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Inhalt
  • Teil 1: Konzerngeschäftsbericht – beinhaltet:
  • 4
  • Konzernlagebericht
  • 82
  • Bestätigungsvermerk
  • 92
  • Konzernabschluss und Konzernanhang
  • Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft – beinhaltet:
  • 229
  • Lagebericht
  • 242
  • Bestätigungsvermerk
  • 246
  • Jahresabschluss und Anhang
  • Teil 3: Abkürzungen und Definitionen – beinhaltet:
  • 280
  • Abkürzungen und Definitionen
  • Teil 4: Erklärung des Vorstands – beinhaltet:
  • Erklärung gemäß § 124 Abs. 1 BörseG 2018
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KONZERNLAGEBERICHT
4 — 81
5 — OMV im Überblick
8 — Marktausblick
12 — Strategie
21 — Nachhaltigkeit
28 — Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE)
32 — Mitarbeiter:innen
35 — Geschäftsjahr des OMV Konzerns
48 — Chemicals & Materials
57 — Refining & Marketing
63 — Exploration & Production
71 — Ausblick
72 — Risikomanagement
78 — Weitere Informationen
OMV im Überblick
Die OMV fördert und vermarktet Öl und Gas sowie chemische Produkte und Lösungskonzepte auf verantwortungsvolle Weise und entwickelt innovative Lösungen mit besonderem Fokus auf die Kreislaufwirtschaft. Der Konzernumsatz 2022 belief sich auf EUR 62 Mrd. Mit einer Marktkapitalisierung zum Jahresende von rund EUR 16 Mrd ist die OMV eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Die Mehrheit der rund 22.300 Mitarbeiter:innen der OMV ist an den integrierten europäischen Standorten des Konzerns tätig.
Unser Purpose
Unsere Geschäftsbereiche
Im Geschäftsbereich Chemicals & Materials zählt die OMV zu den weltweit führenden Anbietern von fortschrittlichen und kreislauforientierten Polyolefinlösungen mit Gesamtverkaufsmengen von 5,7 Mio t im Jahr 2022 (2021: 5,9 Mio t). Zudem ist die OMV eine europäische Marktführerin bei Basischemikalien und Pflanzennährstoffen1 sowie im Kunststoffrecycling. Gemeinsam mit Borealis und den zwei Joint Ventures – Borouge (mit ADNOC in den VAE und Singapur) und Baystar™ (mit TotalEnergies in den USA) – bietet das Unternehmen Kund:innen auf der ganzen Welt Produkte und Dienstleistungen an.
Im Geschäftsbereich Exploration & Production ist die OMV in Explorations-, Erschließungs- und Förderungsprojekten von Öl und Gas in den vier Kernregionen Mittel- und Osteuropa, Mittlerer Osten und Afrika, Nordsee sowie Asien-Pazifik2 aktiv. Die Tagesproduktion belief sich 2022 auf 392 kboe/d3 (2021: 486 kboe/d), wobei sich Erdgas und Flüssigprodukte in etwa die Waage hielten. Im Bereich Gas Marketing Westeuropa vermarktet und handelt die OMV Erdgas mit Verkaufsmengen, die sich 2022 auf 111,2 TWh beliefen (2021: 156,8 TWh). Darüber hinaus betreibt die OMV Erdgasspeicher mit einer Kapazität von 30 TWh und ist zu 65% am Central European Gas Hub (CEGH) beteiligt.
Unsere neue Unternehmensstruktur
Weitere Einzelheiten zur neuen Unternehmensstruktur und zur Strategie 2030 finden Sie im Kapitel Strategie.

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Marktausblick
Die Inflation und der erhebliche Rückgang der Verfügbarkeit russischer Güter, insbesondere von Erdgas, nach dem Wegfall nahezu aller russischen Lieferungen nach Europa waren die Hauptursachen für den signifikanten Anstieg der weltweiten Energiepreise im Jahr 2022. Dies führte laut IEA zur „ersten globalen Energiekrise“ und verstärkte den Anreiz für Europa, seine Energieversorgung weiter zu diversifizieren und zu dekarbonisieren. Durch die hohen Preise, insbesondere für Gas und Strom, rückte das Thema der Versorgungssicherheit wieder in den Fokus.
Gesamtangebot an Primärenergie weltweit4
In EJ
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Quelle: IEA World Energy Outlook 2022
Globale Nachfrage nach petrochemischen Produkten1
In Mio t
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Quelle: Chemical Market Analytics von OPIS, einem Unternehmen von Dow Jones
1 Ethylen und Propylen
Die Ölnachfrage für die chemische Produktion wird aufgrund einer steigenden Nachfrage in Schwellenländern und der engen Verknüpfung mit der BIP-Entwicklung voraussichtlich zunehmen. Bis 2030 wird die Ölnachfrage für die chemische Produktion um etwa 2% pro Jahr steigen. Etwa 80% des Wachstums der Nachfrage nach chemischen Produkten und Kunststoffen werden sich bis 2030 und darüber hinaus auf Schwellenländer, vor allem in Asien, konzentrieren. Auf diese Region entfällt der größte Teil des weltweiten Bevölkerungswachstums und damit des entsprechenden Potenzials zur Verbesserung des Lebensstandards. Die Nachfrage in gesättigten Märkten wie Europa, Nordamerika und Japan dürfte langfristig im Einklang mit der wirtschaftlichen Entwicklung insgesamt gesund bleiben, die Wachstumsraten werden sich jedoch voraussichtlich verlangsamen.


Globale Nachfrage nach Polyolefin-Neuware
In Mio t
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Quelle: Chemical Market Analytics von OPIS, einem Unternehmen von Dow Jones
Globale Nachfrage nach recycelten Polyolefinen
In Mio t
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Quelle: Chemical Market Analytics von OPIS, einem Unternehmen von Dow Jones
Details zu den mit dem Klimawandel verbundenen Risiken und deren Management finden Sie im Kapitel Risikomanagement und in der Anhangangabe 2 im Konzernabschluss, sowie im OMV Nachhaltigkeitsbericht.
Strategie
Die OMV will sich von einem integrierten Öl-, Gas- und Chemieunternehmen zu einer führenden Anbieterin von innovativen nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien entwickeln und dabei die Chancen der Kreislaufwirtschaft nutzen. Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 zu einem Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen in Bezug auf alle drei Scopes von Treibhausgasemissionen zu werden. Auf dem Weg dorthin erwartet die OMV, einen operativen Cashflow exklusive Net-Working-Capital-Positionen von rund EUR 6 Mrd bis 2025 und von mindestens EUR 7 Mrd bis 2030 sowie einen ROACE von mindestens 12% zu erzielen und die Ausschüttungen an ihre Aktionär:innen zu erhöhen. Der Purpose der OMV „Re‑inventing essentials for sustainable living“ ist unser konzernweites Leitbild. 5
Strategische Eckpfeiler
Strategische Prioritäten bis 2030
Chemicals & Materials (C&M)
Strategische Prioritäten bis 2030
Zu den wichtigsten Wachstumsinitiativen gehören:
Fuels & Feedstock (F&F)
Strategische Prioritäten
Energy
Strategische Prioritäten bis 2030
Dekarbonisierungsstrategie
Strategische Prioritäten bis 2030

Finanzen
Strategische Prioritäten bis 2030
Nachhaltigkeit
Wir wollen eine nachhaltige Welt mitgestalten – eine Welt, die für alle lebenswert ist. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft stehen im Mittelpunkt unserer Konzernstrategie. Wir wollen bis 2050 in unserer Geschäftstätigkeit klimaneutral werden, treiben die Energiewende voran und arbeiten proaktiv am Umstieg von einer linearen zu einer kreislauforientierten Wirtschaft. Wir bauen ein positives Verhältnis zu unseren Mitarbeiter:innen, der lokalen Bevölkerung, unseren Lieferant:innen und anderen Stakeholder:innen auf. Dabei sprechen wir auch die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen an, die der Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft mit sich bringt. Unser strategischer Rahmen für Nachhaltigkeitsthemen basiert auf den drei Säulen Umwelt, Soziales und Governance (Environmental, Social, and Governance; ESG).
Nachhaltigkeitsziele und Commitments der OMV
Klimawandel
Management natürlicher Ressourcen
Gesundheit und Sicherheit
Menschen

Ethische Geschäftspraktiken
Klimawandel
Performance im Bereich Geschäftsgrundsätze und soziale Verantwortung
Geschäftsethik und Compliance
Compliance der Lieferant:innen
Menschenrechte

Ende Juli 2022 wurde Borealis mit Berichten über angebliche Menschenhandelspraktiken durch das Vertragsunternehmen (IREM) und dessen Subunternehmen auf der Baustelle einer Propan-Dehydrierungsanlage (PDH-Anlage) in Kallo (Belgien) konfrontiert. Den Berichten zufolge handelte es sich dabei um Ausbeutung, unzureichende Entlohnung, fehlende soziale Absicherung und schlechte Wohnverhältnisse. Borealis setzte sofort alle Verträge mit IREM aus und kündigte diese später auf, da gegen die grundlegenden Vertragsgrundsätze verstoßen worden war. Anschließend schrieb Borealis die betroffenen Aufträge neu aus. Nach sorgfältiger Abwägung vergab Borealis den Großteil der verbleibenden Arbeiten an das Bauunternehmen Ponticelli und führte zudem gründliche soziale Kontrollen auf der Kallo-Baustelle ein, um den nötigen Respekt und die nötige Wertschätzung für die dort tätigen Arbeiter:innen zu gewährleisten. Ab Oktober 2022 wurden die Arbeiten auf der Baustelle schrittweise intensiviert.
Der OMV Konzern ist stets bestrebt, sich zu verbessern, und setzt sich nachdrücklich dafür ein, seine Prozesse und Maßnahmen zur Verhinderung von Fehlverhalten und einer Missachtung der Menschenrechte von Arbeitnehmer:innen in der Lieferkette weiter zu stärken.Auf Konzernebene analysierten wir die HSSE- und Vergaberichtlinien für das Kontraktorenmanagement und erstellten eine detaillierte Checkliste zur Einhaltung der Menschenrechte, die an den Standorten verwendet werden kann. Das überarbeitete E-Learning zum Thema Menschenrechte bezieht sich speziell auf die Menschenrechte in Geschäftsbeziehungen, und die neue Grundsatzerklärung des OMV Konzerns zu Menschenrechten beschreibt unser Engagement für Menschenrechte in Bezug auf Arbeitnehmerrechte und Geschäftspartner:innen im Einklang mit den branchenüblichen Best Practices und internationalen Standards. Darüber hinaus wurden konzernweit individuelle Überwachungsinitiativen auf lokaler Ebene umgesetzt, um die Einhaltung der Menschenrechte durch unsere Lieferant:innen sicherzustellen.
Community Relations und Entwicklung
Weitere Einzelheiten zu Ratings und Indexaufnahmen der OMV in Bezug auf Umwelt, Gesellschaft und Governance (ESG) finden Sie im Kapitel Die OMV an den Kapitalmärkten.
Managementansätze und Leistungsdetails zu allen wesentlichen Themen finden Sie im OMV Nachhaltigkeitsbericht. Dieser Bericht stellt auch den separaten konsolidierten nicht finanziellen Bericht der OMV Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht (§ 267a UGB) dar.
Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE)
Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sind für die OMV zentrale Werte. Die Integrität der Betriebsanlagen der OMV, Schadenverhütung, proaktives Risikomanagement und Maßnahmen gegen den Klimawandel sind entscheidend für die Verwirklichung der HSSE-Vision der OMV: „ZERO harm – NO losses“.
HSSE-Strategie
Gesundheit und Sicherheit
Exploration & Production erreichte eine TRIR von 1,09 (2021: 0,92). Diese Zahlen zeigen, dass es konstanter Anstrengungen bedarf, um das Auftreten von Zwischenfällen zu minimieren. Darüber hinaus verzeichneten wir 18 Zwischenfälle mit hohem Potenzial (High-Potential Incidents; HiPos), die unter geringfügig anderen Umständen zu schweren oder sogar tödlichen Arbeitsunfällen hätten führen können. Alle diese Zwischenfälle wurden gründlich untersucht, und es wurden Maßnahmen gesetzt, um eine Wiederholung derartiger Vorfälle auszuschließen. Das Kontraktorenmanagement wird auch künftig ein Schwerpunkt unserer HSSE-Anstrengungen sein. Unsere Aktivitäten im Bereich des Prozesssicherheitsmanagements und verschiedene andere Initiativen zur Gewährleistung der Sicherheit und Integrität unserer Anlagen wurden 2022 fortgesetzt.
Sicherheitskennzahlen des OMV Konzerns
Pro 1 Mio Arbeitsstunden
2022
2021
Konzern
Häufigkeit der Arbeitsunfälle
mit Ausfallzeit
1,11
0,70
Häufigkeit der berichtspflichtigen
Arbeitsunfälle
1,32
1,18
Vertragsunternehmen
Häufigkeit der Arbeitsunfälle
mit Ausfallzeit
0,62
0,51
Häufigkeit der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle
1,19
0,85
Gesamt (Konzern und Vertrags-
unternehmen)
Häufigkeit der Arbeitsunfälle
mit Ausfallzeit
0,78
0,57
Häufigkeit der berichtspflichtigen
Arbeitsunfälle
1,23
0,96
Im Jahr 2022 aktualisierten wir unser bewährtes Security-Managementsystem, damit wir ein breites Spektrum von geopolitischen, regionalen oder isolierten Security-Vorfällen vorhersehen oder darauf reagieren können. Unsere Plattform zur Bewertung von Security-Risiken ermöglichte uns weiterhin eine Echtzeitübersicht über unsere Risikoexposition aufgrund geopolitischer und sicherheitsrelevanter Vorfälle. Trotz verschiedener geopolitischer und pandemiebedingter Herausforderungen setzte die Abteilung Corporate Security ihre globale operative Unterstützung, Governance und Kontrolle fort und wird eine vergleichbare, effektive Sicherheitsstrategie aufrechterhalten, damit die OMV ihre Geschäftstätigkeit trotz konvergierender asymmetrischer Bedrohungen fortführen kann.
Umweltmanagement
Mitarbeiter:innen
Es sind die 22.300 Mitarbeiter:innen der OMV, die unsere Konzernstrategie erfolgreich umsetzen. Wir sind stolz auf die Ergebnisse, die wir gemeinsam erzielt haben. Vertrauen in und Stolz auf das Unternehmen geben unseren Mitarbeiter:innen die Energie und Entschlossenheit, Herausforderungen zu bewältigen und sich auf innovative Lösungen zu konzentrieren, die uns noch stärker machen.
Die „People & Culture“-Strategie der OMV
Highlights 2022
Anzahl der Trainingsteilnehmer:innen1,2,3
2022
2021
Österreich
5.599
5.632
Rumänien/übriges Europa
14.659
13.762
Mittlerer Osten/Afrika
664
709
Rest der Welt
700
784
Insgesamt
21.622
20.887
Ausgaben für Trainingsmaßnahmen pro Region1,2
In EUR
2022
2021
Österreich
3.435.294
2.672.471
Rumänien/übriges Europa
5.670.768
5.094.527
Mittlerer Osten/Afrika
614.903
342.242
Rest der Welt
369.132
243.485
Insgesamt
10.090.097
8.352.725
1Ausgenommen Konferenzen und Trainings für externe Mitarbeiter:innen
2Ausgenommen DUNATÀR, SapuraOMV, OMV Russia, DYM Solutions, MTM und Rosier
3Anzahl der Mitarbeiter:innen, die an mindestens einem Training teilgenommen haben
Diversität
Wichtige Mitarbeiterkennzahlen
Mitarbeiter:innen
2022
2021
Mitarbeiter:innen nach Region
Österreich
5.884
5.762
Übriges Europa
14.890
15.074
Mittlerer Osten und Afrika
583
634
Rest der Welt
951
964
Gesamtzahl der Mitarbeiter:innen
22.308
22.434
Diversität
Frauen
in %
27
27
Männer
in %
73
73
Weibliche Executives1
in %
20
15
Anzahl der Nationalitäten
101
101
1 Zu den Executives zählen OMV Senior Vice Presidents sowie Vorstandsmitglieder der OMV Petrom und der Borealis Gruppe.
Geschäftsjahr des OMV Konzerns
Im Jahr 2022 verzeichnete die OMV ein starkes CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 11,2 Mrd. Des Weiteren konnten ein signifikanter Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen von EUR 9,8 Mrd sowie ein organischer freier Cashflow vor Dividenden in Höhe von EUR 4,9 Mrd erzielt werden. Daraus resultierend verringerte sich der Leverage-Grad von 21% Ende 2021 auf 8% Ende 2022. Diese finanzielle Stärke ist eine exzellente Basis für die weitere strategische Entwicklung der OMV hin zu einem führenden Unternehmen im Bereich der nachhaltigen Treibstoffe und Chemieprodukte sowie für das Ziel, den OMV Aktionär:innen attraktive Renditen zu liefern.
Wirtschaftliches Umfeld
Ölpreis (Brent) – Monatsdurchschnitt1
In USD/bbl
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1 Monatsdurchschnitt ICE Brent Generic 1st Contract
Finanzieller Lagebericht
Ergebnisse auf einen Blick
2022
2021
Δ
Umsatzerlöse
in EUR Mio
62.298
35.555
75%
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1
in EUR Mio
11.175
5.961
87%
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Chemicals & Materials1
in EUR Mio
1.457
2.224
–34%
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Refining & Marketing1
in EUR Mio
2.415
945
155%
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Exploration & Production1
in EUR Mio
7.396
2.892
156%
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich & Sonstiges1
in EUR Mio
–50
–62
19%
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung
in EUR Mio
–43
–39
–11%
CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten
in %
48
36
12
CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten1
in EUR Mio
5.807
3.710
57%
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten1,2
in EUR Mio
4.394
2.866
53%
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten1
in EUR
13,44
8,77
53%
Sondereffekte3
in EUR Mio
861
–1.315
n.m.
davon Chemicals & Materials
in EUR Mio
582
–396
n.m.
davon Refining & Marketing
in EUR Mio
774
–509
n.m.
davon Exploration & Production
in EUR Mio
–460
–398
–16%
davon Konzernbereich & Sonstiges
in EUR Mio
–36
–12
–198%
CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (−)
in EUR Mio
210
418
–50%
Operatives Ergebnis Konzern
in EUR Mio
12.246
5.065
142%
Operatives Ergebnis Chemicals & Materials
in EUR Mio
2.039
1.828
12%
Operatives Ergebnis Refining & Marketing
in EUR Mio
3.392
451
n.m.
Operatives Ergebnis Exploration & Production
in EUR Mio
6.936
2.910
138%
Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges
in EUR Mio
–86
–74
–16%
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung
in EUR Mio
–35
–51
31%
Finanzerfolg
in EUR Mio
–1.481
–194
n.m.
Steuerquote des Konzerns
in %
52
42
10
Periodenüberschuss
in EUR Mio
5.175
2.804
85%
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Periodenüberschuss2
in EUR Mio
3.634
2.093
74%
Ergebnis je Aktie
in EUR
11,12
6,40
74%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit
in EUR Mio
7.758
7.017
11%
Freier Cashflow vor Dividenden
in EUR Mio
5.792
5.196
11%
Freier Cashflow nach Dividenden
in EUR Mio
4.333
4.199
3%
Organischer freier Cashflow vor Dividenden
in EUR Mio
4.891
4.536
8%
Organischer freier Cashflow nach Dividenden
in EUR Mio
3.432
3.539
–3%
Verschuldungsgrad exklusive Leasing
in %
3
22
–19
Leverage-Grad
in %
8
21
–14
Investitionen4
in EUR Mio
4.201
2.691
56%
Organische Investitionen5
in EUR Mio
3.711
2.650
40%
CCS ROACE vor Sondereffekten
in %
19
13
6
ROACE
in %
17
10
7
Hinweis: Ab 2022 wurde das Gasgeschäft aufgeteilt in Gas Marketing Westeuropa, das unter Exploration & Production ausgewiesen wird, und Gas & Power Osteuropa, das unter Refining & Marketing ausgewiesen wird. Zuvor war das Gasgeschäft vollständig in Refining & Marketing enthalten. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen für 2021 in der neuen Struktur dargestellt.
1 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu in Anhangangabe 4 – Segmentberichterstattung – des Konzernabschlusses
2 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Jahresüberschusses
3 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporären Hedging-Effekten für wesentliche Hedging-Transaktionen werden berücksichtigt.
4 Investitionen beinhalten Akquisitionen.
5 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.
Erläuterungen zu den Ergebnissen auf einen Blick
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
Sondereffekte und CCS Effekte
In EUR Mio
2022
2021
Δ
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1
11.175
5.961
87%
Sondereffekte
861
–1.315
n.m.
davon:
Personallösungen
–8
–30
75%
davon:
Wertminderungen/Wertaufholungen
58
–1.297
n.m.
davon:
Anlagenverkäufe
724
223
n.m.
davon:
Sonstiges
87
–210
n.m.
CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–)
210
418
–50%
Operatives Ergebnis Konzern
12.246
5.065
142%
1 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
In EUR Mio
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CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten
In %
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten
In EUR Mio
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
Leverage-Grad & Verschuldungsgrad exkl. Leasing
In %
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'

CCS ROACE vor Sondereffekten
In %
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'

Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl.
Net-Working-Capital-Positionen
In EUR Mio
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
Organischer freier Cashflow
In EUR Mio
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
Organische Investitionen
In EUR Mio
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'

Investitionen (CAPEX)9
Gesamte Investitionen
In EUR Mio
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
Investitionen
In EUR Mio
2022
2021
∆
Investitionen gesamt
4.201
2.691
56%
+/– Konsolidierungskreisänderungen und sonstige Anpassungen
–47
–33
–41%
– Investitionen in Finanzanlagen
–490
–33
n.m.
Zugang lt. Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen)
3.664
2.624
40%
+/– Nicht zahlungswirksame Änderungen1
–721
–127
n.m.
Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
2.943
2.497
18%
+ Zahlungswirksame Investitionen, Ausleihungen und sonstige Finanzanlagen
736
382
93%
Investitionen laut Cashflow-Rechnung
3.679
2.879
28%
1 Nicht zahlungswirksame Änderungen sind hauptsächlich durch neue Leasingsverträge betreffend die Errichtung einer neuen Propandehydrierungsanlage in Belgien durch Borealis beeinflusst.
Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung
Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung)
In EUR Mio
2022
2021
∆
Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen
9.843
8.897
11%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit
7.758
7.017
11%
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
–1.966
–1.820
–8%
Freier Cashflow
5.792
5.196
11%
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
–2.660
–2.977
11%
Währungsdifferenz auf liquide Mittel
–72
–25
n.m.
Nettoabnahme (-)/-zunahme (+) liquider Mittel
3.060
2.195
39%
Liquide Mittel Periodenbeginn
5.064
2.869
77%
Liquide Mittel Periodenende
8.124
5.064
60%
davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
35
14
n.m.
In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen
8.090
5.050
60%
Freier Cashflow nach Dividenden
4.333
4.199
3%
Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
2022
2021
Δ
Umsatzerlöse
62.298
35.555
75%
Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
2.512
1.533
64%
Summe Erlöse und sonstige Erträge
64.811
37.087
75%
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)
–39.298
–20.257
94%
Produktions- und operative Aufwendungen und produktionsbezogene Steuern
–6.205
–4.302
44%
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
–2.484
–3.750
–34%
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
–2.689
–2.746
–2%
Explorationsaufwendungen
–250
–280
–11%
Sonstige betriebliche Aufwendungen
–1.639
–688
n.m.
Operatives Ergebnis
12.246
5.065
n.m.
Finanzerfolg
–1.481
–194
n.m.
Ergebnis vor Steuern
10.765
4.870
n.m.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
–5.590
–2.066
n.m.
Periodenüberschuss
5.175
2.804
85%
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen
71
94
–25%
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
1.470
617
n.m.
Periodenüberschuss den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen
3.634
2.093
74%
Effektivsteuersatz (%)
52
42
10
Umsätze mit Dritten 2022 (2021)
In EUR Mio wenn nicht anders angegeben (Vorjahr)
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'

Umsätze nicht konsolidiert 2022 (2021)
In EUR Mio wenn nicht anders angegeben (Vorjahr)
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
Sonstige betriebliche Aufwendungen stiegen von EUR 688 Mio im Jahr 2021 auf EUR 1.639 Mio im Jahr 2022 hauptsächlich aufgrund der Entkonsolidierung von Beteiligungen in Russland und der Neubewertung des Vermögenswerts aus der Neufeststellung der Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno-Russkoje. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“).
Das Finanzergebnisverringerte sich von EUR –194 Mio im Jahr 2021 auf EUR –1.481 Mio im Jahr 2022. Diese Entwicklung stand hauptsächlich im Zusammenhang mit der Wertminderung des Nord-Stream-2-Darlehens in Höhe von EUR –1.004 Mio sowie einer Marktwertänderung der Beteiligungen in Russland von EUR –370 Mio. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“ und Anhangangabe 18 – Finanzielle Vermögenswerte). Diese Effekte wurden durch das bessere Fremdwährungskursergebnis und das gesteigerte Nettozinsergebnis, insbesondere aufgrund von höheren Zinserträgen aus Bareinlagen, teilweise ausgeglichen.
Der effektive Steuersatz stieg von 42% im Jahr 2021 auf 52% im Jahr 2022. Der effektive Steuersatz für 2022 wurde insbesondere durch die positiven Ergebnisbeiträge aus Hochsteuerländern beeinflusst. Weitere Einzelheiten bezüglich des Konzern-Effektivsteuersatzes finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 12 – Steuern vom Einkommen und Ertrag).
Erläuterungen zur Konzernbilanz
Bilanz (Kurzfassung)
In EUR Mio
2022
2021
Δ
Aktiva
Langfristiges Vermögen
32.384
33.724
–4%
Kurzfristiges Vermögen
22.369
18.595
20%
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
1.676
1.479
13%
Passiva
Eigenkapital
26.628
21.996
21%
Langfristige Verbindlichkeiten
15.607
17.216
–9%
Kurzfristige Verbindlichkeiten
13.567
13.677
–1%
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
626
909
–31%
Summe Aktiva/Passiva
56.429
53.798
5%
Kurzfristiges Vermögen:
Vorräte stiegen von EUR 3.150 Mio im Jahr 2021 auf EUR 4.834 Mio im Jahr 2022, hauptsächlich aufgrund der Befüllung unserer Erdgasspeicher und des Anstiegs der Erdgaspreise sowie höherer Bestände von fertigen Mineralölprodukten. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 17 – Vorräte).
Langfristiges Vermögen:
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden durch erhöhte Investitionen (CAPEX) beeinflusst. Diese Effekte wurden jedoch insbesondere durch Abschreibungen und Wertminderungen sowie die Entkonsolidierung der JSC GAZPROM YRGM Development kompensiert. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“).
Die at-equity bewerteten Beteiligungen stiegen um EUR 407 Mio auf EUR 7.294 Mio, beeinflusst durch einen Kapitalzuschuss von EUR 408 Mio an die Borouge 4 LLC, positive Ergebnisbeiträge, hauptsächlich von ADNOC Refining und Borouge-Beteiligungen, positive Fremdwährungseffekte sowie eine Nettozuschreibung von EUR 67 Mio der ADNOC Refining CGU, teilweise ausgeglichen durch Dividendenausschüttungenin Höhe von EUR 801 Mio sowie einen Teilabgang von EUR 430 Mio als Ergebnis des erfolgreichen Börsengangs der Borouge PLC. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen).
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:
Kurzfristige Verbindlichkeiten:

Langfristige Verbindlichkeiten:
Chemicals & Materials
Im Geschäftsbereich Chemicals & Materials zählt die OMV zu den weltweit führenden Anbietern von fortschrittlichen und kreislauforientierten Polyolefinlösungen und ist eine europäische Marktführerin bei Basischemikalien und Pflanzennährstoffen10 sowie im Kunststoffrecycling. Das Unternehmen versorgt über Borealis und seine beiden Joint Ventures – Borouge mit ADNOC in den VAE und Singapur und Baystar mit TotalEnergies in den USA – Kund:innen in aller Welt mit Dienstleistungen und Produkten.
Auf einen Blick
2022
2021
∆
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
in EUR Mio
1.457
2.224
–34%
davon Borealis exklusive JVs
in EUR Mio
967
1.437
–33%
davon Borealis JVs
in EUR Mio
332
534
–38%
Sondereffekte
in EUR Mio
582
–396
n.m.
Operatives Ergebnis
in EUR Mio
2.039
1.828
12%
Investitionen1
in EUR Mio
1.896
835
127%
Ethylen-Referenzmarge Europa
in EUR/t
560
468
20%
Propylen-Referenzmarge Europa
in EUR/t
534
453
18%
Polyethylen-Referenzmarge Europa
in EUR/t
390
582
–33%
Polypropylen-Referenzmarge Europa
in EUR/t
486
735
–34%
Steamcracker-Auslastungsgrad Europa
74%
90%
–16
Verkaufsmenge Polyolefine
in Mio t
5,66
5,93
–5%
davon Verkaufsmenge Polyethylen exkl. JVs
in Mio t
1,69
1,82
–7%
davon Verkaufsmenge Polypropylen exkl. JVs
in Mio t
1,84
2,13
–13%
davon Verkaufsmenge Polyethylen JVs2
in Mio t
1,25
1,25
–0%
davon Verkaufsmenge Polypropylen JVs2
in Mio t
0,88
0,74
19%
Hinweis: Nach dem erfolgreichen Börsengang von 10% des gesamten ausgegebenen Aktienkapitals der Borouge PLC am 3. Juni 2022 hält Borealis 36% an der Borouge PLC, wodurch sich die finanziellen und operativen Beiträge ab dem Zeitpunkt des Börsengangs verringern.
1 Investitionen beinhalten Akquisitionen; insbesondere beinhaltete 2022 eine Eigenkapitalzufuhr an Borouge 4 in Höhe von EUR 0,4 Mrd.
2 Anteilige Mengen der at-equity konsolidierten Unternehmen
Finanzielle Performance
Geschäftsüberblick
Basischemikalien
Polyolefine
Erneuerbare Rohstoffe und kreislauforientierte Chemikalien
Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte
Joint Ventures
Borouge (Borealis 36%, ADNOC 54%, Streubesitz 10%)
Baystar (Borealis 50%, TotalEnergies 50%)
Wachstumsprojekte
Borouge
Baystar
Kallo
Innovation und neue Technologien
Digitalisierung
Refining & Marketing
Der OMV Geschäftsbereich Refining & Marketing raffiniert und vermarktet Kraftstoffe und Erdgas. R&M betreibt drei Binnenraffinerien in Europa, hält eine starke Marktposition in den Gebieten, in denen sich diese Raffinerien befinden, und bedient ein starkes Marken-Retail-Netz sowie gewerbliche Kund:innen. Im Mittleren Osten hält R&M einen 15%igen Anteil an ADNOC Refining und ADNOC Global Trading.
Auf einen Blick
2022
2021
∆
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1
in EUR Mio
2.415
945
155%
davon ADNOC Refining & Trading
in EUR Mio
350
–11
n.m.
davon Gas & Power Osteuropa
in EUR Mio
605
188
n.m.
Sondereffekte
in EUR Mio
774
–924
n.m.
CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–)1
in EUR Mio
202
430
–53%
Operatives Ergebnis
in EUR Mio
3.392
451
n.m.
Investitionen2
in EUR Mio
821
633
30%
OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa basierend auf Brent3,4
in USD/bbl
14,71
3,66
n.m.
Raffinerie-Auslastungsgrad Europa
73%
88%
–15
Kraftstoff- und sonstige Verkaufsmengen Europa
in Mio t
15,51
16,34
–5%
davon Retail-Verkaufsmengen
in Mio t
6,16
6,40
–4%
Hinweis: Ab 2022 wurde das Gasgeschäft aufgeteilt in Gas Marketing Westeuropa, das unter Exploration & Production ausgewiesen wird, und Gas & Power Osteuropa, das unter Refining & Marketing ausgewiesen wird. Zuvor war das Gasgeschäft vollständig in Refining & Marketing enthalten. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen für 2021 in der neuen Struktur dargestellt.
1 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu in Anhangangabe 4 – Segmentberichterstattung – des Konzernabschlusses
2 Investitionen beinhalten Akquisitionen.
3 Ab Q2/22 berücksichtigt die Raffinerie-Referenzmarge die Änderung des Rohöl-Referenzpreises von Urals auf Brent bei der OMV Petrom. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen für 2021 auf der Grundlage der neuen Berechnungslogik angegeben.
4 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffineriemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und anderen Betriebsbedingungen von der OMV Raffinerie-Referenzmarge abweichen.
Finanzielle Performance
Die Investitionen in Refining & Marketing beliefen sich auf EUR 821 Mio (2021: EUR 633 Mio). Organische Investitionen im Jahr 2022 betrafen im Wesentlichen die europäischen Raffinerien und das Tankstellengeschäft. Der Anstieg der Investitionen im Jahr 2022 ist vor allem auf Generalüberholungen, die Reparaturarbeiten in der Raffinerie Schwechat sowie auf Investitionen in die Co-Processing-Anlage in Schwechat zurückzuführen.
Geschäftsüberblick
Raffinerien inklusive Produktbeschaffung und -verkauf
ADNOC Refining & Trading
Nominalkapazitäten der Raffinerien 2022
In kbbl/d
Schwechat (Österreich)
204
Burghausen (Deutschland)
79
Petrobrazi (Rumänien)
86
ADNOC Refining (Vereinigte Arabische Emirate)1
138
Insgesamt
507
1 Entsprechen dem 15%-Anteil der OMV an ADNOC Refining
Retail
Gas & Power Osteuropa
Nord Stream 2
Innovation und neue Technologien
Digitalisierung
Exploration & Production
Im Geschäftssegment Exploration & Production steigerte die OMV die Wertschöpfung und Cash-Generierung aus dem Portfolio der Öl- und Gas-Assets und baute ein eigenes Low-Carbon-Geschäft auf, um die laufende Energiewende und die Transformation des OMV Konzerns zu unterstützen.
Auf einen Blick
2022
2021
Δ
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
in EUR Mio
7.396
2.892
156%
davon Gas Marketing Westeuropa
in EUR Mio
–300
55
n.m.
Sondereffekte
in EUR Mio
–460
18
n.m.
Operatives Ergebnis
in EUR Mio
6.936
2.910
138%
Investitionen1
in EUR Mio
1.443
1.194
21%
Explorationsausgaben
in EUR Mio
202
210
–4%
Explorationsaufwendungen
in EUR Mio
250
281
–11%
Produktionskosten
in USD/boe
8,20
6,67
23%
Gesamtproduktion
in kboe/d
392
486
–19%
Gesamtverkaufsmenge
in kboe/d
379
462
–18%
Sichere Reserven per 31. Dezember
in Mio boe
1.037
1.295
–20%
Durchschnittlicher Brent-Preis
in USD/bbl
101,32
70,91
43%
Durchschnittlich realisierter Rohölpreis2,3
in USD/bbl
95,04
65,60
45%
Durchschnittlich realisierter Gaspreis2,4
in EUR/MWh
53,78
16,49
n.m.
Hinweis: Ab 2022 wurde das Gasgeschäft aufgeteilt in Gas Marketing Westeuropa, das unter Exploration & Production ausgewiesen wird, und Gas & Power Osteuropa, das unter Refining & Marketing ausgewiesen wird. Zuvor war das Gasgeschäft vollständig in Refining & Marketing enthalten. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen für 2021 in der neuen Struktur dargestellt.
1 Investitionen beinhalten Akquisitionen.
2 Die durchschnittlich realisierten Preise beinhalten Hedging-Effekte.
3 Ab Q2/22 basiert der Transferpreis der OMV Petrom zwischen dem E&P-Segment und dem R&M-Segment auf Brent statt auf Urals. Bisherige Werte wurden nicht angepasst.
4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts von 10,8 MWh pro 1.000 Kubikmeter Erdgas über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.
Finanzielle Performance
Produktion
2022
2021
Erdöl und NGL
Erdgas¹
Gesamt
Erdöl und NGL
Erdgas¹
Gesamt
in Mio bbl
in bcf
in Mio boe
in Mio boe
in Mio bbl
in bcf
in Mio boe
in Mio boe
Rumänien2
20,9
122,0
22,6
43,5
22,4
129,9
24,0
46,4
Österreich
3,3
19,7
3,3
6,6
3,6
20,6
3,4
7,0
Kasachstan2
–
–
–
–
0,7
0,7
0,1
0,8
Norwegen
14,7
102,2
17,0
31,7
15,3
102,3
17,0
32,3
Libyen
10,4
–
–
10,4
12,0
–
–
12,0
Tunesien
0,9
14,7
2,4
3,4
0,9
17,3
2,9
3,8
Jemen
0,6
–
–
0,6
1,1
–
–
1,1
Region Kurdistan im Irak
1,0
15,8
2,6
3,6
1,0
15,6
2,6
3,6
Vereinigte Arabische Emirate
15,4
–
–
15,4
10,8
–
–
10,8
Neuseeland
3,0
47,1
7,8
10,8
3,5
51,8
8,6
12,1
Malaysia2
0,6
60,0
10,0
10,6
1,7
64,5
10,8
12,4
Russland
–
37,7
6,3
6,3
–
210,6
35,1
35,1
Gesamt
70,8
419,2
72,1
143,0
72,9
613,2
104,6
177,5
1 Für die Umrechnung von Erdgas von cf in boe wurde in allen Ländern folgender Faktor verwendet: 1 boe = 6.000 cf. Eine Ausnahme ist Rumänien, wo folgender Faktor verwendet wurde: 1 boe = 5.400 cf.
2 Die obigen Zahlen enthalten 100% aller voll konsolidierten Unternehmen.
Entwicklungen im Portfolio
Mittel- und Osteuropa
Mittlerer Osten und Afrika
Nordsee
Asien-Pazifik
Schlüsselprojekte
Neptun (Rumänien, OMV 50%)
Weitere Großprojekte (Rumänien, OMV 100%)
Umm Lulu und SARB (Vereinigte Arabische Emirate, OMV 20%)
Ghasha-Konzession (Vereinigte Arabische Emirate, OMV 5%)
Khor Mor (Autonome Region Kurdistan, OMV 10%)
Gullfaks (Norwegen, OMV 19%)
Gudrun (Norwegen, OMV 24%)
Berling (Hades/Iris) (Norwegen, OMV 30%)
SK408 (Malaysia, OMV 40%)
Māui A Crestal Infill (Neuseeland, OMV 100%)
Māui B IRF Phase 3 (Neuseeland, OMV 100%)
Highlights Exploration und Evaluierung
Reservenentwicklung
Supply, Marketing und Trading von Gas
Gas-Logistik
Low-Carbon-Geschäft
Innovation und neue Technologien
Digitalisierung
Ausblick
Marktumfeld
Konzern
Chemicals & Materials
Die organischen Investitionen im Bereich Chemicals & Materials werden für 2023 auf rund EUR 1,1 Mrd prognostiziert (2022: EUR 1,4 Mrd).
Fuels & Feedstock
Die organischen Investitionen in Fuels & Feedstock werden 2023 voraussichtlich rund EUR 1,0 Mrd betragen (2022: EUR 0,8 Mrd).
Energy
Informationen über den längerfristigen Ausblick finden Sie im Kapitel Strategie.
Risikomanagement
Als internationaler Öl-, Gas- und Chemiekonzern, dessen Aktivitäten von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zum Handel und zur Vermarktung von Mineralölprodukten, chemischen Produkten und Erdgas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem Marktpreisrisiken und anderen finanziellen Risiken sowie operativen und strategischen Risiken. Im Risikomanagementprozess des Konzerns liegt der Schwerpunkt auf der Identifizierung, Bewertung und Beurteilung dieser Risiken und ihrer Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität und Rentabilität. Ziel ist es, die Risiken im Rahmen des Risikoappetits und der festgelegten Risikotoleranzen des Konzerns aktiv zu steuern, um langfristige strategische Ziele der OMV zu verwirklichen.
Unternehmensweites Risikomanagement
Management der finanziellen Risiken
Management von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Risiken im Zusammenhang mit EU-Emissionsberechtigungen
Zinsrisikomanagement
Kreditrisikomanagement

Operative Risiken
Die OMV ist durch ihre Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) ausgesetzt. Dazu zählen die möglichen Auswirkungen von Naturkatastrophen sowie von Vorfällen im Bereich der Prozesssicherheit und der Sicherheit von Personen. Weitere operative Risiken gehen mit der Durchführung von Investitionsprojekten und der Nichteinhaltung von gesetzlichen oder regulatorischen Bestimmungen einher. Sämtliche operativen Risiken werden nach dem definierten Risikomanagementverfahren des Konzerns identifiziert, analysiert, überwacht und gemindert. Die bewerteten Risiken werden auf allen Unternehmensebenen unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien und mit klar zugeordneten Verantwortlichkeiten gesteuert und gemindert. Die Schlüsselrisiken, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz, Recht und Compliance, Personalmanagement sowie Nachhaltigkeit, werden zentral durch definierte Konzernrichtlinien geregelt, um sicherzustellen, dass Planungsziele erreicht werden können.
Projektrisiken
Die OMV kann operativen, politischen, technologischen und anderen Risiken ausgesetzt sein, die sich ihrem eigenen Einfluss und dem ihrer Vertragsunternehmen entziehen, was den Fortschritt der Projekte der OMV verzögern oder behindern kann.
So kann beispielsweise die Durchführung großer Onshore- und Offshore-Projekte in Rumänien, Norwegen oder den VAE durch Änderungen des jeweiligen regulatorischen oder steuerlichen Rahmens, durch die Nichtverfügbarkeit von Vertragsunternehmen oder den Mangel an qualifiziertem Personal beeinträchtigt werden. Projektkosten können durch Preisinflation, Arbeitskräftemangel oder die Unterbrechung bzw. Neuorganisation von Lieferketten negativ beeinflusst werden. Projekte können insbesondere in den Bereichen Recycling sowie nachhaltige Kraftstoffe und Rohstoffe von einer unzureichenden Verfügbarkeit der benötigten Ausgangsstoffe, der Unfähigkeit einer kommerziellen Nutzung neuer Technologien oder mangelnder regulatorischer Klarheit betroffen sein. Vor allem in neuen Geschäftsbereichen investiert die OMV unter Umständen häufiger über Partnerschaften und Joint Ventures, wodurch das Unternehmen erhöhten Governance- und Kreditrisiken ausgesetzt sein kann, die die Projektabwicklung negativ beeinflussen können. Jedes dieser Risiken kann erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Ertrags- und Finanzlage der OMV haben.
ESG-Risiko
In Bezug auf Nachhaltigkeit legt die OMV besonderes Augenmerk auf fünf Schwerpunktbereiche: Klimawandel, Management natürlicher Ressourcen, Menschen, ethische Geschäftspraktiken sowie Gesundheit, Arbeitsschutz und Sicherheit.
Die Vorstandsmitglieder der OMV diskutieren regelmäßig (zumindest vierteljährlich) über aktuelle und bevorstehende Richtlinien und Vorschriften zu folgenden Themen: Umwelt, Klima und Energie, diesbezügliche Entwicklungen in den Märkten für Kraftstoffe, Chemikalien und Erdgas, finanzielle Auswirkungen von CO2-Emissionshandelspflichten, Status von Innovationsprojekten und Fortschritt in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele. Die OMV legt einen starken Fokus auf die potenzielle Vulnerabilität des Unternehmens durch den Klimawandel (z.B. Wasserknappheit, Dürreperioden, Überschwemmungen und Erdrutsche), die Auswirkungen des Unternehmens auf die Umwelt und die Maßnahmen zur Gewährleistung eines erfolgreichen Wandels hin zu einer CO2-armen Umwelt (z.B. Reduzierung der CO2-Emissionen und Einhaltung neuer regulatorischer Anforderungen). Die mit dem Klimawandel in Zusammenhang stehenden kurz- und mittelfristigen physischen Schwachstellen werden im Rahmen des UWRM-Prozesses ermittelt und berichtet. Sie überschreiten nicht die Meldeschwellen der OMV. Ergänzend dazu erstellte die OMV eine fundierte Klimabilanz und Schwachstellenanalyse für den Großteil ihrer Assets, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber physischen Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu ermitteln. Dabei wurden jene Szenarien des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) verwendet, die dem von der EU-Taxonomie vorgeschlagenen Zeithorizont entsprechen.
Die Geschäftstätigkeit der OMV hat Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter:innen und die Anrainergemeinden der Standorte, an denen wir vertreten sind. Als Unterzeichnerin des United Nations Global Compact befolgt die OMV den Prozess der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht, der die Bewertung der Menschenrechtsrisiken im Zusammenhang mit unseren aktuellen und zukünftigen Geschäftsaktivitäten sowie das Ergreifen von Risikomanagementmaßnahmen umfasst. Bei diesem fortlaufenden Prozess wird auf externe Ressourcen und Fachkenntnisse zurückgegriffen, und externe Stakeholder:innen, insbesondere die betroffenen Gruppen, werden einbezogen.
Als Borealis im Juli 2022 erfuhr, dass die Behörden gegen ein Vertragsunternehmen und dessen Subunternehmen auf der Baustelle der neuen Propan-Dehydrierungsanlage in Kallo (Belgien) wegen mutmaßlicher Menschenhandelspraktiken ermittelten, bot das Unternehmen sofort seine Unterstützung an und stellte den Behörden alle gewünschten Informationen in vollem Umfang zur Verfügung. Borealis setzte unverzüglich alle Verträge mit dem betreffenden Vertragsunternehmen und dessen Subunternehmen aus und kündigte diese später auf. Borealis toleriert keinerlei Missbrauch und setzt strenge Maßnahmen, um die damit verbundenen Risiken zu mindern. Nach sorgfältiger Abwägung vergab Borealis den Großteil der verbleibenden Arbeiten an ein anderes Vertragsunternehmen und führte zudem gründliche soziale Kontrollen auf der Baustelle in Kallo ein. Ab Oktober 2022 wurden die Arbeiten auf der Baustelle schrittweise intensiviert. Ein solcher längerer Stillstand und eine nur schrittweise Wiederaufnahme des Projekts könnten sich auf den Projektzeitplan auswirken.
IT-Risiken
Strategische Risiken
Geopolitische und regulatorische Risiken
Als direkte Folge der Energiekrise in Europa werden in einigen Ländern, in denen die OMV tätig ist, regulatorische Maßnahmen wie Preisobergrenzen, Subventionsprogramme und der EU-Solidaritätsbeitrag eingeführt. Neue regulatorische und steuerliche Regelungen können sich auch auf die Finanzlage des OMV Konzerns auswirken. Mit der Verordnung (EU) 2022/1854 des Rates wurde ein Solidaritätsbeitrag eingeführt, der bis Ende 2022 in das nationale Recht der Mitgliedstaaten übernommen wurde und für 2022 und/oder 2023 gilt. Es handelt sich dabei um einen Beitrag aus den Gewinnüberschüssen von Unternehmen, die Tätigkeiten im Erdöl-, Erdgas-, Kohle- und Raffineriebereich ausüben. Er wird auf der Grundlage der nach den nationalen Steuervorschriften ermittelten steuerpflichtigen Gewinne derjenigen Unternehmen berechnet, die um mehr als 20% über ihren durchschnittlichen steuerpflichtigen Gewinnen des Zeitraums 2018 bis 2021 liegen. Aufgrund des österreichischen Rechts wird erwartet, dass zwei österreichische Unternehmen des OMV Konzerns in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 dem Solidaritätsbeitrag (Energiekrisenbeitrag) unterliegen. Rumänien hat diese Verordnung mittels der Dringlichkeitsverordnung (Government Emergency Ordinance; GEO) Nr. 186/2022 umgesetzt, die im Dezember 2022 verabschiedet und veröffentlicht wurde. Diese Dringlichkeitsverordnung wird anschließend das parlamentarische Genehmigungsverfahren durchlaufen und kann daher noch geändert werden. Auf der Grundlage des Jahresabschlusses 2022 der OMV Petrom und der Bestimmungen dieser Dringlichkeitsverordnung wird die OMV Petrom dem EU-Solidaritätsbeitrag für das Steuerjahr 2022 nicht unterliegen, da sie weniger als 75% ihres Umsatzes mit den betreffenden Tätigkeiten im Erdöl-, Erdgas-, Kohle- und Raffineriebereich erzielt. Auch die Unternehmen des OMV Konzerns in Deutschland werden für das Jahr voraussichtlich keinen Solidaritätsbeitrag zahlen müssen.
Makroökonomische Risiken
Risiken in Verbindung mit dem Klimawandel
Risiken in Verbindung mit der Unternehmenstransformation
Die Transformation der OMV zu einer führenden Anbieterin von nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien sowie nachhaltigen Energielösungen ist von einer Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Zu diesen Risiken gehören die Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter:innen, Technologie- und Scale-up-Risiken, die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe in ausreichender Qualität und Quantität sowie Governance-Risiken im Zusammenhang mit Joint Ventures und Partnerschaften.
Personalrisiken
Weitere Details zum Risikomanagement und zur Verwendung von Finanzinstrumenten finden Sie in der Anhangangabe 28 im Konzernabschluss.
Weitere Details zu den mit dem Klimawandel verbundenen Risiken und deren Management finden Sie im OMV Nachhaltigkeitsbericht und in der Anhangangabe 2 im Konzernabschluss.
Weitere Details zu Risiken in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt finden Sie im Abschnitt Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE) des Konzernlageberichts.
Weitere Details zu Projektrisiken und deren Management finden Sie im EMTN-Prospekt der OMV vom 17. Juni 2022.
Weitere Informationen
Informationen gemäß § 243 a Unternehmensgesetzbuch (UGB)
7.a) Da das von der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 geschaffene genehmigte Kapital am 14. Mai 2019 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 29. September 2020 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand, bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital der OMV mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung
Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben.
7.b) In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstiger Beteiligungsprogramme, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
Am 7. Dezember 2015 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio:
Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Am 19. Juni 2018 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Die Hybridschuldverschreibungen werden bis zum 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Vom 19. Juni 2024 (einschließlich) bis 19. Juni 2028 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 19. Juni 2028 (einschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 19. Juni eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Am 1. September 2020 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.250 Mio in zwei Tranchen (Tranche 1: EUR 750 Mio; Tranche 2: EUR 500 Mio) mit folgender Verzinsung:
Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 1. September eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Die zum 31. Dezember 2022 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der OMV unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständigen Zinsen zur Zahlung fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels, zum Beispiel, hat die OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, andernfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Weitere Informationen dazu finden Sie in der Anhangangabe 37 im Konzernabschluss.
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
Executive Vice President Fuels & Feedstock
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials
  • Berislav Gaso e.h.
Executive Vice President Energy
Bestätigungsvermerk14
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
OMV Aktiengesellschaft, Wien,
Grundlage für das Prüfungsurteil
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Auswirkungen Entkonsolidierung und Bewertung von Beteiligungen in Russland
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben
Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende auf den Konzernabschluss
In der Anhangangabe wird weiters ausgeführt, dass IFRS die Anwendung von Annahmen erfordert, die die aktuellen, bestmöglichen Schätzungen der Bandbreite an möglichen zukünftigen Rahmenbedingungen darstellen, welche von den Unternehmens- und öffentlichen Klimazielen abweichen können.
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben
Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Werthaltigkeit von at-equity bewerteten Beteiligungen

Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben

Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte für Exploration und Evaluierung (E&E)

Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben
Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben

Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Bewertung der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben
Sonstige Informationen

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Urteil
Erklärung
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
 
KONZERNABSCHLUSS UND KONZERNANHANG
92 — 227
94 — Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
95 — Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2022
96 — Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022
98 — Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2022
100 — Konzern-Cashflow-Rechnung 2022
Konzernanhang
101 — Grundlagen der Abschlusserstellung und Bilanzierungsgrundsätze
122 — Segmentberichterstattung
128 — Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
138 — Erläuterungen zur Bilanz
176 — Ergänzende Angaben zur Finanzlage
198 — Sonstige Angaben
217 — Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
227 — Vorstand
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2022
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
In EUR Mio
Anhangangabe
2022
2021
Umsatzerlöse
4, 5
62.298
35.555
Sonstige betriebliche Erträge
6
1.644
933
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
6, 16
869
600
Summe Erlöse und sonstige Erträge
64.811
37.087
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)
17
–39.298
–20.257
Produktions- und operative Aufwendungen
–4.542
–3.645
Produktionsbezogene Steuern
–1.663
–658
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
7
–2.484
–3.750
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
–2.689
–2.746
Explorationsaufwendungen
7, 8
–250
–280
Sonstige betriebliche Aufwendungen
9
–1.639
–688
Operatives Ergebnis
12.246
5.065
Dividendenerträge
31
11
19
Zinserträge
11, 31
269
161
Zinsaufwendungen
11, 31
–417
–334
Sonstiges Finanzergebnis
11, 31
–1.345
–40
Finanzerfolg
–1.481
–194
Ergebnis vor Steuern
10.765
4.870
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
12
–5.590
–2.066
Jahresüberschuss
5.175
2.804
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen
3.634
2.093
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen
71
94
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
1.470
617
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR
13
11,12
6,40
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR
13
11,11
6,40
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2022
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
In EUR Mio
Anhangangabe
2022
2021
Jahresüberschuss
5.175
2.804
Währungsumrechnungsdifferenzen
603
946
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres
21
250
883
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in die Gewinn- und
Verlustrechnung
3, 6, 9
354
63
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges
28
40
210
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres
377
386
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in die Gewinn- und
Verlustrechnung
–338
–176
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen
Ergebnis
16
0
0
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert („recycelt“) werden können
643
1.156
Gewinne (+)/ Verluste(–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten
Plänen
23
263
53
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten
18
2
–1
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend
auf den Buchwert des Grundgeschäftes übertragen werden
28
–67
17
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen
Ergebnis
16
6
–0
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert („recycelt“) werden
204
69
Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen
–5
–41
Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn - und
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen
–26
8
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern
21
–30
–33
Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern
21
817
1.192
Gesamtergebnis des Jahres
5.992
3.996
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen
4.381
3.164
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen
71
94
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
1.540
739
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022
Vermögen
In EUR Mio
Anhangangabe
2022
2021
Immaterielle Vermögenswerte
14
2.510
3.161
Sachanlagen
15
19.317
18.569
At-equity bewertete Beteiligungen
16
7.294
6.887
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
18
1.999
3.730
Sonstige Vermögenswerte
19
115
113
Latente Steuern
25
1.150
1.265
Langfristiges Vermögen
32.384
33.724
Vorräte
17
4.834
3.150
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
18
4.222
4.518
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
18
3.929
5.148
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern
97
107
Sonstige Vermögenswerte
19
1.198
621
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
26
8.090
5.050
Kurzfristiges Vermögen
22.369
18.595
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
20
1.676
1.479
Summe Aktiva
56.429
53.798
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Anhangangabe
2022
2021
Grundkapital
327
327
Hybridkapital
2.483
2.483
Rücklagen
16.339
12.695
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens
19.149
15.505
Nicht beherrschende Anteile
22
7.478
6.491
Summe Eigenkapital
21
26.628
21.996
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
23
997
1.299
Anleihen
24
6.030
7.275
Leasingverbindlichkeiten
24
1.322
887
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
24
1.359
1.415
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
23
3.714
3.683
Sonstige Rückstellungen
23
377
643
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
24
489
587
Sonstige Verbindlichkeiten
24
124
118
Latente Steuern
25
1.194
1.309
Langfristige Verbindlichkeiten
15.607
17.216
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
24
5.259
4.860
Anleihen
24
1.290
795
Leasingverbindlichkeiten
24
155
131
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
24
128
350
Ertragsteuerverbindlichkeiten
2.449
1.301
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
23
82
72
Sonstige Rückstellungen
23
505
360
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
24
2.172
4.367
Sonstige Verbindlichkeiten
24
1.527
1.440
Kurzfristige Verbindlichkeiten
13.567
13.677
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
20
626
909
Summe Passiva
56.429
53.798
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2022
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2022¹
In EUR Mio
Grund-
kapital
Kapital-
rücklage
Hybrid-
kapital
Gewinn-
rücklage

Währungs-
umrechnungs-
differenzen
1. Jänner 2022
327
1.514
2.483
12.008
–910
Jahresüberschuss
—
—
—
3.705
—
Sonstiges Ergebnis des Jahres
—
—
—
206
543
Gesamtergebnis des Jahres
—
—
—
3.911
543
Dividendenausschüttung und Hybridkupon
—
—
—
–847
—
Anteilsbasierte Vergütungen
—
4
—
—
—
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht beherrschender Anteile
—
—
—
5
–2
Umgliederung von Cashflow-Hedges in die Bilanz
—
—
—
—
—
31. Dezember 2022
327
1.517
2.483
15.076
–370
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2021¹
In EUR Mio
Grund-
kapital
Kapital-
rücklage
Hybrid-
kapital
Gewinn-
rücklage

Währungs-
umrechnungs-
differenzen
1. Jänner 2021
327
1.506
3.228
10.502
–1.785
Jahresüberschuss
—
—
—
2.187
—
Sonstiges Ergebnis des Jahres
—
—
—
61
875
Gesamtergebnis des Jahres
—
—
—
2.248
875
Dividendenausschüttung und Hybridkupon
—
—
—
–699
—
Veränderungen Hybridkapital
—
—
–745
–43
—
Anteilsbasierte Vergütungen
—
8
—
—
—
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht beherrschender Anteile
—
—
—
—
—
Umgliederung von Cashflow-Hedges in die Bilanz
—
—
—
—
—
31. Dezember 2021
327
1.514
2.483
12.008
–910
1Siehe Anhangangabe 21 – Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens und Anhangangabe 22 – Nicht beherrschende Anteile
Hedges
Sonstiges Ergebnis
aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
Eigene Anteile
Eigenkapital der
Anteilseigner des
Mutterunternehmens
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
173
–86
–3
15.505
6.491
21.996
—
—
—
3.705
1.470
5.175
–6
4
—
746
71
817
–6
4
—
4.451
1.540
5.992
—
—
—
–847
–621
–1.467
—
—
1
4
—
4

—
—
—
3
45
48
33
—
—
33
23
56
200
–82
–2
19.149
7.478
26.628
Hedges
Sonstiges Ergebnis
aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
Eigene Anteile
Eigenkapital der
Anteilseigner des
Mutterunternehmens
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
51
–86
–3
13.739
6.159
19.899
—
—
—
2.187
617
2.804
134
0
—
1.071
121
1.192
134
0
—
3.258
739
3.996
—
—
—
–699
–268
–967
—
—
—
–789
—
–789
—
—
0
8
—
8
—
—
—
—
–147
–147
–13
—
—
–13
8
–5
173
–86
–3
15.505
6.491
21.996
Konzern-Cashflow-Rechnung 2022
Konzern-Cashflow-Rechnung
In EUR Mio
Anhangangabe
2022
2021
Jahresüberschuss
5.175
2.804
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
7
2.667
3.935
Latente Steuern
12
85
10
Laufende Steuern
12
5.505
2.056
Gezahlte Ertragsteuern
–4.266
–1.135
Steuerrückerstattungen
68
24
Verluste (+)/Gewinne (-) aus Abgängen von Anlagevermögen und
Geschäftseinheiten
6, 9
–344
–267
Anteil am Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen und Dividendenerträge
6, 18, 31
–879
–619
Einzahlung aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen und anderen
Unternehmen
16, 35
812
2.007
Zinsaufwendungen
11, 31
154
175
Gezahlte Zinsen
–182
–207
Zinserträge
11, 31
–264
–156
Erhaltene Zinsen
247
78
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Personalrückstellungen
23
–13
–13
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Rückstellungen
23
–195
–16
Sonstige Änderungen
26
1.274
221
Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen
9.843
8.897
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte
17
–2.188
–1.084
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen
18, 19
–397
–1.932
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten
24
501
1.136
Veränderungen in den Net Working Capital-Positionen
–2.084
–1.881
Cashflow aus der Betriebstätigkeit
7.758
7.017
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
14, 15
–2.943
–2.497
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
18
–736
–382
Veräußerungen
Erlöse aus Anlagevermögen und finanziellen Vermögenswerten
1.487
397
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten
abzüglich liquider Mittel
440
661
Aufgrund des Verlusts der Beherrschung abgegangene liquide Mittel
–214
—
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
–1.966
–1.820
Zugänge langfristige Finanzierungen
26
0
250
Rückzahlung langfristige Finanzierungen
26
–1.047
–2.287
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzierungen
26
–184
61
Erhöhung von nicht beherrschenden Anteilen
22
30
—
Verminderung von nicht beherrschenden Anteilen
–1
–4
Dividendenzahlungen an Anteilseigner des Mutterunternehmens (inkl. Hybridkupons)
21
–847
–733
Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner
22
–612
–265
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
–2.660
–2.977
Währungsdifferenz auf liquide Mittel
–72
–25
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel
3.060
2.195
Liquide Mittel Jahresbeginn
26
5.064
2.869
Liquide Mittel Jahresende
26
8.124
5.064
Davon Liquide Mittel umgegliedert auf „Zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen“
35
14
In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
ausgewiesen
26
8.090
5.050
Konzernanhang
Grundlagen der Abschlusserstellung und Bilanzierungsgrundsätze
1 Grundlagen der Abschlusserstellung
  • Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Trabrennstraße 6–8, 1020 Wien, Österreich) ist ein integriertes, internationales Öl-, Gas- und Chemieunternehmen, welches Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Chemicals & Materials, Refining & Marketing und Exploration & Production unterhält.
  • Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 245a (1) anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
  • Die Aufstellung des Konzernabschlusses ist grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erfolgt. Hiervon ausgenommen sind bestimmte Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, so wie in der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – beschrieben. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen jenen des vorangegangenen Geschäftsjahres, sofern nicht anders angegeben.
  • Der Konzernabschluss 2022 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
  • Der Konzernabschluss beinhaltet die Abschlüsse der OMV Aktiengesellschaft und aller Unternehmen, die zum 31. Dezember 2022 beherrscht wurden (Tochterunternehmen). Die Abschlüsse aller einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Rechnungslegungsstandards erstellt. Eine Übersicht der Tochterunternehmen, at-equity bewerteten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen befindet sich in Anhangangabe 38 – Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft – und enthält Angaben zu Konsolidierungsmethode, Geschäftsbereich, Standort und OMV Anteil.
  • Der Konzernabschluss 2022 wurde am 9. März 2023 vom Aufsichtsrat genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.
2 Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen
1) Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen
  • Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Diese Schätzungen und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und anderen Faktoren, die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung als angemessen betrachtet werden. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
  • Wesentliche Schätzungen und Annahmen waren insbesondere in Zusammenhang mit den Auswirkungen der Klimakrise und der Energiewende sowie der Russland-Ukraine-Krise erforderlich. Diese Schätzungen und Annahmen werden nachfolgend in den Abschnitten a) und b) dargestellt.
  • Darüber hinaus gab es Schätzungen und Annahmen mit wesentlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis in Bezug auf Öl- und Gasreserven, die Werthaltigkeit von Vermögenswerten, Rückstellungen, Leasingverträgen und Ertragsteuern. Diese werden im Abschnitt 2 gemeinsam mit den betreffenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden graphisch in grau hervorgehoben erläutert.
a) Wesentliche Schätzungen und Annahmen bei der Beurteilung von klimabezogenen Risiken
  • Die OMV hat die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende bei der Aufstellung des Konzernabschlusses berücksichtigt. Sie unterliegen Unsicherheiten und können erhebliche Auswirkungen auf die derzeit vom Konzern ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben.
  • 2022 definierte die OMV erstmals konkrete kurz-, mittel- und langfristige Ziele für die Reduktion ihrer Emissionen und verpflichtete sich bis 2050 ein Netto-Null-Emissions-Unternehmen (Scope 1, 2 und 3) zu werden. Für die Scope 1 und 2 Emissionen strebt die OMV eine absolute Reduktion von mindestens 30% bis 2030 und mindestens 60% bis 2040 an. Für Scope 3 Emissionen peilt die OMV eine Reduktion von mindestens 20% bis 2030 und von 50% bis 2040 an.15
  • Die vom Management getroffenen, wesentlichen Schätzungen berücksichtigen die künftigen Auswirkungen der strategischen Entscheidungen und das Engagement der OMV, ihr Portfolio an den Zielen der Energiewende auszurichten, kurz- und langfristige klimabezogene Risiken sowie den Übergang zu weniger kohlenstoffhaltigen Energieträgern zusammen mit einer bestmöglichen Schätzung des globalen Angebots und Nachfrage, inklusive prognostizierter Warenpreise.
  • Nichtsdestotrotz gibt es eine erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der Veränderungen im Energieträgermix in den nächsten 30 Jahren und dem Ausmaß, in dem mit diesen Veränderungen die Ziele des Pariser Abkommen erreicht werden. Während sich Unternehmen zu solchen Zielen verpflichten können, erfordert die Bilanzierung nach IFRS die Anwendung von Annahmen, die die aktuellen, bestmöglichen Schätzungen der Bandbreite an möglichen zukünftigen Rahmenbedingungen darstellen, die von solchen Zielen abweichen können. Zu diesen Annahmen gehören Erwartungen über die künftigen, weltweiten Dekarbonisierungsanstrengungen und der Übergang zu Volkswirtschaften mit Netto-Null-Emissionen.
  • Die OMV verwendet zwei unterschiedliche Szenarien, die von der internen Market Intelligence-Abteilung entwickelt wurden: den „Base Case“ und den „Stress Case“. Die Szenarien unterscheiden sich durch die zugrunde gelegten Erwartungen über die Geschwindigkeit der künftigen weltweiten Dekarbonisierung und führen zu unterschiedlichen Annahmen über Nachfrage, Preise und Margen von fossilen Produkten. Der Base Case wird für die Mittelfristplanung sowie für Schätzungen verwendet, die in die Bewertung verschiedener Bilanzpositionen dieses Konzernabschlusses eingehen, wie Werthaltigkeitstests für nicht-finanzielle Vermögenswerte und die Bewertung von Rückstellungen. Der Stress Case, der auf einem schnelleren Dekarbonisierungspfad basiert als der Base Case, wird für die Berechnung von Sensitivitäten verwendet, um die Unsicherheit aus der Geschwindigkeit der Energiewende zu berücksichtigen und das finanzielle Risiko für die bestehenden Vermögenswerte der OMV aus der Energiewende besser abschätzen zu können. Beide Szenarien, der Base Case und der Stress Case, berücksichtigen mehr Klimaschutzanstrengungen und einen schnelleren Dekarbonisierungspfad als in den im Vorjahr verwendeten Szenarien. Die OMV erwartet aber weiterhin, dass sich die Energiewende in verschiedenen Teilen der Welt mit unterschiedlicher Geschwindigkeit vollziehen wird.
  • Der Base Case baut auf einem Szenario auf, in dem die OECD-Länder das Netto-Null-Emissionsziel zwischen 2050 und 2070 erreichen werden (d.h. einem Pfad zwischen den IEA-Szenarien „Net Zero Emissions“ (NZE) und „Sustainable Development“ (SDS) vergleichbar), und die Nicht-OECD-Länder die angekündigten Dekarbonisierungszusagen vollständig und fristgerecht implementieren (d.h. dem IEA „announced pledges“-Szenario vergleichbar).16
  • Für die Stress-Test-Analyse wird ein Szenario verwendet, das einen möglichen Weg zur Erreichung der Klimaziele gemäß Pariser Abkommen darstellt. In diesem Szenario wird angenommen, dass fortgeschrittene Volkswirtschaften das Netto-Null-Emissionsziel bis 2050 erreichen, während Volkswirtschaften mit mittlerem Einkommen und Entwicklungsländer dieses erst zu einem späteren Zeitpunkt, aber nicht später als 2070 erreichen. Aus der Annahme, dass die ganze Welt den Verpflichtungen des Pariser Abkommens nachkommt, ergeben sich eine niedrigere Nachfrage nach Öl und Gas und folglich niedrigere Öl- und Gaspreise als im Base Case. Weiters enthält dieses Szenario andere mögliche Effekte wie ein langsameres, kurzfristiges Wirtschaftswachstum.
  • In einer weiteren Sensitivitätsanalyse zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Öl- und Gasvermögenswerte im E&P Segment verwendet die OMV das von der IEA modellierte „Net Zero Emissions“-Szenario (NZE). Es zeigt einen Pfad für den globalen Energiesektor zur Erreichung des Netto-Null-CO2-Emissionsziels bis 2050.17
  • Für Investitionsentscheidungen werden Wirtschaftlichkeitsrechnungen auf Basis der gleichen Preis- und Nachfrageannahmen wie in der Mittelfristplanung und den Werthaltigkeitstests erstellt. Weiters ist für alle Investitionsentscheidungen eine Wirtschaftlichkeitsrechnung auf Basis der Stress Case-Annahmen verpflichtend, um die wirtschaftliche Rentabilität auch in einem an den Zielen des Pariser Abkommens ausgerichteten Szenario zu beurteilen. Das IEA NZE Szenario wird für Investitionsentscheidungen nicht herangezogen.
  • Kosten für CO2 Emissionen werden in den Wirtschaftlichkeitsrechnungen, Werthaltigkeitstests als auch im Stress Case-Szenario insoweit berücksichtigt, als es in den jeweiligen Ländern eine CO2-Bepreisung gibt. Die Schätzungen für CO2-Preise in der Europäischen Union werden in der Anhangangabe 2.2j ausgewiesen.
Werthaltigkeit von Vermögenswerten
Annahmen über Warenpreise haben eine wesentliche Auswirkung auf die erzielbaren Beträge von Explorations- und Sachanlagevermögen sowie Firmenwerte. Für die Wertminderungstests werden die Preisannahmen verwendet, die für die Mittelfristplanung auf Basis des oben beschriebenen Szenarios über die Energiewende festgelegt wurden. Angaben zu den Wertminderungstests inklusive der Preisannahmen sind in den Anhangangaben 2.2j sowie Note 7 - Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen enthalten. Das Ergebnis der Wertminderungstests ist nicht im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens.
Die auf Basis des Stress Case ermittelten Sensitivitäten zeigen hauptsächlich für die Öl- und Gasvermögenswerte im E&P Segment ein Risiko für Wertminderungen in einem Szenario, das den Zielen des Pariser Abkommens entspricht. Um die Risiken aus verschiedenen Dekarbonisierungsszenarien und deren Auswirkung auf die Öl- und Gasvermögenswerte der OMV noch näher zu analysieren, wurde in einer weiteren Berechnung die Auswirkung von Öl- und Gaspreisen aus dem 1,5°C kompatiblen Netto-Null-Emissionsziel bis 2050 (NZE) Szenario laut IEA simuliert. Die dieser Berechnung zugrunde gelegten CO2 Preise entsprechen jenen der Stress Case-Berechnung. Diese sind für Europa im Einklang mit den CO2-Preisen im IEA NZE Szenario. Allerdings wurden keine CO2-Preise in Ländern ohne CO2-Bepreisungssystem berücksichtigt.
Die Auswirkung des OMV Stress Case sowie der „NZE bis 2050“ Berechnung auf die Buchwerte der Öl- und Gasvermögenswerte wird in folgender Tabelle zusammengefasst:
Sensitivitäten auf die Öl- und Gasvermögenswerte1
Verringerung der Buchwerte der Öl- und Gasvermögenswerte
Verbleibender Buchwert der Öl- und Gasvermögenswerte
Brent Ölpreis in realen Werten
2030/2040/20502
Gaspreis THE in realen Werten
2030/2040/20502
in EUR Mrd
in EUR Mrd
USD/bbl
EUR/MWh
OMV Stress case Szenario
–5,3
6,9
47/27/20
18/18/18
IEA NZE Szenario
–6,1
6,0
36/30/25
15/13/12
1 Inklusive Öl- und Gasvermögenswerte mit unsicheren und sicheren Reserven, E&P At-equity-Beteiligungen und mit E&P in Zusammenhang stehende Firmenwerte
2 In realen Werten mit Basisjahr 2027
  • Während ein Szenario mit einem schnellerem Dekarbonisierungspfad durch eine weltweit sinkende Nachfrage nach fast allen Produkten und damit niedrigeren Margen und Cracks auch eine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Raffinerien im R&M-Segment hätte, wird nicht erwartet, dass die Werthaltigkeit der Buchwerte im C&M-Segment dadurch beeinträchtigt sein könnte.
  • Nähere Details zu den Stresstests inklusive einer Beschreibung der Annahmen sind in Anhangangabe 2.2j. enthalten.
Nutzungsdauern
Die Geschwindigkeit der Energiewende kann eine Auswirkung auf die Restnutzungsdauer des Anlagevermögens haben. Das abnutzbare Vermögen in den Raffinerien wird im Durchschnitt über die nächsten 9 Jahre und im Retail-Bereich über die nächsten 5 bis 10 Jahre abgeschrieben. Es wird erwartet, dass die Nachfrage für Mineralölprodukte in diesem Zeitraum stabil bleiben wird. Durch die Energiewende wird deshalb keine wesentliche Auswirkung auf die erwarteten Nutzungsdauern des Anlagevermögens im R&M-Segment erwartet.
Im E&P-Segment werden die Öl- und Gasvermögenswerte wie in Anhangangabe 2.2h beschrieben gemäß der Unit-of-Production-Methode auf Basis der sicheren Reserven abgeschrieben. Entsprechend den aktuellen Produktionsplänen werden von den sicheren Reserven zum 31. Dezember 2022 bis 2030 31%, bis 2040 5% und bis 2050 weniger als 1% verbleiben. Die bestehenden Öl- und Gasanlagen mit sicheren Reserven werden daher bis 2030 erheblich und mit Ausnahme eines Feldes bis 2050 vollständig abgeschrieben.
Da die OMV keine wesentlichen Auswirkungen durch die Energiewende auf das C&M-Segment erwartet, ist in diesem Bereich mit keiner wesentlichen Auswirkung auf die Nutzungsdauern zu rechnen.
  • Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
    Das Fälligkeitsprofil für die Rekultivierungsrückstellungen ist in Anhangangabe 23 – Rückstellungen enthalten. Der wirtschaftliche Zeitpunkt für die Stilllegung der Öl- und Gasvermögenswerte ändert sich durch den Stress Case nicht wesentlich. Die Auswirkung auf den Buchwert der Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen wird deshalb als unwesentlich eingeschätzt.
  • Für die Raffinerien wurden keine Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen angesetzt. Es wird erwartet, dass die Raffinerien unter einem Energiewendeszenario, das in Einklang mit den Pariser Zielen steht, weiterhin für die Produktion genutzt werden. In den nächsten Jahren sind wesentliche Investitionen in die europäischen Raffineriestandorte der OMV geplant, um sie in Richtung der Produktion von erneuerbaren Treibstoffen und chemischen Rohstoffen mit einer stärkeren Chemie-Integration weiterzuentwickeln. Weiters wird für ADNOC Refining eine Fortsetzung des Betriebs in einem solchen Szenario dank der guten Positionierung im Markt erwartet.
b) Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen
Die durch den Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 ausgelösten Entwicklungen hatten wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
  • Die OMV ist in Russland durch die Beteiligung am Erdgasfeld Juschno-Russkoje vertreten. Das Gas wird durch den Betriebsführer und Lizenznehmer OJSC Severneftegazprom (SNGP), an dem die OMV einen Anteil von 24,99% hält, produziert. Die Anteile an SNGP wurden bis 28. Februar 2022 at-equity bilanziert. Verkauft wird das Gas durch die Vertriebsgesellschaft JSC GAZPROM YRGM Development (YRGM), an der die OMV eine Vorzugsaktie ohne Stimmrecht mit Anspruch auf 99,99% des Ergebnisses hält. YRGM wurde bis Februar 2022 vollkonsolidiert, da alle Aktivitäten dieser Gesellschaft vorbestimmt sind und die OMV vollständig der Variabilität der Erträge ausgesetzt ist. Russland beschloss als Antwort auf die Sanktionen durch die westlichen Staaten zahlreiche Gegensanktionen, die Auswirkungen auf die Tätigkeit von ausländischen Unternehmen in Russland haben. Entsprechend diesen Gegensanktionen hat die OMV u.a. die Macht verloren, Dividenden von YRGM zu erhalten, was zu einem Verlust der Beherrschung über YRGM und des maßgeblichen Einflusses über SNGP führte. Aus diesem Grund beendete die OMV die Vollkonsolidierung von YRGM und die at-equity Bilanzierung von SNGP im Konzernabschluss.
  • Seit 1. März 2022 werden die Beteiligungen an SNGP und YRGM gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bilanziert. Die Entkonsolidierung führte zu einem Verlust von EUR 658 Mio, wovon EUR 399 Mio auf das Recycling der im sonstigen Ergebnis kumulierten Währungsverluste zurückzuführen ist. Der gesamte Betrag wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht. Weiters führte die Entkonsolidierung zu einem negativen Effekt von EUR 208 Mio im Cashflow aus der Investitionstätigkeit bedingt durch den Abgang liquider Mittel von YRGM, welcher in der Zeile „Aufgrund des Verlusts der Beherrschung abgegangene liquide Mittel“ enthalten ist. Zum 31. Dezember 2022 wurde der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen an YRGM und SNGP weiter auf einen Buchwert von EUR 23 Mio reduziert, was zu einem zusätzlichen Verlust von EUR 370 Mio im Finanzergebnis führte. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt die weitere Verschlechterung des politischen und rechtlichen Umfelds in Russland und basiert auf einem DCF-Modell, das das Produktionsprofil, die erwarteten Gaspreise, Produktionskosten sowie einen Illiquiditätsabschlag von 90% auf den verbleibenden Nettobarwert der Cashflows sowie den Bestand an liquiden Mitteln berücksichtigt.
  • Die OMV hat eine vertragliche Position gegenüber Gazprom aus der Neufeststellung der Reserven aus dem Juschno Russkoje Gasfeld, die als Teil des Erwerbs der Beteiligung an diesem Feld in 2017 übernommen wurde. Gemäß dieser Vereinbarung wurden die Reserven vertraglich definiert, und falls die Reserven höher oder niedriger sind als in der Vereinbarung festgelegt, kann entweder die OMV verpflichtet sein, Gazprom zu entschädigen (hätte in diesem Fall aber in der Zukunft von höheren Absatzvolumen profitiert), oder kann umgekehrt Gazprom verpflichtet sein, die OMV zu entschädigen. Die Zahlung für die Neufeststellung der Reserven ist an die tatsächlich vorhandenen Gasreserven gebunden.
  • Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, die auf drei verschiedenen Szenarien, wovon eines auf den internen Reservenschätzungen der OMV basiert, führte zu einem positiven Wert. Aufgrund der aktuell schwierigen politischen und rechtlichen Lage in Russland rechnet die OMV nicht mehr mit der Einbringlichkeit dieser vertraglichen Position. Aus diesem Grund wurde ein Bewertungsverlust von EUR 432 Mio im sonstigen betrieblichen Aufwand verbucht, der den beizulegenden Zeitwert auf Null reduzierte.
  • 2021 wurde der beizulegende Zeitwert auf Basis der internen Reservenschätzungen ermittelt und führte zu einem Vermögenswert mit einem Wert von EUR 432 Mio. Eine externe Überprüfung der Reserven in Juschno Russkoje zum 31. Dezember 2020 zeigte eine wesentliche Abweichung zur internen Schätzung. In einem weiteren externen Gutachten durch einen unabhängigen Experten wurde allerdings die Vorgehensweise der Schätzung durch die OMV bestätigt. Eine Erhöhung der geschätzten Reserven über die vertraglich festgelegten Reserven könnte zu einer finanziellen Verbindlichkeit gegenüber Gazprom führen.
  • Die gesamten Auszahlungen der OMV als Finanzinvestorin im Rahmen der Finanzierungsverträge für Nord Stream 2 beliefen sich auf EUR 729 Mio. Der gesamte zum 5. März 2022 ausstehende Betrag inklusive abgegrenzter Zinsen betrug EUR 1 Mrd und wurde vollständig, zu Lasten des Finanzergebnisses, wertberichtigt (Buchwert zum 31. Dezember 2021: EUR 987 Mio).
  • Während die OMV im ersten Quartal Erdgas im Umfang von im Durchschnitt 7,6 TWh pro Monat auf Basis langfristiger Lieferverträge mit Gazprom nach Deutschland und Österreich importierte, gab es seit Mitte Juni Kürzungen der Liefermengen und seit August 2022 keine Lieferungen mehr nach Deutschland. In der zweiten Hälfte von 2022 importierte die OMV im Durchschnitt 2,6 TWh pro Monat an Erdgas auf Basis dieser Verträge. Die Lieferkürzungen machten Anpassungen der Sicherungsmaßnahmen der OMV und Ersatzbeschaffungen am Markt erforderlich und führten zu negativen finanziellen Auswirkungen. Es besteht weiterhin Unsicherheit hinsichtlich künftiger Kürzungen, und es können weitere substanzielle Verluste entstehen, wenn die abgesicherten Mengen von den tatsächlichen Lieferungen abweichen und somit teilweise ein nicht abgesichertes Gaspreisrisiko aus den Gazprom-Lieferverträgen besteht.
  • Für die langfristigen Lieferverträge mit Gazprom wurden keine Drohverlustrückstellungen gebildet. Die Preisermittlung in diesen Verträgen basiert auf aktuellen Hub-Preisen, und eine Schätzung der negativen Auswirkungen aus künftigen Lieferkürzungen ist nicht möglich. Die Absicherungsgeschäfte für die Verträge werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unterliegen keinem Hedge Accounting.
  • Die OMV traf verschiedene Maßnahmen, um die russischen Liefermengen zu ersetzen und um sicherzustellen, dass sie allen Lieferverpflichtungen nachkommen kann. Dazu gehörte der Aufbau von Transportmöglichkeiten aus Nordwesteuropa (z.B. für Lieferungen von selbst produziertem, norwegischem Gas und LNG-Mengen via dem Gate-Terminal) und aus Italien. Im Juli konnte sich die OMV erfolgreich zusätzliche Transportkapazitäten nach Österreich an den Übergabestellen Oberkappel (Leitung aus Deutschland) und Arnoldstein (Leitung aus Italien) im Umfang von 40 TWh für das aktuelle Gasjahr (1. Oktober 2022 bis 30. September 2023) sichern. Weiters wurden die Speicher gefüllt, um mögliche Ausspeicherungen im Fall von weiteren Lieferkürzungen zu maximieren, und die OMV hat im Bedarfsfall Zugang zu anderen europäischen liquiden Handelsplätzen für Erdgas.
Als direkte Auswirkung der Energiekrise in Europa wurden in einigen Ländern, in denen die OMV tätig ist, regulatorische Maßnahmen wie der EU Solidaritätsbeitrag und Preisobergrenzen implementiert. Die Auswirkungen der länderspezifischen EU Solidaritätsbeiträge auf den Konzernabschluss sind in Anhangangabe 12 – Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten.
2) Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
a) Unternehmenszusammenschlüsse und Firmenwerte
  • Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfasst und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Es wird für jeden Unternehmenszusammenschluss einzeln entschieden, ob die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens bewertet werden.
  • Bedingte Kaufpreiszahlungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung von bedingten Kaufpreiszahlungen, die als finanzielle Vermögenswerte oder Schulden eingestuft werden, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert mit Verbuchung der Wertänderungen im Gewinn oder Verlust.
  • Der Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des zuvor von der OMV am erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteils über das zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Nettovermögen. Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Jede Wertminderung wird sofort ergebniswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung ist nicht möglich. Ein Gewinn aus einem günstigen Unternehmenserwerb wird sofort als Ertrag erfasst.
b) Umsatzerlöse
  • Grundsätzlich werden die Umsatzerlöse bei Kontrollübergang der Produkte oder Dienstleistungen auf den Kunden realisiert. Die Ertragsrealisierung erfolgt auf Basis der mit dem Kunden vereinbarten Gegenleistung mit Ausnahme von Beträgen, die im Auftrag Dritter eingezogen werden.
  • Beim Verkauf von Gütern wie Rohöl, LNG, Ölprodukte, chemische und ähnliche Produkte stellt grundsätzlich die Lieferung einer Mengeneinheit eine separate Leistungsverpflichtung dar. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Kontrolle über die Güter an den Kunden übertragen wird, wobei dies der Zeitpunkt ist, an dem die Eigentumsrechte sowie das Untergangsrisiko auf den Kunden übergehen. Dieser Zeitpunkt kann auf Basis der im Kundenvertrag vereinbarten Incoterms festgestellt werden. Diese Verkäufe erfolgen mit entsprechend dem Industriestandard üblichen Zahlungszielen.
  • Umsatzerlöse aus der Rohölproduktion, an der die OMV mit anderen Produzenten beteiligt ist, werden gemäß der Umsatzmethode verbucht. Das bedeutet, dass die Umsatzerlöse auf Basis der tatsächlichen Verkäufe an Dritte, unabhängig vom prozentualen Anteil oder Anspruch des Konzerns, verbucht werden. Für die Differenz zwischen den Kosten der verkauften Mengen und den Kosten auf Basis der Menge für die ein Anspruch besteht, wird eine Anpassung der Produktionskosten auf Basis der durchschnittlichen Kosten mit Gegenbuchung in den sonstigen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten erfasst.
  • Im R&M Tankstellengeschäft werden die Umsätze aus dem Verkauf von Treibstoffen realisiert, wenn die Produkte an den Kunden abgegeben werden. Abhängig davon, ob die OMV beim Verkauf von Tankstellen-shopware als Prinzipal oder Agent handelt, werden die Erlöse und diesen Erlösen zuordenbaren Kosten in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto oder netto dargestellt. Die OMV ist Prinzipal, wenn sie vor dem Verkauf Kontrolle über die Güter hat, wofür der Hauptindikator das Lagerrisiko bei der OMV ist. An Tankstellen sind die Zahlungen sofort zum Zeitpunkt des Kaufs fällig.
  • Die Gas- und Stromlieferverträge der OMV enthalten eine Leistungsverpflichtung, die über den vereinbarten Lieferzeitraum erbracht wird. Die Umsatzerlöse werden entsprechend den von den Kunden abgenommenen Mengen und in Übereinstimmung mit dem Betrag, den die OMV in Rechnung stellen darf, realisiert. Nur in Ausnahmefällen enthalten langfristige Lieferverträge unterschiedliche Preise in den verschiedenen Perioden, bei welchen die Preise nicht den Wert der Güter zum Lieferzeitpunkt widerspiegeln. In diesen Fällen werden die Umsatzerlöse auf Basis der durchschnittlichen Vertragspreise verbucht.
  • In einigen Kundenverträgen für die Lieferung von Erdgas umfasst das dem Kunden verrechnete Entgelt einen Fixbetrag und ein variables Entgelt abhängig von der gelieferten Menge. Diese Verträge enthalten nur eine Leistungsverpflichtung und zwar eine Zusage, über einen bestimmten Zeitraum für die Lieferung von Gas bereitzustehen. Die Erlöse aus dem fixen und variablen Entgelt werden entsprechend den Beträgen, die die OMV den Kunden in Rechnung stellen darf, verbucht. Gas- und Stromlieferungen werden monatlich in Rechnung gestellt und gezahlt.
  • Gasspeicherverträge enthalten eine Zusage, Speicherleistungen über einen vereinbarten Zeitraum zu erbringen. Die Umsatzerlöse werden entsprechend den Beträgen, die die OMV den Kunden in Rechnung stellen darf, verbucht. Gas- und Stromlieferungen werden monatlich in Rechnung gestellt und gezahlt.
  • In der OMV gibt es einige Kundenverträge für Öl- und Gaslieferungen sowie für Gasspeicherleistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Gemäß IFRS 15 sind die gesamten auf die noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen entfallenden Teile der Transaktionspreise grundsätzlich für solche Verträge anzugeben. Die Verträge für Öllieferungen enthalten, so wie in der Ölindustrie üblich, variable Preise auf Basis der Marktpreise zum Lieferzeitpunkt, weshalb für diese Verträge eine Zuordnung des Transaktionspreises auf die nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen nicht möglich ist. Für Gasliefer- und Gasspeicherverträge wendet die OMV die Erleichterungsvorschriften gemäß IFRS 15.121 (b) an, wonach diese Informationen für Verträge, bei denen die Erlöse dem Wert, für die die OMV das Recht zur in Rechnungstellung hat, entsprechen, nicht veröffentlicht werden müssen. Die OMV veröffentlicht diese Information daher nicht.
c) Sonstige Erlöse
  • Die sonstigen Erlöse enthalten Umsatzerlöse aus Warengeschäften, die in den Anwendungsbereich des IFRS 9 fallen. Umsatzerlöse und Kosten für Rohstoffe werden netto innerhalb der sonstigen Erlöse dargestellt, wenn die Warentermingeschäfte zu Handelszwecken und nicht mit dem Ziel der finalen physischen Lieferung abgeschlossen eingestuft wurden.
  • Die sonstigen Erlöse enthalten weiters die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragsteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im E&P Segment (siehe 2.2f), realisierte und unrealisierte Ergebnisse aus der Absicherung von Umsatztransaktionen sowie Miet- und Pachterlöse.
d) Explorationsaufwendungen
  • Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich E&P und umfassen jene Kosten, die im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven sowie Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten in Zusammenhang mit Explorationsaktivitäten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündigen Explorationsbohrungen werden innerhalb der Abschreibungen, Wertminderungen und -aufholungen dargestellt.
e) Forschung und Entwicklung
  • Die im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallenden Ausgaben werden in der Periode als Aufwand verbucht, in der sie angefallen sind. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E), die in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen werden, umfassen alle direkten und indirekten Material- und Personalkosten sowie Kosten für Fremdleistungen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Prozessen und im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallen. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind.
f) Explorations- und Produktionsteilungsverträge
  • Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform bei Erdöl- und Erdgaslizenzen, bei der sich eine oder mehrere Ölunternehmen und das Gastland bzw. die nationale Ölgesellschaft die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. Explorationsaufwendungen werden dabei grundsätzlich von den Ölgesellschaften bestritten und nur im Erfolgsfall vom Staat oder der nationalen Ölgesellschaft in Form des sogenannten „cost oil“ erstattet. In bestimmten EPSA-Verträgen stellen die dem Gastland bzw. der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteile an der Produktion eine Form der Ertragsbesteuerung dar. In solchen Fällen werden sie dementsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteueraufwand dargestellt.
g) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
  • Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert (inklusive Kosten für Großinspektionen und Generalüberholungen). Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten enthalten den Barwert für die erwarteten Rückbaukosten von Anlagen nach deren Nutzung, wenn eine Rückstellung für Rückbaukosten angesetzt wurde (siehe 2.2s). Kosten für den Austausch von Anlagenteilen werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Kleinere Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.
  • Immaterielle Vermögenswerte und abnutzbare Sachanlagen werden (mit Ausnahme von Öl- und Gasvermögen, siehe 2.2h) linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Nutzungsdauer
Jahre
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwerte
Unbestimmt
Software
3–7
Konzessionen, Lizenzen, vertragliche immaterielle
Vermögenswerte u.Ä.
3–20, Vertragslaufzeit oder Unit-of-Production-Methode
Bereichsspezifische Sachanlagen
E&P
Öl- bzw. Gasvermögen
Unit-of-Production-Methode
R&M
Leitungen
20-30
Gaskraftwerk
8–30
Hochbehälter
40
Raffinerieverarbeitungsanlagen
25
Tankstellen
5–20
C&M
Chemische Produktionsanlagen
15-20
Sonstige Sachanlagen
Produktions- und Verwaltungsgebäude
20–50
Sonstige technische Anlagen
10–20
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3–15
h) Öl- und Gasvermögen
  • E&P-Aktivitäten werden nach der Successful-Efforts-Methode bilanziert. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zum Zeitpunkt der Feststellung, ob potenziell wirtschaftlich förderbare Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Kosten für nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
  • ▸ Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, die eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen würden.
  • ▸ Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit gemacht, die die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft rechtfertigen.
  • ▸ Der Zeitraum, für den das Unternehmen das Recht zur Exploration eines bestimmten Gebietes hat, ist nicht abgelaufen.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Werthaltigkeit von Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven
Es kann Fälle geben, bei denen die Kosten für Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven über einen längeren Zeitraum aktiviert bleiben, während die verschiedenen Evaluierungsaktivitäten und seismischen Analysen zur Beurteilung der Größe des Reservoirs und dessen Wirtschaftlichkeit fortgesetzt werden. Weitere Entscheidungen über den optimalen Zeitpunkt für solche Entwicklungen werden aus einer Ressourcen- und Portfoliosichtweise getroffen. Sobald keine Absichten mehr bestehen, einen Fund zu entwickeln, wird eine sofortige Wertminderung auf die Vermögenswerte erfasst.
  • Zum Jahresende werden noch nicht fertiggestellte Bohrungen, die sich nach dem Bilanzstichtag als nicht fündig herausstellen, als nicht zu berücksichtigende Ereignisse behandelt, d.h. die Kosten für die Explorationsbohrung bleiben zum jeweiligen Periodenende aktiviert und werden in der Folgeperiode als Aufwand verbucht.
  • Lizenzanschaffungskosten sowie aktivierte Vemögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden nicht planmäßig abgeschrieben, solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber bei Vorliegen eines Indikators für eine potenzielle Wertminderung auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich förderbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in das Sachanlagevermögen umgegliedert. Entwicklungskosten für die Errichtung von Infrastruktureinrichtungen wie Ölplattformen und Pipelines sowie für Entwicklungsbohrungen werden innerhalb des Sachanlagevermögens aktiviert. Mit Produktionsbeginn erfolgt eine planmäßige Abschreibung der aktivierten Kosten. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden, sofern nicht eine andere Basis von Reserven für die Abschreibung angemessener ist.

Wesentliche Schätzung: Öl- und Gasreserven
Die Öl- und Gasreserven werden durch firmeninterne Erdölingenieur*innen unter Anwendung von Industriestandards geschätzt und zumindest einmal jährlich neu beurteilt. Zusätzlich werden regelmäßig externe Überprüfungen durchgeführt. 2022 führte DeGolyer and MacNaughton (D&M) eine externe Überprüfung der Reserven zum Jahresende 2021 für die Öl- und Gasvermögenswerte in Tunesien, KRI und Malaysia durch. Im Jahr davor wurden die Reserven der anderen wesentlichen Öl- und Gasvermögenswerte extern überprüft.
Die Ergebnisse der externen Reviews zeigten abgesehen von Ausnahmefällen keine wesentlichen Abweichungen zu den internen Schätzungen. Bei Vorliegen von wesentlichen Abweichungen führt die OMV weiterführende Analysen, ggf. unter Einbindung von weiteren, unabhängigen Experten, durch.
Die Schätzungen der Öl- und Gasreserven haben eine wesentliche Auswirkung auf die Beurteilung der Werthaltigkeit der Öl- und Gasvermögenswerte des Konzerns. Korrekturen dieser Schätzungen nach unten können zu einer Wertminderung des Buchwerts des Vermögenswerts führen. Zusätzlich beeinflussen Schätzungsänderungen der Öl- und Gasreserven prospektiv die Höhe der Abschreibungen.
i) Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen
  • Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung hat. Für gemeinsame Vereinbarungen, d.h. Vereinbarungen, die der gemeinsamen Führung durch den OMV Konzern und einer oder mehreren weiteren Parteien unterliegen, erfolgt eine Einstufung als Gemeinschaftsunternehmen oder gemeinschaftliche Tätigkeit. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden haben.
  • Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wobei die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt werden und in den Folgeperioden um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust abzüglich erhaltene Dividenden und um den Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis und anderen Änderungen im Eigenkapital angepasst werden.
  • Wesentliche gemeinsame Explorations- und Produktionsaktivitäten im E&P-Bereich werden über gemeinschaftliche Tätigkeiten ausgeübt, die nicht als eigenständiges Vehikel aufgebaut sind. Die OMV bilanziert im Konzernabschluss für diese gemeinschaftlichen Tätigkeiten ihren Anteil an den mit den anderen Partnern gehaltenen Vermögenswerten und eingegangenen Verbindlichkeiten und Aufwendungen sowie die Erlöse des Konzerns aus dem Verkauf ihres Anteils an der Produktion sowie Verbindlichkeiten und Aufwendungen, die der Konzern für die gemeinschaftliche Tätigkeit eingegangen ist. Akquisitionen von Beteiligungen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen die gemeinschaftliche Tätigkeit einen Geschäftsbetrieb darstellt, werden nach den Vorschriften des IFRS 3 als Unternehmenszusammen-schluss bilanziert (siehe 2.2a).
  • Zusätzlich gibt es vertragliche Vereinbarungen ähnlich zu den gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen aber keine gemeinschaftliche Führung besteht und die deshalb nicht die Definition einer gemeinschaftlichen Tätigkeit gemäß IFRS 11 erfüllen. Das ist der Fall, wenn die wesentlichen Entscheidungen durch mehr als eine Kombination der Zustimmung durch die involvierten Parteien getroffen werden können oder eine Partei über Beherrschung verfügt. Die Beurteilung, ob die Vereinbarungen inner- oder außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 11 sind, wird von der OMV auf Basis der relevanten rechtlichen Vereinbarungen wie Konzessions-, Lizenz- oder gemeinsamen Betriebsvereinbarungen vorgenommen, die festlegen, wie und durch wen die relevanten Entscheidungen für diese Aktivitäten getroffen werden. Die Bilanzierung dieser Vereinbarungen erfolgt grundsätzlich analog zu den gemeinschaftlichen Tätigkeiten. Da Erwerbe von Anteilen an solchen Vereinbarungen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 3 fallen, bilanziert die OMV solche Transaktionen als Anschaffung von Anlagevermögen.
j) Wertminderung von Vermögenswerten
  • Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen (inklusive Öl- und Gasvermögen) und at-equity bewertete Beteiligungen werden auf Wertminderung überprüft, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände einen Anhaltspunkt für eine potenzielle Wertminderung eines Vermögenswerts geben. Überprüfungen auf Werthaltigkeit werden auf der Ebene des Vermögenswerts oder der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten durchgeführt, die Zahlungsmittel weitgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten generieren, der sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE).
  • Wenn festgestellt wurde, dass Vermögenswerte wertgemindert sind, werden die Buchwerte bis zu ihrem erzielbaren Betrag, der dem höheren aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert entspricht, abgeschrieben.
  • Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes nach Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der Diskontierungssatz vor Steuern wird iterativ ermittelt. Die Cashflows werden aus den aktuellen Budget- und Planungsrechnungen abgeleitet, die für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen die einzelnen Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden.
  • Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen herangezogen. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell herangezogen.
  • Falls in einer Folgeperiode die Gründe für eine Wertminderung wegfallen, wird eine ergebniswirksame Wertaufholung erfasst. Der infolge einer Wertaufholung erhöhte Buchwert eines Vermögenswerts darf nicht den Buchwert übersteigen, der unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung bestimmt worden wäre, wäre in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Werthaltigkeit der Vermögenswerte
Die Beurteilung, ob Vermögenswerte oder ZGE wertgemindert sind oder ob vergangene Wertminderungen wieder zugeschrieben werden sollen, erfordert die Anwendung verschiedener Schätzungen und Annahmen wie beispielsweise über die Preis und Margenentwicklung, Produktionsmengen und Diskontierungssätze.
Änderungen der wirtschaftlichen Lage, der Erwartungen hinsichtlich klimabezogener Risiken oder anderer Tatsachen und Umstände können eine Überprüfung dieser Annahmen erforderlich machen und zu Wertminderungen oder Wertaufholungen von Vermögenswerten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres führen.

Wesentliche Annahmen
Die den Wertminderungstests zugrundeliegenden Preis- und Margenannahmen werden jährlich im Rahmen der Mittelfristplanung (MTP) vom Management überprüft und vom Aufsichtsrat verabschiedet. Sie stellen die bestmöglichen Schätzungen des Managements dar und sind im Einklang mit externen Quellen. Während die kurzfristigen Annahmen aus aktuellen Forward-Preisen und Marktentwicklungen abgeleitet werden, werden die langfristigen Preisannahmen anhand einer Vielzahl von langfristigen Prognosen von anerkannten Experten und Beratern unter Berücksichtigung von weltweitem Angebot und Nachfrage entwickelt. Die langfristigen Annahmen der OMV berücksichtigen die Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende hin zu kohlenstoffärmeren Energieträgern (siehe Abschnitt 1 dieser Anhangangabe).
In der Berichtsperiode erhöhte die OMV ihre kurzfristigen Preisannahmen für Brent Rohöl, um dem engeren Post-COVID19-Markt Rechnung zu tragen. Langfristig wurden die Ölpreise auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr gehalten. Die europäischen Gaspreise wurden im kurzfristigen Bereich infolge der Invasion der Ukraine durch Russland und dem starken Rückgang der russischen Gasflüsse in den europäischen Markt stark erhöht. Langfristig wird mit europäischen Gaspreisen leicht über den Annahmen des Vorjahres aufgrund von weiterhin geringerem Angebot von russischem Gas in Europa und trotz einer im Vergleich zu den Annahmen aus 2021 schnelleren Dekarbonisierung gerechnet.
Die Preisannahmen sowie EUR-USD-Wechselkurse sind im Folgenden angeführt (in den ersten 5 Jahren in nominellen Werten und anschließend in realen Werten mit Basisjahr 2027 in 2022 bzw. 2026 in 2021):
2022 Preisannahmen für Impairment Tests
2023
2024
2025
2026
2027
2030
2040
2050
Brent Rohölpreis (USD/bbl)
80
75
70
65
65
65
60
60
EUR-USD Wechselkurs
1,10
1,10
1,10
1,10
1,10
1,10
1,10
1,10
Brent Rohölpreis (EUR/bbl)
73
68
64
59
59
59
55
55
Gaspreis THE (EUR/MWh)
91
64
46
36
27
24
24
24
CO2 Preis (EUR/t)
85
92
100
107
114
129
142
118
2021 Preisannahmen für Impairment Tests
2022
2023
2024
2025
2026
2030
2040
2050
Brent Rohölpreis (USD/bbl)
65
65
65
65
65
65
60
60
EUR-USD Wechselkurs
1,22
1,22
1,22
1,22
1,22
1,22
1,22
1,22
Brent Rohölpreis (EUR/bbl)
53
53
53
53
53
53
49
49
Gaspreis THE (EUR/MWh)
25
22
22
22
22
22
22
22
CO2 Preis (EUR/t)
55
58
61
64
68
93
117
—
Die wesentlichen Bewertungsparameter für die Ermittlung der erzielbaren Beträge für Vermögenswerte im E&P-Bereich sind die Öl- und Gaspreise, Produktionsmengen, Wechselkurse und die Diskontierungssätze. Die Förderprofile wurden aufgrund der Reservenschätzungen (siehe Anhangangabe 2.2h) und Erfahrungswerten aus der Vergangenheit geschätzt und stellen die beste Schätzung des Managements bezüglich der zukünftigen Produktionsmengen dar. Die Cashflow-Prognosen für die ersten fünf Jahre basieren auf der Mittelfristplanung und darüber hinaus auf einer Feldlebensplanung und umfassen damit die gesamte Lebensdauer des Feldes.
Der Anstieg der Gaspreise wurde als Anhaltspunkt für eine Wertaufholung von in Vorjahren verbuchten Wertminderungen europäischer Gasanlagen gewertet. Im Gegensatz dazu ging das erwartete Produktionsvolumen einiger Öl- und Gasfelder in Rumänien aufgrund höherer erwarteter natürlicher Rückgangsraten zurück und die Kostenbasis stieg. Die Ergebnisse der Wertminderungstests sind in Anhangangabe 7 dargestellt.
Im R&M und C&M Geschäft sind die Hauptannahmen für die Berechnung des erzielbaren Betrags die relevanten Margen, Volumina sowie Diskontierungs-, Inflations- und Wachstumsraten. Die Nutzungswertberechnung basiert auf den Cashflows der Fünf-Jahres-Mittelfristplanung sowie einer ewigen Rente.
Hinsichtlich der Raffineriemargen im Nahen Osten wurde angenommen, dass sie kurzfristig steigen, aber langfristig auf dem gleichen Niveau wie in der Vorperiode bleiben würden. Die kurzfristige Margenverbesserung wurde als Anhaltspunkt für eine Wertaufholung der ADNOC Refining-Beteiligung, auf die im Vorjahr eine Wertminderung verbucht wurde, gewertet. Die in die Berechnung der ewigen Rente einfließende Wachstumsrate wurde mit 1% angenommen.
Sensitivitäten auf Basis des Stress Case
Auf der Grundlage eines Stress Case-Szenarios wurden Sensitivitäten berechnet, um die Widerstandsfähigkeit der Vermögenswerten gegen Risiken eines langsameren Wirtschaftswachstums und der Russland-Ukraine-Krise im kurz-und mittelfristigen Zeitraum und auf längere Sicht gegen klimabedingte Risiken zu testen. Die langfristigen Preis- und Margenannahmen basieren auf einem Szenario, das mit den Zielen des Pariser Abkommens im Einklang steht und zu einem weltweiten Übergang zu Netto-Null-Emissionen zwischen 2050 und 2070 führt (für nähere Details siehe Abschnitt 1 dieser Anhangangabe).
Die in der Sensitivitätsanalyse verwendeten Annahmen sind in der folgenden Tabelle enthalten (Preise auf Basis von nominalen Werten in den ersten 5 Jahren und anschließend in realen Werten mit Basisjahr 2027):
2022 Preisannahmen für Stress Case Sensitivitäten
2023
2024
2025
2026
2027
2030
2040
2050
Brent Rohölpreis (USD/bbl)
65
60
55
50
50
47
27
20
EUR-USD Wechselkurs
1,20
1,20
1,20
1,20
1,20
1,20
1,20
1,20
Brent Rohölpreis (EUR/bbl)
54
50
46
42
42
39
23
17
Gaspreis THE (EUR/MWh)
69
48
35
27
20
18
18
18
CO2 Preis (EUR/t)
100
107
114
121
129
142
194
232
Die Stress Case-Sensitivitäten wurde anhand einer vereinfachten Methode berechnet. Die Berechnung basiert auf einem DCF-Modell ähnlich zu einer Nutzungswertberechnung, in der keine künftigen Investitionen in Erweiterungen und Verbesserungen berücksichtigt werden. Die Berechnungen enthalten keine Folgemaßnahmen, die das Management implementieren könnte, wie Divestments und Änderungen in der Unternehmensplanung. Die angeführten Beträge sind deshalb nicht als eine beste Schätzung eines erwarteten Wertminderungsverlusts aus einem solchen Szenario zu sehen.
Im E&P-Segment basieren die Cashflows auf einer angepassten Mittelfristplanung für fünf Jahre und eine Feldlebensplanung für die Jahre bis zur Stilllegung. Der Stress Case beinhaltet keine anderen Änderungen von Inputfaktoren als Preise und Mengen und keine Restrukturierungsmaßnahmen.
Nach diesem Stress Case-Szenario hätten die Buchwerte der Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven (inkl. E&P at-equity bewertete Beteiligungen) um EUR 4,4 Mrd und Firmenwerte um EUR 0,6 Mrd reduziert werden müssen. Zusätzlich würden einige Öl- und Gasvermögenswerte ohne sichere Reserven mit einem GuV-Effekt vor Steuern von EUR 0,3 Mrd aufgegeben werden. Für Öl- und Gasvermögenswerte wurde eine weitere Sensitivität auf Basis der Öl- und Gaspreise laut IEA Net Zero bis 2050 Szenario berechnet, die eine Reduktion des Buchwerts der Öl- und Gasvermögenswerte mit sicheren und unsicheren Reserven (inkl. E&P Firmenwerte) von EUR 6,1 Mrd zeigte (siehe Abschnitt 1 dieser Anhangangabe).
Im R&M-Segment berücksichtigt der Stress Case eine weltweit rückgängige Nachfrage für fast alle Produkte, die im Vergleich zum in den Wertminderungstests enthaltenen Szenario zu niedrigeren Margen und Cracks führt. Das Stress Case-Szenario würde in einem zusätzlichen Rückgang der Buchwerte der Raffinerien (inklusive der Beteiligung an ADNOC Refining) in der Höhe von EUR 0,6 Mrd resultieren, wobei dieser Betrag sich hauptsächlich auf die Beteiligung in ADNOC Refining sowie Petrobrazi in Rumänien bezieht. Die Raffinerien Schwechat und Burghausen sind durch den starken Fokus auf petrochemische Produkte weniger stark von einem Wertminderungsrisiko in einem solchen Szenario betroffen.
In der Stress Case-Berechnung für die Raffinerien wurden die Cashflows der Mittelfristplanung für die nächsten fünf Jahre an die niedrigeren Margen angepasst. Die Raffinerie-Referenzmargen Europa wurden im Stress Case im Durchschnitt um ca. 50% niedriger angenommen als in der Mittelfristplanung. Die ewige Rente für die Raffinerien in Europa wurde auf Basis der Cashflows aus der letzten Detailplanungsperiode sowie einer Wachstumsrate, die der aus den langfristig geschätzten Margen und Absatzmengen abgeleiteten durchschnittlichen, jährlichen Wachstumsrate (CAGR) entspricht, ermittelt. Die Wachstumsraten bewegen sich im Bereich zwischen –3,17% und 1,0%. Zusätzlich wurde in den Cashflows für die ewige Rente eine wesentliche Reduktion der operativen Kosten und CAPEX berücksichtigt.
k) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
  • Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zu „Veräußerungszwecken gehalten“ klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert bzw. die Gruppe von Vermögenswerten im derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten, die als zu „Veräußerungszwecken gehalten“ klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wurden, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben.
l) Leasing
  • Die OMV setzt für Leasingverhältnisse, in denen sie Leasingnehmer ist, gemäß IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte an. Sie wendet die Vereinfachungsregeln für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse mit geringwertigen zugrundeliegenden Sachvermögen an und setzt damit für solche Leasingverhältnisse keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz an. Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 16 fallen Leasingverhältnisse für die Exploration und die Nutzung von Öl und Erdgas, die hauptsächlich Pachtverträge für Grundstücke für solche Aktivitäten umfassen. Die Pacht für diese Verträge wird linear als Aufwand über den Leasingzeitraum erfasst.
  • Leasingverträge werden für die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in ihre Leasingkomponenten und andere Elemente aufgeteilt. Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der fixen Leasingzahlungen und Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, über den Leasingzeitraum abgezinst mit dem Diskontierungssatz bewertet. Nutzungsrechte werden in der Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich Vorauszahlungen und anfänglichen direkten Kosten angesetzt.
  • Die OMV als Leasinggeber hat Verträge abgeschlossen, die als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft wurden und für die die fixen und variablen Mietzahlungen über den Leasingzeitraum als Miet- und Leasingerträge erfasst werden.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Leasingverhältnisse
Die OMV hat eine Reihe von Verträgen über die Miete oder Pacht von Tankstellen. Viele von diesen Verträgen enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Verlängerungsoptionen bzw. Perioden nach Kündigungsoptionen wurden bei der Bestimmung des Leasingzeitraums berücksichtigt, wenn eine Verlängerung (bzw. keine Kündigung) hinreichend sicher ist. Bei der Feststellung des Leasingzeitraums berücksichtigt die OMV alle relevanten Fakten und Umstände, die zu wirtschaftlichen Anreizen für die Verkürzung oder Verlängerung des Leasingzeitraums gemäß der verfügbaren Optionen führen. Bei der Beurteilung des Leasingzeitraums von Tankstellenmiet- und -pachtverträgen mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen wurde von der Annahme ausgegangen, dass der Leasingzeitraum 20 Jahre nicht überschreitet.
Optionale Zeiträume, die in der Bewertung der Leasingverhältnisse nicht berücksichtigt wurden, gibt es in erster Linie für technische Ausrüstung im E&P-Bereich in Rumänien, Bürogebäude, ein Grundstück in Belgien sowie für Gasspeicherkavernen in Deutschland. Die Ausübung der Verlängerungsoption für die Bürogebäude und die Gasspeicherkavernen liegt in ferner Zukunft.
m) Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte
  • Beim Erstansatz stuft die OMV ihre finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) oder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) ein. Die Einstufung erfolgt abhängig vom Geschäftsmodell, nach dem sie vom Konzern gesteuert werden, sowie den vertraglichen Zahlungsstromeigenschaften der finanziellen Vermögenswerte. Käufe und Verkäufe im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag – jenem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen – bilanziert.
  • Schuldinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wenn sie die folgenden beiden Voraussetzungen erfüllen:
  • ▸ Der Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten; und
  • ▸ die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu Zahlungsströmen zu festgelegten Zeitpunkten, die ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen.
  • Die Folgebewertung dieser Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Zinserträge, Wertminderungsaufwendungen und Gewinne oder Verluste aus dem Abgang werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
  • Die OMV berücksichtigt für alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte Wertberichtungen auf Basis der erwarteten Kreditausfälle (ECL). Die erwarteten Kreditausfälle werden auf Basis externer oder interner Ratings der Kontrahenten und den entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt. Verfügbare zukunftsgerichtete Informationen werden berücksichtigt, sofern sie eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der erfassten Wertberichtigungen haben.
  • Erwartete Kreditausfälle werden in zwei Stufen erfasst. Wenn es seit dem Erstansatz keine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos gegeben hat, wird die Wertberichtigung auf Basis des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen. Der 12-Monats-Kreditverlust ist der Kreditverlust, der aus Ausfallereignissen resultiert, der innerhalb der nächsten zwölf Monate möglich ist. Ein finanzieller Vermögenswert weist aus Sicht des Konzerns ein geringes Ausfallrisiko auf, wenn sein Kreditrisikorating der Definition von „Investment Grade” entspricht.
  • Wenn das Kreditrisiko hingegen seit dem Erstansatz wesentlich angestiegen ist, ist eine Wertberichtigung in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts erforderlich, d.h. die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments resultieren. Für diese Einschätzung berücksichtigt der Konzern alle angemessenen und belastbaren Informationen, die ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Darüber hinaus nimmt die OMV an, dass das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts signifikant angestiegen ist, wenn er mehr als 30 Tage überfällig ist. Wenn die Bonität sich wiederum verbessert, geht die OMV auf den Ansatz eines 12-Monats-Kreditverlusts zurück. Ein finanzieller Vermögenswert wird als ausgefallen betrachtet, wenn er für mehr als 90 Tage überfällig ist, es sei denn, es liegen vernünftige und vertretbare Informationen vor, dass ein längeres Ausfallkriterium angemessener ist. Ein finanzieller Vermögenswert wird abgeschrieben, wenn keine realistische Aussicht besteht, dass die vertraglichen Cashflows realisierbar sind.
  • Für Lieferforderungen und vertragliche Vermögenswerte aus Kundenverträgen wird eine vereinfachte Vorgehensweise, bei der die Wertberichtigungen mit den über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusten berücksichtigt werden, angewandt. Im Fall, dass es für die ausstehenden Salden eine Kreditversicherung oder Sicherheiten gibt, werden die erwarteten Kreditverluste für den versicherten bzw. garantierten Betrag auf Basis der Ausfallswahrscheinlichkeit des Versicherers bzw. Garantiegebers und für den verbleibenden Betrag auf Basis der Ausfallswahrscheinlichkeit des Kontrahenten ermittelt.
  • Die nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) bewertet werden, enthalten Lieferforderungen aus Verkaufsverträgen mit vorläufiger Preisfestlegung und Investmentfonds, da die vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen. Weiters sind in dieser Bewertungskategorie Portfolios von Lieferforderungen enthalten, für die eine Verkaufsabsicht besteht. Diese Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei alle Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.
  • Eigenkapitalinstrumente werden entweder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch die Gewinn- und Verlustrechnung (FVTPL) oder durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) bewertet. Die OMV hat sich dafür entschieden, den Großteil ihrer börsennotierten Beteiligungen, die mit einer strategischen Zielsetzung und nicht zu Handelszwecken gehalten werden, unwiderrufbar als FVOCI zu klassifizieren. Gewinne und Verluste aus zum FVOCI bewerteten Beteiligungen werden niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert („recycled“) und unterliegen keiner Wertminderungsüberprüfung. Dividenden werden im Gewinn oder Verlust verbucht, es sei denn, die Dividende stellt eine Deckung eines Teils der Kosten der Beteiligung dar.
  • Die OMV bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder wenn sie den Vermögenswert und alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Beizulegender Zeitwert und Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten
Das Management bewertet periodisch die Forderungen in Zusammenhang mit vom rumänischen Staat rückerstattbaren Ausgaben für Rekultivierungs- und Entsorgungskosten der OMV Petrom SA. Die Schätzung berücksichtigt unter anderem die Entwicklung der eingeforderten Beträge, die Anforderungen an den Dokumentationsprozess und mögliche Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren.
Details zur Bewertung der Beteiligungen am Gasfeld Juschno Russkoje, die zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet werden, sowie der vertraglichen Position gegenüber Gazprom aus der Neufeststellung der Reserven kann Kapitel 2.1 entnommen werden.
n) Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting
  • Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Warenpreisen und Zinssätzen eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer Hedge Accounting gemäß IFRS 9 wird angewandt.
  • Derivate, die die Voraussetzungen für die Verbuchung als Sicherungsgeschäft erfüllen und als solches designiert wurden, werden klassifiziert als
  • ▸ Fair-Value-Hedge, wenn das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines verbuchten Vermögenswerts oder einer verbuchten Verbindlichkeit abgesichert wird,
  • ▸ Cashflow-Hedge, wenn das Risiko von Schwankungen der Cashflows, das sich aus einem speziellen, mit einer erfassten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko ergibt, abgesichert wird, oder
  • ▸ Net-Investment-Hedge, wenn das Währungsrisiko einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb abgesichert wird.
  • Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Ergebnis erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zum Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit, wird der Buchwert dieser Position um die kumulierten Gewinne oder Verluste, die im sonstigen Ergebnis abgegrenzt wurden, angepasst.
  • Die Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb wird in ähnlicher Weise wie Cashflow-Hedges bilanziert. Der Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Sicherungsinstrument, der als wirksame Absicherung ermittelt wird, wird im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Währungsdifferenzen kumuliert. Gewinne und Verluste aus dem ineffektiven Teil werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Bei Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs werden die Gewinne und Verluste, die im Eigenkapital kumuliert wurden, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
  • Der Konzern wendet Hedge Accounting für Sicherungsbeziehungen, die von der Reform der Referenzzinssätze betroffen sind, an. Zum Zweck der Beurteilung, ob eine wirtschaftliche Beziehung zwischen den Grundgeschäften und den Sicherungsinstrumenten besteht, nimmt der Konzern an, dass sich der Referenzzinssatz infolge der Reform der Referenzzinssätze nicht verändert.
  • Verträge über den Kauf oder Verkauf von nicht-finanziellen Posten, die durch einen Nettoausgleich in bar oder anderen Finanzinstrumenten erfüllt werden können, werden als Finanzinstrumente behandelt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Damit verbundene Gewinne oder Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Werden solche Verträge jedoch für den Empfang oder die Lieferung nicht finanzieller Gegenstände gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Konzerns geschlossen und weiter gehalten, werden sie als schwebende Geschäfte bilanziert.
o) Fremdkapitalzinsen
  • Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst.
p) Zuwendungen der öffentlichen Hand
  • Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Ertrag erfasst oder kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Vermögenswerts, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
q) Vorräte
  • Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Kosten werden bei austauschbaren Gütern nach ihren individuellen Kosten, bei Öl- und Gasvorräten nach dem Durchschnittspreisverfahren und bei chemischen Produkten nach der FIFO-Methode ermittelt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Darüber hinaus werden produktionsbezogene Verwaltungskosten und Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und freiwillige Sozialleistungen berücksichtigt. Im Raffineriebereich kommt ein Kostentragfähigkeitsprinzip zur Anwendung, wonach die Herstellungskosten den produzierten Produktgruppen nach deren jeweiligen Marktwerten am Ende der Periode zugeordnet werden.
r) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
  • Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- und Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen.
s) Rückstellungen
  • Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der aufgrund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird, im Fall von langfristigen Verpflichtungen abgezinst auf den Barwert.
  • Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrückstellungen:Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Geschäftsbereich E&P (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht auf bestmöglichen Schätzungen. Die Aufzinsung der Rückstellungen führt zu einem Zinsaufwand bzw. -ertrag (im Fall eines negativen Diskontierungssatzes) und erhöht oder verringert die Verpflichtung zu jedem Bilanzstichtag bis zum Anlagenrückbau. Für sonstige Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtung vernünftig schätzbar ist.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Rekultivierungsrückstellungen
Die wesentlichsten Verpflichtungen für Rekultivierungen bestehen im Konzern für die Versiegelung von Bohrlöchern, die Stilllegung von Anlagen und die Beseitigung und Entsorgung von Offshore-Anlagen. Die Durchführung eines Großteils dieser Tätigkeiten ist in ferner Zukunft geplant, während Technologien für die Rekultivierung, Kosten, Vorschriften und öffentliche Erwartungen sich laufend ändern. Schätzungen künftiger Wiederherstellungskosten basieren auf Berichten interner Ingenieur*innen oder der Partnerunternehmen sowie auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. Änderungen in den erwarteten künftigen Kosten nach unten oder Verschiebungen in die Zukunft werden über eine Änderung der Rückstellung und des dazugehörigen Vermögenswerts berücksichtigt, sofern ein Buchwert in ausreichender Höhe vorliegt. Sonst wird die Rückstellung über das Ergebnis aufgelöst. Bei wesentlichen Erhöhungen wird eine Beurteilung der Werthaltigkeit des zugrundeliegenden Vermögenswerts erforderlich.
Rückstellungen für Rekultivierungs- und Entsorgungsverpflichtungen erfordern die Schätzung von Abzinsungssätzen und Inflationsraten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung haben. Die verwendeten Annahmen sind in Anhangangabe 23 – Rückstellungen enthalten.
  • Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft die OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein.
  • Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Die Ansprüche sind bei leistungsorientierten Pensionsplänen grundsätzlich vom Dienstalter und den durchschnittlichen Bezügen abhängig. Diese leistungsorientierten Pläne setzen den Konzern versicherungsmathematischen Risiken aus, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Zinsrisiko, Inflationsrisiko (aufgrund der Wertsicherung) und dem Marktrisiko. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen Rechnung getragen.
  • Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt. Ähnliche Verpflichtungen wie der Abfertigungsanspruch in Österreich bestehen auch in anderen Ländern, in denen der Konzern Mitarbeiter beschäftigt.
  • In Österreich und Deutschland erhalten Mitarbeiter nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Diese Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung.
  • Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pensionspläne und Verpflichtungen aus Abfertigungen werden vollständig zum Zeitpunkt ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis (OCI) ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung („Recycling“) berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen für Jubiläumsgelder werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Der Netto-Zinsaufwand wird auf Basis der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen ermittelt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Differenz zwischen den Erträgen auf das Planvermögen und dem im Netto-Zinsaufwand enthaltenen Zinsertrag auf das Planvermögen wird im sonstigen Ergebnis erfasst.
  • Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und verpflichtende Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, der den Betroffenen kommuniziert wurde und dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Aufwendungen aus solchen Restrukturierungsplänen sind in der Zeile Sonstige betriebliche Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden auf Basis der geschätzten Anzahl der Beschäftigten, die das Angebot der Gesellschaft annehmen, gebucht. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Berechnung von Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode erfordert Schätzungen von Abzinsungssätzen, Gehaltstrends und Pensionstrends. Für die versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche und die entsprechenden Sensitivitäten siehe Anhangangabe 23 – Rückstellungen.
Für die österreichischen Konzerngesellschaften werden der Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. In anderen Ländern werden ähnliche versicherungsmathematische Berechnungsgrundlagen verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter ermittelt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des betreffenden Landes.
  • Rückstellungen für belastende Verträge werden gebildet für Verträge, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung höher sind als der erwartete Nutzen aus dem Vertragsverhältnis. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt mit dem niedrigeren Betrag aus den Kosten bei Vertragserfüllung und eventuellen Straf- oder Entschädigungszahlungen im Falle einer Nichterfüllung des Vertrages.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Rückstellungen für belastende Verträge
Die OMV ging in der Vergangenheit einige langfristige, nicht kündbare Verträge ein, die aufgrund von negativen Marktentwicklungen zu belastenden Verträgen wurden. Dies führte im Konzernabschluss zum Ansatz von Rückstellungen für belastende Verträge für die unvermeidbaren Kosten bei Erfüllung dieser Verträge.
Die für die Berechnung der positiven Beiträge, die die Fixkosten teilweise decken, erfolgten Schätzungen basieren auf externen Quellen und Erwartungen des Managements. Für nähere Details siehe Anhangangabe 23 – Rückstellungen.
  • Von Regierungsstellen gratis zugeteilte CO2-Emissionszertifikate (im Rahmen des EU Emissionshandelssystems für Treibhausgas-Emissionszertifikate) reduzieren die finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit CO2-Emissionen. Rückstellungen werden nur für bestehende Unterdeckungen im Konzern gebildet (vgl. Anhangangabe 23 – Rückstellungen).
t) Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten
  • Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.
  • Finanzgarantieverträge werden zum Zeitpunkt der Gewährung der Garantie als finanzielle Verbindlichkeit erfasst. Die Erstbewertung der Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. In der Folge wird die Verbindlichkeit zum höheren Wert aus dem gemäß dem Modell der erwarteten Kreditausfälle ermittelten Wertberichtigungsbetrag und dem anfänglich erfassten Betrag abzüglich der gemäß IFRS 15 erfassten kumulierten Erträge bewertet.
u) Ertragsteuern und latente Steuern
  • Neben Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern werden auch die für den Geschäftsbereich E&P typischen Steuern aus der Öl- und Gasproduktion wie z.B. die jeweiligen Anteile des Landes bzw. der nationalen Ölgesellschaft aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. 2.2f) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen. Für temporäre Differenzen werden latente Steuern berechnet und bilanziert.
  • Aktive latente Steuern werden in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiger zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, noch nicht genutzten Steuergutschriften und abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern
Der Ansatz von aktiven latenten Steuern erfordert eine Einschätzung darüber, wann sie sich wahrscheinlich umkehren werden und ob zu versteuernde Gewinne in ausreichender Höhe den aktiven latenten Steuern im Zeitpunkt ihrer Umkehrung entgegenstehen. Diese Beurteilung der Realisierbarkeit macht Annahmen über künftige, zu versteuernde Gewinne erforderlich und unterliegt deshalb Unsicherheiten. In der OMV erfolgt diese Beurteilung auf Basis einer Planung über die Feldlebensdauern bei E&P-Konzerngesellschaften bzw. über einen Zeitraum von fünf Jahren bei allen anderen Konzerngesellschaften.
Änderungen in Annahmen über künftige, zu versteuerende Gewinne können zu einem Anstieg oder einer Reduktion der aktiven latenten Steuern führen, was eine Auswirkung auf den Jahresüberschuss der Periode hat, in der die Änderung stattfindet.
  • Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen.
v) Long Term Incentive (LTI) Pläne und Equity Deferral
  • Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütungen aus dem Long-term Incentive Plan (LTIP) – dem wesentlichen aktienbasierten Vergütungsplan in der OMV - wird mit Hilfe eines Modells ermittelt, das auf erwarteten Zielerreichungen und Aktienkursen beruht. Bei Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung auf Basis der beizulegenden Zeitwerte des zu zahlenden Betrags über den Erdienungszeitraum verteilt gebildet. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag sowie zum Fälligkeitszeitpunkt neu bewertet, wobei Änderungen im beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht werden. Bei Vergütungen mit Ausgleich in Aktien wird der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand (inklusive Einkommensteuer) mit einer Gegenbuchung im Eigenkapital über den Erdienungszeitraum der Vergütung erfasst. Der als Aufwand berücksichtigte Betrag wird um nachträgliche Änderungen in den Leistungsbedingungen, die nicht Marktbedingungen darstellen, angepasst. Zusätzlich erfolgt die Vergütung für den Equity Deferral Teil der jährlichen Bonifikation in Aktien. Dementsprechend werden die damit verbundenen Aufwendungen mit Gegenbuchung im Eigenkapital erfasst. Die Erfüllung von Vergütungen mit Ausgleich in Aktien erfolgt an die Teilnehmer nach Abzug der Einkommensteuer.
w) Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert
  • Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag hätte übertragen werden können. Dabei wird von einem Transfer zwischen Teilnehmern im Hauptmarkt und ggf. von einer bestmöglichen Nutzung des Vermögenswerts ausgegangen.
  • Die beizulegenden Zeitwerte werden entsprechend der folgenden Hierarchie ermittelt:
Stufe 1:Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Diese Kategorie ist im OMV Konzern zumeist nur relevant für Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Futures.
Stufe 2:Bewertungstechniken mit der Verwendung von direkt und indirekt beobachtbaren Inputs. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten innerhalb der Stufe 2 werden üblicherweise Terminpreise für Rohöl und Erdgas, Zinssätze und Wechselkurse als Inputs für das Bewertungsmodell herangezogen. Zusätzlich werden das Kreditrisiko der Gegenpartei und ggf. ein Volatilitätsfaktor berücksichtigt.
Stufe 3:Bewertungstechniken wie z.B. Discounted Cashflow-Modelle mit der Verwendung von wesentlichen nicht beobachtbaren Inputs (z.B. langfristige Preisannahmen und Schätzungen von Reserven).
x) Währungsumrechnung
  • Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden.
  • Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, im sonstigen Ergebnis erfasst. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen umgerechnet. Die aus der Anwendung des Durchschnittskurses in der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber aktuellen Stichtagskursen bei Bilanzpositionen zusätzlich entstehenden Differenzen, werden gleichfalls im sonstigen Ergebnis verbucht.
  • Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:
Währungsumrechnung
2022
2021
Stichtag
Durchschnitt
Stichtag
Durchschnitt
Bulgarischer Lew (BGN)
1,956
1,956
1,956
1,956
Tschechische Krone (CZK)
24,116
24,566
24,858
25,641
Ungarischer Forint (HUF)
400,870
391,290
369,190
358,520
Neuseeland Dollar (NZD)
1,680
1,658
1,658
1,672
Norwegische Krone (NOK)
10,514
10,103
9,989
10,163
Rumänischer Leu (RON)
4,950
4,931
4,949
4,922
Schwedische Krone (SEK)
11,122
10,630
10,250
10,147
US Dollar (USD)
1,067
1,053
1,133
1,183
3) Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen
  • Die folgenden Änderungen von Standards wurden ab 1. Jänner 2022 angewandt:
  • ▸ Änderung an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Verweis auf das Rahmenkonzept
  • ▸ Änderung an IAS 16 Sachanlagen: Erträge vor der geplanten Nutzung
  • ▸ Änderungen an IAS 37: Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung
  • ▸ Jährliche Verbesserungen der IFRS Standards 2018-2020
Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der OMV.
4) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue und überarbeitete Standards
  • Die folgenden neuen bzw. überarbeiteten Standards, die bereits veröffentlicht aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten sind, wurden vom OMV Konzern nicht angewandt. Durch diese Standards werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. Teilweise ist die Anerkennung dieser Standards durch die EU noch ausständig.
Standards und Änderungen
Datum des
Inkrafttretens
laut IASB
IFRS 17 Versicherungsverträge und Änderungen an IFRS 17
1. Jänner 2023
Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2: Angabe von Rechnungslegungsmethoden
1. Jänner 2023
Änderungen an IAS 8: Definition von Schätzungen
1. Jänner 2023
Änderungen an IAS 12: Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden
aus einer einzigen Transaktion
1. Jänner 2023
Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
1. Jänner 2024
Änderungen an IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback-Transaktion
1. Jänner 2024
Änderungen an IAS 1: Langfristige Schulden mit Kreditbedingungen
1. Jänner 2024
3 Änderungen in der Konzernstruktur
  • Eine vollständige Liste aller OMV Beteiligungen sowie sämtliche Konsolidierungskreisänderungen sind in Anhangangabe 38 – Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft – zu finden. Wesentliche Änderungen des Konsolidierungskreises werden im Folgenden näher beschrieben.
Chemicals & Materials
  • Am 3. Juni 2022 schloss Borouge PLC den Börsengang an der ADX, der Abu Dhabi Securities Exchange, erfolgreich ab. Dem Börsengang folgend hat sich der Aktienanteil an Borouge PLC für Borealis auf 36% und für Abu Dhabi National Oil Company auf 54% verändert. Weitere Details können der Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen – entnommen werden.
  • Basierend auf dem letztgültigen Angebotspreis von AED 2,45 pro Aktie ergab der Börsengang einen Bruttoerlös von über EUR 1,9 Mrd für 10% des ausgegebenen Gesamtkapitals. Diese Transaktion führte zu einem Nettogewinn (inklusive FX-Recycling-Effekte) von EUR 341 Mio, der in der Position „Sonstige betriebliche Erträge“ in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt ist.
Refining & Marketing
  • Am 1. Mai 2022 hat die OMV den Verkauf des OMV Tankstellengeschäfts in Deutschland an die EG Group abgeschlossen. Der vereinbarte Kaufpreis vor den üblichen Anpassungen bei Abschluss betrug EUR 485 Mio. Die Transaktion führte zu einem Gewinn von EUR 409 Mio, welcher in der Position „Sonstige betriebliche Erträge“ in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten ist.
Exploration & Production
  • Die OMV beendete die Vollkonsolidierung von JSC GAZPROM YRGM Development (YRGM) und die at-equity Bilanzierung von OJSC Severneftegazprom (SNGP) und somit werden die Beteiligungen an SNGP und YRGM seit 1. März 2022 gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bilanziert. Weitere Details können der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“ – entnommen werden.
Auswirkung von Änderungen in der Konzernstruktur auf den Cashflow
  • Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt einen Mittelzufluss von EUR 745 Mio in Bezug auf den Börsengang von Borouge PLC, welcher in der Position „Erlöse aus Anlagevermögen und finanziellen Vermögenswerten“ berücksichtigt ist.
  • Des Weiteren enthielt der Cashflow aus der Investitionstätigkeit einen Mittelzufluss von EUR 432 Mio aus der Veräußerung des Tankstellengeschäfts in Deutschland, ausgewiesen in der Position „Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel“ sowie den Abgang liquider Mittel von EUR 208 Mio resultierend aus dem Verlust der Beherrschung über JSC GAZPROM YRGM Development, ausgewiesen in der Position „Aufgrund des Verlusts der Beherrschung abgegangene liquide Mittel“. Weitere Details sind nachfolgenden Tabellen zu entnehmen:
Cashflow-Auswirkung aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten sowie abgegangene liquide Mittel aufgrund des Beherrschungsverlusts
In EUR Mio
2022
Erhaltener Kaufpreis
446
Abzüglich abgegangene liquide Mittel
–6
Netto-Mittelzuflüsse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten
440
Aufgrund des Verlusts der Beherrschung abgegangene liquide Mittel
–214
Veräußertes Nettovermögen von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten sowie von Tochterunternehmen, über welche die Beherrschung verloren wurde
In EUR Mio
2022
Langfristiges Vermögen
681
Kurzfristiges Vermögen
404
Langfristige Verbindlichkeiten
245
Kurzfristige Verbindlichkeiten
179
Nettovermögen
661
Segmentberichterstattung
4 Segmentberichterstattung
Änderungen der Segmentberichterstattung
  • Beginnend mit Q1/22 wurde die OMV Konzernstruktur reorganisiert, um Synergien entlang der gesamten Gas-Wertschöpfungskette zu heben. Dies führte zur Übertragung von Gas Marketing Westeuropa, der Versorgung, Marketing und Handel sowie Logistik umfasst, von Refining & Marketing zu Exploration & Production. Die interne Berichterstattung und die relevanten Informationen, die dem Hauptentscheidungsträger im Hinblick auf die Beurteilung der Ertragskraft und zur Allokation von Ressourcen vorgelegt werden, wurden angepasst und spiegeln die neue Organisationsstruktur wider.
Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte
  • Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind zum Zweck der Unternehmenssteuerung in die drei operativen Geschäftsbereiche Chemicals & Materials, Refining & Marketing und Exploration & Production, sowie in das Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegliedert. Jeder Bereich stellt eine strategische Einheit dar und ist in unterschiedlichen Märkten tätig. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig. Strategische Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen. Mit Ausnahme des Kb&S entsprechen die berichtspflichtigen Segmente der OMV den operativen Geschäftssegmenten.
  • Der Chemicals & Materials (C&M) Geschäftsbereich ist einer der weltweit führenden Anbieter von hochwertigen Kunststoffprodukten und einer der Marktführer in Europa im Basischemikalien- und Düngemittelgeschäft sowie der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft.
  • Der OMV Konzern, inklusive Joint Ventures, verfügt über Produktionskapazitäten von 7,5 Mio Tonnen Basischemikalien, 5,9 Mio Tonnen Polyolefine, 0,4 Mio Tonnen Compounding-Anlagen und 4,3 Mio Tonnen Düngemittel. Der Großteil der Produktionsanlagen liegt in Europa, zusätzlich gibt es zwei Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten, eine in Brasilien und eine weitere in Südkorea. Darüber hinaus hält OMV Minderheitsanteile an verschiedenen at-equity bilanzierten Beteiligungen. Die wesentlichsten sind: Borouge (Vereinigte Arabische Emirate), das Joint Venture von Borealis mit ADNOC, betreibt den größten petrochemischen Komplex der Welt, und das Joint Venture Baystar (Pasadena, Vereinigte Staaten) bedient den Kundenstamm in den nordamerikanischen Märkten und betreibt die Raffinerie in Port Arthur mit einer Produktionskapazität von 0,5 Mio Tonnen OMV-Anteil.
  • Der Konzern betreibt verschiedene Initiativen im Bereich des mechanischen und chemischen Recyclings sowie der Herstellung von erneuerbaren Polyolefinen. Am Standort in Pasadena befindet sich derzeit eine neue Polyethylen-Anlage auf Basis der Borstar-Technologie im Bau mit dem Ziel, eine breite Produktauswahl anbieten zu können, um der wachsenden globalen Nachfrage an nachhaltigen und energieeffizienten Plastikprodukten nachzukommen.
  • Der Refining & Marketing (R&M) Geschäftsbereich raffiniert und vermarktet Rohöl sowie andere Rohstoffe und betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien) mit einer jährlichen Kapazität von 17,8 Mio Tonnen. In diesen Raffinerien wird Erdöl zu Mineralölprodukten verarbeitet, die an Unternehmen und Privatpersonen verkauft werden. Die Aktivitäten des Geschäftsbereichs umfassen zudem die Gasversorgung und -vermarktung in Osteuropa sowie das Stromgeschäft des Konzerns mit einem gasbefeuerten Stromkraftwerk.
  • Die OMV besitzt eine starke Marktposition innerhalb der Bereiche Versorgung, Betreuung gewerblicher Kunden und Betrieb eines Retail-Geschäfts mit etwa 1.800 Tankstellen.
  • Die OMV hält Minderheitsanteile an verschiedenen at-equity bilanzierten Beteiligungen. Die wesentlichste ist die 15% Beteiligung an ADNOC Refining (Vereinigte Arabische Emirate) mit einer jährlichen Kapazität von 7,1 Mio Tonnen OMV Anteil.
  • Die Exploration & Production (E&P) beschäftigt sich mit der Suche, dem Auffinden und der Förderung von Erdöl und -gas und konzentriert sich auf die Kernregionen Mittel- und Osteuropa, Nordsee, Mittlerer Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik. Darüber hinaus ist E&P auch in Westeuropa in den Bereichen Gasversorgung, Marketing, Handel und Logistik tätig.
  • Die Konzernführung, Finanzierungs- und Versicherungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Konzernbereich & Sonstiges (Kb&S) zusammengefasst.
  • Eine zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße für den Konzern ist das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten. In die Ermittlung des Vermögens fließen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ein. Für die regionale Aufteilung externer Umsätze wird der Ort herangezogen, an dem das Risiko auf den Kunden übergeht. Die Nettoumsätze aus Erlösen aus Warengeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen und das Hedging-Ergebnis werden dem jeweiligen Land zugeordnet, in welchem die berichtende Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Die im Konzernanhang erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit jenen der operativen Segmente überein, mit bestimmten Ausnahmen betreffend Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens, welche nach internen Grundsätzen der OMV ermittelt wurden. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind, werden im Ergebnis von Kb&S ausgewiesen.
  • Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte das Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Wertaufholungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.
  • Des Weiteren wird der CCS Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie die Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern zu ermöglichen. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten) zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Ergebniskennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten operativen Ergebnis.
Segmentberichterstattung
In EUR Mio
2022
C&M
R&M
E&P
Kb&S
Gesamt
Konsoli-
dierung
OMV­
Konzern
Umsatzerlöse1
13.450
28.634
30.857
424
73.365
–11.067
62.298
Umsätze mit anderen Segmenten
–1.181
–2.818
–6.661
–407
–11.067
11.067
—
Umsatzerlöse mit Dritten
12.269
25.816
24.197
17
62.298
—
62.298
Sonstige betriebliche Erträge
548
857
181
58
1.644
—
1.644
Ergebnis aus at-equity bewerteten
Beteiligungen
332
477
60
—
869
—
869
Planmäßige Abschreibungen
533
422
1.478
41
2.474
—
2.474
Wertminderungen (inkl. Exploration und
Evaluierung)
7
15
825
7
853
—
853
Wertaufholungen
266
68
327
—
660
—
660
Operatives Ergebnis
2.039
3.392
6.936
–86
12.281
–35
12.246
Sondereffekte für Personallösungen
—
2
1
4
8
—
8
Sondereffekte für Wertminderungen und
Wertaufholungen
–263
–47
252
—
–58
—
–58
Sondereffekte für Anlagenverkäufe
–315
–409
—
—
–724
—
–724
Sonstige Sondereffekte
–4
–321
207
31
–87
—
–87
Sondereffekte
–582
–774
460
36
–861
—
–861
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
1.457
2.618
7.396
–50
11.420
–35
11.385
CCS Effekte
—
–202
—
—
–202
–8
–210
CCS Operatives Ergebnis vor
Sondereffekten
1.457
2.415
7.396
–50
11.218
–43
11.175
Segmentvermögen2
5.964
4.223
11.407
234
21.826
—
21.826
Zugänge SAV/IV3
1.285
826
1.512
41
3.664
—
3.664
At-equity bewertete Beteiligungen4
5.179
1.765
350
—
7.294
—
7.294
1Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten
2Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
3Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden und Zugänge zu Rekultivierungsvermögen sind nicht inkludiert.
4 Exklusive Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
  • Die Segmentinformation der Vorperioden wurde entsprechend der Anforderungen des IFRS 8.29 angepasst.
    Die nachstehenden Tabellen geben die Segmentberichterstattung nach Anpassung infolge der Umstrukturierung und wie 2021 berichtet wieder:
Segmentberichterstattung
In EUR Mio
2021 angepasst
C&M
R&M
E&P
Kb&S
Gesamt
Konsoli-
dierung
OMV­
Konzern
Umsatzerlöse1
11.618
16.547
14.650
376
43.191
–7.636
35.555
Umsätze mit anderen Segmenten
–1.109
–2.452
–3.713
–361
–7.636
7.636
—
Umsatzerlöse mit Dritten
10.509
14.095
10.937
14
35.555
—
35.555
Sonstige betriebliche Erträge
249
246
375
63
933
—
933
Ergebnis aus at-equity bewerteten
Beteiligungen
534
10
56
—
600
—
600
Planmäßige Abschreibungen
535
427
1.399
41
2.401
—
2.401
Wertminderungen (inkl. Exploration und
Evaluierung)
495
717
326
0
1.538
—
1.538
Wertaufholungen
—
3
0
—
4
—
4
Operatives Ergebnis
1.828
451
2.910
–74
5.115
–51
5.065
Sondereffekte für Personallösungen
—
7
14
9
30
—
30
Sondereffekte für Wertminderungen und
Wertaufholungen
483
713
101
—
1.297
—
1.297
Sondereffekte für Anlagenverkäufe
—
–7
–209
–6
–223
—
–223
Sonstige Sondereffekte
–87
212
75
9
210
—
210
Sondereffekte
396
924
–18
12
1.315
—
1.315
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
2.224
1.376
2.892
–62
6.430
–51
6.379
CCS Effekte
—
–430
—
—
–430
12
–418
CCS Operatives Ergebnis vor
Sondereffekten
2.224
945
2.892
–62
5.999
–39
5.961
Segmentvermögen2
5.283
3.894
12.312
241
21.730
—
21.730
Zugänge SAV/IV3
724
619
1.253
28
2.624
—
2.624
At-equity bewertete Beteiligungen4
5.133
1.320
433
—
6.887
—
6.887
1Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten
2Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
3Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden und Zugänge zu Rekultivierungsvermögen sind nicht inkludiert.
4 Exklusive Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
Segmentberichterstattung
In EUR Mio
2021 berichtet
C&M
R&M
E&P
Kb&S
Gesamt
Konsoli-
dierung
OMV­
Konzern
Umsatzerlöse1
11.618
25.928
6.712
376
44.634
–9.079
35.555
Umsätze mit anderen Segmenten
–1.109
–2.780
–4.828
–361
–9.079
9.079
—
Umsatzerlöse mit Dritten
10.509
23.148
1.884
14
35.555
—
35.555
Sonstige betriebliche Erträge
249
274
347
63
933
—
933
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
534
12
55
—
600
—
600
Planmäßige Abschreibungen
535
429
1.396
41
2.401
—
2.401
Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung)
495
718
325
0
1.538
—
1.538
Wertaufholungen
—
3
0
—
4
—
4
Operatives Ergebnis
1.828
922
2.439
–74
5.115
–51
5.065
Sondereffekte für Personallösungen
—
7
14
9
30
—
30
Sondereffekte für Wertminderungen und
Wertaufholungen
483
713
100
—
1.297
—
1.297
Sondereffekte für Anlagenverkäufe
—
–7
–209
–6
–223
—
–223
Sonstige Sondereffekte
–87
–204
492
9
210
—
210
Sondereffekte
396
509
398
12
1.315
—
1.315
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
2.224
1.431
2.837
–62
6.430
–51
6.379
CCS Effekte
—
–430
—
—
–430
12
–418
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten
2.224
1.001
2.837
–62
5.999
–39
5.961
Segmentvermögen2
5.283
3.989
12.217
241
21.730
—
21.730
Zugänge SAV/IV3
724
621
1.251
28
2.624
—
2.624
At-equity bewertete Beteiligungen4
5.133
1.325
429
—
6.887
—
6.887
1Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten
2Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
3Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden und Zugänge zu Rekultivierungsvermögen sind nicht inkludiert.
4 Exklusive Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
  • 2022 waren die Sondereffekte für Wertminderungen und Wertaufholungen hauptsächlich auf die Neubewertung des Düngemittel Geschäftsbereichs zurückzuführen, die teilweise durch die nicht zahlungswirksamen Nettowertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit E&P Vermögenswerten ausgeglichen wurden. Weitere Informationen zu Wertaufholungen und Wertminderungen sind der Anhangangabe 7 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – zu entnehmen.
  • Sondereffekte für Anlagenverkäufe betrafen im Wesentlichen den Verkauf des deutschen Tankstellengeschäfts im Mai 2022 und dem Börsengang von Borouge an der ADX (der Abu Dhabi Securities Exchange). Weitere Informationen sind der Anhangangabe 6 – Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen und Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen – zu entnehmen.
  • Sonstige Sondereffekte bestanden hauptsächlich aus nicht zahlungswirksamen Effekten im Zusammenhang mit der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoye und den Effekten aus der Entkonsolidierung von Beteiligungen in Russland. Weitere Informationen sind der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“ – zu entnehmen. Darüber hinaus waren weitere sonstige Sondereffekte auf temporäre Hedging-Effekte zurückzuführen und der Auflösung einer Rückstellung im LNG-Geschäft.
Informationen über geografische Bereiche 
In EUR Mio
2022
2021
Umsätze mit Dritten
Segmentvermögen1
At-equity
bewertete
Beteiligungen2
Umsätze mit Dritten
Segmentvermögen1
At-equity
bewertete
Beteiligungen2
Österreich
14.911
4.365
16
5.326
4.207
14
Belgien
987
1.950
45
854
1.247
24
Deutschland
14.102
1.200
31
8.499
1.061
31
Rumänien
10.149
5.437
—
4.433
5.628
—
Norwegen
1.584
1.219
—
1.003
1.508
—
Russland3
212
—
—
642
592
117
Neuseeland
598
864
—
443
550
—
Vereinigte Arabische
Emirate
1.644
1.677
6.073
784
1.671
5.352
Übriges MOE4
7.548
554
—
5.246
556
—
Übriges Europa
7.454
1.848
22
5.968
1.893
22
Übrige Welt5
3.110
2.162
1.107
2.356
2.289
1.328
Zugeteilt
62.298
21.274
7.294
35.555
21.201
6.887
Nicht zugeordnetes
Vermögen
—
552
—
—
529
—
Gesamt
62.298
21.826
7.294
35.555
21.730
6.887
1 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
2 Die Zuordnung der at-equity bewerteten Beteiligungen erfolgt auf Basis des eingetragenen Sitzes der Muttergesellschaft; zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.
3 Die Umsätze in 2022 beziehen sich auf den Zeitraum vor der Umstellung der Konsolidierungsmethode (weitere Informationen sind der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“ – zu entnehmen).
4 Inkludiert Türkei
5 Übrige Welt: Im Wesentlichen Algerien, Argentinien, Brasilien, Kanada, Chile, China, Kolumbien, Kuba, Ägypten, Indien, Libyen, Malaysia, Marokko, Mexiko, Nigeria, Peru, Katar, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Tunesien, Vereinigte Staaten von Amerika und Jemen
  • Nicht zugeordnetes Vermögen enthielt einen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Mittlerer Osten und Afrika“ zugeordneten Firmenwert in Höhe von EUR 342 Mio (2021: EUR 322 Mio) und EUR 210 Mio (2021: EUR 198 Mio) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „SapuraOMV“ zugeordneten Firmenwert, da diese ZGEs in mehreren geographischen Bereichen tätig sind. In 2021 enthielt das nicht zugeordnete Vermögen auch einen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Raffinerien West“ zugeordneten Firmenwert in Höhe von EUR 9 Mio.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
5 Umsatzerlöse
Umsatzerlöse
in EUR Mio
2022
2021
Umsätze aus Kundenverträgen
53.827
34.792
Umsätze aus fixen Leasingzahlungen
18
15
Umsätze aus variablen Leasingzahlungen
58
65
Umsätze aus anderen Quellen1
8.396
683
Umsatzerlöse
62.298
35.555
1 Der Anstieg der Umsätze aus anderen Quellen ist hauptsächlich auf Transaktionen im Zusammenhang mit Rohstoffhandel zurückzuführen.
Umsätze aus Kundenverträgen
In EUR Mio
Chemicals & Materials
Refining & Marketing
Exploration & Production
Konzern-
bereich &
Sonstiges
OMV
Konzern
2022
Rohöl, NGL und Kondensate
—
860
1.519
—
2.379
Erdgas und LNG
—
2.389
17.520
—
19.909
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte
—
16.390
—
—
16.390
Chemische Produkte
12.160
54
—
—
12.214
Sonstige Produkte und Dienstleistungen1
126
2.625
168
16
2.935
Umsätze aus Kundenverträgen
12.286
22.318
19.208
16
53.827
2021
Rohöl, NGL und Kondensate
—
1.071
1.057
—
2.128
Erdgas und LNG
—
915
9.235
—
10.150
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte
—
10.460
—
—
10.460
Chemische Produkte
10.347
56
—
—
10.403
Sonstige Produkte und Dienstleistungen1
160
1.278
199
13
1.651
Umsätze aus Kundenverträgen
10.507
13.780
10.491
13
34.792
1 Im Wesentlichen Retail Non-Oil- und Stromgeschäft in Refining & Marketing
6 Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
In EUR Mio
2022
2021
Fremdwährungskursgewinne aus operativen Geschäften
298
127
Gewinne aus Marktwertänderungen zu Handelszwecken gehaltener Vorräte
—
126
Gewinne aus Marktwertänderungen sonstiger Derivate
—
191
Gewinne aus Abgängen von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten
766
282
Übrige sonstige betriebliche Erträge
579
207
Sonstige betriebliche Erträge
1.644
933
Erträge aus at-equity bewerteten Beteiligungen
937
638
Aufwendungen aus at-equity bewerteten Beteiligungen
–68
–38
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen
869
600
  • Fremdwährungskursgewinne aus operativen Geschäften waren in 2022 und 2021 im Wesentlichen von der USD Wechselkursentwicklung beeinflusst.
  • Gewinne aus Marktwertänderungen zu Handelszwecken gehaltener Vorräte in 2021 betrafen zu Handelszwecke gehaltene Emissionszertifikate in Refining & Marketing und Chemicals & Materials (Österreich und Deutschland).
  • Gewinne aus Marktwertänderungen sonstiger Derivate in 2021 bezogen sich auf Forward Verträge für Emissionszertifikate in Refining & Marketing und Chemicals & Materials (Österreich und Deutschland).
  • Gewinne aus Abgängen von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten bezogen sich hauptsächlich auf Gewinne aus dem Verkauf des Tankstellengeschäfts in Deutschland und Gewinne aus dem Börsengang von Borouge PLC.
  • Am 1. Mai 2022 hat die OMV den Verkauf des OMV Tankstellengeschäfts in Deutschland an die EG Group abgeschlossen. Der vereinbarte Verkaufspreis vor den üblichen Anpassungen bei Abschluss betrug EUR485Mio und die Transaktion führte zu einem Gewinn von EUR409Mio. Weitere Details können der Anhangangabe 3 – Änderungen in der Konzernstruktur – entnommen werden.
  • Am 3. Juni 2022 wurde Borouge PLC erfolgreich an der ADX, der Abu Dhabi Securities Exchange, gelistet. Die Transaktion führte zu einem Gewinn von EUR341Mio, einschließlich FX-Recycling-Effekten. Weitere Details können der Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen – entnommen werden.
  • 2021 wurde hauptsächlich durch die Gewinne aus dem Verkauf des Ölfeldes Wisting in Norwegen in Höhe von EUR261Mio beeinflusst.
  • Übrige sonstige betriebliche Erträge enthielten im Wesentlichen Kompensationen des rumänischen Staates für den Verkauf von Erdgas und Strom zu gedeckelten Preisen sowie die Zuschüsse für freiwillige Preissenkungen beim Verkauf von Diesel und Benzin. Diese Maßnahmen wurden durch mehrere Notstandsverordnungen der Regierung eingeführt, um die Folgen der Energiekrise abzumildern.
  • Darüber hinaus enthielten die übrigen sonstigen betriebliche Erträge in 2022 Versicherungsentschädigungen in Höhe von rund EUR 200 Mio im Zusammenhang mit dem Zwischenfall in der OMV Raffinerie Schwechat im Juni 2022 und Erträge aus der Lagerhaltung im Zusammenhang mit der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. in Höhe von EUR 34 Mio.
  • 2021 beinhaltete Erträge aus der Lagerhaltung im Zusammenhang mit der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (EUR 43 Mio) und Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit dem Prozess-Sicherheitsvorfall in 2020 bei einem Cracker von Borealis in Schweden (EUR 34 Mio).
  • Erträge aus at-equity bewerteten Beteiligungen waren im Wesentlichen durch Abu Dhabi Oil Refining Company und die Borouge Beteiligungen beeinflusst. Aufwendungen aus at-equity bewerteten Beteiligungen betrafen hauptsächlich Bayport Polymers LLC. Nähere Details können der Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen – entnommen werden.
7 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
  • Wertminderungen sind in der Zeile „Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen“ in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten, mit Ausnahme der Wertminderungen auf Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung, welche in den „Explorationsaufwendungen“ gezeigt werden. Die folgenden Tabellen zeigen eine Überleitung zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen:
Abschreibungen, Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) und Wertaufholungen
In EUR Mio
2022
2021
Planmäßige Abschreibungen
2.474
2.401
Wertaufholungen
–660
–4
Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung)
670
1.353
Abschreibungen, Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) und Wertaufholungen
2.484
3.750
Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung)
In EUR Mio
2022
2021
Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung)
670
1.353
Wertminderungen (Exploration und Evaluierung)
183
185
Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung)
853
1.538
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – Aufteilung auf die Funktionen
In EUR Mio
2022
2021
Planmäßige Abschreibungen
2.474
2.401
davon Explorationsaufwendungen
—
—
davon Produktions- und operative Aufwendungen
2.200
2.144
davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
274
257
Wertaufholungen
–660
–4
davon Explorationsaufwendungen
—
—
davon Produktions- und operative Aufwendungen
–660
–0
davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
–0
–3
Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung)
853
1.538
davon Explorationsaufwendungen
183
185
davon Produktions- und operative Aufwendungen
660
1.303
davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
10
49
Wertminderungen und Wertaufholungen in Chemicals & Materials
  • Im Jahr 2022 wurde eine Wertaufholung von EUR 266 Mio im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäftsbereichs Stickstoff der Borealis Gruppe, welcher Pflanzennährstoffe, technischen Stickstoff und Melaminprodukte beinhaltet, erfasst. Die Bewertung basierte auf einem am 2. Juni 2022 erhaltenen verbindlichen Angebot von AGROFERT, a.s. um den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten widerzuspiegeln. Das im Februar 2022 erhaltene verbindliche Angebot von EuroChem wurde im März 2022 nach Prüfung der Entwicklungen infolge des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Sanktionen abgelehnt.
  • 2021 wurden für den Geschäftsbereich Stickstoff der Borealis Gruppe Wertminderungen in Höhe von EUR 444 Mio erfasst, um den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten per 31. Dezember 2021 widerzuspiegeln. Die Bewertung basierte auf dem am 2. Februar 2022 erhaltenen verbindlichen Angebot von EuroChem für den Erwerb der Veräußerungsgruppe.
Wertminderungen und Wertaufholungen in Refining & Marketing
  • 2022 wurde eine Netto-Wertaufholung in Höhe von EUR 67 Mio für die ADNOC Refining and Trading ZGE erfasst, hauptsächlich zurückzuführen auf verbesserte Annahmen für kurzfristige Raffineriemargen im Nahen Osten und damit Anhaltspunkt für einen Wertminderungstest.
  • Die Verschlechterung der Annahmen für die Margenentwicklung in 2021 führte zu einer Änderung der Preisannahmen und machte einen Wertminderungstest der ADNOC Refining und Trading ZGE erforderlich. Dieser Test führte infolge von geringeren Raffineriemargen und Produktionsmengen bei ADNOC Refining zu einer Wertminderung von EUR 669 Mio.
Wertminderungen und Wertaufholungen in Exploration & Production
  • Die OMV aktualisierte in Q4/22 ihre Annahmen für die Rohstoffpreise. Während die europäischen Gaspreise für den kurz- und langfristigen Zeitraum gestiegen sind, sank das erwartete Produktionsvolumen einiger Öl- und Gasanlagen in Rumänien aufgrund von höherer erwarteter natürlicher Rückgangsraten und die betrieblichen Kosten haben sich erhöht. Diese Effekte führten zu Wertminderungen vor Steuern in Höhe von EUR 117 Mio (Nettoeffekt von Wertminderungen und Wertaufholungen) für produzierende und in der Entwicklungsphase befindliche Öl- und Gasvermögenswerte in Rumänien, Neuseeland und Österreich. Für weitere Informationen zu Preisannahmen siehe Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen.
Exploration & Production Wertminderungen und Wertaufholungen basierend auf Wertminderungstests in Q4/22
In EUR Mio
Land
Nettoeffekt von Wertminderungen und Wertaufholungen vor Steuern
Nutzungs-
wert der betroffenen Vermögenswerte
Diskontierungs-
zinssatz nach Steuern
Neuseeland
–173
881
8,93%
Rumänien
367
1.910
10,28%
Österreich
–78
1.090
8,94%
  • Wertminderungen in 2022 für Exploration und Evaluierung (EUR 183 Mio) enthielten hauptsächlich nicht erfolgreiche Explorationsbohrungen und Explorationslizenzen in Norwegen, Neuseeland, Rumänien und Australien.
  • Darüber hinaus beinhalteten die Wertminderungen 2022 nicht erfolgreiche Generalbehandlungen und veraltete oder ersetzte Sachanlagen in Rumänien (EUR 84 Mio) und eine Produktionslizenz in Libyen (EUR 70 Mio).
  • Der geplante Verkauf der relevanten operativen Gesellschaften im Jemen in Q2/22 und die damit verbundene Umgliederung in die Bilanzposition „Zu Veräußerungszwecken gehalten“ führte zu einer Wertminderung vor Steuern in Höhe von EUR 48 Mio. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 20 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten.
  • Basierend auf Wertminderungstests in 2021 wurden EUR 111 Mio an Vermögenswerten aus Exploration und Evaluierung wertgemindert, vor allem Vermögenswerte in Norwegen, Neuseeland, Mexiko und Tunesien. Darüber hinaus enthielten die Wertminderungen 2021 Wertminderungen in Höhe von EUR 74 Mio, hauptsächlich für nicht erfolgreiche Explorationsbohrungen und Explorationslizenzen in Australien, Norwegen, Rumänien und Neuseeland.
  • Weitere Wertminderungen in 2021 beinhalteten nicht erfolgreiche Generalbehandlungen und veraltete oder ersetzte Sachanlagen in Rumänien (EUR 87 Mio).
8 Explorationsaufwendungen
  • Die folgende Tabelle zeigt die Konzernbeiträge der Aktivitäten, welche auf die Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen entfallen.
  • All diese Aktivitäten sind im Segment Exploration & Production enthalten.
Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen
In EUR Mio
2022
2021
Wertminderungen (Exploration und Evaluierung)
183
185
Sonstiger Explorationsaufwand
67
95
Explorationsaufwand
250
280
Immaterielle Vermögenswerte – aktivierte Explorations- und Evaluierungsausgaben
inkl. Erwerb von unsicheren Reserven
878
967
Netto-Mittelabfluss aus der Betriebstätigkeit
103
85
Netto-Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit1
149
–169
1Insgesamt wurde in 2021 ein Netto-Mittelzufluss ausgewiesen, resultierend aus dem Verkauf des 25% Anteils der OMV am norwegischen Ölfeld Wisting, welcher zu einem Mittelzufluss von EUR 290 Mio führte.
9 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In EUR Mio
2022
2021
Fremdwährungskursverluste aus operativen Geschäften
268
121
Verluste aus dem Abgang von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten
685
48
Verluste aus Marktwertänderungen finanzieller Vermögenswerte
432
317
Netto-Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten
43
9
Personallösungen
3
22
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
65
58
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen
142
113
Sonstige betriebliche Aufwendungen
1.639
688
  • Fremdwährungskursverluste aus operativen Geschäften waren 2022 und 2021 wesentlich von der USD Entwicklung beeinflusst.
  • Verluste aus dem Abgang von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten enthielten hauptsächlich Verluste aus der Entkonsolidierung von Beteiligungen in Russland in Höhe von EUR 658 Mio. Weitere Einzelheiten finden sich in der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“.
  • Verluste aus Marktwertänderungen finanzieller Vermögenswerte enthalten Verluste in Zusammenhang mit dem Vermögenswert für das Recht auf Neufeststellung der Reserven aus der Akquisition des Anteils am Juschno Russkoje Feld. Weitere Einzelheiten finden sich in Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“. 2021 bezogen sich diese Verluste auf Änderungen der beizulegenden Zeitwerte des Vermögenswerts für das Recht auf Neufeststellung der Reserven in Bezug auf das Juschno Russkoje Feld (EUR 256 Mio) sowie des finanziellen Vermögenswerts aus der Neubewertung der bedingten Gegenleistung aus der Veräußerung der 30%-Beteiligung an Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited (EUR 61 Mio).
  • Netto-Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalteten im Wesentlichen Wertminderungen von Forderungen in Tunesien in Höhe von EUR 20 Mio (2021: EUR 9 Mio).
  • Weitere Informationen zu Personallösungen können der Anhangangabe 10 – Personalaufwendungen – entnommen werden.
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen enthielten Aufwendungen im Zusammenhang mit verschiedenen Digitalisierungsinitiativen in Höhe von EUR 40 Mio (2021: EUR 45 Mio), sowie Aufwendungen in Zusammenhang mit der Lagerhaltung der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. von EUR 45 Mio (2021: EUR 51 Mio).
10 Personalaufwendungen
Personalaufwendungen
In EUR Mio
2022
2021
Löhne und Gehälter
1.314
1.273
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen
30
28
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen
77
62
Personallösungen
3
22
Sonstiger Personalaufwand
275
267
Steuern und Sozialabgaben
309
302
Personalaufwendungen
2.009
1.953
  • Die höheren Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen in 2021 waren hauptsächlich auf Aufwendungen aus Restrukturierungen in Verbindung mit Outsourcing-Aktivitäten in Rumänien zurückzuführen.
  • Anteilsbasierte Vergütungen waren Teil der Position sonstiger Personalaufwand. Nähere Details sind in Anhangangabe 32 – Anteilsbasierte Vergütungen – zu finden.
  • Nähere Details zu den leistungsorientierten Plänen sind in Anhangangabe 23 – Rückstellungen – zu finden.
11 Finanzerfolg
Zinserträge
In EUR Mio
2022
2021
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
193
27
Abgezinste Forderungen
5
5
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte
20
9
Ausleihungen
51
120
Zinserträge
269
161
  • Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 2022 standen hauptsächlich im Zusammenhang mit Zinserträgen auf Bankeinlagen in RON, USD und EUR.
  • Die Position Zinserträge aus Ausleihungen enthielt EUR 17 Mio (2021: EUR 92 Mio) aus der Nord Stream 2 Finanzierungsvereinbarung und EUR 32 Mio (2021: EUR 27 Mio) im Zusammenhang mit einem Darlehensvertrag gegenüber Bayport Polymers LLC. Weitere Details können der Anhangangabe 18 – Finanzielle Vermögenswerte – entnommen werden.
Zinsaufwendungen
In EUR Mio
2022
2021
Anleihen
120
142
Leasingverbindlichkeiten
30
26
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten
47
26
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
196
114
Rückstellungen für Jubiläumsgeld, Personallösungen und andere Leistungen an Arbeitnehmer
3
2
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen
14
12
Rückstellungen für belastende Verträge
14
17
Sonstige
11
8
Zinsaufwendungen, brutto
435
348
Aktivierte Fremdkapitalzinsen
–18
–14
Zinsaufwendungen
417
334
  • Weitere Details zu Anleihen können der Anhangangabe 24 – Verbindlichkeiten – entnommen werden.
  • Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rekultivierungsrückstellung der OMV Petrom SA wurde mit den Zinserträgen aus Forderungen gegenüber dem rumänischen Staat saldiert. Weitere Details können der Anhangangabe 18 – Finanzielle Vermögenswerte – entnommen werden.
  • Die Zinsaufwendungen für Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen in 2022 wurden durch die Neubewertungseffekte von Forderungen gegenüber dem rumänischen Staat in Höhe von EUR 65 Mio negativ beeinflusst (2021: EUR 41 Mio). Der verbleibende Teil der Zinsaufwendungen für Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen entfiel vollständig auf Aufzinsungseffekte. Beide Effekte wurden 2022 aufgrund höherer Abzinsungssätze verstärkt.
  • Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen wurden mit den Zinserträgen aus dem Planvermögen von EUR 6 Mio (2021: EUR 5 Mio) saldiert dargestellt.
  • Rückstellungen für belastende Verträge beinhalteten Aufwendungen aus der Aufzinsung auf abgeschlossene Transport- und Gate LNG-Terminalkapazitäten der OMV Gas Marketing & Trading GmbH. Weitere Details können der Anhangangabe 23 – Rückstellungen – entnommen werden.
  • Die für qualifizierte Vermögenswerte aktivierten Fremdkapitalzinsen bezogen sich vorwiegend auf die in Bau befindliche Propan-Dehydrierungsanlage am Produktionsstandort von Borealis in Kallo, Belgien und der Bau der ReOil- und Bio-Oil-Anlage in Österreich.
Sonstiges Finanzergebnis
In EUR Mio
2022
2021
Buchwert verkaufter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
–10.857
–9.348
Erlöse aus verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
10.811
9.315
Finanzierungskosten für Factoring und Securitization
–46
–33
Nettofremdwährungsgewinne/(-verluste)
95
9
Sonstige
–1.393
–17
Sonstiges Finanzergebnis
–1.345
–40
  • 2022 waren die Nettofremdwährungsgewinne hauptsächlich durch USD beeinflusst und teilweise durch NOK ausgeglichen.
Die Position Sonstige stand hauptsächlich im Zusammenhang mit der Wertminderung des Nord Stream 2 Darlehens (EUR 1.004 Mio) und der Fair Value-Anpassung der Beteiligungen in Russland (EUR 370 Mio). Weitere Einzelheiten finden sich in Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“.
12 Steuern vom Einkommen und Ertrag
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In EUR Mio
2022
2021
Ergebnis vor Steuern
10.765
4.870
Laufende Steuern
5.505
2.056
davon betreffend Vorjahre
37
6
Latente Steuern
85
10
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
5.590
2.066
Direkt im sonstigen Ergebnis verbuchte Ertragsteuern
In EUR Mio
2022
2021
Latente Steuern
30
42
Laufende Steuern
—
–8
Direkt im sonstigen Ergebnis verbuchte Ertragsteuern
30
33
Entwicklung der latenten Steuern1
In EUR Mio
2022
2021
Latente Steuern zum 1. Jänner
–87
–57
Latente Steuern zum 31. Dezember
–78
–87
Veränderung latente Steuern
9
–30
Direkt im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital verbuchte latente Steuern
–38
–42
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen und Sonstiges2
132
22
Latenter Steueraufwand laut Gewinn- und Verlustrechnung
–85
–10
Die latenten Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt zusammen:
Steuersatzänderung
–96
3
Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern
–327
88
Anpassungen bei den Verlustvorträgen (in den Vorjahren nicht berücksichtigte oder verfallene Verlustvorträge sowie sonstige Anpassungen)
9
–40
Umkehrung von temporären Differenzen inklusive Neubildung und Verbrauch von Verlustvorträgen
329
–61
1 Latente Steuerpositionen beinhalten auch latente Steuerpositionen, welche in die Bilanzposition „zur Veräußerung gehalten“ umklassifiziert wurden.
2 2022 standen diese Effekte hauptsächlich in Zusammenhang mit der Entkonsolidierung von JSC GAZPROM YRGM Development (EUR 116 Mio).
  • Die OMV Aktiengesellschaft bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie allfällige Verluste einer ausländischen Tochtergesellschaft (OMVAUSTRALIA PTY LTD) zusammengefasst werden.
  • Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen sowie von Tochtergesellschaften, die in einem Staat ansässig sind, mit welchem Österreich ein umfassendes Amtshilfeabkommen abgeschlossen hat, sind ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt und mindestens ein Jahr hält, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.
  • Veränderungen der Wertberichtigung latenter Steuern für die österreichische Steuergruppe wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, ausgenommen in dem Umfang, in welchem die aktiven latenten Steuern aus Geschäftsvorfällen oder Ereignissen herrührten, welche außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden, dies bedeutet im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital.
  • Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes werden die Ertragsteuern dem Ergebnis vor Steuern gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 25% verglichen und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert.
Steuerüberleitungsrechnung
2022
2021
In EUR Mio
In %
In EUR Mio
In %
Theoretische Steuern vom Einkommen und Ertrag auf Basis des österreichischen Körperschaftssteuersatzes
2.691
25,0
1.218
25,0
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze
2.755
25,6
1.270
26,1
Nicht abzugsfähige Aufwendungen
612
5,7
217
4,4
Steuerfreies Einkommen und Steueranreize
–160
–1,5
–346
–7,1
Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit at-equity bewertete Beteiligungen
–414
–3,8
–200
–4,1
Steuersatzänderung
96
0,9
–3
–0,1
Permanente Effekte aus Verlustvorträgen
–9
–0,1
5
0,1
Steuerliche Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Beteiligungen an Tochterunternehmen
–430
–4,0
32
0,7
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern
327
3,0
–88
–1,8
Steuern betreffend Vorjahre
60
0,6
32
0,7
Sonstige
61
0,6
–71
–1,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
5.590
51,9
2.066
42,4
  • 2022 bezogen sich die Auswirkungen aus abweichenden ausländischen Steuersätzen hauptsächlich auf Tochtergesellschaften, die in Steuergebieten mit hohen Körperschaftsteuersätzen (Norwegen, Vereinigte Arabische Emirate und Libyen) tätig sind. Der Anstieg dieser Position war im Vergleich zu 2021 hauptsächlich auf eine deutliche Steigerung des Gewinns vor Steuern dieser Tochtergesellschaften zurückzuführen.
  • Die nicht abzugsfähigen Aufwendungen beinhalteten hauptsächlich Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von finanziellen Vermögenswerten, Effekte im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung von JSC GAZPROM YRGM Development und permanente Effekte aus Abschreibungen.
  • Die Position „Steuerfreies Einkommen und Steueranreize“ in 2022 betraf im Wesentlichen steuerfreie Gewinne aus dem Verkauf des Tankstellengeschäfts in Deutschland. 2021 war hauptsächlich durch die Gewinne aus dem Verkauf des Feldes Wisting und Steuerbegünstigungen in Norwegen beeinflusst.
  • Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit at-equity bewerteten Beteiligungen in 2022 bezogen sich hauptsächlich auf Gewinnanteile aus at-equity bewerteten Beteiligungen, Gewinnen aus dem erfolgreichen Börsengang von Borouge PLC an der ADX (der Abu Dhabi Securities Exchange) und einer Wertaufholung der Beteiligung an ADNOC Refining. 2021 wurde hauptsächlich durch Gewinnanteile aus at-equity bewerteten Beteiligungen und der Wertminderung von ADNOC Refining beeinflusst. Weitere Details können der Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen – entnommen werden.
  • Effekte im Zusammenhang mit der Steuersatzänderung bezogen sich hauptsächlich auf die Verringerung des latenten Steuersatzes für österreichische Gesellschaften. Basierend auf dem im Jänner 2022 vom österreichischen Nationalrat verabschiedeten Ökosozialsteuerreformgesetzes wird der Körperschaftsteuersatz von 25% auf 24% im Jahr 2023 und weiter auf 23% ab 2024 gesenkt.
  • Steuerliche Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Beteiligungen an Tochterunternehmen in 2022 standen hauptsächlich im Zusammenhang mit der steuerlichen Wertminderung der Beteiligung an JSC GAZPROM YRGM Development.
  • Die Position Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern war im Wesentlichen durch die Erhöhung von Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche in Österreich beeinflusst. Weitere Details können der Anhangangabe 25 – Latente Steuern – entnommen werden.
  • Steuern betreffend Vorjahre standen in 2022 hauptsächlich im Zusammenhang mit den Effekten aus dem Verkauf des Tankstellengeschäfts in Deutschland und Effekten aus Unterschieden zwischen der funktionalen Währung und der Steuerwährung bestimmter Tochterunternehmen.
  • Die Position Sonstige enthielt in 2022 den EU-Solidaritätsbeitrag in Höhe von EUR 90 Mio. Als direkte Folge der Energiekrise in Europa wurden in einigen Ländern, in denen die OMV Gruppe tätig ist, regulatorische Maßnahmen wie Preisobergrenzen, Förderungsprogramme und der EU-Solidaritätsbeitrag umgesetzt. Mit der Verordnung (EU) 2022/1854 des Rates wurde ein Solidaritätsbeitrag eingeführt, der bis Ende 2022 in das nationale Recht der Mitgliedstaaten umgesetzt wurde und für 2022 und/oder 2023 gilt. Der Solidaritätsbeitrag stellt einen Beitrag auf Überschussgewinne von Unternehmen dar, die im Erdöl-, Erdgas-, Kohle- und Raffineriebereich tätig sind. Der Beitrag wird auf Grundlage der steuerpflichtigen Gewinne, gemäß den nationalen Steuervorschriften, berechnet, die mehr als 20% über dem Durchschnitt der steuerpflichtigen Gewinne der Jahre 2018 bis 2021 liegen.
  • Auf der Grundlage der österreichischen Umsetzungsgesetzgebung wird erwartet, dass für zwei österreichische Konzernunternehmen ein Solidaritätsbeitrag (Energiekrisenbeitrag) für das zweite Halbjahr 2022 eingehoben wird. Rumänien setzte diese Verordnung mittels GEO (Government Emergency Ordinance) 186/2022 um, welche im Dezember 2022 genehmigt und veröffentlicht wurde. Die GEO befindet sich im parlamentarischen Zustimmungsprozess, Änderungen sind somit vorbehalten. Basierend auf den Finanzdaten für 2022 von OMV Petrom und gemäß den Bestimmungen der Emergency Ordinance, ist die OMV Petrom von einem Solidaritätsbeitrag für das Geschäftsjahr 2022 nicht betroffen, da weniger als 75% des Umsatzes aus den definierten Bereichen stammen: Förderung von Rohöl, Erdgas und Kohle sowie dem Raffineriegeschäft. Auch für die OMV Konzerngesellschaften in Deutschland wird für das Jahr 2022 kein Solidaritätsbeitrag erwartet.
13 Ergebnis je Aktie
Ergebnis je Aktie
In EUR Mio
2022
2021
Den Aktionären
des
Mutterunter-
nehmens zu­
zurechnendes
Ergebnis in EUR
Mio
Gewichteter
Durchschnitt
der im Umlauf
befindlichen Aktien
Ergebnis je
Aktie in EUR
Den Aktionären
des
Mutterunter-
nehmens zu­
zurechnendes
Ergebnis in EUR
Mio
Gewichteter
Durchschnitt
der im Umlauf
befindlichen Aktien
Ergebnis je
Aktie in EUR
Unverwässert
3.634
326.897.763
11,12
2.093
326.854.031
6,40
Verwässert
3.634
327.136.798
11,11
2.093
327.272.727
6,40
  • Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Aktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Aktien mit Verwässerungseffekten
    ergeben würde.
    Dies umfasste 239.035 (2021: 421.342) Stück aus den Long Term Incentive Plänen und aus dem Equity Deferral zu gewährende Bonusaktien.
Erläuterungen zur Bilanz
14 Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
In EUR Mio
Konzessionen,
Software,
Lizenzen, Rechte
Entwicklungskosten
Öl- und
Gasvermögen mit
nicht sicheren
Reserven
Firmenwerte
Gesamt
2022
Entwicklung der Kosten
1. Jänner
2.199
464
1.876
562
5.101
Währungsumrechnungsdifferenzen
–236
—
36
28
–172
Konsolidierungskreisänderungen
–662
—
–36
—
–699
Zugang
31
110
172
—
313
Umbuchung
5
—
–141
—
–136
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–0
—
27
—
27
Abgang
–6
–2
–122
–6
–136
31. Dezember
1.330
572
1.811
585
4.298
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner
979
52
909
—
1.940
Währungsumrechnungsdifferenzen
–85
–0
25
—
–60
Konsolidierungskreisänderungen
–234
—
–36
—
–270
Planmäßige Abschreibung
108
31
0
—
140
Wertminderung
6
3
179
—
189
Umbuchung
–0
—
–24
—
–24
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–1
—
1
—
–0
Abgang
–5
–1
–121
—
–127
31. Dezember
769
86
934
—
1.788
Buchwert 1. Jänner
1.220
411
967
562
3.161
Buchwert 31. Dezember
562
486
878
585
2.510
2021
Entwicklung der Kosten
1. Jänner
2.120
389
2.195
531
5.235
Währungsumrechnungsdifferenzen
53
0
58
31
142
Zugang
61
61
134
—
257
Umbuchung
9
14
–336
—
–313
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–23
—
–74
—
–96
Abgang
–22
—
–101
—
–123
31. Dezember
2.199
464
1.876
562
5.101
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner
850
8
934
—
1.792
Währungsumrechnungsdifferenzen
11
—
33
—
44
Planmäßige Abschreibung
162
29
0
—
191
Wertminderung
0
12
184
—
196
Umbuchung
0
3
–147
—
–143
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–22
—
—
—
–22
Abgang
–22
—
–95
—
–117
31. Dezember
979
52
909
—
1.940
Buchwert 1. Jänner
1.271
381
1.260
531
3.443
Buchwert 31. Dezember
1.220
411
967
562
3.161
  • Konsolidierungskreisänderungen von EUR 428 Mio in 2022 beinhalteten die Dekonsolidierung von JSC GAZPROM YRGM Development. Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 3 – Änderungen in der Konzernstruktur und Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“.
  • Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten in 2022 beinhalteten EUR 37 Mio (2021: EUR 33 Mio) Zugänge selbstgeschaffener Vermögenswerte hauptsächlich aus aktivierten Entwicklungskosten.
  • Die Umbuchungen stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Umgliederung des Berling Projekts (Norwegen) auf in Entwicklung befindliche Vermögenswerte nach der endgültigen Investitionsentscheidung.
  • Immaterielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von EUR 27 Mio wurden von zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen wieder in die immateriellen Vermögenswerte zurückgegliedert und bezogen sich im Wesentlichen auf den OMV Anteil an dem Maari Feld in Neuseeland. Für Details siehe Anhangangabe 20 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten. 2021 wurden immaterielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von EUR 74 Mio auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert und bezogen sich hauptsächlich auf die 25%-Beteiligung der OMV am norwegischen Ölfeld Wisting, das in Q4/21 verkauft wurde.
  • Nähere Details zu Wertminderungen und Wertaufholungen sind in Anhangangabe 7 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – zu finden.
  • Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen wurden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) und Gruppen von ZGEs zwecks Wertminderungstests zugeordnet:
Firmenwertzuordnung
In EUR Mio
2022
2021
Mittlerer Osten und Afrika
342
322
SapuraOMV
210
198
Exploration & Production zugeordnete Firmenwerte
552
520
Raffinerien West
—
9
Retail Slowakei
7
7
Raffinerie Österreich
26
26
Refining & Marketing zugeordnete Firmenwerte
33
42
Firmenwerte
585
562
  • 2022 stieg der Firmenwert im Geschäftsbereich Exploration & Production aufgrund von positiven Währungsumrechnungsdifferenzen.
  • Die Überprüfung aller Firmenwerte auf Werthaltigkeit auf Basis des Nutzungswerts führte zu keinen Wertminderungen. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit des auf die Region Mittlerer Osten und Afrika zugeordneten Firmenwerts wurde ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 10,47% (2021: 9,44%) und des der SapuraOMV zugeordneten Firmenwerts ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 9,07% (2021: 8,00%) angewandt.
  • Bei einem Diskontierungszinssatz nach Steuern von 12,67% (2021: 12,73%) für den der Region Mittlerer Osten und Afrika zugeordneten Firmenwert entspricht der erzielbare Betrag dem Buchwert. Ein Anstieg um 1 Prozentpunkt des Diskontierungszinssatzes nach Steuern für den SapuraOMV zugeordneten Firmenwert würde zu einer Wertminderung nach Steuern in Höhe von EUR 38 Mio führen. Details im Zusammenhang mit der Veränderung der Preisannahmen und deren Auswirkungen auf den Firmenwert enthält Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen.
  • Anhangangabe 15 – Sachanlagen – enthält Details zu vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten.
15 Sachanlagen
Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte
In EUR Mio
Grundstücke und Bauten
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren
Reserven
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagen
in Bau
Gesamt
2022
Entwicklung der Kosten
1. Jänner
3.398
25.042
11.254
1.989
1.511
43.195
Währungsumrechnungsdifferenzen
–17
174
–169
–3
–4
–20
Zugang
111
1.244
678
51
1.268
3.352
Neue Verpflichtungen und Änderung der Parameter für Rekultivierung
4
–74
–21
0
—
–90
Umbuchung
69
127
539
88
–690
133
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–18
236
–59
–12
–10
136
Abgang
–35
–200
–220
–68
–13
–537
31. Dezember
3.512
26.549
12.002
2.043
2.061
46.168
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner
1.698
15.451
6.085
1.383
8
24.626
Währungsumrechnungsdifferenzen
–8
18
–106
–3
0
–98
Planmäßige Abschreibung
138
1.390
671
144
—
2.342
Wertminderung
6
595
8
2
8
619
Umbuchung
1
22
–8
6
2
24
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–6
241
–55
–9
–1
170
Abgang
–24
–195
–211
–66
–9
–505
Wertaufholung
–0
–317
–7
—
–2
–327
31. Dezember
1.805
17.205
6.378
1.457
6
26.851
Buchwert 1. Jänner
1.700
9.591
5.169
606
1.503
18.569
Buchwert 31. Dezember
1.706
9.344
5.624
586
2.055
19.317
Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte
In EUR Mio
Grundstücke und Bauten
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren
Reserven
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagen
in Bau
Gesamt
2021
Entwicklung der Kosten
1. Jänner
3.584
23.445
11.483
1.967
1.081
41.560
Währungsumrechnungsdifferenzen
–2
660
–50
–5
–1
603
Zugang
85
1.047
172
69
994
2.367
Neue Verpflichtungen und Änderung der Parameter für Rekultivierung
2
–335
30
—
—
–303
Umbuchung
39
334
320
91
–468
316
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–282
–1
–493
–51
–91
–919
Abgang
–28
–107
–208
–84
–4
–430
31. Dezember
3.398
25.042
11.254
1.989
1.511
43.195
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner
1.669
13.695
5.640
1.346
7
22.358
Währungsumrechnungsdifferenzen
0
364
–20
–3
0
342
Planmäßige Abschreibung
145
1.255
674
143
—
2.218
Wertminderung
0
93
41
1
1
137
Umbuchung
–2
148
–3
4
—
147
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
–96
0
–49
–28
–0
–173
Abgang
–17
–105
–200
–80
–0
–402
31. Dezember
1.698
15.451
6.085
1.383
8
24.626
Buchwert 1. Jänner
1.915
9.750
5.843
622
1.073
19.203
Buchwert 31. Dezember
1.700
9.591
5.169
606
1.503
18.569
Die Umbuchungen standen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Umgliederung des Berling Projekts (Norwegen) von immateriellen auf in Entwicklung befindliche Vermögenswerte nach der endgültigen Investitionsentscheidung.
  • Sachanlagen mit einem Buchwert von EUR 34 Mio (2021: EUR 745 Mio) wurden in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert und sind hautpsächlich auf die relevanten operativen Gesellschaften im Jemen, das Avanti Retail-Geschäft in Deutschland und den geplanten Verkauf der Anteile von Borealis am Rosier Düngemittelgeschäftsbereich zurückzuführen. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 20 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten.
  • Nähere Details zu Wertminderungen und Wertaufholungen sind in Anhangangabe 7 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – zu finden.
Vertragliche Verpflichtungen für Akquisitionen
In EUR Mio
2022
2021
Immaterielle Vermögenswerte
326
326
Sachanlagen
1.410
1.149
Vertragliche Verpflichtungen
1.736
1.474
  • 2022 bestanden vertragliche Verpflichtungen für die Akquisition von Anlagevermögen hauptsächlich in Verbindung mit Tätigkeiten im Bereich Exploration & Production und Chemicals & Materials. Der Anstieg in 2022 war hauptsächlich auf vertragliche Verpflichtungen in Norwegen und Rumänien zurückzuführen.
OMV als Leasingnehmer
  • Der Anstieg der Nutzungsrechte ist im Wesentlichen bedingt durch neue Leasingverträge für Speicherinfrastruktur im Zusammenhang mit der Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) in Kallo, Belgien.
  • Weiters betrafen die Nutzungsrechte im Wesentlichen Leasing von Tankstellengrundstücken und –gebäuden, anderen Grundstücken, Tankschiffen, Pipelines und Bürogebäuden. Darüber hinaus least die OMV hauptsächlich eine Wasserstoffanlage in der Petrobrazi Raffinerie in Rumänien, technische Ausrüstung und Fahrzeuge.
  • Nutzungsrechte mit einem Buchwert von EUR 7 Mio (2021: EUR 53 Mio) wurden in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert und sind hauptsächlich auf den geplanten Verkauf des Avanti Retail-Geschäfts in Deutschland zurückzuführen. Die Umgliederung ist Teil der Zeile Sonstige Bewegungen.
  • Leasingverträge, die 2022 abgeschlossen wurden, deren Laufzeit jedoch noch nicht begonnen hat, beliefen sich auf EUR 10 Mio (2021: EUR 26 Mio).
Nutzungsrechte nach IFRS 16
In EUR Mio
Grundstücke und Bauten
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
Gesamt
2022
1. Jänner
555
42
174
771
Zugang
102
498
40
640
Planmäßige Abschreibung
–63
–35
–64
–162
Sonstige Bewegungen
–13
–1
–2
–16
31. Dezember
581
504
149
1.233
2021
1. Jänner
593
48
194
836
Zugang
72
18
57
147
Planmäßige Abschreibung
–67
–17
–62
–146
Sonstige Bewegungen
–43
–7
–15
–66
31. Dezember
555
42
174
771
Ausgewiesene Beträge in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
In EUR Mio
2022
2021
Berichtet im Operativen Ergebnis
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse
37
35
davon aktivierte Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse
10
11
Berichtet im Finanzerfolg
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten
30
26
  • Angaben zu Leasingverbindlichkeiten sind in Anhangangabe 24 – Verbindlichkeiten – zu finden.
16 At-equity bewertete Beteiligungen
Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
  • Dem Börsengang am 3. Juni 2022 folgend hat sich der Aktienanteil an Borouge PLC (PLC) für Borealis auf 36% und für Abu Dhabi National Oil Company auf 54% verändert. Das Borouge 4 Projekt, das derzeit durchgeführt wird, war nicht Teil des Angebots. Es ist beabsichtigt, Borouge 4 zu einem späterem Zeitpunkt einzubringen. Die in Abu Dhabi registrierte PLC ist eine Holdinggesellschaft, die 100% an Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) (ADP) und 84,75% an Borouge Pte. Ltd. (PTE) hält. Vor dem Börsengang hielt die OMV einen 40%-Anteil an ADP, welcher auch das Borouge 4 Projekt enthielt, und einen 50%-Anteil an PTE. Folglich hat sich 2022, durch den Börsengang, der Anteil an PTE von 50% (direkt) in 2021 auf 45,76% (15,25% direkt gehalten und 30,51% indirekt gehalten durch PLC) geändert. Siehe Anhangangabe 3 – Konsolidierungskreisänderungen – zu den Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Konzern-Cashflow.
  • Zum 31. Dezember 2022 betrug der Marktwert der Konzernbeteiligung an PLC, welche an der Abu Dhabi Securities Exchange in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gelistet ist, EUR 6.989 Mio, basierend auf dem verfügbaren börsenotierten Kurs. Der korrespondierende Buchwert der PLC zum 31. Dezember 2022 betrug EUR 3.944 Mio.
  • Die „Borouge Beteiligungen“ (umfassend den OMV Gesamtanteil an PLC, ADP, PTE) sind führender Anbieter von innovativen, wertschöpfenden Kunststofflösungen für die Energie-, Infrastruktur-, Automobil-, Gesundheits- und Agrarindustrie sowie von modernen Verpackungsanwendungen und sind auch für das Marketing und den Vertrieb der hergestellten Produkte verantwortlich. Aufgrund der Umstrukturierung der Borouge Beteiligungen im Zuge des Börsengangs in 2022, wurde die ursprüngliche Bewertung in Hinblick auf die Kontrolle angepasst. Durch den Umstand, dass keine dem Vorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, welche alle relevanten Aktivitäten beeinflussen, ohne die Zustimmung von Borealis entschieden werden können, hat die OMV gemeinschaftliche Kontrolle über die drei Beteiligungen. Weiters wurde festgestellt, dass auch bereits in den Vorjahren gemeinschaftliche Kontrolle bestand, weswegen die Darstellung in dieser Anhangangabe entsprechend angepasst wurde (enthalten in den nachstehenden Tabellen als „Gemeinschaftsunternehmen“ anstatt „Assoziiertes Unternehmen“).
  • Bayport Polymers LLC, mit Sitz in Pasadena (eingetragen in Wilmington), hat den Betrieb ihres neuen Ethan-Crackers, in der Port Arthur Raffinerie, der eine Kapazität von einer Million Tonnen pro Jahr hat, erfolgreich gestartet und baut derzeit eine Polyethylen-Anlage in Pasadena mit dem Ziel, eine breite Produktauswahl anbieten zu können, um der wachsenden globalen Nachfrage an nachhaltigen und energieeffizienten Plastikprodukten nachzukommen. Da die OMV gemeinschaftliche Führung über Bayport Polymers LLC ausübt (Anteilsteilung 50/50) und Rechte am Nettovermögen besitzt, wird das Unternehmen folglich als ein Gemeinschaftsunternehmen bilanziert.
  • Die OMV hält auch einen 15% Anteil (2021: 15%) an der in Abu Dhabi registrierten Abu Dhabi Oil RefiningCompany, welche ein Raffineriezentrum mit integrierter Petrochemie betreibt. Gemäß der vertraglichen Vereinbarung zwischen den Teilhabern hat die OMV starke Gesellschafterrechte, welche einen wesentlichen Einfluss gemäß der IAS 28 Definition darstellen. In 2022 wurde eine Netto-Wertaufholung von EUR 67 Mio in ADNOC Refining and Trading ZGE (in 2021 eine Wertminderung von EUR 669 Mio) erfasst. Weitere Details können der Anhangangabe 7 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – entnommen werden.
  • Folgende Tabellen zeigen zusammengefasste Finanzinformationen der wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.
Gesamtergebnisrechnung
In EUR Mio
2022
2021
Assoziiertes
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziiertes
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Borouge
Beteiligungen
Bayport
Polymers
LLC
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Abu Dhabi
Polymers
Company
Limited
(Borouge)1
Bayport
Polymers
LLC
Umsatzerlöse
36.241
12.027
601
21.760
4.630
588
Jahresüberschuss
2.054
1.055
–116
–233
1.139
73
Sonstiges Ergebnis
2
20
—
—
1
—
Gesamtergebnis des Jahres
2.056
1.075
–116
–233
1.140
73
OMV Anteil am
Gesamtergebnis
308
407
–58
–35
456
36
1 Enthält einen 40%-Anteil an dem Borouge 4 Projekt, welches in 2022 in die neu gegründete Gesellschaft Borouge 4 LLC übertragen wurde (2022 enthalten in individuell unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen).
Bilanz
In EUR Mio
2022
2021
Assoziiertes
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziiertes
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Borouge
Beteiligungen
Bayport
Polymers
LLC
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Abu Dhabi
Polymers
Company
Limited
(Borouge)1
Bayport
Polymers
LLC
Langfristiges Vermögen
17.084
6.901
4.002
17.905
6.696
3.379
Kurzfristiges Vermögen
3.888
3.924
194
2.979
1.826
163
Langfristige Verbindlichkeiten
6.363
4.107
2.635
6.100
3.603
1.913
Kurzfristige Verbindlichkeiten
628
2.021
166
1.093
558
206
Eigenkapital
13.982
4.698
1.396
13.691
4.361
1.423
OMV Anteil
2.097
1.704
698
2.054
1.744
711
Firmenwerte
—
2.058
—
—
1.917
—
Anpassungen OMV Konzern
–573
268
–24
–873
400
–23
Buchwert der Investition
1.524
4.030
674
1.181
4.061
688
1 Enthält einen 40%-Anteil an dem Borouge 4 Projekt, welches in 2022 in die neu gegründete Gesellschaft Borouge 4 LLC übertragen wurde (2022 enthalten in individuell unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen).
Überleitungsrechnung Buchwert
In EUR Mio
2022
2021
Assoziiertes
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziiertes
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Borouge
Beteiligungen
Bayport
Polymers
LLC
Abu Dhabi
Oil Refining
Company
Abu Dhabi
Polymers
Company
Limited
(Borouge)1
Bayport
Polymers
LLC
1. Jänner
1.181
4.061
688
1.747
5.062
620
Währungsumrechnungs-
differenzen
83
248
44
138
419
53
Übertragung2
—
337
—
—
—
—
Jahresergebnis
308
400
–58
–35
456
36
Sonstiges Ergebnis
0
7
—
—
0
—
Dividendenausschüttungen
–116
–592
—
—
–1.876
–21
Wertaufholung (+) /
Wertminderung (–)
67
—
—
–669
—
—
Sonstige Änderungen
—
–4303
—
—
—
—
31. Dezember
1.524
4.030
674
1.181
4.061
688
1 Enthält einen 40%-Anteil an dem Borouge 4 Projekt, welches in 2022 in die neu gegründete Gesellschaft Borouge 4 LLC übertragen wurde (2022 enthalten in individuell unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen).
2 Enthält im Wesentlichen die Übertragung des direkten Anteils an PTE, welcher in “Borouge Beteiligungen” inkludiert ist und daher ab 2022 Teil der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen ist
3 Bezieht sich auf den Teilabgang der ADP und PTE als Ergebnis des ADX Börsengangs in 2022. Weitere Details sind der obigen Beschreibung zu entnehmen.
Einzeln unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
  • Die OMV hält 55,6% (2021: 55,6%) an der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG), mit Sitz in Lannach, welche den größten Teil der Pflichtnotstandsreserve für Rohöl- und Erdölprodukte in Österreich hält. Trotz Mehrheit der Stimmrechte in der Generalversammlung übt die OMV keine Beherrschung über ELG aus. Die wesentlichen Entscheidungen über die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens wurden an das Gremium der Ständigen Versammlung der Gesellschafter, in dem für Beschlüsse ein Quorum von zwei Drittel des Stammkapitals erforderlich ist, delegiert.
  • Seit März 2022 hält die OMV über Borealis einen 40%-Anteil an Borouge 4 LLC, mit Sitz in Abu Dhabi. Die Gesellschaft führt das laufende Projekt Borouge 4 aus, das sich mit der Entwicklung eines auf Ethan basierten Dampfcrackers, zwei Polyolefin Anlagen, einer 1-Hexen Anlage, einer Anlage für vernetztes Polyethylen (XLPE) sowie einer umfassende Studie für eine Kohlenstoffabscheidungsanlage beschäftigt. Das Projekt war bisher Teil des direkten 40%-Anteils an ADP, wurde aber, wie oben beschrieben, von dem Börsengang im Juni 2022 ausgenommen und aufgrunddessen in die neu gegründete Gesellschaft übertragen. Jedoch besteht die Absicht das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuführen. Durch den Umstand, dass keine dem Vorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, welche alle relevanten Aktivitäten beeinflussen, ohne die Zustimmung von Borealis entschieden werden können, hat die OMV gemeinschaftliche Kontrolle über Borouge 4 LLC und bilanziert diese als Gemeinschaftsunternehmen.
  • Die OMV übt gemeinschaftliche Kontrolle über Abu Dhabi Petroleum Investments LLC (ADPINV, OMV Anteil 25%, 2021: 25%), mit Sitz in Abu Dhabi, und Pak-Arab Refinery Limited (PARCO; indirekte Beteiligung der OMV beträgt 10%, 2021: 10%), mit Sitz in Karachi, aus und bilanziert beide Beteiligungen at-equity. ADPINV ist eine Holding-Gesellschaft mit 40% Anteil an PARCO. Da für die Entscheidungen über relevante Aktivitäten eine einstimmige Zustimmung der Parteien erforderlich ist und OMV aufgrund der rechtlichen Struktur Rechte am Nettovermögen hat, stufte die OMV die Unternehmen gemäß IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen ein.
  • Im Juni 2021 zeichnete die OMV durch die Borealis Gruppe eine neue Aktienausgabe und erwarb damit 10% an Renasci N.V., einer Gesellschaft mit Sitz in Belgien. Am 9. November 2022 infolge der Umschuldung in neu ausgegebene Aktien, erhöhte die OMV ihren Anteil an Renasci N.V. von 10% auf 27,42%. Der Nominalbetrag des umgewandelten Darlehens betrug EUR 24 Mio. Renasci N.V. beschäftigt sich hauptsächlich mit der Entwicklung selbstentwickelter Prozesse und Know-how über verschiedene Technologien zur Abfallbehandlung und Recycling. Durch die Aktionärsvereinbarung werden Borealis zwei Sitze im Vorstand der Renasci N.V. garantiert, und ist beteiligt an wesentlichen finanziellen und operativen Entscheidungen. Der Konzern hat daher festgestellt, dass er maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen hat. Aus diesem Grund wird die Beteiligung als assoziiertes Unternehmen bilanziert.
  • Darüber hinaus hält die OMV einen Anteil von 10% (2021: 10%) an Pearl Petroleum Company Limited mit Sitz in Road Town, British Virgin Islands, welche in der Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen in der Region Kurdistan im Irak tätig ist. Aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung zwischen der OMV und Pearl Petroleum Company Limited (Pearl) hat die OMV maßgeblichen Einfluss im Sinne von IAS 28 auf Pearl, da es für einige strategische Entscheidungen einstimmiger Zustimmung bedarf. Daher wird dieses Unternehmen trotz eines nur 10%-Anteils at-equity einbezogen.
  • Weitere Details können der Anhangangabe 38 – Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft – entnommen werden.
Gesamtergebnisrechnung für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen – OMV Anteil1
In EUR Mio
2022
2021
Assoziierte
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziierte
Unternehmen
Gemeinschafts-
unternehmen
Umsatzerlöse
5.889
461
3.314
5.516
Jahresüberschuss
189
30
86
58
Sonstiges Ergebnis
0
–2
—
1
Gesamtergebnis des Jahres
190
27
86
58
1 Die Darstellung in dieser Tabelle wurde für 2021 aufgrund der Änderung der Kontrollbewertung für PTE angepasst: enthalten als „Gemeinschaftsunternehmen“ anstatt als „Assoziiertes Unternehmen“
Überleitungsrechnung Buchwert für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen1
In EUR Mio
2022
2021
Assoziierte
Unternehmen2
Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziierte
Unternehmen2
Gemeinschafts-
unternehmen
1. Jänner
541
416
501
391
Währungsumrechnungsdifferenzen
–8
–13
33
24
Konsolidierungskreisänderungen3
–89
—
25
–15
Übertragung4
—
–337
—
—
Zugänge und andere Änderungen
24
4095
—
—
Jahresergebnis
189
30
86
58
Sonstiges Ergebnis
0
–2
—
1
Veräußerungen und andere Änderungen
–1
—
–55
—
Dividendenausschüttungen
–88
–5
–50
–42
31. Dezember
568
498
541
416
1 Die Darstellung in dieser Tabelle wurde für 2021 aufgrund der Änderung der Kontrollbewertung für PTE angepasst: enthalten als „Gemeinschaftsunternehmen“ anstatt als „Assoziiertes Unternehmen“
2 Inklusive assoziierter Unternehmen, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden
3 Konsolidierungskreisänderungen stellen die Entkonsolidierung der OJSC Severneftegazprom dar. Weitere Details sind der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“ zu entnehmen.
4 Umfasst im Wesentlichen die Übertragung des direkten Anteils an PTE, welcher in “Borouge Beteiligungen” inkludiert ist und daher ab 2022 Teil der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen ist (Details sind der obigen Beschreibung zu entnehmen).
5 Bezieht sich hauptsächlich auf den Kapitalzuschuss an Borouge 4 LLC.
17 Vorräte
Vorratsbestand
In EUR Mio
2022
2021
Rohöl
824
673
Erdgas
936
204
Sonstige Rohstoffe
677
537
Unfertige Erzeugnisse
231
146
Fertige Mineralölprodukte
1.112
645
Sonstige fertige Erzeugnisse1
1.053
945
Vorratsbestand
4.834
3.150
1 Der Buchwert sonstiger fertiger Erzeugnisse ist hauptsächlich den fertigen Erzeugnissen der Borealis Gruppe, z.B. Polyolefine und Basischemikalien, zuzurechnen.
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)
In EUR Mio
2022
2021
Material- und Warenaufwand
34.811
16.610
Bestandsveränderungen1
4.047
3.615
Wertminderungen zum Nettoveräußerungswert und Abschreibungen von Vorräten
466
41
Wertaufholungen von Vorräten
–25
–9
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)
39.298
20.257
1 Hauptsächlich auf petrochemische Produkte zurückzuführen
  • In 2022 betraf die Zeile „Wertminderungen zum Nettoveräußerungswert und Abschreibungen von Vorräten“ hauptsächlich im Speicher befindliches Gas.
18 Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte1
In EUR Mio
Ergebnis-wirksam zum beizu-
legenden Zeitwert bewertet
Ergebnis-neutral durch das sonstige Ergebnis zum beizu-
legenden Zeitwert bewertet
Zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten
bewertet
Gesamt Buchwert
davon kurzfristig
davon langfristig
2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Kunden
136
—
3.351
3.487
3.487
—
Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
—
—
735
735
735
—
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
136
—
4.086
4.222
4.222
—
Anteile an sonstigen Unternehmen
24
19
—
42
—
42
Investmentfonds
26
—
—
26
—
26
Anleihen
—
—
52
52
32
20
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate
10
370
—
380
263
116
Sonstige Derivate
2.867
—
—
2.867
2.114
753
Ausleihungen
—
—
711
711
82
628
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte
—
—
1.850
1.850
1.437
412
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte
2.927
389
2.612
5.928
3.929
1.999
Finanzielle Vermögeswerte
3.063
389
6.699
10.150
8.151
1.999
2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Kunden
258
—
3.671
3.929
3.929
—
Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
—
—
589
589
589
—
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
258
—
4.260
4.518
4.518
—
Anteile an sonstigen Unternehmen
1
16
—
17
—
17
Investmentsfonds
30
—
—
30
—
30
Anleihen
—
—
63
63
24
40
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate
—
398
—
398
312
87
Sonstige Derivate
4.220
—
—
4.220
3.425
795
Ausleihungen
—
—
2.015
2.015
115
1.900
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte
432
—
1.703
2.135
1.272
862
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte
4.683
415
3.781
8.879
5.148
3.730
Finanzielle Vermögenswerte
4.941
415
8.041
13.397
9.667
3.730
1 Beinhaltet nicht zu Veräußerungszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, welche in Anhangangabe 20 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten – beschrieben werden.
  • Der Buchwert der ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2022 EUR 3.063 Mio (2021: EUR 4.941 Mio). Diese Position enthielt hauptsächlich zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte.

    In 2021 beinhaltete die Position auch eine erworbene vertragliche Position gegenüber Gazprom hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven in Höhe von EUR 432 Mio, resultierend aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje. Da die OMV nicht mehr mit der Einbringlichkeit der vertraglichen Position gegenüber Gazprom rechnet, wurde ein Verlust von EUR 432 Mio aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst, welches den beizulegenden Zeitwert dieser Position auf Null reduzierte. Weitere Details können der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“ – entnommen werden.
  • In 2021 enthielt die Position Ausleihungen Inanspruchnahmen sowie damit verbundene abgegrenzte Zinsen im Rahmen der Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2 in der Höhe von EUR 987 Mio. Der gesamte zum 5. März 2022 ausstehende Betrag inklusive abgegrenzter Zinsen in Höhe von EUR 1 Mrd wurde vollständig, zu Lasten des Finanzergebnisses, wertberichtigt. Weitere Details können der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“ – entnommen werden.
  • Die Position Ausleihungen in 2022 enthielt Inanspruchnahmen und damit verbundene abgegrenzte Zinsen im Rahmen eines Gesellschafterdarlehens an Bayport Polymers LLC in der Höhe von EUR 657 Mio (2021: EUR 987 Mio). Im Laufe von 2022 wurde das Darlehen teilweise in der Höhe von EUR 602 Mio zurückgezahlt, zum Teil wurde dies jedoch durch zusätzlich getätigte Inanspruchnahmen von EUR 227 Mio (2021: EUR 183 Mio) ausgeglichen. Weitere Details können der Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen und Personen – sowie der Anhangangabe 28 – Risikomanagement – entnommen werden.
  • Die übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalteten vom rumänischen Staat erstattungsfähige Kosten in Höhe von EUR 326 Mio (2021: EUR 372 Mio) im Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltschutzmaßnahmen von OMV Petrom SA. Die Forderungen bestanden aus EUR 318 Mio (2021: EUR 352 Mio) betreffend Rekultivierungskosten und aus EUR 8 Mio (2021: EUR 20 Mio) betreffend Kosten aus Umweltschutzmaßnahmen.
  • Am 7. März 2017 hat die OMV, als Partei der OMV Petrom Privatisierungsvereinbarung, ein Schiedsgerichtsverfahren gegen das rumänische Umweltministerium gemäß den Regeln der International Chamber of Commerce (Internationale Handelskammer) zu bestimmten unbezahlten Forderungen in der Höhe von EUR 58 Mio hinsichtlich Rekultivierungskosten für Bohrungen und Verpflichtungen für Umweltschutzmaßnahmen eingeleitet. Am 9. Juli 2020 erließ das Schiedsgericht den endgültigen Schiedsspruch und forderte das rumänische Umweltministerium auf, OMV Petrom fast vollständig den beanspruchten Betrag und die entsprechenden Zinsen zu erstatten. Der Tilgungsbertrag in Höhe von EUR 58 Mio und die Verzugszinsen von EUR 17 Mio wurden in 2021 und 2022 entsprechend erhalten.
  • Am 2. Oktober 2020 hat die OMV Aktiengesellschaft, als Partei des Privatisierungsvertrags, ein Schiedsverfahren gegen das rumänische Umweltministerium gemäß den Regeln der Internationalen Handelskammer eingeleitet, in dem es um bestimmte unbezahlte Forderungen des rumänischen Umweltministeriums in Bezug auf Rekultivierungskosten für Bohrungen und Verpflichtungen für Umweltschutzmaßnahmen in Höhe von EUR 31 Mio ging. Am 30. August 2022 erließ das Schiedsgericht den endgültigen Schiedsspruch und verpflichtete das Umweltministerium OMV Petrom den Betrag von EUR 31 Mio und die entsprechenden Zinsen zu erstatten. Im Oktober 2022 hat das Umweltministerium den Schiedspruch vor dem Pariser Berufungsgericht beeinsprucht, zum 31. Dezember 2022 war das Verfahren noch nicht abgeschlossen.
  • Außerdem hat die OMV Aktiengesellschaft, als Partei des Privatisierungsvertrags, in Q4/22 zwei weitere Schiedsgerichtsverfahren gegen das rumänische Umweltministerium gemäß den Regeln der Internationalen Handelskammer zu bestimmten unbezahlten Forderungen hinsichtlich Rekultivierungskosten für Bohrungen und Verpflichtungen für Umweltschutzmaßnahmen in Höhe von EUR 47 Mio eingeleitet. Zum 31. Dezember 2022 war das Schiedsverfahren noch nicht abgeschlossen.
  • Darüber hinaus beinhaltete diese Position in 2022 Forderungen aus Versicherungserträgen von rund EUR 200 Mio im Zusammenhang mit dem Zwischenfall an der Rohöl-Destillationsanlage in der Raffinerie Schwechat im Juni 2022.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthielten des Weiteren Forderungen gegenüber Partnern im Geschäftsbereich Exploration & Production sowie Seller Participation Notes und Complementary Notes an Carnuntum DAC (siehe Anhangangabe 36 – Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen – für nähere Details).
Eigenkapitalinstrumente zum FVOCI
In EUR Mio
2022
2021
Beteiligung
Marktwert
Marktwert-
änderungen
im sonstigen
Ergebnis
Dividenden-
ertrag
Marktwert
Marktwert-
änderungen
im sonstigen
Ergebnis
Dividenden-
ertrag
APK Pensionskasse AG
2
–0
0
2
–0
0
Wiener Börse AG
7
3
1
4
–0
1
FSH Flughafen-Schwechat-Hydranten-Gesellschaft GmbH & Co OG
2
—
0
2
—
—
WAV Wärme Austria VertriebsgmbH
2
—
0
2
—
0
Bockatech Ltd.
3
—
—
3
—
—
Oil Insurance Limited
0
—
4
0
—
4
Übrige
2
—
0
2
—
4
Eigenkapitalinstrumente zum FVOCI
19
2
6
16
–1
9
Ausfallswahrscheinlichkeit
Äquivalent zum externen Credit Rating
Ausfallswahrscheinlichkeit
2022
2021
Risiko Klasse 1
AAA, AA+, AA,
AA-, A+, A, A-
0,13%
0,07%
Risiko Klasse 2
BBB+, BBB, BBB-
0,44%
0,24%
Risiko Klasse 3
BB+, BB, BB-
1,18%
1,21%
Risiko Klasse 41
B+, B, B-
8,52%
10,37%
Risiko Klasse 51
CCC/C
29,54%
10,37%
Risiko Klasse 6
SD/D
100,00%
100,00%
1 2022 wurde die bisherige Risikoklasse 4 mit den äquivalenten externen Ratings B+, B, B- und CCC/C in zwei verschiedene Risikoklassen (Risikoklasse 4 und 5) aufgeteilt, um einen transparenteren Einblick in die Kreditrisikoposition der Gruppe zu ermöglichen. Aus der bisherigen Risikoklasse 5 wurde die neue Risikoklasse 6.
Weitere Informationen zum Management des Kreditrisikos können der Anhangangabe 28 – Risikomanagement – entnommen werden.
Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
In EUR Mio
2022
2021
1. Jänner
51
61
Ausbuchungen
–4
–2
Netto-Neubewertung des erwarteten Verlusts
23
–6
Währungsumrechnungsdifferenzen
0
–0
Umgliederung in die Position Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte
–4
–1
Konsolidierungskreisänderungen
–1
—
31. Dezember
65
51
  • Die Netto-Neubewertungen des erwarteten Verlustes sind hauptsächlich auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Kunden zurückzuführen.
Kreditqualität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
In EUR Mio
2022
2021
Risiko Klasse 1
1.457
1.653
Risiko Klasse 2
1.239
1.133
Risiko Klasse 3
927
944
Risiko Klasse 4
333
375
Risiko Klasse 5
153
163
Risiko Klasse 6
42
43
Gesamt Bruttobuchwert
4.151
4.311
Erwarteter Ausfall
–65
–51
Gesamt
4.086
4.260
Wertminderungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten
In EUR Mio
12-Monate ECL
Lifetime ECL not credit impaired
Lifetime ECL credit impaired
Gesamt
2022
1. Jänner
9
31
211
251
Ausbuchungen
0
—
–5
–5
Netto-Neubewertung des erwarteten Verlusts1
2
12
1.100
1.114
Währungsumrechnungsdifferenzen
0
2
4
6
31. Dezember2
10
44
1.311
1.365
2021
1. Jänner
7
26
202
235
Ausbuchungen
–0
—
–2
–2
Netto-Neubewertung des erwarteten Verlusts
2
0
13
15
Währungsumrechnungsdifferenzen
0
4
1
5
Umgliederung in die Position Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Vermögenswerte
—
—
–2
–2
31. Dezember2
9
31
211
251
1 "Lifetime ECL credit impaired" beinhaltet den vollständig wertberichtigen Bruttobuchwert der Kreditforderungen einschließlich aufgelaufener Zinsen im Zusammenhang mit den Finanzierungsvereinbarungen für das Nord Stream 2 Pipeline-Projekt in Höhe von EUR 1,1 Mrd..
2 „12-Monate ECL“ enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 1 Mio (2021: EUR 1 Mio) und „Lifetime ECL credit impaired“ einen Betrag von EUR 9 Mio (2021: EUR 10 Mio) in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind.
Kreditqualität von sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten
In EUR Mio
12-Monate ECL
Lifetime ECL not credit impaired
Lifetime ECL credit impaired
Gesamt
12-Monate ECL
Lifetime ECL not credit impaired
Lifetime ECL credit impaired
Gesamt
2022
2021
Risiko Klasse 1
1.014
86
80
1.180
2.069
65
68
2.202
Risiko Klasse 21
702
—
9
710
1.464
—
10
1.473
Risiko Klasse 3
826
—
2
827
209
—
2
210
Risiko Klasse 4
4
—
—
4
9
—
—
9
Risiko Klasse 52
35
—
1.112
1.147
5
—
22
27
Risiko Klasse 6
0
—
109
109
0
—
111
111
Gesamt Bruttobuchwert
2.580
86
1.311
3.977
3.756
65
211
4.032
Erwarteter Ausfall3
–10
–44
–1.311
–1.365
–9
–31
–211
–251
Gesamt
2.570
42
—
2.612
3.747
34
—
3.781
1 „12-Monate ECL“ enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 327 Mio (2021: EUR 373 Mio) und „Lifetime ECL credit impaired“ einen Betrag von EUR 9 Mio (2021: EUR 10 Mio) in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind.
2 "Lifetime ECL credit impaired" beinhaltet den vollständig wertberichtigen Bruttobuchwert der Kreditforderungen einschließlich aufgelaufener Zinsen im Zusammenhang mit den Finanzierungsvereinbarungen für das Nord Stream 2 Pipeline-Projekt in Höhe von EUR 1,1 Mrd.
3 „12-Monate ECL“ enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 1 Mio (2021: EUR 1 Mio) und „Lifetime ECL credit impaired“ einen Betrag von EUR 9 Mio (2021: EUR 10 Mio) in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind.
19 Sonstige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte
In EUR Mio
2022
2021
Kurzfristig
Langfristig
Kurzfristig
Langfristig
Aktivische Abgrenzungen
84
15
60
18
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagevermögen
72
14
83
14
Sonstige geleistete Anzahlungen
194
16
107
22
Forderungen aus sonstigen Steuern und Sozialversicherung
395
40
185
39
Vertragsvermögenswerte
—
8
8
8
Emissionszertifikate1
223
—
58
—
Kundenforderung zur Übertragung von Emissionszertifikaten1
36
—
99
—
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
194
22
21
12
Sonstige Vermögenswerte
1.198
115
621
113
1 Weitere Details sind in Anhangangabe 23 – Rückstellungen – zu finden.
20 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Ge-
schäfts-
bereich
Stickstoff
Rosier
Ge-
samt
OMV
Retail-
Ge-
schäft
Slo-
wenien
Sonstige
Ge-
samt
C&M
R&M
E&P
Kb&S
OMV
Konzern
2022
Immaterielle
Vermögenswerte
3
0
3
0
0
0
—
—
3
Sachanlagen
658
4
662
121
13
134
20
3
819
At-equity bewertete
Beteiligungen
6
—
6
—
—
—
—
—
6
Sonstige Vermögenswerte inkl. latenter Steuern
27
1
28
0
4
4
—
—
32
Langfristiges Vermögen
694
5
699
121
17
139
20
3
860
Vorräte
275
33
308
46
1
48
16
—
371
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
150
8
159
63
—
63
0
—
221
Sonstige Vermögenswerte
151
2
153
6
—
6
30
—
189
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
12
4
16
5
—
5
14
—
35
Kurzfristiges Vermögen
588
47
635
120
1
121
59
—
816
Summe Aktiva
1.282
52
1.334
241
19
260
79
3
1.676
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
49
—
49
0
—
0
14
—
63
Leasingverbindlichkeiten
7
1
8
27
—
27
—
—
35
Rückstellungen für
Rekultivierungsverpflichtungen
11
—
11
0
1
1
—
—
13
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen und
latenter Steuern
37
1
38
1
—
1
20
—
59
Langfristige
Verbindlichkeiten
105
1
106
29
1
30
34
—
170
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
229
9
238
22
—
22
12
—
272
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen
124
3
127
43
1
44
13
—
184
Kurzfristige
Verbindlichkeiten
353
12
365
65
1
66
25
—
456
Summe Verbindlichkeiten
458
13
471
94
2
96
59
—
626

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Geschäfts-
bereich
Stickstoff
OMV
Retail-
Geschäft
Deutschland
OMV
Retail-
Geschäft
Slowenien
Ge-
samt
C&M
R&M
E&P
Kb&S
OMV
Konzern
2021
Immaterielle Vermögenswerte
1
10
0
10
27
—
38
Sachanlagen
260
247
119
366
32
3
661
At-equity bewertete Beteiligungen
6
—
—
—
—
—
6
Sonstige Vermögenswerte
inkl. latenter Steuern
27
44
0
44
—
—
71
Langfristiges Vermögen
294
301
119
420
58
3
776
Vorräte
221
24
52
76
10
—
308
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
222
43
51
93
1
—
316
Sonstige Vermögenswerte
62
0
1
1
2
—
65
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
11
0
2
2
1
—
14
Kurzfristiges Vermögen
516
67
106
173
14
—
703
Summe Aktiva
810
368
225
593
73
3
1.479
Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
62
0
0
0
—
—
63
Leasingverbindlichkeiten
5
114
35
149
—
—
154
Rückstellungen für
Rekultivierungsverpflichtungen
12
23
—
23
85
—
120
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen und latenter
Steuern
41
52
2
54
—
—
95
Langfristige Verbindlichkeiten
120
189
37
227
85
—
432
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
236
40
39
79
10
—
325
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen
78
28
47
75
—
—
153
Kurzfristige Verbindlichkeiten
314
67
86
153
10
—
477
Summe Verbindlichkeiten
434
257
123
380
95
—
909
Chemicals & Materials
  • Zum 31. Dezember 2022 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Chemicals & Materials hauptsächlich aus dem Stickstoff-Geschäftsbereich der Borealis Gruppe.
  • In 2021 entschied die OMV den Verkauf des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis Gruppe (zu 75% von der OMV gehalten), welcher Pflanzennährstoffe, technischen Stickstoff und Melaminprodukte umfasst. Dies führte zu einer Umgliederung der Veräußerungsgruppe auf „Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten“. Zum Zeitpunkt der Umgliederung gab es keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Beteiligung des Unternehmens an Düngemittelproduktionsstätten in den Niederlanden und Belgien („Rosier“) wurde zu diesem Zeitpunkt nicht als Teil des potenziellen Verkaufsprozesses betrachtet und deren Vermögenswerte und damit verbundenen Verbindlichkeiten gehören nicht zu dem zum Verkauf stehenden Stickstoff-Geschäftsbereich von Borealis.
  • Der Zeitraum bis zum Abschluss des Verkaufs verlängerte sich durch Ereignisse und Umstände, die außerhalb der Kontrolle von OMV lagen. Die Entwicklungen infolge des Krieges in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen veranlassten Borealis, ein im Februar 2022 erhaltenes verbindliches Angebot von EuroChem abzulehnen und andere Optionen in Betracht zu ziehen. Am 28. Juli 2022 hat Borealis ein neues verbindliches Angebot von AGROFERT, a.s. angenommen, das am 2. Juni 2022 eingegangen ist, nachdem die obligatorischen Informations- und Anhörungsverfahren mit den Arbeitnehmervertretern abgeschlossen waren. Am selben Tag schlossen beide Unternehmen einen Vertrag über den Verkauf und die Übertragung aller Anteile an den von der Transaktion umfassten Gesellschaften ab. Die Transaktion unterliegt noch bestimmten Abschlussbedingungen und behördlichen Genehmigungen.
  • In 2022 erfolgte eine Wertaufholung aufgrund des erhalten Angebots von AGROFERT, a.s. während in 2021 eine Wertminderung aufgrund des verbindlichen Angebots von EuroChem erfolgte. Nähere Details sind in der Anhangangabe 7 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – zu finden.
  • Die OMV ermittelt für den Konzern die Nettoposition der Emissionszertifikate. Aufgrund dieser Bilanzierungspolitik wurde zum 31. Dezember 2022 eine Verpflichtung zur Abgabe von 2.133.124 Emissionszertifikaten (Marktwert: EUR 179 Mio) im Zusammenhang mit dem Geschäftsbereich Stickstoff nicht in der Bilanzposition „Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten“ ausgewiesen.
  • Zum 31. Dezember 2022 stand der verbleibende Teil der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Chemicals & Materials im Zusammenhang mit Rosier. Am 26. September 2022 wurde mit der YILFERT Holding, Teil der YILDIRIM-Gruppe, eine bindende Vereinbarung zum Erwerb der Anteile von Borealis an Rosier S.A. unterzeichnet. Dies führte zu einer Umgliederung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die Bilanzposition „Zu Veräußerungszwecken gehalten“. Zum Zeitpunkt der Umgliederung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung.
Refining & Marketing
  • Am 1. Mai 2022 hat die OMV den Verkauf des OMV Tankstellengeschäfts in Deutschland an die EG Group abgeschlossen (285 Tankstellen in Süddeutschland, mit Schwerpunkt Bayern und Baden-Württemberg). Weitere Einzelheiten zu den Auswirkungen des Verkaufs finden sich in Anhangangabe 6 – Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen.
  • Zum 31. Dezember 2022 beinhalteten die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Refining & Marketing hauptsächlich das OMV Retail-Geschäft in Slowenien.
  • In 2021 entschied die OMV, ihr Retail-Geschäft in Slowenien (120 Tankstellen) zu verkaufen, was zur Umgliederung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in die Bilanzposition „Zu Veräußerungszwecken gehalten“ führte. Diese Umgliederung führte zu keinem Wertminderungsaufwand. Am 8. Juni 2021 einigten sich die OMV und MOL Group über den Kauf von OMV Slowenien durch die MOL Group. Die Transaktion unterliegt den erforderlichen behördlichen Genehmigungen und der Abschluss wird für 2023 erwartet.
  • Sonstige zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Refining & Marketing betrafen hauptsächlich 17 Avanti-Tankstellen in Deutschland. OMV entschied 2022 ihr Retail-Geschäft in Deutschland, geführt unter der Marke „Avanti“, zu verkaufen. Dies führte zur Umgliederung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in die Bilanzposition „Zu Veräußerungszwecken gehalten“. Die Umgliederung hatte keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Der Abschluss der Transaktion wird für 2023 erwartet.
Exploration & Production
  • Zum 31. Dezember 2022 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Exploration & Production vollständig aus den operativen Gesellschaften im Jemen. 2022 entschied die OMV ihre relevanten operativen Einheiten im Jemen zu verkaufen und unterzeichnete eine Vereinbarung über den Verkauf. Dies führte zur Umgliederung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in die Bilanzposition „Zu Veräußerungszwecken gehalten“. Das Ergebnis aus der Bewertung zum beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zum Zeitpunkt der Umgliederung hat zu einer Wertminderung geführt (siehe Anhangangabe 7 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen).
  • Zum 31. Dezember 2021 umfassten die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Exploration & Production ausschließlich den 69%-Anteil am Maari Feld im neuseeländischen Offshore Becken Taranaki. Nach anhaltenden Bemühungen mit Jadestone Energy als potenziellen Käufer wurde einvernehmlich entschieden, die Transaktion nicht weiter zu verfolgen. Daher wurden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Maari-Feld aus den zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zurückgegliedert.
21 Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens
Grundkapital
  • Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2021: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2021: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2022 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.
  • Da das von der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 geschaffene genehmigte Kapital am 14. Mai 2019 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 29. September 2020 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital der OMV mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden.
  • Der Vorstand wurde auch von der Hauptversammlung ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung (i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere Long Term Incentive Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient.
  • Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben.
Kapitalrücklagen
  • Kapitalrücklagen wurden bei der OMV Aktiengesellschaft durch Mittel gebildet, die der OMV Aktiengesellschaft von ihren Anteilseignern aufgrund ihrer Eigentümerstellung über das Grundkapital zugeführt wurden.
Hybridkapital
  • Das im Eigenkapital ausgewiesene Hybridkapital in der Höhe von EUR 2.483 Mio besteht aus unbefristeten, nachrangigen Hybridschuldverschreibungen. Die Netto-Erlöse aus den Hybridschuldverschreibungen werden gemäß IFRS zur Gänze als Eigenkapital klassifiziert, da die Rück- sowie Zinszahlungen im alleinigen Ermessen der OMV liegen.
  • Am 7. Dezember 2015 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio :
  • ▸ Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 mit einem erstmöglichen Kündigungstag im Jahr 2021, wurden gekündigt und zu ihrem Nennbetrag (zuzüglich Zinsen) am 30. November 2021 zurückgezahlt.
  • ▸ Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht, verzinst.
  • Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
  • Am 19. Juni 2018 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Die Hybridschuldverschreibungen werden bis zum 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Von 19. Juni 2024 (einschließlich) bis 19. Juni 2028 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 19. Juni 2028 (einschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 19. Juni eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
  • Am 1. September 2020 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.250 Mio in zwei Tranchen (Tranche 1: EUR 750 Mio; Tranche 2: EUR 500 Mio) mit folgender Verzinsung:
  • ▸ Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 werden bis zum 1. September 2026 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 1, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,500% verzinst. Von 1. September 2026 (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht.
  • ▸ Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 1. September 2029 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Von 1. September 2029 (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht.
  • Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 1. September eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
  • Die zum 31. Dezember 2022 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens OMV unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständige Zinsen zur Zahlung fällig. Im Fall eines Kontrollwechsels, zum Beispiel, hat die OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
Gewinnrücklagen
  • Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen sowie der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen des Konzerns enthalten.
Eigene Anteile
  • In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) und 2019 wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wurde in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.
  • In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
  • Die direkt im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Gewinne und Verluste und damit verbundenenSteuereffekte setzen sich wie folgt zusammen:
Steuereffekte im Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses
In EUR Mio
2022
2021
Brutto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Steuer
Aufwand (–)
Ertrag (+)1
Netto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Brutto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Steuer
Aufwand (–)
Ertrag (+)1
Netto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Währungsumrechnungsdifferenzen
603
–2
602
946
13
959
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von Hedges
40
–3
37
210
–54
155
Gewinne (+)/ Verluste(–) aus
der Neubewertung von
leistungsorientierten Plänen
263
–35
228
53
11
64
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von
Eigenkapitalinstrumenten
2
1
3
–1
0
–0
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von Hedges,
die nachfolgend auf den
Buchwert des
Grundgeschäftes übertragen
werden
–67
8
–58
17
–3
14
Auf at-equity bewertete
Beteiligungen entfallender
Anteil am sonstigen Ergebnis
62
n.a.
6
02
n.a.
0
Sonstiges Ergebnis des Jahres
847
–30
817
1.225
–33
1.192
1Enthält Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe. Weitere Details sind in der Anhangangabe 12 – Steuern vom Einkommen und Ertrag – zu finden.
2Stellt das Nettoergebnis (nach Steuern) dar.
  • Für das Geschäftsjahr 2022 wurden seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine reguläre Ausschüttung in Höhe von EUR 2,80 je dividendenberechtigter Aktie, als auch eine Sonderdividende in Höhe von EUR 2,25 je dividendenberechtigter Aktie, vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung in 2023 zu bestätigen sind. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2021 erfolgte im Juni 2022 und betrug EUR 752 Mio (EUR 2,30 je Aktie). 2021 betrug die Dividendenzahlung EUR 605 Mio (EUR 1,85 je Aktie). Im Jahr 2022 beliefen sich die bezahlten Zinsen für Hybridanleihen auf EUR 94 Mio (2021: EUR 94 Mio).
Eigene Anteile
Anzahl der Aktien
in
EUR Mio
1. Jänner 2021
297.846
3,3
Abgang
–36.520
–0,4
31. Dezember 2021
261.326
2,9
Abgang
–59.652
–0,7
31. Dezember 2022
201.674
2,2
Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile
Anzahl der Aktien
Eigene
Anteile
Im Umlauf befindliche Anteile
1. Jänner 2021
327.272.727
297.846
326.974.881
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
—
–36.520
36.520
31. Dezember 2021
327.272.727
261.326
327.011.401
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
—
–59.652
59.652
31. Dezember 2022
327.272.727
201.674
327.071.053
22 Nicht beherrschende Anteile
Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen
In EUR Mio
2022
2021
Teilkonzerne
Nicht
beherr-
schende
Anteile (%)
Nicht
beherr-
schenden
Anteilen zu-
geordnetes
Ergebnis
Kumu-
lierte
nicht
beherr-
schende
Anteile
Nicht
beherr-
schende
Anteile (%)
Nicht
beherr-
schenden
Anteilen zu-
geordnetes Ergebnis
Kumu-
lierte
nicht
beherr-
schende
Anteile
OMV Petrom Gruppe
49%
1.023
3.980
49%
294
3.364
Borealis Gruppe
25%
424
3.212
25%
307
2.876
SapuraOMV Gruppe
50%
21
274
50%
–8
238
Sonstige Tochterunternehmen
n.a.
1
13
n.a.
24
13
OMV Gruppe
n.a.
1.470
7.478
n.a.
617
6.491
  • Die Beteiligungsquote der nicht beherrschenden Anteile stimmt in allen Fällen mit deren Stimmrechtsquote überein.
  • Die Haupttätigkeiten der OMV Petrom Gruppe sind die Auffindung und Produktion von Kohlenwasserstoffen (in Rumänien), der Raffineriebetrieb (in Rumänien), der Verkauf von Mineralölprodukten (in Rumänien, Bulgarien, Serbien und Moldawien) und Erdgas sowie Stromproduktion und -verkauf (in Rumänien). Aufgrund der am 3. November 2022 abgeschlossenen Kapitalerhöhung der OMV Petrom SA erhöhten sich die nicht beherrschenden Anteile an der OMV Petrom Gruppe um EUR 39 Mio. Die von Drittaktionären erhaltenen Zahlungen beliefen sich auf EUR 30 Mio und sind in der Konzern-Cashflow-Rechnung unter dem Posten „Erhöhung von nicht beherrschenden Anteilen“ ausgewiesen.
  • Die Borealis Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter von hochwertigen Kunststoffprodukten und einer der Marktführer im Basischemikalien- und Düngemittelgeschäft sowie der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft. Der Großteil der Produktionsanlagen liegt in Europa, zusätzlich gibt es zwei Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten, eine in Brasilien und eine weitere in Südkorea.
  • Die SapuraOMV Gruppe ist ein Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in Malaysia. Es verfügt über ein starkes Wachstumspotential mit beträchtlichen entdeckten Ressourcen und einem starken Portfolio an Explorationsaussichten. Neben Malaysia bestehen Explorationsbeteiligungen in Neuseeland, Australien und Mexiko.
  • Die folgenden Tabellen fassen die Finanzinformationen der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen zusammen:
Gesamtergebnisrechnung der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen1
In EUR Mio
2022
2021
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
Umsatzerlöse
12.440
11.686
5.285
9.862
Jahresüberschuss
2.089
1.690
582
1.256
Gesamtergebnis des Jahres
2.079
1.941
596
1.882
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
1.019
488
292
463
an nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividende
436
175
172
38
1Die Werte beziehen sich auf den jeweiligen Teilkonzern, d.h. inkl. at-equity Konsolidierung und nach Eliminierung der Intercompany-Beziehungen innerhalb des Teilkonzerns.
Bilanz zum 31. Dezember der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen1
In EUR Mio
2022
2021
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
Langfristiges Vermögen
6.509
11.043
6.598
10.933
Kurzfristiges Vermögen
5.109
5.177
3.496
4.655
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
3
1.334
3
810
Langfristige Verbindlichkeiten
1.647
2.782
1.528
2.553
Kurzfristige Verbindlichkeiten
1.791
1.472
1.655
1.892
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
—
471
—
434
1Die Werte beziehen sich auf den jeweiligen Teilkonzern, d.h. inkl. at-equity Konsolidierung und nach Eliminierung der Intercompany-Beziehungen innerhalb des Teilkonzerns.
Cash Flow Rechnung der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen1
In EUR Mio
2022
2021
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
OMV Petrom
Gruppe
Borealis
Gruppe
Cashflow aus der Betriebstätigkeit
2.299
1.572
1.422
2.916
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
–629
–58
–458
–1.086
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
–872
–824
–389
–355
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel
795
691
577
1.475
1Die Werte beziehen sich auf den jeweiligen Teilkonzern, d.h. inkl. at-equity Konsolidierung und nach Eliminierung der Intercompany-Beziehungen innerhalb des Teilkonzerns.
23 Rückstellungen
Rückstellungen
In EUR Mio
Pensionen und
ähnliche
Verpflichtungen
Rekultivierungs-verpflichtungen
Sonstige
Rückstellungen
Gesamt
1. Jänner 2022
1.299
3.756
1.003
6.057
Währungsumrechnungsdifferenzen
–10
0
0
–9
Konsolidierungskreisänderungen
—
—
–1
–1
Verbrauch und Auflösungen
–314
–449
–698
–1.461
Fondsdotierung
–18
—
—
–18
Zuweisung
55
400
582
1.037
Umbuchungen
–10
–0
10
–0
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
–5
89
–13
71
31. Dezember 2022
997
3.796
882
5.676
davon kurzfristig zum 31. Dezember 2022
—
82
505
587
davon kurzfristig zum 1. Jänner 2022
—
72
360
432
  • Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläen. Das Kapitel Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält nähere Details über wesentliche Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19.
  • Details zu Rekultivierungen sind im Kapitel Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen enthalten.
  • Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für belastende Verträge, Rückstellungen für die Unterdeckung an Emissionszertifikaten als auch sonstige Personalrückstellungen. Weitere Details sind im Kapitel Sonstige Rückstellungen enthalten.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bilanziert nach IAS 19
  • Die untenstehenden Tabellen beinhalten Details zu den über einen Fonds finanzierten Pensionsplänen und zu nicht über einen Fonds finanzierten Pensionsplänen (im Wesentlichen in Österreich, Deutschland, Schweden und Belgien), als auch zu Abfertigungen (hauptsächlich in Österreich) und zu Plänen zur Sicherstellung medizinischer Versorgung (in Belgien).
  • Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen von mehreren OMV Gesellschaften wurde an länderspezifische externe Pensionsfonds übertragen. Die Pensionsverpflichtungen wurden auf Basis von länder- und planspezifischen Annahmen berechnet. Nähere Details sind der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – zu entnehmen.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
In EUR Mio
2022
2021
Barwert der fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen
832
1.053
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
–526
–595
Rückstellung für fondsfinanzierte Pensionsverpflichtungen
305
458
Barwert der nicht fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen
470
586
Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen und andere Pläne
135
150
Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen und andere Pläne
910
1.194
Barwert der Verpflichtungen für andere langfristige Leistungspläne
87
105
Gesamtrückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
997
1.299
Barwert der Verpflichtungen
In EUR Mio
2022
2021
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Barwert der Verpflichtung zum 1. Jänner
1.639
150
1.722
197
Laufender Dienstzeitaufwand
24
10
26
6
Nachzuverrechender Dienstzeitaufwand
—
—
—
–21
Zinsaufwand
18
2
15
2
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
42
12
41
5
Anpassungen aufgrund von Änderungen der demografischen Annahmen
–0
1
–1
—
Anpassungen aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen
–334
–16
1
—
Erfahrungsbedingte Anpassungen
56
3
–9
–3
Gesamte Neubewertung der Periode (sonstiges Ergebnis)
–279
–12
–9
–3
Tatsächlich bezahlte Leistungen
–91
–10
–85
–14
Währungsumrechnungsdifferenzen
–10
0
–2
–1
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten
—
–5
–27
–34
Barwert der Verpflichtung zum 31. Dezember
1.302
135
1.639
150
1 Hauptsächlich bedingt durch die Auslagerung von Aktivitäten in Rumänien
Marktwert des Planvermögens
In EUR Mio
2022
2021
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Jänner
595
589
Zinserträge
6
5
Rendite aus dem Planvermögen (sonstiges Ergebnis)
–39
40
Tatsächlich bezahlte Leistungen
–54
–52
Beiträge vom Arbeitgeber
18
22
Währungsumrechnungsdifferenzen
–0
1
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
—
–10
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember
526
595
Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen betrifft die Pläne in Österreich und Belgien und wurde auf externe Pensionsfonds übertragen, die von der APK-Pensionskasse AG in Österreich und von Vivium und KBC Asset Management in Belgien verwaltet werden. Die Veranlagung des Planvermögens in Österreich wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Die Investitionspläne in Belgien folgen der Investmentstrategie der jeweiligen Versicherungsgesellschaft als auch den lokalen rechtlichen Vorschriften.
  • Das Planvermögen ist hauptsächlich in Schuldverschreibungen und Versicherungsverträge veranlagt. Mit der Ausnahme der Versicherungsverträge, für welche keine Preisnotierungen existieren, ist der Großteil des Planvermögens in liquiden aktiven Märkten investiert, an welchen Preisnotierungen existieren.
  • Erwartete Beiträge in die Pläne für Leistungen nach Beendingung des Arbeitsverhältnisses für das Jahr 2023 betragen EUR 23 Mio. Zusätzlich werden im Jahr 2023 für leistungsorientierte Pläne Zahlungen an externe Pensionsfonds das Jahr 2022 betreffend im Ausmaß von EUR 55 Mio erwartet.
Rückstellungen und Aufwendungen
In EUR Mio
2022
2021
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Rückstellung zum 1. Jänner
1.044
150
1.135
197
Laufender Dienstzeitaufwand
24
10
26
6
Nachzuverrechender Dienstzeitaufwand
—
—
—
–21
Nettozinsaufwand
12
2
10
2
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
36
12
36
5
Anpassungen aufgrund von Änderungen der demografischen Annahmen
–0
1
–1
—
Anpassungen aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen
–334
–16
1
–3
Erfahrungsbedingte Anpassungen
56
3
–9
—
Rendite aus dem Planvermögen
39
—
–40
—
Gesamte Neubewertung der Periode (sonstiges Ergebnis)
–240
–12
–50
–3
Tatsächlich bezahlte Leistungen
–37
–10
–33
–14
Beiträge vom Arbeitgeber
–18
—
–22
—
Währungsumrechnungsdifferenzen
–10
0
–3
–1
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten
—
–5
–20
–34
Rückstellung zum 31. Dezember
775
135
1.044
150
1 Hauptsächlich bedingt durch die Auslagerung von Aktivitäten in Rumänien
Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche
zum 31. Dezember
2022
2021
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Pensionspläne
Abfertigungen und sonstige Pläne
Kapitalmarktzinssatz
3,20-5,40%
3,50-8,00%
1,00-2,60%
0,80-5,22%
Gehaltstrend
3,40-5,00%
3,40-4,90%
2,50-5,00%
2,50-3,50%
Pensionstrend
2,25-3,50%
—
1,70-2,25%
—
  • Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche werden als erheblich erachtet und in folgenden Bandbreiten einem Stresstest unterzogen. Die daraus resultierenden Steigerungen und Verringerungen im Vergleich zu den Verpflichtungen der leistungsorientierten Ansprüche sind in prozentualen und absoluten Veränderungen wie folgt:
Sensitivitäten - prozentuale Veränderung
2022
Kapitalmarktzinssatz
Gehaltstrend
Pensionstrend
+0,50%
–0,50%
+0,25%
–0,25%
+0,25%
–0,25%
Pensionspläne
–5,25%
5,77%
0,86%
–0,81%
2,56%
–2,44%
Abfertigungen und sonstige Pläne
–4,21%
4,56%
2,06%
–1,97%
—
—
Sensitivitäten - absolute Veränderung
In EUR Mio
2022
Kapitalmarktzinssatz
Gehaltstrend
Pensionstrend
+0,50%
–0,50%
+0,25%
–0,25%
+0,25%
–0,25%
Pensionspläne
–69
76
11
–11
34
–32
Abfertigungen und sonstige Pläne
–7
7
3
–3
—
—
Durchschnittliche Laufzeiten und Laufzeitprofile leistungsorientierter Pläne zum 31. Dezember
In EUR Mio
2022
Laufzeitprofile
Durchschnittliche Laufzeiten
(Duration)
1–5 Jahre
6–10 Jahre
>10 Jahre
in Jahren
Pensionspläne
363
338
599
11
Abfertigungen und sonstige Pläne
47
47
40
9
Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember
2022
2021
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere
15%
18%
Schuldverschreibungen
29%
35%
Liquide Mittel und Geldmarktveranlagungen
5%
4%
Versicherungsverträge
36%
30%
Sonstige
15%
12%
Gesamt
100%
100%
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
  • Die Konzerngesellschaften unterliegen für alle Produktionsanlagen und Grundstücke in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für die geschätzten Kosten bestehender Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde in Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregeln des Konzerns bilanziell vorgesorgt. Für Rekultivierungen werden Rückstellungen gebildet, wenn zum Bilanzstichtag bereits eine Verpflichtung besteht.
Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernergebnisse, -bilanz und -cashflows der näheren Zukunft haben wird.
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
In EUR Mio
Buchwert
1. Jänner 2022
3.756
Neue Verpflichtungen
53
Erhöhung aus Parameteränderungen
198
Kürzung aus Parameteränderungen
–332
Aufzinsung
150
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
89
Verbrauch, Abgänge und andere Änderungen
–117
31. Dezember 2022
3.796
davon kurzfristig zum 31. Dezember 2022
82
davon kurzfristig zum 1. Jänner 2022
72
Die Kürzung aus Parameteränderungen war vor allem bedingt durch eine Erhöhung der realen Diskontierungssätze für USD und EUR verglichen mit 2021.
  • Die Rekultivierungsrückstellung bezogen auf den OMV Anteil am Maari Feld in Neuseeland wurde von den zu Veräußerungszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten zurückgegliedert. Für weitere Details siehe Anhangangabe 20 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten.
Wesentliche Annahmen zur Berechnung der Rekultivierungsverpflichtungen zum 31. Dezember1
2022
Abzinsungs-
satz
Inflations-
rate
Realer
Abzinsungs-
satz
Eurozone (EUR)
2,36-2,55%
2,35%
0,01-0,20%
Neuseeland (NZD)
4,53-4,73%
2,61%
1,92-2,13%
Norwegen (NOK)
3,09-3,13%
2,31%
0,78-0,82%
Rumänien (RON)
8,35%
4,56%
3,79%
Vereinigte Staaten (USD)
3,88-4,15%
2,51%
1,37-1,64%
1 Basierend auf den Hauptwährungen der zugrundeliegenden Verpflichtungen. Mehrere Abzinsungssätze pro Währung entstehen durch unterschiedliche Laufzeiten.
Geschätzte Fälligkeit und Mittelabflüsse der Rekultivierungsverpflichtungen1
In EUR Mio
2022
Buchwert
Undiskontierte,
reale
Kosten
≤1 Jahr
82
86
1 – 10 Jahre
899
1.320
11 – 20 Jahre
2.138
5.174
21 – 30 Jahre
481
1.776
>30 Jahre
196
747
Gesamt
3.796
9.102
1 Hauptsächlich bezogen auf Rekultivierungsverpflichtungen im Geschäftsbereich Exploration & Production
  • Ein Rückgang um 1 Prozentpunkt bei den realen Abzinsungssätzen, die für die Berechnung der Rekultivierungsrückstellungen angewandt werden, würde zu einer zusätzlichen Rückstellung von EUR 612 Mio führen, im umgekehrten Fall würde die Rückstellung um EUR 504 Mio fallen.
  • Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthielt Verpflichtungen von OMV Petrom SA in Höhe von EUR 1.397 Mio (2021: EUR 1.260 Mio). Gemäß der Privatisierungsvereinbarung sollte ein Teil der Verpflichtung vom rumänischen Staat refundiert werden. Zum 31. Dezember 2022 wies OMV Petrom SA Forderungen im Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen gegenüber dem rumänischen Staat von EUR 326 Mio (2021: EUR 352 Mio) aus.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen
In EUR Mio
2022
2021
Kurzfristig
Langfristig
Kurzfristig
Langfristig
Umweltschutzkosten
11
77
14
77
Belastende Verträge
64
176
24
431
Sonstige Personalrückstellungen
149
18
148
16
Emissionszertifikate
35
—
113
—
Übrige sonstige Rückstellungen
247
105
60
120
Sonstige Rückstellungen
505
377
360
643
  • Zum 31. Dezember 2022 enthielten die Rückstellungen für Umweltschutzkosten eine Rückstellung für Bodensanierung im Zusammenhang mit der Raffinerie Arpechim in Rumänien in Höhe von EUR 52 Mio.
  • Rückstellungen für belastende Verträge beinhalteten im Wesentlichen abgeschlossene Transport- und Gate LNG-Terminalkapazitäten der OMV Gas Marketing & Trading GmbH.
  • Die Rückstellung für die Gate LNG Terminalkapazitäten betrifft einen langfristigen, unkündbaren Vertrag für Regasifizierungs- und Speicherkapazität, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der europäischen Marktbedingungen belastend wurde. Der Barwert der Rückstellung per 31. Dezember 2022 betrug EUR 32 Mio (2021: EUR 390 Mio). Dieser hohe Rückgang in der Rückstellung spiegelt die Veränderung der LNG Marktbedingungen mit höheren realisierten LNG Volumen und Margen in 2022 wider, die in gewissem Umfang auch in naher Zukunft voraussichtlich bestehen bleiben. Die Rückstellung wurde für unvermeidbare Verluste aus der Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen gebildet. Dabei wurden Kosten und Erträge aus dem zukünftigen Erwerb von LNG-Volumen berücksichtigt, da die Regasifizierung und der anschließende Verkauf des Gases zur Deckung der Fixkosten beitragen. Die Mengenannahmen spiegeln die beste Schätzung des Managements bezüglich der in Zukunft verfügbaren LNG-Volumina wider. Die Preise basieren, sofern verfügbar, auf Forward-Preisen. Sind keine Forward-Preise vorhanden, stellen die Preise die beste Schätzung des Managements dar, wobei diese sich an gegenwärtigen Marktpreisen oder an Forward-Preisen vergangener Perioden orientieren. Die Berechnung basierte auf einem Diskontierungszinssatz von 2,53% (2021: 4,51%).
  • Die Rückstellung für unkündbare Transportverpflichtungen von OMV Gas Marketing & Trading GmbH betrug 2022 EUR 188 Mio (2021: EUR 65 Mio). Der Anstieg der Rückstellung ist hauptsächlich bedingt durch neue Transportkapazitäten, die gebucht wurden, um alternative Versorgungswege für Österreich zu sichern. Die Ermittlung der Rückstellung wurde als Differenz zwischen den Fixkosten der Nutzung der Kapazitäten und dem erwarteten Gewinn aus der Verwendung der Kapazitäten ermittelt. Der angewandte Diskontierungssatz betrug 2,53% (2021: 4,51%). Neben dem Diskontierungssatz sind die Schlüsselannahmen die erwarteten Preise der relevanten Gas Hubs. Diese Preise basieren auf den Forward Preisen oder auf den Managementannahmen von zukünftigen Preisen.
  • Die sonstigen Personalrückstellungen enthielten kurzfristige Personallösungskosten in Höhe von EUR 13 Mio (2021: EUR 17 Mio). Der Restbetrag bezog sich hauptsächlich auf Prämienrückstellungen.
  • Übrige sonstige Rückstellungen sind in 2022 hauptsächlich im Zusammenhang mit erwarteten sonstigen Risiken des Konzerns im Bereich der Gas- und Strom-Besteuerung in Rumänien gestiegen.
Emissionszertifikate
  • Die Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats hat ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten geschaffen, das die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, nationale Pläne für die Zuteilung von Emissionszertifikaten zu erstellen. Im Rahmen dieses Programms haben die betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern einen Anspruch auf die jährliche unentgeltliche Zuteilung der Emissionszertifikate.
  • Die neuseeländische Regierung hat ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten auf Basis des Climate Change Response Act 2002 geschaffen. Unter diesem System haben neuseeländische Gesellschaften keinen Anspruch auf eine Zuteilung von Gratiszertifikaten. Die OMV hat Emissionszertifikate gekauft, um ihren eigenen Verpflichtungen nachzukommen. Darüber hinaus entsteht für die OMV mit jedem Gasverkauf an inländische Kunden in Neuseeland eine Verpflichtung, für deren Erfüllung die OMV Emissionszertifikate von den Kunden erhält.
  • In Deutschland ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) am 20. Dezember 2019 in Kraft getreten und ist die Basis für das deutsche System für den Handel mit fossilen Treibhausgas-Emissionszertifikaten. Es verpflichtete ab 1. Jänner 2021 die „Inverkehrbringer“ – die Lieferer, die an einen Endkunden liefern, und/oder die den Brennstoff aus dem Leitungsnetz entnehmen (Entstehung der Energiesteuer) – die CO2 Emissionszertifikate zu kaufen. Gemäß § 38 Abs. 2 EnergiesteuerG ist der Lieferer der Steuerschuldner, daher sind alle Unternehmen, die in Besitz eines energiesteuerlichen Liefernachweises sind als Inverkehrbringer anzusehen. Anders als in dem Europäischen Emissionshandelssystem sind die Zertifikate unter BEHG nicht handelbar und werden nicht unentgeltlich zugeteilt, sind aber von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) zu erwerben.
Für (noch nicht extern verifizierte) Emissionen werden 2023 voraussichtlich 9.859 Tausend Emissionszertifikate betreffend dem europäischen Emissionshandelssystem, 3.531 Tausend BEHG-Zertifikate sowie 2.292 Tausend Zertifikate betreffend dem neuseeländischen Emissionshandelssystem zurückgegeben. Darin enthalten sind 2.187 Tausend Zertifikate, für die eine Übertragung an die OMV von Kunden in Neuseeland erwartet wird.
Emissionszertifikate
Anzahl der Zertifikate, in Tausend
2022
2021
EU
Emissions-
handels-
system
NZ
Emissions-
handels-
system
DE
Emissions-
handels-
system
EU
Emissions-
handels-
system
NZ
Emissions-
handels-
system
DE
Emissions-
handels-
system
Emissionszertifikate gehalten
zum 1. Jänner
11.731
252
3.617
12.210
112
—
Unentgeltliche Zuteilung für das Jahr
7.742
—
—
5.891
—
—
Rückgabe der Zertifikate1
–10.792
–2.567
–3.833
–10.795
–2.884
—
Netto-Zukäufe und -Verkäufe
während des Jahres
4.889
293
3.398
4.424
1.150
3.617
Von Kunden erhaltene Emissionszertifikate
—
3.924
—
—
1.873
—
Emissionszertifikate gehalten
zum 31. Dezember
13.569
1.901
3.183
11.731
252
3.617
1 Für tatsächliche Emissionen des Vorjahres
24 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten1
In EUR Mio
2022
2021
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Anleihen
1.290
6.030
7.320
795
7.275
8.070
Sonstige verzinsliche Finanz-
verbindlichkeiten
128
1.359
1.487
350
1.415
1.765
Leasingverbindlichkeiten
155
1.322
1.476
131
887
1.018
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
5.259
—
5.259
4.860
—
4.860
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
2.172
489
2.662
4.367
587
4.955
Sonstige Verbindlichkeiten
1.527
124
1.652
1.440
118
1.558
Verbindlichkeiten
10.531
9.325
19.856
11.943
10.282
22.225
1 Exklusive zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten, welche in Anhangangabe 20 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten – beschrieben werden.
  • Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bezogen sich überwiegend auf Bankkredite, enthielten aber auch Privatplatzierungen und andere Finanzierungsinstrumente.
  • Leasingverbindlichkeiten sind hauptsächlich aufgrund von neuen Leasingverträgen für Speicherinfrastuktur bezogen auf die Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) in Kallo, Belgien, gestiegen. Weitere Details zu Leasingverträgen können der Anhangangabe 15 – Sachanlagen – entnommen werden.
  • Für nähere Details zu zahlungswirksamen und nicht zahlungswirksamen Veränderungen in den Anleihen, sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten sowie Leasingverbindlichkeiten siehe Anhangangabe 26 – Cashflow-Rechnung.
  • Die OMV nimmt an mehreren Supplier Finance Programmen teil, in deren Rahmen sich ihre Lieferanten entscheiden können, eine vorzeitige Zahlung ihrer Rechnung von einer Bank zu erhalten, indem sie ihre Forderungen gegenüber dem Konzern an die Bank abtreten. Im Rahmen dieser Vereinbarung erklärt sich die Bank bereit, Beträge an einen am Programm teilnehmenden Lieferanten für die von der OMV geschuldeten Rechnungsbeträge zu zahlen, und erhält den Ausgleich von der OMV zu einem späteren Zeitpunkt. Der Hauptzweck dieser Programme ist die Erleichterung einer effizienten Zahlungsabwicklung und die Möglichkeit für die zustimmenden Lieferanten, ihre Forderungen gegenüber der OMV vor deren Fälligkeit an eine Bank zu verkaufen. Der Konzern hat den Großteil der ursprünglichen Verbindlichkeiten, auf die sich die Vereinbarung bezieht, nicht ausgebucht, da weder eine rechtliche Befreiung erlangt wurde noch die ursprüngliche Verbindlichkeit bei Abschluss der Vereinbarung wesentlich verändert wurde und weist diese Verbindlichkeiten bis zur Zahlung weiterhin in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten aus. Dem Bilanzausweis folgend sind Zahlungsflüsse Teil des Cashflow aus der Betriebstätigkeit. Aus Sicht der OMV verlängern diese Vereinbarungen die Zahlungsfristen nicht wesentlich gegenüber den üblichen, mit anderen Lieferanten, die nicht an den Programmen teilnehmen, vereinbarten Fristen.
Anleihen
Internationale Unternehmensanleihen
In EUR Mio
2022
2021
Nominale
Kupon
Rückzahlung
Buchwert zum
31. Dezember
Buchwert zum
31. Dezember
EUR 750.000.000
2,625% fix
27.09.2022
—
754
EUR 750.000.000
0,00% fix
16.06.2023
749
747
EUR 500.000.000
0,75% fix
04.12.2023
500
499
EUR 500.000.000
1,50% fix
09.04.2024
504
503
EUR 500.000.000
0,00% fix
03.07.2025
498
497
EUR 300.000.000
1,75% fix
10.12.2025
315
319
EUR 1.000.000.000
1,00% fix
14.12.2026
996
994
EUR 750.000.000
3,50% fix
27.09.2027
752
751
EUR 500.000.000
2,00% fix
09.04.2028
506
505
EUR 500.000.000
1,875% fix
04.12.2028
499
499
EUR 750.000.000
0,75% fix
16.06.2030
748
748
EUR 750.000.000
2,375% fix
09.04.2032
758
758
EUR 500.000.000
1,00% fix
03.07.2034
496
496
Internationale Unternehmensanleihen
7.320
8.070
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
  • Zum 31. Dezember 2022 erfüllte der OMV Konzern alle in den Kreditvereinbarungen festgelegten Finanzkennzahlen (Covenants).
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
In EUR Mio
2022
2021
Kurzfristige Kreditfinanzierungen
65
254
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen
1.353
891
Gesamt kurzfristig
1.417
1.145
Fälligkeit langfristiger Finanzierungen
2023/2022 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen)
1.353
891
2024/2023
823
1.277
2025/2024
1.149
822
2026/2025
1.185
1.174
2027/2026
871
1.183
2028/2027 und folgende Jahre
3.360
4.233
Gesamt ab 2023/2022
8.742
9.581
Aufgliederung der Anleihen und sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten
In EUR Mio
2022
2021
Gewogener
Durch-
schnittszins-
satz
Gewogener
Durch-
schnittszins-
satz
Anleihen und sonstige langfristige verzinsliche Finanz-
verbindlichkeiten1
Fixe Zinssätze
EUR
8.187
1,34%
8.959
1,45%
USD
279
4,24%
312
4,27%
Gesamt
8.466
1,44%
9.271
1,54%
Variable Zinssätze2
EUR
50
3,13%
77
0,77%
USD
190
5,04%
194
1,24%
Sonstige Währungen
36
0,45%
38
0,46%
Gesamt
276
4,10%
310
1,02%
Sonstige kurzfristige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten
EUR
65
0,07%
250
–0,22%
USD
—
—
4
—
Gesamt
65
0,07%
254
–0,22%
1 Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Finanzierungen
2 Zinssatz per Jahresende
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
2022
Verbindlichkeiten aus Derivaten
1.263
353
1.615
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten
41
4
44
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten
1.222
349
1.571
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
910
137
1.047
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
2.172
489
2.662
2021
Verbindlichkeiten aus Derivaten
3.607
471
4.079
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten
102
—
102
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten
3.506
471
3.977
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
760
116
876
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
4.367
587
4.955
  • Die nachfolgende Tabelle fasst die Fristigkeitsstruktur der vertraglichen, nicht diskontierten Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten zusammen:
Finanzverbindlichkeiten (nicht diskontierte Mittelabflüsse)
In EUR Mio
≤1 Jahr
1 – 5 Jahre
>5 Jahre
Gesamt
2022
Anleihen
1.351
3.394
3.160
7.905
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
141
1.018
393
1.552
Leasingverbindlichkeiten
186
514
1.131
1.831
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
5.259
—
—
5.259
Verbindlichkeiten aus Derivaten
1.260
350
—
1.610
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1
910
100
102
1.111
Finanzverbindlichkeiten (nicht diskontierte Mittelabflüsse)
9.107
5.375
4.786
19.268
2021
Anleihen
870
3.921
3.984
8.775
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
373
940
511
1.824
Leasingverbindlichkeiten
155
420
739
1.314
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4.860
—
—
4.860
Verbindlichkeiten aus Derivaten
3.608
471
—
4.079
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
761
22
151
934
Finanzverbindlichkeiten (nicht diskontierte Mittelabflüsse)
10.627
5.774
5.385
21.786
1 Inkludiert den Buchwert einer von Borealis an Bayport Polymers LLC gewährten finanziellen Garantie, die einer ≤1 Jahr Fälligkeit zugeordnet ist; für nähere Details zur Garantie sowie dem maximalen Risiko siehe Anhangangabe 28 – Risikomanagement.
Sonstige Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
2022
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen
der sozialen Sicherheit
1.040
0
1.040
Fremde Vorauszahlungen
57
14
71
Vertragsverbindlichkeiten
148
79
227
Übrige sonstige Verbindlichkeiten
282
32
314
Sonstige Verbindlichkeiten
1.527
124
1.652
2021
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen
der sozialen Sicherheit
1.027
—
1.027
Fremde Vorauszahlungen
128
16
144
Vertragsverbindlichkeiten
129
98
228
Übrige sonstige Verbindlichkeiten
155
4
159
Sonstige Verbindlichkeiten
1.440
118
1.558
  • Der Anstieg der übrigen sonstigen Verbindlichkeiten war hauptsächlich von nicht finanziellen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Tauschverträgen für Ölprodukte zwischen der OMV Gruppe und nationalen Bevorratungsgesellschaften in Deutschland und der Slowakei beeinflusst. Für weitere Details siehe Anhangangabe 28 – Risikomanagement.
Vertragsverbindlichkeiten
In EUR Mio
2022
2021
1. Jänner
228
214
Währungsumrechnungsdifferenzen
–0
1
Realisierte Umsatzerlöse, die zu Jahresbeginn in den Vertragsverbindlichkeiten
enthalten waren
–126
–80
Anstieg aufgrund von Zahlungseingängen, exklusive während der Periode als
Umsatzerlöse realisierte Beträge
125
95
Sonstige Änderungen
—
–1
31. Dezember
227
228
  • Die Vertragsverbindlichkeiten beinhalteten hauptsächlich nicht rückzahlbare Vorauszahlungen der Entgelte aus langfristigen Lager- und Dienstleistungsverträgen seitens der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach.
25 Latente Steuern
Latente Steuern
In EUR Mio
Aktive
latente
Steuern
Gesamt
Nicht
angesetzte
aktive
latente
Steuern
Angesetzte
aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
2022
Immaterielle Vermögenswerte
159
—
159
244
Sachanlagen
120
3
117
2.564
Vorräte
38
—
38
56
Derivate
226
—
226
683
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
85
20
65
297
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden
153
135
18
52
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
204
89
116
107
Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und
Umweltschutzkosten
1.217
14
1.203
0
Sonstige Rückstellungen
112
—
112
32
Verbindlichkeiten
350
0
350
16
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG)
684
—
684
—
Verlustvorträge
1.635
816
819
—
Outside basis Differenzen
120
—
120
54
Gesamt
5.103
1.076
4.027
4.105
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten
–2.877
–2.877
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden
1
35
Latente Steuern laut Bilanz
1.150
1.194
2021
Immaterielle Vermögenswerte
197
22
175
446
Sachanlagen
163
86
77
2.456
Vorräte
38
—
38
67
Derivate
667
—
667
1.086
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
88
15
73
50
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden
39
—
39
82
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
263
128
135
106
Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und
Umweltschutzkosten
1.307
15
1.292
0
Sonstige Rückstellungen
125
—
125
46
Verbindlichkeiten
259
0
259
7
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG)
115
—
115
—
Verlustvorträge
1.546
706
840
—
Outside basis Differenzen
433
—
433
10
Gesamt
5.240
972
4.268
4.356
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten
–2.965
–2.965
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden
39
82
Latente Steuern laut Bilanz
1.265
1.309
  • Latente Steuern resultierten im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungsregeln, Unterschieden bei Wertminderungen, Wertaufholungen und Abschreibungen, sowie unterschiedlichen Kostendefinitionen.
  • Der Rückgang der latenten Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit immateriellen Vermögenswerten war hauptsächlich auf die Entkonsolidierung von JSC GAZPROM YRGM Development zurückzuführen. Weitere Einzelheiten finden sich in Anhangangabe 2 − Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“.
  • Der Anstieg der latenten Steueransprüche im Zusammenhang mit abzugsfähigen Siebentelabschreibungen war hauptsächlich auf die Wertminderung der Beteiligung an JSC GAZPROM YRGM Development zurückzuführen. Weitere Einzelheiten finden sich in Anhangangabe 12 − Steuern vom Einkommen und Ertrag.
  • Die Summe der angesetzten aktiven latenten Steuern von jenen Steuerhoheiten, welche entweder im Berichtsjahr oder im vorangegangenen Jahr einen steuerlichen Verlust aufgewiesen haben, beliefen sich auf EUR 682 Mio, wovon EUR 522 Mio der österreichischen Steuergruppe zuzuordnen waren (2021: EUR 901 Mio, davon EUR 658 Mio der österreichischen Steuergruppe zuordenbar).
  • 2022 war ebenso wie im Vorjahr eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe erfasst. Die für die österreichische Steuergruppe zum 31. Dezember 2022 erfasste aktive latente Steuer spiegelt die erwartete Nutzung von abzugsfähigen temporären Differenzen von Bilanzposten und steuerlichen Verlustvorträgen basierend auf der Mittelfristplanung für den Zeitraum 2023 - 2027 wider. Bei der Bemessung der erzielbaren aktiven latenten Steuern im Planungszeitraum wurde die Begrenzung der steuerlichen Verlustnutzung auf 75% gemäß österreichischem Körperschaftsteuergesetz berücksichtigt. Es wird erwartet, dass verbleibende latente Steuerverbindlichkeiten nach dem Planungszeitraum hauptsächlich mit aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen verrechnet werden. Es wird davon ausgegangen, dass alle weiteren verbleibenden latenten Steuerverbindlichkeiten mit aktiven latenten Steuern aus steuerlichen Verlusten verrechnet werden, daher wurde die Beschränkung auf die Nutzung steuerlicher Verluste nach dem Planungszeitraum nicht berücksichtigt. Dafür spricht auch, dass steuerliche Verluste zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden können.
  • Zum 31. Dezember 2022 setzte die OMV steuerliche Verlustvorträge von EUR 6.758 Mio an (2021: EUR 5.839 Mio). Davon wurden EUR 3.460 Mio (2021: EUR 3.202 Mio) als werthaltig für die Berechnung latenter Steuern angesehen.
  • Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit von steuerlichen Verlusten stellte sich wie folgt dar:
Steuerliche Verlustvorträge1
In EUR Mio
2022
2021
Basiswert (vor Wertberichtigung)
davon nicht angesetzt
Basiswert (vor Wertberichtigung)
davon nicht angesetzt
2022
—
—
30
30
2023
18
18
18
18
2024
2
2
2
2
2025
11
11
11
11
2026
3
3
3
3
2027
3
3
0
0
Nach 2027/2026
55
0
0
0
Unbegrenzt
6.666
3.261
5.774
2.573
Steuerliche Verlustvorträge
6.758
3.298
5.839
2.637
1 Steuerliche Verlustvorträge im Zusammenhang mit Veräußerungsgruppen, die auf „Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen“ umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.
  • Nicht angesetzte steuerliche Verlustvorträge bezogen sich im Wesentlichen auf die österreichische Steuergruppe sowie Frankreich.
Zum 31. Dezember 2022 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von EUR 10.123 Mio (2021: EUR 7.475 Mio), die im Zusammenhang mit Anteilen an vollkonsolidierten Tochtergesellschaften und at-equity bewerteten Beteiligungen stehen und für die keine latente Steuerverbindlichkeit gebildet wurde. Die Realisierung von Gewinnen aus dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen ist in Abhängigkeit von der Strukturierung des Veräußerungsvorgangs auf verschiedenen Stufen des Konzerns möglich. Aufgrund der komplexen rechtlichen Struktur im Konzern und der damit verbundenen steuerlichen Implikationen wurden für die Ermittlung der temporären Differenzen vereinfachende Annahmen getroffen, um Kaskadeneffekte zu minimieren.
Ergänzende Angaben zur Finanzlage
26 Cashflow-Rechnung
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
In EUR Mio
2022
2021
Kassenbestände und Bankguthaben
808
997
Kurzfristige Veranlagungen
7.316
4.067
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
8.124
5.064
Wesentliche unbare Effekte
  • Die Zeile „Sonstige Änderungen“ der Konzern-Cashflow-Rechnung in 2022 enthielt unbare Effekte in Bezug auf die Wertberichtigung des Nord Stream 2 Darlehens. Des Weiteren beinhaltete die Zeile die Auswirkungen der Dekonsolidierung von JSC GAZPROM YRGM Development (YRGM) und OJSC Severneftegazprom (SNGP) sowie Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligungen an YRGM und SNGP sowie der vertraglichen Position gegenüber Gazprom aus der Neufeststellung der Reserven aus dem Juschno Russkoje Gasfeld. Weitere Details sind in der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“ zu finden.
  • 2022 beinhalteten die nicht zahlungswirksamen Zugänge im Anlagevermögen im Wesentlichen neue Leasingverträge sowie die Neubewertung der Rekultivierungsverpflichtungen.
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
  • Nähere Details zu zahlungswirksamen Effekten aus Veräußerungen von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten sowie in Bezug auf den Verlust der Beherrschung über YRGM und den Börsengang von Borouge PLC befinden sich in Anhangangabe 3 – Änderungen in der Konzernstruktur.
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
  • Die Zeile „Rückzahlung langfristige Finanzierungen“ enthielt die Rückzahlung einer Anleihe mit einer Nominale von EUR 750 Mio.
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit (inkl. zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten)
In EUR Mio
2022
Anleihen
Sonstige ver-
zinsliche
Finanzver-
bindlichkeiten
Leasing-
verbind-
lichkeiten
Gesamt
1. Jänner
8.070
1.765
1.191
11.026
Zugänge langfristige Finanzierungen
—
0
—
0
Rückzahlung langfristige Finanzierungen
–750
–114
–183
–1.047
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige
Finanzierungen
—
–184
—
–184
Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
–750
–298
–183
–1.230
Währungsumrechnungsdifferenzen
—
31
2
33
Konsolidierungskreisänderungen
—
—
–123
–123
Differenz Zinsaufwendungen und gezahlte Zinsen
0
–11
1
–11
Sonstige Änderungen
—
—
6361
636
Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen
0
20
515
535
31. Dezember
7.320
1.487
1.524
10.331
1 Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit (inkl. zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten)
In EUR Mio
2021
Anleihen
Sonstige
verzinsliche
Finanzver-
bindlich-
keiten
Leasing-
verbind-
lichkeiten
Gesamt
1. Jänner
8.869
2.130
1.217
12.216
Zugänge langfristige Finanzierungen
—
250
—
250
Rückzahlung langfristige Finanzierungen
–1.550
–563
–174
–2.287
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige
Finanzierungen
—
61
—
61
Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
–1.550
–251
–174
–1.975
Währungsumrechnungsdifferenzen
—
48
5
53
Konsolidierungskreisänderungen
—
–148
–6
–154
Umgliederung der Hybridanleihe vom Eigenkapital zu finanzielle Verbindlichkeiten
789
—
—
789
Differenz Zinsaufwendungen und gezahlte Zinsen
–4
–15
1
–18
Sonstige Änderungen
—
—
1491
149
Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen
784
–114
149
819
Kuponzahlung der Hybridanleihe bevor Umgliederung vom Eigenkapital 2
–33
—
—
–33
31. Dezember
8.070
1.765
1.191
11.026
1Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen
2 In der Cashflow-Rechnung in der Zeile „Dividendenzahlungen an Anteilseigner des Mutterunternehmens (inkl. Hybridkupons)“ ausgewiesen
  • Der Mittelabfluss in Verbindung mit Leasingverbindlichkeiten betrug in Summe EUR 212 Mio (2021: EUR 199 Mio).
  • Am 31. Dezember 2022 betrugen die nicht in Anspruch genommenen, zugesagten Kreditlinien, welche ohne Einschränkungen für künftige Aktivitäten verwendet werden können, EUR 5.291 Mio (31. Dezember 2021: EUR 4.415 Mio).
  • Finanzierungszusagen an nahestehende Unternehmen und Personen werden in Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen und Personen – beschrieben.
27 Eventualverbindlichkeiten
  • Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass für jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keine gegenwärtige Verpflichtung besteht und/oder der Abfluss von Ressourcen unwahrscheinlich ist und/oder diese keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage haben werden.
  • Die OMV ging, im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten des Konzerns und genehmigter Kreditrahmen bei Banken, Garantien ohne zusätzliche Bar-Sicherheiten ein. Es ist unwahrscheinlich, dass wesentliche Verluste aus diesen entstehen. Weitere Informationen zu finanziellen Garantien können der Anhangangabe 28 – Risikomanagement – entnommen werden.
  • Die OMV hält einen Anteil von 10% an Pearl Petroleum Company Ltd. (Pearl). Der Erwerb erfolgte durch einen Anteilsverkaufsvertrag (SSA) im Mai 2009. Seit 2020 befand sich die OMV in einem – von Crescent und Dana eingeleiteten – anhängigen Schiedsverfahren vor dem London Court of International Abitration (LCIA) im Zusammenhang mit begehrten von den Reserven abhängigen bedingten Zahlungen und behaupteten Ansprüchen wegen ungerechtfertigter Bereicherung basierend auf dem SSA. Im Februar 2023 entschied das LCIA Tribunal in einem rechtskräftigen, verbindlichen Urteil zu Gunsten von OMV und wies alle von Dana und Crescent geltend gemachten Ansprüche ab und stellte weiters fest, dass seitens Dana und Crescent kein Anspruch auf bedingte Zahlungen gegenüber OMV besteht.
  • Am 16. April 2020 kündigte die bulgarische Wettbewerbskommission die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bezüglich der Preisfestlegung auf dem Kraftstoffmarkt an. OMV Bulgaria EOOD ist neben anderen großen Herstellern und Händlern auf dem bulgarischen Markt Gegenstand dieses Ermittlungsverfahrens. Im Jahr 2020 wurden von den Behörden zwei Auskunftsersuchen gestellt, die fristgerecht beantwortet wurden. Es gab keine weiteren Auskunftsersuchen in 2021 und 2022, jedoch sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Die Sanktionen für kartellrechtliche Verstöße belaufen sich auf bis zu 10% des gesamten Unternehmensumsatzes für das Geschäftsjahr vor der Sanktionsentscheidung. Am Tag der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses kann die OMV den Ausgang der Untersuchung nicht beurteilen und daher wurde keine Rückstellung in diesem Zusammenhang gebildet.
  • Zum 31. Dezember 2022 war im Zusammenhang mit lokalen Auftragnehmern in einer der Tochtergesellschaften ein weiteres Verfahren gegen die OMV anhängig. Der Anteil der OMV am geforderten Betrag beläuft sich auf etwa USD 330 Mio. Das Management geht derzeit nicht davon aus, dass einer der mutmaßlichen Sachverhalte einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- oder Ertragslage haben wird. Diese Einschätzung basiert jedoch auf Annahmen, die vom Management als angemessen erachtet werden, einschließlich solcher über zukünftige Ereignisse und Ungewissheiten. Der Ausgang dieser Angelegenheiten ist letztlich ungewiss, so dass unvorhergesehene Ereignisse und Umstände eintreten könnten, die die OMV dazu veranlassen könnten, diese Annahmen zu ändern, und zu einer wesentlichen nachteiligen Auswirkung auf die Finanzlage in der Zukunft führen könnten.
28 Risikomanagement
Kapitalrisiko
  • Die Finanzsteuerungsstrategie der OMV basiert auf den Prinzipien der operativen Effizienz, Kapitaleffizienz, Finanzierungseffizienz sowie des nachhaltigen Portfoliomanagements. Mit dem Fokus auf die Stärkung der OMV Bilanz, das Erzielen eines positiven freien Cashflows und die Verbesserung der Ertragskraft ist die Finanzsteuerungsstrategie die Basis für eine nachhaltige, risikobewusste und zukunftsorientierte Wertsteigerung für die OMV und ihre Stakeholder.
  • Die OMV steuert ihre Kapitalstruktur zur Sicherung der Kapitalbasis, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Kapitalmarkts zu bewahren, sowie um eine nachhaltige finanzielle Basis für die zukünftige operative Entwicklung des Konzerns zu schaffen. Die Finanzierungsstrategie der OMV fokussiert sich auf den Cashflow und die finanzielle Stabilität. Die wichtigsten Ziele sind das Erreichen eines positiven freien Cashflows nach Dividenden sowie ein starkes Investment Grade Rating auf Basis einer gesunden Bilanz und eines langfristigen Verschuldungsgrads (definiert als Nettoverschuldung inklusive Leasing / (Eigenkapital + Nettoverschuldung inklusive Leasing) von unter 30%.
Kapitalmanagement – wichtige Leistungskennzahlen
In EUR Mio (wenn nichts anderes angegeben)
2022
2021
Anleihen
7.320
8.070
Leasingverbindlichkeiten1
1.524
1.191
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten1
1.487
1.765
Schulden inklusive Leasing
10.331
11.026
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente1
8.124
5.064
Nettoverschuldung inklusive Leasing
2.207
5.962
Eigenkapital
26.628
21.996
Leverage-Grad inklusive Leasing in %
8
21
  • 1 Inklusive Positionen, die auf „zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten“ umgegliedert wurden
Liquiditätsrisiko
  • Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die jährlich budgetierten operativen sowie finanziellen Zahlungsströme des Konzerns auf Monatsbasis beobachtet und analysiert. In der Folge erstellt der Konzern jeden Monat eine geplante Nettoliquiditätsentwicklung, die den zum Monatsende bestehenden Geldanlagen und Finanzierungen und deren geplante Abreifung sowie bestehenden Liquiditätsreserven, gegenübergestellt wird. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen und Kapitalanlagen dar.
  • Um die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns stets sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von zugesagten Kreditlinien und kurzfristigen, nicht zugesagten Geldmarktaufnahmen gehalten. Zum 31. Dezember 2022 betrug die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Schuldenportfolios (exklusive Leasingverbindlichkeiten) des OMV Konzerns 4,6 Jahre (31. Dezember 2021: 5,1 Jahre).
  • Das operative Liquiditätsmanagement des OMV Konzerns erfolgt hauptsächlich via Cash-Pooling-Systeme, die einen optimalen Nutzen bestehender liquider Mittel und Liquiditätsreserven zum Vorteil jedes einzelnen Mitglieds des Cash-Pooling Systems und der Gruppe als Ganzes, ermöglichen.
  • Detaillierte Angaben zu den finanziellen Verbindlichkeiten des OMV Konzerns enthält Anhangangabe 24 – Verbindlichkeiten.
Finanzielle Garantieverträge
  • Am 19. April 2022 zahlte die at-equity bilanzierte Bayport Polymers LLC mit dem Betrag von EUR 602 Mio ihr Darlehen teilweise an den Konzern zurück. Die Finanzierung der vorzeitigen Rückzahlung erfolgte durch zwei Senior-Notes-Tranchen in Höhe von EUR 324 Mio und EUR 278 Mio mit Fälligkeit 2027 bzw. 2032. Die Borealis AG gab eine Garantie für die von Bayport Polymers LLC emittierten Senior Notes. Für nähere Details siehe Kapitel ‚Kreditrisikomanagement‘.
Marktrisiko
  • Derivative und nicht-derivative Instrumente werden zur Steuerung von Marktrisiken eingesetzt, welche sich aus der Veränderung von Rohstoffpreisen, Wechselkursen und Zinsen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können.
  • Zum Zweck der Minderung von Marktpreisrisiken schließt der Konzern derivative Finanzinstrumente wie OTC-Swaps, Optionen, Futures und Forwards ab.
  • Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt in der Regel zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Vertragslaufzeit.
  • Risikomanagement von Rohstoffpreisen umfasst die Analyse, Bewertung, Berichterstattung und Absicherung von Marktpreisrisiken, welche aus Handels- und Nicht-Handelsaktivitäten entstehen. Dies umfasst Raffinerie- (Raffineriemarge, Lagerbestände bis zu einem vordefinierten Schwellenwert) sowie Öl- und Gasverkaufsaktivitäten (Verkaufsmarge, Lagerbestände bis zu einem vordefinierten Schwellenwert) ebenso wie die Stromerzeugung (Spark Spreads) und Aktivitäten im Eigenhandel.
  • Um Marktzugang zu Öl-, Strom- sowie Gasmärkten zu bekommen, wird im begrenzten Ausmaß auch Eigenhandel bis zu einem festgelegten Schwellenwert betrieben.
  • Sicherungsgeschäfte werden in der Regel in jenen Gesellschaften abgeschlossen, in denen das zugrundeliegende Risiko besteht. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann der Konzern Hedge Accounting nach IFRS 9 anwenden, um kompensatorische Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments mit dem zugrundeliegenden Grundgeschäft gleichzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
  • Derivate werden großteils zu wirtschaftlichen Absicherungszwecken abgeschlossen und nicht als spekulative Investitionen. Wenn Derivate nicht als Sicherungsinstrument designiert werden (d.h. Hedge Accounting wird nicht angewendet), werden diese zu Rechnungslegungszwecken ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
  • Die nachfolgenden Tabellen legen die Markt- sowie Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente dar. Der Nominalbetrag ist Brutto erfasst, stellt den Wert des dem Derivat zugrundeliegenden Vermögenswerts, Referenzsatzes oder Indizes dar und ist die Basis für die Messung der Änderungen des Marktwerts der Derivate. Die Nominalwerte geben das Volumen der am Jahresende ausstehenden Transaktionen an und lassen weder auf Markt- noch auf Kreditrisiko schließen.
Nominal- und Marktwerte offener derivativer Finanzinstrumente
In EUR Mio
2022
2021
Nominale
Marktwert
aktiv
Marktwert
passiv
Nominale
Marktwert
aktiv
Marktwert
passiv
Rohstoff Preisrisiko
Öl inkl. Öl-Produkte
1.337
47
–35
536
20
–35
Gas
10
—
–3
101
1
–57
Strom
351
320
–2
252
377
–1
Rohstoffabsicherungen (designiert in einer Sicherungsbeziehung)1
1.697
367
–41
889
398
–93
Öl inkl. Öl-Produkte
7.808
5
–22
5.233
2
–50
Gas
17.730
2.365
–1.374
32.640
3.586
–3.418
Strom
779
282
–133
849
260
–492
Sonstige2
220
209
–2
285
364
–0
Rohstoffabsicherungen (ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet)
26.537
2.862
–1.531
39.008
4.213
–3.960
Fremdwährungsrisiko
USD
266
7
–0
183
—
–6
SEK
157
—
–4
161
0
–2
Fremdwährungsabsicherungen (designiert in einer Sicherungsbeziehung)1
423
7
–4
344
0
–8
USD
1.207
4
–10
1.685
3
–5
NOK
2.493
1
–26
1.163
6
–11
NZD
8
—
–0
—
—
—
SEK
26
0
–0
—
—
—
Sonstige
238
1
–3
169
0
–1
Fremdwährungsabsicherungen (ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet)
3.972
5
–39
3.017
9
–17
Zinsrisiko
Zinsabsicherungen (designiert in einer Sicherungsbeziehung)1
103
6
—
109
—
–1
1Inklusive dem in einer Sicherungsbeziehung designierten, ineffektiven Teil der Sicherungsgeschäfte
2Enthält Derivate für europäische Emissionszertifikate
  • Ab 2022 wurden die Umgliederungen aus der Cashflow-Hedge-Rücklage in die Gewinn- und Verlustrechnung, die im Zusammenhang mit Cashflow-Hedges von im Produktionsprozess verwendetem Strom und Gas stehen, in der Position "Produktions- und operative Aufwendungen" ausgewiesen. Entsprechende Beträge im Jahr 2021 sind in der Position "Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)" enthalten. Anpassungen gemäß IAS 8.42 gegenüber der Darstellung in den Vorjahren wurden aufgrund der Unwesentlichkeit der Beträge nicht vorgenommen.
  • Die in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellte Hedging-Rücklage bezieht sich auf folgende Absicherungsinstrumente:
Cashflow hedging – Auswirkung von Hedge Accounting
In EUR Mio
Planbe-
schaffung
Plan-
umsätze
Sonstige
Fremdwährungs-
absicherungen
Zins-
absicherungen
Gesamt
Rohstoff-Preisrisiko
Fremd-
währungs-
risiko
Zinsrisiko
2022
Cashflow-Hedge-Rücklage zum
1. Jänner (netto nach Steuern)
243
–9
–6
2
230
Im sonstigen Ergebnis erfasste
Gewinne (+)/Verluste (–)
360
–40
–16
7
310
Umgliederung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
–422
63
21
—
–338
Umgliederung in die Bilanz
57
—
6
—
63
Steuereffekte
8
–5
–3
–2
–2
Cashflow-Hedge-Rücklage zum
31. Dezember (netto nach Steuern)
245
8
3
7
264
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ineffektivitäten
–1
1
—
—
–1
2021
Cashflow-Hedge-Rücklage zum
1. Jänner (netto nach Steuern)
26
31
8
0
65
Im sonstigen Ergebnis erfasste
Gewinne (+)/Verluste (–)
531
–115
–14
2
403
Umgliederung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
–237
65
–3
—
–176
Umgliederung in die Bilanz
–5
—
0
—
–5
Steuereffekte
–72
11
4
–0
–57
Cashflow-Hedge-Rücklage zum
31. Dezember (netto nach Steuern)
243
–9
–6
2
230
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ineffektivitäten
1
–10
—
—
–9
Rücklage unrealisierter Gewinne (+) /Verluste (–) aus der Absicherung einer Nettoinvestition1
In EUR Mio
Fremdwährungsrisiko
2022
2021
Rücklage zum 1. Jänner (netto nach Steuern)
–5
7
Bewertung der USD Darlehen
–13
–16
Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung
2
—
Steuereffekte
3
4
Rücklage zum 31. Dezember (netto nach Steuern)
–13
–5
1 Enthalten in Währungsumrechnungsdifferenzen innerhalb des sonstigen Ergebnisses
  • Zum 31. Dezember 2022 (31. Dezember 2021: null) hielt der Konzern folgende Positionen, die in einer Fair Value Sicherungsbeziehung designiert wurden.
Auswirkung von Fair Value Hedge Accounting auf die Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz
in EUR Mio
Grundgeschäft
Buchwert
Kumulative Fair-Value-
Hedge-Bewertung,
die im Buchwert
des Grundgeschäfts
enthalten ist
In der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasste
effektive Perioden-
gewinne (+)/Verluste(–)
Bilanzposition
Verbindlichkeiten
2022
Nicht-finanzielle Verbindlichkeit
132
2
–6
Sonstige
Verbindlichkeiten
  • Zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 hielt der Konzern folgende Cashflow- und Fair Value Hedges sowie Absicherungen einer Nettoinvestition. Die folgende Tabelle zeigt das Fälligkeitsprofil der Nominalwerte der Absicherungsinstrumente:
Auswirkung von Hedge Accounting auf die Bilanz
In EUR Mio
Planbe-
schaffung
Plan-
umsätze
Ausgewiesene Verbindlichkeit
Absiche-
rung
von Netto-
investi-
tionen
Sonstige
Fremd-
währungs-
absiche-
rungen
Zins-
absiche-
rungen
Rohstoff-Preisrisiko
Fremdwährungsrisiko
Zins-
risiko
Gesamt
2022
Nominalwert
1.168
385
145
150
423
103
2.374
Innerhalb eines Jahres
999
385
145
38
423
—
1.989
Länger als ein Jahr
169
—
—
113
—
103
385
Marktwert - aktiv
357
10
n.a.
7
6
380
Marktwert - passiv
37
4
n.a.
4
—
44
2021
Nominalwert
713
176
—
191
344
109
1.533
Innerhalb eines Jahres
608
176
—
—
344
12
1.139
Länger als ein Jahr
106
—
—
191
—
97
394
Marktwert - aktiv
398
—
n.a.
0
—
398
Marktwert - passiv
93
—
n.a.
8
1
102
  • Die in der vorgehenden Tabelle dargestellten aktiven und passiven Marktwerte sind in den Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" in der Konzernbilanz der OMV ausgewiesen.
Rohstoffpreisrisiko
Europäische Emissionszertifikate
  • Alle Geschäftsbereiche des OMV Konzerns sind CO2-Preisschwankungen im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems (ETS) ausgesetzt. Käufe von europäischen Emissionszertifikaten werden immer fristgerecht durchgeführt und es ist die höchste Priorität der OMV alle gesetzlichen Verpflichtungen aus dem ETS zu erfüllen. Die OMV überwacht Preisrisiken aus Emissionsrechten und steuert diese durch bilateral auf dem Sekundärmarkt gehandelte derivative Instrumente (Spots und Forwards - sogenannte Over-the-Counter- oder OTC-Geschäfte).
Chemicals & Materials
  • Für die petrochemische Produktion wird ein Teil der geplanten Cracker Rohstoff-Beschaffung sowie Produktverkäufe mittels Swaps auf raffinierte Erdölerzeugnisse abgesichert. Für diese Derivate wird Cashflow-Hedge Accounting angewandt, mit Ausnahme von Derivaten zur Begrenzung von Preisrisiken von Vorräten, die zum unmittelbaren Verbrauch zur Verfügung stehen. Derivatkontrakte, welche nicht als Cashflow Hedges designiert werden, werden zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet.
  • Borealis sichert seine prognostizierten Stromeinkäufe mit Stromswaps ab.
Refining & Marketing
  • Refining & Marketing ist Marktpreisrisiken ausgesetzt, welche aus Handels- und Nicht-Handelsaktivitäten entstehen. Dies umfasst Produktions-, Raffinerie- sowie Verkaufsaktivitäten in Bezug auf Öl, Ölprodukte, Gas und Strom, ebenso wie begrenzte Aktivitäten im Eigenhandel mit dem Ziel Marktzugang für Öl- und Ölprodukte zu schaffen.
  • In Refining & Marketing werden Derivate sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Raffineriemarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen.
  • Darüber hinaus werden börsengehandelte Ölfutures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) zur Absicherung von kurzfristigen Einkaufs- wie Verkaufspreisrisiken eingesetzt.
Exploration & Production
  • Um Konzernergebnis und -Cashflow vor dem potenziell negativen Einfluss fallender Öl- und Gaspreise zu schützen sowie ausreichende Liquiditätsreserven sicherzustellen um die Wachstumstrategie des OMV Konzerns zu ermöglichen, werden von Zeit zu Zeit derivative Instrumente zur Absicherung von Marktpreisen eingesetzt. Im Zuge dessen geht die OMV Positionen in derivative Finanzinstrumente zum Verkauf der zukünftigen Produktion ein, um so den zukünftigen Öl- bzw. Gaspreis zu fixieren und dadurch das Marktpreisrisiko für jene Zeiträume, für welche die Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden, zu reduzieren. Die OMV greift dabei auf einen flexiblen Ansatz zurück, welcher auch die Realisierung von Sicherungsgeschäften mittels Rückkäufen beinhalten kann, mit dem Ziel einen positiven Ergebnisbeitrag zu leisten.
  • Darüber hinaus umfasst das operative Rohstoffpreisrisikomanagement in Exploration & Production die Absicherung der Marktpreisrisiken aus Nichthandels- und Handelsaktivitäten des Gasverkaufs (Absicherung des Preisrisikos bei Bestandsschwankungen und den unterschiedlichen Einkaufs- und Verkaufsbedingungen) sowie begrenzte Eigenhandelspositionen zum Zwecke der Schaffung eines Marktzugangs innerhalb der Gasmärkte.
Für diese derivativen Finanzinstrumente kam kein Hedge-Accounting zur Anwendung.
Hedge Accounting in Chemicals & Materials und Refining & Marketing
  • In den Bereichen Chemicals & Materials und Refining & Marketing ist die OMV insbesondere schwankenden Raffineriemargen und Bestandsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu reduzieren, werden entsprechende Absicherungskontrakte getätigt. Diese umfassen die Absicherung künftiger Raffineriemargen (margin hedges) sowie die Absicherung der Bestände (stock hedges, Rohstoffabsicherungen). Weiters wird Cashflow-Hedge Accounting für erwartete Zukäufe von Strom und Erdgas angewendet. Ebenso wurde ein Teil der Sicherungsgeschäfte der Planbeschaffung und Planumsätze von Cracker-Produkten als Cashflow Hedge designiert.
  • Das Ziel der Risikomanagementaktivitäten ist es, die Bepreisung von Produktenverkäufen und –zukäufen zu harmonisieren, um stets innerhalb eines genehmigten Zielbereichs der bepreisten Lagerbestände zu bleiben. Dies wird durch Bestands-Hedging erreicht, in dem das Preisrisiko reduziert wird. Der genehmigte Zielbereich definiert sich als Maximalabweichung vom Zielwert, welcher im Rahmen des Jahresplans für Hedging-Aktivitäten freigegeben wird.
  • Beim Hedging der Raffineriemargen werden Rohöl und daraus gewonnene Erzeugnisse separat behandelt, um zukünftige Margen zu sichern. Die Mandate sind im Rahmen des Jahresplans für Hedging-Aktivitäten dokumentiert und freigegeben.
  • Im Falle von Absicherungen künftiger Raffineriemargen ist das abgesicherte Grundgeschäft die Produktmarge. Dabei erfolgt Kauf von Rohöl und Verkauf von Produkten auf fixer Basis. Die Marge der verschiedenen Ölprodukte ist eine separat identifizierbare Komponente und stellt daher die spezifische Risikokomponente dar, welche als abgesicherte Risikokomponente designiert wird. Um eine übermäßige Absicherung zu verhindern, werden hinsichtlich der geplanten Verkäufe Höchstgrenzen festgesetzt.
  • Für die Absicherung von Raffineriemargen wird Hedge Accounting nur in begrenztem Umfang angewendet.
  • Im Jahr 2022 wurden zwischen dem OMV Konzern und nationalen Bevorratungsgesellschaften in Österreich, Deutschland und der Slowakei physische Produkttauschgeschäfte für Ölprodukte abgeschlossen. Um das Risiko von Marktpreisschwankungen zwischen Entnahme und Rückgabe von Produkten zu reduzieren, wurden derivative Swap-Geschäfte (Sell Fix, Buy Floating zum Zeitpunkt der Entnahme und Buy Fix, Sell Floating zum Zeitpunkt der Rückgabe) abgeschlossen und in einer Fair Value Hedge Sicherungsbeziehung (Absicherung einer ausgewiesenen Verbindlichkeit) designiert. Mit 31. Dezember 2022 war der Warentausch mit der österreichischen Bevorrratungsgesellschaft vollständig abgeschlossen.
  • Bestands-Hedging wird dazu eingesetzt, das Marktpreisrisiko zu verringern, sobald die tatsächlichen bepreisten Bestände von den Zielwerten abweichen. Die geplanten Verkäufe von Ölprodukten und Zukäufe von Rohöl sowie Ölprodukten stellen das abgesicherte Grundgeschäft dar. Erfahrungsgemäß ist Rohöl die wesentlichste Risikokomponente der Bestandspreise, allerdings werden in vereinzelten Fällen auch Ölprodukte für die Absicherung von Beständen eingesetzt. In solchen Fällen werden Platts / Argus Produktnotierungen als Risikokomponente definiert. Weitere Komponenten, wie Raffineriemargen oder sonstige lokale Marktkosten, werden nicht abgesichert. Die Sicherungsbeziehungen werden mit einer Absicherungsquote von 1:1 aufgebaut, da das zugrundeliegende Risiko der Rohstoff-Derivate identisch mit dem abgesicherten Risiko der Komponenten ist. Ineffektivität von Sicherungsgeschäften kann entstehen im Falle von unterschiedlichen Zeitpunkten zwischen Absicherungsinstrument und Lieferung vom Grundgeschäft und unterschiedlicher Preisbildung (Derivate werden auf Basis zukünftiger Monatsdurchschnittspreise (oder anderer Perioden) bewertet und Zu-/Verkäufe zum Stichtagskurs zum Zeitpunkt der Transaktion/Lieferung).
  • Für die erwarteten Beschaffungen und für die Absicherung ausgewiesener Verbindlichkeiten ist die erfasste Ineffektivität im Posten „Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung inkludiert. Die erfasste Ineffektivität sowie die Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung von Planumsätzen, bei denen die Risikokomponente eines nicht-finanziellen Postens als Grundgeschäft in einer Sicherungsbeziehung designiert wurde, sind im Posten „Umsatzerlöse“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Risikomanagement im Fremdwährungsbereich
  • Die OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen tätig. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größten Risikopositionen stellen der USD und die jeweilige Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR sowie zu anderen Hauptwährungen des OMV Konzerns (RON, NOK, NZD und SEK) dar. Veränderungen dieser Währungen im Verhältnis zum EUR spielen auch eine wichtige Rolle in der Risikobetrachtung. Andere Währungen haben nur geringen Einfluss auf den Cashflow und das operative Ergebnis. Das Transaktionsrisiko der Fremdwährungszahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens halbjährlich wird die Long- und Short-Nettoposition des Konzerns und deren Sensitivität für den Konzern berechnet. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar. Als Produzent von hauptsächlich in USD gehandelten Rohstoffen weist der OMV Konzern eine wirtschaftliche USD-Long-Position auf.
  • FX Optionen, Forwards und Swaps werden hauptsächlich zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken in offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Der Marktwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrundeliegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann der OMV Konzern Hedge Accounting nach IFRS 9 anwenden, um kompensatorische Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments mit dem zugrundeliegenden Grundgeschäft gleichzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Bestimmte Sicherungsgeschäfte für geplante Fremdwährungspositionen sind als Cashflow-Hedges designiert und werden zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet.
  • Das Translationsrisiko auf Konzernebene wird ebenfalls laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das aufgrund der Konsolidierung von Tochtergesellschaften entsteht, die in einer funktionalen Währung ungleich EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei Veränderungen auf RON, USD, NOK und SEK lautende Nettovermögenswerte im Verhältnis zum EUR dar.
  • Aus den langfristigen Nettoinvestitionen des Konzerns in seine Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures bestehen Fremdwährungsrisiken. Währungsumrechnungsdifferenzen aus diesen Nettoinvestitionen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
  • Borealis hat einen Teil seiner Investitionen in ein Gemeinschaftsunternehmen mit USD als funktionaler Währung mittels externer USD-Krediten abgesichert, welche als Sicherungsgeschäfte für die Nettoinvestitionen des Konzerns in einen ausländischen Betrieb designiert sind. Das abgesicherte Risiko in einem Sicherungsgeschäft zur Absicherung einer Nettoinvestition ist das Risiko einer Abwertung des USD gegenüber dem EUR, was zu einer Verringerung des Buchwerts der Nettoinvestition in das Gemeinschaftsunternehmen führt. Der EUR/USD-Effekt auf die Bewertung des Kredites wird im sonstigen Ergebnis erfasst.
  • Um die Wirksamkeit des Sicherungsgeschäftes zu beurteilen, legt der Konzern die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft fest, indem die Buchwertänderungen des Kredits, welche auf eine Änderung des Kassakurses zurückzuführen sind, mit den Änderungen des Buchwerts der Nettoinvestition in einen ausländischen Betrieb auf Grund von Kassakursschwankungen verglichen werden (Dollar Offset-Methode). Die Konzernstrategie sieht vor, Absicherungen der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe maximal in Höhe des Kreditbetrages abzuschließen.
  • Zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument besteht ein wirtschaftlicher Zusammenhang, da die Nettoinvestition ein Umrechnungsrisiko birgt, welches das Fremdwährungsrisiko aus dem USD-Kredit aufhebt. Der Konzern hat eine Sicherungsquote von 1:1 festgelegt, da das dem Sicherungsinstrument zugrundeliegende Risiko mit dem abgesicherten Risiko ident ist. Das Sicherungsgeschäft wird dann ineffektiv, wenn der Nettoinvestitionsbetrag in ausländische Geschäftsbetriebe kleiner ist als der Finanzierungsbetrag.
Zinsmanagement
  • Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten der OMV hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.
  • Festverzinsliche Kredite können mittels Zins-swaps in variable Kredite oder vice versa konvertiert werden. Im Jahr 2022 war der Effekt aus Zinsswaps unwesentlich (2021: keine wesentlichen Auswirkungen).
  • Die erfasste Ineffektivität der Sicherungsgeschäfte sowie die Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung von Zinsswaps werden im Posten „Zinsaufwendungen“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Reform der Referenzzinssätze (IBOR Reform)
  • Der Konzern bewertet laufend die Vertragsbedingungen in Bezug auf Finanzinstrumente, die vom Ersatz der London Inter-Bank Offered Rate (LIBOR) betroffen sind. Bei Bedarf werden die Vereinbarungen geändert, um alternative Referenzzinssätze vorzusehen, die dem jeweiligen Loan Market Association (LMA)-Standard zum jetzigen Zeitpunkt entsprechen und in Bezug auf die betroffenen Währungen gelten. Gegebenenfalls wird die Gruppe die USD LIBOR-Vereinbarungen im ersten Halbjahr 2023 umsetzen.
  • Am 31. Dezember 2022 gilt für die zugesagte, revolvierende Kreditlinie in Höhe von EUR 1 Mrd (2021: EUR 1 Mrd) ein Ziehungsverzicht für Währungen, in denen die IBOR-Sätze als Screen Rate zum 31. Dezember 2021 eingestellt wurden (CHF, GBP, JPY). Der Verzicht auf Inanspruchnahme der Kreditlinie wird außer Kraft gesetzt, wenn die Kreditlinie geändert wird, um alternative Referenzzinssätze bereitzustellen, die zu diesem Zeitpunkt dem LMA-Standard entsprechen.
  • Darüber hinaus wurde die Tranche eines JPY-Kredits in Höhe von EUR 36 Mio (2021: EUR 38 Mio) erfolgreich auf Tokyo Over-night Average Rate (TONAR) übertragen.
  • Der Konzern berücksichtigt, dass er grundsätzlich Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Interest Rate Benchmark Reform ausgesetzt ist. Grund dafür ist, dass für die Absicherung der (3-Monats-) USD-LIBOR-Zinssätze zwei USD-Zinsswaps mit einem Gesamtnominalbetrag in Höhe von EUR 103 Mio (2021: EUR 97 Mio) und ein Fremdwährungszinsswap mit einer Nominale von EUR 36 Mio (2021: EUR 38 Mio) eingesetzt werden. Der Absicherungszeitraum geht über das Jahr 2022 hinaus, wenn Unsicherheiten über die Existenz des USD-LIBOR entstehen. Der Konzern geht davon aus, dass sich durch die Reform keine Änderungen für das Sicherungsinstrument oder das abgesicherte Risiko des Grundgeschäfts ergeben werden. Etwaige ineffektive Sicherungsgeschäfte würden allerdings in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Auswirkungen der Reform der Referenzzinsätze
In EUR Mio
Referenzzinssatz
Buchwert
(Nominalwert für Derivate)
2022
2021
Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte
Darlehensforderungen
USD LIBOR
657
987
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehensverbindlichkeiten
USD LIBOR
190
189
Darlehensverbindlichkeiten1
JPY LIBOR
36
38
Derivate
Zinsswap (designiert in einer Sicherungsbeziehung)
USD LIBOR
47
44
Zinsswap (designiert in einer Sicherungsbeziehung)
USD LIBOR
56
53
Fremdwährungszinsswap (ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet)
JPY LIBOR
zu USD LIBOR
36
38
1 JPY LIBOR wurde erfolgreich auf Tokyo Over-night Average Rate (TONAR) übertragen.
Auswirkungen der Reform der Referenzzinsätze
In EUR Mio
2022
2021
Nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen
Bereitgestellte Finanzierungszusagen
USD LIBOR
46
251
Zugesagte Kreditlinien
Mehrwährung
1.000
1.000
Sensitivitätsanalyse
  • Für die offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des Konzerns weicht von der nachfolgend dargestellten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Verträge zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.
  • Die Auswirkung von Marktpreisschwankungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das sonstige Ergebnis ist von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge-Accounting abhängig. Die Marktpreissensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge Accounting angewendet wird, ist in der Tabelle als Sensitivität des sonstigen Ergebnisses dargestellt. Marktpreissensitivitäten für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität des Ergebnisses vor Steuern gezeigt.
Sensitivitätsanalyse der offenen Rohstoff Derivate auf das Ergebnis vor Steuern
In EUR Mio
2022
2021
Marktpreis
+10%
Marktpreis
–10%
Marktpreis
+10%
Marktpreis
–10%
Öl inkl. Öl Produkte
4
–4
–25
25
Öl inkl. Öl Produkte - designiert in einer Sicherungsbeziehung1
14
–14
—
—
Gas
10
–10
–2
2
Strom
13
–13
–43
43
Sonstige2
43
–43
65
–65
Gesamt
83
–83
–4
5
1 Beinhaltet Sicherungsinstrumente, die in einer Fair Value Hedge Beziehung im Zusammenhang mit Produkttauschgeschäften mit nationalen Bevorratungsgesellschaften in Deutschland und der Slowakei stehen. Für weitere Einzelheiten siehe Kapitel ‘‘Hedge Accounting in Chemicals & Materials und Refining & Marketing‘‘.
2 Enthält Derivate für europäische Emissionszertifikate
Sensitivitätsanalyse der offenen Rohstoff Derivate auf das sonstige Ergebnis
In EUR Mio
2022
2021
Marktpreis
+10%
Marktpreis
–10%
Marktpreis
+10%
Marktpreis
–10%
Öl inkl. Öl Produkte
–39
39
3
–3
Gas
5
–5
3
–3
Strom
48
–48
57
–57
Rohstoffabsicherungen (designiert in einer Sicherungsbeziehung)
15
–15
64
–64
  • Für Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse in Bezug auf Änderungen der für die Gruppe wesentlichen Wechselkurse durchgeführt. Auf Konzernebene beinhaltet die EUR-RON-Sensitivität nicht nur die RON-Nettoposition gegenüber EUR, sondern auch die RON-Nettoposition gegenüber USD, da diese in eine EUR-RON- sowie eine EUR-USD-Position aufgeteilt werden kann. Gleiches gilt für die EUR-NOK-, EUR-SEK- sowie EUR-NZD-Position.
Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis vor Steuern1
In EUR Mio
2022
2021
EUR wird um
10% stärker
EUR wird
um 10%
schwächer
EUR wird um
10% stärker
EUR wird
um 10%
schwächer
EUR-RON
8
–8
–2
2
EUR-USD
8
–8
–114
114
EUR-NZD
–2
2
–4
4
EUR-NOK
23
–23
23
–23
EUR-SEK
–3
3
–6
6
1 Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-Währungssensitivität auf das operative Ergebnis.
Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das sonstige Ergebnis1
In EUR Mio
2022
2021
EUR wird um
10% stärker
EUR wird
um 10%
schwächer
EUR wird um
10% stärker
EUR wird
um 10%
schwächer
EUR-USD
43
–43
39
–39
EUR-SEK
–16
16
–16
16
1 Inklusive der Sensitivität des Net-Investment-Hedge
  • Die OMV analysiert regelmäßig die Auswirkungen von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und -aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.
Kreditrisikomanagement
  • Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht. Für alle Geschäftspartner, Banken und Sicherheitengeber werden, basierend auf einer Risikobewertung, Limithöhe, interne Risikoklasse und Limitlaufzeit vergeben. Die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder ad hoc überprüft. Diese Vorgehensweise ist bei der OMV in einer Konzernrichtlinie festgelegt, in der konzernweite Mindestanforderungen definiert und vorgegeben werden. Derivative Finanzinstrumente werden zum überwiegenden Teil mit Vertragspartnern mit „Investment Grade Rating“ abgeschlossen. Die OMV verwendet zur Reduktion von Kreditrisiken kommerzielle Versicherungen für Teile der Forderungen in einigen Geschäftsbereichen. Aufgrund der hohen wirtschaftlichen Unsicherheit, die sich aus der aktuellen geopolitischen Situation ergibt, wird besonderes Augenmerk auf Frühwarnsignale, wie zum Beispiel Änderungen im Zahlungsverhalten, gelegt.
  • Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass die Kontrahenten des OMV Konzerns ihren Verpflichtungen aus einem Finanzinstrument oder Kundenvertrag nicht nachkommen, was zu einem finanziellen Verlust führen würde.
  • Ein Kreditrisiko besteht in Bezug auf die von Borealis an Bayport Polymers LLC, die nach der Equity-Methode bilanziert wird, gewährte Finanzgarantie, für welche sich das maximal ausstehende Risiko für Borealis auf EUR 623 Mio (2021: null) beläuft. Für nähere Angaben siehe Kapitel ‘‘Liquiditätsrisiko‘‘.
  • Die Garantie endet frühestens mit Zahlung und/oder Beendingung der Verpflichtung im Jahr 2027 bzw. 2032 und kann jederzeit in Anspruch genommen werden. Im Allgemeinen wird eine Zahlung im Rahmen der Garantievereinbarung durch die Nichterfüllung der von der Garantie abgedeckten Verpflichtung durch die garantierte Partei ausgelöst. Daher wurde eine finanzielle Verbindlichkeit erfasst, die anfangs zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde.
  • Der Konzern ist zusätzlichen Kreditrisiken ausgesetzt, die sich aus Kundenforderungen aus der operativen Geschäftstätigkeit (siehe Anhangangabe 18 – Finanzielle Vermögenswerte) sowie aus Finanzanlagen einschließlich Einlagen bei Banken und Finanzinstituten (siehe Anhangangabe 26 – Cashflow-Rechnung), Fremdwährungstransaktionen und sonstigen Finanzinstrumenten (siehe Anhangangabe 18 – Finanzielle Vermögenswerte), ergeben.
29 Fair-Value-Hierarchie
Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte1 und Nettobetrag zu Veräußerungszwecken gehaltener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
In EUR Mio
Buchwert
Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Zu fortgeführten
Anschaffungs-
kosten bewertet
Zum beizu-
legenden
Zeitwert bewertet
Gesamt
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Gesamt
2022
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
4.086
136
4.222
—
136
—
136
Anteile an sonstigen Unternehmen2
—
42
42
—
—
42
42
Investmentfonds
—
26
26
26
—
—
26
Anleihen
52
—
52
—
—
—
—
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive
Derivate
—
380
380
—
380
—
380
Sonstige Derivate
—
2.867
2.867
14
2.853
—
2.867
Ausleihungen
711
—
711
—
—
—
—
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte3
1.850
—
1.850
—
—
—
—
Nettobetrag zu
Veräußerungszwecken
gehaltene Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten
n.a.
882
882
—
58
824
882
Gesamt
6.699
4.334
11.032
40
3.427
866
4.334
2021
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
4.260
258
4.518
—
258
—
258
Anteile an sonstigen Unternehmen
—
17
17
—
—
17
17
Investmentfonds
—
30
30
30
—
—
30
Anleihen
63
—
63
—
—
—
—
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive
Derivate
—
398
398
—
398
—
398
Sonstige Derivate
—
4.220
4.220
40
4.180
—
4.220
Ausleihungen
2.015
—
2.015
—
—
—
—
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte3
1.703
432
2.135
—
—
432
432
Nettobetrag zu
Veräußerungszwecken
gehaltene Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten
n.a.
354
354
—
–23
377
354
Gesamt
8.041
5.709
13.751
70
4.814
826
5.709
1 Exklusive zu Veräußerungszwecken gehaltener Vermögenswerte
2 Beinhaltet Beteiligungen an JSC GAZPROM YRGM Development (YRGM) und OJSC Severneftegazprom (SNGP), die seit dem 1. März 2022 gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) bewertet werden. Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“.
3 2021 enthielt einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno-Russkoje. Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen, Abschnitt „Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine und damit in Zusammenhang stehende wesentliche Schätzungen und Annahmen“.
Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert1
In EUR Mio
Buchwert
Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Zu fortgeführten
Anschaffungs-
kosten bewertet
Zum beizu-
legenden
Zeitwert bewertet
Gesamt
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Gesamt
2022
Verbindlichkeiten aus Liefe-
rungen und Leistungen
5.259
—
5.259
—
—
—
—
Anleihen
7.320
—
7.320
—
—
—
—
Leasingverbindlichkeiten
1.476
—
1.476
—
—
—
—
Sonstige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten
1.487
—
1.487
—
—
—
—
Verbindlichkeiten aus als
Sicherungsinstrumenten
designierten und effektiven
Derivaten
—
44
44
—
44
—
44
Verbindlichkeiten aus
sonstigen Derivaten
—
1.571
1.571
0
1.571
—
1.571
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
1.047
—
1.047
—
—
—
—
Sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert2
—
132
132
—
132
—
132
Gesamt
16.589
1.747
18.336
0
1.747
—
1.747
2021
Verbindlichkeiten aus Liefe-
rungen und Leistungen
4.860
—
4.860
—
—
—
—
Anleihen
8.070
—
8.070
—
—
—
—
Leasingverbindlichkeiten
1.018
—
1.018
—
—
—
—
Sonstige verzinsliche Finanz-
verbindlichkeiten
1.765
—
1.765
—
—
—
—
Verbindlichkeiten aus als
Sicherungsinstrumenten
designierten und effektiven
Derivaten
—
102
102
17
85
—
102
Verbindlichkeiten aus
sonstigen Derivaten
—
3.977
3.977
42
3.935
—
3.977
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
876
—
876
—
—
—
—
Gesamt
16.588
4.079
20.667
59
4.019
—
4.079
1 Exklusive Verbindlichkeiten, die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
2 Enthält Absicherungsgeschäfte, die in Fair Value Hedge Beziehungen designiert sind und im Zusammenhang mit Produkttauschgeschäften mit nationalen Bevorratungsgesellschaften in Deutschland und der Slowakei stehen.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für die der beizulegende Zeitwert angegeben wird1
In EUR Mio
Beizulegender Zeitwert
Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
2022
Anleihen
52
—
52
—
Finanzielle Vermögenswerte
52
—
52
—
Anleihen
6.747
6.747
—
—
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
1.320
—
1.320
—
Finanzielle Verbindlichkeiten
8.067
6.747
1.320
—
2021
Anleihen
63
—
63
—
Finanzielle Vermögenswerte
63
—
63
—
Anleihen
8.586
8.586
—
—
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
1.742
—
1.742
—
Finanzielle Verbindlichkeiten
10.328
8.586
1.742
—
1 Exklusive Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden
30 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
  • Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden nur saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat und die Absicht besteht, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
  • Der OMV Konzern schließt im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs diverse Globalnettingvereinbarungen in Form von International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Vereinbarungen, European Federation of Energy Traders (EFET) Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen ab.
  • Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die diversen Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die Werte in der Spalte „Netto“ würden die Positionen in der Bilanz darstellen, wenn alle Aufrechnungsrechte ausgeübt worden wären.
Saldierung von finanziellen Vermögenswerten
In EUR Mio
Anhang-
angabe
Finanz-
instrumente
(brutto)
Saldierte
Beträge in der Bilanz
Finanz-
instrumente
in der
Bilanz
(netto)
Verbindlich-keiten mit Saldierungs-
rechten (nicht saldiert)
Netto
2022
Derivative Finanzinstrumente
18
13.466
–10.219
3.247
–547
2.700
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
18
6.086
–1.864
4.222
–106
4.116
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
18
1.892
–42
1.850
–1
1.849
Gesamt
21.444
–12.125
9.318
–654
8.664
2021
Derivative Finanzinstrumente
18
21.462
–16.844
4.619
–1.421
3.197
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
18
6.998
–2.480
4.518
–107
4.411
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
18
2.231
–97
2.135
–104
2.031
Gesamt
30.691
–19.420
11.271
–1.633
9.639
Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten
In EUR Mio
Anhang-
angabe
Finanz-
instrumente
(brutto)
Saldierte
Beträge in der Bilanz
Finanz-
instrumente
in der
Bilanz
(netto)
Vermögens-werte mit Saldierungs-
rechten (nicht saldiert)
Netto
2022
Derivative Finanzinstrumente
24
11.835
–10.219
1.615
–547
1.068
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
24
7.123
–1.864
5.259
–106
5.153
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
24
1.089
–42
1.047
–1
1.046
Gesamt
20.046
–12.125
7.921
–654
7.267
2021
Derivative Finanzinstrumente
24
20.922
–16.844
4.079
–1.421
2.657
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
24
7.340
–2.480
4.860
–107
4.753
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
24
973
–97
876
–104
772
Gesamt
29.235
–19.420
9.815
–1.633
8.182
31 Ergebnis aus Finanzinstrumenten
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
In EUR Mio
Betrag
Finanz-
instrumente
ergebnis-
wirksam zum
beizulegenden
Zeitwert
Eigenkapital-
instrumente
designiert zum
beizulegenden
Zeitwert durch
das sonstige
Ergebnis
Finanzielle
Vermögens-
werte zu
fortgeführten
Anschaffungs-
kosten
Finanzielle
Verbindlich-
keiten zu
fortgeführten
Anschaffungs-
kosten
2022
Marktwertänderungen finanzieller
Vermögenswerte und Derivate
1.029
1.029
—
—
—
Wertminderungen auf finanzielle
Vermögenswerte
–43
—
—
–43
—
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im operativen Ergebnis
986
1.029
—
–43
—
Dividendenerträge
11
—
11
—
—
Zinserträge
269
—
—
269
—
Zinsaufwendungen
–417
–4
—
—
–161
Marktwertänderungen von
Finanzinstrumenten
–374
–374
—
—
—
Marktwertänderungen FX Derivate
–186
–186
—
—
—
Finanzierungskosten für Factoring und Securitization
–46
–46
—
—
—
Wertminderungen von
Finanzinstrumenten, netto
–1.007
—
—
–1.007
—
Sonstige
–12
0
0
0
–12
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im Finanzergebnis
–1.761
–609
11
–739
–173
2021
Marktwertänderungen finanzieller
Vermögenswerte und Derivate
–1.050
–1.050
—
—
—
Wertminderungen auf finanzielle
Vermögenswerte
–9
—
—
–9
—
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im operativen Ergebnis
–1.059
–1.050
—
–9
—
Dividendenerträge
19
—
19
—
—
Zinserträge
161
—
—
160
—
Zinsaufwendungen
–334
–4
—
—
–172
Marktwertänderungen FX Derivate
15
15
—
—
—
Finanzierungskosten für Factoring und Securitization
–33
–33
—
—
—
Wertminderung von
Finanzinstrumenten, netto
–1
—
—
–0
—
Sonstige
–16
—
—
—
–16
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im Finanzergebnis
–189
–22
19
159
–188
  • Die nicht aufgeteilten Zinsaufwendungen bezogen sich im Wesentlichen auf die Aufzinsung von Rückstellungen. Weitere Details können der Anhangangabe 11 – Finanzerfolg – entnommen werden.
32 Anteilsbasierte Vergütungen
Long Term Incentive (LTI) Pläne
  • Im Konzern werden jährlich LTI Pläne mit vergleichbaren Bedingungen für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Zum Ausübungszeitpunkt erfolgt die Zuteilung der Aktien an die Teilnehmer. Die Zahl der Aktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die festgelegten Leistungskriterien dürfen während des LTIP-Zeitraums nicht geändert werden. Um den Anreizcharakter des Programms zu erhalten, hat der Vergütungsausschuss (bis LTI Plan 2020 für den Vorstand) jedoch die Möglichkeit, die Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte des freien Cashflows bei wesentlichen Änderungen der äußeren Einflussfaktoren wie Öl- und Gaspreise anzupassen. Die Anpassung ist in beide Richtungen möglich und wird vom Vergütungsausschuss festgelegt. Der Vorstand kann nach eigenem Ermessen entsprechende Anpassungen der Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte des freien Cashflows für Führungskräfte vornehmen. Die Auszahlung erfolgt in bar oder in Form von Aktien. Ab 2022 erfolgt die Auszahlung des OMV Petrom LTIP ausschließlich in Form von Aktien. Vorstand und Führungskräfte sind verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten. Für Führungskräfte, die für zukünftige LTI Pläne nicht mehr anspruchsberechtigt sind, aber noch in einem aufrechten Anstellungsverhältnis mit dem Unternehmen stehen, endet das Aktienbesitzerfordernis mit Auszahlung des letzten LTI Plans. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des Bruttojahresgehalts für den Vorstand und als Prozentsatz der jeweiligen Ziel-Long Term Incentives für die Führungskräfte definiert. Vorstandsmitglieder müssen dieses Aktienbesitzerfordernis innerhalb von fünf Jahren nach der ersten diesbezüglichen Vereinbarung erfüllen. Bis zur Erfüllung des Aktienbesitzerfordernisses erfolgt die Auszahlung in Form von Aktien, während die Planteilnehmer danach zwischen Barzahlung und Zahlung in Form von Aktien entscheiden können. Solange das Aktienbesitzerfordernis nicht erfüllt ist, werden die gewährten Aktien nach Abzug von Steuern auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt.
  • Bei den auf Aktien basierenden Zahlungen werden die beizulegenden Zeitwerte zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand über den dreijährigen Leistungszeitraum verteilt, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals. Im Falle zu erwartender Barzahlungen wird für die erwarteten zukünftigen Kosten des LTI Plans zum Bilanzstichtag auf Basis von beizulegenden Zeitwerten eine Rückstellung gebildet.
  • In 2021 hat Borealis einen LTI Plan eingeführt, welcher dem oben beschriebenen LTI Plan angeglichen ist. Das Aktienbesitzerfordernis ist nur für den Vorstand von Borealis, nicht aber für sonstige Führungskräfte anwendbar.
Long Term Incentive Pläne
Plan 2022
Plan 2021
Plan 2020
Plan 2019
Planbeginn
01.01.2022
01.01.2021
01.01.2020
01.01.2019
Ende Leistungszeitraum
31.12.2024
31.12.2023
31.12.2022
31.12.2021
Anspruchstag
31.03.2025
31.03.2024
31.03.2023
31.03.2022
Aktienbesitzerfordernis
Vorstandsvorsitzender
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Andere Vorstandsmitglieder
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Führungskräfte
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
Erwartete Aktien zum 31. Dezember 2022
314.218
601.126
245.060
—
Maximale Aktien zum 31. Dezember 2022
708.987
847.200
452.909
—
Beizulegender Zeitwert des Plans
(in EUR Mio) zum 31. Dezember 2022¹
15
29
12
—
Rückstellungen (in EUR Mio) zum
31. Dezember 2022¹
3
14
9
—
1 Exklusive Lohnnebenkosten
Equity Deferral
  • Das Equity Deferral (Aktienteil des Jahresbonus) dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, welches die Bindung an die OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in Aktien mit eingeschränkter Verfügbarkeit zusammengeführt werden. Die Behaltedauer für das Equity Deferral ist drei Jahre ab dem Anspruchstag. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, dem Eingehen unangemessener Risiken vorzubeugen.
  • Der Jahresbonus ist mit 180% des Zieljahresbonus begrenzt. Mindestens ein Drittel des Jahresbonus wird in Form von Aktien zugeteilt. Die Bonuserreichung wird am 31. März des Folgejahres festgestellt, wobei die Zielerreichung und der Aktienkurs am Bilanzstichtag geschätzt werden (letzterer auf Basis von Marktnotierungen). Aufgrund der branchenspezifischen Volatilität der Rohstoffpreise und Marktbedingungen bieten die variablen Vergütungspläne dem Vergütungsausschuss gemäß der in der Öl- und Gasindustrie üblichen Praxis die Möglichkeit, die Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte auf der Grundlage des tatsächlichen Öl- bzw. Gaspreises sowie des tatsächlichen EUR/USD-Wechselkurses gegenüber den Annahmen, die zum Zeitpunkt der Zielvorgabe zu Grunde gelegt wurden, anzupassen. Die Anpassung wird in beide Richtungen angewendet, vom Vergütungsausschuss festgelegt und im Vergütungsbericht veröffentlicht. Die gewährten Aktien werden nach Abzug von Steuern für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt.
  • 2022 wurden Aufwendungen von EUR 3 Mio erfasst, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals (2021: EUR 3 Mio).
In Aktien gehaltenes Eigeninvestment1
31.12.2022
Aktive Vorstandsmitglieder
Stern
17.158
Pleininger2
58.227
Florey
46.068
van Koten
1.084
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Seele3
16.157
Skvortsova4
3.335
Gangl5
16.680
Vorstände gesamt
158.709
Andere Führungskräfte gesamt
237.825
Eigeninvestment gesamt
396.534
1In Aktien gehaltenes Eigeninvestment bezieht sich auf noch laufende LTI Pläne sowie auf Equity Deferral, sofern diese Aktien auf dem OMV Treuhanddepot gehalten werden.
2Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück.
3Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück.
4Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück.
5Thomas Gangl nahm am LTIP 2019 sowohl als Führungskraft als auch als Vorstandsmitglied teil. Am LTIP 2020 nahm er als Vorstandsmitglied teil. In 2021 hat er sowohl als Vorstandsmitglied als auch als Führungskraft teilgenommen. Er trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
Gesamte Aufwendungen
  • In 2021 hat Borealis einen Übergangs-LTI Plan für 2021 und 2022 implementiert, um eine Liquiditätslücke zu überbrücken, welche durch die Migration auf den, im Abschnitt „Long Term Incentive (LTI) Pläne“ erwähnten, Dreijahresplan entsteht. Übergangs-LTIP Zuteilungen für 2021 und 2022 werden anhand derselben Erfolgskennzahlen wie der dreijährige Plan, aber nur für das betreffende Jahr, gemessen und werden in bar ausgeglichen.
  • Die Aufwendungen in Bezug auf alle anteilsbasierten Vergütungen sind in untenstehender Tabelle zusammengefasst.
Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen1
In EUR Mio
2022
2021
Ausgleich in bar
15
28
Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
7
10
Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen
22
38
1 Exklusive Lohnnebenkosten
Sonstige Angaben
33 Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer
Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer1
2022
2021
OMV Konzern ohne OMV Petrom Konzern und Borealis Konzern
6.664
6.939
OMV Petrom Konzern
7.837
8.852
Borealis Konzern
7.833
7.753
OMV Konzern
22.334
23.544
1Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern des Jahres
  • Der Rückgang der Mitarbeiter im OMV Konzern ohne OMV Petrom Konzern und Borealis Konzern war unter anderem auf den Verkauf der Gas Connect Austria in 2021 zurückzuführen.
  • Die Verringerung der Mitarbeiter im OMV Petrom Konzern war bedingt durch Veräußerungen, die Auslagerung von Aktivitäten als auch durch Reorganisations- und Restrukturierungsmaßnahmen als Folge von Prozessoptimierungen und Kosteneffizienzmaßnahmen.
34 Aufwendungen Konzernabschlussprüfer
  • Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks im Sinne des § 271b UGB) setzten sich wie folgt zusammen:
Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks)
In EUR Mio
2022
2021
Konzern-
abschlussprüfer
davon
Ernst&Young
Wirtschafts-
prüfungsgesell-
schaft m.b.H
Konzern-
abschlussprüfer
davon
Ernst&Young
Wirtschafts-
prüfungsgesell-
schaft m.b.H
Konzern- und Jahresabschluss-
prüfung
3,47
1,58
3,55
1,51
Sonstige Bestätigungsleistungen
0,60
0,48
0,53
0,31
Steuerberatungsleistungen
0,19
—
0,56
—
Sonstige Beratungsleistungen
0,40
0,01
0,07
0,01
Gesamt
4,65
2,07
4,70
1,84
35 Nahestehende Unternehmen und Personen
  • Gemäß IAS 24 müssen Beziehungen zu nahestehenden Personen sowie nahestehenden, nicht konsolidierten Unternehmen (Related Parties) offengelegt werden. Unternehmen und Personen gelten als nahestehend, wenn ein Beherrschungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG), Wien, hält einen Anteil von 31,5% und die Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company L.L.C. (MPPH), Abu Dhabi, einen Anteil von 24,9% an der OMV Aktiengesellschaft; beide Gesellschaften sind Related Parties im Sinne des IAS 24.
  • 2022 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen (inklusive der Vergabe von Lizenzen für die Nutzung von Technologien des Konzerns) zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Gaszukäufe von OJSC Severneftegazprom, welche nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basierten.
Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen – Umsätze und Forderungen
In EUR Mio
2022
2021
Umsätze und
sonstige
Erträge
Forderungen
aus Liefe-
rungen und
Leistungen
Umsätze und
sonstige
Erträge
Forderungen
aus Liefe-
rungen und
Leistungen
Abu Dhabi Oil Refining Company
2
2
3
2
ADNOC Global Trading LTD
3
1
3
1
Bayport Polymers LLC
8
3
6
1
Borouge Beteiligungen1
677
151
439
111
EEX CEGH Gas Exchange Services GmbH
1
0
1
0
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
119
59
43
0
GENOL Gesellschaft m.b.H.
141
22
124
17
Kilpilahden Voimalaitos Oy
8
0
4
0
Société d'Intérêt Collectif Agricole par Actions Simplifiée de Gouaix (SICA de Gouaix)2
—
—
1
—
Société d'Intérêt Collectif Agricole Laignes Agrifluides (SICA Laignes Agrifluides)2
5
—
7
1
Trans Austria Gasleitung GmbH3
—
—
4
—
Gesamt
963
237
635
134
1 Beinhaltet Borouge PLC, Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) und Borouge Pte. Ltd. Für mehr Details siehe Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen.
2 Wurde als Teil der Veräußerungsgruppe des Stickstoff Geschäftsbereichs der Borealis auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert.
3 Die Trans Austria Gasleitung GmbH wurde per 31. Mai 2021 als Teil der Veräußerungsgruppe der Gas Connect Austria verkauft.
  • Mit der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. wurden weitere Verkaufstransaktionen in Höhe von EUR 293 Mio getätigt, die in der oben angeführten Tabelle aufgrund der vorgenommenen Saldierung mit den Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht ausgewiesen wurden.
Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen – Zukäufe und Verbindlichkeiten
In EUR Mio
2022
2021
Zukäufe und
erhaltene
Leistungen
Verbindlich-
keiten aus
Lieferungen
und
Leistungen
Zukäufe und
erhaltene
Leistungen
Verbindlich-
keiten aus
Lieferungen
und
Leistungen
ADNOC Global Trading LTD
32
—
—
—
Borouge Beteiligungen1
416
88
501
108
Chemiepark Linz Betriebsfeuerwehr GmbH2
3
0
4
0
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH
48
7
29
2
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG
3
—
3
—
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
208
27
81
63
GENOL Gesellschaft m.b.H.
10
2
0
—
Kilpilahden Voimalaitos Oy
116
—
74
—
Neochim AD2
5
—
10
0
OJSC Severneftegazprom3
24
—
127
14
PetroPort Holding AB
4
0
3
0
Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A.
2
0
—
—
Trans Austria Gasleitung GmbH4
—
—
11
—
Gesamt
873
124
843
188
1 Beinhaltet Borouge PLC, Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) und Borouge Pte. Ltd. Für mehr Details siehe Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen.
2 Wurde als Teil der Veräußerungsgruppe des Stickstoff Geschäftsbereichs der Borealis auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert.
3 OJSC Severneftegazprom wurde per 1. März 2022 entkonsolidiert und als sonstige Beteiligung zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) eingestuft.
4 Die Trans Austria Gasleitung GmbH wurde per 31. Mai 2021 als Teil der Veräußerungsgruppe der Gas Connect Austria verkauft.
Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen
In EUR Mio
2022
2021
Abu Dhabi Oil Refining Company
116
—
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC
5
—
ADNOC Global Trading LTD
43
—
Bayport Polymers LLC
—
21
Borouge Beteiligungen1
592
1.918
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH
1
1
EEX CEGH Gas Exchange Services GmbH
1
1
Neochim AD2
1
0
OJSC Severneftegazprom3
—
17
Pearl Petroleum Company Limited
41
30
Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A.
1
1
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H.
1
0
Trans Austria Gasleitung GmbH4
—
9
Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen
803
1.999
1 Beinhaltet Borouge PLC, Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) und Borouge Pte. Ltd. Für mehr Details siehe Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen.
2 Wurde als Teil der Veräußerungsgruppe des Stickstoff Geschäftsbereichs der Borealis auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert.
3 OJSC Severneftegazprom wurde per 1. März 2022 entkonsolidiert und als sonstige Beteiligung zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) eingestuft.
4 Die Trans Austria Gasleitung GmbH wurde per 31. Mai 2021 als Teil der Veräußerungsgruppe der Gas Connect Austria verkauft.
Sonstige ausstehende Salden mit at-equity bewerteten Beteiligungen
In EUR Mio
2022
2021
Kilpilahden Voimalaitos Oy
40
18
Bayport Polymers LLC
657
987
Renasci N.V.
—
12
Darlehensforderungen
697
1.017
Bayport Polymers LLC
29
—
Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG
8
8
Sonstige finanzielle Forderungen
37
8
Borouge Beteiligungen1
8
8
Bayport Polymers LLC
—
7
Vertragsvermögenswerte
8
16
Kilpilahden Voimalaitos Oy
11
12
Renasci N.V.
10
10
Geleistete Anzahlungen
21
22
C2PAT GmbH & Co KG
1
1
Bayport Polymers LLC
28
—
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
29
1
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
100
120
Vertragsverbindlichkeiten
100
120
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
27
—
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
27
—
1 Beinhaltet Borouge PLC, Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) und Borouge Pte. Ltd. Für mehr Details siehe Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen.
  • Die Darlehensforderungen und damit verbundene abgegrenzte Zinsen an Bayport Polymers LLC beinhalteten Inanspruchnahmen im Rahmen eines Gesellschafterdarlehens mit einer Gesamthöhe von EUR 1.313 Mio (2021: EUR 1.236 Mio). Am 19. April 2022 zahlte die at-equity bilanzierte Bayport Polymers LLC mit dem Betrag von EUR 602 Mio ihr Darlehen teilweise an den Konzern zurück. Die Finanzierung der vorzeitigen Rückzahlung erfolgte durch zwei Senior-Notes-Tranchen in Höhe von EUR 324 Mio und EUR 278 Mio mit Fälligkeit 2027 bzw. 2032. Die Borealis AG gab eine Garantie für die von Bayport Polymers LLC emittierten Senior Notes und somit wurde eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von EUR 28 Mio für die finanzielle Garantie ausgewiesen. Für mehr Details siehe Anhangangabe 28 – Risikomanagement, Abschnitt „Kreditrisikomanagement“. Die offenen Finanzierungszusagen gegenüber Bayport Polymers LLC betrugen per 31. Dezember 2022 EUR 46 Mio (31. Dezember 2021: EUR 251 Mio).
  • Der weitere Rückgang der Darlehensforderungen ist insbesondere auf die Umschuldung in neu ausgegebene Aktien der Renasci N.V. im Jahr 2022 zurückzuführen. Zum Jahresende 2021 hatte der Konzern weitere Finanzierungszusagen im Zusammenhang mit der Gewährung eines Wandeldarlehens an Renasci N.V. in Höhe von EUR 12 Mio. Durch die Umschuldung wurde der Gesamtbetrag vollständig in Anspruch genommen. Für mehr Details siehe Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen.
  • Darüber hinaus wurde 2022 ein Kapitalzuschuss in Höhe von EUR 408 Mio an die Borouge 4 LLC ausbezahlt.
  • Zum Bilanzstichtag bestanden Finanzierungszusagen gegenüber Kilpilahden Voimalaitos Oy in Höhe von EUR 10 Mio (31. Dezember 2021: EUR 16 Mio). Diese Ansprüche sind abhängig von der Erfüllung bestimmter Ereignisse, die in den zugrundeliegenden Verträgen definiert wurden.
  • Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten in 2022 gegenüber der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. bezogen sich auf Produkttauschgeschäfte. Die Vertragsverbindlichkeiten gegenüber der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. standen im Zusammenhang mit einem langfristigen Servicevertrag.
Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis
  • Basierend auf der Eigentümerstruktur der OMV hat die Republik Österreich über die ÖBAG ein Naheverhältnis zur OMV, die damit ebenso wie die unter Kontrolle der Republik stehenden Unternehmen – im Wesentlichen die Österreichische Post Aktiengesellschaft, die VERBUND AG, die Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft, die Bundesbeschaffung GmbH und jeweils deren Tochtergesellschaften – als nahestehende Parteien einzustufen sind. Transaktionen mit diesen Unternehmen erfolgten zu fremdüblichen Konditionen.
  • Im Juli 2022 hat die strategische Energie-Kooperation zwischen der OMV und VERBUND den weiteren Ausbau der Flächen-Photovoltaikanlage in Schönkirchen-Reyerdorf, Österreich, in Betrieb genommen. Das Projekt wird zu gleichen Teilen von OMV und VERBUND getragen. Weiters besteht ein Kooperationsvertrag zwischen der OMV und der VERBUND AG im Zusammenhang mit der Photovoltaikanlage in der Lobau, Österreich, welche die OMV in 2022 in Betrieb genommen hat.
  • 2021 hat die OMV die Transaktion zum Verkauf ihrer 51%-Beteiligung an der Gas Connect Austria GmbH an die VERBUND AG abgeschlossen. Weiters schloss die OMV 2021 den Verkauf ihres 40%-Anteils an SMATRICS GmbH & Co KG und ihres 40%-Anteils an E-Mobility Provider Austria GmbH an die VERBUND AG ab. Darüber hinaus gründete die OMV 2021 gemeinsam mit Lafarge Perlmooser GmbH und VERBUND Energy4Business GmbH ein Joint Venture für die gemeinsame Planung und Errichtung einer Anlage im großindustriellen Maßstab bis 2030 zur Abscheidung von CO2 und Weiterverarbeitung zu synthetischen Kraftstoffen, Kunststoffen und anderen Chemikalien.
  • Über die MPPH sind weiters das Emirat Abu Dhabi sowie die unter Kontrolle von Abu Dhabi stehenden Gesellschaften als nahestehende Unternehmen einzustufen. Liefer- und Leistungsbeziehungen bestanden 2022 zum Beispiel mit Compañía Española de Petróleos, S.A. (CEPSA), Abu Dhabi Company for Offshore Petroleum Operations Ltd, NOVA Chemicals Corporation (NOVA), Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) und ADNOC Trading Limited. Darüber hinaus hat OMV mehrere Kooperationen mit ADNOC im Bereich Exploration & Production und eine bestehende strategische Partnerschaft mit ADNOC, die das ADNOC Raffineriegeschäft wie auch ein Trading Joint Venture umfasst. 2022 unterzeichneten OMV und ADNOC eine Absichtserklärung, die vorsieht, eine Partnerschaft für Liquefied Natural Gas Lieferungen auszuloten.
Bezüge von Führungskräften
Vorstandsbezüge
In EUR Mio
2022
Vorstandsmitglieder zum
31. Dezember 2022
Ehemalige
Vorstandsmitglieder
Stern
Pleininger2
Florey
van Koten
Skvortsova4
Seele6
Gangl7
Leitner9
Gesamt
Kurzfristige
Vergütungen
1,59
1,47
1,55
0,85
1,16
1,57
0,12
—
8,32
Fixer Bezug
(Grundbezug)
0,99
0,75
0,81
0,58
0,58
0,55
—
—
4,25
Variabel
(Barbonifikation)1
0,59
0,71
0,69
0,25
0,50
1,02
0,12
—
3,87
Sachbezüge
0,01
0,01
0,053
0,03
0,095
0,01
—
—
0,20
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,25
0,19
0,20
0,14
0,14
0,14
—
—
1,06
Pensionskassen-
beiträge
0,25
0,19
0,20
0,14
0,14
0,14
—
—
1,06
Anteilsbasierte
Vergütungen
0,29
1,33
1,03
0,10
0,21
3,13
0,37
0,70
7,16
Variabel (Equity
Deferral 2021)
0,29
0,44
0,34
0,10
0,21
0,43
0,05
—
1,85
Variabel (LTIP 2019)
—
0,90
0,70
—
—
2,70
0,328
0,70
5,31
Vorstandsbezüge
2,12
3,00
2,78
1,10
1,51
4,84
0,49
0,70
16,54
1Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2021, für die der Bonus in 2022 ausbezahlt wurde.
2Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück, und sein Vertrag endet mit 30. April 2023.
3Inklusive Schulkosten und damit verbundenen Steuern
4Elena Skortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück, und ihr Vertrag endet mit 14. Juni 2023.
5Inklusive Miet- und Lagerkosten und damit verbundenen Steuern
6Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022.
7Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
8Thomas Gangl erhielt darüber hinaus eine Barbonifikation in der Höhe von EUR 0,08 Mio aus dem Senior Management LTIP 2019.
9Manfred Leitner trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2019 zurück.
Vorstandsbezüge
in EUR Mio
2021
Vorstandsmitglieder zum
31. Dezember 2021
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Stern3
Pleininger
Florey
Skvortsova
van Koten7
Seele8
Gangl9
Leitner12
Gesamt
Kurzfristige
Vergütungen
0,69
1,77
1,77
1,38
0,30
2,55
0,65
—
9,12
Fixer Bezug
(Grundbezug)
0,69
0,75
0,76
0,58
0,29
1,10
0,14
—
4,30
Fixer Bezug
(Einmalige Kompensationszahlung)
—
—
—
0,545
—
—
—
—
0,54
Variabel
(Barbonifikation)1
—
1,01
0,97
0,16
—
1,44
0,50
—
4,09
Sachbezüge
0,01
0,01
0,054
0,106
0,01
0,01
0,00
—
0,20
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,18
0,19
0,19
0,14
0,07
0,28
0,03
—
1,08
Pensionskassen-
beiträge
0,18
0,19
0,19
0,14
0,07
0,28
0,03
—
1,08
Leistungen im
Zusammenhang mit
Beendigung von Dienst-
verhältnissen
—
—
—
—
—
—
0,0210
—
0,02
Anteilsbasierte
Vergütungen
—
1,09
0,90
0,11
—
2,48
0,20
0,41
5,17
Variabel (Equity
Deferral 2020)
—
0,32
0,27
0,11
—
0,40
0,20
—
1,30
Variabel (LTIP 2018)2
—
0,76
0,63
—
—
2,08
—11
0,41
3,88
Vorstandsbezüge
0,87
3,05
2,86
1,63
0,37
5,31
0,90
0,41
15,39
1Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2020, für die der Bonus in 2021 ausbezahlt wurde und inkludiert 50% der im Jahr 2020 fälligen Barzahlungen unter dem Jahresbonus 2019 für die im Jahr 2020 aktiven Vorstandsmitglieder, welche auf Jänner 2021 verschoben wurden.
2Inkludiert 50% der im Jahr 2020 fälligen Barzahlungen unter dem LTIP 2017 für die im Jahr 2020 aktiven Vorstandsmitglieder (für den Barzahlungsanteil, falls zutreffend), welche auf Jänner 2021 verschoben wurden.
3Alfred Stern trat dem Vorstand per 1. April 2021 bei.
4Inklusive Schulkosten und damit verbundenen Steuern
5Elena Skortsova erhielt eine einmalige Kompensationszahlung in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der Linde Gruppe zur OMV AG.
6Inklusive Umzugs- und Mietkosten und damit verbundenen Steuern
7Martijn van Koten trat dem Vorstand per 1. Juli 2021 bei.
8Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022.
9Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
10 Thomas Gangl erhielt eine Auszahlung für Urlaubsersatzleistungen in Höhe von EUR 0,02 Mio.
11 Thomas Gangl erhielt eine Barbonifikation in der Höhe von EUR 0,11 Mio aus dem Senior Management LTIP 2018.
12 Manfred Leitner trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2019 zurück.
Vergütung für leitende Führungskräfte (exkl. Vorstand)1
In EUR Mio
2022
2021
Gehälter und Prämien
25,1
25,8
Pensionskassenbeiträge
1,4
1,3
Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen
1,1
2,2
Anteilsbasierte Vergütungen
5,8
3,5
Sonstige langfristige Vergütungen
1,2
1,8
Vergütung für leitende Führungskräfte (exkl. Vorstand)2
34,6
34,6
1 2022 gab es im Durchschnitt 47 leitende Führungskräfte (2021: 43) basierend auf den einbezogenen Monaten in der Gruppe.
2 2022 inklusive Vergütung von Martijn van Koten in seiner ehemaligen Funktion als Vorstandsmitglied der Borealis Gruppe und 2021 inklusive der Vergütung von Alfred Stern und Martijn van Koten in ihrer ehemaligen Funktion als Vorstandsmitglieder der Borealis Gruppe
  • Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Straf-Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.
  • Anhangangabe 32 – Anteilsbasierte Vergütungen – enthält Details zu Long Term Incentive Plänen und Equity Deferral.
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen 2022 EUR 1,1 Mio (2021: EUR 0,6 Mio).
36 Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen
  • Die OMV verkauft im Rahmen eines Securitization-Programms Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Carnuntum DAC mit Sitz in Dublin, Irland. 2022 hat die OMV Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wert von EUR 5.746 Mio an Carnuntum DAC übertragen (2021: EUR 4.573 Mio).
  • Zum 31. Dezember 2022 wurden von der OMV in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene Seller Participation Notes in Höhe von EUR 168 Mio (2021: EUR 95 Mio) und Complementary Notes an Carnuntum DAC in Höhe von EUR 105 Mio (2021: EUR 89 Mio) gehalten. Das maximale Verlustrisiko aus dem Securitization-Programm zum 31. Dezember 2022 betrug EUR 196 Mio (2021: EUR 110 Mio).
Eine Loss Reserve und eine Beteiligung durch einen Drittinvestor sind gegenüber den Seller Participation Notes nachrangig. Die Complementary Notes sind vorrangig zu den Seller Participation Notes und haben den gleichen Rang wie die durch das Programm ausgegebenen Senior Notes. Das beim OMV Konzern verbleibende Risiko ist nicht signifikant, weshalb die veräußerten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Gänze ausgebucht wurden. Die Forderungen werden zu ihrem Nominalbetrag abzüglich eines Kaufpreisabschlags verkauft. Die Kaufpreisabschläge, die 2022 in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurden, beliefen sich in Summe auf EUR 37 Mio (2021: EUR 29 Mio). Die Zinserträge für die in Carnuntum DAC gehaltenen Notes betrugen 2022 EUR 5 Mio (2021: EUR 2 Mio). Weiters erhielt die OMV ein Serviceentgelt für das Debitorenmanagement der verkauften Forderungen.
37 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
  • Beginnend mit 1. Jänner 2023 führte die Gruppe eine neue Unternehmensstruktur ein, die darauf ausgelegt ist, die Umsetzung der Strategie 2030 vollständig zu ermöglichen. Aufgrund der Reorganisation wird der Konzern ab Q1/23 über folgende Geschäftsbereiche berichten: Chemicals & Materials, Fuels & Feedstock (ehemals Refining & Marketing) und Energy (ehemals Exploration & Production). Im Zuge der Einführung der neuen Unternehmensstruktur wurde der Bereich Gas & Power Osteuropa, der Versorgung, Marketing und Handel von Gas in Rumänien und der Türkei sowie ein Gaskraftwerk in Rumänien umfasst, von Fuels & Feedstock zu Energy übertragen. Die interne Berichterstattung und die relevanten Informationen, die dem Hauptentscheidungsträger zur Beurteilung der Ertragskraft und der Allokation von Ressourcen vorgelegt werden, wurden angepasst und spiegeln die neue Organisationsstruktur wider. Vergleichsinformationen für 2022 wurden rückwirkend angepasst und werden zusammen mit dem Q1/23 Bericht veröffentlicht.
  • Am 2. Jänner 2023 wurde der Verkauf der Anteile von Borealis an Rosier SA an die zur YILDIRIM-Gruppe gehörende YILFERT BENELUX B.V. abgeschlossen. Nach dem Abschluss des Verkaufs hält Borealis keine Anteile mehr an Rosier SA.
  • Am 11. Jänner 2023 hat Borealis ihren Anteil an Renasci N.V. (Renasci) von 27,42% auf 50,01% weiter erhöht. Damit wird das anhaltende Vertrauen in das Potenzial des patentierten SCP-Konzepts von Renasci, das den Umstieg auf eine Kreislaufwirtschaft fördern soll, unterstrichen. Die Anteilserhöhung wurde durch eine Kapitalerhöhung von EUR 5 Mio und den Kauf von 35.719 Anteilen um EUR 10,5 Mio erreicht. Dieser Transaktion folgend wird Renasci in 2023 ein vollkonsolidiertes Tochterunternehmen (2022: at-equity bewertet).
  • Am 3. Februar 2023 wurde ein Aktionärsdarlehensvertrag in Höhe von USD 1.068 Mio zur Teilfinanzierung der Borouge 4 Capex-Anforderungen von Borouge 4 LLC, mit Borouge 4 LLC als Darlehensnehmer und Borealis AG als Darlehensgeber, abgeschlossen. Der Aktionärsdarlehensvertrag ist als Fazilität mit einer Laufzeit von 5 Jahren strukturiert, Borealis behält sich jedoch das Recht vor, die Vorauszahlung der ausstehenden Beträge zum Zeitpunkt der Wiedereingliederung zu beschleunigen.
  • Der Vorstand der OMV hat am 27. Februar 2023 beschlossen, die Möglichkeiten eines Verkaufs der E&P Vermögenswerte in der Region Asien-Pazifik zu prüfen und den diesbezüglichen Verkaufsprozess für die mögliche Veräußerung ihres 50%-Anteils am begebenen Aktienkapital der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. in Malaysia sowie 100% der Anteile an der OMV New Zealand Limited einzuleiten. Eine mögliche Veräußerung zielt auf die Optimierung des E&P Portfolios im Einklang mit der OMV Strategie 2030 ab. 
  • Im Rahmen des Verkaufsprozesses wird OMV in Abstimmung mit den zuständigen Regulatoren und staatlichen Behörden interessierte Parteien in einem ersten Schritt zur Abgabe von Interessensbekundungen und in einem zweiten Schritt zur Abgabe verbindlicher Angebote einladen. Der Verkaufsprozess soll über die nächsten Monate stattfinden. Ein möglicher Verkauf bedarf noch der Genehmigung des Aufsichtsrates der OMV und zuständiger staatlicher Behörden.
38 Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft
Konsolidierungskreisänderungen
Firma
Sitz
Art der Veränderung1
Wirksamkeitsdatum
Chemicals & Materials
Eifanes Beteiligungsverwaltungs GmbH2
Wien
Erstkonsolidierung
9. März 2022
Borouge 4 LLC3
Abu Dhabi
Erstkonsolidierung
11. März 2022
RecycleMe Plastics GmbH3,4
Herborn
Erstkonsolidierung
19. April 2022
Borouge PLC3
Abu Dhabi
Erstkonsolidierung
28. April 2022
Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge)3,5
Abu Dhabi
Entkonsolidierung (M)
1. Juni 2022
Borouge Pte. Ltd.3,6
Singapur
Teilabgang
1. Juni 2022
Refining & Marketing
OMV Petrom Biofuels SRL
Bukarest
Erstkonsolidierung
31. März 2022
OMV Retail Deutschland GmbH
Burghausen
Entkonsolidierung
1. Mai 2022
OMV Supply & Trading AG
Baar
Entkonsolidierung (L)
30. August 2022
PETRODYNE-CSEPEL Zrt.
Budapest
Entkonsolidierung (M)
31. Dezember 2022
Exploration & Production
JSC GAZPROM YRGM Development
Sankt Petersburg
Entkonsolidierung (T)
1. März 2022
OJSC Severneftegazprom3
Krasnoselkup
Entkonsolidierung (T)
1. März 2022
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
31. März 2022
OMV Block 70 Upstream GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
31. März 2022
OMV Jardan Block 3 Upstream GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
31. März 2022
OMV Myrre Block 86 Upstream GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
31. März 2022
SAPURAOMV UPSTREAM (MALAYSIA) SDN. BHD.
Kuala Lumpur
Erstkonsolidierung
31. März 2022
OMV Abu Dhabi E&P GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
30. September 2022
OMV Gas Marketing & Trading Italia S.r.l.
Mailand
Entkonsolidierung (I)
30. September 2022
OMV Bina Bawi GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
30. September 2022
OMV Offshore Morondava GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
30. September 2022
OMV Middle East & Africa GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
30. September 2022
OMV Offshore (Namibia) GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
30. September 2022
OMV (NAMIBIA) Exploration GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
30. September 2022
OMV Petroleum Exploration GmbH
Wien
Entkonsolidierung (I)
30. September 2022
S. PARC FOTOVOLTAIC ISALNITA S.A.7
Târgu Jiu
Erstkonsolidierung
27. Oktober 2022
S. PARC FOTOVOLTAIC ROVINARI EST S.A.7
Târgu Jiu
Erstkonsolidierung
27. Oktober 2022
S. PARC FOTOVOLTAIC TISMANA 1 S.A.7
Târgu Jiu
Erstkonsolidierung
27. Oktober 2022
S. SOLARIST TISMANA 2 S.A.7
Târgu Jiu
Erstkonsolidierung
27. Oktober 2022
SapuraOMV Upstream (Malaysia) Inc.
Nassau
Entkonsolidierung (L)
22. November 2022
SapuraOMV Upstream (Southeast Asia) Inc.
Nassau
Entkonsolidierung (L)
22. November 2022
OMV Green Energy GmbH
Wien
Erstkonsolidierung
23. November 2022
OE SASR Beta Achtundvierzigste
Beteiligungsverwaltung GmbH8
Wien
Erstkonsolidierung (A)
12. Dezember 2022
1„Erstkonsolidierung“ verweist auf neu gegründete Gesellschaften, wohingegen „Erstkonsolidierung (A)“ bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde. „Entkonsolidierung (M)“ bezieht sich auf Gesellschaften, die nach einer Verschmelzung auf ein anderes Konzernunternehmen entkonsolidiert wurden. „Entkonsolidierung (L)“ bezieht sich auf Tochtergesellschaften, die liquidiert wurden. „Entkonsolidierung (T)“ bezieht sich auf Gesellschaften, die zu sonstigen Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) umgegliedert wurden, für weitere Details siehe Anhangangabe 2 - Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Gesellschaften, die mit „Entkonsolidierung (I)“ gekennzeichnet sind, wurden aufgrund von Unwesentlichkeit entkonsolidiert.
2 Umbenannt in Borealis Middle East Holding GmbH
3 At-equity konsolidierte Gesellschaft
4 Umbenannt in Recelerate GmbH
5 Anteile vor dem ADX-Börsengang an Borouge PLC übertragen. Der ADX-Börsengang veränderte den Anteil der OMV an Abu Dhabi Polymers Company Limited durch die Beteiligung an Borouge PLC von 40% auf 36%. Für weitere Details siehe Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen.
6 Anteile vor dem ADX-Börsengang teilweise an Borouge PLC übertragen. Der ADX-Börsengang veränderte den Anteil der OMV an Borouge Pte. Ltd. von 49,15% auf 45,76% (davon 15,25% direkter Anteil und 30,51% durch die Beteiligung an Borouge PLC). Für weitere Details siehe Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen.
7 Gemeinschaftliche Tätigkeit; Bilanzierung des Anteils der OMV an Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen
8 Umbenannt in OMV Austria Geothermal GmbH
  • Weitere Informationen betreffend wesentlicher Akquisitionen und Veräußerungen sind in der Anhangangabe 3 – Änderungen in der Konzernstruktur – zu finden.
Anzahl der einbezogenen Unternehmen
2022
2021
Vollkonsoli-
dierung
Equity-
konsoli
dierung
Gemein-
schaftliche
Tätitgkeit1
Vollkonsoli-
dierung
Equity-
konsoli
dierung
1. Jänner
136
22
—
151
23
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen
5
3
4
3
3
Im Berichtsjahr entkonsolidiert
–18
–2
—
–18
–4
31. Dezember
123
23
4
136
22
davon mit Sitz und Betrieb im Ausland
88
17
4
93
16
davon mit Sitz in Österreich und Betrieb im Ausland
10
—
—
18
—
1 Bilanzierung des Anteils der OMV an Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen
Liste der Beteiligungen
Register der Tochtergesellschaften, at-equity bewerteten Gesellschaften und anderen Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20%
Obergesell-
schaft
Konsolidie-rungsart1
Anteil der Obergesell-schaft am Kapital in % am 31. Dezember 2022
Anteil der Obergesell-schaft am Kapital in % am 31. Dezember 2021
Chemicals & Materials
Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge), Abu Dhabi
BORAAG
AEJ
40,00
AGRIPRODUITS S.A.S., Courbevoie (BAGRFR)
BCHIFR
NC
100,00
100,00
AZOLOR S.A.S., Bras-sur-Meuse
BCHIFR
NC-I
34,00
34,00
Bayport Polymers LLC, Pasadena2
BNOVUS
AEJ
50,00
50,00
Borealis AB, Stenungsund (BABSWE)
BSVSWE
C
100,00
100,00
Borealis AG, Wien (BORAAG)
BHOLAT
C
39,00
39,00
OMVRM
32,67
32,67
OMV AG
3,33
3,33
Borealis Agrolinz Melamine Deutschland GmbH, Wittenberg
BORAAG
C
100,00
BAGMAT
100,00
Borealis Agrolinz Melamine GmbH, Linz (BAGMAT)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Antwerpen N.V., Zwijndrecht
BPOBE
C
90,00
90,00
BORAAG
10,00
10,00
Borealis Argentina SRL, Buenos Aires
BORAAG
NC
98,00
98,00
BSVSWE
2,00
2,00
BOREALIS ASIA LIMITED, Hongkong
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis BoNo Holdings LLC, Port Murray (BBNHUS)2
BUS
C
100,00
100,00
Borealis Brasil S.A., Itatiba
BORAAG
C
80,00
80,00
BOREALIS CHEMICALS ZA (PTY) LTD, Germiston
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Chile SpA, Santiago
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Chimie S.A.R.L., Casablanca
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Chimie S.A.S., Courbevoie (BCHIFR)
BFR
C
100,00
100,00
Borealis Circular Solutions Holding GmbH, Wien (BCIRC)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Colombia S.A.S., Bogota
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Compounds Inc., Port Murray (BCOMUS)
BUS
C
100,00
100,00
Borealis Denmark ApS, Kopenhagen
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Digital Studio B.V., Zaventem
BORAAG
NC
90,00
90,00
BPOBE
10,00
10,00
Borealis Financial Services N.V., Mechelen
BORAAG
C
100,00
100,00
BSVSWE
0,00
0,00
Borealis France S.A.S., Courbevoie (BFR)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Group Services AS, Bamble
BABSWE
C
100,00
100,00
Borealis Insurance A/S (captive insurance company),
Kopenhagen
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis ITALIA S.p.A., Monza
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Kallo N.V., Kallo
BPOBE
C
99,94
99,94
BORAAG
0,06
0,06
Borealis L.A.T Belgium B.V., Beringen
BLATAT
NC
100,00
100,00
Borealis L.A.T Bulgaria EOOD, Sofia
BLATAT
NC
100,00
100,00
Borealis L.A.T Czech Republic s.r.o., Budweis
BLATAT
NC
100,00
100,00
Borealis L.A.T doo, Beograd, Belgrad
BLATAT
C
100,00
100,00
Borealis L.A.T France S.A.S., Courbevoie
BFR
C
100,00
100,00
Borealis L.A.T GmbH, Linz (BLATAT)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis L.A.T Greece Single Member P.C., Athen
BLATAT
NC
100,00
100,00
Borealis L.A.T Hrvatska d.o.o., Klisa
BLATAT
NC
100,00
100,00
Borealis L.A.T Hungary Kft., Budapest
BLATAT
NC
100,00
100,00
Borealis L.A.T Italia s.r.l., Mailand
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis L.A.T Polska Sp. z o.o., Warschau
BLATAT
NC
100,00
100,00
Borealis L.A.T Romania s.r.l., Bukarest
BLATAT
NC
100,00
100,00
Borealis L.A.T Slovakia s.r.o., Chotin
BLATAT
NC
100,00
100,00
Borealis México, S.A. de C.V., Mexico-Stadt
BORAAG
NC
100,00
100,00
BCOMUS
0,00
0,00
Borealis Middle East Holding GmbH, Wien (BORMEH)
BORAAG
C
100,00
Borealis Plasticos, S.A. de C.V., Mexico-Stadt
BORAAG
NC
100,00
100,00
BABSWE
0,00
0,00
Borealis Plastik ve Kimyasal Maddeler Ticaret Limited Sirketi,
Istanbul
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Plastomers B.V., Geleen
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Poliolefinas da América do Sul Ltda., Itatiba
BORAAG
NC
99,99
99,99
BSVSWE
0,01
0,01
Borealis Polska Sp. z o.o., Warschau
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Polymere GmbH, Burghausen (BPODE)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Polymers N.V., Beringen (BPOBE)
BORAAG
C
100,00
100,00
BSVSWE
0,00
0,00
Borealis Polymers Oy, Porvoo
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Polyolefine GmbH, Schwechat (BPOAT)
BORAAG
C
100,00
100,00
BSVSWE
0,00
0,00
Borealis Polyolefins d.o.o., Zagreb
BORAAG
NC
100,00
Borealis Polyolefins S.R.L., Bukarest
BORAAG
NC
100,00
Borealis Polyolefins s.r.o., Bratislava
BORAAG
NC
100,00
Borealis Produits et Engrais Chimiques du Rhin S.A.S.,
Ottmarsheim
BFR
C
100,00
100,00
Borealis Química España S.A., Barcelona
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis RUS LLC, Moskau
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis s.r.o., Prag
BORAAG
NC
100,00
100,00
Borealis Services S.A.S., Paris
BFR
NC
100,00
100,00
Borealis Sverige AB, Stenungsund (BSVSWE)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis Technology Oy, Porvoo
BORAAG
C
100,00
100,00
BOREALIS UK LTD, Manchester
BORAAG
C
100,00
100,00
Borealis USA Inc., Port Murray (BUS)
BORAAG
C
100,00
100,00
Borouge 4 LLC, Abu Dhabi
BORMEH
AEJ
40,00
Borouge PLC, Abu Dhabi (BOROLC)
BORMEH
AEJ
36,00
Borouge Pte. Ltd., Singapur
BOROLC
AEJ
84,75
BORMEH
15,25
BORAAG
50,00
Chemiepark Linz Betriebsfeuerwehr GmbH, Linz
BAGMAT
NC-I
47,50
47,50
DYM SOLUTION CO., LTD, Cheonan
BORAAG
C
99,75
98,71
Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH , Wildon
BORAAG
C
100,00
100,00
EPS Ethylen-Pipeline-Süd Geschäftsführungs GmbH, München
OMVD
NC-I
15,46
15,46
BPODE
7,73
7,73
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München
OMVD
AEA
20,66
20,66
BPODE
10,33
10,33
Etenförsörjning i Stenungsund AB, Stenungsund
BABSWE
C
80,00
80,00
Feboran EOOD, Sofia (BFEBGR)
BORAAG
C
100,00
100,00
Franciade Agrifluides S.A.S. (FASA), Blois
BCHIFR
NC-I
40,00
40,00
BAGRFR
9,98
9,98
Hallbar Kemi i Stenungsund, Stenungsund
BABSWE
NC-I
20,00
20,00
Industrins Räddningstjänst i Stenungsund AB, Stenungsund
BABSWE
NC-I
25,00
25,00
KB Munkeröd 1:72, Stenungsund
BABSWE
NC
100,00
100,00
BSVSWE
0,00
0,00
Kilpilahden Voimalaitos Oy, Porvoo
BORAAG
NC-I
20,00
20,00
mtm compact GmbH, Niedergebra
BORAAG
C
100,00
100,00
mtm plastics GmbH, Niedergebra
BORAAG
C
100,00
100,00
Neochim AD, Dimitrovgrad
BFEBGR
AEA
20,30
20,30
Novealis Holdings LLC, Port Murray (BNOVUS)
BBNHUS
C
50,00
50,00
BSBHUS
50,00
50,00
OMV Borealis Holding GmbH, Wien (BHOLAT)
OMVRM
C
100,00
100,00
PetroPort Holding AB, Stenungsund
BABSWE
AEJ
50,00
50,00
Recelerate GmbH, Herborn
BORAAG
AEJ
50,00
Renasci N.V., Gent
BCIRC
AEA
27,42
10,00
Rosier France S.A.S., Arras
BROSBE
C
100,00
100,00
Rosier Nederland B.V., Sas van Gent
BROSBE
C
100,00
100,00
Rosier S.A., Moustier (BROSBE)
BORAAG
C
98,09
77,47
Société d'Intérêt Collectif Agricole Laignes Agrifluides (SICA Laignes Agrifluides), Monéteau
BCHIFR
NC-I
39,97
39,97
BAGRFR
9,93
9,93
Société d'Intérêt Collectif Agricole par Actions Simplifiée
de Gouaix (SICA de Gouaix), Paris
BCHIFR
NC-I
25,00
25,00
BLATAT
0,00
0,00
Star Bridge Holdings LLC, Port Murray (BSBHUS)2
BUS
C
100,00
100,00
STOCKAM G.I.E., Grand-Quevilly
BCHIFR
NC
99,00
99,00
BAGRFR
1,00
1,00
Refining & Marketing
Abu Dhabi Oil Refining Company, Abu Dhabi
OMVRM
AEA
15,00
15,00
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi (ADPINV)
OMVRM
AEJ
25,00
25,00
ADNOC Global Trading LTD , Abu Dhabi
OMVRM
AEA
15,00
15,00
Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien
OMVRM
NC-I
33,33
33,33
Autobahn - Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien
OMVRM
NC-I
47,19
47,19
Avanti Deutschland GmbH, Berchtesgaden
OMVRM
C
100,00
100,00
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH, Wien
OMVRM
NC-I
26,00
26,00
BTF Industriepark Schwechat GmbH, Schwechat
BPOAT
NC
50,00
50,00
OMVRM
50,00
50,00
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München
OMVD
AEA
32,26
32,26
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest
PDYNHU
C
51,72
OHUN
100,00
48,28
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach3
OMVRM
AEA
55,60
55,60
GENOL Gesellschaft m.b.H., Korneuburg
OMVRM
AEA
29,00
29,00
KSW Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien (SWJS)
OMVRM
NC
100,00
100,00
KSW Elektro- und Industrieanlagenbau Gesellschaft m.b.H.,
Feldkirch
SWJS
NC-I
25,10
25,10
OMV - International Services Ges.m.b.H., Wien
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV BULGARIA OOD, Sofia
PETROM
C
99,90
99,90
OMVRM
0,10
0,10
OMV Česká republika, s.r.o., Prag
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Deutschland Services GmbH, Burghausen (OMVDS)
OMVD
C
100,00
100,00
OMV Enerji Ticaret Anonim Şirketi, Istanbul
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Gaz Iletim A.S., Istanbul
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság,
Budapest (OHUN)
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV PETROM Aviation S.R.L., Otopeni
PETROM
C
100,00
100,00
ROMAN
0,00
0,00
OMV Petrom Biofuels SRL, Bukarest
PETROM
C
75,00
OMVRM
25,00
OMV PETROM MARKETING SRL, Bukarest (ROMAN)
PETROM
C
100,00
100,00
OMV Refining & Marketing Middle East & Asia GmbH, Wien
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Retail Deutschland GmbH, Burghausen
OMVD
C
100,00
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o.,
Koper
OMVRM
C
92,25
92,25
OMV Slovensko s.r.o., Bratislava
OMVRM
C
99,96
99,96
OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad
PETROM
C
99,96
99,96
OMVRM
0,04
0,04
OMV Supply & Trading AG, Baar
OMVRM
C
100,00
OMV Supply & Trading Italia S.r.l., Triest
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Supply & Trading Limited , London (OTRAD)
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD., Singapur
OTRAD
NC
100,00
100,00
OMV Switzerland Holding AG, Zug
OGI
C
100,00
100,00
Pak-Arab Refinery Limited, Karachi
ADPINV
AEJ
40,00
40,00
PETRODYNE-CSEPEL Zrt. , Budapest (PDYNHU)
OHUN
C
100,00
Petrom-Moldova S.R.L., Kischinau
PETROM
C
100,00
100,00
Routex B.V., Amsterdam
OMVRM
NC-I
20,00
20,00
Salzburg Fuelling GmbH, Salzburg
OMVRM
NC-I
33,33
33,33
Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest
OMVRM
AEA
32,26
32,26
SuperShop Marketing Kft., Budapest
OHUN
NC-I
50,00
50,00
TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg
OMVD
NC-I
33,33
33,33
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H.,
Matrei in Osttirol
OMVRM
AEA
32,26
32,26
Exploration & Production
Central European Gas Hub AG, Wien (HUB)4
OGI
C
65,00
65,00
EEX CEGH Gas Exchange Services GmbH, Wien4
HUB
AEA
49,00
49,00
Energy Infrastructure Limited, Wellington
NZEA
C
100,00
100,00
Energy Petroleum Holdings Limited, Wellington
NZEA
C
100,00
100,00
Energy Petroleum Investments Limited, Wellington
NZEA
C
100,00
100,00
Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG, Bonn4
OGSG
AEA
39,99
39,99
JSC GAZPROM YRGM Development , Sankt Petersburg5,6
OMVEP
NC-I
—
—
OJSC Severneftegazprom, Krasnoselkup6
OMVEP
NC-I
24,99
24,99
OMV Austria Geothermal GmbH, Wien
OGREEN
C
100,00
OMV (Berenty) Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV (Mandabe) Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV (NAMIBIA) Exploration GmbH , Wien6
ONAFRU
NC
100,00
100,00
OMV (NORGE) AS, Stavanger
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien6
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Abu Dhabi E&P GmbH, Wien6
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Abu Dhabi Offshore GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Abu Dhabi Production GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth (OAUST)
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV Austria Exploration & Production GmbH, Gänserndorf (OEPA)
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Barrow Pty Ltd, Perth
OAUST
NC
100,00
100,00
OMV Beagle Pty Ltd, Perth
OAUST
NC
100,00
100,00
OMV Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wien
OMV AG
NC
100,00
OMV Bina Bawi GmbH, Wien6
PETEX
NC
100,00
100,00
OMV Block 70 Upstream GmbH, Wien6
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP)
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Gas Logistics Holding GmbH, Wien (OGI)4
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading Belgium BVBA, Brüssel4
ECOGAS
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading Deutschland GmbH, Düsseldorf4
ECOGAS
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading GmbH, Wien (ECOGAS)4
OMVRM
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading Hungária Kft., Budapest4
ECOGAS
C
100,00
100,00
OMV Gas Marketing & Trading Italia S.r.l., Mailand4,6
ECOGAS
NC
100,00
100,00
OMV Gas Marketing Trading & Finance B.V., Amsterdam4
OFS
C
100,00
100,00
OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln (OGSG)4
OMVDS
C
100,00
100,00
OMV Gas Storage GmbH, Wien4
OGI
C
100,00
100,00
OMV Green Energy GmbH, Wien (OGREEN)
OMVEP
C
100,00
OMV Jardan Block 3 Upstream GmbH, Wien6
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Maurice Energy GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Middle East & Africa GmbH, Wien6
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Myrre Block 86 Upstream GmbH, Wien6
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA)
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV NZ Production Limited, Wellington
NZEA
C
100,00
100,00
OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Offshore (Namibia) GmbH, Wien (ONAFRU)6
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Offshore Bulgaria GmbH, Wien
PETROM
C
100,00
100,00
OMV Offshore Morondava GmbH, Wien6
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Oil Exploration GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Oil Production GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Orient Hydrocarbon GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Orient Upstream GmbH, Wien
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien (PETEX)6
OMVEP
NC
100,00
100,00
OMV Petroleum Pty Ltd, Perth
NZEA
NC
100,00
100,00
OMV PETROM E&P BULGARIA S.R.L., Bukarest4,7
PETROM
C
100,00
100,00
OMV PETROM GEORGIA LLC, Tiflis
PETROM
C
100,00
100,00
OMV Proterra GmbH, Wien
OEPA
NC
100,00
100,00
OMV Russia Upstream GmbH, Wien
OMVEP
C
100,00
100,00
OMV Upstream International GmbH, Wien (OUPI)
OMVEP
C
100,00
100,00
Pearl Petroleum Company Limited, Road Town
OUPI
AEA
10,00
10,00
PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Burghausen
OMVEP
NC
100,00
100,00
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas
PETROM
NC
99,99
99,99
Preussag Energie International GmbH, Burghausen
OMVEP
C
100,00
100,00
S. PARC FOTOVOLTAIC ISALNITA S.A., Târgu Jiu
PETROM
PC
50,00
S. PARC FOTOVOLTAIC ROVINARI EST S.A., Târgu Jiu
PETROM
PC
50,00
S. PARC FOTOVOLTAIC TISMANA 1 S.A., Târgu Jiu
PETROM
PC
50,00
S. SOLARIST TISMANA 2 S.A., Târgu Jiu
PETROM
PC
50,00
SapuraOMV Block 30, S. de R.L. de C.V., Mexico-Stadt
SEUPMY
C
99,00
99,00
SEMXMY
1,00
1,00
SapuraOMV Upstream (Americas) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEAMMY)
SEUPMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Australia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEAUMY)
SEOCMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Holding) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEUPMY)
SOUPMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Malaysia) Inc., Nassau
SESABH
C
100,00
SAPURAOMV UPSTREAM (MALAYSIA) SDN. BHD.,
Kuala Lumpur
SEUPMY
C
100,00
SapuraOMV Upstream (Mexico) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEMXMY)
SEAMMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (NZ) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SENZMY)
SEOCMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Oceania) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEOCMY)
SEUPMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream (Sarawak) Inc., Nassau
SEUPMY
C
100,00
SEMYBH
100,00
SapuraOMV Upstream (Southeast Asia) Inc., Nassau (SESABH)
SEUPMY
C
100,00
SapuraOMV Upstream (Western Australia) Pty Ltd, Perth
SEAUMY
C
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream JV Sdn. Bhd., Kuala Lumpur
SENZMY
NC
100,00
100,00
SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SOUPMY)
OMVEP
C
50,00
50,00
Konzernbereich & Sonstiges
ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII,
Bukarest
PETROM
NC-I
20,00
20,00
Diramic Insurance Limited, Gibraltar
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien
SNO
C
100,00
100,00
OMV Finance Services GmbH, Wien (OFS)
SNO
C
100,00
100,00
OMV Finance Services NOK GmbH, Wien
SNO
C
100,00
100,00
OMV Finance Solutions USD GmbH, Wien
SNO
C
100,00
100,00
OMV Insurance Broker GmbH, Wien
OMV AG
NC
100,00
100,00
OMV International Oil & Gas GmbH, Baar
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV Petrom Global Solutions SRL, Bukarest
SNO
C
75,00
75,00
PETROM
25,00
25,00
OMV Solutions GmbH, Wien (SNO)
OMV AG
C
100,00
100,00
PETROMED SOLUTIONS SRL, Bukarest
PETROM
C
100,00
99,99
Mehreren Segmenten zugeordnet8
C2PAT GmbH & Co KG, Wien
BORAAG
AEJ
25,00
25,00
OMVRM
25,00
25,00
C2PAT GmbH, Wien
BORAAG
AEJ
25,00
25,00
OMVRM
25,00
25,00
OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD)
OMVRM
C
90,00
90,00
OMV AG
10,00
10,00
OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG,
Burghausen9
OMVD
C
99,99
99,99
OMVDS
0,01
0,01
OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG, Burghausen
OMVD
C
99,99
99,99
OMVDS
0,01
0,01
OMV Downstream GmbH, Wien (OMVRM)
OMV AG
C
100,00
100,00
OMV PETROM SA, Bukarest (PETROM)
OMV AG
C
51,16
51,01
1Konsolidierungsart:
C Verbundene einbezogene Unternehmen
AEA Assoziierte Unternehmen at-equity bewertet
AEJ Gemeinschaftsunternehmen at-equity bewertet
PC Gemeinschaftliche Tätigkeit; Konsolidierung des Anteils der OMV an Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen
NC-I Sonstige, nicht konsolidierte Beteiligungen; assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist
NC Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind
2Eingetragen in Wilmington
3 Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung mittels Vollkonsolidierung, sondern at-equity bilanziert, da kein Beherrschungsverhältnis vorliegt
4 Segmentzuordnung wurde im Vergleich zu 2021 geändert.
5 Wirtschaftlicher Anteil 99,99%
6Konsolidierungsart wurde im Vergleich zu 2021 geändert.
7Der eingetragene Name der Gesellschaft wurde im Vergleich zu 2021 geändert.
8 In der Segmentberichterstattung den jeweiligen Segmenten zugeordnet
9 Die OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG, Burghausen, Deutschland, machte im Geschäftsjahr 2022 von den Befreiungsvorschriften für die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, Prüfung und Offenlegung nach § 264b HGB i.V.m. § 325 HGB Gebrauch. Die Befreiung der Gesellschaft wird unter Bezugnahme auf diese Vorschriften und unter Angabe des Mutterunternehmens im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Bei den nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 1% der Konzernwerte liegen.
Wesentliche gemeinschaftliche Tätigkeiten (IFRS 11)
Name
Tätigkeit
Sitz
% Anteile 31.12.2022
% Anteile 31.12.2021
Nafoora – Augila1
Onshore-Entwicklung von Kohlenwasserstoffen
Libyen
100
100
Concession 1031
Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Libyen
100
100
Pohokura
Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen
Neuseeland
74
74
Neptun Deep
Offshore-Exploration nach Kohlenwasserstoffen
Rumänien
50
50
Nawara
Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Tunesien
50
50
1 Die OMV hält 100% der Second Party Beteiligung. Der libyschen staatlichen Ölgesellschaft NOC stehen 88-90% der Produktion zu („primary split“).
Anteile an anderen wesentlichen Tätigkeiten
Name
Tätigkeit
Sitz
% Anteile 31.12.2022
% Anteile 31.12.2021
NC 1151
Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen
Libyen
30
30
NC 1861
Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen
Libyen
24
24
SK 408
Offshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen
Malaysia
40
40
Aasta Hansteen
Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen
Norwegen
15
15
Edvard Grieg
Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen
Norwegen
20
20
Gullfaks
Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen
Norwegen
19
19
Sarb & Umm Lulu
Offshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen
Abu Dhabi
20
20
Ghasha
Offshore-Exploration und Entwicklung von Kohlenwasserstoffen
Abu Dhabi
5
5
1Die OMV hält 100% der Second Party Beteiligung. Der libyschen staatlichen Ölgesellschaft NOC stehen 88-90% der Produktion zu („primary split“).
Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
  • Rumänien und Schwarzes Meer
  • Bulgarien, Kasachstan (bis Mai 2021) und Rumänien
  • Österreich
  • Österreich
  • Russland
  • Russland (bis Februar 2022)
  • Nordsee
  • Norwegen
  • Mittlerer Osten und Afrika
  • Iran (Evaluierung ausgesetzt), Region Kurdistan im Irak, Libyen, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate, Jemen
  • Neuseeland und Australien
  • Australien und Neuseeland
  • Malaysia
  • SapuraOMV2
1Die Regionen ‚Mittel- und Osteuropa‘ (beinhaltet Rumänien und Schwarzes Meer sowie Österreich) und ‚Asien-Pazifik‘ (beinhaltet Neuseeland und Australien sowie Malaysia) laut Lagebericht werden für diese Angabe weiter untergliedert, um die Informationen detaillierter darzustellen.
2Beinhaltet nicht nur Malaysia, sondern auch die Tochtergesellschaften der SapuraOMV in Neuseeland, Australien und Mexiko.
Akquisitionen
Veräußerungen & Entkonsolidierung
Nicht beherrschende Anteile
At-equity bewertete Beteiligungen
Tabellen
a) Aktivierte Kosten
Aktivierte Kosten – Tochtergesellschaften
In EUR Mio
2022
2021
2020
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven
1.811
2.137
2.461
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven
28.240
27.611
26.988
Gesamt
30.051
29.749
29.449
Kumulierte Abschreibung
–19.411
–18.136
–17.117
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibung)
10.640
11.613
12.333
Aktivierte Kosten – at equity bewertete Beteiligungen
In EUR Mio
2022
2021
2020
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven
151
164
154
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven
292
477
346
Gesamt
443
641
501
Kumulierte Abschreibung
–76
–99
–76
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibung)
367
542
424
b) Kosten der Periode
Kosten der Periode
In EUR Mio
Rumänien
und
schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2022
Tochterunternehmen
Anschaffungskosten
für sichere Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Anschaffungskosten
für nicht sichere
Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Explorationskosten
35
24
—
59
10
26
48
202
Entwicklungskosten
327
21
—
159
171
188
102
969
Kosten der Periode
362
45
—
219
181
214
150
1.171
At-equity bewertete
Beteiligungen
—
—
2
—
27
—
—
29
2021
Tochterunternehmen
Anschaffungskosten
für sichere Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Anschaffungskosten
für nicht sichere
Reserven
1
—
—
0
—
—
1
3
Explorationskosten
41
6
—
81
25
26
30
210
Entwicklungskosten
265
38
—
243
165
102
39
852
Kosten der Periode
307
44
—
324
191
128
70
1.065
At-equity bewertete
Beteiligungen
—
—
62
—
21
—
—
83
2020
Tochterunternehmen
Anschaffungskosten
für sichere Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Anschaffungskosten
für nicht sichere
Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Explorationskosten
51
25
—
55
17
46
32
227
Entwicklungslosten
330
20
—
187
163
60
19
778
Kosten der Periode
380
45
—
242
180
106
51
1.005
At-equity bewertete
Beteiligungen
—
—
55
—
7
—
—
62
c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
In EUR Mio
Rumänien
und
schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2022
Tochterunternehmen
Umsatz mit Dritten1
5
–32
206
1.394
931
225
302
3.032
Konzerninterner
Umsatz
3.281
959
—
3.530
1.927
236
—
9.933
3.286
927
206
4.924
2.858
461
302
12.965
Produktionsaufwand
–512
–91
—
–183
–183
–87
–16
–1.071
Förderzinsabgaben
–1.102
–182
—
—
–312
–46
–21
–1.663
Explorationsaufwand2
–28
–12
—
–118
2
–53
–41
–250
Abschreibungen,
Wertminderungen und
Wertaufholungen
–845
–43
–12
–416
–424
46
–91
–1.785
Sonstige Kosten3
–65
–15
–60
–131
–64
–2
–22
–359
–2.552
–344
–72
–848
–980
–142
–191
–5.128
Ergebnis vor Steuern
734
583
135
4.077
1.878
319
111
7.837
Ertragsteuern4
–121
–229
–28
–3.274
–1.553
–83
–34
–5.322
Operatives Ergebnis
aus der Öl- und
Gasproduktion
613
354
107
803
325
237
77
2.516
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Beteiligungen
—
—
3
—
56
—
—
59
2021
Tochterunternehmen
Umsatz mit Dritten1
22
–649
562
876
556
279
239
1.884
Konzerninterner
Umsatz
1.845
432
—
1.345
1.018
122
—
4.762
1.868
–218
562
2.221
1.574
400
239
6.646
Produktionsaufwand
–477
–78
—
–144
–146
–81
–24
–950
Förderzinsabgaben
–404
–66
—
—
–135
–39
–13
–658
Explorationsaufwand2
–43
–5
—
–108
–43
–18
–65
–281
Abschreibungen,
Wertminderungen und
Wertaufholungen
–499
–102
–70
–381
–246
–127
–101
–1.526
Sonstige Kosten3
–70
–14
–329
–132
–25
–5
–21
–597
–1.493
–265
–399
–766
–596
–270
–223
–4.012
Ergebnis vor Steuern
375
–483
163
1.455
979
130
15
2.635
Ertragsteuern4
–59
121
–27
–981
–750
–38
–6
–1.740
Operatives Ergebnis
aus der Öl- und
Gasproduktion
316
–362
135
475
229
92
10
895
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Beteiligungen
—
—
24
—
31
—
—
55
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
In EUR Mio
Rumänien
und
schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2020
Tochterunternehmen
Umsatz mit Dritten1
57
–25
389
569
102
228
209
1.529
Konzerninterner
Umsatz
1.203
186
—
269
365
102
—
2.125
1.260
161
389
838
467
330
209
3.654
Produktionsaufwand
–472
–77
—
–144
–125
–77
–24
–920
Förderzinsabgaben
–180
–40
—
—
–67
–34
–4
–325
Explorationsaufwand2
–179
–96
—
–56
–298
–201
–67
–896
Abschreibungen,
Wertminderungen und
Wertaufholungen
–538
–223
–74
–309
–226
–384
–126
–1.880
Sonstige Kosten3
–63
–16
–343
–135
–14
–23
–26
–619
–1.432
–452
–417
–644
–730
–719
–246
–4.641
Ergebnis vor Steuern
–172
–291
–28
194
–263
–389
–38
–987
Ertragsteuern4
25
107
5
–122
118
107
–16
224
Operatives Ergebnis
aus der Öl- und
Gasproduktion
–148
–184
–23
72
–145
–282
–53
–763
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Beteiligungen
—
—
15
—
16
—
—
31
1Enthält Hedging-Effekte aus Derivaten; die Region Österreich enthält Hedging-Effekte zentral gesteuerter Derivate (2022: EUR –33 Mio, 2021: EUR –675 Mio, 2020: EUR –37 Mio)
2Enthält Wertminderungen betreffend Exploration und Evaluierung
3Enthält Bestandsveränderungen von Vorräten
4Ertragsteuern in den Regionen Nordsee und Mittlerer Osten und Afrika enthalten Körperschaftsteuern und “Special Petroleum Taxes”. In 2022 enthielten Ertragssteuern in Österreich den EU Solidaritätsbeitrag.
d) Öl- und Gasreserven
Erdöl und NGL
in Mio bbl
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – Tochterunternehmen
1. Jänner 2020
315,2
35,2
—
51,1
213,2
11,6
7,4
633,7
Revision früherer
Schätzungen
8,6
2,7
—
8,5
69,7
0,2
1,0
90,7
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf von
Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Erweiterungen
und Neufunde
0,5
—
—
—
—
—
—
0,5
Produktion
–25,5
–3,8
—
–15,1
–12,8
–3,8
–2,7
–63,7
31. Dezember 2020
298,8
34,0
—
44,5
270,2
8,0
5,7
661,2
Revision früherer
Schätzungen
4,2
1,0
—
17,2
30,3
7,6
4,9
65,2
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf von
Reserven
–21,4
—
—
—
—
—
–2,4
–23,8
Erweiterungen
und Neufunde
0,3
—
—
—
—
0,8
—
1,0
Produktion
–23,0
–3,6
—
–15,3
–24,8
–3,5
–1,7
–71,9
31. Dezember 2021
258,8
31,4
—
46,4
275,7
12,9
6,5
631,7
Revision früherer
Schätzungen
–8,4
1,9
—
15,8
32,3
1,1
0,4
43,1
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf von
Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Erweiterungen
und Neufunde
0,1
—
—
—
—
—
—
0,1
Produktion
–20,9
–3,3
—
–14,7
–27,3
–3,0
–0,6
–69,9
31. Dezember 2022
229,6
30,0
—
47,6
280,6
11,0
6,2
605,0
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven - At-equity bewertete Beteiligungen
31. Dezember 2020
—
—
—
—
18,4
—
—
18,4
31. Dezember 2021
—
—
—
—
17,5
—
—
17,5
31. Dezember 2022
—
—
—
—
16,0
—
—
16,0
Sichere, entwicklelte Reserven - Tochterunternehmen
31. Dezember 2020
273,1
33,9
—
32,7
172,7
5,6
5,7
523,8
31. Dezember 2021
234,2
31,4
—
40,7
189,2
6,0
1,6
503,2
31. Dezember 2022
206,6
30,0
—
39,4
234,5
9,2
1,7
521,4
Sichere, entwicklelte Reserven - at-equity bewertete Beteiligungen
31. Dezember 2020
—
—
—
—
15,7
—
—
15,7
31. Dezember 2021
—
—
—
—
14,7
—
—
14,7
31. Dezember 2022
—
—
—
—
15,4
—
—
15,4
Erdgas
in bcf
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – Tochterunternehmen
1. Jänner 2020
1.020,7
177,8
—
422,8
61,9
315,8
335,7
2.334,7
Revision früherer
Schätzungen
61,3
2,5
—
58,3
27,5
–62,8
93,9
180,7
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf
—
—
—
—
—
—
—
—
Erweiterungen und
Neufunde
7,2
—
—
—
—
—
—
7,2
Produktion
–148,6
–24,9
—
–97,5
–7,0
–57,7
–53,3
–389,0
31. Dezember 2020¹
940,7
155,3
—
383,6
82,4
195,3
376,3
2.133,6
Revision früherer
Schätzungen
76,2
17,7
—
7,8
80,7
115,3
212,0
509,6
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf
–22,3
—
—
—
—
—
–9,1
–31,5
Erweiterungen und
Neufunde
1,5
—
—
—
—
15,4
—
17,0
Produktion
–130,6
–20,6
—
–102,3
–17,3
–51,8
–64,5
–387,0
31. Dezember 2021¹
865,5
152,4
—
289,2
145,8
274,2
514,7
2.241,7
Revision früherer
Schätzungen
68,1
15,2
—
144,4
–1,3
9,0
–7,9
227,6
Erwerb von Reserven
—
—
—
—
—
—
—
—
Verkauf
—
—
—
—
—
—
—
—
Erweiterungen und
Neufunde
1,6
—
—
—
—
—
—
1,6
Produktion
–122,0
–19,7
—
–102,2
–14,7
–47,1
–60,0
–365,6
31. Dezember 2022¹
813,2
147,9
—
331,4
129,8
236,1
446,8
2.105,2
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen
31. Dezember 2020
—
—
1.321,0
—
383,8
—
—
1.704,8
31. Dezember 2021
—
—
1.167,1
—
369,2
—
—
1.536,4
31. Dezember 2022
—
—
—
—
303,6
—
—
303,6
Sichere, entwickelte Reserven – Tochterunternehmen
31. Dezember 2020
851,9
76,1
—
335,7
55,2
143,5
376,3
1.838,7
31. Dezember 2021
779,5
84,0
—
287,0
62,5
115,4
291,9
1.620,2
31. Dezember 2022
723,4
80,3
—
290,8
39,9
195,9
228,9
1.559,1
Sichere, entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen
31. Dezember 2020
—
—
1.003,1
—
293,5
—
—
1.296,6
31. Dezember 2021
—
—
1.090,7
—
278,9
—
—
1.369,7
31. Dezember 2022
—
—
—
—
288,3
—
—
288,3
12022: Inklusive rund 67,6 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs
2021: Inklusive rund 67,6 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs
2020: Inklusive rund 67,6 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs
e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
In EUR Mio
Tochterunternehmen und at-equity bewertete Beteiligungen
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2022
Tochterunternehmen
Zukünftiger Cash-Inflow
29.864
7.435
—
14.937
26.611
2.051
2.248
83.145
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben
–15.951
–2.766
—
–2.711
–7.771
–1.829
–690
–31.718
Zukünftige Entwicklungsausgaben
–1.424
–246
—
–631
–890
–222
–213
–3.626
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern
12.489
4.422
—
11.594
17.950
0
1.345
47.800
Zukünftige Ertragsteuern
–1.724
–1.028
—
–10.465
–13.283
132
–380
–26.748
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert
10.765
3.394
—
1.129
4.667
132
965
21.053
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows
–4.718
–1.815
—
–184
–1.547
213
–296
–8.347
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
6.048
1.579
—
945
3.120
345
669
12.705
At-equity bewertete Beteiligungen
—
—
—
—
451
—
—
451
2021
Tochterunternehmen
Zukünftiger Cash-Inflow
17.585
3.336
2.625
5.608
16.545
1.905
1.433
49.038
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben
–9.221
–1.612
–2.148
–2.293
–5.419
–1.647
–490
–22.831
Zukünftige Entwicklungsausgaben
–1.422
–246
—
–281
–776
–380
–257
–3.362
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern
6.942
1.479
477
3.034
10.350
–122
685
22.845
Zukünftige Ertragsteuern
–577
–264
–97
–2.541
–6.893
116
–175
–10.432
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert
6.366
1.214
380
493
3.457
–6
510
12.413
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows
–3.089
–630
–71
–109
–1.100
175
–216
–5.040
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
3.276
584
309
384
2.357
169
294
7.373
At-equity bewertete Beteiligungen
—
—
187
—
336
—
—
523
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
In EUR Mio
Tochterunternehmen und at-equity bewertete Beteiligungen
Rumänien
und
Schwarzes
Meer
Österreich
Russland
Nordsee
Mittlerer
Osten und
Afrika
Neusee-
land und
Australien
Malaysia
Gesamt
2020
Tochterunternehmen
Zukünftiger Cash-Inflow
12.167
1.513
2.497
2.628
9.914
928
959
30.607
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben
–7.748
–1.159
–2.276
–1.857
–3.907
–1.257
–450
–18.654
Zukünftige Entwicklungsausgaben
–1.632
–297
—
–373
–698
–226
–24
–3.249
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern
2.787
58
220
399
5.308
–554
486
8.704
Zukünftige Ertragsteuern
–69
—
–60
–1
–2.954
199
–104
–2.990
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert
2.718
58
160
397
2.354
–355
382
5.714
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows
–1.038
–5
1
–40
–696
153
–103
–1.727
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
1.680
53
161
357
1.659
–202
279
3.987
At-equity bewertete Beteiligungen
—
—
100
—
233
—
—
333
f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
In EUR Mio
2022
2021
2020
Tochterunternehmen
1. Jänner
7.373
3.987
8.230
Verkauf von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktionsausgaben
–4.102
–2.262
–3.397
Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten
13.243
8.231
–7.040
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen
—
–67
—
Nettoveränderung aufgrund von Erweiterungen und neuen Funden
7
5
22
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode
895
657
1.031
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und Rekultivierungskosten in der Periode
–344
–269
259
Revision früherer Schätzungen
4.507
1.854
757
Zuwachs aus der Diskontierung
671
341
732
Nettoveränderung der Ertragsteuern (inkl. Steuereffekte aus Zukäufen und Verkäufen)
–9.593
–4.935
3.625
Sonstiges1
48
–168
–232
31. Dezember
12.705
7.373
3.987
At-equity bewertete Beteiligungen
451
523
333
1 Beinhaltet Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR. Weiters war 2022 von der Entkonsolidierung der russischen Aktivitäten sowie der Umgliederung von Jemen in die Position „Zu Veräußerungszwecken gehalten“ beeinflusst.
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
Executive Vice President Fuels & Feedstock
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials
  • Berislav Gaso e.h.
Executive Vice President Energy
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Lagebericht
Geschäftsverlauf 2022
Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2022 betrug EUR 1.634,11 Mio (2021: EUR 568,89 Mio), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit EUR 936,33 Mio (2021: EUR 307,51 Mio) und der Cashflow aus der Finanzierung EUR -676,17 Mio (2021: EUR -836,13 Mio).
Eigene Anteile
Corporate Governance Bericht
Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)
7.a) Da das von der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 geschaffene genehmigte Kapital am 14. Mai 2019 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 29. September 2020 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand, bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital der OMV mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung
Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben.
7.b) In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstiger Beteiligungsprogramme, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
Am 7. Dezember 2015 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio:
Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Am 19. Juni 2018 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Die Hybridschuldverschreibungen werden bis zum 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Vom 19. Juni 2024 (einschließlich) bis 19. Juni 2028 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 19. Juni 2028 (einschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 19. Juni eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Am 1. September 2020 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.250 Mio in zwei Tranchen (Tranche 1: EUR 750 Mio; Tranche 2: EUR 500 Mio) mit folgender Verzinsung:
Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 1. September eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.
Die zum 31. Dezember 2022 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der OMV unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständigen Zinsen zur Zahlung fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels, zum Beispiel, hat die OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, andernfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
Strategie
Risikomanagement
Unternehmensweites Risikomanagement
Management der finanziellen Risiken
Management von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Risiken im Zusammenhang mit EU-Emissionsberechtigungen
Zinsrisikomanagement
Kreditrisikomanagement
Operative Risiken
Projektrisiken
Die OMV kann operativen, politischen, technologischen und anderen Risiken ausgesetzt sein, die sich ihrem eigenen Einfluss und dem ihrer Vertragsunternehmen entziehen, was den Fortschritt der Projekte der OMV verzögern oder behindern kann.
ESG-Risiko
Die Geschäftstätigkeit der OMV hat Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter:innen und die Anrainergemeinden der Standorte, an denen wir vertreten sind. Als Unterzeichnerin des United Nations Global Compact befolgt die OMV den Prozess der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht, der die Bewertung der Menschenrechtsrisiken im Zusammenhang mit unseren aktuellen und zukünftigen Geschäftsaktivitäten sowie das Ergreifen von Risikomanagementmaßnahmen umfasst. Bei diesem fortlaufenden Prozess wird auf externe Ressourcen und Fachkenntnisse zurückgegriffen, und externe Stakeholder:innen, insbesondere die betroffenen Gruppen, werden einbezogen.
IT-Risiken
Strategische Risiken
Geopolitische und regulatorische Risiken
Makroökonomische Risiken
Risiken in Verbindung mit dem Klimawandel
Risiken in Verbindung mit der Unternehmenstransformation
Die Transformation der OMV zu einer führenden Anbieterin von nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien sowie nachhaltigen Energielösungen ist von einer Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Zu diesen Risiken gehören die Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter:innen, Technologie- und Scale-up-Risiken, die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe in ausreichender Qualität und Quantität sowie Governance-Risiken im Zusammenhang mit Joint Ventures und Partnerschaften.
Personalrisiken
Nachhaltigkeit & HSSE (Gesundheit, Sicherheit und Umwelt)
Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sind für die OMV zentrale Werte. Die Integrität der Betriebsanlagen der OMV, Schadenverhütung, proaktives Risikomanagement und Maßnahmen gegen den Klimawandel sind entscheidend für die Verwirklichung der HSSE-Vision der OMV: „ZERO harm – NO losses“.
Zur Verwirklichung dieser Vision etablierte die OMV die HSSE-Strategie als integralen Bestandteil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie im Konzern. Die HSSE-Strategie konzentriert sich auf die funktionsübergreifenden Ziele eines starken HSSE-Engagements und entsprechender Führung, die Steigerung der Effizienz und Effektivität von HSSE-Prozessen, das Management von HSSE-Risiken und qualifiziertes Personal sowie spezifische Ziele in den Bereichen Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit und Umwelt.
Forschung und Entwicklung
Ausblick für den OMV Konzern
Marktumfeld
Konzern
Chemicals & Materials
Die organischen Investitionen im Bereich Chemicals & Materials werden für 2023 auf rund EUR 1,1 Mrd prognostiziert (2022: EUR 1,4 Mrd).
Fuels & Feedstock
Die organischen Investitionen in Fuels & Feedstock werden 2023 voraussichtlich rund EUR 1,0 Mrd betragen (2022: EUR 0,8 Mrd).
Energy
Wien, am 9. März 2023
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
Executive Vice President Fuels & Feedstock
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials
  • Berislav Gaso e.h.
Executive Vice President Energy
Bestätigungsvermerk20
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
OMV Aktiengesellschaft, Wien,
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Werthaltigkeit des Buchwerts von Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen
Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt zum 31. Dezember 2022 € 13.173 Mio. nach einer außerplanmäßigen Abschreibung von € 125 Mio. im Jahr 2022. Der Buchwert der Ausleihungen an verbundene Unternehmen beträgt € 4.059 Mio.

Die Beurteilung der Wertminderung von Anteilen bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen erfordert Ermessensentscheidungen, ob ein Wertminderungsbedarf eines bestimmten Vermögenswertes besteht und wie hoch ein solcher ist.

Das wesentliche Risiko liegt in der Einschätzung zukünftiger Zahlungsströme und Diskontierungssätze durch das Management.

Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind auf der ersten Seite des Anhangs sowie in den Anhangangaben "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze", Punkt 1 (Anlagevermögen), Punkt 12 (Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis) und dem Anlagespiegel enthalten.
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben
Wir haben die Einschätzung des Managements betreffend die Werthaltigkeit des Buchwerts von Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen hinterfragt und geprüft. Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:
Sonstige Informationen
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Urteil
Erklärung
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Mag. Alexander Wlasto e.h.
Wirtschaftsprüfer
Jahresabschluss
Bilanz Aktiva
Anhangangabe
in EUR
in EUR
1,000
2022
2021
A.
Anlagevermögen
1
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Rechte
16.117.122
26.450
2.
geleistete Anzahlungen
530.351
—
16.647.473
26.450
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten auf fremden Grund
976.489
1.378
2.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
9.420.441
8.833
10.396.930
10.211
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
13.173.470.909
13.237.375
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
4.058.758.842
5.233.753
3.
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens
4.506.435
4.506
4.
sonstige Ausleihungen
39.228
56
17.236.775.413
18.475.690
17.263.819.816
18.512.351
B.
Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
—
168
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
—
—
2.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
3.478.078.495
2.369.801
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
—
—
3.
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
21.665.114
20.339
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
—
—
3.499.743.609
2.390.308
II.
Wertpapiere und Anteile
1.
sonstige Wertpapiere
273.374.624
183.472
III.
Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten
2.570.616.223
676.350
6.343.734.456
3.250.129
C.
Rechnungsabgrenzungsposten
29.727.324
37.577
D.
Aktive latente Steuern
3
4.483.811
6.393
23.641.765.408
21.806.451
Bilanz Passiva
Anhangangabe
in EUR
in EUR
1,000
2022
2021
A.
Eigenkapital
4
I.
eingefordertes und eingezahltes Grundkapital
übernommenes Grundkapital
327.272.727
327.273
Nennbetrag eigener Anteile
–201.674
–261
327.071.053
327.011
II.
Kapitalrücklagen
1.
gebundene
1.748.012.990
1.745.870
2.
nicht gebundene
333.728
334
1.748.346.718
1.746.203
III.
Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen
11.890.348
11.338
IV.
Gewinnrücklagen
1.
freie Rücklagen
2.722.341.860
2.720.832
2.
Rücklage für eigene Anteile
201.674
261
2.722.543.534
2.721.094
V.
Bilanzgewinn
1.994.495.997
1.003.590
davon Gewinnvortrag
251.326.508
31.458
6.804.347.649
5.809.237
B.
Rückstellungen
5
1.
Rückstellungen für Abfertigungen
11.361.239
10.965
2.
Rückstellungen für Pensionen
64.628.374
52.482
3.
Steuerrückstellungen
26.014.711
28.274
4.
sonstige Rückstellungen
73.410.968
58.765
175.415.292
150.487
C.
Verbindlichkeiten
6
1.
Anleihen
9.500.000.000
10.250.000
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
1.250.000.000
750.000
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
8.250.000.000
9.500.000
2.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
100.043.159
353.924
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
43.159
253.924
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
100.000.000
100.000
3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
38.475.642
36.815
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
38.475.642
36.815
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
—
—
4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
6.658.039.657
4.948.676
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
6.658.039.657
4.948.676
5.
sonstige Verbindlichkeiten
365.444.008
257.312
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
345.476.385
233.333
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
19.967.623
23.978
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
8.292.034.843
6.222.749
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
8.369.967.623
9.623.978
16.662.002.466
15.846.727
23.641.765.408
21.806.451
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhangangabe
in EUR
in EUR 1,000
2022
2021
1.
Umsatzerlöse
7
246.607.948
225.212
2.
sonstige betriebliche Erträge
8
a)
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
798.753
68
b)
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
3.223.751
474
c)
übrige
545.919
543
4.568.424
1.085
3.
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
Herstellungsleistungen
9
a)
Materialaufwand
–368.438
–313
b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen
–59.933.466
–54.584
–60.301.904
–54.898
4.
Personalaufwand
10
a)
Gehälter
–115.144.760
–122.635
b)
soziale Aufwendungen
–43.931.141
–30.928
davon Aufwendungen für Altersversorgung
–18.355.316
–4.197
aa)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
–3.842.556
–3.832
bb)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
–20.633.068
–22.227
–159.075.902
–153.563
5.
Abschreibungen
a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
–17.325.164
–11.437
6.
sonstige betriebliche Aufwendungen
11
a)
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag fallen
–960.474
–834
b)
übrige
–78.114.994
–68.562
–79.075.469
–69.396
7.
Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg)
–64.602.066
–62.997
8.
Erträge aus Beteiligungen
2.688.613.638
1.466.606
davon aus verbundenen Unternehmen
2.683.479.684
1.461.267
9.
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
175.919.957
170.112
davon aus verbundenen Unternehmen
175.909.071
170.079
10.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
728.808.319
228.329
davon aus verbundenen Unternehmen
238.800.172
43.581
11.
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
3.418.051
29.769
davon aus Zuschreibungen
3.142.051
29.769
12.
Aufwendungen aus Finanzanlagen
–731.406.601
–687.209
davon Abschreibungen
–125.260.000
–687.209
davon aus verbundenen Unternehmen
–731.406.601
–687.209
13.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
–1.012.459.386
–500.378
davon betreffend verbundene Unternehmen
–229.693.708
–96.137
14.
Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzerfolg)
12
1.852.893.977
707.230
15.
Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 7 und Z 14)
1.788.291.911
644.233
16.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13
–45.122.422
327.900
davon latente Steuern
–1.829.760
6.504
17.
Jahresüberschuss
1.743.169.489
972.132
18.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
251.326.508
31.458
19.
Bilanzgewinn
1.994.495.997
1.003.590
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Kategorie
Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände
4-5 Jahre
Bauten auf fremden Grundstücken
15 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen
4-10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4-10 Jahre
Long Term Incentive (LTI) Pläne
Long Term Incentive Pläne
Plan 2022
Plan 2021
Plan 2020
Plan 2019
Planbeginn
01.01.2022
01.01.2021
01.01.2020
01.01.2019
Ende Leistungszeitraum
31.12.2024
31.12.2023
31.12.2022
31.12.2021
Anspruchstag
31.03.2025
31.03.2024
31.03.2023
31.03.2022
Aktienbesitzerfordernis
Vorstandsvorsitzender
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
200% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Stellvertretender Vorstands-
vorsitzender
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
175% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Andere Vorstandsmitglieder
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
150% vom
Bruttojahres-
grundgehalt
Führungskräfte
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
75% vom Ziel
Long Term
Incentive
Erwartete Aktien zum
31. Dezember 2022 (OMV Konzern)
314.218 Aktien
601.126 Aktien
245.060 Aktien
—
Maximale Aktien zum
31. Dezember 2022 (OMV Konzern)
708.987 Aktien
847.200 Aktien
452.909 Aktien
—
Beizulegender Zeitwert des
Plans (in EUR 1.000) zum
31. Dezember 2022 ¹ (OMV Konzern)
15.010
29.213
11.983
—
Rückstellungen (in EUR
1.000) zum 31. Dezember
2022
1.105
4.537
5.906
—
1 Exklusive Lohnnebenkosten
Equity Deferral
Die folgende Tabelle bezieht sich auf den OMV Konzern:
Eigeninvestment 1
31.12.2022
Aktive Vorstandsmitglieder
Stern
17.158
Pleininger2
58.227
Florey
46.068
van Koten
1.084
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Seele3
16.157
Skvortsova4
3.335
Gangl5
16.680
Vorstände gesamt
158.709
Andere Führungskräfte gesamt
237.825
Eigeninvestment gesamt
396.534
1In Aktien gehaltenes Eigeninvestment bezieht sich auf noch laufende LTI Pläne sowie auf Equity Deferral, sofern diese Aktien auf dem OMV Treuhanddepot gehalten werden.
2Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück.
3Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück
4Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück
5Thomas Gangl nahm am LTIP 2019 sowohl als Führungskraft als auch als Vorstandsmitglied teil. Am LTIP 2020 nahm er als Vorstandsmitglied teil. In 2021 hat er sowohl als Vorstandsmitglied als auch als Führungskraft teilgenommen. Er trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
Gesamte Aufwendungen
2022 wurden folgende Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen erfasst:
Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen
In EUR 1.000
20221
2021
Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen
7.119
16.361
davon in bar ausgezahlt
3.323
11.586
davon Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
3.796
4.775
1 davon sind TEUR 1.585 in der Position Erträge aus Auflösung von Rückstellungen enthalten
Erläuterungen zur Bilanz
1 Anlagevermögen
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
In EUR 1,000
2022
2021
Im nächsten Jahr
440
514
In den nächsten fünf Jahren
969
1.188
Ausleihungen
In EUR 1,000
2022
2021
Inland
OMV Exploration & Production GmbH
3.325.203
4.325.661
OMV Finance Services GmbH
733.556
662.472
OMV Austria Exploration & Production GmbH
—
242.000
OMV (Tunesien) Production GmbH
—
3.620
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH
—
—
EGW Heimstätte GmbH
39
56
Gesamt
4.058.798
5.233.809
2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In EUR 1,000
2022
2021
≤1 Jahr
>1 Jahr
≤1 Jahr
>1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
—
—
168
—
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
3.478.078
—
2.369.801
—
davon aus Lieferungen und Leistungen
32.645
—
19.635
—
davon aus Finanzierung
699.537
—
443.248
—
davon aus Gewinnübernahmen
2.142.235
—
1.263.596
—
davon sonstige
603.662
—
643.323
—
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
21.665
—
20.339
—
Gesamt
3.499.744
—
2.390.308
—
3 Latente Steuern
4 Eigenkapital
Eigene Anteile
In EUR 1,000
Anzahl der Aktien
Anschaffungswert
Stand 1.1.2021
297.846
3.280
Abgang
–36.520
–401
Stand 31.12.2021
261.326
2.879
Abgang
–59.652
–655
Stand 31.12.2022
201.674
2.224
Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile
Anzahl der Aktien
Eigene Anteile
Im Umlauf
befindliche Anteile
Stand 1.1.2021
327.272.727
297.846
326.974.881
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
—
–36.520
36.520
Stand 31.12.2021
327.272.727
261.326
327.011.401
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
—
–59.652
59.652
Stand 31.12.2022
327.272.727
201.674
327.071.053
5 Rückstellungen
Entwicklung leistungsorientierter Pläne und Jubiläumsgelder
In EUR 1,000
2022
2021
Pensions-
pläne
Abferti-
gung
Jubiläums-
geld
Pensions-
pläne
Abferti-
gung
Jubiläums-
geld
Barwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung
114.085
—
—
110.779
—
—
Marktwert des Planvermögens
–49.457
—
—
–58.298
—
—
Rückstellung der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung
64.628
—
—
52.482
—
—
Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung
—
11.361
7.139
—
10.965
5.586
Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung
—
11.361
7.139
—
10.965
5.586
Rückstellung zum 1.1.
52.482
10.965
5.586
52.862
11.563
5.135
Periodenaufwand
12.346
2.053
1.815
136
1.145
664
Fondsdotierung
–199
—
—
–516
—
—
Auszahlungen
—
–1.373
–173
—
–1.287
–232
Konzernübertrag
—
–284
–89
—
–456
19
Rückstellung zum 31.12.
64.628
11.361
7.139
52.482
10.965
5.586
Zinsaufwand
1.248
90
66
1.453
124
71
Laufender Dienstzeitaufwand
—
355
393
—
405
370
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen
–1.514
—
—
–1.699
—
—
Realisierung versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–)
12.612
1.608
1.356
382
616
223
Periodenaufwand
12.346
2.053
1.815
136
1.145
664
Annahmen zur Berechnung
2022
2021
Pensions-
pläne
Abferti-
gungen
Jubiläen
Pensions-
pläne
Abferti-
gungen
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz
1,25%
1,10%
1,35%
1,15%
0,90%
1,20%
Gehaltstrend
—
4,90%
4,90%
—
3,50%
3,50%
Pensionstrend
2,60%
—
—
2,10%
—
—
Langfristige Planvermögensrendite
3,00%
—
—
2,70%
—
—
Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember
2022
2021
VRG IV
Österreich
VRG VI
Österreich
VRG IV
Österreich
VRG VI
Österreich
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere
22,93%
23,48%
23,52%
24,92%
Schuldverschreibungen
46,17%
44,37%
52,87%
50,99%
Liquide Mittel und Geldmarktveranlagungen
6,65%
6,62%
6,23%
6,15%
Sonstige
24,25%
25,53%
17,38%
17,94%
Gesamt
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
Sonstige Rückstellungen
In EUR 1,000
2022
2021
Personalrückstellungen
45.084
46.431
Übrige Rückstellungen
28.327
12.334
Gesamt
73.411
58.765
6 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
In EUR 1,000
2022
2021
≤1 Jahr
>1 Jahr
≤1 Jahr
>1 Jahr
Anleihen
1.250.000
8.250.000
750.000
9.500.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
43
100.000
253.924
100.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
38.476
—
36.815
—
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
6.658.040
—
4.948.676
—
davon aus Lieferungen und Leistungen
1.413
—
2.271
—
davon aus Finanzierung
4.365.888
—
3.419.973
—
davon aus Clearing
1.189.238
—
1.069.368
—
davon aus Verlustübernahmen
606.147
—
—
—
davon sonstige
495.354
—
457.063
—
Sonstige Verbindlichkeiten
345.476
19.968
233.333
23.978
davon aus Steuern
273.705
—
153.967
—
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (inklusive Personallösungen)
7.245
19.758
7.291
23.528
Gesamt
8.292.035
8.369.968
6.222.749
9.623.978
Begebene Anleihen
Nominale
Kupon
Begebung
Rückzahlung
EUR 500.000.000
0.75% fix
Dezember 2018
04.12.2023
EUR 750.000.000
0.00% fix
Juni 2020
16.06.2023
EUR 500.000.000
1.50% fix
April 2020
09.04.2024
EUR 500.000.000
0.00% fix
Juli 2019
03.07.2025
EUR 1.000.000.000
1.00% fix
Dezember 2017
14.12.2026
EUR 750.000.000
3.50% fix
September 2012
27.09.2027
EUR 500.000.000
2.00% fix
April 2020
09.04.2028
EUR 500.000.000
1.875% fix
Dezember 2018
04.12.2028
EUR 750.000.000
0.75% fix
Juni 2020
16.06.2030
EUR 750.000.000
2.375% fix
April 2020
09.04.2032
EUR 500.000.000
1.00% fix
Juli 2019
03.07.2034
Hybridanleihe
EUR 750.000.000
Dezember 2015
EUR 500.000.000
Juni 2018
EUR 750.000.000
September 2020
EUR 500.000.000
September 2020
Gesamt
EUR 9.500.000.000
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
7 Umsatzerlöse
Umsatzerlöse
In EUR 1,000
2022
2021
Inland
202.230
180.943
Ausland
44.378
44.269
Gesamt
246.609
225.212
8 Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Erträge
In EUR 1,000
2022
2021
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
799
68
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
3.224
474
Übrige
546
543
Gesamt
4.568
1.085
9 Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
In EUR 1,000
2022
2021
Materialaufwand
368
313
Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen
59.933
54.584
Gesamt
60.302
54.898
10 Personalaufwand
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie Altersversorgung
In EUR 1,000
2022
2021
Aufwendungen für Abfertigungen
2.357
2.451
Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
1.485
1.381
Beitragsorientierter Personalaufwand
4.385
4.617
Leistungsorientierter Personalaufwand
13.970
–420
Gesamt
22.198
8.029
Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung
In EUR 1,000
2022
2021
Abferti-
gungen
Pensions-
pläne
Abferti-
gungen
Pensions-
pläne
Vorstände und ehemalige Vorstände
218
1.062
211
1.077
Leitende Angestellte
295
422
1.222
354
Andere Arbeitnehmer
1.722
4.259
1.783
2.384
Versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–)
1.608
12.612
616
382
11 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In EUR 1,000
2022
2021
Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 (Steuern vom Einkommen und Ertrag) fallen
960
834
Übrige
78.115
68.562
Gesamt
79.075
69.396
In der Position Steuern sind zum Großteil Gebühren für die Finanzmarktaufsicht enthalten. Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: Konzernverrechnungen von TEUR 19.206 (2021: TEUR 18.566), Werbeaufwand TEUR 9.363 (2021: TEUR 10.910), Rechts- und Beratungskosten TEUR 26.872 (2021:TEUR 18.098), Mietaufwand TEUR 3.615 (2021: 5.522), Versicherungsaufwand TEUR 2.042 (2021: TEUR 2.390), Nachrichtenaufwand TEUR 5.865 (2021: TEUR 5.170), Personalbeistellungen TEUR 1.695 (2021: TEUR 1.440) und Instandhaltungsaufwand TEUR 1.361 (2021: TEUR 1.762).
12 Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis
13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Steuern vom Einkommen und Ertrag
2022
2021
Laufende Steuern
43.293
–321.396
davon
Auflösung Rückstellung für zukünftige Steuerumlagezahlungen für österreichische Gruppenmitglieder
—
–191.001
Steuerumlage Gruppenmitglieder
84.442
–112.748
Körperschaftsteueraufwand Gruppe
–2.186
17.027
Steuerumlage Gruppenmitglieder aus Vorjahren
–38.963
–34.674
Latente Steuern
1.830
–6.504
Gesamt
45.122
–327.900
Ergänzende Angaben
14 Zinsmanagement und Derivate
Währungsderivate: Forwards
In EUR 1,000
2022
2021
Beizulegender
Zeitwert
Beizulegender
Zeitwert
Nominale
aktiv
passiv
Bilanz-
ansatz
Nominale
aktiv
passiv
Bilanz-
ansatz
Currency-Forwards
601.637
3.537
–3.543
—
408.772
1.731
–1.715
—
Währungsderivate: FX Swaps
In EUR 1,000
2022
2021
Nominale
Beizulegender Zeitwert
Bilanzansatz
Nominale
Beizulegender Zeitwert
Bilanzansatz
FX Swap EUR-CZK
10.322
–45
–45
—
—
—
FX-Swap EUR-HUF
72.909
–1.897
–1.897
13.569
–29
–29
FX Swap USD-HUF
—
—
—
18.960
54
—
FX Swap EUR-NOK
2.490.418
–25.328
–25.941
515.963
3.146
–269
FX Swap EUR-AUD
18.816
–30
–30
—
—
—
FX Swap USD-NOK
—
—
—
641.719
–8.022
–10.467
FX Swap EUR-NZD
7.779
–40
–40
—
—
—
FX Swap USD-AUD
—
—
—
18.892
–129
–129
FX Swap EUR-USD
159.756
–360
–360
933.303
–644
–794
15 Organe, Arbeitnehmer, Related Parties
Durchschnitt
2022
2021
Angestellte
871
862
Gesamt
871
862
Vorstandsbezüge
In EUR 1,000
2022
Vorstandsmitglieder
zum 31. Dezember 2022
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Stern
Pleininger2
Florey
van Koten
Skvortsova4
Seele6
Gangl7
Leitner9
Gesamt
Kurzfristige
Vergütungen
1.588
1.474
1.546
853
1.162
1.573
123
—
8.319
Fixer Bezug
(Grundbezug)
990
750
810
575
575
549
—
—
4.250
Variabel (Barboni-
fikation) 1
588
712
687
249
498
1.017
123
—
3.874
Sachbezüge
10
13
493
29
895
6
—
—
195
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
248
188
203
144
144
138
—
—
1.063
Pensionskassen
beiträge
248
188
203
144
144
138
—
—
1.063
Anteilsbasierte
Vergütungen
285
1.335
1.032
105
209
3.125
371
697
7.159
Variabel (Equity
Deferral 2021)
285
436
335
105
209
427
51
—
1.848
Variabel (LTIP 2019)
—
899
697
—
—
2.698
3198
697
5.311
Vorstandsbezüge
2.121
2.997
2.781
1.102
1.515
4.836
493
697
16.540
1Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2021, für die der Bonus in 2022 ausbezahlt wurde.
2Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück und sein Vertrag endet mit 30. April 2023.
3Inklusive Schulkosten und damit verbundenen Steuern
4Elena Skortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück und ihr Vertrag endet mit 14. Juni 2023.
5Inklusive Miet- und Lagerkosten und damit verbundenen Steuern
6Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022.
7Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
8Thomas Gangl erhielt darüber hinaus eine Barbonifikation in der Höhe von TEUR 83 aus dem Senior Management LTIP 2019.
9Manfred Leitner trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2019 zurück.
Vorstandsbezüge
In EUR 1,000
2021
Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2021
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Stern3
Pleininger
Florey
Skvortsova
van Koten7
Seele8
Gangl9
Leitner12
Gesamt
Kurzfristige
Vergütungen
693
1.772
1.775
1.375
302
2.554
650
—
9.121
Fixer Bezug
(Grundbezug)
686
750
755
575
288
1.100
144
—
4.297
Fixer Bezug
(Einmalzahlung)
—
—
—
5355
—
—
—
—
535
Variabel (Barbonifikation)1
—
1.009
9734
163
—
1.442
504
—
4.090
Sachbezüge
7
13
47
1026
14
13
3
—
199
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
180
188
189
144
72
275
31
—
1.077
Pensionskassen-
beiträge
180
188
189
144
72
275
31
—
1.077
Leistungen im
Zusammenhang mit
Beendigung von
Dienstverhältnissen
—
—
—
—
—
—
2310
—
23
Anteilsbasierte
Vergütungen
—
1.087
896
106
—
2.477
196
409
5.172
Variabel (Equity
Deferral 2020)
—
323
270
106
—
401
196
—
1.297
Variabel (LTIP 2018)2
—
764
626
—
—
2.076
—11
409
3.876
Vorstandsbezüge
872
3.046
2.860
1.625
374
5.306
900
409
15.393
1Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2020, für die der Bonus in 2021 ausbezahlt wurde und inkludiert 50% der im Jahr 2020 fälligen Barzahlungen unter dem Jahresbonus 2019 für die im Jahr 2020 aktiven Vorstandsmitglieder, welche auf Jänner 2021 verschoben wurden.
2Inkludiert 50% der im Jahr 2020 fälligen Barzahlungen unter dem LTIP 2017 für die im Jahr 2020 aktiven Vorstandsmitglieder (für den Barzahlungsanteil, falls zutreffend) welche auf Jänner 2021 verschoben wurden.
3Alfred Stern trat dem Vorstand per 1. April 2021 bei.
4Inklusive Schulkosten und damit verbundenen Steuern
5Elena Skortsova erhielt eine einmalige Kompensationszahlung in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der Linde Gruppe zur OMV AG.
6Inklusive Umzugs- und Mietkosten und damit verbundenen Steuern
7Martijn van Koten trat dem Vorstand per 1. Juli 2021 bei.
8Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022.
9Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück.
10 Thomas Gangl erhielt eine Auszahlung für Urlaubsersatzleistungen in Höhe von TEUR 23.
11 Thomas Gangl erhielt eine Barbonifikation in der Höhe von TEUR 115 aus dem Senior Management LTIP 2018.
12 Manfred Leitner trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2019 zurück.
Bezüglich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer verweisen wir auf den OMV Konzernabschluss.
16 Haftungsverhältnisse gemäß § 199 und sonstige Verpflichtungen gemäß § 237 UGB
Haftungsverhältnisse
In EUR 1,000
2022
2021
Garantien
3.551.544
2.740.516
davon für verbundene Unternehmen
3.551.332
2.740.189
17 Vorschlag zur Gewinnverteilung
18 Sonstige Berichterstattung
19 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag vor.
Direkte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20%
Direkte Beteiligungen
Währung
Eigenkapital
31.12.2022
Jahresüber-
schuss/
Jahresfehl-
betrag 2022
Anteil am
Kapital in %
Inland
OMV Exploration & Production GmbH, Wien 1
in EUR 1.000
1.736.112
–116.198
100
OMV Gas Logistics Holding GmbH, Wien 1
in EUR 1.000
96.152
57.591
100
OMV Insurance Broker GmbH, Wien 1
in EUR 1.000
45
–8
100
OMV Downstream GmbH, Wien 1
in EUR 1.000
6.633.700
1.384.643
100
OMV Solutions GmbH, Wien 1
in EUR 1.000
489.709
–733.139
100
Ausland
Diramic Insurance Limited, Gibraltar
in EUR 1.000
105.204
1.249
100
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth 1
in AUD 1.000
–169.835
582
100
OMV International Oil & Gas GmbH, Zug 2
in CHF 1.000
1.707
342
100
OMV PETROM SA, Bukarest
in RON 1.000
39.144
10.288
51,16
1 Gruppenmitglied gemäß § 9 KStG
2 Werte aus 2021
Aufsichtsrat
Christine Catasta
Saeed Al Mazrouei
Alyazia Ali Al Kuwaiti
Stefan Doboczky
Karl Rose
Elisabeth Stadler
Jean-Baptiste Renard (seit 3. Juni 2022)
Robert Stajic (seit 3. Juni 2022)
Christoph Swarovski (bis 3. Juni 2022)
Cathrine Trattner (bis 3. Juni 2022)
Gertrude Tumpel-Gugerell
Vom Betriebsrat delegiert:
Alexander Auer
Angela Schorna
Mario Mayrwöger (seit 3. Juni 2022)
Nicole Schachenhofer
Hubert Bunderla
Gerhard Singer (bis 3. Juni 2022)
Präsidial- und Nominierungsausschuss:
Prüfungsausschuss:
Portfolio- und Projektausschuss:
Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss:
Vergütungsausschuss:
Vorstand
Alfred Stern
Reinhard Florey
Martijn van Koten
Daniela Vlad
Berislav Gaso
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
Executive Vice President Fuels & Feedstock
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials
  • Berislav Gaso e.h.
Executive Vice President Energy
Anlagespiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB
Entwicklung der Anschaffungskosten
In EUR 1,000
Stand
01.01.2022
Zugänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
46.425
2.4981
Geleistete Anzahlungen
—
530
46.425
3.028
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grund
2.762
—
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
23.875
4.747
26.637
4.747
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
17.430.189
61.080
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
5.236.895
71.084
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens
4.506
—
Sonstige Ausleihungen
1.703
—
22.673.293
132.164
22.746.355
139.939
1 Inklusive von verbundenen Unternehmen übernommene Vermögenswerte: TEUR 17 (2021: TEUR 346) Immaterielle Vermögensgegenstände

Abgang
Stand
31.12.2022
Abschreibungen
31.12.2022
(kumuliert)
Bilanzwert
31.12.2022
Bilanzwert
31.12.2021
—
48.923
32.806
16.117
26.450
—
530
—
530
—
—
49.453
32.806
16.647
26.450
52
2.710
1.734
976
1.378
3.878
24.744
15.323
9.420
8.833
3.930
27.454
17.057
10.397
10.211
—
17.491.270
4.317.799
13.173.471
13.237.375
1.249.220
4.058.759
—
4.058.759
5.233.753
—
4.506
—
4.506
4.506
17
1.686
1.646
39
56
1.249.237
21.556.221
4.319.445
17.236.775
18.475.690
1.253.167
21.633.128
4.369.308
17.263.820
18.512.351
Entwicklung der Abschreibungen
In EUR 1,000
01.01.2022
Plan-
mäßige
Abschrei-
bungen
Außerplan-
mäßige
Abschrei-
bungen
2022
Zuschrei-
bungen
Abgang
31.12.2022
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
19.975
6.837
5.994
—
—
32.806
Sachanlagen
—
—
—
—
—
—
Grundstücke und Bauten auf
fremden Grund
1.384
350
—
—
—
1.734
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
15.042
4.144
—
—
3.863
15.323
16.426
4.494
—
—
3.863
17.057
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
4.192.815
—
125.260
276
—
4.317.799
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
3.142
—
—
3.142
—
—
Wertpapiere (Wertrechte) des
Anlagevermögens
—
—
—
—
—
—
Sonstige Ausleihungen
1.646
—
—
—
—
1.646
4.197.603
—
125.260
3.418
—
4.319.445
4.234.004
11.331
131.254
3.418
3.863
4.369.308
Abkürzungen und Definitionen
A
B
C
CEE
Mittel- und Osteuropa
D
E
Ergebnis je Aktie
Den Aktionär:innen zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl
F
G
H
I
J
K
L
M
N
NOPAT
Net Operating Profit After Tax; Jahresüberschuss + Nettozinseffekt aus Finanzierungsaktivitäten – Steuereffekt auf den Nettozinseffekt aus Finanzierungsaktivitäten
NOPAT ist eine Kennzahl, die das finanzielle Unternehmensergebnis nach Steuern unabhängig von der Finanzierungsstruktur einer Firma zeigt.
O
P
R
S
T
U
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse ausgenommen Mineralölsteuer
V
Z
ZGE
Zahlungsmittelgenerierende Einheit

Hinweise:
Zahlen in Tabellen und Grafiken lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren. Die Differenzen zwischen den Prozentsätzen werden im gesamten Dokument in Prozentpunkten angezeigt.
Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Konzernanhang des Geschäftsberichts größtenteils geschlechterunspezifische Termini verwendet.
Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen: Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie „Ausblick“, „glauben“, „erwarten“, „rechnen“, „beabsichtigen“, „planen“, „Ziel“, „Einschätzung“, „können/könnten“, „werden“ und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.
Erklärung gemäß § 124 Abs. 1 BörseG 2018
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
  • Alfred Stern e.h.
  • Vorstandsvorsitzender
  • und Chief Executive Officer
  • Reinhard Florey e.h.
  • Chief Financial Officer
  • Martijn van Koten e.h.
  • Executive Vice President Fuels & Feedstock

  • Berislav Gaso e.h.
  • Executive Vice President Energy
  • Daniela Vlad e.h.
  • Executive Vice President Chemicals & Materials





1 Am 2. Juni 2022 erhielt Borealis von der AGROFERT, a.s. ein verbindliches Angebot für den Erwerb des Stickstoffgeschäfts, das Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte umfasst.
2 Am 27. Februar 2023 gab die OMV die Einleitung des Verkaufsprozesses für ihr E&P-Geschäft in der Region Asien-Pazifik bekannt.
3 Die Produktionszahlen 2022 beinhalten 17 kboe/d von Russland (2021: 96 kboe/d). Seit März 2022 betrachtet die OMV Russland nicht mehr als Kernregion. Außerdem sind die russischen Mengen aufgrund einer Änderung der Konsolidierungsmethode nicht mehr in der Gesamtproduktion enthalten.
4Hinweis: In ihrem World Energy Outlook 2022 ließ die IEA das Sustainable Development Scenario (SDS) unberücksichtigt, das in der Vergangenheit von der OMV als Referenz verwendet wurde. Hinsichtlich der kumulativen Emissionen für das globale Energiesystem ist das SDS am ehesten mit dem Announced Pledges Scenario (APS) vergleichbar.
5Hinweis: Die Finanzziele für 2025 beruhen auf folgenden nominalen Marktannahmen: Brent-Rohölpreis von USD 65/bbl, THE-(„Trading Hub Europe“-)Gaspreis von EUR 22/MWh, Raffinerie-Referenzmarge Europa von USD 4,3/bbl, Ethylen/Propylen-Referenzmarge Europa von EUR 430/t, Polyethylen/Polypropylen-Referenzmarge Europa von EUR 420/t. Die Finanzziele für 2030 beruhen auf folgenden nominalen Marktannahmen: Brent-Rohölpreis von USD 70/bbl, THE-(„Trading Hub Europe“-)Gaspreis von EUR 24/MWh, Raffinerie-Referenzmarge Europa von USD 4,3/bbl, Ethylen/Propylen-Referenzmarge Europa von EUR 500/t, Polyethylen/Polypropylen-Referenzmarge Europa von EUR 480/t.
6 Je nach Leverage-Grad der OMV kann sich die Rangfolge zwischen anorganischem Wachstum und Entschuldung umkehren.
7 Die folgenden Scope-3-Kategorien sind enthalten: Kategorie 11 – Nutzung der verkauften Produkte für das Energiesegment der OMV; Kategorie 1 – Eingekaufte Güter (Rohstoffe); und Kategorie 12 – Umgang mit verkauften Produkten an deren Lebenszyklusende für das Nichtenergiesegment der OMV.
8 Quelle: United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD; Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung) Global Trade Update December 2022
9 Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investitionen definierte Zugänge
10 Am 2. Juni 2022 erhielt Borealis von AGROFERT, a.s. ein verbindliches Angebot für den Erwerb des Stickstoffgeschäfts, das Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte umfasst.
11 Am 2. Juni 2022 erhielt Borealis von AGROFERT, a.s. ein verbindliches Angebot für den Erwerb des Stickstoffgeschäfts, das Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte umfasst.
12 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.
13 Am 21. Dezember 2022 hat die Abu Dhabi National Oil Company den Plan bekanntgegeben, den 24,9%-Anteil der Mubadala Investment Company an der OMV Aktiengesellschaft, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Zustimmungen, zu übernehmen.
14 Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
15 Die Ausgangswerte für die Emissionsreduktionsziele bilden die Emissionen des Konzerns im Jahr 2019, korrigiert um die Emissionen der Borealis, an der die OMV 2020 eine Mehrheitsbeteiligung übernommen hat. Zusätzlich zu den Emissionsreduktionszielen auf Basis von absoluten Reduktionen definierte der Konzern auch Ziele auf Basis von Kohlenstoffintensitäten.
16 Auf Basis des von der International Energy Agency veröffentlichten Berichts „World Energy Outlook 2021“. Das „Sustainable Development“-Szenario, das im IEA World Energy Outlook 2022 Bericht nicht enthalten ist, stellt ein normatives Szenario zur Modellierung eines „deutlich unter 2°C“-Pfads sowie anderer nachhaltiger Entwicklungsziele dar, und dessen Ergebnisse sind nahe am „Announced Pledges Scenario“ (APS).
17 Auf Basis des von der International Energy Agency veröffentlichten Berichts „World Energy Outlook 2022“
18 Am 21. Dezember 2022 hat die Abu Dhabi National Oil Company den Plan bekanntgegeben, den 24,9%-Anteil der Mubadala Investment Company an der OMV Aktiengesellschaft, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Zustimmungen, zu übernehmen.
19 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.
20 Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen.
Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
21 Auf Basis des von der International Energy Agency veröffentlichten Berichts „World Energy Outlook 2021“. Das „Sustainabile Development“-Szenario, das im IEA World Energy Outlook 2022 Bericht nicht enthalten ist, stellt ein normatives Szenario zur Modellierung eines „deutlich unter 2°C“-Pfads sowie anderer nachhaltiger Entwicklungsziele dar, und dessen Ergebnisse sind nahe am „Announced Pledges Scenario“ (APS).