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Titelbild: Im Jahr 2024 feierte Borealis sein 30. Jubiläum. Wir sind stolz auf unsere nordischen Wurzeln, die durch das Nordlicht,
die Aurora Borealis, symbolisiert werden.
Foto von Johny Goerend auf Unsplash.
Hinweis in Bezug auf den geschlechtergerechten Sprachgebrauch:
Die zum Teil von ESRS vorgegebene und von uns gewählte männliche Form bezieht sich immer zugleich auf weibliche, männliche und
diverse Personen. Um die Barrierefreiheit zu verbessern und eine gute Maschinenlesbarkeit zu ermöglichen, verzichten wir in der Regel
auf eine Mehrfachbezeichnung.
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Konzernlagebericht
Finanzieller Lagebericht
Bitte beachten Sie, dass die Vergleichszahlen rückwirkend angepasst wurden. Nähere Informationen dazu sind der Anhangangabe 32 im Konzernabschluss zu entnehmen. Borealis veräußerte seinen Stickstoff-Geschäftsbereich, der Pflanzennährstoffe, technische Stickstoffprodukte und Melamin (Borealis NITRO) umfasst, Anfang Juli 2023; die Vergleichszahlen im Lagebericht enthalten Angaben aus dem Stickstoff-Geschäftsbereich von Borealis für sechs Monate im Jahr 2023. 
Sicherheitsperformance
Im Jahr 2024 meldeten die Borealis AG und ihre Tochterunternehmen (das Unternehmen oder der Konzern) eine TRI-Häufigkeit („Total Recordable Injuries“) von 3,8 pro Million Arbeitsstunden. Das ist gegenüber der Häufigkeit von 4,0 im Jahr 2023 eine leichte Verbesserung. Nach einem bescheidenen Start im Jänner verbesserte sich die Sicherheitsperformance im Laufe des Jahres 2024 stetig, mit einer 10-prozentigen Verbesserung der TRI zum Jahresende im Vergleich zur ersten Jahreshälfte. Eine besonders erfreuliche Verbesserung der Sicherheitsperformance wurde aus Kallo (Belgien) gemeldet, wo sich eine neue Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) im Weltmaßstab im Bau befindet. Die TRI-Rate an diesem Standort verbesserte sich von 7,6 im Jahr 2023 auf 2,2 im Jahr 2024. 
Das Ziel des Konzerns für null Unfälle – die völlige Vermeidung von Unfällen und Sicherheitsvorfällen – ist die Grundlage für eine Reihe von Verbesserungsmaßnahmen und Initiativen. An erster Stelle steht dabei das Risikomanagementprogramm „B-Safe“. Seit der unternehmensweiten Einführung im Jahr 2023 haben mehr als 4.000 Arbeitnehmer von Borealis je nach ihrem Aufgabenbereich eine ein- bis dreitägige Sicherheitsschulung erhalten. Im Rahmen von B-Safe wird für jeden Borealis-Standort ein Plan zur Verbesserung der Sicherheit erstellt, der auf den von den Mitarbeitern ermittelten Schwerpunktbereichen basiert und anschließend von den leitenden Führungskräften unterstützt wird.
B-Safe wird durch andere Verbesserungsinitiativen ergänzt, wie z. B. die Bündelung von Standorten mit ähnlichen Risikoprofilen, um diese Risiken effizienter zu mindern. An den Compounding- und Recyclingstandorten des Konzerns konzentrieren sich die Bemühungen zur Verbesserung der Sicherheit auf die Minderung von Risiken mit schwerwiegenden Folgen (Arbeit mit Maschinen, mit elektrischem Strom, in Höhen und Verkehrssicherheit). Bei den in jüngerer Zeit erworbenen Vermögenswerten liegt der Schwerpunkt auf der Sicherstellung, dass die Sicherheitsgrundlagen vorhanden sind und strikt eingehalten werden. 
Im Jahr 2024 wurde ein einziger Todesfall verzeichnet, nachdem ein bei einem Subunternehmer beschäftigter Fahrer im Mai bei der Selbstbeladung im Werk Schwechat (Österreich) von einem Silo-LKW gestürzt war. Obwohl dieser bedauerliche Vorfall an sich nicht aufzeichnungspflichtig ist, führte Borealis eine gründliche Untersuchung durch. Die daraus gezogenen Lehren wurden an anderen Standorten entsprechend umgesetzt, um eine Wiederholung zu verhindern.  
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Geschäftsüberblick
Während geopolitische Unruhen zu kurzzeitigen Ausschlägen des Brent-Rohölpreises führten, blieb der Markt während des gesamten Jahres 2024 mit einem Durchschnittspreis von USD 80/bbl relativ stabil und beendete das Jahr mit USD 73/bbl, was nur geringfügig unter dem Durchschnitt von USD 83/bbl im Jahr 2023 lag. Trotz der Zurückhaltung der OPEC+ bei der Verschiebung von Leistungssteigerungen bis April 2025 und der Verlängerung von Produktionskürzungen bis Ende 2026, haben Produktionssteigerungen in anderen Ländern angesichts der nachlassenden globalen Nachfrage, insbesondere aus China, den Preisdruck verstärkt. Die Kerninflation hat sich in den Industrieländern weiter abgeschwächt, begleitet von einer Lockerung der Zinssätze.
Der Naphthapreis stieg von USD 635/Tonne (t) im Dezember 2023 auf einen Höchststand von USD 709/t im März 2024, was auf die höheren Rohölpreise und eine stärkere Beimischung von Naphta in Ottokraftstoffe zurückzuführen ist, da sich die Differenz zwischen Rohöl und Naphtha verringert hat. Im Juli sank der Naphthapreis auf USD 658/t. Grund hierfür waren die geringe saisonale Nachfrage der Raffinerien und der niedrigere Rohölpreis. Zum Jahresende lag der Naphthapreis bei USD 612/t.
Die Entwicklung der Lieferpreise für Ethylen- und Propylen verlief ähnlich wie jene von Naphtha. Zu Jahresbeginn lag der Preis für Ethylen bei EUR 1.185/t und stieg im April auf einen Höchststand von EUR 1.260/t, dies entsprach der Entwicklung des Naphthapreises und war auf die robuste Nachfrage bei anhaltenden logistischen Engpässen zurückzuführen. Der Ethylenpreis erreichte im Oktober einen Tiefststand von EUR 1.183/t, nachdem die Naphtha-Preise schwächer geworden waren und die Engpässe bei der Containerfracht nachgelassen hatten. Zum Jahresende lag der Preis bei EUR 1.205/t. Der Preis für Propylen stieg von EUR 1.050/t im Jänner auf EUR 1.145/t im April, ging anschließend zurück und schloss das Jahr bei EUR 1.075/t ab.
Der Polyolefin-Markt blieb 2024 im historischen Vergleich schwach, zeigte aber eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum beispiellosen Lagerabbau, der in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 in der gesamten Wertschöpfungskette stattfand. Von Februar bis September wurde der europäische Markt für Polyolefine durch Störungen der globalen Containerschifffahrt gestützt, die die Logistikkosten und Lieferzeiten für importierte Materialien erhöhten. Als diese Störungen im letzten Quartal 2024 nachließen, stieg das europäische Angebot, was sich negativ auf die Rentabilität der Branche auswirkte.
Globale Wachstumsprojekte
Der Bau des globalen Expansionsprojekts Borouge 4, einer USD 6,2 Milliarden Anlage, die derzeit in Ruwais (VAE) errichtet wird, hat einen Baufortschritt von etwa 80 % erreicht. Die Inbetriebnahme der ersten Anlage ist für Ende 2025 geplant, die nachfolgenden Anlagen sollen schrittweise im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Borouge 4 ist eines der größten Industrieprojekte in den Vereinigten Arabischen Emiraten und wird Borouge durch die Erhöhung der Jahreskapazität um zusätzliche 1,4 Millionen Tonnen Polyethylen zum größten Polyolefin-Komplex der Welt machen. Die von Borouge hergestellten innovativen Basischemikalien und Polyolefine auf basierend auf Borstar® Technologie werden die starke Nachfrage in der Region decken und das Wachstum bei hochwertigen und nachhaltigeren Anwendungen fördern.  
Der Bau der PDH-Anlage im Weltmaßstab in Kallo (Belgien) ist zu mehr als 90 % fertiggestellt. Im Jahr 2025 werden die verbleibenden Bautätigkeiten abgeschlossen sein, und alle Systeme
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für die PDH-Anlage werden im Laufe des Jahres die vollständige mechanische Fertigstellung erreichen. 
Akquisitionen
Mit dem 28. März 2024 hat die Borealis AG 100 % der Anteile an Integra Plastics AD von Betainvest EOOD und Vallenova Limited erworben. Unter dem neuen Namen Integra Plastics EAD wird das Unternehmen weiterhin eine innovative mechanische Recycling-Anlage betreiben, die 2019 in Elin Pelin (Bulgarien) gebaut wurde und eine Jahreskapazität von über 20.000 Tonnen hat. Der Erwerb ergänzt die eigene Recyclingkompetenz und Innovationsführerschaft von Borealis und wird so den Übergang zur Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe weiter beschleunigen.
Kreislaufwirtschaft
Transformation ist ein Kernelement der Borealis-Strategie 2030: Borealis festigt seine Stellung als vollständig kundenorientierter Anbieter nachhaltiger Materiallösungen, die einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beschleunigen. Schon seit langem ist Borealis Vorreiter beim Thema Kreislaufwirtschaft und bestrebt, in den kommenden Jahren den Anteil kreislauffähiger Produkte in seiner Gesamtproduktion zu erhöhen. Dazu zählen recycelte und erneuerbare Polymere in den Portfolios BorcycleTM C, Borcycle™ M und Bornewables™ sowie die erneuerbaren Kohlenwasserstoffe der Borvida™ Familie der Basischemikalien.
Im Jahr 2024 wurden bedeutende Fortschritte bei der Schaffung einer Kreislaufwirtschaft auf der Grundlage von „Reduce, Reuse and Recycle“ (Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln) in Verbindung mit Design für Recyclingfähigkeit erzielt, indem nachhaltigere Materiallösungen für Anwendungen in den Bereichen Consumer Products, Energy, Healthcare, Infrastructure und Mobility bereitgestellt wurden. Der Anwendungsbereich für recycelte Polymere und Polymere auf Basis nachwachsender Rohstoffe weitet sich immer weiter aus, um auch die anspruchsvollsten Anwendungen abzudecken. So hat die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) im März Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Letters of No Objection) ausgestellt, die die Verwendung ausgewählter Materialien aus dem Borcycle™ M-Portfolio in lebensmittelgeeigneten Verpackungen in den von ihr kontrollierten Ländern erlauben.
Der Erwerb von Integra Plastics EAD, der im März 2024 abgeschlossen wurde, ist der jüngste Schritt zur Steigerung der mechanischen Recycling-Leistung des Konzerns. Diese Bemühungen wurden im Juni durch die Errichtung einer Compounding-Anlage für Polyolefine auf Rezyklatbasis in Beringen (Belgien) weiter verstärkt. Nach ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2025 wird diese Anlage die kontinuierlich weiterentwickelte Borcycle™ M-Technologie nutzen, um mechanisch recycelte Post-Consumer-Abfälle in hochwertige Polypropylen-(PP) und Polyethylen-(PE) Materialien zu verwandeln. Diese Leistung wird durch andere Anlagen für mechanisches Recycling im Borealis Konzern ergänzt, darunter die in Italien ansässige Rialti S.p.A., ein führender Compounder von Rezyklaten für Spritzguss und Extrusion, der 2023 von Borealis übernommen wurde, die Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH in Österreich sowie die mtm compact GmbH und die mtm plastics GmbH in Deutschland.
Chemische Recyclingverfahren sind eine wichtige Ergänzung zum mechanischen Recycling. Seit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der in Belgien ansässigen Renasci N.V. im Jahr 2023 hat Borealis Zugang zu chemisch recycelten Rohstoffen für die ISCC-PLUS-zertifizierten
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Materialien des Borcycle™ C-Portfolios. Im April 2024 kündigten Borealis, OMV und TOMRA Feedstock eine langfristige, erweiterte Partnerschaft an, die sicherstellen wird, dass gemischte Post-Consumer-Abfälle, die für die Deponierung bestimmt sind, stattdessen nach Polymertyp sortiert und dann von Borealis und OMV mit mechanischen bzw. chemischen Verfahren zu Kreislaufprodukten und -lösungen verarbeitet werden.
Technologische Innovation
Als Säule eines starken Fundaments von Borealis ist Innovation der Motor des Wandels in allen Geschäftsbereichen. Durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E), offene Innovation und die Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette kann Borealis seinen Unternehmenszweck „Essenzielle Ressourcen für ein nachhaltiges Leben neu zu erfinden“ erreichen. Proprietäre Technologien wie Borstar®, die im Rahmen des Borstar® Nextension-Programms weiterentwickelt werden, bilden die Grundlage für Materiallösungen, die der Industrie helfen, dringende gesellschaftliche und ökologische Probleme wie die Dekarbonisierung, die grüne Energiewende und die Abfallreduzierung anzugehen. Mit seinem Technologiepaket kann Borealis sein Angebot an innovativen Spezialpolyolefinen ausweiten, um Marktchancen in lukrativen Nischenanwendungen wie den Bereichen der erneuerbaren Energie, Mobilität, Gesundheit, Verbraucherverpackungen und Kreislaufwirtschaft zu nutzen.
Mehrere Produkteinführungen im Jahr 2024 verdeutlichen, wie die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wertschöpfungskette und anderen Interessensträgern die Entwicklung ökoeffizienter Anwendungen in verschiedenen Industriezweigen weiter vorantreibt. Borcycle™ ME7153SY, eine einzigartige und nachhaltige Kabelummantelungslösung für Nieder- und Mittelspannungskabel, die im April auf der WIRE-Messe vorgestellt wurde, enthält 50 % Post-Consumer-Recyclingmaterial. Eine neue Isolierung für Mittelspannungskabel, Borlink™ LS4301R, bietet dank eines neu optimierten Typs von Basismaterial und Vernetzungsmitteln reduzierte Emissionen. In der Infrastruktur zeigen vernetzte Rohre (PE-X), die mit dem Compound HE1878E-C3 hergestellt werden, eine außergewöhnliche Beständigkeit gegen die Auswirkungen von Chlor, bieten UV-Beständigkeit und erreichen die höchste Klasse 5 gemäß dem nordamerikanischen Spezifikationsstandard ASTM F876.
Die Innovation bei Borealis ist kundenorientiert und global ausgerichtet. Rund 600 Menschen sind derzeit in einem der drei Innovationszentren beschäftigt: Im Innovation Headquarter im österreichischen Linz sowie in den Innovationszentren in Porvoo, Finnland, und Stenungsund, Schweden. Borealis betreibt außerdem Borstar-Pilotanlagen für Polyethylen in Porvoo und für Polypropylen in Porvoo und Schwechat, Österreich. Eine Pilotanlage in Porvoo wird durch Katalysatoranlagen in Linz und Porvoo ergänzt.
Nachdem Borealis im Europäischen Patentindex 2023 als bester österreichischer Innovator eingestuft wurde, baut das Unternehmen sein Patentportfolio weiter aus. Im Jahr 2024 reichte Borealis 121 neue prioritäre Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt ein, gegenüber 128 im Jahr 2023. Mit Stand Dezember 2024 hält Borealis rund 8.900 erteilte Patente sowie rund 3.400 Patentanmeldungen, die in rund 1.600 Patentfamilien zusammengefasst sind. 
Digitale Transformation
Die digitale Strategie des Borealis Konzerns wurde entwickelt, um die übergreifenden Ziele der Borealis Strategie 2030 zu unterstützen und die Bereitstellung zuverlässiger und innovativer digitaler Lösungen in allen Bereichen des Konzerns zu beschleunigen. Die Digitale Strategie ist der Katalysator für die Transformation in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit,
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Kundenzentrierung und betrieblicher Effizienz. Sie umfasst fünf Hauptbereiche: Geschäftswachstum, Innovation, Daten und künstliche Intelligenz (KI), betriebliche Exzellenz, Cybersicherheit sowie Mitarbeiter und Fähigkeiten. Für jeden dieser Bereiche wurden Leuchtturmprojekte entwickelt, die sich derzeit in verschiedenen Phasen der Umsetzung befinden. 
Energie und Klima
Erhöhte Treibhausgaskonzentrationen haben ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen und führen zu globaler Erwärmung, extremen Wetterereignissen und einem Anstieg des Meeresspiegels. Das Pariser Abkommen gehört zu den wichtigsten globalen Bemühungen, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5° C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Um dies zu erreichen, muss die petrochemische Industrie, wie alle großen Sektoren, die Emissionen in den betrieblichen Bereichen sowie entlang ihrer Wertschöpfungsketten reduzieren. 
Der Borealis Konzern ist sich seiner Verantwortung bewusst, seinen Teil zur Begrenzung der globalen Erwärmung beizutragen, indem er seine direkten und indirekten Treibhausgasemissionen reduziert, die der Konzern im Rahmen des Greenhouse Gas Protocol kennzeichnet und berechnet: direkte Treibhausgasemissionen (Scope-1), indirekte Treibhausgasemissionen aus eingekaufter Energie (Scope-2) und andere indirekte Treibhausgasemissionen (Scope-3). Dieser Rahmen dient als Richtschnur für die Bemühungen um eine wirksame Eindämmung des Klimawandels.
Borealis will seine berichteten Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 von 5,1 Millionen Tonnen/Jahr (ausgehend vom Vergleichsjahr 2019) auf 2 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren 1). Die Maßnahmen zur Dekarbonisierung konzentrieren sich auf die Verwendung eines höheren Anteils an Energie aus erneuerbaren Quellen und auf die Umsetzung von Energieeffizienzprojekten an den eigenen Produktionsstandorten. Die Borealis-Strategie 2030 sieht vor, dass bis 2030 100 % des Stroms, der in den Geschäftsberreichen Polyolefinen und Basischemikalien in Europa verwendet wird, aus erneuerbaren Quellen stammen soll. In diesem Jahr hat Borealis mit dem Erreichen eines Anteils von 50 % erneuerbarer Energien bis Ende 2024 ein Zwischenziel früher als erwartet erreicht. 
Diese Leistung wurde zum Teil dank mehrerer langfristiger Stromabnahmeverträge möglich, die in diesem und den vorangegangenen Jahren mit Anbietern erneuerbarer Energien unterzeichnet wurden. Im Jahr 2024 kündigte Borealis vier neue Stromabnahmeverträge mit dem Schweizer Hersteller Axpo an, womit sich die Gesamtzahl der seit 2021 allein mit Axpo unterzeichneten Stromabnahmeverträge auf acht erhöht. Zwei der 2024 abgeschlossenen Axpo-Stromabnahmeverträge beziehen Windstrom für den operativen Betrieb von Borealis in Belgien, während die beiden anderen Windstrom für den betrieblichen Bereich in Schweden und Belgien liefern. Darüber hinaus unterzeichnete Borealis einen zehnjährigen Stromabnahmevertrag mit Burgenland Energie, Österreichs führendem Produzenten von Wind- und Solarenergie, für die Lieferung von Wind- und Solarstrom zur Versorgung der Borealis-Anlagen in Schwechat (Österreich). Anfang 2024 begann der multinationale Energiekonzern Vattenfall mit der Lieferung von Wasserkraft für den Borealis-Standort in Stenungsund
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(Schweden) im Rahmen des ersten mit Borealis unterzeichneten langfristigen Stromabnahmevertrag.
Ein zweiter Eckpfeiler der Dekarbonisierungsbemühungen des Borealis Konzerns ist die Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produktionsanlagen; Ziel ist es, den Energieverbrauch bis 2030 um 10 % zu senken, ausgehend von einem Basisjahr 2015. Die Ambitionen zur Reduzierung der Scope-1-Emissionen spiegeln sich im integrierten CAPEX-Portfoliomanagement wider, eine Reihe von Energieeffizienzprojekten wurde in das Investitionsportfolio bis 2030 aufgenommen. Borealis hat außerdem einen Übergangsplan für Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen in Richtung Netto-Null bis 2050 entwickelt, der auf standortspezifischen Plänen zur Klimaneutralität basiert. 
Eine der 15 verschiedenen Kategorien von Scope-3-Emissionen, Scope 3.1, bezieht sich speziell auf CO2-Emissionen, die mit den von einer Organisation erworbenen Produkten und/oder Dienstleistungen verbunden sind, oft von Anbietern außerhalb der direkten Kontrolle des Unternehmens. Für den Borealis Konzern bedeutet die Reduzierung der Scope 3.1-Emissionen die Optimierung der Beschaffung von Rohstoffen und Rezyklaten sowie die Erhöhung der Wiederverwertungskapazität, um die Auswirkungen am Ende des Lebenszyklus zu reduzieren. Zu diesem Zweck wird Borealis ab 2025 prüfen, wie die Genauigkeit der Berichterstattung für Rohstofflieferanten verbessert werden kann, indem von branchenbezogenen auf lieferantenspezifische Emissionsfaktoren umgestellt wird, sofern solche Informationen verfügbar sind. Dies würde es dem Konzern ermöglichen, Chancen zur Verringerung indirekter Emissionen zu prüfen, wo dies technisch und wirtschaftlich machbar ist. Sobald die endgültigen Richtlinien für den Chemiesektor von der Science Based Targets Initiative (SBTi) veröffentlicht worden sind, wird Borealis zudem die Möglichkeit der Festlegung solcher Ziele prüfen. 
Ertragslage
Der Nettogewinn von Borealis erholte sich von einem Rekordtief von EUR 159 Millionen 2023 auf EUR 566 Millionen im Jahr 2024, angetrieben von einer verbesserten Performance der Geschäftsbereiche Polyolefine und Basischemikalien, einem robusten und effizienten Management der Fixkosten und einem höheren Beitrag des Jahresergebnisses der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen. Das Jahr 2024 war jedoch auch geprägt von anhaltender Marktunsicherheit, hartnäckiger Inflation und hohen Energiekosten, insbesondere in Europa, schwachen Margen und einer Rekordüberkapazität bei Polyolefinen angesichts einer schwachen Nachfrage. Im Jahr 2024 profitierte das europäische Geschäft des Konzerns von den weltweiten Unterbrechungen der Schifffahrt, die zu höheren als erwarteten Polyolefin-Margen und unerwarteten kommerziellen Chancen führten, insbesondere in der ersten Jahreshälfte.
Im Jahr 2024 stieg der Beitrag der Joint Ventures von Borealis zum Nettoergebnis von EUR 160 Millionen im Jahr 2023 auf EUR 242 Millionen im Jahr 2024. Der Beitrag von Borouge beläuft sich auf EUR 389 Millionen, was einem Anstieg von 23 % gegenüber 2023 entspricht. Diese Ergebnisverbesserung ist auf höhere Umsatzerlöse zurückzuführen, die durch ein weiterhin robustes Produktionsniveau nach dem Turnaround des Werks Borouge 2 im ersten Quartal 2023 ermöglicht wurden. Der Baystar-Beitrag für 2024 ist mit EUR -140 Millionen negativ, auch wenn er sich gegenüber den EUR -158 Millionen von 2023 verbessert hat. Sowohl im ersten Quartal 2023 als auch im ersten Quartal 2024 kam es bei Baystar zu längeren Ausfällen von Ethancrackern aufgrund von extremen Wetterereignissen. Die Ende 2023 in
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Betrieb genommene Borstar® 3G-Anlage fuhr in der ersten Jahreshälfte 2024 ihre Produktion weiter aus. Die mit dem Ausbau verbundenen Kosten, einschließlich des Beginns der planmäßigen Abschreibung und des Endes der aktivierten Kosten, wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus.
Die Kapitalrendite (ROCE) von 6 % im Jahr 2024 war höher als die 2 % im Jahr 2023. Ein höheres Betriebsergebnis, größere Ergebnisbeiträge von assoziierten Unternehmen und höhere Zinserträge trugen zur Verbesserung der Kapitalrendite (ROCE) gegenüber 2023 bei.
EUR Mio.
2024
2023
Eigenkapital
8.701
9.122
Nettoverschuldung
946
-152
Eingesetztes durchschnittliches Kapital
9.277
9.390
Kapitalrendite (ROCE)
6 %
2 %
Die Nettoverschuldung von Borealis stieg von EUR ‑152 Millionen im Jahr 2023 auf EUR 946 Millionen im Jahr 2024, eine Entwicklung, die vor allem auf die Dividendenzahlungen von EUR 978 Millionen an ADNOC und OMV im Dezember 2024 zurückzuführen ist. Die daraus resultierende Verschuldungsquote von 11 % Ende 2024 (im Vergleich zu ‑2 % Ende 2023) spiegelt eine sehr starke Bilanz wider. Die Liquiditätsreserven, die sich aus nicht ausgenutzten zugesicherten Kreditlinien und liquiden Mitteln zusammensetzen, beliefen sich im Dezember 2024 auf EUR 2.086 Millionen, verglichen mit EUR 3.478 Millionen zum Jahresende 2023. Borealis profitiert außerdem von einem gut diversifizierten Finanzierungsportfolio und einem ausgewogenen Fälligkeitsprofil. Die Solvency Ratio lag im Dezember 2024 bei 67 % im Vergleich zu 68 % Ende 2023.
Überblick über die Ergebnisse
Umsatzerlöse
Borealis verkaufte im Jahr 2024 3,87 Millionen Tonnen Polyolefine und damit etwa 11 % mehr als die im Jahr 2023 verkauften 3,50 Millionen Tonnen. Die Nachfrage nach Polyolefinen stieg in der ersten Hälfte des Jahres 2024 leicht an, blieb aber im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023 praktisch unverändert. Das stagnierende Wirtschaftswachstum in Europa und die Dämpfung der Verbraucherausgaben durch gestiegene Lebenshaltungskosten konnten nicht durch eine geringere Inflation und niedrigere Zinsen kompensiert werden, was sich negativ auf die Nachfrage nach Polyolefinen auswirkte.
Auch wenn die Nachfrage nach Verbraucherprodukten in Europa und den USA 2024 anstieg, bleibt die zugrunde liegende Nachfrage schwach. Sowohl im Bereich Healthcare als auch Consumer Products stagniert die Nachfrage, da die Kunden mit einer anhaltenden Marktunsicherheit zu kämpfen haben. Die schwache Nachfrage im Baugewerbe hat insbesondere die Geschäftsbereiche Energy und Infrastructure von Borealis beeinträchtigt, was jedoch durch die robuste Nachfrage nach ausgewählten Hochspannungsanwendungen in den Geschäftsbereichen Energy und Mobility kompensiert wurde, so dass die meisten Geschäftsbereiche von Borealis im Jahr 2024 insgesamt höhere Absatzmengen verzeichnen konnten. 
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Der Absatz von Borealis Basischemikalien stieg im Jahr 2024 auf 2,03 Millionen Tonnen gegenüber 1,84 Millionen Tonnen im Jahr 2023. Dieser Anstieg wurde durch höhere Absätze bei Phenol aufgrund größerer vertraglich vereinbarter Mengen aufgrund der höheren Nachfrage in Europa und niedrigerer Erdgaspreise erzielt. Die Absätze aus Olefinen stiegen 2024 ebenfalls an, was auf höhere Umsätze bei Borealis Polyolefine und das Ausbleiben von Turnarounds von Anlagen, wie sie 2023 in Porvoo (Finnland) und Kallo (Belgien) stattfanden, zurückzuführen ist. 
Kostenentwicklung
Aufgrund höherer Rohstoffpreise waren die Produktionskosten im Jahr 2024 höher als im Jahr 2023; sowohl der gestiegene Naphtha-Preis als auch der höhere LPG-Anteil trugen zu einem Anstieg der Produktionskosten bei. Höhere Absatzmengen bei Polyolefinen und Basischemikalien im Jahr 2024 führten zu einem leichten Anstieg der Vertriebskosten von EUR 686 Millionen im Jahr 2023 (EUR 755 Millionen einschließlich Nitro) auf EUR 710 Millionen im Jahr 2024. Die Verwaltungskosten sanken von EUR 277 Millionen im Jahr 2023 (EUR 297 Millionen einschließlich Nitro) auf EUR 267 Millionen im Jahr 2024 dank der strikten Kostenmanagementpolitik von Borealis im Jahr 2024 und trotz Inflation und der Umsetzung von Wachstumsprojekten. Im Jahr 2024 beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf EUR 15 Millionen, verglichen mit EUR 13 Millionen im Jahr 2023. Die aktivierten internen Entwicklungskosten beliefen sich im Jahr 2024 auf EUR 33 Millionen, ein Rückgang im Vergleich zu EUR 37 Millionen im Jahr 2023.
Mit Jahresende 2024 betrug die Anzahl der Beschäftigten 6.090. Dieser Anstieg um 147 gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Erwerb von Integra Plastics AD im Jahr 2024 zurückzuführen.
Strong Foundation – Performance Excellence (SFPE)
Das Programm "Strong Foundation - Performance Excellence" (SFPE), das 2022 als Teil der Strategie Borealis 2030 eingeführt wurde, hat entscheidend dazu beigetragen, dass das Unternehmen den lang anhaltenden Abschwung in der Branche bewältigen konnte. Im Jahr 2024 erzielte SFPE nachhaltige EBITDA-Verbesserungen in Höhe von rund EUR 240 Millionen. Zu den Meilensteinen gehörten die Optimierung der Produktpreise, die Senkung der variablen Kosten durch eine verbesserte Beschaffung von Rohstoffen und die Verbesserung der betrieblichen Effizienz.  
Ab 2024 umfasst die SFPE auch spezielle Maßnahmen für Fixkosteneinsparungen. Im ersten vollen Jahr ihrer Wirkung haben diese Maßnahmen zu Einsparungen in Höhe von EUR 50 Millionen beigetragen und sind somit auf dem besten Weg, die angestrebten EUR 100 Millionen bis 2026 zu erreichen. Der ganzheitliche Ansatz und die rigorose Umsetzung der SFPE haben die finanzielle Widerstandsfähigkeit und die betriebliche Exzellenz von Borealis deutlich gestärkt. 
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis im Jahr 2024 betrug EUR 342 Millionen, ein deutlicher Aufschwung gegenüber dem Betriebsergebnis von EUR 6 Millionen (-34 Millionen EUR einschließlich Nitro) im Jahr 2023. Das Betriebsergebnis bei den Polyolefinen erholte sich von EUR ‑79 Millionen im Jahr 2023 (ein Jahr, in dem die Zahlen durch Wertminderungen negativ beeinflusst wurden) auf EUR 164 Millionen im Jahr 2024, ein Anstieg, der auf höhere Nachfrage und verbesserte Margen zurückzuführen ist. Der Borealis-Geschäftsbereich Basischemikalien erzielte ein
12
Betriebsergebnis von EUR 246 Millionen gegenüber EUR 162 Millionen im Jahr 2023. Das bessere Ergebnis ist auf eine gestiegene Nachfrage und höhere Margen zurückzuführen, die durch eine verbesserte Crackerleistung sowie eine günstigere Ethylen-Naphtha-Spanne ermöglicht wurden. Außerdem gab es 2024 im Gegensatz zu 2023 keine Turnarounds von Anlagen.
Finanzertrag/-aufwand
Der Nettofinanzertrag stieg von EUR 43 Millionen im Jahr 2023 auf EUR 95 Millionen im Jahr 2024, ein Hauptgrund dafür waren höhere Zinserträge. Der Borealis Konzern erfasste im Jahr 2024 Zinserträge aus Darlehen an Joint Ventures und aus Bareinlagen in Höhe von EUR 168 Millionen gegenüber EUR 143 Millionen im Vorjahr.
Ertragsteuern
Der Steueraufwand belief sich im Jahr 2024 auf EUR ‑136 Millionen (EUR -127 Millionen einschließlich Nitro) gegenüber einem Steueraufwand von EUR ‑2 Millionen im Jahr 2023 (EUR 57 Millionen Steuerertrag einschließlich Nitro). Die Steuerlast im Jahr 2024 war zu einem großen Teil auf die bessere Geschäftsentwicklung zurückzuführen.
Jahresergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
Der Beitrag der Joint Ventures von Borealis stieg deutlich von EUR 160 Millionen im Jahr 2023 auf EUR 242 Millionen im Jahr 2024. Der Beitrag von Borouge für das Gesamtjahr ist mit EUR 389 Millionen eine Verbesserung gegenüber 2023 (EUR 317 Millionen) und wurde durch die Rekordproduktion und -umsätze im Jahr 2024 ermöglicht. Der Beitrag von Baystar verfehlte die Erwartungen, mit einem insgesamt negativen Beitrag (EUR -140 Millionen) trotz einer zunehmend zuverlässigen Crackerleistung und der allmählichen Stabilisierung des betrieblichen Bereichs (Bay 3) der neuen Polyethylenanlage Borstar® 3G. 
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im Jahr 2024 auf EUR 602 Millionen im Vergleich zu EUR 729 Millionen im Jahr 2023. Die Investitionen stehen zum großen Teil im Zusammenhang mit dem Bau der neuen PDH-Anlage im Weltmaßstab in Kallo, der Modernisierung von Halbleiteranlagen in Antwerpen und einer neuen Compounding-Kapazität in Schwechat (Österreich) sowie dem XLPE Second Closed Train. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Jahr 2024 auf EUR 89 Millionen im Vergleich zu EUR 79 Millionen im Jahr 2023.
Im Jahr 2024 beliefen sich die Abschreibungen und Wertminderungen auf EUR 423 Millionen und blieben damit im Vergleich zu EUR 411 Millionen im Jahr 2023 nahezu unverändert. 
Nettogewinn und Dividendenausschüttung
Der Nettogewinn für das Jahr 2024 betrug EUR 566 Millionen, verglichen mit einem Nettogewinn von EUR 159 Millionen im Jahr 2023. Im Jahr 2024 wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 103 Millionen auf Grundlage des Jahresergebnisses 2023 beschlossen. Im Dezember 2024 stimmten die Aktionäre einer Sonderdividende in Höhe von EUR 978 Millionen zu, die ebenfalls auf dem Jahresabschluss des Jahres 2023 basierte. Eine
13
ausstehende Dividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 12 Millionen wurde im Jahr 2024 an ADNOC gezahlt. 
Finanzielle Situation
Zum Jahresende beliefen sich das Gesamtvermögen und das eingesetzte Kapital auf EUR 12.705 Millionen bzw. EUR 9.647 Millionen, im Vergleich zu EUR 13.203 Millionen und EUR 8.969 Millionen zum Jahresende 2023.
Cashflows und Liquiditätsreserven
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug EUR 749 Millionen. Diese Verbesserung gegenüber den EUR 552 Millionen im Jahr 2023 ist in erster Linie auf einen deutlichen Anstieg des EBITDA im Vergleich zu 2023 zurückzuführen. Die Cashflows wurden durch Kapitaleinlagen und die Finanzierung der Joint Ventures Borouge (EUR 243 Millionen) und Baystar (EUR 92 Millionen) im Jahr 2024, durch Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 690 Millionen sowie durch Zahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Integra Plastics AD negativ beeinflusst.  
Der Free Cashflow vor Dividenden beträgt im Jahr 2024 EUR 156 Millionen (EUR 592 Millionen). Der Free Cashflow nach Dividenden beträgt im Jahr 2024 EUR -939 Millionen (EUR 204 Millionen).
Die verzinsliche Nettoverschuldung stieg von EUR ‑152 Millionen zum Jahresende 2023 auf EUR 946 Millionen zum Jahresende 2024 (siehe nachstehene Tabelle).
EUR Mio.
2024
2023
Veränderung der verzinslichen Nettoverschuldung
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
749
552
Investitionen (in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte)
-690
-808
Kapitaleinlagen in, Finanzierung und Akquisition von assoziierte/n Unternehmen, Joint Ventures und nicht konsolidierten Tochterunternehmen
-336
-245
Erhaltene Dividenden von assoziierten Unternehmen, Joint Ventures und nicht konsolidierten Tochterunternehmen
437
456
Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel
-49
-54
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
0
-1
Erlöse aus der Veräußerung von Tochterunternehmen abzüglich liquider Mittel
46
691
Andere (hauptsächlich in Verbindung mit Fremdwährungsdifferenzen)
-20
30
Dividendenzahlungen an Anteilseigner der Muttergesellschaft und nicht beherrschende Anteile
-1.096
-388
Zugänge zu Leasingverbindlichkeiten
-139
-100
Änderungen im Konsolidierungskreis
0
-50
Gesamter Rückgang (+)/Anstieg (-) der verzinslichen Nettoverschuldung
-1.098
83
14
Eigenkapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft
Das Eigenkapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft betrug zum Jahresende 2024 EUR 8.696 Millionen gegenüber EUR 9.114 Millionen im Jahr 2023. Für weitere Informationen zum Eigenkapital siehe Anhangangabe 13 im Konzernabschluss.
EUR Mio.
2024
2023
rückwirkend
angepasst
Entwicklung des Eigenkapitals
Den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis 1)
563
197
Anpassungen von Fremdwährungen und beizulegenden Zeitwerten (netto) 1)
101
-401
Bruttozunahme/-abnahme
664
-204
Dividendenausschüttungen
-1.081
-400
Änderungen im Konsolidierungskreis und nicht beherrschende Anteile
0
0
Umgliederungen von Cashflow-Hedges in die Bilanz
-1
33
Nettozunahme/-abnahme
-418
-571
Eigenkapital zu Beginn des Jahres 1)
9.114
9.685
Eigenkapital zum Bilanzstichtag
8.696
9.114
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
Risikomanagement im Unternehmen
Borealis hat einen dokumentierten Risikomanagementprozess, der sicherstellt, dass alle Konzernbereiche Risiken, mit denen sie konfrontiert sind, routinemäßig bewerten und entsprechende Maßnahmen entwickeln und implementieren, um sich gegen diese Risiken abzusichern. Das Risikomanagement trägt dazu bei, die langfristigen Strategien und kurzfristigen Ziele des Konzerns zu erreichen. Borealis erfasst neu auftretende Risiken, die während des Geschäftsplanungszeitraums eintreten können, sowie strategische Risiken, die die Umsetzung der langfristigen Strategie des Konzerns beeinträchtigen können. Borealis ist der Ansicht, dass eine effektive Risikokultur es einem Ausreißer, das heißt einem Ereignis oder Täter, erschwert, das Unternehmen zu gefährden.
Im Jahr 2024 lag der Schwerpunkt beim Risikomanagement weiterhin auf dem Gleichgewicht zwischen den Erfordernissen von Wachstum, Rentabilität und Nachhaltigkeit. Die anhaltenden Turbulenzen in der Geopolitik und auf den Märkten haben die Fragilität des globalen Energiesystems und die Hindernisse bei der Beschleunigung des Übergangs zu grüner Energie und Kreislaufwirtschaft aufgezeigt. Vor allem in Europa ist die Branche mit wirtschaftlicher Unsicherheit und einem immer aufwändigeren Rahmen für die Einhaltung von Vorschriften konfrontiert. Diese und andere Risiken im Gesamtumfeld werden regelmäßig konsolidiert, berichtet und überprüft.
Borealis unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Risiken. Zu den wichtigsten Risikoarten gehören unter anderem die nachfolgend beschriebenen. 
Strategische Risiken stehen häufig im Zusammenhang mit negativen langfristigen Entwicklungen auf dem Markt und/oder in der Branche, mit Entwicklungen in den Bereichen Technologie und Innovation, mit Veränderungen im Wettbewerbsumfeld oder mit einer Bedrohung des Rufs des Konzerns.
15
Operationelle und taktische Risiken bezeichnen üblicherweise negative und unerwartete kurz- oder mittelfristige Entwicklungen und umfassen jene Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den täglichen Geschäftsbetrieb des Konzerns haben. Alle operationellen Risiken werden unter Einhaltung der schriftlich festgelegten Richtlinien und Maßnahmen, die durch den jeweiligen Geschäftsbereich verwaltet werden, bewertet.
Im Bereich Operations wurde ein proaktiver Risikopräventionsansatz implementiert, der Risiken in den Bereichen der Produktion, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE), Product Stewardship, Plant Availability und Quality abdecken soll. Der Risikomanagementansatz stellt darüber hinaus auch die Anwendung des „Responsible Care®“-Ansatzes in Bezug auf Risiken im Bereich Operations sicher. Der Standardprozess umfasst dabei eine einheitliche Risikomatrix und Risikoregister, die nach einem Bottom-up-Prinzip, das heißt von der Anlagenebene bis zur Portfolioebene, aufgebaut sind und damit ein einheitliches Risikobewertungssystem für den gesamten Bereich Operations ermöglichen.
In Übereinstimmung mit seinen gesetzlichen Verpflichtungen bewertet Borealis mögliche negative Auswirkungen seiner Tätigkeiten auf die Umwelt und die Gesellschaft und legt sie in seinem nicht-finanziellen Teil offen, ebenso wie die entsprechenden Abhilfemaßnahmen. Folgende Hauptrisiken wurden untersucht: 
Ungeplante Emissionen aus den Betrieben, die weitere Emissionen in die Luft oder Verunreinigungen von Boden und Wasser nach sich ziehen; Abfallaufkommen, Lärmbelästigung und andere Störungen für lokale Gemeinden;
Anlagensicherheitsereignisse, die zur plötzlichen und unkontrollierten Freisetzung von explosivem und giftigem Material führen können;
chemische Substanzen, die bei unsachgemäßem und nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch zu gesundheitlichen Schäden bei Menschen führen können;
Umweltverschmutzung durch Granulatfreisetzung oder Plastikmüll;
Klimabezogene Risiken und Maßnahmen zu Abhilfemaßnahmen werden speziell im Rahmen der Risikobewertung der Europäischen Standards für Nachhaltigkeit (ESRS) analysiert. Zu den Übergangsrisiken gehören zum Beispiel höhere Preise für Treibhausgasemissionen, steigende Betriebskosten, zunehmender Druck auf die Verwendung fossiler Rohstoffe und ein negatives Branchenimage. Physische Risiken beziehen sich hauptsächlich auf mögliche Unterbrechungen der Lieferkette, beispielsweise wegen extremer Wetterereignisse, politischer Unruhen oder anderen Faktoren. Gleichzeitig bieten einige mit dem Klimawandel verbundene Risiken auch Chancen für Innovation und Wachstum. Zum Beispiel die Entwicklung neuer kreislauffähiger und/oder auf erneuerbaren Energien basierender Produkte und Anwendungen, die Erweiterung des Portfolios emissionsarmer Produkte sowie Wertschöpfungsketten und/oder Partnerschaften mit Interessengruppen, die die Bemühungen der Industrie um Klimaneutralität beschleunigen.
Projektrisiken werden im Rahmen des Projektgenehmigungsverfahrens von Borealis bewertet. Dabei werden die maßgeblichen Risiken des einzelnen Projekts beurteilt, wie zum Beispiel finanzielle, Markt-, technische, rechtliche, geistiges Eigentum betreffende, strategische, operative, Länder- und politische Risiken. Der Risikobeurteilungsprozess berücksichtigt auch die Wahrscheinlichkeit der Einhaltung des geplanten Zeitplans und Mitteleinsatzes des Projekts bis zu seiner Fertigstellung sowie die Einhaltung der wesentlichen Projektziele. Projektrisiken werden vom Projektmanager gesteuert und an das Project Steering Committee gemeldet.
16
Finanzielle Risiken und Marktrisiken können aufgrund unerwarteter Änderungen von Marktangebot oder -nachfrage, Warenpreisen, Dienstleistungen oder Finanzierungskosten auftreten. Risiken entstehen unter Umständen auch im Zusammenhang mit der Liquidität, Zinssätzen, Wechselkursen, Krediten und Versicherungen sowie der Unfähigkeit einer Gegenpartei, einer Zahlungs- oder Lieferverpflichtung nachzukommen, und können auch aufgrund falscher Annahmen oder durch die unangemessene Anwendung eines Modells auftreten. Die Bewertung von finanziellen Risiken wird im Konzernanhang unter Punkt 17 ausführlich beschrieben. Die Leiter der Abteilung Treasury & Funding und der Rechtsabteilung sind für die Koordination des Managements sämtlicher finanzieller Risiken und deren Berichterstattung verantwortlich.
Compliance-Risiken entstehen in Verbindung mit rechtlichen oder regulatorischen Risiken, dem Verhaltenskodex (Ethikrichtlinie) und Normen sowie im Zuge von Auftragsvergaben. Eine Geschäftsführung gemäß ethischen Grundsätzen ist von wesentlicher Bedeutung für die Reputation des Konzerns und den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Taktische oder generische Risiken sind Risiken, die im Zusammenhang mit Normen oder Compliance-Themen identifiziert werden. Diese Risiken beziehen sich hauptsächlich auf Prozesse oder Kontrolldefizite.
Informationssicherheitsrisiken bestehen im Zusammenhang mit der Geheimhaltung, Integrität und Verfügbarkeit von entscheidenden Unternehmensdaten. Die Leiter der Abteilung Digital Solutions und der Rechtsabteilung unterstützen das Management durch die Bewertung der Informationssicherheitsrisiken und die Entwicklung und Implementierung von risikomindernden Maßnahmen.
Der Vorstand überwacht regelmäßig die wichtigsten Risiken des Konzerns, bestimmt seine Risikotoleranzschwellen, überwacht die Implementierung von risikomindernden Maßnahmen und berichtet die wesentlichen Risiken und die zugehörigen risikomindernden Maßnahmen an den Aufsichtsrat. Der Vorstand stellt die Integration des Risikobewertungsprozesses in die strategische Planung sicher.
Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der Effektivität des Risikomanagementprozesses, der Risikoaffinität und Toleranzschwellen, der Risikopositionen des Konzerns und der Effektivität der risikomindernden Maßnahmen verantwortlich. Der Aufsichtsrat delegiert einige dieser Verantwortungsbereiche an den Prüfungsausschuss (Audit Committee), ein Subkomitee des Aufsichtsrats.
Alle Borealis-Mitarbeiter tragen im Rahmen ihrer Befugnisse und Arbeitsbereiche die Verantwortung der Risikosteuerung, um sicherzustellen, dass das Risikomanagement erfolgreich in die Organisation des Unternehmens eingegliedert ist und in den täglichen Entscheidungsprozessen Anwendung findet.
Aufsichtsrat und Vorstand
In der ersten Jahreshälfte wurden Hetal Patel und Raul Prieto als Nachfolger von Khaled Salmeen und Khaled Al Zaabi in den Aufsichtsrat von Borealis berufen. Am 25. November 2024 wurde Mike Baker in den Aufsichtsrat berufen und löste damit das bisherige Mitglied Raul Prieto ab. Mit der Neugründung des Betriebsrats der Borealis AG im November 2024 sind nun drei Sitze offiziell von den Arbeitnehmervertretern Philipp Riesenkampff, Dorothea Wiplinger und Gernot Baumgartel besetzt. Daniela Vlad ist Ende Februar 2025 aus dem Aufsichtsrat von Borealis ausgeschieden, Alfred Stern übernahm ihre Position mit 1. März 2025.
17
Wie am 12. Juni 2024 angekündigt, hat der Aufsichtsrat der Borealis AG Stefan Doboczky zum 1. Juli 2024 zum CEO der Borealis AG bestellt. Stefan Doboczky folgt auf Thomas Gangl, dessen Mandat als CEO der Borealis AG und Anstellungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat zum 30. Juni 2024 beendet wurde. Zum 1. Februar 2024 hat Craig Arnold die Nachfolge von Lucrèce Foufopoulos-De Ridder in der Position Executive Vice President Polyolefins, Circular Economy Solutions and Innovation & Technology angetreten. 
Wirtschaftliche Entwicklung und Ausblick
Borealis beging 2024 sein dreißigjähriges Bestehen und feierte eine lange Erfolgsgeschichte als Innovator im Bereich Polymere und Branchenführer bei der Beschleunigung des Übergangs zur Kunststoffzirkularität. Die Kombination aus technologischem Können, Engagement für die Schaffung von Mehrwert für die Kunden und betrieblichem Können bildete die Grundlage für den Erfolg in einem schwierigen Jahr. Wie das Jahr davor war auch das Jahr 2024 von geopolitischer Unsicherheit, globalen Überkapazitäten bei Polyolefinen und einem langsamen Wachstum der Gesamtnachfrage nach Polyolefinen geprägt. Dennoch zeigte die finanzielle Leistung von Borealis deutliche Verbesserungen im Vergleich zu 2023.
Borealis muss sich auf sein 30-jähriges Bestehen stützen, um sich an die langfristigen strukturellen Entwicklungen anzupassen, mit denen alle Akteure der Branche konfrontiert sind. Dazu gehören der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, die Senkung der Treibhausgasemissionen und die mit neuen Technologien und der Digitalisierung verbundenen Umwälzungen. Die europäischen Akteure müssen sich bemühen, angesichts der Deindustrialisierung und der immer strengeren regulatorischen Anforderungen wettbewerbsfähig zu bleiben. Borealis ist jedoch dank seines starken Fundaments und der Agilität und des Engagements seiner Mitarbeiter gut aufgestellt, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern. 
Die verbesserte Sicherheitsbilanz für 2024 zeigt, dass Fortschritte auf dem Weg zum Ziel "Null Unfälle" gemacht wurden. Sicherheit wird auch im Jahr 2025 oberste Priorität haben, da Borealis im Rahmen seiner Initiative "HSSE 2030" danach strebt, Branchenführer in den Bereichen Gesundheit, Arbeitsschutz undSicherheit zu werden. 
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Sonstige Angaben
Gemäß § 267a UGB erstellt Borealis eine nicht-finanzielle Erklärung als Teil des Konzernlageberichts.
Die nicht-finanzielle Erklärung wurde in Übereinstimmung mit den Anforderungen des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) und in Abstimmung mit den Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (European Sustainability Reporting Standards; ESRS), in Vorbereitung auf die Berichtspflicht gemäß CSRD erstellt. Da der Bericht zum ersten Mal vollständig den ESRS entspricht, werden keine Vergleichsinformationen gemäß ESRS 1.136 angegeben. Weitere Informationen und Kennzahlen auf der Grundlage der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 sind in der nichtfinanziellen Erklärung von Borealis enthalten. 
2024
2024
2023
2023
exkl. NITRO 1)
inkl. NITRO 1)
exkl. NITRO 1)
inkl. NITRO 1)
Einkommen und Rentabilität
Gesamtumsatz und sonstige Erträge
EUR Mio.
7.951
7.951
7.1652)
7.8732)
Betriebsergebnis
EUR Mio.
342
342
62)
-342)
Betriebsergebnis in Prozent des Gesamtumsatzes und sonstiger Erträge
%
4
4
0
0
Ergebnis nach Steuern
EUR Mio.
543
566
2072)
1592)
Kapitalrendite nach Steuern (ROCE) 3)
%
6
6
2
2
Cashflow und Investitionen
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
EUR Mio.
749
749
438
552
Investitionen in Sachanlagen
EUR Mio.
602
602
659
729
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
EUR Mio.
1.028
1.028
2.348
2.348
Finanzielle Situation
Bilanzsumme
EUR Mio.
12.705
12.705
13.2032)
13.2032)
Verzinsliche Nettoverschuldung
EUR Mio.
946
946
-152
-152
Den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
EUR Mio.
8.696
8.696
9.1142)
9.1142)
Verschuldungsquote (Gearing)
%
11
11
-2
-2
Andere
Rate aufzeichnungspflichtiger Unfälle (Total Recordable Injuries; TRI)
Anzahl/Mio.
Arbeits-stunden
3,8
3.8
4,0
4,0
Mitarbeiteranzahl
Anzal der Personen
6.090
6.090
5.934
5.934
1) NITRO 2023: Borealis hat den Geschäftsbereich Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte (TEN) Anfang Juli 2023 veräußert. Deshalb sind für NITRO nur die Angaben der ersten sechs Monate für Pflanzennährstoffe, Melamin und TEN enthalten. Weitere Details werden in der Anhangangabe 8.1. Verkauf von Borealis NITRO des Konzernanhangs erläutert. // 2) Die Beträge für 2023 wurden angepasst. Für weitere Details siehe Anhangangabe 32 Anpassung im Anhang zum Konzernabschluss. // 3) Definition für ROCE wurde 2024 angepasst. Für 2023 führt die neue Berechnungsmethodik zum gleichen Ergebnis wie 2023 berichtet.
Definitionen
Eingesetztes Kapital: Gesamtes Eigenkapital plus Nettoverschuldung
Kapitalrendite (ROCE): Ergebnis nach Steuern plus Nettozinsen im Zusammenhang mit der Finanzierung
minus Steuereffekt dividiert durch das durchschnittlich eingesetzte Kapital.
Solvency Ratio: Gesamtes Eigenkapital minus Firmenwert dividiert durch Gesamtvermögen
Verschuldungsquote (Gearing): Verzinsliche Schulden, abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, dividiert durch gesamtes Eigenkapital
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Nicht-finanzielle Erklärung
Allgemeine Informationen
ESRS 2 Allgemeine Angaben
Der Europäische Standard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) schafft einen Rahmen für eine standardisierte Nachhaltigkeitsberichterstattung mit Schwerpunkt auf Governance, Strategie und zentralen Prozessen in verschiedenen Bereichen. Er legt den Schwerpunkt auf die transparente Offenlegung von Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) und definiert gleichzeitig die Angabe von Kennzahlen. ESRS 2 stellt sicher, dass Organisationen durch eine konsistente und umfassende Berichterstattung den gesetzlichen Anforderungen und den Erwartungen der Interessenträger gerecht werden. 
Grundlage für die Erstellung
Angabepflicht BP-1 - Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärungen
[ESRS 2-BP-1.5a] Die Nachhaltigkeitserklärung von Borealis wurde auf konsolidierter Basis erstellt. [ESRS 2-BP-1.5b i] Der Konsolidierungskreis ist auf den Jahresabschluss abgestimmt. [ESRS 2-BP-1.5b ii] Keines der Tochterunternehmen von Borealis ist von der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung ausgeschlossen.
Borealis hat sich nicht dafür entschieden:
[ESRS 2-BP-1.5d] spezifische Informationen zurückzuhalten, die dem geistigen Eigentum, dem Know-how oder den Ergebnissen von Innovationen entsprechen, gemäß [Abschnitt 7.7 von ESRS 1]; oder
[ESRS 2-BP-1.5e] die Offenlegung bevorstehender Entwicklungen oder in Verhandlung befindlicher Angelegenheiten zu unterlassen.
[ESRS 2-BP-2.16] Es wurden keine Informationen mittels Verweis aufgenommen.
[ESRS 2-BP-1.5c] Die Nachhaltigkeitserklärung deckt die wesentlichen direkten und indirekten vor- und nachgelagerten Geschäftsbeziehungen von Borealis ab. Die Wesentlichkeit wurde von den Borealis-Experten auf der Grundlage aller potenziell relevanten Themen gemäß den Nachhaltigkeitsaspekten der ESRS für jede Stufe der Wertschöpfungskette bestimmt.
Borealis hat die Schritte der Wertschöpfungskette wie folgt definiert und die Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) für jeden Schritt bewertet:
Vorgelagert:
oFossile Rohstoffe
oNachwachsende Rohstoffe
oRohstoffe für das Recycling
oRohstoffe
oEnergie und Versorgungsleistungen
oVerpackungen
oTechnische Hilfsmittel
Der eigene Betrieb umfasst die beiden Geschäftsbereiche von Borealis, die auf dem Markt präsent sind:
oPolyolefine (Polyethylen und Polypropylen)
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oBasischemikalien (einschließlich Ethylen, Propylen und andere chemische Grundstoffe)
Nachgelagert:
oTransport und Vertrieb
oKunden und Weiterverarbeiter
oMarkeninhaber
oEinzelhändler
oArten der Abfallbehandlung (Wiederverwertung, Verbrennung und Deponie)
oAuftragnehmer
oEndverbraucher
Die folgende Übersicht zeigt, inwieweit die Themen für jede Stufe der Wertschöpfungskette wesentlich sind:

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Angabepflicht BP-2 - Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen
[ESRS 2-BP-2.9a] Für die Zwecke der Erstellung der nichtfinanziellen Erklärung hat Borealis die gleichen Zeithorizonte verwendet, wie sie in [ESRS 1 Abschnitt 6.4] vorgeschlagen werden:
Kurzfristig: bis zu einem Jahr
Mittelfristig: ein bis fünf Jahre
Langfristig: mehr als fünf Jahre
[ESRS 2-BP-2.10a] Zur Berechnung der Scope-3-Treibhausgasemissionen wurden geschätzte Wertschöpfungskettendaten aus indirekten Quellen verwendet.
[ESRS 2-BP-2.10b] Für die Schätzung der Scope-3-Emissionen wurden die folgenden Grundlagen verwendet:
Emissionsfaktoren: bezogen von Ecoinvent, IEA, DBeis und GLEC;  
Fachartikel: bezogen von der University of Lexeter, dem Fraunhofer Institut; und
Schätzungen für das Aktivitätsniveau an einigen Standorten, die auf Durchschnittswerten basieren, welche aus der aktuellen oder historischen CO2-Bilanz von Borealis ermittelt wurden.
[ESRS 2-BP-2.10c] Die Berechnung der Scope-3-Emissionen hat eine begrenzte Genauigkeit aufgrund der Verwendung von ausgabenbasierten und sekundären Emissionsfaktoren.
[ESRS 2-BP-2.10d] Um die Genauigkeit der Berichterstattung über Scope-3-Treibhausgasemissionen in künftigen Berichten zu verbessern, plant Borealis folgende Maßnahmen:
Einführung eines ESG-Tools im Jahr 2025;
Abstimmung mit Lieferanten und Kunden zur Bereitstellung von Emissionsfaktoren auf Lieferantenbasis; und
Gespräche mit den Tochtergesellschaften über die Einführung einer CO2-Bilanzierung in Übereinstimmung mit dem THG-Protokoll.
[ESRS 2-BP-2.11a] [ESRS 2-BP-2.11b] Die folgenden Annahmen und Schätzungen wurden für die Berechnung der themenspezifischen Datenpunkte verwendet:
Energieverbrauch
Für kleinere Standorte, für die aufgrund fehlender Messsysteme keine vollständigen Informationen zum Energieverbrauch vorlagen, wurden Schätzungen/Berechnungen auf der Grundlage der verfügbaren Daten, z. B. der produzierten Mengen, vorgenommen.
Energie-Mix
Für jede Stromquelle, die nicht mit einem Herkunftsnachweis belegt ist, hat Borealis den veröffentlichten Faktor für den Residualmix des Netzes nach AIB (2023) verwendet. Für die außereuropäischen Standorte wurden Informationen aus der Datenbank Ecoinvent© verwendet.
Umgesetzte Energieeinsparungen
Bei erwarteten Einsparungen aus geplanten Projekten basiert die Schätzung der Einsparungen auf der Business-Case-Kalkulation und wurde mit dem Szenario der Weiterführung der aktuellen Geschäftspraktiken verglichen.

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Verarbeitete kreislauffähige Rohstoffe
Für Drittstandorte, für die der Eingangswert nicht ermittelt werden kann, wurde die Rohstoffmenge auf der Grundlage der erhaltenen Rezyklatmenge, multipliziert mit dem in vergleichbaren Borealis-Recyclinganlagen erzielten Ertragsfaktor berechnet. Für die Umwandlung von Abfall in Pyrolyseöl wurde im Allgemeinen ein Ertragsfaktor auf Grundlage der Erfahrungswerte von Borealis verwendet.
Bei Joint Ventures wurde der prozentuale Anteil des Rohstoffs in den KPI aufgenommen, der dem Eigentumsanteil von Borealis entspricht (z. B. wenn Borealis einen Anteil von 45 % hält, werden nur 45 % des Rohstoffs berücksichtigt).
Kreislauffähigkeit
Für Drittanbieteranlagen und Joint Ventures wurde die vertraglich zugesicherte Kapazität, die von Feedstock Sourcing oder dem BC-Optimierungs- und Planungsmanager bereitgestellt wurde, zur Berechnung der jeweiligen Kreislauffähigkeit herangezogen.
Arbeitsstunden von Auftragnehmern
Die Meldung der Arbeitsstunden von Auftragnehmern (Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette) erfolgt monatlich durch die Standorte, die diese in einer zentralen Datenbank (AFO SAP-basiert) erfassen. Die Methodik zur Erfassung dieser Stundenzahlen unterscheidet sich von Standort zu Standort (eigenständiger Standort vs. in den Chemiepark integriert vs. Standorte ohne automatische Erfassung), je nach den lokalen Möglichkeiten der Erfassung.
Für Standorte, die über keine automatisierte Erfassungsanwendung verfügen und somit keine Primärdaten zur Verfügung haben, wurden die Stunden der Auftragnehmer auf der Grundlage folgender Daten geschätzt:
Stempeluhren-Registrierungen,  
Anzahl der Vollzeitäquivalente (FTE) multipliziert mit der Anzahl der Stunden oder  
hybrider Ansatz.
Diese Annahmen wurden konservativ getroffen, und die Abweichung liegt im Bereich einer Unterschätzung von 5 % der Arbeitsstunden der Auftragnehmer, was zu einer Übererfassung der Gesamtunfallrate (TRIR) und der Rate der Prozesssicherheitsereignisse (PSER) führt.
[ESRS 2-BP-2.15] Diese nicht-finanzielle Erklärung wurde gemäß § 267a UGB als Teil des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den Anforderungen des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) erstellt. Die nichtfinanzielle Erklärung wurde gemäß den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erstellt, um die Berichtsanforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu erfüllen. Da der Bericht zum ersten Mal vollständig gemäß den ESRS erstellt wurde, werden keine Vergleichsdaten gemäß ESRS 1.136 ausgewiesen. Borealis schließt weitere Informationen und Kennzahlen auf der Grundlage der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 ein. 
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Governance
Angabepflicht GOV-1 - Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
[ESRS 2-GOV-1.21a] Die Borealis AG hat eine duale Führungsstruktur, bestehend aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat.
Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern, darunter der CEO und der CFO.
Der Aufsichtsrat hat insgesamt acht Mitglieder. Fünf Mitglieder vertreten die Anteilseigner von Borealis, darunter drei Mitglieder von der OMV und zwei von ADNOC. [ESRS 2-GOV-1.21b, e] Drei Aufsichtsratsmitglieder sind Betriebsräte, die ausschließlich Arbeitnehmer von Borealis vertreten. Demnach gibt es keine unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder.  
Der Aufsichtsrat hat zwei Unterausschüsse, den Vergütungsausschuss und das Audit Committee.
[ESRS 2-GOV-1.21c] Die unten aufgeführten Fachkenntnisse und Fähigkeiten des Borealis-Vorstands sind für die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen von Borealis relevant, da sie die wichtigsten Sektoren, Produkte und geografischen Standorte von Borealis berücksichtigen.
Mitglied des Vorstandes
Branchenerfahrung
Produkterfahrung
Geografische Erfahrung
Stefan Doboczky
CEO
Chemische Industrie, Öl und Gas (OMV Aufsichtsratsmitglied)
Europa, USA, Asien
Daniel Turnheim
CFO
Öl und Gas (OMV, OMV Petrom)
Europa, Asien
Craig Arnold
EVP Polyolefine, Lösungen für Kreislaufwirtschaft und Innovation & Technologie
Chemische Industrie
Kreislaufwirtschaft
Europa, Asien, Afrika, Australien, Neusee-land, USA
Wolfram Krenn
EVP Basischemikalien, Operations & HSEQ
Öl und Gas (OMV, OMV Petrom)
Chemikalien
Europa
Philippe Roodhooft
EVP Joint Ventures & Wachstumsprojekte
Chemische Industrie
Europa, UAE, USA
[ESRS 2-GOV-1.21d] Der Vorstand besteht aus fünf männlichen Mitgliedern (100 %). Ihr Alter liegt zwischen 49 und 61 Jahren, mit einem Mitglied in der Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahre (20 %) und vier Mitgliedern (80 %) in der Altersgruppe über 50 Jahren.
Im Vorstand sind drei Nationalitäten vertreten: drei österreichische Mitglieder, ein belgisches Mitglied und ein schweizerisch/südafrikanisches Mitglied.
Während des Berichtszeitraumes 2024 hatte der Aufsichtsrat acht Mitglieder, darunter zwei weibliche Mitglieder (25 %), einschließlich der Vorsitzenden, und sechs männliche Mitglieder (75 %).

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[ESRS 2-GOV-1.22a] Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind in verschiedenen Beiräten oder Ausschüssen tätig oder führen den Vorsitz, um die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen von Borealis zu überwachen:
ESG-Governance-Struktur - Ausschüsse und Beiräte für das Management wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen
Prüfungsausschuss
Aufsichtsrat
Vergütungsausschuss
Vorstand
Vorstandsvorsitzender
Finanzvorstand
EVP Polyolefine, Lösungen für Kreislaufwirtschaft und Innovation & Technologie
EVP Basischemikalien, Operations & HSE
Ausschuss für Sustainability & Responsible Care
Beirat für Renten und Sozialleistungen
CES Portfolio Meeting
Energie & CO2-Ausschuss
Ethics Council
Netzwerk für Risiko-coaching
[ESRS 2-GOV-1.22b] Der Aufsichtsrat und der Vorstand sind die beiden höchsten Leitungsorgane, die für die Überprüfung und Genehmigung ESG-bezogener wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen verantwortlich sind und sicherstellen, dass angemessene Maßnahmen ergriffen werden.
Die folgende Grafik zeigt die Verantwortlichkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder für die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen von Borealis.
ESG-Governance-Struktur - Zuständigkeiten für Themen, die für wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen relevant sind
Prüfungsausschuss
Aufsichtsrat
Vergütungsausschuss
Vorstand
Vorstands-vorsitzender
Finanzvorstand
EVP Polyolefine, Lösungen für Kreislaufwirtschaft und Innovation & Technologie
EVP Basis-chemikalien & Betrieblicher Bereich
EVP Joint Ventures & Wachstums-projekte
Gesundheit, Sicherheit, Umwelt & Qualität
Finanzen und Controlling
Lösungen für Kreislaufwirtschaft
Beschaffung von Energie und Rohstoffen
Kreislauforientierte Polyolefin-Lösungen und Wachstums-projekte
Nachhaltigkeit und Public Affairs
Management von Vermögenswerten und Lieferketten
Strategie und Entwicklung des Konzerns
People & Culture
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Die Zuständigkeiten des Aufsichtsrats und des Vorstands für wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen sind derzeit nicht in den maßgeblichen Dokumenten der Borealis AG, wie der Satzung und der Geschäftsordnung des Vorstands und des Aufsichtsrats, festgelegt.
[ESRS 2-GOV-1.22c i] Der Vorstand trifft die Entscheidungen und Maßnahmen, die für die Führung der Geschäfte von Borealis erforderlich sind, in eigener Verantwortung.
Zu den Aufgaben des Vorstandes gehören unter anderem:
Leitung, Organisation und Verwaltung des Unternehmens nach österreichischem Recht, der Satzung der Borealis AG, den Beschlüssen des Aufsichtsrats, der Geschäftsordnung des Vorstandes, dem Budget und dem Geschäftsplan;
Vertretung der Gesellschaft nach österreichischem Recht, der Satzung und der Geschäftsordnung des Vorstandes der Borealis AG und Durchführung der Beschlüsse der Hauptversammlung bzw. der Aufsichtsratsbesprechungen;
Entwicklung, Vorschlag und Umsetzung der Strategie des Konzerns in Zusammenarbeit mit und unter der Aufsicht des Aufsichtsrats;
Organisation und Verwaltung des Rechnungswesens und der finanziellen, steuerlichen und sonstigen betrieblichen Bereiche des Unternehmens;
Implementierung eines angemessenen Versicherungsschutzes für das Unternehmen gemäß den Anforderungen des Aufsichtsrats; und
Mindestens einmal jährlich Berichterstattung an das Audit Committee über den Prüfungsplan und alle wesentlichen Feststellungen.
Der Vorstand muss außerdem den Aufsichtsrat und die Aktionäre unverzüglich über alle Situationen informieren, die für die Rentabilität oder Liquidität des Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind.
[ESRS 2-GOV-1.22c ii] Die Zuständigkeitsbereiche der Vorstandsmitglieder sind im Folgenden aufgeführt, wobei die Leiter der Abteilungen direkt an das jeweilige Vorstandsmitglied berichten:
CEO: Communications, Health, Safety, Environment & Quality (HSE&Q), People & Culture, Internal Audit, Legal & Compliance, Sustainability & Public Affairs, Strategy & Group Development
CFO: Group Controlling, Group Tax, Procurement, Treasury & Funding (einschl. Risk Management), Group Accounting, Digital Solutions
EVP Polyolefins, Circular Economy Solutions (CES) and Innovation & Technology: Innovation & Technology, Product Asset & Supply Chain Management, CES, Commercial Performance Materials, Commercial Energy
EVP Base Chemicals & Operations: Operations PO, Reliability, Turnaround & Projects, Excellence & Transformation, Base Chemicals, Operations CES
EVP Joint Ventures & Growth Projects: Asset Technology, Joint Venture Development
[ESRS 2-GOV-1.22c iii] Borealis verfügt derzeit nicht über spezielle Kontrollen und Verfahren für das Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen. Das Unternehmen verfügt über ein allgemeines internes Kontrollsystem, das den EU-Vorschriften entspricht und dem CEO und der obersten Führungsebene untersteht. Diese Kontrollen bewerten die Robustheit der Systeme und Prozesse des Konzerns und unterstützen die Überwachung, das Management und die Berichterstattung über die damit verbundenen Risiken, einschließlich der Nachhaltigkeit. Interne
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Kontrollen werden für Kernprozesse definiert und verlangen von den Verantwortlichen eine Selbstbewertung.
Die interne Revision von Borealis folgt den Richtlinien des Institute of Internal Auditors.
[ESRS 2-GOV-1.22d] Das Sustainability & Responsible Care Committee wird vom CEO unterstützt und vom Director Sustainability & Public Affairs geleitet. Zu seinen ständigen Mitgliedern gehören alle Vorstandsmitglieder und der Vice President (VP) HSEQ.
Der Ausschuss ist verantwortlich für die Überwachung der Zielsetzung in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen, das Management der Leistung von ESG-bezogenen Indikatoren und die Umsetzung der Nachhaltigkeitselemente der Borealis Strategie 2030. Darüber hinaus überwacht er ESG-bezogene regulatorische Anforderungen und entscheidet, wie Borealis diese umsetzen wird.
Die jeweiligen Unternehmens- und Geschäftsfunktionen informieren den Vorstand über Entwicklungen, die für wesentliche Themen relevant sind, zeigen Risiken und Chancen auf und stellen die Informationen zur Verfügung, die der Vorstand benötigt, um entsprechende Entscheidungen zu treffen, z. B. die Anpassung interner Policies.
[ESRS 2-GOV-1.23a] Der Vorstand kann auf ein breites Spektrum an nachhaltigkeitsbezogenem Fachwissen zurückgreifen. Der Director Sustainability & Public Affairs und die Mitglieder der Geschäftsführung und der oberen Führungsebene verfolgen kontinuierlich neue Entwicklungen im Bereich ESG und erörtern diese mit den Vorstandsmitgliedern in regelmäßigen Sitzungen (wie z. B. im Sustainability & Responsible Care Committee), bei Vorstandssitzungen und auf anderen Plattformen. Interne Experten und ESG-Berater werden eingeladen, Hintergrundinformationen zu bestimmten Themen bereitzustellen und die neuesten Entwicklungen und Trends sowie relevante Branchenberichte zu präsentieren. Strategische Projekte sind auch ein wirksames Mittel, um das kollektive Wissen, die Fähigkeiten und die Erfahrung des Vorstands und der Führungsteams kontinuierlich zu erweitern. Ein konstruktiver Dialog mit Nichtregierungsorganisationen ist ebenfalls wichtig, um deren Erwartungen zu verstehen und aktuelle Informationen über Fortschritte, bewährte Verfahren und geplante Maßnahmen zu teilen.
[ESRS 2-GOV-1.23b] Die Fähigkeiten und das Fachwissen der Vorstandsmitglieder, insbesondere die Kenntnisse, die durch regelmäßige Berichte der jeweiligen Unternehmens- und Geschäftsfunktionen gewonnen werden, befähigen den Vorstand, vorgeschlagene neue Policies und Anpassungen bestehender Policies für das Management wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen zu prüfen und zu genehmigen.
[ESRS 2-GOV-1.5a] Zusätzlich zu den in [ESRS 2-GOV-1.22c i] genannten Aufgaben gehört es zu den Aufgaben des Vorstands in Bezug auf die Unternehmenspolitik, die Verpflichtung aller Arbeitnehmer zu fördern, sich zu Fragen der Unternehmenspolitik zu äußern, und durch vierteljährliche Informationen über die Geschäftslage ein Bewusstsein zu schaffen.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat überprüfen auch jährlich das Compliance Management System und geben Anregungen zur weiteren Verbesserung seiner Wirksamkeit.
Die Geschäftsleitung ist auch für die Genehmigung relevanter Policies im Zusammenhang mit der Unternehmenspolitik zuständig, z. B. die Ethics Policy von Borealis.
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[ESRS 2-GOV-1.5b] Die Kompetenzen und das Know-how des Vorstands in Bezug auf Geschäftspraktiken werden durch Informationen und Updates zu ethikbezogenen Themen ergänzt, die durch die Abteilung Group Compliance & Ethics zur Verfügung gestellt werden. Diese Informationen umfassen wichtige neue Projekte, einen Bericht über begründetes unethisches Verhalten und kritische Bedenken, aktuelle Informationen über durchgeführte Schulungen und alle weiteren wichtigen Entwicklungen. Darüber hinaus kommuniziert Borealis jährlich seine Antikorruptionsrichtlinien und -verfahren an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Die Vorstandsmitglieder erhalten außerdem Schulungen zu Antikorruptionsrichtlinien und -verfahren, Menschenrechten und Marktmissbrauchsverordnung.
Angabepflicht GOV-2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen
[ESRS 2-GOV-2.26a] Die Executive- und Senior-Management-Funktionen erörtern regelmäßig strategisch und operativ wesentliche Themen mit dem Vorstand über Ausschüsse. Diese Ausschüsse sind entweder in die regelmäßigen Vorstandssitzungen integriert, die monatlich und zweiwöchentlich stattfinden, oder werden vom zuständigen Vorstandsmitglied geleitet. Die verantwortlichen Mitglieder des Senior Managements treten ebenfalls über diese Ausschüsse mit dem Vorstand in Austausch, um Strategien, Policies, Ziele, Kennzahlen, Sorgfaltspflichten und Umsetzungspläne abzustimmen.
[ESRS 2-GOV-2.26b] Borealis hat sich verpflichtet, die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, die positiven und negativen Auswirkungen seiner Aktivitäten auf Menschen, Umwelt und Wirtschaft zu bewerten und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Die Aufgaben des Sustainability & Responsible Care Committee umfassen die Überwachung der Umsetzung der Responsible-Care-Policy der Gruppe, die die Leitprinzipien für die Umsetzung dieser Standards festlegt. Derzeit sind keine Abwägungen (Trade-offs) in diesen Standards enthalten. Weitere Informationen zur Zusammensetzung und Rolle des Ausschusses sind unter [ESRS 2-GOV-1.22d] zu finden.
[ESRS 2-GOV-2.26c] Der Vorstand hat alle Themen im Zusammenhang mit den wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen durch regelmäßige Berichterstattung der jeweiligen Unternehmens- und Geschäftsbereichen behandelt.
Der Leiter Group Compliance & Ethics stellt Compliance-Updates bereit und berichtet an den Aufsichtsrat, den Vorstand und den Ethics Council von Borealis. Auch das Audit Committee erhält jährlich einen ausführlichen Compliance-Bericht.
Alle diese Berichte enthalten einen Überblick und Trends bei Whistleblower-Meldungen, einschließlich der Kategorisierung der Fälle, der Risikobewertung der Fälle, der Disziplinarmaßnahmen und des geschätzten Schadens. Die Berichte an den Vorstand, den Ethics Council und das Audit Committee enthalten auch eine Aktualisierung des Datenschutzstatus, während die Berichte an das Audit Committee und den Ethics Council detaillierte Informationen über wichtige Compliance-Fälle und allgemeine Trends, Entwicklungen und Compliance-bezogene Projekte enthalten.
Zusätzlich zu den oben genannten Berichten legt Compliance & Ethics dem Vorstand und dem Audit Committee jährlich einen Bericht über das Borealis Compliance Management System vor und bittet um Zustimmung zu dessen Effizienz, die für die Aufrechterhaltung der ISO-Zertifizierung von Borealis nach ISO 37001 und ISO 37301 erforderlich ist.
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Angabepflicht GOV-3 - Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme
[ESRS 2-GOV-3.29a] Borealis verfügt über zwei Anreizsysteme: den Borealis Incentive Plan (BIP), ein kurzfristiges Anreizsystem, und den Long Term Incentive Plan (LTIP) als langfristiges Anreizsystem. Alle Arbeitnehmer ab der Gehaltsstufe 12 sind zur Teilnahme am BIP berechtigt, während für Arbeitnehmer unterhalb dieser Gehaltsstufe lokale Programme gelten. Alle Arbeitnehmer ab der Gehaltsstufe 15 sind zur Teilnahme am LTIP berechtigt. (Siehe [S1-9.AR 71] für die Definition der Borealis-Gehaltsstufen).
[ESRS 2-GOV-3.29b, c] Die Auszahlungen im Rahmen des BIP und des LTIP sind an wichtige Leistungsindikatoren (KPIs) geknüpft, darunter mehrere KPIs im Zusammenhang mit ESG. Dazu gehören die HSSE-Leistung, die Diversität und das Engagement der Arbeitnehmer sowie Umweltkennzahlen wie die Umsatzerlöse der Lösungen für Kreislaufwirtschaft, Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen und Erneuerbare Energien. Darüber hinaus beinhalten sowohl der BIP als auch der LTIP einen HSSE-Malus- und Rückforderungsmechanismus, der von der HSSE-Leistung im jeweiligen Planzeitraum abhängt.
[ESRS 2-GOV-3.29d] Für den Vorstand hängen 2 % der BIP-Auszahlung und 7,5 % der LTIP-Auszahlung von nachhaltigkeitsbezogenen Zielen ab. [ESRS 2-GOV-3.29e] Die Ziele für die Anreizsysteme und die Erreichung dieser Ziele werden vom Aufsichtsrat über den Vergütungsausschuss festgelegt.
[ESRS 2-GOV-3.13] Klimabezogene Überlegungen werden bei der Vergütung der Vorstandsmitglieder durch die nachhaltigkeitsbezogenen KPIs im BIP und LTIP berücksichtigt. Insbesondere die Umsatzerlöse der Lösungen für Kreislaufwirtschaft, die Scope-1- und 2-Treibhausgasemissionen und die Kennzahlen für Erneuerbare Energien stehen in direktem Zusammenhang mit den Auswirkungen des Konzerns auf das Klima. Die KPIs für THG-Emissionen im BIP und LTIP sind auf die THG-Reduktionsziele abgestimmt, die in [E1-4] aufgeführt sind. Bis zu 2 % der Auszahlung im Rahmen des BIP und 7,5 % im Rahmen des LTIP sind mit klimabezogenen Überlegungen verknüpft.
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Angabepflicht GOV-4 - Erklärung zur Sorgfaltspflicht
Die wichtigsten Aspekte des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht sind in der nicht-finanziellen Erklärung gemäß der nachstehenden Tabelle aufgeführt:
Behandlung der Sorgfaltspflicht im Nachhaltigkeitsbericht
Kernelemente der Sorgfaltspflicht
Abschnitte in der Nachhaltigkeitserklärung
a) Einbindung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 GOV-2
ESRS 2 GOV-3
ESRS 2 SBM-3
b) Einbeziehung betroffener Interessenträger in alle wichtigen Schritte des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht
ESRS 2 GOV-2
ESRS 2 SBM-2
ESRS 2 IRO-1
ESRS 2 MDR-P
c) Ermittlung und Bewertung negativer Auswirkungen
ESRS 2 IRO-1
ESRS 2 SBM-3
d) Maßnahmen zum Umgang mit negativen Auswirkungen
ESRS 2 MDR-A
e) Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen und Kommunikation
ESRS 2 MDR-M
ESRS 2 MDR-T
Angabepflicht GOV-5 - Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
[ESRS 2-GOV-5.36a] Das Risikomanagement und die internen Kontrollverfahren des Konzerns in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung werden im Rahmen des Geschäftsberichtsprozesses definiert. Dieser Prozess, einschließlich der Berichterstattung von Borealis über nichtfinanzielle Daten und des allgemeinen Ansatzes zur Datenerhebung während des Jahres für die interne Berichterstattung, ist derzeit nicht in einem Verfahren oder einer Arbeitsanweisung definiert. Im Jahr 2025 wird Borealis jedoch ein formelles Dokument im Borealis Management System einrichten, das den Projektmanagementprozess, die Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die rechtlichen Anforderungen definiert.
Die wichtigsten Bestandteile des Geschäftsberichtsprozesses werden im Folgenden beschrieben.
Zu Beginn der Berichtssaison werden die Verantwortlichkeiten für die Nachhaltigkeitsberichterstattung festgelegt. Dazu gehören Projektmanagement, Bereitstellung der Inhalte, Überprüfung und Genehmigung, wobei der Vorstand die letzte Verantwortung für die Nachhaltigkeitserklärung trägt.
Jedes Kapitel der nichtfinanziellen Erklärung wird einem Inhaltsverantwortlichen, einem Inhaltslieferanten und einem zweiten Inhaltslieferanten zugewiesen. Sie sind für den Inhalt des Kapitels verantwortlich und stellen die erforderlichen Informationen, einschließlich Daten, zur Verfügung, die vom ESG-Manager und dem Texter für die nichtfinanzielle Erklärung in Text umgesetzt werden. Der Director Sustainability & Public Affairs ist für den Prozess der Entwicklung der Nachhaltigkeitserklärung verantwortlich und stimmt ihn mit dem Vorstand ab.
Die wichtigsten Tools oder Arbeitsbereiche für die Erstellung der nichtfinanziellen Erklärung sind SharePoint und SmartNotes, auf die alle Inhaltsverantwortlichen und Inhaltslieferanten
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Zugriff haben. In Zukunft wird Borealis ein Reporting-Tool einführen, das während des gesamten Prozesses der Nachhaltigkeitsberichterstattung verwendet werden soll.
Das Unternehmen hat folgende Gremien eingerichtet:
Einen CSRD-Lenkungsausschuss, der für strategische Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Geschäftsbericht 2024, dem Zeitrahmen, den Zuständigkeiten und Fragen zum Prüfungsverfahren zuständig ist; und
Einen Ausschuss für die Geschäftsberichterstattung, der für das gesamte Projektmanagement des Geschäftsberichts verantwortlich ist.
Diese Ausschüsse treffen sich monatlich während der Vorbereitungsphase des Geschäftsberichts. Der Konzern verfügt auch über ein CSRD-Kernteam, das zweiwöchentlich zusammentritt, um Themen im Zusammenhang mit dem eigentlichen Berichterstattungsprozess zu erörtern und mögliche Fragen aufzuwerfen, über die der CSRD-Lenkungsausschuss zu entscheiden hat.
Vor Beginn des Prüfungsprozesses genehmigen die benannten leitenden Mitarbeiter die Entwürfe der Kapitel des Geschäftsberichts. Die Daten werden validiert und geprüft, bevor sie in den Bericht eingefügt werden.
[ESRS 2-GOV-5.36b] Die Risk Management Policy von Borealis legt den Gesamtrahmen für den Risikomanagementprozess des Konzerns fest und enthält die Grundsätze, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie Richtlinien für die Risikobewertung, -minderung und -berichterstattung. Der Risikobewertungsansatz besteht aus der Risikoidentifizierung, der Risikoanalyse und der Risikobewertung, was wiederum eine Priorisierung der Risiken ermöglicht.
Der Konzern plant, das Management nachhaltigkeitsbezogener Risiken in das Konzept und den Rahmen des Risikomanagements von Borealis aufzunehmen.
[ESRS 2-GOV-5.36c] Wesentliche Risiken im Zusammenhang mit dem nichtfinanziellen Geschäftsbericht:
Nichteinhaltung der geltenden nationalen und internationalen Vorschriften, insbesondere der CSRD, der EU-Taxonomie und des NaDiVeG;
Reputations- und Imageschäden sowie potenzielle Geldstrafen, wenn der Konzern falsche oder ungenaue quantitative oder qualitative Daten veröffentlicht;
Nichteinhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Fristen für die Berichterstattung; und
Eingeschränkter Zusicherungsvermerk.
Für diese Risiken gibt es folgende Abhilfemaßnahmen und Kontrollen:
Einführung eines zentralen Berichterstattungsinstruments zur Sicherstellung der Datenqualität, einschließlich Kontrollen für die Datenerfassung und -validierung, sowie Durchlaufen von Genehmigungsschleifen vor der Veröffentlichung.
Zeitplan in Abstimmung mit allen relevanten Abteilungen (Nachhaltigkeit, Konzernrechnungswesen, Kommunikation, Konzerncontrolling, Rechtsabteilung); und
Regelmäßige Besprechungen und Abstimmung mit der Geschäftsführung und dem Prüfer.
[ESRS 2-GOV-5.36d] Der Risikobeauftragte des Konzerns berichtet direkt an den VP Treasury and Funding.
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[ESRS 2-GOV-5.36e] Das Risk Coaches Network (RCN) unter dem Vorsitz des CFO ist ein funktionsübergreifendes Team, in dem Mitglieder aller Geschäftsbereiche vertreten sind. Es trifft sich vierteljährlich und ist für die Vorbereitung, Konsolidierung und Überprüfung von Risiken zuständig. Das RCN ist verpflichtet, dem Vorstand und dem Audit Committee mindestens zweimal jährlich Bericht zu erstatten. Im Jahr 2024 erhielt der Vorstand vier Aktualisierungen und das Audit Committee zwei.
Strategie
Angabepflicht SBM-1 - Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette
[ESRS 2-SBM-1.40a i] Borealis ist ein weltweit führender Anbieter von bahnbrechenden chemischen und Polyolefin-Lösungen. Die wichtigsten Produktgruppen sind:
Polyolefine
Borealis ist einer der weltweit führenden Anbieter von innovativen und nachhaltigen Polyolefin-Lösungen. In Europa ist Borealis auch ein innovativer Marktführer bei der Wiederverwertung von Polyolefinen. Der Konzern nutzt sein Polymer-Know-how und seine jahrzehntelange Erfahrung, um wertsteigernde, innovative und kreislauforientierte Lösungen für wichtige Geschäftsbereiche wie Verbraucherprodukte, Energie, Healthcare, Infrastructure und Mobility anzubieten.
Basischemikalien
Als Bausteine der chemischen Industrie werden Basischemikalien zur Herstellung der wesentlichen Produkte und Anwendungen eingesetzt, die von Industrie und Verbrauchern im täglichen Leben genutzt werden. Basischemikalien werden in verschiedenen Sektoren verwendet, darunter Luftfahrt, Mobilität, Erneuerbare Energie, Konsumgüter, innovative Verpackungen, Healthcare und viele andere.
Im Jahr 2022 haben der Vorstand und der Aufsichtsrat die Strategie 2030, in deren Mittelpunkt die Nachhaltigkeit steht, geprüft und genehmigt und sind auch für die endgültige Genehmigung der nichtfinanziellen Informationen verantwortlich.
Die Säulen der Strategie 2030 von Borealis sind:
Geografische Expansion – Wandel zu einem globalen Partner für die Kunden
Transformation - Entwicklung zu einem vollständig kundenorientierten Ansatz, um innovative und nachhaltige Materiallösungen anzubieten
Starkes Fundament - Sicherheit, Mitarbeiter, Innovation & Technologie und Performance Excellence
[ESRS 2-SBM-1.40a ii] Die wichtigsten Kunden- oder Branchencluster von Borealis sind:
Healthcare (pharmazeutische Verpackungen, medizinische und diagnostische Geräte)
Consumer Products (Geräte, Fasern, flexible Verpackungen, starre Verpackungen, Schaumstofflösungen)
Mobility (Fahrzeuginterieur und -exterieur, Batterieanwendungen, Front-End-Träger, E-Boxen)
Energy (Kabel, Energiespeicherung, Solar)
Infrastructure (Lösungen für Rohre und Formstücke)
Solutions for Polymers (Polymermodifikatoren, Masterbatch und Compound Trägermaterialien, strukturierte Produkte, Schaumlösungen)
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Borealis' Bestreben, ein globaler Akteur zu werden, hat bereits mit den laufenden Investitionen in globale Wachstumsprojekte begonnen, darunter Borouge 4 (VAE), Baystar (USA) und Kallo PDH2 (Belgien). Die Strategie 2030 unterstreicht die Wichtigkeit, den schnell wachsenden asiatischen Markt zu bedienen und die Präsenz des Konzerns in Nordamerika auszubauen.
Borealis hat vor kurzem eine Überarbeitung seiner Strategie 2030 eingeleitet, um die Auswirkungen der externen Entwicklungen seit der letzten Aktualisierung der Strategie zu berücksichtigen (siehe auch [ESRS 2-SBM-2.45c ii]).
[ESRS 2-SBM-1.40a iii] Die Anzahl der Arbeitnehmer von Borealis nach geografischen Gebieten ist in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:
Geschlecht
Unbefristet
Befristet
Gesamt
Vollzeit
Teilzeit
Gesamt
Gesamt
Männlich
4.649
73
4.722
4.389
333
4.722
Weiblich
1.383
68
1.451
1.211
240
1.451
Gesamt
6.032
141
6.173
5.600
573
6.173
Borealis AG
Männlich
211
4
215
211
4
215
Weiblich
213
7
220
191
29
220
Gesamt
424
11
435
402
33
435
Österreich
Männlich
981
16
997
960
37
997
Weiblich
447
26
473
349
124
473
Gesamt
1.428
42
1.470
1.309
161
1.470
Belgien
Männlich
1.019
8
1.027
876
151
1.027
Weiblich
232
6
238
166
72
238
Gesamt
1.251
14
1.265
1.042
223
1.265
Finnland
Männlich
707
13
720
706
14
720
Weiblich
210
13
223
212
11
223
Gesamt
917
26
943
918
25
943
Schweden
Männlich
724
16
740
706
34
740
Weiblich
232
14
246
242
4
246
Gesamt
956
30
986
948
38
986
Sonstiges Europa
Männlich
741
13
754
658
96
754
Weiblich
127
3
130
102
28
130
Gesamt
868
16
884
760
124
884
Nicht-Europa
Männlich
477
7
484
483
1
484
Weiblich
135
6
141
140
1
141
Gesamt
612
13
625
623
2
625
[ESRS 2-SBM-1.40d i] Zu den Rohstoffen von Borealis gehören leichtes Naphtha, Butan, Propan, Ethan und einige Raffinerieströme. Das Unternehmen beschafft und liefert auch
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Energie (in Form von Erdgas, Strom oder Dampf) als Versorgungsunternehmen für alle seine Anlagen in der EU.
Die Kohlenwasserstoff-Produktionsanlage des Konzerns in Porvoo (Finnland) besteht aus einem Steamcracker, der Naphtha, Butan, LPG-Gemisch und Raffinerieströme als Rohstoffe einsetzt, sowie aus Cumol-, Phenol- und Aceton-Anlagen.
Der Steamcracker in Stenungsund (Schweden) verwendet Ethan, Propan, Butan und Naphtha als Rohstoffe und betreibt das größte LPG-Lager in Europa, was eine weltweite Beschaffung ermöglicht.
Die Propandehydrierungsanlage in Antwerpen (Belgien) wird über das Antwerpener Gasterminal beliefert, das mit großen Flüssiggasschiffen und Eisenbahnwaggons importieren kann und durch Propylen-Pipelines mit allen wichtigen ARA (Amsterdam/Rotterdam/Antwerpen)-Produzenten und -Verbrauchern (einschließlich der PP-Anlagen von Borealis in Kallo und Beringen) verbunden ist.
Die Olefinlieferungen nach Burghausen (Deutschland) und Schwechat (Österreich) stammen hauptsächlich aus den nahegelegenen Produktionsanlagen der OMV, wobei auch ein Teil des Propylens per Eisenbahnwaggon importiert wird.
Das Unternehmen hatte im Jahr 2024 keine Einnahmen aus fossilen Brennstoffen.
[ESRS 2-SBM-1.40e] Das nachhaltigkeitsbezogene Ziel von Borealis in Bezug auf wichtige Produktgruppen und Dienstleistungen besteht darin, seine Kapazität an Kreislaufprodukten und -lösungen bis 2030 auf 1,8 Millionen Tonnen weltweit zu erhöhen. Es gibt keine weiteren nachhaltigkeitsbezogenen Ziele in Bezug auf wichtige Produktgruppen und Dienstleistungen, Kundenkategorien, geografische Gebiete und Beziehungen zu Interessenträgern. 
[ESRS 2-SBM-1.40f] Ende 2024 betrug die Kreislaufkapazität des Konzerns 227.900 Tonnen pro Jahr.
[ESRS 2-SBM-1.40g] Borealis ist bei der Erreichung seiner Produktionskapazitätsziele von externen Faktoren abhängig, wie z. B. von den wirtschaftlichen Bedingungen und deren Auswirkungen auf die Marktnachfrage sowie von regulatorischen Entwicklungen, insbesondere von der mangelnden Akzeptanz der Massenbilanz-Grundsätze für chemisches Recycling und dem Fehlen von Konzepten zur Förderung biobasierter Kunststoffe. Die daraus resultierenden hohen Rohstoffkosten behindern die Marktakzeptanz dieser Kreislauflösungen erheblich. Auch wenn der Konzern mit den oben genannten Abhängigkeiten konfrontiert ist, wird er sich weiterhin bemühen, die Lücke zu seinen strategischen Zielen zu schließen.
[ESRS 2-SBM-1.42a] Die wichtigsten Lieferanten (vorgelagerte Wertschöpfungskette) stammen aus den folgenden Branchen:
Fossile Rohstoffe
Nachwachsende Rohstoffe
Rohstoffe für das Recycling
Rohstoffe
Energie und Versorgungsunternehmen
Verpackungen
Technisches Zubehör
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Die Abteilung Product Stewardship ist verantwortlich für die Bewertung und die Auswahl von Lieferanten in Bezug auf Rohstoffe und Ausgangsmaterialien und berücksichtigt dabei Faktoren wie:
Sicherheit und Nachhaltigkeit der Versorgung;
Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage;
Qualitätsanforderungen;
Anzahl der verfügbaren Lieferanten;
Produktionskapazität;
Angewandte Produktionstechnik;
Verfügbarkeit von alternativen oder gleichwertigen Materialien;
Compliance mit REACH; und
Politische und finanzielle Stabilität auf dem Versorgungsmarkt.
Die Materialien werden anschließend auf dem „Kritikalitätsraster“ des Konzerns nach der Kombination aus Kosten/Wert und dem Gesamtrisiko, das sie darstellen, segmentiert. Daraus ergeben sich vier Kategorien von Lieferanten: strategische Lieferanten, Bottleneck- und Leverage-Lieferanten sowie unkritische Lieferanten; damit ist ein gezieltes Lieferantenmanagement möglich.
Ein spezielles Team für Rohstoffe hat die Aufgabe, langfristige Rohstoffverträge für die Versorgung der verschiedenen Recyclingbereiche abzuschließen.
[ESRS 2-SBM-1.42b] Die wertsteigernden Polyolefin-Produkte von Borealis bilden die Grundlage für viele wertvolle Kunststoff-Anwendungen, die aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Borealis arbeitet eng mit seinen Kunden und Industriepartnern zusammen, um innovative und wertschöpfende Lösungen mit Kunststoffen in einer Vielzahl von Geschäftsbereichen und Segmenten anzubieten. Diese Lösungen machen Endprodukte sicherer, leichter, erschwinglicher, langlebiger und kreislauffähig. Kurz gesagt: Sie ermöglichen ein nachhaltigeres Leben.
Als führender Innovator in seinen Geschäftsbereichen investiert Borealis kontinuierlich in seine Mitarbeiter, um deren Fähigkeiten, berufliche Entwicklung und Chancen zu verbessern. Das Unternehmen investiert auch in proprietäre, unternehmenseigene Technologien (wie Borstar®) und seine Arbeitsprozesse, sowohl intern als auch mit externen Partnern. Das Ergebnis ist eine kontinuierliche technologische Verbesserung, die den Kunden und der Gesellschaft im Allgemeinen einen noch größeren Nutzen bringt.
Borealis identifiziert und antizipiert kontinuierlich ungedeckte Marktbedürfnisse, um entsprechende Lösungen zu entwickeln. Durch die Verwendung proprietärer, unternehmenseigener Technologien, innovativer Tools und die Hebelwirkung des über viele Jahre hinweg erworbenen Know-hows erschließt Borealis die molekularen Eigenschaften von Materialien und entwickelt maßgeschneiderte Produkte. Borealis unterstützt diesen Prozess mit fundierten Marktkenntnissen, einem funktionsübergreifenden Ansatz und dem Schwerpunkt auf offener Innovation.
[ESRS 2-SBM-1.42c] Die Hauptlieferanten (vorgelagerte Wertschöpfungskette) kommen aus den folgenden Geschäftsbereichen:
Fossile Rohstoffe
Nachwachsende Rohstoffe
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Rohstoffe für das Recycling
Rohstoffe
Energie und Versorgungsunternehmen
Verpackungen
Technisches Zubehör
Im eigenen Betrieb stellt Borealis Polyolefine und Basischemikalien her.
Die wichtigsten Kundengruppen bzw. Geschäftsbereiche (nachgelagerte Wertschöpfungskette) sind:
Transport und Vertrieb
Kunden und Kunststoffverarbeiter
Markeninhaber
Einzelhändler
Recycling, Verbrennung und Deponierung
Auftragnehmer
Geschäftsbereiche, die von Borealis-Anwendungen bedient werden, sind in [ESRS 2-SBM-1.40a i] beschrieben.
Angabepflicht SBM-2 - Interessen und Standpunkte der Interessenträger
[ESRS 2-SBM-2.45a i-iv] Als verantwortungsbewusstes Unternehmen, das die Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität anstrebt, schafft Borealis konstruktive und respektvolle Dialoge mit internen und externen Interessenträgern. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Verwirklichung der Vision und die Umsetzung der Konzernstrategie 2030, einschließlich der damit verbundenen Nachhaltigkeitsziele.
Borealis legt daher Wert auf einen regelmäßigen Austausch mit den Interessenträgern, um ihre Ansichten und Bedenken zu erfahren, ihre Erwartungen an Borealis zu hören und die Aktivitäten des Konzerns auf transparente und informierte Weise zu kommunizieren. Dies hilft Borealis, potenzielle Risiken zu mindern und Chancen für die Zusammenarbeit rechtzeitig zu nutzen und die Erkenntnisse in die Wesentlichkeitsbewertung des Konzerns einfließen zu lassen.
Die Geschäftstätigkeiten und Nachhaltigkeitsfragen von Borealis betreffen ein vielfältiges und komplexes Spektrum von Interessenträgern auf globaler, regionaler und nationaler Ebene mit unterschiedlichen Interessen und Anliegen. Der Konzern verwendet daher eine breite Palette von Einbeziehungskanälen, die von den jeweiligen Fachabteilungen von Borealis geleitet werden.
Das Mapping und die Priorisierung der Interessenträger von Borealis ist ein kontinuierlicher und dynamischer Prozess. Borealis führt regelmäßig Stakeholder-Mapping und damit verbundene Problem-, Risiko- und Chancenbewertungen auf Konzernebene und an seinen wichtigsten Standorten durch.
Auf Konzernebene liegt das Mapping und die Einbeziehung der Stakeholder in der Verantwortung der jeweiligen Geschäftsbereiche, z. B. Beschaffung, People & Culture, Innovation, Kommunikation und Public Affairs. Auf lokaler Ebene sind dafür die Standortleiter zuständig.
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Die wichtigsten Stakeholder von Borealis sind:
Interne Interessenträger:
Arbeitnehmer
Betriebsrat
Eigentümer
Externe Interessenträger
Kunden
Lieferanten, Auftragnehmer und andere Geschäftspartner
Kapitalmarktteilnehmer (Investoren und Kapitalgeber)
Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
Behörden (Regierungen und Regulierungsbehörden)
Benachbarte Gemeinden
Industrie- und Handelsverbände und Netzwerke
Medien
Universitäten, Wissenschaft und Forschung
[ESRS 2-SBM-2.45a v] Der Vorstand prüft die Ergebnisse der Einbeziehung durch regelmäßigen Austausch mit der Abteilung für Sustainability & Public Affairs, die die Ergebnisse ihrer Einbeziehung der Interessenträger mitteilt und über Bedenken berichtet. Darüber hinaus nehmen Vorstandsmitglieder direkt am Dialog mit den wichtigsten Interessenträgern des Konzerns teil oder sind selbst Vorstandsmitglieder von Branchenverbänden, wie z. B. Plastics Europe.
[ESRS 2-SBM-2.45b] Borealis versteht die Interessen und Ansichten seiner zentralen Interessenträger in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen wie folgt:
Interne Interessenträger:
Arbeitnehmer
oUnternehmensvision, Strategie, Ziele und Leistung
oBeitrag des Einzelnen und des Teams zum Erfolg des Konzerns sowie zu Nachhaltigkeitsthemen
oSicherer und gesunder Arbeitsplatz
oVereinbarkeit von Berufs- und Privatleben
oKarrierechancen
oGleiche und gerechte Entlohnung
oChancen für Engagement und Inklusion
oArbeitsplatzsicherheit
oVielfalt und Gleichstellung
Betriebsrat
oGesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden der Arbeitnehmer
oArbeitsbedingungen
oBeendigung des Arbeitsverhältnisses und Einstellung von neuem Personal
oOrganisatorische Änderungen
oMöglichkeit zur Mitwirkung und Äußerung von Bedenken
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Eigentümer
oStrategie und Geschäftsplan des Konzerns
oKonzern-Policies
oVergütung, auch für den Vorstand und die obere Führungsebene
oInterne und externe Audits
oInterne Kontrollen und Risikomanagement
oFinanzielle und nicht-finanzielle Berichterstattung
Externe Interessenträger
Kunden
oÖkobilanzen, die CO2-Bilanz der Borealis-Produkte und insbesondere das Portfolio kreislauffähiger Produkte
oDie Nachhaltigkeitsstrategie von Borealis und die damit verbundenen Verpflichtungen
Lieferanten, Auftragnehmer und andere Geschäftspartner
oFörderung der Nachhaltigkeit und des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft
oVerringerung des ökologischen Fußabdrucks
oCompliance mit Umwelt- und Sozialstandards
oEinhaltung der Ethics Policy von Borealis für Geschäftspartner
Kapitalmarktteilnehmer (Investoren und Kapitalgeber)
oNachhaltige Finanzen/Taxonomie- und Bonitätsaspekte
oESG-Strategie, Verpflichtungen, Leistung, Risiken und Chancen und deren Management
NGOs
oDie Nachhaltigkeitsstrategie von Borealis
oAktivitäten und Ansichten von Borealis zu Nachhaltigkeitsaspekten
oSoziale Auswirkungen und Compliance
Behörden (Regierungen und Regulierungsbehörden)
oZiele und Leistungen von Borealis in Bezug auf den Klimawandel und die Kreislaufwirtschaft
oVerringerung der Freisetzung von Kunststoffgranulat
Gemeinden
oKunststoffabfälle
oKlimawandel
oRecycling und Kreislaufwirtschaft
Industrie- und Handelsverbände und Netzwerke
oTransformation der Geschäftsbereiche hin zu einer Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität
Medien
oNachhaltigkeitsperformance von Borealis in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft und den Klimawandel
oAnsichten und Meinungen von Borealis zu relevanten Nachhaltigkeits-, Branchen- und Unternehmensfragen
Hochschulen, Wissenschaft und Forschung
oSchaffung von wissenschaftlichem Hintergrund und Wissen, um die Kreislaufwirtschaft voranzubringen und den Klimawandel zu bekämpfen
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[ESRS 2-SBM-2.45c i] Zwei der wichtigsten Interessenträger von Borealis sind die Eigentümer und die Kunden des Unternehmens. Die Interessen dieser Stakeholder werden bei jeder Neubeurteilung der Strategie des Konzerns berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden keine Änderungen der Strategie und des Geschäftsmodells vorgenommen, sie sind jedoch für 2025 geplant.
[ESRS 2-SBM-2.45c ii] Das Marktumfeld hat sich seit der Einführung der Borealis-Strategie 2030 im April 2022 erheblich verändert. Seitdem gilt Folgendes:
Die geopolitische Lage führte nicht nur zu einer humanitären Krise, sondern auch zu einem Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise in Europa sowie zu Unterbrechungen der Lieferketten, die die europäische Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigten;
Die Kostenbasis der europäischen Wirtschaft steigt zwischen 2020 und 2025 inflationsbedingt um mehr als 25 %;
Das Wachstum des BIP und der PO-Nachfrage verlangsamt sich in Europa und weltweit, und die potenzielle Erholungskurve hat sich von der früheren „V“-Form zu einer „L“-Form verschoben; und
Der Übergang zur Kreislaufwirtschaft verzögert sich, und die entsprechenden Vorschriften sind nicht vollständig umgesetzt (z. B. Massenbilanzregeln für chemisches Recycling), was dazu führt, dass der kommerzielle Wert nicht durchgängig gegeben ist.
Das Management von Borealis nimmt daher derzeit eine Neubewertung der Situation vor, um die Aktivitäten des Konzerns auf eine strategische Ausrichtung zu konzentrieren, die mit dem derzeitigen wirtschaftlichen Abschwung vereinbar ist.
[ESRS 2-SBM-2.45c iii] Da es im Jahr 2024 keine Änderungen der Strategie und des Geschäftsmodells gab, wurden keine Änderungen der Beziehungen zu und der Ansichten von Interessengruppen bewertet.
[ESRS 2-SBM-2.45d] Wie oben beschrieben, wird der Vorstand durch regelmäßigen Austausch mit der Abteilung Sustainability & Public Affairs über die Ansichten und Interessen der betroffenen Interessenträger informiert.
Darüber hinaus erhalten der Vorstand und, auf selektiver Basis, der Aufsichtsrat Zusammenfassungen der Ergebnisse der wichtigsten Maßnahmen zur Interessenträger-Einbeziehung des Unternehmens. Dazu gehören zum Beispiel die jährliche Pulse-Check-Umfrage zum Engagement der Mitarbeiter und die jährliche Umfrage zum Kundenengagement.
[S1-SBM-2.12] Wie in Kapitel S1 beschrieben, werden die Ergebnisse des Pulse Check auf allen Ebenen der Unternehmensorganisation ausgetauscht, so dass die Interessen, Ansichten und Rechte der Mitarbeiter in die Strategie und das Geschäftsmodell einfließen.
[S2-SBM-2.7], [S2-SBM-2.9] Die Interessen, Ansichten und Rechte der betroffenen Gemeinden und Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette fließen nicht direkt in die Strategie und das Geschäftsmodell von Borealis ein.
39
Angabepflicht SBM-3 - Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
[ESRS 2-SBM-3.48a, c i-iv, g], [E1-SBM-3.18] Die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen von Borealis und deren Zusammenspiel mit der Strategie und dem Geschäftsmodell des Unternehmens sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt.
Auswirkungen E1 - Klimawandel / Anpassung an den Klimawandel (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Mittelfristig
Tatsächlich
Die Lieferkette ergreift Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und wird dadurch sehr widerstands-fähig
Sicherstellung der zuverlässigen Lieferung wichtiger Rohstoffe aus dem vorgelagerten Bereich an den eigenen Betrieb und der zuverlässigen Lieferung von Produkten an den nachgelagerten Bereich sowie an Verbraucher und Endnutzer. (Diese Auswirkungen ergeben sich aus der Strategie von Borealis, einen kunden-orientierten Ansatz zu entwickeln, um nachhaltige Materiallösungen anzubieten).
PO/BC
Vorgelagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Langfristig
Eigener Betrieb
Systemisch
Langfristig
Nach-gelagert
Systemisch
40
Auswirkungen E1 - Klimawandel / Minderung des Klimawandels (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Mittelfristig
Tatsächlich
Die Zulieferer von Borealis führen ihr Geschäft wie gewohnt weiter, wobei der Großteil ihres Geschäfts-modells auf fossilen Ressourcen wie Rohstoffen und Energie basiert.
Fortsetzung der Treibhausgasemissionen (diese Auswirkungen hängen mit dem Geschäftsmodell von Borealis zusammen, da die Produktion von PO/BC von der Beschaffung von Rohstoffen abhängt) und Zunahme der globalen Erwärmung
PO/BC
Vorgelagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Borealis bezieht weiterhin hauptsächlich fossile Rohstoffe und Energie und/oder versäumt es, Investitionen und Maßnahmen zur Verringerung seiner CO2-Bilanz und zur Erreichung der Klima-neutralität zu ergreifen
Beitrag zur globalen Erwärmung mit allen bekannten Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft (diese Auswirkung hat ihren Ursprung im Geschäftsmodell von Borealis, da die Produktion von PO/BC mit der Beschaffung von fossilen Rohstoffen und Energie verbunden ist).
PO/BC
Eigener Betrieb
Systemisch
Langfristig
Die CO2-Bilanz der Borealis-Produkte ist nach wie vor signifikant hoch, insbesondere bei Scope 3 und am Ende des Lebenszyklus.
Die Produkte von Borealis werden weiterhin in erheblichem Maße zu den Treibhausgas-emissionen beitragen (diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell von Borealis durch die Kerngeschäfts-aktivitäten).
Nachge-lagert
Weit verbreitet
41
Auswirkungen E1 - Klimawandel/Energie (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Mittelfristig
Tatsächlich
Die Energie-quellen der Lieferanten basieren weiterhin überwiegend auf fossilen Energieträgern
Fortsetzung der Treibhausgas-emissionen und Beitrag zur globalen Erwärmung (diese Auswirkungen hängen mit dem Geschäftsmodell von Borealis durch die Energie-beschaffung der Lieferanten zusammen).
PO/BC
Vorgelagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Positiv
Kurzfristig
Borealis bringt innovative Produkte auf den Markt, die sich positiv auf die Energie auswirken
Geringere Energieintensität in der Verwendungs-phase (z. B. leichteres Material für Autos führt zu geringerem Kraftstoff-verbrauch, leichtere Kunst-stoffprodukte reduzieren den Kraftstoff-verbrauch beim Transport) (Diese Auswirkung steht im Zusammen-hang mit dem Geschäftsmodell von Borealis.)
PO/BC
Nachge-lagert
Borealis trägt zur Erleichterung und Beschleunigung der Energiewende von fossilen Energieträgern zur Elektrifi-zierung bei (Draht- und Kabelindustrie). (Diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell von Borealis).
Weit verbreitet
42
Fundament für die Erzeugung erneuerbarer Energien und/oder die Steigerung der Energieeffizienz, da die Isolierung von Kunststoffen den Energie-verlust während des Transports reduziert (z. B. Hoch-spannungs-isolierung, EV, Solarenergie, Windkraft) (Diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von Borealis, den CO2-Fußabdruck deutlich zu reduzieren und die Kreislauf-wirtschaft durch Innovation & Technologie zu beschleunigen).
Mittelfristig
Borealis wechselt zu CO2-armen Energiequellen
Verringerung der Treibhausgas-emissionen, was dazu beiträgt, die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Umwelt und Gesellschaft zu begrenzen. (Diese Auswirkungen gehen auf die Strategie von Borealis zurück, den CO2-Fußabdruck erheblich zu reduzieren).
PO/BC
Eigener Betrieb
Systemisch
43
Risiko/Chance E1 - Klimawandel/Anpassung an den Klimawandel (NaDiVeG: Umweltbelange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Langfristig
Mittel
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Die Lieferanten von Borealis werden einen größeren Teil ihrer Kosten für die Anpassung an den Klimawandel auf Borealis abwälzen.
Höhere Rohstoffkosten für Borealis
PO/BC
Risiko
k.A.
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Kurzfristig
Garantiert
Borealis bietet Produkte und Lösungen an, die die Klima-anpassung unterstützen, z. B. Filter und Rohre, die in Kühl-anwendungen und Klimaanlagen verwendet werden.
Erhöhte Klima-Resilienz für Kunden und die Gesellschaft (z. B. gegen extreme Wetterereignisse) mit Produkten, die Kühlung, Regenwasser-management usw. ermöglichen.
Chance
12 Mio. EUR
Langfristig
Mittel
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Höhere Kosten für die Erkundung von Rohstoffen mit geringem CO2-Ausstoß
Die Kosten werden an Borealis weitergegeben, was den Gewinn des Unternehmens schmälert oder das Unternehmen dazu zwingt, zusätzliche Kosten auf die Kunden abzuwälzen.
PO/BC
Physische Risiken (chronisch)
k.A.
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Hoch
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Regulatorische Änderungen zur Unterstützung der Kreislaufwirt-schaft und des EU Green Deal
Steigerung der Wettbewerbs-fähigkeit durch die Markteinführung neuer und innovativer Lösungen mit niedrigen Emissionen und einer geringen CO2-Bilanz
PO/BC
Chance
k.A.
44
Risiko/Chance E1 - Klimawandel/Minderung des Klimawandels (NaDiVeG: Umweltbelange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Langfristig
Hoch
Wahrschein-lich (wieder-kehrend, aber nicht häufig)
Das künftige Geschäft wird auf einer CO2-neutralen Produktion und nachhaltigen Produkten beruhen.
Die Vorreiterrolle beim Übergang zur Klimaneutralität wird die Position von Borealis auf dem Markt sichern und den Ruf und die Gewinne des Unternehmens verbessern.
PO
Chance
19 Mio. EUR
Mittel
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Umsetzung des CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism)
Ein fairer Preis für CO2, das bei der Herstellung kohlenstoff-intensiver Güter ausgestoßen wird, was zu weniger Wettbewerb durch Produkte führt, die von außerhalb der EU importiert werden
k.A.
Kurzfristig
Hoch
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Die Kunden sind noch nicht bereit, einen höheren Preis für CO2-arme Produkte zu zahlen
Niedrigere Margen und Gewinne für Borealis bei Produkten mit geringerer CO2-Bilanz
Übergangs-risiken (Policy & Legal)
k.A.
Garantiert
Erzeuger außerhalb des EU-Emissions-handels-systems (ETS) unterliegen nicht den gleichen rechtlichen Anforderungen und/oder Investitionen in den Klimaschutz
Verstärkter Wettbewerb mit nicht in der ETS-Zone hergestellten Produkten
k.A.
45
Risiko/Chance E1 - Klimawandel/Energie (NaDiVeG: Umweltbelange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Hoch
Garantiert
Bei der Umstellung auf erneuerbare Energien wird Borealis eine größere Anzahl von Versorgungs-unternehmen unter Vertrag nehmen müssen
Mehr Anbieter erhöhen den Verwaltungs-aufwand und der Markt wird schwieriger zu verwalten sein
PO/BC
Übergangs-risiko (Markt)
k.A.
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Langfristig
Wahrschein-lich (wieder-kehrend, aber nicht häufig)
Borealis liefert weiterhin hauptsächlich Energie auf fossiler Basis (Dampf, Erdgas, Strom)
Borealis erreicht seine Klimaziele nicht, da sein Produkt-Fußabdruck und seine Scope 1-, 2- und 3-Emissionen weiterhin hoch sind, was zu Reputations-schäden und Kundenverlusten führt.
k.A.
Mittel-fristig
(Bedingter) Netz-anschluss
Risiko, dass kein Strom zur Verfügung steht, um Borealis' Weg zur Klima-neutralität voranzutreiben
k.A.
Langfristig
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Übergang von der Erzeugung fossiler zu erneuerbarer Energie durch Partner-schaften und mit Produkten und Lösungen
Steigerung von Gewinn und Marktanteil
Chance
k.A.
Kurzfristig
Garantiert
Die Preise für erneuerbare Energien werden steigen, weil die Nachfrage schneller wächst als das Angebot
Steigerung des OPEX
Übergangs-risiko (Markt)
k.A.
Mittel-fristig
Wahrschein-lich (wieder-kehrend, aber nicht häufig)
Borealis gelingt es nicht, die Energie-effizienz zu verbessern
Die Kosten steigen aufgrund der potenziellen Vermeidungs-kosten und des höheren Energie-verbrauchs, da Borealis seine Produktion als Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Kunst-stoffen erhöht.
18 Mio. EUR
46
Auswirkungen E2 - Umweltverschmutzung / Verunreinigung der Luft (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Tatsächlich
Einleitungen von Nicht-THG-Emissionen
Umwelt-verschmutzung, verringerte Luftqualität und mögliche Folgen für die menschliche Gesundheit (Diese Auswirkungen hängen mit dem Geschäftsmodell von Borealis durch die Beschaffung von Rohstoffen zusammen).
PO/BC
Vorgelagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkungen E2 - Schadstoffe / Umweltverschmutzung von Wasser, Boden, lebenden Organismen und Nahrungsmitteln (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Leckagen, Emission von schädlichen Stoffen, Bohr-spülungen und Freisetzung von Chemikalien während des Betriebes und des Transports (z. B. Öl), Erschütter-ungen
Umwelt-verschmutzung von Böden und Gewässern, einschließlich der Ozeane, mit Auswirkungen auf Meeres-lebewesen und potenziellen Folgen für die menschliche Gesundheit, lebende Organismen und Nahrungs-ressourcen (Diese Auswirkung ist indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis verbunden, da Vorfälle in der vorgelagerten Wert-schöpfungskette auftreten können). 
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
47
Auswirkungen E2 - Umweltverschmutzung / Mikroplastik (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Unbeabsich-tigter Pellet-verlust im eigenen Betrieb
Umwelt-verschmutzung (Wasser, Boden), potenzielle Schädigung von Meeres-lebewesen und folglich von lebenden Organismen und Nahrungsmitteln, Beeinträchtigung des Wohlergehens lokaler Gemeinschaften und der Biodiversität (Diese Auswirkungen haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell von Borealis durch die Kern-geschäfts-aktivitäten).
PO/BC
Eigener Betrieb
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Tatsächlich
Kunststoff-abfälle, einschließlich Pellets und Mikroplastik, können in die Umwelt gelangen, wenn sie nicht ordnungs-gemäß gesammelt, sortiert und beseitigt werden.
Umwelt-verschmutzung, die die Biodiversität (lebende Organismen) schädigt und schließlich als Mikroplastik in Trinkwasser und Lebensmitteln landet, mit Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit (über Lebensmittel), die wirtschaftliche Entwicklung und den Tourismus, wodurch Arbeitsplätze in bestimmten Geschäfts-bereichen, wie z. B. der Fischerei-industrie, gefährdet werden. (Diese Auswirkungen sind durch die Kerngeschäfts-aktivitäten mit dem Geschäftsmodell von Borealis verbunden). 
Nachge-lagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
48
Auswirkungen E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenabflüsse / Produkte aus nachwachsenden oder wiederverwerteten Rohstoffen (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Kurzfristig
Tatsächlich
Borealis hat ein Programm zur Unterstützung der nach-gelagerten Wert-schöpfungs-kette (Kommunen, Abfallbewirt-schaftungs-unternehmen, Rezyklierer, Verbraucher) bei der Einführung von Systemen zur Kreislauf-wirtschaft für Abfälle entwickelt (Projekt STOP).
Verbesserte Ressourcen-effizienz, Verringerung der schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt und die öffentliche Gesundheit (z. B. Emissionen in Luft, Wasser und Boden durch Deponien oder unsachgemäße Verbrennung), Schutz von Tourismus und Fischerei und Schaffung neuer grüner Arbeitsplätze in der Abfall-bewirtschaftung und Wieder-verwertung. (Diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von Borealis, nachhaltige Materiallösungen anzubieten).
PO
Nachge-lagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
49
Auswirkungen E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenabflüsse / Insgesamt (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Tatsächlich
Kunststoff-abfälle, die in die Umwelt gelangen
Die Umwelt-verschmutzung durch weggeworfene oder verbrannte Kunststoffabfälle beeinträchtigt die wirtschaftliche Entwicklung und den Tourismus, gefährdet Arbeitsplätze in bestimmten Geschäfts-bereichen, wie z. B. in der Fischerei, und verursacht Kosten für die Gesellschaft durch die Umwelt-verschmutzung durch Kunststoffe, einschließlich der Säuberung der Umwelt und der Schädigung des Ökosystems (diese Auswirkungen hängen mit dem Geschäftsmodell von Borealis zusammen, da die Produkte von Borealis in die Umwelt gelangen). 
PO
Nachge-lagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkung E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenabflüsse / Produkte auf der Basis fossiler Ressourcen (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Mittelfristig
Tatsächlich
Die Mehrheit der Produkte basiert heute noch auf fossilen Ressourcen
Umwelt-verschmutzung, globale Erwärmung (Diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell von Borealis, da die Produkte auf fossilen Rohstoffen basieren).
PO
Nachge-lagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
50
Auswirkungen E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenzuflüsse / Nicht-nachwachsende Rohstoffe (biobasiert) (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Langfristig
Tatsächlich
Die Lieferanten von Borealis verwenden weiterhin einen Großteil der nicht erneuerbaren oder fossilen Ressourcen
Ressourcen-ausbeutung, anhaltend hohe Treibhaus-gasemissionen, möglicherweise Landnutzungs-änderungen aufgrund der Öl- und Gas-exploration und folglich Auswirkungen auf die Biodiversität und die Nicht-verfügbarkeit von Ressourcen für die Gesellschaft. (Diese Auswirkungen hängen mit dem Geschäftsmodell von Borealis zusammen, da für die Produktion nicht-erneuerbare Quellen genutzt werden).
PO/BC
Vorgelagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkungen E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenzuflüsse / Nachwachsende Rohstoffe (biobasiert) (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Kurzfristig
Potenziell
Borealis ersetzt die Beschaffung fossiler Ressourcen durch erneuerbare Rohstoffe
Positive Auswirkungen auf die Umwelt, einschließlich der Einsparung von Treibhaus-gasemissionen und der Vermeidung der Ausbeutung fossiler Ressourcen (Diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von Borealis, die Kreislauf-wirtschaft zu beschleunigen).
PO/BC
Vorgelagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
51
Auswirkungen E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenzuflüsse / Recyceln von Rohstoffen (mechanisch, chemisch) (NaDiVeG: Umweltbelange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Kurzfristig
Potenziell
Borealis‘ Beschaffung von Rohstoffen für chemisch oder mechanisch wiederver-wertete Kunststoffe
Ressourcen-effizienz, geringere Treibhaus-gasemissionen durch die Beibehaltung des Kohlenstoff-kreislaufs, Einsparungen bei fossilen Brennstoffen und weniger Kunststoffabfälle in der Umwelt (Diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von Borealis, die Kreislauf-wirtschaft zu beschleunigen und den CO2-Fußabdruck signifikant zu reduzieren).
PO/BC
Vorgelagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Risiko/Chance E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenabflüsse / Produkt auf der Basis fossiler Ressourcen (NaDiVeG: Umweltbelange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Mittel-fristig
Hoch
Wahrschein-lich (wieder-kehrend, aber nicht häufig)
Borealis kann keine schnelle Transforma-tion erreichen, da ein großer Teil seines Produkt-portfolios aus nicht erneuerbaren und nicht wiederver-werteten (fossilen) Materialien besteht.
Rückgang der Nachfrage nach den Produkten von Borealis, Verlust des Ansehens und Marktanteils.
PO
Risiko
19 Mio. EUR
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Kurzfristig
Garantiert
Partner der Wertschöpf-ungskette unterstützen Borealis bei der Entwicklung von Kreislauf-produkten
Entdeckung neuer Marktchancen (Co-Design und Design für Kreislauf-wirtschaft)
Chance
19 Mio. EUR
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
52
Risiko/Chance E5 - Kreislaufwirtschaft / Ressourcenabflüsse / Produkte auf der Grundlage erneuerbarer oder rezyklierter Ressourcen (NaDiVeG: Umweltbelange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Hoch
Garantiert
Innovatives mechanisches Recycling liefert qualitativ hochwertige Rezyklate, die den Kundenanforderungen besser entsprechen als herkömmliche mechanische Rezyklate.
Borealis schafft zusätzliche Marktchancen, indem es neue Lösungen auf den Markt bringt, die von Wettbewerbern nicht genutzt werden
PO
Chance
k.A.
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Chemisches Recycling bietet Rezyklate in Lebensmittelkontaktqualität sowie eine Drop-in-Lösung für kritische Produkte in der Automobil-, Infrastruktur- und Medizin-branche.
Mittel
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Verbraucher, Endnutzer und Partner in der Wertschöpfungskette sind nicht bereit, einen höheren Preis für Produkte aus wiederverwerteten Kunststoffen zu zahlen
Verlust von Marktanteilen, keine Kapitalrendite (RoI) oder langfristig verzögerte Renditen, nicht rechtzeitiges Erreichen der Ziele des Konzerns in den Bereichen Transformation und Kreislauf-wirtschaft
Risiko
19 Mio. EUR
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Mittel-fristig
Borealis ist führend bei der Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft und bietet eine breite Palette von Kreislaufproduktlösungen an
Erhöhung des Marktanteils, da die Nachfrage nach solchen Produkten steigt und sich die gesetzlichen Normen zu ihren Gunsten ändern
Chance
19 Mio. EUR
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unter-nehmens-spezi-fischen Offen-legungen
53
Kurzfristig
Garantiert
Unklare Gesetzeslage, da neue Gesetze und Verordnungen in Arbeit sind
Langfristige Investitionen sind schwierig und risikoreich (keine Rendite) und verlangsamen die Innovationsprojekte von Borealis. CAPEX-Projekte könnten sich verzögern und ihre Kosten erhöhen, was die Mengenausweitung von Borealis einschränkt und die Fähigkeit des Unternehmens beeinträchtigt, seine Ziele für die Kreislauf-wirtschaft rechtzeitig zu erreichen.
PO
Risiko
11 Mio. EUR
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Risiko/Chance E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenzuflüsse / Nicht erneuerbare Ressourcen (fossil) (NaDiVeG: Umweltbelange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Hoch
Wahrschein-lich (wieder-kehrend, aber nicht häufig)
Borealis bezieht weiterhin fossile Rohstoffe für den Großteil seiner Produkte
Verlust der Betriebserlaubnis, Verlust von Marktanteilen, mögliche finanzielle Auswirkungen
PO/BC
Risiko
19 Mio. EUR
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Nicht-erneuerbare Rohstoffe sind derzeit noch billiger als erneuerbare Rohstoffe
Höhere Rentabilität für Borealis
Chance
k.A.
Risiko/Chance E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenzuflüsse / Nachwachsende Rohstoffe (biobasiert) (NaDiVeG: Umweltbelange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Mittel
Sehr wahrschein-
lich (tritt häufig auf)
Nachwachsen-
de Rohstoffe in der richtigen Qualität sind nicht zu einem erschwinglich-
en Preis erhältlich
Stärkerer Wettbewerb, geringere Gewinnspanne oder höhere Preise für die Kunden, Unfähigkeit, die Kreislaufziele von Borealis zu erreichen, Vertrauensverlust und negativer Ruf, Nichtverfügbarkeit von Rohstoffen im Bedarfsfall, was zu einer Unterbrechung der Versorgung führt
PO/BC
Risiko
k.A. 
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
54
Risiko/Chance E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft / Ressourcenzuflüsse / Recyceln von Rohstoffen (mechanisch, chemisch) (NaDiVeG: Umweltbelange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Hoch
Sehr wahrschein-
lich (tritt häufig auf)
Anbieter, die Kunststoff-
abfälle in Öl umwandeln (wie OMV Reoil), sehen sich mit einer begrenzten Verfügbarkeit von Rohstoffen aus Kunststoff-
abfällen konfrontiert, da es an Infrastruktur für das Sammeln und Sortieren fehlt.
Langsamerer Anstieg der Wiederverwer-
tungsmengen, verpasste Marktchancen, höherer Marktpreis für rezyklierte Kunststoffe im Vergleich zu fossilen Kunststoffroh-
stoffen
PO/BC
Risiko
44 Mio. EUR
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Wahrschein-
lich (wieder-
kehrend, aber nicht häufig)
Borealis hat Probleme bei der Beschaffung von Rohstoffen für mechanisch recycelte Kunststoffe, da es an Infrastruktur für das Sammeln und Sortieren fehlt.
Borealis kann die Nachfrage nach mechanischem Rezyklat nicht befriedigen und verliert dadurch Marktanteile, auch im Bereich der fossilen Brennstoffe.
10 Mio. EUR
Borealis erhöht die Beschaffung von Rohstoffen für chemisch recycelte Kunststoffe
Borealis kann Rohstoffe für praktisch alle Produktanwen-
dungen verwenden, da die Qualität mit der von Neuware vergleichbar ist. Borealis erhält zusätzliche Subventionen von der EU, der nationalen oder regionalen Ebene für grüne Initiativen, insbesondere für Investitionen im Bereich der Kreislaufwirtschaft
Chance
k.A.
Mittel
Garantiert
Kunststoff-
abfälle, die in die Umwelt gelangen 
Reputations-
verlust, Umstellung der Verbraucher auf alternative Materialien, zusätzliche Kosten, da Borealis für die Reinigung seiner Verpackungen verantwortlich gemacht wird
Risiko
k.A.
55
Kurzfristig
Hoch
Borealis hat ein Programm (Projekt STOP) entwickelt, um die nachgelagerte Wertschöp-
fungskette (Kommunen, Abfallbewirt-
schaftungs-
unternehmen, Rezyklierer, Verbraucher) bei der Einführung von Systemen zur Kreislauf-
wirtschaft für Abfälle zu unterstützen
Verbesserte Reputation und eine führende Rolle bei der Förderung der Kreislaufwirtschaft
PO
Chance
26 Mio. EUR
Auswirkungen G1 – Unternehmensführung / Unternehmenskultur (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange, soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Mittelfristig
Potenziell
Vorhanden-
sein einer starken Unterneh-
menskultur
Erhöhte Mitarbeiter-
bindung, Engagement und Wohlbefinden (Diese Auswirkungen ergeben sich aus der Strategie von Borealis, durch Sicherheit, People and Culture ein starkes Wachstum zu erzielen).
PO, BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
56
Auswirkungen G1 - Unternehmensführung / Korruption und Bestechung / Vorfälle von Korruption und Bestechung (NaDiVeG: Korruptionsprävention)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Mittelfristig
Potenziell
Vorfälle von Korruption und Bestechung durch Lieferanten
Hemmt die wirtschaftliche Entwicklung, untergräbt die Institutionen, die Rechtsstaatlich-
keit ist dysfunktional, die Gesellschaft hat kein Vertrauen in ihre Regierungen und Institutionen, zunehmende soziale Ungleichheit, soziale und wirtschaftliche Instabilität und wachsende Not (Diese Auswirkungen sind durch die Lieferantenbe-
ziehungen mit dem Geschäfts-modell von Borealis verbunden).
PO, BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Vorfälle von Korruption und Bestechung durch Kunden
Nachge-
lagert
Weit verbreitet
Auswirkungen G1 - Unternehmensführung / Korruption & Bestechung / Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung einschließlich Weiterbildung (NaDiVeG: Korruptionsprävention)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Mittelfristig 
Potenziell 
Eine solide Kultur der Korruptions- und Bestechungs-
bekämpfung und der Rechtsdurch-
setzung ist vorhanden 
Förderung des Vertrauens der Gesellschaft in ihre Institutionen, soziale Gerechtigkeit, gerechte Verteilung des Wohlstands, wirtschaftliches und soziales Wohlergehen (Diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von Borealis, ein starkes Wachstum durch Kultur und die damit verbundene Borealis Ethics Policy aufrechtzu-
erhalten).  
PO, BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
57
Risiko/Chancen G1 - Unternehmensführung / Korruption & Bestechung/ Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung einschließlich Weiterbildung (NaDiVeG: Korruptionsprävention)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig 
Mittel 
Sehr wahrschein-
lich (tritt häufig auf)
Borealis verfügt über ein solides Konzept zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung mit funktionieren-
den Tools, einschließlich der Weiterbildung der Mitarbeiter und seiner Lieferanten
Minderung des Risikos von Korruptions- und Bestechungs-
vorfällen, Stärkung des Rufs von Borealis, Stärkung des Vertrauens von Lieferanten und Arbeitnehmern in das Verhalten bei unethischen Angeboten sowie Stärkung des Vertrauens und der vertrauensvollen Beziehungen zu Geschäfts-
partnern
PO/BC
Chance
k.A. 
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Es gibt eine ausgeprägte ethische Unterneh-
menskultur mit klaren Konzepten, Verfahren und effektiver Weiterbildung der Arbeitnehmer
Verbessert den Ruf, gewährleistet die Einhaltung von Gesetzen, vermeidet finanzielle und Reputations-
schäden und stärkt das Vertrauen der Arbeitnehmer
k.A. 
58
Risiko/Chance G1 - Unternehmensführung / Management der Beziehungen zu Lieferanten einschließlich der Zahlungsmoral (NaDiVeG: Korruptionsprävention, soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig 
Mittel 
Garantiert 
Borealis fördert nachhaltige und ethische Geschäfts-
praktiken und arbeitet mit Lieferanten zusammen, um die Nachhaltigkeit von Produkten und Lösungen zu verbessern. 
Borealis ist als zuverlässiger Partner anerkannt, mit dem Lieferanten gerne Geschäfte machen, der eine stabile und zuverlässige Lieferkette fördert und die Möglichkeit bietet, nachhaltige Produkte und Lösungen mitzuentwickeln.
PO/BC
Chance 
k.A. 
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Hoch 
Umsetzung der CSDDD-Anforderungen 
Erhöhte Kosten für die Umsetzung der Anforderungen, Risiko der Nichteinhaltung
Risiko 
k.A. 
Mittel 
Sehr wahrschein-
lich (tritt häufig auf)
Eine zentrale Beschaffungs-
funktion wird bei OMV-Petrom-Borealis eingerichtet
Einheitliche Praktiken sorgen für eine Gleichbehandlung der Lieferanten bei der Auswahl, und eine diversifiziertere Lieferantenbasis verbessert die Qualität der Versorgung und mindert das Risiko von Versorgungs-
unterbrechungen
Chance 
k.A. 
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Arbeitsbedingungen / Arbeitszeit (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Kurzfristig
Tatsächlich
Borealis bietet flexible Arbeitszeiten und hybride Arbeitsformen, wo dies möglich ist.
Positive Auswirkungen und bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (Diese Auswirkungen ergeben sich aus der Strategie und dem Konzept People & Culture von Borealis).
PO/BC
Eigener Betrieb
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
59
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Arbeitsbedingungen / Sichere Beschäftigung (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Borealis versäumt es, auf die wirt-schaftlichen und sozialen Folgen der Freisetzung von Mitarbeitern einzugehen, wenn diese z. B. aufgrund organisa-torischer Verände-rungen erforderlich ist
Arbeitnehmer, die von ihrem Einkommen abhängig sind, sind möglicher-weise nicht in der Lage, ihre Kredite zurückzuzahlen oder anderen Verpflichtungen nachzukommen, oder sie sind nicht in der Lage, eine neue Stelle auf dem Markt zu finden, was zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führt und ihre psychische Gesundheit beeinträchtigt. (Diese Aus-wirkungen stehen nicht im Zusammenhang mit der Strategie und dem Geschäftsmodell von Borealis).
PO/BC
Eigener Betrieb
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Arbeitsbedingungen / Vereinigungsfreiheit (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Borealis missachtet die Vereinigungs-freiheit und lässt keine Betriebsräte oder alternative Arbeitnehmer-vertretungen zu bzw. hat diese nicht eingerichtet
Die Fähigkeit der Arbeitnehmer, sich zu Wort zu melden und für ihre Rechte zu kämpfen, wird eingeschränkt. (Diese Aus-wirkung steht nicht im Zusammenhang mit der Strategie und dem Geschäftsmodell von Borealis).
PO/BC
Eigener Betrieb
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Arbeitsbedingungen / Angemessene Entlohnung (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Kurzfristig
Tatsächlich
Borealis bietet attraktive Gehälter für Fachkräfte
Wirtschaftlicher Wohlstand der Arbeitnehmer. (Diese Aus-wirkungen ergeben sich aus der Strategie von Borealis, das Wachstum durch Sicherheit, People and Culture zu fördern).
PO/BC
Eigener Betrieb
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
60
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Arbeitsbedingungen / Sozialer Dialog (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Kurzfristig
Potenziell
Borealis bietet eine Reihe von Plattformen für den sozialen Dialog an und fördert aktiv eine Kultur des "speak-up".
Die Arbeitnehmer vertrauen darauf, dass ihre Bedürfnisse, Anliegen und Meinungen gehört werden. (Diese Auswirkungen ergeben sich aus der Strategie von Borealis, das Wachstum durch Sicherheit, People and Culture zu unterstützen).
PO/BC
Eigener Betrieb
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Arbeitsbedingungen / Gesundheit und Sicherheit (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Kurzfristig
Potenziell
Eine ausgeprägte Sicherheits-kultur und ein sicherer und gesunder Arbeitsplatz werden geboten
Verbessert die Sicherheit der Arbeitnehmer und ihr Verhalten, auch im Privat-leben, schafft einen guten Arbeitsplatz, an dem die Arbeit-nehmer gerne arbeiten, und verringert psychische Belastungen. (Diese Aus-wirkungen ergeben sich aus der Strategie von Borealis, durch Sicherheit, People and Culture nachhaltiges Wachstum zu erreichen).
PO/BC
Eigener Betrieb
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Negativ
Unzureichen-des Manage-ment des Arbeits-schutzes und der Anlagen-sicherheit
Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer und Arbeiter. (Diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell von Borealis, da Vorfälle im Bereich Gesund-heit und Sicherheit auf ein unzureichendes Gesundheits- und Sicherheits-management zurückzuführen sein können).
61
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle / Vielfalt / Beschäftigung und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Versäumnisse bei der Förderung von Vielfalt und Integration
Soziale Unge-rechtigkeit und Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen oder ungleiche Behandlung oder Diskriminierung von Menschen, die ihr Wellbeing und ihre Fähigkeit, ein angemessenes Leben zu führen, erheblich beeinträchtigen. (Diese Aus-wirkungen stehen nicht im Zusammenhang mit der Strategie und dem Geschäftsmodell von Borealis).
PO/BC
Eigener Betrieb
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Gleichbehandlung & Chancen für alle / Gleichstellung der Geschlechter / Gleiche Entlohnung für gleichwertige Arbeit (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Keine gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit
Ungleichheit unter den Arbeitneh-mern und/oder Diskriminierung und Frustration sowie zunehmende Ungerechtigkeit unter den Arbeitnehmern, die ihr Wohl-befinden und ihre Motivation beeinträchtigen. (Diese Aus-wirkungen stehen nicht im Zusammenhang mit der Strategie und dem Geschäftsmodell von Borealis).
PO/BC
Eigener Betrieb
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
62
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle / Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Versäumnis, Gewalt und Belästigung am Arbeits-platz zu verhindern
Arbeitnehmer, die sich unsicher fühlen, und potenziell mehr Vorfälle. (Diese Auswirkungen stehen nicht im Zusammenhang mit der Strategie und dem Geschäftsmodell von Borealis).
PO/BC
Eigener Betrieb
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Gleichbehandlung & Chancengleichheit für alle / Weiterbildung und Kompetenzentwicklung (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Positiv
Kurzfristig
Potenziell
Angebot von Weiterbildung und Kompe-tenzentwick-lung
- Beitrag zur beruflichen und persönlichen Entwicklung der Arbeitnehmer und Bieten von Karrierechancen.

- Arbeitnehmer können infolge der Transfor-mation des Unternehmens in Richtung Kreis-laufwirtschaft neu entstehende Rollen übernehmen (Diese Aus-wirkungen ergeben sich aus der Strategie von Borealis, sich auf Spitzenleistungen zu konzentrieren).
PO/BC
Eigener Betrieb
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkungen S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Andere arbeitsbezogene Rechte / Menschenrechte (Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Menschenhandel, angemessene Unterkunft, Wasser und sanitäre Einrichtungen) (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Borealis stellt den Schutz der Menschen-rechte seiner Arbeitnehmer nicht sicher
Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die Würde der Arbeitnehmer sowie auf die wirtschaftliche Entwicklung. (Diese Aus-wirkungen stehen nicht im Zusammenhang mit der Strategie und dem Geschäftsmodell von Borealis).
Eigener Betrieb
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
63
Risiko/Chance S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Arbeitsbedingungen / Sichere Beschäftigung (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Mittel
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Borealis bietet hohe Arbeits-platzsicherheit
Zugang zu hochqualifiziertem Personal führt zu einem Wettbe-werbsvorteil
PO/BC
Chance
k.A.
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Mittel-fristig
Hoch
Wahrschein-lich (wieder-kehrend, aber nicht häufig)
Schlüssel-funktionen werden nicht besetzt oder es gibt nur eine kurze Übergabe-phase, z. B. wenn ein Arbeitnehmer in den Ruhestand geht oder seinen Arbeitsplatz verlässt
Produktions-stätten können nicht zuverlässig arbeiten oder das Geschäft geht zurück
Risiko
Risiko/Chance S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Arbeitsbedingungen / Angemessene Entlohnung (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Mittel
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Borealis zahlt für Leistung, basierend auf einer trans-parenten Leis-tungsbewer-tung
Unterstützt gute Geschäftsergeb-nisse und steigert die Bindung der Arbeitnehmer an das Unter-nehmen, was das Ansehen auf dem Arbeitsmarkt erhöht
PO/BC
Chance
50 Mio. EUR
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Risiko/Chance S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Arbeitsbedingungen / Sicherheit und Gesundheitsschutz (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Mittel
Garantiert
Borealis pflegt eine starke Sicherheits-kultur
Steigert die Produktivität und das Engagement der Mitarbeiter, stärkt den Ruf von Borealis als verantwortungs-bewusstes Unter-nehmen, vermeidet finanzielle Schäden und sichert die Rentabilität von Borealis
PO/BC
Chance
35 Mio. EUR
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
64
Risiko/Chance S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Gleichbehandlung und Chancen für alle / Vielfalt / Beschäftigung und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Mittel-fristig
Hoch
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Borealis gewährleistet und fördert die Gleichstellung der Ge-schlechter, Vielfalt, gleiche Ent-lohnung für gleichwertige Arbeit sowie die Beschäf-tigung und Eingliederung von Menschen mit Behinde-rungen
Hilft Borealis, ein bevorzugter Arbeitgeber zu sein, der respektvolle Beziehungen zwischen Kollegen fördert, das Engagement, die Bindung und das Well-being der Mitarbeiter steigert und verschiedene Führungsstile unterstützt
PO/BC
Chance
k.A.
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Risiko/Chance S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens / Gleichbehandlung & Chancengleichheit für alle / Weiterbildung und Kompetenzentwicklung (NaDiVeG: Arbeitnehmerbezogene Belange)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Mittel
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Borealis bietet angemessene Weiterbil-dungs- und Entwick-lungsmöglich-keiten
Unterstützt die Transformation von Borealis, steigert das Engagement, die Leistung und die Produktivität der Mitarbeiter, macht Borealis zu einem attraktiveren Arbeitgeber und reduziert die Abhängigkeit von externen Schulungen, was Kosten spart und die Flexibilität erhöht.
PO/BC
Chance
k.A.
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
65
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Arbeitsbedingungen / Soziale Ungerechtigkeit (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Beschwerde-wege sind unzugänglich oder un-wirksam
Arbeitnehmer sind nicht in der Lage, ihre Stimme zu erheben und Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Situation zu verbessern, was zu einem geringeren Engagement, einer geringeren Produktivität und einer geringeren Leistung der Mitarbeiter führt (diese Aus-wirkungen sind indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis durch die Lieferanten-beziehungen verbunden).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Arbeitsbedingungen / Angemessene Entlohnung (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Die Gehälter können zwischen einheimischen Arbeitnehmern, Mitarbeitern mit Migrationshintergrund und Vertrags-arbeitern variieren
Verstärkte soziale Ungerechtigkeit und negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Verein-barkeit von Berufs- und Privatleben, da die Arbeitnehmer möglicherweise mehr Stunden arbeiten müssen, um das zu verdienen, was sie zum Leben brauchen. (Diese Auswirkungen stehen über die Lieferanten-beziehungen indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis in Verbindung).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
66
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Arbeitsbedingungen / Sichere Beschäftigung (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Plötzliche Schließung von Stand-orten oder Betrieben durch Lieferanten,
z. B. infolge eines starken Verfalls des Ölpreises
Arbeitsplatzver-luste mit allen damit verbundenen finanziellen und Wellbeing-Folgen für die betroffenen Arbeitnehmer, was den Druck auf die verblei-benden Arbeitnehmer erhöht. (Diese Auswirkungen sind indirekt mit dem Geschäfts-modell von Borealis über die Lieferanten-beziehungen verbunden).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Arbeitsbedingungen / Vereinigungsfreiheit (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Die Arbeitneh-mer sind nicht in der Lage, über ihre Gewerk-schaften Unterstützung zu erhalten und ihre Stimme zu erheben
Unregelmäßige und lange Arbeitsschichten, darunter viele Nachtschichten ohne ange-messene Pausen, beeinträchtigen die körperliche und geistige Gesundheit der Arbeitnehmer. Unfaire Löhne können die soziale Gerechtigkeit beeinträchtigen. (Diese Aus-wirkungen stehen über die Lieferanten-beziehungen indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis in Verbindung).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
67
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Arbeitsbedingungen / Sozialer Dialog (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Die Arbeitneh-mer sind nicht in der Lage, ihre Stimme gegenüber ihrem Arbeitgeber zu erheben, ihren Arbeitgeber über Bedenken, einschließlich Gesundheits- und Sicher-heitsrisiken, zu informieren oder Ver-besserungs-maßnahmen zu empfehlen
Geringere Würde, soziale Unge-rechtigkeit und erhöhtes Risiko von Gesundheits- und Sicherheits-vorfällen am Arbeitsplatz. (Diese Aus-wirkungen sind indirekt über die Lieferanten-beziehungen mit dem Geschäfts-modell von Borealis verbunden).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Arbeitsbedingungen / Gesundheit und Sicherheit (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Tatsächlich
Mangel an Gesundheits- und Sicher-heitsmaßnah-men, wie z. B. geeignete Sicherheits-ausrüstung, Sicherheits-vorschriften und Weiterbildung, insbesondere beim Umgang mit SOC/SVHC, bei Arbeiten in der Höhe oder mit strom-führenden Geräten. Fehlen eines angemes-senen Gesundheits-schutzes, insbesondere in Zeiten von Pandemien
Vorfälle (ein-schließlich Ver-kehrsunfälle bei Logistik-zulieferern) und Anlagen-sicherheits-vorfälle, wie die plötzliche und unkontrollierte Freisetzung von explosivem Material, z. B. aufgrund von Behälter- oder Rohrbrüchen, die zu Verletzungen oder Todesfällen oder arbeits-bezogenen Erkrankungen führen. (Diese Auswirkungen stehen über die Lieferanten-beziehungen indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis in Verbindung).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
68
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle / Gleichstellung der Geschlechter und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Tatsächlich
Keine gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit
Zunehmende Ungerechtigkeit unter den Arbeitnehmern, die sich auf ihr Wellbeing und ihre Motivation auswirkt. (Diese Auswirkungen sind indirekt mit dem Geschäfts-modell von Borealis über die Lieferanten-beziehungen verbunden).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle / Beschäftigung und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen / Vielfalt (NaDiVeG: Soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Versäumnis, Menschen mit Behinde-rungen zu beschäftigen und einzube-ziehen oder für Vielfalt unter den Arbeit-nehmern zu sorgen
Soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeit, wobei Arbeit-nehmer oder potenzielle Arbeitnehmer an den Rand gedrängt werden, was sich auf ihre psychische Gesundheit und ihr Wellbeing sowie auf ihre Fähigkeit, ein angemessenes Leben zu führen, auswirkt.

Ausschluss be-stimmter Arbeit-nehmergruppen von einer Karriere und Gehalts-erhöhung, was zu Frustration und einem niedrigeren Lebensstandard führt. (Diese Aus-wirkungen sind indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis über die Lieferanten-beziehungen verbunden).
PO/BC
Vorgelagert
Systemisch
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
69
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle / Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz (NaDiVeG: Soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Versäumnisse bei der Ver-hinderung von Gewalt und Belästigung am Arbeits-platz bzw. bei der Verhinderung von Vergel-tungsmaßnah-men bei Meldung
Die Arbeitnehmer fühlen sich unsicher und ungeschützt, was sich im Falle eines Vorfalls auf ihre psychische und möglicher-weise auch auf ihre physische Gesundheit auswirkt. (Diese Auswirkungen sind indirekt mit dem Geschäfts-modell von Borealis über die Lieferanten-beziehungen verbunden).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle / Weiterbildung und Qualifizierung (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Mittelfristig
Potenziell
Der Arbeit-geber bietet keine ange-messene Weiterbildung und Kompe-tenzentwick-lung an
Begrenzte Entwicklungs-möglichkeiten erschweren es den Arbeit-nehmern, ihr Gehalt und ihren Lebensstandard zu erhöhen, was zu einem geringeren Engagement und einer geringeren Mitarbeiter-bindung führt. (Diese Aus-wirkungen hängen indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis über die Lieferanten-beziehungen zusammen).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
70
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Andere arbeitsbezogene Rechte / Kinderarbeit (NaDiVeG: Soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Lieferanten missachten die Menschen-rechte und beschäftigen und beuten Kinderarbeiter aus
Die Kinder können nicht zur Schule gehen und sich nicht so entwickeln, wie sie sollten, was sich auf ihre körperliche und geistige Gesundheit auswirkt, einschließlich Traumatisierung, und ihre Hoffnung auf eine Zukunft in Wohlstand einschränkt. (Diese Aus-wirkungen stehen über die Lieferanten-beziehungen indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis in Verbindung).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Sonstige arbeitsbezogene Rechte / Zwangsarbeit (NaDiVeG: Soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Die Lieferan-ten missach-ten die Menschen-rechte und setzen Gewalt, Einschüchte-rung oder andere Mittel ein, wie z. B. das Einbe-halten von Ausweis-papieren, verzögerte Zahlungen oder die Androhung von Denun-ziation bei den Einwande-rungsbehör-den, um die Mitarbeiter zu zwingen, für sie zu arbeiten, meist unter miserablen Bedingungen.
Verlust von Würde und Privatsphäre, unhygienische Unterkünfte und keine Möglichkeit, sich von der Arbeit zu erholen. (Diese Aus-wirkungen stehen über die Lieferanten-beziehungen indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis in Verbindung).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
71
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Sonstige arbeitsbezogene Rechte / Angemessener Wohnraum / Datenschutz (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Lieferanten bringen ihre Arbeitnehmer in minderwer-tigen Unter-künften unter, was dazu führt, dass sie wenig oder gar nicht schlafen, sich nicht vom täglichen Stress erholen können und wenig oder gar keine Privat-sphäre haben
Verlust von Würde und Privatsphäre, unhygienische Unterkünfte und keine Möglichkeit, sich von der Arbeit zu erholen. (Diese Aus-wirkungen stehen über die Lieferanten-beziehungen indirekt mit dem Geschäftsmodell von Borealis in Verbindung).
PO/BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Auswirkungen S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Arbeitsbedingungen / alle Unter-Unterthemen (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Wie bei Vorgelagert
Wie bei Vorgelagert
PO/BC
Nachge-lagert
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
72
Risiko/Chance S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette / Arbeitsbedingungen (NaDiVeG: Soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Zeit-horizont
Ausmaß der finan-ziellen Auswir-kung
Wahr-scheinlich-keit des Auftretens
Auslöser
Risiko/ Chance für Borealis
Ge-schäfts-feld
Risiko/ Chance
Aktuelle finanzielle Effekte
Art der Offenlegung
Kurzfristig
Hoch
Sehr wahr-scheinlich (tritt häufig auf)
Die Lieferan-ten von Borealis halten sich nicht an die Borealis-Grundsätze für eine ethische Unterneh-menspolitik oder die Einhaltung von Gesetzen (EU-Mobilitätspaket mit strengeren Vorschriften für den Straßen-transport oder IAO-Grund-übereinkom-men über die Rechte am Arbeitsplatz), einschließlich des Men-schenhandels und anderer Menschen-rechtsverletz-ungen, und bedrohen ihre Mitarbeiter, so dass diese sich nicht trauen, die Ethik-Hotline von Borealis für Beschwer-den zu nutzen.
Wenn Borealis von Lieferanten mit niedrigen Arbeitsstandards bezieht, ist Borealis dem Risiko ausgesetzt, dass ihm vorgeworfen wird, diese Bedingungen zu akzeptieren und/oder sogar von ihnen zu profitieren, da die Preise niedriger sind, was zu einem Ruf- und Imageverlust und einer Demo-ralisierung der Arbeitnehmer des Konzerns führt
PO/BC
Risiko
k.A.
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS und unterneh-
mensspezi-
fischen Offen-legungen
Auswirkungen S3 - Betroffene Gemeinschaften / Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Gemeinschaften / Angemessene Ernährung / Wasserversorgung und Abwasserentsorgung / Landbezogene Auswirkungen (NaDiVeG: Soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Die Produktion von erneuer-baren und fossilen Rohstoffen verschmutzt Wasser und/oder Boden
Begrenzter oder fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser, was Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden hat. (Diese Aus-wirkungen stehen im Zusammen-hang mit dem Geschäftsmodell von Borealis durch die Beschaffung von Rohstoffen).
PO, BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
73
Auswirkungen S3 - Betroffene Gemeinschaften / Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Gemeinschaften / Landbezogene Auswirkungen (NaDiVeG: Soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Wettbewerb um die Verwendung von Land, einschließlich unzureichen-der Entschädi-gung und der Unmöglichkeit, unfreiwillige Umsiedlungen zu vermeiden
Soziale Ungerechtigkeit, wirtschaftliche Auswirkungen, Verlust der Würde, Zugang zu Wohnraum und Land für die landwirtschaftliche Nutzung. (Diese Auswirkungen sind durch die Aktivitäten der Zulieferer mit dem Geschäftsmodell von Borealis verbunden).
PO, BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkungen S3 - Betroffene Gemeinschaften / Bürgerliche und politische Rechte / Versammlungsfreiheit / Meinungsfreiheit (NaDiVeG: Soziale Belange)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Potenziell
Zulieferer konsultieren die Gemein-schaft nicht und/oder unterdrücken Proteste der Gemeinschaft
Die Mitglieder der Gemeinschaft haben keine Möglichkeit, sich zu weigern oder einen Kompro-miss auszu-handeln, um mögliche negative Auswirkungen auf ihr Wellbeing und ihre Lebens-qualität zu vermeiden. Proteste oder Drohungen können auch ihre psychische und physische Gesundheit beeinträchtigen oder Traumata verursachen. (Diese Aus-wirkungen hängen mit dem Geschäftsmodell von Borealis über die Lieferanten-beziehungen zusammen).
PO, BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
74
Auswirkungen S3 - Betroffene Gemeinschaften / Bürgerliche und politische Rechte / Beschwerdemechanismen (NaDiVeG: Soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Kurzfristig
Tatsächlich
Lieferanten bieten keine angemes-senen Be-schwerde-mechanismen für lokale Gemein-schaften
Die Interessen und Anliegen der Mitglieder der Gemeinschaft werden nicht gehört, was dazu führt, dass sie wenig oder gar keinen Einfluss haben, um für ihre Rechte zu kämpfen. (Diese Auswirkungen hängen mit dem Geschäftsmodell von Borealis über die Lieferanten-beziehungen zusammen).
PO, BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
Auswirkungen S3 - Betroffene Gemeinschaften / Recht der Ureinwohner (NaDiVeG: Soziale Belange, Achtung der Menschenrechte)
Positive/ Negative Auswir-kungen
Zeit-horizont
Tatsächlich/
Potenziell
Auslöser
Auswirkungen auf die Umwelt/ Gesellschaft
Ge-schäfts-feld
Wertschöp-fungskette
Weit verbreitet/ Systemisch
Art der Offenlegung
Negativ
Mittelfristig
Potenziell
Lieferant verursacht Störung von Kulturerbe-stätten
Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, Verlust des kulturellen Erbes und der traditionellen Lebensweise. (Diese Aus-wirkungen sind durch die Lieferanten-beziehungen mit dem Geschäfts-modell von Borealis verbunden).
PO, BC
Vorgelagert
Weit verbreitet
Unterliegt den Offen-legungs-pflichten des ESRS
[ESRS 2-SBM-3.48b] Im Allgemeinen aktualisiert Borealis seine Strategie alle drei bis fünf Jahre und seinen Geschäftsplan jedes Jahr. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen zum ersten Mal wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen identifiziert und bewertet. Bislang hat Borealis keine wesentlichen aktuellen und erwarteten Effekte der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen auf das Geschäftsmodell, die Wertschöpfungskette, die Strategie und die Entscheidungsfindung identifiziert, so dass keine Änderungen an der Strategie oder dem Geschäftsmodell im Jahr 2024 vorgenommen wurden.
[ESRS 2-SBM-3.48d] Die Angaben zu den aktuellen finanziellen Effekten der wesentlichen Risiken und Chancen sind in der obigen Tabelle enthalten.
[ESRS 2-SBM-3.48f] Borealis ist dabei, eine formale Belastbarkeitsanalyse durchzuführen, die noch nicht abgeschlossen ist. Für das Jahr 2024 hat Borealis nicht die Widerstandsfähigkeit seiner Strategie und seines Geschäftsmodells im Hinblick auf die Fähigkeit, die wesentlichen Auswirkungen und Risiken zu bewältigen und die wesentlichen Chancen zu nutzen bewertet, anders als im Rahmen des DMA-Prozesses (siehe [ESRS-2 IRO-1.53a-h]).
75
E1 - Klimawandel
[E1-SBM-3.19a, GB 6] Borealis beabsichtigt, eine eingehendere Analyse der potenziellen klimabedingten physischen Risiken, denen die Vermögenswerte des Konzerns ausgesetzt sein könnten, einschließlich ihrer finanziellen Auswirkungen, durchzuführen. Diese Analyse wird im Jahr 2025 durchgeführt werden.
S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens
[S1-SBM-3.13a i] Die Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens stehen im Zusammenhang mit der Borealis People and Culture (P&C) Strategie 2030, die den Titel „People Make it Happen“ trägt. Die P&C-Strategie besteht aus vier Säulen (Mitarbeitererfahrung, neue Arbeitsweisen, organisatorische Weiterentwicklung und Talentförderung), die alle von einer transformativen Führung getragen werden.
Die globale P&C-Organisation von Borealis unterstützt und berät Führungskräfte und Mitarbeiter während ihrer gesamten Laufbahn und gewährleistet die ordnungsgemäße Verwaltung aller P&C-Prozesse und P&C-Daten. Siehe [S1-1.19a-g] für weitere Informationen. [S1-SBM-3.13a ii] Gemeinsam mit dem Vorstand ermittelt der VP P&C, wie P&C die Strategie und Initiativen des Konzerns am besten unterstützen kann.
[S1-SBM-3.13b] Einige der wesentlichen Risiken und Chancen von Borealis ergeben sich aus Auswirkungen und Abhängigkeiten auf die eigene Belegschaft. Wenn beispielsweise Schlüsselfunktionen nicht oder nur mit kurzen Übergabefristen besetzt werden, können Produktionsstandorte möglicherweise nicht zuverlässig arbeiten, was zu einem Geschäftsrückgang führt.
Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen positiven Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens (z. B. positive Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit) und Chancen, da diese positiven Auswirkungen die Produktivität und das Engagement der Mitarbeiter sowie die Attraktivität von Borealis als Arbeitgeber erhöhen können.
[S1-SBM-3.14] Alle Mitarbeiter der eigenen Belegschaft von Borealis, die von Borealis wesentlich beeinflusst werden könnten, werden in die Offenlegung nach ESRS 2 einbezogen.
[S1-SBM-3.14a] Die Arten von Arbeitnehmern und Fremdarbeitskräften, die im eigenen Betrieb von Borealis wesentlichen Auswirkungen ausgesetzt sind, sind:
Arbeitnehmer
Mitarbeiter, die einen Vertrag mit Borealis haben und ein Gehalt, einen Lohn oder eine Vergütung von Borealis erhalten:
oFestangestellte und befristet Beschäftigte, einschließlich Sommerarbeiter
oAuszubildende
oPraktikanten, einschließlich Sommerpraktikanten
Fremdarbeitskräfte
Mitarbeiter, die bei einem Dritten angestellt oder selbständig sind und über eine Rechnung entlohnt werden:
oLeiharbeitnehmer
oAuftragnehmer
oFreiberufler
76
[S1-SBM-3.14b i] Die Klassifizierung der weit verbreiteten oder systemischen wesentlichen negativen Auswirkungen ist in der Tabelle [ESRS 2-SBM-3.48a, c i, c iii, c iv, g] zu finden. [S1-SBM-3.14b ii] Die identifizierten wesentlichen negativen Auswirkungen beziehen sich nicht auf einzelne Vorfälle.
[S1-SBM-3.14c] Die Weiterbildungs- und Entwicklungsprogramme von Borealis führen zu wesentlichen positiven Auswirkungen für die Arbeitnehmer.
Borealis ist bestrebt, seine Mitarbeiter sowie externe Mitarbeiter, die mit und für den Konzern arbeiten, regelmäßig zu schulen und weiterzubilden. Die Bereitstellung geeigneter Schulungen für technische, funktionale und arbeitsplatzbezogene Fähigkeiten, die in den Werten, der Sicherheit und den ethischen Ambitionen von Borealis verwurzelt sind, hilft dem Konzern, die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter zu schützen, seine Geschäfte ethisch zu führen und relevante Kompetenzen für seine Produktionsprozesse und die Produkt-Compliance sicherzustellen. Außerdem hilft es den Arbeitnehmern, ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Karrieren innerhalb von Borealis zu verbessern.
Einige Weiterbildungsprogramme werden im gesamten OMV Konzern gemeinsam entwickelt und durchgeführt, wie z.B. das Top-Talent-Programm Leading Ahead. Andere gemeinsame Programme umfassen unternehmensübergreifende Nachfolge- und Entwicklungsgespräche, globale Coaching- und Sprachangebote sowie die von LinkedIn Learning bereitgestellte Online-Lernbibliothek.
Das Angebot sinnvoller Lernmöglichkeiten und Wege zur Freisetzung des Potenzials der Mitarbeiter ist eine wesentliche Voraussetzung für die Gewinnung und Bindung einer hochqualifizierten, qualifizierten und vielfältigen Belegschaft. Der Borealis Talent Management-Prozess konzentriert sich auf die Gewinnung, Identifizierung, Förderung und Entwicklung von Menschen mit dem Potenzial für wichtige Führungs- und Expertenpositionen. Die Programme des Konzerns für das Management von Führungs- und Fachkräften konzentrieren sich auf die Entwicklung der Tools, Fähigkeiten und Erfahrungen, die die Mitarbeiter für ihre zukünftige Rolle benötigen, sowie auf die jeweiligen Kernkompetenzen und Erwartungen. Eine enge Verknüpfung von Talentmanagement und Nachfolgeplanung sichert eine angemessene Pipeline für die Schlüsselpositionen des Konzerns.
An allen Standorten wurden Sicherheitszentren eröffnet, die eine erfahrungsbasierte Weiterbildung zu neun lebensrettenden Regeln anbieten. Die Weiterbildung befasst sich mit den wichtigsten Aspekten jeder Regel und ihrer praktischen Umsetzung vor Ort. Die Weiterbildung wird für einen Konzern mit maximal 15 Mitarbeitern (sowohl Borealis-Mitarbeiter als auch Auftragnehmer) von einer Person durchgeführt, die mit den Regeln für Sicherheit am Arbeitsplatz vertraut ist. Die Teilnehmer können miteinander über ihre praktischen Herausforderungen bei der Anwendung der Vorschriften im Einsatz diskutieren. Für die Schulung des gesamten Betriebspersonals durch die Sicherheitszentren wurde ein Dreijahresprogramm eingerichtet. Darüber hinaus wurde eine virtuelle Schulungsanwendung entwickelt, die auf spielerischer Technologie basiert, um ein breiteres Publikum zu erreichen.
[S1-SBM-3.14d] Die wesentlichen Risiken und Chancen, die sich aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten von Borealis' eigener Belegschaft ergeben, sind wie folgt:
77
Wesentliche Risiken:
Arbeitsbedingungen
oSichere Beschäftigung
Wesentliche Risiken für Borealis bestehen darin, dass Produktionsstandorte nicht zuverlässig arbeiten können, was zu einem Geschäftsrückgang führt, wenn Schlüsselfunktionen nicht oder nur kurzfristig besetzt werden.
Wesentliche Chancen:
Arbeitsbedingungen
oSichere Beschäftigung
Borealis bietet eine hohe Arbeitsplatzsicherheit, die dem Unternehmen Zugang zu hochqualifizierten Mitarbeitern verschafft, was einen Wettbewerbsvorteil darstellt.
oAngemessene Entlohnung
Borealis entlohnt nach Leistung auf der Grundlage transparenter Leistungsbewertungen. Dies unterstützt gute Geschäftsergebnisse und erhöht die Bindung der Arbeitnehmer an das Unternehmen, was wiederum den Ruf des Konzerns auf dem Arbeitsmarkt stärkt.
oGesundheit & Sicherheit am Arbeitsplatz
Die ausgeprägte Sicherheitskultur von Borealis schützt die an den Standorten arbeitenden Mitarbeiter, erhöht ihre Produktivität, stärkt den Ruf des Konzerns als verantwortungsbewusstes Unternehmen und vermeidet finanzielle Schäden.
Gleichbehandlung und Chancengleichheit
oVielfalt, Beschäftigung und Integration von Menschen mit Behinderungen
Borealis fördert die Gleichstellung der Geschlechter und gewährleistet gleiche Entlohnung für gleichwertige Arbeit. Der Konzern fördert auch die Vielfalt, einschließlich der Beschäftigung und Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen. Borealis ist daher ein bevorzugter Arbeitgeber, der respektvolle Beziehungen unter den Kollegen fördert, das Engagement, die Bindung und das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigert und unterschiedliche Führungsstile unterstützt.
oWeiterbildung und Kompetenzentwicklung
Borealis bietet geeignete Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an, um die Transformation des Konzerns zu unterstützen und das Engagement, die Leistung und die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern. Dies steigert die Attraktivität von Borealis als Arbeitgeber und reduziert die Abhängigkeit von externen Schulungen, wodurch Kosten gespart und die Flexibilität erhöht werden.
[S1-SBM-3.14e] Borealis hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens festgestellt, die sich aus den Übergangsplänen zur Verringerung negativer Auswirkungen auf die Umwelt und zur Erreichung eines umweltfreundlicheren und klimaneutralen Betriebs ergeben.
[S1-SBM-3.14f i] Borealis verpflichtet sich, alle lokalen Arbeitsgesetze zu respektieren und in Übereinstimmung mit seiner internen Ethics Policy zu arbeiten. Daher gibt es keinen Betrieblichen Bereich, in dem ein erhebliches Risiko von Zwangs- oder Pflichtarbeit besteht.
78
[S1-SBM-3.14f ii] Bei Borealis sind dieselben Standards in Ländern ohne einschlägige lokale Gesetzgebung in Kraft, d.h. es gibt keine Länder oder Gebiete mit Betrieben, in denen das Risiko von Zwangs- oder Pflichtarbeit besteht.
[S1-SBM-3.14g i] In keinem der betrieblichen Bereiche von Borealis besteht ein erhebliches Risiko von Vorfällen mit Kinderarbeit. Das Unternehmen erlaubt Mitarbeitern unter 16 Jahren nicht, seine Produktionsstätten zu betreten. Die einzige Ausnahme sind Auszubildende, die ein Ausbildungsverhältnis mit dem Konzern eingehen. Diese Auszubildenden befinden sich hauptsächlich in Österreich und Deutschland und fallen unter einen besonderen gesetzlichen Schutz.
[S1-SBM-3.14g ii] Bei Borealis sind dieselben Standards in Ländern ohne einschlägige lokale Gesetzgebung in Kraft, d.h. es gibt keine Länder oder Gebiete mit Betrieben, in denen das Risiko von Vorfällen von Kinderarbeit besteht.
[S1-SBM-3.15] Borealis hat die Vision, eine Organisation zu werden, in der Unterschiede akzeptiert werden und die Vielfalt der Gedanken und Erfahrungen als Katalysator für Wachstum und Kreativität genutzt wird. Der Konzern ist bestrebt, aktiv Barrieren zu beseitigen, um gerechte Chancen zu bieten und es jedem Einzelnen zu ermöglichen, zu wachsen und zum Erfolg des Unternehmens beizutragen.
Borealis hat festgestellt, dass Gruppen von Mitarbeitern der eigenen Belegschaft mit besonderen Merkmalen einem größeren Risiko ausgesetzt sein können:
Identifizierung von gefährdeten Gruppen:
oGeschlecht
oGenerationen
oBehinderung
oLGBTQIA+
oKulturübergreifend und ethnische Zugehörigkeit
oEltern und pflegende Personen
Methodik zur Ermittlung von Risiken:
oPulse Check und Feedback
oDatenanalyse
oEthik-Hotline
oBetriebsrat
Umgesetzte Maßnahmen zur Risikominderung:
oWeiterbildung und Sensibilisierungsprogramme
oBeschwerdemechanismen und Berichterstattung über die Ethik-Hotline
oDE&I-Playbook
Überwachung und kontinuierliche Verbesserung:
oRegelmäßige Bewertungen durch den Puls Check
oBerichterstattung und Transparenz
[S1-SBM-3.16] Einige der Risiken und Chancen von Borealis beziehen sich auf bestimmte Personengruppen. Zum Beispiel:
Die Gewährleistung und Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der gleichen Entlohnung für gleichwertige Arbeit bezieht sich speziell auf Frauen;
79
Das Unternehmen ist bestrebt, die Beschäftigung und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen zu fördern, und hat sich zum Ziel gesetzt, die Unterstützung für Arbeitnehmer mit Behinderungen als Teil seiner DE&I-Vision zu verbessern; und
Der Ansatz des Konzerns für DE&I konzentriert sich auch auf (aber nicht nur) Generationen, kulturübergreifende und ethnische Zugehörigkeit, Behinderungen, Eltern und pflegende Personen sowie LGBTQIA+ Kollegen.
S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
[S2-SBM-3.11] Alle Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette, auf die Borealis wesentliche Auswirkungen hat, werden in den Umfang der Offenlegung gemäß ESRS 2 einbezogen.
Die Arten von Arbeitnehmern, die von Borealis wesentlich betroffen sind, befinden sich in der vorgelagerten Wertschöpfungskette.
Die Belegschaft von Borealis im eigenen Betrieb wird in S1 behandelt. [S2-SBM-3.11a iii] Auf der Grundlage der Wesentlichkeitsbewertung hat Borealis keine wesentlichen Auswirkungen auf die Beschäftigten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette.
[S2-SBM-3.11a i, ii] Von Borealis wesentlich betroffene Arbeitnehmer in der vorgelagerten Wertschöpfungskette werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:
Dienstleistungen: Arbeitnehmer von Tier-1-Auftragnehmern und deren Unterauftragnehmern, die an den Standorten von Borealis oder an anderen Standorten im Auftrag von Borealis Dienstleistungen erbringen. Diese Dienstleistungen können Transport, Wartung, Technik, Gebäudemanagement, Catering, Sicherheit und Berater umfassen, die von ihren eigenen Büros aus arbeiten.
Produkte: Arbeitnehmer von Tier-1-Lieferanten, die Borealis mit Waren und Materialien beliefern, z. B. mit Rohstoffen, Zusatzstoffen oder technischen Teilen wie Rohren oder Motoren.
Ein Auftragnehmer ist ein Unternehmen, das auf der Grundlage seines Angebots ausgewählt wurde und über das erforderliche Fachwissen und die spezifischen Kenntnisse verfügt, um die Dienstleistungen oder Arbeiten im Rahmen des Auftrags auf sichere und effiziente Weise zu erbringen.
Ein Unterauftragnehmer ist ein Unternehmen, das vom Auftragnehmer mit der Erbringung von Dienstleistungen oder Arbeitspaketen beauftragt wird, die Teil des Vertrags zwischen Borealis und dem Auftragnehmer sind, ohne selbst Partei dieses Vertrags zu sein.
Ein Lieferant ist ein Drittunternehmen, das Waren oder Materialien an Borealis liefert, mit dem jedoch keine Dienstleistungen verbunden sind.
[S2-SBM-3.11a iv] Arbeitnehmer in den Joint Ventures von Borealis, die potenziell für negative Auswirkungen anfällig sind, sind:
Mitarbeiter mit Migrationshintergrund
Mitarbeiter mit besonderen Bedürfnissen
Minderheiten
Frauen
Junge und ältere Arbeitnehmer
Arbeitskräfte aus indigenen Gemeinschaften
80
Arbeitnehmer in gefährlichen Positionen
Arbeitnehmer, die an Orten mit hohem Risiko arbeiten, z. B. in Konfliktgebieten oder abgelegenen Regionen
Beschäftigte mit Betreuungsaufgaben
Beschäftigte, die LGBTQIA+ sind
[S2-SBM-3.11a v] Arbeitnehmer, die besonders anfällig für negative Auswirkungen sind, sind Mitarbeiter mit Migrationshintergrund.
[S2-SBM-3.11b] Für Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette betrachtet Borealis Länder mit einem hohen Risiko aus Sicht der Menschenrechte als solche, in denen der Maplecroft-Risiko-Score unter 3,4 liegt, und zwar Indien und China.
[S2-SBM-3.11c] Die Klassifizierung der weit verbreiteten oder systemischen wesentlichen negativen Auswirkungen ist in der Tabelle [ESRS 2-SBM-3.48a, c i, c iii, c iv, g] zu finden.
Bei einigen Auswirkungen handelt es sich um einzelne Vorfälle, die z. B. im Zusammenhang mit Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen oder Belästigung auftreten können.
[S2-SBM-3.11e] Das identifizierte wesentliche Risiko ergibt sich nicht aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, da es sich auf Lieferanten mit niedrigen Arbeitsstandards bezieht.
[S2-SBM-3.12] Um zu verstehen, inwiefern Arbeitnehmer mit bestimmten Merkmalen einem größeren Risiko ausgesetzt sind, verwendet Borealis Erhebungen und Analysen von Daten aus Risikoberichten und Überwachungen von Lieferanten sowie das Meldesystem für Vorfälle des Konzerns. Dies hat es Borealis ermöglicht, die unten aufgeführten Risikogruppen zu identifizieren, die alle im Kontext schlecht regulierter oder überwachter Arbeitsgesetze und -normen mit größerer Wahrscheinlichkeit Schaden erleiden:
Mitarbeiter mit Migrationshintergrund könnten einem größeren Risiko ausgesetzt sein, weil sie auf einen bestimmten Arbeitsplatz angewiesen sind, um ihre Aufenthaltsgenehmigung zu behalten, und weil es wahrscheinlicher ist, dass sie kein unterstützendes soziales und familiäres Netzwerk in der Nähe haben.
Mitarbeiter mit besonderen Bedürfnissen könnten auf besondere Vorkehrungen angewiesen sein, um Chancengleichheit zu erhalten, die nicht automatisch gegeben sind, z. B. barrierefreier Zugang zu Einrichtungen.
Minderheiten, Frauen, LGBTQIA+-Personen oder Arbeitnehmer aus indigenen Gemeinschaften sind möglicherweise mit ungleichen Chancen und Arbeitsbedingungen in Kontexten konfrontiert, in denen sie strukturell oder routinemäßig diskriminiert werden.
Junge Arbeitnehmer sind oft stärker von ihrem Arbeitsplatz abhängig, weil es ihnen an Erfahrung fehlt. Ebenso haben ältere Arbeitnehmer möglicherweise nur begrenzte Möglichkeiten, im Bedarfsfall einen anderen Arbeitsplatz zu finden, was ihre Gefährdung noch erhöht.
Alleinarbeitern fehlt es an Chancen für den beruflichen Austausch, so dass sie einem höheren Risiko ausgesetzt sind.
Arbeitnehmer, die besorgniserregenden Stoffen ausgesetzt sind, in großen Höhen, auf Offshore-Plattformen oder in anderen schwierigen Umgebungen arbeiten, sind den Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit stärker ausgesetzt als andere.
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Arbeitnehmer in Hochrisikogebieten wie Konfliktzonen oder abgelegenen Gegenden sind dem Risiko ausgesetzt, dass ihre Sicherheit sowie ihre physische und psychische Gesundheit beeinträchtigt werden.
Arbeitnehmer mit Betreuungsaufgaben sind besonders gefährdet, weil sie Beruf und Betreuung vereinbaren müssen, vor allem wenn sie ältere Menschen oder Personen mit einer dauerhaften oder langfristigen Krankheit betreuen oder wenn ein einzelner Betreuer die alleinige Verantwortung für seinen Angehörigen trägt.
Borealis ist bestrebt, die Interessen dieser Gruppen durch Überwachung und regelmäßige Bewertungen zu schützen, z. B. durch Audits am Arbeitsplatz, Audits bei Lieferanten und Auftragnehmern und Rückmeldungen der Arbeitnehmer.
[S2-SBM-3.13] Borealis hat die Risiken und Chancen nicht auf bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette heruntergebrochen. Die wesentlichen Risiken und Chancen, die sich aus Auswirkungen und Abhängigkeiten in der Wertschöpfungskette ergeben, beziehen sich somit auf alle Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette.
S3 - Betroffene Gemeinschaften
[S3-SBM-3.9a i-iv] Zu den Gemeinschaften, die in der vorgelagerten Wertschöpfungskette wesentlichen Auswirkungen ausgesetzt sind, gehören:
Lokale Gemeinschaften (Anwohner in Gebieten, die an Öl- und Gasbohrstandorte, Raffinerien und Pipelinetrassen angrenzen und von den eigenen Betrieben der Lieferanten direkt betroffen sind);
Abgelegene Gemeinschaften (Bevölkerungsgruppen, die sich weiter entfernt von den primären betrieblichen Bereichen der Lieferanten befinden, aber in der breiteren geografischen Region, und daher indirekt von den Aktivitäten der Lieferanten betroffen sind); und
Indigene Völker in der Nähe der Lieferanten von Borealis.
Die wesentlichen Auswirkungen stammen aus Aktivitäten im Zusammenhang mit der Öl- und Gasexploration, -raffination und -produktion sowie aus neuen Wegen der Transformation zu einer Geschäftstätigkeit mit geringem oder gar keinem CO2-Ausstoß.
Da die Zulieferer in ländlichen Gebieten und im Offshore-Bereich tätig sind, handelt es sich bei den betroffenen Gemeinschaften größtenteils um landwirtschaftliche Nachbarn, indigene Stämme mit Verbindungen zum Land und zum Meer sowie um benachbarte Stämme, deren Gebiete im unwahrscheinlichen Fall einer Ölpest negativ betroffen sein könnten.
[S3-SBM-3.9b] Die Klassifizierung der weit verbreiteten oder systemischen wesentlichen negativen Auswirkungen ist in der Tabelle [ESRS 2-SBM-3.48a, c i, c iii, c iv, g] zu finden.
Auswirkungen in Bezug auf einzelne Vorfälle können auftreten, wenn die Produktion von nachwachsenden und fossilen Rohstoffen das Wasser und/oder den Boden verschmutzt, was den Zugang zu sauberem Trinkwasser einschränkt oder verhindert und sich auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt.
[S3-SBM-3.10] Borealis hat keinen strukturierten Prozess implementiert, um zu bewerten und zu verstehen, wie betroffene Gemeinschaften innerhalb der gesamten vorgelagerten Wertschöpfungskette einem größeren Risiko ausgesetzt sein könnten. Die Bewertung der
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doppelten Wesentlichkeit (Double Materiality Assessment, DMA) 2023/2024 im vorgelagerten Bereich stützte sich daher hauptsächlich auf die Bewertung des OMV Konzerns.
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Angabepflicht IRO-1 - Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen
[ESRS 2-IRO-1.53a] Die DMA-Bewertung von Borealis berücksichtigt alle Unternehmen, bei denen Borealis der Betreiber ist oder einen Anteil von mehr als 50 % hält und einen beherrschenden Einfluss ausübt. Die DMA basiert daher auf denselben Unternehmen wie der Rest des nicht-finanziellen Berichts.
Die DMA wurde in fünf Schritten durchgeführt, bei denen die Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) sowie die Erwartungen der Interessenträger berücksichtigt wurden. Diese Schritte waren:
Erstellung einer erweiterten und einer kurzen Liste von zu prüfenden Themen
Befragung von Fachleuten zur Ermittlung von IROs sowie Konsultation verschiedener Branchen- und Industriestandards;
Einbeziehung der Stakeholdergruppen, um deren wesentliche Anliegen zu verstehen;
Workshops mit Fachleuten, um die IROs zu bewerten und zu beurteilen; und
Priorisierung der Themen.
Die Bewertung und Benotung der IROs erfolgte auf Grundlage der unten aufgeführten Skalen:
Skalen für die Wesentlichkeit der Auswirkungen:
Ausmaß: 1-5: Katastrophal - 5, Weitreichend - 4, Mittel - 3, Konzentriert - 2, Begrenzt - 1
Umfang: 1-5: Global - 5, Hoch - 4, Mittel - 3, Niedrig - 2, Minimal - 1
Wahrscheinlichkeit: 1-5: Garantiert - 5, Sehr wahrscheinlich - 4, Wahrscheinlich - 3, Möglich - 2, Unwahrscheinlich - 1
Behebbarkeit 1-5: Unumkehrbar - 5, Sehr schwierig oder langfristig zu beheben - 4, Schwierig oder mittelfristig zu beheben - 3, Mit Mühe zu beheben - 2, Relativ leicht zu beheben - 1
Darüber hinaus wurde ein Faktor Menschenrechte für soziale und ökologische Auswirkungen im Zusammenhang mit den Menschenrechten berücksichtigt.
Skalen für die finanzielle Wesentlichkeit:
Ausmaß: 1-3: Hoch - 3, Mittel - 2, Niedrig -1
Wahrscheinlichkeit: 1-5: Garantiert - 5, Sehr wahrscheinlich - 4, Wahrscheinlich - 3,
Möglich - 2, Unwahrscheinlich 1
Jede IRO wurde anhand des am besten geeigneten Zeithorizonts bewertet, entweder kurzfristig (bis 1 Jahr), mittelfristig (1-5 Jahre) oder langfristig (mehr als 5 Jahre).
[ESRS 2-IRO-1.53h] Die DMA wurde zum ersten Mal für den Geschäftsbericht 2024 von Borealis gemäß den ESRS-Anforderungen durchgeführt. Daher gibt es keine Änderungen im Prozess im Vergleich zu früheren Berichtszeiträumen.
[ESRS 2-IRO-1.53b i, ii] Die Bewertung der doppelten Wesentlichkeit konzentrierte sich auf spezifische Geschäftsbeziehungen in Form der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten
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von Borealis. Innerhalb der vorgelagerten Wertschöpfungskette ist einer der Hauptlieferanten die OMV, weshalb Borealis ein besonderes Augenmerk auf deren Eigentümer legte.
Im eigenen Betrieb unterscheidet Borealis zwischen den beiden Geschäftsbereichen Polyolefine und Basischemikalien.
Für die nachgelagerte Wertschöpfungskette wurden die folgenden Kategorien berücksichtigt:
Transport, Vertrieb
Kunden und Verarbeiter
Markeninhaber
Einzelhändler
Arten der Abfallbehandlung (Wiederverwertung, Verbrennung und Deponie)
Auftragnehmer
Endnutzer
Bei der Bewertung 2024 konzentrierte sich Borealis vorerst nicht auf bestimmte Märkte (Regionen, Produktanwendungen), sondern verfolgte sowohl einen Top-down- als auch einen Bottom-up-Ansatz. In den kommenden Jahren beabsichtigt Borealis, seine Bewertung in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette zu vertiefen.
[ESRS 2-IRO-1.53b iii] Die Stakeholdergruppen wurden von jeder Geschäftseinheit durch eine Online-Umfrage eingebunden, um den Prozess der Wesentlichkeitsbewertung zu unterstützen. Dabei wurden die Stakeholder eingeladen, ihre Meinungen und Rückmeldungen zu teilen. Diese Rückmeldungen dienten der Validierung sowie der Überprüfung der internen Wesentlichkeitsbewertung des Konzerns, falls die Stakeholder anderen Themen hohe Priorität einräumten.
Die verschiedenen Geschäftsbereiche von Borealis wurden gebeten, relevante Stakeholder zu identifizieren, indem die Auswirkungen des Unternehmens auf den Interessenträger und die Auswirkungen des Stakeholder auf das Unternehmen bewertet wurden. Darüber hinaus wurde Feedback von Beschwerdemechanismen der Gemeinschaften sowie Beiträge von Fachexperten aufgrund ihrer Kontakte zu Stakeholdern wie Medien, Behörden und Universitäten bei der Bewertung der Auswirkungen berücksichtigt. Die Interessen dieser Stakeholder wurden bei dem Prozess berücksichtigt, auch wenn sie nicht an der Online-Umfrage teilgenommen haben.
Die Stakeholdergruppen, die bei diesem Prozess einbezogen wurden, waren:
Arbeitnehmer
Kunden
Zulieferer, Auftragnehmer und Geschäftspartner
Partner auf dem Kapitalmarkt
Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
Behörden
Gemeinschaften
Verbände und Netzwerke
Medien
Wissenschaft und Forschung
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[ESRS 2-IRO-1.53b iv] Borealis hat die in der Wesentlichkeitsbewertung berücksichtigten negativen Auswirkungen nach ihrer relativen Schwere und Wahrscheinlichkeit (wie in ESRS 1 Abschnitt 3.4 beschrieben) priorisiert. Bei potenziellen negativen Auswirkungen auf die Menschenrechte hatte die Schwere der Auswirkung Vorrang vor der Eintrittswahrscheinlichkeit. Positive Auswirkungen wurden auf der Grundlage ihres relativen Ausmaßes, ihres Umfangs und ihrer Wahrscheinlichkeit in die Prioritätenliste aufgenommen.
Bei der Auswertung der Ergebnisse der Online-Umfrage hat Borealis eine Gewichtung der Stakeholdergruppen vorgenommen, um Verzerrungen aufgrund der Gruppenzugehörigkeit zu vermeiden. Die Arbeitnehmer erhielten eine Gewichtung von 50 %, während der Durchschnitt der anderen Gruppen mit 50 % gewichtet wurde. Der gewichtete Durchschnitt wurde für die weitere Analyse verwendet.
[ESRS 2-IRO-1.53c i] Während des DMA-Prozesses berücksichtigte Borealis implizit die Zusammenhänge aller Auswirkungen und Abhängigkeiten mit den Risiken und Chancen, indem zunächst die Auswirkungen definiert wurden und anschließend, falls angemessen, die Risiken und Chancen aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten abgeleitet wurden.  
[ESRS 2-IRO-1.53c iii] Borealis hat bei seiner Bewertung keine Prioritäten für verschiedene Arten von Risiken gesetzt. Alle Risiken wurden auf die gleiche Weise behandelt.
[ESRS 2-IRO-1.53c ii] Bei der Bewertung der Risiken und Chancen wurden die bestehenden Grundsätze des Risikomanagements angewendet. Wie in [ESRS 2-IRO-1.53a] beschrieben, wurden die Risiken und Chancen anhand einer grundlegenden Skala unter Verwendung einer Risikomatrix, die aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Ausmaß der finanziellen Auswirkungen besteht, qualitativ analysiert.
Um zu bestimmen, welche Risiken und Chancen für die Berichterstattung wesentlich sind, sind angemessene Schwellenwerte notwendig. Borealis hat seine Schwelle für die finanzielle Wesentlichkeit auf 1,5 festgelegt, wodurch erhebliche finanzielle Auswirkungen und der obere Bereich der mittleren finanziellen Auswirkungen als wesentlich eingestuft werden.
[ESRS 2-IRO-1.53d] In den Entscheidungsfindungsprozess waren verschiedene interne und externe Experten in Workshops eingebunden, in denen Themen ermittelt, bewertet und diskutiert wurden.
Im ersten Quartal 2024 wurden die Ergebnisse und der Prozess der Wesentlichkeitsanalyse im CSRD-Lenkungsausschuss vorgestellt, in dem die wichtigsten Vice Presidents (z. B. aus den Bereichen Gesundheit & Sicherheit, Umwelt und Qualität, People & Culture und Beschaffung) vertreten sind. Danach wurden die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse dem Vorstand vorgelegt.
[ESRS 2-IRO-1.53e, f] Der Borealis Konzern hat in Übereinstimmung mit seiner Risikomanagement-Policy einen Prozess und ein Tool für das Risikomanagement im Konzern eingeführt. Die IRO-Bewertung und der Enterprise Risk Management (ERM)-Prozess haben unterschiedliche Ziele und folglich auch einen unterschiedlichen Umfang und eine unterschiedliche Bewertungsebene. Während bestimmte ESRS-Themen bereits durch das ERM abgedeckt sind, umfasst das ERM beispielsweise nicht die Wertschöpfungskette oder eine eingehende Folgenabschätzung und konzentriert sich hauptsächlich auf die Outside-in-Perspektive.
85
Borealis beabsichtigt daher vorerst nicht, den ESRS IRO-Bewertungsprozess und die entsprechenden Methoden vollständig in ihren bestehenden ERM-Prozess zu integrieren. Stattdessen plant die Gruppe, bestehende Prozesse und Werkzeuge dort anzupassen, wo es sinnvoll und erforderlich ist, um eine ausreichende Abstimmung sicherzustellen, Synergien zu nutzen, Diskrepanzen zu vermeiden, den Informationsaustausch zu ermöglichen sowie sich gegenseitig ergänzende Ansätze zu schaffen, wo dies machbar und notwendig ist.
[ESRS 2-IRO-1.53g] Zur Erstellung der erweiterten Liste von Nachhaltigkeitsthemen hat Borealis die Liste der relevanten (Unter-)Themen aus [ESRS 1, Anhang B, AR 16] als Grundlage verwendet. Darüber hinaus wurde die erweiterte Liste durch Konsultation des ESRS ED - Oil and Gas (Draft 3.2023), GRI 11 Oil and Gas, SASB Standards (Oil & Gas: Refining and Marketing), SASB Standards (Oil & Gas: Exploration and Production), SASB Standards (Chemicals), IPIECA und SBTN Sector Materiality by UNEP-WCMC um weitere Themen ergänzt.
Jedes Thema auf der Liste wurde in einem Workshop mit Fachexperten der OMV AG, OMV Petrom und Borealis erörtert, um für jede Einheit zu bestimmen, ob das Thema für die weiteren Schritte im Wesentlichkeitsbewertungsprozess relevant ist.
E1 - Klimawandel
[E1-IRO-1.20a] Auswirkungen wurden innerhalb der Unterthemen „Anpassung an den Klimawandel“, „Klimaschutz“ und „Energie“ innerhalb der vorgelagerten, zentralen und nachgelagerten Wertschöpfungskette ermittelt.
Wie unter [ESRS 2-IRO-1.53a-h] beschrieben, wurden die Auswirkungen der Treibhausgasemissionen von Borealis anhand der folgenden Kategorien bewertet: Ausmaß, Umfang, Behebbarkeit und Wahrscheinlichkeit. Innerhalb dieser Kategorien wurde die höchstmögliche Stufe der Bewertung angenommen.
[E1-IRO-1.20b], [E1-IRO-1.AR 11a-d] Borealis gab eine Studie zu Klimarisiken auf Standortebene für den eigenen Betrieb im Jahr 2022 in Auftrag. Sie bewertete Gefahren, Anfälligkeiten und Risiken im Hinblick auf physische Risiken wie extreme Temperaturen, Dürre, Wald- und Flächenbrände, Küstenhochwasser, Flusshochwasser, Wasserstress und tropische Wirbelstürme, kombiniert mit einem differenzierten Verständnis der Anfälligkeit von 17 Produktionsstandorten für jede Art von Gefahr. Die modellierten Szenarien waren RCP 8.5, RCP 6.0, RCP 4.5 und RCP 2.6, wobei die Jahrzehnte 2030, 2050 und 2070 im Mittelpunkt standen. Die Identifizierung klimabezogener Gefahren und die Bewertung der Exposition und Sensitivität, einschließlich der Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes, wurde daher auf der Grundlage eines Klimaszenarios mit hohen Emissionen vorgenommen.
Die Methodik basiert auf ähnlichen Prinzipien wie Katastrophenrisikomodelle, wird jedoch zusätzlich durch Daten aus Klimamodellen und sozioökonomischen Modellen ergänzt, die für Borealis relevant sind. Zu den Eingaben gehören Terabytes an Klima- und sozioökonomischen Daten über Gefahren aus öffentlichen (einschließlich IPCC, NASA, NOAA), akademischen und kommerziellen Quellen sowie proprietäre, unternehmenseigene TCS-Modelle.
Die für die Studie zur Klimaanfälligkeit verwendeten Zeithorizonte waren 10, 30 und 50 Jahre. Diese Zeithorizonte spiegeln die wichtigsten Eckpunkte für die verschiedenen IPCC-Klimaszenarien sowie die langfristige Charakteristik der Strategien für die Vermögenswerte von Borealis wider. Kapitalallokationspläne waren nicht Gegenstand der Studie.
86
Die am stärksten betroffenen Standorte und die Arten der physischen Risiken sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:
Studie zur Klimaanfälligkeit - am stärksten betroffene Standorte 
Art des physischen Risikos
2030
2050
2070
Extreme Temperatur 
Linz
Linz
Linz
Küstenhochwasser 
Kallo
Kallo
Kallo
Tropische Wirbelstürme 
DYM
DYM
DYM
Wald- und Flächenbrände 
Wildon
Wildon
Wildon
Dürre 
Wildon
Linz
Linz
Wasserstress 
Geleen
Rockport
Rockport
Flusshochwasser 
DYM
DYM
DYM
Die Studie wurde bei der Bewertung der doppelten Wesentlichkeit berücksichtigt. Es wurden keine wesentlichen physischen Risiken identifiziert, die Geschäftsaktivitäten von Borealis wurden nicht im Detail betrachtet.
Borealis plant für das Jahr 2025 die Durchführung einer detaillierteren Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse, die die physischen Risiken für alle Vermögenswerte von Borealis abdeckt. Diese basiert zunächst auf einer Desktop-Analyse, gefolgt von vertiefenden Vor-Ort-Untersuchungen an ausgewählten Produktionsstandorten in den Folgejahren.
[E1-IRO-1.20c], [E1-IRO-1.AR 12a-d] Bei der Durchführung der Studie zu Klimarisiken für den eigenen Betrieb von Borealis wurden Übergangsrisiken und -chancen nicht bewertet. Das DMA identifizierte jedoch wesentliche Übergangsrisiken und -chancen innerhalb der Unterthemen „Anpassung an den Klimawandel“, „Klimaschutz“ und „Energie“, einschließlich der Bewertung der Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten von Borealis, wie z.B. die Beschaffung von fossilen Rohstoffen und neue innovative emissionsarme Lösungen. Wie in [IRO-1.53a] dargestellt, erstreckt sich der langfristige Horizont über mehr als fünf Jahre.
Die für 2025 geplante Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse wird eine detaillierte Analyse beinhalten, die zumindest ein Klimaszenario berücksichtigt, das eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C ohne oder mit begrenzter Überschreitung sowie eine umfassende Bewertung der Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten des Konzerns berücksichtigt.
Um mit dem Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft vereinbar zu sein, reduziert Borealis seine Scope-1-Treibhausgasemissionen, indem das Unternehmen in Energieeffizienzprojekte investiert und bis 2030 Komponenten am Ende ihrer Lebensdauer durch kohlenstoffärmere Lösungen ersetzt. Darüber hinaus erhöht Borealis den Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 auf 100 %. Auf dem Weg zur Klimaneutralität müssen neue Technologien wie die Elektrifizierung von Crackern entwickelt und auf ihre Durchführbarkeit in chemischen Großanlagen geprüft werden. Für schwer zu vermeidende CO2-Emissionen werden Technologien zur Abscheidung von Kohlendioxid benötigt, um bis 2050 die Klimaneutralität zu erreichen.
[E1-IRO-AR 15] Der Borealis Konzern wird auf der Grundlage der Planungsdaten ab 2028 zusätzliche Emissionszertifikate erwerben müssen. Diese Kosten werden in den Mittelfristplan (MTP) 2025-2030 aufgenommen und den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
87
(CGUs) für den Wertminderungstest zugewiesen. Darüber hinaus geht das Management von Borealis von höheren Margen ab 2028 aus, um die CO2-bezogenen Kosten teilweise zu kompensieren.
Die einzige Stelle, an der kritische klimabezogene Annahmen in den Jahresabschlüssen verwendet werden, ist im Zusammenhang mit der Prüfung von Wertminderungen.
Die verwendeten Klimaszenarien sind derzeit nicht vollständig mit den kritischen klimabezogenen Annahmen in den Jahresabschlüssen abgestimmt.  
E2 - Umweltverschmutzung
[E2-IRO-1.11a] Borealis hat keine spezifische IRO-Bewertung einzelner betrieblicher Bereiche durchgeführt. Die IRO-Bewertung basiert auf der kontinuierlichen Überwachung der Emissionen von Borealis in Luft, Wasser und Boden an allen Produktionsstandorten. Diese Emissionen werden dokumentiert und dem Standortmanagement mitgeteilt, das bei Bedarf Maßnahmen ergreift. Diese über alle betrieblichen Bereiche hinweg konsolidierten Informationen und Erkenntnisse flossen in die IRO-Bewertung ein.
Borealis hat für diesen Bericht keine spezifische IRO/ESRS-Bewertung für die Wertschöpfungskette durchgeführt. Die IRO-Bewertung wurde wie folgt durchgeführt:
Die IRO-Bewertung von E2 für die vorgelagerte Wertschöpfungskette für Lieferanten fossiler Ressourcen basiert hauptsächlich auf Informationen der OMV, die generell für alle Lieferanten fossiler Ressourcen gültig sind.
Die IRO-Bewertung von E2 für die vorgelagerte Wertschöpfungskette für Lieferanten erneuerbarer Ressourcen basiert auf dem allgemeinen Wissen über die möglichen negativen Auswirkungen landwirtschaftlicher Aktivitäten.
Die IRO-Bewertung von E2 für die nachgelagerte Wertschöpfungskette in Bezug auf die Auswirkungen von Kunststoffabfällen auf die Umwelt stützt sich auf allgemeines Wissen, das auf zahlreichen Studien bekannter Institutionen wie der Vereinten Nationen (UN), der International Union for Conservation of Nature (IUCN) sowie nationaler Umweltbehörden beruht.
[E2-IRO-1.11b] Während der Bewertung der doppelten Wesentlichkeit wurden keine zusätzlichen formellen Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften durchgeführt, die über die regelmäßige Interaktion zwischen der Standortleitung und den Gemeinschaften hinausgingen, und zwar in Bezug auf die tatsächlichen oder potenziellen Auswirkungen von Borealis auf die Umweltverschmutzung. Es wurden jedoch Gespräche mit Vertretern der Operation Clean Sweep (insbesondere mit der EU-Kommission, Nichtregierungsorganisationen und anderen EU-Mitgliedstaaten, da diese Teil der OCS SteerCo sind) geführt, wie in Kapitel E2 beschrieben.
[E2-IRO-1.AR 9] Die Liste der Standorte und Geschäftstätigkeiten, die mit wesentlichen IROs verbunden sind, ist in [E2.2.18] zu finden.
E3 - Wasser- und Meeresressourcen
[E3-IRO-1.8a], [E3-AR 15] Die Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen wurde, wie unter [IRO-1.53a-h] beschrieben, durchgeführt. Bei der Durchführung der Bewertung wurden Vermögenswerte, Aktivitäten, geografische Gebiete, mit Meeresressourcen verbundene
88
Rohstoffe sowie Sektoren und Segmente implizit berücksichtigt, jedoch nicht in einem detaillierten und strukturierten Verfahren analysiert.
[E3-IRO-1.8b] Im Rahmen der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden keine Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften durchgeführt, die über den regelmäßigen Austausch zwischen der Standortleitung und den Gemeinschaften hinausgehen.
E4 - Biodiversität und Ökosysteme
[E4-IRO-1.17a, c], [E4-AR 4-6] Die Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen wurde wie unter [IRO-1.53a-h] beschrieben, durchgeführt. Der Beitrag zu direkten Einflussfaktoren auf den Biodiversitätsverlust, die Auswirkungen auf den Zustand der Arten, die Auswirkungen auf das Ausmaß und den Zustand der Ökosysteme sowie die Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemleistungen wurden nicht detaillierter und strukturierter in den Prozess einbezogen.
[E4-IRO-1.17b] Die folgenden Abhängigkeiten von Biodiversität und Ökosystemen und deren Leistungen wurden während der Bewertung der doppelten Wesentlichkeit identifiziert. In der vorgelagerten und zentralen Wertschöpfungskette (wie oben erwähnt, wurde der Prozess nicht detaillierter durchgeführt):
Wasserkreisläufe
Bodenfunktionen
Ökosystemdienstleistungen (z. B. die Fischereiindustrie, der Tourismus oder Landwirte, die auf Bestäubung angewiesen sind)
[E4-IRO-1.17e i-iii] Es wurden keine Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften durchgeführt, die über den regelmäßigen, nicht projektspezifischen Austausch zwischen Standortmanagement und Gemeinschaften hinausgehen.
[E4-IRO-1.19a] Borealis engagiert sich für das Verständnis und die Minderung seiner Umweltauswirkungen, einschließlich potenzieller Effekte auf Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität. Der Konzern hat ein Projekt gestartet, um zu bewerten, wie sich seine Aktivitäten auf Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität auswirken könnten.
[E4-IRO-1.17d] Systemische Risiken in Bezug auf die Biodiversität wurden im Rahmen der Bewertung der doppelten Wesentlichkeit nicht berücksichtigt. [E4-IRO-1.19b] Da Borealis keine wesentlichen IROs in Bezug auf die Biodiversität identifiziert hat, wurden keine Minderungsmaßnahmen festgelegt.
E5 - Ressourcenverwendung und Kreislaufwirtschaft
[E5-IRO-1.11a], [E5-GB 1-13] Die Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen wurde wie unter [IRO-1.53a-h] beschrieben durchgeführt. Unterthemen, die sich auf die Verwendung von Ressourcen und die Kreislaufwirtschaft beziehen, wurden im Rahmen der Bewertung der doppelten Wesentlichkeit berücksichtigt. Vermögenswerte und Aktivitäten sowie Auswirkungen und Risiken einer Fortführung der aktuellen Geschäftspraktiken wurden implizit, jedoch nicht in einem detaillierteren und strukturierten Prozess geprüft.
[E5-IRO-1.11b] Es wurden keine Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften durchgeführt, die über den regelmäßigen Austausch zwischen der Standortleitung und den Gemeinschaften hinausgehen.
89
G1 - Unternehmensführung
[G1-IRO-1.6] Die Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Fragen der Unternehmensführung wurde wie unter [IRO-1.53a-h] beschrieben durchgeführt.
Angabepflicht IRO-2 - In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung
des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten
[ESRS 2-IRO-2.56] Übermittlung einer Liste der Angabepflichten, die bei der Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung auf der Grundlage der Ergebnisse der Bewertung der Wesentlichkeit befolgt wurde einschließlich einer Tabelle aller Datenpunkte, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften ergeben.
Angabe-
pflicht
Datenpunkt
Absatz
SFDR-Referenz 
Pfeiler 3 Referenz 
Benchmark Verordnung Referenz
Verweis auf das EU-Klimarecht 
Wesentlich-
keit
Seite
IRO-2-56
IRO-2-56
IRO-2-56
IRO-2-56
IRO-2-56
IRO-2-56
IRO-2-56
IRO-2-56
ESRS 2
GOV-1
Geschlechter-vielfalt im Verwaltungs-rat 
Paragraph 21 (d) 
Indikator Nummer 13 der Tabelle 1 in Anhang 1 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/18 1627 der Kommission, Anhang II 
wesentlich 
23
GOV-1
Prozentualer Anteil der un-abhängigen Gremien-mitglieder  
Paragraph 21 (e) 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II 
wesentlich 
GOV-4
Erklärung zur Sorgfalts-pflicht  
Paragraph 30 
Indikator Nummer 10 Tabelle 3 in Anhang 1 
wesentlich 
SBM-1
Beteiligung an Aktivitäten im Zusammen-hang mit fossilen Brennstoffen  
Paragraph 40 (d) i 
Indikatoren Nummer 4 Tabelle 1 in Anhang 1 
Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungs-verordnung (EU) 2022/245328 der Kommission Tabelle 1: Qualitative Angaben zum Umweltrisiko und Tabelle 2: Qualitative Angaben zum sozialen Risiko 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II 
nicht wesentlich 
32
SBM-1
Beteiligung an Tätig-keiten im Zusammen-hang mit der chemischen Produktion  
Paragraph 40 (d) ii 
Indikator Nummer 9 Tabelle 2 in Anhang 1 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II 
nicht wesentlich 
SBM-1
Beteiligung an Aktivitäten im Zusammen-hang mit umstrittenen Waffen  
Paragraph 40 (d) iii 
Indikator Nummer 14 Tabelle 1 in Anhang 1 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/ 181829, Artikel 12(1) Delegierte Verordnung (EU) 2020/18 16, Anhang II 
nicht wesentlich 
SBM-1
Beteiligung an Tätig-keiten im Zusammen-hang mit dem Anbau und der Erzeugung von Tabak  
Paragraph 40 (d) iv 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/ 1818, Artikel 12(1) Delegierte Verordnung (EU) 2020/18 16, Anhang II 
nicht wesentlich 
E1
90
Angabe-
pflicht
Datenpunkt
Absatz
SFDR-Referenz 
Pfeiler 3 Referenz 
Benchmark Verordnung Referenz
Verweis auf das EU-Klimarecht 
Wesentlich-
keit
Seite
E1-1
Übergangs-plan zur Erreichung der Klima-neutralität bis 2050  
Paragraph 14 
Verordnung (EU) 2021/1119, Artikel 2(1) 
wesentlich 
E1-1
Von den Pariser Benchmarks ausge-schlossene Unter-nehmen  
Paragraph 16 (g) 
Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungs-verordnung (EU) 2022/2453 der Kommission Vorlage 1: Anlagebuch Übergangsrisiken des Klimawandels: Kreditqualität von Engagements nach Branchen, Emissionen und Restlaufzeiten 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 12.1 (d) bis (g), und Artikel 12.2 
wesentlich 
110
E1-4
Ziele für die Emissions-reduktion von Treibhaus-gasen  
Paragraph 34 
Indikator Nummer 4 Tabelle 2 in Anhang 1 
Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungs-verordnung (EU) 2022/2453 der Kommission Vorlage 3: Anlagebuch - Übergangsrisiken des Klimawandels: Kennzahlen zur Anpassung 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 6 
wesentlich 
132-135
E1-5
Energie-verbrauch aus fossilen Quellen, aufgeschlüsselt nach Quellen (nur klimaintensive Sektoren)  
Paragraph 38 
Indikator Nummer 5 Tabelle 1 und Indikator Nummer 5 Tabelle 2 von Anhang 1 
wesentlich 
136
E1-5
Energieverbrauch und Energiemix  
Paragraph 37 
Indikator Nummer 5 Tabelle 1 in Anhang 1 
wesentlich 
136
E1-5
Energie-intensität in Verbindung mit Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klima-auswirkungen  
Paragraph 40 bis 43 
Indikator Nummer 6 Tabelle 1 in Anhang 1 
wesentlich 
136-137
E1-6
Brutto Scope-1, 2, 3 und Gesamt-THG-Emissionen  
Paragraph 44 
Indikatoren Nummer 1 und 2 Tabelle 1 in Anhang 1 
Artikel 449a; Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungs-verordnung (EU) 2022/2453 der Kommission Vorlage 1: Anlagebuch - Übergangsrisiko Klimawandel: Kreditqualität von Forderungen nach Sektor, Emissionen und Restlaufzeit 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 5(1), 6 und 8(1) 
wesentlich 
138
91
Angabe-
pflicht
Datenpunkt
Absatz
SFDR-Referenz 
Pfeiler 3 Referenz 
Benchmark Verordnung Referenz
Verweis auf das EU-Klimarecht 
Wesentlich-
keit
Seite
E1-6
Intensität der Brutto-THG-Emissionen  
Paragraph 53-55 
Indikatoren Nummer 3 Tabelle 1 in Anhang 1 
Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungs-verordnung (EU) 2022/2453 der Kommission Vorlage 3: Anlagebuch - Übergangsrisiken des Klimawandels: Kennzahlen zur Anpassung 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 8(1) 
wesentlich 
143
E1-7
THG-Abbau und CO2-Zertifikate  
Paragraph 56 
Verordnung (EU) 2021/1119, Artikel 2(1) 
wesentlich 
E1-9
Exposition des Referenz-portfolios gegenüber klima-bedingten physischen Risiken  
Paragraph 66 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II 
nicht wesentlich 
E1-9
Aufschlüssel-ung der Geld-beträge nach akuten und chronischen physischen Risiken  
Paragraph 66 (a) 
Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungs-verordnung (EU) 2022/2453 der Kommission Absätze 46 und 47; Vorlage 5: Anlagebuch - Physisches Risiko Klimawandel: Risikopositionen, die einem physischen Risiko unterliegen. 
nicht wesentlich 
E1-9
Standort wesentlicher Vermögens-werte mit wesentlichen physischen Risiken  
Paragraph 66 (c) 
Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungs-verordnung (EU) 2022/2453 der Kommission Absätze 46 und 47; Vorlage 5: Anlagebuch - Physisches Risiko Klimawandel: Risikopositionen, die einem physischen Risiko unterliegen. 
nicht wesentlich 
E1-9
Aufschlüsselung des Buchwerts seiner Vermögens-werte nach Energie-effizienz-klassen  
Paragraph 67 (c) 
Artikel 449a Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungs-verordnung (EU) 2022/2453 der Kommission Absatz 34; Vorlage 2:Anlagebuch - Übergangsrisiko Klimawandel: Durch Immobilien besicherte Kredite - Energy efficiency of the collateral 
nicht wesentlich 
E1-9
Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klima-bezogenen Chancen  
Paragraph 69 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Anhang II 
nicht wesentlich 
92
Angabe-
pflicht
Datenpunkt
Absatz
SFDR-Referenz 
Pfeiler 3 Referenz 
Benchmark Verordnung Referenz
Verweis auf das EU-Klimarecht 
Wesentlich-
keit
Seite
E2
E2-4
Menge jedes in Anhang II der E-PRTR-Verordnung (Europäisches Schadstoff-frei-setzungs- und -verbringungs-register) aufgeführten Schadstoffs, der in Luft, Wasser und Boden emittiert wird 
Paragraph 28 
Indikator Nummer 8 Tabelle 1 in Anhang 1 Indikator Nummer 2 Tabelle 2 in Anhang 1 Indikator Nummer 1 Tabelle 2 in Anhang 1 Indikator Nummer 3 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
152
E3
nicht wesentlich 
E3-1
Wasser- und Meeres-ressourcen  
Paragraph 9 
Indikator Nummer 7 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
E3-1
Spezielles Konzept  
Paragraph 13 
Indikator Nummer 8 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
E3-1
Nachhaltige Ozeane und Meere  
Paragraph 14 
Indikator Nummer 12 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
E3-4
Insgesamt aufbereitetes und wiederverwendetes Wasser  
Paragraph 28 (c) 
Indikator Nummer 6.2 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
E3-4
Gesamt-wasser-verbrauch in m3 pro Nettoumsatz im eigenen Betrieb
Paragraph 29 
Indikator Nummer 6.1 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
E4
nicht wesentlich 
SBM-3 – E4
Paragraph 16 (a) i 
Indikator Nummer 7 Tabelle 1 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
SBM-3 – E4
Paragraph 16 (b) 
Indikator Nummer 10 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
SBM-3 – E4
Paragraph 16 (c) 
Indikator Nummer 14 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
E4-2
Nachhaltige Boden-/Landwirt-schafts-praktiken oder -konzepte  
Paragraph 24 (b) 
Indikator Nummer 11 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
E4-2
Nachhaltige Praktiken oder Konzepte für die Ozeane/Meere  
Paragraph 24 (c) 
Indikator Nummer 12 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
E4-2
Konzepte zur Bekämpfung der Entwaldung  
Paragraph 24 (d) 
Indikator Nummer 15 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
93
Angabe-
pflicht
Datenpunkt
Absatz
SFDR-Referenz 
Pfeiler 3 Referenz 
Benchmark Verordnung Referenz
Verweis auf das EU-Klimarecht 
Wesentlich-
keit
Seite
E5
E5-5
Nicht recycelte Abfälle  
Paragraph 37 (d) 
Indikator Nummer 13 Tabelle 2 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
E5-5
Gefährliche Abfälle und radioaktive Abfälle  
Paragraph 39 
Indikator Nummer 9 Tabelle 1 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
S1
SBM-3 – S1
Risiko von Vorfällen von Zwangsarbeit  
Paragraph 14 (f) 
Indikator Nummer 13 Tabelle 3 in Anhang I 
wesentlich 
77-78
SBM-3 – S1
Risiko von Vorfällen von Kinderarbeit  
Paragraph 14 (g) 
Indikator Nummer 12 Tabelle 3 in Anhang I 
wesentlich 
78
S1-1
Menschen-rechts-politische Verpflicht-ungen  
Paragraph 20 
Indikator Nummer 9 Tabelle 3 und Indikator Nummer 11 Tabelle 1 in Anhang I 
wesentlich 
161, 162, 163, 181, 183, 189, 198, 215
S1-1
Sorgfalts-pflichtige Konzepte zu Themen, die in den grund-legenden Überein-kommen 1 bis 8 der Internatio-nalen Arbeits-organisation behandelt werden 
Paragraph 21 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II 
wesentlich 
162
S1-1
Verfahren und Maß-nahmen zur Verhin-derung des Menschen-handels  
Paragraph 22 
Indikator Nummer 11 Tabelle 3 in Anhang I 
wesentlich 
162
S1-1
Konzept zur Verhütung von Unfällen am Arbeits-platz oder Manage-mentsystem  
Paragraph 23 
Indikator Nummer 1 Tabelle 3 in Anhang I 
wesentlich 
162, 182
S1-3
Beschwerde-mechanismen/Beschwerde-verfahren  
Paragraph 32 (c) 
Indikator Nummer 5 Tabelle 3 in Anhang I 
wesentlich 
185
S1-14
Zahl der Todesopfer sowie Zahl und Rate der Arbeitsunfälle  
Paragraph 88 (b) und (c) 
Indikator Nummer 2 Tabelle 3 in Anhang I 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II 
wesentlich 
195
S1-14
Anzahl der Ausfalltage aufgrund von Verletzungen, Unfällen, Todesfällen oder Krankheiten  
Paragraph 88 (e) 
Indikator Nummer 3 Tabelle 3 in Anhang I 
wesentlich 
195
S1-16
Unbereinig-tes geschlechts-spezifisches Lohngefälle  
Paragraph 97 (a) 
Indikator Nummer 12 Tabelle 1 in Anhang I 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/18 16, Anhang II 
wesentlich 
177
94
Angabe-
pflicht
Datenpunkt
Absatz
SFDR-Referenz 
Pfeiler 3 Referenz 
Benchmark Verordnung Referenz
Verweis auf das EU-Klimarecht 
Wesentlich-
keit
Seite
S1-16
Exzessive CEO Entlohnung  
Paragraph 97 (b) 
Indikator Nummer 8 Tabelle 3 in Anhang I 
wesentlich 
177
S1-17
Vorfälle von Diskrimi-nierung  
Paragraph 103 (a) 
Indikator Nummer 7 Tabelle 3 in Anhang I 
wesentlich 
178
S1-17
Nicht-beachtung der UNGPs zu Wirtschaft und Menschen-rechten und der OECD  
Paragraph 104 (a) 
Indikator Nummer 10 Tabelle 1 und Indikator Nummer 14 Tabelle 3 von Anhang I 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/18 16, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/18 18 Art 12 (1) 
wesentlich 
178
S2
SBM-3 – S2
Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wert-schöpfungs-kette  
Paragraph 11 (b) 
Indikatoren Nummer 12 und Nummer 13 Tabelle 3 in Anhang I 
wesentlich 
80
S2-1
Menschen-rechts-politische Verpflicht-ungen  
Paragraph 17 
Indikator Nummer 9 Tabelle 3 und Indikator Nummer 11 Tabelle 1 von Anhang 1 
wesentlich 
198-199
S2-1
Konzepte für die Arbeitskräfte in der Wert-schöpfungs-kette  
Paragraph 18 
Indikator Nummer 11 und Nummer 4 Tabelle 3 in Anhang 1 
wesentlich 
200
S2-1
Nicht-einhaltung der UNGP-Grundsätze zu Wirtschaft und Menschen-rechten und der OECD-Leitlinien  
Paragraph 19 
Indikator Nummer 10 Tabelle 1 in Anhang 1 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Art 12 (1) 
wesentlich 
200
S2-1
Sorgfalts-pflichtige Konzepte zu Themen, die in den grund-legenden Überein-kommen der Internat-ionalen Arbeits-organisation (ILO) 1 bis 8 behandelt werden 
Paragraph 19 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II 
wesentlich 
200
S2-4
Menschen-rechtsfragen und Vorfälle im Zusammen-hang mit der vor- und nachge-lagerten Wertschöpf-ungskette  
Paragraph 36 
Indikator Nummer 14 Tabelle 3 in Anhang 1 
wesentlich 
209
S3
95
Angabe-
pflicht
Datenpunkt
Absatz
SFDR-Referenz 
Pfeiler 3 Referenz 
Benchmark Verordnung Referenz
Verweis auf das EU-Klimarecht 
Wesentlich-
keit
Seite
S3-1
Menschen-rechts-politische Verpflicht-ungen  
Paragraph 16 
Indikator Nummer 9 Tabelle 3 von Anhang 1 und Indikator Nummer 11 Tabelle 1 von Anhang 1 
wesentlich 
214-215
S3-1
Nicht-einhaltung der UNGPs zu Wirtschaft und Menschen-rechten, der ILO-Grund-sätze und der OECD-Leitlinien  
Paragraph 17 
Indikator Nummer 10 Tabelle 1 Anhang 1 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Art 12 (1) 
wesentlich 
215
S3-4
Menschen-rechtsfragen und Vorfälle  
Paragraph 36 
Indikator Nummer 14 Tabelle 3 in Anhang 1 
wesentlich 
217
S4
S4-1
Konzepte für Verbraucher und Endnutzer  
Paragraph 16 
Indikator Nummer 9 Tabelle 3 und Indikator Nummer 11 Tabelle 1 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
S4-1
Nicht-einhaltung der UNGPs zu Wirtschaft und Menschen-rechten und der OECD-Leitlinien  
Paragraph 17 
Indikator Nummer 10 Tabelle 1 in Anhang 1 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/ 1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/ 1818, Art 12 (1) 
nicht wesentlich 
S4-4
Menschen-rechtsfragen und Vorfälle  
Paragraph 35 
Indikator Nummer 14 Tabelle 3 in Anhang 1 
nicht wesentlich 
G1
G1-1
Überein-kommen der Vereinten Nationen gegen Korruption  
Paragraph 10 (b) 
Indikator Nummer 15 Tabelle 3 in Anhang 1 
wesentlich 
G1-1
Schutz von Whistle-blowern  
Paragraph 10 (d) 
Indikator Nummer 6 Tabelle 3 in Anhang 1 
wesentlich 
222
G1-4
Geldbußen für Verstöße gegen die Gesetze zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung  
Paragraph 24 (a) 
Indikator Nummer 17 Tabelle 3 in Anhang 1 
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II) 
wesentlich 
226
G1-4
Normen zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung  
Paragraph 24 (b) 
Indikator Nummer 16 Tabelle 3 in Anhang 1 
wesentlich 
226
[ESRS 2-IRO-2.58] Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe sowie Luftverschmutzung (NOx, VOC, Staub und Kohlenwasserstoffe) und Verschmutzung von Wasser, Boden, lebenden Organismen und Nahrungsmitteln (z. B. PFAS) sind für Borealis nicht
96
wesentlich, da die Wahrscheinlichkeit von Vorfällen aufgrund hoher Standards für Anlagensicherheit, Kontaminationsvermeidung und strenger gesetzlicher Vorschriften gering ist. Diese Bewertung basiert auf Daten und Informationen, wie z. B. Daten über Vorfälle, sowie auf der Berücksichtigung der EU-Gesetzgebung. Darüber hinaus gelten an den Standorten behördliche Auflagen (z. B. Genehmigungen, Inspektionen) und Abhilfemaßnahmen, die den Seveso-Anforderungen unterliegen.
Alle von Borealis hergestellten und eingekauften Produkte sind zertifiziert, und die Sicherheitsdatenblätter sind auf der Unternehmswebsite öffentlich einsehbar.
[ESRS 2-IRO-2.59] Um zu bestimmen, welche der ESRS-Datenpunkte Borealis zu berichten hat, werden die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen den wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten und Offenlegungsanforderungen der ESRS-Themenstandards zugeordnet. Dabei wurden die Leitlinien der EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) berücksichtigt.
Sachverhalte und Angaben, denen keine der identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen zugeordnet werden können, werden als nicht wesentlich angesehen, was bedeutet, dass Borealis nicht verpflichtet ist, Informationen darüber offenzulegen.
Sachverhalte und Angaben, die sich auf eine oder mehrere der identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen zurückführen lassen, werden als wesentlich für Borealis eingestuft und im Rahmen der Berichterstattung weiter analysiert und berücksichtigt. Die Datenpunkte wurden auf ihre Anwendbarkeit für Borealis überprüft und, wo nötig, wurden unternehmensspezifische Datenpunkte definiert.
97
Umwelt
EU-Taxonomie
Mit der Verordnung (EU) 2020/852 wurde ein EU-Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten (EU-Taxonomie) eingeführt, das am 12. Juli 2020 in Kraft getreten ist. Die EU-Taxonomie ist Teil des Aktionsplans der Europäischen Kommission zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums und ein wichtiges Instrument für die EU, um Unternehmen, Investoren und politische Entscheidungsträger zu ermutigen, Investitionen dorthin zu lenken, wo sie für eine nachhaltige Entwicklung am meisten benötigt werden. Die EU-Taxonomie-Verordnung wird daher eine wichtige Rolle bei der Ausweitung nachhaltiger Investitionen und der Umsetzung des Europäischen Green Deal spielen.
Die EU-Taxonomie umfasst sechs Umweltziele:
Klimaschutz;
Anpassung an den Klimawandel;
Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen;
Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft;
Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung; und
Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme.
In den delegierten Rechtsakten der EU-Taxonomie wurden die technischen Prüfkriterien festgelegt, anhand derer bestimmt wird, ob eine Wirtschaftstätigkeit wesentlich zu einem dieser Ziele beiträgt. Sie bestimmen auch, ob diese Wirtschaftstätigkeit keinem der anderen Umweltziele erheblichen Schaden zufügt.
Auf Ersuchen des Europäischen Parlaments wurden die in Artikel 3 Buchstabe c) der EU-Taxonomie-Verordnung genannten sozialen Mindestschutzkriterien umgesetzt. Dieser Mindestschutz stellt sicher, dass Unternehmen, die taxonomiekonforme Tätigkeiten ausüben, auch bestimmte Mindeststandards für die Unternehmensführung erfüllen und nicht gegen soziale Normen verstoßen, wie in Artikel 18 der EU-Taxonomieverordnung festgelegt. Mit anderen Worten: Unternehmen, die sich auf eine taxonomiekonforme Tätigkeit berufen, müssen bestimmte grundlegende Sozial- und Menschenrechte, arbeitsrechtliche Grundsätze und Mindeststandards für die Unternehmensführung einhalten. Wenn Unternehmen nicht nachweisen können, dass sie angemessene Maßnahmen zur Verringerung von Menschenrechtsproblemen im Einklang mit internationalen Standards ergriffen haben, werden ihre „grünen Aktivitäten“ nicht als ökologisch nachhaltig (taxonomiekonform) eingestuft.
Meldepflichten nach der Verordnung (EU) 2020/852
Die Anwendung der EU-Taxonomie ermöglicht es Borealis, seine nachhaltigen wirtschaftlichen Aktivitäten transparent darzustellen und die Nachhaltigkeitsperformance aller Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns aufzuzeigen. Gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung muss Borealis offenlegen, wie und in welchem Umfang seine Aktivitäten als nachhaltig eingestuft werden. Für den Geschäftsbericht 2024 muss Borealis zwischen drei Arten von wirtschaftlichen Aktivitäten unterscheiden:2)
taxonomiekonformen wirtschaftlichen Tätigkeiten, d. h. wirtschaftlichen Tätigkeiten, die den Anforderungen von Artikel 3 der Verordnung (EU) 2020/852 entsprechen;
98
taxonomiefähigen wirtschaftlichen Tätigkeiten, d. h. wirtschaftlichen Tätigkeiten, die in den delegierten Rechtsakten beschrieben sind, unabhängig davon, ob die jeweilige wirtschaftliche Aktivität eines oder alle in den delegierten Rechtsakten festgelegten technischen Prüfkriterien erfüllt; und
nicht taxonomiefähigen wirtschaftlichen Tätigkeiten, d. h. allen wirtschaftlichen Tätigkeiten, die nicht in den delegierten Rechtsakten beschrieben sind.
Ansatz
Die Zahlen von Borealis für Taxonomie-bezogene Aktivitäten stammen aus dem konsolidierten IFRS-Abschluss des Konzerns. Nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften und Joint Ventures sind gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung ausgeschlossen. Bei Umsatz, CAPEX und OPEX werden Doppelzählungen vermieden, indem sichergestellt wird, dass jede Buchung, die in den Anwendungsbereich der EU-Taxonomie fällt, nur einmal zugeordnet wird. Zum Beispiel schließen die Zahlen Wartungskostenstellen aus, die später den Produktionskostenstellen zugeordnet werden.
Umsatz
Der KPI für den Umsatz basiert auf den konsolidierten Umsatzerlösen von Borealis (siehe: Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung). Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden gemäß der Empfehlung der ESMA zu Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung ausgeschlossen.3) Im Allgemeinen wurde der Umsatz mit den Einnahmeströmen der Produkte oder Dienstleistungen verknüpft und dem jeweiligen Wirtschaftszweig in der EU-Taxonomie-Verordnung zugeordnet.
CAPEX
Die Investitionsausgaben (CAPEX) wurden gemäß der Definition in der Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden (Konzernanhang) abgeleitet. Die CAPEX wurden den wirtschaftlichen Aktivitäten auf Projektebene auf der Grundlage der CAPEX-Berichterstattung von Borealis zugeordnet. Projekte mit CAPEX unter EUR 0,5 Millionen im Jahr 2024 wurden automatisch der wirtschaftlichen Aktivität des zugehörigen Standorts zugewiesen.
OPEX
Der OPEX-KPI umfasst Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E), Gebäuderenovierungsmaßnahmen, Wartungs- und Reparaturkosten, sonstige direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten sowie kurzfristige Leasingverträge. Jede OPEX-Kategorie wurde im Rahmen der EU-Taxonomie einzeln bewertet.
Sozialer Mindestschutz
Weitere Informationen zum sozialen Mindestschutz finden Sie in den Kapiteln G1 und S1. Informationen über die Diversität im Aufsichtsrat und im Vorstand sind in Kapitel ESRS 2 zu finden. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle wird in Kapitel S1 beschrieben.
Bewertung der Taxonomiekonformität
Die Bewertung der Taxonomiekonformität für die Tätigkeiten von Borealis erfolgte so weit wie möglich unter Verwendung verfügbarer Daten. Wenn die erforderlichen Unterlagen nicht
99
verfügbar waren, wurden sie durch Interviews mit den Experten von Borealis eingeholt. Die taxonomiekonformen wirtschaftlichen Tätigkeiten von Borealis sind alle unter dem Umweltziel Klimaschutz als taxonomiekonform bewertet.
Taxonomiefähige Aktivitäten für Borealis und Performance 2024
Das Kerngeschäft von Borealis besteht in erster Linie aus den wirtschaftlichen Aktivitäten 3.17 „Herstellung von Kunststoffen in Primärform“ (im Segment Polyolefine (PO)) und 3.14 „Herstellung von organischen Grundstoffen und Chemikalien“ (im Segment Basischemikalien). Das Unternehmen erzielt außerdem Einnahmen aus der Tätigkeit 5.9 „Stoffliche Verwertung von nicht gefährlichen Abfällen“.
Für Borealis:
Die Tätigkeit 3.17 umfasst die Herstellung von Harzen, Kunststoffen und nicht vulkanisierbaren thermoplastischen Elastomeren sowie das Mischen und Vermengen von Harzen nach Kundenanforderungen;
Die Tätigkeit 3.14 bezieht sich hauptsächlich auf die Produktion von hochwertigen Chemikalien (Ethylen und Propylen); und
Aktivität 5.9 bezieht sich auf den Umsatz für die Annahme von Kunststoffabfällen als Inputmaterial für das mechanische Recycling von Kunststoffen bei mtm plastics GmbH, Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH und Integra Plastics AD.
Das Leasing von Firmenwagen fällt unter Wirtschaftsaktivität 6.5 „Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen“.
Teile der Produktion des Bereichs Basischemikalien, nämlich das Phenol- und Acetongeschäft, sowie die Umsätze aus dem Katalysatorgeschäft und dem Technologietransfer von Borealis sind nicht taxonomiefähige wirtschaftliche Aktivitäten.
Umsatz
Für den Umsatz-KPI von Borealis können 84 % als taxonomiefähig eingestuft werden. Der größte Anteil des Umsatzes bezieht sich auf den Wirtschaftszweig 3.17 und spiegelt die Aktivitäten des Segments Polyolefine wider. Der zweitgrößte Umsatzanteil stammt aus dem Wirtschaftszweig 3.14, der einen Teil der externen Einnahmen des Geschäftsbereichs Basischemikalien widerspiegelt.
Zu den nicht taxonomiefähigen Tätigkeiten gehören der Handel mit Borouge-Erzeugnissen, der Handel mit Rohstoffen und die Herstellung von nicht taxonomiefähigen Erzeugnissen wie Phenol und Aceton, Katalysatoren oder Umsätze aus dem Technologietransfer.
0,3 % des taxonomiefähigen Umsatzes (0,3 % des Gesamtumsatzes) sind taxonomiekonform. Dieser taxonomiekonforme Umsatz stellt den Umsatz von Ecoplast mit nachhaltigen Kreislauflösungen im Bereich Kunststoffe dar. Im Jahr 2023 holte Borealis von Ecoplast bisher fehlende Daten in Bezug auf die DNSH-Kriterien für seine Umsatzerlöse aus mechanischem Recycling ein und meldet daher die entsprechenden Einnahmen als taxonomiekonform unter Aktivität 3.17.
Die mit Produkten auf Basis fossiler Rohstoffe erzielten Erlöse, die unter Aktivität 3.17 ausgewiesen sind, können nicht als taxonomiekonform geltend gemacht werden. Der unter Aktivität 3.14 ausgewiesene taxonomiefähige Umsatz ist nicht taxonomiekonform, da entweder das Kriterium eines wesentlichen Beitrags nicht erfüllt wird oder die erforderlichen Nachweise
100
für die DNSH-Kriterien nicht verfügbar sind. Borealis wird diese Angelegenheit im Jahr 2025 weiter bearbeiten.
CAPEX
Für den KPI CAPEX können 85 % der gesamten CAPEX-Kosten von Borealis als taxonomiefähig eingestuft werden. Ein großer Teil der CAPEX kann den Wirtschaftszweigen 3.14 und 3.17 zugeordnet werden. Das kapitalisierte Leasing von Firmenwagen stellt eine weitere Investition von Borealis in eine taxonomiefähige Aktivität dar.
Von den taxonomiefähigen Investitionen sind 41 % (35 % der gesamten CAPEX-Kosten) taxonomiekonform. Bei den taxonomiekonformen Investitionen handelt es sich um die Investitionen für die Propan-Dehydrierungsanlage 2 (PDH2) in Kallo (Belgien), die CAPEX für eine weitere mechanische Recycling-Anlage in Europa sowie die CAPEX für die mechanische Recycling-Anlage Ecoplast in Wildon (Österreich). Im Vergleich zu 2023 haben die Aktivitäten 3.14 (16,3 % vs. 27,0 %) und 3.17 (32,8 % vs. 35,6 %) einen geringeren Anteil an den taxonomiefähigen CAPEX. Dies ist hauptsächlich auf die hohen taxonomiekonformen Investitionen in das PDH2 Projekt (33,7 %) zurückzuführen.
Umweltziel 1)
Wirtschaftliche Tätigkeit
CAPEX 2024
in EUR Mio.
CAPEX 2025-2027
in EUR Mio.
Klimaschutz
3.14 Herstellung von organischen Grund-stoffen und Chemikalien
323
30
Klimaschutz
3.17. Herstellung von Kunststoffen in Primärform
11
4
1) Die Zahlen des CAPEX-Plans basieren auf dem letzten genehmigten Geschäftsplan, während der Zeithorizont den maximalen Fünfjahreszeitraum für einen CAPEX-Plan gemäß den Anhängen 1-5 der delegierten Verordnung (EU) 2020/852 der Kommission widerspiegelt.
Die gesamten taxonomiekonformen Investitionsausgaben sind als Zugänge zum Sachanlagevermögen verbucht. Gemäß der Definition in Punkt 1.1.2.2. der Anhänge 1-5 der Verordnung (EU) 2020/852 gehören die CAPEX für Ecoplast „(a) zu Vermögenswerten oder Verfahren, die mit taxonomiekonformen wirtschaftlichen Tätigkeiten in Verbindung stehen“, während die PDH2 und die neue Anlage für mechanisches Recycling „(b) Teil eines Plans sind, die taxonomiekonformen wirtschaftlichen Tätigkeiten auszuweiten oder zu ermöglichen, dass aus taxonomiefähigen wirtschaftlichen Tätigkeiten taxonomiekonforme wirtschaftliche Tätigkeiten werden“. Die verbleibenden 59 % der taxonomiefähigen Investitionen (50 % der gesamten CAPEX) können nicht als taxonomiekonform geltend gemacht werden, da die Mehrheit der Investitionen das Kriterium des wesentlichen Beitrags nicht erfüllt.
Taxonomiekonforme und taxonomiefähige Investitionsausgaben können gemäß der folgenden Tabelle in Zugänge zu den verschiedenen Anlageklassen aufgeteilt werden.
101
EUR Mio.
Taxonomie-konform
Taxonomie-fähig
Nicht taxonomie-fähig
Gesamt
Zugänge zu Sachanlagen
335
444
62
841
Zugänge zu aktivierten Entwicklungskosten
0
15
18
33
Zugänge zu sonstigen immateriellen Vermögenswerten
0
16
69
86
Da sich die Projekte PDH2 und die neue Anlage für mechanisches Recycling noch in der Bauphase befinden, stehen mit diesen Projekten keine Umsätze oder Betriebsausgaben im Zusammenhang.
OPEX
88 % der Betriebsausgaben, die in den Anwendungsbereich der EU-Taxonomie-Verordnung fallen, beziehen sich auf taxonomiefähige Aktivitäten. Für den OPEX-KPI wurden die verschiedenen Kostenarten getrennt bewertet, so dass die Anteile der OPEX, die taxonomiefähigen Aktivitäten zuzuordnen sind, zwischen den verschiedenen Kostenarten variieren.
Den größten Anteil an den taxonomiefähigen OPEX haben die Kosten für die Instandhaltung und Reparatur von Anlagen (219 Millionen EUR). Kurzfristige Leasingverträge belaufen sich auf 1,5 Millionen EUR, die taxonomiefähigen Aktivitäten zugeordnet werden, wobei die Differenz zu der in Anhangangabe 6 Leasingverhältnisse (Konzernanhang) ausgewiesenen Zahl hauptsächlich aus der Eliminierung von kurzfristigen Leasingverhältnissen für Konzernfunktionen resultiert. Die Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E) Kosten belaufen sich auf insgesamt 9 Millionen Euro und entsprechen den nicht aktivierten F&E-Kosten als Teil der in Anhangangabe 3 Forschung und Entwicklung (Konzernanhang) ausgewiesenen F&E-Kosten, exklusive Wertminderungsaufwendungen. 44 % davon werden den taxonomiefähigen Aktivitäten zugewiesen. In Übereinstimmung mit der Umsatzkennzahl deklariert Borealis die Betriebsausgaben von Ecoplast als taxonomiekonform (0,8 % der taxonomiefähigen bzw. 0,7 % der gesamten Betriebsausgaben laut Definition der EU-Taxonomie-Verordnung).
Überblick
KPI Anteil
Standort
CAPEX
OPEX
Gesamt
Wesentlicher Beitrag
DNSH
Soziale Mindestschutz-kriterien
Kallo PDH2
39,8%
-
-
P
P
P
Mechanisches Recycling
1,4%
P
P
P
Ecoplast
0,2%
0,8%
0,3%
P
P
P
102
Ausblick
Der Vorstand von Borealis bekennt sich klar zur Nachhaltigkeit, die in der Strategie 2030 verankert ist und den Kern aller aktuellen und zukünftigen betrieblichen Bereiche von Borealis bildet. Dieses Engagement wird sich in den kommenden Jahren in den taxonomiekonformen Zahlen widerspiegeln, da diese voraussichtlich stetig steigen werden.
Eines der Hauptziele von Borealis für die kommenden Jahre ist es, fehlende Informationen zu beschaffen, um die Taxonomiekonformität weiter zu verbessern. Das Unternehmen beabsichtigt auch, weiterhin wichtige Unterstützer in den relevanten Geschäfts- und Produktionsfunktionen einzubeziehen, um das Bewusstsein für die Taxonomie-Kriterien im Entscheidungsprozess noch mehr zu stärken Ein weiteres mittelfristiges Ziel für die Zeit nach 2025 ist die Evaluierung von Möglichkeiten zur Digitalisierung des Berichterstattungsprozesses für die EU-Taxonomie.
Der größte Hebel zur langfristigen Steigerung der Taxonomiekonformität ist die Durchführung taxonomiekonformer Investitionen, die zu taxonomiekonformen Umsätzen und Betriebsausgaben führen. Betrachtet man die Jahre 2022 bis 2024, so hat Borealis seine taxonomiekonformen Investitionen kontinuierlich von 16 % im Jahr 2022 auf 35 % im Jahr 2024 erhöht.
Die Veröffentlichung der EU-Taxonomie-KPIs gemäß den in der Delegierten Verordnung 2023/2486 festgelegten Berichtsformularen ist im Kapitel EU-Taxonomie-KPIs zu finden.
EU-Taxonomie-Kennzahlen
EU-Taxonomie – Übersicht
in EUR Mio.
2024
Umsatzerlöse
CAPEX
OPEX
Ökologisch nachhaltige (taxonomiekonforme) Tätigkeiten
21
0,3%
336
35,0%
2
0,8%
Taxonomiefähige, nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten
6.595
84,0%
476
49,6%
223
89,0%
Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
1.236
15,7%
149
15,5%
29
10,2%
Gesamt
7.852
100,0%
960
100,0%
254
100,0%
in EUR Mio.
2023
Umsatzerlöse
CAPEX
OPEX
Ökologisch nachhaltige (taxonomiekonforme) Tätigkeiten
24
0,3%
279
22,9%
2
0,8%
Taxonomiefähige, nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten
6.054
85,5%
764
62,9%
218
89,4%
Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
1.004
14,2%
173
14,2%
24
9,8%
Gesamt
7.082
100,0%
1.216
100,0%
244
100,0%
EU-Taxonomie – Zusammenfassung Umweltziele
Umweltziele: Klimaschutz (CCM); Anpassung an den Klimawandel (CCA); Nachhaltige Nutzung von Wasser- und Meeresressourcen (WTR); Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft (CE); Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (PPC); Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme (BIO).
103
in %
2024
Umsatzanteil/Gesamt-
umsatz
CAPEX-Anteil/Gesamt-
CAPEX
OPEX-Anteil/Gesamt-
OPEX
Taxonomie-konform je Ziel
Taxonomie-fähig je Ziel
Taxonomie-konform je Ziel
Taxonomie-fähig je Ziel
Taxonomie-konform je Ziel
Taxonomie-fähig je Ziel
CCM
0,3
84,3
35,0
84,6
0,7
88,4
CCA
0,0
0,0
0,0
84,6
0,0
88,4
WTR
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
CE
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
PPC
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
BIO
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
in %
2023
Umsatzanteil/Gesamt-
umsatz
CAPEX-Anteil/Gesamt-CAPEX
OPEX-Anteil/Gesamt-
OPEX
Taxonomie-konform je Ziel
Taxonomie-fähig je Ziel
Taxonomie-konform je Ziel
Taxonomie-fähig je Ziel
Taxonomie-konform je Ziel
Taxonomie-fähig je Ziel
CCM
0,3
85,8
22,9
85,8
0,7
90,1
CCA
0,0
0,0
0,0
85,8
0,0
90,1
WTR
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
CE
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
PPC
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
BIO
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0

104
Anteil des Umsatzes aus Produkten oder Dienstleistungen, die gemäß Artikel 3 und 9 der EU-Taxonomie Verordnung mit Wirtschaftstätigkeiten erzielt wurden, welche als ökologisch nachhaltig einzustufen sind – Angaben für das Jahr 2024
Geschäftsjahr
2024
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1)
Code
(2)
Umsatz
(3)
Umsatz-anteil Jahr 2024
(4)
Klima-schutz
(5)
Anpassung an den Klima-wandel
(6)
Wasser
(7)
Umwelt-verschmutz-ung
(8)
Kreislauf-wirtschaft
(9)
Biologische Vielfalt
(10)








in EUR mn
in %
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomie-konform)
Herstellung von Kunst-stoffen in Primärformen
CCM 3.17.
21,4
0,3
J
N
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomie-konform) (A.1)
21,4
0,3
J
N
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangs-tätigkeiten
21,4
0,3
100
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomie-konforme Tätigkeiten)
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien
CCM 3.14.
954,7
12,2
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Herstellung von Kunst-stoffen in Primärformen
CCM 3.17.
5.633,1
71,7
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Materialrückgewinnung aus nicht gefährlichen Abfällen
CCM 5.9.
7,2
0,1
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Umsatz taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomie-konforme Tätigkeiten) (A.2)
6.595,0
84,0
A. Umsatz taxonomie-fähiger Tätigkeiten
(A.1 + A.2)
6.616,3
84,3
B. Nicht taxonomie-fähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomie-fähiger Tätigkeiten
1.235,5
15,7
Gesamt
7.851,9
100,0
J - Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit // N - Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit // EL - eligible, taxonomiefähig; aber nicht ökologisch nachhaltig // N/EL – „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit
Anmerkung: Die Zahlen sind für alle drei Tabellen auf die nächsten Hunderttausend Euro gerundet.
105
DNSH-Kriterien ("keine erhebliche Beeinträchtigung")
Klimaschutz
(11)
Anpassung an den Klima-wandel
(12)
Wasser
(13)
Kreislauf-wirtschaft
(14)
Umweltver-schmutzung
(15)
Biologische Vielfalt
(16)
Mindest-schutz
(17)
Anteil taxonomie-konformer (A.1.) oder taxonomie-fähiger (A.2.) Umsatz Jahr 2023
(18)
Kategorie ermöglich-ende Tätigkeit
(19)
Kategorie Übergangs-tätigkeit
(20)
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
%
E
T





J
J
J
J
J
J
0,3
T



J
J
J
J
J
J
0,3




0,3
T






11,1

74,3


0,1





85,5


85,8



106
Anteil der CAPEX aus Produkten oder Dienstleistungen, die gemäß Artikel 3 und 9 der EU-Taxonomie-Verordnung mit Wirtschaftstätigkeiten erzielt wurden, welche als ökologisch nachhaltig einzustufen sind – Angaben für das Jahr 2024
Geschäftsjahr
2024
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1)
Code
(2)
CapEx
(3)
CapEx-Anteil Jahr 2024
(4)
Klima-schutz
(5)
Anpassung an den Klima-wandel
(6)
Wasser
(7)
Umwelt-verschmutz-ung
(8)
Kreislauf-wirtschaft
(9)
Biologische Vielfalt
(10)








in EUR mn
in %
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien
CCM 3.14.
323,1
33,7
Y
N
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Herstellung von Kunst-stoffen in Primärformen
CCM 3.17.
12,5
1,3
Y
N
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie
CCM 4.1.
Y
N
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform)(A.1)
335,6
35,0
Y
N
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangs-tätigkeiten
335,6
35,0
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomie-konforme Tätigkeiten)
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien
CCM/CCA 3.14.
156,4
16,3
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Herstellung von Kunst-stoffen in Primärformen
CCM/CCA 3.17.
315,3
32,8
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Beförderung mit Motor-rädern, Personenkraft-wagen und leichten Nutzfahrzeugen
CCM/CCA 6.5.
3,9
0,4
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
CapEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
475,6
49,6
A. CapEx taxonomie-fähiger Tätigkeiten
(A.1 + A.2)
811,2
84,5
B. Nicht taxonomie-fähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomie-fähiger Tätigkeiten
148,7
15,5
Gesamt
959,9
100,0
J - Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit // N - Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit // EL - eligible, taxonomiefähig; aber nicht ökologisch nachhaltig // N/EL – „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit
107
DNSH ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Klimaschutz
(11)
Anpassung an den Klima-wandel
(12)
Wasser
(13)
Kreislauf-wirtschaft
(14)
Umweltver-schmutzung
(15)
Biologische Vielfalt
(16)
Mindest-schutz
(17)
Anteil taxonomie-konformer (A.1.) oder taxonomie-fähiger (A.2.) CapEx Jahr 2023
(18)
Kategorie ermöglich-ende Tätigkeit
(19)
Kategorie Übergangs-tätigkeit
(20)
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
%
E
T





J
J
J
J
J
J
22,8
T


J
J
J
J
J
J
0,1
T


J
J
J
J
J
J
0,1


J
J
J
J
J
J
22,9


22,9
T





27,0

35,6


0,2





62,9


85,8



108
Anteil der OPEX aus Produkten oder Dienstleistungen, die gemäß Artikel 3 und 9 der EU-Taxonomie-Verordnung mit Wirtschaftstätigkeiten erzielt wurden, welche als ökologisch nachhaltig einzustufen sind – Angaben für das Jahr 2024
Geschäftsjahr
2024
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1)
Code
(2)
OpEx
(3)
OpEx-Anteil Jahr 2024
(4)
Klima-schutz
(5)
Anpassung an den Klima-wandel
(6)
Wasser
(7)
Umwelt-verschmutz-ung
(8)
Kreislauf-wirtschaft
(9)
Biologische Vielfalt
(10)








in EUR mn
in %
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
J; N; N/EL
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Kunst-stoffen in Primärformen
CCM 3.17.
1,9
0,7
J
N
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie
CCM 4.1.
0,0
0,0
J
N
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomie-konform) (A.1)
1,9
0,7
J
N
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangs-tätigkeiten
1,9
0,7
100
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomie-konforme Tätigkeiten)
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
EL; N/EL
Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien
CCM/CCA 3.14.
56,0
22,0
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Herstellung von Kunst-stoffen in Primärformen
CCM/CCA 3.17.
166,7
65,6
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
OpEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
222,7
87,7
A. OpEx taxonomie-fähiger Tätigkeiten
(A.1 + A.2)
224,6
88,4
B. Nicht taxonomie-fähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomie-fähiger Tätigkeiten
29,5
11,6
Gesamt
254,1
100,0
J - Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit // N - Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit // EL - eligible, taxonomiefähig; aber nicht ökologisch nachhaltig // N/EL – „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit
109
DNSH ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Klimaschutz
(11)
Anpassung an den Klima-wandel
(12)
Wasser
(13)
Kreislauf-wirtschaft
(14)
Umweltver-schmutzung
(15)
Biologische Vielfalt
(16)
Mindest-schutz
(17)
Anteil taxonomie-konformer (A.1.) oder taxonomie-fähiger (A.2.) OpEx Jahr 2023
(18)
Kategorie ermöglich-ende Tätigkeit
(19)
Kategorie Übergangs-tätigkeit
(20)

J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
%
E
T




0,7
T




0,7


0,7
T







20,4

69,0





89,4


90,2




110
ESRS E1 Klimawandel
Im letzten Jahrhundert hat die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle und Öl die Konzentration von Treibhausgasen (THG) in der Atmosphäre erhöht. Diese Veränderungen in der Zusammensetzung der Treibhausgase in der Atmosphäre haben erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Vor allem wird sich unser Planet erwärmen, extreme Wetterereignisse wie Stürme und Überschwemmungen werden häufiger auftreten, und der Meeresspiegel wird ansteigen.
Als einer der größten und am stärksten diversifizierten Geschäftsbereiche in Europa und als bedeutender Emittent von Treibhausgasen spielt die chemische Industrie eine wichtige Rolle bei der Erreichung langfristiger Emissionsreduktionen in Europa und auf der ganzen Welt. Borealis hat sich daher verpflichtet, die Emissionen im eigenen Betrieb sowie in der Wertschöpfungskette während des Lebenszyklus seiner Produkte zu reduzieren und zu vermeiden.
Strategie
Angabepflicht E1-1 - Übergangsplan für den Klimaschutz
[E1-1.16a] Borealis hat einen Übergangsplan für die Scopes 1 und 2 unter Berücksichtigung seiner größten Produktionsstandorte verabschiedet und entwickelt derzeit einen Übergangsplan für Scope 3 (siehe [E1-1.17]). Da Borealis noch kein Ziel für Scope 3 definiert hat, sind seine Ziele nicht mit der Begrenzung des Klimawandels auf 1,5°C vereinbar.
Da Borealis Teil des OMV Konzerns ist, sind die tatsächlichen und prognostizierten Emissionen aller Scopes (1, 2 und 3) in der Berichterstattung, der Roadmap und dem Übergangsplan des OMV Konzerns enthalten, wobei erwartet wird, dass die Zunahme der Emissionen von Borealis durch die Abnahme des OMV Konzerns ausgeglichen wird.
[E1-1.16b] Die geplanten Dekarbonisierungshebel und wichtigsten Maßnahmen von Borealis werden in Abschnitt [E1-1.17] beschrieben.
Da Borealis noch keinen vollständigen Übergangsplan hat (da kleinere Produktionsstandorte noch einbezogen werden müssen), kann das Unternehmen keine Informationen zu folgenden Punkten offenlegen:
[E1-1.16c] Seine Investitionen und Finanzmittel zur Unterstützung der Umsetzung ihres Übergangsplans;
[E1-1.16d] Die potenziellen gebundenen Treibhausgasemissionen der wichtigsten Vermögenswerte und Produkte des Unternehmens;
[E1-1.16e] Ziele oder Pläne für die Angleichung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeiten an die in der Delegierten Verordnung 2021/2139 der Kommission(29) festgelegten Kriterien;
[E1-1.16f] Signifikanter CAPEX-Beträge, die im Berichtsjahr im Zusammenhang mit Wirtschaftstätigkeiten in den Bereichen Kohle, Öl und Gas investiert wurden;
[E1-1.16g] Ob Borealis von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten ausgenommen ist oder nicht;
[E1-1.16h] Wie der Übergangsplan in die allgemeine Geschäftsstrategie und Finanzplanung eingebettet und mit dieser abgestimmt ist;
[E1-1.16i] Ob der Übergangsplan von den Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen von Borealis genehmigt wurde; und
[E1-1.16j] Ihre Fortschritte bei der Umsetzung des Übergangsplans.
111
[E1-1.17] Borealis sieht viele Chancen, da seine Kunden, Partner in der Wertschöpfungskette und die Gesellschaft nachhaltigere Lösungen fordern. Unsere Vision ist es daher, ein weltweit führender Anbieter innovativer und nachhaltiger Chemie- und Materiallösungen zu werden. Damit steht die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt der Strategie 2030 von Borealis, die alle strategischen Entscheidungen des Unternehmens leitet. Die anderen drei strategischen Säulen sind: ein starkes Fundament, geografische Expansion und Transformation. Innerhalb der Säule Transformation strebt Borealis Folgendes an:
die Transformation der chemischen Industrie zu einer echten Kreislaufwirtschaft in all ihren Anwendungen voranzutreiben;
die Kapazitäten für die Produktion von erneuerbaren Rohstoffen und die Kreislaufwirtschaft zu erhöhen;
ein vollständiges Portfolio an kreislauffähigen Produkten und Technologien aufzubauen; und
seinen Anteil an hochwertigen Lösungen zu erhöhen, wobei der Schwerpunkt auf Anwendungen in den Bereichen Energie, Automobil und Healthcare liegt. Borealis trägt aktiv zur Energiewende bei, indem es Polyolefin-Lösungen bereitstellt, die für die Erzeugung und Übertragung erneuerbarer Energie benötigt werden.
Die Umsetzung dieser Strategie wird die Treibhausgasemissionen von Borealis für Scope 1, 2 und 3 verbessern.
Für Scope 1 und 2 ist Borealis dem Ziel verpflichtet, die CO2-Bilanz des eigenen Betriebs zu reduzieren und bis 2050 einen CO2-neutralen Betrieb zu erreichen. Als Teil dieses Weges gibt die Konzernstrategie 2030 das Ziel von Borealis vor, die absoluten Scope 1- und 2-Emissionen bis 2030 auf rund 2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent zu reduzieren. Das Ziel für die Scope 1- und 2-Emissionen entspricht einer Verringerung der Emissionen um 18 % bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2019 von Borealis, trotz eines erheblichen organischen Geschäftswachstums aufgrund der für 2025 geplanten Fertigstellung einer neuen Propan- Dehydrierungsanlage (Kallo, Belgien). Die Emissionen des Basisjahres und das Reduktionsziel wurden nach der Veräußerung des Geschäftsbereichs Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte im Jahr 2023 neu berechnet. Ohne die Emissionen des veräußerten Geschäftsbereichs betrugen die Emissionen im Basisjahr etwa 2,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Umsetzung des Übergangsplans für Scope 1 und 2 bis 2030 als Teil der Gesamtgeschäftsstrategie von Borealis genehmigt. Dies schließt den damit verbundenen CAPEX-Rahmen ein, der im Geschäftsplan für 2025-30 enthalten ist.

112
Borealis hat die folgenden Hebel identifiziert, um seine Roadmap für die Scopes 1 und 2 im Zeitraum bis 2050(*) umsetzen zu können:
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
(*) Die Roadmap zeigt das Potenzial von Borealis, in Bezug auf die eigenen Emissionen und die Emissionen im Zusammenhang mit der bezogenen Energie klimaneutral zu werden. Es besteht sogar das Potenzial für Borealis, eine geringfügige CO2-Senke zu werden. Dies ist in E1-3 nicht dargestellt, da die Genauigkeit und die Annahmen es nicht erlauben, dies als Ziel zu betrachten.
1 Emissionen von geleasten Schiffen, die unter Scope 1 berichtet werden, sind ausgeschlossen, da sie bei der Zielsetzung nicht berücksichtigt wurden.
[E1-4.AR 30c] Borealis hat keine Roadmaps für die verschiedenen Klimaszenarien entwickelt.
[E1-1.17] Scope 1
Energieeffizienz
Energieeffizienz ist ein wichtiger Hebel für die Umsetzung von Scope-1-Reduktionen, da sie zu einem geringeren CO2-Ausstoß führt. Der Energieverbrauch macht einen erheblichen Teil der gesamten Produktionskosten von Borealis aus. Der Konzern betrachtet Energieeffizienz als einen Eckpfeiler seiner Klimaziele, im Einklang mit dem Prinzip „Energieeffizienz an erster Stelle: von den Grundsätzen zur Praxis“, das für die EU Priorität hat und durch die Empfehlung (EU) 2021/1749 der EU-Kommission unterstützt wird. Zu den Initiativen von Borealis gehören Energieteams an jedem Produktionsstandort, die den Energieplanungsprozess des Standorts vorantreiben, das Bewusstsein schärfen, als Forum für Energiefragen fungieren und die ISO 50001 Compliance sicherstellen. Um über dieses Grundgerüst hinauszugehen, führen alle Borealis-Standorte mindestens alle vier Jahre Energie-Screening-Programme durch, oft mit Unterstützung Dritter, um ihre Leistung zu bewerten und Verbesserungsmöglichkeiten zu ermitteln.
113
Elektrifizierung
Borealis strebt die Elektrifizierung seiner Kessel, Heizungen und Öfen an mehreren Standorten an. Um dies zu erreichen, sind sichere und technisch einwandfreie Lösungen mit leistbarer erneuerbarer Energie wichtig. Borealis ist der Ansicht, dass mehr erneuerbare Energien sowie zukunftssichere Stromnetze erforderlich sind, wenn Geschäftsbereiche wie die Petrochemie weiter elektrifiziert werden sollen.
Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS)
Borealis sieht diese Technologie als Fundament für die Zeit nach 2030 für seine großen Standorte, insbesondere an Standorten mit direktem Zugang zum Seeverkehr. Um die Einführung von CCS zu ermöglichen, ist ein unterstützender gesetzlicher Rahmen entscheidend. Die Abscheidung und Nutzung von CO2 (Carbon Capture and Utilization, CCU) kann eine Ergänzung zu CCS darstellen. Borealis wird die Möglichkeiten bewerten, sobald die Technologien ausgereift und wirtschaftlich machbar sind. Neben einem förderlichen Rechtsrahmen erfordert die Anwendung von CCU auch, dass Borealis die richtigen Industrie- und Geschäftspartner findet.
Wasserstoff und Biokraftstoffe
Borealis möchte auf kohlenstoffarme Energiequellen wie Wasserstoff und Biokraftstoffe als Wärmequelle für seine Crackerprozesse umsteigen. Wasserstoff kann vor Ort als Nebenprodukt der Crackerprozesse erzeugt werden. Borealis prüft auch Optionen für die externe Beschaffung von grünem Wasserstoff und für den verstärkten Einsatz von biobasierten Rohstoffen in seinen Crackern, bei denen biogenes Methan als Nebenprodukt anfällt. Die Verwendung von biogenem Methan zur Beheizung des Crackerprozesses kann die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichem, aus fossilen Brennstoffen gewonnenem Methan deutlich reduzieren.
Die endgültige Wahl des Hebels wird von den Rahmenbedingungen abhängen, wie dem Ausbau des Stromnetzes, der Infrastruktur für den Transport und die Speicherung von CO2, den Wasserstoffpipelines, den CO2-Preisen, den Rohstoffpreisen und den einschlägigen Rechtsvorschriften.
Ressourceneffizienz
Ein kleiner Teil der Scope-1-Emissionen von Borealis ist auf das Abfackeln (Flaring) zurückzuführen. Die Verringerung des Abfackelns kommt der Ressourceneffizienz zugute, da eine unnötige Verbrennung von Rohstoffen oder Produkten vermieden wird, und reduziert die CO2-Emissionen.
Scope 2
100% erneuerbare Energie
Borealis hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 40 % und bis 2030 100 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzt der Konzern Investitionen vor Ort, wo dies technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, sowie langfristige Verträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs), die den Strom so nah wie möglich an den Borealis-Standorten beziehen, an denen der Strom verbraucht wird. Wo dies nicht möglich ist, kauft Borealis hochwertige Herkunftsnachweise und Zertifikate für Erneuerbare Energien.
114
Weniger CO2-intensiver Dampf und Wärme
Scope 2 Emissionen werden auch dadurch reduziert, dass externe Wärme- und Dampflieferanten dazu angehalten werden, ihre Produktionsprozesse zu dekarbonisieren. Dies kann auch einen Wechsel des Lieferanten beinhalten.
Scope 3
[ESRS 2.81] Für Scope 3 hat Borealis derzeit weder ein Ziel noch eine Roadmap zur Reduzierung der Emissionen. Zu den größten Herausforderungen gehört die begrenzte Nachfrage nach Produkten mit Kreislaufmaterialien (biobasiert oder wiederverwertet). Für weitere Informationen siehe ESRS E5. Die Verfügbarkeit von Daten von Lieferanten und Kunden und die Transparenz entlang der Wertschöpfungskette sind ebenfalls wichtige Einschränkungen.
[E1-1.17] Borealis arbeitet an der Festlegung von Unterzielen für bestimmte Scope-3-Kategorien oder Unterkategorien. Die folgende Tabelle fasst die Zielbereiche und die wichtigsten Dekarbonisierungshebel zur Erreichung dieser Ziele zusammen. Jedes Ziel soll einen Sponsor auf Vorstandsebene und eine verantwortliche Führungskraft in der Organisation haben. Weitere Informationen zu den Dekarbonisierungshebeln sind in Abschnitt [E1-3.28] zu finden.
Mit Blick auf die Zukunft strebt Borealis die Festlegung eines Gesamtziels für Scope 3 und eines Übergangsplans an, die in den Geschäftsbericht 2026 aufgenommen werden sollen, der im Jahr 2027 veröffentlicht wird.
Scope-3-(Unter-)Kategorie
Dekarbonisierung Hebel
Scope 3.1 Cracker-Rohstoffe
− Datengenauigkeit erhöhen
− Emissionsfaktoren auf Lieferantenbasis anfordern
Scope 3.1 Monomer-Beschaffung
− Bewertung der Übergangspläne der Lieferanten
Scope 3.1 Polymerbeschaffung
− Umstellung auf weniger CO2-intensive Lieferanten
Scope 3.1 Sonstige eingekaufte Waren und Dienstleistungen
− Anforderung eines SBTi genehmigtes Ziel oder einer ISO14068-Zertifizierung der Kunden
Scope 3.4 Vorgelagerter Transport von Basischemikalien
− Schließung von Datenlücken zu Verkehrsemissionen
− Anforderung echter Emissionsdaten von Verkehrsdienstleistern
Scope 3.4 Vorgelagerter Transport von Polymeren
− Verlagerung auf intermodalen und emissionsarmen Verkehr
Scope 3.10 Verarbeitung der verkauften Produkte
− Erhöhung der Datengenauigkeit
Scope 3.11 Verwendung der verkauften Produkte
− Kundenspezifische Emissionsfaktoren anfordern
Scope 3.12 End-of-Life-Behandlung verkaufter Produkte
− Erhöhung des Kreislaufanteils im Endprodukt
− Erhöhung des biogenen Anteils im Endprodukt
Scope 3.15 Joint Ventures
− Förderung der Transparenz in Bezug auf die CO2-Bilanz des Unternehmens und die CO2-Bilanz der Produkte der wichtigsten Joint Ventures
− Bewertung der Übergangspläne von Joint Ventures
115
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Angabepflicht E1-2 – Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
Borealis hat mehrere Policies, die sich auf den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel beziehen. Deren wichtigste Inhalte und die damit verbundenen Auswirkungen, Risiken und Chancen werden im Folgenden dargelegt.
Responsible-Care-Policy
[E1-2.24a] Diese Policy verpflichtet Borealis zur Einhaltung der Responsible Care Global Charter (siehe unten). Die Erklärung zur Responsible-Care-Policy sowie die Leitprinzipien für die konzernweite Umsetzung von Responsible Care bei Borealis spiegeln das Engagement des Konzerns für den Schutz von Mensch und Umwelt wider, indem HSE-Standards in den Anlagen, Prozessen und Technologien verbessert werden und eine Führungskultur gepflegt wird, die sicheres Chemikalienmanagement in den Vordergrund stellt.
Zu den wichtigsten Zielen der Policy gehören:
Unternehmenskultur: Globale Unterstützung eines sicheren Chemikalienmanagements.
Schutz der Mitarbeiter und der Umwelt: Verbesserung der Leistung (einschließlich der Umwelt- und Energieeffizienzleistung) und der Sicherheit in der gesamten Lieferkette.
Stärkung von Chemikalienmanagementsystemen: Mitwirkung an der Entwicklung und Umsetzung von Rechtsvorschriften und bewährten Praktiken für die Sicherheit von Chemikalien.
Einflussnahme auf Geschäftspartner: Förderung eines sicheren Chemikalienmanagements im eigenen Betrieb.
Einbeziehung der Interessenträger: Verständnis für ihre Anliegen, offene Kommunikation über Leistung und Produktsicherheit.
Beitrag zur Nachhaltigkeit: Verbesserung der Leistung (einschließlich Verbesserung der Abfallbewirtschaftung, der Treibhausgasemissionen und der effizienten Verwendung von Ressourcen), wirtschaftliche Chancen und Entwicklung innovativer Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen.
Schlüsselelemente des Überwachungsprozesses sind:
Ausschuss für Nachhaltigkeit und Responsible Care (S-RC): Das S-RC-Komitee legt die strategische Richtung und die Leitprinzipien für Responsible Care fest und beschließt und überprüft wichtige Programme und Themen, um den Ansatz von Borealis im Bereich Responsible Care weiter zu verbessern. Das Komitee stellt sicher, dass alle Informationen, die für strategische Entscheidungen erforderlich sind, und die notwendigen Ressourcen zur Erreichung der Ziele zur Verfügung stehen. Der Ausschuss wird vom CEO geleitet und umfasst den gesamten Vorstand, den Vice President of Health, Safety, Environment & Quality (HSEQ) und den Direktor für Sustainability & Public Affairs. Der Ausschuss überprüft regelmäßig die Leistung des Konzerns im Bereich Responsible Care und überwacht die Umsetzung der Programme und Initiativen von Borealis im Bereich Responsible Care.
CEO: Der CEO ist für die Policy verantwortlich und trägt die Verantwortung für die Umsetzung von Responsible Care, die Festlegung der entsprechenden Ziele und die Bewertung der Ergebnisse. Der CEO berichtet bei Bedarf auch dem Aufsichtsrat über die Leistungen von Borealis im Bereich Responsible Care im Vergleich zu den Zielen.
116
Damit verbundene Auswirkungen und Risiken:
Auswirkungen: Die Policy bezieht sich auf die wesentlichen Auswirkungen der Treibhausgasemissionen aus dem eigenen Betrieb und der vorgelagerten Wertschöpfungskette von Borealis.
oDie Borealis-Lieferanten produzieren weiterhin hauptsächlich fossile Rohstoffe und Energie und führen ihr Geschäftsmodell wie gewohnt fort, wobei der Großteil ihres Geschäftsmodells auf fossilen Rohstoffen basiert, was zu Treibhausgasemissionen und einer verstärkten globalen Erwärmung führt, mit allen bekannten Folgen für Umwelt und Gesellschaft.
oBorealis bezieht weiterhin hauptsächlich fossile Rohstoffe und Energie bzw. versäumt es, Investitionen und Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Bilanz und zur Erreichung der Klimaneutralität zu ergreifen und trägt damit zur globalen Erwärmung bei.
oDie CO2-Bilanz von Borealis, insbesondere Scope 3, ist nach wie vor signifikant, und die Produkte von Borealis tragen weiterhin erheblich zu den CO2-Emissionen bei.
oDie Energiequellen der Lieferanten basieren nach wie vor überwiegend auf fossilen Energieträgern, wodurch sie weiterhin Treibhausgasemissionen verursachen und zur globalen Erwärmung beitragen;
Risiko:
oBorealis liefert weiterhin hauptsächlich Energie auf fossiler Basis (Dampf, Erdgas und Strom), was zu Reputationsschäden, Kundenverlusten und dem Nichterreichen der Klimaziele führt, da der Produkt-Fußabdruck und die Scope-3-Emissionen weiterhin hoch sind.
[E1-2.24c] Der CEO ist für die Umsetzung der Responsible-Care-Policy verantwortlich.
[E1-2.24b] Die Policy gilt für alle Borealis Unternehmen und Tochtergesellschaften, bei denen der Vorstand von Borealis entscheidet, ob die Policy Anwendung findet. Bei Unternehmen, bei denen Borealis keine direkte Kontrolle über das Management hat, wie z.B. Joint Ventures, wird Borealis mit dem Joint Venture zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Hauptziele dieser Policy durch das lokal geführte Managementsystem erfüllt werden.
Der Geltungsbereich der Policy geht über den eigenen Betrieb von Borealis hinaus. Sie zielt auch darauf ab, die Verbesserung der Sicherheit und der Verantwortung für chemische Produkte in der gesamten Lieferkette voranzutreiben und Geschäftspartner zu beeinflussen, damit sie den sicheren Umgang mit Chemikalien in ihrem eigenen Betrieb fördern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einbindung von Interessenträgern, um deren Bedenken und Erwartungen in Bezug auf einen sichereren Betrieb und sicherere Produkte zu verstehen und darauf zu reagieren, sowie eine offene Kommunikation über die Leistung und die Produkte von Borealis.
[E1-2.24d] Die Policy orientiert sich an der Responsible Care® Global Charter (RCGC), einer Brancheninitiative zur Förderung eines sicheren Chemikalienmanagements und herausragender Leistungen im Bereich HSE und Nachhaltigkeit. Borealis unterzeichnete die RCGC im Jahr 2006 und die aktualisierte Version im Jahr 2014. In diesem Konzept verpflichtet sich Borealis auch, die Sicherheit chemischer Produkte in Übereinstimmung mit den Erwartungen der Global Product Strategy (GPS) des International Council of Chemical Associations (ICCA) zu managen.
117
[E1-2.24f] Borealis kommuniziert alle seine Policies über interne Kanäle, um sicherzustellen, dass alle Arbeitnehmer deren Inhalt kennen und verstehen. Bestimmte Richtlinien und Zertifizierungen werden auch auf der Borealis Website veröffentlicht, darunter die Responsible-Care-Policy.
Konzept für das HSE-Managementsystem
[E1-2.24a] Diese Policy unterstreicht das Engagement von Borealis für höchste Verantwortungsstandards im eigenen Betrieb, zum Schutz der Umwelt, des Klimas, der Vermögenswerte, der öffentlichen Gesundheit und der Sicherheit der Arbeitnehmer. Sie unterstreicht das Bestreben von Borealis, eine anerkannte Führungsposition im Bereich HSE in der Branche einzunehmen, und legt den Rahmen für ein integriertes HSE-Managementsystem fest, das zur Erreichung dieses Ziels erforderlich ist.
Das Hauptziel dieser Policy besteht darin, dass jede juristische Person innerhalb von Borealis ein HSE-Managementsystem mit festgelegten Verantwortlichen für Prozesse und Dokumente einführt, das mit der Responsible-Care-Policy von Borealis übereinstimmt.
Damit verbundene Auswirkungen und Risiken:
Auswirkungen: Die Policy bezieht sich auf die wesentlichen Auswirkungen der Treibhausgasemissionen aus dem eigenen Betrieb von Borealis.
oBorealis bezieht weiterhin hauptsächlich fossile Rohstoffe und Energie bzw. versäumt es, Investitionen und Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Bilanz und zur Erreichung der Klimaneutralität zu ergreifen und trägt damit zur globalen Erwärmung bei;
Risiken:
oBorealis liefert weiterhin hauptsächlich fossile Energie (Dampf, Erdgas und Strom), was zu Reputationsschäden, Kundenverlusten und dem Nichterreichen der Klimaziele führt, da der Produkt-Fußabdruck und die Scope-3-Emissionen weiterhin hoch sind.
oBorealis schafft es nicht, seine Energieeffizienz zu verbessern, was zu höheren Kosten aufgrund potenzieller Vermeidungskosten sowie zu einem höheren Energieverbrauch führt, da Borealis seine Produktion als Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Kunststoffen erhöht.
[E1-2.24b] Diese Policy gilt für alle Unternehmen und Tochtergesellschaften von Borealis. Der Geltungsbereich des integrierten Managementsystems wird wie folgt beschrieben: Design, Entwicklung, Herstellung, Marketing und Umsatzerlöse von Polyolefin-Produkten, deren Compounds, Olefinen und Basischemikalien.
[E1-2.24c] Der VP HSEQ ist für die Umsetzung des HSE-Managementsystems bei Borealis zuständig. Der VP HSEQ ist dafür verantwortlich, dass die Anforderungen an das HSE-Managementsystem festgelegt, umgesetzt, beibehalten und kontinuierlich verbessert werden, dass der obersten Leitung über die HSE-Leistung und die Leistung des HSE-Managementsystems berichtet wird und dass das Bewusstsein für die Responsible-Care-Policy und die HSE-Ziele auf allen Ebenen der Organisation gefördert wird.
[E1-2.24d] Die Policy berücksichtigt die Anforderungen der ISO 14001 für Umweltmanagementsysteme, der ISO 50001 für Energiemanagementsysteme und der ISO 45001 für Managementsysteme für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz.
118
[E1-2.24e] Das HSE-Managementsystem von Borealis wird in Zusammenarbeit mit den lokalen HSE-Teams und den wichtigsten internen Interessenträgern entwickelt und von einem Kernteam von Fachleuten geleitet. Vor der offiziellen Freigabe von Prozessen und Verfahren führt Borealis ein gründliches Genehmigungs- und Überprüfungsverfahren durch. Darüber hinaus gibt es an jedem Standort eine Person, die für die Überwachung der Implementierung und Aktualisierung dieser HSE-Praktiken verantwortlich ist, um sicherzustellen, dass sie im gesamten eigenen Betrieb von Borealis effektiv eingeführt und beibehalten werden.
Konzept des Energiemanagementsystems
[E1-2.24a] Diese Policy unterstreicht die Verpflichtung von Borealis, den Klimawandel zu bekämpfen, eine erstklassige Energieleistung zu erzielen und die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Das Hauptziel dieser Policy ist die Einführung eines effektiven Energiemanagementsystems in Übereinstimmung mit der Responsible-Care-Policy. [E1-2.24d] Das Konzept beschreibt, wie das Energiemanagement in die Organisation eingebettet ist, um die Anforderungen der ISO 50001 für Energiemanagementsysteme zu erfüllen und kontinuierliche Energieverbesserungen zu erzielen.
[E1-2.24b, f] Die Standorte, für die diese Policy gilt, sind auf der Borealis Website unter Standards & Zertifizierungen veröffentlicht. Der Geltungsbereich des Energiemanagementsystems ist auf den Geltungsbereich des integrierten Managementsystems abgestimmt, wie oben beschrieben. [E1-2.24c] Der VP HSEQ ist für die Umsetzung des Energiemanagementsystems bei Borealis verantwortlich.
Konzept: Gewerblicher Betrieb von Energie, Versorgungswirtschaft und CO2-Emissionszertifikaten
[E1-2.24a] Diese Policy unterstreicht das Engagement von Borealis, den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch zu erhöhen. Das Hauptziel ist die Bereitstellung der erforderlichen Energiemengen für die Standorte von Borealis mit einer optimalen Kombination aus Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit, Qualität und Kosten. Es werden verschiedene Prozesse der Energiebeschaffung beschrieben, einschließlich der Beschaffung erneuerbarer Energien durch PPAs und den Handel mit Emissionszertifikaten.
Das Konzept des Energiemanagementsystems und das Konzept Gewerblicher Betrieb von Energie, Versorgungswirtschaft und CO2-Emissionszertifikaten adressieren die folgenden Auswirkungen, Risiken und Chancen:
Auswirkungen:
oDie Umstellung auf kohlenstoffarme Energiequellen wird die Treibhausgasemissionen von Borealis reduzieren und die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Umwelt und Gesellschaft verringern;
Risiken:
oBorealis liefert weiterhin hauptsächlich Energie auf fossiler Basis (Dampf, Erdgas und Strom), was zu Reputationsschäden, Kundenverlusten und dem Nichterreichen der Klimaziele führt, da der Produkt-Fußabdruck und die Scope-3-Emissionen weiterhin hoch sind.
oDie Umstellung auf erneuerbare Energien ist für Borealis mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden, da das Unternehmen mit einer größeren Anzahl von Versorgungsunternehmen Verträge abschließen muss.
119
oEin bedingter Netzanschluss könnte dazu führen, dass Borealis keine Elektrizität zur Verfügung steht, um den Weg zur Klimaneutralität zu gehen.
oDer Preis für erneuerbare Energie könnte steigen, weil die Nachfrage nach ihr schneller wächst als das Angebot, was zu höheren Betriebskosten für Borealis führt.
Chance:
oDie Unterstützung von Borealis beim Übergang von fossilen Brennstoffen zur Erzeugung erneuerbarer Energien durch Partnerschaften und mit seinen Produkten und Lösungen könnte zu höheren Gewinnen und Marktanteilen führen.
[E1-2.24b] Die Policy umfasst die Energiebeschaffungsaktivitäten von Borealis für alle Basischemikalien- und Polyolefin-Standorte in Europa. [E1-2.24c] Der SVP Base Chemicals ist für die Umsetzung der in dieser Policy beschriebenen Beschaffungsprozesse verantwortlich. [E1-2.24d] Die Policy orientiert sich nicht an den Standards Dritter.
Konzept für Mergers & Acquisitions (M&A)
[E1-2.24a] Ziel dieser Policy ist es, die Mindestanforderungen für die Planung, Genehmigung und Durchführung von M&A-Projekten bei Borealis zu umreißen. Sie umfasst auch Anforderungen an den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel während eines M&A-Projekts. Gemäß diesem Konzept müssen die Auswirkungen des M&A-Projekts auf den CO2-Fußabdruck des Unternehmens, den Übergangsplan und die Risiken für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel während der Due-Diligence-Phase bewertet werden.
Adressiertes Risiko:
oBorealis liefert weiterhin hauptsächlich Energie auf fossiler Basis (Dampf, Erdgas und Strom), was zu Reputationsschäden, Kundenverlusten und dem Nichterreichen der Klimaziele führt, da der Produkt-Fußabdruck und die Scope-3-Emissionen weiterhin hoch sind.
[E1-2.24b] Die Policy gilt für die folgenden M&A-Projekte innerhalb von Borealis:
Erwerb aller oder eines Teils der Anteile oder Vermögenswerte von Unternehmen, die nicht unter der Kontrolle von Borealis stehen;
Veräußerungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten oder Anteilen, die von Borealis kontrolliert werden; und
Fusionen durch Einbringung von Anteilen oder bestehenden Vermögenswerten.
[E1-2.24c] Der Vice President für Strategie und Konzernentwicklung ist für die Umsetzung der Policy verantwortlich. Jede wesentliche Abweichung von dem Verfahren muss vom Projektverantwortlichen vorgelegt und vom Vorstand genehmigt werden.
[E1-2.24d] Diese Policy bezieht sich nicht auf Normen Dritter.
[E1-2.25c] Die folgenden Policies befassen sich mit dem Ansatz von Borealis zur Energieeffizienz:
Responsible-Care-Policy: Befasst sich mit der Energieeffizienz als Teil der Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung der Energieeffizienz in den Einrichtungen, Prozessen und Technologien von Borealis.
120
HSE Management Policy: Förderung der Energieeffizienz durch Schaffung eines Rahmens für ein integriertes Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagementsystem.
Energy Management Policy: Behandelt die Energieeffizienz, indem ein Prozess für ein Energiemanagementsystem definiert wird, mit dem Ziel, eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz zu erreichen. Dazu gehören Prozessschritte wie die Durchführung von Energie-Screenings, die Identifizierung wesentlicher Energieverwendungen und die Entwicklung von Energieverbesserungspotenzialen.
[E1-2.25d] Die Policy für den eigenen Betrieb für Energie, Versorgungsunternehmen und CO2-Emissionszertifikate befasst sich mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien, indem sie einen Prozess für die Beschaffung Erneuerbarer Energien durch PPAs (Power Purchase Agreements) definiert.
[E1-2.25a, b] Die oben aufgeführten Policies tragen durch die Verbesserung der Energieeffizienz und den verstärkten Einsatz Erneuerbarer Energien positiv zum Klimaschutz bei. Darüber hinaus schreibt die M&A-Policy vor, dass in der Due-Diligence-Phase eines M&A-Projekts dessen Auswirkungen auf die CO2-Bilanz des Unternehmens, den Übergangsplan und die Risiken im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel bewertet werden.
[E1-2.25e] Es wurden keine weiteren Bereiche ermittelt.
Angabepflicht E1-3 - Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten
[E1-3.28a-c] Die folgenden Tabellen beschreiben die wichtigsten Dekarbonisierungshebel von Borealis sowie deren Umfang und Zeithorizont:
Allgemeine Maßnahmen
Dekarbonisie-
rungshebel
Wichtigste Maßnahmen
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Standorte)
Status
Zeit-
horizonte
Erwartete Ergebnisse
Erreichte Ergebnisse
Allgemeine Maßnahmen
Einsetzung eines Teams für die Umsetzung der Klimastrategie und die Steuerung
Konzern
Implemen-
tiert
2024
Koordinierung der Bemühungen zwischen mehreren Emissionsbereichen über den Wertstrom von Borealis und die langfristige Entwicklung.
Das Team wurde unter der Leitung des Director for Sustainabiloity & Public Affairs eingerichtet und koordiniert die Umsetzung der Klimastrategie von Borealis.
Teilnahme am SBTi-Beratungsteam für die Entwicklung des Leitfadens für den Chemiesektor
Konzern
Implemen-
tiert
2024
Beitrag zur Entwicklung des Konzepts des Chemiesektors, wie von SBTi definiert
Borealis trug zur Entwicklung des SBTi-Leitfadens für den Chemiesektor bei, wobei die endgültige Version von SBTi nach einer öffentlichen Konsultation zur Veröffentlichung vorbereitet wird.
121
Dekarbonisie-
rungshebel
Wichtigste Maßnahmen
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Standorte)
Status
Zeit-
horizonte
Erwartete Ergebnisse
Erreichte Ergebnisse
Einrichten eines Teams für die Strategie der Vermögenswerte
Konzern
Implemen-
tiert
2024
Ausrichtung der Entwicklung von Vermögenswerten an der Roadmap von Borealis zur Klimaneutralität
Es wurde ein Team unter der Leitung des VP Manufacturing Excellence & Transformation eingerichtet und eine Bewertung der Reduzierung
von Scope 1 und Scope 2 durchgeführt.
Auswahl einer digitalen Plattform für die Berichterstattung über Klima- und Energiethemen
Konzern
Implemen-
tiert
2024
Identifizierung einer digitalen Plattform für die künftige transparente ESG-Berichterstattung
Der Lieferant wurde für die Umsetzung ausgewählt.
Einführung des CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) zur Registrierung und Berichterstattung für Standorte, die Waren aus CBAM-Sektoren importieren
Alle berechtigten Standorte
Implemen-
tiert
2024
Sicherstellung der rechtlichen Compliance
Es wurde ein Berichtsrahmen für die CBAM-Berichterstattung geschaffen.
Vorlage des Berichts über die Basisdaten (BDR-Bericht) für die für das EU-Emissionshandelssystem in Frage kommenden Standorte zur Ermittlung der historischen Zuteilungsmenge
Alle berechtigten Standorte
Implemen-
tiert
2024
Sicherstellung der rechtlichen Compliance
Die Daten wurden der EU zur Verfügung gestellt, um die Referenzwerte für die CO2-Intensität der Produkte für das EU-EHS 2026-2030 zu bestimmen.
Definition standortspezifischer Energie- und Scope 1 und 2 Emissionsziele
Standorte
Implemen-
tiert
2024
Stärkere Eigenverantwortung auf Standortebene
Stärkere Eigenverantwortung auf Standortebene
Allgemeine Maßnahmen
Einführung einer digitalen Plattform für die Berichterstattung über Klima- und Energiethemen, die das Prinzip der "single source of truth" unterstützt
Konzern
Geplant
2025
Transparente Berechnung und Berichterstattung über ESG-Parameter im Einklang mit den ESRS-Anforderungen
Erweiterung des Umfangs der verfügbaren CO2-Bilanzen von Produkten
Konzern
Geplant
2025
Entwicklung einer innovativen Version des bestehenden Tools, um für Kunden Transparenz über die CO2-Bilanz der meisten von Borealis hergestellten Materialien zu schaffen
Festlegung interner Scope-3-Unterziele
Konzern
Geplant
2025
Scope-3-interne Unterziele für ausgewählte Kategorien (siehe [E1-1.17] für weitere Informationen)
Abschluss der Analyse der Widerstandsfähigkeit der Strategie und des Geschäftsmodells von Borealis in Bezug auf die physischen, vorübergehenden und finanziellen Risiken des Klimawandels
Konzern
Geplant
2025
Angleichung an die Anforderungen von [E1-SBM-3.19a, AR 6]
Bewertung der SBTi-Leitlinien für den Chemiesektor (nach Fertigstellung)
Konzern
Geplant
2025
Entscheidung über die Umsetzung der SBTi-Leitlinien für den Chemiesektor
Bewertung der Umsetzung von ISO14068
Konzern
Geplant
2025
Entscheidung über die Umsetzung von ISO14068
Bewertung der Klimaanpassung für alle Vermögenswerte von Borealis und Festlegung von Standorten mit erheblichen Risiken
Konzern
Geplant
2025
Überblick über die Standorte mit erheblichen physischen Risiken des Klimawandels für die Vermögenswerte von Borealis.
Entwicklung eines Gesamtziels für Scope 3 und eines Übergangsplans
Konzern
Geplant
2026
Gesamtziel und Übergangsplan für Scope 3
122
Dekarbonisie-
rungshebel
Wichtigste Maßnahmen
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Standorte)
Status
Zeit-
horizonte
Erwartete Ergebnisse
Erreichte Ergebnisse
Ermittlung der konzernweiten CO2-Bilanz
Konzern
Geplant
2026
Überblick darüber, wie CO2 in den Konzern gelangt (nach Menge, Art und Herkunft zugeordnet) und
wie es den Konzern verlässt (emittiertes, gespeichertes, in Produkten enthaltenes CO2), wie in den geltenden Rechtsvorschriften festgelegt.
123
Scope 1
Siehe [E1-1.17] für eine Beschreibung der einzelnen Scope-1-Dekarbonisierungshebel von Borealis. Spezifische Maßnahmen im Zusammenhang mit diesen Hebeln werden im Folgenden beschrieben:
Energieeffizienz
Dekarbonisie-
rungshebel
Wichtigste Maßnahmen
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Standorte)
Status 1)
Zeithori-
zonte
Erwartete
Energie-
einspar-
ungen
(GWh/Jahr)
Erwartete
Emissions-
reduktion
(ktCO2-Äquivalent/
Jahr) 2)
Signifikante
CAPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
(M€)
Signifikante
OPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
(bis 2030) 3)
Energie-
Effizienz
Verbesse-
rungen im
Prozess
Europa
Implemen-
tiert
2024
22,7
8,6
/
/
Energie-
Effizienz
Projekt-
verbesse-
rungen
Europa
Implemen-
tiert
2024
8,9
0
17,6
/
Energie-
Effizienz
Verbesse-
rungen im
Prozess
Europa
Geplant
2025-2030
105
15
/
/
Energie-
Effizienz
Projekt-
verbesse-
rungen
Europa
Geplant
2025-2030
341
52
205
/
Energie-
Effizienz
Projekt-
verbesse-
rungen
Europa
Scouting
2031-2040
/
5,9
/
/
Energie-
Effizienz
Projekt-
verbesse-
rungen
Europa
Scouting
2031-2040
/
0
/
/
1) Durchgeführt = Maßnahme wurde im Berichtszeitraum durchgeführt. Geplant = fest geplante Maßnahme oder Maßnahme, die bei Erfolg der Studie durchgeführt wird. Scouting = Maßnahme, die möglicherweise in der Zukunft untersucht werden soll. // 2) Die erwarteten THG-Emissionsreduktionen werden im Vergleich zu einem Business-as-usual-Szenario für 2030 berechnet, um den quantitativen Beitrag dieser
Maßnahmen zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele von Borealis aufzuzeigen. // 3)Die OPEX-Zahlen werden auf kumulativer Basis bis 2030 berechnet. OPEX-Zahlen werden nicht für Maßnahmen nach 2030 berechnet.
Elektrifizierung
Dekarbonisie-
rungshebel
Haupt-
aktivitäten
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Geo-
graphie)
Status
Zeit-
horizonte
Erwartete
Energie-
einspar-
ungen
(GWh/Jahr)
Erwartete
Emissions-
reduktion
(ktCO2-Äquivalent/
Jahr)
Signifikante
CAPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
(M€)
Signifikante
OPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
erforderlich
(bis 2030)
Elektrifizierung
Technologi-
scher Wandel
Europa
Geplant
2025-2030
41
43
37
/
Elektrifizierung
Technologi-
scher Wandel
Europa
Scouting
2031-2040
/
169
/
/
Elektrifizierung
Technologi-
scher Wandel
Europa
Scouting
2041-2050
/
30
/
/
124
Ressourceneffizienz
Dekarbonisie-
rungshebel
Haupt-
aktivitäten
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Geo-
graphie)
Status
Zeit-
horizonte
Erwartete
Energie-
einspar-
ungen
(GWh/Jahr)
Erwartete
Emissions-
reduktion
(ktCO2-Äquivalent/
Jahr)
Signifikante
CAPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
(M€)
Signifikante
OPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
erforderlich
(bis 2030)
Abfackeln
Verbesse-
rungen im
Prozess
Europa
Implemen-
tiert
2024
0,0
0,4
/
/
Abfackeln
Projekt-
verbesse-
rungen
Europa
Implemen-
tiert
2024
4,0
6,8
3,7
/
Abfackeln
Verbesse-
rungen im
Prozess
Europa
Geplant
2025-2030
3,4
3,2
/
/
Abfackeln
Projekt-
verbesse-
rungen
Europa
Geplant
2025-2030
0,0
1,5
4,0
/
Abfackeln
Europa
Scouting
2031-2040
/
3,8
/
/
Abfackeln
Europa
Scouting
2031-2050
/
12,8
/
/
Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS)
Hebel zur
Dekarboni-
sierung
Wichtigste Maßnahmen
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Standorte)
Status
Zeit-
horizonte
Erwartete
Energie-
einspar-
ungen
(GWh/Jahr)
Erwartete
Emissions-
reduktion
(ktCO2-Äquivalent/
Jahr)
Signifikante
CAPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
Signifikante
OPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
(bis 2030)
Kohlenstoff-
abscheidung
und
-speicherung
Kohlenstoff-
abscheidung
und
-speicherung
vor und
nach der
Verbrennung
Europa
Scouting
2031-2040
/
921
/
/
Kohlenstoff-
abscheidung
und
-speicherung
Kohlenstoff-
abscheidung
und
-speicherung
vor und
nach der
Verbrennung
Europa
Scouting
2041-2050
/
372
/
/
125
Wasserstoff und Biokraftstoffe
Dekarbonisie-
rungshebel
Wichtigste Maßnahmen
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Standorte)
Status
Zeit-
horizonte
Erwartete
Energie-
einspar-
ungen
(GWh/Jahr)
Erwartete
Emissions-
reduktion
(ktCO2-Äquivalent/
Jahr)
Signifikante
CAPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
Signifikante
OPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
(bis 2030)
Wasserstoff
und Bio-
kraftstoffe
Europa
Scouting
2031-2040
/
115
/
/
Wasserstoff
und Bio-
kraftstoffe
Europa
Scouting
2041-2050
/
231
/
/
Emissionen
von Schiffen
Scouting
2031-2050
/
107
/
/
Scope 2
Siehe [E1-1.17] für eine Beschreibung der einzelnen Scope-2-Dekarbonisierungshebel von Borealis. Spezifische Maßnahmen im Zusammenhang mit diesen Hebeln werden im Folgenden beschrieben:
100% Erneuerbare Energie
Dekarbonisie-
rungshebel
Wichtigste Maßnahmen
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Standorte)
Status
Zeit-
horizonte
Erwartete
Energie-
einspar-
ungen
(GWh/Jahr)
Erwartete
Emissions-
reduktion
(ktCO2-Äquivalent/
Jahr)
Signifikante
CAPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
Signifikante
OPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
(bis 2030)
Erneuerbare
Energie
Beschaffung
Welt
Implemen-
tiert
2024
/
50
/
/
Erneuerbare
Energie
Beschaffung
Welt
Geplant
2025-2030
/
610
/
/
Erneuerbare
Energie
Beschaffung
Welt
Zählung
2030-2050
/
Alle verstärkt verwendet - TBD in Projekten
/
/
Weniger CO2-intensiver zugekaufter Dampf und Wärme
Dekarbonisie-
rungshebel
Wichtigste Maßnahmen
Anwen-
dungs-
bereich
(Aktivität
und Standorte)
Status
Zeit-
horizonte
Erwartete
Energie-
einspar-
ungen
(GWh/Jahr)
Erwartete
Emissions-
reduktion
(ktCO2-Äquivalent/
Jahr)
Signifikante
CAPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
Signifikante
OPEX-
Beträge
für die
Umsetzung
(bis 2030)
Weniger CO2-
intensiver
zugekaufter
Dampf und
Wärme
Beschaffung
Europa
Scouting
2041-2050
/
200
/
/
126
Scope 3
Erworbene Waren und Dienstleistungen (Scope 3.1)
Borealis strebt eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten an, um lieferantenspezifische Emissionsfaktoren zu erhalten, die es dem Konzern ermöglichen, die CO2-Emissionen als Auswahlkriterium im Beschaffungsprozess für Rohstoffe, Monomere und Polymere zu verwenden. Darüber hinaus wird dieser Ansatz die Integration der Dekarbonisierungs-Roadmaps der Lieferanten in den Klimaschutzplan von Borealis erleichtern.
Borealis prüft auch, ob es von seinen Lieferanten eine SBTi-zugelassene Zielvorgabe oder eine Zertifizierung nach ISO 14068 verlangen soll. Da jedoch ein erheblicher Teil der Rohstoffe aus den USA stammt, stellt dies eine erhebliche Herausforderung dar. Von den Rohstofflieferanten von Borealis liegen nur wenige Daten vor, und derzeit gibt es noch keine Roadmaps für die Umstellung. Die Umstellung auf biobasierte oder erneuerbare Rohstoffe könnte ebenfalls von Vorteil sein, wenn die Klimaauswirkungen dieser Rohstoffe nachweislich weniger intensiv sind.
Transport und Logistik (Scope 3.4)
Borealis arbeitet mit Transportanbietern zusammen, um reale Emissionsdaten zu erhalten und den Übergang zu CO2-armen Transportmethoden zu ermöglichen. Dazu gehören die Verlagerung auf weniger CO2-intensive Verkehrsträger (z. B. durch Elektrifizierung) und die Nutzung intermodaler Lösungen, die verschiedene Verkehrsträger kombinieren.
Verarbeitung verkaufter Produkte (Scope 3.10)
Die Kunden von Borealis verarbeiten ihre Produkte unter Einsatz von Technologien, die sehr stromintensiv sind. Mit der Umstellung des Strommarktes auf erneuerbare Energiequellen erwartet Borealis einen entsprechenden Rückgang der Emissionen. Darüber hinaus ist Borealis bestrebt, mit seinen Kunden zusammenzuarbeiten, um die Datengenauigkeit durch kundenspezifische Emissionsfaktoren zu erhöhen.
Verwendung verkaufter Produkte (Scope 3.11)
Einige der Produkte von Borealis werden als Brennstoffe auf den Markt gebracht, obwohl dies nicht zum Kerngeschäft gehört. Borealis erwartet, dass die Nachfrage nach diesen fossilen Brennstoffen zurückgehen wird. Darüber hinaus will Borealis die Datengenauigkeit erhöhen, Emissionsfaktoren für Kunden erhalten und biobasierte Produkte anbieten.
Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer (Scope 3.12)
Borealis geht davon aus, dass die künftige Nachfrage nach recycelten Kunststoffen zu höheren Wiederverwertungsquoten führen wird. Das Recyceln von Kunststoffen trägt zur Vermeidung von Emissionen bei, die mit ihrer Entsorgung am Ende des Lebenszyklus verbunden sind, insbesondere mit der Verbrennung. Borealis selbst führt mechanische Recycling-Lösungen ein und investiert in chemisches Recycling. Das mechanische Recycling ist zwar energieeffizienter, hat aber Einschränkungen hinsichtlich der Produktqualität. Im Gegensatz dazu verbraucht chemisches Recycling mehr Energie, dürfte aber eine mit neuen Rohstoffen vergleichbare Qualität liefern, so dass recycelte Polymere auch in sensiblen Anwendungen wie Lebensmittelverpackungen und Healthcare eingesetzt werden können. Darüber hinaus arbeitet Borealis daran, den biogenen CO2-Gehalt in seinen Produkten zu erhöhen, was ebenfalls die Scope 3.12-Emissionen reduziert.
127
Investitionen (Scope 3.15)
Borealis kann die Scope 3.15 Emissionen beeinflussen, indem es die Dekarbonisierung in den Unternehmen fördert, an denen es eine Minderheitsbeteiligung hält. Dies kann durch Weiterbildung und Coaching sowie durch den Austausch von Erfahrungen und Best Practices erreicht werden. Die Präsenz in den Vorständen dieser Unternehmen bietet ebenfalls Chancen, Dekarbonisierungsinitiativen voranzutreiben. Darüber hinaus wurde eine Bewertung der Klimaauswirkungen in den M&A-Ansatz von Borealis integriert, um sicherzustellen, dass die Auswirkungen auf alle Emissionsbereiche verstanden werden, bevor M&A-Entscheidungen getroffen werden (siehe [E1-2.24a-f]).
[ESRS 2 MDR-A.69a] Borealis hat Zugang zu einem breiten Spektrum an attraktiven Finanzierungsinstrumenten. Zur Deckung seines Finanzierungsbedarfs im Jahr 2025 und darüber hinaus wird Borealis bei Bedarf weiterhin verschiedene geeignete Finanzinstrumente, einschließlich nachhaltiger Finanzierungsoptionen, prüfen, die mit seiner Strategie im Einklang stehen. Darüber hinaus behält Borealis eine robuste und diversifizierte Liquiditätsposition durch seine vollständig zugesagte syndizierte revolvierende Kreditfazilität (RCF) in Höhe von 1 Milliarde Euro bei, die zum Jahresende nicht in Anspruch genommen wurde.
[ESRS 2 MDR-A.69b] Betrag der derzeitigen finanziellen Mittel
Kategorie
Betrag (EUR)
CAPEX (2024)
690.355.000
OPEX (2024)
7.609.441.000
[ESRS 2 MDR-A.69c] Betrag der künftigen finanziellen Mittel
Scope1
Der Schwerpunkt von Borealis liegt bis 2030 auf Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz.
CAPEX, die den Dekarbonisierungshebeln in Scope 1 bis 2030 zugewiesen werden:
Kategorie
Betrag (EUR) 1)
CAPEX (2025-2030)
250.000.000
1) Schätzungen von Projekten in der Studie zur Umsetzung bis 2030. Die Projekte werden durchgeführt, wenn sie wirtschaftlich machbar sind.
Von 2030 bis 2050 wird Borealis in größere Projekte zur Elektrifizierungs- und Kohlenstoffabscheidung und -speicherung investieren, die erforderlich sind, um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Aufgrund des vorläufigen Status dieser Projekte veröffentlicht Borealis die entsprechenden CAPEX nicht.
128
Scope 2
CAPEX, die den Dekarbonisierungshebeln in Scope 2 zwischen 2025 und 2030 zugewiesen werden:
Kategorie
Betrag (EUR)
CAPEX
0
Für den Aktionsplan bereitgestellte finanzielle Mittel:
Aktuell
Kurzfristig
Mittelfristig
Langfristig
Finanzielle Mittel für den Aktionsplan (OPEX)
Keine Offenlegung erforderlich - siehe [E1-3.28a]
Finanzielle Mittel für den Aktionsplan (CAPEX)
Abschnitt [E1-3.28a] enthält Informationen über:
[E1-3.29a] Wichtigste Maßnahmen durch Dekarbonisierungshebel; und
[E1-3.29b] Erreichte und erwartete Emissionsreduktionen für Treibhausgase.
[E1-3.29c i] Siehe [ESRS 2 MDR-A.69b]
[E1-3.29c ii] Investitionen im Berichtsjahr:
Künftige Investitionen: Die Aktivitäten von Borealis im Bereich der Produktion von Basischemikalien fallen unter „3.14 Herstellung von organischen Chemikalien“ im Rahmen der Taxonomie-Verordnung (Delegierte Verordnung 2021/2139 der Kommission). Durch die Verringerung der THG-Emissionen seiner Cracker- und Dehydrierungsanlagen in Übereinstimmung mit seinem Übergangsplan wird Borealis die Emissionsintensität der Produktion hochwertiger Chemikalien verringern und die Angleichung vorantreiben. (Es ist  jedoch zu erwarten, dass die im EU-ETS veröffentlichten Benchmark-Werte sinken werden). Für 2030 rechnet Borealis damit, dass etwa 50 % seines Umsatzes diesen Kriterien entsprechen werden, wobei der Schwellenwert im Jahr 2024 festgelegt wird. Ein weiterer Hauptbestandteil der Wachstumsstrategie von Borealis ist die Ausweitung des mechanischen und möglicherweise auch des chemischen Recyclings, das in der Taxonomie-Verordnung unter
„3.17 Herstellung von Kunststoffen in Primärform“ aufgeführt ist. Durch den Ausbau des mechanischen Recycelns will Borealis den eigenen Betrieb der Kunststoffproduktion stärker an die Kriterien der EU-Taxonomie anpassen.
[E1-3.AR 19d] Borealis hat ein Programm zur Anpassung an den Klimawandel initiiert. Dieses Programm begann im Jahr 2022 mit einer anfänglichen Desktop-Analyse auf hohem Niveau. Im Jahr 2025 wird eine eingehendere Analyse durchgeführt, die in einen Plan zur Überprüfung von Standorten mit größeren Risiken mündet.
[E1-3.AR 21] Borealis hat Zugang zu einer breiten Palette von Finanzierungsmöglichkeiten, wie in [ESRS 2 MDR-A.69a] beschrieben.
129
Die Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt, einschließlich der EU-Zone, ist für Borealis entscheidend. Um seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt beizubehalten, kann Borealis nur in finanziell machbare Projekte oder Maßnahmen investieren. Um den Klimaschutz voranzutreiben, sind daher ein stabiler rechtlicher Rahmen und angemessene CO2-Bepreisungsregelungen von entscheidender Bedeutung. Dies gilt insbesondere für den EU-Markt, ist aber auch für internationale Märkte relevant.
Für die Kreislaufwirtschaft ist die Forschung und Entwicklung von Technologien für mechanisches und chemisches Recycling, die wirtschaftlich machbar sind, entscheidend. Es ist notwendig, den Markt zu entwickeln und das Angebot an wiederverwerteten Stoffen zu erhöhen (siehe Kapitel E5 für weitere Informationen).
Für die Elektrifizierung sind stabile Stromnetze mit einer ausreichenden Versorgung mit erneuerbarem Strom wichtig. Darüber hinaus ist die Entwicklung von CO2-Netzen und Transportmöglichkeiten für Speicheranlagen erforderlich, damit die Kohlenstoffabscheidung- und Speicherung Teil des Übergangsplans von Borealis werden kann.
Kennzahlen und Ziele der Angabepflichten gemäß ESRS E1
[ESRS 2 MDR-M77a] Borealis bewertet seine Leistung und Wirksamkeit anhand der folgenden Kennzahlen:
CO2-Bilanz des Unternehmens (Corporate carbon footprint, CCF);
Energieverbrauch und Energiemix; und
Bis 2025 umgesetzte Energieeinsparungen.
Siehe [E1-6.AR 39b] für eine Beschreibung der Methode zur Berechnung der CO2-Bilanz des Unternehmens.
[E1-5]: Energieverbrauch und Energiemix
Der Energieverbrauch wird in den Werken von Borealis kontinuierlich überwacht. Die Zahlen werden lokal verarbeitet und dann jeden Monat in eine Umweltdatenbank des Konzerns hochgeladen, wo sie aggregiert werden, um die monatliche Gesamtenergieeffizienz des Konzerns zu berechnen und die Nachverfolgung von Abweichungen zu ermöglichen.
Für kleinere Standorte, für die aufgrund fehlender Zähler keine vollständigen Informationen über den Energieverbrauch vorlagen, wurden Schätzungen/Berechnungen auf der Grundlage der verfügbaren Daten wie z. B. der produzierten Mengen vorgenommen.
Für jede Stromquelle, die nicht mit einem Herkunftsnachweis belegt ist, verwendet Borealis den veröffentlichten Faktor für den verbleibenden Mix des Netzes nach AIB (2023). Für die außereuropäischen Standorte wurden Informationen aus der Datenbank Ecoinvent© verwendet.
[E1-4.32b]: Realisierte Energieeinsparungen
Bei den erwarteten Einsparungen, die durch (geplante) Projekte erzielt werden sollen, basiert die Schätzung der Einsparungen auf der Berechnung des Business case, wobei das Szenario im Vergleich zum Business-as-usual berechnet wird.
[ESRS 2 MDR-M77b] Es gibt keine unabhängige Validierung der CO2-Bilanz des Unternehmens, außer durch die für die Qualitätssicherung zuständige externe Stelle. Borealis implementiert ein neues Reporting-Tool, das es ermöglicht, die Berechnung durch ein
130
unabhängiges Audit durch Dritte zu bewerten und möglicherweise eine Zertifizierung der Berechnung zu erhalten.
Die Validierung der Zahlen im Zusammenhang mit der Überwachung der Gesamtenergieeffizienz ist Teil des ISO 50001-Audits durch Dritte. Energiemaßnahmen, die für die ETS-Berichterstattung verwendet werden, sind im Überwachungsplan beschrieben. Diese Messungen sind Teil des jährlichen ETS-Verifizierungsaudits.
Angabepflicht E1-4 - Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
[E1-4.32a] Alle unter [E1-4.32b] beschriebenen Ziele unterstützen das Ziel der Responsible-Care-Policy, um die Leistung von Borealis in Bezug auf Treibhausgasemissionen, Energieeffizienz und effiziente Verwendung von Ressourcen zu verbessern.
Die Ziele für die Energieeffizienz unterstützen insbesondere das Ziel der Energiemanagement- Policy, das darin besteht, durch die Einführung eines effektiven Energiemanagementsystems eine Energiebilanz von Weltklasse zu erreichen.
Die Ziele für Erneuerbare Energie unterstützen insbesondere das Konzept: Gewerblicher Betrieb von Energie, Versorgungswirtschaft und CO2-Emissionszertifikaten,um den Anteil der Erneuerbaren Energie am Energieverbrauch von Borealis zu erhöhen.
[E1-4.32b] und [E1-4.33] Die Ziele von Borealis für die Treibhausgasemissionen sind unten aufgeführt, zusammen mit:
[E1-4.32c] ihrem Umfang;
[E1-4.32d] ihrem Bezugswert und Bezugsjahr; und
[E1-4.32e] dem Zeitraum für jedes Ziel.
Ziel
Anwendungsbereich (Aktivität und Standort)
Basisjahr
Basiswert
2024 Ergebnis
Begrenzung der ETS-Emissionen auf 1,477 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2024
Europa, Tätigkeiten gemäß der Definition in EU-ETS 1 für die Industrie
k.A.
k.A.
1,467 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
Begrenzung der ETS-Emissionen auf 1,510 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2025
Europa, Tätigkeiten gemäß der Definition in EU-ETS 1 für die Industrie
k.A.
k.A.
k.A.
Begrenzung der CO2-Intensität für Scope 1 auf 0,764 Tonnen CO2-Äquivalente /Tonne hochwertiger Chemikalien im Jahr 2024
Herstellung von HVC in Crackern und Dehydrierungsanlage I in Kallo
0,754 Tonnen CO2-Äquivalente/Tonne hochwertiger Chemikalien
Begrenzung der CO2-Intensität für Scope 1 auf 0,728 Tonnen CO2-Äquivalente /Tonne hochwertiger Chemikalien im Jahr 2025
Herstellung von HVC in Crackern und Dehydrierungsanlage I in Kallo
Unterschreitung der Scope 1 und 2 Emissionen von 2.050 Tausend Tonnen im Jahr 2025
Alle Scope 1 und 2 -
Ohne Emissionen der Anlage Dehy II in Kallo und geleaste Schiffe
2019
2,43 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
131
Ziel
Anwendungsbereich (Aktivität und Standort)
Basisjahr
Basiswert
2024 Ergebnis
Unterschreitung der Scope 1 und 2 Emissionen von 1.900 Tausend Tonnen im Jahr 2026
Alle Scope 1 und 2 -ausgenommen Emissionen der Dehy II-Anlage in Kallo und geleaste Schiffe
2019
2,43 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
Unterschreitung der Scope 1 und 2 Emissionen von 1.900 Tausend Tonnen im Jahr 2027
Alle Scope 1 und 2 -einschließlich Emissionen der Dehy II-Anlage in Kallo und ohne Emissionen von geleasten Schiffen
2019
2,43 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
Unterschreitung von 2,0 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent -Emissionen in Scope 1 und 2 bis 2030
Alle Scope 1 und 2 1)
2020
2,43 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
Erreichen von Netto-Null für Scope 1 und 2 bis 205 02)
Alle Scope 1 und 2
2019
2,43 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
40 % Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis 2025
Alle Standorte, Strombezug aus öffentlichen Netzen und privaten Leitungen
k.A.
k.A.
Bis Ende 2024 hat Borealis bereits mehr als 50 % des Stroms aus erneuerbaren Energie-quellen bezogen und liegt damit weit vor dem Ziel für 2025.
100 % Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030
Alle Standorte, Strombezug aus öffentlichen Netzen und privaten Leitungen
k.A.
k.A.
Umsetzung von Projekten im Jahr 2025, die voraussichtlich 115 GWh pro Jahr an Energie einsparen.
Alle Standorte im Rahmen des ISO 50001 Energiemanagementsystems, wie es von QUA2001 definiert und auf der Borealis Website veröffentlicht wurde.
k.A.
k.A.
Umsetzung von Projekten im Jahr 2024, die voraus-sichtlich zu jährlichen Einsparungen von 35 GWh führen.
Umsetzung von Energieeinsparungen in Höhe von 10 % des Verbrauchs von 2015 bis 2030
Alle Standorte im Rahmen des ISO 50001 Energiemanagementsystems, wie es von QUA2001 definiert und auf der Borealis Website veröffentlicht wurde.
2015
k.A.
Borealis erzielt bis Ende 2024 Einsparungen von 5,5 % des Energiever-brauchs von 2015
1) Ohne geleaste Schiffe, da diese erst im Jahr 2024, nach Abschluss des Zielsetzungsprozesses, von Scope 3 auf Scope 1 umgestellt wurden.// 2) Netto-Null bedeutet eine 90%ige Reduktion der Treibhausgasemissionen und eine 10%ige Neutralisierung durch den Abbau von Treibhausgasen.
Jährliche Ziele
[E1-4.32f, g] Jährliche Ziele (z. B. Ziele in Bezug auf ETS-Emissionen und CO2-Intensität) beruhen auf tatsächlichen Prognosen der Produktionsmengen und geplanten Maßnahmen für das kommende Jahr und basieren daher nicht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Mittelfristiges Ziel (2030)
[E1-4.32f] Das Ziel von Borealis für die Emissionsreduktion bis 2030 basiert auf den Maßnahmen, von denen Borealis annimmt, dass sie unter Berücksichtigung der mittelfristigen Planung und der wachsenden Marktnachfrage nach den Produkten von Borealis wirtschaftlich machbar sind. [E1-4.32g] Das Ziel von 2 Millionen Tonnen für Scope 1 und 2 (marktbezogen)
132
steht nicht im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Siehe [E1-4.34e, AR 26] für weitere Informationen.
[E1-4.32 i] Geleaste Schiffe wurden im Jahr 2024 aus dem Scope 3 THG-Inventar in den Scope 1 verschoben. Sie wurden jedoch nicht in die Ziele zur Emissionsreduktion von Scope-1- und 2-Treibhausgasemissionen einbezogen.
Langfristiges Ziel (2050)
[E1-4.32g] Das Netto-Null-Ziel  von Borealis für Scope 1 und 2 im Jahr 2050 steht im Einklang mit dem Ziel des Pariser Klimaabkommens, im Jahr 2050 netto klimaneutral zu sein.
[E1-4.32h] Alle strategischen Ziele wurden vom S-RC-Ausschuss (siehe [E1-2]) genehmigt und mit dem Aufsichtsrat von Borealis abgestimmt.
[E1-4.32j] Überwachung, Überprüfung und Leistungsanalyse der Ziele
Jährliche Ziele
Ziel: Begrenzung der ETS-Emissionen auf 1,477 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent (BC&E und PO) im Jahr 2024
Überwachung: Borealis überwacht seine Emissionen nach einem regulierten Rahmenwerk, das von den lokalen Behörden in Einklang mit der EU Gesetzgebung ist. Die Emissionen werden monatlich berechnet.
Überprüfung: Das Ziel wird vom Klimakoordinierungsteam überprüft und ist Teil der HSE Datenbank, das in die Scorecard des Konzerns eingebettet ist.
Leistungsanalyse: Die Ergebnisse für 2024 waren etwas besser als die Zielvorgaben
Ziel: Begrenzung der CO2-Intensität auf 0,7637 Tonnen CO2-Äquivalent/Tonne Produktion hochwertiger Chemikalien im Jahr 2024
Überwachung: Drei Borealis-Anlagen produzieren hochwertige Chemikalien. Ihre Emissionen werden monatlich berechnet. Scope-1-Emissionen (sowohl ETS- als auch Nicht-ETS-Emissionen) werden durch die Produktion von hochwertige Chemikalien geteilt.
Überprüfung: Das Ziel wird vom Klimakoordinierungsteam überprüft und ist Teil des Nachhaltigkeitsziels, das in die Scorecard des Konzerns eingebettet ist.
Leistungsanalyse: Die Ergebnisse für 2024 waren besser als die Zielvorgaben
Ziele: Umsetzung von Energieeinsparungen von 115 GWh im Jahr 2025 und Energieeinsparungen von 10 % des Verbrauchs von 2015 bis 2030
Überwachung: Borealis verwendet ein Dashboard, das die durchgeführten Energieverbesserungen anzeigt, um die Fortschritte bei der Erreichung dieses Ziels zu überwachen. Die Energieeinsparungen werden in Form von Endenergieeinsparungen pro Jahr im Vergleich zu einem Business-as-usual-Szenario angegeben. Die Einsparungen werden bis Ende 2030 kumuliert.
Überprüfung: Das Führungsteam des eigenen Betriebs überprüft die Leistung vierteljährlich.
Leistungsanalyse: Borealis hat bis Ende 2024 5,5 % des Energieverbrauchs von 2015 eingespart.
133
Mittelfristiges Ziel
Ziel: Erzielen von rund 2,0 Millionen Tonnen CO2-äquivalenten Emissionen in Scope 1 und 2 bis 2030
Überwachung: Die Überwachung basiert zum Teil auf dem EU-ETS-Emissionsschema, wobei auch Nicht-ETS-Emissionen berücksichtigt werden, die auf der Grundlage von Informationen berechnet werden, die von jedem Standort auf monatlicher Basis stammen.
Überprüfung: Ein jährlicher Management Review bewertet die Umsetzung der Maßnahmen der Roadmap bis 2030.
Leistungsanalyse: Im Jahr 2020 waren die Scope 1- und -2-Emissionen aufgrund des Ausfalls des Crackers in Stenungsund deutlich niedriger als im Basisjahr 2019. Im Jahr 2024 waren die Scope 1- und -2-Emissionen aufgrund des hohen Anteils an Strom aus erneuerbaren Energien etwas niedriger als im Basisjahr 2019. Eine Herausforderung für Borealis ist der erhebliche Anstieg der strombezogenen Emissionen an Standorten, an denen das Unternehmen derzeit keinen Strom aus erneuerbaren Energien beziehen kann, da sich der Emissionsfaktor des Restmixes verschlechtert.
Langfristiges Ziel
Ziel: Erreichen von Netto-Null für Scope 1 und 2 bis 2050
Überwachung: Die Emissionen werden jährlich berechnet.
Überprüfung: Der Überprüfungsprozess wird nach Erreichen des mittelfristigen Ziels beginnen.
Leistungsanalyse: Siehe mittelfristiges Ziel.
Siehe die Tabelle in [E1-4.32b] für weitere Informationen über die Zielleistung im Jahr 2024.
[E1-4.34a, AR 23]: Die Ziele für die Emissionsreduktion müssen in absoluten Werten (entweder in Tonnen CO2-Äquivalent oder als Prozentsatz der Emissionen eines Basisjahres) und gegebenenfalls als Intensitätswert  angegeben werden:
134
Ziel (absoluter Wert)
Scope
Basisjahr
Basiswert
Ziel Jahr
Ziel (%)
Unterschreitung von 2,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent Emissionen in Scope 1 und 2 bis 2025 1)
Scope 1 und 2 (markt-bezogen) 2)
2019
2,43 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
2025
7%
Unterschreitung von 2,0 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent Emissionen in Scope 1 und 2 bis 2030
Scope 1 und 2 (markt-bezogen) 2)
2019
2,43 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
2030
-18%
Erreichen von Netto-Null für Scope 1 und 2 bis 2050 3)
Scope 1 und 2 (markt-bezogen)
2019
2,43 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
2050
-90% (obligatorische Berichterstattung in Bruttoemissionen gemäß ESRS - Nettoemissionen werden 0 sein)
1) Die absoluten Scope 1 und 2 Emissionen werden bis 2025 trotz der Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen steigen. Dies ist auf ein erhebliches organisches Geschäftswachstum zurückzuführen, das auf die für 2025 geplante Fertigstellung einer neuen Dehydrierungsanlage zurückzuführen ist. Ohne die neue Anlage würden die Scope 1- und 2-Emissionen bis 2025 um 12 % und bis 2030 um 32 % sinken. // 2) Ohne geleaste Schiffe, da diese erst im Jahr 2024 von Scope 3 auf Scope 1 umgestellt wurden, nachdem der Zielsetzungsprozess abgeschlossen war. // 3) Netto-Null bedeutet eine 90%ige Reduzierung der Treibhausgasemissionen und eine 10%ige Neutralisierung durch den Abbau von Treibhausgasen.
[E1-4.34b, AR 24] Die Ziele umfassen alle Scope 1- und 2-Emissionen, wie unter [E1-6] berichtet, mit Ausnahme von geleasten Schiffen, die erst 2024 von Scope 3 auf Scope 1 verschoben wurden. Bei den Zielen handelt es sich um Bruttoziele, die keine THG-Entnahmen, CO2-Zertifikate oder vermiedene Emissionen als Mittel zur Emissionsreduktion beinhalten.
[E1-4., AR 25a] Borealis hat 2019 als Basisjahr gewählt. Dieses Jahr wird als repräsentativ angesehen, da es das letzte Jahr vor der COVID-19-Pandemie war, in dem es keine größeren Turnarounds in den Betrieben des Konzerns gab und die Anlagen mit der Auslegungskapazität betrieben wurden. Dieses Basisjahr deckt sich auch mit dem des Mehrheitsaktionärs von Borealis, der OMV. [E1-4.34c] Weitere Informationen über das Basisjahr und die Basiswerte sind in [E1-4.34a, AR 23] enthalten.
[E1-4. AR 25b] Im Jahr 2023 veräußerte Borealis sein Geschäft mit Pflanzennährstoffen, Melamin und TEN, was eine Neuberechnung der Emissionen des Basisjahres zur Folge hatte. Diese Veräußerung wird nicht als Maßnahme zum Klimaschutz betrachtet.
[E1-4.34e, AR 26] Das Reduktionsziel von Borealis für Scope 1 und 2 für 2030 entspricht derzeit nicht der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C, wie im Absolute Contraction Approach der Science-Based-Targets-Initiative (SBTi) oder dem Chemicals Pathway des One Earth Climate Model (OECM) definiert. Dies ist auf die steigende Nachfrage nach Borealis-Produkten, einschließlich Polyolefin-Lösungen, die für die Technologien der Energiewende benötigt werden, sowie auf die langsamen Fortschritte bei den Wiederverwertungstechnologien und -märkten zurückzuführen. Die Ambitionen von Borealis in Bezug auf die Reduktion von Scope 1 und 2 sind jedoch nahezu deckungsgleich mit den Reduktionsanforderungen, die im Entwurf der SBTi-Leitlinien für den Chemiesektor dargelegt sind. Borealis wird daran arbeiten, seine Reduktionsziele weiter auf einen 1,5°C-Pfad abzustimmen, sobald der Leitfaden für den Sektor fertiggestellt ist.
[E1-4.34f]: Die erwarteten Dekarbonisierungshebel bis 2030 sind hauptsächlich Energieeffizienz und die Verwendung erneuerbarer Energien, während nach 2030 die Elektrifizierung der wichtigste Hebel sein wird.
135
[E1-4.34f] und [E1-4.AR 30a] Ziele für die Emissionsreduktion von Treibhausgasemissionen:
2019
2030 Business as usual
Ziel 2030
Ziel 2050
Treibhausgas Scope 1 [in Tonnen CO2-Äquivalent]
1.570
3.046
2.000
Netto-Null für Scope 1 und 2, einschließlich Entnahme und Kompensation. Brutto-Null ist eine 90%ige Reduktion im Vergleich zum Basisjahr
THG Scope 2 marktbezogen [in Tonnen CO2-Äquivalent]
860
Energieeffizienz (Scope 1)
-
-
111
Borealis hat sich das Prinzip "Energieeffizienz zuerst" zu eigen gemacht. Die Ergebnisse nach 2030 werden von den technologischen Entwicklungen, der Wärmeintegration und anderen Chancen abhängen. Da Borealis nach ISO 50001 zertifiziert ist, wird das Unternehmen diese Chancen durch Energieeffizienz-Screenings ermitteln. 117
Energieeffizienz (Scope 2)
Elektrifizierung (Scope 1)
-
-
43
242
Ressourceneffizienz
(Scope 1)
-
-
14,9
31,53
Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (Scope 1)
-
-
1.293
Wasserstoff und Biokraftstoffe (Scope 1)
-
-
346
Erneuerbare Energie
(Scope 2)
-
-
820
820
Weniger CO2-intensive zugekaufte Wärme und Dampf (Scope 2)
-
-
200
Andere
-
-
[E1-4.AR 30b] Borealis überwacht die Entwicklung neuer Technologien und deren jeweiligen Stand der Technologiebereitschaft, um deren potenzielle Aufnahme in seinen Klimaübergangsplan zu bewerten.
Der Übergangsplan des Konzerns bis 2050 umfasst auch Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Während Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in anderen Sektoren eine etablierte Technologie ist, ist ihre Anwendung in der chemischen Industrie sehr neu. Der Sequestrationsaspekt von Kohlenstoffabscheidung und -speicherung befindet sich noch in der Entwicklung, und auch der Transport von CO2 zu den Speicherstandorten bleibt eine technologische Herausforderung.
Außerdem will Borealis Cracker für die Produktion von hochwertigen Chemikalien elektrifizieren. Diese Technologie ist jedoch noch nicht im kommerziellen Maßstab entwickelt worden.
[E1-4.AR 30c] Borealis hat keine Roadmaps für die verschiedenen Klimaszenarien entwickelt.
136
[ESRS 2.81] Für Scope 3 hat Borealis derzeit kein Ziel für die Reduzierung der Emissionen. Weitere Informationen über die Pläne des Konzerns zur Festlegung von Zielen für Scope 3 finden Sie in den Abschnitten [E1-1.17] und [E1-3.28a].
Angabepflicht E1-5 - Energieverbrauch und Energiemix
[E1-5.39]: Erzeugung nicht erneuerbarer Energie und Erzeugung erneuerbarer Energie in MWh
[E1-5.37a] Fossile Quellen, aufgeschlüsselt nach:
o[E1-5.38a] Kohle und Kohleerzeugnisse;
o[E1-5.38b] Rohöl und Erdölerzeugnisse;
o[E1-5.38c] Erdgas;
o[E1-5.38d] Andere fossile Quellen;
o[E1-5.38e] erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf oder Kühlung aus fossilen Quellen;
[E1-5.37b] Nukleare Quellen; und
[E1-5.37c] Erneuerbare Quellen.
Energieverbrauch und Energiemix
2024
(1) Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen (MWh)
0
(2) Brennstoffverbrauch aus Erdöl und Erdölerzeugnissen (MWh)
8.241.476
(3) Brennstoffverbrauch von Erdgas (MWh)
607.411
(4) Brennstoffverbrauch aus anderen fossilen Quellen (MWh)
0
(5) Verbrauch von erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf oder Kühlung aus fossilen Quellen (MWh)
1.993.289
(6) Gesamtverbrauch fossiler Energie (MWh) (berechnet als Summe der Zeilen 1 bis 5)
10.842.176
Anteil fossile Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)
85,00%
(7) Verbrauch aus nuklearen Quellen (MWh)
226.483
Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)
2,00%
(8) Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse (auch Industrie- und Siedlungsabfällen biologischen Ursprungs, Biogas, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen usw.) (MWh)
0
(9) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus erneuerbaren Quellen (MhW)
1.636.567
(10) Verbrauch selbst erzeugter, erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt (MWh)
3.722
(11) Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie (MWh) (berechnet als Summe der Zeilen 8 bis 10)
1.640.289
Anteil erneuerbaren Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)
13,00%
Gesamtenergieverbrauch (MWh) (berechnet als Summe der Zeilen 6 und 11) 1)
12.708.948
1) Es wurden die Kraftstoffverbrauchsdaten der Firmenwagen für das Jahr 2023 verwendet, da die Daten für 2024 noch nicht verfügbar waren. (entspricht etwa +/- 0,1 % der Gesamtzahl).
(E1-5.40], [E1-5.41], [E1-5.AR 36a-e] Informationen über die Energieintensität in Verbindung mit Aktivitäten in klimaintensiven Sektoren. [E1-5.42] Der klimaintensive Sektor, der zur Berechnung dieser Kennzahl verwendet wird, ist C.20.16 - Herstellung von Kunststoffen in Primärformen.
[E1-5.AR 37] Die quantitativen Angaben können in der folgenden Tabelle dargestellt werden:
[E1-5.AR 37] Energieintensität
137
Energieintensität pro Nettoerlös
2024
Gesamtenergieverbrauch aus Aktivitäten in klimaintensiven Sektoren pro Nettoumsatzerlöse aus Aktivitäten in klimaintensiven Sektoren (MWh/M€) 1)
1.619
1) Eine Aufschlüsselung nach NACE-Code ist für 2024 nicht verfügbar, die Intensität wird anhand der Gesamtumsatzes und des Gesamtenergieverbrauchs berechnet.
[E1-5.43, AR 38] Offenlegung zwischen den Nettoumsatzerlösen aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren und dem entsprechenden Posten oder den Angaben des Konzernabschlusses.
Gesamtnettoumsatzerlöse (EUR) (Jahresabschluss) 2)
7.851.864.000
2) Eine Aufschlüsselung nach NACE-Code ist für 2024 nicht verfügbar, die Intensität wird anhand des Gesamtumsatzes und des Gesamtenergieverbrauchs berechnet.
Angabepflicht E1-6 - THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen
[E1-6.AR 39b] Borealis berechnet seine CO2-Bilanz nach dem THG-Protokoll, wobei die Berichterstattung auf der operativen Kontrolle basiert und alle konsolidierten Unternehmen berücksichtigt. Die THG-Berichterstattung von Borealis steht im Einklang mit den Anforderungen des ESRS und deckt die operativen und finanziellen Berichtsgrenzen ab.
[E1-6.AR 43c e] Die Berechnung umfasst die Emissionen aus dem EU-Emissionshandelssystem, die sich im Jahr 2024 auf insgesamt 1.467 Kilotonnen CO2-Äquivalente belaufen, was 92 % der gesamten Scope-1-Emissionen entspricht.
[E1-6.AR 43c b] Das Unternehmen verwendet eine breite Palette von Emissionsfaktoren, die ein Mittel zur Berechnung der von einer bestimmten Quelle erzeugten THG-Emissionen sind. Jeder EU-Mitgliedsstaat hat seine eigenen Emissionsfaktoren, so dass z.B. auf die Verwendung von Erdgas in Österreich der spezifische österreichische Emissionsfaktor angewendet wird. Andere Emissionsfaktoren sind Standardfaktoren aus der wissenschaftlichen Literatur oder aus Verzeichnissen oder werden von einem zertifizierten Labor gemessen. Alle Emissionsfaktoren des EU-Emissionshandelssystems sind von den zuständigen Behörden zugelassen und genehmigt.
[E1-6.AR 39b] Scope 1 umfasst die direkten Emissionen der Standorte von Borealis und schließt die interne Strom- und Dampferzeugung (vor den Öfen) sowie das Abfackeln ein, die einen großen Teil der Scope-1-Emissionen von Borealis ausmachen. Borealis berücksichtigt bei der Berechnung von Scope 1 alle Treibhausgase, wie sie im THG-Protokoll definiert sind (CO2, N2O, SF6, HFC, PCF und CH4).
Scope-2-Emissionen umfassen indirekte CO2-Äquivalente, die durch den Verbrauch von extern erzeugtem Strom, externem Dampf und Energie, die der Konzern von anderen Quellen bezieht und in seine Anlagen einbringt, verursacht werden. Sie werden als marktbasierte oder standortbezogene Emissionen ausgedrückt, wie im THG-Protokoll definiert. Einige Emissionen aus Energie (Scope 2 - marktbasiert) können erst geschätzt werden, wenn die Daten von den
138
Lieferanten endgültig vorliegen, d.h. am Ende des ersten Quartals des Folgejahres. Borealis stellt daher seine CO2-Bilanz für das vergangene Jahr bis Ende Juni fertig.
Borealis verwendet allgemeine massen- und ausgabenbasierte Emissionsfaktoren zur Berechnung der Scope-3-Emissionen. Das Unternehmen wird sich bemühen, in der zukünftigen Berichterstattung lieferanten- und kundenbasierte Emissionsfaktoren einzubeziehen, sobald diese verfügbar sind (siehe [E1-3.28a]).
[E1-6.AR 43c a] Die THG-Emissionen von Borealis aus stationärer Verbrennung, mobiler Verbrennung, Prozessemissionen und flüchtigen Emissionen sind in [E1-6.44-52] aufgeführt.
[E1-6.AR 43c c] Der Konzern berichtet keine direkten biogenen CO2-Emissionen, da die Biomasse in den Rohstoffen größtenteils über die ISCC-Massenbilanz dem Produkt zugerechnet wird. Die verbleibenden direkten biogenen CO2-Emissionen, z. B. aus dem Biodieselanteil der Kraftstoffe für den Fuhrpark des Konzerns, sind im Jahr 2024 vernachlässigbar.
[E1-6.AR 43c d] Entnahmen, CO2-Zertifikate oder THG-Zertifikate wurden nicht in das THG-Inventar aufgenommen.
[E1-6.47] Die Emissionen des Geschäftsbereichs Pflanzennährstoffe, Melamin und TEN waren ursprünglich in den Emissionen des Basisjahres enthalten. Da dieser Teil des Unternehmens veräußert wurde, wurden diese Emissionen vollständig aus den Emissionen des Basisjahres herausgenommen.
[E1-6.44-52]: Offenlegung der Scope-1-THG-Bruttoemissionen, der Scope-2- THG-Bruttoemissionen, der Scope-3- THG-Bruttoemissionen und der gesamten THG-Bruttoemissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.  
[E1-6.48, AR 43-44]: Offenlegung von Scope-1- THG-Bruttoemissionen
[E1-6.49, AR 45]: Offenlegung von Scope-2- THG-Bruttoemissionen
[E1-6.51, AR 46]: Offenlegung von Scope-3- THG-Bruttoemissionen
[E1-6.52, AR 47]: Offenlegung der gesamten Treibhausgasemissionen
Rückblickend
Meilensteine und Zieljahre
Basis Jahr
Vergleich
N
% N / N-1
2025
2030
2050
Jährlich % des Ziels / Basisjahr
Scope-1-Treibhausgasemissionen 
Scope-1-THG-Bruttoemissionen (in Tonnen CO2-Äquivalent) 2)
1.569.016
1.345.701
1.599.059
119%
0
0
0
0
Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (in %) 3) 
99,00%
98,00%
91,70%
94%
0
0
0
0
Scope-2-Treibhausgasemissionen 
Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen (in Tonnen CO2-Äquivalent ) 
632.454
601.474
870.919
145%
0
0
0
0
Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen (in Tonnen CO2-Äquivalent ) 
863.800
952.560
858.264
90%
0
0
0
0
139
Rückblickend
Meilensteine und Zieljahre
Scope-1- und marktbezogene Scope-2-THG-Bruttomissionen (in Tonnen CO2-Äquivalent ) 
2.419.091
2.275.941
2.457.323
107,0%
0
2.000.000
0
82,68%
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen 
Gesamte indirekte (Scope-3)THG-Emissionen) (in Tonnen CO2-Äquivalent ) 
48.841.469
44.522.640
49.679.052
107%
0
0
0
0
1 Erworbene Waren und Dienstleistungen 
9.284.691
10.568.088
10.590.931
100%
0
0
0
0
Optionale Unterkategorie: Cloud-Computing und Rechenzentrumsdienste 
0
0
0
0%
0
0
0
0
2 Investitionsgüter 
343.390
337.976
320.627
95%
0
0
0
0
3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten) 
145.896
147.673
104.161
71%
0
0
0
0
4 Vorgelagerter Transport und Vertrieb 
324.194
872.052
1.067.890
122%
0
0
0
0
5 Abfallaufkommen in Betrieben 
128.430
147.911
82.130
56%
0
0
0
0
6 Geschäftsreisen 
0
0
0
0%
0
0
0
0
7 Pendelnde Arbeitnehmer 
0
0
0
0%
0
0
0
0
8 Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter  
0
41.819
62.229
149%
0
0
0
0
9 Nachgelagerter Transport 
0
0
0
0%
0
0
0
0
10 Verarbeitung  verkaufter Produkte 
2.366.726
2.034.543
4.143.546
204%
0
0
0
0
11 Verwendung verkaufter Produkte 
0
796.026
844.014
106%
0
0
0
0
12 Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer 
11.752.165
9.715.479
10.551.266
109%
0
0
0
0
13 Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter 
0
0
0
0%
0
0
0
0
14 Franchises 
0
0
0
0%
0
0
0
0
15 Investitionen 
24.495.977
19.861.073
21.912.259
110%
0
0
0
0
THG-Emissionen insgesamt 
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) (in Tonnen CO2-Äquivalent ) 
51.042.939
46.469.815
52.136.374
112%
0
0
0
0
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) in Tonnen CO2-Äquivalent ) 
51.274.285
46.820.901
52.149.030
111%
0
0
0
0
1) Anstieg aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode // 2) Biogene CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt (E1-6 .GB 43c) // Die Emissionen aus der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen werden auf das gesamte Jahr hochgerechnet
[E1-6.50]: Aufschlüsselung der Informationen für Scope-1 und -2-Emissionen (in Bezug auf voll konsolidierte vs. nicht voll konsolidierte Unternehmen).
Scope 1 und 2 Emissionen, aufgeteilt in konsolidierte Gruppe und nicht voll konsolidierte Unternehmen mit operativer Kontrolle  
140
Scope 1
Scope 2 (marktbasiert)
Scope 2 (standort-
bezogen)
Konsolidierte Gruppe 
1.599.059 Tonnen CO2 Äquivalente
 858.264 Tonnen CO2 Äquivalente
 870.919 Tonnen CO2 Äquivalente
Nicht voll konsolidierte Unternehmen mit operativer Kontrolle 
22 Tonnen CO2 Äquivalente
15 Tonnen CO2 Äquivalente 1)
15 Tonnen CO2 Äquivalente
1) Keine biogenen Emissionsfaktoren für ausgabenbasierte Methodik verfügbar. Extrapolation basierte auf massenbasierten Emissionen
[E1-6.AR 45d] Borealis verfügt über die folgenden vertraglichen Instrumente in Bezug auf den Kauf von Energie:
Stromabnahmevereinbarungen (PPAs):
oPhysische PPAs: Anteil 100 %
oVirtuelle PPAs: Anteil 0 %
Energie-Attribut-Zertifikate: 1.810.252 MWh
Herkunftsnachweise: 1.810.252 MWh
oGebündelt: 1.521.415 MWh
oUngebündelt: 269.310 MWh  
oZertifikate für Erneuerbare Energie: 1.540.942 MWh
[E1-6.AR 45e] Die für marktbezogene Scope 2-Emissionen verwendeten Emissionsfaktoren trennen derzeit nicht zwischen biogenen CO2 Emissionen und fossilen CO2 Äquivalent Emissionen.
[E1-6.AR 46g] Bei der Berechnung der Scope-3-Emissionen werden die meisten Aktivitätsdaten aus dem ERP-System des Konzerns, der Energieberichterstattung (ISO 50001) und der Umweltberichterstattung (ISO 14001) abgerufen.
Die Emissionsfaktoren werden in einer Hierarchie mit zunehmender Genauigkeit angewendet:
Lieferanten- oder kundenbezogene Emissionsfaktoren (Primärdaten);
Massenbasierte durchschnittliche Emissionsfaktoren aus international anerkannten Datenquellen, wie Ecoinvent© , Sphera und GLEC;
Ausgabemäßige durchschnittliche Emissionsfaktoren aus einer international anerkannten Datenquelle (DBEIS); und
Die Schätzungen basieren auf Referenzanlagen.
Der Anteil der mit lieferanten- und kundenbezogenen Emissionsfaktoren (Primärdaten) berechneten Emissionen beträgt 0 %.
[E1-6.AR 46i] Für Borealis sind die folgenden Scope-3-Kategorien (von den 15 im THG-Protokoll aufgeführten) wesentlich und daher in die Berechnung gemäß dem THG-Protokoll einbezogen:
1 Erworbene Waren und Dienstleistungen
2 Investitionsgüter
3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie, die nicht in Scope 1 oder 2 enthalten sind
4 Vorgelagerter Transport und Vertrieb
141
5 Abfallaufkommen in Betrieben
8 Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter
10 Verarbeitung verkaufter Produkte
11 Verwendung verkaufter Produkte
12 Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer
15 Investitionen
Die Kategorien 6, 7, 9, 13 und 14 werden nicht in die Berechnung einbezogen, da sie für Borealis nicht wesentlich sind.
[E1-6.AR 46j] Biogene CO2-Emissionen werden für Scope 3.12 berechnet, die aus der Verbrennung von biobasierten Kunststoffen am Ende ihrer Lebensdauer resultieren. Im Jahr 2024 betrugen in Scope 3.12 die biogenen CO2-Emissionen 21.800 Tonnen.   
High-level Schätzungen der biogenen Emissionen (wo Daten verfügbar sind):
Biogene CO2 Emissionen (in Tonnen)
Scope 1
0
Scope 2
marktbezogen
267
Scope 2
standortbezogen
179
Scope 3
Kategorie 1 1)
96
Kategorie 5
1
Kategorie 10
423
Kategorie 12
29
1) Keine biogenen Emissionsfaktoren für ausgabenbasierte Methodik verfügbar. Extrapolation basierte auf massenbasierten Emissionen
[E1-6.AR 46h] Scope-3-Kategorie 1
Für die Berechnung der Scope 3.1-Emissionen werden die folgenden Quellen herangezogen:
Aufzeichnungen zur Beschaffung: Alle Einkäufe von Borealis sind mit den entsprechenden Emissionsfaktoren (ausgaben- oder massenbasiert) verknüpft. Dies macht etwa 2 % der gesamten Scope-3-Emissionen aus.
ERP-System: Die Daten zur Beschaffung von Rohstoffen (Cracker-Feed, Monomere und Polymere) werden hauptsächlich mit massenbasierten Emissionsfaktoren multipliziert. Dies macht etwa 19,5 % der gesamten Scope-3-Emissionen aus.
Scope-3-Kategorie 2
Die Daten werden von Group Accounting für die CAPEX-Investitionen im Laufe des Jahres abgerufen. Der Betrag (in €) wird mit einem ausgabenbasierten Emissionsfaktor multipliziert.
Scope-3-Kategorie 3
Die Energiedaten aus dem (nach ISO 50001 zertifizierten) Energiemanagementsystem werden mit geeigneten Emissionsfaktoren der IEA oder anderer Quellen auf Länderbasis multipliziert. Diese Berechnung schließt Übertragungsverluste und indirekte Emissionen ein.
Scope-3-Kategorie 4
Die Emissionen aus dem Transport von Rohstoffen und Endprodukten werden auf der Grundlage der registrierten Produktbewegungen unter Verwendung von Tonnen und
142
Entfernung berechnet. Zusätzlich werden 3 % der Scope 3.1-Emissionen zu Scope 3.4 hinzugefügt, um den Transport anderer gelieferter Güter zu berücksichtigen.
Scope-3-Kategorie 5
Die Abfalldaten aus der Abfallbewirtschaftung (zertifiziert nach ISO 14001) werden mit entsprechenden Emissionsfaktoren multipliziert. Dazu gehören auch die Emissionen aus der Abwasserbehandlung.
Scope-3-Kategorie 8
Die Informationen werden aus der Finanzberichterstattung nach IFRS16 entnommen und mit dem anwendbaren ausgabenbasierten Emissionsfaktor multipliziert.
Scope-3-Kategorie 10
Die Informationen aus der Umsatzerlöse (ERP-System) spiegeln die verkauften Produkte wider. Jede Produktfamilie wird auf der Grundlage der von den Kunden verwendeten Umwandlungstechnologie aufgeteilt, und die Mengen werden mit den für die Technologie geltenden Emissionsfaktoren multipliziert. Dazu gehören auch von importierte Polymerprodukte. Die Menge der an Kunden verkauften Kohlenwasserstoffprodukte wird von der Umsatzerlöse-Abteilung (ERP-System) abgerufen und mit einem geschätzten Emissionsfaktor multipliziert.
Scope-3-Kategorie 11
Die Umsatzerlöse der Brennstoffe werden von der Verkaufsabteilung (ERP-System) abgerufen und mit dem spezifischen Emissionsfaktor multipliziert. Wenn Brennstoffe als biogene Brennstoffe eingestuft werden, werden die Emissionen als biogenes CO2 angegeben. Wenn Polymere in Anwendungen verwendet werden, bei denen CO2 aus der direkten Verwendung von Kunststoffen entsteht, wird die aus den Umsatzerlösen (ERP-System) abgerufene Menge mit dem anwendbaren Emissionsfaktor multipliziert.
Scope-3-Kategorie 12
Das Unternehmen berechnet Scope-3-Kategorie 12 (Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer) auf der Grundlage des Rezyklat- und biogenen Anteils seiner Produkte. Mit diesem konservativen und transparenten Ansatz, der als „Circular Product Offering Cut-Off“-Methode bekannt ist, ist Borealis nicht auf die Bemühungen anderer Organisationen angewiesen, um Klimaneutralität zu erreichen oder seine Kreislaufwirtschaft voranzutreiben, da das Unternehmen die Last der Wiederverwertung und der Emissionen am Ende der Lebensdauer in seiner eigenen THG-Berechnung übernimmt.
Scope-3-Kategorie 15
Ein großer Teil der Scope-3-Emissionen von Borealis fällt in die Kategorie 15 (Investitionen). Dazu gehört die Beteiligung des Konzerns an Borouge, wodurch 36 % der Scope 1, 2 und 3 Emissionen von Borouge berücksichtigt werden. Die Scope-3-Emissionen von Borouge werden extrapoliert, indem dasselbe Verhältnis von Scope 3 zur Summe der Scopes 1 und 2 wie bei Borealis verwendet wird, wobei Kategorie 15 ausgeschlossen wird. Ein ähnlicher Ansatz wird für die finanzielle Beteiligung von Borealis an Baystar™ in Texas, USA, gewählt.

143
[E1-6.53-54, AR 53]: Offenlegung der THG-Emissionsintensität (Gesamt-THG-Emissionen pro Nettoumsatz)
CO2 Intensität
Scope 1
kg CO2-Äquivalent/EUR
0,204
Scope 1+2 standortbezogen
kg CO2-Äquivalent/EUR
0,315
Scope 1+2 marktbezogen
kg CO2-Äquivalent/EUR
0,313
Scope 1+2 standortbezogen +  Scope 3
kg CO2-Äquivalent/EUR
6,642
Scope 1+2 marktbezogen + Scope 3
kg CO2-Äquivalent/EUR
6,640
[E1-6.AR 55]: Überleitung der zur Berechnung der Treibhausgasintensität verwendeten Nettoeinnahmen zu den entsprechenden Posten oder Anhangangaben in den Jahresabschlüssen:
Nettoeinnahmen, die zur Berechnung der Treibhausgasintensität verwendet werden
7.851.864.000
Nettoeinnahmen (Sonstiges)
0
Nettoeinnahmen insgesamt (in den Jahresabschlüssen)
7.851.864.000
Angabepflicht E1-7 - Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate
[E1-7.60] Borealis hat sich verpflichtet, die CO2-Bilanz des eigenen Betriebs zu reduzieren und für die Scope 1 und 2 bis 2050 oder früher eine Netto-Null-Emission zu erreichen. Borealis wird die THG-Neutralisierung auf 10 % seiner aktuellen Emissionen im Basisjahr begrenzen. Die THG-Neutralisierung wird durch den Kauf hochwertiger THG-Emissionszertifikate oder durch die Erzeugung von THG-Emissionen im eigenen Betrieb von Borealis durch BECCS erreicht.
Angabepflicht E1-8 - Interne CO2-Bepreisung
[E1-8.62] und [E1-8.63a] Borealis verfügt über ein Internes CO2-Bepreisungssystem, das einen Schattenpreis verwendet, um künftige ETS-Preise widerzuspiegeln und den finanziellen Nutzen von Projekten zur Verringerung der im ETS erfassten CO2-Emissionen zu steigern.
[E1-8.63c] Borealis verwendet CO2-Prognosepreise, die von seinem Mehrheitsaktionär festgelegt werden und ein Basisszenario und ein Netto-Null-Szenario beschreiben. Das CO2-Basisszenario stützt sich auf das Announced Pledges Scenario (APS) der IEA und andere externe und Marktanalysen. Die Borealis-Bewertungen werden mit dem Basisszenario durchgeführt.

144
[E1-8.63b] Scope des internen CO2-Bepreisungssystems
Interne CO2-Preise
Arten von internen CO2-Preisen
Einsatzmenge (tCO2-Äquivalent)
Angewandte Preise (€/tCO2-Äquivalent)
Perimeter Beschreibung
CAPEX-Schattenpreis
1,467 Millionen Tonnen
129-162
EU-ETS
[E1-8.63d] Prozentsatz der THG-Emissionen, die durch das interne CO2-Bepreisungssystem abgedeckt sind
CAPEX-Schattenpreis
THG Scope 1
92,00%
[E1-8.AR 65]: Basierend auf den Planungsdaten wird Borealis ab 2028 zusätzliche Emissionszertifikate kaufen müssen. Diese Kosten werden in den Mittelfristplan 2025-2030 aufgenommen und den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für den Wertminderungstest zugewiesen. Darüber hinaus rechnet das Management von Borealis mit höheren Margen ab 2028, um die CO2-bedingten Aufwendungen teilweise zu kompensieren.
ESRS E2 Umweltverschmutzung
In jedem Polyolefin-Produktionsstandort von Borealis fällt Mikroplastik in Form von Kunststoffgranulat an. Mikroplastik kommt auch in Form von Flocken, Pulver, „Engelshaar“ und Staub vor. Mikroplastik ist in der Regel kleiner als 5 mm und neigt dazu, sich in der Umwelt anzusammeln, da es nicht biologisch abbaubar ist. Dadurch wächst die Besorgnis über die möglichen langfristigen negativen Auswirkungen auf Ökosysteme und die menschliche Gesundheit. Der Großteil des produzierten Mikroplastiks verlässt die Produktionsstätten von Borealis als in Primärbehältern verpackte Produkte. Ein Vorfall, bei dem ein Austritt aus diesem Primärbehälter erfolgt (Loss of Primary Containment), kann zur Freisetzung von Mikroplastik in die Umwelt führen.
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Angabepflicht E2-1 - Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung
[E2-1.14a] Borealis hat die Verschmutzung mit Mikroplastik durch unbeabsichtigte Pelletverluste als eine wesentliche Auswirkung identifiziert. Die Gruppe steuert diese Auswirkung durch ihre Responsible-Care-Policy.
Responsible-Care-Policy
Responsible Care ist der Standard der chemischen Industrie für Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagement (HSE). Borealis ist Unterzeichner der Responsible Care Global Charter und hat eine Responsible-Care-Policy eingeführt, die den Konzern dazu verpflichtet, seine Leistungen im Bereich des HSE-Managements kontinuierlich zu überwachen und zu verbessern. Diese Responsible Care Policy enthält die Leitprinzipien für die konzernweite
145
Umsetzung. Borealis hat auch ein Umweltmanagementsystem (EMS) eingeführt, das sich an der Norm ISO 14001 orientiert. Das EMS ist ein integraler Bestandteil der Responsible-Care-Policy von Borealis.
Die Auswirkungen unbeabsichtigter Granulatverluste in den Betrieben des Unternehmens werden speziell durch die Einhaltung des Operation Clean Sweep (OCS)-Standards in den Polyolefin (PO) -Produktionsstandorten gesteuert. OCS ist eine freiwillige Industrieinitiative, die speziell darauf abzielt, den Verlust von Kunststoffgranulat, -flocken oder -pulver in der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette von der Produktion über die Handhabung bis hin zum Transport zu reduzieren und zu verhindern. Zu diesem Zweck verpflichten sich die Teilnehmer zu bewährten Praktiken (Best Practices) beim Umgang mit Kunststoffgranulat und verlangen eine externe Zertifizierung der Einhaltung des Standards. Die Anforderungen des OCS-Standards sind integraler Bestandteil des EMS von Borealis und somit auch der Responsible-Care-Policy.
Die Policy zielt darauf ab, die Emission von Kunststoffpartikeln in die Umwelt so weit wie möglich zu reduzieren. Zu den wichtigsten Inhalten und Zielen der Policy gehören:
Einführung des OCS-Standards an allen PO-Standorten von Borealis;
Externe OCS-Zertifizierung aller PO-Standorte in Europa (Recyclinganlagen sind derzeit vom Zertifizierungsprozess ausgeschlossen);
Umsetzung der folgenden Hierarchie der Granulatverluste als Leitprinzip zur Vermeidung von Granulataustritten in die Umwelt:
oKein Austritt von Granulat aus den Primärbehältern;
oMinderung der Auswirkungen im Falle eines Granulataustritts; und
oReinigung von verschüttetem Material, um nicht mehr zu korrigierende Austritte von Granulat in die Umwelt zu verhindern;
Umsetzung der sechs wichtigsten OCS-Anforderungen an jedem PO-Standort. Diese sind:
oVerbesserung der Arbeitsbereiche zur Verhinderung und Bekämpfung von Granulatverlust;
oErstellung und Publikation interner Verfahren, um den Granulatverlust auf null zu reduzieren;
oSchulung der Mitarbeiter und Übernahme der Verantwortung für die Vermeidung, Eindämmung, Reinigung und Entsorgung von Leckagen;
oRegelmäßige Überprüfung der Leistung;
oEinhaltung aller geltenden lokalen und nationalen Vorschriften zum Granulatrückhalt; und
oErmutigung der Partner, dieselben Ziele zu verfolgen.
[E2-1.14d] Die Richtlinie ist auf die in Abschnitt [E2-1.14a] beschriebenen Standards für Dritte abgestimmt. [E2-1.14b] Sie gilt für alle Borealis-Einheiten und verbundenen Unternehmen, die Polyolefine verarbeiten, handhaben oder verwalten (PO-Standorte). Neu erworbene Unternehmen folgen einem detaillierten Implementierungsplan, der Responsible Care und die Umsetzung des OCS-Standards beinhaltet. [E2-1.14c] Der Chief Executive Officer (CEO) ist für die Policy verantwortlich und somit für die Umsetzung der Policy und des OCS-Standards an allen PO-Standorten zuständig.
Borealis verfügt derzeit über keine Richtlinie zum Umgang mit wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzungen in der vorgelagerten
146
Wertschöpfungskette. Diese Thematik wird jedoch in der HSSE-Richtlinie und dem Umweltmanagementstandard der OMV Gruppe berücksichtigt, die die Verpflichtung zur Minimierung der Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung beinhalten.
[E2-1.14e] Bei der Festlegung seiner Responsible Care Policy hat Borealis die Interessen der wichtigsten Stakeholder in Form von Eigentümern (durch Anhörung des Aufsichtsrats) und Mitarbeitern (durch Anhörung des Betriebsrats) berücksichtigt.
Der OCS-Standard wird von einem Lenkungsausschuss verwaltet, der sich aus der Europäischen Kommission, Vertretern der EU-Mitgliedstaaten und Nichtregierungsorganisationen zusammensetzt und somit deren Interessen und Ansichten berücksichtigt.
[E2-1.14f] Bei Borealis ist der OCS-Standard in das konzernweite Managementsystem integriert und wird in die lokalen Sprachen und lokale Kontexte übersetzt, so dass er für jeden Mitarbeiter zugänglich und verständlich ist. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig darin geschult, wie sie den Anforderungen gerecht werden und granulatverlustfrei arbeiten können.
Die Policy ist für externe Stakeholder nicht zugänglich.
[E2-1.15a] Die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden durch unbeabsichtigte Pelletverluste wird durch die Responsible-Care-Policy des Konzerns und die Übernahme des OCS-Standards abgedeckt. Darüber hinaus werden alle Umweltthemen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von Borealis im Umweltmanagementsystem des Konzerns behandelt, das mit der Responsible-Care-Policy in Einklang steht.
Das Verwaltungssystem von Borealis besteht aus fünf Ebenen. Die erste Ebene, „Policy" genannt, gibt den Rahmen für den jeweiligen Bereich vor. Die Bereiche Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie Produktverantwortung werden allesamt in der Responsible-Care-Policy adressiert. Ebene 2 des Managementsystems enthält Managementhandbücher, Ebene 3 beschreibt Prozesse und Ebene 4 enthält detaillierte Anweisungen. Ebene 5 umfasst Sitzungsprotokolle.
[E2-1.15c] Das Risiko von Zwischenfällen und Notfallsituationen im Zusammenhang mit der unbeabsichtigten Freisetzung von Kunststoffgranulat wird durch die Umsetzung der sechs wichtigsten OCS-Anforderungen an jedem PO-Standort kontrolliert und gemindert, wie in der Betriebsanweisung der Gruppe zur Umsetzung des OCS-Standards dargelegt. Siehe [E2-1.14a] für weitere Informationen zu den sechs Hauptanforderungen.
Jeder Standort muss außerdem einen Risikomanagementplan aufstellen und ihn jährlich überprüfen. Der Plan umfasst Protokolle und Verfahren zur Verhinderung und Bekämpfung von Freisetzungen, zum Beispiel:
Vorbeugende Maßnahmen, wie z. B. vorbeugende Wartung und doppelte Versiegelung;
Rückhaltemaßnahmen, wie Auffangwannen und -gehäuse, und
Reinigungs- bzw. Reaktionsmaßnahmen, einschließlich Staubsauger und Kehrmaschinen.
In diesem Plan sind auch die Zuständigkeiten, Maßnahmen, Zeitrahmen und die Dokumentation für den Fall festgelegt, dass Granulat außerhalb des vorgesehenen Primärbehälters gefunden wird. Dementsprechend ist folgendes eindeutig definiert:
Wer ist verantwortlich;
Wer kümmert sich wie um die Säuberungsarbeiten; und
147
Wer innerhalb von Borealis und extern, z. B. bei den Behörden, Bericht erstattet und die jeweilige Angelegenheit nachverfolgt.
Angabepflicht E2-2 - Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung
[E2-2.18a], [E2-2.AR 15] Eines der Hauptziele der Responsible-Care-Policy besteht darin, dass alle PO-Standorte den Operation-Clean-Sweep-Standard erfüllen müssen, und alle PO-Standorte in Europa OCS-zertifiziert sind, mit Ausnahme der Recyclinganlagen. Da alle Standorte, die den OCS-Standard einhalten, die sechs Hauptanforderungen umsetzen müssen, wurden die folgenden Hauptmaßnahmen ergriffen oder sind geplant:
Borealis Antwerpen N.V. - Belgien
oMaßnahme 1: Offene Maßnahmen aus dem internen OCS-Audit abschließen, um das externe OCS-Zertifizierungsaudit zu bestehen
oMaßnahme 2: Kauf eines Laubsaugers
Borealis Polymers N.V.- Belgien
oMaßnahme 1: Offene Maßnahmen aus dem internen OCS-Audit abschließen, um das externe OCS-Zertifizierungsaudit zu bestehen
oMaßnahme 2: Installation von Bodenschwellen als zusätzliche Maßnahme zum Abschütteln von Granulat, bevor die jeweiligen LKWs das Standortgelände verlassen
Borealis Polymere GmbH - Deutschland
oMaßnahme 1: Offene Maßnahmen aus dem internen OCS-Audit abschließen, um das externe OCS-Zertifizierungsaudit zu bestehen
oMaßnahme 2: Verbesserungen an den Skimmergruben T-6770 und T-6001
Borealis Plastomers B.V. -Niederlande
oMaßnahme 1: Offene Maßnahmen aus dem internen OCS-Audit abschließen, um das externe OCS-Zertifizierungsaudit zu bestehen
oMaßnahme 2: Installation zusätzlicher Filter zur Vermeidung von Granulataustritten in die Kanalisation
Borealis Brasil S.A. - Brasilien
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: Änderung des Überlaufrohrs in TK-1109
Borealis Kallo N.V. - Belgien
oMaßnahme 1: Offene Maßnahmen aus dem internen OCS-Audit abschließen, um das externe OCS-Zertifizierungsaudit zu bestehen
oMaßnahme 2: Einbau von Sieben in Gräben
Borealis Polyolefine GmbH -(Linz) Österreich
oMaßnahme 1: Offene Maßnahmen aus dem internen OCS-Audit abschließen, um das externe OCS-Zertifizierungsaudit zu bestehen
oMaßnahme 2: Entwicklung, Herstellung und Einsatz von Sieben in Kehrmaschinen, um Granulat besser von anderen Abfallfraktionen zu trennen (22 Stück)
Borealis Italia S.p.A. - Italien
oMaßnahme 1: Offene Maßnahmen aus dem internen OCS-Audit abschließen, um das externe OCS-Zertifizierungsaudit zu bestehen
oMaßnahme 2: Umrüstung einer Verpackungslinie für Beutel und Oktabinen
Borealis Compounds Inc - Vereinigte Staaten
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oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: Kauf von Kehrmaschinen zur Verbesserung der internen Reinigung
Borealis Polymers Oy Porvoo - Finnland
oMaßnahme 1: Offene Aktionen des internen OCS abschließen, Audit zum Bestehen des externen OCS-Zertifizierungsaudits
oMaßnahme 2: Änderungen an den Granulat-Transferstraßen in PE2, um den Umgang mit offenen Behältern zu vermeiden
Borealis Polyolefine GmbH -(Schwechat) Österreich
oMaßnahme 1: Offene Maßnahmen aus dem internen OCS-Audit abschließen, um das externe OCS-Zertifizierungsaudit zu bestehen
oMaßnahme 2: Einführung der zuvor entwickelten Waschwagen mit eingebauten Filtersäcken für die Siloanlage A120
Borealis AB - Schweden
oMaßnahme 1: Offene Maßnahmen aus dem internen OCS-Audit abschließen, um das externe OCS-Zertifizierungsaudit zu bestehen
oMaßnahme 2: Definition und Umsetzung eines neuen Stutzendesigns, um die Befüllung der Lieferwagenboxen zu verbessern
Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH - Österreich
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: Durchführung von Housekeeping-Touren
mtm compact GmbH - Deutschland
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: Entwicklung und Einführung neuer OCS-Unterrichts- und Schulungspakete
mtm plastics GmbH - Deutschland
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: Entwicklung und Einführung neuer OCS-Unterrichts- und Schulungspakete
Neu erworbene Standorte wie Rialti, Integra, Renasci und DYM Solution sind Teil des OCS Integrationsplans und folgen einem risikobasierten Ansatz.
Rialti S.p.A. - Italien
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: Meilensteinplan für OCS wurde entwickelt und in Gang gesetzt
DYM Solution Co., LTD - Südkorea
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: Erste Bewertung anhand interner Anforderungen abgeschlossen
Renasci N.V. - Belgien
oOCS ist im Plan für das nächste Jahr enthalten
Integra Plastics EAD - Bulgarien
oOCS ist im Plan für das nächste Jahr enthalten
[E2-2.18b] Die wichtigsten Maßnahmen konzentrieren sich auf die eigenen Aktivitäten von Borealis an seinen weltweiten Polyolefin-Produktionsstandorten, wo das Unternehmen die operative Kontrolle hat. [E2-2.AR 13] Es gibt keine Mikroplastik-Emissionen, die den eigenen Aktivitäten von Borealis vorgelagert sind. Borealis hat daher keine Maßnahmen in Bezug auf die
149
Verschmutzung in der vorgelagerten Wertschöpfungskette ergriffen, abgesehen von der Durchführung regelmäßiger Lieferantenbeurteilungen und -bewertungen durch externe Anbieter, die umweltbezogene Kriterien abdecken. Keine der Maßnahmen von Borealis in Bezug auf Mikroplastik erstreckt sich auf die nachgelagerte Wertschöpfungskette.
[E2-2.19b] Das OCS-Programm zielt auf Vorbeugung ab, und alle Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, das Austreten von Kunststoffgranulat in die Umwelt zu vermeiden. Allerdings ist es bisher nicht gelungen, den Verlust von Granulat auf null zu reduzieren, weshalb alle OCS-Aktivitäten in die Kategorie „Verschmutzung reduzieren“ fallen.
[E2-2.18c] Die Zeithorizonte für die Durchführung der wichtigsten Maßnahmen lauten wie folgt:
Borealis Antwerpen N.V. - Belgien
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 06.12.2023
oMaßnahme 2: fällig bis 31.05.2024, abgeschlossen am 17.04.2024
Borealis Polymers N.V. - Belgien
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 22.11.2024
oMaßnahme 2: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 29.11.2024
Borealis Polymers GmbH - Deutschland
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 25.10.2024
oMaßnahme 2: fällig bis 31.08.2024, abgeschlossen am 15.09.2024
Borealis Plastomers B.V. -Niederlande
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024, verschoben auf 05.03.2025
oMaßnahme 2: fällig bis 30.09.2024, abgeschlossen am 06.12.2024
Borealis Brasil S.A. - Brasilien
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: fällig bis 30.09.2024, abgeschlossen am 25.09.2024
Borealis Kallo N.V. - Belgien
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024 abgeschlossen am 04.12.2023
oMaßnahme 2: fällig bis 15.12.2024, abgeschlossen am 20.11.2024
Borealis Polyolefine GmbH - (Linz) Österreich
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024 abgeschlossen am 02.07.2024
oMaßnahme 2: fällig bis 30.06.2024, abgeschlossen am 16.04.2024
Borealis Italia S.p.A. - Italien
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 25.11.2024
oMaßnahme 2: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 16.12.2024
Borealis Compounds Inc - Vereinigte Staaten
oAktion 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: fällig bis 31.03.2024, abgeschlossen am 10.01.2024
Borealis Polymers Oy - Finnland
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 10.09.2024
oMaßnahme 2: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 25.11.2024
Borealis Polyolefine GmbH - (Schwechat) Österreich
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 25.10.2024
oMaßnahme 2: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 13.12.2024
Borealis AB - Schweden
oMaßnahme 1: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 08.04.2024
oMaßnahme 2: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 20.12.2024
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Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH - Österreich
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: fällig bis 31.10.2024, abgeschlossen am 29.10.2024
mtm compact GmbH - Deutschland
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 25.10.2024
mtm plastics GmbH - Deutschland
oMaßnahme 1: nicht anwendbar
oMaßnahme 2: fällig bis 31.12.2024, abgeschlossen am 25.10.2024
[ESRS 2 MDR-A 69a] Bei allen Maßnahmen für OCS im Jahr 2024 handelte es sich entweder um kleine Investitionen oder um Maßnahmen ohne Kosten. Daher hat keine der Maßnahmen, weder einzeln noch kumuliert, den Schwellenwert von 2,5 Mio. EUR überschritten.
Kennzahlen und Ziele Angabepflichten aus ESRS E2
[ESRS 2 MDR-M75]: Die Kennzahl „Anzahl der Freisetzungen“ bezieht sich auf die identifizierte wesentliche Auswirkung: Unbeabsichtigter Verlust von Granulat im Rahmen der Betriebsabläufe von Borealis. Weitere Informationen in Kapitel [ESRS 2-SBM-3.48a]
Kennzahl
Einheit
Definition
Methodik
Anzahl
der Frei-
setzungen
Zahl
Die Anzahl der Vorfälle mit freigesetztem Granulat, d. h. ein Vorfall, der zu einer unbeabsichtigten oder ungeplanten Freisetzung von mehr als 0,5 kg Granulat aus dem primären Rückhaltesystem oder dem Rückgewinnungssystem in die Umwelt außerhalb des Zauns führt.
Die Kennzahl wird von geschultem Personal vor Ort bei der Untersuchung eines Vorfalls oder bei regelmäßigen Betriebsinspektionen gemessen. Sie wird in einem Tool zur Untersuchung von Zwischenfällen (Synergi Life) verfolgt und über ein KPI-Blatt nachverfolgt. Das Gewicht des Schadens wird in erster Linie durch Schätzung ermittelt. In einigen Fällen können genauere Gewichtsangaben verfügbar sein (z. B. beim Wiegen des Inhalts von Kehrmaschinen).
[ESRS 2 MDR-M77b] Für alle europäischen PO-Standorte, mit Ausnahme von Recyclinganlagen, werden die Kennzahlen während des Zertifizierungsprozesses von einem externen Prüfer validiert.
Angabepflicht E2-3 - Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung
[E2-3.22a]
Ziel 1: Externe Zertifizierung aller europäischen PO-Standorte (außer Recyclinganlagen) nach dem OCS-Zertifizierungssystem
Diese Zielvorgabe bezieht sich auf das Ziel der Policy, die Freisetzung von Granulat aus Primärbehältern auf null zu reduzieren.
Ziel 2: Die Gesamtzahl der Freisetzungen von Granulat in die Umwelt beträgt nicht mehr als 1 pro PO-Standort und Jahr
Dieses Ziel bezieht sich auf das Ziel der Policy, die Auswirkungen von Granulatverlusten zu mindern.
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Beide Ziele stehen im Zusammenhang mit dem Hauptziel von Borealis, die Emission von Kunststoffpartikeln in die Umwelt so weit wie möglich zu reduzieren.
Borealis hat keine umweltbezogenen Ziele für die vorgelagerte Wertschöpfungskette festgelegt.
[E2-3.22b-e]
Ziel 1: Die Zielvorgabe gilt für alle Polyolefin-Produktionsstandorte von Borealis (mit Ausnahme der Recyclinganlagen) in Europa und umfasst alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Verarbeitung und Handhabung von Kunststoffgranulat. Dieses Ziel gilt also nicht für unsere Standorte außerhalb Europas und die Recyclinganlagen.
Die Anzahl der ausgestellten OCS-Zertifikate wird als Messwert verwendet. Der Ausgangswert für Ziel 1 ist das Ergebnis für 2024: 9.
Ziel 2: Die Zielvorgabe gilt für alle Polyolefin-Produktionsstandorte von Borealis auf der ganzen Welt und umfasst alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Verarbeitung und Handhabung von Kunststoffgranulat. Alle Vorfälle werden in Borealis' internem Berichtstool Synergi Life verfolgt.
Die Anzahl der Synergi-Fälle pro Jahr und Standort wird verwendet, um die Leistung in Bezug auf das Ziel zu messen. Der Basiswert für Ziel 2 ist das Ergebnis für 2024: 7.
Beide Ziele gelten seit 2024, dem Basisjahr.
[E2-3.22f] Die zur Festlegung der Ziele verwendeten Methoden und Annahmen werden im Folgenden beschrieben. Beide Ziele wurden von einem Lenkungsausschuss aus leitenden Angestellten von Borealis bewertet und finalisiert und schließlich vom höchsten Managementgremium für den Betrieb genehmigt und in Kraft gesetzt.
Ziel 1: Die Datenerhebung für diese Zielvorgabe basiert auf der Anzahl der von externen Zertifizierungsstellen ausgestellten OCS-Zertifikate.
Ziel 2: Die Datenerhebung für diese Zielvorgabe basiert auf offensichtlichen Verstößen gegen die standortspezifischen OCS-Verfahren, die bei Inspektionen außerhalb des Standorts durch lokale OCS-Teams beobachtet und dokumentiert wurden, sowie auf den Beobachtungen des gesamten Standortpersonals, der Auftragnehmer und der Nachbarn.
[E2-3.22i] Da die Ziele im Jahr 2024 festgelegt wurden, hat Borealis seine Ziele, Kennzahlen oder Methoden nicht geändert. Der Konzern überprüft regelmäßig seine Methoden auf Genauigkeit und Anpassung an sich entwickelnde wissenschaftliche und regulatorische Standards.
[E2-3.22g] Die Ziele für die Minimierung von Granulataustritten aus Primärbehältern und des Austritts von Granulat in die Umwelt im Rahmen der eigenen Betriebsabläufe von Borealis beruhen nicht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Stattdessen wurden sie durch ein internes Benchmarking-Verfahren festgelegt, bei dem die Best Practices der Branche und erreichbare Werte auf der Grundlage bestehender Technologien und betrieblicher Verbesserungen berücksichtigt wurden. [E2-3.22h] Es waren keine Stakeholder direkt in den Zielsetzungsprozess eingebunden.
[E2-3.22j] Die Leistung der Gruppe in Bezug auf ihre Ziele wird im Folgenden dargelegt. Borealis überwacht die Leistung durch vierteljährliche Treffen der lokalen OCS-Teams vor Ort. Die Gruppe überprüft ihre Ziele jährlich im Rahmen ihrer Managementbewertungen als Teil des
152
integrierten Umweltmanagementsystems und nimmt Anpassungen auf der Grundlage von Leistungstrends und betrieblichen Entwicklungen vor.
Bis zum Jahr 2024 haben die folgenden PO-Standorte ihre Ziele erreicht:
PO-Standort
Ziel 1: Externe OCS-Zertifizierung
Ziel2: Anzahl der Freisetzungen
Borealis Antwerpen N.V.
abgeschlossen
0
Borealis Polymers N.V.
abgeschlossen
1
Borealis Polymers GmbH
abgeschlossen
0
Borealis Kallo N.V.
abgeschlossen
0
Borealis Plastomers B.V.
verschoben
0
Borealis Brasil S.A.
k.A.
0
Borealis Polymers Oy
abgeschlossen
1
Borealis Italia S.p.A.
abgeschlossen
0
Borealis Polyolefine GmbH (Linz)
abgeschlossen
0
Borealis Polyolefine GmbH (Schwechat)
abgeschlossen
0
Borealis AB
abgeschlossen
2
Borealis Compounds Inc. (Port Murray & Taylorsville)
k.A.
2
Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH
k.A.
0
mtm plastics GmbH
k.A.
1
Ziel 1 wurde nicht erreicht, da ein Standort nicht im Jahr 2024 zertifiziert werden konnte, sondern die Zertifizierung auf Anfang 2025 verschoben werden musste. Ziel 2 wurde ebenfalls nicht erreicht, ein Standort zwei Freisetzungen hatte.
[E2-3.23a-c] Keines der beiden Ziele bezieht sich auf Luftschadstoffe und die jeweiligen spezifischen Belastungen, und Ziel 1 gilt nicht für Emissionen in Gewässer und die jeweiligen spezifischen Belastungen oder die Verschmutzung des Bodens und die jeweiligen spezifischen Belastungen.
Ziel 2 bezieht sich sowohl auf die Emissionen in Gewässer und die entsprechenden spezifischen Belastungen als auch auf die Verschmutzung des Bodens und die entsprechenden spezifischen Belastungen, da es darauf abzielt, die Freisetzung von Kunststoffgranulat in die Umwelt zu verringern. Mikroplastik neigt aufgrund seiner mangelnden biologischen Abbaubarkeit dazu, sich in Umweltkompartimenten, einschließlich Wasser und Boden, anzusammeln.
[E2-3.25] Alle Ziele im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung sind freiwillig.
Angabepflicht E2-4 - Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung
[E2-4.28b] Im Jahr 2024 erzeugte oder emittierte Borealis an seinen PO-Standorten die folgenden Mengen an Mikroplastik:
Mikroplastik in Form von produziertem Kunststoffgranulat: 4.024.286,9 Tonnen
Mikroplastik, das als nicht rückgewonnenes Granulat freigesetzt wird: 0,018 Tonnen
[E2-4.30a] Borealis begann mit der spezifischen Untersuchung und Datenerfassung von unbeabsichtigten Granulatfreisetzungen im Jahr 2024, mit der Einführung des OCS-Standards
153
an allen PO-Standorten. Dem Unternehmen liegen daher noch keine Daten zu Veränderungen vor, die über einen bestimmten Zeitraum erfolgt sind.
[E2-4.AR 20] Der Polyolefin-Produktionsprozess ist darauf ausgelegt, Mikroplastik in Form von Granulat zu erzeugen, um die Weiterverarbeitung des Granulats für Anwendungen wie Wasserrohre, Kabelisolierung, Produkte für die Gesundheitsfürsorge etc. zu ermöglichen. Daher fällt die gesamte Polyolefinproduktion von Borealis unter die Kategorie „erzeugtes Mikroplastik“. Der Produktionsausstoß jedes unserer Extruder (Polyolefin-Neuware, Compoundier- und Recyclinganlage) wird gemessen und in unserem Umwelt- und Energiedatenmanagementsystem erfasst.
Unbeabsichtigte Freisetzungen von Mikroplastik (Granulat, Flocken, Pulver oder Staub) werden in unserem internen Zwischenfallmanagement-Tool Synergi Life dokumentiert und nachverfolgt. Alle Vorfalluntersuchungen und Präventivmaßnahmen werden in diesem Tool nachverfolgt. Eine Schätzung oder idealerweise eine genau gewogene Menge des freigesetzten Mikroplastiks ist obligatorisch. Die Menge an Mikroplastik, die in die Umwelt gelangt ist, wird bei jedem in Synergi Life pro Standort gemeldeten Fall als Messwert verwendet.
[E2-4.30b, c] Die Gesamtmasse des erzeugten Mikroplastiks entspricht dem Produktionsausstoß jedes Extruders der Gruppe (Polyolefin-Neuware, Compoundier- und Recyclinganlage), der im Umwelt- und Energiedatenmanagementsystem gemessen und ausgewiesen wird.
Die Gesamtmasse des nicht wiedergewonnenen Mikroplastiks, das aus einer signifikanten Verschüttung von Granulat (wie in Abschnitt [ESRS 2 MDR-M77a] definiert) stammt, wird in erster Linie von geschultem Personal vor Ort durch Schätzung bei Routinekontrollen gemessen.
Die geschätzte Gesamtmasse des nicht wiedergewonnenen Mikroplastiks pro Freisetzungsfall wird nach einer gründlichen Ursachenforschung ermittelt, die erforderlich ist, wenn es erhebliche Hinweise auf eine Verschüttung von Granulat gibt. In einigen Fällen kann die Untersuchung eine genauere Gewichtsschätzung ergeben. Diese Messmethode entspricht den Anforderungen des OCS Europe-Zertifizierungssystems.
Die Schätzung basiert in erster Linie auf der Differenz zwischen der aufgenommenen und gewogenen verschütteten Menge und der Quelle der Freisetzung. Die schnelle Reaktionszeit unserer Mitarbeiter begrenzt das Ausmaß des Lecks und ermöglicht meist eine vollständige Bergung.
[E2-4.31] Derzeit gibt es keine standardisierten, wissenschaftlich anerkannten Methoden oder Instrumente zur direkten Messung und Quantifizierung der Mengen an nicht wiedergewonnenem Granulat, das bei den eigenen Betriebsabläufen von Borealis verschüttet wird. Die Quantifizierung basiert daher auf Schätzungen, die auf einer umfassenden Ursachenforschung beruhen.
Eine standardisierte Methode zur Messung und Quantifizierung von kanalisierten und diffusen Mikroplastikemissionen wurde im Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Vermeidung von Kunststoffgranulataustritten zur Verringerung der Verschmutzung durch Mikroplastik 2023/073 (COD) und in der Verordnung (EU) 2023/2055 der Kommission zur Änderung von Anhang XVII der Verordnung (EG) 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates (REACH) über Mikropartikel aus synthetischen Polymeren
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vorgeschlagen. Sobald diese Methodik festgelegt ist, wird Borealis sie so bald wie möglich übernehmen.
ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Eine Kreislaufwirtschaft entkoppelt Wirtschaftswachstum und Ressourcenknappheit und reduziert gleichzeitig die Abfälle, die in die Umwelt gelangen. Die Kreislaufwirtschaft wird auch dazu beitragen, den Klimawandel zu begrenzen, da sie die Treibhausgasemissionen durch die Verwendung von mechanischem und chemischem Recycling anstelle von Verbrennung und von nachwachsenden Rohstoffen anstelle von neuen Rohstoffen reduziert.  
Borealis hat sich zum Ziel gesetzt, den Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft anzuführen, und arbeitet intensiv daran, eine Alternative zur linearen Wirtschaft in allen Marktsektoren des Unternehmens zu bieten.
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Angabepflicht E5-1 - Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
[ESRS 2.62] Borealis hat noch kein formelles Konzept zur Ressourcennutzung und zur Kreislaufwirtschaft verabschiedet. Da die doppelte Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Analysis, DMA) zur ersten Mal durchgeführt wurde, sind viele der Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, Opportunities, IROs) neu und daher wird die Gruppe die entsprechende Konzepte entwickeln. Das Unternehmen beabsichtigt, bis 2025 ein Konzept zu entwickeln, die mit seinen Aktivitäten und Zielen im Bereich der Kreislaufwirtschaft verknüpft sein wird. Diese konzentrieren sich auf die Reduzierung des Verbrauchs fossiler Ressourcen und die Entwicklung von Initiativen zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft für Polymere.
Borealis verfolgt eine Strategie der Kreislaufwirtschaft, die darauf abzielt, fossile Ressourcen schrittweise durch erneuerbare oder recycelte Ressourcen zu ersetzen. Aus dieser Strategie hat das Unternehmen seine KPIs für die Kreislaufwirtschaft im Jahr 2022 abgeleitet. Das Unternehmen verfügt auch über ein Verfahren, das die Organisationsstruktur und die Governance des Bereichs für „Circular Economy Solutions“ beschreibt.
Angabepflicht E5-2 - Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
[E5-2.19a] Zu den wichtigsten Maßnahmen des Unternehmens im Berichtszeitraum gehörten:
Übernahme des mechanischen Recyclers Integra Plastics in Bulgarien, wodurch die Produktionskapazität von Borealis im Bereich des mechanischen Recyclings weiter erhöht wird.
Durchführung groß angelegter Recycling-Tests für sortiere Rohstoffe aus der Initiative für digitale Wasserzeichen „Holy Grail 2.0“ (siehe [E5-2.19e]); und
Durchführung der ersten kommerziellen Lieferung von e-Naphtha aus der Anlage von Infinium, dem Marktführer im Bereich eFuels in den USA, nach Porvoo (Finnland) zur Herstellung von Kunststoffen mit geringem CO2-Fußabdruck, die aus Kohlendioxidabfällen gewonnen werden.
Das Unternehmen setzte im Berichtszeitraum auch die folgenden Maßnahmen fort, die Teil der für künftige Zeiträume geplanten Maßnahmen sind:
155
Konzentration auf den kommerziellen Hochlauf des Kreislaufportfolios von Borealis und weitere Investitionen in mechanische und chemische Produktionskapazitäten, um den Zielen des Unternehmens für 2025 und 2030 näher zu kommen;
Weitere Unterstützung der Technologieentwicklung für bessere Sortier- und Recyclinglösungen und Erforschung alternativer Geschäftsmodelle, wie z. B. Kreislaufsysteme, um die Recyclingqualität zu verbessern und den Einsatz fossiler Ressourcen zu verringern; und
Aufbau von Partnerschaften und langfristigen Beschaffungsvereinbarungen für Drittabnehmer, um eine ausreichende Menge an kreislauffähigen Rohstoffen zu sichern und so die gesetzten Ziele zu erreichen.
[E5-2.19b] Der Umfang der wichtigsten Maßnahmen von Borealis ist wie folgt:
Vorgelagerte Aktivitäten: Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) und mit Lieferanten von Rohstoffen für das mechanische und chemische Recycling sowie mit Lieferanten von nachwachsenden Rohstoffen.
Nachgelagerte Aktivitäten: Das Unternehmen arbeitet an der Entwicklung von Produkten und Anwendungen auf der Grundlage von Rezyklaten und erneuerbaren Energien sowie an Wertvorschlägen für neue Geschäftsmodelle.
Geografische Gebiete: Borealis konzentriert sich auf Regionen in Europa, die in der Nähe seiner bestehenden Polymer- und Recyclinganlagen liegen und in denen das Unternehmen Synergien mit seinem derzeitigen Absatzmarkt optimieren kann. Das Unternehmen beginnt auch mit der Sondierung von Möglichkeiten in Nord- und Südamerika und unterstützt weiterhin sein Joint Venture Borouge in Asien.
[E5-2.19c] Die wichtigsten Maßnahmen von Borealis befinden sich alle noch in der Umsetzung. Der Konzern wird versuchen, seine vorgelagerten Rohstoffbeschaffungsaktivitäten an die zukünftige Erhöhung seiner Recyclingkapazität anzupassen. Im Bereich der nachgelagerten Aktivitäten hat Borealis mit der Erprobung und Bewertung neuer Geschäftsmodelle im Jahr 2024 begonnen. Geografisch gesehen waren die Maßnahmen des Unternehmens in Europa im Jahr 2024 im Gange und werden im Jahr 2025 fortgesetzt, während sich die Aktivitäten in Nord- und Südamerika noch in der Sondierungsphase befinden.
[E5-2.19e] Borealis hat seine Kreislaufkapazitäten im Jahr 2024 durch den Erwerb des mechanischen Recyclers Integra Plastics in Bulgarien erhöht, wodurch die Produktionskapazität um mehr als 20 Kilotonnen/Jahr steigt. Der Konzern weitete außerdem seine Zusammenarbeit mit Tomra und OMV aus, um eine Sortieranlage für Kunststoffabfälle in Deutschland zu errichten. Im Rahmen der Entwicklungsinitiative „Holy Grail 2.0“ zur verbesserten Sortierung mittels digitaler Wasserzeichen führte Borealis in seiner Demonstrationsanlage in Lahnstein, Deutschland, groß angelegte Versuche durch. Diese Versuche haben gezeigt, dass die verbesserte Sortierung mittels digitaler Wasserzeichen eine sehr effiziente Methode zur Sortierung hochwertiger recycelter Polyolefine ist.
Borealis hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine bestimmte Information, die sich auf geistiges Eigentum, Know-how oder die Ergebnisse von Innovationen bezieht, nicht anzugeben [ESRS 1 Abschnitt 7.7], und zwar die Informationen über Art und Umfang der gegenwärtig und zukünftig zugewiesenen Mittel im Zusammenhang mit Kreislaufwirtschaft [E5-2], [ESRS 2 MDR-A.69a], [ESRS 2 MDR-A.69b], [ESRS 2 MDR-A.69c].
156
[E5-2.AR 12a] Borealis trägt durch seine Kunststoffrecyclingverfahren zur Kreislaufwirtschaft bei. Dazu gehören fünf mechanische Recyclingbetriebe und ein chemisches Recyclingunternehmen, das Pyrolyseöl herstellt. Das Unternehmen ist bereit, Pyrolyseöl in seinen österreichischen, deutschen und finnischen Polymerstandorten zu verwenden. Darüber hinaus setzt Borealis an seinen Standorten in Finnland, Schweden, Belgien und Österreich nachwachsende Rohstoffe ein.
[E5-2.AR 11] und [E5-2.AR 12b] Borealis arbeitet mit einer Vielzahl anderer Interessengruppen zusammen, die an kollektiven Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft beteiligt sind. So hat das Unternehmen beispielsweise das Joint Venture Recelerate mit dem EPR-System Reclay gegründet, um die Menge der recycelten Leichtverpackungsabfälle deutlich zu erhöhen. Borealis hat auch Kooperationen mit Tomra und anderen Abfallwirtschafts- und Rohstofflieferanten aufgebaut, die Rohstoffe für die Recyclingaktivitäten des Unternehmens liefern. Darüber hinaus spielt Borealis eine zentrale Rolle in der finnischen Kreislaufwirtschaftsinitiative SPIRIT, die von Business Finland finanziert und vom Knowledge Provider VTT koordiniert wird. Dabei handelt es sich um ein gemeinschaftliches Forschungs- und Entwicklungsprogramm, das den Wandel der Kunststoffindustrie in Finnland vorantreibt.
Zu den weiteren Akteuren, die an Partnerschaften und Kooperationen beteiligt sind, gehören Alba, Neste, viele Markeninhaber, Automobilhersteller, Verarbeiter und Infrastrukturunternehmen sowie die Zertifizierungsstellen ISCC PLUS und EuCert.
Kennzahlen und Ziele Angabepflichten aus ESRS E5
[ESRS 2 MDR-M75] Borealis verwendet die folgenden Metriken, um die Leistung des Unternehmens im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft zu bewerten:
Die Gesamtkapazität des Unternehmens für Kreislauflösungen in Kilotonnen/Jahr;
Die gesamten verarbeiteten, kreislauffähigen Rohstoffe in Kilotonnen/Jahr;
Gesamtgewicht der während des Berichtszeitraums verwendeten Produkte und technischen und biologischen Materialien;
Der Prozentsatz der biologischen Materialien, die zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen von Borealis verwendet werden; und
Das absolute Gewicht und der prozentuale Anteil sekundärer wiederverwendeter oder recycelter Komponenten, sekundärer Zwischenprodukte und sekundärer Materialien, die Borealis zur Herstellung der Unternehmensprodukte und -dienstleistungen (einschließlich Verpackung) verwendet.
[ESRS 2 MDR-M77a] Die Methoden zur Berechnung der Kennzahlen des Konzerns lauten wie folgt:
Ermittelte Gesamtkapazität für Kreislauflösungen: Dies ist die Fähigkeit des Unternehmens, Polymere (z. B. Polyolefine) und Chemikalien (z. B. Olefine) auf der Grundlage ihres Recyclinganteils und/oder ihrer Verwendung von biobasierten/nachwachsenden Rohstoffen für Kreislauflösungen zu liefern.
Gesamte verarbeitete, kreislauffähige Rohstoffe: Dies ist der Gesamtinput an Rohstoffen für die mechanischen und chemischen Verwertungsverfahren des Konzerns, zuzüglich der Menge der verwendeten nachwachsenden Rohstoffe.

157
Die wichtigsten Annahmen, die diesen Kennzahlen zugrunde liegen, sind:
Für eigenes mechanisches und chemisches Recycling von Borealis wird bei der Berechnung die Nennkapazität der Betriebe zugrunde gelegt. Für zugekaufte Rezyklate und erneuerbare Energien werden die vertraglich vereinbarten Mengen pro Jahr verwendet.
Bei der Verarbeitung von Kreislaufmaterial erfassen die Recyclingbetriebe des Unternehmens die Mengen der eingesetzten Rohstoffe. Für zugekaufte Rezyklate und nachwachsende Rohstoffe sammelt das Unternehmen die Informationen von den Lieferanten.
Die Ertragsfaktoren werden jährlich gemessen und bei Bedarf angepasst, z. B. wenn sich der Rohstoffstrom von dem im Vorjahr verwendeten unterscheidet.
[ESRS 2 MDR-M77b] Borealis verwendet die an Recyclass gemeldeten Daten für seine werkstofflichen Verwertungsanlagen, und ISCC PLUS zertifiziert die CoC für andere Inputs. Es gibt keine externe Validierung des internen Datenerfassungsprozesses des Unternehmens.
Angabepflicht E5-3 - Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
[E5-3.23a], [E5-3.23b] und [E5-3.23e] Vor dem Hintergrund des Ziels des Konzernziels, den Verbrauch fossiler Ressourcen zu verringern und Initiativen zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft für Polymere zu entwickeln, hat dieser sich das strategische Ziel gesetzt, bis 2030 eine Kreislaufkapazität von 1,8 Millionen Tonnen zu schaffen, mit einem Zwischenziel von 600 Kilotonnen Kreislaufkapazität im Jahr 2025.
Borealis hat kein Ziel für die Verarbeitung von kreislauffähigen Rohstoffen, strebt aber ein jährliches Wachstum an, um Fortschritte bei der Erreichung seiner Kreislaufkapazitätsziele zu erzielen.
[E5-3.23c] Der Geltungsbereich der Ziele umfasst die vorgelagerten Verarbeitungsaktivitäten, einschließlich der Abfallsammlung und -sortierung für das Recycling sowie die Verarbeitung von Bioabfällen, in allen weltweiten Betrieben des Konzerns. [E5-3.23d] Die Ziele für die Kreislaufkapazitäten wurden für das Jahr 2022 festgelegt, das als Basisjahr gilt. Der Basiswert für 2022 betrug 148 Kilotonnen. Der Fortschritt wird im Vergleich zum Vorjahr gemessen.
[E5-3.23f] Die Methodik zur Festlegung der Ziele umfasste die Verfolgung des Fortschritts des Unternehmens bei der Schaffung von Kreislaufproduktionskapazitäten sowie die Messung der Menge an Kunststoffabfällen, die Borealis jährlich in zirkuläre Produkte umwandelt, wobei die Verluste während des gesamten Prozesses des Recyclings und der Umwandlung in erneuerbare Energien berücksichtigt wurden.
Für die Berechnung der verarbeiteten Kunststoffabfallmengen wurden folgende wesentliche Annahmen zugrunde gelegt:
Extrapolation der Produktionsmenge, indem die Produktionsmenge der bestehenden mechanischen Recyclinganlagen des Unternehmens auf die kürzlich erworbenen Anlagen übertragen wird.
Unter Verwendung eines theoretischen Umwandlungsfaktors, der vom Polymer durch die Umwandlungsschritte des Pyrolyseöls rückwärts arbeitet, um das verwendete Abfallvolumen zu berechnen.
Für Kreislaufmengen, für die Borealis keine Produktionsdaten von den Lieferanten oder seinem Minderheits-Joint-Venture erhält, geht das Unternehmen konservativ davon aus,
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dass die Produktion von Abfällen zu kreislauffähigen Rohstoffen 100 % beträgt, um den verarbeiteten Abfall nicht zu überschätzen.
[E5-3.23g] Die Ziele basieren auf internen und externen Daten und nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, wobei die zugrunde liegenden Annahmen dokumentiert und in Übereinstimmung mit internen Verfahren aktualisiert werden. Ähnliche Ziele gibt es in der Branche von Borealis und bei vergleichbaren Unternehmen. [E5-3.23h] Die Stakeholder des Konzerns waren nicht direkt in die Zielsetzung eingebunden. Borealis ist jedoch ein langjähriger Partner der Ellen McArthur Foundation, eine der Organisationen, die solche freiwilligen Ziele initiiert hat.
[E5-3.23i] Borealis hat seine Ziele, die entsprechenden Kennzahlen und die Grundsätze seiner Methodik nicht geändert. Die Änderungen in der Berechnung gegenüber dem letzten Jahr sind auf Ertragsunterschiede zurückzuführen.
[E5-3.23j] Borealis hat seine Kreislaufkapazitäten bis 2024 um 18 % erhöht, wobei die verarbeitete Abfallmenge um 97 % gestiegen ist. Dies zeigt einen deutlichen Fortschritt im Vergleich zu den Unternehmenszielen, trotz der schwierigen Bedingungen auf dem Recyclatmarkt aufgrund der niedrigen Preise für fossile Materialien.
Um die Konzernleistung zu überwachen, erheben sowohl der Geschäftsbereich „Base Chemicals“ als auch die mechanischen Recyclingaktivitäten von „Circular Economy Solutions“ laufend Daten. Diese Daten werden zu Beginn eines jeden Kalenderjahres aggregiert, mit den Unternehmenszielen verglichen und zur Veröffentlichung vorbereitet.
Der Konzern führt bei Bedarf eine strategische Überprüfung seiner Ziele durch, wobei die letzte Überprüfung im Jahr 2022 abgeschlossen wurde.
Die Ziele von Borealis beziehen sich auf:
[E5-3.24b] Eine Erhöhung der Verwendungsrate von Kreislaufmaterialien, da die zunehmende Verwendung von Kreislaufmaterialien in der nachgelagerten Wertschöpfungskette den Umsatz von Borealis und zukünftige Investitionen in Lösungen für die Kreislaufwirtschaft fördern würde;
[E5-3.24c] Die Minimierung des Einsatzes von Primärrohstoffen, da Borealis anstrebt, eine bestimmte Menge an Primärrohstoffen durch zirkuläre Produkte zu ersetzen;
[E5-3.24d] Nachhaltige Beschaffung und Nutzung erneuerbarer Ressourcen durch Förderung des Recyclings von Kunststoffabfällen und der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen; und
[E5-3.24e] Abfallbewirtschaftung und Vorbereitung für eine ordnungsgemäße Behandlung, da die Ziele eine spezielle Sortierung der Abfälle für das mechanische oder chemische Recycling erfordern. Dadurch wird die Verwertungsquote von Abfällen als Ausgangsmaterial erhöht und vermieden, dass Abfälle auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen landen.
[E5-3.24e] Die Verwirklichung der Ziele reduziert auch die THG-Emissionen, sowohl in den Betrieben von Borealis als auch in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, da erneuerbare Energien und Rezyklate einen geringeren THG-Fußabdruck haben. Weitere Einzelheiten zu THG-Emissionen finden Sie in Kapitel E1 Klimawandel.
[E5-3.24a] Die Ziele stehen nicht im Zusammenhang mit der Zunahme des kreislauforientierten Produktdesigns. Die Konzernleistung im Zusammenhang mit diesen Zielen würde jedoch
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indirekt davon profitieren, wenn die nachgelagerte Wertschöpfungskette ihre Nutzung des kreislauforientierten Produktdesigns erhöht.
[E5-3.25] Die Ziele beziehen sich direkt auf die Ebenen der Abfallhierarchie „Vermeidung“ und „Recycling“ und kommen auch den Ebenen „Verwertung“ (thermisch) und „Beseitigung“ zugute. [E5-3.27] Alle Unternehmensziele im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft sind freiwillig.
Angabepflicht E5-4 - Ressourcenzuflüsse
[E5-4.30] Die fossilen Ressourcenzuflüsse von Borealis sind Erdgas, Erdöl, Monomere und Naphtha.
Bei den Kreislaufressourcen des Konzerns handelt es sich entweder um sortierte Abfallballen oder -flocken für das mechansche Recycling, um beschaffte Rezyklate wie Pyrolyseöl oder um Biopropan, Biodiesel, Bionaphtha und E-Naphtha.
[E5-4.31a] Das Gesamtgewicht der während des Berichtszeitraums verwendeten Abfälle und Produkte beträgt 5.742.250 Tonnen. Das Gesamtgewicht der verwendeten biologischen Materialien beläuft sich auf 19.700 Tonnen.
[E5-4.31b] Der Prozentsatz an biologischen Materialien, die zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen von Borealis verwendet werden, beträgt 0,34 %. Das verwendete Zertifizierungssystem ist ISCC PLUS.
Borealis legt den Schwerpunkt auf die Produktnutzung statt auf die Nutzung von Kraftstoffen. Die Produktion von Brennstoffen ist ein nicht beabsichtigter Schritt bei der Umwandlung von Rohstoffen in Produkte in einem Steamcracker, und die Standard-Cracker-Optimierung minimiert immer das Verhältnis von Kraftstoffen zu Produkten.
[E5-4.31c] Der Prozentsatz der Sekundärmaterialien (Rohstoffe für das Recycling), die zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen von Borealis im Berichtszeitraum verwendet wurden, beträgt 3,34 %. In absoluten Zahlen beläuft sich die Masse der Sekundärmaterialien auf 191.800 Tonnen. Die verwendeten Zertifizierungssysteme sind ISCC PLUS für das chemische Recycling und Recyclass für das mechanische Recycling.
[E5-4.32] Die Gewichtsangaben sind direkte Messungen, die den Unterlagen des Lieferanten entnommen wurden und regelmäßig überprüft werden. Bei dieser Berechnung werden keine Annahmen verwendet.
Angabepflicht E5-5 - Ressourcenabflüsse
[E5-5.35] Borealis verkauft Polyolefinprodukte in Form von Pellets, die auf fossilen Ressourcen oder auf recycelten oder erneuerbaren/biobasierten Ressourcen basieren können. Der Konzern vertreibt auch Basischemikalien, zu denen Monomere, Crackerprodukte wie Phenol oder Aromaten in Form von Gasen gehören. Diese Produkte können auch teilweise recycelte und biobasierte Inhalte haben.
[E5-5.36c] Die Produkte von Borealis sind zu 100 % recycelbar, bevor sie von den Kunden des Unternehmens zu Endprodukten verarbeitet werden. Bei der Umwandlung in Endprodukte können sie mit inkompatiblen und untrennbaren Komponenten vermischt werden, was ihre Recyclingfähigkeit beeinträchtigen könnte.
[E5-5.40] Ressourcenabflüsse (Verkäufe) werden im SAP-System von Borealis erfasst. Konzernunternehmen, die noch nicht in SAP integriert sind, melden ihre Daten separat. In beiden Fällen beruhen die Daten auf direkten Messungen.
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Produkte, die vollständig oder teilweise auf nachwachsenden Rohstoffen oder Recycling basieren, werden als zirkuläre Produkte eingestuft, sofern der Kreislaufanteil mehr als 25 % beträgt.
Unternehmensspezifische Informationen
Borealis strebt eine Produktionskapazität für Kreislauflösungen von 600.000 Tonnen bis 2025 und 1,8 Millionen Tonnen bis 2030 an. Im Jahr 2024 belief sich die Gesamtproduktionskapazität des Unternehmens für Kreislauflösungen auf 227.900 Tonnen, ein Anstieg um 18 % gegenüber 2023 und 54 % gegenüber dem Basisjahr 2022. Borealis verarbeitete außerdem 221.200 Tonnen an kreislauffähigen Rohstoffen, 97 % mehr als im Vorjahr und 89 % mehr als im Jahr 2022.
In metrischen Tonnen
2024
2022
Ermittelte Gesamtkapazität für Kreislauflösungen 1)
227.900
148.000
Verarbeitete kreislauffähige Rohstoffe 2)
221.200
117.000
1) Gesamtkapazität für Kreislauflösungen, d. h. die Fähigkeit zur Kreislaufversorgung mit Polymeren (z. B. Polyolefinen) und Chemikalien (z. B. Olefinen) auf der Grundlage von recycelten Inhalten und/oder biobasierten/nachwachsenden Rohstoffen. // 2) Die Gesamtzahl der kreislauffähigen Rohstoffe umfasst den tatsächlichen Einsatz von Rohstoffen für das mechanische und chemische Recycling sowie von nachwachsenden Rohstoffen.
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Soziales
ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens
Die globale Organisation People & Culture (P&C) von Borealis berät und unterstützt Führungskräfte und Mitarbeiter während ihrer gesamten Laufbahn in Personalfragen. P&C ist für den Governance-Rahmen und personalbezogene Dienstleistungen zuständig, einschließlich Talentakquise und Onboarding, organisatorische und individuelle Entwicklung, Change Management sowie Vergütung und Sozialleistungen.
Die Funktion P&C ist bestrebt, durch die Gewährleistung einer robusten Governance in der Organisation hervorragende Leistungen im Bereich P&C zu erbringen. Ein wesentliches Element dieser Governance ist die Dokumentation aller Policies, Verfahren, Handbücher, Prozesse und Anweisungen in einem System - dem Borealis Management System (BMS). In Bezug auf den Prozess werden klare Rollen und Verantwortlichkeiten definiert und die Prozessverantwortlichen bestimmt. Die Funktion P&C gewährleistet die ordnungsgemäße Verwaltung aller P&C-Prozesse und P&C-Daten. Regelmäßige Audits werden durchgeführt, um die Compliance zu gewährleisten. So soll zum Beispiel sichergestellt werden, dass Borealis die Anforderungen der 8. EU-Direktive erfüllt.
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Angabepflicht S1-1 - Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens
[S1-1.19a] Der Borealis P&C Standard legt die P&C-Governance des Konzerns fest. Sie wird durch die People Policy (Mitarbeiterrichtlinie) von Borealis sowie durch eine Reihe konzernweit anwendbarer Verfahren und Betriebsanweisungen gesteuert. Diese decken Bereiche wie Belohnung und Vergütung, Talentakquise, Aus- und Weiterbildung, Gehaltsabrechnung, Beförderungsprozess, Heimarbeit und andere ab. Das Borealis Managementsystem (BMS) fasst all diese Dokumente in einem System zusammen. [S1-1.19d] Zusätzlich zu diesen internen Konzepten verpflichtet sich Borealis zur Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards (siehe [S1-1.20a] und [S2-1.16d]) sowie lokaler Gesetze.
Die People Policy und die Verfahren des Konzerns befassen sich mit den folgenden wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen:
Positive Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, attraktive Löhne, das Äußern von Meinungen und Bedenken, die Sicherheit der Arbeitnehmer, einschließlich der psychischen Sicherheit, und die Karrierechancen;
Negative Auswirkungen aufgrund fehlender Arbeitnehmervertreter, auf Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer, aufgrund der Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, wegen einer unsicheren Arbeitsumgebung aufgrund von Gewalt und Belästigung, aufgrund des Risikos der Entlassung von Mitarbeitern und in Bezug auf Menschenrechtsfragen;
Risiken aufgrund des Ausscheidens von Arbeitnehmern und unzureichender Nachfolgeplanung; und
Chancen auf eine hohe Arbeitsplatzsicherheit, transparente Vergütungsregelungen, eine starke Sicherheitskultur, respektvolle Beziehungen unter den Kollegen, ein stärkeres Engagement der Mitarbeiter sowie eine verbesserte Leistung und Produktivität.
[S1-1.19b] Sofern in der Policy oder in den Verfahren nichts anderes festgelegt ist, gelten sie für alle Arbeitnehmer in allen Ländern, da sie den Rahmen auf Konzernebene vorgeben. Für einige Themen, meist im Bereich der Arbeitsbedingungen, wie Arbeitszeit oder angemessene Löhne,
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kann es spezifischere lokale Verfahren und operative Anweisungen geben, um den lokalen rechtlichen Rahmen zu berücksichtigen. [S1.1.19g] Einige Verfahren gelten möglicherweise nur für bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern. So findet zum Beispiel People Mobility nur auf Arbeitnehmer Anwendung, die ins Ausland entsandt werden.
[S1-1.19e] P&C-Policies, die sich auf die Arbeitnehmer auswirken, werden vor ihrer Veröffentlichung den Arbeitnehmervertretern vorgelegt und mit ihnen diskutiert, um ihren Input zu erfassen. [S1-1.19f] Der P&C-Standard, die P&C-Policy und die operativen Anweisungen des Konzerns sind für jeden Arbeitnehmer im Intranet von Borealis und in der BMS-Dokumentenbibliothek verfügbar.
[S1-1.19c] Der VP P&C ist für die Umsetzung der Policies verantwortlich. Er leitet das P&C Leadership Team und berichtet direkt an den CEO.
[S1-1.23] Zusätzlich zu den oben beschriebenen P&C-Policies verfügt der Konzern über weitere Policies, die sich auf Gesundheitsschutz und Sicherheit sowie auf die Verhütung von Arbeitsunfällen beziehen.
[S1-1.20a] Borealis verpflichtet sich, die lokalen Gesetze der Länder, in denen das Unternehmen tätig ist, zu respektieren, insbesondere was die Arbeits- und Sozialgesetzgebung, Steuervorschriften, Vereinigungsfreiheit und Nichtdiskriminierung betrifft.
Ethik, Integrität und Respekt vor den Menschenrechten sind fest in den Grundwerten von Borealis verankert, und das Unternehmen verpflichtet sich, seiner Verantwortung für die Achtung der Menschenrechte im gesamten eigenen Betrieb und in der Wertschöpfungskette nachzukommen. [S1-1.21] Borealis hat daher den Global Compact der Vereinten Nationen unterzeichnet und bekennt sich uneingeschränkt zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit, im Einzelnen zu folgenden:
Übereinkommen Nr. 87 über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes
Übereinkommen Nr. 98 über die Anwendung der Grundsätze des Vereinigungsrechts und des Rechtes zu Kollektivverhandlungen
Übereinkommen Nr. 29 über Zwangs- oder Pflichtarbeit
Übereinkommen Nr. 105 über die Abschaffung der Zwangsarbeit
Übereinkommen Nr. 138 über das Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung
Übereinkommen Nr. 182 über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit
Übereinkommen Nr. 100 über die Gleichheit des Entgelts männlicher und weiblicher Arbeitskräfte für gleichwertige Arbeit
Übereinkommen Nr. 111 über die Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf
Das Engagement des Konzerns im Bereich der Menschenrechte beinhaltet die strikte Einhaltung der geltenden nationalen Gesetze. Wo diese Gesetze hinter den auf international anerkannten Menschenrechten basierenden Standards von Borealis zurückbleiben, orientiert sich Borealis an diesen höheren Standards, während es die geltenden Gesetze einhält.
[S1-1.22] Die Ethics Policy des Borealis Konzerns befasst sich mit der Ablehnung von Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kinderarbeit, wie in Abschnitt [G1-1.7a] beschrieben.
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Darüber hinaus hält sich Borealis an die EU-Whistleblower-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2019/1937). Für weitere Einzelheiten siehe auch [G1-1.10c ii].
[S1-1.20b] Borealis bietet der eigenen Belegschaft ein breites Spektrum an Beteiligungsmöglichkeiten. So können die Mitarbeiter zum Beispiel in folgenden Gremien und Netzwerken Mitglied werden:
Im Betriebsrat, der die gesetzliche Vertretung der Arbeitnehmerschaft wahrnimmt;
In Ausschüssen für Sicherheit und HSE, die sich mit HSE-Themen befassen;
In Sozialausschüssen, die durch lokale Veranstaltungen das Networking unterstützen; und
In Botschafternetzwerken, wie jene für Ethik und DE&I.
[S1-1.20c] In Anlehnung an die Wirksamkeitskriterien der Vereinten Nationen ist Borealis bestrebt, alle eingegangenen Beschwerden zu bearbeiten, unabhängig davon, ob sie auf tatsächliche oder vermeintliche Probleme zurückzuführen sind und ob der Beschwerdeführer identifiziert oder anonym ist.
Das Unternehmen hat robuste Beschwerdemechanismen eingerichtet, die für alle Mitarbeiter zugänglich sind. Sie bieten einen Kanal, um potenzielle negative Auswirkungen zu ermitteln, Beschwerden beizulegen und Abhilfemaßnahmen für die Rechteinhaber bereitzustellen, wenn Borealis eine negative Auswirkung verursacht oder dazu beigetragen hat. Diese Mechanismen stellen sicher, dass Beschwerden und Bedenken umgehend und fair adressiert werden.
Eines der wichtigsten Instrumente von Borealis ist die Ethik-Hotline, die es Einzelpersonen innerhalb und außerhalb von Borealis ermöglicht, Berichte einzureichen, die völlig anonym sein können. Siehe [G1-1.10c i] für weitere Informationen.
[S1-1.24a] Borealis verfügt über eine Reihe von Policies zur Beseitigung von Diskriminierung. So wird in der P&C-Policy das Bekenntnis des Konzerns dargelegt, „einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz zu schaffen, an dem wir uns in einem Umfeld, das das Wohlbefinden fördert, weiterentwickeln und über uns hinauswachsen können. Die Vielfalt der Kulturen und Denkweisen wird geschätzt, und wir verpflichten uns bei allem, was wir tun, zu Ethik, Werten und Qualität“. Der P&C-Standard enthält auch ein Kapitel zum Thema Vielfalt.
Diese Policies werden durch die in [S1-1.19a] beschriebenen P&C-Verfahren unterstützt. Die Verfahren zur Stellenbewertung sowie zu Rekrutierung und Auswahl sollen beispielsweise Diskriminierung während dieser Prozesse verhindern.
[S1-1.24b] Die Policies des Konzerns decken ein breites Spektrum von Merkmalen ab, die ein Grund für Diskriminierung sein können. Vielfalt und Chancengleichheit in Bezug auf Geschlecht, Herkunft, Religion, Nationalität oder andere Aspekte sind ein integraler Bestandteil der offenen Kultur von Borealis und bereichern das Arbeitsumfeld des Konzerns. Borealis ist der festen Überzeugung, dass vielfältige Teams kreativer, einfallsreicher und sachkundiger sind und dadurch breitere Perspektiven, Ideen und Optionen entwickeln. Vielfalt und Inklusion haben daher einen starken Einfluss auf die Mitarbeiter und Teams, verbessern das Engagement und die Arbeitszufriedenheit und tragen direkt zur Rentabilität und Nachhaltigkeit des Konzerns bei.
[S1-1.24c] Die Policies von Borealis werden durch die in [S1-1.19a] beschriebenen Verfahren und Betriebsanweisungen im Bereich P&C unterstützt. So zielt beispielsweise die Betriebsanweisung für die Personalbeschaffung (Recruitment Operative Instruction) darauf ab, die Gleichbehandlung aller Mitarbeiter zu gewährleisten, einschließlich der Mitarbeiter aus
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besonders vulnerablen Gruppen. Zu den weiteren Aktivitäten des Konzerns in diesem Bereich gehören die Förderung von Frauenkarrieren durch spezielle Weiterbildungsprogramme wie SHEnergy sowie die Bereitstellung von Gelegenheiten zum Networking.
[S1-1.24d] Alle BMS-Dokumente werden von allen beteiligten Interessenträgern geprüft und abgezeichnet. Darüber hinaus werden sie den Arbeitnehmervertretern vorgelegt und mit ihnen diskutiert, um ihre Meinung einzuholen und sicherzustellen, dass die Auswirkungen auf die Arbeitnehmer transparent sind. Konzernanweisungen zu Belohnungsfragen werden vom Vergütungsausschuss (Remuneration Committee) als zusätzlichem Kontrollorgan bearbeitet. Sie werden im Intranet von Borealis veröffentlicht und sind somit für jeden Arbeitnehmer zugänglich. Bei Bedarf werden alle am Prozess beteiligten Personen geschult, um die Effizienz des Prozesses zu gewährleisten.
Angabepflicht S1-2 - Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen
[S1-2.27a] Die Zusammenarbeit erfolgt direkt mit den Arbeitskräften von Borealis und ihren Arbeitnehmervertretern. [S1-2.27b] Es gibt eine regelmäßige Beteiligung und eine Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen der Organisation. Dazu gehört zum Beispiel folgendes:
Regelmäßige Besprechungen zwischen dem örtlichen Betriebsrat und dem lokalen People & Culture Business Partner, um Informationen bereitzustellen und über Themen, die die lokale Belegschaft betreffen, zu beraten oder zu verhandeln;
Die Executive Board Tour, bei der jeder Standort von Borealis einmal im Jahr von einem Vorstandsmitglied besucht wird, um den Mitarbeitern vor Ort einen Überblick über die finanzielle Leistung von Borealis im vergangenen Jahr, die Aussichten für das laufende Jahr und andere Themen wie Updates zu strategischen Projekten oder die Werte des Konzerns zu geben. Zu dieser Sitzung sind alle Mitarbeiter des jeweiligen Standorts eingeladen; und
Der jährliche Online-Umfrage „Pulse Check“ mit wichtigen Fragen zu Mitarbeiterbindung, Werten, Wellbeing und Führung. Mit diesem Fragebogen hat jeder Mitarbeiter von Borealis die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern.
2024 hat Borealis einen P&C Business Circle eingerichtet, in dem Themen erörtert werden, die für Borealis von strategischer Bedeutung sind, und in dem quasi die Stimme des Unternehmens gehört wird, um sicherzustellen, dass P&C mit allen Teilen des Unternehmens zusammenarbeitet; darüber hinaus sieht und behandelt P&C alle seine Mitarbeiter als Kunden; in Anbetracht dessen ist der P&C Business Circle neben dem Betriebsrat und dem Pulse Check ein wichtiger Kanal, um das Engagement und die Kundenzufriedenheit zu verbessern.
[S1-2.27c] Der Vice President People & Culture ist für die Überwachung aller Aspekte verantwortlich, die die Einbindung der Mitarbeiter betreffen. Dazu gehören alle relevanten rechtlichen Aspekte, wie sie in den lokalen Arbeitsgesetzen definiert sind, sowie die Erfahrungen der Arbeitnehmer in Bezug auf Prozesse, Wellbeing oder DE&I-Aspekte.
[S1-2.27d] Borealis ist Teil des Europäischen Betriebsrats des OMV Konzerns. Borealis hält sich an die gesetzlichen Bestimmungen für Konsultationen und Verhandlungen im Rahmen von Tarifverhandlungen, die in europäischen, nationalen und/oder branchenspezifischen Tarifverträgen verankert sind. Diese finden in der Regel einmal pro Jahr statt, je nach lokaler Gesetzgebung, und decken Themen wie Vergütung, Arbeitszeit und die DSGVO ab.
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[S1-2.27e] Wie effektiv Borealis seine Arbeitskräfte einbezieht, wird anhand jährlicher Pulse Checks bewertet. Die Ergebnisse werden auf Konzern- und Standortebene sowie für jeden Linienmanager mit mehr als zehn Antworten ausgewertet. Zu den Elementen der Analyse gehören das Ergebnis für die Mitarbeiterbindung, quantitative Ergebnisse und identifizierte Feedback-Cluster aus offenen Kommentaren. Auf Grundlage der Analyse legt Borealis Verbesserungsmaßnahmen fest, die vierteljährlich nachverfolgt werden.
[S1-2.28] Der Ansatz von Borealis in Bezug auf DE&I erstreckt sich auf eine Reihe verschiedener Gruppen innerhalb der Belegschaft, die besonders anfällig für Auswirkungen oder Marginalisierung sein können (siehe [ESRS 2-SBM-3.48a]).
Für diese Gruppen führt Borealis eine Vielzahl von Aktivitäten und Maßnahmen durch, die dem Unternehmen dabei helfen, Einblicke in deren Perspektiven zu gewinnen. Beispiele für diese Aktivitäten sind:
Interaktive Schulungssitzungen zur Sensibilisierung, zum Austausch von Beobachtungen und zur Erarbeitung von Lösungen;
Veranstaltungen, um Informationen auszutauschen und mit den Mitarbeitern in Kontakt zu treten (z. B. Positively Purple for Disability);
Das DE&I Playbook, das es Teams ermöglicht, DE&I in ihre Besprechungen einzubeziehen;
LGBTQIA+ Lunches, bei denen die Arbeitnehmer ihre Situation besprechen können; und
Gruppen-Workshops , um ein bestimmtes Thema zu vertiefen und eine Grundlage für weitere Maßnahmen zu schaffen.
In diesen Bereichen sind engagierte Freiwillige und Ambassadors (Botschafter) tätig, darunter auch Betriebsräte, die von Senior Leader Sponsoren unterstützt werden.
Angabepflicht S1-3 - Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können
[S1-3.32a-d], [S1-3.AR 30] Borealis hat eine unabhängige Ethik-Hotline als Beschwerdemechanismus eingerichtet, die es allen Mitarbeitern von Borealis und externen Interessenträgern ermöglicht, wahrgenommene Ungerechtigkeiten und Verstöße gegen die Ethik-Policy zu melden. Siehe [G1-1.10c i] für weitere Informationen.
Jeder neue Mitarbeiter erhält eine Ethikschulung über die Ziele und Beschwerdemechanismen von Borealis. Jeder Angestellte muss jährlich eine Ethik-Zertifizierung absolvieren, in deren Rahmen er bestätigt, dass er die Unternehmensrichtlinien zu ethischem Geschäftsgebaren einhält, dass er die Ethics-Policy und ihre Grundsätze kennt und dass er alle beobachteten oder vermuteten Verstöße gegen diese Richtlinie gemeldet hat. Weitere Einzelheiten zur Weiterbildung und Selbstzertifizierung finden Sie in Kapitel G1.
[S1-3.32e] Borealis bewertet die Effektivität des Prozesses durch Überwachung des Feedbacks der Mitarbeiter, durch Nachverfolgung der Lösungszeiträume und durch Prüfung, ob ähnliche Probleme wieder auftreten. Wenn Fälle ähnlichen Fehlverhaltens aufgedeckt werden, erwägt der Konzern zusätzliche Weiterbildungen und Sensibilisierungskampagnen.
[S1-3.33] Borealis stellt für die Berichterstattung mehrere Kanäle bereit, damit die Mitarbeiter den Kanal wählen können, dem sie am meisten vertrauen. Neben der Ethik-Hotline und dem Selbstzertifizierungsprozess können Mitarbeiter ihre Anliegen oder Bedürfnisse auch direkt an das Unternehmen herantragen, indem sie sich an ihre Führungskräfte, an ihre People & Culture
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Business Partner oder an den Betriebsrat wenden oder ihre Anliegen und Bedenken im Rahmen der Engagement Walks vorbringen.
Unabhängig von den in der jeweiligen Rechtsordnung geltenden gesetzlichen Bestimmungen bietet Borealis allen internen und externen Hinweisgebern, die etwas melden, das den in [G1-1.10c i] beschriebenen Kriterien entspricht, einen erweiterten Whistleblower-Schutz. Siehe [S2-3.28] für weitere Informationen.
Angabepflicht S1-4 - Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen
[S1-4.37a-c] Zu den ergriffenen und geplanten Schlüsselmaßnahmen gehören folgende (einschließlich Umfang und Zeithorizont):
Pulse Check 2024
Borealis führte diese jährliche Mitarbeiterbefragung durch und teilte die Ergebnisse auf allen Ebenen (Konzern, Standort und Abteilung) mit, wobei Folgemaßnahmen vereinbart wurden, um die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit sicherzustellen.
Der Fragebogen wurde an alle aktiven Mitarbeiter von Borealis verschickt. Die Ergebnisse wurden im Oktober und November 2024 mitgeteilt, und bis Dezember 2024 wurden Maßnahmen festgelegt. Diese Maßnahmen werden im Zeitraum bis August 2025 umgesetzt.
Weiterbildungsprogramme
Der Borealis Konzern hat Weiterbildungen zu den Themen DSVG, Privatsphäre und Datenschutz, Menschenrechte bei Borealis und Ethik durchgeführt, um das Wissen in diesen Bereichen zu erweitern und ethisches Verhalten im gesamten Konzern zu gewährleisten, wobei regelmäßige Aktualisierungen sicherstellen, dass das hohe Verständnisniveau erhalten bleibt.
Die Weiterbildung gilt für alle Arbeitnehmer von Borealis, wobei der Ethik-Kurs jährlich und die Menschenrechtsschulung halbjährlich durchgeführt wird. Auch die DSVG-Schulung wird für alle Angestellten halbjährlich angeboten.
Gleicher Lohn (für gleiche Arbeit)
Der Konzern hat im Hinblick auf Entgeltgleichheit und CSRD ein gründliches Analyseverfahren eingeführt, um das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle bei Borealis zu beleuchten und Strategien zu entwickeln, um dieses wichtige Thema anzugehen. Die Analyse des Verdienstgefälles erstreckt sich auf alle juristischen Personen weltweit. Die erste Analyse wurde 2024 abgeschlossen, um einen Prozess zu entwerfen und Erkenntnisse zu gewinnen, wobei die erste vollständige Bewertung für 2025 geplant ist.
[S1-4.37e] Meilensteine im Jahr 2023:
Aktualisierte und eingeführtes Value Proposition (Leistungsversprechen) als Arbeitgeber und die Arbeitgebermarke
Jährlicher Wellbeing-Kalender eingeführt
DE&I-Vision und Ziel bis 2030 für den gesamten OMV Konzern definiert und DE&I-Freiwilligennetzwerk eingerichtet
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Leitlinien für hybrides Arbeiten überarbeitet und so die Flexibilität für das Arbeiten von zu Hause auf 50 % erhöht
Konzept und Format für die strategische Personalplanung entwickelt
Neue transformationale Führungskompetenzen eingeführt
[S1-4.38b] Zu den im Jahr 2024 abgeschlossenen Maßnahmen zur Vermeidung oder Abschwächung wesentlicher negativer Auswirkungen auf die Arbeitskräfte von Borealis gehören folgende:
Ungerechte Entlohnung: Es wurde eine Bewertung der Entgeltgleichheit durchgeführt, die als Grundlage für Abhilfemaßnahmen dient (siehe [S1-4.37a-c];
Arbeitszeit: Umsetzung eines flexiblen Home-Office-Modells für das Land der Beschäftigung;
Neue Arbeitsweisen: Abschluss eines Pilotprojekts für einen Chatbot im Personalwesen, um Einblicke in die Möglichkeiten der Verwendung digitaler Assistenten zu gewinnen.
[S1-4.38a] und [S1-4.40a] Zu den für 2025 geplanten Maßnahmen zur Vermeidung oder Abschwächung wesentlicher negativer Auswirkungen und Risiken in Bezug auf die Arbeitskräfte von Borealis gehören folgende:
Ungerechte Entlohnung: Festlegung von Maßnahmen zur Behebung von Problemen, die bei der Bewertung der Entgeltgleichheit festgestellt wurden;
Arbeitszeit: Um als attraktiver Arbeitgeber wettbewerbsfähig zu bleiben, wird Borealis ein flexibles Modell für das Arbeiten im Ausland einführen;
Karrierechancen: Um die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen zu verbessern, wird Borealis einen internen Marktplatz einrichten, auf dem Weiterbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten werden; und
Neue Arbeitsweisen: Um den Verwaltungsaufwand zu verringern, wird Borealis mehr Self-Service- und automatisierte Prozesse einführen.
[S1-4.38c] Weitere Maßnahmen oder Initiativen, die für die Arbeitskräfte von Borealis positive Auswirkungen nach sich ziehen sollen, sind folgende:
Aktualisierung des Employer Branding von Borealis mit dem Slogan „Make it real“, um hochqualifizierte Bewerber anzuziehen;
Umsetzung der DE&I Roadmap des Konzerns und des Jahreskalenders für Veranstaltungen und Aktivitäten;
Entwicklung und Umsetzung einer Strategie des Zuhörens, um von den Mitarbeitern kontinuierlich qualifiziertes Feedback zu erhalten;
Einführung des P&C Business Circle, um aus dem gesamten Unternehmen Borealis Input zu mitarbeiterbezogenen Themen zu erhalten
Erforschung der Verwendung von KI-Tools bei der Talentakquise;
Optimierung der Onboarding Experience, auch bei internen Versetzungen; und
Kontinuierliche Verbesserung der Flexibilität des Arbeitsplatzes, auch außerhalb des Landes, in dem man tätig ist.
[S1-4.40b] Zu den Maßnahmen von Borealis zur Nutzung wesentlicher Chancen gehört die Gewährleistung der Vermittelbarkeit durch die Schaffung neuer Kurse zur Förderung von DE&I. So hat das Unternehmen beispielsweise 2024 ein neues interkulturelles Training eingeführt, um alle Kulturen innerhalb von Borealis einzuschließen. Als Beweis dafür, dass Borealis die
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Mitarbeiter ermutigt, Arbeitnehmervertreter zu wählen, wurde am Wiener Standort des Konzerns erstmals ein Betriebsrat gegründet.
[ESRS 2 MDR-A.69a] Die oben aufgeführten Maßnahmen erfordern keine signifikanten betrieblichen oder Investitionsausgaben.
[S1-4.38d] Borealis wird die Wirksamkeit seiner Maßnahmen auf folgende Weise verfolgen und bewerten:
Ungerechte Entlohnung: Externes Benchmarking zur Ermittlung von Schwerpunktbereichen im Rahmen des Projekts zur Entgeltgleichheit, wobei Entgeltdaten gesammelt und mit externen Benchmark-Daten verglichen werden;
Arbeitszeit: Modell für flexibles Arbeiten im Ausland - Berechnung des anfänglichen Prozentsatzes der Arbeitnehmer, die im Ausland arbeiten. Er dient als Ausgangsbasis für die kommenden Jahre;
Karrierechancen: Interner Marktplatz für Weiterbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten - Im Rahmen von Pulse Check Einholung von Feedback zu Entwicklungsmöglichkeiten; und
Neue Arbeitsweisen: mehr Self-Service- und KI-gestützte, automatisierte Prozesse - Ermittlung der Anzahl der begonnenen Self-Service-Prozesse als Basis für die kommenden Jahre.
[S1-4.41] Ganz allgemein stellt der Konzern wie folgt sicher, dass seine Verfahren keine wesentlichen negativen Auswirkungen verursachen oder dazu beitragen:
Jedes Jahr wird ein gründlicher Plan für interne Audits erstellt, um die Einhaltung der internen und externen Vorschriften zu gewährleisten;
Borealis verfügt über Zertifizierungen und erfüllt Normen in verschiedenen Bereichen, wie
z.B. ISO und IATF, um die Einhaltung von Branchenvorschriften zu gewährleisten; und
Das Unternehmen verwendet seine Synergi-Datenbank, um Risiken im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit zu dokumentieren und zu mindern.
[S1-4.43] Borealis steuert seine wesentlichen Auswirkungen, indem alle P&C-Prozesse einem speziellen Verantwortlichen zugewiesen werden. Die Prozessverantwortlichen sind Mitglieder des P&C-Führungsteams und in den folgenden Centers of Excellence organisiert: Growing Talent, New Ways of Working & Reward, Organizational Evolution, Strategy & Transformational Leadership und Employee Experience, entsprechend der P&C-Strategie und den strategischen Schwerpunktbereichen.
[S1-4.39] Um als Reaktion auf eine bestimmte tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkung auf seine Arbeitskräfte die geeigneten Maßnahmen zu ermitteln, bezieht Borealis die Interessenträger ein. Durch den Dialog mit seinen Mitarbeitern und Arbeitnehmervertretern erhält Borealis wertvolle Erkenntnisse zu möglichen negativen Auswirkungen und versteht die Sichtweisen und Bedenken seiner Interessenträger. Beispiele für eine solche Einbeziehung sind das Open Forum, regelmäßige Besprechungen mit den Betriebsräten und vierteljährliche Geschäftsberichte.
[S1-4.AR 43] Der Übergang zu einer grüneren, klimaneutralen Wirtschaft ist ein wesentlicher Aspekt der Strategie 2030 des Konzerns. In diesem Zusammenhang investiert Borealis in Lösungen für Kreislaufwirtschaft sowie in KI-Fähigkeiten, was neue Karrierechancen für seine Arbeitnehmer schafft. Borealis qualifiziert seine Mitarbeiter ständig weiter, um in diesen neuen
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Bereichen arbeiten zu können und diese Technologien weiterzuentwickeln. Siehe Kapitel E5 für weitere Informationen.
Kennzahlen und Ziele Angabepflicht in Bezug auf S1 Arbeitskräfte des Unternehmens
[ESRS 2 MDR-M.75] Im Jahr 2024 hatte Borealis zwei P&C-Kennzahlen in der Group Scorecard. Diese waren:
Diversität: Geschlechtervielfalt insgesamt für alle Klassenstufen ab 14 (Definition der Klassenstufe siehe [S1-9.AR 71]); und
Kultur: Pulse Check Beteiligungsquote und Engagementquote.
[ESRS 2 MDR-M.77a, c] Die Methoden, die hinter diesen Metriken stehen, sind folgende:
Diversität: Ein monatlicher Bericht aus dem SAP-System von Borealis zeigt die Anzahl der weiblichen Beschäftigten ab der Besoldungsgruppe 14, die Gesamtzahl aller Beschäftigten ab der Besoldungsgruppe 14 und den prozentualen Anteil der weiblichen Beschäftigten in dieser Gruppe.
Kultur: Die Gruppe misst die Teilnahmequote an ihrer Pulse Check-Umfrage, indem sie die Anzahl der beantworteten Fragebögen mit der Gesamtzahl der ausgegebenen Fragebögen vergleicht. Die Beteiligungsquote basiert auf der Beantwortung von drei Fragen:
oSAY: Ich würde unser Unternehmen anderen Arbeitssuchenden empfehlen
oSTAY: Es würde mich sehr viel kosten, unsere Organisation zu verlassen.
oSTRIVE: Unsere Organisation inspiriert mich, jeden Tag mein Bestes zu geben
Die Methoden beruhen auf keinen wesentlichen Annahmen.
[ESRS 2 MDR-M.77b] Die Kennzahlen werden nicht von einer externen Stelle validiert. Der KPI „Vielfalt“ wird vom Eigentümer von Borealis, OMV, überwacht, während der KPI „Engagement“ vom externen Anbieter der Gruppe für den Pulse Check geliefert wird.
Angabepflicht S1-5 - Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
[S1-5.46a] Im Jahr 2025 wird Borealis einen neuen KPI zu den bestehenden DE&I-KPIs für Geschlechtervielfalt (Prozentsatz von Frauen in der Besoldungsgruppe 14 und höher, Ziel 23 %) und Kultur (Prozentsatz der Teilnahme am Pulse Check, Ziel 80 %) hinzufügen. Die Kennzahl wird sich auf die Gleichbehandlung und Chancengleichheit beziehen, insbesondere im Hinblick auf Behinderungen, um Borealis dabei zu helfen, eine integrative und barrierefreie Arbeitsumgebung zu schaffen, die es berechtigten juristischen Personen (in Ländern, in denen eine gesetzliche Definition von Behinderung existiert) ermöglicht, den Prozentsatz von Arbeitnehmern mit Behinderungen zu erhöhen.
[S1-5.46b] Die Ziele für 2025 in Bezug auf Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Behinderung lauten wie folgt:
Erhöhung des Pulse Check Inclusion Score: +1 %; und
Anstieg der Zahl der Arbeitnehmer mit einer Behinderung: Die gemeldete Zahl der Arbeitnehmer mit Behinderung in den Rechtseinheiten des OMV Konzerns in Wien hat sich verbessert.
[S1-5.46c] Der Geltungsbereich der Ziele ist für den ersten KPI das gesamte Unternehmen Borealis und für den zweiten KPI die Arbeitnehmer im Wiener Head Office. [S1-5.46d] Das
170
Basisjahr für beide Ziele ist 2024 und der Basiswert für den Pulse Check Inclusion Score beträgt 55 %. Der Basisprozentsatz von Arbeitnehmern mit Behinderung in der Wiener Zentrale lautet 0,6 %, da die Gesetzgebung ausgereift ist, die Chancen am größten sind und eine Vorbildfunktion haben. [S1-5.46e] Die Ziele wurden nur für 2025 festgelegt, und Borealis wird die Ziele für künftige Jahre auf der Grundlage der ersten Ergebnisse bewerten.
[S1-5.46f] Die Methoden und Datenquellen für die Ziele lauten wie folgt:
Die Verbesserung des Pulse Check Inclusion Score wird vom externen Anbieter von Borealis auf der Grundlage der Bewusstseinsbildung und der Aktivitäten des Konzerns im Jahr 2025 berechnet.
Der Anstieg der Zahl der Arbeitnehmer mit einer Behinderung wird auf Grundlage eines Berichts von SAP ermittelt.
[S1-5.46g] Da sich die Ziele nicht auf die Umweltleistung beziehen, beruhen sie nicht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. [S1-5.46h] Die Interessenträger waren an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die Experten des Konzerns im Teilbereich DE&I Accessibility den KPI vorschlugen, der vom Vorstand abgezeichnet wurde.
[S1-5.46i, j] Da die Ziele für 2025 neu sind, gibt es keine Änderungen im Vergleich zu den Vorjahren und im Hinblick auf die Ziele keine Performance zu berichten.
[S1-5.47a] Ziele auf Konzernebene, wie die KPIs in der Group Scorecard, werden von der jeweiligen Abteilung (in diesem Fall P&C) festgelegt und vom Vorstand bestätigt. Die Auffassungen der Arbeitnehmer wurden durch die Einbeziehung der Experten im Teilbereich Accessibility des Konzerns berücksichtigt, wie in [S1-5.46h] oben angegeben.
[S1-5.47b] Die Abteilung P&C wird jeden Monat den Prozentsatz der Arbeitnehmer mit Behinderungen mit den Zielvorgaben vergleichen und das Ergebnis im Intranet veröffentlichen. Die Performance in Bezug auf das Ziel für den Pulse Check Inclusion Score wird einmal im Jahr nach Abschluss der Umfrage berechnet.
[S1-5.47c] Die monatliche Nachverfolgung zeigt, ob die Leistung unter dem Schwellenwert liegt, das Ziel erreicht oder es übertrifft. Auf diese Weise kann Borealis die Prognose für das restliche Jahr definieren und Maßnahmen vereinbaren, um die Leistung bei Bedarf zu verbessern oder die aktuellen Ergebnisse aufrechtzuerhalten.
Angabepflicht S1-6 - Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens
[S1-6.50a]: Gesamtzahl der Arbeitnehmer nach Anzahl der Personen und Aufschlüsselung nach Geschlecht und Land für Länder, in denen Borealis 50 oder mehr Arbeitnehmer beschäftigt, die mindestens 10 % der Gesamtzahl der Arbeitnehmer ausmachen:
Geschlecht 
Anzahl der Arbeitnehmer (Personenzahl)
Männlich 
4.722
Weiblich 
1.451
Andere 
0
Nicht berichtet 
0
Arbeitnehmer insgesamt 
6.173
171
Die folgende Tabelle zeigt die Gesamtzahl der Arbeitnehmer, aufgeschlüsselt nach Ländern, in denen Borealis 50 oder mehr Arbeitnehmer beschäftigt, die mindestens 10 % der Gesamtzahl der Arbeitnehmer ausmachen.
Land
Anzahl der Arbeitnehmer (Personenzahl)
Österreich 
1.470
Belgien 
1.265
Finnland 
943
Schweden 
986
Restliches Europa 
884
Nicht-Europa 
625
[S1-6.50b] Die folgende Tabelle zeigt die Gesamtzahl der Arbeitnehmer (Personen), aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Art der Beschäftigung im Dezember 2024.
2024
Weiblich
Männlich
Sonstige 1)
Nicht mitgeteilt
Gesamt
Zahl der Arbeitnehmer (Personenzahl) 
1.451
4.722
0
0
6.173
Zahl der fest angestellten Arbeitnehmer (Personenzahl) 
1.383
4.649
0
0
6.032
Zahl der befristet beschäftigten Arbeitnehmer (Personenzahl) 
68
73
0
0
141
Zahl der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer (Personenzahl) 
1.211
4.389
0
0
5.600
Zahl der teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer (Personenzahl) 
240
333
0
0
573
1) Geschlecht, wie es in einem offiziellen Dokument (z. B. Reisepass) dokumentiert ist
[S1-6.50c] Die Fluktuation (freiwillig/mitarbeiterinitiiert) wird berechnet:   
Durchschnittliche Personenzahl = (Personenzahl 31.12.2023 + Personenzahl 31.12.2024) dividiert durch 2;  
Fluktuation = Austritte (Abgänge) geteilt durch die durchschnittliche Personenzahl
[S1-6.AR 59] Im Berichtszeitraum haben insgesamt 215 Arbeitnehmer Borealis freiwillig verlassen, was einer Fluktuationsrate von 3,56 % entspricht.
[S1-6.50d i, ii] Die Daten stammen aus SAP, dem konzernweiten HR-System von Borealis, und werden in Bezug auf die Anzahl der Personen angegeben.
Die Berechnung wird wie folgt durchgeführt:
Die Zahl der Arbeitnehmer zu Beginn und am Ende des Zeitraums wird addiert und dann durch zwei dividiert, um die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im betreffenden Zeitraum zu ermitteln;
172
Die Zahl der ausgeschiedenen Arbeitnehmer durch die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer dividiert; und
Das Ergebnis wird mit 100 multipliziert, um den Prozentsatz für die Fluktuation zu erhalten.
Arbeitnehmer werden in die Berechnung einbezogen, wenn im IT-System von Borealis für das Personalwesen folgende Reason Codes angegeben sind: Ablauf eines befristeten Vertrags, Reorganisation, Tod, eigene Entscheidung, Kündigung, Arrangement Arbeitgeber, Arrangement Arbeitnehmer, Vorruhestand, krankheitsbedingter Ruhestand oder Berufsunfähigkeit, Altersruhestand, fristlose Kündigung, vorzeitig gerechtfertigt, vorzeitig ungerechtfertigt, nach Elternzeit, andere.
Arbeitnehmer werden von der Berechnung ausgenommen, wenn sie aufgrund einer internen Versetzung zwischen den juristischen Personen von Borealis ausgeschieden sind.
[S1-6.50f] Die Angaben zur Gesamtzahl der Arbeitnehmer nach Geschlecht und Land sind mit denen in den Jahresabschlüssen identisch.
[S1-6.51]: Für die in Absatz 50 Buchstabe (b) genannten Informationen kann das Unternehmen zusätzlich die Aufschlüsselung nach Regionen offenlegen.
[S1-6.52a] Vollzeitbeschäftigte und Aufschlüsselung nach Geschlecht und Region.
[S1-6.52b] Teilzeitbeschäftigte und Aufschlüsselung nach Geschlecht und Region.
2024
Öster-
reich
Belgien
Finnland
Schwe-
den
Sonsti-
ges Europa
Nicht-
Europa
Gesamt
Anzahl der Arbeitnehmer (Personenzahl) 
1.470
1.265
943
986
884
625
6.173
Zahl der fest angestellten Arbeitnehmer (Personenzahl) 
1.428
1.251
917
956
868
612
6.032
Zahl der befristet beschäftigten Arbeitnehmer (Personenzahl) 
42
14
26
30
16
13
141
Zahl der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer (Personenzahl) 
1.309
1.042
918
948
760
623
5.600
Zahl der teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer (Personenzahl) 
161
223
25
38
124
2
573
173
Angabepflicht S1-7 - Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens
[S1-7.55a] Gesamtzahl der bei Borealis tätigen Fremdarbeitskräftebei denen es sich entweder um Personen handelt, die mit dem Unternehmen einen Vertrag über die Erbringung von Arbeitsleistungen geschlossen haben („Selbstständige“) oder Personen, die von Unternehmen bereitgestellt werden, die in erster Linie im Bereich der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften tätig sind.
Datenpunkte:
Anzahl der Fremdarbeitskräfte im Unternehmen
Anzahl der Fremdarbeitskräfte im Unternehmen - Selbständige
Anzahl der Fremdarbeitskräfte im Unternehmen – Personen die von Unternehmen bereitgestellt werden, die in erster Linie im Bereich der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften tätig sind
2024
Gesamtzahl der Fremdarbeitskräfte im Unternehmen 
99
[S1-7.55c]: Bei den Leasingmitarbeitern handelt es sich um ausgewählte Personen, die bei einem Dritten, der so genannten Leasinggesellschaft, angestellt sind und ihr Gehalt ebenfalls von dieser Gesellschaft beziehen. Sie stehen jedoch unter der Kontrolle des Borealis-Managements.
Angabepflicht S1-8 - Tarifvertragliche Abdeckung und Sozialer Dialog
[S1-8.60a] 86 % der Arbeitnehmer von Borealis sind von Tarifverträgen abgedeckt.
[S1-8.AR 66] Der Prozentsatz der Arbeitnehmer, die von Tarifverträgen abgedeckt sind, wird anhand der folgenden Formel berechnet:
[S1-8.63b] Der OMV Konzern hat einen Europäischen Betriebsrat, in dem die Arbeitnehmervertreter von Borealis entsprechend ihrem Anteil an der Gesamtbelegschaft vertreten sind. Borealis pflegt außerdem seit langem gute Beziehungen zu den lokalen Arbeitnehmervertretern in den jeweiligen Ländern.
[S1-8.AR 70], [S1-8.60b] Ob das Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum über einen oder mehrere Tarifverträge verfügt und, wenn ja, den Gesamtprozentsatz seiner Arbeitnehmer, die von diesem Tarifvertrag bzw. diesen Tarifverträgen abgedeckt sind, für jedes Land, in dem es eine signifikante Zahl von Arbeitnehmern hat, d. h. mindestens 50 Arbeitnehmer nach Personenzahl, was mindestens 10 % der Gesamtzahl seiner Arbeitnehmer entspricht [S1-8.60c]. Außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums den prozentualen Anteil der eigenen Arbeitnehmer, für die Tarifverträge gelten, aufgeschlüsselt nach Regionen, [S1-8.63a] Der Gesamtprozentsatz der Arbeitnehmer, die auf Betriebsebene von Arbeitnehmervertretern
174
abgedeckt sind, mit Angaben auf Länderebene für jedes EWR-Land, in dem das Unternehmen eine erhebliche Zahl von Arbeitnehmern hat.
Abdeckung durch Tarifverträge 
Sozialer Dialog 
Abdeckungsgrad 
Arbeitnehmer - EWR (für Länder mit >50 Arbeitnehmern) 
die > 10 % der Gesamtzahl der Beschäftigten ausmachen 
Arbeitnehmer - Nicht-EWR (Schätzung für Regionen mit > 50 Arbeitnehmern, die > 10 % der Gesamtzahl der Beschäftigten ausmachen) 
Vertretung am Arbeitsplatz 
(nur EWR) (für Länder mit >50  Arbeitnehmern, die > 10 % der Gesamtzahl der Beschäftigten ausmachen  
0-19 % 
Sonstiges Europa 
Sonstiges Europa 3), Nicht-Europa 1)
Sonstiges Europa 1), Sonstiges Europa 4)
20-39 % 
40-59 % 
Belgien 1) 
60-79 % 
Österreich 1)
Österreich 4), Belgien 1)
80-100 % 
Österreich, Belgien, Finnland, Schweden, sonstiges Europa 2)
Nicht-Europa 2) 
Österreich, Belgien, Finnland, Schweden, sonstiges Europa 2)
1) Sonstiges Europa= Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik, Dänemark, Polen, Rumänien; Österreich = Borealis AG - der fehlende Prozentsatz bis 100 Prozent wird durch den GAV selbst ausgeschlossen („Leitende Angestellte“); Belgien = Renasci N.V.; Nicht-Europa = Marokko, Südafrika, Vereinigte Arabische Emirate, Argentinien, Chile, Kolumbien, Mexiko, Südkorea, Singapur, Vereinigte Staaten // 2) Sonstiges Europa = Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Spanien; Nicht-Europa = Brasilien, China // 3) Sonstiges Europa = Türkei, Großbritannien // 4) Österreich = Ecoplast Kunststoff-Recycling GmbH Sonstiges Europa= Spanien
Angabepflicht S1-9 - Diversitätskennzahlen
[S1-9.66a]: Die Geschlechterverteilung nach Anzahl sowie prozentualem Anteil auf der obersten Führungsebene:
Anzahl der Arbeitnehmer der obersten Führungsebene 
2024
Weiblich 
0
Anteil auf der obersten Führungsebene (%) 
0
Männlich 
5
Anteil auf der obersten Führungsebene (%) 
100
Anderes Geschlecht 
0
Anteil auf der obersten Führungsebene (%) 
0
Nicht berichtet 
0
Anteil auf der obersten Führungsebene (%) 
0
Gesamt 
5
[S1-9.AR 71] Borealis definiert Karrierestufen auf der Grundlage der Besoldungsgruppe, in der die Position des Arbeitnehmers angesiedelt ist, wobei 1 die niedrigste und 21 die höchste Besoldungsgruppe darstellt.
Die Karrierestufen bei Borealis sind folgende:
Leitende Angestellte (Executives): Borealis-Vorstand
Advanced: Besoldungsgruppe 14 - Besoldungsgruppe 21
Core: Besoldungsgruppe 11 - Besoldungsgruppe 13
Primary: Besoldungsgruppe 8 - Besoldungsgruppe 10
Entry: Besoldungsgruppe 1 - Besoldungsgruppe 7
175
Das Topmanagement wird definiert als Führungskräfte und Mitarbeiter aus der Gruppe Advanced.
[S1-9.66b]: Die Verteilung der Arbeitnehmer nach Altersgruppen: Unter 30 Jahre alt; 30-50 Jahre alt; über 50 Jahre alt:
Anzahl der Arbeitnehmer
2024
Unter 30 Jahre alt 
709
Anteil der Arbeitnehmer unter 30 Jahren (%) 
11,5
Zwischen 30 und 50 Jahre alt 
3.421
Anteil der Arbeitnehmer zwischen 30 und 50 Jahren (%) 
55,4
Über 50 Jahre alt 
2.043
Anteil der Arbeitnehmer über 50 Jahre (%)  
33,1
Angabepflicht S1-10 - Angemessene Entlohnung
[S1-10.69] Borealis verpflichtet sich, die lokalen Gesetze zu respektieren und zahlt keine Löhne, die unter dem lokalen gesetzlichen Mindestlohn liegen, wie in Tarifverträgen oder ähnlichen Regelungen festgelegt ist.
Angabepflicht S1-11 - Soziale Absicherung
[S1-11.74] Alle Arbeitnehmer von Borealis verfügen über eine soziale Absicherung, entweder durch öffentliche Sozialversicherungsprogramme oder durch vom Unternehmen angebotene Leistungen gegen Verdienstausfälle aufgrund eines der folgenden bedeutenden Lebensereignisse:
[S1-11.74a] Krankheit
[S1-11.74b] Der Versicherungsschutz gegen Arbeitslosigkeit beginnt ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Arbeitnehmer beim Unternehmen beschäftig ist
[S1-11.74c] Arbeitsunfall und Erwerbsunfähigkeit
S1-11.74d] Elternurlaub
[S1-11.74e] Ruhestand
Region
S1-11.74a
S1-11.74b
S1-11.74c
S1-11.74d
S1-11.74e
Österreich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
Belgien
öffentlich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
Finnland
öffentlich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
Schweden
öffentlich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
Sonstiges Europa
öffentlich 1)
öffentlich
öffentlich
öffentlich
öffentlich
Nicht-Europa
öffentlich 2)
öffentlich
öffentlich 2)
öffentlich 2)
öffentlich 2)
1) Öffentlich = organisatorisch in den Niederlanden // 2 ) Öffentlich = Südafrika c organisatorisch; UAE e organisatorisch; Brasilien d nicht zutreffend; USA a&c organisatorisch, d nicht zutreffend
[S1-11.75] Alle Arbeitnehmer von Borealis verfügen über eine soziale Absicherung gegen ein oder mehrere bedeutende Lebensereignisse.  
176
Angabepflicht S1-12 - Menschen mit Behinderungen
[S1-12.79] Prozentsatz der Menschen mit Behinderungen unter den Arbeitnehmern von Borealis, vorbehaltlich rechtlicher Beschränkungen für die Erhebung von Daten: 0,73 % zum 31. Dezember 2024.
[S1-12.80]: Für Arbeitnehmer mit Behinderungen ist keine Aufschlüsselung nach Geschlecht verfügbar (DSGVO).
[S1-12.GB 76]: Die angewandte Methodik war eine Bestandsaufnahme bei allen juristischen Personen in allen Ländern auf Grundlage der rechtlichen Definitionen in dem jeweiligen Land.
Angabepflicht S1-13 - Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung
[S1-13.83a] Prozentsatz der Arbeitnehmer, die an regelmäßigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilgenommen haben, aufgeschlüsselt nach Geschlecht.
[S1-13.83b] Durchschnittliche Anzahl der Schulungsstunden pro Arbeitnehmer, aufgeschlüsselt nach Geschlecht:
Weiblich
Männlich
Andere
Nicht berichtet
Gesamt
2023
2023
2023
2023
2023
Prozentsatz der Arbeitnehmer und (oder) Fremdarbeitskräfte, die an regelmäßigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilgenommen haben
88
84
0
0
85
2024
2024
2024
2024
2024
Durchschnittliche Anzahl der Schulungsstunden pro Arbeitnehmer und (oder) Fremdarbeitskraft
20
25
0
0
24
[S1-13.84], [S1-13.85] Aufschlüsselung nach Arbeitnehmerkategorie für den Prozentsatz der Arbeitnehmer, die an regelmäßigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilgenommen haben, sowie für die durchschnittliche Anzahl der Schulungsstunden pro Arbeitnehmer:
Arbeitnehmerkategorie  
Prozentsatz der Arbeitnehmer, die an regelmäßigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilgenommen haben 2023 1)
Durchschnittliche Anzahl von Schulungsstunden pro Arbeitnehmer 2024 2)
Entry
77,00%
26
Primary
92,00%
26
Core 1)
94,00%
20
Advanced
89,00%
14
Executives
67,00%
6
Nicht klassifiziert 
30,00%
35
1) Leistungsmanagement ist noch nicht eingeführt bei Ecoplast Kunststoffcecycling GmbH, mtm plastics GmbH, DYM SOLUTION CO., LTD, Integra Plastics AD, Rialti S.p.A., Renasci N.V. (kein Leistungsmanagement vorhanden oder nicht-BIP) und Neuzugängen // 2) Durchschnittliche Schulungsstunden ohne DYM SOLUTION CO., LTD , Integra Plastics AD, Rialti S.p.A., Renasci N.V. (Horizon Learning nicht in Verwendung)
177
Angabepflicht S1-14 - Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit
Allen qualitativen und quantitativen Angabepflichten in Bezug auf Gesundheitsschutz und Sicherheit wird am Ende dieses Kapitels in einem separaten Unterkapitel (S1-14 Gesundheitsschutz und Sicherheit) nachgekommen.
Angabepflicht S1-15 - Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben
[S1-15.93a], [S1-15.AR 97], [S1-15.94] 100 % der Arbeitnehmer von Borealis sind berechtigt, eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen in Anspruch zu nehmen. Die Arbeitnehmer haben diesen Anspruch, weil sie unter Regelungen, Unternehmensrichtlinien (Policies), Vereinbarungen oder (Tarif-)Verträge fallen, die Ansprüche auf eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen beinhalten. Sie haben ihren Anspruch an Borealis gemeldet oder das Unternehmen ist sich des Anspruchs bewusst.
[S1-15.93b]: Angabe des Prozentsatzes der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer, die eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen in Anspruch genommen haben, aufgeschlüsselt nach Geschlecht:
Prozentsatz der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer, die eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen in Anspruch genommen haben
2024
Weiblich 
21
Männlich 
15
Nicht berichtet 
0
Gesamt 
16
Angabepflicht S1-16 - Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung)
[S1-16.97a], [S1-16.AR 98] Der Gender Pay Gap wird auf der Grundlage des vertraglichen Grundgehalts und sowohl kurzfristiger als auch langfristiger Anreizpläne (sofern für Mitarbeiter anwendbar) ermittelt. Zusätzlich wird der GPG anhand der vertraglichen Arbeitszeit berechnet: 3 %
[S1-16.97b]: Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Arbeitnehmer (ohne die am höchsten bezahlte Einzelperson): 1:16,69.
[S1-16.97b a] Alle 6.173 Arbeitnehmer wurden in die Berechnung einbezogen. [S1-16.97b i)] Grundgehalt mit kurzfristigem Anreizsystem und langfristigen Anreizsystemen (ggf. Anreizsysteme für Arbeitnehmer) sowie [S1-16.97b b ii] Komponenten wie z. B. Schichtzulage, Überstunden usw. wurden berücksichtigt.
[S1-16.97b b iii] Sachleistungen, wie Autos, private Krankenversicherungen, Lebensversicherungen, Wellness-Programme sind nicht inkludiert.
[S1-16.97b b iv] Borealis ist ein Unternehmen in Privatbesitz, nicht börsennotiert und hat keine Aktienoptionen.
178
Angabepflicht S1-17 - Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten
[S1-17.103a], [S1-17.103b], [S1-17.103c], [S1-17.104], [S1-17.104a] und [S1-17.104b] Offenlegung der Anzahl arbeitsbezogener Vorfälle und/oder Beschwerden sowie schwerwiegender Auswirkungen in Bezug auf Menschenrechte innerhalb der eigenen Arbeitskräfte von Borealis sowie alle damit verbundenen wesentlichen Geldbußen, Sanktionen oder Entschädigungen für den Berichtszeitraum:
2024
Anzahl der Fälle von Diskriminierung 
24
Anzahl der Beschwerden, die über Kanäle, über die  Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können, eingereicht wurden 
90 (Beschwer-
den über soziale Themen und Menschen-
rechtsthemen der Arbeitskräfte des Unterneh-
mens
Anzahl der Beschwerden, die bei den nationalen Kontaktstellen für multinationale Unternehmen der OECD eingereicht wurden 
0
Gesamtbetrag der wesentlichen Geldbußen, Sanktionen und Schadensersatzzahlungen infolge von Verstößen im Zusammenhang mit sozialen Aspekten und Menschenrechten 
0
Zahl der schwerwiegenden Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens 
0
Zahl der schwerwiegenden Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens, die gegen die Grundsätze des UN Global Compact und die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen verstoßen 
0
Gesamtbetrag der Geldbußen, Sanktionen und Schadensersatzzahlungen für schwerwiegende Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens 
0
Zahl der schwerwiegenden Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte, bei denen das Unternehmen eine Rolle spielte und Abhilfemaßnahmen für die Betroffenen eingeleitet hat 
0
ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens (Gesundheitsschutz und Sicherheit)
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen (Gesundheitsschutz und Sicherheit)
Angabepflicht S1-1 – Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens (Gesundheitsschutz und Sicherheit)
Zu den Richtlinien von Borealis in Bezug auf den Schutz der Gesundheit und Sicherheit der eigenen Belegschaft gehören die Responsible-Care-Policy, die Policy für das Managementsystem sowie die Policy für das Management von Vorfällen und das Lernen aus Vorfällen.
[S1-1.19a] Die wichtigsten Inhalte der einzelnen Policies werden im Folgenden erläutert.
Responsible-Care-Policy
Mit dieser Policy verpflichtet sich Borealis zur Einhaltung der Richtlinien der Responsible Care Global Charter, einer freiwilligen Initiative der chemischen Industrie zur Verbesserung der Leistungen im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE) [S1-1.19d]. Die Erklärung zur
179
Responsible-Care-Policy sowie die Leitprinzipien für die konzernweite Umsetzung von Responsible Care bei Borealis spiegeln wider, wie sehr sich der Konzern für den Schutz von Mensch und Umwelt engagiert, indem er HSE-Standards in den Anlagen, Prozessen und Technologien verbessert und eine Führungskultur pflegt, die ein sicheres Chemikalienmanagement in den Vordergrund stellt.
Die Leitprinzipien von Responsible Care sind folgende:
Kultur der Unternehmensführung (Corporate Leadership Culture): Globale Unterstützung eines sicheren Chemikalienmanagements.
Schutz der Menschen und der Umwelt: Verbesserung von Leistung und Sicherheit in der gesamten Lieferkette.
Stärkung der Managementsysteme für Chemikalien: Beteiligung an der Entwicklung und Umsetzung von Rechtsvorschriften und Best Practices im Bereich der Sicherheit von Chemikalien.
Einflussnahme auf Geschäftspartner zur Förderung eines sicheren Chemikalienmanagements in ihren jeweiligen Betrieben.
Einbeziehung der Interessenträger, um deren Anliegen zu verstehen und offen über Leistung und Produktsicherheit zu kommunizieren.
Einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten: Durch Leistungssteigerungen und erweiterte wirtschaftliche Möglichkeiten sowie die Entwicklung innovativer Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen.
Management-System-Policy 
Diese Policy von Borealis für das HSE-Management unterstreicht das Engagement des Konzerns für höchste Verantwortungsstandards im operativen Bereich, zum Schutz der Umwelt, des Klimas, der Vermögenswerte, der öffentlichen Gesundheit und der Sicherheit der Mitarbeiter. Die Policy beschreibt, wie sich Borealis dazu verpflichtet, die Energieeffizienz zu verbessern, alle relevanten Gesetze und Vorschriften einzuhalten und eine führende Position im Bereich HSE innerhalb der Branche anzustreben. Die Policy wird durch ein Managementsystem untermauert, das die Anforderungen von ISO 14001, ISO 50001 und ISO 45001 integriert. Das HSE-Managementsystem ist ein integraler Bestandteil des gesamten Managementrahmens von Borealis und spiegelt die zentralen Werte des Konzerns wider, nämlich den Umweltschutz und das Wohlergehen der Mitarbeiter und Gemeinden.
Incident-Management und Learning-from-Incidents-Policy 
Diese Policy beschreibt einen systematischen Ansatz für die Klassifizierung, Meldung, Berichterstattung und Untersuchung von Vorfällen bei Borealis in den Bereichen HSE und Qualität sowie im operativen Bereich (Operational Adverse Events). Sie umfasst auch die Festlegung von Präventiv- und Korrekturmaßnahmen. Die Policy stellt sicher, dass alle Vorfälle einheitlich nach der Methode The Borealis Way gehandhabt werden, die einen systematischen und strukturierten Rahmen für das Vorfallmanagement in der gesamten Organisation bietet. Die Ziele der Policy sind die unverzügliche Meldung aller Vorfälle, die gründliche Untersuchung von Vorfällen mit potenziell schwerwiegenden Folgen sowie die Festlegung und Umsetzung von Maßnahmen, um das Risiko eines erneuten Auftretens so gering wie möglich zu halten. Diese Policy deckt nicht die unmittelbare Reaktion auf Vorfälle ab, sondern schreibt die Einhaltung der lokalen gesetzlichen Vorschriften vor, die Vorrang haben.
180
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 
Die Policies befassen sich mit den folgenden wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen:
Negative Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter;
Positive Auswirkungen auf die Sicherheit der Mitarbeiter und ihr Verhalten, auch im Privatleben. Dies resultiert in einem Arbeitsplatz, an dem die Mitarbeiter gerne arbeiten, und verringert psychische Belastungen; und
Chancen, die Produktivität und das Engagement der Mitarbeiter zu steigern, den Ruf von Borealis als verantwortungsbewusstes Unternehmen zu stärken, finanzielle Schäden zu vermeiden und die Rentabilität von Borealis zu sichern.
[S1-1.AR 10] An den Policies wurden keine wesentlichen Änderungen vorgenommen. Der Klimaaspekt wurde in der Responsible Care Policy sowie in anderen HSE-Richtlinien, -Prozessen und -Verfahren klarer formuliert.
[S1-1.19b] Der Geltungsbereich der einzelnen Policies wird im Folgenden dargelegt:
Responsible-Care-Policy
Diese Policy gilt für alle Borealis Unternehmen und Tochtergesellschaften (wie unten beschrieben). Bei Unternehmen, bei denen Borealis keine direkte Kontrolle über das Management hat (z. B. Joint Ventures), arbeitet Borealis mit dem Unternehmen zusammen, um sicherzustellen, dass es die Hauptziele dieser Policy durch das lokal geführte Managementsystem erfüllt. Dies wird durch den Vice President der Growth Sparte vorangetrieben, der Borealis im Vorstand des Joint Ventures vertritt.
Management-System-Policy 
Diese Policy des Konzerns gilt für alle Unternehmen und Tochtergesellschaften von Borealis.
Incident-Management und Learning-from-Incidents-Policy 
Der Geltungsbereich dieser Policy ist umfassend und schreibt vor, dass alle Vorfälle innerhalb von Borealis, unabhängig von ihrer Art, gemäß der festgelegten Prozessbeschreibung zu behandeln sind.
[S1-1.19f] Die Responsible-Care-Policy wird den potenziell betroffenen Interessenträgern auf der Borealis Website zur Verfügung gestellt. Die Policies für das „Management System“ sowie für die „Incident-Management und Learning-from-Incidents-Policy“ werden den Mitarbeitern des Konzerns zudem über das interne Dokumentenmanagementsystem zur Verfügung gestellt. Die Policies werden auch intern kommuniziert, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter informiert sind und ihren Inhalt verstehen.
[S1-1.19c] Der Chief Executive Officer (CEO) ist sowohl für das Rahmenwerk der Responsible-Care-Policy als auch für deren Umsetzung in der gesamten Organisation sowie für die Festlegung von Zielen und die Bewertung der Ergebnisse verantwortlich. Der CEO führt auch den Vorsitz im Policy Committee und berichtet dem Aufsichtsrat über die Leistung in Bezug auf diese Policies und die Fortschritte des Unternehmens bei der Erreichung seiner Ziele.
Der Vice President of Health, Safety, Environment, and Quality (VP HSEQ) ist für die „Management-System-Policy“ sowie für deren Umsetzung und strikte Einhaltung der festgelegten Grundsätze verantwortlich. Zudem berichtet er dem Vorstand über die Ergebnisse,
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das Erreichen der Ziele und den Fortschritt der laufenden Programme zur kontinuierlichen Verbesserung.
Das Vorstandsmitglied für Base Chemicals & Operations obliegt gemäß der „Incident-Management und Learning-from-Incidents-Policy“ die strikte Meldung, Nachverfolgung und schnelle Schadensbegrenzung von bzw. bei Vorfällen. Dazu gehört auch die Sicherstellung, dass diese Verfahren im gesamten Unternehmen einheitlich angewandt werden, um auf diese Weise die Integrität des HSE-Rahmens aufrechtzuerhalten.
[S1-1.19e] Das HSE-Managementsystem des Konzerns wird in Zusammenarbeit mit den lokalen HSE-Teams und den wichtigsten Interessenträgern entwickelt und von einem Kernteam von Fachleuten geleitet. Vor der offiziellen Freigabe der Policy durch das Sustainability and Responsible Care Committee (Ausschuss für Nachhaltigkeit und Responsible Care) führt Borealis ein gründliches Genehmigungs- und Überprüfungsverfahren durch. An jedem Standort gibt es einen HSE-Manager, der die Umsetzung und Aktualisierung der HSE-Verfahren überwacht und sicherstellt, dass diese im gesamten operativen Bereich von Borealis effektiv eingeführt und beibehalten werden. Die Wirksamkeit der Umsetzung wird im Rahmen von Blue Audits bewertet, die alle fünf Jahre stattfinden und dazu dienen, an jedem Standort die Einhaltung der Teilprozesse zu überprüfen (weitere Informationen siehe [S1-4.41]). Jährlich werden formelle Managementbewertungen durchgeführt, um zu überprüfen, ob das HSE-Managementsystem effektiv eingeführt wurde, und um Verbesserungsmaßnahmen und Rückmeldungen in den Strategie- und Planungsprozess zu ermitteln.
[S1-1.20b] Borealis legt Wert auf eine offene und transparente Kommunikation mit seinen Mitarbeitern, um ein Umfeld zu schaffen, das von gegenseitigem Respekt und Zusammenarbeit geprägt ist. Das Unternehmen verwendet die folgenden Methoden, um mit seiner Belegschaft in Kontakt zu treten:
Persönlicher Austausch durch Engagement Walks mit Führungsteams und Gespräche mit Führungskräften zum Thema Sicherheit;
Regelmäßige Leistungsbeurteilungen und Feedbackgespräche zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten, in denen es um Entwicklung, Weiterbildungspläne und Aspekte des Wohlergehens geht;
Das Intranet, Townhall-Meetings, die jährliche Executive Board Tour, CEO-Webinare und ähnliche Veranstaltungen, um die Mitarbeiter einzubeziehen und sie zu informieren;
Regelmäßige „Pulse Check“-Umfragen unter den Mitarbeitern, um die Stimmung in der Belegschaft zu ermitteln und Erkenntnisse zu gewinnen;
Ideenmanagement über das Intranet , ergänzt durch lokale Ideenboxen, um Innovation und Beteiligung aller Mitarbeiter zu fördern;
Safety Days (Sicherheitstage), sie sind eine wichtige Initiative, um die Bedeutung der Sicherheit zu unterstreichen und das Bewusstsein dafür unter den Mitarbeitern zu schärfen; und
Ständige Konsultation der Belegschaft durch lokale HSE-Teams, kaskadierende HSE-Ausschüsse und ein HSE-Forum.
Weitere Einzelheiten sind in Abschnitt [S1-2] zu finden.

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[S1-1.23] Borealis hat die folgenden Policies und Managementsysteme zur Unfallverhütung am Arbeitsplatz eingeführt:
Ein konzernweites Managementsystem nach ISO 45001;
Anweisungen zum Risikoregister, zur Risikoprävention und zum Risikomanagement im operativen Bereich von Borealis, in denen die Prozesse zur Identifizierung und Einstufung von Risiken innerhalb der Organisation detailliert beschrieben werden;
Die Policy für das Management von Vorfällen und das Lernen aus Vorfällen, die den Prozess des Lernens aus Vorfällen beschreibt und wesentlich dazu beiträgt, die Wiederholung von Arbeitsunfällen zu verhindern;
Eine HSE-Datenbank, die jeden Monat aktualisiert wird und aktuelle Daten über Vorfälle und andere wichtige Sicherheitsindikatoren liefert;
Monatliche Nachverfolgung und Berichterstattung über die Performance in Sachen Anlagensicherheit in Übereinstimmung mit den API 754-Normen;
Die Loss of Primary Containment-Pyramide des Konzerns. Sie umfasst weitere wichtige Indikatoren, die einen proaktiven Ansatz für das Sicherheitsmanagement unterstützen; und
Monatliche Leistungsberichte, die an den Vorstand und alle Mitglieder der Organisation weitergeleitet werden, um eine offene und engagierte Sicherheitskultur zu fördern.
[S1-1.AR 14] Die Strategie des Unternehmens zur Vermittlung seiner Policies an die Belegschaft umfasst eine Vielzahl von Tools und Kanälen, die auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sind, darunter sind folgende:
Kampagnen des Konzerns und lokale Initiativen: Borealis nutzt sowohl globale Kampagnen als auch lokale Initiativen, um seine HSE-Konzepte zu kommunizieren. Dadurch wird sichergestellt, dass die Botschaften konsistent sind und dennoch an die lokalen Bedürfnisse und Vorschriften angepasst werden können.
HSE-Forum: Auf Standortebene überprüfen die Leitung und das Team für Gesundheit und Sicherheit die Leistungen in diesem Bereich und fördern so ein proaktives Umfeld für kontinuierliche Verbesserungen. An jedem Standort findet ein HSE-Forum statt, an dem Arbeitnehmervertreter teilnehmen, um das HSE-Managementsystem zu erörtern und die Beteiligung der Mitarbeiter an Maßnahmen, die der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz dienen, zu fördern.
B-Safe-Programm: Als Teil von Borealis' Engagement für null Unfälle zielt dieses Programm auf fünf kritische Sicherheitsbereiche ab: Stärkung des Einflusses der Führungsebene auf sicheres Verhalten, Verfeinerung der Sicherheitsprozesse, Verbesserung des Risikobewusstseins und der Entscheidungsfindung, Lernen aus Vorfällen, um eine Wiederholung zu verhindern, und Förderung einer proaktiven Sicherheitskultur bei Borealis.
Weiterbildung zu den Life-Saving Rules: Diese obligatorischen Weiterbildungen schulen die Mitarbeiter von Borealis zu wichtigen Sicherheitsprotokollen. Sie werden in mehreren Sprachen angeboten, um das Verständnis und die Umsetzung zu gewährleisten.
Onboarding von Auftragnehmern: Borealis verfügt über einen umfassenden Onboarding-Prozess für Auftragnehmer, der detaillierte Einweisungen zu den HSE-Richtlinien und den Erwartungen des Unternehmens sowie zur Bedeutung umfasst, die die Einhaltung der Vorschriften für die Sicherheit aller Beteiligten hat.
Vorträge der Sicherheitsbeauftragten: Regelmäßige Vorträge von Sicherheitsbeauftragten unterstreichen die Bedeutung von Sicherheitskonzepten und bieten ein Forum für Diskussionen und Feedback.
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Safety Stand Downs: Bei verschiedenen Projekten und an verschiedenen Standorten führt Borealis so genannte Safety Stand Downs durch, bei denen die Arbeit unterbrochen wird, um Sicherheitsfragen zu erörtern und sicherzustellen, dass die Sicherheitsbotschaft sowohl vermittelt als auch in den täglichen Betrieb integriert wird.
Engagement Walks zum Thema Sicherheit: Sie beziehen die Belegschaft in sinnvolle Diskussionen über Sicherheitskonzepte ein, fördern einen wechselseitigen Dialog und die kollektive Verantwortung für die Sicherheit. Die Engagement Walks konzentrieren sich auf menschliches Verhalten und bieten positives Feedback zu vorbildlichen Verfahren und Vorgehensweisen, während gleichzeitig potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Arbeit angesprochen werden.
[S1-1.AR 17a] Borealis verfügt über Policies und Verfahren, die Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrung als grundlegende Kriterien für die Rekrutierung, Vermittlung, Weiterbildung und Beförderung auf allen Ebenen des Unternehmens in den Vordergrund stellen. Das Unternehmen ist sich bewusst, dass es für bestimmte Personen schwieriger sein kann, diese Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrungen zu erwerben. Aus diesem Grund stellt Borealis sicher, dass die grundlegenden HSE-Kompetenzen, wie sie in dem Leitfaden „HSE-Schulung für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ beschrieben sind, über das Horizon SuccessFactors-System zugänglich sind und überwacht werden. Dieser Ansatz ermöglicht es Borealis, alle Mitarbeiter in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und gleichzeitig die Gesundheits- und Sicherheitsstandards in der Arbeitsumgebung zu verbessern.
Angabepflicht S1-2 - Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen (Gesundheitsschutz und Sicherheit)
[S1-2.27a] Die Zusammenarbeit erfolgt direkt mit der eigenen Belegschaft und den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften in HSE-Foren (siehe [S1-1.20b]).
[S1-2.27b] Die folgenden Schritte werden unternommen, um die Mitarbeiter von Borealis zum Thema Gesundheit und Sicherheit zu informieren:
Engagement-Walks (siehe [S1-1.AR 14]);
Safety Stand Downs (siehe [S1-1.AR 14]);
Ein „Workplace Survey“, eine Umfrage am Arbeitsplatz, die alle fünf Jahre stattfindet und Feedback zu verschiedenen Aspekten der Arbeitsumgebung einholt, um eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen zu gewährleisten; und
Ein „Pulse Check Survey“, eine jährllich stattfindende Umfrage, die anonym durchgeführt wird und für alle Borealis-Mitarbeiter zugänglich ist. Diese Umfrage beinhaltet eine spezielle Frage zur Einhaltung der Verpflichtungen des Konzerns in Bezug auf die Sicherheit. Die Arbeitnehmer sind aufgefordert, ihre positiven und negativen Wahrnehmungen des Engagements von Borealis im Bereich der Nachhaltigkeit mitzuteilen, wie z. B. die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks, die Förderung der Vielfalt und die Wahrung der Menschenrechte sowie die Schnelligkeit und Effektivität, mit der Sicherheitsfragen behandelt werden. Die gesammelten Rückmeldungen werden an das Managementteam weitergeleitet und sind ein Schlüsselelement für die Entwicklung von Plänen zur Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsverfahren des Konzerns.
[S1-2.27c] Der Standortleiter ist für die Wirksamkeit der Engagement Walks verantwortlich. Er stellt sicher, dass Feedback so angemessen adressiert wird, wie dies im HSE-Dokument des Konzerns, das die Durchführung dieser Rundgänge festlegt, beschrieben wird. Die lokalen
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HSE-Unterausschüsse überwachen die Durchführung der Engagement Walks. Sie sind für die Erfassung und Aufzeichnung von Rückmeldungen in Synergi verantwortlich, dem HSE-Management-Tool von Borealis. Die Business Partner von P&C sind gemeinsam mit den Führungskräften für die Durchführung und Überwachung der Ergebnisse der jährlich stattfindenden Pulse Check-Umfrage verantwortlich. Die alle fünf Jahre stattfindenden Arbeitsplatzumfragen werden von den lokalen HSE-Kräften und den Führungskräften durchgeführt.
[S1-2.27e] Borealis bewertet die Effektivität seiner Zusammenarbeit mit seinen eigenen Arbeitskräften wie folgt:
Umfragen am Arbeitsplatz und Pulse Checks: Borealis führt eine gründliche Analyse der gesammelten Daten durch, um verbesserungswürdige Bereiche zu ermitteln. Auf der Grundlage dieser Analyse legt der Konzern Maßnahmenpläne zur Behebung der aufgedeckten Probleme fest. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird dann durch die Analyse der Ergebnisse des anschließenden Pulse Checks und der Arbeitsplatzumfrage gemessen. Dies bietet dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Fortschritte zu messen und notwendige Anpassungen seiner Einbeziehungsstrategien vorzunehmen.
Engagement Walks: Das Verfahren zur Bewertung der Wirksamkeit von Engagement Walks wird in Abschnitt [S1-2.27c] beschrieben.
Safety Stand Downs: Borealis verfügt derzeit nicht über ein formelles Verfahren zur Bewertung der Wirksamkeit von Safety Stand Downs.
Angabepflicht S1-3 - Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können (Gesundheitsschutz und Sicherheit)
[S1-3.32a] Borealis hat eine Reihe von Prozessen eingeführt, die darauf abzielen, etwaige negative Auswirkungen auf die eigenen Arbeitskräfte und die mit ihnen verbundenen Personen anzusprechen und abzumildern. Dazu gehören die Verfahren des Konzerns zur Meldung von Unfällen und Vorfällen. Im Rahmen dieser Verfahren werden die Mitarbeiter geschult und sind verpflichtet, Unfälle und Vorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen und der festgelegten Meldehierarchie zu melden. Der Meldeprozess bis hin zur Durchführung von Abhilfemaßnahmen wird im Rahmen eines HSE-Programms durch einen Prüfpfad nachverfolgt und überwacht. Vorfälle und Unfälle werden anschließend von Fachexperten für Gesundheit und Sicherheit bearbeitet, und es werden in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen Maßnahmen umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird anschließend gesondert bewertet.
[S1-3.32e] Darüber hinaus überwacht Borealis monatlich die Trends. Dazu gehört die Verfolgung und Überwachung der Rate der abgeschlossenen Maßnahmen (Abschlusszeit im Vergleich zum Fälligkeitszeitpunkt) und der Reaktionsrate (ergriffene Maßnahmen im Vergleich zur Registrierung des Vorfalls).
Weitere Informationen über die Verfolgung und Überwachung von Problemen finden Sie in Kapitel [G1-1.10a, e].
[S1-3.32b] Borealis hat die folgenden Kanäle eingerichtet, über die Mitarbeiter ihre Anliegen oder Bedürfnisse direkt an das Unternehmen herantragen können, so dass es auf sie eingehen kann:
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Direkte Kommunikation: Die Mitarbeiter können Bedenken zu Gesundheits- und Sicherheitsthemen direkt mit ihrem Vorgesetzten, den Abteilungsleitern oder den Sicherheitsbeauftragten besprechen. Jeder Mitarbeiter von Borealis hat außerdem Zugang zu Synergi, der Software des Konzerns für das Management von Vorfällen. Hier kann er Beinaheunfälle melden.
Whistleblowing: Bedenken in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit können auch über die Whistleblowing-Plattform des Konzerns gemeldet werden, die in Kapitel [G1-1.10c i] ausführlich beschrieben wird.
[S1-3.32c] Das Einreichen von Beschwerden und die Mechanismen zu ihrer Bearbeitung sind in Kapitel [G1-3.18] beschrieben.
[S1-3.32d] Das Unternehmen stellt sicher, dass die Kanäle für die eigenen Arbeitskräfte durch eine robust gestaltete IT-Infrastruktur verfügbar sind und sie durch entsprechende Schulungen und Kommunikation entsprechend sensibilisiert werden. Einzelheiten zu Schulungen und der Kommunikation mit den eigenen Arbeitskräften des Konzerns finden sich in Kapitel [G1-1.10g].
[S1-3.33] Inwieweit die eigenen Arbeitskräfte diese Strukturen und Verfahren kennen und ihnen vertrauen, wird durch die Analyse der Nutzung von Synergi bewertet, dem Berichtssystem des Konzerns. Mit mehr als 9.000 Berichten, die jährlich von mehr als 6.000 Mitarbeitern erstellt werden, verfügt Borealis über wesentliche Belege dafür, dass ein hohes Maß an Vertrauen in das System besteht und es in der gesamten Organisation anerkannt ist. Dieses Vertrauen ist kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Bemühungen Schulungen und die Verwendung des Berichtssystems in den Onboarding-Prozess für alle Arbeitnehmer zu integrieren. Borealis überwacht aktiv die Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter das Meldesystem effektiv nutzen können. Dieses Bekenntnis zur Weiterbildung ist ein Eckpfeiler des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses des Konzerns. Borealis überwacht die Häufigkeit der Meldung von Vorfällen (pro 1 Million Arbeitsstunden), um festzustellen, ob die Zahl der gemeldeten Vorfälle (sowohl tatsächliche Vorfälle als auch Beinaheunfälle) zurückgeht, was ein Zeichen für das Vertrauen und die Offenheit der Organisation ist. Borealis führt jährlich eine anonyme Befragung (Pulse Check) aller seiner Mitarbeiter durch, bei der sie u. a. gefragt werden, ob sie der Meinung sind, dass „in unserem Unternehmen Sicherheitsprobleme schnell und effektiv angegangen werden.“ Diese Informationen stehen auf Konzern- und Abteilungsebene zur Verfügung, um Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln.
Weitere Informationen, einschließlich des Ansatzes des Konzerns zur Verhinderung von Vergeltungsmaßnahmen, sind in Kapitel [G1-1.10a] zu finden.
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Angabepflicht S1-4 - Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen (Gesundheit und Sicherheit)
[S1-4.37a] Folgende Schlüsselmaßnahmen wurden ergriffen und sind geplant:
Weiterbildung und Kompetenzen
Optimierung der bestehenden Sicherheitszentren des Konzerns und Einrichtung neuer Schulungseinrichtungen für das praktische Training zu den Life-Saving Rules (LSR).
Festlegung des Betriebsmodells für lokale Sicherheitszentren, Ermittlung von (internen und/oder externen) Ausbildern, Schulung der lokalen Ausbilder und Festlegung organisatorischer Aspekte.
Entwicklung eines Weiterbildungsplans für das Sicherheitszentrum über drei Jahre.
Durchführung von gezielten und praxisnahen LSR-Schulungen für alle Arbeitnehmer des Konzerns sowie für Mitarbeiter von Auftragnehmern, die mit bestimmten Aufgaben betraut sind.
Upgrade der virtuellen LSR-Schulungsanwendung G-Learning, die auf Gamification basiert, und Bereitstellung dieser Anwendung für die Mitarbeiter von Borealis über die Plattform Horizon My Success Factors.
HSE-Kultur
Abschluss des Safety Culture Programms B-Safe im Juni 2024, in dessen Rahmen 5.543 Arbeitnehmer von Borealis zu den Grundlagen der verhaltensbasierten Sicherheit geschult wurden. Mehr als 700 Führungskräfte wurden in einer dreitägigen Sitzung geschult, alle anderen Mitarbeiter in einer eintägigen Sitzung. Darüber hinaus wurden 37 B-Safe-Coaches in einer einwöchigen Schulung ausgebildet, um die Standorte bei der Weiterentwicklung des B-Safe-Konzepts vor Ort zu unterstützen.
Programme zur Gesundheitsprävention
Mindestens drei Programme zur Gesundheitsprävention anbieten, darunter eines, das sich auf das psychische Wellbeing konzentriert.
Sicheres Verhalten und Compliance
Sicherstellen, dass Führungskräfte vierteljährlich Gespräche über die Sicherheit (Safety Leadership Talks) führt.
Zero Incidents (keine Vorfälle) und menschliche Faktoren
Geschulte Incident Investigators zur unabhängigen Überprüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen durch Stichproben aus Vorfällen der Stufe 3+ sowie aus Vorfällen mit hohem Schadenspotenzial. Zwölf Incident Investigators wurden für die Stufe 1 wurden in der Top-Set-Methodik geschult. Mehr als 90 Mitarbeiter von Borealis wurden von internen L1-Ausbildern zu Ermittlern der Stufe 2 ausgebildet. Je nach Schwere des Vorfalls werden diese geschulten Mitarbeiter als Incident Investigators eingesetzt.
Alle Untersuchungen schwerwiegender Vorfälle werden innerhalb von 70 Tagen nach dem Vorfall von einem EVP, SVP oder VP überprüft, um die daraus gezogenen Lehren festzuhalten.
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[S1-4.40b] Alle oben genannten Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Sicherheit tragen dazu bei, Chancen zur Steigerung der Produktivität und des Engagements der Mitarbeiter zu nutzen, den Ruf von Borealis als verantwortungsbewusstes Unternehmen zu stärken, finanzielle Schäden zu vermeiden und die Rentabilität von Borealis zu sichern.
[S1-4.37b] Die Schlüsselmaßnahmen haben folgenden Umfang:
Weiterbildung und Kompetenzen
Die LSR-Initiative konzentriert sich auf:
oDie Borealis-Sicherheitszentren in Porvoo, Beringen, Stenungsund, Schwechat, Kallo, Antwerpen und Linz;
oDie gemeinsamen Zentren von Borealis und OMV in Burghausen.
Eine Light Version der Sicherheitszentren wird an kleineren Standorten wie Monza, Rockport und Itatiba eingeführt.
-An den Standorten sollten lokale Ausbilder für das Betriebsmodell des Sicherheitszentrums zur Verfügung stehen.
- Jeder Standort sollte über einen Weiterbildungsplan verfügen, der mindestens die folgenden Informationen enthält: Zielgruppen, Anzahl oder Prozentsatz der zu schulenden Mitarbeiter.
-Alle Mitarbeiter an den Standorten sollten die erforderliche praktische LSR- Die virtuelle LSR-Anwendung ist obligatorisch und wird 2025 für alle Mitarbeiter von Borealis eingeführt.
HSE-Kultur
-Das Unternehmen wird das B-Safe-Sustain-Programm fortsetzen, indem die B-Safe-Coaches die Führungskräfte vor Ort aktiv coachen.
Programme zur Gesundheitsprävention
-Das Angebot von mindestens drei Gesundheitspräventionsprogrammen ist an allen Standorten umzusetzen.
Sicheres Verhalten und Compliance
-Die Gespräche zur Sicherheit (Safety Leadership Talks) sind flächendeckend an allen Standorten einzuführen.
Zero Incidents (keine Vorfälle) und menschliche Faktoren
-Geschulte Incident Investigators sollten in der Lage sein, Vorfälle an allen Standorten zu bearbeiten.
-Lokale Berichte zur Verifizierung von Vorfällen werden überprüft, und die Ergebnisse, die sich auf systemische Fragen beziehen, werden im Gremium des Konzerns zur Untersuchung von Vorfällen vorgestellt und diskutiert.
[S1-4.37c] Die Zeithorizonte für die Durchführung der Schlüsselmaßnahmen lauten wie folgt:
Weiterbildung und Kompetenzen
-Alle acht Sicherheitszentren sollen im Jahr 2024 eingerichtet werden.
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-Die Initiative für das lokale Betriebsmodell für die Sicherheit soll bis 2024 umgesetzt werden.
-Der Weiterbildungsplan soll mit einem Dreijahreshorizont, beginnend im Jahr 2024, entwickelt werden.
-Die Quote der abgeschlossenen LSR-Schulungen sollte im Rahmen des Ausbildungsprogramms vierteljährlich überwacht und im Jahr 2025 umgesetzt werden.
HSE-Kultur
-Das B-Safe-Weiterbildungsprogramm wurde im Juni 2024 abgeschlossen. Die B-Safe-Reise wird standardmäßig fortgesetzt, und zwar durch aktives Coaching und Nachschulung im Dreijahresrhythmus für alle Führungskräfte und als Teil der Einarbeitung neuer Arbeitnehmer.
Programme zur Gesundheitsprävention
-Die drei Gesundheitspräventionsprogramme sollten jährlich durchgeführt werden.
Sicheres Verhalten und Compliance
-Die vierteljährlichen Gespräche über die Sicherheit (Safety Leadership Talks) sollen im Jahr 2024 beginnen.
Zero Incidents (keine Vorfälle) und menschliche Faktoren
-Geschulte Ermittler (Incident Investigators) für Vorfälle sollten bis 2024 in der Lage sein, Vorfälle an allen Standorten zu bearbeiten. (2) Die Überprüfung der lokalen Berichte zur Verifizierung von Vorfällen und die Auswahl von Feststellungen, die sich auf systemische Fragen beziehen, sollten 2024 beginnen.
[S1-4.38a] Alle gesundheits- und sicherheitsbezogenen Maßnahmen unter [S1-4-37a] zielen darauf ab, negative Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer zu verhindern oder zu mindern. Die umfassende Weiterbildung in den Sicherheitszentren sorgt für ein umfassendes Verständnis der Life-Saving Rules, und zwar sowohl bei den eigenen Arbeitskräften von Borealis als auch bei jenen in der Wertschöpfungskette. Dadurch werden schwere Unfälle verhindert und sicherere Arbeitsbedingungen geschaffen. Das B-Safe-Programm verbessert das allgemeine Sicherheitsverhalten der eigenen Arbeitskräfte des Konzerns und der Mitarbeiter in der Wertschöpfungskette und schafft eine Kultur, in der jeder auf den anderen achtet, um kleine oder große Vorfälle zu verhindern. Vierteljährliche Safety Leader Talks mit der Belegschaft über sicherheitsrelevante Aspekte geben ein gutes Beispiel und tragen zur Verbesserung der Sicherheitskultur bei. Der Borealis Konzern benötigt geschulte Untersuchungsleiter (Investigation Leaders), um die Ursachen von Vorfällen herauszufinden und Maßnahmen festzulegen, damit aus diesen Vorfällen möglichst viele Lehren gezogen werden können, die dann im gesamten Konzern verbreitet werden, um das Risiko eines erneuten Vorfalls zu verringern. Da alles an der Unternehmensspitze beginnt, ist es wichtig, dass das Topmanagement ein tiefes Verständnis der Ursachen schwerer Vorfälle hat, um diese in ihren Managementteams angehen und die Leistung verbessern zu können.
[S1-4.38b] Es wurden keine Abhilfemaßnahmen ergriffen. [S1-4.38c] Es gibt keine zusätzlichen Maßnahmen mit dem primären Zweck, positive Auswirkungen zu erzielen, außer den bereits unter [S1-4.37a] genannten.
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[S1-4.38d] Wie in [S1-1.20b], [S1-2.27b] und [S1-4.37a] beschrieben, wird die Wirksamkeit der Maßnahmen durch verschiedene Evaluierungen, unabhängige Überprüfungen und Erhebungen verfolgt und bewertet.
Darüber hinaus gibt es Mechanismen, um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Initiativen im Hinblick auf die Ergebnisse für die Belegschaft zu verfolgen und zu bewerten. Insbesondere wird das B-Safe-Sustain-Programm überwacht und bewertet, um eine signifikante Veränderung der Sicherheitskultur an allen Standorten von Borealis zu gewährleisten. Dies wird durch eine B-Safe-Governance-Struktur erreicht, die leitende B-Safe-Sponsoren auf Konzernebene und B-Safe-Sponsoren innerhalb der lokalen Führungsteams an jedem Standort umfasst. Diese Sponsoren treiben das Programm in Zusammenarbeit mit lokalen B-Safe-Coaches auf der Grundlage von vier Schwerpunktbereichen voran, die durch umfassendes Feedback ermittelt wurden, dass die Mitarbeiter in den Schulungen gegeben haben. Um systematischen Fortschritt und Rechenschaftspflicht zu gewährleisten, werden alle Maßnahmen in Synergi aufgezeichnet und unterliegen monatlichen Nachkontrollen, wodurch ein transparenter und strukturierter Prozess für die laufende Bewertung und kontinuierliche Verbesserung geschaffen wird.
[S1-4.39] Um als Reaktion auf tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen auf die eigenen Arbeitskräfte die geeigneten Maßnahmen zu ermitteln, bezieht Borealis Interessenträger ein. Durch die Einbeziehung seiner Mitarbeiter sowie von Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften erhält Borealis wertvolle Einblicke in mögliche negative Auswirkungen und versteht die Perspektiven und Bedenken seiner Interessenträger. Darüber hinaus hält Borealis die gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Vorschriften ein, indem das Unternehmen seine internen Verfahren mit den einschlägigen Arbeitsgesetzen, Vorschriften und internationalen Menschenrechtsstandards in Einklang bringt. Weitere Informationen zur Einbeziehung der Interessenträger finden Sie in [S1-2.27b].
[S1-4.41] Borealis führt regelmäßig Sicherheitsaudits und -inspektionen durch, um die gesetzlichen Anforderungen und internen Standards zu überprüfen und seine Ziele in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zu erreichen.
Eine wichtige Säule im Auditierungsprozess von Borealis ist ein umfassendes internes Auditsystem, die sogenannten Blue Audits. Bei diesen Audits wird die Compliance mit den HSE-Systemen und -Anforderungen an jedem Standort bewertet, wobei der Schwerpunkt auf der Sicherheit von Menschen, der Anlagensicherheit und den Umweltstandards liegt. Die Blue Audits werden in einem fünfjährigen Zyklus durchgeführt und umfassen eine gründliche drei- bis viertägige Prüfung der Einhaltung des Konzernstandards zur Prüfung von HSE-Risiken (Auditing of HSE Risks) durch den jeweiligen Standort. Während dieser Audits werden alle Feststellungen sorgfältig im Synergi-System erfasst. Fachexperten validieren die zu ergreifenden Maßnahmen, und der rechtzeitige Abschluss dieser Maßnahmen wird durch einen spezifischen Leistungsindikator überwacht. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird dann im nachfolgenden Auditzyklus bewertet.
[S1-4.43] Borealis stellt angemessene finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung, einschließlich Schulungen und Entwicklungsangebote für Mitarbeiter im Bereich Gesundheit und Sicherheit, um ihnen zu helfen, die signifikanten Auswirkungen auf die eigenen Arbeitskräfte des Unternehmens zu verstehen und zu bewältigen.
[ESRS 2 MDR-A.69a] Das B-Safe-Programm, das im Jahr 2023 begonnen und im Juni 2024 erfolgreich abgeschlossen wurde, wurde unter der Leitung von Dss+ durchgeführt. Das
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Programm stellte eine Gesamtinvestition von 2,8 Millionen Euro dar, ohne Reisekosten und Zeitaufwand der internen Mitarbeiter.
Kennzahlen und Ziele – Angabepflicht in Bezug auf S1 Arbeitskräfte des Unternehmens (Gesundheitsschutz und Sicherheit)
[ESRS 2 MDR-M.75] Borealis verwendet zur Bewertung seiner Leistung und Effektivität im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit die folgenden Kennzahlen:
Die Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen und Erkrankungen;
Die Zahl und Rate der meldepflichtigen Arbeitsunfälle;
Die Zahl der meldepflichtigen arbeitsbedingten Erkrankungen, vorbehaltlich rechtlicher Einschränkungen bei der Datenerhebung;
Die Anzahl der Ausfalltage, die auf arbeitsbedingte Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen, auf arbeitsbedingte Erkrankungen und auf Todesfälle infolge von Erkrankungen zurückzuführen sind;
Der Prozentsatz der Personen unter den Arbeitskräften des Unternehmens, die auf Grundlage gesetzlicher Anforderungen und/oder anerkannter Standards oder Leitlinien vom Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit des Unternehmens abgedeckt sind; und
Der prozentuale Anteil der eigenen Arbeitskräfte, die unter ein solches System fallen, das intern geprüft und/oder von einer externen Partei geprüft oder zertifiziert wurde.
Die folgenden Borealis-spezifischen Gesundheits- und Sicherheitsindikatoren stellen auch die Leistung und Effektivität in Bezug auf eine wesentliche Auswirkung, ein Risiko oder eine Chance innerhalb des Konzerns dar. Diese Indikatoren beinhalten einen Ansatz, bei dem Fremdarbeitskräfte gemäß der ESRS-Definition in den Statistiken so berücksichtigt werden, als wären sie eigene Mitarbeiter. Darüber hinaus werden sowohl Auftragnehmer als auch eigene Arbeitnehmer in den Konzern einbezogen, der durch alle folgenden KPIs überwacht wird:
Fatal Accident Rate (FAR, Rate der tödlichen Unfälle);
Total Recordable Incident Rate (TRIR, Gesamtrate der meldepflichtigen Vorfälle);
Lost Workday Injury (LWDI, in Ausfalltagen resultierende Verletzung);
Restricted Work Injury (RWI, in eingeschränkter Arbeitsfähigkeit resultierende Verletzung);
Medical Treatment Injury (MTI, eine medizinische Behandlung erfordernde Verletzung);
Process Safety Event Rate (PSER, Rate der prozessicherheitsrelevanten Ereignisse);
First Aid Injury (FAI, Verletzung die Erste-Hilfe erforderlich macht;
High Potential Incidents (HIPO, Vorfälle mit hohem Schadenspotenzial) ;
Incident Investigation Response Rate (Reaktionsrate bei der Untersuchung von Vorfällen);
Incident Action Completion Rate (Rate der abgeschlossenen Maßnahmen bei einem Vorfall);
Berichte über Beinahe-Unfälle (Near-Miss Reports);
Engagement Walks; und
Verbesserung des B-Safe Programms.
[ESRS 2 MDR-M.77a] Die Methodik und die wesentlichen Annahmen (siehe auch [ESRS 2-BP-2.11a], [ESRS 2-BP-2.11b]), die den einzelnen Kennzahlen zugrunde liegen, sind folgende:
Fatal Accident Rate (FAR):
Definition: Das Auftreten eines Todesfalls unter Mitarbeitern von Borealis oder Auftragnehmern aufgrund einer arbeitsbedingten Verletzung, wobei der Tod innerhalb von 12 Monaten als direkte Folge der Verletzung eintritt.
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Umfang: Getrennte Erfassung von Mitarbeitern von Borealis, Mitarbeitern von Auftragnehmern und Dritten.
Total Recordable Incident Rate (TRIR):
Definition: Die Gesamtzahl der meldepflichtigen Unfälle (einschließlich Todesfälle sowie Fälle, die in Ausfalltagen, in Tagen mit beschränkter Arbeitsfähigkeit und in medizinischen Behandlungen resultieren) pro eine Million Arbeitsstunden. Diese Kennzahl spiegelt die durchschnittliche Häufigkeit von Vorfällen im Verhältnis zur geleisteten Arbeit wider.
Umfang: Getrennte Bewertung für Mitarbeiter von Borealis und Auftragnehmern.
Berechnung: TRIR = (FAR + LWDI + RWI + MTI) / Arbeitsstunden * 1.000.000
Lost Workday Injury (LWDI):
Definition: Jede arbeitsbedingte Verletzung, mit Ausnahme von Todesfällen, die dazu führt, dass eine Person an einem beliebigen Tag innerhalb des Berichtsjahres arbeitsunfähig ist. Dazu gehören auch Wochenenden, Feiertage und Tage nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (auch bekannt als Lost Workday Case, LWDC).
Umfang: Getrennte Bewertung für Mitarbeiter von Borealis und Auftragnehmern.
Restricted Work Injury (RWI):
Definition: Jede arbeitsbedingte Verletzung, die zwar nicht zu einem Todesfall oder Ausfalltagen führt, aber eine Person an einem beliebigen Tag nach der Verletzung daran hindert, ihre regulären Arbeitsaufgaben vollständig zu erfüllen.
Umfang: Getrennte Bewertung für Mitarbeiter von Borealis und Auftragnehmern.
Medical Treatment Injury (MTI):
Definition: Eine arbeitsbedingte Verletzung, die zwar nicht so schwerwiegend ist, dass sie zum Tod, zu Ausfalltagen oder zu eingeschränkter Arbeitsfähigkeit führt, aber mehr als eine einfache Erste-Hilfe-Behandlung erfordert.
Umfang: Getrennte Bewertung für Mitarbeiter von Borealis und Auftragnehmern.
Process Safety Event Rate (PSER):
Definition: Die kombinierte Anzahl anlagensicherheitsrelevanter Ereignisse (Process Safety Events, PSE) der Stufen 1 und 2 pro eine Million Arbeitsstunden. (Die PSE-Klassifizierung basiert auf einem Stufensystem, wie in der von der API empfohlenen Vorgehensweise (API Recommended Practice) Nr. 754 oder im IOGP-Bericht 456 beschrieben).
Berechnung: PSER = PSE (Stufe 1 + Stufe 2) / Arbeitsstunden * 1.000.000
First Aid Injury (FAI):
Definition: Leichte Verletzungen, die nach den OSHA-Kriterien keine über die erste Hilfe hinausgehende medizinische Behandlung erfordern und nicht in die schwerere Kategorie der MTI fallen.
High Potential Incident (HIPO):
Definition: Ein HIPO ist ein Vorfall der Schweregrade 0 bis 3 (wobei 0 ein Beinaheunfall ist), der unter leicht veränderten Umständen zu einem Vorfall der Schweregrade 4 oder 5 hätte werden können. Das bedeutet, dass das Versagen einer einzigen Risikokontrollbarriere zu
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einem Vorfall des Schweregrads 4+ (dauerhafte Behinderung oder Todesfall) hätte führen können.
Incident Investigation Response Rate:
-Definition: Diese Kennzahl bewertet die Rechtzeitigkeit und Wirksamkeit der Reaktion von Borealis auf Vorfälle, einschließlich der Vereinbarung und Umsetzung von Maßnahmen zur Verhinderung von Wiederholungen. Sie wird am ersten Arbeitstag des Monats berechnet und durch Prüfung des Status der Fälle des Vormonats ermittelt, wobei ein Untersuchungszeitraum von 30 bis 60 Tagen berücksichtigt wird.
Berechnung: Incident Investigation Response Rate = Anzahl der genehmigten und/oder abgeschlossenen Fälle * 100 / Gesamtzahl der Fälle.
Incident Action Completion Rate:
Definition: Diese Kennzahl bewertet, wie schnell und zuverlässig Maßnahmen nach einem Vorfall oder einer Beschwerde fristgerecht abgeschlossen werden. Diese monatlich ermittelte Quote konzentriert sich auf Maßnahmen, die im Vormonat für alle in Synergi gemeldeten Vorfälle und Beschwerden mit einem mittleren, hohen oder noch darüber liegenden Risiko fällig waren.
Berechnung: Incident Action Completion Rate = fristgerecht abgeschlossene Maßnahmen * 100 / Alle fälligen Maßnahmen.
Berichte über Beinahe-Unfälle:
Definition: Ein Beinaheunfall ist ein ungeplantes oder unkontrolliertes Ereignis - oder eine Kette von Ereignissen - das weder zu meldepflichtigen Verletzungen, Erkrankungen und körperlichen Schäden noch zu Umwelt-, Sach- oder Reputationsschäden geführt hat, aber unter anderen (leicht) veränderten Umständen dazu hätte führen können.
Engagement Walks:
Definition: Die Gesamtzahl der in Synergi erfassten Engagement Walks.
Umfang: Im Fokus der Engagement Walks stehen alle, die an einem Standort von Borealis Arbeiten durchführen.
Verbesserung des B Safe-Programms:
Definition: Prozentsatz der abgeschlossenen Maßnahmen und Prozentsatz der überfälligen Maßnahmen.
[ESRS 2 MDR-M.77b] Die Kennzahlen werden außer vom Assurance-Dienstleister von keiner externen Stelle validiert.
Die Einstufung von TRI und HIPO wird wöchentlich vom HSE-Managerteam validiert und auch von einem vom Konzern ernannten Quality Gate Keeper überprüft. Darüber hinaus werden die PSEs und ihre Einstufung jede Woche vom Expertenteam für Anlagensicherheit, das sich aus Vertretern aller Standorte zusammensetzt, genauestens validiert.
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Angabepflicht S1-5 - Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen (Gesundheit und Sicherheit)
[S1-5.46a, b, d, e] Zu den Zielen der entsprechenden Policies von Borealis gehört die Verpflichtung, dass Mitarbeiter, Umwelt und Vermögenswerte keinerlei Unfälle und Schaden erleiden (Zero Harm). Dieses Commitment bildet die Grundlage für die Strategie 2030 und den Jahresplan des Unternehmens. Im Bereich der Sicherheit hat sich Borealis verpflichtet, bis 2030 Branchenführer zu werden, und sich Ziele gesetzt, um zwei Leistungsindikatoren zu reduzieren. Dabei soll folgendes erreicht werden:
Eine TRIR von 2,4 bis 2030 (ausgehend von einem Basiswert von 4,0 im Jahr 2023); und
Eine PSER von 0,43 bis 2030 (ausgehend von einem Basiswert von 0,63 im Jahr 2023).
Die Verbesserung der PSER zielt darauf ab, die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Vorfälle im Bereich der Anlagensicherheit zu verringern, was im Einklang mit Borealis' kontinuierlichem Fokus auf die Vermeidung von schweren Verletzungen und Todesfällen steht.
[S1-5.46c] Der Geltungsbereich der Ziele beschränkt sich auf Tätigkeiten, die von der eigenen Belegschaft von Borealis und von Auftragnehmern in Anlagen durchgeführt werden, die der Konzern kontrolliert.
[S1-5.46f] Die zur Festlegung der Ziele verwendeten Methoden und wesentlichen Annahmen lauten wie folgt:
Das TRIR-Ziel wird anhand von Benchmark-Informationen aus vergleichbaren Industrieclustern festgelegt, einschließlich der Leistung von Solomon Cracker, der NACE-Datenkategorien 20/16/22/38, des IOGP Construction Reporting und der International Project Analysis (IPA).
Die PSER-Ziele werden auf der Grundlage von Branchen-Benchmark-Zahlen des European Process Safety Centre (EPSC), des CEFIC und von Concawe sowie auf Grundlage von Jahresberichten von Peer-Unternehmen festgelegt.
[S1-5.46g] Bestimmte interne Interessenträger wurden in die Festlegung der Ziele einbezogen. Der Zielsetzungsprozess basiert auf einer Überprüfung der Leistungstrends des Vorjahres. Die Führungsteams der Standorte werden bei der Festlegung der Ziele konsultiert, und das Sustainability & Responsible Care Committee (SRCC) ist das Gremium, das die Ziele letztendlich bestätigt. Das SRCC spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der strategischen Ausrichtung und der Festlegung der Leitprinzipien für Responsible Care bei Borealis. Der Prozess wird von Fachleuten aus dem Konzern geleitet.
[S1-5.46h] Nach dem Erwerb von Unternehmen für das mechanische Recycling und Remote Compounding, die, wenn man die Benchmark heranzieht, auf einem fünfmal schlechteren Leistungsniveau arbeiten, wurde im Jahr 2024 die TRIR-Zielsetzung verändert. . Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die TRIR-Gesamtleistung von Borealis im Vergleich zur Vergangenheit, als sie auf den eigenen Betrieb für Basischemikalien und Polyolefine beschränkt war.
Die Methoden werden regelmäßig überprüft, um eine Anpassung an die aktuellsten Sicherheitsstandards und -praktiken zu gewährleisten. [S1-5.AR 49b, c] Die Definition der Ziele des Konzerns über einen bestimmten Zeitraum wurde durch eine Änderung der TRIR-Definition im Jahr 2021 beeinflusst, mit der eine Angleichung an die Standards der International Oil and
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Gas Producers (IOGP) erreicht und die Übernahme der API 754-Praxis berücksichtigt werden sollte. Dies kann die historische Vergleichbarkeit beeinflussen.
[S1-5.46i] Das Verfahren von Borealis zur Überwachung und Überprüfung der Leistung im Hinblick auf diese Ziele sieht folgendermaßen aus:
Überwachung: Die Sicherheit wird monatlich durch das Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem des Konzerns überwacht. Die Leistungsergebnisse werden am zehnten Arbeitstag eines jeden Monats in einer konsolidierten HSE-Datenbank veröffentlicht, die eine Bewertung der Daten aus Konzern-, Geschäftsbereichs- und Standortperspektive ermöglicht.
Überprüfung: Jeden Monat wird ein umfassender Übersichtsbericht erstellt, der Informationen über Vorfälle des Vormonats enthält. Dieser Bericht wird auf Vorstandsebene geprüft und ist für alle Mitarbeiter von Borealis zugänglich. Ähnliche Überprüfungen werden auf Standortebene durchgeführt, mit standortspezifischen Daten.
[S1-5.47a] Der Prozess der Zielsetzung umfasste folgendes:
Direkte Beteiligung: Borealis hat seine Mitarbeiter aktiv in die Festlegung von Zielen für Sicherheit und Wohlbefinden einbezogen. Im Einzelnen wurden Townhall Meetings durchgeführt und Fokusgruppen eingerichtet, die einen offenen Dialog und die Äußerung sicherheitsrelevanter Bedenken, Ideen und Erwartungen ermöglichten.
Integration von Feedback: Die im Rahmen dieser direkten Beteiligung gesammelten Erkenntnisse werden bei der Festlegung der Ziele des Konzerns berücksichtigt, um sicherzustellen, dass die Ziele den Beitrag der Mitarbeiter widerspiegeln.
[S1-5.47b] Um die Leistung in Bezug auf seine Sicherheitsziele zu verfolgen, setzt das Unternehmen einen kooperativen Überwachungsansatz ein, der Kennzahlen zur Sicherheit, Erkenntnisse aus Vorfällen und HSE-Ausschüssen sowie die Verwendung von Leistungsübersichten und Datenbanken umfasst. Darüber hinaus hat Borealis regelmäßige Berichtsroutinen und Feedback-Mechanismen eingerichtet, die es den Mitarbeitern ermöglichen, Sicherheitsprobleme und -leistungen zu melden, um kontinuierliche Verbesserung und Rechenschaftspflicht innerhalb des Sicherheitsmanagementsystems zu gewährleisten.
[S1-5.47c] Bei der Ermittlung von Erkenntnissen und Verbesserungen führt Borealis gemäß der Policy des Konzerns zum Management von Vorfällen und Lernen aus Vorfällen gründliche Untersuchungen und Ursachenanalysen für jeden TRI durch. Die Ergebnisse und Erkenntnisse werden in der gesamten Organisation verbreitet, um eine Kultur des gemeinsamen Wissens und der Prävention zu fördern. Borealis überwacht aktiv Trends und überarbeitet bei Bedarf Arbeitsanweisungen und Best Practices, die kritische Elemente aus den gewonnenen Erkenntnissen enthalten. Darüber hinaus initiiert der Konzern gezielte Sensibilisierungskampagnen, wie z. B. „Sicherheit auf der Leiter“ oder „Back from Vacation, Back on Track“, um bestimmte Themen anzusprechen und eine kontinuierliche Verbesserung durch Überprüfungen nach Vorfällen oder jährliche Leistungsbewertungen zu fördern.
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Angabepflicht S1-14 - Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit
[S1-14.88a]: Prozentsatz der Personen, die auf Grundlage gesetzlicher Anforderungen und/oder anerkannter Normen oder Leitlinien vom Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit des Unternehmens abgedeckt sind
[S1-14.88b]: Anzahl der Todesfälle, die auf arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen zurückzuführen sind
[S1-14.88c]: Anzahl und Rate der meldepflichtigen Arbeitsunfälle
[S1-14.88d]: In Bezug auf die Arbeitnehmer des Unternehmens die Zahl der Fälle meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen, vorbehaltlich gesetzlicher Einschränkungen bei der Erhebung von Daten
[S1-14.88e]: In Bezug auf die Arbeitnehmer des Unternehmens die Zahl der Ausfalltage, die auf arbeitsbedingte Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen, auf arbeitsbedingte Erkrankungen und auf Todesfälle infolge von Erkrankungen zurückzuführen sind
Borealis-Kennzahlen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz (Überwachung mit Zielen)
Arbeitnehmer
Fremd-
arbeitskräfte
2024
2024
Prozentsatz der eigenen Arbeitskräfte, die auf der Grundlage gesetzlicher Anforderungen und (oder) anerkannter Normen oder Leitlinien vom Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit des Unternehmens abgedeckt sind
100
100
Anzahl der Todesfälle in der eigenen Belegschaft infolge von arbeitsbedingten Verletzungen und arbeitsbedingten Erkrankungen
0
0
Anzahl der Todesfälle in der eigenen Belegschaft infolge von arbeitsbedingten Verletzungen
0
0
Anzahl der Todesfälle in der eigenen Belegschaft infolge arbeitsbedingter Erkrankungen
0
0
Anzahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen und arbeitsbedingter Erkrankungen anderer Arbeitskräfte, die an den Standorten des Unternehmens tätig sind (einschließlich der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette)
0
1
Anzahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen anderer Arbeitskräfte, die an den Standorten des Unternehmens tätig sind
0
1
Anzahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Erkrankungen anderer Arbeitskräfte, die an den Standorten des Unternehmens tätig sind
0
0
Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle der eigenen Belegschaft
33
4
Rate der meldepflichtigen Arbeitsunfälle der eigenen Belegschaft
3,31
11,67
Anzahl der Fälle meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen der eigenen Belegschaft
0
0
Anzahl der Ausfalltage aufgrund von arbeitsbedingten Verletzungen und Todesfällen infolge von Arbeitsunfällen, arbeitsbedingten Erkrankungen und Todesfällen infolge von Erkrankungen
296
192 (geleast) und 860 Auftrag-nehmer (Arbeits-kräfte in der Wert-schöpfungskette)
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Borealis-Kennzahlen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz (Überwachung mit Zielen)
Konzern HSE KPI Total Borealis
Ziel
Aktuell
Einheit
2024
2024
Gesamtrate der meldepflichtigen Vorfälle (TRIR) pro 1 Mio. (M) Stunden
Satz / 1M Std.
2,50
3,79
Anlagensicherheit Ereignisrate (PSER) YTD
Satz / 1M Std.
0,50
0,41
Borealis-Kennzahlen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz (Überwachung ohne Ziele)
Konzern HSE KPI Total Borealis
Aktuell
Einheit
2024
Incident Investigation Response Rate
(Reaktionsrate bei der Untersuchung von Vorfällen)
%
82,8
Incident Action Completion Rate
(Rate der abgeschlossenen Maßnahmen bei einem Vorfall)
%
91,6
Engagement Walks
14.139
Lost Workday Injury Rate
(LWDIR, Rate der in Ausfalltagen resultierenden Verletzungen) insgesamt
Rate
2,6
First Aid Injury
(FAI, Verletzung, die erste Hilfe erforderlich macht)
220
Beinahe-Unfälle
7.674
High Potential Incidents
(HIPO, Vorfälle mit hohem Schadenspotenzial)
58
[S1-14.90] Der Prozentsatz der eigenen Arbeitskräfte von Borealis, die abgedeckt sind durch:
Ein nach ISO 45001 zertifiziertes HSE-Managementsystem: 85%.
Das HSE-Managementsystem von Borealis, das intern zertifiziert ist: 100%.
ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Borealis kauft Waren und Dienstleistungen für alle Geschäftsbereiche ein, unter anderem für Rohstoffe, IT, Beratung, Technik und Logistik. Das Unternehmen setzt sein Fachwissen in den Bereichen Beschaffung und Logistik ein, um sicherzustellen, dass in der gesamten Lieferkette die hochwertigsten Materialien und Dienstleistungen bereitgestellt werden. Auf diese Weise soll die Innovation gefördert, der Wertbeitrag maximiert und das Wachstum der Lieferkette ermöglicht werden.  
Nachhaltige Beschaffung bedeutet, sich um die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Waren und Dienstleistungen zu kümmern, die der Konzern kaufen möchte. Es ist von größter Bedeutung, dass die Organisation bei der Verwaltung ihrer Lieferkette alle geltenden rechtlichen Anforderungen sowie die internen Sicherheits-, Umweltschutz- und Menschenrechtsstandards des Unternehmens vollständig einhält. Durch die Integration von Nachhaltigkeitsanforderungen in die gesamte Lieferkette (z. B. durch Audits, Bewertungen und Nachhaltigkeitskriterien bei der Beschaffung) will Borealis positive Veränderungen in der Nachhaltigkeitsleistung seiner Lieferanten und Auftragnehmer vorantreiben und gleichzeitig mögliche negative Auswirkungen abmildern.  
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Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Angabepflicht S2-1 - Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette
[S2-1.16a] Die Ethikrichtlinie von Borealis ist Ausdruck des starken Engagements des Konzerns für eine gesetzeskonforme und ethisch einwandfreie Geschäftsabwicklung. Das Unternehmen befasst sich auch mit den Rechten der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und anderen wichtigen Auswirkungen, Risiken und Chancen, wie z. B. den Auswirkungen von arbeitsrechtlichen Verstößen in der Wertschöpfungskette und dem damit verbundenen Risiko eines Reputationsschadens. Dies erfolgt mit Hilfe folgender drei Schlüsselrichtlinien:
Richtlinie 1: Die Ethikrichtlinie für Geschäftspartner definiert den Ansatz des Unternehmens in Bezug auf die wichtigsten Aspekte der Geschäftsethik bei der Beschaffung, wie z. B. Korruptionsbekämpfung, Bekämpfung von Sklaverei, Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Menschenhandel sowie Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety and Environment, HSE). Auftragnehmer, Lieferanten und andere Geschäftspartner sind verpflichtet, diese Richtlinie einzuhalten.
Richtlinie 2: Die Erklärung von Borealis zur Menschenrechtspolitik ist eine einseitige Erklärung, die die Position von Borealis in Bezug auf die Achtung der Menschenrechte in allen Geschäftsbereichen und Wertschöpfungsketten des Konzerns darlegt und diese als integralen Bestandteil der Grundwerte von Borealis definiert. Die Richtlinie befasst sich unter anderem mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks and Opportunities, IRO), die sich auf existenzsichernde Löhne und Lohngleichheit beziehen.
Richtlinie 3: Das Social Compliance Framework ist ein Dokument im Borealis Management System (BMS), das die allgemeine Zielsetzung und Strategie von Borealis auf der Grundlage der folgenden Prinzipien beschreibt:
Jeder Mensch hat das Recht, fair, respektvoll und rechtskonform behandelt zu werden.
Borealis achtet die Grundfreiheiten und Menschenrechte des externen Personals, das an seinen Standorten arbeitet.
Borealis duldet keine Form von Diskriminierung, Belästigung oder körperlichen Übergriffen sowie keine Form von Kinder-, Zwangs, oder Pflichtarbeit.
Borealis schafft ein Umfeld, das Vielfalt und Integration fördert, und überwacht und achtet die Menschenrechte in der gesamten Lieferkette.
Wie bei der Gesundheit und Sicherheit geht das Unternehmen auch bei der Integrität und den Menschenrechten keine Kompromisse ein.
Die Ethikrichtlinie für Geschäftspartner und die Erklärung zur Menschenrechtspolitik befassen sich mit allen wesentlichen Auswirkungen und Risiken, die in Bezug auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt wurden. Das Social Compliance Framework der Gruppe befasst sich speziell mit den Auswirkungen von Unfällen und Prozesssicherheit, Ungerechtigkeit unter den Mitarbeitern, sozialer und wirtschaftlicher Ungerechtigkeit, dem Ausschluss von Mitarbeitergruppen von einer Karriere, unsicheren und ungeschützten Arbeitsumgebungen und allen Aspekten von Kinder- und Zwangsarbeit. Sie befasst sich auch mit dem wesentlichen Risiko, das entsteht, wenn Borealis Waren und Dienstleistungen von Lieferanten mit niedrigen Arbeitsstandards bezieht.
Borealis begegnet den negativen Risiken, die sich im Zusammenhang mit dem Verlust von Arbeitsplätzen und den damit verbundenen finanziellen und gesundheitlichen Folgen für die
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Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ergeben, mit dem Social Compliance Framework, das das Wohlergehen und die faire Behandlung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette berücksichtigt. Daneben bestehen Beschwerdeeinrichtungen wie die Ethik-Hotline. Sie stellen Schlüsselinstrumente zur Verhinderung und Bewältigung negativer Auswirkungen dar und schützen darüber hinaus diejenigen, die die Hotlines nutzen. 
[S2-1.16b] Die Ethikrichtlinie für Geschäftspartner gilt für alle Auftragnehmer, Lieferanten und andere Geschäftspartner. Das Social Compliance Framework gilt für die Borealis AG und ihre vollkonsolidierten Tochtergesellschaften.
[S2-1.16d] und [S2-1.17a] Borealis hat sich verpflichtet, bei der Umsetzung dieser Richtlinien eine Reihe von Standards und Initiativen Dritter zu respektieren. Siehe [S1-1.20a] für weitere Informationen. Darüber hinaus ist das BMS nach ISO 37301 (Bestechungsbekämpfung) und ISO 37001 (Bestechungs-, Korruptions- und Kartellbekämpfung) zertifiziert. Für weitere Informationen siehe [G1-3.18a].
[S2-1.16c] Der Chief Executive Officer (CEO) ist gemeinsam mit dem Vorstand für die Umsetzung der Ethikrichtlinie und die Einhaltung der Werte von Borealis verantwortlich. Informationen über die Ethikrichtlinie finden Sie in Kapitel G1 [G1.1.7].
Für die tägliche Umsetzung der Ethikrichtlinie ist die Konzernfunktion Compliance & Ethics zuständig. Diese Funktion wird vom Group Compliance & Ethics Officer geleitet, der an den Vice President Legal & Compliance (General Counsel) berichtet und auch eine Berichtslinie zum Audit Committee hat, das einen jährlichen Bericht über Compliance- und Ethik-Angelegenheiten erhält. Der Group Compliance & Ethics Officer wird von einem Team von Compliance-Managern und einem Netzwerk aus mehr als 80 Ethics Ambassadors (Ethik-Botschaftern) unterstützt. Das Netzwerk der Ethics Ambassadors ist ein wichtiges Instrument, um die Compliance-Kultur von Borealis zu fördern und zu stärken. Das Netzwerk erstreckt sich über die ganze Welt, mit mindestens einem Botschafter an fast jedem Standort und über alle Hierarchieebenen hinweg.
Der Ethics Council (Ethikrat) von Borealis steht unter der Federführung des CEO und des General Counsel und wird vom Group Compliance & Ethics Officer geleitet. Er besteht aus hochrangigen Führungskräften oder anderen erfahrenen Vertretern aus den Bereichen Legal, Internal Audit, HSE, People & Culture und verschiedenen anderen Bereichen. Der Rat ist für sämtliche Ethik- und Compliance-Angelegenheiten, einschließlich entsprechender Aktualisierungen, zuständig und stellt sicher, dass konzernweit einheitliche Compliance-Standards gelten.
Der Group Social Compliance Manager ist für die Umsetzung des Social Compliance Framework verantwortlich. Er berichtet dem Compliance & Ethics Officer des Konzerns und wird von einem Team aus drei regionalen Social Compliance Managern unterstützt.
[S2-1.16e] Bei der Überprüfung des Social Compliance Framework berücksichtigt Borealis die Interessen der wichtigsten Stakeholder.
Wie bei allen BMS-Dokumenten überprüft Borealis das Social Compliance Framework in einem Dreijahreszyklus. Der Konzern sammelt während dieses Zeitraums Feedback und bezieht es in die Überprüfung des Dokuments ein, wenn er es für angemessen hält. Das Feedback stammt aus folgenden Quellen:
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Teamworkshops und Diskussionen im Rahmen der Prüfung von Compliance-Berichten oder beim Austausch von Best Practices;
Stakeholder an den Standorten, wie z. B. die Regional Social Compliance Manager, Ethics Ambassadors, Borealis Projekt- und Turnaround-Teams sowie externe Stakeholder (wie z. B. lokale Gemeinschaften), die im Hinblick auf die Minderung arbeitsrechtlicher, regulatorischer und Social Compliance-Risiken konsultiert werden; und
die Funktion Compliance & Ethics, die Leitlinien und Feedback aus dem Vorstand und aus ihren Konsultationen mit anderen relevanten Interessengruppen, z. B. der Rechtsabteilung, OMV und ADNOC, bereitstellt.
[S2-1.16f] Borealis stellt seine Social-Compliance-Richtlinien auf seiner Unternehmenswebsite zur Verfügung und nimmt einen Link in seinen Jahresbericht auf. Darüber hinaus stellt das Unternehmen allgemeine Informationen und zielgerichtete Kommunikation zur Social Compliance zur Verfügung.
Allgemeine Informationen über den Social-Compliance-Ansatz von Borealis werden über die Vorbildfunktion der Unternehmensführung sowie über Hangouts, Key Visuals und Informationskanäle vermittelt, wie z. B. Ethik-Poster an der Wand, den Social-Compliance-Bereich im Intranet, Artikel in den Unternehmensnachrichten und Social-Compliance-Momente in Meetings.
Durch zielgerichtete Kommunikation werden der Social-Compliance-Ansatz von Borealis und die damit verbundenen Ziele bestimmten internen und externen Mitarbeitern erläutert, z. B. durch Speak-up Cards, ein YouTube-Video zum Thema Social Compliance oder durch Diskussionen vor Ort während der Social Compliance Field Walks.
[S2-1.AR 16] Die Ethikrichtlinie für Geschäftspartner wird aktiv an die Geschäftspartner von Borealis kommuniziert. Neben der Website von Borealis sind die wichtigsten Kommunikationskanäle für die Wertschöpfungskette Veranstaltungen für Lieferanten und Auftragnehmer, Schulungen, Audits und Bewertungen sowie Verhandlungen und Vertragsabschlüsse.
[S2-1.17b] Borealis bindet die Arbeitskräfte der Wertschöpfungskette durch die in [S2-1.16f] beschriebene allgemeine Information und zielgerichtete Kommunikation ein.
Darüber hinaus bietet Borealis den Arbeitskräften der Wertschöpfungskette die Möglichkeit, über die Borealis Ethics Hotline, ein externes, cloudbasiertes Whistleblower-Management-Tool, eine anonyme Meldung abzugeben. Meldungen an die Ethik-Hotline können rund um die Uhr in 24 Sprachen erfolgen. Der Link wird im Intranet und auf der externen Website von Borealis veröffentlicht und ermöglicht es Personen innerhalb und außerhalb von Borealis, Meldungen abzugeben. Die Gruppe bietet externen Whistleblowern Schutz, soweit dies von Borealis kontrolliert werden kann.
[S2-1.17c] Borealis betrachtet Beschwerdemechanismen als ein wesentliches Instrument zur Verhinderung und Bewältigung negativer Auswirkungen, einschließlich der Auswirkungen auf die Menschenrechte, auf lokale Gemeinschaften, Mitarbeiter und andere Interessengruppen. In Anlehnung an die UN-Wirksamkeitskriterien ist der Konzern bestrebt, alle eingegangenen Beschwerden zu bearbeiten, unabhängig davon, ob sie auf tatsächliche oder vermeintliche Probleme zurückzuführen sind und ob der Beschwerdeführer identifiziert oder anonym ist.
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Die Beschwerdemechanismen von Borealis bieten einen Kanal zur Identifizierung potenzieller negativer Auswirkungen, zur Beilegung von Beschwerden und zur Bereitstellung von Rechtsmitteln für die Rechteinhaber, wenn das Unternehmen negative Auswirkungen verursacht oder dazu beigetragen hat. Borealis erkennt an, dass dies das Recht der Stakeholder auf Zugang zu gerichtlichen oder anderen Rechtsmitteln nicht einschränkt.
[S2-1.18], [S2-1.AR 15] Borealis lehnt Zwangsarbeit, Sklaverei, Kinderarbeit und Menschenhandel entschieden ab. Im Jahr 2024 hat das Unternehmen die Borealis-Ethikrichtlinie für Geschäftspartner - den Verhaltenskodex für Lieferanten - überprüft. In der aktualisierten Fassung werden Arbeitsschutz, Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kinderarbeit im Einklang mit den geltenden ILO-Normen jetzt ausdrücklich angesprochen.
Um sicherzustellen, dass die Lieferanten die Menschenrechtswerte des Unternehmens unterstützen und das Risiko von Zwangsarbeit, Sklaverei und Menschenhandel mindern, müssen die Partner in der Lieferkette von Borealis die Ethikrichtlinie für Geschäftspartner - einschließlich der Bestimmungen zu den Menschenrechten - als Teil ihres Vertrags unterzeichnen.
Borealis behält sich das Recht vor, die Beziehungen zu seinen Lieferanten zu beenden, wenn es Verstöße gegen den Verhaltenskodex feststellt oder diese nicht rechtzeitig behoben werden.
[S2-1.19] Die Richtlinien von Borealis in Bezug auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette orientieren sich an international anerkannten Instrumenten, wie in [S2-1.16d] beschrieben.
Im Jahr 2024 wurden 109 Fälle von Nichteinhaltung internationaler Standards in der Wertschöpfungskette von Borealis gemeldet. Bei diesen Fällen ging es z. B. um faire Löhne und sichere Arbeitsbedingungen.
Angabepflicht S2-2 - Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen
[S2-2.22a] Borealis legt Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit sowie die Einbindung von Auftragnehmern und Subunternehmern auf allen Ebenen in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und andere Themen der Nachhaltigkeit. Darüber hinaus werden die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ermutigt, unsichere Bedingungen und Verhaltensweisen jederzeit zu melden.
Die direkte Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette erfolgt durch geplante und strukturierte Kontrollen, wie z. B. Zugangskontrollen vor Ort, und anlassbezogene Kontrollen, wie z. B. Audits bei externen Unternehmen. Die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette können sich auch aktiv einbringen, indem sie sich mit den Borealis-Mitarbeitern austauschen (z. B. bei Feldbegehungen oder Stichproben) oder über die Whistleblower-Hotline eine Beschwerde einreichen.
[S2-2.22b] Die Förderung einer Social Compliance-Kultur hat für Borealis höchste Priorität. Die Einbindung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette wird durch „Speak up“-Kanäle und „Social Engagement Walks“ gefördert. Im Jahr 2024 wurden an allen Borealis-Standorten mehr als 80 solcher Rundgänge durchgeführt.
Während des Onboardings an einem Borealis-Standort wird jeder Beschäftigte der Wertschöpfungskette im Rahmen einer Schulung über die Social Compliance-Ziele des Unternehmens in Kenntnis gesetzt. Zudem wird er darüber informiert, wie und wo er sich melden kann, wenn er einen Verstoß beobachtet oder vermutet.
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Die Funktion Social Compliance unternimmt mindestens einmal im Monat Begehungen der Standorte. Bei diesen Rundgängen sprechen die Mitarbeiter von Borealis die Arbeitskräfte der Wertschöpfungskette an und erkundigen sich nach ihrem Wohlbefinden während der Arbeit auf dem Gelände von Borealis. Die Ergebnisse dieser so genannten Social Engagement Walks werden in monatlichen Sitzungen innerhalb des Teams und mindestens einmal jährlich mit den Mitarbeitern vor Ort besprochen.
Auf der Grundlage des Feedbacks, das bei einem Social Compliance Walk oder der internen Risikobewertung von Borealis gegeben wurde, unterzieht Borealis externe Unternehmen, die auf seinem Gelände tätig sind, einer Überprüfung. Auf diese Weise soll festgestellt werden, ob diese Unternehmen die Gesetze einhalten und die bei ihnen beschäftigten Arbeitskräfte der Wertschöpfungskette korrekt behandeln. Wenn bei diesen Audits Verstöße festgestellt werden, legt Borealis Korrekturmaßnahmen fest und verfolgt sie nach.
[S2-2.22c] Die operative Verantwortung für das Management von Auftragnehmern liegt bei der Geschäftsleitung, dem Beschaffungswesen und dem Bereich Health, Safety, Environment and Quality (HSEQ).
Die Verantwortung für die Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette liegt bei folgenden:
Dem VP HSEQ und dem Director Sustainability & Public Affairs, die beide direkt dem CEO berichten; und
Dem Chief Procurement Officer und dem VP Treasury and Funding, der direkt an den CFO berichtet.
Der VP Legal, der die Funktion Ethics & Compliance leitet und direkt an den CEO berichtet, ist auch für die Überwachung der Beziehungen zu den Arbeitskräften der Wertschöpfungskette verantwortlich, die auf dem Gelände von Borealis arbeiten.
[S2-2.22e] Wenn ein externer Hinweisgeber Borealis einen Missstand meldet, wird der Fall professionell untersucht, und wenn er sich bestätigt, wird die Situation mit dem externen Unternehmen geklärt. Rückmeldungen von Whistleblowern zu abgeschlossenen Fällen bestätigen, dass diese Interaktion sehr effektiv ist. Dieses Feedback wird jedoch von Fall zu Fall gegeben, und es gibt keine Leistungsindikatoren (KPIs), Messgrößen oder Vereinbarungen über die Ergebnisse auf einer allgemeineren Ebene.
Angabepflicht S2-3 - Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können
[S2-3.27a] Der Ansatz von Borealis Abhilfemaßnahmen durchzuführen umfasst einen strukturierten Beschwerdemechanismus, über den Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette auch anonym Probleme melden können. Für weitere Einzelheiten siehe [G1-1.10c i, ii]. Verstöße gegen die Menschenrechte von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette können auch durch andere Maßnahmen oder Instrumente festgestellt werden (siehe [S2-2.22a]).
Wird ein Verstoß gegen die Ethikrichtlinie von Borealis festgestellt, müssen unverzüglich Abhilfe- und Präventivmaßnahmen ergriffen sowie Schritte eingeleitet werden, um die Auswirkungen des Missstandes auf effiziente und effektive Weise zu minimieren. Je früher solche Situationen überwunden werden, desto mehr Schaden wird für den Einzelnen, für das externe Partnerunternehmen und für Borealis verhindert. Die Wirksamkeit aller Maßnahmen
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wird durch Nachbefragungen des Meldenden bzw. des Opfers oder durch Audits Dritter bewertet. Damit sollen Zufriedenheit und Abhilfe gewährleistet werden.
[S2-3.27b] Der Ansatz von Borealis, um die Anliegen der Beschäftigten in der Wertschöpfungskette zu ermitteln, umfasst einen strukturierten Beschwerdemechanismus. Für weitere Einzelheiten siehe [G1-1.10ci, ii].
Darüber hinaus führt Borealis regelmäßig Together for Sustainability (TfS)-Nachhaltigkeitsaudits und -bewertungen sowie regelmäßige HSE-Audits durch.
Auf operativer Ebene hat Borealis Beschwerdekanäle sowie den Speak-up-Kanal eingerichtet, die beide unter [S2-3.27a] ausführlich beschrieben werden. Die Beschwerdeeinrichtungen von Borealis wurden anhand der UN-Wirksamkeitskriterien von unabhängigen externen Fachleuten bewertet.
Die Arbeitskräfte der Wertschöpfungskette an den Borealis-Standorten können ihre Anliegen auch direkt gegenüber den Borealis-Mitarbeitern während der so genannten Social Engagement Walks äußern (siehe [S2-2.22b]).
[S2-3.27c] Externe Unternehmen müssen sich durch Unterzeichnung der Borealis-Ethikrichtlinie für Geschäftspartner dazu verpflichten, die Menschenrechte in einem bestimmten Mindestmaß einzuhalten. Die Beschäftigten der Wertschöpfungskette, die auf dem Gelände des Konzerns arbeiten, werden im Rahmen ihrer Schulung über die Whistleblower-Hotline informiert. Borealis bietet für alle Mitarbeiter, die auf dem Firmengelände arbeiten, zudem gedruckte Speak-Up-Karten an, damit sie leicht auf den Whistleblower-Kanal zugreifen können. Weitere Einzelheiten darüber, wie der Whistleblower-Kanal gestaltet ist, finden Sie unter [G1-1.10c i].
Das geschulte Personal von Borealis unternimmt Feldbegehungen, um mit den Beschäftigten der Wertschöpfungskette in Kontakt zu treten und sie gezielt nach möglichen Mängeln zu fragen.
[S2-3.27d] Einzelheiten dazu, wie sich Probleme von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette über den Whistleblower-Kanal ansprechen lassen, finden Sie unter [G1-1.10c i].
Korrekturmaßnahmen können als wirksam angesehen werden, wenn die Maßnahmen von Borealis den Missstand beseitigen und das Problem nicht mehr beobachtet wird. Wenn der Missstand nicht rückgängig gemacht werden kann (z. B. wenn ein Mitarbeiter beleidigt wird), kann die Maßnahme als wirksam angesehen werden, wenn die Sanktion angemessen ist und eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Missstand nicht wieder auftritt.
Borealis bewertet die Effektivität aller Maßnahmen durch Nachbefragungen des Meldenden bzw. des Opfers oder durch Audits Dritter, um Zufriedenheit und die Lösung des Problems zu gewährleisten (siehe auch [S2-3.27a]).
[S2-3.28] Borealis verfügt über keine speziellen KPIs oder Messgrößen, mit denen sich bewerten ließe, inwieweit die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette die Beschwerdeverfahren von Borealis kennen und ihnen vertrauen. Die Beschäftigten der Wertschöpfungskette, die auf dem Gelände des Konzerns arbeiten, erhalten entsprechende Schulungen (die Speak-Up-Kampagne), in denen ihnen die Position von Borealis in Bezug auf die Menschenrechte vermittelt wird und sie über die Möglichkeit in Kenntnis gesetzt werden, beobachtete oder vermutete Verstöße zu melden.
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Das Bewusstsein der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette für die Beschwerdeverfahren von Borealis und ihr Vertrauen in diese Verfahren lässt sich indirekt an dem steilen Anstieg der Ethikberichte ablesen, seit der Konzern den Whistleblower-Kanal für externe Arbeitskräfte geöffnet hat. Die Rückmeldungen, die Borealis von Hinweisgebern zu einzelnen Fällen erhalten hat, sind ebenfalls eindeutiger Beweis dafür, dass der Ansatz von Borealis in der chemischen Industrie führend ist.
[S2-3.28] Borealis bietet allen internen und externen Hinweisgebern einen erweiterten Whistleblower-Schutz, der - im von Borealis kontrollierbaren Umfang - folgendes umfasst:
Schutz vor jeder Form von Vergeltung, einschließlich Einschüchterung oder physischer und psychischer Bedrohung;
Schutz vor Disziplinarmaßnahmen, einschließlich Suspendierung, Degradierung oder Entlassung; und
Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit des Hinweisgebers, der Zeugen und Vermittler sowie gegebenenfalls ihrer Angehörigen.
Siehe auch [G1-1.10c ii].
Angabepflicht S2-4 - Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze
[S2-4.31a] Die wichtigsten Maßnahmen, die ergriffen wurden und geplant sind, um im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette wesentliche Risiken zu managen und wesentliche Chancen zu nutzen, sind die folgenden:
Sicherstellung, dass der Verhaltenskodex in der Präqualifikation von Lieferanten, in den allgemeinen Einkaufsbedingungen und Verträgen sowie bei Leistungsprüfungen und -bewertungen verankert wird;
Durchführung von Lieferantenaudits und -bewertungen vor Ort und mit externen Prüfern (wie Deloitte und TfS-Auditoren) oder Rating-Agenturen (EcoVadis);
Verbesserung der Verwaltung von Subunternehmern durch die Einführung eines neuen Online-Genehmigungsverfahrens für Subunternehmen (SAP BTP); seit 2023 verfügt die Gruppe über eine IT-Anwendung namens SAP BTP, über die Auftragnehmer alle Subunternehmen, die sie für bestimmte Dienstleistungsaufträge einsetzen wollen, genehmigen lassen müssen;
Schulung aller Borealis-Mitarbeiter zum Thema Menschenrechte, um sicherzustellen, dass sie die Rechte der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette kennen. Ziel ist, alle Mitarbeiter bis 2025 zu schulen. Das wichtigste Instrument ist das verpflichtende E-Learning zum Thema Menschenrechte, das im Jahr 2022 eingeführt wurde (siehe auch [G1-1.10g]).
Die wichtigsten Maßnahmen im Jahr 2024 waren folgende:
Aktualisierung der Borealis Ethics Policy für Geschäftspartner (siehe [G1-2.15a]);
Überprüfung des Social Compliance Framework (siehe [S2-1.16a]);
Sicherstellung, dass an allen Standorten im Rahmen von Social Compliance Zugangskontrollen durchgeführt werden, einschließlich Sicherstellung, dass alle Beschäftigten der Wertschöpfungskette, die an den Standorten des Konzerns tätig sind, den Whistleblower-Kanal kennen, über den Missstände gemeldet werden können; und
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Verbesserung der Sorgfaltspflicht (Due Diligence) zur Bewertung des ethischen Geschäftsrisikos im Zusammenhang mit Dritten, mit denen Borealis eine Geschäftsbeziehung aufbauen möchte.
Darüber hinaus hält sich Borealis an die EU-Whistleblower-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2019/1937). Das Unternehmen vertritt den Standpunkt, dass „Wegschauen keine Option ist“. Die Ethikrichtlinie verlangt von den Mitarbeiter daher, jedes tatsächliche oder vermutete unethische oder nicht regelkonforme Verhalten zu melden. In diesem Zusammenhang muss jeder Angestellte im Rahmen seiner jährlichen Zertifizierung bestätigen, dass er alle beobachteten und vermuteten Verstöße gegen die Ethikrichtlinie gemeldet hat.
[S2-4.31b] Die Maßnahmen gelten für Beschäftigte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette in allen Ländern, in denen Borealis vertreten ist. Zudem gelten sie auch für Beschäftigte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette in Bezug auf den Vertrieb.
Borealis legt besonderes Augenmerk auf Gebiete, in denen es größere Bedenken hinsichtlich der Arbeitsrechte und Arbeitsbedingungen gibt, insbesondere in Indien und China.
[S2-4.31c] Die Zeithorizonte für die Durchführung der einzelnen Schlüsselmaßnahmen lauten wie folgt:
Gewährleistung geeigneter Verfahren und IT-Systeme, damit Lieferanten und Auftragnehmer gemäß den vertraglichen Bestimmungen bezahlt werden: dies ist eine jährliche Tätigkeit;
Sicherstellung, dass die Borealis-Ethikrichtlinie für Geschäftspartner in die Präqualifikation von Lieferanten, in allgemeine Einkaufsbedingungen und Verträge sowie in Leistungsprüfungen und -bewertungen verankert wird: Seit 2022 müssen alle Lieferanten und Auftragnehmer, die zu Ausschreibungen eingeladen werden, hinsichtlich HSSE und Nachhaltigkeit präqualifiziert sein und die Borealis-Ethikrichtlinie für Geschäftspartner im Rahmen der Präqualifikation sowie als Teil der allgemeinen Einkaufsbedingungen akzeptieren;
Durchführung von Lieferantenaudits und -bewertungen vor Ort und mit externen Prüfern (wie Deloitte oder TfS-Auditoren) oder Ratingagenturen (EcoVadis): Borealis hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeitsbewertungen (EcoVadis) und TfS-Audits bei Lieferanten durchzuführen, die 80 % der Beschaffungsausgaben bis 2025 und 90 % bis 2030 abdecken;
Schulung aller Borealis-Mitarbeiter zum Thema Menschenrechte, um ihr Bewusstsein für die Rechte der Beschäftigten in der Wertschöpfungskette zu stärken: bis 2024.
[S2-4.31] und [ESRS 2 MDR-A.68d] Zu den Maßnahmen, die denjenigen Abhilfe schaffen sollen, die durch wesentliche Auswirkungen geschädigt werden könnten, gehören:
Kontinuierliche Überwachung der Zahlungsfristen für Auftragnehmer und Lieferanten, um sicherzustellen, dass die Zahlungsfristen von 60 Tagen nicht überschritten werden;
Ausschluss eines Lieferanten oder Auftragnehmers von Ausschreibungen, wenn er die Mindestanforderungen an HSSE und Nachhaltigkeit, die er einhalten muss, um als präqualifiziert zu gelten, nicht erfüllt;
Aufforderung an Lieferanten, die bei einer EcoVadis-Bewertung weniger als 45 Punkte erhalten, ihre Leistung innerhalb eines Jahres zu verbessern. Wenn es nach einem TfS-Audit oder einem HSSE- oder Full-Scope-Audit Pläne für Abhilfemaßnahmen gibt, müssen die Lieferanten einen Zeitplan für die Umsetzung dieser Maßnahmen vereinbaren; und
205
Jährliche Schulungen für die Unternehmensvertreter von Borealis, die Subunternehmer genehmigen, sowie für Auftragnehmer, die ihre Subunternehmer über SAP BTP genehmigen lassen müssen.
Der Verhaltenskodex von Borealis fordert die Geschäftspartner auf, zusätzlich zu den Beschwerdeeinrichtungen des Konzerns soweit gesetzlich zulässig einen zugänglichen und wirksamen Beschwerdemechanismus für ihre eigenen Mitarbeiter und andere Stakeholder bereitzustellen. Der Verhaltenskodex erwartet und fordert auch, dass die Geschäftspartner die von ihnen ausgehenden Risiken und Auswirkungen auf die Menschenrechte identifizieren und managen, nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte, an denen sie beteiligt sind, beseitigen und diese Sorgfaltspflicht an ihre eigenen Lieferanten und Auftragnehmer kaskadieren.
Darüber hinaus verfügt Borealis über eine Kennzahl zur Erfassung des Umfangs der wichtigsten Maßnahmen (siehe auch [ESRS 2 MDR-M77a]). Dabei handelt es sich um die Anzahl der externen Ethikberichte, die über die Ethik-Hotline von Borealis eingereicht wurden. Die eingehenden Meldungen zeigen, dass die Beschäftigten der Wertschöpfungskette die Ethik-Hotline kennen und Borealis ihre Anliegen anvertrauen.
[S2-4.31e] und [ESRS 2 MDR-A.69a]
56 % der Vertragspartner von Borealis sind nach ISO 45001 zertifiziert  
73 % der Vertragspartner von Borealis sind nach ISO 14001 zertifiziert.  
Im Jahr 2024 gingen im Reporting-Tool des Konzerns22 Berichte von externen Mitarbeitern bzw. über externe Mitarbeiter und deren Wellbeing (Wohlbefinden) und Arbeitsbedingungen ein.
Die Beschaffungsabteilung veranstaltete drei Schulungs-/Sensibilisierungssitzungen mit Schwerpunkt auf EcoVadis-Bewertungen.   
Im Jahr 2024 wurde bei Borouge in Ruwais (Vereinigten Arabischen Emirate) , eine Vor-Ort-Prüfung durch das interne Audit-Team von Borealis durchgeführt.  
Drei umfassende Audits bei Lieferanten/Auftragnehmern wurden durchgeführt  
12 TfS-Nachhaltigkeitsprüfungen wurden durchgeführt
[ESRS 2 MDR-A.69a] Im Bereich Social Compliance gibt es keine Maßnahmenpläne, die erhebliche OPEX oder CAPEX erfordern.
[S2-4.32a] Zu den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um wesentliche negative Auswirkungen zu verhindern oder abzumildern, gehört die Umsetzung von Sicherheitsprogrammen mit einer Vielzahl von Auftragnehmern. Ziel dabei ist es, die Sicherheitsleistung zu konsolidieren und zu verbessern. Um ihre Bedeutung zu unterstreichen, werden diese Programme von der Geschäftsleitung als Sponsor unterstützt und beaufsichtigt.
Genauer gesagt führt Borealis bei seinen Lieferanten und Auftragnehmern zwei Arten von Audits durch:
TfS-Audits vor Ort, die sich auf die Nachhaltigkeitsleistung der Unternehmen konzentrieren;
Umfassende Prüfungen, die von einem externen Prüfer durchgeführt werden.
206
[S2-4.32b] Im Jahr 2024 gab es keine wesentlichen Auswirkungen, die in den Verantwortungsbereich von Borealis fielen, so dass keine Maßnahmen im Namen des Konzerns ergriffen wurden.
Borealis hat mehrere Ethikberichte über externe Unternehmen, die an seinen Standorten tätig sind, untersucht und weiterverfolgt und so Abhilfemaßnahmen für die Beschäftigten der Wertschöpfungskette ermöglicht. Wo nötig und möglich, fungierte Borealis als Vermittler, um Abhilfe für die von dem jeweiligen Fall betroffenen Beschäftigten der Wertschöpfungskette zu schaffen.
[S2-4.32d] Borealis bewertet die Handlungen seiner Lieferanten und Auftragnehmer wie folgt:
TfS-Prüfungen
Together for Sustainability (TfS) ist eine gemeinsame Initiative und ein globales Netzwerk von 53 Mitgliedsunternehmen (Stand 2024), das weltweite Standards für die Leistung von Lieferketten der chemischen Industrie in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance festlegt. Das TfS-Programm basiert auf den Prinzipien des UN Global Compact und von Responsible Care®. Es ermöglicht seinen Mitgliedern die Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffung, indem es die Ergebnisse standardisierter Lieferantenaudits und -bewertungen veröffentlicht, die von unabhängigen Experten durchgeführt werden.
OMV ist TfS-Mitglied und durch diese Mitgliedschaft wird Borealis dabei unterstützt, Nachhaltigkeit in den täglichen Geschäftsabläufen zu verankern und Nachhaltigkeitsanforderungen innerhalb der Lieferkette weiter zu kaskadieren. Die Beschaffungsfunktion ist für TfS-Audits vor Ort verantwortlich, die als Teil des Präqualifikationsprozesses und/oder während der Vertragsabwicklung durchgeführt werden. Die Audits messen die Leistung der Lieferanten und legen Maßnahmen fest, die es ihnen ermöglichen, ihre Leistung zu optimieren und die Anforderungen von Borealis zu erfüllen.
Umfassende Prüfungen (Full-Scope Audits)
Die Beschaffungsfunktion ist auch für Full-Scope Audits verantwortlich, die sich auf die finanzielle Stabilität, die Strategie und Organisation, die Lieferkette, die Nachhaltigkeit und die Cybersecurity-Performance der Lieferanten konzentrieren. Jedes mit einem Warnhinweis versehene Prüfergebnis wird vom Beschaffungsteam in Zusammenarbeit mit Unternehmensvertretern und anderen relevanten Funktionen wie HSEQ, Legal, Internal Audit und Compliance weiterverfolgt und analysiert. Der Lieferant wird über das Ergebnis der Prüfung informiert und aufgefordert, einen Korrekturplan mit konkreten Maßnahmen und einem Zeitplan für deren Umsetzung vorzulegen. Im Jahr 2024 führten10 Prüfungen zu Folgemaßnahmen.
Social-Compliance-Prüfungen
Für Social Compliance-Prüfungen ist die Rechtsabteilung zuständig. Bei diesen Prüfungen werden die Prozesse und die Arbeitsweise eines Auftragnehmers oder Unterauftragnehmers gründlich überprüft, um sicherzustellen, dass die Einhaltung sozialer Standards fair und korrekt erfolgt.
Social Compliance-Prüfungen basieren auf den folgenden Kriterien:
Alle Bedenken, die Borealis bekannt geworden sind, wie z. B. ein gemeldeter Ethikfall;
(Sub-)Auftragnehmer mit einer großen Anzahl von Nicht-EWR-Beschäftigten oder entsandten Arbeitnehmern aus EU-/EWR-Ländern, die als hohes Risiko gelten;
207
(Sub-)Auftragnehmer, die in Ländern ansässig sind, die geografisch am weitesten von dem Borealis-Standort entfernt sind, an den die externen Mitarbeiter entsandt werden; und
Der Einsatz langer Ketten von Sub-Auftragnehmern, z. B. wenn es mehr als zwei Ebenen von Unterauftragnehmern oder Sub-Auftragnehmer gibt, die selbständige Arbeitnehmer darstellen.
[S2-4.33a, b] Die Verfahren zur Ermittlung der erforderlichen Maßnahmen, die sich aus den TfS- und Remote Audits der Beschaffungsfunktion ergeben, sind in [S2-4-32d] beschrieben.
Im Rahmen der Social Compliance-Prüfungen werden die Maßnahmen ermittelt, die als Reaktion auf negative Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette erforderlich sind. Dies geschieht durch eine Desktop-Analyse der vorgelegten Unterlagen (z. B. zu menschenwürdiger Unterbringung oder zur Vergütung) oder durch strukturierte Befragungen.
Die bei den Befragungen erhaltenen Antworten und die angeforderten Dokumente werden vom Regional Social Compliance Manager oder einem Dritten, z. B. einer Anwaltskanzlei, geprüft, um zu ermitteln, ob vertraglich vereinbarten Bestimmungen und die Sozialgesetzgebung des jeweiligen Landes eingehalten werden. Unvollständige Informationen oder Rückfragen werden an die Kontaktperson des (Sub-)Auftragnehmers weitergeleitet, die gebeten wird, diese Informationen nachzureichen.
Anhand der Ergebnisse werden dann Korrektur- oder Präventivmaßnahmen festgelegt. Dies können Entwicklungsmaßnahmen, Prozessanpassungen und/oder zusätzliche Schulungen umfassen. Borealis verfolgt diese Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem externen Partnerunternehmen. Werden die Maßnahmen als unwirksam erachtet, werden zusätzliche Maßnahmen oder Sanktionen (z. B. Strafzahlungen) festgelegt. Die Beendigung der Lieferantenbeziehung ist der letzte Ausweg.
[S2-4.33c] Wenn Borealis einen Bericht über einen angeblichen ethischen Verstoß erhält, der sich gegen einen Vertragspartner oder einen seiner Subunternehmer richtet und sich auf Beschäftigte der Wertschöpfungskette bezieht, die an den Standorten von Borealis tätig sind, wird der Bericht in Zusammenarbeit mit der für Ethik zuständigen Person des Partnerunternehmens professionell untersucht, wobei der Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen gewährleistet wird. Je nach den Umständen kann die Untersuchung von einem geschulten Mitarbeiter von Borealis oder von einem externen Unternehmen durchgeführt werden.
Bei begründeten Beschwerden einigen sich Borealis und der Partner auf die Tragweite der Beschwerde und die erforderlichen Maßnahmen. Das Verfahren zur Nachverfolgung der Maßnahmen entspricht dem in Abschnitt [S2-4.33a] beschriebenen Verfahren für Maßnahmen, die sich aus Social Compliance-Prüfungen ergeben.
[S2-4.34a] Im Zusammenhang mit den Arbeitskräften der Wertschöpfungskette, die an Borealis-Standorten tätig sind, besteht ein wesentliches Risiko, dass Borealis von Lieferanten bezieht, die sich nicht an die Grundsätze des Konzerns für ethisches Geschäftsverhalten oder an die geltenden Gesetze halten. Das Unternehmen hat daher für den Aspekt der Social Compliance eine Risikomatrix erstellt, in der die betreffenden Risiken registriert und gepflegt werden.
Bei der Ermittlung von regulatorischen sowie von Social Compliance-Risiken geht Borealis von den folgenden Annahmen aus:
208
Arbeitsintensive Tätigkeiten mit einer vergleichsweise kurzen Einarbeitungszeit (z. B. Reinigungs- oder einfache Wartungsarbeiten) bergen ein höheres Social Compliance-Risiko als komplexere Tätigkeiten, die eine längere Einarbeitungszeit erfordern;
Umfangreiche und komplexe Ketten von (nachrangigen) Lieferanten bergen für Borealis ein höheres Risiko als direkte Lieferanten;
Ausländische Lieferanten oder externes Personal mit ausländischer Staatsangehörigkeit bergen ein höheres Risiko;
Risiken, die mit Sozialbetrug oder Belästigung zusammenhängen, für Borealis einen erheblichen finanziellen oder Reputationsschaden nach sich ziehen können oder einen schwerwiegenden Verstoß darstellen, werden strenger bewertet als andere Risiken; und
Im Schweregrad werden auch die Schwere der Auswirkung, die Anzahl der betroffenen externen Arbeitnehmer und das Ausmaß berücksichtigt, in dem die Auswirkung beseitigt werden kann.
Borealis gruppiert die Risiken in seiner Risikolandschaft in fünf Kategorien:
Externe Risiken - Risiken im Zusammenhang mit externem Personal
Externe Risiken - Risiken im Zusammenhang mit externen Auftragnehmern
Interne Risiken - Fehlende Übereinstimmung der Geschäftstätigkeit mit dem angestrebten Niveau an Social Compliance
Interne Risiken - Unzureichende Social Compliance-Ambitionen innerhalb der Organisation und Vergeltungsmaßnahmen
Die Gewichtung jedes Risikos hängt von seiner Schwere, Wahrscheinlichkeit, Irreversibilität und dem Einfluss von Borealis auf den Verstoß oder das Risiko ab.
Borealis legt dann auf der Grundlage dieser Risiken Maßnahmen fest. Für das Jahr 2024 konzentrierte sich Borealis darauf, sicherzustellen, dass an allen Standorten im Rahmen von Social Compliance Zugangskontrollen durchgeführt werden und dass alle Beschäftigten der Wertschöpfungskette den Social Compliance von Borealis informiert wurden und den Whistleblower-Kanal kennen.
[S2-4.35] Die Präqualifikation von Lieferanten ist Teil der vorvertraglichen Aktivitäten, bei denen Borealis Informationen von einem potenziellen Lieferanten einholt. Ziel ist es, potenzielle Lieferanten zu prüfen, bevor sie an Bord geholt werden. Damit soll gewährleistet werden, dass nur solche Lieferanten für eine zukünftige Zusammenarbeit in Frage kommen, die die HSSE- und Nachhaltigkeitsstandards von Borealis erfüllen. Auf diese Weise stellt Borealis sicher, dass es keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette gibt.
Die Präqualifikation basiert auf einer standardisierten Liste von Elementen und Zielen, die mit dem HSSE-Managementsystem des Konzerns (z. B. der HSSE-Richtlinie und den Normen ISO 9001, 14001 und 45001) und dem Sustainability Framework (einschließlich der Nachhaltigkeits- und der Menschenrechtsrichtlinie sowie der Beschwerdemechanismen) übereinstimmen. Lieferanten, die in einem Hochrisikoland ansässig sind, werden aufgefordert, einen positiven TfS-Audit- und Bewertungsbericht vorzulegen, insbesondere für Rohstoffe und Verpackungen. Borealis kategorisiert Hochrisikoländer unter Berücksichtigung von Menschenrechts-, Umwelt- und Compliance-Aspekten.
209
Der Ansatz von Borealis bei den Lieferantenaudits stellt auch sicher, dass die Aktivitäten des Konzerns nicht für wesentliche negative Auswirkungen auf die Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette verantwortlich sind (siehe [S2-432d]).
Die Ethikrichtlinie von Borealis gibt den Mitarbeitern des Unternehmens Anleitung, wie sie sicherstellen können, dass ihre eigenen Vorgehensweisen keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette verursachen oder zu diesen beitragen. (Siehe [G1-1.7e] für weitere Informationen).
Der Risikomanagementansatz von Borealis trägt auch dazu bei, dass die geschäftliche Tätigkeit des Unternehmens keine wesentlichen Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette hat (siehe [S2-4.34a]). Diese relevanten Risiken in der Risikolandschaft des Bereichs Social Compliance sind folgende
Interne Risiken - Geschäftsbetrieb; und
Interne Risiken - Social Compliance.
[S2-4.36] Schwere Menschenrechtsverletzungen und Vorfälle im Zusammenhang mit der vorgelagerten Wertschöpfungskette von Borealis werden gemeldet, wenn sie beobachtet werden.
[S2-4.38] Borealis stellt Ressourcen für die Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern in der Wertschöpfungskette bereit. So verfügt das Unternehmen seit 2022 über eine Abteilung für nachhaltige Beschaffung und Lieferanteninnovation (Sustainable Procurement and Supplier Innovation), die Webinare und Schulungen organisiert, um unter den Beschäftigten in der Wertschöpfungskette das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken. Das Menschenrechtsmanagement ist in die gesamte Organisation von Borealis eingebettet und umfasst zum Beispiel die Bereiche Beschaffung, Sicherheit, HSSE und Community Relations. Borealis nutzt für die Durchführung von Bewertungen und Audits externe Ressourcen, wie unter [S2-4.32d] beschrieben.
Darüber hinaus kümmert sich ein spezielles Team, bestehend aus dem Group Social Compliance Manager und drei regionalen Social Compliance Managern, um die Belange der Beschäftigten in der Wertschöpfungskette. Diese Funktion ist für den Social Compliance-Ansatz von Borealis verantwortlich, insbesondere für die Risikoidentifizierung und -prävention, die Sensibilisierung und Schulung, die Risikoerkennung, die Durchführung von Präventiv- und Abhilfemaßnahmen sowie die kontinuierliche Verbesserung durch den Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren (Best Practices). Die Bemühungen und Maßnahmen dieses Teams tragen dazu bei, alle festgestellten wesentlichen Auswirkungen zu bewältigen.
Kennzahlen und Ziele - Angabepflichten in Bezug auf S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
[ESRS 2 MDR-M.77a, b] Methodiken zur Berechnung der Unternehmenskennzahlen:
Kennzahl
Einheit
Beschreibung
Methodik
210
Anzahl der von OMV Procurement mit einem externen Auditor durchgeführten Audits
Anzahl
Diese Audits werden regelmäßig durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Beschaffungsprozesse der Gruppe sowohl den internen Richtlinien als auch den externen regulatorischen Anforderungen entsprechen. Jede Prüfung umfasst eine gründliche
Untersuchung der Bereiche Management, Umwelt, Gesundheit und Sicherheit, Arbeits- und Menschenrechte sowie Unternehmensführung
Die Anzahl der Prüfungen sowie die Prüfberichte und Pläne für Abhilfemaßnahmen sind auf der (externen) TfS-Plattform OASIS verfügbar. Diese Zahlen werden von externen Parteien überprüft.
Anzahl der von EcoVadis durchgeführten TfS-(erneute)Bewertungen
Anzahl
Die EcoVadis-Scorecard ist ein Jahr lang gültig (bzw. drei Jahre für den OMV Konzern), so dass die meisten Lieferanten von Borealis ihre Scorecards jährlich aktualisieren. Darüber hinaus ermutigt das Unternehmen Lieferanten mit einer Punktzahl unter 45, sich einer erneuten Bewertung zu unterziehen, um ihr Rating zu verbessern.
Die Datenquelle stammt von EcoVadis Tableau, die von externen Parteien überprüft wird.
Anzahl der Lieferanten mit einer gültigen EcoVadis-Bewertung (nicht älter als 3 Jahre)
Anzahl
Dies ist die Gesamtzahl der Lieferanten von Borealis mit EcoVadis-Scorecards, die bis zu drei Jahre gültig sind und in der Umfrage des Konzerns auf der EcoVadis-Plattform zur Verfügung stehen.
Die Datenquelle stammt von EcoVadis Tableau, die von externen Parteien überprüft wird.
Prozentsatz der Lieferanten mit verbesserter EcoVadis-Bewertung
Prozent-
satz
Bei erneuten Bewertungen überwacht Borealis die Verbesserungen der EcoVadis-Bewertungen genau.
Die Datenquelle stammt von EcoVadis Tableau, die von externen Parteien überprüft wird.
Anzahl der Einkäufer an allen Standorten, die an Informations-veranstaltungen zum Thema nachhaltige Beschaffung teilgenommen haben
Anzahl
Die nachhaltige Beschaffung führte in diesem Jahr online zweimal einstündige Awareness Sessions durch, um die Einkäufer der Gruppe über den Zielstatus zu informieren und neue Einkäufer zu integrieren (Onboarding).
Die Teilnahme der Einkäufer wird über die Umfragefunktion von Microsoft Teams erfasst, bei der sie ihre Teilnahme durch Beantwortung der Frage "Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme an dieser Sitzung" bestätigen.
Prozentualer Anteil aller Lieferanten, die aufgrund negativer Umweltauswirkungen in der Lieferkette disqualifiziert wurden
Prozent-
satz
Ab 2022 hat Borealis eine Präqualifikationsumfrage auf Ariba implementiert, bei der alle Lieferanten, die an Ausschreibungen teilnehmen, ihren Umweltstatus angeben müssen. Diejenigen mit einem besseren Nachhaltigkeitsstatus erhalten Punkte.
Der Prozentsatz der disqualifizierten Lieferanten wird in SAP Ariba erfasst.
Prozentualer Anteil aller Lieferanten, die aufgrund negativer sozialer Auswirkungen in der Lieferkette disqualifiziert wurden.
Prozent-
satz
Die oben beschriebene Präqualifikationsumfrage auf Ariba verlangt auch, dass alle Lieferanten, die an Ausschreibungen teilnehmen, ihre sozialen Auswirkungen mit Borealis teilen. Diejenigen, die einen besseren Status in Bezug auf die sozialen Auswirkungen haben, erhalten Punkte.
Der Prozentsatz der disqualifizierten Lieferanten wird in SAP Ariba erfasst.
Anzahl der Lieferanten, die in sozialen Fragen geschult wurden
Anzahl
Lieferanten, die eine Schulung der EcoVadis Academy absolviert haben, werden hier aufgeführt. Die EcoVadis Academy bietet Schulungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen an, darunter Umweltpolitik, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung.
Die Daten stammen direkt von der EcoVadis-Plattform und werden daher von externen Parteien überprüft.
Prozentsatz der Zulieferbetriebe, die über ein zertifiziertes Umweltmanagement-system nach ISO 14001 oder EMAS verfügen
Prozent-
satz
Diese Informationen werden während des Präqualifizierungsprozesses der Lieferanten mit Hilfe von SAP Ariba erfasst.
Der Prozentsatz der Lieferanten mit ISO 14001 oder EMAS wird in SAP Ariba erfasst.
211
Prozentualer Anteil der Ausgaben mit lokalen Lieferanten
Prozent-
satz
Der Konzern spricht von lokaler Beschaffung, wenn sich der Lieferant und der Auftraggeber im selben Land befinden.
Die Daten werden aus dem SAP-System von Borealis bezogen, berechnet und auf dem
internen Power BI-Dashboard angezeigt.
Anzahl der über die Whistleblower-Hotline/Speak-up-Hotline eingereichten Ethikmeldungen
Anzahl
Siehe Abschnitt [G1-1.10c i] für Informationen über die Ethik-Hotline.
Die Daten stammen von EQS, dem externen Dienstleister für die Whistleblower-Hotline von Borealis.

Nicht begründete Fälle werden gezählt, es sei denn, der gemeldete Missstand verstößt offensichtlich nicht gegen die Ethikrichtlinie von Borealis.
Angabepflicht S2-5 - Ziele in Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
[S2-5.41a] Die Mitgliedschaft bei Together for Sustainability (TfS) besteht auf Ebene des OMV Konzerns, und Borealis ist in diese Gesamtmitgliedschaft einbezogen. Die aktive Mitgliedschaft bei TfS wird dem OMV Konzern dabei helfen, die Nachhaltigkeit im täglichen Beschaffungswesen weiter zu verbessern, einen besseren Überblick über die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der eingekauften Waren und Dienstleistungen zu erhalten und ehrgeizigere Nachhaltigkeitsziele in der Lieferkette zu verankern.
[S2-5.41b] und [S2-5.41e] Borealis hat sich die folgenden Ziele gesetzt, um seine wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette zu steuern:
Borealis möchte über OMV aktives Mitglied von TfS sein und Nachhaltigkeitsbewertungen für alle Lieferanten durchführen, wobei folgendes abgedeckt werden soll:
omehr als 80 % der Beschaffungsausgaben bis 2025; und
o90 % der Beschaffungsausgaben bis 2030.
[S2-5.41c] Die Ziele gelten konzernweit für alle Regionen und für die Tier-1-Lieferanten von Borealis in der vorgelagerten Wertschöpfungskette.
[S2-5.41d] Die Ausgangswerte und Basisjahre für die Zielvorgaben lauten wie folgt:
Ziel 1: Basisjahr: 2022 | Basiswert: 36 %
Ziel 2: Basisjahr: 2021 | Basiswert: 33 %
[S2-5.41h] Interne Stakeholder, darunter Vorstandsmitglieder und die Nachhaltigkeitsabteilung, sowie externe Stakeholder wie TfS und CDP (Carbon Disclosure Project) wurden in den Zielsetzungsprozess einbezogen, um sicherzustellen, dass die Ziele realistisch und auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Dies geschah über verschiedene Kanäle, wie z. B. Sitzungen oder Peer-Analysen. [S2-5.42a] Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette wurden vom Unternehmen nicht direkt einbezogen.
[S2-5.41i] Borealis hat seine Ziele nicht geändert, obwohl das Unternehmen seine Ziele jedes Jahr überprüft und bei Bedarf anpasst, diesen Prozess dokumentiert und berichtet, um
212
Transparenz und Vertrauen aufrechtzuerhalten. Borealis überprüft auch regelmäßig seine Methoden, um sicherzustellen, dass diese den neuesten Standards und Praktiken entsprechen.
[S2-5.41f]
Ziel 1: Der KPI wurde im Rahmen der Verpflichtungen der OMV gegenüber TfS und im Einklang mit den anderen TfS-Mitgliedern definiert. Ziel ist es, sich bei den EcoVadis-Bewertungen auf die Lieferanten mit den höchsten Ausgaben und bei den TfS-Audits auf Lieferanten aus Ländern mit hohem Risiko in Bezug auf Menschen- oder Arbeitsrechte (z. B. in Südostasien) zu konzentrieren. Zusätzlich zu den Lieferanten, auf die 80 % der Beschaffungsausgaben entfallen, werden jedes Jahr die Lieferanten mit einer EcoVadis-Bewertung von weniger als 45 Punkten eingeladen, eine neue EcoVadis-Bewertung durchzuführen, um ihre Leistung zu verbessern.
Ziel 2: Dieser KPI wurde definiert, um die Genauigkeit und Transparenz der Scope-3-Emissionen von eingekauften Waren und Dienstleistungen zu erhöhen. Borealis hat den 80/20-Ansatz angewendet, um die Lieferanten mit dem größten Potenzial zu erfassen. Zudem hat das Unternehmen mit der Einbindung der Lieferanten begonnen, die 80 % der Beschaffungsausgaben ausmachen.
[S2-5.41j] Bis 2024 wurden 65 % der Beschaffungsausgaben auf Konzernebene (OMV, Borealis, Petrom) durch gültige (3-jährige) EcoVadis Scorecards abgedeckt.
[S2-5.42b] Der Konzern überwacht jedes Jahr die Leistung in Bezug auf das jeweilige Ziel und ergreift bei Bedarf geeignete Maßnahmen. Zum Beispiel organisierte Borealis im November 2024 ein Webinar, um das Bewusstsein der Beschäftigten in der Wertschöpfungskette für die Bedeutung der TfS-Bewertung zu stärken.
[S2-5.42c] Borealis hat aufgrund seiner Leistung im Jahr 2024 keinen Bedarf für zusätzliche Maßnahmen festgestellt.

213
Unternehmensspezifische Parameter:
Parameter
2024
Anzahl der von OMV Procurement durchgeführten Audits mit einem externen Auditor
3+12
Anzahl der von EcoVadis durchgeführten TfS-(Neu-)Bewertungen
308
Anzahl der durchgeführten TF-Audits Anzahl der Lieferanten mit einer gültigen EcoVadis-Bewertung (nicht älter als 3 Jahre)
368
Prozentsatz der Lieferanten mit verbesserter EcoVadis-Bewertung (Konzernebene)
67,00%
Anzahl der Einkäufer an allen Standorten, die an Informationsveranstaltungen zum Thema nachhaltige Beschaffung teilgenommen haben
46
Prozentsatz der insgesamt bewerteten Lieferanten, die aufgrund negativer Umweltauswirkungen in der Lieferkette disqualifiziert wurden
0,00%
Prozentualer Anteil der insgesamt bewerteten Lieferanten, die aufgrund negativer sozialer Auswirkungen in der Lieferkette disqualifiziert wurden.
1,00%
Anzahl der Lieferanten, die in sozialen Fragen geschult wurden (Konzernebene)
160
Prozentsatz der Zulieferbetriebe, die über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 oder EMAS verfügen
73,00%
Prozentualer Anteil der Ausgaben mit lokalen Lieferanten
57,50%
Anzahl der Ethik-Meldungen, die über die Whistleblower-Hotline eingereicht wurden:
285
Anzahl der externen Ethikberichte, die über die Borealis Speak up-Hotline eingereicht wurden
22
ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften
Borealis ist sich bewusst, dass seine Geschäftstätigkeit Auswirkungen auf einige seiner Stakeholder haben kann, einschließlich der Gemeinden, in denen Borealis tätig ist. Die gesellschaftliche Legitimation (Social License) des Unternehmens basiert auf der Wahrung der Menschen- und Arbeitsrechte und der Entwicklung positiver Beziehungen zu den umliegenden Gemeinschaften.
Auf der Grundlage der doppelten Wesentlichkeitsanalyse von Borealis befinden sich die betroffenen Gruppen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Diese Gruppen werden von Borealis' Lieferanten wie folgt definiert:
Lokale Gemeinschaften, die in den an die Standorte angrenzenden Gebieten ansässig und von den Aktivitäten des Unternehmens direkt betroffen sind; und
Abgelegene Gemeinschaften, die weiter von den primären Betriebsstandorten entfernt sind, aber in der breiteren geografischen Region liegen. Sie sind indirekt von den Aktivitäten der Lieferanten betroffen.
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Angabepflicht S3-1 - Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften
[S3-1.14a, b] Borealis hat, wie in den Kapiteln S2 und G1 beschrieben, in Bezug auf die eigene Geschäftstätigkeit verschiedene Richtlinien zu Ethik und Social Compliance eingeführt. Das Unternehmen hat jedoch keine Richtlinie, die sich mit dem Management von wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen für betroffene Gemeinschaften in der vorgelagerten Wertschöpfungskette befasst.
Von Geschäftspartnern in der vorgelagerten Wertschöpfungskette wird erwartet, dass sie über angemessene Richtlinien verfügen, um ihre Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinschaften zu steuern. Die Richtlinien der Lieferanten beziehen sich in der Regel auf ihre weltweiten
214
Tätigkeiten, wobei der Schwerpunkt auf Regionen liegt, in denen ihre Aktivitäten erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Dies schließt sowohl vor- als auch nachgelagerte Tätigkeiten in Hochrisikogebieten ein.
Zu den Verfahren der Lieferanten, mit denen sie die Einhaltung ihrer Richtlinien überwachen, gehört in der Regel eine Sozialverträglichkeitsprüfung (Social Impact Assessment, SIA). Siehe [S3-4.33a] für weitere Informationen zu SIAs.
[S3-1.14c] Die oberste Führungsebene des Lieferanten - in der Regel der Vorstand oder ein ähnliches Gremium - ist im Allgemeinen für die Umsetzung der Richtlinie im Rahmen der allgemeinen Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele verantwortlich.
Einige Lieferanten legen in ihrer Strategie die Verantwortlichkeiten für die Beziehungen zu den Gemeinschaften und deren Entwicklung fest, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit des Unternehmens zu fördern. Dies kann den Aufbau von Beziehungen zu lokalen Interessengruppen, das Ansprechen von Bedenken oder Beschwerden sowie die Beobachtung der Haltung der Interessengruppen gegenüber dem Unternehmen beinhalten.
[S3-1.14d] Lieferanten sollen sich verpflichten, bei der Umsetzung ihrer Richtlinien eine Reihe von Standards oder Initiativen einzuhalten. Dazu gehören die Achtung und Unterstützung der Menschenrechte, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in international anerkannten Verträgen, einschließlich denen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), beschrieben sind. Zu den Lieferanten der Gruppe gehören auch Unterzeichner des UN Global Compact sowie Unternehmen, die sich zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen bekennen.
[S3-1.15] In der Human Rights Policy von Borealis werden indigene Völker als soziale Gruppen anerkannt, deren Identität sich von den Hauptgruppen der nationalen Gesellschaften unterscheidet, die über besondere Rechte verfügen, oft zu den am stärksten marginalisierten Gruppen gehören und sich mit größerer Wahrscheinlichkeit in einer prekären Situation befinden. Diese Erklärung bezieht sich nur auf die betroffenen Gemeinschaften in den eigenen Betrieben von Borealis, und es gibt keine spezifische Politik zur Prävention und zum Umgang mit den Auswirkungen auf indigene Völker in der vorgelagerten Wertschöpfungskette.
[S3-1.16a] Borealis verpflichtet sich zur Einhaltung höchster Menschenrechtsstandards für alle Gemeinschaften, die von den eigenen Aktivitäten oder entlang der Wertschöpfungskette betroffen sind, entsprechend den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte.
Borealis überwacht die Einhaltung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte nicht proaktiv, bietet aber allen betroffenen Gemeinschaften die Möglichkeit, tatsächliche oder vermutete Verstöße zu melden, wie in [S3-1.16b] beschrieben.
[S3-1.16b] Borealis verfügt über einen systematischen Ansatz zur Identifizierung und Bewertung von Stakeholdern an seinen Produktionsstandorten. Dieser Ansatz wird in seiner Betriebsanweisung für das Stakeholder-Management detailliert beschrieben. In diesem Dokument sind die Phasen der Identifizierung, Bewertung, Priorisierung und Einbindung betroffener Gemeinschaften an Borealis Standorten definiert.
[S3-1.16c] Das Unternehmen hat kein Verfahren eingeführt, das Abhilfe bei Menschenrechtsverletzungen oder anderen negativen Auswirkungen für betroffene Gemeinschaften in der vorgelagerten Wertschöpfungskette schafft.
215
[S3-1.17] Im Jahr 2024 wurden der Ethik-Hotline von betroffenen Gemeinschaften 82 Fälle von Nichteinhaltung internationaler Menschenrechtsstandards gemeldet. Betroffen waren zumeist Arbeiter aus der Wertschöpfungskette, die an Borealis Standorten arbeiten.
Angabepflicht S3-2 - Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf Auswirkungen
[S3-2.21a], [S3-2.24] Borealis arbeitet nicht aktiv mit den Gemeinschaften in der vorgelagerten Wertschöpfungskette zusammen, auch nicht mit indigenen Völkern.
[S3-2.23] Borealis respektiert die Rechte der indigenen Völker, wie in [S3-1.15] beschrieben. Diese Gemeinschaften werden ermutigt, die zentralen und lokalen Beschwerdemechanismen zu nutzen, die bei Borealis bereits vorhanden sind (nicht speziell für betroffene Gemeinschaften), wie in Abschnitt [S3-1.16b] beschrieben.
Angabepflicht S3-3 - Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können
[S3-3.27a] Die Beschwerdemechanismen der Gruppe bieten einen Kanal zur Identifizierung potenzieller negativer Auswirkungen, zur Beilegung von Beschwerden und zur Bereitstellung von Abhilfemaßnahmen für die Rechteinhaber, wenn Borealis negative Auswirkungen verursacht oder zu ihnen beigetragen hat. Alle eingehenden Beschwerden müssen in einem Berichts-Tool dokumentiert werden. An jedem Borealis-Standort müssen die Zuständigkeiten für die Bearbeitung dieser Beschwerden klar definiert und dokumentiert werden, einschließlich der Behebung der Beschwerden.
Für betroffene Unternehmen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette hat Borealis jedoch kein Abhilfeverfahren eingerichtet.
[S3-3.27b] Borealis hat solide zentrale und lokale Beschwerdemechanismen eingerichtet, die den betroffenen Gemeinschaften offenstehen. Auf die lokalen Kanäle, wie z. B. Telefonnummern, wird von den lokalen Produktionsstandorten hingewiesen. Alle diese Kanäle gewährleisten Anonymität, falls der Berichterstatter dies wünscht.
Beanstandungen von Mitgliedern einer Gemeinschaft beziehen sich in erster Linie auf eine Störung oder gründen auf Unzufriedenheit (hauptsächlich aufgrund von Verschmutzung, Lärm, Geruch oder Verkehr), die der Standortleitung zur Kenntnis gebracht wird. Beschwerden sind schwerwiegendere Probleme, die sich hauptsächlich auf einen möglichen Verstoß gegen die Ethikrichtlinie von Borealis, eine Menschenrechtsfrage und/oder die Nichteinhaltung nationaler oder internationaler Gesetze und Vorschriften beziehen.
Beschwerden müssen der Ethik-Hotline des Unternehmens gemeldet werden, wo sie von der Abteilung Ethik & Compliance bearbeitet werden. Wenn ein Standort eine Beanstandung erhält, die als Beschwerde eingestuft wird, muss diese ebenfalls an die Ethik-Hotline weitergeleitet werden. Weitere Informationen über die Bearbeitung von Meldungen an die Ethik-Hotline finden Sie unter [S1-1.20c]
[S3-3.27d] Borealis bewertet vierteljährlich die eingegangenen Beschwerden und Beanstandungen. Alle Beschwerden werden in der Ethik-Hotline registriert und über das Tool sowie in monatlichen Sitzungen nachverfolgt und überwacht. Wie in [G1-1.7f] erläutert, stellt die Abteilung Group Compliance & Ethics dem Vorstand und dem Ethikrat regelmäßig ethikbezogene Informationen und Updates zur Verfügung.
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[S3-3.27c] Die öffentlich zugängliche Ethikrichtlinie (Ethics Policy) für Geschäftspartner von Borealis beschreibt, wie Bedenken geäußert werden können und verweist auf die Ethik-Hotline. [S3-3.28]. Borealis hat nicht geprüft, inwieweit die betroffenen Gemeinschaften in der vorgelagerten Wertschöpfungskette von den Verfahren, die das Unternehmen zur Äußerung ihrer Anliegen und Bedürfnisse bereitstellt, Kenntnis haben und ihnen vertrauen.
Angabepflicht S3-4 - Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen
[S3-4.31a-e] Während Borealis keine Maßnahmen ergriffen hat, um wesentliche Auswirkungen, Risiken. und Chancen für betroffene Gemeinden in der vorgelagerten Wertschöpfungskette zu adressieren anzugehen, befassen sich seine Lieferanten sehr wohl mit Fragen und Problemen, die im Zusammenhang mit ihrer Geschäftstätigkeit auftreten.
[S3-4.33a] Betroffene Gemeinschaften in der vorgelagerten Wertschöpfungskette von Borealis werden von den Lieferanten des Unternehmens bewertet. So führen die Lieferanten beispielsweise eine Sozialverträglichkeitsprüfung (SIA) durch, die die freie, vorherige und informierte Zustimmung der lokalen Interessengruppen einschließt. Eine SIA ist auch Teil einer umfassenderen Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (ESIA), um Synergien und Effizienz zu fördern. Eine SIA soll sicherstellen, dass die Ansichten der lokalen Gemeinschaften, insbesondere der indigenen Völker, während des gesamten Lebenszyklus eines Projekts berücksichtigt werden: Inbetriebnahme, Betrieb und Stilllegung bzw. Abbruch. Die Lieferanten achten bei diesen Bewertungen auch besonders auf mögliche Auswirkungen auf die Menschenrechte.
Eine SIA umfasst eine Grundlagenstudie, eine Bedarfsanalyse für die Gemeinschaft (siehe unten), Analysen der Interessengruppen und eine Untersuchung der sozialen Risiken. Soweit möglich, werden im Rahmen der SIA direkte Konsultationen mit potenziell betroffenen Gemeinschaften durchgeführt und die Ergebnisse der SIA den betroffenen Interessengruppen mitgeteilt. Auf der Grundlage der Ergebnisse der SIA können standortspezifische Strategien für die Beziehungen zu den Gemeinschaften und deren Entwicklung, Pläne für die Einbindung der Interessengruppen und Beschwerdemechanismen für die Gemeinschaften entwickelt und umgesetzt werden.
Eine Bedarfsanalyse für die jeweiligen Gemeinschaften beinhaltet z.B. die Konsultation lokaler Stakeholder und die Berücksichtigung länderspezifischer Prioritäten in Bezug auf die Sustainable Development Goals (SDGs).
[S3-4.33b] Die Lieferanten von Borealis mindern das Risiko einer unfreiwilligen Umsiedlung oder Enteignung in der Regel durch einen ausgearbeiteten Plan zur Einbindung von Interessengruppen. Dabei laden sie die Landbesitzer ein und geben ihnen die Möglichkeit, ihre Bedenken vorzubringen. [S3-4.33c] Die Lieferanten von Borealis können sich mit indigenen Völkern durch Telefonanrufe, persönliche Treffen, breitere, gruppenübergreifende Foren, Besuche vor Ort und E-Mails austauschen. Dieses Engagement kann auch Diskussionen über die Auswirkungen und Abhilfemaßnahmen bei Großprojekten umfassen.
[S3-4.35] Um sicherzustellen, dass die eigenen Vorgehensweisen von Borealis keine wesentlichen negativen Auswirkungen für die betroffenen Gemeinschaften haben oder zu
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diesen beitragen, werden verschiedene Strategien und Maßnahmen ergriffen, wie in G1 und S2 beschrieben.
[S3-4.38] Im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit von Borealis wurden keine wesentlichen Auswirkungen festgestellt, daher wurden keine finanziellen oder personellen Ressourcen für betroffene Gemeinschaften bereitgestellt.
[ESRS 2.81] Derzeit hat Borealis keine messbaren ergebnisorientierten Ziele festgelegt, da die Auswirkungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette liegen und im eigenen Betrieb nicht wesentlich sind.
[S3-4.36] Im Jahr 2024 wurden keine schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und Vorfälle im Zusammenhang mit den betroffenen Gemeinschaften gemeldet.
Kennzahlen und Ziele - Angabepflichten in Bezug auf S3 Betroffene Gemeinschaften
Angabepflicht S3-5 - Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
[ESRS 2.81] Derzeit hat Borealis keine messbaren ergebnisorientierten Ziele festgelegt, da die Auswirkungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette liegen und innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeit nicht wesentlich sind.
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Informationen zur Unternehmensführung
ESRS G1 Unternehmensführung
Eine gute Unternehmensführung schafft ein Management- und Kontrollsystem, das rechenschaftspflichtig, transparent und auf die Schaffung nachhaltiger, langfristiger Werte ausgerichtet ist. Sie dient daher den Bedürfnissen aller Interessenträger, die an Borealis interessiert sind oder von Borealis beeinflusst werden, einschließlich Arbeitnehmern, Kunden, Lieferanten, Regierungen, Kapitalmärkten und der allgemeinen Öffentlichkeit. Das BMS (Borealis Management System) dokumentiert den Governance-Ansatz von Borealis. Das Management von Risiken und Chancen ist integraler Bestandteil des BMS, um sicherzustellen, dass sich der Konzern kontinuierlich verbessert und bei Bedarf Maßnahmen zur Risikominderung ergreift.
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Angabepflicht G1-1- Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung
Borealis ist ethischer Geschäftsführung verpflichtet. Das Beibehalten der höchsten Integritätsstandards ist entscheidend für die Sicherung und Aufrechterhaltung des Vertrauens von Kunden, Lieferanten, Arbeitnehmern, Aktionären sowie der Gesellschaft im Allgemeinen.
Um alle Aspekte einer ethisch einwandfreien Unternehmenspolitik abzudecken, hat Borealis drei Dokumente herausgegeben:
das Ethics Policy Konzept von Borealis;
die Borealis Ethics Policy für Geschäftspartner (siehe [G1-1.7b]); und
die Borealis Erklärung zur Menschenrechtspolitik (siehe [S2-1.16a]).
Die Ethics Policy von Borealis dient als Leitfaden für die Mitarbeiter von Borealis und legt die ethischen Grundsätze des Konzerns fest, zu denen vor allem die Menschenrechte, eine auf Respekt, Ehrlichkeit und Integrität basierende Unternehmenspolitik sowie die Einhaltung der geltenden Gesetze gehören.
[G1.1.7a] Die wichtigsten Inhalte der Ethics Policy sind ethische Grundsätze, Korruptionsbekämpfung, geschäftliche und persönliche Integrität, Einhaltung des Wettbewerbsrechts und Datenschutz. Zu den Hauptzielen gehören:
Kartell- und Wettbewerbsrecht: Borealis geht keinerlei Vereinbarungen oder Absprachen mit Wettbewerbern ein, um Preise festzulegen oder den freien Wettbewerb anderweitig einzuschränken.
Personalwesen Compliance & Menschenrechte: Borealis behandelt jeden mit Respekt und duldet keine unfaire Behandlung, Belästigung, Missbrauch oder Vergeltung am Arbeitsplatz. Der Konzern hält sich strikt an die Anforderungen der Menschenrechte und erwartet von seinen Geschäftspartnern, dass sie dieselben Standards anwenden.
Einhaltung der Handelsgesetze: Borealis hält sich an die Handelsgesetze aller Länder, in denen das Unternehmen tätig ist, einschließlich Sanktionen, Zoll-, Import- und Exportkontrollen sowie Gesetze, die für den grenzüberschreitenden Handel mit seinen Produkten und Dienstleistungen gelten.
Bekämpfung von Korruption und Bestechung: Borealis nimmt keine Bestechungsgelder, Schmiergelder oder andere unzulässige Zahlungen an. Der Konzern führt genaue Bücher und Aufzeichnungen, um Zahlungen ehrlich zu beschreiben.
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Datenschutz: Borealis behandelt alle persönlichen Daten von Arbeitnehmern und Geschäftspartnern sensibel, vertraulich und in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen.
Emittenten-Compliance: Weder Borealis noch die Arbeitnehmer der Gruppe beteiligen sich an marktrelevantem Fehlverhalten, sei es zum eigenen Vorteil oder zum Vorteil von Borealis.
Das Konzept der Ethics Policy befasst sich mit der Bedeutung einer wertebasierten Entscheidungsfindung für Geschäftstätigkeiten, dem Umgang mit den Risiken von Fehlinformationen und der Förderung von Chancen für ein größeres Vertrauen und eine stärkere Einbeziehung der Interessenträger sowie der Ausrichtung des Handelns des Einzelnen auf ethische Grundsätze. Dies trägt dazu bei, eine starke Unternehmenskultur zu fördern, die zu einer höheren Mitarbeiterbindung, mehr Engagement und Wohlbefinden führt. Das Fehlen einer starken Unternehmenskultur würde das Risiko von gesetzeswidrigem und unethischem Verhalten, geringem Engagement und folglich geringer Produktivität der Arbeitnehmer erhöhen, was letztendlich die Lebensqualität der Arbeitnehmer verringern kann. Darüber hinaus würde das Fehlen einer starken Unternehmenskultur das Risiko erhöhen, dass Borealis das Vertrauen der Interessenträger verlieren und einen Imageschaden erleiden könnte sowie mit Bußgeldern, Rechtsansprüchen, dem Verlust von Geschäften, Verträgen oder Lizenzen oder sogar mit der Inhaftierung des Managements und der betroffenen Arbeitnehmer konfrontiert wäre.
[G1-1.7c] Der Vorstandsvorsitzende (CEO) ist zusammen mit dem Vorstand für die Umsetzung der Ethics Policy und die Wahrung der Werte von Borealis verantwortlich. Die Compliance & Ethikfunktion des Konzerns und der Ethikrat von Borealis spielen ebenfalls eine wichtige Rolle (siehe [S2-1.16c] für weitere Informationen). Die Sicherstellung der ethischen Compliance ist jedoch eine gemeinsame Anstrengung aller hierarchischen und funktionalen Ebenen bei Borealis. Das Unternehmen vertritt den Standpunkt, dass „Wegschauen keine Option ist“, und die Ethik Policy verpflichtet die Arbeitnehmer daher, alle tatsächlichen oder vermuteten Verstöße gegen ethische Grundsätze oder Compliance anzusprechen. In diesem Zusammenhang führen alle Angestellten jährlich eine Ethik-Zertifizierung durch, in der sie bestätigen, dass sie die Unternehmensrichtlinien zu ethischen Geschäftspraktiken einhalten, die Ethik-Politik und ihre Grundsätze kennen und alle festgestellten oder vermuteten Verstöße gegen die Ethik-Politik gemeldet haben. Diese Bestätigung beinhaltet eine spezifische Bestätigung, dass Borealis die Menschenrechte und die Würde der Menschen respektiert, Bestechung und Korruption in keiner Form toleriert, keine Preisabsprachen mit Wettbewerbern trifft und seinen Kunden keine falschen oder irreführenden Informationen zur Verfügung stellt.
Zusätzlich zu den ethikbezogenen Konzepten des Konzerns haben OMV und Borealis eine einheitliche Beschaffungsrichtlinie verabschiedet, die für den gesamten OMV Konzern, einschließlich Borealis, gilt. Die Richtlinie gibt den Rahmen, die Grundsätze und die Regeln für das Management der Beschaffungsaktivitäten vor und legt die Mindestanforderungen an den Beschaffungsprozess fest. Weitere Informationen zur Beschaffung finden Sie in Kapitel S2.
[G1-1.7d] Borealis hat sich verpflichtet, bei der Umsetzung seiner Ethics Policy eine Reihe von Standards und Initiativen Dritter zu beachten, wie in [S2-1.16d] beschrieben.
[G1-1.7b] Die Ethics Policy von Borealis ist in zehn Sprachen verfügbar und gilt für die gesamte Belegschaft von Borealis weltweit.
Neben der Ethics Policy von Borealis sind auch die Auftragnehmer, Lieferanten und sonstigen Geschäftspartner von Borealis verpflichtet, die Ethics Policy des Konzerns für Geschäftspartner
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einzuhalten. Dieses Dokument definiert den Ansatz des Konzerns in Bezug auf die wichtigsten Aspekte der Geschäftsethik bei der Beschaffung, wie z. B. Korruptionsbekämpfung, Bekämpfung von Sklaverei, Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Menschenhandel sowie Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE). Die Ethics Policy für Geschäftspartner ist auf der Borealis Website verfügbar und wird auch aktiv an die Geschäftspartner von Borealis kommuniziert.
[G1-1.7e] Bei der Überarbeitung der Ethics Policy berücksichtigt Borealis in der Regel die Interessen des CEO, des EXB, der Group Compliance und der Verantwortlichen für Compliance, Sustainability und HSE sowie bei Bedarf weiterer interner Stakeholder.
[G1-1.7f] Die Borealis Ethics Policy, die Ethics Policy für Geschäftspartner und die Erklärung zur Menschenrechtspolitik sind auf der Website des Konzerns verfügbar. Das Unternehmen wirbt kontinuierlich dafür, das Wort zu ergreifen, und schafft ein Bewusstsein für seine Ethik-Hotline und deren Verwendung, insbesondere durch die Ethics Policy, vierteljährliche Updates des Vorstands über das Unternehmen, Artikel im Intranet und bei jeder Ethik-Weiterbildung.
[G1-1.10g] Neue Arbeitnehmer müssen einen 30-minütigen, obligatorischen E-Learning-Kurs absolvieren, in dem die Werte und ethischen Grundsätze des Konzerns erläutert werden. Maßgeschneiderte Präsenzveranstaltungen oder virtuelle Schulungen zu Ethik und Compliance werden von der Konzernfunktion Ethik & Compliance oder von lokalen Ethik-Botschaftern durchgeführt. Alle Arbeitnehmer sind verpflichtet, an diesem E-Learning zum Verhaltenskodex teilzunehmen. Die Schulungen werden jährlich wiederholt, wie in der Ethics Policy von Borealis dargelegt.
Um das Bewusstsein und die Wachsamkeit in Bezug auf die Menschenrechte zu schärfen, müssen alle Arbeitnehmer eine E-Learning-Schulung zum Thema Menschenrechte absolvieren, die einen Überblick über die Menschenrechtsverpflichtungen von Borealis und des OMV Konzerns, die Menschenrechte der Mitarbeiter und die im OMV Konzern verwendeten Tools zum Umgang mit Menschenrechtsrisiken gibt.
Darüber hinaus werden maßgeschneiderte Weiterbildungen für Arbeitnehmergruppen angeboten, die besonderen ethischen Risiken ausgesetzt sind, wie z.B. Korruption und Bestechung, Wettbewerbsrecht, Datenschutzbestimmungen oder Emittenten-Compliance-Risiken im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Insiderinformationen.
[G1-1.9] Der Ansatz des Konzerns zur Schaffung, Entwicklung, Förderung und Bewertung seiner Unternehmenskultur ist in den Abschnitten [G1-1.7a-f] beschrieben.
[G1-1.10a] Borealis hat ein Verfahren zur Meldung von Verstößen gegen die Ethics Policy und die damit verbundenen Konzepte zu Korruption und Bestechung eingerichtet. Die Kontaktstellen im gesamten Unternehmen (die Ethik-Botschafter, die Abteilung Compliance & Ethik des Konzerns, die Rechtsabteilung, der jeweilige People & Culture Business Partner und die Internal Audit sind in der Ethics Policy aufgeführt. Darüber hinaus steht internen und externen Interessenträgern eine unabhängige Whistleblower-Hotline zur Verfügung, wo sie ihre Bedenken melden können.
Das Verfahren zur Behandlung von Verstößen gegen die Ethics Policy umfasst die Meldung von Hinweisen und mutmaßlichen Verstößen, die Aufnahme des Falls, die Untersuchung und, falls gerechtfertigt, Disziplinarverfahren und Abhilfemaßnahmen.
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[G1-1.10e] Das Borealis Management System dokumentiert die Verfahren des Konzerns, um Vorfälle in der Unternehmenspolitik, einschließlich Vorfälle von Korruption und Bestechung, unverzüglich, unabhängig und objektiv zu untersuchen. Die Weiterverfolgung von Meldungen durch Whistleblower ist automatisiert und entspricht den gesetzlichen Anforderungen, innerhalb von 24 Stunden nach der Meldung zu reagieren, gefolgt von einer 90-tägigen Untersuchungszeitspanne. Mutmaßliche Verstöße gegen ethische Grundsätze werden von besonders qualifizierten Arbeitnehmern untersucht. Die Untersuchung stützt sich auf Befragungen und das Sammeln von Beweisen, die Auswertung von Erkenntnissen und das Ziehen von analytischen Schlussfolgerungen zur Schuldfrage, die genau dokumentiert werden. Gegebenenfalls kann die Untersuchung eine Zeugenaussage vor dem Ethikrat beinhalten. Siehe [G1-1.10c i] für weitere Informationen
Jedes Jahr müssen alle Angestellten in einem automatisierten Verfahren bestätigen, dass sie alle festgestellten und vermuteten Verstöße gegen die Ethics Policy gemeldet haben (siehe [G1-1.7a]).
[G1-1.10c i] Die Ethik-Hotline basiert auf einem automatisierten, cloudbasierten Fallmanagement-Tool, „Integrity“, das vom deutschen Dienstleister EQS bereitgestellt wird. Das Tool ist benutzerfreundlich, selbsterklärend und praktisch sowohl für den Meldenden als auch für die Manager der gemeldeten Fälle und wird von allen betroffenen Akteuren gut angenommen.
Die Ethik-Hotline kann sowohl von Arbeitnehmern von Borealis als auch von allen externen Personen genutzt werden, die Bedenken über beobachtetes oder vermutetes unethisches Verhalten äußern möchten, wenn es:
Direkt oder indirekt mit Borealis verbunden ist; und
In gutem Glauben erfolgt, d.h. die Hotline darf nicht dazu verwendet werden, falsche Anschuldigungen gegen andere zu erheben oder wissentlich Aussagen zu tätigen, die unwahre Informationen beinhalten.
Unethisches Verhalten bezieht sich auf:
Menschenrechte, Fehlverhalten in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit und Umwelt
Verstoß gegen die Borealis Ethics Policy und die Borealis Ethics Policy für Geschäftspartner; oder
Jedes andere Verhalten, das in der jeweiligen Rechtsordnung strafbar oder illegal ist.
Meldungen an die Ethik-Hotline können rund um die Uhr in 24 Sprachen gemacht werden. Der Link wird im Intranet und auf der Borealis Website veröffentlicht und ermöglicht es Personen innerhalb und außerhalb von Borealis, Meldungen zu machen. Diese Meldungen können vollständig anonym erfolgen, wobei die Identität des Meldenden nicht nachverfolgt wird. Die Konzernabteilung Compliance & Ethik wird sofort über jede neue Meldung informiert und erfasst und verfolgt sie dann im Management-Tool. Jeder Melder wird benachrichtigt, dass die Meldung eingegangen ist und bearbeitet wird.
Berichte, die über andere Kanäle eingehen, werden vom Compliance & Ethik-Team des Konzerns manuell in das Tool eingegeben. Der Zugriff auf das Tool ist streng auf dieses Team sowie auf den General Counsel, den Director Internal Audit plus einen Kollegen und den VP People and Culture beschränkt. Jeder Bericht wird mit höchster Priorität und in Übereinstimmung mit dem Borealis-Verfahren zur Untersuchung und Bearbeitung von
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Ethikfällen bewertet und bearbeitet. Das Verfahren legt fest, wie entschieden wird, ob eine Meldung untersucht werden sollte, und wurde im Jahr 2023 gründlich aktualisiert.
Während die Konzernabteilung Compliance & Ethics für die Aufnahme, Kategorisierung, Dokumentation und anfängliche Bearbeitung jedes Falles verantwortlich ist, werden je nach den betroffenen Compliance-Bereichen und -Risiken die Innenrevision, People & Culture und Fachexperten an der Untersuchung beteiligt. Berichte, die nicht auf einen Verstoß hindeuten, werden entweder an die Abteilung weitergeleitet, die sich am besten damit befassen kann, oder, wenn der Bericht unangemessen ist oder keine ernsthafte Absicht vorliegt, wird er fallen gelassen und geschlossen.
Der Ethikrat prüft sorgfältig jede Untersuchung, die ein unethisches Verhalten belegt. Der Compliance & Ethik-Beauftragte des Konzerns informiert den Vorstand vierteljährlich über alle durchgeführten und begründeten Untersuchungen, und der Prüfungsausschuss erhält einen Jahresbericht über alle Untersuchungen und Abhilfemaßnahmen.
Alle Angestellten müssen jährlich bestätigen, dass Verstöße oder mögliche Verstöße gegen die Ethics Policy dem Ethik- und Compliance-Team gemeldet wurden (siehe [G1-1.7a]).
Das Ethik & Compliance-Team und die Innenrevision wurden 2024 in der Vorgehensweise bei Ethikfällen geschult.
[G1-1.10c ii] Borealis muss die EU-Whistleblower-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2019/1937) einhalten und erfüllt diese.
[G1-1.10d] Unabhängig von den in der jeweiligen Rechtsordnung geltenden gesetzlichen Bestimmungen bietet Borealis allen internen und externen Hinweisgebern, die eine Meldung machen, die den in [G1-1.10c i] beschriebenen Kriterien entspricht, einen erweiterten Whistleblower-Schutz. Siehe [S2-3.28] für weitere Informationen.
Alle Meldungen sind streng vertraulich und werden in Übereinstimmung mit der DSVG behandelt, verarbeitet und gelöscht. Das System ermöglicht auch anonyme Meldungen, wobei die vertrauliche Kommunikation mit dem Hinweisgeber über ein sicheres Postfach gewährleistet ist, das von dem Drittanbieter-Tool Integrity gehostet wird.
[G1-1.10h] Die Funktionen innerhalb des Borealis Konzerns, die in Bezug auf Korruption und Bestechung am stärksten gefährdet sind, werden von den Führungskräften identifiziert und umfassen die Bereiche Beschaffung, Verkauf, Kundenservice, Logistik, die Zollabteilung, die Rechtsabteilung, die Standortleiter, die Versandleiter, das Treasury-Team, den Risikobeauftragten für Basischemikalien, die Steuerabteilung des Konzerns sowie die Geschäftsleitung und die obere Führungsebene.
Angabepflicht G1-2 - Management der Beziehungen zu Lieferanten
[G1-2.14a] und [ESRS 2.62] Borealis verfügt über kein eigenes Konzept zur Verhinderung verspäteter Zahlungen an Lieferanten, aber sein Purchase-to-Pay-Prozess ist so konzipiert, dass sichergestellt wird, dass Lieferantenrechnungen zum Fälligkeitsdatum und nicht später bezahlt werden. Das Verfahren sieht vor, dass täglich automatisch Zahlungsläufe entsprechend dem Fälligkeitsdatum der Rechnung erstellt werden, und legt die Aufgabentrennung zwischen Arbeitnehmern, die Rechnungen im System des Konzerns erfassen, und der endgültigen Zahlungsfreigabe fest. Lieferanten können beantragen, dass Rechnungen vor dem Fälligkeitsdatum bezahlt werden, in diesem Fall wird dem Lieferanten vorgeschlagen, am „Dynamic Discounting Program“ des Unternehmens teilzunehmen. Im Falle von
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Zahlungsverzögerungen oder unbezahlten Rechnungen können die Lieferanten das Standard-Beschwerdeverfahren des Konzerns nutzen, um eine Zahlung zu fordern.
[G1-2.15a] Wie unter [G1-1.7b] beschrieben, sind die Auftragnehmer, Lieferanten und anderen Geschäftspartner von Borealis verpflichtet, die Ethics Policy für Geschäftspartner einzuhalten.
Für die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, die auf dem Betriebsgelände tätig sind, hat Borealis ein Konzept erstellt, in dem das Ziel der Einhaltung sozialer Standards festgelegt ist, insbesondere die Identifizierung von Risiken in Bezug auf die Einhaltung gesetzlicher und sozialer Standards, die Beratung bei der Gestaltung und Umsetzung von Prozessen und Kontrollen zur Einhaltung gesetzlicher und rechtlicher Standards, um diese Risiken zu mindern, sowie die Überwachung und Berichterstattung über die Wirksamkeit der Kontrollen. Siehe Kapitel [S2-1.16a] für weitere Informationen.
[G1-2.15b] Der Lieferantenpräqualifikationsprozess von Borealis enthielt bereits HSSE-Elemente und wurde 2024 um Fragen zu Ethik, Whistleblowing und Menschenrechten erweitert.
Um die Nachhaltigkeitsziele des Konzerns bis 2030 und das  Ziel des „Sustainable Procurement“ zu unterstützen, der Nachhaltigkeit bei der Beschaffung einen besonderen Stellenwert zu verleihen, wird  der EcoVadis-Score als Kriterium zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung des Bieters in die Bewertung miteinbezogen (siehe [S2-4.31d] für weitere Informationen).
Der Sourcing Council entscheidet, ob auch produktbezogene Nachhaltigkeitskriterien in die Bieterbewertung einfließen. Die produktbezogenen Kriterien sind Teil der technischen Bewertung und werden vom Borealis-Kollegen bewertet, der die Beschaffung der spezifischen Waren m hat, wobei die Abteilung Nachhaltigkeit bei Bedarf hinzugezogen wird. Der Sourcing Council entscheidet auch über die Gewichtung der Nachhaltigkeitskriterien in der Bieterbewertung.
Angabepflicht G1-3 - Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung
[G1-3.18a] Borealis lehnt Korruption und Bestechung in jeder Form ab. Jeder, der für und mit Borealis arbeitet, ist für die Einhaltung der Borealis Ethics Policy und der Anweisung des Konzerns zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption verantwortlich, die die grundlegenden Elemente und den Rahmen der Compliance-Regeln des Konzerns zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption beschreibt.
Geschäftspartner, die gegen Gesetze zur Bekämpfung von Bestechung oder Korruption verstoßen, können für Borealis das Risiko von Rufschädigung, Geldstrafen und Bußgeldern bedeuten. Borealis untersucht daher potenzielle Verstöße auf die gleiche Weise wie Ethikfälle (siehe [G1-1.10e]), wobei der Prozess die Meldung von Hinweisen oder mutmaßlichen Verstößen, die Aufnahme des Falls, die Untersuchung und gegebenenfalls Disziplinarmaßnahmen und Abhilfemaßnahmen umfasst.
Borealis führt bei allen Lieferanten eine Due-Diligence-Prüfung durch, bevor die Zusammenarbeit aufgenommen wird, um Compliance-Risiken, die für Borealis bestehen können, zu identifizieren, zu bewerten und zu beheben. Diese Due-Diligence-Prüfung umfasst die Überprüfung der Geschäftspartner auf Sanktionen, Watchlists und negative Medienberichte. Es kann auch die Verwendung von Informationen Dritter beinhalten, wie z.B. erweiterte Due-Diligence-Berichte oder das Sammeln von Informationen direkt vom Geschäftspartner über Due-Diligence-Fragebögen.
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[G1-3.18b] Die Ermittler von Korruptions- oder Bestechungsmeldungen gehören zur Abteilung Ethik & Compliance und sind daher von der in die Angelegenheit involvierten Managementkette getrennt. Die Ethics Policy von Borealis beschreibt das Konzept des Konzerns zur Vermeidung und Abschwächung von Interessenkonflikten, wenn die Interessen der Ermittler mit ihren Pflichten, im besten Interesse von Borealis zu handeln, kollidieren.
[G1-3.18c] Die Konzernabteilung Ethik & Compliance stellt dem Vorstand und dem Ethikrat ebenfalls vierteljährlich ethikbezogene Informationen und Aktualisierungen zur Verfügung. Diese Informationen umfassen wichtige neue Projekte, einen Bericht über nachgewiesenes unethisches Verhalten, aktuelle Informationen über durchgeführte Schulungen und andere wichtige Entwicklungen.
[G1-3.20] Die Ethics Policy bietet den Arbeitnehmern von Borealis eine Anleitung zur Einhaltung der Gesetze zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung. Die allgemeine Ethikschulung des Konzerns, die für alle Arbeitnehmer von Borealis obligatorisch ist, enthält auch einen Abschnitt zur Korruptionsprävention (siehe [G1-3.21]).
Für alle Arbeitnehmer, die in Teams oder Abteilungen arbeiten, die als besonders korruptionsgefährdet eingestuft wurden (siehe [G1-1.10h]), hat Borealis ein spezielles E-Learning zur Bestechungs- und Korruptionsbekämpfung entwickelt, das absolviert werden muss. Der Kurs bietet einen Überblick über die weltweite Anti-Korruptionslandschaft und konzentriert sich auf die wichtigsten Merkmale der globalen Gesetze zur Bekämpfung von Bestechung. Anhand von interaktiven Übungen und einer Reihe von realen Szenarien erfahren die Lernenden die besten Praktiken zur Bekämpfung von Bestechung und wie man sich im internationalen Geschäft integer verhält.
Die Auftragnehmer, Lieferanten und anderen Geschäftspartner von Borealis sind verpflichtet, das Ethics Policy for Business Partners (siehe [G1-1.7b]) einzuhalten.
[G1-3.21a] Das für alle Arbeitnehmer obligatorische E-Learning über die Ethics Policy sensibilisiert für Bestechung und Korruption, für den Vertrauensverlust der Interessengruppen und die Rufschädigung von Borealis sowie für Geldbußen, Rechtsansprüche, den Verlust von Geschäften, Verträgen oder Lizenzen oder sogar für die Inhaftierung der beteiligten Führungskräfte und Arbeitnehmer.
Wie in [G1-3.20] erörtert, führt Borealis spezielle Weiterbildungen für Arbeitnehmer in Teams oder Abteilungen durch, die einem besonderen Korruptionsrisiko ausgesetzt sind.
Beide Weiterbildungen umfassen:
Das Verbot für Borealis-Mitarbeiter, Bestechungsgelder anzubieten oder anzunehmen sowie Schmiergeldzahlungen zu leisten (es sei denn, es besteht eine tatsächliche und unmittelbare Gefahr für die persönliche Gesundheit oder Sicherheit des Personals, wenn die Zahlung nicht geleistet wird)
Die Grundsätze und Anforderungen, die in einem speziellen Verfahren dargelegt sind, das erklärt, unter welchen Umständen es akzeptabel ist, Geschenke, Bewirtung, Mahlzeiten, gesponserte Reisen und damit verbundene Bewirtungen oder Sponsoring zu erhalten oder anzubieten; und
Die Verpflichtung, in Zweifelsfällen Genehmigungen einzuholen.
Das spezielle E-Learning von Borealis zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption erläutert noch detaillierter die angemessenen und geeigneten Schritte in Bezug auf die
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Geschäftspartner von Borealis, um die Einhaltung der geltenden Gesetze zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption sicherzustellen. Dazu können gehören:
Angemessene, risikobasierte Due Diligence;
Vertragsbestimmungen und/oder Bescheinigungen;
Angemessene, laufende Überwachung der Geschäftspartner; und/oder
Weiterbildung zur Bestechungs- und Korruptionsbekämpfung für oder mit einem Geschäftspartner.
Die letztgenannte Anweisung ist in Verbindung mit der Ethics Policy des Borealis Konzerns, dem Konzept zur Risikobewertung von Dritten und allen anderen relevanten Richtlinien des Borealis Konzerns oder auf lokaler Ebene zu verwenden.
[G1-3.21b] Die gefährdeten Funktionen sind in [G1-1.10h] aufgeführt. Davon werden 100% durch Weiterbildungsprogramme abgedeckt.
[G1-3.21c] Risikofunktionen, die durch Weiterbildungsprogramme abgedeckt werden
Risikobehaftete Funktionen
Abdeckung durch Schulungen
Insgesamt
537
Geschulte Personen insgesamt
166
Schulungsmethode und Dauer
Präsenzschulungen (Stunden)
k.A.
Computerbasierte Schulungen(Stunden)
0,5
Freiwillige computerbasierte Schulungen(Stunden)
k.A.
Häufigkeit
Wie häufig sind Schulungen erforderlich?
jährlich
Behandelte Themen
Kursbeschreibung: Dieser Kurs bietet einen Überblick über die weltweite Antikorruptionslandschaft, wobei der Schwerpunkt auf den Profilen der wichtigsten Merkmale der globalen Antikorruptionsgesetze liegt. Anhand von interaktiven Übungen und einer Reihe von realen Szenarien lernen die Teilnehmer bewährte Praktiken zur Bekämpfung von Bestechung und integrem Verhalten im internationalen Geschäftsverkehr kennen.
Definition von Korruption
Bestechung ist eine Straftat, die vorliegt, wenn eine Person etwas von Wert als Gegenleistung für die Beeinflussung des Verhaltens einer anderen Person anbietet, gibt oder annimmt.
Korruption ist jedes unehrliche oder betrügerische Verhalten, bei dem eine Person, ein Unternehmen oder eine Regierung ihre Machtposition nutzt, um sich selbst auf Kosten anderer zu bereichern.
Konzepte
Der Kurs befasst sich nicht speziell mit den Policies von Borealis, sondern erklärt Korruption und Bestechung in einem spielerischen Ansatz anhand von Beispielen und Fragen, die beantwortet werden müssen.
[ESRS 2 MDR-A.68] Borealis hat ein abteilungsübergreifendes internes Projekt gestartet, um die Einhaltung der kommenden Richtlinie über die Sorgfaltspflicht von Unternehmen in Bezug auf Nachhaltigkeit rechtzeitig vor Juli 2027 sicherzustellen. Im Rahmen des Projekts bewertet Borealis alle Due-Diligence-Prozesse, um die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu gewährleisten und das wesentliche Risiko der Nichteinhaltung sowie die damit verbundenen
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Kosten zu beseitigen. Das Projekt ist nicht mit signifikanten Investitions- oder Betriebskosten verbunden.
Kennzahlen und Ziele DR in Bezug auf G1 Unternehmensführung
[ESRS 2 MDR-M77a] Borealis verwendet die folgenden Kennzahlen zur Bewertung seiner Leistung und Effektivität:
Kennzahl
Einheit
Methodik
2024
Prozentsatz der Arbeitnehmer, die das E-Learning über die Ethics Policy von Borealis abgeschlossen haben
Prozent- satz
Die Anzahl der Arbeitnehmer von Borealis, die die Weiterbildung absolvieren, als Prozentsatz der Anzahl der Arbeitnehmer von Borealis, die mit der Weiterbildung beauftragt sind.
85,00%
Die Anzahl der von der eigenen Belegschaft über die Whistleblower-Hotline eingereichten Ethik-Meldungen
Anzahl
Die Daten stammen von EQS, dem externen Dienstleister für die Whistleblower-Hotline von Borealis.

Nicht begründete Fälle werden gezählt, es sei denn, der gemeldete Missstand verstößt offensichtlich nicht gegen die Ethics Policy von Borealis.
62
Die Anzahl der Verstöße oder Empfehlungen aus Rezertifizierungs- oder Überwachungsaudits auf der Grundlage von ISO 37301/37001
Anzahl
Der externe Prüfer führt die obligatorische jährliche Prüfung der Borealis AG durch. Danach wird ein Bericht erstellt und weitergegeben, in dem jede Nichteinhaltung beschrieben wird.
2
Durchschnittliche Tage bis zur Zahlung einer Rechnung
Anzahl
Diese Zahlen werden aus dem SAP-System von Borealis extrahiert, wo sie sorgfältig gesammelt und verarbeitet werden. Am Ende des Jahres wird die Durchschnittszahl berechnet.
51,28
Prozentsatz der verspäteten Zahlungsfristen, d. h. Zahlungen, die später als die Standardzahlungsfrist von Borealis von 60 Tagen erfolgen (siehe [G1-6.33b])
Prozent-
satz
Diese Informationen werden intern nach dem gleichen Verfahren für die durchschnittliche Dauer der Entlohnung einer Rechnung gesammelt und gemeldet.
11,09%
Anzahl der Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzuges
Anzahl
1
[ESRS 2 MDR-M77b] Sofern nicht anders angegeben, werden die Daten nicht von einer externen Stelle validiert. Die Anzahl der Nichtkonformitäten oder Empfehlungen aus Rezertifizierungs- oder Überwachungsaudits auf Basis von ISO 37301/37001 wird von der Zertifizierungsstelle von Austrian Standards validiert. Die ISO-Zertifikate können von der Website des Konzerns heruntergeladen werden.
Angabepflicht G1-4 - Korruptions- oder Bestechungsfälle
[G1-4.24a] Borealis wurde noch nie wegen eines Verstoßes gegen die Antikorruptionsgesetze verurteilt.
[G1-4.24b] Es wurden keine Maßnahmen ergriffen, da es bei Borealis noch nie einen Verstoß gegen seine Konzepte zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung gegeben hat. Die Konzepte des Konzerns und die starke Unternehmenskultur werden als Schlüsselelemente angesehen, die dazu beitragen, solche Verstöße zu vermeiden.
227
Angabepflicht G1-6 - Zahlungspraktiken
[G1-6.33b] Borealis behandelt alle Lieferanten gleich und unterscheidet bei den Zahlungen nicht zwischen KMU und anderen Lieferanten. Die wichtigsten Lieferantenkategorien sind Basischemikalien, Beschaffung, Nicht-Beschaffung und Logistik. Während ein interner Leitfaden für Vertragsverhandlungen eine Zahlungsfrist von 60 Tagen vorsieht, können die tatsächlichen Zahlungsfristen je nach der spezifischen vertraglichen Vereinbarung und/oder der Bestellung beim Lieferanten variieren.  
Borealis hat tägliche Zahlungsläufe geplant. Damit stellt Borealis sicher, dass Rechnungen zum jeweiligen Fälligkeitstermin bezahlt werden, sofern alle internen Genehmigungen vorliegen, die nicht ohne triftige Gründe verweigert werden können.
% der Zahlungen
(Wertbasiert)
Zahlungs-
bedingungen
Basischemikalien
55,32%
0 – 60 Tage
Beschaffung
27,69%
30 – 180 Tage
Nicht-Beschaffung
13,66%
0 – 60 Tage
Logistik
3,33%
30 – 60 Tage
[G1-6.33a] Die durchschnittliche Zeit, die Borealis für die Begleichung einer Rechnung benötigt, beträgt 51,28 Tage ab dem Datum, an dem die vertragliche oder gesetzliche Zahlungsfrist beginnt. Die Zahl basiert auf Informationen aus internen Systemen und wurde nicht von einer externen Stelle validiert.
[G1-6.33c] Derzeit ist ein Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzuges anhängig.
228
Wien, 4. März 2025
Vorstand:
signiert
signiert
Stefan Doboczky
Daniel Turnheim
Vorstandsvorsitzender
Finanzvorstand
signiert
signiert
Wolfram Krenn
Philippe Roodhooft
Executive Vice President
Base Chemicals & Operations
Executive Vice President
Joint Ventures & Growth Projects
signiert
Craig Arnold
Executive Vice President
Polyolefins, Circular Economy Solutions
and Innovation & Technology
229
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
In TEUR
2024
2023
rückwirkend
angepasst 1)
Anhang-
angabe
Umsatzerlöse
7.851.864
7.082.152
1, 2
Sonstige betriebliche Erträge
99.626
82.822
29, 32
Gesamtumsatz und sonstige Erträge
7.951.490
7.164.974
Herstellungskosten
-6.618.035
-6.183.039
6, 7, 14, 15, 32
Bruttogewinn
1.333.455
981.935
Vertriebskosten
-710.121
-686.107
6, 7, 14, 15
Verwaltungskosten
-266.509
-276.980
6, 7, 14, 15
Forschungs- und Entwicklungskosten
-14.776
-13.071
3, 6, 7, 14, 15
Betriebsergebnis
342.049
5.777
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
241.616
160.456
9
Finanzertrag
182.764
161.287
18
Finanzaufwand
-67.295
-103.465
18
Nettowährungsdifferenzen aus der Umrechnung
-20.261
-15.264
18
Ergebnis vor Steuern
678.873
208.791
Ertragsteuern
-135.954
-2.161
11, 32
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
542.919
206.630
Aufgegebener Geschäftsbereich:
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern
22.624
-47.652
8
Ergebnis nach Steuern
565.543
158.978
Zurechenbar zu:
Nicht beherrschenden Anteilen
2.428
-38.461
Anteilseignern der Muttergesellschaft
563.115
197.439
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
230
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
In TEUR
2024
2023
rückwirkend
angepasst 1)
Anhang-angabe
Ergebnis nach Steuern
565.543
158.978
Sonstiges Ergebnis, das in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
114.018
-92.663
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung
0
0
Steuern im sonstigen Ergebnis
0
0
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von langfristigen Krediten an ausländische Geschäftsbetriebe
-2.855
209
19
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung
0
0
Steuern im sonstigen Ergebnis
657
-48
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Krediten, designiert als Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe
-5.394
5.510
19, 22, 23
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung
0
0
Steuern im sonstigen Ergebnis
1.241
-1.267
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Cashflow-Hedges
-44.717
-323.022
19, 22, 23, 24, 25
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung
39.334
-60.732
19, 22, 23, 24, 25
Steuern im sonstigen Ergebnis
1.237
88.263
Anteil am sonstigen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Joint Ventures
683
-4.818
9
Sonstiges Ergebnis, das nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
-8.431
-17.713
15
Steuern im sonstigen Ergebnis
1.971
3.176
Anteil am sonstigen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Joint Ventures
516
2.439
9
Sonstiges Ergebnis
98.260
-400.666
Gesamtergebnis der Periode
663.803
-241.688
Zurechenbar zu:
Nicht beherrschenden Anteilen
336
-38.027
Anteilseignern der Muttergesellschaft
663.467
-203.661
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
231
Konzernbilanz
In TEUR
31.12.2024
31.12.2023
rückwirkend
angepasst 1)
1.1.2023
rückwirkend
angepasst 1)
Anhang-angabe
Vermögen
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte
551.315
483.147
421.548
3, 4, 7, 32
Sachanlagen
5, 7
Produktionsanlagen
2.145.133
2.130.363
1.854.194
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
33.238
33.429
28.192
Anlagen in Bau
1.880.909
1.516.882
1.277.834
Gesamte Sachanlagen
4.059.280
3.680.674
3.160.220
Nutzungsrechte
720.308
662.204
599.136
6
Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
2.431.191
2.479.258
2.796.851
9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
21.994
23.621
18.459
10, 28
Gegebene Kredite
1.246.676
900.915
628.305
10, 27, 28, 30
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
101.711
88.012
193.363
2, 10, 27, 28
Latente Steueransprüche
120.040
144.981
53.767
11, 32
Gesamtes langfristiges Vermögen
9.252.515
8.462.812
7.871.649
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
1.320.322
1.303.306
1.479.516
12
Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
777.853
600.266
788.440
26, 27, 28, 30
Laufende Ertragsteuern
3.663
7.380
2.965
Gegebene Kredite
0
0
65.712
10, 27, 28, 30
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
322.287
481.249
529.288
10, 27, 28, 30, 32
Gesamte Forderungen und Vermögenswerte
1.103.803
1.088.895
1.386.405
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
1.028.011
2.347.631
2.226.207
27, 28
Vermögenswerte der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppe
0
0
1.341.328
8
Gesamtes kurzfristiges Vermögen
3.452.136
4.739.832
6.433.456
Gesamtvermögen
12.704.651
13.202.644
14.305.105
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
232
In TEUR
31.12.2024
31.12.2023
rückwirkend
angepasst 1)
1.1.2023
rückwirkend
angepasst 1)
Anhang-angabe
Eigenkapital und Schulden
Eigenkapital
Anteil der Anteilseigner der Muttergesellschaft am Eigenkapital
Grundkapital und Kapitalrücklagen
1.599.397
1.599.397
1.599.397
13
Sonstige Rücklagen
162.111
62.453
410.250
32
Kumulierte Ergebnisse
6.934.167
7.452.202
7.674.873
32
Gesamter Anteil der Anteilseigner der Muttergesellschaft am Eigenkapital
8.695.675
9.114.052
9.684.520
Nicht beherrschende Anteile
5.536
7.529
7.122
Gesamtes Eigenkapital
8.701.211
9.121.581
9.691.642
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten
588.068
1.206.373
1.512.201
20, 21, 28
Leasingverbindlichkeiten
671.325
630.430
563.239
6, 20, 21
Latente Steuerschulden
187.560
192.933
264.714
11
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
275.587
271.697
276.512
15
Rückstellungen
75.511
69.334
61.585
16
Sonstige Verbindlichkeiten
61.005
110.074
36.185
21, 28
Gesamte langfristige Schulden
1.859.056
2.480.841
2.714.436
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten
634.205
310.045
41.929
20, 21, 28
Leasingverbindlichkeiten
80.358
48.420
42.635
6, 20, 21
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
909.687
849.547
862.826
21, 28, 30
Laufende Ertragsteuern
36.999
29.066
45.761
Rückstellungen
103.800
52.546
48.214
16
Vertragsverbindlichkeiten
60.709
42.868
50.182
2
Sonstige Verbindlichkeiten
318.626
267.730
289.209
21, 28, 30, 32
Verbindlichkeiten, die direkt mit der Veräußerungsgruppe verbunden sind
0
0
518.271
8
Gesamte kurzfristige Schulden
2.144.384
1.600.222
1.899.027
Gesamte Schulden
4.003.440
4.081.063
4.613.463
Gesamtes Eigenkapital und gesamte Schulden
12.704.651
13.202.644
14.305.105
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
233
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
In TEUR
Grund-
kapital
und
Kapital-
rücklagen
Rücklage
für im
Eigen-
kapital
erfasste
versiche-
rungs-
mathe-
matische
Gewinne/
Verluste
Rücklage
aus der
Bewer-
tung von
Siche-
rungs-
geschäf-
ten
Rücklage
aus Wäh-
rungs-
diffe-
renzen
Kumu-
lierte
Ergeb-
nisse
Anteil der
Anteils-
eigner
der Mutter-
gesell-
schaft
am Eigen-
kapital
Nicht
beherr-
schende
Anteile
Gesamtes
Eigen-
kapital
Stand zum 1. Jänner 2023 (wie berichtet)
1.599.397
-144.199
250.966
305.927
7.772.773
9.784.864
7.122
9.791.986
Rückwirkende Anpassung 1)
0
0
0
-2.444
-97.900
-100.344
0
-100.344
Stand zum 1. Jänner 2023 (rückwirkend angepasst) 1)
1.599.397
-144.199
250.966
303.483
7.674.873
9.684.520
7.122
9.691.642
Ergebnis nach Steuern (rückwirkend angepasst) 1)
0
0
0
0
197.439
197.439
-38.461
158.978
Sonstiges Ergebnis (rückwirkend angepasst) 1)
0
-12.098
-299.599
-89.403
0
-401.100
434
-400.666
Gesamtergebnis
0
-12.098
-299.599
-89.403
197.439
-203.661
-38.027
-241.688
Dividendenauschüttungen
0
0
0
0
-400.000
-400.000
-1.073
-401.073
Änderungen im Konsolidierungskreis
0
19.126
0
868
-19.124
870
39.494
40.364
Erhöhung (Verringerung) von nicht beherrschenden Anteilen
0
0
0
0
-986
-986
13
-973
Umgliederungen von Cashflow-Hedges in die Bilanz
0
0
33.309
0
0
33.309
0
33.309
Stand zum 31. Dezember 2023 (rückwirkend angepasst) 1)
1.599.397
-137.171
-15.324
214.948
7.452.202
9.114.052
7.529
9.121.581
Ergebnis nach Steuern
0
0
0
0
563.115
563.115
2.428
565.543
Sonstiges Ergebnis
0
-5.944
-2.115
108.411
0
100.352
-2.092
98.260
Gesamtergebnis
0
-5.944
-2.115
108.411
563.115
663.467
336
663.803
Dividendenauschüttungen
0
0
0
0
-1.081.150
-1.081.150
-2.457
-1.083.607
Änderungen im Konsolidierungskreis
0
0
0
0
0
0
0
0
Erhöhung (Verringerung) von nicht beherrschenden Anteilen
0
0
0
0
0
0
128
128
Umgliederungen von Cashflow-Hedges in die Bilanz
0
0
-694
0
0
-694
0
-694
Stand zum 31. Dezember 2024
1.599.397
-143.115
-18.133
323.359
6.934.167
8.695.675
5.536
8.701.211
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
Weitere Informationen siehe Anhangangabe 13.
234
Konzern-Cashflow-Rechnung
In TEUR
2024
2023
Anhang-angabe
Ergebnis nach Steuern
565.543
158.978
Abschreibungen und Wertminderungen
422.159
404.636
7
Ertragsteuern 1)
127.429
-56.540
8, 11
Ergebnis aus der Veräußerung von Anlagevermögen
1.079
6.479
7
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
-241.616
-160.456
9
Finanzergebnis
-95.208
-42.893
18
Geleistete Zinszahlungen
-52.094
-50.262
Erhaltene Zinszahlungen
159.359
119.063
Erhaltene Ertragsteuern und bezahlte Ertragsteuern
14.195
-157.085
Sonstige Änderungen
17.117
34.092
Sonstiges Working Capital
22.920
24.303
Veränderung Vorräte
-13.413
317.449
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-165.192
179.909
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
-13.559
-225.987
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
748.719
551.686
davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich
0
114.108
Investitionen in Sachanlagen
-601.786
-728.721
5
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
-88.549
-79.242
4
Erwerb eines Tochterunternehmens abzüglich erworbener liquider Mittel
-48.526
-53.949
8
Erhaltene Dividenden von assoziierten Unternehmen, Joint Ventures und nicht konsolidierten Tochterunternehmen
437.391
456.215
9
Kapitaleinlagen in, Finanzierung und Akquisition von assoziierte/n Unternehmen, Joint Ventures und sonstige finanzielle Vermögenswerte
-335.694
-245.419
9
Erlöse aus der Veräußerung von Tochterunternehmen abzüglich liquider Mittel
46.000
691.439
8
Auszahlungen aus anderen finanziellen Vermögenswerten
-12.784
-8.087
Einzahlungen aus anderen finanziellen Vermögenswerten
11.525
8.184
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-592.423
40.420
davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich
46.000
590.181
235
In TEUR
2024
2023
Anhang-angabe
Einzahlung kurzfristiger Finanzierungen
0
61
20
Rückzahlung kurzfristiger Finanzierungen
-306.717
-44.091
20
Tilgungsanteil von Leasingzahlungen
-69.706
-54.103
6
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
0
-972
Dividendenzahlungen an Anteilseigner der Muttergesellschaft
-1.093.150
-386.667
Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteile
-2.457
-1.073
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-1.472.030
-486.845
davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich
0
-3.166
Nettoveränderung liquider Mittel
-1.315.734
105.261
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Jänner
2.347.631
2.242.405
Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die liquiden Mittel
-3.886
-35
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember
1.028.011
2.347.631
1) Die Steuer aus Bewertung des aufgegebenen Geschäftsbereichs in Höhe von TEUR 8.525 für das Jahr 2024 und die Ertragsteuer und Steuer aus Bewertung des aufgegebenen Geschäftsbereichs in Höhe von TEUR 58.701 für das Jahr 2023 wurden im Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Die Darstellung der Konzern-Cashflow-Rechnung wurde rückwirkend von der direkten auf die indirekte Methode umgestellt, wobei die zur Berechnung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit verwendeten Komponenten geändert wurden, ohne den Gesamtbetrag zu beeinflussen. Die Berechnung und Darstellung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit blieben unverändert. Diese Entscheidung wurde nach Prüfung der Cashflow-Rechnungen anderer Unternehmen getroffen, die überwiegend die indirekte Methode verwenden, so dass die Übernahme dieser Methode die Vergleichbarkeit der Finanzberichte erhöht. Weitere Einzelheiten sind dem Abschnitt Cashflow-Rechnung in der Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden zu entnehmen.
236
Konzernanhang
Unternehmensgrundlagen
Die Borealis AG (das Unternehmen oder der Konzern) ist ein in Österreich ansässiges Unternehmen. Der eingetragene Firmensitz lautet auf die Adresse Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien, Österreich. Borealis ist einer der global führenden Anbieter fortschrittlicher und nachhaltiger Polyolefinlösungen in Europa. Borealis ist außerdem ein innovativer Marktführer im Recycling von Polyolefinen und ein wichtiger Hersteller von Basischemikalien.
Borealis berichtet das Geschäftsergebnis in drei Segmenten:
Im Segment Polyolefine liegt der Fokus auf den Marktsektoren Mobilität, Energie, Konsumgüter, Infrastruktur, fortschrittliche Produkte und Business Development.
Das Segment Basischemikalien umfasst im Wesentlichen folgende Produktpalette: Phenol, Aceton, Ethylen und Propylen.
Das dritte Segment „Borealis NITRO“ umfasste Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte und wurde am 5. Juli 2023 verkauft.
Übereinstimmung mit den IFRS
Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzenden österreichischen Offenlegungspflichten erstellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde vom Vorstand am 4. März 2025 zur Veröffentlichung freigegeben.
Erstellungsgrundlagen
Der Konzernabschluss wird in Tausend Euro (TEUR), gerundet auf den nächstliegenden TEUR-Wert, dargestellt. Daher können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Bewertung erfolgt zu historischen Anschaffungskosten, mit Ausnahme der folgenden Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden: derivative Finanzinstrumente und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertete finanzielle Vermögenswerte. Bilanzierte Vermögenswerte und Schulden, für die Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, werden zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung des abgesicherten Risikos bewertet.
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse der Muttergesellschaft Borealis AG und aller Unternehmen, die ihrer Kontrolle unterstehen. Ein Kontrollverhältnis besteht grundsätzlich dann, wenn der Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Unternehmen, in denen der Konzern maßgeblichen Einfluss (Beteiligung von 20 % oder mehr), jedoch kein oder kein gemeinsames Kontrollrecht hat, werden als assoziierte Unternehmen dargestellt. Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen) sind eine Art von gemeinsamen Vereinbarungen, bei der die Parteien gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben und Rechte am Nettovermögen des Gegenstands der Vereinbarung besitzen. Sie besteht nur dann, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten Einstimmigkeit aller an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.
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Der Konzernabschluss besteht aus den Jahresabschlüssen der Muttergesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften. Sämtliche Abschlüsse werden unter Beachtung der Konzern-Bilanzierungsvorschriften erstellt. Ähnliche Posten werden zusammengefasst. Der Abschluss wird zudem um konzerninterne Transaktionen (Aufwendungen und Erträge), Zwischengewinne, konzerninternen Anteilsbesitz und um konzerninterne Vermögenswerte und Schulden bereinigt.
Neu erworbene Unternehmen, assoziierte Unternehmen und Joint Ventures werden in den Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt des Entstehens von (gemeinsamen) Kontrollrechten bzw. maßgeblichem Einfluss bis zu deren Erlöschen aufgenommen.
Falls es sich bei dem Erwerb um einen Unternehmenszusammenschluss handelt, wird eine Neubewertung der erworbenen Vermögenswerte zum Zeitpunkt des Erwerbs durchgeführt. Positive Differenzen zwischen dem beizulegenden Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden und dem Kaufpreis werden als Firmenwert aktiviert und einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Ein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Investitionen in assoziierte Unternehmen und Joint Ventures werden nach der Equity-Methode im Konzernabschluss erfasst.
Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen und in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Die Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen betreffen im Wesentlichen die angenommenen Nutzungsdauern sowie Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (Anhangangabe 4 und 5), die Bestimmung der Leasingverbindlichkeiten (Anhangangabe 6), die Bewertung latenter Steueransprüche und -schulden sowie vorhandener, noch nicht genutzter Verlustvorträge (Anhangangabe 11), die Wertminderung von Vorräten (Anhangangabe 12), versicherungsmathematische Annahmen für Leistungen an Arbeitnehmer (Anhangangabe 15), künftige Mittelabflüsse betreffend Rückstellungen (Anhangangabe 16), Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Anhangangabe 27) Die Beschreibung der wesentlichen Annahmen findet sich in den jeweiligen positionsbezogenen Anhangangaben.
Fremdwährung
Transaktionen und Salden
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zu den Wechselkursen des Bilanzstichtags auf Euro-Werte (EUR) umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung, die zu historischen Anschaffungskosten bewertet werden, werden mit den Wechselkursen zum Zeitpunkt der Transaktionen umgerechnet.
Fremdwährungsgewinne und ­verluste, die im Zusammenhang mit dem kurzfristigen Vermögen stehen, werden als Teil des Betriebsergebnisses erfasst (sonstige betriebliche Erträge und Herstellungskosten). Ansonsten werden Fremdwährungsgewinne und -verluste im
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Finanzergebnis dargestellt. Fremdwährungsdifferenzen folgender Sachverhalte werden jedoch im sonstigen Ergebnis erfasst: die Umrechnung des Eigenkapitals ausländischer Tochterunternehmen und assoziierter Unternehmen per 1. Jänner mit dem Schlusskurs vom 31. Dezember, die Umrechnung langfristiger konzerninterner Forderungen, die als Investitionen in Tochterunternehmen oder assoziierte Unternehmen angesehen werden, die Umrechnung langfristiger Kredite zur Absicherung von Vermögenswerten ausländischer Tochterunternehmen und assoziierter Unternehmen oder konzerninterne Forderungen, die als Investitionen in Tochterunternehmen oder assoziierte Unternehmen angesehen werden, sowie der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung des Periodenergebnisses ausländischer Tochterunternehmen, das zu monatlichen Kursen bewertet ist, zu jenen Beträgen, die mit Wechselkursen des Bilanzstichtags umgerechnet werden.
Konzerngesellschaften
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro (EUR), der funktionalen Währung der Muttergesellschaft. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen, die in deren funktionalen Währungen und nicht in EUR erstellt werden, werden mit den Wechselkursen zum Bilanzstichtag (Vermögenswerte und Schulden) umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen ausländischer Tochterunternehmen werden auf Grundlage monatlicher Wechselkurse umgerechnet. Die Wechselkursdifferenzen aus der unterschiedlichen Umrechnung werden im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.
Klimarisiken
Es besteht Ungewissheit darüber, wie sich der Mix der Energiequellen in den nächsten 30 Jahren verändern wird und inwieweit diese Veränderungen den Zielen des Pariser Abkommens entsprechen werden. In einem beschleunigten Dekarbonisierungsszenario, dass das Erreichen der Klimaziele des Pariser Abkommens sicherstellt, würde das Borealis-Management keine negativen Auswirkungen auf die Gesamtnachfrage nach Polyolefin-Lösungen sehen. Eine beschleunigte Veränderung der weltweiten Energielandschaft könnte zu unterschiedlichen Preisbewegungen bei den relevanten Basischemikalien (z.B. Naphtha, Ethan und Propan) führen, was sich vorübergehend auf die Rentabilität einiger Vermögenswerte in der Wertschöpfungskette der Polyolefine auswirken könnte, jedoch werden keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die gesamte integrierte Wertschöpfungskette erwartet. Das Management ist zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Polyolefin-Lösungen auch in einem Umfeld der beschleunigten Dekarbonisierung robust bleiben wird, und es werden keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf Vermögenswerte und Rückstellungen erwartet.  
Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzrealisierung
Das Hauptgeschäftsmodell von Borealis ist die Produktion, die Vermarktung und der Vertrieb unterschiedlicher Produkte (Polyolefine, Basischemikalien und bis 2023 auch Pflanzennährstoffe und technische Stickstoffprodukte) an seine Kunden. Jeder Verkauf beinhaltet typischerweise die Verpflichtung zur Lieferung einer bestimmten Art von Gütern. Es erfolgt derzeit weder eine Bündelung unterschiedlicher Güter in einem Vertrag, noch ist die vereinbarte Gegenleistung von Preisen in anderen Verträgen, Lieferungen anderer Güter oder Dienstleistungen oder anderen Zusagen abhängig. Sofern zusätzliche Dienstleistungen im Rahmen eines Vertrags erbracht werden, erfüllen diese typischerweise nicht das Kriterium der
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separaten Leistungsverpflichtung nach IFRS 15. Daher ist auch eine Aufteilung des Transaktionspreises auf mehrere Leistungsverpflichtungen nicht erforderlich.
Die Umsatzerlösrealisierung erfolgt zum Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle der Produkte, somit bei Lieferung an den Kunden. Sämtliche Lieferverträge enthalten INCOTERMS, wie DDP, CIF oder FCA, die den Kontrollübergang regeln und somit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung für Borealis begründen. Das Zahlungsziel beträgt in der Regel bis zu 90 Tage ab Lieferung.
In einigen Verträgen werden variable Gegenleistungen vereinbart, die typischerweise als Volumen- oder Mengenrabatte (Umsatzboni) für eine bestimmte Periode, d. h. ein Jahr, ausgestaltet sind. Die Höhe des zu erwartenden Rabatts wird laufend auf Basis der besten verfügbaren Daten aus einer Vielzahl ähnlich gestalteter Verträge und historischen Informationen geschätzt.
Im Allgemeinen geht Borealis nicht davon aus, dass Verträge bestehen, bei denen die Bezahlung durch den Kunden mehr als ein Jahr nach Lieferung der zugesagten Güter erfolgt. Demzufolge wird die zugesagte Gegenleistung nicht um eine wesentliche Finanzierungskomponente korrigiert.
Typischerweise übernimmt der Konzern die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung für Reparaturen von bereits zum Verkaufszeitpunkt bestehenden Mängeln. Diese Gewährleistungsverpflichtungen, die dem Kunden zusichern, dass das betreffende Produkt den vertraglich vereinbarten Spezifikationen entspricht („assurance-type warranties“) werden gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen erfasst. Borealis geht keine weiteren Garantien oder Rücknahmeverpflichtungen ein.
Die Umsatzerlöse beinhalten Erlöse aus Verträgen mit Kunden und andere Erlöse, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns generiert werden, abzüglich Umsatzsteuer und nach Berücksichtigung von Retourware, Rabatten und Preisnachlässen.
Vertragsverbindlichkeiten werden zur Berücksichtigung von verbleibenden Leistungsverpflichtungen erfasst. Wenn die Leistungserbringung vor Erhalt der Gegenleistung erfolgt, bilanziert der Konzern einen Vertragsvermögenswert oder eine Forderung, je nachdem, ob die Fälligkeit der Gegenleistung automatisch durch Zeitablauf eintritt oder nicht.
Alle Transaktionen, die nicht für Umsatzerlöse repräsentativ sind, werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Forschung und Entwicklung
Forschungskosten werden in dem Jahr, in dem sie angefallen sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Entwicklungskosten, die im Zusammenhang mit einem identifizierbaren Produkt oder Prozess anfallen, das bzw. der erwiesenermaßen technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, werden in jenem Ausmaß als immaterieller Vermögenswert erfasst, in dem erwartet werden kann, dass die entsprechenden Aufwendungen durch zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen gedeckt werden können. Die aktivierten Ausgaben umfassen die Materialkosten, direkte Personalkosten sowie anteilige Gemeinkosten.
Sonstige Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst.
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Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
Der anteilige Gewinn oder Verlust dieser Unternehmen – je nach Einzelfall nach oder vor Steuern – wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Finanzertrag/-aufwand
Zinserträge und -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung im entsprechenden Geschäftsjahr erfasst.
Zum Finanzertrag/-aufwand zählen zudem Fremdkapitalkosten, Kosten aus Finanzierungsleasing, sowie realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Währungs- und Preisänderungen von Finanzinstrumenten, sonstigen finanziellen Vermögenswerten und sonstigen Posten in Fremdwährung, die nicht mit dem kurzfristigen Vermögen im Zusammenhang stehen.
Ertragsteuern
Ertragsteuern im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen den erwarteten laufenden Steueraufwand für das zu versteuernde Jahresergebnis unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze sowie der Veränderungen für latente Steueransprüche und -schulden für das Geschäftsjahr und Steuern aus vorhergegangenen Jahren. Ertragsteuern im Zusammenhang mit Positionen des sonstigen Ergebnisses werden auch im sonstigen Ergebnis erfasst.
Bilanz
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Verluste aus Wertminderungen bewertet.
Der Firmenwert, der aufgrund einer Übernahme entsteht, verkörpert jenen Teil der Gegenleistung für den Erwerb, der über den beizulegenden Zeitwert der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden hinausgeht. Der Firmenwert wird nicht abgeschrieben, jedoch einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.
Extern erworbene Lizenzen und Patente werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Verluste aus Wertminderungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear und auf Basis einer erwarteten Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren berechnet.
Aktivierte Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Verluste aus Wertminderungen ermittelt. Die Abschreibungen werden linear und auf Basis einer erwarteten Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Entwicklungskosten, die noch nicht abgeschrieben werden, werden einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.
Anschaffungs- und Entwicklungskosten für Software zur internen Verwendung werden aktiviert und über einen Zeitraum von 3 bis 7 Jahren linear abgeschrieben.
Vor 2023 wurden die Emissionsrechte als immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 hat Borealis seine Bilanzierungsmethode für Emissionsrechte, die unentgeltlich als Zuwendungen der öffentlichen Hand erhalten wurden, geändert. Bisher hat Borealis frei zugeteilte Zertifikate als immaterielle Vermögenswerte zu ihrem Kassakurs zum Zeitpunkt der Zuteilung zusammen mit einer entsprechenden staatlichen Zuwendung ausgewiesen, die über das Geschäftsjahr abgeschrieben wurde. Darüber hinaus wurde eine Verbindlichkeit für die tatsächlichen Emissionen erfasst.
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Im Rahmen der neuen Politik bilanziert Borealis die zugeteilten Emissionsrechte nun zu Nullkosten, wodurch der Ansatz einer staatlichen Zuwendung entfällt. Die Verbindlichkeit für tatsächliche Emissionen wird mit Null angesetzt, sofern ausreichend frei zugeteilte Emissionsrechte vorhanden sind.
Die Änderung der Bilanzierungsmethode für die Darstellung von Emissionsrechten wurde rückwirkend angewandt und wird zusammen mit ihren Auswirkungen auf den Konzernabschluss in Anhangangabe 32 erläutert.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Verluste aus Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis, die Kosten für die Standortvorbereitung sowie die Installation. Nicht enthalten in den Anschaffungskosten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Instandhaltung. Bei Vorliegen bestimmter Bedingungen werden Generalüberholungen und Großreparaturen ebenfalls mit dem Buchwert der jeweiligen Sachanlagen aktiviert.
Produktionsanlagen umfassen Grundstücke, Gebäude sowie damit verbundene nicht bewegliche Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Nicht bewegliche Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit den Anschaffungskosten und sämtlichen direkt zuordenbaren Kosten angesetzt.
Die Abschreibung erfolgt linear über die angenommene Nutzungsdauer der einzelnen Komponenten eines Vermögenswerts. Die Nutzungsdauer von wesentlichen Gegenständen des Sachanlagevermögens wird individuell bestimmt, während für das sonstige Sachanlagevermögen Bestandteile mit gleicher Nutzungsdauer zu Abschreibungsgruppen zusammengefasst werden. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Gebäude werden über 20 bis 40 Jahre, Produktionsanlagen über 15 bis 20 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben.
Der Barwert der erwarteten Kosten für Stilllegungen von Vermögenswerten wird den Anschaffungskosten zugeschlagen, sofern die Kriterien zur Bildung einer Rückstellung erfüllt werden. Die erwarteten Kosten für Stilllegungen werden jährlich überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Veränderungen der erwarteten Kosten oder des Abzinsungsfaktors werden in den Anschaffungskosten berücksichtigt. Fremdkapitalkosten, die der Anschaffung, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts direkt zugeordnet werden können, werden als Anschaffungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert.
Wertminderungen
Die Buchwerte von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten werden zu jedem Bilanzstichtag auf etwaige Anzeichen von Wertminderungen überprüft. Gibt es Anzeichen hierfür, so wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts mit dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert festgesetzt. Dies wird auch für die jährlichen Überprüfungen des Firmenwerts und immaterieller Vermögenswerte mit unbegrenzter Lebensdauer angewendet. Eine Wertminderung wird immer dann erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als der entsprechende erzielbare Betrag ist. Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
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Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert. Jede Leasingrate wird in Tilgungs- und Finanzierungsaufwendungen aufgeteilt. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, sodass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben.
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
fester Zahlungen (einschließlich de facto fester Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize;
variabler Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind;
erwarteter Restwertzahlungen aus Restwertgarantien des Leasingnehmers, sofern vorhanden;
des Ausübungspreises einer Kaufoption, wenn die Ausübung durch den Leasingnehmer hinreichend sicher ist;
Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Leasingnehmer eine Kündigungsoption wahrnehmen wird.
In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind ebenso Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt.
Darüber hinaus werden zur Bewertung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten Nichtleasingkomponenten von Leasingkomponenten getrennt.
Leasingzahlungen werden mit einem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden impliziten Zinssatz abgezinst. Sofern dieser Zinssatz nicht bestimmbar ist, was im Allgemeinen auf Leasingverhältnisse im Konzern zutrifft, erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist jener Zinssatz, den ein Leasingnehmer zu zahlen hätte, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert und zu vergleichbaren Bedingungen zu erwerben.
Der Konzern ermittelt seinen Grenzfremdkapitalzinssatz anhand von Zinssätzen, die von externen Finanzdienstleistern bezogen werden, und nimmt bestimmte Anpassungen vor (unter anderem, um die Laufzeit des Leasingverhältnisses und die Kreditwürdigkeit des Unternehmens zu berücksichtigen).
Nutzungsrechte werden erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
aus dem Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit;
aus sämtlichen bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaig erhaltenen Leasinganreize;
aus allen dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und
aus den geschätzten Kosten, die bei der Rückversetzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen.
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Nach dem Bereitstellungsdatum werden Nutzungsrechte linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrundeliegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswerts.
Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrundeliegen, werden linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Vermögenswerte mit geringem Wert sind beispielsweise kleinere Büromöbel und IT-Ausstattung (z. B. Wasserspender, Kaffeemaschinen oder Frankiermaschinen), Textilien und kleinere Container.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche
Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen mit Vermögenswerten und Schulden) werden als „zur Veräußerung gehalten“ klassifiziert, wenn der im Restbuchwert verkörperte Nutzen überwiegend durch Veräußerung und nicht durch weiteren Gebrauch realisiert werden soll. Unmittelbar vor der Einstufung als „zur Veräußerung gehalten“ werden die Vermögenswerte (oder die Bestandteile einer Veräußerungsgruppe) gemäß IFRS 5 neu bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Jegliche Wertminderung einer Veräußerungsgruppe wird zuerst dem Firmenwert und in Folge den übrigen Vermögenswerten und Schulden aliquot zugerechnet; keine Zurechnung erfolgt jedoch zu finanziellen Vermögenswerten, latenten Steueransprüchen sowie Vermögenswerten im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer, die weiterhin gemäß den Konzern-Bilanzierungsvorschriften bewertet werden. Wertminderungen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten sowie Wertminderungen und Wertaufholungen im Zuge von Folgebewertungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erträge, welche die kumulierten Verluste aus Wertminderungen übersteigen, werden nicht angesetzt.
Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Bestandteil des Konzerngeschäfts, dessen Geschäftsbereich und Cashflows vom restlichen Konzern klar abgegrenzt werden können und der
einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt;
Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten, wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist; oder
ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde.
Eine Einstufung als aufgegebener Geschäftsbereich geschieht bei Veräußerung oder sobald der Geschäftsbereich die Kriterien für eine Einstufung als zur Veräußerung gehalten erfüllt, wenn dies früher der Fall ist.
Wenn ein Geschäftsbereich als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft wird, wird die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Vergleichsjahres so angepasst, als ob der Geschäftsbereich von Beginn des Vergleichsjahres an aufgegeben worden wäre.
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Assoziierte Unternehmen und Joint Ventures
Assoziierte Unternehmen und Joint Ventures werden nach der Equity-Methode bilanziert. Der Konzernabschluss beinhaltet den Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis der mit dem Equity-Ansatz bewerteten Gesellschaften.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bankguthaben und liquide kurzfristige Einlagen.
Vorräte
Die Bewertung der Rohstoffe, der unfertigen Erzeugnisse sowie der Fertigerzeugnisse erfolgt zum jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden nach der FIFO-Methode (First-in, First-out) bewertet und umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der variablen und fixen Gemeinkosten, wobei die letztgenannten Kosten auf Basis einer Normalkapazität ermittelt werden. In den Anschaffungs- und Herstellungskosten ist die Umgliederung von Gewinnen oder Verlusten aus qualifizierten Cashflow-Sicherungsgeschäften im Zusammenhang mit dem Erwerb von Rohstoffen aus dem Eigenkapital enthalten, Fremdkapitalkosten sind hingegen nicht enthalten. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden den einzelnen Posten der Vorräte auf der Basis gewogener durchschnittlicher Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeordnet. Die Anschaffungskosten erworbener Vorräte werden nach Abzug von Rabatten und Preisnachlässen ermittelt. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufserlös im gewöhnlichen Geschäftsverlauf, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten zur Veräußerung notwendigen Kosten. Die Bewertung der Ersatzteile erfolgt zu gewichteten Durchschnittspreisen.
Zuschüsse aus öffentlicher Hand
Die Zuschüsse aus öffentlicher Hand umfassen Zuschüsse für Forschung und Entwicklung sowie Investitionsförderungen. Zuschüsse aus öffentlicher Hand für Vermögenswerte werden vom Buchwert des Vermögenswerts abgezogen und in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Nutzungsdauer des Vermögenswerts als Reduktion der Abschreibung (Herstellungskosten) erfasst. Erträge aus übrigen Zuschüssen aus öffentlicher Hand werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Rückstellungen
Eine Rückstellung wird für gegenwärtige Verpflichtungen (rechtlich oder faktisch), die aus Ereignissen aus der Vergangenheit entstehen, gegenüber Dritten gebildet, wenn der Eintritt (Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung) wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen entsprechen dem Barwert zukünftiger Zahlungsflüsse. Diese werden mit einem aktuellen Zinssatz vor Steuern, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt, abgezinst. Die Aufzinsung der Rückstellung wird ertragswirksam als Finanzaufwand erfasst.
Für Rückstellungen für Stilllegungen wird der Barwert der erwarteten Kosten für Stilllegungen von Vermögenswerten den Anschaffungskosten zugeschlagen, sofern die Kriterien zur Bildung einer Rückstellung erfüllt werden. Die erwarteten Kosten für Stilllegungen werden jährlich überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Veränderungen der erwarteten Kosten oder des Abzinsungsfaktors werden in den Anschaffungskosten berücksichtigt.
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Laufende und latente Steuern
Latente Steueransprüche und -schulden werden für jede Gesellschaft einzeln auf Grundlage der Balance-Sheet Liability-Methode gebildet, wobei temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und den steuerrechtlichen Werten berücksichtigt werden. Latente Steueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht vorliegt, die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen die Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuersalden die gleiche Steuerbehörde betreffen.
Latente Steueransprüche und -schulden werden mit den zum Realisationszeitpunkt erwarteten Steuersätzen und auf Grundlage der zum Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berechnet.
Latente Steueransprüche werden maximal in der Höhe angesetzt, in der zukünftig zu versteuernde Gewinne wahrscheinlich sind, für die temporäre Differenzen sowie nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge verwendet werden können. Der Planungshorizont hierzu beträgt fünf Jahre auf Basis eines Business-Plans für fünf Jahre.
Latente Steueransprüche werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und nur bis zu der Höhe angesetzt, zu der es wahrscheinlich ist, dass diese realisiert werden.
Seit dem Geschäftsjahr 2021 sind bestimmte österreichische Borealis Gesellschaften Gruppenmitglied einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz (KStG) mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträger. Es werden daher Forderungen und Verbindlichkeiten der Gruppenmitglieder der Steuergruppe aus laufender Ertragsteuer nicht mehr in den Bilanzposten Forderungen/Verbindlichkeiten aus laufender Ertragsteuer dargestellt, sondern unter den kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerten und sonstigen Verbindlichkeiten. Gemäß Gruppenvertrag wird bei einem positiven steuerlichen Ergebnis dem Gruppenmitglied ein Körperschaftsteueraufwand, der auf das positive Ergebnis entfällt, vorgeschrieben. Bei einem negativen steuerlichen Ergebnis ist vom Gruppenträger keine Steuerumlage zu leisten. Negative steuerliche Ergebnisse sind vom Gruppenträger evident zu halten und mit positiven steuerlichen Ergebnissen des Gruppenmitglieds in der Zukunft zu verrechnen.
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn das Unternehmen ein einklagbares Recht zur Aufrechnung hat und beabsichtigt, einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen.
Unsichere Steuerposten, wie zum Beispiel Steuerkontroversen, werden mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis angesetzt. Das wahrscheinlichste Ergebnis ist das einzelne wahrscheinlichste Ergebnis unter Berücksichtigung der verschiedenen realistischen Möglichkeiten. Die Einschätzung unsicherer Steuerpositionen erfolgt auf Einzelfallbasis.
Rücklagen
Das konsolidierte Eigenkapital enthält Rücklagen für noch nicht realisierte Währungsdifferenzen in Zusammenhang mit der Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe einschließlich Absicherungen von monetären Posten, die als Teil von Nettoinvestitionen behandelt werden, sowie für Währungsdifferenzen in Zusammenhang mit der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Geschäftsbetriebe. Die Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften dient der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts von
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Finanzinstrumenten, die zu Sicherungszwecken gehalten werden. Die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/Verluste wird ebenfalls im Eigenkapital dargestellt und enthält die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsplänen für Arbeitnehmer.
Leistungen an Arbeitnehmer
Beitragsorientierte Pläne
Beitragsverpflichtungen für beitragsorientierte Pläne werden periodengerecht als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Für beitragsorientierte Pensionspläne werden auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Einzahlungen in öffentliche oder private Pensionskassen geleistet. Über die bereits geleisteten Zahlungen hinaus bestehen für den Konzern keine weiteren monetären Verpflichtungen. Im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit werden die Zahlungen als Personalaufwendungen erfasst. Vorauszahlungen an Pensionskassen werden als Aktivposten erfasst, sofern ein Rückzahlungs- oder Reduktionsanspruch auf zukünftige Einzahlungen besteht.
Leistungsorientierte Pläne
Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für leistungsorientierte Pensionspläne sowie Pläne für andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird für jeden Plan separat ermittelt, indem die von den Arbeitnehmern in der laufenden Periode und in den Vorperioden erworbenen zukünftigen Ansprüche nach versicherungsmathematischen Methoden errechnet werden. Die zukünftigen leistungsorientierten Verpflichtungen werden auf den Barwert abgezinst und der beizulegende Zeitwert eines vorhandenen Planvermögens davon abgezogen. Die Berechnung wird mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) von einem qualifizierten Versicherungsmathematiker durchgeführt.
Der Diskontierungszinssatz, der in den versicherungsmathematischen Berechnungen Anwendung findet, wird unter Bezug auf langfristige Renditen von Unternehmensanleihen mit AA-Ratings festgelegt. In Ländern, in denen kein ausreichend liquider Markt für mit AA bewertete Unternehmensanleihen existiert, werden Renditen von Staatsanleihen herangezogen.
Im Konzern gibt es folgende Pläne: leistungsorientierte Pensionspläne, über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinausgehende Pläne zur Sicherstellung medizinischer Versorgung, Abfertigungen sowie andere langfristige Arbeitnehmerpläne. Der Verpflichtung für bestehende Pensionspläne wird sowohl über Rückstellungen als auch über Zahlungen an einen Pensionsfonds Rechnung getragen. Die Deckung (Planvermögen) erfolgt vorwiegend über Versicherungen.
Die Parameter der Pensionspläne variieren von Land zu Land. Die Pensionspläne sind teils offen, teils geschlossen ausgestaltet. Weiters gibt es Pensionspläne mit und ohne Beitragspflicht.
Pläne zur Sicherstellung medizinischer Versorgung über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus beinhalten im Wesentlichen die Kosten für pensionierte Mitarbeiter belgischer Gesellschaften. Diese sind nicht beitragspflichtig ausgestaltet und gegenüber neuem Anspruchserwerb geschlossen. Die zu erwartenden Aufwendungen für diese Ansprüche werden analog zu den leistungsorientierten Pensionsplänen berücksichtigt und über die Laufzeit des Arbeitsverhältnisses verteilt.
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Abfertigungspläne betreffen die österreichischen Mitarbeiter, deren Beschäftigungsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Diese Mitarbeiter haben Anspruch auf Abfertigungszahlungen im Falle von Kündigungen beziehungsweise bei Pensionsantritt.
Darüber hinaus gibt es Abfertigungspläne in Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Höhe der Ansprüche richtet sich nach den Dienstjahren sowie dem Gehaltsniveau des jeweiligen Mitarbeiters. Diese Abfertigungspläne sind nicht beitragspflichtig und nicht fondsfinanziert.
Andere langfristige Arbeitnehmerpläne beinhalten Jubiläumsgelder und Vorruhestandsregelungen. Jubiläumsgeldpläne gewähren den Mitarbeitern bei Erreichung einer vordefinierten Anzahl an Dienstjahren einen Anspruch auf Leistungen in Form einer Zahlung und/oder zusätzlichen, bezahlten Urlaub. Diese Pläne sind nicht beitragspflichtig und nicht fondsfinanziert.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für andere langfristige Leistungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der aus den leistungsorientierten Plänen resultierende Netto-Zinsaufwand wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Betriebsergebnisses ausgewiesen.
Beizulegender Zeitwert
Der beizulegende Zeitwert ist jener Betrag, der im Zuge eines geordneten Geschäftsvorfalls unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten werden würde oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen wäre. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert basiert auf der Voraussetzung, dass der Geschäftsvorfall des Verkaufs eines Vermögenswerts oder die Übertragung einer Schuld auf einem aktiven Markt bzw. – sofern kein aktiver Markt besteht – auf dem vorteilhaftesten Markt abgewickelt wird.
Sowohl der aktive als auch der vorteilhafteste Markt müssen dem Konzern zugänglich sein. Ein Unternehmen berücksichtigt die Charakteristika des zu bemessenden Vermögenswerts bzw. der zu bemessenden Schuld, die ein Marktteilnehmer bei der Bepreisung des Vermögenswerts bzw. der Schuld am Bemessungsstichtag berücksichtigen würde. Für die Bewertung von nicht-finanziellen Vermögenswerten gilt die Bewertungsprämisse, die für die Bewertung sachgerecht ist (im Einklang mit der höchsten und besten Verwendung).
Der Konzern wendet Bewertungsverfahren an, die im jeweiligen Umstand sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen, wobei die Verwendung relevanter beobachtbarer Inputfaktoren maximiert und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren minimiert wird.
Für alle Vermögenswerte und Schulden, die auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, legt der Konzern fest, ob Übertragungen zwischen den Hierarchiestufen erfolgt sind. Dies geschieht durch eine Überprüfung der Klassifizierung am Ende jeder Berichtsperiode auf Basis des am niedrigsten eingestuften Inputfaktors, der für die gesamte Bemessung von Bedeutung ist. Um den Angabeanforderungen in Zusammenhang mit dem beizulegenden Zeitwert zu entsprechen, hat der Konzern Klassifizierungen der Vermögenswerte und Schulden auf Basis ihrer Charakteristika und Risiken sowie auf Basis der
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beschriebenen Fair-Value-Hierarchie vorgenommen. Weiterführende Informationen können der Anhangangabe 28 entnommen werden.
Finanzinstrumente
Ansatz und Ausbuchung
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden am Handelstag bilanziell erfasst, an dem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn das vertragliche Anrecht auf Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert ausläuft oder wenn der finanzielle Vermögenswert und im Wesentlichen alle damit verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn sie getilgt, beglichen oder aufgehoben wird bzw. ausläuft.
Klassifizierung und Bewertung beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten
Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente, die entsprechend IFRS 15 mit dem Transaktionspreis bewertet werden, erfolgt bei finanziellen Vermögenswerten der erstmalige Ansatz zum beizulegenden Zeitwert. Für alle finanziellen Vermögenswerte, deren Folgebewertung nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, wird der beizulegende Zeitwert beim erstmaligen Ansatz um (vorhandene) Transaktionskosten korrigiert. Mit Ausnahme jener finanziellen Vermögenswerte, die als Sicherungsinstrumente designiert und im Rahmen eines Sicherungsgeschäfts wirksam sind, werden finanzielle Vermögenswerte in folgende Kategorien eingeteilt bzw. entsprechend bewertet:
zu fortgeführten Anschaffungskosten;
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value through Profit or Loss; FVPL);
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (über das sonstige Ergebnis, Fair Value through Other Comprehensive Income; FVOCI).
Die Klassifizierung erfolgt auf Grundlage:
des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte sowie
der Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte.
Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie die beiden folgenden Bedingungen erfüllen (und nicht als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert” designiert werden):
sie werden im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows zu halten;
die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu Cashflows, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen (Solely Payment of Principal and Interest; SPPI-Kriterium).
Die Folgebewertung dieser erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Im Falle von Unwesentlichkeit wird von einer Abzinsung abgesehen. In diese Kategorie fallen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (mit Ausnahme jener im Factoring-Programm), gegebene Kredite und Teile der sonstigen Forderungen.
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Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVPL)
Finanzielle Vermögenswerte, die weder zur Vereinnahmung von vertraglichen Cashflows gehalten noch zur Vereinnahmung von vertraglichen Cashflows oder zum Verkauf gehalten werden, werden als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ gehalten. Darüber hinaus werden – unabhängig vom Geschäftsmodell – finanzielle Vermögenswerte jedenfalls erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn die vertraglichen Cashflows nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Derivative Finanzinstrumente, bei denen die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nicht zur Anwendung kommt, fallen in diese Kategorie.
Im Konzern gibt es einen bestimmten Teil von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Gegenstand von Factoring sind. Dieser Forderungsbestand entspricht dem Geschäftsmodell, die finanziellen Vermögenswerte zu verkaufen, und wird daher erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
In diese Kategorie fallen auch Eigenkapitalinstrumente. Eigenkapitalinstrumente werden entweder zum FVPL oder FVOCI bewertet. Bis Ende des Geschäftsjahres 2020 hat der Konzern unwiderruflich die Wahl getroffen, alle nicht-börsennotierten Eigenkapitalinstrumente zum FVPL zu bewerten.
Darüber hinaus enthält diese Kategorie börsennotierte Wertpapiere und Anleihen, die als Schuldinstrumente eingestuft werden. Als solche erfüllen börsennotierte Wertpapiere und Anleihen nicht das Kriterium ausschließlicher Zahlungen für Tilgung und Zinsen zu bestimmten Zeitpunkten (SPPI-Kriterium) und sind daher erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Die Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Kategorie bestimmen sich durch Transaktionen auf einem aktiven Markt oder, wo kein aktiver Markt besteht, durch die Anwendung von Bewertungstechniken.
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVOCI)
Diese Kategorie enthält Eigenkapitalinstrumente. Seit 1. Jänner 2021 werden alle neuen nicht-börsennotierten Eigenkapitalinstrumente, die mit einer strategischen Zielsetzung und nicht zu Handelszwecken gehalten werden, in der Kategorie FVOCI klassifiziert. Gewinne und Verluste aus zum FVOCI bewerteten Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert („recycled“) und unterliegen keiner Wertminderungsüberprüfung. Dividenden werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, die Dividende stellt die Deckung eines Teils der Kosten des Eigenkapitalinstruments dar.
Wertminderung finanzieller Vermögenswerte
Drei Arten von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns fallen in die Erfassung erwarteter Kreditverluste („Expected Credit Loss“ – ECL) nach IFRS 9:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (mit Ausnahme derer, die als zum Verkauf klassifiziert sind) sowie Vertragsvermögenswerte;
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente;
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Schuldinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste (ECL) wird unterschieden zwischen:
Finanzinstrumenten, deren Ausfallrisiko seit der Ersterfassung nicht wesentlich gestiegen ist („Stufe 1 – erwartete 12-Monats-Kreditverluste“);
Finanzinstrumenten, deren Ausfallrisiko seit der Ersterfassung wesentlich gestiegen ist („Stufe 2 – über die Laufzeit erwartete Kreditverluste“).
„Stufe 3“ bezieht sich auf finanzielle Vermögenswerte mit objektivem Hinweis auf eine Wertminderung zum Bilanzstichtag (in der Bonität beeinträchtigte finanzielle Vermögenswerte – „credit-impaired“).
Erwartete Kreditverluste sind eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Schätzung der Kreditverluste. Kreditverluste werden als Barwert aller Zahlungsausfälle (d. h. der Differenz zwischen den Cashflows, die vertragsbedingt geschuldet werden, und den Cashflows, die der Konzern voraussichtlich einnimmt) bemessen.
Die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste („Lifetime ECLs“) sind die erwarteten Kreditverluste aus allen etwaigen Ausfällen über die Restlaufzeit eines Finanzinstruments.
Die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste („12-month ECLs“) sind jener Teil der erwarteten Kreditverluste aus allen Ausfällen, die innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag möglich sind.
Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern, ob finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, objektiv wertgemindert sind. Die Bonität eines finanziellen Vermögenswerts ist dann beeinträchtigt („credit-impaired“), wenn ein oder mehrere Ereignisse stattgefunden haben, die eine nachteilige Wirkung auf die erwarteten zukünftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts aufzeigen.
Als Nachweis für einen in der Bonität beeinträchtigten finanziellen Vermögenswert dienen folgende beobachtbare Daten:
erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Emittenten;
ein Vertragsbruch wie ein Zahlungsausfall oder -verzug über mehr als 90 Tage;
die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Schuldner in Insolvenz oder andere Sanierungsverfahren geht.
Die Abschreibung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon ausgegangen werden kann, dass die vertraglich vereinbarten Cashflows realisierbar sind, wie zum Beispiel im Insolvenzfall.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte werden nach dem vereinfachten Ansatz beurteilt, der nicht zwischen den erwarteten 12-Monats-Kreditverlusten und den erwarteten Kreditverlusten über die Laufzeit unterscheidet. Vielmehr werden für alle Vermögenswerte die erwarteten Kreditverluste über die Restlaufzeit herangezogen. Der Konzern unterscheidet zwischen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die bis zu 90 Tage und über 90 Tage überfällig sind. Für jene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die bis zu 90 Tage überfällig sind, errechnet der Konzern die erwarteten Kreditverluste anhand externer oder interner Ratings und der entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten. Verfügbare zukunftsgerichtete Informationen werden
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berücksichtigt, falls sie eine wesentliche Auswirkung auf die erfasste Wertberichtigung haben. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die mehr als 90 Tage überfällig sind, werden einzeln beurteilt und falls notwendig wertgemindert („credit-impaired“). Weiterführende Informationen zur Kreditrisikosteuerung können der Anhangangabe 27 entnommen werden.
Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, vermindern den Bruttobuchwert der Vermögenswerte und werden in den Vertriebskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Auch wenn für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 anzuwenden sind, wurde basierend auf dem allgemeinen Ansatz lediglich eine unwesentliche Wertminderung identifiziert.
Schuldinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Für jene Schuldinstrumente des Konzerns, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird von einem geringen Ausfallrisiko ausgegangen. Daher wurde die während der Berichtsperiode erfasste Wertberichtigung auf die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste begrenzt. Von einem geringen Ausfallrisiko für Schuldinstrumente wird dann ausgegangen, wenn ein geringes Risiko eines Kreditausfalls besteht und der Schuldner problemlos zur Erfüllung seiner kurzfristigen vertraglichen Verpflichtungen in der Lage ist.
Auf dieser Grundlage wurde basierend auf dem allgemeinen Ansatz nur eine unwesentliche Wertminderung ermittelt. Falls es objektive Hinweise auf Wertminderung gibt, werden Schuldinstrumente individuell wertgemindert („credit-impaired“). Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 27.
Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern anwendbar, erfolgt ein Ansatz der Transaktionskosten, es sei denn, eine finanzielle Verbindlichkeit wird im Konzern als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) zu bewerten designiert. Folglich werden finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet, mit Ausnahme von Derivaten, deren Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden (außer derivativen Finanzinstrumenten, die als wirksame Sicherungsinstrumente eingesetzt werden). Die Folgebewertung finanzieller Verbindlichkeiten, die für Finanzgarantieverträge erfasst wurden, erfolgt nach dem jeweils höheren Betrag aus
der Wertberichtigung nach dem Modell erwarteter Kreditverluste und
dem erstmaligen Ansatz abzüglich des erfassten kumulierten Ertrags gemäß IFRS 15.
Sämtliche zinsbasierte Belastungen sowie – sofern anwendbar – Änderungen im beizulegenden Zeitwert, die erfolgswirksam erfasst werden, werden unter Finanzertrag/-aufwand ausgewiesen.
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Finanzverbindlichkeiten, Leasingverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Teile sonstiger Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente.
Derivate und Sicherungsgeschäfte
Derivate werden erstmalig mit dem beizulegenden Zeitwert im Zeitpunkt des Abschlusses des Derivatkontrakts erfasst und in der Folge an jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
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Die Folgebewertung eines Derivats hängt davon ab, ob es als Sicherungsinstrument bestimmt wird, und, wenn dies der Fall ist, von der Art des zugrundeliegenden Sicherungsgeschäfts. Der Konzern bestimmt Derivate entweder als:
Absicherung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanziellen Vermögenswerts, einer bilanziellen Verbindlichkeit oder einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung (Fair-Value-Hedge);
Absicherung eines bestimmten Risikos im Zusammenhang mit Zahlungsströmen, die mit bilanzierten Vermögenswerten und Schulden und hochwahrscheinlich erwarteten Transaktionen verbunden sind (Cashflow-Hedge); oder
Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Net-Investment-Hedge).
Für die im Konzernabschluss dargestellten Perioden liegen keine Fair-Value-Hedges vor und es werden keine Derivate zur Absicherung einer Nettoinvestition verwendet.
Zu Beginn der Sicherungsbeziehung dokumentiert der Konzern die Sicherungsbeziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument mit der Einschätzung, ob die Veränderungen der Cashflows des Grundgeschäfts durch die Veränderungen der Cashflows des Sicherungsinstruments ausgeglichen werden. Der Konzern dokumentiert weiters die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien, die er im Hinblick auf die Absicherung verfolgt. Eine Sicherungsbeziehung erfüllt nur dann die Anforderungen für die Bilanzierung von zulässigen Sicherungsgeschäften, wenn alle nachfolgenden Kriterien erfüllt sind:
zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument liegt eine wirtschaftliche Beziehung vor;
die Auswirkung des Ausfallrisikos hat keinen dominanten Einfluss auf die Wertänderungen, die sich aus dieser wirtschaftlichen Beziehung ergeben;
die Sicherungsquote der Sicherungsbeziehung entspricht der Sicherungsquote, die aus dem Volumen des vom Unternehmen tatsächlich gesicherten Grundgeschäfts und dem Volumen des Sicherungsinstruments resultiert, das vom Unternehmen zur Absicherung dieses Volumens des gesicherten Grundgeschäfts tatsächlich eingesetzt wird.
Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge)
Wird ein Derivat als Cashflow-Hedge-Instrument designiert, werden für den Teil, der als wirksame Absicherung bestimmt wird, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten kumuliert. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts für den Teil einer wirksamen Absicherung, der im sonstigen Ergebnis erfasst wird, sind mit den kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts seit Absicherungsbeginn begrenzt. Für jenen Teil des Derivats, der als unwirksame Absicherung zu qualifizieren ist, sind die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu bilanzieren. Der Konzern designiert die gesamten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Devisentermingeschäften als Sicherungsinstrument in Cashflow-Hedges. Zum Bilanzstichtag weist Borealis einige Devisentermingeschäfte, jedoch keine offenen Devisenoptionen aus.
Wenn eine abgesicherte erwartete Transaktion später zum Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts, wie zum Beispiel Vorräte, führt, ist der Betrag aus der Rücklage aus der
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Bewertung von Sicherungsinstrumenten auszubuchen und zum Zeitpunkt der Erfassung des nicht-finanziellen Vermögenswerts direkt in die erstmaligen Kosten einzubeziehen.
Bei allen anderen abgesicherten erwarteten Transaktionen ist der Betrag aus der Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten in derselben Periode bzw. denselben Perioden, in der bzw. denen die abgesicherten erwarteten Cashflows erfolgswirksam werden, als Umgliederungsbetrag aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern.
Wenn ein Sicherungsgeschäft die Kriterien zur Erfassung wirksamer Sicherungsgeschäfte nicht länger erfüllt oder das Sicherungsinstrument verkauft, beendet oder ausgeübt wird bzw. ausläuft, endet die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Wird die Bilanzierung von Cashflow-Hedges beendet, bleibt der Betrag, der in der Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten kumuliert wurde, entweder im Eigenkapital bestehen, bis er für eine Transaktion, die zum Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts führt, im Zeitpunkt der Erfassung des nicht-finanziellen Vermögenswerts in die erstmaligen Kosten einzubeziehen ist, oder wird bei anderen Cashflow-Hedges in derselben Periode oder denselben Perioden, in der bzw. denen die abgesicherten Cashflows erfolgswirksam werden, als Umgliederungsbetrag aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Wenn nicht länger erwartet wird, dass die abgesicherten zukünftigen Cashflows eintreten, ist der Betrag, der in der Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten kumuliert wurde, sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern.
Absicherung einer Nettoinvestition (Net-Investment-Hedge)
Der Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Sicherungsinstrument, der als wirksame Absicherung ermittelt wird, ist im sonstigen Ergebnis zu erfassen und in der Rücklage aus Währungsdifferenzen zu kumulieren. Der unwirksame Teil ist sofort erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Gewinne und Verluste, die im Eigenkapital kumuliert wurden, sind bei der Veräußerung oder teilweisen Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern.
Derivate, die sich nicht für Sicherungsmaßnahmen eignen
Einige derivative Instrumente eignen sich nicht für Sicherungsmaßnahmen. Veränderungen ihrer beizulegenden Zeitwerte werden sofort über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Saldierung von Finanzinstrumenten
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten können aufgerechnet und der saldierte Wert im Konzernabschluss ausgewiesen werden, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch darauf besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und wenn die Absicht besteht, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die zugehörige Verbindlichkeit glattzustellen.
Cashflow-Rechnung
Die Konzern-Cashflow-Rechnung zeigt die konsolidierte Cashflow-Rechnung zeigt, die aus der Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit stammt, beziehungsweise dafür verwendet wurde. Bisher wurde die Cashflow-Rechnung nach der direkten Methode erstellt, bei welcher die Hauptgruppen der Bruttozahlungseingänge und Bruttozahlungsausgänge dargestellt werden. Ab 2024 wird der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit nach der indirekten Methode ermittelt, indem der Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag um die Auswirkungen nicht
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zahlungswirksamer Transaktionen und Veränderungen des Betriebskapitals und anderer Bilanzkonten des Betriebskapitals bereinigt wird.
Die geänderte Darstellung hat keinen Einfluss auf die gesamte Nettoveränderung der liquiden Mittel für die Periode. Sie wirkt sich lediglich auf die Art und Weise aus, in welcher der Cashflow aus der Betriebstätigkeit dargestellt wird. Die Darstellung und Berechnung der Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit bleiben unverändert. Die Vergleichszahlen für den vorangegangenen Zeitraum wurden entsprechend angepasst, um Konsistenz und Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Cashflows aus dem Erwerb und der Veräußerung von Geschäftsbetrieben sowie dem Erwerb und der Veräußerung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und finanziellen Vermögenswerten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet Veränderungen des Konzern-Grundkapitals sowie von Krediten, Tilgungen verzinslicher Schulden und Dividendenzahlungen.
Segmentberichterstattung
Ein Geschäftssegment ist ein Unternehmensbestandteil, der Geschäftstätigkeiten betreibt, mit denen Umsatzerlöse erwirtschaftet werden und bei denen Aufwendungen anfallen können. Die Betriebsergebnisse werden regelmäßig vom Vorstand (verantwortliche Unternehmensinstanz) im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft. Es liegen separate Finanzinformationen vor (berichtspflichtiges Segment).
Der Vorstand hat sich entschieden, neben den Geschäftssegmenten die Umsatzerlöse auch nach geografischen Gebieten darzustellen, da dies wesentliche Informationen über Risiken und Chancen eines bestimmten wirtschaftlichen Umfelds enthält.
Der Vorstand hat drei Segmente identifiziert, über die zu berichten ist:
Polyolefine – in diesem Geschäftssegment werden Polyolefinprodukte in den Marktsektoren Mobilität, Energie, Konsumgüter, Infrastruktur, fortschrittliche Produkte und Business Development hergestellt und vermarktet. Da sie ähnliche langfristige Wachstumsraten und eine ähnliche Rohmaterial-Ökonomie aufweisen und des Weiteren Ähnlichkeiten in anderen Aspekten aufweisen, die vom entsprechenden Standard gefordert werden, werden sie dementsprechend als ein Segment an den Vorstand berichtet.
Basischemikalien – Borealis produziert und vermarktet eine breite Palette an Basischemikalien wie Phenol, Aceton, Ethylen und Propylen.
Das dritte Segment „Borealis NITRO“ umfasste Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte und wurde am 5. Juli 2023 verkauft.
Alle weiteren Bereiche – Zentrale Funktionen, Mittlerer Osten und Asien sowie Forschung und Entwicklung sind keine berichtspflichtigen Segmente, da sie entweder nur Ergebnisse von assoziierten Unternehmen enthalten oder keine separate Berichterstattung an den Vorstand erfolgt.
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Neue Rechnungslegungsstandards
Überarbeitete Standards, die von Borealis übernommen wurden
Im Jahr 2024 traten folgende überarbeitete Rechnungslegungsstandards in Kraft und wurden von Borealis übernommen. Diese sind anwendbar für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen (wie in der EU anzuwenden):
Standards
Zeitpunkt des Inkrafttretens
seitens IASB
Zeitpunkt des Inkrafttretens
seitens EU
Überarbeitete Standards
IAS 1
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
1. Jänner 2024
1. Jänner 2024
IAS 1
Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen
1. Jänner 2024
1. Jänner 2024
IFRS 16
Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback-Transaktion
1. Jänner 2024
1. Jänner 2024
IAS 7 und IFRS 7
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen
1. Jänner 2024
1. Jänner 2024
Die weiteren oben angeführten geänderten Rechnungslegungsstandards wurden im Konzernabschluss angewendet und führten zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Neue und Überarbeitete Standards, die noch nicht anwendbar sind
IFRS 18 wird IAS 1 – Darstellung des Abschlusses ersetzen und für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen, wirksam sein. Obwohl IFRS 18 die Anerkennung oder Bewertung von Posten im Abschluss nicht beeinflussen wird, wird erwartet, dass es die Darstellung und Anhangangabe erheblich beeinflussen wird. Borealis bewertet derzeit die detaillierten Auswirkungen der Anwendung des neuen Standards auf den konsolidierten Abschluss der Gruppe. Aus der durchgeführten vorläufigen Bewertung auf hoher Ebene wurden folgende potenzielle Auswirkungen identifiziert:
Im Cashflow-Statement werden die erhaltenen Zinsen als Cashflows aus Investitionstätigkeiten und die gezahlten Zinsen als Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt, was eine Änderung gegenüber der aktuellen Darstellung als Teil der Cashflows aus operativen Tätigkeiten darstellt.
Neue Anhangangaben werden für von der Geschäftsführung definierte Leistungskennzahlen erforderlich sein. Zusätzlich wird eine Aufschlüsselung der Art der Aufwendungen für Posten, die nach Funktion in der operativen Kategorie der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt werden, offengelegt.
Borealis wird den neuen Standard ab dem verpflichtenden Wirksamkeitsdatum des 1. Januar 2027 anwenden. Eine rückwirkende Anwendung ist erforderlich, sodass die Vergleichsinformationen für das Geschäftsjahr, das am 31. Dezember 2026 endet, gemäß IFRS 18 angepasst werden.
256
Eine Reihe weiterer Änderungen an Standards wurden herausgegeben, sind jedoch noch nicht wirksam (wie von der EU übernommen). Borealis wird diese zum Wirksamkeitsdatum übernehmen. Wirksam bedeutet wirksam für Berichtsperioden, die am oder nach diesem Datum beginnen (wie von der EU gebilligt). Borealis erwartet keine wesentlichen Auswirkungen dieser geänderten Standards auf den konsolidierten Abschluss.
Standards
Zeitpunkt des Inkrafttretens
seitens IASB
Zeitpunkt des Inkrafttretens
seitens EU
Neue Standards
IFRS 18
Darstellung und Angaben im Abschluss
1. Jänner 2027
Überarbeitete Standards
IAS 21
Auswirkungen von Wechselkursänderungen: Mangel an Umtauschbarkeit
1. Jänner 2025
1. Jänner 2025
IFRS 7 und IFRS 9
Änderungen an Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten
1. Jänner 2026
IFRS 7 und IFRS 9
Verträge über naturabhängige Stromversorgung
1. Jänner 2026
IAS 7, IFRS 1, IFRS 7, IFRS 9 und IFRS 10
Jährliche Verbesserungen an den IFRS Rechnungslegungsstandards – Band 11
1. Jänner 2026
Beträge
Sämtliche Beträge werden in Tausend EUR (TEUR) ausgewiesen, sofern nicht anders angegeben. Beträge in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr.
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1. Segmentberichterstattung
in TEUR
2024
Polyolefine
Basis-
chemikalien
Borealis NITRO 1)
Andere
Konsolidiert
Umsatzerlöse nach Segmenten
Summe Segmenterlöse
6.153.364
4.946.040
0
205.560
11.304.964
Erlöse mit anderen Segmenten
0
-3.453.100
0
0
-3.453.100
6.153.364
1.492.940
0
205.560
7.851.864
Die Preise für konzerninterne Segmentumsätze basieren im Wesentlichen auf monatlich ermittelten Marktpreisen aus Ethylen- und Propylenverträgen.
Segmentergebnisse
Betriebsergebnis
164.449
246.454
0
-68.854
342.049
Bewertung des aufgegebenen Geschäftsbereichs und Ergebnis aus der Veräußerung
0
0
22.624
0
22.624
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
-146.439
-596
0
388.651
241.616
Finanzergebnis
95.208
95.208
Ertragsteuern
-135.954
-135.954
Nicht beherrschende Anteile
-2.428
-2.428
Den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern
563.115
Umsatzerlöse nach geografischen Regionen (gemäß Lieferort)
EU-Länder
4.091.472
1.219.501
0
70.475
5.381.448
davon in Österreich
137.363
0
0
20.982
158.345
davon in Deutschland
930.411
45.132
0
37.384
1.012.927
Nicht-EU-Länder in Europa
852.627
266.839
0
0
1.119.466
USA
256.381
6.026
0
10.849
273.256
Mittlerer Osten und Asien
406.475
5
0
124.236
530.716
Sonstige Regionen
546.408
570
0
0
546.978
6.153.363
1.492.941
0
205.560
7.851.864
In TEUR
31.12.2024
Sonstige Informationen
Segmentvermögen
4.588.416
4.048.534
0
4.067.701
12.704.651
davon in Österreich
2.262.844
1.471.638
0
3.902.286
7.636.768
davon in Belgien
600.734
1.721.126
0
74.793
2.396.653
Segmentschulden
0
0
0
4.003.440
4.003.440
Investition in Sachanlagen 2)
192.919
323.703
0
85.164
601.786
Abschreibungen und Wertminderungen
197.473
158.250
0
67.515
423.238
1) Borealis NITRO: Unternehmensbereich Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte. // 2) Umgliederung der Zahlen für Investitionen in Sachanlagen zwischen PO, Basischemikalien und Nicht zugewiesenen, Gesamtbetrag bleibt unverändert.
Über 90 % der Vermögenswerte der oben genannten Segmente beziehen sich auf EU-Länder.
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in TEUR
2023
Polyolefine
Basis-
chemikalien
Borealis NITRO 1)
Andere rückwirkend
angepasst 2)
Konsolidiert
rückwirkend
angepasst 2)
Umsatzerlöse nach Segmenten
Summe Segmenterlöse
5.687.200
4.339.017
688.404
193.604
10.908.225
Erlöse mit anderen Segmenten
0
-3.137.600
0
0
-3.137.600
5.687.200
1.201.417
688.404
193.604
7.770.625
Die Preise für konzerninterne Segmentumsätze basieren im Wesentlichen auf monatlich ermittelten Marktpreisen aus Ethylen- und Propylenverträgen.
Segmentergebnisse
Betriebsergebnis 2)
-78.781
162.223
-40.896
-76.762
-34.216
Bewertung des aufgegebenen Geschäftsbereichs und Ergebnis aus der Veräußerung 2)
0
0
-66.695
0
-66.695
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
-158.363
1.664
0
317.155
160.456
Finanzergebnis
42.893
42.893
Ertragsteuern 2)
56.540
56.540
Nicht beherrschende Anteile
38.461
38.461
Den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern 2)
197.439
Umsatzerlöse nach geografischen Regionen (gemäß Lieferort)
EU-Länder
3.703.558
985.166
639.753
69.066
5.397.543
davon in Österreich
125.334
0
119.145
58.457
302.936
davon in Deutschland
845.640
21.816
94.658
42
962.156
Nicht-EU-Länder in Europa
760.551
175.955
40.888
28
977.422
USA
254.934
35.844
3.795
11.747
306.320
Mittlerer Osten und Asien
448.420
4.394
687
112.168
565.669
Sonstige Regionen
519.737
58
3.281
595
523.671
5.687.200
1.201.417
688.404
193.604
7.770.625
In TEUR
31.12.2023
Sonstige Informationen
Segmentvermögen 2)
4.607.307
3.677.420
0
4.917.917
13.202.644
davon in Österreich 2)
2.158.394
1.450.631
0
4.694.012
8.303.037
davon in Belgien
622.643
1.326.749
0
210.069
2.159.461
Segmentschulden 2)
0
0
0
4.081.063
4.081.063
Investition in Sachanlagen 3)
234.361
377.798
71.038
45.524
728.721
Abschreibungen und Wertminderungen
214.697
131.585
0
64.833
411.115
1) Borealis NITRO: Unternehmensbereich Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte // 2) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert. // 3) Umgliederung der Zahlen für Investitionen in Sachanlagen zwischen PO, Basischemikalien und Nicht zugewiesenen, Gesamtbetrag bleibt unverändert.
Über 90 % der Vermögenswerte der oben genannten Segmente beziehen sich auf EU-Länder.
259
Überleitung der Informationen über berichtspflichtige Segmente
zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
In TEUR
2024
2023
rückwirkend angepasst
Umsatzerlöse nach Segmenten
7.851.864
7.770.625
Eliminierung des aufgegebenen Geschäftsbereichs
0
-688.473
Umsatzerlöse
7.851.864
7.082.152
Segmentergebnisse 1)
563.115
197.439
Nicht beherrschende Anteile
2.428
-38.461
Eliminierung des aufgegebenen Geschäftsbereichs
-22.624
47.652
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
542.919
206.630
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
2. Erlöse aus Verträgen mit Kunden
In TEUR
2024
2023
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
7.850.669
7.754.706
Andere Erlöse
1.195
15.919
Umsatzerlöse
7.851.864
7.770.625
Eliminierung des aufgegebenen Geschäftsbereichs
0
-688.473
Umsatzerlöse aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
7.851.864
7.082.152
Borealis erzielt seine Erlöse hauptsächlich aus dem Verkauf von Polyolefinen und Basischemikalien an seine Kunden. Andere Erlöse bestehen im Wesentlichen aus Gewinnen/Verlusten aus der Realisierung von Cashflow-Hedges in den Umsatzerlösen von Devisentermingeschäften (siehe auch Anhangangabe 19). Andere Erlöse betreffend den aufgegebenen Geschäftsbereich belaufen sich auf TEUR 0 (TEUR 1.108).
Die Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden in der folgenden Aufstellung auf Segmente und Regionen aufgeteilt. Darüber hinaus erfolgt eine Überleitung der Erlöse mit den berichtspflichtigen Segmenten des Konzerns (siehe Anhangangabe 1).
In TEUR
2024
Polyolefine
Basis-
chemikalien
Borealis NITRO 1)
Andere
Konsolidiert
EU-Länder
4.089.643
1.219.501
0
70.243
5.379.387
Nicht-EU-Länder in Europa
852.627
266.839
0
0
1.119.466
USA
256.886
6.026
0
10.849
273.761
Mittlerer Osten und Asien
406.545
5
0
124.236
530.786
Sonstige Regionen
546.699
570
0
0
547.269
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
6.152.400
1.492.941
0
205.328
7.850.669
Andere Erlöse
963
0
0
232
1.195
Umsatzerlöse (laut Anhangangabe 1)
6.153.363
1.492.941
0
205.560
7.851.864
260
In TEUR
2023
Polyolefine
Basis-
chemikalien
Borealis NITRO 1)
Andere
Konsolidiert
EU Länder 2)
3.696.251
985.166
638.645
69.042
5.389.104
Nicht-EU-Länder in Europa
760.551
175.955
40.888
28
977.422
USA
253.135
35.844
3.795
11.747
304.521
Mittlerer Osten und Asien
443.933
4.394
687
112.168
561.182
Sonstige Regionen 2)
518.543
58
3.281
595
522.477
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
5.672.413
1.201.417
687.296
193.580
7.754.706
Andere Erlöse
14.787
0
1.108
24
15.919
Umsatzerlöse (laut Anhangangabe 1)
5.687.200
1.201.417
688.404
193.604
7.770.625
1) Borealis NITRO: Unternehmensbereich Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte. // 2) Umgliederung der Zahlen für 2023 zwischen nicht zugewiesenen EU-Ländern und anderen Regionen, Gesamtbetrag bleibt unverändert.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Forderungen, Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden. 
In TEUR
31.12.2024
31.12.2023
Forderungen
777.853
600.266
Vertragsvermögenswerte
8.356
7.856
Vertragsverbindlichkeiten
60.709
42.868
Alle Vertragsvermögenswerte sind in den langfristigen sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthalten.
Es gelangen die praktischen Vereinfachungen des IFRS 15.121 zur Anwendung. Daher erfolgen keine Angaben zu verbleibenden Leistungsverpflichtungen, deren erwartete ursprüngliche Laufzeit maximal ein Jahr beträgt.
Zur Bewertung von Forderungen und Vertragsvermögenswerten verweisen wir auf Anhangangabe 27 Kreditrisiko.
Die Vertragsverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen von Kunden und erwartete Umsatzboni an Kunden. Die Vertragsverbindlichkeiten der Vorperiode wurden im Verlauf des Jahres 2024 realisiert.
3. Forschung und Entwicklung
Insgesamt waren zum Jahresende 577 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung tätig, die allesamt zu den fortzuführenden Geschäftsbereichen gehören (579 Beschäftigte im Jahr 2023). Die Gesamtkosten dieser Tätigkeiten einschließlich Wertminderungen beliefen sich auf TEUR 14.776, verglichen mit TEUR 13.071 im Jahr 2023 (siehe Anhangangabe 7). Interne Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 33.173 (TEUR 37.128) wurden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert.
261
4. Immaterielle Vermögenswerte
In TEUR
2024
Firmenwert
Entwicklungs-
kosten
Aktivierte Software
Sonstige
rückwirkend
angepasst 1)
Gesamt
rückwirkend
angepasst 1)
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand zum 1. Jänner (wie berichtet)
152.256
558.636
145.810
514.550
1.371.252
Rückwirkende Anpassung
0
0
0
-237.645
-237.645
Stand zum 1. Jänner (rückwirkend angepasst)
152.256
558.636
145.810
276.905
1.133.607
Währungsdifferenzen
-2.075
0
-66
-2.346
-4.487
Zugänge
0
93.828
6.261
11.119
111.208
Änderungen im Konsolidierungskreis
7.961
0
0
0
7.961
Abgänge
0
-29.119
-70
-3.423
-32.612
Umbuchungen
0
5
8.319
-6.685
1.639
Stand zum 31. Dezember
158.142
623.350
160.254
275.570
1.217.316
Kumulierte Abschreibung
Stand zum 1. Jänner
0
337.966
107.226
205.268
650.460
Währungsdifferenzen
0
0
-61
-1.094
-1.155
Abgänge
0
-28.782
-70
-3.344
-32.196
Abschreibungen
0
15.844
16.934
17.236
50.014
Wertminderungen
0
5.638
0
0
5.638
Umbuchungen
0
0
0
-6.760
-6.760
Stand zum 31. Dezember
0
330.666
124.029
211.306
666.001
Buchwert zum 1. Jänner (rückwirkend angepasst)
152.256
220.670
38.584
71.637
483.147
Buchwert zum 31. Dezember
158.142
292.684
36.225
64.264
551.315
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
262
In TEUR
2023
Firmenwert
Entwicklungs-
kosten
Aktivierte Software
Sonstige
rückwirkend
angepasst 1)
Gesamt
rückwirkend
angepasst 1)
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand zum 1. Jänner (wie berichtet)
134.186
520.231
131.569
452.325
1.238.311
Rückwirkende Anpassung
0
0
0
-212.402
-212.402
Stand zum 1. Jänner (rückwirkend angepasst)
134.186
520.231
131.569
239.923
1.025.909
Währungsdifferenzen
-1.217
-1
16
-1.325
-2.527
Zugänge
0
59.850
4.422
14.295
78.567
Änderungen im Konsolidierungskreis
20.687
0
4
28.097
48.788
Abgänge
-1.400
-563
-11.226
-4.048
-17.237
Umbuchungen
0
-20.881
21.025
-37
107
Stand zum 31. Dezember
152.256
558.636
145.810
276.905
1.133.607
Kumulierte Abschreibung
Stand zum 1. Jänner
1.400
319.036
102.382
181.543
604.361
Währungsdifferenzen
0
0
11
-294
-283
Abgänge
-1.400
-563
-9.282
-2.291
-13.536
Abschreibungen
0
19.425
14.115
15.786
49.326
Wertminderungen
0
68
0
10.589
10.657
Umbuchungen
0
0
0
-65
-65
Stand zum 31. Dezember
0
337.966
107.226
205.268
650.460
Buchwert zum 1. Jänner (rückwirkend angepasst)
132.786
201.195
29.187
58.380
421.548
Buchwert zum 31. Dezember (rückwirkend angepasst)
152.256
220.670
38.584
71.637
483.147
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte setzen sich im Wesentlichen aus Patenten und Lizenzen zusammen. Die Vergleichszahlen für immaterielle Vermögenswerte haben sich aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend geändert. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
Zugänge aus internen Entwicklungen beliefen sich auf TEUR 33.173 (TEUR 37.128).
263
5. Sachanlagen
In TEUR
2024
Produktions-
anlagen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Anlagen
in Bau
Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand zum 1. Jänner
6.361.839
130.134
1.516.882
8.008.855
Währungsdifferenzen
-68.858
-645
-1.212
-70.715
Zugänge
106.520
2.608
558.455
667.583
Änderungen im Konsolidierungskreis
34.083
218
8
34.309
Abgänge
-102.074
-17.950
-3.066
-123.090
Umbuchungen
183.836
4.682
-190.158
-1.640
Stand zum 31. Dezember
6.515.346
119.047
1.880.909
8.515.302
Kumulierte Abschreibung
Stand zum 1. Jänner
4.231.476
96.705
0
4.328.181
Währungsdifferenzen
-45.821
-448
0
-46.269
Abgänge
-101.400
-17.866
0
-119.266
Abschreibungen
268.977
7.418
0
276.395
Wertminderungen
10.221
0
0
10.221
Umbuchungen
6.760
0
0
6.760
Stand zum 31. Dezember
4.370.213
85.809
0
4.456.022
Buchwert zum 1. Jänner
2.130.363
33.429
1.516.882
3.680.674
Buchwert zum 31. Dezember
2.145.133
33.238
1.880.909
4.059.280
264
In TEUR
2023
Produktions-
anlagen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Anlagen
in Bau
Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand zum 1. Jänner
5.911.890
123.702
1.277.834
7.313.426
Währungsdifferenzen
6.710
-237
-1.448
5.025
Zugänge
261.343
1.860
488.896
752.099
Änderungen im Konsolidierungskreis
40.506
1.585
8.031
50.122
Abgänge
-97.248
-5.180
-9.508
-111.936
Umbuchungen
238.638
8.404
-246.923
119
Stand zum 31. Dezember
6.361.839
130.134
1.516.882
8.008.855
Kumulierte Abschreibung
Stand zum 1. Jänner
4.057.696
95.510
0
4.153.206
Währungsdifferenzen
5.028
-151
0
4.877
Abgänge
-94.378
-5.096
-8.686
-108.160
Abschreibungen
248.895
6.442
0
255.337
Wertminderungen
14.170
0
8.686
22.856
Umbuchungen
65
0
0
65
Stand zum 31. Dezember
4.231.476
96.705
0
4.328.181
Buchwert zum 1. Jänner
1.854.194
28.192
1.277.834
3.160.220
Buchwert zum 31. Dezember
2.130.363
33.429
1.516.882
3.680.674
Der Buchwert der Produktionsanlagen setzt sich aus Grundstücken im Wert von TEUR 36.283 (TEUR 36.962), Gebäuden im Wert von TEUR 316.130 (TEUR 325.957), unbeweglichen Anlagen im Wert von TEUR 1.573.730 (TEUR 1.572.637) und unbeweglicher Betriebs- und Geschäftsausstattung im Wert von TEUR 218.990 (TEUR 194.807) zusammen.
Die aktivierten Fremdkapitalkosten beliefen sich im Jahr 2024 auf TEUR 19.793 (TEUR 15.973) und wurden unter Ansatz eines durchschnittlichen Zinssatzes 1,6 % (1,5 %) aktiviert. Zugänge zu Sachanlagen in Höhe von TEUR 25.819 (TEUR 24.736) waren zum Bilanzstichtag noch nicht zahlungswirksam.
Die Zugänge beinhalten die folgenden Hauptprojekte des Jahres 2024: den Bau einer neuen Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) im Weltmaßstab am bestehenden Borealis-Produktionsstandort in Kallo, Belgien, die neue Compounding-Anlage für die Automobilindustrie in Schwechat, Österreich, das Semicon-Projekt in Antwerpen, Belgien, das das Wachstum des Energiesegments durch die Schaffung durchgängiger Produktionsketten und verbesserter Qualitätskontrollen unterstützt, sowie ein Projekt in Stenungsund, Schweden, das darauf abzielt, die gesamte europäische XLPE-Fertigung auf zwei parallel geschlossene Züge zu konzentrieren, um die Hauptrisiken vom Reaktor bis zum Endprodukt zu beseitigen und die Verfügbarkeit des Produkts für die Stromkabelindustrie sicherzustellen.
265
Die Zeile Umbuchungen beinhaltet Umbuchungen zwischen Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 1.639 (TEUR ‑107) und die Umbuchung in Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 in Höhe von TEUR 1 (TEUR 226).
Mit 31. Dezember 2024 betrugen die vertraglichen Verpflichtungen von Borealis im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sachanlagen TEUR 378.678 (TEUR 205.977) (siehe Anhangangabe 21). Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem Bau der neuen PDH2 Anlage in Kallo (Belgien), mit einer Kapitalverpflichtung in Höhe von TEUR 112.263 (TEUR 40.592).
Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
Die als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte beziehen sich auf Sachanlagen und betragen TEUR 35.412 (TEUR 57.427). Die durch diese Vermögenswerte besicherten Verpflichtungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 29.183 (TEUR 22.617).
6. Leasingverhältnisse
Die angesetzten Nutzungsrechte beziehen sich auf nachfolgende Arten von Vermögenswerten:
In TEUR
31.12.2024
31.12.2023
Produktionsanlagen
612.482
594.703
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
107.826
67.501
Buchwert
720.308
662.204
Im Jahr 2024 beliefen sich die Zugänge zu den Nutzungsrechten (inklusive der Effekte aus der Anpassung von Vertragslaufzeiten) auf TEUR 138.824 (TEUR 100.853).
Gemietete Produktionsanlagen beinhalten Grundstücke, Gebäudeflächen, unbewegliche Anlagen und Logistikeinrichtungen wie Speicher, Lagerhallen und Rohrleitungen. Gemietete andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten Firmenwagen, Flurförderfahrzeuge wie Gabelstapler, Eisenbahnwaggons und einen Ethantanker. Bezogen auf die Anzahl bezieht sich die Mehrheit der Leasingverträge auf Firmenwagen mit einer gewöhnlichen Mietdauer von vier Jahren und auf Flurförderfahrzeuge mit einer gewöhnlichen Mietdauer von sechs Jahren. Üblicherweise beinhalten Leasingverträge für Firmenwägen und Flurförderfahrzeuge keine Verlängerungsoptionen. In der Regel werden nach Vertragsende neue Vereinbarungen über einen Ersatzvermögenswert abgeschlossen.
Leasingverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz wie folgt dargestellt:
In TEUR
31.12.2024
31.12.2023
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
80.358
48.420
Langfristige Leasingverbindlichkeiten
671.325
630.430
Buchwert
751.683
678.850
266
Die Leasingverbindlichkeiten stammen hauptsächlich von zwei neuen wesentlichen Verträgen, die in Summe 59 % (66 %) des Buchwerts zum Stichtag ausmachen: Mietverträge im Zusammenhang mit der Kohlenwasserstofflogistik- und -lagerinfrastruktur für die neue Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) in Kallo, Belgien. Die Mindestlaufzeit der Verträge endet im Jahr 2052. Beide Verträge beinhalten Verlängerungsoptionen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen:
In TEUR
2024
2023
Enthalten in den Herstellungs-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten
Abschreibungen auf Nutzungsrechte
79.894
54.648
Produktionsanlagen
44.231
35.282
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
35.663
19.366
Wertminderung von Nutzungsrechten
0
11.816
Aufwendungen in Zusammenhang mit kurzfristigen Leasingverhältnissen
5.437
5.961
Aufwendungen in Zusammenhang mit Leasingverhältnissen
über Vermögenswerte mit geringem Wert, die nicht in den oben
genannten kurzfristigen Leasingverhältnissen enthalten sind
1.688
1.095
Aufwendungen in Zusammenhang mit variablen Leasingzahlungen,
die nicht in den Leasingverbindlichkeiten enthalten sind
1.441
1.620
Enthalten im Finanzaufwand
Zinsaufwendungen
15.392
11.732
Die gesamten Auszahlungen für Leasing im Jahr 2024 betrugen TEUR 93.664 (TEUR 72.688).
Variable Leasingzahlungen
Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, führen zu Schätzungsunsicherheiten. Derartige variable Leasingzahlungen sind gewöhnlich in Mietverträgen über Grundstücke, Gebäudeflächen, Rohrleitungen oder Lager inkludiert und zielen darauf ab, den Leasinggeber für Preisinflation während der Vertragslaufzeit zu kompensieren. Die Sätze basieren auf einem Set branchenspezifischer Preisindizes oder einzelnen Verbraucherpreisindizes für Länder, die mehrheitlich in der Eurozone liegen. Borealis erwartet keine wesentlichen Erhöhungen der Leasingverbindlichkeiten aus Veränderungen dieser Indizes.
Verlängerungs- und Kündigungsoptionen
Verlängerungs- und Kündigungsoptionen finden sich in einer Vielzahl von Leasingverträgen des Konzerns. Solche Optionen werden verwendet, um die Flexibilität im Vertragsmanagement zu maximieren. Die Mehrheit der Verlängerungs- und Kündigungsoptionen ist ausschließlich durch Borealis (und nicht durch den jeweiligen Leasinggeber) ausübbar.
267
Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt das Management sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist.
Mögliche zukünftige, nicht diskontierte Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 250.828 (TEUR 197.017) wurden nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert (oder nicht gekündigt) werden. Dies bezieht sich im Wesentlichen auf den Tanker und das Grundstück in Belgien.
Die Beurteilung der Schätzungssicherheit wird überprüft, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die die bisherige Beurteilung beeinflussen kann, sofern dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt. Im Jahr 2024 betrugen die finanziellen Auswirkungen von abgeänderten Leasingbedingungen TEUR ‑7.808 (TEUR 0).
Die Mietverpflichtungen des Konzerns beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 133.277 (TEUR 90.990) im Rahmen des langfristigen Chartervertrags für ein maßgeschneidertes, eisgängiges Schiff, das ab Mitte 2027 Flüssiggas (LPG) von Nordamerika zu den Crackern von Borealis in Europa transportieren soll.
7. Abschreibungen und Wertminderungen
Die Abschreibungen und Wertminderungen gliedern sich in der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt auf:
In TEUR
2024
2023
Herstellungskosten
Abschreibungen
342.504
306.487
Wertminderungen
10.092
35.108
Vertriebskosten
Abschreibungen
38.435
36.817
Verwaltungskosten
Abschreibungen
26.440
22.482
Wertminderungen
2
1.762
Forschungs- und Entwicklungskosten
Wertminderungen
5.765
8.459
Gesamt
423.238
411.115
Der Gesamtbetrag der Abschreibungen und Wertminderungen umfasst einen Verlust in Höhe von TEUR 1.079 (Verlust TEUR 6.479) aus dem Abgang von Vermögenswerten.
Borealis hat die Sortieranlage und andere damit verbundene aktivierte Vermögenswerte bei Renasci N.V. als ungenutzte Vermögenswerte identifiziert, da diese Vermögenswerte aufgrund der fehlenden zusätzlichen technischen Kalibrierung derzeit nicht verwendet werden. Daher hat das Management von Borealis beschlossen, die Produktionsanlagen im Jahr 2024 um TEUR 9.699 wertzuberichtigen. 
268
Auf Konzernebene wird jährlich geprüft, ob eine Notwendigkeit für eine Wertminderung des Firmenwerts besteht. Der erzielbare Betrag für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird auf Basis einer Nutzungswertberechnung bestimmt, die auf bestimmten Annahmen beruht. Für die Berechnung werden geplante Cashflows verwendet, die auf finanziellen Budgets für einen Zeitraum von fünf Jahren basieren. Wesentliche Annahmen dieser prognostizierten Cashflows sind veräußerte Volumina sowie die zugrundeliegenden Branchenmargen. Ihre Schätzung beruht auf den Branchenberichten angesehener Analyseanbieter sowie der Erfahrung des Managements. Cashflows jenseits des Fünf-Jahres-Zeitraums werden unter Berücksichtigung der nachfolgend angegebenen Wachstumsraten extrapoliert. Diese Wachstumsraten stehen in Einklang mit Vorhersagen von Branchenberichten für die jeweilige Branche, in der die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.
Im Jahr 2024 wurde für das Projekt im Zusammenhang mit dem Bau der neuen PDH-Anlage innerhalb der Zahlungsmittelgenerierenden Einheit Base Chemicals eine höhere Schätzung der Gesamtkosten und eine Verzögerung des erwarteten Produktionsbeginns vorgenommen. Nach diesen Entwicklungen wurde der erzielbare Betrag der Zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum 31. Dezember 2024 neu berechnet. Keines der berechneten Szenarien führte zu einem Wertminderungsbedarf.
Der Diskontierungszinssatz nach Steuern (gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz) berücksichtigt die spezifischen Risiken des jeweiligen Geschäftsbereiches und der Länder, in denen die Einheiten tätig sind.
Die Wachstumsrate entspricht dem durchschnittlichen langfristigen Wachstum, das zur Extrapolation der Cashflows nach der Budget-Periode verwendet wird. Diese Wachstumsraten entsprechen den Prognosen, die in Industrieberichten enthalten sind.
Der Firmenwert sowie das Anlagevermögen wurden mit Bewertungsstichtag 30. November 2024 einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Die Prüfung auf Werthaltigkeit für at-equity bilanzierte Gesellschaften erfolgte mit Bewertungsstichtag 31. Dezember 2024.
Der auf jede zahlungsmittelgenerierende Einheit entfallende Firmenwert sowie weitere Parameter, die die Berechnung des Nutzungswerts beeinflussen, sind in folgender Tabelle ersichtlich:
Parameter der Werthaltigkeitsprüfung 2024
Segment
Polyolefine
Zahlungsmittel-
generierende
Einheit
Polyethylen
Polypropylen
Rezyklate
Brasilien 1)
Südkorea 1)
Zugeordneter
Firmenwert
in TEUR
50.687
46.922
36.474
3.662
20.211
Diskontierungs-
zinssatz nach
Steuern
7,3 %
7,3 %
7,3 %
9,0 %
7,3 %
Wachstumsrate
0,1 %
1,2 %
2,7 %
2,0 %
2,5 %
1) Die Veränderung des der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Firmenwerts im Vergleich zum 30. November 2023 ist ausschließlich das Ergebnis von Währungsdifferenzen, da diese Einheit auf einer funktionalen Währung basiert.
269
Parameter der Werthaltigkeitsprüfung 2023
Segment
Polyolefine
Zahlungsmittel-
generierende
Einheit
Polyethylen
Polypropylen
Rezyklate
Brasilien
Südkorea
Zugeordneter
Firmenwert
in TEUR
50.687
42.387
33.695
4.348
21.027
Diskontierungs-
zinssatz nach
Steuern
7,5 %
7,5 %
7,3 %
9,8 %
7,5 %
Wachstumsrate
1,0 %
1,3 %
2,7 %
2,7 %
2,6 %
Zusätzlich zu den oben angegebenen Parametern werden Sensitivitäten für Diskontierungszinssätze berücksichtigt. Eine Erhöhung des Diskontsatzes um 0,5 % für die CGU Recyclates würde zu einer Wertminderung von TEUR 20.016 führen.
In einem beschleunigten Dekarbonisierungsszenario, das die Erreichung der Klimaziele gemäß dem Pariser Klimaabkommen sicherstellt, erwartet das Management von Borealis keine negativen Auswirkungen auf die Gesamtnachfrage nach Polyolefin-Lösungen. Die Preisbildung für Polyolefine wird hauptsächlich von Basischemiemärkten wie Naphtha, Ethan und Propan beeinflusst. Eine beschleunigte Veränderung der weltweiten Energiewirtschaft könnte zu unterschiedlichen Preisentwicklungen bei diesen relevanten Basischemikalien führen, wodurch vorübergehend die Rentabilität einiger Vermögenswerte in der Polyolefin-Wertschöpfungskette beeinträchtigt werden könnte. Trotz dieser potenziellen Herausforderungen erwartet das Management von Borealis aufgrund der prognostizierten starken Nachfrage nach Polyolefin-Lösungen keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Gesamtheit der integrierten Wertschöpfungskette.
8. Änderungen im Konsolidierungskreis
8.1. Verkauf von Borealis NITRO
Der Verkauf von Borealis NITRO an Agrofert, a.s. und deren hundertprozentige Tochtergesellschaft SKW Stickstoffwerke Pisteritz GmbH (zusammen Agrofert) wurde am 5. Juli 2023 abgeschlossen. Nach dem Abschluss des Verkaufs hält Borealis keine Anteile mehr an Borealis NITRO. Die transaktionsbezogenen Vereinbarungen sehen zusätzliche Zahlungen zwischen Käufer und Verkäufer in zukünftigen Perioden nach dem Vollzugsdatum vor, einschließlich aufgeschobener Raten des Kaufpreises. Im Jahr 2024 erhielt Borealis TEUR 50.000 aus gestundeten Raten und zahlte TEUR 4.000 an Agrofert im Zusammenhang mit der Transaktion.
270
In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 schlossen beide Parteien den Prozess der Einigung über die endgültigen Transaktionsabschlüsse (und damit den endgültigen Kaufpreis) ab. Zum 31. Dezember 2024 gibt es keine weiteren zukünftigen Zahlungen im Rahmen der Kaufpreisvereinbarung mit Ausnahme der Durchleitungselemente. Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.777 (TEUR 60.520) im Zusammenhang mit dem Verkauf von Borealis NITRO sind zum Stichtag vollständig als langfristig eingestuft (TEUR 1.777). Die damit verbundenen Verbindlichkeiten beliefen sich auf TEUR 0 (TEUR 28.226) und sind in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Ein Nettogewinn in Höhe von TEUR 14.099 (Nettoverlust in Höhe von TEUR 66.695) wurde im Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich (Operations) erfasst. 
Darüber hinaus wurde ein Steuerertrag in Höhe von TEUR 8.525 (TEUR 55.041) im Ergebnis aus dem aufgegebenen Bereich (Operations) erfasst. Dabei handelt es sich um eine Neubewertung des erwarteten Liquidationsverlustes der Borealis France S.A.S., die Eigentümerin der französischen Gesellschaften der Beseitigungsgruppe Borealis NITRO war. 
Das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich ist in folgender Tabelle dargestellt:
In TEUR
2024
2023
rückwirkend
angepasst 1)
Summe Erlöse
0
688.473
Eliminierung segmentinterner Erlöse
0
0
Umsatzerlöse
0
688.473
Sonstige betriebliche Erträge
0
19.198
Gesamtumsatz und sonstige Erträge
0
707.671
Summe Aufwendungen
0
-747.664
Eliminierung segmentinterner Aufwendungen
0
0
Aufwendungen
0
-747.664
Betriebsergebnis
0
-39.993
Finanzergebnis
0
335
Bewertung des aufgegebenen Geschäftsbereichs und Ergebnis
aus der Veräußerung
14.099
-66.695
Ergebnis vor Steuern
14.099
-106.353
Ertragsteuern
0
3.660
Steuern aus Bewertung des aufgegebenen Geschäftsbereichs
8.525
55.041
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern
22.624
-47.652
Zurechenbar zu:
Nicht beherrschenden Anteilen
0
0
Anteilseignern der Muttergesellschaft
22.624
-47.652
 
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
271
Folgende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden als zur Veräußerung gehalten umgegliedert: 
In TEUR
31.12.2024
31.12.2023
1.1.2023
rückwirkend angepasst 1)
Gesamt
Gesamt
Gesamt
Vermögen
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte
0
0
3.101
Sachanlagen
0
0
651.874
Nutzungsrechte
0
0
12.081
Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
0
0
4.645
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
0
0
15.940
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
0
0
9.084
Latente Steueransprüche
0
0
5.153
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
0
0
307.564
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
0
0
146.613
Laufende Ertragsteuern
0
0
4.236
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
0
0
164.839
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
0
0
16.198
Vermögenswerte der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppe
0
0
1.341.328
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
272
In TEUR
31.12.2024
31.12.2023
1.1.2023
rückwirkend angepasst 1)
Gesamt
Gesamt
Gesamt
Schulden
Langfristige Schulden
Leasingverbindlichkeiten
0
0
8.001
Latente Steuerschulden
0
0
12.632
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
0
0
48.776
Rückstellungen
0
0
21.619
Sonstige Verbindlichkeiten
0
0
15.950
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten
0
0
4.720
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
0
0
280.987
Laufende Ertragsteuern
0
0
57.628
Rückstellungen
0
0
18.330
Sonstige Verbindlichkeiten
0
0
49.628
Verbindlichkeiten, die direkt mit der Veräußerungsgruppe verbunden sind
0
0
518.271
 
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 13 erläutert.
8.2.  Unternehmenszusammenschluss Rialti
Am 31. Oktober 2023 erwarb Borealis (über die Borealis AG, Wien, Österreich) 100 % der Anteile an der Rialti S.p.A., Taino, Italien, (Rialti) von der Sagittarius Holding S.r.l. (der Verkäufer).
Rialti ist einer der europäischen Marktführer in der Herstellung von nachhaltigen Polypropylen-(PP-)Compounds mit Schwerpunkt auf mechanisch recyceltem PP-Rohmaterial aus Post-Industrial- und Post-Consumer-Abfällen. Mit mehr als dreißig Jahren Erfahrung verfügt Rialti über eine jährliche Kapazität von 50.000 Tonnen zur Herstellung von Spritzguss- und Extrusions-PP-Compounds, die in verschiedenen Branchen wie der Automobil-, Haushaltsgeräte- und Bauindustrie eingesetzt werden.
Die Übernahme bringt Borealis ein beträchtliches Maß an Know-how und Kapazität, wodurch das PP-Compounding-Geschäft ausgebaut und insbesondere das Volumen an PP-Compounds auf der Basis von mechanischen Rezyklaten erhöht wird. Die verbesserte Kapazität wird das Portfolio von Borealis in den Bereichen Spezialprodukte und Kreislaufwirtschaft stärken und das Unternehmen in die Lage versetzen, die Kundennachfrage nach einer immer breiteren Palette von nachhaltigen, leistungsstarken Lösungen zu erfüllen.
Die Übernahme wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Akquisitionsdatum ist final.
273
Erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden
Der beizulegende Zeitwert der erworbenen identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden von Rialti zum Erwerbszeitpunkt betrug:
In TEUR
Bei der Akquisition
zum beizulegenden
Zeitwert erfasst
Vermögen
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen
15.161
Immaterielle Vermögenswerte
8.759
Nutzungsrechte
843
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
122
Latente Steueransprüche
52
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
7.296
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
13.765
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
491
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
10.963
Gesamtes erworbenes Vermögen
57.452
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten
1.792
Leasingverbindlichkeiten
852
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
1.143
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten
1.528
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
5.845
Laufende Ertragsteuern
1.104
Sonstige Verbindlichkeiten
1.212
Gesamte Schulden
13.476
Gesamte identifizierbare Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
43.976
Erbrachte Gegenleistung
68.898
Firmenwert aus Akquisition
24.922
Erworbener Anteil in Prozent
100 %
Die Anschaffungskosten der 100 %-Beteiligung an Rialti umfassen eine Barzahlung im Oktober 2023 in Höhe von TEUR 56.663, weitere Barzahlungen im Februar und April 2024 in Höhe von TEUR 9.116, bedingte Gegenleistungen von TEUR 3.119 und dem Erwerb direkt zurechenbare Transaktionskosten in Höhe von TEUR 1.194. Die im Rahmen der Akquisition übernommenen Zahlungsmittel betrugen TEUR 10.963. Der Nettomittelabfluss aus dem Erwerb betrug im Jahr 2023 TEUR 45.485. Die Transaktionskosten wurden als Aufwand erfasst und in der
274
Gewinn- und Verlustrechnung als Verwaltungskosten und in der Konzern-Cashflow-Rechnung als Teil des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit dargestellt.
Borealis hat mit dem Verkäufer den Transfer zusätzlicher Gegenleistungen bis zu einem maximalen Betrag von TEUR 8.238 vereinbart, abhängig davon, ob die vereinbarten Bedingungen erfüllt sind. Die Zahlung von TEUR 5.119 im Jahr 2024 führte zu einer verbleibenden unbezahlten Gegenleistung von TEUR 3.119. Zum 31. Dezember 2024 sind keine Ansprüche geltend gemacht worden, die auf eine Verringerung der verbleibenden Gegenleistung hindeuten würden.
Der Firmenwert von TEUR 24.922 beinhaltet die vom Konzern erwarteten Synergien und weitere Vorteile aus dem Zusammenschluss der Vermögenswerte und Aktivitäten von Rialti und Borealis und wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Polypropylen zugewiesen. Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
8.3. Unternehmenszusammenschluss Integra
Am 28. März 2024 erwarb Borealis (über die Borealis AG, Wien, Österreich) 100 % der Anteile an der Integra Plastics AD (nach dem Erwerb in Integra Plastics EAD umbenannt), Elin Pelin, Bulgarien, (Integra) von der Betainvest EOOD und der Vallenova Limited (die Verkäufer).
Integra betreibt eine moderne, fortschrittliche Anlage für mechanisches Recycling, die 2019 gebaut wurde und über eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 20.000 Tonnen verfügt. Integra ist in der Lage, Post-Consumer-Abfälle in hochwertige Polyolefin-Rezyklate umzuwandeln, die für anspruchsvolle Anwendungen geeignet sind.
Die Übernahme stärkt das Spezialitäten- und Kreislaufportfolio von Borealis und ermöglicht es dem Unternehmen, die wachsende Kundennachfrage nach nachhaltigeren Lösungen zu erfüllen. Die Kombination des Fachwissens und der Kapazitäten von Integra im Bereich des fortschrittlichen mechanischen Recyclings mit dem Know-how und der Innovationsführerschaft von Borealis leistet einen erheblichen Beitrag zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffbranche. Dieser Schritt ist auch ein weiterer Beweis für das EverMinds™-Engagement von Borealis, den Übergang zu einer echten Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen.
Die Übernahme wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt ist vorläufig und kann bei Erhalt weiterer Angaben angepasst werden.
275
Erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden
Der vorläufige beizulegende Zeitwert der erworbenen identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden von Integra zum Erwerbszeitpunkt betrug:
In TEUR
Bei der Akquisition
zum beizulegenden
Zeitwert erfasst
Vermögen
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen
34.309
Latente Steueransprüche
8
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
3.397
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.149
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
134
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
358
Gesamtes erworbenes Vermögen
40.355
Schulden
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
880
Rückstellungen
1.023
Sonstige Verbindlichkeiten
1.462
Gesamte Schulden
3.365
Gesamte identifizierbare Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
36.990
Erbrachte Gegenleistung
40.716
Firmenwert aus Akquisition
3.726
Erworbener Anteil in Prozent
100 %
Die Anschaffungskosten der 100 %-Beteiligung an Integra umfassen eine Barzahlung im März 2024 in Höhe von TEUR 12.434 an die Verkäufer, die Rückzahlung eines externen Kredits in Höhe von TEUR 22.812 und die Übernahme eines ehemaligen Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 4.521 gegen eine Barzahlung in derselben Höhe sowie dem Erwerb direkt zurechenbare Transaktionskosten in Höhe von TEUR 906 (davon TEUR 237 im Jahr 2024). Die im Rahmen der Akquisition übernommenen Zahlungsmittel betrugen TEUR 358. Der Nettomittelabfluss aus dem Erwerb betrug im Jahr 2024 TEUR 39.410. Die Transaktionskosten wurden als Aufwand erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Verwaltungskosten und in der Konzern-Cashflow-Rechnung als Teil des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit dargestellt.
Borealis hat mit den Verkäufern den Transfer zusätzlicher Gegenleistungen bis zu einem maximalen Betrag von TEUR 6.000 vereinbart, abhängig davon, ob diese nicht gegen Ansprüche laut Anteilskaufvertrag verwendet werden. Zum 31. Dezember 2024 werden die restlichen Gegenleistungen wegen der Ansprüche, die von Seiten Borealis gegenüber den Verkäufern angemeldet wurden, mit EUR 0 bewertet.
276
Der Firmenwert von TEUR 3.726 beinhaltet die vom Konzern erwarteten Synergien und weitere Vorteile aus dem Zusammenschluss der Vermögenswerte und Aktivitäten von Integra und Borealis und wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rezyklate zugewiesen. Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
8.4. Sonstige Änderungen
Im Folgenden werden die verbleibenden Änderungen der Tochterunternehmen im Jahr 2024 zusammengefasst:
Borealis RUS LLC wurde am 5. September 2024 aufgelöst.
Nach einer Kapitalerhöhung stieg die Beteiligung an Renasci N.V. von 98,56 % auf 99,18 % im Jahr 2024.
Eine vollständige Liste aller Tochtergesellschaften findet sich in Anhangangabe 34.
9. Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
Anteile an assoziierten
Unternehmen und
Joint Ventures
In TEUR
2024
2023
Buchwert zum 1. Jänner
2.479.258
2.796.851
Währungsdifferenzen
143.207
-97.499
Änderungen im Konsolidierungskreis – Zugänge
0
52.500
Änderungen im Konsolidierungskreis – Abgänge
0
-24.766
Erwerb und Investitionen
65
93.956
Abgänge
0
-1.250
Dividendenzahlungen
-434.154
-454.887
Wertminderungen
0
-43.724
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
241.616
160.456
Veränderungen der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital
1.199
-2.379
Buchwert zum 31. Dezember
2.431.191
2.479.258
Borealis erwarb 2023 weitere Anteile an der Renasci N.V. (Renasci) wodurch Renasci nicht länger als assoziiertes Unternehmen eingestuft wurde. Teil der identifizierten Vermögenswerte von Renasci waren Anteile an assoziierten Unternehmen.
Die Wertminderungen im Jahr 2023 wurden in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Finanzaufwand" berücksichtigt. Weitere Informationen sind der Anhangangabe 18 zu entnehmen.
Borealis berechnete den erzielbaren Betrag für seine Beteiligung an Bayport Polymers LLC (Baystar) zum 31. Dezember 2024 neu, nachdem im Jahr 2024 ein erheblicher Rückgang der Leistung dieses Joint Ventures zu beobachten war. Die Ergebnisse von Baystar wurden durch den langsameren Ausbau des neuen Bay 3 PE Werk aufgrund von betrieblichen Einschränkungen beeinträchtigt. Keines der berechneten Szenarien ergab einen Wertminderungsbedarf. 
277
Der Konzern stellt die Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures wie folgt dar:
In TEUR
2024
2023
Unwesentliche assoziierte Unternehmen
27.993
33.506
Wesentliche Joint Ventures
Borouge PLC
1.544.910
1.475.432
Bayport Polymers LLC (Baystar)
478.226
585.641
Borouge 4
351.823
360.759
Unwesentliche Joint Ventures
28.239
23.920
Buchwert zum 31. Dezember
2.431.191
2.479.258
Die Anteile an der Kilpilahden Voimalaitos Oy sind im Segment „Basischemikalien“ enthalten.Die Anteile an Bayport Polymers LLC (Baystar), Recelerate GmbH und BlueAlp Holding B.V. sind Teil des Segments „Polyolefine“. Alle anderen Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind dem Segment „Andere“ zugeordnet.
Assoziierte Unternehmen
Der Konzern hält folgende Anteile an assoziierten Unternehmen:
Anteile in %
Assoziierte Unternehmen
Land
2024
2023
BlueAlp Holding B.V.
Niederlande
21,25
21,25
Industrins Räddningstjänst i Stenungsund AB 1)
Schweden
25,00
25,00
Kilpilahden Voimalaitos Oy
Finnland
20,00
20,00
Petrogas International B.V. 1)
Niederlande
25,00
25,00
1) Mangels Wesentlichkeit nicht nach der Equity-Methode bilanziert
Zusammenfassung der Finanzinformationen unwesentlicher assoziierter Unternehmen, um die Konzernbeteiligung angepasst:
In TEUR
2024
2023
Ergebnis nach Steuern
-5.578
1.088
Sonstiges Ergebnis
0
0
Gesamtergebnis der Periode
-5.578
1.088
278
Joint Ventures
Der Konzern hält folgende Anteile an Joint Ventures:
Anteile in %
Joint ventures
Land
2024
2023
Borouge Pte. Ltd.
Singapur
45,76
45,76
Borouge PLC
Vereinigte Arabische Emirate
36,00
36,00
Borouge 4 LLC
Vereinigte Arabische Emirate
40,00
40,00
Bayport Polymers LLC (Baystar)
USA
50,00
50,00
BTF Industriepark Schwechat GmbH 1)
Österreich
50,00
50,00
Recelerate GmbH
Deutschland
50,00
50,00
C2PAT GmbH 1)
Österreich
25,00
25,00
PetroPort Holding AB
Schweden
50,00
50,00
1) Mangels Wesentlichkeit nicht nach der Equity-Methode bilanziert
Wesentliches Joint Venture Borouge PLC
Borouge PLC ist in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, eingetragen und ist die Holdinggesellschaft für ihre 100%ige Beteiligung an Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) (ADP) und ihre 84,75%ige Beteiligung an Borouge Pte. Ltd. (PTE). Die Borouge-Beteiligungen (Borouge PLC, ADP, PTE) sind führende Anbieter von innovativen, wertschaffenden Kunststoffprodukten in den Bereichen Energie, Infrastruktur, Automotive, Gesundheitswesen und Landwirtschaft sowie fortschrittlichen Verpackungsanwendungen und sind überdies für Marketing und Vertrieb der hergestellten Produkte verantwortlich. Borouge PLC wird gemeinschaftlich von der Abu Dhabi National Oil Company (54 %) und einer Tochtergesellschaft der Borealis AG (36 %) geführt, die restlichen 10 % sind an der Abu Dhabi Securities Exchange notiert. 
279
Die folgende Tabelle zeigt die vollständigen zusammengefassten Finanzinformationen für Borouge PLC:
Borouge PLC
In TEUR
2024
2023
Langfristiges Vermögen
6.291.884
6.270.961
Kurzfristiges Vermögen
2.089.544
1.823.062
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
402.835
320.290
Langfristige Schulden
-3.167.674
-3.165.188
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten
(exkl. sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen)
-2.984.837
-2.988.327
Kurzfristige Schulden
-899.521
-814.956
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
(exkl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen)
-8.703
-7.535
Eigenkapital
4.314.233
4.113.879
Anteil von Borealis
36 %
36 %
Anteil am Nettovermögen
1.553.124
1.480.997
Anpassungen 1)
-8.214
-5.565
Buchwert zum 31. Dezember
1.544.910
1.475.432
Umsatzerlöse
5.565.829
5.355.909
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
-510.435
-529.150
Zinserträge
26.373
24.799
Zinsaufwendungen
-188.569
-204.299
Ertragsteuern
-467.684
-370.233
Ergebnis nach Steuern
1.143.028
926.572
Sonstiges Ergebnis
4.500
-6.075
Gesamtergebnis der Periode 100 %
1.147.528
920.497
Gesamtergebnis der Periode 36 %
413.110
331.379
Anpassungen 1)
-4.292
-2.962
Anteil von Borealis am Gesamtergebnis der Periode
408.818
328.417
Erhaltene Dividenden von Borouge PLC an Borealis
429.577
438.610
Beizulegender Zeitwert des Anteils von Borealis an Borouge PLC basierend auf dem notierten Marktpreis zum 31. Dezember
6.806.656
6.586.141
1) Die Anpassungen beziehen sich auf die Eliminierung der nicht realisierten Gewinne aus Verkäufen und der nicht beherrschenden Anteile
Wesentliches Joint Venture Baystar
Bayport Polymers LLC (Baystar) ist ein petrochemisches Unternehmen, das hauptsächlich in der Herstellung und dem Verkauf von Polyethylen und Ethylen unter dem Markennamen Baystar tätig ist. Baystar ist in Pasadena registriert (eingetragen in Wilmington) und wird gemeinschaftlich von einer Tochtergesellschaft von Total Energies SE (50 %) und einer Tochtergesellschaft der Borealis AG (50 %) geführt.
280
Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassend die Finanzinformationen für Baystar:
 
In TEUR
2024
2023
Langfristiges Vermögen
3.991.780
3.871.141
Kurzfristiges Vermögen
265.596
351.703
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
22.249
41.273
Langfristige Schulden
-2.914.554
-2.683.318
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten
(exkl. sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen)
-2.911.819
-2.681.093
Kurzfristige Schulden
-362.958
-342.711
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
(exkl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen)
-178.280
-194.597
Eigenkapital
979.864
1.196.815
Anteil von Borealis
50 %
50 %
Anteil am Nettovermögen
489.932
598.407
Anpassungen 1)
-11.706
-12.766
Buchwert zum 31. Dezember
478.226
585.641
Umsatzerlöse
644.107
576.947
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
-199.619
-134.585
Zinserträge
2.161
2.405
Zinsaufwendungen
-199.156
-107.024
Ertragsteuern
-1.412
-176
Ergebnis nach Steuern
-279.984
-316.654
Sonstiges Ergebnis
0
0
Gesamtergebnis der Periode 100 %
-279.984
-316.654
Gesamtergebnis der Periode 50 %
-139.992
-158.327
Anpassungen 1)
446
0
Anteil von Borealis am Gesamtergebnis der Periode
-139.546
-158.327
Erhaltene Dividenden von Baystar an Borealis
0
0
1) Die Anpassungen beziehen sich auf die Eliminierung der nicht realisierten Gewinne aus Verkäufen
Wesentlichkeit Joint Venture Borouge 4 
Borouge 4 LLC (Borouge 4) ist in Abu Dhabi registriert und führt das laufende Wachstumsprojekt, den Bau des globalen Expansionsprojekts Borouge 4 in Ruwais (VAE), durch. Borouge 4 wird gemeinschaftlich von der Abu Dhabi National Oil Company (60 %) und einer Tochtergesellschaft der Borealis AG (40 %) geführt. 
281
Die folgende Tabelle zeigt die vollständigen zusammengefassten Finanzinformationen für Borouge 4:
In TEUR
2024
2023
Langfristiges Vermögen
4.858.579
2.867.783
Kurzfristiges Vermögen
204.218
304.606
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
40.397
2.939
Langfristige Schulden
-3.641.871
-1.752.242
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten (exkl. sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen)
-3.641.871
-1.752.242
Kurzfristige Schulden
-517.656
-494.539
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (exkl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen)
-5.511
-3.223
Eigenkapital
903.270
925.608
Anteil von Borealis
40%
40%
Anteil am Nettovermögen
361.308
370.244
Anpassungen 1)
-9.485
-9.485
Buchwert zum 31. Dezember
351.823
360.759
Umsatzerlöse
0
0
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen
0
0
Zinserträge
2.710
3.519
Zinsaufwendungen
-5.949
-1.958
Ertragsteuern
0
0
Ergebnis nach Steuern
-77.945
-55.683
Sonstiges Ergebnis
0
0
Gesamtergebnis der Periode 100 %
-77.945
-55.683
Gesamtergebnis der Periode 40 %
-31.178
-31.178
Anpassungen
0
0
Anteil von Borealis am Gesamtergebnis der Periode
-31.178
-31.178
Erhaltene Dividenden von Borouge 4 an Borealis
0
0
1) Die Anpassungen beziehen sich auf die Eliminierung der nicht realisierten Gewinne aus Umsatzerlösen 
Zusammenfassung der Finanzinformationen unwesentlicher Joint Ventures, um die Konzernbeteiligung angepasst:
In TEUR
2024
2023
Ergebnis nach Steuern
10.720
9.364
Sonstiges Ergebnis
-359
-191
Gesamtergebnis der Periode
10.361
9.173
Für weitere Informationen zu den Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures siehe Anhangangabe 30.
282
10. Sonstige finanzielle Vermögenswerte, sonstige Forderungen und Vermögenswerte und gegebene Kredite
Unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden Anteile an Infrastrukturunternehmen in Deutschland und die Beteiligung an Bockatech Limited, einem in Großbritannien ansässigen Unternehmen, ausgewiesen. Bockatech Limited vermarktet Bockatech EcoCore, eine patentierte Herstellungstechnologie für geschäumte Produkte mit hoher Schmelzfestigkeit (HMS) der Borealis-Polypropylen-Produktgruppe. Zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten gehören auch Tochtergesellschaften, die nicht nach dem Grundsatz der Wesentlichkeit konsolidiert werden und bei denen es sich überwiegend um Vertriebs- und Veredelungsgesellschaften handelt (siehe Anhangangabe 28).
Die sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus börsennotierten Wertpapieren und Anleihen (langfristige Einlagen zur Erfüllung gesetzlicher, regulatorischer und steuerlicher Vorschriften), Finanzgarantieforderungen, Vorauszahlungen, Vertragsvermögenswerten und Forderungen aus Zuschüssen der öffentlichen Hand in Belgien. Die gegebenen Kredite beinhalten Gesellschafterdarlehen an Bayport Polymers LLC in Höhe von TEUR 765.956 (TEUR 697.633), an Borouge 4 LLC in Höhe von TEUR 425.539 (TEUR 150.790) und an Kilpilahden Voimalaitos Oy in Höhe von TEUR 55.181 (TEUR 52.470). Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 30.
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen enthalten auch Forderungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Borealis NITRO in Höhe von TEUR 0 (EUR 58,743) (siehe Anhangangabe 8.1).
11. Ertragsteuern
In TEUR
2024
2023
Ertragsteuern
Laufender Steueraufwand
-92.009
-22.078
Veränderungen der latenten Steueransprüche/-schulden 1)
-38.416
17.043
Berichtigung zur Steuerlast der Vorjahre
-5.529
2.874
Steueraufwand
-135.954
-2.161
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Bilanzierungsmethode für Emissionsrechte angepasst. Weitere Einzelheiten finden Sie in Anhangangabe 32.
Von dem laufenden Steueraufwand in Höhe von TEUR 92.009 (TEUR 22.078) beziehen sich TEUR 62.012 (TEUR ‑1.141) auf zu zahlende Steuern, die von den Mitgliedern der österreichischen Steuergruppe , deren Gruppenträger die OMV Aktiengesellschaft ist, abgegrenzt wurden.
283
Überleitung vom Steueraufwand nach nationalen Steuersätzen zum effektiven Steuersatz des Konzerns:
In TEUR
2024
2023
Steueraufwand zu nationalen Steuersätzen
(gewichteter durchschnittlicher
Steuersatz des Konzerns)
23 %
162.660
24 %
51.122
Steuereffekt des Ergebnisses
assoziierter Unternehmen und Joint Ventures
-12 %
-88.532
-34 %
-72.059
Steuereffekt permanenter Differenzen
0 %
602
-2 %
-3.531
Veränderung der Wertberichtigungen/
Neueinschätzung nicht bilanzierter Steueransprüche
9 %
58.267
18 %
37.392
Berichtigungen der Vorjahre und sonstige Effekte
0 %
2.957
-5 %
-10.763
Steueraufwand
20 %
135.954
1 %
2.161
Der effektive Steuersatz des Jahres 2024 wurde durch Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie Verluste des Jahres, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, beeinflusst.
284
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
In TEUR
2024
2023
2024
2023
Latente Steueransprüche
Sachanlagen
3.098
6.819
-3.708
2.643
Immaterielle Vermögenswerte 1)
36.363
56.137
-19.813
6.979
Für Steuerzwecke angepasste Abschreibungen
39.461
62.956
Bewertung von Cashflow-Hedges
4.794
4.295
0
945
Nettogewinn aus Absicherungen
von Nettoinvestitionen in ausländische
Geschäftsbetriebe
12.660
11.033
0
0
Für Steuerzwecke bewertete Vorräte
11.322
9.970
1.274
1.587
Beizulegende Zeitwerte gegenüber steuerlichen Werten
28.776
25.298
Verzinsliche Schulden
162.096
150.765
11.079
9.846
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
51.576
47.199
4.075
-7.633
Sonstige Rückstellungen
11.602
7.639
4.042
2.058
Finanzielle Vermögenswerte
674
3.445
-2.771
-232
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen
(§ 12 (3) Z 2 KStG)
14.026
13.218
808
12.336
Sonstige Vermögenswerte und Schulden 1)
13.428
18.077
-5.001
9.982
Sonstige temporäre Differenzen
253.402
240.343
Verlustvorträge zur Kürzung latenter
Steuerschulden
283.335
324.673
-61.103
-8.294
Ausgleich mit latenten Steuerschulden
-484.934
-508.289
Latente Steueransprüche
120.040
144.981
-71.118
30.217
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Bilanzierungsmethode für Emissionsrechte angepasst. Weitere Einzelheiten finden Sie in Anhangangabe 32.
285
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
In TEUR
2024
2023
2024
2023
Latente Steuerschulden
Sachanlagen
-383.772
-370.340
-16.897
-28.078
Immaterielle Vermögenswerte
-61.750
-71.279
9.529
-16.661
Für Steuerzwecke angepasste Abschreibungen
-445.522
-441.619
Bewertung von Cashflow-Hedges
0
0
0
13.968
Für Steuerzwecke bewertete Vorräte
-16.050
-16.030
-20
-1.806
Beizulegende Zeitwerte gegenüber steuerlichen Werten
-16.050
-16.030
Verzinsliche Schulden
-12.932
-11.160
-1.772
1.188
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
-13.806
-9.950
-5.576
1.609
Sonstige Rückstellungen
0
0
0
71
Finanzielle Vermögenswerte
-141.301
-168.316
36.160
13.432
Sonstige Vermögenswerte und Schulden 1)
-42.883
-54.147
11.278
3.103
Sonstige temporäre Differenzen
-210.922
-243.573
Ausgleich mit latenten Steueransprüchen
484.934
508.289
Latente Steuerschulden
-187.560
-192.933
32.702
-13.174
Netto-Steueransprüche/-schulden
-67.520
-47.952
-38.416
17.043
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Bilanzierungsmethode für Emissionsrechte angepasst. Weitere Einzelheiten finden Sie in Anhangangabe 32.
Von den Verlustvorträgen zur Kürzung latenter Steuerschulden bezieht sich ein Betrag von TEUR 1.929 (TEUR 5.942) auf den Vortrag negativer Ergebnisse eines Mitglieds der österreichischen Steuergruppe mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträger.
Latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 138.490 (TEUR 129.965) aus dem erwarteten Liquidationsverlust einer französischen Gesellschaft, die die französischen Gesellschaften hielt, wurden für Verlustvorträge zur Kürzung latenter Steuerschulden berücksichtigt. Da dieser Liquidationsverlust im Zusammenhang mit der Veräußerung des NITRO Geschäftsbereichs zusammenhängt, wurde der Effekt daraus in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern ausgewiesen.
Zusätzlich zu den aktivierten latenten Steueransprüchen verfügt der Konzern über nicht bilanzierte steuerliche Verluste in Höhe von TEUR 1.018.808 (TEUR 771.373) und nicht bilanzierte temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 9.648 (TEUR 29.292). Eine Aktivierung der latenten Steueransprüche in Höhe von TEUR 248.663 (TEUR 199.329) erfolgt nicht, da aktuelle Prognosen keine ausreichenden zukünftigen Gewinne erwarten lassen. Die Verlustvorträge haben keine zeitliche Limitierung.
In TEUR
2024
2023
Abzugsfähige temporäre Differenzen
2.412
7.323
Steuerliche Verlustvorträge
246.251
192.006
Gesamte nicht bilanzierte Steueransprüche
248.663
199.329
286
Basierend auf internen Schätzungen wird damit gerechnet, dass die aktivierten latenten Steueransprüche zum Ausgleich zukünftiger steuerpflichtiger Gewinne in den jeweiligen Steuerhoheitsgebieten herangezogen werden können. Aufgrund von Änderungen in der Einschätzung, inwieweit aktivierte latente Steueransprüche zum Ausgleich künftiger steuerpflichtiger Gewinne genutzt werden können, wurden TEUR 17.549 (TEUR 17.325) der aktivierten latenten Steueransprüche wertberichtigt. Dividendenerträge von Konzerngesellschaften haben keinen steuerlichen Effekt auf den Borealis Konzern. Für temporäre Differenzen in Verbindung mit Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 0 (TEUR 0) wurden keine zukünftigen Steuerschulden gemäß IAS 12.39, Ertragsteuern, angesetzt.
Im Dezember 2023 erließ die österreichische Regierung, in der die oberste Muttergesellschaft des Konzerns ihren Sitz hat, das Mindestbesteuerungsgesetz (Säule 2), das am 1. Januar 2024 in Kraft trat. Nach diesem Gesetz unterliegen die Konzerngesellschaften der Einkommensteuer der zweiten Säule auf Gewinne, die mit einem effektiven Steuersatz von weniger als 15% besteuert werden. Bestimmte Tochtergesellschaften des Konzerns unterliegen in den Ländern, in denen die globale Mindeststeuer in nationales Recht umgesetzt wurden, einer qualifizierten inländischen Mindeststeuer.
Der Konzern hat eine vorläufige Berechnung der Safe Harbors für die Zwecke der Säule 2 durchgeführt. Auf der Grundlage der vorläufigen Safe-Harbors-Berechnung und der detaillierten Säule-Zwei-Berechnung für die Länder, die sich nicht für die Safe-Harbors qualifizieren, wird kein wesentlicher Steueraufwand für die globale Mindeststeuer erwartet.
Unsichere Steuerposten
Einige Tochtergesellschaften des Borealis Konzerns sind derzeit Gegenstand von Steuerprüfungen durch ihre jeweiligen Steuerbehörden. Das Management ist überzeugt, dass die Gesellschaften alle anzuwendenden Rechtsvorschriften einhalten.
12. Vorräte
In TEUR
2024
2023
Fertige Erzeugnisse
958.628
887.421
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
361.694
415.885
Gesamt
1.320.322
1.303.306
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Verbrauch an Vorräten im Geschäftsjahr betrug TEUR 5.541.192 (TEUR 5.769.929). Darin sind Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 17.382 (TEUR 30.969) enthalten.
287
13. Eigenkapital
Grundkapital und Kapitalrücklagen
Grundkapital
Kapitalrücklagen
in TEUR
2024
2023
2024
2023
Stand zum 1. Jänner
300
300
1.599.097
1.599.097
Erhöhung bzw. Verringerung
0
0
0
0
Stand zum 31. Dezember
300
300
1.599.097
1.599.097
Das Grundkapital der Borealis AG (Muttergesellschaft) beträgt EUR 300.000,00 (EUR 300.000,00) und ist in 300.000 (300.000) voll eingezahlte Aktien mit einem Nennwert von EUR 1,00 ohne spezielle Stimmrechte geteilt.
Die Kapitalrücklagen belaufen sich auf TEUR 1.599.097 (TEUR 1.599.097).
Die Borealis AG steht zu
39,00 % im Besitz der OMV Borealis Holding GmbH, Trabrennstraße 6–8, 1020 Wien, Österreich;
32,67 % im Besitz der OMV Downstream GmbH, Trabrennstraße 6–8, 1020 Wien, Österreich;
3,33 % im Besitz der OMV Aktiengesellschaft, Trabrennstraße 6–8, 1020 Wien, Österreich; und zu
25,00 % im Besitz der MPP Holdings GmbH, Sterngasse 13, 1010 Wien, Österreich.
Die OMV Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, ist das oberste Mutterunternehmen. Die Dividendenausschüttung an die Anteilseigner der Borealis AG hat keine steuerliche Wirkung.
Die Konzernziele bestehen darin, die Unternehmensfortführung des Konzerns sicherzustellen und eine angemessene Rendite für die Anleger zu erwirtschaften. Der Konzern überwacht die Kapitalentwicklung auf Grundlage der Verschuldungsquote (Gearing Ratio). Dieser Wert wird als Quotient aus verzinslicher Nettoverschuldung und dem gesamten Eigenkapital berechnet. Borealis hat sich zum Ziel gesetzt, die Verschuldungsquote innerhalb einer Bandbreite von 35 % bis 65 % zu halten, um die Geschäftszwecke des Konzerns erfüllen zu können. Zum Jahresende beträgt die Verschuldungsquote 11 % (‑2 %), und damit unter der Zielspanne, aber im Vergleich zu 2023 ist die Quote um 13 % Prozentpunkte gestiegen. und liegt erheblich unter der Bandbreite. Diese Verschuldungsquote ist ein Zeichen einer besonders starken Bilanz.
Sonstige
Im Jahr 2024 wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von TEUR 103.000 auf der Grundlage des Jahresergebnisses 2023 beschlossen. Zusätzlich beschlossen die Aktionäre im Dezember 2024 eine Sonderdividende in Höhe von TEUR 978.150, die ebenfalls auf dem Geschäftsbericht aus dem Jahr 2023 basiert.
288
14. Personal und anteilsbasierte Vergütung
In TEUR
2024
2023
Personalaufwendungen
Löhne und Gehälter
530.585
504.998
Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne
30.733
29.618
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne und sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer
26.036
30.899
Sozialabgaben
112.840
116.083
Sonstige Personalaufwendungen
39.193
28.484
Gesamt
739.387
710.082
Die Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne und sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer werden mit TEUR 22.644 (TEUR 26.747) unter den Herstellungskosten, mit TEUR 2.430 (TEUR 2.918) unter den Vertriebskosten, mit TEUR 912 (TEUR 1.178) unter den Verwaltungskosten und mit TEUR 51 (TEUR 56) unter den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen.
Anzahl der Mitarbeiter (Personen) pro Land zum 31. Dezember
2024
2023
Österreich
1.486
1.492
Belgien
1.291
1.311
Finnland
949
953
Schweden
988
1.002
Restliches Europa
834
698
Nicht-Europa
542
487
Gesamt
6.090
5.943
Die Vergütungen des ehemaligen und aktuellen Managements betrugen:
In TEUR
2024
2023
Gehälter Vorstände
6.463
8.194
Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung Vorstände
555
613
Gehälter leitende Angestellte
1.485
2.412
Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung leitende Angestellte
71
126
Gesamt
8.574
11.345
Von den Gehältern an den Vorstand in Höhe von TEUR 6.463 (TEUR 8.194) wurden TEUR 2.832 (TEUR 1.696) an ehemalige Mitglieder des Vorstands bezahlt.
Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung an den Vorstand in Höhe von TEUR 555 (TEUR 613) wurden TEUR 0 (TEUR 42) an ehemalige Mitglieder des Vorstands bezahlt.
289
Es wurden keine Kredite an aktive oder ehemalige Mitglieder des Vorstands gegeben. Die Vergütungen an Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 856 (TEUR 856).
Long-Term-Incentive-(LTI-) Pläne
Dem Vorstand sowie ausgewählten Mitarbeitergruppen wurden LTI-Pläne mit ähnlichen Bedingungen gewährt. Alle LTI-Pläne werden als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich eingestuft. Bei Eintritt des Ausübungszeitpunktes werden Aktien der obersten Muttergesellschaft (OMV Aktiengesellschaft) an den Vorstand und Aktienäquivalente an ausgewählte Mitarbeitergruppen übertragen. Die Anzahl der Aktien oder Aktienäquivalente wird abhängig von der Erreichung definierter Leistungskriterien festgelegt. Die Leistungskriterien und ihre entsprechende Gewichtung für die Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Führungskräfte sind in der Vergütungspolizze festgelegt und lauten wie folgt: Relative Gesamtrendite für die Aktionäre (30 %), organischer freier Cashflow (35 %) und unternehmensspezifische Ziele einschließlich ESG (35 %). Diese Ziele werden für den kommenden Jahresplan entsprechend angepasst. Auf der Grundlage vordefinierter Kriterien (z.B. Todesfälle, TRIR, Prozesssicherheit – auch im Vergleich zu Branchen-Benchmarks) wird ein Gesundheits- und Sicherheitsmalus von 0,8 bis 1,0 auf die Gesamtzielerreichung der Vorstandsmitglieder angewendet. Im Falle schwerwiegender Vorfälle kann der Vergütungsausschuss die Auszahlung zur Gänze aussetzen. Die festgelegten Leistungskriterien dürfen während des Leistungszeitraums der LTI-Pläne nicht geändert werden. Um den Anreizcharakter des Programms aufrechtzuerhalten, liegt es jedoch im Ermessen des „Remuneration Committees“, die Schwellen-/Ziel-/ und Maximalwerte im Falle wesentlicher Änderungen externer Faktoren wie der Öl- und Gaspreise anzupassen. Die Anpassung ist in beide Richtungen möglich und wird vom „Remuneration Committee“ festgelegt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder in Aktien der obersten Muttergesellschaft.
Vorstandsmitglieder als aktive Planteilnehmer sind verpflichtet, ein angemessenes Volumen an Aktien der obersten Muttergesellschaft aufzubauen und diese Aktien bis zur Pensionierung oder zum Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten. Das Aktienerfordernis ist als Prozentsatz des jeweiligen Target-Long-Term-Incentive definiert. Bis zur Erfüllung der Aktienbesitzverpflichtung erfolgt die Auszahlung in Form von Aktien, danach können die Planteilnehmer zwischen Bar- oder Aktienausgleich wählen. Solange die Beteiligungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind, werden die gewährten Aktien abzüglich von Steuern in ein von der OMV Aktiengesellschaft verwaltetes Treuhanddepot übertragen.
Die Verpflichtungen aus den LTI-Plänen werden an jedem Abschlussstichtag sowie zum Abrechnungstag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und über den Erdienungszeitraum erfasst. Die Gesamtaufwendungen für aktienbasierte Vergütungstransaktionen beliefen sich auf TEUR 4.186 (TEUR 3.178).
290
15. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die meisten Konzerngesellschaften haben Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer. Art und Umfang der Pläne richten sich nach den Vorschriften und Besonderheiten der jeweiligen Länder. Die Pläne sind entweder beitrags- oder leistungsorientiert. Bei leistungsorientierten Plänen ist der Anspruch des Arbeitnehmers von seiner Dienstzeit und seinem geschätzten Gehalt zum Zeitpunkt des Pensionsantritts abhängig. Eine Zusammenfassung der leistungsorientierten Pläne ist in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.
In TEUR
2024
2023
Pensionen und sonstige leistungsorientierte Pläne nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Barwert der fondsfinanzierten leistungsorientierten Pensionspläne
296.924
283.276
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
-227.985
-214.293
Defizit der fondsfinanzierten Pensionspläne
68.939
68.983
Barwert der nicht fondsfinanzierten leistungsorientierten Pensionspläne
143.686
141.214
Gesamtdefizit der leistungsorientierten Pensionspläne
212.625
210.197
Abfertigungspläne und Pläne für Leistungen der medizinischen Versorgung
34.805
36.104
Pensionen und sonstige leistungsorientierte Pläne nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
247.430
246.301
Andere langfristige Leistungspläne für Arbeitnehmer
28.157
25.396
In der Bilanz ausgewiesene Nettoverbindlichkeit
275.587
271.697
Der Konzern betreibt Pensions- und ähnliche Altersversorgungspläne in der EU, in Norwegen, Südkorea und in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die weitgehend ähnlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen unterworfen sind. Diese umfassen sowohl Pensionspläne, Abfertigungspläne als auch Pläne zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus.
291
Leistungsorientierte Pensionspläne
Die Pensionspläne sind typischerweise endgehaltsabhängige Versorgungssysteme, die Leistungen in Form eines garantierten Betrags, zahlbar in lebenslangen Rentenbeträgen, erbringen. Die Rentenleistungen sind abhängig von den geleisteten Dienstjahren und vom Gehaltsniveau in den letzten Jahren vor der Verrentung. Die Rentenauszahlungen sind grundsätzlich mit dem Verbraucherpreisindex oder einem ähnlichen Index valorisiert. Durch Planvermögen gedeckte Auszahlungen erfolgen über Versicherungsfonds. Im Rahmen einer Reihe von ungedeckten Versorgungsplänen übernimmt jedoch der Arbeitgeber die Verpflichtung bei Fälligkeit. Die Entwicklung der Pensionsleistungsverpflichtung sowie des Planvermögens im Geschäftsjahr ergibt sich wie folgt:
In TEUR
2024
2023
Leistungsverpflichtung zum 1. Jänner
424.490
401.418
Laufender Dienstzeitaufwand
18.551
17.711
Zinsaufwand durch Leistungsverpflichtung
14.347
15.816
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
2.429
0
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
35.327
33.527
Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von Änderungen demografischer Annahmen
1.084
4
Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen
11.846
5.200
Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen
-7.278
8.159
Gewinne (-)/Verluste (+) aus Währungsdifferenzen
-748
530
Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge
(versicherungsmathematische Gewinne und Verluste)
4.904
13.893
Leistungen (und Steuern), die direkt aus dem Planvermögen bezahlt wurden
-15.642
-20.000
Leistungen, die direkt vom Arbeitgeber bezahlt wurden
-5.609
-5.760
Beiträge von Teilnehmern
6
1.577
Gewinne (-)/Verluste (+) aus Währungsdifferenzen
-2.866
-165
Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember
440.610
424.490
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Jänner
214.293
184.528
Zinsertrag des Planvermögens abzüglich Verwaltungsaufwendungen
7.225
7.309
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
7.225
7.309
Erwartete Rendite aus dem Planvermögen ohne Zinsertrag
-2.907
-5.286
Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge
(versicherungsmathematische Gewinne und Verluste)
-2.907
-5.286
Leistungen (und Steuern), die direkt aus dem Planvermögen bezahlt wurden
-15.642
-20.000
Beiträge von Teilnehmern
6
1.577
Beiträge vom Arbeitgeber
25.195
46.362
Gewinne (-) /Verluste (+) aus Währungsdifferenzen
-185
-197
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember
227.985
214.293
292
Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen betrifft die Pläne in Österreich und Belgien und wurde auf externe Pensionsfonds übertragen, die von der APK-Pensionskasse AG in Österreich und von Vivium PLC, Towers Watson Lifesight Ltd und KBC Asset Management NV in Belgien verwaltet werden. Die Veranlagung des Planvermögens in Österreich wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u. a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Die Investitionspläne in Belgien folgen der Investmentstrategie der jeweiligen Versicherungsgesellschaft als auch den lokalen rechtlichen Vorschriften.
In den Jahren 2024 und 2023 bestand das Planvermögen im Wesentlichen aus Versicherungsverträgen.
Abfertigungspläne und Pläne für Leistungen der medizinischen Versorgung
Abfertigungspläne gibt es für jene Arbeitnehmer österreichischer Konzerngesellschaften, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Darüber hinaus gibt es Abfertigungspläne in Österreich, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Unter den Plänen für Leistungen der medizinischen Versorgung werden bestimmte Behandlungskosten für pensionierte Mitarbeiter, hauptsächlich in Belgien, rückerstattet. Die Leistungsverpflichtung für Abfertigungspläne und Pläne zur medizinischen Versorgung entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
In TEUR
2024
2023
Leistungsverpflichtung zum 1. Jänner
36.104
35.080
Laufender Dienstzeitaufwand
712
539
Zinsaufwand durch Leistungsverpflichtung
1.342
1.266
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
2.054
1.805
Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen
1.709
-2.226
Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen
-1.089
2.874
Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge
(versicherungsmathematische Gewinne und Verluste)
620
648
Leistungen, die direkt vom Arbeitgeber bezahlt wurden
-4.006
-2.742
Änderungen im Konsolidierungskreis sowie sonstige Änderungen
0
1.333
Gewinne (-)/Verluste (+) aus Währungsdifferenzen
33
-20
Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember
34.805
36.104
293
Andere langfristige Leistungspläne für Arbeitnehmer
Andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer, die von Konzerngesellschaften angeboten werden, betreffen Jubiläumsgelder und Vorruhestandsregelungen. Die Entwicklung der Leistungsverpflichtung im Zusammenhang mit anderen langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer stellte sich im Geschäftsjahr wie folgt dar:
In TEUR
2024
2023
Leistungsverpflichtung zum 1. Jänner
25.396
24.542
Laufender Dienstzeitaufwand
1.875
1.435
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
0
1.200
Zinsaufwand durch Leistungsverpflichtung
912
846
Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von Änderungen demografischer Annahmen
0
140
Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen
918
-1.403
Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen
1.551
658
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
5.256
2.876
Leistungen, die direkt vom Arbeitgeber bezahlt wurden
-2.499
-2.110
Sonstige Änderungen
3
88
Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember
28.156
25.396
Zusätzliche Angaben zu Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Diskontierungszinssätze, geschätzte zukünftige Gehälter, Pensionserhöhungen und erwartete Renditen auf das Planvermögen variieren bei den verschiedenen leistungsorientierten Plänen, da diese den lokalen Gegebenheiten entsprechen. Annahmen zur künftigen Sterblichkeit basieren auf veröffentlichten Statistiken und Sterbetabellen. Die wichtigsten Annahmen stellen sich als gewichtete Durchschnittswerte wie folgt dar:
Prozent
2024
2023
Pensionen
Abfertigungs-
pläne und
Pläne für
Leistungen der
medizinischen
Versorgung
Pensionen
Abfertigungs-
pläne und
Pläne für
Leistungen der
medizinischen
Versorgung
Diskontierungszinssatz
3,3 %
3,1 %
3,4 %
3,8 %
Erwartete Gehaltssteigerung
3,1 %
2,7 %
3,1 %
3,1 %
Erwartete Pensionssteigerung
0,7 %
-
0,7 %
-
294
Die Sensitivität der Leistungsverpflichtungen für Pensionen und sonstige leistungsorientierte Pläne nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegenüber Änderungen der wesentlichen Annahmen lässt sich wie folgt darstellen:
Auswirkungen auf die Leistungsverpflichtung
Pensionen
Abfertigungspläne und
Pläne für Leistungen der
medizinischen Versorgung
Änderung der
Annahme um
Erhöhung der
Annahme
Rückgang der
Annahme
Erhöhung der
Annahme
Rückgang der
Annahme
Diskontierungs-
zinssatz
0,5 %
Rückgang um 5,6 %
Erhöhung um 6,3 %
Rückgang um 5,1 %
Erhöhung um 5,6 %
Erwartete Gehaltssteigerung
0,5 %
Erhöhung um 4,3 %
Rückgang um 4,0 %
Erhöhung um 3,0 %
Rückgang um 2,9 %
Erwartete Pensions-
steigerung
0,5 %
Erhöhung um 2,4 %
Rückgang um 2,2 %
-
-
Die oben angeführte Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Prämissen gleichbleiben. Die Praxis zeigt jedoch, dass Änderungen mehrerer Annahmen gleichzeitig auftreten. Zur Berechnung der Sensitivität der Leistungsverpflichtungen gegenüber wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde die gleiche Methode wie für die Berechnung der in der Bilanz ausgewiesenen Leistungsverpflichtungen angewendet (Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der Leistungsverpflichtungen anhand des Barwertanwartschaftsverfahrens (Projected Unit Credit Method) zum Bilanzstichtag).
Für das Geschäftsjahr 2025 werden Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne von TEUR 35.514 (TEUR 30.247) erwartet. Die durchschnittliche gewichtete Dauer der Leistungsverpflichtungen beträgt 11,3 Jahre (11,0 Jahre). Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen ist der Konzern versicherungsmathematischen Risiken, vornehmlich dem Risiko der langen Laufzeit, dem Zinsrisiko und dem Marktrisiko, ausgesetzt.
295
16. Rückstellungen
In TEUR
2024
Restruk-
turierungs-
maßnahmen
Stilllegungen
Rechtsfälle
Umweltrisiken
Sonstige
Gesamt
Stand zum
1. Jänner
3.420
34.234
2.936
24.010
57.280
121.880
Dotierung
3.491
33.741
425
811
85.172
123.640
Änderungen im Konsolidierungs-
kreis
0
0
0
0
1.023
1.023
Umgliederung
0
0
44
0
-44
0
Verwendung
-2.189
-73
-552
-8.803
-41.202
-52.819
Auflösung
-499
-6.463
-427
-2.629
-4.726
-14.744
Zinsaufwand (+)/Ertrag (-)
0
704
0
0
0
704
Währungs-
differenzen
-1
31
-281
0
-122
-373
Stand zum
31. Dezember
4.222
62.174
2.145
13.389
97.381
179.311
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
4.222
0
719
11.627
87.232
103.800
Sonstige langfristige Rückstellungen
0
62.174
1.426
1.762
10.149
75.511
Stand zum
31. Dezember
4.222
62.174
2.145
13.389
97.381
179.311
Rückstellungen werden grundsätzlich für Ereignisse aus der Vergangenheit, für die eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, gebildet. Die zeitliche Dimension der Mittelabflüsse lässt sich nicht für alle Rückstellungen mit Sicherheit bestimmen.
Restrukturierungsmaßnahmen
Die Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen deckt die geschätzten Aufwendungen für laufende Umstrukturierungsprogramme ab.
Stilllegungen
Die Rückstellung für Stilllegungen umfasst überwiegend die geschätzten Aufwendungen für Demontage- und Aufräumungskosten für Anlagen auf fremdem Grund in Deutschland, Österreich und Belgien. Es wird eine Verwendung dieser Rückstellung in Höhe von TEUR 4.844 bis 2027, von TEUR 51.663 bis 2052 und von TEUR 5.135 bis 2073 erwartet. Im Jahr 2024 wurde eine zusätzliche Rückstellung in Höhe von TEUR 33.580 für die Anlage PDH2 Kallo gebildet.
Rechtsfälle
Die Rückstellungen werden für Rechtsfälle unterschiedlichster Bereiche gebildet.
Umweltrisiken
Die Rückstellung für Umweltrisiken umfasst sämtliche umweltbedingten Belastungen des Konzerns. Im Jahr 2023 wurde eine Umweltrückstellung zur Deckung künftiger Transport- und Beseitigungskosten für kontaminiertes Erdreich am Standort Kallo in Höhe von TEUR 22.435 gebildet. Es wird geschätzt, dass die verbleibende Rückstellung von TEUR 11.065 bis Ende 2025 wird.
296
Sonstige
Sonstige Rückstellungen decken eine Vielzahl verschiedener Verpflichtungen, wie zum Beispiel kurz- und langfristige Prämiensysteme, ab. Davon betreffen TEUR 10.677 (TEUR 13.597) den neuen aktienbasierten LTI-Plan, der 2021 eingeführt wurde. Weitere Details über aktienbasierte Vergütungen werden in Anhangangabe 14 erläutert.
17. Finanzrisikomanagement
Der Konzern ist aufgrund seiner Tätigkeiten den folgenden finanziellen Risiken ausgesetzt:
Liquiditätsrisiko (Anhangangabe 21)
Fremdwährungsrisiko (Anhangangabe 23)
Zinsrisiko (Anhangangabe 24)
Warenpreisrisiko (Anhangangabe 25)
Kreditrisiko (Anhangangabe 27)
Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die Kerngeschäftsbereiche von Borealis zu unterstützen. Das Finanzrisikomanagement wird in erster Linie durch eine zentrale Treasury- und Funding-Abteilung im Rahmen von Leitlinien gesteuert, die der Vorstand genehmigt hat. Der Konzern stellt schriftliche Grundsätze für die Gesamtrisikosteuerung sowie Grundsätze für bestimmte Bereiche, wie Fremdwährungs-, Zins-, Kredit- und Warenpreisrisiko oder den Einsatz derivativer Finanzinstrumente bereit. Borealis ist bestrebt, die Effekte aus dem Fremdwährungsrisiko, dem Zinsrisiko, dem Liquiditätsrisiko, dem Kreditrisiko, dem Warenpreisrisiko und dem Refinanzierungsrisiko zu minimieren.
Der Einsatz von Finanzinstrumenten erfolgt auf Grundlage tatsächlicher oder prognostizierter zugrundeliegender wirtschaftlicher oder finanzieller Cashflows oder auf Basis der durch das Risikomanagement identifizierten Risiken. Wenn alle relevanten Kriterien erfüllt sind, wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) angewendet, um die rechnungslegungsbezogene Inkongruenz zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft zu beseitigen.
Die Anhangangabe 22 gibt einen Überblick über die Finanzinstrumente, die von Borealis zur Risikoabsicherung verwendet werden. Weiterführende Informationen zu den Sicherungsinstrumenten können Anhangangabe 22 Derivative Finanzinstrumente, Anhangangabe 23 Fremdwährungsrisiko, Angabe 24 Zinsrisiko und Anhangangabe 25 Warenpreisrisiko entnommen werden. Der Risikomanagementprozess im Allgemeinen ist im Konzernlagebericht beschrieben.
297
18. Finanzertrag/-aufwand
In TEUR
2024
2023
Zinserträge aus
Zahlungsmitteln und gegebenen Krediten
168.452
142.702
Derivaten
5.217
6.618
Zinsaufwendungen für
Finanzverbindlichkeiten
-34.261
-38.703
Derivate
-4.082
-5.325
Aktivierte Fremdkapitalkosten
19.793
15.973
Nettowährungsdifferenzen aus der Umrechnung
-20.261
-15.264
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten
-15.392
-11.732
Sonstige Finanzerträge
9.095
11.967
Sonstige Finanzaufwendungen
-33.353
-63.678
Finanzertrag/-aufwand
95.208
42.558
Die sonstigen Finanzaufwendungen beinhalten Aufwendungen für das Factoringprogramm von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 19.101 (TEUR 12.709).
Die sonstigen Finanzaufwendungen beinhalten zusätzlich in 2023 den Effekt aus der Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Anteile an Renasci N.V. (Renasci), welche zu einem Aufwand in Höhe von TEUR 20.433 führte, sowie die Neubewertung der Anteile an der BlueAlp Holding B.V. (BlueAlp), die zu einem Aufwand von 23.291 TEUR führte.
Die Zinserträge aus Barmitteln und gewährten Darlehen beinhalten Zinserträge aus Joint Ventures mit Bayport Polymers LLC in Höhe von TEUR 64.017 (TEUR 59.095) und mit Borouge 4 LLC in Höhe von TEUR 16.232 (TEUR 7.469). 
298
19. Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten
In TEUR
2024
2023
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
Veränderung im beizulegenden Zeitwert von Warentermingeschäften
-905
2.418
Veränderung im beizulegenden Zeitwert von Fremdwährungszinsswaps
-457
-1.666
Veränderung im beizulegenden Zeitwert von Devisenswaps
-9.682
4.832
Veränderung im beizulegenden Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten, börsennotierten Wertpapieren und Anleihen
-256
4.574
Realisierte Ergebnisse aus Warentermingeschäften
-1.893
-6.584
Realisierte Ergebnisse aus Fremdwährungszinsswaps
-2.140
-2.722
Realisierte Ergebnisse aus Devisenswaps
-4.832
-2.982
Realisierte Ergebnisse aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten, börsennotierten Wertpapieren und Anleihen
1.055
1.387
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
-19.110
-743
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste aus der Realisierung von Cashflow-Hedges
Warentermingeschäfte
-44.474
57.688
Zinsswaps
3.275
4.015
Devisentermingeschäfte
1.865
-971
Sicherungsinstrumente
-39.334
60.732
Zinserträge aus Zahlungsmitteln und gegebenen Krediten
168.452
142.702
Aufwendungen für das Factoringprogramm von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-19.101
-12.709
Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
872
-1.758
Wertberichtigungen zu gegebenen Krediten
-2.104
-1.458
Wertberichtigungen zu Einlagen und andere Forderungen
1.521
-1.111
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten
149.640
125.666
Zins- und sonstiger Aufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten
-37.552
-41.448
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten
-15.392
-11.732
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
-52.944
-53.180
Nettogewinne von Finanzgarantieforderungen und -verbindlichkeiten
7.291
4.539
Finanzgarantie
7.291
4.539
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte für Waren- und Devisentermingeschäfte werden als Berichtigung der abgesicherten Umsatzerlöse oder Herstellungskosten erfasst. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte für Zinsswaps, Devisenswaps werden im Finanzertrag/-aufwand erfasst. Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als Vertriebskosten dargestellt; Wertberichtigungen zu gegebenen Krediten sowie Wertberichtigungen auf Einlagen und andere Forderungen sind im Finanzaufwand enthalten.
299
In TEUR
2024
2023
Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge
Warentermingeschäfte, die als Cashflow-Hedge verwendet werden
-27.646
-329.503
Zinsswaps, die als Cashflow-Hedge verwendet werden
364
985
Devisentermingeschäfte, die als Cashflow-Hedge verwendet werden
-17.434
5.496
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von langfristigen Krediten an ausländische Geschäftsbetriebe
-2.855
209
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Krediten designiert als Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe
-5.394
5.510
Beträge, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht wurden
Warentermingeschäfte
44.474
-57.688
Zinsswaps
-3.275
-4.015
Devisentermingeschäfte
-1.865
971
Summe der im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge
-13.631
-378.035
Nettowährungsdifferenzen aus der Umrechnung gliedern sich in der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt auf:
In TEUR
2024
2023
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von operativen Tätigkeiten enthalten in sonstige betriebliche Erträge
62.198
50.276
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von operativen Tätigkeiten enthalten in Herstellungskosten
-52.717
-43.229
Nettowährungsdifferenzen aus der Umrechnung enthalten im
Finanzertrag/-aufwand
-20.261
-15.264
Gesamt
-10.780
-8.217
300
20. Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten
Die verzinslichen (kurz- und langfristigen) Finanz- und Leasingverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt zusammen:
In TEUR
2024
Fälligkeit
Befristete
Kredite
Anleihe
Genutzte
Kreditlinien
Export-
kredite
Summe
Finanz-
verbindlich-
keiten
Ungenutzte
Kreditlinien
Leasing-
verbindlich-
keiten
Nach
5 Jahren
133.204
0
0
0
133.204
0
492.700
Innerhalb von
5 Jahren
93.002
0
0
0
93.002
0
23.967
4 Jahren
153.480
0
0
0
153.480
0
29.354
3 Jahren
122.847
0
0
0
122.847
0
50.551
2 Jahren
85.535
0
0
0
85.535
1.000.000
74.753
Gesamte langfristige
Verbindlichkeiten
588.068
0
0
0
588.068
1.000.000
671.325
Gesamte kurzfristige
Verbindlichkeiten
334.205
300.000
0
0
634.205
58.1381)
80.358
Gesamte
Verbindlichkeiten
922.273
300.000
0
0
1.222.273
1.058.138
751.683
1) Borealis verfügt über TEUR 58.138 Exportkreditlinien, die zum Stichtag 31. Dezember 2024 nicht gezogen sind. Diese Kreditlinien sind aus ökonomischer Sicht langfristig, jedoch mit einer einjährigen Kündigungsfrist des Kreditgebers versehen.
Die verzinslichen (kurz- und langfristigen) Finanzverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:
In TEUR
2023
Fälligkeit
Befristete
Kredite
Anleihe
Genutzte
Kreditlinien
Export-
kredite
Summe
Finanz-
verbindlich-
keiten
Ungenutzte
Kreditlinien
Leasing-
verbindlich-
keiten
Nach
5 Jahren
206.178
0
0
0
206.178
0
480.255
Innerhalb von
5 Jahren
156.023
0
0
0
156.023
0
25.501
4 Jahren
124.098
0
0
0
124.098
0
34.644
3 Jahren
87.627
0
0
0
87.627
1.000.000
43.261
2 Jahren
333.474
298.973
0
0
632.447
0
46.769
Gesamte langfristige
Verbindlichkeiten
907.400
298.973
0
0
1.206.373
1.000.000
630.430
Gesamte kurzfristige
Verbindlichkeiten
310.041
0
4
0
310.045
130.8111)
48.420
Gesamte
Verbindlichkeiten
1.217.441
298.973
4
0
1.516.418
1.130.811
678.850
1) Borealis verfügt über TEUR 130.811 Exportkreditlinien, die zum Stichtag 31. Dezember 2024 nicht gezogen sind. Diese Kreditlinien sind aus ökonomischer Sicht langfristig, jedoch mit einer einjährigen Kündigungsfrist des Kreditgebers versehen.
301
Die Buchwerte der Finanz- und Leasingverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
In TEUR
2024
Befristete
Kredite
Anleihe
Genutzte
Kreditlinien
Exportkredite
Summe
Finanz-
verbindlich-
keiten
Leasing-
verbindlich-
keiten
Stand zum 1. Jänner
1.217.441
298.973
4
0
1.516.418
678.850
Rückzahlung von Finanzierungen
-306.713
0
-4
0
-306.717
0
Zugänge Leasing-
verhältnisse
0
0
0
0
0
138.502
Tilgungsanteil von Leasingzahlungen
0
0
0
0
0
-69.706
Währungs-
differenzen
11.519
0
0
0
11.519
6.087
Amortisation von Kosten der Fremdfinanzierung
26
1.027
0
0
1.053
-2.050
Stand zum
31. Dezember
922.273
300.000
0
0
1.222.273
751.683
In TEUR
2023
Befristete
Kredite
Anleihe
Genutzte
Kreditlinien
Exportkredite
Summe
Finanz-
verbindlich-
keiten
Leasing-
verbindlich-
keiten
Stand zum 1. Jänner
1.254.340
298.460
1.330
0
1.554.130
605.874
Einzahlung aus Finanzierungen
57
0
4
0
61
0
Rückzahlung von Finanzierungen
-42.761
0
-1.330
0
-44.091
0
Zugänge Leasing-
verhältnisse
0
0
0
0
0
99.903
Änderungen im Konsolidierungs-
kreis
23.597
0
0
0
23.597
26.656
Tilgungsanteil von Leasingzahlungen
0
0
0
0
0
-50.938
Währungs-
differenzen
-18.490
0
0
0
-18.490
-1.131
Amortisation von Kosten der Fremdfinanzierung
698
513
0
0
1.211
-1.514
Stand zum
31. Dezember
1.217.441
298.973
4
0
1.516.418
678.850
Die Finanzierung des Konzerns besteht hauptsächlich aus Kreditlinien (vorwiegend syndiziert), befristeten Krediten, Anleihen, Privatplatzierungen und Exportkrediten. Die Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet.
Die Liquiditätslage von Borealis bleibt weiterhin aufgrund der bestehenden syndizierten revolvierenden Kreditlinie in Höhe von EUR 1 Milliarde, die zum Ende des Geschäftsjahres nicht ausgenutzt war, und eines Liquiditätsmanagements über diversifizierte Finanzierungen, sehr solide. Die syndizierte revolvierende Kreditlinie wurde im Dezember 2019 mit einer Laufzeit von fünf Jahren und zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr nach Ermessen des Kreditgebers refinanziert. Die zweite und finale Verlängerungsoption wurde im Dezember 2021 gezogen, das neue Fälligkeitsdatum ist der 19. Dezember 2026.
302
Am Bilanzstichtag verfügte der Konzern über Kreditlinien in Höhe von TEUR 1.058.138 (TEUR 1.130.811). Neben der oben genannten nicht ausgenutzten revolvierenden Kreditlinie (RCF) in Höhe von EUR 1 Milliarde verfügt Borealis über OeKB-Exportfinanzierungen in Höhe von TEUR 58.138 (TEUR 130.811). Diese waren zum Jahresende nicht gezogen.
Die Verschuldung von Borealis sank im Jahr 2024 um TEUR 221.312, vor allem aufgrund der Rückzahlungen von Darlehen und Anleihen was teilweise von einem Anstieg der langfristigen Leasingverbindlichkeiten kompensiert wurde.. Die Nettoverschuldung erhöhte sich im Jahr 2024 um TEUR 1.098.308, was hauptsächlich auf eine zum Jahresende gezahlte Sonderdividende zurückzuführen ist, wodurch eine Verschuldungsquote (Gearing Ratio) von 11 % erreicht wurde.
Im November 2018 erhielt Borealis von S&P Global Ratings ein BBB+ Rating mit stabilem Ausblick. Dies stellte das erste externe Rating des Konzerns dar, der in den vergangenen zehn Jahren an diversen Finanzmärkten mit verschiedenen Finanzinstrumenten erfolgreich war, sowie ein solides und diversifiziertes Finanzierungsportfolio aufgebaut hat. Während langfristige Bankpartner und Investoren von Borealis schon immer die starke Kreditwürdigkeit des Konzerns wertgeschätzt haben, bietet das externe Rating eine sehr gute weitere Evaluierungsbasis für alle externen Stakeholder. Am 24. Februar 2025 bestätigte S&P Global Ratings das BBB+ Rating von Borealis, mit stabilem Ausblick.
Im Rahmen der Borealis-Finanzierungsstrategie wurde über die vergangenen Jahre ein stark diversifiziertes Portfolio implementiert und ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil erreicht. Zusätzlich unterhält Borealis langfristige Geschäftsbeziehungen mit internationalen Finanzinstituten, die das Unternehmen bei Finanzierungstransaktionen und Transaktionen im Rahmen des Risikomanagements unterstützen.
Aufgrund dessen und in Kombination mit einer starken Bilanz sowie dem starken Rating steht Borealis eine Auswahl an attraktiven Finanzierungsinstrumenten zur Verfügung (Anleihen, Schuldscheine, US-Privatplatzierungen, Auslandsinvestitionsfinanzierungen, Bankkredite und andere), um den Finanzierungsbedarf im Jahr 2024 und darüber hinaus zu decken. Borealis wird weiterhin verschiedene Finanzierungsinstrumente analysieren, die in die Finanzierungsstrategie passen.
Der Gesamtbetrag der ausstehenden verzinslichen Finanzverbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2024 betrug TEUR 1.222.273 (TEUR 1.516.418). Die überwiegende Mehrheit der zugrundeliegenden Darlehensverträge enthält vereinbarte Schwellenwerte auf Finanzkennzahlen. Borealis verwendet zwei Arten von Finanzkennzahlen, die auf der Einhaltung von Gearing und Solvency Ratios basieren. Zum 31. Dezember 2024 hielt Borealis alle vereinbarten Limits für Finanzkennzahlen ein und verfügte über einen erheblichen Spielraum im Vergleich zu den in den Darlehensverträgen festgelegten Schwellenwerten.
303
Währungsmix
In TEUR
2024
%
2023
%
EUR
1.616.509
82 %
1.686.954
77 %
USD
327.534
17 %
472.925
22 %
JPY
0
0 %
31.949
2 %
GBP
0
0 %
212
0 %
Sonstige
29.913
2 %
3.228
0 %
Verzinsliche Schulden gesamt
1.973.956
100 %
2.195.268
100 %
21. Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner Verpflichtungen im Zusammenhang mit seinen finanziellen Verbindlichkeiten hat. Die Liquiditätssteuerung erfolgt täglich, um sicherzustellen, dass die Liquiditätserfordernisse des Konzerns jederzeit und mit dem geringstmöglichen Einsatz von Working Capital gedeckt werden. Weiterführende Informationen zu den Finanz- und Leasingverbindlichkeiten können den Anhangangaben 6 und 20 und Informationen zu Derivaten der Anhangangabe 22 entnommen werden.
Der Konzern verfügt über kurzfristige Einlagen zur Erfüllung der Sicherheitsanforderungen für Derivate in Höhe von TEUR 24.705 (TEUR 19.548) und hat TEUR 0 (TEUR 9.000) Nachschusszahlungen geleistet, um den negativen Wert der ausstehenden Swaps zu decken. Die Gegenparteien sind verpflichtet die Finanzinstrumente an den Konzern zu retournieren. Der Konzern hält keine Kaution in Bezug auf Derivate (TEUR 0).
Im Folgenden werden die vertraglichen Laufzeiten von nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich prognostizierter Zinszahlungen, derivativer finanzieller Verbindlichkeiten sowie außerbilanzieller Verbindlichkeiten dargestellt. Alle Buchwerte verstehen sich exklusive der ausstehenden Zinsabgrenzungen zum Jahresende. Zahlungsmittelabflüsse werden mit einem negativen Vorzeichen dargestellt. Für derivative finanzielle Verbindlichkeiten zeigt die Tabelle Netto-Cashflows für Derivate mit Netto-Barauasgleich und Brutto-Zahlungsmittel-Zuflüsse und -Abflüsse für Derivate mit zeitgleichem Brutto-Barausgleich.
In TEUR
2024
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Buchwert
Vertragliche Cashflows
6 Monate
oder weniger
6–12
Monate
1–2 Jahre
2–5 Jahre
Mehr als
5 Jahre
Variabel verzinste
EUR Finanzverbindlichkeiten
-27.419
-28.786
-931
-449
-27.406
0
0
Fix verzinste
EUR Finanzverbindlichkeiten
-968.202
-989.257
-305.975
-308.552
-41.790
-302.638
-30.302
Variabel verzinste
USD Finanzverbindlichkeiten
-15.392
-16.740
-473
-436
-15.831
0
0
Fix verzinste
USD Finanzverbindlichkeiten
-211.260
-262.152
-4.522
-33.227
-12.105
-91.700
-120.598
Leasingverbindlichkeiten
-751.683
-880.005
-50.075
-43.279
-85.418
-126.903
-574.330
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
-909.687
-909.687
-909.687
0
0
0
0
Finanzgarantieverbindlichkeiten
-21.276
-1.735.495
-1.735.495
0
0
0
0
Gesamt
-2.904.919
-4.822.122
-3.007.158
-385.943
-182.550
-521.241
-725.230
304
In TEUR
2023
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Buchwert
Vertragliche Cashflows
6 Monate
oder weniger
6–12
Monate
1–2 Jahre
2–5 Jahre
Mehr als
5 Jahre
Variabel verzinste
EUR Finanzverbindlichkeiten
-50.422
-53.540
-24.692
-588
-857
-27.403
0
Fix verzinste
EUR Finanzverbindlichkeiten
-1.018.472
-1.084.309
-63.492
-18.540
-625.668
-315.091
-61.518
Variabel verzinste
USD Finanzverbindlichkeiten
-183.125
-195.599
-16.587
-163.484
-711
-14.817
0
Fix verzinste
USD Finanzverbindlichkeiten
-232.449
-289.872
-39.314
-4.090
-35.489
-41.997
-168.982
Variabel verzinste
JPY Finanzverbindlichkeiten
-31.949
-32.165
-72
-32.093
0
0
0
Leasingverbindlichkeiten
-678.851
-847.666
-36.830
-29.969
-65.017
-135.469
-580.381
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
-849.548
-849.548
-849.548
0
0
0
0
Finanzgarantieverbindlichkeiten
-24.304
-1.234.400
-1.234.400
0
0
0
0
Gesamt
-3.069.120
-4.587.099
-2.264.935
-248.764
-727.742
-534.777
-810.881
In TEUR
2024
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Buchwert
Vertragliche
Cashflows
6 Monate
oder weniger
6–12
Monate
1–2 Jahre
2–5 Jahre
Fremdwährungs-
derivate
-20.333
Einzahlungen
1.297.784
1.164.628
133.156
0
0
Auszahlungen
-1.321.426
-1.180.407
-141.019
0
0
Rohstoffderivate
-1.541
-17.325
-10.884
-3.656
-2.785
0
Elektrizitäts-
derivate
-47.586
-55.849
-21.984
-19.357
-13.568
-940
Gesamt
-69.460
-96.816
-48.647
-30.876
-16.353
-940
In TEUR
2023
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Buchwert
Vertragliche
Cashflows
6 Monate
oder weniger
6–12
Monate
1–2 Jahre
2–5 Jahre
Fremdwährungs-
zinsswaps
-10.499
-44.973
-1.484
-43.489
0
0
Fremdwährungs-
derivate
-185
Einzahlungen
70.021
63.818
6.203
0
0
Auszahlungen
-70.357
-64.022
-6.335
0
0
Rohstoffderivate
-4.694
-33.353
-23.443
-2.937
-112
-6.861
Elektrizitäts-
derivate
-58.804
-89.429
-27.097
-26.928
-26.234
-9.170
Gesamt
-74.182
-168.091
-52.228
-73.486
-26.346
-16.031
In TEUR
2024
Außerbilanzielle Verbindlichkeiten
Vertragliche
Cashflows
6 Monate
oder weniger
6–12 Monate
1–2 Jahre
2–5 Jahre
Mehr als 5
Jahre
Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhält-
nisse und jene mit geringem Wert
-1.580
-820
-608
-120
-32
0
Zugesagte Investitionen in Sachanlagen
-378.678
-201.865
-107.228
-26.167
-43.418
0
Zugesagte Kapitaleinlagen in Joint Ventures
-615.266
0
-615.266
0
0
0
305
In TEUR
2023
Außerbilanzielle Verbindlichkeiten
Vertragliche
Cashflows
6 Monate
oder weniger
6–12 Monate
1–2 Jahre
2–5 Jahre
Mehr als 5
Jahre
Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhält-
nisse und jene mit geringem Wert
-2.208
-1.124
-923
-124
-37
0
Zugesagte Investitionen in Sachanlagen
-205.977
-139.288
-22.289
-38.296
-6.104
0
Zugesagte Kapitaleinlagen in Joint Ventures
-818.100
0
-818.100
0
0
0
Weiterführende Informationen zu den außerbilanziellen Verbindlichkeiten können den Anhangangaben 5, 30 und 31 entnommen werden.
22. Derivative Finanzinstrumente
Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit einigen Risiken ausgesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden vorrangig zur Steuerung von Risiken wie Fremdwährungsrisiko, Zinsrisiko und Warenpreisrisiko eingesetzt.
Die Risikomanagementstrategie des Konzerns und deren Umsetzung zur Steuerung von Risiken werden in der Anhangangabe 17 und im Konzernlagebericht im Allgemeinen erläutert. Detaillierte Beschreibungen der im vorstehenden Absatz genannten Risiken finden sich in dieser Anhangangabe sowie in den Anhangangaben 23, 24 und 25.
Konzernvorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Die Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich bei der Gesellschaft abgeschlossen, für die das zugrundeliegende Risiko besteht. Unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen wendet Borealis die Regelungen des IFRS 9 zu Hedge Accounting an, um die gegenläufigen Veränderungen im beizulegenden Zeitwert des Sicherungsinstruments und des gesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam zu erfassen. Borealis unterhält folgende Sicherungsbeziehungen:
Cashflow-Hedge – Fremdwährung (diese Anhangangabe und Anhangangabe 23)
Cashflow-Hedge – Zinssatz (diese Anhangangabe und Anhangangabe 24)
Cashflow-Hedge – Warenpreis (Rohstoffe, Elektrizität, Erdgas – diese Anhangangabe und Anhangangabe 25)
Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (Anhangangabe 23)
Derivate kommen nur für wirtschaftliche Sicherungsbeziehungen und nicht für spekulative Zwecke zum Einsatz. Allerdings werden Derivate, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht erfüllen, als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) klassifiziert und bewertet.
306
Der Konzern hält folgende derivative Finanzinstrumente:
In TEUR
2024
2023
Kurzfristige Vermögenswerte
Devisenswaps – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
30
4.949
Devisentermingeschäfte – Cashflow-Hedge
1.170
9.917
Zinsswaps – Cashflow-Hedge
0
2.911
Rohstoffderivate – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
374
1.260
Rohstoffderivate – Cashflow-Hedge
19.769
23.641
Elektrizitätsderivate – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
0
5.435
Elektrizitätsderivate – Cashflow-Hedge
6.040
10.008
Kurzfristige derivative finanzielle Vermögenswerte gesamt
(sonstige Forderungen und Vermögenswerte)
27.383
58.121
In TEUR
2024
2023
Langfristige Vermögenswerte
Rohstoffderivate – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
373
0
Rohstoffderivate – Cashflow-Hedge
1.382
0
Elektrizitätsderivate – Cashflow-Hedge
10.145
2.523
Langfristige derivative finanzielle Vermögenswerte gesamt
(sonstige Forderungen und Vermögenswerte)
11.900
2.523
In TEUR
2024
2023
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Fremdwährungszinsswaps – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
0
10.499
Devisenswaps – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
9.712
116
Devisentermingeschäfte – Cashflow-Hedge
10.621
68
Rohstoffderivate – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
63
0
Rohstoffderivate – Cashflow-Hedge
530
4.583
Elektrizitätsderivate – Cashflow-Hedge
32.431
24.503
Kurzfristige derivative finanzielle Verbindlichkeiten gesamt
(sonstige Verbindlichkeiten)
53.357
39.769
In TEUR
2024
2023
Langfristige Verbindlichkeiten
Rohstoffderivate – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
328
0
Rohstoffderivate – Cashflow-Hedge
619
112
Elektrizitätsderivate – Cashflow-Hedge
15.155
34.302
Langfristige derivative finanzielle Verbindlichkeiten gesamt
(sonstige Verbindlichkeiten)
16.102
34.414
307
Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf das Eigenkapital
Die Konzernrücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften, dargestellt in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals, bezieht sich auf folgende Sicherungsinstrumente:
Rücklage aus der Bewertung
von Sicherungsgeschäften
In TEUR
2024
Cashflow-
Hedge –
Fremdwäh-
rungen
Cashflow-
Hedge –
Zinssätze
Cashflow-
Hedge –
Rohstoffe
Cashflow-
Hedge –
Elektrizität
Cashflow-
Hedge –
Erdgas
Gesamte Rücklage aus der Bewertung von
Siche-
rungs-
geschäften
Stand zum 1. Jänner
7.583
-1.867
14.591
-35.631
0
-15.324
Veränderungen des beizulegenden
Zeitwerts des Sicherungsinstruments
erfasst im sonstigen Ergebnis
-17.434
364
1.955
-29.602
0
-44.717
Umgliederungen aus dem sonstigen Ergebnis
in die Gewinn- und Verlustrechnung
-1.865
-3.275
0
44.474
0
39.334
Umgliederungen zu den Anschaffungskosten
des nicht-finanziellen
Vermögenswerts
0
0
-901
0
0
-901
Latente Steuern
4.439
669
-242
-3.422
0
1.444
Anteil am sonstigen Ergebnis von Joint
Ventures, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
0
2.031
0
0
0
2.031
Stand zum 31. Dezember
-7.277
-2.078
15.403
-24.181
0
-18.133
Rücklage aus der Bewertung
von Sicherungsgeschäften
In TEUR
2023
Cashflow-
Hedge –
Fremdwäh-
rungen
Cashflow-
Hedge –
Zinssätze
Cashflow-
Hedge –
Rohstoffe
Cashflow-
Hedge –
Elektrizität
Cashflow-
Hedge –
Erdgas
Gesamte Rücklage aus der Bewertung von
Siche-
rungs-
geschäften
Stand zum 1. Jänner
2.603
4.575
5.125
241.269
-2.606
250.966
Veränderungen des beizulegenden
Zeitwerts des Sicherungsinstruments
erfasst im sonstigen Ergebnis
5.496
985
-30.965
-297.222
-1.316
-323.022
Umgliederungen aus dem sonstigen Ergebnis
in die Gewinn- und Verlustrechnung
971
-4.015
0
-62.389
4.701
-60.732
Umgliederungen zu den Anschaffungskosten
des nicht-finanziellen
Vermögenswerts
0
0
43.258
0
0
43.258
Latente Steuern
-1.487
697
-2.827
82.711
-779
78.315
Anteil am sonstigen Ergebnis von Joint
Ventures, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
0
-4.109
0
0
0
-4.109
Stand zum 31. Dezember
7.583
-1.867
14.591
-35.631
0
-15.324
308
Rücklage aus Währungsdifferenzen
In TEUR
2024
2023
Stand zum 1. Jänner 1)
214.948
303.483
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von USD Krediten,
designiert als Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe
-5.394
5.510
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 1)
114.018
-92.663
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von langfristigen Krediten an ausländische Geschäftsbetriebe
-2.855
209
Anteil am sonstigen Ergebnis von Joint Ventures, die nach der Equity Methode bilanziert werden
-1.348
-710
Änderungen im Konsolidierungskreis
0
868
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe – nicht beherrschende Anteile
2.092
-434
Latente Steuern
1.898
-1.315
Stand zum 31. Dezember 1)
323.359
214.948
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Bilanzierungsmethode für Emissionsrechte angepasst. Weitere Einzelheiten finden Sie in Anhangangabe 32. 
Zum 31. Dezember 2024 und 31. Dezember 2023 bestanden im Konzern folgende Sicherungsbeziehungen im Zusammenhang mit Cashflow-Hedges und der Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Die Aufstellung stellt das Laufzeitenprofil der Nominalbeträge der Sicherungsinstrumente dar.
2024
Einheit
Gesamt
3 Monate
oder
kürzer
3–6
Monate
6–12
Monate
1–2
Jahre
2–3
Jahre
3–4
Jahre
4–5
Jahre
Länger
als
5 Jahre
Devisen-
terminge-
schäfte
TEUR
317.492
71.478
88.408
157.606
0
0
0
0
0
USD-Kredite 1)
TUSD
71.000
0
0
30.000
21.000
20.000
0
0
0
Rohstoff-
derivate
Tonnen
629.926
221.618
152.539
75.769
180.000
0
0
0
0
Elektrizitäts-
derivate
GWh
4.281
483
494
1.009
1.542
753
0
0
0
2023
Einheit
Gesamt
3 Monate
oder
kürzer
3–6
Monate
6–12
Monate
1–2
Jahre
2–3
Jahre
3–4
Jahre
4–5
Jahre
Länger
als
5 Jahre
Devisen-
terminge-
schäfte
TEUR
282.109
69.104
53.773
159.232
0
0
0
0
0
USD-Kredite 1)
TUSD
120.000
0
0
49.000
30.000
21.000
20.000
0
0
Zinsswaps
TEUR
99.548
0
0
99.548
0
0
0
0
0
Rohstoff-
derivate
Tonnen
596.323
75.448
318.505
198.770
3.600
0
0
0
0
Elektrizitäts-
derivate
GWh
4.027
503
493
981
1.340
710
0
0
0
1) USD-Kredite, designiert als Absicherung von Nettoinvestitionen
Weder zum 31. Dezember 2024 noch zum 31. Dezember 2023 bestanden Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Hedges).
309
Saldierung
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert, wenn der Konzern ein gegenwärtiges und rechtlich durchsetzbares Recht hat, die erfassten Beträge zu verrechnen, und wenn beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder den Vermögenswert zu realisieren und gleichzeitig die Verbindlichkeit zu begleichen. Im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs geht der Konzern derivative Transaktionen unter Saldierungs-Rahmenvereinbarungen der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) ein.
Die folgende Aufstellung stellt die erfassten Finanzinstrumente (Derivate) dar, die saldiert sind oder die Saldierungs-Rahmenvereinbarungen unterliegen, deren erfasste Beträge jedoch nicht verrechnet werden. Die Spalte „Nettobetrag“ legt die Auswirkung einer vollständigen Ausübung der Verrechnungsansprüche auf die Konzernbilanz dar.
In TEUR
2024
Brutto-
beträge
Zugehörige Beträge, die in der Bilanz saldiert wurden
In der Bilanz
angesetzte
Beträge
Zugehörige Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert wurden
Nettobetrag
Finanzielle Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente
61.115
-21.832
39.283
-908
38.375
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
91.291
-21.832
69.459
-908
68.551
In TEUR
2023
Brutto-
beträge
Zugehörige Beträge, die in der Bilanz saldiert wurden
In der Bilanz
angesetzte
Beträge
Zugehörige Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert wurden
Nettobetrag
Finanzielle Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente
115.374
-54.730
60.644
-185
60.459
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
128.915
-54.730
74.185
-185
74.000
Es gibt kein weiteres Saldierungspotenzial für nicht-derivative Finanzinstrumente.
23. Fremdwährungsrisiko
Das Fremdwährungsrisiko ist das Risiko, dass der Zeitwert zukünftiger Cashflows in einer Fremdwährung schwanken könnte, weil sich der Wechselkurs ändert.
Durch Verkäufe, Käufe und Finanzverbindlichkeiten in anderen Währungen als in EUR entsteht für Borealis ein Fremdwährungsrisiko. Die Währungen, in denen Risikopositionen bestehen, sind vor allem USD und SEK.
310
Das Fremdwährungsrisiko aus kurzfristigen Cashflows wird abgesichert, für langfristige Fremdwährungspositionen werden Limits gesetzt. Auf Basis regelmäßiger Cashflowprognosen sichert Borealis die Fremdwährungspositionen aus erwarteten Verkäufen und Käufen sowie aus zugesagten Investitionsprojekten ab.
Borealis sichert prognostizierte Fremdwährungspositionen ab. Darüber hinaus kann Borealis auch jederzeit die langfristigen Risikopositionen bis zu einer vorgegebenen Höhe und Laufzeit absichern. Für gewöhnlich sichert Borealis die Fremdwährungspositionen durch Devisentermingeschäfte ab. Die Devisentermingeschäfte, die eine prognostizierte Währungsposition absichern, werden als Cashflow-Hedge klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Devisentermingeschäften, die monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen absichern, sowie die Terminpositionen bei Devisenswaps, die im Liquiditätsmanagement herangezogen werden und für die kein Hedge Accounting erfolgt, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sowohl die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Fremdwährungsderivaten als auch die Fremdwährungsgewinne und -verluste im Zusammenhang mit monetären Positionen werden im Finanzaufwand erfasst.
Zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument besteht eine wirtschaftliche Beziehung, da die Vertragsspezifikationen der Devisentermingeschäfte weitgehend mit den Parametern – wie Nominalbetrag, Wechselkurs und erwarteter Zahlungstermin – der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten zukünftigen Transaktionen übereinstimmen. Deshalb hat der Konzern eine Sicherungsquote von 1:1 festgelegt. Um die Wirksamkeit einer Sicherungsbeziehung zu überprüfen, wendet der Konzern die Dollar-Offset-Methode an und vergleicht die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments mit den Veränderungen im beizulegenden Zeitwert des gesicherten Grundgeschäfts.
Unwirksame Sicherungsgeschäfte können entstehen bei:
Unterschieden aus dem zeitlichen Verlauf der Cashflows aus dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument;
unterschiedlichen Indizes (und daher auch unterschiedlichen Verläufen), die dem abgesicherten Risiko von gesichertem Grundgeschäft und Sicherungsinstrument zugeordnet sind;
dem Ausfallrisiko der Gegenpartei, das auf unterschiedliche Weise auf die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte des Sicherungsinstruments einerseits und das gesicherte Grundgeschäft andererseits wirkt;
Veränderungen der prognostizierten Cashflows aus dem gesicherten Grundgeschäft;
Änderungen im beizulegenden Zeitwert des Währungsbasis-Spread-Elements (Cross Currency Basis Spread: CCBS) in den Devisentermingeschäften.
Aufgrund von Unwesentlichkeit erfasst Borealis keine unwirksamen Teile von Sicherungsgeschäften über die Gewinn- und Verlustrechnung.
Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb
Aus den langfristigen Nettoinvestitionen des Konzerns in seine Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures bestehen Fremdwährungsrisiken.
311
Umrechnungsdifferenzen aus diesen Nettoinvestitionen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Borealis sichert einen Teil seiner Investitionen in ein Joint Venture, dessen funktionale Währung der USD ist, mittels USD-Krediten ab, die Borealis als Sicherungsgeschäfte für die Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb hält. Das abgesicherte Risiko in einem Sicherungsgeschäft zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb ist das Risiko einer Schwächung des USD gegenüber dem EUR, was zu einer Reduzierung des Buchwerts der Nettoinvestition in das Joint Venture in der Konzernbilanz führt. Der EUR/USD-Effekt auf die Bewertung des Kredits wird im sonstigen Ergebnis erfasst.
Um die Wirksamkeit des Sicherungsgeschäfts zu beurteilen, legt der Konzern die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft fest, indem die Buchwertänderungen des Kredits, die auf eine Änderung des Kassakurses zurückzuführen sind, mit den Änderungen des Buchwerts der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb aufgrund von Kassakursschwankungen verglichen werden (Dollar-Offset-Methode).
Es liegt eine wirtschaftliche Beziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument vor, da die Nettoinvestition ein Umrechnungsrisiko birgt, welches das Fremdwährungsrisiko aus dem USD-Kredit aufhebt. Der Konzern hat eine Sicherungsquote von 1:1 festgelegt, da das dem Sicherungsinstrument zugrunde liegende Risiko identisch mit dem abgesicherten Risiko ist. Unwirksame Sicherungsgeschäfte können bei Unterschieden aus dem zeitlichen Verlauf der Cashflows aus dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument entstehen.
312
Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf die Vermögens- und Ertragslage
Die Auswirkungen der Sicherungsinstrumente im Zusammenhang mit dem Fremdwährungsrisiko stellen sich in der Vermögens- und Ertragslage wie folgt dar:
Devisentermingeschäfte
In TEUR
2024
2023
Buchwert (Vermögenswert – kurzfristig)
1.170
9.917
Buchwert (Verbindlichkeit – kurzfristig)
10.621
68
Bilanzposten, der das Sicherungsinstrument beinhaltet
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Nominalbetrag gesamt
TEUR 317.492
TEUR 282.109
Sicherungsquote
1:1
1:1
Kurs des Sicherungsinstruments für das Geschäftsjahr
EUR/USD
1,07–1,14
EUR/SEK
11,25–11,73
EUR/USD
1,06–1,13
EUR/SEK
11,35–12,01
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments
zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
-17.434
5.496
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten
Grundgeschäfts zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
17.434
-5.496
Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften (nach Berücksichtigung latenter Steuern)
-7.277
7.583
Sicherungsgewinn (+) oder -verlust (-) im sonstigen Ergebnis
-17.434
5.496
Unwirksamkeit des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung
0
0
Umgliederungen aus der Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften in die Gewinn- und Verlustrechnung
-1.865
971
Von der Umgliederung betroffene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
und Herstel-
lungskosten
Umsatzerlöse
und Herstel-
lungskosten
313
Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb
In TEUR
2024
2023
Buchwert (Verbindlichkeit)
68.342
108.597
Bilanzposten, der das Sicherungsinstrument beinhaltet
Finanzver-
bindlichkeiten
Finanzver-
bindlichkeiten
Nominalbetrag gesamt
TUSD 71.000
TUSD 120.000
Sicherungsquote
1:1
1:1
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments
zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
-5.394
5.510
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
5.394
-5.510
Rücklage aus Währungsdifferenzen (nach Berücksichtigung latenter Steuern)
-22.880
-18.727
Die verbleibenden Salden in der Rücklage aus Währungsdifferenzen aus etwaigen Sicherungsbeziehungen, bei denen die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nicht mehr angewandt wird
-20.114
-21.453
Sicherungsgewinn (+) oder -verlust (-) im sonstigen Ergebnis
-5.394
5.510
Unwirksamkeit des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung
0
0
Sensitivitätsanalyse
Der Konzern ist dem Fremdwährungsrisiko in erster Linie aus seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgesetzt. Die Fakturierung erfolgt vorwiegend in EUR, während die Rohstoffe vorwiegend in USD eingekauft werden. Darüber hinaus lauten die Nettoinvestitionen in assoziierte Unternehmen und Joint Ventures ebenfalls vorwiegend auf USD. Die Sensitivitätsanalyse wurde basierend auf der Annahme erstellt, dass abgesehen vom Wechselkurs (Fremdwährung gegen EUR) die Finanzinstrumente und sämtliche anderen Parameter konstant gehalten werden und bestehende Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2024 unverändert sind. Borealis geht davon aus, dass das Fremdwährungsrisiko jedoch in der Praxis aufgrund des vorherrschenden Preisfindungsmechanismus am Polyolefinmarkt reduziert wird. Zum 31. Dezember 2024 weist der Konzern eine Nettoschuld (Vorjahr: Nettoschuld) in USD und eine Nettoforderung (Vorjahr:Nettoforderung) in SEK aus.
314
Auswirkung in TEUR
Ergebnis vor Steuern
Sonstiges Ergebnis
Stärkung
+10 %
Schwächung
-10 %
Stärkung
+10 %
Schwächung
-10 %
31. Dezember 2024
USD
7.374
-6.033
-26.214
21.448
SEK
4.522
-3.700
13.973
-11.432
USD – inklusive Nettoinvestitionen
7.374
-6.033
257.231
-210.462
SEK – inklusive Nettoinvestitionen
4.522
-3.700
68.292
-55.876
31. Dezember 2023
USD
-4.280
3.502
-29.573
24.196
SEK
2.553
-2.089
14.430
-11.806
USD – inklusive Nettoinvestitionen
-4.280
3.502
259.524
-212.338
SEK – inklusive Nettoinvestitionen
2.553
-2.089
70.280
-57.502
Die wichtigsten verwendeten Wechselkurse für den Konzern waren folgende:
2024
2023
Schlusskurs
Durch-
schnittskurs
Schlusskurs
Durch-
schnittskurs
USD
1,0389
1,0827
1,1050
1,0813
SEK
11,4590
11,4322
11,0960
11,4788
24. Zinsrisiko
Das Zinsrisiko ist das Risiko von Wertschwankungen zukünftiger Cashflows aus Finanzinstrumenten aufgrund von Marktzinssatzänderungen.
Die internen Richtlinien von Borealis sehen die Steuerung des Zinsrisikos durch eine modifizierte Duration-Benchmark auf das Kreditportfolio vor. Die durchschnittliche modifizierte Duration darf von der Benchmark innerhalb einer vordefinierten Bandbreite abweichen. Entsprechend den Finanzierungsverfahren besteht die Gesamtrisikostrategie von Borealis im Schutz vor ungünstigen Zinsbewegungen und in der Prognostizierbarkeit des Zinsaufwands. Am 31. Dezember 2024 hielt Borealis keine ausstehenden Zinsswaps. In dem Fall, dass Borealis Zinsswaps hält, werden diese Zinsswaps als Cashflow-Hedge klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Zweck dieser Zinsswaps liegt in der Fixierung der Mittelabflüsse von variabel verzinslichen Krediten.
Der Konzern schließt Zinsswaps ab, deren wertbestimmende Komponenten wie Referenzzinssatz, Zinsfixing-Tag, Zahlungstermine, Fälligkeiten und Nominalbetrag, mit dem abgesicherten Grundgeschäft übereinstimmen.
Die Sicherungsquote basiert auf Zinsswaps mit einem Nominalwert in EUR und USD und einem Zinsindex. Die Sicherungsquote liegt bei 1:1 (100 %). Da Kredite und Sicherungsinstrumente völlig gleichlaufen und bis zum Ablauf nicht verändert werden können, ist eine Veränderung der Sicherungsquote ausgeschlossen. Daher können auch keine Ungleichgewichte auftreten, die zu einer Unwirksamkeit des Sicherungsgeschäfts führen würden.
315
Die Überprüfung der Wirksamkeit des Sicherungsgeschäfts erfolgt durch den Vergleich der Änderungen im beizulegenden Zeitwert des Sicherungsinstruments mit den Wertänderungen eines hypothetischen Derivats. Die Parameter des konstruierten Derivats werden so gewählt, dass die Wertänderungen des Derivats die Wertänderungen des gesicherten Grundgeschäfts exakt ausgleichen. Die Parameter sind identisch mit dem Sicherungsinstrument, berücksichtigen jedoch kein Gegenparteienrisiko. Daher wird davon ausgegangen, dass das Sicherungsgeschäft hochwirksam ist.
Das Sicherungsgeschäft könnte jedoch unwirksam sein, wenn eine wesentliche Änderung des Ausfallrisikos von Borealis oder der Gegenpartei eintritt. Daher überwacht das Group Treasury die Ausfallrisiken beider Parteien auf wesentliche nachteilige Veränderungen.
Unwirksame Sicherungsgeschäfte können entstehen bei:
Unterschieden aus dem zeitlichen Verlauf der Cashflows aus dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument;
unterschiedlicher Wirkung des Ausfallrisikos der Gegenpartei auf die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte des Sicherungsinstruments einerseits und das gesicherte Grundgeschäft andererseits.
Vor Abschluss von Zinsswaps waren ungefähr 96 % (82 %) der Finanzverbindlichkeiten fix und 4 % (18 %) variabel verzinst. Nach Abschluss von Zinsswaps sind ungefähr 96 % (89 %) fix und 4 % (11 %) variabel verzinst. Die variablen Zinssätze bestehen aus einem Referenzzinssatz (hauptsächlich EURIBOR und SOFR) und einem Aufschlag (Spread).
316
Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf die Vermögens- und Ertragslage
Die Auswirkungen der Sicherungsinstrumente im Zusammenhang mit dem Zinsrisiko stellen sich in der Vermögens- und Ertragslage wie folgt dar:
Zinsswaps
In TEUR
2024
2023
Buchwert (Vermögenswert – kurzfristig)
0
2.911
Bilanzposten, der das Sicherungsinstrument beinhaltet
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Nominalbetrag gesamt
TEUR 0
TEUR 99.548
Sicherungsquote
1:1
1:1
Gewichteter Durchschnittskurs des Sicherungsinstruments für das Geschäftsjahr
2,36 %
2,36 %
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
364
985
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
-364
-985
Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften (nach Berücksichtigung latenter Steuern)
0
2.242
Sicherungsgewinn (+) oder -verlust (-) im sonstigen Ergebnis
364
985
Unwirksamkeit des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung
0
0
Umgliederungen aus der Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften in die Gewinn- und Verlustrechnung
-3.275
-4.015
Von der Umgliederung betroffene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Finanzaufwand
Finanzaufwand
Sensitivitätsanalyse
Durch die Absicherung von Zinsrisiken versucht Borealis, die Auswirkungen von kurzfristigen Schwankungen auf den Unternehmenserfolg zu reduzieren. Langfristig gesehen haben dauerhafte Zinsänderungen jedoch Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der Nettoverschuldung, der variabel verzinsten Kredite sowie der abgeschlossenen Derivate zum 31. Dezember 2024 berechnet.
Auswirkung in TEUR
Ergebnis vor Steuern
Sonstiges Ergebnis
Stärkung
+1 %
Schwächung
-1 %
Stärkung
+1 %
Schwächung
-1 %
31. Dezember 2024
Zinssatz
-247
249
0
0
31. Dezember 2023
Zinssatz
-437
442
705
-708
317
25. Warenpreisrisiko
Das Warenpreisrisiko ist das Risiko von Schwankungen der zukünftigen Mittelabflüsse oder der beizulegenden Zeitwerte von Vorräten aufgrund der Veränderung von Warenpreisen. Der Konzern bewertet Vorräte zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert, wobei zukünftige Preisentwicklungen einbezogen werden. Das Warenpreisrisiko wird durch die Rohstoff- und Energieeinkäufer gesteuert und durch die Abteilung Trade Support und Risikomanagement überwacht. Das Warenpreisrisiko, dem Borealis ausgesetzt ist, wird mittels einer Handelssoftware berechnet. Die Abteilung Trade Support und Risikomanagement erstellt einen täglichen Status sämtlicher Handelssystemdaten und ermittelt so die jeweiligen Tagesrisikopositionen. Die Positionen werden analysiert und mit den Handelslimits abgeglichen. Die Händler dürfen Finanzderivate (z. B. Swaps) abschließen, um innerhalb der festgelegten Limits zu bleiben.
Rohstoffe
Borealis sichert einen Teil der erwarteten Rohstoffeinkäufe sowie Endproduktverkäufe mittels Rohstoffderivaten (Swaps) ab. Mit Ausnahme der Absicherung des Preisrisikos für Vorräte, die zum sofortigen Verbrauch bestimmt sind, erfolgt eine Bilanzierung der Sicherungsgeschäfte als Cashflow-Hedge. Ein Teil der Verträge wurde als Cashflow-Hedge für zukünftige Ein- und Verkäufe designiert. Die übrigen Verträge werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestuft und zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Elektrizität
Borealis sichert die erwarteten Strombezüge durch Elektrizitätsderivate (Swaps) ab. Diese Verträge werden als Cashflow-Hedges designiert.
Darüber hinaus hat Borealis mehrere langfristige Stromabnahmeverträge abgeschlossen, die weiterhin für den Eigenbedarf gehalten werden. Sie werden daher als schwebende Verträge bilanziert.
Erdgas
Borealis sichert Teile der erwarteten Erdgasbezüge und offene Positionen in Handelsverträgen hinsichtlich Änderungen des Erdgaspreises durch Erdgasderivate (Swaps) ab. Diese Verträge werden als Cashflow-Hedges klassifiziert.
Es liegt eine wirtschaftliche Beziehung zwischen den gesicherten Grundgeschäften und den Sicherungsinstrumenten vor, da die Parameter der Warentermingeschäfte den Parametern der erwarteten Transaktionen (wie Nominalbetrag und erwartetes Preisstellungsdatum) entsprechen. Der Konzern hat eine Sicherungsquote von 1:1 festgelegt, da das dem Warentermingeschäft zugrunde liegende Risiko identisch mit dem abgesicherten Risiko ist. Zur Überprüfung der Wirksamkeit des Sicherungsgeschäfts werden die Wertänderungen des Sicherungsinstruments und des gesicherten Grundgeschäfts verglichen.
Unwirksame Sicherungsgeschäfte können entstehen bei:
Unterschieden aus dem zeitlichen Verlauf der Cashflows aus dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument;
Veränderungen der prognostizierten Cashflows aus dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument.
318
Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf die Vermögens- und Ertragslage
Die Auswirkungen der Sicherungsinstrumente im Zusammenhang mit dem Warenpreisrisiko stellen sich in der Vermögens- und Ertragslage wie folgt dar:
Rohstoffe
In TEUR
2024
2023
Buchwert (Vermögenswert – kurzfristig)
19.769
23.641
Buchwert (Vermögenswert – langfristig)
1.382
0
Buchwert (Verbindlichkeit – kurzfristig)
530
4.583
Buchwert (Verbindlichkeit – langfristig)
619
112
Bilanzposten, der das Sicherungsinstrument beinhaltet
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Nominalbetrag gesamt
629.926 Tonnen
596.323 Tonnen
Sicherungsquote
1:1
1:1
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
1.955
-30.965
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
-1.955
30.965
Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften (nach Berücksichtigung latenter Steuern)
15.403
14.591
Sicherungsgewinn (+) oder -verlust (-) im sonstigen Ergebnis
1.955
-30.965
Unwirksamkeit des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung
0
0
Umgliederungen aus der Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften zu den Anschaffungskosten des nicht-finanziellen Vermögenswerts
-901
43.258
319
Elektrizität
In TEUR
2024
2023
Buchwert (Vermögenswert – kurzfristig)
6.040
10.008
Buchwert (Vermögenswert – langfristig)
10.145
2.523
Buchwert (Verbindlichkeit – kurzfristig)
32.431
24.503
Buchwert (Verbindlichkeit – langfristig)
15.155
34.302
Bilanzposten, der das Sicherungsinstrument beinhaltet
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Nominalbetrag gesamt
4.281 GWh
4.027 GWh
Sicherungsquote
1:1
1:1
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
-29.601
-297.231
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
29.601
297.231
Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften (nach Berücksichtigung latenter Steuern)
-24.181
-35.631
Sicherungsgewinn (+) oder -verlust (-) im sonstigen Ergebnis
-29.601
-297.231
Unwirksamkeit des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung
0
0
Umgliederungen aus der Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften
in die Gewinn- und Verlustrechnung
44.474
-62.380
Von der Umgliederung betroffene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Herstellungs-
kosten
Herstellungs-
kosten
Erdgas
In TEUR
2024
2023
Bilanzposten, der das Sicherungsinstrument beinhaltet
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Sonstige Forder- ungen und Ver-
mögenswerte/
Sonstige Ver-
bindlichkeiten
Nominalbetrag gesamt
0 GWh
0 GWh
Sicherungsquote
1:1
1:1
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
0
-1.316
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts zur Messung der Unwirksamkeit der Periode
0
1.316
Sicherungsgewinn (+) oder -verlust (-) im sonstigen Ergebnis
0
-1.316
Unwirksamkeit des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung
0
0
Umgliederungen aus der Rücklage aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften in die Gewinn- und Verlustrechnung
0
4.701
Von der Umgliederung betroffene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Herstellungs-
kosten
Herstellungs-
kosten
320
Sensitivitätsanalyse
Die Sensitivitätsanalyse wurde für alle derivativen Finanzinstrumente auf Basis gleichbleibender Warenmengen und anderer konstanter Parameter, mit Ausnahme des Warenpreises (insbesondere des Verkaufspreises), sowie bestehender Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2024 durchgeführt. Der Konzern nimmt an, dass das Warenpreisrisiko in der Praxis aufgrund der vorherrschenden Preismechanismen am Markt reduziert wird.
Auswirkung in TEUR
Ergebnis vor Steuern
Sonstiges Ergebnis
Stärkung
+1 %
Schwächung
-1 %
Stärkung
+1 %
Schwächung
-1 %
31. Dezember 2024
Rohstoffe – Naphtha
-138
138
-3.396
3.396
Rohstoffe – Sonstige
49
-49
1.846
-1.846
Elektrizität
0
0
2.783
-2.783
Erdgas
0
0
144
-144
31. Dezember 2023
Rohstoffe – Naphtha
-45
45
-2.068
2.068
Rohstoffe – Sonstige
-37
37
-636
636
Elektrizität
0
0
3.624
-3.624
Erdgas
0
0
240
-240
26. Factoring
Borealis verkauft im Rahmen eines Factoring-Programms bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Dritte. Der Konzern behält dabei keine wesentlichen Risiken zurück, weshalb die veräußerten Forderungen entsprechend ausgebucht werden. Vom Nominalwert der verkauften Forderungen werden Abschläge vorgenommen und verbucht, die nach Ausgleich der entsprechenden Forderungen bei Aurora Asset Purchaser DAC (Käufer), eine Programmzweckgesellschaft mit Sitz in Irland, aufgelöst werden. Der Käufer wird nicht nach IFRS 10 konsolidiert, da Borealis weder Entscheidungsmacht noch Einfluss auf die Finanzierung des Programms durch die Zweckgesellschaft hat und kein Zusammenhang zwischen der Entscheidungsmacht und der Variabilität der Rückflüsse vom Käufer besteht. Borealis verwaltet weiterhin die laufenden Kundenbeziehungen und überträgt die zuvor bereits verkauften und ausgeglichenen Forderungen an deren Käufer.
Während des Geschäftsjahres wurde ein Gesamtnominalwert in Höhe von TEUR 4.005.375 (TEUR 4.287.494) verkauft. Zum 31. Dezember 2024 wurden Forderungen in Höhe von TEUR 440.600 (TEUR 432.522) im Rahmen des Factoring-Programms verkauft. Zum Bilanzstichtag betrugen die Abschläge vom Nominalwert der verkauften Forderungen TEUR 92.809 (TEUR 93.054) und sind unter den sonstigen kurzfristigen Forderungen ausgewiesen. Während des Geschäftsjahres wurden für das Factoring-Programm Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.295 (TEUR 1.545) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
321
27. Kreditrisiko
Das Kreditrisiko ist das Risiko, einen finanziellen Verlust zu erleiden, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstruments seinen oder ihren vertraglichen Pflichten nicht nachkommt. Der Konzern ist aufgrund seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vorwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) und seiner Finanzaktivitäten, die Geldeinlagen bei Banken und Finanzinstituten sowie sonstige Finanzinstrumente umfassen, dem Kreditrisiko ausgesetzt.
Der Konzern hat drei Arten finanzieller Vermögenswerte, auf die das Modell der erwarteten Kreditverluste angewendet wird:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ausgenommen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) sowie Vertragsvermögenswerte,
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Schuldinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Zu jedem Stichtag beurteilt der Konzern, ob finanzielle Vermögenswerte klassifiziert als zu fortgeführten Anschaffungskosten ausfallgefährdet sind. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der Konzern den in den IFRS vorgesehenen vereinfachten Ansatz zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste an, wobei stets eine Wertberichtigung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste angesetzt wird.
Kreditrisiko im Rahmen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Es wird ein Verfahren zur Kontrolle offener Forderungen angewendet, wobei das Kreditrisiko laufend überwacht wird. Das Kreditrisiko einer bestimmten Gegenpartei ist die Summe aller ihrer ausstehenden Forderungen und wird dem individuellen Kreditrahmen, der dieser Gegenpartei eingeräumt wurde, gegenübergestellt. Die Kreditrahmen werden täglich bewertet und sämtliche Kunden zumindest einmal pro Jahr überprüft. Zur Genehmigung von Kreditrahmen für Kunden werden Genehmigungs- und Eskalationsgrenzen eingesetzt. Für einige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhält Borealis Kreditsicherheiten in Form von Garantien (Bankgarantien und Patronatserklärungen), Akkreditive oder Kreditversicherungen, die im Falle eines Zahlungsverzugs der Gegenpartei gezogen werden können. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Konzentrationsrisiken im Hinblick auf Forderungen gegenüber Dritten, die mehr als 10 % der gesamten ausstehenden Forderungen betragen. Weiterführende Informationen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Parteien können der Anhangangabe 30 entnommen werden. Es werden keine Kreditrisiken im Zusammenhang mit den im Rahmen des Factoring-Programms verkauften Forderungen gehalten (Anhangangabe 26).
322
Das maximale Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag, gegliedert nach Regionen, betrug:
In TEUR
2024
2023
EU-Länder
349.208
270.209
Nicht-EU-Länder in Europa
120.112
86.719
USA
49.540
37.485
Mittlerer Osten und Asien
138.592
116.127
Andere Regionen
120.401
89.726
Gesamt
777.853
600.266
Das maximale Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag, gegliedert nach Segmenten und Kundengruppen, betrug:
In TEUR
2024
2023
Polyolefine 1)
611.252
436.653
Basischemikalien 1)
132.878
116.238
Andere 1)
33.723
47.375
Gesamt
777.853
600.266
1) Umgliederung der Zahlen für 2023 zwischen der Art des Segments und der Kundengruppe, der Gesamtbetrag bleibt unverändert.
Alle Kunden werden in Risikokategorien eingestuft, die auf den externen oder internen Ratings und den entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten basieren, um die erwarteten Kreditverluste über die Laufzeit zu errechnen.
Die Aufstellung zeigt das maximale Ausfallrisiko (Bruttobuchwert) für jede Risikokategorie. Ausgehend davon wurden die Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Forderungen klassifiziert als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert) wie folgt bemessen.
In TEUR
31. Dezember 2024
Äquivalent zum
externen Rating
Ausfall-
wahrschein-
lichkeit
Brutto-
buchwert
Wert-
berichtigung
Ausfall-
gefährdet
Risikokategorie 1
AAA, AA+, AA,
AA-, A+, A, A-
0,13 %
104.946
-7
Nein
Risikokategorie 2
BBB+, BBB, BBB-
0,44 %
56.753
-14
Nein
Risikokategorie 3
BB+, BB, BB-
1,18 %
334.121
-206
Nein
Risikokategorie 4
B+, B, B-
8,52 %
124.855
-523
Nein
Risikokategorie 5
CCC/CC
29,54 %
84.155
-1.070
Nein
Risikokategorie 6
SD/D
100,00 %
9.141
-9.141
Ja
Gesamt
713.971
-10.961
323
In TEUR
31. Dezember 2023
Äquivalent zum
externen Rating
Ausfall-
wahrschein-
lichkeit
Brutto-
buchwert
Wert-
berichtigung
Ausfall-
gefährdet
Risikokategorie 1
AAA, AA+, AA,
AA-, A+, A, A-
0,13 %
34.088
-1
Nein
Risikokategorie 2
BBB+, BBB, BBB-
0,44 %
116.194
-28
Nein
Risikokategorie 3
BB+, BB, BB-
1,18 %
201.390
-123
Nein
Risikokategorie 4
B+, B, B-
8,52 %
140.422
-655
Nein
Risikokategorie 5
CCC/CC
29,54 %
91.646
-966
Nein
Risikokategorie 6
SD/D
100,00 %
12.173
-12.173
Ja
Gesamt
595.913
-13.946
Die Wertberichtigung für Vertragsvermögenswerte war unwesentlich.
Die Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelte sich wie folgt:
In TEUR
2024
2023
Über die Laufzeit
erwartete
Kreditverluste – nicht
ausfallgefährdet
Über die Laufzeit
erwartete
Kreditverluste –
ausfallgefährdet
Über die Laufzeit
erwartete
Kreditverluste – nicht
ausfallgefährdet
Über die Laufzeit
erwartete
Kreditverluste –
ausfallgefährdet
Stand zum 1. Jänner
1.772
12.173
2.709
9.721
Erfasster Wertberichtigungsaufwand
48
1.133
0
4.154
Abschreibungen
-2.114
-233
Auflösungen
0
-2.053
-937
-1.459
Währungsdifferenzen
2
-10
Stand zum 31. Dezember
1.820
9.141
1.772
12.173
Der Konzern hat die Zahlungsbedingungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2024 nicht neu verhandelt. Im Allgemeinen unterliegen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Jahr 2024 abgeschrieben wurden, keinen Vollstreckungsmaßnahmen.
Der Gesamtbetrag an erhaltenen Garantien (Bankgarantien und Patronatserklärungen) im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug TEUR 262.673 (TEUR 295.976). Der Konzern verlangt keine Sicherheiten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es gibt keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die aufgrund der Stellung von Sicherheiten und anderen Kreditsicherheiten keine Wertberichtigungen gebildet wurden.
Sonstige Kreditrisiken
Der Konzern ist dem Ausfallrisiko auch im Zusammenhang mit anderen finanziellen Vermögenswerten ausgesetzt. Zum Bilanzstichtag entspricht das maximale Ausfallrisiko dem Buchwert für jede Kategorie der finanziellen Vermögenswerte, wie in Anhangangabe 28 dargestellt.
Die Aufstellung zeigt das maximale Ausfallrisiko (Bruttobuchwert) für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten und mit den erwarteten 12-Monats-Kreditverlusten bewertet werden.
324
Kreditrisiko (Bruttobuchwert)
Erfasste Wertberichtigung
In TEUR
2024
2023
2024
2023
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
1.028.011
2.347.631
0
0
Schuldinstrumente, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden
Gegebene Kredite
1.253.382
905.683
-6.707
-4.768
Einlagen und andere Forderungen 1)
170.932
167.860
-533
-2.054
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Bilanzierungsmethode für Emissionsrechte angepasst. Weitere Einzelheiten finden Sie in Anhangangabe 32. 
Die liquiden Mittel von Borealis werden bei Hausbanken angelegt oder in liquide Wertpapiere investiert, wobei nur mit solchen Parteien Geschäfte abgeschlossen werden, deren Bonität innerhalb einer festgelegten Bandbreite liegt. Kreditrisiken von Gegenparteien im Zusammenhang mit langfristigen Finanztransaktionen werden mittels vorgegebener Kreditlimits und externer Bonitätsanforderungen gesteuert oder durchlaufen einen besonderen Genehmigungsprozess. Mit einem Echtzeit-Treasury-System werden Risikopositionen und -limits laufend kontrolliert. Das Management von Borealis geht nicht davon aus, dass eine Gegenpartei ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann.
Obwohl Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ebenfalls den Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 unterliegen, konnte lediglich eine unwesentliche Wertminderung festgestellt werden. Für alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schuldinstrumente wird grundsätzlich ein geringes Ausfallrisiko unterstellt. Daher wurde die Wertberichtigung nur in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen.
Für Finanzgarantieverbindlichkeiten wurden in der Berichtsperiode keine Wertberichtigungen erfasst, da der beizulegende Zeitwert abzüglich des erfassten kumulierten Ertrags gemäß IFRS 15 die Wertberichtigung nach IFRS 9 übersteigt. Weitere Details zu Finanzgarantieverträgen werden in Anhangangabe 30 erläutert.
325
28. Beizulegende Zeitwerte
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie. Angaben zum beizulegenden Zeitwert finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind nicht enthalten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
In TEUR
31.12.2024
31.12.2023 rückwirkend angepasst
Vermögenswerte
Buchwert
Beizulegen-
der Zeitwert
Stufe der
Fair-Value-
Hierarchie
Buchwert
Beizulegen-
der Zeitwert
Stufe der
Fair-Value-
Hierarchie
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
21.994
21.994
3
23.621
23.621
3
Davon erfolgswirksam
um beizulegenden Zeitwert
16.623
18.250
Davon erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert
5.371
5.371
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
777.853
600.266
Davon zu fortgeführten Anschaffungskosten
703.011
581.967
Davon erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert
74.842
18.299
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel
193.249
403.163
Sonstige kurzfristige Einlagen
834.762
1.944.468
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
1.028.011
2.347.631
Gegebene Kredite (kurzfristig und langfristig)
Gegebene Kredite
1.246.676
1.262.264
2
900.915
910.336
2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
1.246.676
900.915
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
(kurzfristig und langfristig)
Börsennotierte Wertpapiere und Anleihen
29.039
29.039
1
28.014
28.014
1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
29.039
28.014
Derivative Finanzinstrumente, auf welche
die Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsbeziehungen angewendet werden
38.506
38.506
2
49.000
49.000
2
Sicherungsinstrumente
38.506
49.000
Derivative Finanzinstrumente, auf welche
die Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsbeziehungen nicht angewendet werden
777
777
2
11.643
11.643
2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
777
11.643
Einlagen und andere Forderungen 1)
170.399
165.806
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
168.622
164.029
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
1.777
1.777
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte
185.277
n/a
n/a
314.798
n/a
n/a
Gesamte sonstige Forderungen und
Vermögenswerte (kurzfristig und langfristig)
423.998
569.261
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
326
In TEUR
31.12.2024
31.12.2023 rückwirkend angepasst
Schulden
Buchwert
Beizulegen-
der Zeitwert
Stufe der
Fair-Value-
Hierarchie
Buchwert
Beizulegen-
der Zeitwert
Stufe der
Fair-Value-
Hierarchie
Finanzverbindlichkeiten
(kurzfristig und langfristig)
Anleihe
300.000
296.259
1
298.973
290.505
1
Variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten
42.811
43.080
2
265.496
266.779
2
Fix verzinste Finanzverbindlichkeiten
879.462
840.136
2
951.949
877.763
2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
1.222.273
1.516.418
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
909.687
849.547
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
909.687
849.547
Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig und langfristig)
Derivative Finanzinstrumente, auf welche
die Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsbeziehungen angewendet werden"
59.356
59.356
2
63.568
63.568
2
Sicherungsinstrumente
59.356
63.568
Derivative Finanzinstrumente, auf welche
die Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsbeziehungen nicht angewendet werden
10.104
10.104
2
10.615
10.615
2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
10.104
10.615
Bedingte Gegenleistungen
3.119
3.119
3
8.000
8.000
3
Zinsabgrenzungen für Finanzverbindlichkeiten
3.863
6.690
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
113.358
151.955
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
120.340
166.645
Finanzgarantieverbindlichkeiten
21.276
21.276
2
24.305
24.305
2
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 1)
168.555
n/a
n/a
112.671
n/a
n/a
Gesamte sonstige Verbindlichkeiten
(kurzfristig und langfristig)
379.631
377.804
1) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
Der Konzern bewertet beizulegende Zeitwerte unter Verwendung der folgenden Hierarchie, die die Bedeutung der verwendeten Inputfaktoren bei der Bewertung widerspiegelt:
Stufe 1: Börsenwert (unbereinigt) in einem aktiven Markt für ein identisches Instrument.
Stufe 2: Bewertungsverfahren auf Grundlage direkt oder indirekt beobachtbarer Inputfaktoren. Diese Kategorie umfasst Instrumente, die mit Börsenwerten aktiver Märkte für ähnliche Instrumente, mit Börsenwerten für identische oder ähnliche Instrumente in weniger aktiven Märkten oder mittels anderer Bewertungsmethoden, bei denen alle bedeutenden Inputfaktoren direkt oder indirekt von Marktdaten abgeleitet werden, bewertet werden.
Stufe 3: Bewertungsmethoden, die bedeutende, nicht am Markt beobachtbare Inputfaktoren verwenden. Diese Kategorie umfasst sämtliche Instrumente, bei denen Inputfaktoren verwendet werden, die auf nicht am Markt beobachtbaren Daten beruhen, wobei diese Faktoren einen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung des Instruments haben. Diese Kategorie umfasst weiters Instrumente, die auf Grundlage von Börsenpreisen für ähnliche Instrumente ermittelt werden, wobei bedeutende, nicht am Markt beobachtbare Berichtigungen oder Annahmen erforderlich sind, um Unterschieden zwischen den Instrumenten Rechnung zu tragen.
Im Geschäftsjahr 2024 and 2023 erfolgten keine Übertragungen zwischen den Fair-Value-Hierarchiestufen.
327
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Weiterführende Informationen zu sonstigen finanziellen Vermögenswerten können der Anhangangabe 10 entnommen werden. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird davon ausgegangen, dass der Wert des anteiligen Eigenkapitals dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Steigt das Eigenkapital, erhöht sich der beizulegende Zeitwert. Sinkt das Eigenkapital, verringert sich der beizulegende Zeitwert.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte entwickeln sich wie folgt (Stufe-3-Posten):
In TEUR
2024
2023
Stand zum 1. Jänner
23.621
18.459
Erwerb und Investionen
0
2.303
Abgang wegen Firmenauflösung
-770
0
In der Gewinn- und Verlustrechnung (Finanzertrag/-aufwand) erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts
-832
2.857
Währungsdifferenzen
-25
2
Stand zum Bilanzstichtag
21.994
23.621
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Es wird angenommen, dass der beizulegende Zeitwert von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen und Vermögenswerten dem Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen (= Buchwert) entspricht.
Der Buchwert der Einlagen und anderen Forderungen unterscheidet sich nicht wesentlich vom beizulegenden Zeitwert.
Gegebene Kredite
Der beizulegende Zeitwert der gegebenen Kredite wird auf Basis des Barwerts der zukünftigen Tilgungs- und Zinszahlungen unter Anwendung des Marktzinssatzes, korrigiert um das Kreditrisiko der jeweiligen Gegenpartei am Bilanzstichtag, ermittelt.
Derivate
Der beizulegende Zeitwert von Fremdwährungsderivaten wird mittels Diskontierung der Differenz zwischen dem vertraglichen Terminpreis und dem aktuellen Terminpreis über die Restlaufzeit des Vertrags unter Anwendung von Marktzinssätzen zum Bilanzstichtag ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps wird mittels Diskontierung der geschätzten zukünftigen Cashflows auf Grundlage der Konditionen und Laufzeiten der einzelnen Verträge sowie unter Anwendung von Marktzinssätzen zum Bilanzstichtag ähnlicher Instrumente ermittelt. Dabei wurde die Kreditwürdigkeit der Gegenparteien berücksichtigt, was jedoch zu keiner wesentlichen Änderung der beizulegenden Zeitwerte führte.
Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften wird mittels Diskontierung der Differenz zwischen aktuellem Terminpreis und vertraglichem Terminpreis ermittelt.
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Die angegebenen sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dienen nur zu Abstimmungszwecken.
328
Nicht-derivative finanzielle Schulden
Der beizulegende Zeitwert der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wird auf Basis des Barwerts der zukünftigen Tilgungs- und Zinszahlungen unter Anwendung des Marktzinssatzes, korrigiert um das Kreditrisiko von Borealis am Bilanzstichtag, ermittelt. Alle beizulegenden Zeitwerte verstehen sich exklusive Zinsabgrenzungen zum Bilanzstichtag.
Es wird angenommen, dass der beizulegende Zeitwert von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Schulden dem Buchwert entspricht.
Bedingte Gegenleistungen
Für die Akquisition der zusätzlichen 48,55 % der Anteile an Renasci am 30. November 2023 wurde eine bedingte Gegenleistung von bis zu TEUR 1.693 vereinbart, die von einem Gewinnziel für die Jahre 2024, 2025 und 2026 abhängt. Nach Einschätzung von Borealis wird dieses Ziel nicht erreicht werden. Daher wurde diese bedingte Gegenleistung mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 0 (31. Dezember 2023: TEUR 0) bewertet.
Der beizulegende Zeitwert für bedingte Gegenleistungen bei der Übernahme von Rialti beträgt zum 31. Dezember 2024 TEUR 3.119 (31. Dezember 2023: TEUR 8.000). Die tatsächlichen Ansprüche in Bezug auf die Garantien sind der wesentliche Bewertungsfaktor für die Bestimmung der Verbindlichkeit der bedingten Gegenleistung.
Der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung für den Erwerb von Integra Plastics EAD beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 0 TEUR. Weitere Einzelheiten sind in Anhangangabe 8.3 zu finden.
29. Sonstige betriebliche Erträge
Im Jahr 2024 sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Wesentlichen Erträge aus Versicherungskompensationen in Höhe von TEUR 23.351 enthalten, wovon TEUR 23.211 der Geschäftsunterbrechung bei Borouge zuzurechnen sind (2023: TEUR 6.699 für eine Geschäftsunterbrechung in der Raffinerie Schwechat). Borouge hat einen Versicherungsvertrag für Geschäftsunterbrechungen ausschließlich im Auftrag von Borealis abgeschlossen. Vertraglich ist die Versicherungskompensation direkt Borealis zuzuordnen und wird daher in den Büchern von Borealis erfasst. Darüber hinaus sind Fremdwährungserträge, die im Zusammenhang mit dem Umlaufvermögen stehen, in Höhe von TEUR 62.198 (TEUR 50.276) enthalten. Die berichteten Vergleichszahlen aus 2023 enthielten Erträge aus der Auflösung von Zuschüssen der öffentlichen Hand, die aufgrund unentgeltlich zugeteilter Emissionszertifikate realisiert wurden. Aufgrund einer Änderung der Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte wurden diese Vergleichszahlen rückwirkend angepasst. Weitere Details werden in Anhangangabe 32 erläutert.
329
30. Transaktionen mit nahestehenden Parteien
Transaktionsvolumen
Stand zum
In TEUR
2024
2023
31.12.2024
31.12.2023
Verkäufe von Waren und Dienstleistungen an
Assoziierte Unternehmen
4.702
7.991
12.383
11.288
Joint Ventures
526.141
530.666
140.614
119.181
Andere nahestehende Parteien
67.063
70.014
6.559
9.095
davon OMV Tochtergesellschaften
66.860
69.855
6.524
8.916
Einkäufe von Waren und Dienstleistungen von
Assoziierte Unternehmen
85.206
105.913
0
194
Joint Ventures
485.902
380.636
146.727
91.289
Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss
0
4
0
0
Andere nahestehende Parteien
1.453.261
1.275.613
134.841
117.198
davon OMV Tochtergesellschaften
1.444.078
1.268.384
132.307
113.790
Sonstige
Gegebene Kredite und zugehörige Zinsen –
assoziierte Unternehmen
2.767
2.500
55.181
52.492
Gegebene Kredite und zugehörige Zinsen –
Joint Ventures
80.249
59.095
1.204.590
856.122
Finanzgarantieforderungen –
Joint Ventures
1.013
1.303
21.199
24.191
Finanzgarantieverbindlichkeiten –
Joint Ventures
6.279
3.236
21.276
24.304
Sonstige Finanzverbindlichkeiten –
Joint Ventures
0
0
0
67.873
Leasingverbindlichkeiten und zugehörige
Zinsen – Muttergesellschaft
16
20
5.011
6.430
Leasingverbindlichkeiten und zugehörige
Zinsen – Muttergesellschaft
183
223
7.741
10.164
Forderungen aus laufenden
Ertragsteuern und zugehöriger Aufwand – Muttergesellschaft
0
13.217
0
41.912
Verbindlichkeiten aus laufenden
Ertragsteuern und zugehöriger Aufwand –
Muttergesellschaft
62.012
0
57.662
0
Aufgrund des Verkaufs von Borealis NITRO Anfang Juli 2023 sind im Jahr 2023 nur die Transaktionswerte für die ersten sechs Monate des aufgegebenen Geschäftsbereichs enthalten.
Verkäufe an assoziierte Unternehmen und Joint Ventures umfassen hauptsächlich fertige Erzeugnisse und Dienstleistungen. Die Transaktionen mit Joint Ventures enthalten weiters die Vergabe von Lizenzen für die Nutzung von Technologien des Konzerns. Vertragsvermögenswerte mit Borouge PLC betragen TEUR 8.356 (TEUR 7.856 mit Abu Dhabi Polymers Company Limited) und sind im Stand zum jeweiligen Stichtag enthalten. Weiterführende Informationen zu den Vertragsvermögenswerten können der Anhangangabe 2
330
entnommen werden. In den Bilanzständen zum jeweiligen Stichtag mit assoziierten Unternehmen sind Vorauszahlungen an Kilpilahden Voimalaitos Oy (KPP) in Höhe von TEUR 9.705 (TEUR 10.585) enthalten. Einkäufe von Joint Ventures betreffen hauptsächlich fertige Erzeugnisse, die von Borouge im Jahr 2023 produziert und in Europa verkauft wurden, während im Jahr 2024 auch Einkäufe von Bayport Polymers LLC (Baystar) an Bedeutung gewannen, nachdem die Produktion des Joint Ventures Baystar mit der Fertigstellung der neuen PE-Anlage Bay 3 in Texas im dritten Quartal 2023 ausgebaut wurde. Einkäufe von anderen nahestehenden Parteien betreffen im Wesentlichen den Zukauf von Rohstoffen und Energie von Unternehmen des OMV Konzerns. Forderungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Parteien werden in den Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Joint Ventures im Jahr 2023 beziehen sich auf eine ausstehende Zahlung in Höhe von TUSD 75.000 aus der Kapitaleinlage von insgesamt TUSD 100.000 in Bayport Polymers LLC (Baystar), welche am 10. Jänner 2024 beglichen wurde.
Leasingverbindlichkeiten und zugehörige Zinsen gegenüber der Muttergesellschaft betreffen die Anmietung von Büroräumen in Wien von der OMV Aktiengesellschaft. Leasingverbindlichkeiten und zugehörige Zinsen gegenüber anderen nahestehenden Parteien betreffen ein gemietetes Grundstück sowie gemietete Infrastruktur von OMV Deutschland Operations GmbH & Co KG und OMV Deutschland GmbH. Gegebene Kredite und zugehörige Zinsen an Joint Ventures mit einem Betrag von TEUR 1.204.590 (TEUR 856.122) betreffen Baystar und Borouge 4 LLC (Borouge 4). Weiterführende Informationen zu den gegebenen Krediten können der Anhangangabe 10 entnommen werden.
Alle Transaktionen mit nahestehenden Parteien erfolgten zu marktüblichen Bedingungen.
Zum 31. Dezember 2024 bestanden nicht in Anspruch genommene Zusagen an Borouge 4 in Höhe von insgesamt TUSD 639.200 (TUSD 904.001) aus einem am 3. Februar 2023 abgeschlossenen Gesellschafterdarlehensvertrag (SHL) mit der Borealis AG als Darlehensgeber und Borouge 4 als Darlehensnehmer zur Teilfinanzierung des Investitionsbedarfs von Borouge 4. Von der Gesamtverpflichtung in Höhe von TUSD 1.068.000 wurden bisher TUSD 428.800 in Anspruch genommen. Der SHL ist als eine Fazilität mit einer Laufzeit von fünf Jahren strukturiert. Borealis behält sich das Recht vor, die ausstehenden Beträge zum Zeitpunkt der Wiedereingliederung in Borouge PLC vorzeitig zu tilgen. Darüber hinaus hat Borealis eine Garantie für die Finanzierung von Borouge 4 im Rahmen der Vereinbarung mit der italienischen Exportkreditagentur gewährt. Die Gesamtgarantie beläuft sich auf TUSD 1.276.000 zuzüglich Zinsen (davon TUSD 1.048.352 in Anspruch genommen zum 31. Dezember 2024), die als finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 1.051 (31. Dezember 2024: TEUR 988) ausgewiesen wird.
Borealis gewährte eine Garantie für eine revolvierende Kreditlinie (RCF), die von Baystar als Liquiditätsinstrument für die Ausübung seiner normalen Geschäftstätigkeit genutzt wird. Der Höchstbetrag der Kreditfazilität beläuft sich auf TUSD 200.000, wovon 50 % (TUSD 100.000) von Borealis garantiert werden, während der verbleibende Betrag von TUSD 100.000 vom Joint-Venture-Partner TotalEnergies garantiert wird. Am 3. Jänner 2025 schloss Baystar eine Änderung des bestehenden RCF-Vertrags ab, mit welcher der Höchstbetrag der Kreditfazilität auf TUSD 300.000 erhöht wurde. Zum 31. Dezember 2024 wurden TUSD 170.000 des revolvierenden Kredits von Baystar in Anspruch genommen (wovon TUSD 85.000 von Borealis garantiert wurden).
331
Am 19. April 2022 wurde ein Darlehen in Höhe von TUSD 650.000 von Baystar an Borealis zurückgezahlt. Die Rückzahlung wurde aus den beiden Tranchen der in USD begebenen vorrangigen Schuldverschreibungen in Höhe von TUSD 350.000 und TUSD 300.000 finanziert, die im Jahr 2027 bzw. 2032 fällig werden. Borealis hat eine Garantie in Höhe von TUSD 650.000 für den vollen Betrag der vorrangigen Schuldverschreibungen übernommen, die als finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 18.836 (TEUR 21.690) ausgewiesen wird. Darüber hinaus hat Borealis eine Bürgschaft für ein Leasing von Eisenbahnwaggons mit einem Höchstbetrag zum Berichtsstichtag von TUSD 19.651 (TUSD 22.010) übernommen und eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 1.389 (TEUR 1.626) ausgewiesen.
Seit 1. Jänner 2021 gehören österreichische Borealis-Gesellschaften zur österreichischen OMV Steuergruppe, und die aus Steuerausgleichsvereinbarungen resultierenden Steuerumlagen werden mit der OMV Aktiengesellschaft beglichen. Verbindlichkeiten aus laufender Ertragsteuer gegenüber der Muttergesellschaft werden unter sonstigen Verbindlichkeiten gezeigt.
Österreich ist über die OMV und die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) indirekt mit Borealis verbunden und gilt daher zusammen mit Unternehmen, die unter der Kontrolle der Republik Österreich stehen, als nahe stehendes Unternehmen. Borealis tätigt im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen hauptsächlich mit der OMV AG und ihren Tochtergesellschaften (dargestellt unter "Andere nahestehende Parteien") sowie der VERBUND AG und ihren Tochtergesellschaften.
Über die OMV hat Borealis eine indirekte Beziehung zum Emirat Abu Dhabi, das zusammen mit den von Abu Dhabi kontrollierten Unternehmen ebenfalls als nahe stehendes Unternehmen betrachtet wird. Im Jahr 2024 gab es Transaktionen zu marktüblichen Bedingungen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit hauptsächlich mit der Compañía Española Distribuidora de Petróleos, S.A. (CEPSA), der NOVA Chemicals Corporation und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) sowie deren Tochtergesellschaften.
Weiterführende Angaben zu den von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures erhaltenen Dividenden können der Anhangangabe 9 entnommen werden.
Weiterführende Informationen zu Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Joint Ventures können der Anhangangabe 21 entnommen werden. Informationen zu Dividendenzahlungen finden sich in den Angaben zur Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals.
31. Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten
Rechtsstreitigkeiten
Obwohl der Borealis Konzern mit einigen anhängigen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert ist, ist der Vorstand der Meinung, dass diese Verfahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage des Konzerns haben werden.
Finanzgarantien
Der Konzern ist im Hinblick auf seine Geschäftstätigkeit zahlreichen nationalen und lokalen Steuergesetzen sowie weiteren Vorschriften wie Umweltschutzbestimmungen unterworfen. Diese Gesetze und Vorschriften können den Konzern gegebenenfalls veranlassen, Garantien für seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber den zuständigen Behörden abzugeben. Solche Garantien wurden im von den jeweiligen Behörden geforderten Umfang abgegeben.
Der Konzern hat Mietgarantien vor allem für eigene Mietvereinbarungen abgegeben. Der Konzern wäre haftbar, wenn der Mieter bzw. Borealis selbst seinen
332
Mietzahlungsverpflichtungen nicht nachkommt oder Schaden am Mietobjekt anrichtet. Aus diesen Eventualverbindlichkeiten wird kein materieller Verlust erwartet.
Neben den vertraglichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sachanlagen (siehe Anhangangabe 5) und den vertraglichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit zusätzlichen Kapitaleinlagen (siehe Anhangangaben 9 und 30) wurden im Vergleich zum Jahresende 2023 keine weiteren signifikanten Risiken und Unsicherheiten identifiziert.
32. Rückwirkende Anpassungen
Borealis hat in 2024 die Darstellung der Konzern-Cashflow-Rechnung von der direkten auf die indirekte Methode geändert. Weitere Details werden in der Konzern-Cashflow-Rechnung und Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden erläutert.
Seit dem 1. Jänner 2024 hat Borealis seine Rechnungslegungsmethode für Emissionsrechte geändert, die kostenlos als Zuschüsse der öffentlichen Hand erhalten werden. Zuvor erfasste Borealis kostenlos zugeteilte Zertifikate als immaterielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten mit dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Zuteilung und als Zuschuss aus öffentlicher Hand, der im jeweiligen Geschäftsjahr aufgelöst wurde. Für tatsächlich verursachte Emissionen wurde eine Verbindlichkeit gebildet. Basierend auf der geänderten Rechnungslegungsmethode erfasst Borealis die gewährten Emissionsrechte zu Nullkosten. Infolgedessen wird kein staatlicher Zuschuss erfasst. Die Verbindlichkeit für die tatsächlich verursachten Emissionen wird mit Null erfasst, solange ausreichend kostenlos zugeteilte Emissionsrechte verfügbar sind. Falls die tatsächlich verursachten Emissionen die verfügbaren kostenlos zugeteilten Emissionsrechte überschreiten, muss Borealis zusätzliche Emissionsrechte erwerben, um die Verpflichtung zu erfüllen. Um die Verpflichtung für tatsächlich verursachte Emissionen zu erfüllen, wird davon ausgegangen, dass zunächst die kostenlos zugeteilten Zertifikate verwendet werden, gefolgt von den bereits erworbenen. Falls ein verbleibender Fehlbetrag verbleibt, wird eine Rückstellung gebildet. Die Änderungen gelten rückwirkend, daher wurden die Vergleichszahlen für frühere Perioden entsprechend angepasst.
Im Jahr 2024 bewertete das Managementteam die Bilanzierung von Emissionsrechten innerhalb der Vergleichsgruppe. Basierend auf dieser Bewertung wurde der Schluss gezogen, dass der Nettoansatz die wirtschaftliche Substanz der Transaktionen mit Zuschüssen der öffentlichen Hand genauer widerspiegelt.
Die Änderung der Rechnungslegungsmethode passt die Rechnungslegungsmethode von Borealis an die der Vergleichsgruppe an und verbessert so die Vergleichbarkeit der Finanzberichte der Gruppe, wodurch den Lesern des Berichts relevantere und zuverlässigere Informationen bereitgestellt werden.
Darüber hinaus wurde beschlossen, die Rechnungslegungsmethode von Borealis an die der Muttergesellschaft OMV anzupassen, um Konsistenz und Vergleichbarkeit zwischen der OMV Gruppe und der Borealis Gruppe sicherzustellen.
333
Die folgenden Tabellen zeigen die von der Änderung der Rechnungslegungsmethode betroffenen Positionen in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung:
Bilanz - Vermögen
In TEUR
1.1.2023
wie berichtet
rück-
wirkende Anpassung
rückwirkend angepasst
Immaterielle Vermögenswerte
633.950
-212.402
421.548
Latente Steueransprüche
23.794
29.973
53.767
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig)
545.243
-15.955
529.288
Vermögenswerte der als zur Veräußerung
gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppe
1.523.215
-181.887
1.341.328
In TEUR
31.12.2023
wie berichtet
rück-
wirkende Anpassung
rückwirkend angepasst
Immaterielle Vermögenswerte
720.792
-237.645
483.147
Latente Steueransprüche
112.307
32.674
144.981
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig)
485.331
-4.082
481.249
Bilanz - Eigenkapital und Schulden
In TEUR
1.1.2023
wie berichtet
rück-
wirkende Anpassung
rückwirkend angepasst
Sonstige Rücklagen
412.694
-2.444
410.250
Kumulierte Ergebnisse
7.772.773
-97.900
7.674.873
Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig)
387.249
-98.040
289.209
Verbindlichkeiten, die direkt mit der
Veräußerungsgruppe verbunden sind
700.158
-181.887
518.271
In TEUR
31.12.2023
wie berichtet
rück-
wirkende Anpassung
rückwirkend angepasst
Sonstige Rücklagen
60.263
2.190
62.453
Kumulierte Ergebnisse
7.559.146
-106.944
7.452.202
Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig)
372.029
-104.299
267.730
334
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
In TEUR
31.12.2023
wie berichtet
rück-
wirkende Anpassung
rückwirkend angepasst
Sonstige betriebliche Erträge
200.197
-117.375
82.822
Herstellungskosten
-6.288.669
105.630
-6.183.039
Ertragsteuern
-4.862
2.701
-2.161
33. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine Vereinbarung über die wesentlichen kommerziellen Bedingungen für die Kombination ihrer Polyolefingeschäfte getroffen. Diese Vereinbarung beinhaltet die Gründung eines neuen, gemeinsam kontrollierten Joint Ventures, Borouge Group International, das Borealis und Borouge vereinen wird. Das Joint Venture soll als Plattform für potenzielle Wachstumsakquisitionen im Polyolefinsektor dienen. Darüber hinaus wird das Joint Venture alle Anteile an NOVA Chemicals von der Nova Chemicals Holding GmbH, einer Tochtergesellschaft der Mubadala Investment Company PJSC, erwerben. Der Erwerb unterliegt regulatorischen und anderen Bedingungen. OMV und ADNOC werden jeweils gleiche Anteile und gemeinsame Kontrolle über das Joint Venture halten. OMV wird eine Kapitaleinlage von 1,6 Milliarden Euro leisten, angepasst um bis zum Abschluss der Transaktion gezahlte Dividenden, die für 2026 erwartet wird. Das Joint Venture wird an der Abu Dhabi Securities Exchange notiert, mit einer potenziellen zukünftigen Notierung an der Wiener Börse, und wird seinen Sitz in Österreich haben. Dieses nachträgliche Ereignis wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf Borealis haben, da es Teil des neu gegründeten Joint Ventures, Borouge Group International, sein wird und von potenziellen Wachstumschancen und Synergien im Polyolefinsektor profitieren wird. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung können die finanziellen Auswirkungen dieser Änderung für Borealis noch nicht abgeschätzt werden.
335
34. In die Konzernbilanz einbezogene Tochterunternehmen
Unternehmen
Land
Stadt
Anteilsbesitz in %
2024
2023
Borealis AG
n
Borealis Antwerpen N.V.
Belgien
Zwijndrecht
100,00
100,00
n
Borealis Argentina SRL 1)
Argentinien
Buenos Aires
100,00
100,00
n
BOREALIS ASIA LIMITED 1)
Hong Kong
Hong Kong
100,00
100,00
n
Borealis Brasil S.A.
Brasilien
Itatiba
80,00
80,00
n
BOREALIS CHEMICALS ZA (PTY) LTD 1)
Südafrika
Germiston
100,00
100,00
n
Borealis Chile SpA 1)
Chile
Santiago
100,00
100,00
n
Borealis Chimie S.A.R.L.1)
Marokko
Casablanca
100,00
100,00
n
Borealis Circular Solutions Holding GmbH
Österreich
Wien
100,00
100,00
nn
Renasci N.V.
Belgien
Ostende
99,18
98,56
nnn
Renasci Oostende Holding N.V.
Belgien
Ostende
99,18
98,56
nnn
Renasci Oostende SCP N.V.
Belgien
Ostende
99,18
98,56
nnn
Renasci Oostende Recycling N.V.
Belgien
Ostende
99,18
98,56
n
Borealis Colombia S.A.S. 1)
Kolumbien
Bogota
100,00
100,00
n
Borealis Denmark ApS 1)
Dänemark
Kopenhagen
100,00
100,00
n
Borealis Digital Studio B.V. 1)
Belgien
Mechelen
100,00
100,00
n
Borealis Financial Services N.V.
Belgien
Mechelen
100,00
100,00
n
Borealis France S.A.S.
Frankreich
Courbevoie
100,00
100,00
nn
Borealis Services S.A.S. 1)
Frankreich
Paris
100,00
100,00
n
Borealis Insurance A/S (captive insurance company)
Dänemark
Kopenhagen
100,00
100,00
n
BOREALIS ITALIA S.p.A.
Italien
Monza
100,00
100,00
n
Borealis Kallo N.V.
Belgien
Kallo
100,00
100,00
n
Borealis México, S.A. de C.V. 1)
Mexiko
Mexiko Stadt
100,00
100,00
n
Borealis Middle East Holding GmbH
Österreich
Wien
100,00
100,00
n
Borealis Plasticos, S.A. de C.V. 1)
Mexiko
Mexiko Stadt
100,00
100,00
n
Borealis Plastik ve Kimyasal Maddeler Ticaret Limited Sirketi 1)
Türkei
Istanbul
100,00
100,00
n
Borealis Plastomers B.V.
Niederlande
Geleen
100,00
100,00
n
Borealis Poliolefinas da América do Sul Ltda. 1)
Brasilien
Itatiba
100,00
100,00
n
Borealis Polyolefins d.o.o. 1)
Kroatien
Zagreb
100,00
100,00
n
Borealis Polyolefins S.R.L. 1)
Rumänien
Bukarest
100,00
100,00
n
Borealis Polyolefins s.r.o. 1)
Slowakei
Bratislava
100,00
100,00
n
Borealis Polska Sp. z o.o.1)
Polen
Warschau
100,00
100,00
n
Borealis Polymere GmbH
Deutschland
Burghausen
100,00
100,00
n
Borealis Polymers N.V.
Belgien
Beringen
100,00
100,00
n
Borealis Polymers Oy
Finnland
Porvoo
100,00
100,00
n
Borealis Polyolefine GmbH
Österreich
Schwechat
100,00
100,00
n
Borealis Química España S.A.
Spanien
Barcelona
100,00
100,00
n
Borealis RUS LLC 1)
Russland
Moskau
0,00
100,00
n
Borealis s.r.o. 1)
Tschechien
Prag
100,00
100,00
n
Borealis Sverige AB
Schweden
Stenungsund
100,00
100,00
nn
Borealis AB
Schweden
Stenungsund
100,00
100,00
nnn
Borealis Group Services AS
Norwegen
Bamble
100,00
100,00
nnn
Etenförsörjning i Stenungsund AB
Schweden
Stenungsund
80,00
80,00
nnn
KB Munkeröd 1:72 1)
Schweden
Stenungsund
100,00
100,00
n
Borealis Technology Oy
Finnland
Porvoo
100,00
100,00
1) Mangels Wesentlichkeit (Einzelbasis und in Summe) nicht konsolidiert //
Tochtergesellschaft der Borealis AG // Tochtergesellschaft zweiter Ebene der Borealis AG // Mehr als eine Tochtergesellschaft zweiter Ebene der Borealis AG
336
Unternehmen
Land
Stadt
Anteilsbesitz in %
2024
2023
n
BOREALIS UK LTD
UK
Manchester
100,00
100,00
n
Borealis USA Inc.
USA
Houston
100,00
100,00
nn
Borealis BoNo Holdings LLC
USA
Houston
100,00
100,00
nn
Borealis Compounds Inc.
USA
Port Murray
100,00
100,00
nn
Star Bridge Holdings LLC
USA
Houston
100,00
100,00
nnn
Novealis Holdings LLC
USA
Houston
100,00
100,00
n
DYM SOLUTION CO., LTD
Südkorea
Cheonan
100,00
100,00
n
Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH
Österreich
Wildon
100,00
100,00
n
Integra Plastics EAD
Bulgarien
Sofia
100,00
0,00
n
mtm compact GmbH
Deutschland
Niedergebra
100,00
100,00
n
mtm plastics GmbH
Deutschland
Niedergebra
100,00
100,00
n
Rialti S.p.A.
Italien
Taino
100,00
100,00
Tochtergesellschaft der Borealis AG // Tochtergesellschaft zweiter Ebene der Borealis AG // Mehr als eine Tochtergesellschaft zweiter Ebene der Borealis AG
Weiterführende Informationen zu Änderungen der rechtlichen Struktur im Geschäftsjahr 2024 können der Anhangangabe 8 entnommen werden.
35. Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die folgenden Informationen beziehen sich auf die Honorare für die Abschlussprüfer des Konzerns (inklusive verbundener Firmen ihres Netzwerks):
In TEUR
2024
2023
Konzernab-
schluss-
prüfer
davon KPMG 1)
Konzernab-
schluss-
prüfer
davon KPMG 1)
Abschlussprüfung der Tochtergesellschaften
1.063
166
911
154
Konzernabschlussprüfung und Jahresabschlussprüfung der Borealis AG
435
435
404
404
Andere Bestätigungsleistungen
221
191
206
193
Steuerberatungsleistungen
577
0
702
0
Sonstige Leistungen
26
0
506
1
Gesamt
2.322
792
2.729
752
1) KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
337
36. Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand
Thomas Gangl (Vorsitzender bis 30. Juni 2024), Stefan Doboczky (Vorsitzender seit 1. Juli 2024), Daniel Turnheim, Wolfram Krenn, Philippe Roodhooft, Craig Arnold (Mitglied seit 1. Februar 2024)
Aufsichtsrat
Daniela Vlad (Vorsitzende bis 28. Februar 2025), Alfred Stern (Vorsitzender seit 1. März 2025), Khaled Salmeen (stellvertretender Vorsitzender bis 3. Juni 2024), Hetal Patel (Mitglied seit 11. Juni 2024 und stellvertretender Vorsitzender seit 25. Juni 2024), Reinhard Florey, Martijn Arjen van Koten, Khaled Al Zaabi (Mitglied bis 3. Juni 2024), Raul Felipe Prieto Suastegui (Mitglied von 11. Juni 2024 bis 24. November 2024), Michael James Baker (Mitglied seit 25. November 2024), Nikolai Philipp Wolfgang Riesenkampff (vom Betriebsrat delegiert, seit 20. November 2024), Dorothea Wiplinger (vom Betriebsrat delegiert, seit 20. November 2024), Gernot Baumgaertel (vom Betriebsrat delegiert, seit 20. November 2024)
338
Wien, 4. März 2025
Vorstand:
signiert
signiert
Stefan Doboczky
Daniel Turnheim
Vorstandsvorsitzender
Finanzvorstand
signiert
signiert
Wolfram Krenn
Philippe Roodhooft
Executive Vice President
Base Chemicals & Operations
Executive Vice President
Joint Ventures & Growth Projects
signiert
Craig Arnold
Executive Vice President
Polyolefins, Circular Economy Solutions
and Innovation & Technology
339
Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Abs. 1 Z 3 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, 4. März 2025
Vorstand:
signiert
signiert
Stefan Doboczky
Daniel Turnheim
Vorstandsvorsitzender
Finanzvorstand
signiert
signiert
Wolfram Krenn
Philippe Roodhooft
Executive Vice President
Base Chemicals & Operations
Executive Vice President
Joint Ventures & Growth Projects
signiert
Craig Arnold
Executive Vice President
Polyolefins, Circular Economy Solutions
and Innovation & Technology
340
Bericht des Aufsichtsrats der Borealis AG
Im Berichtsjahr hat sich der Aufsichtsrat einen genauen Überblick über die Aktivitäten des Vorstands der Borealis AG verschafft und hat in fünf Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen.
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung sowie über die Lage und Strategie des Unternehmens, einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften, sowie über Risikolage und Risikomanagement mündlich und schriftlich informiert.
Der Vorstand der Borealis AG hat dem Aufsichtsrat den Einzelabschluss 2024 bestehend aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 und dem Lagebericht sowie den Geschäftsbericht 2024 mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernlagebericht bestehend aus dem finanziellen und nicht-finanziellen Teil vorgelegt und ausführlich erläutert.
Der Jahresabschluss der Borealis AG wurde nach den anwendbaren Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches aufgestellt und wurde von KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Weiters wurde der Konzernabschluss der Borealis AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, und von KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Die Unterlagen des Jahres- und Konzernabschlusses, der Lagebericht und Konzernlagebericht bestehend aus dem finanziellen und nicht-finanziellen Teil sowie die Prüfungsberichte haben dem Prüfungsausschuss sowie dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegen. Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat mit den Abschlussprüfern kam der Aufsichtsrat zum abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen zu erheben sind und hat den aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht, den Vorschlag für die Gewinnverwendung, den Vorschlag für die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2025, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht bestehend aus dem finanziellen und nicht-finanziellen Teil genehmigt/bestätigt.
Wien, 5. März 2025
signiert
Alfred Stern
Vorsitzender des Aufsichtsrats
341
Berichte des Konzernabschlussprüfers
Zusicherungsvermerk über die unabhängige Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung gemäß § 267a UGB
Wir haben die Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der im Konzernlagebericht im Abschnitt Nicht-finanzielle Erklärung enthaltene konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB (im Folgenden „nichtfinanzielle Berichterstattung“) für das Geschäftsjahr 2024 der
Borealis AG,
Wien
(im Folgenden auch kurz „Gesellschaft“ genannt), durchgeführt.
Zusammenfassende Beurteilung mit begrenzter Zusicherung
Auf Grundlage unserer durchgeführten Prüfungshandlungen und der von uns erlangten Nachweise sind uns keine Sachverhalte bekanntgeworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die im Konzernlagebericht im Abschnitt Nicht-finanzielle Erklärung enthaltene konsolidierte nichtfinanzielle Berichterstattung der Gesellschaft nicht in allen wesentlichen Belangen mit den Anforderungen des Artikel 19a und Artikel 29a der Richtlinie 2013/34/EU und den gesetzlichen Vorschriften des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (§ 267a UGB) übereinstimmt, einschließlich
der Übereinstimmung mit den Vorschriften der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2772 (im Folgenden „ESRS“),
der Einhaltung der Vorschriften gemäß Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 (in der Folge EU-Taxonomie-VO), und
der Durchführung des Verfahrens zur Ermittlung von Informationen, über die nach den ESRS zu berichten ist (in der Folge „Verfahren zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse“), und dessen Darstellung in der Angabe ESRS 2-IRO-1.53.
Grundlage für die zusammenfassende Beurteilung
Wir haben unsere Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der österreichischen berufsüblichen Grundsätze zu sonstigen Prüfungen sowie des für derartige Aufträge geltenden International Standard on Assurance Engagements (ISAE 3000 (Revised)) durchgeführt. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, so dass dementsprechend eine geringere Prüfungssicherheit gewonnen wird.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortung des Prüfers der nichtfinanziellen Berichterstattung“ unseres Zusicherungsvermerks weitergehend beschrieben.
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Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen berufsrechtlichen Vorschriften und Artikel 22 ff. der Richtlinie 2006/43/EG, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Unser Prüfungsbetrieb unterliegt den Bestimmungen der KSW-PRL 2022, die im Wesentlichen den Anforderungen gemäß ISQM 1 entspricht, und wendet ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem an, einschließlich dokumentierter Richtlinien und Verfahren zur Einhaltung ethischer Anforderungen, professioneller Standards sowie geltender gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Zusicherungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere zusammenfassende Beurteilung zu diesem Datum zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen der nichtfinanziellen Berichterstattung und unseren Zusicherungsvermerk.
Unsere zusammenfassende Beurteilung über die nichtfinanzielle Berichterstattung erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung mit begrenzter Sicherheit der nichtfinanziellen Berichterstattung haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur nichtfinanziellen Berichterstattung oder zu unseren bei der Prüfung mit begrenzter Sicherheit erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft
Die gesetzlichen Vertreter sind für die Aufstellung einer nichtfinanziellen Berichterstattung einschließlich der Entwicklung und Durchführung des Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse gemäß den geltenden Anforderungen und Standards verantwortlich. Diese Verantwortlichkeit umfasst
die Identifizierung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen sowie der Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten und die Beurteilung der Wesentlichkeit dieser Auswirkungen, Risiken und Chancen,
die Aufstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung unter Einhaltung der Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (§ 267a UGB) und den Anforderungen des Artikel 19a und Artikel 29a der Richtlinie 2013/34/EU, einschließlich der Übereinstimmung mit den ESRS,
die Aufnahme von Angaben in die nichtfinanzielle Berichterstattung in Übereinstimmung mit der EU-Taxonomie-VO, sowie
die Gestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung interner Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als relevant erachten, um die Aufstellung einer nichtfinanziellen Berichterstattung, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
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oder Irrtümern ist, und die Durchführung des Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse in Übereinstimmung mit den Anforderungen der ESRS zu ermöglichen.
Diese Verantwortlichkeit umfasst weiters die Auswahl und Anwendung geeigneter Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind.
Inhärente Einschränkungen bei der Erstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung
Bei der Berichterstattung über zukunftsgerichtete Informationen ist die Gesellschaft verpflichtet, diese zukunftsgerichteten Informationen auf der Grundlage offengelegter Annahmen über Ereignisse, die in der Zukunft eintreten könnten, sowie möglicher zukünftiger Maßnahmen der Gesellschaft zu erstellen. Das tatsächliche Ergebnis wird wahrscheinlich anders ausfallen, da erwartete Ereignisse häufig nicht wie angenommen eintreten.
Bei der Festlegung der Angaben gemäß EU-Taxonomie-VO sind die gesetzlichen Vertreter verpflichtet, unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Unbestimmte Rechtsbegriffe können unterschiedlich ausgelegt werden, auch hinsichtlich der Rechtskonformität ihrer Auslegung, und unterliegen dementsprechend Unsicherheiten.
Verantwortung des Prüfers der konsolidierten nichtfinanziellen Berichterstattung
Unsere Ziele sind die Planung und Durchführung einer Prüfung, um begrenzte Sicherheit darüber zu erlangen, ob die nichtfinanzielle Berichterstattung einschließlich der darin dargestellten Verfahren zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse zur Ermittlung der Informationen, über die berichtet werden muss, und der Berichterstattung nach EU-Taxonomie-VO frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, und darüber einen Bericht mit begrenzter Sicherheit zu erstellen, der unsere zusammenfassende Beurteilung enthält. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf Grundlage dieser nichtfinanziellen Berichterstattung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Während der gesamten Prüfung mit begrenzter Sicherheit üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Zu unseren Verantwortlichkeiten gehören
die Durchführung von risikobezogenen Prüfungshandlungen, einschließlich der Erlangung eines Verständnisses der internen Kontrollen, die für den Auftrag relevant sind, um Darstellungen zu identifizieren, bei denen es wahrscheinlich zu wesentlichen falschen Angaben kommt, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, jedoch nicht mit dem Ziel, eine zusammenfassende Beurteilung über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben;
die Entwicklung und Durchführung von Prüfungshandlungen bezogen auf Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung, bei denen wesentliche falsche Darstellungen wahrscheinlicher sind. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
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Zusammenfassung der durchgeführten Arbeiten
Eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit erfordert die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Nachweisen über die nichtfinanzielle Berichterstattung.
Die Prüfung von Vorjahreszahlen, abgedruckten Interviews sowie anderen freiwilligen, zusätzlichen Angaben der Gesellschaft, einschließlich Verweisen auf Webseiten oder anderen weiterführenden Berichterstattungsformaten der Gesellschaft dazu, sind nicht Gegenstand unseres Auftrags.
Die Art, der Zeitpunkt und der Umfang der ausgewählten Prüfungshandlungen hängen von pflichtgemäßem Ermessen ab, einschließlich der Identifizierung von Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung, bei denen wesentliche falsche Darstellungen auftreten können, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtum.
Bei der Durchführung unserer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit in Bezug auf die nichtfinanzielle Berichterstattung gehen wir wie folgt vor:
Wir gewinnen ein Verständnis von den Verfahren der Gesellschaft, die für die Aufstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung relevant sind.
Wir beurteilen, ob alle durch das Verfahren zur Wesentlichkeitsanalyse ermittelten relevanten Informationen in die nichtfinanzielle Berichterstattung aufgenommen wurden.
Wir beurteilen, ob die Struktur und die Darstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (§ 267a UGB), sowie den ESRS stehen.
Wir führen Befragungen des relevanten Personals und analytische Prüfungshandlungen zu ausgewählten Darstellungen in der nichtfinanziellen Berichterstattung durch.
Wir führen stichprobenartige ergebnisorientierte Prüfungshandlungen zu ausgewählten Darstellungen in der nichtfinanziellen Berichterstattung durch.
Wir gleichen ausgewählte Angaben der nichtfinanziellen Berichterstattung mit den entsprechenden Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht ab.
Wir erlangen Nachweise über die dargestellten Methoden zur Entwicklung von Schätzungen und zukunftsgerichteter Informationen.
Wir erlangen ein Verständnis des Verfahrens zur Identifikation taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Wirtschaftsaktivitäten und der entsprechenden Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung.
Haftungsbeschränkung, Veröffentlichung und Auftragsbedingungen
Bei der Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung mit begrenzter Sicherheit handelt es sich um eine freiwillige Prüfung.
Diesen Zusicherungsvermerk erstatten wir auf Grundlage des mit dem Auftraggeber geschlossenen Prüfungsvertrags, dem auch mit Wirkung gegenüber Dritten die von der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen herausgegebenen „Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe“ zugrunde liegen. Diese können online auf der Internetseite der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen eingesehen werden (derzeit unter https://ksw.or.at/berufsrecht/mandatsverhaeltnis/).
Hinsichtlich unserer Verantwortlichkeit und Haftung aus dem Auftragsverhältnis gilt Punkt 7. der Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe.
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Der Zusicherungsvermerk über die Prüfung darf ausschließlich zusammen mit der im Konzernlagebericht im Abschnitt Nicht-finanzielle Erklärung enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Berichterstattung und nur in vollständiger und ungekürzter Form Dritten zugänglich gemacht werden.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Gerhard Wolf.
Wien, 4. März 2025
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
signiert
Mag. (FH) Gerhard Wolf
Wirtschaftsprüfer
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Bestätigungsvermerk – Konzernabschluss
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
Borealis AG,
Wien,
und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Cashflow-Rechnung und der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit von Vermögenswerten - Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Firmenwert
Siehe Anhang Punkt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen“, 4 „Immaterielle Vermögenswerte“, 5 „Sachanlagen“, 6 „Leasingverhältnisse“, 7 "Abschreibungen und Wertminderungen“
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Das Risiko für den Abschluss
Im Konzernabschluss der Borealis AG wird zum 31. Dezember 2024 ein Betrag von 4.059 Mio. EUR unter „Sachanlagen“, 720 Mio. EUR unter „Nutzungsrechte“ und ein Betrag von 551 Mio. EUR unter „Immaterielle Vermögenswerte“ ausgewiesen, der einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 158 Mio. EUR enthält. Diese Beträge werden den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten („CGUs“) zugewiesen, wie im Anhang in Kapitel 7 „Abschreibungen und Wertminderungen“ beschrieben.
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Die wesentlichen Vermögenswerte sind in den folgenden CGUs beinhaltet:
Polyethylen
Polypropylen
Basischemikalien
Des weiteren erfahren die CGUs Rezyklate und Renasci auf Grund der strategischen Ausrichtung der Borealis Gruppe besondere Aufmerksamkeit.
Für alle CGUs wird quartalsweise eine „Impairment-Trigger-Analyse“ durchgeführt, die sowohl externe als auch interne Gegebenheiten qualitativ als auch quantitativ beinhaltet. Darüberhinaus wird der Geschäfts- oder Firmenwert mindestens einmal jährlich (zum 30. November 2024) auf Wertminderung geprüft. Zu diesem Zweck schätzt die Borealis AG den erzielbaren Betrag anhand der Discounted-Cashflow-Methode für CGUs.
Die „Impairment-Trigger-Analyse“ beinhaltet folgende Parmateter: die prognostizierten Verkaufsmengen, die Industry Margins, die Abzinsungssätze, wesentliche Änderungen in Investitionen, regulatorische Änderungen. Zu den wichtigsten Annahmen, die die Borealis AG bei der Bewertung des erzielbaren Betrages berücksichtigt, gehören die prognostizierten Verkaufsmengen, die Industry Margins, die Abzinsungssätze und die nachhaltige Wachstumsrate.
Wie in Anmerkung 7 „Abschreibungen und Wertminderungen“ beschrieben, sind diese Annahmen zukunftsorientiert und können durch zukünftige Wirtschafts- und Marktbedingungen beeinflusst werden.
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Die Borealis AG hat zum 31. Dezember 2024 eine Wertminderung von Sachanlagen in Höhe von 10 Mio. EUR in Zusammenhang mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Renasci vorgenommen. Für die zugrundeliegenden Angaben verweisen wir auf die Anmerkung 7 „Abschreibungen und Wertminderungen“.
Für den Konzernabschluss besteht das Risiko, dass die Bewertung von Sachanlagen, Nutzungsrechten und immateriellen Vermögenswerten unzutreffend dargestellt wird.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die Bewertung und die Ermittlung der Wertminderungen wie folgt beurteilt:
Wir haben uns ein Prozessverständnis bezüglich der Ermittlung des erzielbaren Betrags der relevanten CGUs, sowie über die Identifizierung von Impairment Triggern und die Bestimmung der wesentlichen Annahmen des Managements, die dem erzielbaren Betrag der getesteten Vermögenswerte zugrunde liegen, verschafft.
Wir beurteilten die Angemessenheit der Angaben der Borealis AG im Konzernabschluss und die Übereinstimmung mit den relevanten IFRS Standards.
Wir haben die Bestimmung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf der Grundlage der Art und Weise, wie Cashflows generiert werden, als auch der Branchenpraxis bewertet.
Für die CGUs Polyethylen, Polypropylen, Basischemikalien und Rezyklate haben wir zusätzlich folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben geprüft, ob die in den Discounted-Cashflow-Modellen angewandte Methodik mit den anerkannten Bewertungsansätzen in IAS 36 – Wertminderung von Vermögenswerten – übereinstimmt.
Wir haben die, in den zukünftigen Cashflow-Modellen verwendeten, Schlüsselannahmen für Absatzmengen und Industry Margins mit der Mittelfristplanung verglichen, die dem Aufsichtsrat vorgelegt wurde.
Wir haben die wesentliche Annahmen der Werthaltigkeitstests, insbesondere die prognostizierten Verkaufsmengen und die Industry Margins mit den verantwortlichen Mitarbeitern eingehend besprochen und Erwartungen über die künftigen Entwicklungen mit den vom Unternehmen verwendeten Einschätzungen abgeglichen.
Wir haben die Annahmen und Beurteilungen des Discounted-Cashflow-Modells durch eine Sensitivitätsanalyse überprüft, bei der wir eine Reihe von wahrscheinlichen Ergebnissen auf der Grundlage verschiedener Szenarien berücksichtigt haben.
Mit Unterstützung unserer Bewertungsspezialisten haben wir eine Reihe von Input-Annahmen für die Bestimmung der Abzinsungssätze, als auch der nachhaltigen Wachstumsrate hinsichtlich ihrer Angemessenheit bewertet, indem wir sie mit markt- und branchenspezifischen Benchmarks verglichen haben.
Wir haben die mathematische Genauigkeit der diskontierten Cashflow-Modelle überprüft.
Für die CGU Renasci aben wir zusätzlich folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben geprüft, ob die in der Impairment-Trigger Analyse verwendente Methodik mit den anerkannten Grundsätzen in IAS 36 – Wertminderung / Wertaufholung von Vermögenswerten – übereinstimmt.
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Werthaltigkeit von ausgewählten, nach der Equity-Methode bilanzierten, Beteiligungen sowie der Gesellschafterdarlehen an diese Beteiligungen
Siehe Anhang „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen“, 7 „Abschreibungen und Wertminderungen“, 9 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures“ und „10 Sonstige finanzielle Vermögenswerte, sonstige Forderungen und Vermögenswerte und gegebene Kredite“.
Das Risiko für den Abschluss
Der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 2.431 Mio. EUR und umfasst hauptsächlich die Joint Ventures Borouge PLC, Borouge 4 LLC und Bayport Polymers LLC („Baystar“). Ebenfalls sind wesentliche Gesellschafterdarlehen in der Position gegebene Kredite beinhaltet.
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Gemäß IAS 28 prüft Borealis die Werthaltigkeit von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu jedem Bilanzstichtag, wenn auslösende Ereignisse eintreten, die darauf hindeuten, dass die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen wertgemindert sein könnten. Die Bewertung des erzielbaren Betrages von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfordert Ermessensentscheidungen:
die Feststellung, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass die Beteiligung wertgemindert sein sollte und
die Bewertung eines solchen Wertminderungsverlusts.
Die Beteiligung Borouge PLC ist an der Börse in Abu Dhabi notiert. Da die anteilige Markkapitalisierung den Buchwert der Beteiligung deutlich überschreitet und die Beteiligung regelmäßig hohe Dividendenausschüttungen aus dem laufenden Ergebnis vornimmt, gehen wir bei dieser Beteiligungen von keinem wesentlichen Bewertungsrisiko aus.
Zu den wichtigsten Annahmen, die die Borealis AG bei der Bewertung des erzielbaren Betrags der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung Baystar berücksichtigt, gehören Margenprognosen, künftige Produktionsmengen, Abzinsungssätze als auch die nachhaltige Wachstumsrate.
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Trotz der erfolgreichen Inbetriebnahme des von Baystar betriebenen Crackers in 2022 als auch der Polymerisationsanlage in 2023 besteht weiterhin ein Risiko in Bezug auf Cashflow-Prognosen aufgrund der Kalibrierung des Crackers und der Polymerisationsanlage „Bay 3“.
Um diesem Risiko zu begegnen, schätzt die Borealis AG den erzielbaren Betrag anhand der Discounted-Cashflow-Methode. In Anbetracht der Komplexität des Wertminderungsmodells, der Schätzungsunsicherheiten bei der Ableitung der verwendeten Daten und Parameter sowie der immanenten Ermessensentscheidungen bezogen auf den Fortschritt der Stabilisierung der Produktion, wird die Werthaltigkeit der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung Baystar als wesentlicher Prüfungsgegenstand betrachtet.
Für die Beteiligung Borouge 4 LLC, die sich im Konstruktionsprozess einer chemischen Anlage in Abu Dhabi befindet, besteht das Risiko von wesentlichen Verzögerungen im Bau der Anlage.
Für den Konzernabschluss besteht daher das Risiko, dass die Bewertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen unzutreffend dargestellt wird.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die Werthaltigkeit dieser nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen als auch gegebene Gesellschafterdarlehen in Abhängigkeit von den oben beschriebenen Risiken in Bezug auf die Werthaltigkeit wie folgt beurteilt:
Wir haben uns ein Prozessverständnis bezüglich der Identifizierung von Indikatoren für eine Wertminderung und die Bestimmung der wesentlichen Annahmen, die dem erzielbaren Betrag der getesteten nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen als auch gegebene Gesellschafterdarlehen zugrunde liegen, gemacht.
Wir beurteilten die Angemessenheit der Angaben der Borealis AG im Konzernabschluss und die Übereinstimmung mit den relevanten IFRS Standards.
Wir haben anhand der Dokumentation der Gesellschaft für Borouge 4 LLC überprüft, ob der bei der Initiierung des Baus der Anlage aufgestellte Businessplan nach wie vor Gültigkeit hat, ob im Konstruktionsprozess erhebliche Verzögerungen aufgetreten sind und mit dem Vorstand der Gesellschaft erörtert.
Für Baystar haben wir die folgenden Schritte durchgeführt:
Wir haben die in den zukünftigen Cashflow-Modellen verwendeten Schlüsselannahmen für Absatzmengen und Industry Margins mit der Mittelfristplanung verglichen, die dem Aufsichtsrat vorgelegt wurde.
Wir haben die Margenprognosen mit externen Marktdaten und anderen öffentlich verfügbaren Informationen analysiert.
Wir haben die Annahmen und Beurteilungen des Discounted-Cashflow-Modells durch eine Sensitivitätsanalyse überprüft, bei der wir eine Reihe von wahrscheinlichen Ergebnissen auf der Grundlage verschiedener Szenarien berücksichtigt haben.
Mit Unterstützung unserer Bewertungsspezialisten haben wir eine Reihe angemessener Input-Annahmen für die Bestimmung des Abzinsungssatzes und der nachhaltigen Wachstumsrate bewertet.
Wir haben die mathematische Genauigkeit des Bewertungsmodells überprüft.
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Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
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Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns zu erlangen als Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil
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vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2024 als Abschlussprüfer gewählt und am 15. Mai 2024 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
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Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr
Dipl.-Betriebsw. (FH) Karl Braun.
Wien, 4. März 2025
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
signiert
Dipl.-Betriebsw. (FH) Karl Braun
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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Einzelabschluss
Lagebericht zum 31. Dezember 2024
Geschäftsüberblick
Während geopolitische Unruhen zu kurzzeitigen Ausschlägen des Brent-Rohölpreises führten, blieb der Markt während des gesamten Jahres 2024 mit einem Durchschnittspreis von USD 80/bbl relativ stabil und beendete das Jahr mit USD 73/bbl, was nur geringfügig unter dem Durchschnitt von USD 83/bbl im Jahr 2023 lag. Trotz der Zurückhaltung der OPEC+ bei der Verschiebung von Leistungssteigerungen bis April 2025 und der Verlängerung von Produktionskürzungen bis Ende 2026, haben Produktionssteigerungen in anderen Ländern angesichts der nachlassenden globalen Nachfrage, insbesondere aus China, den Preisdruck verstärkt. Die Kerninflation hat sich in den Industrieländern weiter abgeschwächt, begleitet von einer Lockerung der Zinssätze.
Der Naphthapreis stieg von USD 635/Tonne (t) im Dezember 2023 auf einen Höchststand von USD 709/t im März 2024, was auf die höheren Rohölpreise und eine stärkere Beimischung von Naphta in Ottokraftstoffe zurückzuführen ist, da sich die Differenz zwischen Rohöl und Naphtha verringert hat. Im Juli sank der Naphthapreis auf USD 658/t. Grund hierfür waren die geringe saisonale Nachfrage der Raffinerien und der niedrigere Rohölpreis. Zum Jahresende lag der Naphthapreis bei USD 612/t.
Die Entwicklung der Lieferpreise für Ethylen- und Propylen verlief ähnlich wie jene von Naphtha. Zu Jahresbeginn lag der Preis für Ethylen bei EUR 1.185/t und stieg im April auf einen Höchststand von EUR 1.260/t, dies entsprach der Entwicklung des Naphthapreises und war auf die robuste Nachfrage bei anhaltenden logistischen Engpässen zurückzuführen. Der Ethylenpreis erreichte im Oktober einen Tiefststand von EUR 1.183/t, nachdem die Naphtha-Preise schwächer geworden waren und die Engpässe bei der Containerfracht nachgelassen hatten. Zum Jahresende lag der Preis bei EUR 1.205/t. Der Preis für Propylen stieg von EUR 1.050/t im Jänner auf EUR 1.145/t im April, ging anschließend zurück und schloss das Jahr bei EUR 1.075/t ab.
Der Polyolefin-Markt blieb 2024 im historischen Vergleich schwach, zeigte aber eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum beispiellosen Lagerabbau, der in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 in der gesamten Wertschöpfungskette stattfand. Von Februar bis September wurde der europäische Markt für Polyolefine durch Störungen der globalen Containerschifffahrt gestützt, die die Logistikkosten und Lieferzeiten für importierte Materialien erhöhten. Als diese Störungen im letzten Quartal 2024 nachließen, stieg das europäische Angebot, was sich negativ auf die Rentabilität der Branche auswirkte.
Globale Wachstumsprojekte
Der Bau des globalen Expansionsprojekts Borouge 4, einer USD 6,2 Milliarden Anlage, die derzeit in Ruwais (VAE) errichtet wird, hat einen Baufortschritt von etwa 80 % erreicht. Die Inbetriebnahme der ersten Anlage ist für Ende 2025 geplant, die nachfolgenden Anlagen sollen schrittweise im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Borouge 4 ist eines der größten Industrieprojekte in
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den Vereinigten Arabischen Emiraten und wird Borouge durch die Erhöhung der Jahreskapazität um zusätzliche 1,4 Millionen Tonnen Polyethylen zum größten Polyolefin-Komplex der Welt machen. Die von Borouge hergestellten innovativen Basischemikalien und Polyolefine auf basierend auf Borstar® Technologie werden die starke Nachfrage in der Region decken und das Wachstum bei hochwertigen und nachhaltigeren Anwendungen fördern.  
Der Bau der PDH-Anlage im Weltmaßstab in Kallo (Belgien) ist zu mehr als 90 % fertiggestellt. Im Jahr 2025 werden die verbleibenden Bautätigkeiten abgeschlossen sein, und alle Systeme für die PDH-Anlage werden im Laufe des Jahres die vollständige mechanische Fertigstellung erreichen. 
Akquisitionen
Mit dem 28. März 2024 hat die Borealis AG 100 % der Anteile an Integra Kunststoffe AD von Betainvest EOOD und Vallenova Limited erworben. Unter dem neuen Namen Integra Plastics EAD wird das Unternehmen weiterhin eine innovative mechanische Recycling-Anlage betreiben, die 2019 in Elin Pelin (Bulgarien) gebaut wurde und eine Jahreskapazität von über 20.000 Tonnen hat. Der Erwerb ergänzt die eigene Recyclingkompetenz und Innovationsführerschaft von Borealis und wird so den Übergang zur Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe weiter beschleunigen.
Kreislaufwirtschaft
Transformation ist ein Kernelement der Borealis-Strategie 2030: Borealis festigt seine Stellung als vollständig kundenorientierter Anbieter nachhaltiger Materiallösungen, die einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beschleunigen. Schon seit langem ist Borealis Vorreiter beim Thema Kreislaufwirtschaft und bestrebt, in den kommenden Jahren den Anteil kreislauffähiger Produkte in seiner Gesamtproduktion zu erhöhen. Dazu zählen recycelte und erneuerbare Polymere in den Portfolios BorcycleTM C, Borcycle™ M und Bornewables™ sowie die erneuerbaren Kohlenwasserstoffe der Borvida™ Familie der Basischemikalien.
Im Jahr 2024 wurden bedeutende Fortschritte bei der Schaffung einer Kreislaufwirtschaft auf der Grundlage von „Reduce, Reuse and Recycle“ (Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln) in Verbindung mit Design für Recyclingfähigkeit erzielt, indem nachhaltigere Materiallösungen für Anwendungen in den Bereichen Consumer Products, Energy, Healthcare, Infrastructure und Mobility bereitgestellt wurden. Der Anwendungsbereich für recycelte Polymere und Polymere auf Basis nachwachsender Rohstoffe weitet sich immer weiter aus, um auch die anspruchsvollsten Anwendungen abzudecken. So hat die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) im März Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Letters of No Objection) ausgestellt, die die Verwendung ausgewählter Materialien aus dem Borcycle™ M-Portfolio in lebensmittelgeeigneten Verpackungen in den von ihr kontrollierten Ländern erlauben.
Der Erwerb von Integra Plastics EAD, der im März 2024 abgeschlossen wurde, ist der jüngste Schritt zur Steigerung der mechanischen Recycling-Leistung des Konzerns. Diese Bemühungen wurden im Juni durch die Errichtung einer Compounding-Anlage für Polyolefine auf Rezyklatbasis in Beringen (Belgien) weiter verstärkt. Nach ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2025 wird diese Anlage die kontinuierlich weiterentwickelte Borcycle™ M-Technologie nutzen, um mechanisch recycelte Post-Consumer-Abfälle in hochwertige Polypropylen-(PP) und Polyethylen-(PE) Materialien zu verwandeln. Diese Leistung wird durch andere Anlagen für
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mechanisches Recycling im Borealis Konzern ergänzt, darunter die in Italien ansässige Rialti S.p.A., ein führender Compounder von Rezyklaten für Spritzguss und Extrusion, der 2023 von Borealis übernommen wurde, die Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH in Österreich sowie die mtm compact GmbH und die mtm plastics GmbH in Deutschland.
Chemische Recyclingverfahren sind eine wichtige Ergänzung zum mechanischen Recycling. Seit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der in Belgien ansässigen Renasci N.V. im Jahr 2023 hat Borealis Zugang zu chemisch recycelten Rohstoffen für die ISCC-PLUS-zertifizierten Materialien des Borcycle™ C-Portfolios. Im April 2024 kündigten Borealis, OMV und TOMRA Feedstock eine langfristige, erweiterte Partnerschaft an, die sicherstellen wird, dass gemischte Post-Consumer-Abfälle, die für die Deponierung bestimmt sind, stattdessen nach Polymertyp sortiert und dann von Borealis und OMV mit mechanischen bzw. chemischen Verfahren zu Kreislaufprodukten und -lösungen verarbeitet werden.
Technologische Innovation
Als Säule eines starken Fundaments von Borealis ist Innovation der Motor des Wandels in allen Geschäftsbereichen. Durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E), offene Innovation und die Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette kann Borealis seinen Unternehmenszweck „Essenzielle Ressourcen für ein nachhaltiges Leben neu zu erfinden“ erreichen. Proprietäre Technologien wie Borstar®, die im Rahmen des Borstar® Nextension-Programms weiterentwickelt werden, bilden die Grundlage für Materiallösungen, die der Industrie helfen, dringende gesellschaftliche und ökologische Probleme wie die Dekarbonisierung, die grüne Energiewende und die Abfallreduzierung anzugehen. Mit seinem Technologiepaket kann Borealis sein Angebot an innovativen Spezialpolyolefinen ausweiten, um Marktchancen in lukrativen Nischenanwendungen wie den Bereichen der erneuerbaren Energie, Mobilität, Gesundheit, Verbraucherverpackungen und Kreislaufwirtschaft zu nutzen.
Mehrere Produkteinführungen im Jahr 2024 verdeutlichen, wie die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wertschöpfungskette und anderen Interessensträgern die Entwicklung ökoeffizienter Anwendungen in verschiedenen Industriezweigen weiter vorantreibt. Borcycle™ ME7153SY, eine einzigartige und nachhaltige Kabelummantelungslösung für Nieder- und Mittelspannungskabel, die im April auf der WIRE-Messe vorgestellt wurde, enthält 50 % Post-Consumer-Recyclingmaterial. Eine neue Isolierung für Mittelspannungskabel, Borlink™ LS4301R, bietet dank eines neu optimierten Typs von Basismaterial und Vernetzungsmitteln reduzierte Emissionen. In der Infrastruktur zeigen vernetzte Rohre (PE-X), die mit dem Compound HE1878E-C3 hergestellt werden, eine außergewöhnliche Beständigkeit gegen die Auswirkungen von Chlor, bieten UV-Beständigkeit und erreichen die höchste Klasse 5 gemäß dem nordamerikanischen Spezifikationsstandard ASTM F876.
Die Innovation bei Borealis ist kundenorientiert und global ausgerichtet. Rund 600 Menschen sind derzeit in einem der drei Innovationszentren beschäftigt: Im Innovation Headquarter im österreichischen Linz sowie in den Innovationszentren in Porvoo, Finnland, und Stenungsund, Schweden. Borealis betreibt außerdem Borstar-Pilotanlagen für Polyethylen in Porvoo und für Polypropylen in Porvoo und Schwechat, Österreich. Eine Pilotanlage in Porvoo wird durch Katalysatoranlagen in Linz und Porvoo ergänzt.
Nachdem Borealis im Europäischen Patentindex 2023 als bester österreichischer Innovator eingestuft wurde, baut das Unternehmen sein Patentportfolio weiter aus. Im Jahr 2024 reichte Borealis 121 neue prioritäre Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt ein, gegenüber
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128 im Jahr 2023. Mit Stand Dezember 2024 hält Borealis rund 8.900 erteilte Patente sowie rund 3.400 Patentanmeldungen, die in rund 1.600 Patentfamilien zusammengefasst sind. 
Digitale Transformation
Die digitale Strategie des Borealis Konzerns wurde entwickelt, um die übergreifenden Ziele der Borealis Strategie 2030 zu unterstützen und die Bereitstellung zuverlässiger und innovativer digitaler Lösungen in allen Bereichen des Konzerns zu beschleunigen. Die Digitale Strategie ist der Katalysator für die Transformation in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Kundenzentrierung und betrieblicher Effizienz. Sie umfasst fünf Hauptbereiche: Geschäftswachstum, Innovation, Daten und künstliche Intelligenz (KI), betriebliche Exzellenz, Cybersicherheit sowie Mitarbeiter und Fähigkeiten. Für jeden dieser Bereiche wurden Leuchtturmprojekte entwickelt, die sich derzeit in verschiedenen Phasen der Umsetzung befinden. 
Energie und Klima
Erhöhte Treibhausgaskonzentrationen haben ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen und führen zu globaler Erwärmung, extremen Wetterereignissen und einem Anstieg des Meeresspiegels. Das Pariser Abkommen gehört zu den wichtigsten globalen Bemühungen, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5° C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Um dies zu erreichen, muss die petrochemische Industrie, wie alle großen Sektoren, die Emissionen in den betrieblichen Bereichen sowie entlang ihrer Wertschöpfungsketten reduzieren. 
Der Borealis Konzern ist sich seiner Verantwortung bewusst, seinen Teil zur Begrenzung der globalen Erwärmung beizutragen, indem er seine direkten und indirekten Treibhausgasemissionen reduziert, die der Konzern im Rahmen des Greenhouse Gas Protocol kennzeichnet und berechnet: direkte Treibhausgasemissionen (Scope-1), indirekte Treibhausgasemissionen aus eingekaufter Energie (Scope-2) und andere indirekte Treibhausgasemissionen (Scope-3). Dieser Rahmen dient als Richtschnur für die Bemühungen um eine wirksame Eindämmung des Klimawandels.
Borealis will seine berichteten Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 von 5,1 Millionen Tonnen/Jahr (ausgehend vom Vergleichsjahr 2019) auf 2 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren 4). Die Maßnahmen zur Dekarbonisierung konzentrieren sich auf die Verwendung eines höheren Anteils an Energie aus erneuerbaren Quellen und auf die Umsetzung von Energieeffizienzprojekten an den eigenen Produktionsstandorten. Die Borealis-Strategie 2030 sieht vor, dass bis 2030 100 % des Stroms, der in den Geschäftsbereichen Polyolefinen und Basischemikalien in Europa verwendet wird, aus erneuerbaren Quellen stammen soll. In diesem Jahr hat Borealis mit dem Erreichen eines Anteils von 50 % erneuerbarer Energien bis Ende 2024 ein Zwischenziel früher als erwartet erreicht. 
Diese Leistung wurde zum Teil dank mehrerer langfristiger Stromabnahmeverträge möglich, die in diesem und den vorangegangenen Jahren mit Anbietern erneuerbarer Energien unterzeichnet wurden. Im Jahr 2024 kündigte Borealis vier neue Stromabnahmeverträge mit dem Schweizer Hersteller Axpo an, womit sich die Gesamtzahl der seit 2021 allein mit Axpo unterzeichneten Stromabnahmeverträge auf acht erhöht. Zwei der 2024 abgeschlossenen
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Axpo-Stromabnahmeverträge beziehen Windstrom für den operativen Betrieb von Borealis in Belgien, während die beiden anderen Windstrom für den betrieblichen Bereich in Schweden und Belgien liefern. Darüber hinaus unterzeichnete Borealis einen zehnjährigen Stromabnahmevertrag mit Burgenland Energie, Österreichs führendem Produzenten von Wind- und Solarenergie, für die Lieferung von Wind- und Solarstrom zur Versorgung der Borealis-Anlagen in Schwechat (Österreich). Anfang 2024 begann der multinationale Energiekonzern Vattenfall mit der Lieferung von Wasserkraft für den Borealis-Standort in Stenungsund (Schweden) im Rahmen des ersten mit Borealis unterzeichneten langfristigen Stromabnahmevertrag.
Ein zweiter Eckpfeiler der Dekarbonisierungsbemühungen des Borealis Konzerns ist die Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produktionsanlagen; Ziel ist es, den Energieverbrauch bis 2030 um 10 % zu senken, ausgehend von einem Basisjahr 2015. Die Ambitionen zur Reduzierung der Scope-1-Emissionen spiegeln sich im integrierten CAPEX-Portfoliomanagement wider, eine Reihe von Energieeffizienzprojekten wurde in das Investitionsportfolio bis 2030 aufgenommen. Borealis hat außerdem einen Übergangsplan für Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen in Richtung Netto-Null bis 2050 entwickelt, der auf standortspezifischen Plänen zur Klimaneutralität basiert. 
Eine der 15 verschiedenen Kategorien von Scope-3-Emissionen, Scope 3.1, bezieht sich speziell auf CO2-Emissionen, die mit den von einer Organisation erworbenen Produkten und/oder Dienstleistungen verbunden sind, oft von Anbietern außerhalb der direkten Kontrolle des Unternehmens. Für den Borealis Konzern bedeutet die Reduzierung der Scope 3.1-Emissionen die Optimierung der Beschaffung von Rohstoffen und Rezyklaten sowie die Erhöhung der Wiederverwertungskapazität, um die Auswirkungen am Ende des Lebenszyklus zu reduzieren. Zu diesem Zweck wird Borealis ab 2025 prüfen, wie die Genauigkeit der Berichterstattung für Rohstofflieferanten verbessert werden kann, indem von branchenbezogenen auf lieferantenspezifische Emissionsfaktoren umgestellt wird, sofern solche Informationen verfügbar sind. Dies würde es dem Konzern ermöglichen, Chancen zur Verringerung indirekter Emissionen zu prüfen, wo dies technisch und wirtschaftlich machbar ist. Sobald die endgültigen Richtlinien für den Chemiesektor von der Science Based Targets Initiative (SBTi) veröffentlicht worden sind, wird Borealis zudem die Möglichkeit der Festlegung solcher Ziele prüfen.
Ertragslage
Der Nettogewinn von Borealis erholte sich von EUR 319 Millionen 2023 auf EUR 530 Millionen im Jahr 2024, angetrieben von einer verbesserten Performance der Geschäftsbereiche Polyolefine und Basischemikalien, einem robusten und effizienten Management der Fixkosten und einem höheren Beitrag durch erhaltene Dividenden. Das Jahr 2024 war jedoch auch geprägt von anhaltender Marktunsicherheit, hartnäckiger Inflation und hohen Energiekosten, insbesondere in Europa, schwachen Margen und einer Rekordüberkapazität bei Polyolefinen angesichts einer schwachen Nachfrage. Im Jahr 2024 profitierte das europäische Geschäft des Konzerns von den weltweiten Unterbrechungen der Schifffahrt, die zu höheren als erwarteten Polyolefin-Margen und unerwarteten kommerziellen Chancen führten, insbesondere in der ersten Jahreshälfte.
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Finanzkennzahlen
2024
TEUR
2023
TEUR
Netto-Geldfluss aus der operativen Tätigkeit
151.236
395
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit
318.974
226.380
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
-1.394.904
-677.190
Netto-Geldfluss der Periode
-924.694
-450.415
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (inkl. interne Bank 1))
am Anfang der Periode
1.824.759
2.275.174
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (inkl. interne Bank 1))
am Ende der Periode
900.065
1.824.759
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
(inkl. interne Bank 1))
-924.693
-450.416
1) Inkludiert in der Bilanzposition „Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen“
2024
2023
Eigenkapitalquote 2)
83,5%
82,0%
Eigenkapitalrentabilität 3)
4,1%
2,4%
EBIT (in EUR tausend) 4)
526.322
368.894
Kapitalrendite (ROCE) 5)
3,8%
2,3%
Verschuldungsgrad 6)
2,3%
-5,0%
2) Eigenkapital dividiert durch Bilanzsumme // 3) Jahresüberschuss dividiert durch Eigenkapital // 4) Jahresüberschuss + Steuern vom Einkommen und vom Ertrag + sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen + sonstige Zinsen und ähnliche Erträge // 5) Ergebnis nach Steuern + Nettozinsen im Zusammenhang mit der Finanzierung – Steuereffekt dividiert durch das durchschnittlich eingesetzte Kapital (Eigenkapital + Nettoverschuldung) // 6) Verzinsliche Schulden, abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, dividiert durch gesamtes Eigenkapital
361
Überblick über die Ergebnisse
Umsatzerlöse
Borealis verkaufte im Jahr 2024 3,46 Millionen Tonnen Polyolefine und damit etwa 5 % mehr als die im Jahr 2023 verkauften 3,31 Millionen Tonnen. Die Nachfrage nach Polyolefinen stieg in der ersten Hälfte des Jahres 2024 leicht an, blieb aber im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023 praktisch unverändert. Das stagnierende Wirtschaftswachstum in Europa und die Dämpfung der Verbraucherausgaben durch gestiegene Lebenshaltungskosten konnten nicht durch eine geringere Inflation und niedrigere Zinsen kompensiert werden, was sich negativ auf die Nachfrage nach Polyolefinen auswirkte.
Auch wenn die Nachfrage nach Verbraucherprodukten in Europa und den USA 2024 anstieg, bleibt die zugrunde liegende Nachfrage schwach. Sowohl im Bereich Healthcare als auch Consumer Products stagniert die Nachfrage, da die Kunden mit einer anhaltenden Marktunsicherheit zu kämpfen haben. Die schwache Nachfrage im Baugewerbe hat insbesondere die Geschäftsbereiche Energy und Infrastructure von Borealis beeinträchtigt, was jedoch durch die robuste Nachfrage nach ausgewählten Hochspannungsanwendungen in den Geschäftsbereichen Energy und Mobility kompensiert wurde, so dass die meisten Geschäftsbereiche von Borealis im Jahr 2024 insgesamt höhere Absatzmengen verzeichnen konnten. 
Der Absatz von Borealis Basischemikalien stieg im Jahr 2024 auf 1,15 Millionen Tonnen gegenüber 0,98 Millionen Tonnen im Jahr 2023. Dieser Anstieg wurde durch höhere Absätze bei Phenol aufgrund größerer vertraglich vereinbarter Mengen aufgrund der höheren Nachfrage in Europa und niedrigerer Erdgaspreise erzielt. Die Absätze aus Olefinen stiegen 2024 ebenfalls an, was auf höhere Umsätze bei Borealis Polyolefine und das Ausbleiben von Turnarounds, wie sie 2023 in Porvoo (Finnland) und Kallo (Belgien) stattfanden, zurückzuführen ist. 
Kostenentwicklung
Aufgrund höherer Rohstoffpreise waren die Produktionskosten im Jahr 2024 höher als im Jahr 2023; sowohl der gestiegene Naphtha-Preis als auch der höhere LPG-Anteil trugen zu einem Anstieg der Produktionskosten bei. Dies und ein höheres Absatzvolumen bei Polyolefinen und Basischemikalien führten zu einem Anstieg der Materialkosten und der Transportkosten. Die sonstigen Betriebskosten sanken im Jahr 2024 dank der strikten Kostenmanagementpolitik von Borealis und trotz der Inflation und der Verwaltung von Wachstumsprojekten, siehe Kapitel '7. Sonstige betriebliche Aufwendungen' im Anhang. Im Jahr 2024 beliefen sich die F&E-Kosten von Borealis auf 62 Millionen EUR, verglichen mit 66 Millionen EUR im Jahr 2023.
Mit Jahresende 2024 betrug die Anzahl der Beschäftigten 373, dies ist ein Anstieg um 9 von 364 Beschäftigten im Jahr 2023.
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Strong Foundation – Performance Excellence (SFPE)
Das Programm "Strong Foundation - Performance Excellence" (SFPE), das 2022 als Teil der Strategie Borealis 2030 eingeführt wurde, hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Konzern den lang anhaltenden Abschwung in der Branche bewältigen konnte. Im Jahr 2024 erzielte SFPE nachhaltige EBITDA-Verbesserungen in Höhe von rund 240 Millionen Euro. Zu den Meilensteinen gehörten die Optimierung der Produktpreise, die Senkung der variablen Kosten durch eine verbesserte Beschaffung von Rohstoffen und die Verbesserung der betrieblichen Effizienz.  
Ab 2024 umfasst die SFPE auch spezielle Maßnahmen für Fixkosteneinsparungen. Im ersten vollen Jahr ihrer Wirkung haben diese Maßnahmen zu Einsparungen in Höhe von EUR 50 Millionen beigetragen und sind somit auf dem besten Weg, die angestrebten EUR 100 Millionen bis 2026 zu erreichen. Der ganzheitliche Ansatz und die rigorose Umsetzung der SFPE haben die finanzielle Widerstandsfähigkeit und die betriebliche Exzellenz von Borealis deutlich gestärkt. 
Risikomanagement
Borealis hat einen dokumentierten Risikomanagementprozess, der sicherstellt, dass alle Konzernbereiche Risiken, mit denen sie konfrontiert sind, routinemäßig bewerten und entsprechende Maßnahmen entwickeln und implementieren, um sich gegen diese Risiken abzusichern. Das Risikomanagement trägt dazu bei, die langfristigen Strategien und kurzfristigen Ziele des Konzerns zu erreichen. Borealis erfasst neu auftretende Risiken, die während des Geschäftsplanungszeitraums eintreten können, sowie strategische Risiken, die die Umsetzung der langfristigen Strategie des Konzerns beeinträchtigen können. Borealis ist der Ansicht, dass eine effektive Risikokultur es einem Ausreißer, das heißt einem Ereignis oder Täter, erschwert, das Unternehmen zu gefährden.
Im Jahr 2024 lag der Schwerpunkt beim Risikomanagement weiterhin auf dem Gleichgewicht zwischen den Erfordernissen von Wachstum, Rentabilität und Nachhaltigkeit. Die anhaltenden Turbulenzen in der Geopolitik und auf den Märkten haben die Fragilität des globalen Energiesystems und die Hindernisse bei der Beschleunigung des Übergangs zu grüner Energie und Kreislaufwirtschaft aufgezeigt. Vor allem in Europa ist die Branche mit wirtschaftlicher Unsicherheit und einem immer aufwändigeren Rahmen für die Einhaltung von Vorschriften konfrontiert. Diese und andere Risiken im Gesamtumfeld werden regelmäßig konsolidiert, berichtet und überprüft.  
Borealis unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Risiken. Zu den wichtigsten Risikoarten gehören unter anderem die nachfolgend beschriebenen. 
Strategische Risiken stehen häufig im Zusammenhang mit negativen langfristigen Entwicklungen auf dem Markt und/oder in der Branche, mit Entwicklungen in den Bereichen Technologie und Innovation, mit Veränderungen im Wettbewerbsumfeld oder mit einer Bedrohung des Rufs des Konzerns.
Operationelle und taktische Risiken bezeichnen üblicherweise negative und unerwartete kurz- oder mittelfristige Entwicklungen und umfassen jene Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den täglichen Geschäftsbetrieb des Konzerns haben. Alle operationellen Risiken werden unter Einhaltung der schriftlich festgelegten Richtlinien und Maßnahmen, die durch den jeweiligen Geschäftsbereich verwaltet werden, bewertet.
363
Im Bereich Operations wurde ein proaktiver Risikopräventionsansatz implementiert, der Risiken in den Bereichen der Produktion, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE), Product Stewardship, Plant Availability und Quality abdecken soll. Der Risikomanagementansatz stellt darüber hinaus auch die Anwendung des „Responsible Care®“-Ansatzes in Bezug auf Risiken im Bereich Operations sicher. Der Standardprozess umfasst dabei eine einheitliche Risikomatrix und Risikoregister, die nach einem Bottom-up-Prinzip, das heißt von der Anlagenebene bis zur Portfolioebene, aufgebaut sind und damit ein einheitliches Risikobewertungssystem für den gesamten Bereich Operations ermöglichen.
In Übereinstimmung mit seinen gesetzlichen Verpflichtungen bewertet Borealis mögliche negative Auswirkungen seiner Tätigkeiten auf die Umwelt und die Gesellschaft und legt sie in seinem nicht-finanziellen Teil offen, ebenso wie die entsprechenden Abhilfemaßnahmen. Folgende Hauptrisiken wurden untersucht: 
Ungeplante Emissionen aus den Betrieben, die weitere Emissionen in die Luft oder Verunreinigungen von Boden und Wasser nach sich ziehen; Abfallaufkommen, Lärmbelästigung und andere Störungen für lokale Gemeinden;
Anlagensicherheitsereignisse, die zur plötzlichen und unkontrollierten Freisetzung von explosivem und giftigem Material führen können;
chemische Substanzen, die bei unsachgemäßem und nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch zu gesundheitlichen Schäden bei Menschen führen können;
Umweltverschmutzung durch Granulatfreisetzung oder Plastikmüll;
Klimabezogene Risiken und Maßnahmen zur Abhilfemaßnahmen werden speziell im Rahmen der Risikobewertung der Europäischen Standards für Nachhaltigkeit (ESRS) analysiert. Zu den Übergangsrisiken gehören zum Beispiel höhere Preise für Treibhausgasemissionen, steigende Betriebskosten, zunehmender Druck auf die Verwendung fossiler Rohstoffe und ein negatives Branchenimage. Physische Risiken beziehen sich hauptsächlich auf mögliche Unterbrechungen der Lieferkette, beispielsweise wegen extremer Wetterereignisse, politischer Unruhen oder anderen Faktoren. Gleichzeitig bieten einige mit dem Klimawandel verbundene Risiken auch Chancen für Innovation und Wachstum. Zum Beispiel die Entwicklung neuer kreislauffähiger und/oder auf erneuerbaren Energien basierender Produkte und Anwendungen, die Erweiterung des Portfolios emissionsarmer Produkte sowie Wertschöpfungsketten und/oder Partnerschaften mit Interessengruppen, die die Bemühungen der Industrie um Klimaneutralität beschleunigen.
Projektrisiken werden im Rahmen des Projektgenehmigungsverfahrens von Borealis bewertet. Dabei werden die maßgeblichen Risiken des einzelnen Projekts beurteilt, wie zum Beispiel finanzielle, Markt-, technische, rechtliche, geistiges Eigentum betreffende, strategische, operative, Länder- und politische Risiken. Der Risikobeurteilungsprozess berücksichtigt auch die Wahrscheinlichkeit der Einhaltung des geplanten Zeitplans und Mitteleinsatzes des Projekts bis zu seiner Fertigstellung sowie die Einhaltung der wesentlichen Projektziele. Projektrisiken werden vom Projektmanager gesteuert und an das Project Steering Committee gemeldet.
Finanzielle Risiken und Marktrisiken können aufgrund unerwarteter Änderungen von Marktangebot oder -nachfrage, Warenpreisen, Dienstleistungen oder Finanzierungskosten auftreten. Risiken entstehen unter Umständen auch im Zusammenhang mit der Liquidität, Zinssätzen, Wechselkursen, Krediten und Versicherungen sowie der Unfähigkeit einer Gegenpartei, einer Zahlungs- oder Lieferverpflichtung nachzukommen, und können auch aufgrund falscher Annahmen oder durch die unangemessene Anwendung eines Modells
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auftreten. Die Bewertung von finanziellen Risiken wird im Konzernanhang unter Punkt 17 ausführlich beschrieben. Die Leiter der Abteilung Treasury & Funding und der Rechtsabteilung sind für die Koordination des Managements sämtlicher finanzieller Risiken und deren Berichterstattung verantwortlich.
Compliance-Risiken entstehen in Verbindung mit rechtlichen oder regulatorischen Risiken, dem Verhaltenskodex (Ethikrichtlinie) und Normen sowie im Zuge von Auftragsvergaben. Eine Geschäftsführung gemäß ethischen Grundsätzen ist von wesentlicher Bedeutung für die Reputation des Konzerns und den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Taktische oder generische Risiken sind Risiken, die im Zusammenhang mit Normen oder Compliance-Themen identifiziert werden. Diese Risiken beziehen sich hauptsächlich auf Prozesse oder Kontrolldefizite.
Informationssicherheitsrisiken bestehen im Zusammenhang mit der Geheimhaltung, Integrität und Verfügbarkeit von entscheidenden Unternehmensdaten. Die Leiter der Abteilung Digital Solutions und der Rechtsabteilung unterstützen das Management durch die Bewertung der Informationssicherheitsrisiken und die Entwicklung und Implementierung von risikomindernden Maßnahmen.
Der Vorstand überwacht regelmäßig die wichtigsten Risiken des Konzerns, bestimmt seine Risikotoleranzschwellen, überwacht die Implementierung von risikomindernden Maßnahmen und berichtet die wesentlichen Risiken und die zugehörigen risikomindernden Maßnahmen an den Aufsichtsrat. Der Vorstand stellt die Integration des Risikobewertungsprozesses in die strategische Planung sicher.
Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der Effektivität des Risikomanagementprozesses, der Risikoaffinität und Toleranzschwellen, der Risikopositionen des Konzerns und der Effektivität der risikomindernden Maßnahmen verantwortlich. Der Aufsichtsrat delegiert einige dieser Verantwortungsbereiche an den Prüfungsausschuss (Audit Committee), ein Subkomitee des Aufsichtsrats.
Alle Borealis-Mitarbeitende tragen im Rahmen ihrer Befugnisse und Arbeitsbereiche die Verantwortung der Risikosteuerung, um sicherzustellen, dass das Risikomanagement erfolgreich in die Organisation des Unternehmens eingegliedert ist und in den täglichen Entscheidungsprozessen Anwendung findet.
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Änderungen in Aufsichtsrat und Vorstand
In der ersten Jahreshälfte wurden Hetal Patel und Raul Prieto als Nachfolger von Khaled Salmeen und Khaled Al Zaabi in den Aufsichtsrat von Borealis berufen. Am 25. November 2024 wurde Mike Baker in den Aufsichtsrat berufen und löste damit das bisherige Mitglied Raul Prieto ab. Mit der Neugründung des Betriebsrats der Borealis AG im November 2024 sind nun drei Sitze offiziell von den Arbeitnehmervertretern Philipp Riesenkampff, Dorothea Wiplinger und Gernot Baumgartel besetzt. Daniela Vlad ist Ende Februar 2025 aus dem Aufsichtsrat von Borealis ausgeschieden, Alfred Stern übernahm ihre Position mit 1. März 2025. 
Wie am 12. Juni 2024 angekündigt, hat der Aufsichtsrat der Borealis AG Stefan Doboczky zum 1. Juli 2024 zum CEO der Borealis AG bestellt. Stefan Doboczky folgt auf Thomas Gangl, dessen Mandat als CEO der Borealis AG und Anstellungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat zum 30. Juni 2024 beendet wurde. Zum 1. Februar 2024 hat Craig Arnold die Nachfolge von Lucrèce Foufopoulos-De Ridder in der Position Executive Vice President Polyolefins, Circular Economy Solutions and Innovation & Technology angetreten. 
Wirtschaftliche Entwicklung und Ausblick
Borealis beging 2024 sein dreißigjähriges Bestehen und feierte eine lange Erfolgsgeschichte als Innovator im Bereich Polymere und Branchenführer bei der Beschleunigung des Übergangs zur Kunststoffzirkularität. Die Kombination aus technologischem Können, Engagement für die Schaffung von Mehrwert für die Kunden und betrieblichem Können bildete die Grundlage für den Erfolg in einem schwierigen Jahr. Wie das Jahr davor war auch das Jahr 2024 von geopolitischer Unsicherheit, globalen Überkapazitäten bei Polyolefinen und einem langsamen Wachstum der Gesamtnachfrage nach Polyolefinen geprägt. Dennoch zeigte die finanzielle Leistung von Borealis deutliche Verbesserungen im Vergleich zu 2023.
Borealis muss sich auf sein 30-jähriges Bestehen stützen, um sich an die langfristigen strukturellen Entwicklungen anzupassen, mit denen alle Akteure der Branche konfrontiert sind. Dazu gehören der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, die Senkung der Treibhausgasemissionen und die mit neuen Technologien und der Digitalisierung verbundenen Umwälzungen. Die europäischen Akteure müssen sich bemühen, angesichts der Deindustrialisierung und der immer strengeren regulatorischen Anforderungen wettbewerbsfähig zu bleiben. Borealis ist jedoch dank seines starken Fundaments und der Agilität und des Engagements seiner Mitarbeitenden gut aufgestellt, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern. 
Die verbesserte Sicherheitsbilanz für 2024 zeigt, dass Fortschritte auf dem Weg zum Ziel "Null Unfälle" gemacht wurden. Sicherheit wird auch im Jahr 2025 oberste Priorität haben, da Borealis im Rahmen seiner Initiative "HSSE 2030" danach strebt, Branchenführer in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Schutz zu werden. 
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Sonstige Information
Als Mitglied der OMV Gruppe erstellt die Borealis AG keine separate nichtfinanzielle Erklärung auf Einzelunternehmensebene gemäß § 243b des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB), da diese gemäß § 243b (7) UGB im nichtfinanziellen Bericht der OMV AG enthalten ist. Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den Anforderungen des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) und in Abstimmung mit den Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) erstellt, um die Berichtspflicht gemäß CSRD vorzubereiten. Der Bericht ist auf der Website der OMV AG (https://www.omv.com/de) verfügbar.
Gemäß § 267a des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) erstellt Borealis eine nichtfinanzielle Erklärung als Teil des Konzernlageberichts.
Borealis AG hat eine Niederlassung in Abu Dhabi.
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Wien, 4. März 2025
Vorstand:
signiert
signiert
Stefan Doboczky
Daniel Turnheim
Vorstandsvorsitzender
Finanzvorstand
signiert
signiert
Wolfram Krenn
Philippe Roodhooft
Executive Vice President
Base Chemicals & Operations
Executive Vice President
Joint Ventures & Growth Projects
signiert
Craig Arnold
Executive Vice President
Polyolefins, Circular Economy Solutions
and Innovation & Technology
368
Jahresabschluss
369
Bilanz zum 31. Dezember 2024
31.12.2024
EUR
31.12.2023
TEUR
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte und Lizenzen
30.364.120,51
32.452
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung
698.133,68
1.251
2. Anlagen in Bau
143.891,63
310
842.025,31
1.561
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
3.194.911.018,72
3.140.627
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
141.216.243,49
122.404
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
141.216.243,49
118.404
3. Beteiligungen
5.712.892,28
5.713
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
692.594.432,57
720.781
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
692.594.432,57
698.917
5. Wertpapiere des Anlagevermögens
9.100.237,97
9.018
4.043.534.825,03
3.998.543
4.074.740.970,85
4.032.556
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
340.042.814,93
404.911
2. Fertige Erzeugnisse und Waren
785.762.533,20
722.989
1.125.805.348,13
1.127.900
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
534.033.931,61
399.514
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00
0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
7.786.781.535,04
8.079.030
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
5.860.023.566,14
6.615.659
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
580.984.721,58
265.148
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
428.026.521,19
202.621
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
273.356.897,41
336.253
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00
0
9.175.157.085,64
9.079.945
gesamt davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
6.288.050.087,33
6.818.280
III. Guthaben bei Kreditinstituten
906.184.663,70
2.002.113
11.207.147.097,47
12.209.958
C. Rechnungsabgrenzungsposten
12.918.385,58
15.135
D. Aktive latente Steuern
17.600.834,01
17.275
Summe Aktiva
15.312.407.287,91
16.274.924
370
31.12.2024
EUR
31.12.2023
TEUR
Passiva
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes und einbezahltes Grundkapital
300.000,00
300
gezeichnetes Grundkapital
300.000,00
300
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene
101.604.460,00
101.604
2. nicht gebundene
1.539.783.410,00
1.539.783
1.641.387.870,00
1.641.387
III. Gewinnrücklage
1. gesetzliche Rücklage
30.000,00
30
IV. Bilanzgewinn
11.146.643.088,99
11.697.921
davon Gewinnvortrag
10.616.770.537,68
11.378.756
12.788.360.958,99
13.339.638
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen
777.105,67
591
2. Rückstellungen für Pensionen
16.015.807,00
15.787
3. Sonstige Rückstellungen
151.569.896,84
172.183
168.362.809,51
188.561
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen
300.000.000,00
300.000
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
300.000.000,00
0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00
300.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
904.488.084,90
1.211.224
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
631.519.851,26
305.846
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
272.968.233,64
905.378
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
333.017.208,69
328.520
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
333.017.208,69
328.520
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00
0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
622.745.924,82
724.899
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
622.745.924,82
724.899
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00
0
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
161.969.982,43
146.046
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
161.969.982,43
146.046
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00
0
6. Sonstige Verbindlichkeiten
33.462.318,57
36.037
davon aus Steuern
4.770.846,26
3.777
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
1.815.873,97
0
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
30.463.853,13
36.037
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
2.998.465,44
0
2.355.683.519,41
2.746.726
gesamt davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
2.079.716.820,33
1.541.348
gesamt davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
275.966.699,08
1.205.378
Summe Passiva
15.312.407.287,91
16.274.925
371
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024
31.12.2024
EUR
31.12.2023
TEUR
1. Umsatzerlöse
7.452.969.818,63
6.684.550
2. Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen
62.773.258,28
-123.233
3. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
6.324.000,00
11.319
b) Übrige
71.467.343,55
162.345
77.791.343,55
173.664
4. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand
-4.960.481.508,39
-4.336.376
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
-1.701.913.590,64
-1.631.122
-6.662.395.099,03
-5.967.498
5. Personalaufwand
a) Gehälter
-70.676.638,27
-56.214
b) soziale Aufwendungen
-22.018.041,82
-16.699
davon Aufwendungen für Altersversorgung
282.179,69
2.274
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
-3.836.963,72
-1.176
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-12.777.355,95
-9.568
-92.694.680,09
-72.913
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-2.751.579,71
-3.150
b) auf Gegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im Unternehmen üblichen
Abschreibungen überschreiten
-2.500.000,00
-7.500
-5.251.579,71
-10.650
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit diese nicht unter Z 17 fallen
-439,49
0
b) Übrige
-692.351.459,60
-708.214
-692.351.899,09
-708.214
8. Zwischensumme aus Z 1 bis 7 (Betriebsergebnis)
140.841.162,54
-24.294
9. Erträge aus Beteiligungen
333.621.914,09
169.700
davon aus verbundenen Unternehmen
333.621.914,00
169.700
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
75.672.318,62
60.574
davon aus verbundenen Unternehmen
0,00
0
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
292.023.256,39
175.900
davon aus verbundenen Unternehmen
176.005.116,29
93.630
12. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
19.830.399,60
462.868
13. Aufwendungen aus Finanzanlagen
-43.644.250,51
-299.955
davon betreffend verbundene Unternehmen
-43.644.250,51
-299.954
davon Abschreibungen
-43.644.250,51
-299.954
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-228.285.270,05
-222.652
davon betreffend verbundene Unternehmen
-53.263.439,00
-46.293
15. Zwischensumme aus Z 9 bis 14 (Finanzergebnis)
449.218.368,14
346.435,00
372
31.12.2024
EUR
31.12.2023
TEUR
16. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 8 und Z 15)
590.059.530,68
322.141
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-60.186.979,37
-2.977
davon aus latenten Steuern
325.305,00
11.323
18. Ergebnis nach Steuern
529.872.551,31
319.164
19. Jahresüberschuss
529.872.551,31
319.164
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
10.616.770.537,68
11.378.756
21. Bilanzgewinn
11.146.643.088,99
11.697.921
373
Anhang
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches („UGB“) in der geltenden Fassung und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den Vorschriften des UGB.
Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Positionen des Jahres-abschlusses wurden nach den allgemeinen Bestimmungen des UGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften vorgenommen. Es wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen und die Einzelbewertung der Vermögensgegenstände und Schulden angewandt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Das Unternehmen hat dem Vorsichtsprinzip Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, wurden berücksichtigt. Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei den Schätzungen berücksichtigt.
Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Der Wertansatz von immateriellen Anlagen und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere beizulegende Werte angesetzt. Der beizulegende Wert wird anhand der diskontierten Cashflow-Methode unter Verwendung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten des Unternehmens zum Zeitpunkt der Berechnung ermittelt.
Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Anwendung des gleitenden Durchschnittspreisverfahrens. Die Bewertung der gasförmigen Rohstoffe erfolgte unter Anwendung des First-in-First-Out- Verfahrens (FIFO-Methode).
Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte zu den von der Betriebsrechnung ermittelten Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Die noch nicht abrechenbaren Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs-/Herstellungskosten werden nach dem First-in-First-out-Verfahren (FIFO-Methode) ermittelt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden folgende Kosten miteinbezogen:
Fertigungseinzelkosten
Sonderkosten der Fertigung
Variable Fertigungs- und Gemeinkosten
374
Angemessene Teile der variablen und fixen Gemeinkosten in dem Ausmaß, wie sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen
Die Folgebewertung der Vorräte erfolgt bei allen Positionen nach dem strengen Niederstwertprinzip.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch vorsichtigen Wertansatz Rechnung getragen. CO2-Zertifikate werden jährlich nach unentgeltlicher Zuteilung durch die staatlichen Behörden an die produzierenden Töchtergesellschaften von diesen zum aktuellen Kurswert abgekauft. Bei Feststehen der von den produzierenden Töchtergesellschaften benötigten CO2-Zertifikate für das Vorjahr werden diese an die Töchtergesellschaften zum aktuellen Kurswert verkauft.
Die Pensionsrückstellung wurde gemäß AFRAC-Stellungnahme5 27 „Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches“ (Juni 2022) versicherungsmathematisch nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämie unter Zugrundelegung der biometrischen Richttafeln (AVÖ 2018-P) ermittelt. Als Pensionseintrittsalter wurde das frühestmögliche Pensionseintrittsalter nach den sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen angenommen. Der Rechnungszinssatz beträgt 3,25 % (Vorjahr: 3,50 %). Beim verwendeten Rechnungszinssatz handelt es sich um einen Stichtagszinssatz. Der Stichtagszinssatz ist jener Zinssatz, zu dem sich ein Unternehmen mit hochklassiger Bonitätseinstufung am Abschlussstichtag der durchschnittlichen Restlaufzeit der Verpflichtungen im Wesentlichen entsprechendes Fremdkapital beschaffen kann. Es wurde kein Fluktuationsabschlag vorgenommen. Des Weiteren wurde für die Berechnung eine durchschnittliche Steigerung der Pensionszahlungen in Höhe von 2,50 % (Vorjahr: 2,25 %) herangezogen. Die Zinsaufwendungen für die Pensionsrückstellungen sowie die Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im betreffenden Personalaufwand erfasst.
Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (IAS 19) unter Zugrundelegung der Sterbetafeln der Aktuarvereinigung Österreichs (AVÖ 2018-P) und unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 3,25 % (Vorjahr: 3,75 %) ermittelt. Beim verwendeten Rechnungszinssatz handelt es sich um einen Stichtagszinssatz. Des Weiteren wurde für die Berechnung ein Fluktuationsabschlag in Höhe von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) sowie eine durchschnittliche Lohn- und Gehaltssteigerung in Höhe von 3,75 % (Vorjahr: 4,00 %) herangezogen.
Die unternehmensrechtliche Rückstellung für Abfertigungsleistungen wurde gemäß AFRAC-Stellungnahme 27 „Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches“ (Juni 2022), versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (IAS 19) unter Zugrundelegung der Sterbetafeln der Aktuarvereinigung Österreichs (AVÖ 2018-P) ermittelt. Als Pensionsantrittsalter wurde das frühestmögliche Pensionsalter in der Sozialversicherung angenommen. Der Rechnungszinssatz (aktueller Marktzinssatz) beträgt 3,00 %. Es wurde ein Fluktuationsabschlag von 2,00 % und eine zukünftige Gehaltssteigerung von 3,75 % berücksichtigt.
375
In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind. Hierunter fallen auch Rückstellungen für drohende Verluste aus negativen Marktwerten von derivativen Finanzinstrumenten. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem marktüblichen Zinssatz abgezinst.
Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag dargestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Soweit auf die gemäß Rechnungslegungsgesetz vorgegebenen Anhangangaben keine entsprechenden Sachverhalte zutrafen, wurde auf die Anführung von Leerposten verzichtet.
Berichtswährung ist der Euro. Grundsätzlich erfolgt die Bewertung von in anderen Währungen denominierten Forderungen zum niedrigeren Wert aus Anschaffungskurs und Devisengeldkurs am Bilanzstichtag bzw. von in anderen Währungen denominierten Verbindlichkeiten zum höheren Wert aus Entstehungskurs und Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag.
Die Gesellschaft erfasst derivative Finanzinstrumente grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wird gemäß dem imparitätischen Realisationsprinzip gebildet. Derivative Finanzinstrumente werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung bilanziert. Aufgrund der AFRAC-Stellungnahme werden die derivativen Finanzinstrumente, die der Absicherung eines Grundgeschäfts dienen, gemeinsam mit diesem in einer Einheit bewertet und abgebildet. Abgesichert werden im Wesentlichen schwebende Geschäfte und zukünftige Cashflows.
Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten sind die individuelle Risikokompensation, die Kongruenz von Zinsfälligkeiten und Währung, eine Bonitätsgleichheit und eine Laufzeitenkongruenz. Für die Absicherung von Cashflows ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit und nachweislich von einem gegenläufigen, erfolgswirksamen Cashflow aus einem Geschäft, das mit dem Derivat unmittelbar kausal verknüpft ist, auszugehen.
Eine Bewertungseinheit wird nur gebildet, wenn die Sicherungsbeziehung unter Anwendung eines retrospektiven Effektivitätstests tatsächlich vollständig oder weitgehend effektiv war. Der ineffektive Anteil eines in einer Sicherungsbeziehung designierten Derivats wird als Drohverlustrückstellung erfasst.
Bei Vorliegen einer Bewertungseinheit wird das Derivat nicht gesondert bewertet, sondern das abgesicherte Grundgeschäft gemeinsam mit dem Derivat. Zukünftige Verkäufe und Käufe in Fremdwährung, deren Wechselkurs mit einem Devisentermingeschäft vollständig abgesichert sind, werden mit dem vereinbarten Terminkurs bewertet. Für die Bewertung von Derivaten, die der Absicherung zukünftiger Cashflows dienen, werden – bei Vorliegen einer effektiven Sicherungsbeziehung – die gegenläufigen, erfolgswirksamen Cashflows aus dem abgesicherten Grundgeschäft bei der Bemessung des Drohverlusts berücksichtigt.
Aktive latente Steuern werden auf Differenzen angesetzt, die zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen,
376
Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.
Mit folgenden verbundenen Unternehmen bestehen wesentliche Lohnverarbeitungsvereinbarungen:
Borealis Polyolefine GmbH, Österreich
Borealis Polymere GmbH, Deutschland
Borealis Polymers N.V., Belgien
Borealis Kallo N.V., Belgien
Borealis Antwerpen N.V., Belgien
Borealis Italia S.p.a., Italien
Borealis AB, Schweden
Borealis Polymers Oy, Finnland
Borealis Plastomers B.V., Niederlande
Im Rahmen der Lohnverarbeitung liefert die Borealis AG sämtliche Rohstoffe, Betriebs- und sonstige Produktionsmittel und stellt diese den Lohnfertigern zur Verarbeitung in Endprodukte zur Verfügung. Diese Endprodukte sowie die dafür eingesetzten Produktionsfaktoren bleiben Eigentum der Borealis AG und werden auch von ihr vermarktet, während die Lohnfertiger ein marktgerechtes Entgelt für ihre Verarbeitungsdienstleistungen erhalten.
377
Erläuterungen zur Bilanz
2. Aktiva
Anlagevermögen
Anschaffungskosten
Kumulierte Abschreibungen
Buchwerte
Werte in EUR
Stand am
1.1.2024
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand am
31.12.2024
Stand am
1.1.2024
Zugänge
Abgänge
Zuschreibung
Stand am
31.12.2024
Stand am
31.12.2023
Stand am
31.12.2024
Immaterielle Anlagen
Rechte und Lizenzen
78.232.386,16
31.075,65
-28.371.481,49
0,00
49.891.980,32
-45.780.715,85
-2.118.625,45
28.371.481,49
0,00
-19.527.859,81
32.451.670,31
30.364.120,51
78.232.386,16
31.075,65
-28.371.481,49
0,00
49.891.980,32
-45.780.715,85
-2.118.625,45
28.371.481,49
0,00
-19.527.859,81
32.451.670,31
30.364.120,51
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsaus-
stattung
3.471.010,98
0,00
-1.382.029,31
299.642,22
2.388.623,89
-2.220.165,74
-632.954,26
1.162.629,79
0,00
-1.690.490,21
1.250.845,24
698.133,68
Anlagen in Bau
309.662,22
133.871,63
0,00
-299.642,22
143.891,63
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
309.662,22
143.891,63
3.780.673,20
133.871,63
-1.382.029,31
0,00
2.532.515,52
-2.220.165,74
-632.954,26
1.162.629,79
0,00
-1.690.490,21
1.560.507,46
842.025,31
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
4.232.611.529,12
79.475.356,75
-47.398,61
0,00
4.312.039.487,26
-1.091.984.218,03
-43.644.250,51
0,00
18.500.000,00
-1.117.128.468,54
3.140.627.311,09
3.194.911.018,72
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
122.403.820,44
22.812.423,05
-4.000.000,00
0,00
141.216.243,49
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
122.403.820,44
141.216.243,49
Beteiligungen
5.712.893,28
0,00
0,00
0,00
5.712.893,28
-1,00
0,00
0,00
0,00
-1,00
5.712.892,28
5.712.892,28
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht
720.780.524,32
0,00
-28.186.091,75
0,00
692.594.432,57
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
720.780.524,32
692.594.432,57
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagever-
mögens
9.017.983,00
82.254,97
0,00
0,00
9.100.237,97
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
9.017.983,00
9.100.237,97
5.090.526.750,16
102.370.034,77
-32.233.490,36
0,00
5.160.663.294,57
-1.091.984.219,03
-43.644.250,51
0,00
18.500.000,00
-1.117.128.469,54
3.998.542.531,13
4.043.534.825,03
Gesamtes Anlagever-
mögen
5.172.539.809,52
102.534.982,05
-61.987.001,16
0,00
5.213.087.790,41
-1.139.985.100,62
-46.395.830,22
29.534.111,28
18.500.000,00
-1.138.346.819,56
4.032.554.708,90
4.074.740.970,85
378
Immaterielle Vermögensgegenstände
In den immateriellen Vermögensgegenständen sind solche, die von einem verbundenen Unternehmen erworben wurden, mit historischen Anschaffungskosten von EUR 31.278.975,92 (Vorjahr: TEUR 31.802) enthalten.
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von drei bis neunzehn Jahren.
Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände vorgenommen (Vorjahr: TEUR 0).
Sachanlagen
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren
Finanzanlagevermögen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Anteile an verbundenen Unternehmen
Land
Stadt
Anteil in %
Anteiliges Eigenkapital IFRS 2024 TEUR
Anteiliges Jahresergeb-nis IFRS 2024 TEUR
Borealis Antwerpen N.V.
Belgien
Zwijndrecht
100
14.460
4.180
Borealis Brasil S.A.
Brasilien
Itatiba
80
35.794
10.558
Borealis Financial Services N.V.
Belgien
Mechelen
100
214.862
14.677
Borealis France S.A.S.
Frankreich
Courbevoie
100
4.123
14.380
Borealis Insurance A/S (captive insurance company)
Dänemark
Kopenhagen
100
103.828
5.876
BOREALIS ITALIA S.p.A.
Italien
Monza
100
13.391
546
Borealis Kallo N.V.
Belgien
Kallo
100
373.321
20.237
Borealis Plastomers B.V.
Niederlande
Geleen
100
44.247
3.422
Borealis Polymere GmbH
Deutschland
Burghausen
100
56.907
-6.184
Borealis Polymers N.V.
Belgien
Beringen
100
157.301
10.182
Borealis Polymers Oy
Finnland
Porvoo
100
379.960
4.120
Borealis Química España S.A.
Spanien
Barcelona
100
1.023
228
Borealis Sverige AB
Schweden
Stenungsund
100
261.768
17.491
Borealis Technology Oy
Finnland
Porvoo
100
30
0
BOREALIS UK LTD
UK
Manchester
100
4.973
1.251
Borealis USA Inc.
USA
Houston
100
756.861
-28.683
DYM SOLUTION CO., LTD
Südkorea
Cheonan
100
39.933
2.895
Integra Plastics EAD
Bulgarien
Sofia
100
8.317
-1.341
Rialti S.p.A.
Italien
Taino
100
47.766
3.625
379
Anteile an verbundenen Unternehmen
Land
Stadt
Anteil in %
Anteiliges Eigenkapital lokales Recht 2023 TEUR
Anteiliges Jahresergeb-nis lokales Recht 2023 TEUR
Borealis Argentina SRL
Argentinien
Buenos Aires
98
30
21
BOREALIS ASIA LIMITED
Hong Kong
Hong Kong
100
797
47
BOREALIS CHEMICALS ZA (PTY) LTD
Südafrika
Germiston
100
136
17
Borealis Chile SpA
Chile
Santiago
100
238
111
Borealis Chimie S.A.R.L.
Marokko
Casablanca
100
346
25
Borealis Colombia S.A.S.
Kolumbien
Bogota
100
98
45
Borealis Denmark ApS
Dänemark
Kopenhagen
100
136
12
Borealis Digital Studio B.V.
Belgien
Zaventem
100
1.440
342
Borealis México, S.A. de C.V.
Mexiko
Mexiko Stadt
100
-862
-1.153
Borealis Plasticos, S.A. de C.V.
Mexiko
Mexiko Stadt
100
1
-23
Borealis Plastik ve Kimyasal Maddeler Ticaret Limited Sirketi
Türkei
Istanbul
100
444
377
Borealis Poliolefinas da América do Sul Ltda.
Brasilien
Itatiba
100
4.050
613
Borealis Polyolefins d.o.o.
Kroatien
Zagreb
100
7
3
Borealis Polyolefins S.R.L.
Rumänien
Bukarest
100
46
18
Borealis Polyolefins s.r.o.
Slowakei
Bratislava
100
11
4
Borealis Polska Sp. z o.o.
Polen
Warschau
100
426
217
Borealis s.r.o.
Tschechien
Prag
100
174
39
mtm compact GmbH
Deutschland
Niedergebra
100
-243
-566
mtm plastics GmbH
Deutschland
Niedergebra
100
7.606
-7.345
Anteile an verbundenen Unternehmen
Land
Stadt
Anteil in %
Anteiliges vorläufiges Eigenkapital lokales Recht 2024 TEUR
Anteiliges vorläufiges Jahresergebnis lokales Recht 2024 TEUR
Borealis Circular Solutions Holding GmbH
Österreich
Wien
100
1.382
-15.903
Borealis Middle East Holding GmbH
Österreich
Wien
100
1.460.265
433.903
Borealis Polyolefine GmbH
Österreich
Schwechat
100
143.418
11.565
Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH
Österreich
Wildon
100
-2.123
-6.334
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Land
Stadt
Anteil in %
Anteiliges Eigenkapital lokales Recht 2023 TEUR
Anteiliges Jahresergeb-nis lokales Recht 2023 TEUR
C2PAT GmbH
Österreich
Wien
25
11
1
Recelerate GmbH
Deutschland
Herborn
50
853
-1.498
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Land
Stadt
Anteil in %
Anteiliges Eigenkapital IFRS 2024 TEUR
Anteiliges Jahresergeb-nis IFRS 2024 TEUR
Kilpilahden Voimalaitos Oy
Finnland
Porvoo
20
3.269
-1.059
380
Von den Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 141.216.243,49 (Vorjahr: TEUR 122.404) sind alle in mehr als fünf Jahren fällig.
Von den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 692.594.432,68 (Vorjahr: TEUR 720.781), betreffen EUR 669.241.429,68 (Vorjahr: TEUR 698.917) Ausleihungen an Bayport Polymers LLC, USA, wovon EUR 216.575.223,79 in mehr als 5 Jahren fällig sind.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Borealis AG verkauft im Rahmen eines Factoring-Programms bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Dritte. Dabei behält die Borealis AG keine wesentlichen Rechte zurück, weshalb die veräußerten Forderungen entsprechend ausgebucht werden. Die Borealis AG verwaltet weiterhin die laufenden Kundenbeziehungen und überträgt die zuvor bereits verkauften und ausgeglichenen Forderungen an den Käufer der Forderungen. Vom Nominalwert der verkauften Forderungen werden Abschläge vorgenommen und verbucht, die nach Ausgleich der entsprechenden Forderungen beim Käufer aufgelöst werden. Zum 31. Dezember 2024 wurden Forderungen in Höhe von EUR 417.917.742,56 (Vorjahr: TEUR 406.528) im Rahmen des Factoring-Programms verkauft.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 74.040.920,92 (Vorjahr: TEUR 116.360) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit EUR 7.712.740.614,12 (Vorjahr: TEUR 7.962.670) sonstige Forderungen. Der Großteil der sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen besteht gegenüber der Borealis Middle East Holding GmbH in Höhe von EUR 5.854.326.759,31 (Vorjahr: TEUR 6.288.513) aus dem Verkauf der Beteiligungen Borouge Pte. Ltd. und Abu Dhabi Polymers Company Limited im Jahr 2022.
Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit EUR 130.378.856,50 (Vorjahr: TEUR 104.457) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit EUR 450.605.865,08 (Vorjahr: TEUR 160.691) sonstige Forderungen.
Im Posten „Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände“ sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
In den sonstigen Forderungen sind entgeltlich erworbene CO2-Emissionszertifikate in Höhe von EUR 164.207.932,20 (Vorjahr: TEUR 173.207) ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.
381
Aktive latente Steuern
Die Entwicklung der aktiven latenten Steuern stellt sich, gegliedert nach Arten von temporären Differenzen und Verlustvorträgen während des Geschäftsjahres, wie folgt dar:
Werte in TEUR
Anlage-
vermögen
Umlauf-
vermögen
Verlust-
vorträge
Rück-
stellungen
Gesamt
Stand 1.1.2024
13.218
1.506
0
2.551
17.275
Erfolgswirksame Erfassung im Geschäftsjahr
808
-202
0
-281
326
Stand 31.12.2024
14.026
1.304
0
2.270
17.601
Es wurde ein Steuersatz von 23 % zur Bewertung der temporären Differenzen herangezogen.
Die latenten Steuern enthalten langfristige temporäre Differenzen in Höhe von EUR 10.929.506,58 (Vorjahr: TEUR 12.874).
3. Passiva
Eigenkapital
Grundkapital
Die Borealis AG hat ein Grundkapital von EUR 300.000,00, das aus 300.000 (2023: 300.000) voll eingezahlten Aktien mit einem Nennwert von EUR 1,00 ohne spezielle Stimmrechte besteht.
Bilanzgewinn
Die Borealis AG beabsichtigt EUR 535.113.000 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Sonstige Rückstellungen
2024
EUR
2023
TEUR
Rückstellung für Kundenrabatte und -boni
57.257.507,79
40.812
Rückstellung für fehlende Eingangsrechnungen
33.487.139,87
39.176
Rückstellung für Prämien
12.751.200,29
6.200
Rückstellung für langfristigen Bonusplan
5.485.504,85
8.676
Rückstellung für Sozialfonds
5.408.411,39
13.595
Rückstellung für noch nicht konsumierte Urlaube
4.238.185,44
4.163
Rückstellung für Jubiläumsgeld
2.190.171,66
2.060
Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
391.450,25
10.499
Rückstellung für noch nicht abgerechneten Zinsaufwand
0,00
6.684
Andere Rückstellungen
30.360.325,30
40.320
Summe
151.569.896,84
172.183
382
Verbindlichkeiten
Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
EUR
2024
Bilanzwert 31.12.2024
Restlaufzeit
> fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
904.488.084,90
132.955.662,84
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
622.745.924,82
0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
333.017.208,69
0,00
Anleihen
300.000.000,00
0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
161.969.982,43
0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
33.462.318,57
0,00
Summe
2.355.683.519,41
132.955.662,84
EUR
2023
Bilanzwert 31.12.2023
Restlaufzeit
> fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
1.211.223.936,23
203.042.679,28
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
724.899.476,59
0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
328.519.877,97
0,00
Anleihen
300.000.000,00
0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
146.045.656,83
0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
36.036.829,61
0,00
Summe
2.746.725.777,23
203.042.679,28
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 51.124.528,24 (Vorjahr: TEUR 229.606) finanzielle Verbindlichkeiten und mit EUR 577.621.396,58 (Vorjahr: TEUR 495.293) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Im Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“ sind keine wesentlichen Aufwendungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
Werte in TEUR
2024
des folgenden Geschäfts-
jahres
der folgenden fünf Geschäfts-
jahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen
74.653
201.165
Verpflichtungen aus Mietverträgen
2.607
1.632
Total
77.260
202.797
383
Angaben zu den Finanzinstrumenten
Gemäß der Finanzpolitik des Borealis Konzerns werden unter anderem auch derivative Finanzinstrumente zur Reduktion des Wechselkursrisikos, des Zinsrisikos und des Warenrisikos eingesetzt, die aufgrund der betrieblichen sowie der Finanzierungs- und Investitionstätigkeiten entstehen. Als derivative Finanzinstrumente werden von der Borealis AG Zinsswaps, Fremdwährungszinsswaps, Devisentermingeschäfte sowie Rohstoff-, Elektrizitäts- und Erdgasderivate eingesetzt.
Das Finanzrisikomanagement erfolgt zentralisiert in der Treasury- und Funding-Abteilung, wo die Fremdwährungsrisiken in Verbindung mit kurzfristigen Cashflows abgesichert und Obergrenzen für langfristige Fremdwährungsrisikopositionen festgelegt werden. Der Großteil der Darlehen basiert auf fixen Zinssätzen. Der Anteil der Darlehen, der auf variablen Zinssätzen basiert wird nach der Durchführung von Zinsswaps in Fixzinsdarlehen umgewandelt.
Die Gesellschaft sichert einen Teil ihrer erwarteten Rohstoffeinkäufe und Fertigerzeugnisverkäufe durch Rohstoffswaps ab. Rohstoffpreisrisiken werden von den Rohstoffhändlern verwaltet und von den Bereichen Trade Support und Risikomanagement überwacht. Die erwarteten Energieeinkäufe sichert die Gesellschaft durch Swaps für Strom und Erdgas ab.
Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen und sind in den folgenden Bilanzpositionen erfasst:
Derivate
2024
Nominale
Marktwerte
TEUR
Bilanzansatz
TEUR
Bilanzposten
Einheit
Positive
Negative
Devisentermin-
geschäfte
199.000
TUSD
0
-9.768
0
1.582.000
TSEK
1.170
-853
davon Bewertungsein-
heit mit dem Grundgeschäft
199.000
TUSD
0
-9.768
0
1.582.000
TSEK
1.170
-853
Zinsswaps
0
TEUR
0
0
0
0
TUSD
0
0
davon Bewertungsein-
heit mit dem Grundgeschäft
0
TEUR
0
0
0
0
TUSD
0
0
Fremdwährungs
zinsswap
0
TEUR
0
0
0
0
TUSD
0
0
davon Bewertungsein-
heit mit dem Grundgeschäft
0
TGBP
0
0
0
0
TJPY
0
0
Warentermin-
geschäfte
703.877
Tonnen
21.897
-1.541
-391
Sonstige Rückstellungen
4.281
GWh
16.186
-47.586
davon Bewertungsein-
heit mit dem Grundgeschäft
629.925
Tonnen
21.150
-1.149
0
4.281
GWh
16.186
-47.586
384
Derivate
2023
Nominale
Marktwerte
TEUR
Bilanzansatz
TEUR
Bilanzposten
Einheit
Positive
Negative
Devisentermin-
geschäfte
174.100
TUSD
3.070
-68
0
1.441.000
TSEK
6.847
0
davon Bewertungsein-
heit mit dem Grundgeschäft
174.100
TUSD
3.070
-68
0
1.441.000
TSEK
6.847
0
Zinsswaps
0
TEUR
0
0
0
110.000
TUSD
2.911
0
davon Bewertungsein-
heit mit dem Grundgeschäft
0
TEUR
0
0
0
110.000
TUSD
2.911
0
Fremdwährungs
zinsswap
0
TGBP
0
0
-10.499
Sonstige
Rückstellungen
5.000.000
TJPY
0
-10.499
davon Bewertungsein-
heit mit dem Grundgeschäft
0
TGBP
0
0
0
0
TJPY
0
0
Warentermin-
geschäfte
747.711
Tonnen
24.901
-4.694
0
4.221
GWh
3.070
-68
davon Bewertungsein-
heit mit dem Grundgeschäft
596.323
Tonnen
24.901
-4.694
0
4.221
GWh
3.070
-68
Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften entspricht dem Unterschied aus dem aktuellen Terminkurs am Abschlussstichtag und dem vereinbarten Kaufpreis, der zu Beginn fixiert wurde, abgezinst auf den Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps ist der berechnete Betrag, den der Konzern erhalten oder zahlen würde, um den Swap zum Bilanzstichtag zu kündigen, wobei aktuelle Zinssätze berücksichtigt werden. Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften entspricht dem Unterschied aus dem aktuellen Terminkurs am Abschlussstichtag und dem vereinbarten Kaufpreis, der zu Beginn fixiert wurde, abgezinst auf den Bilanzstichtag.
Für die negativen Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht in einer Bewertungseinheit geführt werden, wurde zum 31. Dezember 2024 mittels einer Drohverlustrückstellung in Höhe von EUR 391.450,25 (Vorjahr: TEUR 10.499) vorgesorgt.
Die durchschnittliche Laufzeit der bis zum Bilanzstichtag seitens der Gesellschaft abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beträgt sechs Monate. Die Devisentermingeschäfte laufen längstens bis zum Ende des Jahres 2025. Die Borealis AG hatte am 31. Dezember 2024 keine ausstehenden Zinsderivate oder Fremdwährungszinsswaps.
Zum Bilanzstichtag verfügte die Borealis AG über Warentermingeschäfte für Rohstoffe mit einer durchschnittlichen Laufzeit von fünf Monaten und für Strom und Gas mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 23 Monaten. Die Warentermingeschäfte laufen bis längstens 2027.
385
Bei den Devisentermingeschäften respektive Warentermingeschäften werden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften für diejenigen Geschäfte gebildet, die am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert aufweisen und nicht in einem Sicherungszusammenhang mit einem entsprechenden Grundgeschäft stehen. Devisentermingeschäfte respektive Warentermingeschäfte, die zum Bilanzstichtag einen positiven Marktwert aufweisen und nicht in einem Sicherungszusammenhang mit einem entsprechenden Grundgeschäft stehen, werden nicht bilanziert. Die Zinsswaps, die zur Absicherung von verzinslichen Darlehen abgeschlossen wurden, werden als Bewertungseinheit mit den zugrunde liegenden Darlehen betrachtet und nicht bilanziert. Die Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft, die das Ausmaß der Wertänderung bestimmen, sind identisch, aber gegenläufig (Critical Terms Match). Dementsprechend ist die Sicherungsbeziehung als effektiv anzusehen und weist keine Ineffektivitäten auf.
Die Aufwendungen und Erträge aus Derivaten, die sich aus einer operativen Geschäftstätigkeit ergeben und nicht als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, weist die Gesellschaft unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen respektive sonstigen betrieblichen Erträgen aus. Erträge aus Derivaten, die im Zusammenhang mit einer Finanzierung oder mit Finanzinvestitionen stehen, werden als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen. Dient das Derivat jedoch als ein Sicherungsinstrument, werden die Erfolge aus dem Derivat in jenen Posten ausgewiesen, in denen auch die Erträge des abgesicherten Grundgeschäfts erfasst werden.
Der prospektive Effektivitätstest zur Überprüfung der Wirksamkeit von Sicherungsbeziehungen wird anhand der Critical-Term-Match-Methode vorgenommen. Retrospektiv erfolgt die Überprüfung der Effektivität der Sicherungsbeziehungen nach der kumulativen Dollar-Offset-Methode. Um eine Sicherungsbeziehung als effektiv zu klassifizieren, muss das Ergebnis des retrospektiven Effektivitätstests zwischen 80 % und 125 % liegen. Im Rahmen der Wirksamkeitstests von Sicherungsbeziehungen haben sich zum 31. Dezember 2024 keine Ineffektivitäten ergeben.
Haftungsverhältnisse
Die Borealis AG hat Bankgarantien in Höhe von TEUR 2.486 (2023: TEUR 3.116) übernommen. Darüber hinaus stellt die Borealis AG drei Garantien, die als Eventualverbindlichkeiten behandelt werden, in Höhe von TEUR 726.394 (Vorjahr: TEUR 698.456 ) für Baystar bereit.
Darüber hinaus hat Borealis eine Garantie für die Finanzierung von Borouge 4 im Rahmen der Vereinbarung mit der italienischen Exportkreditagentur gewährt. Die Gesamtgarantie beläuft sich auf TUSD 1.276.000 zuzüglich Zinsen (davon TUSD 1.048.352 in Anspruch genommen zum 31. Dezember 2024).
386
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse und Materialaufwendungen
Die Umsatzerlöse und Materialaufwendungen betreffen den Verkauf von Produkten des Borealis Konzerns, der zum überwiegenden Teil an externe Kunden erfolgte.
Werte in TEUR
Erlöse nach Absatzmarkt und Geschäftsbereich 2024
Polyolefine
Basis-
chemikalien
Andere
Gesamt
EU Länder
4.155.303
832.227
532.360
5.519.890
Drittland
675.101
199.021
35.333
909.455
Gesamt Europa
4.830.404
1.031.248
567.693
6.429.345
Asien
299.826
5
771
300.602
Afrika
221.847
0
0
221.847
Nordamerika
163.737
6.425
2.480
172.642
Südamerika
146.855
171
0
147.026
Naher Osten (exkl. VAE)
36.777
0
0
36.777
VAE
19.824
0
123.464
143.288
Australien, Neuseeland
1.442
0
0
1.442
Summe
5.720.712
1.037.849
694.408
7.452.969
Werte in TEUR
Erlöse nach Absatzmarkt und Geschäftsbereich 2023
Polyolefine
Basis-
chemikalien
Andere
Gesamt
EU Länder
3.786.656
879.974
200.075
4.866.705
Drittland
592.020
148.200
67.765
807.985
Gesamt Europa
4.378.676
1.028.174
267.840
5.674.690
Asien
325.180
4.394
0
329.574
Afrika
223.561
0
0
223.561
Nordamerika
132.082
35.844
2.238
170.164
Südamerika
124.200
54
0
124.254
Naher Osten (exkl. VAE)
39.414
0
112.168
151.582
VAE
8.859
0
16
8.875
Australien, Neuseeland
1.848
4
0
1.852
Summe
5.233.820
1.068.470
382.262
6.684.552
387
Sonstige betriebliche Erträge
Im Geschäftsjahr 2024 sind Versicherungsentschädigungen in Höhe von EUR 23.211.523,32 (Vorjahr: TEUR 6.699) in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Personalaufwand
Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 368 Personen (Vorjahr: 351) im Unternehmen beschäftigt. Es handelt sich dabei ausschließlich um Angestellte.
Die Aufwendungen für Abfertigungen, Pensionen sowie Leistungen an die Mitarbeitervorsorgekasse und die Pensionskasse des Geschäftsjahres gliedern sich wie folgt:
2024
EUR
2023
TEUR
Vorstand
554.421,42
613
Leitende Angestellte
924.616,41
933
Andere Arbeitnehmer
55.958,26
1.859
Summe
1.534.996,09
3.405
Die in der Position „Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen“ enthaltenen Aufwendungen für freiwillige Abfertigungen für das Jahr 2024 betragen EUR 331.944,01 (Vorjahr: TEUR 228):
2024
EUR
2023
TEUR
Vorstand
0,00
0
Leitende Angestellte
0,00
228
Andere Arbeitnehmer
331.944,01
0
Summe
331.944,01
228
388
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen
2024
EUR
2023
TEUR
Frachten
369.794.291,12
356.900
Forschungs und Entwicklungskosten
62.327.480,12
66.205
Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung
37.951.932,21
0
Lagerkosten
35.032.031,22
32.611
Versicherungen
26.081.886,61
27.325
Beratungsleistungen
19.750.373,43
44.672
Lizenzen
15.721.120,97
16.236
Marketing
13.189.268,07
13.142
Provisionen
12.384.276,08
13.177
Derivate
5.161.304,18
68.503
Mieten
4.437.926,43
4.620
Reiseaufwendungen
2.157.947,35
2.168
Trainings, Seminare
2.141.310,98
4.962
Andere
86.220.750,32
57.693
Summe
692.351.899,09
708.214
Aufwendungen Abschlussprüfer
2024
EUR
2023
TEUR
Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses
435.000,00
404
Andere Bestätigungsleistungen
191.000,00
194
Sonstige Leistungen
0,00
1
Summe
626.000,00
599
389
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
Zuschreibung zu Anteilen an verbundenen Unternehmen
18.500.000,00
168.000
Erträge aus dem Abgang von Anteilen an verbundenen Unternehmen
1.330.399,23
294.403
Zuschreibung zu Wertpapieren des Anlagevermögens
0,37
107
Sonstige Zuschreibung zu Beteiligungen
0,00
358
19.830.399,60
462.868
Aufwendungen des Finanzanlagevermögens, Wertpapiere des Umlaufvermögens
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an der Borealis Circular Solutions Holding GmbH
15.900.000,00
63.750
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an der mtm compact GmbH
4.164.250,51
0
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an der mtm plastics GmbH
9.310.000,00
24.378
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an der Ecoplast GmbH
14.270.000,00
0
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an der Borealis France S.A.S., Courbevoie, Frankreich
0,00
209.813
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an der Rosier S.A., Moustier, Belgien
0,00
1.726
Sonstige
0,00
288
43.644.250,51
299.955
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung
125.527.537,80
121.276
Zinsaufwand aus der Konzernfinanzierung
53.263.439,36
41.984
Bankzinsen
31.781.044,63
36.955
Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Zinsswaps und FX-Hedges
-1.135.330,49
8.964
Zinsaufwendungen im Rahmen von Forderungsverkäufen
18.143.358,64
1.227
Sonstige
705.220,11
12.247
228.285.270,05
222.653
Finanzergebnis
449.218.368,14
346.434
Historische Abschreibungen auf die Anteile der Borealis Polymers Oy, Finnland, sowie der Borealis UK Limited (Vereinigtes Königreich), wurden aufgrund einer nachhaltigen Wertaufholung zum Teil zurückgenommen und auf das anteilige Eigenkapital zugeschrieben. Aufgrund einer ungünstigen wirtschaftlichen Prognose ergab sich im Wirtschaftsjahr 2024 bei der Borealis Circular Solutions Holding GmbH, Ecoplast GmbH, mtm Plastics GmbH sowie der mtm Compact GmbH die Notwendigkeit von außerplanmäßigen Abschreibungen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Seit dem Geschäftsjahr 2021 ist die Gesellschaft Gruppenmitglied einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz (KStG) mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträger. Gemäß Gruppenvertrag wird bei einem positiven steuerlichen Ergebnis dem Gruppenmitglied ein Körperschaftsteueraufwand, der auf das positive Ergebnis entfällt, vorgeschrieben. Bei einem negativen steuerlichen Ergebnis ist vom Gruppenträger keine Steuerumlage zu leisten. Negative steuerliche Ergebnisse sind vom Gruppenträger evident zu halten und mit positiven steuerlichen Ergebnissen des Gruppenmitglieds in der Zukunft zu verrechnen.
Der in der GuV angegebene Steueraufwand resultiert mit Ausnahme der latenten Steuern zur Gänze aus der Steuergruppe und stellt somit eine Steuerumlage dar.
Der angewendete Steuersatz beträgt 23 % (Vorjahr: 24 %).
Im Dezember 2023 erließ die österreichische Regierung, in der die oberste Muttergesellschaft des Konzerns ihren Sitz hat, das Mindestbesteuerungsgesetz (Säule 2), das am 1. Januar 2024 in Kraft trat. Nach diesem Gesetz unterliegen die Konzerngesellschaften der Einkommensteuer
390
der zweiten Säule auf Gewinne, die mit einem effektiven Steuersatz von weniger als 15% besteuert werden. Bestimmte Tochtergesellschaften des Konzerns unterliegen in den Ländern, in denen die globale Mindeststeuer in nationales Recht umgesetzt wurden, einer qualifizierten inländischen Mindeststeuer.
Der Konzern hat eine vorläufige Berechnung der Safe Harbors für die Zwecke der Säule 2 durchgeführt. Auf der Grundlage der vorläufigen Safe-Harbors-Berechnung und der detaillierten Säule-Zwei-Berechnung für die Länder, die sich nicht für die Safe-Harbors qualifizieren, wird kein wesentlicher Steueraufwand für die globale Mindeststeuer erwartet.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine Vereinbarung über die wesentlichen kommerziellen Bedingungen für die Kombination ihrer Polyolefingeschäfte getroffen. Diese Vereinbarung beinhaltet die Gründung eines neuen, gemeinsam kontrollierten Joint Ventures, Borouge Group International, das Borealis und Borouge vereinen wird. Das Joint Venture soll als Plattform für potenzielle Wachstumsakquisitionen im Polyolefinsektor dienen. Darüber hinaus wird das Joint Venture alle Anteile an NOVA Chemicals von der Nova Chemicals Holding GmbH, einer Tochtergesellschaft der Mubadala Investment Company PJSC, erwerben. Der Erwerb unterliegt regulatorischen und anderen Bedingungen. OMV und ADNOC werden jeweils gleiche Anteile und gemeinsame Kontrolle über das Joint Venture halten. OMV wird eine Kapitaleinlage von 1,6 Milliarden Euro leisten, angepasst um bis zum Abschluss der Transaktion gezahlte Dividenden, die für 2026 erwartet wird. Das Joint Venture wird an der Abu Dhabi Securities Exchange notiert, mit einer potenziellen zukünftigen Notierung an der Wiener Börse, und wird seinen Sitz in Österreich haben. Dieses nachträgliche Ereignis wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf Borealis haben, da es Teil des neu gegründeten Joint Ventures, Borouge Group International, sein wird und von potenziellen Wachstumschancen und Synergien im Polyolefinsektor profitieren wird. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung können die finanziellen Auswirkungen dieser Änderung für Borealis noch nicht abgeschätzt werden.
Sonstige Angaben
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf TEUR 6.463 (Vorjahr: TEUR 8.194).
Aktive Mitglieder des Vorstands: TEUR 3.631 (Vorjahr: TEUR 6.498)
Ehemalige Mitglieder des Vorstands: TEUR 2.832 (Vorjahr: TEUR 1.696)
An Pensionskassen wurden für die Mitglieder des Vorstands TEUR 457 (Vorjahr: TEUR 488) einbezahlt.
Die Vergütungen an die aktiven Aufsichtsratsmitglieder betrugen TEUR 856 (Vorjahr: TEUR 856). Vorschüsse, Kredite oder Haftungen zugunsten der Organe der Gesellschaft wurden keine gewährt.
Die Borealis AG erstellt einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den für das Geschäftsjahr geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Einbeziehung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Konzernabschluss der Borealis AG wird beim Firmenbuch des Handelsgerichts Wien unter der Nummer FN 269858a hinterlegt.
391
Die Borealis AG wird in den Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, einbezogen.
Die Borealis AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 221 UGB.
Vorstand
Thomas Gangl (Vorsitzender bis 30. Juni 2024), Stefan Doboczky (Vorsitzender seit 1. Juli 2024), Daniel Turnheim, Wolfram Krenn, Philippe Roodhooft, Craig Arnold (Mitglied seit 1. Februar 2024)
Aufsichtsrat
Daniela Vlad (Vorsitzende bis 28. Februar 2025), Alfred Stern (Vorsitzender seit 1. März 2025), Khaled Salmeen (stellvertretender Vorsitzender bis 3. Juni 2024), Hetal Patel (Mitglied seit 11. Juni 2024 und stellvertretender Vorsitzender seit 25. Juni 2024), Reinhard Florey, Martijn Arjen van Koten, Khaled Al Zaabi (Mitglied bis 3. Juni 2024), Raul Felipe Prieto Suastegui (Mitglied von 11. Juni 2024 bis 24. November 2024), Michael James Baker (Mitglied seit 28. November 2024), Nikolai Philipp Wolfgang Riesenkampff (vom Betriebsrat delegiert, seit 20. November 2024), Dorothea Wiplinger (vom Betriebsrat delegiert, seit 20. November 2024), Gernot Baumgaertel (vom Betriebsrat delegiert, seit 20. November 2024)
392
Wien, 4. März 2025
Vorstand:
signiert
signiert
Stefan Doboczky
Daniel Turnheim
Vorstandsvorsitzender
Finanzvorstand
signiert
signiert
Wolfram Krenn
Philippe Roodhooft
Executive Vice President
Base Chemicals & Operations
Executive Vice President
Joint Ventures & Growth Projects
signiert
Craig Arnold
Executive Vice President
Polyolefins, Circular Economy Solutions
and Innovation & Technology
393
Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Abs. 1 Z 3 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Abschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, 4. März 2025
Vorstand:
signiert
signiert
Stefan Doboczky
Daniel Turnheim
Vorstandsvorsitzender
Finanzvorstand
signiert
signiert
Wolfram Krenn
Philippe Roodhooft
Executive Vice President
Base Chemicals & Operations
Executive Vice President
Joint Ventures & Growth Projects
signiert
Craig Arnold
Executive Vice President
Polyolefins, Circular Economy Solutions
and Innovation & Technology
394
Bestätigungsvermerk – Jahresabschluss
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
Borealis AG,
Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2024 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene und assoziierte Unternehmen
Siehe Anmerkungen 1 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, 2 “Anlagevermögen“ und 4 “Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung: Finanzergebnis“.
Das Risiko für den Abschluss
Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 3.195 Mio. EUR, insbesondere nach einer außerordentlichen Abschreibung in Höhe von 44 Mio. EUR im Jahr 2024. Der Buchwert der Ausleihungen an verbundene und assoziierte Unternehmen beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 906 Mio. EUR.
395
In den Buchwerten der Anteile an verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2024 sind die folgenden Unternehmen dargestellt, die im Bereich Rezyklate tätig sind:
Integra Plastics AD
Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH
mtm plastics GmbH
mtm compact GmbH
Borealis Circular Solutions Holding GmbH
Des Weiteren enthalten ist die Gesellschaft Borealis USA Inc., die als Holding mehrere amerikanische Gesellschaften der Borealis AG bündelt (größte operative unterhalb der Holding-Gesellschaft stellt die Bayport Polymers LLC dar).
Die weiteren Gesellschaften, die in den Anteilen an verbundenen Unternehmen dargestellt sind, sind hauptsächlich Unternehmen, die auf Grund vertraglicher Grundlagen mit der Muttergesellschaft oder auf Grund wirtschaftlicher Begebenheiten (positive Ergebnisse in der Vergangenheit & entsprechende Planungen), keinem wesentlichen Bewertungsrisiko unterliegen.
Die Ausleihungen an verbundene und assoziierte Unternehmen umfasst hauptsächlich Borealis USA Inc. und Bayport Polymers LLC (Holding dieser Gesellschaft: Borealis USA Inc.).
Jährlich wird für alle Anteile an verbundenen Unternehmen eine „Impairment-Trigger-Analyse“ durchgeführt. Bei dieser Analyse wird der Buchwert dem anteiligen Eigenkapital gegenübergestellt („statische Betrachtung“). Bei einer Unterdeckung von Gesellschaften, die nicht durch entsprechende Verträge risikofrei gehalten werden, wird ein Werthaltigkeitstests durchgeführt.
Die wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die wesentlichen Ausleihungen an verbundene und assoziierte Unternehmen werden zu jedem Bilanzstichtag einer Wertminderungsprüfung unterzogen, ob Anhaltspunkte für einen dauerhaft wesentlichen gesunkenen beizulegenden Wert vorliegen. Falls erforderlich, werden Wertminderungsberechnungen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Berechnungen sind in hohem Maße von den Schätzungen der künftigen Cashflows und den Annahmen zur Bestimmung der Abzinsungssätze abhängig.
Für den Jahresabschluss besteht das Risiko, dass die Bewertung von Anteilen und Ausleihungen an verbundene(n) und assoziierte(n) Unternehmen, die in bedeutendem Ausmaß von Annahmen und Schätzungen abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet sind, nicht angemessen erfolgt und diese somit im Abschluss unzutreffend sind.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen sowie der Ausleihungen an assoziierte Unternehmen wie folgt beurteilt:
Wir verschafften uns ein Verständnis bezüglich der Prozesse zur Identifizierung von Wertminderungen.
Wir haben die Angemessenheit der „Impairment-Trigger-Analyse“ als auch für die Berechnung der Wertminderung verwendeten Bewertungsmethoden geprüft.
Wir haben die in die Berechnungen der Wertminderung eingeflossenen zukünftigen Cashflows mit der Mittelfristplanung verglichen, die dem Aufsichtsrat vorgelegt wurde.
396
Wir haben die wesentlichen Annahmen der Werthaltigkeitstests, insbesondere die prognostizierten Verkaufsmengen und die Industry Margins mit den verantwortlichen Mitarbeitern eingehend besprochen und Erwartungen über die künftigen Entwicklungen mit den vom Unternehmen verwendeten Einschätzungen abgeglichen.
Mit Unterstützung unserer Bewertungsspezialisten haben wir die Angemessenheit der Annahmen zur Bestimmung der Abzinsungssätze durch Vergleich mit markt- und branchenspezifischen Benchmarks beurteilt.
Wir haben die mathematische Genauigkeit der Berechnungen der Wertminderung überprüft.
Wir haben die Angemessenheit der Angaben im Jahresabschluss beurteilt.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
397
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch
398
die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
399
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2024 als Abschlussprüfer gewählt und am 13. Mai 2024 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dipl.‑Betriebsw. (FH) Karl Braun.
Wien, 4. März 2025
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
signiert
Dipl.‑Betriebsw. (FH) Karl Braun
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
IMPRESSUM
Dieser Bericht liegt in englischer und deutscher Sprache vor, wobei
die englische Version das Original darstellt. Beide Dokumente sind
online verfügbar und können unter www.borealisgroup.com
heruntergeladen werden.
Handelsmarkeninformation:
Borclean, Borcycle, Borlink, Bormed, Borvida,
Bornewables, Daplen, EverMinds, Quentys, Queo und Stelora sind
Handelsmarken der Borealis AG.
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ReOil ist eine registrierte Handelsmarke der OMV AG.
Für den Inhalt verantwortlich:
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Projektmanagement: Claudia Korntner, Borealis
Redaktionsteam: Markus Horcher, Claudia Korntner und Vertreter der
Geschäftsbereiche von Borealis
Support: Carina Schneeberger, Iva Tahy, EY denkstatt GmbH
Berater für den Nachhaltigkeitsbericht: EY denkstatt GmbH
Grafikdesign: Martina Veratschnig und Borealis AG
Titelbild: Johny Goerend on Unsplash
Veröffentlicht im April 2025
© Borealis AG
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1) Unter Berücksichtigung der Veräußerung des Stickstoff-Geschäftsbereichs von Borealis, einschließlich Pflanzennährstoffe, technische Stickstoffprodukte und Melamin (Borealis NITRO), im Juli 2023; gemäß dem Greenhouse Gas Protocol wird dies als Emissionsverschiebung im Basisjahr kategorisiert
21) Siehe: Verordnung (EU) 2021/2178
32) Siehe: ESMA-Abschlussbericht, 2021 - Anhangangabe 58
4) Unter Berücksichtigung der Veräußerung des Stickstoff-Geschäftsbereichs von Borealis, einschließlich Pflanzennährstoffe, technische Stickstoffprodukte und Melamin (Borealis NITRO), im Juli 2023; gemäß dem Greenhouse Gas Protocol wird dies als Emissionsverschiebung im Basisjahr kategorisiert
5 AFRAC: Austrian Financial Reporting and Auditing Committee