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Jahresfinanzbericht
2025
der Josef Manner & Comp. AG
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
2
Kennzahlen
Konzernkennzahlen nach IFRS
T
T
2025
2024
Umsatzerlöse (T€)
304.316
288.407
Exportquote
59,4%
59,6%
Betriebsergebnis (T€)
11.243
21.057
Betriebsergebnis-Marge (ROS)
3,7%
7,3%
Ergebnis vor Steuern (T€)
9.189
18.807
Periodenergebnis (T€)
5.009
14.423
Eigenkapitalrentabilität (ROE)
11,8%
24,6%
Gesamtkapitalrentabilität (ROI)
6,8%
13,1%
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (T€)
1
23.964
44.894
Cashflow aus Investitionstätigkeit (T€)
-13.096
-8.468
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (T€)
1
-9.289
-30.638
Mitarbeiter*innen in Jahresdurchschnitt
826
852
Bilanzsumme (T€)
166.367
160.767
Eigenkapital (T€)
77.560
76.374
Eigenkapitalquote
46,6%
47,5%
Nettoverschuldung (T€)
20.242
24.634
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)
26,1%
32,3%
Stammaktien zum 31. Dezember
2025
2024
ISIN
AT0000728209
AT0000728209
Anzahl der Aktien (Stück)
1.890.000
1.890.000
Höchstkurs (€)
120,00
120,00
Tiefstkurs (€)
101,00
100,00
Schlusskurs (€)
105,00
103,00
Durchschnittskurs (€)
106,93
107,00
Dividende je Aktie (€)
2
2,00
2,00
1
Es erfolgte eine Umgliederung betreffend die Veränderung von Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit Boni und WKZ
vom Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit.
2
Laut Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung der Josef Manner & Comp. AG schlägt der Vorstand vor,
für das Jahr 2025 eine Dividende von 2,00 pro Aktie auszuschütten. Das ergibt eine Ausschüttung von T€ 3.780. Im
Vorjahr wurde ebenfalls eine Dividende von € 2,00 pro Aktie (T€ 3.780) ausgeschüttet.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
3
Inhaltsverzeichnis
Kennzahlen ......................................................................................................................................................................... 2
Vorwort des Vorstands ........................................................................................................................................................ 4
Konzernorganigramm .......................................................................................................................................................... 6
Konsolidierter Corporate-Governance-Bericht 2025 gemäß §267b iVm §243c UGB ......................................................... 7
Bericht des Aufsichtsrats ................................................................................................................................................... 17
Konzernlagebericht ........................................................................................................................................................... 19
Konzernabschluss ............................................................................................................................................................. 42
Bestätigungsvermerk ........................................................................................................................................................ 95
Erklärung des Vorstands zum Konzernabschluss ........................................................................................................... 100
Jahresabschluss ............................................................................................................................................................. 101
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025.......................................................................................................................... 122
Bestätigungsvermerk ...................................................................................................................................................... 138
Erklärung des Vorstands ................................................................................................................................................. 143
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und aus Rücksichtnahme auf Ressourcen wird
auf die gedruckte Version des Jahresfinanzberichts 2025 verzichtet.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
4
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionär*innen, sehr geehrte Leser*innen,
das Geschäftsjahr 2025 war erneut ein erfolgreiches Jahr für Manner. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds ist es
gelungen, unsere Position als Süßwaren- und Waffelspezialist weiter zu festigen und gezielt auszubauen. Die wirtschaft-
lichen Rahmenbedingungen blieben dabei anspruchsvoll: Die anhaltend hohe Inflation und die damit verbundene Kaufzu-
rückhaltung der Konsument*innen belasteten die gesamte Branche. Insbesondere bei schokolierten Süßwaren war eine
verhaltene Marktentwicklung mit sinkenden Absatzmengen zu beobachten. Gleichzeitig waren die Rohstoffmärkte auch
im Jahr 2025 von hoher Volatilität geprägt. Erntebedingte Ausfälle führten zu außergewöhnlich hohen Preisen bei Hasel-
nüssen, während die Kakaomärkte historisch starke und schwer kalkulierbare Preisschwankungen verzeichneten.
Die im Jahr 2025 deutlich gestiegenen Personal- und Lohnnebenkosten haben ebenfalls ihre Spuren im Ergebnis hinter-
lassen. Durch gezielte Effizienzsteigerungen, Prozessoptimierungen und eine hohe Kosten- und Ergebnisdisziplin konnten
diese Belastungen jedoch teilweise abgefedert werden. Wir sind stolz darauf, auch unter diesen Rahmenbedingungen
weiterhin in Österreich zu produzieren und damit bewusst Verantwortung für Beschäftigung, Qualität und Wertschöpfung
am Standort zu übernehmen.
Trotz dieser schwierigen Ausgangslage konnte Manner den Umsatz steigern. Wesentliche Treiber waren ein optimierter
Produktmix sowie gezielte Preisanpassungen. Aufgrund der überproportional starken Preissteigerungen im Rohstoffbe-
schaffungsbereich sowie der sich aus der Impairmentkalkulation ergebenden notwendigen außerplanmäßigen Abwertung
der Anlagen in Aserbaidschan hat sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) halbiert. Dieser Druck vor allem bei den Roh-
stoffen wird uns erwartungsgemäß auch 2026 noch begleiten.
Das Geschäftsjahr 2025 war zudem geprägt von der erfolgreichen Umsetzung zahlreicher strategisch relevanter Projekte.
Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der konsequenten Weiterentwicklung unserer Digitalisierungsinitiativen, die
maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit von Manner beitragen. Mit der Einführung von SAP haben wir einen bedeutenden
Meilenstein erreicht; im Jahr 2025 stand insbesondere die gezielte Feinjustierung der Systeme und Prozesse im Fokus,
um Effizienz, Transparenz und Zukunftsfähigkeit weiter zu stärken.
Ein zentrales Anliegen bleibt für uns die Weiterentwicklung unserer ESG-Agenda. Mit der Erarbeitung unseres Klimatran-
sitionsplans haben wir ein zentrales Instrument geschaffen, um unsere Klimaziele transparent und ambitioniert zu verfol-
gen. Konkrete Maßnahmen wie der schrittweise Ausstieg aus Erdgas am Standort Wolkersdorf oder der Einsatz von
elektrisch betriebenen LKWs im Transportbereich unterstreichen unser Bekenntnis zum verantwortungsvollen und nach-
haltigen wirtschaftlichen Handeln. Damit treiben wir die Dekarbonisierung unseres Unternehmens konsequent voran.
Wichtige Investitionen in neue Anlagen steigerten darüber hinaus nicht nur die Effizienz, sondern unterstützen auch unsere
Nachhaltigkeitsziele, insbesondere im Hinblick auf die europäische Verpackungsregulatorik (PPWR).
Zu den zentralen Projekten im Produktionsbereich zählten 2025 die Inbetriebnahme der neuen Dragee-Anlage in Wolkers-
dorf, die Vorbereitungsarbeiten für die neue Mozartkugelanlage am selben Standort sowie die Implementierung neuer
Beutel-Verpackungsmaschinen am Standort Wien. Parallel dazu wurden weitere Prozessoptimierungen umgesetzt, die
nachhaltig zur Effizienzsteigerung und zur Stabilisierung unserer Produktionsabläufe beitragen.
Auch im Marktauftritt konnten wir gezielt neue Akzente setzen. Mit der Einführung der Manner Crunchies in Deutschland
haben wir einen bedeutenden Schritt im Rahmen unserer Innovationsstrategie gesetzt und unsere internationale Präsenz
weiter ausgebaut. Parallel dazu wurden unsere Marketing- und Sponsoringaktivitäten konsequent weiterentwickelt, unter
anderem durch die neue Manner-Kommunikationsplattform „Glück verbindet“ und eine starke Sponsoringpräsenz im Um-
feld der Nordischen Ski WM in Trondheim 2025. Im Vertrieb unterstreicht die neue Partnerschaft mit Austrian Airlines
mit der „Austria Mozartkugel“ als Signature Treat an Bord – unsere strategische Ausrichtung, Marken im hochwertigen und
aufmerksamkeitsstarken Umfeld zu positionieren.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
5
Insgesamt sind wir mit der Entwicklung des Geschäftsjahrs 2025 in einem äußerst herausfordernden Markt zufrieden.
Gleichzeitig ist uns bewusst, dass weiterhin Potenziale bestehen, die es in den kommenden Jahren gezielt zu heben gilt.
Effizienzsteigerung, Komplexitätsreduktion sowie ein noch schnelleres und agileres Handeln bleiben daher zentrale Leitli-
nien unserer zukünftigen Arbeit.
Der Ausblick auf 2026 bleibt geprägt von einem weiterhin sehr herausfordernden Marktverhalten. Wir erwarten stabile bis
leicht steigende Umsätze, wenngleich die Entwicklung der Rohstoffpreise insbesondere auf den agrarischen Märkten
schwer kalkulierbar bleibt. Insgesamt rechnen wir mit einem stabilen Ergebnisniveau. Unser Ziel ist es, auch im kommen-
den Jahr profitabel, resilient und verantwortungsvoll zu wachsen.
Unser besonderer Dank gilt wie immer unseren engagierten Mitarbeiter*innen, ohne deren Einsatz und Identifikation mit
dem Unternehmen dieser Erfolg nicht möglich wäre. Ebenso danken wir unseren Geschäftspartner*innen und natürlich
unseren Konsument*innen für ihr Vertrauen in Manner.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hans Peter Andres
CPO
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6
Konzernorganigramm
der Josef Manner & Comp. AG, Wien, Österreich als Muttergesellschaft
Geblergasse 116 GmbH & Co KG, Wien, Österreich, 100%
Manner Azerbaijan LLC, Khudat City, Aserbaidschan, 100%
Josef Manner s.r.o., Brno, Tschechische Republik, 100%
Josef Manner, marketinske storitve, d.o.o., Ljubljana, Slowenien, 100%
Compliment Süßwaren Vertriebs Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich, 100%
Im Berichtsjahr hat es keine unternehmensrechtlichen Umgründungen oder Änderungen in der Gruppenstruktur gegeben.
Im Vorjahr wurde die Unterstützungseinrichtung der Josef Manner & Comp. AG, GmbH, eine 100%ige bisher in den Kon-
zernabschluss einbezogene Tochtergesellschaft der Manner AG, rückwirkend zum 31.12.2023 upstream auf die Josef
Manner & Comp. AG verschmolzen.
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7
Konsolidierter Corporate-Governance-Bericht 2025
gemäß §267b iVm §243c UGB
der Josef Manner & Comp. AG für das Geschäftsjahr 2025
1 Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex
Die Josef Manner & Comp. AG verfolgt eine Strategie der nachhaltigen Wert- und Ertragssteigerung. Auf die langfristige
Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtete Managementgrundsätze und die permanente Weiterentwicklung der
Systeme zur Bereitstellung vollständiger und transparenter Informationen bilden die Grundlage des Handelns. In diesem
Sinne bekennen sich Vorstand und Aufsichtsrat zum Regelungsziel des Österreichischen Corporate Governance Kodex
(§243c Abs.1 Z.1 UGB), welcher im Oktober 2002 in Kraft gesetzt und zuletzt in der Fassung Jänner 2025 angepasst
wurde.
Der Österreichische Corporate Governance Kodex (ÖCGK) ist auf der Webseite des Österreichischen Arbeitskreises für
Corporate Governance (www.corporate-governance.at) öffentlich zugänglich.
Alle vom Österreichischen Corporate Governance Kodex geforderten Informationen sind in diesem Bericht und entspre-
chend der thematischen Zugehörigkeit entweder im Geschäftsbericht, Lagebericht, oder auf der Webseite (www.jo-
sef.manner.com) des Unternehmens ersichtlich.
Die 83 Regeln des bestehenden Kodex können in drei Regelkategorien eingeteilt werden, wobei die erste Kategorie, die
L-Regeln (Legal Requirements), auf zwingenden Rechtsvorschriften beruhen und somit verpflichtend anzuwenden sind.
Die zweite Kategorie, die C-Regeln (Comply or Explain), sollten eingehalten oder bei Abweichung begründet werden.
Erläuterungen bzw. Begründungen für die Abweichungen zu C-Regeln finden sich in diesem Bericht.
Von R-Regeln (Recommendation), die einen reinen Empfehlungscharakter haben, können die Unternehmen ohne Erklä-
rung abweichen.
Konzernstruktur
Die Josef Manner & Comp. AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Wien. Sie produziert Süßwaren und
verkauft diese im In- und Ausland.
Neben den in Folge genannten Tochterunternehmen besteht eine Niederlassung (erweiterte Betriebsstätte der AG) in
Köln, Deutschland. Über diese werden die Waren in Deutschland vertrieben und bis zur Schließung im April 2025 wurde
auch ein Shop in der Region Berlin betrieben.
Eine weitere Betriebsstätte in Kroatien wird durch einen Mitarbeiter vor Ort begründet. Die Geschäfte in Kroatien (Betriebs-
stätte der AG) werden in der Ergebnisabrechnung der AG berücksichtigt.
Außerdem hat die AG ein Lager in Tschechien, wodurch sie eine (vereinfachte) Steuernummer in Tschechien hat.
Die Josef Manner s.r.o. ist eine in Brünn, Tschechien ansässige 100%-Tochter der AG. Sie bedient den tschechischen
Markt, auf dem sie von der AG gekaufte Waren im eigenen Namen und auf eigene Rechnung vertreibt. Darüber hinaus
wickelt sie Geschäfte für die AG am slowakischen Markt ab und begründet mit dieser tigkeit eine Betriebsstätte (Dienst-
leistungsbetriebsstätte) in der Slowakei. Diese Waren werden im Namen der AG in der Slowakei verkauft, wodurch die AG
eine Betriebsstätte (Vertreterbetriebsstätte) in der Slowakei unterhält. Für letztgenannte Tätigkeit erhält die Josef Manner
s.r.o. Provisionen von der AG.
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8
Die JOSEF MANNER, marketinške storitve, d.o.o. ist ebenfalls eine 100%-Tochter der AG, mit Sitz in Ljubljana, Slowe-
nien. Sie vermittelt Geschäfte (Agentur), territorial eingeschränkt, die dann durch die Josef Manner & Comp. AG getätigt
werden.
Die Compliment Süßwaren Vertriebs Gesellschaft m.b.H. ist eine 100%-Tochter der AG und hat den Sitz in Wolkers-
dorf. Sie dient als Inverkehrbringer, der im Bedarfsfall auf Verpackungen von Private Label Produkten angeführt wird. Sie
hat keinerlei Umsätze oder sonstige Geschäftstätigkeit. Zusätzlich ist sie Komplementärin der Geblergasse 116 GmbH &
Co KG.
Die Geblergasse 116 GmbH & Co KG ist eine 100%-Tochter der AG und hat den Sitz am Standort der Josef Manner &
Comp. AG. Sie ist eine Immobiliengesellschaft, hat die Sockelsanierung und den Dachgeschossausbau der zur AG gehö-
renden Wohnhäuser umgesetzt und vermarktet diese.
Die Manner LLC (AZE) ist eine 100%-Tochter der AG und hat den Sitz in Khudat City, Aserbaidschan. Manner LLC ist ein
in Entwicklung befindlicher landwirtschaftlicher Betrieb, der Haselnüsse anbaut und verkaufen wird.
Abweichungen zum Corporate Governance Kodex
Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der Unternehmenskultur. Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben
sich mit dem Kodex befasst und ihre Geschäftsordnungen entsprechend angepasst. Die Erläuterungen und die Abwei-
chungen zu den C-Regeln sind nachstehend dargestellt:
Regel 16:
Der Vorstand bestand bis zu seiner Veränderung am 01.09.2025 aus insgesamt vier Vor-
standsmitgliedern, jedoch ohne einen Vorsitzenden. Seit 01.09.2025 besteht der Vor-
stand aus insgesamt fünf Mitgliedern und verfügt seit diesem Tag über einen Vorsitzen-
den.
Regel 37:
Der Aufsichtsratsvorsitzende bereitet die Aufsichtsratssitzungen vor. Bis zum 01.09.2025
hat er mit dem Gesamtvorstand regelmäßig Kontakt gehalten, da der Vorstand über kei-
nen Vorsitzenden verfügte. Seit der Änderung der Zusammensetzung des Vorstands mit
01.09.2025 hält der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig
Kontakt und diskutiert mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung, die Risikolage und
das Risikomanagement des Unternehmens.
Regel 39:
Die Mehrheit der von der Hauptversammlung gewählten oder von Aktionären entsandten
Ausschussmitglieder des Nominierungs- und Vergütungsausschusses erfüllt nicht die Kri-
terien der Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53. Dem Nominierungs- und Vergütungsaus-
schuss gehören Mag. Albin Hahn, sowie Dr. Martina Andres als Kapitalvertreter an, die
beide nicht die Kriterien der Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53 erfüllen.
Die Mehrheit der von der Hauptversammlung gewählten oder von Aktionären entsandten
Ausschussmitglieder des Prüfungsausschusses erfüllt nicht die Kriterien der Unabhän-
gigkeit gemäß C-Regel 53. Dem Prüfungsausschuss gehören Dr. Michael Grahammer
und Dr. Martina Andres als Kapitalvertreter an, von denen alleine Dr. Michael Grahammer
die Kriterien der Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53 erfüllt.
Regel 68:
Die Gesellschaft veröffentlicht ihre Berichte ausschließlich in deutscher Sprache.
Entsprechend der geographischen Herkunft der Aktionäre besteht keine Notwendigkeit,
die Berichte auch in englischer Sprache zu verfassen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
9
2 Zusammensetzung der Organe und Organbezüge
Zusammensetzung des Vorstands
Mag. Dieter Messner
Vorstandsvorsitzender (CEO)
Vorstand für Human Resources, PR/ESG & Sponsoring, IT
Geburtsjahr: 1970
erstmals bestellt ab 01.09.2025; bestellt bis 01.09.2028
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Dr. Hans Peter Andres
Vorstand für Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik (CPO)
Geburtsjahr: 1961
erstmals bestellt ab 01.07.1992; bestellt bis 30.06.2026
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Sabine Brandl, MBA, MSc
Vorständin
o Bis 31.08.2025 für Verkauf, Marketing & Produktentwicklung, Human Resources, PR/ESG & Sponsoring
o Seit 01.09.2025 für Verkauf, Marketing & Produktentwicklung (CSMO)
Geburtsjahr: 1966
erstmals bestellt ab 01.01.2024; bestellt bis 31.12.2026
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Thomas Gratzer
Vorstand für Produktion & Technik (COO)
Geburtsjahr: 1967
erstmals bestellt ab 01.06.2014; bestellt bis 31.05.2028; mit 31.12.2025 aus dem Vorstand ausgeschieden
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Scipio Oudkerk, MSc
Vorstand
o Bis 31.08.2025 für Finanzen, Recht, IT & Office Management
o Seit 01.09.2025 für Finanzen, Recht & Office Management (CFO)
Geburtsjahr: 1972
erstmals bestellt ab 01.01.2024; bestellt bis 31.12.2026
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Veränderungen der Zusammensetzung des Vorstands
Mit 01.09.2025 wurde Mag. Dieter Messner zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Mit 31.12.2025 ist Thomas Gratzer aus
dem Vorstand ausgeschieden. Der Vorstand der Gesellschaft bestand somit bis 01.09.2025 aus vier Personen, bis
31.12.2025 aus fünf Personen und besteht seit 01.01.2026 wieder aus vier Personen.
Vergütung des Vorstands
Im Jahr 2025 verfügten die Vorstände über ein Grundgehalt und eine erfolgsabhängige variable Vergütung. Des Weiteren
wird hier auf den veröffentlichten Vergütungsbericht des entsprechenden Geschäftsjahres verwiesen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
10
Zusammensetzung des Aufsichtsrats (aktuell):
Mag. Albin Hahn
Vorsitzender
Geburtsjahr: 1957
erstmals bestellt ab 25.05.2023; bestellt bis zur 111. o. HV (2026);
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
vertritt die Interessen eines Anteilseigners mit einer Beteiligung >10%
Mag. Albin Hahn war bis 31.03.2022 als Vorstand für Finanzen, Recht, IT & Human Resources bei der
Gesellschaft bestellt
Dr. Martina Andres
Stellvertreterin des Vorsitzenden
Geburtsjahr: 1964
erstmals bestellt ab 28.05.2019; bestellt bis zur 113. o. HV (2028)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
vertritt die Interessen eines Anteilseigners mit einer Beteiligung >10%
es besteht eine persönliche Beziehung zu einem Vorstandsmitglied
Mag. Florian Jonak
Stellvertreter des Vorsitzenden
unabhängig gemäß Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1967
erstmals bestellt ab 30.05.2017; bestellt bis zur 111. o. HV (2026)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmern
Dr. Michael Grahammer
Mitglied
unabhängig gemäß Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1964
erstmals bestellt ab 25.05.2021; bestellt bis zur 112. o. HV (2027)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
Prof. Dr. Sita Monica Mazumder
Mitglied
unabhängig gemäß Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1970
erstmals bestellt ab 28.05.2019; bestellt bis zur 113. o. HV (2028)
ein weiteres Aufsichtsratsmandat in einem börsennotierten Unternehmen (Palfinger AG)
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
11
Dipl.-Kfm. MBA Martina Sandrock
Mitglied
unabhängig gemäß Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1960
erstmals bestellt ab 23.05.2024; bestellt bis zur 112. o. HV (2027)
ein Aufsichtsratsmandat CEWE Group, eines im SDAX-notierten Unternehmen
Dr. Martin Schober
Mitglied
unabhängig gemäß Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1955
erstmals bestellt ab 30.11.2022; bestellt bis zur 113. o. HV (2028)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
Dr. Elly A. E. Zwaal
Mitglied
unabhängig gemäß Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1964
erstmals bestellt ab 23.05.2024; bestellt bis zur 112. o. HV (2027)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften
Peter Freudenschuss
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1968
entsendet vom Betriebsrat der Angestellten in Wien
seit 01.01.2024 entsendet
Samila Freund
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1982
entsendet vom Betriebsrat der Arbeiter in Wolkersdorf
seit 01.09.2023 entsendet
Erwin Müllner
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1968
entsendet vom Betriebsrat der Arbeiter in Wien
seit 04.04.2023 entsendet
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
12
Claudia Schmidt
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1974
entsendet vom Betriebsrat der Angestellten in Wien
seit 04.04.2023 entsendet
Veränderung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Es kam zu keinen Veränderungen der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr 2025.
Kriterien der Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern
Der Aufsichtsrat hat die im Österreichischen Corporate Governance Kodex (Anhang 1) enthaltenen Leitlinien für die Un-
abhängigkeit als Kriterien der Unabhängigkeit festgelegt.
Demnach ist ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen
Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher
geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung der gewählten Aufsichtsräte erfolgt nach den in der 109. o. HV. beschlossenen neuen Vergütungspolitik.
Die Vergütung setzt sich aus einer vom Unternehmensergebnis abhängigen Aufsichtsratvergütung und einem Sitzungs-
geld zusammen.
Des Weiteren wird hier auf den veröffentlichten Vergütungsbericht des entsprechenden Geschäftsjahres verwiesen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
13
3 Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Da hohe Transparenz und umfassende sowie zeitgleiche Information aller relevanten Interessengruppen ein wichtiges
Anliegen ist, überwacht ein Compliance-Verantwortlicher die Einhaltung der Compliance-Richtlinie der Josef Manner &
Comp. AG, welche auf der Marktmissbrauchsverordnung des Europäischen Parlaments und des Rats basiert.
Im Sinne des Kodex pflegen Vorstand und Aufsichtsrat zusätzlich zu den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen einen
regen Gedankenaustausch und offenen Diskurs zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens, Geschäftsentwicklung,
Risikomanagement und wesentlichen Geschäftsfällen. Bei wichtigen Anlässen erfolgt eine unverzügliche Information an
den Vorsitzenden des Aufsichtsrats.
Grundsätzlich arbeiten sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat stets unter Bedachtnahme der jeweils gültigen Ge-
schäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Vorstands, in Kraft getreten mit 30.01.2024 wurde durch die neue Geschäfts-
ordnung, in Kraft getreten mit 01.09.2025 ersetzt. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ist mit 11.06.2024 in Kraft
getreten.
Im Jahr 2025 haben sieben Sitzungen des Aufsichtsrats (davon zwei a. o. ARS am 28.02.2025, sowie am 25.11.2025)
stattgefunden. Es hat kein Mitglied des Aufsichtsrats an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats nicht persön-
lich teilgenommen.
Der Aufsichtsrat entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unterneh-
mens. Seine Kontrolltätigkeit übt er auch durch Ausschüsse aus und hat dafür einen Prüfungsausschuss, einen Nomi-
nierungs- & Vergütungsausschuss, einen Digitalisierungs- & Prozessmanagement-Ausschuss und einen Marke-
ting- & Innovationsausschuss eingerichtet. Zusätzlich befasst sich der Aufsichtsrat jährlich mit der Effizienz seiner Tä-
tigkeit und führt eine Selbstevaluierung durch.
Der Prüfungsausschuss befasst sich, gemäß §92 (4a) 4 AktG, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses,
der Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers, der Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses,
des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts. Darüber hinaus überwacht er die Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems und Risikomanagementsystems und hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstat-
ten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten.
Dem Prüfungsausschuss gehörten bis zur konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 22.05.2025 folgende Mitglieder
des Aufsichtsrats an:
Dr. Michael Grahammer (Vorsitzender)
Dr. Martina Andres
Peter Freudenschuss
Seit dem 22.05.2025 gehören dem Ausschuss folgende Mitglieder an:
Dr. Michael Grahammer (Vorsitzender)
Dr. Martina Andres
Peter Freudenschuss
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2025 drei Sitzungen abgehalten. Bei zwei der drei Sitzungen des Prüfungsausschus-
ses und bei einer Sitzung des Aufsichtsrats war der Wirtschaftsprüfer anwesend.
Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender
Mandate im Vorstand, befasst sich weiters mit Fragen der Nachfolgeplanung und unterbreitet der Hauptversammlung
Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Aufsichtsrat. Darüber hinaus befasst er sich mit dem Inhalt von
Vorstandsverträgen und überprüft die Vergütungspolitik für Vorstandsmitglieder in regelmäßigen Abständen.
Dem Nominierungs- und Vergütungsausschuss gehörten bis zur konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am
22.05.2025 folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
14
Mag. Albin Hahn (Vorsitzender)
Dr. Martina Andres
Peter Freudenschuss
Seit dem 22.05.2025 gehören dem Ausschuss folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Mag. Albin Hahn (Vorsitzender)
Dr. Martina Andres
Peter Freudenschuss
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2025 vier Sitzungen abgehalten.
Der Digitalisierungs- & Prozessmanagement-Ausschuss beschäftigt sich mit der ganzheitlichen Transformation des
Unternehmens, mit dem Ziel, den internen und externen Kundennutzen zu erhöhen. Darüber hinaus befasst er sich sowohl
in Bezug auf das Kerngeschäft als auch bei neuen Geschäftsfeldern mit der Optimierung von Aufbau- und Prozessorga-
nisation und Modernisierung der Unternehmenskultur.
Dem Digitalisierungs- & Prozessmanagement-Ausschuss gehörten bis zur konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am
22.05.2025 folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Prof. Dr. Sita Monica Mazumder (Vorsitzende)
Dr. Elly A. E. Zwaal
Erwin Müllner
Seit dem 22.05.2025 gehören dem Ausschuss folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Prof. Dr. Sita Monica Mazumder (Vorsitzende)
Dr. Elly A. E. Zwaal
Erwin Müllner
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2025 vier Sitzungen abgehalten.
Der Marketing- & Innovationsausschuss beschäftigt sich mit Themen hinsichtlich Marken-, Sortiments-, Innovations-
und Vertriebsstrategie, die der nachhaltigen Effizienzsteigerung dienen.
Dem Marketing- und Innovationsausschuss gehörten bis zur konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 22.05.2025
folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Dipl.-Kfm. MBA Martina Sandrock (Vorsitzende)
Dr. Martina Andres
Mag. Florian Jonak
Claudia Schmidt
Dem Marketing- & Innovationsausschuss gehören seit dem 22.05.2025 folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Dipl.-Kfm. MBA Martina Sandrock (Vorsitzende)
Dr. Martina Andres
Mag. Florian Jonak
Claudia Schmidt
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2025 fünf Sitzungen abgehalten.
Wirtschaftsprüfer
Die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH wurde von der 110. ordentlichen Hauptversammlung zum Abschlussprüfer
und Konzernabschlussprüfer bestellt.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
15
4 Maßnahmen zur Förderung von Frauen
Im Rahmen der unternehmensweit einheitlichen Personalpolitik, die für alle Mitarbeiter*innen gleiche Chancen und Rechte
sicherstellt, bemüht sich die Gesellschaft um die Entwicklung und Weiterbildung von Frauen. Die Gesellschaft verfolgt das
Ziel, den Anteil der Frauen in leitenden Stellungen mittelfristig auf ein ausgewogenes Niveau zu heben. Bis zum 31.08.2025
waren in der Gesellschaft sieben von sechzehn Mitgliedern der Organe Vorstand und Aufsichtsrat weiblich. Seit dem
01.09.2025 sind in der Gesellschaft sieben von siebzehn Mitgliedern der Organe Vorstand und Aufsichtsrat weiblich. Der
Frauenanteil in leitenden Stellungen (§80 AktG) in der Gesellschaft (AG) hat bis zum 31.08.2025 20,0%, ab 01.09.2025
16,7% betragen (2024: 31,0%). Mit Ende des Geschäftsjahres 2025 beschäftigt die Gesellschaft 825 Mitarbeiter*innen
(inklusive geringfügig Beschäftigten), wovon 36,3% weiblich sind.
Sowohl für den Aufsichtsrat als auch für den Vorstand gelten bei Personalentscheidungen und bei der Entlohnung aus-
schließlich fachliche Fähigkeiten und persönliche Kompetenzen als Kriterien; hohes Augenmerk wird auf die strenge
Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt.
In zahlreichen Bereichen konnten sich Frauen für Führungsaufgaben in der ersten und zweiten Berichtsebene qualifizieren.
In den Tochterunternehmen der Gesellschaft nehmen zum Stichtag 31.12.2025 sieben verschiedene Personen eine oder
mehrere leitende Stellungen ein. Eine davon ist eine Frau, das entspricht einem Frauenanteil von 14,3%. In den Tochter-
gesellschaften sind zwölf leitende Stellungen vergeben. Eine von diesen Stellungen ist von einer Frau besetzt. Das ent-
spricht einem Frauenanteil von 8,3%.
5 Beschreibung des Diversitätskonzepts
Vielfalt ist bei der Josef Manner & Comp. AG ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur. Mit dem Konzept zu
Diversität, Chancengleichheit und Inklusion bekennen wir uns zu einem respektvollen, diskriminierungsfreien Arbeitsum-
feld, in dem alle Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Behinderung oder Lebenssituation gleiche
Chancen erhalten.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Sensibilisierung und Einbindung aller Mitarbeitenden. Durch verpflichtende Diver-
sitätsschulungen, regelmäßige interne Kommunikation und transparente Leitlinien fördern wir das Bewusstsein für Vielfalt
und ein diskriminierungsfreies Miteinander im Arbeitsalltag. Ein weiterer Schwerpunkt ist die gezielte Förderung von
Frauen in Führungspositionen. Bis 2030 streben wir einen Frauenanteil von 30,0% im oberen Management an. Ein jährli-
ches Diversitätsmonitoring sorgt für Transparenz und eine kontinuierliche Weiterentwicklung.
Diese Leitlinie gilt auch für die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat. Sie entspricht damit dem ÖCGK, der ein Diver-
sitätskonzept hinsichtlich Alter, Geschlecht sowie Bildungs- und Berufshintergrund bei der Besetzung von Aufsichtsrat und
Vorstand vorsieht. Bei der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand verfolgt Manner folgende Leitlinien:
Für die Geschlechterdiversität gilt für Manner die vom Europäischen Parlament im Juni 2022 verabschiedete
Richtlinie nach der entweder mindestens 40% der Aufsichtsratsposten oder 33% der Vorstands- und
Aufsichtsratsposten an das jeweils unterrepräsentierte Geschlecht gehen.
Als international ausgerichtetes Unternehmen ist Internationalität und die damit verbundene globale Denkweise
ein für Manner entscheidender Erfolgsfaktor. Die interne Leitlinie sieht vor, dass Aufsichtsrat und Vorstand über
Internationalität durch Führungserfahrung oder Herkunft verfügen. Die Zielgröße für den Anteil der
Aufsichtsratsmitglieder (Kapitalvertreter) mit internationalem Hintergrund liegt bei 40%, der entsprechende Wert
für den Vorstand liegt bei 25%.
Wesentliche Voraussetzung für leistungsstarke Teams ist auch die Vielfalt der fachlichen Kompetenzen, die bei
der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands berücksichtigt wird. Die Leitlinie zielt darauf ab, die
wesentlichen Kernbereiche des Unternehmens sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand durch vertiefte
Kenntnisse und Erfahrung abzudecken.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
16
Bei den im Jahr 2025 durchgeführten Verlängerungen von Mandaten von Aufsichtsratsmitgliedern (3) sowie der Neube-
stellung des Vorstandvorsitzenden (1) wurden die internen Leitlinien berücksichtigt und die damit verbundenen Diversi-
tätsziele erreicht.
6 Allfälliger Bericht über eine externe Evaluierung
Gemäß C-Regel 62 hat die Gesellschaft die Einhaltung der C-Regeln des Kodex alle drei Jahre durch eine externe Insti-
tution evaluieren zu lassen und über das Ergebnis im Corporate-Governance-Bericht zu berichten.
Der Bericht über das Geschäftsjahr 2024 wurde durch die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH einer externen Evalu-
ierung unterzogen.
Somit ist für das hier gegenständliche Geschäftsjahr 2025 keine weitere externe Evaluierung vorgesehen.
Die nächste Evaluierung betrifft das Geschäftsjahr 2027.
7 Veränderungen nach dem Abschlussstichtag
Mit 31.12.2025 ist Herr Thomas Gratzer vorzeitig aus dem Vorstand ausgeschieden.
Herr Dr. Hans Peter Andres wird per 31.03.2026 aus dem Vorstand ausscheiden.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
17
Bericht des Aufsichtsrats
der Josef Manner & Comp. AG über das Geschäftsjahr 2025
In der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats der Josef Manner & Comp. AG wurde einstimmig nachstehender Bericht gemäß
§96 AktG beschlossen:
Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2025
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2025 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von
fünf ordentlichen Sitzungen sowie zwei außerordentlichen Sitzungen wahrgenommen. Darüber hinaus fanden drei regu-
läre Sitzungen des Prüfungsausschusses, vier Sitzungen des Vergütungs- und Nominierungsausschusses, vier Sitzungen
des Digitalisierungs- und Prozessausschusses und fünf Sitzungen des Marken- und Innovationsausschusses statt. Der
Aufsichtsrat ließ sich dabei vom Vorstand schriftlich und mündlich regelmäßig sowie umfassend über den Gang der Ge-
schäfte und die Lage der Gesellschaft berichten. Einer der Schwerpunkte des Aufsichtsrats lag auf der Suche und Bestel-
lung des neuen CEOs Dieter Messner, der Vorbereitung von Entscheidungen zur Sicherstellung weiterer Effizienzsteige-
rung durch Reduktion der Komplexität, Prozessoptimierungen und mögliche Optimierung der Aufbauorganisation. Darüber
hinaus befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Preisentwicklungen auf den Beschaffungsmärkten sowie mit den
sich aus der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ergebenden Berichtspflichten.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Prüfungsausschuss ist seinen Überwachungs- und Prüfaufgaben gemäß §92 Abs. 4a Z 4 AktG nachgekommen.
Insbesondere befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem nach den International Financial Reporting Standards
(„IFRS“) zu erstellenden Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025.
Weitere Überprüfungen betrafen unter anderem den Corporate-Governance-Bericht 2025, die Jahresabschlüsse 2025 der
Tochtergesellschaften, das interne Kontrollsystem und Risikomanagement, die Finanzierungssituation und allgemeine
Zinsänderungsrisiken.
Der Abschlussprüfer stand dem Prüfungsausschuss in zwei Sitzungen sowie dem Aufsichtsrat ebenfalls in zwei Sitzung
für Fragen und Diskussionen zur Verfügung und der Prüfungsausschuss überwachte die Arbeiten des Abschlussprüfers.
Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss befasste sich neben der Neuausrichtung des Vorstands mit Vergütungs-
fragen (Vergütungspolitik, Überprüfung Vorstandsvergütungen, Zielvereinbarungen), insbesondere mit der Begleitung von
HR-Projekten (Talent Management, Nachbesetzung von Schlüsselpositionen, Mitarbeiter-Befragung „Rosa Dialog“, EU-
Entgelttransparenzrichtlinie).
Auch im Jahr 2025 lag der Schwerpunkt des Digitalisierungs- und Prozessausschusses auf der Vorbereitung von Ent-
scheidungen zur Sicherstellung weiterer Effizienzsteigerung durch Prozessoptimierungen. Im Rahmen des gestarteten
Process-Mining-Projekts wurde umfassendes Know-how aufgebaut, das schrittweise im operativen Geschäft zur Identifi-
kation von Verbesserungspotenzialen zur Anwendung kommt. Außerdem befasste sich der Digitalisierungs- und Prozess-
ausschuss mit Cyber-Security-Themen und der Erarbeitung von Vorschlägen zur Anpassung der Aufbauorganisation.
Der Marketing- und Innovationsausschuss hat sich im Jahr 2025 vor allem dem Thema strategisches Portfoliomanage-
ment und Überprüfung der Umsetzungsfortschritte von fünf strategisch relevanten Projekten gewidmet. Diese Projekte
dienen der nachhaltigen Effizienzsteigerung und bilden die Basis für die Marken-, Sortiments- und Vertriebsstrategie.
Details zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse und des Aufsichtsrats können dem Corporate-Gover-
nance-Bericht entnommen werden.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Jahresabschluss zum 31.12.2025
Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31.12.2025 der Josef Manner & Comp. AG, bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang samt Lagebericht, wurde gemäß den österreichischen Rechnungslegungs-
bestimmungen erstellt, und von dem nach §270 UGB gewählten Abschlussprüfer, Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs
GmbH, 1010 Wien, geprüft. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer ergab, dass die Buchführung und der Jahresabschluss
samt Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die
Prüfung ergab ferner, dass den Kriterien des §269 UGB in vollem Umfang entsprochen wurde, sodass der Abschlussprüfer
den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilte.
Der Prüfbericht des Abschlussprüfers und der Jahresabschluss samt Lagebericht wurden vom Prüfungsausschuss des
Aufsichtsrats in seiner Sitzung am 31.03.2026 behandelt, umfassend mit dem Abschlussprüfer erörtert und dem Aufsichts-
rat zur Genehmigung vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat prüfte und billigte in seiner Sitzung am 14.04.2026 den Jahresab-
schluss sowie den Lagebericht. Der Jahresabschluss zum 31.12.2025 wurde damit gemäß §96 Abs. 4 AktG festgestellt.
In seiner Sitzung am 14.04.2026 prüfte der Aufsichtsrat ferner den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung für
das Geschäftsjahr 2025. Dabei stellte er fest, dass das Geschäftsjahr 2025 mit einem Bilanzgewinn von 4.247.136,51
schließt, und billigte den Vorschlag des Vorstands, eine Dividende von € 2,00 pro Aktie an die Aktionär*innen auszuschüt-
ten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Konzernabschluss zum 31.12.2025
Der vom Vorstand vorgelegte Konzernabschluss 2025, bestehend aus der Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlust-
rechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrech-
nung sowie dem Konzernanhang samt Konzernlagebericht wurde gemäß IFRS erstellt und durch die Deloitte Audit Wirt-
schaftsprüfungs GmbH, 1010 Wien, geprüft. Der konsolidierte nichtfinanzielle Bericht gemäß §267a UGB ist nach ESRS-
Standards (CSRD) und entsprechend den Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes
(NaDiVeG) erstellt und wurde als eigener Bericht verfasst. Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermittelt der Kon-
zernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-
und Finanzlage des Konzerns sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme in Übereinstimmung mit den IFRS. Der
Abschlussprüfer bestätigte, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss im Einklang steht und erteilte den
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Prüfbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der Konzernabschluss zum
31.12.2025 samt Konzernlagebericht wurden im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats am 31.03.2026 eingehend mit dem
Abschlussprüfer behandelt. Der Prüfungsausschuss empfahl die Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2025 samt
Konzernlagebericht, welcher dem Aufsichtsrat mit dem Prüfbericht des Abschlussprüfers in der Sitzung am 14.04.2026
vorgelegt wurde.
Nach der Prüfung der vorgelegten Unterlagen durch den Aufsichtsrat wird festgestellt, dass die Geschäftsführung durch
den Vorstand und der vorgelegte Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zu keiner Beanstandung Anlass geben. Der
Aufsichtsrat billigt daher den Konzernabschluss zum 31.12.2025 samt Konzernlagebericht. Zudem prüfte und genehmigte
der Aufsichtsrat, nach vorheriger Befassung und Empfehlung des Prüfungsausschusses, den Corporate-Governance-Be-
richt gemäß §267b iVm §243c UGB.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie sämtlichen Mitarbeiter*innen der Manner-Gruppe r die
hervorragenden Leistungen und den großen Einsatz in dem herausfordernden Geschäftsjahr 2025. Darüber hinaus be-
dankt sich der Aufsichtsrat bei den Aktionär*innen für das entgegengebrachte Vertrauen.
Wien, am 14.04.2026, für den Aufsichtsrat
Mag. Albin Hahn, Vorsitzender
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Konzernlagebericht
der Josef Manner & Comp. AG, Wien
Inhaltsverzeichnis
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage .................................................................................... 19
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken der Manner-Gruppe ............................................................ 31
3 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems ................................................................. 38
4 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen ........................... 39
5 Konsolidierter nichtfinanzieller Bericht............................................................................................................................ 40
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Die Gruppe im Überblick
Die Manner-Gruppe (kurz: Manner) ist in den Segmenten Süßwaren Österreich, Süßwaren Deutschland, Süßwaren Rest
der Welt, Mietshäuser und Haselnussanbau tätig. Die wichtigsten Konzerngesellschaften sind die Josef Manner & Comp.
AG als Muttergesellschaft, die Geblergasse 116 GmbH & Co KG sowie die Manner Azerbaijan LLC.
Wesentliche Entwicklungen 2025
Umsatz mit M 304,3 gegenüber 2024 um +5,5% gestiegen (Vorjahr: M 288,4)
Exportquote von 59,4% (Vorjahr: 59,6%)
Rohstoffkosten und Energiepreise sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt von M103,4 auf M129,5 gestiegen
(betrifft insbesondere Kakaobohnen, Fette und Milchprodukte)
Außerplanmäßige Abwertung der Anlagen in Aserbaidschan von M€ 4,8 (Vorjahr: M€ 0,4)
Ergebnis vor Steuern beträgt M 9,2 (Vorjahr: M€ 18,8)
Eigenkapitalquote reduzierte sich leicht auf 46,6% (Vorjahr: 47,5%)
Nettoverschuldung auf M 20,2 reduziert (Vorjahr: M 24,6)
Trade Working Capital hat sich auf M 33,3 verringert (Vorjahr: M 35,2)
Wirtschaftliches Umfeld 2025
Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2025 war weiterhin von einer verhaltenen Inlandsnachfrage geprägt. Das Brutto-
inlandsprodukt wuchs im Jahr 2025 real um 0,6 Prozent. Die heimische Konjunktur zeigte sich insgesamt schwach, wobei
erste Stabilisierungstendenzen im Jahresverlauf erkennbar waren. Die schrittweisen Leitzinssenkungen der Europäischen
Zentralbank begannen sich allmählich positiv auf die Investitionstätigkeit auszuwirken, wenngleich die Kreditnachfrage
aufgrund der insgesamt zurückhaltenden Stimmung im Unternehmens- und Privatsektor noch gedämpft blieb. Der private
Konsum entwickelte sich infolge der rückläufigen, jedoch weiterhin erhöhten Inflation nur moderat, da die Sparneigung der
Haushalte im Jahresverlauf hoch blieb.
Der Außenhandel stellte auch 2025 einen Belastungsfaktor für die österreichische Wirtschaft dar. Die schwache Dynamik
wichtiger Handelspartner sowie geopolitische Unsicherheiten wirkten dämpfend auf die Exportentwicklung. Insgesamt
wurde für 2025 ein nur geringes Wirtschaftswachstum verzeichnet, nachdem sich die Konjunktur erst gegen Jahresende
etwas festigen konnte.
Am Arbeitsmarkt zeigte sich 2025 eine Seitwärtsbewegung auf erhöhtem Niveau. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote
lag im Jahresdurchschnitt bei 7,4 Prozent. Im Jahresverlauf mehrten sich jedoch die Anzeichen, dass der Höhepunkt des
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
20
laufenden Zyklus erreicht wurde. Demographische Effekte sowie ein nur begrenzter Anstieg des Arbeitskräfteangebots
wirkten stabilisierend und verhinderten einen weiteren deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Die Inflation blieb 2025 zunächst auf vergleichsweise hohem Niveau und betrug im November 4,0 Prozent. Erst gegen
Jahresende zeichnete sich eine spürbare Abschwächung des Preisauftriebs ab. Im Jahresdurchschnitt lag die Teuerungs-
rate bei 3,6 Prozent. Der Jahresdurchschnitt 2025 ist nach der Phase der Hochinflation in den Jahren 2022 bis 2024 der
höchste seit 1993.
Der Zinssenkungszyklus im Euroraum gewann 2025 an Dynamik. Die Europäische Zentralbank senkte die Leitzinsen
schrittweise, um die wirtschaftliche Entwicklung zu stützen und den desinflationären Prozess zu begleiten. Gegen Jahres-
ende deutete sich eine Stabilisierung des Einlagenzinssatzes an.
Die wirtschaftliche Entwicklung 2025 war weiterhin von geopolitischen Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit dem
Ukraine-Russland-Krieg, sowie von globalen Konjunkturunsicherheiten geprägt. Produktionsausfälle, Störungen in den
Lieferketten und volatile Rohstoff- und Energiepreise stellten wesentliche Risikofaktoren dar. Insgesamt bewegten sich die
Rohstoff- und Energiepreise 2025 auf einem erhöhten, jedoch im Jahresverlauf tendenziell stabileren Niveau. Eine Aus-
nahme bildeten weiterhin stark schwankende Preise bei einzelnen Agrarrohstoffen, insbesondere bei Kakaobohnen.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Finanzielle Leistungsindikatoren
T
T
2025
2024
Umsatzerlöse (T€)
304.316
288.407
Betriebsergebnis (T€)
11.243
21.057
Betriebsergebnis-Marge (ROS)
3,7%
7,3%
Ergebnis vor Steuern (T€)
9.189
18.807
Return of Investment (ROI)
6,8%
13,1%
Return on Equity (RoE)
11,8%
24,6%
Nettoverschuldung (T€)
20.242
24.634
Eigenkapital (T€)
77.560
76.374
Eigenkapitalquote
46,6%
47,5%
Bei den angeführten Verkaufszahlen handelt es sich um konsolidierte Verkaufszahlen das bedeutet, dass Verkäufe
zwischen den Segmenten in dieser Darstellung bereinigt dargestellt sind.
Umsatzentwicklung
Im Geschäftsjahr 2025 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um +5,5% von M 288,4 auf M 304,3 (Vorjahr +6,4%)
gestiegen. Die Steigerung konnte sowohl im Inland als auch international realisiert werden und resultiert vor allem aus den
der Rohstoffpreisentwicklung geschuldeten Abgabepreiserhöhungen sowie einem besseren Produkt-Mix.
Die verkaufte Menge ist im Jahr 2024 um -1,4% von 53.545 to auf 52.803 to (Vorjahr: +2,6%) insgesamt leicht gesunken,
was vorrangig aus der Bereinigung des Produktportfolios und andererseits aus der notwendigen Weitergabe von Beschaf-
fungskosten-, Produktionskosten- sowie Personalkostensteigerungen resultiert. Die Nachfrage, insbesondere im Marken-
bereich, sank leicht, wogegen die Private-Label-Produkte mengenmäßig leicht zulegen konnten.
Weiters ist die Exportquote auf 59,4% geringfügig gesunken, diese lag im Vorjahr noch bei 59,6%.
Ertragslage
Im Jahr 2025 liegt das Ergebnis vor Steuern mit M 9,2 (Vorjahr: M 18,8) deutlich unter dem Vorjahr, der Betriebserfolg
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern) mit M 11,2 (Vorjahr: M 21,1) verringerte sich ebenfalls deutlich im Vergleich zum
Wert von 2024. Vorrangig begründen die stark angestiegenen Rohstoffkosten, die nicht zur Gänze in den gestiegenen
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
21
Verkaufspreisen weitergegeben werden konnten, sowie die außerplanmäßige Abwertung der Anlagen in Aserbaidschan
diesen Ergebnisrückgang.
Vor allem Kakaobohnen sind 2025 im Vergleich zu 2024 wie auch im Vorjahr deutlich teurer geworden, und in geringerem
Ausmaß haben sich die Kosten von Fetten und Milchprodukten erhöht. Die restlichen Beschaffungspreise für Rohstoffe
sind dagegen stabil geblieben beziehungsweise geringfügig günstiger geworden. Das Rohstoff-Umfeld bleibt erwartungs-
gemäß auch 2026 volatil. Für 2026 wird marktseitig mit einer Reduktion der Kosten für Kakaobohnen gegenüber 2025
gerechnet, die jedoch für Manner aufgrund der langfristigen Deckung für 2026 nicht schlagend werden. Der Anteil der
Rohstoffkosten in Prozent der Umsatzerlöse hat sich deutlich erhöht und beträgt bereits 42,5% (Vorjahr: 35,9%).
Die Veränderung des Personalaufwands von +2,2% (Vorjahr: +9,5%) ergibt sich insbesondere aufgrund der relativ hohen
kollektivvertraglichen Abschlüsse für 2025. Auch die Erhöhung von Urlaubs- und sonstigen Personalaufwendungen, die
auf der erhöhten Personaltätigkeit wegen der nach wie vor herausfordernden Situation bei der Besetzung der offenen
Stellen in Kombination mit einer guten Auslastung der Werke beruht, hat die Personalkosten nach oben getrieben. Zusätz-
lich blieb das Niveau der Krankenstände vergleichbar wie 2024, wodurch sich auch der Aufwand für Leihkräfte entspre-
chend erhöhte.
Die Stärkung unserer Herstellermarken durch Werbung und Verkaufsförderung wird als langfristiges strategisches Enga-
gement erachtet. Insofern wurde der dafür vorgesehene Etat höher als im Vorjahr veranschlagt und auch umgesetzt.
Den herausfordernden Marktbedingungen zum Trotz ergaben sich sowohl im laufenden Betrieb während des Jahres als
auch zum Jahresultimo geringere Bankverbindlichkeiten. Zum Stichtag 31.12.2025 waren Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen von T€ 23.983 (Vorjahr: T€ 14.353) an Dritte verkauft. In Kombination mit dem strikten Cash-Management
reduzierten sich die Nettofinanzverbindlichkeiten. Durch die gesunkenen Zinsen sowie verbesserte Nettofinanzverbind-
lichkeiten reduzierte sich der Zinsaufwand 2025 ebenfalls.
Zu der Plantage in Aserbaidschan hat der Vorstand einen Impairmenttest durchgeführt, bei dem neben verschiedenen
Parametern auch ein Risikoabschlag angesetzt wurde. Dieser Risikoabschlag entstand aus Sicht des Vorstands vor allem
aufgrund der entstandenen Verzögerungen (ca. zwei Jahre), den höher als ursprünglich geplanten Investitionen, der Un-
sicherheit in der Aktivität und Region sowie aufgrund der relativ langen Payback-Periode. Aus diesem Impairmenttest
resultiert ein Abwertungsbedarf in Höhe von T€ 4.750. Bereits 2024 wurde eine Wertminderung des Segments Haselnuss-
plantage in Aserbaidschan in Höhe von T€ 415 vorgenommen.
Finanzlage
Der Cashflow aus betrieblicher tigkeit abzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit liegt mit M 10,9 (Vorjahr:
M€ 36,4) um M 25,5 unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Dieser Rückgang wird vorrangig durch den Rückgang
des Ergebnisses sowie die gestiegene Vorratsbewertung ausgelöst. Die erstmalige Umsetzung des Factorings hat den
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 2024 positiv beeinflusst, was sich im Jahr 2025 aufgrund des Einmaleffekts im
Cashflow in geringerem Ausmaß auswirkte. Die Investitionstätigkeit, verglichen mit 2024, hat sich insgesamt erhöht.
Nach Ausschüttung der Dividende für das Wirtschaftsjahr 2024 sowie nach Teil-Rückführung von Krediten konnten die
Bankverbindlichkeiten aufgrund des erfreulichen Cashflows weiter verringert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten inklusive Leasing wurden demnach von letztjährigen M 33,9 auf M 32,0 zum aktuellen Bilanzstichtag
verringert. Aufgrund des strikten Cash-Managements konnten die frei verfügbaren Barmittelbestände per Jahresultimo
ebenfalls erhöht werden.
Folglich ergibt sich, dass sich die Nettoverschuldung, der Saldo der Bankschulden und flüssigen Mittel von M 24,6 zum
31.12.2024 auf M 20,2 zum aktuellen Bilanzstichtag reduziert hat. Das Eigenkapital stieg und aus diesen Änderungen
resultiert, dass der Nettoverschuldungsgrad (Gearing), definiert als das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapi-
tal, von letztjährigen 32,3% auf 26,1% schrumpfte.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
22
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Abnahme bei den immateriellen Vermögensgegenständen steht im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der neuen
ERP-Software im Jahr 2023 und deren begonnenen Abschreibung, die sich 2024 und 2025 fortsetzte. Die Investitionstä-
tigkeit lag im Jahr 2025 über dem Wert für 2024. Der Buchwert der Sachanlagen hat sich allerdings leicht verringert, was
insbesondere auf die außerplanmäßige Abwertung in Höhe von M-4,75 (Vorjahr: M€ -0,42) bei der Manner Azerbaijan
LLC zurückzuführen ist. Ziel der Manner Azerbaijan LLC ist es, die künftige Preis- und Versorgungssituation bei Hasel-
nüssen merklich zu verbessern. Aufgrund der Marktsituation für Immobilien kam es im Berichtsjahr zu einer geringen
Abwertung der Wohnhausanlage der Geblergasse KG in Höhe von M -0,24 (Vorjahr: M +0,10). Das gesamte langfristige
Vermögen hat sich von M 95,8 zum Ende 2024 auf M 95,0 insbesondere aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung
auf die Anlagen der Manner Azerbaijan LLC während 2025 zum derzeitigen Bilanzstichdatum leicht verringert.
Im Berichtsjahr hat es keine Umstrukturierungsmaßnahmen in der Organisationsstruktur der Gruppe gegeben. Im Jahr
2024 wurde die nichtoperativ tätige Unterstützungseinrichtung der Josef Manner & Comp. AG, GmbH aus Vereinfachungs-
gründen upstream auf die Josef Manner & Comp. AG verschmolzen, wodurch sich der Konsolidierungskreis um die Un-
terstützungseinrichtung der Josef Manner & Comp. AG, GmbH reduzierte.
Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aus Bewertungsgründen bei den Rohstoffen deutlich er-
höht. Gleichzeitig sind zum Stichtag die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückgegangen, was vor allem mit
dem Factoring und auch mit dem konsequenten Forderungsmanagement zusammenhängt. Der Guthabenbestand bei den
Banken konnte zum Stichtag gesteigert werden. Aus diesem Grund hat es insgesamt eine Steigerung des kurzfristigen
Vermögens von M 65,0 auf M 71,3 gegeben.
Die Eigenkapitalquote liegt mit 46,6% um -0,9 Prozentpunkte unter den 47,5% des Vorjahres, was insbesondere dem
gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Ergebnis sowie der gestiegenen Bilanzsumme im Zusammenhang mit der Vorrats-
bewertung geschuldet ist. Eine Konzern-Eigenkapitalquote von eindeutig über 40% ist weiterhin ein Fixpunkt der Unter-
nehmensplanung und des Risikomanagements der Gruppe dies insbesondere, um die finanzielle Stabilität der Gruppe
zu gewährleisten und wirtschaftlich schwierige Perioden unbeschadet überbrücken zu können.
Das Nettoumlaufvermögen, die Differenz des kurzfristigen Vermögens und der kurzfristigen Verbindlichkeiten, erhöhte sich
von M 16,4 im Jahr 2024 auf M 20,6 im Jahr 2025, insbesondere weil die kurzfristigen Forderungen stärker als die
kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Das Managen nichtfinanzieller Themen ist in der Manner-Gruppe integraler Bestandteil des Managementverständnisses
und Basis r eine ertragreiche Zukunft, denn die finanzielle Gebarung zeigt in der Regel die Ergebnisauswirkungen nicht-
finanzieller Entscheidungen. Umso wichtiger ist es deshalb, als Unternehmen die internen und externen Auswirkungen
des unternehmerischen Handelns zu beschreiben und zu dokumentieren. Nachfolgend sind Arbeitnehmerbelange, Mar-
keting, Markenthemen, Sponsoring, sowie Forschung und Entwicklung auszugsweise dargelegt.
Arbeitnehmerbelange
Nur gemeinsam mit qualifizierten und engagierten Mitarbeitenden können wir die Herausforderungen, mit denen Manner
konfrontiert wird, meistern. Manner fördert die eigenen Mitarbeitenden und ist bestrebt, ein motivierendes und leistungs-
orientiertes Arbeitsumfeld anzubieten. Bei der Personalauswahl wird neben hoher fachlicher Qualifikation auch insbeson-
dere die soziale Kompetenz berücksichtigt. Bei Personalentscheidungen gelten ausschließlich fachliche Fähigkeiten und
persönliche Kompetenzen. Auf Gleichbehandlung wird zudem hohes Augenmerk gelegt. Mit entsprechenden Fortbildungs-
maßnahmen wird den geänderten Anforderungen der Arbeitswelt Rechnung getragen.
Auf Basis der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung „Rosa Dialog“ wurde im Jahr 2025 ein großer Schulungsschwerpunkt
im Bereich Führung und Soft Skills gesetzt. 151 Mitarbeitende haben durch Schulungen ihr Wissen zu den Themen Füh-
rung, Projektmanagement, Nachhaltigkeit, Resilienz und Kommunikation vertieft. Selbstverständlich wurden auch weiter-
hin fachliche Schulungen im Bereich Technik und Produktion durchgeführt, mit Schwerpunkt auf Höherqualifikation im
Produktionsbereich. Alle Mitarbeitenden können und sollen sich hier bestmöglich im Unternehmen fachlich weiterentwi-
ckeln.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
23
Für Nachwuchsführungskräfte wurde zum dritten Mal das Manner-Mentoring-Programm angeboten, welches sehr gut an-
genommen wurde. Ebenso wurde 2025 auch auf Basis der Ergebnisse der Potenzialanalyse die Entwicklung der Füh-
rungskräfte weiter fortgeführt. Fokus liegt hier auch auf der Nachfolgeplanung, um gezielt dem Fachkräftemangel entge-
genzuwirken.
Die E-Learning-Plattform J.O.S.E.F. (Josef Manner Online Schulungen Erleichtern Fortbildung) wurde im Jahr 2025 wei-
terhin für verpflichtende Schulungen genutzt. Darüber hinaus wurden auch Schulungen zu den Themen Lean Manage-
ment, Hygiene, Black Out und Datenschutz durchgeführt.
Die Lehrlingsausbildung wurde im Jahr 2025 fortgesetzt. 14 Lehrlinge waren 2025 (2024: 15) in Ausbildung (Mechatronik,
Lebensmitteltechnik, Elektrotechnik, Betriebslogistik). Ein konstanter Ausbau der Lehrlingsausbildung ist weiterhin geplant.
Manner sieht hierin eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Es werden nach Lehrzeitende daher auch in
der Regel alle Lehrlinge in ein Dienstverhältnis übernommen.
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand (FTE) im Jahr 2025 betrug 464,3 Arbeiter*innen (2024: 479,6) und 361,7 Angestellte
(2024: 371,9). Mit Stichtag 31.12.2025 hat die Gruppe um 30,9 Mitarbeiter*innen weniger beschäftigt als zum 31.12.2024
(Vorjahr -13,0 Mitarbeiter*innen). Dies entspricht -3,7% (Vorjahr -1,4%).
Marketing
Im laufenden Geschäftsjahr 2025 wurde die Geschäftsentwicklung der Josef Manner & Comp. AG von mehreren Faktoren
geprägt. Steigende Rohstoffkosten insbesondere bei einem unserer zentralen Rohstoffe Kakao sowie erhöhte Energie-
und Logistikkosten belasteten jedoch die Marge. Trotz rückläufiger Absatzmengen konnte das Unternehmen seinen Um-
satz durch gezielte Preisanpassungen steigern. Das Konsumverhalten zeigte sich infolge der anhaltenden Inflation und
der generellen wirtschaftlichen Lage sowohl im Heimmarkt als auch in den zentralen Exportmärkten weiterhin preissensi-
bel, was zu einem gedämpften Absatz führte. Insgesamt spiegeln die bisherigen Ergebnisse ein stabiles, aber kostenin-
tensives Geschäftsumfeld wider, das von vorsichtiger Konsumstimmung und volatilen Märkten geprägt ist.
Mit den folgenden umfassenden Marketingmaßnahmen hat Manner auf diese herausfordernde Situation reagiert: Ausbau
der Marketingaktivitäten und -ausgaben in unseren zentralen Absatzmärkten, Launch einer neuen Manner-Marken-Kam-
pagne, Launch von attraktiven Innovationen, laufende Sortimentsanpassungen und -optimierungen mit dem Ziel der Pro-
fitabilitätserhöhung.
Schwerpunkte Marke Manner
2025 blicken wir auf ein Jahr zahlreicher wirkungsvoller Marketingaktivitäten zurück, die maßgeblich dazu beigetragen
haben, unsere Marktführerschaft im Waffelsegment in Österreich zu stabilisieren und die rosa Strahlkraft in unseren Kern-
märkten Österreich und Deutschland erfolgreich und spürbar zu unseren Konsument*innen zu tragen.
Gleich zu Jahresbeginn 2025 stärkte die Manner „Rosa Winterspaß“-Promotion massiv und aufmerksamkeitsstark die
Präsenz unserer rosa Marke im Lebensmittelhandel. Auffällige POS-Aktivierungen mit der österreichischen Skispringerin
Sara Marita Kramer und ein attraktives Online-Gewinnspiel in Kooperation mit der bekannten Tourismus-Region Schlad-
ming-Dachstein schafften Visibilität und erzeugten zusätzliche Kaufanreize.
Unsere neue Marken-Kampagne: „Manner. Glück verbindet.“
Im Frühjahr 2025 startete die neue Manner-Marken-Kommunikationsplattform unter dem Claim „Glück verbindet“ ein
Meilenstein in der Markenführung, der sowohl die emotionale DNA der Marke als auch deren Zukunftsorientierung wider-
spiegelt. Die zentrale Botschaft: Glück entsteht durch kleine Gesten, Nähe und gemeinsam geteilte Momente. Das ikoni-
sche Rosa der Marke wird als zentrales Erkennungsmerkmal genutzt und mit modernisierter Musik und authentischer
Bildsprache kombiniert so entsteht eine zeitgemäße, moderne wie emotionalisierende Markenwelt.
Der Manner-Kampagnen-Launch erfolgte im Frühjahr 2025 in Österreich und parallel in Deutschland und fünf weiteren
Kernmärkten im CEE-Bereich. Der umfassende Media-Mix kombiniert reichweitenstarke Kanäle wie TV, Kino, Online, di-
gitale Kanäle, Social Media sowie Out-of-Home (OOH) mit großflächigen Plakaten und City Lights. Die digitale Präsenz
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
24
auf Instagram, YouTube und TikTok wurde im Jahr 2025 intensiv ausgebaut, besonderer Fokus lag auf User Generated
Content, bei dem unsere Konsument*innen eingeladen wurden, ihre eigenen Glücksmomente mit Manner zu teilen.
Mit „Glück verbindet“ ist eine überzeugende und eigenständige Markenkampagne für die Marke Manner gelungen, die
Emotionalität, gemeinschaftliche Erlebnisse und das Markenversprechen zusammenführt. Der moderne Auftritt behält zum
einen die markentypischen Elemente bei und schafft zum anderen einen frischen Zugang zu bestehenden und neuen
Zielgruppen. Die ersten Ergebnisse zur Erinnerungsstärke und Markenzuordnung zeigen: Der Roll out im Jahr 2025 war
erfolgreich und legt ein sehr gutes Fundament für die weiteren Aktivierungen für unsere Marken-Ikone.
Für einen Sommer voller Genuss sorgte die Manner „Rosa Badespaß“-Promotion ab Frühsommer 2025. Speziell ge-
staltete Promotion-Packungen, großflächige POS-Platzierungen, digitale Maßnahmen, attraktive Sommerurlaub-Gewinne
sorgen für Reichweite und verstärken die Sichtbarkeit in unseren Märkten.
Im Hinblick auf saisonale Highlights haben sich unsere Limited Editions Manner Sommer- und Winterglück als wahres
Must-Have unter unseren Konsument*innen etabliert. Abgestimmt auf die jeweilige Jahreszeit tragen die im 185g-Beutel
enthaltenen Sorten maßgeblich zu einer erfolgreichen Verkaufsförderung bei unterstützt durch gezielte Online- & Social-
Media-Kampagnen, PR-Maßnahmen und Zweitplatzierungen im Handel. Die limitierte „Manner Winter Glück“-Waffel-
Range wurde um die Sorte Kokosmakrone erweitert und national wie international stark in die Vermarktung gebracht.
Damit wurden gerade in der süßwarenstarken Herbst- & Wintersaison zusätzliche Markenpräsenz und verstärkte Kaufim-
pulse im Handel gesetzt.
Snack Minis Feel Maxi: Kleine Waffeln große Gefühle! Wie ein kleiner Snack Maxi-Gefühle auslöst, zeigt die neue
Kampagne „Snack Minis Feel Maxi“. Sie richtet sich an eine jüngere Zielgruppe von 18 bis 35 Jahren und setzt auf hu-
morvolle „Social-First-Spots“, Out-of-Home-Placements und digitale Aktivierung. Reale Aufnahmen kombiniert mit KI-ge-
stützten Sequenzen verstärken das „Maxi“-Gefühl visuell. Begleitend sorgt eine Sampling-Tour in Österreich zusammen
mit einer Spotify-Playlist für ein multisensorisches Erlebnis und unzählige Touchpoints mit unseren Konsument*innen.
Manner Crunchies: der neue, besonders crunchige Schoko-Snack für jede Gelegenheit. Mit September 2025 erwei-
terte Manner im deutschen Markt sein Sortiment um die unwiderstehliche Produktneuheit „Manner Crunchies“, die in
zwei Sorten erhältlich ist: Cookie Crunchies eine Mischung aus hellen und dunklen Keksen, verfeinert mit Milch- bzw.
weißer Schokolade sowie Wafer Crunchies, die aus knusprigen Haselnuss- und Schoko-Waffelwürfeln in Milch- und
dunkler Schokolade bestehen. Die mundgerechte Kombination aus knusprigen Keksen und Waffel ist im handlichen 130g-
Standbeutel verfügbar, bietet ein abwechslungsreiches Geschmackserlebnis für zwischendurch und wird mit FAIRTRADE-
zertifiziertem Kakao hergestellt. Zeitgleich zur Produkteinführung in Deutschland wurde ein breit angelegter Marketing-
Aktivitäten-Mix umgesetzt darunter Präsentationsboxen, Messe-Sampling, Online-Probiersupermarkt, Aktionen mit Es-
senslieferdiensten, ein zehntägiges Bahnhofsampling sowie digitale Kampagnen, DOOH-Maßnahmen und Check-Out-
Couponing der die Crunchies an vielen relevanten Touchpoints erlebbar machte. Denn: Der Mix macht’s!
Markenschutz für Manner Rosa Neuer Meilenstein für die Markenidentität. Manner hat seine ikonische Farbe Rosa
in Deutschland als abstrakte Farbmarke eintragen lassen. Die Farbe ist seit über 130 Jahren Markenzeichen des Unter-
nehmens, schafft Vertrauen und steht für die typischen „rosa Glücksmomente“. Die Eintragung beim Deutschen Patent-
und Markenamt (Ende Februar 2025, Nizza-Klasse 30 r Süß- und Backwaren) stärkt die visuelle Markenstrategie und
unterstreicht die unverwechselbare Identität der Marke.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Manner-Auszeichnungen 2025
Superbrand Österreich 2024/25: Die Auszeichnung unterstreicht Markenführung, hohe Qualität und Verankerung
der Marke bei den Konsument*innen
Brands Diamonds Studie (marketagent): Manner ist die Nr. 1 Marke in puncto Anziehungskraft, das bestätigt die
starke Verbundenheit mit unserer starken Marke
Best2Trust Studie 2025: Manner ist die vertrauenswürdigste Marke Österreichs und erhielt Gold in der Kategorie
„Kekse & Waffeln“
Schwerpunkte Marken Casali, Napoli
Laufende Rohstoffkostensteigerungen, insbesondere bei Kakao, haben im Jahr 2025 zu weiteren Preisanpassungen und
damit verbundenen Preisschwellen-Überschreitungen in den Casali- und Napoli-Sortimenten geführt. Mit einem erweiter-
ten, besonders aktivierenden Marketingmix, bei dem zusätzlich zu digitalen Highlights auch wertvolle reale Touchpoints
mit den Konsument*innen entstanden sind, und dem Fokus auf auffällige, aktivierende POS-Platzierungen haben wir dem
entgegengewirkt.
Mit der Casali-Produktinnovation Shot of the Year 2025 in der Geschmacksrichtung Piña Colada haben wir erneut eine
geschmackliche und tropisch-fruchtige Variation ins Casali-Rum-Kokos-Sortiment gebracht. Die limitierte Sorte wurde mit
unterschiedlichen Marketingaktivitäten beworben, um Bekanntheit zu schaffen und um bestehende und neue Konsu-
ment*innen gezielt anzusprechen. Die bekannte Casali-Markenkampagne „Wir sind Sommer“ wurde auch im Jahr 2025
weitergeführt. Neue Maßnahmen wie ein Straßenbahn-Branding im Casali-Look in Wien oder ein Casali-City-Sampling
machten Casali als Marke noch erlebbarer und haben viele wertvolle Touchpoints und Nähe zu unseren Konsument*innen
erzeugt. Der ganzjährige Casali-Digital-First-Mediaansatz wurde fortgeführt und effizient sowie reichenweitenstark um-
gesetzt. Hier wurden, neben der Kampagne, die Casali-Produkte gekonnt in Szene gesetzt und die Kontextualisierung der
Konsummomente mit unseren Produkten forciert.
Im Sommer 2025 trat Casali unter dem Motto „Unsere Sommer Must-Haves!“ mit der Casali-Sommerpromotion auf-
merksamkeitsstark am POS auf. Die Promotion und das damit verbundene Konsument*innen-Gewinnspiel wurde über
digitale Werbung und Social Media gezielt beworben das typisch unbeschwerte Casali-Sommergefühl konnte auf diese
Weise sowohl in Österreich als auch in unseren internationalen Zielmärkten Slowenien und Rumänien perfekt in den Le-
bensmittelhandel gebracht werden.
Erstmalig konnte im Jahr 2025 eine Kooperation mit XJAM, Europas größter Maturareise, umgesetzt werden. Im Rah-
men dessen wurde Casali ganzjährig auf XJAMs digitalen Kanälen integriert. Das Highlight der Kooperation waren auf die
Marke zugeschnittene Erlebnisse der Maturant*innen auf der Maturareise. Diese Kooperation ermöglicht den frühestmög-
lichen Kontakt mit jungen Erwachsenen mit der Marke, wodurch diese als Konsument*innen für die Zukunft gewonnen
werden. Einige weitere Kooperationen mit Cineplexx sowie dem Musikfestival Waves Vienna boten die Möglichkeit, ein
besonderes Produkterlebnis zu schaffen und Casali-Produkte an ein breiteres Publikum zu sampeln.
Zudem hat die Marke Casali im Herbst ein besonderes Jubiläum gefeiert: Seit zehn Jahren sind der Kakao, das Bana-
nenmark und der Zucker der Casali Schoko-Bananen FAIRTRADE-zertifiziert und sie tragen damit das „All that can be“-
Siegel. Die Kommunikation fand mittels Plakatkampagne sowie online statt. Über die Teilnahme an der groß angelegten
FAIRTRADE-Plakatkampagne mit unseren Casali Schoko-Bananen und Napoli Dragee Keksi im zweiten Quartal wurde
unsere gute Partnerschaft mit FAIRTRADE Österreich erneut effizient genutzt.
Die alljährliche Dragee-Keksi-des-Jahres-Reihe wurde auch 2025 im kontextuellen Ansatz fortgesetzt: Mit der Sorte
„Orange Cake“ konnte eine fruchtige Abwechslung geboten werden und diese wurde am POS sowie in digitaler Werbung
kommuniziert. Der stimmige Markenauftritt von Napoli Dragee Keksi hat sich auch dieses Jahr bewährt. Das Scherzkeksi,
der personifizierte Charakter der Marke, erobert erneut die Herzen der Konsument*innen. Vor allem im Digitalbereich kann
der neue Markenauftritt von Napoli Dragee Keksi überzeugen, da der eingesetzte Content über diverse Kanäle überdurch-
schnittlich performt hat. Der Digital-First-Mediaansatz von Napoli Dragee Keksi wurde 2025 ebenso von Highlights in der
realen Welt begleitet mit auffällig gebrandeten Straßenbahnen, Plakat-Kampagnen, Kooperation mit XJAM, Teilnahme
am A1 eSports Event, starken Markenaktivierungen in den Cineplexx Kinos und an Österreichs Universitäten sowie Samp-
lings.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Schwerpunkte Marke Austria Mozartkugel
Das Jahr 2025 war geprägt von einem sehr erfreulichen Markenwachstum der gesamten Victor Schmidt Austria Mozart-
kugel-Range, sowohl absatz- wie umsatzseitig. Der Schwerpunkt in der Marktbearbeitung und Markenaktivierung lag auf
der Sichtbarkeit am Point of Sale. Durch abverkaufsstarke Aktionen und massive Display- & POS-Platzierungen konnte
das Mozartkugel-Geschäft weiter ausgebaut und das Wachstum aus dem Vorjahr auch 2025 fortgesetzt werden. Zudem
trugen die weiter steigenden Tourismus-Zahlen in Wien und ganz Österreich ebenfalls zur guten Entwicklung der Marke
Austria Mozartkugeln bei.
Fokus Ausbau der digitalen Markenpräsenz
Im Geschäftsjahr 2025 haben wir die digitale Präsenz unserer Kernmarke auf allen Kanälen (u. a. Webseite, Paid Media,
Social Media & Partnerships etc.) signifikant professionalisiert und weiter ausgebaut. Während in ausgewählten kleineren
Märkten zudem ein hocheffizienter Digital-First-Mediaansatz implementiert wurde, stieg der digitale Anteil am Werbemix
in allen Märkten erneut an. Diese Maßnahmen dienten konsequent dem Ziel, die Relevanz und Attraktivität der Marke
Manner weiter zu steigern und insbesondere die Begehrlichkeit bei jüngeren Zielgruppen zu erhöhen.
Nachdem unser „Manner Club2024 einen umfassenden Relaunch erfahren hat und die Kommunikationsmaßnahmen
diesbezüglich drastisch erhöht wurden, konnten wir durch vielzählige Kooperationen, Specials und Gewinnspiele in diesem
Jahr die Mitgliederzahl erneut steigern und damit die Konsument*innen noch stärker an unsere rosa Marke binden. Dieser
strategische Fokus zahlte sich auch wirtschaftlich aus: Die Umsätze im Manner Online-Shop konnten im Vergleich zum
Vorjahr deutlich gesteigert werden.
Manner Shops
2025 war ein erfolgreiches Jahr r die Manner Shops. Die Frequenz an den Tourismusstandorten und in den Outlets
konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden. Ein positiver Effekt zur Umsatzsteigerung wurde auch durch
die Expansion mit unseren Shop-Kooperationspartnern erzielt, wie z. B. Dresden (Deutschland), Schönau am Königsee
(Deutschland) und Salzburg Outletcenter. Die Standorte Graz und Berlin wurden gegen Ende März 2025 geschlossen.
Auch für 2026 setzen wir verstärkt auf den Ausbau im Kooperationsbereich in Österreich und Deutschland.
Skisprung-Sponsoring
Manner zählt seit vielen Jahren zu den prägenden Sponsoren im Skisprung-Sport und war auch im Berichtsjahr als
Kopfsponsor mit den charakteristischen rosa Helmen sowie bei ausgewählten Skisprung-Events gut sichtbar vertreten.
Die FIS Nordischen Weltmeisterschaften Trondheim (Norwegen) von 25. Februar bis 9. März 2025 stellten das sportliche
Highlight des Jahres dar, bei dem Manner als offizieller Hauptsponsor vertreten war. Vor Ort verfolgten rund 600.000
Zuseher*innen die Bewerbe, insgesamt wurden 31 Medaillenentscheidungen ausgetragen. Die TV-Reichweite lag bei 446
Millionen Kontakten, die Manner-Markensichtbarkeit erreichte in 50 Ländern eine Gesamtdauer von 663 Stunden (Quelle:
Nielsen Sports). Das zweite Eventhighlight mit Manner als Sponsor war das FIS Weltcup Finale Planica (Slowenien) vom
27. bis 30. März 2025 mit rund 65.000 Zuseher*innen vor Ort und einer TV-Übertragung in über 17 Länder. Auch die
Athlet*innen der Manner-Familie feierten 2025 enorme sportliche Erfolge: Jan Hörl erreichte den zweiten Platz und Stefan
Kraft den dritten Platz sowohl bei der Vierschanzentournee als auch in der Gesamtweltcupwertung.
Die Skisprung-Saison 2025/26 begann mit einer starken Präsenz der Manner-Sportler*innen. Mit Maximilian Ortner und
Meghann Wadsak verstärkten zwei junge österreichische Talente die Manner-Familie. Somit besteht das Team Österreich
in dieser Saison aus Stefan Kraft, Jan Hörl, Daniel Huber, Maximilian Ortner und Meghann Wadsak. r das Team
Deutschland starten Pius Paschke, Justin Lisso und Markus Hamann, r Polen tritt Dawid Kubacki an. In der Saison
2025/26 ist Manner bei der Vierschanzentournee sichtbar präsent. In Innsbruck und Bischofshofen sorgen umfangreiche
Sampling-Aktivitäten für eine spürbar süße Stimmung unter den Fans. Darüber hinaus wird Manner im März erneut als
Eventsponsor beim Skifliegen in Planica auftreten und damit die langjährige Verbundenheit mit diesem besonderen Event
fortsetzen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
27
Vertriebsstandorte
Manner weist folgende wesentliche Vertriebsstandorte auf:
Josef Manner & Comp. AG: Zweigniederlassung Köln, Deutschland
Josef Manner s.r.o.: Vertriebsstandort Brno, Tschechische Republik
Josef Manner, marketinske storitve, d.o.o., Ljubljana, Slowenien
Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine Veränderungen.
Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2025 lag der Schwerpunkt unserer Forschungs- & Entwicklungsabteilung zum einen auf Prozess- und Rohstoff-
Optimierungsprojekten sowie der intensiven Begleitung beim Testen und Einbringen von neuen Produktionsanlagen, zum
anderen auf zahlreichen Innovations- und Sortimentsoptimierungsprojekten. Zentral war im vergangenen Geschäftsjahr
zudem die enge Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen Einkauf und Qualitätssicherung, um das Rohstoff-Sourcing
noch stärker und effizienter zu diversifizieren.
Produktionsstandorte
Im Jahr 2025 wurden zahlreiche Projekte zur weiteren Automatisierung der Produktionsprozesse, zur Modernisierung des
Maschinenparks und zur Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Infrastruktur durchgeführt. Für das Werk Wien wurden
umfangreiche Tests und Verbesserungen der neuen Beutelverpackungsanlagen durchgeführt, mit denen qualitativ hoch-
wertige Beutel mit recyclingfähiger Folie und reduzierten Rüstzeiten produziert werden können. Ein weiteres zukunfts-
trächtiges Projekt ist die Installation eines Induktionsofens, das im ersten Quartal 2026 abgeschlossen sein wird. Im Werk
in Wolkersdorf wurde die neue Dragee-Anlage in Betrieb genommen und intensive Vorarbeiten für die Erneuerung der
Mozartkugel-Anlage, die 2026 in Betrieb gehen wird, durchgeführt. Ein erfolgreiches Projekt zur Wärmerückgewinnung
trägt zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz bei.
Auch im Jahr 2025 wurde wieder ein Schwerpunkt auf weitere Verbesserungen der Arbeitssicherheit sowie die laufende
Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen gelegt. Durch die Schulungen und Anwendung des Gelernten konnten 2025
in beiden Werken Qualitäts- und Effizienzverbesserung realisiert werden.
Segment Süßwaren Österreich
Marktentwicklung
Die Manner-Gruppe produziert und vertreibt als österreichisches Familienunternehmen fünf der bekanntesten und belieb-
testen Süßwarenmarken Österreichs (Manner, Casali, Victor Schmidt, Ildefonso und Napoli). Manner ist ein starkes Mar-
kenartikelunternehmen für Süßwaren und die Marken verbinden beste Qualität mit höchstem Genuss. Die Produktion
findet ausschließlich an österreichischen Standorten statt, am Standort Wien im 17. Wiener Gemeindebezirk und am
Standort Wolkersdorf in Niederösterreich. Ausgehend vom Stammmarkt Österreich erfolgt der Ausbau des internationalen
Geschäfts in ausgewählten Märkten, vorwiegend in Zentral- und Osteuropa.
Der Gesamtumsatz am österreichischen Markt verzeichnete gegenüber dem Vorjahr über alle Marken hinweg ein
Umsatzplus. Besonders beachtlich ist die Entwicklung der Casali Schaumware sowie der Victor Schmidt Mozartku-
geln. Victor Schmidt erzielte in diesem Jahr das größte Marktanteilswachstum, trieb damit den Markt der Mozartpra-
linen positiv voran und erreichte neben der absatzmäßigen jetzt auch die wertmäßige Marktführerschaft.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Süßwarengeschäft Österreich
2025
2024
Abgesetzte Menge
in Tonnen
20.064
19.921
Umsatzerlöse
in T
123.658
116.539
Betriebsergebnis (EBIT)
in T
8.460
9.412
Betriebsergebnis-Marge
in %
6,8%
8,1%
Segment Süßwaren Deutschland
Marktentwicklung
Das Jahr 2025 konnte nach schwierigen Preisverhandlungen mit den Handelspartnern mit einem Umsatzplus abgeschlos-
sen werden. Wir sind weiterhin an Position 5 im Markenbereich des gesamten Gebäckmarkts Deutschland und konnten in
dem für uns wichtigen Segment der Waffeln unseren Marktanteil deutlich ausbauen. Der Fokus lag im Jahr 2025 wieder
auf unserem Kernsortiment, womit die Konsolidierung des Sortiments auch 2025 weiterverfolgt wurde. Die Neuheit Crun-
chies, welche im Herbst in Deutschland eingeführt wurde, konnte vom Start weg in Aktionen überzeugen, erste Listungs-
erfolge wurden ebenfalls bereits erzielt.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Süßwarengeschäft Deutschland
2025
2024
Abgesetzte Menge
in Tonnen
16.279
16.523
Umsatzerlöse
in T
87.384
81.702
Betriebsergebnis (EBIT)
in T
3.191
3.306
Betriebsergebnis-Marge
in %
3,7%
4,0%
Segment Süßwaren Rest der Welt
Marktentwicklung
Trotz herausforderndem Wettbewerbsumfeld konnte gegenüber dem Vorjahr insgesamt ein weiteres Umsatzwachstum
verzeichnet werden. Dieses Wachstum kommt vor allem aus europäischen Kernmärkten, wo in einzelnen Ländern weitere
Distributions- und Marktanteilszuwächse verzeichnet werden konnten. Im Vergleich zu mehreren internationalen Wettbe-
werbern hat sich aufgrund von rohstoffbedingten Preiserhöhungen von Produkten des Hauses Manner der Preisabstand
erhöht und verlangsamte im zweiten Halbjahr das Wachstum. In Drittländern wurde ein Umsatzrückgang verzeichnet.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Süßwarengeschäft Rest der Welt
2025
2024
Abgesetzte Menge
in Tonnen
16.460
17.701
Umsatzerlöse
in T
93.639
90.541
Betriebsergebnis (EBIT)
in T
4.454
8.447
Betriebsergebnis-Marge
in %
4,8%
9,3%
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Segment Mietshäuser
Marktentwicklung
Die Mieterlöse im Bereich der Mietshäuser verringerten sich geringfügig gegenüber dem Vorjahreswert aufgrund eines
leicht höheren Leerstands und wegen Umbautätigkeiten. Gleichzeitig sind die Betriebs- und Instandhaltungskosten gestie-
gen. Nach einer leichten Aufwertung des Verkehrswerts der Immobilie um T€ 100 im Vorjahr, sank der Immobilienwert im
Jahr 2025 um T€ 240 gegenüber 2024.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Mietshäuser Österreich
T
2025
2024
Investment Property
12.790
13.030
Mieterlöse
526
546
Betriebsergebnis (EBIT)
177
614
Segment Haselnussplantage
Marktentwicklung
Die Beschaffung von qualitativ hochwertigen Rohstoffen zu leistbaren Preisen wird für unser Unternehmen zunehmend
herausfordernder. Dies hat sich in den vergangenen drei Jahren ganz wesentlich bei unseren beiden Hauptrohstoffen
Kakaobohnen und Haselnüsse gezeigt. Unter diesem Gesichtspunkt sowie der vermehrt durch politische und Umweltkri-
sen ausgelösten weltweiten Angebotsverknappungen und damit einhergehenden Spekulationen gewinnt unser 2018 ge-
startetes Projekt „Eigenanbau von Haselnüssen in Aserbaidschan“ zunehmende Bedeutung für unser Unternehmen.
Unsere 100prozentige Tochterfirma Manner Azerbaijan LLC hat es nach vielen Verzögerungen und Herausforderungen
geschafft, im Sommer 2025 die erste kleine Menge Haselnüsse zu ernten. Die für dieses Farmprojekt ebenfalls benötigten
Verarbeitungslinien, in denen die Nüsse gereinigt, getrocknet, geschält und kalibriert werden, befinden sich im Q4/2025
im Stadium des Aufbaus. Die Fertigstellung und probeweise Erstinbetriebnahme ist für Anfang 2026 geplant. Die im Sep-
tember und Oktober eingebrachte Haselnussernte ist insgesamt etwas unter den Erwartungen geblieben. Wir haben je-
doch wichtige Erfahrungen bezüglich des Betreibens von Erntemaschinen unter außergewöhnlich schwierigen Erntebe-
dingungen (Dauerregen) sammeln können, die uns in den kommenden Jahren zugutekommen werden.
Noch sind einige Herausforderungen sowie bürokratische Hürden (Genehmigungen) zu meistern. Aber wir sind zuversicht-
lich, dass wir ab 2026 mit großen Schritten vorankommen und die bevorstehende Ernte 2026 ein Vielfaches der allerersten
Ernte betragen wird. Erste Blütezählungen auf den Haselnussbäumen bestätigen diesen Optimismus und so bleibt zu
hoffen, dass auch das immer weniger vorhersehbare Wetter keine Probleme verursachen wird. Jedenfalls planen wir für
2026 weitere Ernte- und Bodenbearbeitungsmaschinen zur besseren Vorbereitung auf die Ernte anzuschaffen sowie klei-
nere qualitätserhöhende Investitionen in die Fabrik zu tätigen. Damit ist der größte Teil der Investitionen in das Projekt
Aserbaidschan abgeschlossen.
Zu der Plantage in Aserbaidschan hat der Vorstand einen Impairmenttest durchgeführt, bei dem neben verschiedenen
Parametern auch ein Risikoabschlag angesetzt wurde. Dieser Risikoabschlag entstand aus Sicht des Vorstands vor allem
aufgrund der entstandenen Verzögerungen (ca. zwei Jahre), der höher als ursprünglich geplanten Investitionen, der Unsi-
cherheit in der Aktivität und Region sowie aufgrund der relativ langen Payback-Periode. Aus diesem Impairmenttest resul-
tiert ein Abwertungsbedarf. Somit ist im Jahr 2025 eine Wertminderung auf den Anlagen des Segments Haselnussplantage
in Aserbaidschan in Höhe von T€ 4.750 vorgenommen worden (Vorjahr T€ 415).
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
30
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Segment Haselnussplantagen
T
2025
2024
Sachanlagevermögen
13.097
11.942
Umsatzerlöse
0
0
Betriebsergebnis (EBIT)
-5.039
-754
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
31
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken der Manner-Gruppe
Voraussichtliche Entwicklung 2026
Schwächelnde inländische Wirtschaft, aber auch Konjunkturhoffnung ngen stark von der Entwicklung der In-
landsnachfrage ab. Die Stärke der Erholung der heimischen Wirtschaft wird 2026 entscheidend von der Entwicklung der
Inlandsnachfrage abhängen. Zum einen sollten die Nachwirkungen der Leitzinssenkungen positiv auf die Investitionstätig-
keit wirken. Zum anderen sollte der Rückgang der Inflation zu einem langsamen Abflauen der Sparneigung beitragen und
dem privaten Konsum etwas mehr Schwung verleihen können. Der Außenhandel wird zumindest 2026 die Konjunktur in
Österreich voraussichtlich weiter belasten. Der negative Effekt sollte sich jedoch schrittweise verringern. Das Wirtschafts-
wachstum sollte sich 2026 auf 1,0 Prozent und 2027 weiter auf 1,5 Prozent erhöhen (Quelle: UniCredit Research, Dezem-
ber 2025).
Demographische Effekte entlasten den Arbeitsmarkt, leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit für 2026 erwartet. Die
saisonbereinigte Arbeitslosenquote stagnierte im November bei 7,5 Prozent. Der Höhepunkt des laufenden Zyklus dürfte
erreicht sein. Nach durchschnittlich 7,5 Prozent im Jahr 2025 sollte sich 2026, auch angesichts eines sehr begrenzten
Anstiegs des Arbeitskräfteangebots, die Arbeitslosenquote auf 7,4 Prozent und 2027 weiter auf 7,3 Prozent verringern
(Quelle: UniCredit Research, Dezember 2025).
Sprunghafter Inflationsrückgang mit Jahresbeginn 2026 erwartet. Mit 4,1 Prozent im November 2025 fiel die Teuerung
nun bereits den vierten Monat in Folge etwa doppelt so hoch wie im Vorjahr aus. Es wird erst mit Jahresbeginn 2026 ein
spürbarer Rückgang der Teuerung aufgrund des Wegfalls des Effekts des Auslaufens der Strompreisbremse aus der
Berechnung erwartet. Nach durchschnittlich 3,5 Prozent 2025 sollte sich die Inflation im Jahr 2026 auf 2,4 Prozent verrin-
gern und weiter auf 2,0 Prozent 2027 (Quelle: UniCredit Research, Dezember 2025).
Zinssenkungszyklus hat sich beschleunigt, das Ende des Zinssenkungszyklus im Euroraum wird für 2027 erwar-
tet. Es wird erwartet, dass die EZB den Einlagenzins über einen längeren Zeitraum bei zwei Prozent stabil halten wird.
Eine fortschreitende Stärkung der wirtschaftlichen Dynamik könnte eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte gegen Ende
2027 auslösen (Quelle: UniCredit Research, Dezember 2025).
Die Aussichten und die Planung für 2026 beruhen auf der Annahme, dass es zu keinen neuen negativen Auswirkungen
von Pandemien und des Ukraine-Russland-Kriegs auf die Konjunktur kommt. Einschränkungen wegen eines Aufflammens
einer Pandemie sowie Produktionsausfälle wegen Ausfall von Produktionspersonal oder starke Verschlechterungen in der
Weltwirtschaftssituation, wie zum Beispiel durch den Iran-Krieg, sind wesentliche, vom Unternehmen nicht abwendbare
Risiken, die einen negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf 2026 haben könnten. Eine Stabilisierung bzw. ein weiterer
Rückgang der Inflation könnte in einer Stabilisierung der Rohstoffpreise und in weiterer Folge auch der Herstellungskosten
ab 2027 resultieren. Als wesentliches Risiko für 2026 wird zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses eine Ab-
kühlung der Weltwirtschaft sowie eine Verschärfung der derzeit unruhigen weltpolitischen Situation gesehen, wodurch es
vor allem beschaffungsseitig, unabhängig von erwarteten leichten Nachfragerückgängen, immer wieder zu sprunghaften
Änderungen der Kosten kommen könnte. Grundsätzlich werden die Rohstoff- und Energiepreise für das gesamte Jahr
2026 in etwa gleich wie im Vorjahr erwartet. Eine Ausnahme betrifft die Kakaobohnenpreise. r 2026 wird marktseitig mit
einer Reduktion der Kosten für Kakaobohnen gegenüber 2025 gerechnet, die jedoch für Manner aufgrund der langfristigen
Deckung für 2026 nicht schlagend werden.
2026 startet für uns in einem Umfeld vorsichtiger wirtschaftlicher Stabilisierung. In Österreich und Deutschland zeigen sich
erste Erholungstendenzen, gleichzeitig bleiben Konsument*innen preissensibel und treffen ihre Kaufentscheidungen be-
wusster als früher. Gerade in diesem Umfeld kommt der Stärke unserer Marken eine zentrale Rolle zu. Konsument*innen
suchen Orientierung, Qualität und Genuss, dem sie vertrauen können. Unsere Marken stehen für vertrauten Geschmack,
Verlässlichkeit und kleine Genussmomente im Alltag.
2026 sehen wir daher als Jahr, in dem Markenprofil, Nähe und Innovation entscheidend sind, um relevant zu bleiben und
das Konsument*innen-Vertrauen weiter zu festigen. Mit diesem Anspruch gehen wir in das neue Geschäftsjahr.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Marketingaktivitäten und Innovationen
Für unsere Hauptmarke Manner setzen wir im Jahr 2026 folgende Schwerpunkte, um die Marke weiter zu aktivieren und
die Verkaufserfolge maximal zu unterstützen:
Die im Jahr 2025 gelaunchte Manner-Markenkampagne „Glück verbindet“ wird im Rahmen einer ganzjährigen, inte-
grierten 360°-Kommunikation mit einem reichweitenstarken Media-Mix weitergeführt. Durch ein umfassendes kreatives
Maßnahmenpaket an Marketing-Aktivitäten wird unsere Marke noch spürbarer sowie sichtbarer für unsere Konsument*in-
nen und Käufer*innen sein. Die Kombination von abverkaufsstärkenden Maßnahmen sowie markenimage-stärkenden Ak-
tivitäten zielt darauf ab, die Marke Manner weiter in Relevanz und Wiederkauf zu stärken. Auch die bekannte Snack-Minis-
Range erhält weiterhin starke Unterstützung: über die jung inszenierte Kampagne „Snack Minis Feel Maxi“ sowie
massive Sampling-Aktivitäten sollen sowohl Erst- und Wiederkauf gestärkt wie auch hochwertige Probierkontakte geschaf-
fen werden.
Unsere Manner Innovation 2026 erscheint ab März 2026 im Lebensmittelhandel in Österreich und CEE: nach dem er-
folgreichen Launch der Innovation Manner Crunchies Wafer Crunchies & Cookie Crunchies im September 2025 in
Deutschland werden die neuen Manner-Snacking-Artikel in zwei Waffelsorten nun auch in Österreich und unseren wichti-
gen CEE-Märkten gelauncht. Dem starken Trend zu „Personal Snacking“ wird mit dieser Innovation Rechnung getragen,
und der Launch soll für die Marke Manner ein neues Segment eröffnen, neue Verwender*innen für unsere Marke begeis-
tern und für nachhaltiges Wachstum im Snacking-Segment sorgen. Die Neueinführung der Crunchies wird durch die Kam-
pagne „Der Mix macht’smittels umfassender Kommunikationsmaßnahmen und starken Sampling- und Brand-Experience-
Maßnahmen unterstützt.
Im Jahr 2026 setzen wir für Casali auf eine konsequent integrierte Markenführung mit hoher Sichtbarkeit und klarer Ziel-
gruppenansprache. Die Kampagne Wir sind Sommer“ wird über aufmerksamkeitsstarke OOH- und Digital-Flights sowie
eine gebrandete Straßenbahn in Wien verlängert und stärkt die Präsenz der Kultmarke im öffentlichen Raum nachhaltig.
Ergänzend sorgt die bekannte Casali-Sommerpromotion mit einem attraktiven Hauptgewinn einem Mitsubishi Gran-
dis für zusätzliche Kaufimpulse. Auffällige POS-Aufbauten und Displays steigern die Aufmerksamkeit im Handel und
schaffen klare Aktivierungspunkte für unsere Konsument*innen. Gezielte Kooperationen unterstreichen den Anspruch,
Casali in relevanten kulturellen Kontexten erlebbar zu machen. Die Partnerschaft mit dem Wiener HipHop Ball ermöglicht
eine authentische Inszenierung der Marke innerhalb einer jungen, urbanen und kaufstarken Community. Mit XJAM werden
unsere Marken Casali und Dragee Keksi zudem gezielt bei Maturant*innen positioniert. Abgerundet wird der Markenauftritt
durch Direct-Sampling-Aktivitäten für Casali Schoko-Banane und Rum-Kokos, die einen direkten, qualitativen Kontakt
mit Konsument*innen ermöglichen und die Produktbekanntheit weiter steigern. Mit diesem Maßnahmenpaket gelingt es,
Casali über alle Touchpoints hinweg sichtbar, relevant und erlebbar zu positionieren mit klarem Fokus auf Markenstärke,
Aktivierung und nachhaltige Reichweite. Darüber hinaus unterstützen wir im österreichischen Markt unsere Keks-Marke
Napoli Dragee Keksi weiterhin im Rahmen der „Scherzkeksi“-Kampagne mit OOH- & Digital-Maßnahmen, um Aufmerk-
samkeit und Nähe für unsere Marke zu generieren und die Bekanntheit der beliebten Keks-Marke zu erhöhen. Direct-
Sampling-Maßnahmen mit Schwerpunkt auf Universitäten schaffen hochqualitative Touchpoints und Bekanntheit für die
gesamte Range.
Zudem werden auch unsere Austria Mozartkugeln im Geschäftsjahr 2026 ein besonderes Augenmerk erhalten: durch
intensive Marktbearbeitung soll zum einen die Marktführerschaft im Heimmarkt Österreich ausgebaut werden, zum ande-
ren fokussieren wir auf weitere Wachstumsmaßnahmen in unseren zentralen Exportmärkten im CEE-Bereich. Ein weiterer
Ausbau der Produktionskapazitäten sowie ein attraktiver Relaunch des gesamten Markenauftritts der Austria Mozartkugeln
werden das angestrebte Wachstum und somit einen deutlichen Wachstumsschub ermöglichen.
Die saisonalen Schwerpunkte rund um Manner Lebkuchen, unsere limitierten Waffel-Sorten der Manner Winter- und Som-
mer-Glück-Range und unser markenübergreifendes Saisonsortiment mit einer starken POS-Präsenz sorgen für einen ver-
kaufsstarken Jahresabschluss.
Weitere Schwerpunkte
Das im April 2023 in Betrieb genommene neue ERP-System (SAP S/4HANA) wurde 2024 und 2025 weiter optimiert. Es
ist davon auszugehen, dass auch in den Folgejahren laufende Prozess- und Systemverbesserungen durchgeführt werden.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Durch die strategischen Projekte Push unserer Marken in ausgewählten Märkten, Sortimentsoptimierung, Effizienzstei-
gerungen werden bestimmte Positionen und Aktivitäten in der Gruppe redundant, oder es werden künftig zumindest
teilweise andere Qualifikationen und Kompetenzen benötigt werden. Diese Umstellung wurde 2025 begonnen und dauert
erwartungsgemäß bis zu zwei Jahre an.
Segment Süßwaren Österreich
In Österreich ist es unser Ziel, bis 2026 die Marktanteile in unserem Kernsegment Waffeln & Schnitten am österreichischen
Süßwarenmarkt weiter auszubauen. Als größter österreichischer Süßwarenhersteller setzen wir dabei ebenfalls einen be-
sonderen Schwerpunkt auf unsere Austria Mozartkugeln.
Segment Süßwaren Deutschland
Für 2026 steht der Distributionsausbau unserer Neuheit Crunchies, wie auch die Einführung einer weiteren Sorte mit wei-
ßer Schokolade, im Fokus. Außerdem wollen wir die r uns mit Abstand stärkste Produktgruppe Beutelware durch eine
neue junge Sorte weiter stärken und unser Deutschlandgeschäft ausbauen.
Segment Süßwaren Rest der Welt
Der weitere Ausbau der Distribution des Kernsortiments und Innovationen in europäischen Kernmärkten sind vorrangige
Ziele, um Marktpositionen im Segment Rest der Welt weiter auszubauen. Herausfordernd bleibt das Thema der Preisstel-
lungen im internationalen Wettbewerb bis hin zum Risiko von Absatzverschiebungen zu lokalen Herstellern mit deutlich
geringeren Herstellkosten.
Segment Mietshäuser
Im Bereich der Mietshäuser sind keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr zu erwarten und es wird prognostiziert,
weiterhin geringfügig positiv bilanzieren zu können.
Segment Haselnussplantage
Die Winterarbeiten 2025/26 (Baumschnitt, Nivellieren der Böden, Austausch von abgestorbenen Bäumen etc.) mussten
wegen niederschlagsreichem Wetter verzögert begonnen werden. Dennoch sind wir zuversichtlich, diese Arbeiten bis
Ende März abschließen zu können. Wir erwarten im Erntejahr 2026 eine bedeutende Steigerung der Ernteerträge. Einer-
seits wird auf einem Drittel der Farm die zweite Ernte eingebracht werden. Andererseits wird ein weiteres Drittel unserer
Jungbäume ihre Ersternte absolvieren. Daher werden wir die Anzahl unserer Erntemaschinen von eins auf drei erhöhen.
Bis zur Erreichung der maximalen Erntemenge werden allerdings noch fünf bis sechs Jahre vergehen.
In der Fabrik konnte Ende 2025 die Montage der Haselnuss-Übernahme-, Reinigungs- und Trocknungsmaschinen sowie
der Haselnuss-Kalibrierungs- und Aufschlagmaschinen abgeschlossen werden. Nach einem Probebetrieb im Frühjahr wird
ab September 2026 die Fabrik ihren Betrieb aufnehmen. Wir stehen in Aserbaidschan vor einem spannenden Jahr mit
großen Herausforderungen.
Zusammenfassung
Insgesamt ist für das Geschäftsjahr 2026 mit konstanten bis leicht höheren Umsätzen zu rechnen. Aufgrund von weiterhin
hohen Preisen bei Haselnüssen und Kakaobohnen und der volatilen Weltwirtschaftssituation ist insgesamt von einem
stabilen Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern auszugehen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die Geschäftstätigkeit von Manner ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht vollständig
ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagement-Prozess beteiligten Personen ist von der festgelegten Ri-
sikopolitik bestimmt.
Die verfolgte Risikostrategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und Eigenständigkeit des Unternehmens.
Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Das Ziel des Han-
delns bleibt die Wertschöpfung, darüber hinaus werden auch die Ansprüche der Stakeholder berücksichtigt. Dazu berück-
sichtigt das Unternehmen alle Aspekte der Nachhaltigkeit und integriert Kriterien aus den Bereichen Umwelt (Environmen-
tal), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) in seine Geschäftstätigkeit. Das Ein-
beziehen gesellschaftlicher Anspruchsgruppen wirkt sich auf die Denkweise für Führung und Gestaltung von Geschäfts-
prozessen aus und sichert damit die Beziehungen zu den Anspruchsgruppen, die ebenso wie das Unternehmen einem
steten Wandel unterliegen.
Risiken zu managen bedeutet, dass das Unternehmen Manner bereit ist, unternehmerische Risiken einzugehen, sofern
durch die damit eingeleiteten Geschäftsaktivitäten und die daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Stei-
gerung des Unternehmenswerts zu erwarten ist. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sollen damit unternehme-
rische und gesellschaftliche Risiken durch ein Gegenüberstellen von Chancen und Gefahren abgewogen werden. Zielset-
zung des implementierten Risiko- und Krisenmanagements sind also nicht nur der finanzielle Erfolg, Compliance und der
Schutz von Reputation. Maßgeblich ist auch die Einbindung der Ansprüche Dritter und damit die Schaffung der Basis für
Akzeptanz und Durchsetzungskraft unternehmerischer Entscheidungen in Krisen.
Globalisierung, deregulierte Märkte, Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften und Handeln sowie gesellschaftliche
Veränderungen führen zu einer Vielzahl von Ansprüchen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die gleichberechtigt
behandelt werden. Unternehmerische Kernrisiken, wie zum Beispiel die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrage-
schwankungen, Verfügbarkeit und stark schwankende Preise von Ressourcen, Bearbeitung neuer Märkte), verantwor-
tungsvolles Marketing, die Entwicklung neuer Produkte und die Erzeugung sichererer Lebensmittel wird das Unternehmen
selbst tragen.
Alle nicht zu den Kerntätigkeitsfeldern des Unternehmens gehörenden Risiken wie z. B. Zinsänderungs-, Währungs-, Haft-
pflicht- oder Sachschadenrisiken sollen nach Möglichkeit auf Dritte (z. B. Versicherungen) übertragen werden.
Absatz- und Nachfragerisiko
Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere die Risiken von Seiten des Markts (z. B. Nachfrageschwankungen) trägt das
Unternehmen selbst und werden nicht versichert. Ebenso zu den Kernrisiken gehören die Risiken aus der Entwicklung
neuer Produkte oder Märkte. Die Handelskonzentrationen in den jeweiligen Märkten stellen ein systemimmanentes Risiko
in der Lebensmittelindustrie dar. Diesem Risiko wird sowohl durch die konsequente Pflege der einzelnen Marken der
Gruppe im Süßwarenbereich als auch durch die Verstärkung der Exportaktivitäten gegengesteuert. Die fortgesetzte Kon-
zentration im Bereich des Handels führt zu einem erhöhten Druck auf die Abgabepreise.
Beschaffungsrisiko
Es besteht generell das Risiko von Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Produktionsmaterialien, Verpackungen und Ener-
gie, die nicht zeitgerecht oder im vollen Umfang an die Abnehmer*innen weitergegeben werden können. Diese Kosten-
steigerungen werden sich immer wieder aufgrund von Währungsschwankungen, Angebotsengpässen (Ernteausfälle oder
erhöhte Nachfrage) oder Preisspitzen bei Rohöl und Erdgas ergeben. Die Gruppe ist bestrebt, mit Vorkontrakten und
rechtzeitiger Eindeckung gegenzusteuern. Lieferengpässe bei Rohstoffen, Energie, Verpackungen und Produktionsmate-
rialien können aber trotzdem zu Produktionsausfällen führen.
Der Höhepunkt der Kakaokrise, die uns in den Jahren 2024 und 2025 sehr zu schaffen machte, scheint überwunden. Die
Marktpreise sind gegenüber den Höchstständen zu Jahresanfang 2025 zwar um ca. 50% zurückgegangen, sind aber
immer noch doppelt so hoch wie in den Jahren zuvor. Gleichzeitig ist es infolge einer witterungsbedingten Missernte bei
Haselnüssen zu einer Erhöhung der Preise gekommen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Durch den fortschreitenden Klimawandel und die Zuspitzung der weltweiten politischen Krisen sowie kriegerische Ausei-
nandersetzungen in vielen Erdteilen werden wir auch in Zukunft mit großen Unsicherheiten und Preisschwankungen sowie
Störungen der Lieferketten bei unseren wichtigsten Rohstoffen und sonstigen benötigten Gütern konfrontiert bleiben, was
zu Einschränkungen bzw. Ausfällen in unserer Produktion führen könnte.
Elementarrisiken
Gegen Elementarrisiken (z. B. Feuer, Wasser) besteht Versicherungsschutz, dasselbe gilt auch für Produktrisiken (Pro-
dukthaftpflicht).
Finanz- und Zinsänderungsrisiko
Gegen Finanzrisiken wird laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch entsprechende
Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Das Risiko einer Zinsän-
derung besteht für Finanzanlagen und Finanzschulden und wird ständig überwacht. Bei den Wertpapieren der Finanzan-
lagen handelt es sich überwiegend um Anteile an Investmentfonds, die kurzfristig veräußert werden können. Ein Fremd-
währungsrisiko besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß. Die aushaftenden Bankverbindlichkeiten sind über-
wiegend fix verzinst. Aufgrund des Saisongeschäfts kommt es unterjährig zu einer Ausnutzung von Kontokorrentlinien, die
variabel verzinst sind.
Finanzierungsrisiko und -strategie
Als börsennotiertes Unternehmen mit Tradition verfolgen wir eine konservative und diversifizierte Finanzierungsstrategie,
um jederzeit ausreichende Liquidität und finanzielle Flexibilität zu gewährleisten. Unser Ziel ist es, Finanzierungsrisiken zu
begrenzen und die finanzielle Unabhängigkeit und Stabilität sicherzustellen. Dabei möchten wir uns in die Lage versetzen,
jederzeit sich ergebende Opportunitäten, die zu unseren Geschäftsfeldern passen bzw. diese gut ergänzen, nutzen zu
können.
Wir streben mittelfristig eine
Nettoverschuldung/EBITDA-Quote von maximal 2,0 sowie
eine Eigenkapitalquote von mindestens 40% an.
Die Finanzierungstätigkeit des Konzerns wird zentral durch die Josef Manner & Comp. AG durchgeführt und diese wiede-
rum vergibt konzerninterne Darlehen an Tochtergesellschaften. Tochtergesellschaften beschaffen Finanzierungsmittel nur
dann lokal, wenn eine konzerninterne Finanzierung nicht möglich oder effizient darstellbar ist (z. B. aus steuerlichen, re-
gulatorischen oder landesspezifischen rechtlichen Gründen) oder wenn es sich um Transaktionen (Mietshäuser) handelt,
die nicht zum Kerngeschäft der Süßwarenerzeugung gehören.
Die Geschäftstätigkeit der Josef Manner & Comp. AG wird so weit wie möglich aus dem Cashflow der laufenden Ge-
schäftstätigkeit finanziert. Daneben nutzen wir, um die großen saisonalen Schwankungen auszugleichen, ein diversifizier-
tes Portfolio an Finanzierungsquellen. Kommittierte revolvierende Betriebsmittellinien, die bilateral mit unseren Haus- bzw.
Kernbanken abgeschlossen wurden, bilden das Rückgrat unserer Betriebsmittelfinanzierung bzw. der Sicherstellung von
Liquiditätspuffern. Darüber hinaus stellen wir derzeit unsere kurz- bis mittelfristige Liquidität durch Bankdarlehen sicher
und nutzen assetbasierte Finanzierungsinstrumente wie Leasing und einen Kontrollbank-Refinanzierungsrahmen.
Investitionsprojekte werden hauptsächlich durch Finanzierungen bei Fördergesellschaften und Bankinstituten dargestellt.
Kapitalmarkttransaktionen wie Schuldscheine und Anleihen stehen derzeit nicht im Fokus. Unserer konservativen Finan-
zierungsstrategie folgend werden Derivativprodukte auf Zinsen und Währungen nur zur Risikoabsicherung und nicht zu
spekulativen Zwecken verwendet. Um Refinanzierungsrisiken zu vermeiden, werden Diskussionen zur Refinanzierung
frühzeitig vor Fälligkeit gestartet.
Bei allen Kreditverträgen, die wir verhandeln, achten wir darauf, die Verträge so zu gestalten, dass die Gleichbehandlung
der Finanzpartner (Pari passu) gegeben und ein konzernweites, nachlaufendes Vertragsmonitoring gewährleistet ist. Die
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Einhaltung der in den Finanzierungsverträgen vereinbarten Zusicherungen, Informationsverpflichtungen und Finanzkenn-
ziffern werden kontinuierlich überwacht. Eine offene und transparente Informationspolitik und partnerschaftliche Vorge-
hensweise prägen unsere Zusammenarbeit mit unseren Finanzierungs- und Geschäftspartnern.
Kreditrisiko
Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere, die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderun-
gen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten stellen das maximale Kreditrisiko dar. Das
Risiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko. Dieses Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird
durch bestehende Kreditversicherungen reduziert, wobei jedoch nur ein Teil der Forderungen versichert ist. Das Ausfallri-
siko bei den Forderungen verteilt sich über eine große Anzahl von Kund*innen, die aufgrund der Bonität aller großen
Handelspartner das Risiko insgesamt reduziert. Das Kreditrisiko wird weiter reduziert durch ein konsequentes Forderungs-
management sowie das 2024 eingeführte zum Großteil regresslose Factoring. Die Wertpapiere unterliegen den Risiken
des Kapitalmarkts.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass finanzielle Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllt werden können.
Dieses Risiko wird, aufgrund der vorhandenen Barbestände per Bilanzstichtag sowie der nicht ausgenutzten langfristig
aufgesetzten Kreditlinien bei den finanzierenden Banken, als gering eingestuft.
IT-Risiken
Durch den Einsatz einer integrierten Unternehmenssoftware (ERP) bestehen für das Unternehmen Risiken in Zusammen-
hang mit dem Ausfall des Systems (Verfügbarkeit, Datensicherheit), Performance des Systems sowie der Richtigkeit der
Daten (Fehleingaben). Um die Verfügbarkeit des Systems und die Datensicherheit zu gewährleisten, werden die Vorgaben
der NIS-2-Richtlinie („The Network and Information Security (NIS) Directive“) berücksichtigt und entsprechende Notfallsys-
teme implementiert. Hinsichtlich der Performance von Systemen besteht ein permanenter Verbesserungsprozess, der
gemeinsam mit externen EDV-Partner*innen betrieben wird.
Seit der Einführung des neuen ERP-Systems (Enterprise Resource Planning) von SAP bestand für das Unternehmen ein
Risiko im Zusammenhang mit der Richtigkeit der Stammdaten und der laufend erhobenen Daten (Fehleingaben). Das
Risiko von Fehleingaben wird durch die Schulung von Mitarbeiter*innen und durch Plausibilitätsüberprüfungen einge-
schränkt und die verfügbaren Stammdaten werden weiterhin laufend verifiziert.
Personalrisiken
Das Personalrisiko ist durch die zum Teil hohe Personalfluktuation bei gleichzeitig herausfordernder Verfügbarkeit von
geeigneten Fachkräften am Arbeitsmarkt weiterhin hoch. Dem entgegen wirken die lange Firmenzugehörigkeit von zahl-
reichen Mitarbeiter*innen sowie interne Initiativen zur Optimierung des Recruiting- und Onboarding-Prozesses. Darüber
hinaus wurden Maßnahmen erarbeitet, die mittelfristig zur Standardisierung der Mitarbeiter*innen-Entwicklung und zur
Mitarbeiter*innen-Bindung beitragen sollen, wie zum Beispiel das Projekt „Miteinander Manner“ und durchgeführte unter-
nehmensweite Mitarbeiterbefragungen. Nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiter*innen sind die Herausforderun-
gen der nächsten Jahre erfolgreich zu bewältigen. Besonderes Augenmerk wird daher auf das Übertragen von Unterneh-
menswissen und auf eine professionelle Aus- und Weiterbildung gelegt. Dazu wurde im Jahr 2025 ein Schwerpunkt auf
die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter*innen gesetzt, indem den Mitarbeitenden als Teil der monetär bewertenden
Zielvereinbarung Schulungen und Trainings zu Kommunikation, Führung, Projektmanagement und ESG angeboten wur-
den.
Qualitätsrisiken
Trotz eines etablierten Wareneingangsprozesses sowie laufender und umfassender Qualitätskontrollen besteht das Ri-
siko, dass sich nicht erkennbare Mängel bei Rohstoffen auf Produkte negativ auswirken. Diesem Risiko wird durch eine
laufende Weiterentwicklung der risikobasierenden Wareneingangsprüfung sowie einem permanenten Monitoring des Roh-
stoffmarkts (Food Fraud) entgegengewirkt.
Manner-Gruppe
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Kriegssituationen
Aufgrund des andauernden Krieges Russlands in der Ukraine oder des erst kürzlich ausgebrochenen Iran-Krieges ist die
Gruppe im Bereich ßwaren derzeit mit überdurchschnittlich volatilen Rohstoff- und Energiepreisen konfrontiert. Aus
heutiger Sicht ist damit zu rechnen, dass sich dieses Ereignis auch 2026 negativ auf die Ergebnisse auswirken wird.
Deshalb sind weitere Preisanpassungen, um diese Beschaffungspreissteigerungen abfedern zu können, nicht auszu-
schließen. Einschränkungen und Verzögerungen im grenzüberschreitenden Warenverkehr bzw. in der Energieverfügbar-
keit können einen Engpass bei Rohstoffen, Energie, Verpackungsmaterialien sowie Ersatzteilen verursachen und dadurch
zu Einschränkungen bzw. Ausfällen in der Produktion führen.
Politisches Risiko: Länderrisiko Aserbaidschan
Seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine ist deutlich ersichtlich, dass das Verhältnis ehemaliger Sowjetländer zu
Russland nicht frei von Spannungen ist. Diese haben in den vergangenen Jahren zu einem Wiederaufflammen des Krieges
zwischen Aserbaidschan und Armenien um die autonome Berg-Karabach-Region geführt. Mit dem militärischen Sieg Aser-
baidschans ist seit mehr als einem Jahr eine gewisse Ruhe eingekehrt. Die im Jahr 2025 zwischen den beiden Kontra-
henten erfolgreich abgeschlossenen Friedensgespräche haben zu einer weiteren Deeskalation geführt. Wir stufen daher
das aktuelle nderrisiko als gering ein, deswegen werden derzeit keine weitergehenden Maßnahmen für notwendig er-
achtet.
Risiko- und Krisenmanagement
Die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist essenzieller Teil der Unternehmensführung. Von allen
Mitarbeiter*innen wird ein bewusster Umgang mit Risiken im Unternehmen sowie in der Auseinandersetzung mit allen
Anspruchsgruppen erwartet. Für jede/n Mitarbeiter*in muss es daher selbstverständlich sein, bei Entscheidungen stets die
mit einer Aktivität verbundenen Gefahren und die dadurch erreichbaren Chancen abzuwägen. Die regelmäßige Sensibili-
sierung der Mitarbeiter*innen resultiert in einer verantwortungsbewussten Risikokultur des Unternehmens.
Das Unternehmen Manner versteht damit Risikomanagement als integrierten Teil aller Prozesse und Abläufe mit dem Ziel,
Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten.
Für die operative Umsetzung des Risikomanagements hat sich Manner für die Methodik der fachbereichsbezogenen Be-
arbeitung entschieden, Risiko- und Krisenmanagement ist eine wesentliche Aufgabe aller Führungskräfte, die die von den
strategischen Risiken abgeleiteten operativen Risiken managen. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisen-Manage-
ment-Team unter der Leitung der Abteilung Qualitätsmanagement.
Risiko- und Krisenmanagement sind nicht voneinander getrennte Aktivitäten und greifen unmittelbar ineinander. Das Ri-
siko-Krisen-Management-Team ist für die regelmäßige Überprüfung und Verbesserung des Gesamtkonzepts verantwort-
lich.
Das Risiko- und Krisenmanagement ist als Erweiterung zum Qualitäts- und Prozessmanagement und in unmittelbarem
Zusammenhang mit dem Krisenmanagement zu betrachten. Es orientiert sich nicht allein an den Risiken, die einen Beitrag
zum Unternehmenserfolg leisten, sondern nimmt seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und Umwelt wahr und
berücksichtigt eine Vielzahl von Ansprüchen. Dieser Stakeholder-Ansatz bettet die Ansprüche von Eigentümer*innen, Mit-
arbeiter*innen, Kund*innen, Konsument*innen, Lieferant*innen, Anwohner*innen, NGOs sowie Behörden in die Betrach-
tung ein. So werden auch Produktbeanstandungen und schriftliche behördliche Beanstandungen im Rahmen der amtli-
chen Kontrollen analog zu den bereits erfassten Risiken aufgenommen und bewertet. Allenfalls von Behörden oder
Finanzmarktaufsicht angeordnete Handlungen oder Maßnahmen im Falle einer Nichtkonformität werden dokumentiert und
abgearbeitet sowie gegebenenfalls in den implementierten Ablauf zur kontinuierlichen Verbesserung übergeführt.
Mit der Umsetzung des Risiko- und Krisenmanagements ist ein System implementiert, das nicht nur den gestellten Rechts-
anforderungen nachkommt und die internen Leitlinien für Nachhaltigkeit beachtet, sondern der Organisation auch Vorteile
durch Visualisierung und Prävention sowie durch Realisierung von ESG-Chancen bietet.
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3 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems
Die Verantwortung für die Errichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risiko-
managementsystems sowie die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen und internen Richtlinien
liegen beim Vorstand der Manner AG.
Der Verhaltenskodex (Code of Conduct) bietet den Rahmen, auf welchen sich Mitarbeiter*innen der Manner-Gruppe in
unternehmensethischen Fragen beziehen können. Dabei haben Werte wie Vielfalt und Gleichberechtigung, Menschen-
rechte, Gesundheit und Sicherheit, Integrität und fairer Wettbewerb, Antikorruption und Bestechungsverbot, Schutz von
Firmeneigentum, Geheimhaltung und Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert. Manner sieht die Einhaltung dieser Punkte
als gemeinsame Verantwortung. Alle Mitarbeiter*innen sind angehalten, zu einem Arbeitsumfeld beizutragen, in dem ein
Verhalten gemäß dem Kodex selbstverständlich ist und einen Bestandteil des täglichen Arbeitslebens darstellt. Ebenso
erwartet Manner dieses Verhalten von allen Geschäftspartner*innen.
Im Jahr 2024 wurde eine Antikorruptionsrichtlinie implementiert, um die Einhaltung der gesetzlichen Antikorruptionsbe-
stimmungen sowie der Strafbestimmungen gegen Betrug und Untreue durch sämtliche Mitarbeiter*innen der Manner-
Gruppe sicherzustellen. Dabei sind Verbote von Bestechung und Korruption, der Umgang mit Zuwendungen, das Verbot
der Untreue sowie das Verbot von Betrug im Geschäftsverkehr detailliert beschrieben und für alle Mitarbeiter*innen bin-
dend. Einladungen und Geschenke sind nur beschränkt zulässig bzw. betragsmäßig reglementiert. Verstöße sind ver-
pflichtend an den Compliance-Verantwortlichen zu melden, insbesondere wenn es sich um gesetzliche Verstöße handelt.
Die Konsequenzen reichen von Ermahnungen bis hin zu gerichtlichen Verfahren oder Zivilprozessen. Um dieses Thema
stark in die Organisation zu bringen und die nötige Sensibilität zu steigern, werden in regelmäßigen Abständen ver-
pflichtende Schulungen durch die Compliance-Abteilung abgehalten.
Die Abteilung Compliance stellt sicher, dass alle gesetzlichen, regulatorischen und internen Vorgaben in der Antikorrupti-
onsrichtlinie verankert sind und deren Verstöße Konsequenzen haben.
Internes Kontrollsystem (IKS)
Im Unternehmen ist ein Internes Kontrollsystem (IKS) implementiert, das darauf ausgerichtet ist, die Ordnungsmäßigkeit,
Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Finanzberichterstattung sicherzustellen sowie betriebliche und finanzielle Ri-
siken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Das IKS umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, Pro-
zessen und Kontrollmechanismen, die dazu beitragen, die Einhaltung gesetzlicher, regulatorischer und interner Vorgaben
gemäß den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuchs (UGB) sicherzustellen. Dazu gehören unter anderem die klare
Trennung von Verantwortlichkeiten, das Vier-Augen-Prinzip bei kritischen Geschäftsprozessen sowie die interne Revision
in der Manner-Gruppe. Diese Abteilung ist an ein externes Dienstleistungsunternehmen ausgelagert und berichtet direkt
an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats gemäß §82 AktG.
Darüber hinaus wird das IKS kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde rechtliche Rahmenbedingungen so-
wie unternehmensspezifische Anforderungen angepasst. Die laufende Optimierung der Kontrollmechanismen trägt we-
sentlich zur Sicherstellung der finanziellen Integrität und zur Vermeidung potenzieller Risiken bei.
In diesem Zusammenhang spielen Controlling und Reporting eine zentrale Rolle, indem sie durch eine transparente und
strukturierte Berichterstattung eine fundierte Entscheidungsgrundlage für das Management schaffen. Das Controlling über-
wacht und analysiert finanzielle sowie betriebliche Kennzahlen, identifiziert Abweichungen und leitet gegebenenfalls Maß-
nahmen zur Steuerung der Unternehmensentwicklung ein. Das Reporting stellt sicher, dass relevante Informationen zeit-
nah und in hoher Qualität zur Verfügung stehen, um eine effiziente Steuerung und Kontrolle der Unternehmensprozesse
zu ermöglichen. Damit leisten Controlling und Reporting einen wesentlichen Beitrag zur Wirksamkeit des Internen Kon-
trollsystems und zur nachhaltigen Sicherstellung der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmens.
Die Abteilungen Rechnungswesen und Controlling sind für die Erstellung des Jahresabschlusses der Josef Manner &
Comp. AG verantwortlich. Für die Tochtergesellschaften sowohl im Inland als auch im Ausland werden externe Dienstleis-
ter hinzugezogen, um eine ordnungsgemäße Erstellung sicherzustellen. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach
IFRS erfolgt ebenfalls durch einen externen Dienstleister. Die konzerneinheitliche Bilanzierung sowie die Einhaltung der
gesetzlichen Vorschriften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung werden jährlich durch den Konzernab-
schlussprüfer im Rahmen der Abschlussprüfung überprüft.
Manner-Gruppe
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4 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen
Verpflichtungen
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300,00 und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückak-
tien zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber (246.658 Stück; Vorjahr: 246.658 Stück) oder auf Namen
(1.643.342 Stück; Vorjahr: 1.643.342 Stück). Die Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel im Markt-
segment Standard Market Auction).
Folgende direkte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10% betragen, sind dem Unternehmen mit Stichtag 31.12.2025
bekannt:
Direkte Beteiligung am Kapital
31.12.2025
31.12.2024
Privatstiftung
Manner
Andres Holding
Gesellschaft m.b.H.
Privatstiftung
Manner
Andres Holding
Gesellschaft m.b.H.
Aktien Stückanzahl
940.896
453.533
940.896
453.533
Anteil
49,78%
24,00%
49,78%
24,00%
Die Privatstiftung Manner mit 821.956 Stück (Vorjahr: 821.956) ihrer Aktien und die Andres Holding Gesellschaft m.b.H
mit 453.533 Stück (Vorjahr 453.533) ihrer Aktien gehören dem „Manner“-Syndikat an. In Summe hält dieses Syndikat
1.670.239 (Vorjahr: 1.670.239) Stammaktien (= 88,37%; Vorjahr: 88,37%). Bei dem Syndikat handelt es sich um ein zwei-
stufiges Syndikat, bestehend aus dem Manner/Riedl-Syndikat (= 57,37%; Vorjahr 57,37%) und der Andres-Gruppe
(= 31,00%; Vorjahr: 31,00%). Entsprechend der Syndikatsverträge unterliegen die syndizierten Aktien Beschränkungen,
die das Stimmrecht und die Übertragung von Aktien betreffen.
Das weitere Aktienkapital von 11,63% oder 219.761 Stammaktien (Vorjahr 11,63% oder 219.761 Stammaktien) verteilt
sich auf die Privatstiftung Manner mit 118.940 (6,29%; Vorjahr: 118.940 Stammaktien = 6,29%) und eine Vielzahl von
Kleinaktionären mit 100.821 (Vorjahr: 100.821) Stammaktien (= 5,33%; Vorjahr: 5,33%).
Zu den weiteren Punkten des §243a UGB bestehen nach Wissensstand des Unternehmens keine Offenlegungsnotwen-
digkeiten.
Börsenzahlen 2025
Das Unternehmen besitzt keine eigenen Aktien und hat im Berichtsjahr auch keine eigenen Aktien erworben oder verkauft.
Die dem Unternehmen bekannten Directors Dealings des Jahres 2025 wurden auf der Webseite der Gesellschaft sowie
über ein elektronisches Informationsverbreitungssystem veröffentlicht.
Laut Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2022 war der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ab
dem 30.11.2022, somit bis 29.05.2025, gemäß §65 Abs. 1 Z4 und Z8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG ermächtigt, eigene
Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10% des Grundkapitals sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben,
zu verwenden oder zu veräußern, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen
Erwerb, Verwendung oder Veräußerung einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss).
Laut Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 22.05.2025 ist der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ab
dem 29.05.2025 gemäß §65 Abs. 1 Z4 und Z8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft
Börsenkennzahlen
2025
2024
Umsatz (€)
791.538
597.190
Kapitalisierung (€)
198.450.000
194.670.000
Schlusskurs per 31.12. (€)
105
103
Umsatz Stück
7.476
5.578
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
40
bis zu maximal 10% des Grundkapitals sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben, zu verwenden oder zu
veräußern, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb, Verwendung
oder Veräußerung einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Den Erwerb über die Börse kann der Vor-
stand der Josef Manner & Comp. AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in
Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Im Jahr
2025 hat die Gesellschaft wie auch im Jahr 2024 von der Ermächtigung zum Erwerb, zur Verwendung oder zur Veräuße-
rung eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht.
5 Konsolidierter nichtfinanzieller Bericht
In Bezug auf die Verpflichtung zur Offenlegung nichtfinanzieller Informationen gemäß § 267a UGB wurde die Möglichkeit
genutzt, einen gesonderten konsolidierten nichtfinanziellen Bericht zu erstellen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
41
Hinweis
Dieser Konzernlagebericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf
derzeit zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung
des Vorstands hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistungen zu ver-
stehen und beinhalten schwer vorhersehbare Risiken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen,
dass tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.
Wien, am 12.03.2026
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG
Dr. Hans Peter Andres
CPO
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
42
Konzernabschluss
2025
nach IFRS
(International Financial Reporting Standards)
Josef Manner &
Comp. Aktiengesellschaft
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
43
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis ..................................................................................................................................................... 45
Konzerngewinn- und -verlustrechnung .............................................................................................................................. 46
Konzern-Gesamtergebnisrechnung .................................................................................................................................. 47
Konzernbilanz ................................................................................................................................................................... 48
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ................................................................................................................... 50
Konzern-Kapitalflussrechnung .......................................................................................................................................... 51
Konzernanhang ................................................................................................................................................................. 52
1 Grundlagen ................................................................................................................................................................. 52
2 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden .......................................................................................................... 55
3 Konsolidierung ............................................................................................................................................................ 55
4 Währungsumrechnung ............................................................................................................................................... 56
Angaben zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung ........................................................................................................ 58
5 Umsatzerlöse .............................................................................................................................................................. 58
6 Segmentberichtserstattung ........................................................................................................................................ 59
7 Sonstige betriebliche Erträge ..................................................................................................................................... 60
8 Materialaufwand und bezogene Leistungen .............................................................................................................. 61
9 Personalaufwand ....................................................................................................................................................... 61
10 Sonstige betriebliche Aufwendungen ....................................................................................................................... 62
11 Finanzerträge ........................................................................................................................................................... 62
12 Finanzaufwendungen ............................................................................................................................................... 63
13 Ertragsteuern ........................................................................................................................................................... 63
14 Ergebnis je Aktie ....................................................................................................................................................... 64
Angaben zur Konzernbilanz .............................................................................................................................................. 65
15 Sachanlagen ............................................................................................................................................................. 65
16 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ............................................................................................................. 68
17 Immaterielle Vermögenswerte ................................................................................................................................. 70
18 Finanzanlagen .......................................................................................................................................................... 71
19 Vorräte ..................................................................................................................................................................... 72
20 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ......................................................................................................... 73
21 Sonstige Forderungen .............................................................................................................................................. 73
22 Sonstige finanzielle Vermögenswerte ...................................................................................................................... 73
23 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ....................................................................................................... 74
24 Eigenkapital .............................................................................................................................................................. 74
25 Rückstellungen ......................................................................................................................................................... 75
26 Finanzielle Verbindlichkeiten .................................................................................................................................... 78
27 Sonstige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ............................................ 79
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
44
28 Latente Steuern ........................................................................................................................................................ 80
Sonstige Angaben ............................................................................................................................................................. 81
29 Leasingverhältnisse .................................................................................................................................................. 81
30 Finanzinstrumente .................................................................................................................................................... 84
31 Risikoberichterstattung ............................................................................................................................................ 88
32 Eventualforderungen ................................................................................................................................................ 92
33 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ................................................................................. 92
34 Organe ...................................................................................................................................................................... 93
35 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ......................................................................................................................... 93
36 Freigabe des Konzernabschlusses ............................................................................................................................ 94
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
45
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzung
Bezeichnung
AC
Measured at amortised cost zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
FVPL
Measured at fair value through profit or loss erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
WACC
Weighted average cost of capital gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
WKZ
Werbekostenzuschüsse
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
Konzerngewinn- und -verlustrechnung
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
T€
Note
2025
2024
Umsatzerlöse
5
304.316
288.407
Bestandsveränderungen
10.689
466
Aktivierte Eigenleistungen
128
112
Sonstige betriebliche Erträge
7
2.439
3.176
Materialaufwand und bezogene Leistungen
8
-184.711
-156.190
Personalaufwand
9
-63.075
-61.688
Abschreibungen
15, 17
-9.660
-10.311
Wertminderungen
15
-4.751
-463
Bewertungsergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
16
-240
100
Sonstige betriebliche Aufwendungen
10
-43.893
-42.552
Betriebsergebnis
11.243
21.057
Finanzerträge
11
40
66
Finanzaufwendungen
12
-2.094
-2.316
Finanzergebnis
-2.054
-2.250
Ergebnis vor Steuern
9.189
18.807
Ertragsteuern
13
-4.181
-4.384
Periodenergebnis
5.009
14.423
den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen
5.009
14.423
Ergebnis je Aktie
Verwässert = unverwässert
14
2,65
7,63
46
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
SONSTIGES ERGEBNIS
T€
Note
2025
2024
Periodenergebnis
5.009
14.423
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert
werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
25
448
-380
Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
-103
26
345
-354
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
können
Währungsumrechnungsdifferenzen
4
-388
476
Sonstiges Ergebnis
-43
122
GESAMTERGEBNIS
4.965
14.545
den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen
4.965
14.545
47
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
48
Konzernbilanz
AKTIVA
T€
Note
31.12.2025
31.12.2024
LANGFRISTIGES VERMÖGEN
Sachanlagen
15
76.258
76.077
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
16
12.790
13.030
Immaterielle Vermögenswerte
17
2.107
2.808
Finanzanlagen
18
3.037
3.030
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
22
836
843
Latente Steueransprüche
28
16
24
Summe langfristiges Vermögen
95.045
95.812
KURZFRISTIGES VERMÖGEN
Vorräte
19
54.220
41.996
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
20
1.210
10.311
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
22
304
592
Sonstige Forderungen
21
3.860
2.840
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
23
11.729
9.216
Summe kurzfristiges Vermögen
71.322
64.955
SUMME AKTIVA
166.367
160.767
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
49
Konzernbilanz
PASSIVA
T€
Note
31.12.2025
31.12.2024
EIGENKAPITAL
Eigenkapital (Eigentümer des Mutterunternehmens)
24
77.560
76.374
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Kreditverbindlichkeiten
26
21.206
17.766
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
26
4.268
4.794
Rückstellungen
25
9.961
11.063
Sonstige Verbindlichkeiten
27
137
289
Latente Steuerschulden
28
2.476
1.916
Summe langfristige Schulden
38.048
35.829
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Kreditverbindlichkeiten
26
6.532
11.499
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
26
4.340
3.272
Rückstellungen
25
2.649
2.418
Ertragsteuerverbindlichkeiten
1.670
2.934
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
27
22.152
17.065
Sonstige Verbindlichkeiten
27
13.416
11.376
Summe kurzfristige Schulden
50.759
48.564
SUMME PASSIVA
166.367
160.767
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
50
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
T€
Währungs-
2025
Grundkapital
Kapitalrück-
umrech-
IAS 19-Rück-
Gewinnrück-
Gesamt
lagen
nungsdiffe-
lagen
lagen
renzen
Stand zum 01.01.
13.740
1
662
-1.383
63.354
76.374
Periodenergebnis
0
0
0
0
5.009
5.009
Sonstiges Ergebnis
0
0
-388
345
0
-43
Gesamtergebnis
0
0
-388
345
5.009
4.965
Dividende
0
0
0
0
-3.780
-3.780
Stand zum 31.12.
13.740
1
273
-1.038
64.583
77.560
T€
Währungs-
2024
Grundkapital
Kapitalrück-
umrech-
IAS 19-Rück-
Gewinnrück-
Gesamt
lagen
nungsdiffe-
lagen
lagen
renzen
Stand zum 01.01.
13.740
1
186
-1.029
51.955
64.853
Periodenergebnis
0
0
0
0
14.423
14.423
Sonstiges Ergebnis
0
0
476
-354
0
122
Gesamtergebnis
0
0
476
-354
14.423
14.545
Dividende
0
0
0
0
-3.024
-3.024
Stand zum 31.12.
13.740
1
662
-1.383
63.354
76.374
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
51
Konzern-Kapitalflussrechnung
T€
Note
2025
2024
Cashflow aus dem operativen Bereich
Periodenergebnis
5.009
14.423
Ertragsteuern
13
4.181
4.384
Finanzaufwendungen
12
2.056
2.316
Finanzerträge
11
-40
-66
Bewertungsergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
16
240
-100
Abschreibungen von Sachanlagen (inklusive Nutzungsrechte) und immate-
riellen Vermögenswerten
15, 17
14.411
10.774
Abschreibungen und Zuschreibungen von Forderungen aus Lieferungen
-246
-578
und Leistungen
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen
-298
-2.134
Gezahlte Ertragsteuern
-4.979
-1.866
Cashflow aus dem Ergebnis
20.333
27.153
Veränderung von Vorräten
-12.223
205
Veränderung von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten
8.326
23.258
Veränderung von Verbindlichkeiten
7.914
-5.736
Veränderung von Rückstellungen
-386
13
Veränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit
3.631
17.740
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
23.964
44.894
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen
-12.972
-8.810
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen
14
179
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten
-466
-307
Erwerb von finanziellen Vermögenswerten
0
-250
Einzahlungen aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten
288
654
Erhaltene Zinsen
40
66
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-13.096
-8.468
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten
26
-1.525
-23.191
Auszahlungen für die Tilgung sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten
26
-411
-445
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten
26
-1.422
-1.671
Gezahlte Zinsen
-2.150
-2.307
Gezahlte Dividenden
-3.780
-3.024
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-9.289
-30.638
Währungsdifferenzen
934
-95
Cashflow gesamt
2.513
5.692
Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01.
9.216
3.524
Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12.
11.729
9.216
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Umgliederung iHv T€ 1.309 (2024: T€ 849) betreffend die Veränderung von Verbindlichkei-
ten in Zusammenhang mit Boni und WKZ vom Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in den Cashflow aus der betriebli-
chen Tätigkeit.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
Konzernanhang
1 Grundlagen
Unternehmen
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft („Mutterunternehmen“, „Gesellschaft“, „Manner AG“ oder „Unternehmen“)
ist ein Unternehmen mit Sitz in Österreich. Die Adresse des eingetragenen Sitzes des Unternehmens lautet Wilhelminen-
straße 6, 1170 Wien . Der Konzernabschluss des Unternehmens umfasst die Manner AG und ihre fünf Tochterunterneh-
men (zusammen als die „Manner-Gruppe“, die „Gruppe“ oder der „Konzern“ bezeichnet).
Die Tätigkeit der Manner-Gruppe besteht in der Erzeugung von und dem Handel mit Schokolade-, Zucker- und Dauer-
backwaren (gemeinsam „Süßwaren“). Die erzeugten Süßwaren werden an den Lebensmitteleinzelhandel in Österreich,
Deutschland und im Rest der Welt verkauft. Ein geringer Teil der erzeugten Süßwaren wird in eigenbetriebenen Shops in
Österreich, Deutschland und Tschechien verkauft.
Die Produktion der Süßwaren findet in den Standorten Wien Hernals und Wolkersdorf, Niederösterreich, statt.
Als Nebentätigkeit vermietet die Manner-Gruppe eine Immobilie in Wien. Außerdem betreibt die Manner-Gruppe eine Ha-
selnussplantage (in Entstehung) in Aserbaidschan.
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft hat Aktien begeben, die an der Wiener Börse zum amtlichen Handel zuge-
lassen sind (siehe Note 24). Die Manner AG gilt somit als börsennotiertes oder kapitalmarktorientiertes Unternehmen.
Übereinstimmungserklärung
Der vorliegende Konzernabschluss der Manner-Gruppe wurde nach den International Financial Reporting Standards, wie
sie in der Europäischen Union zum 31.12.2025 anzuwenden sind, sowie den zusätzlichen Bestimmungen von § 245a UGB
erstellt. Dem Abschluss liegt der Grundsatz der Unternehmensfortführung zugrunde.
Makro-ökonomische Faktoren
Durch den Krieg in der Ukraine sowie die eingeführten Sanktionen gegen Russland sind die Preise für Rohstoffe, Energie
und Verpackungsmaterial teilweise enorm gestiegen und gestalten sich volatil. Im Geschäftsjahr 2025 war die Verfügbar-
keit von Rohstoffen und Energie insgesamt gewährleistet; dennoch kann eine Einschränkung der Versorgungssicherheit
in naher Zukunft nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Einschränkungen und Verzögerungen im Rohstoff- und Waren-
verkehr sowie Energielieferungen können zu Produktionsengpässen oder -ausfällen führen, die sich entsprechend negativ
auf die Ertragslage auswirken. Zur Absicherung wurden Notfallpläne und Szenarioanalysen entwickelt, unter anderem für
den Fall einer kurzfristig erheblichen Reduktion der Gaslieferungen.
Auf den Beschaffungsmärkten stellte insbesondere der Einkauf von Kakaobohnen im Jahr 2025 eine wesentliche Heraus-
forderung dar. Infolge einer Angebotsverknappung, die vor allem auf deutlich geringere Ernteerträge bei leicht rückläufiger
Nachfrage zurückzuführen ist, stiegen die Beschaffungspreise im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 80%. Für das Jahr
2026 wird zwar mit einem deutlichen Rückgang der Marktpreise gerechnet, diese werden jedoch aufgrund der langfristigen
Absicherungsstrategie bei Manner voraussichtlich erst zeitverzögert wirksam. Für den Konzern hat die Sicherstellung der
Versorgung höchste Priorität; entsprechend wird durch den Abschluss von Kontraktfixierungen versucht, Preis- und Men-
genrisiken bestmöglich zu begrenzen.
Aufgrund der anhaltenden volatilen Preisentwicklung im Bereich der Rohstoffe und Energie mussten im Jahr 2025 Preis-
erhöhungen vorgenommen werden. Die beschaffungsseitig verbuchten Preissteigerungen konnten nicht zur Gänze an die
Abnehmenden weitergegeben werden.
52
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
53
Auswirkungen von Klimarisiken
Der Klimawandel und seine Folgen für unsere Umwelt sind eine globale Bedrohung, deren vielfältige Auswirkungen bereits
heute in vielen Ländern spürbar sind. Die Manner-Gruppe ist auf Energie als primären Inputfaktor für die Produktion von
Süßwaren angewiesen. Der Stromverbrauch und der Wassereinsatz sind wesentliche Ressourcen, deren Einsatz der
Konzern laufend optimiert.
Das Thema Umweltbelange wird bei der Manner-Gruppe auf Vorstandsebene wahrgenommen. Dabei fokussiert sich der
Konzern auf die Optimierung von Prozessen und Systemen, die wirtschaftlich sinnvoll sind und die gleichzeitig mit einer
geringen Umweltbelastung sowie einem geringen Energie- und Ressourceneinsatz einhergehen. Regelmäßig gibt es in
der Vorstandssitzung Vorgaben und Updates zu umweltrelevanten Themen.
Besonders hervorzuheben ist die Wiedergewinnung von Energie bei der Produktion. Die Manner-Gruppe speist Wärme,
die bei der Produktion von Süßwaren entsteht, in das Fernwärmenetz der Wiener Stadtwerke ein.
Bewertungsgrundlagen
Die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Davon
abweichend kommen für folgende wesentliche Posten andere Bewertungsmethoden zur Anwendung:
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet .
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert
bewertet.
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer*innen werden mit dem Barwert des erwarteten Erfüllungsbetrags be-
wertet.
Latente Steueransprüche und -schulden werden mit dem Nominalwert angesetzt und auf Basis der bestehenden tem-
porären Differenzen zum Bilanzstichtag und des Steuersatzes zum Zeitpunkt der erwarteten Realisierung der beste-
henden Differenzen ermittelt .
Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Alle Beträge wurden auf Tau-
send Euro (T€) gerundet, soweit nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben
können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Rechnungslegungsmethoden
Die Beschreibung der Rechnungslegungsmethoden befindet sich jeweils an der Stelle, wo der betreffende Abschlusspos-
ten erläutert wird. Die Manner-Gruppe konzentriert sich auf die Beschreibung der Bilanzierungswahlrechte und wie diese
innerhalb des IFRS-Regelwerks ausgeübt wurden. Die Wiederholung von IFRS-Texten wird vermieden, außer die Gruppe
erachtet es als wichtig für das Verständnis einer Angabe.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
Die Rechnungslegungsmethoden befinden sich an folgenden Stellen:
Rechnungslegungsmethoden
Standard
Note
Konsolidierung
IFRS 10
3
Umsatzerlöse
IFRS 15
5
Segmentberichterstattung
IFRS 8
6
Ertragsteuern
IAS 12
13
Sachanlagen, biologische Vermögenswerte
IAS 16, IAS 36, IAS 41
15
Immaterielle Vermögenswerte
IAS 38, IAS 36
17
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
IAS 40
16
Vorräte
IAS 2
19
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
IFRS 15
20
Rückstellungen
IAS 37, IAS 19
25
Latente Steuern
IAS 12
28
Leasingverhältnisse
IFRS 16
29
Finanzinstrumente
IFRS 7, IFRS 9
30
Wertminderungen von Forderungen
IFRS 7, IFRS 9
31
Ermessensentscheidungen
Die Anwendung der Rechnungslegungsmethoden erfordert Ermessensentscheidungen, die sich auf den Ansatz und die
Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen sowie auf die Angaben im Anhang auswir-
ken.
Die Manner-Gruppe hat folgende wesentliche Ermessensentscheidungen getroffen:
Ermessensentscheidungen
Abschlussposten
Kriterium
Standard
Note
Leasingverhältnisse
Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnis-
IFRS 16
15, 29
sen
Leasingverhältnisse
Klassifizierung von Leasingverträgen
IFRS 16
29
Nahestehende Unternehmen
Oberstes beherrschendes Unternehmen
IAS 24
33
Für Details zu den einzelnen Ermessensentscheidungen wird auf die Ausführungen im jeweiligen Notes-Kapitel verwiesen.
Schätzungen und Annahmen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die sich auf den Ansatz und die Bewertung
von Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen sowie auf die Angaben im Anhang auswirken. Die
künftigen tatsächlichen Werte können von den getroffenen Schätzungen abweichen. Schätzungen und die zugrunde lie-
genden Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.
Die Manner-Gruppe hat folgende wesentliche Schätzungen und Annahmen getroffen:
Schätzungen und Annahmen
Abschlussposten
Kriterium
Standard
Note
Wertminderung von nichtfinanziellen
Bewertung des erzielbaren Betrags
IAS 36
15
Vermögenswerten
Als Finanzinvestition gehaltene Im-
mobilien
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
IAS 40
16
Leistungsorientierte Verpflichtungen
Festlegung versicherungsmathematischer Annahmen
IAS 19
25
Leasingverhältnisse
Schätzung des Grenzfremdkapitalzinssatzes
IFRS 16
29
Finanzinstrumente
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
IFRS 9
30
54
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
55
Für Details zu den einzelnen Schätzungen und Annahmen wird auf die Ausführungen im jeweiligen Notes-Kapitel verwie-
sen.
2 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden
Erstmalig angewendete Standards
Folgende geänderte Standards wurden von der Europäischen Union in den Rechtsstand übernommen und waren von der
Manner-Gruppe im Geschäftsjahr 2025 erstmalig anzuwenden. Diese geänderten Standards hatten keine Auswirkungen
auf den Konzernabschluss, da es keine Anwendungsfälle gab.
Erstmalig angewendete Standards
Inkrafttreten
Mangel an Umtauschbarkeit (Änderungen an IAS 21)
01.01.2025
Zukünftig anzuwendende Standards
Folgende vom IASB verlautbarte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende neue oder geänderte Standards werden
von der Manner-Gruppe erst zum Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet. Durch diese Änderungen werden mit Aus-
nahme von IFRS 18 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Zukünftig anzuwendende Standards
Inkrafttreten
Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben (IFRS 19)
01.01.2027
Darstellung und Angaben im Abschluss (IFRS 18)
01.01.2027
Umrechnung in eine hyperinflationäre Darstellungswährung (Änderungen an IAS 21)
01.01.2027
Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Rechnungslegungsstandards Band 11
01.01.2026
Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7
01.01.2026
Verträge mit Bezug auf naturabhängige Elektrizität Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7
01.01.2026
IFRS 18 regelt eine neue Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung. Ab dem Geschäftsjahr 2027 ist die Gewinn- und
Verlustrechnung in die Bereiche Operating, Investing und Financing zu unterteilen, die jeweils mit der Zwischensumme
Operating Profit beziehungsweise Profit before Interest and Taxes abgeschlossen werden. Der Konzern schätzt aus heu-
tiger Sicht, dass diese Neuerung mangels Ergebnissen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen oder an-
derer Investitionen lediglich zu Umgliederungen und zu einer Umbenennung des Betriebsergebnisses führen wird. Weiters
regelt IFRS 18 die Darstellung von Informationen in den Abschlussposten und in den Notes grundlegend, mit deren Aus-
wirkungen sich der Konzern in naher Zukunft befassen wird.
Das Inkrafttreten bezieht sich auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen. Die Änderungen,
welche mit 01.01.2026 in Kraft treten sowie der neue Standard IFRS 18 wurden von der Europäischen Union übernommen.
Die Übernahme der übrigen Änderungen ist noch ausstehend.
3 Konsolidierung
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis der Manner-Gruppe besteht aus dem Mutterunternehmen und folgenden Tochterunternehmen:
Gesellschaft
Sitz
Compliment Süßwaren Vertriebs GmbH
Wolkersdorf, Österreich
Geblergasse 116 GmbH & Co KG
Wien, Österreich
Manner Azerbaijan LLC
Khudat City, Aserbaidschan
Josef Manner s.r.o.
Brünn, Tschechien
Josef Manner d.o.o.
Ljublijana, Slowenien
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
56
Die Manner AG hielt vom 01.01.2025 bis zum 31.12.2025 durchgehend 100% der Anteile an jedem ihrer Tochterunterneh-
men. Alle Tochterunternehmen wurden vor der Erstkonsolidierung gegründet. Es gab keine Unternehmenserwerbe.
Rechnungslegungsmethoden
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss der Manner-Gruppe umfasst die Abschlüsse der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft (Mutterunternehmen)
und ihrer Tochterunternehmen (gemeinsam die „Konzerngesellschaften“). Für die Konzerngesellschaften kommen einheitliche Bilanzie-
rungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung. Wahlrechte für Rechnungslegungsmethoden, Ermessensentscheidungen, Annahmen
und Schätzungen werden einheitlich für alle Konzerngesellschaften ausgeübt.
Abschlussstichtag
Das Mutterunternehmen und sämtliche Tochterunternehmen haben alle den gleichen Abschlussstichtag, nämlich den 31.12.
Vollkonsolidierung
Ein Mutterunternehmen ist ein Unternehmen, das ein oder mehrere Unternehmen beherrscht. Ein Tochterunternehmen ist ein Unterneh-
men, das durch ein anderes Unternehmen beherrscht wird. Ein Investor beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er schwankenden
Renditen in seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat,
diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Ein Investor besitzt Verfügungsge-
walt über ein Beteiligungsunternehmen, wenn er über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die
maßgeblichen Tätigkeiten, d. h. die Tätigkeiten, die die Renditen des Beteiligungsunternehmens wesentlich beeinflussen, zu lenken.
Die Manner AG beherrscht ihre Beteiligungsunternehmen, weil sie an ihnen jeweils 100% der Stimmrechte hält und ihren Einfluss aus-
schließlich über die Stimmrechte ausübt. Es bestehen keine anderslautenden Vereinbarungen, die der ausschließlichen Einflussnahme
über die Stimmrechte entgegenstehen.
Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, und bis
zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung endet, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der Voll-
konsolidierung werden alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse
eliminiert.
Die Manner AG hat zum 31.12.2020 erstmalig IFRS angewendet und erstmalig einen Konzernabschluss erstellt. Daher wurden die Kon-
zerngesellschaften zum 01.01.2019 erstmalig konsolidiert (Erstkonsolidierung).
Unternehmenserwerbe und -veräußerungen
Die Manner-Gruppe hat seit 01.01.2019 weder andere Unternehmen erworben noch Tochterunternehmen veräußert.
4 Währungsumrechnung
Die Konzernberichtswährung ist der Euro. Bei in Fremdwährung bilanzierenden Tochterunternehmen wird die funktionale
Währung grundsätzlich anhand des primären (volks-)wirtschaftlichen Umfelds, in dem das jeweilige Konzernunternehmen
tätig ist, bestimmt. Eine wesentliche Determinante ist hierbei jene hrung, in welcher der überwiegende Teil der Wirt-
schafts-, Waren- und Dienstleistungsströme in dem jeweiligen Land abgewickelt wird. Bei allen Unternehmen der Gruppe
entspricht die funktionale Währung der Landeswährung.
Gemäß IAS 21 erfolgt die Umrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen, deren funktionale hrung nicht der
Euro ist, nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden die in den zu konsolidierenden Abschlüssen enthal-
tenen Vermögenswerte und Schulden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Ver-
lustrechnung mit dem gewichteten durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet.
Die Währungsumrechnung erfolgt zu den von der Europäischen Zentralbank sowie von der Zentralbank der Aserbaidscha-
nischen Republik (Central Bank of The Republic of Azerbaijan) veröffentlichten Kursen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
57
Die Stichtags- und Durchschnittskurse der Manner-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
Wechselkurse von Fremdwährungen
Stichtagskurs
Stichtagskurs
Durchschnitts-
Durchschnitts-
kurs
kurs
Währung
31.12.2025
31.12.2024
2025
2024
CZK
24,2370
25,1850
24,6879
25,1198
AZN
2,0022
1,7724
1,9260
1,8394
Für die Erfassung von Wechselkursdifferenzen im sonstigen Ergebnis wird auf die Ausführungen zur Währungsumrech-
nungsrücklage in Note 24 verwiesen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
58
Angaben zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung
5 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:
Umsatzerlöse
T€
2025
2024
Bruttoverkaufserlöse
365.089
345.790
Erlösschmälerungen
-61.436
-58.792
Übrige Umsatzerlöse
663
1.408
Summe
304.316
288.407
Die Bruttoverkaufserlöse betreffen den Verkauf von Süßwaren vor Abzug von Erlösschmälerungen.
Die Erlösschmälerungen betreffen Boni und Werbekostenzuschüsse (siehe Rechnungslegungsmethoden).
Im Geschäftsjahr 2025 betrafen die übrigen Umsatzerlöse Provisionserlöse und Weiterverrechnungen von T€ 182 (2024:
T€ 341), Rückeinspeisungen von aus der Produktion gewonnener Energie von T€ 162 (2024: T€ 140) sowie Erträge aus
Lizenzgebühren von T€ 69 (2024: T€ 128).
Für die Untergliederung der Umsatzerlöse nach Regionen wird auf die Segmentberichterstattung in Note 6 verwiesen.
Rechnungslegungsmethoden
Werbekostenzuschüsse
Die Manner-Gruppe produziert Süßwaren und verkauft diese an den Lebensmitteleinzelhandel. Der Lebensmitteleinzelhandel erbringt
Werbeleistungen, wie die Platzierung von Produkten (z.B. nahe der Kassa), die Regalpflege oder den Einbezug der Waren in Verkaufs-
aktionen und Flugblätter. Die Werbeleistungen dienen der Verkaufsförderung und damit sowohl dem Produzenten als auch dem Kunden.
Die Werbeleistungen sind vertraglich geregelt. Die Manner-Gruppe leistet sogenannte Werbekostenzuschüsse („WKZ“), die zum größten
Teil als Prozentsatz der Bruttoerlöse von den Kunden verrechnet werden.
Bilanzierung
Der Verkauf von Süßwaren fällt in den Anwendungsbereich von IFRS 15. Die Manner-Gruppe schließt Verträge über den Verkauf von
Süßwaren mit seinen Kunden, dem Lebensmitteleinzelhandel, ab. Die Verträge enthalten durchsetzbare Rechte und Pflichten. Die Zusage
von der Manner-Gruppe, Süßwaren an Kunden zu übertragen, stellt ein eigenständig abgrenzbares Gut dar. Die Manner-Gruppe erbringt
keine Dienstleistungen. Die zugesagte Leistung besteht somit einzig aus der Übertragung von Gütern.
Die vom Kunden erbrachte Werbeleistung steht hingegen in engem Zusammenhang mit den verkauften Süßwaren. Ohne die Süßwaren
fände die Werbeleistung nicht statt. Das in IFRS 15.27 enthaltene Kriterium der eigenständigen Abgrenzbarkeit ist somit für Werbeleis-
tungen nicht gegeben.
Der Transaktionspreis ist die Gegenleistung, die ein Unternehmen für die Übertragung zugesagter Güter oder Dienstleistungen voraus-
sichtlich erhalten wird. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises hat ein Unternehmen folgenden Faktoren Rechnung zu tragen:
Variable Gegenleistungen, Begrenzung der Schätzung variabler Gegenleistungen und an einen Kunden zu zahlende Gegenleistungen.
Der Transaktionspreis der Süßwaren ist von variablen Faktoren wie Skonti, Rabatte, Boni und WKZ abhängig, die auf der Grundlage von
Bruttoerlösen berechnet werden. Ein Unternehmen darf eine geschätzte variable Gegenleistung nur dann in den Transaktionspreis ein-
beziehen, wenn hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt. WKZ stellen eine an einen Kunden zu
zahlende Gegenleistung dar, die als Verringerung des Transaktionspreises und damit als Verringerung der Erlöse zu erfassen sind. Die
Manner-Gruppe erfasst daher Skonti, Rabatte, Boni und WKZ als Erlösschmälerung und stellt damit sicher, dass die Gegenleistung für
den Verkauf von Süßwaren unter Abzug von WKZ insgesamt nicht zu hoch bestimmt wird.
Die Erfüllung der Leistungsverpflichtung erfolgt im Fall der Süßwaren zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden. Die Werbeleistungen
werden über einen Zeitraum erbracht (Nutzung bei Zufluss), stellen aber kein Leistungsbündel mit den Süßwaren dar, sondern eine an
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
59
einen Kunden zu zahlende Gegenleistung. Die Verrechnung von bis zum Abschlussstichtag gelieferten Süßwaren erfolgt jedoch nur mit
bis zum Abschlussstichtag bezogenen Werbeleistungen, womit die periodenreine Erfassung gewahrt ist .
6 Segmentberichterstattung
Die Manner-Gruppe verwendet folgende Geschäftssegmente in der Segmentberichterstattung:
Segmentberichterstattung
T€
Süßwaren
Süßwaren
Mietshäu-
Haselnuss-
2025
Süßwaren
Deutsch-
Rest der
ser Öster-
anbau
Konsoli-
Konzern
Österreich
land
Welt
reich
Aserbaid-
dierung
schan
Umsatzerlöse internes Reporting
130.810
97.675
96.367
0
0
-364
324.488
IFRS-Anpassungen
-7.153
-10.291
-2.728
0
0
0
-20.172
Umsatzerlöse
123.658
87.384
93.639
0
0
-364
304.316
davon Außenumsätze
123.658
87.384
93.275
0
0
0
304.316
davon Innenumsätze
0
0
364
0
0
-364
0
Abschreibungen
-3.561
-2.890
-3.184
0
-25
0
-9.660
Wertminderungen
-1
0
0
0
-4.750
0
-4.751
Betriebsergebnis
8.460
3.191
4.454
177
-5.039
0
11.243
Finanzergebnis internes Reporting
-364
-253
-298
-200
-1.321
890
-1.546
IFRS-Anpassungen
-209
-146
-152
0
0
0
-507
Finanzergebnis
-573
-399
-451
-200
-1.321
890
-2.054
Ergebnis vor Steuern
7.887
2.792
4.003
-22
-6.361
890
9.189
Segmentberichterstattung
T€
Süßwaren
Süßwaren
Mietshäu-
Haselnuss-
2024
Süßwaren
Deutsch-
Rest der
ser Öster-
anbau
Konsoli-
Konzern
Österreich
land
Welt
reich
Aserbaid-
dierung
schan
Umsatzerlöse internes Reporting
121.578
92.641
93.217
0
0
-375
307.062
IFRS-Anpassungen
-5.039
-10.940
-2.677
0
0
0
-18.655
Umsatzerlöse
116.539
81.702
90.541
0
0
-375
288.407
davon Außenumsätze
116.539
81.702
90.166
0
0
0
288.407
davon Innenumsätze
0
0
375
0
0
-375
0
Abschreibungen
-3.882
-3.009
-3.388
0
-31
0
-10.311
Wertminderungen
0
0
-48
0
-415
0
-463
Betriebsergebnis
9.412
3.306
8.447
614
-754
32
21.057
Finanzergebnis internes Reporting
-151
-107
-139
-272
-536
-739
-1.945
IFRS-Anpassungen
-123
-87
-95
0
0
0
-305
Finanzergebnis
-275
-194
-234
-272
-536
-739
-2.250
Ergebnis vor Steuern
9.137
3.112
8.213
342
-1.290
-708
18.807
Als operative Geschäftssegmente wurden die Geschäftsfelder Süßwaren Österreich, Süßwaren Deutschland, Süßwaren
Rest der Welt, Mietshäuser Österreich und Haselnussanbau Aserbaidschan festgelegt. Sämtliche Unternehmen der
Gruppe sind einem bestimmten Segment zugeordnet. In der Spalte Konsolidierung wird die Eliminierung der Beziehungen
zwischen den Segmenten vorgenommen. Weiters dient die Konsolidierung der Überleitung von Segmentzahlen auf Kon-
zernzahlen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
60
Die interne Berichterstattung an den Vorstand basiert auf lokalen Rechnungslegungsvorschriften. Aus diesem Grund wer-
den in der Segmentberichterstattung die Werte gemäß interner Berichterstattung auf IFRS-Werte übergeleitet.
Die wesentlichen Unterschiede zwischen der internen Berichterstattung und den Konzernwerten nach IFRS bestehen vor
allem bei den Umsatzerlösen. Gemäß IFRS 15 werden Zahlungen an Kunden ohne eigenständige Gegenleistung durch
den Kunden, abweichend von den lokalen Rechnungslegungsvorschriften, erlösmindernd erfasst. Davon betroffen sind
die Werbekostenzuschüsse (siehe Note 5). Die IFRS-Anpassungen im Finanzergebnis resultieren im Wesentlichen aus
Zinsaufwendungen für Leasing sowie Erträgen und Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten.
Das Segmentvermögen sowie die Segmentschulden und die Investitionen sind nicht Bestandteile der internen Berichter-
stattung und werden aus diesem Grund nicht in der Segmentberichterstattung angeführt.
Im Geschäftsjahr 2025 gab es drei Kunden, mit denen jeweils Umsatzerlöse von mehr als 10% der gesamten Umsatzer-
löse erzielt wurden. Im Geschäftsjahr 2025 betrugen die kumulierten Umsatzerlöse mit diesen drei Kunden T€ 164.984
(2024: T€ 152.712) und sind in den Segmenten Süßwaren Österreich, Süßwaren Deutschland und Süßwaren Rest der
Welt enthalten.
Rechnungslegungsmethoden
Verantwortliche Unternehmensinstanz
Die Segmentberichterstattung beruht auf der internen Finanzberichterstattung des Unternehmens an die verantwortliche Unternehmens-
instanz. Dabei handelt es sich um die höchste Managementebene, die für die Allokation der Ressourcen und die Bewertung der Ertrags-
kraft verantwortlich ist. Die verantwortliche Unternehmensinstanz der Manner-Gruppe ist der Vorstand der Manner AG, an den regelmäßig
berichtet wird.
Identifikation der Geschäftssegmente
Die Geschäftssegmente wurden auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand festgelegt. Aus Vertriebssicht ergibt sich bei
der Manner AG primär eine Orientierung nach regionalen Gesichtspunkten. Neben der zentralen Vertriebssteuerung in Österreich wird
für andere Märkte jeweils ein eigenes Vertriebssystem aufrechterhalten und darüber an den Vorstand berichtet. Dies betrifft neben Ös-
terreich auch Deutschland mit einer relevanten Anzahl an lokalen Vertriebsmitarbeiter*innen sowie die österreichischen Nachbarländer
und den Rest der Welt. Die Betrachtung der Segmente nach regionalen Gesichtspunkten wird dadurch unterstützt, dass nach dieser
Segmentierung eine eindeutige Zuordnung der Umsatzerlöse möglich ist und eine Darstellung der Betriebsergebnisse erfolgt. Aus diesem
Grund wurden die Produkte der Manner AG folgenden regionalen Segmenten zugeordnet: Süßwaren Österreich, Süßwaren Deutschland
und Süßwaren Rest der Welt.
Das Segment Mietshäuser Österreich enthält eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie, die in einem Tochterunternehmen gehalten
und vermietet wird. Das Mietshaus steht in keiner betriebswirtschaftlichen Verbindung zum Süßwarengeschäft der Manner-Gruppe. Der
Buchwert der Immobilie stellt aber einen bedeutenden Teil der Vermögenswerte der Manner-Gruppe dar. Das Immobilieninvestment wird
daher außerhalb der Süßwaren-Segmente als eigenes Segment geführt.
Die Haselnussplantage in Aserbaidschan wird von einem Tochterunternehmen gehalten und betrieben. Im Geschäftsjahr 2025 fielen in
der Haselnussplantage noch keine Umsatzerlöse an, da sich die Plantage in Entstehung befindet. Es ist geplant, dass die Haselnussernte
in Zukunft sowohl für den eigenen Verbrauch als auch zum Verkauf am Weltmarkt dienen soll. Die Haselnussplantage unterscheidet sich
daher grundlegend von den Süßwarensegmenten, die sich am Vertrieb orientieren. Daher wird die Haselnussplantage als eigenes be-
richtspflichtiges Segment ausgewiesen.
7 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt dar:
Sonstige betriebliche Erträge
T€
2025
2024
Mieterlöse
529
547
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen
14
179
Übrige betriebliche Erträge
1.896
2.451
Summe
2.439
3.176
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
61
Die Mieterlöse werden durch die Vermietung einer Immobilie in Wien Hernals erzielt. Die Immobilie wird als „als Finanzin-
vestition gehaltene Immobilie gemäß IAS 40“ eingestuft (siehe Note 16). Mieterlöse werden gemäß IFRS 16 linear erfasst.
In den Mieterlösen sind Erlöse aus weiterverrechneten Betriebskosten enthalten.
Im Geschäftsjahr 2025 waren in den übrigen betrieblichen Erträgen Erlöse aus der Ausbuchung von Leasingverbindlich-
keiten von T€ 301 (2024: T€ 725), Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeitsabgrenzungen von T€ 266
(2024: T€ 1.256), Zuwendungen der öffentlichen Hand (Annuitätenzuschüsse) von T€ 215 (2024: T€ 220) sowie Zu-
schüsse für Energiekosten von T€ 931 (2024: T€ 0) enthalten .
Rechnungslegungsmethoden
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Kompensation von Kosten für Vermögenswerte (Vermögenszuschüsse) werden als passiver
Abgrenzungsposten zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendungen
gewährt werden und der Empfänger die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird. In der Folge wird der Abgrenzungs-
posten über den Zeitraum der Nutzungsdauer des Vermögenswerts in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Kompensation von Aufwendungen (Aufwandszuschüsse) werden in den Zeiträumen, in denen
die Aufwendungen erfasst werden, als sonstige betriebliche Erträge erfasst, wenn die Zuwendungsbedingungen erfüllt sind.
Die Manner-Gruppe hat Annuitätenzuschüsse von der öffentlichen Hand zur Rückzahlung von Darlehen erhalten. Die Annuitätenzu-
schüsse wurden als Aufwandszuschüsse eingestuft und in denjenigen Perioden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, in denen
die entsprechenden geförderten Aufwendungen erfasst wurden.
Die Manner-Gruppe weist Zuschüsse für Energiekosten sowie Investitionszuschüsse (siehe Note 27) aus.
8 Materialaufwand und bezogene Leistungen
Der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen stellen sich wie folgt dar:
Materialaufwand und bezogene Leistungen
T€
2025
2024
Rohstoffe
-129.457
-103.428
Bezogene Leistungen
-32.331
-29.641
Verpackungsmaterial
-22.039
-22.192
Kontraktrückstellungen
0
441
Bezogene Rohwaren, Halb- und Fertigfabrikate
-883
-1.369
Summe
-184.711
-156.190
In den bezogenen Leistungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Energie von T€ 9.049 (2024: T€ 9.240), Aufwen-
dungen für Leihpersonal von T 6.237 (2024: T€ 5.601) sowie Aufwendungen für Reparaturen und Wartung von T€ 9.444
(2024: T€ 7.542) enthalten.
9 Personalaufwand
Der Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:
Personalaufwand
T€
2025
2024
Löhne
-19.706
-19.055
Gehälter
-28.757
-28.229
Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder
-1.238
-898
Gesetzliche Sozialabgaben und Pflichtbeiträge
-12.279
-12.594
Sonstige Sozialaufwendungen
-1.095
-911
Summe
-63.075
-61.688
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
62
Im Geschäftsjahr 2025 waren in den gesetzlichen Sozialabgaben und Pflichtbeiträgen Zahlungen an Mitarbeitervorsorge-
kassen von T€ 571 (2024: T€ 540) enthalten.
Im Geschäftsjahr 2025 waren in der Manner-Gruppe durchschnittlich 826 Arbeitnehmer*innen (2024: 852 Arbeitneh-
mer*innen) beschäftigt.
10 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:
Sonstige betriebliche Aufwendungen
T€
2025
2024
Logistik
-17.068
-17.468
Marketing
-12.028
-11.572
Reparatur, Entsorgung, Reinigung
-3.823
-3.325
Verwaltungsaufwand
-2.334
-2.183
Beratungsaufwendungen
-2.910
-3.454
Mietaufwand
-2.321
-1.880
Versicherungen
-1.185
-1.085
Sonstige Steuern und Abgaben
-355
-540
Bilanzierung und Abschlussprüfung
-513
-449
Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
246
578
Finanzierung
-242
-120
Übrige betriebliche Aufwendungen
-1.361
-1.055
Summe
-43.893
-42.552
Der Mietaufwand betrifft kurzfristige Leasingverhältnisse sowie variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder
Zinssatz gekoppelt sind (das sind vor allem Umsatzmieten), Betriebskosten und Leasingzahlungen für Vermögenswerte
von geringem Wert. Für weitere Informationen zu Leasing siehe Note 29.
Im Geschäftsjahr 2025 waren in den Aufwendungen für Bilanzierung und Abschlussprüfung Aufwendungen für den Ab-
schlussprüfer von T€ 224 (2024: T€ 219) enthalten, wovon T€ 160 (2024: T€ 176) die Prüfung des Jahres- und Konzern-
abschlusses 2025 betreffen.
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Schadensfälle aus Kundengeschäften von T€ 540
(2024: T€ 234) und Ausbuchungen von nicht erhaltenen Vergütungen und Zuschüssen von T€ 0 (2024: T€ 139).
11 Finanzerträge
Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:
Finanzerträge
T€
2025
2024
Zinserträge
33
45
Sonstige Finanzerträge
7
21
Summe
40
66
Im Geschäftsjahr 2025 betreffen die sonstigen Finanzerträge Wertpapiererträge von T€ 7 (2024: T€ 21).
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
63
12 Finanzaufwendungen
Die Finanzaufwendungen stellen sich wie folgt dar:
Finanzaufwendungen
T€
2025
2024
Zinsaufwendungen Banken
-1.146
-1.405
Transaktionskosten aus der Finanzierung
-756
-747
Zinsaufwendungen Leasing
-105
-95
Sonstige Zinsaufwendungen
-8
-11
Sonstige Finanzaufwendungen
-79
-57
Summe
-2.094
-2.316
Transaktionskosten aus der Finanzierung betreffen neben Geldverkehrsspesen, Transaktions- und Kreditvertragsgebüh-
ren auch Geldbeschaffungskosten, die mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Finanzierungen verteilt werden.
Die sonstigen Finanzaufwendungen betreffen im Wesentlichen nicht ausgenutzte Lieferantenskonti von T€ 79
(2024: T€ 57).
13 Ertragsteuern
Die nachstehende Tabelle zeigt die Bestandteile des Steueraufwands:
Ertragsteuern
T€
2025
2024
Laufender Steueraufwand
-3.715
-3.669
Latenter Steueraufwand/(-ertrag)
-465
-715
Gesamter Steueraufwand
-4.181
-4.384
Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand:
Steuerüberleitung
T€
2025
2024
Ergebnis vor Steuern
9.189
18.807
Steuersatz
23%
23%
Erwarteter Steueraufwand
-2.114
-4.326
Sonstige steuerfreie Einkünfte
155
223
Nicht abzugsfähige Aufwendungen
-610
-72
Steuerbefreiung von Tochtergesellschaften
0
1
Beteiligungsab- und -zuschreibungen
380
0
Ausländische Steuersätze
-208
-154
Nicht angesetzte latente Steuer auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge
-1.428
-267
Steuersatzänderung latente Steuern
0
-1
Aperiodische Effekte
-353
224
Sonstige Effekte
-1
-13
Summe
-4.181
-4.384
Die aperiodischen Effekte sind auf die Veranlagung der Körperschaftsteuer aus Vorjahren zurückzuführen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
64
Rechnungslegungsmethoden
Im Jahr 2022 wurde seitens der Manner AG ein Gruppenantrag für die Bildung einer Unternehmensgruppe im Sinne des § 9 KStG mit
der Manner Azerbaijan LLC als Gruppenmitglied gestellt. Durch die Zurechnung dieser Auslandsverluste im Rahmen der Unternehmens-
gruppe reduziert sich der tatsächliche Steueraufwand der Manner AG, während zugleich eine passive latente Steuer aufgrund der in
Zukunft eintretenden Nachversteuerung gebildet wird. Es ergibt sich folglich durch die Berücksichtigung dieses Sachverhaltes insgesamt
keine Auswirkung auf das Ergebnis.
Darüber hinaus stellen die übrigen Gesellschaften in der Manner-Gruppe jeweils ein gesondertes Steuersubjekt dar. Betreffend latente
Steuern wird auf Note 28 verwiesen.
14 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:
Ergebnis je Aktie
T€
2025
2024
Periodenergebnis
5.009
14.423
Anzahl der Aktien (in Stück)
1.890.000
1.890.000
EUR
EUR
Ergebnis je Aktie
2,65
7,63
Das Periodenergebnis ist zur Gänze den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Die Anzahl der Aktien ent-
spricht der durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf gewesenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie ist unverwässert,
da keine verwässernden Bestandteile bestehen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
65
Angaben zur Konzernbilanz
15 Sachanlagen
Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
Sachanlagen
Techni-
Geleistete
T€
Grundstü-
sche Anla-
Geschäfts-
Haselnuss-
Anzahlun-
Nutzungs-
2025
cke und
gen und
ausstat-
plantage
gen und
rechte
Gesamt
Gebäude
Maschinen
tung
Anlagen in
Bau
Anschaffungs- und Herstellungs-
kosten
Stand zum 01.01.
62.493
163.223
18.786
12.363
6.537
11.780
275.183
Zugänge
26
3.404
677
2.605
7.094
1.259
15.065
Abgänge
-5.177
-20.907
-5.217
0
0
-3.694
-34.995
Umbuchungen
0
3.877
0
0
-3.877
0
0
Wechselkursdifferenzen
2
12
0
-1.387
0
32
-1.341
Stand zum 31.12.
57.345
149.610
14.246
13.581
9.754
9.377
253.912
Abschreibungen und Wertminde-
rungsaufwendungen
Stand zum 01.01.
30.772
142.628
17.543
561
0
7.602
199.106
Zugänge
1.390
5.078
675
25
0
1.324
8.492
Wertminderungsaufwendungen
0
0
0
4.750
0
1
4.751
Zuschreibungen
0
-1
0
0
0
-42
-42
Abgänge
-5.146
-20.819
-5.210
0
0
-3.492
-34.667
Wechselkursdifferenzen
1
7
0
-18
0
24
14
Stand zum 31.12.
27.017
126.894
13.008
5.318
0
5.416
177.653
Buchwerte
Stand zum 01.01.
31.721
20.595
1.243
11.803
6.537
4.178
76.077
Stand zum 31.12.
30.328
22.715
1.238
8.263
9.754
3.961
76.258
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
66
Sachanlagen (Vorjahr)
T€
Grundstü-
Techni-
Geschäfts-
Geleistete
2024
cke und
sche Anla-
ausstat-
Haselnuss-
Anzahlun-
Nutzungs-
Gesamt
Gebäude
gen und
tung
plantage
gen und An-
rechte
Maschinen
lagen in Bau
Anschaffungs- und Herstel-
lungskosten
Stand zum 01.01.
62.319
161.611
19.347
9.896
3.986
11.901
269.060
Zugänge
89
1.200
1.050
1.886
3.773
1.690
9.687
Abgänge
0
-688
-1.610
0
0
-1.799
-4.098
Umbuchungen
86
1.106
0
0
-1.222
0
-30
Wechselkursdifferenzen
-1
-6
0
582
0
-12
563
Stand zum 31.12.
62.493
163.223
18.786
12.363
6.537
11.780
275.183
Abschreibungen und Wertmin-
derungsaufwendungen
Stand zum 01.01.
29.384
138.185
17.638
107
0
7.958
193.272
Zugänge
1.389
5.128
1.487
31
0
1.251
9.286
Wertminderungsaufwendungen
0
5
0
415
0
43
463
Abgänge
0
-688
-1.582
0
0
-1.642
-3.913
Wechselkursdifferenzen
0
-2
0
7
0
-7
-2
Stand zum 31.12.
30.772
142.628
17.543
561
0
7.602
199.106
Buchwerte
Stand zum 01.01.
32.935
23.426
1.709
9.789
3.986
3.943
75.789
Stand zum 31.12.
31.721
20.595
1.243
11.803
6.537
4.178
76.077
Die Grundstücke und Gebäude sowie die technischen Anlagen und Maschinen betreffen die Produktionsstandorte in Wien
Hernals und Wolkersdorf.
Die Haselnussplantage beinhaltet Grundstücke, ein Bewässerungssystem inklusive Brunnen, Haselnussbäume und sons-
tige Anlagen betreffend die Haselnussplantage in Aserbaidschan. Diesbezüglich wurden im Geschäftsjahr 2025 Fremdka-
pitalkosten von T€ 55 (2024: T€ 57) aktiviert. Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz betrug 0,829% (2024:
0,829%).
Zum 31.12.2025 wurden Wertminderungsaufwendungen betreffend die Haselnussplantage von insgesamt T€ 4.750
(2024: T€ 415) erfasst. Diese Wertminderungsaufwendungen betreffen das Segment Haselnussanbau Aserbaidschan.
Von den geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau entfallen T€ 4.413 (2024: T€ 4.167) auf Anlagen in Bau.
Die aktivierten Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 betreffen Mietverträge über Manner Shops, Firmenautos, Büros und eine
PV-Anlage. Näheres zu Leasingverhältnissen siehe Note 29.
Zum 31.12.2025 wurden keine Wertminderungsaufwendungen bei den Manner Shops erfasst. Im Vorjahr betrugen diese
insgesamt T€ 48, wovon T€ 43 Nutzungsrechte und T€ 5 technische Anlagen und Maschinen betreffen. Diese Wertmin-
derungsaufwendungen betreffen das Segment Süßwaren Rest der Welt.
Bei den Zugängen zu den Abschreibungen handelt es sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
67
Schätzungen und Annahmen
Wertminderungen
Die anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit von abnutzbaren Vermögenswerten basiert auf wesentlichen Annahmen und Schät-
zungen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist abhängig von verfügbaren
Daten aus bindenden Veräußerungsgeschäften zwischen unabhängigen Geschäftspartnern über ähnliche Vermögenswerte oder be-
obachtbare Marktpreise abzüglich geschätzter Veräußerungskosten (beizulegender Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten) oder
von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzu-
flüssen und der für Zwecke der Extrapolation verwendeten Wachstumsrate (Nutzungswert).
Rechnungslegungsmethoden
Sachanlagen
Sachanlagen werden beim erstmaligen Ansatz mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Die Manner-Gruppe hat für die
Folgebewertung von Sachanlagen das Anschaffungskostenmodell gewählt. Demnach werden Sachanlagen nach dem erstmaligen Ansatz
zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt.
Die Gruppe hat als Abschreibungsmethode für die planmäßige Abschreibung die lineare Abschreibung gewählt und überprüft regelmäßig
die Werthaltigkeit der Sachanlagen.
Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden folgende Nutzungsdauern angenommen:
Gebäude: 10 bis 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 10 Jahre
Geschäftsausstattung: 2 bis 5 Jahre
Vermögenswerte mit Anschaffungskosten unter T€ 1 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anla-
gevermögens sofort als Abgang behandelt.
Biologische Vermögenswerte
Die Manner-Gruppe besitzt und betreibt eine Haselnussplantage (in Entstehung) in Aserbaidschan. Im Jahr 2019 wurde ein Grundstück
in Aserbaidschan erworben und im Jahr 2021 wurden darauf die ersten 45.000 Haselnussbäume gepflanzt sowie eine Bewässerungsan-
lage angeschafft. Die Haselnussbäume befinden sich seither in einem Wachstumszustand, wobei im Jahr 2025 eine erste kleine Ernte
von Früchten erfolgt ist.
Haselnusspflanzen (ohne Früchte) sind fruchttragende Pflanzen gemäß IAS 16 und können zu Anschaffungskosten oder zum beizule-
genden Zeitwert bewertet werden. Die Manner-Gruppe hat sich dafür entschieden, fruchttragende Pflanzen zu Anschaffungskosten zu
bewerten.
Haselnüsse sind landwirtschaftliche Erzeugnisse gemäß IAS 41 und werden, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 41 erfüllt sind, zum
beizulegenden Zeitwert bilanziert. Im Geschäftsjahr 2025 wurde zwar eine erste kleine Ernte vorgenommen, welche jedoch nur für interne
Testzwecke verwendet wurde, weshalb noch keine Bewertung von Haselnüssen zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen wurde.
Wertminderungen
Betreffend Sachanlagen wird nach den Bestimmungen von IAS 36 einmal jährlich überprüft, ob Indikatoren für eine Wertanpassung (Trig-
gering Event) vorliegen. Ist dies der Fall, werden diese Sachanlagen einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Anzeichen für eine Wertmin-
derung sind dann gegeben, wenn in Folge eines oder mehrerer Ereignisse ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten
künftigen Zahlungsströme von Vermögenswerten negativ verändert haben. Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag, das ist derhere
Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten, für die jeweiligen Sachanlagen ermittelt.
Der Nutzungswert wird als Barwert der geschätzten zukünftigen Mittelüberschüsse aus der Verwendung der zusammengefassten Ver-
mögenswerte unter Zugrundelegung eines marktüblichen Zinssatzes ermittelt. Der Zeitwert stellt den Erlös für Vermögenswerte dar, wel-
cher am Markt unter unabhängigen Dritten abzüglich anfallender Veräußerungskosten erzielt werden kann.
Zur Prüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, werden die Sachanlagen in der kleinsten identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten
(Cash Generating Unit CGU) zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, die weitestgehend unab-
hängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder CGUs sind.
Als CGUs werden die beiden Produktionsstätten in Wien und Wolkersdorf, die einzelnen Shops und die Haselnussplantage in Aserbaid-
schan definiert. Anhaltspunkte für eine Wertminderung liegen dabei aufgrund der aktuellen Konjunkturlage sowie von Plänen über Schlie-
ßungen für die Shops sowie einer vorgenommenen Beteiligungs- und Forderungsabschreibung im Einzelabschluss für die Haselnuss-
plantage vor, weshalb diese einem Wertminderungstest unterzogen wurden.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
68
I st der erzielbare Betrag einer CGU geringer als deren Buchwert, wird eine erfolgswirksame Wertminderung erfasst. Sollten zu einem
späteren Zeitpunkt die Indikatoren für die Wertminderung wegfallen, führt dies zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zur Höhe der
fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Der erzielbare Betrag der CGUs wurde auf Grundlage des Barwerts der künftigen Cashflows geschätzt, die voraussichtlich von der CGU
erzielt werden (Nutzungswert). Dies erfolgt die Shops betreffend auf Basis erzielter Vergangenheitswerte, eines Budgets für das kom-
mende Jahr und einer Projektion für die Zukunft im Rahmen einer jährlich aktualisierten Mittelfristplanung. Dabei werden Absatz- und
Umsatzpläne durch das Management erfasst, die sowohl Kunden- als auch Produktplanungen beinhalten und dabei das Ziel eines profi-
tablen Portfolios verfolgen. Etwaige zu erwartende Kostensteigerungen auf der Input-Seite (Rohstoffe, Personalkosten etc.) sollen durch
Preiserhöhungen am Absatzmarkt kompensiert oder übertroffen werden. Betreffend die Haselnussplantage erfolgt dies auf Basis erzielter
Vergangenheitswerte sowie einer Planungsrechnung für die nächsten dreizehn Jahre. Dabei werden die Umsatzpläne basierend auf
erwarteten Erntemengen durch das Management erfasst. Auf Input-Seite werden im Wesentlichen Material-, Transport- und Personal-
kosten berücksichtigt.
Zum Stichtag 31.12.2025 wurde aufgrund der Tatsache, dass ein Anhaltspunkt dafür vorlag, dass die Vermögenswerte wertgemindert
sein könnten, ein Wertminderungstest betreffend die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) Shops in Österreich und Tschechien
sowie die Haselnussplantage durchgeführt. Zum 31.12.2025 betrug der WACC vor Steuern 8,0% (2024: 7,5%) für Österreich, 7,9% (2024:
7,1%) für Tschechien und 10,1% (2024: 9,8%) für Aserbaidschan. Die Wachstumsrate in der ewigen Rente wurde bei den Shops mit 2%
(2024: 2%) und bei der Haselnussplantage mit 0% (2024: 0%) angenommen. Darüber hinaus wurde bei der Haselnussplantage ein
Risikoabschlag angesetzt, durch welchen vor allem die entstandenen Verzögerungen (ca. zwei Jahre), die höher als ursprünglich geplan-
ten Investitionen, die Unsicherheit in der Aktivität und Region, sowie die relativ lange Payback-Periode berücksichtigt werden sollen.
Der erzielbare Betrag der vier Shops in Österreich wurde höher geschätzt als ihr Buchwert, sodass kein Wertminderungsbedarf bestand.
Für den Shop in Tschechien ergibt sich ebenfalls ein erzielbarer Betrag, der höher geschätzt wurde als sein Buchwert, weshalb die im
Vorjahr erfassten Wertminderungsaufwendungen aufgeholt wurden. Diese betreffen Nutzungsrechte und Geschäftsausstattung bzw.
technische Anlagen. Betreffend die Haselnussplantage ergab sich ein erzielbarer Betrag, der niedriger geschätzt wurde als ihr Buchwert,
weshalb hier entsprechende Wertminderungsaufwendungen erfasst wurden.
Für den durchgeführten Wertminderungstest der Haselnussplantage wurde außerdem eine Sensitivitätsanalyse vorgenommen. Nachfol-
gend angeführte Bewertungsparameter wurden jeweils unabhängig voneinander wie folgt verändert.
WACC +/-0,5%
DCF -10%
Bei Erhöhung des WACC um 0,5% würde sich für die Haselnussplantage ein Wertminderungsbedarf von T€ 5.294 (2024: T€ 1.265)
ergeben, während bei Verminderung des WACC um 0,5% ein Wertminderungsbedarf von T4.097 (2024: T€ 0) resultieren würde. Die
Verminderung der DCFs um 10% würde zu einem Wertminderungsbedarf der Haselnussplantage von T€ 5.141 (2024: T€ 1.139) führen.
16 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entwickelte sich wie folgt:
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
T€
2025
2024
Stand zum 01.01.
13.030
12.930
Bewertungsergebnis
-240
100
Stand zum 31.12.
12.790
13.030
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen ein im Eigentum der Manner-Gruppe stehendes Wohnhaus in
Wien Hernals, das vermietet wird und mit dem Mieteinnahmen erzielt werden. Das Bewertungsergebnis ergibt sich aus
den unterschiedlichen gutachterlichen Marktwerten zum 31.12.2025 und 31.12.2024.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Mieteinnahmen von T€ 526
(2024: T€ 546) erzielt. Die direkten betrieblichen Aufwendungen (Betriebskosten und Instandhaltungsaufwand) betrugen
T€ 275 (2024: T€ 197).
Damit in Zusammenhang stehende Sicherheiten und Verfügungsbeschränkungen werden in Note 31 beschrieben.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
69
Schätzungen und Annahmen
Marktwert von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Die Manner-Gruppe bewertet als Finanzinvestition gehaltene Immobilien unter Anwendung des Modells des beizulegenden Zeitwerts. Die
Gruppe hat einen externen Gutachter mit der Bewertung des Mietshauses in Wien Hernals beauftragt. Als beizulegender Zeitwert wird
der Marktwert der Immobilie angesehen. Die Bestimmung des Marktwerts erfolgt unter Zugrundelegung bestimmter Inputfaktoren, wie die
marktkonforme Miete und die Zinssätze für die Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme (siehe unten, Tabellen Inputfaktoren und
Sensitivitätsanalyse).
Rechnungslegungsmethoden
Definition
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung
gehalten und nicht selbst genutzt oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten werden. Zu den als Finan-
zinvestition gehaltenen Immobilien zählen unbebaute Grundstücke, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Bauten und Grund-
stücke mit Erbbaurechten Dritter.
Bewertung
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei Zugang mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Transaktions-
kosten sind in die erstmalige Bewertung einzubeziehen. Transaktionskosten sind direkt zurechenbare Kosten, wie Beratungskosten oder
Grunderwerbsteuer.
Für die Folgebewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien hat die Manner-Gruppe das Modell des beizulegenden Zeitwerts
gewählt. Nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts werden alle Immobilien nach dem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeit-
wert bewertet. Ein Gewinn oder Verlust, der durch die Änderung des beizulegenden Zeitwerts entsteht, wird in der Gewinn- und Verlust-
rechnung in der Periode erfasst, in der er entstanden ist.
Die Gruppe aktiviert nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Immobilie. Zum Bewertungsstichtag entspricht der
Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dem mittels Marktwertgutachten bestimmten beizulegenden Zeitwert. Die Man-
ner-Gruppe hat für die Ermittlung des Marktwerts einen externen Gutachter bestellt. Die Veränderungen des Buchwerts zur Vergleichs-
periode können sowohl durch Aktivierungen von Investitionen (Sanierungen) als auch durch Bewertungen entstehen.
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
Die Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt mittels der Kapitalisierung erwarteter zukünftiger Zahlungsströme,
die sich aus den zukünftigen marktkonformen Mieteinnahmen ergeben. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von als Finanzin-
vestition gehaltenen Immobilien erfolgt unter Zugrundelegung von beobachtbaren und nicht beobachtbaren Inputfaktoren, die nicht aus
einem aktiven Markt ableitbar sind (Inputfaktoren auf der Stufe 3). Für die wesentlichen Inputfaktoren, die zur Bestimmung des beizule-
genden Zeitwerts einfließen, wird auf die nachstehende Tabelle Inputfaktoren und Sensitivitätsanalyse verwiesen.
Inputfaktoren
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren für die Bewertung von Immobilien:
Inputfaktoren
T€
2025
2024
Marktmiete (EUR/m
2
p. m.)
11,34
11,03
Liegenschaftszinssatz
2,2%
2,0%
Kapitalisierungszinssatz
2,2%
2,0%
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
70
Sensitivitätsanalyse
Die folgenden Tabellen zeigen die Sensitivität des beizulegenden Zeitwerts von Immobilien bei der Veränderung wesent-
licher Inputfaktoren:
Sensitivitätsanalyse
T€
2025
Veränderung
Erhöhung
Verminderung
Marktmiete
+/- 5,0%
720
-710
Liegenschaftszinssatz
+/- 0,5%
-1.450
1.620
Kapitalisierungszinssatz
+/- 0,5%
-560
600
Sensitivitätsanalyse (Vorjahr)
T€
2024
Veränderung
Erhöhung
Verminderung
Marktmiete
+/- 5,0%
710
-730
Liegenschaftszinssatz
+/- 0,5%
-1.480
1.770
Kapitalisierungszinssatz
+/- 0,5%
-640
660
17 Immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
Immaterielle Vermögenswerte
T€
2025
Lizenzen und
geleistete An-
Sonstige
Gesamt
Software
zahlungen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 01.01.
11.818
191
1.507
13.516
Zugänge
0
0
466
466
Abgänge
-3.403
0
-1.243
-4.646
Umbuchungen
0
-191
191
0
Wechselkursdifferenzen
1
0
0
1
Stand zum 31.12.
8.415
0
922
9.337
Abschreibungen und Wertminderungsaufwendun-
gen
Stand zum 01.01.
9.287
0
1.420
10.707
Zugänge
939
0
228
1.168
Abgänge
-3.403
0
-1.243
-4.646
Wechselkursdifferenzen
1
0
0
1
Stand zum 31.12.
6.825
0
405
7.230
Buchwerte
Stand zum 01.01.
2.530
191
87
2.808
Stand zum 31.12.
1.591
0
516
2.107
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
71
Immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr)
T€
2024
Lizenzen und
geleistete An-
Sonstige
Gesamt
Software
zahlungen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 01.01.
11.696
6
1.507
13.209
Zugänge
86
191
0
277
Umbuchungen
36
-6
0
30
Stand zum 31.12.
11.818
191
1.507
13.516
Abschreibungen und Wertminderungsaufwendun-
gen
Stand zum 01.01.
8.353
0
1.330
9.683
Zugänge
935
0
90
1.025
Stand zum 31.12.
9.287
0
1.420
10.707
Buchwerte
Stand zum 01.01.
3.344
6
177
3.526
Stand zum 31.12.
2.530
191
87
2.808
Die Position Lizenzen und Software betrifft im Wesentlichen ein Softwaresystem (SAP) mit einem Buchwert zum
31.12.2025 von T€ 1.470 (31.12.2024: T€ 2.204). Die diesbezügliche Restnutzungsdauer beträgt zwei Jahre.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte betreffen Rechte für Werbespots.
Die Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten sind in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung im Posten
Abschreibungen enthalten.
Es wurden Ausgaben für Forschung und Entwicklung von T€ 834 (2024: T€ 781) als Aufwand erfasst.
Rechnungslegungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen
und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung orientiert sich an der bestimmbaren Nutzungs-
dauer. Firmenwerte werden keine ausgewiesen, da sämtliche Tochtergesellschaften gegründet wurden.
Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden Nutzungsdauern zwischen drei und fünf Jahren angenommen. Immaterielle Vermö-
genswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear abgeschrieben. Bei Anzeichen einer Wertminderung werden immaterielle Ver-
mögenswerte einem Wertminderungstest unterzogen. Übersteigt der Buchwert des Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist auf
den niedrigeren Wert abzuschreiben.
Vermögenswerte mit Anschaffungskosten unter T€ 1 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anla-
gevermögens sofort als Abgang behandelt.
18 Finanzanlagen
Die Finanzanlagen stellen sich wie folgt dar:
Finanzanlagen
T€
31.12.2025
31.12.2024
Anleihen
1.500
1.500
Übrige Wertpapiere
1.537
1.530
Summe
3.037
3.030
Die Anleihen betreffen drei Anleihen, welche im Jahr 2022 angeschafft wurden. Zwei dieser Anleihen haben eine Laufzeit
bis einschließlich 2028, unterliegen einer Kapitalgarantie und einer 100%-Beteiligung an der positiven Wertentwicklung
des zugrundeliegenden Index. Die dritte Anleihe hat eine Laufzeit bis einschließlich 2026, unterliegt einer Kapitalgarantie
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
72
und stellt sich in Form einer Stufenzinsanleihe mit einer fixen jährlichen Anpassung des Zinssatzes dar. Bei den übrigen
Wertpapieren handelt es sich um gängige Rentenfonds. Die Finanzanlagen werden zur Vorsorge für Abfertigungs- und
Pensionszahlungen gehalten.
19 Vorräte
Die Vorräte stellen sich wie folgt dar:
Vorräte
T€
31.12.2025
31.12.2024
Rohstoffe
6.977
6.074
Verpackungsmaterial
4.351
4.402
Hilfs- und Betriebsstoffe
1.665
1.396
Unfertige Erzeugnisse
13.288
9.173
Fertige Erzeugnisse und Waren
27.874
20.802
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte
64
149
Summe
54.220
41.996
Die Rohstoffe betreffen bezogene Verbrauchsgüter wie Kakao, Nüsse und Fette, die unmittelbar in die Fertigerzeugnisse
eingehen.
Zum 31.12.2025 sind in den fertigen Erzeugnissen und Waren Handelswaren von T€ 335 (2024: T€ 279) enthalten.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden Bestandsveränderungen von T€ 10.689 (2024: T€ 466) erfasst.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden unter anderem aufgrund verdorbener Vorräte Wertminderungen auf Vorräte von T€ 1.921
(2024: T€ 2.141) erfasst. Davon wurden Wertminderungen von Rohstoffen und Verpackungsmaterial von T€ 874 (2024:
T€ 614) im Materialaufwand und Wertminderungen von unfertigen Erzeugnissen sowie fertigen Erzeugnissen und Waren
von T€ 1.046 (2024: T€ 1.527) in den Bestandsveränderungen erfasst.
Im Geschäftsjahr wurden Rohstoffe von T€ 129.457 (2024: T€ 103.428) und Verpackungsmaterial von T€ 22.039
(2024: T€ 22.192) als Aufwand erfasst.
Rechnungslegungsmethoden
Vorräte werden gemäß IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am
Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten alle Kosten, die angefallen sind, um die Waren in den erforderlichen Zustand
und an den jeweiligen Ort zu bringen. Die Herstellungskosten umfassen alle Einzelkosten sowie angemessene Teile der in Zusammen-
hang mit der Herstellung angefallenen Gemeinkosten auf Basis einer normalen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Bewertung der
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem Durchschnittspreisverfahren.
Unfertige Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Waren werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten werden
anhand angefallener Materialkosten, Fertigungslöhne, Fertigungsgemeinkosten und anteiliger Verwaltungsgemeinkosten der Produktion
ermittelt.
Der Nettoveräußerungswert errechnet sich aus den im gewöhnlichen Geschäftsverlauf erzielbaren Verkaufserlösen abzüglich der ge-
schätzten Kosten für die Fertigstellung und der bis zum Verkauf anfallenden Kosten.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
73
20 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum 31.12.2025 betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 1.210 (2024: T€ 10.311).
Im Geschäftsjahr 2024 hat die Manner-Gruppe eine Factoring-Vereinbarung über Forderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen von bis zu T€ 30.300 (2024: T€ 20.500) abgeschlossen. Nach dieser Vereinbarung verkauft Manner Forderungen
an eine Factor-Bank, womit das Ausfallrisiko auf die Factor-Bank übergeht.
Verkaufte Forderungen (Factoring) werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 ausgebucht. Zum 31.12.2025 waren Forde-
rungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 23.983 (2024: T€ 14.353) an Dritte verkauft.
Rechnungslegungsmethoden
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen aus der Lieferung von Süßwaren an Kunden. Die Kunden sind zum größten Teil
der Lebensmitteleinzelhandel in Österreich, Deutschland und im Rest der Welt. Für weitere Informationen zu Erlösen aus Verträgen mit
Kunden wird auf Note 5 verwiesen.
Die in der Praxis übliche Verrechnung von Rabatten, Skonti, Boni und WKZ mit den Erlösen führt dazu, dass auch bei den Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen entsprechende Kürzungen stattfinden. Für die Erfassung von Wertminderungen von Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wird auf Note 31, Kreditrisiko, verwiesen.
21 Sonstige Forderungen
Sonstige Forderungen
T€
31.12.2025
31.12.2024
Forderungen aus sonstigen Steuern
2.449
1.292
Aktive Rechnungsabgrenzungen
742
1.054
Übrige sonstige Forderungen
669
494
Summe
3.860
2.840
Die sonstigen Forderungen enthalten ausschließlich nichtfinanzielle Vermögenswerte.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen diverse im Geschäftsjahr angefallene Kosten, die Folgejahre betreffen.
Die übrigen sonstigen Forderungen betreffen Antizipationen von Erträgen, die in Folgejahren zahlungswirksam werden
sowie Anzahlungen für Aufwendungen in Folgejahren.
22 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
T€
31.12.2025
31.12.2024
Langfristig
Kautionen
822
830
Übrige finanzielle Vermögenswerte
14
13
Summe
836
843
Kurzfristig
Übrige finanzielle Vermögenswerte
304
592
Summe
304
592
Gesamt
1.140
1.435
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
74
Die kurzfristen übrigen finanziellen Vermögenswerte betreffen debitorische Kreditoren.
23 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zum 31.12.2025 betrugen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente T€ 11.729 (2024: T€ 9.216) und bestehen
aus Guthaben bei Kreditinstituten von T€ 11.622 (2024: T€ 9.011) und einem Kassenbestand von T 108 (2024: T€ 206).
Zum Stichtag bestehen keine Verfügungsbeschränkungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (2024:
keine).
24 Eigenkapital
Zum 31.12.2025 betrug das Grundkapital der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft 13.740.300,00
(2024: 13.740.300,00) und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückaktien (2024: 1.890.000 Stückaktien) eingeteilt. Der
auf eine Stückaktie entfallende Anteil am Grundkapital beträgt 7,27 (vormals: ATS 100). Die Aktien der Gesellschaft
lauten auf Inhaber (246.658 Stück, 2024: 246.658 Stück) oder auf Namen (1.643.342 Stück, 2024: 1.643.342 Stück). Die
Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel).
In der Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen zum 31.12.2025 von T€ 273 (2024: T€ 662) sind Effekte aus der
Umrechnung von Investitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb enthalten. Die Manner AG hat ein an das Toch-
terunternehmen in Aserbaidschan vergebenes Darlehen als Teil der Nettoinvestition eingestuft. Das Tochterunternehmen
rechnet die Euro-Kreditverbindlichkeit gegenüber der Manner AG zu verschiedenen Stichtagen mit unterschiedlichen Kur-
sen in die aserbaidschanische Währung um, woraus Kurs-Differenzen entstehen. Kursdifferenzen aus der Nettoinvestition
in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind gemäß IAS 21.35 im sonstigen Ergebnis zu erfassen und in eine Rücklage
im Eigenkapital zu kumulieren. Für weitere Informationen zur Währungsumrechnung siehe Note 4.
Zum 31.12.2025 betrugen die IAS-19-Rücklagen T€ -1.038 (2024: T€ -1.383). In den IAS-19-Rücklagen sind kumulierte
Gewinne und Verluste aus der Bewertung leistungsorientierter Verpflichtungen (Abfertigungs- und Pensionsrückstellun-
gen) enthalten.
Zum 31.12.2025 betrugen die Gewinnrücklagen T€ 64.583 (2024: T€ 63.354). In den Gewinnrücklagen sind gesetzliche
Rücklagen von T€ 1.374 (2024: T€ 1.374) enthalten.
Im Geschäftsjahr 2025 wurde die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2024 von 2,00 je Aktie
(2024: 1,60 je Aktie) beschlossen und ausgezahlt, was einem Gesamtbetrag von T€ 3.780 (2024: T€ 3.024) entspricht.
Betreffend die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 wird vorgeschlagen, an die dividendenberechtigten Aktien eine Divi-
dende von 2,00 je Aktie (2024: 2,00 je Aktie) auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung
vorzutragen.
Kapitalmanagement
Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und Märkte zu
wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen.
Die Manner-Gruppe strebt eine Eigenkapitalquote von über 40% an. Bei der Zielgröße handelt es sich um einen eigende-
finierten, strategischen Richtwert. Zum 31.12.2025 beträgt die Eigenkapitalquote 46,6% (2024: 47,5%).
Der Konzern überwacht das Eigenkapital mithilfe der Nettoverschuldung und des Nettoverschuldungsgrads (gearing). Die
Nettoverschuldung ergibt sich aus dem Saldo der Kreditverbindlichkeiten zuzüglich Leasingverbindlichkeiten und abzüg-
lich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und beträgt zum 31.12.2025 T€ 20.242 (2024: T€ 24.634). Der Net-
toverschuldungsgrad ergibt sich aus dem Quotienten von Nettoverschuldung durch Eigenkapital und beträgt zum
31.12.2025 26,1% (2024: 32,3%).
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
75
Das im Jahr 2025 erzielte Konzernergebnis führt zu einer Reduktion der Eigenkapitalquote und der Nettoverschuldung.
Dabei hat wesentlich das Factoring zur Verbesserung des Kapitalmanagements beigetragen.
25 Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
Rückstellungen
T€
2025
Stand zum
Zuführung
Auflösung
Verbrauch
Stand zum
01.01.
31.12.
Langfristig
Abfertigungsrückstellungen
5.884
209
0
-866
5.228
Pensionsrückstellungen
2.784
40
-112
-189
2.524
Jubiläumsgeldrückstellungen
2.395
208
-394
0
2.209
Summe
11.063
458
-506
-1.055
9.961
Kurzfristig
Abfertigungsrückstellungen
189
428
0
-189
428
Pensionsrückstellungen
492
297
0
-294
495
Jubiläumsgeldrückstellungen
237
185
0
-125
297
Sonstige Rückstellungen
1.500
324
-201
-194
1.430
Summe
2.418
1.234
-201
-802
2.649
Gesamt
13.481
1.692
-707
-1.857
12.610
Rückstellungen (Vorjahr)
T€
2024
Stand zum
Zuführung
Auflösung
Verbrauch
Stand zum
01.01.
31.12.
Langfristig
Abfertigungsrückstellungen
5.691
963
0
-769
5.884
Pensionsrückstellungen
3.005
49
-59
-210
2.784
Jubiläumsgeldrückstellungen
1.745
709
-59
0
2.395
Summe
10.440
1.721
-118
-979
11.063
Kurzfristig
Abfertigungsrückstellungen
353
189
0
-353
189
Pensionsrückstellungen
502
261
0
-271
492
Jubiläumsgeldrückstellungen
159
194
0
-117
237
Sonstige Rückstellungen
1.634
1.075
-494
-715
1.500
Summe
2.649
1.719
-494
-1.456
2.418
Gesamt
13.088
3.441
-612
-2.435
13.481
Die Rückstellungen bestehen zum größten Teil aus Personalrückstellungen und betreffen Abfertigungen, Pensionen und
Jubiläumsgelder. Die Pensionsrückstellungen betreffen durch frühere Betriebsvereinbarungen zugesprochene freiwillige
Firmenpensionen in Österreich.
Die sonstigen Rückstellungen von T€ 1.430 (2024: T€ 1.500) betreffen diverse Vorsorgen, sowie Prämien für Skispringer,
Pönalen von Kunden oder Abschlagszahlungen an Vertriebsagenturen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
76
Die Entwicklung der Barwerte leistungsorientierter Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
Barwerte leistungsorientierter Verpflichtungen
T€
2025
2024
Abfertigungen
Pensionen
Abfertigungen
Pensionen
Stand zum 01.01.
6.073
3.276
6.044
3.506
Dienstzeitaufwand
217
0
219
0
Zinsaufwand
210
96
207
110
Auszahlungen
-458
-483
-532
-481
Neubewertungen
Erfahrungsbedingte Anpassungen
-70
186
94
100
Veränderung finanzieller Annahmen
-317
-56
41
41
Stand zum 31.12.
5.656
3.019
6.073
3.276
Das Fälligkeitsprofil leistungsorientierter Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
Fälligkeiten
T€
31.12.2025
< 1 Jahr
15 Jahre
610 Jahre
Abfertigungsrückstellungen
428
1.883
3.399
Pensionsrückstellungen
495
1.418
945
Fälligkeiten (Vorjahr)
T€
31.12.2024
< 1 Jahr
15 Jahre
610 Jahre
Abfertigungsrückstellungen
189
2.334
2.694
Pensionsrückstellungen
492
1.465
1.034
Schätzungen und Annahmen
Personalrückstellungen
Die Barwerte der Verpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder wird anhand von versicherungsmathematischen
Berechnungen ermittelt. Eine versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen, die von den tat-
sächlichen Entwicklungen in der Zukunft abweichen können. Hierzu zählt die Festlegung des Rechnungszinssatzes, künftiger Lohn- und
Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Pensionssteigerungen. Aufgrund der Komplexität in der Bewertung und ihrer
Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Sämtliche Annahmen werden
zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Zudem werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Für weiterführende Informationen zu den ver-
sicherungsmathematischen Annahmen siehe Unterkapitel „Versicherungsmathematische Annahmen und Sensitivitätsanalyse“.
Rechnungslegungsmethoden
Rückstellungen sind rechtliche oder faktische gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit entstehen und deren
Erfüllung erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen in der Zukunft verbunden ist. Die verlässliche Schätzung der Höhe der
Verpflichtung ist eine Voraussetzung für den Ansatz einer Rückstellung.
Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen sind leistungsorientierte Verpflichtungen und unterliegen den Angaben gemäß IAS 19.
Die Bewertung der künftigen Verpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method. Dabei wird unterstellt, dass der Arbeitneh-
merin bzw. dem Arbeitnehmer ihr bzw. sein Anspruch jährlich gleichmäßig verteilt zuwächst. Die bis zum Bilanzstichtag erworbenen
Ansprüche werden auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abgezinst.
Die leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie dem Langlebigkeitsrisiko, Zinsrisiko
und Marktrisiko.
Arbeitnehmer*innen, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 01.01.2003 begonnen hat, haben einen ge-
setzlichen Anspruch auf eine Abfertigung bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters oder im Fall der Dienstgeberkündigung (Abferti-
gung alt). Als Bemessungsgrundlage für den am Abschlussstichtag erreichten Anspruch gilt die voraussichtliche Bemessungsgrundlage
bei Leistungsanfall für die Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
77
Rückstellungen für Jubiläumsgelder sind andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer*innen und unterliegen nicht den Angaben
leistungsorientierter Verpflichtungen.
Die Personalrückstellungen werden von einem externen Aktuar berechnet.
Versicherungsmathematische Annahmen
Für die Ermittlung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen wurden folgende versicherungsmathematische Annah-
men zugrunde gelegt:
Versicherungsmathematische Annahmen
T€
31.12.2025
31.12.2024
Abfertigungen
Pensionen
Abfertigungen
Pensionen
Diskontierungszinssatz
4,13%
3,44%
3,45%
3,08%
Gehaltssteigerungen
3,70%
0,00%
3,70%
0,00%
Pensionsalter Männer (Jahre)
65
65
65
65
Pensionsalter Frauen (Jahre)
60/65
60/65
60/65
60/65
Die Annahmen bezüglich Sterblichkeit, Invalidisierung und Witwenvorsorge wurden den Pensionstafeln AVÖ 2018-P ent-
nommen. Im Geschäftsjahr 2025 betrug die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit (duration) der Abfertigungsrückstel-
lungen 11 Jahre (2024: 11 Jahre) und jene der Pensionsrückstellungen 5 bis 7 Jahre (2024: 5 bis 7 Jahre).
Sensitivitätsanalyse
Eine Änderung des Diskontierungszinssatzes oder der Gehaltssteigerungen im in der Tabelle angeführten Ausmaß hätte
jeweils bei Gleichbleiben der übrigen Parameter folgende Auswirkungen auf die Höhe der Abfertigungs- und Pensions-
rückstellungen:
Sensitivitätsanalyse
T€
31.12.2025
31.12.2024
Abfertigungen
Pensionen
Abfertigungen
Pensionen
Diskontierungszinssatz
-0,25%
114
39
132
45
+0,25%
-109
-38
-128
-44
Gehaltssteigerungen
-0,25%
-109
0
-127
0
+0,25%
114
0
131
0
In der vorstehenden Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderung wesentlicher versiche-
rungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtungen dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor ver-
ändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich,
dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
78
26 Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Finanzielle Verbindlichkeiten
T€
31.12.2025
31.12.2024
Langfristig
Kreditverbindlichkeiten
21.206
17.766
Leasingverbindlichkeiten
2.913
3.239
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
1.355
1.555
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
4.268
4.794
Kurzfristig
Kreditverbindlichkeiten
6.532
11.499
Leasingverbindlichkeiten
1.321
1.346
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
3.019
1.926
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
4.340
3.272
Summe
36.346
37.331
Die Leasingverbindlichkeiten betreffen Manner Shops, Bürogebäude, Firmenautos und eine PV-Anlage.
Die langfristigen übrigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ein Darlehen der Stadt Wien.
Veränderungen der finanziellen Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten haben sich unter Berücksichtigung der Veränderungen der Cashflows wie folgt entwi-
ckelt:
Finanzielle Verbindlichkeiten
T€
2025
Kredite
Leasingverbind-
Übrige finanzielle
Gesamt
lichkeiten
Verbindlichkeiten
Stand zum 01.01.
29.265
4.585
2.631
36.482
Auszahlungen für die Tilgung
-1.525
-1.422
-411
-3.359
Gesamtveränderung des Cashflows aus der Finan-
zierungstätigkeit
-1.525
-1.422
-411
-3.359
Wechselkursdifferenzen
0
-28
-4
-32
Veränderungen aus Leasingverhältnissen
0
1.099
0
1.099
Zinsabgrenzungen
-1
0
0
-1
Stand zum 31.12.
27.738
4.234
2.216
34.188
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
79
Finanzielle Verbindlichkeiten (Vorjahr)
T€
2024
Kredite
Leasingverbind-
Übrige finanzielle
Gesamt
lichkeiten
Verbindlichkeiten
Stand zum 01.01.
52.447
5.461
3.073
60.982
Auszahlungen für die Tilgung
-23.191
-1.671
-445
-25.307
Gesamtveränderung des Cashflows aus der Finan-
zierungstätigkeit
-23.191
-1.671
-445
-25.307
Wechselkursdifferenzen
0
6
3
9
Veränderungen aus Leasingverhältnissen
0
789
0
789
Zinsabgrenzungen
9
0
0
9
Stand zum 31.12.
29.265
4.585
2.631
36.482
Die Veränderungen aus Leasingverhältnissen betreffen neue Leasingverhältnisse und Vertragsverlängerungen von Lea-
singverhältnissen und stellen Finanzierungstransaktionen dar, für die keine Zahlungsmittel eingesetzt wurden.
27 Sonstige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-
tungen
Die sonstigen Verbindlichkeiten (nichtfinanziell) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie
folgt dar:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige nichtfinanzielle Ver-
T€
bindlichkeiten
31.12.2025
31.12.2024
Sonstige Verbindlichkeiten, langfristig
Investitionszuschüsse
137
289
Summe
137
289
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Dritte
22.152
17.065
Summe
22.152
17.065
Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Personalabgrenzungen
7.983
7.652
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit
2.633
1.477
Verbindlichkeiten aus übrigen Steuern
1.635
1.197
Abgegrenzte Schulden und passive Rechnungsabgrenzung
1.099
984
Übrige Verbindlichkeiten (nichtfinanziell)
66
66
Summe
13.416
11.376
Gesamt
35.705
28.730
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
80
28 Latente Steuern
Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen:
Steuerabgrenzung
T€
31.12.2025
31.12.2024
Bilanzposition
Latente Steueran-
Latente Steuer-
Latente Steueran-
Latente Steuer-
sprüche
schulden
sprüche
schulden
Immobilienvermögen
0
-2.128
0
-2.159
Sachanlagen
897
-3.233
857
-3.145
Forderungen
346
0
395
0
Verbindlichkeiten
1.106
-70
1.193
196
Rückstellungen
621
0
771
0
Summe
2.970
-5.430
3.215
-5.108
Saldierung
-2.954
2.954
-3.191
3.191
Gesamt
16
-2.476
24
-1.916
Rechnungslegungsmethoden
Zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld im IFRS-Konzernabschluss und seinem steuerlichen Wert können
temporäre Differenzen entstehen. Wenn in zukünftigen Perioden der Buchwert des Vermögenswerts realisiert oder eine Schuld erfüllt
wird, führt dies bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Ergebnisses zu steuerpflichtigen oder abzugsfähigen Beträgen. Zukünftig wahr-
scheinlich eintretende steuerliche Be- und Entlastungen werden bereits zum Abschlussstichtag als latente Steuern erfasst. Erwartete
Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert. Die Steuerabgren-
zung erfolgt nach der bilanzorientierten Sichtweise.
Für die Ermittlung der Abgrenzung werden die bei der Auflösung der Unterschiede erwarteten künftigen Steuersätze angewendet. Zu-
künftige Steuersätze werden berücksichtigt, sofern die Steuersatzänderung zum Bilanzstichtag bereits beschlossen ist.
Für die Ermittlung der Steuerabgrenzung zum 31.12.2025 wurden folgende Steuersätze zugrunde gelegt:
Österreich: 23% (2024: 23%)
Tschechien: 21% (2024: 21%)
Slowenien: 22% (2024: 22%)
Aserbaidschan: 20% (2024: 20%)
Latente Steueransprüche wurden nur in jenem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass in einem absehbaren Zeitraum ein
zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten
Verlustvorträge verwendet werden können.
Für zum 31.12.2025 noch nicht genutzte Verlustvorträge von T€ 0 (2024: T€ 1) wurden keine latenten Steueransprüche (2024: keine)
angesetzt. Die Verlustvorträge der Manner Azerbaijan LLC belaufen sich zum 31.12.2025 auf T€ 5.639 (2024: T€ 5.046). Gemäß der
vorliegenden Planungsrechnung der Manner Azerbaijan LLC wird erstmalig im Jahr 2029 steuerlich ein geringfügig positives Ergebnis
erwartet. Da die Verlustvortragsmöglichkeit in Aserbaidschan auf fünf Jahre begrenzt ist, wird nicht erwartet, dass die bestehenden Ver-
lustvorträge verwertet werden können, weshalb diese im Hinblick auf die latente Steuerabgrenzung keine Relevanz haben. Darüber hin-
aus bestehen keine Verlustvorträge, für die latente Steuern angesetzt wurden.
In Übereinstimmung mit IAS 12.74 werden latente Steueransprüche und -schulden je Gesellschaft saldiert ausgewiesen.
Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen
resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernab-
schluss einbezogenen Tochtergesellschaften im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenom-
men.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
81
Sonstige Angaben
29 Leasingverhältnisse
Leasingnehmer
Die Manner-Gruppe hat Leasingverträge über die Anmietung von Geschäftsräumlichkeiten (Manner Shops), Betriebs-
räumlichkeiten (Bürogebäuden), einer PV-Anlage und Firmen-PKWs abgeschlossen.
Die Nutzungsrechte für Immobilien (Shops, Büros, PV-Anlage) und PKWs werden in den Sachanlagen ausgewiesen und
haben sich wie folgt entwickelt:
Nutzungsrechte Immobilien
T€
2025
2024
Stand zum 01.01.
3.575
3.424
Zugänge
683
1.335
Buchwertabgang
-196
-140
Abschreibungen
-986
-1.039
Währungsdifferenzen
8
-5
Stand zum 31.12.
3.084
3.575
Nutzungsrechte PKWs
T€
2025
2024
Stand zum 01.01.
603
519
Zugänge
576
355
Buchwertabgang
-8
-17
Abschreibungen
-294
-254
Stand zum 31.12.
877
603
Die Gruppe hat in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen er-
fasst:
Erfolgswirksame Beträge aus Leasingverhältnissen
T€
2025
2024
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten
105
95
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse
1.330
892
Aufwand für variable Leasingzahlungen
522
506
Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse, für welche der Ausnahmetatbestand nach IFRS 16.6 zur Anwendung
gelangt, betrifft unter anderem den Mietaufwand für ein Büro, das nicht als Leasingverhältnis identifiziert wurde.
Der Aufwand für variable Leasingzahlungen betrifft umsatzabhängige Mieten von drei (2024: drei) Shops.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden in der Kapitalflussrechnung Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse von T€ 1.527
(2024: T€ 1.766) erfasst. Darin sind Tilgungen von T€ 1.422 (2024: T€ 1.671) und Zinsen von T€ 105 (2024: T€ 95) ent-
halten.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
82
Die Fälligkeitsanalyse der nicht abgezinsten vertraglichen Leasingzahlungen stellt sich wie folgt dar:
Fälligkeiten zu leistender Leasingzahlungen
T€
31.12.2025
31.12.2024
Bis 1 Jahr
1.321
1.346
In 1 bis 5 Jahren
2.811
3.114
Nach 5 Jahren
102
125
Summe
4.234
4.585
Leasinggeber
Die Manner-Gruppe vermietet eine Immobilie in Wien Hernals zu Wohnzwecken. Die Vermietung der Immobilie wurde als
Operating-Leasing eingestuft (siehe Rechnungslegungsmethoden) und wurde in den als Finanzinvestition gehaltenen Im-
mobilien ausgewiesen (siehe Note 16).
Die Manner-Gruppe hat für zwei in Wien Hernals im Eigentum stehende Grundstücke langfristige Baurechte vergeben.
Die Baurechtnehmer haben auf den Grundstücken eine Tiefgarage und ein Bürogebäude errichtet. Das rogebäude wird
von Manner angemietet. Die Baurechte wurden als Operating-Leasing eingestuft (siehe Rechnungslegungsmethoden) und
sind in den Sachanlagen (Grundstücke und Gebäude) ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden Mieterlöse von T€ 529 (2024: T€ 547) erzielt (siehe Note 7).
Die folgende Tabelle zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen.
Fälligkeiten zu erhaltender Leasingzahlungen Grundstücke (IAS 16)
T€
31.12.2025
31.12.2024
Bis 1 Jahr
30
29
In 1 bis 2 Jahren
30
29
In 2 bis 3 Jahren
30
29
In 3 bis 4 Jahren
30
29
In 4 bis 5 Jahren
30
29
Über 5 Jahren
896
884
Gesamt
1.049
1.029
Fälligkeiten zu erhaltender Leasingzahlungen Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (IAS 40)
T€
31.12.2025
31.12.2024
Bis 1 Jahr
526
546
In 1 bis 2 Jahren
526
546
In 2 bis 3 Jahren
526
546
In 3 bis 4 Jahren
526
546
In 4 bis 5 Jahren
526
546
Über 5 Jahren
2.365
3.001
Gesamt
4.993
5.728
Die Verträge sind überwiegend auf bestimmte Laufzeiten abgeschlossen. Die zukünftigen Zahlungen sind indexiert.
Ermessensentscheidungen
Laufzeit von Leasingverhältnissen
Die Manner-Gruppe hat Mietverträge über Shops, PKWs, eine PV-Anlage und Bürogebäude abgeschlossen. Die Manner-Gruppe be-
stimmt die Leasinglaufzeit als unkündbare Grundlaufzeit unter Berücksichtigung von Zeiträumen, die sich aus Verlängerungs- und Kün-
digungsoptionen ergeben, sofern eine Ausübung hinreichend sicher ist .
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
83
Die Gruppe hat bei der Beurteilung, ob die Ausübung der Optionen hinreichend sicher ist, dahingehend Ermessen ausgeübt, dass im Fall
von PKW-Leasing der Vertrag bei Ablauf endet und im Fall von Shops, Büros und der PV-Anlage die erstmögliche Kündigungsfrist wahr-
genommen wird, die frühestens nach fünf Jahren eintritt. Im Fall der unbestimmten vertraglichen Laufzeit eines Shops wurde die Kündi-
gung nach zehn Jahren angenommen, da dies dem Re-Investitionszyklus des Handels entspricht.
Klassifizierung von Leasingverhältnissen
Die Manner-Gruppe tritt als Leasinggeber zweier Grundstücke mittels langfristiger Baurechtsverträge auf. Auf einem Grundstück wurde
ein Bürogebäude errichtet, das die Manner-Gruppe anmietet. Auf dem anderen Grundstück wurde eine öffentliche Parkgarage errichtet.
In beiden Fällen ist die Manner-Gruppe zu dem Schluss gekommen, dass das wirtschaftliche Eigentum nicht an den Baurechtsnehmer
übergeht, da die Grundstücke am Ende der Laufzeit des Baurechts vertraglich an die Manner-Gruppe zurückgehen.
Schätzungen und Annahmen
Grenzfremdkapitalzinssatz
Die Manner-Gruppe verwendet den Grenzfremdkapitalzinssatz zur Berechnung der Leasingverbindlichkeit, da sie den impliziten Zinssatz
des Leasingverhältnisses nicht bestimmen kann. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den das Unternehmen zahlen müsste,
wenn es einen Kredit mit vergleichbarer Laufzeit und vergleichbarer Besicherung aufnehmen würde, um einen Vermögenswert mit einem
dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert in einem ähnlichen ökonomischen Umfeld zu erwerben. Der Grenzfremdkapitalzinssatz spiegelt
daher die Zinsen wider, welche die Manner-Gruppe für eine Kreditaufnahme zu zahlen hätte.
Rechnungslegungsmethoden
Identifizierung des Leasingverhältnisses
Ein Unternehmen beurteilt bei Vertragsbeginn, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der
Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum
zu kontrollieren.
Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten
Beim Immobilienleasing fallen Betriebskosten und Lagerkosten an. Die Betriebskosten sind (für sich allein) keine Leasingkomponente, da
sie den Leasingnehmer nicht dazu berechtigen, die Nutzung der Immobilie zu kontrollieren. Die Manner-Gruppe bilanziert Betriebskosten
als Nichtleasingkomponente und nimmt den Behelf nach IFRS 16.15, von einer Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten
abzusehen, nicht in Anspruch. Die Betriebskosten werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Mietaufwand erfasst.
Freistellung vom Ansatz
Die Manner-Gruppe geht bei kurzfristeigen Verträgen und Verträgen über zugrundeliegende Vermögenswerte von geringem Wert von
keinem Leasingverhältnis aus. Die diesbezüglichen Zahlungen wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.
Leasingnehmer Ansatz und Bewertung
Am Bereitstellungsdatum erfasst ein Leasingnehmer ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit. Beim erstmaligen Ansatz wird
das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten ergeben sich aus der erstmaligen Bewertung der Leasing-
verbindlichkeit abzüglich erhaltener Leasinganreize und zuzüglich anfänglicher direkter Kosten.
Nach dem Bereitstellungsdatum werden Nutzungsrechte zu Anschaffungskosten bewertet, abzüglich kumulierter Abschreibungen und
Wertminderungen sowie berichtigt um Neubewertungen aus Veränderungen der Laufzeit oder der veränderten Beurteilung einer Kaufop-
tion.
Am Bereitstellungsdatum wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst
mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz. Lässt sich dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmen, ist der Grenz-
fremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers heranzuziehen.
Die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit zu berücksichtigenden Leasingzahlungen umfassen feste Zahlungen und variable Lea-
singzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind; Restwertgarantien; den Ausübungspreis einer hinreichend sicheren
Kaufoption; Strafzahlungen für Kündigungen.
Die Manner-Gruppe hat bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit feste Zahlungen und variable Leasingzahlungen, die an einen Index
oder Zinssatz gekoppelt sind, berücksichtigt.
Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind wie Umsatzmieten werden im Aufwand erfasst.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
84
Nach dem Bereitstellungsdatum wird die Leasingverbindlichkeit zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode be-
wertet. Die Leasingverbindlichkeit wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Indexanpassung verän-
dern oder wenn der Konzern seine Einschätzung hinsichtlich der relevanten Parameter ändert. Bei einer solchen Neubewertung der
Leasingverbindlichkeit wird das Nutzungsrecht angepasst. Eine erfolgswirksame Anpassung erfolgt dann, wenn sich der Buchwert des
Nutzungsrechts auf null verringert hat. Im vorliegenden Abschluss ist es aufgrund von Indexanpassungen zu Neubewertungen gekom-
men.
In der Bilanz weist die Manner-Gruppe Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen,
in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten aus.
Leasinggeber
Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing eingestuft, wenn es im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken
und Chancen überträgt. Ist dies nicht der Fall, wird ein Leasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. IFRS 16 führt bei-
spielhaft fünf Fälle an, die für den Leasinggeber zur Einstufung eines Vertrags als Finanzierungsleasing führen würden (Eigentumsüber-
gang, günstige Kaufoption, Laufzeittest, Barwerttest oder Spezialleasing).
Die Manner-Gruppe tritt hinsichtlich als Finanzinvestition gehaltener Immobilien und Grundstücken des Sachanlagevermögens als Lea-
singgeber auf. Die Gruppe ist zu dem Schluss gekommen, dass für alle Mietverträge das wirtschaftliche Eigentum an den Objekten bei
der Manner-Gruppe verbleibt und damit die wesentlichen Risiken und Chancen nicht übertragen werden. Dies ergibt sich insbesondere
daraus, dass die Laufzeit der Mietverträge deutlich kürzer ist als die wirtschaftliche Nutzungsdauer einer Immobilie oder Grundstücks
(Laufzeittest). Außerdem entspricht zu Beginn des Mietvertrags der Barwert der Leasingzahlungen nicht dem nahezu gesamten beizule-
genden Zeitwert der Immobilie oder des Grundstücks (Barwerttest). Somit werden alle Mietverträge, bei denen die Manner-Gruppe als
Leasinggeber auftritt, als Operating-Leasingverträge eingestuft.
30 Finanzinstrumente
Kategorien und Buchwerte
Die folgenden Tabellen zeigen für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten die
Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 und die Buchwerte.
Kategorien und Buchwerte
T€
Kategorie
31.12.2025
31.12.2024
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anleihen
AC
1.500
1.500
Übrige Wertpapiere und Anteile
FVPL
1.537
1.530
Kautionen
AC
822
830
Sonstige langfristige Forderungen
AC
14
13
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Übrige finanzielle Vermögenswerte
AC
304
592
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
AC
1.210
10.311
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Kreditverbindlichkeiten
AC
21.206
17.766
Leasingverbindlichkeiten
n. a.
2.913
3.239
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
AC
1.355
1.555
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Kreditverbindlichkeiten
AC
6.532
11.499
Leasingverbindlichkeiten
n. a.
1.321
1.346
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
AC
3.019
1.926
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
85
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Die Stufen in der Bemessungshierarchie und die Buchwerte der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstru-
mente stellen sich wie folgt dar:
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
T€
Stufe
Buchwert
31.12.2025
31.12.2024
Übrige Wertpapiere und Anteile
1
1.537
1.530
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Die Manner-Gruppe geht davon aus, dass für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten
sowie für variabel verzinste finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Buchwert einen angemesse-
nen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die Anleihen wurden zu Anschaffungskosten (AC) bewertet,
da Halteabsicht besteht und ausschließlich Zinsen und Tilgungen vorliegen.
Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten langfristigen Finanzin-
strumente stellen sich wie folgt dar:
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
T€
31.12.2025
31.12.2024
Buchwert
Beizulegender
Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Zeitwert
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anleihen
1.500
1.466
1.500
1.458
Übrige finanzielle Vermögenswerte
822
822
830
830
Langfristige Finanzschulden
Kreditverbindlichkeiten
21.206
20.998
17.766
17.539
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
1.355
1.191
1.555
1.366
Sämtliche Instrumente in der vorstehenden Tabelle wurden der Stufe drei der Bemessungshierarchie zugeordnet.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
86
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien zusammengefasst.
Erträge werden ohne Vorzeichen und Aufwendungen mit negativem Vorzeichen dargestellt.
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten
T€
2025
Zinserträge
Zinsaufwen-
Bewertungen
Währungs-
Sonstige
Gesamt
dungen
differenzen
Finanzielle Vermögenswerte und
0
0
0
0
7
7
finanzielle Verbindlichkeiten FVPL
Finanzielle Vermögenswerte AC
33
0
0
0
0
33
Finanzielle Verbindlichkeiten AC
0
-1.910
0
0
-184
-2.094
Gesamt
33
-1.910
0
0
-177
-2.054
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten (Vorjahr)
T€
2024
Zinserträge
Zinsaufwen-
Bewertungen
Währungs-
Sonstige
Gesamt
dungen
differenzen
Finanzielle Vermögenswerte und
0
0
0
0
21
21
finanzielle Verbindlichkeiten FVPL
Finanzielle Vermögenswerte AC
45
0
0
0
0
45
Finanzielle Verbindlichkeiten AC
0
-2.163
0
0
-153
-2.316
Gesamt
45
-2.163
0
0
-132
-2.250
Im Geschäftsjahr 2025 enthält das sonstige Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten Zinsaufwendungen für Leasing von
T€ 105 (2024: T€ 95) sowie nicht ausgenützte Lieferantenskonti von T€ 79 (2024: T€ 57).
Schätzungen und Annahmen
Beizulegender Zeitwert von finanziellen Verbindlichkeiten
Sofern die beizulegenden Zeitwerte von angesetzten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nicht mithilfe von
notierten Preisen in aktiven Märkten bemessen werden können, werden sie unter Verwendung von Bewertungsverfahren, insbesondere
der Discounted-Cashflow-Methode, ermittelt. Die in das Modell eingehenden Inputparameter stützen sich soweit möglich auf beobacht-
bare Marktdaten. Liegen diese nicht vor, gründet sich die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts in hohem Maße auf Annahmen und
Schätzungen des Managements. Die Annahmen betreffen Inputfaktoren wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko, Volatilität, Diskontierungssatz
oder Wachstumsraten. Änderungen der getroffenen Annahmen für diese Faktoren können sich auf die angesetzten beizulegenden Zeit-
werte der Finanzinstrumente auswirken.
Die Manner-Gruppe hat den beizulegenden Zeitwert von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Banken derart bestimmt, dass an Stelle
des vertraglichen Zinssatzes ein marktkonformer Zinssatz zugrunde gelegt wurde. Der marktkonforme Zinssatz bestimmt sich aus dem
risikolosen Zinssatz zuzüglich eines unternehmensspezifischen Aufschlags. Der unternehmensspezifische Aufschlag wurde anhand der
Bonität des Mutterunternehmens festgestellt.
Rechnungslegungsmethoden
Erstmaliger Ansatz
Die erstmalige Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert sowie
bei Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzüglich oder abzüglich direkt zure-
chenbarer Transaktionskosten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Transaktionspreis angesetzt.
Die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt, wenn das vertragliche Anrecht auf Zahlungsströme ausläuft oder übertragen wird.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sobald diese getilgt wurden.
Marktübliche Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
87
Klassifizierung
IFRS 9 unterscheidet bei der Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte drei Kategorien: finanzielle Vermögenswerte, die für die Folge-
bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden.
Unter die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte fallen jene Vermögenswerte, die im Rahmen
eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Ziel das Halten dieser Instrumente ist, um daraus vertragliche Zahlungsströme zu
generieren. Zudem muss das Zahlungsstromkriterium erfüllt werden, wonach die Vereinnahmung von Zahlungsströmen ausschließlich
aus Tilgungen und Zinsen besteht.
Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht das einmalig ausübbare Wahlrecht, diese Instru-
mente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne anschließende Umgliederung in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung oder
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Manner-Gruppe hat dieses Wahlrecht dahingehend ausgeübt, Eigenkapi-
talinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die von der Manner-Gruppe vorgenommene Klassifizierung von Finanzinstrumenten ist dem vorstehenden Kapitel „Kategorien und Buch-
werte“ zu entnehmen.
Folgebewertung
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Zudem unterliegen solche Vermögenswerte den Bestimmungen zu Wertminderungen gemäß IFRS 9.
Hinsichtlich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte sieht IFRS 9 das Modell der erwarteten Kreditausfälle (expected credit los-
ses) vor. Demnach ist eine Wertminderung entweder in Höhe der Kreditausfälle zu erfassen, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf
Monate erwartet wird, oder es ist eine Wertminderung in Höhe der Kreditausfälle zu erfassen, die über die Gesamtlaufzeit des Vermö-
genswerts erwartet werden. Ersteres ist der Fall, wenn sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts nicht
signifikant erhöht hat; der zweite Fall tritt ein, wenn sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat oder wenn
infolge eines Ausfallereignisses objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten, sowie wahlweise für Forderungen aus Leasingverhältnissen kommt die ver-
einfachte Vorgehensweise (Simplified Approach) zur Anwendung, die eine Bemessung der Wertminderungen in Höhe der über die Lauf-
zeit erwarteten Kreditverluste vorsieht. Die Manner-Gruppe bewertet Forderungen aus Leasingverhältnissen in Höhe der über die Laufzeit
erwarteten Kreditverluste.
Beizulegender Zeitwert
In die zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten eingesetzten Bewertungstechniken fließen Inputfaktoren ein.
Die Manner-Gruppe verwendet dabei so weit wie möglich beobachtbare Inputfaktoren. Die in den Bewertungstechniken verwendeten
Inputfaktoren werden in drei Stufen innerhalb der Bemessungshierarchie eingeordnet.
In den zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eingesetzten Bewertungstechniken werden Inputfaktoren verwendet. Die sogenannte
Bemessungshierarchie teilt die verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen ein.
Inputfaktoren der Stufe 1 sind in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden notierte, nicht berichtigte Preise. Dies
betrifft zum Beispiel Aktien.
Inputfaktoren der Stufe 2 sind andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld
entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind, zum Beispiel Zinsswaps. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps wird durch
die Abzinsung zukünftiger erwarteter Cashflows und nach Optionspreismodellen ermittelt. Dem Kontrahentenrisiko wird durch Credit Va-
luation Adjustments und Debit Valuation Adjustments Rechnung getragen.
Inputfaktoren der Stufe 3 sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind, zum Beispiel Genuss-
scheine oder Kreditverbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert dieser Finanzinstrumente wird durch Abzinsung der künftig erwarteten
Cashflows ermittelt. In die Bewertung fließen beobachtbare Inputfaktoren (Zinssätze, Wechselkurse) und nicht beobachtbare Inputfakto-
ren (eigenes Bonitätsrisiko) ein.
Wenn die für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld verwende-
ten Inputfaktoren in unterschiedlichen Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizule-
genden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für
die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Umgliederungen zwischen den Stufen werden am Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung
eingetreten ist, erfasst.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
88
31 Risikoberichterstattung
Risikomanagement
Die Geschäftstätigkeit der Manner-Gruppe ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht gänz-
lich ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagementprozess beteiligten Personen ist von der festgelegten
Risikopolitik bestimmt. Die verfolgte Strategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und Eigenständigkeit
der Gruppe als börsennotierte, österreichische Familienunternehmensgruppe.
Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Dies bedeutet für
die Risikopolitik, dass die Gruppe bereit ist, unternehmerische Risiken einzugehen, sofern durch die damit eingeleiteten
Geschäftsaktivitäten und die daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Steigerung des Unternehmenswerts
zu erwarten ist. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden somit unternehmerische Risiken durch ein Gegen-
überstellen von Chancen und Gefahren abgewogen.
Die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist daher ein essenzieller Teil der Unternehmensführung. Ziel
ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, diese zu bewerten und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die
regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen resultiert in einer verantwortungsbewussten Risikokultur des Unterneh-
mens.
Die Manner-Gruppe versteht das Risikomanagement als integrierten Teil aller Prozesse und Abläufe. Risiko- und Krisen-
management ist eine wesentliche Aufgabe aller Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisen-Manage-
ment-Team.
Alle nicht zu den Kerntätigkeitsfeldern der Unternehmensgruppe gehörenden Risiken, wie z. B. Zinsänderungs-, h-
rungs-, Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken, werden tendenziell und nach Möglichkeit auf Dritte (z. B. Versicherungsge-
sellschaften) übertragen.
Absatz- und Nachfragerisiko
Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrageschwankungen) trägt
das Unternehmen selbst und werden nicht versichert. Ebenso zu den Kernrisiken gehören die Risiken aus der Entwicklung
neuer Produkte oder Märkte. Die Handelskonzentrationen in den jeweiligen Märkten stellen ein systemimmanentes Risiko
in der Lebensmittelindustrie dar. Diesem Risiko wird sowohl durch die konsequente Pflege der einzelnen Marken der
Gruppe im Süßwarenbereich als auch durch die Verstärkung der Exportaktivitäten gegengesteuert. Die fortgesetzte Kon-
zentration im Bereich des Handels führt zu einem erhöhten Druck auf die Abgabepreise.
Beschaffungsrisiko
Es besteht generell das Risiko von Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Produktionsmaterialien, Verpackungen und Ener-
gie, das nicht zeitgerecht oder im vollen Umfang an die Abnehmenden weitergegeben werden kann. Diese Kostensteige-
rungen werden sich immer wieder aufgrund von Währungsschwankungen, Angebotsengpässen (Ernteausfälle oder er-
höhte Nachfrage) oder Preisspitzen bei Rohöl und Erdgas ergeben. Die Gruppe ist bestrebt, mit Vorkontrakten und recht-
zeitiger Eindeckung gegenzusteuern. Lieferengpässe bei Rohstoffen, Energie, Verpackungen und Produktionsmaterialien
können zu Produktionsausfällen führen.
Finanz- und Zinsänderungsrisiko
Gegen Finanzrisiken wird laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch entsprechende
Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Das Risiko einer Zinsän-
derung besteht für Finanzanlagen und Finanzschulden und wird ständig überwacht. Bei den Wertpapieren der Finanzan-
lagen handelt es sich überwiegend um Anteile an Investmentfonds, die kurzfristig veräußert werden können. Ein Fremd-
währungsrisiko besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß.
Die Manner-Gruppe schätzt die Risikokonzentration von Guthaben bei Banken als gering ein, da die Guthaben auf mehrere
Banken verteilt sind.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
89
Ausfallrisiko
Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere, die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderun-
gen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten stellen das maximale Kreditrisiko dar. Das
Risiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko. Die Wertpapiere unterliegen den Risiken des Kapitalmarkts.
Die nachstehende Tabelle enthält die Bruttoforderungen, die Wertberichtigungen und die sich daraus ergebenden Netto-
forderungen der finanziellen Vermögenswerte, für die der Konzern Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 zu erfassen hat:
Finanzielle Vermögenswerte
T€
Bruttobuchwert
Wertberichtigung
Nettobuchwert
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2025
31.12.2024
Anleihen
1.500
1.500
0
0
1.500
1.500
Forderungen aus Lieferungen und
1.312
10.659
102
349
1.210
10.311
Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.140
1.435
0
0
1.140
1.435
Guthaben bei Kreditinstituten
11.622
9.011
0
0
11.622
9.011
Summe
15.573
22.605
102
349
15.471
22.256
Für Anleihen, sonstige finanzielle Forderungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden aus Wesentlichkeitsgründen
keine Wertberichtigungen erfasst. Aufgrund der hohen Bonität der Gegenparteien ergeben sich nur marginale Ausfalls-
wahrscheinlichkeiten. Für weiterführende Informationen zu den Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen wird auf das nachstehende Kapitel verwiesen.
Das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht darin, dass Kunden ihren Zahlungsverpflich-
tungen gänzlich oder teilweise nicht nachkommen. Dem Ausfallrisiko wird durch Kreditversicherungen begegnet, die für
einen großen Teil der Forderungen abgeschlossen wurden. Für den nicht versicherten Teil der Forderungen werden Wert-
berichtigungen gebildet.
Das Ausfallrisiko bei den Forderungen verteilt sich über eine große Anzahl von Kunden, die aufgrund der Bonität aller
großen Handelspartner das Risiko insgesamt reduziert. Das Kreditrisiko wird durch ein konsequentes Forderungsmanage-
ment weiter reduziert.
Die Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:
Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
T€
Erwartete
Eingetretene
Gesamt
Kreditverluste
Kreditverluste
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Stand zum 01.01.
9
7
340
918
349
926
Zuführung
0
2
0
0
0
2
Verwendung
0
0
-3
-1
-3
-1
Auflösung
-1
0
-244
-578
-245
-578
Umrechnungsdifferenzen
0
0
0
-1
0
-1
Stand zum 31.12.
8
9
94
340
102
349
Im Geschäftsjahr 2025 ist die Zuführung zu Wertberichtigungen aufgrund verkaufter Forderungen (Factoring) stark gesun-
ken (siehe Note 20).
Erwartete Kreditverluste werden aufgrund der Bonität der Kunden unter Berücksichtigung von Versicherungen gebildet.
Eingetretene Kreditverluste werden für überfällige Forderungen gebildet. Zuführungen zu Wertberichtigungen werden ge-
bildet, wenn Forderungen eine bestimmte Überfälligkeitsdauer überschreiten. Verwendungen treten ein, wenn bei Zah-
lungseingang einer wertberichtigten Forderung ein Abgang der Wertberichtigungen stattfindet. Auflösungen treten ein,
wenn eine wertberichtigte Forderung abgeschrieben wird.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
90
Die Manner-Gruppe schätzt die Risikokonzentration bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als gering ein, weil
sich die Forderungen auf mehrere Kunden in mehreren Ländern verteilen und zu einem großen Teil gegen das Ausfallrisiko
versichert sind.
Rechnungslegungsmethoden
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind finanzielle Vermögenswerte und fallen unter die Wertminderungsbestimmungen von
IFRS 9.5.5. Demnach sind Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste zu erfassen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
kommt die vereinfachte Vorgehensweise zur Anwendung, die darin besteht, dass die Wertberichtigungen stets in Höhe der über die
Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu bemessen sind.
Ein Unternehmen kann für die Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vereinfachte Methoden anwenden,
beispielsweise mittels einer Wertberichtigungstabelle, bei der historische Ausfallsraten nach Überfälligkeitsklassen zur Anwendung kom-
men.
Die Manner-Gruppe verwendet jedoch keine Wertberichtigungsmatrix, sondern einen bonitätsbasierten Ansatz, um Wertberichtigungen
von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu bestimmen. Manner unterteilt seine Kunden in Kundengruppen, wobei die fünf
größten Kunden für rund drei Viertel der Umsatzerlöse verantwortlich sind. Zur Bestimmung der Wertberichtigungen werden die Salden
der Forderungen mit den (öffentlich verfügbaren) Ausfallswahrscheinlichkeiten dieser Kunden multipliziert. Außerdem wurde bei der Be-
rechnung der erwarteten Kreditverluste die Versicherung von Forderungen berücksichtigt.
Erwartete Kreditverluste ergeben sich aus dem Produkt von Ausfallswahrscheinlichkeit, Versicherungsanteil und Buchwert. Bei einer
vollständigen Besicherung fallen somit keine Kreditverluste an. Für einen großen Teil der Forderungen bestehen Versicherungen. Für
den übrigen Teil der Forderungen wurden die Ratings der Kunden herangezogen. Die großen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhan-
dels in Österreich und Deutschland haben sehr gute Ratings. Das führt dazu, dass die erwarteten Kreditverluste sehr niedrig sind.
Der Konzern verwendet angemessene und belastbare Informationen, die über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen und
künftige wirtschaftliche Bedingungen verfügbar sind, indem er die Prognosen über die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) in den
Regionen, wo die Schuldner der finanziellen Verbindlichkeiten ansässig sind, berücksichtigt .
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass die Manner-Gruppe ihre finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit
nicht erfüllen kann. Aufgrund der vorhandenen Barbestände per Bilanzstichtagsdatum sowie der nicht ausgenutzten Kre-
ditlinien bei den finanzierenden Banken wird dieses Risiko als gering eingestuft.
Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten finanzieller Verbindlichkeiten nach Zeitbändern:
Fälligkeitsanalyse
T€
31.12.2025
2026
2027-2030
Ab 2031
Buchwert
Zinsen
Tilgung
Zinsen
Tilgung
Zinsen
Tilgung
Kreditverbindlichkeiten
27.738
556
6.539
768
19.659
106
1.559
Leasingverbindlichkeiten
4.234
87
1.321
112
2.811
1
102
Verbindlichkeiten aus
22.152
0
22.152
0
0
0
0
Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten
4.375
14
3.019
42
643
18
713
Summe
58.498
657
33.031
921
23.113
126
2.373
Fälligkeitsanalyse (Vorjahr)
T€
31.12.2024
2025
2026-2029
Ab 2030
Buchwert
Zinsen
Tilgung
Zinsen
Tilgung
Zinsen
Tilgung
Kreditverbindlichkeiten
29.265
641
11.506
793
15.514
264
2.262
Leasingverbindlichkeiten
4.585
86
1.346
118
3.114
3
125
Verbindlichkeiten aus
17.065
0
17.065
0
0
0
0
Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten
3.480
16
1.926
48
690
27
864
Summe
54.396
743
31.844
959
19.318
294
3.25 2
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
91
Die Fälligkeitsanalyse stellt die künftigen nicht abgezinsten vertraglichen Zahlungsströme finanzieller Verbindlichkeiten
dar. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.
Die variablen Zinszahlungen wurden unter Zugrundelegung der zum Bilanzstichtag fixierten Zinssätze ermittelt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Manner-Gruppe sind nach Kontrahenten breit gestreut, sodass die
Exposition gegenüber einer geänderten Risikopolitik einzelner Kreditinstitute als gering angesehen werden kann, womit
das Konzentrationsrisiko adressiert wird.
Die finanziellen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr gesunken, weil die durch das Factoring frei gewordenen
Mittel zur Tilgung eingesetzt wurden.
Währungsrisiko
Die Manner-Gruppe unterliegt in geringem Ausmaß dem Fremdwährungsrisiko, wenn Transaktionen und Zahlungen nicht
in der Darstellungswährung Euro getätigt werden. Dies ist der Fall in Tschechien und Aserbaidschan. Darüber hinaus
betrifft dies auch den Einkauf von Kakao in britischen Pfund.
Zinsänderungsrisiko
Langfristige Finanzierungen unterliegen dem Risiko sich ändernder Zinsen, vor allem bei Bankkrediten. Der Bereich Kon-
zernfinanzen legt zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken regelmäßig die Zusammensetzung aus fest und variabel ver-
zinsten finanziellen Vermögenswerten und Schulden fest. Im Geschäftsjahr 2025 waren die langfristigen Kreditverbindlich-
keiten zum größten Teil fix verzinst. Zinsänderungsrisiken können durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften abge-
sichert werden. Die Manner-Gruppe ist zum 31.12.2025 Zinsänderungsrisiken ausgesetzt, die im Wesentlichen aus nicht
derivativen variabel verzinsten Finanzinstrumenten resultieren. Zum 31.12.2025 bestehen jedoch keine wesentlichen Si-
cherungsrisiken, weshalb die Manner-Gruppe keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen hat.
Für die Zinsänderungsrisiken dieser Finanzinstrumente wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen
von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis nach Steuern und das Eigenkapital zeigen. Als
Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am
Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzern-
steuersatz von 23% verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere
Wechselkurse, konstant bleiben.
Zinssensitivitäten
T€
31.12.2025
31.12.2024
Veränderung
Erhöhung
Verminde-
Erhöhung
Verminde-
Zinsniveau
rung
rung
Jahresergebnis
+/- 0.5%
38
-38
39
-39
Konzerneigenkapital
38
-38
39
-39
Sonstiges Marktrisiko
Die Manner-Gruppe ist neben Zinsänderungsrisiken auch anderen Preisrisiken ausgesetzt (etwa Kursrisiken aus Wertpa-
pieren im Eigenbestand), die aber insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind.
Sicherheiten und Verfügungsbeschränkungen
Zum 31.12.2025 bestanden eingetragene Hypotheken ausschließlich für das Mietshaus in Wien Hernals (Gebler-
gasse 116 GmbH & Co KG) in Höhe von T€ 7.557 (2024: T€ 7.557).
Zum 31.12.2025 gibt es keine besicherten Kreditverbindlichkeiten (2024: keine).
Darüber hinaus bestehen Haftungen aus Kautionsgarantien für Geschäftsräumlichkeiten in Höhe von T€ 175
(2024: T€ 271).
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
92
32 Eventualforderungen
Die Manner AG hat im Jahr 2016 Klage auf Zahlung eines Betrags von M€ 10,0 samt unternehmerischen Zinsen wegen
des Einsturzes eines Gebäudes, das sich im Umbau befand, eingebracht. Dieser Betrag wurde im August 2025 auf M€
35,6 ausgedehnt. In der Entscheidung vom 16.05.2025 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) die Haftung des Generalunter-
nehmers dem Grunde nach bestätigt und Manner eine Zuordnung der 2015 ausbezahlten Versicherungsleistungen zu den
Schadenspositionen aufgetragen. In den vor dem Handelsgericht Wien weiterzuführenden Verfahren muss eine Zuord-
nung der bereits erhaltenen Versicherungsleistungen zu den einzelnen Positionen der Klagschrift getroffen sowie die tat-
sächliche Höhe der Schadenssumme festgestellt werden. Diese vom OGH verlangte Schlüssigstellung der einzelnen
Schadenspositionen wurde von der Manner AG vorgelegt und außerdem die begehrte Schadenssumme um die seither
angefallenen zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit dem Gebäudeeinsturz erweitert. Dazu fand am 18.11.2025 eine
Verhandlung vor dem Handelsgericht Wien statt. Die weitere Verfahrensentwicklung bleibt abzuwarten, mit einer Zwi-
schenentscheidung ist 2026 zu rechnen. Aufgrund des Verfahrensstands schätzt der Vorstand den Zufluss wirtschaftlichen
Nutzens als wahrscheinlich ein. Über die genaue Höhe des Schadenersatzbetrags und der Zinsen kann derzeit keine
Vorhersage getroffen werden.
33 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Geschäftsjahr 2025 sind in der Manner-Gruppe Aufwendungen aus Geschäftsvorfällen mit Mitgliedern des Manage-
ments in Schlüsselpositionen von T€ 160 (2024: T€ 172) angefallen. Zum 31.12.2025 bestanden in der Manner-Gruppe
keine Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen (2024: T€ 12). Ansonsten be-
standen keine Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen oder Personen.
Die folgende Tabelle zeigt die Vergütungen der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen:
Vergütungen der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
T€
Vorstände
Aufsichtsräte
Leitende Angestellte
Gesamt
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeit-
nehmer*innen
1.745
1.619
336
190
4.336
3.537
6.417
5.346
Leistungen nach Beendigung des Ar-
beitsverhältnisses
17
92
0
0
40
31
57
124
Andere langfristig fällige Leistungen
0
-1
0
0
11
37
11
36
an Arbeitnehmer*innen
Leistungen aus Anlass der Beendi-
gung des Arbeitsverhältnisses
615
0
0
0
0
0
615
0
Summe
2.377
1.710
336
190
4.387
3.606
7.100
5.506
Die Manner-Gruppe unterteilt die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen als Vorstände und Aufsichtsräte .
Ermessensentscheidungen
Gemäß IAS 24 ist das oberste beherrschende Unternehmen (ultimate controlling party) anzugeben. Die Eigentümer der Manner-Gruppe
setzen sich aus der Manner Privatstiftung, Wien, der Andres Holding GmbH, Wien, und einer Reihe von Einzelpersonen zusammen. Die
Manner Privatstiftung und eine Reihe von Personen haben sich zum Manner/Riedl-Syndikat zusammengeschlossen. Das Manner/Riedl-
Syndikat hält über die Hälfte der Stimmrechte an der Manner AG. Beschlüsse des Syndikats führen gemäß Syndikatsvertrag dazu, dass
die Stimmrechte des Syndikats einheitlich ausgeübt werden.
Weiters besteht das Manner-Syndikat, das sich aus dem Manner/Riedl-Syndikat und der Andres-Gruppe zusammensetzt. Das Manner-
Syndikat hält über drei Viertel der Stimmrechte an der Manner AG.
Die Manner-Gruppe ist zu dem Schluss gekommen, dass das Manner/Riedl-Syndikat die Mehrheit der Stimmrechte hält und über seine
Stimmrechte Verfügungsmacht ausübt und damit die Manner AG kontrolliert. Die Manner-Gruppe ist somit zu dem Schluss gekommen,
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
93
dass das Manner/Riedl-Syndikat, obwohl es kein Unternehmen ist, als oberstes beherrschendes Unternehmen (ultimate controlling party)
gemäß IAS 24 einzustufen ist. Das Manner-Syndikat kommt nur in Ausnahmefällen zum Einsatz.
Für weiterführende Informationen betreffend die Eigentümerstruktur der Manner AG wird auf die Berichterstattung gemäß § 243a UGB
im Lagebericht des Einzelabschlusses der Manner AG verwiesen (siehe Jahresfinanzbericht 2025).
34 Organe
Im Geschäftsjahr 2025 waren folgende Personen für die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Wien, in einer Organ-
funktion tätig.
Vorstand
Mag. Dieter MESSNER (CEO; ab 01.09.2025)
Dr. Hans Peter ANDRES (CPO)
Sabine BRANDL, MBA, MSc (CSMO)
Thomas GRATZER (COO; bis 31.12.2025)
Scipio OUDKERK, MSc (CFO)
Im Geschäftsjahr 2025 sind folgende Vorstände ausgeschieden:
Thomas GRATZER (COO; bis 31.12.2025)
Aufsichtsrat
Mag. Albin HAHN, Vorsitzender
Dr. Martina ANDRES, Vorsitz-Stellvertreterin
Mag. Florian JONAK, Vorsitz-Stellvertreter
Dr. Michael GRAHAMMER
Prof. Dr. Sita Monica MAZUMDER
Dkfm. Martina SANDROCK, MBA
Dr. Martin SCHOBER
Dr. Elly A. E. ZWAAL
Vom Betriebsrat delegierte Mitglieder:
Peter FREUDENSCHUSS (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)
Samila FREUND (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf)
Erwin MÜLLNER (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien)
Claudia SCHMIDT (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)
35 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zeitraum von 01.01.2026 bis zum Datum der Freigabe des Konzernabschlusses gab es keine wesentlichen Ereignisse
nach dem Bilanzstichtag.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
94
36 Freigabe des Konzernabschlusses
Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft aufgestellt und zur
Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu
erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 12.03.2026
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
Dr. Hans Peter Andres
CPO
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
95
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochterge-
sellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2025, der Konzerngewinn- und -verlust-
rechnung, der Konzern-Gesamtergebnis-rechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Ka-
pitalfluss-rechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst ge-
treues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des
Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den vom International Accounting
Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind und den
zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO)
und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den öster-
reichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum
des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prü-
fungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils
hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
Sachverhalt und Problemstellung
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft weist in ihrem Konzernabschluss zum 31.12.2025 Sachanlagevermögen
mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt TEUR 76.258 aus.
In Entsprechung der geltenden Rechnungslegungsbestimmungen analysiert die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
unter Berücksichtigung der aktuellen finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für sämtliche zahlungsmittelgenerie-
rende Einheiten, ob ein Wertminderungsbedarf bzw. im Falle der in Vorjahren wertgeminderten zahlungsmittelgenerieren-
den Einheiten ein Wertaufholungsbedarf gegeben ist.
Details dazu sind im Konzernanhang unter Note 15 Sachanlagen dargestellt.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
96
Die Ermittlung des erzielbaren Betrages erfordert verschiedene Ermessensentscheidungen und unterliegt wesentlichen
Schätzungskomponenten, wie beispielsweise der Wahl einer angemessenen Methode, der Schätzung zukünftiger Zah-
lungsflüsse und der Festlegung angemessener Diskontierungszinssätze. In die zur Überprüfung der Wertansätze heran-
gezogenen Bewertungsmodelle auf Basis kapitalwertorientierter Verfahren fließen somit zahlreiche Inputfaktoren ein. Dazu
zählen insbesondere die künftige Entwicklung der Rohstoff-, Energie- und Personalkosten sowie der Verkaufspreise. Dar-
über hinaus sind die Annahmen zu den Kosten- und Preisentwicklungen inklusive der in der Haselnussplantage in Aser-
baidschan zu erntenden Haselnussmengen im Planungszeitraum wertbestimmend.
Aufgrund der Komplexität der Bewertungsmodelle und der Abhängigkeit der Ergebnisse von der Einschätzung der Ent-
wicklungen am Markt sowie der Haselnussplantage durch die gesetzlichen Vertreter handelt es sich um einen besonders
wichtigen Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen
Wir haben die in das Bewertungsmodell einfließenden Planungsrechnungen und die darin enthaltenen von den gesetzli-
chen Vertretern vorgenommenen Ermessensentscheidungen gewürdigt. Die Prüfungshandlungen umfassten vor allem die
analytische Durchsicht der geplanten Entwicklung bedeutender Elemente der Planungsrechnungen, wie beispielsweise
der geplanten Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Befragung von Verantwortlichen des Vorstands und des Controllings
zur Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen und getroffenen Annahmen und die Abstimmung der Planungsrech-
nungen mit der dem Aufsichtsrat vorgelegten Planung.
Weiters haben wir das angewendete Berechnungsmodell nachvollzogen. Die zur Anwendung gelangten Diskontierungs-
zinssätze haben wir mit aus Marktdaten abgeleiteten Bandbreiten plausibilisiert.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestäti-
gungsvermerk. Den Jahresfinanzbericht (mit Ausnahme des Berichts des Aufsichtsrates) haben wir vor dem Datum dieses
Bestätigungsvermerks erhalten, der Bericht des Aufsichtsrates wird uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung
gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu
keine Art der Zusicherung geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Infor-
mationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernab-
schluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt
erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informatio-
nen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informatio-
nen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu be-
richten.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
97
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Über-
einstimmung mit den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen
des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich r die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung
eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Hand-
lungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Kon-
zerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu
liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungs-prozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentli-
chen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu
erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Ab-
schlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstel-
lung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen
von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-
mäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlun-
gen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch
und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil
zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht auf-
gedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwir-
ken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen in-
terner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollen, um Prüfungs-
handlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmetho-
den sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rech-
nungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
98
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlang-
ten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenhei-
ten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmens-tätigkeit
aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam
zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen un-
sere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prü-
fungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der
Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer
Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise
zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns zu erlangen als
Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss. Wir sind verantwortlich für die Anleitung,
Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkei-
ten. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfest-stellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlä-
gig auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswir-
ken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungs-vermerk,
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir
bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er
mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstim-
mung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durch-
geführt.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
99
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,
enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 22. Mai 2025 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2025 endende
Geschäftsjahr gewählt und am 6. Juni 2025 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Wir
sind ununterbrochen seit dem am 31.Dezember 2024 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer des Konzerns.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Art 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir
bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Gerhard Marterbauer.
Wien, am 12. März 2026
Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH
Mag. Gerhard Marterbauer
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in
der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den
deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen
sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
100
Erklärung des Vorstands zum Konzernabschluss
der Josef Manner & Comp. AG zum 31. Dezember 2025
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie
sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss zum 31.12.2025 ein möglichst ge-
treues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäfts-
verlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Unge-
wissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 12.03.2026
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG
Dr. Hans Peter Andres
CPO
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
101
Jahresabschluss
2025
der Josef Manner & Comp. AG
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
102
Inhaltsverzeichnis
Bilanz .............................................................................................................................................................................. 103
Gewinn- und Verlustrechnung ......................................................................................................................................... 105
Anhang ............................................................................................................................................................................ 107
I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ........................................................................................................... 108
II. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ...................................................................... 111
III. Sonstige Angaben ............................................................................................................................................. 117
Anlagespiegel .................................................................................................................................................................. 119
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025.......................................................................................................................... 122
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens ............................................ 129
3 Bericht über Forschung und Produktentwicklung ................................................................................................ 132
4 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ..................................................................................................... 133
5 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen .............. 135
Unternehmens-Kennzahlen ............................................................................................................................................. 137
Bestätigungsvermerk ...................................................................................................................................................... 138
Erklärung des Vorstands ................................................................................................................................................. 143
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und aus Rücksichtnahme auf Ressourcen wird auf die gedruckte
Version des Jahresabschlusses 2025 verzichtet.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
103
Bilanz
Bilanz (Einzelabschluss nach UGB)
der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
AKTIVA
31.12.2025
31.12.2024
A.
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie Lizenzen
2.107.183,22
2.616.949,47
2. geleistete Anzahlungen
0,00
191.300,00
2.107.183,22
2.808.249,47
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
30.301.001,37
31.689.784,90
2. Technische Anlagen und Maschinen
22.596.713,99
20.431.192,76
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.234.495,51
1.390.101,43
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
9.147.351,88
5.936.886,10
63.279.562,75
59.447.965,19
III.
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
896.759,12
896.809,90
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
13.874.212,88
13.777.732,17
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
3.037.489,90
3.030.418,77
17.808.461,90
17.704.960,84
83.195.207,87
79.961.175,50
B.
UMLAUFVERMÖGEN
I.
Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
12.981.245,34
11.855.259,05
2. unfertige Erzeugnisse
13.288.355,52
9.173.173,35
3. fertige Erzeugnisse und Waren
27.885.168,56
20.916.267,10
54.154.769,42
41.944.699,50
II.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
4.297.898,55
15.404.351,63
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
0,00
0,00
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
195.435,20
696.197,96
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
0,00
0,00
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
3.131.595,81
2.067.814,95
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
772.516,06
772.516,06
7.624.929,56
18.168.364,54
III.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
10.842.171,86
8.392.579,39
72.621.870,84
68.505.643,43
C.
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
687.214,97
988.303,52
D.
AKTIVE LATENTE STEUERN
41.230,03
242.073,51
SUMME AKTIVA
156.545.523,71
149.697.195,96
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
104
Bilanz
Bilanz (Einzelabschluss nach UGB)
der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
PASSIVA
31.12.2025
31.12.2024
A.
EIGENKAPITAL
I.
eingefordertes und einbezahltes Grundkapital
13.740.300,00
13.740.300,00
II.
Kapitalrücklagen
1. gebundene
675,00
675,00
III.
Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen
1.374.030,00
1.374.030,00
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen)
55.257.816,06
50.657.816,06
56.631.846,06
52.031.846,06
IV.
Bilanzgewinn
4.247.136,51
3.950.842,50
davon Gewinnvortrag
170.842,50
135.244,88
74.619.957,57
69.723.663,56
B.
INVESTITIONSZUSCHÜSSE
137.066,84
289.180,73
C.
RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Abfertigungen
6.685.897,00
7.017.000,00
2. Rückstellungen für Pensionen
3.291.756,00
3.588.444,00
3. Steuerrückstellungen
1.606.129,00
2.928.112,90
4. sonstige Rückstellungen
20.761.633,32
21.029.952,60
32.345.415,32
34.563.509,50
D.
VERBINDLICHKEITEN
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
24.721.674,93
25.985.221,71
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
18.458.128,15
14.721.674,93
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
6.263.546,78
11.263.546,78
2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
19.069.364,67
14.855.532,90
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
0,00
0,00
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
19.069.364,67
14.855.532,90
3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
147.276,60
17.872,04
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
0,00
0,00
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
147.276,60
17.872,04
4.
sonstige Verbindlichkeiten
5.504.767,78
4.262.215,52
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
437.591,69
0,00
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
5.067.176,09
4.262.215,52
davon aus Steuern
1.190.934,26
2.108.826,18
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
2.610.273,98
694.629,65
49.443.083,98
45.120.842,17
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
18.895.719,84
14.721.674,93
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
30.547.364,14
30.399.167,24
E.
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
0,00
0,00
SUMME PASSIVA
156.545.523,71
149.697.195,96
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
105
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung (Einzelabschluss nach UGB)
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
0112 2025
0112 2024
1.
Umsatzerlöse
322.140.601,51
304.898.214,26
2.
Veränderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
10.688.599,50
465.789,74
3.
andere aktivierte Eigenleistungen
128.289,01
111.730,55
4.
sonstige betriebliche Erträge
a. Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme
0,00
142.099,23
der Finanzanlagen
b. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
266.150,62
1.255.656,47
c. übrige
1.361.755,46
216.790,83
1.627.906,08
1.614.546,53
5.
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a. Materialaufwand
-152.466.405,28
-126.548.673,46
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen
-32.251.643,16
-29.717.450,94
-184.718.048,44
-156.266.124,40
6.
Personalaufwand
a. Löhne
-19.156.512,31
-18.465.517,10
b. Gehälter
-28.288.896,45
-27.775.025,26
c. soziale Aufwendungen
-13.954.355,03
-16.086.469,42
davon Aufwendungen für Altersversorgung
-205.612,88
-91.164,10
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
-855.745,59
-2.860.595,36
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-12.044.673,32
-12.353.033,07
-61.399.763,79
-62.327.011,78
7.
Abschreibungen
a. auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen
-8.254.713,74
-9.026.780,98
8.
sonstige betriebliche Aufwendungen
-65.234.479,95
-62.164.208,55
davon Steuern, soweit sie nicht unter Z18 fallen
-73.903,41
-79.447,41
9.
Zwischensumme aus Z1 bis 8 (Betriebsergebnis)
14.978.390,18
17.306.155,37
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
106
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn - und Verlustrechnung (Einzelabschluss nach UGB)
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
01-12 2025
01-12 2024
10.
Erträge aus Beteiligungen
317.763,66
269.313,88
davon betreffend verbundene Unternehmen
317.763,66
269.313,88
11.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermö-
gens
250.789,67
1.152.803,74
davon betreffend verbundene Unternehmen
224.623,21
1.130.424,78
12.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
6.011,95
21.452,78
davon betreffend verbundene Unternehmen
0,00
0,00
13.
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens
7.071,13
20.823,23
14.
Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
a. Abschreibungen
b. Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
-1.650.000,00
-1.650.000,00
0,00
-4.400.000,00
-4.400.000,00
0,00
15.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-1.462.341,06
-1.837.605,55
davon betreffend verbundene Unternehmen
0,00
0,00
16.
Zwischensumme aus Z10 bis 15 (Finanzergebnis)
-2.530.704,65
-4.773.211,92
17.
Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z9 und Z16)
12.447.685,53
12.532.943,45
18.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-3.771.391,52
-4.017.345,83
davon latente Steuern
-200.843,48
-421.341,51
19.
Jahresüberschuss
8.676.294,01
8.515.597,62
20.
Zuweisung zu Gewinnrücklagen
-4.600.000,00
-4.700.000,00
21.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
170.842,50
135.244,88
22.
Bilanzgewinn
4.247.136,51
3.950.842,50
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
107
Jahresabschluss zum 31.12.2025
Anhang
der Josef Manner & Comp. AG
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
108
I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1 Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss der Josef Manner & Comp. AG wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuchs (UGB)
in der geltenden Fassung und unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage zu vermitteln, erstellt.
Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung werden eingehalten. Bei der Bewertung wird von der Fortführung des
Unternehmens ausgegangen. Der Grundsatz der Einzelbewertung wird angewandt.
Dem Vorsichtsgrundsatz wird Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Bilanzstichtag verwirklichten Gewinne
ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr oder in einem früheren
Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.
Um sämtliche Aufwendungen und Erträge innerhalb des Abschlussjahres darzustellen, kommt das Gesamtkostenverfah-
ren zur Anwendung.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Kapitalverhältnisse
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300,00 und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückak-
tien zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber (246.658 Stück; Vorjahr: 246.658 Stück) oder auf Namen
(1.643.342 Stück; Vorjahr: 1.643.342 Stück). Die Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel im Markt-
segment Standard Market Auction).
Konzernverhältnisse
Mit Bescheid vom 28.08.2023 bildet die Josef Manner & Comp. AG mit ihrer Tochtergesellschaft Manner Azerbaijan Limi-
ted Liability Company eine körpersteuerliche Unternehmensgruppe gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988. Die Josef Manner &
Comp. AG fungiert dabei als Gruppenträger.
Die Gesellschaft ist die oberste Gesellschaft des Manner-Konzerns. Der Konzernabschluss wird beim Handelsgericht Wien
hinterlegt.
2 Anlagevermögen
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Ab-
schreibung bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenom-
men. Bei Wegfall der Gründe r außerplanmäßige Abschreibungen werden gemäß § 208 Abs. 1 UGB entsprechende
Zuschreibungen vorgenommen.
Den immateriellen Vermögensgegenständen wurde eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
109
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung
bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei
Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gemäß § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibun-
gen vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauer wurde der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
Bauten
33 bis 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
5 Jahre
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Finanzanlagevermögen
Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet.
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der
Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gemäß § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibungen vorge-
nommen.
3 Umlaufvermögen
Vorräte
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Anwendung des gewogenen Durch-
schnittspreisverfahrens, wobei nach Maßgabe die niedrigeren Marktwerte zum Bilanzstichtag und nötige Abwertungen,
die durch Überbestände bedingt sind, angemessen berücksichtigt werden.
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten auf Basis der Einzelkosten zuzüglich
angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Bedachtnahme auf eine verlustfreie Bewertung zum Jahres-
ende. Nötige Abwertungen, die durch Überbestände bedingt sind, wurden in angemessener Höhe vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen wurden mit dem Nennwert, die sonstigen Vermögensgegenstände mit den Anschaffungskosten ange-
setzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Pauschalwertberichtigungen
wurden keine angesetzt. Zum Stichtag 31.12.2025 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T23.983
(Vorjahr: T€ 14.353) an Dritte verkauft.
Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs. 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept gebildet und resultieren
aus Differenzen zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Analog werden künftige Steu-
erentlastungen als aktive latente Steuern in der Bilanz berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis des aktuellen
Körperschaftsteuersatzes von 23%.
Rückstellungen für Sozialkapital
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen, nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (PUC-Methode) auf Basis einer durchschnittlichen Be-
zugserhöhung von 3,7% (Vorjahr: 3,7%) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters errechnet. Der verwendete Rech-
nungszinssatz ist jeweils ein Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz von hochwertig verzinsten Unternehmensanleihen mit
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
110
einer Laufzeit von zwölf Jahren in Höhe von 2,11% (Vorjahr: 1,83%). Für die Rückstellungen für Abfertigungen wurde wie
im Vorjahr kein Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Für die Jubiläumsgeldverpflichtungen wurde ein Fluktuationsab-
schlag, abhängig vom Dienstalter zwischen 3,0% und 17,1% (Vorjahr: 2,8% 16,8%) berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen in Höhe des unternehmens-
rechtlichen Erfordernisses nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Generationentafeln „AVÖ 2018-P-Rech-
nungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ und eines Rechnungszinssatzes von 1,87% (Vorjahr: 1,52%) errechnet.
Das Pensionsantrittsalter wurde ab 2003 den Regelungen der Pensionsreform bzw. dem Pensionsharmonisierungsgesetz
2004 angepasst.
Übrige Rückstellungen
Bei Berechnung der sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilan-
zerstellung erkennbaren Risiken und der he oder dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen
berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung aufgewendet werden müssen.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Währungsumrechnungen
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs
am Bilanzstichtag bewertet.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
111
II. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung
1 Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beiliegenden Anlagenspiegel.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Der Grundwert in der Position Grundstücke und Bauten beträgt zum Stichtag T 3.168 (Vorjahr: T€ 3.168).
Finanzanlagen
Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen zur Deckung der Rückstellungen für Pensionen 14 EStG) und zur Nut-
zung von Ertragspotenzialen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen: Geblergasse 116 GmbH & Co KG: T€
1.780 (Vorjahr: T€ 1.573) und Manner Azerbaijan LLC: T€: 12.094 (Vorjahr: T€ 12.204).
Im Zusammenhang mit der Manner Azerbaijan LLC wurde per 17.10.2025 ein Debt-to-Equity-Swap in Höhe von T€ 4.430
durchgeführt. Infolge dieses Swaps wurden im Geschäftsjahr 2025 T€ 4.430 von den Ausleihungen an verbundene Unter-
nehmen auf Anteile an verbundenen Unternehmen umgebucht. Gleichzeitig war die im Geschäftsjahr 2024 vorgenommene
außerplanmäßige Abschreibung (Wertberichtigung) in Höhe von T€ 4.400 entsprechend umzubuchen.
Der Beteiligungsansatz wurde im Jahr 2025 um weitere T€ 31 außerplanmäßig auf einen Restbuchwert von € 1 abgewer-
tet. Darüber hinaus wurde die sich aus dem Impairmenttest 2025 ergebende verbleibende Unterdeckung in Höhe von T€
1.619 als außerplanmäßige Abschreibung auf die Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 er-
fasst. Insgesamt ergibt sich aus dem Impairmenttest 2025 ein zusätzlicher Abwertungsbedarf in Höhe von T€ 1.650.
Der vom Vorstand durchgeführte Impairmenttest berücksichtigte neben verschiedenen Planungsparametern auch einen
Risikoabschlag. Dieser wurde insbesondere aufgrund von rund zweijährigen Projektverzögerungen, höher als ursprünglich
geplanten Investitionen, Unsicherheiten im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Tätigkeit und dem regionalen Um-
feld sowie der vergleichsweise langen Payback-Periode angesetzt. Bereits im Geschäftsjahr 2024 war im Zusammenhang
mit der Manner Azerbaijan LLC eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 4.400 vorgenommen worden.
Es gibt keine Ausleihungen mit einer Fristigkeit bis zu einem Jahr.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
112
Angaben zu verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungsunternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen *)
(Vorjahreswerte in Klammern)
Sitz
Beteiligungs-
quote
%
Eigenkapital
z. 31.12.2025
T€
Jahresergebnis
2025
T€
Geblergasse 116 GmbH & Co KG **)
Wien, A
100
(100)
-1.132
(-1.095)
-37
(-10)
JOSEF MANNER, marketinske storitve,
d.o.o. **)
Ljubljana, SLO
100
(100)
271
(191)
209
(121)
Manner Azerbaijan LLC **)
Khudat City,
AZ
100
(100)
-4.788
(-8.948)
-1.415
(-2.429)
Compliment Süßwaren
Vertriebs Gesellschaft m. b. H. **)
Wolkersdorf, A
100
(100)
63
(61)
2
(18)
Josef Manner s.r.o. **)
Brno, CZ
100
(100)
325
(188)
323
(175)
31.12.2025: 1 EUR = 24,237 CZK; 31.12.2024: 1 EUR = 25,185 CZK
31.12.2025: 1 EUR = 2,0022 AZN; 31.12.2024: 1 EUR = 1,7724 AZN
*) Im Berichtsjahr hat es keine unternehmensrechtlichen Umgründungen gegeben. Vorjahr: Unterstützungseinrichtung der
Josef Manner & Comp. AG, GmbH wurde zum 31.12.2023 Up-Stream auf die Josef Manner & Comp. AG verschmolzen.
**) vorläufige Werte nach lokalem Rechnungslegungsgesetz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Zum 31.12.2025 wurden die nachträglichen Bonifikationen, soweit saldierungsfähig, in Höhe von T6.180 (Vorjahr: T€
6.587) mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgerechnet.
Verkaufte Forderungen (Factoring) werden ausgebucht. Zum 31.12.2025 waren Forderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen von T€ 23.983 an Dritte verkauft (Vorjahr: T€ 14.352).
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T 195 (Vorjahr: T€ 696) sind Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen.
Im Posten sonstige Forderungen sind Erträge in Höhe von T€ 199 (Vorjahr: T€ 29) enthalten, die erst nach dem Abschluss-
stichtag zahlungswirksam werden.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
113
Latente Steuern
Zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bestehen folgende Unterschiedsbeträge
bzw. Steuerlatenzen:
in T
12/2025
Aktiv
12/2025
Passiv
12/2024
Aktiv
12/2024
Passiv
112/2025
Bewegungen
Anlagevermögen
2.217
1.748
2.032
2.085
522
Abfertigungsrückstellung
2.463
2.782
-319
Pensionsrückstellung
613
754
-141
Sonstige Rückstellungen
3.653
3.764
-111
Verbindlichkeiten
11
7
4
Verlustanteil verb. Unt.
825
7.855
693
6.895
-828
Summe aktive/passive Unter-
schiedsbeträge
9.782
9.603
10.032
8.980
-873
Aktive(+)/passive(-) latente Steuer-
abgrenzung 23% (VJ: 23%)
2.250
2.209
2.307
2.065
Aktive/passive Saldogröße
41
242
Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt wie im Vorjahr 13.740.300,00 und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückaktien mit Stimmrecht
zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber oder auf Namen.
Die gesetzliche Rücklage ist in gefordertem Ausmaß dotiert.
Sonstige Rückstellungen
Für nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder und Zeitguthaben sind T€ 7.101 (Vorjahr: T€ 7.012) rückgestellt. Wesent-
liche sonstige Rückstellungen sind auch jene für variable Bezüge in Höhe von T€ 3.143 (Vorjahr: T€ 2.685), Rechts- und
Beratungskosten T€ 1.580 (Vorjahr: T€ 1.662) und am Bilanzstichtag noch ausständige Eingangsrechnungen T€ 667 (Vor-
jahr: T€ 740), davon Energie T€ 600 (Vorjahr: T€ 470) und Pönalen T€ 67 (Vorjahr: T€ 270). Durch die beiden Projekte
TETRIS (Projekt zur Sortimentsoptimierung und Effizienzsteigerung) und Supply Chain 2.0 werden bestimmte Positionen
redundant werden, oder es werden künftig zumindest teilweise andere Qualifikationen und Kompetenzen benötigt werden.
Die Umstellung wurde 2025 begonnen und dauert erwartungsgemäß bis zu zwei Jahre an. Dazu wurde 2024 eine Rück-
stellung in Höhe von T€ 1.842 gebildet und zum Bilanzstichtag 2025 auf T€ 1.775 neubewertet.
In den sonstigen Rückstellungen sind des Weiteren sonstige Vergütungen an Kund*innen in Höhe von T€ 4.372 (Vorjahr:
T€ 4.879) ausgewiesen.
Verbindlichkeiten
Gegenüber Kreditinstituten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in der Höhe von T€
0 (im Vorjahr T€ 310). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf
Jahren betragen T€ 0 (Vorjahr: T€ 0). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beziehen sich so
wie im Vorjahr keine auf Lieferungen und Leistungen, sämtliche T€ 147 (Vorjahr: T€ 18) sind sonstige Verbindlichkeiten.
Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von T5.031 (Vorjahr: T€ 3.861) enthalten, die erst
nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
114
Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung nicht in der Bilanz ausgewiesener Sachanlagen
Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz ausgewiesenem Sachanlagevermögen
Die Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz ausgewiesenem Sachanlagevermögen (Mietverträge) betragen für das
kommende Geschäftsjahr T€ 3.275 (Vorjahr: T€ 2.900) und für die nächsten fünf Geschäftsjahre T€ 15.541 (Vorjahr:
T€ 13.079).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus bestehenden Sponsorenverträgen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.323 (Vorjahr: T€ 1.036), die
die Wirtschaftsjahre 2026 bis 2028 betreffen.
Darüber hinaus bestehen analog zum Vorjahr keine Haftungsverhältnisse nach § 199 UGB.
Gegebene Sicherheiten
Zum 31.12.2025 gibt es keine besicherten Kreditverbindlichkeiten. Im Vorjahr hat es ebenfalls keine besicherten Kredit-
verbindlichkeiten gegeben.
Darüber hinaus bestehen Haftungen aus Kautionsgarantien für Geschäftsräumlichkeiten in Höhe von T€ 175 (Vorjahr: T€
271).
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
115
2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
T
T
2025
2024
Österreich
127.917
120.431
EU
188.960
176.956
Drittländer
5.263
7.512
322.141
304.899
Materialaufwand
Vom Materialaufwand entfallen T129.552 (Vorjahr: T€ 103.428) auf Rohstoffe und T€ 22.039 (Vorjahr: T€ 22.192) auf
Verpackungsmaterialien.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen T€ 19.709 (Vorjahr: T€ 18.195) auf Werbekostenzuschüsse, T€
10.303 (Vorjahr: T€ 9.423) auf Werbungsaufwendungen und T€ 17.051 (Vorjahr: T€ 17.451) auf Logistikaufwendungen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
T€
T
T
T€
T€
T€
2025
2025
2025
2024
2024
2024
Österreich
Deutschland
Gesamt
Österreich
Deutschland
Gesamt
Körperschaftsteueraufwand
2.874
321
3.195
3.204
178
3.382
Solidaritätszuschlag
0
18
18
0
10
10
Gewerbesteuer
0
356
356
0
203
203
Zwischenergebnis
2.874
695
3.569
3.204
391
3.595
Bewegung latente Steuern
201
0
201
421
0
421
3.075
695
3.770
3.625
391
4.016
Gemäß den Anforderungen des § 238 des Unternehmensgesetzbuchs (UGB) weisen wir darauf hin, dass der Steuerauf-
wand oder Steuerertrag der Manner-Gruppe unter Berücksichtigung des Mindestbesteuerungsgesetzes sowie ausländi-
scher Steuergesetze gemäß § 198 Abs. 10 Satz 3 Z 4 UGB zu bewerten ist.
Der Gesamtumsatz der Manner-Gruppe liegt unter der Schwelle, ab der das Mindestbesteuerungsgesetz Anwendung
findet. Aus diesem Grund werden keine direkten steuerlichen Verpflichtungen oder Auswirkungen aus dem Mindestbe-
steuerungsgesetz oder entsprechenden ausländischen Steuergesetzen nach § 198 Abs. 10 Satz 3 Z 4 UGB für die kom-
menden Geschäftsjahre erwartet.
Mit Bescheid vom 28.08.2023 bildet die Josef Manner & Comp. AG mit ihrer Tochtergesellschaft Manner Azerbaijan Limi-
ted Liability Company eine körpersteuerliche Unternehmensgruppe gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988. Die Josef Manner &
Comp. AG fungiert dabei als Gruppenträger.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
116
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
T
T
T
2025
2024
2023
Vorstände und ehemalige Vorstände
276
177
-74
Angestellte und Arbeiter*innen
633
2.768
1.769
909
2.945
1.695
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen
für Abfertigungen (Abfertigungszahlungen zuzüglich Veränderung der Abfertigungsrückstellung) in Höhe von T€ 551 (Vor-
jahr: T€ 2.321) enthalten.
Bilanzgewinn
Der Vorstand schlägt vor, an die dividendenberechtigten Aktien eine Dividende von 2,00 je Aktie (Vorjahr: € 2,00) aus-
zuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
117
III. Sonstige Angaben
KONZERNVERHÄLTNISSE
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Wien, hat zum 31.12.2025 aufgrund der Bestimmungen des § 249 Abs. 2
UGB einen Konzernabschluss erstellt.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Mag. Dieter MESSNER (CEO; ab 01.09.2025)
Dr. Hans Peter ANDRES (CPO)
Sabine BRANDL, MBA, MSc (CSMO)
Thomas GRATZER (COO; bis 31.12.2025)
Scipio OUDKERK, MSc (CFO)
Aufsichtsrat
Von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder:
Mag. Albin HAHN, Vorsitzender
Dr. Martina ANDRES, Vorsitzender-Stellvertreterin
Mag. Florian JONAK, Vorsitzender-Stellvertreter
Dr. Michael GRAHAMMER
Prof. Dr. Sita Monica MAZUMDER
Dipl.-Kfm. Martina SANDROCK, MBA
Dr. Martin SCHOBER
Dr. Elly A. E. ZWAAL
Vom Betriebsrat delegierte Mitglieder:
Peter FREUDENSCHUSS (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)
Samila FREUND (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf)
Erwin MÜLLNER (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien)
Claudia SCHMIDT (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
118
Bezüge des Vorstands sowie des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Vorstands betrugen T€ 1.394 (Vorjahr: T€ 1.242). Weiters wurden variable Gehaltsbestandteile in Höhe
von T€ 443 (Vorjahr: T€ 382) als Rückstellung berücksichtigt. Betreffend die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder wird
die Schutzklausel gemäß § 239 Abs. 1 Ziffer 4 UGB in Verbindung mit § 242 Abs. 4 UGB angewendet. Es wurden keine
Kredite an Vorstandsmitglieder vergeben.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats bezogen im Geschäftsjahr 2025 Sitzungsgelder für das laufende Jahr in Höhe von T€ 163
(Vorjahr: T€ 136). Für das Jahr 2025 wurden Vergütungen in Höhe von T€ 238 (Vorjahr: T€ 54) rückgestellt.
Beschäftigte
Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 755,9 Dienstnehmer*innen (FTE, Vorjahr: 779,5), davon 334,1 Angestellte (Vor-
jahr: 342,9) und 421,8 Arbeiter*innen (Vorjahr: 436,6) beschäftigt.
Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer 2025 sind dem Konzernabschluss der Josef Manner & Comp. Aktiengesell-
schaft zu entnehmen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und
Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.
Wien, am 12.03.2026
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG
Dr. Hans Peter Andres
CPO
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
119
Anlagespiegel
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellkosten
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand
Zugang
Umbuchung
Abgang
Stand
01.01.2025
31.12.2025
A.
Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegen-
stände
1.
gewerbliche Schutzrechte und ähnli-
che Rechte und Vorteile sowie Lizen-
zen
13.305.724,70
466.454,50
191.300,00
4.642.655,19
9.320.824,01
2.
geleistete Anzahlungen und Anlagen
in Bau
191.300,00
0,00
-191.300,00
0,00
0,00
13.497.024,70
466.454,50
0,00
4.642.655,19
9.320.824,01
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten
62.440.780,34
26.441,14
0,00
5.177.080,56
57.290.140,92
2.
Maschinen
162.910.526,90
3.393.392,76
3.876.880,46
20.891.599,84
149.289.200,28
3.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
18.738.777,26
672.876,58
0,00
5.203.537,51
14.208.116,33
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen
in Bau
5.936.886,10
7.087.346,24
-3.876.880,46
0,00
9.147.351,88
250.026.970,60
11.180.056,72
0,00
31.272.217,91
229.934.809,41
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
903.952,54
0,00
4.430.480,95
0,00
5.334.433,49
2.
Ausleihungen an verbundene Unter-
nehmen
18.177.732,17
1.746.429,94
-4.430.480,95
0,00
15.493.681,16
3.
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlage-
vermögens
3.151.574,78
0,00
0,00
0,00
3.151.574,78
22.233.259,49
1.746.429,94
0,00
0,00
23.979.689,43
SUMME ANLAGESPIEGEL
285.757.254,79
13.392.941,16
0,00
35.914.873,10
263.235.322,85
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
120
Anlagespiegel
Entwicklung der Abschreibung
Entwicklung der Abschreibung
Stand
Zugang
Umbuchung
Abgang
Zuschreibung
Stand
01.01.2025
31.12.2025
A.
Anlagevermögen
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1.
gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und
Vorteile sowie Lizenzen
10.688.775,23
1.167.520,75
0,00
4.642.655,19
0,00
7.213.640,79
2.
geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
10.688.775,23
1.167.520,75
0,00
4.642.655,19
0,00
7.213.640,79
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten
30.750.995,44
1.384.586,78
0,00
5.146.442,67
0,00
26.989.139,55
2.
Maschinen
142.479.334,14
5.011.169,21
0,00
20.798.017,06
0,00
126.692.486,29
3.
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
17.348.675,83
691.436,99
0,00
5.066.492,00
0,00
12.973.620,82
4.
geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
190.579.005,41
7.087.192,98
0,00
31.010.951,73
0,00
166.655.246,66
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen
Unternehmen
7.142,64
30.531,73
4.400.000,00
0,00
0,00
4.437.674,37
2.
Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
4.400.000,00
1.619.468,28
-4.400.000,00
0,00
0,00
1.619.468,28
3.
Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögens
121.156,01
0,00
0,00
0,00
7.071,13
114.084,88
4.528.298,65
1.650.000,01
0,00
0,00
7.071,13
6.171.227,53
SUMME
ANLAGESPIEGEL
205.796.079,29
9.904.713,74
0,00
35.653.606,92
7.071,13
180.040.114,98
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
121
Anlagespiegel
Buchwerte
Buchwerte
Stand
Stand
31.12.2025
31.12.2024
A.
Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegen-
stände
1.
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Vorteile so-
wie Lizenzen
2.107.183,22
2.616.949,47
2.
geleistete Anzahlungen und Anla-
gen in Bau
0,00
191.300,00
2.107.183,22
2.808.249,47
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten
30.301.001,37
31.689.784,90
2.
Maschinen
22.596.713,99
20.431.192,76
3.
Betriebs- und Geschäftsausstat-
tung
1.234.495,51
1.390.101,43
4.
geleistete Anzahlungen und Anla-
gen in Bau
9.147.351,88
5.936.886,10
63.279.562,75
59.447.965,19
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unterneh-
men
896.759,12
896.809,90
2.
Ausleihungen an verbundene Un-
ternehmen
13.874.212,88
13.777.732,17
3.
Wertpapiere (Wertrechte) des An-
lagevermögens
3.037.489,90
3.030.418,77
17.808.461,90
17.704.960,84
SUMME ANLAGESPIEGEL
83.195.207,87
79.961.175,50
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
122
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025
der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
DIE GESELLSCHAFT
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft ist eine rsennotierte Aktiengesellschaft, deren Aktien an der Wiener Börse
im Markt „Amtlicher Handel“, Marktsegment „Standard Market Auction“ notieren. Die Gesellschaft produziert seit 1890
Süßwaren und hält Beteiligungen an Unternehmen, die in den Bereichen Vertrieb von Süßwaren, Mietshäuser und Anbau
von Haselnüssen tätig sind.
WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN 2025
Umsatz mit € 322,1 Mio. (Vorjahr: € 304,9 Mio.) gegenüber 2024 um +5,7% gestiegen (Vorjahr: +5,9%)
Exportquote liegt stabil bei 60,3% (Vorjahr: 60,5%)
Rohstoffpreise haben sich insbesondere bei Kakao, Kokosöl und Milchprodukten erhöht; Materialaufwand beträgt
152,5 Mio. (Vorjahr € 126,5 Mio.)
EBT beträgt € 12,4 Mio. (Vorjahr: € 12,5 Mio.)
Eigenkapitalquote stieg auf 47,7% (Vorjahr: 46,6%)
Nettoverschuldung wurde auf € 13,9 Mio. (Vorjahr: € 17,6 Mio.) reduziert
Trade Working Capital auf € 39,4 Mio. verringert (Vorjahr: € 42,5 Mio.)
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD 2025
Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2025 war weiterhin von einer verhaltenen Inlandsnachfrage geprägt. Das Brutto-
inlandsprodukt wuchs im Jahr 2025 real um 0,6 Prozent. Die heimische Konjunktur zeigte sich insgesamt schwach, wobei
erste Stabilisierungstendenzen im Jahresverlauf erkennbar waren. Die schrittweisen Leitzinssenkungen der Europäische
Zentralbank begannen sich allmählich positiv auf die Investitionstätigkeit auszuwirken, wenngleich die Kreditnachfrage
aufgrund der insgesamt zurückhaltenden Stimmung im Unternehmens- und Privatsektor noch gedämpft blieb. Der private
Konsum entwickelte sich infolge der rückläufigen, jedoch weiterhin erhöhten Inflation nur moderat, da die Sparneigung der
Haushalte im Jahresverlauf hoch blieb.
Der Außenhandel stellte auch 2025 einen Belastungsfaktor für die österreichische Wirtschaft dar. Die schwache Dynamik
wichtiger Handelspartner sowie geopolitische Unsicherheiten wirkten dämpfend auf die Exportentwicklung. Insgesamt
wurde für 2025 ein nur geringes Wirtschaftswachstum verzeichnet, nachdem sich die Konjunktur erst gegen Jahresende
etwas festigen konnte.
Am Arbeitsmarkt zeigte sich 2025 eine Seitwärtsbewegung auf erhöhtem Niveau. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote
lag im Jahresdurchschnitt bei 7,4 Prozent. Im Jahresverlauf mehrten sich jedoch die Anzeichen, dass der Höhepunkt des
laufenden Zyklus erreicht wurde. Demographische Effekte sowie ein nur begrenzter Anstieg des Arbeitskräfteangebots
wirkten stabilisierend und verhinderten einen weiteren deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Die Inflation blieb 2025 zunächst auf vergleichsweise hohem Niveau und betrug im November 4,0 Prozent. Erst gegen
Jahresende zeichnete sich eine spürbare Abschwächung des Preisauftriebs ab. Im Jahresdurchschnitt lag die Teuerungs-
rate bei 3,6 Prozent. Der Jahresdurchschnitt 2025 ist nach der Phase der Hochinflation in den Jahren 2022 bis 2024 der
höchste seit 1993.
Manner-Gruppe
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Der Zinssenkungszyklus im Euroraum gewann 2025 an Dynamik. Die Europäische Zentralbank senkte die Leitzinsen
schrittweise, um die wirtschaftliche Entwicklung zu stützen und den desinflationären Prozess zu begleiten. Gegen Jahres-
ende deutete sich eine Stabilisierung des Einlagenzinssatzes an.
Die wirtschaftliche Entwicklung 2025 war weiterhin von geopolitischen Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit dem
Ukraine-Russland-Krieg, sowie von globalen Konjunkturunsicherheiten geprägt. Produktionsausfälle, Störungen in den
Lieferketten und volatile Rohstoff- und Energiepreise stellten wesentliche Risikofaktoren dar. Insgesamt bewegten sich die
Rohstoff- und Energiepreise 2025 auf einem erhöhten, jedoch im Jahresverlauf tendenziell stabileren Niveau. Eine Aus-
nahme bildeten weiterhin stark schwankende Preise bei einzelnen Agrarrohstoffen, insbesondere bei Kakaobohnen.
UMSATZENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr 2025 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um +5,7% (Vorjahr: +5,9%) von T€ 304.898 auf T€ 322.141
gestiegen. Die Steigerung konnte sowohl im Inland als auch international realisiert werden und resultiert insbesondere aus
den der Rohstoffpreisentwicklung geschuldeten Verkaufspreiserhöhungen.
Die verkaufte Menge ist insgesamt um -1,4% (Vorjahr +2,6%) von 53.545 to auf 52.803 to im Jahr 2025 leicht gesunken,
was vor allem der Weitergabe von Beschaffungs- und Produktionskostensteigerungen geschuldet ist. Die gesunkene
Nachfrage ist insbesondere bei den schokolierten Markenprodukten spürbar.
Weiters stabilisiert sich die Exportquote bei 60,3%, diese lag im Vorjahr bei 60,5%.
ERTRAGSLAGE
Im Jahr 2025 liegt das Ergebnis vor Steuern mit T€ 12.448 (Vorjahr: T€ 12.533) im Bereich des Vorjahrs. Der Betriebserfolg
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern) mit T€ 14.978 (Vorjahr: T€ 17.306) verringerte sich im Vergleich zum Wert von 2024.
Der Rückgang des Betriebserfolges ist hauptsächlich mit dem deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise (v.a. der Kakaobohne)
begründet. Die Verbesserung des Finanzergebnisses hat einen gegenläufigen Effekt im Ergebnis vor Steuern und resultiert
vor allem aus dem im Vergleich zu 2024 geringeren Abwertungsbedarf für Manner LLC in Aserbaidschan.
Durch die gestiegenen Umsatzerlöse ist auch die Betriebsleistung im Vergleich zum Vorjahr um +8,9% (Vorjahr: +4,7%)
von T€ 307.102 auf T€ 334.585 deutlich gestiegen. Aufgrund der verbesserten Nutzung des ERP-Systems konnte der
Großteil der Warenbestände mengenmäßig zum Ende des Jahres 2025 gegenüber 2024 leicht verringert werden. Gegen-
läufig ist unter anderem der Aufbau im Bereich Mozartkugeln, wo es zwischen Sommer und Herbst 2026 zu einem Aus-
tausch der Produktions- und Verpackungsanlage kommen wird, und daher zur Überbrückung temporär mit höheren Wa-
renbeständen kalkuliert werden muss. Dieser temporäre Aufbau eines Produkts mit hohem Kakaoanteil begann Ende 2025
und schlägt sich aufgrund der hohen Herstellkosten in einer positiven Bestandsveränderung nieder.
Vor allem Kakaobohnen, Kokosöl und Milchprodukte sind 2025 im Vergleich zu 2024 teilweise signifikant teurer geworden.
In geringerem Ausmaß haben sich die Kosten von Haselnüssen erhöht. Die restlichen Beschaffungspreise für Rohstoffe
sind dagegen stabil geblieben beziehungsweise geringfügig günstiger geworden. Das Rohstoff-Umfeld bleibt auch 2026
volatil. Der Anteil der Rohstoffkosten in Prozent der Betriebsleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 38,7%, und somit
um 5,0 Prozentpunkte erhöht (Vorjahr: 33,7%).
Die Veränderung des Personalaufwands von -1,5% (Vorjahr: +12,0%) ergibt sich insbesondere aufgrund der leichten Ab-
nahme des Personalbestands und aufgrund des Mehreinsatzes von Leiharbeitskräften. Gegenläufig waren die wiederum
hohen kollektivvertraglichen Abschlüsse für 2025. Die gestiegenen Abzinsungszinssätze (7 Jahresdurchschnitt) hatten
einen leicht gegenläufigen Effekt auf die Entwicklung der Personalrückstellungen. Auch die Erhöhung von Urlaubs- und
sonstigen Personalaufwendungen, die auf der erhöhten Personaltätigkeit wegen der nach wie vor herausfordernden Situ-
ation bei der Besetzung der offenen Stellen in Kombination mit einer guten Auslastung beruht, hat die Personalkosten
nach oben getrieben. Zusätzlich blieb das Niveau der Krankenstände vergleichbar wie 2024, der Aufwand für Leihkräfte
zeigt eine leichte Erhöhung.
Durch die beiden Projekte TETRIS (Projekt zur Sortimentsoptimierung und Effizienzsteigerung) und Supply Chain 2.0
werden bestimmte Positionen redundant werden, oder es werden künftig zumindest teilweise andere Qualifikationen und
Kompetenzen benötigt werden. Die Umstellung wurde 2025 begonnen und dauert erwartungsgemäß bis zu zwei Jahre
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Jahresfinanzbericht 2025
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an. Es wurde im Jahr 2024 eine Rückstellung in he von T€ 1.842 gebildet, welche im Berichtsjahr auf insgesamt T
1.776 leicht verringert wurde.
Die Stärkung unserer Herstellermarken durch Werbung und Verkaufsförderung wird als langfristiges strategisches Enga-
gement erachtet. Insofern wurde im Berichtsjahr der dafür vorgesehene Etat höher als im Vorjahr veranschlagt und auch
umgesetzt.
Den herausfordernden Marktbedingungen zum Trotz ergaben sich sowohl im laufenden Betrieb während des Jahres als
auch zum Jahresultimo niedrigere Bankverbindlichkeiten. Die Erlöse aus dem im Sommer 2024 eingeführten Factoring
wurden für die Tilgung von Krediten verwendet. Verkaufte Forderungen (Factoring) wurden ausgebucht. Zum Stichtag
31.12.2025 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 23.983 (Vorjahr: T€ 14.353) an Dritte verkauft. In
Kombination mit dem strikten Cash-Management reduzierten sich die Nettofinanzverbindlichkeiten somit im Jahr 2025
weiter. Durch die gesunkenen Zinsen sowie verbesserte Nettofinanzverbindlichkeiten verbesserte sich im Berichtsjahr der
Zinsaufwand.
Zu der Plantage in Aserbaidschan hat der Vorstand einen Impairmenttest durchgeführt, bei dem neben verschiedenen
Parametern seit 2024 auch ein Risikoabschlag angesetzt wird. Dieser Risikoabschlag entstand aus Sicht des Vorstands
vor allem aufgrund der entstandenen Verzögerungen (ca. zwei Jahre), der höher als ursprünglich geplanten Investitionen,
der Unsicherheit in der Aktivität und Region, sowie aufgrund der relativ langen Payback-Periode. Per 17.10.2025 wurde
außerdem ein Debt-to-Equity-Swap iHv T€ 4.430 umgesetzt. Aufgrund des 2025 durchgeführten Swaps war im Geschäfts-
jahr 2025 der Betrag von T€ 4.400 von den Ausleihungen an verbundenen Unternehmen auf Anteile an verbundenen
Unternehmen umzubuchen. Ebenso ist die im Geschäftsjahr 2024 vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung (Wert-
berichtigung) in Höhe von T€ 4.400 umzubuchen gewesen. Der Beteiligungsansatz wurde im Jahr 2025 in Ausmaß von
31 T€ außerplanmäßig auf einen Restbetrag von 1 EUR abgewertet. Die sich aus dem Impairmenttest 2025 ergebende
restlichen Unterdeckung in Höhe von T€ 1.619 wurde als außerplanmäßige Abschreibung ins Geschäftsjahr 2025 auf die
Ausleihungen an verbundene Unternehmen vorgenommen.
FINANZLAGE
Der „Free“ Cashflow (= Summe Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Netto-Geldfluss aus Investitionstä-
tigkeit) liegt mit T8.826 (Vorjahr: +T€ 33.602) um T-24.776 deutlich unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres, was
einerseits mit dem einmaligen Effekt aus dem 2024 eingeführten Factoring, und andererseits mit dem geringeren operati-
ven Ergebnis gegenüber 2024 zusammenhängt. Die Investitionstätigkeit, verglichen mit 2024, wurde insgesamt erhöht,
was sich ebenfalls negativ auf den Netto-Geldfluss auswirkt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden von letztjährigen T€ 25.985 auf T€ 24.722 zum aktuellen Bilanz-
stichtag verringert. Die Rückführung erfolgte aus dem positiven Free Cashflow.
Folglich ergibt sich, dass sich die Nettoverschuldung, der Saldo der Bankschulden und flüssigen Mittel von T€ 17.593 zum
Jahresultimo 2024 auf T13.880 zum aktuellen Bilanzstichtag verringerte. Das Eigenkapital stieg operativ bedingt, und
aus diesen Änderungen resultiert, dass sich der Nettoverschuldungsgrad (Gearing), definiert als das Verhältnis der Netto-
verschuldung zum Eigenkapital gemäß § 23 URG, von letztjährigen 25,2% auf 18,6% weiter verbesserte.
VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR
Die Abnahme bei den immateriellen Vermögensgegenständen steht im Zusammenhang mit den Abschreibungen auf die
geleisteten Investitionen für die ERP-Software, die 2023 in Betrieb genommen wurde. Durch einen Überhang der Neuzu-
gänge, insbesondere durch die geleisteten Anzahlungen gegenüber den laufenden Abschreibungen, hat sich der Buchwert
der Sachanlagen entsprechend erhöht. Die Finanzanlagen stabilisierten sich gegenüber dem Vorjahr, nachdem 2024 ein
deutlicher Rückgang verbucht wurde, was insbesondere auf die vorher erwähnte außerplanmäßige Abschreibung des
Darlehens der Manner Azerbaijan Limited Liability Company zurückzuführen ist. Das Ziel der Manner Azerbaijan Limited
Liability Company ist es, die künftige Preis- und Versorgungssituation bei Haselnüssen merklich zu verbessern. Das ge-
samte Anlagevermögen hat sich von T€ 79.961 zum Ende 2024 auf T€ 83.195 zum aktuellen Stichtag und somit um T€
+3.234 erhöht.
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Im Berichtsjahr hat es keine Firmenumgründungen innerhalb der Gruppe gegeben. Bereits im Jahr 2024 wurde die Unter-
stützungseinrichtung der Josef Manner & Comp. AG, GmbH aus Vereinfachungsgründen Up-Stream auf die Josef Manner
& Comp. AG verschmolzen.
Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem bewertungstechnisch sowie wegen des begonnenen notwen-
digen Aufbaus von Mozartkugeln für den avisierten Austausch der Produktions- und Verpackungsanlagen im Jahr 2026
erhöht. Gleichzeitig sind zum Stichtag die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückgegangen, was insbeson-
dere mit der guten Entwicklung des Factorings und auch mit dem konsequenten Forderungsmanagement zusammen-
hängt. Der Guthabenbestand bei den Banken konnte zum Stichtag gesteigert werden. Das Umlaufvermögen wurde ins-
gesamt von T€ 68.506 zum Ende 2024 auf T€ 72.622 zum aktuellen Stichtag und somit um T€ +4.116 (Vorjahr: T€ -17.033)
erhöht.
Die Eigenkapitalquote (gemäß § 23 URG) liegt mit 47,7% um +1,1 Prozentpunkte (Vorjahr: +9,0 Prozentpunkte) über den
46,6% des Vorjahres, was insbesondere mit dem operativen Ergebnis 2025, den reduzierten Bankverbindlichkeiten bei
Kreditinstituten sowie dem verringerten Trade Working Capital zusammenhängt. Eine Eigenkapitalquote von eindeutig
über 40% bleibt weiterhin ein Fixpunkt der Unternehmensplanung und des Risikomanagements des Unternehmens. Dies
insbesondere, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten und wirtschaftlich schwierige Perioden
unbeschadet überbrücken zu können.
Das Nettoumlaufvermögen, die Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens und des kurzfristigen Fremdkapitals hat sich
um T€ +5.217 (Vorjahr: T€ -803) von T€ 17.278 im Jahr 2024 auf T€ 22.495 per Ende 2025 erhöht, was insbesondere mit
den höheren kurzfristigen Forderungen sowie den reduzierten Rückstellungswerten zusammenhängt.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
In Bezug auf die Verpflichtung zur Offenlegung nichtfinanzieller Informationen gemäß § 243b UGB und 267a UGB wurde
die Möglichkeit genutzt, einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht für 2025 zu erstellen.
Mitarbeiter*innen
Nur gemeinsam mit qualifizierten und engagierten Mitarbeitenden können wir die Herausforderungen, mit denen Manner
konfrontiert wird, meistern. Manner fördert die eigenen Mitarbeitenden und ist bestrebt, ein motivierendes und leistungs-
orientiertes Arbeitsumfeld anzubieten. Bei der Personalauswahl wird neben hoher fachlicher Qualifikation auch insbeson-
dere die soziale Kompetenz berücksichtigt. Bei Personalentscheidungen gelten ausschließlich fachliche Fähigkeiten und
persönliche Kompetenzen. Auf Gleichbehandlung wird zudem hohes Augenmerk gelegt. Mit entsprechenden Fortbildungs-
maßnahmen wird den geänderten Anforderungen der Arbeitswelt Rechnung getragen.
Auf Basis der Ergebnisse der Mitarbeiter*innenbefragung Rosa Dialog wurde im Jahr 2025 ein großer Schulungsschwer-
punkt im Bereich Führung und Soft Skills gesetzt. 151 Mitarbeitende haben durch Schulungen ihr Wissen zu den Themen
Führung, Projektmanagement, Nachhaltigkeit, Resilienz und Kommunikation vertieft. Selbstverständlich wurden auch wei-
terhin fachliche Schulungen im Bereich Technik und Produktion durchgeführt, mit Schwerpunkt auf Höherqualifikation im
Produktionsbereich. Alle Mitarbeitenden können und sollen sich hier bestmöglich im Unternehmen fachlich weiterentwi-
ckeln.
Für Nachwuchsführungskräfte wurde zum dritten Mal das Manner-Mentoring-Programm angeboten, welches sehr gut an-
genommen wurde. Ebenso wurde 2025 auch auf Basis der Ergebnisse der Potenzialanalyse die Entwicklung der Füh-
rungskräfte weiter fortgeführt. Fokus liegt hier auch auf der Nachfolgeplanung, um gezielt dem Fachkräftemangel entge-
genzuwirken.
Die E-Learning-Plattform J.O.S.E.F. (Josef Manner Online Schulungen Erleichtern Fortbildung) wurde im Jahr 2025 wei-
terhin für verpflichtende Schulungen genutzt. Darüber hinaus wurden auch Schulungen zu den Themen Lean Manage-
ment, Hygiene, Black Out und Datenschutz durchgeführt.
Die Lehrlingsausbildung wurde im Jahr 2025 fortgesetzt. 14 Lehrlinge waren 2025 (2024: 15) in Ausbildung (Mechatronik,
Lebensmitteltechnik, Elektrotechnik, Betriebslogistik). Ein konstanter Ausbau der Lehrlingsausbildung ist weiterhin geplant.
Manner-Gruppe
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Manner sieht hierin eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Es werden nach Lehrzeitende daher auch in
der Regel alle Lehrlinge in ein Dienstverhältnis übernommen.
Der durchschnittliche Mitarbeiter*innenstand (FTE) im Jahr 2025 betrug 421,8 Arbeiter*innen (2024: 436,6) und 334,1
Angestellte (2024: 342,9). Mit Stichtag 31.12.2025 hat Manner um -26,9 Mitarbeitende weniger beschäftigt als zum
31.12.2024. Dies entspricht einer Änderung von -3,5%.
Die durchschnittliche Betriebsleistung pro Beschäftigte bzw. Beschäftigtem hat sich im Vergleich zum Vorjahr um +12,3%
exklusive Leihpersonal erhöht, während sie bei Betrachtung inklusive Leihpersonal um +10,8% gesteigert werden konnte.
MARKETING
Das Konsumverhalten zeigte sich infolge der anhaltenden Inflation und der generellen wirtschaftlichen Lage sowohl im
Heimmarkt als auch in den zentralen Exportmärkten weiterhin preissensibel, was zu einem gedämpften Absatz führte. Der
Markt ist von vorsichtiger Konsumstimmung und volatilen rkten geprägt. Gerade im schokolierten Bereich konnte diese
Kaufzurückhaltung aufgrund der gestiegenen Kakaopreise beobachtet werden.
Durch den Ausbau der Marketingaktivitäten und -ausgaben in unseren zentralen Absatzmärkten, den Launch einer neuen
Manner-Marken-Kampagne, den Start von attraktiven Innovationen, die laufenden Sortimentsanpassungen und
-optimierungen wurde auf diese Herausforderungen reagiert.
Schwerpunkte Marke Manner
2025 blicken wir auf ein Jahr zahlreicher wirkungsvoller Marketingaktivitäten zurück, die maßgeblich dazu beigetragen
haben, unsere Marktführerschaft im Waffelsegment in Österreich zu stabilisieren und die rosa Strahlkraft in unseren Kern-
märkten Österreich und Deutschland erfolgreich und spürbar zu unseren Konsument*innen zu tragen.
Unsere neue Marken-Kampagne: „Manner. Glück verbindet.“
Im Frühjahr 2025 startete die neue Manner-Marken-Kommunikationsplattform unter dem Claim „Glück verbindet“ ein
Meilenstein in der Markenführung, der sowohl die emotionale DNA der Marke als auch deren Zukunftsorientierung wider-
spiegelt. Der Manner-Kampagnen-Launch erfolgte in Österreich und parallel in Deutschland und fünf weiteren Kernmärk-
ten im CEE-Bereich. Der umfassende Media-Mix kombiniert reichweitenstarke Kanäle wie TV, Kino, Online, digitale Ka-
näle, Social Media sowie Out-of-Home (OOH) mit großflächigen Plakaten und City Lights. Die ersten Ergebnisse zur Erin-
nerungsstärke und Markenzuordnung zeigen: Der Roll out im Jahr 2025 war erfolgreich und legt ein sehr gutes Fundament
für die weiteren Aktivierungen für unsere Marken-Ikone.
Im Hinblick auf saisonale Highlights haben sich unsere Limited Editions Manner Sommer- und Winterglück als wahres
Must-Have unter unseren Konsument*innen etabliert. Die „Manner Winter Glück“-Range wurde im vergangenen Jahr
um die Sorte Kokosmakrone erweitert. Abgestimmt auf die jeweilige Jahreszeit sorgen die im 185g-Beutel erhältlichen
Sorten für verstärkte Kaufimpulse im Handel.
Snack Minis, Feel Maxi: Kleine Waffeln große Gefühle! Wie ein kleiner Snack Maxi-Gefühle auslöst, zeigt die neue
Kampagne „Snack Minis – Feel Maxi“. Sie richtet sich an eine jüngere Zielgruppe von 18–35 Jahren und setzt auf humor-
volle „Social-First-Spots“, Out-of-Home-Placements und digitale Aktivierung.
Manner Crunchies: der neue, besonders crunchige Schoko-Snack für zwischendurch erweitert seit September 2025 un-
ser Sortiment in Deutschland. Manner Crunchies 130g ist in zwei Sorten erhältlich: Cookie Crunchies eine Mischung aus
hellen und dunklen Keksen sowie Wafer Crunchies, die aus knusprigen Haselnuss- und Schoko-Waffelwürfeln in Milch-
und dunkler Schokolade bestehen. Denn: Der Mix macht’s!
Markenschutz für Manner Rosa Neuer Meilenstein für die Markenidentität
Manner hat seine ikonische Farbe Rosa in Deutschland als abstrakte Farbmarke eintragen lassen. Die Farbe ist seit über
130 Jahren Markenzeichen des Unternehmens, schafft Vertrauen und steht für die typischen „rosa Glücksmomente“. Die
Eintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt (Ende Februar 2025, Nizza-Klasse 30 für Süß- und Backwaren) stärkt
die visuelle Markenstrategie und unterstreicht die unverwechselbare Identität der Marke.
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Manner Auszeichnungen 2025
Superbrand Österreich 2024/25: Die Auszeichnung unterstreicht Markenführung, hohe Qualität und Veranke-
rung der Marke bei den Konsument*innen
Brands Diamonds Studie (marketagent): Manner ist Nr. 1 Marke in puncto Anziehungskraft, das bestätigt die
Verbundenheit mit unserer Marke
Best2Trust Studie 2025: Manner ist die vertrauenswürdigste Marke Österreichs und erhielt Gold in der Kategorie
„Kekse & Waffeln“
Schwerpunkte Marken Casali, Napoli
Laufende Rohstoffkostensteigerungen, insbesondere bei Kakao, haben im Jahr 2025 zu weiteren Preisanpassungen und
damit verbundenen Preisschwellen-Überschreitungen in den Casali- und Napoli-Sortimenten geführt. Mit einem erweiter-
ten, besonders aktivierenden Marketingmix haben wir dem entgegengewirkt.
Mit der Casali-Produktinnovation Shot of the Year 2025 in der Geschmacksrichtung Pina Colada haben wir erneut eine
geschmackliche und tropisch-fruchtige Variation ins Casali-Rum-Kokos-Sortiment gebracht.
Erstmalig konnte im Jahr 2025 eine Kooperation mit XJAM, Europas größter Maturareise, umgesetzt werden. Einige
weitere Kooperationen mit Cineplexx sowie dem Musikfestival Waves Vienna boten die Möglichkeit, ein besonderes Pro-
dukterlebnis zu schaffen und Casali-Produkte an ein breiteres Publikum zu sampeln.
Zudem hat die Marke Casali im Herbst ein besonderes Jubiläum gefeiert: Seit zehn Jahren sind Kakao sowie Bananenmark
und Zucker der Casali Schoko-Bananen FAIRTRADE-zertifiziert und sie tragen damit das „All that can be“-Siegel.
Die alljährliche Napoli-Dragee-Keksi-des-Jahres-Reihe wurde auch 2025 im kontextuellen Ansatz fortgesetzt: Mit der
Sorte „Orange Cake“ konnte eine fruchtige Abwechslung geboten werden und wurde am POS sowie in digitaler Werbung
kommuniziert.
Schwerpunkte Marke Austria Mozartkugel
Das Jahr 2025 war geprägt von einem sehr erfreulichem Markenwachstum der gesamten Victor Schmidt Austria Mozart-
kugel Range sowohl in Absatz als auch in Umsatz. Der Schwerpunkt in der Marktbearbeitung und Markenaktivierung lag
auf der Sichtbarkeit am Point of Sale. Durch abverkaufsstarke Aktionen und massive Display- & POS-Platzierungen konnte
das Mozartkugel-Geschäft weiter ausgebaut und das Wachstum aus dem Vorjahr auch 2025 fortgesetzt werden
MANNER Shops
2025 war ein erfolgreiches Jahr r die Manner Shops. Die Frequenz an den Tourismusstandorten und in den Outlets
konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden. Ein positiver Effekt zur Umsatzsteigerung wurde auch durch
die Expansion mit unseren Shop-Kooperationspartnern erzielt, wie z. B. Dresden (D), Schönau am Königsee (D) und
Salzburg Outletcenter. Die Standorte Graz und Berlin wurden gegen Ende des ersten Quartals 2025 geschlossen.
Auch für 2026 setzen wir verstärkt auf den Ausbau im Kooperationsbereich in Österreich und Deutschland.
Skisprung-Sponsoring
Manner zählt seit vielen Jahren zu den prägenden Sponsoren im Skisprung-Sport und war auch im Berichtsjahr als
Kopfsponsor mit den charakteristischen rosa Helmen sowie bei ausgewählten Skisprung-Events gut sichtbar vertreten.
Die FIS Nordischen Weltmeisterschaften Trondheim (Norwegen) von 25. Februar bis 9. März 2025 stellten das sportliche
Highlight des Jahres dar, bei dem Manner als offizieller Hauptsponsor vertreten war. Vor Ort verfolgten rund 600.000
Zuseher*innen die Bewerbe, insgesamt wurden 31 Medaillenentscheidungen ausgetragen. Die TV-Reichweite lag bei 446
Millionen Kontakten, die Manner-Markensichtbarkeit erreichte in 50 Ländern eine Gesamtdauer von 663 Stunden (Quelle:
Nielsen Sports). Das zweite Eventhighlight mit Manner als Sponsor war das FIS Weltcup Finale Planica (Slowenien) vom
27. bis 30. März 2025 mit rund 65.000 Zuseher*innen vor Ort und einer TV-Übertragung in über 17 Länder. Auch die
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Athlet*innen der Manner-Familie feierten 2025 enorme sportliche Erfolge: Jan Hörl erreichte den zweiten Platz und Stefan
Kraft den dritten Platz sowohl bei der Vierschanzentournee als auch in der Gesamtweltcupwertung.
Die Skisprung-Saison 2025/26 begann mit einer starken Präsenz der Manner-Sportler*innen. Mit Maximilian Ortner und
Meghann Wadsak verstärkten zwei junge österreichische Talente die Manner-Familie. Somit besteht das Team Österreich
in dieser Saison aus Stefan Kraft, Jan Hörl, Daniel Huber, Maximilian Ortner und Meghann Wadsak. r das Team
Deutschland starten Pius Paschke, Justin Lisso und Markus Hamann, r Polen tritt Dawid Kubacki an. In der Saison
2025/26 ist Manner bei der Vierschanzentournee sichtbar präsent. In Innsbruck und Bischofshofen sorgen umfangreiche
Sampling-Aktivitäten für eine spürbar süße Stimmung unter den Fans. Darüber hinaus wird Manner im März erneut als
Eventsponsor beim Skifliegen in Planica auftreten und damit die langjährige Verbundenheit mit diesem besonderen Event
fortsetzen.
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Manner weist folgende wesentliche Zweigniederlassung auf:
Josef Manner & Comp. AG Zweigniederlassung Deutschland, Köln
Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei der Zweigniederlassung keine Veränderungen.
PRODUKTIONSSTANDORTE
Im Jahr 2025 wurden zahlreiche Projekte zur weiteren Automatisierung der Produktionsprozesse, Modernisierung des
Maschinenparks und Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Infrastruktur durchgeführt. Für das Werk Wien wurden um-
fangreiche Tests und Verbesserungen der neuen Beutelverpackungsanlagen durchgeführt, mit denen qualitativ hochwer-
tige Beutel mit recycling-fähiger Folie und reduzierten Rüstzeiten produziert werden können. Ein weiteres zukunftsträchti-
ges Projekt ist die Installation eines Induktionsofens, die im ersten Quartal 2026 abgeschlossen sein wird. Im Werk in
Wolkersdorf wurde die neue Dragier-Anlage in Betrieb genommen und intensive Vorarbeiten für die Erneuerung der Mo-
zartkugel-Anlage, die 2026 in Betrieb gehen wird, durchgeführt. Ein erfolgreiches Projekt zur Wärmerückgewinnung trägt
zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz bei.
Auf weitere Verbesserungen der Arbeitssicherheit sowie die laufende Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen wurde
auch 2025 wieder ein Schwerpunkt gelegt. Durch die Schulungen und Anwendung des Gelernten konnten 2025 in beiden
Werken Qualitäts- und Effizienzverbesserung realisiert werden.
CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
Das Unternehmen hat gemäß § 267b iVm § 243c UGB einen Corporate-Governance-Bericht erstellt, der auf der Webseite
des Unternehmens veröffentlicht wurde. In diesem Bericht bekennen sich Vorstand und Aufsichtsrat zum Regelungsziel
des Österreichischen Corporate Governance Kodex. Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der Unterneh-
menskultur. Die Erläuterungen und die Abweichungen zu den C-Regeln sind im Bericht dargestellt. Der Corporate-Gover-
nance-Bericht ist auf der Webseite des Unternehmens (josef.manner.com) veröffentlicht.
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2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG
Schwächelnde inländische Wirtschaft aber auch Konjunkturhoffnung hängen stark von der Entwicklung der In-
landsnachfrage ab. Die Stärke der Erholung der heimischen Wirtschaft wird 2026 entscheidend von der Entwicklung der
Inlandsnachfrage abhängen. Zum einen sollten die Nachwirkungen der Leitzinssenkungen positiv auf die Investitionstätig-
keit wirken. Zum anderen sollte der Rückgang der Inflation zu einem langsamen Abflauen der Sparneigung beitragen und
dem privaten Konsum etwas mehr Schwung verleihen können. Der Außenhandel wird zumindest 2026 die Konjunktur in
Österreich voraussichtlich weiter belasten. Der negative Effekt sollte sich jedoch schrittweise verringern. Das Wirtschafts-
wachstum sollte sich 2026 auf 1,0 Prozent und 2027 weiter auf 1,5 Prozent erhöhen (Quelle: UniCredit Research, Dezem-
ber 2025).
Demographische Effekte entlasten den Arbeitsmarkt, leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit für 2026 erwartet. Die
saisonbereinigte Arbeitslosenquote stagnierte im November bei 7,5 Prozent. Der Höhepunkt des laufenden Zyklus dürfte
erreicht sein. Nach durchschnittlich 7,5 Prozent im Jahr 2025 sollte sich 2026, auch angesichts eines sehr begrenzten
Anstiegs des Arbeitskräfteangebots, die Arbeitslosenquote auf 7,4 Prozent und 2027 weiter auf 7,3 Prozent verringern
(Quelle: UniCredit Research, Dezember 2025).
Sprunghafter Inflationsrückgang mit Jahresbeginn 2026 erwartet. Mit 4,1 Prozent im November 2025 fiel die Teuerung
nun bereits den vierten Monat in Folge etwa doppelt so hoch wie im Vorjahr aus. Es wird erst mit Jahresbeginn 2026 ein
spürbarer Rückgang der Teuerung aufgrund des Wegfalls des Effekts des Auslaufens der Strompreisbremse aus der
Berechnung erwartet. Nach durchschnittlich 3,5 Prozent 2025 sollte sich die Inflation im Jahr 2026 auf 2,4 Prozent verrin-
gern und weiter auf 2,0 Prozent in 2027 (Quelle: UniCredit Research, Dezember 2025).
Zinssenkungszyklus hat sich beschleunigt, das Ende des Zinssenkungszyklus im Euroraum wird für 2027 erwar-
tet. Es wird erwartet, dass die EZB den Einlagenzins über einen längeren Zeitraum bei 2 Prozent stabil halten wird. Eine
fortschreitende Stärkung der wirtschaftlichen Dynamik könnte eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte gegen Ende 2027
auslösen (Quelle: UniCredit Research, Dezember 2025).
Die Aussichten und die Planung für 2026 beruhen auf der Annahme, dass es zu keinen neuen negativen Auswirkungen
von Pandemien und des Ukraine-Russland-Kriegs auf die Konjunktur kommt. Einschränkungen wegen eines Aufflammens
einer Pandemie sowie Produktionsausfälle wegen Ausfall von Produktionspersonal, oder starke Verschlechterungen in der
Weltwirtschaftssituation, wie zum Beispiel durch den Iran-Krieg, sind wesentliche, vom Unternehmen nicht abwendbare
Risiken, die einen negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf 2026 haben könnten. Eine Stabilisierung bzw. ein weiterer
Rückgang der Inflation könnte in einer Stabilisierung der Rohstoffpreise und in weiterer Folge auch der Herstellungskosten
ab 2027 resultieren. Als wesentliches Risiko für 2026 wird zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses eine Ab-
kühlung der Weltwirtschaft sowie eine Verschärfung der derzeit unruhigen weltpolitischen Situation gesehen, wodurch es
vor allem beschaffungsseitig, unabhängig von erwarteten leichten Nachfragerückgängen, immer wieder zu sprunghaften
Änderungen der Kosten kommen könnte. Grundsätzlich werden die Rohstoff- und Energiepreise für das gesamte Jahr
2026 in etwa gleich wie im Vorjahr erwartet. Eine Ausnahme betrifft die Kakaobohnenpreise. Für 2026 wird marktseitig mit
einer Reduktion der Kosten für Kakaobohnen gegenüber 2025 gerechnet, die jedoch für Manner aufgrund der langfristigen
Deckung für 2026 nicht schlagend werden.
2026 startet für uns in einem Umfeld vorsichtiger wirtschaftlicher Stabilisierung. In Österreich und Deutschland zeigen sich
erste Erholungstendenzen, gleichzeitig bleiben Konsumentinnen und Konsumenten preissensibel und treffen ihre Kaufent-
scheidungen bewusster als früher. Für uns als Süßwarenhersteller bedeutet das weiterhin anspruchsvolle Rahmenbedin-
gungen. Rohstoff-, Energie- und Verpackungskosten liegen trotz punktueller Entspannung auf erhöhtem Niveau. Umso
wichtiger sind klare Prioritäten, effiziente Strukturen und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen. Gerade in
diesem Umfeld kommt der Stärke unserer Marken eine zentrale Rolle zu. Konsumentinnen und Konsumenten suchen
Orientierung, Qualität und Genuss, dem sie vertrauen können. Unsere Marken stehen für vertrauten Geschmack, Verläss-
lichkeit und kleine Genussmomente im Alltag.
2026 sehen wir daher als Jahr, in dem Markenprofil, Nähe und Innovation entscheidend sind, um relevant zu bleiben und
Konsument*innen-Vertrauen weiter zu festigen. Mit diesem Anspruch gehen wir in das neue Geschäftsjahr.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
130
Marketingaktivitäten und Innovationen
Für unsere Hauptmarke Manner setzen wir 2026 folgende Schwerpunkte, um die Marke weiter zu aktivieren und die Ver-
kaufserfolge maximal zu unterstützen:
Die im Jahr 2025 gelaunchte Manner-Markenkampagne „Glück verbindet“ wird im Rahmen einer ganzjährigen, inte-
grierten 360°-Kommunikation mit einem reichweitenstarken Media-Mix weitergeführt. Die Kombination von abverkaufsstär-
kenden Maßnahmen sowie markenimagestärkenden Aktivitäten zielt darauf ab, die Marke Manner weiter in Relevanz und
Wiederkauf zu stärken. Auch die bekannte Snack Minis Range erhält weiterhin starke Unterstützung: über die jung insze-
nierte Kampagne „Snack Minis Feel Maxi“ sowie massive Sampling-Aktivitäten sollen sowohl Erst- als auch Wieder-
kauf gestärkt und hochwertige Probierkontakte geschaffen werden.
Unsere Manner Innovation erscheint ab März 2026 im Lebensmittelhandel in Österreich und CEE: nach dem erfolgrei-
chen Launch der Innovation Manner Crunchies Wafer Crunchies & Cookie Crunchies in Deutschland im September
2025, werden die neuen Manner Snacking-Artikel in zwei Waffel-Sorten nun auch in Österreich und unseren wichtigen
CEE-Märkten gelauncht. Dem starken Trend zu „Personal Snacking“ wird mit dieser Innovation Rechnung getragen. Die
Neueinführung wird durch die Kampagne „Der Mix macht’s“ mittels umfassender Kommunikationsmaßnahmen und starken
Sampling- und Brand-Experience-Maßnahmen unterstützt.
Im Jahr 2026 setzen wir für Casali auf eine konsequent integrierte Markenführung mit hoher Sichtbarkeit und klarer Ziel-
gruppenansprache. Die Kampagne „Wir sind Sommer“ wurde über aufmerksamkeitsstarke OOH- und Digital-Flights so-
wie eine gebrandete Straßenbahn in Wien erfolgreich verlängert und stärkt die Präsenz der Kultmarke im öffentlichen
Raum nachhaltig. Die Partnerschaft mit dem Wiener HipHop Ball ermöglicht eine authentische Inszenierung der Marke
innerhalb einer jungen, urbanen und kaufstarken Community. Mit XJAM werden unsere Marken Casali und Dragee Keksi
zudem gezielt bei Maturant*innen positioniert. Abgerundet wird der Markenauftritt durch Direct-Sampling-Aktivitäten für
Casali Schoko-Banane und Rum-Kokos. Darüber hinaus unterstützen wir im österreichischen Markt unsere Keks-Marke
Napoli Dragee Keksi weiterhin im Rahmen der „Scherzkeksi“-Kampagne mit OOH- & Digital-Maßnahmen und Direct-
Sampling-Maßnahmen mit Schwerpunkt auf Universitäten.
Zudem werden auch unsere Austria Mozartkugeln im Geschäftsjahr 2026 ein besonderes Augenmerk erhalten: durch
intensive Marktbearbeitung soll zum einen die Marktführerschaft im Heimmarkt Österreich ausgebaut werden, zum ande-
ren fokussieren wir auf weitere Wachstumsmaßnahmen in unseren zentralen Exportmärkten in CEE-Bereich. Ein weiterer
Ausbau der Produktionskapazitäten sowie ein attraktiver Relaunch des gesamten Markenauftritts der Austria Mozartkugeln
wird einen deutlichen Wachstumsschub ermöglichen.
Weitere Schwerpunkte
Die Finanzierung der Tochterunternehmen, wie insbesondere der Manner Azerbaijan LLC, wird, zusätzlich zu den laufend
für den Betrieb notwendigen Investitionen, den Cashflow entsprechend negativ beeinflussen.
Das im April 2023 in Betrieb genommene neue ERP-System (SAP S/4HANA) wurde 2024 und 2025 weiter optimiert. Es
ist davon auszugehen, dass auch in den Folgejahren laufende Prozess- und Systemverbesserungen durchgeführt werden.
Zusammenfassung
Insgesamt ist r das Geschäftsjahr 2026 mit stabilen bis leicht höheren Umsätzen zu rechnen. Aufgrund von weiterhin
hohen Rohstoffpreisen und der volatilen Weltwirtschaftssituation ist jedoch von negativem Druck auf das Betriebsergebnis
und das Ergebnis vor Steuern gegenüber 2025 auszugehen.
WESENTLICHE RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN
Die Geschäftstätigkeit von Manner ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht vollständig
ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagement-Prozess beteiligten Personen ist von der festgelegten Ri-
sikopolitik bestimmt.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
131
Die verfolgte Risikostrategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und Eigenständigkeit des Unternehmens.
Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Das Ziel des Han-
delns bleibt die Wertschöpfung, darüber hinaus werden auch die Ansprüche der Stakeholder berücksichtigt. Dazu berück-
sichtigt das Unternehmen alle Aspekte der Nachhaltigkeit und integriert Kriterien aus den Bereichen Umwelt (Environmen-
tal), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) in seine Geschäftstätigkeit. Das Ein-
beziehen gesellschaftlicher Anspruchsgruppen wirkt sich auf die Denkweise für Führung und Gestaltung von Geschäfts-
prozessen aus und sichert damit die Beziehungen zu den Anspruchsgruppen, die ebenso wie das Unternehmen einem
steten Wandel unterliegen.
Risiken zu managen bedeutet, dass das Unternehmen Manner bereit ist, unternehmerische Risiken einzugehen, sofern
durch die damit eingeleiteten Geschäftsaktivitäten und die daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Stei-
gerung des Unternehmenswerts zu erwarten ist. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sollen damit unternehme-
rische und gesellschaftliche Risiken durch ein Gegenüberstellen von Chancen und Gefahren abgewogen werden. Zielset-
zung des implementierten Risiko- und Krisenmanagements sind also nicht nur der finanzielle Erfolg, Compliance und der
Schutz von Reputation, maßgeblich ist auch die Einbindung der Ansprüche Dritter und damit die Schaffung der Basis für
Akzeptanz und Durchsetzungskraft unternehmerischer Entscheidungen in Krisen.
Globalisierung, deregulierte Märkte, Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften und Handeln sowie gesellschaftliche
Veränderungen führen zu einer Vielzahl von Ansprüchen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die gleichberechtigt
behandelt werden. Unternehmerische Kernrisiken, wie zum Beispiel die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrage-
schwankungen, Verfügbarkeit und stark schwankende Preise von Ressourcen, Bearbeitung neuer Märkte), verantwor-
tungsvolles Marketing, die Entwicklung neuer Produkte und die Erzeugung sicherer Lebensmittel wird das Unternehmen
selbst tragen.
Die Konzentration im Bereich des Handels führt zu hohem Druck auf die Abgabepreise. Gleichzeitig ist aber aufgrund der
Bonität aller großen Handelspartner*innen das Ausfallrisiko als gering einzustufen, überdies wird diesem durch entspre-
chendes Debitorenmanagement und marktübliche Absicherungen Rechnung getragen. Getrieben durch die volatile Res-
sourcenpreisentwicklung wurden Preiserhöhungen unumgänglich, die das Risiko von Marktanteilsverlusten oder einer
nicht ausreichenden Preiserhöhung mit negativem Impact auf die Deckungsbeiträge mit sich brachten. Aufgrund intensiver
Abstimmung mit den Handelspartner*innen wurden die erwarteten Abschlüsse weitgehend erreicht und das Risiko konnte
gut gemanagt werden.
Aufgrund des andauernden Krieges Russlands in der Ukraine oder des erst kürzlich ausgebrochenen Iran-Krieges sind
wir derzeit mit überdurchschnittlich volatilen Rohstoff- und Energiepreisen konfrontiert. Aus heutiger Sicht ist damit zu
rechnen, dass sich dieses Ereignis auch 2026 negativ auf die Ergebnisse auswirken wird. Deshalb sind weitere Preisan-
passungen, um diese Beschaffungspreissteigerungen abfedern zu können, nicht auszuschließen. Einschränkungen und
Verzögerungen im grenzüberschreitenden Warenverkehr bzw. in der Energieverfügbarkeit können einen Engpass bei
Rohstoffen, Energie, Verpackungsmaterialien sowie Ersatzteilen verursachen und dadurch zu Einschränkungen bzw. Aus-
fällen in der Produktion führen
Das Personalrisiko ist durch die zum Teil hohe Personalfluktuation bei gleichzeitig herausfordernder Verfügbarkeit von
geeigneten Fachkräften am Arbeitsmarkt weiterhin hoch. Dem entgegen wirken die lange Firmenzugehörigkeit von zahl-
reichen Mitarbeiter*innen sowie interne Initiativen zur Optimierung des Recruiting- und Onboarding-Prozesses, wie zum
Beispiel die Einführung eines Online-Recruiting-Tools. Darüber hinaus wurden Maßnahmen erarbeitet, die mittelfristig zur
Standardisierung der Mitarbeiter*innen-Entwicklung und zur Mitarbeiter*innen-Bindung beitragen sollen, wie zum Beispiel
das Projekt Miteinander Manner“ und die Umsetzung der aus der unternehmensweiten Mitarbeiter*innen-Befragung re-
sultierenden Maßnahmen zur Erhöhung der Mitarbeiter*innen-Zufriedenheit. Nur mit qualifizierten und motivierten Mitar-
beiter*innen sind die Herausforderungen der nächsten Jahre erfolgreich zu bewältigen. Besonderes Augenmerk wird daher
auf das Übertragen von Unternehmenswissen und professionelle Aus- und Weiterbildung gelegt, unterstützend wirkt dazu
das vorhandene E-Learning-Managementsystem. Dazu wurde im Jahr 2025 ein Schwerpunkt auf die persönliche Entwick-
lung der Mitarbeiter*innen gesetzt, indem den Mitarbeitenden als Teil der monetär bewerteten Zielvereinbarung Schulun-
gen und Trainings zu Kommunikation, Führung, Projektmanagement und ESG angeboten wurden.
Seit der Einführung des neuen ERP-Systems (Enterprise Resource Planning) von SAP bestand für das Unternehmen ein
Risiko im Zusammenhang mit der Richtigkeit der Stammdaten und der laufend erhobenen Daten (Fehleingaben). Das
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Jahresfinanzbericht 2025
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Risiko von Fehleingaben wird durch die Schulung von Mitarbeiter*innen und durch Plausibilitätsüberprüfungen einge-
schränkt und die verfügbaren Stammdaten werden weiterhin laufend verifiziert.
Alle nicht zu den Kerntätigkeitsfeldern des Unternehmens gehörenden Risiken wie z. B. Zinsänderungs-, Währungs-, Haft-
pflicht- oder Sachschadenrisiken sollen nach Möglichkeit auf Dritte (z. B. Versicherungen) übertragen werden. Gegen Ele-
mentarrisiken (z. B. Feuer, Wasser) besteht Versicherungsschutz, dasselbe gilt auch für Produktrisiken (Produkthaft-
pflicht).
Gegen Finanzrisiken wird nach Möglichkeit laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch
entsprechende Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Ein Fremd-
währungsrisiko besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß. Größere Fremdwährungsverbindlichkeiten werden bei
Bedarf und nach Möglichkeit durch Kurssicherungsgeschäfte abgesichert.
Die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist essenzieller Teil der Unternehmensführung. Von allen
Mitarbeiter*innen wird ein bewusster Umgang mit Risiken im Unternehmen sowie in der Auseinandersetzung mit allen
Anspruchsgruppen erwartet. Für jede/n Mitarbeiter*in muss es daher selbstverständlich sein, bei Entscheidungen stets die
mit einer Aktivität verbundenen Gefahren und die dadurch erreichbaren Chancen abzuwägen. Die regelmäßige Sensibili-
sierung der Mitarbeiter*innen resultiert in einer verantwortungsbewussten Risikokultur des Unternehmens. Das Unterneh-
men Manner versteht damit Risikomanagement als integrierten Teil aller Prozesse und Abläufe mit dem Ziel, Chancen und
Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten.
Das Risikomanagement ist als Erweiterung zum Qualitäts- und Prozessmanagement und in unmittelbarem Zusammen-
hang mit dem Krisenmanagement zu betrachten. Es orientiert sich nicht allein an den Risiken, die einen Beitrag zum
Unternehmenserfolg leisten, sondern nimmt seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und Umwelt wahr und be-
rücksichtigt eine Vielzahl von Ansprüchen. Dieser Stakeholder-Ansatz bettet die Ansprüche von Eigentümer*innen, Mitar-
beiter*innen, Kund*innen, Konsument*innen, Lieferant*innen, Anwohner*innen, NGOs sowie Behörden in die Betrachtung
ein. So werden auch Produktbeanstandungen und schriftliche behördliche Beanstandungen im Rahmen der amtlichen
Kontrollen analog zu den bereits erfassten Risiken aufgenommen und bewertet. Allenfalls von Behörden oder Finanz-
marktaufsicht angeordnete Handlungen oder Maßnahmen im Falle einer Nichtkonformität werden dokumentiert und abge-
arbeitet sowie gegebenenfalls in den implementierten Ablauf zur kontinuierlichen Verbesserung übergeführt.
Mit der Umsetzung des Risikomanagements ist ein System implementiert, das nicht nur den gestellten Rechtsanforderun-
gen nachkommt und die internen Leitlinien für Nachhaltigkeit beachtet, sondern der Organisation auch Vorteile durch Vi-
sualisierung und Prävention sowie durch Realisierung von ESG-Chancen bietet.
Für die Umsetzung des Risikomanagements hat sich Manner für die Methodik der fachbereichsbezogenen Bearbeitung
entschieden, Risiko- und Krisenmanagement ist eine wesentliche Aufgabe aller Führungskräfte, die die von den strategi-
schen Risiken abgeleiteten operativen Risiken managen. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisen-Management-
Team unter der Leitung der Abteilung Qualitätsmanagement.
Risiko- und Krisenmanagement sind nicht voneinander getrennte Aktivitäten und greifen unmittelbar ineinander. Das Ri-
siko-Krisen-Management-Team ist für die regelmäßige Überprüfung und Verbesserung des Gesamtkonzepts verantwort-
lich.
3 Bericht über Forschung und Produktentwicklung
Im Jahr 2025 lag der Schwerpunkt unserer Forschungs- & Entwicklungsabteilung zum einen auf Prozess- und Rohstoff-
Optimierungsprojekten, der intensiven Begleitung beim Testen und Einbringen von neuen Produktionsanlagen, zum an-
deren auf zahlreichen Innovations- und Sortimentsoptimierungsprojekten. Zentral war im vergangenen Geschäftsjahr zu-
dem die enge Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen Einkauf und Qualitätssicherung, um das Rohstoff-Sourcing noch
stärker und effizienter zu diversifizieren.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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4 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risiko-
managementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die Verantwortung für die Errichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risiko-
managementsystems sowie die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen und internen Richtlinien
liegen beim Vorstand der Manner AG.
Der Verhaltenskodex (Code of Conduct) bietet den Rahmen, auf welchen sich Mitarbeiter*innen der Manner-Gruppe in
unternehmens-ethischen Fragen beziehen können. Dabei haben Werte wie Vielfalt und Gleichberechtigung, Menschen-
rechte, Gesundheit und Sicherheit, Integrität und fairer Wettbewerb, Antikorruption und Bestechungsverbot, Schutz von
Firmeneigentum, Geheimhaltung und Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert. Manner sieht die Einhaltung dieser Punkte
als gemeinsame Verantwortung. Alle Mitarbeiter*innen sind angehalten, zu einem Arbeitsumfeld beizutragen, in dem ein
Verhalten gemäß dem Kodex selbstverständlich ist und einen Bestandteil des täglichen Arbeitslebens darstellt. Ebenso
erwartet Manner dieses Verhalten von allen Geschäftspartner*innen.
Im Jahr 2024 wurde eine Antikorruptionsrichtlinie implementiert, um die Einhaltung der gesetzlichen Antikorruptionsbe-
stimmungen sowie der Strafbestimmungen gegen Betrug und Untreue durch sämtliche Mitarbeiter*innen der Manner-
Gruppe sicherzustellen. Dabei sind Verbote von Bestechung und Korruption, der Umgang mit Zuwendungen, das Verbot
der Untreue und Verbot von Betrug im Geschäftsverkehr detailliert beschrieben und für alle Mitarbeiter*innen bindend.
Einladungen und Geschenke sind nur beschränkt zulässig bzw. betragsmäßig reglementiert. Verstöße sind verpflichtend
an den Compliance-Verantwortlichen zu melden, insbesondere wenn es sich um gesetzliche Verstöße handelt. Die Kon-
sequenzen reichen von Ermahnungen bis hin zu gerichtlichen Verfahren oder Zivilprozessen. Um dieses Thema stark in
die Organisation zu bringen und die nötige Sensibilität zu steigern, werden in regelmäßigen Abständen verpflichtende
Schulungen durch die Compliance-Abteilung abgehalten.
Die Abteilung Compliance stellt sicher, dass alle gesetzlichen, regulatorischen und internen Vorgaben in der Antikorrupti-
onsrichtlinie verankert sind und deren Verstöße Konsequenzen haben.
Internes Kontrollsystem (IKS)
Im Unternehmen ist ein Internes Kontrollsystem (IKS) implementiert, das darauf ausgerichtet ist, die Ordnungsmäßigkeit,
Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Finanzberichterstattung sicherzustellen sowie betriebliche und finanzielle Ri-
siken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Das IKS umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, Pro-
zessen und Kontrollmechanismen, die dazu beitragen, die Einhaltung gesetzlicher, regulatorischer und interner Vorgaben
gemäß den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) sicherzustellen. Dazu gehören unter anderem die
klare Trennung von Verantwortlichkeiten, das Vier-Augen-Prinzip bei kritischen Geschäftsprozessen sowie die interne Re-
vision in der Manner-Gruppe gemäß § 82 AktG. Die interne Revision ist an ein externes Dienstleistungsunternehmen aus-
gelagert und berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Darüber hinaus wird das IKS kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde rechtliche Rahmenbedingungen so-
wie unternehmensspezifische Anforderungen angepasst. Die laufende Optimierung der Kontrollmechanismen trägt we-
sentlich zur Sicherstellung der finanziellen Integrität und zur Vermeidung potenzieller Risiken bei.
In diesem Zusammenhang spielen Controlling und Reporting eine zentrale Rolle, indem sie durch eine transparente und
strukturierte Berichterstattung eine fundierte Entscheidungsgrundlage für das Management schaffen. Das Controlling über-
wacht und analysiert finanzielle sowie betriebliche Kennzahlen, identifiziert Abweichungen und leitet gegebenenfalls Maß-
nahmen zur Steuerung der Unternehmensentwicklung ein. Das Reporting stellt sicher, dass relevante Informationen zeit-
nah und in hoher Qualität zur Verfügung stehen, um eine effiziente Steuerung und Kontrolle der Unternehmensprozesse
zu ermöglichen. Damit leisten Controlling und Reporting einen wesentlichen Beitrag zur Wirksamkeit des Internen Kon-
trollsystems und zur nachhaltigen Sicherstellung der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmens.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Die Abteilungen Rechnungswesen und Controlling sind für die Erstellung des Jahresabschlusses der Josef Manner &
Comp. AG verantwortlich. Für die Tochtergesellschaften sowohl im Inland als auch im Ausland werden externe Dienstleis-
ter hinzugezogen, um eine ordnungsgemäße Erstellung sicherzustellen. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach
IFRS erfolgt ebenfalls durch einen externen Dienstleister.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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5 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen
Verpflichtungen
OFFENLEGUNG GEMÄSS § 243A UGB
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300,00 und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückak-
tien zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber (246.658 Stück; Vorjahr: 246.658 Stück) oder auf Namen
(1.643.342 Stück; Vorjahr: 1.643.342 Stück). Die Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel im Markt-
segment Standard Market Auction).
Folgende direkte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10% betragen, sind dem Unternehmen mit Stichtag 31.12.2025
bekannt:
Die Privatstiftung Manner mit 821.956 Stück (Vorjahr: 821.956) ihrer Aktien und die Andres Holding Gesellschaft m.b.H
mit 453.533 Stück (Vorjahr 453.533) ihrer Aktien gehören dem „Manner“-Syndikat an. In Summe hält dieses Syndikat
1.670.239 (Vorjahr: 1.670.239) Stammaktien (= 88,37%; Vorjahr: 88,37%). Bei dem Syndikat handelt es sich um ein zwei-
stufiges Syndikat, bestehend aus dem Manner/Riedl-Syndikat (= 57,37%; Vorjahr 57,37%) und der Andres-Gruppe
(= 31,00%; Vorjahr: 31,00%). Entsprechend der Syndikatsverträge unterliegen die syndizierten Aktien Beschränkungen,
die das Stimmrecht und die Übertragung von Aktien betreffen.
Das weitere Aktienkapital von 11,63% oder 219.761 Stammaktien (Vorjahr 11,63% oder 219.761 Stammaktien) verteilt
sich auf die Privatstiftung Manner mit 118.940 (6,29%; Vorjahr: 118.940 Stammaktien = 6,29%) und eine Vielzahl von
Kleinaktionären mit 100.821 (Vorjahr: 100.821) Stammaktien (= 5,33%; Vorjahr: 5,33%).
Zu den weiteren Punkten des § 243a UGB bestehen nach Wissensstand des Unternehmens keine Offenlegungsnotwen-
digkeiten.
BÖRSEZAHLEN 2025
Das Unternehmen besitzt keine eigenen Aktien und hat im Berichtsjahr auch keine eigenen Aktien erworben oder verkauft.
Die dem Unternehmen bekannten Directors Dealings des Jahres 2025 wurden auf der Webseite der Gesellschaft sowie
über ein elektronisches Informationsverbreitungssystem veröffentlicht.
Börsenkennzahlen
2025
2024
Umsatz
791.538
597.190
Kapitalisierung
198.450.000
194.670.000
Schlusskurs per 31.12.
105
103
Umsatz Stück
7.476
5.578
Laut Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2022 war der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ab
dem 30.11.2022, somit bis 29.05.2025, gemäß § 65 Abs. 1 Z4 und Z8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG ermächtigt, eigene
Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10% des Grundkapitals sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben,
zu verwenden oder zu veräußern, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen
Erwerb, Verwendung oder Veräußerung einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss).
Privatstiftung Manner
- 940.896 Stück
(VJ: 940.896 Stück)
- (= 49,78%)
(= VJ 49,78%)
Andres Holding Gesellschaft m.b.H.
453.533 Stück
(VJ: 453.533 Stück)
(= 24,00%)
(= VJ 24,00%)
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Laut Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 22.05.2025 ist der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ab
dem 29.05.2025 gemäß § 65 Abs. 1 Z4 und Z8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft
bis zu maximal 10% des Grundkapitals sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben, zu verwenden oder zu
veräußern, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb, Verwendung
oder Veräußerung einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Den Erwerb über die Börse kann der Vor-
stand der Josef Manner & Comp. AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in
Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. 2025 hat
die Gesellschaft wie auch 2024 von der Ermächtigung zum Erwerb, zur Verwendung oder zur Veräußerung eigener Aktien
keinen Gebrauch gemacht.
HINWEIS
Dieser Lagebericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit
zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des
Vorstands hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistungen zu verstehen
und beinhalten schwer vorhersehbare Risiken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen, dass
tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.
Wien, am 12.03.2026
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG
Dr. Hans Peter Andres
CPO
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Unternehmens-Kennzahlen
Kennzahlen zur Ertragslage
2025
2024
2023
2022
2021
Umsatzerlöse (T€)
322.141
304.898
287.830
253.978
239.426
Exportquote
60,3%
60,5%
56,8%
60,2%
63,8%
Betriebsleistung (T€)
334.585
307.102
293.401
261.090
239.890
EBITDA (T€)
23.233
26.333
17.780
12.583
11.614
EBIT (T€)
14.978
17.306
9.225
4.169
2.836
EBT (T€)
12.448
12.533
8.066
4.100
3.034
Jahresüberschuss (T€)
8.676
8.516
5.819
3.067
2.484
Bilanzgewinn (T€)
4.247
3.951
3.159
2.308
1.512
ROS (Umsatzrentabilität)
4,6%
5,7%
3,2%
1,6%
1,2%
ROE (Eigenkapitalrentabilität)
16,7%
18,0%
12,6%
6,8%
5,1%
ROI (Gesamtkapitalrentabilität)
9,6%
11,6%
5,4%
2,3%
1,8%
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanz-
lage
2025
2024
2023
2022
2021
Bilanzsumme (T€)
156.546
149.697
170.898
177.667
160.988
Anlagevermögen (T€)
83.195
79.961
84.112
85.227
82.785
Umlaufvermögen (T€)
72.622
68.506
85.539
89.965
74.838
Eigenkapital nach § 23 URG (T€)
74.620
69.724
64.232
60.681
59.126
Verbindlichkeiten (T€)
49.443
45.121
80.194
94.215
82.663
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit (T€)
21.383
42.878
9.615
2.106
16.670
Free Cashflow
8.826
33.602
2.175
-8.787
8.341
Net Debt / Nettoverschuldung (T€)
13.880
17.593
46.398
46.312
35.795
Working Capital / Nettoumlaufvermögen (T€)
22.495
17.278
18.081
13.409
3.360
Equity Ratio (Eigenkapitalquote)
47,7%
46,6%
37,6%
34,2%
36,7%
Gearing (Nettoverschuldungsgrad)
18,6%
25,2%
72,2%
76,3%
60,5%
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
138
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
sowie dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst ge-
treues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschrif-
ten.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO)
und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum
des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prü-
fungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils
hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit der Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Sachverhalt und Problemstellung
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 weist die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft im Finanzanlagevermögen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von rd. 13.874 TEUR aus, die 8,9% des Vermögens darstellen. Die
Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert
angesetzt. Der beizulegende Wert wird im Rahmen eines Wertminderungstests ermittelt. Wir verweisen diesbezüglich auf
die Ausführungen zur Bewertung des Finanzanlagevermögens im Anhang („Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“,
Abschnitt „2. Anlagevermögen“).
Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfordert verschiedene Ermessensentscheidungen und unterliegt wesentlichen
Schätzungskomponenten, wie beispielsweise der Wahl einer angemessenen Methode, der Schätzung zukünftiger Zah-
lungsflüsse und der Festlegung eines angemessenen Diskontierungszinssatzes. In das zur Überprüfung der Wertansätze
herangezogene Bewertungsmodell auf Basis eines kapitalwertorientierten Verfahrens fließen somit zahlreiche Inputfakto-
ren ein. Dazu zählen insbesondere die künftige Entwicklung der Rohstoff-, Energie- und Personalkosten, der Verkaufs-
preise und der zu erntenden Haselnussmengen im Planungszeitraum in Aserbaidschan.
Aufgrund der Komplexität des Bewertungsmodells und der Abhängigkeit der Ergebnisse von der Einschätzung der Ent-
wicklungen am Markt sowie der Haselnussplantage durch die gesetzlichen Vertreter handelt es sich um einen besonders
wichtigen Prüfungssachverhalt.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Prüferisches Vorgehen
Wir haben die in das Bewertungsmodell einfließenden Planungsrechnungen und die darin enthaltenen von den gesetzli-
chen Vertretern vorgenommenen Ermessensentscheidungen gewürdigt. Die Prüfungshandlungen umfassten vor allem die
analytische Durchsicht der geplanten Entwicklung bedeutender Elemente der Planungsrechnungen, wie beispielsweise
der geplanten Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Befragung von Verantwortlichen des Vorstands und des Controllings
zur Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen und getroffenen Annahmen und die Abstimmung der Planungsrech-
nungen mit der dem Aufsichtsrat vorgelegten Planung.
Weiters haben wir das angewendete Berechnungsmodell nachvollzogen. Die zur Anwendung gelangten Diskontierungs-
zinssätze haben wir mit aus Marktdaten abgeleiteten Bandbreiten plausibilisiert.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsver-
merk. Den Jahresfinanzbericht (mit Ausnahme des Berichts des Aufsichtsrates) haben wir vor dem Datum dieses Bestäti-
gungsvermerks erhalten, der Bericht des Aufsichtsrates wird uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung ge-
stellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu
keine Art der Zusicherung geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Infor-
mationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresab-
schluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt
erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informatio-
nen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informatio-
nen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu be-
richten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Über-
einstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-
, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von we-
sentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesell-
schaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft
zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,
dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprü-
fung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls
eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,
dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern be-
einflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-
mäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlun-
gen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch
und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil
zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht auf-
gedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwir-
ken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen in-
terner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollen, um Prüfungs-
handlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmetho-
den sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rech-
nungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlang-
ten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenhei-
ten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam
zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen un-
sere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prü-
fungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der An-
gaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise
wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungs-feststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
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Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlä-
gig auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswir-
ken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk,
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir
bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung
mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält
zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
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Jahresfinanzbericht 2025
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Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 22. Mai 2025 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2025 endende
Geschäftsjahr gewählt und am 6. Juni 2025 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Wir
sind ununterbrochen seit dem am 31. Dezember 2024 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Art 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir
bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Gerhard Marterbauer.
Wien, 12. März 2026
Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH
Mag. Gerhard Marterbauer
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns
bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutsch-sprachigen und
vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB
zu beachten.
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2025
143
Erklärung des Vorstands
gemäß § 124 Börsengesetz
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB)
aufgestellte Jahresabschluss der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft zum 31.12.2025 ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das
Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein glichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz
und Ertragslage des Unternehmens entsteht und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten be-
schreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 12.03.2026
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG
Dr. Hans Peter Andres
CPO