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Konzernbericht 2020 VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
Jahresfinanzbericht 2020 | Vienna Insuranc
e Group
Schützen,
was
zählt.
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
3
KONZERNABSCHLUSS 2020
Konzernbilanz
Konzerngewinn- und -verlustrechnung
Konzerngesamtergebnisrechnung
Konzerneigenkapital
Konzernkapitalfl ussrechnung
Konzernanhang
Zusätzliche Angaben nach dem
Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)
Corporate Governance-Bericht
Bericht des Aufsichtsrats
33
34
35
36
37
39
41
159
162
177
Jahresabschluss 2020
Bestätigungsvermerk
Erklärung des Vorstands
Bericht des Aufsichtsrats
Konzernabschluss
Jahresabschluss
Unser
Ziel ist es, den Jahresfinanzbericht möglichst leicht und fl üssig lesbar zu ge-
stalten. Deswegen wurde auf Schreibweisen wie „KundInnen“, „MitarbeiterInnen“
usw. verzichtet. Selbstverständlich sind in den Texten immer Frauen und Männer,
ohne jegliche Diskriminierung, gleichwertig gemeint.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Wirtschaftliches Umfeld
Rechtliches Umfeld
Geschäftsverlauf und fi nanzielle
Leistungs indikatoren des Konzerns
Zweigniederlassungen
Geschäftsverlauf und fi nanzielle
Leistungsindikatoren nach Segmenten
Geschäftsverlauf nach Bilanzabteilungen
Weitere verpfl ichtende Angaben
Forschung und Entwicklung
Bestand, Erwerb und Veräußerung eigener Anteile
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
im Rechnungslegungsprozess
Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte und
damit verbundene Vereinbarungen
Konsolidierte nichtfi nanzielle Erklärung
Corporate Governance
Angaben zur Auslagerung
Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Konzerns
6
6
6
7
10
10
28
28
28
28
28
30
30
30
30
31
31
31
Konzernlagebericht
Inhalt
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Voraussichtliche Entwicklung – Ausblick 2021
KONZERNLAGEBERICHT 2020
5
Erklärung des Vorstands
181
182
Bestätigungsvermerk
JAHRESABSCHLUSS NACH UGB
205
206
206
208
210
223
224
229
230
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2020
Gewinnver
wendungsvorschlag
Service
Abkürzungsverzeichnise
Hinweise - Anschrift
235
SERVICEANGABEN
236
238
Lagebericht zum Jahresabschluss
201
LAGEBERICHT
ZUM JAHRESABSCHLUSS NACH UGB
189
Untenehmensprofil
Lagebericht 2020
191
191
196
200
201
201
190
Geschäftsverlauf der VIG Holding
Risikobericht
Internes Kontroll- und Risikomanagement-
system im Rechnungslegungsprozess
Angaben gemäß § 243a und
§ 243 Abs. 3 Z3 UGB
Angaben zur Auslagerung gemäß
§ 156 Abs. 1 Z1 in Verbindung mit
§ 109 VAG
Ausblick
4
Jahresfinanzbericht 2020
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | L
agebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
5
Konzern-
lagebericht
6
Jahresfinanzbericht 2020
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Bestimmendes Thema – nicht nur für die Wirtschaft – wa
r
im Jahr 2020 unzweifelhaft die COVID-19-Pandemie. Mas-
sive und wiederholte Maßnahmen, die Ausbreitung des
Virus einzudämmen, haben deutliche Spuren im Wachstum
hinterlassen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt
den Einbruch des globalen BIP im Jahr 2020 auf -3,5 %.
Zentral- und Osteuropa war und ist ebenso von der COVID-
19-Pandemie betroffen. Konsum und Investitionen gingen
2020 deutlich zurück, der Außenhandel fiel insgesamt im
zweistelligen Bereich. Insbesondere im 2. Quartal 2020
haben die inländische wie auch die grenzüberschreitende
Nachfrage erheblich gelitten. Wenn auch die Wirtschafts-
leistung während der Eindämmungsmaßnahmen im Früh-
jahr 2020 in nie gesehenem Ausmaß eingebrochen ist, so
war die darauffolgende Erholung in ihrer Dimension aller-
dings ebenso einzigartig.
Der hohe Anteil von Industrieproduktion und Exporten in
Zentral- und Osteuropa war maßgeblicher Auslöser des
Einbruchs im Frühjahr. Folgende Eindämmungsmaß-
nahmen der COVID-19-Pandemie im Laufe des Jahres
hatten wesentlich geringere Auswirkungen, indem sich
gerade die Industrieproduktion während der zweiten Infek-
tionswelle als ausgesprochen resistent erwiesen hat. Dies
im Wesentlichen, weil die ausländische Nachfrage stabil
blieb und die globalen Wertschöpfungsketten diesmal nicht
unterbrochen wurden.
Serbien hat nach vorläufigen Schätzungen der Analysten
der Erste Group die geringsten negativen wirtschaftlichen
Auswirkungen erlitten (reales BIP 2020: -1,0 %). Dies war
das positive Resultat eher kurzfristiger Eindämmungs-
maßnahmen und massiver politischer Unterstützung zur
Dämpfung der Krisenauswirkungen. Stark abhängig vom
Tourismus rangiert Kroatien am anderen Ende der Skala mit
dem regional höchsten BIP-Einbruch (reales BIP 2020:
-8,5 %). Auch Österreich gesellt sich aufgrund der Aus-
wirkungen auf den Tourismus zu jenen Ländern mit schwä-
cherem Wachstum (reales BIP 2020: -7,2 %). Insgesamt
wird für Zentral- und Osteuropa ein Wachstumseinbruch
von -4,5 % für 2020 erwartet.
Wenn auch die Arbeitslosenraten in der Region angestiegen
sind, so bleiben sie im Vergleich zu etlichen westeuropäischen
Märkten moderat. Regierungsprogramme und robuster Ein-
satz von Kurzarbeit haben hier geholfen. Erhöhte Ausgaben
und gleichzeitig geringere Einnahmen haben naturgemäß
Spuren in den Budgets der öffentlichen Hand hinterlassen.
Zudem sind regionale Währungen nicht ohne Schwäche
durch das Jahr gekommen. Besonders der ungarische Forint
kam nahe an seine historischen Tiefststände. Ungeachtet des
Währungseffekts gab es keine Auswirkungen auf die Inflation
und hat damit den regionalen Zentralbanken unterstützenden
Spielraum geliefert. Ungarn, Serbien und Rumänien haben die
Zinsen gesenkt, andere Länder mögen noch folgen. Die sicht-
barste Zinssenkung von 200 Basispunkten hat unwider-
sprochen die tschechische Nationalbank geliefert.
RECHTLICHES UMFELD
COVID-19-GESETZGEBUNG
Seit Beginn der COVID-19-Pandemie in Europa Anfang 2
020
haben sowohl der europäische als auch der nationale
Gesetzgeber zahlreiche anlassbezogene Rechtsvorschriften
erlassen, um die Auswirkungen der Pandemie zu steuern
bzw. abzumildern. Dies hatte auch maßgebliche Auswirkun-
gen auf die VIG Holding und die VIG-Gruppe. In Österreich
wurde etwa das Gesellschaftsrecht dahingehend geändert,
dass Organsitzungen auch ohne physische Anwesenheit der
Teilnehmenden abgehalten werden können. Zusätzlich wur-
den die Fristen für die Abhaltung von Hauptversammlungen
und die Aufstellung des Jahresabschlusses verlängert. Auch
im österreichischen Versicherungsaufsichtsrecht und im
Gerichts- und Verwaltungsverfahren wurden Meldefristen
verlängert. Wesentlich für die VIG Holding sowie ihre Grup-
penunternehmen waren auch die gesetzlichen Änderungen
bzgl. Kundenbereiche, Arbeitsorte und Veranstaltungen
sowie auch die Ausgangsbeschränkungen.
SUSTAINABLE FINANCE
Die Europäische Kommission beabsichtigt, unter dem T
itel
„Europäischer Grüner Deal“ Europa bis zum Jahr 2050 zum
ersten klimaneutralen Kontinent der Welt zu machen.
Dieses politische Ziel wird in Form des ersten Europäischen
Klimagesetzes für alle Mitgliedstaaten rechtsverbindlich und
damit indirekt für VIG Holding und VIG-Gruppe maßgeblich.
K
rnlagebericht
20
20
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
7
Zur Erreichung dieses Ziels hat der europäische Gesetz-
geber 2019 sowie 2020 eine Reihe direkt anwendbarer
Verordnungen verabschiedet, insbesondere die sogenan-
nte „Taxonomie-Verordnung“ sowie die sogenannte „Offen-
-legungs-Verordnung“. Erstere bildet ein Klassifikationssys-
tem für ökologisch nachhaltige Tätigkeiten, das einen Min-
deststandard für die Einordnung der Kapitalanlagen von
VIG Holding und VIG-Gruppe ab dem 1. Jänner 2022
darstellt. Zweitere betrifft jene Unternehmen der VIG-Grup-
pe, die Versicherungsanlageprodukte anbieten, und enthält
vorvertragliche wie laufende Informationspflichten auf
Unternehmens- wie Produktebene hinsichtlich der Nach-
haltigkeitsrisiken bzw. nachteiliger Nachhaltigkeitsauswir-
kungen der Kapitalanlagen für alle Lebensversiche-
rungsverträge, die ab dem 10. März 2021 abgeschlossen
werden.
DIGITALE RESILIENZ
Auch die Regulierung der digitalen Sicherheit des Finanz-
sektors rückte im Berichtszeitraum auf europäischer Ebene
in den Fokus. Die Europäische Kommission hat im Sep-
tember 2020 einen Legislativvorschlag für einen Rechtsakt
zur digitalen Betriebsstabilität (Digital Operational Resilience
Act – DORA) veröffentlicht. Damit sollen die Finanzmarkt-
teilnehmer verpflichtet werden, alle erforderlichen Sicher-
heitsvorkehrungen zu ergreifen, um Cyberangriffe und an-
dere Risiken zu mitigieren. Von einer Anwendung ist aus
heutiger Sicht nicht vor 2023 auszugehen.
BREXIT
Mit 31. Dezember 2020 endete der Übergangszeitraum
infolge des Austritts des Vereinigten Königreichs Groß-
britannien und Nordirland aus der Europäischen Union vom
31. Jänner 2020. Zur Regelung der künftigen Beziehungen
zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten
Königreich Großbritannien und Nordirland wurde ein
Handels- und Kooperationsabkommen abgeschlossen.
Insbesondere im Bereich Finanzdienstleistungen sind noch
zu klärende Fragen offengeblieben. Auf Ebene der Erst-
versicherung besteht wegen des Wegfalls der Dienst-
leistungsfreiheit nur mehr sehr eingeschränkt die Möglichkeit,
wechselseitig Leistungen anzubieten bzw. zu erbringen. Von
Seiten einzelner Staaten wurden daher zum Teil Über-
gangsregelungen geschaffen. Auf Ebene der Rückversi-
cherung bleibt zu beobachten, ob die Europäische Kommis-
sion eine Entscheidung über die Gleichwertigkeit der
Aufsichtsregime treffen wird und damit Rückversiche-
rungsunternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich genau-
so zu behandeln sein werden wie solche mit Sitz in der
Europäischen Union.
GESCHÄFTSVERLAUF UND FINANZIELLE
LEISTUNGSINDIKATOREN DES KONZERNS
ALLGEMEINES
Die rund 50 VIG-Versicherungsgesellschaften sind in den
berichtspflichtigen Segmenten Österreich, Tschechische
Republik, Slowakei, Polen, Rumänien, Baltikum, Ungarn,
Bulgarien, Türkei/Georgien, Sonstige CEE, Übrige Märkte
und Zentrale Funktionen tätig. Diese zwölf Segmente wer-
den in der Segmentberichterstattung erläutert.
Das Segment Sonstige CEE beinhaltet die Länder Albanien
inkl. Kosovo (im Kosovo befindet sich eine Zweigniederlas-
sung einer albanischen Gesellschaft), Bosnien-Herzegowina,
Kroatien, Moldau, Nordmazedonien, Serbien und die Ukraine.
Die Märkte Montenegro und Weißrussland wurden im Jahr
2020 aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den
Konsolidierungskreis einbezogen. Nähere Informationen
zum Konsolidierungskreis sowie den Konsolidierungsme-
thoden sind auf Seite 68 im Anhang zu finden. Details zu
den Veränderungen des Konsolidierungskreises können
dem Anhang ab Seite 69 entnommen werden.
Die VIG-Versicherungsgruppe ist in den meisten ihrer
Märkte mit mehr als einer Gesellschaft bzw. Marke präsent.
Die Gesellschaften in einem Land adressieren durch ihren
individuellen Marktauftritt auch verschiedene Zielgruppen.
Dementsprechend unterscheiden sich die Produktportfolios
in ihrer Ausgestaltung. Die Anwendung der Mehrmarken-
strategie bedeutet jedoch nicht, dass Synergiepotenziale
ungenutzt bleiben. Der wirtschaftliche Einsatz von Res-
sourcen und die Effizienz der Strukturen werden regelmäßig
überprüft. In vielen Ländern werden bereits erfolgreich
unternehmensübergreifende Backoffices zur gemeinsamen
Erledigung von Verwaltungsaufgaben genutzt. Um pro Land
eine einheitliche Steuerung sicherzustellen, gibt es auf
Vorstandsebene zudem spezifische Länderverantwor-
tungen. Fusionen von Versicherungsgesellschaften werden
dann in Erwägung gezogen, wenn die dadurch zusätzlich
erzielten Synergieeffekte stärker sind als die Vorteile eines
diversifizierten Marktauftrittes.
8
Jahresfinanzbericht 2020
Zur besseren Lesbarkeit sind die Firmennamen im gesam-
ten Bericht abgekürzt. Ab Seite 236 befindet sich eine Liste
mit den vollständigen Firmenwortlauten. Um Doppelan-
gaben zu vermeiden, wird in der Folge auf geeignete An-
gaben im Konzernanhang verwiesen. Die Entwicklung der
wesentlichen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlust-
rechnung werden sowohl in der Segmentberichterstattung
als auch im Anhang dargestellt. Die weiteren Angaben im
Lagebericht sollen in der Folge diese Daten näher erläutern.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, welche
die Grundlage für die Bewertung des Geschäftsverlaufes
bilden, werden im Anschluss dargestellt.
ZENTRALE GRÖSSEN DER KONZERN-GUV
2020
2019
∆ in %
∆ absolut
in EUR Mio.
Verrechnete Prämien –
Gesamtrechnung 10.428,5
10.399,4
0,3 %
29,0
Abgegrenzte Prämien –
Eigenbehalt 9.336,6
9.317,9
0,2 %
18,7
Aufwendungen für
Versicherungsfälle –
Eigenbehalt
-7.030,6
-7.262,7
-3,2 %
232,2
Aufwendungen für
Versicherungsabschluss und
-verwaltung
-2.328,5
-2.293,2
1,5 %
-35,3
Finanzergebnis exkl. Ergebnis
aus Anteilen an at equity
bewerteten Unternehmen 624,8
986,8
-36,7 %
-362,0
Ergebnis aus Anteilen an at
equity bewerteten
Unternehmen -28,5
24,1
-218,4 %
-52,6
Sonstige Erträge und
Aufwendungen
-228,0
-251,2
-9,3 %
23,3
Ergebnis vor Steuern 345,9
521,6
-33,7 %
-175,7
Prämienvolumen
Eine detaillierte Darstellung der Prämienentwicklung ist im
Konzernanhang unter Punkt 15. Verrechnete Prämien
Gesamtrechnung enthalten.
Die VIG-Versicherungsgruppe erwirtschaftete im Jahr 2020
Verrechnete Prämien in Höhe von EUR 10.428,5 Mio. und
weist damit mit einem leichten Plus von 0,3 % eine stabi-
le Prämienentwicklung auf Vorjahresniveau auf (2019:
EUR 10.399,4 Mio.). Von den verrechneten Bruttoprä-
mien blieben EUR 9.415,8 Mio. im Eigenbehalt (2019:
EUR 9.420,7 Mio.). An Rückversicherungsgesellschaften
wurden EUR 1.012,6 Mio. abgegeben (2019: EUR 978,7 Mio.).
Vor allem die Sparten Sonstige Sachversicherung (+4,7 %),
sowie die Krankenversicherung (+1,4 %) konnten 2020 gute
Prämienzuwächse erzielen. Besonders stark sind die
Verrechneten Prämien in den Segmenten Österreich (+2,2 %),
Polen (+5,7 %) und Rumänien (+5,5 %) gewachsen. Von den
Ländern im Segment Sonstige CEE zeigten vor allem Kroatien
(+4,0 %) und Serbien (+5,5 %) eine dynamische Prämien-
entwicklung. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 60,2 % der
Konzernprämien außerhalb Österreichs erwirtschaftet.
Die abgegrenzten Nettoprämien erhöhten sich um 0,2 %
von EUR 9.317,9 Mio. im Jahr 2019 auf EUR 9.336,6 Mio.
im Jahr 2020. Die abgegrenzten Rückversicherungsab-
gaben lagen bei EUR 1.005,8 Mio. (2019: EUR 944,7 Mio.).
Aufwendungen für Versicherungsfälle
Eine detaillierte Darstellung der Aufwendungen für Versiche-
rungsfälle ist im Konzernanhang unter Punkt 19. Aufwen-
dungen für Versicherungsfälle – Eigenbehalt enthalten.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Konzerns ab-
züglich der Anteile der Rückversicherung beliefen sich 2020
auf EUR 7.030,6 Mio. und lagen damit um 3,2 % unter dem
Wert der Vorjahresperiode (2019: EUR 7.262,7 Mio.).
Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung
Eine detaillierte Darstellung des Aufwands für Versiche-
rungsabschluss und -verwaltung ist im Konzernanhang
unter Punkt 20. Aufwendungen für Versicherungsabschluss
und -verwaltung enthalten.
Die Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -ver-
waltung aller konsolidierten VIG-Gesellschaften erhöhten
sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % auf
EUR 2.328,5 Mio. (2019: EUR 2.293,2 Mio.). Dies ist im
Wesentlichen auf einen Anstieg der Provisionen sowie
Sachkosten zurückzuführen.
Finanzergebnis
Eine detaillierte Darstellung des Finanzergebnisses (exkl.
Anteile aus at equity bewerteten Unternehmen) ist im Kon-
zernanhang unter Punkt 16. Finanzergebnis exkl. Ergebnis
aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen enthalten.
Im Jahr 2020 wurde ein Finanzergebnis (inkl. Ergebnis
aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen) von
EUR 596,3 Mio. erwirtschaftet. Der Rückgang um 41,0 %
im Vergleich zur Vorjahresperiode basiert neben COVID-19-
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
9
bedingter Wertminderungen auch auf der Änderung der
Konsolidierungsmethode der Gemeinnützigen Gesellschaf-
ten zum Stichtag 31. Juli 2019.
Ergebnis vor Steuern
Das Konzernergebnis vor Steuern lag im Jahr 2020 bei
EUR 345,9 Mio. (2019: EUR 521,6 Mio.). Der Gewinnrück-
gang um 33,7 % basiert vorwiegend auf dem rückläufigen
Finanzergebnis. Zudem sind die bereits zum Halbjahr 2020
vorgenommenen Wertminderungen der Firmenwerte für
Bulgarien, Kroatien und Georgien in Höhe von insgesamt
EUR 118,1 Mio. berücksichtigt. Diese Wertminderung
resultiert aus einer anlassbezogenen Überprüfung der
Werthaltigkeit von Firmenwerten im Zusammenhang mit
COVID-19.
Kapitalanlagen
Eine komprimierte Darstellung der Kapitalanlagen ist im
Konzernanhang ab Seite 80 enthalten.
STRUKTUR DER KAPITALANLAGEN 2020
Die gesamten Kapitalanlagen (einschließlich der liquiden
Mittel) betrugen zum 31. Dezember 2020 EUR 36.646,3 Mio.
Damit lagen diese über dem Vorjahresniveau zum 31. De-
zember 2019 von EUR 35.899,1 Mio.
In den Kapitalanlagen sind alle Immobilien, alle Anteile an at
equity konsolidierten Unternehmen und sämtliche Finanz-
instrumente inklusive Berücksichtigung der Fondsdurch-
sicht von konsolidierten Spezialfonds sowie den Anla-
geklassen zugeordnete andere Investmentfondsveranla-
gungen mit eingerechnet. Nicht berücksichtigt sind die
Kapitalanlagen der fonds- und indexgebundenen Lebens-
versicherung. Diese verringerten sich 2020 insbesondere
aufgrund der höheren Vertragsabläufe in Österreich um 7,6 %
von EUR 8.620,3 Mio. im Jahr 2019 auf EUR 7.968,0 Mio.
Eigenkapital
Das Eigenkapital erhöhte sich im Jahr 2020 um 1,8 % auf
EUR 5.285,8 Mio. (2019: EUR 5.190,7 Mio.). Diese Ent-
wicklung ist vorrangig auf die positive Wertentwicklung der
direkt im Eigenkapital erfassten Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente sowie auf thesaurierte Gewinne zurück-
zuführen. Negativ beeinflusste das Eigenkapital die Währungs-
kursentwicklung der in Fremdwährung bilanzierten Tochter-
unternehmen. Das den Anteilseignern zurechenbare Eigen-
kapital hat sich 2020 aus den oben genannten Gründen von
EUR 5.074,1 Mio. im Jahr 2019 auf EUR 5.162,7 Mio. erhöht.
Versicherungstechnische Rückstellungen
Eine detaillierte Darstellung der versicherungstechnischen
Rückstellungen ist im Konzernanhang unter Punkt 10. Ver-
sicherungstechnische Rückstellungen Gesamtrechnung ent-
halten.
Die versicherungstechnischen Rückstellungen (exklusive
der versicherungstechnischen Rückstellungen der fonds-
und indexgebundenen Lebensversicherung) betrugen per
31. Dezember 2020 EUR 32.230,1 Mio. Das entspricht
einer Zunahme von 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr (2019:
EUR 31.886,1 Mio.).
Cash flow
Im Jahr 2020 verringerte sich der Cash flow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit vor allem aufgrund der stark
erhöhten Vertragsabläufe in der fonds- und indexgebun-
denen Lebensversicherung von EUR 1.298,8 Mio. im Jahr
2019 auf EUR 310,6 Mio. im Jahr 2020. Aus demselben
Grund wurden Finanzinstrumente aus der fonds- und index-
gebundenen Lebensversicherung verkauft, wodurch der
Cash flow aus der Investitionstätigkeit von EUR -886,0 Mio.
im Jahr 2019 auf EUR 98,6 Mio. im Jahr 2020 gestiegen ist.
Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Jahr 2020 ein
Cash flow von EUR -123,6 Mio. (2019: EUR -240,3 Mio.).
Die positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr re-
sultiert vor allem daraus, dass die Gemeinnützigen Gesell-
schaften in den ersten sieben Monaten des Vorjahres hohe
Kredittilgungen vorgenommen haben. Am Ende des
Jahres 2020 standen die Finanzmittel des Konzerns bei
Immobilien 7,1 %
(7,0 %)
Darlehen 7,0 %
(6,7 %)
Sonstige 7,5 % (7,3 %)
Aktien 4,2 % (4,5 %)
Anleihen 72,7 %
(73,0 %)
Beteiligungen 1,5 %
(1,5 %)
Werte für 2019 in Klammer
10
Jahresfinanzbericht 2020
EUR 1.745,1 Mio. (2019: EUR 1.443,4 Mio.). Insgesamt
beliefen sich die enthaltenen Zinsen und Dividenden im Jahr
2020 auf EUR 754,5 Mio. (2019: EUR 822,3 Mio.).
Ergebnis je Aktie
Beim Ergebnis je Aktie handelt es sich um eine Kennzahl,
die das Periodenergebnis (abzüglich nicht beherrschender
Anteile) der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf be-
findlichen Aktien gegenüberstellt. Die Anzahl der Aktien ist
im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Im Jahr 2020 lag das Ergebnis je Aktie bei EUR 1,81 (2019:
EUR 2,59). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr beträgt
somit 30,1 %.
Return on Equity (RoE)
Die Kennzahl Return on Equity (RoE) zeigt die Profitabilität
des Konzerns, indem sie das Ergebnis vor Steuern im
Verhältnis zum eingesetzten Kapital misst. Zur Berechnung
dieser Kennzahl wird das Ergebnis vor Steuern und nicht
beherrschenden Anteilen ins Verhältnis zum durchschnit-
tlichen Eigenkapital gesetzt. Hierzu wird ein um die Rück-
lage für Nicht realisierte Gewinne und Verluste angepasstes
Eigenkapital verwendet.
Der Konzern erzielte im Jahr 2020 einen Return on Equity
vor Steuern von 7,9 % (2019: 10,5 %).
Return on Equity 31.12.2020
31.12.2019
31.12.2018
in EUR Mio.
Eigenkapital 5.285,8
5.190,7
5.835,7
Im Eigenkapital erfasste nicht
realisierte Gewinne und Verluste
-906,6 -764,3 -370,1
Angepasstes Eigenkapital 4.379,1
4.426,4
5.465,6
Durchschnittliches angepasstes
Eigenkapital 4.402,8
4.946,0
Ergebnis vor Steuern 345,9
521,6
RoE in % 7,9
10,5
C
ombined Ratio deutlich unter 100 %
Die Combined Ratio errechnet sich aus allen versicherungs-
technischen Erträgen und Aufwendungen, den Nettozah-
lungen für Versicherungsfälle inkl. der Nettoveränderung der
versicherungstechnischen Rückstellungen, geteilt durch die
abgegrenzte Nettoprämie in der Bilanzabteilung Schaden-
und Unfallversicherung.
Die Combined Ratio des Konzerns verbesserte sich im Jahr
2020 vorrangig aufgrund der positiven Entwicklung der
Segmente Österreich und Tschechische Republik auf 95,0 %
(2019: 95,4 %).
Combined Ratio 2020
2019
in EUR Mio.
Abgegrenzte Prämien – Eigenbehalt 5.358,8
5.220,4
Aufwendungen für Versicherungsfälle –
Eigenbehalt
-3.367,4 -3.325,0
Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -
verwaltung inklusive Sonstige
versicherungstechnische Erträge und
Aufwendungen
-1.724,6 -1.653,7
Summe Aufwendungen -5.092,0 -4.978,7
Combined Ratio in % 95,0
95,4
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Die VIG-Versicherungsgesellschaften führen Zweignied
er-
lassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, im Kosovo, in
Slowenien, in den baltischen Ländern Estland, Lettland und
Litauen sowie in den nordeuropäischen Ländern Schweden,
Norwegen und Dänemark. Informationen über bestehende
Zweigniederlassungen und wesentliche Veränderungen
gegenüber dem Vorjahr werden gegebenenfalls im nachfol-
genden Kapitel im jeweiligen regionalen Segment näher er-
örtert. Zudem befindet sich im Konzernbericht 2020 auf
Seite 206 eine Liste mit den Adressen der Versicherungs-
gesellschaften sowie Zweigniederlassungen.
GESCHÄFTSVERLAUF UND FINANZIELLE
L
EISTUNGSINDIKATOREN NACH SEGMENTEN
Nachfolgend werden die Segmente Österreich, Tschechische
Republik, Slowakei, Polen, Rumänien, Baltikum, Ungarn,
Bulgarien, Türkei/Georgien, Sonstige CEE und Übrige Märkte
sowie Zentrale Funktionen erläutert. Die Ausführungen kon-
zentrieren sich dabei auf die Darstellung des Geschäftsverlaufs
dieser Segmente und skizzieren darüber hinaus die Dynamik
auf den jeweiligen Versicherungsmärkten. Eine detaillierte
Darstellung der Konzerngewinn- und -verlustrechnung nach
regionalen Segmenten sowie der Verrechneten Prämien nach
regionalen Segmenten und Geschäftsbereichen finden Sie im
Konzernanhang auf Seite 77 bzw. unter Punkt 15. Verrechnete
Prämien Gesamtrechnung auf Seite 131.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
11
VERRECHNETE PRÄMIEN NACH SEGMENTEN
2020
2019
∆ in %
∆ absolut
in EUR Mio.
Österreich 4.030,7
3.943,3
2,2 %
87,4
Tschechische Republik 1.732,4
1.745,8
-0,8 % -13,4
Slowakei 729,5
798,9
-8,7 % -69,3
Polen 1.196,2
1.132,0
5,7 %
64,3
Rumänien 493,8
468,2
5,5 %
25,6
Baltikum 492,9
500,3
-1,5 % -7,4
Ungarn 287,8
289,5
-0,6 % -1,8
Bulgarien 199,6
223,9
-10,8 % -24,3
Türkei/Georgien 251,7
234,9
7,1 %
16,8
Sonstige CEE
1)
439,6
446,9
-1,6 % -7,3
Übrige Märkte
2)
280,0
380,4
-26,4 % -100,4
Zentrale Funktionen
3)
1.736,5
1.623,5
7,0 %
113,0
Konsolidierung -1.442,3 -1.388,2 3,9 %
-54,1
Summe 10.428,5
10.399,4
0,3 %
29,0
1)
Sonstige CEE: Albanien inkl. Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Moldau, Nordmazedonien,
Serbien, Ukraine
2)
Übrige Märkte: Deutschland, Liechtenstein
3)
Zentrale Funktionen: VIG Holding, VIG Re, Wiener Re
, VIG Fund, Gemeinnützige Gesellschaften,
zentrale IT-Dienstleister und Zwischenholdings
ERGEBNIS VOR STEUERN NACH SEGMENTEN
2020
2019
∆ in %
∆ absolut
in EUR Mio.
Österreich 178,7
207,3
-13,8 % -28,6
Tschechische Republik 192,1
172,5
11,4 %
19,6
Slowakei 51,4
48,9
5,1 %
2,5
Polen 22,6
69,2
-67,4 % -46,7
Rumänien 14,2
-101,8 n.a. 116,1
Baltikum 9,5
7,7
24,1 %
1,8
Ungarn 8,4
8,7
-2,6 % -0,2
Bulgarien -36,7 15,8
n.a. -52,5
Türkei/Georgien -0,9 6,7
n.a. -7,5
Sonstige CEE
1)
-15,7 27,1
n.a. -42,7
Übrige Märkte
2)
26,7
22,6
18,5 %
4,2
Zentrale Funktionen
3)
-107,6 36,5
n.a. -144,0
Konsolidierung 3,0
0,7
> 100 % 2,3
Summe 345,9
521,6
-33,7 %
-175,7
1)
Sonstige CEE: Albanien inkl. Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Moldau, Nordmazedonien,
Serbien, Ukraine
2)
Übrige Märkte: Deutschland, Liechtenstein
3)
Zentrale Funktionen: VIG Holding, VIG Re, Wiener Re, VIG Fund, Gemeinnützige Gesellschaften,
zentrale IT-Dienstleister und Zwischenholdings
ÖSTERREICH
ÖSTERREICHISCHER VERSICHERUNGSMARKT
In Österreich erzielten die Top-5-Versicherungsgrupp
en des
Landes im 1.–3. Quartal 2020 rund 72 % des Prämien-
volumens. Die beiden größten Versicherungsgruppen tru-
gen dazu rund 45 % bei.
MARKTENTWICKLUNG 1.–3. QUARTAL 2020
IM VORJAHRESVERGLEICH
In den ersten drei Quartalen 2020 erwirtschafteten die
österreichischen Versicherungsunternehmen ein Prämien-
volumen von insgesamt EUR 13,9 Mrd. Zu Beginn des
Jahres 2020 stiegen die Versicherungsprämien kräftig an
und verzeichneten laut Österreichischem Versicherungs-
verband (VVO) im 1. Quartal 2020 ein Plus von 4,1 %. Im
zweiten und dritten Quartal 2020 wirkte sich der Einbruch
der Wirtschaftsleistung infolge der COVID-19-Pandemie
auch auf die Versicherungswirtschaft aus. Insgesamt kam
es daher im 1.–3. Quartal 2020 zu einem moderaten Plus
von 2,0 % im Vergleich zur Vorjahresperiode. Der Anstieg ist
auf das Wachstum in der Schaden- und Unfallversicherung
(+2,7 %) sowie in der Krankenversicherung (+3,9 %)
zurückzuführen. Die Lebensversicherung war mit einem
leichten Minus von 0,3 % das fünfte Jahr in Folge rückläufig.
Wachstumstreiber in der Schaden- und Unfallversicherung
war vor allem die Kfz-Kaskoversicherung mit einem Plus
von 5,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die positive
Entwicklung ist auf die wachsende Anzahl der Versiche-
rungsverträge sowie auf Preisentwicklung zurückzuführen.
+3,9   %
+2,7   %
Quelle: Versicherungsverband Österreich
EUR 13,9 Mrd.
EUR 8,1 Mrd.
-0,3    %
Werte 1.–3. Quartal 2020
+2,0 
%
Leben
Schaden/Unfall
Gesamt Kranken
EUR 1,8 Mrd.
EUR 4,0 Mrd.
12
Jahresfinanzbericht 2020
Die Kfz-Haftpflichtversicherung nahm um 0,8 %
zu. Die
Nicht-Kfz-Sparten legten um 2,8 % zu, wobei die Reise-
versicherung aufgrund von COVID-19 ein starkes Minus
von 52,5 % verzeichnete.
Während die Einnahmen in der Lebensversicherung mit
laufender Prämie im 1.–3. Quartal 2020 um 2,1 % sanken,
erzielte die Lebensversicherung mit Einmalerlag positive
Wachstumsimpulse. Nach der stark rückläufigen Entwick-
lung der vergangenen vier Jahre wuchs das Einmalerlags-
geschäft in den ersten neun Monaten 2020 im zweistelligen
Bereich (+13,5 %).
Die Prämien in der Krankenversicherung entwickelten sich
mit einem Anstieg von 3,9 % im Vergleich zur Vorjahres-
periode positiv.
Laut Axco Global Statistics gaben die Österreicher im Jahr
2019 pro Kopf durchschnittlich EUR 1.967 für Versiche-
rungen aus. Davon entfielen EUR 1.356 auf den Nicht-
lebens- und EUR 611 auf den Lebensversicherungsbereich.
MARKTANTEILE DER GRÖSSTEN VERSICHERUNGSGRUPPEN
VIG-GESELLSCHAFTEN IN ÖSTERREICH
In Österreich ist die VIG-Versicherungsgruppe mit de
n beiden
Versicherungsgesellschaften Wiener Städtische und Donau
Versicherung vertreten. Die s Versicherung, welche 2018 mit
der Wiener Städtischen verschmolzen wurde, besteht als
Marke für Bankversicherungskunden weiter. Die Wiener
Städtische ist zudem über Zweigniederlassungen in Italien
und Slowenien aktiv. Die VIG Holding arbeitet von Österreich
aus als Rückversicherer der Versicherungsgruppe und Versi-
cherer im länderübergreifenden Firmengeschäft. Darüber
hinaus ist sie seit 2019 über Zweigniederlassungen in den
nordeuropäischen Ländern Schweden, Norwegen und
Dänemark im klassischen Industrieversicherungsgeschäft
tätig. Die VIG Holding ist dem Segment Zentrale Funktionen
zugeordnet.
Die VIG-Versicherungsgesellschaften sind mit einem Markt-
anteil von 23,8 % die führende Versicherungsgruppe Öster-
reichs. In der Schaden- und Unfallversicherung sowie in der
Lebensversicherung belegt sie den ersten Marktrang, in der
Krankenversicherung nimmt sie den zweiten Platz ein.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT ÖSTERREICH
Prämienentwicklung
Im Jahr 2020 erwirtschafteten die österreichischen VIG-
Versicherungsgesellschaften Verrechnete Prämien in der
Höhe von EUR 4.030,7 Mio. (2019: EUR 3.943,3 Mio.). Im
Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von
2,2 %, der in erster Linie auf der guten Entwicklung der
Sonstigen Sachversicherung beruht. Das abgegrenzte
Nettoprämienvolumen belief sich im Jahr 2020 auf
EUR 3.275,6 Mio. (2019: EUR 3.226,2 Mio.).
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Das Ergebnis vor Steuern im Segment Österreich belief sich
im Jahr 2020 auf EUR 178,7 Mio. (2019: EUR 207,3 Mio.).
Das entspricht einem Rückgang um 13,8 %, der vorwie-
Quelle: Versicherungsverband Österreich; Stand: 1.–3. Quartal 2020
23,8 %
VIG auf Rang 1
20,9
 
%
Rang 2
15,1
 
%
Rang 3
40,2%
Übrige Marktteilnehmer
%-Anteile am Gesamtprämienvolumen
Kranken 11,2 %
(11,0 %)
Sonstige Sach
35,8 % (35,1 %)
Leben – Einmalerlag
7,3 % (6,9 %)
Kfz-Haftpflicht
8,0 % (8,1 %)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko 7,5
 
%
(7,5 %)
Leben – lfd. Prämie
30,2 % (31,4 %)
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
13
gend auf COVID-19-bedingte Wertminderungen zurück-
zuführen ist.
Combined Ratio
Die Combined Ratio verbesserte sich im Wesentlichen
infolge von deutlich höheren Rückversicherungsprovisionen
und lag im Jahr 2020 bei 92,7 % (2019: 93,5 %).
TSCHECHISCHE REPUBLIK
TSCHECHISCHER VERSICHERUNGSMARKT
Auch 2020 wird der Versicherungsmarkt in der Tsche-
c
hischen Republik von den Top-5-Versicherungsgruppen
dominiert, die weiterhin gemeinsam einen Anteil von knapp
83 % am Gesamtprämienvolumen halten.
MARKTENTWICKLUNG 1.–3. QUARTAL 2020
IM VORJAHRESVERGLEICH
Das Wachstum am tschechischen Versicherungsmarkt setzte
sich trotz COVID-19-Pandemie auch in den ersten neun
Monaten des Jahres 2020 fort. Mit einem Plus von 3,6 % (lt.
Berechnungsmethode des tschechischen Versicherungsver-
bands ČAP) im Vergleich zur Vorjahresperiode wuchs das
Prämienvolumen von CZK 102,4 Mrd. auf CZK 106,1 Mrd.
Beigetragen zu dieser positiven Entwicklung hat sowohl die
Sparte der Nichtlebens- als auch der Lebensversicherung.
Im Nichtlebensbereich stiegen die Prämien um 4,4 %. Ge-
trieben wurde dieser Anstieg von den dominierenden Sparten
Kfz-Haftpflichtversicherung (+7,4 %) sowie Kfz-Kaskoversi-
cherung (+7,0 %). Beide Sparten profitieren weiterhin von
einer wachsenden Anzahl an neu versicherten Fahrzeugen
sowie steigenden Preisen. Die Nicht-Kfz-Sparten verzeich-
neten ein moderates Plus von 1,4 %.
Der Lebensversicherungssektor verzeichnete im 1.–3. Quartal
2020 ein Wachstum von 2,0 % gegenüber der Vorjahres-
periode. Dominiert wird dieser Sektor von der Lebensver-
sicherung mit laufender Prämie. Während diese ein Plus von
2,7 % erreichte, brach das deutlich kleinere Einmalerlags-
geschäft um 19,6 % ein.
Laut Axco Global Statistics gab die tschechische Bevölkerung
im Jahr 2019 pro Kopf durchschnittlich EUR 576 für Versiche-
rungsprämien aus. Dieser Betrag teilt sich in EUR 383 für
Nichtlebens- und EUR 193 für Lebensversicherung.
MARKTANTEILE DER GRÖSSTEN VERSICHERUNGSGRUPPEN
VIG-GESELLSCHAFTEN IN DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK
In der Tschechischen Republik ist die VIG-Versicherun
gs-
gruppe mit den zwei Gesellschaften Kooperativa und ČPP
tätig.
Mit einem Marktanteil von 30,7 % ist sie im 1.–3. Quartal
2020 die größte Versicherungsgruppe in der Tschechischen
Republik. Ebenfalls auf Platz 1 liegt die VIG-Versicherungs-
gruppe im Bereich der Lebensversicherung, während sie sich
im Sektor Nichtleben Platz zwei sichert.
Die konzerneigene Rückversicherung VIG Re, die ihren
Hauptsitz in Prag hat, ist dem Segment Zentrale Funktionen
zugeordnet.
Nichtleben
Quelle: Tschechischer Versicherungsverband
+3,6%
+4,4%
+2,0%
Gesamt Leben
Werte 1.–3. Quartal 2020
CZK 106,1 Mrd.
CZK 34,5 Mrd.
CZ
K 71,6 Mrd.
Quelle: Tschechischer Versicherungsverband; Stand: 1.–3. Quartal 2020
10,9  %
Rang 3
31,3  %
Übrige Marktteilnehmer
%-Anteile am Gesamtprämienvolumen
30,7
 
%
VIG auf Rang 1
27,1 %
Rang 2
14
Jahresfinanzbericht 2020
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT TSCHECHISCHE REPUBLIK
Prämienentwicklung
Die Verrechneten Prämien im Segment Tschechische Re-
publik beliefen sich im Jahr 2020 mit EUR 1.732,4 Mio.
(2019: EUR 1.745,8 Mio.) annähernd auf Vorjahresniveau.
Der leichte Rückgang um 0,8 % ist vor allem auf negative
Währungseffekte zurückzuführen. Bereinigt um diese
Effekte verzeichnet das Segment Tschechische Republik
einen Anstieg der Verrechneten Prämien um 2,2 %. Das
abgegrenzte Nettoprämienvolumen belief sich im Jahr 2020
auf EUR 1.295,5 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht
dies einem Minus von 1,3 %.
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Das Ergebnis vor Steuern im Segment Tschechische Repu-
blik betrug 2020 EUR 192,1 Mio. (2019: EUR 172,5 Mio.).
Das entspricht einem Plus von 11,4 % im Vergleich zum
Vorjahr, welches vorwiegend auf ein verbessertes versiche-
rungstechnisches Ergebnis in der Lebensversicherung
sowie auf die positive Entwicklung der Combined Ratio
zurückzuführen ist.
Combined Ratio
Infolge von deutlich höheren Rückversicherungsprovisionen
in den Kfz-Sparten konnte die Combined Ratio im Vergleich
zum Vorjahr weiter gesenkt werden und lag im Jahr 2020
bei ausgezeichneten 90,7 % (2019: 92,0 %).
SLOWAKEI
SLOWAKISCHER VERSICHERUNGSMARKT
Der slowakische Versicherungsmarkt ist hoch konzentriert.
Auf die zwei größten Versicherungsgruppen entfielen in den
ersten drei Quartalen 2020 rund 56 % der Marktanteile. Die
fünf größten Versicherungsgruppen erzielten sogar rund 77 %
des Prämienvolumens.
MARKTENTWICKLUNG 1.–3. QUARTAL 2020
IM VORJAHRESVERGLEICH
Die Prämieneinnahmen beliefen sich in den ersten drei
Quartalen 2020 auf rund EUR 1,9 Mrd. und lagen mit einem
Minus von 3,9 % unter dem Vorjahreszeitraum. Sowohl die
Nichtlebensversicherung (-2,8 %) als auch die Lebens-
versicherung (-4,9 %) trugen zu diesem Rückgang bei.
Laut der slowakischen Nationalbank (NBS) resultiert der
Rückgang im Nichtlebenssektor unter anderem aus den
Sparten wie der See-, Luftfahrt- und Transportversicherung
(-9,3 %), der Krankenversicherung (-37,2 %) sowie der
Kredit- und Kautionsversicherung (-20,6 %). Wachstums-
treiber waren hingegen die Kfz-Sparten: Die Kfz-Haftpflicht-
versicherung stieg um 3,5 % und die Kfz-Kaskoversi-
cherung erwirtschaftete ein solides Plus von 5,9 % in den
ersten drei Quartalen 2020. Neben der COVID-19-Pan-
demie drückte auch die im letzten Jahr eingeführte 8 %ige
Steuer auf Nichtlebensversicherungsprodukte (außer Kfz-
Haftpflichtversicherung) die Einnahmen.
Kranken
1,1 % (1,0 %)
Sonstige Sach
28,4 % (28,6 %)
Leben – Einmalerlag
2,0 % (2,5 %)
Kfz-Haftpflicht
18,0 % (17,5 %)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko
14,1 % (14,1 %)
Leben – lfd. Prämie
36,4 % (36,3 %)
Quelle: Slowakischer Versicherungsverband
-3,9%
-2,8 %
-4,9%
Gesamt
Nichtleben Leben
Werte 1.–3. Quartal 2020
EUR 1,9 Mrd.
EUR 0,9 Mrd.
E
UR 1,0 Mrd.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
15
Das Minus in der Lebensversicherung stammt laut NBS
einerseits aus dem Rückgang von 14,5 % in der Lebens-
versicherung mit Gewinnbeteiligung sowie aus der nega-
tiven Entwicklung in der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung (-8,7 %) im Vergleich zur Vorjahres-
periode.
Laut Axco Global Statistics gab die slowakische Be-
völkerung im Jahr 2019 pro Kopf durchschnittlich EUR 417
für Versicherungsprämien aus. Davon flossen EUR 232 in
die Nichtlebens- und EUR 185 in die Lebensversicherung.
MARKTANTEILE DER GRÖSSTEN VERSICHERUNGSGRUPPEN
VIG-GESELLSCHAFTEN IN DER SLOWAKEI
Am slowakischen Versicherungsmarkt sind mit der Koope-
r
ativa und der Kommunálna zwei VIG-Versicherungsge-
sellschaften vertreten. Mit einem Marktanteil von 29,6 %
belegen sie den ersten Platz der größten Versicherungs-
gruppen in der Slowakei. In der Nichtlebensversicherung
liegen sie an zweiter, in der Lebensversicherung an erster
Stelle.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT SLOWAKEI
Prämienentwicklung
Die VIG-Versicherungsgesellschaften im Segment Slowakei
verzeichneten im Jahr 2020 Verrechnete Prämien in Höhe
von EUR 729,5 Mio. und damit um 8,7 % weniger als im
Vergleich zum Vorjahr (2019: EUR 798,9 Mio.). Dies ist
insbesondere auf die rückläufige Prämienentwicklung in
den Lebensversicherungssparten zurückzuführen. Das ab-
gegrenzte Nettoprämienvolumen belief sich 2020 auf
EUR 597,3 Mio. (2019: EUR 671,6 Mio.).
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Das Ergebnis vor Steuern der slowakischen Gesellschaften
belief sich 2020 auf EUR 51,4 Mio. (2019: EUR 48,9 Mio.).
Im Vorjahresvergleich entspricht das einem Anstieg von
5,1 %, der auf die positive Entwicklung der Combined Ratio
zurückzuführen ist.
Combined Ratio
Die Combined Ratio der VIG-Versicherungsgesellschaften
in der Slowakei verbesserte sich im Jahr 2020 auf hervor-
ragende 89,0 % (2019: 97,1 %). Diese Verbesserung resul-
tiert vor allem aus einem besseren Schadenverlauf unter
anderem aufgrund geringerer Großschäden in der Sons-
tigen Sachversicherung.
Quelle: Slowakischer Versicherungsverband; Stand: 1.–3. Quartal 2020
29,6  %
VIG auf Rang 1
26,3%
Rang 2
10,8 %
Rang 3
33,3 %
Übrige Marktteilnehmer
%-Anteile am Gesamtprämienvolumen
Kranken
2,3 % (1,7 %)
Sonstige Sach
15,1 % (13,9 %)
Leben – Einmalerlag
24,3 % (28,4 %)
Kfz-Haftpflicht
20,6 % (19,1 %)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko
14,5 % (13,3 %)
Leben – lfd. Prämie
23,2 % (23,6 %)
16
Jahresfinanzbericht 2020
POLEN
POLNISCHER VERSICHERUNGSMARKT
Die fünf größten Versicherungsgruppen des Landes erw
irt-
schafteten in den ersten drei Quartalen 2020 rund 73 % des
gesamten Prämienvolumens. Mit rund 59 % haben dazu die
drei größten Versicherungsgruppen beigetragen.
MARKTENTWICKLUNG 1.–3. QUARTAL 2020
IM VORJAHRESVERGLEICH
Der polnische Versicherungsmarkt verzeichnete im 1.–3. Quar-
tal 2020 im Vergleich zur Vorjahresperiode einen leichten
Rückgang von 1,0 % auf Lokalwährungsbasis. Der Rückgang
resultierte zum Großteil aus der Sparte der Lebensversiche-
rung (-3,2 %). Die Nichtlebensversicherung stagnierte bei
einem Plus von 0,1 %.
Die Prämieneinnahmen der Kfz-Sparten, welche mit einem
Anteil von rund 56 % das Nichtlebensgeschäft dominieren,
waren in den ersten neun Monaten 2020 rückläufig. Die Kfz-
Haftpflichtversicherung verzeichnete ein Minus von 2,9 %, die
Kfz-Kaskoversicherung ging um 0,1 % zurück. Überwiegend
positiv entwickelten sich hingegen die Nicht-Kfz-Sparten,
wobei die Feuer- und Elementarversicherung mit 9,9 % ein
beachtliches Wachstum aufweist. Die Krankenversiche-
rungsprodukte in der Nichtlebensversicherung gingen im Ver-
gleich zur Vorjahresperiode um 25,1 % zurück.
Die negative Entwicklung in der Lebensversicherung im
1.–3. Quartal 2020 wurde vor allem durch das stark rück-
läufige Einmalerlagsgeschäft (-24,1 %) beeinflusst. Die lau-
fenden Prämien in der Lebensversicherung konnten hin-
gegen ein Wachstum von 2,6 % erzielen.
Laut vorläufiger Daten von Axco Global Statistics betrugen
die durchschnittlichen Versicherungsausgaben je Einwohner
in Polen im Jahr 2019 EUR 374 pro Kopf. Davon entfielen
EUR 282 auf den Nichtlebens- und EUR 92 auf den Lebens-
bereich.
MARKTANTEILE DER GRÖSSTEN VERSICHERUNGSGRUPPEN
VIG-GESELLSCHAFTEN IN POLEN
Am polnischen Markt ist die VIG-Versicherungsgruppe m
it
der Compensa Leben und Nichtleben, InterRisk, Vienna Life
und Wiener TU vertreten. Darüber hinaus ist die InterRisk
2019 in den wechselseitigen Versicherungsverein TUW
„TUW“ eingestiegen. Im November des Jahres 2020 hat die
VIG-Versicherungsgruppe einen Kaufvertrag zum Erwerb
von Gesellschaften der niederländischen Aegon N.V. in
Ungarn, Polen, Rumänien und der Türkei unterzeichnet.
Durch die Akquisition kann die VIG-Versicherungsgruppe in
Polen ihre Marktposition stärken sowie ihr Potential im
Pensionskassengeschäft deutlich ausbauen. Der formale
Abschluss des Erwerbs wird für das 2. Halbjahr 2021 er-
wartet. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der erforderlichen
aufsichts- und wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen.
Die VIG-Versicherungsgruppe belegt in Polen mit einem
Anteil von 8,5 % den vierten Rang am Gesamtmarkt. Im
Nichtleben
Quelle: Polnische Finanzmarktaufsichtsbehörde
+0,1%
-3,2%
Gesamt Leben
Werte 1.–3. Quartal 2020
PLN 46,5 Mrd.
PLN 15,4 Mrd.
P
LN 31,1 Mrd.
-1,0%
Quelle: Polnische Finanzmarktaufsichtsbehörde; Stand: 1.–3. Quartal 2020
8,5%
VIG auf Rang 4
12,7%
Rang 2
35,8%
Rang 1
32,2%
Übrige Marktteilnehmer
%-Anteile am Gesamtprämienvolumen
10,8%
Rang 3
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
17
Nichtlebensbereich ist sie an vierter, im Lebensbereich an
fünfter Stelle der Top-Versicherer gereiht.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
IM SEGMENT POLEN
Prämienentwicklung
Im Segment Polen wurden im Jahr 2020 insgesamt Ver-
rechnete Prämien in der Höhe von EUR 1.196,2 Mio.
erwirtschaftet und damit um 5,7 % mehr als im Vorjahr (2019:
EUR 1.132,0 Mio.). Diese Steigerung ist vor allem eine
Folge der positiven Entwicklung der Sonstigen Sachver-
sicherung, der Kfz-Haftpflichtversicherung sowie der Le-
bensversicherung mit Einmalerlägen. Das abgegrenzte
Nettoprämienvolumen belief sich 2020 auf EUR 926,6 Mio.
und lag um 4,5 % über dem Wert des Vorjahrs (2019:
EUR 886,5 Mio.).
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Jahr 2020 auf
EUR 22,6 Mio. (2019: EUR 69,2 Mio.). Der Rückgang um
67,4 % basiert neben der Bildung von Vorsorgen für an-
fallende Aufwendungen aus geänderten Stornobedingungen
beim Rückkauf bestimmter Lebensversicherungsprodukte
auch auf positiven Auswirkungen aufgrund einer Refun-
dierung der Vermögenssteuer im Vorjahr.
Combined Ratio
Die Combined Ratio lag im Jahr 2020 mit 96,7 % weiterhin
auf einem guten Niveau (2019: 94,8 %).
RUMÄNIEN
RUMÄNISCHER VERSICHERUNGSMARKT
In Rumänien erwirtschafteten die Top-5-Versicherungs-
gruppen in den ersten drei Quartalen 2020 rund 73 % des
Gesamtprämienvolumens. Die zwei größten Versicherungs-
gruppen trugen dazu rund 40 % bei.
MARKTENTWICKLUNG 1.–3. QUARTAL 2020
IM VORJAHRESVERGLEICH
Mit einem Anstieg der Prämieneinnahmen von 4,8 % auf
Lokalwährungsbasis entwickelte sich der rumänische Ver-
sicherungsmarkt in den ersten neun Monaten 2020 positiv.
Dazu beigetragen hat vor allem der Zuwachs von 6,3 % in
der Nichtlebensversicherung. Die Lebensversicherung ent-
wickelte sich leicht negativ (-1,3 %).
Der Nichtlebenssektor wird weiterhin stark von den Kfz-
Sparten dominiert. Die Kfz-Haftpflichtversicherung, auf die
rund 45 % des Nichtlebensgeschäfts entfällt, verzeichnete
im Vergleich zur Vorjahresperiode ein Plus von 4,6 %. Einen
leichten Anstieg konnte auch die Kfz-Kaskoversicherung
vorweisen (+3,0 %). Die Nicht-Kfz-Sparten konnten zudem
ein Plus von 12,5 % verzeichnen.
In der Sparte der Lebensversicherung war die fonds- und
indexgebundene Lebensversicherung mit einem Minus von
7,6 % gegenüber der Vorjahresperiode rückläufig. Die klas-
sische Leben- und Rentenversicherung, welche 63 % vom
Lebensgeschäft ausmacht, stieg um 0,8 %.
Kranken
2,2 % (2,2 %)
Sonstige Sach
34,1
 
% (32,9
 
%)
Leben – Einmalerlag
8,9
 
% (7,8
 
%)
Kfz-Haftpflicht
24,8
 
% (24,6
 
%)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko
16,0
 
% (17,1
 
%)
Leben – lfd. Prämie
14,0
 
% (15,4
 
%)
Nichtleben
Quelle: Finanzaufsichtsbehörde ASF
+4,8%
+6,3%
-
1,3%
Gesamt
Leben
Werte 1.– 3. Quartal 2020
RON 8,5 Mrd.
RON 1,6 Mrd.
R
ON 6,9 Mrd.
18
Jahresfinanzbericht 2020
Die Versicherungsdichte Rumäniens lag im Jahr 2019 la
ut
Axco Global Statistics bei EUR 120 pro Kopf. Dieser Betrag
teilt sich in EUR 97 für Nichtlebensversicherungen und
EUR 23 für Lebensversicherungen.
MARKTANTEILE DER GRÖSSTEN VERSICHERUNGSGRUPPEN
VIG-GESELLSCHAFTEN IN RUMÄNIEN
Am rumänischen Versicherungsmarkt sind mit dem Nicht-
l
ebensversicherer Omniasig, dem Allspartenversicherer
Asirom sowie dem Lebensversicherer BCR Leben drei VIG-
Versicherungsgesellschaften tätig. Mit einem Anteil von
20,1 % sind die VIG-Versicherungsgesellschaften Markt-
führer in Rumänien. Sowohl in der Lebensversicherung als
auch in der Nichtlebensversicherung belegen sie den zwei-
ten Rang. Im November des Jahres 2020 hat die VIG-
Versicherungsgruppe einen Kaufvertrag zum Erwerb von
Gesellschaften der niederländischen Aegon N.V. in Ungarn,
Polen, Rumänien und der Türkei unterzeichnet. Durch die
Akquisition kann die VIG-Versicherungsgruppe in Rumä-
nien ihr Potential im Pensionskassengeschäft deutlich aus-
bauen. Der formale Abschluss des Erwerbs wird für das
2. Halbjahr 2021 erwartet. Die Transaktion erfolgt vorbe-
haltlich der erforderlichen aufsichts- und wettbewerbs-
rechtlichen Genehmigungen.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT RUMÄNIEN
Prämienentwicklung
Mit Verrechneten Prämien in Höhe von EUR 493,8 Mio. ver-
zeichneten die VIG-Versicherungsgesellschaften im Seg-
ment Rumänien im Jahr 2020 ein Plus von 5,5 % (2019:
EUR 468,2 Mio.). Dieses ist neben Zuwächsen in den
Sparten Sonstige Sachversicherung sowie Krankenversi-
cherung vor allem auf die gute Prämienentwicklung in der
Kfz-Kaskoversicherung zurückzuführen. Das abgegrenzte
Nettoprämienvolumen betrug im Jahr 2020 EUR 375,9 Mio.
und lag um 8,4 % über dem Wert des Vorjahrs von
EUR 346,9 Mio.
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Im Jahr 2020 wurde im Segment Rumänien ein Gewinn in
Höhe von EUR 14,2 Mio. ausgewiesen (2019: Verlust in
Höhe von EUR 101,8 Mio.). Das Ergebnis des Vorjahrs war
durch die vollständige Abschreibung von Firmenwerten in
Höhe von EUR 108,8 Mio. beeinflusst. Bereinigt um diesen
Effekt ist eine Verdoppelung des Ergebnisses zu beobach-
ten, was unter anderem auf eine verbesserte Combined
Ratio zurückzuführen ist.
Combined Ratio
Die Combined Ratio konnte infolge der gezielten Portfolio-
bereinigung sowie eines besseren Schadenverlaufs ver-
bessert werden und lag 2020 bei 99,0 % (2019: 100,9 %).
Quelle: Finanzaufsichtsbehörde ASF; Stand: 1.–3. Quartal 2020
20,1%
VIG auf Rang 1
20,0%
Rang 2
11,7%
Rang 3
48,2%
Übrige Marktteilnehmer
%-Anteile am Gesamtprämienvolumen
Kranken
2,6 % (1,7 %)
Sonstige Sach
24,3
 
% (24,4
 
%)
Leben – Einmalerlag
9,8
 
% (10,3
 
%)
Kfz-Haftpflicht
17,0
 
% (18,3
 
%)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko
36,5
 
% (34,6
 
%)
Leben – lfd. Prämie
9,8
 
% (10,7
 
%)
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
19
BALTIKUM
Das Baltikum umfasst die Länder Estland, Lettland und
Litauen.
BALTISCHER VERSICHERUNGSMARKT
Der Versicherungsmarkt im Baltikum ist dadurch charakte
-
risiert, dass viele Gesellschaften, die ihren Sitz in einem der
drei Länder haben, über Zweigniederlassungen auch in den
anderen beiden Märkten tätig sind. Dies führt zu einer über-
durchschnittlich hohen Anzahl an Marktteilnehmern. Die
fünf größten Versicherungsgruppen des Baltikums halten
einen Anteil am Gesamtprämienvolumen von rund 80 %.
MARKTENTWICKLUNG 1.–3. QUARTAL 2020
IM VORJAHRESVERGLEICH
Das Baltikum verzeichnete in den ersten neun Monaten
2020 einen leichten Rückgang der Prämieneinnahmen von
1,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Am litauischen
Versicherungsmarkt kam es zu einem moderaten Wachs-
tum von 0,6 %. Negativ entwickelten sich die Prämien-
einnahmen in Lettland (-0,6 %) sowie Estland (-4,7 %). Mit
einem Anteil von 48,3 % am Gesamtprämienvolumen
stammt knapp die Hälfte der im Baltikum erwirtschafteten
Prämien aus Litauen.
Das Prämienvolumen im Nichtlebenssektor ging im
1.–3. Quartal 2020 um 3,6 % zurück. Den höchsten Rück-
gang weist der lettische Versicherungsmarkt (-4,7 %) auf,
gefolgt von Estland (-4,3 %) und Litauen (-2,5 %).
Der Lebensversicherungssektor entwickelte sich in den
ersten neun Monaten 2020 mit einem Plus von 6,7 % positiv.
Innerhalb des Baltikums weist Lettland mit einem Zuwachs
von 11,1 % den stärksten Anstieg bei den Lebensversiche-
rungsprämien auf, gefolgt von Litauen (+8,6 %). Estland
verzeichnete hingegen einen Rückgang von 6,2 %.
Die litauische Bevölkerung gab im Jahr 2019 durch-
schnittlich EUR 343 pro Kopf für Versicherungen aus. Der
Betrag teilt sich in EUR 257 für Nichtlebens- und EUR 86
für Lebensversicherungen. Mit EUR 373 pro Kopf lag die
Versicherungsdichte Estlands über dem Vergleichswert
Litauens. Davon wurden EUR 306 in Nichtlebens- und
EUR 67 in Lebensversicherungen investiert. Lettland wies
die niedrigste Versicherungsdichte des Baltikums auf. Sie
betrug insgesamt EUR 292. EUR 225 entfielen auf den
Nichtlebenssektor, EUR 67 auf den Lebenssektor.
MARKTANTEILE DER GRÖSSTEN VERSICHERUNGSGRUPPEN
VIG-GESELLSCHAFTEN IM BALTIKUM
In allen drei baltischen Staaten sind VIG-Versicheru
ngs-
gesellschaften vertreten. In Estland befindet sich der Haupt-
sitz der Compensa Life, welche über Zweigniederlassungen
auch in Lettland und Litauen vertreten ist. In Lettland ist die
BTA Baltic, die Zweigniederlassungen in Estland und
Litauen hat, tätig. Nachdem die Nichtleben-Gesellschaften
Compensa Nichtleben und Seesam 2020 fusioniert wurden,
sind sie in Litauen als einzige Gesellschaft Compensa
Nichtleben aktiv. Sie hält Zweigniederlassungen in Lettland
Nichtleben
Quellen: Nationales Statistikforum Estland, Lettische Aufsichtsbehörde,
Lettischer Versicherungsverband, Zentralbank der Republik Litauen
-1,1
 
%
-3,6%
+6,7%
Gesamt
Leben
Werte 1.–3. Quartal 2020
EUR 1,5 Mrd.
EUR 0,4 Mrd.
EUR 1,1 Mrd.
Quellen: Nationales Statistikforum Estland, Lettische Aufsichtsbehörde, Lettischer
Versicherungsverband, Zentralbank der Republik Litauen; Stand: 1.–3. Quartal 2020
25,0%
VIG auf Rang 1
19,2%
Rang 2
13,9% Rang 3
41,9%
Übrige Marktteilnehmer
%-Anteile am Gesamtprämienvolumen
20
Jahresfinanzbericht 2020
und Estland, wobei sie in Estland unter der Marke See
sam
auftritt.
Mit einem Marktanteil von 25,0 % sind die VIG-Versiche-
rungsgesellschaften Marktführer im Baltikum. In der Nicht-
lebensversicherung positionieren sie sich ebenfalls an erster,
in der Lebensversicherung an dritter Stelle.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT BALTIKUM
Prämienentwicklung
Die baltischen VIG-Versicherungsgesellschaften erwirtschaf-
teten 2020 Verrechnete Prämien von EUR 492,9 Mio. und
damit um 1,5 % weniger als im Vorjahr (2019: EUR 500,3 Mio.).
Der Rückgang ist vorrangig auf die Kfz-Sparten zurück-
zuführen. Das abgegrenzte Nettoprämienvolumen stieg im
Jahr 2020 auf EUR 393,3 Mio. (2019: EUR 385,2 Mio.).
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Im Segment Baltikum konnte das Ergebnis vor Steuern im
Jahr 2020 um 24,1 % auf EUR 9,5 Mio. im Vergleich zum
Vorjahr gesteigert werden (2019: EUR 7,7 Mio.). Diese Ent-
wicklung resultiert vor allem aus dem stark verbesserten
Krankenversicherungsgeschäft und einer verbesserten Com-
bined Ratio.
Combined Ratio
Die Combined Ratio verbesserte sich im Vergleich zum
Vorjahr auf 97,2 % (2019: 97,7 %).
UNGARN
UNGARISCHER VERSICHERUNGSMARKT
Die Top-5-Versicherungsgruppen erzielten 2019 rund 6
1 %
des Prämienvolumens. Die beiden größten Versicherungs-
gruppen trugen dazu rund 30 % bei.
MARKTENTWICKLUNG 1.–3. QUARTAL 2020
IM VORJAHRESVERGLEICH
Der ungarische Versicherungsmarkt verzeichnete in den
ersten neun Monaten des Jahres 2020 einen Prämien-
anstieg von 4,1 % auf Basis der Lokalwährung. Beigetragen
zu diesem Wachstum haben sowohl die Nichtlebens- als
auch die Lebensversicherung.
Im Bereich der Nichtlebensversicherung lag der Anstieg im
1.–3. Quartal 2020 bei 5,4 %. Er ist hauptsächlich auf die
gute Entwicklung der Kfz-Kaskoversicherung (+9,2 %) und
der Kfz-Haftpflichtversicherung (+8,1 %) zurückzuführen.
Die beiden Sparten profitierten unter anderem von höheren
Tarifen. Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zeigten
sich in der Reiseversicherung, welche um 55,9 % einbrach.
Auch die Krankenversicherung verzeichnete nach drei
Wachstumsjahren in den ersten neun Monaten 2020 ein
Minus von 23,2 %.
Die Prämien in der Lebensversicherung erhöhten sich um
2,4 %. Mit einem zweistelligen Plus von 18,7 % bleibt die
steuerbegünstigte Pensionsversicherung auch im 1.–3. Quar-
Kranken
12,1 % (10,9 %)
Sonstige Sach
26,3 % (27,0 %)
Leben – Einmalerlag
6,7 % (4,5 %)
Kfz-Haftpflicht
23,1 % (25,8 %)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko
18,1 % (19,5 %)
Leben – lfd. Prämie
13,7 % (12,3 %)
Nichtleben
Quelle: Ungarische Nationalbank (MNB)
+5,4%
+2,4%
Gesamt
Leben
Werte 1.–3. Quartal 2020
HUF 897,6 Mrd.
HUF 380,6 Mrd.
H
UF 517,0 Mrd.
+4,1%
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
21
tal 2020 beliebt. Die fonds- und indexgebundene Lebens-
versicherung wuchs um 8,6 %. Die Lebensversicherung mit
Einmalerlag war hingegen deutlich rückläufig (-12,3 %).
Die ungarische Bevölkerung gab 2019 laut Axco Global
Statistics durchschnittlich EUR 365 pro Kopf für Versi-
cherungen aus. Davon entfielen EUR 203 auf Nichtlebens-
und EUR 162 auf Lebensversicherungen.
MARKTANTEILE DER GRÖSSTEN VERSICHERUNGSGRUPPEN
VIG-GESELLSCHAFTEN IN UNGARN
In Ungarn ist die VIG-Versicherungsgesellschaft Unio
n
Biztosító tätig. Im Jahr 2019 hält sie dort einen Marktanteil
von 8,1 % und belegt damit den sechsten Rang. Im Bereich
der Nichtlebensversicherung liegt sie 2019 auf dem sechs-
ten, in der Lebensversicherung auf dem vierten Platz. Im
November des Jahres 2020 hat die VIG-Versicherungs-
gruppe einen Kaufvertrag zum Erwerb von Gesellschaften
der niederländischen Aegon N.V. in Ungarn, Polen, Rumä-
nien und der Türkei unterzeichnet. Durch die Akquisition
wird die VIG-Versicherungsgruppe in Ungarn zum Markt-
führer aufsteigen. Der formale Abschluss des Erwerbs wird
für das 2. Halbjahr 2021 erwartet. Die Transaktion erfolgt
vorbehaltlich der erforderlichen aufsichts- und wettbe-
werbsrechtlichen Genehmigungen.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT UNGARN
Prämienentwicklung
Im Segment Ungarn wurden im Jahr 2020 Verrechnete Prä-
mien in Höhe von EUR 287,8 Mio. (2019: EUR 289,5 Mio.)
verzeichnet. Der leichte Rückgang um 0,6 % im Vergleich
zum Vorjahr ist vor allem auf negative Währungseffekte
zurückzuführen. Bereinigt um diese Effekte verzeichnet das
Segment Ungarn einen Anstieg der Verrechneten Prämien
um 7,1 %. Das abgegrenzte Nettoprämienvolumen betrug
im Jahr 2020 EUR 223,6 Mio. und lag damit um 1,8 % über
dem Wert des Vorjahrs (2019: EUR 219,6 Mio.).
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Im Jahr 2020 betrug das Ergebnis vor Steuern im Segment
Ungarn EUR 8,4 Mio. (2019: EUR 8,7 Mio.). Der Rückgang
im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der
negativen Währungsentwicklung in Ungarn.
Combined Ratio
Die Combined Ratio konnte im Vergleich zum Vorjahr
vorwiegend infolge der positiven Entwicklung der Kfz-
Sparten verbessert werden und lag im Jahr 2020 bei 97,0 %
(2019: 97,6 %).
Quelle: Ungarischer Versicherungsverband (MABISZ); Stand: 1.–4. Quartal 2019
8,1%
VIG auf Rang 6
11,0%
Rang 3
15,5%
Rang 1
31,1%
Übrige Marktteilnehmer
%-Anteile am Gesamtprämienvolumen
10,1%
Rang 4
14,7%
Rang 2
9,5%
Rang 5
Kranken
4,4
 
% (6,3
 
%)
Sonstige Sach
20,6
 
% (20,7
 
%)
Leben – Einmalerlag
22,2
 
% (20,2
 
%)
Kfz-Haftpflicht
15,1
 
% (15,9 %)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko
7,3
 
% (6,5
 
%)
Leben – lfd. Prämie
30,4
 
% (30,4
 
%)
22
Jahresfinanzbericht 2020
BULGARIEN
BULGARISCHER VERSICHERUNGSMARKT
In den ersten drei Quartalen 2020 erwirtschafteten d
ie Top-
5-Versicherungsgruppen rund 57 % der gesamten Prä-
mieneinnahmen in Bulgarien. Die beiden größten Versiche-
rungsgruppen trugen dazu rund 27 % bei.
MARKTENTWICKLUNG 1.–3. QUARTAL 2020
IM VORJAHRESVERGLEICH
Der bulgarische Versicherungsmarkt verzeichnete in den
ersten drei Quartalen 2020 ein leichtes Minus von 0,9 %
auf Lokalwährungsbasis gegenüber der Vorjahresperiode.
Rund 85 % des Gesamtprämienvolumens am bulgarischen
Versicherungsmarkt erwirtschaftet der Nichtlebenssektor.
Dieser wuchs in den ersten neun Monaten 2020 um 1,7 %.
Die Prämieneinnahmen in der Sparte der Lebensversi-
cherung gingen um 13,3 % zurück.
Rund 46 % des Prämienvolumens im Nichtlebenssektor
erwirtschaftet die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie stieg im
1.–3. Quartal 2020 um 0,4 % gegenüber dem Vorjahres-
zeitraum und trug hauptsächlich zum Wachstum im Nicht-
lebenssektor bei. Die Kfz-Kaskoversicherung verminderte
sich um 0,1 %. Die Nicht-Kfz-Sparten verzeichneten ein
Plus von 5,8 %.
Die negative Entwicklung im Bereich der Lebensversiche-
rung resultiert unter anderem aus dem starken Rückgang
der klassischen Lebens- und Rentenversicherung (-14,0 %)
sowie der Krankenversicherungsprodukte in der Lebens-
versicherung (-35,9 %). Die fonds- und indexgebundene
Lebensversicherung wuchs dagegen um +5,0 %.
Die durchschnittlichen Ausgaben für Lebensversicherungen
im Jahr 2019 in Bulgarien beliefen sich auf EUR 27.
Ungefähr sieben Mal so viel, EUR 186, wurde in Nicht-
lebensversicherungen investiert. Das entspricht laut Axco
Global Statistics einer Gesamtprämie von EUR 213 für
Versicherungsleistungen pro Kopf und Jahr.
MARKTANTEILE DER GRÖSSTEN VERSICHERUNGSGRUPPEN
VIG-GESELLSCHAFTEN IN BULGARIEN
Am bulgarischen Versicherungsmarkt sind die drei Vers
i-
cherungsgesellschaften Bulstrad Leben, Bulstrad Nicht-
leben und Nova vertreten. Zusammen halten sie einen
Marktanteil von 14,0 %. Das macht die VIG-Versicherungs-
gesellschaften zum Marktführer in Bulgarien. Sowohl im
Nichtlebenssektor als auch im Lebenssektor nehmen sie
den zweiten Marktrang ein. Darüber hinaus gehört der
Pensionsfonds PAC Doverie zur VIG-Versicherungsgruppe.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT BULGARIEN
Prämienentwicklung
Die Verrechneten Prämien im Segment Bulgarien beliefen
sich im Jahr 2020 auf EUR 199,6 Mio. und lagen damit
um 10,8 % unter dem Wert der Vorjahresperiode (2019:
EUR 223,9 Mio.) Die Entwicklung ist vorwiegend auf die
rückläufige Prämienentwicklung in der Krankenversiche-
rung zurückzuführen. Das abgegrenzte Nettoprämienvolu-
Nichtleben
Quelle: Bulgarische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FSC)
+1,7%
-13,3%
Gesamt Leben
Werte 1.–3. Quartal 2020
BGN 2,2 Mrd.
BGN 0,3 Mrd.
B
GN 1,8 Mrd.
-0,9%
Quelle: Bulgarische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FSC); Stand: 1.–3. Quartal 2020
14,0%
VIG auf Rang 1
12,7%
Rang 2
11,3%
Rang 3
62,0%
Übrige Marktteilnehmer
%-Anteile am Gesamtprämienvolumen
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
23
men betrug im Jahr 2020 EUR 145,3 Mio. und lag damit
um 5,6 % über dem Wert des Vorjahrs.
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Im Jahr 2020 wurde im Segment Bulgarien ein Verlust in Höhe
von EUR 36,7 Mio. ausgewiesen (2019: Gewinn vor Steu-
ern in Höhe von EUR 15,8 Mio.). Diese Entwicklung resul-
tiert vorwiegend aus der im Halbjahr 2020 durchgeführten
Firmenwertabschreibung in Höhe von EUR 59,8 Mio.
Combined Ratio
Die Combined Ratio verbesserte sich 2020 vorrangig aufgrund
eines besseren Schadenverlaufs deutlich auf 91,2 % (2019:
95,8 %).
TÜRKEI/GEORGIEN
Türkei
D
er türkische Versicherungsmarkt wuchs mit 22,4 % auf
Lokalwährungsbasis auch im 1.–3. Quartal 2020 im zwei-
stelligen Bereich. Das Prämienvolumen in der Nichtlebens-
versicherung stieg um 17,0 %, während der Lebensversi-
cherungsbereich ein noch stärkeres Plus von 52,4 % ver-
zeichnete.
Mit einem Anteil von 45,8 % wird der Nichtlebenssektor
weiterhin von den Kfz-Sparten dominiert. Im 1.–3. Quartal
2020 legte die Kfz-Haftpflichtversicherung um 10,5 % und
die Kfz-Kaskoversicherung um 10,9 % gegenüber der
Vorjahresperiode zu. Die Nicht-Kfz-Sparte wuchs um
23,0 %.
In der Türkei ist der VIG-Nichtlebensversicherer Ray Sigorta
tätig. Mit einem Marktanteil von 1,9 % erreicht er den 16.
Platz am türkischen Versicherungsmarkt. Im November des
Jahres 2020 hat die VIG-Versicherungsgruppe einen Kauf-
vertrag zum Erwerb von Gesellschaften der niederlän-
dischen Aegon N.V. in Ungarn, Polen, Rumänien und der
Türkei unterzeichnet. Durch die Akquisition steigt die VIG-
Versicherungsgruppe in das Lebensversicherungsgeschäft
in der Türkei ein. Der formale Abschluss des Erwerbs wird
für das 2. Halbjahr 2021 erwartet. Die Transaktion erfolgt
vorbehaltlich der erforderlichen aufsichts- und wettbe-
werbsrechtlichen Genehmigungen.
Georgien
Mit einem Wachstum von 6,5 % auf Lokalwährungsbasis
entwickelte sich der georgische Versicherungsmarkt im 1.–
3. Quartal 2020 positiv. Zu diesem Wachstum trugen
sowohl die Sparten der Nichtlebensversicherung (+6,2 %)
als auch der Lebensversicherung (+10,2 %) bei. Im Bereich
Nichtleben legte die Krankenversicherung, welche mit
einem Anteil von 41,2 % am Gesamtprämienvolumen eine
der wichtigsten Versicherungssparten in Georgien ist, um
beachtliche 16,7 % zu. Während die Kfz-Kaskoversiche-
rung einen moderaten Zuwachs von 3,0 % verzeichnete,
ging die Kfz-Haftpflichtversicherung, welche in Georgien
nur für ausländische Fahrzeuge gilt, um 29,3 % zurück. Das
geplante Gesetz über die obligatorische Kfz-Haftpflicht-
versicherung auch für inländische Fahrzeuge wurde auf
unbestimmte Zeit verschoben. Weiterhin ist daher nur ein
Bruchteil aller Fahrzeuge in Georgien Kfz-haftpflichtver-
sichert. Die Nicht-Kfz-Sparten (ohne Krankenversicherung)
wuchsen um 5,2 % gegenüber der Vorjahresperiode.
In Georgien ist die VIG-Versicherungsgruppe mit den Ge-
sellschaften GPIH und IRAO vertreten. Mit einem Markt-
anteil von 26,3 % belegen sie gemeinsam den zweiten
Marktrang.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT TÜRKEI/GEORGIEN
Prämienentwicklung
Im Segment Türkei/Georgien wurden im Jahr 2020 insge-
samt Verrechnete Prämien in der Höhe von EUR 251,7 Mio.
(2019: EUR 234,9 Mio.) verzeichnet. Das Plus von 7,1 % im
Vergleich zum Vorjahr basiert vor allem auf zweistelligen
Wachstumsraten sowohl in der Sonstigen Sachversiche-
Kranken
7,8 % (18,0 %)
Sonstige Sach
26,3
 
% (22,5
 
%)
Leben – Einmalerlag
4,0
 
% (4,8
 
%)
Kfz-Haftpflicht
16,5
 
% (15,1
 
%)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko
30,6
 
% (27,1
 
%)
Leben – lfd. Prämie
14,8
 
% (12,5
 
%)
24
Jahresfinanzbericht 2020
rung als auch in der Krankenversicherung. Die abge-
grenzten Nettoprämien beliefen sich im Jahr 2020 auf
EUR 113,0 Mio. (2019: EUR 112,4 Mio.) und erhöhten sich
somit gegenüber dem Vorjahr um 0,6 %.
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Infolge der zum Halbjahr 2020 durchgeführten Firmen-
wertabschreibung in Georgien in Höhe von EUR 12,5 Mio.
wurde im Jahr 2020 im Segment Türkei/Georgien ein Verlust
in Höhe von EUR 0,9 Mio. ausgewiesen (2019: Gewinn vor
Steuern in Höhe von EUR 6,7 Mio.).
Combined Ratio
Im Jahr 2020 verbesserte sich die Combined Ratio im
Wesentlichen aufgrund eines besseren Schadenverlaufs in
der Türkei auf 95,4 % (2019: 96,5 %).
SONSTIGE CEE
Das Segment Sonstige CEE umfasst die Länder Albanien
inkl. Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Moldau,
Nordmazedonien, Serbien und Ukraine. Die Sonstigen
CEE-Märkte erwirtschafteten im Jahr 2020 4,3 % der Kon-
zernprämien. Die Gesellschaften der Länder Montenegro
und Weißrussland wurden nicht in den Konsolidierungskreis
miteinbezogen.
Albanien inklusive Kosovo
Die Versicherungsprämien in Albanien verzeichneten nach
einer fast sechsjährigen Wachstumsphase im 1.–3. Quartal
2020 ein Minus von 6,3 % auf Basis der Lokalwährung. Mit
einem Anteil von 93,2 % dominiert weiterhin der Nichtlebens-
sektor den albanischen Versicherungsmarkt. In diesem
Bereich gingen die Prämien in den ersten neun Monaten
2020 um 6,1 % zurück. Während die Kfz-Kaskoversicherung
bei einem leichten Plus von 0,5 % stagnierte, verzeichnete die
Sparte Kfz-Haftpflicht einen Rückgang von 6,9 %. Auch die
Nicht-Kfz-Sparten entwickelten sich im Vergleich zur Vor-
jahresperiode mit einem Minus von 5,3 % rückläufig. Im
Bereich der Lebensversicherung sank das Prämienvolumen
im 1.–3. Quartal 2020 um 8,5 % im Vergleich zur Vorjahres-
periode. Das Prämienvolumen im Kosovo verminderte sich
im 1.–3. Quartal 2020 um 2,1 % im Vergleich zur Vorjahres-
periode.
Die VIG-Versicherungsgruppe ist am albanischen Versiche-
rungsmarkt mit der Sigma Interalbanian und Intersig aktiv. Mit
einem Marktanteil von 21,9 % belegt sie den zweiten Markt-
rang. Über eine Zweigniederlassung ist die Sigma Interalba-
nian auch im Kosovo vertreten.
Bosnien-Herzegowina
Ein Minus von 1,5 % auf Basis der Lokalwährung verzei-
chneten die Versicherungsprämien in Bosnien-Herzegowi-
na in den ersten drei Quartalen 2020. Im Vergleich zur Vor-
jahresperiode ging die Nichtlebensversicherung um 1,3 %
und die Lebensversicherung um 2,1 % zurück. Die den
Nichtlebenssektor dominierenden Kfz-Sparten entwickelten
sich unterschiedlich: Die Kfz-Kaskoversicherung verlor
leicht um 1,5 %, während die Kfz-Haftpflichtversicherung
um 1,2 % zulegte.
Die VIG-Versicherungsgruppe ist mit der Wiener Osiguranje
mit Sitz in Banja Luka in der serbischen Republik Srpska
von Bosnien-Herzegowina sowie mit der Vienna osiguranje
mit Sitz in Sarajevo vertreten. Der Marktanteil auf Basis der
Daten des 1.–3. Quartals 2020 liegt bei 8,4 %, womit sich
die VIG-Versicherungsgesellschaften auf Rang fünf befin-
den.
Kroatien
In den ersten drei Quartalen 2020 verzeichnete der kro-
atische Versicherungsmarkt ein leichtes Minus von 1,4 %
auf Lokalwährungsbasis. Das Prämienvolumen in der Nicht-
lebensversicherung stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode
um 4,3 %. Wesentlich beigetragen zu diesem Wachstum
haben die Kfz-Haftpflichtversicherung (+11,3 %) und die
Feuerversicherung (+7,3 %). Die Kfz-Kaskoversicherung
legte mit einem Plus von 3,2 % ebenfalls zu. Das Prämien-
Kranken
12,6 % (12,2 %)
Kfz-Haftpflicht
18,3
 
% (21,0
 
%)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko
16,8
 
% (19,4
 
%)
Sonstige Sach
52,3
 
% (47,4
 
%)
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
25
volumen der Krankenversicherung stieg um 4,4 %. Im Be-
reich der Lebensversicherung gab es im 1.–3. Quartal 2020
ein deutliches Minus (-15,4 %), welches vor allem auf die
rückläufigen index- und fondsgebundenen Produkte sowie
die klassische Lebensversicherung zurückzuführen ist. Die
Rentenversicherung konnte dagegen einen Anstieg um
17,2 % erzielen.
In Kroatien ist die VIG-Versicherungsgesellschaft Wiener
Osiguranje aktiv. Zum 1.–3. Quartal 2020 nimmt sie mit
einem Marktanteil von 9,8 % den vierten Platz am kroa-
tischen Versicherungsmarkt ein.
Moldau
Im 1.–3. Quartal 2020 gingen die Prämieneinnahmen am
moldawischen Versicherungsmarkt um 13,0 % auf Lokal-
währungsbasis zurück. Der Nichtlebenssektor, welcher mit
einem Anteil von 93,4 % das Gesamtportfolio dominiert, ver-
zeichnete ein Minus von 13,9 % im Vergleich zur Vor-
jahresperiode. Die Lebensversicherung verzeichnete einen
Zuwachs von 1,5 %. In den ersten neun Monaten 2020
gingen vor allem die Nicht-Kfz-Sparten stark zurück (-27,9 %).
Die Prämieneinnahmen in der Kfz-Haftpflichtversicherung
sanken um 7,6 %, die Kfz-Kaskoversicherung verlor 5,8 %.
In Moldau ist die VIG-Versicherungsgesellschaft Donaris tätig.
Mit einem Marktanteil von 10,7 % belegt sie den fünften
Marktrang unter den Versicherungsgruppen. Im Nichtlebens-
sektor belegt sie ebenfalls den fünften Platz.
Nordmazedonien
Die Prämien am nordmazedonischen Versicherungsmarkt
gingen in den ersten drei Quartalen 2020 um 5,2 % auf Lokal-
währungsbasis im Vergleich zur Vorjahresperiode zurück. Am
Gesamtmarkt dominiert die Nichtlebensversicherung mit
einem Anteil von 84,3 %. Sie verzeichnete in den ersten neun
Monaten 2020 ein Minus von 5,4 %, welches sowohl auf
Rückgänge in der Kfz-Haftpflichtversicherung (-11,5 %) als
auch in der Kfz-Kaskoversicherung (-2,6 %) zurückzuführen ist.
Die Prämieneinnahmen in den Nicht-Kfz-Sparten erhöhten
sich hingegen leicht um 2,1 %. Die Lebensversicherung konnte
nicht an das Wachstum der Vorjahre anschließen und ging in
den ersten neun Monaten 2020 um moderate 4,3 % zurück.
Die VIG-Versicherungsgesellschaften Makedonija Osiguruvanje,
Winner Nichtleben und Winner Leben halten zusammen
einen Marktanteil von 19,6 %. Das macht die VIG-
Gesellschaften zur führenden Versicherungsgruppe in
Nordmazedonien.
Serbien
Die Prämieneinnahmen der in Serbien tätigen Versicherer
stiegen auf Lokalwährungsbasis in den ersten drei
Quartalen 2020 um 2,2 %. Dieses Wachstum resultiert
sowohl aus der positiven Entwicklung im Lebenssektor
(+2,1 %) als auch im Nichtlebenssektor (+2,2 %), welcher
einen Anteil von rund 78 % am Gesamtportfolio stellt. Zum
Anstieg in der Nichtlebensversicherung beigetragen haben
vor allem die Kfz-Sparten. Die Kfz-Haftpflichtversicherung
wuchs im 1.–3. Quartal 2020 um 2,5 % und die Kfz-
Kaskoversicherung um 6,4 %. Auch die Nicht-Kfz-Sparten
konnten ihr Prämienvolumen im Vergleich zur Vorjahres-
periode etwas steigern (+0,8 %). Mit einem Plus von 19,5 %
wurde in der Krankenversicherung zudem ein zweistelliges
Wachstum erzielt.
In Serbien ist die VIG-Versicherungsgesellschaft Wiener
Städtische Osiguranje aktiv. Mit einem Marktanteil von 11,8 %
nimmt sie den vierten Platz ein. Im Nichtlebenssektor ist sie
an vierter, im Lebenssektor an zweiter Stelle.
Ukraine
Im 1.–3. Quartal 2020 verzeichnete der ukrainische Ver-
sicherungsmarkt ein leichtes Minus von 2,3 % auf Lokal-
währungsbasis gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit
einem Anteil von rund 88 % dominiert eindeutig der Nicht-
lebenssektor den ukrainischen Versicherungsmarkt. Er ging
in den ersten drei Quartalen 2020 um 3,6 % zurück, was vor
allem auf die Nicht-Kfz-Sparten (-11,4 %) zurückzuführen ist.
Positiv entwickelten sich hingegen die Kfz-Haftpflichtversi-
cherung (+8,0 %) sowie die Kfz-Kaskoversicherung (+9,3 %).
Die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung konnten
in den ersten neun Monaten 2020 ebenfalls um 8,3 % zu-
legen. Der Anteil der Lebensversicherung an den Gesamt-
prämien bleibt mit 12 % jedoch weiterhin verhalten.
Nachdem die Globus mit der UIG zusammengeführt wurde,
sind in der Ukraine die VIG-Nichtlebensversicherer Kniazha
und UIG sowie der Lebensversicherer Kniazha Life aktiv. Mit
einem Anteil von 6,8 % belegen die VIG-Versicherungsgesell-
schaften am Gesamtmarkt den dritten Platz. Im Nichtlebens-
sektor sind sie an zweiter, im Lebenssektor an achter Stelle.
26
Jahresfinanzbericht 2020
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT SONSTIGE CEE
Prämienentwicklung
Die VIG-Versicherungsgesellschaften im Segment Sonstige
CEE erzielten im Jahr 2020 Verrechnete Prämien in Höhe
von EUR 439,6 Mio. (2019: EUR 446,9 Mio.). Das Minus von
1,6 % im Vergleich zum Vorjahr basiert vorwiegend auf den
rückläufigen Prämien der Kfz-Sparten in der Ukraine. Eine
positive Prämienentwicklung konnte hingegen sowohl in
Kroatien als auch in Serbien verzeichnet werden. Die abge-
grenzten Nettoprämien beliefen sich im Jahr 2020 auf
EUR 318,6 Mio. (2019: EUR 328,8 Mio.) und verringerten
sich gegenüber dem Vorjahr um 3,1 %.
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Im Jahr 2020 wurde im Segment Sonstige CEE ein Verlust
in Höhe von EUR 15,7 Mio. ausgewiesen (2019: Gewinn vor
Steuern in Höhe von EUR 27,1 Mio.). Dieser resultiert vor-
rangig aus der im Halbjahr 2020 durchgeführten Firmen-
wertabschreibung in Höhe von EUR 45,0 Mio. in Kroatien.
Combined Ratio
Die Combined Ratio verbesserte sich im Jahr 2020 im
Wesentlichen infolge eines besseren Schadenverlaufs in der
Ukraine, Serbien und Kosovo auf 92,6 % (2019: 93,9 %).
ÜBRIGE MÄRKTE
Zu dem Segment Übrige Märkte zählen die Länder
Deutschland und Liechtenstein. Das Segment erwirtschaf-
tete im Jahr 2020 2,8 % der Konzernprämien.
Deutschland
Laut den vorläufigen Daten des Gesamtverbands der Deu-
tschen Versicherungswirtschaft (GDV) verzeichneten die
Prämieneinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 1,5 % im
Jahr 2020. Das Wachstum kam überwiegend aus der
Schaden- und Unfallversicherung, in der sich das Prämien-
volumen um 2,1 % erhöhte. Die Lebensversicherung (ohne
Pensionsfonds und Pensionskassen) sank dagegen leicht
um 0,1 % im Vergleich zur Vorjahresperiode. Dies ist vor
allem auf die negative Entwicklung der laufenden Prämie
zurückzuführen, die ein Minus von 0,8 % verzeichnete. Die
Einmalerläge konnten hingegen um 1,2 % zulegen. Die
private Krankenversicherung erhöhte sich um 3,8 %.
In Deutschland sind die VIG-Versicherungsgesellschaften
InterRisk Nichtleben und InterRisk Leben vertreten. Die
InterRisk-Gesellschaften arbeiten als reine Maklerversiche-
rer mit rund 10.000 unabhängigen Vertriebspartnern zu-
sammen. Die InterRisk Nichtleben ist spezialisiert auf das
Unfall- und Haftpflichtversicherungsgeschäft sowie ausge-
wählte Sachversicherungsprodukte. Der Geschäftsschwer-
punkt der InterRisk Leben liegt bei Altersvorsorge- und
Berufsunfähigkeitslösungen sowie Hinterbliebenenschutz.
Am deutschen Markt behaupten sich die VIG-Gesellschaf-
ten weiterhin erfolgreich als ertragsstarke Nischenanbieter.
Liechtenstein
In Liechtenstein waren Ende 2020 20 Lebens- und 16
Nichtlebensversicherungsunternehmen tätig. Die Lebens-
versicherungsunternehmen betreiben hauptsächlich die
fonds- bzw. anteilsgebundene Lebensversicherung. Liech-
tenstein bietet Versicherungsunternehmen den direkten
Marktzugang zu den Ländern des Europäischen Wir-
tschaftsraumes und zur Schweiz. Die international tätigen
Schadenversicherungen haben in den vergangenen Jahren
stark an Bedeutung gewonnen. Die Prämieneinnahmen der
Kranken
6,6
 
% (6,5
 
%)
Sonstige Sach
26,7
 
% (26,4
 
%)
Leben – Einmalerlag
13,6
 
% (13,8
 
%)
Kfz-Haftpflicht
23,4
 
% (23,9
 
%)
Werte für 2019 in Klammer
Kfz-Kasko
11,8
 
% (11,8
 
%)
Leben – lfd. Prämie
17,9
 
% (17,6
 
%)
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
27
Versicherungsunternehmen im Geschäftsjahr 2020 liegen
laut Prognosen bei CHF 5,5 Mrd. Davon entfallen auf die
Nichtlebensparten CHF 3,0 Mrd. und auf die Lebens-
versicherungen CHF 2,5 Mrd.
In Liechtenstein ist die VIG-Versicherungsgesellschaft Vienna-
Life aktiv. Vienna-Life offeriert vorrangig fonds- und index-
gebundene Lebensversicherungen.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT ÜBRIGE MÄRKTE
Prämienentwicklung
Im Segment Übrige Märkte wurden im Jahr 2020 insge-
samt Verrechnete Prämien in der Höhe von EUR 280,0 Mio.
(2019: EUR 380,4 Mio.) und damit um 26,4 % weniger als
im Vorjahr verzeichnet. Diese Entwicklung ist auf den
Rückgang der Lebensversicherung mit Einmalerlägen in
Liechtenstein zurückzuführen. Die abgegrenzten Netto-
prämien beliefen sich 2020 auf EUR 230,9 Mio. (2019:
EUR 332,3 Mio.) und verringerten sich gegenüber dem Vor-
jahr um 30,5 %.
PRÄMIENANTEIL NACH SPARTEN
Ergebnis vor Steuern
Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich 2020 aufgrund des
Wegfalls von Einmaleffekten im Finanzergebnis in Liechten-
stein um 18,5 % und belief sich auf EUR 26,7 Mio. (2019:
EUR 22,6 Mio.).
Combined Ratio
Im Jahr 2020 lag die Combined Ratio im Segment Übrige
Märkte bei hervorragenden 81,1 % (2019: 82,4 %).
ZENTRALE FUNKTIONEN
Das Segment Zentrale Funktionen beinhalten die VIG
H
olding (inklusive der Zweigniederlassungen in Nord-
europa), die VIG Re (inklusive der Zweigniederlassungen in
Deutschland und Frankreich), die Wiener Re, den VIG Fund,
die Gemeinnützigen Gesellschaften, zentrale IT-Dienst-
leister und Zwischenholdings. Die VIG Holding konzentriert
sich hauptsächlich auf die Steuerungsaufgaben der
Versicherungsgruppe. Darüber hinaus ist sie auch als Rück-
versicherer der Versicherungsgruppe sowie im länder-
übergreifenden Firmenkundengeschäft tätig.
Die im Jahr 2008 in Prag gegründete Rückversicherung,
VIG Re, ist ein erfolgreicher Anbieter von Rückversi-
cherungen sowohl für VIG-Versicherungsgesellschaften als
auch für externe Partner. Sie konnte sich als wichtiges
Unternehmen in der CEE-Region etablieren und verfolgt
eine konservative Underwriting- sowie Veranlagungs-
strategie. Standard & Poor’s hat das „A+“-Rating der VIG
Re mit stabilem Ausblick im Herbst 2020 bestätigt.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
I
M SEGMENT ZENTRALE FUNKTIONEN
Die im Segment Zentrale Funktionen generierten Verrec
h-
neten Prämien erhöhten sich im Jahr 2020 um 7,0 % auf
EUR 1.736,5 Mio. (2019: EUR 1.623,5 Mio.). Dabei wurde
vor allem neben einer Steigerung der Prämien aus der
Erschließung neuer Geschäftsbereiche (Westeuropa) in der
aktiven Rückversicherung über die Versicherungsgesell-
schaft VIG Re auch ein Anstieg des Firmen- und Groß-
kundengeschäfts in der VIG Holding verzeichnet.
Im Jahr 2020 wurde im Segment Zentrale Funktionen ein
Verlust in Höhe von EUR 107,6 Mio. ausgewiesen (2019:
Gewinn vor Steuern in Höhe von EUR 36,5 Mio.). Diese
Entwicklung ist auf die Änderung der Konsolidierungs-
methode der Gemeinnützigen Gesellschaften zum Stichtag
31. Juli 2019 sowie auf einen höheren planmäßigen Ab-
schreibungsaufwand aufgrund einer reduzierten Nutzungs-
dauer der Software zurückzuführen.
Sonstige Sach
47,7
 
% (33,9
 
%)
Leben – Einmalerlag
21,0
 
% (43,6
 
%)
Werte für 2019 in Klammer
Leben – lfd. Prämie
31,3
 
% (22,5
 
%)
28
Jahresfinanzbericht 2020
GESCHÄFTSVERLAUF NACH BILANZABTEILUNGEN
Nähere Ausführungen zum Geschäftsverlauf nach Bilanz
-
abteilungen sind bei den zusätzlichen Angaben nach dem
Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) im Konzernanhang ab
Seite 159 zu finden.
Weitere verpflichtende Angaben
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Obgleich die VIG-Gesellschaften keine Forschungsaktiv
itä-
ten im Sinne des § 243 (3) Z2 UGB durchführt, leistet sie
einen fachlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von Mo-
dellen in versicherungsspezifischer Software. Darüber hi-
naus kooperieren sowohl die Holding wie auch – projekt-
abhängig – die VIG-Gesellschaften mit dem Digital Impact
Labs Leipzig, Plug & Play sowie über eine in Deutschland
ansässige und gemeinsam mit anderen Versicherern finan-
zierte Start-up-Initiative (Investment und Corporate Buil-
ding), um technologische Entwicklungen am Markt rascher
identifizieren und in der Folge gegebenenfalls internalisieren
zu können. Auch viesure wurde als interner „Innovation Hub“
vor allem mit Fokus auf Österreich zu diesem Zweck ge-
gründet.
BESTAND, ERWERB UND VERÄUSSERUNG EIGENER
A
NTEILE
Nähere Ausführungen zu § 243 (3) Z3 UGB sind im
K
onzernanhang unter Punkt 8. Konzerneigenkapital ab
Seite 119 zu finden.
INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT-
SYSTEM IM RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Die Erstellung des Konzernabschlusses umfasst alle
Tätigkeiten, um gemäß den gesetzlichen bzw. IFRS-Be-
stimmungen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns darzustellen und offenzulegen. Der Konzern-
abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlust-
rechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapital-
veränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung, die
Segmentberichterstattung sowie den Anhang, der eine
Darstellung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden
und Erläuterungen enthält. Der Abschlussprozess be-
inhaltet die Zusammenführung aller Daten aus dem Rech-
nungswesen sowie der vorgelagerten Prozesse zum
Jahresabschluss.
Das interne Kontrollsystem im Rechnungslegungsprozess
des Konzerns wird in Übereinstimmung mit den fünf
elementaren Komponenten des COSO-Rahmenmodells
(Committee of Sponsoring Organisations of the Treadway
Comission) für Interne Kontrolle umgesetzt.
Kontrollumfeld
Die Aufbauorganisation setzt sich aus den lokalen Rech-
nungswesenabteilungen der einzelnen Gesellschaften und
dem Konzernrechnungswesen am Sitz der VIG Holding in
Wien zusammen. Die Rechnungswesenabteilungen der VIG-
Gesellschaften erstellen sowohl einen lokaIen GAAP- als
auch einen IFRS-Abschluss und übermitteln im Anschluss
die IFRS-Werte an das Konzernrechnungswesen.
Die IFRS-Abschlüsse werden gemäß den konzernein-
heitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften erstellt.
Der Konzern nimmt die Regelungen des IFRS 4 bezüglich der
Bewertung von Versicherungsverträgen voll in Anspruch.
Demnach werden für den Konzernabschluss nach IFRS
grundsätzlich die nach dem jeweiligen nationalen Recht
zulässigen Wertansätze übernommen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses wird eine
standardisierte Software verwendet. Die VIG-Gesellschaften
melden primär ihre Daten über diese Software, wobei die
Daten überwiegend als Upload ins System eingespielt bzw.
direkt vor Ort eingegeben werden. Die Konsolidierung der
Daten und die Erstellung des Konzernabschlusses werden
vom Konzernrechnungswesen vorgenommen.
Risikobeurteilung
Um die Risiken im Rechnungslegungsprozess zu erkennen
und in weiterer Folge so weit als möglich eliminieren zu
können, wurde eine Dokumentation des Jahresabschluss-
prozesses erarbeitet. Diese umfasst den gesamten Prozess
von der Eingabe der Daten durch die Mitarbeiter der VIG-
Gesellschaften über die automatischen und manuellen
Kontrollen und Analysen im Konsolidierungsprozess bis hin
zur Veröffentlichung des fertigen Geschäftsberichts.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
29
Kontrollmaßnahmen
Die gruppenweit geltenden IFRS-Bilanzierungs- und Bewert-
ungsvorschriften sind in einer Bilanzierungsrichtlinie (IFRS
Interpretation) zusammengefasst, welche für alle in den
Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften anzuwen-
den ist. Ziel ist es, die gruppenweit einheitliche Umsetzung
der IFRS zu gewährleisten. Diese Richtlinie unterliegt einer
jährlichen Überprüfung und wird bei Bedarf aktualisiert bzw.
ergänzt. Vor jedem Abschluss wird diese gemeinsam mit
zusätzlichen Informationen zu gruppenweiten Berichtsvor-
gaben an die verantwortlichen Personen in den lokalen Re-
portingabteilungen übermittelt. Die Tochtergesellschaften
sind für die Einhaltung der gruppenweit geltenden Bilan-
zierungs- und Bewertungsvorschriften sowie für den ord-
nungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungs-
legungsbezogenen Prozesse verantwortlich.
Die übermittelten Abschlussdaten werden sowohl automa-
tisierten (in Form von Validierungen) als auch manuellen Über-
prüfungen (Entwicklungsanalyse und Plausibilitätschecks)
durch das Finanz- und Rechnungswesen der Konzernmutter
unterzogen. Die Durchführung von Kontrollrechnungen und
die Abstimmung der konzerninternen Transaktionen – insbe-
sondere der Rückversicherungs- bzw. Finanzierungssalden –
dienen als weitere Kontrolle, um allfällige Differenzen zu er-
kennen und gegebenenfalls korrigieren oder eliminieren zu
können.
Zusätzlich werden mit der Erstellung einer Ergebnisüber-
leitungsrechnung, einer Prüfung der Richtigkeit der einzelnen
Teile des Konzernabschlusses und der Plausibilisierung des
Gesamtkonzernabschlusses sichergestellt, dass die Darstel-
lung vollständig und korrekt ist.
Im Zuge der Abschlusserstellung wird v.a. im Hinblick auf
Entwicklungsanalysen intensiv mit der Abteilung Planung und
Controlling (z. B. Soll-Ist-Vergleiche) zusammengearbeitet.
Ebenso werden die Daten regelmäßig dem Vorstand zur
Durchsicht und Kontrolle vorgelegt.
Um eine korrekte und zeitgerechte Fertigstellung des Ge-
schäftsberichts zum Veröffentlichungstermin zu garantieren,
liegen sowohl den Quartals- als auch den Jahresabschlüssen
strenge Terminvorgaben zugrunde, über welche die VIG-
Gesellschaften spätestens am Ende des 3. Quartals für das
kommende Geschäftsjahr informiert werden. Die konzern-
abschlusserstellende Abteilung stellt somit bereits im Vorfeld
sicher, dass die VIG-Gesellschaften ihre Prozesse auf die
Terminvorgaben abstimmen und damit die Daten zeitgerecht
übermitteln können.
Information und Kommunikation
Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit anderen
Unternehmensbereichen, insbesondere dem Controlling,
herrscht ein reger Informations- und Kommunikationsfluss.
Zusätzlich zum Geschäftsbericht am Ende jedes Geschäfts-
jahres wurde gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ein
Halbjahresfinanzbericht nach IAS 34 veröffentlicht.
Die Abteilung Investor Relations ist für die Berichterstattung
an die Aktionäre der VIG Holding verantwortlich. Dies ge-
schieht sowohl in persönlichen Gesprächen als auch über die
Unternehmenswebseite. Hier stehen den Aktionären und
anderen Interessierten einerseits die Geschäfts- und Zwi-
schenberichte, andererseits laufend aktualisierte Infor-
mationen zu Kennzahlen, Aktienkurs, Finanzkalender, Ad-
hoc-News und weiteren relevanten IR-Themen zur Verfügung.
Überwachung
Das Konzernrechnungswesen ist verantwortlich für die
Erstellung des Konzernberichts. Durch quartalsweise Be-
richte an den Vorstand und den Aufsichtsrat ist eine
regelmäßige Überwachung des Internen Kontrollsystems
sichergestellt. Die Risiken werden durch konzerninterne,
abteilungsübergreifende Kontrollen (z. B. Konzernrechnungs-
wesen – Controlling) laufend beobachtet.
Ferner erfolgt eine Qualitätssicherung durch die Interne
Revision. Diese führt unabhängige, objektive Prüfungshan-
dlungen durch, mit denen neben dem Aufbau und der
Effektivität der Internen Kontrollsysteme auch das Wert- und
Optimierungspotential in den betrieblichen Abläufen unter-
sucht wird. Die Interne Revision hilft der Organisation, die
Ziele zu erreichen, indem sie anhand eines systematischen
Ansatzes die Effektivität des Risikomanagements, des Kon-
trollsystems und des Governance-Prozesses inklusive aller
relevanten Schlüsselfunktionen innerhalb des Unternehmens
evaluiert und durch entsprechende Vorschläge verbessert.
Um den Umgang mit den wesentlichen Risiken im
gesamten Konzern zu vereinheitlichen, bestehen konzern-
weite Richtlinien, welche zudem ein Instrument der
Risikoüberwachung darstellen. Für die Implementierung
dieser Richtlinien in den einzelnen VIG-Gesellschaften ist
das lokale Management verantwortlich.
30
Jahresfinanzbericht 2020
Im Rahmen der Abschlussprüfung berücksichtigt der Ab-
s
chlussprüfer das Interne Kontrollsystem, soweit es für die
Aufstellung des Konzernabschlusses von Bedeutung ist.
Weiters beurteilt der Konzernabschlussprüfer gemäß Regel
83 des Corporate Governance Kodex die Funktionsfähig-
keit des Risikomanagements.
KAPITAL-, ANTEILS-, STIMM- UND KONTROLLRECHTE
U
ND DAMIT VERBUNDENE VEREINBARUNGEN
Das Grundkapital beträgt EUR 132.887.468,20. Es ist ein-
geteilt in 128.000.000 auf den Inhaber lautende nenn-
wertlose Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stück-
aktie am Grundkapital im gleichen Umfang beteiligt ist. Die
ausgegebene Stückzahl blieb seit dem letzten Geschäfts-
jahr unverändert.
Nähere Ausführungen zu den Vorratsbeschlüssen und Er-
mächtigungen des Vorstands aus den Hauptversammlun-
gen gemäß § 267 Abs. 3a in Verbindung mit § 243a (1)
UGB sind im Konzernanhang unter Punkt 8. Konzern-
eigenkapital ab Seite 119 zu finden.
KONSOLIDIERTE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG
Die VIG Holding veröffentlicht für das Geschäftsjahr
2020
einen gesonderten konsolidierten nichtfinanziellen Bericht
gemäß § 267a UGB. Dieser steht sowohl als gedruckte
Version als auch online auf der Website der VIG-Versiche-
rungsgruppe (www.vig.com) im Menüpunkt „Corporate
Responsibility“ unter „Downloads“ zur Verfügung.
CORPORATE GOVERNANCE
Die VIG Holding bekennt sich zur Anwendung und Ein-
h
altung des Österreichischen Corporate Governance Ko-
dex in der Fassung vom Jänner 2021 und veröffentlicht den
konsolidierten Corporate Governance-Bericht auf der Web-
site unter www.vig.com im Bereich „Investor Relations“.
ANGABEN ZUR AUSLAGERUNG
Im Folgenden werden die Angaben zur Auslagerung
g
emäß § 156 (1) Z1 in Verbindung mit § 109 VAG näher er-
läutert:
Holding
Für die VIG Holding wurde beschlossen, IT-Dienstleistungen
von konzerninternen und -externen Dienstleistern erbringen
zu lassen. Es bestanden im Jahr 2020 aufsichtsbehördlich
genehmigte Auslagerungsverträge mit IBM Österreich
(Internationale Büromaschinen Gesellschaft m.b.H.) und mit
dem konzerninternen IT-Systemhaus twinformatics GmbH,
jeweils mit Sitz in Österreich. Die twinformatics GmbH hat
darüber hinaus die Gesamtverantwortung für alle IT-Dienst-
leistungen für die österreichischen VIG-Versicherungsunter-
nehmen übernommen und schließt hierfür allenfalls
notwendige Subauslagerungen unter Beachtung der ge-
setzlichen und regulatorischen Vorgaben und nach Ab-
stimmung mit den VIG-Versicherungsunternehmen ab.
Darüber hinaus hat die VIG Holding keine kritischen oder
wichtigen Funktionen oder Geschäftstätigkeiten ausgelagert.
Konzern
In der VIG-Versicherungsgruppe erfolgten Auslagerungen
insbesondere in folgenden Bereichen:
• IT (insbesondere Betrieb und Wartung von operativen
Modulen, Rechenzentrumbetrieb,
Anwendungsentwicklungsleistungen, Datenspeicherung)
• Schadenbearbeitung
Die vier Governance-Funktionen waren in den operativen
Versicherungsgesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe
vereinzelt Gegenstand von Auslagerung, insbesondere die
Funktion der Internen Revision und die versicherungs-
mathematische Funktion sowie damit im Zusammenhang
stehende Tätigkeiten.
Während die Auslagerung von Governance-Funktionen in
der VIG-Versicherungsgruppe vorwiegend an andere Grup-
pengesellschaften erfolgte, waren kritische oder wichtige
Tätigkeiten aus den Bereichen IT und Schadenbearbeitung
sowohl gruppenintern als auch gruppenextern ausgelagert.
Die Anzeige bzw. Genehmigung der Auslagerung kritischer
oder wichtiger Funktionen oder Tätigkeiten an bzw. durch die
lokalen Aufsichtsbehörden wurde durch die betroffenen
Gesellschaften im Einklang mit den jeweils national geltenden
Rechtsvorschriften vorgenommen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
31
Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des
Konzerns
WESENTLICHE RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN
Das Risikomanagement ist fest in der Führungskultur des
Unternehmens verankert und baut auf einer klar definierten
konservativen Risikopolitik, einer umfangreichen Risiko-
expertise, einem entwickelten Risikoinstrumentarium und
risikobasierten Vorstandsentscheidungen auf.
Der detaillierte Risikobericht der VIG-Versicherungsgruppe
befindet sich im Konzernanhang ab Seite 82. Zu den
Angaben hinsichtlich verwendeter Finanzinstrumente wird
auf den Konzernanhang (Grundsätze der Rechnungslegung
und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) sowie eben-
so auf den Risikobericht ab Seite 82 verwiesen.
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG – AUSBLICK 2021
WIRTSCHAFTLICHER AUSBLICK
Unter dem Vorbehalt erheblicher Unsicherheit erwarte
t der
IWF eine globale Erholung von 5,5 % für das Jahr 2021,
beeinflusst einerseits von verlängerten Eindämmungs-
maßnahmen im 1. Quartal 2021 und andererseits erhofften
Wirkungen der Impfkampagne. Dabei sollten entwickelte
Volkswirtschaften mit 4,3 % und Schwellenländer mit 6,3 %
zu Buche schlagen. Für die Eurozone erwartet die Erste
Group ein Wachstum von 4,0 % im Jahr 2021. In Österreich
sehen die Analysten der Erste Group wiederum eine
Rezession im 1. Quartal 2021. Erst mit dem 2. Quartal 2021
sollte eine Erholung einsetzen. Aufgrund dieser Annahmen
hat die Erste Group ihre BIP-Prognose für 2021 leicht von
3,4 % auf 3,0 % reduziert. Für 2022 erwarten sie eine Be-
schleunigung des BIP-Wachstums auf 3,4 %. Trotz der all-
mählichen Öffnung der Wirtschaft wird ein Anstieg der
Arbeitslosigkeit erwartet (5,6 %), auch bedingt durch das
Auslaufen der Kurzarbeit.
Für Zentral- und Osteuropa wird in Summe ein regionales
Wachstum von durchschnittlich 3,8 % für das Jahr 2021
erwartet, natürlich auch mit Unterstützung durch Basis-
effekte. Trotz dieser Erholung sollten Wohlstandsverluste
durch die COVID-19-Pandemie im besten Falle erst 2022
aufgeholt worden sein. Das Wachstum im Szenario der
Erste Group sollte dabei zwischen 5,0 % BIP-Wachstum für
Serbien und 3,3 % in der Tschechischen Republik rangieren.
Inflationäre Trends sollten wie überall auch in der Region
sichtbar sein, sich aber zunächst auf temporäre Effekte
begrenzen und in allen Märkten innerhalb der Toleranzen
der Zentralbanken bleiben. Mit einem erwarteten Inflations-
niveau von 2,6 % für Zentral- und Osteuropa insgesamt
sollte Slowenien die geringsten Preissteigerungen erfahren
(0,8 %). Ungarn sollte mit 3,7 % eher am oberen Ende liegen.
Ein erwarteter Anstieg der Arbeitslosenrate für 2021 in
Zentral- und Osteuropa (5,7 %) sollte zum moderaten
Preisdruck beitragen, bevor 2022 eine Verbesserung der
Beschäftigungssituation eintritt.
AUSBLICK DER VERSICHERUNGSGRUPPE
Die VIG-Versicherungsgruppe mit ihren über 25.000 Mi
tar-
beitern ist als Marktführer in Zentral- und Osteuropa hervor-
ragend positioniert, um die Chancen in dieser Region und
die damit verbundenen langfristigen Wachstumsmöglich-
keiten optimal zu nutzen. Sie setzt dabei unverändert auf
ihre bewährte Unternehmensstrategie des profitablen
Wachstums. Basierend auf den Werten Vielfalt, Kunden-
nähe und Verantwortung und gestützt auf die erfolgreichen
Managementprinzipien wollen die VIG-Versicherungsgesell-
schaften ihre Marktanteile festigen und weiter ausbauen.
Das umfasst sowohl organisches Wachstum als auch
Zukäufe, insbesondere dort, wo das bestehende Portfolio
strategisch sinnvoll ergänzt bzw. Skaleneffekte generiert
werden können. Das Ziel ist, in Polen, Ungarn, Kroatien und
Serbien den Marktanteil mittelfristig auf mindestens jeweils
10 % zu steigern. Von diesen Ländern konnte dieses Ziel
2016 bereits in Serbien erreicht werden. Die VIG-Versi-
cherungsgruppe hat im November 2020 den Kaufvertrag
über EUR 830 Mio. zum Erwerb von Gesellschaften der
niederländischen Aegon N.V. in Ungarn, Polen, Rumänien
und der Türkei unterzeichnet. Die Transaktion umfasst Versi-
cherungsgesellschaften, Pensionskassen, Asset Manage-
ment- und Servicegesellschaften. Durch die Akquisition
wird die VIG-Versicherungsgruppe in Ungarn erstmals zum
Marktführer mit einem Marktanteil von über 19 % aufsteigen.
Sie wird zudem in der Türkei in das Lebensversicherungs-
geschäft einsteigen und mit dem Erwerb der Pensionskas-
sengesellschaften in Ungarn, Polen und Rumänien ihre
Aktivitäten im Bereich der Altersvorsorge stärken. Insge-
samt wird durch die Akquisition die Zahl der Kunden um
4,5 Mio. wachsen. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der
erforderlichen aufsichts- und wettbewerbsrechtlichen Ge-
nehmigungen, wobei der formale Abschluss des Erwerbs
für das 2. Halbjahr 2021 erwartet wird.
32
Jahresfinanzbericht 2020
Die im Rahmen der Agenda 2020 gesetzten strategischen
Maßnahmen und Initiativen zur Optimierung des Geschäfts-
modells, zur Absicherung der Zukunftsfähigkeit sowie zu
Organisation und Zusammenarbeit haben zur soliden Ent-
wicklung 2020 beigetragen. Das in Ausarbeitung befind-
liche strategische Nachfolgeprogramm bis 2025 wird
weiterhin einen Fokus auf Effizienz und Synergiepotenziale
legen und im Laufe des 2. Quartals 2021 präsentiert werden.
Im Sinne der langfristigen Kapitalplanung der Gruppe und auf
Basis der derzeitigen Zinssituation hat der Vorstand Maß-
nahmen zur Kapitaloptimierung der Gruppe initiiert. Im Zen-
trum steht dabei der Ausbau der Investments in sozial und
ökologisch nachhaltige Projekte. Im 1. Halbjahr 2021 soll eine
Senior-Nachhaltigkeitsanleihe entsprechend den Marktge-
gebenheiten mit einem Volumen von EUR 500 Mio. begeben
werden. Darüber hinaus wurde eine Nachranganleihe mit
einem Gesamtvolumen von EUR 300 Mio. als Restricted-
Tier-1-Instrument beim Hauptaktionär der Vienna Insurance
Group, dem Wiener Städtischen Versicherungsverein, platziert.
Die Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttung in einer
Bandbreite von 30 bis 50
% des Konzernnettogewinns vor.
Die Höhe der Dividende pro Aktie wird weiterhin an der
Entwicklung des Unternehmenserfolgs ausgerichtet.
Aufgrund des noch nicht absehbaren Endes der COVID-19-
Pandemie sind Einschätzungen über den Geschäftsverlauf
2021 weiterhin von sehr hohen Unsicherheiten begleitet.
Ungeachtet der Tatsache, dass die VIG-Gruppe bisher sehr
gut durch diese Ausnahmephase steuern konnte und sich
in der Lage sieht, das operative Geschäft weiterhin gut zu
managen, ist aus derzeitiger Sicht mit Beeinträchtigungen
aufgrund volkswirtschaftlicher Entwicklungen zu rechnen.
Unter diesen Aspekten und unter Berücksichtigung der
derzeit geltenden Parameter rechnet die VIG-Versiche-
rungsgruppe mit einem stabilen Prämienvolumen auf dem
Niveau von 2020 und einem Gewinn vor Steuern in der
Bandbreite von EUR 450 bis 500 Mio. Aufgrund des noch
ausstehenden Closings sind die Aegon-Gesellschaften im
Ausblick 2021 nicht berücksichtigt. Die Combined Ratio soll
weiterhin bei nachhaltig rund 95
% liegen. Gemäß der
Dividendenpolitik wird der Vorstand der Vienna Insurance
Group den Gremien eine Dividende für das Geschäftsjahr
2020 von EUR 0,75 vorschlagen. Die Ausschüttungsquote
liegt bei 41,5
%.
Wien, 17. März 2021
Der Vorstand:
Prof. Elisabeth Stadler
Generaldirektorin,
Vorstandsvorsitzende
W
P/StB Mag. Liane Hirner
CFO, Vorstandsmitglied
Mag. Peter Höfinger
Vorstandsmitglied
Mag. Gerhard Lahner
Vorstandsmitglied
Gábor Lehel
V
orstandsmitglied
Hartwig Löger
Vorstandsmitglied
Mag. Harald Riener
Vorstandsmitglied
Dr. Peter Thirring
Vorstandsmitglied
V
IENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
33
Konzern-
abschluss
KONZERNABSCHLUSS NACH INTERNATIONAL
FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)
31.12.2020
Berichtsperiode 1.1.2020–31.12.2020
Vergleichsstichtag der Bilanz 31.12.2019
Vergleichsperiode der Gewinn-
und Verlustrechnung 1.1.2019–31.12.2019
Währung EUR
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
34
Jahresfinanzbericht 2020
KONZERNBILANZ
Aktiva Konzernanhang 31.12.2020
31.12.2019
in TE
U
R
Immaterielle Vermögenswerte 1, A 1.733.0771.733.077
1.939.5791.939.579
Nutzungsrechte 185.354
197.656
Kapitalanlagen 2, B 34.901.18634.901.186
34.455.74034.455.740
Immobilien 2.507.4132.507.413
2.414.2582.414.258
Selbstgenutzte Immobilien 477.469
488.701
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.029.9442.029.944
1.925.5571.925.557
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 291.561
321.276
Finanzielle Vermögenswerte 32.102.21232.102.212
31.720.20631.720.206
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 3, C 7.968.039
8.620.3278.620.327
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 4, D 1.396.4921.396.492
1.283.4341.283.434
Forderungen 5, E 1.699.1591.699.159
1.717.3491.717.349
Steuerforderungen und Vorauszahlungen aus Ertragssteuern F 275.041275.041
226.845
Aktive Steuerabgrenzung 6, F 136.728
68.725
Übrige Aktiva 7, G 387.845
391.911
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.745.1471.745.147
1.443.3581.443.358
Summe 50.428.06850.428.068
50.344.92450.344.924
Passiva Konzernanhang 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Eigenkapital 8 5.285.7665.285.766
5.190.6935.190.693
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 5.162.7385.162.738
5.074.1145.074.114
Andere nicht beherrschende Anteile 123.028
116.579
Nachrangige Verbindlichkeiten 9, K 1.463.9091.463.909
1.464.5971.464.597
Versicherungstechnische Rückstellungen 10, H 32.230.05532.230.055
31.886.07631.886.076
Versicherungstechnische Rückstellungen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 11, I 7.617.2167.617.216
8.115.9998.115.999
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen 12, J 876.809876.809
931.559
Verbindlichkeiten 13, K 2.254.3062.254.306
2.094.5722.094.572
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragssteuern F 290.998290.998
250.889
Passive Steuerabgrenzung 6, F 267.870
262.202
Übrige Passiva 141.139
148.337
Summe 50.428.06850.428.068
50.344.92450.344.924
Die Verweise (Ziffern bzw. Buchstaben) bei den einzelnen Posten, sowohl in der Konzernbilanz als auch in der Konzern-
gewinn- und -verlustrechnung, verweisen u.a. auf eine detailliertere Darstellung dieser Posten im Konzernanhang. Die Ziffern
beziehen sich dabei auf die detaillierte Darstellung ab Kapitel Erläuterungen zur Konzernbilanz ab Seite 103. Die Buchstaben
beziehen sich auf textliche Erläuterungen im Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ab Seite 54.
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
35
KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG
Konzerngewinn- und -verlustrechnung Konzernanhang 2020
2019
in TEUR
Abgegrenzte Prämien – Eigenbehalt L 9.336.5859.336.585
9.317.9299.317.929
Verrechnete Prämien – Eigenbehalt 9.415.8449.415.844
9.420.7129.420.712
Verrechnete Prämien – Gesamtrechnung 15 10.428.454
10.399.40710.399.407
Verrechnete Prämien – Anteil Rückversicherer -1.012.6101.012.610 -978.695
Veränderung der Prämienabgrenzung – Eigenbehalt -79.25979.259 -102.783102.783
Veränderung der Prämienabgrenzung – Gesamtrechnung -86.110 -136.790136.790
Veränderung der Prämienabgrenzung – Anteil Rückversicherer 6.851
34.007
Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen 16 624.791
986.766
Erträge aus der Kapitalveranlagung 1.263.7891.263.789
1.593.2011.593.201
Aufwendungen aus der Kapitalveranlagung und Zinsaufwendungen -638.998638.998 -606.435606.435
Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen 17 -28.510 24.074
Sonstige Erträge 18 145.661
193.203
Aufwendungen für Versicherungsfälle – Eigenbehalt 19, M -7.030.5697.030.569 -7.262.7447.262.744
Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung 20, N -2.328.4792.328.479 -2.293.2262.293.226
Sonstige Aufwendungen 18 -373.617 -444.433444.433
Ergebnis vor Steuern 345.862
521.569
Steuern 21 -103.194 -108.481
Periodenergebnis 242.668
413.088
davon den Anteilseignern zuordenbar 231.513
331.277
davon Andere nicht beherrschende Anteile 11.155
13.698
davon Nicht beherrschende Anteile aus Gemeinnützigen Gesellschaften 0
68.113
Ergebnis je Aktie
*
(
in EUR)
8 1,81
2,59
Periodenergebnis (Übertrag) 242.668
413.088
*Das unverwässerte entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie (in EUR).
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
36
Jahresfinanzbericht 2020
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG
Konzerngesamtergebnisrechnung 2020
2019
in
TEUR
Periodenergebnis (Übertrag) 242.668242.668
413.088
Sonstiges Ergebnis
In Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedernde Beträge 9.409
-58.32258.322
+/- Versicherungstechnische Gewinne und Verluste aus Personalrückstellungen 15.951
-106.988
+/- Latente Gewinnbeteiligung -3.555 29.861
+/- Latente Steuern -2.987 18.805
In Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedernde Beträge 20.960
409.035
+/- Im Eigenkapital erfasste Währungsänderungen -109.582 9.605
+/- Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 297.778
985.477
+/- Cash flow hedge Rücklage -32 -452
+/- Anteilige Übrige Rücklagen von at equity bewerteten Unternehmen 1.167
-1.394
+/- Latente Deckungsrückstellung -17.300 -112.952112.952
+/- Latente Gewinnbeteiligung -116.017 -361.614361.614
+/- Latente Steuern -35.054 -109.635109.635
Summe Sonstiges Ergebnis 30.369
350.713
Gesamtergebnis 273.037
763.801
davon den Anteilseignern zuordenbar 262.003262.003
676.722
davon Andere nicht beherrschende Anteile 11.03411.034
19.836
davon Nicht beherrschende Anteile aus Gemeinnützigen Gesellschaften 0
67.243
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
37
KONZERNEIGENKAPITAL
Entwicklung Grund-
kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Übrige Rücklagen Zwischen-
summe
*
Nicht beherr. Anteile Summe
Währungs-
rücklage
Sonstige
Andere
Gemein-
nützige
Gesell.
in TEUR
Stand am 1. Jänner 2019 132.887
2.109.0032.109.003
2.245.5692.245.569
-142.711142.711 202.725
4.547.4734.547.473
107.712
1.180.5111.180.511
5.835.6965.835.696
Änderungen Konsolidierungs-
kreis / Beteiligungsquoten
-22.081 0
0
-22.081 -2.138 -1.242.0121.242.012 -1.266.2311.266.231
Gesamtergebnis 331.277
9.623
335.822
676.722
19.836
67.243
763.801
Sonstiges Ergebnis exklusive
Währungsumrechnung 335.822
335.822
6.156
-870 341.108341.108
Währungsumrechnung 9.623
9.623
-18 0
9.605
Periodenergebnis 331.277
331.277
13.698
68.113
413.088
Dividendenzahlung -128.000 -128.000 -8.831 -5.742 -142.573
Stand am 31. Dezember 2019 132.887
2.109.0032.109.003
2.426.7652.426.765
-133.088133.088 538.547
5.074.1145.074.114
116.579
0
5.190.6935.190.693
Stand am 1. Jänner 2020 132.887
2.109.0032.109.003
2.426.7652.426.765
-133.088133.088 538.547
5.074.1145.074.114
116.579
0
5.190.6935.190.693
Änderungen Konsolidierungs-
kreis / Beteiligungsquoten -26.179 0
0
-26.179 3.604
0
-22.575
Gesamtergebnis 231.513
-108.080108.080 138.570
262.003
11.034
0
273.037
Sonstiges Ergebnis exklusive
Währungsumrechnung 138.570
138.570
1.381
0
139.951
Währungsumrechnung -108.080 -108.080 -1.502 0
-109.582
Periodenergebnis 231.513
231.513
11.155
0
242.668
Dividendenzahlung -147.200 -147.200 -8.189 0
-155.389
Stand am 31. Dezember 2020 132.887
2.109.0032.109.003
2.484.8992.484.899
-241.168241.168 677.117
5.162.7385.162.738
123.028
0
5.285.7665.285.766
*Die oben angeführte Zwischensumme entspricht den Anteilseignern und anderen Kapitalgebern der Muttergesellschaft zugeordnetem Eigenkapital.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
38
Jahresfinanzbericht 2020
Zusammensetzung Übrige Rücklagen 31.12.2020
Nicht realisierte
Gewinne und
Verluste
Cash flow hedge
Rücklage
Vers.techn.
Gewinne und
Verluste aus
Personalrück-
stellungen
Anteilige Übrige
Rücklagen von at
equity bewerteten
Unternehmen
Währungs-
rücklage
Summe
in TEUR
Brutto 3.112.919
5
-420.744 -52 -243.849 2.448.279
+/- Währungsänderungen der Zur Ver-
äußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 11.443
11.443
+/- Latente Deckungsrückstellung -750.782 -750.782
+/- Latente Gewinnbeteiligung -1.207.189 0
130.356
0
0
-1.076.833
+/- Latente Steuern -259.774 0
71.529
0
0
-188.245
+/- Andere nicht beherrschende Anteile -14.159 0
3.540
25
2.681
-7.913
Netto 892.458
5
-215.319 -27 -241.168 435.949
Zusammensetzung Übrige Rücklagen 31.12.2019
Nicht realisierte
Gewinne und
Verluste
Cash flow hedge
Rücklage
Vers.techn.
Gewinne und
Verluste aus
Personalrück-
stellungen
Anteilige Übrige
Rücklagen von at
equity bewerteten
Unternehmen
Währungs-
rücklage
Summe
in TEUR
Brutto 2.818.621
37
-436.695 -1.219 -134.267 2.246.477
+/- Währungsänderungen der Zur Ver-
äußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 7.963
7.963
+/- Latente Deckungsrückstellung -733.482 -733.482
+/- Latente Gewinnbeteiligung -1.091.172 0
133.911
0
0
-957.261
+/- Latente Steuern -224.720 0
74.516
0
0
-150.204
+/- Andere nicht beherrschende Anteile -12.889 0
3.630
46
1.179
-8.034
Netto 764.321
37
-224.638 -1.173 -133.088 405.459
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
39
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
Veränderung der Finanzmittel 2020
2019
in TEUR
Periodenergebnis 242.668
413.088
Veränderung Versicherungstechnische Rückstellungen netto -496.340 697.415697.415
Veränderung Versicherungstechnische Forderungen und Verbindlichkeiten (inkl. Depotforderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft)
-38.154 50.372
Veränderung Sonstige Forderungen und Sonstige Verbindlichkeiten (exkl. Leasingverhältnisse) 76.321
96.646
Veränderung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (inkl. Handelsbestand) -14.756 -14.292
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Kapitalanlagen -132.379 -211.826211.826
Zu-/Abschreibungen von Kapitalanlagen 129.354
125.734
Veränderung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Rückstellungen für sonstige Leistungen an
Arbeitnehmer
-2.311 111.061
Veränderung Steuerabgrenzungen -95.263 -4.081
Veränderung Immaterielle Vermögenswerte 286.510
189.028
Veränderung Nutzungsrechte sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 65
44.995
Veränderung sonstiger Bilanzposten -55.569 51.974
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen
1)
410.474
-251.350
Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 310.620
1.298.7641.298.764
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen -8.895 -68.631
Auszahlungen aus dem Erwerb von at equity bewerteten Unternehmen 0
-153
Einzahlungen aus dem Verkauf von Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.699.7332.699.733
2.946.2312.946.231
Auszahlungen aus dem Erwerb von Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -3.360.9903.360.990 -3.420.0123.420.012
Einzahlungen aus dem Abgang von Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte 425.385
260.575
Auszahlungen aus dem Erwerb von Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte -156.934156.934 -64.117
Einzahlungen aus dem Verkauf von Immobilien 7.783
70.834
Auszahlungen aus dem Erwerb von Immobilien -152.911 -387.667387.667
Einzahlungen aus dem Verkauf von Immaterielle Vermögenswerte 4.606
6.088
Auszahlungen aus dem Erwerb von Immaterielle Vermögenswerte -117.462 -170.239170.239
Veränderung Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 695.280
120.203
Veränderung Ausleihungen -102.570 -19.252
Veränderung Übrige Kapitalanlagen (exkl. Depotforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft) 165.623
-159.864
Cash flow aus der Investitionstätigkeit 98.648
-886.004886.004
Auszahlungen aus Nachrangige Verbindlichkeiten -64.518 -64.917
Dividendenzahlungen -155.389 -142.573142.573
Einzahlungen aus sonstiger Finanzierungstätigkeit 153.239
131.142
Auszahlungen aus sonstiger Finanzierungstätigkeit -23.682 -130.335130.335
Auszahlungen aus Leasingverbindlichkeiten -33.28233.282 -33.615
Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit -123.632123.632 -240.298240.298
Veränderung der Finanzmittel 285.636
172.462
Stand der Finanzmittel am Anfang der Berichtsperiode
2)
1.443.3581.443.358
1.347.2791.347.279
Veränderung der Finanzmittel 285.636
172.462
Veränderungen Konsolidierungskreis 30.603
-77.478
Währungsänderungen innerhalb der Finanzmittel -14.450 1.095
Stand der Finanzmittel am Ende der Berichtsperiode
2)
1.745.1471.745.147
1.443.3581.443.358
1)
Di
e zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen resultieren überwiegend aus Währungsänderungen.
2)
Der Stand der Finanzmittel am Anfang und Ende der Berichtsperiode entspricht dem Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Aktiva und beinhaltet Geldbestände und täglich fällige
Finanzmittel.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
40
Jahresfinanzbericht 2020
Zusatzinformationen Konzernkapitalflussrechnung 2020
2019
in TEUR
Erhaltene Zinsen
1)
707.750
766.045
Erhaltene Dividenden
1)
46.777
56.300
Bezahlte Zinsen
2)
70.424
85.923
Bezahlte Ertragssteuer
1)
210.520
73.458
Erwarteter Cash flow der umklassifizierten Wertpapiere 6.086
7.562
Effektiver Zinssatz der umklassifizierten Wertpapiere 3,80 %
4,60 %
1)
Die Ertragssteuerzahlungen sowie erhaltene Dividenden und erhaltene Zinsen werden dem Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugerechnet.
2)
Die bezahlten Zinsen sind überwiegend den Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen.
Entwicklung der Verbindlichkeiten aus 31.12.2020
Finanzierungstätigkeiten Nachrangige Verbind-
lichkeiten (inklusive
Zinsen)
1)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kredit-
instituten
Leasingverbindlich-
keiten
Finanzierungsverbind-
lichkeiten
2)
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 1.496.971
215.418
199.332
74.539
Zahlungswirksame Veränderungen -64.518 103.795
-33.282 25.762
Einzahlung 0
124.739
0
28.500
Auszahlung 0
-16.803 -33.282 -889
Bezahlte Zinsen -64.518 -4.141 0
-1.849
Zahlungsunwirksame Veränderungen 63.908
6.054
23.712
1.903
Zugänge 64.614
6.055
26.415
2.303
Abgänge 0
0
-247 0
Bewertungsänderungen 0
0
-16 -387
Währungsänderungen -706 -1 -2.440 -13
Buchwert zum 31.12. 1.496.361
325.267
189.762
102.204
1)
Die Zinsenverbindlichkeiten aus nachrangigen Verbindlichkeiten sind in den Sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.
2)
Enthalten Verbindlichkeiten für derivative Geschäfte aus Finanzierungsverbindlichkeiten sowie andere Finanzierungsverbindlichkeiten
Entwicklung der Verbindlichkeiten 31.12.2019
aus Finanzierungstätigkeiten
Nachrangige Verbind-
lichkeiten (inklusive
Zinsen)
1)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kredit-
instituten
Verbindlichkeiten aus
rückzahlbaren
Annuitätenzuschüssen
Leasingverbindlich-
keiten
Finanzierungsverbind-
lichkeiten
2)
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 1.490.839
1.230.601
105.143
1.520.242
Zahlungswirksame Veränderungen -64.917 -10.602 2.695
-33.615 8.714
Einzahlung 0
81.663
4.344
0
45.135
Auszahlung -350 -81.766 -1.621 -33.615 -26.925
Bezahlte Zinsen -64.567 -10.499 -28 0
-9.496
Zahlungsunwirksame
Veränderungen 71.049
-1.004.581 -107.838 232.947
-1.454.417
Zugänge 64.490
10.628
218
317.485
13.526
Abgänge 0
0
-180 -32 -16.432
Veränderungen Konsolidierungs-
kreis 6.000
-1.015.209 -107.876 -84.487 -1.420.785
Umbuchungen 301
0
0
0
-31.077
Bewertungsänderungen 0
0
0
0
342
Währungsänderungen 258
0
0
-19 9
Buchwert zum 31.12. 1.496.971
215.418
0
199.332
74.539
1)
Die Zinsenverbindlichkeiten aus nachrangigen Verbindlichkeiten sind in den Sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.
2)
Enthalten Verbindlichkeiten aus Leasing, Verbindlichkeiten für derivative Geschäfte aus Finanzierungsverbindlichkeiten sowie andere Finanzierungsverbindlichkeiten
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
41
ALLGEMEINES UND GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG
A
L
LGEMEINES
Die VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe ist eine der führenden Versicherungsgruppen in Zentral-
und Osteuropa mit Sitz am Schottenring 30, 1010 Wien. Der Wiener Städtische Versicherungsverein bezieht als oberste
Muttergesellschaft die VIG Holding inkl. ihrer Tochtergesellschaften in seinen Konzernabschluss mit ein. Die Versicherungs-
gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe bieten mehr als 22 Millionen Kunden Versicherungsdienstleistungen sowohl
in der Lebens-, der Kranken- als auch in der Schaden- und Unfallversicherung in 30 Ländern an.
GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewendet
wurden, sind im Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ab Seite 54 dargelegt. Die beschriebenen Methoden
wurden konsequent auf die in diesem Abschluss veröffentlichten Berichtsperioden angewandt. Der Konzernabschluss
wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind,
und den nach § 245a (1) Unternehmensgesetzbuch (UGB) bzw. nach dem 7. Hauptstück des Versicherungsaufsichts-
gesetzes (VAG) zu beachtenden rechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS stehenden
Konzernabschlüssen erfordert Schätzungen und dass der Vorstand in Zusammenhang mit Bilanzierungs- und Bewertungs-
methoden Annahmen trifft. Bereiche mit höheren Ermessensspielräumen sowie höherer Komplexität oder Bereiche, bei
denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, werden unter der
Erläuterung auf Seite 48 angeführt.
Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit gerundet und – soweit nicht anders angegeben – in Tausend Euro (TEUR)
ausgewiesen. Für Berechnungen werden dennoch die genauen Beträge einschließlich nicht dargestellter Ziffern verwendet,
sodass dadurch Rundungsdifferenzen auftreten können.
Bilanzierung Gemeinnützige Gesellschaften
Die nicht den Anteilseignern zurechenbaren Gewinnanteile der Gemeinnützigen Gesellschaften sind mit Wirkung
1. August 2019 nicht mehr im Finanzergebnis und damit auch nicht im Ergebnis vor Steuern enthalten. Aus der Endkonso-
lidierung der Gemeinnützigen Gesellschaften ergaben sich keinerlei erfolgswirksame Effekte. Aufgrund der Umstellung auf
die gem. IAS 28 anzuwendende at equity-Methode wurden daher bereits zum 31. Dezember 2019 keine Kapitalanlagen
(davon Liegenschaften mit einem Buchwertabgang zum 31. Juli 2019 von TEUR 3.861.525), Finanzierungsverbindlichkeiten
sowie der im Eigenkapital angeführte Sonderposten „Nicht beherrschende Anteile aus Gemeinnützigen Gesellschaften“ der
Gemeinnützigen Gesellschaften in der Bilanz ausgewiesen.
Änderungen von Rechnungslegungsmethoden
Mit Ausnahme der nachstehenden Änderungen wurden die dargelegten Rechnungslegungsmethoden auf alle in diesem Kon-
zernabschluss dargestellten Perioden stetig angewandt. Sofern nicht anders angegeben, haben die erstmals anzuwendenden
Standards, sofern relevant, keine oder keine wesentliche Auswirkung auf den vorliegenden Abschluss.
Im Konzernbericht, sofern relevant, erstmals anzuwendende Standards
Änderungen zu IFRS 16 Mietreduktionen in Verbindung mit COVID-19
Änderungen zu IAS 1 und IAS 8 Vereinheitlichung sowie Klarstellung der Definition von Wesentlichkeit
Änderungen zu IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 IBOR Reform Phase 1
Änderungen zu diversen Standards Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards
Änderungen zu IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs
Konzernanhang
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
42
Jahresfinanzbericht 2020
Folgende Standards sind durch die Europäische Union
bereits anerkannt worden bzw. befinden sich derzeit im Aner-
kennungsprozess. Eine verpflichtende Anwendung ist jedoch erst für die Zukunft vorgesehen.
Neue Standards und Änderungen zu bestehenden Reporting Standards Anzuwenden ab
1)
Jene, die bereits von der EU übernommen wurden
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2018
2)
Änderungen zu IFRS 9 Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 1.1.2019
2)
Änderungen zu IFRS 4 Verschiebung der Erstanwendung von IFRS 9 sofort
Änderungen zu IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und
IFRS 16
IBOR Reform Phase 2 1.1.2021
Jene, die von der EU nicht bzw. noch nicht übernommen wurden
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten
EU hat entschieden, diesen Standard
nicht in das EU-Recht zu übernehmen
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2023
Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28
Veräußerung/Einbringung von Vermögenswerten eines Investors an/in
sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
Erstanwendung auf unbestimmte Zeit
verschoben
Änderungen zu IFRS 3 Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept 1.1.2022
Änderungen zu IAS 1 Zuordnung lang- und kurzfristiger Verbindlichkeiten 1.1.2022
3)
IAS 37 Belastende Verträge: Kosten für die Erfüllung eines Vertrags 1.1.2022
alle IFRS Jährliche Verbesserungen (Zyklus 2018–2020) 1.1.2022
IAS 16 Erträge vor der zweckgemäßen Verwendung 1.1.2022
Änderungen zu IAS 1 und IFRS Practice Statement 2
Definition der Wesentlichkeit iZm Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätzen
1.1.2023
Änderungen zu IAS 8
Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und deren
Abgrenzung von Änderungen der Rechnungslegungsmethoden
1.1.2023
1)
Die VIG-Versicherungsgruppe plant, die in der Tabelle angeführten Bestimmungen nicht vorzeitig anzuwenden.
2)
Die Erstanwendung kann für Versicherungen auf 1. Jänner 2023 verschoben werden.
3)
Das IASB hat einen Exposure Draft veröffentlicht, der eine Verschiebung auf 1. Jänner 2023 vorschlägt.
Sofern nachfolgend nicht anders angegeben, werden aus den in den beiden Tabellen angeführten Standards keine wesent-
lichen Auswirkungen erwartet oder die Änderungen sind nicht von Relevanz.
IFRS 9 – FINANZINSTRUMENTE
Im Juli 2014 veröffentlichte das International Accounting Standards Board (IASB) die endgültige Version des IFRS 9 – Finanz-
instrumente (IFRS 9). Der Standard ersetzt den bis dahin gültigen IAS 39 – Finanzinstrumente: Bilanzierung (IAS 39). Der neue
Standard IFRS 9 trat per 1. Januar 2018 in Kraft, jedoch dürfen Unternehmen, die vorwiegend im Versicherungsgeschäft tätig
sind, die optionale Befreiung von IFRS 9 bis zum Inkrafttreten des IFRS 17– Versicherungsverträge (IFRS 17) in Anspruch
nehmen.
Am 25. Juni 2020 veröffentlichte das IASB die Verlautbarung „Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von IFRS 9
(Änderungen an International Financial Reporting Standard (IFRS) 4 Versicherungsverträge)“. Infolge dessen hat die
Europäische Union die Änderung des IFRS 4 – Versicherungsverträge (IFRS 4) zum Aufschub des IFRS 9 für Versicherungs-
gruppen im Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 2020/2097 in EU-Recht übernommen. Diese Anpassungen dienen im
Wesentlichen zur Verhinderung möglicher „Accounting Mismatches“ zwischen dem IFRS 17 und dem IFRS 9 sowie der
gleichzeitigen Erstanwendung beider Standards per 2023.
Ein Unternehmen ist dann vorwiegend im Versicherungsgeschäft tätig, wenn der Anteil des Buchwerts aller Versicherungs-
verbindlichkeiten über 90 % oder sich der Anteil zwischen 80 % und 90 % beläuft, die Versicherungsgruppe jedoch keinen
anderen bedeutenden Tätigkeiten außer dem Versicherungsgeschäft nachgeht. Die VIG-Versicherungsgruppe hat gemäß den
Anforderungen die Berechnung auf Basis 31. Dezember 2015 durchgeführt und erfüllt die Kriterien des Aufschubs nach IFRS 4
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
43
mit mehr als 90 %. Damit wird in der VIG-Versicherungsgruppe der IFRS 9 gleichzeitig mit dem IFRS 17 angewendet. Für
assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, welche seit 1. Jänner 2018 IFRS 9 anwenden, nimmt die VIG-
Versicherungsgruppe gem. IFRS 4 das Wahlrecht in Anspruch, diese ohne Anpassungen in den Konzernabschluss einzu-
beziehen. Eine regelmäßige Beurteilung der vorherrschenden Geschäftstätigkeit ist gemäß IFRS 4 nicht vorgesehen, es sei
denn, eine Veränderung in der Geschäftstätigkeit des Unternehmens tritt auf. Die Änderung an IFRS 4 erfordert bei Anwendung
des Aufschubs zusätzliche Anhangangaben, die im Zeitraum bis zur Anwendung des IFRS 9 veröffentlicht werden müssen.
Der IFRS 9 enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und die Ausbuchung von Finanzinstrumenten sowie für die
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften und ersetzt in diesen Bereichen den bisher relevanten Standard IAS 39. Die Neu-
fassung betrifft insbesondere die Klassifizierung und Erfassung von Finanzinstrumenten. Finanzielle Vermögenswerte
werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum beizu-
legenden Zeitwert.
Die Klassifizierung und Bewertung ist vom Geschäftsmodell und den vertraglichen Zahlungsströmen (SPPI-Kriterium) ab-
hängig. Die neuen Regelungen betreffen auch die Bilanzierung von Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte – es sind
nicht mehr nur eingetretene Verluste (incurred loss model), sondern bereits erwartete Verluste (expected credit loss model)
zu erfassen. Vereinfachungen bestehen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Leasingforderungen. Neu
geregelt wurde auch die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, deren Zielsetzung es zukünftig ist, das Hedge
Accounting stärker an der ökonomischen Risikosteuerung eines Unternehmens zu orientieren.
Mit Anwendung des IFRS 9 entfällt u.a. die bisherige Klassifizierung Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente. In
dieser Kategorie wurden Änderungen vom beizulegenden Zeitwert direkt im Eigenkapital in der Position Sonstiges Ergebnis
ausgewiesen. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste sind primär im Sonstigen Ergebnis und im Falle der Veräußerung
mit Umbuchung in das Periodenergebnis erfasst worden. Im IFRS 9 wird in der Bewertungsklasse zum beizulegenden
Zeitwert zwischen Eigenkapital- und Fremdkapitalinstrumenten unterschieden. Sofern Eigenkapitalinstrumente zu Handels-
zwecken gehalten werden, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über das Periodenergebnis. Für jene Eigen-
kapitalinstrumente, welche nicht zu Handelszwecken gehalten werden, kann bei der erstmaligen Anwendung das unwider-
rufliche Wahlrecht zur Bewertung über das Sonstige Ergebnis gezogen werden. Im Gegensatz zu Fremdkapitalinstrumenten
dürfen Bewertungen der Eigenkapitalinstrumente über das Sonstige Ergebnis zu keiner Zeit in den Periodenüberschuss
fließen und werden daher in einem gesonderten Posten im Eigenkapital dargestellt. Bei Fremdkapitalinstrumenten (z. B.
Schuldverschreibungen, Ausleihungen) gilt sinngemäß die Regelung gem. IAS 39 für Zur Veräußerung verfügbare Finanz-
instrumente. Im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 9 kann davon ausgegangen werden, dass die neuen Klassifizier-
ungsregeln sowie das neue Wertminderungsmodell (ECL-Model (Buchung von Risikovorsorge)) zu Schwankungen im
Periodenergebnis führen werden. Ebenso kann es zu Bewertungsinkongruenzen mit IFRS 17 kommen.
Die VIG-Versicherungsgruppe verwendet für die Bewertung der Finanzinstrumente bereits jetzt schon ein zentrales Nebenbuch
(Tool). Dieses Tool ermöglicht die Optimierung sowie Verschlankung der Prozesse in Zusammenhang mit der Erfassung sowie
Bewertung der Finanzinstrumente. Aktuell werden über 95 % der IFRS 9-relevanten Kapitalanlagen in diesem Tool verwaltet.
Damit kann zukünftig eine konsistente Anwendung des IFRS 9 inkl. Berechnung des ECL ermöglicht werden. Die standard-
konforme Umsetzung des IFRS 9 wird im Rahmen von VIG Group Guidelines (Classification and Measurement, Impairment und
Hedge Accounting) geregelt.
Die VIG-Versicherungsgruppe erwartet Auswirkungen aus der Umstellung auf IFRS 9, einerseits durch das neue Wert-
minderungsmodell und andererseits durch mögliche Bewertungsinkongruenzen mit IFRS 17. Die Klassifizierung der
finanziellen Vermögenswerte nach den SPPI-Kriterien (Solely based Payments of Principal and Interest) wurde bereits
umgesetzt.
44
Jahresfinanzbericht 2020
Zeitwerte 31.12.2020 31.12.2019 Zeitwertänderung
Finanzielle Vermögenswerte SPPI
Andere
*
SPPI
Andere
*
SPPI
Andere
*
in
TEUR
Ausleihungen 2.370.223
510.006
2.177.866
544.263
-3.581
638
Gebundene Guthaben bei Kreditinstituten 766.408
0
973.247
0
0
0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 24.443.927
4.634.034
24.175.017
4.427.075
143.284
33.307
Anleihen 24.443.927
1.431.886
24.175.017
1.449.893
143.284
8.593
Aktien, andere Unternehmensbeteiligungen und sonstige
nicht festverzinsliche Wertpapiere 0
683.331
0
687.972
0
-1.136
Investmentfonds 0
2.485.878
0
2.254.413
0
21.285
Derivate 0
32.939
0
34.797
0
4.565
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung 87.206
7.880.833
91.964
8.528.363
0
74.753
Nichtversicherungstechnische Forderungen 682.934
800
712.649
954
0
0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.745.147
0
1.443.358
0
0
0
*Finanzinstrumente, welche die SPPI-Kriterien ("SPPI pass") erfüllen, jedoch zu Handelszwecken gehalten oder auf Basis des beizulegenden Zeitwerts gemanaget werden, sind unter "Andere" auszuweisen und
nicht unter SPPI.
Buchwerte 31.12.2020
Ratingkategorien SPPI-finanzielle Vermögenswerte AAA
AA
A
BBB
BB und
niedriger
Kein Rating
Summe
in TEUR
Ausleihungen und Gebundene Guthaben bei
Kreditinstituten 40.427
354.954
896.490
908.563
406.118
300.721
2.907.273
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.227.059
7.485.316
8.276.283
5.209.386
682.505
177.324
24.057.873
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung 0
7.510
19.125
29.207
23.048
8.316
87.206
Nichtversicherungstechnische Forderungen 321
3.528
16.543
760
13.949
647.858
682.959
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 70
13.513
1.138.667
290.614
110.025
192.258
1.745.147
Buchwerte 31.12.2019
Ratingkategorien SPPI-finanzielle Vermögenswerte AAA
AA
A
BBB
BB und
niedriger
Kein Rating
Summe
in TEUR
Ausleihungen und Gebundene Guthaben bei
Kreditinstituten
50.784
382.768
799.572
1.009.734
471.724
221.928
2.936.510
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.195.120
7.663.175
8.580.015
4.496.988
681.046
151.974
23.768.318
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung 0
5.857
22.475
31.381
31.308
942
91.964
Nichtversicherungstechnische Forderungen 400
3.581
14.171
1.054
17.892
676.174
713.272
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.798
6.644
686.069
389.726
150.758
208.363
1.443.358
SPPI-finanzielle Vermögenswerte mit wesentlichem Ausfallrisiko 31.12.2020 31.12.2019
Buchwert
Zeitwert
Buchwert
Zeitwert
in TEUR
Ausleihungen und Gebundene Guthaben bei Kreditinstituten 441.798
449.144
482.328
494.767
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 753.846
763.384
738.373
746.982
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 22.960
22.960
31.349
31.349
Nichtversicherungstechnische Forderungen 55.646
55.646
84.265
84.265
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 154.999
154.999
207.873
207.873
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
45
IFRS 17 – VERSICHERUNGSVERTRÄGE
Am 25. Juni 2020 veröffentlichte das International Accounting Standards Board (IASB) den finalen Bilanzierungsstandard
für Versicherungsverträge – IFRS 17. Im Zuge der Finalisierung des IFRS 17 wurde der Zeitpunkt der Erstanwendung um
zwei Jahre von 1. Jänner 2021 auf 1. Jänner 2023 verschoben. Darüber hinaus hat das Board beschlossen, den Erstan-
wendungszeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 9 für Versicherungsunternehmen an IFRS 17 anzugleichen. Die Ver-
schiebung der Erstanwendung von IFRS 17 hat zur Folge, dass die Vergleichsperiode ebenfalls um zwei Jahre von
1. Jänner 2020 auf 1. Jänner 2022 verschoben wurde.
Bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 ist der derzeit noch gültige IFRS 4 anzuwenden. IFRS 4 ermöglicht es,
die lokal geltenden Vorschriften für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen in die Konzernbilanz zu übernehmen. Durch
IFRS 17 werden erstmals vom IASB einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Versicherungsverträge vor-
geschrieben. Während des Geschäftsjahres 2022 plant die VIG-Versicherungsgruppe, neben der Anwendung von IFRS 4
die Bilanzierung der Vergleichsperiode gemäß IFRS 17 vorzunehmen, welche im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Erst-
anwendung von IFRS 17 veröffentlicht wird.
Für die Bewertung der Versicherungsverträge stellt IFRS 17 drei Bewertungsmodelle zur Verfügung:
• Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem allgemeinen Bewertungsmodell (General Measurement Model (GMM))
gemäß einer prospektiven Methode. Das Modell basiert auf dem Konzept der Vertragserfüllung und verwendet aktuelle
Annahmen. Bei der Bewertung nach dem GMM werden die zukünftigen Zahlungseingänge und -ausgänge abgezinst
und um eine risikobedingte Anpassung (Risk adjustment) ergänzt. Bei der erstmaligen Bewertung der Versicherungs-
verträge entsteht entweder eine Gewinnmarge (Contractual Service Margin (CSM)), die über die Laufzeit verteilt wird,
oder eine Verlustkomponente, welche sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird. Für das GMM gibt es
mehrere Ausnahmen bzw. Sonderbestimmungen, die neben Gruppen von Investmentverträgen mit ermessensab-
hängiger Überschussbeteiligung und Rückversicherungsabgaben auch die zwei weiteren folgenden Bewertungs-
modelle umfassen.
• Für kurzfristige Verträge und wenig volatile Versicherungsverträge besteht das Wahlrecht zur Anwendung eines einfach-
eren Bewertungsmodells – den Premium Allocation Approach (PAA). Der vereinfachte Ansatz des PAAs ist ähnlich dem
Prämienübertragsmodell der bisherigen Bilanzierung in der Schaden- und Unfallversicherung, jedoch mit dem Unter-
schied, dass auch die Schadenrückstellung auf Basis eines Erwartungsbarwerts zuzüglich risikobedingter Anpassung
zu bilanzieren ist.
• Für gewinnberechtigte Verträge und Verträge der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung gibt es als ver-
pflichtend anzuwendendes Bewertungsmodell den Variable Fee Approach (VFA). Die Bewertung erfolgt grundsätzlich
nach dem GMM, allerdings ist im VFA die CSM zusätzlich aufgrund der Gewinnbeteiligung variabel.
Die Ermittlung der Bewertungseinheiten erfolgt in folgenden Schritten:
• Portfolio: Versicherungsverträge werden zu Portfolios zusammengefasst
• Gruppe: Portfolios werden in Gruppen aufgeteilt
• Gruppen werden nach Zeichnungsjahren unterteilt (annual cohorts). Die Anwendbarkeit von Zeichnungsjahren ist v.a. im
Rahmen von gewinnberechtigten Lebensversicherungsverträgen für Versicherungen europäischer Mitgliedstaaten der-
zeit bei EFRAG noch Gegenstand von Diskussionen im Rahmen der Übernahme von IFRS 17 in den EU-Rechts-
bestand.
Für die Ersterfassung verlangt IFRS 17, dass Versicherungsverträge als Portfolio betrachtet werden, indem alle Versich-
erungsverträge, die einem ähnlichen Risiko ausgesetzt und gemeinsam verwaltet werden, zusammengefasst werden.
46
Jahresfinanzbericht 2020
Jedes Portfolio muss zumindest in folgende Gruppen unterteilt werden:
• verlustbringende Verträge,
• Verträge ohne wesentliche Wahrscheinlichkeit, verlustbringend zu werden und
• sonstige Verträge.
Zusammengefasst sind die wesentlichsten Änderungen bei der Bewertung und Bilanzierung von Versicherungsverträgen:
• die Verwendung aktueller Annahmen bei der Bewertung versicherungstechnischer Rückstellungen,
• die Einführung der CSM für noch nicht realisierte zukünftige Profite einer Gruppe von Versicherungsverträgen, die über
die Laufzeit verteilt wird,
• die Einführung einer risikobedingten Anpassung zur Berücksichtigung der Unsicherheiten in den Zahlungsströmen aus
Versicherungsverträgen,
• die Eliminierung von Sparprämienanteilen (Investmentkomponente) als Ertrag,
• die Einführung einer OCI-Option (other comprehensive income), um Diskrepanzen zwischen der Passiv- und Aktivseite
ausgleichen zu können, welche zum Beispiel bei gewinnberechtigten Lebensversicherungsverträgen entstehen können
und
• die Bewertung von Zahlungsströmen zum Zeitwert des Geldes (Diskontierung).
Im Zuge des gruppenweiten IFRS 17-Programms wird ein neues, zentrales Nebenbuch zur Bewertung von Versicherungs-
verträgen implementiert, das im Rahmen des Programms an die Anforderungen der VIG-Versicherungsgruppe angepasst
wird. Die Einführung eines zentralen Nebenbuches soll maßgeblich die Transparenz sicherstellen und zu einem Abbau von
Komplexität durch Verschlankung von IT-Prozessen beitragen. Des Weiteren hat im Jahr 2020 eine gruppenweite Umfrage
unter ausgewählten VIG-Versicherungsgesellschaften stattgefunden, auf deren Basis eine einheitliche Vorgehensweise in
Bezug auf die zukünftige Bildung von Portfolios gemäß IFRS 17 abgestimmt wurde. Auch die methodischen Arbeitspapiere
konnten durch die abschließende Veröffentlichung des IFRS 17-Standards fast vollständig in einen finalen Status übergehen.
Aufgrund der bestehenden inhaltlichen Unsicherheiten im Rahmen des Übernahmeprozesses in den EU-Rechtsbestand
sowie der laufenden technischen Implementierung kann derzeit die Auswirkung auf einzelne Bilanz- und GuV-Posten nicht
quantifiziert werden.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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47
FREMDWÄHRUNGSRECHNUNG
Transaktionen in fremder Währung
Die Einzelabschlüsse jeder Tochtergesellschaft werden in jener Währung erstellt, die im Umfeld der ordentlichen Geschäfts-
tätigkeit
des Unternehmens vorherrscht (funktionale Währung). Innerhalb der VIG-Versicherungsgruppe entspricht die funk-
tionale Währung im Wesentlichen der lokalen Währung. Nicht in funktionaler Währung abgeschlossene Geschäftsvorfälle
werden im Grunde mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion erfasst.
Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung
bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
in Euro erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag.
Daraus resultierende Fremdwährungskursgewinne und -ver-
luste werden in der Berichtsperiode erfolgswirksam erfasst.
Umrechnung von Einzelabschlüssen in fremder Währung
Im vorliegenden Konzernabschluss werden Vermögenswerte, Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen in Euro,
der Berichtswährung der VIG Holding, dargestellt.
Die Umrechnung aller in den Einzelabschlüssen ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden in Euro erfolgt mit dem
Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen
Devisenmittelkurs zum Monatsende im Berichtszeitraum umgerechnet. In der Kapitalflussrechnung wird für die Veränderung
der Bilanzposten der Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und für die Veränderung der Posten der Gewinn- und Verlust-
rechnung der durchschnittliche Devisenmittelkurs zum Periodenende verwendet.
Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, kaufmännisch gerundet. Umrech-
nungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode ergeben, werden direkt im Eigen-
kapital erfasst.
Währung Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2020
31.12.2019
2020
2019
1 EUR
≙
Albanischer Lek ALL 123,7000
121,7700
123,7683
122,9982
Bosnisch-Herzegowinische Konvertible Mark BAM 1,9558
1,9558
1,9558
1,9558
Bulgarischer Lew BGN 1,9558
1,9558
1,9558
1,9558
Georgischer Lari GEL 4,0233
3,2095
3,5587
3,1585
Kroatische Kuna HRK 7,5519
7,4395
7,5384
7,4180
Mazedonische Denar MKD 61,6940
61,4855
61,6742
61,5052
Moldauischer Leu MDL 21,1266
19,2605
19,7436
19,6742
Neue Türkische Lira TRY 9,1131
6,6843
8,0547
6,3578
Polnischer Zloty PLN 4,5597
4,2568
4,4431
4,2976
Rumänischer Leu RON 4,8683
4,7830
4,8383
4,7453
Schweizer Franken CHF 1,0802
1,0854
1,0705
1,1124
Serbischer Dinar RSD 117,5802
117,5931
117,5780
117,8592
Tschechische Krone CZK 26,2420
25,4080
26,4551
25,6704
Ukrainische Griwna UAH 34,7396
26,4220
30,8013
28,6605
Ungarischer Forint HUF 363,8900
330,5348
351,2494
325,2985
48
Jahresfinanzbericht 2020
SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung
von Annahmen über künftige Entwicklungen durch den Vorstand (Schätzungen), die den Ansatz und den Wert der Vermö-
genswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und
Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Die Buchwerte der Posten zum Abschluss-
stichtag sind in der Konzernbilanz auf Seite 34 bzw. in den entsprechenden Anhangangaben ausgewiesen. Sensitivitäts-
analysen von Vermögenswerten und Schulden aus dem Versicherungsbetrieb sind im Risikobericht ab Seite 96 dargelegt.
Schätzungsunsicherheiten Ermessensentscheidungen
Versicherungstechnische Rückstellungen Details Seite 63 Konsolidierungsmethodik Details Seite 50 und 68ff
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen Details Seite 48 und ab Seite 66 Wesentlichkeit Details Seite 50
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, soweit diese
nicht auf Börsenwerten oder sonstigen Marktpreisen beruhen (Level 3)
Details Seite 48 und ab Seite 141
Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts Details Seite 49
Wertberichtigungen zu Forderungen und sonstige (kumulierte)
Wertminderungsaufwendungen
Details Seite 49 und Seite 61
Abschreibungsmethode Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter
Nutzungsdauer
Details Seite 49
Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern Details Seite 49
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen.
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Der Barwert der jeweiligen Verpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen
Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (bzw. -erträge) für Verpflichtungen verwendeten An-
nahmen schließen den Abzinsungssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf den Buchwert der
Verpflichtung.
Die VIG-Versicherungsgruppe ermittelt den angemessenen Abzinsungssatz zumindest zum Ende eines jeden Jahres. Dies
ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung
der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt die VIG-Versicherungsgruppe den Zinssatz
von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf jene Währung lauten, in der die Leistungen auch bezahlt werden
und deren Laufzeiten denen der Verpflichtungen entsprechen.
Weitere wesentliche Annahmen bei Verpflichtungen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten. Weiterführende Informa-
tionen zu den Sensitivitätsdarstellungen sind in Anhangangabe 12. Nichtversicherungstechnische Rückstellungen ab
Seite 127 enthalten. Details zu den zugrunde gelegten Annahmen sind im Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
für einzelne Posten des Konzernabschlusses – Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf Seite 66 zu
finden.
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Der beizulegende Zeitwert von nicht auf einem aktiven Markt gehandelten Finanzinstrumenten wird durch die Anwendung
geeigneter Bewertungstechniken ermittelt. Die hierbei verwendeten Annahmen basieren, soweit verfügbar, auf am Bilanz-
stichtag vorhandenen Marktdaten. Für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zahlreicher finanzieller Vermögens-
werte, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wendet die VIG-Versicherungsgruppe Barwertmethoden unter
Berücksichtigung geeigneter Zinssatzmodelle an. In der Anhangangabe 22. Finanzinstrumente und Bewertungshierarchien
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
49
der Zeitwertbewertung auf Seite 141 sind weiterführende Informationen zum Bewertungsprozess zu finden. Wertminder-
ungen von Finanzinstrumenten werden auf Seite 60 erläutert.
Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts
Die VIG-Versicherungsgruppe untersucht zumindest einmal jährlich, im Einklang mit der im Kapitel Wertminderungen nicht
finanzieller Vermögenswerte ab Seite 54 erläuterten Methode, ob eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts
vorliegt. Schätzungen in diesem Bereich betreffen vor allem die den Berechnungen zu Grunde liegenden Planergebnisse
der jeweiligen CGUs und spezifische Parameter, insbesondere Wachstumsraten und Diskontierungssätze.
Sensitivitäten
Zusätzlicher Wertminderungsbedarf
Cash flows
Diskontierungssatz
Cash flows und
Diskontierungssatz
-10 %
+1 %p
-10 % und +1 %p
in Mio. EUR
Slowakei 6,9
8,5
58,7
Baltikum 34,5
Albanien inkl. Kosovo 1,3
Die Reduktion der Wachstumsraten um 1 %p würde zu keinem zusätzlichen Wertminderungsbedarf führen.
Im 1. Halbjahr 2020 lagen aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie mehrere Trigger für eine außerplanmäßige Überprüf-
ung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögensgegenstände vor. Die VIG-Versicherungsgruppe hat in einem ersten Schritt
alle CGU-Gruppen hinsichtlich der Überdeckung der Nutzwerte über die zu testenden Werte untersucht. Bei jenen CGU-
Gruppen, welche Firmenwerte beinhalten und eine zu geringe Überdeckung bzw. eine Unterdeckung aufwiesen, wurden
zusätzlich Planaktualisierungen auf lokaler Ebene durchgeführt. Bei allen anderen CGU-Gruppen erfolgte die Plananpassung
auf Gruppenebene. Daraus resultierten zum 30. Juni 2020 Impairments auf Firmenwerte in Höhe von TEUR 119.282.
Wertberichtigungen zu Forderungen
Die Höhe der Einbringlichkeit von Forderungen basiert auf Erfahrungswerten und unterliegt damit Schätzungsunsicherheiten.
Die Erfassung von potentiellen Wertminderungsaufwendungen wird auf Seite 61 erläutert.
Abschreibungsdauer Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer
Die Nutzung von in immateriellen Vermögenswerten gehaltener Software wird voraussichtlich früher als ursprünglich erwartet
beendet, dies ist in einem schnelleren Umstieg als geplant auf neue IT-Systeme begründet. Die Verkürzung der Nutzungsdauer
ergibt für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 jährlich einen um rd. EUR 43,6 Mio. höheren planmäßigen Abschreibungsaufwand
in der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019.
Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern
Ertragssteuern sind für jede Steuerjurisdiktion zu schätzen, in der die VIG-Versicherungsgruppe tätig ist. Dabei ist für jedes
Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragssteuer zu berechnen und die temporären Differenzen aus der
unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem steuerrechtlichen und dem IFRS-Abschluss zu
beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven
latenten Steuern im Abschluss, wobei der jeweilige Ländersteuersatz zur Anwendung kommt.
Der Betrag der erwarteten tatsächlichen und latenten Ertragssteuerschuld oder -forderung spiegelt den Betrag wider, der unter
Berücksichtigung steuerlicher Unsicherheiten und folglich unter der Anwendung von IFRIC 23 die beste Schätzung darstellt.
Der Vorstand muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen und, unter Berücksichtigung von
steuerlichen Unsicherheiten, Ermessensentscheidungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in
50
Jahresfinanzbericht 2020
dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit
ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen, wobei
gegebenenfalls gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der maximalen Verlustvortragsperioden zu berücksichtigen sind. Zur
Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit berücksichtigt die VIG-Versicherungsgruppe folgende Faktoren:
• Ertragslage der Vergangenheit,
• operative Planungen,
• Verlustvortragsperioden,
• Steuerplanungsstrategien und
• bestehende latente Steuerverpflichtungen.
In Bezug auf die bestehende Gruppenvereinbarung für österreichische und Teile der ausländischen Gesellschaften wird auf
Seite 62 verwiesen.
Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden
anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer
Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern – ent-
sprechend der ursprünglichen Bildung – erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. wertberichtigte aktive latente
Steuern erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu aktivieren. Weiterführende Informationen sind im Kapitel Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze für einzelne Posten des Konzernabschlusses – Steuern ab Seite 61 und in der Angabe 6. Steuer-
abgrenzungen auf Seite 117 zu finden.
Konsolidierungsmethodik
Ermessensentscheidungen des Vorstands betreffen, insbesondere für die voll- und at equity-konsolidierten Unternehmen,
die Festlegung des Konsolidierungskreises. Es wird darauf hingewiesen, dass auch andere Ermessensausübungen wesent-
liche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der VIG-Versicherungsgruppe haben können.
Unternehmen, welche zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung von wesentlicher Bedeutung waren, werden weiterhin im Kon-
solidierungskreis berücksichtigt. Darüber hinaus werden zwei Unternehmen, welche spezielle Serviceleistungen anbieten
bzw. großteils konzernexterne Umsätze erzielen, mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Unter-
nehmen, die aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit überwiegend konzerninterne Umsätze erwirtschaften, die verrechnet werden
und die keine wesentlichen Gewinne oder Verluste abwerfen, werden nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommen,
sofern sie nicht länderübergreifend agieren.
Anhand von errechneten Schwellenwerten, welche auf Basis vorangegangener Quartalsabschlüsse bzw. des letzten
Jahresabschlusses ermittelt werden, wird der aktuelle Konsolidierungskreis ermittelt.
Wesentlichkeit
Gemäß IAS 1.31 sind in einem Abschluss nur wesentliche Informationen anzugeben, selbst dann, wenn ein Standard
bestimmte Anforderungen oder Mindestanforderungen vorgibt. Ziel des IASBs bei diesem Paragraphen in Verbindung mit
einem dazu veröffentlichen Practice Statement war es, eine Grundlage für eine übersichtliche, nachvollziehbare und eine
auf den wesentlichsten Informationen basierende Finanzberichterstattung zu schaffen.
Die Beurteilung, ob es sich bei einer Information um wesentliche oder unwesentliche Angaben handelt, lässt einen Ermes-
sensspielraum offen. Der Vorstand der VIG Holding hat für die Einstufung der Wesentlichkeit von Anhangangaben im vor-
liegenden Konzernabschluss das Überschreiten eines Schwellenwerts eingeführt. Wird der Schwellenwert nicht über-
schritten, erfolgt eine Veröffentlichung im Geschäftsbericht nur dann, wenn im Zuge des Freigabeprozesses die Information
anhand von qualitativen Kriterien als wesentlich für den Bilanzleser eingestuft wurde.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
51
INFORMATIONEN IN ZUSAMMENHANG MIT DER COVID-19-PANDEMIE
UNTERNEHMENSFORTFÜHRUNG
Der Abschluss wurde auf der Grundlage der Annahme der Unternehmensfortführung gem. IAS 1.25 und IAS 1.26 aufgestellt.
Diese Einschätzung hat der Vorstand trotz der andauernden COVID-19-Pandemie vor allem aufgrund der soliden Kapitalaus-
stattung, dem positiven Ergebnis vor Steuern und der risikoaversen Kapitalveranlagung der VIG-Versicherungsgruppe getroffen.
Risiken in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie
Eine weitere Verlängerung oder Verschärfung der COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen potenziellen
Auswirkungen auf die Kapitalmärkte und das Versicherungsgeschäft können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der VIG-Versicherungsgruppe haben. Hierzu zählen insbesondere Risiken im Zusammenhang mit
möglichen Schwankungen am Zins- und Kapitalmarkt, welche auch in der frühen Phase der COVID-19-Pandemie zu
beobachten waren. Des Weiteren bestehen bei einer anhaltenden bzw. sich wieder verschärfenden COVID-19-Pandemie
in geringerem Umfang auch Risiken eines erhöhten Schadensaufkommens und eines verringerten Prämienvolumens.
VERSICHERUNGSGESCHÄFT
Prämienentwicklung
Das Versicherungsgeschäft unterliegt saisonalen und konjunkturellen Einflüssen. Ein Großteil der Prämien wird im
1. Halbjahr erwirtschaftet, wobei Neuabschlüsse in den Sachsparten in den östlichen Ländern der VIG-Versicherungs-
gruppe zumeist bereits am Jahresbeginn stattfinden. Ein Rückgang des Neugeschäfts wurde in den Kfz-Sparten und der
Reiseversicherung beobachtet. Diese Rückgänge stehen in Zusammenhang mit den Ausgangs- und Reisebeschränkungen
aufgrund der COVID-19-Pandemie. In der Krankenversicherung konnte in einigen Ländern im 1. Halbjahr ein erhöhter Versich-
erungsbedarf festgestellt werden, der einen Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie vermuten lässt. Es wird jedoch nicht
davon ausgegangen, dass dieses Niveau an Neuabschlüssen für die Zukunft aufrechterhalten werden kann. Im Konzern
wurden kaum Stundungen bzw. Prämienerlässe seitens der Versicherungsnehmer in Anspruch genommen.
Schaden- und Kostenentwicklung
Die bessere Entwicklung des Schadensatzes ist vor allem auf die Ausgangs- und Reisebeschränkungen und den daraus
resultierenden positiven Effekten in vielen Ländern zurückzuführen. Die im Geschäftsjahr 2020 sinkenden Schaden-
zahlungen, hauptsächlich in den Kfz-Sparten, wurden meist zusätzlich durch eine überproportional steigende Provision für
Schadenfreiheit aus der Rückversicherung unterstützt. Aufgrund der rückläufigen Schadenzahlungen sanken auch die darin
enthaltenen Schadenbearbeitungskosten.
Versicherungstechnische Rückstellungen
Im Bereich der Rückstellung für eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden (IBNR) wurden Zusatzreservierungen
aufgrund vermehrt erwarteter verspäteter Schadensmeldungen und der unsicheren weiteren Entwicklung eingestellt. Die
zusätzlichen Vorsorgen belaufen sich in den Konzerntöchtern auf rd. EUR 72,5 Mio. und sind vorranging für die Kfz-Sparten,
Kranken- und Reiseversicherungen berücksichtigt worden. Die Angemessenheit der versicherungstechnischen Rück-
stellungen wird im Rahmen des Liability Adequacy Tests jährlich im Zuge der Konzernabschlusserstellung im Detail geprüft.
Der Vergleich des nach Solvency II-Grundsätzen ermittelte Best Estimate (nach Rückversicherung) mit den IFRS-Rück-
stellungen (nach Rückversicherung) zeigt einen signifikanten Überhang. Damit sind die IFRS-Rückstellungen nach wie vor
als angemessen einzustufen. Details können ab Seite 88 im Risikobericht nachgelesen werden.
52
Jahresfinanzbericht 2020
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Der Konzern untersucht zumindest einmal jährlich, im Einklang mit der im Konzerngeschäftsbericht im Kapitel Wertminderungen
nicht finanzieller Vermögenswerte auf Seite 54 erläuterten Methode, ob eine Wertminderung des Postens Immaterielle Ver-
mögenswerte vorliegt. Schätzungen in diesem Bereich betreffen vor allem die den Berechnungen zu Grunde liegenden Plan-
ergebnisse der jeweiligen CGUs und spezifische Parameter, insbesondere Wachstumsraten und Diskontierungssätze. Im 1. Halb-
jahr 2020 wurden aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie mehrere Trigger für eine anlassbezogene Überprüfung der Wert-
haltigkeit der Immateriellen Vermögenswerte getroffen. Der Konzern hat in einem ersten Schritt alle CGU-Gruppen hinsichtlich der
Überdeckung der Nutzwerte über die zu testenden Werte untersucht. Bei jenen CGU-Gruppen, welche Firmenwerte beinhalten
und eine geringe Überdeckung bzw. eine Unterdeckung aufwiesen, wurden zusätzlich Planaktualisierungen auf lokaler Ebene
durchgeführt. Hierbei wurden wegen der durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufenen Unsicherheiten (mehrere) Szenarien
der Mehrjahrespläne berechnet, welche auf Gruppenebene mit Eintrittswahrscheinlichkeiten hinterlegt wurden. Diese adaptierten
Mehrjahrespläne wurden verwendet, um einen Erwartungswert für die CGU-Gruppen zu errechnen. Bei allen anderen CGU-
Gruppen erfolgte eine Plananpassung auf Gruppenebene. Die im 1. Halbjahr 2020 erfassten Werte sind auf Seite 55 ersichtlich.
LEASINGVERHÄLTNISSE
Für die Bewertung der Leasingverbindlichkeit werden zu Beginn die zukünftigen Leasingzahlungen mit einem dem Leasing-
verhältnis zugrunde liegenden Zinssatz diskontiert. Sofern dieser Zinssatz nicht bestimmt werden kann, wird der Grenzfremd-
kapitalzinssatz angewendet. Der Grenzfremdkapitalzinssatz setzt sich aus dem länderspezifischen Referenzzinssatz sowie
einem individuellen Credit Spread zusammen. Der länderspezifische Referenzzinssatz berücksichtigt die Währung, der Credit
Spread Bonität und Länderrisiken. Beide Parameter werden laufzeitäquivalent bestimmt. Da die VIG-Versicherungsgruppe v.a.
Leasingverhältnisse im Immobilienbereich mit langen Laufzeiten abgeschlossen hat, wurden die Referenzzinssätze für einen
Zeitraum von bis zu 30 Jahren abgeleitet. Aufgrund der Auswirkung der COVID-19-Pandemie auf die Finanzmärkte und die
Einstufung dieser COVID-19-Pandemie als Triggering-Event wurde der für die Bewertung von neu abgeschlossenen oder
modifizierten Leasingverbindlichkeiten angewandte Grenzfremdkapitalzinssatz für das Jahr 2020 aktualisiert.
Zusätzlich wurde bei operativen Leasingverträgen ein Betrag von rd. EUR 6,5 Mio. seitens der VIG-Versicherungsgruppe
erlassen. Stundungen wurden im Konzern in einem nur unwesentlichen Ausmaß in Anspruch genommen, gewährt wurden
rd. EUR 1,9 Mio., wobei EUR 0,2 Mio. im laufenden Geschäftsjahr noch als Zahlungseingang verbucht werden konnten.
KAPITALANLAGEN
Marktrisiko und Kapitalmarkt-Szenarioanalyse
Die Marktrisiken inkl. deren Erörterungen sind im Risikobericht ab Seite 88 zu finden und die Veränderung des beizu-
legenden Zeitwerts sowie die daraus folgende Auswirkung auf den Stand der Aktiva ist inkl. Erörterungen ab Seite 89
ersichtlich.
Finanzergebnis
Unter der Anhangangabe 16. Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen ab
Seite 132 sind für das Geschäftsjahr 2020 Wertminderungen von Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
in Höhe von rd. EUR 68,5 Mio. erfolgswirksam gebucht. Aufgrund der Verwerfungen am Kapitalmarkt ist es nicht möglich,
die Wertminderungen, die direkt auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zurückzuführen sind, zu quantifizieren.
Trotz der Empfehlungen der Aufsichtsbehörden in manchen Ländern, aufgrund der COVID-19-Pandemie Dividenden von Finanz-
dienstleistern entweder zu verschieben oder auszusetzen, wurden keine wesentlichen Effekte auf den Konzern festgestellt.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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53
Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen
Die VIG-Versicherungsgruppe hält Anteile am Unternehmen Österreichisches Verkehrsbüro AG, welches gemäß at equity-
Methode bilanziert wird. Aufgrund der derzeitigen Auftragslage in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wurden die
Anteile um rd. EUR 29 Mio. wertgemindert.
SONSTIGE INFORMATIONEN
Ausleihungen
Anhand der gelieferten Daten zu den überfälligen Ausleihungen ist keine Auswirkung beobachtbar.
Forderungen
Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden im Konzern rd. EUR 6,3 Mio. Wertberichtigungen der versicherungstechnischen
Forderungen vorgenommen, die zum Jahresende als nicht mehr werthaltig bzw. einbringlich eingestuft wurden. Jene
Beträge, die nach Vereinbarung zwischen der Versicherungsgesellschaft und dem Versicherungsnehmer gestundet wurden,
sind nicht als überfällig eingestuft.
Dividenden Konzerntöchter
Aufgrund der COVID-19-Pandemie und der unsicheren Entwicklung der Wirtschaft gab es in einigen Ländern, in denen die
VIG-Versicherungsgruppe tätig ist, Empfehlungen nationaler Aufsichtsbehörden, Ausschüttungen solange zu verschieben bzw.
auszusetzen, bis die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie besser einschätzbar sind. Auf die in der gesamten VIG-Versich-
erungsgruppe verfügbaren liquiden Mittel und auf die Konzernkapitalflussrechnung hat dies keinen Einfluss.
Staatliche Subventionen
In allen Ländern, in denen der Konzern tätig ist, gibt es zahlreiche staatliche Initiativen, um die jeweilige heimische Wirtschaft
wieder anzukurbeln. Der Konzern hat staatliche Subventionen nur in sehr geringem Ausmaß in Anspruch genommen. Diese
Subventionen betreffen u.a. Kompensationen für Kurzarbeit von Unternehmen, die in der Hotelbranche tätig sind, Zu-
schüsse zum Kinderbetreuungsgeld sowie geringere Steuern auf niedrige Gehälter. Einige Subventionen wurden beantragt
und auch genehmigt, jedoch haben diese keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage.
Zuwendung der öffentlichen Hand 1.1.-31.12.2020
in TEUR
Zuwendung der öffentlichen Hand – in Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 990
Erfolgsbezogene Zuwendungen – eigener Hauptposten 4
Erfolgsbezogene Zuwendungen – von entsprechender Aufwendung abgezogen 986
Werthaltigkeit latenter Steuern
Eine auf Konzernebene durchgeführte Überprüfung in Abstimmung mit den lokalen Gesellschaften ergab, dass die im vor-
liegenden Geschäftsbericht ausgewiesenen aktiven latenten Steuern weiterhin als werthaltig einzustufen sind.
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen
Im Konzern wurden keine wesentlichen Beträge für Rückstellungen eingebucht.
Eventualforderungen und -verbindlichkeiten
Wesentliche Änderungen von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten wurden nicht festgestellt.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
Zum Halbjahr gab es eine Stundung in Zusammenhang mit der Auszahlung von Dividenden. Diese offene Forderung
gegenüber at equity-konsolidierten Unternehmen wurde noch im Jahr 2020 beglichen.
54
Jahresfinanzbericht 2020
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (A)
Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der funktionalen Währung der jeweiligen Einheit geführt. Die Bewertung der
Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen. Bei Beteili-
gungen an assoziierten Unternehmen ist der Geschäfts- oder Firmenwert im fortgeschriebenen Beteiligungsbuchwert enthalten.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter
planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Seitens der im Konsolidierungskreis befind-
lichen Unternehmen wurden keine immateriellen Vermögenswerte selbst erstellt. Auch das Corporate Asset SAP stellt in
erster Linie ein Bündel an zugekauften Softwaremodulen dar, die durch Eigen- und Fremdleistungen im Zuge von Entwick-
lungsarbeiten für ihren Einsatz zur künftigen Nutzung vorbereitet werden. Durch regelmäßige Überwachung und Evaluierung
des Projekts ist gewährleistet, dass die Ansatzkriterien für die Aktivierung dieser Kosten erfüllt sind. Alle immateriellen
Vermögenswerte, mit Ausnahme von Markenrechten, haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Daher erfolgt eine planmäßige
Abschreibung des immateriellen Vermögenswerts über den Zeitraum seiner Nutzung. Die Nutzungsdauern für die wesent-
lichen immateriellen Vermögenswerte betragen:
Durchschnittliche Nutzungsdauer in Jahren von
bis
Software 3
11
Software wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Weiters wird anlassbezogen untersucht, ob die jeweiligen Soft-
ware-Komponenten weiter genützt werden können. Wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass
bestimmte IT-Systeme oder Programmteile nicht mehr oder nicht mehr vollumfassend genützt werden können, ist eine
Wertberichtigung vorzunehmen. Weitere Informationen sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Immaterielle
Vermögenswerte ab Seite 103 zu finden.
Im Zuge der Kaufpreisallokation im Rahmen des Erwerbs der Gesellschaften Asirom, BTA Baltic und Seesam in Vorjahren
wurden Markenrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifiziert. Die unbegrenzte Nutzungsdauer resultiert aus der Tat-
sache, dass es kein voraussehbares Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer gibt. Die Zeitwerte der Markenrechte wurden
im Zuge der Erstkonsolidierung mit dem Verfahren der Lizenzpreisanalogie ermittelt. Im Lizenzpreisanalogieverfahren wurde
ein „Tax Amortisation Benefit“ berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2020 beträgt der Buchwert der Marke Asirom
TEUR 13.874 (TEUR 16.564), jener der Marke BTA Baltic TEUR 37.000 (TEUR 37.000) und jener der Marke Seesam
TEUR 7.700 (TEUR 10.500).
Wertminderungen nicht finanzieller Vermögenswerte
Zum Zweck der Überprüfung von Firmenwerten werden die Tochterunternehmen auf Ebene der geographischen Länder zu
einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU-Gruppe) zusammengefasst. Diese CGU-Gruppen, auf deren Basis der Wert-
minderungstest durchgeführt wird, entsprechen im Wesentlichen den Geschäftssegmenten der VIG-Versicherungsgruppe. Die
Überprüfung der Werthaltigkeit der Markenrechte erfolgt zusätzlich einzeln mit dem Lizenzpreisanalogieverfahren.
Als erzielbarer Betrag (Recoverable Amount) der CGU-Gruppe wird grundsätzlich der Nutzwert unter Anwendung der
ertragsorientierten Discounted Cash flow-Methode ermittelt. In jenen Fällen, wo der Nutzwert unter dem Buchwert liegt,
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
55
wird zusätzlich der Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüg-
lich Veräußerungskosten wird für die Geschäftsbereiche Schaden- und Unfall- sowie Krankenversicherung in allen Regionen
sowie für das Lebensgeschäft außerhalb Österreichs auf Trailing-Börsenmultiplikatoren und für das Lebensgeschäft in
Österreich auf den Market Consistent Embedded Value zurückgegriffen.
Für die Ermittlung des Nutzwerts werden die für die Anteilseigner verfügbaren Cash flows von fünf Planjahren und die nach-
folgende ewige Rente diskontiert. Alle Tochtergesellschaften erstellen Detailplanungsrechnungen in lokaler Währung für drei
Jahre, welche in den Aufsichtsratssitzungen eingereicht und zentral im Rahmen des Planungs- und Kontrollprozesses
plausibilisiert werden. Für die Umrechnung in Euro wird der Stichtagskurs zum 31. Dezember des Geschäftsjahres heran-
gezogen. Die Weiterentwicklung der Detailplanungsrechnung für weitere zwei Jahre und für die ewige Rente erfolgt mittels
Prognostizierung von Schlüsselparametern (Combined Ratios, Prämienentwicklung, Finanzerträge) basierend auf deren
historischen Entwicklungen und Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung. Die prognostizierten Cash flows
der ewigen Rente werden demnach als nachhaltig erzielbar erachtet.
Den CGU-Gruppen wird das gesamte Vermögen des versicherungstechnischen Geschäfts zugeordnet. Dazu gehören neben
den Firmenwerten und Markenrechten auch alle aktivierten Versicherungsbestände und Kundenstöcke, Kapitalanlagen sowie
Forderungen und sonstige Vermögenswerte. Versicherungstechnische Rückstellungen und laufende Verbindlichkeiten
werden von den Buchwerten abgezogen. Vermögenswerte, die auf Gruppenebene gehalten, aber von den operativ tätigen
Gesellschaften genutzt werden, werden in Form von Corporate Assets den CGU-Gruppen zugeordnet. Die Cash flows
der CGU-Gruppen werden dementsprechend um verrechnete Abschreibungen von zugeordneten Corporate Assets
adaptiert.
Für die Berechnung der Diskontierungszinssätze wird ein Eigenkapitalkostensatz auf Basis des Capital Asset Pricing Models
(CAPM) ermittelt. Dazu werden zum risikofreien Zinssatz (entspricht der Stichtagsrendite von deutschen Staatsanleihen
nach der Svensson-Methode) länderspezifische Inflationsdifferenzen und Risikozuschläge sowie das branchenspezifische
Marktrisiko addiert. Der Basiszinssatz vor Inflationsdifferenzen belief sich auf -0,14 % (0,34 %). Das Marktrisiko in der Höhe
von 8,39 % (7,66 %) wurde mit einem Beta-Faktor von 0,95 (0,83) multipliziert, welcher auf Basis einer definierten Peer
Group ermittelt wurde.
Die langfristigen Wachstumsraten wurden im Geschäftsjahr anhand der Compound Annual Growth Rate (CAGR) mit der
Annahme, dass sich die Versicherungspenetration der jeweiligen Länder beginnend mit dem Jahr 2013 in 50–70 Jahren
den aktuellen deutschen Verhältnissen angleichen wird, berechnet. Zur CAGR wird ein Inflationszuschlag, entsprechend
der Hälfte der in den Eigenkapitalkosten beinhalteten Inflation, addiert.
Wertminderungen und erzielbarer Betrag der CGU-Gruppen 2020 2019
zum Halbjahr 2020 Wertminderung
Erzielbarer Betrag
Wertminderung
Erzielbarer Betrag
in Mio. EUR
Rumänien
108,8
243,0
Bulgarien 59,8
194,9
Georgien
*
13,3
13,2
Kroatien 45,0
70,2
*
Die Wertminderung beträgt zum 31.12.2020 währungsbereinigt EUR 12,5 Mio.
Wertminderungen von nicht finanziellen Vermögenswerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen nicht-
versicherungstechnischen Aufwand erfasst.
56
Jahresfinanzbericht 2020
CGU-Gruppen Diskontierungssätze Länderrisiken Langfristige Wachstumsraten
2020
2019
2020
2019
2020
2019
in %
Österreich 8,19
7,11
0,38
0,39
1,50
1,50
Tschechische Republik 8,86
7,38
0,59
0,60
4,25–5,79
4,01–4,92
Slowakei 8,63
7,56
0,82
0,84
5,32–5,53
5,16–5,17
Polen 9,16
8,77
0,82
0,84
5,20–6,65
5,48–6,52
Rumänien 10,95
9,68
2,13
2,17
5,84–7,97
5,71–7,64
Baltikum 8,81
7,74
1,00
1,02
4,94–6,39
4,87–5,92
Ungarn 11,34
10,10
2,13
2,17
6,21–6,55
6,19–6,25
Bulgarien 9,84
8,86
1,55
1,88
6,12–6,98
6,17–6,83
Georgien 12,10
10,77
2,91
2,96
6,69
6,54
Türkei 22,72
20,62
5,33
4,44
9,88
9,83
Deutschland 7,81
6,72
0,00
0,00
1,50
1,50
Liechtenstein 7,81
6,72
0,00
0,00
1,50
1,50
Albanien inkl. Kosovo 12,30
11,22
4,36
4,44
6,48
6,41
Bosnien-Herzegowina 14,16
12,74
6,30
6,42
5,38–7,49
5,23–7,19
Kroatien 10,33
9,09
2,42
2,96
5,13–7,06
4,86–6,25
Moldau 17,69
16,20
6,30
6,42
9,11
9,31
Nordmazedonien 11,48
10,41
3,49
3,55
5,98
5,90
Serbien 12,24
11,03
3,49
3,55
5,72–7,51
5,64–7,24
Ukraine 17,75
17,30
6,30
7,39
8,59–12,35
8,49–12,27
Zentrale Funktionen 8,19–12,24
7,11–11,03
0,38–3,49
0,39–3,55
1,50–7,51
1,50–7,24
KAPITALANLAGEN (B)
Allgemeines
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der VIG-Versicherungsgruppe werden entsprechend den jeweiligen Bestimmungen
der IFRS teilweise mit ihrem beizulegenden Zeitwert in den Konzernabschluss aufgenommen. Dies betrifft einen
wesentlichen Teil der Kapitalanlagen. Die VIG-Versicherungsgruppe ordnet alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden, sowie nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und finanzielle Schulden –
deren Fair Values im Anhang zu veröffentlichen sind – einer Stufe der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Gemäß der
dezidierten dezentralen Organisationsstruktur der VIG-Versicherungsgruppe sind die einzelnen Tochtergesellschaften für
die Durchführung dieser Kategorisierung der Zeitwerte verantwortlich. Dies berücksichtigt insbesondere auch die lokalen
Kenntnisse zur Qualität der einzelnen Zeitwerte bzw. allfällig notwendiger Inputparameter für eine Modellbewertung.
Die beizulegenden Zeitwerte werden mittels folgender Hierarchie gemäß IFRS 13 ermittelt:
• Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzanlagen und -verbindlichkeiten beruht generell auf Preisnotier-
ungen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (Level 1).
• Handelt es sich um nicht notierte Finanzinstrumente oder sind keine Marktpreisnotierungen auf aktiven Märkten verfüg-
bar, wird der Zeitwert anhand von Marktpreisnotierungen für ähnliche Vermögenswerte oder Marktpreisnotierungen auf
nicht aktiven Märkten bestimmt (Level 2). Für Level-2-Bewertungen werden gängige Bewertungsmodelle heran-
gezogen, deren Inputfaktoren am Markt beobachtbar sind. Diese Modelle werden vor allem für illiquide Anleihen (Bar-
wertmethode) und strukturierte Wertpapiere angewandt.
• Der beizulegende Zeitwert von bestimmten Finanzinstrumenten, insbesondere Schuldverschreibungen aus Ländern
ohne aktiven Kapitalmarkt sowie Immobilien, wird anhand von Bewertungsmodellen bestimmt, deren Inputfaktoren
überwiegend nicht am Markt beobachtet werden können. Diese Modelle berücksichtigen unter anderem Transaktionen
in nicht aktiven Märkten, Gutachten von Experten und Struktur der Zahlungsströme (Level 3).
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57
Folgende Tabelle zählt die verwendeten Methoden und die wichtigsten Inputfaktoren getrennt für Level 2 und Level 3 auf.
Dabei können die errechneten Zeitwerte für regelmäßige als auch nicht wiederkehrende Bewertungen herangezogen werden.
Preismethode Angewendet auf Beizulegender
Zeitwert
Input-Parameter
Level 2 beobachtbar
Barwertmethode
Anleihen; Schuldscheindarlehen; Darlehen; verbriefte
Verbindlichkeiten und nachrangige Verbindlichkeiten
Theoretischer Kurs
Emittenten-, sektoren- bzw. ratingabhängige
Zinsstrukturkurve
Barwertmethode Libor Market
Modell
Anleihen und Schuldscheindarlehen mit sonstigen
eingebetteten Derivaten
Theoretischer Kurs
Geldmarkt- und Swapkurve; implizite
Volatilitätsoberfläche; Caps- & Floors Volatilitäten;
Emittenten-, sektoren- bzw. ratingabhängige
Zinsstrukturkurve
Barwertmethode Devisenterminkontrakte Theoretischer Kurs
Devisenkurse; Geldmarktkurven in den betroffenen
Währungen
Barwertmethode Zins-/Währungsswaps Theoretischer Kurs
Devisenkurse; Geldmarkt- und Swapkurven in den
betroffenen Währungen
Optionspreismodelle Aktienoptionen Theoretischer Kurs
Aktienkurse zum Bewertungsstichtag; implizite
Volatilitäten; Zinsstrukturkurve
Level 3 (nicht) beobachtbar
Optionspreismodelle Aktienoptionen Theoretischer Kurs
Aktienkurse zum Bewertungsstichtag; Volatilitäten;
Zinsstrukturkurve
Verkehrswertmethode Immobilien Gutachter-Wert
Immobilienspezifische Ertrags- und Aufwandsparameter;
Kapitalisierungszinssatz; Daten zu vergleichbaren
Transaktionen
Discounted Cash flow-Modell Immobilien Gutachter-Wert
Immobilienspezifische Ertrags- und Aufwandsparameter;
Diskontierungszinssatz; Indexierungen
Multiples Methode Aktien Theoretischer Kurs
Unternehmensspezifische Ertragszahlen;
branchenüblicher Multiplikator
Discounted Cash flow-Modell Aktien Theoretischer Kurs
Unternehmensspezifische Ertragszahlen;
Diskontierungszinssatz
Anteilige Eigenmittel Aktien Buchkurs
Unternehmensspezifisches Eigenkapital laut
Einzelabschluss
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fixed Income Instrumente (illiquide Anleihen,
Polizzendarlehen, Darlehen) ohne beobachtbare
Inputdaten für vergleichbare Assets
Buchkurs Einstandspreis; Rückzahlungspreis; Effektivrendite
Für weiterführende Erläuterungen wird auf die Ausführungen in Anhangangabe 22. Finanzinstrumente und Bewertungs-
hierarchien der Zeitwertbewertung auf Seite 141 verwiesen.
Die folgende Tabelle stellt den Zusammenhang zwischen den Bilanzposten und den Klassen von Finanzinstrumenten gemäß
IFRS 7 inkl. deren Bewertungsgrundlage dar:
Bilanzposten, IAS 39-Kategorien und Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 Bewertungsmethode
Finanzielle Vermögenswerte
Ausleihungen und Übrige Kapitalanlagen Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zum beizulegenden Zeitwert
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
*
Zum beizulegenden Zeitwert
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung Zum beizulegenden Zeitwert
Finanzielle Verbindlichkeiten
Nachrangige Verbindlichkeiten (Andere Verbindlichkeiten) Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Andere Verbindlichkeiten) Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzierungsverbindlichkeiten (Andere Verbindlichkeiten) Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten für derivative Geschäfte (Andere Verbindlichkeiten) Zum beizulegenden Zeitwert
*Inklusive Handelsbestand
58
Jahresfinanzbericht 2020
Immobilien
Im Posten Immobilien werden sowohl selbstgenutzte als auch als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ausgewiesen. Für
Liegenschaften, die sowohl selbstgenutzt als auch zu Finanzinvestitionen gehalten werden, wird eine Trennung
vorgenommen. Im geringen Ausmaß wird, falls die 20 %-Grenze nicht überschritten wird, die gesamte Liegenschaft in der
überwiegenden Kategorie geführt (80:20-Regel).
In späteren Perioden anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Erhöhung der künftigen
Nutzungsmöglichkeit des Gebäudes (z. B. durch entsprechende Ausbauten oder erstmalige Einbauten) führen.
Die Abschreibung der sowohl selbstgenutzten als auch als Finanzinvestition gehaltenen Gebäude erfolgt linear über die erwartete
wirtschaftliche Nutzungsdauer. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze werden folgende durchschnittlichen Nutzungsdauern
angenommen:
Durchschnittliche Nutzungsdauer in Jahren von
bis
Gebäude 20
50
SELBSTGENUTZTE IMMOBILIEN
Selbstgenutzte Immobilien werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschrei-
bungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten,
die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen.
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Der Posten als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfasst Grundstücke und Bauten, die zur Erzielung von Miet-
einnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die Erbringung von Dienstleistungen, für
Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanz-
investition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen
und Wertminderungen bewertet.
WERTMINDERUNGEN IMMOBILIEN
Selbstgenutzte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden in regelmäßigen Abständen durch allgemein beeidete
und gerichtlich zertifizierte Sachverständige für Hochbau- und Immobilienbewertung bewertet. Der beizulegende Zeitwert
wird dabei basierend auf dem Ertragswert oder durch Marktvergleich ermittelt. Das Sachwertverfahren wird – sofern nicht
vermietet – grundsätzlich nur für unbebaute Grundstücke angewandt. In Ausnahmefällen kommt es zur Bewertung durch
das Discounted Cash flow-Verfahren.
Ist der beizulegende Zeitwert kleiner als der Buchwert (Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außer-
planmäßiger Abschreibungen), liegt eine Wertminderung vor. Demzufolge wird der Buchwert erfolgswirksam auf den
niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Für das Feststellen einer Wertaufholung ist die gleiche Methode wie für
eine Wertminderung anzuwenden. Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anzeichen dafür vorliegen, dass eine Wert-
aufholung stattgefunden hat. Der Buchwert nach Wertaufholung darf den Buchwert nicht übersteigen, der sich (unter
Berücksichtigung von Amortisationen oder Abschreibungen) ohne vorherige Wertminderung ergeben hätte.
Sowohl Wertminderungen als auch Wertaufholungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst
und sind ab Seite 132 ersichtlich. Die beizulegenden Zeitwerte und die Level-Hierarchie gemäß IFRS 13 sind unter 22.
Finanzinstrumente und Bewertungshierarchien der Zeitwertbewertung ab Seite 141 angeführt.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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59
Finanzielle Vermögenswerte
Entsprechend den Bestimmungen des IAS 39 werden die finanziellen Vermögenswerte in folgende Kategorien unterteilt:
• Ausleihungen und Übrige Kapitalanlagen sowie sonstige Forderungen,
• Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte,
• Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
• Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und
• zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte.
Die entsprechenden finanziellen Vermögenswerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die den
beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt der Anschaffung entsprechen. Im Rahmen der Folgebewertung kommen bei
finanziellen Vermögenswerten zwei Bewertungsmaßstäbe zur Anwendung.
AUSLEIHUNGEN UND ÜBRIGE KAPITALANLAGEN, SONSTIGE FORDERUNGEN UND BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT GEHALTENE FINANZIELLE
VERMÖGENSWERTE
Ausleihungen und Übrige Kapitalanlagen, sonstige Forderungen sowie Bis zur Endfälligkeit gehaltene
finanzielle Vermögens-
werte werden im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die fortgeführten Anschaff-
ungskosten werden auf Basis des Effektivzinssatzes des jeweiligen Vermögensgegenstands ermittelt. Im Falle dauernder
Wertminderung wird erfolgswirksam eine außerplanmäßige Abschreibung erfasst.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten laufenden Erträge entsprechen im Wesentlichen dem Zinsertrag.
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Diese
finanziellen Vermögenswerte
sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die Zur Veräußerung verfügbar
bestimmt wurden und nicht als Ausleihungen und Übrige Kapitalanlagen, sonstige Forderungen, Bis zur Endfälligkeit
gehaltene oder Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
eingestuft sind.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wertschwankungen
sind im sonstigen Ergebnis zu erfassen und werden im Eigenkapital im Posten Übrige Rücklagen dargestellt. Davon
ausgenommen sind Wertminderungen, die erfolgswirksam erfasst werden. Nähere Ausführungen zur Ermittlung von
Wertminderungen bei finanziellen Vermögenswerten sind auf Seite 60 zu finden.
Bei Veräußerung werden die in Vorperioden im Posten Übrige Rücklagen erfassten kumulierten Gewinne und Verluste in
das Periodenergebnis umgebucht (Recycling).
Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert.
ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Der überwiegende Teil der dieser Kategorie zu-
geordneten finanzielle Vermögenswerte betrifft strukturierte finanzielle Vermögenswerte (hybride Finanzinstrumente), die die
VIG-Versicherungsgruppe in Ausübung von IAS 39.11A und IAS 39.12 der Kategorie „finanzielle Vermögenswerte, die
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden“ zugeordnet hat. Strukturierte finanzielle Vermögenswerte
werden dieser Kategorie zugeordnet, wenn die im Trägervertrag (in der Regel Wertpapiere oder Ausleihungen) eingebetteten
Derivate in keinem engen Zusammenhang mit dem Trägervertrag stehen und demzufolge nach IAS 39 ansonsten vom
Trägervertrag zu trennen und anderenfalls gesondert zum Zeitwert bewertet werden müssten.
60
Jahresfinanzbericht 2020
ÄNDERUNGEN ZU IAS 39 UND IFRS 7 – UMKLASSIFIZIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN
Im Oktober 2008 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7. Der adaptierte Standard IAS 39 erlaubt die
Umklassifizierung nicht derivativer finanzieller Vermögenswerte (mit Ausnahme von Finanzinstrumenten, die beim
erstmaligen Ansatz nach der Fair-Value-Option bewertet wurden) aus den Kategorien Handelsbestand und Zur Veräußerung
verfügbar.
Die Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7 traten rückwirkend mit 1. Juli 2008 in Kraft und wurden prospektiv vom Zeitpunkt der
Umklassifizierung angewandt. Umklassifizierungen, die in der VIG-Versicherungsgruppe vor dem 1. November 2008
durchgeführt wurden, verwendeten den Zeitwert zum 1. Juli 2008. Weitere Details sind auf Seite 110 und Seite 112 zu finden.
Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf deren Cash flows auslaufen.
WERTMINDERUNGEN VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN
Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem
beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise auf eine Wert-
minderung hindeuten. Solche Hinweise können zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die
hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den
finanziellen Vermögenswert, eine bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, rechtlichen Umfelds
sowie des Marktumfelds des Emittenten oder ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des finanziellen
Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungskosten sein. Ein erheblicher Ermessensspielraum des Vorstands
liegt in der Quantifizierung des Einflusses von Informationen, die die Bonität, das Rating und/oder die Ertragskraft eines
Schuldners haben können.
Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden
Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte von Zur Veräuß-
erung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe
der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung
zu erfassen. Grundsätzlich ist eine Wertminderung für Eigenkapitalinstrumente vorzunehmen, wenn der durchschnittliche beizu-
legende Zeitwert während der letzten sechs Monate ständig weniger als 80 % der historischen Anschaffungskosten beträgt
und/oder, wenn der beizulegende Zeitwert zum Stichtag unter 50 % der historischen Anschaffungskosten liegt.
FINANZINSTRUMENTE DER FONDS- UND INDEXGEBUNDENEN LEBENSVERSICHERUNG (C)
Die Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung dienen zur Bedeckung von versicherungstech-
nischen Rückstellungen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung. Die Erlebens- und Rückkaufsleistung dieser
Verträge ist an die Wertentwicklung der entsprechenden Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebens-
versicherung gebunden. Die Erträge aus diesen Finanzinstrumenten werden ebenfalls zur Gänze den Versicherungs-
nehmern gutgeschrieben. Dementsprechend tragen die Versicherungsnehmer das Risiko aus der Wertentwicklung der
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung.
Die entsprechenden Finanzinstrumente werden in gesonderten Deckungsstöcken gehalten und separat von den anderen
finanziellen Vermögenswerten der VIG-Versicherungsgruppe verwaltet. Da den Wertänderungen der Finanzinstrumente der
fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung gegengleich entsprechende Wertänderungen der versicherungstech-
nischen Rückstellungen gegenüberstehen, wird bezüglich der Bewertung dieser Finanzinstrumente die Regelung in
IAS 39.9b wahrgenommen. Die Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung werden dem-
gemäß zum Zeitwert bewertet und Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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61
ANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGEN (D)
Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden entsprechend den vertrag-
lichen Bestimmungen bewertet.
Bei der Bewertung der Anteile der Rückversicherer wird die Bonität des jeweiligen Vertragspartners berücksichtigt. Aufgrund
der guten Bonität der Rückversicherer der VIG-Versicherungsgruppe waren zu den Stichtagen 31. Dezember 2020 und
31. Dezember 2019 keine Wertberichtigungen bei den Anteilen der Rückversicherer erforderlich.
Hinsichtlich der Auswahl der Rückversicherer verweisen wir auf die Erläuterungen im Kapitel Finanzinstrumente und Risiko-
management beginnend auf Seite 79.
FORDERUNGEN (E)
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen betreffen insbesondere folgende Forderungen:
• Forderungen aus dem direkten Versicherungsgeschäft
– an Versicherungsnehmer
– an Versicherungsvermittler
– an Versicherungsunternehmen
• Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft
• Sonstige Forderungen
Grundsätzlich werden Forderungen zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für eingetretene,
aber noch nicht bekannte Wertminderungen bilanziert (z. B. Todesfall, der noch nicht bekannt ist). Wertminderungen sind
notwendig, wenn wesentliche Hinweise auf finanzielle Schwierigkeiten wie etwa Ausfall bzw. Zahlungsverzug vorliegen und
damit als nicht oder nicht vollständig einbringbar erachtet werden können. Im Fall von Forderungen an Versicherungs-
nehmer werden erwartete Wertminderungsaufwendungen aus uneinbringlichen Prämienaußenständen entweder auf der
Passivseite der Bilanz im Posten Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen (Stornorückstellungen) ausgewiesen
oder mittels Wertberichtigung von der Prämienforderung abgezogen. Die berücksichtigten Beträge sind in der Angabe
5. Forderungen auf Seite 116 ersichtlich.
STEUERN (F)
Der Ertragssteueraufwand umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital erfassten
Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragssteuer erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die tatsäch-
liche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen
Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der „balance sheet liability method“ für alle temporären Unterschiede
zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und deren bei den einzelnen
Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Gemäß IAS 12.47 werden die latenten Steuern anhand der Steuersätze
bewertet, die zum Zeitpunkt der Realisierung gültig sind. Des Weiteren wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil
aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung
bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende
latente Steuerunterschiede.
62
Jahresfinanzbericht 2020
Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil
realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurden folgende Steuersätze zu Grunde gelegt:
Steuersätze 31.12.2020
31.12.2019
in %
Albanien 15,0
15,0
Bosnien-Herzegowina 10,0
10,0
Bulgarien 10,0
10,0
Deutschland
1)
30,0
30,0
Estland
2)
0,0
0,0
Georgien
3)
15,0
15,0
Kosovo
4)
10,0
10,0
Kroatien 18,0
18,0
Lettland 0,0
0,0
Liechtenstein 12,5
12,5
Litauen 15,0
15,0
Moldau 12,0
12,0
Nordmazedonien 10,0
10,0
Österreich 25,0
25,0
Polen 19,0
19,0
Rumänien 16,0
16,0
Serbien 15,0
15,0
Slowakei 21,0
21,0
Tschechische Republik 19,0
19,0
Türkei
5)
20,0
22,0
Ukraine 18,0
18,0
Ungarn 11,3
11,3
1)
Der hier angeführte Steuersatz entspricht einem Pauschalsteuersatz. Die Besteuerung ist abhängig von Sitz und Tätigkeit der Gesellschaft zwischen 15.825 % und 31.715 %.
2)
Thesaurierte Gewinne von ansässigen Gesellschaften unterliegen grundsätzlich nicht der Körperschaftsteuer. Gewinnausschüttungen der Gesellschaften werden zwischen 14 % und 20 % besteuert.
3)
Ab 1. Jänner 2023 unterliegen thesaurierte Gewinne von ansässigen Gesellschaften grundsätzlich nicht der Körperschaftsteuer. Das geplante Umsetzungsdatum wurde vom 1. Jänner 2019 auf
1. Jänner 2023 verschoben.
4)
Bei Versicherungsunternehmen wird die Körperschaftsteuer iHv 5 % nicht mehr auf Basis der Bruttoprämien erhoben. Thesaurierte Gewinne unterliegen seit August 2019 einer 10%igen Körperschaftsteuer.
5)
Ab 1. Jänner 2021 ist ein Körperschaftsteuersatz von 20 % für die laufende Besteuerung anwendbar.
Gruppenbesteuerung
Mit dem Gruppenträger Wiener Städtische Versicherungsverein besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG. Die
steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dem Gruppenträger zugerechnet. Zur Regelung der positiven und
negativen Steuerumlagen zwecks verursachungsgerechter Aufteilung der Körperschaftsteuerbelastung wurden Verein-
barungen zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied getroffen. Im Fall eines positiven
Einkommens des Gruppenmitglieds werden 25 % an den Gruppenträger geleistet. Für ein negatives Einkommen werden
dem Gruppenmitglied 22,5 % des steuerlichen Verlusts pauschal abgegolten. Da für den Fall eines zugewiesenen positiven
Einkommens die Steuerumlage 25 % beträgt, soll das Gruppenmitglied 10 % des Steuervorteils aus der Gruppenbesteu-
erung, der durch die Einbeziehung des jeweiligen Gruppenmitglieds entstanden ist, leisten. Die liquiditätsmäßige Glatt-
stellung des Steuervorteils erfolgt in einem Zeitraum von drei Jahren.
ÜBRIGE AKTIVA (G)
Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und
Wertminderungen. Die Abschreibung erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen
Gegenstands.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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63
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN (H)
Klassifizierung von Versicherungsverträgen
Verträge, bei denen ein Versicherungsunternehmen ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem
Versicherungsnehmer) übernimmt, indem es vereinbart, dem Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn
ein spezifiziertes ungewisses künftiges Ereignis (das versicherte Ereignis) den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft,
werden als Versicherungsverträge im Sinne der IFRS behandelt. Es wird zwischen Versicherungsrisiko und Finanzrisiko
differenziert. Finanzrisiko ist das Risiko einer möglichen künftigen Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Wertpapierkurses,
Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer anderen Variablen, vorausgesetzt, dass im Fall einer
nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Vertragspartei ist. Versicherungsverträge im Sinne der IFRS
übertragen in vielen Fällen, insbesondere in der Lebensversicherung, auch Finanzrisiko.
Verträge, in welchen nur unwesentliches Versicherungsrisiko auf das Versicherungsunternehmen von den Versicherungs-
nehmern übertragen wird, werden für Zwecke der Berichterstattung nach IFRS wie Finanzinstrumente behandelt (Finanz-
versicherungsverträge). Derartige Verträge bestehen lediglich in untergeordnetem Ausmaß in der Personenversicherung.
Sowohl Versicherungsverträge als auch Finanzversicherungsverträge können mit Vertragsbedingungen ausgestattet sein, die
als ermessensabhängige Überschussbeteiligung („Gewinnbeteiligung“, „erfolgsabhängige Prämienrückerstattung“) zu
qualifizieren sind. Als ermessensabhängige Überschussbeteiligung gelten vertragliche Rechte, wonach die Versicherungs-
nehmer als Ergänzung zu garantierten Leistungen zusätzliche Leistungen erhalten, die wahrscheinlich einen signifikanten
Anteil an der gesamten vertraglichen Leistung ausmachen und die vertraglich auf:
• dem Ergebnis eines bestimmten Bestandes an Verträgen oder eines bestimmten Typs von Verträgen beruhen oder
• den realisierten und/oder nicht realisierten Kapitalerträgen eines bestimmten Portfolios von Vermögenswerten, die vom
Versicherungsunternehmen gehalten werden, beruhen oder
• dem Gewinn oder Verlust der Gesellschaft, dem Sondervermögen oder der Unternehmenseinheit (z. B. Bilanzabteilung),
die bzw. das den Vertrag im Bestand hält, beruhen.
Verträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung bestehen in der VIG-Versicherungsgruppe in allen Ländern im
Wesentlichen in der Bilanzabteilung Leben, in untergeordnetem Ausmaß auch in Schaden/Unfall sowie in Kranken und werden
gemäß IFRS 4 wie Versicherungsverträge behandelt. Die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung besteht dabei
üblicherweise in Form einer Beteiligung am jeweiligen Roh- oder Zinsüberschuss der Bilanzabteilung, ermittelt nach nationalen
Rechnungslegungsvorschriften. Jene Beträge an Überschussbeteiligung bzw. Gewinnbeteiligung, die den Versicherungs-
nehmern bereits zugeteilt oder zugesagt wurden, werden im Posten Deckungsrückstellung ausgewiesen. Die im lokalen
Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge, die den Versicherungsnehmern in Zukunft im Wege der Überschussbeteiligung
zugesagt oder zugeteilt werden, werden in der Bilanz im Posten Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung
ausgewiesen.
Darüber hinaus wird der erfolgsabhängige Anteil, der sich aus Bewertungsdifferenzen der IFRS im Vergleich zu den lokalen
Bewertungsvorschriften ergibt (latente Gewinnbeteiligung), ebenfalls in der Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrück-
erstattung ausgewiesen. Dies betrifft vor allem österreichische und deutsche gewinnberechtigte Versicherungsverträge, da die
Gewinnbeteiligung in diesen Ländern in Verordnungen geregelt ist. Für die anderen Länder erfolgt keine Bilanzierung latenter
Gewinnbeteiligung, da die Beteiligung der Versicherungsnehmer ausschließlich im Ermessen des jeweiligen Unternehmens
liegt. Der zur Bemessung der latenten Gewinnbeteiligung zur Anwendung kommende Satz beläuft sich auf 80 % des Unter-
schiedsbetrages zwischen Wertansatz im lokalen Abschluss und Wertansatz im Abschluss nach IFRS.
64
Jahresfinanzbericht 2020
Entsprechend IFRS 4 wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, nicht realisierte Gewinne und Verluste mit denselben
bilanziellen Auswirkungen auf die Bewertung von versicherungstechnischen Rückstellungen, aktivierten Abschlusskosten und
erworbenen Versicherungsbeständen wie realisierte Gewinne und Verluste darzustellen (Schattenbilanzierung). Insoweit
nicht realisierte Gewinne aus Zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten zur Sicherstellung der vertraglich
garantierten Versicherungsleistung dienen, werden nicht realisierte Gewinne im ersten Schritt einer latenten Deckungsrück-
stellung zugeführt. Aus dem verbleibenden Betrag wird sodann der Anteil der Versicherungsnehmer am Überschuss der
Rückstellung für latente Gewinnbeteiligung zugeführt. Ein darüber hinaus verbleibender Aktivposten wird als Abgrenzung
aus Bewertungsdifferenzen betreffend die Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer ausgewiesen. Diese Abgrenzung
wird nur insoweit angesetzt, als es auf Unternehmensebene sehr wahrscheinlich ist, dass diese durch zukünftige Gewinne,
an denen die Versicherungsnehmer partizipieren, ausgeglichen werden kann.
ANSATZ- UND BILANZIERUNGSMETHODEN VON VERSICHERUNGSVERTRÄGEN
Für den Konzernabschluss nach IFRS werden entsprechend des Wahlrechts unter IFRS 4 die für den Konzernabschluss
nach dem jeweiligen nationalen Recht zulässigen Wertansätze übernommen. Die Übernahme der nationalen
Rückstellungen erfolgt allerdings nur, sofern diese den Mindestanforderungen des IFRS 4 entsprechen. Schwankungs- und
Katastrophenrückstellungen werden daher nicht angesetzt. Prinzipiell wurden keine Änderungen der Bilanzierungs- und
Bewertungsregeln gegenüber den nationalen Bewertungsvorschriften vorgenommen, außer wenn etwaige Parameter, die
zur Berechnung von versicherungstechnischen Rückstellungen dienen, nicht zu einer ausreichenden Vorsorge führen. In
diesen Fällen greift die VIG-Versicherungsgruppe auf eigene Parameter, die diesen Grundsätzen entsprechen, zurück. In
Einzelfällen werden die vom jeweiligen Versicherungsunternehmen lokal gebildeten Rückstellungen für noch nicht abge-
wickelte Versicherungsfälle im Konzernabschluss aufgrund entsprechender Analysen angepasst. Bezüglich Einzelheiten zur
Bewertung der versicherungstechnischen Posten wird auf die Ausführungen zu den jeweiligen Posten verwiesen.
ANGEMESSENHEITSTEST FÜR VERBINDLICHKEITEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen werden zu jedem Bilanzstichtag darauf getestet, ob die hierfür im Abschluss
ausgewiesenen Rückstellungen angemessen sind.
Ist der Wert, der auf Basis aktueller Schätzungen der jeweiligen Bewertungsparameter unter Berücksichtigung aller mit den
Versicherungsverträgen zusammenhängenden zukünftigen Zahlungsströmen ermittelt wird, höher als die vorgesehenen
Rückstellungen für Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen, wird der entsprechende Fehlbetrag als Erhöhung der
Rückstellungen erfolgswirksam erfasst.
Prämienüberträge
Nach IFRS 4, in der derzeitigen Fassung, können zur Darstellung der Zahlen aus Versicherungsverträgen die Zahlen, die
nach den nationalen Grundsätzen in den Jahresabschluss aufgenommen werden, für den Konzernabschluss herangezogen
werden. In Österreich wird bei der Berechnung des Prämienübertrages in der Bilanzabteilung Schaden/Unfall ein Kosten-
abschlag von 15 % (15 %) (in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 10 % (10 %)) berechnet; dies entspricht einem
Betrag von TEUR 29.766 (TEUR 28.312). Eine darüber hinausgehende Aktivierung von Abschlussaufwendungen erfolgt in
Österreich nicht. Bei den Auslandsgesellschaften werden in der Bilanzabteilung Schaden/Unfall in der Regel die Abschluss-
aufwendungen im Verhältnis der Abgegrenzten Prämie zur Verrechneten Prämie angesetzt. Zum Zwecke einer einheitlichen
Darstellung werden diese aktivierten Abschlusskosten im Konzernabschluss ebenfalls als Kürzung des Prämienübertrages
ausgewiesen: TEUR 360.904 (TEUR 355.679).
Deckungsrückstellung
Die Deckungsrückstellungen in der Bilanzabteilung Leben werden nach der prospektiven Methode als versicherungsmathe-
matisch errechneter Barwert der Verpflichtungen (einschließlich der erklärten und zugeteilten Gewinnanteile und einer
Verwaltungskostenrückstellung) abzüglich der Summe der Barwerte der zukünftig eingehenden Prämien berechnet. Der
Berechnung werden Faktoren wie die voraussichtliche Sterblichkeit, Kosten und der Rechnungszinssatz zu Grunde gelegt.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
65
Die zur Berechnung der Deckungsrückstellung verwendeten Rechnungsgrundlagen entsprechen im Wesentlichen den zur
Kalkulation des jeweiligen Tarifs verwendeten Rechnungsgrundlagen, die für den gesamten Tarif und während der gesamten
Laufzeit des Vertrages einheitlich angewendet werden. In Übereinstimmung mit IFRS 4 und den einschlägigen nationalen
Rechnungslegungsvorschriften wird jährlich eine Überprüfung der Angemessenheit der Rechnungsgrundlagen vorge-
nommen. Diesbezüglich verweisen wir auf den Abschnitt Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten aus Versicherungs-
verträgen auf Seite 64. Bezüglich der Anwendung der Schattenbilanzierung verweisen wir auf Seite 64. Als Sterbetafeln
werden in der Bilanzabteilung Leben grundsätzlich öffentliche Sterbetafeln der jeweiligen Länder verwendet. Weichen die
aktuellen Sterblichkeitsannahmen zu Gunsten der Versicherungsnehmer von der Kalkulation des Tarifs ab, was zu einer
entsprechenden Insuffizienz der gebildeten Deckungsrückstellungen führt, erfolgt eine entsprechende Auffüllung der Rück-
stellungen im Rahmen des Angemessenheitstests der Versicherungsverbindlichkeiten.
Abschlusskosten werden in der Bilanzabteilung Leben im Wege der Zillmerung oder anderer versicherungsmathematischer
Verfahren als Reduktion der Deckungsrückstellungen berücksichtigt. Daraus entstehende negative Deckungsrückstell-
ungen werden entweder entsprechend den nationalen Vorschriften auf null abgeschrieben oder im Konzernabschluss im
Posten Deckungsrückstellung ausgewiesen. Zur Berechnung der Deckungsrückstellungen werden folgende durchschnitt-
liche Rechnungszinssätze angewendet:
Zum 31. Dezember 2020: 1,85 %
Zum 31. Dezember 2019: 1,96 %
In Österreich beträgt der durchschnittliche Rechnungszinssatz in der Lebensversicherung im Berichtsjahr 1,71 % (1,79 %).
Weiters werden in der Deckungsrückstellung im Rahmen der Schattenbilanzierung nach IFRS 4 jene Anteile der nicht reali-
sierten Gewinne und Verluste von Zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten ausgewiesenen, die zur Sicherstellung
der vertraglichen Verpflichtung dienen. Weiterführende Informationen finden Sie im Kapitel Klassifizierung von Versich-
erungsverträgen beginnend auf Seite 63.
Ebenso werden die Deckungsrückstellungen in der Bilanzabteilung Kranken nach der prospektiven Methode als Differenz
der versicherungsmathematisch berechneten Barwerte der zukünftigen Versicherungsleistungen abzüglich des Barwerts
der künftigen Prämien ermittelt. Die zur Kalkulation der Deckungsrückstellung verwendeten Schadenhäufigkeiten stammen
überwiegend aus Auswertungen des eigenen Versicherungsbestandes. Die verwendeten Sterbetafeln entsprechen in der
Regel veröffentlichten Sterbetafeln. Zur Berechnung der Deckungsrückstellungen werden für den weitaus überwiegenden
Teil des Geschäftes folgende Rechnungszinssätze angewendet:
Zum 31. Dezember 2020: 2,39 %
Zum 31. Dezember 2019: 2,41 %
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Unter dem jeweiligen nationalen Versicherungsrecht und den jeweiligen nationalen Vorschriften (in Österreich nach VAG)
sind die Gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe verpflichtet, Rückstellungen für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle zu bilden. Die Rückstellungen werden für die dem Grund oder der Höhe nach noch nicht feststehenden
Leistungsverpflichtungen aus bis zum Bilanzstichtag eingetretenen Versicherungsfällen sowie sämtlichen hierfür nach dem
Bilanzstichtag voraussichtlich anfallenden Regulierungsaufwendungen berechnet und grundsätzlich auf einzelvertraglicher
Ebene gebildet. Die einzelvertraglich gebildeten Rückstellungen werden um pauschale Zuschläge für nicht erkennbare
größere Schäden ergänzt. Eine Diskontierung wird, mit Ausnahme der Rückstellungen für Rentenverpflichtungen, nicht
vorgenommen. Versicherungsfälle, die bis zum Bilanzstichtag entstanden und zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht
bekannt sind („IBNR“) und solche, die entstanden, aber nicht im richtigen Ausmaß gemeldet sind („IBNER“), sind in den
Betrag der Rückstellung einzubeziehen (Spätschadenrückstellungen und Rückstellungen für noch nicht erkannte Groß-
66
Jahresfinanzbericht 2020
schäden). Für intern anfallende, der Schadenregulierung verursachungsgerecht zuordenbare Kosten werden gesonderte
Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen gebildet. Von der Rückstellung werden einbringliche Regress-
forderungen abgezogen. Soweit erforderlich, werden zur Berechnung der Rückstellungen aktuarielle Schätzungsmethoden
angewendet. Die Methoden werden stetig angewandt, wobei sowohl die Methoden als auch die zur Berechnung
verwendeten Parameter laufend auf ihre Angemessenheit hin überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Die Rück-
stellungen werden von wirtschaftlichen Faktoren (z. B. Inflationsrate) und von rechtlichen sowie regulatorischen Entwick-
lungen, die sich mit der Zeit verändern können, beeinflusst.
Rückstellung für erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung
Die Rückstellungen für erfolgsunabhängige Prämienrückerstattungen beziehen sich insbesondere auf die Bilanzabteilung
Schaden/Unfall sowie Kranken und betreffen Prämienrückvergütungen in bestimmten Versicherungszweigen, die den
Versicherungsnehmern bei schadenfreiem oder schadenarmen Vertragsverlauf vertraglich zugesichert werden. Die ent-
sprechenden Rückstellungen werden auf einzelvertraglicher Basis gebildet. Hierbei handelt es sich überwiegend um kurz-
fristige Rückstellungen, weshalb eine Diskontierung nicht vorgenommen wird.
Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung
In der Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung („ermessensabhängige Überschussbeteiligung“) werden
jene Gewinnanteile ausgewiesen, die aufgrund der Geschäftspläne in den lokalen Abschlüssen den Versicherungsnehmern
bereits gewidmet, jedoch den einzelnen Versicherungsnehmern am Bilanzstichtag weder zugeteilt noch zugesagt wurden.
Darüber hinaus wird in diesem Posten sowohl der erfolgswirksame als auch der erfolgsneutrale Anteil, der sich aus Bewer-
tungsdifferenzen der IFRS im Vergleich zu den lokalen Bewertungsvorschriften ergibt („latente Gewinnbeteiligung“), aus-
gewiesen. Wir verweisen auf den Abschnitt Klassifizierung von Versicherungsverträgen beginnend auf Seite 63.
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
In den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen werden insbesondere Stornorückstellungen ausgewiesen. Storno-
rückstellungen werden für Stornierungen von bereits verrechneten, aber seitens der Versicherungsnehmer noch nicht
bezahlten Prämien gebildet und stellen somit eine passivisch ausgewiesene Wertberichtigung zu den Forderungen an Versich-
erungsnehmer dar. Die Rückstellungen werden auf Basis von Prozentsätzen der überfälligen Prämienforderungen gebildet.
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN DER FONDS- UND INDEXGEBUNDENEN LEBENSVERSICHERUNG (I)
Die versicherungstechnischen Rückstellungen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung bilden Verpflich-
tungen gegenüber Versicherungsnehmern ab, die an die Wertentwicklungen und die Erträge aus den entsprechenden
Finanzinstrumenten gebunden sind. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt korrespondierend mit der Bewertung der
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung und auf Basis der beizulegenden Zeitwerte der
jeweiligen als Referenzwerte dienenden Investmentfonds bzw. Indizes.
NICHTVERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN (J)
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
PENSIONSVERPFLICHTUNGEN
Die Pensionsverpflichtungen beruhen auf einzelvertraglichen Verpflichtungen und auf Betriebsvereinbarungen. Es handelt
sich um leistungsorientierte Verpflichtungen. Die Pläne beziehen sich auf das Durchschnittsgehalt und/oder sind abhängig
von der im Unternehmen verbrachten Dienstzeit.
Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung
(Defined Benefit Obligation – DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien
(projected unit credit method). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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67
Zahlungen linear über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche
erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten
von Versicherungsmathematikern, die sowohl für den 31. Dezember 2019 als auch für den 31. Dezember 2020 vorliegen.
Den Berechnungen liegen folgende Annahmen zu Grunde:
Annahmen Pension 31.12.2020
31.12.2019
Zinssatz 0,75 %
0,75 %
Pensionssteigerungen 2,00 %
2,00 %
Bezugssteigerungen 2,00 %
2,00 %
Fluktuationsrate (je nach Alter) 0 %–4 %
0 %–4 %
Pensionsalter Frauen (Übergangsregelung) 62+
62+
Pensionsalter Männer (Übergangsregelung) 62+
62+
Lebenserwartung (für Angestellte gemäß) (AVÖ 2018-P)
(AVÖ 2018-P)
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der DBO für Pensionen betrug im Geschäftsjahr 2020 16,36 Jahre (16,47 Jahre).
Ein Teil der direkten Leistungszusagen wird nach Abschluss eines Versicherungsvertrages gemäß § 93–98 VAG als Betrieb-
liche Kollektivversicherung (BKV) geführt.
(NACHRANGIGE) VERBINDLICHKEITEN (K)
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet. Dies betrifft auch Verbindlich-
keiten aus Finanzversicherungsverträgen. Der beizulegende Zeitwert der Finanzpassiva ist unter 22. Finanzinstrumente und
Bewertungshierarchien der Zeitwertbewertung ab Seite 141 ausgewiesen.
ABGEGRENZTE PRÄMIEN (L)
Die Prämienabgrenzungen (Prämienüberträge) werden grundsätzlich pro rata temporis ermittelt. In der fonds- und index-
gebundenen Lebensversicherung erfolgt keine Prämienabgrenzung, da die gesamten in der Berichtsperiode verrechneten
Prämien bei der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen der fonds- und indexgebundenen Lebens-
versicherung berücksichtigt werden.
AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSFÄLLE (M)
Als Aufwendungen für Versicherungsfälle werden sämtliche Zahlungen an Versicherungsnehmer aus Schadenfällen, im Zu-
sammenhang mit Versicherungsfällen stehende direkte Schadenregulierungsaufwendungen sowie interne Kosten, die mög-
lichst verursachungsgerecht der Schadenregulierung zugeordnet werden, ausgewiesen. Ebenso werden Aufwendungen
für die Schadenverhütung in diesem Posten dargelegt. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle werden um Erträge aus
der Inanspruchnahme von vertraglich oder gesetzlich bestehenden Regressmöglichkeiten (dies betrifft insbesondere die
Schaden- und Unfallversicherung) gekürzt. Weiters werden im Posten Aufwendungen für Versicherungsfälle die Veränder-
ungen der versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesen.
AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSABSCHLUSS UND -VERWALTUNG (N)
Der Posten Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung wird in Aufwendungen für den Versicherungsab-
schluss, Aufwendungen für die Versicherungsverwaltung, abzüglich der Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile
aus Rückversicherungsabgaben gegliedert. Er enthält damit verursachungsgerecht zugeordnete Personal- und Sachauf-
wendungen der VIG-Versicherungsgruppe.
68
Jahresfinanzbericht 2020
KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Insgesamt werden 78 in- und 87 ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Vollkonsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt mit der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet
mit dessen Wegfall. Mittels dieser Konsolidierungsmethode werden 64 in- und 69 ausländische Unternehmen im Konzern-
abschluss berücksichtigt.
Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die VIG Holding direkt oder indirekt über maßgeblichen Einfluss verfügt,
ohne jedoch Kontrolle auszuüben. Diese Unternehmen werden nach der at equity-Methode bilanziert. Im vorliegenden Konzern-
abschluss wurden 14 in- und 18 ausländische Unternehmen at equity einbezogen. 115 Unternehmen, deren Einfluss auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden im Wesentlichen zum beizulegenden
Zeitwert bewertet.
Die Wesentlichkeit bzw. Unwesentlichkeit von Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen oder auch gemeinsamen Ver-
einbarungen für den Konzernabschluss wird anhand verschiedener auf Ebene der VIG Holding definierter Schwellenwerte über-
prüft. Daneben werden auch qualitative Bewertungskriterien herangezogen. Dazu erfolgt beispielsweise eine Prüfung des
Gewinns vor Steuern oder der Bilanzsumme. Wenn ein Unternehmen kein Größenkriterium erfüllt, wird in einem zweiten Schritt
validiert, ob die Summe der nicht einbezogenen Gesellschaften den Status der Wesentlichkeit erreicht. Tritt dieser Fall nicht ein,
werden diese Gesellschaften nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
Voll beherrschte Investmentfonds („Spezialfonds“) wurden entsprechend den Bestimmungen des IFRS 10 vollkonsolidiert.
Diese konsolidierten Spezialfonds sind keine eigenständigen gesellschaftsrechtlichen Einheiten und daher keine nach
IFRS 12 definierten strukturierten Unternehmen. Es handelt sich hierbei um Investmentfonds, die nicht für die Kapitalmarkt-
öffentlichkeit konzipiert sind.
Aufgrund des fehlenden beherrschenden Einflusses werden Publikumsinvestmentfonds trotz der Mehrheit der Anteile nicht
konsolidiert. Durch gesellschaftsrechtliche und regulatorische Vorschriften kann die Fähigkeit von Tochterunternehmen,
finanzielle Mittel (in Form von Dividenden) an das Mutterunternehmen zu transferieren, eingeschränkt sein.
UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE (IFRS 3)
Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird jener
Wert angesetzt, um den die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung sowie alle nicht beherr-
schenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen die identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden
übersteigen. Für jeden Unternehmenszusammenschluss können die nicht beherrschenden Anteile, die gegenwärtig Eigen-
tumsrechte vermitteln und im Falle einer Liquidation den Anspruch auf einen entsprechenden Anteil am Nettovermögen ein-
räumen, entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens
bewertet werden. Sofern ein anderer IFRS keine andere Bewertungsmethode vorsieht, werden alle anderen Bestandteile der
nicht beherrschenden Anteile zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Ist die Gegen-
leistung geringer als die zum Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Tochterunternehmens, wird
nach nochmaliger Überprüfung der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Grundsätzlich
werden die gemäß IFRS 13 ermittelten beizulegenden Zeitwerte aller Vermögenswerte (inkl. Firmenwerte und sonstige immate-
rielle Vermögenswerte) und Schulden jenem Land zugerechnet, welchem das gekaufte Unternehmen zugeordnet ist.
Die im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen als auch die gem. IAS 12.66ff im Erwerbszeitpunkt ent-
stehenden aktiven latenten Steuern werden gem. IAS 12.37 einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
69
Die VIG-Versicherungsgruppe sieht im aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert den Wert für die Nutzungsmöglichkeit des
versicherungsspezifischen Know-hows der Mitarbeiter der erworbenen Unternehmen abgebildet. Im Falle eines Markt-
eintritts steht er für das Potenzial, in einem Land Versicherungsprodukte anbieten und dessen Chancen ergreifen zu können.
In jenen Ländern, in denen die VIG-Versicherungsgruppe bereits mit einem oder mehreren Unternehmen vertreten ist, steht
der Geschäfts- oder Firmenwert auch für das Potenzial, Synergieeffekte heben zu können.
Sämtliche Unternehmenskäufe wurden mit Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten getätigt. Eine Übersicht der voll-
konsolidierten und at equity erfassten Unternehmen befindet sich auf Seite 150 in Angabe 26. Verbundene Unternehmen und
Beteiligungen.
VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES
In der Berichtsperiode vom 1. Jänner 2020 bis zum 31. Dezember 2020 erwarb der Konzern Kontrolle über folgende
Tochterunternehmen bzw. wurden folgende Unternehmen in den Konsolidierungskreis aufgenommen:
Erweiterung des Konsolidierungskreises
*
Erwerb/Gründung
Anteile
Erstkonsolidierung
Methode
Zeitpunkt
in %
Zeitpunkt
Bohemia Servis Finance a.s., Žatec 2020
100,00
1.11.2020
at equity-konsolidiert
Bohemika HYPO s.r.o., Žatec 2020
100,00
1.11.2020
at equity-konsolidiert
DV Immoholding GmbH, Wien 2019
100,00
1.1.2020
vollkonsolidiert
DVIB alpha GmbH, Wien 2019
100,00
1.1.2020
vollkonsolidiert
Global Assistance Baltic SIA, Riga 2020
100,00
8.12.2020
vollkonsolidiert
Global Partner ČR, a.s., Prag 2020
65,00
22.12.2020
at equity-konsolidiert
SIA “Alauksta 13/15”, Riga 2020
100,00
23.11.2020
vollkonsolidiert
SIA “Artilērijas 35”, Riga 2020
100,00
23.11.2020
vollkonsolidiert
SIA “Ģertrūdes 121”, Riga 2020
100,00
23.11.2020
vollkonsolidiert
SMARDAN 5 DEVELOPMENT S.R.L., Bukarest 2020
100,00
9.12.2020
vollkonsolidiert
VIG Home, s.r.o., Bratislava 2020
100,00
1.10.2020
vollkonsolidiert
WSVA Liegenschaftbesitz GmbH, Wien 2019
100,00
1.1.2020
vollkonsolidiert
WSVB Liegenschaftbesitz GmbH, Wien 2019
100,00
1.1.2020
vollkonsolidiert
WSVC Liegenschaftbesitz GmbH, Wien 2020
100,00
19.6.2020
vollkonsolidiert
*Wenn nicht anders angegeben, ist kein Firmenwert vorhanden.
70
Jahresfinanzbericht 2020
Im Berichtszeitraum erworbene, aber noch nicht konsolidierte Unternehmen (kein Closing am 31. Dezember 2020) Erworbene Anteile
in %
AEGON Hungary Holding B.V. 100,00
AEGON Hungary Holding II B.V. 100,00
AEGON Poland/Romania Holding B.V. 100,00
AEGON Turkey Holding B.V. 100,00
AEGON Magyarország Általános Biztosító Zrt. 100,00
Help24 Assistance Kft. 100,00
Aegon Magyarország Pénztárszolgáltató Zrt. 100,00
AEGON Magyarország Közvetítő és Marketing Zrt. 100,00
AEGON Magyarország Befektetési Alapkezelő Zrt. 100,00
Aegon Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie S.A. 100,00
Aegon Powszechne Towarzystwo Emerytalne S.A. 100,00
Aegon Otwarty Fundusz Emerytalny 100,00
Aegon Services sp. z o.o. 100,00
Profitowi.pl S.A. 100,00
AEGON Ubezpieczenia Majątkowe (Polish Branch of Hungarian Composite Insurance) 100,00
Aegon Pensii – Societate de Administrare a Fondurilor de Pensii Private S.A. 100,00
AEGON Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie S.A. Varsovia Sucursala Floresti (Romanian Branch of Polish Life Insurance) 100,00
Aegon Emeklilik ve Hayat A.S. 100,00
Die VIG erzielte am 29. November 2020 eine Einigung mit der Aegon N.V. über den Erwerb ihres Versicherungsgeschäfts
in Ungarn, Polen, Rumänien und der Türkei. Damit werden in diesen Ländern die Versicherungsgesellschaften in den
Bereichen Nichtleben und Leben sowie Pensionskassen, Asset Management- und Service-Gesellschaften der Aegon
übernommen. Der Kaufpreis beträgt EUR 830 Mio. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der erforderlichen aufsichts- und
wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen. Das Closing der Transaktion wird im 2. Halbjahr 2021 erwartet. Mangels Closing
der Transaktion und fehlender Kontrolle über die Unternehmen wurden diese zum Bilanzstichtag noch nicht in den
Konsolidierungskreis aufgenommen.
Gegründete Unternehmen Anteile
Gründung
in %
Zeitpunkt
Global Assistance Baltic SIA, Riga 100,00
8.12.2020
Global Partner ČR, a.s., Prag 65,00
22.12.2020
SIA “Alauksta 13/15”, Riga 100,00
23.11.2020
SIA “Artilērijas 35”, Riga 100,00
23.11.2020
SIA “Ģertrūdes 121”, Riga 100,00
23.11.2020
SMARDAN 5 DEVELOPMENT S.R.L., Bukarest 100,00
9.12.2020
WSVC Liegenschaftbesitz GmbH, Wien 100,00
19.6.2020
Veränderung wesentlicher Anteile anderer Gesellschafter Veränderung
Veränderung
Kapitalanteil
Veränderung der nicht
beherrschenden Anteile
Zeitpunkt
in %
in TEUR
Asirom 30.9.2020
0,02
-19
BTA Baltic 31.12.2020
9,17
-9.459
Kniazha Life 31.12.2020
2,01
-43
Komunálna 30.6.2020
0,92
-604
Omniasig 31.3.2020
0,04
-33
SIA "Urban Space", Riga 31.12.2020
9,17
-42
VIG Fund 31.12.2020
0,10
-177
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
71
Auswirkung der Veränderungen des Konsolidierungskreises
Bilanz Zugänge
in TEUR
Kapitalanlagen 32.240
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 141
Forderungen (inkl. Steuerforderungen und Vorauszahlungen aus Ertragssteuern) 91
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31.049
Verbindlichkeiten (inkl. Steuerverbindlichkeiten aus Ertragssteuern) 7.655
Die in der obigen Tabelle angeführten Werte beruhen auf den tatsächlichen Zeitpunkten der Erstkonsolidierung, wie sie im
Kapitel Veränderungen des Konsolidierungskreises auf Seite 69 angegeben sind.
Beitrag zum Ergebnis vor Steuern im Berichtsjahr Zugänge
in TEUR
Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen 558
Sonstige Aufwendungen -4
Ergebnis vor Steuern 554
Eine Aufnahme der erstkonsolidierten Gesellschaften würde bei rückwirkender Aufnahme zum 1. Jänner 2020 zu keiner
wesentlichen Änderung der Bilanzposten führen. Die rückwirkende Aufnahme der erstkonsolidierten Gesellschaften zum
1. Jänner 2020 würde das Konzernergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen um 0,01 % reduzieren (ohne
Berücksichtigung etwaiger Konsolidierungseffekte).
Durch die Einbeziehung der neuen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis hat sich der Mitarbeiterstand nicht verändert.
72
Jahresfinanzbericht 2020
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
BESTIMMUNG BERICHTSPFLICHTIGER SEGMENTE
Die Festlegung der Segmente erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 8 Geschäftssegmente anhand der internen Berichter-
stattung an den Hauptentscheidungsträger. Als Geschäftssegmente wurden die einzelnen Märkte, in denen die VIG-
Versicherungsgruppe tätig ist, identifiziert. Der Vorstand der VIG Holding als Hauptentscheidungsträger beurteilt regelmäßig
die Ertragskraft anhand dieser Segmente und entscheidet über die Allokation von Ressourcen zu diesen. Die Betonung der
Länder spiegelt auch die Länderverantwortlichkeiten der Vorstände der VIG Holding wider.
Die Länder Estland, Lettland und Litauen sowie Albanien und Kosovo werden als Geschäftssegmente Baltikum bzw.
Albanien inkl. Kosovo an den Vorstand berichtet. Darüber hinaus wurden die Länder Türkei und Georgien zu einem Berichts-
segment gebündelt.
Die Ermittlung der berichtspflichtigen Segmente erfolgte unter Berücksichtigung der Zusammenfassungskriterien gemäß
IFRS 8.12 bzw. IFRS 8.14 sowie der Einhaltung der definierten quantitativen Schwellenwerte unter IFRS 8.13.
Als berichtspflichtige Segmente wurden:
• Österreich (inkl. der Zweigniederlassungen der Wiener Städtischen in Slowenien und Italien),
• Tschechische Republik,
• Slowakei,
• Polen,
• Rumänien,
• Baltikum,
• Ungarn,
• Bulgarien,
• Türkei/Georgien,
• Sonstige CEE,
• Übrige Märkte und
• Zentrale Funktionen (inkl. der Zweigniederlassungen der VIG Holding in Schweden, Norwegen und Dänemark sowie
jener der VIG Re in Deutschland und Frankreich) ermittelt.
Unter dem Segment Sonstige CEE sind die Länder Albanien inkl. Kosovo (im Kosovo befindet sich eine Zweigniederlassung
einer albanischen Gesellschaft), Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Moldau, Nordmazedonien, Serbien und Ukraine enthalten.
Das Segment wird gemäß den Kriterien der Zusammenfassung nach IFRS 8.14 aggregiert und trotz der Unterschreitung
der Schwellenwerte nicht in der Restgröße gemäß IFRS 8.16 gezeigt. Die separate Darstellung erfolgt aufgrund des CEE-
Fokus der VIG-Versicherungsgruppe.
Zusätzlich erachtet der Vorstand es als wertvolle Information, Rumänien, das Baltikum, Ungarn, Bulgarien und Türkei/Georgien
trotz der Unterschreitung der Schwellenwerte als separate Finanzinformation im Rahmen der Segmentberichterstattung zu
veröffentlichen. Der CEE-Fokus der VIG-Versicherungsgruppe und das starke Wachstum einzelner Länder führten zu dieser
Entscheidung.
Das berichtspflichte Segment Übrige Märkte entspricht der Restgröße gemäß IFRS 8.16 und umfasst die Länder Deutschland
und Liechtenstein.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
73
Gesellschaften mit einer überregionalen Steuerungs- und Koordinationsfunktion für die VIG-Versicherungsgruppe sind im
Segment Zentrale Funktionen abgebildet.
GRUNDLAGE DER UMSATZERLÖSE DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE
Berichtspflichtige Segmente (exkl. Zentrale Funktionen)
Der Umfang des Geschäftsbetriebs umfasst das Versicherungsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden. Die Produktpalette
besteht dabei u.a. aus Kraftfahrzeughaftpflicht- und Kasko-, Unfall-, Haftpflicht-, Feuer- und Elementarschäden- und Reise-
versicherung.
Für Einzelpersonen oder Gruppen wird auch eine Vielzahl von Lebens- und Krankenversicherungsprodukten angeboten.
Hierzu zählen beispielsweise Krankenzusatz-, Pflege- sowie Kapitallebens-, Risikolebensversicherungen und anlage-
orientierte Produkte. Der Vertrieb der Produkte erfolgt, entsprechend den Eckpfeilern der VIG-Versicherungsgruppe, in allen
Märkten über sämtliche Vertriebskanäle. Dies bedeutet, dass u.a. der gebundene Vertrieb, Banken, Makler oder Agenten
die Versicherungsprodukte vertreiben.
Zentrale Funktionen
Das Segment beinhaltet die VIG Holding, die VIG Re, die Wiener Re, den VIG Fund, zentrale IT-Dienstleister und
Zwischenholdings.
Die VIG Holding konzentriert sich hauptsächlich auf die Steuerungsaufgaben der VIG-Versicherungsgruppe. Darüber hinaus
ist sie auch als Rückversicherer innerhalb der VIG-Versicherungsgruppe sowie im länderübergreifenden Firmengeschäft
tätig. Die konzerneigene Rückversicherung VIG Re ist ein erfolgreicher Anbieter von Rückversicherungsprodukten sowohl
für Versicherungsgesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe als auch für externe Partner.
Informationen über wichtige Kunden
Die VIG-Versicherungsgruppe ist in keinem hohen Grad von einem einzigen Kunden, entsprechend der Definition des
IFRS 8.34, abhängig. Auf die 10 größten Kundengruppen entfallen 2,2 % der Verrechneten Prämien des Konzerns. Unter
Kundengruppen wurden Firmenkunden zusammengefasst, die gemäß Wissensstand der VIG-Versicherungsgruppe unter
gemeinsamer Beherrschung stehen.
ALLGEMEINE ANGABEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Transferpreise zwischen berichtspflichtigen Segmenten werden wie Geschäfte mit Dritten auf der Basis von Marktpreisen
ermittelt. In der Konsolidierungsspalte werden konzerninterne segmentübergreifende Geschäftsvorfälle eliminiert. Die
einzige Ausnahme stellen Dividenden und Zwischengewinne dar, die im jeweiligen Segment herausgerechnet werden.
BEWERTUNGSGRUNDLAGE FÜR DEN ERFOLG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE
Der finanzielle Erfolg der berichtspflichtigen Segmente wird anhand unterschiedlicher Steuerungsgrößen beurteilt. Als
einheitliche Grundlage wird der IFRS-Ergebnisbeitrag herangezogen. Die Gewinn- und Verlustrechnung nach Segmenten
wird aus Gründen der Vergleichbarkeit entsprechend auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übergeleitet, wobei sich
die Darstellung auf die Hauptposten beschränkt. Selbiges gilt im gleichen Maße für die Segment- bzw. Konzernbilanz.
74
Jahresfinanzbericht 2020
KONZERNBILANZ NACH SEGMENTEN
Aktiva Österreich Tschechische Republik Slowakei
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 497.293
455.579
487.109
505.065
126.749
123.905
Nutzungsrechte 75.523
80.466
57.583
63.343
6.837
7.372
Kapitalanlagen 23.655.203
23.572.424
2.937.473
3.088.224
1.603.118
1.455.389
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung 4.918.309
5.484.384
418.286
389.107
180.756
193.217
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen
Rückstellungen
487.996
400.137
149.599
134.935
40.573
31.904
Forderungen 559.737
559.902
166.645
169.866
47.231
62.780
Steuerforderungen und Vorauszahlungen aus Ertragssteuern 18.024
18.451
37.735
9.548
135
103
Aktive Steuerabgrenzung 4.871
6.014
85.389
2.081
6.065
7.156
Übrige Aktiva 102.357
111.248
160.467
158.364
9.150
11.149
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 451.307
656.000
144.332
125.717
87.218
78.331
Summe 30.770.620
31.344.605
4.644.618
4.646.250
2.107.832
1.971.306
Aktiva Polen Rumänien Baltikum
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 158.164
187.378
20.845
23.662
135.652
145.113
Nutzungsrechte 5.466
10.230
3.642
4.074
8.872
11.399
Kapitalanlagen 1.431.462
1.299.029
754.751
710.867
697.135
639.017
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung 680.712
726.043
109.020
137.358
101.210
80.617
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen
Rückstellungen
121.345
180.855
47.214
42.187
44.839
50.972
Forderungen 212.916
240.505
192.185
178.100
92.650
85.109
Steuerforderungen und Vorauszahlungen aus Ertragssteuern 4.291
493
0
0
549
430
Aktive Steuerabgrenzung 0
920
4.992
10.304
32
544
Übrige Aktiva 7.710
10.302
4.625
3.683
18.910
16.116
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24.680
24.949
21.379
14.889
73.230
50.291
Summe 2.646.746
2.680.704
1.158.653
1.125.124
1.173.079
1.079.608
Aktiva Ungarn Bulgarien Türkei/Georgien
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 27.062
26.013
126.405
185.830
2.533
16.707
Nutzungsrechte 2.820
4.023
2.555
2.801
605
741
Kapitalanlagen 162.639
172.437
248.030
208.984
96.334
102.883
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung 518.110
481.705
14.950
11.269
0
0
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen
Rückstellungen 14.757
13.061
22.041
22.459
91.236
86.928
Forderungen 31.351
34.566
45.269
45.505
86.031
77.786
Steuerforderungen und Vorauszahlungen aus Ertragssteuern 36
27
0
20
4.517
2.266
Aktive Steuerabgrenzung 1.025
1.730
232
1.018
804
2.053
Übrige Aktiva 11.031
11.754
6.132
6.049
1.135
1.511
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.575
6.768
41.808
44.863
24.780
23.226
Summe 770.406
752.084
507.422
528.798
307.975
314.101
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
75
Passiva Österreich Tschechische Republik Slowakei
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Nachrangige Verbindlichkeiten 342.950
342.950
20.959
21.647
0
0
Versicherungstechnische Rückstellungen 22.446.551
22.552.573
2.792.390
2.828.728
1.281.092
1.230.371
Versicherungstechnische Rückstellungen der fonds- und index-
gebundenen Lebensversicherung 4.744.433
5.194.598
249.729
202.422
191.127
202.686
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen 649.509
683.171
10.038
7.966
3.288
3.148
Verbindlichkeiten 679.644
693.724
414.588
429.340
102.332
115.885
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragssteuern 255.222
205.976
20.479
32.908
2.012
127
Passive Steuerabgrenzung 188.113
187.189
5.700
9.231
25.605
18.243
Übrige Passiva 73.880
85.413
3.300
2.469
3.257
4.283
Zwischensumme 29.380.302
29.945.594
3.517.183
3.534.711
1.608.713
1.574.743
Passiva Polen Rumänien Baltikum
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Nachrangige Verbindlichkeiten 0
0
0
0
0
0
Versicherungstechnische Rückstellungen 1.275.020
1.244.133
660.413
628.367
666.167
616.364
Versicherungstechnische Rückstellungen der fonds- und index-
gebundenen Lebensversicherung 671.126
697.588
107.690
136.259
101.215
80.617
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen 11.996
6.683
42.631
40.847
2.677
1.212
Verbindlichkeiten 154.361
194.663
94.931
83.160
91.774
77.136
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragssteuern 1.715
323
1.415
384
836
331
Passive Steuerabgrenzung 22.458
23.658
911
0
2.202
2.924
Übrige Passiva 16.299
15.911
8.542
8.822
4.759
1.693
Zwischensumme 2.152.975
2.182.959
916.533
897.839
869.630
780.277
Passiva Ungarn Bulgarien Türkei/Georgien
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Nachrangige Verbindlichkeiten 0
0
0
0
0
0
Versicherungstechnische Rückstellungen 174.913
171.265
250.467
229.538
232.695
224.138
Versicherungstechnische Rückstellungen der fonds- und index-
gebundenen Lebensversicherung 515.028
477.765
14.254
10.761
0
0
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen 772
1.370
4.804
6.734
11.419
11.305
Verbindlichkeiten 39.500
46.821
31.873
28.935
44.044
39.618
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragssteuern 333
304
211
356
3.467
2.273
Passive Steuerabgrenzung 275
408
937
765
188
6
Übrige Passiva 3.577
2.313
21
198
566
771
Zwischensumme 734.398
700.246
302.567
277.287
292.379
278.111
76
Jahresfinanzbericht 2020
Aktiva Sonstige CEE Übrige Märkte Zentrale Funktionen Gesamt
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 42.740
89.630
1.963
1.583
106.562
179.114
1.733.077
1.939.579
Nutzungsrechte 9.855
9.505
44
47
11.552
3.655
185.354
197.656
Kapitalanlagen 1.093.226
1.067.904
726.665
694.777
1.495.150
1.443.805
34.901.186
34.455.740
Finanzinstrumente der fonds- und
indexgebundenen Lebensversicherung 33.708
56.452
986.176
1.055.178
6.802
4.997
7.968.039
8.620.327
Anteile der Rückversicherer an den
versicherungstechnischen
Rückstellungen 16.503
18.677
4.953
5.391
355.436
295.928
1.396.492
1.283.434
Forderungen 87.696
90.506
15.128
15.805
162.320
156.919
1.699.159
1.717.349
Steuerforderungen und Voraus-
zahlungen aus Ertragssteuern 400
226
25
385
209.329
194.896
275.041
226.845
Aktive Steuerabgrenzung 2.176
2.034
246
977
30.896
33.894
136.728
68.725
Übrige Aktiva 14.514
15.910
5.844
5.238
45.970
40.587
387.845
391.911
Zahlungsmittel und Zahlungs-
mitteläquivalente 30.254
26.301
63.990
50.208
780.594
341.815
1.745.147
1.443.358
Summe 1.331.072
1.377.145
1.805.034
1.829.589
3.204.611
2.695.610
50.428.068
50.344.924
Passiva Sonstige CEE Übrige Märkte Zentrale Funktionen Gesamt
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Nachrangige Verbindlichkeiten 0
0
0
0
1.100.000
1.100.000
1.463.909
1.464.597
Versicherungstechnische
Rückstellungen
1.095.516
969.551
701.821
663.264
653.010
527.784
32.230.055
31.886.076
Versicherungstechnische Rück-
stellungen der fonds- und index-
gebundenen Lebensversicherung 33.707
56.452
982.106
1.051.854
6.801
4.997
7.617.216
8.115.999
Nichtversicherungstechnische
Rückstellungen 7.420
7.351
13.060
12.686
119.195
149.086
876.809
931.559
Verbindlichkeiten 41.804
47.712
34.675
33.806
524.780
303.772
2.254.306
2.094.572
Steuerverbindlichkeiten aus
Ertragssteuern 931
1.132
414
636
3.963
6.139
290.998
250.889
Passive Steuerabgrenzung 2.563
5.361
1.095
377
17.823
14.040
267.870
262.202
Übrige Passiva 18.217
19.383
1
2
8.720
7.079
141.139
148.337
Zwischensumme 1.200.158
1.106.942
1.733.172
1.762.625
2.434.292
2.112.897
45.142.302
45.154.231
Eigenkapital 5.285.766
5.190.693
Summe 50.428.068
50.344.924
Die zu jedem Segment angegebenen Beträge wurden um die aus segmentinternen Vorgängen resultierenden Beträge bereinigt.
Daher kann aus dem Saldo der Segmentaktiva und -passiva nicht auf das Segmenteigenkapital geschlossen werden.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
77
KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG NACH SEGMENTEN
Österreich Tschechische Republik Slowakei Polen
2020
2019
2020
2019
2020
2019
2020
2019
in TEUR
Verrechnete Prämien – Gesamtrechnung 4.030.707
3.943.276
1.732.393
1.745.827
729.520
798.860
1.196.236
1.131.979
Abgegrenzte Prämien – Eigenbehalt 3.275.613
3.226.195
1.295.519
1.312.764
597.269
671.617
926.588
886.524
Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus
Anteilen an at equity bewerteten
Unternehmen 536.365
738.945
64.848
70.763
36.413
49.550
36.136
30.759
Erträge aus der Kapitalveranlagung 841.131
982.570
128.835
113.005
45.684
53.595
50.040
47.083
Aufwendungen aus der Kapital-
veranlagung und Zinsaufwendungen -304.766
-243.625
-63.987
-42.242
-9.271
-4.045
-13.904
-16.324
Ergebnis aus Anteilen an at equity
bewerteten Unternehmen -30.960
20.393
832
1.419
0
0
0
0
Sonstige Erträge 17.982
37.047
28.835
44.906
5.171
23.478
7.220
25.044
Aufwendungen für Versicherungsfälle –
Eigenbehalt -2.958.391
-3.116.818
-824.507
-789.706
-433.926
-530.468
-670.009
-623.610
Aufwendungen für Versicherungs-
abschluss und -verwaltung -636.020
-654.843
-343.718
-361.077
-124.229
-139.861
-224.283
-216.726
Sonstige Aufwendungen -25.862
-43.592
-29.737
-106.619
-29.304
-25.432
-53.100
-32.788
Ergebnis vor Steuern 178.727
207.327
192.072
172.450
51.394
48.884
22.552
69.203
Steuern -19.040
-23.354
-39.896
-33.538
-15.184
-13.728
-11.506
-12.352
Periodenergebnis 159.687
183.973
152.176
138.912
36.210
35.156
11.046
56.851
Rumänien Baltikum Ungarn Bulgarien
2020
2019
2020
2019
2020
2019
2020
2019
in TEUR
Verrechnete Prämien – Gesamtrechnung 493.804
468.237
492.915
500.284
287.750
289.520
199.640
223.905
Abgegrenzte Prämien – Eigenbehalt 375.929
346.889
393.316
385.234
223.551
219.627
145.333
137.683
Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus
Anteilen an at equity bewerteten
Unternehmen 18.986
13.497
9.432
11.373
3.349
4.865
12.261
11.674
Erträge aus der Kapitalveranlagung 27.057
23.646
13.087
13.847
4.749
7.235
28.863
26.426
Aufwendungen aus der Kapital-
veranlagung und Zinsaufwendungen
-8.071
-10.149
-3.655
-2.474
-1.400
-2.370
-16.602
-14.752
Ergebnis aus Anteilen an at equity
bewerteten Unternehmen 0
0
0
0
0
0
0
0
Sonstige Erträge 9.639
13.475
5.169
2.914
11.074
9.178
5.003
1.107
Aufwendungen für Versicherungsfälle –
Eigenbehalt
-249.660
-235.789
-278.906
-268.088
-167.167
-164.561
-77.940
-78.531
Aufwendungen für Versicherungs-
abschluss und -verwaltung -116.363
-106.784
-100.372
-102.968
-39.176
-42.034
-53.553
-50.332
Sonstige Aufwendungen -24.296
-133.118
-19.141
-20.810
-23.187
-18.410
-67.826
-5.838
Ergebnis vor Steuern 14.235
-101.830
9.498
7.655
8.444
8.665
-36.722
15.763
Steuern -5.780
-7.334
-2.084
-1.305
-2.740
-2.460
-2.951
-2.216
Periodenergebnis 8.455
-109.164
7.414
6.350
5.704
6.205
-39.673
13.547
78
Jahresfinanzbericht 2020
Türkei/Georgien Sonstige CEE Übrige Märkte
2020
2019
2020
2019
2020
2019
in TEUR
Verrechnete Prämien – Gesamtrechnung 251.652
234.902
439.610
446.910
279.997
380.402
Abgegrenzte Prämien – Eigenbehalt 113.001
112.366
318.551
328.817
230.878
332.312
Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus
Anteilen an at equity bewerteten
Unternehmen 8.368
7.873
47.482
37.591
17.202
16.601
Erträge aus der Kapitalveranlagung 10.565
15.757
44.830
46.354
20.086
21.641
Aufwendungen aus der Kapital-
veranlagung und Zinsaufwendungen -2.197
-7.884
2.652
-8.763
-2.884
-5.040
Ergebnis aus Anteilen an at equity
bewerteten Unternehmen 0
0
0
0
0
0
Sonstige Erträge 11.185
6.084
7.095
8.023
3.821
3.876
Aufwendungen für Versicherungsfälle –
Eigenbehalt -77.338
-80.997
-222.985
-222.262
-174.277
-273.295
Aufwendungen für Versicherungs-
abschluss und -verwaltung -30.084
-31.199
-102.946
-109.641
-21.954
-29.280
Sonstige Aufwendungen -26.015
-7.466
-62.847
-15.462
-28.942
-27.653
Ergebnis vor Steuern -883
6.661
-15.650
27.066
26.728
22.561
Steuern -3.110
-1.532
-5.405
-6.021
-8.200
-8.076
Periodenergebnis -3.993
5.129
-21.055
21.045
18.528
14.485
Zentrale Funktionen Konsolidierung Gesamt
2020
2019
2020
2019
2020
2019
in TEUR
Verrechnete Prämien – Gesamtrechnung 1.736.522
1.623.491
-1.442.292
-1.388.186
10.428.454
10.399.407
Abgegrenzte Prämien – Eigenbehalt 1.425.685
1.351.456
15.352
6.445
9.336.585
9.317.929
Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus
Anteilen an at equity bewerteten
Unternehmen -162.897
-2.808
-3.154
-3.917
624.791
986.766
Erträge aus der Kapitalveranlagung 113.470
316.492
-64.608
-74.450
1.263.789
1.593.201
Aufwendungen aus der Kapital-
veranlagung und Zinsaufwendungen
-276.367
-319.300
61.454
70.533
-638.998
-606.435
Ergebnis aus Anteilen an at equity
bewerteten Unternehmen 1.618
2.262
0
0
-28.510
24.074
Sonstige Erträge 34.880
19.685
-1.413
-1.614
145.661
193.203
Aufwendungen für Versicherungsfälle –
Eigenbehalt
-870.404
-878.363
-25.059
-256
-7.030.569
-7.262.744
Aufwendungen für Versicherungs-
abschluss und -verwaltung -523.947
-443.077
-11.834
-5.404
-2.328.479
-2.293.226
Sonstige Aufwendungen -12.502
-12.694
29.142
5.449
-373.617
-444.433
Ergebnis vor Steuern -107.567
36.461
3.034
703
345.862
521.569
Steuern 12.702
3.435
0
0
-103.194
-108.481
Periodenergebnis -94.865
39.896
3.034
703
242.668
413.088
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
79
FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENT
FINANZINSTRUMENTE (INKL. IMMOBILIEN UND ÜBRIGE KAPITALANLAGEN)
Die Veranlagung der Kapitalanlagen erfolgt unter Berücksichtigung der Gesamtrisikolage nach der dafür vorgesehenen
Strategie in festverzinslichen Werten (Anleihen, Darlehen/Kredite), Aktien, Immobilien, Beteiligungen und Übrige Kapital-
anlagen.
Die Kapitalanlagestrategie ist in den Anlagerichtlinien für jede Versicherungsgesellschaft festgelegt, deren Einhaltung laufend
vom Asset Management bzw. Asset-Risk Management und stichprobenweise von der Internal Audit überprüft wird. Die
Anlagerichtlinien werden zentral abgestimmt und sind von allen Unternehmen der Gruppe zu beachten. Für die Fest-
schreibung der strategischen Ausrichtung der Kapitalanlagen sind bei der Festsetzung der Volumina und der Begrenzung
der offenen Geschäfte der Risikogehalt der vorgesehenen Kategorien sowie Marktrisiken von wesentlicher Bedeutung.
Die Grundsätze der Kapitalanlagestrategie lassen sich wie folgt zusammenfassen:
• Die VIG-Versicherungsgruppe betreibt eine langfristig angelegte, konservative Anlagepolitik.
• Die VIG-Versicherungsgruppe setzt auf einen Asset-Mix zur Sicherstellung der dem langfristigen Verbindlichkeitsprofil
entsprechenden Cash flows und zur Schaffung nachhaltiger Wertsteigerungen durch Nutzung von Korrelations- und
Diversifikationseffekten der einzelnen Asset-Klassen.
• Das Veranlagungsmanagement erfolgt je nach Asset-Klasse bzw. je nach Ausrichtung innerhalb der Asset-Klassen
entweder durch Eigen- oder Fremdmanagement.
• Das Währungsprofil der Kapitalanlagen soll möglichst vollständig den Verpflichtungen gegenüber den Versicherungs-
nehmern und anderen Verbindlichkeiten entsprechen (Währungskongruenz).
• Das Risikomanagement für Wertpapiere ist darauf ausgerichtet, das Risikopotenzial aus dem Einfluss von Kurs-, Zins-
und Währungsschwankungen auf das Ergebnis und auf den Wert der Kapitalanlagen transparent zu machen und zu
begrenzen. Die Begrenzung erfolgt einerseits durch ein Limitsystem auf Positionsebene und andererseits durch ein
Value-at-Risk-Limitsystem für das Risikopotenzial auf Portfolioebene.
• Die Marktentwicklung wird laufend überwacht und die Struktur des Portfolios gegebenenfalls aktiv angepasst.
Das Anlageportfolio (mit Fondsdurchsicht von konsolidierten Spezialfonds) weist einen Anteil an Anleihen von rd. 72,66 %
(73,05 %) und an Darlehen von rd. 7,01 % (6,73 %)
auf. Der Aktienanteil beträgt rd. 4,25 % (4,46 %), der Anteil an Immobilien
liegt bei rd. 7,12 % (6,97 %), der Anteil an Beteiligungen bei rd. 1,50 % (1,50 %) sowie der Anteil an Sonstige bei rd. 7,46 %
(7,29 %), jeweils gemessen am Buchwert des Gesamtanlageportfolios.
80
Jahresfinanzbericht 2020
Zusammensetzung Kapitalanlagen (Buchwerte) 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Immobilien 2.507.413
2.414.258
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 291.561
321.276
Ausleihungen 2.566.884
2.416.108
Ausleihungen 1.647.782
1.461.846
Umklassifizierte Ausleihungen 136.308
139.584
Als Ausleihungen klassifizierte Anleihen 782.794
814.678
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 28.685.004
28.244.801
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte – Anleihen 2.163.435
2.195.001
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte umklassifiziert – Anleihen 293.003
568.700
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 25.983.431
25.148.103
Anleihen 22.895.705
22.300.441
Aktien und andere Unternehmensbeteiligungen
1)
672.285
666.017
Investmentfonds 2.415.441
2.181.645
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
2)
245.135
332.997
Anleihen 130.713
203.477
Aktien und sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere 11.046
21.955
Investmentfonds 70.437
72.768
Derivate 32.939
34.797
Übrige Kapitalanlagen 850.324
1.059.297
Guthaben bei Kreditinstituten 766.408
973.247
Depotforderungen aus dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 83.900
86.032
Übrige 16
18
Summe 34.901.186
34.455.740
1)
Beinhaltet Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen in Höhe von TEUR 257.779 (TEUR 217.494)
2)
Inklusive Handelsbestand
Immobilien
Das Portfolio hatte zum 31. Dezember 2020 einen Buchwert von EUR 2.507,4 Mio. (beizulegender Zeitwert: EUR 4.190,9 Mio.)
und zum 31. Dezember 2019 einen Buchwert von EUR 2.414,3 Mio. (beizulegender Zeitwert: EUR 3.863,1 Mio.).
Das Portfolio im Direktbestand bzw. gehalten in Form von Beteiligungen dient in erster Linie zur Abbildung langfristiger
Posten im Versicherungsgeschäft mit hoher Inflationsresistenz und zur Schaffung stiller Reserven. Der Anteil des Immo-
bilienportfolios am Gesamtanlageportfolio liegt bei 7,12 % (6,97 %).
Die nachstehende Tabelle zeigt die Investitionen zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2019 aufgeteilt nach den
Segmenten Österreich und Zentrale Funktionen sowie in Summe alle übrigen Segmente nach der Nutzungsart der
jeweiligen Immobilien.
Nutzung der Immobilien in % des Immobilienportfolios 31.12.2020
31.12.2019
Österreich 65,98
64,91
Selbstgenutzt 7,26
7,76
Als Finanzinvestition gehalten 58,72
57,15
Zentrale Funktionen 19,59
20,21
Selbstgenutzt 1,36
0,96
Als Finanzinvestition gehalten 18,23
19,25
Übrige Segmente 14,43
14,88
Selbstgenutzt 10,43
11,52
Als Finanzinvestition gehalten 4,00
3,36
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
81
Anteil an at equity bewerteten Unternehmen
Die Anteile an at equity bewerteten Unternehmen hatten zum 31. Dezember 2020 einen Buchwert von EUR 291,6 Mio.
und zum 31. Dezember 2019 einen Buchwert von EUR 321,3 Mio. Der Anteil der at equity bewerteten Unternehmen lag
damit gemessen am Buchwert des Gesamtanlageportfolios zum 31. Dezember 2020 bei 0,84 % (0,93 %).
Ausleihungen
Die Ausleihungen hatten zum 31. Dezember 2020 einen Buchwert von EUR 2.566,9 Mio. und zum 31. Dezember 2019 einen
Buchwert von EUR 2.416,1 Mio. In der CEE-Region haben Anlagen in Ausleihungen eine geringe Bedeutung. Eine Bestands-
analyse und eine Darstellung der Restlaufzeiten der Ausleihungen sind in Angabe 2.3. Ausleihungen und Übrige Kapital-
anlagen ab Seite 109 beschrieben.
Anleihen
Der Anteil der Anleihen an den gesamten Kapitalanlagen beträgt zum 31. Dezember 2020 72,66 % (73,05 %). Die VIG-
Versicherungsgruppe managt ihr Anleihenportfolio anhand der Einschätzung der Zins-, Spread- und Bonitätsentwicklungen
unter Berücksichtigung von Limits in Bezug auf Einzelemittenten, Bonität, Laufzeiten, Länder, Währungen und das
Emissionsvolumen. Im Anlagekonzept dient das Anleihensegment primär der Sicherstellung langfristig stabiler Erträge.
Derivative Produkte werden nur zur Verringerung von Risiken oder Erleichterung einer effizienten Portfolioverwaltung
verwendet. Für Anleihenportfolios, die von Dritten gemanagt werden, wie zum Beispiel Investmentfonds, muss der Einsatz
von derivativen Instrumenten in den entsprechenden Anlagerichtlinien ausdrücklich geregelt sein.
Aktien
Gemessen am Buchwert des Gesamtanlageportfolios lag das Aktieninvestment (inklusive Aktien in den Fonds) zum
31. Dezember 2020 bei 4,25 % (4,46 %). Nach den Anlagerichtlinien für Österreich erfolgt das Management nach dem Top-
down-Ansatz mit der Vorgabe, das mit Aktien verbundene Marktpreisrisiko durch Diversifikation zu minimieren. Bei den
Unternehmen der VIG-Versicherungsgruppe in der CEE-Region ist der Aktienanteil insgesamt sehr gering.
82
Jahresfinanzbericht 2020
RISIKOMANAGEMENT
Die Kernkompetenz der VIG-Versicherungsgruppe ist der professionelle Umgang mit Risiken. Das Versicherungsgeschäft
besteht aus der bewussten Übernahme diverser Risiken und deren profitabler Bewirtschaftung. Eine primäre Aufgabe des
Risikomanagements ist es, die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen zu gewährleisten.
Generell sind alle Versicherungsgesellschaften für die Steuerung ihrer Risiken selbst verantwortlich, wobei das zentrale Risiko-
management der VIG Holding für die Einzelgesellschaften Leitlinien und Richtlinien in allen wesentlichen Bereichen vorgibt.
Speziell im Investitions- und Kapitalanlagenbereich sowie in der Rückversicherung werden strikte Vorgaben definiert.
Primäre Voraussetzung für ein effektives Risikomanagement ist ein gruppenweit konsistentes Risikomanagementsystem und
die Festlegung einer Risikopolitik und -strategie durch die Geschäftsführung. Ziel des Risikomanagements ist dabei nicht die
vollkommene Vermeidung von Risiko, sondern vielmehr die bewusste Übernahme von erwünschten Risiken bzw. die Setzung
von Maßnahmen zur Kontrolle und gegebenenfalls auch die Reduktion bestehender Risiken unter wirtschaftlichen Aspekten.
Das Verhältnis von Ertrag zu Risiko ist somit eine der entscheidenden Größen, die im Rahmen des Risikomanagements
optimiert werden muss, um zum einen hinreichende Sicherheit für den Versicherungsnehmer und das Versicherungsunter-
nehmen selbst zu gewährleisten und zum anderen der notwendigen Wertschöpfung Rechnung zu tragen.
Die Aufgaben des Risikomanagements der VIG Holding werden in unabhängigen organisatorischen Einheiten gebündelt,
wobei durch eine wohl etablierte Risiko- und Kontrollkultur im Unternehmen jeder einzelne Mitarbeiter zu einem erfolgreichen
Risikomanagement beiträgt. Transparente und nachvollziehbare Entscheidungen und Prozesse innerhalb des Unternehmens
bilden dabei wesentliche Bestandteile der Risikokultur.
Risikostrategie
Zusammen mit der Geschäfts- und Kapitalstrategie bildet eine umfassende Risikostrategie die Grundlage der strategischen
Ausrichtung des Unternehmens. Die Risikostrategie legt geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen für die wesentlichen
Risiken fest und basiert auf folgenden gruppenweit gültigen Prinzipien:
AKZEPTIERTE RISIKEN
• Es werden all jene Risiken in einem tragfähigen Umfang akzeptiert, die direkt mit dem ausgeübten Versicherungs-
geschäft in Verbindung stehen (versicherungstechnische Risiken, Marktrisiken).
NICHT AKZEPTIERTE RISIKEN
• Es werden keine Risiken aus dem Versicherungsgeschäft akzeptiert, die nicht hinreichend bewertet werden können.
Hierzu zählen insbesondere die Bereiche der Haftpflichtversicherungen bei Gentechnik und Atomenergie.
• In der Veranlagung werden keine Risiken akzeptiert, für die das Know-how zur Bewertung der Risiken nicht angemes-
sen vorhanden ist, z. B. Wetterderivate oder Termingeschäfte auf Nahrungsmittel bzw. in denen das Verlustpotenzial
nicht begrenzt ist.
BESCHRÄNKT AKZEPTIERTE RISIKEN
• Operationelle Risiken sind soweit möglich zu vermeiden, müssen jedoch bis zu einem gewissen Maße akzeptiert
werden, da sie nicht vollständig ausgeschlossen werden können bzw. die Kosten zur Vermeidung den erwarteten
Schaden übersteigen.
• Die Veranlagung erfolgt konservativ.
RISIKOMINDERNDE MASSNAHMEN
• Pflege und Förderung eines starken Risikobewusstseins im Sinne einer funktionierenden Risk Governance.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
83
• Die Rückversicherung ist ein zentrales Instrument zur Absicherung gegen Großschäden (Tail-Risiken) insbesondere im
Schaden-/Unfallbereich.
• Limitierung des Marktrisikos unter Berücksichtigung der versicherungstechnischen Verpflichtungen.
• Beachtung und Verfolgung des Grundsatzes unternehmerischer Vorsicht im Rahmen der Veranlagung.
Organisation des Risikomanagementsystems
Das Risikomanagementsystem ist in die Aufbauorganisation der VIG Holding wohl integriert. Die folgende Grafik zeigt jene
Einheiten, welchen im Rahmen des Risikomanagementsystems eine zentrale Bedeutung zukommt.
VORSTAND
Der Vorstand trägt in seiner Gesamtheit die Verantwortung für das Risikomanagementsystem und dabei insbesondere für
folgende Themen:
• Aufbau und Förderung des Risikomanagementsystems
• Definition und Kommunikation der Risikostrategie inklusive Risikotoleranzen und Risikoappetit
• Genehmigung zentraler Risikomanagementrichtlinien
• Berücksichtigung der Risikosituation in strategischen Entscheidungen
Ab Beginn des Jahres 2020 berichten die beiden Einheiten Enterprise Risk Management und Asset-Risk Management
direkt an das Vorstandsmitglied Mag. Liane Hirner.
84
Jahresfinanzbericht 2020
RISIKOKOMITEE
Das Risikokomitee wurde vom Vorstand der VIG Holding eingerichtet, um innerhalb der Organisation regelmäßig aktuelle
Agenden des Risikomanagements fachübergreifend zu diskutieren und einen Austausch über die Risikosituation zwischen
den Mitgliedern des Komitees und dem Vorstand sicherzustellen. Die Sitzungen des Risikokomitees erfolgen zumindest
vierteljährlich unter der Leitung des ressortverantwortlichen Vorstandsmitglieds. Das Risikokomitee berichtet nach dessen
Sitzungen dem Gesamtvorstand.
ENTERPRISE RISK MANAGEMENT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 dem Vorstandsmitglied Mag. Liane Hirner unterstellt. Der Leiter der Abteilung
nimmt die unter Solvency II geforderte Risikomanagementfunktion auf Gruppen- und Soloebene war.
Zu den wesentlichsten Aufgaben der Abteilung zählen die gesamthafte Erfassung des Risikoprofils der Gruppe sowie die
Berechnung der Solvabilität. Die Abteilung stellt hierzu eine gruppenweite Risikoaggregationslösung mit einem umfangreichen
Berichtswesen und partielle Modellierungsansätze für die Solvenzkapitalberechnung zur Verfügung. Die unterjährige
Berechnung des Solvenzkapitalerfordernisses, die Analyse der Risikotragfähigkeit anhand eines eigenentwickelten Analyse-
tools sowie die Überprüfung des internen Kontrollsystems gehören ebenfalls zu den wesentlichen Tätigkeiten der Abteilung.
Darüber hinaus unterstützt die Abteilung den Vorstand bei der Aktualisierung der zentralen Risikostrategie sowie der Weiter-
entwicklung der Risikoorganisation und anderen zentralen Risikomanagementthemen.
ASSET-RISK MANAGEMENT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 dem Vorstandsmitglied Mag. Liane Hirner unterstellt. Primäre Aufgabe der
Abteilung ist es, die mit der Kapitalveranlagung verbundenen Risiken insbesondere bezüglich des Solvenz- und des Finanz-
ergebnisses der VIG-Versicherungsgruppe zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen. Hierzu werden seitens der
Abteilung gruppenweite Vorgaben zur Risikobewertung definiert und ein zentrales System für die Verwaltung und Risiko-
überwachung der Kapitalanlagen implementiert. Die Abteilung ist zudem verantwortlich für die Pflege eines internen Rating-
ansatzes für Banken.
ASSET MANAGEMENT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 dem Vorstandsmitglied Mag. Gerhard Lahner unterstellt. Eine der Hauptaufgaben
der Abteilung ist die Definition der strategischen Ausrichtung der Kapitalanlagen jeder einzelnen Versicherungsgesellschaft und
für die VIG-Versicherungsgruppe insgesamt sowie die Festlegung von Anlagestrategie und Investmentprozess mit dem Ziel,
einen maximal hohen, aber ebenso gesicherten laufenden Ertrag unter gleichzeitiger Nutzung von Opportunitäten zur
Wertsteigerung der Kapitalanlagen sicherzustellen. Die Steuerung der Kapitalanlagen erfolgt mittels Leitlinien und Limits. Weiters
erfolgt eine laufende Berichterstattung zu den Kapitalanlagen, den Limits und den Erträgen.
AKTUARIAT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 dem Vorstandsmitglied Gabor Lehel unterstellt. Die unter Solvency II
erforderliche versicherungsmathematische Funktion wird durch den Leiter dieser Abteilung wahrgenommen. Somit ist die
Abteilung insbesondere verantwortlich für die Aufgaben, die mit der versicherungsmathematischen Funktion einhergehen.
Darüber hinaus berechnet das Aktuariat den Embedded Value für das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und
erstellt Wirtschaftlichkeitsanalysen und Unternehmensbewertungen. Die Abteilung unterstützt weiters die aktuarielle
Zusammenarbeit und fachliche Vernetzung.
GROUP REINSURANCE
Die Abteilung ist dem Vorstandsmitglied Mag. Peter Höfinger unterstellt. Die Abteilung koordiniert und unterstützt alle
Gesellschaften in der VIG-Versicherungsgruppe und deren Rückversicherungsabteilungen im Zusammenhang mit Rückver-
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sicherungsangelegenheiten im Bereich des Nichtlebensgeschäfts (Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung) unter Vorgabe
und Anwendung von Richtlinien. Darüber hinaus administriert die Abteilung alle gruppenweiten Rückversicherungs-
programme in den Nichtlebenssparten. Oberstes Ziel ist dabei die Schaffung eines Sicherheitsnetzes, durch welches alle
Unternehmen der VIG-Versicherungsgruppe nachhaltig vor negativen Auswirkungen von Katastrophenereignissen, einzel-
nen Großschäden sowie vor negativen Entwicklungen ganzer Versicherungsportfolios geschützt werden.
PLANUNG UND CONTROLLING
Die Abteilung ist ein wichtiger Teil im ganzheitlichen Risikomanagementansatz, war bis zum Ende des Geschäftsjahres dem
Vorstandsmitglied Prof. Elisabeth Stadler und ist seit Beginn des Jahres 2021 dem Vorstandsmitglied Hartwig Löger unter-
stellt. Der Bereich koordiniert die Geschäftsplanung über einen 3-Jahres-Horizont. Das standardisierte Berichtswesen
umfasst Kennzahlen- und Soll-/Ist-Analysen zu Planung, Forecasts und laufender Performance der VIG Holding und anderer
Versicherungsgesellschaften. Es werden regelmäßig Monatsprämienberichte, Quartalsberichte je Gesellschaft (aggregiert
auf Länder- und VIG-Versicherungsgruppenebene) sowie Kostenberichte erstellt.
GROUP IT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 Dr. Peter Thirring unterstellt. Die Abteilung ist verantwortlich für das Manage-
ment der IT auf VIG-Versicherungsgruppenebene (IT-Strategie, IT-Governance, IT-Sicherheit, IT-Gruppenprojekte etc.) sowie
für die Unterstützung der Gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe bei größeren IT-Projekten und die Entwicklung von
gruppenweiten Leitlinien und gemeinsamen Standards. Die Group IT wird dabei von der Betriebsorganisation Österreich
mit externen Dienstleistungen aus dem Bereich IT und Telefonie unterstützt.
ASSET LIABILITY MANAGEMENT
Die Abteilung ist Mag. Gerhard Lahner unterstellt und wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr etabliert. Die Beobachtung,
Messung und Optimierung der zukünftigen Zahlungsströme auf der Aktiv- und Passivseite sind Hauptaufgaben und Ziele
des Asset Liability Managements. In diesem Zusammenhang gilt es ebenso, den Erfahrungsaustausch und die Weiterent-
wicklung in der Gruppe zu fördern.
INTERNAL AUDIT
Die Abteilung ist dem Gesamtvorstand unterstellt. Ansprechpartner im Vorstand ist Vorstandsvorsitzende Prof. Elisabeth
Stadler. Die Betriebs- und Geschäftsabläufe, das interne Kontrollsystem sämtlicher operativer Unternehmensbereiche
inklusive der Einhaltung rechtlicher Anforderungen sowie die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit des Risikomanage-
ments werden von der Abteilung Internal Audit planmäßig überwacht. Sie ist laufend tätig und berichtet dem Gesamt-
vorstand direkt. Die unter Solvency II erforderliche Funktion des Internal Audits wird durch den Leiter dieser Abteilung wahr-
genommen.
Risikomanagementprozesse
Zahlreiche Risikomanagementprozesse sind innerhalb der einzelnen Abteilungen des Risikomanagementsystems etabliert,
um den gesamten Risikomanagementkreislauf von Risikoidentifikation über Risikobeurteilung und Risikosteuerung bis hin
zur Risikoüberwachung abzubilden. Eine Reihe interner Leit- und Richtlinien regelt diese Prozesse. Dadurch wird gewähr-
leistet, dass die Risikoexposition der VIG-Versicherungsgruppe angemessen erfasst und in den Geschäftsentscheidungen
berücksichtigt wird.
RISIKOIDENTIFIKATION
Ausgangspunkt des Risikomanagementprozesses ist die Identifikation von Risiken. Diese erfolgt auf Basis eines standar-
disierten Prozesses, der durch Ad-hoc-Analysen ergänzt wird. Ein umfassender Berichterstattungsprozess stellt sicher,
dass neu identifizierte Risiken bzw. der Einfluss außergewöhnlicher Ereignisse auf das Risikoprofil angemessen berück-
sichtigt werden.
86
Jahresfinanzbericht 2020
RISIKOBEURTEILUNG
Für die Beurteilung der identifizierten Risiken wird auf mehrere Bewertungsmethoden zurückgegriffen. Die Bewertung
basiert primär auf den internen Modellen und der Standardformel und erfolgt jährlich und unterjährig. Im Falle der Bewertung
gemäß Standardformel wird darüber hinaus eine Angemessenheitsprüfung durchgeführt. Für die Ermittlung des Gesamt-
risikos werden die bewerteten Risiken aggregiert. Dabei werden Diversifikationseffekte zwischen den Risiken berücksichtigt.
Zusätzlich fließen für die Risikobeurteilung die Ergebnisse aus der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeur-
teilung, des Embedded Values für das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft, Erkenntnisse aus dem S&P-Kapital-
modell und Value-at-Risk-Berechnungen aus dem Veranlagungsbereich ein.
RISIKOSTEUERUNG
Die wichtigsten Elemente der Risikosteuerung bilden die Risikostrategie, die Planung, das Rückversicherungsprogramm,
die Risikobudgets und die Risikotragfähigkeit. Die Risikostrategie wird jährlich durch den Vorstand überprüft und bei Bedarf
angepasst. Die Abteilung Enterprise Risk Management unterstützt den Vorstand dabei.
Das Group Controlling sorgt für die Durchführung eines jährlichen Planungsprozesses und in der Folge für die Überwachung
der laufenden Geschäftsentwicklung der Versicherungsgesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe. Dies erfolgt durch
regelmäßige Berichte einschließlich einer Abweichungsanalyse und Vorschaurechnung für das Geschäftsjahr. Der Planungs-
horizont beträgt drei Jahre. Die Plandaten finden im Own Risk & Solvency Assessment (ORSA) Berücksichtigung und sind
Ausgangsbasis für die Berechnung der zukünftigen Solvenzerwartung.
Die Abteilung Group Reinsurance koordiniert das gruppenweite Rückversicherungsprogramm und steuert den jährlichen
Erneuerungsprozess des Naturkatastrophenschutzes. Die Abteilung Enterprise Risk Management unterstützt die Rück-
versicherungsabteilung sowohl in der Validierung der verwendeten externen Naturkatastrophenmodelle als auch in der
Beurteilung der Wirksamkeit des Rückversicherungsschutzes unter Verwendung des internen Nichtleben-Modells.
Die Abteilung Asset-Risk Management bestimmt vierteljährlich Risikobudgets für die Veranlagung. Diese Budgets dienen in
weiterer Folge auch der Limitierung des Value-at-Risk der Kapitalanlagen.
RISIKOÜBERWACHUNG
Der auf Gruppenebene definierte Solvenzkorridor und das im Rahmen der Risikotragfähigkeit gruppenweit gültige Limit-
system bilden die Grundlage für die kontinuierliche Überwachung der Solvenzsituation der Gruppe und der Tochtergesell-
schaften.
Die Einhaltung der Wertpapierrichtlinien, der Risikobudgets sowie das Erreichen von Kennziffern werden ebenfalls laufend
überprüft und überwacht. Zur Überwachung werden regelmäßig Fair-Value-Bewertungen, Value-at-Risk-Berechnungen
und detaillierte Sensitivitätsanalysen sowie Stresstests durchgeführt und das Solvenzkapitalerfordernis unterjährig
bestimmt.
Durch eine Abstimmung zwischen Kapitalanlagenbestand und Versicherungsverpflichtungen wird das Liquiditätsrisiko
gesteuert und überwacht. Auch die operationellen und strategischen Risiken, die durch Unzulänglichkeiten oder Fehler in
Geschäftsprozessen, Kontrollen oder Projekten sowie durch eine Veränderung des Geschäftsumfeldes verursacht werden
können, unterliegen einer ständigen Überwachung im Rahmen des internen Kontrollsystems.
Die laufende Risikoüberwachung wird beispielsweise in der Quartals-Berichterstattung an den Vorstand im Anschluss an
die Sitzungen des Risikokomitees dokumentiert und ist allenfalls Ausgangspunkt für weiterführende Analysen bzw. korrigie-
rende Steuerungsmaßnahmen.
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Risikokategorien
Die VIG-Versicherungsgruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl an finanziellen und nichtfinanziellen Risiken
ausgesetzt. Das Gesamtrisiko der VIG-Versicherungsgruppe kann dabei in folgende Risikokategorien unterteilt werden:
MARKTRISIKO
Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr von Verlusten aufgrund einer Änderung von Marktpreisen. Wertänderungen ergeben
sich unter anderem durch Schwankungen von Zinskurven, Aktien- und Wechselkursen sowie der Bewertung von
Grundstücken und Bauten sowie Beteiligungen.
KREDITRISIKO
Das Kreditrisiko beziffert den potenziellen Verlust, der durch die Verschlechterung der Situation eines Vertragspartners, dem
gegenüber Forderungen bestehen, entsteht.
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN
Der Risikotransfer von Versicherungsnehmern zum Versicherungsunternehmen stellt das Kerngeschäft der VIG-Versi-
cherungsgruppe dar. Die versicherungstechnischen Risiken resultieren für die jeweiligen Bereiche der Lebensversicherung,
der Krankenversicherung und der Nichtlebensversicherung insbesondere aus Änderungen von versicherungsspezifischen
Parametern wie Schadenhäufigkeit, Schadenhöhe oder Sterblichkeit, aber auch Stornoraten oder -kosten.
OPERATIONELLE RISIKEN
Operationelle Risiken können durch Unzulänglichkeiten oder Fehler in Geschäftsprozessen, Kontrollen oder Projekten ent-
stehen, die durch Technologie, Mitarbeiter, Organisation oder durch externe Faktoren verursacht werden.
REPUTATIONSRISIKO
Das Reputationsrisiko beschreibt die Gefahr einer negativen Geschäftsentwicklung im Zusammenhang mit einer Ruf-
schädigung des Unternehmens.
LIQUIDITÄTSRISIKO
Unter dieser Kategorie wird das Risiko subsumiert, dass die VIG-Versicherungsgruppe ihren Zahlungsverpflichtungen nicht
ausreichend durch kurzfristiges liquidierbares Vermögen nachkommen kann.
STRATEGISCHE RISIKEN
Durch eine Änderung des wirtschaftlichen Umfeldes, der Rechtsprechung oder des regulatorischen Umfeldes können sich
strategische Risiken ergeben.
Steuerung wesentlicher Risiken
Neben den mittels partiellem internen Modell modellierten Risiken aus der Bilanzabteilung Schaden- und Unfallversicherung
und der Immobilienveranlagung sind die folgenden Risiken auf Grund der hohen Bedeutung für die VIG-Versicherungsgruppe
hervorzuheben:
• das Zinsänderungsrisiko als Teil des Marktrisikos, welches insbesondere aus dem Vertrieb von langfristigen Garantie-
produkten resultiert,
• das bei einer Veranlagung inhärente Bonitäts- und Ausfallsrisiko von Vermögenswerten, welches sowohl dem Kredit-
risiko als auch indirekt dem Marktrisiko zuzuordnen ist, und
• das Stornorisiko in der Lebensversicherung, das sich durch eine Erhöhung der Kündigungsraten realisieren kann.
88
Jahresfinanzbericht 2020
MARKTRISIKO
Die VIG-Versicherungsgruppe ist einem Marktrisiko ausgesetzt, d. h. der Gefahr, aufgrund von Entwicklungen der Markt-
parameter Verluste zu erleiden. Die im Rahmen des Marktrisikos in erster Linie relevanten Parameter sind die Zinsen, Risiko-
aufschläge von Emittenten und Aktienkurse. Ohne Berücksichtigung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versich-
erungsnehmer bestehen die Kapitalanlagen im Versicherungsgeschäft zu einem Großteil aus festverzinslichen Wertpapieren.
Ein Großteil der Wertpapiere ist in Euro und in Tschechischen Kronen denominiert. Dementsprechend beeinflussen über-
wiegend Zinsschwankungen und Wechselkursänderungen in diesen Währungen den Wert des Finanzanlagevermögens.
Entsprechend dem Versicherungsgeschäft und den Laufzeiten der Verbindlichkeiten verfolgt das Management der Kapital-
anlagen das Ziel der Deckung der versicherten Risiken.
Das ergebniswirksame Marktpreisrisiko wird durch die regelmäßige Berechnung des Value-at-Risk für Wertpapiere (deren
Wertänderungen Einfluss auf das Finanzergebnis haben) und durch Abgleich mit dem Limit relativ zum Risikobudget
kontrolliert. Die Ermittlung des Value-at-Risk erfolgt auf Basis einer Varianz-Kovarianz-Berechnung. Dabei werden die
Varianzen und Kovarianzen statistisch aus den Marktdaten geschätzt. Das Risikobudget ermittelt sich durch die stillen
Reserven der Wertpapiere, die entsprechend der Liquidität berücksichtigt werden. Das Ausfallsrisiko wird mittels eines
Credit-Value-at-Risk berechnet und in dieser Betrachtung berücksichtigt.
Je nach Anwendungszweck führt die VIG Holding für die VIG-Versicherungsgruppe Value-at-Risk-Berechnungen für
unterschiedliche Teilportfolios durch. Die Konfidenzniveaus variieren zwischen 95,0 % und 99,5 % und die Haltedauer zwischen
20 und 250 Tagen. Der Natur des Portfolios entsprechend kommen die größten Beiträge zum Value-at-Risk aus Zins- bzw.
Spreadkomponenten. Zur Plausibilisierung der Berechnungen wird über die wichtigsten Teilportfolios der Value-at-Risk sowohl
nach der beschriebenen parametrischen Methode als auch nach der historischen Berechnungsmethode ermittelt.
Die folgende Tabelle zeigt den Value-at-Risk (mit einem Konfidenzniveau von 99 %) jener finanziellen Vermögenswerte, die Zur
Veräußerung verfügbar oder Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (inkl. Handelsbestand) bewertet werden. Im Vergleich
zum Vorjahr steigt der Value-at-Risk vor allem aufgrund der COVID-19-Pandemie allgemein gestiegenen Volatilitäten am
Kapitalmarkt, wobei bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine Abflachung dieser Entwicklung beobachtet werden konnte.
Value-at-Risk 31.12.2020
31.12.2019
in EUR Mio.
10 Tage Haltedauer 603,4
256,3
20 Tage Haltedauer 853,3
362,4
60 Tage Haltedauer 1.478,0
627,7
Das Marktrisiko wird in Zins-, Spread-, Aktien-, Währungs-, Immobilien- und Konzentrationsrisiko unterteilt. Die im Rahmen
des Marktrisikos primär relevanten Parameter sind Zinsen, Spread und Aktienkurse.
Zinsänderungsrisiko
Wesentlicher Treiber des Zinsrisikos bilden der erhebliche Bestand an Verträgen mit garantierter Mindestverzinsung, zu denen
Renten- und Kapitalversicherungen zählen, sowie die daraus resultierende Veranlagung. Im Rahmen bestehender Verträge
garantiert die VIG-Versicherungsgruppe in der Lebensversicherung einen Mindestzinssatz im Durchschnitt von rd. 1,85 % p.a.
(1,96 % p.a.). Sollten die Zinsen für einen längeren Zeitraum auf einem tieferen Stand als dem durchschnittlich garantierten
Mindestzinssatz sein, könnte die VIG-Versicherungsgruppe zukünftig gezwungen sein, die Rückstellungen für diese Produkte
aus Eigenmitteln zu subventionieren und somit im Rahmen des Angemessenheitstests erfolgswirksam zu erhöhen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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Der Embedded Value in der Lebens- und Krankenversicherung setzt sich aus dem bereinigten Nettovermögen zum Marktwert
(ANAV) sowie dem Wert des Versicherungsbestandes (VIF) zusammen. Der VIF ist der Barwert der künftigen Nettogewinne
des Versicherungsbestands (SPVFP) vermindert um eine Risikomarge. Der SPVFP zum 31. Dezember 2020 beträgt
TEUR 2.683.234. Im Falle einer Verringerung der Zinskurve um 100 Basispunkte sinkt der SPVFP auf TEUR 1.314.852, wo-
durch eine angemessene Reservierung nach IFRS auch in diesem Szenario sichergestellt ist. Siehe dazu auch die Sensitivi-
tätsanalyse des Embedded Values auf Seite 96.
Spreadrisiko
Das Spreadrisiko ergibt sich aus allen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, deren Wert von Veränderungen in der Höhe
von Kreditaufschlägen auf die risikolose Zinskurve abhängt. Wesentliche Faktoren für die Höhe des Spreadrisikos sind die
durchschnittliche Kapitalbindungsdauer (Duration) und die Kreditwürdigkeit der Schuldner. Das Risiko wird auf Portfolioebene
durch Diversifikation und ein einheitliches Limitsystem für Veranlagung in festverzinsliche Instrumente begrenzt.
Aktienrisiko
Das Aktienanlagevermögen beinhaltet unter anderem Beteiligungen an einer Reihe österreichischer Unternehmen sowie
Aktienpositionen an anderen Unternehmen, deren Aktien vornehmlich an der Wiener Börse oder an Börsen im Euro-Raum
bzw. in der CEE-Region notieren. Sollte sich die bestehende Wirtschaftssituation verschlechtern, könnte dies zu Wert-
verlusten im Aktienportfolio führen.
Das Aktiensegment dient der langfristigen Ertragssteigerung, der Diversifizierung und dem Ausgleich langfristiger Wert-
erosion durch Geldentwertung. Die VIG-Versicherungsgruppe bewertet das Aktienrisiko unter dem Gesichtspunkt der
Diversifikation im Gesamtportfolio und unter Berücksichtigung der Korrelation zu anderen kursrisikobehafteten Wert-
papieren. Eine Risikostreuung innerhalb des Aktienportfolios erfolgt im Wesentlichen über geografische Diversifikation
hauptsächlich in den Heimatmärkten der Gruppe und innerhalb der Euro-Zone. Die Investitionen in Aktien erfolgen zum
überwiegenden Teil seitens der österreichischen Gesellschaften.
Währungsrisiko
Der Veranlagungsbereich nützt zur Diversifikation des Portfolios auch internationale Kapitalmärkte und in sehr geringem
Ausmaß Fremdwährungen. Aufgrund des starken Engagements in der CEE-Region entstehen trotz währungskongruenter
Veranlagung auf lokaler Ebene Währungsrisiken auf VIG-Versicherungsgruppenebene.
Konzentrationsrisiko
Aufgrund interner Leit- und Richtlinien und des Limitsystems werden Konzentrationen auf das gewünschte Sicherheitsmaß
begrenzt. Spartenübergreifende Abstimmungen gewährleisten eine umfassende Sicht über alle wesentlichen Risiken.
KAPITALMARKT-SZENARIOANALYSE
Diese Analyse wird für alle Versicherungsgesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe durchgeführt, um die Risikotragfähig-
keit der Kapitalanlagen zu prüfen.
Die Sensitivitätsschocks der einzelnen Anlageklassen illustrieren die Bandbreiten der Marktwertverringerung bei den
bedeutendsten Risikofaktoren (Kreditrisiko, Zinsrisiko, Liquiditätsrisiko) und die resultierende Auswirkung auf den Saldo des
Zeitwerts der Aktiva abzüglich der Passiva. Die Szenarien kombinieren diese Individualschocks und bilden somit unter-
schiedliche Eventualitäten am Kapitalmarkt ab.
90
Jahresfinanzbericht 2020
In den Szenarien 1 und 2 wird der beizulegende Zeitwert von Aktien, Anleihen und Immobilien gleichzeitig stark verringert. Dabei
werden zwei unterschiedliche Kombinationen einer Marktwertverringerung über die wichtigsten Asset-Klassen dargestellt.
Szenario 3 bildet einen Kreditschock ab mit Auswirkungen auf Aktien- und Anleihemärkte, Szenario 4 unterstellt einen
Schock auf Anteilspapiere (inklusive Immobilien) und Szenario 5 stellt einen Zinsschock dar, der wiederum starke Aus-
wirkung auf die Bewertung von Anleihen und Immobilien hat. Sämtliche Szenarioberechnungen wurden unter einer ceteris
paribus-Annahme durchgeführt.
Die folgende Tabelle zeigt die Belastungsparameter und die Auswirkungen auf die IFRS-Eigenmittel beim jeweiligen Szenario
für den jeweiligen Stichtag (Betrachtung exkl. latenter Steuern, latenter Gewinnbeteiligung und latenter Deckungsrückstellung).
Verringerung des beizulegenden Zeitwerts Szenario 0
Szenario 1
Szenario 2
Szenario 3
Szenario 4
Szenario 5
von Aktien 0 %
-20 %
-10 %
-20 %
-20 %
0 %
von Anleihen 0 %
-5 %
-3 %
-5 %
0 %
-5 %
von Immobilien 0 %
-5 %
-10 %
0 %
-10 %
-10 %
Beizulegender Zeitwert der Aktiva abzüglich Passiva (in Mio. EUR) 7.675,2
5.503,3
6.111,4
5.718,0
6.847,1
5.687,5
Der beizulegende Zeitwert der Aktiva nach Stress ist in jedem Szenario deutlich höher als der Wert der Verbindlichkeiten.
KREDITRISIKO BEI KAPITALANLAGEN
In der Steuerung von Bonitätsrisiken wird unterschieden zwischen liquiden bzw. handelbaren Risiken (z. B. Anleihen mit Börsen-
notierung) und bilateralen Risiken wie zum Beispiel Termingelder, OTC-Derivate, Darlehen, Private Placements und Wertpapier-
depots/Lagerstellen. Das Risiko wird mittels Ratings überwacht und mit Diversifizierungslimits auf Portfolioebene begrenzt.
Es kommen nur Emittenten oder Kontrahenten in Frage, deren Bonität bzw. Zuverlässigkeit die VIG-Versicherungsgruppe
einschätzen kann – sei es aufgrund eigener Analysen, aufgrund von Bonitätsurteilen/Ratings aus anerkannten Quellen,
aufgrund von Besicherungen (z. B. Gewährträgerhaftungen) oder durch Rückgriffsmöglichkeiten auf verlässliche Einlagen-
sicherungsmechanismen.
Nach den Anlagerichtlinien erfolgen Investitionen in Anleihen (der anteilig größten Position der Kapitalanlagen) fast ausschließlich
im Investment-Grade-Bereich. Ziel ist eine möglichst breite Streuung der einzelnen Emittenten, die Vermeidung von Kumulrisiken,
die Sicherstellung einer guten Durchschnittsbonität, die Kontrolle von Fremdwährungseinflüssen und die Veranlagung in
mehrheitlich mittel- bis langfristige Laufzeiten, um die Laufzeitenstruktur der Verbindlichkeiten möglichst effizient abzubilden.
Die Buchwerte der Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2020 sind auf Seite 80 ersichtlich. Informationen zu den Wert-
papieren und deren Ratings sind in der Anhangangabe 2.4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte ab Seite 111 zu finden.
Verwendung von Ratings
Als Rating wird die von Solvency II vorgeschriebene Methode des „Second Best Rating“ verwendet. Für die Ermittlung des
zweitbesten Ratings wird von den drei großen Ratingagenturen das jeweils aktuellst gültige Rating (Emissions- oder
Emittentenrating) herangezogen.
Handelt es sich beim jeweils aktuellsten Rating um ein Emittentenrating und kann dieses Rating aufgrund der unterschiedlichen
Qualität des Wertpapiers nicht direkt angewendet werden (z. B. Senior Unsecured Debt Rating vs. Lower-Tier-2-Anleihe), so
erfolgt eine entsprechende Anpassung nach unten. Diese Anpassung beträgt einen Notch Abschlag für Lower-Tier-2-Anleihen
bzw. zwei Notches Abschlag für Upper-Tier-2- bzw. Tier-1-Anleihen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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Hierdurch ergeben sich für jede Anleihe bis zu drei gültige Ratings. Diese Ratings werden anschließend nach ihrer Ausfalls-
wahrscheinlichkeit aufsteigend geordnet, wobei sich aus dem Rating mit der zweitniedrigsten Ausfallswahrscheinlichkeit
das „Second Best Rating“ ergibt. Wenn die Ratings auf der ersten und zweiten Stelle die gleiche Ausfallswahrscheinlichkeit
besitzen, so stellen diese beiden Ratings das „Second Best Rating“ dar. In Fällen, wo nur von einer Ratingagentur ein Rating
vergeben wurde, wird dieses aufgrund mangelnder anderweitiger Information als „Second Best Rating“ verwendet.
KREDITRISIKO DURCH RÜCKVERSICHERUNG
Die VIG-Versicherungsgruppe gibt einen Teil der übernommenen Risiken an Rückversicherungsgesellschaften weiter. Diese
Gefahrenübertragung auf Rückversicherer befreit aber die VIG-Versicherungsgruppe nicht von ihren Verpflichtungen
gegenüber dem Versicherungsnehmer. Die VIG-Versicherungsgruppe ist dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Rück-
versicherers ausgesetzt. Aus diesem Grund erstellt die VIG Holding für die VIG-Versicherungsgruppe ein gut abgestimmtes
Rückversicherungsprogramm und überwacht auch die Ratingentwicklungen der Rückversicherer.
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN
Die versicherungstechnischen Risiken werden in Lebensversicherung, Nichtlebensversicherung und Krankenversicherung
(inkl. Unfallversicherung) unterteilt und vom Aktuariat, einem Team aus Versicherungsmathematikern, gesteuert. Dabei
unterzieht es sämtliche Versicherungslösungen einer eingehenden versicherungsmathematischen Analyse, die sich auf alle
Sparten des Versicherungsgeschäfts (Leben, Kranken sowie Schaden/Unfall) bezieht.
Die im Aktuariat angesiedelte versicherungsmathematische Funktion koordiniert die unternehmensweite Ermittlung der
versicherungstechnischen Rückstellungen zur Erstellung der ökonomischen Bilanz nach Solvency II.
Lebensversicherungstechnisches Risiko und krankenversicherungstechnisches Risiko nach Art der Leben
Das lebensversicherungstechnische Risiko umfasst das Storno-, Kosten, Invaliditäts-, Morbiditäts-, Langlebigkeits-, Sterb-
lichkeits-, Katastrophen- und Revisionsrisiko. Die wesentlichsten Risiken in diesem Bereich sind das Storno- und Kosten-
risiko sowie die biometrischen Risiken, wie beispielsweise Lebenserwartung, Erwerbsunfähigkeit, Krankheit und Pflege-
bedürftigkeit.
Zur Berücksichtigung des versicherungstechnischen Risikos hat die VIG-Versicherungsgruppe Rückstellungen für die Er-
bringung zukünftiger Versicherungsleistungen gebildet. Die VIG-Versicherungsgruppe ermittelt ihre versicherungstechnischen
Rückstellungen mit Hilfe anerkannter aktuarieller Methoden und Annahmen. Diese Annahmen beinhalten Einschätzungen über
die langfristige Zinsentwicklung, Kapitalanlagerenditen, die Allokation der Kapitalanlagen zwischen Aktien, Zinstiteln und
anderen Kategorien, Überschussbeteiligungen, Sterblichkeits- und Krankheitsraten, Stornoquoten sowie über zukünftige
Kosten. Die Gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe überwachen den tatsächlichen Eintritt dieser Annahmen und passen
ihre langfristigen Annahmen an, soweit Änderungen längerfristiger Natur sind.
Zur Minderung des Stornorisikos verfügt die VIG-Versicherungsgruppe über ein effektives Beschwerdemanagement,
qualifizierte Berater und Kundenbindungsprogramme, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und Kündigungen zu
vermeiden. Das Stornoverhalten der Versicherungsnehmer wird dabei laufend beobachtet, um im Falle von ungünstigen
Entwicklungen gezielte Maßnahmen setzen zu können.
Die Gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe begegnen den Risiken mit laufenden Analysen, einer gezielten Produkt-
gestaltung sowie umfassenden Zeichnungsrichtlinien. Zusätzlich bestehen auch diverse Rückversicherungsverträge, die
allgemein zur Risikominderung beitragen. Das breit gestreute Produktportfolio in allen Lebens- und Komposit-Gesell-
schaften sowie ein heterogener Kundenstock in CEE minimieren die Risikokonzentration.
92
Jahresfinanzbericht 2020
Nichtlebensversicherungstechnisches Risiko und krankenversicherungstechnisches Risiko nach Art der Nichtleben
Im Bereich Nichtleben werden die Risiken in das Prämien- und Reserverisiko, das Stornorisiko und das Katastrophenrisiko
unterteilt. Versicherungstechnische Risiken werden im Geschäftsbereich Schaden/Unfall hauptsächlich über versicherungs-
mathematische Modelle zur Tarifierung und zur Überwachung von Schadenverläufen sowie über die Vorgaben zur Über-
nahme von Versicherungsrisiken gesteuert.
Das krankenversicherungstechnische Risiko ist vorwiegend in den österreichischen Gesellschaften konzentriert. In den
CEE-Märkten hat das Kfz-Haftpflichtgeschäft im Vergleich zu den anderen Sparten ein hohes Volumen. Diese Risikokonzen-
tration wurde aus Gründen des Markteintritts bewusst in Kauf genommen. Die starke Marktposition und die über-
proportional hohen Wachstumsaussichten in CEE werden das Wachstum in den übrigen Sparten begünstigen und damit
die Konzentration im Kfz-Haftpflichtgeschäft reduzieren.
Die sich in den letzten Jahren verstärkt ereignenden Umweltkatastrophen wie etwa Überschwemmungen, Vermurungen,
Erdrutsche und Stürme könnten durch generelle Klimaveränderungen hervorgerufen worden sein. Es ist nicht auszu-
schließen, dass die Anzahl der auf diese Weise verursachten Leistungsfälle auch zukünftig ansteigen wird.
Die VIG-Versicherungsgruppe bildet Rückstellungen für Schäden und Schadenregulierungskosten und überprüft diese
laufend, um das Risiko, das mit dem Versicherungsgeschäft einhergeht, effektiv abzudecken. Das Risiko wird durch die
Abgabe von Rückversicherung zudem deutlich verringert.
LIQUIDITÄTSRISIKO
Liquiditätsengpässe können durch ein effizientes Asset Liability Management vermieden werden. Zur Ermittlung des Liqui-
ditätsbedarfs werden regelmäßig Analysen zu Veranlagungen und Verpflichtungen durchgeführt. Zusammen mit klaren
Investitionsvorgaben (Limitsysteme) und einer konservativen Veranlagungspolitik tragen diese zur angemessenen
Steuerung des Liquiditätsrisikos bei. Die laufende Überwachung von Zahlungsströmen sowie die quartalsmäßige Bericht-
erstattung über die Liquiditätsentwicklung erfolgt durch die Abteilung Group Treasury. Das Berichtswesen umfasst den
operativen Cash flow, den Cash flow aus der Investitions- sowie jenen aus der Finanzierungstätigkeit. Die Daten werden
durch die Abteilung ausgewertet und analysiert.
Um sicherzustellen, dass jede Einzelgesellschaft auch zukünftig über ausreichende Liquidität verfügt, werden in einer Leit-
linie der VIG Holding über das Liquiditätsmanagement gruppenweite Standards vorgegeben, die von jeder Gesellschaft
einzuhalten sind. Diese Standards beinhalten unter anderem die Verpflichtung zur regelmäßigen Prüfung der derzeitigen
und zukünftigen Cash Inflows und Cash Outflows.
WEITERE RISIKEN
Aus der Geschäftstätigkeit ergeben sich noch weitere Risiken, welche im Rahmen des Risikomanagements beurteilt und ge-
steuert werden. Hierzu zählen insbesondere operationelle Risiken, aber auch Reputationsrisiken und strategische Risiken.
Ein umfassendes internes Kontrollsystem (IKS) stellt zudem sicher, dass für operationelle Risiken eine hinreichende
Risikokontrollinfrastruktur eingerichtet ist, welche regelmäßig hinsichtlich deren Angemessenheit und Effektivität überprüft
wird. Das IKS selbst umfasst dabei sämtliche Maßnahmen und Kontrollaktivitäten, die zur Minimierung von Risiken – insbe-
sondere in Bereichen der Rechnungslegung, Compliance, aber auch sonstigen operationellen Risiken – dienen. Es reicht
von speziell etablierten Prozessen, organisatorischen Einheiten, wie das Rechnungswesen und das Controlling, bis hin zu
Leitlinien und Vorschriften sowie einzelnen Kontrollen innerhalb von Prozessen wie z. B. automatisierte Prüfungen oder das
Vier-Augen-Prinzip.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
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Steuerrechtliche Rahmenbedingungen, welche die Ertragssituation beeinflussen
Änderungen des Steuerrechts können die Attraktivität bestimmter Produkte, die gegenwärtig steuerliche Vorteile genießen,
beeinträchtigen. So kann die Einführung von Gesetzen, die Steuervorteile im Hinblick auf die Altersvorsorgeprodukte oder
andere Lebensversicherungsprodukte der VIG-Versicherungsgruppe reduzieren würden, die Attraktivität dieser erheblich
verringern.
Aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen
Die VIG-Versicherungsgruppe unterliegt (versicherungs-)aufsichtsrechtlichen Vorschriften im In- und Ausland. Diese Vor-
schriften regeln u.a. die:
• Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen und Versicherungsgruppen,
• Zulässigkeit von Kapitalanlagen zur Sicherung von versicherungstechnischen Rückstellungen,
• Konzessionen der verschiedenen Versicherungsgesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe,
• Marketingaktivitäten und den Vertrieb von Versicherungsverträgen und
• Rücktrittsrechte der Versicherungsnehmer.
Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen können Umstrukturierungen erfordern und dadurch erhöhte Kosten
verursachen.
Entwicklungen in Zentral- und Osteuropa
Die Ausweitung und Entwicklung der Geschäftstätigkeit in den Staaten der CEE-Region ist ein zentraler Bestandteil der
Strategie der VIG Holding. Sie hat durch ihre Tochtergesellschaften in diesen Ländern eine sehr starke Präsenz. Vorge-
gebene Risikoleitlinien gewährleisten in allen CEE-Ländern eine konsistente Risikosteuerung in der Gruppe.
Konzentrationsrisiko
Das Konzentrationsrisiko resultiert aus der strategischen Partnerschaft mit der Erste Group Bank und wird seitens der VIG-
Versicherungsgruppe bewusst in Kauf genommen. Durch die eingerichteten Risikomangementprozesse wird die
Exponierung regelmäßig beurteilt und überwacht.
Risiken durch Akquisitionen und Fusionen
Die VIG Holding hat in der Vergangenheit direkt und indirekt eine Reihe von Unternehmen in Zentral- und Osteuropa
erworben oder sich an diesen beteiligt. Fusionen von Tochtergesellschaften werden dann in Erwägung gezogen, wenn die
dadurch erzielten Synergieeffekte stärker sind als die Vorteile eines diversifizierten Marktauftrittes. Fusionen und Akquisi-
tionen bringen oftmals Herausforderungen hinsichtlich Unternehmensführung und Finanzierung mit sich, wie etwa:
• das Erfordernis der Integration der Infrastruktur des erworbenen oder zu fusionierenden Unternehmens einschließlich
der Managementinformationssysteme und der Systeme zu Risikomanagement und Controlling,
• die Regelung offener rechtlicher oder aufsichtsbehördlicher Fragen und den damit verbundenen Rechts- und
Compliancerisiken, die sich aus der Akquisition oder dem Merger ergeben,
• die Integration von Marketing, Kundenbetreuung und Produktangeboten sowie
• die Integration unterschiedlicher Firmen- und Managementkulturen.
Bei der Durchführung von Mergern ist eine Reihe an zusätzlichen Risiken im Rahmen der Strategie zu berücksichtigen,
insbesondere Prozess- und Organisationsrisiken.
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Jahresfinanzbericht 2020
Nachhaltigkeitsrisiken
Ereignisse oder geänderte Bedingungen aus den Bereichen Umwelt und Soziales können einen potentiellen negativen Ein-
fluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation der VIG-Versicherungsgruppe haben. Hierzu
zählen unter anderem der Klimawandel, potentiell verschärfte Vorgaben hinsichtlich Nachhaltigkeit im Bereich des Umwelt-
schutzes, politisch gesetzte Maßnahmen zur Förderung von nachhaltigen Investments und erhöhte Anforderungen in Bezug
auf ein nachhaltiges soziales Umfeld (arbeitsrechliche Standards, Arbeitssicherheit und -bedingungen, Entlohnung etc.). In
der VIG-Versicherungsgruppe werden Nachhaltigkeitsrisiken im Rahmen regulärer Risikomanagementprozesse (z. B. ORSA)
berücksichtigt.
Risiken in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie
Zur Darstellung der Risiken im Zusammenhang mit der bestehenden COVID-19-Pandemie wird auf die Ausführungen auf
Seite 51 verwiesen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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Bestandsentwicklung im Geschäftsbereich Leben
Bestandsentwicklung im
Geschäftsbereich Leben
Kapitalversicherung exkl. Risiko-
versicherung
Risikoversicherung Rentenversicherung
Anzahl Verträge
Vers.summe
Anzahl Verträge
Vers.summe
Anzahl Verträge
Vers.summe
in Stück
in TEUR
in Stück
in TEUR
in Stück
in TEUR
Stand 31.12.2019 1.952.726
23.117.872
1.973.935
103.501.504
531.894
11.927.310
Währungsänderungen -93.993
-987.995
-1.180
Stand 1.1.2020 1.952.726
23.023.879
1.973.935
102.513.509
531.894
11.926.130
Zugänge 94.448
1.398.448
507.723
11.488.563
23.435
717.793
Neuproduktion 94.448
1.294.573
507.723
10.289.875
23.435
597.083
Erhöhungen 103.875
1.198.688
120.710
Änderungen 40.642
462.860
13.179
43.941.390
4.545
231.517
Änderungszugänge 77.855
1.265.044
76.658
47.082.601
11.647
731.472
Änderungsabgänge -37.213
-802.184
-63.479
-3.141.211
-7.102
-499.955
Abgänge durch Fälligkeit -87.837
-1.364.779
-90.279
-2.359.676
-19.481
-261.588
durch Ablauf -66.583
-1.232.655
-85.447
-2.258.547
-18.261
-234.332
durch Tod -21.254
-132.124
-4.832
-101.129
-1.220
-27.256
Vorzeitige Abgänge -74.239
-1.063.051
-282.542
-4.026.010
-20.215
-456.557
durch Nichteinlösung -2.390
-224.093
-24.011
-1.125.044
-478
-24.899
durch Storno ohne Leistung -11.240
-389.689
-158.531
-1.771.708
-1.757
-62.523
durch Rückkauf -59.710
-396.968
-97.752
-1.000.373
-17.979
-263.756
durch Prämienfreistellung -899
-52.301
-2.248
-128.885
-1
-105.379
Stand 31.12.2020 1.925.740
22.457.357
2.122.016
151.557.776
520.178
12.157.295
Bestandsentwicklung im
Geschäftsbereich Leben
Fonds- und indexgeb. Versicherung Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge Gesamt
Anzahl Verträge
Vers.summe
Anzahl Verträge
Vers.summe
Anzahl Verträge
Vers.summe
in Stück
in TEUR
in Stück
in TEUR
in
Stück
in TEUR
Stand 31.12.2019 1.946.666
18.890.782
484.033
9.676.032
6.889.254
167.113.500
Währungsänderungen -397.475
-23.157
-1.503.800
Stand 1.1.2020 1.946.666
18.493.307
484.033
9.652.875
6.889.254
165.609.700
Zugänge 135.860
1.989.254
17.393
568.736
778.859
16.162.794
Neuproduktion 135.860
1.868.297
17.393
285.124
778.859
14.334.952
Erhöhungen 120.957
283.612
1.827.842
Änderungen -17.771
-487.154
9.992
-60.304
50.587
44.088.309
Änderungszugänge 20.703
459.842
18.919
186.214
205.782
49.725.173
Änderungsabgänge -38.474
-946.996
-8.927
-246.518
-155.195
-5.636.864
Abgänge durch Fälligkeit -39.527
-595.552
-2.215
-38.073
-239.339
-4.619.668
durch Ablauf -35.290
-547.562
-1.384
-28.864
-206.965
-4.301.960
durch Tod -4.237
-47.990
-831
-9.209
-32.374
-317.708
Vorzeitige Abgänge -159.310
-1.520.867
-23.147
-468.781
-559.453
-7.535.266
durch Nichteinlösung -23.819
-147.412
-334
-11.610
-51.032
-1.533.058
durch Storno ohne Leistung -54.727
-620.223
-1.047
-3.403
-227.302
-2.847.546
durch Rückkauf -74.779
-550.504
-21.766
-280.256
-271.986
-2.491.857
durch Prämienfreistellung -5.985
-202.728
0
-173.512
-9.133
-662.805
Stand 31.12.2020 1.865.918
17.878.988
486.056
9.654.453
6.919.908
213.705.869
96
Jahresfinanzbericht 2020
SENSITIVITÄTSANALYSEN EMBEDDED VALUE FÜR DAS LEBENS- UND KRANKENVERSICHERUNGSGESCHÄFT
Die folgenden Tabellen zeigen die Sensitivitäten bei Änderung von Annahmen bei der Berechnung des Embedded Values
für das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und des entsprechenden Neugeschäftswerts zum 31. Dezember 2020:
Embedded Value für das Lebens- und Krankenversiche-
rungsgeschäft
Österreich/
Deutschland
Veränderung
CEE
Veränderung
Summe
Veränderung
in TEUR
in %
in TEUR
in %
in TEUR
in %
Basiswert 1.190.649
2.037.765
3.228.414
Erhöhung der Zinskurve um 1 % 1.014.181
85,2
43.083
2,1
1.057.264
32,7
Verringerung der Zinskurve um 1 % -1.607.224
-135,0
-77.168
-3,8
-1.684.392
-52,2
Rückgang der Aktien- und Immobilienwerte zum
Bewertungsstichtag um 10 %
-143.660
-12,1
-9.452
-0,5
-153.112
-4,7
Erhöhung der Volatilität von Aktien und Immobilien um 25 % -47.085
-4,0
-6.587
-0,3
-53.672
-1,7
Erhöhung der Volatilität von Zinskurven um 25 % -123.005
-10,3
-9.970
-0,5
-132.975
-4,1
Rückgang der Verwaltungskosten um 10 % 121.874
10,2
44.871
2,2
166.746
5,2
Rückgang der Stornoraten um 10 % -102.198
-8,6
33.219
1,6
-68.979
-2,1
Rückgang der Sterblichkeit bei Kapital- und
Risikoversicherungen um 5 %
1.344
0,1
28.289
1,4
29.633
0,9
Rückgang der Sterblichkeit bei Renten um 5 % -72.760
-6,1
-403
0,0
-73.163
-2,3
Keine Volatilitätsanpassung -126.134
-10,6
-6.514
-0,3
-132.647
-4,1
Neugeschäftswert Österreich/
Deutschland
Veränderung
CEE
Veränderung
Summe
Veränderung
in TEUR
in %
in
TEUR
in %
in TEUR
in %
Basiswert 20.317
48.489
68.806
Erhöhung der Zinskurve um 1 % 21.035
103,5
1.051
2,2
22.086
32,1
Verringerung der Zinskurve um 1 % -46.418
-228,5
-2.359
-4,9
-48.776
-70,9
Rückgang der Verwaltungskosten um 10 % 5.083
25,0
4.156
8,6
9.239
13,4
Rückgang der Stornoraten um 10 % 2.136
10,5
4.672
9,6
6.807
9,9
Rückgang der Sterblichkeit bei Kapital- und
Risikoversicherungen um 5 %
1.751
8,6
4.083
8,4
5.834
8,5
Rückgang der Sterblichkeit bei Renten um 5 % -2.931
-14,4
90
0,2
-2.840
-4,1
Keine Volatilitätsanpassung -240
-1,2
-498
-1,0
-738
-1,1
Die Sensitivitäten basieren auf den gleichen Managementregeln und Versicherungsnehmerverhalten wie im Basisfall. Jede
der Sensitivitäten wird separat ermittelt. Wenn zwei Ereignisse gleichzeitig auftreten, ist die Auswirkung nicht notwendiger-
weise gleich der Summe der individuellen Sensitivitäten.
Rückstellungen im Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung
ALLGEMEINES
Wenn Ansprüche von oder gegenüber Versicherungsnehmern geltend gemacht werden, werden alle Beträge, die ein Unter-
nehmen im Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung an den Anspruchsteller zahlt oder erwartet an diesen zahlen
zu müssen, als Schäden und die Kosten der Nachforschungen, der Regelung und Verarbeitung dieser Versicherungsfälle
als Schadenregulierungskosten („SRK‘‘) bezeichnet. Die Gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe haben nach Sparte,
Deckungsumfang und Jahr Rückstellungen für die Zahlung von Schäden und SRK aufgrund von Versicherungsfällen im
Rahmen der Schaden- und Unfallversicherungspolizzen gebildet.
Schäden und SRK können in zwei Kategorien unterschieden werden: Rückstellungen für bekannte, aber noch nicht abge-
wickelte Versicherungsfälle und Rückstellungen für entstandene, aber noch nicht oder nicht im richtigen Ausmaß gemeldete
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
97
Versicherungsfälle („IBNR“, „IBNER“). Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle basieren auf Schätz-
ungen zukünftiger Zahlungen, einschließlich der SRK dieser Versicherungsfälle. Diese Schätzungen erfolgen auf Basis des
Einzelfalls, stützend auf den Tatsachen und Umständen, die erkennbar sind, wenn die Rückstellung gebildet wird.
Die Schätzungen spiegeln das fundierte Urteil der Schadenbearbeiter der Gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe,
basierend auf allgemeinen Praktiken zur Bildung von Versicherungsrückstellungen und Kenntnis der Natur und des Wertes
der jeweiligen Anspruchsart, wider. Diese Rückstellungen werden im Rahmen der normalen Abwicklung regelmäßig
angepasst und stellen die erwarteten letztendlichen Kosten dar, die notwendig sind, um alle anhängigen, gemeldeten
Versicherungsfälle abschließend auszugleichen, wobei Inflation, Zinssätze und andere gesellschaftliche und wirtschaftliche
Faktoren berücksichtigt werden, die die Höhe der notwendigen Rückstellungen beeinflussen können.
Historische Entwicklungen bei den Verteilungsmustern und Schadenzahlungen, das Niveau gemeldeter und noch nicht
abgewickelter Versicherungsfälle und die Art des Deckungsumfangs werden dabei berücksichtigt. Darüber hinaus können
Gerichtsentscheidungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Schätzung der Rückstellungen sowie die letztendliche
Anspruchshöhe ebenfalls beeinflussen.
IBNR- und IBNER-Rückstellungen werden gebildet, um die erwarteten Kosten von Schäden auszugleichen, die bereits
entstanden sind, den einzelnen Versicherungsgesellschaften aber noch nicht gemeldet wurden. Diese Rückstellungen, genau
wie die Rückstellungen für gemeldete Versicherungsfälle, werden gebildet, um die erwarteten Kosten einschließlich der SRK zu
begleichen, die notwendig sind, um diese Schäden abschließend zu regeln. Da zum Zeitpunkt der Reservestellung das Ausmaß
dieser Schäden definitionsgemäß noch nicht bekannt ist, ermittelt die VIG-Versicherungsgruppe die IBNR- und IBNER-Rück-
stellungen auf Basis historischer Schadenerfahrungen, angepasst um aktuelle Entwicklungen bei den schadenrelevanten
Faktoren. Bei diesen Rückstellungen handelt es sich um Schätzungen, bei denen aktuarielle und statistische Vorhersagen über
die erwarteten Kosten der abschließenden Regulierung dieser Versicherungsfälle getroffen werden. Die Analysen basieren auf
den zum jeweiligen Zeitpunkt bekannten Tatsachen und Umständen sowie Erwartungen über die Entwicklung schaden-
höhebestimmender, rechtlicher und/oder wirtschaftlicher Faktoren, wie der Rechtsprechung, Inflationsrate und Arbeitskosten.
Diese Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und überarbeitet, sobald zusätzliche Informationen bekannt werden und
Versicherungsfälle tatsächlich gemeldet werden. Die Zeit, die notwendig ist, um von diesen Versicherungsfällen Kenntnis zu
erlangen und diese zu regulieren, ist ein wichtiger Faktor, der bei der Bildung von Rückstellungen berücksichtigt werden muss.
Einfach zu regulierende Versicherungsfälle, wie Sachschäden in der Kraftfahrzeugversicherung, werden innerhalb weniger
Tage oder Wochen gemeldet und normalerweise innerhalb eines Jahres abgewickelt.
Kompliziertere Versicherungsfälle, wie z. B. Personenschäden in der Kfz- oder der Allgemeinen Haftpflichtversicherung,
benötigen üblicherweise längere Abwicklungszeiten (im Durchschnitt vier bis sechs Jahre, in Einzelfällen deutlich länger).
Auch schwierige Versicherungsfälle, deren Regulierung regelmäßig von der Entscheidung oft langwieriger Rechtsstreitig-
keiten abhängt, führen insbesondere in den Sparten Haftpflicht-, Unfall-, Bau- und Berufshaftpflichtversicherung zu erheb-
lich längerer Abwicklungsdauer.
Die schlussendlichen Kosten der Schäden und SRK hängen von einer Reihe variabler Umstände ab. In der Zeit zwischen
der Meldung eines Anspruchs und der letztendlichen Abrechnung kann eine Veränderung der Umstände die Anpassung
gebildeter Rückstellungen nach oben oder unten notwendig machen. Zum Beispiel können Veränderungen im rechtlichen
Umfeld, der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und Veränderungen bei medizinischen Kosten, Kosten für Materialien zur
Auto- und Hausreparatur und Stundensätzen, Schadenhäufigkeit und Schadenhöhe eine erhebliche Auswirkung auf die
Kosten von Versicherungsfällen haben. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung von den
Erwartungen – unter Umständen erheblich – abweicht. Die Schätzungen von Schadenrückstellungen werden, unter
Verwendung der neuesten dem Vorstand zur Verfügung stehenden Informationen, regelmäßig überprüft und aktualisiert.
98
Jahresfinanzbericht 2020
Etwaige Veränderungen bei der Schätzung von Rückstellungen spiegeln sich im Betriebsergebnis wider. Die konservative
Rückstellungspolitik der VIG-Versicherungsgruppe zeigt sich beispielsweise darin, dass die Abwicklung der Schadenrück-
stellung in der Regel zu Abwicklungsgewinnen geführt hat. Basierend auf den internen Verfahren der VIG-Versi-
cherungsgruppe ist die Geschäftsleitung aufgrund der ihr derzeit zur Verfügung stehenden Informationen der Ansicht, dass
die Rückstellungen der VIG-Versicherungsgruppe im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung angemessen sind. Die
Bildung von Schadenrückstellungen ist jedoch von Natur aus ein unsicherer Prozess und dementsprechend kann keine
Zusicherung dahingehend abgegeben werden, dass die Schäden letztendlich nicht von den anfänglichen Schätzungen
abweichen.
ENTWICKLUNG DER SCHADENZAHLUNGEN UND DER BRUTTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG
Die folgenden Tabellen zeigen die Schadenzahlungen für die einzelnen Anfalljahre und die Entwicklung der direkten
Schadenrückstellung der VIG-Versicherungsgruppe zum Ende der jeweils angegebenen Jahre. Die Rückstellungen geben
die Höhe der erwarteten Schäden aufgrund von Versicherungsfällen wieder, die aus dem laufenden und allen vorherigen
Schadenjahren entstehen und die zum Bilanzstichtag noch nicht bezahlt sind, einschließlich der IBNR und IBNER. Bei der
Interpretation der in dieser Tabelle enthaltenen Informationen ist Vorsicht geboten, da jeder Betrag die Auswirkungen aller
Änderungen aus den vorhergehenden Zeiträumen enthält. Die Umstände und Trends, die einen Einfluss auf die Haftung in
der Vergangenheit hatten, können sich in Zukunft möglicherweise wieder ereignen und dementsprechend können aus den
in dieser Tabelle angegebenen Informationen keine Rückschlüsse auf zukünftige Ergebnisse gezogen werden.
Schadenzahlungen für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (brutto)
Anfalljahr Kalenderjahr
≤2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
in TEUR
2011 und davor 2.672.864
994.377
307.794
246.850
165.872
142.674
96.075
95.690
65.360
63.737
2012 1.711.639
775.993
194.023
93.221
84.701
44.606
28.075
24.448
17.780
2013 1.811.908
705.274
179.122
130.960
70.628
36.587
26.229
14.666
2014 1.545.509
773.664
192.081
101.832
54.209
66.232
24.281
2015 1.565.072
734.971
212.354
91.806
60.484
33.766
2016 1.619.590
806.055
204.162
108.102
79.211
2017 1.827.020
885.844
237.052
111.119
2018 1.816.053
877.898
237.846
2019 2.069.673
870.191
2020 1.925.211
Summe 2.672.864
2.706.016
2.895.695
2.691.656
2.776.951
2.904.977
3.158.570
3.212.426
3.535.478
3.377.808
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
99
Schadenrückstellung für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (brutto)
Anfalljahr Kalenderjahr
≤2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
in TEUR
2011 und davor 3.695.707
2.202.494
1.477.389
1.182.075
959.669
836.048
750.736
650.818
627.058
596.244
2012 1.602.011
767.831
440.116
286.807
212.221
169.230
142.029
109.382
99.906
2013 1.695.511
789.978
480.548
280.509
197.735
154.313
109.965
99.632
2014 1.749.247
813.249
468.519
313.557
234.036
158.058
131.716
2015 1.687.291
787.903
467.615
299.946
216.863
173.143
2016 1.757.426
803.864
497.502
329.162
262.292
2017 1.903.463
863.161
512.025
345.528
2018 1.999.997
957.118
571.423
2019 2.156.013
949.167
2020 2.387.581
Summe 3.695.707
3.804.505
3.940.731
4.161.416
4.227.564
4.342.626
4.606.200
4.841.802
5.175.644
5.616.632
Rückversicherung
Die VIG-Versicherungsgruppe begrenzt ihre mögliche Haftung aus dem Versicherungsgeschäft, indem sie, soweit erforder-
lich, einen Teil der übernommenen Risiken an den internationalen Rückversicherungsmarkt weitergibt. Innerhalb der VIG-
Versicherungsgruppe werden zum Teil Risiken der Versicherungsgesellschaften rückversichert, die wiederum auf Gruppen-
ebene an Rückversicherer weitergegeben werden.
RÜCKVERSICHERUNGSRICHTLINIE
Die Rückversicherungsrichtlinie wird zwischen der zentralen Rückversicherungsabteilung und dem für Rückversicherung verant-
wortlichen Vorstand jährlich während der Entwicklung der Rückversicherungsstrategie für das nächste Geschäftsjahr festgesetzt.
Sie verpflichtet jede Versicherungsgesellschaft, unter Einbindung der zentralen Rückversicherungsabteilung, eine für ihre lokale
Gesellschaft angemessene Rückversicherungsdeckung zu gestalten. Durch diese Richtlinie sind die nachstehenden Punkte
geregelt.
Rückversicherung ist Voraussetzung für die Zusage von Versicherungsschutz
Fachabteilungen dürfen eine verpflichtende Zusage zur Versicherung eines Risikos nur dann abgeben, wenn ausreichend
Rückversicherungsschutz bereits zugesichert wurde.
Eigenbehalte
Gruppenweit ist festgelegt, dass auf PML-Basis (probable maximum loss) maximal EUR 50,0 Mio. für die ersten beiden
Naturkatastrophenschadenereignisse ins Risiko gestellt werden, maximal EUR 20,0 Mio. für jedes weitere Ereignis. Der
gruppenweit maximale Eigenbehalt je Einzelschaden beträgt weniger als EUR 15,0 Mio.
Auswahl der Rückversicherer – Streuung
Die VIG Holding und ihre Tochtergesellschaften verteilen ihre Rückversicherungsabsicherung auf eine Vielzahl verschiedener
internationaler Rückversicherungsgesellschaften, die nach Einschätzung der VIG Holding über angemessene Bonität
verfügen, um das aus der Zahlungsunfähigkeit eines Rückversicherers (Kreditrisiko) erwachsende Risiko zu minimieren. Das
monetäre Limit pro Rückversicherer ist für jede Tochtergesellschaft individuell festgelegt.
100
Jahresfinanzbericht 2020
Auswahl der Rückversicherer – Rating
Für Sparten, in denen Schäden langfristig abgewickelt werden, insbesondere für Kfz-Haftpflicht, Allgemeine Haftpflicht und
Luftfahrt, verwendet die VIG-Versicherungsgruppe Rückversicherer mit hervorragendem Rating (zumindest Standard &
Poor’s-Rating „A“, bevorzugt „AA“ oder höheres Rating), welches mit großer Wahrscheinlichkeit auch langfristig bestehen
wird. Für Sparten mit rasch abzuwickelnden Schäden (z. B. Naturkatastrophen, Feuer, Technik, Transport, Sturm, Einbruch,
Haushalt, Leitungswasser, Autokasko), bei denen die Anzahl der Rückversicherer größer ist, ist das bevorzugte Rating
Standard & Poor’s „A“ oder höher. Nur in wenigen Einzelfällen werden auch – zeitlich begrenzt – Rückversicherer mit
niedrigerem Rating akzeptiert.
Gestaltung der Rückversicherungsprogramme
Rückversicherungsdeckungen können, sofern wirtschaftlich vertretbar, von jeder Tochtergesellschaft individuell bei externen
Rückversicherern gekauft werden. Falls der Einkauf individueller Rückversicherungsverträge je Tochtergesellschaft nur zu un-
wirtschaftlichen Konditionen erfolgen kann, strebt die VIG-Versicherungsgruppe so weit wie möglich eine gemeinsame
Platzierung von Rückversicherungsverträgen zur Abdeckung von Risiken aus der Deckung von Naturkatastrophen, Sach-
sparten, Unfall, Transport und Luftfahrt sowie Kfz-Haftpflicht an. Konzerninterne Rückversicherungsübernahmen werden,
wenn aus Sicherheitsgründen nötig, durch Retrozession ebenfalls an den Rückversicherungsmarkt weitergegeben. Im
Folgenden werden die Richtlinien des Rückversicherungsschutzes der Wiener Städtischen dargestellt. Bei allen anderen Ver-
sicherungsgesellschaften liegen die Eigenbehalte unter jenen der Wiener Städtischen.
RÜCKVERSICHERUNGSSCHUTZ AM BEISPIEL DER WIENER STÄDTISCHEN
Naturkatastrophen
Die Wiener Städtische versichert Schäden, die durch Naturkatastrophen wie Stürme, Hagel, Überschwemmungen oder
Erdbeben entstehen. Naturkatastrophenschäden werden im Eigenbehalt durch die Rückversicherungsdeckung der Wiener
Städtischen auf EUR 15,0 Mio. für das erste Schadenereignis und EUR 5,0 Mio. für jedes weitere Ereignis beschränkt.
Privatkundengeschäft
Das Privatkundengeschäft besteht aus grundsätzlich stabil verlaufenden Versicherungsbeständen mit kalkulierbaren Ergeb-
nissen, welche vor allem durch eine stabile Schadenfrequenz geprägt sind. Die Frequenzschäden werden daher nur bei
exponierten Sparten, zum Beispiel bei Sturmversicherungen, mit einem gezielten Einsatz proportionaler Rückversicherung
zur Reduktion der Auswirkungen auf den Eigenbehalt rückversichert. Die Auswirkungen der wenigen zu erwartenden Groß-
schäden auf den Eigenbehalt werden durch nichtproportionale Rückversicherung abgesichert. Der maximale Nettoschaden
der Wiener Städtischen beträgt auch in diesem Geschäftssegment zwischen EUR 1,0 Mio. und EUR 2,0 Mio. je nach
Sparte.
Steuerung und Kontrolle
LIQUIDITÄTSMANAGEMENT
Die VIG-Versicherungsgruppe steuert ihre Liquidität aufgrund von Richtlinien, die vom Vorstand der VIG Holding beschlossen
wurden. Die Planung der Liquidität obliegt grundsätzlich jeder Tochtergesellschaft bzw. der VIG Holding selbst. Die Allokation
des Kapitals für die gesamte VIG-Versicherungsgruppe wird von der VIG Holding als Obergesellschaft vorgenommen. Somit
wird eine effiziente Verteilung des Kapitals innerhalb der VIG-Versicherungsgruppe ermöglicht. Gleichzeitig erlaubt dies der VIG
Holding sicherzustellen, dass die angestrebte Liquiditäts- und Kapitalausstattung sowohl auf VIG-Versicherungsgruppenebene
als auch bei den einzelnen operativen Einheiten verfügbar ist.
Der größte Teil der liquiden Mittel für die laufende Geschäftstätigkeit stammt aus Prämieneinnahmen aus der Erstversich-
erung sowie aus laufenden Veranlagungserträgen und Verkaufserlösen von Kapitalanlagen. Dem stehen auf der Ausgaben-
seite Schadenzahlungen in der Schaden- und Unfallversicherung und Leistungsauszahlungen aus der Lebens- und
Krankenversicherung entgegen. Aus diesem liquiden Saldo werden Abschluss- und Betriebskosten getragen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
101
Ein natürlicher Liquiditätspolster ergibt sich aus der Fristigkeit des Versicherungsgeschäfts. Im Gegenzug zur Inkassierung
von Prämien gewährleistet die VIG-Versicherungsgruppe einen Versicherungsschutz für eine bestimmte Periode, in der bis
zum Eintritt eines Versicherungsfalls kein unmittelbarer Cash Outflow gegenübersteht. Dieser Liquiditätspolster wird in
diesem Zeitraum investiert und generiert Kapitalerträge. Ein Teil wird in liquiden Anlagen gehalten, um eine schnelle Um-
wandlung in Barmittel zur Zahlung von Schadenansprüchen zu gewährleisten. Darüber hinaus ist vor allem das Anleihen-
portfolio so strukturiert, dass sie zu einem Zeitpunkt fällig werden, an dem die entsprechenden Mittel voraussichtlich
benötigt werden. Externe Einflussfaktoren wie die Kapitalmarktentwicklung und das Zinsniveau beeinflussen die Liquiditäts-
situation dahingehend, dass sie die Möglichkeit, das Anlageportfolio zum Marktwert zu verkaufen, begünstigen oder ein-
schränken.
Für die Liquiditätslage der Schaden- und Unfallversicherung sind zudem auch der Zeitpunkt, die Häufigkeit und die Belas-
tung aus versicherten Schäden ausschlaggebend. Ebenso spielt die Anzahl der Vertragsverlängerungen eine Rolle.
Der Liquiditätsbedarf der Lebensversicherung wird im Allgemeinen davon beeinflusst, wie sich die tatsächliche Sterblichkeit
im Vergleich zu den Annahmen, auf denen die versicherungstechnischen Rückstellungen basieren, entwickelt. Außerdem
haben Marktrenditen oder Mindestverzinsungen und das Verhalten der Lebensversicherungskunden, zum Beispiel hinsicht-
lich der Anzahl von Rückkäufen und Kündigungen, Auswirkungen auf den Liquiditätsbedarf.
KAPITALMANAGEMENT
Im Interesse unserer Aktionäre und unserer Versicherungskunden ist es unser Ziel, dass die VIG Holding jederzeit
angemessen kapitalisiert ist und dass alle operativen Versicherungsgesellschaften zumindest ihre jeweiligen regulatorischen
Kapitalanforderungen erfüllen. Die VIG Holding ist historisch aufgrund ihrer erfolgreichen Geschäftsstrategie ein sehr kapital-
starkes Unternehmen. Auf den Erhalt dieser guten Kapitalstärke legen wir auch in Zukunft besonderen Wert, um sowohl
profitable Wachstumsmöglichkeiten nutzen als auch große Schadenereignisse abfedern zu können.
Standard & Poor’s-Rating
Darüber hinaus legt die VIG Holding besonderes Augenmerk auf ein dauerhaft starkes Kreditrating der Ratingagentur
Standard & Poor’s (S&P). Die VIG Holding unterzieht sich daher regelmäßig der Bewertung von S&P. S&P hat ihr eigenes
Kapitalmodell, um das Verhältnis zwischen dem erforderlichen Risikokapital und der verfügbaren Kapitalausstattung eines
Unternehmens zu beurteilen. Im November 2020 hat S&P das „A+“-Rating der VIG Holding, verbunden mit einem
„stabilen“ Ausblick, bestätigt.
Die Nachrangigen Anleihen, begeben im Jahr 2013 (EUR 500 Mio. Tier 2, erster Kündigungstermin 9. Oktober 2023), im
Jahr 2015 (EUR 400 Mio. Tier 2, erster Kündigungstermin 2. März 2026) und im Jahr 2017 (EUR 200 Mio. Tier 2, erster
Kündigungstermin 13. April 2027) werden von S&P mit „A-“ bewertet. Laut der Veröffentlichung seitens S&P vom
25. November 2020 überschreitet die Kapitalausstattung des Konzerns die für das AAA-Niveau geltenden Anforderungen.
Damit verfügt die VIG Holding über eine unter vergleichbaren Versicherungsunternehmen sehr gute Bonitätsbewertung mit
hervorragender Kapitalausstattung. Im regelmäßig stattfindenden Kapitalplanungsprozess berücksichtigt die VIG Holding
die Auswirkungen auf ihr Rating mit dem Ziel, dieses nachhaltig zu festigen.
Aktives Kapitalmanagement
Die VIG Holding überwacht ihre Kapitalpositionen anhand der oben angeführten Kriterien und führt angemessene Maßnahmen
durch, die die Kapitalstruktur weiter verbessern und die Kapital- und Solvabilitätsposition dauerhaft stärken. Als Ziel setzt sich
die VIG Holding in allen Versicherungsunternehmen der Gruppe, trotz angestrebten Wachstums, die Solvenzquote zumindest
auf dem derzeitigen Niveau zu halten. Die VIG Holding definiert auf Solvency II-Gruppenebene einen Solvenzkorridor von
170 bis 230 % der Solvenzquote.
102
Jahresfinanzbericht 2020
Der Schwerpunkt des Kapitalmanagements liegt auf den nachrangigen und mit Eigenmittelcharakter ausgestatteten lang-
fristigen Verbindlichkeiten. Der Bereich VIG Group Treasury beobachtet ständig die Entwicklungen an den Kapitalmärkten,
wobei vor allem die Entwicklungen der mit Eigenmittelcharakter ausgestatteten Anleihen aus dem europäischen Versich-
erungssektor besondere Aufmerksamkeit genießen. Neue Kapitalinstrumente, die sich am Kapitalmarkt für Versicherungen
entwickeln, werden auf ihre Anwendbarkeit für die VIG Holding geprüft.
Eigenmittelausstattung
Zum 31. Dezember 2020 betrug das im Firmenbuch eingetragene gezeichnete Kapital EUR 132.887.468,20, eingeteilt in
128.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit Stimmrecht. Zum 31. Dezember 2020 hielt die VIG
Holding keine (2019: keine) eigenen Aktien. Darüber hinaus kann die VIG Holding ihre Eigenkapitalausstattung gemäß
Kapitalermächtigungen durch die Aktionäre sowohl durch die Ausgabe von Vorzugs- als auch von Stammaktien erhöhen.
Die einzelnen Ermächtigungen sind in der Anhangangabe 8. Konzerneigenkapital auf Seite 119ff angeführt.
Zum 31. Dezember 2020 betrug die vom Abschlussprüfer geprüfte Solvenzquote der nach Solvency II definierten VIG-Ver-
sicherungsgruppe 238,1 % (31. Dezember 2019: 209,7 %).
Langfristige Fremdfinanzierung
Zum 31. Dezember 2020 hatte die VIG-Versicherungsgruppe ausstehende nachrangige Anleihen mit unterschiedlichsten Lauf-
zeiten. Für Details zum Anleihenprogramm der VIG-Versicherungsgruppe wird auf Angabe 9. Nachrangige Verbindlichkeiten
ab Seite 122 verwiesen. Die Betrachtung der Laufzeiten zeigt, dass der Schwerpunkt der VIG-Versicherungsgruppe auf nach-
rangigen Verbindlichkeiten liegt, die auf die Eigenmittel anrechenbar sind. Die allgemeinen Kapitalmarktbedingungen sowie
andere Umstände, die entweder die Finanzdienstleistungsbranche insgesamt oder die VIG-Versicherungsgruppe betreffen,
können sich nachteilig auf die Finanzierungskosten und die Verfügbarkeit von Fremdkapital auswirken. Das Ziel ist es deshalb,
Refinanzierungsrisiken durch die aktive Steuerung der Kapitalstruktur möglichst gering zu halten.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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103
ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ – AKTIVA
1. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Zusammensetzung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.237.316
1.382.535
Entgeltlich erworbene Versicherungsbestände 19.491
38.191
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 476.270
518.853
Erworbene Software 401.463
423.377
Übrige 74.807
95.476
Summe 1.733.077
1.939.579
1.1. Geschäfts- oder Firmenwerte
Entwicklung Geschäfts- oder Firmenwerte 2020
2019
in TEUR
Anschaffungskosten 1.906.993
1.899.957
Kumulierte Wertminderung zum 31.12. des Vorjahres -524.458
-424.751
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 1.382.535
1.475.206
Währungsänderungen -26.972
3.667
Buchwert zum 1.1. 1.355.563
1.478.873
Zugänge 1.809
12.483
Wertminderungen -120.056
-108.821
Buchwert zum 31.12. 1.237.316
1.382.535
Kumulierte Wertminderung zum 31.12. 628.303
524.458
Anschaffungskosten 1.865.619
1.906.993
Im 1. Halbjahr 2020 lagen aufgrund der Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie mehrere Trigger für eine anlass-
bezogene Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte vor. Die daraus entstandenen Wertminderungen
betreffen überwiegend die CGU-Gruppen Bulgarien (TEUR 59.800), Kroatien (TEUR 45.017) und Georgien (TEUR 12.518)
und resultieren vorrangig aus den höheren Eigenkapitalkosten im Zusammenhang mit den erhöhten Unsicherheiten durch
die COVID-19-Pandemie sowie den unterlegten Szenarioanalysen, die potentielle COVID-19-Auswirkungen auf makroöko-
nomische Daten simulierten.
Die Wertminderungen im Vorjahr betrafen die CGU-Gruppe Rumänien.
104
Jahresfinanzbericht 2020
Firmenwerte CGU-Gruppen (Buchwerte) 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Österreich 301.716
301.716
Tschechische Republik 430.094
444.212
Slowakei 111.257
111.257
Polen 144.136
154.447
Baltikum 75.481
75.301
Ungarn 14.118
15.543
Bulgarien 124.354
184.154
Georgien 0
13.879
Albanien inkl. Kosovo 13.097
13.307
Kroatien 0
45.615
Nordmazedonien 12.538
12.579
Zentrale Funktionen 10.525
10.525
Summe 1.237.316
1.382.535
Bezüglich der Annahmen für den Werthaltigkeitstest wird auf die Ausführungen im Kapitel Wertminderungen nicht finanzieller
Vermögenswerte ab Seite 54 verwiesen.
1.2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entwicklung Erworbene Software 2020
2019
in TEUR
Anschaffungskosten 1.225.688
1.116.067
Kumulierte Bewertung zum 31.12. des Vorjahres -802.311
-753.229
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 423.377
362.838
Währungsänderungen -4.188
161
Buchwert zum 1.1. 419.189
362.999
Umgliederungen -637
-5.061
Zugänge 109.904
125.991
Abgänge -3.146
-5.729
Veränderungen Konsolidierungskreis 0
1.144
Planmäßige Abschreibungen -123.847
-55.967
Wertminderungen 0
0
Buchwert zum 31.12. 401.463
423.377
Kumulierte Bewertung zum 31.12. 917.226
802.311
Anschaffungskosten 1.318.689
1.225.688
Hinsichtlich der Erläuterungen zur Verkürzung der Nutzungsdauern von in den Sonstigen immateriellen Vermögenswerten
ausgewiesenen Software wird auf das Kapitel Schätzungen und Ermessensentscheidungen auf Seite 48 verwiesen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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105
2. KAPITALANLAGEN
Zusammensetzung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Immobilien 2.507.413
2.414.258
Selbstgenutzte Immobilien 477.469
488.701
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.029.944
1.925.557
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 291.561
321.276
Finanzielle Vermögenswerte 32.102.212
31.720.206
Ausleihungen und Übrige Kapitalanlagen 3.417.208
3.475.405
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 28.685.004
28.244.801
Summe 34.901.186
34.455.740
2.1. Immobilien
Selbstgenutzte Immobilien
Entwicklung 2020
2019
in TEUR
Anschaffungskosten 757.958
698.852
Kumulierte Bewertung zum 31.12. des Vorjahres -269.257
-239.871
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 488.701
458.981
Währungsänderungen -8.123
195
Buchwert zum 1.1. 480.578
459.176
Umgliederungen 926
41.786
Zugänge 16.570
15.278
Abgänge -2.544
-1.310
Veränderungen Konsolidierungskreis 0
-10.027
Zuschreibungen 43
71
Planmäßige Abschreibungen -16.811
-15.787
Wertminderungen -1.293
-486
Buchwert zum 31.12. 477.469
488.701
Kumulierte Bewertung zum 31.12. 281.311
269.257
Anschaffungskosten 758.780
757.958
Die Wertminderungen sind insbesondere durch den geringeren Zeitwert der Immobilien, der durch Gutachten festgestellt
wurde, im Vergleich zum Buchwert bedingt.
106
Jahresfinanzbericht 2020
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Entwicklung 2020
2019
*
in TEUR
Anschaffungskosten 2.702.204
7.952.624
Kumulierte Bewertung zum 31.12. des Vorjahres -776.647
-2.445.939
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 1.925.557
5.506.685
Währungsänderungen -2.990
523
Buchwert zum 1.1. 1.922.567
5.575.168
Umgliederungen -969
-41.736
Zugänge 136.342
304.429
Abgänge -2.942
-56.114
Veränderungen Konsolidierungskreis 28.510
-3.755.688
Zuschreibungen 246
11.253
Planmäßige Abschreibungen -51.452
-108.111
Wertminderungen -2.358
-3.644
Buchwert zum 31.12. 2.029.944
1.925.557
Kumulierte Bewertung zum 31.12. 827.675
776.647
Anschaffungskosten 2.857.619
2.702.204
Mieteinnahmen 132.849
396.891
Von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 132.849
396.891
Betriebliche Aufwendung für vermietete Immobilien 31.617
115.294
Betriebliche Aufwendung für leerstehende Immobilien 6.623
7.365
Betriebliche Aufwendung für Baurechte 0
519
*Enhält Nutzungsrecht für Baurechte
Die Veränderungen des Konsolidierungskreises resultieren im Wesentlichen aus der erstmaligen Einbeziehung der DVIB
alpha GmbH (TEUR 7.922), VIG Home, s.r.o. (TEUR +9.651), WSVA Liegenschaftsbesitz GmbH (TEUR +10.078) sowie
WSVB Liegenschaftsbesitz GmbH (TEUR +821).
Die Wertminderungen sind insbesondere durch den geringeren Zeitwert der Immobilien, der durch Gutachten festgestellt
wurde, im Vergleich zum Buchwert bedingt.
Nutzung Immobilien
Detail Immobilien 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Selbstgenutzte Immobilien 477.469
488.701
selbstgenutzt 470.289
477.768
vermietet (Operatives Leasing) 7.180
10.933
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien exkl. Nutzungsrecht für Baurechte 2.029.944
1.925.557
selbstgenutzt 1.537
3.005
vermietet (Operatives Leasing) 2.028.407
1.922.552
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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107
2.2. Anteile an at equity bewerteten Unternehmen
Entwicklung 2020
2019
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 321.276
221.312
Währungsänderungen -10
0
Buchwert zum 1.1. 321.266
221.312
Retrospektive Anpassung aufgrund Anwendung neuer Standards 0
-3.181
Zugänge 6.471
0
Abgänge 0
-5.000
Veränderungen Konsolidierungskreis 393
153
Zugang aufgrund Verlust der Beherrschung vormals vollkonsolidierter Unternehmen 0
99.836
Wertminderungen -29.000
0
Anteilige OCI-Veränderungen 1.167
-1.394
Anteiliges Periodenergebnis von Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen 2.285
26.448
Dividendenauszahlung -11.021
-16.898
Buchwert zum 31.12. 291.561
321.276
davon Geschäftsbereich Österreich 150.862
183.232
davon Geschäftsbereich Tschechische Republik 28.331
25.739
davon Geschäftsbereich Polen 143
153
davon Geschäftsbereich Zentrale Funktionen 112.225
112.152
Die Wertminderungen im aktuellen Berichtsjahr in Höhe von TEUR 29.000 betreffen die Österreichisches Verkehrsbüro AG.
Das Unternehmen litt massiv unter den Beschränkungen im Zuge der COVID-19-Pandemie. Aufgrund der dadurch ent-
standenen höheren rechtlichen Unsicherheiten kam es zu einem Anstieg der Kapitalkosten sowie einer Verschlechterung
der Mehrjahresplanung. Die Bewertung der Österreichisches Verkehrsbüro AG basiert auf einer ertragsorientierten
Discounted Cash flow-Methode.
Die Position Zugang aufgrund Verlust der Beherrschung vormals vollkonsolidierter Unternehmen aus dem Vorjahr betrifft
die Änderung der Konsolidierungsmethode der Gemeinnützigen Gesellschaften.
Assoziierte Unternehmen werden mittels at equity-Methode bewertet.
Entwicklung wesentlicher Anteile an at equity bewerteter
Unternehmen
2020
Beteiligungs- und
Wohnungs-
anlagen GmbH
Gewista-Werbe-
gesellschaft
m.b.H.
Österreichisches
Verkehrsbüro AG
Erste Heimstätte
GmbH
VBV - Betriebliche
Altersvorsorge AG
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 31.126
34.860
55.164
48.433
54.233
Buchwert zum 1.1. 31.126
34.860
55.164
48.433
54.233
Zugänge 0
0
0
0
4.267
Wertminderungen 0
0
-29.000
0
0
Anteilige OCI-Veränderungen 0
0
-417
0
1.638
Anteiliges Periodenergebnis von Anteilen an at equity
bewerteten Unternehmen 4.013
3.735
-15.435
0
7.526
Dividendenauszahlung -1.721
-4.154
0
0
-1.773
Buchwert zum 31.12. 33.418
34.441
10.312
48.433
65.891
108
Jahresfinanzbericht 2020
Wesentliche Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 2020
Beteiligungs- und
Wohnungs-
anlagen GmbH
Gewista-Werbe-
gesellschaft
m.b.H.
Österreichisches
Verkehrsbüro AG
Erste Heimstätte
GmbH
VBV - Betriebliche
Altersvorsorge AG
*
in
TEUR
Anteil des Konzerns in % 25,00 %
33,00 %
36,58 %
99,77 %
25,32 %
Erträge 0
80.308
223.800
89.586
73.702
Aufwendungen -191
-70.401
-269.927
-40.155
-38.939
Finanzergebnis 14.531
2.542
-9.447
-50.924
5.295
Steuern 1.712
-1.130
13.354
-73
-9.265
Periodenergebnis 16.052
11.319
-42.220
-1.566
30.793
Minderheiten der Muttergesellschaft 0
0
25
0
0
Ausgleichsposten aufgrund Schutzbestimmungen des
österreichischen Wohnungsgemeinnützigengesetzes (WGG) 0
0
0
1.566
0
Periodenergebnis nach Minderheiten 16.052
11.319
-42.195
0
30.793
davon Nicht beherrschende Anteile 361
7.745
-950
0
693
davon Anteile der Anteilseigner an at equity bewerteten
Unternehmen 15.691
0
-41.270
0
30.100
Zurechenbares Ergebnis 4.013
3.735
-15.435
0
7.526
Anlagevermögen 340.336
121.892
336.521
919.748
377.064
Umlaufvermögen (inkl. Sonstiger Aktiva) 28.268
452
77.641
29.612
12.478.542
Fremdkapital -234.931
-17.978
-373.555
-666.088
-12.595.373
Nettovermögen 133.673
104.366
40.607
283.272
260.233
davon Nicht beherrschende Anteile 3.008
104.366
914
79.556
5.855
davon Anteile der Anteilseigner an at equity bewerteten
Unternehmen
130.665
0
39.693
203.716
254.378
Zurechenbares Nettovermögen 33.418
34.441
14.852
282.629
65.891
Wertminderungen 0
0
-4.540
0
0
Ausgleichsposten aufgrund Schutzbestimmungen des
österreichischen Wohnungsgemeinnützigengesetzes (WGG) 0
0
0
-234.196
0
Buchwert des Anteils an at equity bewerteten Unternehmen 33.418
34.441
10.312
48.433
65.891
*
Beteiligungsprozentsatz: Q1 2020: 23,71 %, ab Q3 2020: 25,32 %
Die Wesentlichkeit wird grundsätzlich anhand der Höhe des at equity-Buchwerts bestimmt.
Die Beteiligungs- und Immobilien GmbH sowie die Beteiligungs- und Wohnungsanlagen GmbH wurden mit einem abweich-
enden Abschlussstichtag (30. September) in den Konzernabschluss einbezogen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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109
2.3. Ausleihungen und Übrige Kapitalanlagen
Zusammensetzung Ausleihungen und Übrige Kapitalanlagen 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Ausleihungen 1.647.782
1.461.846
Umklassifizierte Ausleihungen 136.308
139.584
Als Ausleihungen klassifizierte Anleihen 782.794
814.678
Ausleihungen gesamt 2.566.884
2.416.108
Übrige Kapitalanlagen 850.324
1.059.297
davon Gebundene Guthaben bei Kreditinstituten 766.408
973.247
davon Depotforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 83.900
86.032
Summe 3.417.208
3.475.405
Zusammensetzung Ausleihungen gesamt 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Ausleihungen 1.647.782
1.461.846
Darlehen an nicht konsolidierte verbundene Unternehmen 76.886
65.779
Darlehen an Unternehmensbeteiligungen 36.664
32.016
Hypothekendarlehen 518.760
547.857
Polizzendarlehen und -vorauszahlungen 18.621
20.278
Sonstige Ausleihungen 996.851
795.916
an Darlehensnehmer der öffentlichen Hand 200.509
194.314
an Kreditinstitute 159.628
164.675
an sonstige gewerbliche Darlehensnehmer 518.209
435.739
an Privatpersonen und Übrige 118.505
1.188
Umklassifizierte Ausleihungen 136.308
139.584
Als Ausleihungen klassifizierte Anleihen 782.794
814.678
an Darlehensnehmer der öffentlichen Hand 109.945
110.071
an Kreditinstitute 638.656
668.645
an sonstige gewerbliche Darlehensnehmer 34.193
35.962
Summe 2.566.884
2.416.108
Unter Darlehensnehmer der öffentlichen Hand sind Staaten, Bundesländer und Gemeinden zu verstehen. Generell handelt
es sich bei den Sonstigen Ausleihungen um nicht durch Versicherungsverträge gesicherte Ausleihungen.
Von den ausgewiesenen Ausleihungen gesamt sind rd. 48,64 % mit Sicherheiten hinterlegt.
110
Jahresfinanzbericht 2020
Entwicklung Ausleihungen gesamt 2020
2019
in TEUR
Anschaffungskosten 2.449.880
2.486.253
Kumulierte Bewertung zum 31.12. des Vorjahres -33.772
-30.989
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 2.416.108
2.455.264
Währungsänderungen -2.853
-170
Buchwert zum 1.1. 2.413.255
2.455.094
Zugänge 3.782.491
1.721.177
Abgänge -3.629.063
-1.690.309
Veränderungen Konsolidierungskreis 156
-66.840
Zuschreibungen 68
43
Wertminderungen -23
-3.057
Buchwert zum 31.12. 2.566.884
2.416.108
Kumulierte Bewertung zum 31.12. 7.522
33.772
Anschaffungskosten 2.574.406
2.449.880
Fälligkeitsstruktur Ausleihungen 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Ausleihungen 1.647.782
1.461.846
bis zu einem Jahr 130.471
34.843
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 472.675
443.462
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 271.829
259.694
mehr als zehn Jahre 772.807
723.847
Als Ausleihungen klassifizierte Anleihen 782.794
814.678
bis zu einem Jahr 28.664
45.164
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 395.188
305.499
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 161.943
267.658
mehr als zehn Jahre 196.999
196.357
Der Zeitwert zum Umgliederungszeitpunkt der Ausleihungen, umklassifiziert aus der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte, betrug im Jahr 2008 TEUR 1.037.036.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
111
2.4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Entwicklung Bis zur Endfälligkeit gehalten (inkl.
umklassifiziert)
Zur Veräußerung verfügbar Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet
*
2020
2019
2020
2019
2020
2019
in TEUR
Anschaffungskosten 2.766.187
2.937.383
Kumulierte Bewertung zum 31.12. des
Vorjahres
-2.486
-1.382
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 2.763.701
2.936.001
25.148.103
23.481.693
332.997
327.585
Währungsänderungen -79.580
27.618
-111.320
-1.509
-8.275
525
Buchwert zum 1.1. 2.684.121
2.963.619
25.036.783
23.480.184
324.722
328.110
Umgliederungen 0
0
-6
-5.646
-51.352
-20.528
Zugänge 153.580
60.613
3.366.777
3.424.353
191.772
313.741
Abgänge/Tilgungen -425.388
-260.531
-2.713.913
-2.848.101
-177.909
-303.948
Veränderungen Konsolidierungskreis 44.125
0
-42.324
31.218
-46.084
128
Erfolgswirksam erfasste Bewertungs-
änderungen 0
0
6.689
195
4.009
15.494
Erfolgsneutral erfasste Bewertungs-
änderungen
0
0
397.925
1.087.225
0
0
Wertminderungen 0
0
-68.500
-21.325
-23
0
Buchwert zum 31.12. 2.456.438
2.763.701
25.983.431
25.148.103
245.135
332.997
Kumulierte Bewertung zum 31.12. 1.401
2.486
Anschaffungskosten 2.457.839
2.766.187
*Inklusive Handelsbestand
Die Entwicklung der erfolgsneutral erfassten Bewertungsänderungen bei der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf die Auswirkung der Zinskurve auf festverzinsliche Wertpapiere
zurückzuführen.
Die ausgewiesenen Umgliederungen der Kategorie Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (inkl. Handels-
bestand) resultieren aus Umgliederungen von und zu Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebens-
versicherung.
Zusammensetzung Staatsanleihen
1)
(Buchwerte)
Bis zur Endfälligkeit gehalten (inkl.
umklassifiziert)
Zur Veräußerung verfügbar
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet
2)
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in %
Österreich 0,73
0,65
13,50
13,44
0,00
0,00
Deutschland 0,13
0,12
1,31
1,49
52,38
24,51
Tschechische Republik 64,50
69,31
6,39
5,82
0,00
0,00
Slowakei 3,46
3,35
6,82
7,71
0,00
0,00
Polen 17,65
12,26
13,57
13,28
44,84
75,06
Rumänien 0,03
0,11
5,46
5,28
1,69
0,00
Andere Länder 13,50
14,20
52,95
52,98
1,09
0,43
1)
Staatsanleihen umfassen Anleihen von supranationalen Organisationen, staatsnahen Einrichtungen und Gliedstaaten sowie Kommunalanleihen.
2)
Inklusive Handelsbestand
112
Jahresfinanzbericht 2020
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte
Zusammensetzung Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwert
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte 31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2.163.435
2.195.001
2.479.845
2.472.357
Staatsanleihen 1.891.483
1.922.748
2.152.108
2.130.871
Covered Bonds 214.205
206.930
267.285
271.484
Unternehmensanleihen 45.628
50.766
47.592
55.310
Anleihen von Finanzinstituten 10.192
14.557
10.751
14.692
Nachrangige Anleihen 1.927
0
2.109
0
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte umklassifiziert 293.003
568.700
369.550
648.635
Staatsanleihen 277.464
552.572
352.601
631.230
Covered Bonds 2.012
2.098
2.233
2.260
Anleihen von Finanzinstituten 13.527
14.030
14.716
15.145
Fälligkeitsstruktur Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwert
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte 31.12.2020
31.12.2019
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2.163.435
2.195.001
2.479.845
2.472.357
bis zu einem Jahr 126.916
162.579
129.242
164.876
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 783.974
694.185
842.647
759.296
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 705.266
619.859
760.378
695.164
mehr als zehn Jahre 547.279
718.378
747.578
853.021
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte umklassifiziert 293.003
568.700
369.550
648.635
bis zu einem Jahr 5.720
266.679
5.882
271.551
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 154.423
163.032
167.213
177.555
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 0
2.098
0
2.260
mehr als zehn Jahre 132.860
136.891
196.455
197.269
Ratingkategorien Fortgeführte Anschaffungskosten
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte (inkl. umklassifiziert) 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
AAA 82.351
64.997
AA 1.628.490
1.965.661
A 516.380
451.115
BBB 83.143
162.413
BB und niedriger 128.000
102.750
Kein Rating 18.074
16.765
Summe 2.456.438
2.763.701
Der Zeitwert zum Umgliederungszeitpunkt der Bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanzielle Vermögenswerte, umklassifiziert aus
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, betrug im Jahr 2008 TEUR 1.393.784. Die VIG-Versich-
erungsgruppe hat aufgrund der Entwicklung der Finanzmärkte im 2. Halbjahr 2008 von der Bestimmung „Umklassifizierung von
finanziellen Vermögenswerten“ gemäß IAS 39.50ff Gebrauch gemacht. Da die erforderlichen Informationen nicht verfügbar sind
und die Kosten für ihre Erstellung übermäßig hoch wären, ist eine Bestimmung der Werte, wenn keine Umgliederung statt-
gefunden hätte, nicht möglich.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
113
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zusammensetzung Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Anleihen 22.895.705
22.300.441
Staatsanleihen 11.107.686
10.699.611
Covered Bonds 1.444.081
1.473.214
Unternehmensanleihen 5.995.755
5.658.518
Anleihen von Finanzinstituten 3.520.687
3.606.210
Nachrangige Anleihen 827.496
862.888
Aktien und andere Unternehmensbeteiligungen
*
672.285
666.017
Investmentfonds 2.415.441
2.181.645
Aktienfonds 1.054.435
1.039.065
Rentenfonds 1.027.247
812.627
Alternative Fonds 9.022
10.135
Immobilienfonds 96.387
88.476
Gemischte Fonds 228.350
231.342
Summe 25.983.431
25.148.103
*Beinhaltet Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen in Höhe von TEUR 257.779 (TEUR 217.494)
Stand der nicht realisierten Gewinne und Verluste 31.12.2020 31.12.2019
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zeitwert
Nicht
realisierte
Gewinne
Nicht
realisierte
Verluste
Zeitwert
Nicht
realisierte
Gewinne
Nicht
realisierte
Verluste
in TEUR
Anleihen 22.895.705
2.800.566
-31.810
22.300.441
2.593.329
-52.161
Aktien und andere Unternehmensbeteiligungen 672.285
132.830
-11.841
666.017
107.787
-20.271
Investmentfonds 2.415.441
258.357
-35.183
2.181.645
230.442
-40.505
Summe 25.983.431
3.191.753
-78.834
25.148.103
2.931.558
-112.937
Bei der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte entspricht der Bilanzwert dem beizulegenden
Zeitwert. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste stellen den Unterschiedsbetrag zwischen fortgeführten Anschaffungs-
kosten und beizulegenden Zeitwerten dar.
114
Jahresfinanzbericht 2020
Wertminderungen 31.12.2020 31.12.2019
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
Bruttobuchwert
Wertminderung
Nettobuchwert
Bruttobuchwert
Wertminderung
Nettobuchwert
in TEUR
Anleihen 22.910.578
14.873
22.895.705
22.309.470
9.029
22.300.441
nicht wertgemindert 22.895.645
0
22.895.645
22.300.438
0
22.300.438
wertgemindert 14.933
14.873
60
9.032
9.029
3
Aktien
*
486.100
71.594
414.506
485.484
36.961
448.523
nicht wertgemindert 291.525
0
291.525
382.023
0
382.023
wertgemindert 194.575
71.594
122.981
103.461
36.961
66.500
Investmentfonds 2.479.584
64.143
2.415.441
2.230.276
48.631
2.181.645
nicht wertgemindert 2.329.235
0
2.329.235
2.135.880
0
2.135.880
wertgemindert 150.349
64.143
86.206
94.396
48.631
45.765
Summe 25.876.262
150.610
25.725.652
25.025.230
94.621
24.930.609
*Exklusive Wertminderungen von Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen
Fälligkeitsstruktur Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
ohne Fälligkeit 3.192.840
2.938.675
bis zu einem Jahr 1.553.962
1.044.476
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 7.272.358
6.810.127
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 8.260.812
8.680.671
mehr als zehn Jahre 5.703.459
5.674.154
Summe 25.983.431
25.148.103
Ratingkategorien Zeitwert
Festverzinsliche Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
AAA 2.277.967
2.187.356
AA 6.022.531
5.856.128
A 8.373.395
8.733.258
BBB 5.407.591
4.660.993
BB und niedriger 641.667
727.385
Kein Rating 172.554
135.321
Summe 22.895.705
22.300.441
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
115
3. FINANZINSTRUMENTE DER FONDS- UND INDEXGEBUNDENEN LEBENSVERSICHERUNG
Zusammensetzung 31.12.2020 31.12.2019
Fondsgebunden
Indexgebunden
Gesamt
Gesamt
in TEUR
Investmentfonds 6.502.389
0
6.502.389
6.465.516
Anleihen 0
1.369.406
1.369.406
2.053.153
Aktien 0
794
794
1.195
Bankguthaben 64.958
14.054
79.012
91.022
Depotforderungen 8.242
0
8.242
8.500
Saldo Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten 8.196
0
8.196
941
Summe 6.583.785
1.384.254
7.968.039
8.620.327
Fälligkeitsstruktur 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
ohne Fälligkeit 6.551.943
6.526.937
bis zu einem Jahr 445.691
691.873
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 530.027
975.529
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 427.050
385.384
mehr als zehn Jahre 13.328
40.604
Summe 7.968.039
8.620.327
4. ANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGEN
Entwicklung
Buchwert
zum 1.1.
Währungsände-
rungen
Dotierungen
Verwendung bzw.
Auflösung
Buchwert zum
31.12.2020
in
TEUR
Prämienüberträge 207.809
-20.370
132.080
-128.292
191.227
Deckungsrückstellung 31.603
-10
13.274
-31.420
13.447
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.026.005
-25.353
895.215
-723.321
1.172.546
Rückstellung für erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung 14.857
-224
14.323
-14.590
14.366
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 3.160
-256
4.973
-2.971
4.906
Summe 1.283.434
-46.213
1.059.865
-900.594
1.396.492
Fälligkeitsstruktur 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
bis zu einem Jahr 696.553
726.635
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 405.903
329.763
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 160.805
119.934
mehr als zehn Jahre 133.231
107.102
Summe 1.396.492
1.283.434
116
Jahresfinanzbericht 2020
5. FORDERUNGEN
Zusammensetzung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Versicherungstechnische 1.015.400
1.003.123
Forderungen aus dem direkten Versicherungsgeschäft 810.381
790.293
an Versicherungsnehmer 622.939
624.956
an Versicherungsvermittler 131.571
127.731
an Versicherungsunternehmen 55.871
37.606
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 205.019
212.830
Nichtversicherungstechnische 683.759
714.226
Sonstige Forderungen 683.759
714.226
Summe 1.699.159
1.717.349
Zusammensetzung Sonstige Forderungen 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Forderungen aus Finanzierungsleasing 48.600
49.231
Forderungen aus Regressen 35.155
27.787
Anteilige und ausstehende Zinsen und Mieten 360.564
381.464
Forderungen Finanzamt und Vorauszahlungen (exkl. Ertragssteuern) sowie Gebühren aller Art 41.868
46.100
Forderungen aus Verkäufen von Kapitalanlagen 10.884
8.750
Forderungen an Hausverwaltungen 13.844
15.244
Forderungen aus Fremdschadenverrechnung 16.851
27.060
Forderungen aus Grüne Karte-Kautionen sowie sonstige Kautionen 59.898
63.777
Forderungen aus Vorauszahlungen 16.918
21.174
Übrige Forderungen 79.177
73.639
davon Forderungen aus Leistungsverrechnung 24.579
21.503
davon Forderungen aus Pensionskassenverrechnung 16.221
10.975
Summe 683.759
714.226
Fälligkeitsstruktur 31.12.2020 31.12.2019
Fällige Prämien-
forderungen
Nichtversiche-
rungstechnische
Gesamt
Gesamt
in
TEUR
bis zu einem Jahr 263.059
613.724
876.783
858.338
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 14.053
40.889
54.942
60.839
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 0
11.999
11.999
45.302
mehr als zehn Jahre 0
17.147
17.147
29.446
Zwischensumme 277.112
683.759
960.871
993.925
Nicht fällige Prämienforderungen 423.987
418.698
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 205.019
212.830
Sonstige versicherungstechnische Forderungen 109.282
91.896
Summe 1.699.159
1.717.349
Den fälligen Brutto-Forderungen stehen Wertberichtigungen in den Forderungen (direkt in der Aktiva abgesetzt) von
TEUR 86.725 (TEUR 91.040) und Stornorückstellungen von TEUR 21.057 (TEUR 12.628) gegenüber.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
117
Altersstrukturanalyse 31.12.2020
Überfällige Forderungen 1–60 Tage
überfällig
61–90 Tage
überfällig
91–120 Tage
überfällig
länger
überfällig
Summe
in TEUR
Versicherungstechnische Forderungen 164.674
62.199
20.928
45.974
293.775
nicht wertgemindert 61.681
34.072
13.101
22.217
131.071
wertgemindert 102.993
28.127
7.827
23.757
162.704
Nichtversicherungstechnische Forderungen 9.093
9.758
3.609
25.321
47.781
nicht wertgemindert 6.855
9.167
1.479
15.665
33.166
wertgemindert 2.238
591
2.130
9.656
14.615
Altersstrukturanalyse 31.12.2019
Überfällige Forderungen 1–60 Tage
überfällig
61–90 Tage
überfällig
91–120 Tage
überfällig
länger
überfällig
Summe
in TEUR
Versicherungstechnische Forderungen 162.651
57.440
14.797
64.446
299.334
nicht wertgemindert 68.771
30.398
6.475
39.503
145.147
wertgemindert 93.880
27.042
8.322
24.943
154.187
Nichtversicherungstechnische Forderungen 5.305
8.737
2.216
26.023
42.281
nicht wertgemindert 4.380
8.557
2.147
14.502
29.586
wertgemindert 925
180
69
11.521
12.695
6. STEUERABGRENZUNGEN
Die angesetzten aktiven und passiven latenten Steuern betreffen temporäre Unterschiedsbeträge der in der folgenden
Tabelle angeführten Bilanzposten (die Unterschiedsbeträge wurden bereits mit den anzuwendenden Steuersätzen bewertet).
Anzumerken ist, dass die latenten Steuern, soweit zulässig, auf Ebene des Steuersubjekts saldiert werden und dement-
sprechend in der Bilanz unterschiedliche Salden entweder auf der Aktiv- oder Passivseite ausgewiesen werden.
Ein latenter Steueranspruch wird für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, noch nicht genutzte Steuergutschriften und
abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Umfang erfasst, für den er genutzt werden kann. Latente Steueransprüche
werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass
der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden kann.
118
Jahresfinanzbericht 2020
Zusammensetzung 31.12.2020 31.12.2019
Aktive
Passive
Aktive
Passive
in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 13.715
21.742
7.886
16.315
Nutzungsrechte 0
60.577
0
65.353
Kapitalanlagen
1)
104.452
403.115
98.089
358.554
Forderungen und Übrige Aktiva
2)
39.480
42.016
41.794
28.065
Verlustvorträge 41.771
0
42.364
0
Unversteuerte Rücklagen 0
10.975
0
11.288
Versicherungstechnische Rückstellungen
3)
221.233
144.104
131.429
168.943
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen 102.972
2.408
103.614
1.924
Verbindlichkeiten und Übrige Passiva
4)
92.345
27.301
93.094
30.689
Summe vor Wertberichtigung 615.968
712.238
518.270
681.131
Wertberichtigung aktiver latenter Steuern -34.872
-30.616
Summe vor Saldierung 581.096
712.238
487.654
681.131
Saldierung -444.368
-444.368
-418.929
-418.929
Summe nach Saldierung 136.728
267.870
68.725
262.202
1)
inkl. Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung
2)
inkl. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
3)
inkl. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen sowie Versicherungstechnische Rückstellungen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung
4)
inkl. Nachrangige Verbindlichkeiten
Aktive latente Steuern aus Siebentelabschreibungen wurden in Höhe von TEUR 23.004 (TEUR 15.477) angesetzt. Die
Saldierung von latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen von konsolidierten Steuersubjekten der Steuergruppe, die
von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, ergibt eine latente Steuerschuld von TEUR 161.610 (TEUR 148.358). In
Übereinstimmung mit IAS 12.39 wurden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen im Zusammenhang mit
Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen angesetzt, da sich diese in absehbarer Zeit nicht
umkehren. Die Differenz zwischen dem steuerlichen Buchwert und dem IFRS-Eigenkapital beträgt TEUR 2.053.406
(TEUR 2.043.083). Ebenso wurden latente Steuern auf nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochterunternehmen in Höhe
von TEUR 14.404 (TEUR 20.146) nicht angesetzt, da noch keine Gewinnausschüttungsabsicht vorliegt.
Latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 31.149 (TEUR 29.368) werden nicht angesetzt.
7. ÜBRIGE AKTIVA
Zusammensetzung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Sachanlagen
*
und Vorräte 117.335
128.950
Anzahlungen für Projekte 0
58
Andere Vermögenswerte 36.905
47.548
Aktive Rechnungsabgrenzung 233.605
215.355
Summe 387.845
391.911
*Vom ausgewiesenen Bilanzwert zum 31.12.2020 vermietet: 7,49 % (7,44 %)
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
119
ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ – PASSIVA
8. KONZERNEIGENKAPITAL
Die Posten
Grundkapital
und die
sonstigen Kapitalrücklagen
enthalten die von den Aktionären der VIG Holding auf die Aktien
eingezahlten Beträge. In den sonstigen Kapitalrücklagen ist der Teil der eingezahlten Beträge, der über das Grundkapital
hinausgeht, dargestellt. Die Kapitalrücklage wird durch die extern verursachten Kosten, die unmittelbar mit Eigenkapitalmaß-
nahmen zusammenhängen, nach Berücksichtigung von Steuereffekten gemindert.
Als
Gewinnrücklage
sind jene Gewinne ausgewiesen, die Tochterunternehmen seit ihrer Zugehörigkeit zur VIG-Versich-
erungsgruppe erzielt haben. Diese werden um die von der VIG Holding ausgeschütteten Dividenden reduziert. Darüber
hinaus werden Beträge aus der Veränderung des Konsolidierungskreises hier erfasst. Bei Änderungen von Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden wird der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden,
im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen der frühesten dargestellten Periode erfasst.
Die
Übrigen Rücklagen
bestehen aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung von Zur Veräußerung
verfügbaren Finanzinstrumenten sowie aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die nach IAS 19 in der
Gesamtergebnisrechnung zu erfassen sind. Darüber hinaus werden nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der at equity-
Bewertung assoziierter Unternehmen und die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resul-
tierenden Umrechnungsdifferenzen in den Übrigen Rücklagen ausgewiesen.
Die
nicht beherrschenden Anteile
werden ebenfalls als Teil des Eigenkapitals dargestellt. Diese umfassen die Anteile Dritter am
Eigenkapital konsolidierter Tochterunternehmen, die nicht zu 100 % direkt oder indirekt von der VIG Holding gehalten werden.
Ergebnis je Aktie
Gemäß IAS 33.10 ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie mittels Division des den Stammaktionären des Mutterunter-
nehmens zustehenden Ergebnisses (Zähler) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der innerhalb der Berichts-
periode in Umlauf gewesenen Stammaktien (Nenner) zu ermitteln.
Ergebnis je Aktie 2020
2019
Periodenergebnis TEUR 242.668
413.088
Andere nicht beherrschende Anteile am Periodenergebnis TEUR -11.155
-13.698
Nicht beherrschende Anteile am Periodenergebnis aus Gemeinnützigen Gesellschaften TEUR 0
-68.113
Periodenergebnis nach Nicht beherrschenden Anteilen TEUR 231.513
331.277
Anzahl der Aktien zum Abschlussstichtag Stk 128.000.000
128.000.000
Ergebnis je Aktie
*
EUR 1,81
2,59
*Das unverwässerte entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie (in EUR).
Da es weder in der aktuellen noch in der vergangenen Berichtsperiode potenzielle Verwässerungseffekte gab, entspricht
das unverwässerte dem verwässerten Ergebnis je Aktie.
Details zum Kapitalmanagement sind auf Seite 101 zu finden.
120
Jahresfinanzbericht 2020
Konzerneigenkapital
GRUNDKAPITAL UND STIMMRECHTE
Das Grundkapital beträgt EUR 132.887.468,20. Es ist eingeteilt in 128.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose
Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stückaktie am Grundkapital im gleichen Umfang beteiligt ist. Die ausgegebene
Stückzahl blieb unverändert.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Arbeit-
nehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
Der Vorstand muss aus mindestens drei und darf aus höchstens acht Personen bestehen. Dem Aufsichtsrat gehören min-
destens drei, höchstens zehn Mitglieder (Kapitalvertreter) an. Der Wiener Städtische Versicherungsverein, welcher direkt
und indirekt rd. 72,47 % (71,54 %) des Grundkapitals hält, ist berechtigt, bis zu einem Drittel der Mitglieder in den
Aufsichtsrat zu entsenden, sobald und solange er an der Gesellschaft nicht mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien
hält. Sofern das Gesetz oder die Satzung nicht eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit
einfacher Mehrheit.
Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten; hinsichtlich der Rechte des Aktionärs Wiener Städtische Versiche-
rungsverein wird auf den zuvor angeführten Absatz verwiesen.
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, die bei einem
Kontrollwechsel in der Gesellschaft in Folge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, ins-
besondere keine, welche den Bestand an Beteiligungen an Versicherungsunternehmen berühren. Bestehende Verein-
barungen, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft in Folge eines Übernahmeangebotes wirksam werden,
betreffen Beteiligungen an sonstigen (Nichtversicherungs-)Unternehmen.
Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeit-
nehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
VORRATSBESCHLÜSSE
Der Vorstand ist bis längstens 11. Mai 2022 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft – allenfalls in mehreren Tranchen
– um Nominale EUR 66.443.734,10 durch Ausgabe von 64.000.000 auf Namen oder Inhaber lautende Stückaktien gegen
Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Über den Inhalt der Aktienrechte, den Ausschluss der Bezugsrechte und die sonstigen
Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Dabei können auch Vorzugs-
aktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden, die den Rechten aus bereits bestehenden Vorzugsaktien gleichstehen. Die
Ausgabepreise von Stamm- und Vorzugsaktien können verschieden hoch sein.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 12. Mai 2017 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum
11. Mai 2022 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von
bis zu EUR 2.000.000.000,00, auch unter Ausschluss der Bezugsrechte, auszugeben und den Inhabern von Wandel-
schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu 30.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht nach
Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Wandelschuldverschreibungsbedingungen zu gewähren.
Das Grundkapital ist demnach gem. § 159 (2) Z1 AktG um bis zu EUR 31.145.500,36 durch Ausgabe von bis zu 30.000.000
auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit
durchgeführt, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 12. Mai 2017 ausgegebenen
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
121
Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen eingeräumten Bezugs- oder Umtauschrecht Gebrauch machen. Bislang hat
der Vorstand keinen Beschluss über die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen auf Grundlage der am 12. Mai 2017
erteilten Ermächtigung gefasst.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 12. Mai 2017 weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis
längstens 11. Mai 2022 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Gewinnschuldverschreibungen im Gesamtnenn-
betrag von bis zu EUR 2.000.000.000,00, auch unter Ausschluss der Bezugsrechte, auszugeben. Bislang hat der Vorstand
auf Grundlage dieser Ermächtigung keinen Beschluss über die Ausgabe von Gewinnschuldverschreibungen gefasst.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 24. Mai 2019 ermächtigt, gem. § 65 (1) Z4, Z8 und (1a) sowie (1b) AktG im
gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß auf den Inhaber lautende eigene Stückaktien während einer Geltungsdauer von 30
Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung der Hauptversammlung zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert
darf nicht niedriger als maximal 50 % unter und nicht höher als maximal 10 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börse-
schlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage betragen. Der Erwerb kann nach Wahl des Vorstands über
die Börse oder durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art erfolgen.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 24. Mai 2019 weiters ermächtigt, eigene Aktien
zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Gesellschaft oder an Arbeitnehmer, leitende
Angestellte und Mitglieder des Vorstands von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu verwenden;
zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen, die auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung
am 12. Mai 2017 ausgegeben werden, zu verwenden;
gem. § 65 (1b) AktG jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern. Darüber hinaus
ist der Vorstand längstens für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung ermächtigt, die erworbenen eigenen
Aktien ohne oder unter teilweisem oder vollständigem Ausschluss des Bezugsrechts auf eine andere Art zu ver-
äußern. Der schriftliche Bericht über die Gründe des Bezugsrechtsausschlusses liegt der Hauptversammlung vor.
Bislang hat der Vorstand von diesen Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag
keine eigenen Aktien.
Ausschüttung 2020 für das Geschäftsjahr 2019 je Aktie
insgesamt
in EUR
Stammaktien 1,15
147.200.000
Gewinnverwendungsvorschlag
Die VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG Holding) hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem
Bilanzgewinn von EUR 239.230.814,01 abgeschlossen. Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung wird nach-
stehende Gewinnverwendung vorgeschlagen:
Die 128 Mio. Aktien erhalten eine Dividende von EUR 0,75 je Aktie. Als Auszahlungstag wird der 27. Mai 2021, als Record
Date (Nachweisstichtag Dividende) der 26. Mai 2021 und als Ex-Tag dieser Dividende wird der 25. Mai 2021 bestimmt.
Insgesamt erfolgt daher eine Ausschüttung von EUR 96.000.000,00. Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanz-
gewinn des Geschäftsjahres 2020 in der Höhe von EUR 143.230.814,01 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
122
Jahresfinanzbericht 2020
9. NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITEN
Nachrangige Verbindlichkeiten des Konzerns
Emittierendes Unternehmen Emissionsdatum
Aushaftendes Volumen
Laufzeit
Verzinsung
Zeitwert
in TEUR
in Jahren
in %
in TEUR
VIG Holding
9.10.2013
500.000
30
1)
Erste 10 Jahre: 5,5 %
p.a.; danach variabel
571.410
VIG Holding
2.3.2015
400.000
31
2)
Erste 11 Jahre: 3,75 %
p.a.; danach variabel
447.552
VIG Holding
13.4.2017
200.000
30
3)
Erste 10 Jahre: 3,75 %
p.a.; danach variabel
222.674
Donau Versicherung 15.4. + 21.5.2004
9.500
unbegrenzt
4)
4,95 % p.a.
10.940
Donau Versicherung 1.7.1999
1.500
unbegrenzt
5)
4,95 % p.a.
1.523
Wiener Städtische 1.3.1999
12.000
unbegrenzt
6)
4,90 % p.a.
13.475
Wiener Städtische 2.7.2001
16.100
unbegrenzt
7)
6,10 % p.a.
18.428
Wiener Städtische 15.11.2003
19.150
unbegrenzt
8)
4,95 % p.a.
21.388
Wiener Städtische 30.6.2006
34.700
unbegrenzt
9)
4,75 % p.a.
38.143
Wiener Städtische 11.5.2017
250.000
10
10)
3,50 % p.a.
270.235
Kooperativa (Tschechische Republik) 22.12.2010
20.959
unbegrenzt
11)
5,05 % p.a.
21.035
Summe
1.463.909
1.636.803
1)
Das Recht auf ordentliche und außerordentliche Kündigung durch die Inhaber ist ausgeschlossen. Eine ordentliche Kündigung durch die Emittentin ist erst mit Wirkung des 9. Oktober 2023 vorgesehen.
2)
Das Recht auf ordentliche und außerordentliche Kündigung durch die Inhaber ist ausgeschlossen. Eine ordentliche Kündigung durch die Emittentin ist erst mit Wirkung des 2. März 2026 vorgesehen.
3)
Das Recht auf ordentliche und außerordentliche Kündigung durch die Inhaber ist ausgeschlossen. Eine ordentliche Kündigung durch die Emittentin ist frühestens nach 10 Jahren möglich.
4)
Aufgrund der erfolgten Kündigung wird das Ergänzungskapital im Jahr 2025 vollständig zurückbezahlt.
5)
Aufgrund der erfolgten Kündigung wird das Ergänzungskapital im Jahr 2025 vollständig zurückbezahlt.
6)
Eine Kündigung ist nur unter Beachtung einer Kündigungsfrist von mindestens 5 Jahren möglich, es sei denn, die vorzeitige Rückzahlung wird von der österreichischen Versicherungsaufsichtsbehörde
genehmigt. Aufgrund von Kündigungen werden 2021 TEUR 3.750 und 2025 TEUR 8.250 zurückbezahlt.
7)
Eine Kündigung ist nur unter Beachtung einer Kündigungsfrist von mindestens 5 Jahren möglich, es sei denn, die vorzeitige Rückzahlung wird von der österreichischen Versicherungsaufsichtsbehörde
genehmigt. Aufgrund von Kündigungen werden 2024 TEUR 16.100 zurückbezahlt.
8)
Eine Kündigung ist nur unter Beachtung einer Kündigungsfrist von mindestens 5 Jahren möglich, es sei denn, die vorzeitige Rückzahlung wird von der österreichischen Versicherungsaufsichtsbehörde
genehmigt. Aufgrund von Kündigungen werden zwischen 2021 und 2024 TEUR 19.150 zurückbezahlt.
9)
Eine Kündigung ist nur unter Beachtung einer Kündigungsfrist von mindestens 5 Jahren möglich, es sei denn, die vorzeitige Rückzahlung wird von der österreichischen Versicherungsaufsichtsbehörde
genehmigt. Aufgrund von Kündigungen werden 2024 TEUR 34.700 zurückbezahlt.
10)
Das Recht auf ordentliche und außerordentliche Kündigung durch die Inhaber ist ausgeschlossen. Eine ordentliche Kündigung durch die Emittentin ist nicht vorgesehen.
11)
Aufgrund der erfolgten Kündigung wird das Ergänzungskapital im Jahr 2024 vollständig zurückbezahlt.
Nachrangige Verbindlichkeiten der VIG Holding
Zinsen auf die Ergänzungskapitalanleihen gelangen nur insofern zur Auszahlung, als die Zinsen im nationalen Jahresüber-
schuss des Unternehmens gedeckt sind. Die Zinsen sind aber jedenfalls im Aufwand enthalten.
Am 9. Oktober 2013 wurden nachrangige Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von EUR 500.000.000,00 mit
einer Laufzeit von 30 Jahren begeben. Eine Kündigung durch die VIG Holding ist erstmals am 9. Oktober 2023 und zu
jedem folgenden Kupontermin zu 100 % möglich. In den ersten zehn Jahren der Laufzeit werden die nachrangigen Schuld-
verschreibungen mit einem Zinssatz von 5,50 % p.a. fix verzinst, danach ist die Verzinsung variabel. Die nachrangige Anleihe
entspricht den Anforderungen an Tier 2 nach Solvency II. Die Schuldverschreibungen notieren an der Wiener Börse.
Am 2. März 2015 wurde eine Nachranganleihe im Gesamtnennbetrag von EUR 400.000.000,00 mit einer Laufzeit von
31 Jahren begeben. Eine Kündigung durch die VIG Holding ist erstmals am 2. März 2026 und zu jedem folgenden Kupon-
termin zu 100 % möglich. In den ersten elf Jahren der Laufzeit wird die Nachranganleihe mit einem Zinssatz von 3,75 % p.a.
fix verzinst, danach ist die Verzinsung variabel. Die nachrangige Anleihe entspricht den Anforderungen an Tier 2 nach
Solvency II. Die Anleihe notiert an der Luxemburger Börse.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
123
Im Rahmen einer Privatplatzierung wurde eine nachrangige Anleihe in Höhe von EUR 200.000.000,00 an internationale
institutionelle Investoren platziert. Die nachrangige Anleihe hat eine Laufzeit von 30 Jahren und ist nach Ablauf von
zehn Jahren erstmals durch die VIG Holding kündbar. Sie entspricht den Anforderungen an Tier 2 nach Solvency II sowie
der Kapital-Qualifizierung gemäß der Ratingagentur S&P. In den ersten zehn Jahren der Laufzeit werden die nachrangigen
Schuldverschreibungen mit einem Zinssatz von 3,75 % p.a. fix verzinst, danach ist die Verzinsung variabel. Die Einbeziehung
in den Dritten Markt der Wiener Börse erfolgte mit 13. April 2017.
10. VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN GESAMTRECHNUNG
Zusammensetzung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Prämienüberträge 1.711.489
1.707.175
Deckungsrückstellung 22.243.792
22.497.943
Vertraglich garantierte Leistungen 20.805.425
21.034.685
Zugeteilte und zugesagte Gewinnanteile 687.585
729.776
Latente Deckungsrückstellung 750.782
733.482
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 6.345.913
5.839.838
Rückstellung für Prämienrückerstattung 1.871.416
1.792.151
Erfolgsabhängige Prämienrückerstattung 317.907
351.412
Erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung 75.966
71.105
Erfolgswirksame latente Gewinnbeteiligung
*
400.710
412.373
Erfolgsneutrale latente Gewinnbeteiligung
*
1.076.833
957.261
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 57.445
48.969
Summe 32.230.055
31.886.076
*Die latente Gewinnbeteiligung ist ausschließlich der erfolgsabhängigen Prämienrückerstattung zuzuordnen.
10.1. Prämienüberträge
Entwicklung 2020
2019
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 1.707.175
1.502.697
Währungsänderungen -80.651
-1.329
Buchwert zum 1.1. 1.626.524
1.501.368
Dotierungen 1.355.349
1.403.136
Verwendung bzw. Auflösung -1.270.384
-1.278.058
Veränderungen Konsolidierungskreis 0
80.729
Buchwert zum 31.12. 1.711.489
1.707.175
Fälligkeitsstruktur 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
bis zu einem Jahr 1.490.466
1.511.601
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 193.417
168.335
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 20.349
20.245
mehr als zehn Jahre 7.257
6.994
Summe 1.711.489
1.707.175
124
Jahresfinanzbericht 2020
10.2. Deckungsrückstellung
Entwicklung 2020
2019
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 22.497.943
22.106.049
Währungsänderungen -71.958
17.560
Buchwert zum 1.1. 22.425.985
22.123.609
Dotierungen 2.353.715
2.316.162
Verwendung bzw. Auflösung -2.536.377
-1.977.366
Übertrag von Rückstellungen von Prämienrückerstattungen 469
35.538
Buchwert zum 31.12. 22.243.792
22.497.943
Fälligkeitsstruktur 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
bis zu einem Jahr 1.828.753
1.892.253
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 5.493.625
5.489.988
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 4.035.723
4.454.134
mehr als zehn Jahre 10.885.691
10.661.568
Summe 22.243.792
22.497.943
10.3. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Entwicklung 2020
2019
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 5.839.838
5.439.941
Währungsänderungen -128.728
2.212
Buchwert zum 1.1. 5.711.110
5.442.153
Veränderungen Konsolidierungskreis 0
153.507
Dotierung der Rückstellung 4.571.281
4.729.151
für Schadensfälle des laufenden Jahres 3.948.762
4.188.356
für Schadensfälle der Vorjahre 622.519
540.795
Verwendung/Auflösung der Rückstellung -3.936.424
-4.484.590
für Schadensfälle des laufenden Jahres -2.226.119
-1.681.198
für Schadensfälle der Vorjahre -1.710.305
-2.803.392
Übrige Änderungen -54
-383
Buchwert zum 31.12. 6.345.913
5.839.838
Fälligkeitsstruktur 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
bis zu einem Jahr 2.830.510
2.613.910
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 2.011.015
1.891.060
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 832.439
721.052
mehr als zehn Jahre 671.949
613.816
Summe 6.345.913
5.839.838
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
125
Die von der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle abgezogenen Regressforderungen betragen
TEUR 119.215 (TEUR 170.426). Eine detaillierte Darstellung der Brutto-Schadenrückstellung für den Geschäftsbereich
Schaden- und Unfallversicherung ist auf Seite 99 zu finden.
10.4. Rückstellung für Prämienrückerstattung
Entwicklung 2020
2019
in TEUR
Rückstellung für Prämienrückerstattung
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 422.517
424.013
Währungsänderungen -3.260
131
Buchwert zum 1.1. 419.257
424.144
Dotierungen 54.127
117.766
Verwendung bzw. Auflösung -79.042
-83.855
Übertrag in Deckungsrückstellung -469
-35.538
Buchwert zum 31.12. 393.873
422.517
Latente Gewinnbeteiligung
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 1.369.634
962.184
Buchwert zum 1.1. 1.369.634
962.184
Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Zur Veräußerung verfügbaren finanzielle Vermögenswerte 116.017
361.614
Versicherungstechnische Gewinne und Verluste aus Personalrückstellungen 3.555
-29.861
Ergebniswirksame Umbewertungen -11.663
75.697
Buchwert zum 31.12. 1.477.543
1.369.634
Rückstellung für Prämienrückerstattung inkl. latente Gewinnbeteiligung 1.871.416
1.792.151
Fälligkeitsstruktur Erfolgsabhängige Prämienrückerstattung inkl. latenter Gewinnbeteiligung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
bis zu einem Jahr 186.066
161.339
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 491.776
478.219
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 319.750
314.200
mehr als zehn Jahre 797.858
767.288
Summe 1.795.450
1.721.046
Fälligkeitsstruktur Erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
bis zu einem Jahr 59.954
59.725
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 1.738
1.824
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 2.266
1.713
mehr als zehn Jahre 12.008
7.843
Summe 75.966
71.105
126
Jahresfinanzbericht 2020
10.5. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Entwicklung 2020
2019
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 48.969
71.025
Währungsänderungen -1.197
-509
Buchwert zum 1.1. 47.772
70.516
Dotierungen 19.276
13.408
Verwendung bzw. Auflösung -9.603
-34.955
Buchwert zum 31.12. 57.445
48.969
Die Sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen eine Rückstellung für Garantie-
verzinsung der PAC Doverie in Bulgarien und die Stornorückstellung.
Fälligkeitsstruktur 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
bis zu einem Jahr 21.257
14.612
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 3.713
5.119
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 1.454
2.084
mehr als zehn Jahre 31.021
27.154
Summe 57.445
48.969
11. VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN DER FONDS- UND INDEXGEBUNDENEN LEBENSVERSICHERUNG
Zusammensetzung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Fondsgebundene Lebensversicherungsverträge 6.349.808
6.240.935
Indexgebundene Lebensversicherungsverträge 1.267.408
1.875.064
Summe 7.617.216
8.115.999
Entwicklung 2020
2019
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 8.115.999
7.609.406
Währungsänderungen -97.029
28.545
Buchwert zum 1.1. 8.018.970
7.637.951
Dotierungen 932.438
1.364.571
Verwendung bzw. Auflösung -1.334.192
-886.523
Buchwert zum 31.12. 7.617.216
8.115.999
Fälligkeitsstruktur 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
bis zu einem Jahr 584.911
801.276
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 1.948.796
1.859.532
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 1.196.511
1.265.590
mehr als zehn Jahre 3.886.998
4.189.601
Summe 7.617.216
8.115.999
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
127
12. NICHTVERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN
Zusammensetzung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 590.947
611.114
Rückstellung für Pensionsverpflichtungen 485.620
506.360
Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen 105.327
104.754
Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer 55.072
69.515
Sonstige nichtversicherungstechnische Rückstellungen 230.790
250.930
Summe 876.809
931.559
Rückstellung für Pensionsverpflichtungen
Entwicklung DBO 2020
2019
in TEUR
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 31.12. des Vorjahres 920.002
854.166
Währungsänderungen -22
3
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 1.1. 919.980
854.169
Laufender Dienstzeitaufwand 15.979
13.731
Nachverrechneter Dienstzeitaufwand 5
0
Zinsaufwand 6.808
12.245
Neubewertung -14.318
99.598
Vers.mathem. Gewinn/Verlust demographisch 777
1.174
Vers.mathem. Gewinn/Verlust finanziell 242
102.503
Erfahrungsbedingte Anpassungen -15.337
-4.079
Zahlung aus Abgeltung (Pensionsabfindungen) -2.949
-36
Laufende Zahlungen Pensionen -31.336
-31.399
Veränderungen Konsolidierungskreis 0
-28.306
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 31.12. 894.169
920.002
davon aktives Personal 300.181
341.490
davon DBO Pensionisten 593.988
578.512
Entwicklung Planvermögen 2020
2019
in TEUR
Planvermögen zum 31.12. des Vorjahres 413.642
427.954
Planvermögen zum 1.1. 413.642
427.954
Zinsertrag 3.060
6.249
Neubewertung 3.114
523
Ertrag aus Planvermögen 3.114
523
Beiträge 16.110
14.031
Zahlung aus Abgeltung (Pensionsabfindungen) -72
0
Laufende Zahlungen Pensionen -27.305
-27.893
Veränderungen Konsolidierungskreis 0
-7.222
Planvermögen zum 31.12. 408.549
413.642
128
Jahresfinanzbericht 2020
Entwicklung Rückstellung 2020
2019
in TEUR
Buchwert zum 31.12. des Vorjahres 506.360
426.212
Währungsänderungen -22
3
Buchwert zum 1.1. 506.338
426.215
Laufender Dienstzeitaufwand 15.979
13.731
Nachverrechneter Dienstzeitaufwand 5
0
Zinsaufwand 3.748
5.996
Neubewertung -17.432
99.075
Ertrag aus Planvermögen -3.114
-523
Vers.mathem. Gewinn/Verlust demographisch 777
1.174
Vers.mathem. Gewinn/Verlust finanziell 242
102.503
Erfahrungsbedingte Anpassungen -15.337
-4.079
Beiträge -16.110
-14.031
Zahlung aus Abgeltung (Pensionsabfindungen) -2.877
-36
Laufende Zahlungen Pensionen -4.031
-3.506
Veränderungen Konsolidierungskreis 0
-21.084
Buchwert zum 31.12. 485.620
506.360
ZUSATZINFORMATIONEN AUF BASIS DER ÖSTERREICHISCHEN GESELLSCHAFTEN
Das Planvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
Struktur der Finanzinstrumente im BKV Deckungsstock 31.12.2020
31.12.2019
in %
Wiener Städtische und VIG Holding 100,00
100,00
Festverzinsliche Wertpapiere 95,55
88,33
Darlehen 1,53
1,57
Bankguthaben 1,07
8,26
Aktien, Ergänzungskapital, Genussrechte, Partizipationskapital 1,86
1,84
Donau Versicherung 100,00
100,00
Festverzinsliche Wertpapiere 85,26
98,06
Bankguthaben 14,74
0,00
Aktien, Ergänzungskapital, Genussrechte, Partizipationskapital 0,00
1,94
Die Asset Allocation des Deckungsstocks für die Betriebliche Kollektivversicherung (BKV) ist entsprechend den Fristigkeiten
der Verbindlichkeiten strukturiert. Die erwarteten Beiträge für das Geschäftsjahr 2021 betragen für Pensionen TEUR 11.476
(IST 2020: TEUR 16.110 inkl. Übertragungen).
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
129
Sensitivitätsanalyse Pensionen Variation
DBO
Abweichung
in %
in TEUR
in %
Basisparameter 882.290
Zinssatz +0,5
815.421
-7,58
-0,5
958.372
8,62
zukünftige Gehaltserhöhungen +0,5
892.348
1,14
-0,5
872.729
-1,08
zukünftige Pensionserhöhungen +0,5
945.560
7,17
-0,5
824.977
-6,50
Fluktuation +2,5
839.091
-4,90
-2,5
887.054
0,54
Sterblichkeit +5,0
864.746
-1,99
-5,0
899.331
1,93
Die Parametervariationen wurden gerechnet. Die Sterblichkeiten wurden proportional gestreckt bzw. gestaucht.
Cash flow Pensionen erwartete Zahlungen
Jahr/e
in TEUR
1 32.901
2 33.803
3 34.107
4 34.151
5 34.318
6–10 171.588
11–15 165.537
16–20 150.392
21–30 237.402
31–40 149.265
41+ 88.619
13. VERBINDLICHKEITEN
Zusammensetzung 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Versicherungstechnische 1.083.646
1.108.477
Verbindlichkeiten aus selbst abgeschlossenem Geschäft 890.430
836.074
gegenüber Versicherungsnehmern 522.515
538.894
gegenüber Versicherungsvermittlern 248.045
232.177
gegenüber Versicherungsunternehmen 118.362
63.776
aus Finanzversicherungsverträgen 1.508
1.227
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 153.668
208.747
Depotverbindlichkeiten aus in Rückversicherung gegebenes Geschäft 39.548
63.656
Nichtversicherungstechnische 1.170.660
986.095
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 325.267
215.418
Sonstige Verbindlichkeiten 845.393
770.677
Summe 2.254.306
2.094.572
130
Jahresfinanzbericht 2020
Zusammensetzung Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Steuerverbindlichkeiten (exkl. Ertragssteuern) sowie Abgaben und Gebühren 90.896
90.154
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 19.382
19.241
Verbindlichkeiten aus Hausverwaltungen, Bauverträgen sowie Grundstücksverkehr 16.423
11.137
Personalbezogene Verbindlichkeiten 143.992
114.539
Verbindlichkeiten für offene Eingangsrechnungen 114.167
109.957
Zinsverbindlichkeiten für nachrangige Verbindlichkeiten 32.452
32.374
Leasingverbindlichkeiten 189.762
199.332
Verbindlichkeiten aus Kautionen 46.183
36.495
Finanzierungsverbindlichkeiten
*
104.314
75.850
Übrige Verbindlichkeiten 87.822
81.598
Summe 845.393
770.677
*Enthalten Verbindlichkeiten für derivative Geschäfte sowie andere Finanzierungsverbindlichkeiten
Fälligkeitsstruktur 31.12.2020 31.12.2019
Versicherungs-
technische
Nichtversicher-
ungstechnische
Gesamt
Gesamt
in TEUR
bis zu einem Jahr 1.030.399
731.756
1.762.155
1.732.461
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren 40.552
236.693
277.245
117.476
mehr als fünf Jahre bis zu zehn Jahren 9.263
72.214
81.477
115.930
mehr als zehn Jahre 3.432
129.997
133.429
128.705
Summe 1.083.646
1.170.660
2.254.306
2.094.572
14. EVENTUALSCHULDEN UND -FORDERUNGEN
Deckungsprozesse
Die Gesellschaften des Konzerns sind in ihrer Eigenschaft als Versicherungsunternehmen an mehreren gerichtlichen Ver-
fahren als beklagte Partei beteiligt bzw. wurden ihnen Klagen angedroht. Daneben gibt es Verfahren, in denen die VIG-
Versicherungsgesellschaften zwar keine Parteistellung haben, deren Ausgang sie aber aufgrund von Vereinbarungen mit
anderen Versicherern über die Beteiligung an Schadensfällen berühren kann. Für alle Schadensfälle wurden nach Ansicht
des Konzerns entsprechend der gesetzlichen Regelungen ausreichende, am Streitwert bemessene Rückstellungen gebildet.
Außerbilanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Haftungen und Haftungsübernahmen 750
750
Garantieerklärungen 13.504
0
Die außerbilanziellen Verbindlichkeiten bestehen insbesondere im Zusammenhang mit Krediten von Beteiligungsunter-
nehmen und Garantieerklärungen zur Verpflichtung zur Bereitstellung finanzieller Mittel.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
131
ANGABEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG
15. VERRECHNETE PRÄMIEN GESAMTRECHNUNG
Zusammensetzung 2020
Kfz-Kasko-
versicherung
Kfz-
Haftpflicht-
versicherung
Sonstige
Sach-
versicherung
Lebensver-
sicherung –
laufende
Prämien
Lebensver-
sicherung –
Einmal-
prämien
Kranken-
versicherung
Gesamt
in TEUR
Österreich 302.792
324.088
1.442.407
1.215.779
293.740
451.901
4.030.707
Tschechische Republik 244.265
311.892
492.354
630.899
34.685
18.298
1.732.393
Slowakei 105.648
150.282
110.312
168.980
177.187
17.111
729.520
Polen 190.967
297.169
407.732
168.103
106.357
25.908
1.196.236
Rumänien 180.441
84.061
119.761
48.482
48.235
12.824
493.804
Baltikum 89.221
113.671
129.745
67.660
32.950
59.668
492.915
Ungarn 20.964
43.430
59.196
87.406
63.974
12.780
287.750
Bulgarien 61.074
32.962
52.447
29.605
8.043
15.509
199.640
Türkei/Georgien 42.267
45.984
131.531
0
0
31.870
251.652
Sonstige CEE 51.732
103.021
117.456
78.836
59.699
28.866
439.610
Übrige Märkte 0
0
133.525
87.526
58.946
0
279.997
Zentrale Funktionen 0
0
1.682.277
26.009
0
28.236
1.736.522
Konsolidierung -1.442.292
Summe 1.289.371
1.506.560
4.878.743
2.609.285
883.816
702.971
10.428.454
Zusammensetzung 2019
Kfz-Kasko-
versicherung
Kfz-
Haftpflicht-
versicherung
Sonstige
Sach-
versicherung
Lebensver-
sicherung –
laufende
Prämien
Lebensver-
sicherung –
Einmal-
prämien
Kranken-
versicherung
Gesamt
in TEUR
Österreich 295.254
319.378
1.384.503
1.238.776
271.928
433.437
3.943.276
Tschechische Republik 246.636
305.630
498.543
633.737
44.527
16.754
1.745.827
Slowakei 106.251
152.870
110.927
188.411
226.454
13.947
798.860
Polen 193.203
278.425
372.367
174.443
88.650
24.891
1.131.979
Rumänien 161.828
85.827
114.062
50.189
48.315
8.016
468.237
Baltikum 97.615
129.186
135.206
61.517
22.513
54.247
500.284
Ungarn 18.692
46.184
59.932
87.982
58.502
18.228
289.520
Bulgarien 60.637
33.894
50.352
27.910
10.791
40.321
223.905
Türkei/Georgien 45.530
49.329
111.470
0
0
28.573
234.902
Sonstige CEE 52.883
106.717
117.949
78.548
61.859
28.954
446.910
Übrige Märkte 0
0
128.891
85.614
165.897
0
380.402
Zentrale Funktionen 0
0
1.574.685
22.925
0
25.881
1.623.491
Konsolidierung -1.388.186
Summe 1.278.529
1.507.440
4.658.887
2.650.052
999.436
693.249
10.399.407
132
Jahresfinanzbericht 2020
16. FINANZERGEBNIS EXKL. ERGEBNIS AUS ANTEILEN AN AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN
Zusammensetzung 2020
Österreich
Tschechische
Republik
Slowakei
Polen
Rumänien
Baltikum
Ungarn
in TEUR
Laufende Erträge 685.403
75.914
40.323
23.704
20.957
11.008
3.656
Zuschreibungen 677
4.844
986
4.052
98
1.442
0
davon Rückführung Wertminderungen 43
0
0
0
0
0
0
Gewinne aus Abgang 103.936
26.201
3.050
14.798
1.514
493
878
Sonstige Erträge 51.115
21.876
1.325
7.486
4.488
144
215
Summe Erträge 841.131
128.835
45.684
50.040
27.057
13.087
4.749
Abschreibungen 103.060
6.214
6.815
2.955
2.838
1.435
240
davon Wertminderungen 57.745
2.280
2.213
1
1.180
0
174
Währungsänderungen -842
709
58
-3.352
-836
22
121
Verluste aus Abgang 5.400
26.718
576
3.350
212
254
199
Zinsaufwendungen 55.866
5.555
106
2.941
4.055
957
247
Zinsaufwendungen aus
Personalrückstellungen 3.824
0
0
0
0
0
0
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
2.140
0
0
0
0
0
0
Zinsaufwendungen aus
Finanzierungsverbindlichkeiten 1.502
0
0
0
0
1
0
Zinsaufwendungen aus Nachrangige
Verbindlichkeiten 36.104
1.050
0
520
108
769
0
Zinsaufwendungen aus
Leasingverbindlichkeiten 1.624
1.156
56
184
53
114
71
Sonstige Zinsaufwendungen 10.672
3.349
50
2.237
3.894
73
176
Übrige Aufwendungen 141.282
24.791
1.716
8.010
1.802
987
593
Managed Portfolio Fees 4.437
788
156
2.463
823
0
53
Aufwendungen für die
Vermögensverwaltung
53.601
2.917
1.295
4.316
979
800
540
Sonstige Aufwendungen 83.244
21.086
265
1.231
0
187
0
Summe Aufwendungen 304.766
63.987
9.271
13.904
8.071
3.655
1.400
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
133
Zusammensetzung 2020
Bulgarien
Türkei/-
Georgien
Sonstige CEE
Übrige Märkte
Zentrale
Funktionen
Konsolidierung
Gesamt
in TEUR
Laufende Erträge 3.939
10.520
35.864
19.190
88.058
-64.608
953.928
Zuschreibungen 1.420
0
122
50
7.015
0
20.706
davon Rückführung Wertminderungen 0
0
19
50
6.934
0
7.046
Gewinne aus Abgang 962
21
8.216
347
14.317
0
174.733
Sonstige Erträge 22.542
24
628
499
4.080
0
114.422
Summe Erträge 28.863
10.565
44.830
20.086
113.470
-64.608
1.263.789
Abschreibungen 2.309
77
1.959
1.530
20.628
0
150.060
davon Wertminderungen 51
0
558
1.080
6.915
0
72.197
Währungsänderungen 244
-861
-7.959
8
35.899
-557
22.654
Verluste aus Abgang 320
0
143
229
4.953
0
42.354
Zinsaufwendungen 420
1.824
784
148
83.052
-60.897
95.058
Zinsaufwendungen aus
Personalrückstellungen 0
0
0
0
478
0
4.302
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
0
0
0
0
3.192
0
5.332
Zinsaufwendungen aus
Finanzierungsverbindlichkeiten 139
59
0
0
26.452
-25.848
2.305
Zinsaufwendungen aus Nachrangige
Verbindlichkeiten 160
0
0
0
50.066
-23.059
65.718
Zinsaufwendungen aus
Leasingverbindlichkeiten 42
91
440
0
237
-434
3.634
Sonstige Zinsaufwendungen 79
1.674
344
148
2.627
-11.556
13.767
Übrige Aufwendungen 13.309
1.157
2.421
969
131.835
0
328.872
Managed Portfolio Fees 254
0
391
0
0
0
9.365
Aufwendungen für die
Vermögensverwaltung
12.947
695
1.373
906
124.857
0
205.226
Sonstige Aufwendungen 108
462
657
63
6.978
0
114.281
Summe Aufwendungen 16.602
2.197
-2.652
2.884
276.367
-61.454
638.998
Bezüglich der betrieblichen Aufwendungen der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird auf Anhangangabe
2.1. Immobilien auf Seite 105 verwiesen.
134
Jahresfinanzbericht 2020
Zusammensetzung 2019
Österreich
Tschechische
Republik
Slowakei
Polen
Rumänien
Baltikum
Ungarn
in TEUR
Laufende Erträge 743.222
82.399
45.281
26.435
21.082
8.760
4.542
Zuschreibungen 8.464
5.336
739
5.381
315
1.174
0
davon Rückführung Wertminderungen 383
0
0
7
0
0
0
Gewinne aus Abgang 176.473
15.876
6.284
7.625
1.646
3.753
1.316
Sonstige Erträge 54.411
9.394
1.291
7.642
603
160
1.377
Summe Erträge 982.570
113.005
53.595
47.083
23.646
13.847
7.235
Abschreibungen 57.116
11.221
1.430
2.710
4.752
513
256
davon Wertminderungen 13.979
6.701
0
0
3.075
34
215
Währungsänderungen 59
960
-15
-81
-1.566
-19
146
Verluste aus Abgang 6.268
10.186
159
593
2
65
648
Zinsaufwendungen 59.689
8.443
1.134
4.322
5.169
982
205
Zinsaufwendungen aus
Personalrückstellungen 6.613
0
0
0
0
0
0
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
1.811
0
0
0
0
0
0
Zinsaufwendungen aus
Finanzierungsverbindlichkeiten 1.404
0
0
0
0
0
0
Zinsaufwendungen aus Nachrangige
Verbindlichkeiten 35.997
1.082
0
526
109
770
0
Zinsaufwendungen aus
Leasingverbindlichkeiten 2.006
1.377
92
224
57
162
86
Sonstige Zinsaufwendungen 11.858
5.984
1.042
3.572
5.003
50
119
Übrige Aufwendungen 120.493
11.432
1.337
8.780
1.792
933
1.115
Managed Portfolio Fees 4.623
1.815
119
1.806
678
52
416
Aufwendungen für die
Vermögensverwaltung
53.815
2.081
1.217
3.936
877
714
699
Sonstige Aufwendungen 62.055
7.536
1
3.038
237
167
0
Summe Aufwendungen 243.625
42.242
4.045
16.324
10.149
2.474
2.370
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
135
Zusammensetzung 2019
Bulgarien
Türkei/-
Georgien
Sonstige CEE
Übrige Märkte
Zentrale
Funktionen
Konsolidierung
Gesamt
in TEUR
Laufende Erträge 3.760
15.421
41.610
19.919
278.602
-74.450
1.216.583
Zuschreibungen 885
0
653
24
11.922
0
34.893
davon Rückführung Wertminderungen 0
0
568
24
10.580
0
11.562
Gewinne aus Abgang 568
0
3.547
1.216
21.970
0
240.274
Sonstige Erträge 21.213
336
544
482
3.998
0
101.451
Summe Erträge 26.426
15.757
46.354
21.641
316.492
-74.450
1.593.201
Abschreibungen 1.223
104
2.474
3.718
75.202
-92
160.627
davon Wertminderungen 0
0
1.253
534
2.721
0
28.512
Währungsänderungen -48
-284
3.207
46
2.858
126
5.389
Verluste aus Abgang 239
3.648
160
181
6.299
0
28.448
Zinsaufwendungen 453
3.281
976
169
101.623
-70.447
115.999
Zinsaufwendungen aus
Personalrückstellungen 0
0
0
0
841
0
7.454
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
0
0
0
0
8.539
0
10.350
Zinsaufwendungen aus
Finanzierungsverbindlichkeiten 142
65
0
0
37.826
-27.473
11.964
Zinsaufwendungen aus Nachrangige
Verbindlichkeiten 160
0
0
0
49.934
-23.224
65.354
Zinsaufwendungen aus
Leasingverbindlichkeiten 53
98
600
2
1.064
-686
5.135
Sonstige Zinsaufwendungen 98
3.118
376
167
3.419
-19.064
15.742
Übrige Aufwendungen 12.885
1.135
1.946
926
133.318
-120
295.972
Managed Portfolio Fees 226
0
412
0
220
0
10.367
Aufwendungen für die
Vermögensverwaltung
12.566
1.007
1.102
897
131.902
0
210.813
Sonstige Aufwendungen 93
128
432
29
1.196
-120
74.792
Summe Aufwendungen 14.752
7.884
8.763
5.040
319.300
-70.533
606.435
136
Jahresfinanzbericht 2020
Zusammensetzung 2020 2019
Erträge Laufende
Erträge
Zuschreibungen
Gewinne aus
Abgang
Laufende
Erträge
Zuschreibungen
Gewinne aus
Abgang
in TEUR
Immobilien 103.732
289
2.388
284.323
11.324
15.531
Ausleihungen 79.564
68
46.503
95.333
43
1.118
Ausleihungen 41.667
68
332
40.586
43
1.020
Umklassifizierte Ausleihungen 7.276
0
0
8.266
0
41
Als Ausleihungen klassifizierte Anleihen 30.621
0
46.171
46.481
0
57
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle
Vermögenswerte – Anleihen 68.171
0
0
73.722
0
2
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle
Vermögenswerte umklassifiziert –
Anleihen 20.570
0
1
27.443
0
0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 629.024
6.689
96.259
651.872
195
214.511
Anleihen 553.159
6.689
62.980
574.808
195
51.811
Aktien und andere
Unternehmensbeteiligungen 32.538
0
15.548
29.102
0
137.242
davon Unternehmensbeteiligungen 16.076
542
9.153
1.788
Investmentfonds 43.327
0
17.731
47.962
0
25.458
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
*
3.549
13.660
29.051
5.648
23.331
7.706
Anleihen 2.770
2.614
57
4.356
6.712
289
Aktien und sonstige nicht
festverzinsliche Wertpapiere
211
1.950
2.306
492
2.323
1.490
Investmentfonds 494
4.837
1.067
676
4.637
1.270
Derivate 74
4.259
25.621
124
9.659
4.657
Übrige Kapitalanlagen 19.740
0
531
29.998
0
1.406
Fonds- und indexgebundene
Lebensversicherung
29.578
0
0
48.244
0
0
Summe 953.928
20.706
174.733
1.216.583
34.893
240.274
*Inklusive Handelsbestand
Der aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Betrag von Zur Veräußerung verfügbaren
finanzielle Vermögenswerte belief sich in der aktuellen Berichtsperiode auf TEUR 99.442 (TEUR 105.309).
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
137
Zusammensetzung 2020 2019
Aufwendungen Abschreibungen
Währungsänder-
ungen
Verluste aus
Abgang
Abschreibungen
Währungsänder-
ungen
Verluste aus
Abgang
in TEUR
Immobilien 71.914
0
92
128.028
0
2.122
Ausleihungen 23
-748
305
3.057
804
611
Ausleihungen 23
-325
305
3.057
991
70
Umklassifizierte Ausleihungen 0
0
0
0
0
541
Als Ausleihungen klassifizierte Anleihen 0
-423
0
0
-187
0
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle
Vermögenswerte – Anleihen 0
-1.239
4
0
1.168
0
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle
Vermögenswerte umklassifiziert –
Anleihen 0
-323
0
0
-187
0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 68.501
-4.700
10.997
21.325
39
11.073
Anleihen 9.079
-5.880
2.967
0
-523
1.014
Aktien und andere
Unternehmensbeteiligungen 43.911
15
484
11.310
115
3.803
davon Unternehmensbeteiligungen 807
308
5.111
3.767
Investmentfonds 15.511
1.165
7.546
10.015
447
6.256
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
*
9.622
827
30.567
8.217
837
12.757
Anleihen 5.032
-7
417
1.590
-15
172
Aktien und sonstige nicht
festverzinsliche Wertpapiere
884
9
2.943
1.802
-7
305
Investmentfonds 3.677
-197
1.624
3.469
-33
383
Derivate 29
1.022
25.583
1.356
892
11.897
Übrige Kapitalanlagen 0
28.837
389
0
2.728
1.885
Summe 150.060
22.654
42.354
160.627
5.389
28.448
*Inklusive Handelsbestand
Die Zinsaufwendungen und die Übrigen Aufwendungen resultieren aus Posten der Passivseite bzw. dem Geschäftsbetrieb
und können daher keiner Anlageklasse direkt zugeordnet werden.
17. ERGEBNIS AUS ANTEILEN AN AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN
Zusammensetzung 2020
2019
in TEUR
Erträge 490
24.074
Laufendes Ergebnis 490
24.074
Aufwendungen -29.000
0
Abschreibungen -29.000
0
davon Wertminderungen -29.000
0
Summe -28.510
24.074
138
Jahresfinanzbericht 2020
18. SONSTIGE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
Zusammensetzung 2020
2019
in TEUR
Sonstige Erträge 145.661
193.203
Versicherungstechnisch 80.850
117.570
Nichtversicherungstechnisch 64.811
75.633
Sonstige Aufwendungen 373.617
444.433
Versicherungstechnisch 203.588
266.487
Nichtversicherungstechnisch 170.029
177.946
Details Sonstige Erträge 2020
2019
in TEUR
Sonstige Erträge 145.661
193.203
davon Vergütungen für erbrachte Dienstleistungen 11.650
12.637
davon Auflösung sonstiger Rückstellungen 5.056
15.267
davon Gebühren aller Art 22.925
40.185
davon Wechselkursgewinne 50.317
20.584
davon Erträge in Verbindung mit Leasing 286
8.415
davon Auflösung von Forderungswertberichtigungen und Zahlungseingang von abgeschriebenen Forderungen 13.216
36.059
davon Provisionserträge 3.300
0
davon nicht aus Kapitalanlagen stammende Zinsen 3.127
0
Details Sonstige Aufwendungen 2020
2019
in TEUR
Sonstige Aufwendungen 373.617
444.433
davon Bildung von Forderungswertberichtigungen und Abschreibung von Forderungen 44.839
59.268
davon Abschreibungen von Versicherungsbestand und Kundenstock 33.617
15.034
davon Vermittlungsaufwand 1.387
2.198
davon versicherungstechnische Steuern 43.342
38.054
davon Wechselkursverluste 21.529
19.078
davon Aufwendungen in Verbindung mit Leasing 31.898
30.473
davon sonstige Beiträge und Gebühren 14.381
11.257
davon Aufwendungen für staatliche Beitragszahlungen 24.055
40.714
davon Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Marken
*
124.437
111.321
*Die Wertminderungen im aktuellen Berichtsjahr betreffen die CGU-Gruppe Bulgarien, Kroatien, Georgien und die Marken Asirom und Seesam. Die Wertminderungen im Vorjahr betreffen die CGU-Gruppe
Rumänien und die Marke Seesam.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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139
19. AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSFÄLLE – EIGENBEHALT
Zusammensetzung 2020
2019
in TEUR
Aufwendungen für Versicherungsfälle – Gesamtrechnung 7.688.410
7.764.264
Zahlungen für Versicherungsfälle 7.657.038
7.282.818
Veränderungen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 633.520
307.945
Veränderung der Deckungsrückstellung -707.301
-208
Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen 8.343
-23.798
Aufwendungen für die erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung 96.810
197.507
Aufwendungen für Versicherungsfälle – Anteil Rückversicherer -657.841
-501.520
Zahlungen für Versicherungsfälle -470.632
-452.658
Veränderungen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -158.933
-36.265
Veränderung der Deckungsrückstellung 98
3.065
Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen -2.002
-745
Aufwendungen für die erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung -26.372
-14.917
Aufwendungen für Versicherungsfälle – Eigenbehalt 7.030.569
7.262.744
Zahlungen für Versicherungsfälle 7.186.406
6.830.160
Veränderungen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 474.587
271.680
Veränderung der Deckungsrückstellung -707.203
2.857
Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen 6.341
-24.543
Aufwendungen für die erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung 70.438
182.590
20. AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSABSCHLUSS UND -VERWALTUNG
Zusammensetzung 2020
2019
in TEUR
Abschlussaufwand 2.046.899
2.019.325
Provisionsaufwand
*
1.426.524
1.411.039
Anteilige Personalaufwendungen 370.464
356.741
Anteilige Sachaufwendungen 249.911
251.545
Verwaltungsaufwand 446.504
436.257
Anteilige Personalaufwendungen 213.450
217.655
Anteilige Sachaufwendungen 233.054
218.602
Rückversicherungsprovisionen -164.924
-162.356
Summe 2.328.479
2.293.226
*Darin sind Provisionen für das direkte Versicherungsgeschäft von TEUR 1.324.483 (TEUR 1.315.958) enthalten.
140
Jahresfinanzbericht 2020
21. STEUERN
Zusammensetzung 2020
2019
in TEUR
Tatsächliche Steuern 201.011
114.404
aus laufender Periode 233.519
108.062
aus früheren Perioden -32.508
6.342
Latente Steuern -97.817
-5.923
Veränderung der latenten Steuern im laufenden Jahr -103.928
23.180
Periodenfremde latente Steuern aus temporären Differenzen 8.108
-32.572
Periodenfremde latente Steuern aus Verlustvorträgen -1.997
3.469
Summe 103.194
108.481
Überleitungsrechnung 2020
2019
in TEUR
Erwarteter Steuersatz in % 25,0 %
25,0 %
Ergebnis vor Steuern 345.862
521.569
Erwarteter Steueraufwand 86.466
130.392
Korrigiert um Steuereffekte aus:
Abweichender lokaler Steuersatz -24.352
-23.144
Änderung von Steuersätzen 1.483
354
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 111.835
84.629
Steuerlich außer Ansatz bleibende Erträge -76.579
-82.906
Steuern aus Vorjahren -26.397
-22.760
Nichtansatz/Wertberichtigung aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen 2.803
-260
Nichtansatz/Wertberichtigung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge 8.703
6.986
Auswirkungen aus der Gruppenbesteuerung/Ergebnisabführungen -4.063
5.452
Steuereffekt aus latenter Gewinnbeteiligung 16.997
2.647
Sonstige 6.298
7.091
Effektiver Steueraufwand 103.194
108.481
Effektiver Steuersatz in % 29,8 %
20,8 %
Als Konzernsteuersatz wird der Ertragssteuersatz der Muttergesellschaft VIG Holding verwendet.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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141
WEITERE ANGABEN
22. FINANZINSTRUMENTE UND BEWERTUNGSHIERARCHIEN DER ZEITWERTBEWERTUNG
Bezüglich Art und Ausmaß der sich aus Finanzinstrumenten ergebenden Risiken wird auf den Abschnitt Finanzinstrumente
und Risikomanagement auf Seite 79 verwiesen.
Zeitwerte und Buchwerte von Finanzinstrumenten und Kapitalanlagen
Zeitwerte und Buchwerte von Finanzinstrumenten und Kapitalanlagen 31.12.2020
Buchwert
Level 1
Level 2
Level 3
Zeitwert
in TEUR
Immobilien 2.507.413
0
63.132
4.127.729
4.190.861
Selbstgenutzte Immobilien 477.469
0
27.210
769.443
796.653
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.029.944
0
35.922
3.358.286
3.394.208
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 291.561
Ausleihungen 2.566.884
162.320
2.615.357
102.552
2.880.229
Ausleihungen 1.647.782
76.214
1.610.950
85.860
1.773.024
Umklassifizierte Ausleihungen 136.308
59.988
97.855
5.000
162.843
Als Ausleihungen klassifizierte Anleihen 782.794
26.118
906.552
11.692
944.362
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 28.685.004
23.919.022
4.424.592
734.347
29.077.961
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2.163.435
1.924.912
544.108
10.825
2.479.845
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte umklassifiziert 293.003
352.601
16.949
0
369.550
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 25.983.431
21.517.902
3.806.396
659.133
25.983.431
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
*
245.135
123.607
57.139
64.389
245.135
Übrige Kapitalanlagen 850.324
850.324
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 7.968.039
7.968.039
7.968.039
Nachrangige Verbindlichkeiten 1.463.909
1.615.767
21.036
1.636.803
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 325.267
325.267
*Inklusive Handelsbestand
Zeitwerte und Buchwerte von Finanzinstrumenten und Kapitalanlagen 31.12.2019
Buchwert
Level 1
Level 2
Level 3
Zeitwert
in TEUR
Immobilien 2.414.258
0
62.027
3.801.084
3.863.111
Selbstgenutzte Immobilien 488.701
0
25.815
771.602
797.417
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien exkl. Nutzungsrecht für Baurechte 1.925.557
0
36.212
3.029.482
3.065.694
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 321.276
Ausleihungen 2.416.108
157.229
2.504.730
60.170
2.722.129
Ausleihungen 1.461.846
0
1.520.534
49.716
1.570.250
Umklassifizierte Ausleihungen 139.584
61.764
108.264
0
170.028
Als Ausleihungen klassifizierte Anleihen 814.678
95.465
875.932
10.454
981.851
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 28.244.801
23.908.755
3.947.383
745.954
28.602.092
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2.195.001
2.065.196
384.538
22.623
2.472.357
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte umklassifiziert 568.700
631.230
17.405
0
648.635
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 25.148.103
21.011.483
3.476.413
660.207
25.148.103
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
*
332.997
200.846
69.027
63.124
332.997
Übrige Kapitalanlagen 1.059.297
1.059.297
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 8.620.327
8.620.327
8.620.327
Nachrangige Verbindlichkeiten 1.464.597
0
1.663.318
21.317
1.684.635
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 215.418
215.418
*Inklusive Handelsbestand
142
Jahresfinanzbericht 2020
Immobilien (Zeitwerte) 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Selbstgenutzte Immobilien 796.653
797.417
durch unabhängige Gutachten erstellt 310.809
301.833
durch eigene Sachverständige bzw. intern erstellt 485.844
495.584
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.394.208
3.065.694
durch unabhängige Gutachten erstellt
*
810.888
916.420
durch eigene Sachverständige bzw. intern erstellt 2.583.320
2.149.274
*Dies entspricht 23,89 % (29,89 %) des Zeitwerts der Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Bewertungsprozess
Der Bewertungsprozess zielt darauf ab, für die Zeitwertermittlung von finanziellen Vermögenswerten öffentlich verfügbare
Preisnotierungen auf aktiven Märkten oder Bewertungen, die auf anerkannten ökonomischen Modellen aufbauen, welche
auf beobachtbaren Inputfaktoren beruhen, heranzuziehen. Für Kapitalanlagen, für die keine öffentlichen Preisstellungen
oder beobachtbare Marktdaten verfügbar sind, werden die Bewertungen überwiegend auf Basis von durch Sach-
verständigen erstellten Bewertungsnachweisen (z. B. Gutachten) durchgeführt. Die mit der Bewertung von Kapitalanlagen
betrauten Organisationseinheiten sind unabhängig von jenen Einheiten, welche auf die Kapitalanlagerisiken eingehen, wo-
durch eine Funktions- und Aufgabentrennung gewährleistet ist.
Grundsätzlich wird angestrebt, dass gleiche Wertpapiere in der VIG-Versicherungsgruppe zum jeweiligen Bewertungsstichtag
mit dem gleichen Kurs bewertet werden. In der Praxis kommt es jedoch zu Situationen, die einen unverhältnismäßig großen
Aufwand nach sich ziehen würden, um dies auch tatsächlich zu erreichen. Beispielsweise gibt es in einigen Ländern (in denen
die VIG-Versicherungsgruppe tätig ist) lokale Vorschriften, die den dortigen Versicherungsunternehmen vorschreiben, dass zur
Bewertung bestimmter Kapitalanlagen die Kurse der lokalen Börse zu verwenden sind. Werden in diesem Fall dieselben Wert-
papiere von anderen Gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe gehalten, kann es vorkommen, dass diese Gesellschaften
eine andere Kursquelle zur Bewertung heranziehen.
Ein weiterer Fall, der eine einheitliche Bewertung nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand erlauben würde, ist jener der
Spezialfonds. Die österreichischen Gesellschaften halten in unterschiedlichem Umfang Spezialfonds, die aufgrund von
IFRS-Bestimmungen im Konzernabschluss zu konsolidieren sind. Es liegt jedoch an der Bewertungslogik eines Spezial-
fonds, dass der Fondswert (NAV) eines Stichtags mit den (meist: Schluss-)Kursen des Vortags gerechnet wird. In diesen
Fällen wird ein Wertpapier, das sowohl in einem Spezialfonds als auch unmittelbar im Direktbestand gehalten wird, mit
unterschiedlichen Kursen bewertet.
Folgende Posten werden zum Zeitwert bewertet:
• Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
• Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (inkl. Handelsbestand),
• derivative Finanzinstrumente (aktiv/passiv) sowie
• Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung.
Bilanzposten, welche nicht zum Zeitwert bilanziert werden, unterliegen einer nicht wiederkehrenden Bewertung mit dem
Zeitwert. Diese Posten werden dann mit dem Zeitwert bewertet, wenn Ereignisse eintreten, welche darauf hindeuten, dass
der Buchwert nicht mehr erzielbar sein könnte (Wertminderung).
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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143
Folgende Posten werden nicht zum Zeitwert bilanziert:
• Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte,
• Anteile an at equity bewerteten Unternehmen,
• Immobilien (Selbstgenutzte sowie Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien),
• Ausleihungen und
• Forderungen.
BEWERTUNG VON IMMOBILIEN
Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes von Immobilien werden in der VIG-Versicherungsgruppe folgende
Bewertungsverfahren herangezogen:
• Ertragswertverfahren,
• Discounted Cash flow-Verfahren und
• Sachwertverfahren (nur Grundstücke bzw. zur Ermittlung des Instandhaltungsaufwands).
Bei jeder Bewertung wird überprüft, welches Verfahren eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Liegenschaft
ermöglicht. Hauptsächlich wird in der VIG-Versicherungsgruppe das Ertragswertverfahren angewandt. In selteneren Fällen
kommt auch ein Sachwertverfahren oder ein Discounted Cash flow-Verfahren zur Anwendung, sofern es für die Art der
Liegenschaft zur Bestimmung des highest-and-best-use value herangezogen werden kann.
Ertragswertverfahren
Der Wert der Immobilie wird in diesem Verfahren durch die Kapitalisierung des zukünftigen zu erwartenden oder erzielten
Rohertrags zum angemessenen Zinssatz unter Berücksichtigung der zu erwartenden Nutzungsdauer ermittelt. Durch
Abzug des tatsächlichen Aufwandes für Betrieb, Instandhaltung und Verwaltung (Bewirtschaftungsaufwand) errechnet sich
der Reinertrag. Darüber hinaus werden das Ausfallswagnis und allfällige Liquidationserlöse bzw. -kosten berücksichtigt. Der
Zinssatz zur Ermittlung des Ertragswertes richtet sich nach der erzielbaren Kapitalverzinsung. Der Reinertrag, verringert um
den Verzinsungsbetrag des Bodenwertes, wird mit dem Zinssatz auf die Restnutzungsdauer kapitalisiert und ergibt damit
den Ertragswert der baulichen Anlage. Dieser Betrag wird mit dem Bodenwert summiert und ergibt damit den Gesamt-
ertragswert der Liegenschaft. Das Bodenwertermittlungsverfahren wird unter dem Sachwertverfahren näher ausgeführt.
Discounted Cash flow-Verfahren
Das Discounted Cash flow-Verfahren ist ein Wertermittlungsverfahren, bei dem Zahlungsströme innerhalb der Prognose-
phase (Phase I) diskontiert auf den Bewertungsstichtag dargestellt werden. Die Diskontierung erfolgt mit einem Zinssatz
einer vergleichbar risikoreichen Investition zuzüglich objekt- und marktspezifischer Zuschläge. Die Jahresroherträge
zuzüglich Leerstandsvermietung (zu einem aktuellen Marktmietzins) und abzüglich der nicht umlegbaren Bewirtschaftungs-
kosten ergeben den Jahresreinertrag. Durch die genaue Betrachtungsweise über die einzelnen Prognosejahre besteht bei
diesem Verfahren die Möglichkeit, Investitionen oder Leerstände den einzelnen Jahren zuzuordnen und dementsprechend
im Vorhinein zu berücksichtigen. In Phase II wird der fiktive Veräußerungserlös am Ende der Prognosephase (max. 10 Jahre)
durch die Kapitalisierung der zukünftigen Zahlungsströme berechnet. Der Zinssatz für diese Berechnung ergibt sich aus der
Verzinsung einer vergleichbar risikoreichen Investition zuzüglich markt- und objektbezogener Aufschläge, abzüglich der zu
erwartenden Wertsteigerung.
Sachwertverfahren
Das Sachwertverfahren setzt sich aus dem Bodenwert, dem Gebäudewert, dem Wert der Außenanlagen sowie dem Wert
der vorhandenen Anschlüsse zusammen und stellt ein marktorientiertes Verfahren dar. Dieses Verfahren wird grundsätzlich
für die Wertermittlung einer unbebauten Liegenschaft angewandt.
144
Jahresfinanzbericht 2020
Der Bodenwert wird überwiegend mittels Residualwertverfahren ermittelt, wobei seit dem Jahr 2018 kein Bebauungsab-
schlag mehr angesetzt, sondern ein Zu- oder Abschlag für Mehr-/Minderausnutzung herangezogen wird. Auf Grundlage
einer vereinfacht durchgeführten Nutzflächenstudie bzw. durch Abschätzung der Bebauungsmöglichkeiten aus der Um-
gebungsbebauung wird festgestellt, ob eine Mehr- oder Mindernutzung vorliegt. Diese Ermittlung wird sowohl im Ertrags-
wert- als auch im Sachwertverfahren angewandt.
SONSTIGE ANGABEN ZUM BEWERTUNGSPROZESS
Der Gebrauch unterschiedlicher Preisfindungsmodelle und Annahmen kann zu unterschiedlichen Ergebnissen hinsichtlich
des Zeitwertes führen. Änderungen der Schätzungen und Annahmen, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von
Vermögenswerten in den Fällen zu Grunde liegen, in denen keine notierten Marktpreise verfügbar sind, können Ab- und
Zuschreibungen des Buchwertes der betreffenden Vermögenswerte und die Erfassung eines entsprechenden Aufwands
bzw. Ertrags in der Gewinn- und Verlustrechnung erfordern.
Bestimmte Kapitalanlagen, die üblicherweise nicht wiederkehrend mit dem Fair Value bewertet werden, werden einmalig
mit dem Zeitwert bewertet, wenn Ereignisse oder Veränderungen von Umständen Anlass zur Vermutung geben, dass der
Buchwert nicht mehr erzielbar sein könnte. Werden Finanzaktiva zum Zeitpunkt der Wertminderung einmalig zum Zeitwert
bewertet oder werden die Fair Values abzüglich Veräußerungskosten als Bewertungsbasis nach IFRS 5 verwendet, erfolgt
eine entsprechende Anhangangabe in 16. Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen
ab Seite 132 oder in Anhangangabe 18. Sonstige Erträge und Aufwendungen auf Seite 138.
Umgliederungen von Finanzinstrumenten
Die Gesellschaften der VIG-Versicherungsgruppe überprüfen regelmäßig zu jedem Bewertungsstichtag die Gültigkeit der
zuletzt vorgenommenen Klassifizierung der Zeitwerte. Sind beispielsweise notwendige Inputparameter am Markt nicht mehr
direkt beobachtbar, wird eine Umgliederung vorgenommen.
Umgliederungen zwischen Level 1 und 2 treten vor allem dann auf, wenn sich die Liquidität, die Handelsfrequenz und die
Handelsaktivität des jeweiligen Finanzinstrumentes wieder bzw. nicht mehr länger auf einen aktiven Markt schließen lassen.
Beispielsweise kommt es immer wieder zu Veränderungen der Market-Maker eines Wertpapieres mit entsprechender Aus-
wirkung auf die Liquidität. Ein ähnlicher Fall ist gegeben, wenn z. B. eine Aktie in einen Index aufgenommen wird (oder
herausfällt), der für viele Fonds als Benchmark fungiert. Auch in diesem Fall kann sich die Einstufung ändern. Generell werden
die Einstufungen aufgrund der dezentralen Organisation der VIG-Versicherungsgruppe am Periodenende von den lokalen
Gesellschaften überprüft. Die Darstellung allfälliger Umgliederungen erfolgt so, als ob diese am Periodenende erfolgt wäre.
Sensitivitäten
In Bezug auf den Wert der mit einer Level-3-Methode bewerteten Aktien (Multiple-Verfahren) geht die VIG-
Versicherungsgruppe davon aus, dass weder alternative Inputparameter noch alternative Verfahren zu einer maßgeblichen
Schwankung des Werts führen.
Die Spread-Annahme ist für die Wertveränderung der Level-3-bewerteten Anleihen in der Kategorie Zur Veräußerung verfüg-
bare finanzielle Finanzinstrumente der entscheidende Faktor und aus diesem Grund ist die Sensitivität zu diesem Faktor von
besonderem Interesse. Im Vergleich zur Bewertung per 31. Dezember 2019 haben sich die Spreads im Zuge der COVID-19-
Krise um bis zu 120 Basispunkte erhöht.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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145
Die wesentlichsten Level-3-bewerteten Anleihen in der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente werden
durch die österreichischen, tschechischen sowie die polnischen Gesellschaften gehalten und zeigen folgende Sensitivitäten:
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – Anleihen Beizulegender Zeitwert
in TEUR
Zeitwert zum 31.12.2020 292.349
Spread +50bp -3.558
Auswirkung auf die Gesamtergebnisrechnung -3.558
Folgende Sensitivitäten ergeben sich für einen Teilbestand aus den mit Solvency II abgestimmten Berechnungen im
partiellen internen Modell:
Immobilien Beizulegender Zeitwert
in TEUR
Zeitwert zum 31.12.2020 3.799.023
Mieterträge -5 % 3.662.118
Mieterträge +5 % 3.942.403
Kapitalisierungszinssatz -50bp 4.039.238
Kapitalisierungszinssatz +50bp 3.600.033
Bodenpreise -5 % 3.766.835
Bodenpreise +5 % 3.838.594
Da Immobilien zu Anschaffungskosten bewertet werden, würden sich negative Sensitivitäten nur bei Unterschreiten des Buch-
werts der Immobilie erfolgswirksam niederschlagen. Eine Auswirkung auf das Sonstige Ergebnis ist daher nicht gegeben.
Bewertungshierarchie – Zum Zeitwert bewertete finanzielle Finanzinstrumente
Bewertungshierarchie 31.12.2020 31.12.2019
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Level 1
Level 2
Level 3
Level 1
Level 2
Level 3
in TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 21.517.902
3.806.396
659.133
21.011.483
3.476.413
660.207
Anleihen 18.893.447
3.709.909
292.349
18.569.199
3.387.820
343.422
Aktien und andere Unternehmensbeteiligungen 372.249
3.636
296.400
391.778
4.507
269.732
Investmentfonds 2.252.206
92.851
70.384
2.050.506
84.086
47.053
Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung 7.968.039
8.620.327
Der nicht realisierte Ergebniseffekt (Nettogewinn bzw. -verlust) von noch im Bestand befindlichen Level-3-Finanzinstrumenten,
deren Zeitwertbewertung erfolgswirksam gebucht wird, belief sich im Berichtsjahr auf TEUR -625 (TEUR 2.864).
146
Jahresfinanzbericht 2020
Nicht beobachtbare Inputfaktoren
Asset-Klasse Bewertungsmethoden Nicht beobachtbare Inputfaktoren Bandbreite
Immobilien Verkehrswert Kapitalisierungszinssatz 0,88 %–7,50 %
Mieterträge 3 TEUR–3.765 TEUR
Bodenpreise 0 TEUR–8 TEUR
Discounted Cash flow Kapitalisierungszinssatz 3,55 %–8,11 %
Mieterträge 96 TEUR–6.275 TEUR
Baurechte Kapitalisierungszinssatz 3,0 %–4,0 %
Mieterträge 76 TEUR–1.652 TEUR
Bodenpreise 0,25 TEUR–0,50 TEUR
Tatsächlich gezahlter Bauzins 0,2 %–5,7 %
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Barwertmethode Spreads -0,09 %–4,13 %
Überleitung der Finanzinstrumente
Entwicklung 2020 2019
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Level 1
Level 2
Level 3
Level 1
Level 2
Level 3
in TEUR
Zeitwert zum 31.12. des Vorjahres 21.011.483
3.476.413
660.207
19.451.543
3.396.763
633.387
Währungsänderungen -102.154
-5.287
-3.879
-3.260
1.707
44
Zeitwert zum 1.1. 20.909.329
3.471.126
656.328
19.448.283
3.398.470
633.431
Umgliederungen zwischen Wertpapierkategorien 0
0
-6
-5.646
0
0
Umgliederung nach Level 36.688
135.265
44.850
14.698
56.361
7.855
Umgliederung aus Level -130.840
-56.090
-29.873
-46.430
-15.374
-17.110
Zugänge 2.751.042
518.759
96.976
2.947.006
282.522
194.825
Abgänge -2.327.967
-320.465
-65.481
-2.456.288
-343.821
-47.992
Veränderungen Konsolidierungskreis 0
0
-42.324
135.562
0
-104.344
Erfolgswirksam erfasste Bewertungsänderungen 6.689
0
0
195
0
0
Erfolgsneutral erfasste Bewertungsänderungen 332.084
58.483
7.358
986.115
98.422
2.688
Wertminderungen -59.123
-682
-8.695
-12.012
-167
-9.146
Zeitwert zum 31.12. 21.517.902
3.806.396
659.133
21.011.483
3.476.413
660.207
Bezüglich der Auswirkung der erfolgswirksam erfassten Bewertungsänderungen wird hinsichtlich des Ausweises auf Anhang-
angabe 16. Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen auf Seite 132 verwiesen.
Entwicklung der Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten Nachrangige Verbindlichkeiten
2020
2019
in TEUR
Zeitwert zum 31.12. des Vorjahres 21.317
21.119
Währungsänderungen -674
262
Zeitwert zum 1.1. 20.643
21.381
Umgliederung nach Level 3 0
0
Umgliederung aus Level 3 0
0
Erfolgswirksam erfasste Bewertungsänderungen 393
-64
Erfolgsneutral erfasste Bewertungsänderungen 0
0
Zeitwert zum 31.12. 21.036
21.317
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
147
23. PERSONALSTAND UND PERSONALAUFWENDUNGEN
Personalstand 2020
2019
Anzahl
Außendienst 13.450
13.667
Innendienst 12.230
12.069
Summe 25.680
25.736
Der angegebene Personalstand ist ein Durchschnittswert auf Basis Full-Time Equivalent.
Personalaufwand 2020
2019
in
TEUR
Löhne und Gehälter 594.092
593.731
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 7.908
7.686
Aufwendungen für die Altersvorsorge 13.690
27.565
Gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und Aufwendungen sowie Pflichtbeiträge 162.082
160.533
Sonstige Sozialaufwendungen 21.108
21.883
Summe 798.880
811.398
davon Außendienst 361.418
351.328
davon Innendienst 437.462
460.070
Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands (brutto) 2020
2019
in TEUR
Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder 578
506
Gesamtbezüge an frühere Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene 1.149
790
Vorsorge für künftige Pensions- und Abfertigungsansprüche für Vorstandsmitglieder 3.546
3.288
Vorsorge für künftige andere langfristige Ansprüche für Vorstandsmitglieder 5.772
4.957
Vergütungen an aktive Vorstandsmitglieder 6.279
5.480
Summe 17.324
15.021
Vergütung für Vorstandsmitglieder
Die Vergütung des Vorstands der Gesellschaft berücksichtigt die Bedeutung der Unternehmensgruppe und die damit
verbundene Verantwortung, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und die Angemessenheit im Marktumfeld.
Der variable Vergütungsteil betont das Erfordernis der Nachhaltigkeit; seine volle Erreichung hängt wesentlich von der
Betrachtung der über ein einzelnes Geschäftsjahr hinausgehenden nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens ab.
Das erfolgsabhängige Entgelt ist betraglich begrenzt. Das maximale erfolgsabhängige Entgelt, das der Vorstand bei Er-
füllung der klassischen Ziele für die Periode des Geschäftsjahres 2020 erreichen kann, entspricht rund 30 % bis rund 40 %
der Gesamtvergütung. Dazu können bei entsprechender Zielerreichung Sondervergütungen sowie Vergütungen für Über-
erfüllung in bestimmten Zielbereichen verdient werden. Insgesamt sind für die Vorstandsmitglieder dadurch variable Entgelt-
komponenten im Ausmaß von maximal rund 45 % bis 50 % der Gesamtvergütung möglich.
Vom erfolgsabhängigen Entgelt sind wesentliche Teile erst mit Verzögerung zahlbar, wobei die Verzögerung sich bezogen
auf das Geschäftsjahr 2020 bis ins Jahr 2024 erstreckt. Die Zuerkennung der aufgeschobenen Teile setzt die Bedacht-
nahme auf eine nachhaltige Entwicklung der Unternehmensgruppe voraus.
148
Jahresfinanzbericht 2020
Werden bestimmte Schwellenwerte unterschritten, so gebührt dem Vorstand kein erfolgsabhängiger Entgeltteil. Selbst bei
voller Erfüllung der Ziele in einem Geschäftsjahr hängt die Zuerkennung der vollen variablen Vergütung im Sinne der Nach-
haltigkeitsorientierung davon ab, dass auch in den drei Folgejahren eine nachhaltige Entwicklung der Unternehmensgruppe
zu beobachten ist.
Aktienoptionen oder ähnliche Instrumente sind nicht Bestandteil der Vergütung des Vorstands.
Den zum Stichtag 31. Dezember 2019 aktiven Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft werden rückstellungsfinanzierte
leistungsorientierte Pensionen – unter anderem abhängig von der Dauer der VIG-Versicherungsgruppenzugehörigkeit – in
Höhe von maximal 40 % der Bemessungsgrundlage bei Verbleib im Vorstand bis zum 65. Geburtstag eingeräumt. Die
Bemessungsgrundlage entspricht dem Standard-Fixgehalt. In Einzelfällen ist vorgesehen, dass bei Weiterarbeit über den
Termin des maximalen Pensionsausmaßes hinaus Zuschläge gewährt werden, da in der Zeit der Weiterarbeit keine Pension
bezogen wird.
Ab dem 1. Jänner 2020 neu bestellten Vorstandsmitgliedern können Anwartschaften auf leistungsorientierte Firmenpen-
sionen (alternativ beitragsorientierte Pensionszusagen) eingeräumt werden. Eine allfällige Zuerkennung erfolgt grundsätzlich
erst bei mindestens einmaliger Wiederbestellung und in Stufen, sodass das Maximalausmaß von 40 % der festen Vergütung
bei Vollendung des 65. Lebensjahres frühestens nach 10-jähriger Tätigkeit als Mitglied des Vorstandes eingeräumt werden
kann. Wenn ein Vorstandsmitglied bereits mindestens 5 Jahre in anderen Funktionen in der Unternehmensgruppe tätig war,
kann eine Zuerkennung bereits mit Mandatsbeginn erfolgen.
Die Pensionen gebühren (unabhängig vom Stichtag) standardmäßig nur dann, wenn entweder die Funktion des Vorstandsmit-
glieds ohne sein Verschulden nicht verlängert wird oder das Vorstandsmitglied aus Krankheits- oder Altersgründen in Pension
geht.
Auf die Vorstandsverträge sind die Regelungen des Mitarbeiter- und Selbstständigen-Vorsorgegesetzes („Abfertigung neu“)
anzuwenden.
Nur die Verträge von Vorstandsmitgliedern, die bereits sehr lange in der Gruppe tätig sind, sehen einen Abfertigungsanspruch vor,
der nach den Bestimmungen des Angestelltengesetzes in der Fassung vor 2003 in Verbindung mit den einschlägigen branchen-
spezifischen Regelungen ausgestaltet ist. Demnach können diese Vorstandsmitglieder – gestaffelt nach Dienstzeiten – zwei bis
zwölf Monatsentgelte an Abfertigung erhalten, bei Pensionierung bzw. Ausscheiden nach lang andauernder Krankheit mit einem
Zuschlag von 50 %. Bei Ausscheiden aus dem Vorstand auf eigenen Wunsch vor Erreichen der Pensionierungsmöglichkeit ohne
Einvernehmen mit der Gesellschaft bzw. bei verschuldetem Ausscheiden aus dem Vorstand steht keine Abfertigung zu.
Den Vorstandsmitgliedern steht ein Dienstwagen, auch zur privaten Nutzung, zur Verfügung. Für ihre Tätigkeit erhielten die
Vorstandsmitglieder im Berichtsjahr von der Gesellschaft TEUR 6.279 (TEUR 5.480). Von Tochterunternehmen erhielten die
Vorstandsmitglieder im Berichtsjahr TEUR 719 (TEUR 556).
Frühere Mitglieder des Vorstands erhielten TEUR 1.149 (TEUR 790).
Der Vorstand bestand bis zum 30. Juni 2020 aus acht und ab 1. Juli 2020 aus sieben Personen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
149
24. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Zusammensetzung 2020
2019
in TEUR
Prüfung des Konzernabschlusses 251
251
Prüfung des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens 56
56
Andere Bestätigungsleistungen 392
369
Steuerberatungshonorare 21
119
Honorare für prüfungsnahe Leistungen 479
664
Summe 1.199
1.459
25. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Aufsichtsrat
Vorsitzender Komm.-Rat Dr. Günter Geyer
1. Stellvertreter des Vorsitzenden Komm.-Rat Dr. Rudolf Ertl
2. Stellvertreter(in) des Vorsitzenden Mag. Maria Kubitschek (bis 25. September 2020)
Dr. Georg Riedl (seit 5. Oktober 2020)
Mitglieder Komm.-Rat Martina Dobringer
Dr. Gerhard Fabisch
Ph.D. Ass. Prof. Dr.h.c. Peter Mihók
Hofrat Dkfm. Heinz Öhler
Dr. Georg Riedl (bis 4. Oktober 2020)
Gabriele Semmelrock-Werzer
Ing. Katarina Slezáková (seit 25. September 2020)
Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Vorstand
Vorsitzende Prof. Elisabeth Stadler
Mitglieder Komm.-Rat Franz Fuchs (bis 30. Juni 2020)
WP/StB Mag. Liane Hirner
Mag. Peter Höfinger
Mag. Gerhard Lahner
Gábor Lehel
Hartwig Löger (seit 1. Jänner 2021)
Mag. Harald Riener
Dr. Peter Thirring
150
Jahresfinanzbericht 2020
26. VERBUNDENE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN
Firmenwortlaut, Sitz Sitzland
Anteil am
Kapital 2020
1)
Anteil am
Kapital 2019
1)
Eigenkapital
2020
2)
Eigenkapital
2019
2)
in %
in %
in TEUR
in TEUR
Vollkonsolidierte Unternehmen
"BULSTRAD LIFE VIENNA INSURANCE GROUP" JOINT STOCK COMPANY,
Sofia
Bulgarien
100,00
100,00
30.111
23.405
"Compensa Vienna Insurance Group", ADB, Vilnius Litauen 100,00
100,00
88.220
34.892
"Grüner Baum" Errichtungs- und Verwaltungsges.m.b.H., Wien Österreich 100,00
100,00
39.953
39.949
Anděl Investment Praha s.r.o., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
23.498
27.237
Anif-Residenz GmbH & Co KG, Wien Österreich 100,00
100,00
14.901
14.868
arithmetica Consulting GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
358
-13
Asigurarea Românească - ASIROM Vienna Insurance Group S.A.,
Bukarest
Rumänien
99,72
99,70
85.031
86.455
ATBIH GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
182.488
161.487
BCR Asigurări de Viaţă Vienna Insurance Group S.A., Bukarest Rumänien 93,98
93,98
47.537
48.037
Blizzard Real Sp. z o.o., Warschau Polen 100,00
100,00
2.925
5.143
BTA Baltic Insurance Company AAS, Riga Lettland 100,00
90,83
71.897
65.536
Bulgarski Imoti Asistans EOOD, Sofia Bulgarien 100,00
100,00
-543
-571
Businesspark Brunn Entwicklungs GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
34.433
33.936
CAL ICAL "Globus", Kiew Ukraine 100,00
100,00
0
4.447
Camelot Informatik und Consulting Gesellschaft m.b.H., Wien Österreich 95,00
95,00
1.202
1.093
CAPITOL, akciová spoločnosť, Bratislava Slowakei 100,00
100,00
1.242
1.220
CENTER Hotelbetriebs GmbH, Wien Österreich 80,00
80,00
-1.042
-442
Central Point Insurance IT-Solutions GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
-24.296
16.900
Česká podnikatelská pojišťovna, a.s., Vienna Insurance Group, Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
129.748
106.337
Compania de Asigurări "DONARIS VIENNA INSURANCE GROUP" Societate
pe Actiuni, Chișinău
Moldau
99,99
99,99
4.837
4.829
Compensa Life Vienna Insurance Group SE, Tallinn Estland 100,00
100,00
51.483
45.259
Compensa Towarzystwo Ubezpieczeń Na Życie S.A. Vienna Insurance
Group, Warschau
Polen
99,97
99,97
72.226
71.350
Compensa Towarzystwo Ubezpieczeń S.A. Vienna Insurance Group,
Warschau
Polen
99,94
99,94
140.163
118.251
CP Solutions a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
12.027
12.247
DBLV Immobesitz GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
27
26
DBLV Immobesitz GmbH & Co KG, Wien Österreich 100,00
100,00
3.075
2.337
DBR-Liegenschaften GmbH & Co KG, Stuttgart Deutschland 100,00
100,00
9.674
9.174
DBR-Liegenschaften Verwaltungs GmbH, Stuttgart Deutschland 100,00
100,00
19
20
Deutschmeisterplatz 2 Objektverwaltung GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
3.043
3.015
Donau Brokerline Versicherungs-Service GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
95.792
95.082
DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wien Österreich 100,00
100,00
104.360
100.454
DVIB alpha GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
8.377
8.298
DVIB GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
94.041
93.709
DV Immoholding GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
8.315
8.319
ELVP Beteiligungen GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
23.322
23.318
Floridsdorf am Spitz 4 Immobilienverwertungs GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
18.672
18.708
Gesundheitspark Wien-Oberlaa Gesellschaft m.b.H., Wien Österreich 100,00
100,00
29.826
30.231
Global Assistance Baltic SIA, Riga Lettland 100,00
300
Insurance Company Nova Ins EAD, Sofia Bulgarien 100,00
100,00
5.110
5.090
Insurance Company Vienna osiguranje d.d., Vienna Insurance Group,
Sarajevo
Bosnien-Herzegowina
100,00
100,00
9.921
9.670
INSURANCE JOINT-STOCK COMPANY "BULSTRAD VIENNA INSURANCE
GROUP", Sofia
Bulgarien
100,00
100,00
59.540
50.732
InterRisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group,
Wiesbaden
Deutschland
100,00
100,00
23.518
23.518
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
151
Firmenwortlaut, Sitz Sitzland
Anteil am
Kapital 2020
1)
Anteil am
Kapital 2019
1)
Eigenkapital
2020
2)
Eigenkapital
2019
2)
InterRisk Towarzystwo Ubezpieczeń S.A. Vienna Insurance Group,
Warschau
Polen
100,00
100,00
112.131
100.159
InterRisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group, Wiesbaden Deutschland 100,00
100,00
53.770
54.270
INTERSIG VIENNA INSURANCE GROUP Sh.A., Tirana Albanien 89,98
89,98
6.085
5.447
Joint Stock Company Insurance Company GPI Holding, Tiflis Georgien 90,00
90,00
12.291
14.632
Joint Stock Company International Insurance Company IRAO, Tiflis Georgien 100,00
100,00
3.640
4.289
Joint Stock Insurance Company WINNER-Vienna Insurance Group,
Skopje
Nordmazedonien
100,00
100,00
7.138
6.605
Kaiserstraße 113 GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
2.637
2.536
KÁLVIN TOWER Ingatlanfejlesztési és Beruházási Korlátolt Felelősségű
Társaság, Budapest
Ungarn
100,00
100,00
2.499
2.738
KAPITOL, a.s., Brünn Tschechische Republik 100,00
100,00
2.318
3.828
KOMUNÁLNA poisťovňa, a.s. Vienna Insurance Group, Bratislava Slowakei 100,00
100,00
76.662
70.097
KOOPERATIVA poisťovňa, a.s. Vienna Insurance Group, Bratislava Slowakei 98,47
98,47
408.100
372.351
Kooperativa pojišťovna, a.s., Vienna Insurance Group, Prag Tschechische Republik 97,28
97,28
754.598
773.635
LD Vermögensverwaltung GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
74
73
Limited Liability Company "UIG Consulting", Kiew Ukraine 100,00
100,00
2.005
7.352
LVP Holding GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
591.192
654.028
MAP-WSV Beteiligungen GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
220.778
187.153
MC EINS Investment GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
19.096
17.873
MH 54 Immobilienanlage GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
26.402
26.431
Nußdorfer Straße 90-92 Projektentwicklung GmbH & Co KG, Wien Österreich 100,00
100,00
39.213
38.882
OMNIASIG VIENNA INSURANCE GROUP S.A., Bukarest Rumänien 99,54
99,50
149.566
135.599
Palais Hansen Immobilienentwicklung GmbH, Wien Österreich 56,55
56,55
17.200
18.764
Passat Real Sp. z o.o., Warschau Polen 100,00
100,00
-1.390
-241
Pension Assurance Company Doverie AD, Sofia Bulgarien 92,58
92,58
29.183
27.582
PFG Holding GmbH, Wien Österreich 89,23
89,23
77.316
124.315
PFG Liegenschaftsbewirtschaftungs GmbH & Co KG, Wien Österreich 92,88
92,88
7.446
17.042
Porzellangasse 4 Liegenschaftsverwaltung GmbH & Co KG, Wien Österreich 100,00
100,00
13.005
12.009
PRIVATE JOINT-STOCK COMPANY "INSURANCE COMPANY "KNIAZHA
LIFE VIENNA INSURANCE GROUP", Kiew
Ukraine
99,81
97,80
2.743
2.251
Private Joint-Stock Company "Insurance company" Ukrainian insurance
group", Kiew
Ukraine
100,00
100,00
17.594
20.657
PRIVATE JOINT-STOCK COMPANY "UKRAINIAN INSURANCE COMPANY
"KNIAZHA VIENNA INSURANCE GROUP", Kiew
Ukraine
99,99
99,99
8.481
7.940
PROGRESS Beteiligungsges.m.b.H., Wien Österreich 70,00
70,00
17.973
18.659
Projektbau GesmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
15.358
15.553
Projektbau Holding GmbH, Wien Österreich 90,00
90,00
14.186
7.988
Rathstraße 8 Liegenschaftsverwertungs GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
1.498
1.401
Ray Sigorta A.Ş., Istanbul Türkei 94,96
94,96
37.079
39.219
Schulring 21 Bürohaus Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG,
Wien
Österreich
100,00
100,00
7.736
7.736
SECURIA majetkovosprávna a podielová s.r.o., Bratislava Slowakei 100,00
100,00
7.160
7.198
Senioren Residenz Fultererpark Errichtungs- und Verwaltungs GmbH,
Wien
Österreich
100,00
100,00
-6.409
-6.171
Senioren Residenz Veldidenapark Errichtungs- und Verwaltungs GmbH,
Innsbruck
Österreich
66,70
66,70
8.268
8.430
SIA “Alauksta 13/15”, Riga Lettland 100,00
3
SIA “Artilērijas 35”, Riga Lettland 100,00
3
SIA “Ģertrūdes 121”, Riga Lettland 100,00
3
SIA "Urban Space", Riga Lettland 100,00
100,00
456
470
Sigma Interalbanian Vienna Insurance Group Sh.a, Tirana Albanien 89,05
89,05
14.918
13.481
SMARDAN 5 DEVELOPMENT S.R.L., Bukarest Rumänien 100,00
-8
Stock Company for Insurance and Reinsurance MAKEDONIJA Skopje -
Vienna Insurance Group, Skopje
Nordmazedonien
94,26
94,26
25.925
25.624
SVZ GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
162.664
161.771
152
Jahresfinanzbericht 2020
Firmenwortlaut, Sitz Sitzland
Anteil am
Kapital 2020
1)
Anteil am
Kapital 2019
1)
Eigenkapital
2020
2)
Eigenkapital
2019
2)
SVZD GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
60.408
63.081
SVZI GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
158.700
157.019
T 125 GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
8.875
9.210
TBI BULGARIA EAD in Liquidation, Sofia Bulgarien 100,00
100,00
40.437
40.501
TECHBASE Science Park Vienna GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
18.033
18.125
twinformatics GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
2.546
1.957
UNION Vienna Insurance Group Biztosító Zrt., Budapest Ungarn 98,64
98,64
50.254
53.484
Untere Donaulände 40 GmbH & Co KG, Wien Österreich 100,00
100,00
11.341
11.254
Vienibas Gatve Investments OÜ, Tallinn Estland 100,00
100,00
-102
-109
Vienibas Gatve Properties SIA, Riga Lettland 100,00
100,00
1.631
1.602
Vienna-Life Lebensversicherung AG Vienna Insurance Group, Bendern Liechtenstein 100,00
100,00
9.163
8.684
Vienna Life Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie S.A. Vienna Insurance
Group, Warschau
Polen
100,00
100,00
4.167
3.575
VIG-AT Beteiligungen GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
314.222
333.751
VIG-CZ Real Estate GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
140.059
140.026
VIG FUND, a.s., Prag (Konzernabschluss)
3)
Tschechische Republik 100,00
100,00
194.236
196.827
VIG Home, s.r.o., Bratislava Slowakei 100,00
8.006
V.I.G. ND, a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
90.566
93.792
VIG Offices 1, s.r.o., Bratislava Slowakei 100,00
100,00
30.121
30.332
VIG Properties Bulgaria AD, Sofia Bulgarien 99,97
99,97
3.746
3.880
VIG RE zajišťovna, a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
180.831
178.936
VIG REAL ESTATE DOO, Belgrad Serbien 100,00
100,00
10.462
10.626
VIG Services Ukraine, LLC, Kiew Ukraine 100,00
100,00
1.461
39
VITEC Vienna Information Technology Consulting GmbH, Wien Österreich 51,00
51,00
504
589
WGPV Holding GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
107.980
108.441
WIBG Holding GmbH & Co KG, Wien Österreich 100,00
100,00
78.898
77.212
WIBG Projektentwicklungs GmbH & Co KG, Wien Österreich 100,00
100,00
79.044
76.635
Wiener Osiguranje Vienna Insurance Group ad, Banja Luka Bosnien-Herzegowina 100,00
100,00
9.088
9.330
Wiener osiguranje Vienna Insurance Group dioničko društvo za
osiguranje, Zagreb
Kroatien
97,82
97,82
107.483
113.778
WIENER RE akcionarsko društvo za reosiguranje, Belgrad Serbien 100,00
100,00
7.569
7.139
WIENER STÄDTISCHE OSIGURANJE akcionarsko drustvo za osiguranje,
Belgrad
Serbien
100,00
100,00
62.421
62.819
WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG Vienna Insurance Group, Wien Österreich 97,75
97,75
545.874
539.292
Wiener TU S.A. Vienna Insurance Group, Warschau Polen 100,00
100,00
44.171
35.240
WIENER VEREIN BESTATTUNGS- UND VERSICHERUNGSSERVICE-
GESELLSCHAFT M.B.H., Wien
Österreich
100,00
100,00
1.896
1.245
WILA GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
15.790
8.794
WINO GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
18.300
14.244
WNH Liegenschaftsbesitz GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
4.969
4.383
WSBV Beteiligungsverwaltung GmbH & Co KG, Wien Österreich 100,00
100,00
11.294
9.453
WSV Beta Immoholding GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
45.987
41.300
WSVA Liegenschaftbesitz GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
10.468
10.358
WSVB Liegenschaftbesitz GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
29.150
28.894
WSVC Liegenschaftbesitz GmbH, Wien Österreich 100,00
16.298
WSV Immoholding GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
399.183
356.423
WSV Triesterstraße 91 Besitz GmbH & Co KG, Wien Österreich 100,00
100,00
79.710
78.023
WSV Vermögensverwaltung GmbH, Wien Österreich 100,00
100,00
4.568
4.412
WWG Beteiligungen GmbH, Wien Österreich 87,07
87,07
91.785
88.606
1)
Der Anteil am Kapital entspricht dem Beherrschungsverhältnis vor Berücksichtigung etwaiger nicht beherrschender Anteile.
2)
Der Wert des angegebenen Eigenkapitals entspricht den lokalen zuletzt vorliegenden Jahresabschlüssen.
3)
Im Konzernabschluss des VIG FUND, a.s., Prag, sind neben der Muttergesellschaft folgende Unternehmen enthalten: Atrium Tower Sp.z.o.o, Warschau, EUROPEUM Business Center s.r.o, Bratislava, HUN
BM Korlátolt Felelősségű Társaság, Budapest, KKB Real Estate SIA, Riga und SK BM s.r.o., Bratislava.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
153
Firmenwortlaut, Sitz Sitzland
Anteil am Kapital
2020
1)
Anteil am Kapital
2019
1)
Eigenkapital
2020
2)
Eigenkapital
2019
2)
in %
in %
in TEUR
in
TEUR
At equity-konsolidierte Unternehmen
"Schwarzatal" Gemeinnützige Wohnungs- und
Siedlungsanlagen-GmbH, Wien
Österreich
100,00
100,00
158.289
149.695
AB Modřice, a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
374
388
AIS Servis, s.r.o., Brünn Tschechische Republik 100,00
100,00
2.384
2.418
Alpenländische Gemeinnützige WohnbauGmbH, Innsbruck Österreich 94,84
94,84
212.947
198.680
Beteiligungs- und Immobilien GmbH, Linz Österreich 25,00
25,00
18.651
18.642
Beteiligungs- und Wohnungsanlagen GmbH, Linz Österreich 25,00
25,00
133.673
211.593
Bohemia Servis Finance a.s., Žatec Tschechische Republik 100,00
357
Bohemika HYPO s.r.o., Žatec Tschechische Republik 100,00
-1
ČPP Servis, s.r.o., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
1.581
115
CROWN-WSF spol. s.r.o., Prag Tschechische Republik 30,00
30,00
8.224
9.451
EGW Erste gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH, Wien Österreich 99,77
99,77
289.207
300.881
ERSTE d.o.o. - za upravljanje obveznim i dobrovljnim
mirovinskim fondovima, Zagreb
Kroatien
25,30
25,30
14.470
14.414
FinServis Plus, s.r.o., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
81
24
Gemeinnützige Industrie-Wohnungsaktiengesellschaft,
Leonding
Österreich
55,00
55,00
317.753
302.072
Gemeinnützige Mürz-Ybbs Siedlungsanlagen-GmbH,
Kapfenberg
Österreich
99,92
99,92
142.197
134.869
Gewista-Werbegesellschaft m.b.H., Wien Österreich 33,00
33,00
104.366
105.637
GLOBAL ASSISTANCE, a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
5.408
5.600
Global Expert, s.r.o., Pardubitz Tschechische Republik 100,00
100,00
461
430
Global Partner ČR, a.s., Prag Tschechische Republik 65,00
76
HOTELY SRNÍ, a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
12.971
13.498
Main Point Karlín II., a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
1.497
367
NEUE HEIMAT Oberösterreich Gemeinnützige Wohnungs- und
SiedlungsgesmbH, Linz
Österreich
99,82
99,82
198.070
183.568
Neuland gemeinnützige Wohnbau-Gesellschaft m.b.H., Wien Österreich 61,00
61,00
108.101
107.674
Pražská softwarová s.r.o., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
124
73
Österreichisches Verkehrsbüro Aktiengesellschaft, Wien
(Konzernabschluss)
Österreich
36,58
36,58
40.607
84.423
S - budovy, a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
2.895
2.989
Sanatorium Astoria, a.s., Karlsbad Tschechische Republik 100,00
100,00
4.295
5.103
SOZIALBAU gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft, Wien Österreich 54,17
54,17
337.194
329.640
SURPMO, a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
100,00
782
628
Towarzystwo Ubezpieczeń Wzajemnych „TUW", Warschau Polen 52,16
52,16
62.278
62.204
Urbanbau Gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und
Stadterneuerungsgesellschaft m.b.H., Wien
Österreich
51,46
51,46
137.346
131.588
VBV - Betriebliche Altersvorsorge AG, Wien (Konzernabschluss) Österreich 25,32
23,71
260.233
254.506
1)
Der Anteil am Kapital entspricht dem Beherrschungsverhältnis vor Berücksichtigung etwaiger nicht beherrschender Anteile.
2)
Der Wert des angegebenen Eigenkapitals entspricht den lokalen zuletzt vorliegenden Jahresabschlüssen.
154
Jahresfinanzbericht 2020
Firmenwortlaut, Sitz Sitzland Anteil am Kapital 2020
1)
in %
Nicht konsolidierte Unternehmen
" Assistance Company " Ukrainian Assistance Service" LLC, Kiew Ukraine 100,00
"Eisenhof" Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft m.b.H., Wien Österreich 20,13
"JAHORINA AUTO" d.o.o., Banja Luka Bosnien-Herzegowina 100,00
"Neue Heimat" Stadterneuerungsgesellschaft m.b.H., Linz Österreich 79,51
Akcionarsko družstvo za životno osiguranje Wiener Städtische Podgorica, Vienna Insurance Group, Podgorica Montenegro (Rep.) 100,00
ALBA Services GmbH, Wien Österreich 48,87
Amadi GmbH, Wiesbaden Deutschland 100,00
AQUILA Hausmanagement GmbH, Wien Österreich 97,75
AREALIS Liegenschaftsmanagement GmbH, Wien Österreich 48,87
Autosig SRL, Bukarest Rumänien 99,54
B&A Insurance Consulting s.r.o., Moravská Ostrava Tschechische Republik 48,45
BEESAFE SPÓŁKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNOSCIA, Warschau Polen 99,99
Benefia Ubezpieczenia Spolka z ograniczona odpowiedzialnoscia, Warschau Polen 99,94
Brunn N68 Sanierungs GmbH, Wien Österreich 48,87
Bulstrad Trudova Meditzina EOOD, Sofia Bulgarien 100,00
CAPITOL CONSULTANCY SERVICES S.R.L., Bukarest Rumänien 99,15
CAPITOL INTERMEDIAR DE PRODUSE DE LEASING S.R.L., Bukarest Rumänien 99,15
CARPLUS Versicherungsvermittlungsagentur GmbH, Wien Österreich 97,75
CLAIM EXPERT SERVICES S.R.L., Bukarest Rumänien 99,15
Compensa Dystrybucja Sp. z o. o., Warschau Polen 99,98
DELOIS s. r. o., Bratislava Slowakei 98,47
DV Asset Management EAD, Sofia Bulgarien 100,00
DV CONSULTING EOOD, Sofia Bulgarien 100,00
DV Invest EAD, Sofia Bulgarien 100,00
DVS Donau-Versicherung Vermittlungs- und Service-Gesellschaft m.b.H., Wien Österreich 100,00
EBS Wohnungsgesellschaft mbH Linz, Linz Österreich 24,44
EBV-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien Österreich 47,90
EGW Datenverarbeitungs-Gesellschaft m.b.H., Wien Österreich 71,92
EGW Liegenschaftsverwertungs GmbH, Wien Österreich 71,92
EGW-NOE Erste gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH, Wiener Neustadt Österreich 71,92
ERSTE Biztosítási Alkusz Kft, Budapest Ungarn 98,64
European Insurance & Reinsurance Brokers Ltd., London Vereinigtes Königreich 100,00
EXPERTA Schadenregulierungs-Gesellschaft mbH, Wien Österreich 99,44
Finanzpartner GmbH, Wien Österreich 48,87
Foreign limited liability company "InterInvestUchastie", Minsk Weißrussland 100,00
GELUP GmbH, Wien Österreich 32,58
GGVier Projekt-GmbH, Wien Österreich 53,76
Glamas Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co "Beta" KG, Wien Österreich 28,51
Global Assistance Polska Sp.z.o.o., Warschau Polen 99,99
GLOBAL ASSISTANCE SERVICES s.r.o., Prag Tschechische Republik 100,00
GLOBAL ASSISTANCE SERVICES SRL, Bukarest Rumänien 99,21
GLOBAL ASSISTANCE SLOVAKIA s.r.o., Bratislava Slowakei 99,22
Global Services Bulgaria JSC, Sofia Bulgarien 100,00
Hausservice Objektbewirtschaftungs GmbH, Wien Österreich 20,72
Hotel Voltino in Liquidation, Zagreb Kroatien 97,82
HORIZONT Personal-, Team- und Organisationsentwicklung GmbH, Wien Österreich 98,29
Immodat GmbH, Wien Österreich 20,72
IMOVE Immobilienverwertung- und -verwaltungs GmbH, Wien Österreich 20,72
INSHIFT GmbH & Co. KG, Köln Deutschland 23,53
InterRisk Informatik GmbH, Wiesbaden Deutschland 100,00
ITIS Sp.z.o.o., Warschau Polen 49,01
Joint Stock Company "Curatio", Tiflis Georgien 90,00
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
155
Firmenwortlaut, Sitz Sitzland Anteil am Kapital 2020
1)
Joint Stock Insurance Company WINNER LIFE - Vienna Insurance Group, Skopje Nordmazedonien 100,00
Kitzbüheler Bestattung WV GmbH, Kitzbühel Österreich 97,75
KUPALA Belarusian-Austrian Closed Joint Stock Insurance Company, Minsk Weißrussland 98,26
KWC Campus Errichtungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt Österreich 48,87
Lead Equities II. Auslandsbeteiligungs AG, Wien Österreich 21,59
Lead Equities II.Private Equity Mittelstandsfinanzierungs AG, Wien Österreich 21,59
LiSciV Muthgasse GmbH & Co KG, Wien Österreich 28,51
Money & More Pénzügyi Tanácsadó Zártkörűen Működő Részvéntársaság, Budapest Ungarn 98,64
PFG Liegenschaftsbewirtschaftungs GmbH, Wien Österreich 73,69
POLISA - ŻYCIE Ubezpieczenia Sp.z.o.o., Warschau Polen 99,97
Privat Joint-stock company "OWN SERVICE", Kiew Ukraine 100,00
Projektbau Planung Projektmanagement Bauleitung GesmbH, Wien Österreich 54,51
Renaissance Hotel Realbesitz GmbH, Wien Österreich 40,00
Risk Consult Bulgaria EOOD, Sofia Bulgarien 51,00
Risk Consult Polska Sp.z.o.o., Warschau Polen 68,15
RISK CONSULT Sicherheits- und Risiko- Managementberatung Gesellschaft m.b.H., Wien Österreich 51,00
Risk Expert Risk ve Hasar Danismanlik Hizmetleri Limited Sirketi, Istanbul Türkei 64,19
Risk Experts Risiko Engineering GmbH, Wien Österreich 12,24
Risk Experts s.r.o., Bratislava Slowakei 51,00
Risk Logics Risikoberatung GmbH, Wien Österreich 51,00
Rößlergasse Bauteil Drei GmbH, Wien Österreich 100,00
Rößlergasse Bauteil Zwei GmbH, Wien Österreich 97,75
samavu s.r.o, Bratislava Slowakei 98,47
SB Liegenschaftsverwertungs GmbH, Wien Österreich 40,26
S.C. CLUB A.RO S.R.L., Bukarest Rumänien 99,72
S.C. Risk Consult & Engineering Romania S.R.L., Bukarest Rumänien 51,00
S.C. SOCIETATEA TRAINING IN ASIGURARI S.R.L., Bukarest Rumänien 99,15
serviceline contact center dienstleistungs-GmbH, Wien Österreich 97,75
S.O.S.- EXPERT d.o.o. za poslovanje nekretninama, Zagreb Kroatien 100,00
Senioren Residenzen gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH, Wien Österreich 97,75
Slovexperta, s.r.o., Žilina Slowakei 98,70
Soleta Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wien Österreich 28,51
Sparkassen-Versicherungsservice Gesellschaft m.b.H., Wien Österreich 97,75
Spółdzielnia Usługowa VIG EKSPERT W WARSZAWIE, Warschau Polen 99,97
TAUROS Capital Investment GmbH & Co KG, Wien Österreich 19,55
TAUROS Capital Management GmbH, Wien Österreich 24,93
TBI Info OOD, Sofia Bulgarien 20,00
TGMZ TGMZ Team Gesund Medizin Zentren GmbH, Wien Österreich 39,10
TOGETHER CCA GmbH, Wien Österreich 24,71
twinfaktor GmbH, Wien Österreich 74,16
UAB "Compensa Life Distribution", Vilnius Litauen 100,00
UNION-Erted Ellatasszervezö Korlatold Felelössegü Tarsasag, Budapest Ungarn 89,69
Versicherungsbüro Dr. Ignaz Fiala Gesellschaft m.b.H., Wien Österreich 47,90
Vienna Insurance Group Polska Spółka z organiczoną odpowiedzialnością, Warschau Polen 99,99
Vienna International Underwriters GmbH, Wien Österreich 100,00
viesure innovation center GmbH, Wien Österreich 98,87
VIG Asset Management, a.s., Prag Tschechische Republik 100,00
VIG AM Services GmbH, Wien Österreich 100,00
VIG Management Service SRL, Bukarest Rumänien 99,15
VIG Offices, s.r.o., Bratislava Slowakei 98,47
VIG POLSKA REAL ESTATE SPÓŁKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNOSCIA, Warschau Polen 99,97
VIG Services Bulgaria EOOD, Sofia Bulgarien 100,00
VIG Services Shqiperi Sh.p.K., Tirana Albanien 89,52
VIG ZP, s. r. o., Bratislava Slowakei 99,22
156
Jahresfinanzbericht 2020
Firmenwortlaut, Sitz Sitzland Anteil am Kapital 2020
1)
VIG/C-QUADRAT TOWARZYSTWO FUNDUSZY INVESTYCYJNYCH SPÓŁKA AKCYJNA, Warschau Polen 39,99
VIVECA Beteiligungen GmbH, Wien Österreich 100,00
VÖB Direkt Versicherungsagentur GmbH, Graz Österreich 48,87
WAG Wohnungsanlagen Gesellschaft m.b.H., Linz Österreich 24,44
Wien 3420 Aspern Development AG, Wien Österreich 23,92
Wiener Städtische Donau Leasing GmbH, Wien Österreich 97,75
Wiener Verein Bestattungsbetriebe GmbH, Kramsach Österreich 97,75
WOFIN Wohnungsfinanzierungs GmbH, Wien Österreich 20,72
WSBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien Österreich 97,75
1)
Der Anteil am Kapital entspricht dem Beherrschungsverhältnis vor Berücksichtigung etwaiger nicht beherrschender Anteile.
Fusionierte Gesellschaften Sitzland Fusionszeitpunkt Aufnehmende Gesellschaft
"Compensa Services" SIA, Riga Lettland 1.7.2020 "Compensa Vienna Insurance Group", ADB, Vilnius
AB "Compensa Services", Vilnius Litauen 1.7.2020 "Compensa Vienna Insurance Group", ADB, Vilnius
Seesam Insurance AS, Tallinn Estland 1.7.2020 "Compensa Vienna Insurance Group", ADB, Vilnius
Bezüglich der Änderungen im Konsolidierungskreis verweisen wir auf das Kapitel Konsolidierungskreis und Konsoli-
dierungsmethoden ab Seite 68.
Die Angaben gemäß § 265 (2) Z4 UGB finden sich in der Beteiligungsübersicht des Einzelabschlusses.
27. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Nahestehende Unternehmen und Personen
Nahestehende Unternehmen stellen die in Anhangangabe 26. Verbundene Unternehmen und Beteiligungen ab Seite 150
aufgelisteten verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen dar. Weiters sind die
Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der VIG Holding als nahestehende Personen zu qualifizieren. Der Wiener Städtische
Versicherungsverein hält direkt und indirekt rd. 72,47 % (rd. 71,54 %) und damit die Mehrheit der Stimmrechte an der VIG
Holding. Aufgrund der dadurch gegebenen Beherrschung handelt es sich daher ebenfalls um ein nahestehendes Unter-
nehmen und deren Vorstands- sowie Aufsichtsratsmitglieder gelten als nahestehende Personen.
Die Bezüge der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie Erläuterungen zum Vergütungsschema für Vorstandsmit-
glieder sind in der Anhangangabe 23. Personalstand und Personalaufwendungen ab Seite 147 zu finden.
In den Berichtsperioden erhielten Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats keine Vorschüsse und Kredite bzw.
hafteten keine Kredite aus. Haftungen für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden in den Berichts-
perioden ebenfalls nicht.
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen
Mit nicht konsolidierten verbundenen und assoziierten Unternehmen bestehen vor allem Finanzierungen und Leistungs-
verrechnungen.
Geschäftsvorfälle mit dem Wiener Städtische Versicherungsverein
Der Wiener Städtische Versicherungsverein ist Hauptaktionär der VIG Holding. Er hat die Rechtsform eines Versicherungs-
vereins auf Gegenseitigkeit, welcher auf Grundlage des Versicherungsaufsichtsgesetzes den Versicherungsbetrieb ausge-
gliedert hat und somit nicht operativ im Versicherungsgeschäft tätig ist. Aufgrund der seinerzeitigen Auslagerung an die
Wiener Städtische Versicherung AG hat dieser lediglich seine Aufgaben als Mehrheitseigentümer der VIG Holding wahr-
zunehmen, wodurch sich nur Leistungsverrechnungen von untergeordneter Bedeutung mit der VIG-Versicherungsgruppe
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
157
ergeben. Diese basieren auf Dienstleistungsvereinbarungen zwischen der VIG-Versicherungsgruppe und dem Wiener
Städtische Versicherungsverein zur Verrechnung von Leistungen aus Interner Revision, Finanz- und Rechnungswesen und
Personalgestellung sowie der Vermietung von Büroräumlichkeiten, die auf dem Grundsatz der Fremdüblichkeit beruhen.
Offene Posten mit nahestehenden Unternehmen 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Ausleihungen 163.279
156.210
Assoziierte Unternehmen 101.375
95.057
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen 61.904
61.153
Forderungen 227.592
211.134
Mutterunternehmen 208.982
195.433
Assoziierte Unternehmen 5.012
3.931
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen 13.598
11.770
Verbindlichkeiten 272.252
230.544
Mutterunternehmen 255.508
206.347
Assoziierte Unternehmen 1.989
2.548
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen 14.755
21.649
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen 2020
2019
in TEUR
Ausleihungen 19.447
21.233
Assoziierte Unternehmen 11.131
14.660
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen 8.316
6.573
Forderungen 71.281
70.372
Mutterunternehmen 45.414
26.344
Assoziierte Unternehmen 9.307
3.410
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen 16.560
40.618
Verbindlichkeiten 225.298
183.006
Mutterunternehmen 55.127
21.623
Assoziierte Unternehmen 47.254
47.167
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen 122.917
114.216
Veränderungen der offenen Posten, welche aus einer Konsolidierungskreisänderung resultieren, werden nicht als
Geschäftsvorfälle dargestellt.
Offene Posten mit nahestehenden Personen 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Ausleihungen 0
12
Forderungen 126
32
Verbindlichkeiten 81
118
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen 2020
2019
in TEUR
Ausleihungen 12
0
Forderungen 505
153
Verbindlichkeiten 1.494
1.228
Die gewinn- und verlustbezogenen Posten gegenüber nahestehenden Personen überschreiten einen Betrag von
TEUR 2.000 nicht und setzen sich vorwiegend aus Zahlungen an Aufsichtsratsmitglieder zusammen.
158
Jahresfinanzbericht 2020
28. LEASINGVERHÄLTNISSE
Die in der Berichtsperiode erfassten Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten sind unter der Anhangangabe
16. Finanzergebnis exkl. Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen ab der Seite 132 angeführt.
28.1. Leasingnehmer
Die wesentlichen Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse von Leasingnehmern belaufen sich in Summe auf
TEUR 48.800 (TEUR 53.515).
28.2. Leasinggeber – Operatives Leasing
Fälligkeitsstruktur der nicht diskontierten Leasingzahlungen 31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
bis zu einem Jahr 107.547
106.710
mehr als ein Jahr bis zu zwei Jahren 102.266
99.447
mehr als zwei Jahre bis zu drei Jahren 94.751
94.176
mehr als drei Jahre bis zu vier Jahren 88.510
86.529
mehr als vier Jahre bis zu fünf Jahren 81.078
79.302
mehr als fünf Jahre 2.088.127
2.209.319
Summe 2.562.279
2.675.483
Leasingerträge 2020
2019
in TEUR
Feste Leasingerträge 107.714
249.266
Leasingerträge aus variablen Leasingzahlungen 16.836
45.589
Summe 124.550
294.855
29. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Vienna Insurance Group plant Senior-Nachhaltigkeitsanleihe und Stärkung der Kapitalstruktur
Im Sinne der langfristigen Kapitalplanung der Gruppe und auf Basis der derzeitigen Zinssituation hat der Vorstand die
Begebung einer Senior-Nachhaltigkeitsanleihe initiiert. Im Zentrum steht dabei der Ausbau der Investments in sozial und
ökologisch nachhaltige Projekte.
Die Senior-Nachhaltigkeitsanleihe soll entsprechend den Marktgegebenheiten ein Volumen von EUR 500 Mio. ausweisen und
im 1. Halbjahr 2021 begeben werden. Die Ausgestaltung und der Emissionszeitpunkt sind noch nicht finalisiert. Die Emissions-
details sowie das Sustainability Bond Framework inkl. Second Party Opinion einer unabhängigen Ratingagentur werden im
Zuge der Emission veröffentlicht.
Im Hinblick auf die vorhandenen Kapazitäten und unter Nutzung des aktuell günstigen Umfelds wurde weiters eine Nachrang-
anleihe mit einem Gesamtvolumen von EUR 300 Mio. als Restricted-Tier-1-Instrument beim Hauptaktionär der Vienna
Insurance Group, dem Wiener Städtischen Versicherungsverein, platziert.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
159
ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH DEM VERSICHERUNGSAUFSICHTSGESETZ (VAG)
GEWINNBETEILIGUNG IN ÖSTERREICH
Lebensversicherung
Durch die Gewinnbeteiligungs-Verordnung vom 6. Oktober 2015 (LV-GBV) haben die Aufwendungen für die erfolgs-
abhängige Prämienrückerstattung bzw. Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer zuzüglich allfälliger Direktgutschriften
mindestens 85 % der Bemessungsgrundlage zu betragen. Die Bemessungsgrundlage gemäß § 4 (1) der LV-GBV für
gewinnberechtigte Lebensversicherungsverträge errechnet sich wie folgt:
Bemessungsgrundlage 2020
2019
in
TEUR
Abgegrenzte Prämien – Eigenbehalt 817.649
854.768
Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen und Zinsaufwendungen 309.369
417.847
Aufwendungen für Versicherungsfälle – Eigenbehalt -974.159
-1.053.896
Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung -130.053
-134.268
Sonstige versicherungstechnische und nichtversicherungstechnische Erträge und Aufwendungen 3.362
-2.295
Steuern vom Einkommen und Ertrag 934
1.489
Summe 27.102
83.645
Krankenversicherung
Die Verordnung der FMA über die Gewinnbeteiligung in der Krankenversicherung (KV-GBV) vom 15. Oktober 2015 ist laut
§ 1 auf Verträge anzuwenden, deren versicherungsmathematische Grundlagen nach dem 30. Juni 2007 vorgelegt wurden
und die bedingungsgemäß eine Gewinnbeteiligung vorsehen. Für die betroffenen Krankenversicherungsverträge haben die
Aufwendungen für die erfolgsabhängige Prämienrückerstattung zuzüglich allfälliger Direktgutschriften mindestens 85 % der
Bemessungsgrundlage zu betragen. Die Bemessungsgrundlage gemäß § 3 (1) der KV-GBV für gewinnberechtigte Kranken-
versicherungsverträge errechnet sich wie folgt:
Bemessungsgrundlage 2020
2019
in TEUR
Abgegrenzte Prämien – Eigenbehalt 8.482
8.320
Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen und Zinsaufwendungen 806
830
Aufwendungen für Versicherungsfälle – Eigenbehalt -8.583
-7.577
Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung -1.026
-990
Sonstige versicherungstechnische und nichtversicherungstechnische Erträge und Aufwendungen 19
-27
Steuern vom Einkommen und Ertrag -97
-478
Summe -399
78
160
Jahresfinanzbericht 2020
PRÄMIEN NACH BILANZABTEILUNGEN (INKL. KONSOLIDIERUNGSEFFEKTEN)
Schaden- und Unfallversicherung
Verrechnete Prämien – Gesamtrechnung 2020
2019
in TEUR
Direktes Geschäft 6.033.384
5.881.023
Unfallversicherung 432.980
429.607
Krankenversicherung 120.115
121.712
Landfahrzeug-Kaskoversicherung 1.289.371
1.278.529
Schienenfahrzeug-Kaskoversicherung 3.333
3.288
Luftfahrzeug-Kaskoversicherung 6.070
6.258
See- und Flussschifffahrt-Kaskoversicherung 13.079
13.685
Transportgüterversicherung 56.919
54.875
Feuer- und Elementarschädenversicherung 1.136.903
1.077.116
Sonstige Sachschädenversicherungen 617.018
551.566
Haftpflichtversicherung für Landfahrzeuge mit eigenem Antrieb 1.506.560
1.507.440
Frachtführerhaftpflichtversicherung 23.734
22.460
Luftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 5.926
6.690
See- und Flussschifffahrt-Haftpflichtversicherung 3.942
4.037
Allgemeine Haftpflichtversicherung 516.297
489.710
Kreditversicherung 4.255
2.251
Kautionsversicherung 48.264
48.719
Versicherung für verschiedene finanzielle Verluste 105.297
99.380
Rechtsschutzversicherung 61.377
60.680
Beistandsleistung-Reiseversicherung 81.944
103.020
Indirektes Geschäft 361.477
334.464
See-, Luftfahrt- und Transportversicherung 15.900
14.122
Sonstige Versicherungen 317.099
294.461
Krankenversicherung 28.478
25.881
Summe 6.394.861
6.215.487
Die abgegrenzten Prämien im indirekten Geschäft der Schaden- und Unfallversicherung von TEUR 0 (TEUR 802) wurden
teilweise um ein Jahr zeitversetzt in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
161
Lebensversicherung
Verrechnete Prämien – Gesamtrechnung 2020
2019
in TEUR
Laufende Prämien direkt 2.575.974
2.625.257
Einmalprämien direkt 880.005
993.954
Direktes Geschäft 3.455.979
3.619.211
davon Verträge mit Gewinnbeteiligung 1.402.808
1.504.455
davon Verträge ohne Gewinnbeteiligung 473.434
456.643
davon Verträge fondsgebundene Versicherung 1.560.736
1.618.067
davon Verträge indexgebundene Versicherung 19.001
40.046
Indirektes Geschäft 23.752
23.311
Summe 3.479.731
3.642.522
In den jeweiligen Einzelabschlüssen sind die Finanzinstrumente der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung
ersichtlich.
Von den abgegrenzten Prämien im indirekten Geschäft der Lebensversicherung von TEUR 384 (TEUR 456) wurden
TEUR 345 (TEUR 343) um ein Jahr zeitversetzt in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen.
Krankenversicherung
Verrechnete Prämien – Gesamtrechnung 2020
2019
in TEUR
Direktes Geschäft 553.862
541.398
KENNZAHLEN NACH BILANZABTEILUNGEN
2020 2019
Schaden/
Unfall
Leben
Kranken
Gesamt
Schaden/
Unfall
Leben
Kranken
Gesamt
in %
Kostenquote 32,18
18,59
16,27
26,25
31,68
19,78
15,48
26,21
Schadenquote 62,84
63,69
Combined Ratio 95,02
95,37
162
Jahresfinanzbericht 2020
Transparenz und das Vertrauen unserer Stakeholder sind
uns wichtige Anliegen. Die Beachtung und Erfüllung der
Bestimmungen des Österreichischen Corporate Gover-
nance Kodex haben daher einen großen Stellenwert.
Der Österreichische Corporate Governance Kodex besteht
seit dem Jahr 2002 und wird regelmäßig an die gültigen
Gesetzestexte sowie aktuellen Trends angepasst. Er bildet
den Standard für gute Unternehmensführung und Unter-
nehmenskontrolle in Österreich. Die darin enthaltenen Be-
stimmungen tragen wesentlich zur Stärkung des Vertrauens
in den österreichischen Kapitalmarkt bei und der zu veröf-
fentlichende Bericht der Unternehmen über die Einhaltung
der Bestimmungen fördert ein hohes Maß an Transparenz.
Die VIG Holding bekennt sich zur Anwendung und
Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance
Kodex in der Fassung vom Jänner 2021. Weiters fließen
§ 243c UGB sowie § 267b UGB (Konsolidierter Corporate
Governance-Bericht) in die Erstellung dieses Berichtes ein.
Der Österreichische Corporate Governance Kodex ist
sowohl über die Website der VIG-Versicherungsgruppe
unter www.vig.com/ir als auch auf der Website des Öster-
reichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter
www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.
Die VIG Holding versteht Corporate Governance als einen
kontinuierlichen Prozess, der sich aufgrund neuer Rahmen-
bedingungen und aktueller Tendenzen verändert und zum
Vorteil der Versicherungsgruppe und all ihrer Stakeholder
stetig weiterentwickelt werden muss. Ziel aller im Rahmen
von Corporate Governance gesetzten Maßnahmen ist die
Sicherstellung verantwortungsvoller, auf langfristige Wert-
steigerung ausgerichtete Unternehmensführung bei gleich-
zeitig effektiver Unternehmenskontrolle.
Im Rahmen gelebter Corporate Governance sind dem
Vorstand, dem Aufsichtsrat und den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern die Beachtung und Erfüllung der Regelungen
des Österreichischen Corporate Governance Kodex ein
wichtiges Anliegen. Alle Informationen zur Zusammen-
setzung, Arbeitsweise und Vergütung des Vorstands und
des Aufsichtsrats sind nachfolgend strukturiert und über-
sichtlich dargestellt.
Die Regeln des Österreichischen Corporate Governance
Kodex werden in die folgenden drei Kategorien unterteilt:
• Regeln, die auf zwingenden Rechtsvorschriften beruhen
(Legal Requirement)
• Regeln, die eingehalten werden sollen; eine Nichteinhal-
tung muss erklärt und begründet werden, um ein kodex-
konformes Verhalten zu erreichen (Comply or Explain)
• Regeln, die reinen Empfehlungscharakter haben, deren
Nichteinhaltung weder offenzulegen noch zu begründen
ist (Recommendation)
Sämtliche Regeln des Österreichischen Corporate Gover-
nance Kodex werden eingehalten.
Zum Konsolidierungskreis des Konzerns zählen auch kapi-
talmarktorientierte Tochterunternehmen, die nach der für
sie maßgeblichen Rechtsordnung zur Aufstellung und
Veröffentlichung eines Corporate Governance-Berichtes
verpflichtet sind. Dazu zählen: Ray Sigorta (Türkei) und
Makedonija Osiguruvanje (Nordmazedonien). Die Corpor-
ate Governance-Berichte sind auf den jeweiligen Unter-
nehmenswebsites abrufbar: www.raysigorta.com.tr (About
> Investor Relations), www.insumak.mk (Website-Link:
https://www.insumak.mk/about-us/financial-reports/?lang=en
als integraler Bestandteil des annual reports). Es wird auf die
diesbezüglichen Ausführungen verwiesen.
Die Aktionärsstruktur kann unter www.vig.com/aktionaers-
struktur eingesehen werden.
ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS UND
ZUSTÄNDIGKEITEN
Der Vorstand der VIG Holding setzte sich per 31. Dezember
2020 aus sieben Personen zusammen:
• Prof. Elisabeth Stadler (Generaldirektorin,
Vorstandsvorsitzende)
• WP/StB Mag. Liane Hirner
• Mag. Peter Höfinger
• Mag. Gerhard Lahner
• Gábor Lehel
• Mag. Harald Riener
• Dr. Peter Thirring
Corporate Governance
-
Bericht
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
163
Änderungen während und nach Ablauf des Geschäftsjahres:
Hartwig Löger wurde mit Wirkung zum 1. Jänner 2021 in den Vorstand der VIG Holding bestellt.
GD-Stv. Franz Fuchs ist nach Ablauf seiner Funktionsperiode mit 30. Juni 2020 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Im Folgenden werden nähere Informationen zu den Mitgliedern des Vorstands einschließlich ihres beruflichen Werdegangs
dargestellt:
Prof. Elisabeth Stadler
Generaldirektorin,
Vorstandsvorsitzende
Geburtsjahr: 1961
Datum der Erstbestellung: 1.1.2016
Ende der laufenden Funktionsperiode:
30.
Juni 2023
Prof. Elisabeth Stadler
studierte Versicherungsmathematik an der Technischen Universität
Wien und machte in der österreichischen Versicherungswirtschaft als Vorstandsmitglied und
als Vorstandsvorsitzende Karriere. Im Mai 2014 wurde Elisabeth Stadler von Bundes-
ministerin Gabriele Heinisch-Hosek der Berufstitel Professorin für ihre Verdienste in der Ver-
sicherungsbranche verliehen. Von September 2014 bis März 2016 war sie Generaldirektorin
der Donau Versicherung und seit 2016 steht sie an der Spitze der VIG Holding.
Zuständigkeitsbereiche:
Leitung der VIG-Gruppe, Strategie, Generalsekretariat und Recht,
Corporate Social Responsibility, Beteiligungsmanagement, Europäische Angelegenheiten,
Group Communications & Marketing, Group Sponsoring, Bankkooperationen und interna-
tionale Partnerschaften, Human Resources
Länderverantwortung:
Österreich, Tschechische Republik
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen
konzernexternen Gesellschaften:
OMV Aktiengesellschaft, voestalpine AG, Institute of
Science and Technology Austria, Österreichisches Rotes Kreuz
Weiters ist Elisabeth Stadler in Aufsichtsräten von wesentlichen
*
VIG-Konzerngesellschaften
aktiv: Wiener Städtische (Österreich), Donau Versicherung (Österreich), Kooperativa (Tsche-
chische Republik), ČPP (Tschechische Republik), Compensa Nichtleben (Polen), InterRisk
(Polen), VIG Re (Tschechische Republik).
*Als wesentlich werden all jene Unternehmen erachtet, die sowohl mindestens 2 % des verrechneten Prämienvolumens als auch mindestens 2 % des Gewinns vor Steuern beitragen.
164
Jahresfinanzbericht 2020
WP/StB Mag. Liane Hirner,
CFO
Geburtsjahr: 1968
Datum der Erstbestellung:
1.2.2018
Ende der laufenden
Funktionsperiode:
31. Jänner 2023
WP/StB Mag. Liane Hirner
studierte in Graz Betriebswirtschaftslehre. Vor ihrem Eintritt in
die VIG-Versicherungsgruppe war sie seit 1993 bei PwC Österreich in der Wirtschafts-
prüfung tätig, zuletzt als Partnerin im Bereich Versicherungen. Neben ihrer Tätigkeit als
Wirtschaftsprüferin engagierte sich Liane Hirner in zahlreichen Fachvereinigungen, wie in
der Arbeitsgruppe IFRS des österreichischen Versicherungsverbandes und der Insurance
Working Party der Vereinigung europäischer Wirtschaftsprüfer in Brüssel. Liane Hirner
wurde mit 1. Februar 2018 in den Vorstand der VIG Holding bestellt. Mit 1. Juli 2018 hat
sie die Funktion des Finanzvorstandes (CFO) übernommen. Im Jahr 2019 hat die EIOPA
Liane Hirner als neues Mitglied in die Insurance & Reinsurance Stakeholder Group (IRSG)
berufen.
Zuständigkeitsbereiche:
Finanz- und Rechnungswesen, Enterprise Risk Management,
Asset-Risk Management, Datenmanagement & Prozesse
Länderverantwortung:
Deutschland, Liechtenstein, Weißrussland
Mag. Peter Höfinger
Geburtsjahr: 1971
Datum der
Erstbestellung: 1.1.2009
Ende der laufenden Funktionsperiode:
30.
Juni 2023
Mag. Peter Höfinger
studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und an der
Universität Louvain-la-Neuve (Belgien). Seit 1. Jänner 2009 ist Peter Höfinger Vorstands-
mitglied der VIG Holding. Davor war er Vorstandsdirektor für Verkauf und Marketing in der
Donau Versicherung. In diese trat er 2003 ein. Bereits zuvor war er außerhalb der Versiche-
rungsgruppe als Vorstandsvorsitzender bzw. Mitglied des Vorstands in Ungarn, der Tsche-
chischen Republik und Polen tätig.
Zuständigkeitsbereiche:
Firmen- und Großkundengeschäft, Vienna International Under-
writers (VIU), Group Reinsurance
Länderverantwortung:
Albanien, Baltikum, Bulgarien, Kosovo, Montenegro, Nordeuropa,
Serbien
Weiters ist Peter Höfinger in Aufsichtsräten von wesentlichen
*
VIG-Konzerngesellschaften
aktiv: VIG Re (Tschechische Republik).
*Als wesentlich werden all jene Unternehmen erachtet, die sowohl mindestens 2 % des verrechneten Prämienvolumens als auch mindestens 2 % des Gewinns vor Steuern beitragen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
165
Mag.
Gerhard Lahner
Geburtsjahr: 1977
Datum der Erstbestellung: 1.1.2020
Ende der laufenden Funktionsperiode:
30.
Juni 2023
Mag. Gerhard Lahner
studierte Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und
ist seit 2002 für die VIG-Versicherungsgruppe in verschiedenen Funktionen tätig. Er war
Vorstandsmitglied der österreichischen Versicherungsgesellschaften Donau Versicherung
und Wiener Städtische sowie Vorstandsmitglied der tschechischen Kooperativa und ČPP.
Von 1. Jänner 2019 bis 31. Dezember 2019 war Gerhard Lahner auch Stellvertreter für
den Vorstand der VIG Holding.
Zuständigkeitsbereiche
: Asset Management, Asset Liability Management, Group Treasury
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen
konzernexternen Gesellschaften:
Wien 3420 Aspern Development AG, Wiener Börse AG,
msg life AG
Weiters ist Gerhard Lahner in Aufsichtsräten von wesentlichen
*
VIG-Konzerngesellschaften
aktiv: Kooperativa (Tschechische Republik), ČPP (Tschechische Republik), VIG Re
(Tschechische Republik).
Gábor Lehel
Geburtsjahr: 1977
Datum der Erstbestellung: 1.1.2020
Ende der laufenden Funktionsperiode:
30.
Juni 2023
Gábor Lehel
studierte Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Finanzwesen in Tatabánya
und Budapest (Ungarn). Er trat 2003 in die VIG-Versicherungsgruppe ein und war im
Controlling und als Leiter des Generalsekretariats der VIG Holding tätig, bevor er 2008 in
den Vorstand der ungarischen Versicherungsgesellschaft UNION Biztosító bestellt wurde.
Von Mitte 2011 bis 31. Dezember 2019 war er Generaldirektor der UNION Biztosító. Von
1. Jänner 2016 bis 31. Dezember 2019 war er auch Stellvertreter für den Vorstand der
VIG Holding.
Zuständigkeitsbereiche
: Aktuariat, Versicherungstechnik Personenversicherung
Länderverantwortung
: Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Nordmazedonien, Ungarn
Weiters ist Gábor Lehel in Aufsichtsräten von wesentlichen
*
VIG-Konzerngesellschaften aktiv:
Kooperativa (Slowakei).
*Als wesentlich werden all jene Unternehmen erachtet, die sowohl mindestens 2 % des verrechneten Prämienvolumens als auch mindestens 2 % des Gewinns vor Steuern beitragen.
166
Jahresfinanzbericht 2020
Hartwig Löger
Geburtsjahr
: 1965
Datum der Erstbestellung: 1.1.2021
Ende der laufenden Funktionsperiode:
30. Juni 2023
Hartwig Löger
hat bereits 1985 in der Versicherungsbranche im Maklergeschäft begonnen.
Nach Abschluss des Universitätslehrgangs für Versicherungswirtschaft an der Wirtschafts-
universität Wien wechselte er 1989 als Verkaufsleiter zur Allianz in der Steiermark. Von
1997 bis 2002 war er Vertriebsleiter bei der DONAU Versicherung. Es folgten mehrere
Führungspositionen in der UNIQA Gruppe, zuletzt als Vorstandsvorsitzender der UNIQA
Österreich AG bis Ende November 2017. Von Dezember 2017 bis Juni 2019 war Hartwig
Löger Finanzminister der Republik Österreich. Von Juli 2019 bis Dezember 2020 war er im
Rahmen eines Beratervertrages mit dem Wiener Städtischen Versicherungsverein, dem
Haupteigentümer der VIG Holding, für die VIG-Gruppe tätig.
Zuständigkeitsbereiche
: Group Development und Strategie, Planung und Controlling
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen
konzernexternen Gesellschaften:
geschäftsführender Gesellschafter der V.I.P. Consulting
Löger KG (auslaufend)
Mag.
Harald Riener
Geburtsjahr: 1969
Datum der Erstbestellung: 1.1.2020
Ende der laufenden Funktionsperiode:
30. Juni 2023
Mag. Harald Riener
studierte Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien
und trat 1998 in die Versicherungsgruppe ein, wo er bis 2001 im Marketingbereich der
Donau Versicherung und der Wiener Städtischen beschäftigt war. Nach seiner Tätigkeit bei
einem Medienverlag kehrte er 2006 als Marketingleiter der VIG Holding in die Versiche-
rungsgruppe zurück. Ab 2010 war er als Vorstand in Kroatien tätig, ab 2012 in der Funktion
als CEO. Von 2014 bis 2019 war Harald Riener Vorstandsmitglied der Donau Versicherung
und für Vertrieb und Marketing verantwortlich.
Zuständigkeitsbereiche
: Vertriebsinitiativen Privatkunden und SME, Assistance
Länderverantwortung
: Moldau, Polen, Rumänien, Ukraine
Weiters ist Harald Riener in Aufsichtsräten von wesentlichen
*
VIG-Konzerngesellschaften
aktiv: Omniasig (Rumänien), Compensa Nicht-Leben (Polen), Interrisk (Polen).
*Als wesentlich werden all jene Unternehmen erachtet, die sowohl mindestens 2 % des verrechneten Prämienvolumens als auch mindestens 2 % des Gewinns vor Steuern beitragen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
167
Dr. Peter Thirring
Geburtsjahr: 1957
Datum der
Erstbestellung: 1.7.2018
Ende der laufenden Funktionsperiode:
30.
Juni 2023
Dr. Peter Thirring
studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Seine mehr
als 30-jährige Versicherungserfahrung hat er innerhalb der Generali Versicherungsgruppe
eingesetzt. Von März 2016 bis Ende Juni 2018 war er Generaldirektor der Donau Versiche-
rung. Peter Thirring wurde mit 1. Juli 2018 in den Vorstand der VIG Holding bestellt.
Zuständigkeitsbereiche:
Versicherungstechnik Sachversicherung und Kfz-Versicherung,
Externe aktive Rückversicherung, Group IT, Betriebsorganisation
Länderverantwortung:
Georgien, Slowakei, Türkei
Weiters ist Peter Thirring in Aufsichtsräten von wesentlichen
*
VIG-Konzerngesellschaften
aktiv: Kooperativa (Slowakei), Donau Versicherung (Österreich), Wiener Städtische Ver-
sicherung (Österreich), VIG Re (Tschechische Republik).
Der
Gesamtvorstand
ist verantwortlich für die Agenden der Bereiche Group Compliance, Internal Audit und Investor
Relations.
Die Lebensläufe der Vorstandsmitglieder sind auf der Website unter www.vig.com/management verfügbar.
*Als wesentlich werden all jene Unternehmen erachtet, die sowohl mindestens 2 % des verrechneten Prämienvolumens als auch mindestens 2 % des Gewinns vor Steuern beitragen.
ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat setzt sich per 31. Dezember 2020 aus
zehn Personen zusammen:
Komm.-Rat Dr. Günter Geyer
Vorsitzender
Geburtsjahr: 1943
Datum der Erstbestellung: 2014
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Komm.-Rat Dr. Geyer trat 1974 in die Wiener Städtische ein
und wurde 1988 in den Vorstand berufen. 2001 war er Ge-
neraldirektor und Vorstandsvorsitzender der Wiener Städ-
tischen. Unter seiner Verantwortung wurde der Einstieg der
Versicherungsgruppe in den CEE-Markt mit der Gründung
der Kooperativa-Versicherungsgesellschaften in Bratislava
und Prag begonnen und durch die Expansion in weitere
CEE-Länder zur bedeutenden internationalen Versiche-
rungsgruppe gestaltet. Für sein Engagement in diesen
Ländern erhielt Komm.-Rat Dr. Geyer eine Vielzahl natio-
naler und internationaler Auszeichnungen. So wurde ihm z. B.
für seinen Beitrag zur Entfaltung des Versicherungswesens in
der Slowakischen Republik die Ehrenwürde des Dr.h.c. der
Wirtschaftsuniversität Bratislava verliehen. Mit Wirkung vom
31. Mai 2012 legte Komm.-Rat Dr. Geyer seine Funktion als
Vorstandsvorsitzender der VIG Holding zurück. Er ist seit
2009 Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Städtischen und
seit 2014 Aufsichtsratsvorsitzender der VIG Holding. Zudem
war er bis Ende 2020 Vorstandsvorsitzender des Wiener
Städtische Wechselseitigen Versicherungsvereins, dem
Hauptaktionär der Vienna Insurance Group AG Wiener Ver-
sicherung Gruppe. Seit Jänner 2021 ist er Vorsitzender des
Aufsichtsrats des Wiener Städtischen Wechselseitigen
Versicherungsvereins.
Komm.-Rat Dr. Rudolf Ertl
1. Stellvertreter des Vorsitzenden
Geburtsjahr: 1946
Datum der Erstbestellung: 2014
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Komm.-Rat Dr. Ertl ist Doktor der Rechtswissenschaften
und gehört der Versicherungsgruppe seit dem Jahr 1972
an. Bis Ende 2008 war er Mitglied des Vorstands der
Wiener Städtischen sowie bis Juni 2009 Mitglied des
Vorstands der Donau Versicherung. Er war bis Ende 2020
Vorstandsmitglied des Wiener Städtische Wechselseitigen
168
Jahresfinanzbericht 2020
Versicherungsvereins, dem Hauptaktionär der VIG Holding,
und ist seit Jänner 2021 Mitglied des Aufsichtsrats des Wiener
Städtischen Wechselseitigen Versicherungsvereins. Mit der
über Jahre erworbenen ausgewiesenen Versicherungsex-
pertise sowie seinem spezifischen Know-how der CEE-
Region bereichert Komm.-Rat Dr. Ertl als 1. Stellvertreter
des Vorsitzenden den Aufsichtsrat.
Dr. Georg Riedl
2. Stellvertreter des Vorsitzenden
Geburtsjahr: 1959
Datum der Erstbestellung: 2014
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Dr. Riedl absolvierte das Studium an der rechtswissen-
schaftlichen Fakultät in Wien und ist seit 1991 selbstständig
als Rechtsanwalt tätig. Zu seinen Fachgebieten zählen u.a.
Gesellschafts- und Steuerrecht, Mergers & Acquisitions
sowie Privatstiftungsrecht und Vertragsrecht, wobei seine
Tätigkeit nationale und internationale Transaktionen umfasst.
Komm.-Rat Martina Dobringer
Geburtsjahr: 1947
Datum der Erstbestellung: 2011
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Komm.-Rat Dobringer war seit 1989 im Coface-Konzern in
verschiedenen Managementfunktionen tätig und bringt ihre
umfassenden Kenntnisse der internationalen Versicherungs-
wirtschaft ein. Als Vorstandsvorsitzende der Coface Central
Europe Holding AG legte sie den Grundstein der erfolgrei-
chen Expansion von Coface in dieser Region. Von 2001 bis
2011 war sie die Generaldirektorin und Vorstandsvorsitzende
der Coface Austria Holding AG. 2011 wurde ihr das Große
Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich sowie 2006
als erster Frau der österreichischen Wirtschaft der höchste
französische Orden („Chevalier dans l’ordre de la Légion“)
verliehen.
Dr. Gerhard Fabisch
Geburtsjahr: 1960
Datum der Erstbestellung: 2017
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Dr. Fabisch absolvierte die Studien der Betriebs- und Volks-
wirtschaftslehre. Er trat 1985 in die Steiermärkische Bank
und Sparkassen AG ein und wurde 2001 zum Vorstands-
direktor, 2004 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Die Stei-
ermärkische Bank und Sparkassen AG verfügt über mehr-
ere ausländische Beteiligungen u.a. in Kroatien, Serbien
sowie Bosnien-Herzegowina. Dr. Fabisch engagiert sich als
Board of Director bei der ESBG (European Savings and Re-
tail Banking Group) und beim WSBI (World Savings Banks
Insitute). Seit 2014 ist er Präsident des Österreichischen
Sparkassenverbands.
Ph.D. Ass. Prof. Dr.h.c. Peter Mihók
Geburtsjahr: 1948
Datum der Erstbestellung: 2019
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Ph.D. Ass. Prof. Dr.h.c. Peter Mihók ist seit 1992 unter
anderem Vorsitzender der Slowakischen Industrie- und
Handelskammer, Vorsitzender der Weltkammerföderation
der Internationalen Handelskammer in Paris und Berater im
Wirtschafts- und Sozialausschuss der EU in Brüssel.
Er studierte an der Wirtschaftsuniversität Bratislava, ist
Ph.D. im Bereich Ost-West-Wirtschaftsbeziehungen und
Ehrendoktor der Wirtschaftsuniversität Bratislava. Neben
zahlreichen weiteren Auszeichnungen wurde ihm 2013
das Große Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich
vom damaligen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer
verliehen.
Hofrat Dkfm. Heinz Öhler
Geburtsjahr: 1945
Datum der Erstbestellung: 2002
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Hofrat Dkfm. Öhler trat 1970 in die Tiroler Gebietskranken-
kasse ein, wo er zuerst als Leiter der Finanzabteilung und
später bis 2011 als leitender Angestellter tätig war. In dieser
Funktion hat er u.a. bundesweite Projekte geleitet sowie die
Gebietskrankenkassen in diversen ministeriellen Gremien
vertreten. Im März 2007 wurde ihm für sein Wirken in der
österreichischen Sozialversicherung das Goldene Ehrenzei-
chen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Ne-
ben zahlreichen sportlichen Funktionen wurde er im Novem-
ber 2016 zum Mitglied des Tiroler Landessportrats bestellt.
Gabriele Semmelrock-Werzer
Geburtsjahr: 1958
Datum der Erstbestellung: 2017
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Nach beruflichen Stationen bei den österreichischen Nie-
derlassungen von Chase Manhattan Bank AG und Crédit
Lyonnais AG war Frau Semmelrock-Werzer seit 1995 für die
Erste Group Bank AG in verschiedenen Bereichen tätig. Von
1999 bis 2010 leitete sie die Abteilung Group Investor
Relations und begleitete zusätzlich zur internationalen
Kommunikationstätigkeit aktiv die Expansion der Erste
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
169
Group nach CEE, mit Aufenthalten in Prag und Bukarest.
Seit 2011 ist sie Vorstandsdirektorin und Sprecherin des
Vorstands der Kärntner Sparkasse AG, die auch mit 70 %
an der Sparkasse d.d. in Slowenien beteiligt ist.
Ing. Katarína Slezáková
Geburtsjahr: 1976
Datum der Erstbestellung: 2020
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Ing. Katarína Slezáková hat ihr Studium an der Fakultät des
Business Managements der Ökonomischen Universität in
Bratislava absolviert und weist langjährige Erfahrung im
Marketing- und Kommunikationsbereich von Technologie-
und Industrieunternehmen auf (z. B. Siemens IT Solutions
and Services Slowakei, Siemens s.r.o. Slowakei, Siemens
AG Österreich, Medirex a.s.). Derzeit ist Katarína Slezáková
Marketingleiterin für CzechToll und SkyToll, zwei Unter-
nehmen in der Tschechischen Republik und in der Slowakei,
die im Bereich intelligenter Transportinformationssysteme
führend sind.
Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Geburtsjahr: 1952
Datum der Erstbestellung: 2012
Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024
Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell war von 1998 bis 2003
Vize-Gouverneurin und von 1997 bis 2003 Mitglied des Di-
rektoriums der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Sie
verfügt darüber hinaus über langjährige internationale Er-
fahrung, insbesondere auf europäischer Ebene. Sie war stell-
vertretende Gouverneurin Österreichs beim Internationalen
Währungsfonds und Mitglied des Wirtschafts- und Finanz-
ausschusses, der das wichtigste wirtschaftspolitische Bera-
tungskomitee der Europäischen Union darstellt. In der OeNB
war Mag. Dr. Tumpel-Gugerell u.a. für die Ressorts Volks-
wirtschaft und Finanzmärkte verantwortlich. In den Jahren
2003 bis 2011 war sie Mitglied des Direktoriums der Euro-
päischen Zentralbank.
Die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder sind auf der
Website unter www.vig.com/aufsichtsrat verfügbar.
Änderungen während des Geschäftsjahres
Mag. Maria Kubitschek (Geburtsjahr: 1962) war im Ge-
schäftsjahr 2020 vom 1. Jänner 2020 bis zum 25. Sep-
tember 2020 als Aufsichtsratsmitglied und 2. Stellvertreterin
des Vorsitzenden tätig und ist am 25. September 2020 aus
dem Aufsichtsrat ausgeschieden.
Ing. Katarína Slezáková wurde am 25. September 2020 in
den Aufsichtsrat gewählt.
UNABHÄNGIGKEIT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat der VIG Holding hat gemäß Regel 53 des
Österreichischen Corporate Governance Kodex folgende
Kriterien für die Unabhängigkeit festgelegt:
• Das Aufsichtsratsmitglied ist in den vergangenen fünf
Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Ange-
stellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens
der Gesellschaft gewesen.
• Das Aufsichtsratsmitglied unterhält zu der Gesellschaft
oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein
Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmit-
glied so bedeutenden Umfang, dass dadurch seine
Tätigkeit im Aufsichtsrat zum Nachteil der Gesellschaft
beeinflusst wird. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse
mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein
erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmi-
gung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß
§ 95 Abs. 5 Z. 12 AktG bzw. § 15 Abs. 2 lit. l der Satzung
führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unab-
hängig. Klargestellt wird, dass der Abschluss bzw. das
Bestehen von Versicherungsverträgen mit der Gesell-
schaft die Unabhängigkeit jedenfalls nicht beeinträchtigt.
• Das Aufsichtsratsmitglied ist in den letzten drei Jahren nicht
Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder
Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen.
• Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstandsmitglied in
einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied
der Gesellschaft Aufsichtsratsmitglied ist.
• Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienange-
höriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefähr-
ten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen)
eines Vorstandsmitglieds oder von Personen, die sich in
einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Positi-
on befinden.
Das Gremium des Aufsichtsrats ist dann als unabhängig an-
zusehen, wenn mindestens 50 % der von der Hauptver-
sammlung gewählten Mitglieder die oben angeführten Kri-
terien für die Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds
erfüllen.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erklärt, ob es im Sinne der
vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien als unabhängig anzu-
170
Jahresfinanzbericht 2020
sehen ist. Ph.D. Ass. Prof. Dr.h.c. Peter Mihók hat erklärt,
dass er im Sinne der vom Aufsichtsrat festgelegten Unab-
hängigkeitskriterien als nicht unabhängig gilt. Alle übrigen
Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Hinblick auf die ge-
nannten Punkte unabhängig.
Keine Person im Aufsichtsrat ist Anteilseigner an der Gesell-
schaft mit einer Beteiligung von mehr als 10 %.
Folgende Mitglieder des Aufsichtsrats haben per 31. De-
zember 2020 Aufsichtsmandate oder vergleichbare Funk-
tionen in anderen in- und ausländischen börsennotierten
Gesellschaften ausgeübt:
Dr. Georg Riedl
AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesell-
schaft
Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesell-
schaft
Commerzbank AG
OMV Aktiengesellschaft
ARBEITSWEISE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS
SOWIE SEINER AUSSCHÜSSE
Vorstand
Der Vorstand führt unter Leitung seiner Vorsitzenden im
Rahmen der Gesetze, der Satzung, der Geschäftsordnung
für den Vorstand und der Geschäftsordnung für den Auf-
sichtsrat die Geschäfte der Gesellschaft.
Der Vorstand berät sich nach Bedarf (in der Regel jede oder
jede zweite Woche) über den aktuellen Geschäftsverlauf,
trifft im Rahmen dieser Sitzungen die notwendigen
Entscheidungen und fasst die erforderlichen Beschlüsse.
Die Mitglieder des Vorstands befinden sich in ständigem ge-
genseitigen Informationsaustausch untereinander und mit
den jeweils zuständigen Abteilungsverantwortlichen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat wird in all jenen Angelegenheiten tätig, die
in Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Aufsichts-
rats definiert sind. Um die Wirksamkeit und Effizienz seiner
Tätigkeiten und seiner Arbeitsweise sicherzustellen, über-
prüft der Aufsichtsrat seine Arbeitsweise regelmäßig, zu-
mindest aber einmal im Jahr, im Rahmen einer Selbst-
evaluierung. Die vom Aufsichtsrat vorgenommene Evalu-
ierung seiner Tätigkeit im Jahr 2020 hat ergeben, dass die
Organisation und Arbeitsweise in zufriedenstellender Weise
effizient und gesetzeskonform ist. Ein Änderungsbedarf
oder Änderungswunsch in Bezug auf die bisher geübte Pra-
xis konnte nicht festgestellt werden.
Der Aufsichtsrat prüft regelmäßig und überwacht laufend
sowohl als Ganzes als auch durch seine Ausschüsse sowie
durch seinen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter die
Geschäftsführung der Gesellschaft sowie auch die Tätigkeit
des Vorstands in Zusammenhang mit dessen Konzern-
leitung und Konzernüberwachung. Diesem Zweck dienen
ausführliche Darstellungen und Erörterungen im Rahmen
der Aufsichtsrats- und Aufsichtsratsausschusssitzungen
sowie eingehende und zu einzelnen Themen vertiefende
Besprechungen mit den Mitgliedern des Vorstands, welche
anhand von geeigneten Unterlagen umfassende Erklä-
rungen und Nachweise über die Geschäftsführung und die
Finanzlage der Gesellschaft und des Konzerns erteilen. In
diesen Gesprächen werden auch die Strategie, die Ge-
schäftsentwicklung (als Ganzes sowie in einzelnen Region-
en), das Risikomanagement, das Interne Kontrollsystem
und die Tätigkeit der Internen Revision und der Compliance-
Funktion sowie der versicherungsmathematischen Funktion
und die Rückversicherung, sowohl auf Holdingebene als
auch auf Konzernebene, diskutiert.
Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss führen auch
direkte Gespräche mit dem Abschluss- und Konzernab-
schlussprüfer, um sich über den Rechnungslegungsprozess
und den Fortschritt der Prüfungstätigkeit zu erkundigen und
zu hinterfragen, ob im Rahmen der Prüfung wesentliche
Feststellungen gemacht wurden. Den Mitgliedern des Prü-
fungsausschusses wurde dabei auch die Gelegenheit
eingeräumt, sich mit dem (Konzern-)Abschlussprüfer ohne
Beisein des Vorstands auszutauschen, wobei im Geschäfts-
jahr von keinem der Mitglieder des Prüfungsausschusses
davon Gebrauch gemacht wurde. Im Rahmen der Sitzungen
zum Jahres- und Konzernabschluss werden sowohl im
Prüfungsausschuss als auch im Gesamtaufsichtsrat die Prü-
fungsberichte gemeinsam mit den Prüfungsleitern erörtert.
Der Prüfungsausschuss hat den Bericht über die Solvabilität
und Finanzlage der Gesellschaft geprüft und darüber dem
Gesamtaufsichtsrat berichtet. Es hat keinen Anlass zu Bean-
standungen gegeben.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
171
Die Interne Revision legt dem Prüfungsausschuss quartals-
weise einen Bericht vor. Bei Bedarf werden vom Leiter der
Internen Revision einzelne Themen und Prüfungsschwer-
punkte im Detail erörtert. Zusätzlich legt der Leiter der
Internen Revision den jährlichen Revisionsplan dem Prü-
fungsausschuss zur Genehmigung vor. Mindestens einmal
jährlich erklärt der Vorstand dem Prüfungsausschuss die
Organisation und Wirksamkeit des Internen Kontroll-
systems, der Internen Revision und des Risikomanage-
mentsystems und legt dem Prüfungsausschuss einen dies-
bezüglichen schriftlichen Bericht vor, sodass sich dieser
von der Wirksamkeit der eingerichteten Systeme überzeu-
gen kann. Ergänzend dazu werden im Prüfungsausschuss
der Bericht und die Beurteilung des (Konzern-)Abschlussprü-
fers betreffend die Funktionsfähigkeit des Risikomanage-
ments behandelt. Im Aufsichtsrat wird darüber berichtet.
Der Prüfungsausschuss hat sich im Jahr 2020 aufgrund der
aktuellen Situation im Zusammenhang mit COVID-19 auch
mit dem Bericht über den ad-hoc ORSA 2020 befasst und
dem Aufsichtsrat darüber berichtet.
Zusätzlich haben der Prüfungsausschuss sowie der ge-
samte Aufsichtsrat den Nachhaltigkeitsbericht 2020 (kon-
solidierter nichtfinanzieller Bericht) vom Vorstand erhalten,
eingesehen und sorgfältig geprüft.
Mindestens einmal jährlich stellt der Vorstand dem Auf-
sichtsrat die in den VIG-Gesellschaften getroffenen Vor-
kehrungen zur Bekämpfung von Korruption dar und der
Aufsichtsrat bespricht diese Maßnahmen.
Bei der Vorbereitung des Wahlvorschlages an die Hauptver-
sammlung in Bezug auf die Wahl eines neuen Aufsichtsrats-
mitgliedes berücksichtigt der Aufsichtsrat die vom Gesetz und
dem Österreichischen Corporate Governance Kodex vor-
gegebenen fachlichen und persönlichen Voraussetzungen, die
ein Mitglied des Aufsichtsrats erfüllen und einhalten muss.
Auch bei der Vorbereitung des Wahlvorschlags an die Haupt-
versammlung betreffend den (Konzern-)Abschluss-prüfer ach-
ten der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat streng darauf,
dass alle vom Gesetz und Österreichischen Corporate Gover-
nance Kodex vorgegebenen Voraussetzungen und Bedin-
gungen voll erfüllt sind. Als Unternehmen von öffentlichem
Interesse werden die für Versicherungsunternehmen gelten-
den besonderen zusätzlichen Regeln der externen und inter-
nen Rotation und das besondere Ausschreibungsverfahren
eingehalten. Darüber hinaus lässt sich der Aufsichtsrat nach
Abschluss der Konzernabschlussprüfung eine Aufstellung
vorlegen, aus der die gesamten Aufwendungen für die
Prüfungen in sämtlichen Konzerngesellschaften ersichtlich
sind. Diese Aufstellung ist gesondert nach Aufwendungen für
den Konzernabschlussprüfer, für Mitglieder des Netzwerkes,
dem der Konzernabschlussprüfer angehört, und für andere im
Konzern tätige Abschlussprüfer gegliedert.
Der Aufsichtsrat hat zur Steigerung der Effizienz der Auf-
sichtsratsarbeit und der Behandlung komplexer Sachver-
halte aus seiner Mitte fünf Ausschüsse gebildet: Ausschuss
für dringende Angelegenheiten (Arbeitsausschuss), Prü-
fungsausschuss (Bilanzausschuss), Ausschuss für Vor-
standsangelegenheiten (Personalausschuss), Strategieaus-
schuss und Nominierungsausschuss.
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2020 auch mit
IT-Sicherheitsthemen beschäftigt.
Weiters hat sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Vergü-
tungspolitik beschäftigt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat
haben für das Geschäftsjahr 2020 einen Vergütungsbericht
erstellt.
Der Nominierungsausschuss sowie der Aufsichtsrat haben
sich in der Berichtsperiode mit der Bestellung eines neuen
weiteren Vorstandsmitglieds beschäftigt. Der Aufsichtsrat
hat im Jahr 2020 Herrn Hartwig Löger mit Wirkung ab
1. Jänner 2021 in den Vorstand bestellt.
AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
AUSSCHUSS FÜR DRINGENDE ANGELEGENHEITEN
(ARBEITSAUSSCHUSS)
Der Ausschuss für dringende Angelegenheiten (Arbeitsaus-
schuss) beschließt über Geschäfte, die der Zustimmung des
Aufsichtsrats bedürfen und wegen der besonderen Dring-
lichkeit nicht bis zur nächsten ordentlichen Aufsichtsratssitz-
ung aufgeschoben werden können.
Komm.-Rat Dr. Günter Geyer (Vorsitzender)
Stellvertreterin: Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Komm.-Rat Dr. Rudolf Ertl
Stellvertreterin: Komm.-Rat Martina Dobringer
172
Jahresfinanzbericht 2020
Dr. Georg Riedl
Stellvertreterin: Komm.-Rat Martina Dobringer
PRÜFUNGSAUSSCHUSS (BILANZAUSSCHUSS)
Der Prüfungsausschuss (Bilanzausschuss) nimmt die ihm
gesetzlich übertragenen Aufgaben wahr und ist insbeson-
dere für die gemäß § 92 Abs. 4a Z 4 AktG und § 123 Abs.
9 VAG sowie die in der Verordnung (EU) Nr. 537/2014
zugewiesenen Aufgaben zuständig, nämlich:
1. die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses so-
wie die Erteilung von Empfehlungen oder Vorschlägen zur
Gewährleistung seiner Zuverlässigkeit;
2. die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontroll-
systems, der internen Revisions-Funktion und des Risi-
komanagementsystems des Unternehmens;
3. die Überwachung der Abschlussprüfung und der Kon-
zernabschlussprüfung unter Einbeziehung von Erkennt-
nissen und Schlussfolgerungen in Berichten, die von der
Abschlussprüferaufsichtsbehörde nach § 4 Abs. 2 Z 12
APAG veröffentlicht werden;
4. die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des
Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbeson-
dere im Hinblick auf die für das geprüfte Unternehmen
erbrachten zusätzlichen Leistungen; Art. 5 der Verord-
nung (EU) Nr. 537/2014 und § 271a Abs. 6 UGB gelten;
5. die Erstattung des Berichts über das Ergebnis der
Abschlussprüfung an den Aufsichtsrat und die Darlegung,
wie die Abschlussprüfung zur Zuverlässigkeit der Finanz-
berichterstattung beigetragen hat, sowie die Rolle des
Prüfungsausschusses dabei;
6. die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung
seiner Feststellung, die Prüfung des Vorschlags für die
Gewinnverteilung, des Lageberichts, des Berichts über
die Solvabilität und Finanzlage und des Corporate
Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts
über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat;
7. die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-
lageberichts, des Berichts über die Solvabilität und Finanz-
lage auf Gruppenebene und des Corporate Governance-
Berichts auf konsolidierter Ebene sowie die Erstattung
des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Auf-
sichtsrat;
8. die Durchführung des Verfahrens zur Auswahl des Ab-
schlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) unter Bedacht-
nahme auf die Angemessenheit des Honorars und der
Überprüfung der Prüfungshonorare gemäß Art. 4 der
Verordnung (EU) Nr. 537/2014 sowie der Rotationsfristen
gemäß Art. 17 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 sowie
die Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers
(Konzernabschlussprüfers) an den Aufsichtsrat gemäß
Art. 16 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014.
Darüber hinaus legt der Prüfungsausschuss (Bilanzausschuss)
in einer – zusätzlich zu der im Gesetz vorgesehenen – weiteren
Sitzung fest, wie die wechselseitige Kommunikation zwischen
(Konzern-)Abschlussprüfer und dem Prüfungsausschuss
(Bilanzausschuss) zu erfolgen hat, wobei auch die Gelegenheit
eingeräumt wird, dass ein Austausch zwischen dem
Prüfungsausschuss (Bilanzausschuss) und dem (Konzern-)
Abschlussprüfer ohne Beisein des Vorstands stattfinden kann.
Mitglieder des Prüfungsausschusses sind erfahrene Finanz-
experten, die über Kenntnisse und praktische Erfahrung im
Finanz- und Rechnungswesen sowie in der Berichter-
stattung verfügen, die den Anforderungen des Unterneh-
mens entsprechen.
Vorsitzende:
Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Stellvertretende Vorsitzende:
Komm.-Rat Martina Dobringer
Weitere Mitglieder:
Komm.-Rat Dr. Rudolf Ertl
Komm.-Rat Dr. Günter Geyer
Ing. Peter Mihók
Dr. Georg Riedl
Ing. Katarína Slezáková
Im Fall der Verhinderung eines der Mitglieder wird an dieser
Sitzung zusätzlich Frau Semmelrock-Werzer und im Fall auch
deren Verhinderung Herr Hofrat Dkfm. Heinz Öhler teil-
nehmen. Den Vorsitz übernimmt im Verhinderungsfall von
Frau Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell Frau Komm.-Rat
Martina Dobringer.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
173
AUSSCHUSS FÜR VORSTANDSANGELEGENHEITEN
(PERSONALAUSSCHUSS)
Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten (Personal-
ausschuss) befasst sich mit den Personalangelegenheiten
der Vorstandsmitglieder. Der Ausschuss für Vorstands-
angelegenheiten entscheidet daher über den Inhalt von
Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern und deren
Bezüge und überprüft die Vergütungspolitik in regelmäßigen
Abständen.
Komm.-Rat Dr. Günter Geyer (Vorsitzender)
Komm.-Rat Dr. Rudolf Ertl
Dr. Georg Riedl
STRATEGIEAUSSCHUSS
Der Strategieausschuss bereitet in Zusammenarbeit mit dem
Vorstand und gegebenenfalls unter Beiziehung von Experten
grundlegende Entscheidungen vor, die dann im Gesamt-
aufsichtsrat zu treffen sind.
Komm.-Rat Dr. Günter Geyer (Vorsitzender)
Stellvertreterin: Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Komm.-Rat Dr. Rudolf Ertl
Stellvertreterin: Komm.-Rat Martina Dobringer
Dr. Georg Riedl
Stellvertreterin: Gabriele Semmelrock-Werzer
Ph.D. Ass. Prof. Dr.h.c. Peter Mihók
Stellvertreterin: Ing. Katarína Slezáková
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat
Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vor-
stand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung.
Komm.-Rat Dr. Günter Geyer (Vorsitzender)
Komm.-Rat Dr. Rudolf Ertl
Dr. Georg Riedl
Komm.-Rat Martina Dobringer
Der Aufsichtsrat hat die Zustimmung erteilt, dass die
VIG Holding oder die übrigen Unternehmen der VIG-
Versicherungsgruppe die anwaltlichen Leistungen von
Dr. Georg Riedl, Aufsichtsratsmitglied, in Anspruch nehmen
und ihn bzw. seine Kanzlei projektbezogen mit der Ver-
tretung und Beratung zu marktüblichen Konditionen be-
auftragen können. Dr. Georg Riedl hat als Rechtsanwalt
Beratungsleistungen erbracht, wofür im Geschäftsjahr
2020 insgesamt Honorare (netto) in der Höhe von
EUR 5.337,50 zuzüglich Barauslagen und 20 % Um-
satzsteuer angefallen sind (davon für die VIG Holding
EUR 5.337,50 zuzüglich Barauslagen und 20 % Umsatz-
steuer). Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Gerhard Fabisch
und Gabriele Semmelrock-Werzer sind Vorstandsmitglieder
von Unternehmen, mit denen Vertriebsverträge zu markt-
und branchenüblichen Konditionen bestehen. Darüber
hinaus hat die Gesellschaft im Jahr 2020 keine Verträge mit
Mitgliedern des Aufsichtsrats geschlossen, die der Zu-
stimmung des Aufsichtsrats bedurft hätten.
ANZAHL DER SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS SOWIE SEINER
AUSSCHÜSSE IM GESCHÄFTSJAHR 2020
Im Jahr 2020 fanden eine ordentliche Hauptversammlung
und fünf über das Geschäftsjahr verteilte Aufsichtsrats-
sitzungen statt. Weiters wurden fünf Sitzungen des Prüfungs-
ausschusses abgehalten. Die Sitzungen des Aufsichtsrats
und des Prüfungsausschusses wurden ohne physische
Anwesenheit der Teilnehmer gemäß § 1 COVID-19-GesG
abgehalten. Die Hauptversammlung wurde auf Grundlage
von § 1 Abs. 2 COVID-19-GesG und der COVID-19-GesV als
virtuelle Hauptversammlung durchgeführt. An drei Sitzungen
des Prüfungsausschusses sowie auch an jener Sitzung des
Aufsichtsrats im Jahr 2020, die sich mit der Prüfung des
Jahresabschlusses 2019 und des Konzernabschlusses 2019
sowie mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2019 be-
fasste, und an der Hauptversammlung hat der Abschluss-
und Konzernabschlussprüfer, die KPMG Austria GmbH Wirt-
schaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft (KPMG),
teilgenommen. Im Jahr 2020 wurden fünf Sitzungen des
Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten (Personalaus-
schuss) abgehalten. Weiters hat eine Sitzung des Nominier-
ungsausschusses im Jahr 2020 stattgefunden. Der Aus-
schuss für dringende Angelegenheiten (Arbeitsausschuss)
hat dreimal im Jahr 2020 getagt. Der Strategieausschuss hat
im Jahr 2020 nicht getagt; strategische Fragen wurden im
Gesamtaufsichtsrat behandelt.
Kein Mitglied des Aufsichtsrats war bei weniger als der Hälfte
der Aufsichtsratssitzungen anwesend.
174
Jahresfinanzbericht 2020
VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Die Unternehmensrichtlinie zur Vergütung auf Basis der
Bestimmungen von Solvency II enthält Standards, die
darauf abzielen, dass Vergütungsregelungen keinen Anreiz
zu übermäßiger Risikobereitschaft bieten sowie möglichst
keine Interessenkonflikte entstehen lassen. Bezogen auf
Schlüsselfunktionen, und hier insbesondere betreffend
deren variable Entlohnung, enthält die Unter-
nehmensrichtlinie weitere Bestimmungen, die im Wesentli-
chen auf die Förderung der Nachhaltigkeit und den kriti-
schen Umgang mit Risiko fokussieren. Eine entsprechende
Gruppen-Leitlinie gilt für alle Versicherungs- und Rück-
versicherungsunternehmen der Versicherungsgruppe und
somit für alle wesentlichen in die Konsolidierung ein-
bezogenen Tochtergesellschaften.
Vergütungspolitik für Vorstandsmitglieder der Gesellschaft
Die Vergütung des Vorstands der Gesellschaft berücksich-
tigt die Bedeutung der Unternehmensgruppe und die damit
verbundene Verantwortung, die wirtschaftliche Lage des
Unternehmens und die Angemessenheit im Marktumfeld.
Die Vergütungspolitik enthält insbesondere nähere Rege-
lungen betreffend Relationen der Bezugsbestandteile, die
Einräumung einer Firmenpension sowie weitere Details. Au-
ßerdem werden Situationen umrissen, in denen von den Re-
gelungen der Vergütungspolitik abgewichen werden kann.
Es wird nicht nur die maximale Höhe von variablen Bezügen
in Relation zum Fixbezug festgelegt, sondern auch – im Sin-
ne der gesetzlichen Anordnung – das Verhältnis zwischen
Fixbezügen, vertraglichen Boni und allfälligen Sonderver-
gütungen im Rahmen der Gesamtvergütung dargestellt.
Die Vergütungspolitik beschreibt im Detail die Regelungen,
die im Rahmen der Bonusausschreibung für den Vorstand
die Nachhaltigkeit der Unternehmensentwicklung unterstüt-
zen.
Die Vergütungspolitik legt weiters fest, dass für Vorstands-
mitglieder mit einem Funktionsbeginn ab 2020 eine Anwart-
schaft auf Firmenpensionen nur dann ab Mandatsbeginn
eingeräumt werden darf, wenn sie bereits seit mindestens
5 Jahren Funktionen in der Unternehmensgruppe bekleidet
haben, und dass die Höhe der eingeräumten maximalen
Anwartschaft von der Dauer der Funktionsbekleidung ab-
hängt.
Außerdem werden diverse Nebenleistungen an Vorstands-
mitglieder, wie Jubiläumsgabe, Dienstwagen und Versiche-
rungen, näher beschrieben.
Die Details für das Geschäftsjahr 2020 können dem Vergü-
tungsbericht, welcher innerhalb der gesetzlich vorgesehen-
en Frist auf der Unternehmenswebseite veröffentlicht wird,
entnommen werden.
Vergütungspolitik für Aufsichtsratsmitglieder
Die Vergütungspolitik stellt die von der Hauptversammlung
zu beschließende Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
einschließlich deren Zielsetzung und Grundsätze dar.
Die Details für das Geschäftsjahr 2020 können dem Vergü-
tungsbericht, welcher innerhalb der gesetzlich vorgesehe-
nen Frist auf der Unternehmenswebseite veröffentlicht wird,
entnommen werden.
Aktienoptionen oder ähnliche Instrumente sind nicht Be-
standteil der Vergütung des Aufsichtsrats.
DIVERSITÄTSKONZEPT
Mit rund 50 Versicherungsgesellschaften und mehr als
25.000 Mitarbeitern in Österreich und Zentral- und Ost-
europa vereint die VIG-Versicherungsgruppe eine Vielzahl
an Nationen, Sprachen und kulturellen Hintergründen. Di-
versität ist ein fester Bestandteil der Stoßrichtungen der
HR-Strategie.
In Bezug auf das Diversitätsmanagement betreffend die
gesellschaftsrechtlichen Gremien verfolgt die VIG-Versiche-
rungsgruppe einen "Bottom-Up"-Zugang: Dadurch, dass
sich das Diversitätsmanagement auf die gesamte Beleg-
schaft bezieht, erwartet sich die Versicherungsgruppe
langfristig eine entsprechende Diversität beim Kandida-
tenpool für die interne Nachfolgeplanung.
Für die VIG-Versicherungsgruppe spiegelt Diversität einer-
seits die Ähnlichkeiten, andererseits die Unterschiedlich-
keiten wider, die ihr begegnen; gruppenintern, in ihren
Märkten und bei ihren Partnern und Kunden. Diversitäts-
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
175
management basiert auf der aufrichtigen Wertschätzung
von und dem offenen Umgang mit Vielfalt und bedeutet
deren bewusstes Nutzen. Mit diesem Verständnis von
Diversität bauen die VIG-Gesellschaften auf dem VIG Code
of Business Ethics auf:
„Wir tolerieren keinerlei Diskriminierung.
Wir bekennen uns zur Chancengleichheit bei der Aufnahme
und Förderung von Mitarbeitern ungeachtet deren Glaube,
Religion, Geschlecht, Weltanschauung, ethnischer Zugehö-
rigkeit, Nationalität, sexueller Orientierung, Alter, Hautfarbe,
Behinderung oder Familienstand.“
Gruppen- und Holdingebene
Das Diversitätskonzept fokussiert auf Gruppen- und Hol-
dingebene auf die Kriterien Gender, Generationen und Inter-
nationalität, für die Maßnahmen geschärft bzw. entwickelt
wurden:
•
Gender
: Sicherstellung eines ausgewogenen Zugangs
der Geschlechter in allen Aspekten (Karriere- und Ent-
wicklungsmöglichkeiten, Benefits und Einkommen etc.)
•
Generationen
: Altersgemischte Teams und Berücksich-
tigung unterschiedlicher Lebensphasen, sodass das
volle Potenzial entfaltet werden kann. Generationen-
gerechte Angebote und Unterstützung in verschiedenen
Lebensphasen, Lernen voneinander, gesundes Arbeiten,
faires Recruiting
•
Internationalität
: Gruppenweiter Austausch von Know-
how (lokale Expertise), gemeinsames Lernen, Nutzung
des gruppeninternen Jobmarkts sowie die Sicher-
stellung eines angemessenen Mix von Menschen aus
unterschiedlichen Ländern in der Holdinggesellschaft
Die Dimensionen Gender, Generationen und Internationalität
finden ebenfalls Berücksichtigung, wenn der Hauptversam-
mlung Vorschläge zur Wahl von neuen Aufsichtsratsmit-
gliedern unterbreitet werden.
Schon seit Jahrzehnten setzt die VIG-Versicherungsgruppe
auf das Konzept des lokalen Unternehmertums und fördert
damit gleichzeitig, dass die „Community“ der Vorstandsmit-
glieder und CEOs der Unternehmensgruppe höchst inter-
national zusammengesetzt ist.
Das Thema Diversität ist fester Bestandteil von gruppen-
weiten Führungskräfte-Entwicklungstrainings, sowohl inhalt-
lich als auch in Bezug auf die Teilnehmer und Vortragenden.
Ebene der VIG-Versicherungsgesellschaften
Vor dem Hintergrund der Diversitätsschwerpunkte auf Hol-
ding- bzw. Gruppenebene wählen die VIG-Versicherungs-
gesellschaften im Sinne des lokalen Unternehmertums ihre
eigenen Schwerpunkte.
Diversitätsbeauftragte
Frau Mag. Angela Fleischlig-Tangl berät als Diversitätsbe-
auftragte nicht nur die Holdinggesellschaft, sondern auch
lokale VIG-Gesellschaften zu Fragen des Diversitätsmanage-
ments.
MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON FRAUEN IM
VORSTAND, IM AUFSICHTSRAT UND IN LEITENDEN STELLEN
Die HR-Strategie der VIG-Versicherungsgruppe sieht die
Wertschätzung von Diversität und damit auch die Beseit-
igung von Hindernissen für Frauenkarrieren als eines ihrer
Kernelemente vor. Auf Ebene der Versicherungsgruppe
sowie der Holding ist das Geschlecht („Gender“) einer der
drei Schwerpunkte des Diversitätskonzepts.
Gezielt wird im Nominierungsverfahren für gruppenweite
Ausbildungsprogramme für Führungskräfte, High Potentials
und Experten – bei letztlich lokaler Personalverantwortung
– dazu aufgefordert, die Geschlechter in möglichst ausge-
wogenem Verhältnis zu berücksichtigen.
Frauen im Aufsichtsrat
In den Aufsichtsratsgremien der vollkonsolidierten VIG-Ver-
sicherungsgesellschaften beträgt der Frauenanteil (Stand
31. Dezember 2020) europaweit 21,8 %, in der VIG Holding
40,0 %.
Frauen im Vorstand
Die Vorstandsgremien der vollkonsolidierten VIG-Versiche-
rungsgesellschaften sind zu 25,4 % mit Frauen besetzt,
Frauen stellen 23,7 % der Vorstandsvorsitzenden. Die VIG-
Gruppe wird von Prof. Elisabeth Stadler geleitet.
Frauen in leitenden Stellen
Der Frauenanteil in der Führungsebene unmittelbar unter
dem Vorstand beträgt in den vollkonsolidierten VIG-Ver-
sicherungsgesellschaften in ganz Europa – einschließlich
Vertrieb – 45,9 % (ohne Vertrieb: 52,1 %).
176
Jahresfinanzbericht 2020
GENERATIONEN UND INTERNATIONALITÄT
Das Durchschnittsalter der Vorstandsmitglieder der vollkon-
solidierten Versicherungsunternehmen liegt bei 49,5 Jahren
(Stand 31. Dezember 2020), jenes der Aufsichtsratsmitglie-
der bei 56,7 Jahren. 21 unterschiedliche Nationalitäten
(Basis: Staatsbürgerschaft) sind in den Vorstandsgremien
der vollkonsolidierten VIG-Versicherungsgesellschaften ver-
treten, in den Aufsichtsräten 19 Nationalitäten. Weitere In-
formationen finden Sie im Kapitel MitarbeiterInnen des
Nachhaltigkeitsberichts.
BERICHT ÜBER EINE EXTERNE EVALUIERUNG
Die C-Regel 62 ÖCGK sieht eine freiwillige externe Evalu-
ierung zur Einhaltung der C-Regeln des Kodex zumindest
alle drei Jahre vor. Die VIG Holding hat diese für den konso-
lidierten Corporate Governance-Bericht 2020 vornehmen
lassen. Alle Evaluierungen kamen zum Ergebnis, dass
sämtlichen Anforderungen des Kodex erfüllt wurden. Die
zusammengefassten Berichte zu diesen Evaluierungen
stehen auf der Website der VIG-Versicherungsgruppe zur
Verfügung.
Wien, 17. März 2021
Der Vorstand:
Prof. Elisabeth Stadler
Generaldirektorin,
Vorstandsvorsitzende
WP/StB Mag. Liane Hirner
CFO, Vorstandsmitglied
Mag. Peter Höfinger
Vorstandsmitglied
Mag. Gerhard Lahner
Vorstandsmitglied
Gábor Lehel
Vorstandsmitglied
Hartwig Löger
Vorstandsmitglied
Mag. Harald Riener
Vorstandsmitglied
Dr. Peter Thirring
Vorstandsmitglied
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
177
Der Aufsichtsrat hat sowohl als
Ganzes als auch durch seine
Ausschüsse sowie durch seinen
Vorsitzenden und dessen Stellver-
treter wiederholt und regelmäßig
die Gelegenheit wahrgenommen,
die Geschäftsführung der Gesell-
schaft sowie auch die Tätigkeit
des Vorstands in Zusammenhang
mit dessen Konzernleitung und
Konzernüberwachung umfassend
zu überwachen. Diesem Zweck dienten ausführliche Dar-
stellungen und Erörterungen im Rahmen der Aufsichts-
rats- und Aufsichtsratsausschuss-Sitzungen sowie ein-
gehende und zu einzelnen Themen vertiefende Besprech-
ungen mit den Mitgliedern des Vorstands, welche anhand
von geeigneten Unterlagen umfassende Erklärungen und
Nachweise über die Geschäftsführung und die Finanzlage
der Gesellschaft und des Konzerns erteilten. In diesen
Gesprächen wurden unter anderem die Strategie, die
Geschäftsentwicklung (als Ganzes sowie in einzelnen
Regionen), das Risikomanagement, das Interne Kontroll-
system, die Tätigkeit der Internen Revision und der
Compliance-Funktion sowie der versicherungsmathema-
tischen Funktion und die Rückversicherung – sowohl auf
Holdingebene als auch auf Gruppenebene – sowie weitere
für die Gesellschaft und die Versicherungsgruppe bedeu-
tende Themen diskutiert.
Entsprechend den Solvency II-Vorschriften müssen seit
dem Jahr 2016 nichtfinanzielle Aspekte Teil der Leistungs-
erwartungen für variable Bezüge von Vorstandsmitgliedern
sein. Die VIG Holding bekennt sich zur gesellschaftlichen
Verantwortung sowie zur Bedeutung der Mitarbeiter als
Träger von Leistung, Innovation und Expertise. Auch im
Geschäftsjahr 2020 hängt die Zielerfüllung für die Vorstands-
mitglieder sowohl von finanziellen als auch von nichtfinan-
ziellen Kriterien ab. Grundsätze des Vergütungssystems sind
in der Vergütungspolitik sowie im Vergütungsbericht 2020
ausführlich dargestellt. Die Details für das Geschäftsjahr
2020 können dem Vergütungsbericht, welcher innerhalb der
gesetzlich vorgesehenen Frist auf der Unternehmensweb-
seite veröffentlicht wird, entnommen werden. Es wird auf die
diesbezüglichen Ausführungen in der Vergütungspolitik so-
wie im Vergütungsbericht 2020 verwiesen.
Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte fünf Ausschüsse gebil-
det. Die Aufgaben und die Zusammensetzung der Ausschüs-
se sind auf der Webseite der Gesellschaft sowie im konso-
lidierten Corporate Governance-Bericht 2020 nachzulesen.
Im Jahr 2020 fanden eine ordentliche Hauptversammlung
und fünf über das Geschäftsjahr verteilte Aufsichtsrats-
sitzungen statt. Weiters wurden fünf Sitzungen des Prü-
fungsausschusses (Bilanzausschuss) abgehalten. Die Sitz-
ungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses
wurden ohne physische Anwesenheit der Teilnehmer gemäß
§ 1 COVID-19-GesG abgehalten. Die Hauptversammlung
wurde auf Grundlage von § 1 Abs. 2 COVID-19-GesG und
der COVID-19-GesV als virtuelle Hauptversammlung durch-
geführt. An drei Sitzungen des Prüfungsausschusses sowie
auch an jener Sitzung des Aufsichtsrats im Jahr 2020, die
sich mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2019 und des
Konzernabschlusses 2019 sowie mit der Feststellung des
Jahresabschlusses 2019 befasste, und an der Hauptver-
sammlung hat der Abschluss- und Konzernabschlussprüfer,
die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuer-
beratungsgesellschaft, FN 269873y (KPMG), teilgenom-
men. Die KPMG hat dabei den Prüfungsausschuss auch
über die Planung und den Ablauf der Prüfung des Jahres-
und Konzernabschlusses informiert. Im Jahr 2020 wurden
fünf Sitzungen des Ausschusses für Vorstandsan-
gelegenheiten (Personalausschuss) abgehalten. Weiters hat
eine Sitzung des Nominierungsausschusses im Jahr 2020
stattgefunden. Der Ausschuss für dringende Angele-
genheiten (Arbeitsausschuss) hat dreimal getagt. Der Stra-
tegieausschuss hat im Jahr 2020 nicht getagt; strategische
Fragen wurden im Gesamtaufsichtsrat behandelt.
Im Geschäftsjahr 2020 wurden in keiner Aufsichtsrats-
sitzung Tagesordnungspunkte ohne Teilnahme von Vor-
standsmitgliedern erörtert.
Kein Mitglied des Aufsichtsrats war bei weniger als der
Hälfte der Aufsichtsratssitzungen anwesend. Um die Wirk-
samkeit und Effizienz seiner Tätigkeiten und seiner Arbeits-
weise sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat seine Arbeitswei-
se im Rahmen einer Selbstevaluierung überprüft. Die vom
Aufsichtsrat vorgenommene Evaluierung seiner Tätigkeit hat
ergeben, dass die Organisation und Arbeitsweise in zufrie-
denstellender Weise effizient und gesetzeskonform sind. Ein
Änderungsbedarf oder Änderungswunsch in Bezug auf die
bisher geübte Praxis konnte nicht festgestellt werden.
Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das
Geschäftsjahr 2020 wurde über Vorschlag und Antrag des
Bericht
des Aufsichtsrats
178
Jahresfinanzbericht 2020
Aufsichtsrats von der Hauptversammlung am 24. Mai
2
019 die KPMG gewählt und daher hat KPMG diese Auf-
gaben im Geschäftsjahr 2020 durchgeführt.
Im Jahr 2020 befasste sich der Prüfungsausschuss ins-
besondere mit folgenden Themen:
In einer Sitzung des Prüfungsausschusses haben sich die
Ausschussmitglieder mit dem (Konzern-)Abschlussprüfer
betreffend der Festlegung der wechselseitigen Kommuni-
kation sowie der Prüfungsplanung beraten.
Der Prüfungsausschuss hat durch die Einsichtnahme in ge-
eignete Unterlagen, Gespräche mit dem Vorstand und Er-
örterungen mit dem (Konzern-)Abschlussprüfer den Rech-
nungslegungsprozess sowie den Ablauf der Abschluss-
und Konzernabschlussprüfung überwacht und keine Um-
stände oder Tatsachen festgestellt, die Anlass zu Beanstan-
dung gegeben hätten. Der Prüfungsausschuss hat auch die
Möglichkeiten zur Erteilung von Empfehlungen oder Vor-
schlägen zur Gewährleistung der Zuverlässigkeit des Rech-
nungslegungsprozesses geprüft und auf Grundlage der
vom Prüfungsausschuss im Rahmen seiner Prüftätigkeit
umfassend eingeholten Informationen und Unterlagen die
eingerichteten Prozesse für ausreichend befunden. Ebenso
hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Ab-
schluss- und Konzernabschlussprüfers überprüft und über-
wacht und sich durch die Vorlage von geeigneten Unterla-
gen und Nachweisen, insbesondere im Hinblick auf die An-
gemessenheit des Honorars und die für die Gesellschaft er-
brachten zusätzlichen Leistungen, von der Unabhängigkeit
überzeugen können. Der Prüfungsausschuss konnte im
Rahmen der Prüfung und Überwachung der Unabhän-
gigkeit des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers
keine Umstände feststellen, die Zweifel an dessen Unab-
hängigkeit und Unbefangenheit begründen würden.
Weiters hat der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des
Internen Kontrollsystems, der Internen Revision sowie des
Risikomanagementsystems überwacht, indem Darstel-
lungen über die Abläufe und Organisation dieser Systeme
vom Vorstand, vom (Konzern-)Abschlussprüfer und von
den unmittelbar mit diesen Aufgaben betrauten Personen
eingeholt wurden. Der Prüfungsausschuss hat sich im Jahr
2020 aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang
mit COVID-19 auch mit dem Bericht über den ad-hoc
ORSA 2020 befasst und dem Aufsichtsrat darüber berich-
tet. Der Prüfungsausschuss hat dem gesamten Aufsichtsrat
über diese Überwachungstätigkeit berichtet und festge-
halten, dass keine Mängel festgestellt wurden. Im Rahmen
der Aufsichtsratssitzungen wurde auch dem gesamten Auf-
sichtsrat die Gelegenheit geboten, sich von der Funktions-
fähigkeit der eingerichteten Kontroll- und Prüfungssysteme
zu überzeugen. Weiters wurden der Revisionsplan sowie
die von der Internen Revision quartalsweise erstellten Be-
richte im Prüfungsausschuss und im Gesamtaufsichtsrat er-
örtert und gemeinsam mit dem Leiter der Internen Revision
und Konzernrevision diskutiert.
Der Prüfungsausschuss hat den Bericht über die
Solvabilität und Finanzlage der Gesellschaft geprüft und
darüber dem Gesamtaufsichtsrat berichtet. Es hat keinen
Anlass zu Beanstandungen gegeben.
Der Prüfungsausschuss hat sich im Jahr 2020 mit der
Auswahl des Abschluss- bzw. Konzernabschlussprüfers für
das Geschäftsjahr 2021 auseinandergesetzt. Es wurde
festgestellt, dass hinsichtlich KPMG keine Ausschluss-
gründe oder Umstände, die Besorgnis einer Befangenheit
begründen würden, vorliegen, und dass ausreichende
Schutzmaßnahmen getroffen worden sind, die eine unab-
hängige und unbefangene Prüfung sicherstellen. Der Prü-
fungsausschuss hat dem Aufsichtsrat über die im Rahmen
dieser Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse berich-
tet und hat dem Aufsichtsrat und dieser in der Folge der
Hauptversammlung die KPMG für die Wahl zum Abschluss-
und Konzernabschlussprüfer vorgeschlagen. Die Haupt-
versammlung hat KPMG als Abschluss- und Konzern-
abschlussprüfer für das Jahr 2021 gewählt.
Der Prüfungsausschuss hat weiters den Jahresabschluss
2020, den Lagebericht und den konsolidierten Corporate
Governance-Bericht 2020 sowie den Nachhaltigkeitsbe-
richt 2020 (konsolidierter nichtfinanzieller Bericht) vom Vor-
stand erhalten, eingesehen und sorgfältig geprüft. Im Zuge
dieser Prüfung wurde auch der Vorschlag des Vorstands für
die Gewinnverwendung im Hinblick auf die Eigenmittel-
ausstattung und die Auswirkungen auf die Solvabilität und
Finanzlage der Gesellschaft geprüft. Ebenso hat der
Prüfungsausschuss den Konzernabschluss 2020 und den
Konzernlagebericht einer Prüfung unterzogen. Weiters
wurden die vom (Konzern-)Abschlussprüfer KPMG erstell-
ten Prüfungsberichte zum Jahresabschluss 2020 samt
Lagebericht und Konzernabschluss 2020 samt Konzern-
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
179
lagebericht vom Prüfungsausschuss eingesehen und ge-
prüft. Als Ergebnis dieser Prüfung wurde einstimmig be-
schlossen, dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahres-
abschlusses zu empfehlen. Es hat keinen Anlass zu Bean-
standungen gegeben.
Der (Konzern-)Abschlussprüfer hat dem Prüfungsausschuss
einen zusätzlichen Bericht nach Art. 11 der Verordnung (EU)
Nr. 537/2014 über spezifische Anforderungen an die Ab-
schlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse,
der auch die Ergebnisse sowohl der Abschlussprüfung als
auch der Konzernabschlussprüfung erläutert, erstattet. Die-
ser zusätzliche Bericht des Abschlussprüfers wurde auch
dem Aufsichtsrat vorgelegt.
Über die Prüfungsergebnisse und alle im Prüfungsaus-
schuss gefassten Beschlüsse wurde dem Aufsichtsrat je-
weils in der darauffolgenden Sitzung berichtet und dar-
gelegt, wie die Abschlussprüfung zur Zuverlässigkeit der
Finanzberichterstattung beigetragen hat und welche Rolle
der Prüfungsausschuss dabei wahrgenommen hat. Der
Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2020 auch mit IT-
Sicherheitsthemen beschäftigt.
Weiters hat sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Vergü-
tungspolitik beschäftigt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat
haben für das Geschäftsjahr 2020 einen Vergütungsbericht
erstellt.
Der Nominierungsausschuss sowie der Aufsichtsrat haben
sich in der Berichtsperiode mit der Bestellung eines weiteren
Vorstandsmitglieds beschäftigt. Der Aufsichtsrat hat im Jahr
2020 Herrn Hartwig Löger mit Wirkung ab 1. Jänner 2021 in
den Vorstand bestellt.
Der gesamte Aufsichtsrat hat sich mit dem Jahresabschluss
2020 samt Lagebericht und dem konsolidierten Corporate
Governance-Bericht 2020, dem Konzernabschluss 2020
samt Konzernlagebericht sowie dem vom Vorstand vorge-
legten Vorschlag für die Gewinnverwendung befasst und
diesen eingehend geprüft. Hinsichtlich des Gewinnverwen-
dungsvorschlages wurde insbesondere die Vertretbarkeit
im Hinblick auf die Bedeckung der Eigenmittelerfordernisse
geprüft. Der Vorschlag erfüllt die geltenden rechtlichen Vor-
gaben und berücksichtigt vorausschauend die gesamt-
wirtschaftliche und finanzielle Lage sowie deren Auswirkun-
gen auf die Solvabilität und Finanzlage der Gesellschaft vor
dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie. Der Vorschlag
steht im Einklang mit der kontinuierlich verfolgten vor-
sichtigen und nachhaltigen Kapitalplanung zur langfristigen
Gewährleistung einer soliden Solvenz- und Liquiditäts-
position.
Der Aufsichtsrat hat sich auch mit Nachhaltigkeitsthemen
beschäftigt. Es wurden dabei Themen wie die weitere Inte-
gration von sozialen und ökologischen Aspekten ins Kern-
geschäft ebenso wie Umwelt- und Mitarbeiterthemen sowie
die Bedeutung der Diversität und das soziale Engagement
der Gruppe behandelt. Der Aufsichtsrat hat den Nach-
haltigkeitsbericht 2020 (konsolidierter nichtfinanzieller Bericht)
vom Vorstand erhalten, eingesehen und sorgfältig geprüft.
Als Ergebnis dieser Prüfung wurde festgestellt, dass der
Nachhaltigkeitsbericht 2020 (konsolidierter nichtfinanzieller
Bericht) rechtmäßig erstellt wurde und zweckmäßig ist. Es
hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.
Weiters wurden die vom (Konzern-)Abschlussprüfer KPMG
erstellten Prüfungsberichte zum Jahresabschluss 2020 samt
Lagebericht und Konzernabschluss 2020 samt Konzern-
lagebericht vom Aufsichtsrat eingesehen und geprüft. KPMG
hat im Rahmen ihrer Prüfung des Jahresabschlusses 2020
samt Lagebericht und des Konzernabschlusses 2020 samt
Konzernlagebericht keine Einwendungen erhoben. KPMG
hat festgestellt, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der
Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2020 sowie
der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020
in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsgemäßer Buchführung vermittelt. Der Lagebericht
steht im Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben
gemäß § 243a UGB sind zutreffend. KPMG hat weiters fest-
gestellt, dass auch der Konzernabschluss den gesetzlichen
Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der
Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. De-
zember 2020 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme
des Konzerns für das Geschäftsjahr 2020, in Überein-
stimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind,
und den Bestimmungen des § 138 VAG in Verbindung mit
§ 245a UGB vermittelt. Der Konzernlagebericht steht im Ein-
klang mit dem Konzernabschluss. Zusätzlich hat KPMG den
Nachhaltigkeitsbericht 2020 (konsolidierter nichtfinanzieller
Bericht) geprüft und gemäß § 269 Abs. 3 UGB festgestellt,
dass der konsolidierte Corporate Governance-Bericht 2020
aufgestellt worden ist.
180
Jahresfinanzbericht 2020
Auch die Prüfung durch den gesamten Aufsichtsrat hat
nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Be-
anstandungen gegeben. Der Aufsichtsrat erklärte, dass er
den Prüfungsberichten des Abschluss- und Konzernab-
schlussprüfers nichts hinzuzufügen hat.
Der Aufsichtsrat fasste daher nach eingehender Prüfungs-
tätigkeit den einstimmigen Beschluss, den vom Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss 2020 zu billigen, den Lage-
bericht, den Konzernabschluss 2020 und den Konzernlage-
bericht sowie den konsolidierten Corporate Governance-
Bericht 2020 und den Nachhaltigkeitsbericht 2020 (konsoli-
dierter nichtfinanzieller Bericht) nicht zu beanstanden sowie
sich mit dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnver-
wendung einverstanden zu erklären.
Der Jahresabschluss 2020 ist somit gemäß § 96 Abs. 4 AktG
festgestellt.
Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, dass
sie über die Gewinnverwendung gemäß dem Vorschlag des
Vorstands beschließe und dem Vorstand sowie dem
Aufsichtsrat die Entlastung erteile.
Wien, im April 2021
Der Aufsichtsrat:
Komm.-Rat Dr. Günter Geyer (Vorsitzender)
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
181
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte
Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der
Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein mög-
lichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und dass der Konzernlagebericht die
wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Die Erklärung für den Jahresabschluss der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe wird im
Geschäftsbericht dieser Gesellschaft abgegeben.
Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 17. März 2021
zur Veröffentlichung freigegeben.
Wien, 17. März 2021
Prof. Elisabeth Stadler
Generaldirektorin,
Vorstandsvorsitzende
WP/StB Mag. Liane Hirner
CFO, Vorstandsmitglied
Mag. Peter Höfinger
Vorstandsmitglied
Mag. Gerhard Lahner
Vorstandsmitglied
Gábor Lehel
Vorstandsmitglied
Hartwig Löger
Vorstandsmitglied
Mag. Harald Riener
Vorstandsmitglied
Dr. Peter Thirring
Vorstandsmitglied
Zuständigkeitsbereiche des Vorstands:
Prof. Elisabeth Stadler:
Leitung der VIG-Gruppe, Strategie, Generalsekretariat und Recht, Corporate Social Responsibility, Beteiligungsmanagement,
Europäische Angelegenheiten, Group Communications & Marketing, Group Sponsoring, Bankkooperationen und internationale
Partnerschaften, Human Resources; Länderverantwortung: Österreich, Tschechische Republik
WP/StB Mag. Liane Hirner:
Finanz- und Rechnungswesen, Enterprise Risk Management, Asset-Risk Management, Datenmanagement & Prozesse;
Länderverantwortung: Deutschland, Liechtenstein, Weißrussland
Mag. Peter Höfinger:
Firmen- und Großkundengeschäft, Vienna International Underwriters (VIU), Group Reinsurance; Länderverantwortung: Albanien,
Baltikum, Bulgarien, Kosovo, Montenegro, Nordeuropa, Serbien
Mag. Gerhard Lahner:
Asset Management, Asset Liability Management, Group Treasury
Gábor Lehel:
Aktuariat, Versicherungstechnik Personenversicherung; Länderverantwortung: Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Nordmazedonien,
Ungarn
Hartwig Löger
Group Development und Strategie, Planung und Controlling
Mag. Harald Riener:
Vertriebsinitiativen Privatkunden und SME, Assistance; Länderverantwortung: Moldau, Polen, Rumänien, Ukraine
Dr. Peter Thirring:
Versicherungstechnik Sachversicherung und Kfz-Versicherung, Externe aktive Rückversicherung, Group IT, Betriebsorganisation;
Länderverantwortung: Georgien, Slowakei, Türkei
Der
Gesamtvorstand
ist verantwortlich für die Agenden der Bereiche des Group Compliance, Internal Audit sowie Investor Relations.
Erklärung des Vorstands
182
Jahresfinanzbericht 2020
BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien,
und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-
gewinn- und -verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, dem Konzerneigenkapital und der Konzernkapital-
flussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst
getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie der Ertragslage und der
Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des
§ 245a UGB und den sondergesetzlichen Bestimmungen.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten
in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnach-
weise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungs-
urteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils
hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
• Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
• Angemessenheit der Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen (Liability Adequacy Test- „LAT“)
WERTHALTIGKEIT DER GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
siehe Konzernanhang 1.1. Geschäfts- oder Firmenwerte auf Seite 103, Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts
auf Seite 49 und Immaterielle Vermögenswerte (A) ab Seite 54
Das Risiko für den Abschluss
Die Werthaltigkeit der im Konzernabschluss der Vienna Insurance Group erfassten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe
von EUR 1.237,3 Mio. wird jeweils gesondert auf Länderebene überwacht. Mindestens einmal jährlich und gegebenenfalls
anlassbezogen werden Geschäfts- oder Firmenwerte von der Vienna Insurance Group einem Werthaltigkeitstest (sog.
Impairment Test) unterzogen.
B
estätigungsvermerk
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
183
Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe von
Schätzungen und ermessensbehafteter Faktoren. Hierzu zählen insbesondere die prognostizierten Cash flows der einzelnen
Länder (unter Berücksichtigung von künftigen Prämienentwicklungen, budgetierten Combined Ratios und Finanzerträgen),
welche unter anderem auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie den Einschätzungen des Vorstandes hinsichtlich des
erwarteten Marktumfelds und den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den künftigen Geschäftsverlauf basieren.
Weitere Faktoren sind die unterstellte langfristige Wachstumsrate sowie die zugrunde gelegten regionenspezifischen
Kapitalkosten.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen
durchgeführt:
• Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen sowie der Berechnungs-
methode des Werthaltigkeitstestes beurteilt.
• Die bei den Berechnungen zugrunde gelegten prognostizierten Cash flows haben wir mit der aktuellen, von der
Geschäftsleitung genehmigten strategischen Unternehmensplanung abgeglichen.
• Darüber hinaus haben wir uns mit den wesentlichen Planungsannahmen, insbesondere den Auswirkungen der Covid-19-
Pandemie auf den künftigen Geschäftsverlauf auseinandergesetzt und die Annahmen zur Entwicklung der
Absatzmärkte mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen abgeglichen.
• Die Planungstreue haben wir anhand von Informationen aus Vorperioden analysiert.
• Da bereits geringfügige Änderungen des Kapitalkostensatzes erhebliche Auswirkungen auf den erzielbaren Betrag der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit haben, haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten die
Ermittlung der Kapitalkosten beurteilt und die Ableitung der zugrunde gelegten Parameter nachvollzogen.
• Durch eigene Sensitivitätsanalysen haben wir ermittelt, ob die getesteten Buchwerte bei möglichen Veränderungen der
Annahmen innerhalb realistischer Bandbreiten noch ausreichend durch die jeweiligen erzielbaren Beträge gedeckt sind.
• Wir haben ebenfalls beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit des Firmenwertes angemessen sind.
ANGEMESSENHEIT DER VERBINDLICHKEITEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN (LIABILITY ADEQUACY TEST – „LAT“)
siehe Konzernabschluss Seiten 64ff, 95 bis 96
Das Risiko für den Abschluss
Die Vienna Insurance Group hat im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung einen erheblichen Bestand an lang-
fristigen Verträgen, deren Prämien mit einem hohen Rechnungszinssatz kalkuliert worden sind. Da diese Rechnungszins-
sätze auch für die Bewertung der Verbindlichkeiten für Versicherungsverträge verwendet werden, besteht – aufgrund des
anhaltend niedrigen Zinsumfelds – das Risiko, dass die gebildeten Versicherungsverbindlichkeiten nicht angemessen
bewertet sind.
Die Vienna Insurance Group testet zu jedem Bilanzstichtag unter Verwendung aktueller Schätzungen der künftigen Cash
flows aufgrund ihrer Versicherungsverträge, ob ihre Versicherungsverbindlichkeiten in angemessener Höhe in der Bilanz
berücksichtigt sind.
Um dies zu gewährleisten, werden die zukünftigen Zahlungsströme aus den bestehenden Versicherungsverträgen auf Best-
Estimate-Basis nach aktuariellen Methoden errechnet. In der Lebens- und Krankenversicherung wird hierfür das Cash flow-
Modell verwendet, welches auch für die Ermittlung des Market Consistent Embedded Value („MCEV“) zum Einsatz kommt.
Der MCEV wird nach den „Market Consistent Embedded Value Principles“, die vom CFO Forum im Juni 2008 veröffentlicht
und zuletzt im April 2016 ergänzt wurden, ermittelt.
184
Jahresfinanzbericht 2020
Die Durchführung des Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen ist komplex und deren
zugrunde gelegten Annahmen beruhen auf zahlreichen Schätzungen und ermessensbehafteter Faktoren.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Angemessenheit der Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen haben wir als Teil des Prüfungsteams
eigene Aktuare eingesetzt und folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
• Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen sowie der angewandten
Berechnungsmodelle und -methoden untersucht.
• Um die Angemessenheit der verwendeten Annahmen und Methoden zu beurteilen, haben wir in Gesprächen mit den
Aktuaren der Vienna Insurance Group ein Verständnis über die Methodik erlangt und uns kritisch mit den verwendeten
Annahmen und den daraus resultierenden Zahlungsströmen auseinandergesetzt.
• Insbesondere haben wir beurteilt, ob die angewandte Methodik mit den vom CFO Forum im Juni 2008 veröffentlichten
und zuletzt im April 2016 ergänzten „Market Consistent Embedded Value Principles“ im Einklang steht.
• Darüber hinaus haben wir die Angemessenheit der Umsetzung der Methodik in den Modellen beurteilt, die verwendeten
Annahmen anhand von Informationen aus Vorperioden analysiert sowie die Vollständigkeit des modellierten Portfolios
untersucht.
• Weiters haben wir uns kritisch mit den vom Unternehmen erstellten Sensitivitätsanalysen auseinandergesetzt.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Konzernbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungs-
vermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine
Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Infor-
mationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernab-
schluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt
erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten
sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser
sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusam-
menhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in
Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB
und den sondergesetzlichen Bestimmungen ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig
erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns
zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
185
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu
liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der
unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine
in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die
Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt,
stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage
dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-
gemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und
erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
• Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshand-
lungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil
zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
• Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung
und damit zusammenhängende Angaben.
• Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht,
die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur
Folge haben.
• Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben
sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt,
dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
186
Jahresfinanzbericht 2020
• W
ir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäfts-
tätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich
für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung
für unser Prüfungsurteil.
• Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
• Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforder-
ungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus-
tauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und
–
s
ofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
• Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher
die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungs-
vermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus
oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt
werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für
das öffentliche Interesse übersteigen würden.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGE
N
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit
dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchge-
führt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,
enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt und am 24. Juni 2019 vom
Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe beauftragt.
Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am 25. September 2020 bereits für das darauf folgende Geschäftsjahr
als Abschlussprüfer gewählt und am 22. Oktober 2020 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
187
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir
bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas Smrekar.
Wien, am 17. März 2021
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die Veröffentlichung oder
Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung
erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzern-
abschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
188
Jahresfinanzbericht 2020
VIE
NNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
189
Lagebericht
zum
Jahres-
abschluss
nach UGB
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
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Jahresfinanzbericht 2020
SCHÜTZEN, WAS ZÄHLT
Vor 30 Jahren wurde der Grundstein einer erfolgreich
en
Expansion nach Zentral- und Osteuropa (CEE) durch die
damalige Wiener Städtische Versicherung AG gelegt.
Heute ist die VIG-Versicherungsgruppe bereits in 30
Ländern erfolgreich tätig. Mit einem Marktanteil von rund
18 % ist sie die führende Versicherungsgruppe in Zentral-
und Osteuropa.
Die VIG-Versicherungsgruppe weist im Vergleich mit
internationalen Versicherungsgruppen zwei wesentliche
Unterscheidungsmerkmale auf: die lokale Mehrmarken-
strategie und das lokale Unternehmertum. Diese prägen
zum einen die Vielfalt der Gruppe und tragen zum
anderen zur Risikostreuung bei. Lokale Entscheidungen
werden vom Management vor Ort getroffen, strategische
Überlegungen in der Gruppe gemeinsam umgesetzt.
Die VIG-Versicherungsgruppe steht des Weiteren für
Stabilität, konservative Veranlagung und Nachhaltigkeit.
Dabei nehmen auch Innovationen einen wichtigen Part ein,
mit dem Ziel, die führende Position in der CEE Region
beizubehalten bzw. weiter auszubauen.
Diese nachhaltig und langfristig verfolgte Geschäfts-
ausrichtung der VIG-Versicherungsgruppe wird als Er-
folgsfaktor der 30-jährigen Expansionsstrategie gesehen.
Zusätzlich sieht die Gruppe in ihrer hohen Vielfalt einen
klaren Wettbewerbsvorteil, der sich auch während der
COVID-19-Pandemie gezeigt hat.
Als Versicherungs-Holdinggesellschaft der Gruppe, ver-
folgt die VIG Holding schließlich diese Ansätze und Ziele
mit dem Anspruch alle Investoren, Kunden, Mitarbeiter,
die Gesellschaft und die Umwelt bestmöglich zu unter-
stützen – ganz unter dem Motto: „Schützen, was zählt“.
ORGANISATION UND ZIELE
Durch eine Reihe von Steuerungsbereichen, wie z.B.
R
isikomanagement, Asset Management, Planung und
Controlling sowie Strategie, steht die VIG Holding im
engen Austausch mit den Gruppengesellschaften und
fungiert als Schnittstelle sowie Förderer zur Umsetzung
des lokalen Unternehmertums.
Ein intensiver und partnerschaftlicher Austausch zwischen
allen 50 Gruppengesellschaften in 30 Ländern mit etwa
25.000 Mitarbeitern steht hierbei im Fokus, damit die Interes-
sen der Gesellschaften und auch der gesamten Gruppe
verfolgt werden können.
Neben der internationalen Zusammenarbeit sind Profitabilität
und nachhaltiges Wachstum weitere wichtige Ansätze für die
VIG Holding und die gesamte Gruppe. In diesem Sinne wird
eine klare Nachhaltigkeitsstrategie mit den fünf Bereichen
Kerngeschäft, Kunden, Mitarbeiter, Gesellschaft sowie
Umwelt verfolgt und mit dem regionalen Fokus auf CEE
weiterhin ein Ausbau der führenden Position im Versiche-
rungsmarkt in CEE angestrebt.
Das Zusammenspiel dieser Strategien hat sich auch in
schwierigen Zeiten gelohnt: trotz COVID-19-Pandemie
konnte die VIG-Versicherungsgruppe das Prämienvolumen
auf rund 10,4 Mrd. Euro steigern und die Combined Ratio auf
95,0 % verbessern.
STARKE KAPITALAUSSTATTUNG
Ein weiteres wichtiges Asset der VIG-Versicherungsgr
uppe
ist ihre starke Kapitalausstattung, um nachhaltig profitables
Wachstum voranzutreiben. Ende 2020 betrugen die Sol-
venzquoten der VIG-Versicherungsgruppe 238 % sowie
jene der VIG Holding 397 % und repräsentieren somit ihre
stabile Solvabilität in turbulenten Zeiten. Dieser starke Ka-
pitalpolster lässt sich einerseits für Investitionen in das
organische Wachstum der VIG-Versicherungsgruppe,
andererseits auch für Unternehmenskäufe nutzen.
Des Weiteren erhielt die VIG Holding abermals ein „A+“-
Rating mit stabilem Ausblick der international anerkannten
Rating-agentur Standard & Poor’s (S&P) und bleibt das
bestbewertete Unternehmen im österreichischen Aktien-
index ATX.
S&P begründet die Entscheidung mit der marktführenden
Position der Gruppe in CEE, ihrer Mehrmarkenstrategie,
dem etablierten Vertriebsnetz sowie einer breiten geo-
grafischen und produktspezifischen Diversifikation. Zu-
sätzlich schätzt die Ratingagentur das Finanzrisikoprofil der
VIG Holding, wie im Vorjahr, als sehr stark ein und bewertet
die Kapitalausstattung der Gruppe als exzellent.
Unternehmensprofil
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191
GESCHÄFTSVERLAUF DER VIG HOLDING
Die verrechneten Prämien, die abgegrenzten Prämien, die Aufwendungen für Versicherungsfälle, die Aufwendungen für den
Versicherungsbetrieb und der Rückversicherungssaldo in der Schaden- und Unfallversicherung gliedern sich im Jahr 2020
(sowie in der Vergleichsperiode 2019) wie folgt auf:
2020
2019
Direktes Geschäft
Indirektes
Geschäft
Summe
Direktes Geschäft
Indirektes
Geschäft
Summe
in TEUR
Verrechnete Prämien 132.753
1.012.385
1.145.138
98.276
1.001.750
1.100.026
Abgegrenzte Prämien 129.610
999.029
1.128.639
99.738
989.784
1.089.522
Aufwendungen für Versicherungsfälle 111.982
576.530
688.512
86.664
616.490
703.154
Aufwendungen für den Versicherungs-
betrieb 13.983
398.674
412.657
11.196
345.389
356.585
Rückversicherungssaldo -282 -10.752 -11.034 978
-16.710 -15.732
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den abgegrenzten Rückversicherungsprämien, dem wirksamen
Rückversicherungsschaden und den Rückversicherungsprovisionen.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Prämieneinnahmen
D
ie VIG Holding erzielte 2020 ein Gesamtprämienvolumen
von insgesamt EUR 1.145,14 Mio. Der Anstieg im Vergleich
zum Vorjahr beträgt 4,1 %. Die verrechneten Prämien des
direkten Geschäfts (Firmengeschäft) erhöhten sich zur Vor-
jahresperiode um 35,1 % auf EUR 132,75 Mio. Die Prä-
mieneinnahmen im indirekten Geschäft (übernommene
Rückversicherung) beliefen sich auf EUR 1.012,39 Mio., um
1,1% mehr als im Vorjahresvergleich.
Von den verrechneten Prämien blieben EUR 1.073,20 Mio.
(2019: EUR 1.042,81 Mio.) im Eigenbehalt der VIG Holding.
An Rückversicherer wurden 2020 EUR 71,94 Mio. (2019:
EUR 57,21 Mio.) abgegeben. Die abgegrenzten Bruttoprä-
mien betrugen EUR 1.128,64 Mio. (2019: EUR 1.089,52 Mio.).
Die abgegrenzten Nettoprämien erhöhten sich um
EUR 25,33 Mio. auf EUR 1.058,58 Mio.
Aufwendungen für Versicherungsfälle
Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle betrugen im
Jahr 2020 EUR 688,51 Mio. (2019: EUR 703,15 Mio.).
Davon entfielen EUR 111,98 Mio. (2019: EUR 86,66 Mio.)
auf das Firmengeschäft, um EUR 25,32 Mio. mehr als im
Vorjahr.
Der Schadensatz des direkten Geschäftes in der Gesamt-
rechnung verminderte sich von 85,5 % auf 85,4 %. In
der übernommenen Rückversicherung verringerten sich
die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 6,5 %
auf EUR 576,53 Mio. Der Schadensatz im indirekten
Geschäft in der Gesamtrechnung lag bei 57,7 % (2019:
62,3 %). Nach Abzug der Rückversicherung in Höhe von
EUR 55,87 Mio. (2019: EUR 38,78 Mio.) betrugen die Auf-
wendungen für Versicherungsfälle EUR 632,65 Mio. (2019:
EUR 664,37 Mio.).
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb waren
2020 mit EUR 412,66 Mio. um 15,7 % höher als zum Vor-
jahr (2019: EUR 356,59 Mio.). Diese Entwicklung ist vor
allem auf die Erhöhung der Provisionen aus dem indirekten
Geschäft zurückzuführen. Die Aufwendungen für den Versi-
cherungsbetrieb unterteilten sich in EUR 13,98 Mio. für das
Firmengeschäft und EUR 398,67 Mio. für das Rückver-
sicherungsgeschäft. Nach Rückversicherungsprovisionen
aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft ver-
Lagebericht
2020
192
Jahresfinanzbericht 2020
blieben EUR 409,50 Mio. an Aufwendungen für den Ver-
s
icherungsbetrieb bei der VIG Holding. Dies bedeutet eine
Steigerung zum Vorjahr in der Höhe von EUR 54,67 Mio.
Combined Ratio
Die Combined Ratio der VIG Holding lag im Jahr 2020 bei
98,5 % (2019: 98,8 %), die des direkten Geschäfts (Firmen-
geschäft) bei 96,3 % (2019: 97,0 %). Diese errechnet sich
aus allen versicherungstechnischen Aufwendungen und
Erträgen, den Nettozahlungen für Versicherungsfälle inkl.
der Nettoveränderung der technischen Rückstellungen ge-
teilt durch die abgegrenzte Nettoprämie der Schaden- und
Unfallversicherung.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis der VIG Holding belief sich auf
EUR 22,68 Mio. (2019: EUR 186,20 Mio.). Die Wertberich-
tigungen der Anteile an verbundenen Unternehmen liegen
bei EUR 173,67 Mio. (2019: EUR 145,47 Mio.). Ausschlag-
gebend für den Rückgang sind auch die im Vergleich zum
Vorjahr niedrigeren buchmäßigen Gewinne aus dem Ab-
gang im Beteiligungsbereich.
2020
2019
in TEUR
Grundstücke und Bauten 11.102
8.483
Kapitalanlagen in verbundenen
Unternehmen und Beteiligungen
194.888
295.970
Sonstige Kapitalanlagen 3.318
26.322
Netto-Gesamterträge 209.308
330.775
Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen
und Zinsenerträge 11.673
18.442
Aufwendungen für die
Vermögensverwaltung -90.146 -92.057
Zinsenaufwendungen -72.488 -70.061
Sonstige Aufwendungen für
Kapitalanlagen -35.668 -899
Ergebnis der Kapitalveranlagung laut
Gewinn- und Verlustrechnung 22.679
186.200
E
rgebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Die VIG Holding erwirtschaftete 2020 ein Ergebnis der ge-
wöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Höhe von
EUR 61,38 Mio. (2019: EUR 202,52 Mio.). Dieser Rück-
gang ist vor allem auf das niedrigere Finanzergebnis zurück-
zuführen.
Kapitalanlagen
Zum 31. Dezember 2020 betrug der Stand der Kapital-
anlagen einschließlich der liquiden Mittel EUR 5.675,59 Mio.
(2019: EUR 5.364,37 Mio.).
Die Depotforderungen beliefen sich 2020 auf
EUR 1.025,96 Mio. (2019: EUR 1.114,3 Mio.). Die Kapital-
anlagen setzten sich Ende 2020 zu 76,7 % (2019: 81,0 %)
aus Beteiligungen, zu 9,9 % (2019: 10,1 %) aus Anleihen
(inklusive Rentenfonds), zu 1,1 % (2019: 1,9 %) aus Darle-
hen, zu 2,2 % (2019: 2,2 %) aus Grundstücken und Bauten
sowie zu 10,1 % (2019: 4,8 %) aus Guthaben bei Kredit-
instituten und Kassenbestand zusammen.
Details hierzu sind im Jahresabschluss auf Seite 212 und
213 zu finden.
STRUKTUR DER KAPITALANLAGEN IN 2020
9,9% Anleihen
( 10,1% )
2,2% Grundstücke und
Bauten ( 2,2% )
10,1% Guthaben bei Kredit-
instituten/Cash ( 4,8% )
1,1% Darlehen ( 1,9% )
76,7% Beteiligungen
( 81,0% )
Werte für 2019 in Klammer
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
193
VIG Holding erwirbt Aegon N.V. Gesellschaften
Am 29. November 2020 hat die VIG Holding den Kaufver-
trag zum Erwerb von Gesellschaften der niederländischen
Aegon N.V. in Ungarn, Polen, Rumänien und der Türkei
unterzeichnet. Neben den Versicherungsgesellschaften,
die 2019 ein Versicherungsprämienvolumen von rund
EUR 600 Mio. erwirtschafteten, umfasst der Erwerb auch
Pensionskassen mit einem verwalteten Volumen von rund
EUR 5 Mrd. sowie Asset Management- und Servicege-
sellschaften. Durch den Erwerb baut die VIG-Versiche-
rungsgruppe ihre Marktposition im CEE Raum aus und
erhält einen zusätzlichen Kundenstock von insgesamt
4,5 Mio. Kunden. 2019 erzielten die zu erwerbenden
Gesellschaften mit rund 1.650 Mitarbeitern einen Netto-
gewinn von rund EUR 50 Mio. Der Kaufpreis beträgt
EUR 830 Mio. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der
erforderlichen aufsichts- und wettbewerbsrechtlichen Ge-
nehmigungen. Der formale Abschluss des Erwerbs der
Aegon N.V. Gesellschaften wird für das 2. Halbjahr 2021
erwartet. Mangels Closing des Erwerbs der Transaktion und
fehlender Kontrolle über die Unternehmen wurden diese
zum Bilanzstichtag noch nicht in den Konsolidierungkreis
aufgenommen.
Versicherungstechnische Rückstellungen
Die versicherungstechnischen Rückstellungen im Eigen-
behalt betrugen per 31. Dezember 2020 EUR 1.308,74 Mio.
(2019: EUR 1.244,14 Mio.). Das entspricht einer Zunahme
von 5,2 % im Vergleich zum Vorjahr, die vor allem auf die
Rückstellungen der noch nicht abgewickelten Versiche-
rungsfälle aus dem direkten Geschäft zurückzuführen ist.
Der Anteil der Rückversicherer betrug EUR 124,02 Mio.
(2019: EUR 80,36 Mio.).
Solvabilitätsquote
Die Solo-Solvabilitätsquote ist mit 397 %, bedingt durch
eine ausgezeichnete Eigenmittelausstattung bei gleichzeitig
geringem Eigenmittelerfordernis, hoch und berücksichtigt
auch die Funktion der Holding in der Gruppe.
194
Jahresfinanzbericht 2020
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die VIG Holding veröffentlicht für das Berichtsjahr
2020 den
vierten Nachhaltigkeitsbericht, in dem auf die Corporate
Social Responsibility (CSR) Strategie für die Unter-
nehmensgruppe eingegangen wird. Diese Strategie sowie
zahlreiche weitere Informationen über CSR in den VIG-
Gruppengesellschaften können in diesem Bericht, der unter
www.vig.com/Nachhaltigkeitsberichte zum kostenlosen
Download zur Verfügung steht, nachgelesen werden. Im
Anschluss werden einige Initiativen der VIG Holding
beispielhaft angeführt.
S
oziales Engagement – Beispiel: Social Active Day
Seit 2011 steht den Mitarbeitern der VIG-Versicherungs-
gruppe ein Tag im Jahr zur Verfügung, um sich für einen
guten Zweck zu engagieren. Die Initiative des Social Active
Day wurde vom VIG-Hauptaktionär, dem Wiener Städti-
schen Versicherungsverein, ins Leben gerufen. Die Band-
breite der Aktivitäten ist groß: Sie reicht von der Hilfe bei
Renovierungsarbeiten in Hilfs- und Pflegeeinrichtungen
über das Sammeln von Lebensmitteln, die Suppenausgabe,
die Mithilfe im Sozialmarkt, die Arbeit mit sozial schwachen
oder bedürftigen Menschen bis hin zur Begleitung älterer
Personen bei Ausflügen. Im Jahr 2020 war durch die
COVID-19-Pandemie aber auch beim Social Active Day
einiges anders. Beliebte Tätigkeiten, wie zum Beispiel Be-
suche in Heimen, waren aufgrund der Maßnahmen gegen
die Pandemie nicht möglich. Die VIG-Gesellschaften
versuchten jedoch, die Aktion trotz der erschwerten Bedin-
gungen fortzuführen. So gab es zum Beispiel in Österreich
die Möglichkeit, den Social Active Day in mehreren Teilen zu
nutzen. Das ermöglichte kleinere Hilfeleistungen, wie etwa
Einkäufe für gefährdete Personen. Im Jahr 2020 beteiligten
sich 72 Mitarbeiter der VIG Holding an dieser gruppen-
weiten Initiative.
K
ulturelles Engagement – Beispiel: Gustav Mahler
Jugendorchester
Die VIG Holding betrachtet Kunst und Kultur als wichtigen
Beitrag zur Lebensqualität einer Gesellschaft und möchte
Kulturschaffenden zusätzliche Freiräume für ihre künstleri-
sche Entfaltung schaffen. Deswegen unterstützt die VIG
Holding das Gustav Mahler Jugendorchester seit vielen
Jahren. Das weltweit führende Jugendorchester gilt als
Talenteschmiede und fördert das gemeinsame Musizieren
europäischer Orchestermusiker.
Es steht für grenzenloses Musizieren sowie Hingabe und
Begeisterung und bietet hochbegabten Musikern bis zu
ihrem 26. Lebensjahr die Chance, mit großen Dirigenten
und Solisten unserer Zeit zusammenzuarbeiten. Dies
fördert den grenzüberschreitenden Kulturaustausch, ge-
genseitiges Verständnis und Chancengleichheit. Das
Orchester war im Jahr 2020 stark von der COVID-19-
Pandemie betroffen, mehrere Projekte mussten abgesagt
werden. Aber zumindest einige der Musiker, die die
Probespiele für 2020 bestanden hatten, konnten auftreten.
Aus dem Sonderprojekt, das trotz COVID-19-Pandemie im
Sommer 2020 stattfand, soll sogar eine CD entstehen. Die
VIG Holding ist dem Gustav Mahler Jugendorchester seit
vielen Jahren als Hauptsponsor verbunden und führte auch
im Berichtsjahr 2020 ihre Unterstützung fort.
V
IG Holding engagiert sich im Zeichen des Friedens –
Beispiel: Children’s Peace Image of the Year
Der 2013 ins Leben gerufene Global Peace Photo Award
(ehemals Alfred-Fried-Fotopreis) würdigt jährlich Fotografen
aus aller Welt, die in ihren Bildern die verschiedensten
Facetten und Interpretationen von Frieden und dem Schönen
auf unserer Erde zeigen. Für junge Teilnehmer bis 14 Jahre
gibt es einen eigenen internationalen Fotowettbewerb – den
„Children’s Peace Image of the Year“. Den jungen Teilnehmern
wird dabei ermöglicht, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen
und mit ihren Fotos auszudrücken, wie für sie Frieden aussieht.
In den vergangenen Jahren wurde dieser Wettbewerb mit
dem VIG Kids Camp verknüpft, welches im Jahr 2020
aufgrund der COVID-19-Pandemie jedoch nicht stattfinden
konnte. Die Kinder der Mitarbeiter der VIG-Versicherungs-
gesellschaften wurden aber trotzdem wieder über das
Stattfinden des Children’s Peace Image of the Year Wett-
bewerbs informiert und zur Teilnahme motiviert. Der Foto-
wettbewerb ist mit einem Preisgeld von EUR 1.000 dotiert
und wurde auch im Jahr 2020 wieder von der VIG Holding
unterstützt.
Mitarbeiter
Die VIG Holding bietet ihren Mitarbeitern viele interessante
Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Es gibt ein um-
fangreiches Aus- und Weiterbildungsangebot, die Möglichkeit
im Rahmen von Mobilitätsprogrammen international Erfahr-
ungen zu sammeln und ein attraktives Arbeitsumfeld. Mit der
Expertenkarriere wird Mitarbeitern eine zusätzliche Entwick-
lungsmöglichkeit und Alternative zur Management-Karriere
geboten.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
195
Darüber hinaus wurde im Jahr 2017 ein neues Diversi-
tätskonzept mit Fokus auf die Kriterien Gender, Internati-
onalität und Generationen entwickelt. Dieses Konzept wird
im Corporate-Governance-Bericht näher beschrieben. Zu-
dem tragen flexible Arbeitszeiten, eine Kantine, ein Be-
triebskindergarten, hausinterne Sport- und Gesundheits-
angebote sowie andere medizinische Leistungen zur
Attraktivität des Arbeitsumfeldes bei. Das Jahr 2020 war
aufgrund der COVID-19-Pandemie besonders heraus-
fordernd und hat auch für Mitarbeiter einige Veränderungen
mit sich gebracht.
Seit März 2020 galt die Devise „Homeoffice vor Office“,
wodurch zahlreiche Mitarbeiter seitdem vorwiegend von zu
Hause aus arbeiten. Auf diese Weise wurde dafür Sorge
getragen, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Die Ver-
lagerung der Tätigkeit ins Homeoffice stellte einen großen
Umbruch in der Arbeitsweise dar. VIG Human Resources
entwickelte rasch Maßnahmen und Angebote für die Mit-
arbeiter, um besser mit dieser neuen Arbeitssituation zu-
rechtzukommen. Unter anderem boten verschiedene
Online-Seminare Mitarbeitern die Möglichkeit, die neue
Form des Arbeitens zu reflektieren und sich mit Kollegen
darüber auszutauschen. Es wurde technisches Wissen
über Kommunikations-Tools sowie Know-how in Sachen
dezentraler Zusammenarbeit, Teamwork und Work/Life-
Balance vermittelt.
Der Auftritt der VIG Holding bei Karriereevents (welche im
Berichtsjahr vorwiegend virtuell stattfanden), Internet-
Karriereseiten und das Service beim Bewerbermanage-
ment wurden im Rahmen der BEST RECRUITERS-Studie
2020 erneut ausgezeichnet: Bereits zum vierten Mal in
Folge geht die VIG Holding als „Best Recruiter“ 2020/21
unter den Versicherungen hervor und positioniert sich
insgesamt auf Rang 10 von über 500 untersuchten
Unternehmen in Österreich. Zudem hat das Magazin
„Forbes“ die VIG-Versicherungsgruppe unter die 750
besten Arbeitgeber der Welt gewählt. Sie ist zugleich der
einzige österreichische Finanzdienstleister, der in der Liste
vertreten ist. Insgesamt wurden Unternehmen in 58
Ländern bewertet. Die Gruppe wurde in die Liste der
„Financial Times Diversity Leaders 2021” aufgenommen.
Dies ist Unternehmen mit besonderen Leistungen im
Bereich Diversität und Inklusion am Arbeitsplatz vor-
behalten.
Die VIG Holding erhielt zudem 2020 den ersten Platz in
Österreich beim Gender-Diversity-Index Ranking 2019
der Boston Consulting Group.
Die aktuelle Personalstrategie verfolgt drei primäre Ziele:
Die Wahrnehmung der VIG-Versicherungsgruppe als
diverse, innovative und lernende Organisation; die Befähi-
gung der Führungskräfte für ein positives Arbeitsumfeld
zu sorgen und die Mitarbeiter bei Herausforderungen der
Zukunft zu unterstützen; sowie das Gewährleisten einer
angemessenen Feedback-Kultur. Diese Ziele werden
durch strategische HR-Partnerschaften, ein wertschät-
zendes Arbeitsumfeld und zukunftsfitte Führungskräfte
und Mitarbeiter verfolgt.
Im Jahr 2020 betrug die durchschnittliche Anzahl der
Beschäftigten inklusive Vorstand 296.
Forschung und Entwicklung
Obgleich die VIG-Gesellschaften keine Forschungsaktivi-
täten im Sinne des § 243 (3) Z2 UGB durchführt, leistet sie
einen fachlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von Mo-
dellen in versicherungsspezifischer Software. Darüber hi-
naus kooperieren sowohl die Holding wie auch – projekt-
abhängig – die VIG-Gesellschaften mit dem Digital Impact
Labs Leipzig, Plug & Play sowie über eine in Deutschland
ansässige und gemeinsam mit anderen Versicherern
finanzierte Start-Up-Initiative (Investment und Corporate
Building), um technologische Entwicklungen am Markt ra-
scher identifizieren und in der Folge gegebenenfalls inter-
nalisieren zu können. Auch viesure wurde als interner
„Innovation Hub“ vor allem mit Fokus auf Österreich zu
diesem Zweck gegründet.
Sonstige Informationen
Im Geschäftsjahr 2019 wurden drei Zweigniederlassungen
der VIG Holding gegründet und die Geschäftstätigkeit der
VIG-Versicherungsgruppe in Nordeuropa ausgeweitet.
Somit ist die Unternehmensgruppe über Zweigniederlas-
sungen mit Sitz in Kopenhagen, Oslo und Stockholm tätig.
Zu den Angaben hinsichtlich verwendeter Finanzinstru-
mente wird auf den Anhang (I. Offenlegung und Er-
läuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden)
verwiesen.
196
Jahresfinanzbericht 2020
RISIKOBERICHT
D
as Risikomanagementsystem ist in die Aufbauorganisation der VIG Holding wohl integriert. Die folgende Grafik zeigt jene
Einheiten, welchen im Rahmen des Risikomanagementsystems eine zentrale Bedeutung zukommt.
Der Vorstand trägt in seiner Gesamtheit die Verantwortung
für das Risikomanagementsystem und dabei insbesondere
für folgende Themen:
• Aufbau und Förderung des Risikomanagementsystems
• Definition und Kommunikation der Risikostrategie
inklusive Risikotoleranzen und Risikoappetit
• Genehmigung zentraler Risikomanagementrichtlinien
• Berücksichtigung der Risikosituation in strategischen
Entscheidungen
Ab Beginn des Jahres 2020 berichten die beiden Einheiten
VIG Enterprise Risk Management und VIG Asset-Risk
Management direkt an Vorstandsmitglied Mag. Liane Hirner.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
197
RISIKOKOMITEE
Das Risikokomitee wurde vom Vorstand der VIG Holding
eingerichtet, um innerhalb der Organisation regelmäßig
aktuelle Agenden des Risikomanagements fachübergrei-
fend zu diskutieren und einen Austausch über die Risiko-
situation zwischen den Mitgliedern des Komitees und dem
Vorstand sicherzustellen. Die Sitzungen des Risikokomitees
erfolgen zumindest vierteljährlich unter der Leitung des
ressortverantwortlichen Vorstandsmitglieds. Das Risiko-
komitee berichtet nach dessen Sitzungen dem Gesamt-
vorstand.
VIG ENTERPRISE RISK MANAGEMENT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 dem Vor-
standsmitglied Mag. Liane Hirner unterstellt. Der Leiter der
Abteilung nimmt die unter Solvency II geforderte Risiko-
managementfunktion auf Gruppenebene und Soloebene
war.
Zu den wesentlichsten Aufgaben der Abteilung zählen die
gesamthafte Erfassung des Risikoprofils der Gruppe und der
Holding sowie die Berechnung der Solvabilität. Die Abteilung
stellt hierzu eine gruppenweite Risikoaggregationslösung mit
einem umfangreichen Berichtswesen und partielle Modellie-
rungsansätze für die Solvenzkapitalberechnung zur Verfü-
gung. Die unterjährige Berechnung des Solvenzkapital-
erfordernisses, die Analyse der Risikotragfähigkeit anhand
eines eigenentwickelten Analysetools sowie die Überprüfung
des Internen Kontrollsystems gehören ebenfalls zu den
wesentlichen Tätigkeiten der Abteilung.
Darüber hinaus unterstützt die Abteilung den Vorstand bei
der Aktualisierung der zentralen Risikostrategie sowie der
Weiterentwicklung der Risikoorganisation und anderen
zentralen Risikomanagementthemen.
VIG ASSET-RISK MANAGEMENT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 dem
Vorstandsmitglied Mag. Liane Hirner unterstellt. Primäre
Aufgabe der Abteilung ist es, die mit der Kapitalveranlagung
verbundenen Risiken insbesondere bzgl. des Solvenz- und
des Finanzergebnisses der VIG-Versicherungsgruppe zu
analysieren, zu bewerten und zu überwachen. Hierzu
werden seitens der Abteilung gruppenweite Vorgaben zur
Risikobewertung definiert und ein zentrales System für die
Verwaltung und Risikoüberwachung der Kapitalanlagen
implementiert. Die Abteilung ist zudem verantwortlich für die
Pflege eines internen Ratingansatzes für Banken.
VIG ASSET MANAGEMENT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 dem
Vorstandsmitglied Mag. Gerhard Lahner unterstellt. Eine der
wesentlichen Hauptaufgaben der Abteilung ist die Definition
der strategischen Ausrichtung der Kapitalanlagen jeder
einzelnen Versicherungsgesellschaft und für die VIG-
Versicherungsgruppe insgesamt sowie die Festlegung von
Anlagestrategie und Investmentprozess mit dem Ziel, einen
maximal hohen, aber ebenso gesicherten laufenden Ertrag
unter gleichzeitiger Nutzung von Opportunitäten zur Wert-
steigerung der Kapitalanlagen sicherzustellen. Die Steuerung
der Kapitalanlagen erfolgt mittels Leitlinien und Limits. Weiters
erfolgt eine laufende Berichterstattung zu den Kapitalanlagen,
den Limits und den Erträgen.
VIG AKTUARIAT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 dem Vor-
standsmitglied Gábor Lehel unterstellt. Die unter Solvency II
erforderliche versicherungsmathematische Funktion wird
durch den Leiter dieser Abteilung wahrgenommen. Somit
ist die Abteilung insbesondere verantwortlich für die Auf-
gaben, die mit der versicherungsmathematischen Funktion
einhergehen. Darüber hinaus berechnet das Aktuariat den
Embedded Value für das Lebens- und Krankenversiche-
rungsgeschäft und erstellt Wirtschaftlichkeitsanalysen und
Unternehmensbewertungen. Die Abteilung unterstützt die
aktuarielle Zusammenarbeit und fachliche Vernetzung.
VIG GROUP REINSURANCE
Die Abteilung ist dem Vorstandsmitglied Mag. Peter
Höfinger unterstellt. Die Abteilung koordiniert und unter-
stützt alle Gesellschaften in der VIG-Versicherungsgruppe
und deren Rückversicherungsabteilungen im Zusammen-
hang mit Rückversicherungsangelegenheiten im Bereich
des Nichtlebensgeschäftes (Sach-, Haftpflicht- und Unfall-
versicherung) unter Vorgabe und Anwendung von Richt-
linien. Darüber hinaus administriert die Abteilung alle
gruppenweiten Rückversicherungsprogramme in den
Nichtlebenssparten. Oberstes Ziel ist dabei die Schaffung
198
Jahresfinanzbericht 2020
eines Sicherheitsnetzes, durch welches alle Unterneh
men
der VIG-Versicherungsgruppe nachhaltig vor negativen
Auswirkungen von Katastrophenereignissen, einzelnen
Großschäden sowie vor negativen Entwicklungen ganzer
Versicherungsportfolios geschützt werden.
VIG PLANUNG UND CONTROLLING
Die Abteilung ist ein wichtiger Teil im ganzheitlichen
Risikomanagementansatz, war bis zum Ende des Ge-
schäftsjahres der Vorstandsvorsitzenden Prof. Elisabeth
Stadler und ist seit Beginn des Jahres 2021 dem Vor-
standsmitglied Hartwig Löger unterstellt. Der Bereich
koordiniert die Geschäftsplanung über einen 3-Jahres-
Horizont. Das standardisierte Berichtswesen umfasst
Kennzahlen- und Soll-/Ist-Analysen zur Planung, Forecasts
und laufender Performance der VIG Holding und anderer
Versicherungsgesellschaften. Es werden regelmäßig
Monatsprämienberichte, Quartalsberichte je Gesellschaft
(aggregiert auf Länder- und VIG-Versicherungsgruppen-
ebene) sowie Kostenberichte erstellt.
VIG GROUP IT
Die Abteilung ist seit Beginn des Jahres 2020 dem
Vorstandsmitglied Dr. Peter Thirring unterstellt. Die Ab-
teilung ist verantwortlich für das Management der IT auf
VIG-Versicherungsgruppenebene (IT-Strategie, IT-Gover-
nance, IT-Sicherheit, IT-Gruppenprojekte etc.) sowie für die
Unterstützung der Gesellschaften der VIG-Versicherungs-
gruppe bei größeren IT-Projekten und der Entwicklung von
gruppenweiten Leitlinien und gemeinsamen Standards. Die
Group IT wird dabei von der Betriebsorganisation Öster-
reich mit externen Dienstleistungen aus dem Bereich IT und
Telefonie unterstützt.
VIG ASSET LIABILITY MANAGEMENT
Die Abteilung ist Mag. Gerhard Lahner unterstellt und wurde
im abgelaufenen Geschäftsjahr etabliert. Die Beobachtung,
Messung und Optimierung der zukünftigen Zahlungsströme
auf der Aktiv- und Passivseite sind Hauptaufgaben und Ziele
des Asset Liability Managements. In diesem Zusammenhang
gilt es ebenso den Erfahrungsaustausch und die Weiter-
entwicklung in der Gruppe zu fördern.
FIRMEN- UND GROSSKUNDENGESCHÄFT
Die Abteilung ist dem Vorstandsmitglied Mag. Peter
Höfinger unterstellt und zeichnet Versicherungsverträge
österreichischer und internationaler Großkunden. Darüber
hinaus unterstützt die Abteilung Tochtergesellschaften mit
Kapazitäten und Know-how. Ziel ist eine einheitliche
Zeichnungsphilosophie und Herangehensweise bei allen
Unternehmen der VIG-Versicherungsgruppe, die der-
artiges Geschäft betreiben.
VIG INTERNAL AUDIT
Die Abteilung ist dem Gesamtvorstand unterstellt.
Ansprechpartner im Vorstand ist Vorstandsvorsitzende
Prof. Elisabeth Stadler. Die Betriebs- und Geschäftsab-
läufe, das Interne Kontrollsystem sämtlicher operativer
Unternehmensbereiche inklusive der Einhaltung recht-
licher Anforderungen sowie die Funktionsfähigkeit und
Angemessenheit des Risikomanagements werden von der
Internen Revision planmäßig überwacht. Die Interne Revi-
sion ist laufend tätig und berichtet dem Gesamtvorstand
direkt. Die unter Solvency II erforderliche Funktion der
Internen Revision wird durch den Leiter dieser Abteilung
wahrgenommen.
Das Gesamtrisiko der VIG Holding kann in einzelne
Risikokategorien unterteilt werden:
Marktrisiko
:
Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr von
Verlusten aufgrund einer Änderung von Marktpreisen. Wert-
änderungen ergeben sich unter anderem durch Schwan-
kungen von Zinskurven, Aktien- und Wechselkursen, sowie
der Bewertung von Immobilien und Beteiligungen.
Kreditrisiko:
Das Kreditrisiko beziffert den potenziellen
Verlust, der durch die Verschlechterung in der Situation eines
Vertragspartners, dem gegenüber Forderungen bestehen,
entsteht.
Liquiditätsrisiko:
U
nter dieser Kategorie werden Risiken
subsumiert, dass die VIG-Versicherungsgruppe ihren
Zahlungsverpflichtungen nicht durch kurzfristig liquidier-
bares Vermögen nachkommen kann.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
199
Versicherungstechnische Risiken:
Der Risikotransfer von
Versicherungsnehmern zum Versicherungsunternehmen stellt
das Kerngeschäft der VIG-Versicherungsgruppe dar. Die
versicherungstechnischen Risiken resultieren für die Bereiche
Rückversicherung und Nichtlebensversicherung, insbeson-
dere durch Änderungen von versicherungsspezifischen
Parametern wie Schadenhäufigkeit-, oder Schadenhöhe,
aber auch Stornoraten oder Kosten.
Reputationsrisiken:
Das Reputationsrisiko beschreibt die
Gefahr einer negativen Geschäftsentwicklung im Zusam-
menhang mit einer Rufschädigung des Unternehmens.
Operationelle Risiken:
Operationelle Risiken können durch
Unzulänglichkeiten oder Fehler in Geschäftsprozessen, Kon-
trollen oder Projekten entstehen, die durch Technologie, Mit-
arbeiter, Organisation oder durch externe Faktoren verursacht
werden.
Strategische Risiken:
Durch eine Änderung des wirtschaft-
lichen Umfeldes, der Rechtsprechung oder des regula-
torischen Umfeldes können sich strategische Risiken er-
geben. Sämtliche Risiken, denen die VIG Holding ausgesetzt
ist, werden anhand etablierter Risikomanagementprozesse
regelmäßig identifiziert, analysiert und bewertet, berichtet,
gesteuert und überwacht.
Die Risikosteuerungsmaßnahmen sind Vermeidung, Vermin-
derung, Diversifikation, Transfer und Akzeptanz von Risiken
und Chancen. Ein gruppenweit harmonisiertes Internes
Kontrollsystem unterstützt zusätzlich die Einhaltung der sich
aus dem Risikomanagement ergebenden Leitlinien und Vor-
gaben. Marktrisiken entstehen für die VIG Holding insbe-
sondere aufgrund ihrer Tätigkeit als Versicherungsholding-
gesellschaft. Darüberhinausgehende Marktrisiken aus der
Kapitalveranlagung werden durch eine konservative Veran-
lagung begrenzt. Die Überwachung der Marktrisiken selbst
erfolgt dabei über Fair-Value-Bewertungen, Value-at-Risk
(VaR)-Berechnungen, Sensitivitätsanalysen und Stresstests.
Das Marktrisiko ist das mit Abstand bedeutendste Risiko der
VIG Holding, wobei innerhalb des Marktrisikos insbesondere
das Aktienrisiko und das Währungsrisiko relevant sind, welche
aus der originären Tätigkeit, dem Halten von Versiche-
rungsbeteiligungen, resultieren.
Aus ihrer Tätigkeit im internationalen Firmen- sowie Rück-
versicherungsgeschäft erwachsen der VIG Holding zudem
versicherungstechnische Risiken. Entsprechende versiche-
rungstechnische Rückstellungen werden mit Hilfe anerkan-
nter aktuarieller Methoden und Annahmen ermittelt und
durch Richtlinien zur Übernahme von Versicherungsrisiken
gesteuert. Zusätzlich begrenzt die VIG Holding ihre mögli-
che Haftung aus dem Versicherungsgeschäft/aktiven Rück-
versicherungsgeschäft, indem sie einen Teil der übernom-
menen Risiken über die zur VIG-Versicherungsgruppe
gehörende Rückversicherungsgesellschaft VIG Re an den
externen Rückversicherungsmarkt weitergibt.
In Bezug auf das Kreditrisiko kommen nur Emittenten oder
Kontrahenten in Frage, deren Bonität bzw. Zuverlässigkeit
die VIG Holding einschätzen kann – sei es aufgrund eige-
ner Analyse, aufgrund von Bonitätsurteilen/Ratings aus
anerkannten Quellen, aufgrund von Besicherung oder sei
es durch Rückgriffsmöglichkeiten auf verlässliche Einla-
gensicherungsmechanismen. Auch die operationellen und
strategischen Risiken, die durch Unzulänglichkeiten oder
Fehler in Geschäftsprozessen, Kontrollen oder Projekten
sowie durch eine Veränderung des Geschäftsumfeldes
verursacht werden können, unterliegen einer ständigen
Überwachung. Konzentrationen werden auf das ge-
wünschte Sicherheitsmaß begrenzt.
Kapitalanlagen
Die Kapitalanlagen der VIG Holding bestehen im
Wesentlichen aus Beteiligungen und Depotforderungen.
Eine darüberhinausgehende Veranlagung der Kapital-
anlagen erfolgt insbesondere in festverzinsliche Werte
(Anleihen, Darlehen/Kredite) sowie Immobilien und nur in
geringem Ausmaß in Aktien und übrige Kapitalanlagen.
Die VIG Holding richtet ihre Veranlagung entsprechend
ihrem Verbindlichkeitsprofil aus und verfolgt das Ziel einer
nachhaltigen Wertsteigerung im Einklang mit den Ver-
anlagungsrichtlinien der VIG-Versicherungsgruppe, die
einer langfristig angelegten, konservativen Anlagepolitik
folgen.
200
Jahresfinanzbericht 2020
Einsatz von Devisentermingeschäften
Die VIG Holding sichert die zu erwartenden Dividendenzah-
lungen in den maßgeblichen Hauptwährungen CZK und PLN
sowie die geplanten auszuschüttenden Unternehmensergeb-
nisse aus dem laufenden Geschäftsjahr in denselben Währun-
gen mittels Devisentermingeschäften oder Fremdwährungs-
Swaps ab.
Grundsätzlich erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der
erwarteten und geplanten Volumina, die im Bedarfsfall An-
passungen des Absicherungsvolumens zum jeweiligen
Zeitpunkt ergibt.
Risiken in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie
Eine weitere Verlängerung oder Verschärfung der Corona-
Pandemie und die damit verbundenen potentiellen Aus-
wirkungen auf die Kapitalmärkte und das Versicherungs-
geschäft können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der VIG-Versicherungsgruppe haben.
Hierzu zählen insbesondere Risiken im Zusammenhang mit
möglichen Schwankungen am Zins- und Kapitalmarkt, wel-
che auch in der frühen Phase der Corona-Pandemie zu be-
obachten waren. Des Weiteren bestehen bei einer anhalten-
den bzw. sich wieder verschärfenden Corona-Pandemie in
geringerem Umfang auch Risiken eines erhöhten Scha-
densaufkommens und eines verringerten Prämienvolumens.
INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT-
SYSTEM IM RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Generelle Struktur und Organisation
Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) ist
ein bedeutendes Element innerhalb der VIG Holding und fest
in der Aufbau- und Ablauforganisation verankert. Die Verant-
wortlichkeiten innerhalb des IKS sind auf Grundlage einer IKS
Gruppenrichtlinie klar definiert und reichen von der Gesamt-
verantwortung des Vorstands für die Einrichtung eines effekti-
ven Kontrollsystems und eines adäquaten Risikomanage-
ments über die Verantwortung des mittleren Managements
zur Sicherstellung einer hinreichenden Risikokontrollinfra-
struktur in den jeweiligen Bereichen bis hin zum einzelnen Mit-
arbeiter, der verantwortungsbewusst seine Arbeiten durch-
führen und proaktiv mögliche Risiken, Unzulänglichkeiten und
Fehlerquellen kommunizieren bzw. beheben soll.
Das IKS selbst umfasst sämtliche Maßnahmen und Kontroll-
aktivitäten, die zur Minimierung von Risiken – insbesondere in
Bereichen der Rechnungslegung, Compliance aber auch
sonstigen operationellen Risiken – dienen. Es reicht von
speziell etablierten Prozessen, organisatorischen Einheiten
wie das Rechnungswesen und das Controlling bis hin zu
Richtlinien und Vorschriften sowie einzelnen Kontrollen
innerhalb von Prozessen wie z.B. automatisierte Prüfungen
oder das Vier-Augen-Prinzip.
Wesentliche Kontrollelemente im Rechnungslegungsprozess
Wesentliche Elemente des Internen Kontroll- und Risiko-
managementsystems im Rechnungslegungsprozess sind in
der Dokumentation des Jahresabschlusserstellungspro-
zesses enthalten.
Die dort dokumentierten Kontrollen werden im Prozessab-
lauf angewendet, um sicherzustellen, dass mögliche Fehler,
deren Auftreten trotz zahlreicher fachlich-technischer Zu-
satzkontrollen in den vorhandenen IT-Systemen (z.B. SAP)
nicht vollständig ausgeschlossen werden können, in der
Berichterstattung frühzeitig erkannt und korrigiert werden.
Folgende Ziele des Jahresabschlussprozesses können
dadurch erreicht werden:
• Vollständigkeit: Alle Geschäftsfälle der Berichtsperiode
werden vollständig erfasst.
• Bestand: Alle bilanzierten Aktiva und Passiva sind am
Abschlussstichtag vorhanden.
• Genauigkeit: Alle bilanzierten Geschäftsfälle betreffen
den Zeitraum, auf den sich der Abschluss bezieht.
• Bewertung: Alle Aktiva und Passiva bzw. Erträge und
Aufwendungen wurden mit den ihnen nach den
Rechnungslegungsvorschriften beizulegenden Werten
erfasst.
• Eigentum: Es erfolgt der ordnungsgemäße Ausweis von
Rechten und Verpflichtungen.
• Ausweis: Sämtliche Abschlussposten sind richtig
dargestellt und offengelegt.
Der Abschlussprozess umfasst die Zusammenführung aller
Daten aus dem Rechnungswesen sowie der vorgelagerten
Prozesse zum Jahresabschluss. Dieser wird dem zustän-
digen Bereichsleiter zur Kontrolle und weiteren Abstim-
mung mit dem Vorstand vorgelegt. Seitens des Vorstandes
erfolgt die endgültige Freigabe des Abschlusses. Im
Rahmen der Abschlussprüfung berücksichtigt der Ab-
schlussprüfer das Interne Kontrollsystem, soweit es für die
Aufstellung des Jahresabschlusses von Bedeutung ist.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
201
Wirksamkeit und Kontrolle
Zur Sicherstellung der Wirksamkeit des Internen Kontroll-
systems wurde mit fachlicher Unterstützung von externen
Rechnungsprüfern innerhalb der VIG Holding ein jährlich
stattfindender Evaluierungs- und Dokumentationsprozess
in Bezug auf das IKS etabliert. Innerhalb des Prozesses
werden die für die VIG Holding bestehenden Risiken und
Kontrollen, und dabei insbesondere jene in den Bereichen
Rechnungslegung und Compliance, identifiziert, analysiert,
bewertet, dokumentiert und an den Vorstand berichtet.
Allfällige Optimierungsmaßnahmen im Kontrollumfeld
werden auf Basis der Erkenntnisse eingeleitet und deren
Implementierung durch die jeweilig verantwortliche Einheit
überwacht und ebenfalls berichtet. Die Ergebnisse dieses
Prozesses dienen in weiterer Folge auch der Internen
Revision als eine Grundlage für deren nachgelagerte
Prüfung des Rechnungslegungsprozesses und des dort
etablierten Kontrollumfelds.
ANGABEN GEMÄSS § 243A UND § 243 ABS. 3 Z3 UGB
Nähere Ausführungen zu den gemäß § 243a und § 243
Abs. 3 Z3 UGB sind im Anhang auf Seite 219 zu finden.
ANGABEN ZUR AUSLAGERUNG GEMÄß § 156 ABS. 1 Z1
IN VERBINDUNG MIT § 109 VAG
Für die VIG Holding wurde beschlossen, IT-Dienstleistungen
von konzerninternen und -externen Dienstleistern erbringen
zu lassen. Es bestanden im Jahr 2020 aufsichtsbehördlich
genehmigte Auslagerungsverträge mit IBM Österreich (In-
ternationale Büromaschinen Gesellschaft m.b.H.) und mit
dem konzerninternen IT-Systemhaus twinformatics GmbH,
jeweils mit Sitz in Österreich. Die twinformatics GmbH hat
darüber hinaus die Gesamtverantwortung für alle IT-Dienst-
leistungen für die österreichischen VIG-Versicherungsunter-
nehmen übernommen und schließt hierfür allenfalls notwen-
dige Subauslagerungen unter Beachtung der gesetzlichen
und regulatorischen Vorgaben und nach Abstimmung mit
den VIG-Versicherungsunternehmen ab. Darüber hinaus
hat die VIG Holding keine kritischen oder wichtigen
Funktionen oder Geschäftstätigkeiten ausgelagert.
AUSBLICK
Wirtschaftlicher Ausblick
Unter dem Vorbehalt erheblicher Unsicherheit erwartet der
IWF eine globale Erholung von 5,5 % für das Jahr 2021,
beeinflusst einerseits von verlängerten Eindämmungsmaß-
nahmen im 1. Quartal 2021 und andererseits erhofften
Wirkungen der Impfkampagne. Dabei sollten entwickelte
Volkswirtschaften mit 4,3 % und Schwellenländer mit 6,3 %
zu Buche schlagen. Für die Eurozone erwartet die Erste
Group ein Wachstum von 4,0 % im Jahr 2021. In Österreich
sehen die Analysten der Erste Group wiederum eine
Rezession im 1. Quartal 2021. Erst mit dem 2. Quartal 2021
sollte eine Erholung einsetzen. Aufgrund dieser Annahmen
hat die Erste Group ihre BIP-Prognose für 2021 leicht von
3,4 % auf 3,0 % reduziert. Für 2022 erwarten sie eine
Beschleunigung des BIP-Wachstums auf 3,4 %. Trotz der
allmählichen Öffnung der Wirtschaft wird ein Anstieg der
Arbeitslosigkeit erwartet (5,6 %), auch bedingt durch das
Auslaufen der Kurzarbeit.
Für Zentral- und Osteuropa wird in Summe ein regionales
Wachstum von durchschnittlich 3,8 % für das Jahr 2021
erwartet, natürlich auch mit Unterstützung durch Basis-
effekte. Trotz dieser Erholung sollten Wohlstandsverluste
durch die COVID-19-Pandemie im besten Falle erst 2022
aufgeholt worden sein. Das Wachstum im Szenario der
Erste Group sollte dabei zwischen 5,0 % BIP-Wachstum für
Serbien und 3,3 % in der Tschechischen Republik rangieren.
Inflationäre Trends sollten wie überall auch in der Region
sichtbar sein, sich aber zunächst auf temporäre Effekte
begrenzen und in allen Märkten innerhalb der Toleranzen
der Zentralbanken bleiben. Mit einem erwarteten Inflations-
niveau von 2,6 % für Zentral- und Osteuropa insgesamt
sollte Slowenien die geringsten Preissteigerungen erfahren
(0,8 %). Ungarn sollte mit 3,7 % eher am oberen Ende liegen.
Ein erwarteter Anstieg der Arbeitslosenrate für 2021 in
Zentral- und Osteuropa (5,7 %) sollte zum moderaten
Preisdruck beitragen, bevor 2022 eine Verbesserung der
Beschäftigungssituation eintritt.
202
Jahresfinanzbericht 2020
Ausblick der Versicherungsgruppe
D
ie VIG-Versicherungsgruppe mit ihren über 25.000 Mitar-
beitern ist als Marktführer in Zentral- und Osteuropa hervor-
ragend positioniert, um die Chancen in dieser Region und
die damit verbundenen langfristigen Wachstumsmöglich-
keiten optimal zu nutzen. Sie setzt dabei unverändert auf
ihre bewährte Unternehmensstrategie des profitablen
Wachstums. Basierend auf den Werten Vielfalt, Kunden-
nähe und Verantwortung und gestützt auf die erfolgreichen
Managementprinzipien wollen die VIG-Versicherungsgesell-
schaften ihre Marktanteile festigen und weiter ausbauen.
Das umfasst sowohl organisches Wachstum als auch
Zukäufe, insbesondere dort, wo das bestehende Portfolio
strategisch sinnvoll ergänzt bzw. Skaleneffekte generiert
werden können. Das Ziel ist, in Polen, Ungarn, Kroatien und
Serbien den Marktanteil mittelfristig auf mindestens jeweils
10 % zu steigern. Von diesen Ländern konnte dieses Ziel
2016 bereits in Serbien erreicht werden. Die VIG-
Versicherungsgruppe hat im November 2020 den Kauf-
vertrag über EUR 830 Mio. zum Erwerb von Gesellschaften
der niederländischen Aegon N.V. in Ungarn, Polen,
Rumänien und der Türkei unterzeichnet. Die Transaktion
umfasst Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen,
Asset Management- und Servicegesellschaften. Durch die
Akquisition wird die VIG-Versicherungsgruppe in Ungarn
erstmals zum Marktführer mit einem Marktanteil von über
19 % aufsteigen. Sie wird zudem in der Türkei in das
Lebensversicherungsgeschäft einsteigen und mit dem
Erwerb der Pensionskassengesellschaften in Ungarn, Polen
und Rumänien ihre Aktivitäten im Bereich der Alters-
vorsorge stärken. Insgesamt wird durch die Akquisition die
Zahl der Kunden um 4,5 Mio. wachsen. Die Transaktion
erfolgt vorbehaltlich der erforderlichen aufsichts- und wett-
bewerbsrechtlichen Genehmigungen, wobei der formale
Abschluss des Erwerbs für das 2. Halbjahr 2021 erwartet
wird.
Die im Rahmen der Agenda 2020 gesetzten strategischen
Maßnahmen und Initiativen zur Optimierung des Geschäfts-
modells, zur Absicherung der Zukunftsfähigkeit sowie zu
Organisation und Zusammenarbeit haben zur soliden Ent-
wicklung 2020 beigetragen. Das in Ausarbeitung befind-
liche strategische Nachfolgeprogramm bis 2025 wird
weiterhin einen Fokus auf Effizienz und Synergiepotenziale
legen und im Laufe des 2. Quartals 2021 präsentiert werden.
Im Sinne der langfristigen Kapitalplanung der Gruppe und
auf Basis der derzeitigen Zinssituation hat der Vorstand
Maßnahmen zur Kapitaloptimierung der Gruppe initiiert. Im
Zentrum steht dabei der Ausbau der Investments in sozial
und ökologisch nachhaltige Projekte. Im 1. Halbjahr soll
eine Senior-Nachhaltigkeitsanleihe entsprechend den
Marktgegebenheiten mit einem Volumen von EUR 500 Mio.
begeben werden. Darüber hinaus wurde eine Nachrang-
anleihe mit einem Gesamtvolumen von EUR 300 Mio. als
Restricted-Tier-1-Instrument beim Hauptaktionär der
Vienna Insurance Group, dem Wiener Städtischen
Versicherungsverein, platziert.
Die Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttung in einer
Bandbreite von 30 bis 50 % des Konzernnettogewinns vor.
Die Höhe der Dividende pro Aktie wird weiterhin an der
Entwicklung des Unternehmenserfolgs ausgerichtet.
Aufgrund des noch nicht absehbaren Endes der COVID-19-
Pandemie sind Einschätzungen über den Geschäftsverlauf
2021 weiterhin von sehr hohen Unsicherheiten begleitet.
Ungeachtet der Tatsache, dass die VIG-Gruppe bisher sehr
gut durch diese Ausnahmephase steuern konnte und sich
in der Lage sieht, das operative Geschäft weiterhin gut zu
managen, ist aus derzeitiger Sicht mit Beeinträchtigungen
aufgrund volkswirtschaftlicher Entwicklungen zu rechnen.
Unter diesen Aspekten und unter Berücksichtigung der
derzeit geltenden Parameter rechnet die VIG-Versiche-
rungsgruppe mit einem stabilen Prämienvolumen auf dem
Niveau von 2020 und einem Gewinn vor Steuern in der
Bandbreite von EUR 450 bis 500 Mio. Aufgrund des noch
ausstehenden Closings sind die Aegon-Gesellschaften im
Ausblick 2021 nicht berücksichtigt. Die Combined Ratio soll
weiterhin bei nachhaltig rund 95 % liegen. Gemäß der
Dividendenpolitik wird der Vorstand der Vienna Insurance
Group den Gremien eine Dividende für das Geschäftsjahr
2020 von EUR 0,75 vorschlagen. Die Ausschüttungsquote
liegt bei 41,5 %.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
203
Ausblick der VIG Holding
Die VIG Holding hat sich für das Geschäftsjahr 2021 zum
Ziel gesetzt, ihr Prämienvolumen aus dem internationalen
Rückversicherungs- sowie länderübergreifendem Firmen-
geschäft zu steigern. Zusätzlich wird die Holding gemein-
sam mit den Versicherungsgesellschaften die strategischen
Stoßrichtungen weiter fokussieren und Optimierungen in
den Prozessen und in der Ertragskraft anstreben.
Um diese Ziele zu erreichen sollen entsprechende Maß-
nahmen gesetzt und koordiniert werden.
Weiterhin soll die Attraktivität als Arbeitgeber mit inter-
nationalem Hintergrund gestärkt werden und der Ausbau
des nachhaltigen Geschäftsbetriebs für Mensch und
Umwelt weiter forciert werden.
Wien, 17. März 2021
Der Vorstand:
Prof. Elisabeth Stadler
Generaldirektorin,
Vorstandsvorsitzende
WP/StB Mag. Liane Hirner
CFO, Vorstandsmitglied
Mag. Peter Höfinger
Vorstandsmitglied
Mag. Gerhard Lahner
Vorstandsmitglied
Gábor Lehel
Vorstandsmitglied
Hartwig Löger
Vorstandsmitglied
Mag. Harald Riener
Vorstandsmitglied
Dr. Peter Thirring
Vorstandsmitglied
204
Jahresfinanzbericht 2020
VI
ENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
205
Jahres-
abschluss
nach UGB
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
206
Jahresfinanzbericht 2020
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020
Aktiva 31.12.2020
31.12.2019
in EUR
in TEUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.058.938,05
17.439
I. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 16.058.938,05
17.439
B. Kapitalanlagen 6.136.576.683,64
6.275.709
I. Grundstücke und Bauten 125.069.948,90
117.122
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 4.763.484.192,75
4.795.028
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.328.867.121,56
4.318.956
2. Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere von verbundenen Unternehmen und Darlehen an
verbundene Unternehmen 409.700.000,00
451.856
3. Beteiligungen 24.417.071,19
24.216
4. Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere von und Darlehen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 500.000,00
0
III. Sonstige Kapitalanlagen 222.066.186,15
249.233
1. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 128.085.163,70
120.378
2. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 80.890.936,00
70.700
3. Hypothekenforderungen 2.178.000,01
2.252
4. Sonstige Ausleihungen 912.086,44
903
5. Guthaben bei Kreditinstituten 10.000.000,00
55.000
IV. Depotforderungen aus dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 1.025.956.355,84
1.114.326
C. Forderungen 214.795.081,02
196.987
I. Forderungen aus dem direkten Versicherungsgeschäft 19.596.788,50
7.742
1. an Versicherungsnehmer 6.998.356,53
2.927
2. an Versicherungsvermittler 82.158,93
82
3. an Versicherungsunternehmen 12.516.273,04
4.733
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 39.757.559,21
55.958
III. Sonstige Forderungen 155.440.733,31
133.287
D. Anteilige Zinsen 7.400.821,44
7.213
E. Sonstige Vermögensgegenstände 566.868.214,83
204.341
I. Sachanlagen (ausgenommen Grundstücke und Bauten) 1.898.428,14
1.351
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 564.969.786,69
202.989
III. Andere Vermögensgegenstände 0,00
1
F.Rechnungsabgrenzungsposten 5.618.198,00
1.239
Summe AKTIVA 6.947.317.936,98
6.702.928
Jahresabschluss
2020
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
207
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020
Passiva 31.12.2020
31.12.2019
in EUR
in TEUR
A. Eigenkapital 3.440.911.068,45
3.502.631
I. Grundkapital
Nennbetrag 132.887.468,20
132.887
II. Kapitalrücklagen
Gebundene Rücklagen 2.267.232.422,07
2.267.232
III. Gewinnrücklagen
Freie Rücklagen 756.715.354,17
756.716
IV. Risikorücklage 44.845.010,00
44.845
V. Bilanzgewinn 239.230.814,01
300.951
davon Gewinnvortrag 153.750.530,64
105.117
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.100.000.000,00
1.100.000
I. Ergänzungskapitalanleihe 1.100.000.000,00
1.100.000
C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Eigenbehalt 1.308.738.101,53
1.244.140
I. Prämienüberträge 114.010.884,07
100.447
1. Gesamtrechnung 118.049.618,59
102.607
2. Anteil der Rückversicherer -4.038.734,52 -2.160
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.177.741.466,46
1.129.041
1. Gesamtrechnung 1.297.726.300,63
1.207.240
2. Anteil der Rückversicherer -119.984.834,17 -78.199
III. Schwankungsrückstellung 14.753.751,00
12.745
IV. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 2.232.000,00
1.907
1. Gesamtrechnung 2.232.000,00
1.907
D. Nichtversicherungstechnische Rückstellungen 167.630.434,60
183.909
I. Rückstellungen für Abfertigungen 845.502,00
667
II. Rückstellungen für Pensionen 56.554.922,00
52.130
III. Steuerrückstellungen 3.500.357,14
3.500
IV. Sonstige Rückstellungen 106.729.653,46
127.612
E. Sonstige Verbindlichkeiten 928.233.548,71
671.545
I. Verbindlichkeiten aus dem direkten Versicherungsgeschäft 112.485.230,89
54.111
1. gegenüber Versicherungsnehmern 31.894.725,45
22.389
2. gegenüber Versicherungsvermittler 777.008,52
495
3. gegenüber Versicherungsunternehmen 79.813.496,92
31.227
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 18.387.948,88
6.709
III. Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute 192.751.122,65
75.101
IV. Andere Verbindlichkeiten 604.609.246,29
535.624
F.Rechnungsabgrenzungsposten 1.804.783,69
703
Summe PASSIVA 6.947.317.936,98
6.702.928
208
Jahresfinanzbericht 2020
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.
JÄNNER 2020 BIS 31. DEZEMBER 2020
Versicherungstechnische Rechnung 2020
2019
in EUR
in TEUR
1. Abgegrenzte Prämien 1.058.581.502,49
1.033.253
Verrechnete Prämien 1.073.201.430,21
1.042.813
Gesamtrechnung 1.145.138.175,96
1.100.026
Abgegebene Rückversicherungsprämien -71.936.745,75 -57.213
Veränderung durch Prämienabgrenzung -14.619.927,72 -9.560
Gesamtrechnung -16.498.608,46 -10.505
Anteil der Rückversicherer 1.878.680,74
945
2. Kapitalerträge des technischen Geschäfts 11.364.339,98
18.047
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge 453.568,47
66
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle -632.645.934,97 -664.372
Zahlungen für Versicherungsfälle -561.102.495,02 -646.150
Gesamtrechnung -573.924.698,61 -686.058
Anteil der Rückversicherer 12.822.203,59
39.908
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -71.543.439,95 -18.222
Gesamtrechnung -114.586.831,26 -17.096
Anteil der Rückversicherer 43.043.391,31
-1.126
5. Erhöhung von versicherungstechnischen Rückstellungen -325.125,00 -432
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen -325.125,00 -432
Gesamtrechnung -325.125,00 -432
6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb -409.499.172,27 -354.831
Aufwendungen für den Versicherungsabschluss -410.403.963,09 -355.333
Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb -2.253.630,34 -1.252
Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteile aus Rückversicherungsabgaben 3.158.421,16
1.754
7. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen -866.937,32 -851
8. Veränderung der Schwankungsrückstellung -2.008.257,00 3.151
Versicherungstechnisches Ergebnis 25.053.984,38
34.031
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
209
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JÄNNER 2020 BIS 31. DEZEMBER 2020
2020
2019
in EUR
in TEUR
Versicherungstechnisches Ergebnis (Übertrag) 25.053.984,38
34.031
Nichtversicherungstechnische Rechnung:
1. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge 432.011.642,11
501.586
Erträge aus Beteiligungen 315.881.564,06
304.085
Erträge aus Grundstücken und Bauten 13.415.052,06
12.575
Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen 26.434.024,64
27.024
Erträge aus Zuschreibungen 53.297.627,49
72.408
Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 11.310.126,78
67.052
Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge 11.673.247,08
18.442
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen -409.333.368,08
-315.386
Aufwendungen für die Vermögensverwaltung -90.146.195,10
-92.057
Abschreibungen von Kapitalanlagen -208.435.395,85
-149.560
Zinsenaufwendungen -72.487.824,65
-70.061
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen -2.595.580,64
-2.809
Sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen -35.668.371,84
-899
3. In die versicherungstechnische Rechnung übertragene Kapitalerträge -11.364.339,98
-18.047
4. Sonstige nichtversicherungstechnische Erträge 30.571.470,73
6.269
5. Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen -5.555.008,00
-5.936
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 61.384.381,16
202.517
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24.095.902,21
20.317
8. Jahresüberschuss 85.480.283,37
222.834
9. Zuweisung an Rücklagen 0,00
-27.000
Zuweisung an freie Rücklagen 0,00
-27.000
10. Jahresgewinn 85.480.283,37
195.834
11. Gewinnvortrag 153.750.530,64
105.117
Bilanzgewinn 239.230.814,01
300.951
210
Jahresfinanzbericht 2020
ANHANG 2020
|. OFFENLEGUNG UND ERLÄUTERUNG DER BILANZIERUNGS- UND
BEWERTUNGSMETHODEN
Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020
wurde entsprechend der Rechnungslegungsbestimmungen
des Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Berück-
sichtigung der besonderen Bestimmungen des Versiche-
rungsaufsichtsgesetzes (VAG) in der geltenden Fassung
und unter
Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung
sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, der Finanz- und
der Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, erstellt.
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unter-
nehmens ausgegangen.
Die bisherigen angewandten Bewertungsmethoden wur-
den im Geschäftsjahr 2020 beibehalten.
Dem
Grundsatz der Vorsicht
wurde dadurch entsprochen,
dass nur die am Bilanzstichtag verwirklichten Gewinne
ausgewiesen wurden und alle erkennbaren Risiken und
drohenden Verluste bilanzmäßig erfasst wurden.
Die Zahlenangaben erfolgen grundsätzlich in EUR 1.000
(TEUR). Bei der Summierung von gerundeten Beträgen
können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen
rundungsbedingte Differenzen auftreten. Vorjahreswerte
sind als solche bezeichnet bzw. in Klammer gesetzt.
Die
immateriellen Vermögensgegenstände
wurden zu den
Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschrei-
bungen unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer zwi-
schen drei und zehn Jahren, angesetzt.
Grundstücke
werden zu Anschaffungskosten,
Bauten
werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermin-
dert um planmäßige sowie gegebenenfalls außerplan-
mäßige Abschreibungen, bewertet. Instandsetzungsauf-
wendungen für Wohngebäude werden ab dem Jahr 2016
grundsätzlich auf 15 Jahre verteilt.
Aktien
und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
sowie
Anteile an verbundenen Unternehmen
sind nach dem
strengen Niederstwertprinzip bewertet. Schuldverschrei-
bungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie
Beteiligungen
werden nach dem gemilderten Niederst-
wertprinzip gemäß § 149 Abs. 1 VAG bewertet.
Die unterlassenen Abschreibungen aufgrund der Bewer-
tung nach dem gemilderten Niederstwertprinzip betrugen
TEUR 24 (TEUR 0).
Die Kapitalveranlagung des Unternehmens erfolgt unter
Bedachtnahme auf die Gesamtrisikolage des Unterneh-
mens nach der dafür vorgesehenen Strategie in festver-
zinslichen Werten, Immobilien, Beteiligungen und Aktien.
Bei der Festsetzung der Volumina und der Begrenzung der
offenen Geschäfte wurde auf den Risikogehalt der vor-
gesehenen Kategorien sowie auf Marktrisiken Bedacht
genommen.
Die Kapitalveranlagungsstrategie ist in Veranlagungsrichtli-
nien festgelegt, deren Einhaltung laufend vom zentralen
Risikocontrolling und von der Internen Revision überprüft
wird. Das zentrale Risikocontrolling berichtet laufend dem
taktischen und strategischen Anlageausschuss. Die Inter-
ne Revision berichtet laufend dem Vorstand.
Grundsätzlich erfolgt eine weitgehend risikoarme Kapital-
veranlagung. Je nach Risikogehalt der einzelnen Veranla-
gung entscheidet der strategische Veranlagungsaus-
schuss nach vollständiger Darlegung aller damit verbunde-
nen Risiken und Liquiditätsbelastung sowie Darstellung der
bereits im Bestand vorhandenen Werte sowie der Auswir-
kung der einzelnen Veranlagung auf die Gesamtrisikolage
über mögliche risikoreichere Veranlagungen. Alle bekann-
ten finanziellen Risiken werden regelmäßig bewertet und
durch konkrete Limits oder Reserven begrenzt. Das Preis-
risiko der Wertpapiere wird mittels Value-at-Risk und
Stresstests periodisch überprüft. Ausfallrisiken werden
sowohl durch interne als auch externe Ratingsysteme ge-
messen.
Wichtiges Ziel der Veranlagung und Liquiditätsplanung ist
die Bewahrung ausreichender, liquider und wertgesicherter
Finanzanlagen. Daher erfolgt die Liquiditätsplanung unter
Berücksichtigung der Entwicklung der Versicherungs-
leistungen und im Regelfall wird der überwiegende Teil der
Kapitalerträge zur Wiederveranlagung herangezogen.
Zum Stichtag 31. Dezember 2020 bestehen neun Devisen-
termingeschäfte in den Währungen CZK und PLN, deren
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
211
Laufzeit mit 19.05.2021 begrenzt ist. Diese Geschäfte dienen
zur Absicherung zukünftiger Dividenden in Fremdwährung.
Die fünf Devisentermingeschäfte, deren Marktwert zum Stich-
tag negativ ist, bilden eine Drohverlustrückstellung in Höhe
von TEUR 1.069 (TEUR 613).
Die übrigen vier Devisentermingeschäfte weisen zum Stichtag
einen positiven Marktwert in der Höhe von TEUR 515
(TEUR 26) auf.
Die auf
fremde Währung
lautenden Beträge werden zum
jeweiligen Devisen-Mittelkurs in Euro umgerechnet.
Hypothekenforderungen und sonstige Ausleihungen
einschließlich jener an verbundene Unternehmen und an
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag der aushaftenden
Forderungen bewertet. Ein Zuzählungsdisagio wird auf die
Laufzeit der Darlehen verteilt und unter den Rechnungs-
abgrenzungsposten ausgewiesen.
Zu
Forderungen
, deren Einbringlichkeit zweifelhaft ist, werden
ausreichende Einzelwertberichtigungen gebildet, die von den
Nennbeträgen abgezogen werden.
Die Bewertung der
Sachanlagen
(ausgenommen Grund-
stücke und Bauten) erfolgt zu Anschaffungskosten, ver-
mindert um planmäßige Abschreibungen. Geringwertige Ver-
mögensgegenstände werden im Zugangsjahr zur Gänze ab-
geschrieben.
Die
Prämienüberträge
werden im Wesentlichen zeitanteilig
unter Abzug eines Kostenabschlages (15 %) in Höhe von
TEUR 1.524 (TEUR 969) berechnet.
Die
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungs-
fälle
im direkten Geschäft wird für die bis zum Bilanzstichtag
gemeldeten Schäden durch Einzelbewertung der noch nicht
erledigten Schadenfälle bemessen und um pauschale Sicher-
heitszuschläge für nicht erkennbare, größere Schäden er-
gänzt. Für Spätschäden werden nach den Erfahrungen der
Vergangenheit bemessene Pauschalrückstellungen gebildet.
Die enthaltenen Regressforderungen betragen TEUR 783
(TEUR 9.322).
Im
indirekten Geschäft
beruhen die Rückstellungen für
noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle überwiegend
auf den Meldungen der Zedenten zum Stichtag 31.
Dezember 2020. Die gemeldeten Beträge wurden um Zu-
schläge ergänzt, wenn dies nach den Erfahrungen der
Vergangenheit für erforderlich gehalten wurde.
Die
technischen Posten des übernommenen Rück-
versicherungsgeschäftes
und die damit zusammenhän-
genden Retrozessionsabgaben werden zeitgleich in den
Jahresabschluss aufgenommen.
Die Schwankungsrückstellung wird entsprechend der
Verordnung des Bundesministers für Finanzen BGBl. Nr.
315/2015 berechnet. Die Berechnung erfolgt seit dem
Geschäftsjahr 2016 für das direkte und indirekte Geschäft
gemeinsam.
Für die Berechnung der
Rückstellungen für Abfertigungen,
Pensionen und Jubiläumsgelder
werden die Rechnungs-
grundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ 2018-P
(Angestellte) mit einer Gehaltssteigerung von 2,00 %
(2,00 %) und einem Rechnungszinsfuß von 0,97 % (1,28 %)
p. a. für Abfertigungsrückstellung, 1,68 % (2,06 %) für
Pensionsrückstellung und von 1,21 % (1,51 %) für Jubi-
läumsgeldrückstellung zugrunde gelegt. Der verwendete
Rechnungszins wurde aus dem 7-jährigen Durchschnitts-
zinssatz entsprechend der Veröffentlichung der Deutschen
Bundesbank abgeleitet. Die Bewertung der Abfertigungs-,
Pensions- und Jubiläumsgeldverpflichtung erfolgt nach
dem laufenden Einmalprämienverfahren („Projected Unit
Credit Method“). Das rechnungsmäßige Pensionsalter für
die Rückstellung für Jubiläumsgelder sowie die Rück-
stellung für Abfertigungen ist das gesetzliche Mindest-
pensionsalter gemäß ASVG (Reform 2004), maximal
jedoch 62 Jahre. Für die Rückstellung für Pensionen ist das
rechnungsmäßige Pensionsalter vom jeweiligen indivi-
duellen Vertrag abhängig, andernfalls gilt das frühest-
mögliche gesetzliche Pensionsalter gemäß ASVG (Reform
2004). Die Fluktuation wird im Folgenden, altersabhän-
gigen Ausmaß berücksichtigt: <31 4,0 %, 31–35 2,0 %,
36–40 2,0 %, 41–50 1,5 %, 51–55 0,5 % und 56–65 0 %.
Für die Rückstellung für Abfertigungen ist der rechnungs-
mäßige Abfertigungsanspruch vom jeweiligen individuellen
212
Jahresfinanzbericht 2020
Vertrag bzw. vom Kollektivvertrag abhängig. Die
Fluktuation wird im folgenden altersabhängigen Ausmaß
berücksichtigt: <30 5,5 %, 30–39 2,0 %, 40–50 1,5 %,
51–59 1,0 % und 60–65 0,5 %.
Für die direkten Pensionsleistungszusagen im Ausmaß von
TEUR 3.108 (TEUR 3.211) werden Rückstellungen gebil-
det. Ein Teil der direkten Leistungszusagen im Ausmaß von
TEUR 252 (TEUR 250) wird nach Abschluss eines Ver-
sicherungsvertrages gemäß den Bestimmungen §§ 93–98
VAG als betriebliche Kollektivversicherung geführt, sodass
die Rückstellung den Saldo aus Gesamtverpflichtung und
ausgelagertem Planvermögen ergibt.
Der unternehmensrechtliche Rückstellungswert für die Ab-
fertigungsverpflichtung für das Jahr 2020 beträgt
TEUR 2.520 (TEUR 2.432).
Der Betrag, der für die Erfüllung der ausgelagerten
Abfertigungsverpflichtungen beim Versicherungsunter-
nehmen gewidmet ist, betrug TEUR 1.675 (TEUR 1.765).
Der Unterschiedsbetrag von TEUR 846 (TEUR 667) zwi-
schen den nach den unternehmensrechtlichen Vorschriften
zu bildenden Abfertigungsrückstellungen und den Gutha-
ben beim Versicherungsunternehmen wird im Bilanz-
posten Rückstellungen für Abfertigungen ausgewiesen.
II. ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ
Die Bilanzwerte der Immateriellen Vermögensgegenstände, Grundstücke und Bauten sowie Kapitalanlagen in verbundenen
Unternehmen und Beteiligungen haben sich wie folgt entwickelt:
Immaterielle
Vermögens-
gegenstände
Grundstücke und
Bauten
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Schuldver-
schreibungen und
andere
Wertpapiere von
und Darlehen an
verbundene
Unternehmen
Beteiligungen
Schuldver-
schreibungen und
andere
Wertpapiere von
und Darlehen an
Unternehmen, mit
denen ein
Beteiligungsver-
hältnis besteht
in TEUR
Stand am 31. Dezember 2019 17.438
117.122
4.318.955
451.856
24.216
0
Zugänge 2.738
12.562
205.224
0
2.292
500
Abgänge 0
392
74.318
12.530
2.091
0
Zuschreibungen 0
0
52.679
374
0
0
Abschreibungen 4.117
4.222
173.673
30.000
0
0
Stand am 31. Dezember 2020 16.059
125.070
4.328.867
409.700
24.417
500
Im Geschäftsjahr wurden
immaterielle Vermögens-
gegenstände
im Ausmaß von TEUR 827 (TEUR 20) von
verbundenen Unternehmen erworben. Die Grundwerte der
bebauten und unbebauten Grundstücke betrugen am 31.
Dezember 2020 TEUR 30.134 (TEUR 29.895). Der
Bilanzwert der selbst genutzten Grundstücke
beträgt
TEUR 22.501 (TEUR 19.677). Im Geschäftsjahr 2020
wurde folgende Gesellschaft verschmolzen: SEESAM
INSURANCE AS in Compensa Vienna Insurance Group,
akcine draudimo bendrove. Dadurch wurden die
Buchwerte der übernommenen Gesellschaft auf die
Buchwerte der aufnehmenden Gesellschaft übertragen.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
213
Die Buch- und Zeitwerte der Kapitalanlagen betragen:
Posten nach § 144 Abs. 2 VAG Buchwerte
Zeitwerte
Buchwerte
Zeitwerte
2020
2020
2019
2019
in TEUR
Grundstücke und Bauten 125.070
561.474
117.122
543.850
davon Schätzgutachten 2016 1.880
2.890
1.888
2.890
davon Schätzgutachten 2017 301
2.420
49.750
116.970
davon Schätzgutachten 2018 15.511
147.350
13.886
147.350
davon Schätzgutachten 2019 40.149
219.200
51.598
276.640
davon Schätzgutachten 2020 67.229
189.614
0
0
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.328.867
8.448.271
4.318.955
9.055.970
Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere von verbundenen Unternehmen
und Darlehen an verbundene Unternehmen
409.700
514.241
451.856
565.040
Beteiligungen 24.417
28.297
24.216
27.340
Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere von und Darlehen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 500
553
0
0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 128.086
136.274
120.378
127.586
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 80.891
92.340
70.700
80.025
Hypothekenforderungen 2.178
2.396
2.252
2.445
Sonstige Ausleihungen 912
1.371
903
1.142
Guthaben bei Kreditinstituten 10.000
10.000
55.000
55.000
Depotforderungen 1.025.956
1.025.956
1.114.326
1.114.326
Summe 6.136.577
10.821.173
6.275.708
11.572.724
Die stillen Reserven reduzierten sich um TEUR 612.420 auf
insgesamt TEUR 4.684.596 (TEUR 5.297.016).
Die Zeitwerte der
Grundstücke und Bauten
wurden ent-
sprechend der Empfehlung des Verbandes der Versiche-
rungsunternehmen Österreichs ermittelt. Den Bewertungen
liegen Schätzgutachten zugrunde.
Die Zeitwerte der
Anteile an verbundenen Unternehmen
bzw. der Anteile an Beteiligungsunternehmen entsprechen
verfügbaren Verkehrswerten. Wenn solche nicht bestehen,
werden die Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermin-
dert um außerplanmäßige Abschreibungen, oder die höhe-
ren offen ausgewiesenen anteiligen Eigenmittel als Zeit-
werte angesetzt.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit werden zunächst die
einzelnen Buchwerte mit ihren beizulegenden Werten bzw.
den anteiligen Eigenmitteln des verbundenen Unterneh-
mens gegenübergestellt. Die Zeitwerte der Anteile an
verbundenen Unternehmen basieren entweder auf extern
eingeholten Bewertungsgutachten oder auf internen Be-
wertungen.
Als Zeitwerte der
Aktien und anderen nichtfestverzinslichen
Wertpapieren sowie der Schuldverschreibungen und ande-
ren festverzinslichen Wertpapieren
(inklusive solchen von
verbundenen Unternehmen) wurden weitestgehend Bör-
senwerte angesetzt. Für Papiere, für die kein öffentlicher
Markt- oder Börsenwert vorhanden ist, werden die Zeit-
werte mithilfe einer zugekauften Software anhand abge-
zinster Cash flows vom Unternehmen selbst bewertet.
Die übrigen Kapitalanlagen wurden zu Nennwerten, gege-
benenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschrei-
bungen bewertet.
Für
Hypothekardarlehen
und
Sonstige Ausleihungen
wurden Marktwerte unter anerkannten Rechenmodellen
(abgezinste Cash flows) errechnet.
214
Jahresfinanzbericht 2020
Die
Sonstigen Ausleihungen
,
die nicht durch einen Versi-
cherungsvertrag gesichert sind, betreffen Darlehen an die
Republik Österreich in Höhe von TEUR 912 (TEUR 898),
sowie andere Darlehensnehmer in Höhe von TEUR 0
TEUR 5). In den sonstigen Ausleihungen sind keine
Darlehen (TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem
Jahr enthalten.
Der Bilanzposten
Nachrangige Verbindlichkeiten
besteht aus in der nachfolgenden Tabelle angeführten Anleihen, deren
Ausgabe in Form von Wertpapieren erfolgte.
Bezeichnung 2020
2019
in TEUR
Schuldverschreibung 2013 - 2043 500.000
500.000
Schuldverschreibung 2015 - 2046 400.000
400.000
Schuldverschreibung 2017 - 2047 200.000
200.000
Summe 1.100.000
1.100.000
Nachstehende Bilanzposten entfallen auf verbundene Unternehmen und auf Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht:
Verbundene Unternehmen
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
2020
2019
2020
2019
in TEUR
Hypothekenforderungen 2.178
2.252
0
0
Depotforderungen 1.025.956
1.114.326
0
0
Forderungen aus dem direkten Versicherungsgeschäft 224
2.820
0
0
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 15.724
33.664
0
0
Sonstige Forderungen 143.895
118.958
8
0
Verbindlichkeiten aus dem direkten Versicherungsgeschäft 2.348
1.443
0
0
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 14.296
2.141
0
0
Andere Verbindlichkeiten 532.646
498.310
0
0
D
ie Veränderung der
Personalrückstellung
wird in den Perso-
nalaufwendungen erfasst. Die Zinsaufwendungen für Perso-
nalrückstellungen in der Höhe von TEUR 4.917 (TEUR 4.663)
werden im Posten Aufwendungen für Kapitalanlagen und
Zinsenaufwendungen ausgewiesen.
Der Posten
Sonstige Rückstellungen
in Höhe von
TEUR 106.730 (TEUR 127.612) beinhaltet im Wesentlichen
die IT-Rückstellungen in der Höhe von TEUR 79.655
(TEUR 93.792), die Rückstellung für nicht konsumierte Ur-
laube in Höhe von TEUR 2.516 (TEUR 1.861), die Rückstel-
lung für variable Gehaltsbestandteile in Höhe von TEUR 8.550
(TEUR 7.579), Rückstellungen für Kundenbetreuung und
Marketing in Höhe von TEUR 489 (TEUR 874) sowie Rück-
stellungen für Jubiläumsgelder in der Höhe von TEUR 1.088
(TEUR 929).
Von dem im Posten
Andere Verbindlichkeiten
enthaltenen
Betrag entfallen auf Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 7
(TEUR 5) und auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen
Sicherheit TEUR 552 (TEUR 485).
Zu den
nicht in der Bilanz ausgewiesenen Haftungsverhältnis-
sen
werden folgende Erläuterungen gegeben: Es besteht eine
Patronatserklärungen von TEUR 75.000 (TEUR 0) sowie eine
Haftungserklärung von TEUR 44.103 (TEUR 44.103) im Zu-
sammenhang mit Kreditaufnahmen gegenüber verbundenen
Unternehmen.
Die VIG Holding hat im Dezember 2019 eine Garantie
gegenüber ihrer Tochtergesellschaft Wiener Städtische
Versicherung AG Vienna Insurance Group abgegeben nach
welcher sie sich verpflichtet auf Anforderung der Wiener
Städtische tief nachrangige Schuldverschreibungen in Höhe
von bis zu TEUR 350.000 zu zeichnen. Die Garantie hat eine
Laufzeit von 10 Jahren.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
215
Die
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
für das folgende Geschäftsjahr
betragen TEUR 2.186 (TEUR 2.057) und für die folgenden fünf Jahre TEUR 11.608 (TEUR 10.919).
III. ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die verrechneten Prämien, die abgegrenzten Prämien, die Aufwendungen für Versicherungsfälle, die Aufwendungen für den
Versicherungsbetrieb und der Rückversicherungssaldo in der Schaden- und Unfallversicherung gliedern sich im Jahr 2020 wie
folgt auf:
Gesamtrechnung Verrechnete
Prämien
Abgegrenzte
Prämien
Aufwendungen
für Versiche-
rungsfälle
Aufwendungen
für den Versiche-
rungsbetrieb
Rück-
versicherungs-
saldo
in TEUR
Direktes Geschäft
Feuer- und Feuerbetriebsunterbrechungsversicherung 110.568
108.528
99.916
11.294
8.208
Haftpflichtversicherung 3.449
3.181
715
665
-1.515
See-, Luftfahrt- und Transportversicherung 1.954
1.615
1.125
312
-413
Sonstige Sachversicherungen 16.782
16.286
10.226
1.712
-6.562
Summe Direktes Geschäft 132.753
129.610
111.982
13.983
-282
(Vorjahreswerte) 98.276
99.738
86.664
11.196
978
Indirektes Geschäft
See-, Luftfahrt- und Transportversicherung 0
0
8
-1
7
Sonstige Versicherungen 1.012.385
999.029
576.522
398.675
-10.759
Summe Indirektes Geschäft 1.012.385
999.029
576.530
398.674
-10.752
(Vorjahreswerte) 1.001.750
989.784
616.490
345.389
-16.710
Summe Direktes und indirektes Geschäft 1.145.138
1.128.639
688.512
412.657
-11.034
(Vorjahreswerte) 1.100.026
1.089.522
703.154
356.585
-15.732
Der
Rückversicherungssaldo
setzt sich zusammen aus den
abgegrenzten Rückversicherungsprämien, dem wirksamen
Rückversicherungsschaden und den Rückversicherungs-
provisionen.
Das Abwicklungsergebnis im Geschäftsjahr 2020 der
Schaden- und Unfallversicherung betrug TEUR 15.912
(TEUR 13.751).
Das Ergebnis aus dem
indirekten Geschäft
betrug
TEUR 35.190 (TEUR 45.951). Die abgegrenzten Prämien
im indirekten Geschäft von TEUR 999.029 (TEUR 989.784)
wurden zeitgleich in die Gewinn- und Verlustrechnung
aufgenommen.
Von den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Erträgen aus Beteiligungen, Erträgen aus Grundstücken und Bauten
und Erträgen aus sonstigen Kapitalanlagen entfallen auf verbundene Unternehmen folgende Beträge:
2020
2019
in TEUR
Erträge aus Beteiligungen 313.837
302.402
Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen 22.324
23.525
Erträge aus Grundstücken und Bauten 672
929
216
Jahresfinanzbericht 2020
Im Geschäftsjahr erfolgten Ausschüttungen aus den im
Bestand befindlichen Fonds in Höhe von TEUR 2.029
(TEUR 1.754).
Die Depotzinsenerträge für das indirekte Geschäft wurden
in die technische Rechnung übertragen.
Die
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
betrugen
im Geschäftsjahr 2020 TEUR 2.596 (TEUR 2.809).
In den Posten Aufwendungen für Versicherungsfälle, Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, Sonstige
versicherungstechnische Aufwendungen und Aufwendungen für Kapitalanlagen sind enthalten:
2020
2019
in TEUR
Gehälter und Löhne 30.807
25.876
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 664
368
Aufwendungen für Altersversorgung 1.814
2.864
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 6.020
4.935
Sonstige Sozialaufwendungen 126
245
Im direkten Versicherungsgeschäft fielen im Geschäftsjahr
2020
Provisionen
in Höhe von TEUR 9.678 (TEUR 8.334) an.
Die Übersicht über die
Aufwendungen für den Abschluss-
prüfer
ist im Anhang zum Konzernabschluss der VIENNA
INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe,
Wien, enthalten.
Latente Gewinnsteuern auf temporäre Differenzen zwi-
schen dem unternehmensrechtlichen und dem steuerrecht-
lichen Ergebnis, wurden in Höhe von TEUR 0 (TEUR 0)
gebildet. Der für latente Steuern gewählte Steuersatz
beträgt aufgrund der Bedingungen des Steuerumlage-
vertrages mit dem Gruppenträger 22,5 %.
Latente Steuern
31.12.2020
31.12.2019
in TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.257
48.119
Kapitalanlagen 1.161
-681
Sachanlagen (ausgenommen Grundstücke und Bauten) und Vorräte 43
20
Bewertungsreserve -20.533 -21.100
Nachrangige Verbindlichkeiten 4.501
4.694
Versicherungstechnische Rückstellung im Eigenbehalt 78.442
74.497
Langfristige Personalrückstellungen 35.323
32.004
Sonstige Rückstellungen 69.156
79.514
Temporäre Differenz 201.350
217.067
außer Ansatz -201.350 -217.067
Betrag Gesamtdifferenzen 0
0
daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (22,5 %) 0
0
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
Stand 1.1. 0
4.387
Erfolgswirksame Veränderung 0
-4.387
Stand am 31.12. 0
0
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
217
IV. WESENTLICHE BETEILIGUNGEN
Firma
Direkter Anteil
am Kapital (%)
Eigenmittel
(TEUR)
anteilige
Eigenmittel
(TEUR)
Jahresergebnis
(TEUR)
anteiliges
Jahresergebnis
(TEUR)
letzter
Jahresabschluss
Verbundene Unternehmen
ASIGURAREA ROMANEASCA
-
ASIROM VIENNA
INSURANCE GROUP S.A., Bukarest 88,70
85.031
75.422
-2.433
-2.158
2020
ATBIH GmbH, Wien 68,97
182.488
125.862
21.001
14.484
2020
BCR Asigurari de Viata Vienna Insurance Group
S.A., Bukarest 93,98
47.537
44.675
6.198
5.825
2020
BTA Baltic Insurance Company AAS, Riga 100,00
71.897
71.897
12.603
12.603
2020
Beesafe Spolka z Ogranziczona
Odpowiedzialnoscia, Warschau* 80,00
Compania de Asigurari "DONARIS VIENNA
INSURANCE GROUP" Societate pe Actiuni, Chisinau
99,99
4.837
4.837
465
465
2020
Compensa Life Vienna Insurance Group SE, Tallinn 100,00
51.483
51.483
3.385
3.385
2020
Compensa Towarzystwo Ubezpieczen Na Zycie
Spolka Akcyjna Vienna Insurance Group, Warschau 84,14
72.226
60.771
4.277
3.599
2020
Compensa Towarzystwo Ubezpieczen Spolka
Akcyjna Vienna Insurance Group, Warschau 70,67
140.163
99.053
25.048
17.701
2020
Compensa Vienna Insurance Group, akcine
draudimo bendrove, Vilnius 100,00
88.220
88.220
2.077
2.077
2020
DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group,
Wien 74,24
104.360
77.477
8.406
6.241
2020
ELVP Beteiligungen GmbH, Wien 100,00
23.322
23.322
4
4
2020
Foreign limited liability company
"InterInvestUchastie", Minsk
99,95
206
206
-4
-4
2019
GLOBAL ASSISTANCE SERVICES SRL, Bukarest 40,00
1
0
-75
-30
2019
GLOBAL ASSISTANCE SERVICES s.r.o., Prag 100,00
229
229
26
26
2019
GLOBAL ASSISTANCE SLOVAKIA s.r.o., Bratislava 40,00
41
17
17
7
2019
GLOBAL ASSISTANCE, a.s., Prag 60,00
4.931
2.959
2.132
1.279
2019
Global Assistance Polska Spolka z ograniczona
odpowiedzialnoscia, Warschau 40,00
136
54
-198
-79
2019
INSHIFT GmbH & Co. KG, Köln* 23,53
INSURANCE JOINT-STOCK COMPANY "BULSTRAD
VIENNA INSURANCE GROUP", Sofia 14,20
59.540
8.455
7.767
1.103
2020
INTERSIG VIENNA INSURANCE GROUP Sh.A.,
Tirana 89,98
6.085
5.475
723
651
2020
Insurance Company Vienna osiguranje d.d., Vienna
Insurance Group, Sarajevo 100,00
9.921
9.921
148
148
2020
Stock Company for Insurance and Reinsurance
MAKEDONIJA Skopje Vienna Insurance Group,
Skopje 94,26
25.925
24.437
885
834
2020
InterRisk Towarzystwo Ubezpieczen Spolka Akcyjna
Vienna Insurance Group, Warschau 100,00
112.131
112.131
15.151
15.151
2020
In
terRisk Versicherungs
-
AG Vienna Insurance
Group, Wiesbaden 100,00
53.770
53.770
14.500
14.500
2020
Joint Stock Insurance Company WINNER LIFE -
Vienna Insurance Group Skopje, Skopje 100,00
3.919
3.919
137
137
2019
KOMUNALNA poistovna, a.s. Vienna Insurance
Group, Bratislava 100,00
76.662
76.662
2.251
2.251
2020
KOOPERATIVA poist'ovna, a.s. Vienna Insurance
Group, Bratislava 94,37
408.100
385.124
38.546
36.376
2020
KUPALA Belarusian-Austrian Closed Joint Stock
Insurance Company, Minsk
52,34
8.162
4.272
1.668
873
2019
* wurde im Geschäftsjahr 2020 neu gegründet
218
Jahresfinanzbericht 2020
Firma
Direkter Anteil
am Kapital (%)
Eigenmittel
(TEUR)
anteilige
Eigenmittel
(TEUR)
Jahresergebnis
(TEUR)
anteiliges
Jahresergebnis
(TEUR)
letzter
Jahresabschluss
Verbundene Unternehmen
Kooperativa, pojist'ovna, a.s. Vienna Insurance
Group, Prag 95,84
754.598
723.207
121.284
116.239
2020
LVP Holding GmbH, Wien 100,00
591.192
591.192
-22.836 -22.836 2020
OMNIASIG VIENNA INSURANCE GROUP S.A.,
Bukarest
99,54
149.566
148.878
6.886
6.854
2020
Private Joint-Stock Company "Insurance company"
Ukrainian insurance group", Kiew 6,90
17.594
1.214
2.123
146
2020
PRIVATE JOINT-STOCK COMPANY "UKRAINIAN
INSURANCE COMPANY "KNIAZHA VIENNA
INSURANCE GROUP", Kiew 90,56
8.481
7.680
2.735
2.477
2020
Private Joint-Stock Company "INSURANCE
COMPANY "KNIAZHA LIFE VIENNA INSURANCE
GROUP", Kiew
97,94
2.743
2.686
440
431
2020
RISK CONSULT Sicherheits- und Risiko-
Managementberatung Gesellschaft m.b.H., Wien 41,00
678
278
381
156
2019
Ray Sigorta Anonim Sirketi, Istanbul 12,67
37.079
4.698
7.315
927
2020
SIA "Global Assistance Baltic", Riga 33,33
300
100
0
0
2020
SIGMA INTERALBANIAN VIENNA INSURANCE
GROUP Sh.A., Tirana 89,05
14.918
13.284
1.561
1.390
2020
TBI BULGARIA EAD in Liquidation, Sofia 100,00
40.437
40.437
-64 -64 2020
UNION Vienna Insurance Group Biztositó Zrt.,
Budapest 98,64
50.254
49.571
7.216
7.118
2020
VIG Asset Management, a.s., Prag 100,00
597
597
94
94
2019
VIG Management Service SRL, Bukarest 52,08
8.087
4.212
137
71
2019
VIG Properties Bulgaria AD, Sofia 99,97
3.746
3.745
15
15
2020
VIG RE zajist'ovna, a.s., Prag 55,00
180.831
99.457
16.770
9.224
2020
VIG Services Ukraine, LLC, Kiew 6,98
1.461
102
-62 -4 2020
VIG-CZ Real Estate GmbH, Wien 90,00
140.059
126.053
33
30
2020
Vienna Insurance Group Polska Spolka z
ograniczona odpowiedzialnoscia, Warschau
51,43
18.639
9.586
48
25
2019
Vienna International Underwriters GmbH, Wien 100,00
360
360
50
50
2019
Vienna Life Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie
S.A. Vienna Insurance Group, Warschau 100,00
4.167
4.167
-12.619 -12.619 2020
Vienna-Life Lebensversicherung AG Vienna
Insurance Group, Bendern
100,00
9.163
9.163
487
487
2020
WIENER STÄDTISCHE OSIGURANJE akcionarsko
drustvo za osiguranje Beograd, Belgrad 100,00
62.421
62.421
10.261
10.261
2020
WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG Vienna
Insurance Group, Wien
90,82
545.874
495.763
86.582
78.634
2020
Joint Stock Insurance Company WINNER-Vienna
Insurance Group, Skopje 100,00
7.138
7.138
555
555
2020
Wiener Osiguranje Vienna Insurance Group ad,
Banja Luka
100,00
9.088
9.088
115
115
2020
Akcionarsko drustvo za zivotno osiguranje Wiener
Städtische Podgorica, Vienna Insurance Group,
Podgorica 100,00
5.659
5.659
432
432
2019
Wiener Towarzystwo Ubezpiezen Spolka Akcyjna
Vienna Insurance Group, Warschau
100,00
44.171
44.171
8.609
8.609
2020
Wiener osiguranje Vienna Insurance Group
dionicko drustvo za osiguranje, Zagreb 97,82
107.483
105.140
5.309
5.193
2020
twinformatics GmbH, Wien 20,00
2.546
509
589
118
2020
Beteiligungen
Wiener Börse AG, Wien 8,50
30.669
2.607
18.801
1.598
2019
Erste Asset Management GmbH, Wien 0,76
107.701
819
44.284
337
2019
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
219
V. SONSTIGE ANGABEN
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt
EUR 132.887.468,20. Es ist eingeteilt in 128.000.000 auf
den Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht, wobei
jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang be-
teiligt ist. Die ausgegebene Stückzahl blieb seit dem letzten
Geschäftsjahr unverändert.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte
oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
Der Wiener Städtische Versicherungsverein hält (direkt oder
indirekt) insgesamt rund 72,47 % des Grundkapitals.
Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten; hin-
sichtlich der Rechte des Aktionärs Wiener Städtische Versi-
cherungsverein siehe nachstehender Absatz.
Der Vorstand muss aus mindestens drei und darf aus höchs-
tens acht Personen bestehen. Dem Aufsichtsrat gehören drei,
höchstens zehn Mitglieder (Kapitalvertreter) an. Der Aktionär
Wiener Städtische Versicherungsverein ist berechtigt, bis zu
einem Drittel der Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden,
sobald und solange er an der Gesellschaft nicht mehr als 50 %
der stimmberechtigten Aktien hält. Sofern das Gesetz oder
die Satzung nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt,
beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit.
Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der
Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
Der Vorstand ist bis längstens 11. Mai 2022 ermächtigt, das
Grundkapital der Gesellschaft – allenfalls in mehreren Tran-
chen – um Nominale EUR 66.443.734,10 durch Ausgabe
von 64.000.000 auf Namen oder Inhaber lautende Stückak-
tien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Über den In-
halt der Aktienrechte, den Ausschluss der Bezugsrechte und
die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet
der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Dabei kön-
nen auch Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben wer-
den, die den Rechten aus bereits bestehenden Vorzugsak-
tien gleichstehen. Die Ausgabepreise von Stamm- und
Vorzugsaktien können verschieden hoch sein.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am
12. Mai 2017 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts-
rats bis zum 11. Mai 2022 einmalig oder mehrmals auf den
Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen im Ge-
samtnennbetrag von bis zu EUR 2.000.000.000,00, auch
unter Ausschluss der Bezugsrechte, auszugeben und den
Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungs-
rechte auf bis zu 30.000.000 auf den Inhaber lautende
Stückaktien mit Stimmrecht nach Maßgabe der vom Vor-
stand festzulegenden Wandelschuldverschreibungsbedin-
gungen zu gewähren. Das Grundkapital ist demnach ge-
mäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG um bis zu EUR 31.145.500,36
durch Ausgabe von bis zu 30.000.000 auf den Inhaber lau-
tende Stückaktien mit Stimmrecht bedingt erhöht. Die be-
dingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als
Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungs-
beschlusses vom 12. Mai 2017 ausgegebenen Wandel-
schuldverschreibungen von dem ihnen eingeräumten
Bezugs- oder Umtauschrecht Gebrauch machen.
Bislang hat der Vorstand keinen Beschluss über die Aus-
gabe von Wandelschuldverschreibungen auf Grundlage
der am 12. Mai 2017 erteilten Ermächtigung gefasst.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am
12. Mai 2017 weiters ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrats bis längstens 11. Mai 2022 einmalig oder
mehrmals auf den Inhaber lautende Gewinnschuld-
verschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu
EUR 2.000.000.000,00, auch unter Ausschluss der
Bezugsrechte, auszugeben. Bislang hat der Vorstand auf
Grundlage dieser Ermächtigung keinen Beschluss über die
Ausgabe von Gewinnschuldverschreibungen gefasst.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am
24. Mai 2019 ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8
und Abs. 1a und 1b AktG im gesetzlich jeweils höchst-
zulässigen Ausmaß auf den Inhaber lautende eigene
Stückaktien während einer Geltungsdauer von 30 Monaten
ab dem Tag der Beschlussfassung der Hauptversammlung
zu erwerben.
Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht nied-
riger als maximal 50 % unter und nicht höher als maximal 10 %
220
Jahresfinanzbericht 2020
über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschl
uss-
kurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage
betragen.
Der Erwerb kann nach Wahl des Vorstandes über die Börse
oder durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige
gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art erfolgen.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 24. Mai
2019 weiters ermächtigt, eigene Aktien
a) zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und
leitende Angestellte der Gesellschaft oder an Arbeit-
nehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des
Vorstandes von mit der Gesellschaft verbundenen
Unternehmen zu verwenden;
b) zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen,
die auf Grundlage des Beschlusses der Hauptver-
sammlung am 12. Mai 2017 ausgegeben werden, zu
verwenden;
c) gemäß § 65 Abs. 1b AktG jederzeit über die Börse
oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern.
Darüber hinaus ist der Vorstand längstens für die
Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung er-
mächtigt, die erworbenen eigenen Aktien ohne oder
unter teilweisem oder vollständigem Ausschluss des
Bezugsrechtes auf eine andere Art zu veräußern. Der
schriftliche Bericht über die Gründe des Bezugs-
rechtsausschlusses liegt der Hauptversammlung vor.
Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen
Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hält zum 31. Dezem-
ber 2020 keine eigenen Aktien.
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine bedeutenden Verein-
barungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, die bei
einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft in Folge eines
Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder
enden, insbesondere keine, welche den Bestand an Beteili-
gungen an Versicherungsunternehmen berühren. Bestehen-
de Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel in der
Gesellschaft in Folge eines Übernahmeangebotes wirksam
werden, betreffen Beteiligungen an sonstigen (Nicht-Versi-
cherungs-) Unternehmen.
Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft
und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder
Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahme-
angebotes bestehen nicht.
Am 9. Oktober 2013 hat die Gesellschaft nachrangige
Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von
EUR 500.000.000,00 mit einer Laufzeit von 30 Jahren
begeben. Eine Kündigung durch die Gesellschaft ist
erstmals am 9. Oktober 2023 und zu jedem folgenden
Kupontermin zu 100 % möglich.
In den ersten zehn Jahren der Laufzeit werden die nach-
rangigen Schuldverschreibungen mit einem Zinssatz von
5,5 % p.a. fix verzinst, danach ist die Verzinsung variabel.
Die nachrangige Anleihe entspricht den Anforderungen an
Tier 2 nach Solvency II. Die Schuldverschreibungen
notieren an der Wiener Börse.
Am 2. März 2015 hat die Gesellschaft eine Nachrang-
anleihe im Gesamtnennbetrag von EUR 400.000.000,00
mit einer Laufzeit von 31 Jahren begeben. Eine Kündigung
durch die Gesellschaft ist erstmals am 2. März 2026 und
zu jedem folgenden Kupontermin zu 100 % möglich. In
den ersten elf Jahren der Laufzeit wird die Nachrang-
anleihe mit einem Zinssatz von 3,75 % p.a. fix verzinst,
danach ist die Verzinsung variabel. Die nachrangige
Anleihe entspricht den Anforderungen an Tier 2 nach
Solvency II. Die Anleihe notiert an der Luxemburger Börse.
Im Rahmen einer Privatplatzierung wurde am 6. April 2017
eine nachrangige Anleihe in Höhe von EUR 200.000.000,00
mit einer Laufzeit von 30 Jahren an internationale
institutionelle Investoren platziert. Die nachrangige Anleihe
ist nach Ablauf von 10 Jahren erstmals durch die VIG
Holding kündbar und entspricht den Anforderungen an Tier
2 nach Solvency II. Die Einbeziehung in den Dritten Markt
der Wiener Börse erfolgte mit 13. April 2017.
Bis zum 13. April 2027 betragen die Zinsen jährlich 3,75 %.
Danach wird die Schuldverschreibung variabel verzinst.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
221
DER AUFSICHTSRAT SETZTE SICH IM GESCHÄFTSJAHR 2020
AUS FOLGENDEN PERSONEN ZUSAMMEN:
Vorsitzender:
Komm.-Rat Dr. Günter Geyer
1. Vorsitzender-Stellvertreter:
Komm.-Rat Dr. Rudolf Ertl
2. Vorsitzender-Stellvertreter(in):
Mag. Maria Kubitschek (bis 25. September 2020)
Dr. Georg Riedl (seit 5. Oktober 2020)
Mitglieder:
Komm.-Rat Martina Dobringer
Dr. Gerhard Fabisch
Ph.D. Ass. Prof. Dr.h.c. Peter Mihok
Hofrat Dkfm. Heinz Öhler
Dr. Georg Riedl (bis 4. Oktober 2020)
Gabriele Semmelrock-Werzer
Ing. Katarína Slezáková (seit 25. September 2020)
Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
DER VORSTAND SETZT SICH AUS FOLGENDEN PERSONEN
ZUSAMMEN:
Vorsitzende:
Prof. Elisabeth Stadler
Mitglieder:
Komm.-Rat Franz Fuchs (bis 30. Juni 2020)
WP/StB Mag. Liane Hirner
Mag. Peter Höfinger
Mag. Gerhard Lahner
Gábor Lehel
Hartwig Löger (seit 1. Jänner 2021)
Mag. Harald Riener
Dr. Peter Thirring
Die
durchschnittliche Zahl der Beschäftigten inklusive
Vorstand
betrug 296 (274). Diese waren im Versicherungs-
betrieb, mit einem Personalaufwand von TEUR 39.431
(TEUR 34.289), tätig.
Bei den
Mitgliedern des Vorstandes
und den Mitgliedern des
Aufsichtsrats haften am 31. Dezember 2020 keine Kredite aus
(TEUR 0).
Haftungen für Mitglieder des Vorstandes
und des Aufsichts-
rats bestanden am 31. Dezember 2020 nicht.
Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen in
Höhe von insgesamt TEUR 2.479 (TEUR 3.233) entfallen im
Jahr 2020 TEUR 2.369 (TEUR 2.315) auf Abfertigungs- und
Pensionsaufwendungen für Vorstandsmitglieder und leitende
Angestellte gemäß § 80 Abs. 1 AktG.
Der Vorstand leitet die Gesellschaft und übt die Konzern-
leitungsfunktion aus.
Darüber hinaus werden teilweise weitere Aufgaben in verbun-
denen bzw. nahestehenden Unternehmen übernommen.
Für ihre Tätigkeit erhielten die Vorstandsmitglieder im
Berichtsjahr von der Gesellschaft TEUR 6.279 (TEUR 5.480).
Den Vorstandsmitgliedern steht ein Dienstwagen, auch zur
privaten Nutzung, zur Verfügung.
Das Verhältnis fixes und variables Einkommen aller Mitarbeiter
der VIG Holding zum Gesamtvorstand betrug im Jahr 2020
1:11,5.
Frühere Mitglieder des Vorstandes erhielten TEUR 1.149
(TEUR 790).
Die Bezüge der
Mitglieder des Aufsichtsrats
für ihre Tätigkeit
für die Gesellschaft beliefen sich im Jahr 2020 auf TEUR 578
(TEUR 506).
222
Jahresfinanzbericht 2020
Die Gesellschaft ist Gruppenmitglied innerhalb der U
nter-
nehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Wiener Städtische
Versicherungsverein, Wien.
Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden
dem Gruppenträger zugerechnet.
Zur Regelung der positiven und negativen Steuerumlagen
zwecks verursachungsgerechter Aufteilung der Körper-
schaftsteuerbelastung wurden Vereinbarungen zwischen
dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied
getroffen. Wird dem Gruppenträger ein positives Einkom-
men zugerechnet, so beträgt die Steuerumlage 25 % des
zugerechneten positiven Einkommens. Falls dem Gruppen-
träger ein negatives Einkommen zugewiesen wird, beträgt
die negative Steuerumlage 22,5 % des laufenden steuer-
lichen Verlustes.
Gegenüber dem Gruppenträger besteht eine Forderung
von TEUR 118.520 (TEUR 93.495).
Die Gesellschaft ist in den von dem Wiener Städtische
Versicherungsverein mit Sitz in Wien aufgestellten Konzern-
abschluss einbezogen. Der offengelegte Konzernabschluss
liegt in den Geschäftsräumen dieses Unternehmens in 1010
Wien, Schottenring 30, auf.
VI. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM
ABSCHLUSSSTICHTAG
Vienna Insurance Group plant Senior-Nachhaltigkeitsanleihe
und Stärkung der Kapitalstruktur
Im Sinne der langfristigen Kapitalplanung der Gruppe und
auf Basis der derzeitigen Zinssituation hat der Vorstand die
Begebung einer Senior-Nachhaltigkeitsanleihe initiiert. Im
Zentrum steht dabei der Ausbau der Investments in sozial
und ökologisch nachhaltige Projekte.
Die Senior-Nachhaltigkeitsanleihe soll entsprechend den
Marktgegebenheiten ein Volumen von EUR 500 Mio. aus-
weisen und im 1. Halbjahr 2021 begeben werden. Die
Ausgestaltung und der Emissionszeitpunkt sind noch nicht
finalisiert. Die Emissionsdetails sowie das Sustainability
Bond Framework inkl. Second Party Opinion einer unab-
hängigen Ratingagentur werden im Zuge der Emission
veröffentlicht.
Im Hinblick auf die vorhandenen Kapazitäten und unter
Nutzung des aktuell günstigen Umfelds wurde weiters
eine Nachranganleihe mit einem Gesamtvolumen von
EUR 300 Mio. als Restricted-Tier-1-Instrument beim
Hauptaktionär der Vienna Insurance Group, dem Wiener
Städtischen Versicherungsverein, platziert.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
223
GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG
Die VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung
Gruppe (VIG Holding) hat das Geschäftsjahr 2020 mit
einem Bilanzgewinn von EUR 239.230.814,01 abgeschlos-
sen. Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung wird
nachstehende Gewinnverwendung vorgeschlagen:
Die 128 Mio. Aktien erhalten eine Dividende von EUR 0,75
je Aktie. Als Auszahlungstag wird der 27. Mai 2021, als
Record Date (Nachweisstichtag Dividende) der 26. Mai
2021 und als Ex-Tag dieser Dividende wird der 25. Mai
2021 bestimmt.
Insgesamt erfolgt daher eine Ausschüttung von
EUR 96.000.000,00. Der nach der Ausschüttung
verbleibende Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020 in der
Höhe von EUR 143.230.814,01 soll auf neue Rechnung
vorgetragen werden.
Wien, 17. März 2021
Der Vorstand:
Prof. Elisabeth Stadler
Generaldirektorin,
Vorstandsvorsitzende
WP/StB Mag. Liane Hirner
CFO, Vorstandsmitglied
Mag. Peter Höfinger
Vorstandsmitglied
Mag. Gerhard Lahner
Vorstandsmitglied
Gábor Lehel
Vorstandsmitglied
Hartwig Löger
Vorstandsmitglied
Mag. Harald Riener
Vorstandsmitglied
Dr. Peter Thirring
Vorstandsmitglied
224
Jahresfinanzbericht 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS
Prüfungsurteil
W
ir haben den Jahresschluss der
VIENNA INSURANCE GROUP AG
Wiener Versicherung Gruppe, Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020, der
Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag
endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss
den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst
getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum
31. Dezember 2020 sowie der Ertragslage der Gesellschaft
für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-
rechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen
Bestimmungen für Versicherungsgesellschaften.
G
rundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung
mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO)
und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-
gemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grund-
sätze erfordern die Anwendung der International Standards
on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen
Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwort-
lichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres-
abschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend
beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-
rechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir
haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Überein-
stimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise
bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungs-
urteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sach-
verhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses
des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses
als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil
zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
Siehe Anhang Kapitel „I. Offenlegung und Erläuterung der Bi-
lanzierungs- und Bewertungsmethoden“, Kapitel „II. Erläute-
rungen zu Posten der Bilanz“, sowie Kapitel „IV. Wesentliche
Beteiligungen“
Das Risiko für den Abschluss
Die Anteile an verbundenen Versicherungsunternehmen
stellen bei der Vienna Insurance Group AG einen erheblichen
Teil der Vermögenswerte dar.
In Vorjahren wurden aufgrund von nachhaltigen Wertmin-
derungen bei Anteilen von einzelnen Versicherungsunter-
nehmen Abschreibungen in signifikanter Höhe erfasst. Im
Geschäftsjahr ist zu überprüfen, ob Veränderungen in den
marktbezogenen, ökonomischen oder gesetzlichen Rahmen-
bedingungen Wertaufholungen oder weitere Wertminde-
rungen erfordern.
Für die Beurteilung der Werthaltigkeit bzw. Werterholung
werden die Buchwerte den anteiligen Eigenkapitalien sowie
beizulegenden Werten der Unternehmen gegenübergestellt.
Die Ermittlung der beizulegenden Werte ist komplex und
beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren. Hierzu
zählen insbesondere die prognostizierten Cash flows der
Tochtergesellschaften, welche unter anderem auf Erfahrun-
gen der Vergangenheit sowie den Einschätzungen des Vor-
standes hinsichtlich des erwarteten Marktumfelds und den
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den künftigen
Geschäftsverlauf basieren. Weitere Faktoren sind die unter-
stellte langfristige Wachstumsrate sowie die zugrunde
gelegten regionenspezifischen Kapitalkosten.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
225
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit der Anteile an ver-
bundene Versicherungsunternehmen haben wir folgende
wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
– Wir haben die jeweiligen Buchwerte den anteiligen
Eigenkapitalien der Unternehmen gegenübergestellt.
– Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen An-
nahmen und Ermessensentscheidungen sowie die
Berechnungsmethode der Beteiligungsbewertungen
beurteilt.
– Die bei den Berechnungen zugrunde gelegten pro-
gnostizierten Cash flows haben wir mit der aktuellen,
von der Geschäftsleitung genehmigten strategischen
Unternehmensplanung abgeglichen.
– Darüber hinaus haben wir uns mit den wesentlichen
Planungsannahmen, insbesondere den Auswirkungen
der COVID-19-Pandemie auf den künftigen Geschäfts-
verlauf auseinandergesetzt und die Annahmen zur
Entwicklung der Absatzmärkte mit allgemeinen und
branchenspezifischen Markterwartungen abgeglichen.
– Die Planungstreue haben wir anhand von Informationen
aus Vorperioden analysiert.
– Da bereits geringfügige Änderungen des Kapital-
kostensatzes erhebliche Auswirkungen auf die Höhe
des ermittelten beizulegenden Wertes haben, haben
wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten
die Ermittlung der Kapitalkosten beurteilt und die
Ableitung der zugrunde gelegten Parameter nach-
vollzogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Infor-
mationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen um-
fassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenom-
men den Jahresabschluss, den Lagebericht und den
Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich
nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben
dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresab-
schlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschluss-
prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig
falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem
Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers
erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten
den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Dar-
stellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir
verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in
diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des
Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die
Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser
in Übereinstimmung mit den österreichischen unter-
nehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzli-
chen Bestimmungen für Versicherungsgesellschaften ein
möglichst getreues Bild der Vermögens, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Auf-
stellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei
von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetz-
lichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesell-
schaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beur-
teilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben
sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fort-
führung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn,
die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Ge-
sellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit
einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
226
Jahresfinanzbericht 2020
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Übe
r-
wachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit
ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,
dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den
ö
sterreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschluss-
prüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte
Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls
eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren
und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen
einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahres-
abschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der
AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-
g
emäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
– Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher
falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Hand-
lungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungs-
handlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie
durch und erlangen Prüfungsnachweise, die aus-
reichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Dar-
stellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus
Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsich-
tigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
– Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Ab-
schlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gege-
benen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit
dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des
internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
– Wir beurteilen die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs-
legungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte in der Rechnungslegung und damit zusammen-
hängende Angaben.
– Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemes-
senheit der Anwendung des Rechnungslegungs-
grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätig-
keit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der
Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erheb-
liche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kön-
nen. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet,
in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazuge-
hörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu
machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,
unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum
Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gege-
benheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft
von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur
Folge haben.
– Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und
den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer
Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild
erreicht wird.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
227
– Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter
anderem über den geplanten Umfang und die geplante
zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über
bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontroll-
system, die wir während unserer Abschlussprüfung
erkennen, aus.
– Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine
Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Ver-
haltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten
haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und
sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen
vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie
sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern ein-
schlägig – damit zusammenhängende Schutzmaß-
nahmen auswirken.
– Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir
uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben,
diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die
Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres
waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs-
sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte
in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze
oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffent-
liche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen
in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in
unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte,
weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die
negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile
für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE
ANFORDERUNGEN
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unter-
nehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit
dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den
geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die
Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und
den sondergesetzlichen Bestimmungen für Versicherungs-
gesellschaften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufs-
grundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
URTEIL
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den
geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,
enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und
steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
ERKLÄRUNG
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses
gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständ-
nisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine
wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht fest-
gestellt.
228
Jahresfinanzbericht 2020
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 EU-VO
W
ir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2019 als
Abschlussprüfer gewählt und am 24. Juni 2019 vom
Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der VIENNA
INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe,
Wien beauftragt.
Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am
25. September 2020 bereits für das darauf folgende
Geschäftsjahr als Abschlussprüfer gewählt und am
22. Oktober 2020 vom Aufsichtsrat mit der Abschluss-
prüfung beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss
zum 31. Dezember 2013 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht
zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang
steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungs-
leistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und
dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung
unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft
gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche
Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas Smrekar.
Wien, am 17. März 2021
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die Veröffentlichung oder
Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen.
Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss
samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
229
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang
mit den unternehmensrechtlichen Vorschriften und den Vor-
schriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes aufgestellte
Jahresabschluss der VIENNA INSURANCE GROUP AG
Wiener Versicherung Gruppe ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unterneh-
mens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf,
das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so
darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht
die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt,
denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, 17. März 2021
Der Vorstand:
Prof. Elisabeth Stadler
Generaldirektorin,
Vorstandsvorsitzende
WP/StB Mag. Liane Hirner
CFO, Vorstandsmitglied
Mag. Peter Höfinger
Vorstandsmitglied
Mag. Gerhard Lahner
Vorstandsmitglied
Gábor Lehel
Vorstandsmitglied
Hartwig Löger
Vorstandsmitglied
Mag. Harald Riener
Vorstandsmitglied
Dr. Peter Thirring
Vorstandsmitglied
230
Jahresfinanzbericht 2020
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat sowohl als Ganzes als auch durc
h
seine Ausschüsse sowie durch seinen Vorsitzenden und
dessen Stellvertreter wiederholt und regelmäßig die
Gelegenheit wahrgenommen, die Geschäftsführung der
Gesellschaft sowie auch die Tätigkeit des Vorstands in
Zusammenhang mit dessen Konzernleitung und Konzern-
überwachung umfassend zu überwachen. Diesem Zweck
dienten ausführliche Darstellungen und Erörterungen im
Rahmen der Aufsichtsrats- und Aufsichtsratsausschuss-
Sitzungen sowie eingehende und zu einzelnen Themen
vertiefende Besprechungen mit den Mitgliedern des
Vorstands, welche anhand von geeigneten Unterlagen
umfassende Erklärungen und Nachweise über die
Geschäftsführung und die Finanzlage der Gesellschaft und
des Konzerns erteilten. In diesen Gesprächen wurden unter
anderem die Strategie, die Geschäftsentwicklung (als
Ganzes sowie in einzelnen Regionen), das Risiko-
management, das Interne Kontrollsystem, die Tätigkeit der
Internen Revision und der Compliance-Funktion sowie der
versicherungsmathematischen Funktion und die Rück-
versicherung – sowohl auf Holdingebene als auch auf
Gruppenebene – sowie weitere für die Gesellschaft und die
Versicherungsgruppe bedeutende Themen diskutiert.
Entsprechend den Solvency II-Vorschriften müssen seit
dem Jahr 2016 nichtfinanzielle Aspekte Teil der Leistungs-
erwartungen für variable Bezüge von Vorstandsmitgliedern
sein. Die VIG Holding bekennt sich zur gesellschaftlichen
Verantwortung sowie zur Bedeutung der Mitarbeiter als
Träger von Leistung, Innovation und Expertise. Auch im
Geschäftsjahr 2020 hängt die Zielerfüllung für die Vor-
standsmitglieder sowohl von finanziellen als auch von
nichtfinanziellen Kriterien ab. Grundsätze des Vergütungs-
systems sind in der Vergütungspolitik sowie im Vergütungs-
bericht 2020 ausführlich dargestellt. Die Details für das
Geschäftsjahr 2020 können dem Vergütungsbericht, welcher
innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist auf der Unter-
nehmenswebseite veröffentlicht wird, entnommen werden.
Es wird auf die diesbezüglichen Ausführungen in der
Vergütungspolitik sowie im Vergütungsbericht 2020 ver-
wiesen.
Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte fünf Ausschüsse
gebildet. Die Aufgaben und die Zusammensetzung der
Ausschüsse sind auf der Webseite der Gesellschaft sowie im
konsolidierten Corporate Governance-Bericht 2020 nach-
zulesen.
Im Jahr 2020 fanden eine ordentliche Hauptversammlung
und fünf über das Geschäftsjahr verteilte Aufsichts-
ratssitzungen statt. Weiters wurden fünf Sitzungen des
Prüfungsausschusses (Bilanzausschuss) abgehalten. Die
Sitzungen des Aufsichtsrates und des Prüfungsaus-
schusses wurden ohne physische Anwesenheit der
Teilnehmer gemäß § 1 COVID-19-GesG abgehalten. Die
Hauptversammlung wurde auf Grundlage von § 1 Abs. 2
COVID-19-GesG und der COVID-19-GesV als virtuelle
Hauptversammlung durchgeführt. An drei Sitzungen des
Prüfungsausschusses sowie auch an jener Sitzung des
Aufsichtsrats im Jahr 2020, die sich mit der Prüfung des
Jahresabschlusses 2019 und des Konzernabschlusses
2019 sowie mit der Feststellung des Jahresabschlusses
2019 befasste, und an der Hauptversammlung hat der
Abschluss- und Konzernabschlussprüfer, die KPMG
Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-
gesellschaft, FN 269873y (KPMG), teilgenommen. Die
KPMG hat dabei den Prüfungsausschuss auch über die
Planung und den Ablauf der Prüfung des Jahres- und
Konzernabschlusses informiert. Im Jahr 2020 wurden fünf
Sitzungen des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten
(Personalausschuss) abgehalten. Weiters hat eine Sitzung
des Nominierungsausschusses im Jahr 2020 stattge-
funden. Der Ausschuss für dringende Angelegenheiten
(Arbeitsausschuss) hat dreimal getagt. Der Strategie-
ausschuss hat im Jahr 2020 nicht getagt; strategische
Fragen wurden im Gesamtaufsichtsrat behandelt.
Im Geschäftsjahr 2020 wurden in keiner Aufsichts-
ratssitzung Tagesordnungspunkte ohne Teilnahme von Vor-
standsmitgliedern erörtert.
Kein Mitglied des Aufsichtsrats war bei weniger als der
Hälfte der Aufsichtsratssitzungen anwesend. Um die Wirk-
samkeit und Effizienz seiner Tätigkeiten und seiner Arbeits-
weise sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat seine Arbeits-
weise im Rahmen einer Selbstevaluierung überprüft. Die
vom Aufsichtsrat vorgenommene Evaluierung seiner Tätig-
keit hat ergeben, dass die Organisation und Arbeitsweise in
zufriedenstellender Weise effizient und gesetzeskonform
sind. Ein Änderungsbedarf oder Änderungswunsch in
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
231
Bezug auf die bisher geübte Praxis konnte nicht festgestellt
werden.
Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das
Geschäftsjahr 2020 wurde über Vorschlag und Antrag des
Aufsichtsrats von der Hauptversammlung am 24. Mai 2019
die KPMG gewählt und daher hat KPMG diese Aufgaben
im Geschäftsjahr 2020 durchgeführt.
Im Jahr 2020 befasste sich der Prüfungsausschuss ins-
besondere mit folgenden Themen:
In einer Sitzung des Prüfungsausschusses haben sich die
Ausschussmitglieder mit dem (Konzern-)Abschlussprüfer
betreffend der Festlegung der wechselseitigen Kommunika-
tion sowie der Prüfungsplanung beraten.
Der Prüfungsausschuss hat durch die Einsichtnahme in
geeignete Unterlagen, Gespräche mit dem Vorstand und
Erörterungen mit dem (Konzern-)Abschlussprüfer den
Rechnungslegungsprozess sowie den Ablauf der
Abschluss- und Konzernabschlussprüfung überwacht und
keine Umstände oder Tatsachen festgestellt, die Anlass zu
Beanstandung gegeben hätten. Der Prüfungsausschuss
hat auch die Möglichkeiten zur Erteilung von Empfehlungen
oder Vorschlägen zur Gewährleistung der Zuverlässigkeit
des Rechnungslegungsprozesses geprüft und auf Grund-
lage der vom Prüfungsausschuss im Rahmen seiner
Prüftätigkeit umfassend eingeholten Informationen und
Unterlagen die eingerichteten Prozesse für ausreichend
befunden. Ebenso hat der Prüfungsausschuss die Unab-
hängigkeit des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers
überprüft und überwacht und sich durch die Vorlage von
geeigneten Unterlagen und Nachweisen, insbesondere im
Hinblick auf die Angemessenheit des Honorars und die für
die Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen, von
der Unabhängigkeit überzeugen können. Der Prüfungs-
ausschuss konnte im Rahmen der Prüfung und Über-
wachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und
Konzernabschlussprüfers keine Umstände feststellen, die
Zweifel an dessen Unabhängigkeit und Unbefangenheit
begründen würden.
Weiters hat der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des
Internen Kontrollsystems, der Internen Revision sowie des
Risikomanagementsystems überwacht, indem Darstellun-
gen über die Abläufe und Organisation dieser Systeme vom
Vorstand, vom (Konzern-)Abschlussprüfer und von den
unmittelbar mit diesen Aufgaben betrauten Personen
eingeholt wurden. Der Prüfungsausschuss hat sich im Jahr
2020 aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang
mit COVID-19 auch mit dem Bericht über den ad-hoc
ORSA 2020 befasst und dem Aufsichtsrat darüber be-
richtet. Der Prüfungsausschuss hat dem gesamten Auf-
sichtsrat über diese Überwachungstätigkeit berichtet und
festgehalten, dass keine Mängel festgestellt wurden. Im
Rahmen der Aufsichtsratssitzungen wurde auch dem ge-
samten Aufsichtsrat die Gelegenheit geboten, sich von der
Funktionsfähigkeit der eingerichteten Kontroll- und Prü-
fungssysteme zu überzeugen. Weiters wurden der Revi-
sionsplan sowie die von der Internen Revision quartalsweise
erstellten Berichte im Prüfungsausschuss und im Gesamt-
aufsichtsrat erörtert und gemeinsam mit dem Leiter der
Internen Revision und Konzernrevision diskutiert.
Der Prüfungsausschuss hat den Bericht über die Solva-
bilität und Finanzlage der Gesellschaft geprüft und darüber
dem Gesamtaufsichtsrat berichtet. Es hat keinen Anlass zu
Beanstandungen gegeben.
Der Prüfungsausschuss hat sich im Jahr 2020 mit der Aus-
wahl des Abschluss- bzw. Konzernabschlussprüfers für das
Geschäftsjahr 2021 auseinandergesetzt. Es wurde festge-
stellt, dass hinsichtlich KPMG keine Ausschlussgründe
oder Umstände, die Besorgnis einer Befangenheit be-
gründen würden, vorliegen, und dass ausreichende
Schutzmaßnahmen getroffen worden sind, die eine
unabhängige und unbefangene Prüfung sicherstellen. Der
Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat über die im
Rahmen dieser Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse
berichtet und hat dem Aufsichtsrat und dieser in der Folge
der Hauptversammlung die KPMG für die Wahl zum
Abschluss- und Konzernabschlussprüfer vorgeschlagen.
Die Hauptversammlung hat KPMG als Abschluss- und
Konzernabschlussprüfer für das Jahr 2021 gewählt.
Der Prüfungsausschuss hat weiters den Jahresabschluss
2020, den Lagebericht und den konsolidierten Corporate
Governance-Bericht 2020 sowie den Nachhaltigkeitsbe-
richt 2020 (konsolidierter nichtfinanzieller Bericht) vom
Vorstand erhalten, eingesehen und sorgfältig geprüft. Im
Zuge dieser Prüfung wurde auch der Vorschlag des
Vorstands für die Gewinnverwendung im Hinblick auf die
Eigenmittelausstattung und die Auswirkungen auf die
232
Jahresfinanzbericht 2020
Solvabilität und Finanzlage der Gesellschaft geprüft
.
Ebenso hat der Prüfungsausschuss den Konzernabschluss
2020 und den Konzernlagebericht einer Prüfung unterzogen.
Weiters wurden die vom (Konzern-)Abschlussprüfer KPMG
erstellten Prüfungsberichte zum Jahresabschluss 2020
samt Lagebericht und Konzernabschluss 2020 samt Kon-
zernlagebericht vom Prüfungsausschuss eingesehen und
geprüft. Als Ergebnis dieser Prüfung wurde einstimmig
beschlossen, dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahres-
abschlusses zu empfehlen. Es hat keinen Anlass zu Bean-
standungen gegeben.
Der (Konzern-)Abschlussprüfer hat dem Prüfungsausschuss
einen zusätzlichen Bericht nach Art. 11 der Verordnung (EU)
Nr. 537/2014 über spezifische Anforderungen an die
Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem
Interesse, der auch die Ergebnisse sowohl der Abschluss-
prüfung als auch der Konzernabschlussprüfung erläutert,
erstattet. Dieser zusätzliche Bericht des Abschlussprüfers
wurde auch dem Aufsichtsrat vorgelegt.
Über die Prüfungsergebnisse und alle im Prüfungsaus-
schuss gefassten Beschlüsse wurde dem Aufsichtsrat
jeweils in der darauf folgenden Sitzung berichtet und
dargelegt, wie die Abschlussprüfung zur Zuverlässigkeit der
Finanzberichterstattung beigetragen hat und welche Rolle
der Prüfungsausschuss dabei wahrgenommen hat. Der
Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2020 auch mit IT-
Sicherheitsthemen beschäftigt.
Weiters hat sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Ver-
gütungspolitik beschäftigt. Der Vorstand und der Aufsichts-
rat haben für das Geschäftsjahr 2020 einen Vergütungs-
bericht erstellt.
Der Nominierungsausschuss sowie der Aufsichtsrat haben
sich in der Berichtsperiode mit der Bestellung eines weiteren
Vorstandsmitglieds beschäftigt. Der Aufsichtsrat hat im Jahr
2020 Herrn Hartwig Löger mit Wirkung ab 1. Jänner 2021
in den Vorstand bestellt.
Der gesamte Aufsichtsrat hat sich mit dem Jahresabschluss
2020 samt Lagebericht und dem konsolidierten Corporate
Governance-Bericht 2020, dem Konzernabschluss 2020
samt Konzernlagebericht sowie dem vom Vorstand
vorgelegten Vorschlag für die Gewinnverwendung befasst
und diesen eingehend geprüft.
Hinsichtlich des Gewinnverwendungsvorschlages wurde
insbesondere die Vertretbarkeit im Hinblick auf die Be-
deckung der Eigenmittelerfordernisse geprüft. Der Vorschlag
erfüllt die geltenden rechtlichen Vorgaben und berücksichtigt
vorausschauend die gesamtwirtschaftliche und finanzielle
Lage sowie deren Auswirkungen auf die Solvabilität und
Finanzlage der Gesellschaft vor dem Hintergrund der COVID-
19-Pandemie. Der Vorschlag steht im Einklang mit der
kontinuierlich verfolgten vorsichtigen und nachhaltigen
Kapitalplanung zur langfristigen Gewährleistung einer soliden
Solvenz- und Liquiditätsposition.
Der Aufsichtsrat hat sich auch mit Nachhaltigkeitsthemen
beschäftigt. Es wurden dabei Themen wie die weitere Inte-
gration von sozialen und ökologischen Aspekten ins Kern-
geschäft ebenso wie Umwelt- und Mitarbeiterthemen sowie
die Bedeutung der Diversität und das soziale Engagement
der Gruppe behandelt. Der Aufsichtsrat hat den Nach-
haltigkeitsbericht 2020 (konsolidierter nichtfinanzieller Bericht)
vom Vorstand erhalten, eingesehen und sorgfältig geprüft.
Als Ergebnis dieser Prüfung wurde festgestellt, dass der
Nachhaltigkeitsbericht 2020 (konsolidierter nichtfinanzieller
Bericht) rechtmäßig erstellt wurde und zweckmäßig ist. Es
hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.
Weiters wurden die vom (Konzern-)Abschlussprüfer KPMG
erstellten Prüfungsberichte zum Jahresabschluss 2020 samt
Lagebericht und Konzernabschluss 2020 samt Konzern-
lagebericht vom Aufsichtsrat eingesehen und geprüft. KPMG
hat im Rahmen ihrer Prüfung des Jahresabschlusses 2020
samt Lagebericht und des Konzernabschlusses 2020 samt
Konzernlagebericht keine Einwendungen erhoben. KPMG
hat festgestellt, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der
Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2020 sowie
der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020
in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsgemäßer Buchführung vermittelt. Der Lagebericht
steht im Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben
gemäß § 243a UGB sind zutreffend. KPMG hat weiters fest-
gestellt, dass auch der Konzernabschluss den gesetzlichen
Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der
Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezem
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
233
ber 2020 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des
Konzerns für das Geschäftsjahr 2020, in Übereinstimmung
mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den
Bestimmungen des § 138 VAG in Verbindung mit § 245a
UGB vermittelt. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit
dem Konzernabschluss. Zusätzlich hat KPMG den Nach-
haltigkeitsbericht 2020 (konsolidierter nichtfinanzieller Bericht)
geprüft und gemäß § 269 Abs. 3 UGB festgestellt, dass der
konsolidierte Corporate Governance-Bericht 2020 aufgestellt
worden ist.
Auch die Prüfung durch den gesamten Aufsichtsrat hat nach
ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstan-
dungen gegeben. Der Aufsichtsrat erklärte, dass er den
Prüfungsberichten des Abschluss- und Konzernabschluss-
prüfers nichts hinzuzufügen hat.
Der Aufsichtsrat fasste daher nach eingehender Prüfungs-
tätigkeit den einstimmigen Beschluss, den vom Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss 2020 zu billigen, den Lage-
bericht, den Konzernabschluss 2020 und den Konzern-
lagebericht sowie den konsolidierten Corporate
Governance-Bericht 2020 und den Nachhaltigkeitsbericht
2020 (konsolidierter nichtfinanzieller Bericht) nicht zu
beanstanden sowie sich mit dem Vorschlag des Vorstands
für die Gewinnverwendung einverstanden zu erklären. Der
Jahresabschluss 2020 ist somit gemäß § 96 Abs. 4 AktG
festgestellt.
Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, dass
sie über die Gewinnverwendung gemäß dem Vorschlag des
Vorstands beschließe und dem Vorstand sowie dem
Aufsichtsrat die Entlastung erteile.
Wien, im April 2021
Der Aufsichtsrat:
Komm.-Rat. Dr. Günter Geyer (Vorsitzender)
234
Jahresfinanzbericht 2020
V
IENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
235
Service-
angaben
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
236
Jahresfinanzbericht 2020
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Abkürzung Vollständiger Wortlaut
Alpenländische Heimstätte GmbH Alpenländische Heimstätte, gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Asirom Asigurarea Românească - ASIROM Vienna Insurance Group S.A., Bukarest
BCR Leben BCR Asigurări de Viaţă Vienna Insurance Group S.A., Bukarest
BTA Baltic BTA Baltic Insurance Company AAS, Riga
Bulstrad Leben BULSTRAD LIFE VIENNA INSURANCE GROUP JOINT STOCK COMPANY, Sofia
Bulstrad Nichtleben INSURANCE JOINT-STOCK COMPANY "BULSTRAD VIENNA INSURANCE GROUP", Sofia
Compensa Life (Estland)
1)
Compensa Life Vienna Insurance Group SE, Tallinn
Compensa Leben (Polen)
1)
Compensa Towarzystwo Ubezpieczeń Na Życie S.A. Vienna Insurance Group, Warschau
Compensa Nichtleben (Litauen)
1)
"Compensa Vienna Insurance Group", ADB, Vilnius
Compensa Nichtleben (Polen)
1)
Compensa Towarzystwo Ubezpieczeń S.A. Vienna Insurance Group, Warschau
ČPP Česká podnikatelská pojišťovna, a.s., Vienna Insurance Group, Prag
Donaris Compania de Asigurări "DONARIS VIENNA INSURANCE GROUP" Societate pe Actiuni, Chișinău
Donau Versicherung DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wien
Erste Group Erste Group Bank AG, Wien
Erste Heimstätte GmbH Erste gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Heimstätte Gesellschaft m.b.H., Wien
Gemeinnützige Industrie-Wohnungsaktiengesellschaft Gemeinnützige Industrie-Wohnungsaktiengesellschaft, Leonding
Gemeinnützige Mürz-Ybbs Siedlungsanlagen-GmbH Gemeinnützige Mürz-Ybbs Siedlungsanlagen-GmbH, Kapfenberg
Gewista-Werbegesellschaft m.b.H. Gewista-Werbegesellschaft m.b.H., Wien
GPIH Joint Stock Company Insurance Company GPI Holding, Tiflis
InterRisk InterRisk Towarzystwo Ubezpieczeń S.A. Vienna Insurance Group, Warschau
InterRisk Leben InterRisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group, Wiesbaden
InterRisk Nichtleben InterRisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group, Wiesbaden
Intersig INTERSIG VIENNA INSURANCE GROUP Sh.A., Tirana
IRAO Joint Stock Company International Insurance Company IRAO, Tiflis
Kniazha
PRIVATE JOINT-STOCK COMPANY "UKRAINIAN INSURANCE COMPANY "KNIAZHA VIENNA INSURANCE GROUP",
Kiew
Kniazha Life PRIVATE JOINT-STOCK COMPANY "INSURANCE COMPANY "KNIAZHA LIFE VIENNA INSURANCE GROUP", Kiew
Komunálna KOMUNÁLNA poisťovňa, a.s. Vienna Insurance Group, Bratislava
Kooperativa (Slowakei)
1)
KOOPERATIVA poisťovňa, a.s. Vienna Insurance Group, Bratislava
Kooperativa (Tschechische Republik)
1)
Kooperativa pojišťovna, a.s., Vienna Insurance Group, Prag
Kranken Krankenversicherung
Leben Lebensversicherung
Makedonija Osiguruvanje Stock Company for Insurance and Reinsurance MAKEDONIJA Skopje - Vienna Insurance Group, Skopje
n.a. nicht anwendbar
Neue Heimat Oberösterreich GmbH NEUE HEIMAT Oberösterreich Gemeinnützige Wohnungs- und SiedlungsgesmbH, Linz
Neuland GmbH Neuland gemeinnützige Wohnbau-Gesellschaft m.b.H., Wien
Nova Insurance Company Nova Ins EAD, Sofia
Omniasig OMNIASIG VIENNA INSURANCE GROUP S.A., Bukarest
Österreichisches Verkehrsbüro Österreichisches Verkehrsbüro Aktiengesellschaft, Wien (Konzernabschluss)
PAC Doverie Pension Assurance Company Doverie AD, Sofia
PČS Pojišťovna České spořitelny, a.s.,Vienna Insurance Group, Pardubitz
Ray Sigorta Ray Sigorta A.Ş., Istanbul
s Versicherung Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wien
Schaden/Unfall Schaden- und Unfallversicherung
Schwarzatal GmbH "Schwarzatal" Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsanlagen-GmbH, Wien
Seesam Seesam Insurance AS, Tallinn
Sigma Interalbanian Sigma Interalbanian Vienna Insurance Group Sh.a, Tirana
Sozialbau AG SOZIALBAU gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft, Wien
TUW "TUW" Towarzystwo Ubezpieczeń Wzajemnych „TUW", Warschau
UIG Private Joint-Stock Company "Insurance company" Ukrainian insurance group", Kiew
Serviceangaben
Konzernlagebericht | Konzernabschluss | Lagebericht zum Jahresabschluss | Jahresabschluss | Serviceangaben
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
237
Abkürzung Vollständiger Wortlaut
Union Biztosító UNION Vienna Insurance Group Biztosító Zrt., Budapest
Urbanbau GmbH Urbanbau Gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und Stadterneuerungsgesellschaft m.b.H., Wien
VBV - Betriebliche Altersvorsorge AG VBV - Betriebliche Altersvorsorge AG, Wien (Konzernabschluss)
Vienna International Underwriters bzw. VIU Vienna International Underwriters GmbH, Wien
Vienna Life (Polen)
1)
Vienna Life Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie S.A. Vienna Insurance Group, Warschau
Vienna osiguranje (Bosnien-Herzegowina)
1)
Insurance Company Vienna osiguranje d.d., Vienna Insurance Group, Sarajevo
Vienna-Life (Liechtenstein)
1)
Vienna-Life Lebensversicherung AG Vienna Insurance Group, Bendern
viesure viesure innovation center GmbH, Wien
VIG Fund VIG FUND, a.s., Prag (Konzernabschluss)
VIG-Versicherungsgruppe
2)
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien
VIG Holding
3)
VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien
VIG Re VIG RE zajišťovna, a.s., Prag
Wiener Osiguranje (Kroatien)
1)
Wiener osiguranje Vienna Insurance Group dioničko društvo za osiguranje, Zagreb
Wiener Osiguranje (Bosnien-Herzegowina)
1)
Wiener Osiguranje Vienna Insurance Group ad, Banja Luka
Wiener Re WIENER RE akcionarsko društvo za reosiguranje, Belgrad
Wiener Städtische WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG Vienna Insurance Group, Wien
Wiener Städtische Osiguranje (Serbien)
1)
WIENER STÄDTISCHE OSIGURANJE akcionarsko drustvo za osiguranje, Belgrad
Wiener Städtische Versicherungsverein Wiener Städtische Wechselseitiger Versicherungsverein - Vermögensverwaltung - Vienna Insurance Group, Wien
Wiener TU (vormals Gothaer TU) Wiener TU S.A. Vienna Insurance Group, Warschau
Winner Leben Joint Stock Insurance Company WINNER LIFE - Vienna Insurance Group, Skopje
Winner Nichtleben Joint Stock Insurance Company WINNER-Vienna Insurance Group, Skopje
WOFIN GmbH WOFIN Wohnungsfinanzierungs GmbH, Wien
WWG Beteiligungen GmbH WWG Beteiligungen GmbH, Wien
1)
Die in Klammer gesetzten Zusätze werden bei Gesellschaften mit derselben Abkürzung verwendet, wenn nicht bereits aus dem Zusammenhang heraus klar ersichtlich ist, welche Gesellschaft gemeint ist.
Eine solche Offenkundigkeit ist etwa dann gegeben, wenn die Nennung im Zuge der Beschreibung von Aktivitäten innerhalb eines Landes erfolgt.
2)
Gemeint sind alle konsolidierten VIG-Gesellschaften.
3)
Kommt zur Anwendung, wenn die Einzelgesellschaft gemeint ist.
238
Jahresfinanzbericht 2020
HINWEISE
Dieser Jahresfinanzbericht enthält auch zukunftsbezogene
Aussagen, die auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen
vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des
Managements der VIENNA INSURANCE GROUP AG
Wiener Versicherung Gruppe beruhen. Angaben unter
Verwendung der Worte „Erwartung“ oder „Ziel“ oder
ähnliche Formulierungen deuten auf solche zukunfts-
bezogene Aussagen hin. Die Prognosen, die sich auf die
zukünftige Entwicklung des Unternehmens beziehen, stellen
Einschätzungen dar, die auf Basis der zur Drucklegung des
Geschäftsberichtes vorhandenen Informationen gemacht
wurden. Sollten die den Prognosen zu Grunde liegenden
Annahmen nicht eintreffen oder Risiken in nicht kalkulierter
Höhe eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von
den Prognosen abweichen.
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Pro-
zentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen
auftreten.
Der Jahresfinanzbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt
erstellt, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben
in allen Teilen sicherzustellen. Rundungs-, Satz- und Druck-
fehler können dennoch nicht ganz ausgeschlossen werden.
Unser Ziel war es, den Jahresfinanzbericht möglichst leicht
und flüssig lesbar zu halten. Deswegen wurde auf Schreib-
weisen wie „KundInnen“, „MitarbeiterInnen“ usw. verzichtet.
Selbstverständlich sind in den Texten immer Frauen und
Männer, ohne jegliche Diskriminierung, gleichwertig ge-
meint.
ANSCHRIFT
VIENNA INSURANCE GROUP AG
Wiener Versicherung Gruppe
Schottenring 30
1010 Wien
Telefon: +43 (0) 50 390 22000
INTERNETSEITE – ONLINE-BERICHT
Der Jahresfinanzbericht steht in deutscher und englischer
Sprache zur Verfügung und kann in beiden Sprachen als
PDF-Datei von unserer Internetseite (www.vig.com) unter
Investor Relations heruntergeladen werden.
Servicetipp Online-Geschäftsbericht
Auf der Internetseite der VIG-
Versicherungsgruppe finden
Sie eine sowohl für das Internet als auch für mobile
Endgeräte optimierte Online-Version des Konzern
berichts.
Sämtliche Kapitel können als PDF herun
tergeladen werden.
Zusätzlich bieten wir Ihnen den
Download der wichtigsten
Tabellen als Excel-
File. Weitere Funktionen wie Verlinkungen
innerhalb des Berichts sowie der Vergleich mit dem Vorjahr
schaffen Transparenz und führen Sie auf direktem Wege
zu den gewünschten Informationen. Weiters ermöglicht
die Online-
Version, den Bericht rasch und bequem mit Hilfe
der Volltextsuche zu durchsuchen. Die Fundstellen werden
auf einer Übersichtsseite, der Relevanz nach gereiht,
präsentiert. Der gesuchte Begriff wird sowohl dort als auch
auf der Seite des Berichts farblich hinterlegt.
Redaktionsschluss: 15. März 2021
Konzernbericht 2020 VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe
Jahresfinanzbe
richt 2020