassifiziert. Die Analyse zeigt, dass Standorte in unterschiedlichem Maße betroffen sind. Insbesondere Überschwemmungen und starke Winde können strukturelle Schäden und Betriebsunterbrechungen verursachen; steigende Temperaturen können Produktionsausfälle begünstigen (z.B. durch Überlastung von Kühlsystemen). Finanzielle Auswirkungen variieren je nach Standort und Szenario. Erhöhte Reparaturkosten und potenzielle Ausfallzeiten wurden als wesentliche Risikofaktoren identifiziert. Zur Risikominderung wurden Anpassungsmaßnahmen definiert, darunter erhöhte Infrastrukturresilienz, Optimierung von Kühl- und Entwässerungssystemen sowie Anpassungen der betrieblichen Abläufe.

Übergangsrisiken und -chancen – Status und Weiterentwicklung

Aus Sicht der SBO wurden klimabezogene Übergangsrisiken und -chancen über Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette in Übereinstimmung mit den TCFD-Richtlinien bewertet. Diese Risiken ergeben sich insbesondere aus regulatorischen Änderungen, Verschiebungen der Kundenpräferenzen hin zu emissionsärmeren Technologien sowie neuen gesellschaftlichen und marktbezogenen Erwartungen; berücksichtigt wurden auch potenzielle Kostensteigerungen aufgrund strengerer Emissionsvorschriften. Im Rahmen eines ersten Screening-Prozesses wurden Übergangsereignisse über kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte (2030/2050/2100) ermittelt. SBO hat keine Szenarioanalyse für Übergangsrisiken durchgeführt. Die detaillierte Bewertung der Exposition gegenüber Übergangsrisiken (einschließlich Wahrscheinlichkeit, Ausmaß und Dauer) befindet sich in der Entwicklung. SBO ist dabei, Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten zu identifizieren, die mit dem Übergang zu einer Netto-Null-Emissionswirtschaft unvereinbar sein könnten oder erhebliche Anstrengungen erfordern, um diese Vereinbarkeit zu erreichen. SBO ist sich bewusst, wie wichtig es ist, langfristige Risiken mit klimapolitischen Zielen (Green Deal der EU, Netto-Null-Emissionen bis 2050) in Einklang zu bringen; ein Rahmen zur umfassenden Bewertung dieser Risiken ist in Arbeit und wird in künftigen Berichtszyklen umgesetzt.

Verknüpfung mit Finanzberichterstattung

SBO erkennt die Bedeutung der Angleichung von Klimaszenarien und Finanzberichterstattung an, um physische Klimarisiken und Chancen angemessen zu erfassen. Der Nachhaltigkeitsbericht enthält eine detaillierte Bewertung potenzieller ESG-bezogener Risiken, einschließlich möglicher Auswirkungen und entsprechender Managementansätze. Die Finanzberichterstattung berücksichtigt ESG-bezogene Risiken insbesondere in Bezug auf langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte einschließlich Firmenwerte und sonstiger immaterieller Vermögenswerte). Im Anhang des Konzernabschlusses werden ergänzende Erläuterungen bereitgestellt.

E2 IRO-1 - Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der mit der Umweltverschmutzung verbundenen Auswirkungen, Risiken und Chancen

UMWELTVERSCHMUTZUNG

Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse führte SBO eine Bewertung der eigenen Standorte hinsichtlich umweltbezogener Verschmutzungsrisiken durch, wobei sowohl physische als auch Übergangsrisiken berücksichtigt wurden. Darüber hinaus umfasste die Analyse vorgelagerte und nachgelagerte Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um eine umfassende Bewertung gemäß den Anforderungen der EU-Taxonomie und der CSRD sicherzustellen. Anerkannte Wesentlichkeitsbewertungsmethoden wurden angewendet, um relevante Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Dies umfasste Auswirkungswesentlichkeitsanalysen sowie die Verwendung von quantitativen Schwellenwerten und qualitativen Bewertungen. Die Analyse basierte auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Stakeholder-Inputs, um eine fundierte und objektive Bewertung der wesentlichen Risiken zu gewährleisten. SBO stützte sich in erster Linie auf interne Stakeholder-Engagements sowie externe Leitlinien. Die Perspektiven betroffener Gemeinschaften wurden im Bewertungsprozess nicht spezifisch berücksichtigt. Zukünftige Bewertungen könnten eine erweiterte Einbindung von Stakeholdern berücksichtigen, sofern sich regulatorische Anforderungen und bewährte Praktiken weiterentwickeln.

SBO hat an seinen Produktionsstandorten Auswirkungen auf die Umweltverschmutzung festgestellt, insbesondere in Bezug auf Emissionen und Abfallströme. In der vorgelagerten Wertschöpfungskette sind Ressourcengewinnung und Materialverarbeitung die Hauptverschmutzungsquellen, während die Auswirkungen in der nachgelagerten Wertschöpfungskette mit Abfallmanagement und Recycling verbunden sind. Zu den Geschäftsaktivitäten, die wesentliche Auswirkungen haben, gehören Herstellungsprozesse, Abfallbehandlung und die Beschaffung von Rohstoffen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Diese Erkenntnisse fließen in die laufenden Risiko- und Chancenbewertungen von SBO ein.

E3 IRO-1 - Beschreibung der Prozesse zur Identifizierung und Bewertung wesentlicher wasser- und meeresressourcenbezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen

WASSER- UND MEERESRESSOURCEN

SBO hat seinen Betrieb und seine Wertschöpfungskette bewertet, um Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen zu ermitteln. SBO nutzte den Aqueduct Water Risk Atlas des World Resources Institute, um die Wasserknappheit an seinen Standorten zu bewerten. Diese Bewertungen bildeten die Grundlage für die Strategien der SBO zur Minderung wasserbezogener Risiken und zur Nutzung von Chancen innerhalb ihrer Geschäftstätigkeit und Lieferkette.

SBO hat im Rahmen ihrer Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen von Wasser- und Meeresressourcen relevante Stakeholder-Gruppen konsultiert. Die Einbindung erfolgte in erster Linie über interne Stakeholder, einschließlich Lieferanten und Experten. Diese Bemühungen zielen darauf ab, ein umfassendes Verständnis der Auswirkungen zu gewährleisten und gleichzeitig die in der Wertschöpfungskette identifizierten wesentlichen Probleme zu adressieren. SBO wendet den LEAP-Ansatz derzeit nicht an.

E4 IRO 1 - Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken, Abhängigkeiten und Chancen in Bezug auf die biologische Vielfalt und das Ökosystem

BIODIVERSITÄT

SBO hat die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme entlang seiner gesamten Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette bewertet. Dabei werden strukturierte Kriterien gemäß den ESRS-Leitlinien angewendet, die sich auf Schweregrad, Umfang und Unabänderlichkeit der Auswirkungen konzentrieren. Die Analyse berücksichtigt regionale Unterschiede in Umweltstandards und integriert wissenschaftliche Daten sowie Beiträge von Interessengruppen zur Wesentlichkeitsbewertung. Der Fokus liegt auf ökosystemischen Veränderungen, die durch Ressourcennutzung und Abfallerzeugung entstehen. Dieser Ansatz ist mit den CSRD- und SASB-Rahmenwerken abgestimmt und gewährleistet eine umfassende Wirkungsanalyse sowie eine transparente Berichterstattung.

Die Abhängigkeiten von der biologischen Vielfalt und den Ökosystemen an den eigenen Standorten und in den vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten werden nicht vollständig bewertet. Künftige Bewertungen könnten Schlüsselkriterien wie das Ausmaß potenzieller Schäden, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens und die Abhängigkeit von Ökosystemleistungen, wie der Bestäubung berücksichtigen.

SBO führte eine doppelte Wesentlichkeitsbewertung durch, um biodiversitätsbezogene Risiken und Auswirkungen zu bewerten. Dabei wurden wissenschaftliche Literatur, globale Berichte und Umweltstudien herangezogen. Wichtige Quellen umfassten den IPCC AR6 Synthesebericht (2023), Berichte der Europäischen Umweltagentur, Studien des UNEP sowie Forschungsergebnisse zu Lebensraumzerstörung und Biodiversitätsverlust von National Geographic, Science Advances und der Royal Society B.

Die Bewertung umfasste sowohl transitorische als auch physische Biodiversitätsrisiken, darunter Lebensraumzerstörung durch Bergbau, Auswirkungen des Tiefsee-Bohrens, die Verbreitung invasiver Arten durch den Schiffsverkehr und Umweltverschmutzung entlang der Wertschöpfungskette von SBO. Zusätzliche Erkenntnisse wurden aus Studien zum Schiffsverkehr (Nature Sustainability) und zur Sicherheit von Offshore-Bohrungen (ScienceDirect) gewonnen.

Obwohl diese Quellen ein umfassendes Verständnis der Biodiversitätsrisiken vermittelten, hat SBO bislang keine dedizierte, tiefgehende Analyse zur Quantifizierung dieser Risiken durchgeführt und keine systemischen Risiken untersucht. Derzeit prüft SBO, ob weitere Bewertungen erforderlich sind, um die Überwachung und Minderung dieser Risiken zu verbessern.

SBO hat keine Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften durchgeführt.

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse von SBO hat bedeutende biodiversitätsbezogene Auswirkungen identifiziert, die sich aus den vorgelagerten Aktivitäten der Wertschöpfungskette ergeben.

Dazu gehören:

Landnutzungsänderungen im Zusammenhang mit dem Bergbau: Bergbautätigkeiten im vorgelagerten Bereich tragen zum Verlust von Lebensräumen und zu Veränderungen in der Landnutzung bei, was sich erheblich auf lokale Ökosysteme und die biologische Vielfalt auswirken kann.

Süßwassernutzung und Veränderung der Meeresnutzung (vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette): Die Gewinnungs- und Herstellungsprozesse sind mit einem erheblichen Süßwasserverbrauch verbunden, was zu einer potenziellen Belastung der lokalen Wasserressourcen und aquatischen Ökosysteme führt.

Verschmutzung entlang der Wertschöpfungskette: Die Verschmutzung durch vorgelagerte Tätigkeiten in der Wertschöpfungskette, einschließlich Industrieabfälle und Emissionen, beeinträchtigt die biologische Vielfalt, indem sie die Ökosysteme verunreinigt und die Qualität der Lebensräume verringert.

Diese Auswirkungen zeigen eindeutige Abhängigkeiten und potenzielle Folgen für die Ökosysteme und indirekt auch für die lokalen Gemeinschaften, die auf diese Ressourcen angewiesen sind. SBO hat keine negativen Auswirkungen innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeit identifiziert, weshalb derzeit keine Minderungsmaßnahmen geplant sind. Diese Analyse wird jedoch im Rahmen des laufenden Bewerbungsprozesses weitergeführt. Eine detaillierte Liste der für diese Bewertung relevanten SBO-Standorte ist in SBM-3-16 zu finden.

E5 IRO-1 - Beschreibung der Prozesse zur Identifizierung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

RESSOURCENNUTZUNG UND KREISLAUFWIRTSCHAFT

SBO richtet seine Geschäftspraktiken an den Anforderungen der EU-Taxonomie und der CSRD aus. Die Entwicklung und Integration zusätzlicher Instrumente wie der Materialflussanalyse (MFA) oder des Product Environmental Footprint (PEF) zur umfassenden Bewertung aktueller und potenzieller Auswirkungen, Risiken und Chancen entlang der eigenen Geschäftstätigkeit und der Wertschöpfungskette sind derzeit nicht geplant. SBO hat bislang keine systematische Überprüfung seiner Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten zur Identifizierung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft durchgeführt. Die Einschätzung basiert derzeit auf einer qualitativen Betrachtung der wesentlichen Wertschöpfungsstufen, insbesondere Materialbeschaffung, eigene Produktion und End of Life Management, sowie auf vorhandenen Informationen aus Beschaffung, Produktion und Abfallmanagement.

Die Produktionsstätten von SBO verwenden hochwertige Metalle und Legierungen, wodurch sich Potenziale zur Verbesserung der Materialeffizienz ergeben. Das Abfallmanagement umfasst den Umgang mit Metallschrott und Produktionsrückständen, wodurch Kreislaufwirtschaftsmaßnahmen unterstützt werden. Zudem liegt ein Schwerpunkt auf Produktlebenszyklus-Dienstleistungen, einschließlich Aufarbeitung, Wiederaufbereitung und Recycling von Werkzeugen und Komponenten, um deren Nutzungsdauer zu verlängern und Abfälle zu reduzieren.

SBO betont die strategische Bedeutung hochwertiger Stähle, Legierungen und anderer Spezialmaterialien, die für die Herstellung von Präzisionskomponenten unerlässlich sind. Diese Materialien zeichnen sich durch einzigartige mechanische und chemische Eigenschaften aus, die optimale Leistung unter anspruchsvollen und extremen Bedingungen gewährleisten. SBO setzt sich aktiv dafür ein, eine verlässliche Versorgung dieser essenziellen Ressourcen sicherzustellen und gleichzeitig Möglichkeiten zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und Recyclingfähigkeit im Einklang mit den generellen Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu identifizieren.

SBO setzt auf kontinuierliche Verbesserung anstelle eines „Business-as-usual“-Ansatzes. Durch die proaktive Steigerung der Effizienz in der Lieferkette kann SBO neue Chancen in den vorgelagerten Bereichen der Wertschöpfungskette erschließen. In den nachgelagerten Bereichen kann ein verstärkter Fokus auf Recyclingfähigkeit und Kreislaufwirtschaftspraktiken dazu beitragen, die Abfallmanagementkosten zu optimieren und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben sicherzustellen. Dies stärkt die langfristige Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit des Unternehmens.

Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft bringt sowohl Chancen als auch Risiken für SBO mit sich. Während zusätzliche Investitionen in Produktdesign und Infrastruktur für die Materialrückgewinnung erforderlich sein können, verfügt SBO bereits über starke Grundlagen in diesen Bereichen. Durch die kontinuierliche Verbesserung des Lieferkettenmanagements und die enge Zusammenarbeit mit Stakeholdern können Kreislaufpraktiken weiter optimiert und gleichzeitig betriebliche Komplexitäten minimiert werden.

Vorgelagerte Wertschöpfungskette (Materialbeschaffung): Der höchste Ressourcenverbrauch erfolgt bei der Beschaffung von Rohstoffen, insbesondere hochwertiger Metalle und Legierungen. Risiken in dieser Phase umfassen Lieferkettenunterbrechungen, Umweltbelastungen durch Bergbau sowie die Abhängigkeit von externen Lieferanten.

Produktion (Eigene Betriebsabläufe): Die bedeutendsten negativen Auswirkungen wie Energieverbrauch, Emissionen und Abfallentstehung, einschließlich gefährlicher Abfälle sind in den Produktionsprozessen konzentriert.

Nachgelagerte Wertschöpfungskette (End-of-Life-Management): Die nachgelagerte Phase umfasst das Abfallmanagement, einschließlich der Entsorgung und des Recyclings gebrauchter Komponenten.

SBO hat bislang keine spezifischen Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften in Bezug auf Ressourcenzuflüsse, Ressourcenabflüsse und Abfallmanagement durchgeführt.

G1 IRO-1 - Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen

SBO identifiziert und bewertet wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Geschäftspraktiken, indem Standort, Tätigkeit, Industrie und Transaktionsstruktur als zentrale Bewertungskriterien einbezogen werden. Dieser Prozess ist auf die doppelte Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS 2 und IRO-1 abgestimmt. Durch Stakeholder-Engagement und Industrienbezogene Analysen wurde Corporate Governance als wesentlich identifiziert. Dabei wurde die Bedeutung über verschiedene geografische Standorte und Geschäftsaktivitäten hinweg bewertet. Entscheidende Faktoren waren unter anderem regulatorische Anforderungen, operative Tätigkeiten und Stakeholder-Prioritäten, um eine ganzheitliche Bewertung der governancebezogenen Risiken und Chancen zu gewährleisten. Weitere Präzisierungen, um eine klare Verbindung zwischen ESRS G1 und ESRS 2 herzustellen, könnten die Transparenz dieses Prozesses weiter verbessern.

IRO-2 - Offenlegungsanforderungen in den ESRS, die durch die Nicht-finanzielle Erklärung von SBO abgedeckt werden

SBO bestimmt wesentliche Informationen zur Offenlegung in Übereinstimmung mit den Anforderungen von ESRS 1, Abschnitt 3.2. Der Wesentlichkeitsbewertungsprozess umfasst die Analyse von Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) anhand vordefinierter Schwellenwerte und Kriterien. Diese Schwellenwerte werden unter Berücksichtigung der Erwartungen der Stakeholder, regulatorischer Anforderungen sowie der Ausrichtung an internationalen Rahmenwerken wie GRI und ISSB festgelegt. Um sowohl allgemeine als auch unternehmensspezifische Berichtspflichten zu erfüllen, gleicht SBO die identifizierten IROs mit den spezifischen ESRS-Offenlegungspunkten ab. In Fällen, in denen wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte noch nicht vollständig adressiert sind, verpflichtet sich SBO, bestehende Lücken transparent offenzulegen und einen klaren zeitlichen Rahmen für deren Bearbeitung zu definieren.

IRO-2 - 56 - LISTE DER BEFOLGTEN OFFENLEGUNGSPFLICHTEN
ESRS-Code Offenlegungspflicht Seite Eingliederung durch Verweis
IRO-2-56 IRO-2-56 IRO-2-56 BP-2-16
ESRS 2
BP-1 Allgemeine Grundlagen für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten
BP-2 Offenlegung von Informationen in Bezug auf besondere Umstände
GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
GOV-2 Information der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane der SBO und Behandlung von Nachhaltigkeitsfragen
GOV-3 Integration nachhaltigkeitsbezogener Leistungen in Anreizsysteme
GOV-4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht
GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
SBM-1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette
SBM-2 Interessen und Ansichten der Beteiligten
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodell
IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen
IRO-2 Die Offenlegungspflichten im ESRS werden durch die Nicht-finanzielle Erklärung der SBO abgedeckt
E1
GOV-3 Integration nachhaltigkeitsbezogener Leistungen in Anreizsysteme
E1-1 Übergangsplan zum Klimaschutz
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodell
IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen
E1-2 Konzepte für den Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel
E1-3 Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Klimakonzepten
E1-4 Ziele im Zusammenhang mit Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
E1-5 Energieverbrauch und Energiemix
E1-6 Bruttoemissionen Scope 1, 2, 3 und Gesamt-THG-Emissionen
E1-9 Voraussichtliche finanzielle Auswirkungen wesentlicher physischer Risiken und Übergangsrisiken sowie potenzielle kundenbezogene Chancen Phasing-In
E2
IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung
E2-1 Konzepte im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung
E2-2 Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung
E2-3 Ziele in Bezug auf die Umweltverschmutzung
E3
IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Identifizierung und Bewertung wesentlicher wasser- und meeresressourcenbezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen
E3-1 Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen
E3-2 Maßnahmen und Ressourcen in Bezug auf Wasser- und Meeresressourcen
E3-3 Ziele in Bezug auf Wasser- und Meeresressourcen
E3-4 Wasserverbrauch
E3-5 Voraussichtliche finanzielle Auswirkungen von Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen Phasing-In
E4
E4-1 Übergangsplan und Berücksichtigung von Biodiversität und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell
SBM 3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodell
IRO 1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen der biologischen Vielfalt und des Ökosystems
E4-2 Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen
E4-3 Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und den Ökosystemen
E4-4 Ziele in Bezug auf biologische Vielfalt und Ökosysteme


E5
IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Identifizierung und Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen der Nutzung materieller Ressourcen und der Kreislaufwirtschaft
E5-1 Konzepte im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft
E5-2 Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft
E5-3 Ziele in Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
E5-4 Ressourcenzuflüsse
E5-5 Ressourcenabflüsse
E5-6 Voraussichtliche finanzielle Auswirkungen der Ressourcennutzung und Auswirkungen, Risiken und Chancen der Kreislaufwirtschaft Phasing-In
S1
SBM-2 Interessen und Ansichten der Beteiligten
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodell
S1-1 Konzepte in Bezug auf die eigene Belegschaft
S1-2 Verfahren für die Einbeziehung der eigenen Arbeitnehmer und Arbeitnehmervertreter in Bezug auf die Auswirkungen
S1-3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle für die eigenen Arbeitnehmer, um Bedenken zu äußern
S1-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die eigene Belegschaft und Ansätze zur Minderung wesentlicher Risiken und zur Verfolgung wesentlicher Chancen in Bezug auf die eigene Belegschaft sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen
S1-5 Ziele in Bezug auf den Umgang mit wesentlichen negativen Auswirkungen, die Förderung positiver Auswirkungen und den Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
S1-6 Merkmale der Mitarbeiter von SBO
S1-7 Merkmale der nicht angestellten Mitarbeiter in der eigenen Belegschaft von SBO
S1-8 Tarifvertragliche Absicherung und sozialer Dialog
S1-9 Kennzahlen zur Diversität
S1-10 Angemessene Entlohnung der Mitarbeiter im Einklang mit den geltenden Benchmarks
S1-12 Menschen mit Behinderungen
S1-14 Kennzahlen zu Gesundheit und Sicherheit
S1-15 Kennzahlen zur Work-Life-Balance Phasing-In
S1-16 Vergütungskennzahlen (Lohngefälle und Gesamtvergütung)
S1-17 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen auf die Menschenrechte
S2
SBM-2 Interessen und Ansichten der Beteiligten
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodell
S2-1 Konzepte für Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette
S2-2 Verfahren zur Einbindung von Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette in Bezug auf die Auswirkungen
S2-3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle für Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette, um Bedenken zu äußern
S2-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf die wesentlichen Auswirkungen auf die Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette und Ansätze für das Management wesentlicher Risiken und die Verfolgung wesentlicher Chancen in Bezug auf die Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen
S2-5 Ziele in Bezug auf den Umgang mit wesentlichen negativen Auswirkungen, die Förderung positiver Auswirkungen und den Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
S3
SBM-2 Interessen und Ansichten der Beteiligten
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodell
S3-1 Konzepte für die betroffenen Gemeinschaften
S3-2 Verfahren für die Einbeziehung der betroffenen Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen
S3-3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle für die betroffenen Gemeinschaften, um Bedenken zu äußern
S3-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und Ansätze zur Bewältigung wesentlicher Risiken und zur Verfolgung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen
S3-5 Ziele in Bezug auf den Umgang mit wesentlichen negativen Auswirkungen, die Förderung positiver Auswirkungen und den Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
S4
SBM-2 Interessen und Ansichten der Beteiligten
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihre Wechselwirkung mit Strategie und Geschäftsmodus
S4-1 Konzepte für Verbraucher und Endnutzer
S4-2 Erklärung für den Fall, dass das Unternehmen kein allgemeines Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und/oder Endnutzern eingeführt hat
S4-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer sowie Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Verfolgung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern und die Wirksamkeit dieser Maßnahmen
S4-5 Ziele in Bezug auf den Umgang mit wesentlichen negativen Auswirkungen, die Förderung positiver Auswirkungen und den Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
G1
GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen
G1-1 Unternehmensführung und Unternehmenskultur
G1-3 Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung
G1-4 Bestätigte Vorfälle von Korruption oder Bestechung
Offen-legungs-

pflicht
Datenpunkt Paragraph SFDR-Referenz Säule 3-Referenz Benchmark Verordnung Referenz EU-Klimagesetz-Referenz Wesentlichkeit Seite
IRO-2-56 IRO-2-56 IRO-2-56 IRO-2-56 IRO-2-56 IRO-2-56 IRO-2-56 IRO-2-56 IRO-2-56
GOV-1 Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen §21 (d) Indikator Nummer 13 der Tabelle #1 von

Anhang 1
Delegierte Verordnung (EU) 2020/181627 der Kommission, Anhang II Wesentlich
GOV-1 Prozentsatz der Leitungsorganmitglieder, die unabhängig sind §21 (e) Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Wesentlich
GOV-4 Erklärung zu Sorgfaltspflicht §30 Indikator Nummer 10 Tabelle #3 von Anhang 1 Wesentlich
SBM-1 Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen §40 (d) i Indikatoren Nummer 4 Tabelle #1 von Anhang 1 Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung

(EU) 2022/2453 der Kommission, Tabelle 1: Qualitative Angaben zu Umweltrisiken, Tabelle 2: Qualitative Angaben zu sozialen Risiken
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Wesentlich
SBM-1 Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien §40 (d) ii Indikator Nummer 9 Tabelle #2 von Anhang 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II nicht

wesentlich
SBM-1 Beteiligung an Tätigkeiten im Zusammenhang mit umstrittenen Waffen §40 (d) iii Indikator Nummer 14 Tabelle #1 von Anhang 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/181829, Artikel 12 Absatz 1 der delegierten Verordnung (EU) 2020/1816,

Anhang II
nicht

wesentlich
SBM-1 Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Anbau und der Produktion von Tabak §40 (d) iv Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 12 Absatz 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816,

Anhang II
nicht

wesentlich
E1
E1-1 Übergangsplan zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 §14 Verordnung (EU) 2021/ 1119, Arti- 2(1) Wesentlich
E1-1 Unternehmen, die von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten ausgenommen sind §16 (g) Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 1: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Kreditqualität der Risikopositionen nach Sektoren, Emissionen und Restlaufzeit Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Arti- cle12.1 (d) bis (g), und Artikel 12 Absatz 2 Wesentlich
E1-4 THG-Emissionsreduktionsziele §34 Indikator Nummer 4 Tabelle #2 von

Anhang 1
Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 3: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Angleichungsparameter Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 6 Wesentlich
E1-5 Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen aufgeschlüsselt nach Quellen (nur klimaintensive Sektoren) §38 Indikator Nummer 5 Tabelle 1 und Indikator Nummer 5 Tabelle #2 von Anhang 1 Wesentlich
E1-5 Energieverbrauch und Energiemix §37 Indikator Nummer 5 Tabelle #1 von Anhang 1 Wesentlich
E1-5 Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren Paragraphen 40 bis 43 Indikator Nummer 6 Tabelle #1 von Anhang 1 Wesentlich
E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen §44 Indikator Nummer 1 und 2 Tabelle 1 von Anhang 1 Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 1: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Kreditqualität der Risikopositionen nach Sektoren, Emissionen und Restlaufzeit Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 5 Absatz 1, 6 und 8(1) Wesentlich
E1-6 Intensität der THG-Bruttoemissionen Ziffern 53-55 Indikatoren Nummer 3 Tabelle #1 von Anhang 1 Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung

(EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 3: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Angleichungsparameter
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 8 Absatz 1 Wesentlich
E1-7 Abbau von Treibhausgasen und CO2-Gutschriften §56 Verordnung (EU) 2021/ 1119, Artikel 2 Absatz (1) nicht

Wesentlich
n/a
E1-9 Risikoposition des Referenzwert-Portfolios gegenüber klimabezogenen physischen Risiken §66 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816,

Anhang II
Wesentlich n/a
E1-9 Aufschlüsselung der Geldbeträge nach akutem und chronischem physischem Risiko §66 (a) Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Absätze 46 und 47; Meldebogen 5: Anlagebuch – Physisches Risiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Risikopositionen mit

physischem Risiko
Wesentlich n/a
E1-9 Ort, an dem sich erhebliche Vermögenswerte mit wesentlichem physischen Risiko befinden §66 (c) Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung

(EU) 2022/2453 der Kommission, Absätze 46 und 47; Meldebogen 5: Anlagebuch – Physisches Risiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Risikopositionen mit physischem Risiko
Wesentlich n/a
E1-9 Aufschlüsselungen des Buchwerts der Immobilien nach Energieeffizienzklassen §67 (c) Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung

(EU) 2022/2453 der Kommission, Absatz 34; Meldebogen 2: Anlagebuch –

Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Durch Immobilien besicherte Darlehen – Energieeffizienz der Sicherheiten
Wesentlich n/a
E1-9 Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klimabezogenen Chancen §69 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Anhang II Wesentlich n/a
E2
E2-4 Menge jedes in Anhang II der E-PRTR-Verordnung (Europäisches Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister) aufgeführten Schadstoffs, der in Luft, Wasser und Boden emittiert wird §28 Indikator Nummer 8 Tabelle #1 von Anhang 1 Indikator Nummer 2 Tabelle #Nr. 2 von Anhang 1 Indikator Nr. 1 Tabelle Nr. 2 von Anhang 1 Indikator Nummer 3 Tabelle #Nr. 2 von Anhang 1 nicht

wesentlich
E3
E3-1 Wasser und Meeresressourcen §9 Indikator Nummer 7 Tabelle #2 von Anhang 1 Wesentlich
E3-1 Spezielle Strategie §13 Indikator Nummer 8 Tabelle 2 von Anhang 1 Wesentlich
E3-1 Nachhaltige Ozeane und Meere §14 Indikator Nummer 12 Tabelle #2 von Anhang 1 Wesentlich
E3-4 Gesamtmenge des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers §28 (c) Indikator Nummer6.2 Tabelle #2 von Anhang 1 Wesentlich
E3-4 Gesamtwasserverbrauch in m3 je Nettoeinnahme aus eigenen Tätigkeiten §29 Indikator Nummer6.1 Tabelle #2 von Anhang 1 Wesentlich
E4
SBM-3 – E4 Aktivitäten an Standorten in oder nahe biodiversitätssensiblen Gebieten, die diese negativ beeinflussen, sofern notwendige Maßnahmen noch nicht umgesetzt wurden oder laufend sind §16 (a) i Indikator Nummer 7 Tabelle #1 von Anhang 1 Wesentlich
SBM-3 – E4 Wesentliche negative Auswirkungen in Bezug auf Bodenverschlechterung, Wüstenbildung oder Bodenversiegelung §16 (b) Indikator Nummer 10 Tabelle #2 von

Anhang 1

Wesentlich
SBM-3 – E4 Eigene Maßnahmen beeinträchtigen bedrohte Arten §16 (c)

Indikator Nummer 14 Tabelle #2 von

Anhang 1
Wesentlich
E4-2 Nachhaltige Verfahren oder Strategien im Bereich Landnutzung und Landwirtschaft §24 (b) Indikator Nummer 11 Tabelle #2 von Anhang 1 Wesentlich
E4-2 Nachhaltige Verfahren oder Strategien im Bereich Ozeane/Meere §24 (c) Indikator Nummer 12 Tabelle #2 von Anhang 1 Wesentlich
E4-2 Strategien zur Bekämpfung der Entwaldung §24 (d) Indikator Nummer 15 Tabelle #2 von Anhang 1 Wesentlich
E5
E5-5 Nicht recycelte Abfälle §37 (d) Indikator Nummer 13 Tabelle #2 von Anhang 1 Wesentlich
E5-5 Gefährliche und radioaktive Abfälle §39 Indikator Nummer 9 Tabelle #1 von Anhang 1 nicht

wesentlich
S1
SBM-3 – S1 Risiko von Zwangsarbeit §14 (f) Indikator Nummer 13 Tabelle #3 von Anhang I Wesentlich
SBM-3 – S1 Risiko von Kinderarbeit §14 (g) Indikator Nummer 12 Tabelle #3 von Anhang I Wesentlich
S1-1 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik §20 Indikator Nummer 9 Tabelle #3 und Indikator Nummer 11 Tabelle #1 von Anhang I Wesentlich ff
S1-1 Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation

behandelt werden
§21 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Wesentlich ff
S1-1 Verfahren und Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels §22 Indikator Nummer 11 Tabelle #3 von Anhang I Wesentlich ff
S1-1 Strategie oder ein Managementsystem in Bezug auf die Verhütung von Arbeitsunfällen §23 Indikator Nummer 1 Tabelle #3 von Anhang I Wesentlich ff
S1-3 Bearbeitung von Beschwerden §32 (c) Indikator Nummer 5 Tabelle #3 von Anhang I Wesentlich ff
S1-14 Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle §88 (b) und (c) Indikator Nummer 2 Tabelle Nr. 3 in Anhang I Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Wesentlich
S1-14 Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheiten bedingten Ausfalltage §88 (e) Indikator Nummer 3 Tabelle #3 von Anhang I Wesentlich
S1-16 Unbereinigtes geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle §97 (a) Indikator Nummer 12 Tabelle 1 in Anhang I Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Wesentlich
S1-16 Überhöhte Vergütung von Mitgliedern der Leitungsorgane §97 (b) Indikator Nummer 8 Tabelle #3 von Anhang I Wesentlich
S1-17 Fälle von Diskriminierung §103 (a) Indikator Nummer 7 Tabelle #3 von Anhang I Wesentlich
S1-17 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien §104 (a) Indikator Nummer 10 Tabelle 1 und Indikator Nr. 14 Tabelle Nr. 3 in Anhang I Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818 Art. 12 (1) Wesentlich
S2
SBM-3 – S2 Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette §11 (b) Indikatoren Nummer 12 und Nr. 13 Tabelle #3 von Anhang I Wesentlich
S2-1 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik §17 Indikator Nummer 9 Tabelle #3 und Indikator Nr. 11 Tabelle #1 von Anhang 1 Wesentlich ff
S2-1 Strategien im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette §18 Indikator Nummer 11 und Nr. 4 Tabelle #Nr. 3 von Anhang 1 Wesentlich ff
S2-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien §19 Indikator Nummer 10 Tabelle #1 von Anhang 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Art 12 (1) Wesentlich ff
S2-1 Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden §19 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Wesentlich ff
S2-4 Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette §36 Indikator Nummer 14 Tabelle #3 von Anhang 1 Wesentlich
S3
S3-1 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte §16 Indikator Nummer 9 Tabelle #3 von Anhang 1 und Indikator Nummer 11 Tabelle 1 von Anhang 1 Wesentlich
S3-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien §17 Indikator Nummer 10 Tabelle 1 Anhang 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Art 12 (1) Wesentlich
S3-4 Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten §36 Indikator Nummer 14 Tabelle #3 von Anhang 1 Wesentlich
S4
S4-1 Strategien im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern §16 Indikator Nummer 9 Tabelle #3 und Indikator Nummer 11 Tabelle #1 von Anhang 1 Wesentlich
S4-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien §17 Indikator Nummer 10 Tabelle #1 von Anhang 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Art 12 (1) nicht

wesentlich
S4-4 Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten §35 Indikator Nummer 14 Tabelle #3 von Anhang 1 nicht

wesentlich
G1
G1-1 Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption §10 (b) Indikator Nummer 15 Tabelle #3 von Anhang 1 Wesentlich
G1-1 Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) §10 (d) Indikator Nummer 6 Tabelle #3 von Anhang 1 Wesentlich
G1-4 Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften §24 (a) Indikator Nummer 17 Tabelle #3 von Anhang 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Wesentlich
G1-4 Standards zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung §24 (b) Indikator Nummer 16 Tabelle #3 von Anhang 1 Wesentlich

Informationen zur Umwelt

Offenlegungen gemäß Artikel 8 der Verordnung 2020/852 (Taxonomieverordnung)

Im Zuge der Omnibus-Initiative I der EU-Kommission des Jahres 2025 erfolgte durch die Delegierte Verordnung (EU) 2026/73, im Amtsblatt veröffentlicht am 8. Jänner 2026, auch eine Anpassung der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 zu Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852. Hierdurch kommt es zu Reduktionen im Umfang der Meldebögen sowie unter bestimmten Voraussetzungen zu Erleichterungen in der Bewertung von umfassten Wirtschaftsaktivitäten sowie Finanzierungen und Investments. In Artikel 4 der delVO (EU) 2026/73 ist für Geschäftsjahre, welche zwischen dem 1. Jänner und dem 31. Dezember 2025 beginnen, als Übergangsbestimmung die Möglichkeit geschaffen worden, für diese Geschäftsjahre die Offenlegung der Angaben gemäß EU-TaxonomieVO in der Fassung vorzunehmen, wie sie am 31. Dezember 2025 gültig war. SBO nimmt diese Übergangsbestimmung in Anspruch und berichtet zum 31. Dezember 2025 noch nach den bisherigen Bestimmungen. Da nach wie vor Unsicherheiten in der rechtlichen Auslegung von Teilen der Bestimmungen bestehen, werden, soweit dies als zweckmäßig erachtet wird, die Rechtsauslegungen der EU-Kommission, welche sie in ihren Bekanntmachungen im Amtsblatt kundgemacht hat, herangezogen.

Die EU-Taxonomieverordnung auf einen Blick

Der Europäische Green Deal zielt darauf ab, eine grüne Transformation zu erreichen, um die EU zu unterstützen, bis 2050 klimaneutral zu werden. Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung (Verordnung (EU) 2020/852) legt den Kurs für mehr Transparenz bei Nachhaltigkeitsmaßnahmen fest. Er umfasst ausschließlich wirtschaftliche Aktivitäten, die explizit in den relevanten delegierten Rechtsakten aufgeführt sind. Im herstellenden Gewerbe liegt der Fokus insbesondere auf emissionsintensiven Industrien. Die Zulieferindustrie wird jedoch bislang nicht zufriedenstellend berücksichtigt. Gerade in der Zulieferindustrie finden bedeutende Innovationen statt, die einen wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität leisten können. Die EU-Taxonomie standardisiert die Definition von ökologischer Nachhaltigkeit und dient als Orientierungshilfe für Investitionsentscheidungen. Unternehmen müssen ihre wirtschaftlichen Aktivitäten gemäß den Kriterien der Verordnung klassifizieren. Falls wirtschaftliche Aktivitäten einer oder mehreren potenziell nachhaltigen Tätigkeiten zugeordnet werden können, gelten sie als „taxonomiefähig“. Falls sie zusätzlich die Kriterien für einen „wesentlichen Beitrag“, die Anforderungen zur „Vermeidung erheblicher Beeinträchtigung“ sowie die „sozialen Mindeststandards“ erfüllen, gelten sie als „taxonomiekonform“. Die EU-Taxonomie-Verordnung verlangt von Unternehmen, ihre wirtschaftlichen Aktivitäten anhand der technischen Bewertungskriterien der relevanten delegierten Rechtsakte zu klassifizieren, insbesondere für die Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sowie, sofern einschlägig, für die weiteren Umweltziele. Diese Aktivitäten werden anhand der Kriterien für einen „wesentlichen Beitrag“, der „Vermeidung erheblicher Beeinträchtigung“ sowie der „sozialen Mindeststandards“ bewertet. Unter den Umweltzielen der Taxonomie – Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen (WTR), Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft (CE), Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (PPC) und Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme (BIO) wurden im Rahmen der durchgeführten Prüfung für das Berichtsjahr 2025 keine taxonomiefähigen wirtschaftlichen Aktivitäten identifiziert.

VERARBEITENDES GEWERBE UND SEKTORÜBERGREIFENDE AKTIVITÄTEN

HERSTELLUNG VON EISEN UND STAHL (UMWELTPOLITISCHES ZIEL KLIMASCHUTZ)

Eine wirtschaftliche Tätigkeit in dieser Kategorie ist eine Übergangstätigkeit im Sinne von Artikel 10 Absatz 2 der EU-Taxonomie-Verordnung. SBO ist ein Hersteller von nicht-magnetisierbaren, korrosionsbeständigen Stählen. Die Herstellung erfolgt in einem gemeinsamen Prozess mit dem Hauptlieferanten. Diese besondere Art der Prozessaufteilung hat sich historisch entwickelt und spiegelt sich teilweise in gemeinsamen Patenten wider. Der Hauptlieferant produziert in enger Abstimmung mit SBO maßgeschneiderte Rohmaterialien. Das Kaltschmieden und die weitere Bearbeitung werden von SBO durchgeführt.

Die EU-Taxonomie ist ein dynamisches Rahmenwerk, dessen Anforderungen weiterhin Anpassungen und neuen Interpretationen unterliegen. Die am 05. März 2025 veröffentlichten FAQs (C/2025/1373) interpretieren die Wirtschaftstätigkeit CCM 3.9 dahingehend, dass Erzeugnisse, an denen nach dem Schmelz und Gießvorgang eine Verformung oder eine weitere Bearbeitung, beispielsweise Kaltschmieden, vorgenommen wurde, nicht unter 3.9 zu berichten sind. Aufgrund dieser Erkenntnisse berichtet SBO keine Umsätze, CAPEX oder OPEX unter der Wirtschaftstätigkeit 3.9 Herstellung von Eisen und Stahl.

Die Produktpalette im Segment Energy Equipment, einschließlich der Werkzeuge und Ausrüstungen für das Bohren und die Komplettierung von Öl-, Gas- und Geothermie-Bohrungen, konnte keiner der in Anhang 1 der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 angeführten wirtschaftlichen Tätigkeiten zugeordnet werden. Das Unternehmen ist nicht in der Gewinnung oder Verarbeitung von Gas tätig. Daher fallen an den SBO-Standorten keine Aktivitäten unter die Taxonomie-Kategorien CCM/CCA 4.29–4.31. Diese Einschätzung wurde für das Geschäftsjahr 2025 erneut überprüft und bestätigt.

SBO hat im Geschäftsjahr 2025 zudem infrastrukturelle und sektorübergreifende Aktivitäten durchgeführt. Die EU-Taxonomie-Verordnung klassifiziert nicht nur wirtschaftliche Kernaktivitäten in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit, sondern berücksichtigt auch bestimmte CAPEX und Betriebsausgaben in Bereichen wie erneuerbare Energien, Gebäude oder Fahrzeugflotten. Die folgenden wirtschaftlichen Aktivitäten sind für SBO relevant und fallen alle unter das Umweltziel Klimaschutz:

BEFÖRDERUNG MIT MOTORRÄDERN, PERSONENKRAFTWAGEN UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN (CCM 6.5)

Insbesondere der Erwerb, die Finanzierung, die Vermietung, das Leasing und der Betrieb von Fahrzeugen der Klassen M, N oder L sind taxonomiefähig. In diesem speziellen Fall handelt es sich um eine Tätigkeit im Hinblick auf die für die SBO relevanten CAPEX und OPEX im Zusammenhang mit ihrem Fuhrpark.

GÜTERBEFÖRDERUNG IM STRASSENVERKEHR (CCM 6.6)

Der Erwerb, die Finanzierung, das Leasing, die Anmietung und der Betrieb von Fahrzeugen der Klassen N1, N2 oder N3 für den Güterkraftverkehr, die unter die EURO-VI Norm der Stufe E oder deren Nachfolger fallen, sind taxonomiefähig. Im vorliegenden Fall handelt es sich um OPEX im Zusammenhang mit den unternehmenseigenen Lieferfahrzeugen von SBO.

NEUBAU UND RENOVIERUNG BESTEHENDER GEBÄUDE (CCM 7.1 & 7.2)

Einzelne Hoch- und Tiefbauarbeiten oder deren Vorbereitung sind taxonomiefähig.

INSTALLATION, WARTUNG UND REPARATUR VON ENERGIEEFFIZIENTEN GERÄTEN (CCM 7.3)

Einzelne Renovierungsmaßnahmen, die in der Installation, Wartung oder Reparatur energieeffizienter Geräte bestehen, sind taxonomiefähig.

INSTALLATION, WARTUNG UND REPARATUR VON TECHNOLOGIEN FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN (CCM 7.6)

Taxonomiefähig sind die Installation, Wartung und Reparatur von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien. Für SBO ist diese Tätigkeit besonders wichtig im Zusammenhang mit der Installation von Photovoltaikanlagen an den eigenen Betriebsstandorten.

ERWERB VON GEBÄUDEN UND EIGENTUM AN GEBÄUDEN (CCM 7.7)

Der Erwerb von Immobilien und die Ausübung des Eigentums an diesen Immobilien ist taxonomiefähig. Neben dem Eigentum können auch aktivierte Nutzungsrechte an gemieteten Gebäuden taxonomiefähige Investitionsausgaben darstellen. Für die SBO ist diese Aktivität besonders wichtig in Bezug auf Verwaltungs- und Betriebsgebäude.

TAXONOMIE-KONFORMITÄT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2025

Eine Wirtschaftstätigkeit gilt als taxonomiekonform, wenn sie taxonomiefähig ist und die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag, die Anforderungen zur Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen sowie die sozialen Mindeststandards erfüllt. Zusätzlich zu den bereits gemeldeten, an der Taxonomie ausgerichteten Tätigkeiten 7.3 (Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten) hat SBO weitere relevante Tätigkeiten gemäß dem erweiterten Taxonomierahmen bewertet und gemeldet. Die Einbeziehung der zusätzlichen Umweltziele führte zu einer erweiterten Prüfung potenziell taxonomiefähiger Tätigkeiten, insbesondere im Kontext von Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft.

Einhaltung des Mindestschutzes

Um die Taxonomie-Konformität zu erreichen, muss SBO sicherstellen, dass die betreffenden Wirtschaftstätigkeiten zusätzlich zu den beiden Kriterien „wesentlicher Beitrag“ und „Do No Significant Harm (DNSH)“ im Einklang mit Artikel 18 der Taxonomie-Verordnung stehen. Unter Berücksichtigung des im Oktober 2022 veröffentlichten Abschlussberichts über Mindestschutzmaßnahmen der Plattform für nachhaltige Finanzen konzentriert sich SBO auf die Themen Menschenrechte, Bestechung/Korruption, Steuern und fairer Wettbewerb. Die folgenden Aspekte wurden im Detail berücksichtigt:

MENSCHENRECHTE

Die Geschäftstätigkeit erfolgt in Übereinstimmung mit dem Katalog der international anerkannten Menschenrechte. Es gibt einen Code of Conduct, der Führungskräfte und Mitarbeiter dazu verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um mögliche und tatsächliche Menschenrechtsverletzungen aufzudecken, zu verhindern und abzumildern. Es hat keine Verurteilungen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen gegeben.

BESTECHUNG/KORRUPTION

SBO betreibt einen Whistleblowing-Service, der geschützte Kommunikationskanäle gewährleistet und die Meldung von Bestechungs-/Korruptionsvorfällen auf einer eigenen Online-Plattform ermöglicht. Darüber hinaus gibt es konzernweite Richtlinien und eine Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Bestechung, Betrug und jegliche Form von Korruption. Hinweise werden nach einem definierten Prozess geprüft und, sofern erforderlich, werden Abhilfemaßnahmen eingeleitet.

STEUERN

Im Rahmen der Wirtschaftstätigkeiten von SBO fallen weltweit Steueraufwendungen in unterschiedlicher Form an. Umsatzsteuern, Körperschaftsteuern, Steuern auf Löhne und Gehälter usw. bedeuten, dass die Wirtschaftstätigkeiten von SBO in den einzelnen Ländern wirtschaftliche Beiträge leisten. SBO verfolgt keine aggressive Steuerpolitik. Die Standorte der einzelnen Unternehmen folgen ausschließlich den lokalen Wirtschaftstätigkeiten in den jeweiligen Industriezentren. In der Erläuterung 25 des Anhangs des Konzernabschlusses 2025 ist die Überleitung zum effektiven Konzernsteuersatz dargestellt.

FAIRER WETTBEWERB

SBO fördert die Einhaltung der einschlägigen Wettbewerbsregeln durch den gruppenweiten Code of Conduct sowie durch klar definierte Verhaltensanforderungen und die Möglichkeit zur Meldung potenzieller Verstöße über geschützte Kanäle. Zusätzlich hat SBO in diesem Jahr einen eigenen Code of Conduct für Geschäftspartner verabschiedet, der die Erwartungen gegenüber Lieferanten und weiteren relevanten Dritten konkretisiert. Die Umsetzung und Verankerung des Geschäftspartner-Code of Conduct ist als nächster Schritt vorgesehen. Für SBO bedeutet fairer Wettbewerb, dass keine Kartelle, wettbewerbswidrige Geschäftspraktiken oder Vereinbarungen eingegangen oder durchgeführt werden, die eine Marktbeherrschung oder Marktmacht ausnutzen oder ausweiten, sowie keine wettbewerbswidrigen Fusionen und Übernahmen. Dies gilt insbesondere, wenn sie Festpreise, manipulierte Angebote, Produktionsbeschränkungen oder Quoten oder die Aufteilung von Märkten durch die Zuteilung von Kunden, Lieferanten, Gebieten oder Geschäftsbereichen beinhalten.

WICHTIGE LEISTUNGSINDIKATOREN (KPIs)
INFORMATIONEN IN % UMSATZ CAPEX OPEX
Taxonomiefähig gesamt 0,0 13,7 1,9
Nicht taxonomiefähig gesamt 100,0 86,3 98,1
Taxonomiekonform gesamt 0,0 0,0 0,0
Nicht taxonomiekonform gesamt 100,0 100,0 100,0
Geschäftsjahr 2025 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH Kriterien

(“Does Not Significantly Harm”)
(1) Wirtschaftstätigkeiten (2) Code (3)Umsatz (4) Umsatz Anteil, Jahr 2025 (5) Klimaschutz (6) Anpassung an den Klimawandel (7) Wasser (8) Umweltverschmutzung (9) Kreislaufwirtschaft (10) Biologische Vielfalt (11) Klimaschutz (12) Anpassung an den Klimawandel (13) Wasser (14) Umweltverschmutzung (15) Kreislaufwirtschaft (16) Biologische Vielfalt (17) Mindestschutz (18) Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) Umsatz, Jahr 2024 (19) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (20) Kategorie Übergangstätigkeit
Text TEUR % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0,0 % 0 0 0 0 0 0 J J J J J J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0 0,0 % 0 0 0 0 0 0 J J J J J J J E
Davon Übergangstätigkeiten 0 0,0 % 0 % % % % % J J J J J J J T
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch

nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
0 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %


A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
0 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %


B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN


Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
455.267 100,0 %


GESAMT
455.267 100,0 %
Geschäftsjahr 2025 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH Kriterien

(“Does Not Significantly Harm”)
(1) Wirtschaftstätigkeiten (2) Code (3) CAPEX (4) CAPEX Anteil, Jahr 2025 (5) Klimaschutz (6) Anpassung an den Klimawandel (7) Wasser (8) Umweltverschmutzung (9) Kreislaufwirtschaft (10) Biologische Vielfalt (11) Klimaschutz (12) Anpassung an den Klimawandel (13) Wasser (14) Umweltverschmutzung (15) Kreislaufwirtschaft (16) Biologische Vielfalt (17) Mindestschutz (18) Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) CAPEX, Jahr 2024 (19) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (20) Kategorie Übergangstätigkeit
Text TEUR % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten CCM 7.3 0 0,0 % J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,6 % E
CAPEX ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0,0 % 0 0 0 0 0 0 J J J J J J J 0,6 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0 0,0 % 0 0 0 0 0 0 J J J J J J J 0,6 % E
Davon Übergangstätigkeiten 0 0,0 % 0 % % % % % J J J J J J J 0,0 % T
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien CCM 7.6 2 0,0 % EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,0 %
Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen CCM 6.5 644 0,9 % EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,6 %
Güterbeförderung im Straßenverkehr CCM 6.6 125 0,2 % EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,1 %
Neubau CCM 7.1 1.124 1,6 % EL EL N/EL N/EL EL N/EL 3,3 %
Renovierung bestehender Gebäude CCM 7.2 763 1,1 % EL EL N/EL N/EL EL N/EL 2,1 %
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten CCM 7.3 16 0,0 % EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 2,2 %
Erwerb von und Eigentum an Gebäuden CCM 7.7 6.676 9,8 % EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 9,3 %
CAPEX taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 9.350 13,7 % 13,7 % 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 20,6 %
A. CAPEX taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 9.350 13,7 % 13,7 % 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 21,2 %
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN


CAPEX nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
58.992 86,3%
Gesamt 68.342 100,0%
Geschäftsjahr 2025 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH Kriterien

(“Does Not Significantly Harm”)
(1) Wirtschaftstätigkeiten (2) Code (3) OPEX (4) OPEX Anteil, Jahr 2025 (5) Klimaschutz (6) Anpassung an den Klimawandel (7) Wasser (8) Umweltverschmutzung (9) Kreislaufwirtschaft (10) Biologische Vielfalt (11) Klimaschutz (12) Anpassung an den Klimawandel (13) Wasser (14) Umweltverschmutzung (15) Kreislaufwirtschaft (16) Biologische Vielfalt (17) Mindestschutz (18) Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) OPEX, Jahr 2024 (19) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (20)Kategorie Übergangstätigkeit
Text TEUR % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T


A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN


A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Installation, Wartung

und Reparatur von

energieeffizienten

Geräten
CCM 7.3 0 0,0 % J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,6% E
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien CCM 7.6 6 0,0 % J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,0 % E


OPEX ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
6 0,0 % 0 0 0 0 0 0 J J J J J J J 0,6 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten 6 0,0 % 0 0 0 0 0 0 J J J J J J J 0,6 % E
Davon Übergangstätigkeiten 0 0,0 % 0 % % % % % J J J J J J J 0,0 % T
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
EL;

N/EL
Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen CCM 6.5 45 0.2% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,1 %
Güterbeförderung im Straßenverkehr CCM 6.6 103 0.5% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,2 %
Renovierung bestehender Gebäude CCM 7.2 0 0,0% EL EL N/EL N/EL EL N/EL 0,3 %
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten CCM 7.3 252 1,2% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,4 %
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien CCM 7.6 3 0,0% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0%
Erwerb von und Eigentum an Gebäuden CCM 7.7 0 0,0% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,2 %
OPEX taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 403 1,8 % 1,8% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 2,2 %
A. OPEX taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 408 1,9 % 1,9% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 2,8 %
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OPEX nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 21.396 98,1 %
Gesamt 21.804 100,0%

Meldebogen 1 Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas

Tätigkeiten im Bereich

Kernenergie
1 Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Nein
2 Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Nein
3 Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Nein
Tätigkeiten im Bereich

fossiles Gas
4 Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Nein
5 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Nein
6 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Nein
UMSATZ-Anteil/GESAMT-UMSATZ
Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je ziel
CCM 0% 0%
CCA 0% 0%
WTR 0% 0%
CE 0% 0%
PPC 0% 0%
BIO 0% 0%
CapEx-ANTEIL / GESAMT CapEx
Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je ziel
CCM 0% 13,7%
CCA 0% 0%
WTR 0% 0%
CE 0% 0%
PPC 0% 0%
BIO 0% 0%
OPEX-Anteil / gesamt-OPEX
Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je ziel
CCM 0% 1,9%
CCA 0% 0%
WTR 0% 0%
CE 0% 0%
PPC 0% 0%
BIO 0% 0%
AUSFÜHRLICHE ERLÄUTERUNGEN

Die Berechnung der Leistungsindikatoren (KPI) erfolgt gemäß Anhang 1 der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 der Kommission.

INFORMATIONEN ÜBER DEN KONZERNABSCHLUSS ZUR VERMEIDUNG VON DOPPELZÄHLUNGEN UND DAS ALLGEMEINE VERFAHREN

Der Konzernabschluss von SBO zum 31. Dezember 2025 wurde in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der IFRS Accounting Standards (IFRS) und der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Einzelheiten zu den angewandten Rechnungslegungsmethoden sind im Anhang des SBO-Konzernabschlusses dargestellt. Die Grundsätze des IFRS-Konzernabschlusses zur Ermittlung von Umsatz, CAPEX und OPEX dienen als Basis für die Ableitung der Taxonomie KPIs. Um Doppelzählungen zu vermeiden, wurden bei der Erfassung der Umsatzerlöse nur Umsätze mit externen Kunden berücksichtigt, um eine einfache und transparente Überleitung zum Konzernumsatz zu ermöglichen. Im Geschäftsjahr 2025 berichtet SBO keine Umsätze unter Wirtschaftsaktivitäten der EU Taxonomie. Bei der Erfassung des CAPEX-KPI wurde ein Screening auf Einzelgesellschaftsebene und eine anschließende Übertragung auf den konsolidierten Wert der SBO-Gruppe durchgeführt. Zur Erfassung der OPEX wurde ein Screening auf Einzelunternehmensebene mit anschließender Aggregation durchgeführt, wobei konzerninterne Verrechnungen vorab ausgeschlossen wurden, um eine unsachgemäße Erhöhung der Kennzahl zu vermeiden. Generell ist anzumerken, dass bei der Ableitung von nicht-taxonomiefähigen, taxonomiefähigen bzw. taxonomiekonformen Umsätzen, CAPEX und OPEX eine eindeutige Zuordnung zu einzelnen Wirtschaftstätigkeiten möglich war und kein Verteilungsschlüssel verwendet wurde. Dies ermöglichte auch den Ausschluss einer möglichen Doppelzählung von Umsatz, CAPEX und OPEX in verschiedenen Wirtschaftstätigkeiten.

BERECHNUNG DES UMSATZ-KPI

Der Umsatz-KPI des vorangegangenen Geschäftsjahres 2025 wurde als der Teil des Nettoumsatzes mit Waren oder Dienstleistungen, einschließlich immaterieller Güter, der mit den taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden ist (Zähler), geteilt durch den Nettoumsatz (Nenner) berechnet. Im Geschäftsjahr 2025 lagen keine taxonomiekonformen Umsätze vor. Der Nenner entspricht den konsolidierten Umsatzerlösen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025, wie sie im konsolidierten Jahresabschluss von SBO für 2025 ausgewiesen sind. Zur Ermittlung des Zählers wurde ein Screening auf Unternehmensebene durchgeführt, um potenziell taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten und zugehörige Umsätze zu identifizieren. Im Geschäftsjahr 2025 wurden dabei keine taxonomiekonformen Umsätze festgestellt. Wie zuvor in diesem Bericht erläutert, behandelt SBO Umsätze aus dem Verkauf von hochlegierten nicht-magnetisierbaren Edelstählen nicht mehr als taxonomiefähig, deshalb beträgt der Umsatz KPI im Geschäftsjahr 2025 null. Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2025 in Höhe von TEUR 455.267 ist in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position „Umsatzerlöse“ ausgewiesen. Detailliertere Informationen zum Umsatz sind unter Erläuterung 21 im Anhang des Konzernabschlusses zu finden.

BERECHNUNG DES CAPEX-KPI

Dieser KPI ist definiert als die an der Taxonomie ausgerichteten CAPEX (Zähler) geteilt durch die konsolidierten Investitionsausgaben. Der Nenner umfasst die konsolidierten Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten während des betrachteten Geschäftsjahres vor Abschreibungen und Neubewertungen, einschließlich derjenigen, die sich aus Neubewertungen und Wertminderungen für das betreffende Geschäftsjahr ergeben, und ohne Änderungen des beizulegenden Zeitwerts. Im Nenner werden auch Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultieren, sowie Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 berücksichtigt. Der Nenner in Höhe von TEUR 68.342 wird berechnet als die Gesamtzugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 63.631, abzüglich Zugänge zu geleisteten Anzahlungen von TEUR 378, zuzüglich Umbuchungen von Anzahlungen in Höhe von TEUR 5.089. Aus dem Unternehmenszusammenschluss mit der 3T Additive Manufacturing Limited ergab sich ein Zugang von insgesamt TEUR 5.866. Detaillierte Informationen hierzu sind unter Erläuterung 8,9 und 35 im Anhang des Konzernabschlusses zu finden. Nicht-taxonomiefähige, taxonomiefähige bzw. taxonomiekonforme Investitionen konnten eindeutig identifiziert und den entsprechenden Wirtschaftstätigkeiten zugeordnet werden, sodass kein Zuordnungsschlüssel verwendet wurde.

BERECHNUNG DES OPEX-KPI

Diese Kennzahl ist definiert als taxonomiefähige und taxonomiekonforme Betriebsausgaben im Zähler dividiert durch die gesamten Betriebsausgaben im Sinne der EU-Taxonomie im Nenner. Der Nenner umfasst direkte, nicht aktivierte Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung beziehen, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristige Mieten, Wartung und Instandhaltung sowie alle anderen direkten Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch das Unternehmen oder durch Dritte, an die Tätigkeiten ausgelagert werden, die notwendig sind, um die fortlaufende und wirksame Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte zu gewährleisten. Konzernweit wurden die oben angeführten Betriebsausgaben mit der EU-Taxonomie daraufhin überprüft, ob sie einer taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit zugeordnet werden können, wobei das konzernweit einheitliche Ausweisschema für nicht aktivierte Betriebsausgaben (die auch in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind) den Ausgangspunkt für das Screening bildete. Taxonomiefähige und taxonomiekonforme OPEX konnten eindeutig identifiziert und entsprechenden Wirtschaftstätigkeiten zugeordnet werden, sodass kein Zuordnungsschlüssel verwendet wurde.

VERÄNDERUNG DER TAXONOMIEFÄHIGEN KPIs IM VERGLEICH ZUM VORJAHR

Umsatz: Keine Veränderung zum Vorjahr.

CAPEX: Absolut betrachtet haben sich die taxonomiefähigen CAPEX von MEUR 8,0 im Jahr 2024 auf MEUR 9,3 im Jahr 2025 erhöht. Aufgrund des Anstiegs des Nenners von MEUR 37,5 im Jahr 2024 auf MEUR 68,3 im Jahr 2025, hat sich der prozentuelle Anteil von taxonomiefähigem CAPEX von 21,2 % in 2024 auf 13,7 % in 2025 reduziert. Der Großteil der taxonomiefähigen CAPEX im Jahr 2025 entfällt auf die Expansion im Nahen Osten sowie das Relining Center in Houston. Der damit in Zusammenhang stehende Erwerb von Gebäuden sowie der Abschluss neuer Leasingverträge gemäß IFRS 16 werden in der Wirtschaftstätigkeit 7.7 „Erwerb von und Eigentum an Gebäuden“ berichtet.

OPEX: Im Jahr 2025 werden taxonomiefähige OPEX von 1,9% ausgewiesen, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Jahr 2024 mit 2,8% taxonomiefähiger OPEX darstellt. F&E-Ausgaben nehmen weiterhin den größten Anteil taxonomiefähiger OPEX ein.

E1 Klimawandel

E1-1 - Übergangsplan Klimaschutz

SBO entwickelt derzeit einen Übergangsplan für den Klimaschutz und wird eine umfassende Analyse aller erforderlichen Anforderungen durchführen. Als Teil dieses Prozesses ist SBO bestrebt, die Klimaziele an international anerkannten Rahmenwerken auszurichten und arbeitet aktiv daran, der Science Based Targets Initiative (SBTi) beizutreten. Obwohl der spezifische SBTi-Standard für den Öl- und Gassektor auch im Jahr 2025 nicht veröffentlicht wurde, konzentriert sich SBO bereits jetzt auf die Festlegung von Klimazielen, welche die nachhaltige Geschäftsstrategie vorantreiben.

E1-2 - Konzepte zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel

E1-MDR-P - 62 & 65 & E1-2 - 25

SBO befindet sich in der Entwicklung eines umfassenden ESG-Konzeptes, da bislang kein eigenständiges Konzept etabliert wurde. Bisher wurden ESG-Aspekte in übergeordneten Richtlinien, wie dem Code of Conduct oder der Unternehmensstrategie, abgedeckt. Die Einführung eines eigenständigen ESG-Konzeptes erfolgt schrittweise, da Inhalte, Zuständigkeiten und Prozesse konzernweit abgestimmt, in bestehende Steuerungs- und Kontrollsysteme integriert und in den operativen Einheiten implementiert werden müssen.

E1-3 - Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Konzepten

E1-MDR-A -62

SBO befindet sich in der Konzipierung ihres Klimaübergangsplans und erarbeitet derzeit Maßnahmen zur Umsetzung der geplanten Dekarbonisierungsschritte. Die Evaluierung der CAPEX und OPEX, die für die Umsetzung dieser Maßnahmen erforderlich sind, ist noch nicht abgeschlossen, weshalb diese Angaben derzeit noch nicht offengelegt werden können. Die Maßnahmen sowie der Climate Transition Plan werden veröffentlicht, sobald die finanziellen Bewertungen abgeschlossen und intern final abgestimmt sind.

E1-4 - Ziele im Zusammenhang mit Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

MDR-T - 80 A - J

Diese Ziele werden in den Klimaübergangssplan integriert, der derzeit entwickelt wird und voraussichtlich in den kommenden Jahren abgeschlossen sein soll. Der Schwerpunkt liegt auf Klimaschutz und Energieeffizienz, insbesondere auf der Reduzierung von Emissionen (Scope 1, 2 und 3), dem Energieverbrauch sowie dem Übergang zu Energie aus erneuerbaren Quellen.

Bis 2030:

30 % Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen und 10 % Reduktion der Scope-3-Emissionen

Bis 2050:

Erreichung von Netto-Null-Emissionen über Scope 1, 2 und 3, im Einklang mit dem Pariser Abkommen

ZIELWERTE UND MESSANSATZ

Das Ziel ist relativ, da es als prozentuale Verringerung im Vergleich zu einem Bezugswert ausgedrückt wird.

Die Zielvorgaben werden in Tonnen CO2-Äquivalent (tCO2e) angegeben, der Standardeinheit für die Messung von Treibhausgasemissionen (THG).

SCOPE

Vorgelagerte Aktivitäten der Wertschöpfungskette:

Beschaffung von Rohstoffen: Emissionen im Zusammenhang mit der Gewinnung und dem Transport von Rohstoffen für die Herstellung.

Emissionen der Lieferkette: Emissionen von Lieferanten, einschließlich der Emissionen im Zusammenhang mit der Beschaffung von Rohstoffen.

Aktivitäten der nachgelagerten Wertschöpfungskette:

Produktnutzung: Die mit der Verwendung von SBO-Produkten, wie z.B. Komponenten für Bohrungen und die Komplettierung von Bohrlöchern, verbundenen Emissionen stammen aus dem Verbrauch der geförderten Ressourcen.

End-of-Life und Entsorgung:

Emissionen aus der Entsorgung oder dem Recycling von Produkten am Ende ihres Lebenszyklus.

Geografische Gebiete:

Das Ziel bezieht sich auf alle geografischen Regionen, in denen SBO tätig ist.

Das Basisjahr für die von SBO festgelegten THG-Emissionsreduktionsziele ist 2022. Dieses Jahr dient als Referenz für die Messung der angestrebten Verringerung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen (30 % Verringerung bis 2030) und der Scope-3-Emissionen (10 % Verringerung bis 2030). Das Basisjahr 2022 wurde gewählt, da es die Geschäftstätigkeit der SBO unter normalen operativen Bedingungen ohne wesentliche Sondereffekte repräsentiert. Die Repräsentativität wurde dadurch sichergestellt, dass 2022 hinsichtlich Organisationsstruktur, Konsolidierungskreis und wesentlichen Emissionsquellen mit dem aktuellen Berichtsjahr vergleichbar ist.

Der Zielzeitraum erstreckt sich bis 2050, wobei ein Zwischenziel für 2030 festgelegt wurde.

Die Ziele wurden durch eine umfassende Bewertung möglicher Maßnahmen und ihrer erwarteten Auswirkungen festgelegt. Dieser Prozess beinhaltete die Identifizierung machbarer Maßnahmen und die Bewertung ihrer Effektivität bei der Reduzierung von Emissionen und dem Beitrag zu den allgemeinen Nachhaltigkeitszielen.

Neben der internen Bewertung haben wir auch die klimabezogenen Ziele und Strategien unserer wichtigsten Lieferanten und Kunden gewürdigt. Dieser Ansatz stellt sicher, dass unsere Ziele mit den Erwartungen der gesamten Wertschöpfungskette übereinstimmen und unterstützt ein koordiniertes Vorgehen zur Erreichung gemeinsamer Nachhaltigkeitsziele.

Die Umweltziele von SBO sind auf das langfristige Ziel der Erreichung von Netto-Null-Emissionen ausgerichtet. Derzeit ist es formal nicht möglich, eine vollständige Ausrichtung an die SBTi-Standards sicherzustellen, da branchenspezifische Konzepte für die Öl- und Gasindustrie auch im Jahr 2025 noch nicht verfügbar waren. SBO hat seine Ziele nach bestem Wissen und Gewissen festgelegt. Die Kompatibilität mit dem offiziellen SBTi-Rahmenwerk wird erneut überprüft, sobald der spezifische Branchenstandard veröffentlicht wird. Zum aktuellen Zeitpunkt sind die Meilensteinziele für 2030 noch nicht mit dem SBTi-Framework abgestimmt.

Stakeholder wurden im Berichtszeitraum nicht in den Zielsetzungsprozess für wesentliche Nachhaltigkeitsfragen einbezogen, deren offizielle Positionen aber berücksichtigt. Dies ist auf die laufende Entwicklung der internen Rahmenwerke und Strategien zurückzuführen. SBO ist sich der Bedeutung der Einbeziehung von Stakeholdern bewusst und plant, relevante Stakeholder aktiv in zukünftige Zielsetzungsprozesse einzubeziehen, um sicherzustellen, dass ihre Perspektiven in unsere Nachhaltigkeitsziele integriert werden.

Es wurden keine Änderungen an den Zielen, den entsprechenden Kennzahlen, den Messmethoden, den Annahmen oder den Datenerfassungsprozessen vorgenommen. Daher gibt es keine Anpassungen, welche die Vergleichbarkeit über die Zeit beeinflussen.

Da die Ziele erst 2025 festgelegt und im Zuge der strategischen Rekalibrierung ausgerollt wurden, befinden sie sich in einer frühen Umsetzungsphase. Daher wurden noch keine messbaren Fortschritte verzeichnet. Weitere Details sind Tabelle E1-6 zu entnehmen.

E1-4 - Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG)

Kohärenz zwischen Zielen und THG-Inventargrenzen:

Die Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG) sind mit den Systemgrenzen des THG-Inventars konsistent.

Dekarbonisierungshebel für Scope 1 & 2 (tCO2e):

Die Reduktionswerte für Scope 1 und 2 basieren auf erfassten Verbrauchsdaten und den daraus resultierenden Emissionen. Sie entstehen vor allem durch den Umstieg auf Strom aus erneuerbaren Quellen sowie durch den Ersatz von Gasheizsystemen und gasbetriebenen Maschinen.

Elektrifizierung: 3.762 tCO2e

Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen: 8.516 tCO2e

Dekarbonisierungshebel für Scope 3 (tCO2e):

Die Dekarbonisierungsmaßnahmen in Scope 3 basieren auf Schätzungen für die jeweiligen Scope-3-Kategorien, da genaue Maßnahmen innerhalb der Wertschöpfungskette aufgrund erheblicher Abhängigkeiten von den Aktionen der Wertschöpfungspartner derzeit noch nicht vollständig quantifiziert werden können. Der Schwerpunkt liegt auf eingekauften Materialien (Scope 3.1), wobei „Materialeffizienz und Verbrauchsreduktion“ primär auf die nachhaltigere Stahlproduktion abzielt.

Brennstoffwechsel: 11.337 tCO2e

Materialeffizienz und Verbrauchsreduktion: 60.274 tCO2e

Energieeffizienzmaßnahmen: 5.826 tCO2e

Sonstige Maßnahmen: 2.885 tCO2e

Berücksichtigung von Klimaszenarien in der Dekarbonisierungsstrategie & externe Verifizierung:

SBO befindet sich in der frühen Phase der Analyse verschiedener Klimaszenarien, um relevante umweltbezogene, gesellschaftliche, technologische, marktbezogene und politische Entwicklungen zu identifizieren. Die festgelegten Ziele wurden bislang nicht extern verifiziert, und das 2030-Ziel ist noch nicht vollständig mit dem 1,5°C-Pfad abgestimmt. Während die Reduktionsambitionen auf einer detaillierten internen Bewertung sowie einer Analyse von Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette basieren, wird eine weitere Verfeinerung erforderlich sein, um die vollständige Kompatibilität mit international anerkannten Klimapfaden sicherzustellen.

E1-4-AR 30B - Pläne zur Einführung neuer Technologien und deren Rolle bei der Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele

SBO stellt Komponenten her, die in Carbon Capture & Storage (CCS)-Anwendungen eingesetzt werden. Allerdings wird CCS nicht als Teil der eigenen Emissionsreduktionsstrategie betrachtet und ist daher in diesem Kontext weder quantifiziert noch berücksichtigt.

E 1- 4- Ziele

Angesprochenes wesentliches (Unter-)Thema MDR-T-80a Klimaschutz
Angesprochene wesentliche IRO´s MDR-T-80a Treibhausgasemissionen
Angesprochene Konzepte MDR-T-80a Übergangsplan für den Klimaschutz (Climate Transition Plan - in Entwicklung)
Titel des Ziels MDR-T-80a SBO plant bis 2030, absolute Scope 1 & 2 Emissionen um 30 % im Vergleich zu 2022 zu reduzieren.
Zielwert MDR-T-80b -30
Absolutes oder relatives Ziel MDR-T-80b Relatives Ziel
Zieleinheit MDR-T-80b %
Zielwert in tCO2e E1-4-34a 9.550 tCO2e
Enthaltene Treibhausgase E 1-4-34b Alle sieben Kyoto-Gase (CO2, HFC, SF6, PFC, CH4, N2O, NF3)
Scopes E 1-4-34b Scope 1 & 2 (market based)
Für THG-Reduktionsziele (nur für Scope-3-Ziele): E 1-4-34b Nicht zutreffend
Enthaltene Scope-3-Unterkategorien E 1-4-34b Nicht zutreffend
Zuweisung pro Scope E 1-4-34b Scope 1 & 2
Anteil der Scopes und Gesamtemissionen E 1-4 34b Scope 1 & 2
Zielbereich in Bezug auf die Geschäftsaktivitäten MDR-T-80c Eigene Aktivitäten
Zielbereich in Bezug auf die geografischen Gebiete MDR-T-80c Global
Ziel-Basisjahr MDR-T-80d 2022
Bezugswert MDR-T-80d 13.643 tCO2e
Zielzeitraum MDR-T-80e 2030
Etappenziele oder Zwischenziele MDR-T-80e Keine
Angesprochenes wesentliches (Unter-)Thema MDR-T-80a Klimaschutz
Angesprochenes wesentliches IRO MDR-T-80a Treibhausgasemissionen
Angesprochene Konzepte MDR-T-80a Übergangsplan für den Klimaschutz (Climate Transition Plan - in Entwicklung)
Titel des Ziels MDR-T-80a SBO plant bis 2030, absolute Scope 3-Emissionen um 10 % im Vergleich zu 2022 zu reduzieren.
Zielwert MDR-T-80b -10
Absolutes oder relatives Ziel MDR-T-80b Relatives Ziel
Zieleinheit MDR-T-80b %
Zielwert in tCO2e E1-4-34a 80.321 tCO2e
Enthaltene Treibhausgase E 1-4-34b Alle sieben Kyoto-Gase (CO2, HFC, SF6, PFC, CH4, N2O, NF3)
Scopes E 1-4-34b Scope 3
Enthaltene Unterkategorien von Scope 3 E 1-4-34b Alle
Zuweisung pro Scope E 1-4-34b Scope 3
Anteil der Scopes und

Gesamtemissionen
E 1-4 34b Scope 3
Zielbereich in Bezug auf

die Geschäftsaktivitäten
MDR-T-80c Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette
Zielbereich in Bezug auf

die geografischen Gebiete
MDR-T-80c Global
Ziel-Basisjahr MDR-T-80d 2022
Bezugswert MDR-T-80d 89.246 tCO2e
Zielzeitraum MDR-T-80e 2030
Etappenziele oder Zwischenziele MDR-T-80e Keine
Angesprochenes wesentliches (Unter-)Thema MDR-T-80a Klimaschutz
Angesprochenes wesentliches IRO MDR-T-80a Treibhausgasemissionen
Angesprochene Konzepte MDR-T-80a Übergangsplan für den Klimaschutz (Climate Transition Plan - in Entwicklung)
Titel des Ziels MDR-T-80a SBO plant, absolute Scope 1 & 2 Emissionen um 90 % im Vergleich zu 2022 bis 2050 zu reduzieren.
Zielwert MDR-T-80b -90
Absolutes oder relatives Ziel MDR-T-80b Relatives Ziel
Zieleinheit MDR-T-80b %
Zielwert in tCO2e E1-4-34a 1.364 tCO2e
Enthaltene Treibhausgase E 1-4-34b Alle sieben Kyoto-Gase (CO2, HFC, SF6, PFC, CH4, N2O, NF3)
Scopes E 1-4-34b Scope 1 & 2 (market based)
Enthaltene Unterkategorien von Scope 3 E 1-4-34b Nicht zutreffend
Zuweisung pro Scope E 1-4-34b Scope 1 & 2
Anteil der Scopes und

Gesamtemissionen
E 1-4 34b Scope 1 & 2
Zielbereich in Bezug auf

die Geschäftsaktivitäten
MDR-T-80c Eigene Aktivitäten
Zielbereich in Bezug auf

die geografischen Gebiete
MDR-T-80c Global
Ziel-Basisjahr MDR-T-80d 2022
Bezugswert MDR-T-80d 13.643 tCO2e
Zielzeitraum MDR-T-80e 2050
Etappenziele oder Zwischenziele MDR-T-80e Keine
Angesprochenes wesentliches (Unter-)Thema MDR-T-80a Klimaschutz
Angesprochenes wesentliches IRO MDR-T-80a Treibhausgasemissionen
Angesprochene Konzepte MDR-T-80a Übergangsplan für den Klimaschutz

(Climate Transition Plan – in Entwicklung)
Titel des Ziels MDR-T-80a SBO plant, absolute Scope 3-Emissionen um 90 % im Vergleich zu 2022 bis 2050 zu reduzieren.
Zielwert MDR-T-80b -90
Absolutes oder relatives Ziel MDR-T-80b Relatives Ziel
Zieleinheit MDR-T-80b %
Zielwert in tCO2e E1-4-34a 8.925 tCO2e
Enthaltene Treibhausgase E 1-4-34b Alle sieben Kyoto-Gase (CO2, HFC, SF6, PFC, CH4, N2O, NF3)
Scopes E 1-4-34b Scope 3
Enthaltene Unterkategorien von Scope 3 E 1-4-34b Alle
Zuweisung pro Scope E 1-4-34b Scope 3
Anteil der Scopes und

Gesamtemissionen
E 1-4 34b Scope 3
Zielbereich in Bezug auf

die Geschäftsaktivitäten
MDR-T-80c Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette
Zielbereich in Bezug auf

die geografischen Gebiete
MDR-T-80c Global
Ziel-Basisjahr MDR-T-80d 2022
Bezugswert MDR-T-80d 89.246 tCO2e
Zielzeitraum MDR-T-80e 2050
Etappenziele oder Zwischenziele MDR-T-80e Keine

3.5 E1-5 - Energieverbrauch und Energiemix

E1-5 - 36-38 & AR 34 - ENERGIEVERBRAUCH UND ENERGIEMIX
E1-5 - 39 - ENERGIE
Energieverbrauch und Energiemix 2024 2025
Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen (MWh) - -
Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen (MWh) 5.787 7.445
Brennstoffverbrauch aus Erdgas (MWh) 10.730 11.539
Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen (MWh) - -
Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus fossilen Quellen (MWh) 14.378 15.058
Gesamtverbrauch fossiler Energie (MWh) 30.896 34.042
Anteil der fossilen Energieträger

am Gesamtenergieverbrauch (in %)
60 65
Verbrauch aus nuklearen Quellen (MWh) 5.748 1.474
Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am

Gesamtenergieverbrauch (in %)
11 3
Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse (MWh) - -
Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus erneuerbaren Quellen (MWh) 13.553 14.929
Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt (MWh) 1.365 1.716
Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie (MWh) 14.917 16.645
Anteil erneuerbarer Quellen

am Gesamtenergieverbrauch (in %)
29 32
Gesamtenergieverbrauch (MWh) 51.562 52.179
Eigene Energieerzeugung 2024 2025
Selbst erzeugte Energie aus fossilen Quellen (MWh) - -
Selbst erzeugte Energie aus erneuerbaren Quellen (MWh) 1.996 2.317
3.5.3 E1-5 - 40 - ENERGIEINTENSITÄT PRO NETTOUMSATZ
Energieintensität pro Nettoerlös 2024 2025 Änderung zum Vorjahr (in %)
Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren pro Nettoumsatzerlös aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren (MWh/Währungseinheit) 92 115 25
E1-5 - 41 - GESAMT-ENERGIEVERBRAUCH DURCH AKTIVITÄTEN IN KLIMAINTENSIVEN SEKTOREN

Der Gesamtenergieverbrauch durch Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren beläuft sich auf 52.179 MWh.

E1-5 - AR 38B - NETTOUMSATZ AUS AKTIVITÄTEN IN KLIMAINTENSIVEN UND ANDEREN SEKTOREN

Der Nettoumsatz wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Umsatzerlöse ausgewiesen.

E1-5 - 42 - KLIMAINTENSIVE SEKTOREN

SBO ist ein Hersteller von Stahl und Equipmenthersteller für die Energieindustrie und darüber hinaus. Die Aktivitäten von SBO in diesem Sektor, insbesondere die Herstellung von Komponenten wie Bohr- und Komplettierungsausrüstung, tragen aufgrund des Energieverbrauchs und der Emissionen aus den Herstellungsprozessen zu einem ökologischen Fußabdruck bei.

E1-6 - Brutto-Emissionen Scope 1, 2, 3 und Gesamt-THG

Retrospective Milestones and target years
Scope-1-Treibhausgasemissionen Base Year 2024 2025 Change to previous year (in %) 2030 2050 Jährlich % des Ziels / Basisjahr
Scope-1-THG-Bruttoemissionen (tCO2eq) 4.180 4.120 4.178 1,41 % 2.926 418 -3 %
Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (%) 0 0 0 0,00 % - - -
Scope-2-Treibhausgasemissionen
Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttomissionen (tCO2eq) 11.647 12.086 11.266 -6,78 % 8.153 1.165 -3 %
Marktbasierte Scope-2-THG-Bruttomissionen (tCO2eq) 9.463 9.210 8.859 -3,81 % 6.624 946 -3 %
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen
Gesamte indirekte (Scope-3-) THG-Bruttoemissionen (tCO2eq) 89.246 106.249 92.967 -13 % 80.321 8.925 -3 %
1 Erworbene Waren und Dienstleistungen 57.813 66.386 55.585 -16 %
2 Investitionsgüter 6.473 9.680 10.741 11 %
3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten) 3.658 3.971 3.843 -3 %
4 Vorgelagerter Transport und Vertrieb 1.243 3.391 2.854 -16 %
5 Abfallaufkommen 3.691 3.877 3.715 -4 %
6 Geschäftsreisen 2.599 3.264 3.173 -3 %
7 Pendeln der Mitarbeitenden 2.084 2.450 2.391 -2 %
8 Angemietete oder geleaste Sachanlagen 0 0 0 0 %
9 Nachgelagerter Transport und Vertrieb 5.611 6.554 2.623 -60 %
10 Verarbeitung verkaufter Produkte 5.466 5.778 7.294 26 %
11 Nutzung verkaufter Produkte 0 0 0 0 %
12 Umgang mit verkauften Produkten an deren Lebenszyklusende 607 896 749 -16 %
13 Vermietete oder verleaste Sachanlagen 0 0 0 0 %
14 Franchise 0 0 0 0 %
15 Investitionen 0 0 0 0 %
Gesamte Treibhausgasemissionen
Gesamte THG-Emissionen (standortbezogen) (tCO2eq) 105.073 122.455 108.411 -11 %
Gesamte THG-Emissionen (marktbasiert) (tCO2eq) 102.889 119.579 106.004 -11 %
THG-Intensität pro Nettoerlös 2024 2025 Änderung zum Vorjahr

(in %)
THG-Gesamtemissionen (standortbezogen) pro Nettoerlös (t CO2e/Währungseinheit) 218 238 9 %
THG-Gesamtemissionen (marktbasiert) pro Nettoerlös (t CO2e/Währungseinheit) 213 233 9 %
E1-6 - 46 - LEITLINIEN FÜR DIE OFFENLEGUNG VON THG-EMISSIONEN GEMÄSS ESRS 1

Die Systemgrenzen für die Berechnung des Corporate Carbon Footprint umfassen alle Standorte, die SBO direkt kontrolliert.

E1-6 - 47 - OFFENLEGUNGSPFLICHTEN BEI WESENTLICHEN ÄNDERUNGEN UND AUSWIRKUNGEN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE AUF DIE VERGLEICHBARKEIT DER THG-EMISSIONEN

Die Systemgrenzen wurden im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich beibehalten. Im Berichtsjahr 2025 wurde jedoch die 3T Additive Manufacturing Limited erworben und ab dem Erwerbszeitpunkt in die Berichtsgrenze (Konsolidierungskreis) einbezogen. Weitere Unternehmen, Beteiligungen oder Standorte wurden nicht gekauft oder verkauft, und es wurden keine zusätzlichen Scope-3-Kategorien berücksichtigt.

E1-6 - AR 39 B - OFFENLEGUNG DER METHODEN, WESENTLICHEN ANNAHMEN UND EMISSIONSFAKTOREN, DIE ZUR BERECHNUNG ODER MESSUNG VON THG-EMISSIONEN VERWENDET WERDEN

Bei der Erstellung des Corporate Carbon Footprint (CCF)-Berichts wendet SBO Methoden, Emissionsfaktoren und Annahmen an, die dem Greenhouse Gas Protocol entsprechen.

Die Scope-3-Emissionen wurden erstmals 2023 mit einer Kombination aus der Durchschnittsdaten- und der ausgabenbasierten Methode berechnet. Die Emissionsfaktoren wurden aus Quellen wie Ecoinvent, Idemat und DBEIS abgeleitet, während Datenlücken durch plausible Annahmen, wie z.B. die Schätzung von Produktgewichten oder die Verwendung von durchschnittlichen Pendlerdaten der Mitarbeiter, geschlossen wurden.

SBO arbeitet aktiv mit ihren Lieferanten zusammen und investiert in verbesserte Datenmanagement-Tools und Mitarbeiter schulungen, um die Genauigkeit und Transparenz bei künftigen Emissionsmessungen zu verbessern.

E1-6 - AR 42 c - BRUTTO-TREIBHAUSGASEMISSIONEN (SCOPE 1, 2 UND 3) UND GESAMTEMISSIONEN

Die Konsolidierungsergebnisse anderer Unternehmen sind für die Berechnung der Brutto-Treibhausgasemissionen von SBO nicht relevant, da nur Emissionen aus dem SBO-Konsolidierungskreis und den zugehörigen Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Aktivitäten berücksichtigt werden.

E1-6 - 51 - ANGABEN ZU THG-EMISSIONEN NACH SCOPE 3

SBO hat die Relevanz aller 15 Scope-3-Kategorien überprüft, jedoch bestimmte Kategorien als nicht relevant für die Berechnung der THG Emissionen eingestuft. Scope 3.8 (Leasing von Vermögenswerten) wurde ausgeschlossen, da SBO in seiner vorgelagerten Wertschöpfungskette keine Lagerräumlichkeiten oder ähnliche Vermögenswerte least. Ebenso wurden Scope 3.11 und 3.13, die sich auf den Energieverbrauch verkaufter oder vermieteter Produkte beziehen, nicht berücksichtigt, da die von SBO vertriebenen Produkte keinen direkten Strom- oder fossilen Brennstoffverbrauch erfordern. Auch Scope 3.14 (Franchise) wurde ausgeschlossen, da SBO keine Franchise-Lizenzen vergibt, sowie Scope 3.15 (Investitionen), da alle Tochtergesellschaften vollständig in die Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte von SBO konsolidiert sind.

Für die verbleibenden Scope-3-Kategorien wurden die Emissionen unter Verwendung der Durchschnittsdatenmethode und der ausgabenbasierten Methode berechnet, da lieferantenspezifische CO2-Fußabdruckdaten, insbesondere von Anbietern außerhalb der EU, nur begrenzt verfügbar sind. In Zukunft plant SBO, detailliertere lieferantenspezifische Informationen zu erfassen, um die Genauigkeit der Berechnungen weiter zu verbessern.

E1-6 - AR 46 H-I - KONSOLIDIERTE GRUPPE

Eine interne Zusammenfassung der Berechnungsansätze für jeden Scope ist im CCF-Bericht verfügbar. Sie enthält eine detaillierte Aufschlüsselung der für jede Scope-Kategorie (Scope 1, 2 und 3) verwendeten Methoden, einschließlich der Verwendung der Durchschnittsdatenmethode und der ausgabenbasierten Methode für Scope-3-Emissionen. Außerdem werden die Datenquellen, wie z.B. die Emissionsfaktoren aus offiziellen Datenbanken (z.B. DBEIS, Ecoinvent, Idemat) und der Ansatz zur Schätzung der Emissionen für bestimmte Kategorien, für die keine Daten verfügbar waren, dargestellt.

Für den Abschlussprüfer steht eine ausführliche Dokumentation der Berechnungsmethode, der Datenquellen und anderer relevanter Aspekte, wie Annahmen und Schätzungen, zur Verfügung. Dies sorgt für Transparenz und ermöglicht es dem Prüfer, die Genauigkeit und Vollständigkeit der Emissionsberechnungen in Übereinstimmung mit den Standards des Greenhouse Gas Protocol zu überprüfen.

E1-6 - 55 - AR 55 - ABGLEICH DES NETTOUMSATZES

Der Nettoumsatz wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Umsatzerlöse ausgewiesen.

E1-MDR-M - Kennzahlen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten

E1-MDR-M-77B

Die Zahlen wurden nicht extern verifiziert. Zur Validierung der Messungen wurden interne Qualitätskontrollen durchgeführt, darunter Prüfungen auf Vollständigkeit der Daten, Vergleiche mit den Vorjahreswerten sowie Plausibilitätsprüfungen zwischen den Konzerngesellschaften.

Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder spezifische Kennzahlen Methoden, wesentliche Annahmen und Grenzen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Gesamtenergieverbrauch ESRS-Kennzahl Die Summe des Energieverbrauchs aus fossilen, nuklearen und erneuerbaren Energiequellen wird durch die Aggregation von Daten aus Energiezählern und Energierechnungen berechnet. Jede Tochtergesellschaft liefert den Energieverbrauch pro Energiequelle. Die Daten werden auf Konzernebene für jeden KPI konsolidiert. Für den Großteil des Energieverbrauchs ist der Energiemix verfügbar, nur wenige Schätzungen waren erforderlich.
Gesamtverbrauch an fossiler Energie ESRS-Kennzahl Die Summe des Energieverbrauchs aus fossilen Energieträgern wird durch Aggregation der Daten von Energiezählern und Energierechnungen berechnet. Jedes Unternehmen liefert den Energieverbrauch pro Energieträger. Die Daten werden auf Gruppenebene für jeden KPI konsolidiert.
Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen ESRS-Kennzahl SBO erzeugt nicht direkt Energie durch den Einsatz von Kohle, aber der bezogene Strom enthält durch Kohle erzeugten Strom, daher werden Energie-/Stromrechnungen als Quelle verwendet. Jede Tochtergesellschaft liefert den Energieverbrauch pro Energieträger. Die Daten werden auf Konzernebene für jeden KPI konsolidiert.
Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Rohölerzeugnissen ESRS-Kennzahl Der Energieverbrauch aus Rohöl basiert auf dem Verbrauch von Diesel und Benzin sowie von Heizöl (leicht und schwer). SBO verbraucht Diesel und Benzin hauptsächlich für Firmenfahrzeuge. Die Daten der einzelnen Tochtergesellschaften werden kategorisiert und dann auf Konzernebene aggregiert, um sicherzustellen, dass alle Werte standardisiert in MWh umgerechnet werden. Für die meisten der verbrauchten Kraftstoffe werden Energierechnungen als Datenquelle verwendet, in einigen wenigen Fällen werden Schätzungen herangezogen.
Brennstoffverbrauch aus Erdgas ESRS-Kennzahl Die Summe des Energieverbrauchs von Erdgas wird berechnet, indem Daten über verschiedene Erdgasprodukte, einschließlich Propan, Butan, Erdgas, Flüssiggas (LPG), Flüssigerdgas (LNG) und komprimiertes Erdgas (CNG), aus Energierechnungen und Energiezählern gesammelt, kategorisiert und die Verbrauchszahlen für jeden Produkttyp zu einer Gesamtsumme zusammengefasst werden, wobei sichergestellt wird, dass alle Werte in derselben Einheit (z.B. MWh) angegeben werden.
Brennstoffverbrauch aus anderen fossilen Quellen ESRS-Kennzahl Derzeit gibt es keinen Brennstoffverbrauch - Verbrauch aus anderen fossilen Quellen.
Anteil der fossilen Energieträger

des Gesamtenergieverbrauchs
ESRS-Kennzahl Der Anteil der fossilen Energie wird berechnet, indem der Gesamtenergieverbrauch aus fossilen Quellen durch den Gesamtenergieverbrauch geteilt wird.
Verbrauch aus nuklearen Quellen ESRS-Kennzahl Der Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen wird an einigen Standorten genutzt und in Megawattstunden (MWh) berechnet, indem die Energiemixe aus den Rechnungen der Stromversorger zusammengefasst werden. Die Daten werden auf Konzernebene für jeden KPI konsolidiert.
Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch ESRS-Kennzahl Der Anteil der Kernenergie wird berechnet, indem der Energieverbrauch aus Kernenergie durch den Gesamtenergieverbrauch geteilt wird.
Gesamtverbrauch an erneuerbarer Energie ESRS-Kennzahl Der Gesamtverbrauch an erneuerbarer Energie wird anhand von Daten über den Verbrauch von selbst erzeugter und zugekaufter erneuerbarer Energie bewertet. Jede Tochtergesellschaft liefert den Energieverbrauch pro Energiequelle. Die Daten werden auf Konzernebene für jeden KPI konsolidiert.
Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse ESRS-Kennzahl Gegenwärtig verbraucht SBO keine nennenswerte Menge an Energie aus solchen Quellen.
Verbrauch von selbst erzeugter erneuerbarer Energie ohne Brennstoff ESRS-Kennzahl Daten aus verschiedenen Quellen, einschließlich Energieproduktionsberichten, Rechnungen von Versorgungsunternehmen und Überwachungssystemen für erneuerbare Energien. Die Daten werden auf Gruppenebene für jeden KPI konsolidiert.
Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch ESRS-Kennzahl Der Anteil der erneuerbaren Energien wird berechnet, indem der Gesamtenergieverbrauch aus erneuerbaren Energiequellen durch den Gesamtenergieverbrauch geteilt wird.
Verbrauch von erhaltener oder

erworbener Elektrizität
ESRS-Kennzahl Die Daten stammen aus den Energierechnungen und Energiezählern der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Daten werden für jeden KPI auf Gruppenebene konsolidiert.
Verbrauch von erhaltener oder

erworbener Wärme
ESRS-Kennzahl SBO verbraucht nur eine unbedeutende Menge an Wärme, die sie über Fernwärme bezieht. Die Daten stammen aus den Energierechnungen und Energieprotokollen der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Daten werden auf Konzernebene für jeden KPI konsolidiert.
Verbrauch aus erhaltener oder

erworbener Kühlung
ESRS-Kennzahl Nicht anwendbar
Verbrauch von erhaltenem oder

erworbenem Dampf
ESRS-Kennzahl Nicht anwendbar
Selbst erzeugte Energie aus fossilen Quellen ESRS-Kennzahl Nicht anwendbar
Selbst erzeugte Energie aus erneuerbaren Quellen ESRS-Kennzahl Daten über die Erzeugung erneuerbarer Energien werden anhand von Energiebereitstellungsberichten, Rechnungen von Versorgungsunternehmen und Überwachungssystemen für erneuerbare Energien erhoben. Derzeit wird erneuerbare Energie mit PV-Anlagen in einigen Tochtergesellschaften erzeugt. Jede Tochtergesellschaft liefert den Energieverbrauch pro Energiequelle. Die Daten werden auf Gruppenebene für jeden KPI konsolidiert.
Energieintensität von Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren (Gesamtenergieverbrauch je Nettoeinnahmen) ESRS-Kennzahl Die Daten des Gesamtverbrauchs an fossiler Energie werden durch den Nettoumsatz der SBO-Gruppe geteilt.
Brutto-THG-Emissionen nach

Scope 1
ESRS-Kennzahl Die Daten wurden auf der Grundlage von Rechnungen für den Verbrauch von Erdgas und Benzin/Diesel erhoben. In einigen wenigen Fällen wurden jährlich gefahrene Kilometer und Durchschnittsverbrauch für Firmenfahrzeuge verwendet. Emissionsfaktoren wurden aus IEA 2021 und AIB 2021 herangezogen.
Brutto location based Scope-

2-THG-Emissionen
ESRS-Kennzahl Die Brutto-THG-Emissionen nach Scope 2 (location based) werden in Übereinstimmung mit dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) - Scope 2 Guidance berechnet. Dieser Ansatz stützt sich auf die durchschnittlichen Emissionsfaktoren des Netzes an den geografischen Standorten, an denen Strom verbraucht wird. In Ermangelung spezifischer lokaler Emissionsfaktoren werden landes- oder regionsweite Durchschnittswerte verwendet.
Brutto market based Scope-2-THG-Emissionen ESRS-Kennzahl Die brutto Scope-2-Treibhausgasemissionen (marktbasierte Methode) werden auf Grundlage der Informationen des Stromanbieters berechnet.
Gesamte THG-Emissionen location based ESRS-Kennzahl Die Summe aus Brutto-Scope 1 THG-Emissionen, Brutto Scope 2 THG-Emissionen location based und gesamte indirekte Brutto-Scope 3 THG-Emissionen
Gesamte THG-Emissionen market based ESRS-Kennzahl Die Summe aus Brutto-Scope 1 THG-Emissionen, Brutto market-based Scope 2 THG-Emissionen und gesamten indirekten Brutto-Scope 3 THG-Emissionen.
Treibhausgasintensität (location based) ESRS-Kennzahl Die Daten der gesamten Treibhausgasemissionen (location based) werden durch den Nettoumsatz des Berichtsjahres geteilt.
Treibhausgasintensität (market based) ESRS-Kennzahl Die Daten der gesamten Treibhausgasemissionen (market based) werden durch den Nettoumsatz des Berichtsjahres geteilt.
Gesamte indirekte Brutto-THGEmissionen

(Scope 3)
ESRS-Kennzahl Die Summe der indirekten Emissionen aus Scope 3.1-3.15
Scope 3.1 Eingekaufte Waren und

Dienstleistungen
ESRS-Kennzahl Die Rohstoffe wurden mit massenbasierten Emissionsfaktoren von Idemat bewertet. Gemäß der Durchschnittsmethode wurden die Gewichte (Tonnen) der eingekauften Rohstoffe von jeder Konzerngesellschaft erfasst und mit dem oben genannten Emissionsfaktor ("EF") multipliziert, um die gesamten CO2e-Emissionen zu ermitteln. Für andere eingekaufte Waren und Dienstleistungen, für die keine Gewichtsangaben zur Verfügung standen oder die Durchschnittsdatenmethode nicht anwendbar war (z.B. Dienstleistungen wie Ausgaben für Versicherungen oder IT-Support), wurde die ausgabenbasierte Methode angewandt.
Scope 3.2 Investitionsgüter ESRS-Kennzahl Es wurde die ausgabenbasierte Methode angewandt. Die ausgabenbasierten Emissionsfaktoren wurden der DEFRA-Datenbank von 2022 entnommen.
Scope 3.3 Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten) ESRS-Kennzahl Die vorgelagerten Emissionen von Kraftstoffen wie Benzin, Diesel und Ethanol, aber auch von Fernwärme und Strom wurden berücksichtigt. Die vorgelagerten Stromemissionen wurden location based ermittelt. Die jeweiligen Emissionsfaktoren für den Verbrauch von Erdgas, Benzin, Diesel und Fernwärme wurden der Ecoinvent-Datenbank entnommen, der jeweilige Emissionsfaktor für Bio-Ethanol von Ecoinvent. Die Emissionsfaktoren für die vorgelagerten Stromemissionen wurden auf der Grundlage der IEA- und Ecoinvent-Datenbank berechnet.
Scope 3.4 Vorgelagerter Transport und Vertrieb ESRS-Kennzahl Die Emissionsdaten konnten nicht direkt aus den von den Transportunternehmen erhaltenen Informationen abgeleitet werden, daher wurde die Methode der Durchschnittsdaten auf der Grundlage von Tonnenkilometern (tkm) oder mit anderen Worten die entfernungsbasierte Methode angewendet. Zur Ableitung der CO2e-Emissionen dieses Scopes wurde die jeweilige Transportart und der entsprechende EF aus der Ecoinvent-Datenbank pro Tonnenkilometer verwendet. Wenn die Entfernungen/Kilometerstände nicht direkt aus den Frachtpapieren verfügbar waren, wurden Online-Quellen wie Google Maps oder Searates.com verwendet, um die Kilometerstände vom Lieferanten zum jeweiligen SBO-Standort abzuleiten.
Scope 3.5 Abfälle aus dem Betrieb ESRS-Kennzahl Die CO2e-Emissionen wurden durch Multiplikation des angegebenen Gewichts mit Emissionsfaktoren ermittelt. Die durch die Entsorgung von Abfällen verursachten Emissionen wurden anhand von Emissionsfaktoren aus der Ecoinvent-Datenbank ermittelt. Flüssige Abfälle wurden ebenfalls in Tonnen gemessen. Eine der wichtigsten "Abfallkategorien" bei SBO ist Metallschrott in Form von Metallspänen. Diese Metallspäne werden an Dritte / Schrotthändler verkauft und gelten daher als Sekundärprodukte und nicht als Abfall. Daher werden die verkauften Metallspäne aus dem Geltungsbereich 3.5 ausgeschlossen und stattdessen unter Geltungsbereich 3.12 betrachtet.
Scope 3.6 Geschäftsreisen ESRS-Kennzahl Die ausgabenbasierten Emissionsfaktoren wurden der DBEIS-Datenbank entnommen und um Kurs- und Inflationseffekte bereinigt. Die Flugreisedaten wurden von DEFRA übernommen.
Scope 3.7 Pendeln von Arbeitnehmern ESRS-Kennzahl Als Basis für die Ermittlung der CO2e-Emissionen aus dem Pendeln der Mitarbeiter wurde die durchschnittliche Mitarbeiterzahl nach Konzernunternehmen herangezogen. Je nach Standort/Region der Konzerngesellschaft wurden die durchschnittlichen Emissionen pro Mitarbeiter zugrunde gelegt. (Jayakrishnan et al 2023)
Scope 3.8 Vorgelagerte geleaste

Vermögenswerte
ESRS-Kennzahl Nicht signifikante Mengen an geleasten Vermögenswerten wurden direkt in den Scope-1-Emissionen berücksichtigt.
Scope 3.9 Nachgelagerter Transport ESRS-Kennzahl Der Standort des Kunden ist als Grundlage für die Berechnung des Geltungsbereichs 3.9 festgelegt. Für die Ableitung der CO2e-Emissionen dieses Bereichs wurde die jeweilige Transportart und der entsprechende EF aus der Ecoinvent-Datenbank (Version 3.9.1, 2022) pro Tonnenkilometer verwendet. Wenn die Entfernungen/Kilometerstände nicht direkt aus den Versanddokumenten verfügbar waren, wurden Online-Quellen wie Google Maps oder Searates.com verwendet, um die Distanz von SBO zum jeweiligen Kundenstandort zu ermitteln.
Scope 3.10 Verarbeitung verkaufter Produkte ESRS-Kennzahl Diese Scope-Kategorie umfasst Emissionen aus der Verarbeitung/Herstellung von verkauften Rohstoffen (nicht-magnetisierbarer Stahl) durch Dritte. SBO schätzt die für die Herstellung des Endprodukts erforderlichen durchschnittlichen kWh und multipliziert diese mit dem errechneten Emissionsfaktor für Elektrizität. Der Emissionsfaktor basiert auf den location based Emissionen für Strom in der jeweiligen Verkaufsregion.
Scope 3.11 Verwendung der

verkauften Produkte
ESRS-Kennzahl Die von SBO verkauften Produkte (Metall-/Stahlkomponenten und Bohrwerkzeuge) benötigen keine Energie, wie z.B. fossile Brennstoffe oder Elektrizität, um von den Kunden von SBO verwendet zu werden.
Scope 3.12 End-of-Life-Behandlung von verkauften Produkten ESRS-Kennzahl Im Rahmen des Berechnungsmodells wurden auch die Emissionen aus der Entsorgung der hergestellten Produkte mit Emissionsfaktoren aus der Ecoinvent-Datenbank bewertet
Scope 3.13 Nachgelagerte

geleaste Vermögenswerte
ESRS-Kennzahl SBO-Produkte, die an Kunden vermietet werden (Bohrwerkzeuge), benötigen keine direkte Energie wie fossile Brennstoffe oder Elektrizität, um ihre Dienste zu leisten
Scope 3.14 Franchiseunternehmen ESRS-Kennzahl Nicht anwendbar
Scope 3.15 Investitionen ESRS-Kennzahl Nicht anwendbar, da alle Konzerngesellschaften voll konsolidiert sind.
Prozentsatz der anhand von Primärdaten berechneten Scope 3 Emissionen ESRS-Kennzahl Derzeit verwendet SBO keine Primärdaten, da diese von Lieferanten noch nicht verfügbar sind. SBO arbeitet jedoch eng mit den Hauptlieferanten zusammen um in Zukunft Primärdaten zu erhalten.

E2 Umweltverschmutzung

E2-1 - Konzepte im Bezug auf Umweltverschmutzung

E2-MDR-P - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON KONZEPTEN

SBO verfügt derzeit über keine spezifischen Konzepte zur Umweltverschmutzung. Der Grund dafür liegt darin, dass Verschmutzung im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse als wesentliches Thema identifiziert wurde, jedoch eine weitere Evaluierung und Abstimmung mit der Unternehmensstrategie erforderlich ist, bevor dedizierte Konzepte festgelegt werden können.SBO prüft diese Bereiche derzeit weiter, um den Bedarf an spezifischen Konzepten für die Zukunft zu bestimmen.

E2-2 - Maßnahmen und Ressourcen in Bezug auf Umweltverschmutzung

E2-MDR-A - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN SPEZIFISCHER MASSNAHMEN

SBO verwendet kleine Mengen bestimmter Stoffe wie z.B. Öle und andere Materialien, die üblicherweise in der industriellen Produktion verwendet werden. Aufgrund des ordnungsgemäßen Umgangs mit den geringen Mengen, die verwendet werden, wurden bisher keine weiteren detaillierten Überprüfungen durchgeführt.

E2-3 - Ziele in Bezug auf die Umweltverschmutzung

E2-MDR-T -72 - Ziele

SBO hat derzeit keine spezifischen Ziele im Rahmen von E2 Umweltverschmutzung festgelegt, da diese Themen bislang innerhalb eines übergeordneten Rahmens behandelt wurden. Aufgrund neuer regulatorischer Anforderungen befindet sich SBO derzeit in einem Analyseprozess, um den Bedarf an spezifischen Zielvorgaben zu bewerten.

E3 Wasser- und Meeresressourcen

E3-1 - Konzepte in Bezug auf Wasser- und Meeresressourcen

E3-MDR-P - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON KONZEPTEN

Maßnahmen zur effizienten Wassernutzung sind ein integraler Bestandteil der allgemeinen Nachhaltigkeitsbemühungen der SBO, insbesondere in Tochtergesellschaften, die mit Wasserknappheit konfrontiert sind. Um Risiken der Wasserknappheit an den SBO-eigenen Produktionsstandorten angemessen zu adressieren, werden derzeit standortspezifische Ansätze geprüft.

In Anbetracht der Tatsache, dass die SBO-Tochtergesellschaften insgesamt ca. 1.500 Mitarbeiter auf vier Kontinenten beschäftigen, wobei die Tochtergesellschaften im Durchschnitt jeweils weniger als 100 Mitarbeiter haben, besteht derzeit kein Bedarf an einem spezifischen Konzept zur Abmilderung von Wasserknappheitsrisiken, die Zulieferer in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, wie z.B. im Bergbau und in der Stahlherstellung, betreffen.

E3-1 - 13 - GEBIETE MIT WASSERKNAPPHEIT

SBO betreibt Standorte in Regionen mit Wasserknappheit. Um die damit verbundenen Risiken zu adressieren, erfassen wir den Wasserverbrauch standortbezogen und überwachen die Entwicklung fortlaufend; standortspezifische Wasserkonzepte werden geprüft.

E3-2 - Maßnahmen und Ressourcen in Zusammenhang mit dem Wasser- und Meeresressourcen-Konzept

E3-MDR-A - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON MASSNAHMEN

SBO hat sich vorrangig mit den unmittelbaren und direkten Umweltauswirkungen ihrer Tätigkeit befasst, weshalb im Vorfeld keine spezifischen Maßnahmen zum Schutz der Meeresressourcen oder zur Bewältigung von Wasserknappheit umgesetzt wurden.

E3-3 - Ziele in Bezug auf Wasser- und Meeresressourcen

E3-MDR-T - 72 - ZIELE

SBO hat derzeit keine spezifischen Ziele zur Wasserbewirtschaftung festgelegt, wird jedoch evaluieren, ob die Festlegung solcher Ziele erforderlich ist.

E3-4 - 29 Wasserverbrauch und Wasserintensitätsverhältnis

KPI 2025 2024 Einheit
Gesamter Wasserverbrauch 60.234 86.674 m3
Gesamtwasserverbrauch in wassergefährdeten Gebieten, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress 4.271 3.819 m3
Gesamtwassermenge, die recycelt und wiederverwendet wird 122.790 156.953 m3
Gespeichertes Wasser insgesamt 399 875 m3
Veränderungen bei der Wasserspeicherung -476 - m3
KPI 2025 2024 Einheit
Verhältnis der Wasserintensität 132 155 m3/ Millionen € Nettoumsatz
E3-4 - 28 - HINTERGRUNDINFORMATIONEN ZU WASSERDATEN

Verwendete Methoden umfassen Szenarioanalysen zur Bewertung der Auswirkungen von Wasserrisiken sowie die Datenerhebung an Betriebsstandorten. Wichtige Annahmen berücksichtigen stabile Lieferkettenoperationen und die Ausrichtung an übergeordneten Nachhaltigkeitszielen, wie Ressourceneffizienz und Einhaltung der ESRS-Anforderungen.

Der lokale Kontext, einschließlich Wasserknappheit und die Bedürfnisse der Gemeinschaften, wird in die Bewertungen einbezogen, um Relevanz und Machbarkeit sicherzustellen. SBO bewertet wasserbezogene Kennzahlen hauptsächlich durch direkte Messungen und externe Datenquellen, darunter Wasserabrechnungen, Zählerstände sowie auf Tochtergesellschaftsebene erhobene Daten, die auf Konzernebene aggregiert werden.

Die Kartierung von Regionen mit hoher Wasserknappheit erfolgt unter Verwendung des Aqueduct-Tools (WRI). In der Analyse wurde Wasserknappheit in Saudi-Arabien und Dubai identifiziert.

Daten zu recyceltem und wiederverwendetem Wasser basieren auf Drittanbieterdokumentationen. Die Wasserspeicherdaten ergeben sich aus der Kapazität der Speichereinheiten an den jeweiligen Standorten.

E3-MDR-M - Kennzahlen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten

E3-MDR-M-77B

Die Zahlen wurden nicht extern verifiziert. Zur Validierung der Messungen wurden interne Qualitätskontrollen durchgeführt, darunter Prüfungen auf Vollständigkeit der Daten, Vergleiche mit den Vorjahreswerten sowie Plausibilitätsprüfungen zwischen den Konzerngesellschaften.

Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder spezifische Kennzahlen Methoden, wesentliche Annahmen und Grenzen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Wasserverbrauch insgesamt ESRS-Kennzahl Die Daten zum Gesamtwasserverbrauch basieren auf Wasserrechnungen von Dritten sowie auf Zählerablesungen für den Grundwasserverbrauch. Die Daten werden auf der Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften erhoben und dann auf Konzernebene aggregiert.
Gesamtwasserverbrauch in wassergefährdeten Gebieten, einschließlich Gebieten mit

hohem Wasserstress
ESRS-Kennzahl Die Daten zum Gesamtwasserverbrauch basieren auf Wasserrechnungen von Dritten sowie auf Zählerablesungen für den Grundwasserverbrauch. Die Daten werden auf der Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften erhoben und dann auf Konzernebene aggregiert.

Jeder Standort wurde mit Aqueduct (WRI) kartiert, um festzustellen, welcher Standort in einem Gebiet mit hohem Wasserstress liegt. Der Gesamtwasserverbrauch dieser Orte wurde zur Berechnung des Gesamtwasserverbrauchs in Gebieten mit Wasserrisiko verwendet.
Gesamtwassermenge, die recycelt und wiederverwendet wird ESRS-Kennzahl Die Daten zum Wasserrecycling basieren auf Rechnungen von Dritten, die Menge des beschafften und wiederverwendeten Wassers misst. Die Daten werden auf der Ebene der einzelnen Tochtergesellschaft erhoben und dann auf Gruppenebene aggregiert.
Gespeichertes Wasser insgesamt ESRS-Kennzahl Die Daten zur Wasserspeicherung basieren auf der Größe der Wasserspeicher an jedem Standort. Die Daten werden auf der Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften erfasst und dann auf Gruppenebene aggregiert.
Veränderungen in der Wasserspeicherung ESRS-Kennzahl Derzeit wird davon ausgegangen, dass es keine Veränderungen bei der Wasserspeicherung gibt.
Wasserintensität ESRS-Kennzahl Die Daten für die Wasserintensität wurden mit der Finanzberichterstattung abgeglichen. Die Daten zum Gesamtwasserverbrauch basieren auf Wasserrechnungen von sowie auf Zählerablesungen für den Grundwasserverbrauch. Die Daten werden auf der Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften erhoben und dann auf Konzernebene aggregiert.

E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme

E4-1 - Übergangsplan und Berücksichtigung von Biodiversität und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell

E4-1 - 13 A - BEWERTUNG DER RESILIENZ DES GESCHÄFTSMODELLS UND DER STRATEGIE

SBO hat physische, Übergangs- und systemische Risiken im Zusammenhang mit Biodiversität und Ökosystemen im Rahmen der Wesentlichkeitsbewertung sowie der Risiko- und Chancenanalyse analysiert und bewertet. Eine vollständige Resilienz-Analyse wurde jedoch nicht durchgeführt.

E4-1 - 13 B - UMFANG DER RESILIENZANALYSE

SBO hat im Rahmen der Risikobewertung für Biodiversitätsrisiken seine Betriebsstandorte und Standorte mit bedeutenden Umweltinteraktionen berücksichtigt. Der Fokus lag auf Bereichen, in denen die eigenen Aktivitäten mit kritischen Ökosystemen in Wechselwirkung stehen.

Vorgelagerte und nachgelagerte Aktivitäten in der Wertschöpfungskette wurden teilweise berücksichtigt, insbesondere für Lieferanten und Partner, die in ökologisch sensiblen Gebieten tätig sind. In der vorgelagerten Wertschöpfungskette wurde besonderes Augenmerk auf Rohstoffabbaugebiete gelegt, während in der nachgelagerten Wertschöpfungskette die Auswirkungen des Produktlebenszyklus priorisiert wurden.

Die Analyse von Biodiversitätsrisiken wurde ausschließlich für die eigenen Betriebsstandorte durchgeführt, nicht jedoch für die gesamte Wertschöpfungskette. Da die endgültige Anwendung der Produkte nicht vollständig bekannt ist, wurde angenommen, dass das primäre Biodiversitätsrisiko eher aus den Aktivitäten selbst als aus spezifischen Endnutzungsorten resultiert.

Verbundene Risiken:

Zu den wesentlichen Risiken zählen potenzielle Habitatdegradierung, Nichteinhaltung regulatorischer Vorgaben sowie Reputationsrisiken durch Geschäftstätigkeiten oder Partnerschaften in biodiversitätssensiblen Gebieten.

Künftige Maßnahmen konzentrieren sich auf die verbesserte Datenerhebung und eine engere Zusammenarbeit mit Stakeholdern entlang der Wertschöpfungskette, um die Risikobewertung zu vertiefen und gezielte Minderungsmaßnahmen zu entwickeln.

E4-1 - 13 C - WICHTIGSTE ANNAHMEN

Die Beschaffung von Rohstoffen sowie die nachgelagerten Auswirkungen des Produktlebenszyklus in der Wertschöpfungskette werden als potenzielle Biodiversitätsrisiken eingestuft, insbesondere in Regionen mit fragilen Ökosystemen. Die Auswirkungen des Klimawandels, wie Temperaturveränderungen und Habitatverlust, werden als verstärkende Faktoren für Biodiversitätsrisiken in bestimmten Betriebs- und Lieferkettenregionen angenommen. Die Annahme, dass Biodiversitätsrisiken in der vorgelagerten Rohstoffbeschaffung sowie in den nachgelagerten Produktlebenszyklusphasen bestehen, basiert auf anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Umweltberichten. Studien wie der IPCC AR6 Synthesis Report (2023), Forschungen der Europäischen Umweltagentur (EEA) zur Rohstoffbeschaffung sowie UNEP-Bewertungen zu Umweltverschmutzung und Gesundheit zeigen die erheblichen ökologischen Auswirkungen von Bergbauaktivitäten, Landnutzungsänderungen und Verschmutzung. Zusätzlich unterstreichen Berichte aus Nature Sustainability, National Geographic und der Royal Society B die langfristigen Biodiversitätsrisiken industrieller Aktivitäten. Dazu zählen Habitatzerstörung, die Verbreitung invasiver Arten durch globale Lieferketten sowie Umweltverschmutzung durch die Nutzung fossiler Brennstoffe. Diese Quellen stützen die Schlussfolgerung, dass die vorgelagerten und nachgelagerten Aktivitäten von SBO potenzielle biodiversitätsbezogene Risiken bergen.

E4-1 - 13 D - VERWENDETE ZEITHORIZONTE

Für biodiversitätsbezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse mehrere Zeithorizonte berücksichtigt: kurzfristig (<1 Jahr), mittelfristig (2–5 Jahre) und langfristig (5–10 Jahre).

E4-1 - 13 E - ERGEBNISSE DER RESILIENZANALYSE

Die Analyse identifizierte Risiken im Zusammenhang mit Betriebsabläufen und Aktivitäten in der Wertschöpfungskette, darunter Habitatstörungen und die Degradierung von Ökosystemen. Resilienzmaßnahmen umfassen die Einhaltung von Umweltstandards sowie den Austausch mit Stakeholdern, um negative Auswirkungen zu minimieren. Bestimmte Betriebsabläufe und Aktivitäten in der Lieferkette sind von natürlichen Ressourcen aus ökologisch gefährdeten Regionen abhängig. Beispielsweise stehen die Rohstoffgewinnung (z.B. Stahlherstellung) und energieintensive Prozesse in direkter Verbindung mit Ökosystemen. Übergangsrisiken umfassen mögliche Änderungen der Umweltgesetzgebung (z.B. strengere Biodiversitätsvorschriften), Verschiebungen der Marktnachfrage hin zu nachhaltigeren Produkten sowie Reputationsrisiken, die durch Nichteinhaltung von Vorschriften oder Schädigung von Ökosystemen entstehen können. Diese Risiken könnten sich auf Betriebskosten und das Vertrauen der Stakeholder auswirken.

E4-1 - 13 F - EINBEZIEHUNG DER STAKEHOLDER

Die Stakeholder wurden nicht speziell zu biodiversitätsbezogenen Risiken befragt. SBO beabsichtigt, die Einbindung der Stakeholder in diesem Bereich in den kommenden Jahren zu erweitern. Die Einbindung der Stakeholder in Bezug auf die biologische Vielfalt kann auf der Grundlage der Nähe zum Betrieb, der Relevanz für die Lieferkette und des Fachwissens in Bezug auf die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme priorisiert werden. Künftige Einbindung kann sich auf direkt betroffene Stakeholder, einschließlich lokaler Gemeinden und Umweltgruppen, konzentrieren, um eine umfassende Risikoerkennung zu gewährleisten.

E4-1 - 14 - VERWEIS AUF INFORMATIONEN NACH ESRS 2 SBM-3

Die Bewertung der Risiken für die biologische Vielfalt und die Widerstandsfähigkeit unserer Strategie und unseres Geschäftsmodells wurde teilweise in unserer Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt. Diese Bewertung ist Teil unserer umfassenderen Umwelt- und Governance-Überlegungen. Obwohl biodiversitätsspezifische Risiken anerkannt werden, besteht keine Notwendigkeit für ein formales Konzept. Eine weitere detaillierte Analyse wird in Betracht gezogen, um das Verständnis und die Berichterstattung der SBO in Übereinstimmung mit den Anforderungen des ESRS 2 SBM-3 zu verbessern.

E4-2 - Konzepte in Bezug auf biologische Vielfalt und Ökosysteme

E4-MDR-P - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON KONZEPTEN

SBO hat kein eigenständiges Biodiversitäts-Konzept eingeführt, da ihre eigenen Tätigkeiten keine wesentlichen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt haben. Die Notwendigkeit solcher Konzepte wird neu bewertet werden, wenn künftige Entwicklungen dies erfordern.

E4-3 - Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und den Ökosystemen

E4-MDR-A - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN SPEZIFISCHER MASSNAHMEN

SBO engagiert sich für übergeordnete Umweltziele, wie die Reduktion von Emissionen, die gleichzeitig zum Schutz der Biodiversität beitragen. Biodiversität wurde bisher jedoch nicht als eigenständige Priorität innerhalb des ESG-Rahmens behandelt, weshalb derzeit keine spezifischen Maßnahmen in diesem Bereich bestehen.

E4-4 - Ziele im Zusammenhang mit Biodiversität und Ökosystemen

E4-MDR-T - 72 - ZIELE

SBO hat keine spezifischen Ziele für die biologische Vielfalt festgelegt, da ihre eigene Tätigkeit keine wesentlichen Auswirkungen hat. Die Relevanz von Biodiversitätszielen wird überprüft, wenn sich die betrieblichen oder rechtlichen Bedingungen ändern.

E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

E5-1 - Konzepte in Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

E5-MDR-P - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON KONZEPTEN

SBO treibt aktiv die Entwicklung recyclingfähiger Produkte, die Optimierung der Ressourceneffizienz und die Zusammenarbeit mit Lieferanten voran, um den Einsatz von Recyclingmaterialien zu erhöhen. Daher besteht derzeit kein Bedarf an einem formellen Konzept, das sich speziell mit dem ESRS E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft befasst.

E5-2 - Maßnahmen und Ressourcen in Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

E5-MDR-A - 62 - Gründe für das Fehlen spezifischer Maßnahmen

SBO hat mehrere Maßnahmen eingeleitet, die wichtige Aspekte der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft betreffen. Dazu gehören Aktivitäten, die Ressourceneffizienz zu optimieren und mit Lieferanten zusammenzuarbeiten, um den Einsatz von recycelten Materialien zu erhöhen. Das Fehlen eines vollständig integrierten Ansatzes ist auf die laufenden Bewertungen zurückzuführen, die darauf abzielen, das Verständnis für spezifische Auswirkungen, Risiken und Chancen zu vertiefen.

E5-3 - Ziele in Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

E5-MDR-T - 72 - ZIELE

SBO überwacht den Fortschritt durch laufende Bewertungen wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen. Dazu gehören die Analyse von Verbesserungen der Ressourceneffizienz, die Nachverfolgung von Abfallreduktionsmaßnahmen sowie die Bewertung der Zusammenarbeit mit Lieferanten zur Erhöhung des Anteils recycelter Materialien. Diese Maßnahmen gewährleisten kontinuierliche Fortschritte und dienen als Grundlage für die Festlegung zukünftiger Zielvorgaben. Derzeit wurden jedoch noch keine spezifischen Ziele definiert, da sich das Unternehmen noch in der Analysephase zur Identifikation der wirkungsvollsten Maßnahmen befindet.

E5-4 - Ressourcenzuflüsse

KPI 2025 2024 Einheit
Gesamtgewicht der während des Berichtszeitraums verwendeten Produkte und technischen und biologischen Materialien 13.536 14.337 Tonnen
Prozentualer Anteil der biologischen Materialien (und Biokraftstoffe, die für nicht-energetische Zwecke verwendet werden), die aus nachhaltigen Quellen stammen 0 0 %
Absolutes Gewicht der sekundär wiederverwendeten oder recycelten Bestandteile, sekundären Zwischenprodukte und sekundären Materialien, die zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens (einschließlich Verpackungen) verwendet werden 6.474 7.303 Tonnen
Prozentsatz der sekundär wiederverwendeten oder rezyklierten Bauteile, sekundären Zwischenprodukte und sekundären Werkstoffe 48 51 %
E5-4 - 32 - METHODEN ZUR BERECHNUNG DER DATEN

SBO verwendet eine Kombination aus direkten Messungen und Schätzungen zur Berechnung von Daten in Bezug auf den Ressourcenverbrauch und die Kreislaufwirtschaft, um die Einhaltung der CSRD-Berichtsstandards zu gewährleisten und die Transparenz der Angaben zu erhalten.

Direkte Messungen: Die wichtigsten Daten zum Ressourcenverbrauch, einschließlich Energieverbrauch und Materialeinsatz, werden mithilfe robuster interner Überwachungssysteme erfasst. Diese Systeme werden von den operativen Teams verwaltet und überprüft, um Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Konsistenz bei allen Berichtsaktivitäten zu gewährleisten.

Schätzungen: In Fällen, in denen direkte Messungen nicht möglich sind, wie z.B. bei von Lieferanten zur Verfügung gestellten Daten, werden Schätzungen auf der Grundlage anerkannter Industriestandards, historischer Daten und Materialspezifikationen vorgenommen.

Alle gemeldeten Nutzungsdaten spiegeln die Materialien in ihrem ursprünglichen Zustand wider und werden ohne weitere Anpassungen dargestellt.

E5-4 - AR 22 - TRANSPARENZ ZU MATERIALIEN AUS NEBENPRODUKTEN/ABFALLSTRÖMEN

SBO integriert Materialien, die aus Nebenprodukten und Abfallströmen gewonnen werden, wo immer dies möglich ist, und unterstreicht damit sein Engagement für Ressourceneffizienz und die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft.

Metallabfälle: Werden durch Dritte wiederverwendet und neuen Produktionsprozessen zugeführt, wodurch Abfälle erheblich minimiert und der Materialeinsatz optimiert werden. Recycelter Stahl: wird in die Fertigungsprozesse integriert, wodurch die Abhängigkeit von Primärrohstoffen verringert und ein nachhaltiges Ressourcenmanagement unterstützt wird. Abwärmerückgewinnung: Abwärmerückgewinnungssysteme werden in den Produktionsanlagen eingesetzt, um die Energieeffizienz zu verbessern und den Gesamtenergieverbrauch zu senken. Diese Maßnahmen sind integraler Bestandteil des SBO-Nachhaltigkeitskonzepts und ermöglichen die Reduzierung von Materialabfällen, eine bessere Ressourcennutzung und die Anpassung an die CSRD-Anforderungen in Bezug auf Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaftspraktiken.

E5-4 - AR 25 - VERMEIDUNG VON DOPPELZÄHLUNGEN BEI ÜBERSCHNEIDUNGEN DER KATEGORIEN WIEDERVERWENDUNG UND RECYCLING

SBO berichtet lediglich über die Kategorie Recycling, da die Wiederverwendung in unseren derzeitigen Prozessen nicht verfolgt oder gemeldet wird. Definition von Recycling: Wiederverwendung bezieht sich auf die Rückgewinnung und Wiederaufbereitung von Materialien zur Verwendung in neuen Anwendungen, wobei die ursprünglichen Eigenschaften des Materials verändert werden. So wird beispielsweise Stahlschrott gesammelt und zur Herstellung neuer Stahlprodukte durch Hauptlieferanten eingeschmolzen.

Vermeidung von Doppelzählungen: Da die Wiederverwendung nicht erfasst wird, gibt es keine Überschneidungen oder das Risiko von Doppelzählungen zwischen diesen Kategorien. Recycling-Aktivitäten werden unabhängig und einheitlich erfasst, was die Einhaltung der CSRD-Anforderungen gewährleistet und die Transparenz unserer Berichterstattung aufrechterhält. Sollte die Berichterstattung über die Wiederverwendung in Zukunft relevant werden, wird SBO klare Definitionen und Nachverfolgungsmechanismen einführen, um sie vom Recycling zu unterscheiden.

Kategorie des Ressourcenzuflusses Bezeichnung des Ressourcenzuflusses Kritische Substanzen / Seltene Erden Nutzung der Ressourcenzuflüsse
E5-4-30 E5-4-30 E5-4-30 E5-4-30
Rohstoffe / Materialien Stahl Nein Vorgelagerte Wertschöpfungskette und eigene Tätigkeit
Rohstoffe / Materialien Metallpulver Nein Vorgelagerte Wertschöpfungskette und eigene Tätigkeit
Rohstoffe / Materialien Aluminium Ja Vorgelagerte Wertschöpfungskette und eigene Tätigkeit
Rohstoffe / Materialien Harz und Härter Nein Vorgelagerte Wertschöpfungskette und eigene Tätigkeit
Rohstoffe / Materialien Glasfaser Nein Vorgelagerte Wertschöpfungskette und eigene Tätigkeit
Rohstoffe / Materialien Gummiprodukte Nein Vorgelagerte Wertschöpfungskette und eigene Tätigkeit
Rohstoffe / Materialien Polyesterprodukte Nein Vorgelagerte Wertschöpfungskette und eigene Tätigkeit
Rohstoffe / Materialien Magnesium Ja Vorgelagerte Wertschöpfungskette und eigene Tätigkeit
Verpackung Kunststoff Nein Eigene Tätigkeit
Verpackung Holz Nein Eigene Tätigkeit

E5-5 - Ressourcenabflüsse

Produktgruppe Produktkonzeption nach Kreislaufprinzipien Verwendetes Kreislaufprinzip Erfüllung der kreislauforientierten Umsätze Bewertung der Reparierbarkeit
Hergestellte Komponenten wie MWD/LWD-Tools Ja Recycling Kein kreislauforientierter Umsatz Nein
Nicht-magnetisierbarer Stahl (Solid and Drilled Collars) Ja Recycling Kein kreislauforientierter Umsatz Nein
Bohrmotoren & Ersatzteile für Motoren Ja Reparierbarkeit Kein kreislauforientierter Umsatz Nein
Zirkulationswerkzeuge Ja Reparierbarkeit Kein kreislauforientierter Umsatz Nein
Rotary Steerable-Tools Ja Reparierbarkeit Kein kreislauforientierter Umsatz Nein
Andere Downhole-Tools Ja Reparierbarkeit Kein kreislauforientierter Umsatz Nein
Plugs Nein Nicht anwendbar Kein kreislauforientierter Umsatz Nein
Sonstige Well-Completion-Ausrüstung Nein Recycling Kein kreislauforientierter Umsatz Nein
E5-5 - 36C - 37 ANTEILE RECYCELBARER MATERIALIEN IN PRODUKTEN & GESAMTABFALLMENGE
Anteil der recycelbaren Bestandteile in... 2025 2024
... Produkten 72 75 %
... Verpackungen - - %
Abfall 2025 2024 Wert
Gesamtes Abfallaufkommen 12.484 13.396 Tonnen
Gesamtes Abfallaufkommen gefährlicher Abfälle 1.053 1.493 Tonnen
Gesamtes Abfallaufkommen radioaktiver Abfälle - - Tonnen
Gefährliche Abfälle, die nicht zur Beseitigung bestimmt sind - - Tonnen
Gefährliche Abfälle, die durch die Vorbereitung zur Wiederverwendung von der Beseitigung abgezogen werden - - Tonnen
Gefährliche Abfälle, die durch Recycling von der Beseitigung abgezogen werden - - Tonnen
Gefährliche Abfälle, die aufgrund anderer Verwertungsverfahren von der Beseitigung abgezogen werden - - Tonnen
Ungefährliche Abfälle, die nicht zur Beseitigung bestimmt sind 2.757 4.205 Tonnen
Nicht gefährliche Abfälle, die aufgrund der Vorbereitung zur Wiederverwendung von der Beseitigung abgezogen werden - - Tonnen
Nicht gefährliche Abfälle, die aufgrund von Recycling von der Beseitigung abgezogen werden 2.757 4.205 Tonnen
Nicht gefährliche Abfälle, die durch andere Verwertungsverfahren von der Beseitigung abgezogen werden - - Tonnen
Gefährliche Abfälle, die der Beseitigung zugeführt werden 1.053 1.493 Tonnen
Gefährliche Abfälle, die der Beseitigung durch Verbrennung zugeführt werden - - Tonnen
Gefährliche Abfälle, die zur Beseitigung durch Deponierung bestimmt sind 1.053 1.493 Tonnen
Gefährliche Abfälle, die der Beseitigung durch andere Beseitigungsverfahren zugeführt werden - - Tonnen
Ungefährliche Abfälle, die der Beseitigung zugeführt werden 8.673 7.698 Tonnen
Nicht gefährliche Abfälle, die zur Beseitigung durch Verbrennung bestimmt sind - - Tonnen
Nicht gefährliche Abfälle, die zur Beseitigung durch Deponierung bestimmt sind 8.673 7.698 Tonnen
Nicht gefährliche Abfälle, die zur Beseitigung durch andere Beseitigungsverfahren bestimmt sind - - Tonnen
Nicht wiederverwertete Abfälle 9.726 9.191 Tonnen
Prozentualer Anteil der nicht recycelten Abfälle 78 69 %
E5-5 - 38 - RELEVANTE ABFALLSTRÖME & IM ABFALL ENTHALTENE MATERIALIEN

SBO identifiziert die folgenden Abfallströme als relevant für ihre Aktivitäten:

Metallspäne und Verschnitt: Fallen bei der Präzisionsbearbeitung von Komponenten aus hochlegiertem Stahl und Edelstahl an. Diese werden zur Wiederverwendung oder zum Recycling gesammelt.

Industrieller Stahlschrott: Reststahlmaterial aus Produktionsprozessen, das in Recyclingströme zurückgeführt wird.

Altöle und Schmierstoffe: Fallen beim Betrieb von Maschinen an und werden gemäß den Umweltvorschriften behandelt und entsorgt.

Verpackungsabfall: Dazu gehören Materialien wie Holzkisten, Plastikverpackungen und Pappe, die für den Transport von Bauteilen verwendet werden.

Gefährliche Abfälle: Begrenzte Mengen aus betrieblichen Prozessen, wie z.B. gebrauchte Lösungsmittel und Chemikalien, werden umweltbewusst gehandhabt.

Kompositabfälle: Diese entstehen vor allem bei der Verarbeitung und Entsorgung von Verbundwerkstoffen. Aufgrund ihrer Materialzusammensetzung sind sie schwer recycelbar und erfordern spezielle Entsorgungsverfahren.

Büroabfall: Fällt bei Verwaltungsvorgängen an, einschließlich Papier, Pappe und Elektronikschrott. Büroabfälle werden nach Möglichkeit sortiert und recycelt, wobei die örtlichen Vorschriften für die Abfallwirtschaft eingehalten werden.

SBO stellt sicher, dass diese Abfallströme überwacht werden, wobei der Schwerpunkt auf dem Recycling und der Wiederverwertung von Ressourcen liegt, in Übereinstimmung mit ihren Verpflichtungen zur Kreislaufwirtschaft.

E5-5 - 40 - METHODEN ZUR BERECHNUNG DER DATEN

SBO nutzt eine Kombination aus direkten Messungen und Schätzungen, um die Abfallmengen und Ressourcenabflüsse zu berechnen und so die Datengenauigkeit zu gewährleisten und gleichzeitig die betrieblichen Unterschiede zwischen den Standorten zu berücksichtigen.

Direkte Messungen:

Produktionsabfälle: Wo vorhanden, werden an den Sammelstellen geeichte Wiegesysteme eingesetzt, um Abfallströme wie Metallabfälle, Verpackungsabfälle und gefährliche Stoffe direkt zu messen. Ressourcenabflüsse: Die Mengen der verkauften Produkte und des zugehörigen Verpackungsmaterials werden anhand von Versanddokumenten, einschließlich Lieferscheinen und Rechnungen, erfasst, um eine genaue Verfolgung der Materialien, die das Unternehmen verlassen, zu gewährleisten.

Schätzungen:

In Einrichtungen, in denen keine Wiegesysteme vorhanden sind, werden die Abfallmengen anhand von Produktionsdaten, Materialverbrauchsraten und historischen Aufzeichnungen geschätzt. Zur Gewährleistung der Konsistenz werden gegebenenfalls auch branchenspezifische Richtwerte herangezogen. Bei unregelmäßigen oder geringfügigen Abfallströmen werden Schätzungen auf der Grundlage von Betriebsaufzeichnungen und ähnlichen Aktivitäten in der Vergangenheit vorgenommen.

E5-MDR-M - Kennzahlen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten

E5-MDR-M - 77 D - WÄHRUNGSSPEZIFIKATION FÜR KENNZAHLEN

SBO verwendet für alle monetären Bewertungen die in ihren Jahresabschlüssen angegebene Darstellungswährung. Dies gewährleistet Konsistenz in der Nachhaltigkeitsberichterstattung und in der Finanzberichterstattung, so dass die Stakeholder klare und vergleichbare Informationen erhalten.

E5-MDR-m-77B

Die Zahlen wurden nicht extern verifiziert. Zur Validierung der Messungen wurden interne Qualitätskontrollen durchgeführt, darunter Prüfungen auf Vollständigkeit der Daten, Vergleiche mit den Vorjahreswerten sowie Plausibilitätsprüfungen zwischen den Konzerngesellschaften.

Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder spezifische Kennzahlen Methoden, wesentliche Annahmen und Grenzen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Gesamtgewicht der während des Berichtszeitraums verwendeten Produkte und

technischen und biologischen Materialien
ESRS-Kennzahl Die Daten über das Gesamtgewicht der verwendeten Materialien basieren auf dem Gesamtgewicht der im hergestellten Materialien. Die Daten werden auf der Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften erhoben und dann auf Konzernebene konsolidiert.
Prozentsatz der biologischen Materialien (und Biokraftstoffe, die für nicht-energetische

Zwecke verwendet werden), die aus nachhaltiger Quelle stammen
ESRS-Kennzahl Derzeit werden keine Materialien beschafft, die als zertifizierte biologische Materialien gelten.
Das absolute Gewicht der sekundären wiederverwendeten oder rezyklierten Bestandteile,

sekundären Zwischenprodukte und sekundären Materialien, die zur Herstellung

der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens (einschließlich Verpackungen)

verwendet werden
ESRS-Kennzahl Der Prozentsatz des wiederverwendeten oder recycelten Stahls wird für jede Produktkategorie berechnet und zu einer allgemeinen Zahl für recycelten Stahl auf Gruppenebene zusammengefasst. Diese Recyclingquote wird dann dem Gesamtgewicht des verwendeten Stahls gegenübergestellt, um das Gewicht der wiederverwendeten oder recycelten Materialien zu berechnen.
Prozentsatz der sekundär wiederverwendeten oder rezyklierten Bauteile, sekundären

Zwischenprodukte und sekundären Materialien
ESRS-Kennzahl Das absolute Gewicht der recycelten oder wiederverwendeten Materialien (basierend auf recyceltem Stahl) wird durch das Gesamtgewicht der verwendeten Materialien auf Gruppenebene geteilt.
Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder spezifische Kennzahlen Methoden, wesentliche Annahmen und Grenzen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Gesamtabfallaufkommen ESRS-Kennzahl Abfalldaten werden je Abfallart erhoben. Die Abfalldaten werden auf Ebene jeder Tochtergesellschaft erhoben und anschließend auf Gruppenebene konsolidiert.
Abfall nach gefährlichem und nicht gefährlichem Abfall sowie Behandlungsart ESRS-Kennzahl Abfalldaten werden je Abfallart erhoben. Behandlungsarten werden abhängig von der Abfallart geschätzt. Die Gesamtmenge an Schrottmetall wird als dem Recycling zugeführt betrachtet, da sie getrennt zum Zweck der Wiederverwendung und des Recyclings gesammelt wird. Die Abfalldaten werden auf Ebene jeder Tochtergesellschaft erhoben und anschließend auf Gruppenebene konsolidiert.
Nicht recycelter Abfall ESRS-Kennzahl Das absolute Gewicht des Abfalls, der nicht dem Recycling zugeführt wird, wird auf Gruppenebene konsolidiert.
Anteil nicht recycelter Abfälle ESRS-Kennzahl Das absolute Gewicht des nicht recycelten Abfalls wird durch das Gesamtgewicht des Abfalls auf Gruppenebene geteilt.
Gesamte Menge gefährlicher Abfälle Abfalldaten werden je Abfallart erhoben, getrennt nach gefährlichem und nicht gefährlichem Abfall. Die Daten zu gefährlichen Abfällen werden auf Ebene jeder Tochtergesellschaft erhoben und anschließend auf Gruppenebene konsolidiert.
Gesamte Menge radioaktiver Abfälle ESRS-Kennzahl Abfalldaten werden je Abfallart erhoben, getrennt nach gefährlichem und nicht gefährlichem Abfall. Derzeit fällt kein radioaktiver Abfall an.

S1 Arbeitskräfte des Unternehmens

S1-1 - Konzepte in Bezug auf die eigene Belegschaft

S1-MDR-P - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON KONZEPTEN

Ein eigenständiges, umfassendes S1-Konzept im Sinne eines separaten konzernweiten Rahmenkonzepts, das sämtliche wesentlichen S1-Themen in einem Dokument zusammenführt, besteht nicht. Der Grund dafür ist, dass SBO die konzernweiten Mindestvorgaben über bestehende übergreifende Regelwerke abdeckt und die konkrete Ausgestaltung ausgewählter Themen bewusst dezentral organisiert, um lokale Bedürfnisse und betriebliche Erfordernisse angemessen zu berücksichtigen.

Die Tochtergesellschaften von SBO beschäftigen rund 1.500 Mitarbeiter auf vier Kontinenten, wobei eine Tochtergesellschaft im Durchschnitt weniger als 100 Mitarbeiter hat. Dementsprechend legt SBO übergreifende Konzepte in Schlüsselbereichen wie IT, Compliance, HR und ESG fest, während es den Tochtergesellschaften ermöglicht wird, lokale Prozesse zu implementieren, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind, um maximale Effektivität zu erzielen.

Darüber hinaus verfügt SBO über unternehmensweite Konzepte, wie den Code of Conduct, die Whistleblowing-Richtlinie und die Ethik-Richtlinie, die ihren lokalen Tochtergesellschaften klare Vorgaben machen. Diese Richtlinien sind in ESRS G1 beschrieben und decken unter anderem die folgenden Schlüsselthemen ab:

Diversität, Chancengleichheit und Nicht-Diskriminierung: Die Grundsätze der Fairness und Gleichbehandlung spiegeln sich im Code of Conduct und in den Ethikrichtlinien wider.

Ausbildung und Qualifikationsentwicklung: Ausbildungsinitiativen werden lokal in den Tochtergesellschaften durchgeführt. Daher ist es nicht erforderlich, eine formalisierte Richtlinie zu erstellen.

Mitarbeitereinbindung: Strukturierte Prozesse für die Mitarbeiter sowie Mechanismen zur regelmäßigen Messung der Zufriedenheit und zur Einbeziehung von Feedback werden auf der Ebene der Tochtergesellschaften verwaltet.

Grund für das Fehlen von Konzepten:

Wie oben dargelegt, hat SBO in Schlüsselbereichen übergreifende Richtlinien festgelegt und gleichzeitig die Tochtergesellschaften ermächtigt, lokale, auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Prozesse einzuführen, um eine maximale Wirksamkeit zu gewährleisten.

Geplante Aktionen:

SBO ist sich bewusst, wie wichtig es ist, ihre Richtlinien mit den Anforderungen des ESRS S1 in Einklang zu bringen, um eine umfassende Berichterstattung und einheitliche Praktiken in allen Tochtergesellschaften zu gewährleisten, wo dies relevant und effektiv ist. SBO wird die Notwendigkeit sinnvoller Maßnahmen zur weiteren Stärkung der konzernweiten Praktiken unter Berücksichtigung lokaler Anforderungen und betrieblicher Bedürfnisse prüfen.

S1-MDR-P - 65 A - WESENTLICHER INHALT

Gruppenweite Richtlinien: Code of Conduct, Ethikrichtlinie, Whistleblowing-Richtlinie – Diese Richtlinien sind in ESRS G1 beschrieben.

Adressierte IROs: Kinderarbeit, Diversität, Inklusion von Menschen mit Behinderung, Zwangsarbeit, Geschlechtergleichstellung, Gesundheit und Sicherheit, Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung, Angemessene Löhne.

S1-1 - 19 - LEITLINIEN FÜR DIE EIGENE BELEGSCHAFT GEMÄSS ESRS 2-MDR-P

Insgesamt ist SBO bestrebt, ein sicheres, integratives und wachstumsorientiertes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter zu schaffen. Spezielle Initiativen sind darauf ausgerichtet, bestimmte Mitarbeitergruppen zu unterstützen, wie z.B. Diversity-Programme für Auszubildende zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen, sowie Gesundheits- und Sicherheitsstandards.

S1-1 - 20 - A - C RELEVANTE MENSCHENRECHTSVERPFLICHTUNGEN FÜR DIE EIGENE BELEGSCHAFT

Die Richtlinien von SBO zeigen ein klares Bekenntnis zur Achtung und zum Schutz der Menschenrechte in Übereinstimmung mit internationalen Standards. Dazu gehören die Einhaltung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, Erklärungen der ILO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. Der Code of Conduct von SBO beschreibt spezifische Maßnahmen zur Achtung der international anerkannten Menschenrechte und gewährleistet die Einhaltung der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Bereichen wie Arbeit, Gesundheit und Sicherheit.

Der allgemeine Ansatz der SBO zum Schutz der Menschenrechte und der Arbeitnehmerrechte innerhalb der eigenen Belegschaft beruht auf der Einhaltung internationaler Rahmenwerke, einschließlich der Internationalen Menschenrechtscharta und der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit. SBO verpflichtet sich, Chancengleichheit, faire Behandlung und die Beseitigung von Diskriminierung aufgrund von Ethnie, Geschlecht, Alter oder Gewerkschaftszugehörigkeit zu gewährleisten. Außerdem setzt sich SBO ein für faire Löhne, respektiert die Vereinigungsfreiheit und setzt sich aktiv für die Verhinderung von Kinderarbeit und Zwangsarbeit in allen Betrieben ein.

Um diese Verpflichtungen umzusetzen, sind Manager und Mitarbeiter damit beauftragt, potenzielle negative Auswirkungen auf die Menschenrechte zu erkennen, zu verhindern und abzumildern. Der weltweit gültige Code of Conduct von SBO bildet die Grundlage für diese Bemühungen und legt den Schwerpunkt auf ethische Praktiken, Transparenz und Verantwortung. Dieser Ansatz gewährleistet einen einheitlichen und umfassenden Rahmen für den Schutz der Menschen- und Arbeitnehmerrechte im gesamten Unternehmen.

Der allgemeine Ansatz von SBO zur Einbeziehung der Mitarbeiter und ihrer Vertreter in die Menschen- und Arbeitnehmerrechte innerhalb des Unternehmens basiert auf klaren Verpflichtungen und einem offenen Dialog. Manager und Mitarbeiter werden aktiv in die Erkennung, Verhinderung und Minderung von Menschenrechtsrisiken durch regelmäßige Bewertungen und Compliance-Schulungen einbezogen. Arbeitnehmervertreter, sofern vorhanden, spielen eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Anliegen am Arbeitsplatz und bei der Entwicklung fairer Richtlinien. Darüber hinaus fördert SBO die direkte Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und dem Compliance-Management-Team, um Missstände oder Verstöße gegen die Menschenrechte anzusprechen. Dieser kooperative Ansatz stellt sicher, dass der Beitrag der Mitarbeiter berücksichtigt wird und dass die Richtlinien mit ihren Bedürfnissen und den internationalen Menschenrechtsstandards im Einklang stehen.

Sollten Menschenrechtsverletzungen festgestellt werden, nimmt SBO einen Dialog mit den betroffenen Parteien auf, um Abhilfe zu schaffen. Zu den Maßnahmen können Korrekturmaßnahmen wie geänderte Richtlinien, Schulungen der Mitarbeiter oder Disziplinarmaßnahmen gegen die für die Verstöße verantwortlichen Personen gehören. Der Ansatz ist darauf ausgerichtet, das Problem schnell und effektiv zu beheben und zu beseitigen. Dieser systematische Ansatz stellt sicher, dass SBO Menschenrechtsverletzungen wirksam adressiert und mit internationalen Standards und ihrem Code of Conduct in Einklang steht.

S1-1 - 21 - ÜBEREINSTIMMUNG DER KONZEPTE MIT EINSCHLÄGIGEN INTERNATIONALEN INSTRUMENTEN, EINSCHLIESSLICH DER LEITPRINZIPIEN DER VEREINTEN NATIONEN FÜR UNTERNEHMEN UND MENSCHENRECHTE

Die Konzepte von SBO orientieren sich an mehreren international anerkannten Rahmenwerken, darunter die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, die UN-Global-Compact-Prinzipien und die Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über Prinzipien und Rechte bei der Arbeit. Diese Verpflichtungen gewährleisten die Einhaltung globaler Standards zu Menschenrechten, fairen Arbeitspraktiken und ethischem Verhalten. SBO wendet ein strukturiertes Compliance-Management-System an, das sich an der ISO-Norm 37.301 für Compliance-Management-Systeme orientiert und die Einhaltung dieser Grundsätze gewährleistet. Zu den wichtigsten Prozessen gehören regelmäßige interne Überprüfungen, Schulungsprogramme für Führungskräfte und Mitarbeiter sowie ein Hinweisgebersystem zur Meldung von Verstößen. Die Compliance-Abteilung der Gruppe beaufsichtigt die Überwachung der Compliance, unterstützt von lokalen Compliance-Koordinatoren, und berichtet direkt an den Vorstand.

S1-1 - 22 - BERÜCKSICHTIGUNG DER THEMEN MENSCHENHANDEL, ZWANGSARBEIT UND KINDERARBEIT IN DEN KONZEPTEN

SBO behandelt die Themen Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kinderarbeit ausdrücklich in seinem Code of Conduct. Diese Richtlinien stehen im Einklang mit internationalen Rahmenwerken, darunter die Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie die Prinzipien des UN Global Compact.

SBO verfolgt eine Null-Toleranz-Politik in diesem Bereich und stellt eine strikte Einhaltung dieser Vorgaben in sämtlichen Geschäftsbereichen sicher.

Die Mehrheit der Kunden und viele Lieferanten von SBO sind börsennotierte Unternehmen, die ebenfalls zur Einhaltung relevanter gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind.

S1-1 - 23 - Konzepte ODER MANAGEMENTSYSTEME ZUR VORBEUGUNG VON ARBEITSUNFÄLLEN

Das Thema Arbeitsunfälle ist für SBO von größter Wichtigkeit. Die Tochtergesellschaften haben ihre eigenen lokalen Vorschriften, und in sämtlichen Produktionsgesellschaften sowie weiteren wesentlichen Gesellschaften überwachen spezielle HSE-Manager die Umsetzung und Einhaltung, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten.

S1-1 - 24 A - D ANSÄTZE ZUR BESEITIGUNG VON DISKRIMINIERUNG, ZUR FÖRDERUNG DER CHANCENGLEICHHEIT ODER ZUR FÖRDERUNG VON DIVERSITÄT UND INKLUSION

SBO ist den Grundsätzen der Chancengleichheit und der Gleichbehandlung bei der Beschäftigung verpflichtet und stellt sicher, dass keine Diskriminierung aufgrund von Ethnie, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, politischer Meinung, nationaler Herkunft, sozialer Herkunft, Alter, Behinderung, Schwangerschaft, Familienstand, sexueller Orientierung oder gewerkschaftlicher Tätigkeit erfolgt. Außerdem gibt es Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Belästigung, Einschüchterung und Verleumdung am Arbeitsplatz. Die Richtlinie adressiert Diskriminierung insbesondere in Bezug auf Ethnie und ethnische Herkunft bzw. Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität, Behinderung, Alter, Religion, politische Meinung, nationale Herkunft sowie soziale Herkunft. Darüber hinaus berücksichtigt sie weitere nach EU- und nationalem Recht erfasste Diskriminierungsformen.

Diese Verpflichtungen sind im Code of Conduct dargelegt, der die Chancengleichheit und die Behandlung aller Mitarbeiter ohne Diskriminierung aufgrund dieser und anderer Faktoren fördert.

Der Code of Conduct der SBO adressiert gefährdete Gruppen, indem er Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion in der Belegschaft fördert. Der Code of Conduct von SBO verbietet ausdrücklich die Diskriminierung aufgrund von Ethnie, Geschlecht, Religion, sozialer Herkunft oder sonstigem Status. Besonderes Augenmerk wird auf die Schaffung von Chancen für unterrepräsentierte Gruppen, wie z.B. Frauen in der Herstellung oder im Management und die Gewährleistung sicherer Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter gelegt.

SBO hat derzeit keine darüberhinausgehenden spezifischen politischen Verpflichtungen oder gesonderten Fördermaßnahmen zugunsten besonders gefährdeter Gruppen innerhalb der eigenen Arbeitskräfte definiert, sondern verfolgt einen konzernweit einheitlichen Ansatz der Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung auf Basis des Code of Conduct und der zugehörigen Compliance Richtlinien.

Die Richtlinien gelten für Mitarbeiter auf allen Ebenen, fördern die Geschlechterdiversität und unterstützen gefährdete Gruppen in Regionen, in denen zusätzliche Herausforderungen wie diskriminierende Praktiken oder unzureichender Arbeitsschutz bestehen können.

SBO hat umfassende Verfahren zur Verhinderung und Bekämpfung von Diskriminierung innerhalb ihrer Belegschaft eingeführt, die im Code of Conduct und in der Unternehmensberichterstattung dargelegt sind. Diskriminierungsrisiken werden durch Compliance-Bewertungen und Berichtsmechanismen überwacht. Mitarbeiter können Vorfälle vertraulich über das Whistleblowing-System melden, das Anonymität und Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen gewährleistet. Alle gemeldeten Fälle werden gründlich untersucht, und es werden geeignete Abhilfemaßnahmen ergriffen, um Probleme zu lösen und eine Wiederholung zu verhindern.

Diversität und Inklusion werden aktiv gefördert, indem die Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder anderen Merkmalen unterstützt wird.

S1-2 - Verfahren zur Einbeziehung der eigenen Arbeitnehmer und der Arbeitnehmervertreter in Bezug auf Auswirkungen

S1-2 - 27 - A - E - EINBEZIEHUNG DER ARBEITNEHMER

SBO berücksichtigt das Feedback der Mitarbeiter in den Entscheidungsprozessen sowie bei der Entwicklung wirkungsvoller Initiativen. Die Meinungen der Mitarbeiter werden über verschiedene Kanäle eingeholt, darunter Interviews und Gespräche mit Betriebsräten, um sicherzustellen, dass ihre Stimmen zur kontinuierlichen Verbesserung beitragen. Mitarbeiterfeedback wird sowohl in regelmäßigen Teammeetings als auch ad hoc aktiv berücksichtigt.

Im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens werden seitens Mitarbeitern eingebrachte Verbesserungsvorschläge incentiviert. Diese betreffen nicht nur Qualitäts- und Rationalisierungsinitiativen, sondern auch Bereiche wie Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Arbeitsplatzverbesserungen.

Beispielsweise hat SBO nach Mitarbeiterinitiativen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen während der heißen Jahreszeit in betroffenen Regionen zusätzliche Klimaanlagen installiert und die Überstundenregelungen optimiert. Darüber hinaus hat SBO in Abstimmung mit den Mitarbeitern verstärkt Schulungs- und Weiterbildungsprogramme eingeführt, die das berufliche Wachstum der Mitarbeiter fördern und ihre langfristige Bindung an das Unternehmen stärken.

Diese proaktiven Maßnahmen unterstreichen das Engagement von SBO für ein motivierendes, unterstützendes und inklusives Arbeitsumfeld, das mit den strategischen Unternehmenszielen im Einklang steht und Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt.

Die für dieses Thema bereitgestellten Ressourcen betreffen in erster Linie das Personal, da die Tochtergesellschaften über eigene HR-Verantwortliche und in einigen Fällen über Betriebsräte verfügen, die für die Mitarbeiterbeteiligung zuständig sind.

Ein regelmäßiger Dialog sowohl zwischen Arbeitnehmern als auch Arbeitnehmervertretern und dem Management bietet eine Plattform zur Diskussion relevanter Themen.

Zu den Mechanismen der Beteiligung gehören die Unterrichtung der Mitarbeiter über Maßnahmen und Entscheidungen, sowie die Anhörung von Vertretern zu Fragen und die Möglichkeit der Mitbestimmung in relevanten Angelegenheiten. Die Beteiligung erfolgt in erster Linie auf Standortebene, es werden aber auch Vorschläge zu konzernweit geltenden Richtlinien gemacht. Die Beteiligung der Mitarbeiter erfolgt laufend.

Die Abteilung Group Compliance der SBO trägt unter der direkten Aufsicht des Vorstands die operative Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung von Compliance-bezogenen Prozessen, zu denen auch Diversität und Inklusion gehören. Die Rolle der Group Compliance ist in das breitere Compliance-Management-System eingebettet. Die Compliance-Organisation umfasst auch regionale Compliance-Manager und lokale Compliance-Koordinatoren. Diese Funktionen stellen sicher, dass die lokalen Manager und Mitarbeiter über relevante Compliance-Themen informiert, geschult und unterstützt werden. Darüber hinaus steht das Engagement der SBO für Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit im Einklang mit internationalen Rahmenwerken wie den OECD-Leitsätzen und dem UN Global Compact.

Dort, wo es in SBOs Tochtergesellschaften einen Betriebsrat gibt, werden Vereinbarungen zur Regelung relevanter betrieblicher Angelegenheiten getroffen.

SBO bewertet das Engagement der Mitarbeiter auf Ebene der lokalen Tochtergesellschaften durch Umfragen, Feedbacksysteme und Leistungsbeurteilungen. Kennzahlen wie Mitarbeiterfluktuation und -bindung werden analysiert, und im Jahr 2025 wurden über 31.932 (2024: 51.022) Schulungsstunden erfasst, um das Wachstum der Mitarbeiter zu fördern. Das Feedback hilft dabei, Anliegen zu identifizieren und Verbesserungen umzusetzen, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen den Bedürfnissen der Belegschaft entsprechen.

S1-2 - 28 - SCHRITTE, DIE UNTERNOMMEN WURDEN, UM EINBLICKE IN DIE PERSPEKTIVEN DER AM MEISTEN GEFÄHRDETEN/BENACHTEILIGTEN MENSCHEN IN DER EIGENEN BELEGSCHAFT ZU GEWINNEN

SBO ist sich der Bedeutung des Schutzes gefährdeter Gruppen bewusst und verpflichtet sich, auf deren Bedürfnisse innerhalb ihrer Belegschaft einzugehen. Diversität und Inklusion sind integraler Bestandteil des organisatorischen Ansatzes der SBO. Bislang wurden bei der SBO keine Fälle im Zusammenhang mit diesem Thema gemeldet.

S1-3 - Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über welche die eigenen Arbeitnehmer Bedenken äußern können

S1-3 - 32 A - E - ALLGEMEINES KONZEPT UND VERFAHREN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG VON ODER DIE BETEILIGUNG AN ABHILFEMASSNAHMEN

SBO engagiert sich für ein verantwortungsbewusstes Personalmanagement und arbeitet kontinuierlich daran, potenzielle Risiken zu identifizieren und zu adressieren. Risiken werden im Rahmen laufender Diskussionen und betrieblicher Überprüfungen berücksichtigt. Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen oder zur Anpassung von Richtlinien werden bei Bedarf ergriffen. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, Bedenken über etablierte Kanäle zu äußern, und SBO fördert eine offene Kommunikation, um Transparenz und Verantwortlichkeit sicherzustellen. Potenzielle Auswirkungen und entsprechende Minderungsmaßnahmen, sowie deren Wirksamkeit, werden regelmäßig in vierteljährlichen Compliance-Calls mit sämtlichen Tochtergesellschaften besprochen. In diesem Zusammenhang wird das Bewusstsein für S1-Risiken, Auswirkungen und Chancen kontinuierlich geschärft. Bei akuten Risiken werden diese Themen gezielt behandelt, geeignete Maßnahmen abgeleitet und Erfahrungen ausgetauscht, um kontinuierliche Verbesserungen zu gewährleisten.

SBO gewährleistet offene Kommunikationskanäle für Mitarbeiter, die Bedenken äußern oder Feedback geben möchten. Diese Kanäle umfassen interne Plattformen, ein spezielles Whistleblowing-System mit der Möglichkeit der Anonymität oder die direkte Kommunikation mit dem Vorgesetzten oder der Personalabteilung. Diese Initiativen zielen darauf ab, ein transparentes und unterstützendes Arbeitsumfeld zu fördern.

Das Whistleblowing-System, das über die Website der SBO zugänglich ist, ermöglicht es den Mitarbeitern, Bedenken vertraulich zu melden, wobei die Privatsphäre des Meldenden gewahrt bleibt, es sei denn, die Offenlegung ist gesetzlich oder durch interne Untersuchungsverfahren vorgeschrieben.

SBO verfügt über ein definiertes Verfahren für den Umgang mit Mitarbeiterbeschwerden, das in ihrem Compliance-Rahmenwerk dargelegt ist. Die Beschwerden werden vom Compliance-Team überwacht, das für eine ordnungsgemäße Dokumentation und Lösung sorgt.

SBO stellt sicher, dass die Beschwerdekanäle für alle Mitarbeiter zugänglich sind, auch für diejenigen, die keinen regelmäßigen Zugang zu Online-Plattformen haben. Das Whistleblowing-System ist so konzipiert, dass es sowohl online als auch über alternative Kanäle, wie z.B. lokale Compliance-Koordinatoren, verfügbar ist, um die Zugänglichkeit für alle Mitarbeitergruppen zu gewährleisten.

SBO überwacht Anliegen, die von Mitarbeitern vorgebracht werden, durch formalisierte Prozesse, die in der Whistleblowing-Richtlinie festgelegt sind. Diese Prozesse stellen sicher, dass Beschwerden anonym eingereicht werden können und ihre Bearbeitung den Compliance-Standards entspricht. Zur Nachverfolgung des Fortschritts werden Beschwerden dokumentiert, und die Ergebnisse werden intern berichtet.

S1-3 - 33 - WISSEN UND VERTRAUEN DER EIGENEN BELEGSCHAFT IN DIE STRUKTUREN ODER PROZESSE

SBO stellt sicher, dass die Mitarbeiter über die verfügbaren Strukturen und Verfahren zur Äußerung von Bedenken informiert sind. Informationen werden über etablierte interne Kanäle übermittelt, und die Mitarbeiter werden ermutigt, Feedback zu geben. Es werden Initiativen gesetzt, um das Vertrauen in diese Prozesse zu fördern – durch einen offenen Dialog, transparente Kommunikation über die verfügbaren Meldekanäle und die Möglichkeit anonymer Berichterstattung. SBO ergreift Maßnahmen zum Schutz von Personen in der Wertschöpfungskette, die Bedenken äußern, indem sie Vertraulichkeit gewährleistet und vor Vergeltungsmaßnahmen schützt. Diese Schutzmaßnahmen gelten für alle Beteiligten, einschließlich der Arbeitnehmervertreter in der Wertschöpfungskette, um die sichere und offene Meldung von Missständen zu unterstützen.

S1-4 - Maßnahmen zur Bewältigung wesentlicher Auswirkungen auf die eigene Belegschaft, Ansätze zur Minderung wesentlicher Risiken und Nutzung wesentlicher Chancen sowie deren Wirksamkeit

S1 - MDR-A - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON SPEZIFISCHEN MASSNAHMEN

Im Berichtszeitraum wurden für die wesentlichen Themen der eigenen Belegschaft keine spezifischen konzernweiten Maßnahmen oder Programme definiert. Die nachfolgenden Ausführungen erläutern die Gründe für das Fehlen solcher Maßnahmen.

Diversität, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung werden konzernweit durch den Code of Conduct abgedeckt, der die Grundsätze der Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung verbindlich festlegt.

Angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen sind für SBO von zentraler Bedeutung und werden durch entsprechende Grundsätze im Code of Conduct adressiert. Es bestehen jedoch keine konzernweit strukturierten Maßnahmen oder Programme zur systematischen Umsetzung, einheitlichen Steuerung und laufenden Überwachung über alle Gesellschaften hinweg.

Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen werden von SBO ausdrücklich respektiert und SBO pflegt dort, wo Arbeitnehmervertretungen etabliert sind, einen regelmäßigen und konstruktiven Austausch mit Betriebsräten und Gewerkschaften. Vor diesem Hintergrund wurden bislang keine zusätzlichen, über die bestehenden Praktiken hinausgehenden konzernweiten Maßnahmen definiert, da derzeit kein konkreter Bedarf identifiziert wurde.

S1-GESUNDHEIT UND SICHERHEIT
S1-MDR-A - 68 A - E

SBO hält sich konzernweit an internationale Gesundheits- und Sicherheitsstandards, um ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Die getroffenen Maßnahmen zielen darauf ab, Arbeitsunfälle zu vermeiden, Risiken durch Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften zu minimieren und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern.

Diese Maßnahmen unterstützen direkt den SBO Code of Conduct, indem sie hohe Standards in den täglichen Arbeitsabläufen verankern und eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen sicherstellen. Sie tragen zur Erreichung zentraler Unternehmensziele bei, wie der Vermeidung tödlicher Arbeitsunfälle und der Förderung eines sicheren und gesunden Arbeitsumfelds für alle Mitarbeiter.

SBOs Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen gelten für alle Standorte in der Unternehmensgruppe. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass die Sicherheitsstandards am Arbeitsplatz in allen Einrichtungen konsequent umgesetzt und überwacht werden.

Zu den von diesen Maßnahmen betroffenen Interessengruppen gehören Mitarbeiter, die direkt von der verbesserten Sicherheit am Arbeitsplatz und den Schulungsprogrammen profitieren. Darüber hinaus profitieren Lieferanten, Kunden und lokale Gemeinschaften indirekt durch verbesserte Betriebsstandards, Risikomanagementpraktiken und einer gestärkten Beziehungen zu SBO als verantwortungsvollem Partner. Diese Maßnahmen tragen zum allgemeinen Engagement von SBO bei, ein sicheres und nachhaltiges Arbeitsumfeld zu fördern.

Die Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen von SBO sind Teil eines laufenden Engagements und haben kein festgelegtes Enddatum, da sie kontinuierlich überwacht, bewertet und an sich entwickelnde Standards und Anforderungen angepasst werden. Jährlich werden Audits, Schulungen und Aktualisierungen der Richtlinien durchgeführt.

Für SBO sind zufriedene und motivierte Mitarbeiter ihr größtes Kapital. Daher ist SBO natürlich bestrebt, mögliche Auswirkungen, die im Rahmen des ESRS S1 gemeldet werden müssen, abzumildern.

Gesundheit und Sicherheit: Gewährleistung sicherer Arbeitsbedingungen durch Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards (z.B. OHSAS), regelmäßige Sicherheitsschulungen und Risikobewertungen zur Minimierung von Arbeitsunfällen und Gesundheitsgefahren.

FORTSCHRITT

Gesundheit und Sicherheit:

SBO hat seine Gesundheits- und Sicherheitsprogramme durch regelmäßige Risikobewertungen, Sicherheitsschulungen an allen Standorten und die Angleichung der Arbeitsplatzpraktiken an internationale Sicherheitsstandards wie OHSAS erweitert. Im Jahr 2025 wurde ein wichtiger Schwerpunkt auf das „Compliance Future Fit“-Programms gelegt, bei dem der gesamte Konzern gemeinsam wesentliche Compliance-Prioritäten adressiert hat, einschließlich Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltthemen (HSE).

FINANZIELLE MITTEL

SBO investiert direkt in Bereiche wie Gesundheit, Sicherheit, Ausbildung und Menschenrechte, und zwar in Form von Schulungen, Equipment, Audits oder Compliance.

SBO prüft die Notwendigkeit einer spezifischen Zuweisung von Investitionsausgaben (CAPEX) und Betriebskosten (OPEX) zu Aktionsplänen im Rahmen des ESRS S1.

Der SBO prüft die Notwendigkeit der genauen Zuweisung künftiger Mittel, einschließlich Investitionsausgaben (CAPEX) und Betriebskosten (OPEX), für den Aktionsplan im Rahmen des ESRS S1.

S1-4 - 38 A - D - VERMEIDUNG, ABSCHWÄCHUNG ODER BEHEBUNG WESENTLICHER NEGATIVER AUSWIRKUNGEN AUF DIE EIGENE BELEGSCHAFT DES UNTERNEHMENS

Die Maßnahmen der SBO im Rahmen von ESRS S1 zielen ausdrücklich auf die Vermeidung und Abschwächung negativer Auswirkungen auf die eigene Belegschaft ab. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz durch die Einhaltung der OHSAS-Standards, die Durchführung regelmäßiger Risikobewertungen und die Durchführung von Gesundheits- und Sicherheitsschulungen. Darüber hinaus zielen Maßnahmen zur Wahrung der Menschenrechte, wie z.B. Whistleblowing-Mechanismen, darauf ab, Risiken wie Diskriminierung, Belästigung und andere Verstöße innerhalb der Belegschaft zu vermindern. Diese Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, potenzielle negative Auswirkungen proaktiv abzumildern und gleichzeitig ein sicheres Arbeitsumfeld zu fördern.

SBO ergreift mehrere Maßnahmen, um die Situation derjenigen zu verbessern, die von ihren wesentlichen Auswirkungen betroffen sind:

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz: SBO sorgt für die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards, führt regelmäßige Risikobewertungen durch und bietet gezielte Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter an. Diese Maßnahmen gehen direkt auf die Risiken am Arbeitsplatz ein und verhindern Unfälle und Verletzungen.

Schutz der Menschenrechte: SBO setzt Richtlinien zur Bekämpfung von Diskriminierung und Belästigung um, hat Beschwerdemechanismen eingerichtet (z.B. ein Whistleblowing-System) und führt Sensibilisierungsschulungen für Mitarbeiter durch. Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Rechte der Mitarbeiter geschützt werden und Bedenken umgehend behandelt werden.

Diese Maßnahmen sind in die Unternehmensstrategie von SBO integriert, um wesentliche Auswirkungen zu adressieren und abzumildern und gleichzeitig ein sicheres, integratives und unterstützendes Umfeld für alle Interessengruppen zu schaffen. Die Fortschritte werden vom Compliance-Team regelmäßig gemessen und dokumentiert. Die beschriebenen Maßnahmen sind als jährliche Routineprozesse verankert und werden wiederkehrend durchgeführt

Die Maßnahmen von SBO im Rahmen von ESRS S1 zielen auch auf positive Auswirkungen ab. Dazu gehören die Förderung der Mitarbeiterentwicklung durch Schulungen und Weiterbildungsangebote sowie die Stärkung der Mitarbeiterbindung durch inklusive Praktiken und Beschwerdemechanismen.

SBO legt großen Wert darauf, der Belegschaft vielfältige Karrierechancen zu bieten. Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen werden angemessen honoriert. Auszubildende erzielen regelmäßig herausragende Leistungen in Wettbewerben, was die hohe Qualität der Ausbildung bei SBO widerspiegelt. Der Fortschritt wird dezentral erfasst und nachverfolgt. Die Maßnahmen werden laufend umgesetzt.

Darüber hinaus werden Mitarbeiteranliegen und Beschwerden mit höchster Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und Vertraulichkeit behandelt, um sicherzustellen, dass bei Bedarf angemessene Maßnahmen ergriffen werden.

Die Wirksamkeit der SBO-Maßnahmen und -Initiativen wird durch strukturierte Überwachungs- und Berichterstattungsverfahren verfolgt und bewertet:

Wichtige Leistungsindikatoren (KPIs): Kennzahlen wie die Unfallquote (Lost-Time Injury Rate, LTIR), die Teilnahme an Schulungen und die Mitarbeiterzufriedenheit werden regelmäßig überwacht, um die Auswirkungen von Gesundheits- und Sicherheitsprogrammen, Schulungsinitiativen und das Engagement der Belegschaft zu bewerten. In einigen Tochtergesellschaften werden die Mitarbeiterzufriedenheitswerte auch separat erfasst.

Feedback-Mechanismen: Mitarbeiterbefragungen, Beschwerdesysteme und Konsultationen mit Arbeitnehmervertretern liefern qualitative Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Maßnahmen. Dieses Feedback fließt in die Entscheidungsfindung und Zukunftsplanung ein.

Nachhaltigkeitsbericht: Die Fortschritte werden jährlich im Rahmen des Nachhaltigkeitsberichts der SBO berichtet, der sich an den ESRS-Standards orientiert. Dazu gehören Aktualisierungen der wichtigsten Maßnahmen, Ergebnisse und festgestellte Lücken. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass Aktionen und Initiativen kontinuierlich verfeinert werden, um sinnvolle Ergebnisse für die Mitarbeiter von SBO zu erzielen.

S1-4 - 39 - VERFAHREN ZUR ERMITTLUNG DER MASSNAHMEN, DIE BEI BESTIMMTEN TATSÄCHLICHEN ODER POTENZIELLEN NEGATIVEN AUSWIRKUNGEN AUF DIE EIGENE BELEGSCHAFT ZU ERGREIFEN SIND

SBO folgt einem strukturierten Prozess, um die notwendigen und angemessenen Maßnahmen zu bestimmen, um spezifische tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen auf die Belegschaft zu adressieren.

Risikobewertungen: Es werden regelmäßig Bewertungen durchgeführt, um potenzielle Risiken wie Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz oder Verstöße gegen Arbeitsrechte zu ermitteln. Diese Bewertungen konzentrieren sich sowohl auf die Betriebspraktiken als auch auf die Arbeitsbedingungen.

Beschwerdemechanismen: Die Mitarbeiter haben Zugang zu Whistleblowing-Systemen und anderen Meldekanälen, um Bedenken über negative Auswirkungen wie Diskriminierung, Belästigung oder unsichere Bedingungen zu äußern. Diese Meldungen werden vom Compliance-Team systematisch überprüft.

Konsultationen mit Stakeholdern: SBO arbeitet mit Arbeitnehmern, ihren Vertretern und anderen relevanten Interessengruppen zusammen, um Erkenntnisse über personalbezogene Themen zu gewinnen. Diese Zusammenarbeit hilft bei der Festlegung von Prioritäten und angemessenen Maßnahmen.

Überwachung der Einhaltung: Interne Audits und Überprüfungen gewährleisten die Einhaltung von Richtlinien wie dem Code of Conduct, den Ethikrichtlinien und der Compliance-Management-Richtlinie. Bei Nichteinhaltung werden Korrekturmaßnahmen eingeleitet, um festgestellte Lücken zu schließen.

Diese Verfahren ermöglichen es der SBO, proaktiv gegen negative Auswirkungen vorzugehen und gleichzeitig die Übereinstimmung mit ihrer allgemeinen Richtlinie und ihren Werten zu gewährleisten.

S1-4 - 40 A - B - MASSNAHMEN ZUR VERRINGERUNG DER WESENTLICHEN RISIKEN, DIE SICH AUS DEN AUSWIRKUNGEN UND ABHÄNGIGKEITEN IN BEZUG AUF DIE EIGENE BELEGSCHAFT ERGEBEN

Der Ansatz der SBO zur Minderung wesentlicher mitarbeiterbezogener Risiken ist vollständig in das allgemeine Risikomanagementsystem (RMS) integriert. Identifizierte Risiken werden systematisch bewertet, im Rahmen des standardisierten Risikomanagementprozesses dokumentiert und im Rahmen der jährlichen Risikobewertung des Unternehmens und der Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat kontinuierlich überwacht.

Die Maßnahmen der SBO zielen auf die Förderung von Chancen für ihre Arbeitskräfte ab. Zu den wichtigsten Initiativen gehören:

Mitarbeiterschulung und -entwicklung: SBO bietet Schulungsprogramme an, um Fähigkeiten zu verbessern, den beruflichen Aufstieg zu fördern und die Mitarbeiter auf künftige Herausforderungen in der Industrie vorzubereiten. Dies unterstützt sowohl die individuelle Entwicklung als auch die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens.

Diversität und Inklusion: SBO setzt sich für eine faire Behandlung und Chancengleichheit ein, indem sie eine solide Grundlage für eine stärkere Inklusion der Belegschaft schafft und gegen die Unterrepräsentation in bestimmten Funktionen vorgeht.

Sicheres und unterstützendes Arbeitsumfeld: Durch die Einhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsstandards und die Aufrechterhaltung von Beschwerdemechanismen fördert SBO ein Umfeld, in dem sich die Mitarbeiter entfalten und effektiv arbeiten können.

Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit den langfristigen strategischen Zielen von SBO, die eine motivierte und befähigte Belegschaft fördern und gleichzeitig nachhaltiges Wachstum unterstützen.

S1-4 - 41 - MASSNAHMEN ZUR VERMEIDUNG WESENTLICHER NEGATIVER AUSWIRKUNGEN AUF DIE ARBEITNEHMER

Das Engagement der SBO, negative Auswirkungen auf die Belegschaft zu vermeiden, umfasst eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung eines sicheren, integrativen und unterstützenden Arbeitsumfelds. Zu den wichtigsten Initiativen gehören:

Einhaltung von Arbeitsrechten und -standards: SBO hält sich an die internationalen Arbeitsrichtlinien, um eine faire und gerechte Behandlung der Mitarbeiter zu gewährleisten.

Schulung zur Einhaltung von Vorschriften: Es werden regelmäßig Schulungen für das Betriebsmitarbeiter sowie für jene aus Personalabteilungen durchgeführt, um die Einhaltung der Unternehmensrichtlinien und der rechtlichen Standards zu gewährleisten.

Verbesserte Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen: SBO setzt Sicherheitsmaßnahmen um, darunter regelmäßige Risikobewertungen, Sicherheitsschulungen und gesundheitsfördernde Maßnahmen wie Fitnessprogramme.

Mitarbeiterengagement und Feedback: Einrichtung von Feedback-Kanälen und Durchführung von Mitarbeiterumfragen, um die Zufriedenheit zu messen und verbesserungswürdige Bereiche anzusprechen.

Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten: Angebot von Schulungs-, Mentoren- und Coaching-Programmen zur Förderung von beruflichem Wachstum und Kompetenzentwicklung.

S1-4 - 42 - WIRKSAMKEIT DER MASSNAHMEN

SBO bewertet die Wirksamkeit der Maßnahmen, indem sie spezifische Ziele festlegt, die auf ihre Richtlinie und ihre strategischen Ziele abgestimmt sind.

Gesundheit und Sicherheit: Verringerung der Unfallquote (Lost Time Injury Rate, LTIR) und Beibehaltung von null Todesfällen am Arbeitsplatz.

S1-4 - 43 - ZUWEISUNG VON MITTELN UND TRANSPARENTE DARSTELLUNG DER HANDHABUNG

SBO setzt eine Vielzahl von Maßnahmen ein, um materielle Auswirkungen effektiv zu managen und die Ausrichtung auf ihre Nachhaltigkeitsziele und das Wohlergehen der Mitarbeiter zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Ressourcen gehören:

Sicherheitsschulung und -ausrüstung: Es werden Schulungen durchgeführt, um die Mitarbeiter über die Sicherheit am Arbeitsplatz aufzuklären, ergänzt durch Investitionen in Sicherheitsausrüstungen und -systeme zur Risikoreduktion.

Gesundheits- und Well-being-Programme: Initiativen wie Gesundheitschecks und Fitnessprogramme werden angeboten, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern und ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden zu verbessern.

Berufliche Entwicklung: SBO investiert in Schulungs- und Entwicklungsprogramme, die den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterbildung und Karriereentwicklung bieten.

Engagement und Anerkennung: Es gibt Feedback-Mechanismen und Kommunikationskanäle, die sicherstellen, dass die Stimmen der Mitarbeiter gehört werden. Anerkennungsprogramme belohnen herausragende Beiträge und fördern eine positive Arbeitskultur.

S1-4 - AR 43 - MASSNAHMEN ZUR ABSCHWÄCHUNG DER NEGATIVEN AUSWIRKUNGEN DES ÜBERGANGS Zur UMWELTFREUNDLICHEN, KLIMANEUTRALEN WIRTSCHAFT AUF DIE ARBEITNEHMER

Der Übergang zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaft mit Netto-Null-Emissionen birgt sowohl Chancen als auch Herausforderungen für SBO. Einerseits kann es zu Rollenanpassungen für Mitarbeiter kommen, da beispielsweise neue Anforderungen an Produkte gestellt werden. Andererseits eröffnen sich Entwicklungsmöglichkeiten, um neue Kompetenzen zu erlernen und persönlich sowie beruflich zu wachsen. SBO unterstützt seine Mitarbeiter während dieses Übergangs, um sicherzustellen, dass SBO ein führender Anbieter von Hochpräzisionskomponenten und -produkten auch in neuen Industrien bleibt.

S1-5 - Ziele in Bezug auf den Umgang mit wesentlichen negativen Auswirkungen, die Förderung positiver Auswirkungen und der Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

S1-5 - 44 - REDUKTION DER NEGATIVEN AUSWIRKUNGEN AUF DIE ARBEITNEHMER

Gesundheit und Sicherheit: Verringerung der Unfallquote (Lost Time Injury Rate, LTIR) und keine tödlichen Unfälle am Arbeitsplatz.

Diversität und Eingliederung: Ziele setzen, um die Vertretung unterrepräsentierter Gruppen zu verbessern.

S1-MDR-T - 81 B - VERFOLGUNG DER WIRKSAMKEIT VON KONZEPTEN UND MASSNAHMEN IN BEZUG AUF WESENTLICHE AUSWIRKUNGEN, RISIKEN UND CHANCEN

SBO verfolgt die Wirksamkeit ihrer Konzepte und Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen. Dies wird erreicht durch:

Quantitative Überwachung: Kennzahlen wie die Teilnahme an Schulungsprogrammen, die Unfallquote (Lost-Time Injury Rate, LTIR) und die Diversity-Quote werden regelmäßig bewertet, um die Fortschritte in Schlüsselbereichen zu verstehen.

Audits und Beurteilungen: Regelmäßige interne Audits bewerten die Einhaltung von Richtlinien wie dem Code of Conduct und stellen die Übereinstimmung mit den übergeordneten ESG-Zielen sicher.

Dieser Ansatz ermöglicht es der SBO, die Rechenschaftspflicht aufrechtzuerhalten und die Ergebnisse zu verbessern, während sie darauf hinarbeitet, in Zukunft messbare Ziele zu formulieren.

Etablierte Methoden zur Überprüfung der Effektivität: SBO konzentriert sich auf die kontinuierliche Überwachung durch Compliance-Audits, Mitarbeiter-Feedback und den Abgleich mit bestehenden Richtlinien wie dem Code of Conduct.

Zu den qualitativen und quantitativen Indikatoren gehören:

Qualitativ: Konsultation von Arbeitnehmervertretern und Einholung von Feedback über strukturierte Kanäle.

Quantitativ: Kennzahlen wie Teilnahme an Schulungsprogrammen, Diversity-Quoten, Lost-Time-Injury-Rates (LTIR) und Einhaltung der festgelegten Sicherheits- und Menschenrechtsrichtlinien.

Bezugszeitraum: Der Fortschritt wird in der Regel über einen jährlichen Berichtszyklus gemessen. Dies gewährleistet eine konsistente Verfolgung und Vergleichbarkeit über Berichtszeiträume hinweg.

S1-5 - 47 A - FESTLEGUNG DER ZIELE

Ziele im Bereich der eigenen Belegschaft werden bei SBO je nach Beschäftigungsebene zentral (Leistungspositionen) oder dezentral auf Ebene der jeweiligen Tochtergesellschaften festgelegt. Die Zielsetzung orientiert sich nach konzernweit einheitlichen Grundprinzipien unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Rahmenbedingungen, den priorisierten Themen vor Ort sowie internen Daten und Rückmeldungen (z.B. aus Mitarbeitergesprächen, lokalen Befragungen oder Austauschformaten mit Arbeitnehmervertretungen, sofern vorhanden). Die Festlegung und Freigabe der Ziele erfolgt für Leistungspositionen zentral bzw. gemäß der lokalen Governance der Tochtergesellschaft.

S1-5 - 47 B - VERFOLGUNG DER ZIELERREICHUNG

Die Verfolgung der Zielerreichung erfolgt je nach Beschäftigungsebene ebenfalls zentral oder dezentral in den jeweiligen Tochtergesellschaften. Die zuständigen Funktionen auf SBO Holdingebene bzw. in den lokalen Gesellschaften überwachen die Entwicklung anhand geeigneter Kennzahlen und interner Reportingprozesse und leiten bei Abweichungen erforderliche Maßnahmen ab.

S1-5 - 47 C - ERMITTLUNG VON ERKENNTNISSEN ODER MÖGLICHKEITEN ZUR VERBESSERUNG

Konsultationen mit Arbeitnehmervertretern: Strukturierte Diskussionen mit den Arbeitnehmervertretern stellen sicher, dass die Arbeit und die Perspektive der Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung und Leistungsbewertung einbezogen werden.

Feedback-Mechanismen: Über Kanäle wie Vorschlagsboxen, QR-Code-Meldesysteme und Feedback-Gespräche können die Mitarbeiter Verbesserungen vorschlagen und Ideen austauschen.

S1-6 - Merkmale der Beschäftigten des Unternehmens

S1-6 - 50-51 - EIGENSCHAFTEN DER ARBEITNEHMER DES UNTERNEHMENS
Geschlecht 2025 2024
Männlich 1.308 1.370
Weiblich 231 226
Divers 0 0
Keine Angaben 0 0
Gesamtzahl der Beschäftigten 1.539 1.596
Land Zahl der Beschäftigten 2025 (Personenzahl)
Österreich 337
USA 662
Land Zahl der Beschäftigten 2024 (Personenzahl)
Österreich 387
USA 706
12/31/2025
WEIBLICH MÄNNLICH DIVERS KEINE ANGABEN INSGESAMT
Zahl der Beschäftigten (Personenzahl/VZÄ)
231 1.308 0 0 1.539
Zahl der dauerhaft Beschäftigten (Personenzahl/VZÄ)
231 1.307 0 0 1.538
Zahl der befristeten Beschäftigten (Personenzahl/VZÄ)
0 1 0 0 1
Zahl der Beschäftigten ohne garantierte Arbeitsstunden (Personenzahl/VZÄ)
0 0 0 0 0
KPI 2025 2024 Einheit
Gesamtzahl der Beschäftigten, die das Unternehmen im Berichtszeitraum verlassen haben 513 450 HC
Quote der Arbeitnehmerfluktuation 25 22 %
KPI 2025 2024 Einheit
Fremdarbeitskräfte 89 91 HC
S1-6 - 50 D - F - METHODEN UND ANNAHMEN

SBO generiert Daten über die Anzahl der Mitarbeiter in allen Niederlassungen, die dauerhafte und zeitlich befristete Arbeitsverträge haben durch Personalverwaltungssysteme und Gehaltsabrechnungen. Diese Datenerfassung ist dezentralisiert und wird regelmäßig aktualisiert, um Genauigkeit und Konsistenz zu gewährleisten. Die gesammelten Daten werden dann an den Konzern übermittelt, wo sie konsolidiert werden.

Die Mitarbeiterzahlen zum Ende des Berichtszeitraums werden als tatsächlicher Personalbestand zum Stichtag und nicht als Durchschnittswert angegeben. Diese Methode stellt sicher, dass die Zahlen die genaueste und aktuellste Darstellung der Belegschaft von SBO zum Ende des Jahres widerspiegeln. Befristet oder projektbezogen beschäftigte Mitarbeiter werden auf der Grundlage ihres Beschäftigungsstatus zum Berichtszeitpunkt berücksichtigt, um die Konsistenz über alle Berichtskategorien hinweg zu gewährleisten.

Spezifische Hintergrundinformationen sind erforderlich, um die Daten über die Arbeitskräfte zu konkretisieren:

Mitarbeiterfluktuation: SBO ist in einer stark zyklischen Industrie tätig, in der eine Fluktuation der Mitarbeiter nicht ungewöhnlich ist. Darüber hinaus können Schwankungen in der Fluktuationsrate aus regionalen Arbeitsmarktbedingungen oder projektbezogener Beschäftigung an bestimmten Standorten resultieren. Beschäftigungsarten: Die Zusammensetzung der Mitarbeiter umfasst Festangestellte, Zeitarbeitskräfte und Leiharbeitnehmer. Die Kenntnis des Anteils der einzelnen Kategorien ist für eine genaue Interpretation der Gesamtzahl der Beschäftigten und der Belegschaftsdaten von Bedeutung.

Geografische Verteilung: Die Daten zur Belegschaft werden durch die weltweite Präsenz von SBO beeinflusst, wobei sich Unterschiede in den Beschäftigungsbedingungen, Vorschriften und kulturellen Gepflogenheiten auf die Zahlen in den verschiedenen Regionen auswirken.

Industrienspezifische Faktoren: Da SBO überwiegend in der Oilfield-Service-Industrie tätig ist, kann die Belegschaftsdynamik auch von Industrienspezifischen Trends beeinflusst werden, wie z.B. der zyklischen Nachfrage oder der Verlagerung hin zu nachhaltigkeitsbezogenen Initiativen.

Es wird ein Querverweis zwischen der gemeldeten Gesamtzahl der Beschäftigten und den repräsentativsten Zahlen im Konzernabschluss vorgenommen. Die Daten zur Belegschaft stimmen mit den Angaben in den Finanzberichten überein, insbesondere mit den Angaben zu den Personalaufwand und der Entwicklung des Personalbestands. Dies gewährleistet die Konsistenz zwischen der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Finanzberichterstattung und bietet einen klaren und genauen Überblick über die Belegschaft von SBO in Bezug auf die operative und finanzielle Leistung.

S1-7 - Merkmale der nicht angestellten Mitarbeiter der eigenen Belegschaft

S1-7 - 55 A - MERKMALE DER NICHT ARBEITNEHMER IN DER BELEGSCHAFT DER SBO
KPI 2025 2024 Einheit
Fremdarbeitskräfte 89 91 HC
S1-7 - 55 b - c - Methoden und Annahmen

SBO generiert Daten über extern Beschäftigte, wie Subunternehmer, Freiberufler oder Leiharbeiter, in Form von Aufzeichnungen über Auftragnehmer und Betriebsberichte auf Standortebene. Diese Systeme erfassen die Anzahl an verschiedenen Standorten und für bestimmte Projekte eingesetzten Nichtbeschäftigten.

Die extern Beschäftigten bei SBO werden in der Regel als HC und nicht als Vollzeitäquivalente (VZÄ) angegeben. Dieser Ansatz spiegelt die Gesamtzahl der in der Organisation beschäftigten Personen wider, unabhängig von der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden. Die Zahl der Nichtbeschäftigten am Ende des Berichtszeitraums wird als HC per Stichtag angegeben.

Es sind keine besonderen Hintergrundinformationen erforderlich.

S1-7 - 57 - GRUNDLAGE FÜR DIE SCHÄTZUNG DER ANZAHL DER NICHTBESCHÄFTIGTEN

SBO verfügt über Daten von extern Beschäftigten. Diese Informationen werden über Lieferantenmanagementsysteme, Betriebsberichte auf Standortebene und Vereinbarungen mit Auftragnehmern gesammelt. Die Daten werden nachverfolgt, um eine genaue Berichterstattung zu gewährleisten. Schätzungen werden in der Regel nicht verwendet, da die Daten auf tatsächlichen Aufzeichnungen der Projektmanager und HR-Systeme basieren.

S1-8 - Tarifvertragliche Absicherung und sozialer Dialog

S1-8 - 60 A - TARIFGEBUNDENE ARBEITNEHMER
KPI 2025 2024 Einheit
Prozentsatz der Arbeitnehmer, die von Tarifverträgen abgedeckt sind 92 85 %
S1-8 - 60 B -C, 63 A & B- ANTEIL UND ANWENDUNGSBEREICH VON TARIFVERTRÄGEN INNERHALB UND AUSSERHALB DES EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSRAUMES (EEA) UND BETRIEBLICHE VERTRETUNG INNERHALB DES EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSRAUMES
Tarifvertragliche Abdeckung Sozialer Dialog
Abdeckungsquote "Beschäftigte – EWR

(für Länder mit

>50 Beschäftigten, die >10 %

der Gesamtzahl ausmachen)"
"Beschäftigte – Nicht-EWR-

Länder

(Schätzung für Regionen mit

>50 Beschäftigten, die >10 %

der Gesamtzahl ausmachen)"
"Vertretung am Arbeitsplatz (nur

EWR)

(für Länder mit

>50 Beschäftigten, die >10 % der

Gesamtzahl ausmachen)"
0 – 19 %
20 – 39 %
40 – 59 %
60 – 79 %
80 – 100 % Österreich USA Österreich

keine Änderung im Vergleich zum Vorjahr

S1-9 - Kennzahlen zur personellen Diversität

S1-9 - 66 A - GESCHLECHTERVERTEILUNG IM TOPMANAGEMENT
KPI 2025 2024 Einheit 2025 2024 Einheit
Geschlechterverteilung auf oberster Führungsebene
Männlich 16 14 HC 89 87 %
Weiblich 2 2 HC 11 13 %
Sonstige 0 0 HC 0 0 %
Keine Angabe 0 0 HC 0 0 %
KPI 2025 2024 Einheit
Anzahl Beschäftigte (<30 Jahre) 228 239 HC
Anzahl Beschäftigte (30 – 50 Jahre) 915 959 HC
Anzahl Beschäftigte (>50 Jahre) 396 398 HC
GESAMT 1.539 1.596 Personenzahl
S1-9 - AR 71 - DEFINITION DER OBERSTEN LEITUNGSEBENE

SBO definiert das Topmanagement als Vorstand, Divisionsleiter und Geschäftsführer in direkter Berichtslinie an den Vorstand.

S1 - 10 - ANGEMESSENE VERGÜTUNG DER MITARBEITER GEMÄSS GELTENDEN BENCHMARKS

SBO stellt sicher, dass alle Mitarbeiter eine angemessene Vergütung erhalten, die den geltenden Lohnvorschriften und Benchmarks entspricht. Die niedrigsten Löhne im Unternehmen orientieren sich an den gesetzlich festgelegten Mindest- oder angemessenen Lohnanforderungen, die durch nationale Gesetzgebung, Tarifverträge oder international anerkannte Standards definiert sind.

S1-12 - Menschen mit Behinderungen

S1-12 - 79 - PROZENTUALER ANTEIL VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN UNTER DEN MITARBEITER
KPI Wert Einheit
Menschen mit Behinderungen unter den Beschäftigten 2025 insgesamt *) 1 %

*) 2024: 1%

S1-12 - AR 76 - KONTEXTUELLE INFORMATIONEN

SBO erhebt Daten über Menschen mit Behinderungen mit Hilfe ihrer Personalverwaltungssysteme und Selbstauskunftsmechanismen der Mitarbeiter, um die Einhaltung der lokalen Datenschutzbestimmungen zu gewährleisten. Mitarbeiter können Behinderungen freiwillig über vertrauliche Meldekanäle offenlegen, die für Compliance- und Integrationsinitiativen genutzt werden.

Definition von Behinderungen: SBO übernimmt die Definitionen der lokalen Gesetzgebung in den Ländern, in denen sie tätig ist. Diese Definitionen stehen im Einklang mit internationalen Rahmenwerken wie dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, können aber aufgrund lokaler Rechtsauslegungen abweichen.

S1-14 - Kennzahlen zu Gesundheit und Sicherheit

S1-14 - 88 - KENNZAHLEN ZU GESUNDHEIT UND SICHERHEIT

SBO gibt den prozentualen Anteil ihrer Belegschaft an, der von einem zertifizierten Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem erfasst wird, und zwar auf Basis der Mitarbeiterzahl (HC),

KPI Einheit 2025 2024
Personen in der eigenen Belegschaft die vom Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit des Unternehmens abgedeckt werden** % 37 19
Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen und arbeitsbedingter Erkrankungen in der eigenen Belegschaft Anzahl 0 0
Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen und arbeitsbedingter Erkrankungen bei Fremdarbeitskräften auf den Standorten des Unternehmens Anzahl 0 0
Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle Anzahl 23 21
LTIR Quote 1,6 6,3
Zahl der Fälle meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen von Beschäftigten des Unternehmens Anzahl 0 0
Zahl der Ausfalltage aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen, arbeitsbedingter Erkrankungen und von Todesfällen infolge von Erkrankungen von Beschäftigten des Unternehmens Anzahl 145 340
Zahl der Ausfalltage aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen, arbeitsbedingter Erkrankungen und von Todesfällen infolge von Erkrankungen von Fremdarbeitskräften Anzahl 0 0

S1-16 - Vergütungskennzahlen (Verdienstgefälle und Gesamtvergütung)

S1-16 - 97 C - FÜR DAS VERSTÄNDNIS DER DATEN ERFORDERLICHE HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Zu den angewandten Methoden gehören Analysen der Lohnstrukturen sowie die Integration relevanter Finanzdaten. Objektive Faktoren, die die Datenerhebung beeinflussen, sind insbesondere die Art der Tätigkeit und das Land der Beschäftigung. Regionale Unterschiede in Tarifsystemen sowie arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen werden entsprechend berücksichtigt.

Das ausgewiesene geschlechtsspezifische Lohngefälle berücksichtigt Einflussfaktoren wie die Art der Beschäftigung, etwa Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung. Währungs- und Wechselkursschwankungen sowie Unterschiede in Vergütungsstrukturen zwischen geografischen Standorten können die Vergleichbarkeit der Vergütungsdaten beeinflussen.

Im Geschäftsjahr 2025 wurde die Berechnung der Gesamtvergütung gemäß ESRS 2 S1-16 gegenüber dem Vorjahr in Folge einer Fehlerfeststellung durch die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung angepasst. Während im Jahr 2024 die Berechnung der Pay Ratio in einem ersten Schritt je Konzerngesellschaft berechnet und anschließend unter Berücksichtigung der jeweiligen Mitarbeiterzahl zu einem gruppenweiten Faktor zusammengefasst wurde, erfolgte die Berechnung für das Jahr 2025 sowie das Vergleichsjahr 2024 auf Basis einer konzernweiten Ermittlung des Medianeinkommens und folgender Berechnung des Faktors

im Verhältnis zur höchstbezahlten Einzelperson innerhalb der Gruppe. Die zugrunde liegenden Vergütungsdaten stammen unverändert aus den lokalen Lohnverrechnungssytemen der jeweiligen Gesellschaften, wobei die Erhebung der Daten zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit sowie die Aggregation nach einer einheitlichen konzernweiten Berechnungslogik erfolgte.

Analog dazu wurde auch die Berechnung für das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle im Jahr 2025 angepasst und anstelle einer dezentralen Ermittlung in den jeweiligen Unternehmen und Aggregation auf Konzernebene eine zentrale Berechnung unter Bezugnahme auf eine konzernweite Datenbasis umgestellt. Folglich wurde der Wert des Vergleichsjahres 2024 angepasst. Abgesehen von dieser methodischen Umstellung gab es im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen an den zugrunde liegenden Datensätzen. Alle erhobenen Daten wurden konsistent und nach etablierten internen Verfahren verarbeitet.

S1-16 - 97 A & 98 - GESCHLECHTSSPEZIFISCHES VERDIENSTGEFÄLLE UND VERHÄLTNIS DER JÄHRLICHEN GESAMTVERGÜTUNG
KPI Einheit 2025 2024
Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle % 7 16
Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Arbeitnehmenden Quote 26 30

Im Zuge einer methodischen Anpassung der Berechnung wurden die in der Nicht-finanziellen Erklärung ausgewiesenen Kennzahlen rückwirkend überprüft und korrigiert. Für das Berichtsjahr 2024 war das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle mit 8 % und das Verhältnis der Gesamtvergütung (höchste zu medianer Gesamtvergütung) mit einem Faktor 8 angegeben. Nach Anwendung der aktualisierten Methodik ergeben sich für 2024 ein geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle von 16 % sowie ein Verhältnis der Gesamtvergütung von Faktor 30. Die Anpassung stellt eine konsistente Methodenanwendung und eine sachgerechte Darstellung der Kennzahlen sicher.

S1-17 - Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen auf die Menschenrechte

S1-17 - 102 - INFORMATIONEN ÜBER ARBEITSBEDINGTE VORFÄLLE, BESCHWERDEN UND MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN SOWIE DAMIT VERBUNDENE GELDSTRAFEN UND SANKTIONEN

Während des Berichtszeitraums verzeichnete SBO keine bestätigten Fälle von Diskriminierung, einschließlich Belästigung, innerhalb des Unternehmens. Um Diskriminierung zu identifizieren, zu adressieren und zu verhindern, hat SBO robuste Systeme implementiert und stellt die Einhaltung seines Code of Conduct sowie relevanter Richtlinien sicher. Die internen Stakeholder, insbesondere die Mitarbeiter, stehen im Fokus der Anti-Diskriminierungsmaßnahmen, während externe Stakeholder, wie Auftragnehmer, ebenfalls durch umfassendere Richtlinienverpflichtungen abgedeckt sind. SBO verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Diskriminierung und Belästigung und verfügt über klare Verfahren zur Meldung, Untersuchung und Lösung von Vorfällen, einschließlich anonymer Meldekanäle. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch die Überwachung der Nutzung und der Ergebnisse von Beschwerdemechanismen kontinuierlich evaluiert.

S1-17 - 103 - ANZAHL DER VORFÄLLE VON DISKRIMINIERUNG, EINSCHLIESSLICH BELÄSTIGUNG

Während des Berichtszeitraums wurde ein Diskriminierungsfall gemeldet, der sich jedoch nicht bestätigte. Es wurden keine erheblichen Geldstrafen, Sanktionen oder Entschädigungszahlungen verzeichnet.

S1-MDR-M - Kennzahlen

S1-MDR-M-77B

Die Zahlen wurden nicht extern verifiziert. Zur Validierung der Messungen wurden interne Qualitätskontrollen durchgeführt, darunter Überprüfungen auf Vollständigkeit der Daten, Vergleiche mit Vorjahreswerten sowie Plausibilitätsprüfungen zwischen den Konzerngesellschaften.

S1-6

Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder unternehmensspezifische Kennzahlen Methoden, wesentliche Annahmen Bedingungen und Grenzen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Gesamtzahl der Beschäftigten (HC) und Aufschlüsselung nach Geschlecht ESRS-Kennzahl Die Daten über die Beschäftigten wurden von jeder Tochtergesellschaft gesammelt auf Konzernebene aggregiert, einschließlich einer Aufschlüsselung nach Geschlecht. Das Geschlecht basiert auf der Grundlage der vorgelegten Informationen von Arbeitnehmern.
Gesamtzahl der Beschäftigten (HC) nach Ländern mit mehr als 50 Mitarbeiter, welche mehr als 10 % der Gesamtbelegschaft vertreten ESRS-Kennzahl Daten auf Mitarbeiter wurden von jeder Tochterfirma eingeholt und dann aggregiert auf Gruppenebene. Jedes Land, in dem SBO mehr als 50 Mitarbeiter hat, welche mehr als 10 % der Gesamtbelegschaft ausmachen, wird in der Tabelle angegeben.
Gesamtzahl der Beschäftigten nach Vertragsart und nach Geschlecht ESRS-Kennzahl Daten über Vertragsarten von Mitarbeiter wurden gesammelt von jeder Tochtergesellschaft und auf Gruppenebene aufgeschlüsselt. Die Daten wurden weiter aufgeschlüsselt nach Geschlecht.
Die Gesamtzahl der Mitarbeiter, die das Unternehmen während des Berichtszeitraums verlassen haben ESRS-Kennzahl Die Zahl der Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen haben, umfasst Kündigungen, Entlassungen, Versetzungen und andere Formen des freiwilligen oder unfreiwilligen Ausscheidens von Mitarbeitern aus dem Unternehmen. Die Daten über die Mitarbeiter, die das Unternehmen während des Berichtsjahres verlassen haben, wurden von jeder Tochtergesellschaft erhoben und auf Konzernebene aggregiert.
Die Fluktuationsrate im Berichtszeitraum ESRS-Kennzahl Kündigungen im Berichtszeitraum geteilt durch (Gesamtbelegschaft am 31.12.2024 plus Neuzugänge im Berichtszeitraum).

S1-7

Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder unternehmensspezifisch Kennzahlen Methoden, wesentliche Annahmen und Grenzen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Gesamtzahl der Nicht-Arbeitnehmer in der eigenen Belegschaft des Unternehmens ESRS-Kennzahl Die Daten über die Anzahl der nicht beschäftigten Mitarbeiter wurden von jeder Tochtergesellschaft per Stichtag erhoben und dann auf Konzernebene konsolidiert.

S1-8

Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS- oder Unternehmenspezifische Kennzahlen Methoden, signifikante Annahmen und Grenzen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Prozentualer Anteil der Beschäftigten, die unter Tarifverträge fallen ESRS-Kennzahl Daten über den Prozentsatz der Arbeitnehmer, die unter Tarifverträge fallen, werden bei den einzelnen Tochterunternehmen erhoben und dann auf Gruppenebene aggregiert.
Prozentualer Anteil der Arbeitnehmer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), die unter Tarifverträge fallen, für jedes Land mit erheblicher Beschäftigung ESRS-Kennzahl Daten über den Prozentsatz der Arbeitnehmer im EWR, die unter Tarifverträge fallen, werden von jeder Tochtergesellschaft erhoben und dann auf Konzernebene aggregiert.
Prozentualer Anteil der Arbeitnehmer außerhalb des EWR, die unter Kollektivvereinbarungen fallen, nach Region ESRS-Kennzahl Daten über den Prozentsatz der Mitarbeiter, die unter Tarifverträge außerhalb des EWR fallen, werden von jeder Tochtergesellschaft erhoben und dann auf Konzernebene konsolidiert.
Globaler Prozentsatz der Arbeitnehmer, die von Arbeitnehmervertretetungen abgedeckt werden, gemeldet auf Länderebene für jedes EWR-Land, in dem das Unternehmen mehr als 10 % seiner Arbeitnehmer beschäftigt ESRS-Kennzahl Daten über den Prozentsatz der Arbeitnehmer, die von Arbeitnehmervertretern abgedeckt sind, werden von jeder Tochtergesellschaft erhoben und dann auf Konzernebene aggregiert.

S1-9

Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder unternehmensspezifische Kennzahlen Methoden, wesentliche Annahmen und Grenzen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Geschlechterverteilung in Führungspositionen ESRS-Kennzahl Die Daten zur Geschlechterverteilung in Führungspositionen wurden bei den einzelnen Tochtergesellschaften erhoben und dann auf Gruppenebene aggregiert, einschließlich einer Aufschlüsselung nach Geschlecht. Das Geschlecht basiert auf den von den Mitarbeitern gemachten Angaben.
Prozentuale Verteilung der Geschlechter in Führungspositionen ESRS-Kennzahl Anzahl der Männer, Frauen oder Diverse, geteilt durch die Gesamtzahl der Führungspositionen
Verteilung der Beschäftigten nach Altersgruppen ESRS-Kennzahl Daten über die Altersverteilung aller Mitarbeiter wurden von jeder Tochtergesellschaft gesammelt und auf Gruppenebene aggregiert.
S1-12
Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder unternehmensspezifische Kennzahlen Methoden und wesentliche Annahmen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Prozentsatz der Mitarbeiter mit Behinderungen ESRS-Kennzahl Für jede Tochtergesellschaft wurden Daten über die Anzahl der Mitarbeiter mit Behinderungen erhoben. Je nach Standort der Geschäftsaktivitäten wurden unterschiedliche Definitionen von "Behinderung" angewandt.
S1-14
Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder unternehmensspezifische Kennzahlen Methoden und wesentliche Annahmen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Prozentsatz der Beschäftigten in der eigenen Belegschaft, die unter ein zertifiziertes Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem des Unternehmens fallen, das auf gesetzlichen Anforderungen und/oder anerkannten Standards oder Konzepten basiert ESRS-Kennzahl Daten über die Anzahl der Mitarbeiter, die von einem Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem erfasst werden, wurden für jede Tochtergesellschaft gesammelt und dann auf Konzernebene konsolidiert. Es wurde überprüft, ob das vorhandene Managementsystem auf gesetzlichen Anforderungen oder anerkannten Standards oder Konzepten basiert.
Zahl der Todesfälle infolge von arbeitsbedingten Verletzungen und arbeitsbedingten Erkrankungen (inkl. Fremdarbeitskräfte) ESRS-Kennzahl Daten über die Zahl der Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen wurden für jede Tochtergesellschaft erhoben und dann auf Gruppenebene aggregiert.
Anzahl und Rate der registrierten Arbeitsunfälle ESRS-Kennzahl Die Daten über die Anzahl und die Rate der Arbeitsunfälle wurden für jedes Tochterunternehmen gesammelt und dann auf Gruppenebene aggregiert.
Anzahl der erfassten Fälle von arbeitsbedingten Erkrankungen. ESRS-Kennzahl Daten über arbeitsbedingte Erkrankungen wurden für jede Tochtergesellschaft gesammelt und dann auf Gruppenebene aggregiert.
Anzahl der Ausfalltage aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten (inkl. Fremdarbeitskräfte) ESRS-Kennzahl Die Daten zur Anzahl der Ausfalltage wurden für jede Tochtergesellschaft erhoben und anschließend auf Gruppenebene aggregiert
LTIR ESRS-Kennzahl Der LTIR wurde auf Basis der Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten berechnet, relativ zur Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden, und auf Gruppenebene aggregiert.
S1-16
Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder unternehmensspezifische Kennzahlen Methoden und wesentliche Annahmen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Geschlechtsspezifisches Lohngefälle - insgesamt und nach Mitarbeiterkategorie ESRS-Kennzahl Die Verdienstdaten werden von den jeweiligen Tochtergesellschaften erhoben und in einer standardisierten Datenstruktur an die Konzernfunktion übermittelt. Auf Basis dieser zugrunde liegenden Verdienstdaten wird das geschlechtsspezifische Lohngefälle zentral für den Konzern nach der ESRS-Methodik berechnet.
Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der höchstbezahlten Person zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne die höchstbezahlte Person) ESRS-Kennzahl Die Daten zum Vergütungsverhältnis werden von den jeweiligen Tochtergesellschaften als Grunddaten gemeldet. Auf Konzernebene wird aus der Gesamtheit dieser Daten der Median der Gesamtvergütung der Beschäftigten ermittelt und dem Wert der höchstbezahlten Person gegenübergestellt.
S1-17
Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder unternehmensspezifische Kennzahlen Methoden und wesentliche Annahmen
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Gesamtzahl der Vorfälle von Diskriminierung, einschließlich Belästigung, während des Berichtszeitraum ESRS-Kennzahl Daten zur Anzahl der Vorfälle von Diskriminierung einschließlich Belästigung wurden von jeder Tochtergesellschaft gesammelt und dann auf Gruppenebene aggregiert. Daten waren für 1 Tochtergesellschaft nicht verfügbar, die aus den Berechnungen ausgeschlossen wurde.
Gesamtbetrag der Bußgelder, Strafen und Schadensersatzleistungen aufgrund der Vorfälle ESRS-Kennzahl Die Daten über die Gesamtsumme der Geldbußen aufgrund von Vorfällen wurden von jeder Tochtergesellschaft erhoben und dann auf Konzernebene konsolidiert.
Anzahl der schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft während des Berichtszeitraums ESRS-Kennzahl Daten über schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen wurden von jeder Tochtergesellschaft gesammelt und dann auf Gruppenebene aggregiert.
Gesamtbetrag der Geldstrafen, Bußgelder und Schadensersatzleistungen im Zusammenhang mit schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in der Belegschaft der Unternehmen ESRS-Kennzahl Die Daten über die Gesamtsumme der Geldbußen aufgrund von Menschenrechtsverletzungen wurden von jeder Tochtergesellschaft erhoben und dann auf Konzernebene zusammengefasst.
Anzahl schwerwiegender Menschenrechtsvorfälle, bei denen SBO im Berichtszeitraum zur Wiedergutmachung für die Betroffenen beigetragen hat. ESRS-Kennzahl Daten über schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, bei denen das Unternehmen zur Entschädigung der Betroffenen beigetragen hat, wurden bei den einzelnen Tochterunternehmen erhoben und anschließend auf Konzernebene konsolidiert.

S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

S2-1 - Konzepte für Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette

S2-MDR-P - 62 - GRUND FÜR FEHLENDE KONZEPTE

SBO hat Richtlinien und Maßnahmen etabliert, die zentrale Aspekte von ESRS S2 – Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette abdecken, darunter Gesundheit und Sicherheit, Nichtdiskriminierung und faire Arbeitsbedingungen. Diese Themenbereiche sind im Code of Conduct verankert, der sichere Arbeitsumgebungen, Gleichbehandlung und die Achtung der Arbeitnehmerrechte sicherstellt. Obwohl es keine eigenständige Richtlinie mit explizitem Bezug auf ESRS S2 gibt, erfüllt das bestehende Rahmenwerk die wesentlichen Anforderungen. SBO verpflichtet sich dazu, seine Richtlinien kontinuierlich zu überprüfen und weiterzuentwickeln, um sie an die sich entwickelnden CSRD-/ESRS-Standards anzupassen. Die Richtlinien sind in ESRS G1 beschrieben und decken folgende zentrale Themen ab:

Angemessene Arbeitsbedingungen

Gleichberechtigung

Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung

S2-1 - 17 - MENSCHENRECHTE, EINSCHLIESSLICH DER RECHTE DER ARBEITNEHMER, EINBEZIEHUNG UND MASSNAHMEN, UM AUSWIRKUNGEN AUF DIE MENSCHENRECHTE ZU BEHEBEN UND/ODER SIE ZU ERMÖGLICHEN

SBO hat umfassende Richtlinien zum Schutz der Menschenrechte implementiert, die im Code of Conduct der SBO-Gruppe verankert sind. Diese Richtlinien stehen im Einklang mit international anerkannten Rahmenwerken, darunter die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die ILO-Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit sowie die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen.

Um die Einhaltung dieser Standards sicherzustellen, hat SBO Prozesse zur Verhinderung, Erkennung und Minderung von Risiken im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen über seine globalen Geschäftsaktivitäten hinweg etabliert. Diese Prozesse umfassen regelmäßige Bewertungen, interne Kontrollen und Mechanismen zur Risikobewältigung. SBO bleibt verpflichtet, seine Einhaltung dieser Prinzipien kontinuierlich zu verbessern, als Teil seiner unternehmerischen Verantwortung und Nachhaltigkeitsstrategie.

Die Strategie von SBO zum Schutz der Menschenrechte in der Wertschöpfungskette orientiert sich an international anerkannten menschenrechtlichen Rahmenwerken. SBO legt besonderen Fokus auf faire Arbeitspraktiken, die Verhinderung von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Diskriminierung sowie die Sicherstellung sicherer und gesunder Arbeitsbedingungen. Diese Grundsätze sind in den Richtlinien von SBO verankert und werden durch die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette umgesetzt, um die Einhaltung menschenrechtlicher Standards sicherzustellen.

Im Einklang mit diesem Engagement sind die überwiegende Mehrheit der Kunden von SBO börsennotierte Unternehmen, die ebenfalls zur Einhaltung relevanter gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind.

Der Code of Conduct von SBO betont die Ausrichtung an international anerkannten Standards, einschließlich der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. Diese Richtlinien verpflichten SBO dazu, Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, zu mindern und zu adressieren. Zukünftige Maßnahmen werden sich auf die Integration gezielter Abhilfemaßnahmen konzentrieren, um die Menschenrechtsstrategie von SBO weiter zu stärken.

S2-1 - 18 - BERÜCKSICHTIGUNG DER THEMEN MENSCHENHANDEL, ZWANGSARBEIT UND KINDERARBEIT im KONZEPT

SBO unterhält einen Code of Conduct, der die allgemeinen Erwartungen an ethisches Verhalten und die Einhaltung rechtlicher Standards festlegt. Dieser bildet die Grundlage für das Engagement der SBO für die Menschenrechte in der gesamten Wertschöpfungskette. Im Rahmen ihrer kontinuierlichen Verbesserungsinitiativen überprüft und verfeinert SBO ihre Richtlinien, um diese kritischen Themen explizit zu integrieren und die Übereinstimmung mit internationalen Standards und Best Practices zu gewährleisten. Dieser Prozess spiegelt das Engagement der SBO für die Verbesserung der Integrität und Nachhaltigkeit ihrer Lieferkette wider.

S2-1 - 19 - ANPASSUNG AN INTERNATIONAL ANERKANNTE NORMEN

Die Richtlinien der SBO orientieren sich an den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) und spiegeln die Einhaltung international anerkannter Standards wider, darunter die ILO-Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. Diese Rahmenwerke leiten das Engagement der SBO für die Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und Nicht-Diskriminierung in der gesamten Wertschöpfungskette.

SBO hat ein Meldesystem unter anderem für Menschenrechtsverletzungen entlang der Wertschöpfungskette eingerichtet, dass über seine Whistleblowing- und Compliance-Plattformen zugänglich ist. Bei der Überprüfung wurden keine Verstöße festgestellt, die im Widerspruch zu den UNGPs, der ILO-Erklärung oder den OECD-Leitsätzen stehen.

S2-2 - Verfahren zur Einbeziehung der eigenen Arbeitnehmer und Arbeitnehmervertreter in Bezug auf die Auswirkungen

S2-2 - 22 - EINBEZIEHUNG DER SICHTWEISEN DER ARBEITNEHMER IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE, EINSCHLIESSLICH GLOBALER RAHMENVEREINBARUNGEN ODER ANDERER VEREINBARUNGEN, DIE SBO ABGESCHLOSSEN HAT, UND WIRKSAMKEIT

SBO hat Mechanismen eingerichtet, darunter die Whistleblowing-Plattform und Compliance-Meldesysteme, um Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette die Möglichkeit zu geben, ihre Ansichten zu wesentlichen Themen, einschließlich Arbeitsbedingungen und Menschenrechten, mitzuteilen. Bis heute wurden keine Fälle oder Rückmeldungen von Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette gemeldet. Daher ergab sich hier kein direkter Einfluss auf Entscheidungen oder Maßnahmen. SBO verpflichtet sich weiterhin, Feedback von Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette zu überwachen und einzubeziehen, um die Einhaltung von Standards und Arbeitsrechten sicherzustellen.

SBO erkennt die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette an und hat daher eine Whistleblowing-Plattform implementiert.

Bei SBO ist die Verantwortung für Themen im Zusammenhang mit Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette in übergeordnete Führungsrollen integriert, anstatt einer einzelnen dedizierten Position zugewiesen zu werden. Dies gewährleistet einen ganzheitlichen und funktionsübergreifenden Ansatz für diese wichtigen Themenbereiche.

SBO stellt hohe Standards für Menschenrechte in der Wertschöpfungskette durch bestehende Richtlinien und Praktiken sicher. Obwohl keine formalen Vereinbarungen mit internationalen Gewerkschaftsverbänden bestehen, prüft SBO kontinuierlich, ob Initiativen wie das Bangladesh Accord, die ACT-Initiative oder Partnerschaften mit Organisationen wie der Fair Labour Association sinnvoll sind.

Bestehende Beschwerdemechanismen, wie die Whistleblowing-Plattform, bieten eine leicht zugängliche Möglichkeit für Stakeholder, Anliegen zu äußern.

Im Berichtszeitraum wurden keine relevanten Fälle gemeldet oder formale Vereinbarungen zu Arbeitnehmerbelangen in der Wertschöpfungskette getroffen. SBO verpflichtet sich dazu, Mechanismen zur systematischen Erfassung, Bewertung und Verbesserung der Einbindung von Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette für zukünftige Berichtszeiträume weiterzuentwickeln.

Aufgrund der Position von SBO innerhalb der Wertschöpfungskette ist der Einfluss in diesem Bereich begrenzt. Stattdessen betrachtet SBO die Whistleblowing-Plattform als zentrales Instrument zur Bearbeitung wesentlicher Anliegen, insbesondere im Hinblick auf Arbeitsrechtsverletzungen.

Derzeit sieht SBO keinen unmittelbaren Bedarf für die Implementierung zusätzlicher Einbindungsmechanismen über die bestehenden Richtlinien und Praktiken hinaus. Das Unternehmen überprüft jedoch kontinuierlich seinen Ansatz und bleibt offen für weitere Entwicklungen, sofern diese als notwendig erachtet werden.

S2-2 - 23 - SCHRITTE ZUR GEWINNUNG VON EINBLICKEN IN DIE PERSPEKTIVEN VON ARBEITNEHMERN IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE, DIE BESONDERS ANFÄLLIG FÜR AUSWIRKUNGEN SIND UND/ODER MARGINALISIERT WERDEN KÖNNTEN

SBO hat keine spezifischen gefährdeten Gruppen von Arbeitnehmern innerhalb der Wertschöpfungskette identifiziert, die von den Auswirkungen besonders betroffen sein könnten. Daher wurden im Berichtsjahr keine spezifischen Schritte unternommen, um Einblicke in ihre Perspektiven zu gewinnen oder auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

S2-2 - 24 - KEIN ALLGEMEINES VERFAHREN FÜR DIE ZUSAMMENARBEIT MIT DER BELEGSCHAFT

SBO stellt eine Whistleblowing-Plattform bereit, die allen Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette zugänglich ist und als zentrales Instrument zur Bearbeitung wesentlicher Anliegen, insbesondere im Zusammenhang mit Arbeitsrechtsverletzungen, dient.

Derzeit sieht SBO keinen unmittelbaren Bedarf, zusätzliche formale Einbindungsverfahren innerhalb der Wertschöpfungskette einzuführen. Das Unternehmen überprüft jedoch kontinuierlich seinen Ansatz und bleibt offen für weitere Entwicklungen, falls diese erforderlich sein sollten.

S2-3 - Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle für Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette, um Bedenken zu äußern

S2-3 - 27 A - D - ALLGEMEINES KONZEPT UND VERFAHREN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG VON ODER DIE BETEILIGUNG AN ABHILFEMASSNAHMEN

Die Compliance- und Whistleblowing-Systeme von SBO bieten Anhaltspunkte für die Identifizierung und Meldung von Problemen. SBO verfügt über keinen formalisierten Mechanismus für die unternehmerische Sorgfaltspflicht, der speziell darauf zugeschnitten ist, wesentliche negative Auswirkungen auf die Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette zu bekämpfen.

SBO stellt eine Whistleblowing-Plattform als primären Kommunikationskanal für Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette zur Verfügung, um Bedenken zu äußern oder ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Diese Plattform wird direkt von SBO verwaltet und gewährleistet Vertraulichkeit und Anonymität für die Nutzer. Arbeiter können online auf die Plattform zugreifen, um Probleme im Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen, den Menschenrechten oder andere für die Wertschöpfungskette relevante Anliegen zu melden.

Es gibt keine zusätzlichen Mechanismen, wie z.B. Gewerkschaftsvertretungen oder Dialogprozesse, die eingerichtet wurden. SBO plant, die Angemessenheit der bestehenden Kanäle zu bewerten und für zusätzliche Mechanismen zu prüfen, einschließlich von Dritten verwalteter Systeme, um die Zugänglichkeit und Wirksamkeit zu verbessern.

SBO stellt sicher, dass die Whistleblowing-Plattform als primärer Kommunikationskanal für die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette zugänglich ist, indem sie die Online-Verfügbarkeit und Vertraulichkeit sicherstellt, um ihre Nutzung zu fördern. Durch den Einsatz spezifischer Marketingmaterialien und die direkte Kommunikation mit den Compliance-Managern soll das Bewusstsein für den Umgang mit Compliance-Vorfällen geschärft werden.

Die Whistleblowing-Plattform von SBO wird vom Head of Compliance überwacht und verwaltet, der die Verfolgung und den Fortschritt der einzelnen Beschwerden und Anliegen beaufsichtigt. Der Head of Compliance stellt sicher, dass jeder Fall vertraulich bearbeitet wird und verfolgt seinen Status bis zur Lösung. Berichte über die Anzahl der bearbeiteten, begründeten und gelösten Beschwerden werden intern geführt und bei Bedarf den zuständigen Ausschüssen vorgelegt.

Um die Wirksamkeit dieses Kanals zu gewährleisten, stützt sich SBO auf den Leiter der Abteilung Compliance und die regelmäßige Überprüfung des Prozesses. SBO arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung des Systems.

SBO hat Richtlinien zum Schutz von Whistleblowern implementiert, die in der Whistleblowing-Richtlinie festgelegt sind. Diese Schutzmaßnahmen gewährleisten Vertraulichkeit und sichern Personen ab, die Beschwerden oder Missstände melden.

Obwohl Arbeitnehmervertreter nicht ausdrücklich in die Schutzmaßnahmen einbezogen sind, hält SBO an seinem Bekenntnis gegen Vergeltungsmaßnahmen fest und plant, diese Mechanismen weiter zu stärken, um sie an Best Practise gemäß ESRS-Standards anzupassen.

Daher führt SBO keine regelmäßigen Überprüfungen zur Wahrnehmung der Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette für Beschwerdemechanismen wie die Whistleblowing-Plattform durch.

S2-4 - Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette und Ansätze zur Minderung wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen in Bezug auf Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

S2-MDR-A - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN SPEZIFISCHER MASSNAHMEN

SBO hält sich an alle geltenden gesetzlichen Vorschriften und hat interne Richtlinien und Prozesse etabliert, um die Einhaltung von Menschenrechts- und Arbeitsstandards sicherzustellen. Während diese Maßnahmen bestehen, bewertet SBO kontinuierlich, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, um spezifische wesentliche Themen in der Wertschöpfungskette anzugehen.

Daher bewertet SBO potenzielle Risiken laufend und wird Maßnahmen ergreifen, falls wesentliche Probleme identifiziert werden.

Angemessene Wohnverhältnisse: Aufgrund der bisherigen Bewertungen wurden keine Maßnahmen implementiert, da bislang kein einziger Fall unangemessener Wohnverhältnisse bekannt wurde. Sollte SBO Kenntnis von solchen Fällen erlangen, wird dies selbstverständlich gründlich untersucht.

Nicht existenzsichernde Löhne: Es bestehen derzeit keine gezielten Maßnahmen zur Beseitigung von Lohnunterschieden im Hinblick auf existenzsichernde Löhne. Falls SBO Fälle identifiziert, in denen nicht existenzsichernde Löhne ein Problem darstellen, wird dies gründlich geprüft.

Kinderarbeit und Zwangsarbeit: Diese Praktiken sind im Code of Conduct von SBO strikt verboten. Daher wurde bisher kein einziger Fall von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit festgestellt. Sollte SBO entsprechende Fälle identifizieren, wird dies umfassend untersucht.

Geschlechtergleichstellung: Diversität und Inklusion sind fest in den Grundsätzen von SBO verankert. Daher wurden bislang keine gezielten Maßnahmen zur Beseitigung von Lohn- oder Repräsentationsunterschieden implementiert.

Gesundheit und Sicherheit: Da Gesundheits- und Sicherheitsstandards bestehen, wurden keine zusätzlichen Maßnahmen für Industrienspezifische Risiken (z.B. Bergbauverschmutzungen) eingeführt. SBO könnte jedoch erwägen, diesen Bereich in Zukunft weiter zu überprüfen.

Gewalt und Belästigung: Die Whistleblowing-Plattform ermöglicht die Meldung von Gewalt- und Belästigungsfällen. Daher wurden keine zusätzlichen speziellen Maßnahmen implementiert.

Wasser und sanitäre Einrichtungen: Dieses Thema wurde aufgrund der geringen Relevanz für die Geschäftstätigkeit von SBO bislang nicht priorisiert. Es wird jedoch weiter beobachtet, um zu prüfen, ob künftig Maßnahmen erforderlich sind.

S2-4 - 32 & 37 - MASSNAHMEN ZUR VERMEIDUNG, ABSCHWÄCHUNG ODER BEHEBUNG WESENTLICHER NEGATIVER AUSWIRKUNGEN AUF ARBEITNEHMER IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Allgemeine Richtlinien und Mechanismen wie der Code of Conduct und die Whistleblowing-Plattform tragen indirekt dazu bei, Risiken wie Diskriminierung, Zwangsarbeit oder unsichere Arbeitsbedingungen zu verringern. Darüber hinaus gibt es keine gezielten Maßnahmen, um spezifische negative Auswirkungen in der Wertschöpfungskette zu adressieren.

Zukünftige Pläne können die Bewertung wesentlicher Auswirkungen und die Entwicklung spezieller Maßnahmen zur systematischen Vorbeugung und Entschärfung dieser Probleme als Teil der umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie der SBO umfassen.

S2-4 - 33 A - C - VERFAHREN ZUR IDENTIFIZIERUNG DER MASSNAHMEN FÜR BESTIMMTE AKTUELLE ODER POTENZIELLE NEGATIVE AUSWIRKUNGEN AUF ARBEITNEHMER IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Die derzeitigen Mechanismen, wie die Whistleblowing-Plattform, ermöglichen die Meldung von Bedenken, was zu einer fallweisen Reaktion führen kann. Allerdings gibt es keine strukturierte Risikobewertung oder Due-Diligence-Verfahren, um diese Auswirkungen proaktiv zu ermitteln und adressieren.

Bestehende Mechanismen, wie der Code of Conduct und die Whistleblowing-Plattform, bieten ein grundlegendes Rahmenwerk für ethische Geschäftspraktiken. Obwohl diese Mechanismen vorhanden sind, gibt es derzeit keinen formalen Ansatz oder spezifisches Verfahren, das gezielt auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette ausgerichtet ist.

SBO befindet sich in der Entwicklung eines Lieferantenkodex (Supplier Code of Conduct), der in die allgemeinen Einkaufspraktiken integriert wird. Dieser soll dazu beitragen, Risiken wie nicht existenzsichernde Löhne, Zwangsarbeit und unzureichende Arbeitsbedingungen zu minimieren.

In der Praxis überprüft der Leiter der Compliance-Abteilung Probleme von Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette, die über die Whistleblowing-Plattform gemeldet werden. Er überwacht den Prozess und stellt sicher, dass die erforderlichen Korrekturmaßnahmen je nach Einzelfall umgesetzt werden.

S2-4 - 34 A - B - MASSNAHMEN ZUR VERRINGERUNG DER WESENTLICHEN RISIKEN UND ZUR ÜBERWACHUNG DER WIRKSAMKEIT IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Die aktuellen Maßnahmen von SBO zielen nicht spezifisch auf die Risikominderung in Bezug auf Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette ab. Für die eigene Belegschaft sind wesentliche Risiken in das übergeordnete Risikomanagement von SBO integriert. Dieses umfasst Compliance-Überwachung und interne Audits. Diese Prozesse decken unter anderem die Bereiche Gesundheit und Sicherheit, Nichtdiskriminierung und Ethische Geschäftspraktiken ab.

SBO hat derzeit keine spezifischen Maßnahmen implementiert, die auf die Förderung oder Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette abzielen.

S2-4 - 35 - SICHERSTELLUNG, DASS DIE PRAKTIKEN KEINE WESENTLICHEN NEGATIVEN AUSWIRKUNGEN AUF DIE ARBEITNEHMER IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE HABEN

SBO stellt sicher, dass die eigenen Geschäftspraktiken darauf ausgerichtet sind, wesentliche negative Auswirkungen auf Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette zu vermeiden, indem sie den Code of Conduct und verantwortungsbewusstes Handeln einhalten. Formalisierte Prozesse hierfür sind derzeit jedoch nicht vorhanden.

S2-4 - 36 - SCHWERWIEGENDE PROBLEME UND VORFÄLLE IM ZUSAMMENHANG MIT DEN MENSCHENRECHTEN

Im Berichtszeitraum wurden SBO keine Menschenrechtsverletzungen oder -vorfälle gemeldet. Die Whistleblowing-Plattform ist nach wie vor der wichtigste Mechanismus für die Meldung solcher Bedenken, und alle Meldungen werden vom Leiter der Compliance-Abteilung geprüft. SBO verpflichtet sich weiterhin, alle gemeldeten Vorfälle umgehend zu bearbeiten und die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards zu gewährleisten.

S2-4 - 38 - ZUGEWIESENE MITTEL FÜR DIE BEWÄLTIGUNG VON UMWELTAUSWIRKUNGEN

SBO hat dedizierte Ressourcen zur Steuerung wesentlicher Auswirkungen in der Wertschöpfungskette bereitgestellt, darunter Supply Chain Manager und Compliance Officers auf zentraler Ebene sowie in den Tochtergesellschaften. Diese Rollen sind dafür verantwortlich, die Einhaltung ethischer und gesetzlicher Standards zu überwachen, Risiken zu adressieren und sicherzustellen, dass die Geschäftspraktiken mit den Nachhaltigkeitsverpflichtungen von SBO übereinstimmen.

Die Supply Chain Manager sind für die Einkaufspraktiken verantwortlich, führen Lieferantenbewertungen und Risikobewertungen durch. Der Head of Compliance verwaltet die Beschwerdemechanismen und stellt die Einhaltung von Richtlinien, einschließlich des Code of Conduct, sicher. Gemeinsam gewährleisten diese Rollen einen strukturierten Ansatz zur Bewältigung wesentlicher Auswirkungen entlang der Wertschöpfungskette.

Fortschritt im Berichtszeitraum: Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen an Rollen, Verantwortlichkeiten oder den zugrunde liegenden Prozessen. Entsprechend können keine zusätzlichen Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr berichtet werden.

S2-5 - Ziele in Bezug auf den Umgang mit wesentlichen negativen Auswirkungen, die Förderung positiver Auswirkungen und den Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

9.5.1 S2-MDR-T - 72 - ZIELE

SBO hat unter ESRS S2 keine spezifischen Zielvorgaben festgelegt, überwacht jedoch die Wirksamkeit seiner Konzepte und Maßnahmen durch qualitative Bewertungen wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen. Dieser Ansatz umfasst Stakeholder-Engagement und Ergebnisanalysen, um die Ausrichtung an strategischen Zielen sicherzustellen und gleichzeitig Potenziale für zukünftige Entwicklungen zu identifizieren, einschließlich der Festlegung messbarer Zielvorgaben.

S3 Betroffene Gemeinschaften

S3-1 - Konzepte für betroffene Gemeinschaften

S3-MDR-P - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON KONZEPTEN

SBO beschäftigt weltweit rund 1.500 Mitarbeiter auf vier Kontinenten, wobei die durchschnittliche Mitarbeiterzahl pro rechtlicher Einheit global unter 100 liegt. Vor diesem Hintergrund verfügt das Unternehmen derzeit über keine spezifischen Konzepte oder Strategien zur Steuerung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf betroffene Gemeinschaften. Während zukünftige Strategien verschiedene Gemeinschaftstypen adressieren könnten, bestehen aktuell Lücken in der Identifizierung und Steuerung relevanter sozialer und wirtschaftlicher Auswirkungen. Insbesondere fehlen klare Rahmenwerke zur Berücksichtigung von Gemeinschaftsaspekten wie soziale Gerechtigkeit, regionale Entwicklung oder indirekte sozioökonomische Effekte. Aufgrund der Unternehmensstruktur mit vergleichsweise kleinen Einheiten wurden bislang keine gezielten Maßnahmen oder Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen implementiert.

S3-2 - Verfahren für die Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen

S3-2 - 24 - ANSATZ ZUR EINBEZIEHUNG DER BETROFFENEN GEMEINSCHAFTEN

SBO hat keinen formellen Prozess für die Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinschaften eingeführt, erkennt aber die Bedeutung der Förderung eines transparenten und konstruktiven Dialogs an. Das Unternehmen verpflichtet sich, seinen Ansatz zur Einbindung der Stakeholder kontinuierlich zu evaluieren und wird über künftige Entwicklungen berichten.

S3-3 - Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle für die betroffenen Gemeinschaften, um Bedenken zu äußern

S3-3 - 27 A - D - ALLGEMEINER ANSATZ UND VERFAHREN ZUR DURCHFÜHRUNG VON ODER BETEILIGUNG AN ABHILFEMASSNAHMEN

Aufgrund der Unternehmensgröße und der Art der Geschäftstätigkeit von SBO gibt es keinen allgemeinen Ansatz oder Prozess zur Durchführung oder Beteiligung an Abhilfemaßnahmen. Theoretisch könnten potenziell wesentliche negative Auswirkungen in Bereichen wie angemessene Ernährung und Unterbringung, Versammlungs- und Meinungsfreiheit, Rechte von Menschenrechtsverteidigern, Landnutzung, Sicherheitsaspekte sowie Zugang zu Wasser und Abwasserentsorgung auftreten. In der Praxis wurden im Rahmen der Geschäftstätigkeit von SBO bisher jedoch keine derartigen Auswirkungen festgestellt.

SBO verfügt über eine Whistleblower-Plattform, über die Bedenken, Beschwerden oder Probleme gemeldet werden können. Dieser Mechanismus ist für interne und externe Stakeholder zugänglich und könnte auch von den betroffenen Gemeinschaften genutzt werden. Der Whistleblower-Mechanismus ist in erster Linie für die Einhaltung von Vorschriften und ethische Fragen gedacht. Er könnte als Kanal für die Behandlung spezifischer Anliegen der betroffenen Gemeinschaften angepasst oder gefördert werden. SBO könnte den Whistleblower-Mechanismus verbessern, indem sie spezifische Optionen für gemeinschaftsbezogene Fragen einbezieht, wie z.B. die Kategorisierung von Umwelt- oder Sozialthemen, und einen benutzerfreundlichen Zugang für externe Interessengruppen gewährleistet.

Die Whistleblowing-Plattform ist derzeit über die Unternehmenswebsite sowie postalisch, persönlich, telefonisch oder per Mail verfügbar.

Die Whistleblowing-Plattform wird zur Erfassung und Überwachung von Beschwerden genutzt. SBO hat eine verantwortliche Person, welche die Plattform überprüft und sicherstellt, dass Beschwerden an die zuständige Stelle weitergeleitet werden.

S3-3 - 28 - WISSEN UND VERTRAUEN DER BETROFFENEN GEMEINSCHAFTEN IN DIE STRUKTUREN ODER PROZESSE

Betroffene Gemeinschaften haben einfachen Zugang zur Whistleblowing-Plattform von SBO. Allerdings wurde das Vertrauen dieser Gemeinschaften in das Verfahren bisher nicht systematisch bewertet. Zudem fehlt ein Mechanismus, um Rückmeldungen über ihr Vertrauen oder ihre Zufriedenheit mit den Beschwerdeverfahren zu erfassen und auszuwerten. Weitere Informationen zur allgemeinen Verwaltung und Struktur des Meldesystems für Missstände sind in G1-1 zu finden.

S3-4 - Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und Ansätze zur Minderung wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen in Bezug auf betroffene Gemeinschaften sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

S3-MDR-A - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN SPEZIFISCHER MASSNAHMEN

Da es keinen Zwischenfall gab, wurden keine spezifischen Maßnahmen ergriffen, um systematisch auf die Bedürfnisse oder Anliegen der betroffenen Gemeinschaften einzugehen.

SBO ist zuversichtlich, dass die Whistleblowing-Plattform den betroffenen Gemeinschaften eine solide Grundlage bietet, um Vorfälle effektiv zu melden.

S3-4 - 36 - SCHWERE MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN UND VORFÄLLE IM ZUSAMMENHANG MIT BETROFFENEN GEMEINSCHAFTEN

Im Berichtszeitraum wurden der SBO von den betroffenen Gemeinschaften keine Vorfälle von Menschenrechtsverletzungen gemeldet.

S3-5 - Ziele in Bezug auf die Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, die Förderung positiver Auswirkungen und den Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

S3-MDR-T - 81 - Keine messbaren ergebnisorientierten Ziele verfügbar

SBO formuliert keine messbaren, ergebnisorientierten Ziele, da die Entwicklung eines umfassenden Rahmens für die Bewältigung der wesentlichen Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinschaften noch nicht abgeschlossen ist. Das Fehlen zuverlässiger Daten und strukturierter Prozesse zur Einbeziehung von Interessengruppen hat die Festlegung von Zielen verzögert.

Aufgrund der oben erläuterten Natur von SBO in Bezug auf Unternehmensgröße und -tätigkeit verfügt SBO über kein formelles System, um die Effektivität seiner Konzepte und Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen zu verfolgen. Mögliche Maßnahmen können in der Zukunft festgelegt werden.

SBO stützt sich auf qualitative Ansätze wie interne Überprüfungen, Feedback von Stakeholdern und ESG-Berichte, um die allgemeine Wirksamkeit ihrer Konzepte und Maßnahmen zu ermitteln.

Der Fortschritt wird in der Regel auf jährlicher Basis gemessen, abgestimmt auf den ESG-Berichtszyklus von SBO.

S4 Verbraucher und Endnutzer

S4-1 - Konzepte in Bezug auf Verbraucher und Endnutzer

S4-MDR-P - 62 - GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON KONZEPTEN

SBO stärkt Kundenbeziehungen durch die Einhaltung seines Code of Conduct und seiner Fair-Trade-Richtlinie, um Vertrauen und ethische Geschäftspraktiken sicherzustellen. Die Richtlinien sind in G1 detailliert beschrieben.

Das wesentliche Risiko „Rückgang der Nachfrage aufgrund neuer Trends im Energiesektor“ wird gezielt in der angepassten Strategie von SBO adressiert, die den Fokus auf die Energiewende legt, einschließlich Geothermie sowie Carbon Capture & Storage (CCS).

S4-1 - 16 B - ANSATZ FÜR EINBEZIEHUNG VON VERBRAUCHERN UND/ODER ENDNUTZERN

SBO informiert Verbraucher und Endverbraucher über seine Maßnahmen zur Risikovermeidung und -minimierung über seine Website und andere Online-Plattformen. Nachhaltigkeitsbezogene Inhalte werden regelmäßig aktualisiert, um alle Interessengruppen auf dem Laufenden zu halten.

S4-2 Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen

S4-2 - 22 - ERKLÄRUNG FÜR DEN FALL, DASS DAS UNTERNEHMEN KEINEN ALLGEMEINEN PROZESS ZUR EINBINDUNG VON VERBRAUCHERN UND/ODER ENDNUTZERN EINGEFÜHRT HAT

Eine strukturierte Interaktion mit diesen Stakeholdern wurde bisher nicht durch standardisierte Verfahren oder definierte Mechanismen implementiert.

S4-3 - 25 b-c-d & 26 - KANÄLE FÜR VERBRAUCHER UND ENDNUTZER ZUR MELDUNG VON ANLIEGEN ODER BEDÜRFNISSEN

SBO stellt eine Whistleblowing-Plattform als zentralen Kanal bereit, über den Verbraucher und Endnutzer vertraulich Bedenken äußern oder Beschwerden melden können. Das System ermöglicht es Einzelpersonen, Probleme im Zusammenhang mit Geschäftsverhalten, Compliance-Verstößen oder ethischen Fragestellungen ohne Angst vor Vergeltungsmaßnahmen zu melden.

Um die Zugänglichkeit sicherzustellen, ist die Whistleblowing-Plattform online verfügbar und kann über die offizielle Website von SBO genutzt werden. Alle eingereichten Meldungen werden systematisch geprüft, und gemeldete Anliegen werden nach einem strukturierten Verfahren untersucht. SBO stellt sicher, dass alle Fälle mit gebotener Sorgfalt und Transparenz behandelt werden und gegebenenfalls angemessene Korrekturmaßnahmen ergriffen werden.

SBO bewertet regelmäßig die Wirksamkeit der Whistleblowing-Plattform, indem die Nutzung überwacht und die Bearbeitung gemeldeter Fälle analysiert wird. Das Unternehmen bleibt verpflichtet, diesen Mechanismus weiter zu stärken, um das Vertrauen zu fördern und verantwortungsbewusstes Melden zu unterstützen.

S4-4 - Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer sowie Ansätze für die Minderung wesentlicher Risiken und die Nutzung wesentlicher Chancen in Bezug auf Verbraucher und Endnutzer und die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

S4 - MDR - A - 62 -GRÜNDE FÜR DAS FEHLEN VON MASSNAHMEN

SBO prüft derzeit das Potenzial für organische und akquisitorische Wachstumschancen in wachsenden Nicht-O&G-Märkten.

S4-5 - Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

S4 - MDR - T - 72 ZIELE

In diesem Bereich wurden keine spezifischen Ziele festgelegt. SBO befindet sich derzeit in der Analysephase, um zu bewerten, ob und in welchem Umfang eine Zielsetzung erforderlich ist. Nach Abschluss dieser Bewertung wird SBO geeignete Maßnahmen ableiten und, falls notwendig, relevante Ziele definieren.

G1 Unternehmensführung

G1-1 - Konzepte in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur

G1-MDR-P - 65 - SCHLÜSSELELEMENTE DER KONZEPTE
Betroffenes wesentliches (Unter-)Thema MDR-P-65a Korruption und Bestechung
Betroffene wesentliche IROs MDR-P-65a Vorfälle von Korruption und Bestechung; Fehlende Anti-Korruptionsstandards
Titel der Konzepte MDR-P-65a Code of Conduct
Zielsetzung der Konzepte MDR-P-65a Ziel des Code of Conduct ist es, klare Grundsätze und Richtlinien für ethisches Verhalten festzulegen, die sicherstellen, dass alle Mitarbeiter mit Integrität und Fairness sowie unter Einhaltung der Gesetze und Vorschriften handeln. Er dient der Förderung einer Kultur der Transparenz, der Verantwortlichkeit und des Respekts bei allen Geschäftsvorgängen und Interaktionen.
Überwachung der Konzepte MDR-P-65a Regelmäßige Audits, Parameter für die Leistungsmessung, Feedback-Mechanismen
Anwendungsbereich in Bezug

auf Geschäftsaktivitäten
MDR-P-65b Diese Richtlinie gilt für die eigenen Geschäftstätigkeiten von SBO und umfasst sowohl die vorgelagerte als auch die nachgelagerte Wertschöpfungskette.
Ausgenommene Geschäftstätigkeiten MDR-P-65b Keine
Anwendungsbereich in Bezug

auf geografischen Gebiete
MDR-P-65b Global
Anwendungsbereich in Bezug auf betroffenen Interessengruppen MDR-P-65b Eigene Mitarbeiter; Auftragnehmer; Kunden; Lieferanten
Verantwortlichkeit für

die Konzepte
MDR-P-65 c Vorstand
Externe Standards oder Initiativen MDR-P-65 d US Foreign Corrupt Practices Act (FCPA); The UK Bribery Act; Das österreichische Strafgesetzbuch; OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen (Ausgabe 2011); UN Global Compact
Einbeziehung der Interessengruppen in die Festlegung

der Konzepte
MDR-P-65 e Keine
Verfügbarkeit der Konzepte MDR-P-65 f Website, Intranet, Compliance-Plattform
Betroffenes wesentliches (Unter-)Thema MDR-P-65a Korruption und Bestechung
Betroffene wesentliche IROs MDR-P-65a Vorfälle von Korruption und Bestechung; Fehlende Anti-Korruptionsstandards
Titel der Konzepte MDR-P-65a Fair-Trade- und Ethik Richtlinie
Zielsetzung der Konzepte MDR-P-65a Das Ziel der Fair-Trade-Richtlinie ist die Sicherstellung ethischer Geschäftspraktiken durch die Förderung von Fairness, Ehrlichkeit und Transparenz in allen Unternehmensbereichen. Sie betont eine Null-Toleranz-Richtlinie gegenüber Bestechung, Korruption und anderem unternehmerischen Fehlverhalten, gewährleistet die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und stärkt das Vertrauen der Stakeholder.
Überwachung der Konzepte MDR-P-65a Regelmäßige Audits, Parameter für die Leistungsmessung, Feedback-Mechanismen
Anwendungsbereich in Bezug auf Geschäftsaktivitäten MDR-P-65b Diese Richtlinien gelten für die eigenen Geschäftstätigkeiten von SBO und umfassen sowohl die vorgelagerte als auch die nachgelagerte Wertschöpfungskette.
Ausgenommene Geschäftstätigkeiten MDR-P-65b Keine
Anwendungsbereich in Bezug auf geografischen Gebiete MDR-P-65b Global
Anwendungsbereich in Bezug auf betroffenen Interessengruppen MDR-P-65b Eigene Mitarbeiter; Auftragnehmer; Kunden; Lieferanten
Verantwortlichkeit für die Konzepte MDR-P-65 c Vorstand
Externe Standards oder Initiativen MDR-P-65 d US Foreign Corrupt Practices Act (FCPA); The UK Bribery Act; Das österreichische Strafgesetzbuch
Einbeziehung der Interessengruppen in die Festlegung der Konzepte MDR-P-65 e Keine
Verfügbarkeit der Konzepte MDR-P-65 f Intranet, Compliance-Plattform
Betroffenes wesentliches (Unter-)Thema MDR-P-65a Schutz von Whistleblowern
Betroffene wesentliche IROs MDR-P-65a Unzureichender Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowern)
Titel der Konzepte MDR-P-65a Whistleblowing-Guideline
Zielsetzung der Konzepte MDR-P-65a Bereitstellung einer sicheren und vertraulichen Plattform für Mitarbeiter, Auftragnehmer, Kunden und Lieferanten, um Vorfälle, Bedenken oder Verstöße im Zusammenhang mit Korruption, Bestechung oder unethischem Verhalten zu melden. Die Richtlinie betont den Schutz von Whistleblowern und gewährleistet Transparenz und Rechenschaftspflicht.
Überwachung der Konzepte MDR-P-65a Verwaltet durch das Group Compliance Management, das Meldungen bearbeitet, die Vertraulichkeit wahrt und gründliche Untersuchungen durchführt. Audits und gesicherte Aufzeichnungen werden zur Überwachung der Wirksamkeit eingesetzt, wobei die Daten sicher gespeichert und nach der Untersuchung gelöscht werden, sofern keine weiteren rechtlichen Schritte erforderlich sind.
Anwendungsbereich in Bezug auf Geschäftsaktivitäten MDR-P-65b Diese Richtlinie gilt für die eigenen Geschäftstätigkeiten von SBO und umfasst sowohl die vorgelagerte als auch die nachgelagerte Wertschöpfungskette.
Ausgenommene Geschäftstätigkeiten MDR-P-65b Keine
Anwendungsbereich in Bezug auf geografischen Gebiete MDR-P-65b Global
Anwendungsbereich in Bezug auf betroffenen Interessengruppen MDR-P-65b Eigene Mitarbeiter; Auftragnehmer; Kunden; Lieferanten
Verantwortlichkeit für die Konzepte MDR-P-65 c Vorstand
Externe Standards oder Initiativen MDR-P-65 d Europäische Marktmissbrauchsverordnung (MAR); nationale Gesetze zum Schutz von Informanten (Whistleblowing)
Einbeziehung der Interessengruppen in die Festlegung der Konzepte MDR-P-65 e Keine
Verfügbarkeit der Konzepte MDR-P-65 f Website, Intranet, Compliance-Plattform
G1-1 - 9 - ART UND WEISE, IN DER DIE UNTERNEHMENSKULTUR BEGRÜNDET, ENTWICKELT, GEFÖRDERT UND BEWERTET WIRD

SBO etabliert die Unternehmenskultur durch einen klaren Code of Conduct, der Werte, ethische Grundsätze und Erwartungen an Mitarbeiter und Stakeholder definiert. SBO entwickelt diese Kultur, indem sie diese Grundsätze in ihren täglichen Arbeitsabläufen, in der Art der Weiterbildung und in den Programmen zur Einbindung der Mitarbeiter verankert.

Um die Kultur zu fördern, kommuniziert SBO die Werte und Verpflichtungen über interne Plattformen und Sitzungen. SBO bewertet die Unternehmenskultur durch Mitarbeiterfeedback, Umfragen und Leistungsbeurteilungen, um sicherzustellen, dass sie mit strategischen Zielen und den Erwartungen der Stakeholder übereinstimmt.

G1-1 - 10 A - IDENTIFIZIERUNG, MELDUNG UND UNTERSUCHUNG VON BEDENKEN IN BEZUG AUF UNRECHTMÄSSIGES VERHALTEN ODER VERHALTEN, DAS GEGEN DEN Code of conduct ODER ÄHNLICHE INTERNE REGELN VERSTÖSST

SBO hat einen formellen Mechanismus zur Meldung von Fehlverhalten eingerichtet, der in der Whistleblowing-Richtlinie beschrieben ist. Dieses System ermöglicht es Mitarbeitern und anderen Stakeholdern, Bedenken über Fehlverhalten, Nichteinhaltung oder unethisches Verhalten anonym zu melden. Der Beschwerdemechanismus erstreckt sich sowohl auf gesetzliche Vorschriften als auch interne Regeln, einschließlich des Code of Conduct, der Compliance-Richtlinien und anderer Unternehmensrichtlinien, die ethisches und korrektes Verhalten sowie jede andere Form von Fehlverhalten regeln.

Meldungen können über vertrauliche Kanäle erstattet werden. Der Compliance-Beauftragte oder das zuständige Compliance-Team sind für die Bearbeitung und den Umgang mit diesen Angelegenheiten verantwortlich. Es gibt ein formelles Untersuchungsverfahren, um Bedenken zu bewerten, Abhilfemaßnahmen zu ergreifen und bei Bedarf eine Deeskalation zu gewährleisten. Bei diesem Verfahren haben Vertraulichkeit und der Schutz von Hinweisgebern Vorrang.

Externe Stakeholder, einschließlich Lieferanten, Kunden und Geschäftspartner, können ebenfalls die eingerichteten Kommunikationskanäle nutzen, um Bedenken oder Vorfälle zu melden. Der Beschwerdemechanismus richtet sich sowohl an interne Stakeholder (z. B. Mitarbeiter) als auch an externe Stakeholder (z. B. Kunden, Lieferanten, Investoren, Banken und die Gemeinschaft). Er stellt sicher, dass jeder der mit der Organisation in Verbindung steht, Bedenken über Fehlverhalten oder Nichteinhaltung äußern kann.

G1-1 - 10 B - BESTEHEN EINER ANTIKORRUPTIONS- ODER BESTECHUNGSRICHTLINIE IM EINKLANG MIT DEM ÜBEREINKOMMEN DER VEREINTEN NATIONEN GEGEN KORRUPTION

SBO hat einen Corporate-Governance-Rahmen geschaffen, der einen Code of Conduct umfasst, in dem die Bekämpfung von Bestechung und Korruption ausdrücklich als Teil der ethischen Standards behandelt wird.

G1-1 - 10 C - SCHUTZ VON HINWEISGEBERN

SBO verfügt über ein formelles Whistleblowing-System, das vom Compliance-Beauftragten oder von designierten Mitgliedern des Compliance-Teams verwaltet wird und sicherstellt, dass Meldungen vertraulich und fair behandelt werden. Die Mitarbeiter werden durch Einführungsunterlagen, Compliance-Schulungen und regelmäßige Kommunikation informiert. Alle Mitarbeiter werden im Hinblick auf den Prozessablauf geschult, mit speziellen Schulungen für diejenigen, die Meldungen bearbeiten, um sicherzustellen, dass Whistleblower geschätzt und vor Vergeltungsmaßnahmen geschützt werden.

SBO gewährleistet den Schutz von Hinweisgebern durch einen speziellen Mechanismus, der Vertraulichkeit garantiert und vor Vergeltungsmaßnahmen schützt. Die Mitarbeiter können sich anonym melden, und das Unternehmen gewährleistet die Anonymität durch sichere Meldekanäle und begrenzten Zugang zu den gemeldeten Informationen. Das Unternehmen richtet sich nach der EU-Richtlinie 2019/1937 und überprüft regelmäßig seine Richtlinien, um die Einhaltung der rechtlichen und regulatorischen Anforderungen zu gewährleisten.

G1-1 - 10 E - VERFAHREN ZUR WEITERVERFOLGUNG VON MELDUNGEN VON WHISTLEBLOWERN UND ZUR UNTERSUCHUNG VON CORPORATE GOVERNANCE VORFÄLLEN

SBO ist dabei, ihre Richtlinien zu evaluieren, um festzustellen, ob eine weitere Anpassung an die EU-Richtlinie erforderlich ist. Etwaige Aktualisierungen oder Anpassungen ihres Ansatzes werden entsprechend kommuniziert.

Der Whistleblowing-Rahmen der SBO ermöglicht bereits eine sichere und vertrauliche Meldung im Einklang mit den Best Practices. Obwohl die SBO keine Prozesse implementiert, die über die Anforderungen der EU-Richtlinie 2019/1937 hinausgehen, evaluiert und verbessert SBO kontinuierlich ihre Verfahren, um die Erwartungen der Stakeholder zu erfüllen.

G1-1 - 10 G - KONZEPTE FÜR ORGANISATIONSINTERNE SCHULUNGEN ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

SBO führt im Rahmen ihres Compliance-Programms interne Schulungen zur Corporate Governance durch. Diese Schulungen richten sich an alle Mitarbeiter, wobei der Schwerpunkt auf Führungsrollen und Hochrisikobereichen wie Finanzen, Beschaffung, Vertrieb und Compliance liegt. Die Schulungen finden während der Einarbeitungsphase und nach wichtigen Aktualisierungen der Richtlinien statt. Zu den wichtigsten Themen gehören Korruptionsbekämpfung, Bestechung, Whistleblowing, Business Rules, Sanktionsmanagement und Betrugsprävention. Dadurch wird sichergestellt, dass die Mitarbeiter ihre Verantwortung verstehen und im Einklang mit den ethischen Standards von SBO handeln.

G1-1 - 10 H - AM STÄRKSTEN GEFÄHRDETE FUNKTIONEN IM ZUSAMMENHANG MIT KORRUPTION UND BESTECHUNG

Als SBO-Funktionen, die am stärksten dem Risiko von Korruption und Bestechung ausgesetzt sind, wurden Finanzen, Compliance, Einkauf und Vertrieb, insbesondere in Regionen mit einem hohen Korruptionsindex, identifiziert.

G1-3 - Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung

G1-3 - 18 A - PRÄVENTION, AUFDECKUNG UND BEKÄMPFUNG VON VORWÜRFEN ODER VORFÄLLEN IM ZUSAMMENHANG MIT KORRUPTION ODER BESTECHUNG

SBO verfügt über ein systematisches Verfahren zur Behandlung von Vorfällen im Zusammenhang mit der Verhinderung von Korruption und Bestechung. Um solche Vorfälle zu verhindern, hat SBO klare Richtlinien, regelmäßige Mitarbeiterschulungen und Risikobewertungen eingeführt. Fälle von Korruption und Bestechung können anonym über sichere und vertrauliche Kanäle gemeldet werden, z. B. über eine spezielle Whistleblowing-Hotline und ein E-Mail-System.

Nach der Meldung von Vorfällen wird ein formeller Prozess eingeleitet, der vom Compliance-Beauftragten oder einem benannten Compliance-Team begleitet wird. Dieser Prozess umfasst gründliche Untersuchungen, Dokumentation und Abhilfemaßnahmen, um Risiken zu adressieren und zu mindern. Diese Maßnahmen gewährleisten sowohl die Vorbeugung als auch die effektive Lösung von Problemen im Zusammenhang mit Korruption und Bestechung.

G1-3 - 18 B - ERMITTLER ODER UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS

Die Abteilung Compliance Management ist für die Untersuchung von Verdachtsfällen von Korruption oder Bestechung zuständig und berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Betrifft ein Verdachtsfall den CEO, wird die Unabhängigkeit bei der Untersuchung durch die Einbeziehung externer Prüfer, unabhängiger Rechtsberater oder eines unabhängigen internen Ausschusses gewährleistet.

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, sind die Personen oder Funktionen, welche die Untersuchung durchführen, vollständig von denjenigen getrennt, die für das operative Management von Korruptions- oder Bestechungsangelegenheiten zuständig sind, um ein unvoreingenommenes und transparentes Verfahren zu gewährleisten.

G1-3 - 18 C - VERFAHREN ZUR MITTEILUNG DER ERGEBNISSE AN DIE MITGLIEDER DER VERWALTUNGS-, LEITUNGS- UND AUFSICHTSORGANE & G1-3 - 19 OFFENLEGUNG FEHLENDER VERFAHREN UND KÜNFTIGER PLÄNE

SBO verfügt über ein internes Verfahren zur Übermittlung der Ergebnisse von Ermittlungen in Verdachtsfällen von Korruption oder Bestechung. Sobald ein Vorfall gemeldet, bearbeitet und abgeschlossen wurde, werden die Ergebnisse formell an den lokalen Manager, den Vorstand und gegebenenfalls an den Aufsichtsrat weitergeleitet.

Dies gewährleistet Transparenz, Rechenschaftspflicht und die Einhaltung der Governance-Anforderungen.

G1-3 - 20 - ZUGÄNGLICHKEIT DER KONZEPTE

Die SBO-Richtlinie zur Verhinderung von Korruption und Bestechung gilt für Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden und andere wichtige Interessengruppen. Diese Richtlinien werden den Mitarbeitern bereits bei der Einstellung über die Unternehmensintranetseite und den externen Stakeholdern über öffentliche Kanäle wie die Unternehmenswebsite zugänglich gemacht. Die Stakeholder werden durch regelmäßige interne Meetings und direkte Mitteilungen an externe Parteien wie Lieferanten oder Kunden über die Richtlinien informiert.

G1-3-21 A&B - ANTI-KORRUPTIONS- UND ANTI-BESTECHUNGSSCHULUNGEN
2024 Wert Einheit
Gefährdete Funktionen, die durch Schulungsprogramme

abgedeckt werden
64 %
2025 Wert Einheit
Gefährdete Funktionen, die durch Schulungsprogramme

abgedeckt werden
80 %
2024 Risikofunktionen Manager Andere eigene Mitarbeiter
Trainingsumfang
Summe 164 182 1.250
Gesamtzahl der geschulten Mitarbeiter 105 93 957
Schulungsmethode und Dauer
Präsenzschulung (durchschnittliche Stunden) 2,9 1,3 0,3
Computergestützte Schulung (durchschnittliche Stunden) 2,9 1,0 1,0
Freiwillige computergestützte Schulung (durchschnittliche Stunden) 0,1 0,0 0,0
2025 Risikofunktionen Manager Andere eigene Mitarbeiter
Trainingsumfang
Summe 280 194 1.063
Gesamtzahl der geschulten Mitarbeiter 223 156 722
Schulungsmethode und Dauer
Präsenzschulung (durchschnittliche Stunden) 1,9 0,6 0,2
Computergestützte Schulung (durchschnittliche Stunden) 0,5 1,1 0,8
Freiwillige computergestützte Schulung (durchschnittliche Stunden) 0,1 0,1 0,0

80 % der Mitarbeiter (2024: 64%) in risikobehafteten Funktionen haben Schulungen zu Korruptionsprävention, Unternehmensrichtlinien und Verfahren zur Erkennung von Verdachtsfällen absolviert.

80 % der Führungskräfte (2024: 51%) haben an Schulungen zur Korruptionsprävention, Unternehmensrichtlinien und Verfahren zur Erkennung von Verdachtsfällen teilgenommen. Zusätzlich wurden Themen wie Ethik, Due Diligence, Sicherheit und Vertragsmanagement behandelt.

68 % (2024: 77%) der übrigen Mitarbeiter außerhalb der risikobehafteten Funktionen und des Managements haben Schulungen zu Korruptionsprävention, Unternehmensrichtlinien und Verfahren zur Erkennung von Verdachtsfällen erhalten. Darüber hinaus wurden Themen wie Ethik, der Verhaltenskodex, Due Diligence, Sicherheit und Hinweisgebersysteme thematisiert.

G1-3-21 C – INFORMATIONEN ÜBER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS UND VORSTANDS HINSICHTLICH ANTI-KORRUPTIONS- UND ANTI-BESTECHUNGSSCHULUNGEN

Der Vorstand und der Aufsichtsrat von SBO nehmen aktiv an Compliance-Schulungen teil, die Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsthemen abdecken, oder überprüfen regelmäßig Zusammenfassungen zu Compliance-Themen, die Updates zu Anti-Korruption und Anti-Bestechung enthalten.

G1-4 - Vorfälle von Korruption oder Bestechung

UMSETZUNG UND DURCHSETZUNG DES CODE OF CONDUCT
G1-MDR-A - 68 A - ZENTRALE MASSNAHMEN UND ERWARTETE ERGEBNISSE

SBO setzt zur Prävention von Korruption und Bestechung konzernweit den Code of Conduct um und stellt dessen Einhaltung sicher. Dazu gehören die regelmäßige Aktualisierung des Code of Conduct, verpflichtende Schulungen für Mitarbeiter, die laufende Kommunikation der Anforderungen sowie Compliance Prüfungen und konsequente Maßnahmen bei Verstößen. Dadurch werden Risiken aus unethischem Verhalten, Gesetzesverstößen und möglichen Reputationsschäden reduziert.

SBO stellt die Einhaltung des Code of Conduct durch regelmäßige Aktualisierungen, Mitarbeiterschulungen und Durchsetzungsmaßnahmen sicher.

Die erwarteten Ergebnisse umfassen:

UMFANG

Der Code of Conduct gilt für alle Unternehmen der SBO-Gruppe. Das Dokument legt ethische Erwartungen für Lieferanten und Kunden fest und stellt die Ausrichtung an Governance-Richtlinien sicher.

ZEITHORIZONT

Der Code of Conduct ist durchgehend gültig und wird regelmäßig überprüft.

FORTSCHRITT

SBO stellt die Einhaltung durch die Integration des Code of Conduct sicher und führt regelmäßige Compliance-Prüfungen durch.

FINANZIELLE RESSOURCEN

Eine exakte finanzielle Zuweisung pro Maßnahme wurde bisher nicht durchgeführt und eine detaillierte Aufschlüsselung nach Einzelmaßnahmen wurde bisher nicht festgelegt.

COMPLIANCE-SCHULUNGEN
G1-MDR-A - 68 A - ZENTRALE MASSNAHMEN UND ERWARTETE ERGEBNISSE

Compliance-Schulungen, Schulungen zu Anti-Korruption und ethischem Verhalten stellen sicher, dass alle Mitarbeiter und Schlüsselakteure über ethische Geschäftspraktiken, Anti-Korruptionsrichtlinien und regulatorische Compliance informiert sind. Sie reduzieren Governance-Risiken und fördern eine Unternehmenskultur der Integrität.

UMFANG

Die Compliance-Schulungen sind dezentral organisiert und werden für Mitarbeiter durchgeführt.

ZEITHORIZONT

Wiederkehrende Compliance-Schulungen finden in regelmäßigen Abständen statt, mit Aktualisierungen bei regulatorischen Änderungen oder neuen Risiken.

FORTSCHRITT

Regelmäßige Bewertungen zur Wirksamkeit der Schulungen

FINANZIELLE RESSOURCEN

Eine exakte finanzielle Zuweisung pro Maßnahme wurde bisher nicht durchgeführt und eine detaillierte Aufschlüsselung nach Einzelmaßnahmen wurde bisher nicht festgelegt.

Whistleblowing-System
G1-MDR-A - 68 A - ZENTRALE MASSNAHMEN UND ERWARTETE ERGEBNISSE

Das Whistleblowing-System von SBO bietet eine sichere und vertrauliche Plattform, über die Mitarbeiter und Stakeholder Governance-Bedenken melden können, um Transparenz und ethische Verantwortung sicherzustellen. Zu diesem Zweck werden vertrauliche Meldekanäle für alle Stakeholder bereitgestellt und klare Untersuchungsverfahren angewendet, um Meldungen effektiv zu bearbeiten.

UMFANG

Das System gilt für alle Mitarbeiter, Lieferanten und Geschäftspartner in der gesamten SBO-Gruppe.

ZEITHORIZONT

Das System wird kontinuierlich gewartet und weiterentwickelt.

FORTSCHRITT

Regelmäßige Governance-Audits, um die Compliance sicherzustellen

FINANZIELLE RESSOURCEN

Eine exakte finanzielle Zuweisung pro Maßnahme wurde bisher nicht durchgeführt und eine detaillierte Aufschlüsselung nach Einzelmaßnahmen wurde bisher nicht festgelegt.

G1-4 - 25 - 24A & 26 – ANZAHL BESTÄTIGTER FÄLLE VON KORRUPTION ODER BESTECHUNG & ANZAHL DER VERURTEILUNGEN UND HÖHE DER GELDSTRAFEN FÜR VERSTÖSSE GEGEN ANTI-KORRUPTIONS- UND ANTI-BESTECHUNGSGESETZE
KPI 2025 2024 Einheit
Verurteilungen für Verstöße gegen Korruptions- und

Bestechungsvorschriften
0 0 Anzahl
Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und

Bestechungsvorschriften
0 0
KPI 2025 2024 Einheit
Vorfälle, an denen Akteure in seiner Wertschöpfungskette

beteiligt sind
0 0 Anzahl

G1-MDR-M - Wesentliche Leistungsindikatoren in Bezug auf Aspekte der materiellen Nachhaltigkeit

G1 - MDR-M - 77B

Die Zahlen wurden nicht extern verifiziert. Zur Überprüfung der Messungen wurden interne Qualitätskontrollen durchgeführt, darunter Prüfungen auf Datenvollständigkeit, Vergleiche mit Vorjahreswerten und Plausibilitätsprüfungen zwischen den Konzerngesellschaften.

Liste der verwendeten Kennzahlen ESRS oder spezifische Kennzahlen Methoden, wesentliche Annahmen und

Limitierung
MDR-M-76 MDR-M-77 MDR-M-77a
Prozentsatz der Risikofunktionen, die durch Schulungsmaßnahmen abgedeckt werden ESRS-Kennzahl Zu den risikobehafteten Funktionen zählen Management, Beschaffung, Finanzen und Controlling sowie Recht. Die Daten wurden von den einzelnen Tochtergesellschaften zusammengestellt. Umfang und Inhalt der Schulungen hängen vom Standort ab und wurden entsprechend zusammengefasst. Für eine Tochtergesellschaft lagen keine Daten vor, so dass sie aus den Berechnungen angenommen wurde.
Schulungsabdeckung ESRS-Kennzahl Der Abdeckungsgrad wird anhand des Anteils der Mitarbeiter in diesen Funktionen bestimmt, welche die Schulung innerhalb eines bestimmten Berichtszeitraums abgeschlossen haben.
Schulungsmethode und Dauer ESRS-Kennzahl Die Schulungen werden durch eine Kombination aus Präsenzveranstaltungen, E-Learning-Modulen und interaktiven Workshops durchgeführt. Die Dauer variiert je nach Tochtergesellschaft.
Häufigkeit und behandelte Themen ESRS-Kennzahl Die Schulungshäufigkeit hängt von der jeweiligen Tochtergesellschaft und der Position des Mitarbeiters ab. Behandelte Themen umfassen Antikorruptionsrichtlinien, Maßnahmen zur Minderung von Bestechungsrisiken, ethische Entscheidungsfindung und regulatorische Compliance.
Anzahl der Verurteilungen wegen Verstößen gegen Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsgesetze (einschließlich Akteuren in der Wertschöpfungskette) ESRS-Kennzahl Die Rechtsabteilungen aller Tochtergesellschaften zählen alle Verurteilungen wegen Verstößen gegen Anti-Korruptions- und Anti-Betrugsgesetze, sofern es welche gibt. Die Daten werden auf Konzernebene konsolidiert.
Höhe der Geldbußen für Verstöße gegen Gesetze zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung ESRS-Kennzahl Die Rechtsabteilungen aller Tochtergesellschaften summieren alle Bußgelder für Verstöße gegen Antikorruptions- und Anti-Betrugsgesetze, sofern es welche gibt. Die Daten werden auf Konzernebene konsolidiert.

Ternitz, 4. März 2026

Mag. Klaus Mader

Campbell MacPherson

Vorstand

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Konzerngewinn- und Verlustrechnung

in TEUR

Erläuterung

2025

2024

Umsatzerlöse

21

455.267

560.446

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

22

-324.732

-390.145

Bruttoergebnis

130.535

170.301

Vertriebsaufwendungen

22

-37.703

-39.226

Verwaltungsaufwendungen

22

-44.743

-49.059

Sonstige betriebliche Aufwendungen

23

-27.692

-25.470

Sonstige betriebliche Erträge

23

18.138

13.540

Betriebsergebnis

38.535

70.086

Zinserträge

24

8.330

5.705

Zinsaufwendungen

24

-14.192

-12.204

Sonstige finanzielle Erträge

0

21

Finanzergebnis

-5.862

-6.478

Ergebnis vor Steuern

32.673

63.608

Steuern vom Einkommen und Ertrag

25

-9.098

-18.292

Ergebnis nach Steuern

23.575

45.316

Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien

19

15.759.465

15.759.465

Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert)

1,50

2,88

Konzerngesamtergebnisrechnung

in TEUR

Erläuterung

2025

2024

Ergebnis nach Steuern

23.575

45.316

Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können

Währungsumrechnung Eigenkapital

20

-58.408

26.544

Währungsumrechnung sonstige Positionen1

20

-11.149

5.430

darauf entfallende Steuern

25

2.564

-1.249

Summe Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können

-66.993

30.725

Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung nicht umgegliedert werden können

Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen

16

294

205

darauf entfallende Steuern

25

-68

-47

Summe Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung nicht umgegliedert werden können

226

158

Sonstiges Ergebnis nach Steuern

-66.767

30.883

GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN

-43.192

76.199

1Hauptsächlich aus langfristigen Forderungen an ausländische Tochtergesellschaften.

Konzernbilanz

VERMÖGEN

in TEUR

Erläuterung

31.12.2025

31.12.2024

Kurzfristiges Vermögen

Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung

281.470

314.686

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

5

106.362

131.444

Forderungen aus Ertragsteuern

4.022

1.546

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

6

8.991

12.590

Vorräte

7

156.079

188.668

Summe kurzfristiges Vermögen

556.924

648.934

Langfristiges Vermögen

Sachanlagen

8

156.702

145.061

Firmenwerte

9

133.204

146.809

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

9

18.457

14.496

Langfristige Forderungen und Vermögenswerte

10

4.078

2.737

Aktive latente Steuern

11

24.600

28.072

Summe langfristiges Vermögen

337.041

337.175

SUMME VERMÖGEN

893.965

986.109

Konzernbilanz

SCHULDEN UND EIGENKAPITAL

in TEUR

Erläuterung

31.12.2025

31.12.2024

Kurzfristige Schulden

Bankverbindlichkeiten

12

41.548

42.787

Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen

15

45.786

29.786

Leasingverbindlichkeiten

18

3.243

2.776

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

34.904

32.131

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

6.103

9.867

Sonstige Verbindlichkeiten

13

38.765

53.662

Sonstige Rückstellungen

14

4.209

4.237

Summe kurzfristige Schulden

174.558

175.246

Langfristige Schulden

Langfristige Darlehen

15

272.285

298.071

Leasingverbindlichkeiten

18

13.269

8.273

Rückstellungen für Sozialkapital

16

5.295

6.174

Sonstige Verbindlichkeiten

17

5.729

4.975

Passive latente Steuern

11

902

672

Summe langfristige Schulden

297.480

318.165

Eigenkapital

Grundkapital

19

15.759

15.759

Kapitalrücklagen

59.526

59.526

Gesetzliche Rücklage

20

785

785

Sonstige Rücklagen

19

19

Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung

20

-3.529

63.464

Kumulierte Ergebnisse

20

349.367

353.145

Summe Eigenkapital

421.927

492.698

SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL

893.965

986.109

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

2025

in TEUR

Grund- kapital

Kapital- rücklage

Gesetzliche Rücklage

Sonstige Rücklagen

Ausgleichs- posten Währungs- umrechnung

Kumulierte Ergebnisse

Gesamt

Erläuterung

19

20

20

20

1. Jänner 2025

15.759

59.526

785

19

63.464

353.145

492.698

Ergebnis nach Steuern

23.575

23.575

Sonstiges Ergebnis

-66.993

226

-66.767

Gesamtergebnis

0

0

0

0

-66.993

23.801

-43.192

Dividende1

-27.579

-27.579

31. Dezember 2025

15.759

59.526

785

19

-3.529

349.367

421.927

1Die Ausschüttung betrug EUR 1,75 pro Aktie.

2024

in TEUR

Grund- kapital

Kapital- rücklage

Gesetzliche Rücklage

Sonstige Rücklagen

Ausgleichs- posten Währungs- umrechnung

Kumulierte Ergebnisse

Gesamt

Erläuterung

19

20

20

20

1. Jänner 2024

15.759

59.526

785

19

32.739

339.189

448.017

Ergebnis nach Steuern

45.316

45.316

Sonstiges Ergebnis

30.725

158

30.883

Gesamtergebnis

0

0

0

0

30.725

45.474

76.199

Dividende1

-31.518

-31.518

31. Dezember 2024

15.759

59.526

785

19

63.464

353.145

492.698

1Die Ausschüttung betrug EUR 2,00 pro Aktie.

Konzerngeldflussrechnung

in TEUR

Erläuterung

2025

2024

Ergebnis vor Steuern

32.673

63.608

Abschreibungen und Wertminderungen

8, 9

32.489

31.847

Zinsergebnis

24

5.862

6.499

Veränderung der Sozialkapital-Rückstellungen

16

-879

186

Gewinne / Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen

-254

-511

Sonstige unbare Aufwendungen und Erträge

1.239

1.732

Gezahlte Zinsen

-13.937

-9.427

Erhaltene Zinsen

8.410

5.275

Gezahlte Ertragsteuern

-13.147

-23.860

Erhaltene Ertragsteuern

1.698

736

Cashflow aus dem Ergebnis

54.154

76.085

Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

13.901

6.322

Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte

1.322

-314

Veränderung Vorräte

15.896

25.269

Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2.087

-8.637

Veränderung sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen

-14.926

-292

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

34

72.434

98.433

Investitionen in Sachanlagen

8

-40.619

-33.969

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte

9

-9.377

-587

Veränderung Verbindlichkeiten aus Investitionen

8, 9

9.908

-587

Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel

35

-8.595

0

Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen

1.726

3.555

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

34

-46.957

-31.588

Freier Cashflow

34

25.477

66.845

Dividendenzahlungen

-27.579

-31.518

Tilgung von Leasingverbindlichkeiten

-2.875

-2.889

Veränderung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten

12

19

3.696

Aufnahme von langfristigen Darlehen

15

20.000

181.500

Rückzahlung von langfristigen Darlehen

15

-29.786

-70.120

Rückzahlung von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten

-682

-1.459

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

34

-40.903

79.210

Veränderung des Finanzmittelbestandes

-15.426

146.055

Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres

314.686

162.351

Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand

-17.790

6.280

Finanzmittelbestand am Ende des Jahres

34

281.470

314.686

Erläuterungen zum Konzernabschluss

Erläuterung 1 - Allgemeine Informationen über das Unternehmen

Die SBO AG (zuvor: SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft) mit Sitz in 2630 Ternitz, Hauptstraße 2, wurde am 26. Mai 1994 in Ternitz, Österreich, gegründet und ist im Firmenbuch beim Handelsgericht in Wiener Neustadt, Österreich, unter FN 102999w eingetragen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 24. April 2025 wurde die Firma in „SBO AG“ geändert, die Namensänderung wurde am 01. Juli 2025 ins Firmenbuch eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens umfasst insbesondere die Herstellung und den Vertrieb von hochlegierten nicht-magnetisierbaren Stählen, sowie von Produkten aus Metallen, Verbundstoffen oder sonstigen Materialien für die Bohr-, Komplettier- und Fördertechnik, insbesondere der Erdöl- und Erdgasindustrie und der Geothermie, sowie für Anwendungen in anderen Industrien, einschließlich in den Bereichen Umwelttechnik und Erneuerbare Energien sowie die Erbringung von Dienstleistungen in diesen Bereichen.

Seit 27. März 2003 notieren die Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse.

Erläuterung 2 - Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 wurde nach den Grundsätzen der IFRS Accounting Standards (IFRS) sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.

Der vorliegende Konzernabschluss der SBO AG und deren Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2025 (Stichtag 31. Dezember 2025) wurde am 4. März 2026 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss wird in EURO aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf eintausend EURO (TEUR) gerundet. Die Summierungen der gerundeten Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen aufweisen.

Erläuterung 3 - Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 wurden neben der SBO AG als oberstes Mutterunternehmen 35 (Vorjahr: 34) Tochterunternehmen einbezogen:

Unternehmen Anteile

in %
1
Anteile

in %
1
Sitz 31.12.2025 31.12.2024
SCHOELLER-BLECKMANN Precision Technology GmbH (zuvor: SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH) Ternitz, AT 100,0 100,0
SBO Beteiligungs GmbH (zuvor: SBO GmbH) Ternitz, AT 100,0 100,0
Schoeller Bleckmann America, Inc. Wilmington, US 100,0 100,0
Bafco Investment Co. Houston, US 100,0 100,0
Knust-Godwin LLC Houston, US 100,0 100,0
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C.2 Lafayette, US 100,0 99,0
Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.L.C. Houston, US 100,0 100,0
The WellBoss Company, LLC Houston, US 100,0 100,0
The WellBoss Company, Inc. Calgary, CA 100,0 100,0
The Wellboss Company FZE Dubai, VAE 100,0 100,0
The WellBoss Company for Maintenance Dammam, KSA 100,0 100,0
BICO Drilling Tools Inc. Houston, US 100,0 100,0
BICO DRILLING TOOLS FZE Dubai, VAE 100,0 100,0
BICO Faster Drilling Tools Inc. Nisku, CA 100,0 100,0
Foxano AG Luzern, CH 100,0 100,0
D-TECH (UK) Limited Bristol, GB 100,0 100,0
D-TECH Drilling Tools Inc. Houston, US 100,0 100,0
3T Additive Manufacturing Limited Newbury, UK 100,0 0,0
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited Chesterfield, GB 100,0 100,0
Darron Tool and Engineering Limited Chesterfield, GB 100,0 100,0
Darron Oil Tools Limited Chesterfield, GB 100,0 100,0
Schoeller-Bleckmann Darron Limited Aberdeen, GB 100,0 100,0
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited2 Aberdeen, GB 94,0 94,0
Techman Engineering Limited Chesterfield, GB 100,0 100,0
Schoeller-Bleckmann (UK) Limited Chesterfield, GB 100,0 100,0
Nomatek LLC Noyabrsk, RU 100,0 100,0
DSI FZE Dubai, VAE 100,0 100,0
DSI FZE Services Private Limited Mumbai, IND 100,0 100,0
Schoeller Bleckmann Saudi LLC Dammam, KSA 100,0 100,0
DSI PBL de Mexico S. A. de C. V. Villahermosa, MX 100,0 100,0
ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED Dubai, VAE 100,0 100,0
Schoeller Bleckmann do Brasil, Ltda. Macaé, BR 100,0 100,0
Knust-SBD Pte. Ltd. Singapur, SG 100,0 100,0
Schoeller-Bleckmann Middle East FZE (zuvor: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE) Dubai, VAE 100,0 100,0
Schoeller-Bleckmann Vietnam Co., Ltd. (zuvor: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co., Ltd.) Binh Duong, VN 100,0 100,0

1 Direkt und indirekt gehaltene Anteile

2 Hinsichtlich Anteile, die vom Management dieser Gesellschaften gehalten werden, siehe Erläuterung 17.

Für sämtliche Gesellschaften entsprechen die Anteile den Stimmrechten, wodurch die Beherrschung der Tochterunternehmen direkt aus den gehaltenen Anteilen abzuleiten ist.

Im Jahr 2025 fand folgende Änderung im Konsolidierungskreis statt:

Erwerb von 100% der Anteile an der 3T Additive Manufacturing Limited, Newbury, UK, im Oktober 2025 (siehe Erläuterung 35).

Erläuterung 4 - Wesentliche Bilanzierungsgrundsätze

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.

1. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals angewandt. Daraus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025.

Regelung Inkrafttreten1
IAS 21 Änderungen Auswirkungen von Wechselkursänderungen: Fehlende Umtauschbarkeit 1.1.20251

1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

Folgende bereits veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommene neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2025 nicht vorzeitig angewendet, sondern werden für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, angewendet. Die Auswirkungen dieser neuen Regelungen auf die laufende oder künftige Berichtsperioden sowie absehbare künftige Transaktionen werden mit Ausnahme der Änderungen durch den neuen Standard IFRS 18 im Konzern als nicht wesentlich angesehen.

Regelung Inkrafttreten1,2 Voraussichtliche Auswirkungen auf den

Konzernabschluss von SBO
IFRS 9 und IFRS 7 Änderungen Änderungen der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten 1.1.20261 gering
IFRS 9 und IFRS 7 Änderungen Verträge für Strom aus erneuerbaren Energien 1.1.20261 gering
IFRS 18 Darstellung und Angabe in Abschlüssen 1.1.20271 siehe unten
IFRS 19

inkl. Änderungen
Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht 1.1.20272 nein
Jährliche Verbesserungen Jährliche Verbesserungen an den IFRS 1.1.20261 nein
IAS 21 Änderungen Auswirkungen von Wechselkursänderungen: Umrechnung in Hochinflationswährungen 1.1.20272 nein

1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

2 Der Standard ist in der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurde nicht vorzeitig angewendet. Das angegebene Datum betrifft das vom IASB beschlossene Erstanwendungsdatum.

Der ab dem Geschäftsjahr 2027 neu anzuwendende IFRS 18 regelt die Neustrukturierung der Gewinn- und Verlustrechnung, präzisiert die Anforderungen an die Darstellung nach dem Umsatz- oder Gesamtkostenverfahren und enthält umfangreiche Leitlinien zur sachgerechten Gliederung. Durch IFRS 18 sind erfolgswirksame Geschäftsvorfälle zu klassifizieren und den folgenden Kategorien zuzuordnen: Betriebliche Tätigkeiten, Investitionstätigkeiten, Finanzierungstätigkeiten, Ertragsteuern, Aufgegebene Geschäftsbereiche. Zudem führt IFRS 18 zwei neue verpflichtende Zwischensummen ein, das Betriebsergebnis sowie das Ergebnis vor Finanzierung und Ertragsteuern. Zusätzlich werden im neuen Standard erweiterte Offenlegungspflichten, insbesondere zu von der Unternehmensleitung definierten Leistungskennzahlen (Management-defined Performance Measures), sowie Änderungen in der Kapitalflussrechnung geregelt. Die möglichen Auswirkungen der geänderten Strukturierungserfordernisse sowohl der Gewinn- und Verlustrechnung als auch der Kapitalflussrechnung auf SBO wurden einer ersten Analyse unterzogen, eine Anpassung der Reportingprozesse befindet sich in Vorbereitung.

2. Bilanzstichtag

Der Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.

3. Behandlung von nicht beherrschenden Anteilen im Konzernabschluss

Nicht beherrschende Anteile werden im Konzern mit dem anteiligen neubewerteten Reinvermögen im Erwerbszeitpunkt angesetzt. In der Folge wird den nicht beherrschenden Anteilen ein entsprechender Anteil am ERGEBNIS NACH STEUERN und am SONSTIGEN ERGEBNIS zugeordnet, was bei Verlusten des betreffenden Tochterunternehmens auch zu einem negativen Saldo führen kann (zu weiteren Bilanzierungsgrundsätzen siehe Angaben zu finanziellen Verbindlichkeiten in Erläuterung 4.6). Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

4. Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen Währung und Berichtswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Fremdwährungstransaktionen werden zum jeweiligen Fremdwährungskurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehende monetäre Fremdwährungspositionen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in der betreffenden Periode ertrags- bzw. aufwandswirksam gebucht. Für die Konzernabschlusserstellung werden die in funktionaler Währung erstellten Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode in EURO umgerechnet:

Die Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
1 EUR = 31.12.2025 31.12.2024 2025 2024
USD 1,1750 1,0389 1,1293 1,0821
GBP 0,8726 0,8292 0,8566 0,8466
CAD 1,6088 1,4948 1,5782 1,4819
BRL 6,4364 6,4253 6,3055 5,8268
CHF 0,9314 0,9412 0,9371 0,9526
RUB 92,0938 117,5123 93,4679 101,5188
VND 31.001,0 26.661,0 29.639,2 27.219,0

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss sowie aus langfristigen konzerninternen Fremdwährungsforderungen, die als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifiziert werden, da deren Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch erwartet wird, werden unter der Position AUSGLEICHSPOSTEN AUS DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG im Eigenkapital des Konzernabschlusses ausgewiesen, wobei die Veränderung im laufenden Jahr im SONSTIGEN ERGEBNIS der Gesamtergebnisrechnung dargestellt wird. Bei Veräußerung der Nettoinvestition werden diese Währungsdifferenzen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

5. Einteilung in kurz- und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte und Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig eingestuft. Die Feststellung der Restlaufzeiten erfolgt ausgehend vom Bilanzstichtag.

Betriebliche Posten, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden selbst dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie erst später als zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, da dies dem üblichen Geschäftszyklus entspricht.

6. Finanzinstrumente

6.1 Ansatz und erstmalige Bewertung

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ausgegebene Schuldinstrumente werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Alle übrigen finanziellen Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

6.2 Klassifizierung und Folgebewertung

Ein finanzieller Vermögenswert wird wie folgt bei der erstmaligen Erfassung eingestuft und anschließend folgebewertet:

Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht umgegliedert, es sei denn, die Gesellschaft ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am letzten Tag der Berichtsperiode umgegliedert, in der die Änderung des Geschäftsmodells erfolgt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde: er wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen (SPPI-Kriterium) auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde: es wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl im Halten finanzieller Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch im Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht, und seine Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen (SPPI-Kriterium) auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden (zum Beispiel finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden und solche, die anhand des beizulegenden Zeitwertes gesteuert werden und deren Wertentwicklung danach beurteilt wird), werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte (siehe Erläuterung 30).

Bei der Einschätzung des SPPI-Kriteriums berücksichtigt SBO die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt die Gesellschaft bestimmte Ereignisse, die den Betrag oder den Zeitpunkt der Zahlungsströme ändern würden, Bedingungen, die den Zinssatz anpassen würden, vorzeitige Rückzahlungs- und Verlängerungsmöglichkeiten und Bedingungen, die den Anspruch der Gesellschaft auf Zahlungsströme eines speziellen Vermögenswertes einschränken.

Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem SPPI-Kriterium, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages enthalten sein kann. SBO hält aktuell, außerhalb zu Handelszwecken gehalten, keine finanziellen Vermögenswerte, die das SPPI-Kriterium nicht erfüllen.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft und bewertet. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zu FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als ein solches designiert wird.

Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste, einschließlich Zinsaufwendungen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.

Derivate werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sich daraus ergebende Änderungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst.

6.3 Finanzinstrumente im Detail

In der Konzernbilanz werden folgende Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 ausgewiesen:

ZU FORTGEFüHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Finanzielle Vermögenswerte

Die Gesellschaft klassifiziert alle unter dem Posten ZAHLUNGSMITTEL UND KURZFRISTIGE VERANLAGUNG enthaltenen Barbestände, Sichteinlagen und kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen, als Finanzmittelbestand. Die kurzfristigen Veranlagungen stellen zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte mit einer Laufzeit von grundsätzlich unter drei Monaten oder längeren Laufzeiten mit kurzfristigen Kündigungsmöglichkeiten ohne nennenswerte Kündigungsnachteile dar, welche nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte sind, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden.

Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN sowie sonstige gegebene Kredite und Forderungen (im Wesentlichen Darlehen, die für den Erwerb von Management-Darlehen und Genussrechten gewährt wurden), die in den LANGFRISTIGEN FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTEN enthalten sind.

Forderungen werden zu Anschaffungskosten erfasst und in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigungen für Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden aufgrund der Amortisation nach der Effektivzinsmethode, aufgrund von Wertminderungen oder bei Ausbuchung des Kredits bzw. der Forderung in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Das Unternehmen gewährt den Kunden unter geschäftsüblichen Bedingungen Zahlungsziele, wofür allerdings grundsätzlich keine zusätzlichen Sicherheiten oder Bürgschaften zur Sicherung der offenen Beträge angefordert werden. Davon ausgenommen sind Kunden mit nur gelegentlichen Geschäftsbeziehungen sowie Kunden in Hochrisikoländern, von denen die Gesellschaft bestätigte Akkreditive einfordert. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, die über das übliche Zahlungsziel hinaus gewährt werden, werden marktüblich verzinst.

Bei FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN wendet der Konzern eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an. Es werden laufend Bewertungen der Forderungen durchgeführt und erforderlichenfalls Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen gebildet. Die Wertminderungen tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung, konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Die Entscheidung, ob ein Ausfallsrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen basieren auf bisherigen Erfahrungen mit Kreditverlusten und berücksichtigen sowohl qualitative als auch quantitative Faktoren. Hierbei wird eine Wertberichtigungsmatrix aufgestellt, die sowohl die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden als auch die Erfahrungen der letzten fünf Jahre in Bezug auf Ausfälle von Forderungen, wobei auch erfolglose anwaltliche Betreibung nach drei Jahren als Ausfall gewertet wird, und die Bonität der Kunden sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten umfasst. Aufgrund der in der Oilfield-Service-Industrie vorherrschenden Zyklizität und wiederkehrender ökonomischer Ab- und Aufschwünge in der Branche eignen sich historische Ausfallmuster auch zur Ableitung zukünftiger Forderungsausfallsmuster. Ein stringentes Forderungsmanagement, welches eine enge Abstimmung mit dem Vertrieb von der Auftragsannahme bis zum Zahlungseingang umfasst, laufende Bonitätsprüfungen zur Reduktion des Kreditrisikos sowie genaues Monitoring des Zahlungsverhaltens stellen zudem eine solide Grundlage für die Bewertung der erwarteten Zahlungsausfälle dar.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen insbesondere VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, Verbindlichkeiten gegenüber Banken und anderen Darlehensgebern sowie Leasingverbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten erfasst und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund der Effektivzinsmethode werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Weiters sind Kaufpreise für Anteile an Tochtergesellschaften, die von deren Management gehalten werden, in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. Vertraglich sind die Manager verpflichtet, ihre Anteile bei Eintreffen festgelegter Ereignisse an die Gesellschaft zurück zu verkaufen; ebenso ist die Gesellschaft verpflichtet, die Anteile zurück zu erwerben. Der Rückkaufbetrag bemisst sich jeweils in der Höhe des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Verkaufes. Gemäß IAS 32.23 begründet dies eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes des Rückkaufbetrages. Die laufende Bewertung erfolgt mangels exakt vorher bestimmbarer Wertermittlung zum jeweiligen anteiligen Eigenkapital zum Bilanzstichtag, welches den Ergebnisanteil des laufenden Geschäftsjahres enthält, der in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung unter den ZINSAUFWENDUNGEN bzw. ZINSERTRÄGEN erfasst ist. Dieser laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen.

Weitere finanzielle Verbindlichkeiten resultieren aus dem Management gewährten Genussrechten an Tochtergesellschaften. Die Übertragung dieser Genussrechte an Dritte ist nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich, bzw. besteht bei Eintritt bestimmter Ereignisse eine Kaufoption, wobei sich der Rückkaufbetrag am Nettovermögen der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Ausübungszeitpunkt bemisst. Der laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen und verändert entsprechend die Verbindlichkeit.

ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT ERFOLGSWIRKSAM ÜBER DIE GUV
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet Devisenterminkontrakte, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet das Unternehmen Sicherungsmaßnahmen an, die nicht die Anforderungen für Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen.

Gewinne und Verluste aus Kurssicherungsgeschäften, welche der Absicherung der Kursrisiken aus Konzernlieferungen in fremder Währung dienen und nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden nicht separat ausgewiesen, sondern gemeinsam mit den Kursgewinnen und Kursverlusten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen dargestellt. Die Gesellschaft behält sich auch in Zukunft das Wahlrecht vor, die Kriterien des IAS 39 für Hedge Accounting anzuwenden.

Zu den zum 31. Dezember 2025 bzw. 2024 vorhandenen Finanzinstrumenten siehe Erläuterung 30.

7. Vorräte

Vorräte bestehen aus Werkstoffen und zugekauften Teilen in unterschiedlichem Fertigstellungsgrad und werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Einsatzermittlung erfolgt mittels FIFO-, gewogenem Durchschnittspreis- oder Identitätspreisverfahren. Herstellungskosten von Fertigerzeugnissen beinhalten die Kosten für Rohstoffe, andere direkt zurechenbare Aufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert, sofern sich diese nicht auf qualifizierte Vermögenswerte beziehen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

8. Sachanlagen und Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung des Sachanlagevermögens und der Sonstigen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Folgende geschätzte Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:

Nutzungsdauer in Jahren
Sonstige immaterielle Vermögenswerte:
Software 3 – 4
Technologie 5 – 10
Kundenbeziehungen 5 – 10
Wettbewerbsvereinbarungen 5 – 10
Markenrechte und Lizenzen 10
Sachanlagen:
Bauten 5 – 50
Technische Anlagen und Maschinen 3 – 17
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 – 10
Nutzungsrechte 3 – 10*

* bzw. in Einzelfällen länger entsprechend dem zugrundeliegenden Mietvertrag

Das Unternehmen ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen und Sonstigen immateriellen Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, nimmt das Unternehmen eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden erfolgswirksam abhängig von ihrem Ausmaß in den HERSTELLUNGSKOSTEN oder in eigenen Positionen WERTMINDERUNG VON SACHANLAGEN bzw. WERTMINDERUNG VON FIRMENWERTEN UND SONSTIGEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN erfasst.

Es wird zu jedem Abschlussstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Fremdkapitalkosten werden ebenfalls sofort aufwandswirksam erfasst, sofern sich diese nicht auf qualifizierte Vermögenswerte beziehen.

Gemietete Sachanlagen, die gemäß IFRS 16 zu aktivieren sind, werden in der Bilanz innerhalb der Sachanlagen als Nutzungsrechte ausgewiesen. Daraus resultierende künftige Zahlungsverpflichtungen werden unter den Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Zinssätze für aktivierte Leasinggegenstände werden abhängig vom Mindestzinssatz für Neukredite zu Beginn jedes Leasingverhältnisses oder entsprechend einer kalkulatorischen Rendite des Leasinggebers festgesetzt. SBO wendet die Ausnahmeregelung für Leasingvereinbarungen, deren Laufzeit zwölf Monate oder weniger beträgt, sowie für Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte an (siehe dazu Erläuterung 18).

9. Firmenwerte

Die Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten erfasst und in Folge jährlich zum Stichtag 31. Dezember bzw. zusätzlich unterjährig bei Vorliegen eines Triggering Events auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zu diesem Zweck werden die Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt und den Nutzungswerten der Geschäftseinheiten aufgrund der erwarteten Cashflows gegenübergestellt.

Ein einmal erfasster Wertminderungsaufwand für einen Firmenwert wird in den Folgeperioden nicht wieder zugeschrieben.

10. Tatsächliche und latente Ertragssteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrages werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Vom Unternehmen werden Abgrenzungen für latente Steuern in Übereinstimmung mit der in IAS 12 vorgeschriebenen „Balance Sheet Liability Method“ gebildet. Latente Steueransprüche und Schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der diese realisiert werden, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Bei Vorliegen von Verlusten in der aktuellen Periode oder Vorperiode werden für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern nur in der Höhe erfasst, in der auf Basis der vorliegenden Mittelfristplanungen substanzielle Hinweise dafür vorliegen, dass ein ausreichendes steuerliches Ergebnis zur Verfügung stehen wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird dabei auf die Verwertbarkeit innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre abgestellt.

Tatsächliche und latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die entweder im SONSTIGEN ERGEBNIS oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im SONSTIGEN ERGEBNIS bzw. direkt im Eigenkapital erfasst.

Das in Österreich seit 2024 anzuwendende Mindestbesteuerungsgesetz („MinBestG“) zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen („Pillar Two“) ist für SBO aufgrund der in 2025 nicht erfolgten Überschreitung der verankerten Umsatzgrenzen aktuell nicht anwendbar. SBO als oberste Muttergesellschaft iSd MinBestG evaluiert weiterhin die möglichen Auswirkungen der globalen Mindestbesteuerung auf den Konzern. Nachdem kurzfristig nicht mit einer Überschreitung der Umsatzgrenzen gerechnet wird, sind aktuell keine Anwendung bzw. Auswirkungen daraus auf die SBO zu erwarten.

11. Rückstellungen

In Übereinstimmung mit IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn für das Unternehmen gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtungen vorliegen, die auf zurückliegenden Ereignissen beruhen und bei denen es wahrscheinlich ist, dass diese zu einem Mittelabfluss führen werden. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung.

12. Rückstellungen für Sozialkapital

Leistungsorienterte Pläne

Leistungsorientierte Pläne betreffen ausschließlich Abfertigungsverpflichtungen österreichischer Gesellschaften. Der Arbeitgeber ist bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder bei regulärem Pensionsantritt eines Dienstnehmers verpflichtet, einen Pauschalbetrag an den Dienstnehmer zu leisten, sofern das Dienstverhältnis bereits vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Die zu leistenden Beträge reichen in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses von mittlerweile neun bis zwölf bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Monatsbezügen. Die Zahlungen sind bei regulärem Pensionsantritt oder Kündigung durch den Arbeitgeber zu leisten, nicht aber bei freiwilligem Austritt des Dienstnehmers. Die Rückstellungsbeträge werden zu jedem Abschlussstichtag mittels versicherungsmathematischer Bewertung unter Anwendung der „Projected-Unit-Credit-Method” mit einer Verteilung des Dienstzeitaufwandes über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des jeweiligen Dienstnehmers berechnet und entsprechen dem Barwert der von den Dienstnehmern bis zum Abschlussstichtag erworbenen Leistungsansprüche. Für das Pensionsantrittsalter werden die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen herangezogen. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen und entsprechende Fluktuationsabschläge werden auf Basis der Erfahrungen der mittelfristigen Vergangenheit berücksichtigt.

Sämtliche Neubewertungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im SONSTIGEN ERGEBNIS erfasst. Weitere Anmerkungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen sind in Erläuterung 16 enthalten.

Beitragsorientierte Pläne

Bei verschiedenen Konzerngesellschaften bestehen beitragsorientierte Pensionspläne einerseits aufgrund länderspezifischer gesetzlicher Verpflichtungen sowie andererseits aufgrund des Abschlusses von Betriebsvereinbarungen bzw. einzelvertraglicher Pensionsvereinbarungen. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge bei Fälligkeit an den jeweiligen Pensionsfonds zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu künftigen Leistungen besteht nicht.

Beiträge zu sämtlichen beitragsorientierten Versorgungsplänen werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die das Unternehmen zur Beitragsleistung verpflichtet.

Sonstige langfristige Personalverpflichtungen

Nach Maßgabe der österreichischen Kollektivverträge haben Dienstnehmer in Abhängigkeit von der Dauer ihres Dienstverhältnisses Anspruch auf Jubiläumsgeldzahlungen (leistungsorientiertes System). Die rückzustellenden Beträge werden ebenfalls unter Anwendung der „Projected-Unit-Credit-Method“ berechnet. Die Parameter der Abfertigungsrückstellung finden ebenso bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung Anwendung. Neubewertungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

13. Ertragsrealisierung

Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren gelten bei Übergang der Kontrolle, in der Regel bei Lieferung an den Empfänger, als realisiert und werden demzufolge zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt. Leistungsverpflichtungen aus Service- und Reparaturtätigkeiten gelten mit dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung, somit zum Zeitpunkt der Lieferung der servicierten bzw. reparierten Güter an den Kunden, als realisiert. Leistungsverpflichtungen aus der Unterstützung von Kunden bei der Anwendung von SBO-Tools am Ölfeld werden über den Zeitraum, in dem die Beratungsleistung vor Ort erbracht wird, erfüllt und somit über einen bestimmten Zeitraum erfasst.

Einzelne Unternehmen innerhalb der SBO-Gruppe treten als Vermieter auf. Dabei werden Erträge laufend auf Basis der tatsächlichen Nutzung durch den Kunden realisiert (Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfasst werden). Es liegen grundsätzlich keine Finanzierungsleasingmodelle vor.

Für Verträge mit Zahlungszielen von maximal einem Jahr verzichtet die Gesellschaft aus praktischen Gründen und Wesentlichkeitsüberlegungen auf eine Anpassung der Höhe der zugesagten Gegenleistung um eine allfällige Finanzierungskomponente.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.

14. Forschung und Entwicklung

Gemäß IAS 38 werden Forschungsaufwendungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. Entwicklungsaufwendungen sind zum Entstehungszeitpunkt erfolgswirksam zu erfassen, falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 nicht gänzlich erfüllt werden. Im Konzernabschluss der SBO werden Entwicklungskosten mangels Erfüllung der entsprechenden Ansatzkriterien in der Berichtsperiode ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst.

15. Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses unter Anwendung der IFRS Accounting Standards (IFRS) müssen bis zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen getroffen werden, welche die in der Bilanz, im Anhang und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wobei der Vorstand aus derzeitiger Sicht der Meinung ist, dass sich daraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen in den Konzernabschlüssen der nächsten Zukunft ergeben werden. Im Folgenden werden die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen erläutert, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen.

Bei der Erfassung und der Bewertung von im Zuge von Unternehmenserwerben angesetzten IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN sind Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen (siehe Erläuterung 9).

Bei den SACHANLAGEN und IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN sind Einschätzungen über den Zeitraum erforderlich, in dem diese Vermögenswerte vom Unternehmen voraussichtlich genutzt werden können (siehe Erläuterungen 8 und 9). Weiters sind, falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung von SACHANLAGEN oder IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN erkannt werden, Schätzungen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages erforderlich. Bei der Bewertung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten sind Ermessensentscheidungen für die Ermittlung der Laufzeit der Verträge bzw. die Ausübung von Verlängerungsoptionen zu treffen (siehe Erläuterung 18).

Für den jährlichen Wertminderungstest der GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE erfolgt eine Schätzung der Nutzungswerte, wobei die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen muss (siehe Erläuterung 9).

Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Bilanzierung der AKTIVEN LATENTEN STEUERN ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements notwendig, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Ausmaß künftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen (siehe Erläuterung 11).

Bei der Bewertung der VORRÄTE sind Einschätzungen des Managements über die Preisgestaltung und Marktentwicklung erforderlich, um die Höhe der Wertansätze festzulegen (siehe Erläuterung 7). Da entsprechend der zugrundeliegenden Kundenverträge grundsätzlich keine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung nach der Percentage-of-Completion Methode angewendet wird, sind Schätzungen hinsichtlich bereits erbrachter Leistungen und noch anfallender Kosten der ausschließlich kurzfristigen Aufträge lediglich zur Ermittlung von etwaigen Drohverlustrückstellungen erforderlich.

Bei FORDERUNGEN sind neben einer Bewertung auf Basis von Zahlungseingängen der Vergangenheit Annahmen über die künftige Ausfallswahrscheinlichkeit erforderlich (siehe Erläuterung 5). Neben Überfälligkeiten und Marktrisiken wird dabei auch auf die Erfahrung mit den Kunden Rücksicht genommen. Bei der Erfassung von UMSATZERLÖSEN sind Schätzungen hinsichtlich der zu erwartenden Rückgaben betreffend Produkte mit Rückgaberechten (siehe Erläuterung 13) sowie von zu gewährenden Mengenrabatten erforderlich.

Für den Ansatz von RÜCKSTELLUNGEN muss die Eintrittswahrscheinlichkeit zum Abschlussstichtag vom Management evaluiert werden. Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann (siehe Erläuterung 14).

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und Fluktuationswahrscheinlichkeiten (siehe Erläuterung 16).

Für die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Management-Beteiligungen und Genussrechten sind die zukünftige Zugehörigkeitsdauer der jeweiligen Personen zum Unternehmen und die zukünftige Ergebnisentwicklung zu schätzen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der jeweilige Anteil am aktuellen Jahresergebnis der Tochtergesellschaft im Wesentlichen dem Effektivzinsaufwand entspricht (siehe Erläuterung 17).

16. Klimabezogene Risiken - Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Annahmen

Die SBO-Gruppe beobachtet seit Jahren die Thematik des Klimawandels und dessen Folgen in Hinblick auf mögliche Konsequenzen auf die Geschäftsaktivitäten der Gruppe. Hierbei ist zwischen den Folgen des Klimawandels an sich und daraus resultierende notwendige Anpassungen sowie den Rahmenbedingungen zur Vermeidung und Reduktion von klimaschädlichen Treibhausgasen zu unterscheiden. Die Risiken hinsichtlich Vermeidung und Reduktion von Treibhausgasen sind im Kontext des European Green Deal und der damit in Zusammenhang stehenden Regularien der Europäischen Union wie etwa mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) oder der EU-Taxonomie-Verordnung zu bewerten. Der Klimawandel als solcher und physische Folgen wie beispielsweise Extremwetterereignisse wurden im Zuge der doppelten Wesentlichkeitsanalyse untersucht. SBO-Standorte sind nur in geringem Ausmaß möglichen Extremwetterereignissen ausgesetzt bzw. gut darauf vorbereitet. Insbesondere Standorte in den USA sind mit präventiven Maßnahmen beispielsweise zur Vermeidung von Schäden durch Überschwemmungen, oder auch bei der Vermeidung von negativen Effekten durch Hitzeperioden seit Jahren vertraut. Das Risiko physischer Folgen des Klimawandels für das Unternehmen wird hinsichtlich präventiver Maßnahmen als wesentlich, aber nicht als finanziell materiell eingestuft. Bei der Beurteilung der finanziellen Materialität wurden vor allem erwartete Entwicklungen mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten untersucht.

Der European Green Deal verlangt von Unternehmen unter anderem einen Plan, um sicherzustellen, dass das Geschäftsmodell und die Strategie des Unternehmens mit dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft und mit der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C im Einklang mit dem Pariser Abkommen vereinbar sind. Gleichzeitig sollen Investitionen vorrangig in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten verlagert werden. Dabei soll langfristig auch der Energiesektor grundlegend transformiert werden, mit dem Ziel, fossile Brennstoffe schrittweise durch erneuerbare Energien zu ersetzen bzw. deren Emissionen zu neutralisieren.

Das Geschäftsmodell der SBO lässt sich in folgende Bereiche gliedern: Herstellung und Vertrieb von nicht-magnetisierbaren Stählen, Hochpräzisionsfertigung von Komponenten im Kundenauftrag sowie Entwicklung, Vermietung und Vertrieb von Bohrwerkzeugen und Komplettierungsequipment. Gegenwärtig werden die zuvor angeführten Produkte und Lösungen überwiegend in der Energieindustrie, traditionell zur Gewinnung von Öl und Gas eingesetzt, aber zunehmend auch in Anwendungen der Energiewende wie der Geothermie oder dem Carbon Capture & Storage. Das Geschäftsmodell von SBO liegt allerdings nicht in der Förderung, der Raffinierung oder dem Vertrieb von fossilen Brennstoffen.

Eine verschärfte Klimapolitik könnte einen weiteren Rückgang der Ölnachfrage in der Europäischen Union und – aufgrund des geringeren Bedarfs an Werkzeugen für das Bohren nach Erdöl – das gegenwärtige Kerngeschäft der größten Kunden der SBO-Gruppe beeinflussen. Langjähriger Markterwartung zufolge wird aber noch lange Zeit von einem konstant hohen Niveau der Nachfrage nach dieser Ressource ausgegangen. Zudem hat die Europäische Union Erdgas als wesentliche Übergangsressource zur Erreichung der Klimaziele anerkannt und etwa die Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen als taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeit eingestuft.

Produkte und Lösungen von SBO werden gleichermaßen bei der Bohrung nach Erdöl und Erdgas, aber auch für Geothermiebohrungen eingesetzt. Die Produkte und Lösungen der SBO-Gruppe werden vor allem außerhalb der Europäischen Union nachgefragt, sodass die europäische Klimapolitik nur teilweise Einfluss auf die Wirtschaftsaktivitäten und (Fertigungs-)Standorte der SBO-Gruppe mit sich bringt. Dennoch bedürfen Annahmen zu einzelnen, im Konzernabschluss erfassten langfristigen Vermögenswerten (im Wesentlichen Firmenwerte) Schätzungen und Ermessensentscheidungen über die zukünftige Entwicklung in Bezug auf den Klimawandel sowie die damit in Zusammenhang stehenden klimapolitischen Rahmenbedingungen.

(Fertigungs-)Standorte der SBO-Gruppe haben einen relativ geringen Energieverbrauch, welcher durch geeignete Maßnahmen in den nächsten Jahren noch weiter reduziert wird. Die Hauptenergiequelle zur Herstellung von SBO-Produkten ist Elektrizität, wobei der Anteil an Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen in 2025 rund 50 % beträgt. Unterstützt wird der Anteil aus erneuerbaren Energiequellen durch den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen an SBO-Standorten zur Deckung des eigenen Verbrauches am jeweiligen Standort. Für jene Anlagen, die sich nicht im Eigentum von SBO befinden bzw. nicht im Rahmen von Leasingverträgen genutzt werden, wird von der Ausnahmeregelung für den Eigenverbrauch gemäß IFRS 9.2.4 Gebrauch gemacht.

Die Wirtschaftstätigkeit sowie die Standorte der SBO-Gruppe sind nur in geringem Ausmaß physischen Klimarisiken in Bezug auf Temperaturveränderungen, Wind, Niederschlag oder Erosion ausgesetzt. Daher wurden insgesamt klimabedingte physische Risiken aus finanziellen Gesichtspunkten in Bezug auf erforderliche Aufwendungen zur Vermeidung dieser, als gering eingestuft. Für wesentliche Produktionsstandorte in Österreich, den USA und im Nahen Osten wurden Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalysen erstellt, welche diese Erwartungshaltung auch mit Blick auf zukünftige Risiken bestätigen.

Weitere Annahmen zu klimabezogenen Risiken, Schätzungen und Ermessensentscheidungen werden in den Erläuterungen 9. Immaterielle Vermögenswerte sowie 31. Risikobericht dargestellt.

Erläuterung 5 - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben üblicherweise Zahlungsziele von bis zu 90 Tagen. Bei einer Konzerngesellschaft lagen zum 31. Dezember 2025 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 0) mit einer Laufzeit von über 12 Monaten vor. Zu den per 31. Dezember 2025 sowie 2024 bestehenden Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten.

Eine Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2025
in TEUR
Fälligkeit Bruttobetrag Pauschalwert-

berichtigung (ECL)
Einzelwert-

berichtigung
Nettobetrag
Nicht bzw. < 30 Tage überfällig 90.017 -93 -299 89.625
30 – 90 Tage überfällig 12.124 -171 -75 11.878
90 – 180 Tage überfällig 4.176 -241 -60 3.875
> 180 Tage überfällig 4.565 -505 -3.076 984
Summe 110.882 -1.010 -3.510 106.362
31.12.2024
in TEUR
Fälligkeit Bruttobetrag Pauschalwert-

berichtigung (ECL)
Einzelwert-

berichtigung
Nettobetrag
Nicht bzw. < 30 Tage überfällig 114.704 -402 -338 113.964
30 – 90 Tage überfällig 9.073 -110 -31 8.932
90 – 180 Tage überfällig 7.320 -251 -187 6.882
> 180 Tage überfällig 6.624 -395 -4.563 1.666
Summe 137.721 -1.158 -5.119 131.444

Wertminderungen für erwartete Ausfälle werden gemäß IFRS 9 auf Basis historischer Erfahrungen, der aktuellen Marktlage inklusive Erwartungen hinsichtlich künftiger Zahlungseingänge und unter Berücksichtigung von Außenstandsdauern erfasst (siehe dazu Erläuterung 4). Zum 31. Dezember 2025 betragen die gemäß vereinfachter Methode für über die Laufzeit erwartete Kreditverluste bemessenen Wertberichtigungen TEUR 1.010 (Vorjahr: TEUR 1.158).

Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2025
in TEUR Nicht in der Bonität beeinträchtigt In der Bonität beeinträchtigt Gesamt
Bruttobuchwert 105.435 5.447 110.882
Wertminderung -1.010 -3.510 -4.520
Summe 104.425 1.937 106.362
31.12.2024
in TEUR Nicht in der Bonität beeinträchtigt In der Bonität beeinträchtigt Gesamt
Bruttobuchwert 130.108 7.613 137.721
Wertminderung -1.158 -5.119 -6.277
Summe 128.950 2.494 131.444

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2025 2024
Stand 1. Jänner 6.277 6.397
Kursdifferenzen -443 256
Verbrauch -1.250 -2.339
Auflösung -1.759 -280
Aufwandswirksame Zuführungen 1.695 2.243
Stand 31. Dezember 4.520 6.277

Erläuterung 6 - Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Diese Position enthält im Wesentlichen sonstige Forderungen gegenüber Steuerbehörden sowie Periodenabgrenzungen. Die Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Vorausbezahlte Aufwendungen 3.998 5.676
Steuerforderungen (ohne Ertragsteuern) 1.600 1.611
Kautionen 1.002 2.769
Rückgaberechte gemäß IFRS 15 617 566
Zinsabgrenzungen 345 499
Derivate 63 6
Andere Forderungen und Vermögenswerte 1.366 1.463
Summe 8.991 12.590

Zu den Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten und keine Wertberichtigungen vorgenommen.

Erläuterung 7 - Vorräte

Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht detailliert dargestellt:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.266 23.567
Unfertige Erzeugnisse 58.021 83.501
Fertige Erzeugnisse 72.792 81.600
Summe 156.079 188.668

Die Wertberichtigungen, welche im Jahr 2025 als Aufwand erfasst wurden, betrugen TEUR 2.687 und sind in den HERSTELLUNGSKOSTEN ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 3.157).

Erläuterung 8 - Sachanlagen

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen sowie Wertminderungen des Sachanlagevermögens kann wie folgt dargestellt werden:

2025
in TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen,

Betriebs- und

Geschäftsausstattung
Anzahlungen Anlagen in Bau Nutzungsrechte Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2025 109.953 367.130 17.204 5.553 4.561 21.415 525.816
Umrechnungsdifferenzen -6.831 -26.432 -1.051 -303 -407 -2.302 -37.326
Unternehmenszusammenschlüsse 104 2.249 25 0 0 2.020 4.398
Zugänge 3.857 27.194 730 378 8.460 7.769 48.388
Umbuchungen 1.563 8.001 4 -5.089 -4.479 0 0
Abgänge -194 -16.614 -1.051 0 0 -2.520 -20.379
31. Dezember 2025 108.452 361.528 15.861 539 8.135 26.382 520.897
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2025 47.990 309.253 13.700 0 0 9.812 380.755
Umrechnungsdifferenzen -2.258 -21.010 -814 0 0 -994 -25.076
Zugänge aus Abschreibungen 3.263 19.777 1.207 0 0 3.123 27.370
Abgänge -193 -15.230 -964 0 0 -2.467 -18.854
31. Dezember 2025 48.802 292.790 13.129 0 0 9.474 364.195
Buchwerte
31. Dezember 2025 59.650 68.738 2.732 539 8.135 16.908 156.702
31. Dezember 2024 61.963 57.877 3.504 5.553 4.561 11.603 145.061

Die Zugänge zu Sachanlagen exklusive Nutzungsrechte betragen im Geschäftsjahr 2025 TEUR 40.619 (Vorjahr: TEUR 33.969). Für Investitionen in Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr 2025 TEUR 38.388 (Vorjahr: TEUR 34.556) zahlungswirksam, der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.231 (Vorjahr: TEUR -587) betrifft eine Veränderung von Verbindlichkeiten aus Investitionen.

2024
in TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen,

Betriebs- und

Geschäftsausstattung
Anzahlungen Anlagen in Bau Nutzungsrechte Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2024 104.691 354.145 15.859 3.696 2.320 19.350 500.061
Umrechnungsdifferenzen 2.991 11.278 461 22 76 878 15.706
Zugänge 3.888 21.002 1.731 4.535 2.813 4.942 38.911
Umbuchungen 236 2.722 31 -2.557 -432 0 0
Abgänge -1.853 -22.017 -878 -143 -216 -3.755 -28.862
31. Dezember 2024 109.953 367.130 17.204 5.553 4.561 21.415 525.816
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2024 45.594 301.513 12.713 0 0 9.805 369.625
Umrechnungsdifferenzen 906 9.171 343 0 0 346 10.766
Zugänge aus Abschreibungen 3.110 18.257 1.548 0 0 3.041 25.956
Umbuchungen -36 29 7 0 0 0 0
Abgänge -1.584 -19.717 -911 0 0 -3.380 -25.592
31. Dezember 2024 47.990 309.253 13.700 0 0 9.812 380.755
Buchwerte
31. Dezember 2024 61.963 57.877 3.504 5.553 4.561 11.603 145.061
31. Dezember 2023 59.097 52.632 3.146 3.696 2.320 9.545 130.436

Das Unternehmen besitzt Produktionsstätten in folgenden Ländern: Österreich, USA, Großbritannien, Vietnam und Singapur. Service- und Wartungsstützpunkte sowie Verkaufsstellen werden in den USA, Kanada, Großbritannien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi Arabien, Russland, Mexiko und Brasilien geführt.

Das Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2025 TEUR 3.206 (Vorjahr: TEUR 9.081).

Für Details betreffend aktivierte Nutzungsrechte siehe Erläuterung 18.

Erläuterung 9 - Immaterielle Vermögenswerte

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen der Immateriellen Vermögenswerte kann wie folgt dargestellt werden:

2025
in TEUR Firmenwerte Technologie Kunden-

beziehungen
Übrige

Immaterielle

Vermögenswerte
Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2025 254.712 70.724 35.195 17.733 378.364
Umrechnungs-

differenzen
-25.308 -4.599 -3.779 -1.864 -35.550
Unternehmenszusammenschlüsse 2.698 0 1.115 353 4.166
Zugänge 0 0 0 9.377 9.377
Abgänge 0 0 0 -112 -112
31. Dezember 2025 232.102 66.125 32.531 25.487 356.245
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2025 107.903 65.004 31.550 12.602 217.059
Umrechnungs-

differenzen
-9.005 -4.041 -3.394 -1.042 -17.482
Zugänge aus Abschreibungen 0 2.694 951 1.474 5.119
Abgänge 0 0 0 -112 -112
31. Dezember 2025 98.898 63.657 29.107 12.922 204.584
Buchwerte
31. Dezember 2025 133.204 2.468 3.424 12.565 151.661
31. Dezember 2024 146.809 5.720 3.645 5.131 161.305

Die Zugänge zu Immateriellen Vermögenswerten exklusive Unternehmenszusammenschlüsse betragen im Geschäftsjahr 2025 TEUR 9.377 (Vorjahr: TEUR 587). Für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr 2025 TEUR 1.700 (Vorjahr TEUR 587) zahlungswirksam, der Unterschiedsbetrag von TEUR 7.677 (Vorjahr: TEUR 0) betrifft Veränderungen von Verbindlichkeiten aus Investitionen.

2024
in TEUR Firmenwerte Technologie Kunden-

beziehungen
Übrige

Immaterielle

Vermögenswerte
Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2024 245.241 68.693 33.620 17.906 365.460
Umrechnungs-

differenzen
9.471 2.031 1.575 763 13.840
Zugänge 0 0 0 587 587
Abgänge 0 0 0 -1.523 -1.523
31. Dezember 2024 254.712 70.724 35.195 17.733 378.364
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2024 106.834 60.561 29.279 11.366 208.040
Umrechnungs-

differenzen
1.069 1.631 1.338 464 4.502
Zugänge aus Abschreibungen 0 2.812 933 2.146 5.891
Abgänge 0 0 0 -1.374 -1.374
31. Dezember 2024 107.903 65.004 31.550 12.602 217.059
Buchwerte
31. Dezember 2024 146.809 5.720 3.645 5.131 161.305
31. Dezember 2023 138.407 8.132 4.341 6.540 157.420

Das Bestellobligo für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2025 TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 651).

1. Firmenwerte

Die in der Bilanz ausgewiesenen Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Segmente:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Segment „Precision Technology” (PT)
Knust-Godwin LLC 11.446 12.945
SCHOELLER-BLECKMANN Precision Technology GmbH

(zuvor: SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH)
4.655 4.655
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 798 798
3T Additive Manufacturing Limited 2.700 0
Segment „Energy Equipment” (EE)
The WellBoss Company, LLC 92.317 104.395
DSI FZE 21.288 24.016
Summe 133.204 146.809

Im Rahmen der erstmaligen Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses der 3T Additive Manufacturing Limited zum 1. Oktober 2025 wurde ein Firmenwert in Höhe von TEUR 2.698 erfasst (Buchwert 31. Dezember 2025: TEUR 2.700) und vorläufig einer neu gebildeten zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet.

Im Jahr 2025 hat die Weltwirtschaft ein BIP-Wachstum von 3,3% erzielt und blieb damit auf einem stabilen Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Die Industrieländer verzeichneten 2025 ein Wachstum von 1,7%, was beinahe dem Niveau von 2024 entspricht (2024: 1,8%). Die Schwellen- und Entwicklungsländer wuchsen um 4,4% (2024: 4,3%), unterstützt von einer anhaltend starken Dynamik in Indien und China. Für das Jahr 2026 wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3% prognostiziert. Trotz des allgemeinen Wirtschaftswachstums war SBO im Geschäftsjahr 2025 mit den Auswirkungen von geopolitischen Spannungen, Unsicherheiten im internationalen Zollumfeld, einem Öl-Überangebot sowie volatilen Rohstoffpreisen konfrontiert, welche das Geschäftsumfeld belasteten. Diese Faktoren führten insbesondere in Nordamerika, aber auch international zu Unsicherheit bei den Kunden von SBO und somit zu anhaltend geringen Investitionen sowie zu reduzierten Bohr- und Komplettierungsaktivitäten. Für 2026 deuten aktuelle Analysen von Evercore ISI und Rystad Energy jedoch auf eine leichte Trendumkehr hin, mit einem erwarteten Investitionswachstum von 0–2%. Rystad Energy prognostiziert per Dezember 2025 für das Jahr 2026 weltweit rund 61.000 gebohrte und komplettierte Bohrlöcher, was einer Zunahme der Aktivität von rund 2,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Hinsichtlich der langfristigen Geschäftsentwicklung von SBO stellt die globale Nachfrage nach Energie, und gegenwärtig insbesondere nach Öl und Gas, den Haupttreiber dar. Nach den aktuellen Einschätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die weltweite Energienachfrage auch in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. Das ist einerseits auf den vermehrten Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die dadurch erforderlichen Datenzentren zurückzuführen. Andererseits wird erwartet, dass die Gesamtenergienachfrage in den Schwellen- und Entwicklungsländern aufgrund des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums stark ansteigt. Öl und Gas behalten dabei mit einem gemeinsamen Anteil von derzeit über 50% weiterhin eine dominante Rolle im globalen Energiemix. Auch im Ausblick auf das Jahr 2050 wird ihr Anteil in einem weiterhin wachsenden Primärenergiemarkt auf rund 47% bis 49% geschätzt. Die Produkte und Dienstleistungen der Oilfield-Service-Industrie sind hierbei essentiell, um die global ansteigende Nachfrage nach Energie sicher bedienen zu können. Die zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen stellen die Ausgangslage zur Bewertung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten per 31. Dezember 2025 dar.

Die Bewertung von sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte anhand des Nutzungswertes durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern (WACC = Weighted Average Costs of Capital), welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig (Peer Group, ausgewählt anhand definierter Grob- und Feinselektionskriterien) unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde. Der Detailprognosezeitraum beträgt 5 Jahre (Vorjahr: 5 Jahre), die Cashflows basieren auf Budgetierungen des Managements.

Für die ewige Rente wurde für sämtliche zahlungsmittelgenerierende Einheiten eine konstante Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 1 %) angenommen. Die Ableitung der Cashflows in der ewigen Rente erfolgte unter Berücksichtigung einer der Wachstumsrate entsprechenden Thesaurierungsquote. Die langfristigen Wachstumserwartungen wurden unter Würdigung von Studien in Bezug auf Inflationserwartungen und vor allem auf die globale Energienachfrage und dem zugrundeliegenden Energiemix abgeleitet. Langfristige Studien zur globalen Energienachfrage, wie beispielsweise der World Energy Outlook 2025 der Internationalen Energieagentur (IEA), prognostizieren weit über den Detailprognosezeitraum der Impairmenttests hinaus eine anhaltend hohe Nachfrage nach Öl und Gas, welche von den gegenwärtig größten Kunden von SBO bedient wird. Da das Geschäftsmodell von SBO nicht in der Förderung, der Raffinierung oder dem Vertrieb dieser fossilen Brennstoffe, sondern in der hochpräzisen Fertigung und der Entwicklung von Produkten für die Energiewirtschaft liegt, ist das Geschäftsmodell von SBO nicht ausschließlich von Öl und Gas abhängig. Die voranschreitenden Diversifizierungsmaßnahmen in Geothermie, 3D-Metalldruck und durch das Anbieten der Fertigungskompetenzen in anderen Industrien stärken das Geschäftsmodell von SBO zunehmend. Der Energiesektor befindet sich in einem langfristigen Umbruch (Energy Transition), wobei das Ziel verfolgt wird, fossile Brennstoffe schrittweise durch erneuerbare Energien zu ersetzen, um so Treibhausgas-Emissionen zu verringern. Der Anteil erneuerbarer Energien am globalen Gesamtenergiemix soll sich dadurch in Zukunft erhöhen. Aufgrund der stetig wachsenden absoluten Energienachfrage kann der Ausbau erneuerbarer Energien die fossilen Brennstoffe aber nicht substituieren und auch nicht in einem Ausmaß reduzieren, welches kein Wachstum der Oilfield-Service-Industrie mehr zulassen würde.

Des Weiteren ist die Nachfrage nach SBO-Produkten durch die Energiewirtschaft und Oilfield-Service-Industrie nicht direkt an den erwarteten Output von Öl und Gas gekoppelt, sondern an die Rahmenbedingungen zur Erschließung dieser Ressourcen. Immer komplexer werdende Bohr- und Komplettierungsvorhaben verlangen nach High-End-Equipment, welches das Fertigungs Know-how, Präzisionskomponenten und Produktinnovationen durch Unternehmen wie SBO bedingt. Zusammengefasst sind die Wachstumsannahmen aus SBO-Sicht auch unter Berücksichtigung der Energy Transition als angemessen anzusehen.

Folgende Diskontierungssätze kamen zum 31. Dezember 2025 bzw. 31. Dezember 2024 zur Anwendung:

WACC (vor Steuern)
in % 31.12.2025 31.12.2024
Segment „Precision Technology” (PT)
Knust-Godwin LLC 10,4 % 11,7 %
SCHOELLER-BLECKMANN Precision Technology GmbH 11,9 % 12,0 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 11,5 % 12,3 %
3T Additive Manufacturing Limited 12,6 % -
Segment „Energy Equipment” (EE)
The WellBoss Company, LLC 11,6 % 12,4 %
DSI FZE 11,7 % 13,0 %

Die Veränderung der Diskontierungszinssätze gegenüber dem Vorjahr sind im Wesentlichen auf geringere Beta-Faktoren (abgeleitet aus einer unveränderten Peer Group) zurückzuführen.

Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der geplanten Investitionen ermittelt. Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst. Die Planung der Umsatzerlöse und Cashflows berücksichtigt einerseits die aus Vergangenheitswerten abgeleitete Zyklizität der Industrie und andererseits langfristige Entwicklungen des Absatzmarktes. Die mittelfristigen Umsatzplanungen basieren auf der erwarteten Geschäftsentwicklung der Energiewirtschaft und insbesondere der Oilfield-Service-Industrie. Letztere wird aus Erwartungswerten über Bohraktivitäten, den geografischen Absatzmärkten sowie unternehmensspezifischen Entwicklungen abgeleitet. Die Margenplanung wird darüber hinaus aus dem erwarteten Produktmix sowie den erwarteten Kostenentwicklungen aufgrund erwarteter Materialpreisentwicklungen und geplanten Investitionen abgeleitet. Weiters wird die geschätzte Personalentwicklung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteter Personalkosten) berücksichtigt. Die aus den genannten Planungsannahmen resultierenden Margen und Cashflows werden einer kritischen Würdigung unterzogen, bevor diese für die Ermittlung des Nutzungswertes herangezogen werden. Den jährlichen Werthaltigkeitstests liegen die im Rahmen des jährlichen Budgetierungsprozesses aktualisierten Mittelfristplanungen zu Grunde, welche unter Berücksichtigung der zuvor erläuterten Rahmenbedingungen erstellt wurden. Die aktualisierten Mittelfristplanungen gehen von einem anhaltenden Wachstum der Energiewirtschaft und einem daraus resultierenden stabilen Aktivitätsniveau der Oilfield-Service-Industrie aus. Risiken in Zusammenhang mit dem Klimawandel und deren mögliche Folgen auf die Wirtschaftsaktivitäten der SBO-Gruppe und folglich die zum 31. Dezember 2025 ermittelten Nutzungswerte werden, wie in Erläuterung 4.16 dargelegt, als untergeordnet eingestuft.

Physische Klimarisiken wie Hitzewellen, Wind, Niederschlag, Flut, Anstieg des Meeresspiegels oder Erosion werden für Mitarbeiter, wesentliche (Produktions-) Standorte, wesentliche Kunden als auch die Hauptlieferanten der SBO-Gruppe als gering eingestuft. Eine über das übliche Ausmaß hinausgehende Adaption der (Produktions-) Standorte an durch den Klimawandel hervorgerufene geänderte Rahmenbedingungen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes, wird dementsprechend nicht in einem Ausmaß erwartet, dass diese eine materielle Anpassung der Cashflow-Prognosen im Detailprognosezeitraum erforderlich machen würden. Die im Herstellungsprozess benötigte Hauptenergiequelle stellt Elektrizität dar, welche bereits zu einem wesentlichen Teil aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Der Kostenanteil von Energie an den Herstellungskosten stellt nur einen äußerst geringen Anteil, im niedrigen einstelligen Prozentbereich, dar. Zusammengefasst beinhalten die Planungsannahmen der firmenwerttragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten keine wesentlichen im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehenden Annahmen in Form von erhöhten Investitionen oder Aufwendungen. Ebenso erfordern Risiken in Zusammenhang mit dem Klimawandel keine wesentliche Anpassung der Bewertung von Sachanlagevermögen (bspw. Verkürzung der Nutzungsdauer von Sachanlagevermögen). Für wesentliche (Produktions-) Standorte in Österreich, den USA und im Nahen Osten wurde dies mittels Klimaszenarien-Analysen bestätigt. SBO erachtet die unterstellten mittel- und langfristigen Wachstumserwartungen demnach auch unter Berücksichtigung des Klimawandels als angemessen.

Die durchgeführten Werthaltigkeitstests haben keine Wertminderung ergeben. Die Veränderung der Buchwerte der Firmenwerte sämtlicher zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in 2025 ergab sich neben der erstmaligen Erfassung des Firmenwertes aus der Akquisition der 3T Additive Manufacturing Limited aus der Fremdwährungsumrechnung. Im Rahmen der durchgeführten Impairmenttests wurde für die firmenwerttragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zum 31. Dezember 2025 eine Sensitivitätsanalyse erstellt. Da der Nutzungswert insbesondere auf Veränderungen der Annahmen zu den Cashflows sowie zum Diskontierungszinssatz reagiert, wurden für diese wesentlichen Inputfaktoren jeweils isoliert ein vom Management im aktuellen Marktumfeld als möglich erachteter Anstieg des Diskontierungszinssatzes um 2 Prozentpunkte (31. Dezember 2024: 2 Prozentpunkte) sowie eine Reduktion der Cashflows von 10% (31. Dezember 2024: 10%) berücksichtigt. Wenngleich Risiken in Zusammenhang mit dem Klimawandel als gering eingestuft werden, wurden dennoch, mit Bezug auf mögliche nachteilige Folgen der Energy Transition auf die Wirtschaftsaktivitäten von SBO, Sensitivitätsanalysen ermittelt, welche eine negative Wachstumsrate von minus 1 Prozentpunkt (31. Dezember 2024: minus 1 Prozentpunkt) in der ewigen Rente umfassen. Dabei ergab sich für keine der angeführten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Wertminderungsbedarf.

2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der SONSTIGEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE zum 31. Dezember 2025 beinhalten die im Rahmen der erstmaligen Erfassung der 3T Additive Manufacturing Limited im Jahr 2025 erworbenen Kundenbeziehungen (Buchwert zum 31. Dezember 2025: TEUR 1.060) mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren. Für weitere Informationen zum Unternehmenszusammenschluss 3T Additive Manufacturing Limited im Jahr 2025 siehe Erläuterung 35.

Des Weiteren sind die im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Downhole Technology, LLC (nunmehr The WellBoss Company, LLC) im Jahr 2016 erworbenen Technologien sowie Markenrechte mit einer Nutzungsdauer von zehn Jahren erfasst.

Außerdem sind Technologien mit einer Nutzungsdauer von 7 Jahren sowie Kundenbeziehungen mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren aus der erstmaligen Erfassung der Praxis Completion Technology FZCO (nunmehr The WellBoss Company FZE) im Jahr 2023 enthalten.

Weiters wurden im Geschäftsjahr 2025 Lizenzrechte für die Nutzung von Fertigungstechnologien mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren erworben (Buchwert zum 31. Dezember 2025: TEUR 7.378).

Darüber hinaus sind aus Unternehmenszusammenschlüssen aus Vorjahren Technologien, Kundenbeziehungen und Markenrechte enthalten, die bereits in Vorjahren planmäßig vollständig abgeschrieben wurden.

Zusätzlich beinhalten die SONSTIGEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE Nutzungsrechte für EDV-Software.

Erläuterung 10 - Langfristige Forderungen und Vermögenswerte

Diese Position besteht aus verzinslichen Darlehen, welche an das Management von in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen für den Erwerb von Anteilen bzw. Genussrechten an diesen Gesellschaften gewährt wurden (siehe auch Erläuterung 17). Für das Unternehmen besteht hier nur ein eingeschränktes Kreditrisiko, da die Anteile bei Nichterfüllung der Darlehensbedingungen an das Unternehmen zurückgegeben werden müssen. Die Darlehen sind grundsätzlich laufend anteilig zu tilgen, eine vollständige Tilgung hat spätestens bei Rückübertragung der Anteile bzw. Genussrechte und somit spätestens bei Beendigung der Dienstverhältnisse zu erfolgen. Weiters sind hinterlegte Kautionen in dieser Position wie folgt enthalten:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Darlehen 936 1.412
Kautionen 299 184
Andere Forderungen und Vermögenswerte 2.843 1.141
Summe 4.078 2.737

Weder zum 31. Dezember 2025 noch zum 31. Dezember 2024 waren Wertberichtigungen vorzunehmen. Es bestanden keine überfälligen Forderungen.

Zu den angeführten anderen Forderungen und Vermögenswerten wurden keine Sicherheiten erhalten.

Erläuterung 11 - Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den folgenden Positionen:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
aktiv passiv aktiv passiv
Sachanlagen 932 -5.233 1.317 -3.989
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Nutzungsdauern) 3.322 -778 5.184 -588
Firmenwerte und Sonstige immaterielle Vermögenswerte

(unterschiedliche Wertansätze)
16.546 -11.004 21.847 -11.320
Vorräte (Bewertungsunterschiede) 6.335 -23 7.816 -36
Sonstige Posten (Bewertungsunterschiede) 2.401 -219 2.796 -1.582
Rückstellungen 3.093 0 2.366 0
Kursdifferenzen Schuldenkonsolidierung -173 0 117 0
Steuerliche Verlustvorträge 8.499 0 3.472 0
Zwischensumme 40.955 -17.257 44.915 -17.515
Saldierung gegenüber der selben Steuerbehörde -16.355 16.355 -16.843 16.843
Summe 24.600 -902 28.072 -672

Nicht angesetzt bzw. wertberichtigt wurden latente Steuern in der Höhe von TEUR 11.258 (Vorjahr: TEUR 8.819) für Verlustvorträge in Höhe von TEUR 52.584 (Vorjahr: TEUR 40.869), deren Verbrauch im Rahmen der vorliegenden Mittelfristplanung nicht das in IAS 12 geforderte Maß an Sicherheit erreicht. Davon werden TEUR 5.119 nach 2030 (Vorjahr: TEUR 2.646 nach 2029) auslaufen, während TEUR 47.464 (Vorjahr: TEUR 38.223) unbegrenzt vortragsfähig sind.

In den unsaldierten latenten Steueransprüchen sind Steueransprüche von Gesellschaften in drei Steuerjurisdiktionen enthalten, die im Geschäftsjahr Verluste erzielt haben und deren latente Steueransprüche die latenten Steuerschulden um gesamt TEUR 10.148 (Vorjahr TEUR 1.816) übersteigen (TEUR 5.122 (Vorjahr: Gewinn), TEUR 739 (Vorjahr: TEUR 800), TEUR 2.522 (Vorjahr: Gewinn) bzw. TEUR 1.765 (Vorjahr: TEUR 1.016)). Der Ansatz dieser aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2025 wird mit der bereits erfolgten Umsetzung organisatorischer Maßnahmen und dem daraus erwarteten Wegfall der verlustbringenden Aufwendungen, bereits erhaltenen Kundenaufträgen sowie der Verrechenbarkeit von Verlusten innerhalb von Steuergruppen begründet.

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften bestehen insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierende Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital (Outside Basis Differences). Daraus bestehen zum 31. Dezember 2025 temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 139.300 (Vorjahr: TEUR 159.559), da Ausschüttungen oder Beteiligungsveräußerungen einzelner Gesellschaften grundsätzlich steuerwirksam wären. Da der Konzern in absehbarer Zukunft keine Ausschüttungen oder Veräußerungen für diese Gesellschaften plant, wurden gemäß IAS 12.39 jedoch keine latenten Steuern angesetzt. Mangels geplanter Ausschüttungen wurden zum 31. Dezember 2025 ebenso keine Quellensteuern erfasst (Vorjahr: TEUR 0).

Erläuterung 12 - Bankverbindlichkeiten

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2025 wie folgt:

2025
Währung Betrag in TEUR Zinssatz in %
Kredite in GBP 7.336 5,15 % - 6,45 % variabel
Kredite in USD 10.212 5,63 % - 5,87 % variabel
Exportförderungskredite in EUR 24.000 2,08 % - 2,35 % variabel
Summe 41.548

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt:

2024
Währung Betrag in TEUR Zinssatz in %
Kredite in GBP 7.236 6,10 % variabel
Kredite in USD 11.551 5,87 % - 6,17 % variabel
Exportförderungskredite in EUR 24.000 3,48 % - 3,75 % variabel
Summe 42.787

Die Exportförderungskredite stellen revolvierende Kreditrahmen dar, welche von der Gesellschaft unter Einhaltung bestimmter Kreditvereinbarungen dauerhaft in Anspruch genommen werden können. Gemäß den Exportförderungsrichtlinien wurden Forderungen in der Höhe von TEUR 28.800 (Vorjahr: TEUR 28.800) als Sicherheit für diese Kredite vereinbart.

Erläuterung 13 - Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig)

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
Noch nicht konsumierte Urlaube 3.104 2.248
Sonstige Personalaufwendungen 10.648 20.117
Steuerverbindlichkeiten (ohne Ertragsteuern) 3.507 6.335
Sozialaufwendungen 2.135 2.590
Rückerstattungsverbindlichkeit gemäß IFRS 15 1.487 1.072
Vertragsverbindlichkeit gemäß IFRS 15 1.100 609
Summe Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 21.981 32.971
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbleibende Kaufpreiszahlung

Unternehmenserwerb Praxis
0 4.081
Zinsabgrenzungen 4.104 4.413
Derivate 17 1.122
Andere sonstige Verbindlichkeiten 12.663 11.075
Summe Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 16.784 20.691
Summe Sonstige Verbindlichkeiten 38.765 53.662

Die anderen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem diverse Abgrenzungen für Kundenverbindlichkeiten, Provisionen und sonstige ausstehende Leistungsabrechnungen.

Die verbleibende Kaufpreiszahlung im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb Praxis im Jahr 2023 wurde im Jahr 2025 vollständig bezahlt.

Die Überleitung der Vertragsverpflichtungen aus Kundenverträgen (erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Umsatzabgrenzungen) der Jahre 2025 und 2024 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2025 2024
Vertragsverbindlichkeiten am 1. Jänner 609 860
erhaltene Anzahlungen 934 1.257
als Umsatz erfasst -458 -1.523
Kursdifferenzen 15 15
Vertragsverbindlichkeiten am 31. Dezember 1.100 609

Erläuterung 14 - Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 01.01.2025 Unternehmenszusammenschluss Ver-

wendung
Auflösung Dotierung Kurs-

differenzen
31.12.2025
Gewährleistungen und Garantien 4.135 0 -73 -744 273 -28 3.563
Sonstige 102 532 0 -13 25 0 646
Summe 4.237 532 -73 -757 298 -28 4.209

Erläuterung 15 - Langfristige Darlehen inklusive kurzfristiger Teil (Planmäßige Tilgungen des nächsten Jahres)

Zum 31. Dezember 2025 bestehen langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 318.071. Davon sind innerhalb des nächsten Jahres TEUR 45.786 planmäßig zu tilgen. Die Gesamtsumme der langfristigen Darlehen setzt sich wie folgt zusammen:

2025
Währung Betrag in TEUR Zinssatz in % Laufzeit Rückzahlung
EUR 15.000 3,880 % fix 2024 – 2031 jährlich ab 2026
EUR 15.500 3,785 % fix 2024 – 2031 jährlich ab 2028
EUR 20.000 3,611 % variabel 2025 – 2030 endfällig
EUR 18.000 3,412 % variabel 2024 – 2029 endfällig
EUR 5.000 4,910 % fix 2023 – 2029 jährlich ab 2024
EUR 30.000 4,317 % fix 2024 – 2029 endfällig
EUR 15.000 3,860 % fix 2024 – 2029 endfällig
EUR 68.000 3,785 % fix 2024 – 2029 endfällig
EUR 20.000 3,538 % fix 2024 – 2029 endfällig
EUR 10.000 3,573 % variabel 2023 – 2028 endfällig
EUR 20.000 3,408 % variabel 2023 – 2028 endfällig
EUR 10.000 3,060 % variabel 2023 – 2028 endfällig
EUR 3.000 2,445 % fix 2018 – 2028 endfällig
EUR 2.500 3,523 % variabel 2023 – 2027 halbjährlich ab 2024
EUR 1.143 3,473 % variabel 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 20.500 2,352 % fix 2018 – 2027 endfällig
EUR 2.857 1,832 % fix 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 5.571 1,732 % fix 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 10.000 4,189 % variabel 2020 – 2026 endfällig
EUR 26.000 2,100 % fix 2020 – 2026 endfällig
318.071

Zum 31. Dezember 2025 waren keine Darlehen mit Sicherheiten unterlegt. Die Vertragsbedingungen enthalten zudem keine Auflagen, wonach bei Verstoß gegen einzelne Finanzkennzahlen Darlehen fällig gestellt werden können.

Bezüglich Marktwerte siehe Erläuterung 30, hinsichtlich Zinsrisiko siehe Erläuterung 31.

Die Gesamtsumme der langfristigen Darlehen zum 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 327.857 setzt sich wie folgt zusammen:

2024
Währung Betrag in TEUR Zinssatz in % Laufzeit Rückzahlung
EUR 15.000 3,880 % fix 2024 – 2031 jährlich ab 2026
EUR 15.500 3,785 % fix 2024 – 2031 jährlich ab 2028
EUR 30.000 4,317 % fix 2024 – 2029 endfällig
EUR 15.000 3,860 % fix 2024 – 2029 endfällig
EUR 68.000 3,785 % fix 2024 – 2029 endfällig
EUR 20.000 3,538 % fix 2024 – 2029 endfällig
EUR 18.000 4,726 % variabel 2024 – 2029 endfällig
EUR 6.250 4,910 % fix 2023 – 2029 jährlich ab 2024
EUR 20.000 4,533 % variabel 2023 – 2028 endfällig
EUR 10.000 4,405 % variabel 2023 – 2028 endfällig
EUR 10.000 4,125 % variabel 2023 – 2028 endfällig
EUR 3.000 2,445 % fix 2018 – 2028 endfällig
EUR 3.750 4,222 % variabel 2023 – 2027 halbjährlich ab 2024
EUR 20.500 2,352 % fix 2018 – 2027 endfällig
EUR 4.286 1,832 % fix 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 8.357 1,732 % fix 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 1.714 4,045 % variabel 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 26.000 2,100 % fix 2020 – 2026 endfällig
EUR 10.000 5,497 % variabel 2020 – 2026 endfällig
EUR 17.000 1,900 % fix 2020 – 2025 endfällig
EUR 3.000 5,298 % variabel 2020 – 2025 endfällig
EUR 2.500 1,707 % fix 2018 – 2025 jährlich ab 2022
327.857

Zum 31. Dezember 2024 waren keine Darlehen mit Sicherheiten unterlegt. Die Vertragsbedingungen enthalten zudem keine Auflagen, wonach bei Verstoß gegen einzelne Finanzkennzahlen Darlehen fällig gestellt werden können.

Erläuterung 16 - Rückstellungen für Sozialkapital

Die Rückstellungen für Sozialkapital setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Abfertigungen 2.870 3.514
Jubiläumsgelder 2.425 2.660
Summe 5.295 6.174

Bei der Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen kamen folgende versicherungsmathematische Parameter zur Anwendung:

2025 2024
Rechnungszinssatz 3,90 % 3,40 %
Gehaltssteigerung 4,00 % 4,00 %
Fluktuationsabschlag (Jubiläumsgeldrückstellung) 0,0 % - 15,0 % 0,0 % - 15,0 %

Die Rückstellungsbeträge wurden unter Anwendung der Sterbetabellen AVÖ 2018-P (Vorjahr: AVÖ 2018-P) von Pagler & Pagler berechnet. Neubewertungen für Abfertigungsrückstellungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im SONSTIGEN ERGEBNIS erfasst.

Für die ausgewiesenen Verpflichtungen wurden keine Beiträge an gesondert verwaltete Fonds geleistet.

Abfertigungsrückstellungen

Die Rückstellung für Abfertigungen hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2025 2024
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 1. Jänner 3.514 3.470
Dienstzeitaufwand 125 128
Zinsaufwand 119 121
Summe der Aufwendungen für Abfertigungen 244 249
Neubewertungen -294 -205
Laufende Abfertigungszahlungen -594 0
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 31. Dezember 2.870 3.514

Die in der Tabelle ausgewiesenen Aufwendungen werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand der jeweiligen Funktionsbereiche ausgewiesen (siehe Erläuterung 22).

Die gemäß IAS 19 im SONSTIGEN ERGEBNIS erfassten Neubewertungen der Rückstellungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2025 2024
Neubewertung der Verpflichtungen
aus der Änderung finanzieller Annahmen 145 -135
aus erfahrungsbedingten Anpassungen -439 -70
Summe -294 -205

Zum 31. Dezember 2025 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 10,1 Jahre (Vorjahr: 10,3 Jahre).

Sensitivitätsanalyse

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtung dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung nach der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode) gemäß IAS 19.

2025
in TEUR Barwert der Verpflichtung (DBO) 31.12.2025
Änderung der Annahme Veränderung der Rückstellung bei Anstieg der Annahme Veränderung der Rückstellung bei Verringerung der Annahme
Rechnungszinssatz +/- 0,5 Prozentpunkte -134 145
Gehaltssteigerung +/- 0,5 Prozentpunkte 136 -128
2024
in TEUR Barwert der Verpflichtung (DBO) 31.12.2024
Änderung der Annahme Veränderung der Rückstellung bei Anstieg der Annahme Veränderung der Rückstellung bei Verringerung der Annahme
Rechnungszinssatz +/- 0,5 Prozentpunkte -170 184
Gehaltssteigerung +/- 0,5 Prozentpunkte 173 -162

Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellung für Jubiläumsgelder hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2025 2024
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 1. Jänner 2.660 2.518
Dienstzeitaufwand 188 192
Zinsaufwand 89 88
Summe der Aufwendungen für Jubiläumsgelder 277 280
Neubewertungen -368 -103
Laufende Jubiläumsgeldzahlungen -144 -35
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 31. Dezember 2.425 2.660

Beitragsorientierte Vorsorgepläne

Zahlungen im Rahmen der beitragsorientierten Pensions- und Mitarbeitervorsorgepläne wurden aufwandswirksam erfasst und betrugen im Geschäftsjahr 2025 TEUR 1.198 (Vorjahr: TEUR 1.360). Für das Folgejahr wird mit Beitragszahlungen in Höhe von rund TEUR 1.300 gerechnet.

Erläuterung 17 - Sonstige Verbindlichkeiten (langfristig)

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Management-Beteiligungen 740 928
Genussrechte 2.615 3.918
Sonstige Verpflichtungen 2.374 129
Summe 5.729 4.975

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Anteile vom Management gehalten, das damit anteilig an diesen Firmen beteiligt ist:

Gesellschaft 31.12.2025 31.12.2024
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. 0,00 % 1,00 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 6,00 % 6,00 %

Im vierten Quartal 2025 hat SBO 1,0 % der Anteile an der Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. erworben und hält damit 100,0%.

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Genussrechte vom jeweiligen Management gehalten:

Gesellschaft 31.12.2025 31.12.2024
DSI FZE 0,00 % 0,40 %
SCHOELLER-BLECKMANN Precision Technology GmbH 0,85 % 0,85 %
The WellBoss Company, LLC 1,00 % 1,00 %
D-TECH Drilling Tools, Inc 1,00 % 1,00 %

Der für Management-Beteiligungen und Genussrechte erfasste Zinsaufwand und Zinsertrag wird unter den ZINSAUFWENDUNGEN bzw. -ERTRÄGEN dargestellt (siehe Erläuterung 4.6).

Erläuterung 18 - Leasing

Die im Rahmen von Leasingverhältnissen aktivierten Nutzungsrechte sind folgenden Anlageklassen zuzuordnen:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Grundstücke und Bauten 14.702 9.460
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.206 2.143
Summe 16.908 11.603

Nutzungsrechte werden linear über die Dauer der Laufzeit des Vertrages unter Berücksichtigung der erwarteten Ausübung von Verlängerungsoptionen abgeschrieben. Die Abschreibungen gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2025 2024
Grundstücke und Bauten 2.060 2.145
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.063 896
Summe 3.123 3.041

Die Fälligkeitsanalyse der undiskontierten Zahlungen, welche im Barwert der Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2025 enthalten sind, stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
fällig < 1 Jahr 3.869 2.892
fällig 2 – 5 Jahre 8.921 6.591
fällig > 5 Jahre 11.559 7.071
Summe der undiskontierten Leasingzahlungen 24.349 16.554

Folgende Beträge wurden im Geschäftsjahr 2025 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

in TEUR 2025 2024
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten 644 372
Mietaufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse 715 1.035
Mietaufwand für Leasing von geringem Wert 371 19

Folgende Beträge wurden im Geschäftsjahr 2025 in der Kapitalflussrechnung erfasst:

in TEUR 2025 2024
Gesamte Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse 4.532 4.428

Zum 31. Dezember 2025 und 31. Dezember 2024 gab es keine Leasingverhältnisse, die bereits eingegangen wurden, aber noch nicht begonnen hatten.

Erläuterung 19 - Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2025 wie auch zum 31. Dezember 2024 EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 25. April 2024 wurde der Vorstand für die Dauer von 5 Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu TEUR 1.600 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen. In der Hauptversammlung vom 25. April 2024 wurde der Vorstand weiters für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In den Geschäftsjahren 2025 sowie 2024 hat die Gesellschaft von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht.

Zum Bilanzstichtag 2025 hält die Gesellschaft unverändert 240.535 Stück eigene Aktien, was einem Anteil von 1,50 % am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 7.798 entspricht. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit zum 31. Dezember 2025 wie auch zum 31. Dezember 2024 15.759.465 Stück.

Zum 31. Dezember 2025 hält die Berndorf Industrieholding AG, Wien, rund 33,6 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 33,6 %).

Erläuterung 20 - Rücklagen

Nach österreichischem Recht ist die Bildung einer GESETZLICHEN RÜCKLAGE in Höhe von 10 % des nominellen Grundkapitals der Gesellschaft erforderlich. Solange die gesetzliche Rücklage und andere gebundene Kapitalrücklagen diesen Betrag nicht erreichen, ist die Gesellschaft verpflichtet, 5 % des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage einzustellen. Für die Bildung dieser Rücklage ist ausschließlich der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellte Jahresabschluss der Muttergesellschaft maßgeblich. Aufgrund der bereits ausgewiesenen ausreichenden Höhe der Rücklage ist keine weitere Dotierung mehr erforderlich.

Der AUSGLEICHSPOSTEN AUS DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG enthält im Wesentlichen Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss. Ebenso werden in dieser Position Währungsumrechnungsdifferenzen und damit verbundene ertragsteuerliche Auswirkungen aus langfristigen konzerninternen Fremdwährungsforderungen, die als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifiziert werden, ausgewiesen. Die Veränderung des Jahres 2025 in Höhe von TEUR -8.585 (Vorjahr: TEUR 4.181) wird im SONSTIGEN ERGEBNIS der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

In den KUMULIERTEN ERGEBNISSEN werden neben den jeweiligen laufenden Ergebnissen nach Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung auch die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Abfertigungsverpflichtungen erfasst. Diese werden auch in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Im Geschäftsjahr 2025 wurde eine Dividende in Höhe von TEUR 27.579 (Vorjahr: TEUR 31.518) auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.759 (Vorjahr: TEUR 15.759), somit EUR 1,75 (Vorjahr: EUR 2,00) pro Aktie ausgeschüttet.

Erläuterung 21 - Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR Precision Technology Energy Equipment Summe
2025 2024 2025 2024 2025 2024
Erträge aus Verkauf von Produkten 170.006 264.812 158.945 154.698 328.951 419.510
Erträge aus Service und Reparaturen 14.678 15.874 8.126 7.946 22.804 23.820
Erträge aus Vermietung 4.829 4.603 98.683 112.513 103.512 117.116
Summe 189.513 285.289 265.754 275.157 455.267 560.446
in TEUR Precision Technology Energy Equipment Summe
2025 2024 2025 2024 2025 2024
Nordamerika 88.663 119.881 174.731 163.081 263.394 282.962
Europa 33.483 45.114 9.577 5.818 43.060 50.932
Naher Osten 13.629 12.024 51.456 47.394 65.085 59.418
Asien 41.458 94.093 15.036 16.143 56.494 110.236
Zentral- und Südamerika 869 1.344 11.663 36.979 12.532 38.323
Sonstige 11.411 12.833 3.291 5.742 14.702 18.575
Summe 189.513 285.289 265.754 275.157 455.267 560.446

Die Erlöse sind hierbei dem Standort des Kunden zugeordnet. Die in 2025 ausgewiesenen Umsatzerlöse betreffen mit TEUR 353.295 Leistungsverpflichtungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt wurden (Vorjahr: TEUR 446.200), und mit TEUR 101.972 Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt wurden (Vorjahr: TEUR 114.246) (im Wesentlichen Erträge aus Vermietung).

Die Gesellschaft vermietet Bohrwerkzeuge mit grundsätzlichen Vertragsdauern von unter einem Jahr. Die Vermietungserträge werden bis auf wenige Ausnahmefälle nutzungsabhängig verrechnet und sind somit variabel.

Erläuterung 22 - Zusätzliche Aufwandsgliederung

Da die Gesellschaft aufgrund der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens die Aufwendungen nach deren Funktion gliedert, sind gemäß IAS 1 nachstehende zusätzliche Angaben zu erteilen (Ausweis gemäß Gesamtkostenverfahren):

in TEUR 2025 2024
Umsatzerlöse 455.267 560.446
Materialaufwendungen -164.915 -221.620
Personalaufwendungen -139.229 -150.822
Bestandsveränderung -23.383 -9.690
Abschreibungen Sachanlagen -27.370 -25.956
Abschreibungen Sonstige immaterielle Vermögenswerte -5.119 -5.891
Kursverluste -14.983 -13.576
Übrige Aufwendungen -59.871 -76.345
Zwischensumme Aufwendungen -434.870 -503.900
Kursgewinne 16.700 10.943
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.438 2.597
Zwischensumme sonstige Erträge 18.138 13.540
Betriebsergebnis 38.535 70.086

Erläuterung 23 - Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Die größten Posten in den SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN sind:

in TEUR 2025 2024
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 12.722 10.481
Kursverluste 14.983 13.576

Eine Aktivierung der Entwicklungskosten unterblieb bisher aufgrund der Ungewissheit von zukünftigen, direkt zurechenbaren wirtschaftlichen Erträgen.

Die größten Posten in den SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGEN sind:

in TEUR 2025 2024
Kursgewinne 16.700 10.943
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 240 1.433

Erläuterung 24 - Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die ZINSERTRÄGE in Höhe von TEUR 8.330 (Vorjahr: TEUR 5.705) betreffen im wesentlichen Bankguthaben und sonstige Darlehen.

Die ZINSAUFWENDUNGEN gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2025 2024
Bankverbindlichkeiten und Darlehen 13.266 11.238
Verzinsung Management-Beteiligungen und Genussrechte 282 594
Aufzinsung Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 644 372
Zinsaufwendungen 14.192 12.204

Erläuterung 25 - Steuern vom Einkommen und Ertrag

Eine Überleitung der Ertragsteuern unter Verwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes auf die ausgewiesene Konzernsteuerquote stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2025 2024
Konzernsteueraufwand bei rechnerischem Ertragsteuersatz von 23 % -7.515 -14.630
Abweichende ausländische Steuersätze 3.163 3.936
Veränderung in- und ausländischer Steuersätze 0 294
Quellensteuern, ausländische Steuern -1.302 -1.483
Nicht absetzbare Aufwendungen -1.617 -1.627
Nicht steuerbare Erträge und Steuerfreibeträge 725 518
Vorjahresanpassungen 465 -173
Nicht angesetzte Verlustvorträge -3.909 -3.438
Abwertung von im Vorjahr angesetzten Verlustvorträgen -200 -3.020
Verbrauch von im Vorjahr nicht angesetzten Verlustvorträgen 605 730
Aktivierung von im Vorjahr nicht angesetzten Verlustvorträgen 0 200
Ergebnisanteil Management-Beteiligungen -19 -10
Sonstige Differenzen 506 411
Konzernsteueraufwand -9.098 -18.292
Ergebnis vor Steuern 32.673 63.608
Konzernsteuersatz 27,8 % 28,8 %

Die Position STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG gliedert sich wie folgt:

in TEUR 2025 2024
Tatsächliche Steuern -5.558 -16.001
Latente Steuern -3.540 -2.291
Summe -9.098 -18.292

Im SONSTIGEN ERGEBNIS wurden folgende Ertragsteuern erfasst:

in TEUR 2025 2024
Tatsächliche Steuern
Kursdifferenzen 0 -227
Neubewertungen IAS 19 -68 -47
Latente Steuern
Kursdifferenzen 2.564 -1.022
Summe 2.496 -1.296

Der aktive Saldo der in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr 2025 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen um TEUR 2.206 reduziert (Vorjahr: um TEUR 1.335 erhöht).

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch das Unternehmen an die Anteilseigner ergeben sich weder für das Geschäftsjahr 2025 noch für die Vergleichsperiode 2024 ertragsteuerliche Konsequenzen beim Unternehmen.

Erläuterung 26 - Segmentberichterstattung

Der Konzern ist weltweit im Wesentlichen in einem einzigen Industriesegment, der Konstruktion und Produktion von Ausrüstungsgegenständen für die Energieindustrie, tätig.

Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt gemäß IFRS 8 dem „Management Approach“ des gesamten Vorstands der SBO AG als verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating Decision Maker), welche die Performance der relevanten Geschäftseinheiten überwacht und über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente1 entscheidet.

Im Segment „Precision Technology“ (PT) (bis 2024: „Advanced Manufacturing & Services“ – AMS) ist SBO auf hochpräzise Metallkomponenten spezialisiert, die von komplexen Stahlteilen bis hin zu additiven Fertigungslösungen für Industrien reichen, die maximale Präzision und Leistung erfordern. Im Segment „Energy Equipment“ (EE) (bis 2024: „Oilfield Equipment“ – OE) bietet SBO High-Tech-Equipment für das Richtbohren und die Bohrloch-Komplettierung inklusive hochpräziser Flow-Control-Produkte an.

Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgen auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente. Umsatzerlöse, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie Betriebsergebnis (EBIT) werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu fällen.

Die dargestellten Beträge stellen eine Zusammenfassung der Einzelbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen dar. Zur Erreichung der dargestellten Konzernergebnisse sind einzelne Holdinganpassungen und Konsolidierungsbuchungen (Zwischenergebniseliminierung sowie andere konzerninterne Geschäftsfälle) zu berücksichtigen. Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzerninterne Umsätze erfolgten zu fremdüblichen Konditionen („at arm’s length“-Prinzip).

2025
in TEUR Precision Technology Energy Equipment SBO Holding & Konsolidierung Konzern
Außenumsätze 189.513 265.754 0 455.267
Innenumsätze 57.379 29.838 -87.217 0
Summe Umsatzerlöse 246.892 295.592 -87.217 455.267
EBITDA 30.591 45.769 -5.336 71.024
Betriebsergebnis 18.037 26.292 -5.794 38.535
Investitionen inklusive Nutzungsrechte 19.134 38.304 327 57.765
Abschreibungen 12.554 19.477 458 32.489
davon Wertminderungen 0 0 0 0
Personalstand (Durchschnitt) 864 654 35 1.553
Personalstand (Stichtag) 827 677 35 1.539
2024
in TEUR Precision Technology1 Energy Equipment1 SBO Holding & Konsolidierung Konzern
Außenumsätze 285.289 275.157 0 560.446
Innenumsätze 110.107 28.845 -138.952 0
Summe Umsatzerlöse 395.396 304.002 -138.952 560.446
EBITDA 66.999 37.820 -2.886 101.933
Betriebsergebnis 56.733 16.699 -3.346 70.086
Investitionen inklusive Nutzungsrechte 19.102 19.456 940 39.498
Abschreibungen 10.266 21.121 460 31.847
davon Wertminderungen 0 0 0 0
Personalstand (Durchschnitt) 962 621 34 1.617
Personalstand (Stichtag) 927 635 34 1.596

1 Ab 2025 operieren SBO‘s Geschäftsbereiche unter neuen Namen. Das bisherige Advanced Manufacturing & Services Segment heißt nun „Precision Technology“, das Oilfield Equipment Segment wird nun als „Energy Equipment“ geführt. Es erfolgte keine Änderung der Zuordnung zu den Segmenten.

Von den unter „Holding & Konsolidierung“ dargestellten Ergebnissen entfallen im Betriebsergebnis TEUR 1.210 (Vorjahr: TEUR -666) auf den Bereich „Konsolidierung“.

Länderinformation

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2025 2024
Österreich 2.284 4.516
US 239.931 261.161
Singapur 33.725 70.054
Restliche Länder 179.327 224.715
Summe 455.267 560.446

Die Erlöse sind hierbei dem Standort des Kunden zugeordnet. Es gibt keine weiteren einzelnen Länder, deren Umsatzerlöse 10 % der Gesamtumsätze der SBO-Gruppe übersteigen.

Betreffend Informationen zu den wichtigsten Kunden siehe Erläuterung 31.

Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2025 2024
Österreich 40.997 37.926
US 192.866 203.686
Vereinigte Arabische Emirate 31.387 30.750
Restliche Länder 43.113 34.004
Summe 308.363 306.366

Die Vermögenswerte sind hierbei dem Standort des jeweiligen Unternehmens zugeordnet.

Erläuterung 27 - Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge

Die Aktivbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

2025
in TEUR Grundgehalt Pensionskassen-

beiträge
Zwischensumme Erfolgsabhängige Vergütung Gesamt
Klaus Mader 715 157 872 668 1.540
Campbell MacPherson 522 81 603 289 892
Summe 1.237 238 1.475 957 2.432
2024
in TEUR Grundgehalt Pensionskassen-

beiträge
Zwischensumme Erfolgsabhängige Vergütung Gesamt
Klaus Mader 701 437 1.138 614 1.752
Campbell MacPherson 512 30 542 0 542
Summe 1.213 467 1.680 614 2.294

Das Grundgehalt enthält auch Sachbezüge. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile beziehen sich jeweils auf Beträge, die das Vorjahr betreffen und im laufenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden. An den ehemaligen und per 31. Dezember 2023 ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann wurde im Geschäftsjahr 2025 letztmalig eine auf das Vorjahr entfallende variable Vergütung in Höhe von TEUR 1.183 ausbezahlt (2024: TEUR 1.502).

Die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen betrugen für die beiden Vorstände TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 484) und betrafen beitragsorientierte Pensionsvereinbarungen.

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2025 für das Geschäftsjahr 2024 TEUR 205 als pauschale Aufwandsentschädigung (Vorjahr: TEUR 201).

Mitgliedern des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats wurden in den Geschäftsjahren 2025 sowie 2024 keine Darlehen gewährt.

Erläuterung 28 - Aktienbasierte Vergütung

Derzeit bestehen in der SBO keine aktienbasierten Vergütungsprogramme.

Erläuterung 29 - Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2025 bestanden keine berichtspflichtigen Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

Erläuterung 30 - Finanzinstrumente

1. Derivative Finanzinstrumente

DEVISENTERMINGESCHÄFTE

Die österreichische Gesellschaft sichert ihre USD/CAD-Forderungssalden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Dispositionen (3 – 6 Monate).

Devisentermingeschäfte zum 31. Dezember 2025
in TEUR Forderung zum gesicherten Kurs Forderung zum Stichtagskurs Marktwert
USD 10.669 10.610 59
CAD 1.385 1.398 -13
Devisentermingeschäfte zum 31. Dezember 2024
in TEUR Forderung zum gesicherten Kurs Forderung zum Stichtagskurs Marktwert
USD 27.664 28.770 -1.106
CAD 2.832 2.842 -10

Die Devisentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und ergebniswirksam erfasst, da nicht sämtliche Voraussetzungen für Hedge-Accounting gemäß IAS 39 erfüllt werden. Änderungen der Marktwerte werden als Kursgewinne innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge oder als Kursverluste innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

2. Übersicht über vorhandene Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente gegliedert nach Kategorien gemäß IFRS 9:

Klassifizierung Finanzinstrumente 31.12.2025
in TEUR Bewertung gemäß IFRS 9
Buchwert Kein

Finanz-

instrument
Finanzielle

Vermögenswerte zu

fortgeführten Anschaffungs-

kosten bewertet
Finanzielle

Verbindlichkeiten zu

fortgeführten Anschaffungs-

kosten bewertet
Zum

beizulegenden

Zeitwert

erfolgswirksam über die GuV

bewertet
Buchwert

Finanz-

instrument
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 281.470 0 281.470 281.470
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106.362 0 106.362 106.362
Forderungen aus Ertragsteuern 4.022 4.022 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 8.991 8.928 63 63
Vorräte 156.079 156.079 0
Summe kurzfristiges Vermögen 556.924 169.029 387.832 0 63 387.895
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 156.702 156.702 0
Firmenwerte 133.204 133.204 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 18.457 18.457 0
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 4.078 3.142 936 936
Aktive latente Steuern 24.600 24.600 0
Summe langfristiges Vermögen 337.041 336.105 936 0 0 936
SUMME VERMÖGEN 893.965 505.134 388.768 0 63 388.831
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 41.548 0 41.548 41.548
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 45.786 0 45.786 45.786
Leasingverbindlichkeiten* 3.243 0 3.243 3.243
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.904 0 34.904 34.904
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.103 6.103 0
Sonstige Verbindlichkeiten 38.765 21.981 16.767 17 16.784
Sonstige Rückstellungen 4.209 4.209 0
Summe kurzfristige Schulden 174.558 32.293 0 142.248 17 142.265
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 272.285 0 272.285 272.285
Leasingverbindlichkeiten 13.269 0 13.269 13.269
Rückstellungen für Sozialkapital 5.295 5.295 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.729 0 5.729 0 5.729
Passive latente Steuern 902 902 0 0
Summe langfristige Schulden 297.480 6.197 0 291.283 0 291.283
Eigenkapital
Grundkapital 15.759 15.759 0
Kapitalrücklagen 59.526 59.526 0
Gesetzliche Rücklage 785 785 0
Sonstige Rücklagen 19 19 0
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -3.529 -3.529 0
Kumulierte Ergebnisse 349.367 349.367 0
Summe Eigenkapital 421.927 421.927 0 0 0 0
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 893.965 460.417 0 433.531 17 433.548

* Die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt gemäß IFRS 16.

Klassifizierung Finanzinstrumente 31.12.2024
in TEUR Bewertung gemäß IFRS 9
Buchwert Kein

Finanz-

instrument
Finanzielle

Vermögenswerte zu

fortgeführten Anschaffungs-

kosten bewertet
Finanzielle

Verbindlichkeiten zu

fortgeführten Anschaffungs-

kosten bewertet
Zum

beizulegenden

Zeitwert

erfolgswirksam über die GuV

bewertet
Buchwert

Finanz-

instrument
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 314.686 0 314.686 314.686
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 131.444 0 131.444 131.444
Forderungen aus Ertragsteuern 1.546 1.546 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12.590 12.584 6 6
Vorräte 188.668 188.668 0
Summe kurzfristiges Vermögen 648.934 202.798 446.130 0 6 446.136
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 145.061 145.061 0
Firmenwerte 146.809 146.809 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 14.496 14.496 0
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 2.737 1.325 1.412 1.412
Aktive latente Steuern 28.072 28.072 0
Summe langfristiges Vermögen 337.175 335.763 1.412 0 0 1.412
SUMME VERMÖGEN 986.109 538.561 447.542 0 6 447.548
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 42.787 0 42.787 42.787
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 29.786 0 29.786 29.786
Leasingverbindlichkeiten* 2.776 0 2.776 2.776
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.131 0 32.131 32.131
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 9.867 9.867 0
Sonstige Verbindlichkeiten 53.662 32.971 19.569 1.122 20.691
Sonstige Rückstellungen 4.237 4.237 0
Summe kurzfristige Schulden 175.246 47.075 0 127.049 1.122 128.171
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 298.071 0 298.071 298.071
Leasingverbindlichkeiten 8.273 0 8.273 8.273
Rückstellungen für Sozialkapital 6.174 6.174 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.975 0 4.975 0 4.975
Passive latente Steuern 672 672 0 0
Summe langfristige Schulden 318.165 6.846 0 311.319 0 311.319
Eigenkapital
Grundkapital 15.759 15.759 0
Kapitalrücklagen 59.526 59.526 0
Gesetzliche Rücklage 785 785 0
Sonstige Rücklagen 19 19 0
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 63.464 63.464 0
Kumulierte Ergebnisse 353.145 353.145 0
Summe Eigenkapital 492.698 492.698 0 0 0 0
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 986.109 546.619 0 438.368 1.122 439.490

* Die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt gemäß IFRS 16.

3. Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten und mittels Stufe 2 bewerteten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:

in TEUR Bilanzposition 2025 2024
Vermögenswerte
Derivate (FVTPL) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 63 6
Schulden
Derivate (FVTPL) Sonstige Verbindlichkeiten -17 -1.122

In den Berichtsperioden 2025 und 2024 erfolgten keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.

Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet.

Für die fix verzinsten erhaltenen Darlehen wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und den gegebenen und erhaltenen Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.

Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:

in TEUR 2025 2024
Stufe Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
Schulden
Darlehen und Bankverbindlichkeiten 2 -359.619 -358.515 -370.644 -369.228

4. Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste (Nettoergebnis) je Kategorie gemäß IFRS 9:

2025
in TEUR Wert-

berichtigung
Folgebewertung Ausbuchung/Abgang Netto-

ergebnis
Gewinn- und Verlust-

rechnung
Sonstiges Ergebnis Gewinn- und Verlust-

rechnung
Sonstiges Ergebnis
Zu fortgeführten

Anschaffungskosten

(Kredite und Forderungen)
64 0 0 -58 0 6
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV
Derivative Instrumente:

Devisentermingeschäfte
0 1.162 0 0 0 1.162
2024
in TEUR Wert-

berichtigung
Folgebewertung Ausbuchung/Abgang Netto-

ergebnis
Gewinn- und Verlust-

rechnung
Sonstiges Ergebnis Gewinn- und Verlust-

rechnung
Sonstiges Ergebnis
Zu fortgeführten

Anschaffungskosten

(Kredite und Forderungen)
-1.964 0 0 -118 0 -2.082
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV
Derivative Instrumente:

Devisentermingeschäfte
0 -1.910 0 0 0 -1.910

Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TEUR 14.192 (Vorjahr: TEUR 12.204), der entsprechende Gesamtzinsertrag beträgt TEUR 8.330 (Vorjahr: TEUR 5.705).

Erläuterung 31 - Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit der SBO-Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit weltweitem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Zur Erkennung, Analyse und Bewältigung dieser Risiken befinden sich wirksame Steuer- und Kontrollsysteme im Einsatz, in deren Rahmen das Management der einzelnen Betriebe die operativen Risiken überwacht und darüber an die Konzernleitung berichtet.

Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

1. Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Geschäftsentwicklung der SBO ist in hohem Maße konjunkturellen Zyklen, insbesondere dem Zyklusverlauf der Oilfield-Service-Industrie unterworfen. Um die damit verbundenen Schwankungsrisiken beim Auftragseingang zu minimieren, sind die Produktionsunternehmen der Gruppe auf höchstmögliche Flexibilität ausgelegt.

Die Geschäftsrisiken der SBO-Gruppe haben sich im Geschäftsjahr 2025 nicht grundlegend geändert. Das Jahr 2025 blieb von geopolitischen Spannungen, Unsicherheiten im internationalen Zollumfeld und einer hohen Volatilität der Rohstoffmärkte geprägt. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat beginnend mit 2022 insbesondere auf den Energiemärkten global Auswirkungen gezeigt und Aktivitäten in anderen Regionen wie etwa den USA, in Nordafrika und im Nahen Osten verschoben. Die Wirtschaftsaktivitäten mit Russland sind weitreichenden Einschränkungen unterworfen. Lieferungen aus der Gruppe nach Russland wurden bereits im Jahr 2022 zur Gänze gestoppt und werden auf absehbare Zeit auch nicht mehr aufgenommen. Die in Russland als Service- und Repair-Shop tätige Tochtergesellschaft führt ihren Betrieb eigenständig. Es liegen aktuell keine wesentlichen Sachverhalte vor, die zu einer geänderten Beurteilung des Kontrolltatbestandes und damit zu einer Änderung des Konsolidierungskreises führen würden.

Der Energiesektor befindet sich zudem in einem langfristigen Umbruch mit dem Ziel, fossile Brennstoffe schrittweise durch erneuerbare Energien zu ersetzen, wobei dieses Ziel gegenwärtig vor allem in der Europäischen Union vorangetrieben wird. Eine verschärfte Klimapolitik könnte einen weiteren Rückgang der Ölnachfrage innerhalb der EU auslösen und aufgrund des geringeren Bedarfs an Werkzeugen für das Bohren nach Erdöl das gegenwärtige Kerngeschäft der größten Kunden der SBO-Gruppe beeinflussen. Wie unter Erläuterung 4.16 dargelegt, stellt die Europäische Union nur einen geringen Teil des Absatzmarktes von SBO dar. Des Weiteren ist die Energiewende nur unter Einsatz von Erdöl und Erdgas erreichbar, weil diese wichtige Grundstoffe für Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien bilden. Gas ist zudem ein unverzichtbarer Bestandteil im Energiemix und nimmt eine essenzielle Rolle beim Kohleausstieg ein. Dennoch bereitet sich die SBO-Gruppe auch strategisch auf ein sich änderndes Umfeld in Bezug auf den Klimawandel vor, um neue Chancen zu nutzen. Die Wirtschaftstätigkeit sowie die Standorte der SBO-Gruppe sind nur in geringem Ausmaß physischen Klimarisiken in Bezug auf Temperaturveränderungen, Wind, Niederschlag oder Erosion ausgesetzt. Erforderliche Aufwendungen und Investitionen zur Vermeidung von klimabedingten, physischen Risiken, werden für den Planungszeitraum von 12 Monaten als finanziell nicht materiell eingestuft. Für wesentliche Produktionsstandorte in Österreich, den USA und im Nahen Osten wurden Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalysen erstellt, welche auch langfristig keine materiellen Risiken in Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels (bspw. Hitzeperioden, Sturm, etc.) identifiziert haben. Weder im Hinblick auf die gesamtwirtschaftlichen noch auf die klimapolitischen Entwicklungen war in der SBO-Gruppe im Geschäftsjahr 2025 mittels Rückstellungen vorzusorgen.

2. Absatz- und Beschaffungsrisiken

Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen der SBO-Gruppe ist in hohem Ausmaß von der laufenden Entwicklung und Anwendung neuer Technologien bestimmt. Die Sicherung und der Erhalt des Kundenbestandes hängen daher von der Fähigkeit ab, kundengerechte neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.

Im Jahr 2025 wurde mit den drei größten Kunden (es handelt sich hierbei um weltweit tätige Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt) ein Umsatzanteil von rund 30,7 % erzielt (Vorjahr: 42,2 %). Dem Risiko, eventuell spürbare Umsatzeinbußen durch den Ausfall eines Kunden zu erleiden, wird vor allem durch laufende Innovation, Qualitätssicherungsmaßnahmen und enge Kundenbindung entgegengewirkt.

Durch die internationale Tätigkeit der SBO ist diese auch etwaigen Folgen von geopolitischen Risiken sowie Unsicherheiten in der Handelspolitik, insbesondere Zöllen ausgesetzt, welche Druck auf Lieferketten und Ergebnisse ausüben können. Diesbezüglich sind insbesondere die im Jahr 2025 verhängten und laufenden Änderungen unterliegenden US-Zölle zu nennen, die zu erhöhter Unsicherheit seitens Kunden in der Oilfield-Service-Industrie und damit geringerer Bestellaktivität vorrangig im Segment Precision Technology führen können. Allerdings ermöglicht die globale Präsenz der SBO und ihrer Kunden sowie die diversifizierte Beschaffungsstrategie der SBO eine Anpassung auf politische Änderungen und trägt somit zur Abfederung dieser Risiken bei.

Auf der Beschaffungsseite unterliegen die Rohstoffe, insbesondere die Legierungszuschläge für nicht-magnetisierbaren Stahl, starken Preisschwankungen, die teilweise vereinbarungsgemäß an die Kunden weitergegeben werden.

Das Unternehmen bezieht hochlegierte nicht-magnetisierbare Stähle, den weitaus wichtigsten Rohstoff, in hohem Ausmaß von einem Zulieferer und ist dadurch Risiken wie verspäteten Lieferungen, Kapazitätsengpässen oder Ausfällen ausgesetzt. Das Unternehmen hat aus heutiger Sicht keinerlei Schwierigkeiten, weiterhin Qualitätsstahl von diesem Zulieferer zu beziehen. Bei Ausfall dieses Lieferanten bestehen jedoch kurzfristig nur eingeschränkte Ersatzbeschaffungsmöglichkeiten.

3. Substitutionsrisiko

SBO ist dem Risiko der Substitution ihrer Produkte und Technologien unterworfen, was auch zum Heranwachsen neuer Konkurrenten führen kann. SBO wirkt diesem Risiko durch laufende Marktbeobachtung, gelebte Kundennähe und eigenständige Innovationen entgegen.

4. Finanzielle Risiken

Das Unternehmen verfügt einerseits über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen. Auf der anderen Seite werden Finanzinstrumente verwendet, welche die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gewährleisten, wie Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Weiters verfügt das Unternehmen auch über derivative Finanzinstrumente, deren Zweck die Absicherung von Währungsrisiken ist, welche aus der Geschäftstätigkeit und seinen Finanzierungsquellen resultieren. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Aus den Finanzinstrumenten ergeben sich für den Konzern im Wesentlichen zinsbedingte Zahlungsstromrisiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko resultiert aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen.

Währungsrisiken entstehen in der SBO-Gruppe dort, wo Bilanzpositionen sowie Erträge und Aufwendungen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen bzw. anfallen. Zur Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte (hauptsächlich in US-Dollar und nahezu ausschließlich für konzerninterne Transaktionen) abgeschlossen.

SBO fakturiert im langjährigen Durchschnitt rund 80 % ihres Umsatzes in US-Dollar. Dies ergibt sich aus der Kundenstruktur des Unternehmens, da diese vor allem in den USA ansässige Unternehmen der Erdöl- und Erdgasindustrie umfasst, welche ihre weltweiten Aktivitäten in US-Dollar abwickeln. Ebenfalls langfristig gesehen entstehen nur rund 50 % - 60 % der Kosten auf Dollarbasis, da wichtige Produktionsstätten nicht nur in den USA bestehen. Aus Kosten- und Opportunitätsgründen verzichtet SBO jedoch auf ein Hedging des gesamten Netto-Dollar-Exposures. Die Abhängigkeit des SBO-Ergebnisses vom Dollar-Euro-Wechselkurs ist jedenfalls gegeben.

Weitere Risiken ergeben sich aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften in die Konzernwährung. Umsatz, Ergebnis und Bilanzwerte dieser Firmen sind vom geltenden Umrechnungskurs abhängig. Bedingt durch die bedeutenden Investitionen in den USA, einem Hauptabsatzmarkt und Sitz wichtiger Fertigungsstätten, haben Änderungen des US-Dollars eine wesentliche Auswirkung auf die Konzernbilanz.

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars auf den Konzernabschluss lediglich in Bezug auf die Wertänderungen der derivativen Instrumente (Devisentermingeschäfte für konzerninterne Transaktionen), da keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft denominiert sind:

in TEUR 2025 2024
Kursveränderung EURO zu US-Dollar +10 Cent -10 Cent +10 Cent -10 Cent
Änderung Ergebnis vor Steuern 911 -911 2.551 -2.551
Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen von Marktzinssätzen, die zu einer Wertänderung von Finanzinstrumenten und zinsbedingten Zahlungsströmen führen.

Der überwiegende Anteil der zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Darlehen wird fix verzinst. Der Marktwert dieser langfristigen Darlehen unterliegt demgemäß Schwankungen. Die Verzinsung der einzelnen Darlehen ist aus Erläuterung 15 ersichtlich. Außer den Darlehen und Leasingverbindlichkeiten werden die übrigen Verbindlichkeiten nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsrisiko.

Weiters reduziert sich das Zinsrisiko durch den Bestand an kurzfristigen verzinslichen Veranlagungen, welche vom Unternehmen ständig gehalten werden. Je nachdem, ob das Unternehmen einen Finanzmittelüberhang auf der Anlage- oder Aufnahmeseite hat, können Zinsrisiken daher sowohl aus einem Anstieg als auch einem Sinken der Zinssätze resultieren.

Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze (Auswirkung auf den Zinsaufwand für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten bzw. auf den Zinsertrag für variabel verzinsliche Bankguthaben) auf das Konzernergebnis vor Steuern (Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital entstehen nicht):

in TEUR 2025 2024
Veränderung in Basispunkten +100 +200 +100 +200
Änderung Ergebnis vor Steuern 744 1.488 672 1.344
Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht durch die Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner und die daraus resultierenden Vermögensverluste. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Buchwert der Forderungen.

Bei Forderungen gegenüber Kunden kann das Kreditrisiko als gering eingeschätzt werden, da langjährige, stabile Geschäftsbeziehungen mit Hauptkunden guter Bonität bestehen. Bevor neue Kundenbeziehungen eingegangen werden, werden Kreditrisikomanagementmaßnahmen wie Bonitätsüberprüfungen durchgeführt. Die Bonität bestehender Kunden wird regelmäßig geprüft, und die Außenstände werden regelmäßig überwacht. Für Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen vorgesorgt (siehe Erläuterungen 4 und 5). Weder die makroökonomischen Entwicklungen bzw. der russische Angriffskrieg auf die Ukraine noch klimabezogene Risiken haben zu beobachtbaren bzw. erwarteten Änderungen des geschätzten Ausfallsrisikos geführt.

Bei Darlehen an das Management von Tochtergesellschaften ist das Ausfallrisiko durch die Sicherstellung der erworbenen Anteile eingeschränkt (siehe Erläuterung 10).

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Das aufgrund der kurzen Laufzeiten auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten ermittelte Kreditrisiko kann hier jedoch als gering betrachtet werden, da ausschließlich Banken mit hoher Bonität ausgewählt werden.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, nicht jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufbringen zu können.

Durch die hohe Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Neben der Gewinnung liquider Mittel durch das operative Geschäft erfolgen bedarfsbezogene externe Finanzierungen bei Banken. Durch die weltweite Streuung der Finanzierungsmöglichkeiten ist keine nennenswerte Risikokonzentration gegeben. Klimabezogene Risiken sind aktuell kein relevanter Faktor in der Liquiditätsrisikobewertung. Es ist nicht absehbar, ob und in welchem Ausmaß derartige klimabezogene Faktoren zukünftig zu einem Risiko bei der Aufnahme neuer Kreditlinien für das Kerngeschäft der SBO werden könnten.

Wichtigstes Instrument für die Liquiditätssteuerung ist die laufende Überwachung der Liquidität und Finanzplanung der operativen Einheiten durch das Konzernmanagement. Anhand der konsolidierten Meldungen wird der Finanzbedarf zentral gesteuert.

Die folgenden Tabellen zeigen alle zum 31. Dezember vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente, wobei hier die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden:

31.12.2025
in TEUR Jederzeit fällig 2026 2027 2028 2029 ff
Bankverbindlichkeiten 43.029 0 0 0 0
Langfristige Darlehen 0 56.812 40.072 59.633 200.112
Leasingverbindlichkeiten 0 3.869 3.342 2.368 14.770
Management-Beteiligungen

und Genussrechte
0 1.161 0 0 3.355
Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen
0 34.904 0 0 0
Derivate 0 17 0 0 0
Sonstige 0 15.606 2.553 0 102
Summe 43.029 112.369 45.967 62.001 218.339
31.12.2024
in TEUR Jederzeit fällig 2025 2026 2027 2028 ff
Bankverbindlichkeiten 44.766 0 0 0 0
Langfristige Darlehen 0 41.653 56.896 40.013 238.466
Leasingverbindlichkeiten 0 2.892 2.476 1.898 9.288
Management-Beteiligungen

und Genussrechte
0 0 0 0 4.846
Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen
0 32.131 0 0 0
Derivate 0 1.122 0 0 0
Sonstige 0 19.723 0 0 0
Summe 44.766 97.521 59.372 41.911 252.600

KAPITALSTEUERUNG

Vorrangiges Ziel des Unternehmens ist es, sicher zu stellen, dass es zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating sowie eine solide Eigenkapitalquote aufrechterhält.

Für die Überwachung und Steuerung des Kapitals wird insbesondere die Kennzahl „Gearing-Ratio“ (Nettoverschuldung bzw. Nettoliquidität in Prozent vom Eigenkapital) verwendet. Die Nettoverschuldung bzw. die Nettoliquidität umfasst langfristige Darlehen und Bankverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen.

Das Gearing betrug zum 31. Dezember 2025 18,5 % (Vorjahr: 11,4 %).

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Bankverbindlichkeiten 41.548 42.787
Langfristige Darlehen 318.071 327.857
- Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung -281.470 -314.686
Nettoverschuldung 78.149 55.958
Summe Eigenkapital 421.927 492.698
Gearing 18,5 % 11,4 %

Für die Aktionäre des Mutterunternehmens wird im langfristigen Durchschnitt eine Ausschüttungsquote von 30 % bis 60 % (vom Konzerngewinn nach Steuern) angestrebt.

Erläuterung 32 - Haftungsverhältnisse

Weder zum 31. Dezember 2025 noch zum 31. Dezember 2024 bestanden Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaft.

Erläuterung 33 - Sonstige Verpflichtungen

Sonstige Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus kurzfristigen Leasingverhältnissen bzw. Leasingverhältnissen mit geringem Wert (siehe Erläuterung 18) sowie dem Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte (siehe Erläuterungen 8 und 9).

Erläuterung 34 - Geldflussrechnung

Die Geldflussrechnung der Gesellschaft zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und kurzfristigen Veranlagungen in der Konzernbilanz und umfasst ausschließlich den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten inklusive kurzfristiger Veranlagungen. Aufgrund der aktuellen devisenrechtlichen Bestimmungen bestehen zum 31. Dezember 2025 für Zahlungsmittel der Tochtergesellschaften in Russland in Höhe von TEUR 8.463 (Vorjahr: TEUR 6.312) Beschränkungen hinsichtlich der allgemeinen Verwendung im Konzern.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Geldflussrechnung ausgewiesene Freie Cashflow berechnet sich aus der Summe des Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie des Cashflow aus der Investitionstätigkeit. Die Geldflüsse aus ausländischen Bereichen wurden mit einem Durchschnittswechselkurs berechnet.

Der Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei dieser Berechnung wird vom Gewinn vor Ertragsteuern ausgegangen und dieser um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert. Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Die Dividendenzahlungen werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

In 2025 geleistete Zahlungen in Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb 3T Additive Manufacturing Limited in Höhe von TEUR 4.699 (siehe Erläuterung 35) sowie der verbleibenden Kaufpreiszahlung aus dem Unternehmenserwerb Praxis aus 2023 in Höhe von TEUR 3.896 (siehe Erläuterung 13) sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit in der Position Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel ausgewiesen.

Die Finanzverbindlichkeiten haben sich in den Geschäftsjahren 2025 und 2024 wie folgt verändert:

2025
in TEUR 01.01.2025 Zahlungswirksame Veränderungen Nicht zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2025
Wechsel-

kurseffekte
Sonstige Veränderungen
Langfristige Darlehen inkl. kurzfristigem Anteil 327.857 -9.786 0 0 318.071
Kurzfristige Bank-

verbindlichkeiten
42.787 19 -1.698 440 41.548
Leasingverbindlichkeiten 11.049 -2.875 -1.261 9.599 16.512
Verbleibende Kaufpreiszahlung Unternehmenserwerb Praxis 4.081 -3.896 -327 142 0
Sonstige Finanz-

verbindlichkeiten
4.846 -682 -238 2.862 6.788
Summe Schulden aus Finanzierungstätigkeiten 390.620 -17.220 -3.524 13.043 382.919
2024
in TEUR 01.01.2024 Zahlungswirksame Veränderungen Nicht zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2024
Wechsel-

kurseffekte
Sonstige Veränderungen
Langfristige Darlehen inkl. kurzfristigem Anteil 216.477 111.380 0 0 327.857
Kurzfristige Bank-

verbindlichkeiten
38.144 3.696 947 0 42.787
Leasingverbindlichkeiten 8.967 -2.889 521 4.450 11.049
Verbleibende Kaufpreiszahlung Unternehmenserwerb Praxis 3.587 0 239 255 4.081
Sonstige Finanz-

verbindlichkeiten
5.348 -1.459 150 807 4.846
Summe Schulden aus Finanzierungstätigkeiten 272.523 110.728 1.857 5.512 390.620

Erläuterung 35 - Unternehmenszusammenschlüsse

Jahr 2025:

Am 2. Oktober 2025 wurde in UK die behördliche Genehmigung für den Erwerb von 100 % der Anteile an der 3T Additive Manufacturing Limited erteilt. In Folge wurde das Vermögen der Gesellschaft sowie sämtliche Erträge und Aufwendungen ab dem 1. Oktober 2025 dem Konzern zugerechnet.

Das Unternehmen mit Sitz in UK ist führender Anbieter von 3D-Metalldrucktechnologien. 3T Additive Manufacturing Limited betreibt einen vollständig integrierten Produktionsstandort in Newbury (UK) und deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette von Design über Prototyping bis zur Serienfertigung und Nachbearbeitung ab. Die Gesellschaft bedient einen globalen Kundenstamm in Hightech-Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter sowie Öl und Gas. Die Übernahme des Unternehmens stärkt somit nicht nur die Marktposition von SBO im 3D-Metalldruck, sondern verschafft auch Zugang zu einem neuen Kundenstamm in diesem wachstumsstarken Geschäftsfeld und unterstützt damit die Umsetzung der Diversifizierungsstrategie der SBO.

Die Kaufpreisaufteilung stellte sich auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR
Kaufpreis in bar beglichen = Gesamte Gegenleistung 4.828
- Reinvermögen -2.130
Firmenwert 2.698

Das erworbene Reinvermögen setzte sich auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 1.468
Sachanlagevermögen inklusive Nutzungsrechte 4.398
Vorräte 959
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 934
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 271
Liquide Mittel 129
8.159
Bankverbindlichkeiten -440
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.892
Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen -3.177
Passive latente Steuern -520
Nettovermögen 2.130

Zu den erworbenen Immateriellen Vermögenswerten siehe Erläuterung 9.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte entsprachen dem beizulegenden Zeitwert und waren nicht wertgemindert.

Der Zahlungsmittelabfluss aus dem Unternehmenserwerb betrug:

in TEUR
Abfluss von Zahlungsmitteln 4.828
Mit dem Unternehmen erworbene Zahlungsmittel -129
4.699

Der auf Basis der erstmaligen Bilanzierung ermittelte Firmenwert, der vorläufig dem Segment „Precision Technology“ zugeordnet wurde, ergab sich aus der erwarteten Geschäftsentwicklung unter Berücksichtigung der zu erwartenden Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Der erfasste Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Der ausgewiesene Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2025 wurde durch den Erwerb um TEUR 1.359 erhöht, das ausgewiesene Betriebsergebnis um TEUR 431 verringert. Wäre der Erwerb bereits zu Jahresbeginn erfolgt, wäre in 2025 der Konzernumsatz um weitere TEUR 3.690 höher.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden Transaktionskosten in der Höhe von TEUR 159 bezahlt, die in den Verwaltungsaufwendungen erfasst wurden.

Eine weitere in 2025 getätigte Zahlung für Unternehmenserwerbe betrifft mit TEUR 3.896 die verbleibene Kaufpreiszahlung für den Unternehmenserwerb Praxis aus 2023 (siehe Erläuterungen 13 bzw. 34).

Jahr 2024:

Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Unternehmenszusammenschlüsse getätigt.

Erläuterung 36 - Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt bzw. zum Stichtag:

Jahresdurchschnitt Stichtag
2025 2024 31.12.2025 31.12.2024
Arbeiter 1.053 1.147 1.002 1.117
Angestellte 500 470 537 479
1.553 1.617 1.539 1.596

Während der Rückgang der Mitarbeiteranzahl bei den Arbeitern in erster Linie dem rückläufigen Aktivitätsniveau des Geschäftsjahres 2025 geschuldet ist, resultiert der Anstieg bei den Angestellten im Wesentlichen aus dem Kapazitätsaufbau in den Bereichen Additive Manufacturing, vorrangig aus dem Erwerb der 3T Additive Manufacturing Limited, sowie Energy Equipment, hierbei vorrangig im Bereich von Forschung und Entwicklung.

Erläuterung 37 - Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die globalen Auswirkungen der am 28. Februar 2026 gestarteten Angriffe im Nahen Osten sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses 2025 nicht abschätzbar. Sie sind als nicht-anpassungspflichtiges Ereignis zu qualifizieren und im Konzernabschluss 2025 nicht abgebildet. SBO wird die Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin beobachten und mögliche Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb, die Finanzlage und die Ertragslage laufend evaluieren. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 geführt hätten.

Erläuterung 38 - Vorgeschlagene Dividende

Der Vorstand schlägt vor, den Aktionären für das Jahr 2025 eine Dividende von EUR 0,75 (Vorjahr: EUR 1,75) pro Aktie auszuschütten. Das ergibt eine Ausschüttung von MEUR 11,8 (Vorjahr: MEUR 27,6).

Erläuterung 39 - Aufwendungen für den Konzern-Abschlussprüfer

Für den Konzern-Abschlussprüfer, die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, sind folgende Aufwendungen angefallen:

in TEUR 2025 2024
Prüfungsleistungen 661 598
Sonstige Bestätigungsleistungen 91 150
Sonstige Beratungsleistung 41 0

Neben dem Konzernabschluss wurden in den Jahren 2025 und 2024 auch die Einzelabschlüsse der österreichischen Gesellschaften sowie die Reporting Packages der US-amerikanischen Gesellschaften durch den Konzern-Abschlussprüfer geprüft, im Geschäftsjahr 2025 zusätzlich auch die Reporting Packages der kanadischen Gesellschaften. Im Jahr 2025 sowie in 2024 wurde die Nicht-finanzielle Erklärung einer freiwilligen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit durch den Konzernabschlussprüfer unterzogen und umfasst den wesentlichen Teil der sonstigen Bestätigungsleistungen.

Angaben zu den Organen der Konzernleitung

Vorstand

Klaus Mader

Vorsitzender seit 1. Jänner 2024

Campbell MacPherson

Mitglied des Vorstands seit 1. Jänner 2024

Der bestehende Vorstandsvertrag für Klaus Mader läuft bis zum 30. September 2028 und jener von Campbell MacPherson bis zum 31. Dezember 2026.

Aufsichtsrat

Norbert Zimmermann

Vorsitzender

Erstbestellung: 1995

Ende der laufenden Funktionsperiode: 2027

Brigitte Ederer

Stellvertreterin des Vorsitzenden

Erstbestellung: 2014

Ende der laufenden Funktionsperiode: 2029

Simon William Caines Eyers

Erstbestellung: 2024

Ende der laufenden Funktionsperiode: 2028

Wolfram Littich

Erstbestellung: 2016

Ende der laufenden Funktionsperiode: 2026

Sonja Zimmermann

Erstbestellung: 2018

Ende der laufenden Funktionsperiode: 2028

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Norbert Zimmermann

Sonja Zimmermann

Brigitte Ederer

Prüfungsausschuss

Wolfram Littich

Norbert Zimmermann

Sonja Zimmermann

Brigitte Ederer

Alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung scheidet zumindest ein Mitglied des Aufsichtsrats aus, sodass dadurch gewährleistet wird, dass im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung über die Wahl zumindest eines Mitglieds in den Aufsichtsrat beschlossen werden kann. Soweit die Reihenfolge des Ausscheidens sich nicht aus der Amtsdauer ergibt, entscheidet darüber das Los. In jener Sitzung des Aufsichtsrats, die vor Abhaltung einer ordentlichen Hauptversammlung zur Beratung der Beschluss- und Wahlvorschläge gemäß § 108 Abs. 1 AktG stattfindet, ist durch Los zu bestimmen, welches Mitglied des Aufsichtsrats mit Beendigung der folgenden ordentlichen Hauptversammlung ausscheidet. Der Ausscheidende ist sofort wieder wählbar.

Ternitz, 4. März 2026

Mag. Klaus Mader

Campbell MacPherson

Vorstand

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der

SBO AG, Ternitz,

und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2025 und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Konzerngeldflussrechnung, für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS Accounting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.

Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Firmenwerte

Siehe Konzernanhang „Erläuterung 4 – wesentliche Bilanzierungsgrundsätze, 9. Firmenwerte“ und Erläuterungen zur Bilanz „Erläuterung 9 – Immaterielle Vermögenswerte“ sowie allgemeine Angaben zu „Erläuterung 4 – wesentliche Bilanzierungsgrundsätze, 15. Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Annahmen“.

Das Risiko für den Abschluss

Die Werthaltigkeit der Firmenwerte kommt eine besondere Bedeutung zu, weil im Konzernabschluss der Gesellschaft dieser Posten einen Buchwert von 133,2 Mio. EUR ausweist. Mindestens einmal jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen werden Firmenwerte von der SBO AG einem Wertminderungstest (sog. Impairment Test) unterzogen.

Den Wertminderungstests liegen Annahmen und Schätzungen zugrunde. Die Werthaltigkeit ist im Wesentlichen abhängig von der Einschätzung des Managements hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse, von den zugrunde gelegten Diskontierungszinssätzen, Wachstumsraten sowie vom betrachteten Planungszeitraum und ist daher mit bedeutenden Schätzungsunsicherheiten behaftet.

Für den Konzernabschluss besteht das Risiko, dass nicht angemessene Annahmen und Schätzungen eine wesentliche Auswirkung auf den erzielbaren Betrag und damit die Werthaltigkeit der Firmenwerte in der Konzernbilanz und das operative Ergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben können.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Werthaltigkeit der Firmenwerte wie folgt beurteilt:

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.

Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der geprüfte Abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Abschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. April 2025 als Abschlussprüfer gewählt und am 17. Juli 2025 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr beauftragt.

Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.

Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Mag. Heidi Schachinger.

Wien, 5. März 2026

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Heidi Schachinger

Wirtschaftsprüferin

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Bilanz

AKTIVA

31.12.2025 31.12.2024
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.831.319,40 8.773
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 287.649,39 318
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 160
9.118.968,79 9.251
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 304.594.639,23 299.607
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 85.106.382,98 91.432
389.701.022,21 391.039
398.819.991,00 400.290
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.129,41 0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.245.113,07 7.634
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 3.462.628,66

(Vorjahr TEUR 3.495)
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 644.181,82 861
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 462.255,68

(Vorjahr TEUR 591)
7.890.424,30 8.495
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 115.057.251,95 129.459
122.947.676,25 137.954
C. Rechnungsabgrenzungsposten 273.194,77 151
D. Aktive latente Steuern 4.485.595,00 236
SUMME AKTIVA 526.526.457,02 538.631

PASSIVA

31.12.2025 31.12.2024
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. eingefordertes und eingezahltes Grundkapital 16.000.000,00 16.000
eigene Anteile -240.535,00 -241
15.759.465,00 15.759
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene 71.313.982,03 71.314
davon für eigene Aktien EUR 240.535,00 (Vorjahr TEUR 241)
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 785.314,64 785
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) 10.347.713,24 10.348
11.133.027,88 11.133
IV. Bilanzgewinn 24.729.237,09 40.367
davon Gewinnvortrag EUR 12.788.519,56 (Vorjahr TEUR 15.725)
122.935.712,00 138.573
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 119.638,00 116
2. Steuerrückstellungen 5.391.205,00 6.347
3. sonstige Rückstellungen 2.579.086,27 3.890
8.089.929,27 10.353
C. Verbindlichkeiten
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 123.215.257,10

(Vorjahr TEUR 91.634)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 272.285.558,65

(Vorjahr TEUR 298.071)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 297.071.103,09 306.857
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 45.785.544,44

(Vorjahr TEUR 29.786)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 251.285.558,65

(Vorjahr TEUR 277.071)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 186.772,59 427
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 186.772,59

(Vorjahr TEUR 427)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 72.911.463,51 56.967
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 72.911.463,51

(Vorjahr TEUR 56.967)
4. sonstige Verbindlichkeiten 25.331.476,56 25.454
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 4.331.476,56

(Vorjahr TEUR 4.454)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 21.000.000,00

(Vorjahr TEUR 21.000)
davon aus Steuern EUR 210.784,60 (Vorjahr TEUR 130)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 62.864,21 (Vorjahr TEUR 57)
395.500.815,75 389.705
SUMME PASSIVA 526.526.457,02 538.631

Gewinn- und Verlustrechnung

2025 2024
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 8.982.867,81 9.290
2. sonstige betriebliche Erträge
a)

Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 311,88 976
b) übrige 27.775,57 1.599
28.087,45 2.575
3. Personalaufwand
a) Löhne -215.694,55 -185
b) Gehälter -4.619.907,30 -4.052
c) soziale Aufwendungen
aa) Aufwendungen für Altersversorgung -246.124,77 -444
bb)

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -64.317,43 -61
cc)



Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -716.953,28 -640
dd) übrige -1.957,08 -1
-1.029.352,56 -1.146
-5.864.954,41 -5.383
4.

Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens

und Sachanlagen
-458.153,72 -459
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 15 fallen -127.095,74 -230
b) übrige -8.242.537,25 -5.832
-8.369.632,99 -6.062
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebserfolg) -5.681.785,86 -39
7. Erträge aus Beteiligungen 24.992.640,41 27.221
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 24.992.640,41

(Vorjahr TEUR 27.221)
8.

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.522.874,77 4.296
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.520.963,77

(Vorjahr TEUR 4.296)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.942.847,94 1.924
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 100.255,92

(Vorjahr TEUR 590)
10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 0,00 986
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen -6.325.716,96 0
a) davon Abschreibungen EUR -6.325.716,96

(Vorjahr TEUR 0)
b)

davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen

EUR -6.325.716,96 (Vorjahr TEUR 0)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.092.006,10 -9.926
davon betreffend verbundene Unternehmen

EUR -825.610,43 (Vorjahr TEUR -1.335)
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzerfolg) 14.040.640,06 24.501
14. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 6 und Z 13) 8.358.854,20 24.462
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.581.863,33 180
davon latente Steuern EUR 4.249.300,00

(Vorjahr TEUR 10)
16. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss = Jahresgewinn 11.940.717,53 24.642
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.788.519,56 15.725
18. Bilanzgewinn 24.729.237,09 40.367

Anhang zum Jahresabschluss 2025

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft firmierte bis zum 30. Juni 2025 unter der Bezeichnung “SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft“. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 24. April 2025 wurde die Firma in „SBO AG“ umfirmiert. Die Namensänderung wurde am 01. Juli 2025 ins Firmenbuch eingetragen.

Die Namensänderung hat keine Auswirkungen auf die Darstellung des Jahresabschlusses oder die angewandten Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden.

Der Jahresabschluss der SBO AG (SBO), mit Sitz in Ternitz, wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (§§ 189ff UGB) in der geltenden Fassung erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden.

Für erkennbare Risiken und drohende Verluste, die aus dem vergangenen und früheren Geschäftsjahren resultieren und in der Zukunft schlagend werden könnten, wurden entsprechende Vorsorgen in die Bilanz eingestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die SBO erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 245a UGB nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt.

Die Gesellschaft ist seit 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG.

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Wesentliche positive Auswirkungen auf das Ergebnis der SBO im Geschäftsjahr 2025 hatten Dividendenerträge von Tochtergesellschaften, negative Effekte ergaben sich aus Kursverlusten resultierend aus der Abschwächung des USD im Jahresverlauf.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung des ANLAGEVERMÖGENS wurde das Niederstwertprinzip eingehalten. Die vorgenommenen Abschreibungen tragen den verbrauchsbedingten und sonstigen Wertminderungen voll Rechnung. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, die voraussichtlich von Dauer sind, bewertet. Bewertungsergebnisse von Finanzanlagen in fremder Währung werden ebenfalls unter den Abschreibungen dargestellt. Abschreibungen erfolgen gegebenenfalls auf den beizulegenden Wert. Zuschreibungen zu Finanzanlagen erfolgen maximal bis zu den Anschaffungskosten, sofern die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen.

Die FORDERUNGEN UND SONSTIGEN VERMÖGENSGEGENSTÄNDE wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisen-Kurs zum Bilanzstichtag oder zu niedrigeren Anschaffungskursen bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Auf Fremdwährung lautende GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN wurden mit dem Devisen-Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Die Berechnung der ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNGEN erfolgte mittels versicherungsmathematischem Verfahren gemäß IAS 19 (Methode der laufenden Einmalprämien). Hierzu wurden die folgenden Berechnungsannahmen verwendet: Zinssatz 3,90 % (Vorjahr: 3,40 %), Gehaltssteigerung 4,00 % p. a. (Vorjahr: 4,00 %), Pensionseintrittsalter gemäß den aktuellen gesetzlichen Regelungen. Im Rahmen der Ermittlung der Abfertigungsrückstellung erfolgt die Verteilung des Dienstzeitaufwandes über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des jeweiligen Dienstnehmers. Die Veränderungen der Abfertigungsrückstellungen (sowie auch der Jubiläumsgeldrückstellungen) werden im Personalaufwand erfasst. Die JUBILÄUMSGELDRÜCKSTELLUNGEN wurden ebenfalls gemäß IAS 19 berechnet.

Die Bewertung der SONSTIGEN RÜCKSTELLUNGEN und der VERBINDLICHKEITEN erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Erfüllungsbetrag. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisen-Kurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Das in Österreich seit 2024 anzuwendende Mindestbesteuerungsgesetz („MinBestG“) zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen („Pillar Two“) ist für SBO aufgrund der in 2025 nicht erfolgten Überschreitung der verankerten Umsatzgrenzen aktuell nicht anwendbar. SBO als oberste Muttergesellschaft iSd MinBestG evaluiert weiterhin die möglichen Auswirkungen der globalen Mindestbesteuerung auf den Konzern. Nachdem kurzfristig nicht mit einer Überschreitung der Umsatzgrenzen gerechnet wird, sind aktuell keine Anwendung bzw. Auswirkungen daraus auf die SBO zu erwarten.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt.

Das ABNUTZBARE ANLAGEVERMÖGEN wird über folgende Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben:

Im Geschäftsjahr 2025 betrafen die Zugänge bei den ANTEILEN AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN in Höhe von TEUR 4.988 den Erwerb von 100 % der Anteile an der 3T Additive Manufacturing Limited, Newbury, UK, einem Anbieter von industriellen 3D-Metalldruck-Lösungen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 wurden für die ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN Werthaltigkeitstests durchgeführt. Die Bewertung erfolgte auf Basis der vorliegenden Planungen durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern, welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde.

Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der hierfür notwendigen Kapazitäten (insb. Personalausstattung sowie Investitionen in das Anlagevermögen und in das Working Capital) ermittelt. Die Bewertung wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst.

Die Umsatzplanungen werden erstellt, indem einerseits die gesamtheitliche Entwicklung der Oilfield-Service-Industrie berücksichtigt wird (im Wesentlichen in Form der erwarteten zukünftigen CAPEX Spendings) und andererseits auch die unternehmensspezifischen Kundenbeziehungen und regionalen Marktgegebenheiten einbezogen werden. Die Umsatzplanungen im Bereich Manufacturing berücksichtigen zudem die bereits vorhandenen Auftragsstände der wichtigsten Kunden. Für die nachhaltige Planung der Umsatzerlöse und Cashflows wird auch die aus der Vergangenheit abgeleitete Zyklizität der Branche, sofern relevant, herangezogen.

Die Margenplanung wird aus dem geplanten Produktmix und den entsprechenden Preiserwartungen sowie den prognostizierten Kostenentwicklungen abgeleitet. Für die erwarteten Erlöse werden einerseits die bisher erzielten Preise bzw. die Preise von allenfalls vorhandenen Kundenaufträgen herangezogen als auch zukünftige Marktindikationen auf Basis von Rückmeldungen des Vertriebs verwendet. Die Kostenentwicklungen basieren auf den variablen Kosten in Form von bekannten oder erwarteten Materialpreisentwicklungen (basierend auf Preisindikationen bestehender Lieferanten, Materialpreisentwicklungen auf Rohstoffmärkten und daraus ableitbare Trends sowie auf der unterstellten Mengenplanung) und auf den erwarteten fixen Kosten in Form von geplanten Erhaltungs-Investitionen in Maschinen, Anlagen und in die Mietflotte. Weiters wird die erforderliche Personalausstattung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie der aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.

Die durchgeführten Werthaltigkeitstests haben in 2025 sowie 2024 zu keinen Wertminderungen geführt.

Die zum 31. Dezember 2025 bestehenden AUSLEIHUNGEN betreffen ausschließlich Konzerngesellschaften. Die Ausleihungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr betragen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die FORDERUNGEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN resultieren mit TEUR 6.196 aus Konzernfinanzierungen (Vorjahr: TEUR 6.491), mit TEUR 0 aus Dividenden (Vorjahr: TEUR 935) und mit TEUR 1.049 (Vorjahr: TEUR 229) aus verrechneten Leistungen. Im Geschäftsjahr 2025 und 2024 wurden keine Wertberichtigungen aufgelöst oder gebildet.

Die in den SONSTIGEN FORDERUNGEN enthaltenen Erträge, welche nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, betrafen mit TEUR 104 Zinsabgrenzungen (Vorjahr: TEUR 269).

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden zum Bilanzstichtag im Wesentlichen für Sachanlagen, Personalrückstellungen und für steuerliche Verlustvorträge, welche in den Folgejahren verwertet werden können, gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden angesetzt, da auf Basis der steuerlichen Planungsrechnung - gestützt durch ansteigende Auftragseingänge und mittelfristig zunehmende Investitionserwartungen für die Oilfield-Service-Industrie - ausreichend zukünftige steuerpflichtige Gewinne erwartet werden. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte im Jahr 2025 unverändert zum Vorjahr mit einem Steuersatz von 23%.

Die latenten Steuern entwickelten sich wie nachfolgend dargestellt. Der Anstieg im Jahr 2025 ergibt sich im Wesentlichen aus den steuerlichen Verlusten der Unternehmensgruppe gemäß §9 KStG in 2025.

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Stand am 1.1. 236 226
Erfolgswirksame Veränderung 4.249 10
Summe 4.485 236
EIGENKAPITAL

Das eingeforderte und eingezahlte GRUNDKAPITAL von TEUR 16.000 besteht aus 16.000.000 auf Inhaber lautende Aktien zu je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 25. April 2024 wurde der Vorstand für die Dauer von 5 Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu TEUR 1.600 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen. In der Hauptversammlung vom 25. April 2024 wurde der Vorstand weiters für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In den Geschäftsjahren 2025 sowie 2024 hat die Gesellschaft von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht.

Zum Bilanzstichtag 2025 hält die Gesellschaft unverändert 240.535 Stück eigene Aktien, was einem Anteil von 1,50 % am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 7.798 entspricht. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit zum 31. Dezember 2025 wie auch zum 31. Dezember 2024 15.759.465 Stück.

Die GEBUNDENE KAPITALRÜCKLAGE betrug zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr TEUR 71.314 und resultiert im Wesentlichen aus dem Agio bei der Ausgabe junger Aktien in 1997 und in 2005.

Die GESETZLICHE RÜCKLAGE betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 785.

Die FREIE RÜCKLAGE betrug zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr TEUR 10.348.

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. April 2025 wurden vom BILANZGEWINN 2024 TEUR 27.579 ausgeschüttet. Der Rest wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

RÜCKSTELLUNGEN

In den ÜBRIGEN RÜCKSTELLUNGEN sind enthalten:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Jubiläumsgeldrückstellungen 98 95
Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube 549 429
sonstige Personalrückstellungen 1.161 2.433
Bilanzveröffentlichung 240 220
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 256 334
Sonstige Rückstellungen 275 379
Summe 2.579 3.890
VERBINDLICHKEITEN

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEUR 6.375 (Vorjahr: TEUR  12.750). Davon entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 6.375 (Vorjahr: TEUR 12.750).

Die VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN betreffen mit TEUR 72.628 (Vorjahr: TEUR 56.813) Konzernfinanzierungen, der Restbetrag betrifft Lieferungen und Leistungen.

In den SONSTIGEN VERBINDLICHKEITEN sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.274 (Vorjahr: TEUR 4.456) enthalten, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse bestanden in folgendem Ausmaß:

in TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Gesamtbetrag davon für verbundene Unternehmen Gesamtbetrag davon für verbundene Unternehmen
Haftungen für Kredite und Kurssicherungen 42.893 42.893 42.628 42.628

Weiters hat die Gesellschaft gegenüber zwei verbundenen Unternehmen (Vorjahr: zwei) eine Patronatserklärung abgegeben, die eine unwiderrufliche Zusicherung enthalten, das jeweilige Unternehmen derart zu unterstützen, dass dieses jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.

FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen auf Grund von Miet- oder Leasingverträgen bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen.

2. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die größten Posten sind:

in TEUR 2025 2024
Verrechnete Holdingleistungen 6.580 6.925
Mieterträge 2.403 2.366
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die größten Posten sind:

in TEUR 2025 2024
Kursgewinne 20 1.593
Sonstiges 8 7
PERSONALAUFWAND

Im Posten AUFWAND FÜR ABFERTIGUNGEN UND LEISTUNGEN AN BETRIEBLICHE MITARBEITERVORSORGEKASSEN sind Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen in der Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 54) enthalten.

Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen entfallen TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 484) auf die Mitglieder des Vorstands, wobei dieser zur Gänze beitragsorientierte Pensionsvereinbarungen betrifft. Versicherungsmathematische Gewinne aus der Berechnung der Abfertigungsrückstellung dieses Geschäftsjahres betragen TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 1). In den Posten Löhne und Gehälter sind Aufwendungen für Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 17) enthalten.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die größten Posten in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

in TEUR 2025 2024
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.627 1.963
Versicherungen 547 670
Reisekosten 597 633
Dienstleistungen Konzern 572 140
Kursverluste 2.949 103

Darüber hinaus sind Spesen des Geldverkehrs, EDV-Aufwand sowie sonstige Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sowie Instandhaltungen unter dieser Position verbucht.

Aufwendungen aus Finanzanlagen

Die Aufwendungen aus Finanzanlagen in Höhe von TEUR 6.326 betreffen Kursverluste aus der Bewertung konzerninterner Ausleihungen (Vorjahr: Kursgewinne TEUR 986).

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die SBO AG hat die Möglichkeit der Bildung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG unter Anwendung der Belastungsmethode genutzt. Gruppenmitglieder sind:

Inland:
Ausland:

Im Geschäftsjahr 2025 weist die Gesellschaft nach Verrechnung der Steuerumlagen an inländische Gruppenmitglieder in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.820) einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 3.582 (Vorjahr Steuerertrag: TEUR 180) aus. Darin sind Aufwendungen für Quellensteuern in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 39) sowie latente Steuern in Höhe von TEUR 4.249 (Vorjahr: TEUR 10) enthalten.

BILANZGEWINN

Der Vorstand schlägt vor, für die dividendenberechtigten Aktien eine Dividende von EUR 0,75 je Aktie (Vorjahr: EUR 1,75) auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

IV. Sonstige Angaben

GESCHÄFTSFÄLLE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Für das Geschäftsjahr 2025 liegen keine sonstigen berichtspflichtigen Geschäftsfälle gemäß § 238 (1) Z 12 UGB vor.

AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer 2025 sind dem Konzernabschluss der SBO AG zu entnehmen.

EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM BILANZSTICHTAG

Die globalen Auswirkungen der am 28. Februar 2026 gestarteten Angriffe im Nahen Osten sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2025 nicht abschätzbar. Sie sind als nicht-anpassungspflichtiges Ereignis zu qualifizieren und sind im Jahresabschluss 2025 nicht abgebildet. SBO wird die Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin beobachten und mögliche Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb, die Finanzlage und die Ertragslage laufend evaluieren. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 geführt hätten.

V. Angaben über Beteiligungen und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 189a Z 8 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der SBO AG, Ternitz, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Die SBO AG war zum 31. Dezember 2025 an folgenden Unternehmen beteiligt:

Anteil in

Prozent *)

zum 31.12.2025
Eigenkapital

in TEUR **)

zum 31.12.2025
3T Additive Manufacturing Limited, Newbury, UK 100,0 78
SCHOELLER-BLECKMANN Precision Technology GmbH, Ternitz, AT 100,0 118.263
Schoeller Bleckmann America Inc., Wilmington, US 100,0 143.470
BICO Drilling Tools Inc., Houston, US 88,7 30.761
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited, Chesterfield, GB 100,0 30.597
Foxano AG, Luzern, CH 100,0 26.667
DSI FZE, Dubai, VAE 100,0 61.803
Schoeller-Bleckmann Middle East FZE, Dubai, UAE 100,0 10.071
Knust-SBD Pte Ltd., Singapur, SG 51,5 23.753
Schoeller-Bleckmann Vietnam Co., Ltd, Binh Duong, VN 100,0 31.449

Hinsichtlich der Angabe der Jahresergebnisse wird von den Bestimmungen gemäß § 242 Abs. 2 Z 2 UGB bzw. für die Angaben zu weiteren Beteiligungen gemäß § 242 Abs. 2 Z 1 UGB Gebrauch gemacht.

*) Direkt gehaltene Anteile

**) IFRS Werte

VI. Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Der durchschnittliche Personalstand gliedert sich wie folgt:

2025 2024
Gehaltsempfänger 20 17
Lohnempfänger 6 5
Summe Mitarbeiter 26 22

Die Bezüge für die Mitglieder des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR Grundgehalt Pensionskassenbeiträge Zwischensumme Erfolgsabhängige Vergütung Gesamt
2025 1.237 238 1.475 957 2.432
2024 1.213 467 1.680 614 2.294

Das Grundgehalt enthält auch Sachbezüge. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile beziehen sich jeweils auf Beträge, die das Vorjahr betreffen und im laufenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden. An den ehemaligen und per 31. Dezember 2023 ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann wurde im Geschäftsjahr 2025 letztmalig eine auf das Vorjahr entfallende variable Vergütung in Höhe von TEUR 1.183 ausbezahlt (2024: TEUR 1.502).

Die ausbezahlten Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2025 für das Geschäftsjahr 2024 TEUR 205 als pauschale Aufwandsentschädigung (Vorjahr: TEUR 201).

Aufsichtsrat:
Vorstand:

Ternitz, am 3. März 2026

SBO AG

Der Vorstand

Mag. KLAUS MADER

CAMPBELL MACPHERSON

Anlagenspiegel

gemäß §226 (1) UGB per 31.12.2025

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten kumulierte Abschreibungen Buchwert Buchwert
Beträge in EURO Vortrag Stand Vortrag Stand 31.12.2025 31.12.2024
01.01.2025 Zugänge Abgänge Umbuch. 31.12.2025 01.01.2025 Zugänge Abgänge 31.12.2025
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte
68.836,60 0,00 0,00 0,00 68.836,60 68.836,60 0,00 0,00 68.836,60 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 68.836,60 0,00 0,00 0,00 68.836,60 68.836,60 0,00 0,00 68.836,60 0,00 0,00
II. Sachanlagevermögen
1.



Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, davon Grundwert EUR 3.401.124,45

(2024: TEUR 3.401,1)
18.656.564,54 278.706,91 0,00 159.902,27 19.095.173,72 9.883.844,17 380.010,15 0,00 10.263.854,32 8.831.319,40 8.772.720,37
2.

Andere Anlagen, Betriebs-

und Geschäftsausstattung
625.101,24 34.810,86 -22.603,94 0,00 637.308,16 307.202,69 64.921,90 -22.465,82 349.658,77 287.649,39 317.898,55
3.

Geleistete Anzahlungen auf

Sachanlagen und Anlagen in Bau
159.902,27 0,00 0,00 -159.902,27 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 159.902,27
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 13.221,67 -13.221,67 0,00 0,00 0,00 13.221,67 -13.221,67 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 19.441.568,05 326.739,44 -35.825,61 159.902,27 19.732.481,88 10.191.046,86 458.153,72 -35.687,49 10.613.513,09 9.118.968,79 9.250.521,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 301.071.864,90 4.987.774,33 0,00 0,00 306.059.639,23 1.465.000,00 0,00 0,00 1.465.000,00 304.594.639,23 299.606.864,90
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 91.432.099,94 0,00 0,00 0,00 91.432.099,94 0,00 6.325.716,96 0,00 6.325.716,96 85.106.382,98 91.432.099,94
Summe Finanzanlagen 392.503.964,84 4.987.774,33 0,00 0,00 397.491.739,17 1.465.000,00 6.325.716,96 0,00 7.790.716,96 389.701.022,21 391.038.964,84
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 412.014.369,49 5.314.513,77 -35.825,61 159.902,27 417.293.057,65 11.724.883,46 6.783.870,68 -35.687,49 18.473.066,65 398.819.991,00 400.289.486,03
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Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Im Berichtsjahr wurde die SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment Aktiengesellschaft auf SBO AG (SBO) umfirmiert. Die Umfirmierung stand im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des SBO-Konzerns und unterstreicht die Marktpositionierung sowie die zukünftige Geschäftsausrichtung des SBO-Konzerns.

Die SBO AG fungiert als konzernleitende Holdinggesellschaft zur Steuerung und Beratung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wegen ihrer Holdingfunktion haben die finanziellen Kennzahlen der SBO keine Aussagekraft für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des SBO-Konzerns ist deshalb nur anhand des Konzernabschlusses möglich.

Die Umsatzerlöse der SBO AG betrugen 2025 MEUR 9,0 (Vorjahr: MEUR 9,3). Bei den von SBO ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um konzerninterne Leistungen sowie um Erlöse aus der Vermietung von Grund- und Gebäudeflächen in Ternitz.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von MEUR 3,0 (Vorjahr: MEUR 0,1), die sich in erster Linie aus der Abschwächung des USD im Jahresverlauf 2025 ergeben.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Geschäftsjahr 2025 MEUR 8,4 (Vorjahr: MEUR 24,5). Darin enthalten sind Erträge aus Beteiligungen in Höhe von MEUR 25,0 (Vorjahr: MEUR 27,2). Die Aufwendungen aus Finanzanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2025 MEUR 6,3 und resultieren aus Kurseffekten (Vorjahr: Ertrag aus Finanzanlagen MEUR 1,0 aus Kurseffekten).

Wesentliche Zugänge von Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2025 resultieren aus Gebäudeumbauten am Standort in Ternitz.

Die Zugänge zu Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2025 in Höhe von MEUR 5,0 betrafen Anteile an verbundenen Unternehmen im Zusammenhang mit dem Erwerb der 3T Additive Manufacturing Limited. Die Zugänge im Vorjahr entfielen mit MEUR 13,9 auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2025 sowie 2024 wurden keine Abgänge aus Finanzanlagen verzeichnet.

Die Bilanzsumme in Höhe von MEUR 526,5 ist im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr (MEUR 538,6) um 2,2% leicht gesunken. Dies ist in erster Linie auf die planmäßige Tilgung und geringere Aufnahme von Fremdmitteln zurückzuführen, resultierend in einer Nettoreduktion in Höhe von MEUR 9,8.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des gegenüber dem Vorjahr geringeren Bilanzgewinnes in Kombination mit der niedrigeren Bilanzsumme auf 23,4% gesunken (Vorjahr: 25,7%).

Durch den Zugang zum Finanzanlagevermögen und die Verringerung der Bilanzsumme ist das langfristig gebundene Vermögen (überwiegend Finanzanlagen) auf 75,7% der Bilanzsumme gestiegen (Vorjahr: 74,3%).

Es bestehen keine Zweigniederlassungen der SBO.

Der durchschnittliche Personalstand der SBO zum 31. Dezember 2025 betrug 26 Mitarbeiter (20 Gehaltsempfänger und 6 Lohnempfänger). Im Vorjahr belief sich die Mitarbeiteranzahl auf 22 (17 Gehaltsempfänger und 5 Lohnempfänger).

Unsere Mitarbeiter sichern mit ihrem Wissen und ihrer Kompetenz den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Wir bauen auf unsere erfahrene und gut ausgebildete Mannschaft, die wir von der Einstellung an begleiten und durch ihre gesamte Laufbahn bei SBO fördern.

Unsere Branche ist von Zyklen mit Auf- und Abschwüngen geprägt. In unserer Personalplanung achten wir darauf, dieses Auf und Ab bestmöglich abzufedern. Während wir im Abschwung aktiv im Konzern Maßnahmen setzen, um das Know-how im Unternehmen zu halten, bauen wir im Aufschwung unsere Mannschaft schrittweise aus. Ein ansprechendes Arbeitsumfeld und attraktive Bonifikationsmodelle bringen neue Fachkräfte an Bord und halten unsere Experten langfristig im Unternehmen. An unserem Standort in Ternitz haben wir eine spezifische Lehrlingsausbildung implementiert und bilden damit junge Menschen zu den Facharbeitern von morgen aus. Durch diesen Fokus auf unser Experten-Team gewährleisten wir Top-Qualität in der Produktion.

Marktumfeld des SBO Konzerns

Im Jahr 2025 hat die Weltwirtschaft ein BIP-Wachstum von 3,3% erzielt und blieb damit auf einem stabilen Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Die Industrieländer verzeichneten 2025 ein Wachstum von 1,7%, was beinahe dem Niveau von 2024 entspricht (2024: 1,8%). Die Schwellen- und Entwicklungsländer wuchsen um 4,4% (2024: 4,3%), unterstützt von einer anhaltend starken Dynamik in Indien mit 7,3% (2024: 6,5%) und einem höheren Wachstum in China (2025 und 2024: 5,0%).1

Trotz des weltweiten Wirtschaftswachstums war SBO mit den Auswirkungen von geopolitischen Spannungen, einem sich laufend verändernden Zollumfeld, einem Öl-Überangebot sowie volatilen Rohstoffpreisen konfrontiert, welche das Geschäftsumfeld im Jahr 2025 belasteten. Diese Faktoren führten insbesondere in Nordamerika, aber auch international zu Unsicherheit bei den Kunden von SBO und somit zu anhaltend geringen Investitionen sowie zu reduzierten Bohr- und Komplettierungsaktivitäten.

Die weltweite Ölnachfrage stieg 2025 auf 104,0 Mio. Barrel pro Tag (2024: 103,3 Mio. Barrel pro Tag), was vor allem auf das Wachstum in China zurückzuführen ist.

Das Ölangebot überstieg die Nachrage und erreichte ein Niveau von 106,2 Mio. Barrel pro Tag (2024: 103,1 Mio. Barrel pro Tag). Dies war auf ein starkes Angebotswachstum in Nicht-OPEC-Regionen sowie auf eine erhöhte Produktion der OPEC+ zurückzuführen.2

Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P) beliefen sich 2025 auf rund USD 445 Milliarden, was einem Rückgang von 2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die signifikantesten Rückgänge wurden in den USA, Saudi-Arabien, Mexiko und China verzeichnet.3

Die Ölpreise blieben im Jahr 2025 weiterhin sehr volatil, mit einem deutlichen Rückgang im Jahresverlauf. Die Einführung von neuen Zöllen in den USA führte zu einer hohen Unsicherheit und einem starken Ölpreisrückgang, der Anfang Mai den Tiefststand bei USD 60,23 pro Barrel für die europäische Sorte Brent erreichte. Nach einer Erholungsphase im Juni sanken die Preise in der zweiten Jahreshälfte erneut. Der europäische Brent-Rohölpreis begann das Jahr bei USD 74,64 pro Barrel, erreichte Mitte Jänner den Höchststand von USD 82,03 pro Barrel und beendete das Jahr mit einem Gesamtminus von 18% bei USD 60,85 pro Barrel. Die Sorte West Texas Intermediate (WTI) entwickelte sich ähnlich, begann das Jahr bei USD 71,72 pro Barrel, erreichte Mitte Jänner einen Höchststand von USD 80,04 pro Barrel und schloss bei USD 57,42 pro Barrel, was einem Minus von 20% entspricht.4

Die Gasnachfrage stieg im Jahr 2025 um 1% auf 4.290 Mrd. Kubikmeter, vor allem aufgrund der höheren Nachfrage in Europa.5

Der Henry-Hub-Gaspreis begann das Jahr bei 3,65 USD/MMBtu (Millionen British Thermal Units) und erreichte am letzten Handelstag des Jahres 4,00 USD/MMBtu, was einem Anstieg von 9,6% entspricht.6

Die Zahl der weltweit aktiven Öl- und Gasbohranlagen (Rig Count) ging im Jahresverlauf um 4,4% auf 1.783 Anlagen per Ende Dezember zurück (Dezember 2024: 1.865 Anlagen). Die Zahl der internationalen Bohranlagen entsprach insgesamt der Gesamtentwicklung und sank um 4,4% auf 1.065, wobei dieser Trend nur durch eine kurze Erholungsphase während des dritten Quartals unterbrochen wurde. Der US-Rig Count nahm stärker ab, um 7,3% auf 546 Anlagen per Ende Dezember (Dezember 2024: 589 Anlagen), wobei sich der höhere Rückgang bereits im dritten Quartal deutlich abzuzeichnen begann. Im Gegensatz dazu stieg die Anzahl der Bohranlagen in Kanada im Jahresvergleich um 6,2% auf 172 Bohranlagen per Ende Dezember 2025 (Dezember 2024: 162).7

Geothermie gewinnt an Bedeutung: Immer mehr Staaten investieren, um die Energieversorgung unabhängiger zu machen. Als Grundlastquelle kann Geothermie künftig einen kontinuierlichen Beitrag zur Strom- und Wärmeversorgung leisten. Das Marktwachstum wurde in den letzten Jahren vor allem durch die Entwicklung verbesserter Technologien vorangetrieben. Die Entwicklung von Next-Generation-Geothermie ermöglicht den Zugang zu tieferen und heißeren Ressourcen, die mit den herkömmlichen Bohrtechnologien bisher unerreichbar waren. Dies führte zu einem Gesamtwachstum des Marktes von USD 70 Milliarden im Jahr 2024 auf USD 74 Milliarden im Jahr 2025 (+6%).8

Bestehende Kompetenzen aus der Öl- und Gasindustrie (O&G) leisten dabei einen wesentlichen Beitrag zur Beschleunigung dieser technologischen Entwicklung. Insbesondere der Know-how-Transfer sowie Produktivitätsgewinne aus der O&G-Industrie können die Kosten für Next-Generation-Geothermie signifikant senken.

Zur Next-Generation-Geothermie zählen insbesondere zwei technologische Ansätze:

Enhanced Geothermal Systems (EGS): Diese Systeme erweitern bestehende geothermische Reservoirkapazitäten oder schaffen neue Reservoirs durch die gezielte Erhöhung der Durchlässigkeit von heißem Gestein, typischerweise mittels Horizontalbohrungen und hydraulischer Stimulation.

Closed-Loop Geothermal Systems (CLG), auch als Advanced Geothermal Systems (AGS) bezeichnet: Diese erfordern das Bohren und Abdichten tiefer, großdimensionierter, künstlich geschlossener Kreisläufe. Die Systeme fungieren als unterirdische Wärmetauscher, in denen ein Fluid zirkuliert und durch das umliegende heiße Gestein erhitzt wird.

Der 3D-Metalldruck, eine wesentliche Technologie der additiven Fertigung (AM), hat sich von einer Prototyping-Lösung zu einem strategischen Verfahren für die Herstellung hochleistungsfähiger Präzisionskomponenten entwickelt. Technologien wie das Direct Metal Laser Sintering (DMLS) und andere Powder-Bed-Fusion-Verfahren (PBF) ermöglichen die Herstellung leichter, komplexer und funktionsoptimierter Teile, die mit herkömmlichen Verfahren nur schwer oder gar nicht herstellbar sind. Der globale Markt für ausgelagerte Metal-AM-Services, also für die Auftragsfertigung von Metallteilen, wurde für das Jahr 2025 auf USD 1,5 Milliarden geschätzt.9 Das Wachstum wird durch die zunehmende Verbreitung in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und anderen Industrien sowie durch die steigende strategische Bedeutung von AM für kürzere Durchlaufzeiten, hohe Auftragsraten, eine verbesserte Lieferkettenresilienz und größere Designflexibilität bzw. zunehmend größere Bauteile vorangetrieben.10 Diese Entwicklungen untermauern die strategische Bedeutung von Investitionen in die additive Fertigung als unverzichtbare Säule der Präzisions-Fertigungstechnologien von morgen.

Geschäftsentwicklung des SBO-Konzerns

Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld. Ein Überangebot am Ölmarkt, handelspolitische Unsicherheiten durch die Einführung von neuen Zöllen und ein niedriger Ölpreis führten zu Investitionszurückhaltung unserer Kunden und rückläufigen Bohr- und Komplettierungsaktivitäten.

Umsatz und Ergebnis

SBO erzielte einen Umsatz von MEUR 455,3 (2024: MEUR 560,4), was einem Rückgang von 18,8% entspricht. Der Auftragseingang von SBO belief sich auf MEUR 406,3 (2024: MEUR 483,7). Der Auftragsbestand zum Jahresende betrug MEUR 89,5 (2024: MEUR 141,8).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei MEUR 71,0 (2024: MEUR 101,9) bei einer EBITDA-Marge von 15,6% (2024: 18,2%). Das Betriebsergebnis (EBIT) ging folglich auf MEUR 38,5 zurück (2024: MEUR 70,1), was eine EBIT-Marge von 8,5% (2024: 12,5%) ergibt. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist vorrangig auf die geringere Auslastung und das reduzierte Umsatzniveau in der Precision Technology-Division zurückzuführen, wobei gezielte Kostensenkungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen den geringeren Umsätzen entgegenwirkten.

Das Finanzergebnis lag bei MEUR -5,9 (2024: MEUR -6,5). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf MEUR 32,7 (2024: MEUR 63,6), das Ergebnis nach Steuern kam auf MEUR 23,6 (2024: MEUR 45,3). Das Ergebnis je Aktie (EPS) für 2025 lag bei EUR 1,50 (2024: EUR 2,88).

Segmentergebnisse

Das Geschäft der SBO-Gruppe gliedert sich in die beiden Segmente „Precision Technology“ (PT) (bis 2024 „Advanced Manufacturing & Services“ - AMS) und „Energy Equipment“ (EE) (bis 2024 „Oilfield Equipment“ - OE). Das PT-Segment erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von MEUR 189,5 (2024: MEUR 285,3), geprägt von geringerer Kundennachfrage als Folge des herausfordernden Marktumfeldes. Der niedrigere Umsatz und die geringere Kapazitätsauslastung führten zu einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von MEUR 30,6 (2024: MEUR 67,0) und einem Betriebsergebnis (EBIT) von MEUR 18,0 (2024: MEUR 56,7).

Das EE-Segment zeigte in 2025 eine robuste Entwicklung und erzielte einen Umsatz von MEUR 265,8 (2024: MEUR 275,2), der bereinigt um die negativen Wechselkurseffekte aus der Translation bei MEUR 277,9 und damit über dem Vorjahresniveau lag (+1%). Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren neue Produkteinführungen, Marktanteilsgewinne in den USA sowie die geographische Expansion im Nahen Osten.

Das EBITDA der EE-Division erreichte MEUR 45,8 (2024: MEUR 37,8), unterstützt durch die Umsetzung der operativen und strukturellen Maßnahmen, die bereits im Vorjahr eingeleitet wurden. Das EBIT lag bei MEUR 26,3 (2024: MEUR 16,7), was eine EBIT-Marge von 9,9% ergab (2024: 6,1%).

Bilanzkennzahlen und Cashflow

Die Abschwächung des USD im Jahresverlauf 2025 spiegelt sich – aufgrund der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung – zum 31. Dezember 2025 im Bilanzbild wider und führte zu einem Rückgang der Bilanzsumme auf MEUR 894,0 (2024: MEUR 986,1).

Das Eigenkapital lag zum 31. Dezember 2025 bei MEUR 421,9 (2024: MEUR 492,7). Die Reduktion ist nahezu ausschließlich durch die negative Entwicklung des USD (von 1 EUR=1,0389 USD auf 1 EUR=1,1750 USD zum 31. Dezember 2025) und die damit verbundene Reduktion der Währungsumrechnungsrücklage um MEUR 67,0 bedingt. Die daraus resultierende Eigenkapitalquote von 47,2% zum 31. Dezember 2025 (2024: 50,0%) liegt trotz Rückgang gegenüber dem Vorjahr weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 2025 MEUR 281,5 (2024: MEUR 314,7), wobei rund die Hälfte des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr wiederum translationsbedingt war. Die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2025 stieg damit auf MEUR 78,1 nach MEUR 56,0 in 2024. Folglich lag das Gearing bei 18,5% (2024: 11,4 %).

Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) von MEUR 72,4 erzielt (2024: MEUR 98,4), bedingt durch einen Rückgang des Nettoumlaufvermögens um MEUR 18,3. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) beliefen sich auf MEUR 50,0 (2024: MEUR 34,6), wovon MEUR 9,9 in 2025 noch nicht zahlungswirksam waren. Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2025 MEUR 3,2 (2024: MEUR 9,1).Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthält im Geschäftsjahr 2025 weiters die Zahlungen für den Erwerb der Anteile an der 3T Additive Manufacturing Limited sowie die in 2025 erfolgte Zahlung des verbleibenden Kaufpreisanteils aus dem Unternehmenserwerb Praxis in Höhe von gesamt MEUR 8,6. Daraus ergab sich ein Freier Cashflow (Summe aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit) von MEUR 25,5 (2024: MEUR 66,8).

Dividendenvorschlag

Bezugnehmend auf das solide Ergebnisniveau und die positive Cash-Generierung wird der Vorstand der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von EUR 0,75 je Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote (Payout Ratio) von 50%.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Ausblick des SBO-Konzerns

Nach den aktuellen Einschätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die weltweite Energienachfrage auch in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. Das ist einerseits auf den vermehrten Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die dadurch erforderlichen Datenzentren zurückzuführen. Andererseits wird erwartet, dass die Gesamtenergienachfrage in den Schwellen- und Entwicklungsländern aufgrund des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums ansteigt.

In den zentralen IEA-Szenarien Current Policies (CPS) und Stated Policies (STEPS) wird für den Zeitraum bis 2035 ein jährliches Wachstum des globalen Primärenergiebedarfs von rund 0,7% bis 1,2% erwartet.

Öl und Gas haben mit einem gemeinsamen Anteil von derzeit über 50% eine dominante Rolle im globalen Energiemix. Auch im Ausblick auf das Jahr 2050 wird ihr Anteil in einem weiterhin wachsenden Primärenergiemarkt auf rund 47% bis 49% geschätzt. Im jüngst veröffentlichten World Energy Outlook 2025 der Internationalen Energieagentur (IEA) wird erwartet, dass die weltweite Ölnachfrage zwischen 2024 und 2050 von 103,1 mb/d auf 113,0 mb/d steigt und sich der globale LNG-Markt von 560 bcm auf rund 1.020 bcm nahezu verdoppelt.

Parallel hierzu verzeichnen erneuerbare Energien in beiden IEA-Szenarien ein überdurchschnittlich starkes Wachstum. Bis 2050 steigt der Primärenergiebedarf aus erneuerbaren Quellen im CPS um rund 160%, im STEPS um knapp 180%. Infolge dieser Entwicklung erhöht sich ihr Anteil an der globalen Primärenergie bis 2050 auf rund 26% bis 31%. Erneuerbare Energiequellen leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des zusätzlichen Bedarfs, wobei die höhere Dynamik im STEPS die Wirkung eines breiteren und ambitionierteren energiepolitischen Rahmens widerspiegelt.11

Innerhalb des Portfolios von erneuerbaren Energien zeigt die Geothermie eine weiterhin zunehmende Bedeutung: Der IEA-Bericht weist für Industrieländer bis 2035 einen Anstieg der geothermischen Stromerzeugung um mehr als 50% aus. Ein wesentlicher Treiber hierfür ist die deutlich steigende Stromnachfrage in den USA, die laut IEA vor allem durch den raschen Ausbau von Rechenzentren und digitaler Infrastruktur (insbesondere KI-Anwendungen) sowie die zunehmende Elektrifizierung im privaten und industriellen Sektor geprägt ist. Dem auf den Energiesektor spezialisierten Beratungsunternehmen Rystad Energy zufolge wird das Wachstum der Energiequelle aus Geothermie zwischen 2025 und 2035 Investitionen von mehr als USD 120 Milliarden anziehen.12 Auch die Märkte für Helium und Lithium sind wichtige Wachstumsmärkte. Für die Gesamtmärkte für Helium wird eine Wachstumsrate von 7% und für Lithium sogar 19% prognostiziert.13

Zudem wird erwartet, dass sich der Carbon Capture and Storage (CCS)-Drilling und -Completion-Markt zu einem eigenständigen Wachstumssegment innerhalb der Well-Services ausbauen wird. Rystad Energy prognostiziert eine deutliche Steigerung der Bohraktivität, von etwas über 200 CCS-Wells im Jahr 2025 auf mehr als 1.000 Wells bis 2030. Der regionale Schwerpunkt der CCS-Bohraktivität liegt zunächst in Nordamerika, wo rund 30% der weltweit gebohrten CCS-Wells geplant sind, gefolgt von China und Indonesien.14

Darüber hinaus wird der 3D-Metalldruck für die High-Tech Fertigungsindustrie weiter an Bedeutung gewinnen und entwickelt sich damit zu einer Schlüsseltechnologie. Aufgrund der hohen Designfreiheit und der Möglichkeit, komplexe Strukturen effizient herzustellen, findet diese Technologie besonders in den Bereichen der Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und anderen Industrien breite Anwendung. Die Marktgröße für Metal Additive Manufacturing Services lag im Jahr 2025 bei rund USD 1,5 Milliarden und soll bis 2030 auf USD 4,8 Milliarden anwachsen.15 In diesem dynamischen Umfeld ist SBO nicht zuletzt durch die jüngst abgeschlossene Akquisition von 3T Additive Manufacturing Limited optimal positioniert.

Mit dem National Defense Authorization Act (NDAA FY2026) Section 849 (Additive Manufacturing) vom 18. Dezember 2025 hat die US-Regierung die strategische Relevanz von Additive Manufacturing, einschließlich 3D-Metalldruck, für die Verteidigungsbeschaffung und sicherheitskritische Anwendungen klar hervorgehoben. Das Gesetz etabliert verbindliche Anforderungen an Sicherheit, Datenhoheit und Prozessqualifikation sowie die skalierbare industrielle Nutzung additiver Fertigung im Verteidigungsbereich. Diese Entwicklung stärkt die Rolle von 3D-Metalldruck als Schlüsseltechnologie und wird die weitere Marktdurchdringung und das Wachstum beschleunigen.

Ausblick 2026: Durch den Zyklus navigieren, Diversifizierung beschleunigen

Für das Jahr 2026 wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3% prognostiziert. Für die Industriestaaten wird ein Wirtschaftswachstum von 1,8% vorhergesagt, mit einer etwas stärkeren Dynamik in den USA (+2,4%), während für die EU ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,3% erwartet wird. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum von 4,2% prognostiziert.16

Vor dem Hintergrund soll der weltweite Gasverbrauch 2026 einen neuen historischen Höchststand erreichen und um knapp 2% wachsen.17 Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die globale Ölnachfrage im Jahr 2026 weiter zunehmen, mit einem erwarteten jährlichen Zuwachs von rund 850.000 Barrel pro Tag. Gleichzeitig soll das weltweite Ölangebot im selben Zeitraum um etwa 2,4 Millionen Barrel pro Tag auf 108,6 Millionen Barrel pro Tag steigen. Diese Angebotsausweitung führt weiterhin zu einem Überangebot am Ölmarkt und entsprechend zu einem gedämpften Ölpreisniveau.18

Für 2026 deuten aktuelle Analysen von Evercore ISI und Rystad Energy jedoch auf eine leichte Trendumkehr hin, mit einem erwarteten Investitionswachstum von 0–2%. Rystad Energy prognostiziert per Dezember 2025 für das Jahr 2026 weltweit rund 61.000 gebohrte und komplettierte Bohrlöcher, was einer Zunahme der Aktivität von rund 2,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht.19

Auch wenn dies auf eine Stabilisierung des Marktes für 2026 hindeutet, erwartet SBO aufgrund des anhaltenden Öl-Überangebots, volatiler Ölpreise, geopolitischer Unsicherheiten und einem sich laufend verändernden Zollumfeld ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld.

Mehrere internationale Oilfield-Service-Unternehmen, darunter auch wesentliche Kunden von SBO in der Precision Technology-Division, sehen das Jahr 2026 als „Übergangsjahr“: Die Aktivität soll sich stabilisieren und erste Anzeichen einer Erholung – angeführt von den internationalen und Offshore-Märkten – werden erwartet. Aktuell sind diese Kunden bei ihren Investitionsplänen für 2026 aber noch zurückhaltend. Da zwischen Auftragseingang und Umsatz üblicherweise ein zeitlicher Verzug besteht und der Auftragseingang 2025 rückläufig war, rechnet SBO in der PT-Division im ersten Halbjahr 2026 weiterhin mit einem verhaltenen Umsatzniveau. Im zweiten Halbjahr sollte sich die Lage verbessern, sobald die höheren Auftragseingänge seit Q4 umsatzwirksam werden. SBO fokussiert sich auf Kosteneffizienz und Kapazitätsmanagement und ist damit bestens auf den nächsten Aufschwung vorbereitet. Parallel dazu treibt SBO die Umsetzung der strategischen Diversifizierung weiter voran.

In der Energy Equipment-Division sieht SBO Wachstumschancen durch die fortschreitende Internationalisierung des Well Completion-Geschäfts, unterstützt durch die Inbetriebnahme der lokalen Fertigung in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Dieses stärkt die regionale Marktpräsenz und erhöht die operative Nähe zu den Kunden. Darüber hinaus wird das neu eröffnete Reline- und Vertriebszentrum in Houston dazu beitragen, die Marktposition des Bohrmotorengeschäfts in den USA weiter zu stärken. Auch neue Produktentwicklungen im Bereich der Plugs und der Rotary Steerable-Tools werden dabei unterstützen, die sich bietenden Wachstumsmöglichkeiten aktiv zu nutzen.

SBO treibt Diversifizierungsmaßnahmen konsequent voran.

Parallel dazu setzt SBO die Umsetzung ihrer Diversifizierungsstrategie fort. SBO sieht auch im Jahr 2026 Wachstum im Bereich Bohrung und Komplettierung von Next-Generation-Geothermie sowie bei der Erschließung von CCS-, Lithium- und Helium-Projekten. Dabei unterstützt insbesondere das Produktportfolio der Energy Equipment-Division, bestehend aus Rotary Steerable -Tools, Bohrmotoren, Circulation Tools, Frac Plugs und Packers. Laut der IEA liegt das technische Potenzial von Next-Generation-Geothermie bis zu 60-mal höher als die derzeit weltweit installierte Leistungskapazität und damit nach der Solarphotovoltaik an zweiter Stelle. Diese Technologie könnte damit bis 2050 etwa 15% des globalen Stromwachstums abdecken.20

Aufbauend auf die Expertise im Advanced Additive Manufacturing treibt SBO das Wachstum in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und anderen Industrien 2026 weiter voran. Die Anschaffung von weiteren 3D-Metalldruckern sowie die Integration von 3T Additive Manufacturing Limited ist die Basis für weiteres Wachstum.

2025 konnte SBO auch Materialverkäufe im Bereich Flow Control außerhalb des traditionellen Geschäfts von Drilling & Completion erzielen. Auch in den kommenden Quartalen wird der Ausbau des Flow Control-Geschäfts weiter vorangetrieben. Die zuletzt erreichten technologischen Qualifikationen, darunter das NORSOK-Listing der eingesetzten Hochleistungsmaterialien, stellen für SBO einen wesentlichen Schritt dar, um sich nachhaltig in diesem anspruchsvollen Marktsegment zu positionieren. Auf Basis der 2025 präsentierten Strategie wird das bestehende Material-Know-how gezielt in neue industrielle Anwendungen eingebracht, um zusätzliche margenstarke Geschäftsfelder zu erschließen.

Die Bedeutung von technologisch anspruchsvollen Bohr- und Komplettierungssystemen, wie sie von SBO entwickelt und hergestellt werden, bleibt hoch. Durch ihre technologische Kompetenz und konsequentes Kostenmanagement ist SBO auch in einem volatilen und derzeit herausfordernden Marktumfeld in der Lage, erfolgreich zu wirtschaften und ihre Wettbewerbsposition weiter auszubauen.

Dank exzellenter Bilanzstruktur und hoher liquiden Mittel wird SBO ihre Strategie gezielt entlang der vier Eckpfeiler Diversifizierung, Marktexpansion, Technologieführerschaft und operative Exzellenz vorantreiben. Mit der vorhandenen finanziellen Stärke wird SBO organisches Wachstum, strategische Partnerschaften und gezielte Akquisitionen aktiv vorantreiben.

Risikomanagement

Die SBO AG fungiert als strategische Managementholding für ihre Tochtergesellschaften. Ein wesentliches Aufgabengebiet der Holding ist, sich mit den strategischen und operativen Risiken auseinander zu setzen und rechtzeitig Maßnahmen zur Optimierung dieser Risiken zu setzen. Ein konzernweites Reporting-System unterstützt den Vorstand der SBO AG beim laufenden Monitoring des operativen Geschäftes und damit der Einschätzung operativer Risiken der Tochtergesellschaften. Die strategischen Risiken werden in Zusammenhang mit der jährlichen Erstellung der Mittelfristplanung zwischen dem Vorstand der SBO AG und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften erörtert und bewertet.

Finanzinstrumente

Die Ausleihungen wurden nur an verbundene Unternehmungen gewährt und sind fix verzinst. Diese lauten auf USD und unterliegen daher Fremdwährungsschwankungen.

Die liquiden Mittel bestehen aus Guthaben bei europäischen, vorrangig österreichischen, Banken mit marktkonformer Verzinsung.

Der Großteil der zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten wird fix verzinst und unterliegt daher keinem Zinsänderungsrisiko.

Aufgrund der derzeitig konzernweit verfügbaren liquiden Mittel bestehen aus heutiger Sicht keine signifikanten Liquiditätsrisiken.

Die Gesellschaft verwendet keine derivativen Finanzinstrumente.

Forschung und Entwicklung im SBO Konzern

Mit Spitzentechnologien Industrien transformieren

Als Weltmarktführer in der Herstellung von Hochpräzisionskomponenten liefert SBO Lösungen, die ganze Industrien transformieren. Von komplexen Komponenten bis hin zu Technologien für den Energiesektor und andere Industrien erfüllen unsere Produkte die höchsten Leistungs- und Qualitätsstandards. Mit fundierter Erfahrung in extremen Umgebungen entwickeln wir kundenspezifische Produkte, die den härtesten Herausforderungen standhalten. Mit Innovation und Nachhaltigkeit gestalten wir die Zukunft und schaffen neue Möglichkeiten in Industrien wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und anderen Industrien.

Advanced Additive Manufacturing

Die additive Fertigung (Additive Manufacturing) ist ein zentraler Schwerpunkt unserer innovativen Lösungen. In den letzten Jahren haben wir unsere Kompetenz im 3D-Metalldruck deutlich erweitert und uns als zertifizierter Anbieter für eine Vielzahl von anspruchsvollen Industrien etabliert, darunter die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Halbleiter, Energie und andere Industrien. In enger Kooperation mit unseren Zulieferern bauen wir unser Angebot an Maschinen und Pulversorten weiter aus. Ein Beispiel dafür ist CP-1, ein Aluminium-Eisen-Zirkonium-Pulver mit hoher Festigkeit, hervorragender thermischer und elektrischer Leitfähigkeit und einem effizienten Wärmebehandlungsprozess.

Darüber hinaus arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen, um fortschrittliche Designs und Produkte für neue und zukunftsweisende Technologien zu entwickeln. Dazu gehören etwa Komponenten für die Halbleiterindustrie, die wiederum Innovationen in den Bereichen künstliche Intelligenz und Hochleistungs-Computing unterstützen.

Gleichzeitig trägt die additive Fertigung dazu bei, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und unser Engagement für Nachhaltigkeit voranzutreiben. Im Rahmen unserer Innovationsinitiativen haben wir mit einem unserer Zulieferer ein Recyclingprogramm etabliert, das überschüssiges Material durch Re-Atomisierung wiederverwertbar macht und stärken so unseren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

2025 lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Erhöhung der Druckgeschwindigkeit und größeren Bauteilabmessungen. Unter den neu angeschafften Druckern ist ein neuer großformatiger 3D-Metalldrucker hervorzuheben, der unsere Kunden insbesondere beim Übergang von der Prototypenentwicklung zur Serienfertigung unterstützen wird.

Drilling und Well Completion-Technologie

Im Jahr 2025 brachte SBO mehrere F&E-getriebene Produktneuentwicklungen auf den Markt und stärkte damit die technologische Positionierung:

Mit OmniSteer haben wir im Bereich der Bohrtechnologie eine weiterentwickelte Rotary Steerable-Lösung eingeführt, die Oberflächensoftware und Bohrloch-Tool digital verbindet und Echtzeit-Überwachung, Kalibrierung sowie Performance-Analysen ermöglicht. Die optimierte mechanische Architektur erhöht die Lebensdauer in anspruchsvollen Anwendungen und reduziert den Wartungsbedarf für unsere Kunden. OmniSteer ist insbesondere für hohe Krümmungsraten und extreme Temperaturbedingungen, wie sie auch bei Next-Generation-Geothermie-Bohrungen vorzufinden sind, ausgelegt.

Weitere wesentliche Neuentwicklungen, die 2025 erfolgreich kommerzialisiert wurden, umfassten das „High Dogleg RSS Tool“. Mit diesem konnten die Präzision der Bohrlochverläufe und die Richtungssteuerung deutlich verbessert und anspruchsvolle Bohrprofile einschließlich U-Turn-Bohrungen ermöglicht werden. Die implementierte bidirektionale Echtzeit-Kommunikation zwischen Rotary Steerable-System und MWD-Komponenten steigert die Regelgüte und Genauigkeit und schafft die Grundlage für die Weiterentwicklung hin zu autonomeren Bohrprozessen. Darüber hinaus wurde das Portfolio durch den Hochleistungsbohrmotor BICO Brute mit integriertem Datensensor erweitert, der unter extremen Bedingungen marktübergreifend eingesetzt werden kann.

Auch im Bereich Well Completion haben wir im Berichtsjahr weiterentwickelte Produkte auf den Markt gebracht. So haben wir unter anderen unseren ersten High-Expansion-Packer für Off-Bottom-Zementierung eingesetzt, wie auch einen neuen Permanent-Bridge-Plug zur Marktreife gebracht.

SBO hat 2025 ein neues Reline- und Vertriebszentrum für das Bohrmotorengeschäft in Houston aufgebaut. Das Zentrum ging im Jänner 2026 in Betrieb und stellt einen zentralen Ausbau der Service- und Fertigungskapazitäten in Nordamerika dar. Das trägt wesentlich zur Effizienzsteigerung im operativen Geschäft bei: Durch die Integration von Reline-Services in unmittelbarer Kundennähe werden Durchlaufzeiten signifikant verkürzt, Betriebskosten optimiert und die Versorgungssicherheit erhöht. Das Reline- und Vertriebszentrum verbessert die Flexibilität des Bohrmotorengeschäfts und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit vor allem im nordamerikanischen Markt.

Materialinnovation und technologische Exzellenz

2025 hat SBO ihre technologische Erweiterung in neue industrielle Anwendungen fortgesetzt. Mit dem erfolgreichen NORSOK-Listing der unternehmenseigenen Hochleistungswerkstoffe wurde ein entscheidender Schritt in den Flow Control-Markt außerhalb von Drilling & Completion gesetzt. Dieses Listing ermöglicht den Einsatz von SBO-Materialien bei Ventilen, Verteilern, Flanschen, Dichtungen und verschiedenen anderen Strömungs- und druckführenden Systemen in anspruchsvollen Offshore-Umgebungen. Damit positioniert sich SBO als qualifizierter Anbieter von Hochleistungsmaterialien und Präzisionskomponenten für kritische Flow Control-Anwendungen im Subsea-Bereich, einem angrenzenden Hochtechnologiemarkt, in dem die Kernkompetenzen von SBO gefragt sind.

Mit branchenführendem Know-how in der Material- und Technologieentwicklung sowie erstklassigen Fertigungsfähigkeiten produziert SBO auch zukünftig hoch innovative Produkte, die die höchsten Qualitätsanforderungen unserer Kunden erfüllen.

Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt. Demzufolge hat das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die notwendigen Informationen von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.

Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen erstellt, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen. Weiters wird die Liquiditätsplanung der Gesellschaften laufend überwacht und mit den Holdingvorgaben abgestimmt.

Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings und der Internen Revision überwacht. Weiters werden die Jahresabschlüsse aller wesentlichen operativen Gesellschaften durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft. Im Zuge von regelmäßigen Meetings des Vorstands mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen). Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungs-Programm verwendet.

Die für den Konzern dargestellten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind auch uneingeschränkt für die Holdinggesellschaft anwendbar. Für das Rechnungswesen der Holdinggesellschaft sind ebenfalls anerkannte Standardprogramme im Einsatz.

Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2025 wie auch zum 31. Dezember 2024 EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 25. April 2024 wurde der Vorstand für die Dauer von 5 Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu TEUR 1.600 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen. In der Hauptversammlung vom 25. April 2024 wurde der Vorstand weiters für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In den Geschäftsjahren 2025 sowie 2024 hat die Gesellschaft von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht.

Zum Bilanzstichtag 2025 hält die Gesellschaft unverändert zum 31. Dezember 2024 240.535 Stück eigene Aktien, was jeweils einem Anteil von 1,50 % am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 7.798 entspricht. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit zum 31. Dezember 2025 wie auch zum 31. Dezember 2024 15.759.465 Stück.

Zum 31. Dezember 2025 hält die Berndorf Industrieholding AG, Wien, unverändert zum Vorjahr rund 33,6 % vom Grundkapital.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren angabepflichtigen Sachverhalte gemäß § 243a UGB.

Ternitz, 3. März 2026

SBO AG

Der Vorstand

Mag. Klaus Mader

Campbell MacPherson

1 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2026

2 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2026

3 Evercore ISI, Jänner 2026

4 Bloomberg, CO1 Brent Crude und CL1 WTI Crude

5 International Energy Agency (IEA), Gas Market Report Q1 2026, Jänner 2026

6 www.eia.gov

7 Baker Hughes Rig Count

8 Fortune Business Insights, Februar 2026

9 VoxelMatters 2025

10 Metal AM Magazine, Summer 2025

11 International Energy Agency (IEA): World Energy Outlook 2025, Current Policy und Stated Policy Scenario

12 Rystad Energy, Global Drilling and Completion Report Q4 2025, Dezember 2025

13 Fortune Business Insights: Lithiummarkt-Prognosebericht; Spherical Insights: Helium Market Size, Share & Growth Report

14 Rystad Energy, Global Well Activity Metrics Report, Jänner 2026

15 VoxelMatters 2025: Metal AM Market 2025

16 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook Update, Jänner 2026

17 International Energy Agency (IEA), Gas Market Report, Q1 2026, Jänner 2026

18 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2026

19 Rystad Energy: Global Well Activity Metrics Report, Jänner 2026; Evercore ISI, Jänner 2026

20 1 International Energy Agency (IEA), The Future of Geothermal, Dezember 2024

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der

SBO AG, Ternitz,

bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.

Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Siehe Anhang „II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ sowie „1. Erläuterungen zur Bilanz“ im Abschnitt „III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung“.

Das Risiko für den Abschluss

Die SBO AG weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 304.595 sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 85.106 aus.

Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses werden Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen von der Gesellschaft einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen. Hierbei beurteilt die Gesellschaft, ob Anhaltspunkte für einen wesentlich gesunkenen beizulegenden Wert und damit für außerplanmäßige Abschreibungen vorliegen. Für jene Finanzanlagen, die in den Vorjahren außerplanmäßig abgeschrieben wurden, überprüft die Gesellschaft, ob die Gründe für die Abschreibung weggefallen sind und somit eine Zuschreibung erforderlich ist. Im Anlassfall wird eine Bewertung auf Basis von diskontierten Netto-Zahlungsmittelzuflüssen, die im Wesentlichen von zukünftigen Umsatz- und Margenerwartungen abhängig sind, sowie auf Basis von abgeleiteten Diskontierungszinssätzen ermittelt.

Die Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen stellen aus unserer Sicht einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar, da hierfür Annahmen und Schätzungen, wie zukünftige Netto-Zahlungsmittelzuflüsse oder die Festlegung von Diskontierungszinssätzen, notwendig sind.

Für den Jahresabschluss besteht das Risiko, dass nicht angemessene Schätzungen eine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen und damit auf deren Bewertung der Bilanzansätze und das Finanzergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung haben können.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen wie folgt beurteilt:

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.

Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der geprüfte Abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Abschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. April 2025 als Abschlussprüfer gewählt und am 17. Juli 2025 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr beauftragt.

Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.

Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Mag. Heidi Schachinger.

Wien, 5. März 2026

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Heidi Schachinger

Wirtschaftsprüferin

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Corporate Governance Bericht

SBO verpflichtet sich seit 2005 zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex und setzt dessen Regeln konsequent um. Der Österreichische Corporate Governance Kodex ist ein Regelwerk, das internationalen Standards für die verantwortungsvolle Führung und Überwachung von Unternehmen entspricht. Mit der Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex leistet SBO einen Beitrag zur Stärkung des Vertrauens in österreichische Unternehmen und den österreichischen Kapitalmarkt.

Der Österreichische Corporate Governance Kodex in der für diesen Bericht maßgeblichen Fassung ist auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at zugänglich.

»Seit 2005 bekennen wir uns zum Österreichischen Corporate Governance Kodex und setzen dessen Regeln konsequent um. Damit tragen wir zur Stärkung des Vertrauens in österreichische Unternehmen und den österreichischen Kapitalmarkt bei.«

Die SBO hält sich an den Österreichischen Corporate Governance Kodex. Die Regeln des Kodex sind in drei Kategorien eingeteilt:

Erstens: L-Regeln (Legal Requirements): Sie beschreiben zwingende Rechtsvorschriften, die per Gesetz eingehalten werden müssen.

Zweitens: C-Regeln (Comply or Explain): Diese Kategorie enthält international übliche Bestimmungen, die Nichteinhaltung muss erklärt werden.

Drittens: R-Regeln (Recommendation): Bei diesen Regeln handelt es sich lediglich um Empfehlungen, deren Nichtumsetzung weder offengelegt noch erklärt werden muss.

SBO erfüllt die zwingenden gesetzlichen Vorschriften (L-Regeln) vollständig und hält sich an die C-Regeln (Comply). Der Offenlegungspflicht gemäß den L-Regeln 29a und 50 in Bezug auf die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht entsprochen.

Für das Geschäftsjahr 2025 hatte SBO sowohl einen konsolidierten als auch einen nicht konsolidierten Corporate Governance Bericht zu erstellen. Gemäß § 267b in Verbindung mit § 251 Abs. 3 UGB können diese Berichte zu einem Bericht zusammengefasst werden. Der vorliegende Bericht enthält daher die gemäß § 243c UGB geforderten Angaben sowohl für die Muttergesellschaft (SBO) als auch für die in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften der SBO. Das Diversitätskonzept gemäß § 243c Abs. 2 Z 3 UGB ist im Unterkapitel „Diversitätskonzept“ beschrieben.

Der Vorstand

Die Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands, die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, das Vorgehen bei Interessenkonflikten, die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands sowie die Zustimmungserfordernisse des Aufsichtsrats, die sich auch auf wesentliche Geschäftsfelder der wichtigsten Tochtergesellschaften erstrecken.

Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern, deren Aufgabenverteilung wie unten beschrieben geregelt ist. Grundlegende Entscheidungen fallen in die Zuständigkeit des Gesamtvorstands. Dazu gehören insbesondere die Festlegung der Unternehmensziele und die Definition der Unternehmensstrategie. Bei der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie berücksichtigt der Vorstand Aspekte der Nachhaltigkeit und damit verbundene Chancen und Risiken in den Bereichen Umwelt, soziale Belange und Corporate Governance.

Der Vorstand trifft sich regelmäßig zur gegenseitigen Information und Beschlussfassung. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, sich gegenseitig über alle wichtigen Ereignisse und Geschäftsvorfälle zu informieren. Die Entscheidungsfindung des Vorstands folgt dem Grundsatz des offenen, kritischen und zugleich konstruktiven Dialogs.

Mitglieder des Vorstands

Im Geschäftsjahr 2025 setzte sich der Vorstand aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Geburtsjahr Datum der

Erstbestellung
Ende der laufenden Funktionsperiode
Klaus Mader

Vorsitzender des Vorstands

(CEO)
1970 1. Oktober 2015 30. September 2028
Campbell MacPherson

Mitglied des Vorstands

(COO)
1974 1. Jänner 2024 31. Dezember 2026

Geschäftsverteilung

Die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hat keine Ausschüsse eingerichtet. Die Zuständigkeitsbereiche der Vorstandsmitglieder unbeschadet der kollektiven Zuständigkeit des Vorstands sind wie folgt festgelegt:

Klaus Mader (CEO): Strategie, Öffentlichkeitsarbeit / Investor Relations, ESG & Nachhaltigkeit, Compliance, Finanzen und Rechnungswesen, Personal- und Rechtswesen, Digitalisierung

Campbell MacPherson (COO): Produktion, Supply-Chain-Management, Marketing und Vertrieb, Produkt- und Marktstrategie, F&E und Innovationsmanagement

Als Vertreter der SBO-Muttergesellschaft nehmen die Vorstandsmitglieder bei den in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften (siehe Konzernabschluss) in der Regel eine Aufsichtsfunktion, ähnlich einer Aufsichtsratsfunktion in österreichischen Aktiengesellschaften, aber keine Geschäftsführungs- oder Leitungsfunktion wahr.

Der Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2025 setzte sich der Aufsichtsrat aus fünf Mitgliedern zusammen, die von der Hauptversammlung gewählt wurden:

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Gemäß der Satzung der SBO scheidet jedes Jahr ein Mitglied des Aufsichtsrats mit Ablauf der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus, um eine wirksame Kontrolle durch die Aktionäre zu gewährleisten. Das ausscheidende Mitglied kann sofort wiedergewählt werden. Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften werden wie folgt angegeben:

Gesellschaft Funktion
Norbert Zimmermann
Brigitte Ederer ams-OSRAM AG Mitglied des Aufsichtsrats
Simon Eyers Technip Energies Non-Executive Director
Next Energy Capital Advisory Board Member
Wolfram Littich
Sonja Zimmermann BTV Vier Länder Bank AG Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats

Kein Mitglied des Aufsichtsrats übt eine Leitungs- oder Aufsichtsfunktion in einer der konsolidierten Tochtergesellschaften von SBO aus.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

In Wahrnehmung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und strategischen Unterstützung des Vorstands, erörtert der Aufsichtsrat die Lage und die Ziele des Unternehmens und fasst Beschlüsse. Der Aufsichtsrat versteht einen offenen, kritischen und konstruktiven Dialog – sowohl innerhalb des Aufsichtsrats als auch im Verhältnis zum Vorstand – als zentrales Prinzip seiner Arbeitsweise.

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat regelt im Einzelnen die Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben des Aufsichtsrats, das Vorgehen bei Interessenkonflikten sowie alle Ausschüsse (Prüfungsausschuss, Nominierungs- und Vergütungsausschuss, Nachhaltigkeitsausschuss) und deren Zuständigkeiten.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum fünf Sitzungen abgehalten. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat in mehreren mündlichen und schriftlichen Berichten über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft und der Konzernunternehmen unterrichtet. Im Vordergrund der Berichterstattung standen die strategische Ausrichtung und Entwicklung des Konzerns sowie die wesentlichen geschäftlichen Vorgänge und mögliche Akquisitionen. Im Rahmen der Konzernstrategie wurden auch der Energiemarkt im Wandel und die damit verbundenen Chancen und Risiken für das bestehende Geschäftsmodell, politische Herausforderungen, wie beispielsweise die US-Einfuhrzölle und die Umsetzung der neuausgerichteten Strategie des Unternehmens erörtert. Darüber hinaus wurde die ESG-Strategie der Gruppe sowie deren Implementierung und Monitoring besprochen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtszeitraum an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen, lediglich ein Mitglied war bei einer Sitzung entschuldigt. Somit haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mehr als 75 % der Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat ernennt die Mitglieder des Prüfungsausschusses und des Nominierungs- und Vergütungsausschusses aus seiner Mitte. Die Aufgaben des Nachhaltigkeitsausschusses werden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Die Ausschüsse werden für die Dauer der Amtszeit ihrer Mitglieder gewählt. Jeder Ausschuss wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden.

Nachhaltigkeitsausschuss

Der Nachhaltigkeitsausschuss befasst sich mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG), der Überprüfung und Überwachung der ESG-Strategie sowie ESG-bezogener Standards, Prozesse und Leistungen, besonders im Zusammenhang mit der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) als auch der Klimaziele der Europäischen Union.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss ist für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts zuständig. Der Prüfungsausschuss prüft den Konzernabschluss. Er ist insbesondere auch für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, der Unabhängigkeit und der Tätigkeiten des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) sowie für die Genehmigung von Nichtprüfungsleistungen zuständig. Er führt das Verfahren zur Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) unter Berücksichtigung der Angemessenheit des Honorars durch und gibt dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers.

Mitglieder:

Wolfram Littich (Vorsitzender)

Norbert Zimmermann

Sonja Zimmermann

Brigitte Ederer

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Wolfram Littich, fungiert als Finanzexperte. Seit November 2024 ist Brigitte Ederer in ihrer Rolle als ESG-Expertin ein zusätzliches Mitglied des Prüfungsausschusses, um zu gewährleisten, dass ESG-bezogene Aufgaben des Prüfungsausschusses effektiv behandelt werden und um sicherzustellen, dass die Anforderungen für Nachhaltigkeitsprüfungen und -berichterstattung erfüllt werden.

Der Prüfungsausschuss hielt im Jahr 2025 zwei Sitzungen ab, in denen Themen im Zusammenhang mit dem Jahres- und Konzernabschluss mit dem Konzernabschlussprüfer besprochen wurden. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit Themen im Hinblick auf das interne Kontrollsystem, der internen Revision und dem Risikomanagement.

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss befasst sich mit den Angelegenheiten der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie mit den Bedingungen der mit den Vorstandsmitgliedern geschlossenen Anstellungsverträge. Darüber hinaus unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung freiwerdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss ist, soweit er nicht zwingend dem Aufsichtsratsplenum zugewiesen ist, für die folgenden Angelegenheiten zuständig:

e. Aushandlung, Abschluss, Änderung und Beendigung von Anstellungsverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands, nicht aber die gesellschaftsrechtliche Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern;

f. Aufstellung der Grundsätze für die Vergütung der Mitglieder des Vorstands (Vergütungspolitik) sowie Festlegung der zu gewährenden konkreten Vergütungsbestandteile einschließlich der zugrunde liegenden Ziele;

g. Erstellung des Vergütungsberichts über die Vergütung der Mitglieder des Vorstands;

h. Genehmigung der Darlehensgewährung an ein Vorstandsmitglied durch die Gesellschaft;

i. Gewährung einer Ausnahmegenehmigung betreffend Wettbewerbsverbot;

j. Festlegung der Grundsätze für die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats (Vergütungspolitik);

k. Erstellung des Vergütungsberichts über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats.

Mitglieder:

Norbert Zimmermann (Vorsitzender)

Brigitte Ederer

Sonja Zimmermann

Im Berichtsjahr hat der Ausschuss eine Sitzung abgehalten.

Unabhängigkeit

Hinsichtlich der Unabhängigkeitskriterien gemäß C-Regel 53 orientiert sich der Aufsichtsrat an den im Anhang 1 des Österreichischen Corporate Governance Kodex enthaltenen Leitlinien.

Nach den Kriterien für die Feststellung der Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53 des Anhangs 1 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex gelten alle Mitglieder des Aufsichtsrats zum 31. Dezember 2025 als von der Gesellschaft und deren Vorstand unabhängig. Daher ist der Aufsichtsrat ein unabhängiges Gremium.

Brigitte Ederer, Wolfram Littich und Simon Eyers vertreten die Interessen der Kleinaktionäre im Aufsichtsrat im Sinne der C-Regel 54 in Verbindung mit den vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien der Unabhängigkeit.

Im vergangenen Jahr bestanden keine zustimmungspflichtigen Verträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder mit Unternehmen, an denen ein Mitglied des Aufsichtsrats ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hatte.

MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON FRAUEN

Im Geschäftsjahr 2025 stellt sich der Anteil von Männern, Frauen und Diversen im Vorstand und Aufsichtsrat wie folgt dar:

Vorstand und Aufsichtsrat
2025 2024
Geschlecht Geschlecht
Frauen Männer Diverse Frauen Männer Diverse
Absolut % Absolut % Absolut % Absolut % Absolut % Absolut %
Aufsichtsrat 2 40 % 3 60 % 0 0 % 2 40 % 3 60 % 0 0 %
Vorstand 0 0 % 2 100 % 0 0 % 0 0 % 2 100 % 0 0 %
Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

Seit 2018 sieht das Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat (GFMA-G) verpflichtend bei Neubesetzungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Geschlechterquote von mindestens 30% vor, wobei auf volle Personenzahlen zu runden ist, sofern der Aufsichtsrat aus mindestens sechs Mitgliedern (Kapitalvertretern) und die Belegschaft zu mindestens 20% aus Arbeitnehmerinnen beziehungsweise Arbeitnehmern besteht. Mit Brigitte Ederer und Sonja Zimmermann im Aufsichtsrat wird diese Quote erreicht (40%).

SBO hat eine sehr schlanke Unternehmensstruktur mit ebenso schlanken Hierarchien. Dementsprechend verwenden wir nicht den Begriff „leitende Angestellte“ und verzichten auf eine diesbezügliche Berichterstattung. Es wäre verzerrend, nur die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften zu nennen.

Diversitätskonzept

Das dynamische Marktumfeld der Energieindustrie stellt eine anhaltende Herausforderung für Vorstand und Aufsichtsrat und der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften dar. Der zyklische Charakter dieser Industrie und die damit verbundenen Schwankungen in der Nachfrage nach unseren Produkten erfordern ein umfassendes Management-Know-how und ein Verständnis für die Marktdynamik in diesem Sektor. Darüber hinaus erfordert die internationale Positionierung des Unternehmens einen sorgsamen Umgang mit den kulturellen Gegebenheiten auf den verschiedenen Märkten.

Das Unternehmen wendet bei der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat kein Diversitätskonzept im Sinne des § 243c Abs 2 Z 3 UGB an, da die nachhaltige Umsetzung eines solchen Konzepts für ein Unternehmen der Energy Service Industry zu erheblichen Einschränkungen führen würde. Stattdessen wurden die beiden qualitativen Kriterien „Schlüsselkompetenz“ und „Erfahrung“ als wesentlich für die Besetzung von Leitungs- und Aufsichtsorganen definiert. Alle Personen im Aufsichtsrat sind ausgewiesene Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet und bringen ihr Fachwissen in die Sitzungen des Aufsichtsrats ein. Dieses reicht von einschlägiger Branchenerfahrung über branchenübergreifende Aufsichts- und / oder Führungserfahrung bis hin zu Qualifikationen in speziellen Fachgebieten. Besonderes Augenmerk wird auf die Diversität in der Belegschaft gelegt. Angestrebt wird eine Frauenquote von 25% bei den Führungskräften des Unternehmens.

Bei der Besetzung von Führungspositionen spielen fachliche und unternehmenskulturelle Aspekte eine wichtige Rolle. Alle Geschäftsführer der SBO-Tochtergesellschaften verfügen über langjährige Erfahrung in der Industrie.

NEUEINSTELLUNGEN NACH GESCHLECHT UND ALTER 2025
Alter Gesamt
< 30  30 – 50  > 50 
absolut  absolut  absolut  absolut 
Männer  158 40 % 195 50 % 40 10 % 393 87 %
Frauen  13 23 % 33 58 % 11 19 % 57 13 %
Diverse  0 0 % 0 0 % 0 0 % 0 0 %
Gesamt  171 38 % 228 51 % 51 11 % 450

1 Neueinstellungen beinhalten befristete sowie unbefristete Einstellungen und Übernahmen aus anderen SBO-Gesellschaften.

NEUEINSTELLUNGEN NACH GESCHLECHT UND ALTER 2024
Alter Gesamt
< 30  30 – 50  > 50 
absolut  absolut  absolut  absolut 
Männer  144 34 % 240 56 % 43 10 % 427 85 %
Frauen  18 24 % 45 61 % 11 15 % 74 15 %
Diverse  0 0 % 0 0 % 0 0 % 0 0 %
Gesamt  162 32 % 285 57 % 54 11 % 501

1 Neueinstellungen beinhalten befristete sowie unbefristete Einstellungen und Übernahmen aus anderen SBO-Gesellschaften.

Im Geschäftsjahr 2025 spiegelte sich das Diversitätskonzept in der SBO-Gruppe wie folgt wider: Bei der Einstellung neuer Mitarbeiter wurde darauf geachtet, ein diversifiziertes und leistungsstarkes Team zu erhalten. Der Anteil der neu eingestellten Mitarbeiter, die zwischen 30 und 50 Jahren alt sind, war mit 51% am höchsten, gefolgt von 38% der unter 30-jährigen. Der Anteil der neu eingestellten Mitarbeiter über 50 Jahre betrug 11%.

GESAMTZAHL DER Mitarbeiter NACH GESCHLECHT UND ALTER 2025
Alter Gesamt
< 30  30 – 50  > 50 
absolut  absolut  absolut  absolut 
Männer  198 15 % 785 60 % 325 25 % 1.308 85 %
Frauen  30 13 % 130 56 % 71 31 % 231 15 %
Diverse  0 0 % 0 0 % 0 0 % 0 0 %
Gesamt  228 15 % 915 59 % 396 26 % 1.539

Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember.

GESAMTZAHL DER Mitarbeiter NACH GESCHLECHT UND ALTER 2024
Alter Gesamt
< 30  30 – 50  > 50 
absolut  absolut  absolut  absolut 
Männer  211 15 % 819 60 % 340 25 % 1.370 86 %
Frauen  28 12 % 140 62 % 58 26 % 226 14 %
Diverse  0 0 % 0 0 % 0 0 % 0 0 %
Gesamt  239 15 % 959 60 % 398 25 % 1.596

Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember.

Die geringe Anziehungskraft der Industrie auf Frauen spiegelt sich im entsprechend niedrigen Anteil der weiblichen Beschäftigten klar wider. Der Frauenanteil bei den Angestellten betrug 29%, bei den Arbeitern 7%. Unter den Lehrlingen machte der Frauenanteil 16% aus. Im Jahresvergleich konnte der Frauenanteil somit leicht gesteigert werden.

GESAMTZAHL DER Mitarbeiter NACH GESCHLECHT UND Dienstverhältnis 2025
Dienstverhältnis Gesamt
Angestellte(R) Arbeiter(IN) Lehrlinge
absolut  absolut  absolut  absolut 
Männer  383 71 % 904 93 % 21 84 % 1.308 85 %
Frauen  154 29 % 73 7 % 4 16 % 231 15 %
Diverse  0 0 % 0 0 % 0 0 % 0 0 %
Gesamt  537 35 % 977 63 % 25 2 % 1.539

Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember.

GESAMTZAHL DER Mitarbeiter NACH GESCHLECHT UND Dienstverhältnis 2024
Dienstverhältnis Gesamt
Angestellte(R) Arbeiter(IN) Lehrlinge
absolut  absolut  absolut  absolut 
Männer  332 69 % 1.016 93 % 22 88 % 1.370 86 %
Frauen  147 31 % 76 7 % 3 12 % 226 14 %
Diverse  0 0 % 0 0 % 0 0 % 0 0 %
Gesamt  479 30 % 1.092 68 % 25 2 % 1.596

Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember.

BERICHT ÜBER DIE EXTERNE EVALUIERUNG

Die C-Regel 62 Österreichischer Corporate Governance Kodex (ÖCGK) sieht eine freiwillige externe Evaluierung der Einhaltung der C-Regeln des Kodex mindestens alle drei Jahre vor. Die SBO beauftragte die DORDA Rechtsanwalte GmbH mit der Evaluierung für das Geschäftsjahr 2025, wobei diese die Evaluierung der C-Regeln 77 bis 83 ÖCGK nicht umfasste. Die Evaluierung ergab, dass die SBO den C-Regeln des ÖCGK gemäß der von der SBO abgegebenen Entsprechenserklärung eingehalten hat.

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2025

Tätigkeiten des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2025 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. In fünf Aufsichtsratssitzungen sowie durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands wurde das Gremium regelmäßig über den Geschäftsverlauf, die Lage der Gesellschaft und der Konzernunternehmen informiert. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat halbjährlich über die ESG-Strategie der Gruppe auf dem Laufenden gehalten.

Ein Schwerpunkt der Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Vorstand lag auf der Analyse des Marktumfelds. Dieses war durch ein Überangebot am Ölmarkt, geopolitische Unsicherheiten, ein sich laufend veränderndes Zollumfeld sowie den niedrigen Ölpreis gekennzeichnet. Diese Herausforderungen führten zu Unsicherheit bei den Kunden von SBO und somit zu anhaltend geringen Investitionen und zu reduzierten Bohr- und Komplettierungsaktivitäten. Vor diesem Hintergrund wurden jene Maßnahmen besprochen, die der Vorstand ergriffen hat, um dem herausfordernden Geschäftsumfeld zu begegnen. Darüber hinaus wurden unter anderem die Umsetzung der strategischen Initiativen, geplante Investitionen, strategische Kooperationen und Akquisitionsmöglichkeiten besprochen. Dabei wurden jeweils die möglichen finanziellen als auch die nichtfinanziellen Auswirkungen berücksichtigt.

Aktuelle Informationen über die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Seit 1. Jänner 2024 fungieren Klaus Mader als Vorstandsvorsitzender (CEO) und Campbell MacPherson als Chief Operating Officer (COO) der Gesellschaft.

In der Hauptversammlung 2025, die in Ternitz stattfand, wurde Brigitte Ederer als Mitglied des Aufsichtsrats für eine weitere Amtszeit mit Wirkung bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2028 beschließt, wiedergewählt. Brigitte Ederer wurde weiters auch als stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, als Mitglied des Nominierungs- und Vergütungsausschusses, wie auch des Prüfungsausschusses wiederbestellt.

Änderung des Firmennamens

Die Hauptversammlung 2025 stimmte im Rahmen einer umfassenden Rekalibrierung der Strategie auch für die Umbenennung der Gesellschaft von SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft auf SBO AG. Dieser Änderung des Firmennamens gingen intensive Vorbereitungsarbeiten und eine Anpassung der Strategie, in enger Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat voraus, die bereits 2024 begonnen hatten.

Aktivitäten der Ausschüsse

Wie in den Jahren zuvor verfügte der Aufsichtsrat von SBO auch 2025 über ein Audit Committee (Prüfungsausschuss) und ein Remuneration Committee (Nominierungs- und Vergütungsausschuss). Zusätzlich verfügt SBO über einen Nachhaltigkeitsausschuss (Sustainability Committee), dessen Aufgaben vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen werden.

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss hat sich in einer Sitzung im Jahr 2025 mit Vergütungsfragen befasst, vorrangig mit dem Bericht über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands gemäß § 78c iVm § 98a AktG (Vergütungsbericht). Der im Jahr 2025 für das Jahr 2024 erstellte Bericht wurde deutlich umfassender und bot mehr Transparenz hinsichtlich der variablen Vergütung des Vorstands und der quantitativen sowie qualitativen Leistungskriterien. Der Vergütungsbericht wurde von der ordentlichen Hauptversammlung 2025 angenommen.

Der Prüfungsausschuss hat sich im Geschäftsjahr 2025 in zwei Sitzungen mit der Finanzberichterstattung der Gesellschaft (Konzernabschluss und Jahresabschluss) befasst und die ihm gemäß § 92 Abs. 4a AktG obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Im November 2025 hielt der Prüfungsausschuss eine Sitzung mit Vertretern der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft ab, um die Planung der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 zu besprechen. Der Aufsichtsrat wurde laufend über die Ergebnisse der Sitzungen des Prüfungsausschusses informiert.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 und der Lagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft.

Die Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2025 bis 31. Dezember 2025 vermittelt. Der Lagebericht ist nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht im Einklang mit dem Jahresabschluss.

Der gemäß § 243c UGB geforderte Corporate Governance Bericht wurde gemäß den Bestimmungen des § 251 Abs. 3 UGB erstellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025, der in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wurde, und der Konzernlagebericht wurden ebenfalls von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft.

Die Prüfung ergab, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr 2025 vermittelt. Der Konzernlagebericht ist nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 267 Abs. 3a UGB und steht im Einklang mit dem Konzernabschluss. Die gemäß § 267a UGB geforderte konsolidierte Nicht-finanzielle Erklärung sowie der gemäß § 267b UGB geforderte konsolidierte Corporate Governance Bericht wurden erstellt. Da die Prüfungen keinen Anlass zu Beanstandungen gaben, erteilte der Abschlussprüfer sowohl für den Jahresabschluss 2025 als auch für den Konzernabschluss 2025 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die konsolidierte Nicht-finanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB in der Fassung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zum 31. Dezember 2025 wurde von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft einer freiwilligen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.

Genehmigung und Verwendung Bilanzgewinn

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 18. März 2026 nach Erörterung und Prüfung durch den Prüfungsausschuss den vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 und den Konzernlagebericht einschließlich der konsolidierten Nicht-finanziellen Erklärung und des konsolidierten Corporate Governance Berichts geprüft. Diese Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.

Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 ausgewiesenen Bilanzgewinns zugestimmt.

Dank an den Vorstand, die Mitarbeiter und alle Stakeholder

Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SBO-Gruppe für ihr großes Engagement und ihren Beitrag zu den Erfolgen im Geschäftsjahr 2025. Mein besonderer Dank gilt auch allen Aktionärinnen und Aktionären von SBO sowie allen Kunden und Partnern für ihr anhaltendes Vertrauen.

Ternitz, 18. März 2026

Für den Aufsichtsrat

Norbert Zimmermann

Vorsitzender

Erklärung aller Gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Ternitz, 4. März 2026

Der Vorstand

Mag. Klaus Mader

Campbell MacPherson

Impressum

Dieser Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Nichtsdestotrotz können Versehen und Druckfehler nicht ausgeschlossen werden. Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SBO-Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Mit diesem Bericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der SBO AG verbunden.

Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, verzichten wir in diesem Bericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen und verwenden lediglich die maskuline Form. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechter gleichermaßen.

Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. In Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich.

Veröffentlicht am 19. März 2026.

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In Zusammenarbeit mit: Mensalia Unternehmensberatungs GmbH, Wien Graphisches Design: brand unit GmbH, Wien Fotos: SBO AG

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