Geschäftsverlauf 2021Entwicklung im Konzern
Der Steiermärkische Sparkasse-Konzern („Steiermärkische Sparkasse“) hat im vergangenen Geschäftsjahr seine Marktposition als Universalbank in der Region, sowohl in der Steiermark als auch in der Westbalkanregion, erfolgreich ausgebaut.
In Nordmazedonien erfolgte am 16. Juli 2021 die Fusion der Sparkasse Bank Makedonija AD Skopje und der Ohridska Banka AD Skopje, wodurch die Sparkasse Bank Makedonija AD Skopje in die Gruppe der Großbanken in Nordmazedonien aufstieg und sich als zweitgrößter Finanzdienstleister im Kommerzbereich und als drittgrößter im Retail-Segment positionieren konnte.
Am 04. Oktober 2021 wurde die Namensänderung der fusionierten Bank in Sparkasse Bank AD Skopje rechtskräftig eingetragen.
Die unternehmerischen Schwerpunkte liegen weiterhin im Bereich der Neukundengewinnung, einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Einlagen und Ausleihungen sowie qualitativem und nachhaltigem Wachstum.
Neben der Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit Covid-19 haben das anhaltend niedrige Zinsniveau und die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen das Jahr 2021 geprägt.
Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2021 für den Steiermärkische Sparkasse-Konzern – trotz der geschilderten Herausforderungen und Rahmenbedingungen – außerordentlich zufriedenstellend und es konnte sowohl das Vorjahresergebnis als auch das budgetierte Ergebnis wesentlich übertroffen werden.
Das erzielte Periodenergebnis beträgt 307,6 Mio. EURO und stieg somit um 284,1% im Vergleich zum Vorjahr (80,1 Mio. EURO). Die größten Einflussfaktoren auf dieses Ergebnis waren die sehr positive Entwicklung im operativen Bankgeschäft, die stark gesunkenen Risikokosten, erhebliche Aufwertungsgewinne bei Tochtergesellschaften sowie die über Plan liegenden Ergebnisbeiträge der Tochterbanken.
Der Zinsüberschuss ist mit 278,7 Mio. EURO zwar um 1,3% höher als im Vergleich zum Vorjahr (275,1 Mio. EURO), liegt jedoch aufgrund des Margendrucks trotz starkem Volumenswachstum unter Plan.
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich auf 165,5 Mio. EURO und lag somit um 14,7% über dem Vergleichswert des Vorjahres (144,3 Mio. EURO). Den größten Beitrag hierzu leistete wiederum der Zahlungsverkehr mit einem Ergebnis von insgesamt 88,0 Mio. EURO (+14,8%). Das Provisionsergebnis im Wertpapiergeschäft beträgt erfreuliche 42,7 Mio. EURO und übertrifft somit den Vergleichswert des Vorjahres um beachtliche 26,8%.
Im sonstigen betrieblichen Erfolg in Höhe von insgesamt 83,1 Mio. EURO (im Vorjahr -23,5 Mio. EURO) wurden insbesondere die Ergebnisse der Bewertung der Beteiligungen an den Tochterbanken in Südosteuropa in Höhe von 85,4 Mio. EURO (im Vorjahr -32,8 Mio. EURO) verbucht. Diese erheblichen Aufwertungen, bedingt durch die optimistischen Erwartungen im erweiterten Heimmarkt hinsichtlich der makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie der weiteren Entwicklung der Tochterbanken, leisten einen wesentlichen Beitrag zum weit über Plan liegenden Periodenergebnis.
Die Betriebserträge steigen von 480,6 Mio. EURO um 81,0 Mio. EURO auf 561,6 Mio. EURO, was einer Steigerung um 16,9% entspricht. Im Wesentlichen ist dies den im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegenen Ergebnisbeiträgen der Tochterbanken geschuldet.
Der Personalaufwand stieg moderat um 2,3% von 149,9 Mio. EURO auf 153,3 Mio. EURO.
Durch strenge Kostendisziplin ist es gelungen, den Sachaufwand um 1,0% von 93,6 Mio EURO auf 92,6 Mio EURO zu senken. Dies obwohl aufgrund des Einlagenwachstums die Einlagensicherungsbeiträge um 1,8 Mio. EURO auf 13,7 Mio. EURO gestiegen sind.
Insgesamt resultiert daraus ein um beachtliche 38,4 % gestiegenes Betriebsergebnis von 283,8 Mio. EURO (Vorjahr 205,1 Mio. EURO).
Die Wertberichtigungen für Kundenkredite insgesamt deutlich auf 15,6 Mio. EURO (2021: 82,4 Mio. EURO) an. Der Rückgang ist vor allem auf die positive Entwicklung der konjunkturellen Wirtschaftslage in den Märkten der Steiermärkischen Sparkasse zurückzuführen.
Die Bilanzsumme im Konzern ist im Vergleich zum 31.12.2020 um 5,9% oder 1,1 Mrd. EURO auf 19,6 Mrd. EURO gestiegen.
Sowohl bei den Kundeneinlagen als auch bei den Kundenkrediten ist es gelungen Volumenssteigerungen zu erzielen. Auf der Passivseite sind die Kundeneinlagen um 7,2% auf 15,3 Mrd. EURO (Vorjahr 14,3 Mrd. EURO) angestiegen. Die Einlagen von Kreditinstituten sanken um 10,2% und betragen 1,1 Mrd. EURO (Vorjahr 1,3 Mrd. EURO).