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Inhalt
  • Teil 1: Konzerngeschäftsbericht – beinhaltet:
  • 4
  • Konzernlagebericht
  • 83
  • Bestätigungsvermerk
  • 93
  • Konzernabschluss und Konzernanhang
  • Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft – beinhaltet:
  • 226
  • Lagebericht
  • 239
  • Bestätigungsvermerk
  • 244
  • Jahresabschluss und Anhang
  • Teil 3: Abkürzungen und Definitionen – beinhaltet:
  • 278
  • Abkürzungen und Definitionen
  • Teil 4: Erklärung des Vorstands – beinhaltet:
  • 282
  • Erklärung gemäß § 124 Abs. 1 BörseG 2018
 
KONZERNLAGEBERICHT
4 — 82
5 — OMV im Überblick
8 — Marktausblick
11 — Strategie
20 — Nachhaltigkeit
27 — Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE)
33 — Mitarbeiter:innen
36 — Geschäftsjahr des OMV Konzerns
49 — Chemicals & Materials
58 — Fuels & Feedstock
63 — Energy
73 — Ausblick
74 — Risikomanagement
79 — Weitere Informationen
OMV im Überblick
Die OMV fördert und vermarktet Öl und Gas sowie chemische Produkte und Lösungskonzepte auf verantwortungsvolle Weise und entwickelt innovative Lösungen mit besonderem Fokus auf die Kreislaufwirtschaft. Der Konzernumsatz 2023 belief sich auf EUR 39 Mrd. Mit einer Marktkapitalisierung zum Jahresende von rund EUR 13 Mrd ist die OMV eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Die Mehrheit der rund 20.600 Mitarbeiter:innen der OMV ist an den integrierten europäischen Standorten des Konzerns tätig.
Unser Purpose und unsere Werte
Unsere Geschäftsbereiche
Marktausblick
Im Jahr 2023 setzten die Zentralbanken ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Preissteigerungen mit weiteren Zinserhöhungen fort, während der Konflikt in der Ukraine ins zweite Jahr ging und weiter andauerte. Weltweit waren die Preise für Energierohstoffe im Großen und Ganzen niedriger als 2022, wodurch insbesondere in Europa der Preisdruck auf die Verbraucher:innen nachließ. Nichtsdestotrotz blieben die gedämpften Wachstumsaussichten ein zentrales Thema für die Märkte. Dies galt auch für den Rohölmarkt, auf dem sich die Rückkehr zu einem weitreichenden Marktmanagement durch die Gruppe der OPEC+ erneut als starker Preistreiber erwies. Es ist davon auszugehen, dass diese Themen auch im Jahr 2024 auf der Tagesordnung bleiben werden und die Märkte weiterhin eine mögliche Eskalation des Nahostkonflikts im Blick haben müssen.
Gesamtangebot an Primärenergie weltweit
In EJ
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Quelle: IEA World Energy Outlook 2023
Globale Nachfrage nach petrochemischen Produkten1
In Mio t
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Quelle: Chemical Market Analytics von OPIS, einem Unternehmen von Dow Jones; Herbst 2023
1 Ethylen und Propylen

Globale Nachfrage nach Polyolefin-Neuware
In Mio t
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Quelle: Chemical Market Analytics von OPIS, einem Unternehmen von Dow Jones; Herbst 2023
Globale Nachfrage nach recycelten Polyolefinen
In Mio t
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Quelle: Chemical Market Analytics von OPIS, einem Unternehmen von Dow Jones; Herbst 2023
Szenario-Analyse
Strategie
Die OMV will sich von einem integrierten Öl-, Gas- und Chemieunternehmen zu einer führenden Anbieterin von innovativen nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien entwickeln und dabei die Chancen der Kreislaufwirtschaft nutzen. Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 zu einem Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen in Bezug auf alle drei Scopes von Treibhausgasemissionen zu werden. Auf dem Weg dorthin erwartet die OMV, einen operativen Cashflow exklusive Net-Working-Capital-Positionen von rund EUR 6 Mrd bis 2025 und von mindestens EUR 7 Mrd bis 2030 sowie einen ROACE von mindestens 12% zu erzielen und die Ausschüttungen an ihre Aktionär:innen zu erhöhen. Der Purpose der OMV „Re‑inventing essentials for sustainable living“ ist unser konzernweites Leitbild.4
Strategische Eckpfeiler
Strategische Prioritäten bis 2030
Chemicals & Materials (C&M)
Strategische Prioritäten bis 2030
Zu den wichtigsten Wachstumsinitiativen gehören:
Neben der allgemeinen Marktattraktivität, der strategischen Eignung und der Wertschöpfung sind Nachhaltigkeit und geografische Reichweite die wichtigsten Investitionskriterien für potenzielle Diversifikationsmöglichkeiten. Um die Technologieführerschaft aufrechtzuerhalten, ist eine kontinuierliche Konzentration auf Innovation unerlässlich.
Fuels & Feedstock (F&F)
Strategische Prioritäten
Energy
Strategische Prioritäten bis 2030

Dekarbonisierungsstrategie
Strategische Prioritäten bis 2030

Finanzen
Strategische Prioritäten bis 2030
Um ihr strategisches Ziel zu erreichen, plant die OMV für den Zeitraum 2022–2030 jährliche organische Investitionen in Höhe von rund EUR 3,5 Mrd. Insgesamt wendet der Konzern für diesen Zeitraum mehr als EUR 13 Mrd auf (d.h. etwa 40% der gesamten organischen Investitionsaufwendungen), um seine ehrgeizigen Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Darüber hinaus wird die OMV ein anorganisches Wachstum in Bereichen von strategischer Bedeutung in Betracht ziehen. Dies wird jedoch vom Verschuldungsspielraum des Konzerns abhängen. Außerdem können sich im Portfolio des Konzerns Möglichkeiten bieten, die Umsetzung der Strategie durch Veräußerungen zu beschleunigen, wenn sich attraktive Akquisitionsziele in bestimmten Wachstumsbereichen anbieten.
Die Konzernstrategie, unterstützt durch eine disziplinierte Kapitalallokation, wird die OMV in die Lage versetzen, steigende und solide Cashflows und höhere Erträge zu erwirtschaften. Diese robusten Finanzkennzahlen stellen eine solide Konzernbilanz sicher. In ihrer Finanzstrategie hat sich die OMV dazu verpflichtet, eine solide Bilanz und ein Investment-Grade-Rating zu gewährleisten. Das Unternehmen strebt mittel- bis langfristig einen Leverage-Grad von unter 30% an. Je nach den Portfoliomaßnahmen kann der Leverage-Grad 30% überschreiten, allerdings wird dann ein Entschuldungsprogramm durchgeführt, um die Bilanz zu stärken.
Nachhaltigkeit
Wir wollen eine nachhaltige Welt mitgestalten – eine Welt, die für alle lebenswert ist. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft stehen im Mittelpunkt unserer Konzernstrategie. Wir wollen bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen werden, treiben die Energiewende voran und arbeiten proaktiv am Umstieg von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft. Wir bauen ein positives Verhältnis zu unseren Mitarbeiter:innen, der lokalen Bevölkerung, unseren Lieferant:innen und anderen Stakeholder:innen auf. Dabei sprechen wir auch die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen an, die der Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft mit sich bringt. Unser strategischer Rahmen für Nachhaltigkeitsthemen basiert auf den drei Säulen Umwelt, Gesellschaft und Governance (Environmental, Social, and Governance; ESG).
Nachhaltigkeitsziele und Commitments der OMV
Klimawandel
Management natürlicher Ressourcen
Gesundheit, Arbeitsschutz und Sicherheit
Menschen

Ethische Geschäftspraktiken
Klimawandel
Performance im Bereich Geschäftsgrundsätze und soziale Verantwortung
Geschäftsethik und Compliance
Compliance der Lieferant:innen
Menschenrechte
Community Relations und Entwicklung
Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE)
Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sind für die OMV zentrale Werte. Die Integrität der Betriebsanlagen der OMV, Schadenverhütung, proaktives Risikomanagement und Umweltschutz sind entscheidend für die Verwirklichung der HSSE-Mission der OMV: „Committed to Zero Harm – Protect People, Environment, and Assets“.
HSSE-Strategie
Gesundheit und Arbeitsschutz
Sicherheitskennzahlen des OMV Konzerns
Pro 1 Mio Arbeitsstunden
2023
2022
Konzern
Häufigkeit der Arbeitsunfälle
mit Ausfallzeit
1,04
1,13
Häufigkeit der berichtspflichtigen
Arbeitsunfälle
1,48
1,32
Vertragsunternehmen
Häufigkeit der Arbeitsunfälle
mit Ausfallzeit
0,80
0,62
Häufigkeit der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle
1,32
1,19
Gesamt (Konzern und Vertrags-
unternehmen)
Häufigkeit der Arbeitsunfälle
mit Ausfallzeit
0,87
0,78
Häufigkeit der berichtspflichtigen
Arbeitsunfälle
1,37
1,23
Sicherheit
Umweltmanagement
Mitarbeiter:innen
Es sind die 20.600 Mitarbeiter:innen der OMV, die unsere Konzernstrategie erfolgreich umsetzen. Wir sind stolz auf die Ergebnisse, die wir gemeinsam erzielt haben. Vertrauen in und Stolz auf das Unternehmen geben unseren Mitarbeiter:innen die Energie und Entschlossenheit, Herausforderungen zu bewältigen und sich auf innovative Lösungen zu konzentrieren, die uns noch stärker machen.
Die „People & Culture“-Strategie der OMV
Highlights 2023
Anzahl der Trainingsteilnehmer:innen1,2,3
2023
2022
Österreich
5.316
5.599
Rumänien/übriges Europa
13.814
14.659
Mittlerer Osten/Afrika
779
664
Rest der Welt
756
700
Insgesamt
20.5494
21.622
Ausgaben für Trainingsmaßnahmen pro Region1,2
In EUR
2023
2022
Österreich
4.012.063
3.435.294
Rumänien/übriges Europa
6.703.411
5.670.768
Mittlerer Osten/Afrika
1.072.251
614.903
Rest der Welt
504.914
369.132
Insgesamt
12.292.639
10.090.097
1 Ausgenommen Konferenzen und Trainings für externe Mitarbeiter:innen
2Ausgenommen DUNATÁR, SapuraOMV, OMV Russia, DYM Solutions, mtm, Rialti, Renasci
3 Anzahl der Mitarbeiter:innen, die an mindestens einem Training teilgenommen haben
4Die Gesamtzahl ist aufgrund der Doppelzählung von Expats geringer als die Summe der Länder.
Diversität
Wichtige Mitarbeiterkennzahlen
Mitarbeiter:innen
2023
2022
Mitarbeiter:innen nach Region
Österreich
5.242
5.884
Übriges Europa
13.732
14.890
Mittlerer Osten und Afrika
630
583
Rest der Welt
988
951
Gesamtzahl der Mitarbeiter:innen
20.592
22.308
Diversität
Frauen
in %
28
27
Männer
in %
72
73
Weibliche Executives1
in %
18
20
Anzahl der Nationalitäten
94
101
1Zu den Executives zählen OMV Senior Vice Presidents sowie Vorstandsmitglieder der OMV Petrom und der Borealis Gruppe.
Geschäftsjahr des OMV Konzerns
Im Jahr 2023 erzielte die OMV mit EUR 6 Mrd das bisher zweitbeste CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten in ihrer Geschichte. Darüber hinaus blieb der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen mit EUR 4,6 Mrd signifikant, und der organische freie Cashflow belief sich auf EUR 2,3 Mrd. Der Leverage-Grad lag mit 8% auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Diese finanzielle Stärke ist eine exzellente Basis für die weitere strategische Entwicklung der OMV hin zu einem führenden Unternehmen im Bereich von nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien sowie für das Ziel, den OMV Aktionär:innen attraktive Renditen zu liefern.
Wirtschaftliches Umfeld
Makroökonomie
Darüber hinaus entwickelte sich das Wachstum weiterhin uneinheitlich, mit zunehmenden globalen Divergenzen. Die Konjunkturschwäche machte sich in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften deutlicher bemerkbar, wohingegen Schwellenländer im Allgemeinen mehr Widerstandskraft zeigten. Ein positiver Ausnahmefall in der Gruppe der Industrieländer waren die Vereinigten Staaten, da die US-Wirtschaft durch eine robuste Konsumnachfrage und Investitionstätigkeit in einer besseren Verfassung blieb. Unter den Schwellenländern war hingegen China eine negative Überraschung, da die anhaltende Krise im Immobiliensektor und eine generell nachlassende Zuversicht die Binnenwirtschaft zusehends belasteten.
Während sich der Dienstleistungssektor zunächst erholte und schließlich das Niveau von vor der Pandemie übertraf, hatte die starke Nachfrage nach arbeitsintensiven Dienstleistungen eine Verknappung von Arbeitskräften und eine anhaltend höhere Teuerung bei den Dienstleistungspreisen zur Folge.
Öl und Gas
Ölpreis (Brent) – Monatsdurchschnitt1
In USD/bbl
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1Monatsdurchschnitt ICE Brent Generic 1st Contract
Raffinerien und petrochemische Produkte
Finanzieller Lagebericht
Ergebnisse auf einen Blick
2023
2022
Δ
Umsatzerlöse
in EUR Mio
39.463
62.298
–37%
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1
in EUR Mio
6.024
11.175
–46%
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Chemicals & Materials1
in EUR Mio
94
1.457
–94%
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Fuels & Feedstock1
in EUR Mio
1.651
1.810
–9%
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Energy1
in EUR Mio
4.357
8.001
–46%
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich & Sonstiges1
in EUR Mio
–51
–50
–2%
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung
in EUR Mio
–27
–43
38%
CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten
in %
43
48
–5
CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten1
in EUR Mio
3.421
5.807
–41%
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten1,2
in EUR Mio
2.593
4.394
–41%
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten1
in EUR
7,93
13,44
–41%
Sondereffekte3
in EUR Mio
–668
861
n.m.
davon Chemicals & Materials
in EUR Mio
–214
582
n.m.
davon Fuels & Feedstock
in EUR Mio
146
426
–66%
davon Energy
in EUR Mio
–586
–111
n.m.
davon Konzernbereich & Sonstiges
in EUR Mio
–14
–36
62%
CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (−)
in EUR Mio
–130
210
n.m.
Operatives Ergebnis Konzern
in EUR Mio
5.226
12.246
–57%
Operatives Ergebnis Chemicals & Materials
in EUR Mio
–120
2.039
n.m.
Operatives Ergebnis Fuels & Feedstock
in EUR Mio
1.671
2.438
–31%
Operatives Ergebnis Energy
in EUR Mio
3.771
7.890
–52%
Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges
in EUR Mio
–65
–86
24%
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung
in EUR Mio
–31
–35
12%
Finanzerfolg
in EUR Mio
–70
–1.481
95%
Steuerquote des Konzerns
in %
58
52
6
Periodenüberschuss
in EUR Mio
1.917
5.175
–63%
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Periodenüberschuss2
in EUR Mio
1.480
3.634
–59%
Ergebnis je Aktie
in EUR
4,53
11,12
–59%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit
in EUR Mio
5.709
7.758
–26%
Freier Cashflow vor Dividenden
in EUR Mio
2.682
5.792
–54%
Freier Cashflow nach Dividenden
in EUR Mio
349
4.333
–92%
Organischer freier Cashflow vor Dividenden
in EUR Mio
2.272
4.891
–54%
Organischer freier Cashflow nach Dividenden
in EUR Mio
–61
3.432
n.m.
Leverage-Grad
in %
8
8
0
Investitionen4
in EUR Mio
3.965
4.201
–6%
Organische Investitionen5
in EUR Mio
3.748
3.711
1%
CCS ROACE vor Sondereffekten
in %
12
19
–7
ROACE
in %
7
17
–11
Hinweis: Ab 2023 wurde der Bereich Gas & Power Osteuropa von Fuels & Feedstock in den Geschäftsbereich Energy übertragen und wird nun zusammen mit Gas Marketing Westeuropa unter „Gas Marketing & Power“ ausgewiesen. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen für 2022 in der neuen Struktur dargestellt.
1 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu finden sich in Anhangangabe 5 – Segmentberichterstattung – des Anhangs zum Konzernabschluss
2 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Jahresüberschusses
3 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporären Hedging-Effekten für wesentliche Hedging-Transaktionen werden berücksichtigt.
4 Investitionen beinhalten Akquisitionen.
5 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.
Erläuterungen zu den Ergebnissen auf einen Blick
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
Sondereffekte und CCS Effekte
In EUR Mio
2023
2022
Δ
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1
6.024
11.175
–46%
Sondereffekte
–668
861
n.m.
davon:
Personallösungen
–6
–8
27%
davon:
Wertminderungen/Wertaufholungen
–44
58
n.m.
davon:
Anlagenverkäufe
208
724
–71%
davon:
Sonstiges
–827
87
n.m.
CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–)
–130
210
n.m.
Operatives Ergebnis Konzern
5.226
12.246
–57%
1 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
In EUR Mio
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CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten
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Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten
In EUR Mio
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Leverage-Grad
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CCS ROACE vor Sondereffekten
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Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl.
Net-Working-Capital-Positionen
In EUR Mio
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Organischer freier Cashflow vor Dividenden
In EUR Mio
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Organische Investitionen
In EUR Mio
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Investitionen (CAPEX)9
Gesamte Investitionen
In EUR Mio
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
Investitionen
In EUR Mio
2023
2022
∆
Investitionen gesamt
3.965
4.201
–6%
+/– sonstige Anpassungen
–14
–47
70%
– Investitionen in Finanzanlagen
–215
–490
56%
Zugang lt. Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen)
3.736
3.664
2%
+/– Nicht zahlungswirksame Änderungen1
–248
–721
66%
Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
3.487
2.943
18%
+ Zahlungswirksame Investitionen, Ausleihungen und sonstige Finanzanlagen
635
736
–14%
+ Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel
52
—
n/a
Investitionen laut Cashflow-Rechnung
4.174
3.679
13%
1 Nicht zahlungswirksame Änderungen im Jahr 2022 waren hauptsächlich durch neue Leasingsverträge betreffend die Errichtung einer neuen Propan-Dehydrierungsanlage in Belgien durch Borealis beeinflusst.
Erläuterungen zur Konzern-Cashflow-Rechnung
Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt)
In EUR Mio
2023
2022
∆
Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen
4.638
9.843
–53%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit
5.709
7.758
–26%
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
–3.027
–1.966
54%
Freier Cashflow
2.682
5.792
–54%
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
–3.771
–2.660
42%
Währungsdifferenz auf liquide Mittel
–25
–72
–66%
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel
–1.114
3.060
n.m.
Liquide Mittel Periodenbeginn
8.124
5.064
60%
Liquide Mittel Periodenende
7.011
8.124
–14%
davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
91
35
162%
In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen
6.920
8.090
–14%
Freier Cashflow nach Dividenden
349
4.333
–92%
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung (verkürzt)
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
2023
2022
Δ
Umsatzerlöse
39.463
62.298
–37%
Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
1.068
2.512
–57%
Summe Erlöse und sonstige Erträge
40.531
64.811
–37%
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)
–24.222
–39.298
–38%
Produktions- und operative Aufwendungen und produktionsbezogene Steuern
–4.929
–6.205
–21%
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
–2.463
–2.484
–1%
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
–3.006
–2.689
12%
Explorationsaufwendungen
–222
–250
–11%
Sonstige betriebliche Aufwendungen
–462
–1.639
n.m.
Operatives Ergebnis
5.226
12.246
n.m.
Finanzerfolg
–70
–1.481
n.m.
Ergebnis vor Steuern und vor Solidaritätsbeitrag
5.156
10.765
n.m.
Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl
–552
—
n.m.
Ergebnis vor Steuern
4.604
10.765
n.m.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
–2.687
–5.590
n.m.
Periodenüberschuss
1.917
5.175
–63%
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen
72
71
1%
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
366
1.470
n.m.
Periodenüberschuss den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen
1.480
3.634
–59%
Effektivsteuersatz (%)
58
52
6
Umsätze mit Dritten 2023 (2022)
In EUR Mio wenn nicht anders angegeben (Vorjahr)
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'

Umsätze nicht konsolidiert 2023 (2022)
In EUR Mio wenn nicht anders angegeben (Vorjahr)
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
Sonstige betriebliche Aufwendungen sanken von EUR 1.639 Mio im Jahr 2022 auf EUR 462 Mio im Jahr 2023. Das Jahr 2022 war hauptsächlich aufgrund der Entkonsolidierung von Beteiligungen in Russland und der Neubewertung des Vermögenswerts aus der Neufeststellung der Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno-Russkoje beeinflusst.
Das Finanzergebnisverbesserte sich von EUR –1.481 Mio im Jahr 2022 auf EUR –70 Mio im Jahr 2023. Das negative Finanzergebnis im Jahr 2022 war hauptsächlich durch die Wertminderung des Nord-Stream-2-Darlehens in Höhe von EUR 1.004 Mio sowie die EUR 370 Mio negativen Fair-Value-Anpassungen der Beteiligungen in Russland bedingt. Das Finanzergebnis im Jahr 2023 verbesserte sich zusätzlich aufgrund eines höheren Nettozinsergebnisses; dies wurde teilweise durch ein schlechteres Fremdwährungsergebnis ausgeglichen. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 20 – Finanzielle Vermögenswerte).
Erläuterungen zur Konzernbilanz
Konzernbilanz (verkürzt)
In EUR Mio
2023
2022
Δ
angepasst1
Aktiva
Langfristiges Vermögen
31.559
32.384
–3%
Kurzfristiges Vermögen
17.432
22.803
–24%
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
1.671
1.676
–0%
Passiva
Eigenkapital
25.369
26.628
–5%
Langfristige Verbindlichkeiten
14.826
15.607
–5%
Kurzfristige Verbindlichkeiten
9.846
14.001
–30%
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
622
626
–1%
Summe Aktiva/Passiva
50.663
56.863
–11%
1 Vergleichsinformationen zum 31. Dezember 2022 wurden angepasst. Weitere Einzelheiten sind dem Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen) zu entnehmen.
Langfristiges Vermögen:
Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurden 2023 unter anderem durch signifikante Investitionen beeinflusst, die jedoch durch die Umgliederung der SapuraOMV zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten nahezu kompensiert wurden (Anhangangabe 22 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten – im Anhang zum Konzernabschluss).
Kurzfristiges Vermögen:
Die Vorräte fielen von EUR 4.834 Mio im Jahr 2022 auf EUR 3.529 Mio im Jahr 2023, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Preise. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 19 – Vorräte).

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten:
Langfristige Verbindlichkeiten:
Kurzfristige Verbindlichkeiten:

Chemicals & Materials
Im Geschäftsbereich Chemicals & Materials zählt die OMV zu den weltweit führenden Anbieter:innen von fortschrittlichen und kreislauforientierten Polyolefinlösungen und ist eine europäische Marktführerin bei Basischemikalien und im Kunststoffrecycling. Das Unternehmen versorgt über Borealis10 und seine beiden Joint Ventures – Borouge mit ADNOC in den VAE und Singapur und Baystar mit TotalEnergies in den USA – Kund:innen in aller Welt mit Dienstleistungen und Produkten.
Auf einen Blick
2023
2022
∆
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
in EUR Mio
94
1.457
–94%
davon Borealis exklusive JVs
in EUR Mio
–74
967
n.m.
davon Borealis JVs
in EUR Mio
102
332
–69%
Sondereffekte
in EUR Mio
–214
582
n.m.
Operatives Ergebnis
in EUR Mio
–120
2.039
n.m.
Investitionen1
in EUR Mio
1.345
1.896
–29%
Ethylen-Referenzmarge Europa
in EUR/t
507
560
–9%
Propylen-Referenzmarge Europa
in EUR/t
389
534
–27%
Polyethylen-Referenzmarge Europa
in EUR/t
322
390
–17%
Polypropylen-Referenzmarge Europa
in EUR/t
355
486
–27%
Steamcracker-Auslastungsgrad Europa
80%
74%
5
Verkaufsmenge Polyolefine
in Mio t
5,69
5,66
0%
davon Verkaufsmenge Polyethylen exkl. JVs
in Mio t
1,63
1,69
–3%
davon Verkaufsmenge Polypropylen exkl. JVs
in Mio t
1,86
1,84
1%
davon Verkaufsmenge Polyethylen JVs2
in Mio t
1,28
1,25
2%
davon Verkaufsmenge Polypropylen JVs2
in Mio t
0,92
0,88
4%
Hinweis: Nach dem erfolgreichen Börsengang von 10% des gesamten ausgegebenen Aktienkapitals der Borouge PLC am 3. Juni 2022 hält Borealis 36% an der Borouge PLC, wodurch sich die finanziellen und operativen Beiträge ab dem Zeitpunkt des Börsengangs verringern.
1 Investitionen beinhalten Akquisitionen
2 Anteilige Mengen der at-equity konsolidierten Unternehmen
Finanzielle Performance
Geschäftsüberblick
Basischemikalien
Polyolefine
Die von Borealis hergestellten Polyolefinprodukte sind die Grundlage vieler wertvoller Kunststoffanwendungen, die aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Die zukunftsweisenden Polyolefine von Borealis leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung entlang der Wertschöpfungskette und zur effizienteren Nutzung natürlicher Ressourcen. In enger Zusammenarbeit mit seinen Kund:innen und Partner:innen aus der Industrie bietet Borealis innovative und wertsteigernde Kunststofflösungen für verschiedene Branchen und Marktsegmente an. Die Endprodukte werden durch diese Lösungen sicherer, leichter, erschwinglicher und einfacher zu recyceln. Kurz gesagt: Sie ermöglichen ein nachhaltigeres Leben. Borealis bietet fortschrittliche Polyolefine als Neuware und als kreislauffähige Lösungen für folgende wichtige Branchen an: Konsumgüter, Energie, Healthcare, Infrastruktur und Mobilität.
Der Markt für Polyolefine blieb 2023 insgesamt schwach, wurde jedoch von Jänner bis April durch die Turnaround-Frühjahrssaison und die optimistische Stimmung angesichts der Wiederöffnung Chinas nach Aufhebung der Covid-19-Beschränkungen vorübergehend gestützt. Die Branchenrentabilität brach in den Sommermonaten drastisch ein, da Lagerbestände in einem noch nie dagewesenen Umfang abgebaut wurden. Dem lagen Faktoren wie Importdruck, hohe Bestände, die Hoffnung auf sinkende Polyolefinpreise und der jährliche Nachfragerückgang während der Ferienzeit zugrunde. Die Rentabilität der Branche und die Anlagenauslastungen fielen auf Niveaus, wie sie zuletzt auf dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise 2007–2008 verzeichnet wurden. Zwar konnte sich die Branchenrentabilität im weiteren Jahresverlauf etwas erholen, blieb aber insgesamt betrachtet sehr schwach.
Erneuerbare und kreislauforientierte Chemikalien
Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte
Joint Ventures
Borouge (Borealis 36%, ADNOC 54%, Streubesitz 10%)
Baystar (Borealis 50%, TotalEnergies 50%)
Wachstumsprojekte
Borouge
Kallo
Innovation und neue Technologien
Digitalisierung
Fuels & Feedstock
Der OMV Geschäftsbereich Fuels & Feedstock raffiniert und vermarktet Kraftstoffe. Er betreibt drei Binnenraffinerien in Europa, hält eine starke Marktposition in den Gebieten, in denen sich diese Raffinerien befinden, und bedient ein starkes Marken-Retail-Netz sowie gewerbliche Kund:innen. Im Mittleren Osten hält der Bereich einen 15%igen Anteil an ADNOC Refining und ADNOC Global Trading.
Auf einen Blick
2023
2022
∆
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1
in EUR Mio
1.651
1.810
–9%
davon ADNOC Refining & Trading
in EUR Mio
314
350
–10%
Sondereffekte
in EUR Mio
146
426
–66%
CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–)1
in EUR Mio
–126
202
n.m.
Operatives Ergebnis
in EUR Mio
1.671
2.438
–31%
Investitionen2
in EUR Mio
984
800
23%
OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa basierend auf Brent3,4
in USD/bbl
11,70
14,71
–21%
Raffinerie-Auslastungsgrad Europa
85%
73%
12
Kraftstoff- und sonstige Verkaufsmengen Europa
in Mio t
16,29
15,51
5%
davon Retail-Verkaufsmengen
in Mio t
5,62
6,16
–9%
Hinweis: Ab 2023 wurde der Bereich Gas & Power Osteuropa von Fuels & Feedstock in den Geschäftsbereich Energy übertragen und wird nun zusammen mit Gas Marketing Westeuropa unter „Gas Marketing & Power“ ausgewiesen. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen für 2022 in der neuen Struktur dargestellt.
1 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu in Anhangangabe 5 – Segmentberichterstattung – des Konzernanhangs
2 Investitionen beinhalten Akquisitionen.
3 Ab Q2/22 berücksichtigt die Raffinerie-Referenzmarge die Änderung des Rohöl-Referenzpreises von Urals auf Brent bei der OMV Petrom.
4 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffineriemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und anderen Betriebsbedingungen von der OMV Raffinerie-Referenzmarge abweichen.
Finanzielle Performance
Die OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa war mit USD 11,7/bbl auf einem hohen Niveau, war aber bedingt durch niedrigere Margen für Mitteldestillate rückläufig (2022: USD 14,7/bbl). Der Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien stieg im Jahr 2023 um 12% auf 85% an (2022: 73%), da 2022 durch die Generalüberholung und den Zwischenfall in der Raffinerie Schwechat beeinflusst war. Die Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi und die Generalüberholung der petrochemischen Anlagen in Schwechat hatten eine negative Auswirkung auf den Auslastungsgrad im Jahr 2023. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa stiegen um 5% auf 16,3 Mio t an, hauptsächlich bedingt durch höhere Verkaufsmengen aus dem Commercial-Geschäft. Dies wurde teilweise durch geringere Retail-Verkaufsmengen, hervorgerufen durch den fehlenden Beitrag des veräußerten slowenischen und deutschen Tankstellengeschäfts, kompensiert. Das Retail-Geschäft lieferte hauptsächlich aufgrund höherer Kraftstoffmargen einen gestiegenen Ergebnisbeitrag, da das Vorjahr durch Preisregulierungen negativ beeinträchtigt war. Eine verbessertes Ergebnis im Non-Fuel-Geschäft konnte das Ergebnis zusätzlich unterstützen. Dies wurde nur teilweise durch höhere Fixkosten sowie den fehlenden Ergebnisbeitrag des veräußerten Tankstellengeschäfts kompensiert. Auch der Ergebnisbeitrag des Commercial-Geschäfts konnte sich deutlich verbessern. Dies ist hauptsächlich auf gestiegene Margen infolge von höheren erzielten Terminpreisen und des Wegfalls von Preisobergrenzen zurückzuführen. Die Verkaufsmengen stiegen im Vergleich zum Vorjahr, das durch den Zwischenfall in Schwechat negativ beeinträchtigt war, an.
Die Investitionen in Fuels & Feedstock beliefen sich auf EUR 984 Mio (2022: EUR 800 Mio). Organische Investitionen betrafen 2023 im Wesentlichen die europäischen Raffinerien. Der Anstieg der Investitionen im Jahr 2023 war in erster Linie auf die Kosteninflation sowie höhere Investitionen in die Aromaten-Anlage in Petrobrazi und die Co-Processing-Anlage in Schwechat zurückzuführen.
Geschäftsüberblick
Der Geschäftsbereich Fuels & Feedstock raffiniert Rohöl und andere Rohstoffe. Die Aktivitäten umfassen die Bereiche Refining, Supply & Trading, Commercial und Retail. Die OMV verfügt über eine Raffineriekapazität von insgesamt rund 500 kbbl/d, mit drei eigenen Raffinerien in Europa und einer 15%igen Beteiligung an ADNOC Refining & ADNOC Global Trading. In Europa sind die Raffinerieaktivitäten in hohem Maße in den Bereich Marketing integriert, um ein starkes Marken-Retail-Netz und eine breite Basis von gewerblichen Kund:innen zu bedienen. Kraftstoffe und andere Verkaufsmengen in Europa beliefen sich im Jahr 2023 auf 16,29 Mio t. Für rund 35% des Verkaufsvolumens ist das starke Marken-Retail-Netz mit 1.666 Tankstellen verantwortlich, während das restliche vermarktete Volumen auf gewerbliche Kund:innen entfällt, die hauptsächlich aus dem Transportsektor und der Baubranche kommen.
Raffinerien inklusive Produktbeschaffung und ‑verkauf
ADNOC Refining & ADNOC Global Trading
Nominalkapazitäten der Raffinerien 2023
In kbbl/d
Schwechat (Österreich)
204
Burghausen (Deutschland)
79
Petrobrazi (Rumänien)
86
ADNOC Refining (Vereinigte Arabische Emirate)1
138
Insgesamt
507
1 Entsprechen dem 15%-Anteil der OMV an ADNOC Refining
Retail
Innovation und neue Technologien
Digitalisierung
Energy
Der Geschäftsbereich Energy besteht aus E&P, Gas Marketing & Power und dem Low-Carbon-Geschäft. E&P beinhaltet die Exploration und Förderung von Kohlenwasserstoffen. Gas Marketing & Power betreibt eine vollständige Wertschöpfungskette im Erdgasbereich mit Vertriebsaktivitäten, Logistik und dem Stromgeschäft in Rumänien. Das Low-Carbon-Geschäft konzentriert sich auf Geothermie, Carbon Capture and Storage (CCS) und erneuerbare Energien.
Auf einen Blick
2023
2022
Δ
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
in EUR Mio
4.357
8.001
–46%
davon Gas Marketing & Power
in EUR Mio
609
305
100%
Sondereffekte
in EUR Mio
–586
–111
n.m.
Operatives Ergebnis
in EUR Mio
3.771
7.890
–52%
Investitionen1
in EUR Mio
1.582
1.464
8%
Explorationsausgaben
in EUR Mio
248
202
23%
Explorationsaufwendungen
in EUR Mio
222
250
–11%
Produktionskosten
in USD/boe
9,67
8,20
18%
Gesamtproduktion
in kboe/d
364
392
–7%
Gesamtverkaufsmenge
in kboe/d
345
379
–9%
Sichere Reserven per 31. Dezember
in Mio boe
1.136
1.037
10%
Durchschnittlicher Brent-Preis
in USD/bbl
82,64
101,32
–18%
Durchschnittlich realisierter Rohölpreis2,3
in USD/bbl
79,21
95,04
–17%
Durchschnittlich realisierter Gaspreis2,4
in EUR/MWh
29,09
53,78
–46%
Hinweis: Per 2023 wurde der Bereich Gas & Power Osteuropa von Fuels & Feedstock in den Geschäftsbereich Energy übertragen und wird nun zusammen mit Gas Marketing Westeuropa unter „Gas Marketing & Power“ ausgewiesen. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen für 2022 in der neuen Struktur dargestellt.
1 Investitionen beinhalten Akquisitionen.
2 Die durchschnittlich realisierten Preise beinhalten Hedging-Effekte.
3 Ab Q2/22 basiert der Transferpreis der OMV Petrom zwischen dem Geschäftsbereich Energy und dem F&F-Segment auf Brent statt auf Urals.
4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts von 10,8 MWh pro 1.000 Kubikmeter Erdgas über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.
Finanzielle Performance
Produktion
2023
2022
Erdöl und NGL
Erdgas¹
Gesamt
Erdöl und NGL
Erdgas¹
Gesamt
in Mio bbl
in bcf
in Mio boe
in Mio boe
in Mio bbl
in bcf
in Mio boe
in Mio boe
Rumänien2
20,0
115,7
21,4
41,4
20,9
122,0
22,6
43,5
Österreich
3,0
18,0
3,0
6,0
3,3
19,7
3,3
6,6
Norwegen
13,4
84,5
14,1
27,5
14,7
102,2
17,0
31,7
Libyen
11,2
—
—
11,2
10,4
—
—
10,4
Tunesien
1,1
13,6
2,3
3,3
0,9
14,7
2,4
3,4
Jemen
0,1
—
—
0,1
0,6
—
—
0,6
Region Kurdistan im Irak
1,0
17,4
2,9
3,9
1,0
15,8
2,6
3,6
Vereinigte Arabische Emirate
16,7
—
—
16,7
15,4
—
—
15,4
Neuseeland
3,6
53,8
9,0
12,6
3,0
47,1
7,8
10,8
Malaysia2
0,7
57,9
9,7
10,4
0,6
60,0
10,0
10,6
Russland
—
—
—
—
—
37,7
6,3
6,3
Gesamt
70,7
361,0
62,3
133,0
70,8
419,2
72,1
143,0
1 Für die Umrechnung von Erdgas von cf in boe wurde in allen Ländern folgender Faktor verwendet: 1 boe = 6.000 cf. Eine Ausnahme ist Rumänien, wo folgender Faktor verwendet wurde: 1 boe = 5.400 cf.
2 Die obigen Zahlen enthalten 100% aller vollkonsolidierten Unternehmen.
E&P-Geschäft
Mittel- und Osteuropa
Mittlerer Osten und Afrika
Nordsee
Asien-Pazifik
Schlüsselprojekte
Neptun (Rumänien, OMV Petrom 50%)
Weitere Großprojekte (Rumänien, OMV Petrom 100%)
Wittau (Österreich, OMV 100%)
Umm Lulu und SARB (Vereinigte Arabische Emirate, OMV 20%)
Ghasha-Konzession (Vereinigte Arabische Emirate, OMV 5%)
Gullfaks (Norwegen, OMV 19%)
Gudrun (Norwegen, OMV 24%)
Edvard Grieg (Norwegen, OMV 20%)
Berling (Hades/Iris) (Norwegen, OMV 30%)
SK408 (Malaysia, OMV 40%)
Highlights Exploration und Evaluierung
Reservenentwicklung
Gas Marketing & Power
Gas Marketing Westeuropa
Supply, Marketing und Trading von Gas
Gas-Logistik
Gas & Power Osteuropa

Low-Carbon-Geschäft
Geothermie
Carbon Capture and Storage (CCS)
Erneuerbare Energien (Windkraft und Photovoltaik)
Innovation und neue Technologien
Digitalisierung
Ausblick
Marktumfeld
Konzern
Chemicals & Materials
Die organischen Investitionen im Bereich Chemicals & Materials werden für 2024 auf rund EUR 1,0 Mrd prognostiziert (2023: EUR 1,2 Mrd).

Fuels & Feedstock
Die organischen Investitionen im Bereich Fuels & Feedstock werden 2024 voraussichtlich rund EUR 0,8 Mrd betragen (2023: EUR 1,0 Mrd).
Energy
Risikomanagement
Als internationaler Öl-, Gas- und Chemiekonzern, dessen Aktivitäten von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zum Handel und zur Vermarktung von Mineralölprodukten, chemischen Produkten und Erdgas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem Marktpreisrisiken und anderen finanziellen Risiken sowie operativen und strategischen Risiken. Im Risikomanagementprozess des Konzerns liegt der Schwerpunkt auf der Identifizierung, Bewertung und Beurteilung dieser Risiken und ihrer Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität und Rentabilität. Ziel ist es, die Risiken im Rahmen des Risikoappetits und der festgelegten Risikotoleranzen des Konzerns aktiv zu steuern, um langfristige strategische Ziele der OMV zu verwirklichen.
Risikomanagement-Governance
Der Vorstand ergreift eine proaktive Haltung, um die Risikomanagementprozesse der OMV zu überwachen und zu verbessern sowie eine starke Risikokultur im gesamten OMV Konzern sicherzustellen. Ein funktionsübergreifender Ausschuss bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements und unter der Leitung des:der CFO – das Risk Committee – stellt sicher, dass wesentliche Risiken innerhalb des Konzerns im Rahmen des Risikomanagementprozesses effektiv erfasst und gesteuert werden. Der OMV Konzern verfügt über eine wirksame, eigenständige zentrale Risikomanagementfunktion innerhalb des CFO-Bereichs, die direkt an den Vorstand berichtet und von den Geschäftsfeldern unabhängig ist.
Management der finanziellen Risiken
Management von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Risiken im Zusammenhang mit EU-Emissionsberechtigungen
Zinsrisikomanagement
Kreditrisikomanagement
Operative Risiken
Die OMV ist durch ihre Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) ausgesetzt. Dazu zählen die möglichen Auswirkungen von Naturkatastrophen sowie von Vorfällen im Bereich der Prozesssicherheit und der Sicherheit von Personen. Weitere operative Risiken gehen mit der Durchführung von Investitionsprojekten und der Nichteinhaltung von gesetzlichen oder regulatorischen Bestimmungen einher. Sämtliche operativen Risiken werden nach dem definierten Risikomanagementverfahren des Konzerns identifiziert, analysiert, überwacht und gemindert. Die bewerteten Risiken werden auf allen Unternehmensebenen unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien und mit klar zugeordneten Verantwortlichkeiten gesteuert und gemindert. Die Schlüsselrisiken, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz, Recht und Compliance, Personalmanagement sowie Nachhaltigkeit, werden zentral durch definierte Konzernrichtlinien geregelt, um sicherzustellen, dass Planungsziele erreicht werden können.
Projektrisiken
Die OMV kann operativen, politischen, technologischen und anderen Risiken ausgesetzt sein, die sich ihrem eigenen Einfluss und dem ihrer Vertragsunternehmen entziehen, was den Fortschritt der Projekte der OMV verzögern oder behindern kann.
So kann beispielsweise die Durchführung großer Onshore- und Offshore-Projekte in Rumänien, Norwegen und den VAE durch Änderungen des jeweiligen regulatorischen oder steuerlichen Rahmens, durch die Nichtverfügbarkeit von Vertragsunternehmen oder den Mangel an qualifiziertem Personal beeinträchtigt werden. Projektkosten können durch Preisinflation, Arbeitskräftemangel oder die Unterbrechung bzw. Neuorganisation von Lieferketten negativ beeinflusst werden. Projekte können insbesondere in den Bereichen Recycling sowie nachhaltige Kraftstoffe und Rohstoffe von einer unzureichenden Verfügbarkeit der benötigten Ausgangsstoffe, der Unfähigkeit einer kommerziellen Nutzung neuer Technologien oder mangelnder regulatorischer Klarheit betroffen sein. Vor allem in neuen Geschäftsbereichen investiert die OMV unter Umständen häufiger über Partnerschaften und Joint Ventures, wodurch das Unternehmen erhöhten Governance- und Kreditrisiken ausgesetzt sein kann, die die Projektabwicklung unter Umständen negativ beeinflussen. Jedes dieser Risiken kann erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Ertrags- und Finanzlage der OMV haben.
ESG-Risiko
In Bezug auf Nachhaltigkeit legt die OMV besonderes Augenmerk auf fünf Schwerpunktbereiche: Klimawandel, Management natürlicher Ressourcen, Menschen, ethische Geschäftspraktiken sowie Gesundheit, Arbeitsschutz und Sicherheit.
Die Vorstandsmitglieder der OMV diskutieren regelmäßig (zumindest vierteljährlich) über aktuelle und bevorstehende Richtlinien und Vorschriften zu folgenden Themen: Umwelt, Klima und Energie, diesbezügliche Entwicklungen in den Märkten für Kraftstoffe, Chemikalien und Erdgas, finanzielle Auswirkungen von Handelssystemen für Emissionszertifikate, Status von Innovationsprojekten und Fortschritt in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele. Die OMV legt einen starken Fokus auf die potenzielle Vulnerabilität des Unternehmens durch den Klimawandel (z.B. Wasserknappheit, Dürreperioden, Überschwemmungen und Erdrutsche), die Auswirkungen des Unternehmens auf die Umwelt und die Maßnahmen zur Gewährleistung eines erfolgreichen Wandels hin zu einer CO2-armen Umwelt (z.B. Reduzierung der CO2-Emissionen und Einhaltung neuer regulatorischer Anforderungen). Die mit dem Klimawandel in Zusammenhang stehenden kurz- und mittelfristigen physischen Schwachstellen werden im Rahmen des UWRM-Prozesses ermittelt und berichtet. Ergänzend dazu erstellte die OMV eine fundierte Klimabilanz und Schwachstellenanalyse für den Großteil ihrer Assets, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber physischen Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu ermitteln. Dabei wurden jene Szenarien des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) verwendet, die dem von der EU-Taxonomie vorgeschlagenen Zeithorizont entsprechen.
Die Geschäftstätigkeit der OMV hat Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter:innen und die Anrainergemeinden der Standorte, an denen wir vertreten sind. Als Unterzeichnerin des United Nations Global Compact befolgt die OMV den Prozess der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht, der die Bewertung der Menschenrechtsrisiken im Zusammenhang mit unseren aktuellen und zukünftigen Geschäftsaktivitäten sowie das Ergreifen von Risikomanagementmaßnahmen umfasst. Bei diesem fortlaufenden Prozess wird auf externe Ressourcen und Fachkenntnisse zurückgegriffen, und externe Stakeholder:innen, insbesondere die betroffenen Gruppen, werden einbezogen.
IT-Risiken
Strategische Risiken
Geopolitische und regulatorische Risiken
Die OMV beobachtet die geopolitischen Entwicklungen aufmerksam, insbesondere den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie mögliche zusätzliche Sanktionen und Gegensanktionen, die sich daraus ergeben könnten, aber auch die jüngsten Angriffe auf Israel, die Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Region und der potenziellen Auswirkungen auf die geschäftlichen Aktivitäten der OMV aufgeworfen haben. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Geschäftstätigkeit der OMV in der MENA-Region bislang von diesen Entwicklungen unberührt geblieben ist.
Das Unternehmen prüft regelmäßig die Auswirkungen möglicher weiterer Eskalationen auf seine Geschäftstätigkeit. Zum Beispiel könnten anhaltende und/oder zunehmende Unterbrechungen der russischen Rohstofflieferungen nach Europa zu einem weiteren Anstieg der europäischen Energiepreise führen. Sanktionen gegen Russland und von Russland verhängte Gegensanktionen könnten zu weiteren Störungen in den globalen Lieferketten und Engpässen führen – beispielsweise bei Energieprodukten, Rohstoffen, Agrarprodukten und Metallen – was wiederum einen weiteren Anstieg der Betriebskosten zur Folge hätte.
Makroökonomische Risiken
Risiken in Verbindung mit dem Klimawandel
Risiken in Verbindung mit der Unternehmenstransformation
Die Transformation der OMV zu einer führenden Anbieterin von nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien sowie nachhaltigen Energielösungen ist von einer Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Zu diesen Risiken gehören die Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter:innen, Technologie- und Scale-up-Risiken, die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe in ausreichender Qualität und Quantität sowie Governance-Risiken im Zusammenhang mit Joint Ventures und Partnerschaften.
Personalrisiken
Weitere Informationen
Informationen gemäß § 267 Absatz 3a in Verbindung mit § 243a Absatz 1 Unternehmensgesetzbuch (UGB)
7.a) Da das von der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 geschaffene genehmigte Kapital am 14. Mai 2019 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 29. September 2020 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand, bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital der OMV mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung
(i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder
(ii) der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient.
Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben.
7.b) In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wur-de der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogramme, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
Am 7. Dezember 2015 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio:
(i) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1, mit einem erstmöglichen Kündigungstag im Jahr 2021, wurden gekündigt und zu ihrem Nennbetrag (zuzüglich Zinsen) am 30. November 2021 zurückgezahlt.
(ii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht, verzinst.
Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Am 19. Juni 2018 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Die Hybridschuldverschreibungen werden bis zum 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Von 19. Juni 2024 (einschließlich) bis 19. Juni 2028 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 19. Juni 2028 (einschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 19. Juni eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Am 1. September 2020 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.250 Mio in zwei Tranchen (Tranche 1: EUR 750 Mio; Tranche 2: EUR 500 Mio) mit folgender Verzinsung:
(iii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 werden bis zum 1. September 2026 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 1, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,500% verzinst. Vom ersten Resettermin (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht.
(iv) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 1. September 2029 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Vom 1. September 2029 (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht.
Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 1. September eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Die zum 31. Dezember 2023 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der OMV unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständigen Zinsen zur Zahlung fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels, zum Beispiel, hat die OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, andernfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
Nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 267a Unternehmensgetzbuch (UGB)
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
Executive Vice President Fuels & Feedstock
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials
  • Berislav Gaso e.h.
Executive Vice President Energy
Bestätigungsvermerk13
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
OMV Aktiengesellschaft, Wien,
Grundlage für das Prüfungsurteil
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Anhangangaben betreffend die Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende
Das Risiko für den Konzernabschluss
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Werthaltigkeit von Öl- und Gasvermögen in den Sachanlagen
Das Risiko für den Konzernabschluss
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zukünftige Cashflows
Preisannahmen
Öl- und Gasreserven
Abzinsungssätze
Andere Prüfungshandlungen
Werthaltigkeit von at-equity bewerteten Beteiligungen
Das Risiko für den Konzernabschluss
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
Das Risiko für den Konzernabschluss
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Zukünftige Kosten und Zeitplan für die Rekultivierung
Abzinsungssatz und Inflationsraten
Andere Prüfungshandlungen
Bilanzierung für komplexe Transaktionen im Bereich Gasversorgung und -handel
Risiko für den Konzernabschluss

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Sonstiger Sachverhalt
Sonstige Informationen

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Urteil
Erklärung
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
 
KONZERNABSCHLUSS UND
KONZERNANHANG
93 — 224
94 — Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
95 — Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2023
96 — Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023
98 — Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2023
100 — Konzern-Cashflow-Rechnung 2023
Konzernanhang
101 — Grundlagen der Abschlusserstellung und Bilanzierungsgrundsätze
122 — Segmentberichterstattung
128 — Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
139 — Erläuterungen zur Bilanz
176 — Ergänzende Angaben zur Finanzlage
197 — Sonstige Angaben
214 — Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
224 — Vorstand
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2023
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
In EUR Mio
Anhangangabe
2023
2022
Umsatzerlöse
5, 6
39.463
62.298
Sonstige betriebliche Erträge
7
742
1.644
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
7, 18
326
869
Summe Erlöse und sonstige Erträge
40.531
64.811
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)
19
–24.222
–39.298
Produktions- und operative Aufwendungen
–4.004
–4.542
Produktionsbezogene Steuern
–925
–1.663
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
8
–2.463
–2.484
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
–3.006
–2.689
Explorationsaufwendungen
8, 9
–222
–250
Sonstige betriebliche Aufwendungen
10
–462
–1.639
Operatives Ergebnis
5.226
12.246
Dividendenerträge
33
10
11
Zinserträge
12, 33
473
269
Zinsaufwendungen
12, 33
–415
–417
Sonstiges Finanzergebnis1
12, 33
–138
–1.345
Finanzerfolg
–70
–1.481
Ergebnis vor Steuern und vor Solidaritätsbeitrag
5.156
10.765
Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl
13
–552
—
Ergebnis vor Steuern
4.604
10.765
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
14
–2.687
–5.590
Jahresüberschuss
1.917
5.175
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen
1.480
3.634
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen
72
71
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
366
1.470
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR
15
4,53
11,12
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR
15
4,52
11,11
1 Enthält 2022 Wertminderungen in Höhe von EUR 1.004 Mio im Zusammenhang mit Finanzierungsvereinbarungen für Nord Stream 2.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2023
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
In EUR Mio
Anhangangabe
2023
2022
Jahresüberschuss
1.917
5.175
Währungsumrechnungsdifferenzen
–542
603
Saldo Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahres
23
–542
250
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in die Gewinn- und
Verlustrechnung
7, 10
–0
354
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges
30
–360
40
Saldo Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahres
–320
377
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in die Gewinn- und
Verlustrechnung
–40
–338
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen
Ergebnis
18
–4
0
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert („recycelt“) werden können
–907
643
Gewinne (+)/Verluste(–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten
Plänen
25
–58
263
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten
20
–2
2
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend
auf den Buchwert des Grundgeschäftes übertragen werden
30
–27
–67
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen
Ergebnis
18
5
6
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert („recycelt“) werden
–83
204
Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert („recycelt“) werden können, entfallen
83
–5
Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert („recycelt“) werden, entfallen
14
–26
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern
23
97
–30
Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern
23
–893
817
Gesamtergebnis des Jahres
1.025
5.992
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen
737
4.381
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen
72
71
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
216
1.540
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023
Vermögen
In EUR Mio
Anhangangabe
2023
2022
angepasst1
Immaterielle Vermögenswerte
16
1.779
2.510
Sachanlagen
17
20.081
19.317
At-equity bewertete Beteiligungen
18
6.668
7.294
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
20
1.704
1.999
Sonstige Vermögenswerte
21
165
115
Latente Steuern
27
1.164
1.150
Langfristiges Vermögen
31.559
32.384
Vorräte
19
3.529
4.834
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
20
3.455
4.222
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
20
2.130
3.929
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern
48
97
Sonstige Vermögenswerte
21
1.351
1.632
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
28
6.920
8.090
Kurzfristiges Vermögen
17.432
22.803
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
22
1.671
1.676
Summe Aktiva
50.663
56.863
1 Vergleichsinformationen zum 31. Dezember 2022 wurden angepasst. Weitere Details können der Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – entnommen werden.
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Anhangangabe
2023
2022
angepasst1
Grundkapital
327
327
Hybridkapital
2.483
2.483
Rücklagen
15.428
16.339
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens
18.238
19.149
Nicht beherrschende Anteile
24
7.131
7.478
Summe Eigenkapital
23
25.369
26.628
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
25
966
997
Anleihen
26
5.534
6.030
Leasingverbindlichkeiten
26
1.404
1.322
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
26
1.043
1.359
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
25
4.079
3.714
Sonstige Rückstellungen
25
422
377
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
26
316
489
Sonstige Verbindlichkeiten
26
102
124
Latente Steuern
27
962
1.194
Langfristige Verbindlichkeiten
14.826
15.607
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
26
3.955
5.259
Anleihen
26
540
1.290
Leasingverbindlichkeiten
26
181
155
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
26
427
128
Ertragsteuerverbindlichkeiten
859
2.449
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
25
69
82
Sonstige Rückstellungen
25
777
939
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
26
1.424
2.172
Sonstige Verbindlichkeiten
26
1.613
1.527
Kurzfristige Verbindlichkeiten
9.846
14.001
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
22
622
626
Summe Passiva
50.663
56.863
1 Vergleichsinformationen zum 31. Dezember 2022 wurden angepasst. Weitere Details können der Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – entnommen werden.
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2023
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2023¹
In EUR Mio
Grund-
kapital
Kapital-
rücklage
Hybrid-
kapital
Gewinn-
rücklage

Währungs-
umrechnungs-
differenzen
1. Jänner 2023
327
1.517
2.483
15.076
–370
Jahresüberschuss
—
—
—
1.551
—
Sonstiges Ergebnis des Jahres
—
—
—
–46
–474
Gesamtergebnis des Jahres
—
—
—
1.505
–474
Dividendenausschüttung und Hybridkupon
—
—
—
–1.746
—
Anteilsbasierte Vergütungen
—
3
—
—
—
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht beherrschender Anteile
—
—
—
—
—
Umgliederung von Cashflow-Hedges in die Bilanz
—
—
—
—
—
31. Dezember 2023
327
1.520
2.483
14.835
–844
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2022¹
In EUR Mio
Grund-
kapital
Kapital-
rücklage
Hybrid-
kapital
Gewinn-
rücklage

Währungs-
umrechnungs-
differenzen
1. Jänner 2022
327
1.514
2.483
12.008
–910
Jahresüberschuss
—
—
—
3.705
—
Sonstiges Ergebnis des Jahres
—
—
—
206
543
Gesamtergebnis des Jahres
—
—
—
3.911
543
Dividendenausschüttung und Hybridkupon
—
—
—
–847
—
Anteilsbasierte Vergütungen
—
4
—
—
—
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht beherrschender Anteile
—
—
—
5
–2
Umgliederung von Cashflow-Hedges in die Bilanz
—
—
—
—
—
31. Dezember 2022
327
1.517
2.483
15.076
–370
1 Siehe Anhangangabe 23 – Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens und Anhangangabe 24 – Nicht beherrschende Anteile
Hedges
Sonstiges Ergebnis
aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
Eigene Anteile
Eigenkapital der
Anteilseigner des
Mutterunternehmens
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
200
–82
–2
19.149
7.478
26.628
—
—
—
1.551
366
1.917
–223
1
—
–743
–150
–893
–223
1
—
808
216
1.025
—
—
—
–1.746
–609
–2.355
—
—
1
3
—
3

—
—
—
—
36
36
23
—
—
23
9
32
–0
–81
–2
18.238
7.131
25.369
Hedges
Sonstiges Ergebnis
aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
Eigene Anteile
Eigenkapital der
Anteilseigner des
Mutterunternehmens
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
173
–86
–3
15.505
6.491
21.996
—
—
—
3.705
1.470
5.175
–6
4
—
746
71
817
–6
4
—
4.451
1.540
5.992
—
—
—
–847
–621
–1.467
—
—
1
4
—
4

—
—
—
3
45
48
33
—
—
33
23
56
200
–82
–2
19.149
7.478
26.628
Konzern-Cashflow-Rechnung 2023
Konzern-Cashflow-Rechnung
In EUR Mio
Anhangangabe
2023
2022
Jahresüberschuss
1.917
5.175
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
8
2.619
2.667
Latente Steuern
14
175
85
Laufende Steuern
14
2.512
5.505
Gezahlte Ertragsteuern
–3.920
–4.266
Steuerrückerstattungen
41
68
Verluste (+)/Gewinne (-) aus Abgängen von Anlagevermögen und
Geschäftseinheiten
7, 10
–2
–344
Anteil am Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen und Dividendenerträge
7, 20, 33
–336
–879
Einzahlung aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen und anderen
Unternehmen
18, 37
793
812
Zinsaufwendungen
12, 33
148
154
Gezahlte Zinsen
–181
–182
Zinserträge
12, 33
–459
–264
Erhaltene Zinsen
400
247
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Personalrückstellungen
25
–102
–13
Nettoveränderung von sonstigen Rückstellungen und Emissionszertifikaten
2, 25
–72
–195
Sonstige Änderungen
28
1.106
1.274
Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen
4.638
9.843
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte
19
1.320
–2.188
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen
20, 21
1.043
–397
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten
26
–1.293
501
Veränderungen in den Net Working Capital-Positionen
1.071
–2.084
Cashflow aus der Betriebstätigkeit
5.709
7.758
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
16, 17
–3.487
–2.943
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
20
–635
–736
Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten
abzüglich liquider Mittel
–52
—
Veräußerungen
Einzahlungen aus Anlagevermögen und finanziellen Vermögenswerten
183
1.487
Einzahlungen aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten
abzüglich liquider Mittel
4
965
440
Aufgrund des Verlusts der Beherrschung abgegangene liquide Mittel
—
–214
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
–3.027
–1.966
Rückzahlung langfristiger Finanzierungen
28
–1.477
–1.047
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzierungen
28
40
–184
Erhöhung von nicht beherrschenden Anteilen
24
—
30
Verminderung von nicht beherrschenden Anteilen
–1
–1
Dividendenzahlungen an Anteilseigner des Mutterunternehmens (inkl. Hybridkupons)
23
–1.746
–847
Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner
24
–587
–612
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
–3.771
–2.660
Währungsdifferenz auf liquide Mittel
–25
–72
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel
–1.114
3.060
Liquide Mittel Jahresbeginn
28
8.124
5.064
Liquide Mittel Jahresende
28
7.011
8.124
Davon Liquide Mittel umgegliedert auf „Zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen“
91
35
In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
ausgewiesen
6.920
8.090
Konzernanhang
Grundlagen der Abschlusserstellung und Bilanzierungsgrundsätze
1 Grundlagen der Abschlusserstellung
  • Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 245a (1) anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
  • Die Aufstellung des Konzernabschlusses ist grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erfolgt. Hiervon ausgenommen sind bestimmte Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, so wie in der Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – beschrieben. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen jenen des vorangegangenen Geschäftsjahres, sofern nicht anders angegeben.
  • Der Konzernabschluss 2023 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
  • Der Konzernabschluss beinhaltet die Abschlüsse der OMV Aktiengesellschaft und aller Unternehmen, die zum 31. Dezember 2023 beherrscht wurden (Tochterunternehmen). Die Abschlüsse aller einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Rechnungslegungsstandards erstellt. Eine Übersicht der Tochterunternehmen, at-equity bewerteten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen befindet sich in Anhangangabe 40 – Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft – und enthält Angaben zu Konsolidierungsmethode, Geschäftsbereich, Standort und OMV Anteil.
  • Der Konzernabschluss 2023 bedarf der Genehmigung und Freigabe zur Veröffentlichung durch den Aufsichtsrat am 7. März 2024.
2 Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende
  • Die OMV hat die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende bei der Aufstellung des Konzernabschlusses berücksichtigt. Sie unterliegen Unsicherheiten und können erhebliche Auswirkungen auf die derzeit vom Konzern ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben.
  • Der Konzern ist sowohl physischen Klimarisiken als auch Risiken aus der Energiewende, wozu Risiken für „stranded assets“, ein Nachfragerückgang für fossile Produkte als auch regulatorische Risiken gehören, ausgesetzt. Die Risiken aus dem Klimawandel und deren Management werden im Lagebericht im Abschnitt „Risikomanagement“ beschrieben.
Die Dekarbonisierungsziele der OMV
  • 2022 definierte die OMV erstmals konkrete kurz-, mittel- und langfristige Ziele für die Reduktion ihrer Emissionen und verpflichtete sich bis 2050 ein Netto-Null-Emissions-Unternehmen (Scope 1, 2 und 3) zu werden. Für die Scope-1 und Scope-2-Emissionen strebt die OMV eine absolute Reduktion von mindestens 30% bis 2030 und mindestens 60% bis 2040 an. Für Scope-3-Emissionen peilt die OMV eine Reduktion von mindestens 20% bis 2030 und von 50% bis 2040 an.14 Diese absoluten Reduktionen der THG-Emissionen und die Steigerung des Verkaufs CO2-freier Produkte sind der Schlüssel, um die CO2-Intensität der Energieversorgung durch die OMV zu reduzieren. Angestrebt wird ein Rückgang um 20% bis 2030 sowie um 50% bis 2040.15
  • Freiwillige CO2-Kompensationsgutschriften werden nur in begrenztem Umfang genutzt. Der maximal akzeptable Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch CO2-Kompensationen zur Erreichung der absoluten Treibhausgasziele für 2030 und 2040 beträgt 5% der gesamten absolut erforderlichen Emissionsreduzierung. Um den Netto-Null-Status bis 2050 zu erreichen, sollen CO2-Kompensationen nur zur Neutralisierung der verbleibenden Bruttoemissionen verwendet werden, die nicht anders beseitigt werden können.
Gemäß der aktuellen Mittelfristplanung plant die OMV, in den Jahren 2024–2028 organische Investitionsausgaben für Projekte im Zusammenhang mit nachhaltiger Geschäftstransformation, Entwicklung CO2-armer Geschäftslösungen und Energieeffizienzmaßnahmen in Höhe von mehr als EUR 8 Mrd zu tätigen.
Auswirkungen auf Schätzunsicherheiten
  • Die vom Management getroffenen, wesentlichen Schätzungen berücksichtigen die künftigen Auswirkungen der strategischen Entscheidungen und das Engagement der OMV, ihr Portfolio an den Zielen der Energiewende auszurichten, kurz- und langfristige klimabezogene Risiken sowie den Übergang zu weniger kohlenstoffhaltigen Energieträgern zusammen mit einer bestmöglichen Schätzung des globalen Angebots und Nachfrage, inklusive prognostizierter Warenpreise.
  • Nichtsdestotrotz gibt es eine erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der Veränderungen im Energieträgermix in den nächsten 30 Jahren und dem Ausmaß, in dem mit diesen Veränderungen die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden. Während sich Unternehmen zu solchen Zielen verpflichten können, erfordert die Bilanzierung nach IFRS die Anwendung von Annahmen, die die aktuellen, bestmöglichen Schätzungen der Bandbreite an möglichen zukünftigen Rahmenbedingungen darstellen, die von solchen Zielen abweichen können. Zu diesen Annahmen gehören Erwartungen über die künftigen, weltweiten Dekarbonisierungsanstrengungen und den Übergang zu Volkswirtschaften mit Netto-Null-Emissionen.
  • Die OMV verwendet zwei unterschiedliche Szenarien: den Base Case und den „Netto-Null Emissionen bis 2050“ Case. Die Szenarien unterscheiden sich durch die zugrunde gelegten Erwartungen über die Geschwindigkeit der künftigen weltweiten Dekarbonisierung und führen zu unterschiedlichen Annahmen über Nachfrage, Preise und Margen von fossilen Produkten.
  • Der Base Case basiert auf einem von der internen Market Intelligence-Abteilung entwickelten Szenario und geht davon aus, dass alle weltweit von Regierungen angekündigten Dekarbonisierungszusagen vollständig und fristgerecht implementiert werden. In diesem Szenario wird der Temperaturanstieg bis 2100 mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% auf 1,7°C begrenzt. Die zugrunde liegende Nachfrage- und Preisentwicklung fossiler Rohstoffe steht im Einklang mit dem Announced Pledges-Szenario (APS), das von der Internationalen Energieagentur (IEA) modelliert wurde.16 Der Base Case wird für die Mittelfristplanung sowie für Schätzungen verwendet, die in die Bewertung verschiedener Bilanzpositionen dieses Konzernabschlusses eingehen, wie Werthaltigkeitstests für nicht-finanzielle Vermögenswerte und die Bewertung von Rückstellungen.
  • Der „Netto-Null Emissionen bis 2050“ Case, der auf einem schnelleren Dekarbonisierungspfad basiert als der Base Case, wird für die Berechnung von Sensitivitäten verwendet, um die Unsicherheit aus der Geschwindigkeit der Energiewende zu berücksichtigen und das finanzielle Risiko für die bestehenden Vermögenswerte der OMV aus der Energiewende besser abschätzen zu können. Die Annahmen in diesem Szenario sind im Einklang mit dem Net Zero Emissions by 2050 (NZE) Szenario, das von der IEA modelliert wurde.16 Dieses Szenario zeigt einen Pfad für den globalen Energiesektor, bei dem bis 2050 Netto-Null-THG-Emissionen erreicht werden und der mit einer Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5°C vereinbar ist.
  • Für Investitionsentscheidungen werden Wirtschaftlichkeitsrechnungen auf Basis der Preis- und Nachfrageannahmen des Base Cases erstellt. Diese Annahmen sind die gleichen Preis- und Nachfrageannahmen wie in der Mittelfristplanung und den Werthaltigkeitstests. Weiters ist für alle Investitionsentscheidungen ein Stress Test auf Basis der Warenpreisannahmen des „Netto-Null Emissionen bis 2050“ Cases verpflichtend, um das Risiko für „stranded assets“ in diesem Dekarbonisierungsszenario beurteilen zu können.

Werthaltigkeit von Vermögenswerten
  • Die folgende Tabelle fasst die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und at-equity-bewerteten Beteiligungen des Konzerns aufgeteilt nach Art des Vermögenswerts zum 31. Dezember 2023 zusammen:
Buchwerte zum 31. Dezember 2023
in EUR Mio
Segment
Immaterielle Vermögens-
werte (inkl.
Firmenwerte)
Sachanlage-vermögen
At-equity
konsolidierte Beteiligungen
Chemische Produktion und Recycling (inkl. C&M-Teil der Raffinerien)
C&M
975
5.643
4.747
Raffinerien
F&F
101
3.255
1.655
Tankstellen
F&F
23
1.129
—
Öl- und Gasexploration und - evaluierung
Energy
270
—
—
Öl- und Gasproduktion
Energy
356
9.313
264
Gasspeicher und -kraftwerk
Energy
17
523
0
Sonstige
38
217
2
Gesamt
1.779
20.081
6.668
Annahmen über Warenpreise haben eine wesentliche Auswirkung auf die erzielbaren Beträge von Explorations- und Sachanlagevermögen sowie Firmenwerte. Für die Wertminderungstests werden die Preisannahmen verwendet, die für die Mittelfristplanung auf Basis des oben beschriebenen Szenarios über die Energiewende festgelegt wurden. Kosten für CO2-Emissionen werden insoweit berücksichtigt, als es in den jeweiligen Län-dern eine CO2-Bepreisung gibt. Angaben zu den Wertminderungstests sind in der Anhangangabe 3.2j – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen sowie der Anhangangabe 8 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen enthalten.
Die Preis- und EUR-USD-Wechselkursannahmen im Base Case, die für die Impairment Test-Berechnungen verwendet werden, werden nachfolgend dargestellt (in realen Werten mit Basisjahr 2023 im Jahr 2023 bzw. 2022 im Jahr 2022):
2023 Preisannahmen für Base Case und Wertminderungstests
2024
2025
2026
2027
2028
2030
2040
2050
Brent Rohölpreis (USD/bbl)
78
71
65
64
59
59
55
55
EUR–USD Wechselkurs
1,10
1,10
1,15
1,15
1,15
1,15
1,15
1,15
Brent Rohölpreis (EUR/bbl)
71
65
57
56
52
52
48
48
Gaspreis THE (EUR/MWh)
44
38
34
25
22
22
22
22
CO2 Preis EUA (EUR/t)
92
99
106
112
118
130
144
144
2022 Preisannahmen für Base Case und Wertminderungstests
2023
2024
2025
2026
2027
2030
2040
2050
Brent Rohölpreis (USD/bbl)
78
72
66
60
59
59
55
55
EUR–USD Wechselkurs
1,10
1,10
1,10
1,10
1,10
1,10
1,10
1,10
Brent Rohölpreis (EUR/bbl)
71
65
60
55
54
54
50
50
Gaspreis THE (EUR/MWh)
89
62
44
33
25
22
22
22
CO2 Preis EUA (EUR/t)
83
89
94
99
104
117
129
107
Sensitivitäten basierend auf dem Klimaszenario „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ wurden berechnet, um die Widerstandsfähigkeit von Vermögenswerten gegenüber Risiken der Energiewende zu testen. Die für die Sensitivitätsanalyse verwendeten Annahmen sind in folgender Tabelle enthalten (reale Preise mit Basisjahr 2023):
2023 Preisannahmen für 'Netto-Null Emissionen bis 2050' Sensitivitäten
2024
2025
2026
2027
2028
2030
2040
2050
Brent Rohölpreis (USD/bbl)
58
52
47
46
45
35
26
18
EUR–USD Wechselkurs
1,15
1,15
1,15
1,15
1,15
1,15
1,15
1,15
Brent Rohölpreis (EUR/bbl)
53
48
41
40
39
31
22
16
Gaspreis THE (EUR/MWh)
29
27
25
18
16
16
13
11
CO2 Preis (EUR/t):
EUA/Entwickelte Länder
102
109
115
121
127
138
201
251
Schwellen- und Entwicklungsländer mit Netto-Null-Zusagen
46
54
62
69
76
89
157
201
Sonstige Schwellen- und Entwicklungsländer
5
5
5
5
9
24
82
181
Die „Netto-Null-Emissionen bis 2050“-Sensitivitäten wurden anhand einer vereinfachten Methode berechnet und basieren auf einem DCF-Modell ähnlich zu einer Werthaltigkeitsrechnung. In den Berechnungen für Öl- und Gasvermögenswerte basieren die Cashflows auf einer angepassten Mittelfristplanung für fünf Jahre und einer Feldlebensplanung für die Jahre bis zur Stilllegung. Der „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Case beinhaltet keine anderen Änderungen von Inputfaktoren als Preise und Mengen. Die Berechnung berücksichtigt eine frühere Stilllegung von Öl- und Gasfeldern, falls die durch die niedrigeren Preise reduzierten Einnahmen die Kosten nicht decken. Insbesondere wurden aber keine Restrukturierungs- oder Kostensenkungsmaßnahmen, Divestments oder andere Änderungen in der Planung, die nicht im Base Case enthalten sind, angenommen. Die angeführten Beträge sind deshalb nicht als eine beste Schätzung eines erwarteten Wertminderungsverlusts aus einem solchen Szenario zu sehen.
Die CO2-Kosten berücksichtigen die CO2-Preise gemäß dem IEA NZE by 2050 Szenario und 100% der anteilsmäßig dem Konzern zurechenbaren direkten Emissionen ab 2031.
  • Die auf Basis des „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Cases ermittelten Sensitivitäten zeigen für die Öl- und Gasvermögenswerte ein Risiko für Wertminderungen. Die Buchwerte der Öl- und Gasvermögenswerte mit sicheren Reserven (inkl. E&P at-equity bewertete Beteiligungen) würden um EUR 4,4 Mrd und Firmenwerte um EUR 0,3 Mrd reduziert. Zusätzlich würden alle Öl- und Gasvermögenswerte ohne sichere Reserven mit einem Verlust vor Steuern von EUR 0,3 Mrd aufgegeben werden. Der gesamte Nach-Steuer-Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung würde EUR 3,6 Mrd betragen.
  • Was das C&M-Segment betrifft, sieht das Management im beschleunigten Dekarbonisierungsszenario keine negativen Auswirkungen auf die Gesamtnachfrage nach Polyolefinlösungen. Die Preisgestaltung für Polyolefine wird hauptsächlich durch die Märkte für Basis-chemikalien wie Naphtha, Ethan und Propan bestimmt. Eine beschleunigte Veränderung der weltweiten Energielandschaft könnte zu unterschiedlichen Preisbewegungen bei diesen relevanten Basischemikalien führen und sich vorübergehend auf die Rentabilität einiger Vermögenswerte in der Polyolefin-Wertschöpfungskette auswirken. Aufgrund der erwarteten starken Nachfrage nach Polyolefinlösungen sieht das Management keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die gesamte integrierte Wertschöpfungskette.
  • Die OMV plant, ihre europäischen Raffinerien so zu transformieren, dass sie im Zuge der fortschreitenden Dekarbonisierung des Kraftstoff- und Chemiesektors wettbewerbsfähig bleiben. Der Durchsatz der Rohöldestillation wird verringert. Der Produktmix wird angepasst, um die Heizöl- und Dieselproduktion zu reduzieren und gleichzeitig die Ausbeute für chemische Produkte zu erhöhen. Parallel dazu wird ein Produktionsportfolio für erneuerbare Kraftstoffe und nachhaltige chemische Rohstoffe entwickelt. Unter Berücksichtigung dieser Transformationspläne sieht das Management kein wesentliches Risiko, dass die bestehenden Raffinerieanlagen in Europa im Szenario „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ möglicherweise nicht werthaltig sein könnten.
  • Es wird erwartet, dass der energiewendebedingte Nachfragerückgang für fossile Produkte außerhalb der Europäischen Union langsamer voranschreiten wird. Für die Beteiligung an ADNOC Refining wird dank des Zugangs zu Märkten im Mittleren Osten und in Asien davon ausgegangen, dass die Werthaltigkeit auch in einem mit den Zielen des Pariser Abkommens vereinbarten Szenario gegeben sein wird.
  • Für das Tankstellengeschäft reichten Cashflows über einen Zeitraum von weniger als 10 Jahren aus, um die Werthaltigkeit der Buchwerte der aktuell vorhandenen Vermögenswerte nachzuweisen. Aus diesem Grund wurde keine Berechnung für das Szenario „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ durchgeführt.
Nutzungsdauern
Die Geschwindigkeit der Energiewende kann eine Auswirkung auf die Restnutzungsdauer des Anlagevermögens haben. Das Sachanlagevermögen im C&M-Geschäft wird über die nächsten 5 bis 15 Jahre voll abgeschrieben. Das abnutzbare Vermögen in den Raffinerien wird im Durchschnitt über die nächsten 9 Jahre und im Retail-Bereich über die nächsten 5 bis 10 Jahre abgeschrieben. Es wird erwartet, dass die Nachfrage für Mineralöl- und chemische Produkte in diesem Zeitraum stabil bleiben wird. Durch die Energiewende wird deshalb keine wesentliche Auswirkung auf die erwarteten Nutzungsdauern des Anlagevermögens in den Segmenten F&F und C&M erwartet.
Die Öl- und Gasvermögenswerte im Energy-Segment werden wie in Anhangangabe 3.2h beschrieben gemäß der Unit-of-Production-Methode auf Basis der sicheren Reserven abgeschrieben. Entsprechend den aktuellen Produktionsplänen werden von den sicheren Reserven zum 31. Dezember 2023 bis 2030 40%, bis 2040 9% und bis 2050 weniger als 2% verbleiben. Die bestehenden Öl- und Gasanlagen mit sicheren Reserven werden daher ohne Berücksichtigung von künftigen Investitionen bis 2030 erheblich und mit Ausnahme eines Feldes bis 2050 vollständig abgeschrieben.
  • Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
    Die Buchwerte und das Fälligkeitsprofil für die Rekultivierungsrückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Geschätzte Fälligkeit und Mittelabflüsse der Rekultivierungsverpflichtungen1
In EUR Mio
2023
Buchwert
Undiskontierte,
inflationierte
Kosten
≤1 Jahr
69
78
1–10 Jahre
1.239
1.762
11–20 Jahre
2.421
4.673
21–30 Jahre
233
730
>30 Jahre
185
679
Gesamt
4.148
7.922
1 Hauptsächlich bezogen auf Rekultivierungsverpflichtungen im Geschäftsbereich Energy
  • Die Geschwindigkeit der Energiewende beeinflusst den Zeitpunkt der Stilllegung und folglich der Durchführung von Rekultivierungen von Öl- und Gasanlagen. Im „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Szenario könnte es bei einigen Öl- und Gasfeldern zu einer früheren Stilllegung kommen. Aufgrund der für die Berechnung herangezogenen niedrigen realen Abzinsungssätze und unter der Annahme einer gleichbleibenden Kapazität für Rekultivierungen wäre die Auswirkung auf den Buchwert der Rekultivierungsrückstellungen nicht wesentlich.
  • Für Raffinerie- und Chemiestandorte auf Eigengrund werden keine Rekultivierungsrückstellungen erfasst, da es sich bei diesen Anlagen um langlebige Vermögenswerte handelt, die auch in einem Energiewendeszenario weiterhin genutzt werden. Für die europäischen Raffineriestandorte der OMV sind in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen mit dem Ziel, sie in Richtung erneuerbare Treib- und chemischen Rohstoffe mit stärkerer Chemie-Integration zu transformieren, geplant. Weiters wird für ADNOC Refining eine Fortsetzung des Betriebs in einem Szenario im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens dank der guten Positionierung im Markt erwartet.
Aktive latente Steuern
  • Im „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Szenario würden die infolge der zusätzlichen Wertminderungen erfassten latenten Steueransprüche großteils als werthaltig angesehen. Es würden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Nettoposition der latenten Steuern der österreichischen Steuergruppe erwartet werden.
Auswirkung auf Dividendenzahlungsfähigkeit
  • Das Management bewertete die Auswirkungen des „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Szenarios auf die Dividendenzahlungsfähigkeit der OMV Aktiengesellschaft. Der potenzielle Wertminderungsverlust in diesem Szenario hätte aufgrund des starken Ergebnisses sowie der finanziellen Rücklagen im Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, der die Basis für die Dividendenzahlungen ist, keinen Einfluss auf die Fähigkeit zur Dividendenzahlung im Jahr 2024.
Emissionszertifikate und CO2-Kosten
  • Die Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats hat ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten geschaffen, das die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, nationale Pläne für die Zuteilung von Emissionszertifikaten zu erstellen. Im Rahmen dieses Programms haben die betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern einen Anspruch auf die jährliche unentgeltliche Zuteilung von Emissionszertifikaten.
  • Die neuseeländische Regierung hat ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten auf Basis des Climate Change Response Act 2002 geschaffen. Unter diesem System haben neuseeländische Gesellschaften keinen Anspruch auf eine Zuteilung von Gratiszertifikaten. Die OMV hat Emissionszertifikate gekauft, um ihren eigenen Verpflichtungen nachzukommen. Darüber hinaus entsteht für die OMV mit jedem Gasverkauf an inländische Kunden in Neuseeland eine Verpflichtung, für deren Erfüllung die OMV Emissionszertifikate von den Kunden erhält. Diese erhaltenen Zertifikate werden als Durchlaufposten behandelt.
  • In Deutschland ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) die Basis für den nationalen Emissionsrechtehandel für die Sektoren Wärme und Verkehr. Es verpflichtet Unternehmen, die die Brenn- und Kraftstoffe in Verkehr bringen, von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) kostenpflichtige Zertifikate zu erwerben. Die Zertifikate sind derzeit nicht handelbar, und es gibt keine unentgeltlichen Zuteilungen.
  • Die gesamten CO2-Kosten sowie Kohlenstoffsteuern betrugen 2023 EUR 368 Mio (2022: EUR 392 Mio). Die Rückstellungen für CO2 Emissionen werden unter den kurzfristigen sonstigen Rückstellungen ausgewiesen und betrugen 2023 EUR 437 Mio (2022: EUR 469 Mio). Die Bilanzierungsmethoden für Emissionszertifikate werden in der Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – beschrieben.
  • Für (noch nicht extern verifizierte) Emissionen werden 2024 voraussichtlich 7.614 Tausend Emissionszertifikate betreffend dem europäischen Emissionshandelssystem, 3.708 Tausend BEHG-Zertifikate sowie 2.769 Tausend Zertifikate betreffend dem neuseeländischen Emissionshandelssystem zurückgegeben. Darin enthalten sind 2.671 Tausend Zertifikate, für die eine Übertragung an die OMV von Kunden in Neuseeland erwartet wird.
Emissionszertifikate1
Anzahl der Zertifikate, in Tausend
2023
2022
EU
Emissions-
handels-
system
NZ
Emissions-
handels-
system
DE
Emissions-
handels-
system
EU
Emissions-
handels-
system
NZ
Emissions-
handels-
system
DE
Emissions-
handels-
system
Emissionszertifikate gehalten
zum 1. Jänner
13.569
1.901
3.183
11.731
252
3.617
Unentgeltliche Zuteilung für das Jahr
5.541
—
—
7.742
—
—
Rückgabe der Zertifikate2
–9.743
–2.292
–3.504
–10.792
–2.567
–3.833
Netto-Zukäufe und -Verkäufe
während des Jahres
3.429
156
3.793
4.889
293
3.398
Von Kunden erhaltene Emissions-
zertifikate
—
2.314
—
—
3.924
—
Konsolidierungskreisänderungen3
–1.292
—
—
—
—
—
Emissionszertifikate gehalten
zum 31. Dezember
11.506
2.079
3.472
13.569
1.901
3.183
1 Ein Zertifikat berechtigt jeweils zur Emission einer Tonne Treibhausgase (in CO2e) in einem bestimmten Zeitraum.
2 Für tatsächliche Emissionen des Vorjahres
3 Bezieht sich auf den Verkauf des Stickstoff-Geschäftsbereichs in Borealis. Weitere Details können der Anhangangabe 4 – Änderungen in der Konzernstruktur – entnommen werden.
3 Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen
1) Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen
  • Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Diese Schätzungen und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und anderen Faktoren, die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung als angemessen betrachtet werden. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
  • Wesentliche Schätzungen und Annahmen waren insbesondere in Zusammenhang mit den Auswirkungen der Klimakrise und der Energiewende erforderlich. Diese Schätzungen und Annahmen werden in der Anhangangabe 2 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende – dargestellt.
  • Darüber hinaus gab es Schätzungen und Annahmen mit wesentlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis in Bezug auf Öl- und Gasreserven, die Werthaltigkeit von Vermögenswerten, Rückstellungen, Leasingverträgen und Ertragsteuern. Diese werden im folgenden Abschnitt gemeinsam mit den betreffenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden graphisch in grau hervorgehoben erläutert.
2) Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
a) Unternehmenszusammenschlüsse und Firmenwerte
  • Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfasst und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden bei Zugang zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens bewertet.
  • Der Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des zuvor von der OMV am erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteils über das zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Nettovermögen. Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Jede Wertminde-rung wird sofort ergebniswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung ist nicht möglich. Ein Gewinn aus einem günstigen Unternehmenserwerb wird sofort als Ertrag erfasst.
b) Umsatzerlöse
  • Grundsätzlich werden die Umsatzerlöse bei Kontrollübergang der Produkte oder Dienstleistungen auf den Kunden realisiert. Die Ertragsrealisierung erfolgt auf Basis der mit dem Kunden vereinbarten Gegenleistung mit Ausnahme von Beträgen, die im Auftrag Dritter eingezogen werden.
  • Beim Verkauf von Gütern wie Rohöl, LNG, Ölprodukte, chemische und ähnliche Produkte stellt grundsätzlich die Lieferung einer Mengeneinheit eine separate Leistungsverpflichtung dar. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Kontrolle über die Güter an den Kunden übertragen wird, wobei dies der Zeitpunkt ist, an dem die Eigentumsrechte sowie das Untergangsrisiko auf den Kunden übergehen. Dieser Zeitpunkt kann auf Basis der im Kundenvertrag vereinbarten Incoterms festgestellt werden. Diese Verkäufe erfolgen mit entsprechend dem Industriestandard üblichen Zahlungszielen.
  • Umsatzerlöse aus der Rohölproduktion, an der die OMV mit anderen Produzenten beteiligt ist, werden gemäß der Umsatzmethode verbucht. Das bedeutet, dass die Umsatzerlöse auf Basis der tatsächlichen Verkäufe an Dritte, unabhängig vom prozentualen Anteil oder Anspruch des Konzerns, verbucht werden. Für die Differenz zwischen den Kosten der verkauften Mengen und den Kosten auf Basis der Menge, für die ein Anspruch besteht, wird eine Anpassung der Produktionskosten auf Basis der durchschnittlichen Kosten mit Gegenbuchung in den sonstigen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten erfasst.
  • Im F&F Tankstellengeschäft werden die Umsätze aus dem Verkauf von Treibstoffen realisiert, wenn die Produkte an den Kunden abgegeben werden. Abhängig davon, ob die OMV beim Verkauf von Tankstellen-shopware als Prinzipal oder Agent handelt, werden die Erlöse und diesen Erlösen zuordenbaren Kosten in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto oder netto dargestellt. Die OMV ist Prinzipal, wenn sie vor dem Verkauf Kontrolle über die Güter hat, wofür der Hauptindikator das Lagerrisiko bei der OMV ist. An Tankstellen sind die Zahlungen sofort zum Zeitpunkt des Kaufs oder bei Zahlung mit Tankkarten im Folgemonat der Lieferung fällig.
  • Die Gas- und Stromlieferverträge der OMV enthalten eine Leistungsverpflichtung, die über den vereinbarten Lieferzeitraum erbracht wird. Die Umsatzerlöse werden entsprechend den von den Kunden abgenommenen Mengen und in Übereinstimmung mit dem Betrag, den die OMV in Rechnung stellen darf, realisiert.
  • In einigen Kundenverträgen für die Lieferung von Erdgas umfasst das dem Kunden verrechnete Entgelt einen Fixbetrag und ein variables Entgelt abhängig von der gelieferten Menge. Diese Verträge enthalten nur eine Leistungsverpflichtung und zwar eine Zusage, über einen bestimmten Zeitraum für die Lieferung von Gas bereitzustehen. Die Erlöse aus dem fixen und variablen Entgelt werden entsprechend den Beträgen, die die OMV den Kunden in Rechnung stellen darf, verbucht. Gas- und Stromlieferungen werden monatlich in Rechnung gestellt und gezahlt.
  • Gasspeicherverträge enthalten eine Zusage, Speicherleistungen über einen vereinbarten Zeitraum zu erbringen. Die Umsatzerlöse werden entsprechend den Beträgen, die die OMV den Kunden in Rechnung stellen darf, verbucht. Diese Serviceleistungen werden monatlich in Rechnung gestellt und gezahlt.
  • In der OMV gibt es einige Kundenverträge für Öl- und Gaslieferungen sowie für Gasspeicherleistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Gemäß IFRS 15 sind die gesamten auf die noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen entfallenden Teile der Transaktionspreise grundsätzlich für solche Verträge anzugeben. Die Verträge für Öllieferungen enthalten, so wie in der Ölindustrie üblich, variable Preise auf Basis der Marktpreise zum Lieferzeitpunkt, weshalb für diese Verträge eine Zuordnung des Transaktionspreises auf die nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen nicht möglich ist. Für Gasliefer- und Gasspeicherverträge wendet die OMV die Erleichterungsvorschriften gemäß IFRS 15.121 (b) an, wonach diese Informationen für Verträge, bei denen die Erlöse dem Wert, den die OMV in Rechnung stellen darf, entsprechen, nicht veröffentlicht werden müssen. Die OMV veröffentlicht diese Information daher nicht.
c) Umsätze aus anderen Quellen
  • Die Umsätze aus anderen Quellen enthalten Erlöse aus Warengeschäften, die in den Anwendungsbereich des IFRS 9 fallen. Umsatzerlöse und Kosten für Rohstoffe werden netto dargestellt, wenn die Warentermingeschäfte zu Handelszwecken und nicht mit dem Ziel der finalen physischen Lieferung abgeschlossen wurden.
Die Umsätze aus anderen Quellen enthalten weiters die Anpassung der Umsatzerlöse durch die Berücksichtigung des Produktionsanteils der nationalen Ölgesellschaft als Ertragsteueraufwand bei Produktionsteilungsverträgen im E&P-Geschäft (siehe 3.2f) und realisierte und unrealisierte Ergebnisse aus der Absicherung von Umsatztransaktionen.
d) Explorationsaufwendungen
  • Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich das E&P-Geschäft im Energy-Segment und umfassen jene Kosten, die im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven sowie Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten in Zusammenhang mit Explorationsaktivitäten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten.
e) Forschung und Entwicklung
  • Die im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallenden Ausgaben werden in der Periode als Aufwand verbucht, in der sie angefallen sind. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E), die in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen werden, umfassen alle direkten und indirekten Material- und Personalkosten sowie Kosten für Fremdleistungen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Prozessen und im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallen. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind.
f) Explorations- und Produktionsteilungsverträge
  • Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform bei Erdöl- und Erdgaslizenzen, bei der sich eine oder mehrere Ölunternehmen und das Gastland bzw. die nationale Ölgesellschaft die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. Explorationsaufwendungen werden dabei grundsätzlich von den Ölgesellschaften getragen und nur im Erfolgsfall vom Staat oder der nationalen Ölgesellschaft in Form des sogenannten „cost oil“ erstattet. In bestimmten EPSA-Verträgen stellen die Anteile an der Produktion, die der nationalen Ölgesellschaft zustehen, eine Form der Ertragsbesteuerung dar. In solchen Fällen wird der Anteil der nationalen Ölgesellschaft an der Produktion in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteueraufwand dargestellt.
g) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
  • Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert (inklusive Kosten für Großinspektionen und Generalüberholungen). Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten enthalten den Barwert für die erwarteten Rückbaukosten von Anlagen nach deren Nutzung, wenn eine Rückstellung für Rückbaukosten angesetzt wurde (siehe 3.2s). Kosten für den Austausch von Anlagenteilen werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Kleinere Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.
  • Immaterielle Vermögenswerte und abnutzbare Sachanlagen werden (mit Ausnahme von Öl- und Gasvermögen, siehe 3.2h) linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Nutzungsdauer
Jahre
Immaterielle Vermögenswerte
Software
3–7 oder Lizenzlaufzeit
Konzessionen, Lizenzen, vertragliche immaterielle
Vermögenswerte u.Ä.
3–20 oder Vertragslaufzeit
Bereichsspezifische Sachanlagen
C&M
Chemische Produktionsanlagen
15–20
F&F
Leitungen
20–30
Hochbehälter
40
Raffinerieverarbeitungsanlagen
25
Tankstellen
5–20
Energy
Öl- bzw. Gasvermögen
Unit-of-Production-Methode
Gaskraftwerk
8–30
Sonstige Sachanlagen
Produktions- und Verwaltungsgebäude
20–50
Sonstige technische Anlagen
10–20
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3–15
h) Öl- und Gasvermögen
  • E&P-Aktivitäten werden nach der Successful-Efforts-Methode bilanziert. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zum Zeitpunkt der Feststellung, ob potenziell wirtschaftlich förderbare Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Kosten für nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
  • ► Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, die eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen würden.
  • ► Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit gemacht, die die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft rechtfertigen.
  • ► Der Zeitraum, für den das Unternehmen das Recht zur Exploration eines bestimmten Gebietes hat, ist nicht abgelaufen.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Werthaltigkeit von Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven
Es kann Fälle geben, bei denen die Kosten für Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven über einen längeren Zeitraum aktiviert bleiben, während die verschiedenen Evaluierungsaktivitäten und seismischen Analysen zur Beurteilung der Größe des Reservoirs und dessen Wirtschaftlichkeit fortgesetzt werden. Weitere Entscheidungen über den optimalen Zeitpunkt für solche Entwicklungen werden aus einer Ressourcen- und Portfoliosichtweise getroffen. Sobald keine Absichten mehr bestehen, einen Fund zu entwickeln, wird eine sofortige Wertminderung auf die Vermögenswerte erfasst.
  • Zum Jahresende werden noch nicht fertiggestellte Bohrungen, die sich nach dem Bilanzstichtag als nicht fündig herausstellen, als nicht zu berücksichtigende Ereignisse behandelt, d.h. die Kosten für die Explorationsbohrung bleiben zum jeweiligen Periodenende aktiviert und werden in der Folgeperiode als Aufwand verbucht.
  • Lizenzanschaffungskosten sowie aktivierte Vemögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden nicht planmäßig abgeschrieben, solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber bei Vorliegen eines Indikators für eine potenzielle Wertminderung auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich förderbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in das Sachanlagevermögen umgegliedert. Entwicklungskosten für die Errichtung von Infrastruktureinrichtungen wie Ölplattformen und Pipelines sowie für Entwicklungsbohrungen werden innerhalb des Sachanlagevermögens aktiviert.
  • Mit Produktionsbeginn erfolgt eine planmäßige Abschreibung der aktivierten Kosten. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden, sofern nicht eine andere Basis von Reserven für die Abschreibung angemessener ist. Die Abschreibungen von wirtschaftlich erfolgreichen Explorations- und Produktionsvermögenswerten werden als Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen ausgewiesen.

Wesentliche Schätzung: Öl- und Gasreserven
Die Öl- und Gasreserven werden durch firmeninterne Fachleute unter Anwendung von Industriestandards geschätzt und zumindest einmal jährlich neu beurteilt. Zusätzlich werden regelmäßig externe Überprüfungen durchgeführt. 2023 wurde eine externe Überprüfung der Reserven zum Jahresende 2022 aller wesentlicher Öl- und Gasvermögenswerte außer jener in Tunesien, der Kurdischen Region im Irak (KRI), Malaysia und Jemen von DeGolyer and MacNaughton (D&M) durchgeführt. Die Reserven der Öl- und Gasvermögenswerte in Tunesien, KRI und Malaysia wurden im Jahr davor extern überprüft.
Die Ergebnisse der externen Reviews zeigten abgesehen von Ausnahmefällen keine wesentlichen Abweichungen zu den internen Schätzungen. Bei Vorliegen von wesentlichen Abweichungen führt die OMV weiterführende Analysen, ggf. unter Einbindung von weiteren, unabhängigen Fachleuten, durch.
Die Schätzungen der Öl- und Gasreserven haben eine wesentliche Auswirkung auf die Beurteilung der Werthaltigkeit der Öl- und Gasvermögenswerte des Konzerns. Korrekturen dieser Schätzungen nach unten können zu einer Wertminderung des Buchwerts des Vermögenswerts führen. Zusätzlich beeinflussen Schätzungsänderungen der Öl- und Gasreserven prospektiv die Höhe der Abschreibungen.
i) Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen
  • Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wobei die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt werden und in den Folgeperioden um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust abzüglich erhaltener Dividenden und um den Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis und anderen Änderungen im Eigenkapital angepasst werden.
  • Wesentliche gemeinschaftliche Explorations- und Produktionsaktivitäten im E&P-Bereich werden über gemeinschaftliche Tätigkeiten ausgeübt, die nicht als eigenständiges Vehikel aufgebaut sind. Die OMV bilanziert im Konzernabschluss für diese gemeinschaftlichen Tätigkeiten ihren Anteil an den mit den anderen Partnern gehaltenen Vermögenswerten und eingegangenen Verbindlichkeiten und Aufwendungen sowie die Erlöse des Konzerns aus dem Verkauf ihres Anteils an der Produktion sowie Verbindlichkeiten und Aufwendungen, die der Konzern für die gemeinschaftliche Tätigkeit eingegangen ist. Akquisitionen von Beteiligungen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen die gemeinschaftliche Tätigkeit einen Geschäftsbetrieb darstellt, werden nach den Vorschriften des IFRS 3 als Unternehmenszusammen-schluss bilanziert (siehe 3.2a).
  • Zusätzlich gibt es vertragliche Vereinbarungen ähnlich zu den gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen aber keine gemeinschaftliche Führung besteht und die deshalb nicht die Definition einer gemeinschaftlichen Tätigkeit gemäß IFRS 11 erfüllen. Das ist der Fall, wenn die wesentlichen Entscheidungen durch mehr als eine Kombination der Zustimmung durch die involvierten Parteien getroffen werden können oder eine Partei über Beherrschung verfügt. Die Beurteilung, ob die Vereinbarungen inner- oder außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 11 sind, wird von der OMV auf Basis der relevanten rechtlichen Vereinbarungen wie Konzessions-, Lizenz- oder gemeinsamen Betriebsvereinbarungen vorgenommen, die festlegen, wie und durch wen die relevanten Entscheidungen für diese Aktivitäten getroffen werden. Die Bilanzierung dieser Vereinbarungen erfolgt grundsätzlich analog zu den gemeinschaftlichen Tätigkeiten. Da Erwerbe von Anteilen an solchen Vereinbarungen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 3 fallen, bilanziert die OMV solche Transaktionen als Anschaffung von Anlagevermögen.
j) Wertminderung von Vermögenswerten
  • Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen (inklusive Öl- und Gasvermögen) und at-equity bewertete Beteiligungen werden auf Wertminderung überprüft, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände einen Anhaltspunkt für eine potenzielle Wertminderung eines Vermögenswerts geben. Überprüfungen auf Werthaltigkeit werden auf der Ebene des Vermögenswerts oder der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten durchgeführt, die Zahlungsmittel weitgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten generieren, der sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE).
  • Wenn festgestellt wurde, dass Vermögenswerte wertgemindert sind, werden die Buchwerte bis zu ihrem erzielbaren Betrag, der dem höheren aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert entspricht, abgeschrieben.
  • Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes nach Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Die Cashflows werden aus den aktuellen Budget- und Planungsrechnungen abgeleitet, die für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen die einzelnen Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden.
  • Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen herangezogen. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell herangezogen.
  • Falls in einer Folgeperiode die Gründe für eine Wertminderung wegfallen, wird eine ergebniswirksame Wertaufholung erfasst. Der infolge einer Wertaufholung erhöhte Buchwert eines Vermögenswerts darf nicht den Buchwert übersteigen, der unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung bestimmt worden wäre, wäre in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Werthaltigkeit der Vermögenswerte
Die Beurteilung, ob Vermögenswerte oder ZGE wertgemindert sind oder ob vergangene Wertminderungen wieder zugeschrieben werden sollen, erfordert die Anwendung verschiedener Schätzungen und Annahmen wie beispielsweise über die Preis- und Margenentwicklung, Produktionsmengen und Diskontierungssätze.
Änderungen der wirtschaftlichen Lage, der Erwartungen hinsichtlich klimabezogener Risiken oder anderer Tatsachen und Umstände können eine Überprüfung dieser Annahmen erforderlich machen und zu Wertminderungen oder Wertaufholungen von Vermögenswerten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres führen. Das Management führt diese Analyse für jede wesentliche ZGE durch. Die in der Berichtsperiode erfassten Wertminderungen und Wertaufholungen werden in Anhangangabe 8 - Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen erläutert.
Die den Wertminderungstests zugrundeliegenden Preis- und Margenannahmen werden jährlich im Rahmen der Mittelfristplanung (MTP) vom Management überprüft und vom Aufsichtsrat verabschiedet. Sie stellen die bestmöglichen Schätzungen des Managements dar und sind im Einklang mit externen Quellen. Während die kurzfristigen Annahmen aus aktuellen Forward-Preisen und Marktentwicklungen abgeleitet werden, werden die langfristigen Preisannahmen anhand einer Vielzahl von langfristigen Prognosen von anerkannten Fachleuten unter Berücksichtigung von weltweitem Angebot und Nachfrage entwickelt. Die langfristigen Annahmen der OMV berücksichtigen die Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende hin zu kohlenstoffärmeren Energieträgern (siehe Anhangangabe 2).
Die wesentlichen Bewertungsparameter für die Ermittlung der erzielbaren Beträge für E&P-Vermögenswerte sind die Öl- und Gaspreise, Produktionsmengen, Wechselkurse und die Diskontierungssätze. Die Förderprofile wurden aufgrund der Reservenschätzungen (siehe Anhangangabe 3.2h) und Erfahrungswerten aus der Vergangenheit geschätzt und stellen die beste Schätzung des Managements bezüglich der zukünftigen Produktionsmengen dar. Die Cashflow-Prognosen für die ersten fünf Jahre basieren auf der Mittelfristplanung und darüber hinaus auf einer Feldlebensplanung und umfassen damit die gesamte Lebensdauer des Feldes.
Im F&F- und C&M-Geschäft sind die Hauptannahmen für die Berechnung des erzielbaren Betrags die relevanten Margen, Volumina sowie Diskontierungs‑, Inflations- und Wachstumsraten. Die Nutzungswertberechnung basiert auf den Cashflows der Fünf-Jahres-Mittelfristplanung sowie einer ewigen Rente.
Die wesentlichen Preisannahmen sind in Anhangangabe 2 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende – enthalten.
k) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
  • Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zu „Veräußerungszwecken gehalten“ klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert bzw. die Gruppe von Vermögenswerten im derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. In der OMV werden diese Voraussetzungen üblicherweise als nicht erfüllt angesehen, solange sie keine verbindlichen Angebote von interessierten Parteien bekommen hat.
  • Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten, die als zu „Veräußerungszwecken gehalten“ klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wurden, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, und Anteile an Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen werden nicht mehr at-equity konsolidiert.
l) Leasing
  • Die OMV setzt für Leasingverhältnisse, in denen sie Leasingnehmerin ist, gemäß IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte an. Sie wendet die Vereinfachungsregeln für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse mit geringwertigen zugrundeliegenden Sachvermögen an und setzt damit für solche Leasingverhältnisse keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz an. Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 16 fallen Leasingverhältnisse für die Exploration und die Nutzung von Öl und Erdgas, die hauptsächlich Pachtverträge für Grundstücke für solche Aktivitäten umfassen. Die Pacht für diese Verträge wird linear als Aufwand über den Leasingzeitraum erfasst.
  • Leasingverträge werden für die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in ihre Leasingkomponenten und andere Elemente aufgeteilt. Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der fixen Leasingzahlungen und der Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, über den Leasingzeitraum abgezinst mit dem Diskontierungssatz bewertet. Nutzungsrechte werden in der Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich Vorauszahlungen und anfänglichen direkten Kosten angesetzt.
Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Leasingverhältnisse
Die OMV hat eine Reihe von Verträgen über die Miete oder Pacht von Tankstellen. Viele von diesen Verträgen enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Verlängerungsoptionen bzw. Perioden nach Kündigungsoptionen wurden bei der Bestimmung des Leasingzeitraums berücksichtigt, wenn eine Verlängerung (bzw. keine Kündigung) hinreichend sicher ist. Bei der Feststellung des Leasingzeitraums berücksichtigt die OMV alle relevanten Fakten und Umstände, die zu wirtschaftlichen Anreizen für die Verkürzung oder Verlängerung des Leasingzeitraums gemäß den verfügbaren Optionen führen. Bei der Beurteilung des Leasingzeitraums von Tankstellenmiet- und -pachtverträgen mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen wurde von der Annahme ausgegangen, dass der Leasingzeitraum 20 Jahre nicht überschreitet.
Optionale Zeiträume, die in der Bewertung der Leasingverhältnisse nicht berücksichtigt wurden, gibt es in erster Linie für technische Ausrüstung für E&P-Tätigkeiten in Rumänien, Bürogebäude, ein Grundstück in Belgien sowie für Gasspeicherkavernen in Deutschland. Die Ausübung der Verlängerungsoption für die Bürogebäude und die Gasspeicherkavernen liegt in ferner Zukunft.
m) Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte
  • Beim Erstansatz stuft die OMV ihre finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) oder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) ein. Die Einstufung erfolgt abhängig vom Geschäftsmodell, nach dem sie vom Konzern gesteuert werden, sowie den vertraglichen Zahlungsstromeigenschaften der finanziellen Vermögenswerte. Käufe und Verkäufe im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag – jenem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen – bilanziert.
  • Schuldinstrumente werden primär zu fortgeführten Anschaffungskosten und in einem geringen Umfang zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
  • Die OMV berücksichtigt für alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte Wertberichtungen auf Basis der erwarteten Kreditausfälle (ECL). Die erwarteten Kreditausfälle werden auf Basis externer oder interner Ratings der Kontrahenten und den entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt. Verfügbare zukunftsgerichtete Informationen werden berücksichtigt, sofern sie eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der erfassten Wertberichtigungen haben.
  • Erwartete Kreditausfälle werden in zwei Stufen erfasst. Wenn es seit dem Erstansatz keine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos gegeben hat, wird die Wertberichtigung auf Basis des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen. Der 12-Monats-Kreditverlust ist der Kreditverlust, der aus Ausfallereignissen resultiert, der innerhalb der nächsten zwölf Monate möglich ist. Ein finanzieller Vermögenswert weist aus Sicht des Konzerns ein geringes Ausfallrisiko auf, wenn sein Kreditrisikorating der Definition von „Investment Grade“ entspricht.
  • Wenn das Kreditrisiko hingegen seit dem Erstansatz wesentlich angestiegen ist, ist eine Wertberichtigung in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts erforderlich, d.h. die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments resultieren. Für diese Einschätzung berücksichtigt der Konzern alle angemessenen und belastbaren Informationen, die ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Darüber hinaus nimmt die OMV an, dass das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts signifikant angestiegen ist, wenn er mehr als 30 Tage überfällig ist. Wenn die Bonität sich wiederum verbessert, geht die OMV auf den Ansatz eines 12-Monats-Kreditverlusts zurück. Ein finanzieller Vermögenswert wird als ausgefallen betrachtet, wenn er für mehr als 90 Tage überfällig ist, es sei denn, es liegen vernünftige und vertretbare Informationen vor, dass ein längeres Ausfallkriterium angemessener ist. Ein finanzieller Vermögenswert wird abgeschrieben, wenn keine realistische Aussicht besteht, dass die vertraglichen Cashflows realisierbar sind.
  • Für Lieferforderungen und vertragliche Vermögenswerte aus Kundenverträgen wird eine vereinfachte Vorgehensweise, bei der die Wertberichtigungen mit den über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusten berücksichtigt werden, angewandt. Im Fall, dass es für die ausstehenden Salden eine Kreditversicherung oder Sicherheiten gibt, werden die erwarteten Kreditverluste für den versicherten bzw. garantierten Betrag auf Basis der Ausfallswahrscheinlichkeit des Versicherers bzw. Garantiegebers und für den verbleibenden Betrag auf Basis der Ausfallswahrscheinlichkeit des Kontrahenten ermittelt.
  • Die nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) bewertet werden, enthalten Lieferforderungen aus Verkaufsverträgen mit vorläufiger Preisfestlegung und Investmentfonds, da die vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen. Weiters sind in dieser Bewertungskategorie Portfolios von Lieferforderungen enthalten, für die eine Verkaufsabsicht besteht.
  • Eigenkapitalinstrumente werden entweder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch die Gewinn- und Verlustrechnung (FVTPL) oder durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) bewertet. Die OMV klassifiziert den Großteil ihrer nicht börsennotierten Beteiligungen, die mit einer strategischen Zielsetzung und nicht zu Handelszwecken gehalten werden, unwiderrufbar als FVOCI.
  • Die OMV bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder wenn sie den Vermögenswert und alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Beizulegender Zeitwert und Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten
Das Management bewertet periodisch die Forderungen in Zusammenhang mit vom rumänischen Staat rückerstattbaren Ausgaben für Rekultivierungs- und Entsorgungskosten der OMV Petrom SA. Die Schätzung berücksichtigt unter anderem die Entwicklung der eingeforderten Beträge, die Anforderungen an den Dokumentationsprozess und mögliche Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren.
Die OMV hat eine vertragliche Position gegenüber Gazprom aus der Neufeststellung der Reserven aus dem Juschno-Russkoje-Gasfeld, die als Teil des Erwerbs der Beteiligung an diesem Feld 2017 übernommen wurde. Gemäß dieser Vereinbarung wurden die Reserven vertraglich definiert, und falls die Reserven höher oder niedriger sind als in der Vereinbarung festgelegt, kann entweder die OMV verpflichtet sein, Gazprom zu entschädigen (hätte in diesem Fall aber in der Zukunft von höheren Absatzvolumen profitiert), oder kann umgekehrt Gazprom verpflichtet sein, die OMV zu entschädigen. Die Zahlung für die Neufeststellung der Reserven ist an die tatsächlich vorhandenen Gasreserven gebunden.
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert beruht auf drei verschiedenen Szenarien, wovon eines auf den internen Reservenschätzungen der OMV basiert, und führte zu einem positiven Wert. Aufgrund der aktuell schwierigen politischen und rechtlichen Lage in Russland rechnet die OMV nicht mit der Einbringlichkeit dieser vertraglichen Position und bewertet diese Forderung deshalb mit Null (2022: null).
Details zur Bewertung der Beteiligungen am Gasfeld Juschno Russkoje, die zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet werden können der Anhangangabe 20 – Finanzielle Vermögenswerte – entnommen werden.
n) Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting
  • Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Warenpreisen und Zinssätzen als auch zu Handelszwecken eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer Hedge Accounting gemäß IFRS 9 wird angewandt.
  • Derivate, die die Voraussetzungen für die Verbuchung als Sicherungsgeschäft erfüllen und als solches designiert wurden, werden klassifiziert als
  • ► Fair-Value-Hedge, wenn das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines verbuchten Vermögenswerts oder einer verbuchten Verbindlichkeit abgesichert wird,
  • ► Cashflow-Hedge, wenn das Risiko von Schwankungen der Cashflows, das sich aus einem speziellen, mit einer erfassten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko ergibt, abgesichert wird, oder
  • ► Net-Investment-Hedge, wenn das Währungsrisiko einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb abgesichert wird.
  • Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Ergebnis erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zum Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit, wird der Buchwert dieser Position um die kumulierten Gewinne oder Verluste, die im sonstigen Ergebnis abgegrenzt wurden, angepasst.
  • Die Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb wird in ähnlicher Weise wie Cashflow-Hedges bilanziert. Der Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Sicherungsinstrument, der als wirksame Absicherung ermittelt wird, wird im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Währungsdifferenzen kumuliert. Gewinne und Verluste aus dem ineffektiven Teil werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Bei Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs werden die Gewinne und Verluste, die im Eigenkapital kumuliert wurden, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
  • Verträge über den Kauf oder Verkauf von nicht-finanziellen Posten, die durch einen Nettoausgleich in bar oder anderen Finanzinstrumenten erfüllt werden können, werden als Finanzinstrumente behandelt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Damit verbundene Gewinne oder Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Werden solche Verträge jedoch für den Empfang oder die Lieferung nicht-finanzieller Gegenstände gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Konzerns geschlossen und weiter gehalten, werden sie als schwebende Geschäfte bilanziert.
  • Die OMV hat mehrere langfristige Strombezugsverträge für den Eigenbedarf abgeschlossen und hält diese weiterhin zu diesem Zweck. Sie werden daher als schwebende Geschäfte bilanziert.
o) Fremdkapitalzinsen
  • Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst.
p) Zuwendungen der öffentlichen Hand
  • Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Ertrag erfasst oder kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Vermögenswerts, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
q) Vorräte
  • Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Kosten werden bei austauschbaren Gütern nach ihren individuellen Kosten, bei Öl- und Gasvorräten nach dem Durchschnittspreisverfahren und bei chemischen Produkten nach der FIFO-Methode ermittelt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Im Raffineriebereich kommt ein Kostentragfähigkeitsprinzip zur Anwendung, wonach die Herstellungskosten den produzierten Produktgruppen nach deren jeweiligen Marktwerten am Ende der Periode zugeordnet werden.
r) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
  • Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit verfügbare kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- und Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen.
s) Rückstellungen
  • Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der aufgrund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird, im Fall von langfristigen Verpflichtungen abgezinst auf den Barwert.
  • Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrückstellungen:Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Geschäftsbereich Energy (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht auf bestmöglichen Schätzungen. Die Aufzinsung der Rückstellungen führt zu einem Zinsaufwand und erhöht die Verpflichtung zu jedem Bilanzstichtag bis zum Anlagenrückbau. Für sonstige Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtung vernünftig schätzbar ist.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Rekultivierungsrückstellungen
Die wesentlichsten Verpflichtungen für Rekultivierungen bestehen im Konzern für die Versiegelung von Bohrlöchern, die Stilllegung von Anlagen und die Beseitigung und Entsorgung von Offshore-Anlagen. Die Durchführung eines Großteils dieser Tätigkeiten ist in ferner Zukunft geplant, während Technologien für die Rekultivierung, Kosten, Vorschriften und öffentliche Erwartungen sich laufend ändern. Schätzungen künftiger Wiederherstellungskosten basieren auf Berichten interner Fachleute oder der Partnerunternehmen sowie auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. Änderungen in den erwarteten künftigen Kosten nach unten oder Verschiebungen in die Zukunft werden über eine Änderung der Rückstellung und des dazugehörigen Vermögenswerts berücksichtigt, sofern ein Buchwert in ausreichender Höhe vorliegt. Sonst wird die Rückstellung über das Ergebnis aufgelöst. Bei wesentlichen Erhöhungen wird eine Beurteilung der Werthaltigkeit des zugrundeliegenden Vermögenswerts erforderlich.
Rückstellungen für Rekultivierungs- und Entsorgungsverpflichtungen erfordern die Schätzung von Abzinsungssätzen und Inflationsraten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung haben. Die verwendeten Annahmen sind in Anhangangabe 25 – Rückstellungen – enthalten.
  • Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft die OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein.
  • Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Die Ansprüche sind bei leistungsorientierten Pensionsplänen grundsätzlich vom Dienstalter und den durchschnittlichen Bezügen abhängig. Diese leistungsorientierten Pläne setzen den Konzern versicherungsmathematischen Risiken aus, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Zinsrisiko, Inflationsrisiko (aufgrund der Wertsicherung) und dem Marktrisiko. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen Rechnung getragen.
  • Beschäftigte österreichischer Konzerngesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Beschäftigte, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt. Ähnliche Verpflichtungen wie der Abfertigungsanspruch in Österreich bestehen auch in anderen Ländern, in denen der Konzern Personal beschäftigt.
  • In Österreich und Deutschland erhalten Beschäftigte nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Diese Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung.
  • Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pensionspläne und Verpflichtungen aus Abfertigungen werden vollständig zum Zeitpunkt ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis (OCI) ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung („Recycling“) berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen für Jubiläumsgelder werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Der Netto-Zinsaufwand wird auf Basis der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen ermittelt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Differenz zwischen den Erträgen aus dem Planvermögen und dem im Netto-Zinsaufwand enthaltenen Zinsertrag aus dem Planvermögen wird im sonstigen Ergebnis erfasst.
  • Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und verpflichtende Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, der den Betroffenen kommuniziert wurde und dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Aufwendungen aus solchen Restrukturierungsplänen sind in der Zeile Sonstige betriebliche Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden auf Basis der geschätzten Anzahl der Beschäftigten, die das Angebot der Gesellschaft annehmen, gebucht. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Berechnung von Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode erfordert Schätzungen von Abzinsungssätzen, Gehaltstrends und Pensionstrends. Für die versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche und die entsprechenden Sensitivitäten siehe Anhangangabe 25 – Rückstellungen.
Für die österreichischen Konzerngesellschaften werden der Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018 P – Angestellte - Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – zugrunde gelegt. In anderen Ländern werden ähnliche versicherungsmathematische Berechnungsgrundlagen verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter ermittelt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des betreffenden Landes.
  • Rückstellungen für belastende Verträge werden für Verträge gebildet, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung höher sind als der erwartete Nutzen aus dem Vertragsverhältnis. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt mit dem niedrigeren Betrag aus den Kosten bei Vertragserfüllung und eventuellen Straf- oder Entschädigungszahlungen im Falle einer Nichterfüllung des Vertrages.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Rückstellungen für belastende Verträge
Die OMV ging in der Vergangenheit einige langfristige, nicht kündbare Verträge ein, die aufgrund von negativen Marktentwicklungen zu belastenden Verträgen wurden. Dies führte im Konzernabschluss zum Ansatz von Rückstellungen für belastende Verträge in Höhe der unvermeidbaren Kosten bei Erfüllung dieser Verträge.
Die für die Berechnung der positiven Beiträge, die die Fixkosten teilweise decken, erfolgten Schätzungen basieren auf externen Quellen und Erwartungen des Managements. Für nähere Details siehe Anhangangabe 25 – Rückstellungen.
t) Emissionzertifikate
  • Emissionszertifikate werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und unter den sonstigen, kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Von Regierungsstellen gratis zugeteilte Emissionszertifikate (im Rahmen des EU Emissionshandelssystems für Treibhausgas-Emissionszertifikate) werden mit Anschaffungskosten von null bewertet.
  • Durch die verursachten Emissionen entsteht eine Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsrechten. Für diese Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet, die mit den Anschaffungskosten der gehaltenen Emissionszertifikate, Terminpreisen von offenen Forward-Einkäufen und für eine verbleibende Unterdeckung mit dem Marktwert bewertet wird.
  • Die OMV änderte freiwillig die Bilanzierungsmethode für Emissionszertifikate in der Berichtsperiode (siehe Abschnitt 3 dieser Anhangangabe).
u) Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten
  • Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.
  • Finanzgarantieverträge werden zum Zeitpunkt der Gewährung der Garantie als finanzielle Verbindlichkeit erfasst. Die Erstbewertung der Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. In der Folge wird die Verbindlichkeit zum höheren Wert aus dem gemäß dem Modell der erwarteten Kreditausfälle ermittelten Wertberichtigungsbetrag und dem anfänglich erfassten Betrag abzüglich der gemäß IFRS 15 erfassten kumulierten Erträge bewertet.
v) Ertragsteuern und latente Steuern
  • Neben Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern werden auch die für das E&P-Geschäft typischen Steuern aus der Öl- und Gasproduktion wie z.B. die jeweiligen Anteile des Landes bzw. der nationalen Ölgesellschaft aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. 3.2f) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen. Für temporäre Differenzen werden latente Steuern bilanziert.
  • Aktive latente Steuern werden in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiger zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, noch nicht genutzten Steuergutschriften und abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern
Der Ansatz von aktiven latenten Steuern erfordert eine Einschätzung darüber, wann sie sich wahrscheinlich umkehren werden und ob zu versteuernde Gewinne in ausreichender Höhe den aktiven latenten Steuern zum Zeitpunkt ihrer Umkehrung entgegenstehen. Diese Beurteilung der Realisierbarkeit macht Annahmen über künftige, zu versteuernde Gewinne erforderlich und unterliegt deshalb Unsicherheiten. In der OMV erfolgt diese Beurteilung auf Basis einer Planung über die Feldlebensdauern bei E&P-Konzerngesellschaften bzw. über einen Zeitraum von fünf Jahren bei allen anderen Konzerngesellschaften.
Änderungen in Annahmen über künftige, zu versteuerende Gewinne können zu einem Anstieg oder einer Reduktion der aktiven latenten Steuern führen, was eine Auswirkung auf den Jahresüberschuss der Periode hat, in der die Änderung stattfindet.
w) Long Term Incentive (LTI) Pläne und Equity Deferral
  • Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütungen aus dem Long-Term Incentive (LTI) Plan – dem wesentlichen aktienbasierten Vergütungsplan in der OMV - wird mit Hilfe eines Modells ermittelt, das auf erwarteten Zielerreichungen und Aktienkursen beruht. Bei Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung auf Basis der beizulegenden Zeitwerte des zu zahlenden Betrags über den Erdienungszeitraum verteilt gebildet. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag sowie zum Fälligkeitszeitpunkt neu bewertet, wobei Änderungen im beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht werden. Bei Vergütungen mit Ausgleich in Aktien wird der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand (inklusive Einkommensteuer) mit einer Gegenbuchung im Eigenkapital über den Erdienungszeitraum der Vergütung erfasst. Der als Aufwand berücksichtigte Betrag wird um nachträgliche Änderungen in den Leistungsbedingungen, die nicht Marktbedingungen darstellen, angepasst.
  • Zusätzlich erfolgt die Vergütung für den Equity Deferral Teil der jährlichen Bonifikation in Aktien. Dementsprechend werden die damit verbundenen Aufwendungen mit Gegenbuchung im Eigenkapital erfasst. Die Erfüllung von Vergütungen mit Ausgleich in Aktien erfolgt an die Teilnehmer nach Abzug der Einkommensteuer.
x) Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert
  • Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag hätte übertragen werden können. Dabei wird von einem Transfer zwischen Teilnehmern im Hauptmarkt und ggf. von einer bestmöglichen Nutzung des Vermögenswerts ausgegangen.
  • Die beizulegenden Zeitwerte werden entsprechend der folgenden Hierarchie ermittelt:
  • Stufe 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Diese Kategorie ist im OMV Konzern zumeist nur relevant für Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Futures.
  • Stufe 2:Bewertungstechniken mit der Verwendung von direkt und indirekt beobachtbaren Inputs. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten innerhalb der Stufe 2 werden üblicherweise Terminpreise für Rohöl und Erdgas, Zinssätze und Wechselkurse als Inputs für das Bewertungsmodell herangezogen. Zusätzlich werden das Kreditrisiko der Gegenpartei und ggf. ein Volatilitätsfaktor berücksichtigt.
  • Stufe 3: Bewertungstechniken wie z.B. Discounted Cashflow-Modelle mit der Verwendung von wesentlichen nicht beobachtbaren Inputs (z.B. langfristige Preisannahmen und Schätzungen von Reserven).
y) Währungsumrechnung
  • Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden.
  • Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, im sonstigen Ergebnis erfasst. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen umgerechnet. Die aus der Anwendung des Durchschnittskurses in der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber aktuellen Stichtagskursen bei Bilanzpositionen zusätzlich entstehenden Differenzen, werden gleichfalls im sonstigen Ergebnis verbucht.
  • Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:
Währungsumrechnung
2023
2022
Stichtag
Durchschnitt
Stichtag
Durchschnitt
Bulgarischer Lew (BGN)
1,956
1,956
1,956
1,956
Tschechische Krone (CZK)
24,724
24,004
24,116
24,566
Ungarischer Forint (HUF)
382,800
381,850
400,870
391,290
Neuseeland Dollar (NZD)
1,750
1,762
1,680
1,658
Norwegische Krone (NOK)
11,241
11,425
10,514
10,103
Rumänischer Leu (RON)
4,976
4,947
4,950
4,931
Schwedische Krone (SEK)
11,096
11,479
11,122
10,630
US Dollar (USD)
1,105
1,081
1,067
1,053
3) Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen
  • Die folgenden neuen Standards und Änderungen von Standards wurden ab 1. Jänner 2023 angewandt:
  • ► IFRS 17 Versicherungsverträge und Änderungen an IFRS 17
  • ► Änderung an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2: Angabe von Rechnungslegungsmethoden
  • ► Änderung an IAS 8: Definition von Schätzungen
  • ► Änderung an IAS 12: Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzigen Transaktion
Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der OMV.
Änderungen zu IAS 12: Reform des internationalen Steuersystems – Mustervorschriften für Pillar 2
  • Der Konzern wendete die temporäre, verpflichtende Ausnahmeregelung hinsichtlich der Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der Einführung der globalen Mindestbesteuerung ergeben, unmittelbar nach der Veröffentlichung der Änderungen im Mai 2023 an.
  • Die temporäre, verpflichtende Ausnahme ist rückwirkend anzuwenden. Da jedoch zum 31. Dezember 2022 in keinem der Länder, in denen der Konzern tätig ist, ein neues Gesetz zur Einführung der globalen Mindestbesteuerung bereits galt oder in Kürze gelten sollte und zu diesem Zeitpunkt keine damit verbundenen latenten Steuern erfasst wurden, hat die rückwirkende Anwendung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Freiwillige Änderung der Bilanzierungsmethoden
  • Die OMV hat ihre Bilanzierungsmethode für den Ausweis der erworbenen Emissionszertifikate und Rückstellungen für CO2-Emissionen freiwillig geändert. Während die Vermögenswerte aus gekauften Emissionszertifikaten in der Vergangenheit mit den Rückstellungen für CO2-Emissionen saldiert wurden, werden diese beiden Posten ab 31. Dezember 2023 in der Bilanz unsaldiert ausgewiesen. Der Grund für die Änderung ist eine transparentere Darstellung dieser Bilanzposten. Zum 31. Dezember 2023 führte diese Änderung zu einer Erhöhung der sonstigen Vermögenswerte und sonstigen Rückstellungen um EUR 400 Mio.
  • Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf die Konzernbilanz der Vergleichsperiode. Auf die Veröffentlichung einer Konzernbilanz zum 1. Jänner 2022 im primären Abschluss wurde verzichtet, da die Änderung nur eine geringfügige Auswirkung auf die Vermögenswerte und Schulden des Konzerns hat.
Konzernbilanz
In EUR Mio
Wie zuvor berichtet
Anpassungen
Angepasst
2022
Sonstige Vermögenswerte
1.198
434
1.632
Kurzfristiges Vermögen
22.369
434
22.803
Summe Aktiva
56.429
434
56.863
Sonstige Rückstellungen
505
434
939
Kurzfristige Verbindlichkeiten
13.567
434
14.001
Summe Passiva
56.429
434
56.863
2021
Sonstige Vermögenswerte
621
376
997
Kurzfristiges Vermögen
18.595
376
18.971
Summe Aktiva
53.798
376
54.174
Sonstige Rückstellungen
360
376
736
Kurzfristige Verbindlichkeiten
13.677
376
14.053
Summe Passiva
53.798
376
54.174
4) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue und überarbeitete Standards
  • Die folgenden neuen bzw. überarbeiteten Standards, die bereits veröffentlicht aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten sind, wurden vom OMV Konzern nicht angewandt. Durch diese Standards werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. Teilweise ist die Anerkennung dieser Standards durch die EU noch ausständig.
Änderungen an IFRSs
Datum des
Inkrafttretens
laut IASB
Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
1. Jänner 2024
Änderungen an IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback-Transaktion
1. Jänner 2024
Änderungen an IAS 1: Langfristige Schulden mit Kreditbedingungen
1. Jänner 2024
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7: Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen
1. Jänner 2024
Änderungen an IAS 21: Mangel an Umtauschbarkeit
1. Jänner 2025
4 Änderungen in der Konzernstruktur
Chemicals & Materials
  • Am 5. Juli 2023 wurde der Verkauf des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis Gruppe, welcher Pflanzennährstoffe, technischen Stickstoff und Melaminprodukte umfasst, an AGROFERT, a.s. abgeschlossen, bei dem das Geschäft mit einem Enterprise Value von EUR 810 Mio bewertet wurde. Um den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten widerzuspiegeln, wurde eine Wertminderung von EUR 57 Mio basierend auf dem Kaufvertrag mit AGROFERT, a.s. erfasst. Die Wertminderung ist in der Zeile „Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen“ in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.
Fuels & Feedstock
  • Am 30. Juni 2023 hat die OMV den Verkauf ihrer Anteile an OMV Slovenija trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o. an die MOL Group abgeschlossen. Der ursprüngliche Kaufpreis vor den üblichen Anpassungen bei Abschluss betrug EUR 311 Mio (für den Anteil der OMV von 92,25%). Die Verkaufstransaktion führte 2023 zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von EUR 221 Mio.
Auswirkung von Änderungen in der Konzernstruktur auf den Cashflow
Cashflow-Auswirkung aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten
In EUR Mio
2023
Erhaltener Kaufpreis
1.169
Abzüglich abgegangene liquide Mittel
–204
Netto-Mittelzuflüsse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten
965
Veräußertes Nettovermögen von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten
In EUR Mio
2023
Langfristiges Vermögen
860
Kurzfristiges Vermögen
751
Langfristige Verbindlichkeiten
149
Kurzfristige Verbindlichkeiten
367
Nettovermögen
1.095
Segmentberichterstattung
5 Segmentberichterstattung
Änderungen der Segmentberichterstattung
  • Mit 1. Jänner 2023 führte die OMV eine neue Unternehmensstruktur ein, die darauf ausgelegt ist, die Umsetzung der Strategie 2023 vollständig zu ermöglichen. Aufgrund der Reorganisation berichtet der Konzern ab Q1/23 über folgende Geschäftsbereiche: Chemicals & Materials, Fuels & Feedstock (ehemals Refining & Marketing) und Energy (ehemals Exploration & Production).
  • Im Zuge der Einführung der neuen Unternehmensstruktur wurde der Bereich Gas & Power Osteuropa, der Versorgung, Marketing und Handel von Gas in Rumänien und der Türkei sowie ein Gaskraftwerk in Rumänien umfasst, von Fuels & Feedstock zu Energy übertragen. Die interne Berichterstattung und die relevanten Informationen, die dem Hauptentscheidungsträger im Hinblick auf die Beurteilung der Ertragskraft und zur Allokation von Ressourcen vorgelegt werden, wurden Angepasst und spiegeln die neue Organisationsstuktur wider.
Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte
  • Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind zum Zweck der Unternehmenssteuerung in die drei operativen Geschäftsbereiche sowie in das Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegliedert. Jeder Bereich stellt eine strategische Einheit dar und ist in unterschiedlichen Märkten tätig. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig. Strategische Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen. Mit Ausnahme des Kb&S entsprechen die berichtspflichtigen Segmente der OMV den operativen Geschäftssegmenten.
  • Der Chemicals & Materials (C&M) Geschäftsbereich ist einer der weltweit führenden Anbieter fortschrittlicher und kreisläuffähiger Polyolefin-Lösungen und ein europäischer Marktführer bei Basischemikalien und Kunststoff-Recycling.
  • Der OMV Konzern, inklusive Joint Ventures, verfügt über Produktionskapazitäten von 7,0 Mio Tonnen Basischemikalien, 6,3 Mio Tonnen Polyolefine und 0,4 Mio Tonnen Compounding-Kapazitäten. Der Großteil der Produktionsanlagen liegt in Europa, zusätzlich gibt es zwei Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten, eine in Brasilien und eine weitere in Südkorea. Darüber hinaus hält die OMV Minderheitsanteile an verschiedenen at-equity bilanzierten Beteiligungen. Die wesentlichsten sind: Borouge (Vereinigte Arabische Emirate), das Joint Venture von Borealis mit ADNOC, betreibt den größten petrochemischen Komplex der Welt, und das Joint Venture Baystar (Pasadena, Vereinigte Staaten), das seit 2022 einen Ethan-Cracker betreibt und seit 2023 eine zusätzliche Polyethylen-Anlage mit der einzigartigen Borstar®-Technologie in Betrieb nahm.
  • Der Konzern betreibt verschiedene Initiativen im Bereich des mechanischen und chemischen Recyclings sowie der Herstellung von erneuerbaren Polyolefinen. Am Standort in Belgien befindet sich eine Propan-Dehydrierungsanlange in Bau, um das erwartete Wachstum der Propylennachfrage in Europa zu nutzen. Die neue Anlage wir eine Produktionskapazität von 0,7 Mio Tonnen Propylen haben. Gemeinsam mit ADNOC errichtet Borealis Borouge 4 (Ruwais, Vereinigte Arabische Emirate), einen Steamcracker auf Ethanbasis mit einer Kapazität von 1,5 Mio Tonnen (OMV Anteil 0,6 Mio Tonnen) und Polyolefin-Anlagen mit einer Kapazität von 1,4 Mio Tonnen (OMV Anteil 0,6 Mio Tonnen), die die einzigartige Borstar®-Technologie nutzen.
  • Der Fuels & Feedstock (F&F) Geschäftsbereich raffiniert und vermarktet Rohöl sowie andere Rohstoffe und betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien) mit einer jährlichen Kapazität von 17,8 Mio Tonnen. In diesen Raffinerien wird Erdöl zu Mineralölprodukten verarbeitet, die an Unternehmen und Privatpersonen verkauft werden.
  • Die OMV besitzt eine starke Marktposition innerhalb der Bereiche Versorgung, Betreuung gewerblicher Kunden und Betrieb eines Retail-Geschäfts mit 1.666 Tankstellen.
  • Die OMV hält Minderheitsanteile an verschiedenen at-equity bilanzierten Beteiligungen. Die wesentlichste ist die 15% Beteiligung an ADNOC Refining (Vereinigte Arabische Emirate) mit einer jährlichen Kapazität von 7,1 Mio Tonnen OMV Anteil.
  • Der Energy Geschäftsbereich beschäftigt sich mit der Suche, dem Auffinden und der Förderung von Erdöl und -gas. Die Aktivitäten dieses Geschäftsbereiches beinhalten auch die Gasversorgung, Marketing, Handel und Logistik in Mittel- und Osteuropa sowie das Energiegeschäft des Konzerns mit einem Gaskraftwerk in Rumänien. Darüber hinaus werden im Geschäftsbereich Energy kohlenstoffarme Geschäftsaktivitäten wie Geothermie, Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) und weitere Lösungen für erneuerbare Energien gebündelt.
Die Konzernführung, Finanzierungs- und Versicherungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Konzernbereich & Sonstiges (Kb&S) zusammengefasst.
  • Eine zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße für den Konzern ist das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten. In die Ermittlung des Vermögens fließen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ein. Für die regionale Aufteilung externer Umsätze wird der Ort herangezogen, an dem das Risiko auf den Kunden übergeht. Die Nettoumsätze aus Erlösen aus Warengeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen und das Hedging-Ergebnis werden dem jeweiligen Land zugeordnet, in welchem die berichtende Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Die im Konzernanhang erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit jenen der operativen Segmente überein, mit bestimmten Ausnahmen betreffend Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens, welche nach internen Grundsätzen der OMV ermittelt wurden. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind, werden im Ergebnis von Kb&S ausgewiesen.
  • Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte das Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Wertaufholungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.
  • Des Weiteren wird der CCS Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie die Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern zu ermöglichen. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und
    -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten) zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Ergebniskennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten operativen Ergebnis.
Segmentberichterstattung
In EUR Mio
2023
C&M
F&F
Energy
Kb&S
Gesamt
Konsoli-
dierung
OMV­
Konzern
Umsatzerlöse1
9.650
20.186
17.038
471
47.346
–7.883
39.463
Umsätze mit anderen Segmenten
–1.305
–2.433
–3.694
–451
–7.883
7.883
—
Umsatzerlöse mit Dritten
8.345
17.753
13.344
20
39.463
—
39.463
Sonstige betriebliche Erträge
129
336
208
69
742
—
742
Ergebnis aus at-equity bewerteten
Beteiligungen
101
296
–71
—
326
—
326
Planmäßige Abschreibungen
541
425
1.434
40
2.439
—
2.439
Wertminderungen (inkl. Exploration und
Evaluierung)
126
7
231
1
365
—
365
Wertaufholungen
—
—
189
0
189
—
189
Operatives Ergebnis
–120
1.671
3.771
–65
5.257
–31
5.226
Sondereffekte für Personallösungen
5
0
—
—
6
—
6
Sondereffekte für Wertminderungen und
Wertaufholungen
135
—
–91
—
44
—
44
Sondereffekte für Anlagenverkäufe
12
–221
—
—
–208
—
–208
Sonstige Sondereffekte
62
74
677
14
827
—
827
Sondereffekte
214
–146
586
14
668
—
668
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
94
1.525
4.357
–51
5.925
–31
5.894
CCS Effekte
—
126
—
—
126
4
130
CCS Operatives Ergebnis vor
Sondereffekten
94
1.651
4.357
–51
6.050
–27
6.024
Segmentvermögen2
6.618
4.508
10.488
246
21.859
—
21.859
Zugänge SAV/IV3
1.110
986
1.585
54
3.736
—
3.736
At-equity bewertete Beteiligungen4
4.747
1.655
266
—
6.668
—
6.668
1Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten
2 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
3 Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden und Zugänge zu Rekultivierungsvermögen sind nicht inkludiert.
4 Exklusive Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
  • Die Segmentinformation der Vorperioden wurde entsprechend der Anforderungen des IFRS 8.29 angepasst.
    Die nachstehenden Tabellen geben die Segmentberichterstattung nach Anpassung infolge der Umstrukturierung und wie 2022 berichtet wieder:
Segmentberichterstattung
In EUR Mio
2022 angepasst
C&M
F&F
Energy
Kb&S
Gesamt
Konsoli-
dierung
OMV­
Konzern
Umsatzerlöse1
13.450
22.382
35.256
424
71.512
–9.214
62.298
Umsätze mit anderen Segmenten
–1.181
–2.525
–5.101
–407
–9.214
9.214
—
Umsatzerlöse mit Dritten
12.269
19.857
30.155
17
62.298
—
62.298
Sonstige betriebliche Erträge
548
702
336
58
1.644
—
1.644
Ergebnis aus at-equity bewerteten
Beteiligungen
332
477
60
—
869
—
869
Planmäßige Abschreibungen
533
396
1.504
41
2.474
—
2.474
Wertminderungen (inkl. Exploration und
Evaluierung)
7
14
826
7
853
—
853
Wertaufholungen
266
68
327
—
660
—
660
Operatives Ergebnis
2.039
2.438
7.890
–86
12.281
–35
12.246
Sondereffekte für Personallösungen
—
2
1
4
8
—
8
Sondereffekte für Wertminderungen und
Wertaufholungen
–263
–47
252
—
–58
—
–58
Sondereffekte für Anlagenverkäufe
–315
–409
—
—
–724
—
–724
Sonstige Sondereffekte
–4
28
–142
31
–87
—
–87
Sondereffekte
–582
–426
111
36
–861
—
–861
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
1.457
2.012
8.001
–50
11.420
–35
11.385
CCS Effekte
—
–202
—
—
–202
–8
–210
CCS Operatives Ergebnis vor
Sondereffekten
1.457
1.810
8.001
–50
11.218
–43
11.175
Segmentvermögen2
5.964
3.954
11.675
234
21.826
—
21.826
Zugänge SAV/IV3
1.285
805
1.533
41
3.664
—
3.664
At-equity bewertete Beteiligungen4
5.179
1.765
350
—
7.294
—
7.294
1 Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten
2 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
3 Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden und Zugänge zu Rekultivierungsvermögen sind nicht inkludiert.
4 Exklusive Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
Segmentberichterstattung
In EUR Mio
2022 berichtet
C&M
R&M
E&P
Kb&S
Gesamt
Konsoli-
dierung
OMV­
Konzern
Umsatzerlöse1
13.450
28.634
30.857
424
73.365
–11.067
62.298
Umsätze mit anderen Segmenten
–1.181
–2.818
–6.661
–407
–11.067
11.067
—
Umsatzerlöse mit Dritten
12.269
25.816
24.197
17
62.298
—
62.298
Sonstige betriebliche Erträge
548
857
181
58
1.644
—
1.644
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
332
477
60
—
869
—
869
Planmäßige Abschreibungen
533
422
1.478
41
2.474
—
2.474
Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung)
7
15
825
7
853
—
853
Wertaufholungen
266
68
327
—
660
—
660
Operatives Ergebnis
2.039
3.392
6.936
–86
12.281
–35
12.246
Sondereffekte für Personallösungen
—
2
1
4
8
—
8
Sondereffekte für Wertminderungen und
Wertaufholungen
–263
–47
252
—
–58
—
–58
Sondereffekte für Anlagenverkäufe
–315
–409
—
—
–724
—
–724
Sonstige Sondereffekte
–4
–321
207
31
–87
—
–87
Sondereffekte
–582
–774
460
36
–861
—
–861
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
1.457
2.618
7.396
–50
11.420
–35
11.385
CCS Effekte
—
–202
—
—
–202
–8
–210
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
1.457
2.415
7.396
–50
11.218
–43
11.175
Segmentvermögen2
5.964
4.223
11.407
234
21.826
—
21.826
Zugänge SAV/IV3
1.285
826
1.512
41
3.664
—
3.664
At-equity bewertete Beteiligungen4
5.179
1.765
350
—
7.294
—
7.294
1 Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten
2 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
3 Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden und Zugänge zu Rekultivierungsvermögen sind nicht inkludiert.
4 Exklusive Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
  • 2023 waren die Sondereffekte für Wertminderungen und Wertaufholungen hauptsächlich auf den Nettoeffekt von Wertminderungen und -aufholungen von E&P Vermögenswerten, der Wertminderung des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis sowie einer Wertaufholung eines Erdgasspeichers in Deutschland zurückzuführen. Weitere Informationen sind der Anhangangabe 8 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – zu entnehmen.
  • Sondereffekte für Anlagenverkäufe betrafen im Wesentlichen den Verkauf des OMV Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien. Weitere Informationen sind der Anhangangabe 7 – Sonstige betriebliche Erträge – zu entnehmen.
  • Sonstige Sondereffekte bestanden hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten und einer teilweisen Wertminderung von Explorations- und Evaluierungsvermögenswerten, die in der ursprünglichen Kaufpreisallokation der OMV im OMV-Anteil an Pearl Petroleum Company Limited (at-equity bilanzierte Beteiligung) enthalten waren.
Informationen über geografische Bereiche 
In EUR Mio
2023
2022
Umsätze mit Dritten
Segmentvermögen1
At-equity
bewertete
Beteiligungen2
Umsätze mit Dritten
Segmentvermögen1
At-equity
bewertete
Beteiligungen2
Österreich
9.097
4.918
13
14.911
4.365
16
Belgien
814
2.384
29
987
1.950
45
Deutschland
6.302
1.301
30
14.102
1.200
31
Neuseeland
451
676
—
598
864
—
Norwegen
1.045
1.056
—
1.584
1.219
—
Rumänien
6.728
6.013
—
10.149
5.437
—
Vereinigte Arabische
Emirate
1.459
1.682
5.638
1.644
1.677
6.073
Übriges MOE3
5.677
568
—
7.548
554
—
Übriges Europa
5.545
1.859
24
7.454
1.848
22
Übrige Welt4
2.344
1.072
934
3.322
2.162
1.107
Zugeteilt
39.463
21.529
6.668
62.298
21.274
7.294
Nicht zugeordnetes
Vermögen
—
330
—
—
552
—
Gesamt
39.463
21.859
6.668
62.298
21.826
7.294
1 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
2 Die Zuordnung der at-equity bewerteten Beteiligungen erfolgt auf Basis des eingetragenen Sitzes der Muttergesellschaft; zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
3 Inkludiert Türkei
4 Übrige Welt: Im Wesentlichen Algerien, Argentinien, Brasilien, Kanada, Chile, China, Kolumbien, Katar, Kuba, Ägypten, Indien, Libyen, Malaysia, Marokko, Mexiko, Nigeria, Peru, Russland (nur bis Februar 2022), Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Tunesien, Vereinigte Staaten von Amerika und Jemen
  • Nicht zugeordnetes Vermögen enthielt einen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Mittlerer Osten und Afrika“ zugeordneten Firmenwert in Höhe von EUR 330 Mio (2022: EUR 342 Mio), da diese ZGE in mehreren geographischen Bereichen tätig ist. 2022 enthielt das nicht zugeordnete Vermögen auch einen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit SapuraOMV zugeordneten Firmenwert in Höhe von EUR 210 Mio. 2023 wurde die Veräußerungsgruppe SapuraOMV auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert. Weitere Informationen sind der Anhangangabe 22 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten – zu entnehmen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
6 Umsatzerlöse
Umsatzerlöse
in EUR Mio
2023
2022
Umsätze aus Kundenverträgen
37.451
53.827
Umsätze aus anderen Quellen1
2.012
8.472
Umsatzerlöse
39.463
62.298
1 Der Rückgang der Umsätze aus anderen Quellen ist hauptsächlich auf Transaktionen im Zusammenhang mit Rohstoffhandel zurückzuführen.
Umsätze aus Kundenverträgen
In EUR Mio
Chemicals & Materials
Fuels & Feedstock
Energy
Konzern-
bereich &
Sonstiges
OMV
Konzern
2023
Rohöl, NGL und Kondensate
—
508
1.050
—
1.558
Erdgas und LNG
—
4
10.947
—
10.950
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte
—
14.928
—
—
14.928
Chemische Produkte
8.193
40
—
—
8.233
Sonstige Produkte und Dienstleistungen1
135
872
756
18
1.782
Umsätze aus Kundenverträgen
8.329
16.351
12.753
18
37.451
2022
Rohöl, NGL und Kondensate
—
860
1.519
—
2.379
Erdgas und LNG
—
4
19.905
—
19.909
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte
—
16.390
—
—
16.390
Chemische Produkte
12.160
54
—
—
12.214
Sonstige Produkte und Dienstleistungen1
126
977
1.817
16
2.935
Umsätze aus Kundenverträgen
12.286
18.285
23.240
16
53.827
1 Im Wesentlichen Retail-Non-Oil-Geschäft in Fuels & Feedstock und Stromgeschäft in Energy
7 Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
In EUR Mio
2023
2022
Fremdwährungskursgewinne aus operativen Geschäften
200
298
Gewinne aus Abgängen von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten
237
766
Übrige sonstige betriebliche Erträge
305
579
Sonstige betriebliche Erträge
742
1.644
Erträge aus at-equity bewerteten Beteiligungen
580
937
Aufwendungen aus at-equity bewerteten Beteiligungen
–254
–68
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
326
869
  • Fremdwährungskursgewinne aus operativen Geschäften waren im Wesentlichen von der USD Wechselkursentwicklung 2023 und 2022 beeinflusst.
  • Gewinne aus Abgängen von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten bezogen sich hauptsächlich auf Gewinne aus dem Verkauf des Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien. Nähere Details können der Anhangangabe 4 – Änderungen in der Konzernstruktur – entnommen werden.
  • 2022 wurde hauptsächlich durch Gewinne aus dem Verkauf des Tankstellengeschäfts in Deutschland (EUR 409 Mio) und Gewinne aus dem Börsengang von Borouge PLC (EUR 341 Mio) beeinflusst.
  • Übrige sonstige betriebliche Erträge sanken 2023 in Bezug auf Ausgleichszahlungen des rumänischen Staates für den Verkauf von Erdgas und Strom zu gedeckelten Preisen sowie auf Abschaffung der Zuschüsse für freiwillige Preissenkungen beim Verkauf von Diesel und Benzin. Diese Maßnahmen wurden 2022 durch mehrere Notstandsverordnungen der Regierung eingeführt, um die Folgen der Energiekrise abzumildern.
  • Darüber hinaus enthielten die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge Lagerhaltungserträge im Zusammenhang mit der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. in Höhe von EUR 42 Mio (2022: EUR 34 Mio). 2022 enthielt Versicherungsentschädigungen in Höhe von rund EUR 200 Mio im Zusammenhang mit dem Zwischenfall in der OMV Raffinerie Schwechat im Juni 2022.
  • Erträge aus at-equity bewerteten Beteiligungen waren im Wesentlichen durch die Abu Dhabi Oil Refining Company und die Borouge Beteiligungen beeinflusst. Aufwendungen aus at-equity bewerteten Beteiligungen betrafen hauptsächlich Bayport Polymers LLC sowie eine Wertminderung innerhalb Pearl Petroleum Company Limited. Nähere Details können der Anhangangabe 18 – At-equity bewertete Beteiligungen – entnommen werden.
8 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
  • Wertminderungen sind in der Zeile „Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen“ in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten, mit Ausnahme der Wertminderungen auf Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung, welche in den „Explorationsaufwendungen“ gezeigt werden. Die folgenden Tabellen zeigen eine Überleitung zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen:
Abschreibungen, Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) und Wertaufholungen
In EUR Mio
2023
2022
Planmäßige Abschreibungen
2.439
2.474
Wertaufholungen
–189
–660
Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung)
213
670
Abschreibungen, Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) und Wertaufholungen
2.463
2.484
Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung)
In EUR Mio
2023
2022
Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung)
213
670
Wertminderungen (Exploration und Evaluierung)
152
183
Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung)
365
853
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – Aufteilung auf die Funktionen
In EUR Mio
2023
2022
Planmäßige Abschreibungen
2.439
2.474
davon Explorationsaufwendungen
—
—
davon Produktions- und operative Aufwendungen
2.152
2.200
davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
287
274
Wertaufholungen
–189
–660
davon Explorationsaufwendungen
–1
—
davon Produktions- und operative Aufwendungen
–116
–660
davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
–72
–0
Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung)
365
853
davon Explorationsaufwendungen
158
183
davon Produktions- und operative Aufwendungen
203
660
davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
4
10
Wertminderungen und Wertaufholungen in Chemicals & Materials
  • Am 5. Juli 2023 wurde der Verkauf des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis Gruppe, welcher Pflanzennährstoffe, technischen Stickstoff und Melaminprodukte umfasst, an AGROFERT, a.s. abgeschlossen. Um den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten widerzuspiegeln, wurde eine Wertminderung von EUR 57 Mio basierend auf dem Kaufvertrag mit AGROFERT, a.s. erfasst.
  • Der Erwerb des zusätzlichen 48,55%-Anteils an Renasci N.V. am 30. November 2023 bedingte des Weiteren eine Neubewertung, die zu einer Wertminderung in Höhe von EUR 54 Mio führte, wovon EUR 23 Mio der at-equity bewerteten Beteiligung BlueAlp Holding B.V. zuzuordnen waren.
  • Im Jahr 2022 wurde eine Wertaufholung von EUR 266 Mio im Zusammenhang mit dem Verkauf des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis Gruppe erfasst. Die Bewertung basierte auf einem am 2. Juni 2022 erhaltenen verbindlichen Angebot von AGROFERT, a.s. um den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten widerzuspiegeln.
Wertminderungen und Wertaufholungen in Fuels & Feedstock
  • 2022 wurde eine Netto-Wertaufholung in Höhe von EUR 67 Mio für die ADNOC Refining and Trading ZGE erfasst, hauptsächlich zurückzuführen auf verbesserte Annahmen für kurzfristige Raffineriemargen im Mittleren Osten und damit Anhaltspunkt für einen Wertminderungstest.
Wertminderungen und Wertaufholungen in Energy
  • Die stabilisierte Produktion in den letzten Jahren führte zu einer Wertaufholung von EUR 114 Mio in einigen ZGE in Libyen. Der erzielbare Betrag, der auf Basis des Nutzungswertes definiert wurde, betrug EUR 821 Mio. Der angewandte Diskontierungssatz nach Steuern war 13,25%.
  • 2023 wurde ein Wertminderungstest für die Etzel Gasspeicheranlage in Deutschland durchgeführt, welcher in einer Wertaufholung von EUR 72 Mio resultierte, als Folge von einem verbesserten Marktumfeld für Gasspeicheranlagen in Europa. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswertes definiert und betrug EUR 154 Mio. Der angewandte Diskontierungssatz war 5,25%.
  • Wertminderungen im Jahr 2023 beliefen sich auf EUR 152 Mio, hauptsächlich zurückzuführen auf nicht erfolgreiche Explorationsbohrungen und abgelaufene Explorationslizenzen in Malaysia und Norwegen.
  • Weitere Wertminderungen 2023 sind auf nicht erfolgreiche Generalbehandlungen und veraltete oder ersetzte Sachanlagen in Rumänien (EUR 55 Mio) zurückzuführen.
  • Die OMV aktualisierte in Q4/22 ihre Annahmen für die Rohstoffpreise. Während die europäischen Gaspreise für den kurz- und langfristigen Zeitraum gestiegen sind, sank das erwartete Produktionsvolumen einiger Öl- und Gasanlagen in Rumänien aufgrund höherer erwarteter natürlicher Rückgangsraten und die betrieblichen Kosten haben sich erhöht. Diese Effekte führten zu Wertminderungen vor Steuern in Höhe von EUR 117 Mio (Nettoeffekt von Wertminderungen und Wertaufholungen) für produzierende und in der Entwicklungsphase befindliche Öl- und Gasvermögenswerte in Rumänien, Neuseeland und Österreich.
  • Wertminderungen im Jahr 2022 für Exploration und Evaluierung (EUR 183 Mio) enthielten hauptsächlich nicht erfolgreiche Explorationsbohrungen und Explorationslizenzen in Norwegen, Neuseeland, Rumänien und Australien.
  • Darüber hinaus beinhalteten die Wertminderungen 2022 nicht erfolgreiche Generalbehandlungen und veraltete oder ersetzte Sachanlagen in Rumänien (EUR 84 Mio) und eine Produktionslizenz in Libyen (EUR 70 Mio).
  • Der geplante Verkauf der relevanten operativen Gesellschaften im Jemen in Q2/22 und die damit verbundene Umgliederung in die Bilanzposition „Zu Veräußerungszwecken gehalten“ führte zu einer Wertminderung vor Steuern in Höhe von EUR 48 Mio.
9 Explorationsaufwendungen
  • Die folgende Tabelle zeigt die Konzernbeiträge der Aktivitäten, welche auf die Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen entfallen.
  • All diese Aktivitäten sind im Segment Energy enthalten.
Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen
In EUR Mio
2023
2022
Wertminderungen (Exploration und Evaluierung)
152
183
Sonstiger Explorationsaufwand
70
67
Explorationsaufwand
222
250
Netto-Mittelabfluss aus der Betriebstätigkeit
75
103
Netto-Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit
171
149
10 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In EUR Mio
2023
2022
Fremdwährungskursverluste aus operativen Geschäften
182
268
Verluste aus dem Abgang von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten
31
685
Verluste aus Marktwertänderungen finanzieller Vermögenswerte
—
432
Netto-Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten
38
43
Personallösungen
9
3
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
76
65
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen
125
142
Sonstige betriebliche Aufwendungen
462
1.639
  • Fremdwährungskursverluste aus operativen Geschäften waren wesentlich von der USD-Entwicklung 2023 und 2022 beeinflusst.
  • Verluste aus dem Abgang von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten enthielten 2022 hauptsächlich Verluste aus der Entkonsolidierung von Beteiligungen in Russland in Höhe von EUR 658 Mio.
  • Verluste aus Marktwertänderungen finanzieller Vermögenswerte enthielten 2022 Verluste in Zusammenhang mit dem Vermögenswert für das Recht auf Neufeststellung der Reserven aus der Akquisition des Anteils am Juschno-Russkoje-Feld.
  • Netto-Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalteten im Wesentlichen Wertminderungen von Forderungen in Tunesien in Höhe von EUR 26 Mio (2022: EUR 20 Mio).
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen enthielten Aufwendungen im Zusammenhang mit verschiedenen Digitalisierungsinitiativen in Höhe von EUR 22 Mio (2022: EUR 40 Mio), sowie Aufwendungen in Zusammenhang mit der an die Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. ausgelagerten Mindestbevorratungsverpflichtung in der Höhe von EUR 46 Mio (2022: EUR 45 Mio).
11 Personalaufwendungen
Personalaufwendungen
In EUR Mio
2023
2022
Löhne und Gehälter
1.365
1.314
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen
31
30
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen
62
77
Personallösungen
9
3
Sonstiger Personalaufwand
250
275
Steuern und Sozialabgaben
305
309
Personalaufwendungen
2.023
2.009
12 Finanzerfolg
Zinserträge
In EUR Mio
2023
2022
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
355
193
Abgezinste Forderungen
14
5
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte
35
20
Ausleihungen
69
51
Zinserträge
473
269
  • Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten standen 2023 hauptsächlich im Zusammenhang mit Zinserträgen auf Bankeinlagen in RON, USD und EUR.
  • Die Position Zinserträge aus Ausleihungen enthielt EUR 59 Mio (2022: EUR 32 Mio) im Zusammenhang mit einem Darlehensvertrag gegenüber Bayport Polymers LLC. 2022 enthielt diese Position EUR 17 Mio aus der Nord Stream 2 Finanzierungsvereinbarung. Weitere Details können der Anhangangabe 20 – Finanzielle Vermögenswerte – entnommen werden.
Zinsaufwendungen
In EUR Mio
2023
2022
Anleihen
104
120
Leasingverbindlichkeiten
36
30
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten
49
47
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
204
196
Rückstellungen für Jubiläumsgeld, Personallösungen und andere Leistungen an Arbeitnehmer
5
3
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen
33
14
Rückstellungen für belastende Verträge
5
14
Sonstige
3
11
Zinsaufwendungen, brutto
437
435
Aktivierte Fremdkapitalzinsen
–23
–18
Zinsaufwendungen
415
417
  • Weitere Details zu Anleihen können der Anhangangabe 26 – Verbindlichkeiten – entnommen werden.
  • Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rekultivierungsrückstellung der OMV Petrom SA wurde mit den Zinserträgen aus vom rumänischen Staat erstattungsfähigen Forderungen saldiert. Weitere Details können der Anhangangabe 20 – Finanzielle Vermögenswerte – entnommen werden.
  • Die Zinsaufwendungen für Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen wurden 2023 durch Aufzinsungseffekte in Höhe von EUR 181 Mio (2022: EUR 131 Mio) beeinflusst. Der Anstieg resultierte aus insgesamt höheren Rückstellungen im Laufe von 2023. Der verbleibende Teil der Zinsaufwendungen für Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen entfiel vollständig auf negative Neubewertungseffekte auf vom rumänischen Staat erstattungsfähigen Forderungen in Höhe von EUR 23 Mio (2022: EUR 65 Mio).
  • Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen wurden mit Zinserträgen aus dem Planvermögen von EUR 19 Mio (2022: EUR 6 Mio) saldiert dargestellt.
  • Die Zinsaufwendungen enthielten weiters die Aufzinsung der Rückstellungen für belastende Verträge für abgeschlossene Transportkapazitäten der OMV Gas Marketing & Trading GmbH. Weitere Details können der Anhangangabe 25 – Rückstellungen – entnommen werden.
  • Die für qualifizierte Vermögenswerte aktivierten Fremdkapitalzinsen bezogen sich vorwiegend auf die in Bau befindliche Propan-Dehydrierungsanlage am Produktionsstandort von Borealis in Kallo, Belgien, und den Bau der ReOil®- und Co-Processing-Anlagen in Österreich.
Sonstiges Finanzergebnis
In EUR Mio
2023
2022
Buchwert verkaufter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Forderungen
–11.825
–10.857
Erlöse aus verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Forderungen
11.748
10.811
Finanzierungskosten für Factoring und Securitization
–77
–46
Nettofremdwährungsgewinne (+)/-verluste (-)
–29
95
Sonstige
–32
–1.393
Sonstiges Finanzergebnis
–138
–1.345
  • 2023 war das Nettofremdwährungsergebnis hauptsächlich durch USD beeinflusst.
Die Position Sonstige stand 2023 hauptsächlich im Zusammenhang mit der negativen Fair-Value-Anpassung der Beteiligungen in Russland in Höhe von EUR 23 Mio (2022: EUR 370 Mio). 2022 enthielt diese Position zusätzlich die Wertminderung des Nord Stream 2 Darlehens (EUR 1.004 Mio). Weitere Details können der Anhangangabe 20 – Finanzielle Vermögenswerte – entnommen werden.
13 Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl
14 Steuern vom Einkommen und Ertrag
Steuern vom Einkommen und Ertrag
In EUR Mio
2023
2022
Ergebnis vor Steuern
4.604
10.765
Laufende Steuern
2.512
5.505
davon betreffend Vorjahre
–57
37
Latente Steuern
175
85
Steuern vom Einkommen und Ertrag
2.687
5.590
Direkt im sonstigen Ergebnis verbuchte Ertragsteuern
In EUR Mio
2023
2022
Latente Steuern
–97
30
Laufende Steuern
—
—
Direkt im sonstigen Ergebnis verbuchte Ertragsteuern
–97
30
Entwicklung der latenten Steuern1
In EUR Mio
2023
2022
Latente Steuern zum 1. Jänner
–78
–87
Latente Steuern zum 31. Dezember
–114
–78
Veränderung latente Steuern
–36
9
Direkt im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital verbuchte latente Steuern
87
–38
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen und Sonstiges2
52
132
Latenter Steueraufwand laut Gewinn- und Verlustrechnung
–175
–85
Die latenten Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt zusammen:
Steuersatzänderung
–4
–96
Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern
–327
–327
Anpassungen bei den Verlustvorträgen (in den Vorjahren nicht berücksichtigte oder verfallene Verlustvorträge sowie sonstige Anpassungen)
10
9
Umkehrung von temporären Differenzen inklusive Neubildung und Verbrauch von Verlustvorträgen
145
329
1 Latente Steuerpositionen beinhalten auch latente Steuerpositionen, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umklassifiziert wurden.
2 2022 standen diese Effekte hauptsächlich in Zusammenhang mit der Entkonsolidierung von JSC GAZPROM YRGM Development (EUR 116 Mio).
Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes werden die Ertragsteuern dem Ergebnis vor Steuern gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird in den nachfolgenden Tabellen mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 24% (2022: 25%) verglichen und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert.
Steuerüberleitungsrechnung
2023
2022
In EUR Mio
In %
In EUR Mio
In %
Theoretische Steuern vom Einkommen und Ertrag auf Basis des österreichischen Körperschaftssteuersatzes
1.105
24,0
2.691
25,0
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze
1.359
29,5
2.755
25,6
Nicht abzugsfähige Aufwendungen
258
5,6
612
5,7
Steuerfreies Einkommen und Steueranreize
–128
–2,8
–160
–1,5
Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit at-equity bewertete Beteiligungen
–128
–2,8
–414
–3,8
Steuersatzänderung
4
0,1
96
0,9
Permanente Effekte aus Verlustvorträgen
5
0,1
–9
–0,1
Steuerliche Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Beteiligungen an Tochterunternehmen
–1
–0,0
–430
–4,0
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern
327
7,1
327
3,0
Steuern betreffend Vorjahre
–5
–0,1
60
0,6
Sonstige
–108
–2,4
61
0,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
2.687
58,4
5.590
51,9
  • Effekte im Zusammenhang mit der Steuersatzänderung im Jahr 2022 bezogen sich hauptsächlich auf die Verringerung des latenten Steuersatzes für österreichische Gesellschaften. Basierend auf dem im Jänner 2022 vom österreichischen Nationalrat verabschiedeten Ökosozialsteuerreformgesetz wurde der Körperschaftsteuersatz von 25% auf 24% und weiter auf 23% ab 2024 gesenkt.
  • Die Position Veränderung derWertberichtigung latenterSteuern wurde im Wesentlichen durch die Erhöhung von Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche in Österreich beeinflusst. Weitere Details können der Anhangangabe 27 – Latente Steuern – entnommen werden.
Globale Mindeststeuer
  • Wie der Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt 3 – Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen – entnommen werden kann, wendet der Konzern die verpflichtende temporäre Ausnahmeregelung hinsichtlich der Bilanzierung latenter Steuern und der Offenlegung von Informationen über latente Steuern im Zusammenhang mit der Globalen Mindeststeuer an.
15 Ergebnis je Aktie
Ergebnis je Aktie
2023
2022
Unverwässert
Verwässert
Unverwässert
Verwässert
Den Aktionären des Mutterunternehmens
zuzurechnendes Ergebnis in EUR Mio
1.480
1.480
3.634
3.634
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf
befindlichen Aktien
326.940.897
327.169.060
326.897.763
327.136.798
Ergebnis je Aktie in EUR
4,53
4,52
11,12
11,11
  • Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an im Umlauf befindlichen Aktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Aktien mit Verwässerungseffekten ergeben würde. Dies umfasste 228.163 (2022: 239.035) Stück aus den Long-Term Incentive Plänen und aus dem Equity Deferral zu gewährende Bonusaktien.
Erläuterungen zur Bilanz
16 Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
In EUR Mio
Konzes-
sionen,
Software,
Lizenzen,
Rechte
Entwicklungs-
kosten
Öl- und
Gas-
vermögen
mit nicht
sicheren
Reserven
Firmen-
werte
Gesamt
2023
Entwicklung der Kosten
1. Jänner
1.330
572
1.811
585
4.298
Währungsumrechnungsdifferenzen
–3
–0
–28
–17
–48
Konsolidierungskreisänderungen
28
—
—
21
49
Zugang
39
112
201
—
352
Umbuchung
20
14
–583
—
–549
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–0
—
–243
–205
–448
Abgang
–28
–3
–195
—
–225
31. Dezember
1.385
695
963
384
3.428
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner
769
86
934
—
1.788
Währungsumrechnungsdifferenzen
–2
—
–21
—
–23
Planmäßige Abschreibung
93
34
0
—
127
Wertminderung
11
3
158
—
171
Umbuchung
–0
—
–14
—
–14
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–0
—
–173
—
–173
Abgang
–29
–3
–195
—
–227
Wertaufholung
—
—
–1
—
–1
31. Dezember
842
119
688
—
1.649
Buchwert 1. Jänner
562
486
878
585
2.510
Buchwert 31. Dezember
543
576
275
384
1.779
2022
Entwicklung der Kosten
1. Jänner
2.199
464
1.876
562
5.101
Währungsumrechnungsdifferenzen
–236
—
36
28
–172
Konsolidierungskreisänderungen
–662
—
–36
—
–699
Zugang
31
110
172
—
313
Umbuchung
5
—
–141
—
–136
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–0
—
27
—
27
Abgang
–6
–2
–122
–6
–136
31. Dezember
1.330
572
1.811
585
4.298
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner
979
52
909
—
1.940
Währungsumrechnungsdifferenzen
–85
–0
25
—
–60
Konsolidierungskreisänderungen
–234
—
–36
—
–270
Planmäßige Abschreibung
108
31
0
—
140
Wertminderung
6
3
179
—
189
Umbuchung
–0
—
–24
—
–24
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–1
—
1
—
–0
Abgang
–5
–1
–121
—
–127
31. Dezember
769
86
934
—
1.788
Buchwert 1. Jänner
1.220
411
967
562
3.161
Buchwert 31. Dezember
562
486
878
585
2.510
Am 31. Oktober 2023 hat die Borealis Gruppe 100% der Anteile an Rialti S.p.A. erworben. Dies führte zu Zugängen aus Konsolidierungskreisänderungen in der Höhe von EUR 29 Mio, einschließlich des Firmenwertes von EUR 21 Mio. Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind vorläufig und können zu einem späteren Zeitpunkt angepasst werden. Zusätzliche EUR 29 Mio, die in den Konsolidierungskreis inkludiert wurden, resultierten aus der Erhöhung des Anteils von Borealis an Renasci N.V. (Renasci) von 27,42% auf 50,01% am 11. Jänner 2023 und der damit verbundenen Änderung der Konsolidierungsmethode. 2022 beinhalteten die Konsolidierungskreisänderungen in Höhe von EUR 428 Mio die Entkonsolidierung von JSC GAZPROM YRGM Development.
  • Die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten beinhalteten 2023 die Aktivierung selbstgeschaffener Vermögenswerte in der Höhe von EUR 37 Mio (2022: EUR 37 Mio), hauptsächlich aus aktivierten Entwicklungskosten.
  • Die Umbuchungen im Jahr 2023 standen hauptsächlich im Zusammenhang mit OMV Petrom, nachdem die finale Investitionsentscheidung für das Projekt Neptun Deep getroffen wurde. Infolgedessen wurden die damit verbundenen Öl- und Gasvermögenswerte in Höhe von EUR 483 Mio von immateriellen Vermögenswerten auf Sachanlagen umgegliedert.
  • Immaterielle Vermögenswerte der SapuraOMV Veräußerungsgruppe mit einem Buchwert von EUR 275 Mio wurden in zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert. Für Details siehe Anhangangabe 22 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten. 2022 wurden immaterielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von EUR 27 Mio aus dem zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögen wieder in die immateriellen Vermögenswerte zurückgegliedert und bezogen sich im Wesentlichen auf den OMV Anteil am Maari Feld in Neuseeland.
  • Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen wurden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) und Gruppen von ZGE zwecks Wertminderungstests zugeordnet:
Firmenwertzuordnung
In EUR Mio
2023
2022
Mittlerer Osten und Afrika
330
342
SapuraOMV
—
210
Energy zugeordnete Firmenwerte
330
552
Retail Slowakei
7
7
Raffinerie Österreich
26
26
Fuels & Feedstock zugeordnete Firmenwerte
33
33
Polypropylene1
21
—
Chemicals & Materials zugeordnete Firmenwerte
21
—
Firmenwerte
384
585
1 Bezieht sich auf den Erwerb der Rialti S.p.A.
  • 2023 wurde der Firmenwert, der sich auf die SapuraOMV Veräußerungsgruppe bezieht, auf das zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögen umgegliedert. Für Details siehe Anhangangabe 22 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten. Der verbleibende Firmenwert im Geschäftsbereich Energy ist aufgrund von negativen Währungsumrechnungsdifferenzen gesunken.
  • Die Überprüfung aller Firmenwerte auf Werthaltigkeit, die auf Basis der Nutzungswerte erfolgte, führte zu keinen Wertminderungen. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit des auf die Region Mittlerer Osten und Afrika zugeordneten Firmenwerts wurde ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 10,00% (2022: 10,47%) angewandt.
  • Bei einem Diskontierungszinssatz nach Steuern von 16,42% (2022: 12,67%) für den der Region Mittlerer Osten und Afrika zugeordneten Firmenwert entspricht der erzielbare Betrag dem Buchwert.
Anhangangabe 17 – Sachanlagen – enthält Details zu vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten.
17 Sachanlagen
Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte
In EUR Mio
Grundstücke und Bauten
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren
Reserven
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagen
in Bau
Gesamt
2023
Entwicklung der Kosten
1. Jänner
3.512
26.549
12.002
2.043
2.061
46.168
Währungsumrechnungsdifferenzen
–9
–700
–21
–4
–5
–738
Konsolidierungskreisänderungen
11
—
53
2
12
78
Zugang
143
1.265
491
95
1.389
3.383
Neue Verpflichtungen und Änderung der Parameter für Rekultivierung
4
309
12
0
—
326
Umbuchung
–33
592
848
121
–969
559
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–6
–1.431
0
–0
–8
–1.444
Abgang
–18
–160
–195
–79
–2
–454
31. Dezember
3.606
26.425
13.191
2.178
2.479
47.878
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner
1.805
17.205
6.378
1.457
6
26.851
Währungsumrechnungsdifferenzen
–5
–467
–6
–3
0
–480
Konsolidierungskreisänderungen
–1
—
–4
–0
—
–5
Planmäßige Abschreibung
159
1.330
674
150
—
2.314
Wertminderung
0
59
29
1
12
101
Umbuchung
–37
16
34
2
—
14
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–6
–370
—
–0
–3
–380
Abgang
–13
–158
–191
–67
–1
–429
Wertaufholung
–2
–116
–70
–0
—
–188
31. Dezember
1.900
17.498
6.844
1.540
15
27.798
Buchwert 1. Jänner
1.706
9.344
5.624
586
2.055
19.317
Buchwert 31. Dezember
1.705
8.927
6.347
637
2.464
20.081
Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte
In EUR Mio
Grundstücke und Bauten
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren
Reserven
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagen
in Bau
Gesamt
2022
Entwicklung der Kosten
1. Jänner
3.398
25.042
11.254
1.989
1.511
43.195
Währungsumrechnungsdifferenzen
–17
174
–169
–3
–4
–20
Zugang
111
1.244
678
51
1.268
3.352
Neue Verpflichtungen und Änderung der Parameter für Rekultivierung
4
–74
–21
0
—
–90
Umbuchung
69
127
539
88
–690
133
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–18
236
–59
–12
–10
136
Abgang
–35
–200
–220
–68
–13
–537
31. Dezember
3.512
26.549
12.002
2.043
2.061
46.168
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner
1.698
15.451
6.085
1.383
8
24.626
Währungsumrechnungsdifferenzen
–8
18
–106
–3
0
–98
Planmäßige Abschreibung
138
1.390
671
144
—
2.342
Wertminderung
6
595
8
2
8
619
Umbuchung
1
22
–8
6
2
24
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–6
241
–55
–9
–1
170
Abgang
–24
–195
–211
–66
–9
–505
Wertaufholung
–0
–317
–7
—
–2
–327
31. Dezember
1.805
17.205
6.378
1.457
6
26.851
Buchwert 1. Jänner
1.700
9.591
5.169
606
1.503
18.569
Buchwert 31. Dezember
1.706
9.344
5.624
586
2.055
19.317
EUR 84 Mio Konsolidierungskreisänderungen resultierten aus der Änderung der Konsolidierungsmethode der Renasci N.V. (Renasci), nachdem Borealis ihre Anteile von 27,42% auf 50,01% am 11. Jänner 2023 erhöht hat, sowie dem Erwerb der Borealis von 100% der Anteile an Rialti S.p.A. am 31. Oktober 2023.
Die Umbuchungen standen hauptsächlich im Zusammenhang mit OMV Petrom, nachdem die finale Investitionsentscheidung für das Projekt Neptun Deep getroffen wurde. Infolgedessen wurden die damit verbundenen Öl- und Gasvermögenswerte in Höhe von EUR 483 Mio von immateriellen Vermögenswerten auf Sachanlagen umgegliedert.
  • Sachanlagen mit einem Buchwert von EUR 1.065 Mio (2022: EUR 34 Mio) wurden in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert und bezogen sich hauptsächlich auf die SapuraOMV Veräußerungsgruppe. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 22 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten.
Vertragliche Verpflichtungen für Akquisitionen
In EUR Mio
2023
2022
Immaterielle Vermögenswerte
296
326
Sachanlagen
3.345
1.410
Vertragliche Verpflichtungen
3.640
1.736
  • 2023 standen vertragliche Verpflichtungen für die Akquisition von Anlagevermögen hauptsächlich in Verbindung mit Tätigkeiten in den Geschäftsbereichen Energy und Chemicals & Materials. Der Anstieg 2023 war hauptsächlich auf das Neptun Deep Projekt in Rumänien zurückzuführen.
OMV als Leasingnehmer
  • Die Nutzungsrechte betrafen im Wesentlichen das Leasing von Tankstellengrundstücken und –gebäuden, anderen Grundstücken, Tankschiffen, Pipelines und Bürogebäuden. Darüber hinaus least die OMV eine Speicherinfrastruktur im Zusammenhang mit der Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) in Kallo, Belgien, eine Wasserstoffanlage in der Petrobrazi Raffinerie in Rumänien, Gasspeicheranlagen in Österreich und Deutschland, technische Ausrüstung und Fahrzeuge.
  • Leasingverträge, die 2023 abgeschlossen wurden, deren Laufzeit jedoch noch nicht begonnen hat, beliefen sich auf EUR 94 Mio, hauptsächlich bezogen auf langfristige Charter- und Gasspeicherverträge (2022: EUR 10 Mio).
Nutzungsrechte nach IFRS 16
In EUR Mio
Grundstücke und Bauten
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
Gesamt
2023
1. Jänner
581
504
149
1.233
Konsolidierungskreisänderungen1
—
29
—
29
Zugang
123
80
81
283
Planmäßige Abschreibung
–82
–25
–69
–176
Sonstige Bewegungen
–66
105
–11
27
31. Dezember
556
692
149
1.397
2022
1. Jänner
555
42
174
771
Zugang
102
498
40
640
Planmäßige Abschreibung
–63
–35
–64
–162
Sonstige Bewegungen
–13
–1
–2
–16
31. Dezember
581
504
149
1.233
1 Hauptsächlich aus der Änderung der Konsolidierungsmethode der Renasci N.V.
  • Angaben zu Leasingverbindlichkeiten sind in Anhangangabe 26 – Verbindlichkeiten – zu finden.
18 At-equity bewertete Beteiligungen
Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
  • Borealis hält einen Anteil von 36% (2022: 36%) an Borouge PLC (PLC), und Abu Dhabi National Oil Company hält den restlichen Anteil von 54%. PLC ist in Abu Dhabi registriert und ist die Beteiligungsgesellschaft für ihren 100% Anteil an Abu Dhabi Polymers Company Limited(Borouge) (ADP) und ihrer 84,75% Beteiligung an Borouge Pte. Ltd. (PTE).
  • Zum 31. Dezember 2023 betrug der Marktwert der Konzernbeteiligung an PLC, die an der Abu Dhabi Securities Exchange in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gelistet ist, basierend auf dem verfügbaren börsenotierten Kurs EUR 6.586 Mio. Der korrespondierende Buchwert der PLC zum 31. Dezember 2023 betrug EUR 3.653 Mio.
  • Die „Borouge Beteiligungen“ (den OMV Gesamtanteil an PLC, ADP und PTE umfassend) sind führender Anbieter von innovativen, wertschöpfenden Kunststofflösungen für die Energie-, Infrastruktur-, Automobil-, Gesundheits- und Agrarindustrie sowie von modernen Verpackungsanwendungen und sind auch für das Marketing und den Vertrieb der hergestellten Produkte verantwortlich. Durch den Umstand, dass gemeinschaftliche Kontrolle gegeben ist, werden die Borouge Beteiligungen als Gemeinschaftsunternehmen bilanziert.
  • Bayport Polymers LLC (Baystar) mit Sitz in Pasadena (eingetragen in Wilmington) hat im Oktober 2023 mit der Inbetriebnahme der neuen Borstar® Polyethylen (PE)- Anlage mit einer Kapazität von 625.000 Tonnen/Jahr am Produktionsstandort in Passadena, Texas (Vereinigte Staaten) einen wichtigen Meilenstein erreicht mit dem Ziel, eine breite Palette von Produkten zu liefern, die die wachsende weltweite Nachfrage nach nachhaltigen und hoch energieeffizienten Kunststoffprodukten decken. Baystar hat außerdem 2022 den neuen Ethan-Cracker in Port Arthur, Texas (Vereinigte Staaten) der eine Kapazität von einer Million Tonnen pro Jahr hat, in Betrieb genommen. Dieser Cracker verarbeitet Ethan, das in den Vereinigten Staaten im Überfluss vorhanden und zu wettbewerbsfähigen Preisen erhältlich ist, und wird die PE-Anlagen von Baystar versorgen. Da die OMV gemeinschaftliche Führung über Bayport Polymers LLC ausübt (Anteilsteilung 50/50) und Rechte am Nettovermögen besitzt, wird das Unternehmen als ein Gemeinschaftsunternehmen bilanziert.
  • Die OMV hält auch einen 15%-Anteil (2022: 15%) an der in Abu Dhabi registrierten Abu Dhabi Oil RefiningCompany, die ein Raffineriezentrum mit integrierter Petrochemie betreibt. Gemäß der vertraglichen Vereinbarung zwischen den Teilhabern hat die OMV starke Gesellschafterrechte, die einen wesentlichen Einfluss gemäß der Definition von IAS 28 darstellen. 2022 wurde eine Netto-Wertaufholung von EUR 67 Mio für die ADNOC Refining and Trading ZGE erfasst.
  • Folgende Tabellen zeigen zusammengefasste Finanzinformationen der wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.
Gesamtergebnisrechnung – wesentliche assoziierte Unternehmen
In EUR Mio
2023
2022
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Umsatzerlöse
29.259
36.241
Jahresüberschuss
1.187
2.054
Sonstiges Ergebnis
11
2
Gesamtergebnis
1.198
2.056
OMV Anteil am Gesamtergebnis
180
308
Erhaltene Dividende
206
116
Bilanz – wesentliche assoziierte Unternehmen
In EUR Mio
2023
2022
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Langfristiges Vermögen
16.216
17.084
Kurzfristiges Vermögen
3.482
3.888
Langfristige Verbindlichkeiten
5.636
6.363
Kurzfristige Verbindlichkeiten
749
628
Eigenkapital
13.313
13.982
OMV Anteil
1.997
2.097
Anpassungen OMV Konzern1
–553
–573
Buchwert der Investition
1.444
1.524
1 Bezieht sich auf die Wertminderung der Beteiligung.
Gesamtergebnisrechnung – wesentliche Gemeinschaftsunternehmen
In EUR Mio
2023
2022
Borouge
Beteiligungen
Bayport
Polymers
LLC
Borouge
Beteiligungen
Bayport
Polymers
LLC
Umsatzerlöse
5.356
577
5.938
601
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
–760
–135
–771
–62
Zinserträge
25
2
19
1
Zinsaufwendungen
–204
–107
–111
–23
Steuern vom Einkommen und Ertrag
–301
–0
–446
—
Jahresüberschuss
815
–317
1.055
–116
Sonstiges Ergebnis
–4
—
20
—
Gesamtergebnis
811
–317
1.075
–116
OMV Anteil am Gesamtergebnis
280
–158
407
–58
Erhaltene Dividende
455
—
592
—
Bilanz – wesentliche Gemeinschaftsunternehmen
In EUR Mio
2023
2022
Borouge
Beteiligungen
Bayport
Polymers
LLC
Borouge
Beteiligungen
Bayport
Polymers
LLC
Langfristiges Vermögen
6.271
3.894
6.842
4.002
Kurzfristiges Vermögen
1.823
352
2.758
188
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
320
41
1.072
30
Langfristige Verbindlichkeiten
3.165
2.683
4.070
2.443
davon langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (exkl. sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen)
2.988
2.681
3.884
2.441
Kurzfristige Verbindlichkeiten
815
343
964
352
davon kurzfristige finanzielle Verbindichkeiten (exkl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen)
8
195
4
206
Eigenkapital
4.114
1.219
4.566
1.396
OMV Anteil
1.489
610
1.656
698
Firmenwerte
1.986
—
2.058
—
Anpassungen OMV Konzern1
263
–24
316
–24
Buchwert der Investition
3.737
586
4.030
674
1 Anpassungen des OMV Konzerns für die Borouge Beteiligungen beinhalten im Wesentlichen Kaufpreisanpassungen von EUR 377 Mio (2022: EUR 448 Mio) in Bezug auf langfristiges Vermögen und EUR 113 Mio (2022: EUR 131 Mio) in Bezug auf langfristige Verbindlichkeiten.
Überleitungsrechnung Buchwert
In EUR Mio
2023
2022
Assoziiertes
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziiertes
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Borouge
Beteiligungen
Bayport
Polymers
LLC
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Borouge
Beteiligungen
Bayport
Polymers
LLC
1. Jänner
1.524
4.030
674
1.181
4.061
688
Währungsumrechnungs-
differenzen
–54
–117
–22
83
248
44
Übertragung
—
—
—
—
3372
—
Zugänge und andere Änderungen
—
—
921
—
—
—
Jahresüberschuss
178
281
–158
308
400
–58
Wertaufholung (+) /
Wertminderung (–)
—
—
—
67
—
—
Sonstiges Ergebnis
2
–1
—
—
7
—
Veräußerungen und andere Änderungen
—
—
—
—
–4303
—
Dividendenausschüttungen
–206
–455
—
–116
–592
—
31. Dezember
1.444
3.737
586
1.524
4.030
674
1 Bezieht sich auf den Kapitalzuschuss.
2 Enthält im Wesentlichen den direkten Anteil an PTE, der in „Borouge Beteiligungen“ inkludiert ist und daher ab 2022 Teil der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen ist.
3 Bezieht sich auf den Teilabgang der ADP und PTE als Ergebnis des ADX Börsengangs in 2022.
Einzeln unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
  • Die OMV hält 55,6% (2022: 55,6%) an der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG), mit Sitz in Lannach, die den größten Teil der Pflichtnotstandsreserve für Rohöl- und Erdölprodukte in Österreich hält. Trotz Mehrheit der Stimmrechte in der Generalversammlung übt die OMV keine Beherrschung über die ELG aus. Die wesentlichen Entscheidungen über die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens wurden an das Gremium der Ständigen Versammlung der Gesellschafter, in dem für Beschlüsse ein Quorum von zwei Drittel des Stammkapitals erforderlich ist, delegiert.
  • Die OMV hält über Borealis einen 40%-Anteil (2022: 40%) an Borouge 4 LLC, mit Sitz in Abu Dhabi. Die Gesellschaft führt das laufende Projekt Borouge 4 aus, das die Entwicklung eines auf Ethan basierten Dampfcrackers, zwei Polyolefin-Anlagen, einer 1-Hexen-Anlage, einer Anlage für vernetztes Polyethylen (XLPE) sowie einer umfassenden Studie für eine Kohlenstoffabscheidungsanlage umfasst. Das Projekt war früher Teil des direkten 40%-Anteils an ADP, wurde aber vom Börsengang im Juni 2022 ausgenommen und aufgrund dessen in die neu gegründete Gesellschaft übertragen. Jedoch besteht die Absicht. das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuführen. Durch den Umstand, dass keine dem Vorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die alle relevanten Aktivitäten beeinflussen, ohne die Zustimmung von Borealis entschieden werden können, hat die OMV gemeinschaftliche Kontrolle über Borouge 4 LLC und bilanziert diese als Gemeinschaftsunternehmen.
  • Die OMV übt gemeinschaftliche Kontrolle über Abu Dhabi Petroleum Investments LLC (ADPINV, OMV-Anteil 25%, 2022: 25%), mit Sitz in Abu Dhabi, und Pak-Arab Refinery Limited (PARCO; indirekte Beteiligung der OMV: 10%, 2022: 10%), mit Sitz in Karachi, aus und bilanziert beide Beteiligungen at-equity. ADPINV ist eine Holding-Gesellschaft mit einem Anteil von 40% an PARCO. Da für die Entscheidungen über relevante Aktivitäten eine einstimmige Zustimmung der Parteien erforderlich ist und die OMV aufgrund der rechtlichen Struktur Rechte am Nettovermögen hat, stufte die OMV diese Beteiligungen gemäß IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen ein.
  • Darüber hinaus hält die OMV einen Anteil von 10% (2022: 10%) an Pearl Petroleum Company Limited mit Sitz in Road Town, British Virgin Islands, die in der Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen in der Region Kurdistan im Irak tätig ist. Aufgrund der Joint-Venture-Vereinbarung hat die OMV maßgeblichen Einfluss im Sinne von IAS 28 auf Pearl, da es für einige strategische Entscheidungen einstimmiger Zustimmung bedarf. Daher wird dieses Unternehmen trotz eines nur 10%-Anteils at-equity einbezogen. 2023 wurden Vermögenswerte für Explorations und Evaluierung, die in der ursprünglichen Kaufpreisallokation der OMV für ihren Anteil an Pearl Petroleum Company Limited enthalten waren, teilweise wertgemindert.
Durch Borealis erwarb die OMV im Jahr 2023 zusätzliche Anteile an Renasci N.V. (Renasci). Da die Kontrolle erlangt wurde, wird Renasci nicht mehr als assoziiertes Unternehmen eingestuft. Ein Teil der identifizierten Vermögenswerte von Renasci sind Anteile an assoziierten Unternehmen: eine 21,25% Beteiligung an BlueAlp Holding B.V., mit Sitz in Groot-Ammers (Niederlande) und eine 25% Beteiligung an Petrogas International B.V. mit Sitz in Eindhoven (Niederlande).
Weitere Details können der Anhangangabe 40 – Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft – entnommen werden.
2023 wurde eine Wertminderung für die Beteiligung an BlueAlp Holding B.V. erfasst. Weitere Details können der Anhangangabe 8 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – entnommen werden.
Gesamtergebnisrechnung für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen – OMV Anteil
In EUR Mio
2023
2022
Assoziierte
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziierte
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Umsatzerlöse
5.797
360
5.889
461
Jahresüberschuss
23
2
189
30
Sonstiges Ergebnis
—
—
0
–2
Gesamtergebnis
23
2
190
27
Überleitungsrechnung Buchwert für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen
In EUR Mio
2023
2022
Assoziierte
Unternehmen1
Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziierte
Unternehmen1
Gemeinschafts-
unternehmen
1. Jänner
568
498
541
416
Währungsumrechnungsdifferenzen
–15
–33
–8
–13
Konsolidierungskreisänderungen2
7
—
–89
—
Übertragung
—
—
—
–3373
Zugänge und andere Änderungen
—
2
24
4094
Jahresüberschuss
23
2
189
30
Wertminderungen
–23
—
—
—
Sonstiges Ergebnis
—
—
0
–2
Veräußerungen und andere Änderungen
–1
–2
–1
—
Dividendenausschüttungen
–102
–23
–88
–5
31. Dezember
458
443
568
498
1 Inklusive assoziierter Unternehmen, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden
2 Konsolidierungskreisänderungen im Jahr 2022 beziehen sich auf die Entkonsolidierung von OJSC Severneftegazprom.
3 Enthält im Wesentlichen den direkten Anteil an PTE, welcher in „Borouge Beteiligungen“ inkludiert ist und daher ab 2022 Teil der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen ist.
4 Bezieht sich hauptsächlich auf den Kapitalzuschuss an Borouge 4 LLC
19 Vorräte
Vorratsbestand
In EUR Mio
2023
2022
Rohöl
585
824
Erdgas
367
936
Sonstige Rohstoffe
639
677
Unfertige Erzeugnisse
219
231
Fertige Mineralölprodukte
795
1.112
Sonstige fertige Erzeugnisse1
923
1.053
Vorratsbestand
3.529
4.834
1 Der Buchwert sonstiger fertiger Erzeugnisse ist hauptsächlich den fertigen Erzeugnissen der Borealis Gruppe, z.B. Polyolefine und Basischemikalien, zuzurechnen.
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)
In EUR Mio
2023
2022
Material- und Warenaufwand
20.600
34.811
Bestandsveränderungen1
3.550
4.047
Wertminderungen zum Nettoveräußerungswert und Abschreibungen von Vorräten
479
466
Wertaufholungen von Vorräten
–407
–25
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)
24.222
39.298
1 Hauptsächlich auf petrochemische Produkte zurückzuführen
20 Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte
In EUR Mio
Ergebnis-wirksam zum beizu-
legenden Zeitwert bewertet
Ergebnis-neutral durch das sonstige Ergebnis zum beizu-
legenden Zeitwert bewertet
Zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten
bewertet
Gesamt Buchwert
davon kurzfristig
davon langfristig
2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Verträgen
mit Kunden
99
—
2.571
2.670
2.670
—
Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
—
—
785
785
785
—
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
99
—
3.356
3.455
3.455
—
Eigenkapitalinstrumente
1
56
—
57
—
57
Investmentfonds
28
—
—
28
—
28
Anleihen
—
—
285
285
245
39
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate
—
52
—
52
50
2
Sonstige Derivate
890
—
—
890
692
198
Ausleihungen
—
—
910
910
5
905
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte
2
—
1.610
1.612
1.139
474
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte
921
108
2.805
3.834
2.130
1.704
Finanzielle Vermögeswerte
1.020
108
6.160
7.288
5.584
1.704
2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Verträgen
mit Kunden
136
—
3.351
3.487
3.487
—
Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
—
—
735
735
735
—
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
136
—
4.086
4.222
4.222
—
Eigenkapitalinstrumente
24
19
—
42
—
42
Investmentfonds
26
—
—
26
—
26
Anleihen
—
—
52
52
32
20
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate
10
370
—
380
263
116
Sonstige Derivate
2.867
—
—
2.867
2.114
753
Ausleihungen
—
—
711
711
82
628
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte
—
—
1.850
1.850
1.437
413
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte
2.927
389
2.612
5.928
3.929
1.999
Finanzielle Vermögenswerte
3.063
389
6.699
10.150
8.151
1.999
  • Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte enthielten hauptsächlich zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte.
  • Beginnend mit dem 1. März 2022 wurden die Beteiligungen an den russischen Unternehmen JSC GAZPROM YRGM Development (YRGM) und OJSC Severneftegazprom (SNGP) nach deren Entkonsolidierung aufgrund des russischen Krieges gegen die Ukraine gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bilanziert.

    Zum 31. Dezember 2022 wurde der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen an YRGM und SNGP weiter auf einen Buchwert von EUR 23 Mio reduziert, was zu einem zusätzlichen Verlust von EUR 370 Mio im Finanzergebnis führte.

    Am 19. Dezember 2023 hat der russische Präsident einen Erlass in Bezug auf das Juschno-Russkoje-Feld unterzeichnet. Gemäß diesem Dekret sollen die Beteiligungen der OMV an den russischen Firmen und damit ihre Anteile an dem Gasfeld an neue russische Unternehmen übertragen werden. Diese Unternehmen sollen schließlich von dem Versicherungsunternehmen JSC SOGAZ und Gazprom gehalten werden. Die Erlöse aus der Übertragung der OMV Anteile an JSC SOGAZ sollen auf ein russisches Sonderkonto eingezahlt werden. Auf den ersten Blick gleicht dieser Erlass einer einseitigen und unumkehrbaren Zwangsenteignung durch die Beschlagnahme der Anteile der OMV gegen eine Entschädigung, deren Höhe im Grunde durch Russland festgelegt wird und die auf letztlich unter Russlands Kontrolle stehende Konten gutgeschrieben wird. Die OMV prüft die derzeitigen Fakten und weiteren Entwicklungen und zieht Schritte zum Schutz ihrer Rechte in Erwägung.

    Aufgrund dieser jüngsten Entwicklung sowie der unveränderten Situation hinsichtlich des russischen Krieges gegen die Ukraine geht die OMV davon aus, dass ihre Beteiligungen an YRGM und SNGP zum 31. Dezember 2023 einen beizulegenden Zeitwert von null haben, das zu einer weiteren negativen Wertänderung im Finanzergebnis 2023 in Höhe von EUR 23 Mio führte.
  • Die Position Ausleihungen enthielt 2023 Ausleihungen und damit verbundene abgegrenzte Zinsen im Rahmen eines Gesellschafterdarlehens an Bayport Polymers LLC in der Höhe von EUR 701 Mio (2022: EUR 657 Mio). Darüber hinaus enthielt die Position EUR 155 Mio aus einer Inanspruchnahme und damit verbundenen abgegrenzten Zinsen aus einem Aktionärsdarlehensvertrag (SHL), der am 3. Februar 2023 für die Teilfinanzierung von CAPEX-Anforderungen der Borouge 4 LLC mit der Borealis AG als Darlehensgeber und Borouge 4 LLC als Darlehensnehmer abgeschlossen wurde. Der Aktionärsdarlehensvertrag ist als Fazilität mit einer Laufzeit von fünf Jahren strukturiert. Borealis behält sich jedoch das Recht vor, die Vorauszahlung der ausstehenden Beträge zum Zeitpunkt der Wiedereingliederung in Borouge PLC zu beschleunigen.
Die übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalteten vom rumänischen Staat erstattungsfähige Kosten in Höhe von EUR 399 Mio (2022: EUR 326 Mio) im Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltschutzmaßnahmen von OMV Petrom SA. Die Forderungen bestanden aus EUR 391 Mio (2022: EUR 318 Mio) betreffend Rekultivierungskosten und aus EUR 8 Mio (2022: EUR 8 Mio) betreffend Kosten im Zusammenhang mit der Umweltsanierung.
  • Am 2. Oktober 2020 hat die OMV Aktiengesellschaft, als Partei des Privatisierungsvertrags, ein Schiedsverfahren gegen das rumänische Umweltministerium gemäß den Regeln der Internationalen Handelskammer eingeleitet, in dem es um bestimmte unbezahlte Forderungen des rumänischen Umweltministeriums in Bezug auf Rekultivierungskosten für Bohrungen und Verpflichtungen für Umweltschutzmaßnahmen in Höhe von EUR 31 Mio ging. Am 30. August 2022 erließ das Schiedsgericht den endgültigen Schiedsspruch und verpflichtete das Umweltministerium OMV Petrom den Betrag von EUR 31 Mio und die entsprechenden Zinsen zu erstatten. Im Oktober 2022 hat das Umweltministerium den Schiedspruch vor dem Pariser Berufungsgericht beeinsprucht, zum 31. Dezember 2023 war das Verfahren noch nicht abgeschlossen.
  • Außerdem hat die OMV Aktiengesellschaft, als Partei des Privatisierungsvertrags, in Q4/22 zwei weitere Schiedsgerichtsverfahren gegen das rumänische Umweltministerium gemäß den Regeln der Internationalen Handelskammer zu bestimmten unbezahlten Forderungen hinsichtlich Rekultivierungskosten für Bohrungen und Verpflichtungen für Umweltschutzmaßnahmen in Höhe von EUR 47 Mio eingeleitet. Zum 31. Dezember 2023 war das Schiedsverfahren noch nicht abgeschlossen.
  • Darüber hinaus beinhaltete diese Position 2022 Forderungen aus Versicherungserträgen von rund EUR 200 Mio im Zusammenhang mit dem Zwischenfall an der Rohöl-Destillationsanlage in der Raffinerie Schwechat im Juni 2022, die im Jahr 2023 vollständig ausgezahlt wurden.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthielten des Weiteren Forderungen gegenüber Partnern im Geschäftsbereich Exploration & Production sowie Seller Participation Notes und Complementary Notes an Carnuntum DAC (siehe Anhangangabe 38 – Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen – für nähere Details).
Eigenkapitalinstrumente ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI)
In EUR Mio
2023
2022
Beteiligung
Marktwert
Marktwert-
änderungen
im sonstigen
Ergebnis
Dividenden-
ertrag
Marktwert
Marktwert-
änderungen
im sonstigen
Ergebnis
Dividenden-
ertrag
Eavor Technologies Inc.
34
—
—
—
—
—
Hycamite TCD Technologies Ltd.
5
—
—
—
—
—
APK Pensionskasse AG
2
–1
—
2
–0
0
Wiener Börse AG
6
–1
1
7
3
1
FSH Flughafen-Schwechat-Hydranten-Gesellschaft GmbH & Co OG
2
—
—
2
—
0
WAV Wärme Austria VertriebsgmbH
—
—
1
2
—
0
Bockatech Ltd.
5
—
—
3
—
—
Everen Limited
0
—
3
0
—
4
Übrige
2
—
0
2
—
0
Eigenkapitalinstrumente zum FVOCI
56
–2
4
19
2
6
Ausfallwahrscheinlichkeit
Entsprechend der externen Bonitätseinstufung
Ausfallwahrscheinlichkeit
2023
2022
Risikoklasse 1
AAA, AA+, AA,
AA–, A+, A, A–
0,13%
0,13%
Risikoklasse 2
BBB+, BBB, BBB–
0,44%
0,44%
Risikoklasse 3
BB+, BB, BB–
1,18%
1,18%
Risikoklasse 4
B+, B, B–
8,52%
8,52%
Risikoklasse 5
CCC/C
29,54%
29,54%
Risikoklasse 6
SD/D
100,00%
100,00%
  • Weitere Informationen zur Steuerung des Kreditrisikos können der Anhangangabe 30 – Risikomanagement – entnommen werden.
Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
In EUR Mio
2023
2022
1. Jänner
65
51
Ausbuchungen
–3
–4
Netto-Neubewertung der erwarteten Kreditausfälle
41
23
Währungsumrechnungsdifferenzen
–1
0
Umgliederung in die Position Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte
–1
–4
Konsolidierungskreisänderungen
–0
–1
31. Dezember
101
65
  • Die Netto-Neubewertungen der erwarteten Kreditausfälle sind hauptsächlich auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Kunden zurückzuführen und erhöhten sich aufgrund der Neubewertung von Forderungen in Tunesien.
Kreditqualität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
In EUR Mio
2023
2022
Risikoklasse 1
1.155
1.457
Risikoklasse 2
855
1.239
Risikoklasse 3
873
927
Risikoklasse 4
252
333
Risikoklasse 5
268
153
Risikoklasse 6
53
42
Bruttobuchwert gesamt
3.457
4.151
Erwartete Kreditausfälle
–101
–65
Gesamt
3.356
4.086
Wertminderungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten
In EUR Mio
12-Monate ECL
Lifetime ECL not credit impaired
Lifetime ECL credit impaired
Gesamt
2023
1. Jänner
10
44
1.311
1.365
Ausbuchungen
–1
—
–5
–6
Netto-Neubewertung der erwarteten Kreditausfälle
4
–11
140
133
Währungsumrechnungsdifferenzen
–0
–1
–3
–5
31. Dezember1,2
13
32
1.442
1.487
2022
1. Jänner
9
31
211
251
Ausbuchungen
0
—
–5
–5
Netto-Neubewertung der erwarteten Kreditausfälle
2
12
1.100
1.114
Währungsumrechnungsdifferenzen
0
2
4
6
31. Dezember1,2
10
44
1.311
1.365
1 „Lifetime ECL credit impaired“ enthielt den vollständig wertberichtigten Bruttobuchwert der Kreditforderungen einschließlich aufgelaufener Zinsen im Zusammenhang mit den Finanzierungsvereinbarungen für das Nord Stream 2 Pipeline-Projekt in Höhe von EUR 1,2 Mrd (2022: EUR 1,1 Mrd).
2 „12-Monate ECL“ enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 1 Mio (2022: EUR 1 Mio) und „Lifetime ECL credit impaired“ einen Betrag von EUR 8 Mio (2022: EUR 9 Mio) in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind.
Kreditqualität von sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten
In EUR Mio
12-Monate ECL
Lifetime ECL not credit impaired
Lifetime ECL credit impaired
Gesamt
12-Monate ECL
Lifetime ECL not credit impaired
Lifetime ECL credit impaired
Gesamt
2023
2022
Risikoklasse 1
826
—
—
826
1.014
86
80
1.180
Risikoklasse 21
751
—
8
759
702
—
9
710
Risikoklasse 3
1.140
94
77
1.312
826
—
2
827
Risikoklasse 4
2
—
—
2
4
—
—
4
Risikoklasse 52
36
—
1.245
1.281
35
—
1.112
1.147
Risikoklasse 6
—
—
112
112
0
—
109
109
Bruttobuchwert gesamt
2.755
94
1.442
4.292
2.580
86
1.311
3.977
Erwartete Kreditausfälle3
–13
–32
–1.442
–1.487
–10
–44
–1.311
–1.365
Gesamt
2.742
62
—
2.805
2.570
42
—
2.612
1 „12-Monate ECL“ enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 401 Mio (2022: EUR 327 Mio) und „Lifetime ECL credit impaired“ einen Betrag von EUR 8 Mio (2022: EUR 9 Mio) in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind.
2 „Lifetime ECL credit impaired“ enthielt den vollständig wertberichtigten Bruttobuchwert der Kreditforderungen einschließlich aufgelaufener Zinsen im Zusammenhang mit den Finanzierungsvereinbarungen für das Nord Stream 2 Pipeline-Projekt in Höhe von EUR 1,2 Mrd (2022: EUR 1,1 Mrd).
3 „12-Monate ECL“ enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 1 Mio (2022: EUR 1 Mio) und „Lifetime ECL credit impaired“ einen Betrag von EUR 8 Mio (2022: EUR 9 Mio) in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind.
21 Sonstige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte
In EUR Mio
2023
2022
Kurzfristig
Langfristig
Kurzfristig
Langfristig
Aktivische Abgrenzungen
89
13
84
15
Geleistete Anzahlungen auf Anlagevermögen
184
—
72
14
Sonstige geleistete Anzahlungen
124
25
194
16
Forderungen aus sonstigen Steuern und Sozialversicherung
202
40
395
40
Vertragsvermögenswerte
—
8
–
8
Emissionszertifikate1
630
—
657
—
Kundenforderung zur Übertragung von Emissionszertifikaten1
42
—
36
—
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
81
80
194
22
Sonstige Vermögenswerte
1.351
165
1.632
115
1 Weitere Details sind in der Anhangangabe 2 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende – zu finden.
  • Der Anstieg in „Geleistete Anzahlungen auf Anlagevermögen“ ist hauptsächlich auf das Projekt Neptun Deep in Rumänien zurückzuführen.
  • Die OMV hat ihre Bilanzierungsmethode für den Ausweis der erworbenen Emissionszertifikate und Rückstellungen für CO2‑Emissionen in der Bilanz freiwillig geändert. Weitere Details sind in der Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – zu finden.
22 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Sapura
OMV
Jemen
Energy
OMV
Konzern
2023
Immaterielle Vermögenswerte
272
—
272
Sachanlagen
1.059
8
1.067
Sonstige Vermögenswerte inkl. latenter Steuern
4
2
6
Langfristiges Vermögen
1.335
10
1.345
Vorräte
1
21
22
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
30
0
30
Sonstige Vermögenswerte
153
31
184
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
88
3
91
Kurzfristiges Vermögen
272
55
327
Summe Aktiva
1.607
65
1.671
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
—
15
15
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
6
—
6
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen
0
10
10
Latente Steuern
319
—
319
Langfristige Verbindlichkeiten
325
25
351
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
208
9
217
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
2
—
2
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen
36
17
52
Kurzfristige Verbindlichkeiten
245
26
271
Summe Verbindlichkeiten
571
51
622
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Geschäfts-
bereich
Stickstoff
Rosier
Ge-
samt
OMV
Retail-
Geschäft
Slowenien
Sonstige
Ge-
samt
C&M
F&F
Energy
Kb&S
OMV
Konzern
2022
Immaterielle
Vermögenswerte
3
0
3
0
0
0
—
—
3
Sachanlagen
658
4
662
121
13
134
20
3
819
At-equity bewertete
Beteiligungen
6
—
6
—
—
—
—
—
6
Sonstige Vermögenswerte inkl. latenter Steuern
27
1
28
—
4
4
—
—
32
Langfristiges
Vermögen
694
5
699
121
17
139
20
3
860
Vorräte
275
33
308
46
1
48
16
—
371
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
150
8
159
63
—
63
0
—
221
Sonstige Vermögenswerte
151
2
153
6
—
6
30
—
189
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
12
4
16
5
—
5
14
—
35
Kurzfristiges
Vermögen
588
47
635
120
1
121
59
—
816
Summe Aktiva
1.282
52
1.334
241
19
260
79
3
1.676
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
49
—
49
0
—
0
14
—
63
Leasingverbindlichkeiten
7
1
8
27
—
27
—
—
35
Rückstellungen für
Rekultivierungs-
verpflichtungen
11
—
11
0
1
1
—
—
13
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen und
latenter Steuern
37
1
38
1
—
1
20
—
59
Langfristige
Verbindlichkeiten
105
1
106
29
1
30
34
—
170
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
229
9
238
22
—
22
12
—
272
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen
124
3
127
43
1
44
13
—
184
Kurzfristige
Verbindlichkeiten
353
12
365
65
1
66
25
—
456
Summe
Verbindlichkeiten
458
13
471
94
2
96
59
—
626
Chemicals & Materials
  • Am 2. Jänner 2023 wurde der Verkauf von Rosier an YILFERT Holding, Teil der YILDIRIM-Gruppe abgeschlossen. Dies hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.
  • Am 5. Juli 2023 wurde der Verkauf des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis Gruppe, welcher Pflanzennährstoffe, technischen Stickstoff und Melaminprodukte umfasst, an AGROFERT, a.s. abgeschlossen. Weitere Informationen zur Transaktion sind in Anhangangabe 4 – Änderungen in der Konzernstruktur – und zur Bewertung in Anhangangabe 8 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – zu finden.
Fuels & Feedstock
  • Am 31. Mai 2023 schloss die OMV die Transaktion zum Verkauf von 17 Avanti-Tankstellen in Deutschland ab, was keine wesentliche Auswirkung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung hatte.
  • Am 30. Juni 2023 hat die OMV den Verkauf ihrer Anteile an OMV Slovenija trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o. an die MOL Group abgeschlossen. Der ursprüngliche Kaufpreis vor den üblichen Anpassungen bei Abschluss betrug EUR 311 Mio (für den Anteil der OMV von 92,25%). Weitere Informationen zu den Auswirkungen des Verkaufs befinden sich in Anhangangabe 4 – Änderungen in der Konzernstruktur.
Energy
  • Zum 31. Dezember 2023 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Segment Energy aus der SapuraOMV Veräußerungsgruppe und den operativen Gesellschaften im Jemen.
  • Am 4. Dezember 2023 hat der Vorstand der OMV beschlossen – im Rahmen des laufenden von OMV durchgeführten kompetitiven Bieterprozesses – Verhandlungen mit interessierten Bietern über die kommerziellen Bedingungen und die vertragliche Dokumentation zum potenziellen Verkauf des 50%-Anteils an der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. („SapuraOMV“) aufzunehmen, was zur Umgliederung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in die Bilanzposition „Zu Veräußerungszwecken gehalten“ führte. Die Umgliederung führte zu keinem Wertminderungsaufwand. Weitere Informationen befinden sich in Anhangangabe 39 – Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
  • Zum 31. Dezember 2023 bestanden die verbleibenden Teile der zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Segment Energy aus den operativen Gesellschaften im Jemen, die 2022 in die Bilanzposition „Zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden. Das Ergebnis aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten hat sowohl 2023 als auch 2022 zu einer Wertminderung geführt.
23 Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens
Grundkapital
  • Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2022: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2022: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2023 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.
  • Da das von der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 geschaffene genehmigte Kapital am 14. Mai 2019 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 29. September 2020 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand, bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital der OMV mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden.
  • Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung (i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient.
  • Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben.
Kapitalrücklagen
  • Kapitalrücklagen wurden bei der OMV Aktiengesellschaft durch Mittel gebildet, die der OMV Aktiengesellschaft von ihren Anteilseignern aufgrund ihrer Eigentümerstellung über das Grundkapital zugeführt wurden.
Hybridkapital
  • Das im Eigenkapital ausgewiesene Hybridkapital in der Höhe von EUR 2.483 Mio besteht aus unbefristeten, nachrangigen Hybridschuldverschreibungen. Die Nettoerlöse aus den Hybridschuldverschreibungen werden gemäß IFRS zur Gänze als Eigenkapital klassifiziert, da die Rück- sowie Zinszahlungen im alleinigen Ermessen der OMV liegen.
  • Am 7. Dezember 2015 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio:
  • ► Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 mit einem erstmöglichen Kündigungstag im Jahr 2021, wurden gekündigt und zu ihrem Nennbetrag (zuzüglich Zinsen) am 30. November 2021 zurückgezahlt.
  • ► Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht, verzinst.
  • Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
  • Am 19. Juni 2018 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Die Hybridschuldverschreibungen werden bis zum 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Von 19. Juni 2024 (einschließlich) bis 19. Juni 2028 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 19. Juni 2028 (einschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 19. Juni eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
  • Am 1. September 2020 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.250 Mio in zwei Tranchen (Tranche 1: EUR 750 Mio; Tranche 2: EUR 500 Mio) mit folgender Verzinsung:
  • ► Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 werden bis zum 1. September 2026 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 1, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,500% verzinst. Vom ersten Resettermin (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht.
  • ► Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 1. September 2029 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Von 1. September 2029 (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht.
  • Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 1. September eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
  • Die zum 31. Dezember 2023 ausstehenden Hybrid-schuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der OMV unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständige Zinsen zur Zahlung fällig. Im Fall eines Kontrollwechsels, zum Beispiel, hat die OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
Gewinnrücklagen
  • Die Ergebnisse aller in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen des Konzerns enthalten.
Eigene Anteile
  • In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) und 2019 wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wurde in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

  • In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, somit bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
  • Die direkt im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Gewinne und Verluste und damit verbundenenSteuereffekte setzen sich wie folgt zusammen:
Steuereffekte im Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses
In EUR Mio
2023
2022
Brutto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Steuer
Aufwand (–)
Ertrag (+)1
Netto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Brutto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Steuer
Aufwand (–)
Ertrag (+)1
Netto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Währungsumrechnungsdifferenzen
–542
–0
–542
603
–2
602
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von Hedges
–360
83
–277
40
–3
37
Gewinne (+)/Verluste(–) aus
der Neubewertung von
leistungsorientierten Plänen
–58
7
–51
263
–35
228
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von
Eigenkapitalinstrumenten
–2
1
–2
2
1
3
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von Hedges,
die nachfolgend auf den
Buchwert des
Grundgeschäftes übertragen
werden
–27
6
–21
–67
8
–58
Auf at-equity bewertete
Beteiligungen entfallender
Anteil am sonstigen Ergebnis
02
n.a.
0
62
n.a.
6
Sonstiges Ergebnis des Jahres
–989
97
–893
847
–30
817
1 Enthält Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe. Weitere Details sind in der Anhangangabe 14 – Steuern vom Einkommen und Ertrag – zu finden.
2 Stellt das Nettoergebnis (nach Steuern) dar.
  • Am 31. Mai 2023 genehmigte die Hauptversammlung die Zahlung einer Gesamtdividende von EUR 5,05 pro Aktie, davon EUR 2,80 je dividendenberechtigter Aktie als reguläre Dividende und EUR 2,25 je dividendenberechtigter Aktie als Sonderdividende. Die gesamte Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 erfolgte im Juni 2023 und betrug EUR 1.652 Mio. 2022 betrug die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2021 EUR 752 Mio (EUR 2,30 je Aktie). Im Jahr 2023 beliefen sich die bezahlten Zinsen für Hybridanleihen auf EUR 94 Mio (2022: EUR 94 Mio).
  • Am 31. Jänner 2024 wurde seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Gesamtdividende von EUR 5,05 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2023 vorgeschlagen. Die vorgeschlagene Gesamtdividende umfasst eine reguläre Dividende von EUR 2,95 pro Aktie und eine Sonderdividende von EUR 2,10 pro Aktie, welche von der Hauptversammlung in 2024 zu genehmigen sind.
Eigene Anteile
Anzahl der Aktien
in EUR Mio
1. Jänner 2022
261.326
2,9
Abgang
–59.652
–0,7
31. Dezember 2022
201.674
2,2
Abgang
–59.667
–0,7
31. Dezember 2023
142.007
1,6
Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile
Anzahl der Aktien
Eigene
Anteile
Im Umlauf
befindliche
Anteile
1. Jänner 2022
327.272.727
261.326
327.011.401
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
—
–59.652
59.652
31. Dezember 2022
327.272.727
201.674
327.071.053
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
—
–59.667
59.667
31. Dezember 2023
327.272.727
142.007
327.130.720
24 Nicht beherrschende Anteile
Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen
In EUR Mio
2023
2022
Teilkonzerne
Nicht
beherr-
schende
Anteile (%)
Nicht
beherr-
schenden
Anteilen zu-
geordnetes
Ergebnis
Kumu-
lierte
nicht
beherr-
schende
Anteile
Nicht
beherr-
schende
Anteile (%)
Nicht
beherr-
schenden
Anteilen zu-
geordnetes Ergebnis
Kumu-
lierte
nicht
beherr-
schende
Anteile
OMV Petrom Gruppe
49%
398
3.848
49%
1.023
3.980
Borealis Gruppe
25%
–21
3.021
25%
424
3.212
SapuraOMV Gruppe
50%
–13
251
50%
21
274
Sonstige Tochterunternehmen
n.a.
2
10
n.a.
1
13
OMV Gruppe
n.a.
366
7.131
n.a.
1.470
7.478
Die Beteiligungsquote der nicht beherrschenden Anteile stimmt in allen Fällen mit deren Stimmrechtsquote überein.
Gesamtergebnisrechnung der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen1
In EUR Mio
2023
2022
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
Umsatzerlöse
7.845
7.770
12.440
11.686
Jahresüberschuss
815
33
2.089
1.690
Gesamtergebnis des Jahres
811
–438
2.079
1.941
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
396
–138
1.019
488
an nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividende
498
88
436
175
1 Die Werte beziehen sich auf den jeweiligen Teilkonzern, d.h. inkl. at-equity Konsolidierung und nach Eliminierung der Intercompany-Beziehungen innerhalb des Teilkonzerns.
Bilanz zum 31. Dezember der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen1
In EUR Mio
2023
2022
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
OMV Petrom
Gruppe2
Borealis
Gruppe
Langfristiges Vermögen
7.109
11.489
6.509
11.043
Kurzfristiges Vermögen
4.579
4.779
5.308
5.177
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
—
—
3
1.334
Langfristige Verbindlichkeiten
2.064
2.611
1.647
2.782
Kurzfristige Verbindlichkeiten
1.710
1.595
1.989
1.472
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
—
—
—
471
1 Die Werte beziehen sich auf den jeweiligen Teilkonzern, d.h. inkl. at-equity Konsolidierung und nach Eliminierung der Intercompany-Beziehungen innerhalb des Teilkonzerns.
2 Vergleichsinformationen zum 31. Dezember 2022 wurden angepasst. Weitere Details können der Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – entnommen werden.
Cash Flow Rechnung der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen1
In EUR Mio
2023
2022
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
Cashflow aus der Betriebstätigkeit
2.045
945
2.299
1.572
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
–1.158
–359
–629
–58
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
–1.071
–480
–872
–824
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel
–198
105
795
691
1 Die Werte beziehen sich auf den jeweiligen Teilkonzern, d.h. inkl. at-equity Konsolidierung und nach Eliminierung der Intercompany-Beziehungen innerhalb des Teilkonzerns.
25 Rückstellungen
Rückstellungen
In EUR Mio
Pensionen und
ähnliche
Verpflichtungen
Rekultivierungs-verpflichtungen
Sonstige
Rückstellungen
Gesamt
1. Jänner 2023
997
3.796
1.316
6.110
Währungsumrechnungsdifferenzen
0
–94
–4
–98
Konsolidierungskreisänderungen
1
—
–0
1
Verbrauch und Auflösungen
–58
–304
–973
–1.336
Fondsdotierung
–104
—
—
–104
Zuweisung
138
757
855
1.751
Umbuchungen
–9
0
8
–0
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten1
—
–7
–3
–10
31. Dezember 2023
966
4.148
1.200
6.313
davon kurzfristig zum 31. Dezember 2023
—
69
777
846
davon kurzfristig zum 1. Jänner 2023
—
82
939
1.021
1 Bezieht sich auf die SapuraOMV Veräußerungsgruppe. Mehr Details können der Anhangangabe 22 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten – entnommen werden.
  • Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläen. Das Kapitel Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält nähere Details über wesentliche Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19.
  • Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für belastende Verträge, Rückstellungen für Emissionszertifikate als auch sonstige Personalrückstellungen. Weitere Details sind im Kapitel Sonstige Rückstellungen enthalten.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bilanziert nach IAS 19
  • Die untenstehenden Tabellen beinhalten Details zu den über einen Fonds finanzierten Pensionsplänen und zu nicht über einen Fonds finanzierten Pensionsplänen (im Wesentlichen in Österreich, Deutschland, Schweden und Belgien), als auch zu Abfertigungen (hauptsächlich in Österreich) und zu Plänen zur Sicherstellung medizinischer Versorgung (in Belgien).
  • Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen von mehreren OMV Gesellschaften wurde an länderspezifische externe Pensionsfonds übertragen. Die Pensionsverpflichtungen wurden auf Basis von länder- und planspezifischen Annahmen berechnet. Nähere Details sind der Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – zu entnehmen.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
In EUR Mio
2023
2022
Barwert der fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen
853
832
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
–598
–526
Rückstellung für fondsfinanzierte Pensionsverpflichtungen
255
305
Barwert der nicht fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen
479
470
Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen und andere Pläne
145
135
Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen und andere Pläne
879
910
Barwert der Verpflichtungen für andere langfristige Leistungspläne
87
87
Gesamtrückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
966
997
Barwert der Verpflichtungen
In EUR Mio
2023
2022
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Barwert der Verpflichtung zum 1. Jänner
1.302
135
1.639
150
Laufender Dienstzeitaufwand
21
4
24
10
Zinsaufwand
46
6
18
2
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
67
9
42
12
Anpassungen aufgrund von Änderungen der demografischen Annahmen
0
–0
–0
1
Anpassungen aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen
–20
1
–334
–16
Erfahrungsbedingte Anpassungen
72
12
56
3
Gesamte Neubewertung der Periode (sonstiges Ergebnis)
52
13
–279
–12
Tatsächlich bezahlte Leistungen
–89
–13
–91
–10
Konsolidierungskreisänderungen
—
1
—
—
Währungsumrechnungsdifferenzen
–1
–0
–10
0
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten
—
—
—
–5
Barwert der Verpflichtung zum 31. Dezember
1.332
145
1.302
135
Marktwert des Planvermögens
In EUR Mio
2023
2022
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Jänner
526
595
Zinserträge
19
6
Erträge aus dem Planvermögen (sonstiges Ergebnis)
6
–39
Tatsächlich bezahlte Leistungen
–57
–54
Arbeitgeberbeiträge
104
18
Währungsumrechnungsdifferenzen
–1
–0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember
598
526
Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen betrifft die Pläne in Österreich und Belgien und wurde auf externe Pensionsfonds übertragen, die von der APK-Pensionskasse AG in Österreich und von Vivium, Towers Watson LifeSight sowie KBC Asset Management in Belgien verwaltet werden. Die Veranlagung des Planvermögens in Österreich wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Die Investitionspläne in Belgien folgen der Investmentstrategie der jeweiligen Versicherungsgesellschaft als auch den lokalen rechtlichen Vorschriften.
  • Das Planvermögen ist hauptsächlich in Schuldverschreibungen und Versicherungsverträge veranlagt. Mit der Ausnahme der Versicherungsverträge, für welche keine Preisnotierungen existieren, ist der Großteil des Planvermögens in liquiden aktiven Märkten investiert, an welchen Preisnotierungen existieren.
  • Erwartete Beiträge in die Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für das Jahr 2024 betragen EUR 26 Mio. Zusätzlich werden im Jahr 2024 für leistungsorientierte Pläne EUR 24 Mio Zahlungen für das Jahr 2023 erwartet.
Rückstellungen und Aufwendungen
In EUR Mio
2023
2022
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Rückstellung zum 1. Jänner
775
135
1.044
150
Laufender Dienstzeitaufwand
21
4
24
10
Nettozinsaufwand
27
6
12
2
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
48
9
36
12
Anpassungen aufgrund von Änderungen der demografischen Annahmen
0
–0
–0
1
Anpassungen aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen
–20
1
–334
–16
Erfahrungsbedingte Anpassungen
72
12
56
3
Erträge aus dem Planvermögen
–6
—
39
—
Gesamte Neubewertung der Periode (sonstiges Ergebnis)
46
13
–240
–12
Tatsächlich bezahlte Leistungen
–32
–13
–37
–10
Arbeitgeberbeiträge
–104
—
–18
—
Konsolidierungskreisänderungen
—
1
—
—
Währungsumrechnungsdifferenzen
0
–0
–10
0
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten
—
—
—
–5
Rückstellung zum 31. Dezember
734
145
775
135
Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche
zum 31. Dezember
2023
2022
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Kapitalmarktzinssatz
3,25–5,00%
3,75–6,25%
3,20–5,40%
3,50–8,00%
Gehaltstrend
2,69–5,00%
3,25–4,00%
3,40–5,00%
3,40–4,90%
Pensionstrend
1,75–3,50%
—
2,25–3,50%
—
  • Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche werden als erheblich erachtet und in folgenden Bandbreiten einem Stresstest unterzogen. Die daraus resultierenden Steigerungen und Verringerungen im Vergleich zu den Verpflichtungen der leistungsorientierten Ansprüche sind in prozentualen und absoluten Veränderungen wie folgt:
Sensitivitäten - prozentuale Veränderung
2023
Kapitalmarktzinssatz
Gehaltstrend
Pensionstrend
+1,00%
–1,00%
+0,50%
–0,50%
+0,50%
–0,50%
Pensionspläne
–9,65%
11,38%
1,60%
–1,54%
7,23%
–6,59%
Abfertigungen und sonstige Pläne
–7,25%
8,47%
3,42%
–3,27%
—
—
Sensitivitäten - absolute Veränderung
In EUR Mio
2023
Kapitalmarktzinssatz
Gehaltstrend
Pensionstrend
+1,00%
–1,00%
+0,50%
–0,50%
+0,50%
–0,50%
Pensionspläne
–128
151
21
–20
96
–88
Abfertigungen und sonstige Pläne
–10
11
5
–4
—
—
Durchschnittliche Laufzeiten und Laufzeitprofile leistungsorientierter Pläne zum 31. Dezember
In EUR Mio
2023
Laufzeitprofile
Durchschnittliche Laufzeiten
(Duration)
1–5 Jahre
6–10 Jahre
>10 Jahre
in Jahren
Pensionspläne
392
357
582
11
Abfertigungen und sonstige Pläne
52
54
38
8
Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember
2023
2022
Anlagekategorien
Anteilswertpapiere
17%
15%
Schuldverschreibungen
33%
29%
Liquide Mittel und Geldmarktveranlagungen
5%
5%
Versicherungsverträge
36%
36%
Sonstige
10%
15%
Gesamt
100%
100%
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen in absehbarer Zukunft keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernergebnisse, -bilanz und -cashflows haben wird.
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
In EUR Mio
Buchwert
1. Jänner 2023
3.796
Währungsumrechnungsdifferenzen
–94
Neue Verpflichtungen
15
Erhöhung aus Parameteränderungen
534
Kürzung aus Parameteränderungen
–151
Aufzinsung
201
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
–7
Verbrauch, Abgänge und andere Änderungen
–147
31. Dezember 2023
4.148
davon kurzfristig zum 31. Dezember 2023
69
davon kurzfristig zum 1. Jänner 2023
82
Die Erhöhung aus Parameteränderungen war vor allem bedingt durch eine Verringerung der realen Diskontierungssätze für RON und EUR verglichen mit 2022. Zusätzliche Auswirkungen ergaben sich aus den höheren Kostenschätzungen, vor allem in Rumänien.
  • Die Rekultivierungsrückstellungen der SapuraOMV Veräußerungsgruppe wurden auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert. Für weitere Details siehe Anhangangabe 22 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten.
Wesentliche Annahmen zur Berechnung der Rekultivierungsverpflichtungen zum 31. Dezember1
2023
Abzinsungs-
satz
Inflations-
rate
Realer
Abzinsungs-
satz
Eurozone (EUR)
2,00–2,25%
2,25%
–0,25–0,00%
Neuseeland (NZD)
4,25–4,75%
2,25%
2,00–2,50%
Norwegen (NOK)
3,25–3,50%
2,25%
1,00–1,25%
Rumänien (RON)
6,25%
3,50%
2,75%
Vereinigte Staaten (USD)
3,75–4,00%
2,00%
1,75–2,00%
1 Basierend auf den Hauptwährungen der zugrundeliegenden Verpflichtungen. Mehrere Abzinsungssätze pro Währung entstehen durch unterschiedliche Laufzeiten.
  • Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthielt Verpflichtungen der OMV Petrom SA in Höhe von EUR 1.786 Mio (2022: EUR 1.397 Mio). Gemäß der Privatisierungsvereinbarung sollte ein Teil der Verpflichtung vom rumänischen Staat erstattet werden. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 20 – Finanzielle Vermögenswerte.

Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen
In EUR Mio
2023
2022
Kurzfristig
Langfristig
Kurzfristig
Langfristig
Umweltschutzkosten
16
119
11
77
Belastende Verträge
64
194
64
176
Sonstige Personalrückstellungen
146
9
149
18
Emissionszertifikate
437
—
469
—
Übrige sonstige Rückstellungen
114
100
247
105
Sonstige Rückstellungen
777
422
939
377
  • Zum 31. Dezember 2023 enthielten die Rückstellungen für Umweltschutzkosten eine Rückstellung für Bodensanierung im Zusammenhang mit der Raffinerie Arpechim in Rumänien in Höhe von EUR 57 Mio. Der Anstieg im Vergleich zu 2022 stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Rückstellung in Borealis in Höhe von EUR 22 Mio zur Deckung künftiger Transport- und Rekultivierungskosten von kontaminiertem Boden am Standort Kallo (Belgien).
  • Rückstellungen für belastende Verträge beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen für abgeschlossene Transportkapazitäten der OMV Gas Marketing & Trading GmbH.
  • Die Rückstellung für belastende Verträge für Gate LNG Terminalkapazitäten der OMV Gas Marketing & Trading GmbH wurde im Jahr 2023 aufgrund vorteilhafter LNG Marktbedingungen zur Gänze aufgelöst (2022: EUR 32 Mio).
  • Die Rückstellung für unkündbare Transportverpflichtungen der OMV Gas Marketing & Trading GmbH betrug 2023 EUR 258 Mio (2022: EUR 188 Mio). Der Anstieg der Rückstellung war hauptsächlich bedingt durch neue Transportkapazitäten, die gebucht wurden, um alternative Versorgungswege für Österreich zu sichern sowie Anpassungen in den zugrundeliegenden Parametern (Tarife, Diskontierungssatz, etc.). Die Ermittlung der Rückstellung wurde als Differenz zwischen den Fixkosten der Nutzung der Kapazitäten und dem erwarteten Gewinn aus der Verwendung der Kapazitäten ermittelt. Der angewandte Diskontierungssatz betrug 2,00% (2022: 2,53%). Neben dem Diskontierungssatz sind die Schlüsselannahmen die erwarteten Preise der relevanten Gas Hubs. Diese Preise basieren auf den Forward Preisen oder auf den Managementannahmen von zukünftigen Preisen.
  • Die sonstigen Personalrückstellungen enthielten kurzfristige Personallösungskosten in Höhe von EUR 14 Mio (2022: EUR 13 Mio). Der Restbetrag bezog sich hauptsächlich auf Prämienrückstellungen.
  • Die OMV hat ihre Bilanzierungsmethode für den Ausweis der erworbenen Emissionszertifikate und Rückstellungen für CO2‑Emissionen freiwillig geändert. Weitere Details zu den Emissionszertifikaten sowie der Änderung der Bilanzierungsmethode sind jeweils der Anhanganhabe 2 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende – sowie Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – zu entnehmen.
  • Übrige sonstige Rückstellungen sanken 2023 hauptsächlich im Zusammenhang mit erwarteten sonstigen Risiken des Konzerns im Bereich der Gas- und Strom-Besteuerung in Rumänien.
26 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
In EUR Mio
2023
2022
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Anleihen
540
5.534
6.073
1.290
6.030
7.320
Sonstige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten
427
1.043
1.470
128
1.359
1.487
Leasingverbindlichkeiten
181
1.404
1.585
155
1.322
1.476
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
3.955
—
3.955
5.259
—
5.259
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
1.424
316
1.740
2.172
489
2.662
Sonstige Verbindlichkeiten
1.613
102
1.715
1.527
124
1.652
Verbindlichkeiten
8.140
8.398
16.538
10.531
9.325
19.856
  • Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bezogen sich überwiegend auf Bankkredite, enthielten aber auch Privatplatzierungen und andere Finanzierungsinstrumente.
  • Leasingverbindlichkeiten bezogen sich hauptsächlich auf Leasingverträge für Speicherinfrastuktur der Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) in Kallo, Belgien, und einen neuen Leasingvertrag im Zusammenhang mit einem Charterschiff, Navigator Aurora, um die Borealis Cracker in Schweden und Finnland zu beliefern. Weitere Details zu Leasingverträgen können der Anhangangabe 17 – Sachanlagen – entnommen werden.
Anleihen
Internationale Unternehmensanleihen
In EUR Mio
2023
2022
Nominale
Kupon
Rückzahlung
Buchwert zum
31. Dezember
Buchwert zum
31. Dezember
EUR 750.000.000
0,00% fix
16.06.2023
—
749
EUR 500.000.000
0,75% fix
04.12.2023
—
500
EUR 500.000.000
1,50% fix
09.04.2024
505
504
EUR 500.000.000
0,00% fix
03.07.2025
499
498
EUR 300.000.000
1,75% fix
10.12.2025
309
315
EUR 1.000.000.000
1,00% fix
14.12.2026
997
996
EUR 750.000.000
3,50% fix
27.09.2027
753
752
EUR 500.000.000
2,00% fix
09.04.2028
506
506
EUR 500.000.000
1,875% fix
04.12.2028
500
499
EUR 750.000.000
0,75% fix
16.06.2030
749
748
EUR 750.000.000
2,375% fix
09.04.2032
759
758
EUR 500.000.000
1,00% fix
03.07.2034
497
496
Internationale Unternehmensanleihen
6.073
7.320
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
  • Zum 31. Dezember 2023 erfüllte der OMV Konzern alle in den Kreditvereinbarungen festgelegten Finanzkennzahlen (Covenants) und verfügte über einen erheblichen Spielraum im Vergleich zu den in den Darlehensverträgen festgelegten Schwellenwerten.
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
In EUR Mio
2023
2022
Kurzfristige Kreditfinanzierungen
106
65
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen
860
1.353
Gesamt kurzfristig
967
1.417
Fälligkeit langfristiger Finanzierungen
2024/2023 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen)
860
1.353
2025/2024
1.149
823
2026/2025
1.189
1.149
2027/2026
875
1.185
2028/2027
1.158
871
2029/2028 und folgende Jahre
2.205
3.360
Gesamt ab 2024/2023
7.436
8.742
Aufgliederung der Anleihen und sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten
In EUR Mio
2023
2022
Gewogener
Durch-
schnittszins-
satz
Gewogener
Durch-
schnittszins-
satz
Anleihen und sonstige langfristige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten1
Fixe Zinssätze
EUR
6.911
1,53%
8.148
1,34%
USD
265
4,06%
319
4,24%
Gesamt
7.176
1,63%
8.467
1,45%
Variable Zinssätze2
EUR
45
4,85%
49
3,13%
USD
183
6,64%
190
5,04%
Sonstige Währungen
32
0,45%
36
0,45%
Gesamt
260
5,57%
274
4,10%
Sonstige kurzfristige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten
EUR
52
—
65
0,07%
NOK
54
—
—
—
Gesamt
106
—
65
0,07%
1 Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Finanzierungen
2 Zinssatz zum Jahresende
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
2023
Verbindlichkeiten aus Derivaten
386
150
536
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten
33
34
67
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten
353
116
469
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
1.038
166
1.204
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
1.424
316
1.740
2022
Verbindlichkeiten aus Derivaten
1.263
353
1.615
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten
41
4
44
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten
1.222
349
1.571
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
910
137
1.047
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
2.172
489
2.662
  • Die nachfolgende Tabelle fasst die Fristigkeitsstruktur der vertraglichen, nicht diskontierten Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten zusammen:
Finanzverbindlichkeiten (nicht diskontierte Mittelabflüsse)
In EUR Mio
≤1 Jahr
1 – 5 Jahre
>5 Jahre
Gesamt
2023
Anleihen
597
3.845
2.113
6.555
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
459
857
231
1.547
Leasingverbindlichkeiten
219
588
1.231
2.038
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3.955
—
—
3.955
Verbindlichkeiten aus Derivaten
393
157
—
550
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1
1.039
82
139
1.260
Finanzverbindlichkeiten (nicht diskontierte Mittelabflüsse)
6.662
5.529
3.713
15.904
2022
Anleihen
1.351
3.394
3.160
7.905
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
141
1.018
393
1.552
Leasingverbindlichkeiten
186
514
1.131
1.831
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
5.259
—
—
5.259
Verbindlichkeiten aus Derivaten
1.260
350
—
1.610
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1
910
100
102
1.111
Finanzverbindlichkeiten (nicht diskontierte Mittelabflüsse)
9.107
5.375
4.786
19.268
1 Inkludiert den Buchwert finanzieller Garantien, die von Borealis an Bayport Polymers LLC gewährt wurden; für nähere Details zu den Garantien sowie deren maximalem Risiko siehe Anhangangabe 30 – Risikomanagement.
Sonstige Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
2023
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen
der sozialen Sicherheit
1.168
—
1.168
Fremde Vorauszahlungen
79
31
109
Vertragsverbindlichkeiten
165
66
231
Übrige sonstige Verbindlichkeiten
202
5
208
Sonstige Verbindlichkeiten
1.613
102
1.715
2022
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen
der sozialen Sicherheit
1.040
—
1.040
Fremde Vorauszahlungen
57
14
71
Vertragsverbindlichkeiten
148
79
227
Übrige sonstige Verbindlichkeiten
282
32
314
Sonstige Verbindlichkeiten
1.527
124
1.652
  • 2023 waren Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit hauptsächlich durch die Einführung des Solidaritätsbeitrags auf raffiniertes Rohöl in Rumänien beeinflusst. Weitere Informationen befinden sich in der Anhangangabe 13 – Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl.
  • 2023 war der Rückgang der Position Übrige sonstige Verbindlichkeiten hauptsächlich durch niedrigere nicht finanzielle Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Tauschverträgen für Ölprodukte zwischen der OMV Gruppe und der nationalen Bevorratungsgesellschaft in Deutschland bedingt. 2022 war zusätzlich durch Tauschverträge zwischen der OMV Gruppe und der nationalen Bevorratungsgesellschaft in der Slowakei beeinflusst. Für weitere Details siehe Anhangangabe 30 – Risikomanagement.
Vertragsverbindlichkeiten
In EUR Mio
2023
2022
1. Jänner
227
228
Realisierte Umsatzerlöse, die zu Jahresbeginn in den Vertragsverbindlichkeiten
enthalten waren
–140
–126
Anstieg aufgrund von Zahlungseingängen, exklusive während der Periode als
Umsatzerlöse realisierte Beträge
144
125
31. Dezember
231
227
Die Vertragsverbindlichkeiten beinhalteten hauptsächlich nicht rückzahlbare Vorauszahlungen der Entgelte aus langfristigen Lager- und Dienstleistungsverträgen seitens der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach, sowie verkaufte Gutscheine und erhaltene Zahlungen für Kundenbindungsprogramme aus dem OMV Retail Geschäft.
27 Latente Steuern
Latente Steuern
In EUR Mio
Aktive
latente
Steuern
Gesamt
Nicht
angesetzte
aktive
latente
Steuern
Angesetzte
aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
2023
Immaterielle Vermögenswerte
141
1
140
199
Sachanlagen
57
9
48
2.259
Vorräte
49
—
49
34
Derivate
81
—
81
206
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
92
20
73
313
Latente Steuern, die auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden
127
124
3
319
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
212
94
118
106
Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und
Umweltschutzkosten
1.247
15
1.233
0
Sonstige Rückstellungen
122
—
122
1
Verbindlichkeiten
354
37
317
10
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG)
574
—
574
—
Verlustvorträge
1.536
1.088
448
—
Outside Basis Differenzen
144
—
144
17
Gesamt
4.737
1.387
3.350
3.464
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten
–2.183
–2.183
Latente Steuern, die auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden
–3
–319
Latente Steuern laut Bilanz
1.164
962
2022
Immaterielle Vermögenswerte
159
—
159
244
Sachanlagen
120
3
117
2.564
Vorräte
38
—
38
56
Derivate
226
—
226
683
Forderungen und sonstige Vermögenswerte1
85
20
65
337
Latente Steuern, die auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden
153
135
18
52
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
204
89
116
107
Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und
Umweltschutzkosten
1.217
14
1.203
0
Sonstige Rückstellungen1
152
—
152
32
Verbindlichkeiten
350
0
350
16
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG)
684
—
684
—
Verlustvorträge
1.635
816
819
—
Outside Basis Differenzen
120
—
120
54
Gesamt
5.143
1.076
4.067
4.145
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten
–2.916
–2.916
Latente Steuern, die auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden
–1
–35
Latente Steuern laut Bilanz
1.150
1.194
1 Vergleichsinformationen zum 31. Dezember 2022 wurden angepasst. Die latenten Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie die aktiven latenten Steuern im Zusammenhang mit den Sonstigen Rückstellungen wurden um EUR 39 Mio erhöht. Weitere Details können der Anhangangabe 3 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – entnommen werden.
  • 2023 war ebenso wie im Vorjahr eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe erfasst. Die für die österreichische Steuergruppe zum 31. Dezember 2023 erfasste aktive latente Steuer spiegelt die erwartete Nutzung von abzugsfähigen temporären Differenzen von Bilanzposten und steuerlichen Verlustvorträgen basierend auf der Mittelfristplanung für den Zeitraum 2024–2028 wider. Bei der Bemessung der erzielbaren aktiven latenten Steuern im Planungszeitraum und nach dem Planungszeitraum wurde die Begrenzung der steuerlichen Verlustnutzung auf 75% gemäß österreichischem Körperschaftsteuergesetz berücksichtigt.
Steuerliche Verlustvorträge1
In EUR Mio
2023
2022
Basiswert (vor Wertberichtigung)
davon nicht angesetzt
Basiswert (vor Wertberichtigung)
davon nicht angesetzt
2023
—
—
18
18
2024
2
2
2
2
2025
11
11
11
11
2026
3
3
3
3
2027
52
3
56
3
2028
2
2
—
—
Nach 2028/2027
2
2
2
0
Unbegrenzt
6.185
4.393
6.784
3.379
Steuerliche Verlustvorträge
6.257
4.415
6.877
3.417
1 Steuerliche Verlustvorträge im Zusammenhang mit Veräußerungsgruppen, die auf „Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen“ umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.
Zum 31. Dezember 2023 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von EUR 9.317 Mio (2022: EUR 10.352 Mio), die im Zusammenhang mit Anteilen an vollkonsolidierten Tochtergesellschaften und at-equity bewerteten Beteiligungen stehen und für die keine latente Steuerverbindlichkeit gebildet wurde. Die Ausnahmekriterien gemäß IAS 12 für den Nichtansatz dieser latenten Steuerschulden werden als erfüllt angesehen, da der Konzern in der Lage ist, die relevanten Entscheidungen hinsichtlich des Zeitpunkts der Umkehrung zu kontrollieren oder zu beeinflussen und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden oder der Konzern beabsichtigt, nicht ausgeschüttete Gewinne zu reinvestieren. Die Realisierung von Gewinnen aus dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen ist in Abhängigkeit von der Strukturierung des Veräußerungsvorgangs auf verschiedenen Stufen des Konzerns möglich. Aufgrund der komplexen rechtlichen Struktur im Konzern und der damit verbundenen steuerlichen Implikationen wurden für die Ermittlung der temporären Differenzen vereinfachende Annahmen getroffen, um Kaskadeneffekte zu minimieren.
Ergänzende Angaben zur Finanzlage
28 Konzern-Cashflow-Rechnung
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
In EUR Mio
2023
2022
Kassenbestände und Bankguthaben
884
808
Kurzfristige Veranlagungen
6.126
7.316
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
7.011
8.124
Wesentliche unbare Effekte
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
  • Die Zeile „Rückzahlung langfristiger Finanzierungen“ enthielt die Rückzahlung von Anleihen mit einer Nominale von EUR 1.250 Mio.
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit (inkl. zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten)
In EUR Mio
2023
Anleihen
Sonstige ver-
zinsliche
Finanzver-
bindlichkeiten
Leasing-
verbind-
lichkeiten
Gesamt
1. Jänner
7.320
1.487
1.524
10.331
Rückzahlung langfristiger Finanzierungen
–1.250
–44
–184
–1.477
Verminderung (–)/Erhöhung (+) von kurzfristigen Finanzierungen
—
40
—
40
Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
–1.250
–3
–184
–1.437
Währungsumrechnungsdifferenzen
—
–22
–4
–25
Konsolidierungskreisänderungen
—
24
–23
1
Differenz zwischen Zinsaufwendungen und gezahlten Zinsen
3
–15
1
–11
Sonstige Änderungen
—
—
2721
272
Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen
3
–14
247
236
31. Dezember
6.073
1.470
1.587
9.130
1 Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit (inkl. zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten)
In EUR Mio
2022
Anleihen
Sonstige
verzinsliche
Finanzver-
bindlich-
keiten
Leasing-
verbind-
lichkeiten
Gesamt
1. Jänner
8.070
1.765
1.191
11.026
Rückzahlung langfristiger Finanzierungen
–750
–114
–183
–1.047
Verminderung (–)/Erhöhung (+) von kurzfristigen Finanzierungen
—
–184
—
–184
Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
–750
–298
–183
–1.230
Währungsumrechnungsdifferenzen
—
31
2
33
Konsolidierungskreisänderungen
—
—
–123
–123
Differenz zwischen Zinsaufwendungen und gezahlten Zinsen
0
–11
1
–11
Sonstige Änderungen
—
—
6361
636
Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen
0
20
515
535
31. Dezember
7.320
1.487
1.524
10.331
1 Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen
  • Der Mittelabfluss in Verbindung mit Leasingverbindlichkeiten betrug in Summe EUR 218 Mio (2022: EUR 212 Mio).
  • Am 31. Dezember 2023 betrugen die nicht in Anspruch genommenen, zugesagten Kreditlinien, die für künftige Aktivitäten verwendet werden können, EUR 5.310 Mio (31. Dezember 2022: EUR 5.291 Mio).
29 Eventualverbindlichkeiten
  • Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Das Management vertritt den Standpunkt, dass für jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keine gegenwärtige Verpflichtung besteht und/oder der Abfluss von Ressourcen unwahrscheinlich ist und/oder diese keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage haben werden.
  • Die OMV ging, im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten des Konzerns und genehmigter Kreditrahmen bei Banken, Garantien ohne zusätzliche Bar-Sicherheiten ein. Es ist unwahrscheinlich, dass daraus wesentliche Verluste entstehen. Weitere Informationen zu finanziellen Garantien können der Anhangangabe 30 – Risikomanagement – entnommen werden.
Am 16. April 2020 kündigte die bulgarische Wettbewerbskommission die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bezüglich der Preisfestlegung auf dem Kraftstoffmarkt an. OMV Bulgaria EOOD ist neben anderen großen Herstellern und Händlern auf dem bulgarischen Markt Gegenstand dieses Ermittlungsverfahrens. Im Jahr 2020 wurden von den Behörden zwei Auskunftsersuchen gestellt, die fristgerecht beantwortet wurden. In den Jahren 2021, 2022 und 2023 gab es keine weiteren Auskunftsersuchen, allerdings sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Die Sanktionen für kartellrechtliche Verstöße belaufen sich auf bis zu 10% des gesamten Unternehmensumsatzes für das Geschäftsjahr vor der Sanktionsentscheidung. Am Tag der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses kann die OMV den Ausgang der Untersuchung nicht beurteilen. Daher wurde in diesem Zusammenhang keine Rückstellung gebildet.
  • Zum 31. Dezember 2023 war im Zusammenhang mit lokalen Auftragnehmern in einer der Tochtergesellschaften ein weiteres Verfahren gegen die OMV anhängig. Der Anteil der OMV am geforderten Betrag beläuft sich auf etwa USD 330 Mio. Das Management geht derzeit nicht davon aus, dass einer der mutmaßlichen Sachverhalte einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- oder Ertragslage haben wird. Diese Einschätzung basiert auf Annahmen, die vom Management als angemessen erachtet werden, einschließlich solcher über zukünftige Ereignisse und Ungewissheiten. Der Ausgang dieser Angelegenheiten ist letztlich ungewiss, so dass unvorhergesehene Ereignisse und Umstände eintreten könnten, die die OMV dazu veranlassen könnten, diese Annahmen zu ändern, und zu einer wesentlichen nachteiligen Auswirkung auf die Finanzlage in der Zukunft führen könnten.
30 Risikomanagement
Kapitalrisiko
  • Die Finanzsteuerungsstrategie der OMV basiert auf den Prinzipien der operativen Effizienz, Kapitaleffizienz, Finanzierungseffizienz und des nachhaltigen Portfoliomanagements. Mit dem Fokus auf die Stärkung der OMV Bilanz, das Erzielen eines positiven freien Cashflows und die Verbesserung der Ertragskraft ist die Finanzsteuerungsstrategie die Basis für eine nachhaltige, risikobewusste und zukunftsorientierte Wertsteigerung für die OMV und ihre Stakeholder.
  • Die OMV steuert ihre Kapitalstruktur zur Sicherung der Kapitalbasis, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Kapitalmarkts zu bewahren und, um eine nachhaltige finanzielle Basis für die zukünftige operative Entwicklung des Konzerns zu schaffen. Die Finanzierungsstrategie der OMV legt den Fokus auf den Cashflow und die finanzielle Stabilität. Die wichtigsten Ziele sind das Erreichen eines positiven freien Cashflows nach Dividenden sowie ein starkes Investment Grade Rating auf Basis einer gesunden Bilanz und eines langfristigen Verschuldungsgrads (definiert als Nettoverschuldung inklusive Leasing/(Eigenkapital + Nettoverschuldung inklusive Leasing) von unter 30%.
Kapitalmanagement – wichtige Leistungskennzahlen
In EUR Mio (wenn nichts anderes angegeben)
2023
2022
Anleihen
6.073
7.320
Leasingverbindlichkeiten
1.587
1.524
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
1.470
1.487
Schulden
9.130
10.331
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
7.011
8.124
Nettoverschuldung1
2.120
2.207
Eigenkapital
25.369
26.628
Leverage-Grad2 in %
8
8
1 Inklusive Positionen, die auf „zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten“ umgegliedert wurden
2 Der Leverage-Grad ist definiert als (Nettoverschuldung inklusive Leasing)/(Eigenkapital + Nettoverschuldung inklusive Leasing).
Liquiditätsrisiko
  • Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die jährlich budgetierten operativen und finanziellen Zahlungsströme des Konzerns auf Monatsbasis beobachtet und analysiert. In der Folge erstellt der Konzern jeden Monat eine Prognose zur Entwicklung der Nettoliquidität, die den zum Monatsende bestehenden Geldanlagen und Finanzierungen und deren geplante Abreifung sowie bestehenden Liquiditätsreserven, gegenübergestellt wird. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen und Kapitalanlagen dar.
  • Um die Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns stets sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von zugesagten Kreditlinien und kurzfristigen, nicht zugesagten Geldmarktaufnahmen gehalten. Zum 31. Dezember 2023 betrug die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Schuldenportfolios (exklusive Leasingverbindlichkeiten) des Konzerns 4,3 Jahre (31. Dezember 2022: 4,6 Jahre).
  • Das operative Liquiditätsmanagement des OMV Konzerns erfolgt hauptsächlich über Cash-Pooling-Systeme, die einen optimalen Nutzen bestehender liquider Mittel und Liquiditätsreserven zum Vorteil jedes einzelnen Mitglieds des Cash-Pooling Systems und der Gruppe als Ganzes, ermöglichen.
  • Eine hohe Volatilität der Rohstoffpreise kann potenziell zu Spitzen im Liquiditätsbedarf führen, um Margin Calls für börsengehandelte Aktivitäten kurzfristig zu erfüllen. Um das Risiko von Margin Calls und das damit verbundene Liquiditätsrisiko des OMV Konzerns zu überwachen und aktiv zu steuern, wurden im Jahr 2023 eine Reihe von zielgerichteten Maßnahmen umgesetzt. Die Konzern-Handelsgesellschaften sind verpflichtet, regelmäßige Stresstests durchzuführen. Sie sollen die Auswirkungen vorab festgelegter, extremer Rohstoffpreise auf das Kreditrisiko und die Margen-Anforderungen bewerten. Zusätzlich werden bei neuen Transaktionen außerbörsliche Transaktionen (Over-the-Counter Geschäfte) gegenüber börsengehandelten Instrumenten bevorzugt.
  • Detaillierte Angaben zu den finanziellen Verbindlichkeiten des OMV Konzerns enthält Anhangangabe 26  –  Verbindlichkeiten.
Finanzielle Garantieverträge
  • 2023 gewährte die Borealis AG eine Garantie für die Finanzierung der Borouge 4 LLC im Rahmen der Vereinbarung mit der italienischen Exportkreditagentur.
  • Darüber hinaus vergaben Borealis und ihr Joint-Venture Partner TotalEnergies eine Garantie für eine revolvierende Kreditfazilität, die von Bayport Polymers LLC (Baystar) als Liquiditätsinstrument zur Ausübung ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt wird.
  • Am 19. April 2022 zahlte die at-equity bilanzierte Bayport Polymers LLC mit dem Betrag von EUR 602 Mio ihr Darlehen teilweise an den Konzern zurück. Die Finanzierung der vorzeitigen Rückzahlung erfolgte durch zwei Senior-Notes-Tranchen in Höhe von EUR 324 Mio und EUR 278 Mio mit Fälligkeit 2027 bzw. 2032. Die Borealis AG gab eine Garantie für die von Bayport Polymers LLC emittierten Senior Notes.
  • Darüber hinaus gewährte Borealis im Jahr 2022 eine Garantie der Muttergesellschaft für das Leasing von Eisenbahnwaggons.
  • Für nähere Details siehe Kapitel „Kreditrisikomanagement“.
Marktrisiko
  • Derivative und nicht-derivative Instrumente werden zur Steuerung von Marktrisiken eingesetzt, die sich aus der Veränderung von Rohstoffpreisen, Wechselkursen und Zinsen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können.
  • Zum Zweck der Minderung von Marktpreisrisiken schließt der Konzern derivative Finanzinstrumente wie OTC-Swaps, Optionen, Futures und Forwards ab.
  • Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt in der Regel zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Vertragslaufzeit.
  • Das Risikomanagement von Rohstoffpreisen umfasst die Analyse, Bewertung, Berichterstattung und Absicherung von Marktpreisrisiken, die aus Handels- und Nicht-Handelsaktivitäten entstehen. Dies umfasst die Bereiche Produktion (Öl-, Gas-, Strom- und Rohstoffpreise), Raffinerie- (Raffineriemarge, Lagerbestände bis zu einem vordefinierten Schwellenwert), Öl- und Gasverkaufsaktivitäten (Verkaufsmarge, Lagerbestände bis zu einem vordefinierten Schwellenwert) ebenso wie die Stromerzeugung (Spark Spreads) und Aktivitäten im Eigenhandel.
  • Um Marktzugang zu Öl-, Strom- sowie Gasmärkten zu bekommen, wird im begrenzten Ausmaß auch Eigenhandel bis zu einem festgelegten Schwellenwert betrieben.
  • Sicherungsgeschäfte werden in der Regel in jenen Gesellschaften abgeschlossen, in denen das zugrundeliegende Risiko besteht. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann der Konzern ein Sicherungsgeschäft nach IFRS 9 bilanzieren (Hedge Accounting), um kompensatorische Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments mit dem zugrundeliegenden Grundgeschäft gleichzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
  • Derivate werden großteils zu wirtschaftlichen Absicherungszwecken abgeschlossen und nicht als spekulative Investitionen. Wenn Derivate nicht als Sicherungsinstrument designiert werden (d.h. keine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften), werden diese zu Rechnungslegungszwecken ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
  • Die nachfolgenden Tabellen stellen die Markt- sowie Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente dar. Der Nominalbetrag ist brutto erfasst, stellt den Wert des dem Derivat zugrundeliegenden Vermögenswerts, Referenzsatzes oder Index dar und ist die Basis für die Messung der Änderungen des Marktwerts der Derivate. Die Nominalwerte geben das Volumen der am Jahresende ausstehenden Transaktionen an und lassen weder auf Markt- noch auf Kreditrisiko schließen.
Nominal- und Marktwerte offener derivativer Finanzinstrumente
In EUR Mio
2023
2022
Nominale
Marktwert
Vermögens-
werte
Marktwert
Verbindlich-
keiten
Nominale
Marktwert
Vermögens-
werte
Marktwert
Verbindlich-
keiten
Rohstoffpreisrisiko
Öl inkl. Öl-Produkte
1.120
27
–8
1.337
47
–35
Gas
31
—
—
10
—
–3
Strom
411
13
–59
351
320
–2
Rohstoffabsicherungen
(in einer
Sicherungsbeziehung designiert)1
1.562
39
–67
1.697
367
–41
Öl inkl. Öl-Produkte
10.614
2
–40
7.808
5
–22
Gas
16.104
714
–386
17.730
2.365
–1.374
Strom
262
47
–29
779
282
–133
Sonstige2
190
98
–3
220
209
–2
Rohstoffabsicherungen
27.171
861
–458
26.537
2.862
–1.531
Fremdwährungsrisiko
USD
159
3
–0
266
7
–0
SEK
123
7
—
157
—
–4
Fremdwährungsabsicherungen
(in einer
Sicherungsbeziehung designiert)1
282
10
–0
423
7
–4
USD
702
5
–11
1.207
4
–10
NOK
817
23
–0
2.493
1
–26
SEK
35
0
–0
26
0
–0
Sonstige
153
1
–0
246
1
–4
Fremdwährungsabsicherungen
1.707
29
–11
3.972
5
–39
Zinsrisiko
Zinsabsicherungen
(in einer
Sicherungsbeziehung designiert)1
100
3
—
103
6
—
1 Inklusive dem in einer Sicherungsbeziehung designierten, ineffektiven Teil der Sicherungsgeschäfte
2 Enthält Derivate für europäische Emissionszertifikate

  • Die in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellte Hedging-Rücklage bezieht sich auf folgende Absicherungsinstrumente:
Cashflow hedging – Auswirkung von Hedge Accounting
In EUR Mio
Planbe-
schaffung
Plan-
umsätze
Fremdwährungs-
absicherungen
Zins-
absicherungen
Gesamt
Rohstoff-Preisrisiko
Fremd-
währungs-
risiko
Zinsrisiko
2023
Cashflow-Hedge-Rücklage zum
1. Jänner (netto nach Steuern)
245
8
3
7
264
Im sonstigen Ergebnis erfasste
Gewinne (+)/Verluste (–)
–326
–24
5
–2
–347
Umgliederung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
–62
24
1
–4
–40
Umgliederung in die Bilanz
42
—
—
—
42
Steuereffekte
80
–0
–1
1
80
Cashflow-Hedge-Rücklage zum
31. Dezember (netto nach Steuern)
–21
9
7
2
–2
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ineffektivitäten
—
0
—
—
0
2022
Cashflow-Hedge-Rücklage zum
1. Jänner (netto nach Steuern)
243
–9
–6
2
230
Im sonstigen Ergebnis erfasste
Gewinne (+)/Verluste (–)
360
–40
–16
7
310
Umgliederung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
–422
63
21
—
–338
Umgliederung in die Bilanz
57
—
6
—
63
Steuereffekte
8
–5
–3
–2
–2
Cashflow-Hedge-Rücklage zum
31. Dezember (netto nach Steuern)
245
8
3
7
264
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ineffektivitäten
–1
1
—
—
–1
Rücklage unrealisierter Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Absicherung einer Nettoinvestition1
In EUR Mio
Fremdwährungsrisiko
2023
2022
Rücklage zum 1. Jänner (netto nach Steuern)
–13
–5
Bewertung der USD Darlehen
6
–13
Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung
—
2
Steuereffekte
–1
3
Rücklage zum 31. Dezember (netto nach Steuern)
–9
–13
1 Enthalten in Währungsumrechnungsdifferenzen innerhalb des sonstigen Ergebnisses
  • Zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 hielt der Konzern folgende Positionen, die in einer Fair Value Sicherungsbeziehung designiert wurden.
Auswirkung von Fair Value Hedge Accounting auf die Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz
in EUR Mio
Grundgeschäft
Buchwert
Kumulative Fair-Value-
Hedge-Bewertung,
die im Buchwert
des Grundgeschäfts
enthalten ist
In der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasste
effektive Perioden-
gewinne (+)/verluste(–)
Bilanzposition
Verbindlichkeiten
2023
Nicht-finanzielle Verbindlichkeit
28
–8
1
Sonstige
Verbindlichkeiten
2022
Nicht-finanzielle Verbindlichkeit
132
2
–6
Sonstige
Verbindlichkeiten
  • Zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 hielt der Konzern folgende Cashflow- und Fair Value Hedges sowie Absicherungen einer Nettoinvestition. Die folgende Tabelle zeigt das Fälligkeitsprofil der Nominalwerte der Absicherungsinstrumente:
Auswirkung von Hedge Accounting auf die Bilanz
In EUR Mio
Planbe-
schaffung
Plan-
umsätze
Ausgewiesene Verbindlichkeit
Absiche-
rung
von Netto-
investi-
tionen
Fremd-
währungs-
absiche-
rungen
Zins-
absiche-
rungen
Rohstoff-Preisrisiko
Fremdwährungsrisiko
Zins-
risiko
Gesamt
2023
Nominalwert
1.447
85
29
109
282
100
2.052
Bis zum einem Jahr
1.251
85
29
44
282
100
1.792
Länger als ein Jahr
196
—
—
64
—
—
260
Marktwert – Vermögenswerte
39
—
n.a.
10
3
52
Marktwert – Verbindlichkeiten
66
1
n.a.
0
—
67
2022
Nominalwert
1.168
385
145
150
423
103
2.374
Bis zum einem Jahr
999
385
145
38
423
—
1.989
Länger als ein Jahr
169
—
—
113
—
103
385
Marktwert – Vermögenswerte
357
10
n.a.
7
6
380
Marktwert – Verbindlichkeiten
37
4
n.a.
4
—
44
  • Die in der vorgehenden Tabelle dargestellten aktiven und passiven Marktwerte sind in den Posten „Sonstige finanzielle Vermögenswerte“ und „Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten“ in der Konzernbilanz der OMV ausgewiesen.
Rohstoffpreisrisiko
Europäische Emissionszertifikate
  • Alle Geschäftsbereiche des OMV Konzerns sind CO2-Preisschwankungen im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems (ETS) ausgesetzt. Käufe von europäischen Emissionszertifikaten werden immer fristgerecht durchgeführt und es ist die höchste Priorität der OMV alle gesetzlichen Verpflichtungen aus dem ETS zu erfüllen. Die OMV überwacht Preisrisiken aus Emissionsrechten und steuert diese durch bilateral auf dem Sekundärmarkt gehandelte derivative Instrumente (Forwards - sogenannte Over-the-Counter- oder OTC-Geschäfte).
Strompreise
  • Die Geschäftsbereiche der OMV sind Schwankungen der Strompreise ausgesetzt und überwachen daher die damit verbundenen Preisrisiken engmaschig. Die Geschäftsbereiche der OMV sichern Teile ihrer erwarteten Stromzukäufe mittels derivativer Instrumente und langfristiger Stromliefer- und Strombezugsverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) ab, um die Auswirkungen von potenziell extremen Marktpreisbewegungen zu reduzieren.
Chemicals & Materials
  • Für die petrochemische Produktion werden Teile der geplanten Cracker Rohstoff-Beschaffung sowie Produktverkäufe mittels Swaps auf raffinierte Erdölerzeugnisse abgesichert. Für diese Derivate wird Cashflow-Hedge Accounting angewandt, mit Ausnahme von Derivaten zur Begrenzung von Preisrisiken von Vorräten, die zum unmittelbaren Verbrauch zur Verfügung stehen. Derivatkontrakte, die nicht als Cashflow Hedges designiert werden, werden zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet.
  • Borealis sichert seine prognostizierten Stromeinkäufe mit Stromswaps ab. Für diese Derivate wird Cashflow-Hedge Accounting angewandt.
Fuels & Feedstock
  • Fuels & Feedstock ist Marktpreisrisiken ausgesetzt, die aus Handels- und Nicht-Handelsaktivitäten entstehen. Dazu gehören Produktions-, Raffinerie- sowie Verkaufsaktivitäten in Bezug auf Öl, Ölprodukte, ebenso wie begrenzte Aktivitäten im Eigenhandel mit dem Ziel, Marktzugang für Öl- und Ölprodukte zu schaffen.
  • In Fuels & Feedstock werden Derivate sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Raffineriemarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen.
  • Darüber hinaus werden börsengehandelte Ölfutures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) zur Absicherung von kurzfristigen Einkaufs- wie Verkaufspreisrisiken eingesetzt.
Energy
  • Um Konzernergebnis und -Cashflow vor dem potenziell negativen Einfluss fallender Öl- und Gaspreise zu schützen sowie ausreichende Liquiditätsreserven sicherzustellen, um die Wachstumstrategie des OMV Konzerns zu ermöglichen, werden derivative Instrumente zur Absicherung von Marktpreisen eingesetzt. Im Zuge dessen geht die OMV Positionen in derivative Finanzinstrumente zum Verkauf der zukünftigen Produktion ein, um so den zukünftigen Öl- bzw. Gaspreis zu fixieren und dadurch das Marktpreisrisiko für jene Zeiträume, für welche die Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden, zu reduzieren. 2023 und 2022 wurden keine derartigen Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.
  • Darüber hinaus umfasst das operative Rohstoffpreisrisikomanagement in Energy die Absicherung der Marktpreisrisiken aus Nichthandels- und Handelsaktivitäten des Gasverkaufs (Absicherung des Preisrisikos bei Bestandsschwankungen und den unterschiedlichen Einkaufs- und Verkaufsbedingungen) sowie begrenzte Eigenhandelspositionen zum Zwecke der Schaffung eines Marktzugangs innerhalb der Gasmärkte.
Diese derivativen Finanzinstrumente wurden nicht als Sicherungsgeschäfte bilanziert.
Hedge Accounting von Rohstoffabsicherungen in Chemicals & Materials und Fuels & Feedstock
  • In den Geschäftsbereichen Chemicals & Materials und Fuels & Feedstock ist die OMV insbesondere schwankenden Raffineriemargen und Bestandsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu reduzieren, werden entsprechende Absicherungskontrakte getätigt. Diese umfassen die Absicherung künftiger Raffineriemargen (margin hedges) und die Absicherung der Bestände (stock hedges, Rohstoffabsicherungen). Weiters wird Cashflow-Hedge Accounting für erwartete Zukäufe von Strom und Erdgas angewendet. Ebenso wurde ein Teil der Sicherungsgeschäfte der Planbeschaffung und Planumsätze von Cracker-Produkten als Cashflow Hedge designiert.
  • Das Ziel der Risikomanagementaktivitäten ist es, die Bepreisung von Produktenverkäufen und –zukäufen zu harmonisieren, um stets innerhalb eines genehmigten Zielbereichs der bepreisten Lagerbestände zu bleiben. Dies wird durch Bestands-Hedging erreicht, in dem das Preisrisiko reduziert wird. Der genehmigte Zielbereich definiert sich als Maximalabweichung vom Zielwert, der im Rahmen des Jahresplans für Hedging-Aktivitäten freigegeben wird.
  • Bei der Absicherung der Raffineriemargen werden Rohöl und daraus gewonnene Erzeugnisse separat behandelt, um zukünftige Margen abzusichern. Die Mandate sind im Rahmen des Jahresplans für Hedging-Aktivitäten dokumentiert und freigegeben.
  • Für Absicherungen künftiger Raffineriemargen ist das abgesicherte Grundgeschäft die Produktmarge. Dabei erfolgt Kauf von Rohöl und Verkauf von Produkten auf fixer Basis. Die Marge der verschiedenen Ölprodukte ist eine separat identifizierbare Komponente und stellt daher die spezifische Risikokomponente dar, welche als abgesicherte Risikokomponente designiert wird. Um eine übermäßige Absicherung zu verhindern, werden hinsichtlich der geplanten Verkäufe Höchstgrenzen festgesetzt.
  • Für die Absicherung von Raffineriemargen wird Hedge Accounting nur in begrenztem Umfang angewendet.
  • Im Jahr 2023 wurden zwischen dem OMV Konzern und der nationalen Bevorratungsgesellschaft in Deutschland physische Produkttauschgeschäfte für Ölprodukte abgeschlossen. Um das Risiko von Marktpreisschwankungen zwischen Entnahme und Rückgabe von Produkten zu reduzieren, wurden derivative Swap-Geschäfte (Sell Fix, Buy Floating zum Zeitpunkt der Entnahme und Buy Fix, Sell Floating zum Zeitpunkt der Rückgabe) abgeschlossen und in einer Fair Value Hedge Sicherungsbeziehung (Absicherung einer ausgewiesenen Verbindlichkeit) designiert. 2022 wurden physische Produkttauschgeschäfte mit den nationalen Bevorratungsgesellschaften in Österreich, Deutschland und der Slowakei abgeschlossen.
  • Bestands-Hedging wird dazu eingesetzt, das Marktpreisrisiko zu verringern, sobald die tatsächlichen bepreisten Bestände von den Zielwerten abweichen. Die geplanten Verkäufe von Ölprodukten und Zukäufe von Rohöl sowie Ölprodukten stellen das abgesicherte Grundgeschäft dar. Erfahrungsgemäß ist Rohöl die wesentlichste Risikokomponente der Bestandspreise, allerdings werden in vereinzelten Fällen auch Ölprodukte für die Absicherung von Beständen eingesetzt. In solchen Fällen werden Platts/Argus Produktnotierungen als Risikokomponente definiert. Weitere Komponenten, wie Raffineriemargen oder sonstige lokale Marktkosten, werden nicht abgesichert. Die Sicherungsbeziehungen werden mit einer Absicherungsquote von 1:1 aufgebaut, da das zugrundeliegende Risiko der Rohstoff-Derivate identisch mit dem abgesicherten Risiko der Komponenten ist. Ineffektivität von Sicherungsgeschäften kann entstehen im Falle von unterschiedlichen Zeitpunkten zwischen Absicherungsinstrument und Lieferung vom Grundgeschäft und unterschiedlicher Preisbildung (Derivate werden auf Basis zukünftiger Monatsdurchschnittspreise (oder anderer Perioden) bewertet und Zu-/Verkäufe zum Stichtagskurs zum Zeitpunkt der Transaktion/Lieferung).
  • Für die erwarteten Beschaffungen und für die Absicherung ausgewiesener Verbindlichkeiten ist die erfasste Ineffektivität im Posten „Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung inkludiert. Die erfasste Ineffektivität und die Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung von Planumsätzen, bei denen die Risikokomponente eines nicht-finanziellen Postens als Grundgeschäft in einer Sicherungsbeziehung designiert wurde, sind im Posten „Umsatzerlöse“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Risikomanagement im Fremdwährungsbereich
  • Die OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen tätig. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größte Risikoposition stellt der USD dar, und zwar aufgrund der jeweiligen Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR sowie zu anderen Hauptwährungen des OMV Konzerns (RON, NOK, NZD und SEK). Veränderungen dieser Währungen im Verhältnis zum EUR spielen auch eine wichtige Rolle in der Risikobetrachtung. Andere Währungen haben nur geringen Einfluss auf den Cashflow und das operative Ergebnis. Das Transaktionsrisiko der Fremdwährungszahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens halbjährlich wird die Long- und Short-Nettoposition des Konzerns und deren Sensitivität für den Konzern berechnet. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar. Als Produzent von hauptsächlich in USD gehandelten Rohstoffen weist der OMV Konzern eine wirtschaftliche USD-Long-Position auf.
  • FX Optionen, Forwards und Swaps werden hauptsächlich zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken von offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Der Marktwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrundeliegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann der Konzern Hedge Accounting nach IFRS 9 anwenden, um kompensatorische Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments mit dem zugrundeliegenden Grundgeschäft gleichzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Bestimmte Sicherungsgeschäfte für geplante Fremdwährungspositionen sind als Cashflow-Hedges designiert und werden zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet.
  • Das Umrechnungsrisiko auf Konzernebene wird ebenfalls laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Umrechnungsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das aufgrund der Konsolidierung von Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures entsteht, die in einer anderen funktionalen Währung als dem EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei Veränderungen auf RON, USD, NOK und SEK lautende Nettovermögenswerte im Verhältnis zum EUR dar.
  • Währungsumrechnungsdifferenzen aus diesen Nettoinvestitionen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
  • Borealis hat einen Teil seiner Investitionen in ein Gemeinschaftsunternehmen mit USD als funktionaler Währung mittels externer USD-Kredite abgesichert, die als Sicherungsgeschäfte für die Nettoinvestitionen des Konzerns in einen ausländischen Betrieb designiert sind. Das abgesicherte Risiko in einem Sicherungsgeschäft zur Absicherung einer Nettoinvestition ist das Risiko einer Abwertung des USD gegenüber dem EUR, was zu einer Verringerung des Buchwerts der Nettoinvestition in das Gemeinschaftsunternehmen in USD führt. Der EUR/USD-Effekt auf die Bewertung der Kredite wird im sonstigen Ergebnis erfasst.
  • Um die Wirksamkeit des Sicherungsgeschäftes zu beurteilen, legt der Konzern die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft fest, indem die Buchwertänderungen des Kredits, die auf eine Änderung des Kassakurses zurückzuführen sind, mit den Änderungen des Buchwerts der Nettoinvestition in einen ausländischen Betrieb auf Grund von Kassakursschwankungen verglichen werden (Dollar Offset-Methode). Die Konzernstrategie sieht vor, Absicherungen der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe maximal in Höhe des Kreditbetrages abzuschließen.
  • Zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument besteht ein wirtschaftlicher Zusammenhang, da die Nettoinvestition ein Umrechnungsrisiko birgt, das dem Fremdwährungsrisiko aus dem USD-Kredit gleichgesetzt ist. Der Konzern hat eine Sicherungsquote von 1:1 festgelegt, da das dem Sicherungsinstrument zugrundeliegende Risiko dem abgesicherten Risiko entspricht.
Zinsmanagement
  • Das Schuldenportfolio der OMV ist zum 31. Dezember 2023 nur in begrenztem Ausmaß Zinsveränderungen ausgesetzt, da beinahe alle Verbindlichkeiten festverzinslich sind. Zukünftige Finanzierungsaktivitäten werden den dann vorherrschenden Marktbedingungen ausgesetzt sein und können potenziell zu höheren Zinsaufwendungen führen.
  • Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten der OMV hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Kennzahlen für die verschiedenen Kategorien festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.
  • Festverzinsliche Kredite können mittels Zinsswaps in variable Kredite oder umgekehrt konvertiert werden. Sowohl im Jahr 2023 als auch 2022 war der Effekt aus Zinsswaps unwesentlich.
  • Die erfasste Ineffektivität der Sicherungsgeschäfte und die Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung von Zinsswaps werden im Posten „Zinsaufwendungen“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Reform der Referenzzinssätze (IBOR Reform)
  • Alle Umstellungen von den von der IBOR-Reform betroffenen Zins-Benchmarks auf alternative Benchmark-Sätze sind zum Berichtszeitpunkt abgeschlossen.
Sensitivitätsanalyse
  • Für die offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des OMV Konzerns weicht von der nachfolgend dargestellten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Verträge zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.
  • Die Auswirkung von Marktpreisschwankungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das sonstige Ergebnis ist von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge-Accounting abhängig. Die Marktpreissensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge Accounting angewendet wird, ist in der Tabelle als Sensitivität des sonstigen Ergebnisses dargestellt. Marktpreissensitivitäten für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität des Ergebnisses vor Steuern gezeigt.
Sensitivitätsanalyse der offenen Rohstoff Derivate auf das Ergebnis vor Steuern
In EUR Mio
2023
2022
Marktpreis
+10%
Marktpreis
–10%
Marktpreis
+10%
Marktpreis
–10%
Öl inkl. Öl Produkte
–4
4
4
–4
Öl inkl. Öl Produkte - designiert in einer Sicherungsbeziehung1
3
–3
14
–14
Gas
–34
34
10
–10
Strom
2
–2
13
–13
Sonstige2
28
–28
43
–43
Gesamt
–4
4
83
–83
1 Beinhaltet Sicherungsinstrumente, die in einer Fair Value Hedge Beziehung im Zusammenhang mit Produkttauschgeschäften mit der nationalen Bevorratungsgesellschaft in Deutschland stehen. Für weitere Einzelheiten siehe Kapitel „Hedge Accounting in Chemicals & Materials und Fuels & Feedstock“.
2 Enthält Derivate für europäische Emissionszertifikate
Sensitivitätsanalyse der offenen Rohstoff Derivate auf das sonstige Ergebnis vor Steuern
In EUR Mio
2023
2022
Marktpreis
+10%
Marktpreis
–10%
Marktpreis
+10%
Marktpreis
–10%
Öl inkl. Öl Produkte
–34
34
–39
39
Gas
2
–2
5
–5
Strom
31
–31
48
–48
Rohstoffabsicherungen (designiert
in einer Sicherungsbeziehung)
–1
1
15
–15
  • Für Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse in Bezug auf Änderungen der für die Gruppe wesentlichen Wechselkurse durchgeführt. Auf Konzernebene beinhaltet die EUR–RON-Sensitivität nicht nur die RON-Nettoposition gegenüber EUR, sondern auch die RON-Nettoposition gegenüber USD, da das USD–RON Risiko in eine EUR–RON- sowie eine EUR–USD-Position aufgeteilt werden kann. Gleiches gilt für die EUR–NOK-, EUR–SEK- sowie EUR–NZD-Position.
Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis vor Steuern1
In EUR Mio
2023
2022
EUR
Aufwertung
um 10%
EUR
Abwertung
um 10%
EUR
Aufwertung
um 10%
EUR
Abwertung
um 10%
EUR–RON
–12
12
8
–8
EUR–USD
1
–1
8
–8
EUR–NZD
–6
6
–2
2
EUR–NOK
7
–7
23
–23
EUR–SEK
–4
4
–3
3
1 Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-Währungssensitivität auf das operative Ergebnis.
Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das sonstige Ergebnis vor Steuern1
In EUR Mio
2023
2022
EUR
Aufwertung
um 10%
EUR
Abwertung
um 10%
EUR
Aufwertung
um 10%
EUR
Abwertung
um 10%
EUR–USD
28
–28
43
–43
EUR–SEK
–12
12
–16
16
1 Inklusive der Sensitivität für die Absicherung einer Nettoinvestition
  • Die OMV analysiert regelmäßig die Auswirkungen von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und -aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.
Kreditrisikomanagement
  • Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limits für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht. Für alle Geschäftspartner, Banken und Sicherheitengeber werden, basierend auf einer Risikobewertung, Limithöhe, interne Risikoklasse und Limitlaufzeit vergeben. Die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder ad hoc überprüft. Diese Vorgehensweise ist auf OMV Konzernebene in einer Konzernrichtlinie festgelegt, in der konzernweite Mindestanforderungen definiert und vorgegeben werden. Derivative Finanzinstrumente werden zum überwiegenden Teil mit Vertragspartnern mit „Investment Grade Rating“ abgeschlossen. Die OMV verwendet zur Reduktion von Kreditrisiken gewerbliche Versicherungen für Teile der Forderungen in einigen Geschäftsbereichen. Aufgrund der hohen wirtschaftlichen Unsicherheit, die sich aus der aktuellen geopolitischen Situation ergibt, wird besonderes Augenmerk auf Frühwarnsignale, wie zum Beispiel Änderungen im Zahlungsverhalten, gelegt.
  • Als Kreditrisiko bezeichnet man das Risiko, dass die Kontrahenten des OMV Konzerns ihren Verpflichtungen aus einem Finanzinstrument oder Kundenvertrag nicht nachkommen, was zu einem finanziellen Verlust führen würde.
  • Ein Kreditrisiko besteht in Bezug auf die von Borealis an Bayport Polymers LLC und Borouge 4 LLC, die beide nach der Equity-Methode bilanziert werden, gewährten Finanzgarantien, für die sich das maximal ausstehende Risiko für Borealis zum 31. Dezember 2023 auf EUR 1.234 Mio zuzüglich Zinsen (2022: EUR 638 Mio zuzüglich Zinsen) beläuft.
  • 2023 vergab die Borealis AG eine Garantie für die Finanzierung der Borouge 4 LLC gemäß Vereinbarung mit der italienischen Exportkreditagentur (Italian Export Credit Agency agreement). Die Gesamtgarantie beläuft sich auf EUR 1.155 Mio zuzüglich Zinsen. Aufgrund der von Borouge 4 LLC in Anspruch genommenen Finanzierung belief sich der garantierte Betrag zum 31. Dezember 2023 auf EUR 536 Mio zuzüglich Zinsen.
  • Die an Bayport Polymers LLC gewährte Garantie in Höhe von EUR 588 Mio zuzüglich Zinsen (2022: EUR 623 Mio zuzüglich Zinsen) endet frühestens mit Zahlung und/oder Beendigung der Verpflichtung im Jahr 2027 bzw. 2032 und kann jederzeit in Anspruch genommen werden.
  • Darüber hinaus gewährte Borealis im Jahr 2023 eine Garantie für eine revolvierende Kreditfazilität (Revolving Credit Facility, RCF), die von Bayport Polymers LLC als Liquiditätsinstrument für die Ausübung ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt wird. Der Höchstbetrag der Kreditfazilität beträgt EUR 90 Mio zuzüglich Zinsen. Zum Jahresende wurde die RCF von Bayport Polymers LLC vollständig in Anspruch genommen.
  • Des Weiteren hatte Borealis 2022 eine Garantie der Muttergesellschaft für das Leasing von Eisenbahnwaggons durch Bayport Polymers LLC mit einem maximalen Risiko von EUR 20 Mio (2022: EUR 15 Mio) gewährt.
  • Im Allgemeinen wird eine Zahlung im Rahmen der Garantievereinbarung durch die Nichterfüllung der von der Garantie abgedeckten Verpflichtung durch die garantierte Partei ausgelöst. Daher wurde eine finanzielle Verbindlichkeit erfasst, die anfangs zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde.
Maximales Kreditrisiko1
in EUR Mio
2023
2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
3.455
4.222
Beteiligungen
85
69
Anleihen
285
52
Derivate
942
3.247
Ausleihungen
910
711
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.612
1.850
Zahlungsmitel und Zahlungsmittelequivalente
6.920
8.090
Finanzgarantieverträge2
1.234
623
Summe maximales Kreditrisiko
15.442
18.862
1 Exklusive Positionen, die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
2 Maximales Kreditrisiko von Finanzgarantieverträgen aufgrund der Inanspruchnahme von Finanzierungsfazilitäten zum 31. Dezember 2023 exklusive Zinsabgrenzungen.
31 Fair-Value-Hierarchie
Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte1 und Nettobetrag zu Veräußerungszwecken gehaltener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
In EUR Mio
Buchwert
Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Zu fortgeführten
Anschaffungs-
kosten bewertet
Zum beizu-
legenden
Zeitwert bewertet
Gesamt
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Gesamt
2023
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
3.356
99
3.455
—
99
—
99
Eigenkapitalinstrumente
—
57
57
—
34
23
57
Investmentfonds
—
28
28
28
—
—
28
Anleihen
285
—
285
—
—
—
—
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive
Derivate
—
52
52
—
52
—
52
Sonstige Derivate
—
890
890
0
890
—
890
Ausleihungen
910
—
910
—
—
—
—
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
1.610
2
1.612
—
—
2
2
Nettobetrag zu
Veräußerungszwecken
gehaltene Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten
n.a.
13
13
—
13
—
13
Gesamt
6.160
1.141
7.301
28
1.088
25
1.141
2022
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
4.086
136
4.222
—
136
—
136
Eigenkapitalinstrumente
—
42
42
—
—
42
42
Investmentfonds
—
26
26
26
—
—
26
Anleihen
52
—
52
—
—
—
—
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive
Derivate
—
380
380
—
380
—
380
Sonstige Derivate
—
2.867
2.867
14
2.853
—
2.867
Ausleihungen
711
—
711
—
—
—
—
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
1.850
—
1.850
—
—
—
—
Nettobetrag zu
Veräußerungszwecken
gehaltene Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten
n.a.
882
882
—
58
824
882
Gesamt
6.699
4.334
11.032
40
3.427
866
4.334
1 Exklusive Vermögenswerte, die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert1
In EUR Mio
Buchwert
Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Zu fortgeführten
Anschaffungs-
kosten bewertet
Zum beizu-
legenden
Zeitwert bewertet
Gesamt
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Gesamt
2023
Verbindlichkeiten aus Liefe-
rungen und Leistungen
3.955
—
3.955
—
—
—
—
Anleihen
6.073
—
6.073
—
—
—
—
Leasingverbindlichkeiten
1.585
—
1.585
—
—
—
—
Sonstige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten
1.470
—
1.470
—
—
—
—
Verbindlichkeiten aus als
Sicherungsinstrumenten
designierten und effektiven
Derivaten
—
67
67
—
67
—
67
Verbindlichkeiten aus
sonstigen Derivaten
—
469
469
37
432
—
469
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
1.204
—
1.204
—
—
—
—
Sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert2
—
28
28
—
28
—
28
Gesamt
14.287
564
14.851
37
528
—
564
2022
Verbindlichkeiten aus Liefe-
rungen und Leistungen
5.259
—
5.259
—
—
—
—
Anleihen
7.320
—
7.320
—
—
—
—
Leasingverbindlichkeiten
1.476
—
1.476
—
—
—
—
Sonstige verzinsliche Finanz-
verbindlichkeiten
1.487
—
1.487
—
—
—
—
Verbindlichkeiten aus als
Sicherungsinstrumenten
designierten und effektiven
Derivaten
—
44
44
—
44
—
44
Verbindlichkeiten aus
sonstigen Derivaten
—
1.571
1.571
0
1.571
—
1.571
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
1.047
—
1.047
—
—
—
—
Sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert2
—
132
132
—
132
—
132
Gesamt
16.589
1.747
18.336
0
1.747
—
1.747
1 Exklusive Verbindlichkeiten, die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
2 Enthält Absicherungsgeschäfte, die in einer Fair-Value-Hedge-Beziehung designiert sind und im Zusammenhang mit Produkttauschgeschäften mit der nationalen Bevorratungsgesellschaft in Deutschland stehen. 2022 enthielt weiters Absicherungsgeschäfte, die in einer Fair-Value-Hedge-Beziehung zu Produkttauschgeschäften mit der nationalen Bevorratungsgesellschaft in der Slowakei standen.
Finanzielle Verbindlichkeiten für die der beizulegende Zeitwert angegeben wird
In EUR Mio
Fortgeführte Anschaffungskosten
Beizulegender Zeitwert
Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
2023
Anleihen
6.073
5.766
5.766
—
—
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
1.470
1.349
—
1.349
—
Finanzielle Verbindlichkeiten
7.543
7.115
5.766
1.349
—
2022
Anleihen
7.320
6.747
6.747
—
—
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
1.487
1.320
—
1.320
—
Finanzielle Verbindlichkeiten
8.807
8.067
6.747
1.320
—
Die obige Tabelle zeigt den Buchwert und den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie. Sie enthält keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert anderer finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, da der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt
32 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
  • Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden nur saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat und die Absicht besteht, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
  • Die OMV schließt im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs diverse Globalnettingvereinbarungen in Form von International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Vereinbarungen, European Federation of Energy Traders (EFET) Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen ab.
  • Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die diversen Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die Werte in der Spalte „Netto“ würden die Positionen in der Bilanz darstellen, wenn alle Aufrechnungsrechte ausgeübt worden wären.
Saldierung von finanziellen Vermögenswerten
In EUR Mio
Anhang-
angabe
Finanz-
instrumente
(brutto)
Saldierte
Beträge in der Bilanz
Finanz-
instrumente
in der Bilanz
(netto)
Verbindlich-keiten mit
Saldierungs-
rechten
(nicht saldiert)
Netto
2023
Derivative Finanzinstrumente
20
3.359
–2.417
942
–122
820
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
20
4.535
–1.081
3.455
–65
3.390
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
20
1.626
–13
1.612
–1
1.611
Gesamt
9.520
–3.511
6.009
–187
5.822
2022
Derivative Finanzinstrumente
13.466
–10.219
3.247
–547
2.700
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
6.086
–1.864
4.222
–106
4.116
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
1.892
–42
1.850
–1
1.849
Gesamt
21.444
–12.125
9.318
–654
8.664
Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Anhang-
angabe
Finanz-
instrumente
(brutto)
Saldierte
Beträge in der Bilanz
Finanz-
instrumente
in der Bilanz
(netto)
Vermögens-werte mit
Saldierungs-
rechten
(nicht saldiert)
Netto
2023
Derivative Finanzinstrumente
26
2.953
–2.417
536
–122
415
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
26
5.035
–1.081
3.955
–65
3.890
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
26
1.217
–13
1.204
–1
1.203
Gesamt
9.206
–3.511
5.695
–187
5.508
2022
Derivative Finanzinstrumente
11.835
–10.219
1.615
–547
1.068
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
7.123
–1.864
5.259
–106
5.153
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
1.089
–42
1.047
–1
1.046
Gesamt
20.046
–12.125
7.921
–654
7.267
33 Ergebnis aus Finanzinstrumenten
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
In EUR Mio
Betrag
Finanz-
instrumente
ergebnis-
wirksam zum
beizulegenden
Zeitwert
Eigenkapital-
instrumente
designiert zum
beizulegenden
Zeitwert durch
das sonstige
Ergebnis
Finanzielle
Vermögens-
werte zu
fortgeführten
Anschaffungs-
kosten
Finanzielle
Verbindlich-
keiten zu
fortgeführten
Anschaffungs-
kosten
2023
Marktwertänderungen finanzieller
Vermögenswerte und Derivate
111
111
—
—
—
Wertminderungen auf finanzielle
Vermögenswerte
–38
—
—
–38
—
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im operativen Ergebnis
73
111
—
–38
—
Dividendenerträge
10
—
4
—
—
Zinserträge
473
—
—
473
—
Zinsaufwendungen
–415
–3
—
—
–148
Marktwertänderungen von
Finanzinstrumenten
–21
–21
—
—
—
Marktwertänderungen FX Derivate
–191
–191
—
—
—
Finanzierungskosten für Factoring und Securitization
–77
–77
—
—
—
Wertminderungen von
Finanzinstrumenten, netto
–5
—
—
–2
—
Sonstige
–6
–0
–1
0
–5
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im Finanzergebnis
–232
–292
3
471
–153
2022
Marktwertänderungen finanzieller
Vermögenswerte und Derivate
1.029
1.029
—
—
—
Wertminderungen auf finanzielle
Vermögenswerte
–43
—
—
–43
—
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im operativen Ergebnis
986
1.029
—
–43
—
Dividendenerträge
11
—
11
—
—
Zinserträge
269
—
—
269
—
Zinsaufwendungen
–417
–4
—
—
–161
Marktwertänderungen von
Finanzinstrumenten
–374
–374
—
—
—
Marktwertänderungen FX Derivate
–186
–186
—
—
—
Finanzierungskosten für Factoring und Securitization
–46
–46
—
—
—
Wertminderung von
Finanzinstrumenten, netto
–1.007
—
—
–1.007
—
Sonstige
–12
0
—
0
–12
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im Finanzergebnis
–1.761
–609
11
–739
–173
  • Die nicht aufgeteilten Zinsaufwendungen bezogen sich im Wesentlichen auf die Aufzinsung von Rückstellungen. Weitere Details können der Anhangangabe 12 – Finanzerfolg – entnommen werden.
34 Anteilsbasierte Vergütungen
Long Term Incentive (LTI) Pläne
  • Im Konzern werden jährlich LTI Pläne mit vergleichbaren Bedingungen für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Zum Ausübungszeitpunkt erfolgt die Zuteilung der Aktien an die Teilnehmer. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Leistungskriterien und ihre typische Gewichtung für die Vorstandsmitglieder sind in der Vergütungspolitik festgelegt und lauten seit 2022 wie folgt: Relative Total Shareholder Return (30%), Clean CCS (Clean Current Cost of Supply) ROACE (40%), ESG-Ziele (30%). Basierend auf vorab definierten Kriterien (z.B. Todesfälle, Total Recordable Injury Rate (TRIR), Prozesssicherheit, auch im Branchenvergleich) wird auf die Gesamtzielerreichung der Vorstandsmitglieder ein Health & Safety Malus zwischen 0,8 und 1,0 angewendet. Bei schwerwiegenden Vorfällen kann der Vergütungsausschuss die Auszahlung auf 0 reduzieren. Für Führungskräfte sind folgende Leistungskriterien seit 2022 anwendbar: Relative Total Shareholder Return (30%), Free Cash Flow (35%) und ESG-Ziele/Transformations-Ziele (35%). Die festgelegten Leistungskriterien dürfen während des Zeitraums des LTI Plans nicht geändert werden. Um den Anreizcharakter des Programms zu erhalten, hat das zuständige Verwaltungsorgan jedoch die Möglichkeit, die Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte des freien Cashflows bei wesentlichen Änderungen der äußeren Einflussfaktoren wie Öl- und Gaspreise für Führungskräfte anzupassen. Die Anpassung ist in beide Richtungen möglich. Die Auszahlung erfolgt in bar oder in Form von Aktien. Seit 2022 erfolgt die Auszahlung des OMV Petrom LTI Plans ausschließlich in Form von Aktien. Vorstand und Führungskräfte sind verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten. Für Führungskräfte, die für zukünftige LTI Pläne nicht mehr anspruchsberechtigt sind, aber noch in einem aufrechten Anstellungsverhältnis mit dem Unternehmen stehen, endet das Aktienbesitzerfordernis mit Auszahlung des letzten LTI Plans. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des Bruttojahresgehalts für den Vorstand und als Prozentsatz der jeweiligen Ziel-Long Term Incentives für die Führungskräfte definiert. Vorstandsmitglieder müssen dieses Aktienbesitzerfordernis innerhalb von fünf Jahren nach der ersten diesbezüglichen Vereinbarung erfüllen. Bis zur Erfüllung des Aktienbesitzerfordernisses erfolgt die Auszahlung in Form von Aktien, während die Planteilnehmer danach zwischen Barzahlung und Zahlung in Form von Aktien entscheiden können. Solange das Aktienbesitzerfordernis nicht erfüllt ist, werden die gewährten Aktien nach Abzug von Steuern auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt.
  • Bei den auf Aktien basierenden Zahlungen werden die beizulegenden Zeitwerte zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand über den dreijährigen Leistungszeitraum verteilt, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals. Im Falle zu erwartender Barzahlungen wird für die erwarteten zukünftigen Kosten des LTI Plans zum Bilanzstichtag auf Basis von beizulegenden Zeitwerten eine Rückstellung gebildet.
Long Term Incentive Pläne
Plan 2023
Plan 2022
Plan 2021
Plan 2020
Planbeginn
01.01.2023
01.01.2022
01.01.2021
01.01.2020
Ende Leistungszeitraum
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2023
31.12.2022
Anspruchstag
31.03.2026
31.03.2025
31.03.2024
31.03.2023
Aktienbesitzerfordernis
Vorstandsvorsitzender
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Andere Vorstandsmitglieder
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Führungskräfte
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
Erwartete Aktien zum 31. Dezember 2023
357.842
287.735
501.677
—
Maximale Aktien zum 31. Dezember 2023
761.728
674.776
794.894
—
Beizulegender Zeitwert des Plans
(in EUR Mio) zum 31. Dezember 2023¹
14
11
20
—
Rückstellungen (in EUR Mio) zum
31. Dezember 2023¹
3
5
16
—
1 Exklusive Lohnnebenkosten
Equity Deferral
  • Das Equity Deferral (Aktienteil des Jahresbonus) dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, welches die Bindung an die OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in Aktien mit eingeschränkter Verfügbarkeit zusammengeführt werden. Die Behaltedauer für das Equity Deferral ist drei Jahre ab dem Anspruchstag. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, dem Eingehen unangemessener Risiken vorzubeugen.
  • Die Leistungskriterien und ihre typische Gewichtung für den Vorstand sind in der Vergütungspolitik festgelegt und lauten wie folgt: Jahresüberschuss (40%), Free Cash Flow (30%), operatives Ziel (15%) und ESG-Ziel (15%). Basierend auf vorab definierten Kriterien (z.B. Todesfälle, TRIR, Prozesssicherheit, auch im Branchenvergleich) wird auf die Gesamtzielerreichung ein Health & Safety Malus zwischen 0,8 und 1,0 angewendet. Bei schwerwiegenden Vorfällen kann der Vergütungsausschuss die Auszahlung auf 0 reduzieren.
  • Der Jahresbonus ist mit 180% des Zieljahresbonus begrenzt. Mindestens ein Drittel des Jahresbonus wird in Form von Aktien zugeteilt. Die Bonuserreichung wird am 31. März des Folgejahres festgestellt, wobei die Zielerreichung und der Aktienkurs am Bilanzstichtag geschätzt werden (letzterer auf Basis von Marktnotierungen).
  • Aufgrund der branchenspezifischen Volatilität der Rohstoffpreise und Marktbedingungen bieten die variablen Vergütungspläne dem Vergütungsausschuss gemäß der in der Öl- und Gasindustrie üblichen Praxis die Möglichkeit für die finanziellen Ziele, die Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte auf der Grundlage des Öl- bzw. Gaspreises sowie des tatsächlichen EUR/USD-Wechselkurses gegenüber den Annahmen, die zum Zeitpunkt der Zielvorgabe zu Grunde gelegt wurden, anzupassen. Die Anpassung kann in beide Richtungen angewendet werden, vom Vergütungsausschuss festgelegt und im Vergütungsbericht veröffentlicht. Die gewährten Aktien werden nach Abzug von Steuern für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt.
  • 2023 wurden Aufwendungen von EUR 3 Mio erfasst, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals (2022: EUR 3 Mio).
In Aktien gehaltenes Eigeninvestment1
31.12.2023
Aktive Vorstandsmitglieder
Stern
24.434
Florey
49.930
van Koten
4.385
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Pleininger2
14.933
Skvortsova3
6.636
Seele4
12.190
Gangl5
16.680
Vorstände gesamt
129.188
Andere Führungskräfte gesamt
255.539
Eigeninvestment gesamt
384.727
1 In Aktien gehaltenes Eigeninvestment bezieht sich auf noch laufende LTI Pläne sowie auf Equity Deferral, sofern diese Aktien auf dem OMV Treuhanddepot gehalten werden.
2 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück.
3 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück.
4 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück.
5 Thomas Gangl nahm als Vorstandsmitglied am LTIP 2020 teil. In 2021 hat er sowohl als Vorstandsmitglied als auch als Führungskraft teilgenommen. Er trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
Gesamte Aufwendungen
  • 2021 hat Borealis einen Übergangs-LTI Plan für 2021 und 2022 implementiert, um eine Liquiditätslücke zu überbrücken, welche durch die Migration auf den Dreijahresplan entsteht. Zuteilungen für Übergangs-LTI Pläne für 2021 und 2022 werden jeweils für das betreffende Jahr anhand derselben Erfolgskennzahlen wie für den dreijährigen Plan gemessen und in bar ausgeglichen. Die Aufwendungen in Bezug auf alle anteilsbasierten Vergütungen sind in untenstehender Tabelle zusammengefasst.
Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen1
In EUR Mio
2023
2022
Ausgleich in bar
6
15
Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
6
7
Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen
12
22
1 Exklusive Lohnnebenkosten
Sonstige Angaben
35 Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer
Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer1
2023
2022
OMV Konzern ohne OMV Petrom Konzern und Borealis Konzern
6.724
6.664
OMV Petrom Konzern
7.711
7.837
Borealis Konzern
6.859
7.833
OMV Konzern
21.295
22.334
1 Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern des Jahres
36 Aufwendungen Konzernabschlussprüfer
Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks)
In EUR Mio
2023
2022
Konzern-
abschlussprüfer
davon
KPMG Austria GmbH
Wirtschafts-
prüfungs- und
Steuerberatungs-
gesellschaft
Konzern-
abschlussprüfer1
davon
Ernst & Young
Wirtschafts-
prüfungsgesell-
schaft m.b.H
Konzern- und Jahresabschluss-
prüfung
5,40
2,38
3,47
1,58
Sonstige Bestätigungsleistungen
0,84
0,74
0,60
0,48
Steuerberatungsleistungen
2,50
—
0,19
—
Sonstige Beratungsleistungen
0,74
0,00
0,40
0,01
Gesamt
9,48
3,12
4,65
2,07
1 Die Aufwendungen 2022 enthielten keine Aufwendungen für den Borealis Konzern, da dieser von der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH geprüft wurde.
37 Nahestehende Unternehmen und Personen
Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen – Umsätze und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
In EUR Mio
2023
2022
Umsätze und
sonstige
Erträge
Forderungen
aus Liefe-
rungen und
Leistungen
Umsätze und
sonstige
Erträge
Forderungen
aus Liefe-
rungen und
Leistungen
Abu Dhabi Oil Refining Company
1
1
2
2
ADNOC Global Trading LTD
4
0
3
1
Bayport Polymers LLC
6
3
8
3
Borouge Beteiligungen1
519
106
677
151
Borouge 4 LLC
6
2
—
—
Recelerate GmbH
3
0
—
—
EEX CEGH Gas Exchange Services GmbH
1
0
1
0
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
148
—
119
59
GENOL Gesellschaft m.b.H.
138
22
141
22
Kilpilahden Voimalaitos Oy
4
0
8
0
Société d'Intérêt Collectif Agricole Laignes Agrifluides (SICA Laignes Agrifluides)2
1
—
5
—
Gesamt
833
135
963
237
1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte Ltd. in 2023 sowie Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) in 2022. Für mehr Details siehe Anhangangabe 18 – At-equity bewertete Beteiligungen.
2 Entkonsolidiert per 5. Juli 2023 als Teil der Veräußerungsgruppe des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis. Für mehr Details siehe Anhangangabe 4 – Änderungen in der Konzernstruktur.
Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen – Zukäufe und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
In EUR Mio
2023
2022
Zukäufe und
erhaltene
Leistungen
Verbindlich-
keiten aus
Lieferungen
und
Leistungen
Zukäufe und
erhaltene
Leistungen
Verbindlich-
keiten aus
Lieferungen
und
Leistungen
ADNOC Global Trading LTD
—
—
32
—
Bayport Polymers LLC
1
—
—
0
Borouge Beteiligungen1
377
91
416
88
Recelerate GmbH
3
0
—
—
Chemiepark Linz Betriebsfeuerwehr GmbH2
2
—
3
0
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH
30
3
48
7
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG
3
—
3
—
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
60
28
208
27
GENOL Gesellschaft m.b.H.
11
1
10
2
Kilpilahden Voimalaitos Oy
99
0
116
—
Neochim AD2
—
—
5
—
OJSC Severneftegazprom3
—
—
24
—
PetroPort Holding AB
4
0
4
0
Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A.
4
0
2
0
Salzburg Fuelling GmbH
2
0
—
—
Gesamt
596
125
873
124
1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte Ltd. in 2023 sowie Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) in 2022. Für mehr Details siehe Anhangangabe 18 – At-equity bewertete Beteiligungen.
2 Entkonsolidiert per 5. Juli 2023 als Teil der Veräußerungsgruppe des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis. Für mehr Details siehe Anhangangabe 4 – Änderungen in der Konzernstruktur.
3 OJSC Severneftegazprom wurde per 1. März 2022 entkonsolidiert und als sonstige Beteiligung zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) eingestuft.
Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen
In EUR Mio
2023
2022
Abu Dhabi Oil Refining Company
206
116
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC
23
5
ADNOC Global Trading LTD
96
43
Borouge Beteiligungen1
455
592
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH
1
1
EEX CEGH Gas Exchange Services GmbH
1
1
GENOL Gesellschaft m.b.H.
1
0
Neochim AD2
1
1
Pearl Petroleum Company Limited
—
41
Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A.
1
1
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H.
1
1
Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen
787
803
1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte Ltd. in 2023 sowie Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) in 2022. Für mehr Details siehe Anhangangabe 18 – At-equity bewertete Beteiligungen.
2 Entkonsolidiert per 5. Juli 2023 als Teil der Veräußerungsgruppe des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis. Für mehr Details siehe Anhangangabe 4 – Änderungen in der Konzernstruktur.
Sonstige ausstehende Salden mit at-equity bewerteten Beteiligungen
In EUR Mio
2023
2022
Kilpilahden Voimalaitos Oy
52
40
Bayport Polymers LLC
701
657
Borouge 4 LLC
155
—
Darlehensforderungen
909
697
Bayport Polymers LLC
24
29
Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG
8
8
C2PAT GmbH
1
—
Sonstige finanzielle Forderungen
33
37
Borouge Beteiligungen1
8
8
Vertragsvermögenswerte
8
8
Kilpilahden Voimalaitos Oy
11
11
Renasci N.V.
—
10
Geleistete Anzahlungen
11
21
C2PAT GmbH & Co KG2
—
1
Bayport Polymers LLC
91
28
Borouge 4 LLC
1
—
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
92
29
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
79
100
Vertragsverbindlichkeiten
79
100
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
—
27
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
—
27
1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte Ltd. in 2023 sowie Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) in 2022. Für mehr Details siehe Anhangangabe 18 – At-equity bewertete Beteiligungen.
2 Die Gesellschaft wurde per 31. Dezember 2023 entkonsolidert. Für mehr Details siehe Anhangangabe 40 – Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft.
  • Per 31. Dezember 2023 bestanden offene Finanzierungszusagen in Höhe von EUR 818 Mio gegenüber Borouge 4 LLC aus einem Aktionärsdarlehensvertrag, der am 3. Februar 2023 für die Teilfinanzierung von CAPEX-Anforderungen der Borouge 4 mit der Borealis AG als Darlehensgeber und der Borouge 4 LLC als Darlehensnehmer abgeschlossen wurde. 2023 wurden EUR 148 Mio der Finanzierungszusagen in Höhe von insgesamt EUR 967 Mio gezogen. Der Aktionärsdarlehensvertrag ist als Fazilität mit einer Laufzeit von fünf Jahren strukturiert. Borealis behält sich jedoch das Recht vor, die Vorauszahlung der ausstehende Beträge zum Zeitpunkt der Wiedereingliederung in Borouge PLC zu beschleunigen. Darüber hinaus gewährte die Borealis AG eine Garantie für die Finanzierung der Borouge 4 LLC im Rahmen des italienischen Exportkreditagenturvertrags. Die Gesamtgarantie beläuft sich auf EUR 1.155 Mio zuzüglich Zinsen. Aufgrund der von Borouge 4 LLC in Anspruch genommenen Finanzierung belief sich der garantierte Betrag zum 31. Dezember 2023 auf EUR 536 Mio zuzüglich Zinsen.
  • Weiters gewährte Borealis eine Garantie für eine revolvierende Kreditfazilität (RCF), die von Bayport Polymers LLC als Liquiditätsinstrument für die Ausübung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt wurde und zum Jahresende zur Gänze ausgeschöpft war. Der Höchstbetrag der Kreditfazilität beläuft sich auf EUR 181 Mio zuzüglich Zinsen, wovon 50% (EUR 90 Mio zuzüglich Zinsen) von Borealis garantiert wurden, während die verbleibenden EUR 90 Mio zuzüglich Zinsen vom Joint-Venture-Partner TotalEnergies gewährt wurden.
  • Im Jahr 2022 zahlte Bayport Polymers LLC ein Darlehen an den Konzern zurück, das vollständig durch zwei Tranchen von Senior Notes finanziert wurde. Borealis gewährte Bayport Polymers LLC eine Garantie der Muttergesellschaft in Höhe von EUR 588 Mio zuzüglich Zinsen für den gesamten Betrag der Senior Notes. Darüber hinaus hat Borealis im Jahr 2022 eine Garantie der Muttergesellschaft für das Leasing von Eisenbahnwaggons durch Bayport Polymers LLC mit einem maximalen Risiko von EUR 20 Mio (2022: EUR 15 Mio) übernommen.
  • Durch weitere Ziehungen der Darlehen bestanden per 31. Dezember 2023 keine offenen Finanzierungszusagen gegenüber Bayport Polymers LLC (31. Dezember 2022: EUR 46 Mio) und Kilpilahden Voimalaitos Oy (31. Dezember 2022: EUR 10 Mio).
Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis
Bezüge von Führungskräften
Vorstandsbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2023
In EUR Mio
2023
Stern
Florey
Gaso4
van Koten
Vlad8
Gesamt
Kurzfristige Vergütungen
2,16
1,83
1,24
1,31
0,86
7,39
Fixer Bezug (Grundbezug)
0,99
0,81
0,50
0,58
0,53
3,41
Fixer Bezug
(Einmalige Kompensationszahlung)
—
—
0,635
—
0,269
0,89
Variabel
(Barbonifikation)1
1,16
0,97
—
0,70
—
2,83
Sachbezüge2
0,01
0,053
0,116
0,037
0,0710
0,26
Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,25
0,20
0,13
0,14
0,13
0,86
Pensionskassenbeiträge
0,25
0,20
0,13
0,14
0,13
0,86
Anteilsbasierte Vergütungen
0,68
1,04
—
0,31
—
2,04
Variabel (Equity Deferral 2022)
0,68
0,57
—
0,31
—
1,56
Variabel (LTIP 2020)
—
0,48
—
—
—
0,48
Vorstandsbezüge
3,09
3,07
1,37
1,76
0,99
10,28
1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2022, für die der Bonus in 2023 ausbezahlt wurde.
2 Inklusive Auszahlungen in Bar für Zulagen
3 Inklusive Schulkosten und damit verbundene Steuern
4 Berislav Gaso trat dem Vorstand per 1. März 2023 bei.
5 Berislav Gaso erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für verfallene Vergütungen im Geschäftsjahr 2023 in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der MOL Gruppe zur OMV Aktiengesellschaft.
6 Inklusive Umzugs- und Mietkosten sowie damit verbundene Steuern
7 Inklusive PKW-Zulage
8 Daniela Vlad trat dem Vorstand per 1. Februar 2023 bei.
9 Daniela Vlad erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für verfallene Vergütungen im Geschäftsjahr 2023 in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der AkzoNobel N.V. zur OMV Aktiengesellschaft.
10 Inklusive Umzugs- und Mietkosten sowie damit verbundene Steuern
Vorstandsbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2023
In EUR Mio
2023
Pleininger3
Skvortsova5
Seele7
Gangl8
Gesamt
Kurzfristige Vergütungen
1,52
1,04
0,72
—
3,28
Fixer Bezug (Grundbezug)
0,25
0,26
—
—
0,51
Fixer Bezug
(Einmalige Kompensationszahlung)
0,274
—
—
—
0,27
Variabel (Barbonifikation)1
1,00
0,70
0,72
—
2,42
Sachbezüge2
0,00
0,086
—
—
0,08
Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,12
0,07
—
—
0,19
Pensionskassenbeiträge
0,12
0,07
—
—
0,19
Anteilsbasierte Vergütungen
1,26
0,55
2,16
0,44
4,40
Variabel (Equity Deferral 2022)
0,65
0,31
0,32
—
1,27
Variabel (LTIP 2020)
0,61
0,24
1,84
0,44
3,13
Vorstandsbezüge der ehemaligen
Vorstandsmitglieder
2,90
1,66
2,88
0,44
7,87
1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2022, für die der Bonus in 2023 ausbezahlt wurde.
2 Inklusive Auszahlungen in Bar für Zulagen
3 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. April 2023.
4 Johann Pleininger erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für den verkürzten Ausstiegszeitraum für den Zeitraum 1. Mai bis 31. August 2023.
5 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück und ihr Vertrag endete mit 14. Juni 2023.
6 Inklusive Miet- und Beratungskosten und damit verbundenen Steuern
7 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022.
8 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
Vorstandsbezüge
In EUR Mio
2022
Vorstandsmitglieder zum
31. Dezember 2022
Ehemalige
Vorstandsmitglieder
Stern
Pleininger2
Florey
van Koten
Skvortsova4
Seele6
Gangl7
Leitner9
Gesamt
Kurzfristige Vergütungen
1,59
1,47
1,55
0,85
1,16
1,57
0,12
—
8,32
Fixer Bezug (Grundbezug)
0,99
0,75
0,81
0,58
0,58
0,55
—
—
4,25
Variabel (Barbonifikation)1
0,59
0,71
0,69
0,25
0,50
1,02
0,12
—
3,87
Sachbezüge
0,01
0,01
0,053
0,03
0,095
0,01
—
—
0,20
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,25
0,19
0,20
0,14
0,14
0,14
—
—
1,06
Pensionskassenbeiträge
0,25
0,19
0,20
0,14
0,14
0,14
—
—
1,06
Anteilsbasierte
Vergütungen
0,29
1,33
1,03
0,10
0,21
3,13
0,37
0,70
7,16
Variabel (Equity
Deferral 2021)
0,29
0,44
0,34
0,10
0,21
0,43
0,05
—
1,85
Variabel (LTIP 2019)
—
0,90
0,70
—
—
2,70
0,328
0,70
5,31
Vorstandsbezüge
2,12
3,00
2,78
1,10
1,51
4,84
0,49
0,70
16,54
1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2021, für die der Bonus in 2022 ausbezahlt wurde.
2 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück und sein Vertrag endete mit 30. April 2023.
3 Inklusive Schulkosten und damit verbundenen Steuern
4 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück und ihr Vertrag endete mit 14. Juni 2023.
5 Inklusive Miet- und Lagerkosten und damit verbundenen Steuern
6 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022.
7 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
8 Thomas Gangl erhielt darüber hinaus eine Barbonifikation in der Höhe von EUR 0,08 Mio aus dem Senior Management LTIP 2019.
9 Manfred Leitner trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2019 zurück.
Vergütung für leitende Führungskräfte (exkl. Vorstand)1
In EUR Mio
2023
2022
Gehälter und Prämien
28,5
25,1
Pensionskassenbeiträge
1,5
1,4
Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen
2,5
1,1
Anteilsbasierte Vergütungen
6,4
5,8
Sonstige langfristige Vergütungen
0,1
1,2
Vergütung für leitende Führungskräfte (exkl. Vorstand)2
39,0
34,6
1 2023 gab es im Durchschnitt 51 leitende Führungskräfte (2022: 47) basierend auf den einbezogenen Monaten in der Gruppe.
2 2022 inklusive Vergütung von Martijn van Koten in seiner ehemaligen Funktion als Vorstandsmitglied der Borealis Gruppe.

  • Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Straf-Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.
  • Anhangangabe 34 – Anteilsbasierte Vergütungen – enthält Details zu Long Term Incentive Plänen und Equity Deferral.
  • Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen 2023 EUR 1,0 Mio (2022: EUR 1,1 Mio).
38 Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen
  • Die OMV verkauft im Rahmen eines Securitization-Programms Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Carnuntum DAC mit Sitz in Dublin, Irland. Obwohl die OMV weiterhin das Servicing der Forderungen übernimmt, hat die OMV keine Beherrschung über die Carnuntum Ltd. Die OMV führt das Inkasso der Forderungen streng nach der vertraglich vereinbarten Kredit- und Inkassopolitik durch, und alle Entscheidungen in Bezug auf überfällige Forderungen können nur vom Käufer getroffen werden. 2023 hat die OMV Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wert von EUR 6.032 Mio an Carnuntum DAC übertragen (2022: EUR 5.746 Mio).
  • Zum 31. Dezember 2023 wurden von der OMV in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene Seller Participation Notes in Höhe von EUR 137 Mio (2022: EUR 168 Mio) und Complementary Notes an Carnuntum DAC in Höhe von EUR 108 Mio (2022: EUR 105 Mio) gehalten. Das maximale Verlustrisiko aus dem Securitization-Programm zum 31. Dezember 2023 betrug EUR 187 Mio (2022: EUR 196 Mio).
Eine Loss Reserve und eine Beteiligung durch einen Drittinvestor sind gegenüber den Seller Participation Notes nachrangig. Die Complementary Notes sind vorrangig zu den Seller Participation Notes und haben den gleichen Rang wie die durch das Programm ausgegebenen Senior Notes. Das beim OMV Konzern verbleibende Risiko ist nicht signifikant, weshalb die veräußerten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Gänze ausgebucht wurden. Die Forderungen werden zu ihrem Nominalbetrag abzüglich eines Kaufpreisabschlags verkauft. Die Kaufpreisabschläge, die 2023 in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurden, beliefen sich in Summe auf EUR 53 Mio (2022: EUR 37 Mio). Die Zinserträge für die in Carnuntum DAC gehaltenen Notes betrugen 2023 EUR 12 Mio (2022: EUR 5 Mio). Weiters erhielt die OMV ein Serviceentgelt für das Debitorenmanagement der verkauften Forderungen.
39 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
  • Am 31. Jänner 2024, im Anschluss an ein wettbewerbsorientiertes Bieterverfahren, hat die OMV eine Vereinbarung über die Veräußerung ihrer 50% Beteiligung an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. an TotalEnergies Holdings SAS unterzeichnet. Der gesamte zahlungswirksame Kaufpreis beläuft sich auf USD 903 Mio. Dieser Betrag beinhaltet die vollständige Rückzahlung des ausstehenden Gesellschafterdarlehens in Höhe von USD 350 Mio, das von OMV an SapuraOMV gewährt wurde, sowie das Nettoumlaufvermögen und andere Elemente, vorbehaltlich einer Anpassung des zahlungswirksamen Kaufpreises zum Vollzug der Transaktion (Wirtschaftlicher Stichtag 31. Dezember 2022). Der Verkauf wird voraussichtlich gegen Ende des ersten Halbjahrs 2024, insbesondere vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, vollzogen sein. Der verbleibende Anteil von 50% wird von SapuraEnergy gehalten.
40 Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft
Konsolidierungskreisänderungen
Firma
Sitz
Art der Veränderung1
Wirksamkeitsdatum
Chemicals & Materials
Rosier France S.A.S.
Arras
Entkonsolidierung
2. Jänner 2023
Rosier Nederland B.V.
Sas van Gent
Entkonsolidierung
2. Jänner 2023
Rosier S.A.
Moustier
Entkonsolidierung
2. Jänner 2023
BlueAlp Holding B.V.2
Groot-Ammers
Erstkonsolidierung (S)
11. Jänner 2023
Renasci Oostende Holding N.V.
Ostende
Erstkonsolidierung (S)
11. Jänner 2023
Renasci Oostende Recycling N.V.
Ostende
Erstkonsolidierung (S)
11. Jänner 2023
Renasci Oostende SCP N.V.
Ostende
Erstkonsolidierung (S)
11. Jänner 2023
Renasci N.V.
Ostende
Anteilserhöhung3
11. Jänner 2023
Petrogas International B.V.2
Eindhoven
Erstkonsolidierung (S)
11. Jänner 2023
Borealis Agrolinz Melamine Deutschland GmbH
Wittenberg
Entkonsolidierung
5. Juli 2023
Borealis Agrolinz Melamine GmbH
Linz
Entkonsolidierung
5. Juli 2023
Borealis Chimie S.A.S.
Courbevoie
Entkonsolidierung
5. Juli 2023
Borealis L.A.T doo, Beograd
Belgrad
Entkonsolidierung
5. Juli 2023
Borealis L.A.T France S.A.S.
Courbevoie
Entkonsolidierung
5. Juli 2023
Borealis L.A.T GmbH
Linz
Entkonsolidierung
5. Juli 2023
Borealis Produits et Engrais Chimiques du Rhin S.A.S.
Ottmarsheim
Entkonsolidierung
5. Juli 2023
Feboran EOOD
Sofia
Entkonsolidierung
5. Juli 2023
Neochim AD2
Dimitrovgrad
Entkonsolidierung
5. Juli 2023
Kilpilahden Voimalaitos Oy2
Porvoo
Erstkonsolidierung (I)
30. September 2023
Circular Feedstock Walldürn GmbH
Walldürn
Erstkonsolidierung (A)
6. Oktober 2023
Rialti S.p.A.
Taino
Erstkonsolidierung (A)
31. Oktober 2023
Fuels & Feedstock
OMV Renewable Fuels & Feedstock B.V.
Beveren
Erstkonsolidierung
20. April 2023
Avanti Deutschland GmbH
Berchtesgaden
Entkonsolidierung
31. Mai 2023
OMV Switzerland Holding AG
Zug
Entkonsolidierung (I)
30. Juni 2023
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o.
Koper
Entkonsolidierung
30. Juni 2023
Energy
Preussag Energie International GmbH
Burghausen
Entkonsolidierung (I)
30. Juni 2023
POSEIDON EXL 005 ANS4
Lysaker
Erstkonsolidierung
17. Juli 2023
Deeep Tiefengeothermie GmbH4
Wien
Erstkonsolidierung
20. Oktober 2023
Mehreren Segmenten zugeordnet
C2PAT GmbH & Co KG2
Wien
Entkonsolidierung (M)
31. Dezember 2023
1 „Erstkonsolidierung“ verweist auf neu gegründete Gesellschaften, „Erstkonsolidierung (A)“ bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde, „Erstkonsolidierung (S)“ sich auf Gesellschaften bezieht, die aufgrund von Änderungen der Beteiligungsverhältnisse an der Muttergesellschaft in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurden, und Gesellschaften mit „Erstkonsolidierung (I)“ gekennzeichnete Gesellschaften wurden in die Konsolidierung einbezogen, nachdem sie ursprünglich wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert wurden. „Entkonsolidierung“ verweist auf Gesellschaften, die nach einem Verkauf von den Konzernbeteiligungen exkludiert wurden, „Entkonsolidierung (I)“ bezieht sich auf Gesellschaften die aufgrund von Unwesentlichkeit entkonsolidiert wurden und „Entkonsolidierung (M)“ bezieht sich auf Gesellschaften, die nach einer Verschmelzung auf ein anderes Konzernunternehmen entkonsolidiert wurden.
2 (Vormals) at-equity konsolidierte Gesellschaft
3 Der Anteil an Renasci N.V. wurde von 27,42% auf 50,01% erhöht, was zu einer Änderung der Konsolidierungsmethode von At-equity- auf Vollkonsolidierung führte, und in weiterer Folge auf 98,56% erhöht. Infolge der Erhöhung des Anteils wurden außerdem mehrere Unternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen, die in der Tabelle mit „Erstkonsolidierung (S)“ gekennzeichnet sind. Weitere Einzelheiten sind im nachstehenden Abschnitt zu finden.
4 POSEIDON EXL 005 ANS und Deeep Tiefengeothermie GmbH wurden als gemeinschaftliche Tätigkeiten in den Konsolidierungskreis aufgenommen und entsprechend bilanziert.

  • Am 11. Jänner 2023 hat Borealis ihren Anteil an Renasci N.V. (Renasci) von 27,42% auf 50,01% weiter erhöht. Durch den schrittweisen Erwerb hält Borealis die Mehrheit der Anteile, die alle dieselben Rechte haben. Borealis erhielt die Beherrschung und Kontrolle über Renasci, da wesentliche Entscheidungen durch Stimmrechte getroffen werden und durch den Umstand, dass die Vetorechte Schutzrechten gemäß IFRS 10 entsprechen. Somit erhielt Borealis gemäß IFRS 10 Kontrolle über Renasci, was zur Beendigung der at-equity-Methode gemäß IAS 28 und zur Anwendung der Regeln für Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 führte. Am 30. November 2023 hat Borealis einen zusätzlichen Anteil von 48,55% an Renasci erworben, was zu einer Gesamtbeteiligung von 98,56% geführt hat.
  • Weitere Informationen betreffend wesentlicher Veräußerungen sind in der Anhangangabe 4 – Änderungen in der Konzernstruktur – zu finden.
Anzahl der einbezogenen Unternehmen
2023
2022
Vollkonsoli-
dierung
Equity-
konsoli
dierung
Gemein-
schaftliche
Tätitgkeit1
Vollkonsoli-
dierung
Equity-
konsoli
dierung
Gemein-
schaftliche
Tätitgkeit1
1. Jänner
123
23
4
136
22
—
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen
6
3
2
5
3
4
Änderung in der Konsolidierungsart
1
–1
—
—
—
—
Im Berichtsjahr entkonsolidiert
–15
–2
—
–18
–2
—
31. Dezember
115
23
6
123
23
4
davon mit Sitz und Betrieb im Ausland
82
18
5
88
17
4
davon mit Sitz in Österreich und Betrieb im Ausland
10
—
—
10
—
—
1 Bilanzierung des Anteils der OMV an Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen
Liste der Beteiligungen
Register der Tochtergesellschaften, at-equity bewerteten Gesellschaften und anderen Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20%
Obergesell-
schaft
Konsolidie-rungsart1
Anteil der Obergesell-schaft am Kapital in % am 31. Dezember 2023
Anteil der Obergesell-schaft am Kapital in % am 31. Dezember 2022
Chemicals & Materials
AGRIPRODUITS S.A.S., Courbevoie (BAGRFR)
BCHIFR
NC
—
100,00
AZOLOR S.A.S., Bras-sur-Meuse
BCHIFR
NC-I
—
34,00
Bayport Polymers LLC, Pasadena2
BNOVUS
AEJ
50,00
50,00
BlueAlp Holding B.V., Groot-Ammers
BRENBE
AEA
21,25
Borealis AB, Stenungsund (BABSWE)
BSVSWE
C
100,00
100,00
Borealis AG, Wien (BORAAG)
BHOLAT
C
39,00
39,00
OMVRM
32,67
32,67
OMV AG
3,33
3,33
Borealis Agrolinz Melamine Deutschland GmbH, Wittenberg
BORAAG
C
—
100,00
Borealis Agrolinz Melamine GmbH, Linz (BAGMAT)
BORAAG
C
—
100,00
Borealis Antwerpen N.V., Zwijndrecht
BPOBE
C
—
90,00
BORAAG
100,00
10,00
Borealis Argentina SRL, Buenos Aires
BORAAG
NC
98,00
98,00
BSVSWE
2,00
2,00
BOREALIS ASIA LIMITED, Hongkong
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis BoNo Holdings LLC, Houston (BBNHUS)2
BUS
C
100,00
100,00
Borealis Brasil S.A., Itatiba
BORAAG
C
80,00
80,00
BOREALIS CHEMICALS ZA (PTY) LTD, Germiston
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Chile SpA, Santiago
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Chimie S.A.R.L., Casablanca
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Chimie S.A.S., Courbevoie (BCHIFR)
BFR
C
—
100,00
Borealis Circular Solutions Holding GmbH, Wien (BCIRC)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Colombia S.A.S., Bogota
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Compounds Inc., Houston (BCOMUS)
BUS
C
100,00
100,00
Borealis Denmark ApS, Kopenhagen
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Digital Studio B.V., Zaventem
BORAAG
NC
100,00
90,00
BPOBE
—
10,00
Borealis Financial Services N.V., Mechelen
BORAAG
C
100,00
100,00
BSVSWE
—
0,00
Borealis France S.A.S., Courbevoie (BFR)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Group Services AS, Bamble
BABSWE
C
100,00
100,00
Borealis Insurance A/S (captive insurance company),
Kopenhagen
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis ITALIA S.p.A., Monza
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Kallo N.V., Kallo
BORAAG
C
100,00
0,06
BPOBE
—
99,94
Borealis L.A.T Belgium B.V., Beringen
BLATAT
NC
—
100,00
Borealis L.A.T Bulgaria EOOD, Sofia
BLATAT
NC
—
100,00
Borealis L.A.T Czech Republic s.r.o., Budweis
BLATAT
NC
—
100,00
Borealis L.A.T doo, Beograd, Belgrad
BLATAT
C
—
100,00
Borealis L.A.T France S.A.S., Courbevoie
BFR
C
—
100,00
Borealis L.A.T GmbH, Linz (BLATAT)
BORAAG
C
—
100,00
Borealis L.A.T Greece Single Member P.C., Athen
BLATAT
NC
—
100,00
Borealis L.A.T Hrvatska d.o.o., Klisa
BLATAT
NC
—
100,00
Borealis L.A.T Hungary Kft., Budapest
BLATAT
NC
—
100,00
Borealis L.A.T Italia s.r.l., Mailand
BORAAG
NC
—
100,00
Borealis L.A.T Polska Sp. z o.o., Warschau
BLATAT
NC
—
100,00
Borealis L.A.T Romania s.r.l., Bukarest
BLATAT
NC
—
100,00
Borealis L.A.T Slovakia s.r.o., Chotin
BLATAT
NC
—
100,00
Borealis México, S.A. de C.V., Mexico-Stadt
BORAAG
NC
100,00
100,00
BCOMUS
0,00
0,00
Borealis Middle East Holding GmbH, Wien (BORMEH)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Plasticos, S.A. de C.V., Mexico-Stadt
BORAAG
NC
100,00
100,00
BABSWE
—
0,00
BCOMUS
0,00
Borealis Plastik ve Kimyasal Maddeler Ticaret Limited Sirketi,
Istanbul
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Plastomers B.V., Geleen
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Poliolefinas da América do Sul Ltda., Itatiba
BORAAG
NC
99,99
99,99
BSVSWE
0,01
0,01
Borealis Polska Sp. z o.o., Warschau
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Polymere GmbH, Burghausen (BPODE)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Polymers N.V., Beringen (BPOBE)
BORAAG
C
100,00
100,00
BSVSWE
—
0,00
Borealis Polymers Oy, Porvoo
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Polyolefine GmbH, Schwechat (BPOAT)
BORAAG
C
100,00
100,00
BSVSWE
0,00
0,00
Borealis Polyolefins d.o.o., Zagreb
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Polyolefins S.R.L., Bukarest
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Polyolefins s.r.o., Bratislava
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Produits et Engrais Chimiques du Rhin S.A.S.,
Ottmarsheim
BFR
C
—
100,00
Borealis Química España S.A., Barcelona
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis RUS LLC, Moskau
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis s.r.o., Prag
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Services S.A.S., Paris
BFR
NC
100,00
100,00
Borealis Sverige AB, Stenungsund (BSVSWE)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Technology Oy, Porvoo
BORAAG
C
100,00
100,00
BOREALIS UK LTD, Manchester
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis USA Inc., Houston (BUS)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borouge 4 LLC, Abu Dhabi
BORMEH
AEJ
40,00
40,00
Borouge PLC, Abu Dhabi (BOROLC)
BORMEH
AEJ
36,00
36,00
Borouge Pte. Ltd., Singapur
BOROLC
AEJ
84,75
84,75
BORMEH
15,25
15,25
Chemiepark Linz Betriebsfeuerwehr GmbH, Linz
BAGMAT
NC-I
—
47,50
Circular Feedstock Walldürn GmbH, Walldürn3
OMVD
C
89,90
DYM SOLUTION CO., LTD, Cheonan
BORAAG
C
100,00
99,75
Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH , Wildon
BORAAG
C
100,00
100,00
EPS Ethylen-Pipeline-Süd Geschäftsführungs GmbH, München
OMVD
NC-I
15,46
15,46
BPODE
7,73
7,73
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München
OMVD
AEA
20,66
20,66
BPODE
10,33
10,33
Etenförsörjning i Stenungsund AB, Stenungsund
BABSWE
C
80,00
80,00
Feboran EOOD, Sofia (BFEBGR)
BORAAG
C
—
100,00
Franciade Agrifluides S.A.S. (FASA), Blois
BCHIFR
NC-I
—
40,00
BAGRFR
—
9,98
Hallbar Kemi i Stenungsund, Stenungsund
BABSWE
NC-I
20,00
20,00
Industrins Räddningstjänst i Stenungsund AB, Stenungsund
BABSWE
NC-I
25,00
25,00
KB Munkeröd 1:72, Stenungsund
BABSWE
NC
100,00
100,00
BSVSWE
0,00
0,00
Kilpilahden Voimalaitos Oy, Porvoo4
BORAAG
AEA
20,00
20,00
mtm compact GmbH, Niedergebra
BORAAG
C
100,00
100,00
mtm plastics GmbH, Niedergebra
BORAAG
C
100,00
100,00
Neochim AD, Dimitrovgrad
BFEBGR
AEA
—
20,30
Novealis Holdings LLC, Houston (BNOVUS)
BBNHUS
C
50,00
50,00
BSBHUS
50,00
50,00
OMV Borealis Holding GmbH, Wien (BHOLAT)
OMVRM
C
100,00
100,00
Petrogas International B.V., Eindhoven
BRENBE
AEA
25,00
PetroPort Holding AB, Stenungsund
BABSWE
AEJ
50,00
50,00
Recelerate GmbH, Herborn
BORAAG
NC-I
50,00
50,00
Renasci N.V., Ostende (BRENBE)4
BCIRC
C
98,56
27,42
Renasci Oostende Holding N.V., Ostende (BRHOBE)
BRENBE
C
100,00
Renasci Oostende Recycling N.V., Ostende
BRHOBE
C
100,00
Renasci Oostende SCP N.V., Ostende
BRHOBE
C
100,00
Rialti S.p.A., Taino
BORAAG
C
100,00
Rosier France S.A.S., Arras
BROSBE
C
—
100,00
Rosier Nederland B.V., Sas van Gent
BROSBE
C
—
100,00
Rosier S.A., Moustier (BROSBE)
BORAAG
C
—
98,09
Société d'Intérêt Collectif Agricole Laignes Agrifluides (SICA Laignes Agrifluides), Monéteau
BCHIFR
NC-I
—
39,97
BAGRFR
—
9,93
Société d'Intérêt Collectif Agricole par Actions Simplifiée
de Gouaix (SICA de Gouaix), Paris
BCHIFR
NC-I
—
25,00
BLATAT
—
0,00
Star Bridge Holdings LLC, Port Murray (BSBHUS)2
BUS
C
100,00
100,00
STOCKAM G.I.E., Grand-Quevilly
BCHIFR
NC
—
99,00
BAGRFR
—
1,00
Fuels & Feedstock
Abu Dhabi Oil Refining Company, Abu Dhabi
OMVRM
AEA
15,00
15,00
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi (ADPINV)
OMVRM
AEJ
25,00
25,00
ADNOC Global Trading LTD , Abu Dhabi
OMVRM
AEA
15,00
15,00
Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien
OMVRM
NC-I
33,33
33,33
Autobahn - Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien
OMVRM
NC-I
47,19
47,19
Avanti Deutschland GmbH, Berchtesgaden
OMVRM
C
—
100,00
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH in Liqu., Wien5
OMVRM
NC-I
26,00
26,00
BTF Industriepark Schwechat GmbH, Schwechat
BPOAT
NC
50,00
50,00
OMVRM
50,00
50,00
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München
OMVD
AEA
32,26
32,26
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest
OHUN
C
100,00
100,00
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach6
OMVRM
AEA
55,60
55,60
GENOL Gesellschaft m.b.H., Korneuburg
OMVRM
AEA
29,00
29,00
KSW Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien (SWJS)
OMVRM
NC
—
100,00
KSW Elektro- und Industrieanlagenbau Gesellschaft m.b.H.,
Feldkirch
SWJS
NC-I
—
25,10
OMV - International Services Ges.m.b.H., Wien
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV BULGARIA OOD, Sofia
PETROM
C
99,90
99,90
OMVRM
0,10
0,10
OMV Česká republika, s.r.o., Prag
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Deutschland Services GmbH, Burghausen (OMVDS)
OMVD
C
100,00
100,00
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság,
Budapest (OHUN)
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV PETROM Aviation S.R.L., Otopeni
PETROM
C
100,00
100,00
ROMAN
0,00
0,00
OMV Petrom Biofuels SRL, Bukarest
PETROM
C
25,00
75,00
OMVRM
75,00
25,00
OMV PETROM MARKETING SRL, Bukarest (ROMAN)
PETROM
C
100,00
100,00
OMV Refining & Marketing Middle East & Asia GmbH, Wien
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Renewable Fuels & Feedstock B.V., Beveren
OMVRM
C
100,00
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o.,
Koper
OMVRM
C
—
92,25
OMV Slovensko s.r.o., Bratislava
OMVRM
C
99,96
99,96
OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad
PETROM
C
99,96
99,96
OMVRM
0,04
0,04
OMV Supply & Trading Italia S.r.l., Triest
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Supply & Trading Limited, London (OTRAD)
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD., Singapur
OTRAD
NC
100,00
100,00
OMV Switzerland Holding AG, Zug4
OGI
NC
100,00
100,00
Pak-Arab Refinery Limited, Karachi
ADPINV
AEJ
40,00
40,00
Petrom-Moldova S.R.L., Kischinau
PETROM
C
100,00
100,00
Routex B.V., Amsterdam
OMVRM
NC-I
20,00
20,00
Salzburg Fuelling GmbH, Salzburg4
OMVRM
NC-I
50,00
33,33
Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest
OMVRM
AEA
32,26
32,26
SuperShop Marketing Korlátolt Felelősségű Társaság, Budapest
OHUN
NC-I
50,00
50,00
TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg
OMVD
NC-I
33,33
33,33
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H.,
Matrei in Osttirol
OMVRM
AEA
32,26
32,26
Energy
Central European Gas Hub AG, Wien (HUB)
OGI
C
65,00
65,00
Deeep Tiefengeothermie GmbH, Wien
OGEO
PC
49,00
EEX CEGH Gas Exchange Services GmbH, Wien
HUB
AEA
49,00
49,00
Energy Infrastructure Limited, Wellington
NZEA
C
100,00
100,00
Energy Petroleum Holdings Limited, Wellington
NZEA
C
100,00
100,00
Energy Petroleum Investments Limited, Wellington
NZEA
C
100,00
100,00
Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG, Bonn
OGSG
AEA
39,99
39,99
JSC GAZPROM YRGM Development, Sankt Petersburg7
OMVEP
NC-I
—
—
OJSC Severneftegazprom, Krasnoselkup
OMVEP
NC-I
24,99
24,99
OMV (Berenty) Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV (Mandabe) Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV (NAMIBIA) Exploration GmbH, Wien
ONAFRU
NC
100,00
100,00
OMV (NORGE) AS, Stavanger (ONOR)
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Abu Dhabi E&P GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Abu Dhabi Offshore GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Abu Dhabi Production GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth (OAUST)
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA)
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Austria Geothermal GmbH, Wien (OGEO)
OGREEN
C
100,00
100,00
OMV Barrow Pty Ltd, Perth
OAUST
NC
100,00
100,00
OMV Beagle Pty Ltd, Perth
OAUST
NC
100,00
100,00
OMV Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wien
OMV AG
NC
100,00
100,00
OMV Bina Bawi GmbH, Wien
PETEX
NC
100,00
100,00
OMV Block 70 Upstream GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Croatia Geothermal GmbH, Wien
OGREEN
NC
100,00
OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Enerji Ticaret Anonim Şirketi, Istanbul8
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP)
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas
OMVEP
NC
—
100,00
OMV Gas Logistics Holding GmbH, Wien (OGI)
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading Belgium, Brüssel
ECOGAS
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading Deutschland GmbH, Düsseldorf
ECOGAS
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading GmbH, Wien (ECOGAS)
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading Hungária Kft., Budapest
ECOGAS
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading Italia S.r.l., Mailand
ECOGAS
NC
100,00
100,00
OMV Gas Marketing Trading & Finance B.V., Amsterdam
OFS
C
100,00
100,00
OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln (OGSG)
OMVDS
C
100,00
100,00
OMV Gas Storage GmbH, Wien
OGI
C
100,00
100,00
OMV Gaz Iletim A.S., Istanbul8
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Green Energy GmbH, Wien (OGREEN)
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Jardan Block 3 Upstream GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Maurice Energy GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Middle East & Africa GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Myrre Block 86 Upstream GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA)
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV NZ Production Limited, Wellington
NZEA
C
100,00
100,00
OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Offshore (Namibia) GmbH, Wien (ONAFRU)
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Offshore Bulgaria GmbH, Wien
PETROM
C
100,00
100,00
OMV Offshore Morondava GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Oil Exploration GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Oil Production GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Orient Hydrocarbon GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Orient Upstream GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien (PETEX)
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Petroleum Pty Ltd, Perth
NZEA
NC
100,00
100,00
OMV PETROM E&P BULGARIA S.R.L., Bukarest
PETROM
C
100,00
100,00
OMV Petrom Energy Solution SRL, Bukarest
PETROM
NC
100,00
OMV PETROM GEORGIA LLC, Tiflis
PETROM
C
100,00
100,00
OMV Proterra GmbH, Wien
OEPA
NC
100,00
100,00
OMV Russia Upstream GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Upstream International GmbH, Wien (OUPI)
OMVEP
C
100,00
100,00
Pearl Petroleum Company Limited, Road Town
OUPI
AEA
10,00
10,00
PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Burghausen
OMVEP
NC
100,00
100,00
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas
PETROM
NC
100,00
99,99
POSEIDON EXL 005 ANS, Lysaker
ONOR
PC
50,00
Preussag Energie International GmbH, Burghausen4
OMVEP
NC
100,00
100,00
S. PARC FOTOVOLTAIC ISALNITA S.A., Târgu Jiu
PETROM
PC
50,00
50,00
S. PARC FOTOVOLTAIC ROVINARI EST S.A., Târgu Jiu
PETROM
PC
50,00
50,00
S. PARC FOTOVOLTAIC TISMANA 1 S.A., Târgu Jiu
PETROM
PC
50,00
50,00
S. SOLARIST TISMANA 2 S.A., Târgu Jiu
PETROM
PC
50,00
50,00
SapuraOMV Block 30, S. de R.L. de C.V., Mexico-Stadt
SEUPMY
C
99,00
99,00
SEMXMY
1,00
1,00
SapuraOMV Upstream (Americas) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEAMMY)
SEUPMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Australia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEAUMY)
SEOCMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Holding) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEUPMY)
SOUPMY
C
100,00
100,00
SAPURAOMV UPSTREAM (MALAYSIA) SDN. BHD.,
Kuala Lumpur
SEUPMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Mexico) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEMXMY)
SEAMMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (NZ) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SENZMY)
SEOCMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Oceania) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEOCMY)
SEUPMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Sarawak) Inc., Nassau
SEUPMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Western Australia) Pty Ltd, Perth
SEAUMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream JV Sdn. Bhd., Kuala Lumpur
SENZMY
NC
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SOUPMY)
OMVEP
C
50,00
50,00
Konzernbereich & Sonstiges
ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII,
Bukarest
PETROM
NC-I
20,00
20,00
Diramic Insurance Limited, Gibraltar
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien
SNO
C
100,00
100,00
OMV Finance Services GmbH, Wien (OFS)
SNO
C
100,00
100,00
OMV Finance Services NOK GmbH, Wien
SNO
C
100,00
100,00
OMV Finance Solutions USD GmbH, Wien
SNO
C
100,00
100,00
OMV Insurance Broker GmbH in Liqu., Wien5
OMV AG
NC
100,00
100,00
OMV International Oil & Gas GmbH, Baar
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV Petrom Global Solutions SRL, Bukarest
SNO
C
75,00
75,00
PETROM
25,00
25,00
OMV Solutions GmbH, Wien (SNO)
OMV AG
C
100,00
100,00
PETROMED SOLUTIONS SRL, Bukarest
PETROM
C
100,00
100,00
Mehreren Segmenten zugeordnet9
C2PAT GmbH & Co KG, Wien
BORAAG
AEJ
—
25,00
OMVRM
—
25,00
C2PAT GmbH, Wien
BORAAG
AEJ
25,00
25,00
OMVRM
25,00
25,00
OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD)
OMVRM
C
90,00
90,00
OMV AG
10,00
10,00
OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG,
Burghausen10
OMVD
C
99,99
99,99
OMVDS
0,01
0,01
OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG, Burghausen
OMVD
C
99,99
99,99
OMVDS
0,01
0,01
OMV Downstream GmbH, Wien (OMVRM)
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV PETROM SA, Bukarest (PETROM)
OMV AG
C
51,16
51,16
1 Konsolidierungsart:
C Verbundene einbezogene Unternehmen
AEA Assoziierte Unternehmen at-equity bewertet
AEJ Gemeinschaftsunternehmen at-equity bewertet
PC Gemeinschaftliche Tätigkeit; Konsolidierung des Anteils der OMV an Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen
NC-I Sonstige, nicht konsolidierte Beteiligungen; assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist
NC Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind
2 Eingetragen in Wilmington
3 Wirtschaftlicher Anteil 100,00%
4 Konsolidierungsart wurde im Vergleich zu 2022 geändert.
5 Der eingetragene Name der Gesellschaft wurde nach Einleitung der Liquidation geändert.
6 Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung mittels Vollkonsolidierung, sondern at-equity bilanziert, da kein Beherrschungsverhältnis vorliegt.
7 Wirtschaftlicher Anteil 99,99%
8 Segmentzuordnung wurde im Vergleich zu 2022 geändert.
9 In der Segmentberichterstattung den jeweiligen Segmenten zugeordnet
10 Die OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG, Burghausen, Deutschland, machte im Geschäftsjahr 2023 von den Befreiungsvorschriften für die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, Prüfung und Offenlegung nach § 264b HGB i.V.m. § 325 HGB Gebrauch. Die Befreiung der Gesellschaft wird unter Bezugnahme auf diese Vorschriften und unter Angabe des Mutterunternehmens im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Bei den nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 1% der Konzernwerte liegen.
Wesentliche gemeinschaftliche Tätigkeiten (IFRS 11)
Name
Tätigkeit
Sitz
% Anteile 31.12.2023
% Anteile 31.12.2022
Nafoora – Augila1
Onshore-Entwicklung von Kohlenwasserstoffen
Libyen
100
100
Concession 1031
Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Libyen
100
100
Pohokura
Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen
Neuseeland
74
74
Neptun Deep
Offshore-Exploration und Entwicklung von Kohlenwasserstoffen
Rumänien
50
50
Nawara
Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Tunesien
50
50
1 Die OMV hält 100% der Second Party Beteiligung. Der libyschen staatlichen Ölgesellschaft (NOC) stehen 88–90% der Produktion zu („primary split“).
Anteile an anderen wesentlichen Tätigkeiten
Name
Tätigkeit
Sitz
% Anteile 31.12.2023
% Anteile 31.12.2022
NC 1151
Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen
Libyen
30
30
NC 1861
Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen
Libyen
24
24
SK 4082
Offshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen
Malaysia
40
40
Aasta Hansteen
Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen
Norwegen
15
15
Edvard Grieg
Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen
Norwegen
20
20
Gullfaks
Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen
Norwegen
19
19
Sarb & Umm Lulu
Offshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen
Abu Dhabi
20
20
Ghasha
Offshore-Exploration und Entwicklung von Kohlenwasserstoffen
Abu Dhabi
5
5
1 Die OMV hält 100% der Second Party Beteiligung. Der libyschen staatlichen Ölgesellschaft NOC stehen 88–90% der Produktion zu („primary split“).
2 SK408 ist Teil der Veräußerungsgruppe SapuraOMV, die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurde.
Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
  • Rumänien und Schwarzes Meer
  • Bulgarien, Kasachstan (bis Mai 2021) und Rumänien
  • Österreich
  • Österreich
  • Russland
  • Russland (bis Februar 2022)
  • Nordsee
  • Norwegen
  • Mittlerer Osten und Afrika
  • Iran (Evaluierung ausgesetzt), Region Kurdistan im Irak, Libyen, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate, Jemen
  • Neuseeland und Australien
  • Australien und Neuseeland
  • Malaysia
  • SapuraOMV2
1 Die Regionen Mittel- und Osteuropa (beinhaltet Rumänien und Schwarzes Meer sowie Österreich) und Asien-Pazifik (beinhaltet Neuseeland und Australien sowie Malaysia) laut Lagebericht werden für diese Angabe weiter untergliedert, um die Informationen detaillierter darzustellen.
2 Beinhaltet nicht nur Malaysia, sondern auch die Tochtergesellschaften der SapuraOMV in Neuseeland, Australien und Mexiko.
Akquisitionen
Veräußerungen und Entkonsolidierung
Zu Veräußerungszwecken gehalten
Nicht beherrschende Anteile
At-equity bewertete Beteiligungen
Weitere Informationen zu wesentlichen Auswirkungen
Tabellen
a) Aktivierte Kosten
Aktivierte Kosten – Tochtergesellschaften
In EUR Mio
2023
2022
2021
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven
1.197
1.811
2.137
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven
29.501
28.240
27.611
Gesamt
30.698
30.051
29.749
Kumulierte Abschreibungen
–20.009
–19.411
–18.136
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibungen)
10.689
10.640
11.613
Aktivierte Kosten – at-equity bewertete Beteiligungen
In EUR Mio
2023
2022
2021
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven
146
151
164
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven
314
292
477
Gesamt
460
443
641
Kumulierte Abschreibungen
–193
–76
–99
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibungen)
267
367
542
b) Kosten der Periode
Kosten der Periode
In EUR Mio
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2023
Tochterunternehmen
Anschaffungskosten
für nicht sichere
Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Explorationskosten
35
61
—
62
28
25
38
248
Entwicklungskosten
338
40
—
168
252
71
154
1.024
Kosten der Periode
373
101
—
231
280
96
191
1.272
At-equity bewertete
Beteiligungen
—
—
—
—
33
—
—
33
2022
Tochterunternehmen
Anschaffungskosten
für nicht sichere
Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Explorationskosten
35
24
—
59
10
26
48
202
Entwicklungskosten
327
21
—
159
171
188
102
969
Kosten der Periode
362
45
—
219
181
214
150
1.171
At-equity bewertete
Beteiligungen
—
—
2
—
27
—
—
29
2021
Tochterunternehmen
Anschaffungskosten
für nicht sichere
Reserven
1
—
—
0
—
—
1
3
Explorationskosten
41
6
—
81
25
26
30
210
Entwicklungskosten
265
38
—
243
165
102
39
852
Kosten der Periode
307
44
—
324
191
128
70
1.065
At-equity bewertete
Beteiligungen
—
—
62
—
21
—
—
83
c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
In EUR Mio
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2023
Tochterunternehmen
Umsatz mit Dritten1
6
1
—
979
635
218
268
2.107
Konzerninterner
Umsatz
2.452
418
—
1.064
1.646
231
—
5.812
2.458
419
—
2.044
2.282
450
268
7.920
Produktionsaufwand
–575
–94
—
–197
–181
–83
–18
–1.148
Förderzinsabgaben
–501
–84
—
—
–283
–46
–10
–925
Explorationsaufwand2
–23
–8
—
–60
–16
–8
–107
–222
Abschreibungen,
Wertminderungen und
Wertaufholungen
–475
–97
—
–333
–168
–214
–72
–1.358
Sonstige Kosten3
–14
–17
—
–116
–50
–15
–19
–231
–1.587
–300
—
–707
–698
–367
–226
–3.884
Ergebnis vor Steuern
871
119
—
1.337
1.584
83
42
4.036
Ertragsteuern4
–124
–42
—
–1.063
–1.273
–23
–16
–2.542
Operatives Ergebnis
aus der Öl- und
Gasproduktion
746
76
—
274
311
60
26
1.493
Ergebnis aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
—
—
—
—
–72
—
—
–72
2022
Tochterunternehmen
Umsatz mit Dritten1
5
–32
206
1.394
931
225
302
3.032
Konzerninterner
Umsatz
3.281
959
—
3.530
1.927
236
—
9.933
3.286
927
206
4.924
2.858
461
302
12.965
Produktionsaufwand
–512
–91
—
–183
–183
–87
–16
–1.071
Förderzinsabgaben
–1.102
–182
—
—
–312
–46
–21
–1.663
Explorationsaufwand2
–28
–12
—
–118
2
–53
–41
–250
Abschreibungen,
Wertminderungen und
Wertaufholungen
–845
–43
–12
–416
–424
46
–91
–1.785
Sonstige Kosten3
–65
–15
–60
–131
–64
–2
–22
–359
–2.552
–344
–72
–848
–980
–142
–191
–5.128
Ergebnis vor Steuern
734
583
135
4.077
1.878
319
111
7.837
Ertragsteuern4
–121
–229
–28
–3.274
–1.553
–83
–34
–5.322
Operatives Ergebnis
aus der Öl- und
Gasproduktion
613
354
107
803
325
237
77
2.516
Ergebnis aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
—
—
3
—
56
—
—
59
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
In EUR Mio
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2021
Tochterunternehmen
Umsatz mit Dritten1
22
–649
562
876
556
279
239
1.884
Konzerninterner
Umsatz
1.845
432
—
1.345
1.018
122
—
4.762
1.868
–218
562
2.221
1.574
400
239
6.646
Produktionsaufwand
–477
–78
—
–144
–146
–81
–24
–950
Förderzinsabgaben
–404
–66
—
—
–135
–39
–13
–658
Explorationsaufwand2
–43
–5
—
–108
–43
–18
–65
–281
Abschreibungen,
Wertminderungen und
Wertaufholungen
–499
–102
–70
–381
–246
–127
–101
–1.526
Sonstige Kosten3
–70
–14
–329
–132
–25
–5
–21
–597
–1.493
–265
–399
–766
–596
–270
–223
–4.012
Ergebnis vor Steuern
375
–483
163
1.455
979
130
15
2.635
Ertragsteuern4
–59
121
–27
–981
–750
–38
–6
–1.740
Operatives Ergebnis
aus der Öl- und
Gasproduktion
316
–362
135
475
229
92
10
895
Ergebnis aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
—
—
24
—
31
—
—
55
1 Enthält Hedging-Effekte aus Derivaten; die Region Österreich enthält Hedging-Effekte zentral gesteuerter Derivate (2023: null, 2022: EUR –33 Mio, 2021: EUR –675 Mio)
2 Enthält Wertminderungen betreffend Exploration und Evaluierung
3 Enthält Bestandsveränderungen von Vorräten
4 Ertragsteuern in den Regionen Nordsee und Mittlerer Osten und Afrika enthalten Körperschaftsteuern und „Special Petroleum Taxes“. 2023 und 2022 enthielten die Ertragssteuern in Österreich den EU Solidaritätsbeitrag.
d) Öl- und Gasreserven
Erdöl und NGL
in Mio bbl
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – Tochterunternehmen
1. Jänner 2021
298,8
34,0
—
44,5
270,2
8,0
5,7
661,2
Revision früherer
Schätzungen
4,2
1,0
—
17,2
30,3
7,6
4,9
65,2
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf von
Reserven
–21,4
—
—
—
—
—
–2,4
–23,8
Erweiterungen
und Neufunde
0,3
—
—
—
—
0,8
—
1,0
Produktion
–23,0
–3,6
—
–15,3
–24,8
–3,5
–1,7
–71,9
31. Dezember 2021
258,8
31,4
—
46,4
275,7
12,9
6,5
631,7
Revision früherer
Schätzungen
–8,4
1,9
—
15,8
32,3
1,1
0,4
43,1
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf von
Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Erweiterungen
und Neufunde
0,1
—
—
—
—
—
—
0,1
Produktion
–20,9
–3,3
—
–14,7
–27,3
–3,0
–0,6
–69,9
31. Dezember 2022
229,6
30,0
—
47,6
280,6
11,0
6,2
605,0
Revision früherer
Schätzungen
–1,6
0,7
—
6,9
89,9
0,6
2,1
98,6
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf von
Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Erweiterungen
und Neufunde
0,3
—
—
—
—
—
—
0,3
Produktion
–20,0
–3,0
—
–13,4
–29,1
–3,6
–0,7
–69,7
31. Dezember 2023
208,3
27,7
—
41,1
341,5
8,0
7,6
634,2
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven - At-equity bewertete Beteiligungen
31. Dezember 2021
—
—
—
—
17,5
—
—
17,5
31. Dezember 2022
—
—
—
—
16,0
—
—
16,0
31. Dezember 2023
—
—
—
—
15,1
—
—
15,1
Sichere, entwickelte Reserven - Tochterunternehmen
31. Dezember 2021
234,2
31,4
—
40,7
189,2
6,0
1,6
503,2
31. Dezember 2022
206,6
30,0
—
39,4
234,5
9,2
1,7
521,4
31. Dezember 2023
187,6
27,7
—
32,8
252,4
8,0
1,4
509,8
Sichere, entwickelte Reserven - at-equity bewertete Beteiligungen
31. Dezember 2021
—
—
—
—
14,7
—
—
14,7
31. Dezember 2022
—
—
—
—
15,4
—
—
15,4
31. Dezember 2023
—
—
—
—
13,4
—
—
13,4
Erdgas
in bcf
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – Tochterunternehmen
1. Jänner 2021
940,7
155,3
—
383,6
82,4
195,3
376,3
2.133,6
Revision früherer
Schätzungen
76,2
17,7
—
7,8
80,7
115,3
212,0
509,6
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf
–22,3
—
—
—
—
—
–9,1
–31,5
Erweiterungen und
Neufunde
1,5
—
—
—
—
15,4
—
17,0
Produktion
–130,6
–20,6
—
–102,3
–17,3
–51,8
–64,5
–387,0
31. Dezember 2021¹
865,5
152,4
—
289,2
145,8
274,2
514,7
2.241,7
Revision früherer
Schätzungen
68,1
15,2
—
144,4
–1,3
9,0
–7,9
227,6
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf
—
—
—
—
—
—
—
—
Erweiterungen und
Neufunde
1,6
—
—
—
—
—
—
1,6
Produktion
–122,0
–19,7
—
–102,2
–14,7
–47,1
–60,0
–365,6
31. Dezember 2022¹
813,2
147,9
—
331,4
129,8
236,1
446,8
2.105,2
Revision früherer
Schätzungen
464,3
13,7
—
37,0
195,5
–36,5
56,2
730,1
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf
—
—
—
—
—
—
—
—
Erweiterungen und
Neufunde
4,9
—
—
—
—
—
—
4,9
Produktion
–115,7
–18,0
—
–84,5
–13,6
–53,8
–57,9
–343,6
31. Dezember 2023¹
1.166,8
143,6
—
283,9
311,7
145,7
445,0
2.496,7
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen
31. Dezember 2021
—
—
1.167,1
—
369,2
—
—
1.536,4
31. Dezember 2022
—
—
—
—
303,6
—
—
303,6
31. Dezember 2023
—
—
—
—
292,5
—
—
292,5
Sichere, entwickelte Reserven – Tochterunternehmen
31. Dezember 2021
779,5
84,0
—
287,0
62,5
115,4
291,9
1.620,2
31. Dezember 2022
723,4
80,3
—
290,8
39,9
195,9
228,9
1.559,1
31. Dezember 2023
628,0
76,0
—
246,8
35,0
145,7
158,5
1.290,0
Sichere, entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen
31. Dezember 2021
—
—
1.090,7
—
278,9
—
—
1.369,7
31. Dezember 2022
—
—
—
—
288,3
—
—
288,3
31. Dezember 2023
—
—
—
—
259,3
—
—
259,3
1 Inklusive rund 67,6 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs
e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
In EUR Mio
Tochterunternehmen und at-equity bewertete Beteiligungen
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2023
Tochterunternehmen
Zukünftige Mittelzuflüsse
30.238
3.656
—
6.457
28.233
1.170
2.256
72.011
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben
–13.937
–2.276
—
–2.397
–8.842
–1.412
–622
–29.486
Zukünftige Entwicklungsausgaben
–3.184
–378
—
–512
–1.901
–86
–71
–6.131
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern
13.117
1.002
—
3.549
17.491
–327
1.563
36.395
Zukünftige Ertragsteuern
–1.857
–129
—
–3.265
–12.340
168
–461
–17.884
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert
11.260
873
—
284
5.150
–159
1.103
18.511
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows
–4.546
–422
—
–11
–2.582
169
–297
–7.689
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
6.714
451
—
273
2.568
10
806
10.821
At-equity bewertete
Beteiligungen
—
—
—
—
475
—
—
475
2022
Tochterunternehmen
Zukünftige Mittelzuflüsse
29.864
7.435
—
14.937
26.611
2.051
2.248
83.145
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben
–15.951
–2.766
—
–2.711
–7.771
–1.829
–690
–31.718
Zukünftige Entwicklungsausgaben
–1.424
–246
—
–631
–890
–222
–213
–3.626
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern
12.489
4.422
—
11.594
17.950
0
1.345
47.800
Zukünftige Ertragsteuern
–1.724
–1.028
—
–10.465
–13.283
132
–380
–26.748
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert
10.765
3.394
—
1.129
4.667
132
965
21.053
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows
–4.718
–1.815
—
–184
–1.547
213
–296
–8.347
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
6.048
1.579
—
945
3.120
345
669
12.705
At-equity bewertete
Beteiligungen
—
—
—
—
451
—
—
451
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
In EUR Mio
Tochterunternehmen und at-equity bewertete Beteiligungen
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2021
Tochterunternehmen
Zukünftige Mittelzuflüsse
17.585
3.336
2.625
5.608
16.545
1.905
1.433
49.038
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben
–9.221
–1.612
–2.148
–2.293
–5.419
–1.647
–490
–22.831
Zukünftige Entwicklungsausgaben
–1.422
–246
—
–281
–776
–380
–257
–3.362
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern
6.942
1.479
477
3.034
10.350
–122
685
22.845
Zukünftige Ertragsteuern
–577
–264
–97
–2.541
–6.893
116
–175
–10.432
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert
6.366
1.214
380
493
3.457
–6
510
12.413
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows
–3.089
–630
–71
–109
–1.100
175
–216
–5.040
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
3.276
584
309
384
2.357
169
294
7.373
At-equity bewertete
Beteiligungen
—
—
187
—
336
—
—
523
f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
In EUR Mio
2023
2022
2021
Tochterunternehmen
1. Jänner
12.705
7.373
3.987
Verkauf von gefördertem Öl und Gas in der laufenden Periode abzüglich dazugehöriger Produktionsausgaben
–7.049
–4.102
–2.262
Nettoveränderung Preise und Produktionskosten für künftige Perioden
–6.538
13.243
8.231
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen
—
—
–67
Nettoveränderung aufgrund von Erweiterungen und neuen Funden
32
7
5
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode
823
895
657
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und
Rekultivierungskosten in der Periode
–1.912
–344
–269
Revision früherer Schätzungen
4.239
4.507
1.854
Zuwachs aus der Diskontierung
1.146
671
341
Nettoveränderung der Ertragsteuern (inkl. Steuereffekte aus Zukäufen
und Verkäufen)
7.539
–9.593
–4.935
Sonstiges1
–165
48
–168
31. Dezember
10.821
12.705
7.373
At-equity bewertete Beteiligungen
475
451
523
1 Enthält Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR. 2022 war von der Entkonsolidierung der russischen Aktivitäten beeinflusst.
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
Executive Vice President Fuels & Feedstock
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials
  • Berislav Gaso e.h.
Executive Vice President Energy
Lagebericht
Geschäftsverlauf 2023
Eigene Anteile

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)
7.a) Da das von der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 geschaffene genehmigte Kapital am 14. Mai 2019 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 29. September 2020 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand, bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital der OMV mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung
(i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder
(ii) der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient.
Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben.
7.b) In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wur-de der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogramme, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
Am 7. Dezember 2015 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio:
(i) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1, mit einem erstmöglichen Kündigungstag im Jahr 2021, wurden gekündigt und zu ihrem Nennbetrag (zuzüglich Zinsen) am 30. November 2021 zurückgezahlt.
(ii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht, verzinst.
Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Am 19. Juni 2018 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Die Hybridschuldverschreibungen werden bis zum 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Von 19. Juni 2024 (einschließlich) bis 19. Juni 2028 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 19. Juni 2028 (einschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 19. Juni eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Am 1. September 2020 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.250 Mio in zwei Tranchen (Tranche 1: EUR 750 Mio; Tranche 2: EUR 500 Mio) mit folgender Verzinsung:
(iii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 werden bis zum 1. September 2026 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 1, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,500% verzinst. Vom ersten Resettermin (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht.
(iv) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 1. September 2029 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Vom 1. September 2029 (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht.
Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 1. September eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Die zum 31. Dezember 2023 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der OMV unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständigen Zinsen zur Zahlung fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels, zum Beispiel, hat die OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, andernfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
Nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 243b Unternehmensgesetzbuch (UGB)
Risikomanagement
Risikomanagement-Governance
Als integraler Bestandteil des Aufsichtsrats überwacht der Prüfungsausschuss gewissenhaft die Umsetzung und Wirksamkeit unserer Risikomanagementprozesse. Durch die Nutzung der Expertise des Prüfungsausschusses und laufende Fortbildungsmaßnahmen verstärkt der Aufsichtsrat sein Engagement für eine solide Risikosteuerung.
Der Vorstand ergreift eine proaktive Haltung, um die Risikomanagementprozesse der OMV zu überwachen und zu verbessern sowie eine starke Risikokultur im gesamten OMV Konzern sicherzustellen. Ein funktionsübergreifender Ausschuss bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements und unter der Leitung des:der CFO – das Risk Committee – stellt sicher, dass wesentliche Risiken innerhalb des Konzerns im Rahmen des Risikomanagementprozesses effektiv erfasst und gesteuert werden. Der OMV Konzern verfügt über eine wirksame, eigenständige zentrale Risikomanagementfunktion innerhalb des CFO-Bereichs, die direkt an den Vorstand berichtet und von den Geschäftsfeldern unabhängig ist.

Management der finanziellen Risiken
Management von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Risiken im Zusammenhang mit EU-Emissionsberechtigungen
Zinsrisikomanagement
Kreditrisikomanagement
Operative Risiken
Projektrisiken
Die OMV kann operativen, politischen, technologischen und anderen Risiken ausgesetzt sein, die sich ihrem eigenen Einfluss und dem ihrer Vertragsunternehmen entziehen, was den Fortschritt der Projekte der OMV verzögern oder behindern kann.
So kann beispielsweise die Durchführung großer Onshore- und Offshore-Projekte in Rumänien, Norwegen und den VAE durch Änderungen des jeweiligen regulatorischen oder steuerlichen Rahmens, durch die Nichtverfügbarkeit von Vertragsunternehmen oder den Mangel an qualifiziertem Personal beeinträchtigt werden. Projektkosten können durch Preisinflation, Arbeitskräftemangel oder die Unterbrechung bzw. Neuorganisation von Lieferketten negativ beeinflusst werden. Projekte können insbesondere in den Bereichen Recycling sowie nachhaltige Kraftstoffe und Rohstoffe von einer unzureichenden Verfügbarkeit der benötigten Ausgangsstoffe, der Unfähigkeit einer kommerziellen Nutzung neuer Technologien oder mangelnder regulatorischer Klarheit betroffen sein. Vor allem in neuen Geschäftsbereichen investiert die OMV unter Umständen häufiger über Partnerschaften und Joint Ventures, wodurch das Unternehmen erhöhten Governance- und Kreditrisiken ausgesetzt sein kann, die die Projektabwicklung unter Umständen negativ beeinflussen. Jedes dieser Risiken kann erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Ertrags- und Finanzlage der OMV haben.
ESG-Risiko
In Bezug auf Nachhaltigkeit legt die OMV besonderes Augenmerk auf fünf Schwerpunktbereiche: Klimawandel, Management natürlicher Ressourcen, Menschen, ethische Geschäftspraktiken sowie Gesundheit, Arbeitsschutz und Sicherheit.
Die Geschäftstätigkeit der OMV hat Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter:innen und die Anrainergemeinden der Standorte, an denen wir vertreten sind. Als Unterzeichnerin des United Nations Global Compact befolgt die OMV den Prozess der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht, der die Bewertung der Menschenrechtsrisiken im Zusammenhang mit unseren aktuellen und zukünftigen Geschäftsaktivitäten sowie das Ergreifen von Risikomanagementmaßnahmen umfasst. Bei diesem fortlaufenden Prozess wird auf externe Ressourcen und Fachkenntnisse zurückgegriffen, und externe Stakeholder:innen, insbesondere die betroffenen Gruppen, werden einbezogen.
IT-Risiken
Strategische Risiken
Geopolitische und regulatorische Risiken
Die OMV beobachtet die geopolitischen Entwicklungen aufmerksam, insbesondere den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie mögliche zusätzliche Sanktionen und Gegensanktionen, die sich daraus ergeben könnten, aber auch die jüngsten Angriffe auf Israel, die Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Region und der potenziellen Auswirkungen auf die geschäftlichen Aktivitäten der OMV aufgeworfen haben. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Geschäftstätigkeit der OMV in der MENA-Region bislang von diesen Entwicklungen unberührt geblieben ist.
Das Unternehmen prüft regelmäßig die Auswirkungen möglicher weiterer Eskalationen auf seine Geschäftstätigkeit. Zum Beispiel könnten anhaltende und/oder zunehmende Unterbrechungen der russischen Rohstofflieferungen nach Europa zu einem weiteren Anstieg der europäischen Energiepreise führen. Sanktionen gegen Russland und von Russland verhängte Gegensanktionen könnten zu weiteren Störungen in den globalen Lieferketten und Engpässen führen – beispielsweise bei Energieprodukten, Rohstoffen, Agrarprodukten und Metallen – was wiederum einen weiteren Anstieg der Betriebskosten zur Folge hätte.
Makroökonomische Risiken
Risiken in Verbindung mit dem Klimawandel
Risiken in Verbindung mit der Unternehmenstransformation
Die Transformation der OMV zu einer führenden Anbieterin von nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien sowie nachhaltigen Energielösungen ist von einer Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Zu diesen Risiken gehören die Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter:innen, Technologie- und Scale-up-Risiken, die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe in ausreichender Qualität und Quantität sowie Governance-Risiken im Zusammenhang mit Joint Ventures und Partnerschaften.
Personalrisiken
Nachhaltigkeit & HSSE (Gesundheit, Sicherheit und Umwelt)
Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sind für die OMV zentrale Werte. Die Integrität der Betriebsanlagen der OMV, Schadenverhütung, proaktives Risikomanagement und Umweltschutz sind entscheidend für die Verwirklichung der HSSE-Mission der OMV: „Committed to Zero Harm – Protect People, Environment, and Assets“.
Forschung und Entwicklung

Ausblick
Marktumfeld
Konzern
Chemicals & Materials
Die organischen Investitionen im Bereich Chemicals & Materials werden für 2024 auf rund EUR 1,0 Mrd prognostiziert (2023: EUR 1,2 Mrd).
Fuels & Feedstock
Die organischen Investitionen im Bereich Fuels & Feedstock werden 2024 voraussichtlich rund EUR 0,8 Mrd betragen (2023: EUR 1,0 Mrd).
Energy
Wien, am 5. März 2024
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
Executive Vice President Fuels & Feedstock
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials
  • Berislav Gaso e.h.
Executive Vice President Energy
Bestätigungsvermerk19
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
OMV Aktiengesellschaft, Wien,
Grundlage für das Prüfungsurteil
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen
Das Risiko für den Jahresabschluss
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Sonstiger Sachverhalt
Sonstige Informationen
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Urteil
Erklärung
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Jahresabschluss
zum 31. Dezember 2023
Bilanz Aktiva
Anhangangabe
in EUR
in EUR
1.000
2023
2022
A.
Anlagevermögen
1
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Rechte
14.667.233
16.117
2.
geleistete Anzahlungen
177.200
530
14.844.433
16.647
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten auf fremden Grund
15.951
976
2.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
11.317.057
9.420
11.333.008
10.397
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
13.019.781.909
13.173.471
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
2.562.165.537
4.058.759
3.
Wertpapiere des Anlagevermögens
4.506.435
4.506
4.
sonstige Ausleihungen
20.354
39
15.586.474.234
17.236.775
15.612.651.676
17.263.820
B.
Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
380.000
—
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
—
—
2.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
1.573.288.758
3.478.078
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
—
—
3.
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
73.651.537
21.665
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
—
—
1.647.320.295
3.499.744
II.
Wertpapiere und Anteile
1.
sonstige Wertpapiere
244.550.076
273.375
III.
Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten
1.658.306.939
2.570.616
3.550.177.311
6.343.734
C.
Rechnungsabgrenzungsposten
25.151.538
29.727
D.
Aktive latente Steuern
3
2.393.847
4.484
19.190.374.372
23.641.765

Bilanz Passiva
Anhangangabe
in EUR
in EUR
1.000
2023
2022
A.
Eigenkapital
4
I.
eingefordertes und eingezahltes Grundkapital
übernommenes Grundkapital
327.272.727
327.273
Nennbetrag eigener Anteile
–142.007
–202
327.130.720
327.071
II.
Kapitalrücklagen
1.
gebundene
1.749.677.316
1.748.013
2.
nicht gebundene
333.728
334
1.750.011.044
1.748.347
III.
Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen
13.808.980
11.890
IV.
Gewinnrücklagen
1.
freie Rücklagen
2.722.151.936
2.722.342
2.
Rücklage für eigene Anteile
142.007
202
2.722.293.943
2.722.544
V.
Bilanzgewinn
1.813.316.667
1.994.496
davon Gewinnvortrag
342.485.861
251.327
6.626.561.353
6.804.348
B.
Rückstellungen
5
1.
Rückstellungen für Abfertigungen
10.939.935
11.361
2.
Rückstellungen für Pensionen
59.796.067
64.628
3.
Steuerrückstellungen
56.854.352
26.015
4.
sonstige Rückstellungen
48.833.134
73.411
176.423.487
175.415
C.
Verbindlichkeiten
6
1.
Anleihen
8.250.000.000
9.500.000
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
500.000.000
1.250.000
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
7.750.000.000
8.250.000
2.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
154.044.802
100.043
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
54.044.802
43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
100.000.000
100.000
3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
36.369.635
38.476
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
36.369.635
38.476
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
—
—
4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3.695.823.017
6.658.040
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
3.695.823.017
6.658.040
5.
sonstige Verbindlichkeiten
251.152.077
365.444
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
235.231.022
345.476
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
15.921.055
19.968
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
4.521.468.477
8.292.035
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
7.865.921.055
8.369.968
12.387.389.532
16.662.002
19.190.374.372
23.641.765
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhangangabe
in EUR
in EUR 1.000
2023
2022
1.
Umsatzerlöse
7
268.857.279
246.608
2.
sonstige betriebliche Erträge
8
a)
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
9.425.768
799
b)
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
950.275
3.224
c)
übrige
1.102.006
546
11.478.048
4.568
3.
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
Herstellungsleistungen
9
a)
Materialaufwand
–325.876
–368
b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen
–62.881.402
–59.933
–63.207.278
–60.302
4.
Personalaufwand
10
a)
Gehälter
–131.031.777
–115.145
b)
soziale Aufwendungen
–37.030.156
–43.931
davon Aufwendungen für Altersversorgung
–9.414.915
–18.355
aa)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
–2.584.756
–3.843
bb)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
–23.736.586
–20.633
–168.061.933
–159.076
5.
Abschreibungen
a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
–9.151.767
–17.325
davon außerplanmäßige Abschreibung
–303.516
–5.994
6.
sonstige betriebliche Aufwendungen
11
a)
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag fallen
–1.183.385
–960
b)
übrige
–87.740.910
–78.115
–88.924.296
–79.075
7.
Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (operatives Ergebnis)
–49.009.946
–64.602
8.
Erträge aus Beteiligungen
1.587.990.404
2.688.614
davon aus verbundenen Unternehmen
1.584.788.749
2.683.480
9.
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
191.246.552
175.920
davon aus verbundenen Unternehmen
191.182.156
175.909
10.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
594.586.557
728.808
davon aus verbundenen Unternehmen
375.681.927
238.800
11.
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
—
3.418
davon aus Zuschreibungen
—
3.142
12.
Aufwendungen aus Finanzanlagen
–159.895.404
–731.407
davon Abschreibungen
–159.891.279
–125.260
davon aus verbundenen Unternehmen
–159.895.404
–731.407
13.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
–788.011.336
–1.012.459
davon betreffend verbundene Unternehmen
–229.032.270
–229.694
14.
Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzerfolg)
12
1.425.916.773
1.852.894
15.
Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 7 und Z 14)
1.376.906.827
1.788.292
16.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13
93.923.979
–45.122
davon latente Steuern
–2.202.949
–1.830
17.
Jahresüberschuss
1.470.830.806
1.743.169
18.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
342.485.861
251.327
19.
Bilanzgewinn
1.813.316.667
1.994.496
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Kategorie
Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände
4-5 Jahre
Bauten auf fremden Grundstücken
10-15 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen
4-10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4-10 Jahre
Anteilsbasierte Vergütungen
Long Term Incentive (LTI) Pläne
Long Term Incentive Pläne
Plan 2023
Plan 2022
Plan 2021
Plan 2020
Planbeginn
01.01.2023
01.01.2022
01.01.2021
01.01.2020
Ende Leistungszeitraum
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2023
31.12.2022
Anspruchstag
31.03.2026
31.03.2025
31.03.2024
31.03.2023
Aktienbesitzerfordernis
Vorstandsvorsitzender
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Stellvertretender Vorstands-
vorsitzender
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Andere Vorstandsmitglieder
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Führungskräfte
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
Erwartete Aktien zum
31. Dezember 2023 (OMV Konzern)
357,842
287,735
501,677
—
Maximale Aktien zum
31. Dezember 2023 (OMV Konzern)
761,728
674,776
794,894
—
Beizulegender Zeitwert des
Plans (in EUR 1.000) zum
31. Dezember 2023 ¹ (OMV Konzern)
13.823
11.400
20.127
—
Rückstellungen (in EUR
1.000) zum 31. Dezember
2023
544
1.930
5.706
—
1 Exklusive Lohnnebenkosten
Equity Deferral
Die folgende Tabelle bezieht sich auf den OMV Konzern:
In Aktien gehaltenes Eigeninvestment1
31.12.2023
Aktive Vorstandsmitglieder
Stern
24.434
Florey
49.930
van Koten
4.385
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Pleininger2
14.933
Skvortsova3
6.636
Seele4
12.190
Gangl5
16.680
Vorstände gesamt
129.188
Andere Führungskräfte gesamt
255.539
Eigeninvestment gesamt
384.727
1 In Aktien gehaltenes Eigeninvestment bezieht sich auf noch laufende LTI Pläne sowie auf Equity Deferral, sofern diese Aktien auf dem OMV Treuhanddepot gehalten werden.
2 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück.
3 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück.
4 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück.
5 Thomas Gangl nahm als Vorstandsmitglied am LTIP 2020 teil. In 2021 hat er sowohl als Vorstandsmitglied als auch als Führungskraft teilgenommen. Er trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
Gesamte Aufwendungen
2023 wurden folgende Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen erfasst:
Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen
In EUR 1.000
20231
20221
Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen
5.310
7.119
davon in bar ausgezahlt
1.486
3.323
davon Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
3.824
3.796
1 davon sind TEUR 950 (2022: TEUR 1.585) in der Position Erträge aus Auflösung von Rückstellungen enthalten
Erläuterungen zur Bilanz
1 Anlagevermögen
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
In EUR 1,000
2023
2022
Im nächsten Jahr
265
440
In den nächsten fünf Jahren
827
969
Ausleihungen
In EUR 1,000
2023
2022
Inland
OMV Exploration & Production GmbH
1.962.166
3.325.203
OMV Finance Services GmbH
—
733.556
OMV Downstream GmbH
600.000
—
Erste gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH
20
39
Gesamt
2.562.186
4.058.798
2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In EUR 1,000
2023
2022
≤1 Jahr
>1 Jahr
≤1 Jahr
>1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
380
—
—
—
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
1.573.289
—
3.478.078
—
davon aus Lieferungen und Leistungen
24.601
—
32.645
—
davon aus Finanzierung
49.887
—
699.537
—
davon aus Gewinnübernahmen
1.040.869
—
2.142.235
—
davon sonstige
457.932
—
603.662
—
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
73.652
—
21.665
—
Gesamt
1.647.320
—
3.499.744
—
3 Latente Steuern
4 Eigenkapital
Eigene Anteile
In EUR 1,000
Anzahl der Aktien
Anschaffungswert
Stand 1.1.2022
261.326
2.879
Abgang
–59.652
–655
Stand 31.12.2022
201.674
2.224
Abgang
–59.667
–655
Stand 31.12.2023
142.007
1.569
Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile
Anzahl der Aktien
Eigene Anteile
Im Umlauf
befindliche Anteile
Stand 1.1.2022
327.272.727
261.326
327.011.401
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
—
–59.652
59.652
Stand 31.12.2022
327.272.727
201.674
327.071.053
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
—
–59.667
59.667
Stand 31.12.2023
327.272.727
142.007
327.130.720
5 Rückstellungen
Entwicklung leistungsorientierter Pläne und Jubiläumsgeldverpflichtungen
In EUR 1,000
2023
2022
Pensions-
pläne
Abferti-
gung
Jubiläums-
geld
Pensions-
pläne
Abferti-
gung
Jubiläums-
geld
Barwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung
115.858
—
—
114.085
—
—
Marktwert des Planvermögens
–56.062
—
—
–49.457
—
—
Rückstellung der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung
59.796
—
—
64.628
—
—
Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung
—
10.940
8.458
—
11.361
7.139
Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung
—
10.940
8.458
—
11.361
7.139
Rückstellung zum 1.1.
64.628
11.361
7.138
52.482
10.965
5.586
Periodenaufwand
3.237
855
1.168
12.346
2.053
1.815
Fondsdotierung
–8.069
—
—
–199
—
—
Auszahlungen
—
–1.485
–242
—
–1.373
–173
Konzernübertrag
—
209
394
—
–284
–89
Rückstellung zum 31.12.
59.796
10.940
8.458
64.628
11.361
7.139
Zinsaufwand
1.398
115
95
1.248
90
66
Laufender Dienstzeitaufwand
—
371
496
—
355
393
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen
–1.415
—
—
–1.514
—
—
Realisierung versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–)
3.254
369
577
12.612
1.608
1.356
Periodenaufwand
3.237
855
1.168
12.346
2.053
1.815
Annahmen zur Berechnung
2023
2022
Pensions-
pläne
Abferti-
gungen
Jubiläen
Pensions-
pläne
Abferti-
gungen
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz
1,53%
1,60%
1,60%
1,25%
1,10%
1,35%
Gehaltstrend
—
5,25%1
5,25%1
—
4,90%1
4,90%1
Pensionstrend
2,25%2
—
—
2,60%2
—
—
Langfristige Planvermögensrendite
5,00%
—
—
3,00%
—
—
1 zusätzliche Erhöhung um 5,25% (2022: 5,10%) im ersten Jahr
2 zusatzliche Erhöhung um 6% (2022: keine zusätzliche Erhöhung) im ersten Jahr
Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember
2023
2022
VRG IV
Österreich
VRG VI
Österreich
VRG IV
Österreich
VRG VI
Österreich
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere
18,04%
18,08%
22,93%
23,48%
Schuldverschreibungen
52,53%
52,27%
46,17%
44,37%
Liquide Mittel und Geldmarktveranlagungen
7,41%
7,30%
6,65%
6,62%
Sonstige
22,02%
22,35%
24,25%
25,53%
Gesamt
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
Sonstige Rückstellungen
In EUR 1,000
2023
2022
Personalrückstellungen
48.659
45.084
Übrige Rückstellungen
174
28.327
Gesamt
48.833
73.411
6 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
In EUR 1,000
2023
2022
≤1 Jahr
>1 Jahr
≤1 Jahr
>1 Jahr
Anleihen
500.000
7.750.000
1.250.000
8.250.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
54.045
100.000
43
100.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
36.370
—
38.476
—
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
3.695.823
—
6.658.040
—
davon aus Lieferungen und Leistungen
2.881
—
1.413
—
davon aus Finanzierung
1.897.847
—
4.365.888
—
davon aus Cash Pooling
1.564.119
—
1.189.238
—
davon aus Verlustübernahmen
—
—
606.147
—
davon sonstige
230.976
—
495.354
—
Sonstige Verbindlichkeiten
235.231
15.921
345.476
19.968
davon aus Steuern
165.084
—
273.705
—
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (inklusive Personallösungen)
7.525
15.910
7.245
19.758
Gesamt
4.521.468
7.865.921
8.292.035
8.369.968
Begebene Anleihen
Nominale
Kupon
Begebung
Rückzahlung
Internationale Industrieanleihe
EUR 500.000.000
1.50% fix
April 2020
09.04.2024
EUR 500.000.000
0.00% fix
Juli 2019
03.07.2025
EUR 1.000.000.000
1.00% fix
Dezember 2017
14.12.2026
EUR 750.000.000
3.50% fix
September 2012
27.09.2027
EUR 500.000.000
2.00% fix
April 2020
09.04.2028
EUR 500.000.000
1.875% fix
Dezember 2018
04.12.2028
EUR 750.000.000
0.75% fix
Juni 2020
16.06.2030
EUR 750.000.000
2.375% fix
April 2020
09.04.2032
EUR 500.000.000
1.00% fix
Juli 2019
03.07.2034
Hybridanleihe
EUR 750.000.000
Dezember 2015
EUR 500.000.000
Juni 2018
EUR 750.000.000
September 2020
EUR 500.000.000
September 2020
Gesamt
EUR 8.250.000.000
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
7 Umsatzerlöse
Umsatzerlöse
In EUR 1,000
2023
2022
Inland
220.029
202.230
Ausland
48.829
44.378
Gesamt
268.857
246.608
8 Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Erträge
In EUR 1,000
2023
2022
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
9.426
799
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
950
3.224
Übrige
1.102
546
Gesamt
11.478
4.568
9 Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
In EUR 1,000
2023
2022
Materialaufwand
326
368
Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen
62.881
59.933
Gesamt
63.207
60.302
10 Personalaufwand
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie Altersversorgung
In EUR 1,000
2023
2022
Aufwendungen für Abfertigungen
907
2.357
Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
1.677
1.485
Beitragsorientierter Pensionsaufwand
4.696
4.385
Leistungsorientierter Pensionsaufwand
4.719
13.970
Gesamt
12.000
22.198
Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung
In EUR 1,000
2023
2022
Abferti-
gungen
Pensions-
pläne
Abferti-
gungen
Pensions-
pläne
Vorstände und ehemalige Vorstände
209
982
218
1.062
Leitende Angestellte
152
422
295
422
Andere Arbeitnehmer
1.854
4.757
1.722
4.259
Versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–)
369
3.254
1.608
12.612
11 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In EUR 1,000
2023
2022
Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 (Steuern vom Einkommen und Ertrag) fallen
1.183
960
Übrige
87.741
78.115
Gesamt
88.924
79.075
In der Position Steuern sind zum Großteil Gebühren für die Finanzmarktaufsicht enthalten. Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: Konzernverrechnungen von TEUR 20.663 (2022: TEUR 19.206), Werbeaufwand TEUR 9.318 (2022: TEUR 9.363), Rechts- und Beratungskosten TEUR 31.567 (2022:TEUR 26.872), Mietaufwand TEUR 2.486 (2022: 3.615), Versicherungsaufwand TEUR 3.069 (2022: TEUR 2.042), Nachrichtenaufwand TEUR 5.805 (2022: TEUR 5.865), Personalbeistellungen TEUR 1.198 (2022: TEUR 1.695), Reiseaufwand TEUR 2.147 (2022: TEUR 1.144) und Instandhaltungsaufwand TEUR 1.612 (2022: TEUR 1.361).
12 Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis
13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Steuern vom Einkommen und Ertrag
2023
2022
Laufende Steuern
–96.127
43.293
davon
Dotierung Rückstellung für zukünftige Steuerumlagezahlungen für österreichische Gruppenmitglieder
5.834
—
Steuerumlage Gruppenmitglieder
–117.928
84.442
Körperschaftsteueraufwand Gruppe
25.220
–2.186
Steuerumlage Gruppenmitglieder aus Vorjahren
–9.253
–38.963
Latente Steuern
2.203
1.830
Gesamt
–93.924
45.122
Ergänzende Angaben
14 Zinsmanagement und Derivate
Währungsderivate: Forwards
In EUR 1,000
2023
2022
Beizulegender
Zeitwert
Beizulegender
Zeitwert
Nominale
aktiv
passiv
Bilanz-
ansatz
Nominale
aktiv
passiv
Bilanz-
ansatz
EUR/CZK
24 052
115
–114
–
25 464
73
–72
–
EUR/GBP
11 073
51
–50
–
97 214
967
–962
–
EUR/HUF
127 150
273
–269
–
128 032
1 413
–1.410
–
EUR/RON
15 702
1
–1
–
8 762
15
–15
–
EUR/USD
53 713
289
–286
–
143 013
640
–634
–
USD/CZK
577
–
–
–
370
1
–1
–
USD/NOK
–
–
–
–
93 756
68
–69
–
USD/RON
57 617
265
–263
–
105 027
360
–380
–
Gesamt
289.884
994
–984
—
601.637
3.537
–3.543
—
Währungsderivate: FX Swaps
In EUR 1,000
2023
2022
Nominale
Beizulegender Zeitwert
Bilanzansatz
Nominale
Beizulegender Zeitwert
Bilanzansatz
FX Swap EUR-CZK
8.128
38
—
10.322
–45
–45
FX Swap EUR-HUF
42.160
164
—
72.909
–1.897
–1.897
FX Swap EUR-NOK
591.642
13.331
–158
2.490.418
–25.328
–25.941
FX Swap EUR-AUD
—
—
—
18.816
–30
–30
FX Swap USD-NOK
212.809
9.698
—
—
—
—
FX Swap EUR-NZD
—
—
—
7.779
–40
–40
FX Swap EUR-GBP
1.840
–1
–1
—
—
—
FX Swap EUR-USD
—
—
—
159.756
–360
–360
15 Organe, Arbeitnehmer, Related Parties
Durchschnitt
2023
2022
Angestellte
917
871
Gesamt
917
871
Vorstandsbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2023
In EUR 1.000
2023
Stern
Florey
Gaso4
van Koten
Vlad8
Gesamt
Kurzfristige Vergütungen
2.160
1.828
1.239
1.306
857
7.389
Fixer Bezug (Grundbezug)
990
810
504
575
527
3.406
Fixer Bezug
(Einmalige Kompensationszahlung)
—
—
6275
—
2649
891
Variabel
(Barbonifikation)1
1.160
967
—
702
—
2.828
Sachbezüge2
10
513
1086
297
6610
264
Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
248
203
129
144
134
857
Pensionskassenbeiträge
248
203
129
144
134
857
Anteilsbasierte Vergütungen
683
1.043
—
310
—
2.036
Variabel (Equity Deferral 2022)
683
567
—
310
—
1.560
Variabel (LTIP 2020)
—
476
—
—
—
476
Vorstandsbezüge
3.091
3.073
1.368
1.760
991
10.282
1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2022, für die der Bonus in 2023 ausbezahlt wurde.
2 Inklusive Auszahlungen in Bar für Zulagen
3 Inklusive Schulkosten und damit verbundene Steuern
4 Bersilav Gaso trat dem Vorstand per 1.März 2023 bei.
5 Bersilav Gaso erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für verfallene Vergütungen im Geschäftsjahr 2023 in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der MOL Gruppe zur OMV Aktiengesellschaft.
6 Inklusive Umzugs- und Mietkosten sowie damit verbundene Steuern
7 Inklusive PKW-Zulage
8 Daniela Vlad trat dem Vorstand per 1.Februar 2023 bei.
9 Daniela Vlad erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für verfallene Vergütungen im Geschäftsjahr 2023 in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der AkzoNobel N.V. zur OMV Aktiengesellschaft.
10 Inklusive Umzugs- und Mietkosten sowie damit verbundene Steuern
Vorstandsbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2023
In EUR 1.000
2023
Pleininger3
Skvortsova5
Seele7
Gangl8
Gesamt
Kurzfristige Vergütungen
1.524
1.039
716
—
3.279
Fixer Bezug (Grundbezug)
250
262
—
—
511
Fixer Bezug
(Einmalige Kompensationszahlung)
2684
—
—
—
268
Variabel (Barbonifikation)1
1.002
702
716
—
2.420
Sachbezüge2
4
756
—
—
79
Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
121
72
—
—
192
Pensionskassenbeiträge
121
72
—
—
192
Anteilsbasierte Vergütungen
1.260
546
2.160
436
4.402
Variabel (Equity Deferral 2022)
645
310
316
—
1.272
Variabel (LTIP 2020)
615
236
1.844
436
3.131
Vorstandsbezüge ehemaliger
Vorstandsmitglieder
2.905
1.657
2.876
436
7.874
1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2022, für die der Bonus in 2023 ausbezahlt wurde.
2 Inklusive Auszahlungen in Bar für Zulagen
3 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. April 2023.
4 Johann Pleininger erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für den verkürzten Ausstiegszeitraum für den Zeitraum 1. Mai bis 31. August 2023.
5 Elena Skortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück, und ihr Vertrag endete mit 14. Juni 2023.
6 Inklusive Miet- und Beratungskosten und damit verbundenen Steuern
7 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022.
8 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
Vorstandsbezüge
In EUR 1,000
2022
Vorstandsmitglieder
zum 31. Dezember 2022
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Stern
Pleininger2
Florey
van Koten
Skvortsova4
Seele6
Gangl7
Leitner9
Gesamt
Kurzfristige
Vergütungen
1.588
1.474
1.546
853
1.162
1.573
123
—
8.319
Fixer Bezug
(Grundbezug)
990
750
810
575
575
549
—
—
4.250
Variabel (Barbonifikation)1
588
712
687
249
498
1.017
123
—
3.874
Sachbezüge
10
13
493
29
895
6
—
—
195
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
248
188
203
144
144
138
—
—
1.063
Pensionskassen-
beiträge
248
188
203
144
144
138
—
—
1.063
Anteilsbasierte
Vergütungen
285
1.335
1.032
105
209
3.125
371
697
7.159
Variabel (Equity
Deferral 2021)
285
436
335
105
209
427
51
—
1.848
Variabel (LTIP 2019)
—
899
697
—
—
2.698
3198
697
5.311
Vorstandsbezüge
2.121
2.997
2.781
1.102
1.515
4.835
493
697
16.540
1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2021, für die der Bonus in 2022 ausbezahlt wurde.
2 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück und sein Vertrag endete mit 30. April 2023.
3 Inklusive Schulkosten und damit verbundenen Steuern
4 Elena Skortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück und ihr Vertrag endete mit 14. Juni 2023.
5 Inklusive Miet- und Lagerkosten und damit verbundenen Steuern
6 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022.
7 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
8 Thomas Gangl erhielt darüber hinaus eine Barbonifikation in der Höhe von TEUR 83 aus dem Senior Management LTIP 2019.
9 Manfred Leitner trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2019 zurück.
Bezüglich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer verweisen wir auf den OMV Konzernabschluss.
16 Haftungsverhältnisse gemäß § 199 und sonstige Verpflichtungen gemäß § 237 UGB
Haftungsverhältnisse
In EUR 1,000
2023
2022
Garantien
3.006.611
3.551.544
davon für verbundene Unternehmen
3.006.399
3.551.332
17 Vorschlag zur Gewinnverteilung
18 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Direkte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20%
Direkte Beteiligungen
Währung
Eigenkapital
31.12.2023
Jahresüber-
schuss/
Jahresfehl-
betrag 2023
Anteil am
Kapital in %
Inland
OMV Exploration & Production GmbH, Wien1
in EUR 1.000
3.204.567
1.468.455
100
OMV Gas Logistics Holding GmbH, Wien1
in EUR 1.000
96.152
107.810
100
OMV Insurance Broker GmbH in Liqu., Wien
in EUR 1.000
—
—
—
OMV Downstream GmbH, Wien1
in EUR 1.000
7.333.700
1.555.336
100
OMV Solutions GmbH, Wien1
in EUR 1.000
397.709
–14.277
100
OMV Beteiligungsverwaltungs GmbH, Vienna1
in EUR 1.000
35
—
100
Ausland
Diramic Insurance Limited, Gibraltar
in EUR 1.000
108.713
3.509
100
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth1
in AUD 1.000
–169.316
519
100
OMV International Oil & Gas GmbH, Zug2
in CHF 1.000
1.596
231
100
OMV PETROM SA, Bukarest
in RON Mio.
37.930
3.944
51,16
1 Gruppenmitglied gemäß § 9 KStG
2 Werte aus 2022
Aufsichtsrat
Lutz Feldmann
Mark Garrett
Edith Hlawati
Saeed Al Mazrouei
Alyazia Ali Al Kuwaiti
Stefan Doboczky
Karl Rose
Elisabeth Stadler
Jean-Baptiste Renard
Robert Stajic
Gertrude Tumpel-Gugerell
Vom Betriebsrat delegiert:
Alexander Auer
Angela Schorna
Mario Mayrwöger (bis 31. Mai 2023)
Nicole Schachenhofer
Hubert Bunderla
Alfred Redlich (seit 31. Mai 2023)
Präsidial- und Nominierungsausschuss:
Prüfungsausschuss:
Portfolio- und Projektausschuss:
Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss:
Vergütungsausschuss:
Vorstand
Alfred Stern
Reinhard Florey
Martijn van Koten
Daniela Vlad
Berislav Gaso
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
Executive Vice President Fuels & Feedstock
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials
  • Berislav Gaso e.h.
Executive Vice President Energy
Anlagespiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB
Entwicklung der Anschaffungskosten
In EUR 1,000
Stand
01.01.2023


Zugänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
48.923
2.8451
Geleistete Anzahlungen
530
—
49.453
2.845
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grund
2.710
—
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
24.744
6.454
27.454
6.454
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
17.491.270
6.200
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
4.058.759
622.699
Wertpapiere des Anlagevermögens
4.506
—
Sonstige Ausleihungen
1.686
—
21.556.221
628.899
21.633.128
638.198
1 Inklusive von verbundenen Unternehmen übernommene Vermögenswerte: TEUR Nul (2022: TEUR 17) Immaterielle Vermögensgegenstände

Umbuchungen
Abgang
Stand
31.12.2023
Abschreibungen
31.12.2023
(kumuliert)
Bilanzwert
31.12.2023
Bilanzwert
31.12.2022

–200
3.278
48.290
33.623
14.667
16.117
353
177
—
177
530
–200
3.631
48.467
33.623
14.844
16.647
—
—
615
2.095
2.079
16
976
200
4.702
26.696
15.378
11.318
9.420
200
5.317
28.791
17.457
11.334
10.397
—
—
35
17.497.435
4.477.653
13.019.782
13.173.471
—
2.119.292
2.562.166
—
2.562.166
4.058.759
—
—
4.506
—
4.506
4.506
—
1.665
20
—
20
39
—
2.120.992
20.064.127
4.477.653
15.586.474
17.236.775
—
2.129.940
20.141.385
4.528.733
15.612.652
17.263.820
Entwicklung der Abschreibungen
In EUR 1,000
01.01.2023
Plan-
mäßige
Abschrei-
bungen
Außerplan-
mäßige
Abschrei-
bungen
Zuschrei-
bungen
Abgang
31.12.2023
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
32.806
3.772
304
—
3.259
33.623
Sachanlagen
—
—
—
—
—
—
Grundstücke und Bauten auf
fremden Grund
1.734
349
—
—
4
2.079
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
15.323
4.728
—
—
4.673
15.378
17.057
5.077
—
—
4.677
17.457
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
4.317.799
—
159.854
—
—
4.477.653
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
—
—
—
—
—
—
Wertpapiere des
Anlagevermögens
—
—
—
—
—
—
Sonstige Ausleihungen
1.646
—
—
—
1.646
—
4.319.445
—
159.854
—
1.646
4.477.653
4.369.308
8.849
160.158
—
9.582
4.528.733
Abkürzungen und Definitionen
A
B
C
CEE
Mittel- und Osteuropa
D
E

Ergebnis je Aktie
Den Aktionär:innen zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl
ESG
Environmental, Social, and Governance; Umwelt, Gesellschaft und Governance
EV
Elektrofahrzeug
F
H
I
J
K
L
M
N
NOPAT
Net Operating Profit After Tax; Jahresüberschuss + Nettozinseffekt aus Finanzierungsaktivitäten – Steuereffekt auf den Nettozinseffekt aus Finanzierungsaktivitäten
NOPAT ist eine Kennzahl, die das finanzielle Unternehmensergebnis nach Steuern unabhängig von der Finanzierungsstruktur einer Firma zeigt.
O
P
R
S
T
U
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse ausgenommen Mineralölsteuer
V
Z
ZGE
Zahlungsmittelgenerierende Einheit

Hinweise:
Zahlen in Tabellen und Grafiken lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren. Die Dif-ferenzen zwischen den Prozentsätzen werden im gesamten Dokument in Prozentpunkten angezeigt.
Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wur-den im Konzernanhang des Geschäftsberichts größtenteils ge-schlechterunspezifische Termini verwendet.
Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen: Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie „Ausblick“, „glauben“, „erwarten“, „rechnen“, „beabsichtigen“, „planen“, „Ziel“, „Einschätzung“, „können/könnten“, „werden“ und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.
Erklärung gemäß § 124 Abs. 1 BörseG 2018
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
  • Executive Vice President Fuels & Feedstock

  • Berislav Gaso e.h.
  • Executive Vice President Energy
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials





1 Die OMV gab im Juli 2023 bekannt, dass sie beschlossen hat, Verhandlungen mit ADNOC über eine potenzielle Kooperation ihres Polyolefingeschäfts zu verfol-gen. Die Kooperation würde eine mögliche Zusammenlegung des Borealis und Borouge Geschäfts als gleichberechtigte Partner unter einer gemeinsam kontrol-lierten, börsennotierten Plattform für potenzielle Wachstumsakquisitionen mit dem Ziel umfassen, ein globales Polyolefin-Unternehmen mit einer wesentlichen Präsenz in Schlüsselmärkten zu schaffen.
2 Die OMV hat am 31. Jänner 2024 eine Vereinbarung über die Veräußerung ihrer 50-prozentigen Beteiligung an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. an TotalEnergies zu einem Gesamtpreis von USD 903 Mio unterzeichnet. Der Verkauf wird voraussichtlich gegen Ende des ersten Halbjahres 2024, insbe-sondere vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, vollzogen sein. Der Verkaufsprozess für 100% der Anteile an der OMV New Zealand wird separat fortgesetzt.
3 Auf Basis des von der International Energy Agency (IEA) veröffentlichten Berichts „World Energy Outlook 2022“.
4 Hinweis: Die Finanzziele für 2025 beruhen auf folgenden nominalen Marktannahmen: Brent-Rohölpreis von USD 65/bbl, THE-(„Trading Hub Europe“-)Gaspreis von EUR 22/MWh, Raffinerie-Referenzmarge Europa von USD 4,3/bbl, Ethylen/Propylen-Referenzmarge Europa von EUR 430/t, Polyethylen/Polypropylen-Referenzmarge Europa von EUR 420/t. Die Finanzziele für 2030 beruhen auf folgenden nominalen Marktannahmen: Brent-Rohölpreis von USD 70/bbl, THE-(„Trading Hub Europe“-)Gaspreis von EUR 24/MWh, Raffinerie-Referenzmarge Europa von USD 4,3/bbl, Ethylen/Propylen-Referenzmarge Europa von EUR 500/t, Polyethylen/Polypropylen-Referenzmarge Europa von EUR 480/t.
5 Je nach Leverage-Grad der OMV kann sich die Rangfolge zwischen anorgani-schem Wachstum und Entschuldung umkehren.
6 Die folgenden Scope-3-Kategorien sind enthalten: Kategorie 11 – Nutzung der verkauften Produkte für die Energiebereitstellung; Kategorie 1 – Eingekaufte Güter (Rohstoffe); und Kategorie 12 – Lebenszyklusende verkaufter Produkte für die nicht energetische Nutzung.
7 IMF World Economic Outlook, Jänner 2024
8 Inflation ohne Lebensmittel und Energie
9 Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteili-gungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investitionen definierte Zugänge
10 Die OMV gab im Juli 2023 bekannt, dass sie beschlossen hat, Verhandlungen mit ADNOC über eine potenzielle Kooperation ihres Polyolefingeschäfts zu verfolgen. Die Kooperation würde eine mögliche Zusammenlegung des Borealis und Borouge Geschäfts als gleichberechtigte Partner unter einer gemeinsam kontrollierten, börsenno-tierten Plattform für potenzielle Wachstumsakquisitionen mit dem Ziel umfassen, ein globales Polyolefin Unternehmen mit einer wesentlichen Präsenz in Schlüssel-märkten zu schaffen.
11Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und beding-ter Gegenleistungen.
12 Am 21. Dezember 2022 hat die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) den Plan bekanntgegeben, den 24,9%-Anteil der MPPH an der OMV Aktiengesellschaft, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Zustimmungen, zu übernehmen. Mit Wirkung zum 28. Februar 2024 wurden, nach Erfüllung aller Bedingungen unter dem Aktienkaufvertrag zwischen MPPH und ADNOC, sämtliche der 24,90% der Anteile an der OMV Aktiengesellschaft von der MPPH auf ADNOC übertragen.
13 Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschspra-chigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
14 Die folgenden Scope-3-Kategorien sind enthalten: Kategorie 11 – Nutzung der verkauften Produkte für die Energiebereitstellung ; Kategorie 1 – Eingekaufte Güter (Rohstoffe); und Kategorie 12 –Lebenszyklusende verkaufter Produkte für die nicht-energetische Nutzung .
15 Die Ausgangswerte für die Emissionsreduktionsziele bilden die Emissionen des Konzerns im Jahr 2019, korrigiert um die Emissionen der Borealis, an der die OMV 2020 eine Mehrheitsbeteiligung übernommen hat.
16 Auf Basis des von der IEA veröffentlichten Berichts „World Energy Outlook 2022“.
17 Am 21. Dezember 2022 hat die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) den Plan bekanntgegeben, den 24,9%-Anteil der MPPH an der OMV Aktiengesellschaft, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Zustimmungen, zu übernehmen. Mit Wirkung zum 28. Februar 2024 wurden, nach Erfüllung aller Bedingungen unter dem Aktienkaufvertrag zwischen MPPH und ADNOC, sämtliche der 24,90 % der Anteile an der OMV Aktiengesellschaft von der MPPH auf ADNOC übertragen.
18 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.
19 Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen.
Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
20 Basierend auf dem Bericht World Energy Outlook 2022, der von der Interna-tionalen Energieagentur (IEA) veröffentlicht wurde.