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Jahresfinanzbericht
2023
der Josef Manner & Comp. AG

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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
2
Kennzahlen
Konzernkennzahlen nach IFRS
T€
T€
2023
2022
angepasst*
Umsatzerlöse (T€)
270.843
239.265
Exportquote
58,9%
60,2%
Betriebsergebnis (T€)
10.346
7.310
Betriebsergebnis-Marge (ROS)
3,8%
3,1%
Ergebnis vor Steuern (T€)
7.535
5.226
Periodenergebnis (T€)
5.033
3.756
Eigenkapitalrentabilität (ROE)
11,5%
9,2%
Gesamtkapitalrentabilität (ROI)
5,7%
3,9%
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (T€)
16.217
4.200
Cashflow aus Investitionstätigkeit (T)
-7.272
-10.327
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (T€)
-24.699
11.284
Mitarbeiter*innen in Jahresdurchschnitt
862
848
Bilanzsumme (T€)
178.690
188.080
Eigenkapital (T€)
64.853
63.440
Eigenkapitalquote
36,3%
33,7%
Nettoverschuldung (T€)
54.384
54.583
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)
83,9%
86,0%
Stammaktien zum 31. Dezember
2023
2022
ISIN
AT0000728209
AT0000728209
Anzahl der Aktien (Stück)
1.890.000
1.890.000
Höchstkurs (€)
128,00
121,00
Tiefstkurs (€)
105,00
100,00
Schlusskurs (€)
111,00
115,00
Durchschnittskurs (€)
113,00
111,00
Dividende je Aktie (€)
1
1,60
1,20
* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).
1
Laut Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung der Josef Manner & Comp. AG schlägt der Vorstand vor,
für das Jahr 2023 eine Dividende von € 1,60 pro Aktie auszuschütten. Das ergibt eine Ausschüttung von T€ 3.024. Im
Vorjahr wurde eine Dividende von € 1,20 pro Aktie (T€ 2.268) ausgeschüttet.
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Jahresfinanzbericht 2023
3
Inhaltsverzeichnis
Kennzahlen ......................................................................................................................................................................... 2
Vorwort des Vorstands ........................................................................................................................................................ 4
Konzernorganigramm .......................................................................................................................................................... 6
Konsolidierter Corporate-Governance-Bericht .................................................................................................................... 7
Bericht des Aufsichtsrats ................................................................................................................................................... 16
Konzernlagebericht ........................................................................................................................................................... 18
Konzernabschluss ........................................................................................................................................................... 119
Bestätigungsvermerk ...................................................................................................................................................... 175
Erklärung des Vorstands zum Konzernabschluss ........................................................................................................... 183
Jahresabschluss ............................................................................................................................................................. 184
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und aus Rücksichtnahme auf Ressourcen wird
auf die gedruckte Version des Jahresfinanzberichtes 2023 verzichtet.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
4
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionär*innen, sehr geehrte Leser*innen,
2023 war für Manner ein ereignisreiches Jahr, das von zahlreichen Herausforderungen, aber auch von bedeutenden Er-
folgen geprägt war. Ein zentrales Thema, das uns in diesem Berichtsjahr besonders am Herzen liegt, ist die Nachhaltigkeit.
Es liegt in unserer Verantwortung, einen positiven Beitrag zur Umwelt und zur Gesellschaft zu leisten. Daher haben wir
unsere Bemühungen verstärkt, nachhaltige Praktiken in allen Bereichen unseres Unternehmens zu implementieren. Von
der Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks und Initiierung des SBTi-Projekts bis hin zur Förderung von sozialen Projek-
ten wie unsere Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf haben wir große Fortschritte erzielt und werden weiterhin daran
arbeiten, ESG noch strategischer im Unternehmen zu etablieren. Der vorliegende Bericht enthält im Lagebericht sowohl
die Taxonomie als auch den ersten NFI-Bericht, den wir an den Standards der ESRS angelehnt erstellt haben. Dies dient
zur Vorbereitung an die für das Berichtsjahr 2024 geänderte Berichtspflicht nach CSRD.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein in diesem Jahr war die erfolgreiche Umstellung auf das neue ERP-System SAP. Die
Implementierung des neuen ERP-Systems war eine große Herausforderung für unser Unternehmen, wird uns aber zu-
künftig zahlreiche Vorteile bringen. Durch die Umstellung können wir unsere Geschäftsprozesse optimieren, die Effizienz
steigern und die Transparenz in unserer Organisation verbessern. Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Projekt erfolgreich
gemeistert haben und davon überzeugt, dass SAP uns langfristig wettbewerbsfähiger machen wird.
Das vergangene Jahr war aber auch von Herausforderungen geprägt, insbesondere aufgrund der globalen wirtschaftlichen
Unsicherheiten und der hohen Inflation. Dennoch sind wir erfreut, Ihnen mitteilen zu können, dass wir trotz dieser Widrig-
keiten ein gutes Ergebnis erzielt haben. Dies ist ein Beweis für die Stärke und Resilienz unseres Unternehmens sowie für
das Engagement unserer Mitarbeiter*innen.
Nicht zuletzt sind wir mit den Umsätzen des vergangenen Geschäftsjahres zufrieden. Trotz der turbulenten Marktbedin-
gungen konnten wir unsere Umsatzziele erreichen und sogar übertreffen. Dies ist ein Zeichen für das Vertrauen unserer
Konsument*innen in unsere Produkte sowie für die Effektivität unserer Vertriebsstrategien.
Mit Bescheid vom 21. Juli 2023 stellte die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) fest, dass der Jahresfinanzbericht zum
31. Dezember 2020 und der Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2021 der Manner AG insoweit gegen Rechnungsle-
gungsvorschriften verstoßen würden, als der Verpflichtung gemäß § 244 Abs. 2 UGB zur Aufstellung eines Konzernab-
schlusses nicht nachgekommen worden sei und diese daher fehlerhaft seien. Dieser Feststellung war eine Prüfung der
Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung vorangegangen. Gegen diesen Bescheid erhob die Manner AG am
21. August 2023 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht, welche von der FMA mit Beschwerdevorentscheidung
gemäß § 14 VwGVG abgewiesen wurde, woraufhin am 03. November 2023 der Antrag gestellt wurde, die Beschwerde
dem Bundesverwaltungsgericht zur Entscheidung vorzulegen. Der Beschwerde gegen den vorliegenden Feststellungsbe-
scheid kommt keine aufschiebende Wirkung zu. Die FMA ordnete daher mit Bescheid vom 16. November 2023 gemäß
§ 5 Abs. 2 1. Satz Rechnungslegungs-Kontrollgesetz an, dass die Manner AG den festgestellten Fehler samt wesentlichen
Teilen der Begründung auf ihrer Internetseite unverzüglich bekannt zu machen habe. Dieser Anordnung kam die Man-
ner AG ungeachtet des anhängigen Beschwerdeverfahrens zur Anfechtung des Feststellungsbescheids umgehend
nach. Mit Brief vom 22. November 2023 bestätigte die FMA sodann die Vorlage der Beschwerde unter Anschluss der
Akten des Verwaltungsverfahrens an das Bundesverwaltungsgericht zur Entscheidung.
Vor dem Hintergrund dieser Fehlerveröffentlichung und um zu vermeiden, dass es im Falle einer negativen Entscheidung
des Bundesverwaltungsgerichts während der Zeit der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 und
einer damit verbundenen Notwendigkeit der Darstellung von korrigierten Vergleichswerten 2022 auf Basis der Vorverle-
gung des Erstkonsolidierungszeitpunkts zu einer Verzögerung der Veröffentlichung ebendieses Konzernabschlusses
käme wurde bereits von der Vorverlegung des Erstkonsolidierungszeitpunkts vom 01. Jänner 2020 auf 01. Jänner 2019
ausgegangen, weshalb es zu den im Konzernanhang beschriebenen Anpassungen gekommen ist.
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Jahresfinanzbericht 2023
5
Es ist festzuhalten, dass ohne diese Vorverlegung des Erstkonsolidierungszeitpunkts keine Anpassungen der Vergleichs-
werte 2022 notwendig gewesen wären. Im Zuge der Änderung des Erstkonsolidierungszeitpunkts wurden unwesentliche
Fehler entdeckt, welche nunmehr berichtigt wurden, jedoch ohne dieses Ereignis zu keiner Fehlerberichtigung nach IAS 8
geführt hätten. Die vorgenommenen Anpassungen der Vergleichswerte 2022 werden unter Anhangangabe 35 ausführlich
beschrieben.
Abschließend möchten wir uns bei Ihnen, unseren geschätzten Aktionär*innen, für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung
bedanken. Wir sind stolz auf das Erreichte, aber wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus. Wir werden weiterhin
alles daransetzen, unser Unternehmen nachhaltig zu führen, unsere Prozesse zu optimieren und mit unseren wertvollen
Marken erfolgreich zu sein.
Bleiben Sie uns gewogen!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hans Peter Andres
Vorstand
Einkauf, Materialwirtschaft
& Logistik
Sabine Brandl MBA, MSc
Vorständin
Marketing, Verkauf & HR
Thomas Gratzer
Vorstand
Produktion & Technik
Scipio Oudkerk, MSc
Vorstand
Finanzen, Recht,
IT & Office Management
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Jahresfinanzbericht 2023
6
Konzernorganigramm
der Josef Manner & Comp. AG, Wien, Österreich als Muttergesellschaft
- Geblergasse 116 GmbH & Co KG, Wien, Österreich, 100%
- Manner Azerbaijan LLC, Khudat City, Aserbaidschan, 100%
- Josef Manner s.r.o., Brno, Tschechische Republik, 100%
- Josef Manner, marketinske storitve, d.o.o., Ljubljana, Slowenien, 100%
- Unterstützungseinrichtung der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich,
100%
- Compliment Süßwaren Vertriebs Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich, 100%
Die Manner Management GmbH, eine 100%ige bisher in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaft der
Manner AG, wurde im Zuge einer Side-Stream-Verschmelzung mit Notariatsakt vom 13. September 2023 rückwirkend
zum 31. Dezember 2022 auf die Compliment Süßwaren Vertriebs GmbH verschmolzen.
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Jahresfinanzbericht 2023
7
Konsolidierter Corporate-Governance-Bericht
der Josef Manner & Comp. AG für das Geschäftsjahr 2023
Die Josef Manner & Comp. AG ist verpflichtet, einen konsolidierten Corporate-Governance-Bericht gemäß § 267b UGB
zu erstellen, der die in § 243c UGB vorgeschriebenen Angaben enthält, wobei die erforderlichen Anpassungen vorzuneh-
men sind, um neben der Lage der Muttergesellschaft auch jene der insgesamt in die Konsolidierung einbezogenen Unter-
nehmen bewerten zu können. Gemäß § 251 Abs. 3 UGB werden die Angaben in einem gemeinsamen Bericht zusammen-
gefasst.
Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex
Die Josef Manner & Comp. AG verfolgt eine Strategie der nachhaltigen Wert- und Ertragssteigerung. Auf die langfristige
Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtete Managementgrundsätze und die permanente Weiterentwicklung der
Systeme zur Bereitstellung vollständiger und transparenter Informationen bilden die Grundlage des Handelns. In diesem
Sinne bekennen sich Vorstand und Aufsichtsrat zum Regelungsziel des Österreichischen Corporate Governance Kodex
243c Abs. 1 Z. 1 UGB), welcher im Oktober 2002 in Kraft gesetzt und zuletzt in der Fassung Jänner 2023 angepasst
wurde.
Der Österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Webseite des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate
Governance (www.corporate-governance.at) öffentlich zugänglich.
Alle vom Österreichischen Corporate Governance Kodex geforderten Informationen sind in diesem Bericht und entspre-
chend der thematischen Zugehörigkeit entweder im Geschäftsbericht, Lagebericht oder auf der Webseite des Unterneh-
mens ersichtlich.
Die 83 Regeln des bestehenden Kodex können in drei Regelkategorien eingeteilt werden, wobei die erste Kategorie, die
L-Regeln (Legal Requirements), auf zwingenden Rechtsvorschriften beruhen und somit verpflichtend anzuwenden sind.
Die zweite Kategorie, die C-Regeln (Comply or Explain), sollten eingehalten oder bei Abweichung begründet werden.
Erläuterungen bzw. Begründungen für die Abweichungen zu C-Regeln finden Sie in diesem Bericht.
Von R-Regeln, die einen reinen Empfehlungscharakter haben, können die Unternehmen ohne Erklärung abweichen.
Der Corporate-Governance-Bericht wurde für das Berichtsjahr 2022 erstmals als konsolidierter Bericht unter Einbeziehung
der Tochtergesellschaften der Josef Manner & Comp. AG erstellt. Der Österreichische Corporate Governance Kodex un-
terscheidet seine Regeln in solche, die vordergründig für die (Mutter-)Gesellschaft Geltung haben und solche, deren Gel-
tung sich auf Tochtergesellschaften erstreckt oder die Einbeziehung von Tochtergesellschaften nahelegen.
Konzernstruktur
Die Josef Manner & Comp. AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Wien. Sie produziert Süßwaren und
verkauft diese im In- und Ausland.
Neben den in Folge genannten Tochterunternehmen besteht eine Niederlassung (erweiterte Betriebsstätte) in Köln,
Deutschland. Über diese werden die Waren in Deutschland vertrieben und ein Shop in der Region Berlin betrieben.
Eine weitere Betriebsstätte in Kroatien wird durch einen Mitarbeiter der Josef Manner d.o.o. vor Ort begründet. Die Ge-
schäfte in Kroatien (Betriebsstätte der AG) werden in der Ergebnisabrechnung der AG berücksichtigt.
Außerdem hat das Unternehmen ein Lager in Tschechien, wodurch sie eine (vereinfachte) Steuernummer in Tschechien
hat.
Die Josef Manner s.r.o. ist eine in Brünn, Tschechien ansässige 100%-Tochter der AG. Sie bedient den tschechischen
Markt, auf dem sie von der AG gekaufte Waren im eigenen Namen und auf eigene Rechnung vertreibt. Darüber hinaus

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Jahresfinanzbericht 2023
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wickelt sie Geschäfte für die AG am slowakischen Markt ab. Diese Waren werden im Namen der AG in der Slowakei
verkauft, wodurch die AG eine Betriebsstätte in der Slowakei unterhält. Für letztgenannte Tätigkeit erhält die Josef Manner
s.r.o. Provisionen von der AG.
Die JOSEF MANNER, marketinške storitve, d.o.o. ist ebenfalls eine 100%-Tochter der AG, mit Sitz in Ljubljana, Slowe-
nien. Sie vermittelt Geschäfte (Agentur), territorial eingeschränkt, die dann durch die Josef Manner & Comp. AG getätigt
werden.
Die Unterstützungseinrichtung der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Gesellschaft m.b.H., eine 100%-
Tochter der AG, hat den Sitz am Standort der AG. Sie zahlt an ehemalige Mitarbeiter*innen der AG Betriebspensionen
aus, für die die Josef Manner & Comp. AG haftet.
Die Compliment Süßwaren Vertriebs Gesellschaft m.b.H. ist eine 100%-Tochter der AG und hat den Sitz in Wolkers-
dorf. Sie dient als Inverkehrbringer, der im Bedarfsfall auf Verpackungen von Privat-Label-Produkten angedruckt wird. Sie
hat keinerlei Umsätze oder sonstige Geschäftstätigkeit. Zusätzlich ist sie seit der Verschmelzung mit der Manner Manage-
ment GmbH Komplementärin bei der Geblergasse 116 GmbH & Co KG.
Die Geblergasse 116 GmbH & Co KG ist eine 100%-Tochter der AG und hat den Sitz am Standort der Josef Manner &
Comp. AG. Sie ist eine Immobiliengesellschaft, hat die Sockelsanierung der KG gehörenden Wohnhäuser umgesetzt und
vermarktet diese.
Die Manner Management GmbH wurde per Stichtag 31. Dezember 2022 mit der Compliment Süßwaren Vertriebs Ge-
sellschaft m.b.H. verschmolzen.
Die Manner LLC (AZE) ist eine 100%-Tochter der AG und hat den Sitz in Khudat City, Aserbaidschan. Manner LLC ist ein
in Entwicklung befindlicher landwirtschaftlicher Betrieb, der Haselnüsse anbaut und verkaufen wird.
Abweichungen zum Corporate Governance Kodex
Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der Unternehmenskultur. Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben
sich mit dem Kodex befasst und ihre Geschäftsordnungen entsprechend angepasst. Die Erläuterungen und die Abwei-
chungen zu den C-Regeln sind nachstehend dargestellt:
Regel 16: Durch die Veränderungen der Zusammensetzung des Vorstands besteht der Vorstand seit dem
01.01.2024 aus insgesamt vier Vorstandsmitgliedern. Seit dieser Änderung in der Zusammensetzung
des Vorstands hat dieser keinen Vorsitzenden mehr.
Regel 18: In Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens ist eine interne Revision als eigene Stabsstelle des
Vorstands einzurichten oder an eine geeignete externe Institution auszulagern. Der Vorstand berichtet
zumindest einmal jährlich im Prüfungsausschuss über den Revisionsplan, Ergebnisse der internen Re-
vision, den Status des Risikomanagements und über wesentliche Risiken des Unternehmens.
Regel 18a: Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat nicht gesondert jährlich über die Vorkehrungen zur Bekämpfung
von Korruption im Unternehmen, da Korruptionsbekämpfung als Teil des allgemeinen Risikomanage-
ments gesehen wird.
Regel 27a: In den Vorstandsverträgen ist eine Begrenzung der Abgeltung der Abfindungszahlungen, bei vorzeitiger
Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund, auf die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags
des jeweiligen Vorstandmitglieds nicht vorgesehen.
Regel 39: Die Mehrheit der von der Hauptversammlung gewählten oder von Aktionären entsandten Ausschuss-
mitglieder des Nominierungs- und Vergütungsausschusses erfüllt seit 25.05.2023 nicht die Kriterien der
Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53. Seit 25.05.2023 gehören Mag. Florian Jonak, Dr. Martina Andres

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und Mag. Albin Hahn als Kapitalvertreter dem Ausschuss an, von denen alleine Mag. Florian Jonak die
Kriterien der Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53 erfüllt.
Regel 49: Im Jahr 2023 wurde ein Beratungsvertrag mit der dop.consulting GmbH, FN 376646 t, abgeschlossen.
Dabei erbringt die dop.consulting GmbH Beratungsleistungen und erhält dafür ein Honorar von
96.179,--. Herr Dipl. Ing. Dr. Josef Doppler, Aufsichtsratsmitglied der Josef Manner & Comp. AG, hat
als Geschäftsführer und Gesellschafter der dop.consulting GmbH ein erhebliches wirtschaftliches Inte-
resse an diesem Geschäft.
Regel 68: Die Gesellschaft veröffentlicht ihre Berichte ausschließlich in deutscher Sprache. Entsprechend der ge-
ographischen Herkunft der Aktionäre besteht keine Notwendigkeit, die Berichte auch in englischer Spra-
che zu verfassen.
Regel 74: Die Josef Manner Comp. AG hat im Jahr 2023 die Termine des Ex-Dividenden-Tags, sowie des Divi-
denden-Zahltags, nicht zwei Monate vor Beginn des neuen Geschäftsjahres auf der Webseite der Ge-
sellschaft veröffentlicht.
Zusammensetzung der Organe und Organbezüge
Zusammensetzung des Vorstands:
Mag. Andreas Kutil
CEO, Vorstand für Marketing & Verkauf
Geburtsjahr: 1969
erstmals bestellt ab 01.03.2021; bestellt bis 29.02.2024
per 31.12.2023 aus dem Vorstand ausgeschieden
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Dr. Hans Peter Andres
Vorstand für Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik
Geburtsjahr: 1961
erstmals bestellt ab 01.07.1992; bestellt bis 30.06.2026
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Sabine Brandl, MBA, MSc
Vorstand für Marketing, Verkauf & Human Resources
Geburtsjahr: 1966
erstmals bestellt ab 01.01.2024; bestellt bis 31.12.2026
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Thomas Gratzer
Vorstand für Produktion & Technik
Geburtsjahr: 1967
erstmals bestellt ab 01.06.2014; bestellt bis 31.05.2028
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Scipio Oudkerk, MSc
Vorstand für Finanzen, Recht, IT & Office Management
Geburtsjahr: 1972
erstmals bestellt ab 01.01.2024; bestellt bis 31.12.2026
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen

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Veränderung der Zusammensetzung des Vorstands
Per 31.12.2023 ist Mag. Andreas Kutil aus dem Vorstand ausgeschieden. Mit 01.01.2024 wurden Sabine Brandl, MBA,
MSc und Scipio Oudkerk, MSc erstmals in den Vorstand bestellt. Der Vorstand der Gesellschaft besteht somit aktuell aus
vier Personen.
Vergütung des Vorstands
Im Jahr 2023 verfügten die Vorstände über ein Grundgehalt und eine erfolgsabhängige variable Vergütung.
Des Weiteren wird hier auf den veröffentlichten Vergütungsbericht des entsprechenden Geschäftsjahres verwiesen.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats (aktuell)
Mag. Florian Jonak
Vorsitzender
unabhängig gem. Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1967
erstmals bestellt ab 30.05.2017; bestellt bis zur 111. o. HV (2026)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
Dr. Martina Andres
Stellvertreterin des Vorsitzenden
Geburtsjahr: 1964
erstmals bestellt ab 28.05.2019; bestellt bis zur 110. o. HV (2025);
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
vertritt die Interessen eines Anteilseigners mit einer Beteiligung >10%
es besteht eine persönliche Beziehung zu einem Vorstandsmitglied
Dr. Josef Doppler
Mitglied
Geburtsjahr: 1960
erstmals bestellt ab 25.05.2021; bestellt bis zur 109. o. HV (2024)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
im Jahr 2023 gab es einen zustimmungspflichtigen Vertrag mit der dop.consulting GmbH mit einem Gegenwert
von 96.179,--
Dr. Michael Grahammer
Mitglied
unabhängig gem. Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1964
erstmals bestellt ab 25.05.2021; bestellt bis zur 109. o. HV (2024)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
Mag. Albin Hahn
Mitglied
Geburtsjahr: 1957
erstmals bestellt ab 25.05.2023; bestellt bis zur 111. o. HV (2026);
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
vertritt die Interessen eines Anteilseigners mit einer Beteiligung >10%
Mag. Albin Hahn war bis 31.03.2022 als Vorstand für Finanzen & Recht bei der Gesellschaft bestellt

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Mag. Dr. Wolfgang Hötschl
Mitglied
unabhängig gem. Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1954
erstmals bestellt ab 29.05.2018; bestellt bis zur 109. o. HV (2024)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
Prof. Dr. Sita Monica Mazumder
Mitglied
unabhängig gem. Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1970
erstmals bestellt ab 28.05.2019; bestellt bis zur 110. o. HV (2025);
ein weiteres Aufsichtsratsmandat in einem börsennotierten Unternehmen (Palfinger AG)
Dr. Martin Schober
Mitglied
unabhängig gem. Anhang 1 des ÖCGK
Geburtsjahr: 1955
erstmals bestellt ab 30.11.2022; bestellt bis zur 110. o. HV (2025)
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
Dipl. Ing. Markus Spiegelfeld
vertritt die Interessen eines Anteilseigners mit einer Beteiligung >10%
Geburtsjahr: 1952
erstmals bestellt ab 27.06.2002; bestellt bis zur 108. o. HV (2023)
per 25.05.2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen
Gerda Clementi
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1961
entsendet vom Betriebsrat der Arbeiter in Wolkersdorf
per 31.08.2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden
Peter Freudenschuss
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1968
entsendet vom Betriebsrat der Angestellten in Wien
per 04.04.2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden
Peter Habel
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1959
entsendet vom Betriebsrat der Angestellten in Wien
per 31.12.2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden
Christian Hackl
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1969
entsendet vom Betriebsrat der Arbeiter in Wien
per 04.04.2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden

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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
12
Samila Kocagöz
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1982
entsendet vom Betriebsrat der Arbeiter in Wolkersdorf
mit 01.09.2023 entsendet
Erwin Müllner
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1968
entsendet vom Betriebsrat der Arbeiter in Wien
seit 04.04.2023 entsendet
Claudia Schmidt
Mitglied; Betriebsrat
Geburtsjahr: 1974
entsendet vom Betriebsrat der Angestellten in Wien
seit 04.04.2023 entsendet
Veränderung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Dipl. Ing. Markus Spiegelfeld ist per 25.05.2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Mag. Albin Hahn wurde mit
25.05.2023 als neues einfaches Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.
Als Vertreter des Betriebsrats der Angestellten in Wien ist Peter Freudenschuss zum 04.04.2023 ausgeschieden und
Claudia Schmidt wurde mit 04.04.2023 als Vertreterin des Betriebsrats der Angestellten in Wien entsandt.
Als Vertreter des Betriebsrats der Arbeiter in Wien ist Christian Hackl zum 04.04.2023 ausgeschieden und Erwin Müllner
wurde mit 04.04.2023 als Vertreter des Betriebsrats der Arbeiter in Wien entsandt.
Als Vertreterin des Betriebsrats der Arbeiter in Wolkersdorf ist Gerda Clementi zum 31.08.2023 ausgeschieden und Samila
Kocagöz wurde mit 01.09.2023 als Vertreterin des Betriebsrats der Arbeiter in Wolkersdorf entsandt. Die Anzahl der Auf-
sichtsratsmitglieder hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert.
Diese Veränderungen in den Ausschüssen folgen untenstehend unter Punkt 3.
Kriterien der Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern
Der Aufsichtsrat hat die im Österreichischen Corporate Governance Kodex (Anhang 1) enthaltenen Leitlinien für die Un-
abhängigkeit als Kriterien der Unabhängigkeit festgelegt.
Demnach ist ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen
Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher
geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung der gewählten Aufsichtsräte erfolgt nach den in der 107. o. HV. beschlossenen Kriterien. Die Vergütung
setzt sich aus einer vom Unternehmensergebnis abhängigen Aufsichtsratvergütung und einem Sitzungsgeld zusammen.
Des Weiteren wird hier auf den veröffentlichten Vergütungsbericht des entsprechenden Geschäftsjahres verwiesen.
Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Da hohe Transparenz und umfassende und zeitgleiche Information aller relevanten Interessensgruppen ein wichtiges An-
liegen ist, überwacht ein Compliance-Verantwortlicher die Einhaltung der Compliance-Richtlinie der Josef Manner & Comp.
AG, welche auf der Marktmissbrauchsverordnung des Europäischen Parlaments und des Rates basiert.

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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
13
Im Sinne des Kodex pflegen Vorstand und Aufsichtsrat zusätzlich zu den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen einen regen
Gedankenaustausch und offenen Diskurs zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens, Geschäftsentwicklung, Risi-
komanagement und wesentlichen Geschäftsfällen. Bei wichtigen Anlässen erfolgt eine unverzügliche Information an den
Vorsitzenden des Aufsichtsrats.
Im Jahr 2023 haben sieben Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. Es hat kein Mitglied des Aufsichtsrats an mehr
als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats nicht persönlich teilgenommen.
Der Aufsichtsrat entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unterneh-
mens. Seine Kontrolltätigkeit übt er auch durch Ausschüsse aus und hat dafür einen Prüfungsausschuss, einen Nomi-
nierungs- & Vergütungsausschuss und einen Digitalisierungsausschuss eingerichtet. Zusätzlich befasst sich der Auf-
sichtsrat jährlich mit der Effizienz seiner Tätigkeit und führt eine Selbstevaluierung durch.
Der Prüfungsausschuss befasst sich, gemäß § 92 (4a) 4 AktG, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses,
der Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers, der Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses,
des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts. Darüber hinaus überwacht er die Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems und Risikomanagementsystems und hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstat-
ten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten.
Dem Prüfungsausschuss gehörten bis 31.08.2023 folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Dr. Michael Grahammer (Vorsitzender)
Mag. Florian Jonak (Stellvertreter des Vorsitzenden)
Dr. Martina Andres
Gerda Erika Clementi
Peter Habel
Seit dem 01.09.2023 gehören dem Prüfungsausschuss folgende Mitglieder an:
Dr. Michael Grahammer (Vorsitzender)
Mag. Florian Jonak (Stellvertreter des Vorsitzenden)
Dr. Martina Andres
Peter Habel (per 31.12.2023 ausgeschieden, wird mit 01.01.2024 ersetzt durch Peter Freudenschuss)
Samila Kocagöz
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2023 drei Sitzungen abgehalten. Bei zwei der drei Sitzungen des Prüfungsausschus-
ses war der Wirtschaftsprüfer anwesend.
Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender
Mandate im Vorstand, befasst sich weiters mit Fragen der Nachfolgeplanung und unterbreitet der Hauptversammlung
Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Aufsichtsrat. Darüber hinaus befasst er sich mit dem Inhalt von
Vorstandsverträgen und überprüft die Vergütungspolitik für Vorstandsmitglieder in regelmäßigen Abständen.
Dem Nominierungs- und Vergütungsausschuss gehörten bis zur konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am
25.05.2023 folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Mag. Florian Jonak (Vorsitzender)
Mag. Dr. Wolfgang Hötschl (Stellvertreter des Vorsitzenden)
Peter Freudenschuss
Seit dem 25.05.2023 gehören dem Ausschuss folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Mag. Florian Jonak (Vorsitzender)
Dr. Martina Andres
Mag. Albin Hahn

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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Erwin Müllner
Claudia Schmidt
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2023 fünf Sitzungen abgehalten.
Der Digitalisierungsausschuss beschäftigt sich mit der ganzheitlichen Transformation des Unternehmens, mit dem Ziel,
den internen und externen Kundennutzen zu erhöhen. Darüber hinaus befasst er sich sowohl bei dem Kerngeschäft als
auch bei neuen Geschäftsfeldern mit der Optimierung von Aufbau- und Prozessorganisation und Modernisierung der Un-
ternehmenskultur.
Dem Digitalisierungsausschuss gehörten bis zum 03.04.2023 folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Prof. Dr. Sita Monica Mazumder (Vorsitzende)
Mag. Dr. Wolfgang Hötschl (Stellvertreter der Vorsitzenden)
Dr. Martina Andres
Mag. Florian Jonak
Peter Habel
Christian Hackl
Seit dem 04.04.2023 bis zur konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 25.05.2023 gehörten dem Digitalisierungsaus-
schuss folgende Mitglieder an:
Prof. Dr. Sita Monica Mazumder (Vorsitzende)
Mag. Dr. Wolfgang Hötschl (Stellvertreter der Vorsitzenden)
Dr. Martina Andres
Mag. Florian Jonak
Peter Habel (per 31.12.2023 ausgeschieden, wird mit 01.01.2024 ersetzt durch Peter Freudenschuss)
Erwin Müllner
Seit dem 25.05.2023 gehören dem Digitalisierungsausschuss folgende Mitglieder an:
Prof. Dr. Sita Monica Mazumder (Vorsitzende)
Mag. Dr. Wolfgang Hötschl (Stellvertreter der Vorsitzenden)
Dr. Martina Andres
Peter Habel
Erwin Müllner
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2023 vier Sitzungen abgehalten.
Wirtschaftsprüfer
Die CENTURION Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH wurde von der 108. ordentlichen Hauptversammlung
zum Abschlussprüfer bestellt.
Die Abschlussprüfung des Jahresabschlusses 2023 sowie die Konzernabschlussprüfung 2023 wurden von der CENTU-
RION Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH durchgeführt, wofür insgesamt € 114.600,-- verrechnet wurden.
Maßnahmen zur Förderung von Frauen
Im Rahmen der unternehmensweit einheitlichen Personalpolitik, die für alle Mitarbeiter*innen gleiche Chancen und Rechte
sicherstellt, bemüht sich die Gesellschaft um die Entwicklung und Weiterbildung von Frauen. Die Gesellschaft verfolgt das
Ziel, den Anteil der Frauen in leitenden Stellungen mittelfristig auf ein ausgewogenes Niveau zu heben. Bis zum 03.04.2023
waren in der Gesellschaft drei von fünfzehn Mitgliedern der Organe Vorstand und Aufsichtsrat weiblich, ab dem 04.04.2023
erhöhte sich diese Zahl auf vier von fünfzehn. Außerdem waren bis zum 31.12.2023 zwei von vier Prokurist*innen weiblich.
Der Frauenanteil in leitenden Stellungen 80 AktG) in der Gesellschaft (AG) beträgt 30,85% (2022: 29%). Mit Ende des

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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
15
Geschäftsjahres 2023 beschäftigt die Gesellschaft 826 Mitarbeiter*innen (inklusive geringfügig Beschäftigten), wovon
35,47% weiblich sind.
Sowohl für den Aufsichtsrat als auch für den Vorstand gelten bei Personalentscheidungen und bei der Entlohnung aus-
schließlich fachliche Fähigkeiten und persönliche Kompetenzen als Kriterien; hohes Augenmerk wird auf die strenge
Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt.
In zahlreichen Bereichen konnten sich Frauen für Führungsaufgaben in der ersten und zweiten Berichtsebene qualifizieren.
In den Tochterunternehmen der Gesellschaft nehmen acht verschiedene Personen eine oder mehrere leitende Stellungen
ein. Zwei davon sind Frauen, das entspricht einem Frauenanteil von 25%. In den Tochtergesellschaften sind 14 leitende
Stellungen vergeben. Zwei von diesen Stellungen sind von Frauen besetzt. Das entspricht einem Frauenanteil von 14,29%.
Beschreibung des Diversitätskonzepts
Ein aus der Unternehmenspolitik bzw. aus dem Code of Conduct der Gesellschaft herausgelöstes Diversitätskonzept be-
steht nicht. Die Josef Manner & Comp. AG verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, die Vielfältigkeit der Mitarbeiter*innen in
Bezug auf Ausbildung, Erfahrung, Alter, kultureller Herkunft, Geschlecht und ähnlicher Gesichtspunkte zu fördern.
Allfälliger Bericht über eine externe Evaluierung
Gemäß C-Regel 62 hat die Gesellschaft die Einhaltung der C-Regeln des Kodex alle drei Jahre durch eine externe Insti-
tution evaluieren zu lassen und über das Ergebnis im Corporate-Governance-Bericht zu berichten.
Der Bericht über das Geschäftsjahr 2022 wurde durch die CENTURION Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH
einer externen Evaluierung unterzogen.
Somit ist für das hier gegenständliche Geschäftsjahr 2023 keine weitere externe Evaluierung vorgesehen.
Die nächste Evaluierung betrifft das Geschäftsjahr 2025.
Veränderungen nach dem Abschlussstichtag
Per 31.12.2023 ist Mag. Andreas Kutil als Vorsitzender des Vorstands ausgeschieden. Mit 01.01.2024 wurden Sabine
Brandl, MBA, MSc und Scipio Oudkerk, MSc in den Vorstand bestellt. Somit besteht der Vorstand ab 01.01.2024 aus vier
Personen (2023 drei Personen). Der Vorstand hat ab 01.01.2024 keinen Vorsitzenden.
Per 31.12.2023 ist Peter Habel aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Mit 01.01.2024 wurde Peter Freudenschuss vom
Betriebsrat der Angestellten in Wien entsendet.

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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Bericht des Aufsichtsrats
der Josef Manner & Comp. AG über das Geschäftsjahr 2023
In der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats der Josef Manner & Comp. AG wurde einstimmig nachstehender Bericht gemäß
§ 96 AktG beschlossen:
Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2023
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von
sieben Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses, fünf Sitzungen des Vergütungs- und Nominierungs-
ausschusses und vier Sitzungen des Digitalisierungsausschusses wahrgenommen. Er hat sich dabei vom Vorstand über
den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft geben lassen. Einer
der Schwerpunkte des Aufsichtsrats lag auf dem Go-live des neuen ERP-Systems SAP. Ein weiterer Schwerpunkt betraf
wie im Vorjahr den Russland-Ukraine Krieg und seinen Einfluss auf die Geschäftsgebarung, Personalsituation und Wert-
schöpfungskette.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Prüfungsausschuss ist seinen Überwachungs- und Prüfaufgaben gemäß § 92 Abs. 4a Z 4 AktG nachgekommen. Ins-
besondere befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem nach den International Financial Reporting Standards („IFRS“)
zu erstellenden Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023.
Weitere Überprüfungen betrafen unter anderem den Corporate-Governance-Bericht 2022, die Jahresabschlüsse 2022 der
Tochtergesellschaften, das interne Kontrollsystem, die Finanzierungssituation und allgemeine Zinsänderungsrisiken. Dar-
über hinaus war die Beauftragung einer Ausschreibung der Abschlussprüfung 2024 Gegenstand im Prüfungsausschuss.
Der Abschlussprüfer stand dem Prüfungsausschuss in zwei Sitzungen sowie dem Aufsichtsrat in einer Sitzung für Fragen
und Diskussionen zur Verfügung und der Prüfungsausschuss überwachte die Arbeiten des Abschlussprüfers.
Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss befasste sich neben Vergütungsfragen (Vergütungspolitik, Überprüfung
Vorstandsvergütungen, Zielvereinbarungen) insbesondere mit dem Verfahren zur Besetzung des Vorstands nach Auslau-
fen der aktuellen Funktionsperioden und mit Vorbereitungsmaßnahmen zur Neuwahl des Aufsichtsrates anlässlich der
Hauptversammlung 2024.
Der Digitalisierungsausschuss befasste sich im Jahr 2023 insbesondere mit der Vorbereitung von Entscheidungen für die
kontinuierliche Effizienzsteigerung durch Prozessoptimierungen. Das wichtigste Vorhaben dafür war die Produktivsetzung
von SAP S/4HANA als unternehmensweit einheitliches ERP-System zum 01. April 2023. Außerdem wurde im Berichtsjahr
auf Empfehlung des Digitalisierungsausschusses begonnen, Process Mining als moderne Methode zur umfassenden Ana-
lyse und Überwachung von Geschäftsprozessen einzuführen. Darüber hinaus wurde eine moderne eRecruiting-Lösung
implementiert, die im Herbst 2023 erfolgreich in Betrieb genommen wurde.
Details zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse und des Aufsichtsrats können dem Corporate-Gover-
nance-Bericht entnommen werden.
Jahresabschluss zum 31.12.2023
Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Josef Manner & Comp. AG, bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang samt Lagebericht, wurde gemäß den österreichischen Rechnungslegungs-
bestimmungen erstellt, und von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, CENTURION Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungs GmbH, 1010 Wien, geprüft. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer ergab, dass die Buchführung und
der Jahresabschluss samt Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung
beachtet wurden. Die Prüfung ergab ferner, dass den Kriterien des § 269 UGB in vollem Umfang entsprochen wurde,
sodass der Abschlussprüfer den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilte.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Der Prüfbericht des Abschlussprüfers und der Jahresabschluss samt Lagebericht wurden vom Prüfungsausschuss des
Aufsichtsrats in seiner Sitzung am 19.04.2024 behandelt, umfassend mit dem Abschlussprüfer erörtert und dem Aufsichts-
rat zur Genehmigung vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat prüfte und billigte in seiner Sitzung am 19.04.2024 den Jahresab-
schluss sowie den Lagebericht. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt.
In seiner Sitzung am 09.04.2024 prüfte der Aufsichtsrat ferner den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung für
das Geschäftsjahr 2023. Dabei stellte er fest, dass das Geschäftsjahr 2023 mit einem Bilanzgewinn von € 3.159.244,88
schließt und billigte den Vorschlag des Vorstands, eine Dividende von 1,60 pro Aktie an die Aktionär*innen auszuschüt-
ten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Konzernabschluss zum 31.12.2023
Der vom Vorstand vorgelegte Konzernabschluss 2023, bestehend aus der Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlust-
rechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrech-
nung sowie dem Konzernanhang samt Konzernlagebericht wurde gemäß IFRS erstellt und durch die CENTURION Wirt-
schaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH, 1010 Wien, geprüft. Die nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB als
Teil des Lageberichts des Jahresabschlusses ist in Anlehnung an die ESRS-Standards (CSRD) und entsprechend den
Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) erstellt und wurde als Teil des
Konzernlageberichts des Konzernabschlusses aufgenommen. Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermittelt der
Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermö-
gens- und Finanzlage des Konzerns sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme in Übereinstimmung mit den IFRS.
Der Abschlussprüfer bestätigte, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss im Einklang steht und erteilte
den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Prüfbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der Konzernabschluss zum
31.12.2023 samt Konzernlagebericht wurden im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats am 19.04.2024 eingehend mit dem
Abschlussprüfer behandelt. Der Prüfungsausschuss empfahl die Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2023 samt
Konzernlagebericht, welcher dem Aufsichtsrat mit dem Prüfbericht des Abschlussprüfers in der Sitzung am 19.04.2024
vorgelegt wurde.
Nach der Prüfung der vorgelegten Unterlagen durch den Aufsichtsrat wird festgestellt, dass die Geschäftsführung durch
den Vorstand und der vorgelegte Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zu keiner Beanstandung Anlass geben. Der
Aufsichtsrat billigt daher den Konzernabschluss zum 31.12.2023 samt Konzernlagebericht. Zudem prüfte und genehmigte
der Aufsichtsrat, nach vorheriger Befassung und Empfehlung des Prüfungsausschusses, den Corporate-Governance-Be-
richt gemäß § 267b iVm § 243c UGB.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie sämtlichen Mitarbeiter*innen der Manner-Gruppe für die
hervorragenden Leistungen und den großen Einsatz in dem herausfordernden Geschäftsjahr 2023. Darüber hinaus be-
dankt sich der Aufsichtsrat bei den Aktionär*innen für das entgegengebrachte Vertrauen.
Wien, am 19. April 2024
Für den Aufsichtsrat
Mag. Florian Jonak
Vorsitzender
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Konzernlagebericht
der Josef Manner & Comp. AG, Wien
Inhaltsverzeichnis
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage .......................................................................................................... 18
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken der Manner-Gruppe .................................................................................. 29
3 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems ........................................................................................ 34
4 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen ................................................... 35
5 Nichtfinanzielle Erklärung .................................................................................................................................................................... 36
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Die Gruppe im Überblick
Die Josef Manner & Comp. AG (kurz: Manner) ist in den Segmenten Süßwaren Österreich, Süßwaren Deutschland, Süß-
waren Rest, Mietshäuser und Haselnussanbau tätig. Die wichtigsten Konzerngesellschaften sind die Josef Manner &
Comp. AG als Muttergesellschaft, die Geblergasse 116 GmbH & Co KG sowie die Manner Azerbaijan LLC.
Erläuterung zur Änderung des Lageberichts
Der mit 14. März 2024 aufgestellte Konzernlagebericht wurde vom Vorstand geändert. Aufgrund nachträglich erhaltener
Informationen wurden die Angaben zu den syndizierten Aktien unter Punkt 4 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und
Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungendes vorliegenden Konzernlageberichts angepasst.
Wesentliche Entwicklungen 2023
Umsatz mit M 270,8 gegenüber 2022 um +13,2% gestiegen (Vorjahr: M 239,3; +10,1%)
Exportquote von 58,9% (Vorjahr: 60,2%)
Rohstoff- und Energiepreise haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht
Ergebnis vor Steuern beträgt M 7,5 (Vorjahr: M 5,2)
Eigenkapitalquote stieg auf 36,3% (Vorjahr: 33,7%)
Nettoverschuldung bleibt stabil bei M 54,4 (Vorjahr: M 54,6)
Trade Working Capital hat sich insbesondere Inflationsbedingt sowie aufgrund der SAP-Umstellung auf M 47,5 erhöht (Vorjahr:
M 41,1)
Wirtschaftliches Umfeld
Nach einer Rezession vom Frühjahr bis zum Herbst ist derzeit kaum eine Trendwende in Sicht. Die Konjunktur ist auch
zum Jahresausklang schwach geblieben. Die ersten Anzeichen dafür, dass die Wirtschaft in Österreich langsam die Tal-
sohle erreicht hat, deuten jedoch auf ein langsames Ende der Rezession gegen Anfang 2024 hin. Für das vierte Quartal
2023 insgesamt wird eine Stagnation der österreichischen Wirtschaft erwartet. Angesichts der Abwärtsrevision von frühe-
ren BIP-Werten sowie der zuletzt schwachen Entwicklung wird für das Gesamtjahr 2023 von einem leichten Rückgang des
BIP in Österreich um ca. 0,5% ausgegangen (Quelle: UniCredit Research).
Der Arbeitsmarkt hat sich im bisherigen Verlauf 2023 konjunkturresilient gezeigt, aber mittlerweile lassen sich die Folgen
der anhaltenden Konjunkturschwäche an der steigenden Anzahl von Arbeitssuchenden in vielen Branchen ablesen. Noch
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
19
zu Jahresbeginn 2023 betrug die Arbeitslosenquote 6,2%. Bis Oktober 2023 ist sie saisonbereinigt auf 6,6% gestiegen.
Es wird erwartet, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt vor allem aufgrund der Schwäche in Industrie und Baugewerbe
noch weiter verschlechtern wird. Nachdem die Arbeitslosenquote im Schnitt 2023 auf 6,4% gestiegen ist, wird für 2024
von einem weiteren Anstieg auf 6,7% ausgegangen (Quelle: UniCredit Research).
Nach dem gerade zweistelligen Höchststand 2023 wird erwartet, dass die Inflation Ende 2023 geringfügig unter 5% im
Jahresvergleich betragen wird, was insbesondere auf geringere Energiepreise und Rohstoffkosten zurückzuführen ist. In
Österreich geht die Inflation deutlich langsamer zurück als im Durchschnitt der Eurozone. Dies ist auf spürbare Effekte,
wie zum Beispiel die indexierten Mieten und auch auf hohe Lohnabschlüsse zurückzuführen. Für gesamt 2023 wird mit
einer durchschnittlichen Inflation von 7,8% gerechnet, für 2024 wird erwartet, dass sie auf 3,6% sinken wird (Quelle:
UniCredit Research).
Angesichts der schwachen Konjunkturdaten sowie der derzeit deutlich sinkenden Inflation wird davon ausgegangen, dass
sich die EZB gegen weitere Zinsanhebungen entscheiden wird. Aufgrund der letzten Inflationsdaten wird zudem damit
gerechnet, dass die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen 2024 zugenommen hat. Diese Senkungen werden jedoch
erwartungsgemäß nicht vor Mitte des Jahres beginnen (Quelle: UniCredit Research). Für die Finanzierung besteht jeden-
falls die Annahme, dass 2024 keine weiteren Leitzinserhöhungen durch die EZB erfolgen werden.
Die Aussichten und die Planung für 2024 beruhen auf der Annahme, dass es zu keinen neuen negativen Auswirkungen
von Covid-19 oder des Ukrainekrieges auf die Konjunktur kommt. Erneute Einschränkungen wegen eines neuerlichen
Aufflammens einer Pandemie sowie Produktionsausfällen wegen Ausfalls von Produktionspersonal sind wesentliche, vom
Unternehmen nicht abwendbare Risiken, die einen negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf 2024 haben könnten. Mit
der anhaltend schwachen Nachfrage bzw. einem weiteren Rückgang wird sich die Inflation abschwächen, was in einer
weitgehenden Stabilisierung der Rohstoffpreise, vor allem für Energie, und einer Entspannung der Materialengpässe re-
sultieren kann. Als wesentliches Risiko für 2024 wird zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses eine Vertie-
fung des Konflikts zwischen Ukraine und Russland gesehen, wodurch es vor allem beschaffungsseitig, unabhängig vom
erwarteten leichten Nachfragerückgang, immer wieder zu sprunghaften Änderungen der Kosten kommen könnte. Grund-
sätzlich werden die Rohstoff- und Energiepreise für das gesamte Jahr 2024 wie im Vorjahr auf einem hohen Niveau er-
wartet.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Finanzielle Leistungsindikatoren T€ T€
2023
2022
angepasst*
Umsatzerlöse (T€) 270.843 239.265
Betriebsergebnis (T€) 10.346 7.310
Betriebsergebnis-Marge (ROS) 3,8% 3,1%
Ergebnis vor Steuern (T€) 7.535 5.226
Return of Investment (ROI) 5,8% 3,9%
Return on Equity (RoE) 11,6% 8,2%
Nettoverschuldung (T€) 54.384 54.583
Eigenkapital (T€) 64.853 63.440
Eigenkapitalquote 36,3% 33,7%
*) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).
Bei den angeführten Verkaufszahlen handelt es sich um konsolidierte Verkaufszahlen das bedeutet, dass Verkäufe
zwischen den Segmenten in dieser Darstellung bereinigt dargestellt sind.
Umsatzentwicklung
Im Geschäftsjahr 2023 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 13,2% von M239,3 auf M270,8 gestiegen. Die
erfreuliche Steigerung konnte insbesondere am Heimatmarkt realisiert werden und resultiert vor allem aus gestiegenen
Verkaufspreisen sowie in geringerem Ausmaß einem besseren Produkt-Mix.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Die verkaufte Menge hat sich insgesamt um 2,2% von 53.361 to auf 52.207 to reduziert. Dies ist einerseits auf die Berei-
nigung des Produktportfolios zurückzuführen. Auf der anderen Seite ist durch die Weitergabe von Beschaffungs- und Pro-
duktionskostensteigerungen die Nachfrage, insbesondere in Deutschland, leicht zurückgegangen.
Die Folge ist eine auf 58,9% gesunkene Exportquote, verglichen mit dem Wert des Vorjahrs von 60,2%.
Ertragslage
2023 ergab sich das Ergebnis vor Steuern mit M7,5 (Vorjahr: M5,2) deutlich über Vorjahr, das Betriebsergebnis (Er-
gebnis vor Zinsen und Steuern) mit M10,3 (Vorjahr: M7,3) erhöhte sich ebenfalls im Vergleich zum Wert aus 2022.
Vorrangig begründen die gestiegenen Verkaufspreise in Relation zu den in geringerem Ausmaß gestiegenen Energie- und
Rohstoffpreisen diese Verbesserung gegenüber 2022.
Vor allem Zucker-, Mehl- und Eiprodukte sind 2023 im Vergleich zu 2022 signifikant teurer geworden. Die Preise für Kakao
sind dagegen einigermaßen stabil geblieben, während Milch und Fette günstiger wurden. Das Rohstoff-Umfeld jedoch
bleibt auch 2024 sehr volatil.
Die Veränderung des Personalaufwands von +10,6% (Vorjahr: +10,4%) ergibt sich insbesondere aus einem Aufbau von
verzinslichen Personalrückstellungen und aufgrund der hohen kollektivvertraglichen Abschlüsse für 2023. Die gestiegenen
Zinsen hatten einen leicht gegenläufigen Effekt. Auch die Erhöhung von Urlaubs- und sonstigen Personalaufwendungen,
die auf der erhöhten Personaltätigkeit wegen der Umstellung des ERP-Systems sowie der herausfordernden Situation bei
der Besetzung der offenen Stellen beruht, hatte eine auftreibende Auswirkung auf die Personalkosten. Zusätzlich blieb
das Niveau der Krankenstände ähnlich hoch wie 2022, wodurch der Aufwand für Leihkräfte vergleichbar erhöht blieb.
Die Stärkung der Unternehmensmarken durch Werbung und Verkaufsförderung wird als langfristiges strategisches Enga-
gement erachtet. Insofern wurde der dafür vorgesehene Etat geringfügig höher als im Vorjahr veranschlagt und auch
großteils umgesetzt.
Den herausfordernden Marktbedingungen zum Trotz ergaben sich sowohl im laufenden Betrieb während des Jahres als
auch zum Jahresultimo geringere Bankverbindlichkeiten. Durch striktes Cash-Management konnte der vorhandene Saldo
an liquiden Mitteln per Jahresultimo gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert und großteils für die Tilgung von Krediten
verwendet werden. Durch den frühzeitigen Neuabschluss von teilweise auslaufenden Kreditlinien wurde die Zinssituation
gegenüber der derzeitigen Marktsituation weitestgehend abgesichert.
Finanzlage
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit ergab sich mit M8,9, um
M€ 15,1 über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres (Vorjahr: M€ -6,1). Der Beitrag aus dem Ergebnis wirkt sich positiv
aus, die Veränderungen aus dem Trade Working Capital wirken sich hingegen insbesondere aufgrund der inflationär ge-
stiegenen Kosten negativ aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund der starken Ak-
tivitäten per Jahresende. Die Lieferantenverbindlichkeiten haben sich geringfügig erhöht. Die Investitionsausgaben redu-
zierten sich im Vergleich zu 2022, da die Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Einführung von SAP bereits in den Vor-
jahren berücksichtigt waren und finanzielle Vermögenswerte verkauft wurden.
Nach Ausschüttung der Dividende für das Wirtschaftsjahr 2022 sowie nach Rückführung von Krediten konnten die Bank-
verbindlichkeiten aufgrund des erfreulichen Cashflows verringert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
inklusive Leasing wurden demnach von letztjährigen M73,8 auf M57,9 zum aktuellen Bilanzstichtag verringert. Auf-
grund des strikten Cash-Managements konnten die frei verfügbaren Barmittelbestände per Jahresultimo ebenfalls deutlich
reduziert werden.
Folglich ergibt sich, dass sich die Nettoverschuldung, der Saldo der Bankschulden und flüssigen Mittel von M54,6 zum
31.12.2022 bei M54,4 zum aktuellen Bilanzstichtag in etwa stabilisiert. Das Eigenkapital stieg und aus diesen Änderun-
gen resultiert, dass sich der Nettoverschuldungsgrad (Gearing), definiert als das Verhältnis der Nettoverschuldung zum
Eigenkapital, von letztjährigen 86,0% auf 83,9% schrumpft.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
21
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Abnahme bei den immateriellen Vermögensgegenständen steht im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der neuen
ERP-Software 2023 und deren begonnenen Abschreibung. Durch einen Überhang der Investitionen hat sich der Buchwert
der Sachanlagen entsprechend leicht erhöht, was insbesondere auf die Investitionstätigkeit in dem Segment Süßwaren
sowie der Manner Azerbaijan LLC zurückzuführen ist. Ziel der Manner Azerbaijan ist es, die künftige Preis- und Versor-
gungssituation bei Haselnüssen merklich zu verbessern. Aufgrund der Marktsituation für Immobilien kam es im Berichtsjahr
zu einer Abwertung der Wohnhausanlage der Geblergasse KG in Höhe von M€ -1,1 (Vorjahr: M€ -0,2). Das gesamte
langfristige Vermögen hat sich von M98,9 2022 auf M96,1 zum derzeitigen Bilanzstichdatum leicht verringert.
Im Berichtsjahr wurde die nicht-operativ tätige Manner Management GmbH (Komplementär der Geblergasse 116 GmbH
& Co KG) aus Vereinfachungsgründen auf die Compliment Süßwaren Vertriebs Gesellschaft m. b. H. verschmolzen.
Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem preisbedingt, aber auch mengenmäßig erhöht und gleichzeitig
sind zum Stichtag die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich gestiegen, was insbesondere mit einem star-
ken Geschäftsgang gegen Ende des Jahres und auch mit der Inbetriebnahme des neuen ERP-Systems zusammenhängt.
In Zusammenhang mit der beschriebenen Reduktion des Guthabenbestands bei den Banken hat es insgesamt eine Re-
duktion des kurzfristigen Vermögens von M89,2 auf M82,6 gegeben.
Die Eigenkapitalquote liegt mit 36,3% um 2,6 Prozentpunkte über den 33,7% des Vorjahres, was mit dem erfreulichen
Ergebnis, der reduzierten Verschuldung und Barbestände und gegenläufig dem gestiegenen Trade Working Capital zu-
sammenhängt. Eine Konzern-Eigenkapitalquote von eindeutig über 40% ist weiterhin ein Fixpunkt der Unternehmenspla-
nung und des Risikomanagements der Gruppe dies insbesondere, um die finanzielle Stabilität der Gruppe zu gewähr-
leisten und wirtschaftlich schwierige Perioden unbeschadet überbrücken zu können.
Das Nettoumlaufvermögen, die Differenz des kurzfristigen Vermögens und der kurzfristigen Verbindlichkeiten, wurde von
M€ 11,4 im Jahr 2022 auf M15,9 im Jahr 2023 erhöht, da das kurzfristige Vermögen vor allem aufgrund der geringeren
Barbestände und gegenläufig der höheren Vorräte und Forderungen nur geringfügig abnahm, während die kurzfristigen
Verbindlichkeiten vor allem wegen der deutlich reduzierten Bankverbindlichkeiten überproportional abnahmen.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Das Managen nichtfinanzieller Themen ist in der Manner-Gruppe integraler Bestandteil des Managementverständnisses
und Basis für eine ertragreiche Zukunft, denn die finanzielle Gebarung zeigt in der Regel die Ergebnisauswirkungen nicht-
finanzieller Entscheidungen. Umso wichtiger ist es deshalb, als Unternehmen die internen und externen Auswirkungen
des unternehmerischen Handelns zu beschreiben und zu dokumentieren. Nachfolgend sind Arbeitnehmerbelange, Mar-
keting, Markenthemen, Sponsoring, sowie Forschung und Entwicklung auszugsweise dargelegt.
Arbeitnehmerbelange
In herausfordernden Zeiten gilt es umso mehr, dass qualifizierte, engagierte Mitarbeiter*innen die Erfolge des Unterneh-
mens ermöglichen. Manner fördert die eigenen Mitarbeiter*innen und ist bestrebt, ein motivierendes und leistungsorien-
tiertes Arbeitsumfeld anzubieten. Bei der Personalauswahl wird neben hoher fachlicher Qualifikation auch insbesondere
die soziale Kompetenz berücksichtigt. Bei Personalentscheidungen gelten ausschließlich fachliche Fähigkeiten und per-
sönliche Kompetenz. Auf Gleichbehandlung wird zudem hohes Augenmerk gelegt. Mit entsprechenden Fortbildungsmaß-
nahmen wird den geänderten Anforderungen der Arbeitswelt Rechnung getragen.
Schulungen wurden im Jahr 2023 überwiegend fachlich im Bereich Technik und Produktion durchgeführt. Ein großer
Schwerpunkt lag insbesondere in der Weiterqualifikation der Mitarbeiter*innen im Produktionsbereich. Alle Mitarbeiter*in-
nen können und sollen sich hier bestmöglich im Unternehmen fachlich weiterentwickeln. Für Lehrlinge gab es einen großen
Schulungsschwerpunkt im Bereich Lean Management.
Die E-Learning-Plattform J.O.S.E.F. (Josef Manner Online Schulungen Erleichtern Fortbildung) wurde im Jahr 2023 ver-
stärkt für verpflichtende Schulungen genutzt. Ein Ausbau in eine umfassende Schulungsplattform inklusive Verwaltung
und Dokumentation ist für 2024 geplant.
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Jahresfinanzbericht 2023
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Die Lehrlingsausbildung wurde im Jahr 2023 fortgesetzt und erweitert. 18 Lehrlinge waren 2023 in Ausbildung (Mechatro-
nik, Lebensmitteltechnik, Elektrotechnik, Betriebslogistik). Ein weiterer Ausbau der Lehrlingsausbildung ist in den kom-
menden Jahren geplant. Manner sieht hierin eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Es werden nach
Lehrzeitende daher auch in der Regel alle Lehrlinge in ein Dienstverhältnis übernommen.
Der durchschnittliche Mitarbeiter*innenstand (FTE) im Jahr 2023 betrug 489,2 Arbeiter*innen (2022: 465,3) und 373,0
Angestellte (2022: 382,6). Mit Stichtag 31.12.2023 hat die Gruppe um 11,2 Mitarbeiter*innen mehr beschäftigt als zum
31.12.2022 (Vorjahr +19,8 Mitarbeiter*innen). Dies entspricht +1,3% (Vorjahr +2,4%).
Marketing
Das Jahr 2023 war von den Auswirkungen der Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen sowie von einer abnehmenden
Konsumlaune geprägt. Einerseits befinden sich Rohstoffe und Energiekosten weiterhin auf einem hohen Niveau, anderer-
seits reduziert sich durch die Preiserhöhungen der letzten Jahre sowie durch die vermehrte Unsicherheit über die weltpo-
litische Lage die Bereitschaft zu Konsumausgaben bei den Konsument*innen deutlich. Dies schlägt sich in stagnierenden
bis rückläufigen Absätzen bei Markenprodukten in unseren Kernmärkten sowie in Marktanteilsgewinnen der Handelsmar-
ken nieder.
Darauf hat Manner reagiert, indem wir attraktive Neuprodukte gelauncht haben sowie unsere Marketingaktivitäten
und -ausgaben gebündelt haben. Dadurch konnten wir die Marktanteile unserer Kernmarken zusammenfassend gesehen
relativ stabil halten.
Der Tourismus in Wien und Österreich befindet sich über dem Niveau vor 2020 und wirkt dem schwächelnden Inlandskon-
sum entgegen.
Schwerpunkte Marke Manner
Vor allem in den beiden wichtigsten Regionen Österreich und Deutschland ist es mit der Hauptmarke Manner gelungen,
in den Kategorien Schnitten (AT) sowie Waffeln (DE) die bestehende Marktführerschaft zu halten.
Die Manner-Winterpromotion „Rosa Höhenflug“ zum Markenthema Skisprung hat zum Jahresstart 2023 einerseits für hö-
here Teilnehmer*innenzahlen gesorgt und konnte andererseits das Manner-Skisprung-Engagement verstärken. Erzielt
wurde dies mit zahlreichen Point of Sale (POS)-Aufbauten und einer starken Präsenz in den digitalen Medien und Social
Media.
Im Frühjahr wurde der Testmarkt in Deutschland mit der „Manner Taschenpackung 4x75g“ in diversen Sorten bei den
Handelspartnern gestartet, um in diesem wichtigen Wachstumsmarkt mit dem Launch unseres ikonischen Produkts ein
weiteres Standbein im Sortiment aufzubauen.
Im Sommer hat die Sommerpromotion „Wandern mag man eben“ sportlich das Thema Wandern aufgegriffen und produkt-
seitig mit der Manner-Vorratspackung mit acht Original Neapolitaner Schnitten verknüpft. Gestützt durch den anhaltenden
Wandertrend in der DACH-Region wurde hier eine aufmerksamkeitsstarke Promotion am Point of Sale umgesetzt. Ver-
stärkt wurden diese Aktivitäten auf diversen Social-Media- und Online-Kanälen.
Im Herbst wurden nach einem Jahr Pause wieder die erfolgreichen „Manner Winterglück“-Sorten im 200g-Beutel auf den
Markt gebracht. Diese werden international vermarktet und sorgen in der süßwarenstarken Herbst-/Wintersaison für zu-
sätzliche Präsenz und zusätzliche Impulse.
Außerdem haben wir im Wachstumssegment Personal Snacking die Innovation „Manner Cubidoo White“ im praktischen
und wiederverschließbaren 135g-Becherformat entwickelt und am Markt platziert.
Zu den Saisonen Valentinstag, Ostern, Muttertag, Vatertag sowie Nikolo/Weihnachten haben wir die Präsenz einerseits
durch spezifische Saisonprodukte und andererseits durch unsere Manner 8er- und 18er-Banderolen ausbauen können.
Unterstützt wurde dies durch fokussierte Kommunikationsmaßnahmen.
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In der Kommunikation haben wir vor allem auf unsere Manner-Kernprodukte Taschenpackung und Beutel gesetzt sowie
unsere neue Range Manner Snack Minis 25g unterstützt. Dabei haben wir weiterhin unser Engagement auf den Social-
Media- und Digitalkanälen erhöht, um Relevanz, Attraktivität und Begehrlichkeit bei der jüngeren Zielgruppe zu wecken.
Der Manner Club kann weiterhin neue Mitglieder generieren, die mit zahlreichen Aktivitäten regelmäßig angesprochen
werden. Der Manner Online Shop entwickelt sich seit dem Go-live 2022 weiterhin sehr positiv und etabliert sich als wich-
tiges Verkaufs- und Aktivierungstool für die Marke. Zusammen mit unserem neuen Partner myproduct haben wir das Er-
scheinungsbild und die Usability im zweiten Halbjahr überarbeitet, was sich in steigenden Umsätzen niederschlägt.
Das Konsumentenservice ist weiterhin stark im direkten Kontakt mit Konsument*innen und Markenfans involviert und hat
im Jahr 2023 über 10.000 Anfragen über Telefon, Brief, E-Mail und Onlineformulare bearbeitet. Ein weiterer Beweis für die
Beliebtheit der Marke Manner.
Schwerpunkte Casali, Napoli
Die Marke Casali konnte ihre Marktanteile im Heimatmarkt Österreich bei leichten Marktanteilsverlusten in Richtung Han-
delsmarken stabilisieren. Der gelungene Jahresstart wurde durch den Launch der neuen Sorte „Shot of the Year Blut-
orange“ eingeläutet. Mit dem langjährigen Erfolgskonzept der limitierten Edition „Shot of the Year“ gelingt es Casali wei-
terhin, Impulse am Markt zu setzen und neue Konsument*innen für die Marke zu gewinnen. Unser Neuprodukt Casali
Waves, das im Herbst 2022 gelauncht wurde, ist weiterhin auf Wachstumskurs.
Die Casali-Sommerpromotion hat die drei Submarken Rum-Kokos, Schokobanane und Waves am Point of Sale inszeniert
und Urlaubsfeeling in die Geschäfte gebracht.
Folgerichtig lag 2023 der kommunikative Schwerpunkt auf der Unterstützung der Casali Rum-Kokos-Range sowie auf
unserem Neuprodukt Casali Waves im Bereich Schaumware. Hier lag der Schwerpunkt auf den Social-Media- und Digi-
talkanälen.
Bei der Marke Napoli Dragee Keksi sind limitierte Editionen weiterhin ein Instrument, um für Abwechslung zu sorgen und
neue Konsument*innen zu akquirieren. Die zum Jahresstart eingeführte Sorte „Keksi des Jahres Schoko Brownie“ konnte
diese Tradition erfolgreich fortführen. Unterstützt wurde die Produkteinführung vor allem in Social Media und auf den Di-
gitalkanälen.
Schwerpunkte Victor Schmidt
Der Aktivitäten-Schwerpunkt für die Mozartkugel-Marke Victor Schmidt lag im Jahr 2023 auf der Sichtbarkeit am POS und
der weiteren Distributionsausweitung, um das starke Wachstum weiter abzusichern. Hierzu beigetragen haben sowohl die
Kernprodukte als auch weiterhin die im Jahr 2021 eingeführte Innovation „Mozartkugel White Edition“, die neue Konsu-
ment*innen für die Marke rekrutiert.
Auch die Tatsache, dass im Sommer und zur Weihnachtssaison deutlich mehr Tourist*innen nach Wien und Österreich
gefunden haben, hat die Entwicklung der Marke Victor Schmidt unterstützt.
Die wichtigsten Auszeichnungen für das Jahr 2023
Produkt des Jahres in Slowenien für Manner Snack Minis Flowpack;
Top Marke 2023 LZ Handelszeitung für Manner in Deutschland.
Manner Shops
2023 war ein erfolgreiches Jahr für die Manner Shops. Bereits im ersten Quartal ist die Frequenz an den
Tourismusstandorten und in den Outlets im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Ab der zweiten Jahreshälfte gab
es noch eine deutliche Umsatzverbesserung in den bestehenden Shops und somit konnten zum Jahresende die
Erwartungen deutlich übertroffen werden. Zu diesem Ergebnis haben auch Pop-up-Stores und Shop-in-Shop-Konzepte,
wie z. B. Wien Rathausplatz, Kärntnerstraße, Naschmarkt sowie Zell am See und Amstetten beigetragen. Als weiteres
Highlight kann erwähnt werden, dass im Jahr 2023 der höchste Umsatz seit Bestand der Manner Shops erzielt wurde.
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Eine langfristige positive Ertragsprognose für den Standort Wien Flughafen war nicht absehbar, daher wurde zum
Jahresende 2023 der Mietvertrag aufgekündigt. Die Markenpräsenz am Flughafen wird durch Kooperationspartner weiter
aufrecht erhalten.
Skisprung-Sponsoring
Manner ist renommierter Sponsor im Skisprung-Sport und als Kopfsponsor mit den markanten rosa Manner-Helmen sowie
bei ausgewählten Skisprungevents sichtbar. Langfristige Partnerschaften mit den Sportler*innen, die als Teil der Manner-
Familie gesehen werden, zeichnen die Sponsoringstrategie aus.
Sportsponsoring ist für Manner zentral, um die Marke mit den Emotionen des Sports aufzuladen. Bereits seit der Saison
2001/02 sponsert das Unternehmen österreichische und internationale Athlet*innen und Events im Skisprungsport. 2023
begann das Jahr mit einem Highlight: der nordischen Ski-WM in Planica (Slowenien) vom 21.02. bis 05.03.2023, bei der
über 650 Athlet*innen aus 60 Nationen um 141 Medaillen bei 24 Wettbewerben kämpften. Mit der ikonischen aufblasbaren
Mannerschnitte am Auslauf, Banden und immenser Logopräsenz war Manner aktiver Hauptsponsor der Weltmeisterschaft.
Mit 54,3 Millionen TV-Reichweite (live/delayed) weltweit in 14 ndern 281 Stunden an Übertragungen (Quelle: Nielsen
Sports | Zuschauer 3+ | live/delayed/relive exkl. Eurosport) war die Sichtbarkeit überragend.
Die Erfolge für die Manner-Athlet*innen können sich sehen lassen: Karl Geiger gewann Platz drei auf der Kleinschanze
sowie Platz eins im Mixed Team, Dawid Kubacki machte den dritten Platz auf der Großschanze und Stefan Kraft und Jan
Hörl holten im Männer Teambewerb die Bronzemedaille. Die Saison 2022/23 wurde im März mit der Präsenz von Manner
beim Weltcupfinale im Planica erfolgreich beendet.
Im November 2023 startete Manner in die Saison 2023/24 mit den Athlet*innen Jan Hörl, Daniel Huber, Stefan Kraft und
Sara Marita Kramer (Österreich) sowie Pius Paschke (Deutschland) und Dawid Kubacki (Polen). Der Auftakt der Saison
in Ruka (Finnland) war gleichzeitig die erste Präsenz als Sponsor in der Saison, gefolgt vom Damenspringen in Garmisch-
Partenkirchen (Deutschland). Der Saisonauftakt war auch sportlich gesehen für die Manner-Ahtlet*innen ein großer Erfolg:
Pius Paschke „ersprang“ sein erstes Podium am Polarkreis und feierte seinen ersten, umjubelten Sieg im Weltcup im
schweizerischen Engelberg. Auch Jan Hörl stand am Podest und Stefan Kraft startete gar mit einer vierfachen Siegerserie
in die Saison und gewann auch in Engelberg vor Jan Hörl und Pius Paschke. Ein vorweihnachtliches „Manner-Triple-
Podium“.
Vertriebsstandorte
Manner weist folgende wesentliche Vertriebsstandorte auf:
- Josef Manner & Comp. AG: Zweigniederlassung Köln, Deutschland
- Josef Manner s.r.o.: Vertriebsstandort Brno, Tschechische Republik
- Josef Manner, marketinske storitve, d.o.o., Ljubljana, Slowenien
Im Vergleich zum Vorjahr gab es hier keine Veränderungen.
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Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2023 lagen die Schwerpunkte in der Abteilung Forschung und Entwicklung weiterhin in der Umsetzung von Pro-
duktinnovationen und -optimierungen sowie in der Unterstützung bei Prozess- und Rohstoffoptimierungsprojekten.
Bei den Produktinnovationen hatten wir zum Start der Eissaison eine ungewöhnliche Themenstellung. In Zusammenarbeit
mit unserem Partner und Lizenznehmer DMK haben wir die Entwicklung für das Eisprodukt „Manner Eiscreme Neapolita-
ner“ aktiv begleitet und unterstützt. Für den Herbst haben wir die Innovation „Manner Cubidoo White“ entwickelt. Es handelt
sich hier um einen mit weißer Schokolade umhüllten Waffelwürfel mit einer Kakaocreme.
Für die beiden Marken Casali und Napoli wurden die limitierten Editionen „Casali Rum-Kokos Shot of the Year Blutorange
sowie das „Napoli Dragee Keksi des Jahres Schoko Brownie“ entwickelt und erfolgreich am Markt platziert.
Produktionsstandorte
Im Jahr 2023 wurde der Fokus auf die im März erfolgte Umstellung des ERP-Systems gelegt. Im Vorfeld wurden alle
Mitarbeiter*innen auf das neue System „SAP S4Hana“ geschult. Nach einer einwöchigen Umstellung konnte die Produk-
tion ohne größere Komplikationen wieder rasch hochgefahren werden. In weiterer Folge begleiteten ERP-Optimierungen
den Produktionsalltag.
Der Strategie entsprechend wurden neben der ERP-Umstellung an die 60 technische Initiativen abgeschlossen. Im Jahr
2023 wurde begonnen, schrittweise die Aggregate zum Temperieren von Waffelcremen an den Linien auszutauschen bzw.
zu erneuern.
Im Zuge des Manner-Produktionssystems wurde auch im Jahr 2023 ein Schwerpunkt auf die Mitarbeiter*innen-Ausbildung
gelegt. So konnte durch die Kontinuierliche Verbesserungsprozess-Arbeit (KVP) eine große Anzahl an Qualitäts-, Ergono-
mie- und Effizienzverbesserungen in beiden Werken umgesetzt werden.
Segment ßwaren Österreich
Marktentwicklung
Die Manner-Gruppe produziert und vertreibt als österreichisches Familienunternehmen fünf der bekanntesten und belieb-
testen Süßwarenmarken Österreichs (Manner, Casali, Victor Schmidt, Ildefonso und Napoli). Manner ist ein starkes Mar-
kenartikelunternehmen für Süßwaren und die Marken verbinden beste Qualität mit höchstem Genuss. Die Produktion
findet ausschließlich an österreichischen Standorten statt, am Standort Wien im 17. Wiener Gemeindebezirk und am
Standort Wolkersdorf in Niederösterreich. Ausgehend vom Stammmarkt Österreich erfolgt der Ausbau des internationalen
Geschäfts in ausgewählten Märkten, vorwiegend in Zentral- und Osteuropa.
Der Gesamtumsatz am österreichischen Markt erreichte gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Umsatzplus, insbe-
sondere bei den Marken Manner, Casali und Victor Schmidt des Hauses Manner. Vor allem in unseren Hauptberei-
chen konnten wir die Marktanteile weitestgehend absichern.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Süßwarengeschäft Österreich
2023
2022
angepasst*
Abgesetzte Menge in Tonnen 19.951 18.119
Umsatzerlöse in T 111.238 95.318
Betriebsergebnis (EBIT)
in T
5.684
6.208
Betriebsergebnis-Marge in % 5,1% 6,5%
*) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).
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Segment ßwaren Deutschland
Marktentwicklung
In Deutschland war das Jahr 2023 aufgrund der schwierigen Preisverhandlungen mit dem Handel insbesondere im Mar-
kengeschäft und der daraus folgenden Distributionsverluste mit einem Umsatzrückgang verbunden. Diese konnten aber
im Herbst zum Teil wieder egalisiert werden, womit die entstandenen Distributionslücken überwiegend wieder geschlossen
werden konnten. Auch bei der Sortimentsführung hat man aufgrund der SAP-Einführung auf die Vermarktung der 2022
gut eingeführten Sommerwaffelrange verzichtet, welche nicht mit anderen Artikelgruppen aufgefangen werden konnte. Für
das Jahr 2024 sehen wir einer positiven Entwicklung in fast allen Artikelbereichen entgegen.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Süßwarengeschäft Deutschland
2023
2022
angepasst*
Abgesetzte Menge
in Tonnen
15.585
17.234
Umsatzerlöse in T 74.356 70.157
Betriebsergebnis (EBIT) in T 1.014 614
Betriebsergebnis-Marge in % 1,4% 0,9%
*) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).
Segment ßwaren Rest
Marktentwicklung
Das Umsatzwachstum außerhalb Österreichs und Deutschlands lag trotz vor allem kostenbedingter Marktänderungen wie
der Einstellung länderspezifischer Überseesortimente, und dem Rückzug aus Ländern des arabischen und asiatischen
Raums wie Qatar und dkorea über dem Unternehmensschnitt. Insbesondere Länder aus dem zentraleuropäischen
Raum und SEE wie Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Kosovo und Rumänien konnten durch starkes Wachstum
die Einbußen in anderen Weltregionen sowohl in Umsatz als auch Ergebnis kompensieren.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Süßwarengeschäft Rest der Welt
2023
2022
angepasst*
Abgesetzte Menge in Tonnen 16.671 18.055
Umsatzerlöse in T 85.607 74.062
Betriebsergebnis (EBIT)
in T
4.439
492
Betriebsergebnis-Marge
in %
5,2%
0,7%
*) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).
Segment Mietshäuser
Marktentwicklung
Die Mieterlöse im Bereich der Mietshäuser erhöhten sich aufgrund der hohen Vermietungsquote gegenüber der Vorjah-
reswert. Das negative EBIT lässt sich durch eine Abwertung des Verkehrswerts der Immobilie erklären (T€ -1.130), die
insbesondere aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus erforderlich ist. Auch 2022 wurde hier eine (geringe) Abwertung
vorgenommen (T€ -180).
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Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Mietshäuser Österreich T€
2023
2022
Investment Property 12.930 14.060
Mieterlöse 508 444
Betriebsergebnis (EBIT) -475 329
Segment Haselnussplantage
Marktentwicklung
Qualitativ hochwertige Haselnüsse sind für den Geschmack zahlreicher Produkte aus dem Hause Manner ausschlagge-
bend. Die Qualität und Verfügbarkeit des Rohstoffs ist für das Unternehmen wesentlich. 2018 wurde aus Überlegungen
der Rückwärtsintegration also der Übernahme von Fertigungsstufen von Zulieferern die Tochterfirma Manner Azerbai-
jan LLC gegründet und danach Anbaugebiete in Aserbaidschan erworben. Damit setzte Manner einen wichtigen Schritt in
Richtung Versorgungsicherheit und Preisstabilität. Insgesamt wurden bisher ca. 318 Hektar Agrarland (das entspricht ca.
445 Fußballfeldern) im Norden Aserbaidschans für den geplanten Anbau von rund 180.000 Haselnusspflanzen gekauft.
Da sich das Auspflanzen der Jungbäume über einen längeren Zeitraum von 2021 - 2024 erstreckt, erwarten wir nicht vor
Spätsommer 2025 eine erste, allerdings sehr kleine Ernte. Es werden voraussichtlich noch einige Jahre vergehen, bis
unsere aserbaidschanischen Haselnussbäume die angestrebten rund 20 Prozent des Bedarfs von Manner Österreich de-
cken werden.
In 2023 wurden mit 85.000 Jungbäumen eine außergewöhnlich große Zahl von Jungpflanzen gesetzt und damit die Ka-
pazitäten noch weiter ausgebaut. Aufgrund der Inbetriebnahme der elektrischen Pumpenbewässerung für die höher gele-
genen Parzellen und dem Einsatz von Zusatzbewässerungen durch Traktoren und Tankanhängern konnten bei einer auf-
tretenden Trockenheit im Frühsommer eine Austrocknungsproblematik bei den meisten Jungbäumen erfolgreich vermie-
den werden. Die dadurch bedingte Verzögerung anderer wichtige Arbeiten, wie Baumschnitt und Unkrautbekämpfung wird
etwas zeitlich versetzt als ursprünglich geplant, in 2024, stattfinden. Das Wachstum der Bäume verläuft, bis auf eine leichte
zeitliche Verzögerung, damit insgesamt wie geplant.
Die Organisation der täglichen Arbeit, die Sicherstellung einer guten Arbeitsqualität und Steigerung der Zuverlässigkeit bei
technischen Geräten und beim Bewässerungssystem blieb auch 2023 die größte Herausforderung des Farm-Manage-
ments. Als Unterstützung wurde im Herbst 2023 ein Vollzeit-Agronom aufgenommen, der auch in qualitativer Hinsicht die
tägliche Arbeit überwacht. Weiters wurden zwei Fahrzeuge und zwei Traktoren angeschafft, um die riesige Farm noch
besser bewirtschaften zu können.
2023 wurde mit dem Bau einer großen Lager- und Verarbeitungshalle begonnen. Die Halle ist wichtig für die Übernahme
der Nüsse vom Feld, Reinigung, Trocknung, Lagerung und in Zukunft auch Kalibrieren (Sortieren auf einheitliche Größen)
und Aufschlagen und Entfernen der Nuss-Schalen. Wir rechnen mit einer Fertigstellung des Gebäudes im Frühjahr 2024
und einer Inbetriebnahme der ersten Reinigungs- und Haselnuss-Trocknungsmaschinen im Sommer 2025.
Anfang 2024 haben wir trotz widriger Wetterbedingungen die im Vorjahr verzögerten Baumschnitt-Arbeiten nachgeholt.
Ca. 25.000 Bäume werden bis April 2024 neu gepflanzt. Damit ist abgesehen vom Austausch einiger abgestorbenen
Bäume die Bepflanzung der Farm abgeschlossen.
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Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Segment Haselnussplantagen T€
2023
2022
angepasst*
Sachanlagevermögen 9.789 8.060
Umsatzerlöse 0 0
Betriebsergebnis (EBIT) -321 -316
*) Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).
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2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken der Manner-Gruppe
Voraussichtliche Entwicklung
Das Jahr 2024 steht bei Manner ganz im Zeichen des weiteren Ausbaus internationaler auf saisonale Höhepunkte abzie-
lender Produkte in bestehenden Segmenten. Die beiden Marken Casali und Napoli stehen stark im Fokus und werden
umfassend renoviert und weiterentwickelt.
Die Kommunikation für unsere Marken wird 2024 digitaler und affiner für die jüngere Zielgruppe gestaltet. Daher besteht
der geplante Mix aus Aktivitäten im TV, im Bereich Outdoor, in den Social-Media-Kanälen, den digitalen Medien sowie
über Schwerpunkte bei PR und wird durch Samplings und Kooperationen ergänzt.
Gestartet wird das Jahr mit der Manner-Winterpromotion, die am POS (Point of Sale) und in Social Media kommuniziert
wird und im Jahr 2024 unter dem Titel „Rosa Fan-Kurve“ firmiert.
Ein weiterer Schwerpunkt im Winter stellen die beiden Marken Napoli und Casali da.
Bei der Submarke Casali Rum-Kokos führen wir die limitierte Edition „Dream Team“ ein und starten mit unserer neu ent-
wickelten Werbelinie die Kommunikation. Weiters finalisieren wir im ersten Quartal die Umstellung bei der Rum-Kokos-
Range und können diese dann mit Fairtrade-Kakao anbieten. Dies umfasst alle Standard- und Saisonprodukte dieser
Submarke.
Die Submarke Napoli Dragee Keksi erfährt 2024 eine umfassende Renovierung mit neuem Verpackungsdesign, einer
neuen Kommunikationslinie sowie dem Start der limitierten Edition „Dream Team“. Beide Marken werden in der Kommu-
nikation mit starkem Fokus auf Social Media und digitale Medien unterstützt sowie durch zielgerichtete Kooperationen
weiter gestärkt.
Für den stark wachsenden Markt im Bereich Travel Retail und Tourismus launchen wir das Produkt „Manner Family Mix“,
welches acht Produkte unseres Klassikers Taschenpackung in einer attraktiven Verpackung beinhaltet und vor allem auf
die internationale Zielgruppe abzielt.
Rechtzeitig zum Start des Sommers stellen wir das Sortiment rund um die „Manner Eiswaffeln“ komplett neu auf, wobei
wir einen umfassenden Design Relaunch implementieren und den Fokus der Vermarktung in benachbarte Ländermärkte
ausweiten. Zum gleichen Zeitpunkt bringen wir auch die beliebten und erfolgreichen „Manner Sommerglück“-Sommerwaf-
feln im 185g-Beutel auf den Markt, nachdem diese ein Jahr pausiert haben.
Im Sommer wird die Manner-Sommerpromotion „Sommertraum“ Traumdestinationen unserer Konsument*innen verlosen
und am POS durch aufmerksamkeitsstarke Platzierungen punkten.
Die Casali-Sommerpromotion wird auch heuer wieder Urlaubsfeeling an den Point of Sale bringen und die drei Casali-
Submarken Rum-Kokos, Schokobanane und Waves in der Präsenz und Rotation steigern und attraktive Preise verlosen.
Auch für den Herbst und Winter planen wir zahlreiche starke Aktivitäten wie ein neues Produkt unserer Mozartmarke Victor
Schmidt, ein neues Manner-Angebot zum Teilen sowie den Launch unserer „Manner Winterglück“-Range mit einer neuen
Varietät.
Die Finanzierung der Aktivitäten, wie insbesondere der Manner Azerbaijan LLC, wird, zusätzlich zu den laufend für den
Betrieb notwendigen Investitionen, den Cashflow entsprechend beeinflussen.
Das neue ERP-Systems SAP (Enterprise Resource Planning) wurde nach ca. zwei Jahren Vorbereitungszeit im April 2023
in Betrieb genommen, und wird noch bis Jahresende 2024 Personalressourcen verstärkt in Anspruch nehmen.
Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024 mit leicht höheren Umsätzen, einer leichten Verbesserung im Betriebsergebnis
und einem geringen Anstieg im Ergebnis vor Steuern gegenüber 2023 gerechnet.
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Jahresfinanzbericht 2023
30
Segment Süßwaren Österreich
In Österreich steht für das Jahr 2024 weiterhin der Distributionsausbau bereits erfolgreich etablierter Produkte der Marken
Manner, Casali, Napoli und Victor Schmidt im Fokus. Ziel ist es, die Marktanteile am österreichischen Süßwarenmarkt
weiter auszubauen.
Segment ßwaren Deutschland
Nach dem schwierigen Jahr 2023 steht für das Jahr 2024 wieder der Distributionsausbau der Marke Manner im Fokus.
Weiters sehen wir zusätzliche Potenziale einerseits in der neuen Eiswaffelrange, welche im Frühjahr 2024 auf dem deut-
schen Markt eingeführt wird, und andererseits wird, neben den Winterwaffeln, im Sommer auch wieder die erfolgreiche
Sommerwaffelrange vermarktet.
Segment ßwaren Rest
Die weiterhin hohen Rohstoffkosten und das damit verbundene Risiko weitere Preisanpassungen an den Märkten vorneh-
men zu müssen, birgt die Gefahr von Absatzrückgängen. Dies trifft insbesondere auf Länder zu, in denen weiterhin hohe
Inflation und realer Einkommensverlust herrscht, wie zum Beispiel Tschechien und Ungarn. Potenziale liegen vor allem im
Ausbau der Distribution des Kernsortiments und in Innovationen.
Segment Mietshäuser
Im Bereich der Mietshäuser sind keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr zu erwarten und es wird prognostiziert,
wieder geringfügig positiv bilanzieren zu können.
Segment Haselnussplantage
2024 wird die Errichtung eines Lager- und Verarbeitungsgebäudes fertiggestellt. Zudem wird die Kaufentscheidung für die
ersten Maschinen zur Ernte, Warenannahme, Reinigung und Trocknung getroffen. Zusätzlich werden sich die generell
gestiegenen Preise für Baumaterial verteuernd auf das Projekt auswirken. Durch Einsparungen bei anderen geplanten
Investitionen ist das Management bestrebt, die Auswirkungen auf den Businessplan so gering wie möglich zu halten. Die
in den vergangenen Wochen deutlich gestiegenen Preise bei Haselnüssen bestärken den Glauben an die Richtigkeit die-
ses Projekts.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die Geschäftstätigkeit von Manner ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht vollständig
ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagement-Prozess beteiligten Personen ist von der festgelegten Ri-
sikopolitik bestimmt.
Die verfolgte Risikostrategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und Eigenständigkeit des Unternehmens.
Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Das Ziel des Han-
delns bleibt die Wertschöpfung, darüber hinaus werden auch die Ansprüche der Stakeholder berücksichtigt. Dazu berück-
sichtigt das Unternehmen alle Aspekte der Nachhaltigkeit und integriert Kriterien aus den Bereichen Umwelt (Environmen-
tal), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) in seine Geschäftstätigkeit. Das Ein-
beziehen gesellschaftlicher Anspruchsgruppen wirkt sich auf die Denkweise für Führung und Gestaltung von Geschäfts-
prozessen aus und sichert damit die Beziehungen zu den Anspruchsgruppen, die ebenso wie das Unternehmen einem
steten Wandel unterliegen.
Risiken zu managen bedeutet, dass das Unternehmen Manner bereit ist, unternehmerische Risiken einzugehen, sofern
durch die damit eingeleiteten Geschäftsaktivitäten und die daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Stei-
gerung des Unternehmenswerts zu erwarten ist. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sollen damit unternehme-
rische und gesellschaftliche Risiken durch ein Gegenüberstellen von Chancen und Gefahren abgewogen werden. Zielset-
zung des implementierten Risiko- und Krisenmanagements sind also nicht nur der finanzielle Erfolg und der Schutz von
Reputation. Maßgeblich ist auch die Einbindung der Ansprüche Dritter und damit die Schaffung der Basis für Akzeptanz
und Durchsetzungskraft unternehmerischer Entscheidungen in Krisen.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
31
Globalisierung, deregulierte Märkte, Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften und Handeln sowie gesellschaftliche
Veränderungen führen zu einer Vielzahl von Ansprüchen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die gleichberechtigt
behandelt werden. Unternehmerische Kernrisiken, wie zum Beispiel die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrage-
schwankungen, Verfügbarkeit von Ressourcen, Bearbeitung neuer Märkte), oder die Entwicklung neuer Produkte wird das
Unternehmen selbst tragen. Alle nicht zu den Kerntätigkeitsfeldern des Unternehmens gehörenden Risiken wie z. B. Zins-
änderungs-, Währungs-, Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken sollen nach Möglichkeit auf Dritte (z. B. durch Versicherun-
gen) übertragen werden.
Absatz- und Nachfragerisiko
Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrageschwankungen) trägt
das Unternehmen selbst und werden nicht versichert. Ebenso zu den Kernrisiken gehören die Risiken aus der Entwicklung
neuer Produkte oder Märkte. Die Handelskonzentrationen in den jeweiligen Märkten stellen ein systemimmanentes Risiko
in der Lebensmittelindustrie dar. Diesem Risiko wird sowohl durch die konsequente Pflege der einzelnen Marken der
Gruppe im Süßwarenbereich als auch durch die Verstärkung der Exportaktivitäten gegengesteuert. Die fortgesetzte Kon-
zentration im Bereich des Handels führt zu einem erhöhten Druck auf die Abgabepreise.
Beschaffungsrisiko
Es besteht generell das Risiko von Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Produktionsmaterialien, Verpackungen und Ener-
gie, das nicht zeitgerecht oder im vollen Umfang an die Abnehmer*innen weitergegeben werden kann. Diese Kostenstei-
gerungen werden sich immer wieder aufgrund von Währungsschwankungen, Angebotsengpässen (Ernteausfälle oder er-
höhte Nachfrage) oder Preisspitzen bei Rohöl und Erdgas ergeben. Die Gruppe ist bestrebt, mit Vorkontrakten und recht-
zeitiger Eindeckung gegenzusteuern. Lieferengpässe bei Rohstoffen, Energie, Verpackungen und Produktionsmaterialien
können zu Produktionsausfällen führen.
Elementarrisiken
Gegen Elementarrisiken (z. B. Feuer, Wasser) besteht Versicherungsschutz, dasselbe gilt auch für Produktrisiken (Pro-
dukthaftpflicht).
Finanz- und Zinsänderungsrisiko
Gegen Finanzrisiken wird laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch entsprechende
Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Das Risiko einer Zinsän-
derung besteht für Finanzanlagen und Finanzschulden und wird ständig überwacht. Bei den Wertpapieren der Finanzan-
lagen handelt es sich überwiegend um Anteile an Investmentfonds, die kurzfristig veräußert werden können. Ein Fremd-
währungsrisiko besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß. Die bestehenden Bankverbindlichkeiten sind überwie-
gend fix verzinst. Aufgrund des Saisongeschäfts kommt es unterjährig zu einer Ausnutzung von Kontokorrentlinien, die
variabel verzinst sind.
Finanzierungsrisiko und -strategie
Als börsennotiertes Unternehmen mit Tradition verfolgen wir eine konservative und diversifizierte Finanzierungsstrategie,
um jederzeit ausreichende Liquidität und finanzielle Flexibilität zu gewährleisten. Unser Ziel ist es, Finanzierungsrisiken zu
begrenzen und die finanzielle Unabhängigkeit und Stabilität sicherzustellen. Dabei möchten wir uns in die Lage versetzen,
jederzeit sich ergebende Opportunitäten, die zu unseren Geschäftsfeldern passen bzw. diese gut ergänzen, nutzen zu
können.
Wir streben mittelfristig eine
Nettoverschuldung/EBITDA-Quote von maximal 2,0 sowie
eine Eigenkapitalquote von mindestens 40% an.
Die Finanzierungstätigkeit des Konzerns wird zentral durch die Josef Manner & Comp. AG durchgeführt und diese wiede-
rum vergibt konzerninterne Darlehen an Tochtergesellschaften. Tochtergesellschaften beschaffen Finanzierungsmittel nur
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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dann lokal, wenn eine konzerninterne Finanzierung nicht möglich oder effizient darstellbar ist (z. B. aus steuerlichen, re-
gulatorischen oder landesspezifischen rechtlichen Gründen) oder wenn es sich um Transaktionen (Mietshäuser) handelt,
die nicht zum Kerngeschäft der Süßwarenerzeugung gehören.
Die Geschäftstätigkeit der Josef Manner & Comp. AG wird so weit wie möglich aus dem Cashflow der laufenden Ge-
schäftstätigkeit finanziert. Daneben nutzen wir, um die großen saisonalen Schwankungen auszugleichen, ein diversifizier-
tes Portfolio an Finanzierungsquellen. Kommittierte revolvierende Betriebsmittellinien, die bilateral mit unseren Haus- bzw.
Kernbanken abgeschlossen wurden, bilden das Rückgrat unserer Betriebsmittelfinanzierung bzw. der Sicherstellung von
Liquiditätspuffern. Darüber hinaus stellen wir derzeit unsere kurz- bis mittelfristige Liquidität durch Bankdarlehen sicher
und nutzen asset-basierte Finanzierungsinstrumente wie Leasing und einen Kontrollbank-Refinanzierungsrahmen.
Investitionsprojekte werden hauptsächlich durch Finanzierungen bei Fördergesellschaften und Bankinstituten dargestellt.
Kapitalmarkttransaktionen wie Schuldscheine und Anleihen stehen derzeit nicht im Fokus. Unserer konservativen Finan-
zierungsstrategie folgend, werden Derivativprodukte auf Zinsen und Währungen nur zur Risikoabsicherung und nicht zu
spekulativen Zwecken verwendet. Um Refinanzierungsrisiken zu vermeiden, werden Diskussionen zur Refinanzierung
frühzeitig vor Fälligkeit gestartet.
Bei allen Kreditverträgen, die wir verhandeln, achten wir darauf, die Verträge so zu gestalten, dass die Gleichbehandlung
der Finanzpartner (Pari Passu) gegeben und ein konzernweites, nachlaufendes Vertragsmonitoring gewährleistet ist. Die
Einhaltung der in den Finanzierungsverträgen vereinbarten Zusicherungen, Informationsverpflichtungen und Finanzkenn-
ziffern werden kontinuierlich überwacht. Eine offene und transparente Informationspolitik und partnerschaftliche Vorge-
hensweise prägen unsere Zusammenarbeit mit unseren Finanzierungs- und Geschäftspartnern.
Kreditrisiko
Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere, die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderun-
gen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten stellen das maximale Kreditrisiko dar. Das
Risiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko. Dieses Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird
durch bestehende Kreditversicherungen reduziert, wobei jedoch nur ein Teil der Forderungen versichert ist. Das Ausfallri-
siko bei den Forderungen verteilt sich über eine große Anzahl von Kund*innen, die aufgrund der Bonität aller großen
Handelspartner das Risiko insgesamt reduziert. Das Kreditrisiko wird weiter reduziert durch ein konsequentes Forderungs-
management. Die Wertpapiere unterliegen den Risiken des Kapitalmarkts.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass finanzielle Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllt werden können.
Dieses Risiko wird, aufgrund der vorhandenen Barbestände per Bilanzstichtag sowie der nicht ausgenutzten langfristig
aufgesetzten Kreditlinien bei den finanzierenden Banken, als gering eingestuft.
IT-Risiken
Durch den Einsatz einer integrierten Unternehmenssoftware (ERP) bestehen für das Unternehmen Risiken in Zusammen-
hang mit dem Ausfall des Systems (Verfügbarkeit, Datensicherheit), Performance des Systems sowie der Richtigkeit der
Daten (Fehleingaben). Um die Verfügbarkeit des Systems und die Datensicherheit zu gewährleisten, sind entsprechende
Notfallsysteme implementiert. Das Risiko von Fehleingaben wird durch Schulung von Mitarbeiter*innen und durch Plausi-
bilitätsüberprüfungen eingeschränkt. Hinsichtlich der Performance von Systemen besteht ein permanenter Verbesse-
rungsprozess, der gemeinsam mit externen EDV-Partner*innen betrieben wird.
Personalrisiken
Das Personalrisiko ist durch die durchschnittlich lange Firmenzugehörigkeit von Mitarbeiter*innen als relativ gering einzu-
stufen. Augenmerk wird auf das Übertragen von Unternehmenswissen und professionelle Aus- und Weiterbildung gelegt.
Nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiter*innen sind die Herausforderungen der nächsten Jahre erfolgreich zu
bewältigen.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Qualitätsrisiken
Trotz eines etablierten Wareneingangsprozesses sowie laufender und umfassender Qualitätskontrollen besteht das Ri-
siko, dass sich nicht erkennbare Mängel bei Rohstoffen auf Produkte vermindernd auswirken. Diesem Risiko wird durch
eine laufende Weiterentwicklung der Wareneingangsprüfung sowie ein permanentes Monitoring des Rohstoffmarkts (Food
Fraud) entgegengewirkt.
Russland-Ukraine-Krieg
Aufgrund des andauernden Krieges Russlands in der Ukraine ist die Gruppe im Bereich Süßwaren derzeit mit überdurch-
schnittlich hohen Rohstoff- und Energiepreisen konfrontiert. Aus heutiger Sicht ist damit zu rechnen, dass sich dieses
Ereignis 2024 negativ auf die Ergebnisse auswirken kann. Deshalb sind weitere Verkaufspreissteigerungen, um diese
Beschaffungspreissteigerungen abfedern zu können, potenziell unumgänglich. Einschränkungen und Verzögerungen im
grenzüberschreitenden Warenverkehr bzw. in der Energieverfügbarkeit können einen Engpass bei Rohstoffen, Energie,
Verpackungsmaterialien sowie Ersatzteilen verursachen und dadurch zu Einschränkungen bzw. Ausfällen in der Produk-
tion führen.
Politisches Risiko: Länderrisiko Aserbaidschan
Seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine ist deutlich ersichtlich, dass das Verhältnis ehemaliger Sowjetländer zu
Russland nicht frei von Spannungen ist. Einerseits gibt es Konkurrenz um die Energielieferungen nach Europa und ande-
rerseits spielt das Verhältnis zu Armenien um die autonome Berg-Karabach-Region eine prominente Rolle. Mit dem Beitritt
Armeniens zur russisch geführten Zollunion hat sich das Land unter den Schutz Russlands gestellt, wodurch jederzeit mit
neuen bewaffneten Auseinandersetzungen zu rechnen ist. Dazu kommt, dass die Animositäten zwischen Aserbaidschan
und Armenien immer wieder kurzfristig aufflammen. Die Gruppe stuft das aktuelle Risiko als gering ein, deswegen werden
derzeit keine weitergehenden Maßnahmen für notwendig erachtet.
Krisenmanagement
Die mit dem im Jahr 2022 ausgelösten Krieg in der Ukraine verbundenen Risiken (Kostenexplosion, Lieferausfälle, Pro-
duktionsstillstände und Qualitätsabweichungen) haben 2023 teilweise stark nachgewirkt (z. B. Energie). Auf Basis der
Erfahrungen aus dem Vorjahr und durch sehr agile Reaktion auf sich verändernde Rahmenbedingungen konnten die ge-
setzten Ziele, Aufrechterhaltung der Versorgung und Einhaltung des Budgets, weitgehend erreicht werden.
Getrieben durch die Ressourcenpreisentwicklung wurden Preiserhöhungen unumgänglich, die das Risiko von Marktan-
teilsverlusten oder einer nicht ausreichenden Preiserhöhung mit negativem Impact auf die Deckungsbeiträge mit sich
brachten. Aufgrund intensiver Abstimmung mit den Handelspartnern wurden die erwarteten Abschlüsse weitgehend er-
reicht und das Risiko konnte gut gemanagt werden.
Das Personalrisiko ist durch die unüblich hohe Personalfluktuation bei gleichzeitig herausfordernder Verfügbarkeit von
geeigneten Fachkräften am Arbeitsmarkt weiterhin hoch. Dem entgegen wirken die lange Firmenzugehörigkeit von zahl-
reichen Mitarbeiter*innen sowie interne Initiativen zur Optimierung des Recruiting- und Onboarding-Prozesses, wie zum
Beispiel die Einführung eines Online-Recruiting-Tools. Darüber hinaus wurden Maßnahmen erarbeitet, die mittelfristig zur
Standardisierung der Mitarbeiter*innen-Entwicklung und zur Mitarbeiter*innen-Bindung beitragen sollen. Augenmerk wird
auf das Übertragen von Unternehmenswissen und professionelle Aus- und Weiterbildung gelegt. Nur mit qualifizierten und
motivierten Mitarbeiter*innen sind die Herausforderungen der nächsten Jahre erfolgreich zu bewältigen.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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3 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems
Die Verantwortung für die Errichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risiko-
managementsystems sowie die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen und internen Richtlinien
liegen beim Vorstand der Manner AG.
Internes Kontrollsystem (IKS)
Das interne Kontrollsystem der Manner-Gruppe besteht aus sämtlichen vom Vorstand sowie dem Management vorgege-
benen Grundsätzen, Abläufen und sonstigen Regelungen, die zu Folgendem dienen:
Sicherung der vorhandenen Vermögenswerte;
Steigerung der betrieblichen Leistungsfähigkeit;
Einhaltung der erteilten Kompetenzen;
Einhaltung des vorgegebenen Budgets;
Gewährleistung der Vollständigkeit sowie Richtigkeit der Rechnungslegung;
Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften;
Unterstützung des Managements bei der Überwachung.
Das IKS gewährleistet die Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der internen Abläufe und bietet dem Ma-
nagement eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen. Das IKS ist direkt in die Organisation eingebunden und nicht
Aufgabenbereich einer speziellen Abteilung, wobei die interne Revision die Einhaltung und Wirksamkeit des IKS überprüft.
Die Grundlage des IKS ist ein durchgängiges „Vier-Augen-Prinzip“. Die interne Revision in der Manner-Gruppe ist an ein
externes Dienstleistungsunternehmen ausgelagert und berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Das Rechnungswesen sämtlicher inländischen Gesellschaften wird von der Abteilung Finanzbuchhaltung entsprechend
der unternehmensrechtlichen und sonstigen relevanten Vorschriften geführt. Das Rechnungswesen der ausländischen
Gesellschaften der Gruppe ist an mittelständische bzw. größere Wirtschaftsprüferkanzleien ausgelagert.
Das implementierte Berechtigungskonzept sieht vor, dass die für den Zahlungsverkehr zuständige Abteilung Finanzbuch-
haltung keine zahlungsrelevanten Stammdaten, insbesondere Bankverbindungen bei im System angelegten Lieferanten,
verändern kann. Im Fakturierungsprozess werden nichtfakturierte Lieferungen in einem Fehlerprotokoll aufgezeichnet. Bei
der Prüfung der Eingangsrechnungen gewährleistet die Verknüpfung von Bestellung, Wareneingang und Eingangsrech-
nung eine durchgängige Rechnungsprüfung.
Der Konzernabschluss nach IFRS wird von einem externen Dienstleister erstellt. Die konzerneinheitliche Bilanzierung so-
wie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung werden vom Kon-
zernabschlussprüfer jährlich im Rahmen der Abschlussprüfung geprüft.
Das Controlling ist für das interne Berichtswesen verantwortlich.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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4 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen
Verpflichtungen
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300 und ist in 1.890.000 nennbeitragslose Stückaktien
zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber (246.658 Stück; Vorjahr: 246.658 Stück) oder auf Namen (1.643.342
Stück; Vorjahr: 1.643.342 Stück). Die Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel im Marktsegment
Standard Market Auction).
Folgende direkte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10% betragen, sind dem Unternehmen mit Stichtag 31.12.2023
bekannt:
Direkte Beteiligung am Kapital
31.12.2023 31.12.2022
Andres Holding
Gesellschaft m.b.H.
Aktien Stückanzahl 938.798
453.533
931.865
453.533
Anteil 49,67% 24,00% 49,31% 24,00%
Die Privatstiftung Manner mit 821.956 Stück (Vorjahr: 815.023) ihrer Aktien und die Andres Holding Gesellschaft m.b.H
mit 453.533 Stück (Vorjahr 453.533) ihrer Aktien gehören dem „Manner“-Syndikat an. In Summe hält dieses Syndikat
1.670.870 (Vorjahr: 1.670.870) Stammaktien (= 88,41%; Vorjahr: 88,41%). Bei dem Syndikat handelt es sich um ein zwei-
stufiges Syndikat, bestehend aus dem Manner/Riedl-Syndikat (= 57,41%; Vorjahr 57,41%) und der Andres-Gruppe (=
31,00%; Vorjahr: 31,00%). Entsprechend Syndikatsverträgen unterliegen die syndizierten Aktien Beschränkungen, die das
Stimmrecht und die Übertragung von Aktien betreffen.
Das weitere Aktienkapital von 11,59% (= 219.130 Stammaktien; Vorjahr 11,59% = 219.130 Stammaktien) verteilt sich auf
die Privatstiftung Manner mit 116.842 (6,18%; Vorjahr: 116.842 Stammaktien = 6,18%) und einer Vielzahl von Kleinaktio-
nären mit 102.288 (Vorjahr: 102.288) Stammaktien (= 5,41%; Vorjahr: 5,41%).
Zu den weiteren Punkten des § 243a UGB bestehen nach Wissensstand des Unternehmens keine Offenlegungsnotwen-
digkeiten.
Börsenzahlen 2023
Das Unternehmen besitzt keine eigenen Aktien und hat auch keine eigenen Aktien erworben oder verkauft. Die dem Un-
ternehmen bekannten Directors Dealings des Jahres 2023 wurden auf der Webseite der Gesellschaft sowie über ein elekt-
ronisches Informationsverbreitungssystem veröffentlicht.
Laut Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2022 ist der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ab
dem 24.05.2022 gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und Z 8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG ermächtigt, eigene Aktien der Gesell-
schaft bis zu maximal 10% des Grundkapitals sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben, zu verwenden
oder zu veräußern, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb, Ver-
wendung oder Veräußerung einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Den Erwerb über die Börse kann
der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Be-
schluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.
2023 hat die Gesellschaft wie auch 2022 von der Ermächtigung zum Erwerb, zur Verwendung oder zur Veräußerung
eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht.
Börsenkennzahlen
2023
2022
Umsatz (€) 454.200
421.270
Kapitalisierung (€) 209.790.000
217.350.000
Schlusskurs per 31.12. (€) 111
115
Umsatz Stück 4.000
3.818
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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5 Nichtfinanzielle Erklärung
Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB der Josef Manner & Comp. AG für das Geschäfts-
jahr 2023
Josef Manner & Comp. AG produziert und vertreibt als österreichisches Familienunternehmen fünf der bekanntesten und
beliebtesten Süßwarenmarken Österreichs (Manner, Casali, Victor Schmidt, Ildefonso und Napoli).
Manner ist ein starkes Markenartikelunternehmen für Süßwaren und die Marken verbinden beste Qualität mit höchstem
Genuss. Die Produktion findet ausschließlich an österreichischen Standorten statt, am Standort Wien im 17. Wiener Ge-
meindebezirk und am Standort Wolkersdorf in Niederösterreich. Ausgehend vom Stammmarkt Österreich erfolgt der Aus-
bau des internationalen Geschäfts in ausgewählten Märkten, vorwiegend in Zentral- und Osteuropa. Die Haselnussplan-
tage in Aserbaidschan ist in Anbau und es wird 2025 mit einer ersten kleinen Ernte gerechnet.
Das Management nichtfinanzieller Themen ist bei Manner integraler Bestandteil des Managementverständnisses und Ba-
sis für eine ertragreiche Zukunft, denn die finanzielle Gebarung zeigt in der Regel die Ergebnisauswirkungen nichtfinanzi-
eller Entscheidungen. Umso wichtiger ist es deshalb, als Unternehmen die internen und externen Auswirkungen des un-
ternehmerischen Handelns zu beschreiben und zu dokumentieren.
Risiko- & Krisenmanagement sind wesentliche Aufgaben aller Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-
Krisenmanagement-Team. Risiken werden durch diese nichtfinanzielle Erklärung sowie den Risikobericht im Geschäfts-
bericht erläutert.
Manner veröffentlicht für das Geschäftsjahr 2023 eine nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB, die für das Verständ-
nis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft wesentlich ist.
Mit dieser nichtfinanziellen Erklärung erläutert Manner die wesentlichen Aspekte gemäß § 267a UGB sowie darüber hinaus
die Themen Produktverantwortung und Lieferkette als wesentliche Bestandteile der Wertschöpfungskette. Manner gibt
einen Einblick in die Unternehmensführung (Governance), indem der Managementansatz, die Geschäftsprozesse und
Risiken, sowie die wesentlichen damit zusammenhängenden nichtfinanziellen Kennzahlen beschrieben werden. Der vor-
liegende Bericht entspricht nicht den ESRS-Standards (European Sustainability Reporting Standards). Es wird jedoch
darauf geachtet, dass diese als Orientierung für die Kennzahlen und die Management-Ansätze verwendet werden.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeine Informationen ............................................................................................................................................... 38
1.1 Grundlagen für die Erstellung ......................................................................................................................................................38
1.2 Governance ..................................................................................................................................................................................39
1.3 Strategie ......................................................................................................................................................................................44
1.4 Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen ...............................................................................................................48
2 Umweltinformationen...................................................................................................................................................... 52
2.1 Angaben nach Artikel 8 der Verordnung 2020/852 (Taxonomie-Verordnung) ............................................................................52
2.2 ESRS E1: Klimawandel ..................................................................................................................................................................75
2.3 ESRS E4: Biologische Vielfalt und Ökosysteme .............................................................................................................................83
2.4 ESRS E5: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft .................................................................................................................84
3 Sozialinformationen ........................................................................................................................................................ 88
3.1 ESRS S1: Eigene Belegschaft ........................................................................................................................................................88
3.2 ESRS S2: Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ....................................................................................................................98
3.3 ESRS S4: Verbraucher und Endnutzer .........................................................................................................................................101
4 Governance-Informationen ........................................................................................................................................... 112
4.1 ESRS G1: Unternehmenspolitik ..................................................................................................................................................112
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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1 Allgemeine Informationen
1.1 Grundlagen für die Erstellung
Die vorliegende nichtfinanzielle Erklärung wurde für das Geschäftsjahr 2023 (01.01.31.12.2023) konsolidiert erstellt. Der
Konsolidierungskreis ist derselbe wie für den Konzernabschluss und umfasst folgende Unternehmen der Manner-Gruppe:
Josef Manner & Comp. AG, Wien, Österreich (Muttergesellschaft)
Geblergasse 116 GmbH & Co KG, Wien, Österreich, 100%
Manner Azerbaijan LLC, Khudat City, Aserbaidschan, 100%
Josef Manner s.r.o., Brno, Tschechische Republik, 100%
Josef Manner, marketinske storitve, d.o.o., Ljubljana, Slowenien, 100%
Unterstützungseinrichtung der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Gesellschaft m.b.H., Wien, Öster-
reich, 100%
Compliment Süßwaren Vertriebs Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich, 100%
Die vorliegende nichtfinanzielle Erklärung wurde gemäß § 267a UGB als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses
entsprechend den Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) erstellt und als
Teil des Konzernlageberichts des Konzernabschlusses aufgenommen. Darüber hinaus wurde die nichtfinanzielle Erklä-
rung in Vorbereitung auf die mit dem Geschäftsjahr 2024 geltende Berichtspflicht gemäß CSRD in Anlehnung an die
European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erstellt. Aufbau und inhaltliche Struktur folgen den Angabepflichten
der ESRS, darüber hinaus besteht der Anspruch, sich mit den berichteten Kennzahlen bereits weitestmöglich an die erfor-
derlichen quantitativen Datenpunkte der ESRS anzunähern.
Die Erklärung deckt über die Offenlegung der als wesentlich identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen und Um-
gang des Unternehmens mit denselben sowohl seine vor- als auch nachgelagerte Wertschöpfungskette ab. Das Unter-
nehmen hat im Berichtsjahr nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, bestimmte Informationen über geistiges Eigen-
tum, Know-how oder Ergebnisse von Innovationen auszulassen.
Zeitliche Angaben, die als kurz-, mittel und langfristigangeführt sind, entsprechen den von ESRS1 vorgegebenen Zeit-
horizonten: kurzfristig = Berichtsjahr, mittelfristig = Ende Berichtsjahr bis zu fünf Jahren, langfristig = mehr als fünf Jahre.
Für die im Rahmen der Scope-3 erhobenen Parameterdaten, die sich auf die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette
beziehen, wurden bis dato keine Primärdaten (lieferantenspezifischen Emissionsfaktoren) herangezogen. Die zur Berech-
nung verwendeten Emissionsfaktoren entstammen wissenschaftlichen Datenbanken (u. a. Ecoinvent 3.9.1, World Food
LCA 3.5, Optimeal, 6
th
Report IPCC, International Energy Agency, AIB, DBEIS UK Government GHG Conversion Factors
for Company Reporting, Umweltbundesamt, IPCC EFDB) und somit indirekten Quellen bzw. stellen herungswerte dar.
Zukünftig ist vorgesehen, insbesondere den Kakaobezug betreffend nachzuschärfen und lieferantenspezifische Emissi-
onsfaktoren zu beziehen. Abgesehen von Emissionsfaktoren wurden keine weiteren Sektordurchschnittsdaten verwendet.
Der vorliegende Bericht weicht aufgrund der Vorbereitung auf die CSRD-Berichtpflicht und in Anlehnung an ESRS von
den Berichten der Vorjahre ab. Eine Vergleichbarkeit wird ab den kommenden Berichten gegeben sein.
Folgende Angabepflichten der ESRS wurden mittels Verweis aufgenommen: Zusammensetzung des Vorstands und des
Aufsichtsrats (GOV-1 21a-e), detaillierte Beschreibung der wesentlichen Geschäftstätigkeiten (Produkte, Märkte, Seg-
mente) (SBM-1 40 a i, ii, iv) und die Beschreibung der operativen Geschäftssegmente nach regionalen Gesichtspunkten.
Im AbschnittVerbraucher und Endnutzer“ werden in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zu-
sammenhang mit Produktsicherheit, gesunder Ernährung und verantwortungsvoller Marketingpraktiken unternehmens-
spezifische Kennzahlen angegeben:
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
39
IRO
Unternehmensspezifische Kennzahl
Produktsicherheit
Anzahl der durchgeführten Audits
Anzahl der Audits gemäß IFS-Standard, bei denen ein Zielwert von mindestens 95%
erreicht wurde
Reklamationsfaktor unternehmensweit
Anzahl der durchgeführten Lieferantenaudits
Anzahl der Rohstoffe, die im Wareneingangsprozess einer erweiterten Überprüfung
unterzogen wurden
Gesunde Ernährung
Anteil Produkte mit Auslobung von Gesundheits- und Ernährungsmerkmalen (vegan,
zuckerreduziert) am Gesamtumsatz
Anteil vegane Produkte am Gesamtsortiment (in %)
Verantwortungsvolle Mar-
ketingpraktiken
Anzahl der Beschwerden im Zusammenhang mit nicht verantwortungsvollem Marke-
ting durch Konsument*innen
Anzahl der Verurteilungen im Zusammenhang mit nicht verantwortungsvollen Marke-
tingpraktiken
1.2 Governance
1.2.1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
Bezüglich der Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats 2023 wird auf den Jahresfinanzbericht ab Seite 9
sowie den aktuellen Corporate-Governance-Bericht (veröffentlicht auf der Webseite des Unternehmens) verwiesen.
Diversität des Vorstands:
2023
2022
Veränderung zum Vorjahr
Gesamtzahl der Vorstände
3
3
0%
Anteil männlich (in %)
100
100
0%
Anteil weiblich (in %)
0
0
0%
Diversität des gesamten Aufsichtsrats zum Stichtag 31.12.2023:
2023
2022
Veränderung zum Vorjahr
Gesamtzahl der Aufsichtsräte
12
12
0%
nnlich
8
9
-1
weiblich
4
3
+1
Anteil der unabhängigen Gremien-
mitglieder in Prozent (exkl. Arbeit-
nehmer*innen-Vertretung)
25%
25%
0%
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
40
ESG und Nachhaltigkeit sind bei Manner strategisch top-down aufgesetzt. Das ESG-Management stellt sich wie folgt dar:
Aufsichtsrat
Prüfungsaus-
schuss-ESG
Verantwortliche
CEO
Steuergruppe ESG
Corporate
Communications
ESG Projekte 2023
Team Klimaziele SBTi
Facility Management
Team
Nachhaltigkeitsberichterstattung
Corporate
Communications.
- Taxonomie
CFO
Team Audit
QSU
Im Berichtsjahr 2023 war CEO Mag. Andreas Kutil für das operative ESG-Management inklusive der Auswirkungen, Risi-
ken und Chancen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten verantwortlich. Der Aufsichtsrat nimmt in diesem Be-
reich die Überwachungsfunktion wahr. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats ist verantwortlich für die Kontrolle und
Beaufsichtigung der für 2024 geänderten Berichtspflicht nach CSRD. Zusätzlich zur Hauptverantwortlichkeit für die Prüfung
der nichtfinanziellen Berichterstattung ist der Manner-Aufsichtsrat aktiv in die Nachhaltigkeitsstrategie eingebunden. Als
Impulsgeber, aber auch bei der Bestellung der Organe wird ein Augenmerk auf ESG-Agenden gelegt. Im Berichtsjahr
wurde am 25.05.2023 der Agendapunkt ESG-Strategie und CSRD im Aufsichtsrat behandelt. Am 09.08.2023 war der
Punkt im Prüfungsausschuss (PAS) auf der Agenda, es wurde mit Frau Dr. Martina Andres eine ESG-Verantwortliche für
das Thema Berichterstattung im PAS verabschiedet.
In der Organisation wurde für die operative Umsetzung des ESG-Managements die Steuergruppe-ESG unter der Leitung
der Verantwortlichen für Corporate Communications Mag. Karin Steinhart (zertifizierte ESG-Managerin) implementiert,
deren zentrale Aufgaben wie folgt zusammengefasst werden können:
Monitoring von externen Anforderungen: gesetzliche Änderungen z. B. durch den EU Green Deal, Anforderun-
gen von Kund*innen und Konsument*innen
Aufsetzen von zentralen ESG-Projekten sowie Projektsteuerung
Regelmäßige Updates an den Gesamtvorstand
Kommunikation an Stakeholdergruppe Mitarbeiter*innen
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Neben dem Nachhaltigkeitsmanagement zeichnet der Vorstand auch für die Unternehmenspolitik verantwortlich. Diese
wird im internen Dokument Unternehmenspolitikbeschrieben und dient der Darstellung der Unternehmens- und Quali-
tätspolitik. Für das Berichtsjahr 2023 wurden darin folgende Verantwortlichkeiten hinterlegt:
Ersteller: CEO Andreas Kutil
Prüfer: Vorstand Thomas Gratzer
Weitere Prüfer: Vorstand Hans Peter Andres
Freigeber: CEO Andreas Kutil
Das Dokument wurde in der Vorstandssitzung vom 06.07.2023 behandelt und freigegeben. Die Wiedervorlagezeit ist mit
zwölf Monaten hinterlegt. Die Unternehmenspolitik wurde mit dem Fokus auf Anforderungen aus dem IFS-Standard erstellt
und umfasst folgende Ziele der Lebensmittelsicherheitskultur:
Kommunikation der Unternehmenspolitik
Fokussiertes Handeln
Leistungsmessung und ständige Optimierung
Klares Kommitment
Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und Normen
Nachhaltiges Handeln
Feedbackkultur
Umgang mit Fehlern und Reklamationen; kontinuierliche Verbesserung
Ressourcenmanagement
Die Erstellung, Prüfung und Freigabe, sowie die korrekte Umsetzung/Wirksamkeitsprüfung und Aufrechterhaltung der Un-
ternehmenspolitik obliegt der Verantwortung des gesamten Vorstands. Jede/r Mitarbeiter*in ist angehalten, sich mit den
Inhalten der Unternehmenspolitik vertraut zu machen und diese bestmöglich umzusetzen. Im Berichtsjahr ging dazu im
Namen des Vorstands eine E-Mail an alle Führungskräfte heraus, mit der Aufforderung, die Unternehmenspolitik nach-
weislich allen Mitarbeiter*innen zur Kenntnis zu bringen.
Beschreibung des Diversitätskonzepts
Ein aus der Unternehmenspolitik bzw. aus dem Code of Conduct der Gesellschaft herausgelöstes Diversitätskonzept be-
steht nicht. Manner verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, die Vielfältigkeit der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Ausbildung,
Erfahrung, Alter, kulturelle Herkunft, Geschlecht und ähnliche Gesichtspunkte zu fördern. Dazu hat Manner im Code of
Conduct folgendes festgehalten: „Bei Manner leben wir Vielfalt und Gleichberechtigung. Wir respektieren alle Menschen ungeach-
tet ihres Alters und Geschlechts, ihrer Konstitution, Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit, Religion und sexuellen Ausrichtung.
Wir achten ihre Würde, ihre Rechte und ihre Privatsphäre. Wir sind ein gefragter, fairer und verantwortungsvoller Arbeit-
geber, der in einem dynamischen Umfeld Chancengleichheit und Mitarbeiterentwicklung bietet und ein positives Arbeits-
umfeld fördert.“
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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1.2.2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-,
Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen
Einmal jährlich wird der Punkt ESG/Nachhaltigkeit im Gesamtvorstand behandelt. Ziel der Betrachtung im Gesamtvorstand
ist es, von dem für Nachhaltigkeit verantwortlichen Vorstand (2023: CEO Mag. Andreas Kutil) und der Nachhaltigkeitsma-
nagerin (2023: Leitung Corporate Communications Mag. Karin Steinhart) über wesentliche Auswirkungen, Risiken, Chan-
cen und die Umsetzung der Sorgfaltspflicht im Bereich Nachhaltigkeit und die Ergebnisse und Wirksamkeit der beschlos-
senen Strategien, Maßnahmen, Parameter und Ziele zu informiert zu werden und diesbezüglich in die Diskussion zu ge-
hen.
Der Punkt ESG/Nachhaltigkeit wird darüber hinaus einmal jährlich im Aufsichtsrat behandelt. Schwerpunkte hierbei sind
aktuell der Austausch mit der vom Prüfungsausschuss nominierten Verantwortlichen (2023: Dr. Martina Andres) sowie die
Umsetzung der Berichtspflichten.
Nachhaltigkeitsrisiken sind Teil des Risikomanagements der Manner-Gruppe. Einmal jährlich werden Risiken im Prüfungs-
ausschuss diskutiert und im Rahmen einer regulären Aufsichtsratssitzung behandelt. Ziel dabei ist es, von Vorstand und
Leiterin Qualität-Sicherheit-Umwelt (QSU) (2023: DI Claudia Elian) über strategische und operative Risiken (die auch ESG-
Risiken beinhalten) in einen Dialog und Austausch zu gehen.
Strategische Risiken
Die Unternehmensführung orientiert sich nicht einzig an operativer Leistung, sondern nimmt die Herausforderungen eines
sich permanent verändernden Unternehmensfelds an. Unternehmenswerte, Innovationen, strategische Investitionen, Be-
geisterung der Mitarbeiter*innen, Pflege der Beziehungen zu Stakeholdern und viele mehr werden im Zuge der strategi-
schen Führungsarbeit betrachtet. Die damit verbundenen Risiken und Chancen werden erfasst und gelten als permanente
Zielsetzung für die operative Arbeit zur Risikominimierung.
Operative und ESG-Risiken
Die operative Risikoarbeit entfaltet sich in konkreten Handlungsfeldern, die sich an den Unternehmensfunktionen (Fach-
bereiche laut Organigramm) anlehnen. Die Expertise für die fachspezifischen Abläufe liegt bei den bereichsverantwortli-
chen Führungskräften. Deren kumulierte Beschreibung der Risiken und Chancen entspricht daher inhaltlich den relevanten
Risiken der bereichsübergreifenden Geschäftsprozesse und berücksichtigt auch die Aspekte der Nachhaltigkeit wie z. B.
Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Gleichbehandlung und Chancengleichheit (für eigene Mit-
arbeiter*innen sowie entlang der Wertschöpfungskette), Anpassung an die Klimakrise (Gesellschaft im Wandel, Naturrisi-
ken), Biodiversität und Ökosysteme.
Die in einer Matrix erfassten Risiken werden jährlich hinsichtlich Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit (zwei-
dimensional) bewertet sowie gegebenenfalls neu hinzugekommene ergänzt. Für die unternehmerischen Risiken wird dabei
ein Zeithorizont von zwei bis drei Jahren und für die ESG-Risiken eine Zeitspanne von zehn Jahren berücksichtigt.
Auf Basis der Risikomatrix und der daraus hervorgehenden Priorisierung bzw. Gewichtung der Einzelrisiken wählt jeder
RGV gemeinsam mit dem Team ein bis drei Einzelrisiken aus und schlägt diese für die individuelle Analyse und Bearbei-
tung vor. Der Vorstand prüft die Übereinstimmung mit Strategie und Risikopolitik und gibt für jede Risikogruppe die im
laufenden Jahr zu bearbeitenden Risiken frei. Mit der Freigabe erhält der zuständige RGV einen Arbeitsauftrag zur Defi-
nition und Umsetzung geeigneter Maßnahmen.
Nach Abschluss der Maßnahmenumsetzung bzw. mindestens einmal im Jahr erfolgt eine Neubewertung der Risiken, die
an den Vorstand berichtet wird. Im Idealfall kann durch eine Reduktion von Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadens-
ausmaß eine Anpassung der RPZ erfolgen. Ein solcher Fortschritt führt in der Folge zu einer frischen Priorisierung und
Auswahl neuer, individuell zu bearbeitender Risiken.
Die Bewertung der Risiken ist Bestandteil der Jahresplanung und spiegelt sich in den Bandbreiten des zu erwartenden
Unternehmensergebnisses wider.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Die Risiken werden in den offiziellen Planungsunterlagen kommentiert und von Vorstand sowie Risiko- und Krisenmanager
an den Aufsichtsrat präsentiert. Mit Verabschiedung der Jahres- und Mittelfristplanung durch den Aufsichtsrat erfolgt auch
eine Genehmigung des vorgeschlagenen Risikoprofils des Unternehmens.
Ziel für das nächste Berichtsjahr ist es, die Abläufe der Information der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane über
Nachhaltigkeitsaspekte sowie Verantwortlichkeiten zu überarbeiten.
Im Berichtsjahr waren die Vorstände insbesondere im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse mit der Identifizierung und Festle-
gung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen befasst, außerdem in der Ableitung der zu berichtenden
Kennzahlen sowie Prüfung und Freigabe der erhobenen Daten.
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden sowohl in der Überarbeitung des Code of Conductvom Vor-
stand aufgenommen als auch im Zuge der Vorbereitung auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz adressiert. Sowohl
der im Berichtsjahr erarbeitete Supplier Code of Conductals auch die ausgearbeitete Grundsatzerklärungbehandeln
Risiken und Chancen zu den Themen Menschenrechte und Auswirkungen auf die Umwelt.
Im Stakeholder-Workshop im Board of Management (Vorstand und erste Managementebene) wurden im Zuge der Stake-
holderanalyse Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf einzelne Stakeholdergruppen bearbeitet.
Klimarisiken wurden im Berichtsjahr vor allem im Projekt SBTi(Science Based Targets) vom Vorstand behandelt.
1.2.3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme
Die Einbeziehung von nachhaltigkeitsbezogenen Leistungen in Anreizsysteme für den Vorstand ist für 2024 vorgesehen.
1.2.4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht
Für die Beschreibung der Due-Diligence-Prozesse bezüglich der wesentlichen Umweltbelange gemäß NaDiVeG wird auf
die Angaben zum Verfahren zur Bewertung der Wesentlichkeit gemäß ESRS 2 IRO-1 und die damit zusammenhängenden
themenspezifischen Angabepflichten verwiesen. Weiters findet sich eine Beschreibung der Due Diligence für Sozialbe-
lange in den Abschnitten betreffend die Darstellung der Verfahren zur Einbeziehung eigener Mitarbeiter*innen, Arbeits-
kräfte in der Wertschöpfungskette sowie Verbraucher und Endnutzer und der entsprechenden Beschwerdemechanismen,
sowie bezüglich Antikorruption und Bestechung in der Beschreibung der Manner-Hinweisgeberplattform.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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1.3 Strategie
1.3.1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette
Die Josef Manner & Comp. AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Wien. Sie produziert Süßwaren und
verkauft diese im In- und Ausland. Für eine detaillierte Darstellung der Tätigkeiten der Tochterunternehmen und Betriebs-
stätten, der bedienten Märkte und Umsatzdarstellung, gegliedert nach den Segmenten Süßwaren Österreich, Süßwaren
Deutschland, Süßwaren Rest der Welt, Mietshäuser Österreich und Haselnussanbau wird auf den Jahresfinanzbericht
Seite 7 und 18 verwiesen. Die Segmente Mietshäuser Österreich und Haselnussanbau heben sich vom zentralen Ge-
schäftsmodell von Manner ab. Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte ergeben sich
neben dem Hauptgeschäft (Herstellung und Vertrieb von Süßwaren) insbesondere durch den durch das Tochterunterneh-
men Manner Azerbaijan LLC betriebenen Haselnussanbau: Ziel dieses Unternehmens ist es, Erträge durch Haselnussver-
kauf zu erwirtschaften. Im Geschäftsjahr 2023 fielen noch keine Umsatzerlöse an, da sich die Plantage in Entstehung
befindet.
Die Josef Manner & Comp AG beschäftigt gesamt 915,97 Mitarbeiter*innen, davon 821,82 in Österreich, 42,15 in anderen
EU-ndern (Deutschland, Tschechien und Slowenien) sowie 52 in Aserbaidschan.
Einnahmenaufschlüsselung nach ESRS-Sektoren in Abstimmung mit der Segmentberichterstattung gem. IFRS8*:
ESRS Sektor NACE Code Segment (IFRS 8)
Einnahmen (in
€) 2022
Einnahmen (in
€) 2023
Verarbeitendes Gewerbe
Herstellung von Süßwaren (ohne Dau-
erbackwaren)
10.82.0 Süßwaren AT 95.317.946 111.237.802
Herstellung von Süßwaren (ohne Dau-
erbackwaren)
10.82.0 Süßwaren DE 70.157.111 74.355.563
Herstellung von Süßwaren (ohne Dau-
erbackwaren)
10.82.0 Süßwaren ROW 74.062.362 85.607.185
Grundstücks- und Wohnungswesen
Vermietung, Verpachtung von eigenen
oder geleasten Gewerbegrundstücken
und Nichtwohngebäuden
68.20.2 Miethäuser 32.384 0
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Anbau von sonstigem Obst (ohne Erd-
beeren) und Nüssen
01.25.9 Haselnussanbau 0 0
Konsolidierung
-305.047
-357.319
Gesamteinnahmen (ESRS Sektoren)
239.264.757
270.843.231
Konsolidierung:
2023: EUR 357.319 Provision der Josef Manner AG an die Josef Manner s.r.o für die Betreuung slowakischer Kunden
2022: EUR 305.047 Provision der Josef Manner AG an die Josef Manner s.r.o für die Betreuung slowakischer Kunden
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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*Für eine detaillierte Darstellung der internen Finanzberichterstattung sowie der Segmentberichterstattung gem. IFRS,
inklusive einer Beschreibung der operativen Geschäftssegmente nach regionalen Gesichtspunkten wird auf den Jahresfi-
nanzbericht 2023 (ab Seite 25) verwiesen.
Manner steht für sichere und qualitativ hochwertige Produkte sowie guten, leistbaren Genuss, worin sich der aktuelle
Nutzen und Mehrwert für Kund*innen, Investor*innen und andere Interessensträger*innen begründet: Die Manner-Strate-
gie 2026 folgt der Vision „Wiener Süßwarengenuss, der begeistert“ und wird neben Finanzzielen von fünf zentralen Stra-
tegiefeldern flankiert:
Organisation entwickeln
Marken wachsen und Innovationen treiben
Distribution und Sichtbarkeit stärken
Kosten senken und Qualität verbessern
Nachhaltig handeln
Nachhaltigkeit als eine der Strategiesäulen stellt einen klaren Fokus des Managements dar. Manner ist seit 2015 Mitglied
bei respACT, der führenden Unternehmensplattform für CSR und nachhaltige Entwicklung in Österreich. Manner bekennt
sich aktiv zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der UN und gestaltet die Nachhaltigkeitsstrategie aktiv und bewusst.
2011 startete die CSR-Offensive von Manner und die zahlreichen Einzelinitiativen wurden 2022 unter dem Kommunikati-
onsdach „Fair von Herzen“ zusammengefasst und über die Jahre strategisch ausgebaut. Am Beginn der Überlegungen
stand die Frage, in welchen Bereichen der größte Impact in puncto Nachhaltigkeit erzielt werden kann und es wurde bei
den Rohstoffen begonnen. Sowohl Palmöl als auch Kakao waren die ersten Schwerpunkte der Strategie. Seitdem wird
das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit stetig ausgebaut. Die Strategie orientiert sich stark am Rohstoffbereich, dazu Energie-
Effizienz sowie Maßnahmen im sozialen Bereich. Die ESG-Strategie soll 2024 überarbeitet werden und aktuelle Heraus-
forderungen sollen in der Strategie adressiert werden.
Die Manner-Wertschöpfungskette gestaltet sich wie folgt:
Vorgelagert bezieht Manner vielfältige Rohstoffe, die im eigenen Produktionsbetrieb weiterverarbeitet werden. Dazu zäh-
len die essenziellen Rohstoffe Kakao, Haselnüsse, Fette sowie Früchte, die international auf Plantagen angebaut werden,
sowie Rohstoffe, die auf europäischer Ebene aus der Landwirtschaft bezogen werden (Mehl, Zucker bzw. Stärke oder
Milch- und Eiprodukte). Die mit den zentralen Rohstoffen verbundenen Verarbeitungsprozesse der essenziellen Rohstoffe
sind wichtige Elemente in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Kakaobohnen stellen diesbezüglich eine Ausnahme
dar, da diese von Manner im Kernbetrieb selbst („from bean to bar“) weiterverarbeitet werden.
Die Beschaffung der Rohstoffe findet sowohl direkt über die Produzent*innen als auch indirekt über weitere Händler oder
Drittanbieter statt. Darüber hinaus ist der generelle Wareneinkauf (z. B. Hilfs- und Betriebsstoffe) und insbesondere das
Einkaufsvolumen von Verpackungsmaterialien (Papier, Aluminium) ein bedeutendes Element in der vorgelagerten Wert-
schöpfung.
Nachgelagert sind Kund*innen im Einzelhandel, Großhandel, Gastronomie, Manner Shops & Werkverkauf und dazugehö-
rig die Endkonsument*innen, welche Manner-Produkte konsumieren, zentrale Wirtschaftsakteur*innen für Manner. Wich-
tige Elemente in der nachgelagerten Wertschöpfungskette in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte ergeben sich aus der ent-
sprechenden Verwertung von Abfällen (Verpackung, Lebensmittel) bis hin zu einer potenziellen End-of-life-Nutzung und
Wiederverwertung von anfallenden Nebenprodukten, wie z. B. Kakaoschalen.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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1.3.2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger
Ein wichtiger Bestandteil des Manner-Geschäftsmodells ist der proaktive und gezielte Dialog mit den unterschiedlichen
Stakeholdergruppen. Manner sieht es als Teil der verantwortungsvollen Unternehmensführung, die Interessen der Stake-
holder und die Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf diese Stakeholdergruppen in die Unternehmensentschei-
dungen zu integrieren. Im Code of Conductist dazu im Mission Statement folgendes festgehalten: Der Unternehmenswert
ist die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs, dessen permanente Erhöhung durch die bestmögliche Ausrich-
tung aller Aktivitäten auf die Bedürfnisse unserer Stakeholder erreicht wird.
Allgemein ist der Zweck des Stakeholder-Dialogs, eine förderliche Entwicklung für Unternehmen, Umwelt, Gesellschaft
und Zukunft zu gestalten. 2023 wurden im Zuge eines Workshops mit dem Managementboard und Vorständen die Stake-
holdergruppen überarbeitet, definiert und in eine Power-Interest-Map“ gegliedert. Wesentliche Stakeholdergruppen mit
Blick auf Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten sind insbesondere die
eigene Belegschaft (Mitarbeiter*innen), Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette sowie Kund*innen und Konsument*in-
nen. Deren Interessen und Standpunkte sind insbesondere bei der Bewertung der Wesentlichkeit sowie zur Erfüllung der
Sorgfaltspflicht von Bedeutung.
Die Manner-Strategie wird vom Vorstand laufend überarbeitet und bei größeren Veränderungen neu aufgesetzt. Im Be-
richtsjahr 2023 wurde diese Überarbeitung vorgenommen und als Strategie 2026definiert. Die Einbeziehung der Inte-
ressen der Stakeholder ist dabei ein wesentlicher Punkt. Die Ergebnisse der Stakeholder-Befragung wurden im Berichts-
jahr sowohl dem Vorstand als auch im Rahmen eines Townhall-Meetingsder gesamten Belegschaft kommuniziert. Der
Stakeholder
Zweck der
Einbeziehung
Organisation/Art der Einbindung
Berücksichtigung der
Ergebnisse
Konsument*innen
Keep
informed
Manner Kundenclub, Social Media, Feedback
über den Handel, Befragungen, Konsumenten-
tests bei Neuprodukten etc.
Stakeholder-Befragung 2023,
Strategiegestaltung, Neupro-
dukte
-entwicklung
Kund*innen/Distributeure
Manage closely
Jahresgespräche, Stakeholder-Veranstaltun-
gen, Messen etc.
Stakeholder-Befragung 2023,
Sortiment, Neuprodukte
Mitarbeiter*innen
Keep
informed
Townhall-Meetings, Miteinander Manner, Feed-
back
-
Kasten, Führungskräfte, Betriebsrät*innen
etc.
Stakeholder
-
Befragung 2023,
Strategiegestaltung
Shareholder
Keep
satisfied
Jahresversammlung, Berichte, direkte Kommu-
nikation über IR etc.
Stakeholder-Befragung 2023,
Strategiegestaltung
Banken
Keep
satisfied
Regelmäßiger Dialog, Finanzberichte, Jahres-
gespräche etc.
Strategiegestaltung
Medien
Manage closely
Veranstaltungen, Austausch über Interessens-
vertretungen, Interviews etc.
Stakeholder
-Befragung 2023
Lieferant*innen
Monitor
Jahresgespräche, Stakeholder-Veranstaltun-
gen, direkte Kommunikation, Befragung im
Zuge des LieferkettensorgfaltspflichtenG
Neuprodukte, Sortiment
Logistiker*innen
Monitor
Jahresgespräche. Stakeholder-Veranstaltun-
gen, direkte Kommunikation
Lieferkette/Vorlieferan-
ten/Produzenten
Monitor
Arbeitende in der Lieferkette z. B. FAIRT-
RADE, Meldestellen, Beschwerdemechanis-
men
Zertifizierungen, Audits
Behörden, Politik
Manage closely
Veranstaltungen, Austausch über Interessens-
vertretungen etc.
Stakeholder
-Befragung 2023
Vereine, Interessensver-
bände
Manage closely
Veranstaltungen, Austausch über Interessens-
vertretungen etc.
Stakeholder
-Befragung 2023
NGOs
Manage closely
Direkt
er Dialog, Stakeholder-Veranstaltungen,
Befragungen, E
-Mails
Stakeholder-Befragung 2023,
Strategiegestaltung, Marke-
ting
-entscheidungen
Anrainer*innen
Monitor
Über Konsumentenservice und direkter Dialog
(Anrufe, Information über Empfang etc.)
Shopgestaltung, Lärmredu-
zierung, LKW
-Verkehr
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Aufsichtsrat wird von den Vorständen über die Sichtweisen der Interessensträger in Bezug auf die nachhaltigen Auswir-
kungen des Unternehmens informiert.
1.3.3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit
Strategie und Geschäftsmodell
Die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten und bewerteten Auswirkungen, Risiken und Chancen von Man-
ner treten entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf. Dazu zählen vorgelagerte Aktivitäten, die sich auf den Roh-
stoffan- und -abbau beziehen, eigene Produktionsprozesse und nachgelagert der Konsum und die Entsorgung der Le-
bensmittel sowie Verpackungen. Das Geschäftsmodell von Manner unterliegt somit umfangreichen Auswirkungen, Risiken
und Chancen, die über die gesamte Wertschöpfung vom Anbau der Rohstoffe bis zur Entsorgung des verarbeiteten Pro-
dukts eintreten können.
Die folgenden Ausführungen umfassen als wesentlich identifizierte Auswirkungen, Risiken und Chancen entlang der ge-
samten Wertschöpfungskette von Manner. Diese werden in der vorliegenden nichtfinanziellen Erklärung auf Themenebene
aggregiert dargestellt:
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen ergeben sich bezüglich der folgenden Themen:
Klimaschutz (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS E1)
Biologische Vielfalt und Ökosysteme (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS E4)
Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS E5)
Arbeitsbedingungen eigene Belegschaft (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS S1)
Arbeitssicherheit und Gesundheit eigene Belegschaft (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS S1)
Arbeitsbedingungen entlang der Wertschöpfungskette (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS S2)
Menschenrechte entlang der Wertschöpfungskette (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS S2)
Gesunde Ernährung und Produktsicherheit (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS E4 und unterneh-
mensspezifische Angaben)
Verantwortungsvolle Marketingpraktiken (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS E4 und unternehmens-
spezifische Angaben)
Unternehmenskultur und Geschäftsgebahren (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS G1)
Rechtmäßiges Verhalten und Compliance (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS G1)
Lieferantenbeziehungen und Zahlungspraktiken (abgedeckt durch Angabepflichten gem. ESRS G1)
Die identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen werden in den jeweiligen themenspezifischen Ab-
schnitten, gegliedert in die Abschnitte Umwelt, Soziales und Governance, näher beschrieben. Die Darstellung folgt einer
Netto-Betrachtung positive oder schadensmindernde Effekte von durch Manner bereits gesetzte Maßnahmen sind dabei
nicht berücksichtigt. Diese werden in den entsprechenden Berichtskapiteln zum Management der Auswirkungen, Risiken
und Chancen dargestellt. Auf (erwartete) finanzielle Auswirkungen der identifizierten Risiken und Chancen wird im vorlie-
genden Bericht nicht eingegangen.
Es wurde bisher weder eine qualitative noch eine quantitative Resilienzanalyse des Geschäftsmodells in Bezug auf den
Klimawandel und damit verbundene Klimarisiken oder hinsichtlich anderer Risiken, die sich aus anderen Nachhaltigkeits-
aspekten ergeben, durchgeführt.
Eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS-1-Anforderungen wurde im aktuellen Berichtszeitraum zum ersten
Mal durchgeführt. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen werden somit erstmals in dieser Form dargestellt.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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1.4 Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
1.4.1 Angaben zum Verfahren zur Bewertung der Wesentlichkeit
Die Identifizierung und Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen wurde erstmals nach dem Konzept der dop-
pelten Wesentlichkeit gemäß den Vorgaben durch ESRS 1 durchgeführt. Im Zuge dessen wurden sowohl die tatsächlichen
wie die potenziellen positiven und negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt (Inside-Out-Perspektive) als auch die
tatsächlichen und potenziellen Risiken und Chancen auf das Unternehmen bewertet (Outside-In-Perspektive). Die We-
sentlichkeitsanalyse hilft Manner, ein besseres Verständnis über die Auswirkungen, Risiken und Chancen des Geschäfts-
modells sowie die Bedürfnisse unserer internen und externen Stakeholder zu entwickeln. Die identifizierten wesentlichen
Auswirkungen, Risiken und Chancen bilden die Basis, um diese gezielt zu managen, strategisch weiterzuentwickeln, Ent-
scheidungen für die Zukunft zu treffen und die Berichterstattung nach CSRD aufzubauen.
Die Wesentlichkeitsanalyse wurde in enger Zusammenarbeit von internen Expert*innen bei Manner aus relevanten Abtei-
lungen und Bereichen und externen Expert*innen für Nachhaltigkeit umgesetzt. Innerhalb des Prozesses und der Bewer-
tung wurde die gesamte Wertschöpfungskette von Manner mit besonderem Fokus auf die vorgelagerten verbundenen
Tätigkeiten, Geschäftsbeziehungen und Länder mit erhöhten Risiken (insbesondere im Rohstoffbezug), miteinbezogen.
Die angewendeten Methoden und getroffenen Annahmen, welche die Bewertungen sowohl qualitativ als auch quantitativ
unterstützen, werden nachfolgend dargestellt:
Bewertung Sustainability Impact
Die potenziellen und tatsächlichen negativen sowie positiven Auswirkungen (Inside-Out-Perspektive) wurden anhand der
Parameter Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit der Auswirkungen auf einer vordefinierten Skala von 16 (wobei 6 für
das höchste Ausmaß hinsichtlich des jeweiligen Bewertungsparameters steht) bewertet.
Umwelt: Zur Bewertung des Ausmaßes der Auswirkungen im Bereich Klima wurde die Berechnung des Corporate Carbon
Footprints (Scope 1, 2 und 3) nach Green-House-Gas Protocol (GHG Protocol) von Manner herangezogen. Des weiteren
wurden für sensible Anbaugebiete (Haselnuss, Kakao, Getreide oder Zucker) verschiedene Tools wie der WWF Water
Risk Filter oder der Aqueduct Water Risk Atlas herangezogen, um die Auswirkungen auf Wasser zu bewerten, sowie der
WWF Biodiversity Risk Filter, um die Auswirkungen in Anbaugebieten wie Aserbaidschan oder der Elfenbeinküste auf die
biologische Vielfalt und Ökosysteme zu bewerten.
Soziales: Betreffend soziale Aspekte wurde insbesondere der Einfluss auf die Lebensqualität der eigenen Mitarbeiter*in-
nen betrachtet. Der Umfang der Auswirkungen bezog sich hier auf die Anzahl der betroffenen Personen bei Manner selbst.
Während für eigene Mitarbeiter*innen bei Manner primär die Standorte in Österreich und Aserbaidschan betrachtet wur-
den, erweiterte sich der Personenkreis bei der Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette vorgelagert auf die Arbei-
ter*innen im Rohstoff An- und -abbau, die betroffenen Gemeinden oder nachgelagert auf die Kund*innen und Endkonsu-
ment*innen. Für die sozialen Themen entlang der Wertschöpfungskette (Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Arbeitssi-
cherheit und Gesundheit, Gleichbehandlung und betroffene Gemeinden) wurden unterschiedliche themenbezogene, inter-
nationale Indizes und Statistiken (z. B. Global Rights Index, Human Development Index, Ilostat, Rule of Law Index) her-
angezogen, welche die Bewertung der Auswirkungen validieren. Für die eigenen Mitarbeiter*innen im Einflussbereich wur-
den ebenfalls diverse Indizes zur Bewertung des Ausmaßes herangezogen.
Goverance: Schließlich wurde im Rahmen der Bewertung des Ausmaßes der einzelnen Governance-Themen Informatio-
nen aus Sekundärforschung (Desk Research) sowie diverse Indizes (z. B. Corruption Perception Index (Transparency
International 2022); Rule of Law Index WJP, Corporate Tax Haven Index (Tax Justice Network 2021) heranzogen.
Bewertung Financial Impact
Neben der Bewertung potenzieller und tatsächlicher negativer oder positiver Auswirkungen auf Mensch und Umwelt wur-
den potenzielle und tatsächliche Risiken und Chancen erfasst und basierend auf den zwei Parametern (mögliches finan-
zielles) Schadensausmaß, sowie der Eintrittswahrscheinlichkeit auf der Manner-eigenen Skala zur Risikobewertung durch
die jeweiligen Bereichsverantwortlichen / Risk Owner mit einem Wert von 13 (wobei 1 für das geringste Ausmaß des
jeweiligen Bewertungsparameters steht) bewertet und anschließend in eine Skala von 16 überführt. Als „wesentlich“ wur-
den letztendlich alle Risiken und Chancen betrachtet, die mit einem Wert größer/gleich 3,5 für Schadensausmaß und
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Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet wurden. Die Risiken und Chancen wurden aus der Sustainability-Impact-Bewertung
und den identifizierten Auswirkungen abgeleitet und mit durch Manner identifizierte Risiken ergänzt.
Die erfassten Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen wurden bereits teilweise in den bestehenden Bewertungsprozess mit-
aufgenommen und werden sukzessive vollständig in das Risikomanagementverfahren integriert. Nachhaltigkeitsrisiken
werden dabei in der Bewertung gegenüber anderen Risikoarten nicht priorisiert. Das allgemeine Risikomanagement inklu-
sive der Einbeziehung von nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen und Risiken wurde vorangehend im Abschnitt 1.2.2.
Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unterneh-
mens befassen eingehend beschrieben.
Stakeholder-Befragung
Ein weiteres wichtiges Element der Wesentlichkeitsanalyse zur Bewertung der Nachhaltigkeitsthemen war die Einbezie-
hung der Sicht interner sowie externer Stakeholder, welche mittels Online-Umfrage zu den Geschäftsaktivitäten entlang
der Wertschöpfungskette konsultiert wurden.
Die einzelnen Teilergebnisse (Sustainability-Impact-Bewertung, Financial-Impact-Bewertung) wurden in zwei halbtägigen
unternehmensinternen Workshops in Anwesenheit und unter Beteiligung aller Führungskräfte und Vorstände diskutiert
und validiert. Anschließend wurden die Ergebnisse finalisiert und im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse zur Festlegung
der Wesentlichkeitsgrenze konsolidiert.
Im Ergebnis wurden die in den oberen Abschnitten beschriebenen Auswirkungen, Risiken und Chancen in einem weiteren
Workshop unter Beteiligung aller Führungskräfte und Vorstände als wesentlich definiert.
Die nächste Überprüfung der Wesentlichkeitsbewertung ist für das Berichtsjahr 2025 geplant.
Klimawandel
Zur Ermittlung und Bewertung der Klimaauswirkungen von Manner wurden sämtliche Emissionen im Rahmen der eigenen
Tätigkeiten und entlang der Wertschöpfungskette ermittelt: Bei der Berechnung des Corporate Carbon Footprint wurden
alle THG-Emissionen aus Scope 1, 2 und 3 aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten sowie des Unternehmens selbst
gemäß GHG-Protokoll miteinbezogen. Dabei wurden alle relevanten Scopes berücksichtigt (Scope 1&2, Scope 3 Katego-
rien: 17, 9 und 12). Folgende Scope-3-Kategorien wurden als nicht zutreffend definiert: 8, 10, 11, 13, 14, 15.
Die herangezogenen Emissionsfaktoren entstammen wissenschaftlichen Datenbanken (u. a. Ecoinvent 3.9.1, World Food
LCA 3.5, Optimeal, 6
th
Report IPCC, International Energy Agency, AIB, DBEIS UK Government GHG Conversion Factors
for Company Reporting, Umweltbundesamt, IPCC EFDB).
Die Durchführung einer Klimarisikoanalyse und detaillierte Betrachtung von klimabedingten physischen und transitorischen
Risiken und Chancen unter Berücksichtigung von Szenarien mit hohen Treibhausgasemissionen bzw. der Begrenzung der
globalen Erderwärmung auf 1,5 °C ist im Laufe des Geschäftsjahres 2024 vorgesehen.
Umweltverschmutzung
Im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse wurden die unternehmenseigenen Standorte von Manner (NOx-Emissionen in der
Produktion, Düngemittel- und Pestizideinsatz auf der Haselnussplantage in Aserbaidschan) sowie insbesondere Anbau-
gebiete der von Manner bezogenen Rohstoffe innerhalb und außerhalb der EU betrachtet. Dabei wurden insbesondere
Auswirkungen einer potenziellen Boden- und Grundwasserverschmutzung durch Einsatz von Dünge- und/oder chemi-
schen Pflanzenschutzmitteln, sowie Transportemissionen berücksichtigt. Auswirkungen im Zusammenhang mit Dünge-
und Pflanzenschutzmitteln wurden bereits im Zusammenhang mit THG-Emissionen sowie Biodiversität als wesentlich be-
wertet. Mit Ausnahme der Einhaltung strengerer Grenzwerte betreffend NOx-Emissionen in der Produktion wurden keine
wesentlichen Risiken identifiziert. Darüber hinaus wurde keine wesentliche Bedeutung von Umweltverschmutzung und/o-
der Emission besorgniserregender Stoffe durch unternehmenseigene Standorte oder Geschäftstätigkeiten festgestellt. Es
wurden keine Konsultationen mit potenziell betroffenen Gemeinschaften bezüglich Boden-, Wasser- oder Luftverschmut-
zung durchgeführt.
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Wasser- und Meeresressourcen
Zur Bewertung der Wesentlichkeit im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen wurden die unternehmensei-
genen Standorte sowie insbesondere Anbaugebiete in der vorgelagerten Wertschöpfungskette betrachtet. Meeresressour-
cen spielen im Geschäftsmodell von Manner keine Rolle, keiner der Standorte befindet sich in einem Flusseinzugsgebiet.
Genauer bewertet wurde die Entnahme von Grundwasser zur landwirtschaftlichen Bewässerung, insbesondere mit Blick
auf Gebiete, die von Wasserrisiken, einschließlich gegebenenfalls Wasserstress, betroffen sind. Auch bei Anbau von Ge-
treide und Zucker kann es abhängig von Wetterverhältnissen und Anbaugebiet zu lokaler Wasserknappheit kommen. Zur
Ermittlung der von Wasserknappheit und Wasserstress betroffenen Gebiete wurde ein Screening auf Länderebene (Ös-
terreich, Türkei, Nigeria, Elfenbeinküste, Aserbaidschan) mittels Aqueduct Water Risk Atlas und WWF Water Risk Filter
Suite durchgeführt. Für die Haselnussplantage in Aserbaidschan ergibt sich dabei ein hohes bzw. sehr hohes Risiko be-
züglich verfügbarem Wasser (AWARE) sowie erhöhte Wahrscheinlichkeit von Trockenperioden. Ein eigens errichteter
Teich mit 150.000m3 wurde errichtet, der von einem Grenzfluss gespeist wird und einer potenziellen Trockenperiode ent-
gegenwirkt. Die Landwirtschaft hat in der Region ebenfalls ein hohes Risiko, die Wasserqualität negativ zu beeinflussen.
Der Verarbeitungsprozess in der Produktion ist weniger wasserintensiv (Wasser, das im Verarbeitungsprozess gewonnen
wird, kann aufbereitet und wiederverwendet bzw. in den Kreislauf rückgeführt werden). Ein Risiko, das sich auch auf Was-
serentnahme und -verbrauch im Plantagenanbau auswirkt, betrifft klimatische Änderungen in Westafrika, z. B. Elfenbein-
küste, wo Auswirkungen zunehmender Trockenheit auf den Kakaoanbau zu erwarten sind. Es wurden keine Konsultatio-
nen mit potenziell betroffenen Gemeinschaften bezüglich Wassernutzung durchgeführt.
Biodiversität
An den unternehmenseigenen Standorten von Manner in Österreich und der EU wurden weder tatsächliche noch poten-
zielle Auswirkungen auf biologische Vielfalt und Ökosysteme identifiziert. Eine Analyse zu Naturschutzgebieten, insbeson-
dere geschützten Gebieten mit Biodiversitätsbezug, an oder in der Nähe der Standorte, basierend auf nationalen und
internationalen Datenbanken (WDPA World Database of Protected Areas,-Atlas), wurde durchgeführt. Zusätzlich zum
Screening bezüglich Naturschutzgebieten wurden Standorte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette außerhalb der EU
für die wichtigsten Rohstoffe mit dem größten Einkaufsvolumen (z. B. Haselnuss, Palmöl, Kakao) auf Länderebene (z. B.
Elfenbeinküste) identifiziert und in der Bewertung berücksichtigt. Innerhalb der EU wurden, ebenfalls mit Blick auf die
vorgelagerte Wertschöpfungskette, Auswirkungen aufgrund von Düngereinsatz, Herbiziden bzw. Pestiziden in Anbauge-
bieten (Zuckerrübe, Getreide) in die Bewertung aufgenommen. Zur Identifizierung möglicher Auswirkungen sowie Risiken
aufgrund von Abhängigkeiten vom Zustand der Ökosysteme und Ökosystemdienstleistungen sowie zur Validierung von
Annahmen zu deren Bewertung wurde der WWF Biodiversity Risk Filter (2023) herangezogen.
Im Rahmen der Financial-Impact-Bewertung wurden sowohl direkt als auch indirekt Risiken und Chancen für das Thema
Biodiversität und Ökosysteme identifiziert und bewertet. Dabei wurden physische Risiken (Klimarisiken, Bodendegrada-
tion, Pflanzenkrankheiten u. a.) sowie transitorische Risiken (u. a. die Entwaldungsregulatorik Anti-Entwaldungs-VO für
Rohstoffe wie Kakao und Palmöl) berücksichtigt. Systemische Risiken wurden in der Analyse und Bewertung nicht berück-
sichtigt. Es fanden keine Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften zu Nachhaltigkeitsbewertungen gemeinsam ge-
nutzter biologischer Ressourcen und Ökosysteme statt bzw. wurde nicht von entsprechenden Auswirkungen der Tätigkeit
von Manner auf lokale Gemeinschaften ausgegangen.
Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Zur Bewertung tatsächlicher und potenzieller Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf das Thema Ressourcen-
nutzung und Kreislaufwirtschaft wurden keine, über die oben beschriebenen Methoden, Annahmen und Instrumente hin-
ausgehenden Analysen durchgeführt: Im Rahmen der Bewertungen auf Mensch und Umwelt sowie der Identifizierung von
Risiken und Chancen wurden aus Sicht interner Expert*innen von Manner und externer Expert*innen entsprechende An-
nahmen getroffen und bewertet. Im Rahmen der Online-Umfrage für Stakeholder wurde die allgemeine Bedeutung des
Themas Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft für die relevanten internen und externen Stakeholder abgefragt und
im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitsaspekten bewertet.
Zu den Geschäftsbereichen von Manner, die direkt mit wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in Verbindung
stehen, zählen insbesondere der Einkauf (Rohstoffe, Verpackung), die Produktion und nachgelagert im Vertrieb, Konsum
und Entsorgung der Ware. Zu wesentlichen Ressourcen zählen in erster Linie die input-seitigen Primärrohstoffe (Kakao,
Haselnüsse, Fette, Mehl, Zucker, Milchpulver etc.) sowie Verpackungsmaterial (Produkt- und Transportverpackung, z. B.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
51
Papier, Aluminium, Verbundmaterialien, Kunststoffe, Holz). Wesentliche Auswirkungen und Risiken bei fehlender Anpas-
sung bezüglich Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft beziehen sich insbesondere auf die Produktverpackung, die
(mangelnde) Rezyklierbarkeit (insbesondere regulatorische Übergangsrisiken in Form neuer Verpackungsrichtlinien,
Markt- und Reputationsrisiken) und negative Auswirkungen durch eine falsche Entsorgung, unreife Abfallwirtschaft oder
Gefahr von Littering. Grundsätzlich sind viele der eingesetzten Rohstoffe bereits gut recycelbar bzw. recycelfähig, jedoch
ist der Aufwand in Bezug auf die Verpackungsmaterialen sehr hoch, diese zu optimieren (z. B. neue alternative Materialien)
und kreislauffähig zu gestalten. Hinzu kommen Risiken wie Versorgungsprobleme mit kritischen Rohstoffen (z. B. Lecithin,
Fette). Wesentliche Chancen in Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft ergeben sich durch die Verwertung
von Sidestream-Produkten, in dem aus Kakaobohnenschalen oder Backabfällen neue Produkte entstehen und effiziente-
ren Produktionsprozesse, die gleichermaßen Ausschüsse und damit auch Food Waste reduzieren. Folglich konzentrieren
sich Ressourcennutzung, Risiken und negative Auswirkungen vorrangig auf die Produktion, aber auch auf die Beschaffung
und Logistik bei Manner.
Governance
Bei der Ermittlung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Unternehmenspolitik, insbe-
sondere Anti-Korruption und Bestechung, wurden alle Standorte und Tätigkeiten von Manner berücksichtigt, sowie Län-
derindices zur Validierung der Annahmen bezüglich Korruptions- und Bestechungsrisikos (wie oben beschrieben) heran-
gezogen. Neben dem internationalen Rohstoffbezug wurden insbesondere interne Prozesse (Lieferfähigkeit, Freigabepro-
zesse, Zahlungspraktiken) betrachtet. Manner betreibt keine politische Einflussnahme oder Lobbying. Weiters wurde bei
der Bewertung der Auswirkungen die Lieferantenstruktur berücksichtigt, die vorwiegend aus großen, internationalen Zu-
lieferern besteht, wobei keiner der Lieferanten zur Gänze von Manner abhängig ist. Entsprechend wurden hier keine nen-
nenswerten Auswirkungen, insbesondere auf KMUs, identifiziert.
1.4.2 In ESRS enthaltene von der nichtfinanziellen Erklärung des Unternehmens ab-
gedeckte Angabepflichten
Die Auswahl von Angabepflichten neben den verpflichtend zu berichtenden Inhalten gemäß ESRS 2 erfolgte auf Basis der
als wesentlich ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen und deren Abdeckung durch die themenspezifischen
ESRS-Standards. Zusätzliche wurden im Zusammenhang mit Produktsicherheit, gesunder Ernährung und verantwor-
tungsvoller Marketingpraktiken weitere unternehmensspezifische Kennzahlen definiert.
Folgende Inhalte des vorliegenden Berichts entsprechen den Belangen gemäß NaDiVeG (Nachhaltigkeits- und Diversi-
tätsverbesserungsgesetz):
Belange gem. NaDiVeG sind:
Disclosure Requirement gemäß ESRS
Umweltbelange
E1, E4, E5
Arbeitnehmerbelange
S1
Sozialbelange
S1, S2, S4
Achtung der Menschenrechte
S1, S2, S4
Bekämpfung von Korruption und Bestechung
G1
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
52
2 Umweltinformationen
2.1 Angaben nach Artikel 8 der Verordnung 2020/852 (Taxonomie-Verordnung)
Gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 ist Manner verpflichtet, drei wesentliche Leistungsindikatoren (Um-
satz, CapEx und OpEx) im Zusammenhang mit den für die EU-Taxonomie in Frage kommenden wirtschaftlichen Aktivitä-
ten offenzulegen. Die EU-Taxonomie ist Teil der umfassenden Bemühungen der EU, die Ziele des europäischen „Green
Deals“ zu verwirklichen und Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. Es handelt sich dabei um ein Klassifizierungsinstru-
ment, das Unternehmen und Investoren bei nachhaltigen Investitionsentscheidungen unterstützen soll.
Laut EU-Taxonomie und den damit verbundenen Delegierten Rechtsakten zum Klima (Verordnung(EU) 2021/2139
1
und
deren Ergänzungen laut Verordnung (EU) 2022/1214
2
und Änderungen laut (EU) 2023/2485
3
und dem Delegierten Rechts-
akt zur Umwelt (Verordnung (EU) 2023/2486
4
) liegt eine nachhaltige Investition dann vor, wenn sie einen wesentlichen
Beitrag zur Erreichung von mindestens einem Umweltziel der EU leistet. Für das Geschäftsjahr 2023 sind nun erstmals
Vorgaben zu allen sechs Umweltzielen der EU-Taxonomie in Kraft:
Klimaschutz
Klimawandelanpassung
Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme
Für die Tätigkeiten die unter die Umweltzielen 3-6 fallen, sowie für neu aufgenommene Tätigkeiten im Klimarechtsakt, sind
im Berichtsjahr 2024 lediglich Angaben zur Taxonomiefähigkeit (Anteile der taxonomiefähigen und nicht-taxonomiefähigen
Umsätze, CapEx und OpEx) verpflichtend. Ab dem 1. Januar 2025 gelten dann die vollumfänglichen Berichtspflichten zur
Taxonomiekonformität.
Manner-Wirtschaftstätigkeiten im Rahmen der EU-Taxonomie
Es wurden alle wirtschaftlichen Tätigkeiten in den Delegierten Rechtsakten zur EU-Taxonomie analysiert. Der Delegierte
Rechtsakt zum Klima konzentriert sich auf die wirtschaftlichen Aktivitäten und Sektoren, die das größte Potenzial haben,
einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel zu leisten. Zu den erfassten Sek-
toren gehören im Wesentlichen Energie, ausgewählte verarbeitende Gewerbe, Wasserversorgung, Abwasser- und Ab-
fallentsorgung sowie Verkehr und Gebäude. Der Delegierte Umweltrechtsakt umfasst Wirtschaftstätigkeiten, die zu den
restlichen vier Umweltzielen einen wesentlichen Beitrag leisten können, sprich zur nachhaltigen Nutzung und dem Schutz
von Wasser- und Meeresressourcen, zum Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, zur Vermeidung und Verminderung der
Umweltverschmutzung und zum Schutz und zur Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme.
1
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32021R2139
2
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32022R1214
3
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ%3AL_202302485
4
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ%3AL_202302486
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
53
Nach einer gründlichen internen Überprüfung, an der alle relevanten Abteilungen und Funktionen beteiligt waren, kamen
wir zu dem Schluss, dass unsere wirtschaftlichen Kernaktivitäten der Süßwarenproduktion nicht unter den Delegierten
Rechtsakt zum Klima sowie unter den Delegierten Umweltrechtsakt fallen und folglich derzeit nicht taxonomiefähig sind.
Unsere Bewertung der Taxonomiefähigkeit konzentrierte sich daher auf wirtschaftliche Aktivitäten, die nicht das Kernge-
schäft, sondern übergreifende Unternehmensbereiche betreffen, und in die Investitionen getätigt werden oder Betriebs-
kosten anfallen.
Folgende taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten wurden für das Jahr 2023 identifiziert:
Wirtschaftstätigkeit nach Sektor
Relevanz für Manner
Relevante Aktivitäten in der EU
Taxonomie
Energie
Betrieb von Anlagen, die thermische
Energie speichern und sie zu einem
späteren Zeitpunkt in Form von ther-
mischer Energie oder anderen Ener-
gievektoren wieder abgeben
(Schichtwasserspeicher: nach dem
Blockheizkraftwerk zur Zwischen-
speicherung von Thermalenergie)
CCM 4.11 Speicherung von Wärme-
energie
Energie
Bau, Sanierung und Betrieb von
Rohrleitungen und der zugehörigen
Infrastruktur für die Verteilung von
Wärme und Kälte, die an der Unter-
station oder dem Wärmetauscher
endet (Nutzung eines internen
Wärme-/lte-Verteilnetz)
CCM 4.15 Fernwärme-/Fernkälte-
verteilung
Energie
Konstruktion und Betrieb von Anla-
gen die Wärme/Kälte aus Abwärme
nutzen (mit Abwärmeanlagen aus-
gestattete Öfen/Druckluftkompres-
soren)
CCM 4.25 Erzeugung von
Wärme/Kälte aus Abwärme
Energie
Einsatz eines Blockheizkfraftwerks
am Produktionsstandort in Wien -
Erzeugung von Strom
CCM 4.30 Hocheffiziente Kraft-
Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen
gasförmigen Brennstoffen
Wasserversorgung, Abwasser- und
Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzungen
Aufbereitungsanlagen für Trinkwas-
ser, Dampfkessel und Kühlwasser
CCM 5.1 Bau, Erweiterung und Be-
trieb von Systemen der Wasserge-
winnung, -behandlung und -versor-
gung
Wasserversorgung, Abwasser- und
Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzungen
Abfallwirtschaft zur getrennten
Sammlung und Entsorgung von Ab-
fällen
CCM 5.5 Sammlung und Beförde-
rung von nicht gefährlichen Abfällen
in an der Anfallstelle getrennten
Fraktionen
Verkehr
Betrieb mehrerer Diesel-, Benzin
und Elektrofahrzeuge
CCM 6.5 Beförderung mit Motorrä-
dern, Personenkraftwagen und
leichten Nutzfahrzeugen
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
54
Verkehr
Betrieb eines EURO VI-Fahrzeuges
für Transporte
CCM 6.6 Güterbeförderung im Stra-
ßenverkehr
Baugewerbe und Immobilien
Laufende Sanierungstätigkeiten am
Baubestand
CCM 7.3 Installation, Wartung und
Reparatur von energieeffizienten
Geräten
Baugewerbe und Immobilien
Laufende Installationen, Wartungen
und Reparaturen von Systemen der
Gebäudeleittechnik
CCM 7.5 Installation, Wartung und
Reparatur von Geräten für die Mes-
sung, Regelung und Steuerung der
Gesamtenergieeffizienz von Gebäu-
den
Künftige Entwicklungen in der Gesetzgebung können den Umfang der für die EU-Taxonomie in Frage kommenden Tätig-
keiten in Zukunft ändern. Sobald weitere Kriterien zu den bestehenden Umweltzielen verabschiedet werden, ist es möglich,
dass größere Teile unserer Geschäftsaktivitäten als taxonomiefähig zu betrachten sind.
Prozess zur Identifikation der Wirtschaftstätigkeiten
Bei Manner wurde zur Umsetzung der damit verbundenen Anforderungen ein interdisziplinäres Projektteam installiert,
welches sich mit der Identifikation von taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten beschäftigt. Das Projektteam setzt sich im
Wesentlichen aus Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Controlling ,Finanzen, ESG Reporting sowie Vertretern aus den
technischen Fachbereichen zusammen.
Um die gemäß EU-Taxonomie darzustellenden Wirtschaftstätigkeiten zu erheben, wurde in einem mehrstufigen Prozess
mit 3 wesentlichen Stufen vorgegangen:
Stufe 1- Taxonomiefähigkeit und KPI Berechnung
Schritt1: Prüfung der EU-Taxonomie auf Änderungen im Jahr 2023
Schritt 2: Screening aller Wirtschaftstätigkeiten gemäß der Kataloge des Delegierten Klima- und Umweltrechtsaktes und
Einschätzung der für Manner relevanten Tätigkeiten
Schritt 3: Berechnung der KPIs Umsatz/Capex/Opex für taxonomiefähige Aktivitäten
Stufe 2 - Taxonomiekonformität und KPI Berechnung
Schritt 4: Identifikation relevanter technischer Bewertungskriterien
Schritt 5: Sammlung notwendiger Nachweise und Dokumente entsprechend der Bewertungskriterien und Entscheidung
über mögliche Taxonomiekonformität
Schritt 6: Berechnung der KPIs Umsatz/Capex/Opex für taxonomiekonforme Aktivitäten
5
Stufe 3 - Reporting
Schritt 7: Kapitel zur EU-Taxonomie für den Lagebericht verfassen
Schritt 8: Berichtstabellen mit KPIs zu taxonomiefähigen und -konformen Tätigkeiten erstellen
5
nicht relevant für das Geschäftsjahr 2023
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
55
Die Systemgrenzen der Berichterstattung sind ident mit denen des Konzernabschlusses der Manner AG. Die benötigten
Daten werden aus Microsoft Dynamics AX 2012 (ERP-System), PST-BI (Data Warehouse) und SAP S/4 HANA entnom-
men. Im Rahmen des Datenerhebungsprozesses sind mehrere Kontrollschritte implementiert, um die Validität und Kon-
sistenz der Datenerhebung sicherzustellen.
Basis der Leistungsindikatoren
Die herangezogenen Kennzahlen und deren Darstellung basieren auf den Vorgaben der Anhänge I „KPI von Nicht-Finanz-
unternehmen“ und II „Meldebogen für die KPI von Nicht-Finanzunternehmen“ des Disclosure Delegated Act zur EU-Taxo-
nomie (EU) 2021/2178
6
.
Taxonomiefähige bzw. -konforme Umsätze berechnen sich aus dem Teil des Nettoumsatzes mit Dienstleistungen, die mit
taxonomiefähigen bzw. -konformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Die Summe der Umsätze entspricht den im
Einzelabschluss ausgewiesenen Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kund*innen gem. IAS 1.82 (a). Siehe dazu die Anga-
ben in der Konzerngewinn und verlustrechnung, Zeile Umsatzerlöse auf Seite 122.
Als taxonomiefähige bzw. -konforme CapEx werden Investitionen ausgewiesen, die sich auf Vermögenswerte oder Pro-
zesse beziehen, die mit taxonomiefähigen bzw. -konformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Die Summe der CapEx
entspricht den in Erläuterungen zur Bilanz ausgewiesenen gesamten Anlagenzugängen von immateriellen Vermögens-
werten, Sachanlagen sowie Nutzungsrechten (IFRS 16), siehe für Sachanlagen Abschnitt 15, Zeile Zugänge zu Anschaf-
fungs- und Herstellungskosten auf Seite 141 und für Immaterielle Vermögenswerte Abschnitt 17, Zeile Zugänge zu An-
schaffungs- und Herstellungskosten auf Seite 145 in den Angaben zur Konzernbilanz.
Als taxonomiefähige bzw. -konforme OpEx werden Betriebsausgaben ausgewiesen, die sich auf Vermögenswerte oder
Prozesse beziehen, die mit taxonomiefähigen bzw. -konformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Die Summe der
OpEx ist in der EU-Taxonomie nur als ein ausgewählter Teil der Betriebskosten definiert. Davon umfasst sind direkte, nicht
kapitalisierte Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, Leasing sowie Wartung
und Reparatur von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens beziehen.
EU-Taxonomie relevante Leistungsindikatoren 2023
Für das Geschäftsjahr 2023 sind neben den Leistungsindikatoren zu taxonomiefähigen und nicht taxonomiefähigen Wirt-
schaftstätigkeiten betreffend alle Umweltziele, die taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten lediglich zu den ersten bei-
den Umweltzielen auszuweisen. Ab dem Geschäftsjahr 2024 ist Taxonomiekonformität zukünftig zu allen Umweltzielen
offenzulegen. Im Rahmen der Konformitätsanalyse, die mit dem technischen Fachbereich vorgenommen wurde, wurde
festgestellt, dass die technischen Bewertungskriterien nicht eingehalten werden oder die Nachweise für die Erfüllung der-
zeit nicht zur Verfügung stehen. Zum Beispiel liegt derzeit noch keine robuste Klimarisiko- und Vulnerabilitätsbewertung,
die für die meisten Aktivitäten als DNSH-Kriterium für die Klimawandelanpassung gefordert ist, vor. Daher können lediglich
taxonomiefähige aber nicht konforme Tätigkeiten ausgewiesen werden. Manner arbeitet daran Prozesse weiter zu verbes-
sern, um in Zukunft die notwendigen Nachweise zur Taxonomiekonformität erbringen zu können, dabei sind wir jedoch in
einigen Bereichen auf Informationen von Zulieferern und Herstellern angewiesen, die diese zur Verfügung stellen müssen.
Die Berichterstattung gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung betrifft den Manner Konzern. Eine doppelte Zuordnung zu
wirtschaftlichen Aktivitäten wird vermieden, jede Aktivität wird individuell betrachtet. Wesentlichkeitsgrenzen wurden in
dieser Betrachtungsperiode nicht eingezogen, sämtliche Aktivitäten wurden mit aufgenommen.
6
Delegierte Verordnung - 2021/2178 - EN - EUR-Lex (europa.eu)
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
56
Umsatz
Geschäftsjahr 2023
Jahr
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten
(1)
Code (2)
Umsatz (3)
Umsatzanteil,
Jahr N (4)
Klimaschutz
(5)
Anpassung an
den Klimawan-
del (6)
Wasser (7)
Umweltver-
schmutzung
(8)
Kreislaufwirt-
schaft (9)
Biologische
Vielfalt (10)
Text
Währung
%
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Keine
0
0,0%
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Umsatz ökologisch nachhaltiger
Tätigkeiten (taxonomiekonform)
(A.1)
0
0,00%
%
%
%
%
%
%
Davon ermöglichende Tätigkeiten
0
0,00%
%
%
%
%
%
%
Davon Übergangstätigkeiten
0
0,00%
%
%
%
%
%
%
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
Erzeugung von
Wärme/Kälte aus Ab-
wärme
CCM
4.25/CC
A 4.25
24.600
0,01%
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Hocheffiziente Kraft-
Wärme/lte-Kopplung
mit fossilen gasförmi-
gen Brennstoffen
CCM
4.30/CC
A 4.30
178.367
0,07%
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Umsatz taxonomiefähiger, aber
nicht ökologisch nachhaltiger
Tätigkeiten (nicht taxonomiekon-
forme Tätigkeiten) (A.2)
202.967
0,07%
100%
0%
0%
0%
0%
0%
A. Umsatz taxonomiefähiger
Tätigeiten (A.1+A.2)
202.967
0,07%
100%
0%
0%
0%
0%
0%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger
Tätigkeiten
270.640.263
99,93%
Gesamt
270.843.231
100%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
57
Umsatz
Geschäftsjahr 2023
DNSH-Kriterien
(,Keine erhebliche Beeinträchtigung')
Wirtschaftstätigkeiten (1)
Klimaschutz (11)
Anpassung an den
Klimawandel (12)
Wasser (13)
Umweltverschmutzung (14)
Kreislaufwirtschaft (15)
Biologische
Vielfalt (16)
Mindestschutz (17)
Anteil taxo-
nomiekon-
former (A.1.)
oder taxono-
miefähiger
(A.2.) Um-
satz, Jahr
2022 (18)
Kategorie
ergmög-
lichende
Tätigkeit
(19)
Kategorie
Über-
gangs-
tätigkeit
(20)
Text
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
%
E
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Keine
Umsatz ökologisch nachhal-
tiger Tätigkeiten (taxonomie-
konform) (A.1)
Davon ermöglichende
Tätigkeiten
Davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Erzeugung von Wärme/Kälte
aus Abwärme
0,02%
Hocheffiziente Kraft-
Wärme/lte-Kopplung mit
fossilen gasförmigen
Brennstoffen
0,10%
Umsatz taxonomiefähiger,
aber nicht ökologisch
nachhaltiger
Tätigkeiten (nicht taxono-
miekonforme Tätigkeiten)
(A.2)
0,12%
A. Umsatz taxonomiefähiger
Tätigeiten (A.1+A.2)
0,12%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähi-
ger Tätigkeiten
Gesamt
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
58
CapEx
Geschäftsjahr 2023
Jahr
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1)
Code (2)
CapEx (3)
CapEx, Jahr N
(4)
Klimaschutz
(5)
Anpassung
an
den Klimawan-
del (6)
Wasser (7)
Umweltver-
schmutzung
(8)
Kreislaufwirt-
schaft (9)
Biologische
Vielfalt (10)
Text
Währung
%
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Keine
0
0,0%
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
CapEx ökologisch nachhaltiger
Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0,00 % % % % % %
Davon ermöglichende Tätigkeiten
0
0,00
%
%
%
%
%
%
Davon Übergangstätigkeiten
0
0,00
%
%
%
%
%
%
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
Fernwärme-/Fernkälteverteilung
CCM
4.15/CC
A 4.15
0,00%
Beförderung mit Motorrädern,
Personenkraftwagen und
leichten Nutzfahrzeugen
CCM
6.5/CCA
6.5
214.849
2,19%
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Installation, Wartung und
Reparatur von energieeffizienten
Geräten
CCM
7.3/CCA
7.3
161.875
1,65%
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Installation, Wartung und
Reparatur von Geräten für die
Messung, Regelung und Steue-
rung der Gesamtenergieeffizienz
von Gebäuden
CCM
7.5/CCA
7.5
0,00%
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht
ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten
(nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
(A.2)
376.724 3,83%
100% 0% 0% 0% 0% 0%
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigeiten
(A.1+A.2)
376.724 3,83% 100% 0% 0% 0% 0% 0%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx nicht
taxonomiefähiger
Tätigkeiten
9.449.276 96,17%
Gesamt
9.826.000
100%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
59
CapEx
Geschäftsjahr 2023
DNSH-Kriterien
(,Keine erhebliche Beeinträchtigung')
Wirtschaftstätigkeiten (1)
Klimaschutz (11)
Anpassung an
den
Klimawandel (12)
Wasser (13)
Umweltver-
schmutzung (14)
Kreislaufwirt-
schaft (15)
Biologische
Vielfalt (16)
Mindestschutz
(17)
Anteil Q5
(A.1.) oder
taxonomie-
fähiger
(A.2.)
CapEx, Jahr
2022 (18)
Kategorie
ergmög-
lichende
Tätigkeit
(19)
Kategorie
Über-
gangs-
tätigkeit
(20)
Text
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
%
E
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Keine
CapEx ökologisch
nachhaltiger
Tätigkeiten
(taxonomiekonform) (A.1)
Davon ermöglichende
Tätigkeiten
Davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Fernwärme-/Fernkältevertei-
lung
0,10%
Beförderung mit Motorrädern,
Personenkraftwagen und
leichten Nutzfahrzeugen
2,18%
Installation, Wartung und Re-
paratur von energieeffizienten
Geräten
1,04%
Installation, Wartung und Re-
paratur von Geräten für die
Messung, Regelung und Steu-
erung der Gesamtenergieeffi-
zienz von Gebäuden
1,15%
CapEx taxonomiefähiger,
aber nicht
ökologisch nachhaltiger Tä-
tigkeiten (nicht taxonomie-
konforme Tätigkeiten) (A.2)
4,47%
A. CapEx taxonomiefähiger
Tätigeiten (A.1+A.2)
4,47%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx nicht
taxonomiefähiger
Tätigkeiten
Gesamt
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
60
OpEx
Geschäftsjahr 2023
Jahr
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1)
Code (2)
OpEx (3)
Anteil OpEx,
Jahr N (4)
Klimaschutz
(5)
Anpassung an
den Klimawan-
del (6)
Wasser (7)
Umweltver-
schmutzung
(8)
Kreislaufwirt-
schaft (9)
Biologische
Vielfalt (10)
Währung
%
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
J; N;
N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Keine
0
0,0%
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
OpEx ökologisch nachhaltiger
Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
0 0,00 % % % % % %
Davon ermöglichende Tätigkeiten
0
0,00
%
%
%
%
%
%
Davon Übergangstätigkeiten
0
0,00
%
%
%
%
%
%
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
EL;
N/EL
Speicherung von Wärmeenergie
CCM 4.11/
CCA 4.11
134.435
0,98%
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Fernwärme-/Fernkälteverteilung
CCM 4.15/
CCA 4.15
403.304
2,93%
EL
EL
N/EL
N/EL
N/EL
N/EL
Erzeugung von Wärme/Kälte aus
Abwärme
CCM 4.25/
CCA 4.25
403.304 2,93% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL
Hocheffiziente Kraft-
Wärme/lte-Kopplung mit fossi-
len gasförmigen Brennstoffen
CCM 4.30/
CCA 4.30
748 0,01% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL
Bau, Erweiterung und Betrieb von
Systemen der Wassergewinnung,
-behandlung und -versorgung
CCM 5.1/
CCA 5.1
268.870 1,96% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL
Sammlung und Beförderung von
nicht gefährlichen Abfällen in an
der Anfallstelle getrennten Frakti-
onen
CCM 5.5/
CCA 5.5
134.435 0,98% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL
Güterbeförderung im Straßenver-
kehr
CCM 6.6/
CCA 6.6
4.296 0,03% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL
Installation, Wartung und Repara-
tur von energieeffizienten Gerä-
ten
CCM 7.3/
CCA 7.3
1.319.904 9,60% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL
Installation, Wartung und Repara-
tur von Geräten für die Messung,
Regelung und Steuerung der Ge-
samtenergieeffizienz von Gebäu-
den
CCM 7.5/
CCA 7.5
268.870 1,96% EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökolo-
gisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxo-
nomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
2.938.166 21,37%
100% 0% 0% 0% 0% 0%
A. OpEx taxonomiefähiger
Tätigeiten (A.1+A.2)
2.938.166 21,37% 100% 0% 0% 0% 0% 0%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
10.810.437 78,63%
Gesamt
13.748.602
100%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
61
OpEx
Geschäftsjahr 2023
DNSH-Kriterien
(,Keine erhebliche Beeinträchtigung')
Wirtschaftstätigkeiten (1)
Klimaschutz (11)
Anpassung an den
Klimawandel (12)
Wasser (13)
Umweltverschmut-
zung (14)
Kreislaufwirtschaft
(15)
Biologische Vielfalt
(16)
Mindestschutz (17)
Anteil Q5
(A.1.) oder
taxonomie-
fähiger
(A.2.)
CapEx,
Jahr 2022
(18)
Katego-
rie
ergmög-
lichende
Tätigkeit
(19)
Katego-
rie Über-
gangs-
tätigkeit
(20)
Text
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
J/N
%
E
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Keine
OpEx ökologisch nachhaltiger
Tätigkeiten (taxonomiekonform)
(A.1)
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Speicherung von Wärmeenergie
0,94%
Fernwärme-/Fernkälteverteilung
2,91%
Erzeugung von Wärme/Kälte aus
Abwärme
2,83%
Hocheffiziente Kraft-Wärme/Kälte-
Kopplung mit fossilen gasförmigen
Brennstoffen
0,21%
Bau, Erweiterung und Betrieb von
Systemen der Wassergewinnung, -
behandlung und -versorgung
1,88%
Sammlung und Beförderung von
nicht gefährlichen Abfällen in an der
Anfallstelle getrennten Fraktionen
0,94%
Güterbeförderung im Straßenver-
kehr
0,05%
Installation, Wartung und Reparatur
von energieeffizienten Geräten
9,55%
Installation, Wartung und Reparatur
von Geräten für die Messung, Re-
gelung und Steuerung der Gesam-
tenergieeffizienz von Gebäuden
2,01%
OpEx taxonomiefähiger, aber
nicht ökologisch nachhaltiger Tä-
tigkeiten (nicht taxonomiekon-
forme Tätigkeiten) (A.2)
21,32%
A. OpEx taxonomiefähiger
Tätigeiten (A.1+A.2)
21,32%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tä-
tigkeiten
Gesamt
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
62
Meldebögen in Bezug auf Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas (Aktivität CCM 4.30)
Meldebogen 1 Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas
Tätigkeiten im Bereich Kernenergie
1.
Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeu-
gungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tä-
tig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
2.
Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder
Prozesswärme auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung
sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert
solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
3.
Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder
Prozesswärme auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung
sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen
im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas
4.
Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brenn-
stoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
5.
Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/KälteKopp-
lung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen
im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Ja
6.
Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung,
die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risi-
kopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
63
UMSATZ
Meldebogen 2 Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner)
CCM + CCA Klimaschutz (CCM)
Anpassung an
den Klimawan-
del (CCA)
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
%
Betrag
%
Betrag
%
1.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufge-
führter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner
des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
8.
Umsatz insgesamt
270.843.231
100,00%
270.843.231
100,00%
0
0,00%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
64
Meldebogen 3 Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler)
CCM + CCA Klimaschutz (CCM)
Anpassung an
den Klimawandel
(CCA)
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
%
Betrag
%
Betrag
%
1.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit ge-
mäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verord-
nung (EU) 2021/2139 im Zähler des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit ge-
mäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verord-
nung (EU) 2021/2139 im Zähler des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit ge-
mäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verord-
nung (EU) 2021/2139 im Zähler des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit ge-
mäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verord-
nung (EU) 2021/2139 im Zähler des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit ge-
mäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verord-
nung (EU) 2021/2139 im Zähler des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit ge-
mäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verord-
nung (EU) 2021/2139 im Zähler des Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter
taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des Umsat-
zes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
8.
Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirt-
schaftstätigkeiten im Zähler des Umsatzes 0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
65
Meldebogen 4 Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten
CCM + CCA Klimaschutz (CCM)
Anpassung an
den Klimawan-
del (CCA)
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
%
Betrag
%
Betrag
%
1.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekon-
formen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des
Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekon-
formen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des
Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekon-
formen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des
Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekon-
formen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des
Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekon-
formen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des
Umsatzes
178.367 0,07% 178.367 0,07% 0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekon-
formen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des
Umsatzes
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter
taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstä-
tigkeiten im Nenner des Umsatzes
24.600 0,01 24.600 0,01 0 0,00%
8.
Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des
Umsatzes
202.967 0,07% 202.967 0,07% 0 0,00%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
66
Meldebogen 5 Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
Prozentsatz
1.
Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge
I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im
Nenner des Umsatzes
0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der in Zeile 2 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge
I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im
Nenner des Umsatzes
0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der in Zeile 3 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge
I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im
Nenner des Umsatzes
0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der in Zeile 4 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge
I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im
Nenner des Umsatzes
0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der in Zeile 5 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge
I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im
Nenner des Umsatzes
0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der in Zeile 6 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge
I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im
Nenner des Umsatzes
0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirt-
schaftstätigkeiten im Nenner des Umsatzes 270.640.263 99,93%
8.
Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des
Umsatzes 270.640.263 99,93%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
67
CapEx
Meldebogen 2 Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner)
CCM + CCA Klimaschutz (CCM)
Anpassung an
den Klimawan-
del (CCA)
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
%
Betrag
%
Betrag
%
1.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführ-
ter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des
CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
8.
CapEx insgesamt
9.826.000
100,00%
9.826.000
100,00%
0
0,00%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
68
Meldebogen 3 Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler)
CCM + CCA
Klimaschutz
(CCM)
Anpassung an
den Klimawandel
(CCA)
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
%
Betrag
%
Betrag
%
1.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätig-
keit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegier-
ten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufge-
führter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Zähler
des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
8.
Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirt-
schaftstätigkeiten im Zähler des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
69
Meldebogen 4 Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten
CCM + CCA
Klimaschutz
(CCM)
Anpassung an
den Klimawandel
(CCA)
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
%
Betrag
%
Betrag
%
1.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Ab-
schnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Ab-
schnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Ab-
schnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Ab-
schnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Ab-
schnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Ab-
schnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht
aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomie-
konformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des
CapEx
376.724 3,83% 376.724 3,83% 0 0,00%
8.
Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber
nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im
Nenner des CapEx
376.724 3,83% 376.724 3,83% 0 0,00%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
70
Meldebogen 5 Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
Prozentsatz
1.
Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.26 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstä-
tigkeit im Nenner des CapEx
0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der in Zeile 2 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.27 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstä-
tigkeit im Nenner des CapEx
0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der in Zeile 3 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.28 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstä-
tigkeit im Nenner des CapEx
0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der in Zeile 4 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.29 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstä-
tigkeit im Nenner des CapEx
0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der in Zeile 5 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.30 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstä-
tigkeit im Nenner des CapEx
0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der in Zeile 6 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.31 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstä-
tigkeit im Nenner des CapEx
0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirt-
schaftstätigkeiten im Nenner des CapEx
9.449.276 96,17%
8.
Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner
des CapEx
9.449.276 96,17%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
71
OpEx
Meldebogen 2 Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner)
CCM + CCA
Klimaschutz (CCM)
Anpassung an
den Klimawan-
del (CCA)
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
%
Betrag
%
Betrag
%
1.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirt-
schaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im
Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirt-
schaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im
Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirt-
schaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im
Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirt-
schaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im
Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirt-
schaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im
Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirt-
schaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I
und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im
Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht
aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten
im Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
8.
OpEx insgesamt
13.748.602
100,00%
13.748.602
100,00%
0
0,00%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
72
Meldebogen 3 Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler)
CCM + CCA
Klimaschutz (CCM)
Anpassung an
den Klimawan-
del (CCA)
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
%
Betrag
%
Betrag
%
1.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführ-
ter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des
OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
8.
Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirt-
schaftstätigkeiten im Zähler des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
73
Meldebogen 4 Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten
CCM + CCA
Klimaschutz (CCM)
Anpassung an
den Klimawan-
del (CCA)
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
%
Betrag
%
Betrag
%
1.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxo-
nomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt
4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxo-
nomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt
4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxo-
nomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt
4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxo-
nomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt
4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxo-
nomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt
4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx
748 0,01% 748 0,01% 0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxo-
nomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt
4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx
0 0,00% 0 0,00% 0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht auf-
geführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonfor-
mer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des OpEx
2.937.418 21,37% 2.937.418 21,37% 0 0,00%
8.
Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber
nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im
Nenner des OpEx
2.938.166 21,37% 2.938.166 21,37% 0 0,00%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
74
Meldebogen 5 Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten
Wirtschaftstätigkeiten
Betrag
Prozentsatz
1.
Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.26 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirt-
schaftstätigkeit im Nenner des OpEx
0 0,00%
2.
Betrag und Anteil der in Zeile 2 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.27 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirt-
schaftstätigkeit im Nenner des OpEx
0 0,00%
3.
Betrag und Anteil der in Zeile 3 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.28 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirt-
schaftstätigkeit im Nenner des OpEx
0 0,00%
4.
Betrag und Anteil der in Zeile 4 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.29 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirt-
schaftstätigkeit im Nenner des OpEx
0 0,00%
5.
Betrag und Anteil der in Zeile 5 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.30 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirt-
schaftstätigkeit im Nenner des OpEx
0 0,00%
6.
Betrag und Anteil der in Zeile 6 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.31 der An-
hänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirt-
schaftstätigkeit im Nenner des OpEx
0 0,00%
7.
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirt-
schaftstätigkeiten im Nenner des OpEx
10.810.437 78,63%
8.
Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner
des OpEx 10.810.437 78,63%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
75
2.2 ESRS E1: Klimawandel
2.2.1 Übergangsplan für den Klimaschutz
Ein Übergangsplan für den Klimaschutz wird in der vorliegenden nichtfinanziellen Erklärung noch nicht dargestellt, dieser
ist für die Nachhaltigkeitserklärung 2027 für das Geschäftsjahr 2026 vorgesehen.
2.2.2 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Bei Betrachtung der vorgelagerten Wertschöpfungskette ergeben sich wesentliche Auswirkungen auf den Klimawandel
insbesondere durch den intensiven Rohstoffbezug: Im Corporate Carbon Footprint (CCF) stellen Scope-3-Emissionen
einen Anteil von 92,9%. 94% davon entfallen auf Einkaufsgüter (Rohstoffe). Kakaobohnen sind mit 54% Anteil aufgrund
mit Kakaoanbau zusammenhängender, potenzieller Entwaldung und Landnutzungsänderung der größte Treiber. Neben
Kakao stellt Milchpulver mit 14% den zweithöchsten Anteil an Emissionen und dazugehörigen wesentlichen Auswirkungen.
Zu weiteren Rohstoffen mit wesentlichen Emissionsanteilen zählen Fette, Zucker und Haselnüsse.
Demgegenüber steht der eigene Energieverbrauch und Emissionen an den eigenen Standorten, Produktionsverarbei-
tungsprozessen und dem Fuhrpark (Scope-1- und -2-Emissionen) mit einem vergleichsweise geringen Anteil von 7,1%.
Als wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Klima und der Anpassung an den Klimawandel wurden insbesondere
transitorische Risiken, wie die Nichterfüllung von Kundenanforderungen zu Klima (z. B. durch Handelspartner geforderte
Klimaziele), damit verbundene Kosten zur Definition und Umsetzung und die erschwerte Beschaffung und Versorgung von
Energie oder der Ausfall von Energie (z. B. Blackout) gewertet. Zu weiteren identifizierten Risiken zählen steigende Ener-
giekosten allgemein, die Scope-3-Emissionen aus dem Rohstoffabbau und den Plantagen sowie Lock-in-Effekte durch
verfügbare Technologien hinsichtlich Großbacköfen und Gas im Strommix von Manner, was sich negativ auf die Kosten
und die Reduktion von Scope-1- und -2-Emissionen auswirken kann. Schließlich stellen die steigenden Transparenzan-
forderungen von Endkonsument*innen ein Risiko mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit dar.
Wesentliche potenzielle Chancen bestehen grundsätzlich in der vorgelagerten Wertschöpfung im Rahmen der Ausweitung
des regionalen Bezugs von Rohstoffen (z. B. österreichisches Getreide) oder im Bezug von Regelenergie (Regelleistung).
2.2.3 Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
2.2.3.1 Strategien im Zusammenhang mit Klimaschutz und Anpassung an den Kli-
mawandel
Derzeit liegt noch keine themenspezifische Strategie zum Management wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen
im Zusammenhang mit Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel vor.
In unserer allgemeinen Unternehmensstrategie „Manner 2026“ ist der schonende Umgang mit Ressourcen festgelegt. Wir
suchen kontinuierlich nach effizienten Möglichkeiten, unsere Auswirkung auf die Umwelt zu reduzieren. Klimaschutz ist
dabei ein enorm wichtiges Thema, das Jahr für Jahr an Bedeutung gewinnt. Manner erkennt die Notwendigkeit, den öko-
logischen Fußabdruck zu reduzieren und nachhaltige Praktiken zu implementieren. Dies kann beispielsweise durch die
Verringerung von Treibhausgasemissionen, den Einsatz erneuerbarer Energien, die Förderung von Energieeffizienz oder
die Umstellung auf umweltfreundliche Produktionsverfahren geschehen. 2023 wurde dazu das Projekt „SBTi Manner“ (Sci-
ence Based Targets Initiative, kurz SBTi) initiiert. Die Science Based Targets Initiative (SBTi), für die sich CDP, World
Resources Institute (WRI), World Wide Fund for Nature (WWF) und United Nations Global Compact (UNGC) zusammen-
getan haben, bietet uns eine wissenschaftlich fundierte Methodik zum Setzen von künftigen CO2-Reduktions-Zielen. Un-
sere Grundsatzposition sieht vor, dem Klimawandel über SBTi-Ziele risikogesteuert entgegenzuwirken. 2023 wurde der
Commitment Letter unterschrieben und die Registrierung bei SBTi durchgeführt. Die Einreichung selbst soll 2024 erfolgen,
gemeinsam mit den 2024 zu entwickelnden Forest, Land and Agriculture (FLAG)-Zielen.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
76
Wo technisch möglich und wirtschaftlich machbar, wollen wir zukünftig auf erneuerbare Energien setzen. Eine Alternative
zur Dampferzeugung sowie alternative Primärenergien für unser BHKW stehen bei unseren Projekten im Fokus. Auch
unsere Backprozesse werden stetig auf alternative Technologien gescreent. Generell soll eine kontinuierliche Verbesse-
rung der derzeitigen Prozesse (Backen, Kochen, Druckluft) strategisch verankert werden.
2023 wurde erstmals ein Corporate Carbon Footprint für alle drei Scopes berechnet und analysiert. Wie in den folgenden
Abschnitten weiter dargestellt, entstammen mehr als 93% unseres Footprints aus Scope 3, was den weiteren, intensiven
Austausch mit unseren Rohstoff- sowie Verpackungsmateriallieferant*innen unbedingt erforderlich macht. Auch unsere
Partner*innen aus dem Bereich Logistik können hier Wesentliches zur Reduktion in den nächsten Jahren beitragen.
2.2.3.2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien
Die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen zielen insbesondere auf den Dekarbonisierungshebel Energieeffizienz sowie
in geringerem Ausmaß auf Elektrifizierung (Fuhrpark). Die Entwicklung entsprechender Dekarbonisierungsmaßnahmen
im Einklang mit den eingereichten SBTi-Zielen und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel basie-
rend auf einer Klimarisikoanalyse ist für das folgende Berichtsjahr vorgesehen.
In Bezug auf den größten Hebel Dekarbonisierung in der Lieferkette mit Fokus Rohstoffbezug setzt Manner mit dem
Bezug von 100% zertifizierten Kakaos (FAIRTRADE, Rainforest Alliance), bezogen auf potenzielle Auswirkungen durch
Entwaldung auch bereits erste Maßnahmen.
Maßnahmen zur Prozessoptimierung (Backen, Kochen, Druckluft)
Bei den Maßnahmen zur Prozessoptimierung werden sowohl technische als auch organisatorische Optimierungen durch-
geführt, die zur Steigerung der Energieeffizienz führen. Dazu ist vor allem die am Standort Wien erfolgte Umstellung von
der Linienproduktion zur vertikalen Produktion, auch Strukturproduktion genannt, anzuführen. Dabei werden innerbetrieb-
liche Transportwege der Rohstoffe, Zwischenfabrikate und Produkte verkürzt, sowie die Produktion selbst optimiert. Durch
die Bewertung der Produktion vor und nach der Maßnahmenumsetzung ist eine Effizienzmaßnahme evident.
Wärmerückgewinnungen für Backöfen
Für die sieben bestehenden Backöfen wurden im Jahr 2016 drei Wärmerückgewinnungen installiert, um die Wärme der
Abluft der Backöfen rückzugewinnen und im Prozess zu verwenden. Die Installation dieser Wärmerückgewinnungen wurde
mittels Energieeffizienzmaßnahme im Jahr 2016 bereits dokumentiert (MM1281303-0104). Im Jahr 2017 wurde eine wei-
tere Wärmerückgewinnung installiert, in Betrieb gesetzt und bereits dokumentiert (MM1281303-0114).
Im März 2019 wurde der vorletzte Backofen „SL98“ mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Wärmerückgewin-
nung für den letzten Backofen „SNL“ ist Anfang 2020 in Betrieb gegangen. Ab Dezember 2022 wurde ein neuer energie-
effizienterer Backofen „SL 92“ ersetzt, installiert, die Inbetriebnahme ist im Jänner 2023 erfolgt. Das Nachrüsten des letzten
Waffelbackofens ohne Wärmerückgewinnung (SWP) ist für das Jahr 2025 geplant.
Blockheizkraftwerk (BHKW) Wien
Im zweiten Quartal 2023 wurden beim Manner-Blockheizkraftwerk die Kolben des Motors auf Stahlkolben umgerüstet, was
eine Gaseinsparung von 2% bringen soll. Zusätzlich konnten wir mit dieser Maßnahme das Intervall des Öltauschs um
30% erhöhen.
Optimierung Dampferzeugung Standort Wolkersdorf
Der bestehende Dampfkessel wurde mit einem neuen Hybridbrenner ausgestattet. Im Zuge dieser Umrüstung erfolgte
auch der Tausch auf eine moderne Steuerung, mit der eine Verbesserung der Energieeffizienz erreicht werden konnte.
2024 ist geplant, sämtliche Wärmequellen so zu bündeln, dass der bestehende gasbetriebene Heizkessel ersetzt werden
kann und der Bedarf an Wärme für diverse Masseheizungen aus diesen Quellen abgedeckt wird.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
77
Optimierung Dampferzeugung Standort Wien
Einer der beiden bestehenden Dampfkessel wurde mit einem neuen Hybridbrenner ausgestattet. Im Zuge dieser Umrüs-
tung erfolgte auch die Adaptierung der Steuerung, mit welcher eine Verbesserung der Energieeffizienz erreicht werden
konnte. Das Umrüsten des zweiten Dampfkessels ist für 2025 geplant.
Druckluft Wien
2022 wurde ein dritter ölfreier Druckluftkompressor installiert, die gewonnene Abwärme wird analog zu den bisherigen
Anlagen ins Abwärmenetz eingespeist. Die Energy-Saving-Gruppe wird auch in weiterer Zukunft großes Augenmerk auf
das Thema „Druckluftverbrauchlegen.
2023 gab es erneut Verbesserungen im Bereich Leckagen, der Reinigungsluft und des Leitungsnetzes. Als Pilotprojekt
wurde eine Anlagengruppen mittels eigenen Schalters komplett vom Druckluft-Netz getrennt. Die Analyse dieser Maß-
nahme erfolgt 2024 und bei dementsprechendem Effekt werden weitere Anlagengruppen nachgerüstet. Mit dieser Maß-
nahme soll die Laufzeit der Kompressoren, speziell im Zeitraum von Produktionsstillständen, reduziert werden.
Druckluft Wolkersdorf
2023 wurde die gesamte veraltete Drucklufterzeugung samt Filteranlagen und Trocknern getauscht. Mit der Unterstützung
unseres Lieferanten wurden die neuesten und effizientesten Komponenten ausgewählt und verbaut. Auch der Einsatz
einer intelligenten Steuerung trägt dazu bei, dass die Druckluftversorgung bestmöglich effizient erfolgt. Als Folgeprojekt ist
für 2024 die Zusammenführung der neuen Wärmerückgewinnungs-Quellen geplant.
Strom Wien und Wolkersdorf
Im Zuge der fortlaufenden Bestandssanierung wurden 2023 über 800 Leuchten und weitere Produktionsflächen mit ent-
sprechend energieeffizienten LED-Beleuchtungen samt Lichtsteuerung ausgestattet.
Management
Seit 2020 arbeitet eine Energy-Saving-Gruppe an Optimierungen, 2022 wurde diese erweitert, um auf Abweichungen
schneller reagieren zu können. Seit 2023 verfügen wir speziell im Bereich Facility Management über ein QR-System, mit
dem wir Abweichungen noch zeitnaher erfassen und Maßnahmen setzen können. Eine Erweiterung dieses Systems auf
den Bereich Instandhaltung ist für 2024/2025 geplant.
Schulungen zum Thema Energieeffizienz
Für 2024 sind weitere Schulungen, sowohl im fachlichen als auch im Bereich Bewusstseinsbildung für das Thema „Ener-
gieeffizienz“ geplant.
Audits
2019 hat das letzte Energieeffizienzaudit, durch einen externen Auditor, stattgefunden. Aufgrund der Verzögerung der
Bekanntgabe des neuen Energieeffizienzgesetzes wurde das für 2023 geplante Energieeffizienzaudit durch einen exter-
nen Auditor auf 2024 verschoben.
Fernwärme-Projekt Wien Energie
Die Wien Energie GmbH nutzt Abwärme aus industriellen Prozessen von Manner und speist diese in das Fernwärme-
Sekundärnetz ein, um Fernwärmekund*innen mit Abwärme zu versorgen. Es sind mindestens 3.600 MWh pro Jahr an
Abwärmeeinspeisung vorgesehen. Erwartet wird, dass ca. 5.400 MWh pro Jahr genutzt werden können. Aufgrund der
neuen, größeren BHKW-Anlage werden höhere Abgabemengen erwartet. Aus diesem Grund plant die Fernwärme Wien
die Einbindung eines zweiten Fernwärmerings, um ganzjährig eine kontinuierliche Abnahme zu gewährleisten. Im Rahmen
dieses Projekts werden Verbindungsleitungen zwischen dem Pufferspeicher und dem Wärmetauscher von Wien Energie,
inklusive einer Pumpenstation, sowie der dazu notwendigen Elektrik für zwei Temperaturebenen errichtet.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
78
Technische Daten
Thermische Nennleistung [kW]
1.000
Ausgekoppelte Wärmemenge pro Jahr [MWh]
mindestens 3.600 MWh
Leistung
1 MW
Einsparung CO2-Emissionen
1.000 t/Jahr
Abwärme-Einspeisung
5.600 MWh
Geplante Maßnahmen in Bezug auf Energieeffizienz
Wien
Austausch und Erweiterung unserer Klimaanlage für das Rohstofflager, mit einer Hauptversorgung von unseren
Absorptionskälteanlagen.
Für 2025 ist geplant, den neunten Waffelbackofen ebenfalls mit einer Abgaswärmerückgewinnung auszustat-
ten.
Wolkersdorf
Nutzung der neuen Wärmequellen aus den Druckluftkomponenten (geplant 2023/2024).
Ersatz des bestehenden gasbetriebenen Heizkessels, durch Zusammenführung von Wärmerückgewinnungen
(geplant 2024).
Erneuerung der gesamten Kälteversorgung im Obergeschoß, beinhaltet neue, besser dimensionierte Leitungen,
neue energieeffiziente Versorgungskomponenten, sowie ein intelligentes Monitoring.
Auswirkung des Energieeffizienzgesetzes
gesteigerte Bewusstseinsbildung im Kernteam
dauerhafte Daten-/ Informationslage für Energienutzung
Potenzial für weitere Steigerung der Energieeffizienz erkannt
Wettbewerbsvorteile durch energetisch optimierte Produktion
Wertschätzung des Bereichs Energie (-versorgung und -effizienz)
Umsetzbarkeit von Effizienzmaßnahmen, die betriebswirtschaftlich nicht umsetzbar wären
Aufrechterhalten des Verbesserungsprozesses durch das Managementsystem
Elektrifizierung des Fuhrparks
Die Anschaffung von Elektrofahrzeugen wird bei uns im Fuhrparkmanagement forciert. 2023 wurden drei neue Elektro-
fahrzeuge im Manner-Mitarbeiter*innen-Fuhrpark angemeldet, insgesamt waren mit Stichtag 31.12.2023 sieben Elektro-
fahrzeuge im Pool.
Blackout
Mit Blick auf das als wesentlich bewertete Risiko von Engpässen in der Energieversorgung und/oder Energieausfall (z. B.
Blackout) hat sich das Unternehmen im Zuge des Krisenmanagements bestmöglich auf ein etwaiges Blackout-Szenario
vorbereitet. Dazu wurde eine Blackout-Projektgruppe ins Leben gerufen, die sowohl im Bereich der Aufklärung und best-
möglichen Vorbereitung der Mitarbeiter*innen als auch im technischen Bereich Maßnahmen setzt, um für diese potenzielle
Krise bestmöglich gerüstet zu sein.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
79
Maßnahmen 2022/2023
Allgemein
- Erfassung der Anforderungen vor/während und nach einem Blackout
- Erstellen von dementsprechenden Ablaufplänen
Organisatorisch
- Aufklärung, Kommunikation, Betreuung und Organisation der Mitarbeiter*innen
- Abstimmung mit Kund*innen und Lieferant*innen
Technisch
- Bilden von Notfallteams zur Betreuung der Anlagen und teilweisen Aufrechterhaltung der Infrastruktur
- Beschaffung und Installation von Notstromaggregaten
- Beschaffung von Notfallausrüstung
- Errichten von Einsatzzentralen
- Erstellen von dementsprechenden Arbeitsanweisungen
Die Gruppe startete mit einem Workshop eines externen Blackout- und Krisenexperten, Mag. Saurugg. 2022 wurden in
mehreren darauffolgenden internen Workshops die einzelnen Themen behandelt und vorbereitet. Erreichtes Ziel war es,
bis Mai 2023 bestmöglich auf ein solches, potenzielles Ereignis vorbereitet zu sein. Abgeschlossen wurde das Projekt mit
einer dementsprechenden Notfallübung, die jährlich wiederholt werden soll.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
80
2.2.4 Parameter und Ziele
2.2.4.1 Ziele im Zusammenhang mit Klimaschutz und Anpassung an den
Klimawandel
Ziele werden in der vorliegenden nichtfinanziellen Erklärung noch nicht dargestellt, aktuell werden SBTi-Ziele entwickelt.
Die Darstellung der SBTi-Ziele ist in der Nachhaltigkeitserklärung 2025 für das Geschäftsjahr 2024 vorgesehen.
2.2.4.2 Kennzahlen
Energieverbrauch und -mix Gesamtenergieverbrauch
Gesamtenergieverbrauch aus fossilen Quellen (MWh)
83.141
Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen (MWh) 0
Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen (MWh) 1.555
Brennstoffverbrauch aus Erdgas (MWh) 76.660
Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen (MWh) 0
Verbrauch aus zugekauftem und erhaltenem Strom, Wärme, Dampf und
Kühlung aus fossilen Quellen (MWh)
4.926
Anteil fossiler Quellen
am Gesamtenergieverbrauch (in %)
81
Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen (MWh)
7
Anteil nuklearer Quellen
am Gesamtenergieverbrauch (in %)
0
Gesamtenergieverbrauch aus erneuerbaren Quellen (MWh)
19.719
Brennstoffverbrauch aus erneuerbaren Quellen inkl. Biomasse (MWh) 5.871
Verbrauch aus zugekauftem und erhaltenem Strom, Wärme, Dampf und
Kühlung aus erneuerbaren Quellen (MWh)
13.454
Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie (MWh) 394
Anteil erneuerbarer Quellen
am Gesamtenergieverbrauch (in %)
19
Gesamtenergieverbrauch (MWh)
102.473
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
81
Erzeugte Energie (MWh)
Erzeugte nicht erneuerbare Energie (MWh) 20.395
Erzeugte erneuerbare Energie (MWh) 394
Energieintensität
Energieintensität je Nettoeinnahme (MWh) 0,378
Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren je
Nettoeinnahme aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren (kWh/€)
0,362
Nettoeinnahmen aus Aktivitäten in klimaintensiven Sektoren, die zur
Berechnung der Energieintensität herangezogen werden (in €)
270.843.231
Nettoeinnahmen (sonstige) (in €) 0
Gesamtnettoeinnahmen (Abschluss) (in €) 270.843.231
Zur Bestimmung der Energieintensität wurden die Tätigkeiten von Manner in folgenden Sektoren mit hoher Klimaauswir-
kung herangezogen: Verarbeitendes Gewerbe (NACE Code C, 10.82.0), Land- und Fortwirtschaft, Fischerei (NACE
Code A, 01.25.9) und Grundstücks- und Wohnungswesen (NACE Code L, 68.20.2).
THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen
Im Jahr 2023 wurden erstmals die Emissionen in Scope 1, 2 und 3 für das Bezugsjahr 2022 mit externer Unterstützung
berechnet und ausgewertet. Die THG-Berechnung zeigt, dass der größte Anteil des Manner-CO2-Footprints in der vorge-
lagerten Wertschöpfung liegt und besonders die Rohstoffe betrifft.
Emissionen aus Scope 1 und 2 wurden für das Jahr 2023 aktualisiert. Da die Daten für die Berechnung von Scope 3 für
das Jahr 2023 noch nicht vorliegen, werden die Ergebnisse von 2022 herangezogen. Diese Verzögerung in der Datenver-
fügbarkeit und Berechnung wird voraussichtlich im nächsten Jahr durch einen effizienteren Prozess synchronisiert, sodass
die Daten und Ergebnisse für alle Scopes das vorangegangene Jahr abbilden.
2022
2023
Veränderung zum
Vorjahr
Scope-1-THG-Emissionen
Scope-1-THG-Bruttoemissionen (t CO
2
e)
16.144
15.989
-1%
Prozentsatz der Scope-1-THG-Emissionen aus regulierten
Emissionshandelsystemen (in %)
0
0
0%
Scope-2-THG-Emissionen
Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen (t CO
2
e)
2.953
3.650
24%
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
82
Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen (t CO
2
e)
1.122
1.474
31%
Signifikante Scope-3-THG-Emissionen
Gesamte indirekte (Scope-3-)THG-Bruttoemissionen (t
CO
2
e)
260.683
n.a
n.a
1 Erworbene Waren und Dienstleistungen
235.862
n.a
n.a
2 Investitionsgüter
2.469
n.a
n.a
3 Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten
6.057
n.a
n.a
4 Vorgelagerter Transport und Vertrieb
6.583
n.a
n.a
5 Im Betrieb anfallende Abfälle
636
n.a
n.a
6 Geschäftsreisen
4
n.a
n.a
7 Pendeln von Arbeitnehmern
1.020
n.a
n.a
8 Vorgelagerte geleaste Vermögenswerte
0
n.a
n.a
9 Nachgelagerter Transport und Vertrieb
6.869,
n.a
n.a
10 Verarbeitung der verkauften Produkte
0
n.a
n.a
11 Verwendung der verkauften Produkte
0
n.a
n.a
12 End-of-Life-Behandlung von verkauften Produkten
1.183
n.a
n.a
13Nachgelagerte geleaste Vermögenswerte
0
n.a
n.a
14 Franchises
0
n.a
n.a
15 Investitionen
0
n.a
n.a
Gesamte THG-Emissionen
Gesamte standortbezogene THG-Emissionen (t CO
2
e)
277.950
n.a
n.a
Gesamte marktbezogene THG-Emissionen (t CO
2
e)
279.781
n.a
n.a
Treibhausgasintensität:
THG-Intensität je Nettoeinnahme
2022
2023
Veränderung zum Vor-
jahr
Gesamte standortbezogene THG-Emissionen je Nettoein-
nahme (t CO2e/€)
0,001161687
n.a
n.a
Gesamte marktbezogene THG-Emissionen je Nettoein-
nahme (t CO2e/€)
0,001169336
n.a
n.a
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
83
2.3 ESRS E4: Biologische Vielfalt und Ökosysteme
2.3.1 Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und
Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell
Die Resilienz der Strategie und des Geschäftsmodells von Manner in Bezug auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme
wurde aktuell noch nicht bewertet. Eine Resilienzanalyse soll zukünftig durchgeführt werden.
2.3.2 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme ergeben sich primär vorgelagert, indirekt durch die von Manner
bezogenen Rohstoffe aus landwirtschaftlicher Produktion (insbesondere Kakao, Palmöl, Haselnuss). Je nach Produkti-
onsweise ergeben sich abhängig von Art und Intensität eingesetzter Düngemittel, Pestizide und Herbizide entsprechende
Auswirkungen sowohl auf die Bodenqualität als auch die Artenvielfalt, insbesondere Insekten. Dies trifft auch für Rohstoffe
aus europäischen Anbaugebieten (z. B. Zuckerrübe, Getreideanbau) zu.
Betreffend Rohstoffe aus Plantagenanbau (insbesondere Kakao, Palmöl) wirken sich darüber hinaus mögliche Landnut-
zungsänderungen wie Entwaldung negativ auf den Lebensraum von Tieren und Pflanzen aus, wenn mit fortschreitender
Degradation der Böden sukzessive weitere Anbauflächen erschlossen werden. Dies begünstigt potenziell die Gefährdung
bereits bedrohter Tierarten. Der WWF Biodiversity Risk Filter stuft die direkten Auswirkungen des Landwirtschaftssektors
auf Landnutzungsveränderung, Verlust des Baumbestands und geschützte Gebiete als sehr hoch, sowie Auswirkungen
auf wichtige Biodiversitätsgebiete und Zustand der Ökosysteme im Allgemeinen hoch ein.
Beim Thema Biodiversität liegen wesentliche Risiken für Manner im Bezug zentraler Rohstoffe aus landwirtschaftlicher
Produktion und deren Abhängigkeiten vom Zustand der Böden, Ökosystemdienstleistungen wie Bestäubung sowie Pflan-
zenkrankheiten (z. B. Erntekrankheit Kakao) und -resistenzen gegen Herbizide. Bodendegradation und der Verlust der
biologischen Vielfalt in der vorgelagerten Wertschöpfung (z. B. durch intensive Landwirtschaft) wirken sich potenziell auf
Verfügbarkeit und Preise zentraler Rohstoffe aus. Ein weiteres wesentliches, finanzielles Risiko besteht durch die Entwal-
dungsregulatorik zu Kakao und Palmöl (Anti-Entwaldungs-VO) bei Nicht-Wahrung entsprechender Sorgfaltspflichten der
Bezugsquellen von essenziellen Rohstoffen für Manner. Weitere wesentliche Risiken umfassen auch Reputationsrisiken
(z. B. aufgrund der Verwendung von Palmöl in Produkten).
2.3.3 Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
2.3.3.1 Strategien im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen
Zum jetzigen Zeitpunkt liegt noch keine Strategie zum Management wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im
Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen vor. Diese soll mittelfristig erarbeitet werden.
Erste Ansatzpunkte bezüglich der eingekauften Rohstoffe insbesondere aus Plantagenanbau und speziell jene mit erhöh-
tem Risiko betreffend Landnutzungsänderung und Entwaldung (Kakao, Palmöl) liegen im Bezug von zertifizierten Roh-
stoffen (z. B. Rainforest Alliance, RSPO): Sämtliche produzierte Ware aus dem Hause Manner ist zu 100% mit zertifizier-
tem Kakao (Rainforest Alliance, FAIRTRADE) hergestellt. Bezüglich der Herkunft der gekauften Mengen an Palmöl bestä-
tigt Manner, dass das Palmöl direkt von europäischen Herstellern, die alle zertifizierte RSPO-Mitglieder (Roundtable on
Sustainable Palm Oil) sind, ohne Zwischenhändler angekauft wird.
Qualitativ hochwertige Haselnüsse sind für den Geschmack zahlreicher Produkte aus dem Hause Manner ausschlagge-
bend. Die Qualität und Verfügbarkeit des Rohstoffs ist für das Unternehmen wesentlich. 2018 wurde aus Überlegungen
der Rückwärtsintegration also der Übernahme von Fertigungsstufen von Zulieferern die Tochterfirma Manner Azerbai-
jan LLC gegründet und danach Anbaugebiete in Aserbaidschan erworben. Damit setzte Manner einen wichtigen Schritt in
Richtung Versorgungsicherheit und Preisstabilität. Insgesamt wurden bisher ca. 318 Hektar Agrarland (das entspricht ca.
445 Fußballfeldern) im Norden Aserbaidschans für den geplanten Anbau von rund 180.000 Haselnusspflanzen gekauft.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
84
Da sich das Auspflanzen der Jungbäume über einen längeren Zeitraum von 20212024 erstreckte, erwarten wir nicht vor
Spätsommer 2025 eine erste, allerdings sehr kleine Ernte. Es wird voraussichtlich noch ein Jahrzehnt vergehen, bis unsere
aserbaidschanischen Haselnussbäume die angestrebten rund 20 Prozent des Bedarfs von Manner Österreich decken
können.
In 2023 wurden mit 85.000 Jungbäumen eine außergewöhnlich große Zahl von Jungpflanzen gesetzt und damit die Ka-
pazitäten noch weiter ausgebaut. Aufgrund der Inbetriebnahme der elektrischen Pumpenbewässerung für die höher gele-
genen Parzellen und dem Einsatz von Zusatzbewässerungen durch Traktoren und Tankanhängern konnten bei einer auf-
tretenden Trockenheit im Frühsommer eine Austrocknungsproblematik bei den meisten Jungbäumen erfolgreich vermie-
den werden. Die dadurch bedingte Verzögerung anderer wichtige Arbeiten, wie Baumschnitt und Unkrautbekämpfung wird
etwas zeitlich versetzt als ursprünglich geplant, in 2024, stattfinden. Das Wachstum der Bäume verläuft, bis auf eine leichte
zeitliche Verzögerung damit insgesamt wie geplant.
Die Organisation der täglichen Arbeit, die Sicherstellung einer guten Arbeitsqualität und Steigerung der Zuverlässigkeit bei
technischen Geräten und beim Bewässerungssystem blieb auch 2023 die größte Herausforderung für das Farm-Manage-
ment. Als Unterstützung wurde im Herbst 2023 ein Vollzeit-Agronom aufgenommen, der auch in qualitativer Hinsicht die
tägliche Arbeit überwacht. Weiters wurden zwei Fahrzeuge und zwei Traktoren angeschafft, um die riesige Farm noch
besser bewirtschaften zu können.
2023 wurde mit dem Bau einer großen Lager- und Verarbeitungshalle begonnen. Die Halle ist wichtig für die Übernahme
der Nüsse vom Feld, Reinigung, Trocknung, Lagerung und in Zukunft auch Kalibrieren (Sortieren auf einheitliche Größen)
und Aufschlagen und Entfernen der Nuss-Schalen. Wir rechnen mit einer Fertigstellung des Gebäudes im Frühjahr 2024
und einer Inbetriebnahme der ersten Reinigungs- und Haselnuss-Trocknungsmaschinen im Sommer 2025.
Anfang 2024 haben wir trotz widriger Wetterbedingungen die im Vorjahr verzögerten Baumschnitt-Arbeiten nachgeholt.
Ca. 25.000 Bäume werden bis April 2024 neu gepflanzt. Damit ist abgesehen vom Austausch einiger abgestorbenen
Bäume die Bepflanzung der Farm abgeschlossen.
2.3.3.2 Maßnahmen und Mittel
Aktuell werden noch keine spezifischen Maßnahmen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen mit
Blick auf den Rohstoffbezug und/oder die Manner-Haselnussfarm gesetzt. Maßnahmen sollen zukünftig in Übereinstim-
mung mit und anschließend an die zu entwickelnde Strategie formuliert werden.
2.3.4 Parameter und Ziele
2.3.4.1 Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen
Aktuell setzt Manner keine Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen. Anschließend an die er-
folgte Strategieentwicklung und entsprechende Maßnahmen ist zu prüfen, ob und welche Ziele zur Sicherstellung der
Wirksamkeit derselben sinnvoll sind, bzw. wie und ob die Wirksamkeit von Strategie und Maßnahmen gegebenenfalls
auch mit anderen Verfahren sichergestellt werden kann.
2.4 ESRS E5: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
2.4.1 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Wesentliche Auswirkungen ergeben sich durch den hohen Ressourceneinsatz, sowie den Verlust nicht erneuerbarer Roh-
stoffe (insbesondere Verpackungen) aufgrund mangelnder Kreislaufführung bzw. Recyclingfähigkeit. Die Lebensmittelin-
dustrie ist generell sehr ressourcenintensiv, viele der verwendeten Rohstoffe (i. e. Lebensmittel) sind aber nachwach-
send/erneuerbar. Lebensmittelabfälle (Food Waste) fallen in der Produktion an, können aber in Form von Nebenprodukten
weiter genützt werden (z. B. Kakaoschalen, Teigperlen). Da die Produkte selbst nicht leicht verderblich sind, wird von
einem geringen Ausm an Food Waste bei Konsument*innen ausgegangen.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
85
Verpackungsmaterial stellt die größte Herausforderung in Bezug auf Rezyklierbarkeit dar (z. B. durch Verbund von Alu/Pa-
pier; inkl. richtiger Entsorgung). Bei mangelnder Rezylierbarkeit ergeben sich Umweltauswirkungen der End-of-Life-Ent-
sorgung in Ländern mit unreifen Abfallwirtschaftssystemen und Gefahr von Littering (Rohstoffe gehen unwiederbringlich
verloren). Auch bei thermischer Verwertung gehen Rohstoffe unwiederbringlich verloren.
Im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft bestehen wesentliche Chancen für Manner in der Op-
timierung von Produktionsprozessen, durch die Ausschüsse und Food Waste reduziert werden und damit ein effizienterer
Betrieb gewährleistet wird. Eine weitere Chance stellt die Verwertung von Sidestream-Produkten dar, z. B. aus Kakao-
schalen (Dünger) oder Backperlen („KEIN Gin“).
Als wesentliches Risiko wurden Versorgungsprobleme mit kritischen Rohstoffen identifiziert, sowie in geringerem Ausmaß
Lizenztarife für Verpackungen und Strafzahlungen, sollten Vorgaben zur Rezyklierbarkeit aufgrund fehlenden, alternativen
Verpackungsmaterials nicht eingehalten werden.
2.4.2 Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
2.4.2.1 Strategien im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirt-
schaft
Derzeit liegt noch keine Strategie zum Management wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang
mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft vor, diese soll langfristig im Unternehmen entwickelt werden.
Inputseitig setzt Manner auf den Einsatz von recyclingfähigen Materialien, der aktuell im Bereich des Möglichen bereits
berücksichtigt wird (z. B. Mehrwegpaletten im Bereich der Displays, die sich in einem stetigen Kreislauf befinden).
Outputseitig werden für Neuprodukte „Design for Recycling“-Richtlinien während des Entwicklungsprozesses mitbetrachtet
und umgesetzt. Diese werden stetig an die gesetzlichen Anforderungen bzw. Neuerungen angepasst.
Betreffend Abfall basiert die Grundsatzposition von Manner auf drei Säulen:
1. Reduzierung des Abfallaufkommens im Haus durch permanente Verbesserungen des Produktionsprozesses,
mittels technischer und organisatorischer Maßnahmen.
2. Strikte Abfalltrennung, in Abstimmung mit den Entsorgungsunternehmen weitere Adaptierung der Fraktionen,
sowie intensive Schulung der Mitarbeiter*innen.
3. Sinnvolle Verwertung von Abfall (Tierfutter, Biogas, Prüfung von weiteren Optionen, z. B. Biokohle)
2.4.2.2 Maßnahmen und Mittel
Seit 2020 sind Projekte mit dem Ziel der Reduzierung des Abfalls, sowohl im technischen als auch im organisatorischen
Bereich, im Fokus. Schwerpunkt dabei war auch 2023 die Verbesserung der Mülltrennung, und im Detail die Reduzierung
des Restmüllanteils, mittels intensiver Mitarbeiter*innen-Schulung.
2023 wurde ein Projekt Lebensmittelreste-Entsorgung gestartet, mit dem Ziel, die verwertbaren Lebensmittelreste direkt
aus der Schnitten-Produktion ohne Einsatz von Plastiksäcken in einen Container eines Entsorgers zu bringen. Damit ist
eine massive Reduzierung des Bedarfs an Plastiksäcken zu erzielen und für den Entsorger eine bessere Möglichkeit,
diesen Abfall wieder in den Kreislauf zu bringen. Die Umsetzung passiert im ersten Quartal 2024.
Eine Maßnahme für die Bewusstseinsbildung zum Thema Lebensmittel-Abfall war 2023 der Launch des „KEIN Gin“ zu-
sammen mit „Unverschwendet“. Das Unternehmen bewahrt Lebensmittelüberschüsse aus ganz Österreich vor der Tonne.
Bei der Herstellung der Manner-Waffeln entstehen täglich Backperlen, also Teig-Überschüsse, die entstehen, wenn im
Backprozess der Teig unter hohem Druck an den Seiten der Waffeleisen hervorquillt. Diese Waffelbrösel bringt „Unver-
schwendet“ nun zu GÖLLES, der Manufaktur für edle Brände, die daraus zwei ganz spezielle Spirituosen destilliert: den
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
86
„KEIN Gin Dry“ mit Wacholder und Zitrusnoten als Botanicals und den „KEIN Gin Chocolate“ auf Basis von Wacholder und
Kakaobohnen. Den ungewöhnlichen Namen verdanken die „KEIN Gins“ dem Lebensmittelgesetz, laut dem der Basisalko-
hol eines Gins aus landwirtschaftlicher Produktion stammen muss.
Maßnahme
Beschreibung
Ergebnis
Umsetzungs-
bereich
Zeithori-
zont*
Signifikanter
Ressourcen-
aufwand
(OpEx, CapEx
etc.)
Umsetzungs-
stand
Mitarbeiter-
schulungen
Schulung der
Abfallfraktio-
nen und zug-
höriges Farb-
system, Not-
wendigkeiten
der Mülltren-
nung
Grund-
wissen, Be-
wusst-
seinsbil-
dung
Produktion
Wien, Wol-
kersdorf
kurz- und
mittelfristig
Kein signifikan-
ter Ressour-
cenaufwand
Erste Schulung
2023, jährliche
Durchführung ge-
plant
LMR Projekt
Maßnahmen
zur sinnvollen
Lebensmittel-
resteverwer-
tung
Verwer-
tung von
LMR, Be-
wusst-
seinsbil-
dung
Schnittenabtei-
lung
kurz- und
mittelfristig
40.000,00
laufend
*kurzfristig = 2023 (Berichtszeitraum), mittelfristig = 2028 (< 5 Jahre nach Ende Berichtszeitraum) oder langfristig = (>
5Jahre nach Ende Berichtszeitraum)
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2.4.3 Parameter und Ziele
2.4.3.1 Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreis-laufwirtschaft
Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft betreffenden Auswirkungen, Risiken und Chan-
cen werden in der vorliegenden nichtfinanziellen Erklärung noch nicht dargestellt. Die Entwicklung entsprechender Ziele
ist mittelfristig vorgesehen.
2.4.3.2 Kennzahlen
Ressourcenabflüsse Abfall
Gesamtmenge des angefallenen Abfalls (in t)
4.041,97
Gesamtmenge des von der Beseitigung abgezweigten Abfalls (in t) –
gefährlich
7,13
Vorbereitung zur Wiederverwendung
0
Recycling
0,77
sonstige Verwertungsverfahren ( thermische Verwertung )
6,37
Gesamtmenge des von der Beseitigung abgezweigten Abfalls (in t) –
ungefährlich
4.034,79
Vorbereitung zur Wiederverwendung
09
Recycling (inkl. LMR, Kakaoschalen )
3.071,88
sonstige Verwertungsverfahren ( Biogasanlage )
378,02
sonstige Verwertungsverfahren ( thermische Verwertung )
585,66
Gesamtmenge des für die Beseitigung bestimmten Abfalls (in t)
0
Gesamtmenge des radioaktiven Abfalls
0
Gesamtmenge des nicht-recycelten Abfalls
970,05
Anteil des nicht-recycelten Abfalls (in %)
24%
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88
3 Sozialinformationen
3.1 ESRS S1: Eigene Belegschaft
3.1.1 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden potenzielle und tatsächliche, negative und positive Auswirkungen im Zu-
sammenhang mit Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit sowie Menschen- und sonstige arbeits-
bezogene Rechte, sowie Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft ermittelt und bewertet.
Die eigene Belegschaft setzt sich bei Manner vor allem aus Beschäftigten mit unbefristeten Dienstverhältnissen (mit Aus-
nahme von Karenzvertretungen) in Produktion und Bürobetrieb zusammen. Zur Abdeckung von Produktionsspitzen wer-
den bei Bedarf Leih-Mitarbeiter*innen eingesetzt. Darüber hinaus bildet Manner Lehrlinge aus. Mit Blick auf diese Beschäf-
tigtengruppen wurden Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsbedingungen, insbesondere Arbeitssicherheit und -
gesundheit, als wesentlich bewertet:
Manner hat einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität seiner Beschäftigten. Durch die hohen Arbeitsstandards am
Wirtschaftsstandort in Österreich ergeben sich vielfältige positive Auswirkungen wie Arbeitsplatzsicherheit, soziale Absi-
cherung, angemessene Entlohnung, flexible Arbeitszeiten, Vertretung und Wahrung der Arbeitnehmerinteressen durch
den Betriebsrat. Durch die Absicherung und Gewährleistung hoher Arbeitsstandards sind direkte positive Auswirkungen
auf unsere Mitarbeitenden in Aserbaidschan zu erwarten, da diese über den durchschnittlichen Arbeitsbedingungen des
Landes liegen.
Potenziell negative Auswirkungen ergeben sich insbesondere im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit, etwa durch
Arbeitsunfälle, Verletzungen im Produktionsprozess sowie eine Gefährdung der psychischen Gesundheit durch chronische
Überbelastung (z. B. Burnout). Während die Folgen psychischer Arbeitsbelastung grundsätzlich alle Mitarbeitenden be-
treffen, sind vorrangig die Arbeitskräfte in der Produktion aufgrund ihrer Tätigkeit und des Umgangs mit schweren Maschi-
nen stärker von möglichen Arbeitsunfällen betroffen. Entsprechend zielen Maßnahmen, um Arbeitssicherheit und Sicher-
heitskultur weiter zu steigern, speziell auch auf den Produktionsbereich. Wie generell in der Landwirtschaft treten auch
auf der Haselnussfarm potenziell negative Auswirkungen durch körperlich herausfordernde Tätigkeiten (Körperhaltung,
Witterungsbedingungen, Temperaturen) auf. Diese werden allerdings durch den Einsatz von Maschinen z.B. für Ernte oder
Unkrautvernichtung reduziert.
Österreich schützt Menschenrechte in der Verfassung und in zahlreichen einfachen Gesetzen. Die Europäische Men-
schenrechtskonvention, die das maßgebende Instrument für den Menschenrechtsschutz in Europa darstellt, hat Verfas-
sungsrang. Neben den Hauptübereinkommen des internationalen Menschenrechtssystems bestehen auch zahlreiche
Übereinkommen zu speziellen Menschenrechtsfragen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der Europarats-
Kommissar für Menschenrechte, die OSZE sowie die Agentur der EU für Grundrechte wachen unter anderem über die
Einhaltung der Menschenrechte in der EU.
Ein wesentliches finanzielles Risiko im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft entsteht bei Manner insbesondere
durch den Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel. Zu weiteren wesentlichen Risiken zählen der Wissensverlust durch hohe
Fluktuation, fehlende Zufriedenheit der Mitarbeitenden, die Abwanderung von Fachkräften und Talenten sowie die Ge-
währleistung sicherer Arbeitsbedingungen. Eine wesentliche Chance für Manner bezieht sich somit auf die Sicherstellung
exzellenter Arbeitsbedingungen und die Wahrnehmung als herausragender Arbeitgeber für potenzielle und bestehende
Mitarbeitende.
Wesentliche Risiken im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit entstehen durch die Fehlbedienung von Maschinen
durch unqualifiziertes Personal in der Produktion, die generell sinkende Gesundheit von Mitarbeitenden sowie eine feh-
lende Zertifizierung im Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement. Weitere wesentliche Risiken sind Brand bzw. Explo-
sion im Produktionsbetrieb sowie das Eintreten eines Arbeitsunfalls mit schweren gesundheitlichen Folgen bis hin zum
Todesfall. Schließlich ist allgemein das Risiko einer Pandemie und damit verbundene Risiken für Manner und seine Be-
schäftigten gegeben.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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3.1.2 Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
3.1.2.1 Strategien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft
In der vom Manner-Aufsichtsrat am 05.04.2022 verabschiedeten „Strategie 2026“ sind Vision, dahinterliegende Werte und
konkrete Themenfelder im Umgang mit der eigenen Belegschaft beschrieben. Sie dient als Grundsatzposition zur strate-
gischen Weiterentwicklung und ist in der vorliegenden nichtfinanziellen Erklärung im Abschnitt Governance-Informationen
unter dem Stichwort Manner-Unternehmenskultur weiter beschrieben. Die Menschen bei Manner sind dabei der Schlüssel,
um Unternehmensziele zu erreichen. Sie machen Erfolg erst möglich, denn sie prägen das Unternehmen nach innen wie
nach außen. Der tägliche Einsatz der Mitarbeiter*innen ist damit der entscheidende Beitrag zum Geschäftserfolg. Manner
ist daher bestrebt, ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter*innen ihr volles Potenzial entwickeln und in ihre Arbeit
einbringen können.
Die „Strategie 2026“ wurde in der Organisation flächendeckend ausgerollt und die Mitarbeiter*innen wurden mit verschie-
denen Maßnahmen abgeholt.
Die Einhaltung der Menschenrechte ist für Manner eine Grundvoraussetzung unternehmerischer Verantwortung. Die Ach-
tung der Menschenrechte und Ablehnung jeder Art von Diskriminierung von Mitarbeiter*innen und Kooperationspartner*in-
nen sind die Basis, um geschäftlich tätig zu sein (licence-to-operate). Manner bekennt sich darüber hinaus allumfassend
zu den Rechten der Arbeitnehmer*innen und dem Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit. Als wesentliches Instrument zur
Meldung von Verstößen gegen Arbeitnehmerrechte existiert bei Manner eine etablierte Arbeitnehmervertretung. Diese
fungiert als zentrales Bindeglied zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmer*innen. Freie Arbeitnehmervertre-
tungswahlen finden in regelmäßigen Abständen statt.
Das höchste Gut sind die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter*innen, die Wahrung und Förderung dieser
stellen entsprechend einen wichtigen Maßnahmenschwerpunkt dar. Alle arbeitssicherheitsrechtlichen Bestimmungen wer-
den eingehalten, Maßnahmen zur Reduktion von Arbeitsunfällen sind vorhanden. Verantwortlich ist die Sicherheitsfach-
kraft. Ein zertifiziertes Managementsystem zu Arbeitssicherheit und Gesundheit ist nicht vorhanden, dies soll mittelfristig
im Unternehmen etabliert werden.
3.1.2.2 Verfahren zur Einbeziehung eigener Arbeitskräfte und von Arbeitnehmerver-
treter*innen in Bezug auf Auswirkungen
Allgemeine Verfahren zur Einbeziehung von Belegschaft und Arbeitnehmervertreter*innen liegen bei Manner vor. Unter
dem Namen „Miteinander Manner“ wurde Mitte 2022 ein umfassendes Kulturentwicklungsprogramm gestartet. Manner-
Mitarbeiter*innen quer durch alle Hierarchien und Abteilungen arbeiten gemeinsam daran, Manner morgen noch ein Stück
besser zu machen.
Ziele von Miteinander Manner:
1. Die Manner-Kultur positiv weiterentwickeln als Basis für den gemeinsamen Erfolg
2. Die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiter*innen und Abteilungen verbessern
3. Das Engagement der Mitarbeiter*innen und die Bindung an das Unternehmen steigern
In den vier Gruppen „Zugehörigkeit“, „Entwicklung“, „Benefits“ und „Arbeitsumfeld“ wurden und werden zahlreiche Maß-
nahmen und Projekte identifiziert, die die Anliegen von Mitarbeiter*innen aufgreifen und als interne Employer-Branding-
Maßnahme das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter*innen konstant verbessern.
Einmal pro Monat gibt es ein Meeting zwischen Betriebsrät*innen, HR und Vorstand Produktion & Technik zu aktuellen
Personalthemen.
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Jahresfinanzbericht 2023
90
Weiters gibt es jeden ersten Montag im Monat für die Mitarbeiter*innen der Produktion die Möglichkeit, sich im Sozialraum
mit den Betriebsräten, HR und Vorstand Produktion & Technik zu treffen. Hier wird einerseits über die aktuelle Lage und
aktuelle Projekte im Unternehmen berichtet und andererseits gibt es die Möglichkeit der Belegschaft, Fragen zu stellen
und mit allen Anwesenden in Diskussion zu gehen.
Ab dem Jahr 2024 ist die Einführung einer regelmäßigen Mitarbeiter*innenbefragung geplant, um in einem standardisierten
Prozess Anliegen aus der Belegschaft abzufragen und in Folge auch die Wirksamkeit der beschlossenen und umgesetzten
Maßnahmen überprüfen zu können. Im Berichtsjahr 2023 hat keine Befragung stattgefunden.
Generell pflegen Geschäftsleitung und HR einen regelmäßigen informellen Austausch mit den Arbeitnehmervertretern. So
werden auf kurzem Wege Anliegen und Themen diskutiert und bearbeitet.
Mitarbeiter*innen können generell jederzeit zu ihren Führungskräften, HR oder Betriebsrat kommen und machen von die-
ser Möglichkeit auch Gebrauch. Abstimmung und Kontakt mit den Mitarbeiter*innen sind sehr gut. Ziel von Manner ist es,
zwischen Geschäftsleitung und Arbeitnehmer*innenvertretung immer ein gutes Miteinander zu haben und Manner gemein-
sam weiterzuentwickeln. Über wichtige unternehmensbezogene Entscheidungen wird auch die Arbeitnehmervertretung
informiert und mit dieser darüber auch diskutiert.
Für die operative Verantwortung und die Integration der Ergebnisse in die Unternehmensstrategie sind Vorstand und HR
verantwortlich.
Es gibt keine zusätzlichen globalen Rahmenvereinbarungen oder andere Vereinbarungen mit Arbeitnehmervertreter*innen
im Zusammenhang mit der Achtung der Menschenrechte.
3.1.2.3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die ei-
gene Arbeitskräfte Bedenken äußern können
Entsprechende Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die eigene Arbeitskräfte Bedenken
äußern können, liegen bei Manner vor. Anliegen und Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter*innen, sowie Beschwerden zu
sozialen Themen/Menschenrechtsverletzungen können auf folgenden Wegen eingebracht werden:
Manner-Hinweisgebersystem: Aus eigener Überzeugung sowie aufgrund gesetzlicher Bestimmungen wurde die Manner-
Hinweisgeber-Plattform (https://josefmanner.integrityline.com/frontpage) um zusätzliche Meldemöglichkeiten erweitert und
bietet die Möglichkeit für (anonyme) Meldungen zu folgenden hier relevanten Tatbeständen:
Verbot von Kinderarbeit
Verbot von Zwangsarbeit und allen Formen der Sklaverei
Verbot von widerrechtlicher Zwangsräumung und Landentzug
Verbot von negativer Beeinträchtigung natürlicher Lebensgrundlagen
Arbeits- und Gesundheitsschutz
Koalitions- und Vereinigungsfreiheit
Verbot von Ungleichbehandlungen/Diskriminierungen
Arbeitnehmerrechte und Sicherheit
Angemessene Entlohnung
Langen Meldungen ein, gibt es eine klare Struktur, wer die Meldungen bekommt und in welchen Gremien die Anliegen
bearbeitet werden. Die Rückmeldungen an die/den Hinweisgeber*in bzgl. Bearbeitung und Erledigung des Anliegens ist
ebenso geregelt.
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Anliegen und Beschwerden können darüber hinaus auch auf folgenden Wegen eingebracht werden:
Persönlich z. B. über die/den Vorgesetzte*n
Über Kummerkasten (Wien: Betriebsrat-Büro, Wolkersdorf: Speisesaal)
Per E-Mail
Externe Beschwerden können über das Konsumentenservice eingereicht werden
Ein Gremium aus HR und Betriebsrat stellt sicher, dass allen gemeldeten Anliegen zeitnah (innerhalb von drei Tagen)
nachgegangen wird. Die Vorgehensweise ist in einem eigenen Dokument („Manner-Beschwerdemechanismus“) geregelt.
Eine angemessene Behebung durch die verantwortliche Stelle wird erfolgen, und es werden keinerlei gegenteilige Maß-
nahmen gegenüber Personen, die in gutem Glauben eine Beschwerde vorbringen, toleriert.
Mitarbeiter*innen können sich generell jederzeit an ihre Führungskraft, die Personalabteilung oder den Betriebsrat wenden.
Die Meldungen unterliegen strengster Verschwiegenheit, über die Hinweisgeberplattform können die Mitarbeiter*innen
völlig anonym Meldungen abgeben. Nur wenn die Mitarbeiter*innen damit einverstanden sind, dass ihr Name genannt
wird, wird dies auch so kommuniziert.
Die Kanäle werden bei allgemeinen Informationsveranstaltungen (die auch im Intranet bei Terminals für Mitarbeiter*innen
ohne Computerzugang abrufbar sind), durch Aushänge und über die Betriebsrats-App kommuniziert. Um die Bekanntheit
bzw. das Vertrauen der Mitarbeiter*innen in diese Kanäle festzustellen und zu überprüfen werden die Mitarbeiter*innen
durch den Betriebsrat oder auch durch Vorstand, Produktionsleitung oder HR darauf angesprochen. Ebenso wird dies bei
manchen externen Audits abgefragt und die Ergebnisse Manner mitgeteilt.
3.1.2.4 Maßnahmen
Manner setzt in Bezug auf Maßnahmen im Zusammenhang mit wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in
Bezug auf die eigene Belegschaft folgende Handlungsschwerpunkte:
Betreffend Arbeitsbedingungen bietet Manner neben marktkonformer Vergütung über dem Kollektivvertrag flexible Arbeits-
zeitgestaltungen sowie Home-Office-Möglichkeiten. Im Produktionsbereich ist es Ziel, durch flexible Schichtmodelle gute
und gesundheitlich verträgliche Arbeitsbedingungen zu schaffen. Arbeitssicherheit und -gesundheit stehen aufgrund po-
tenzieller negativer Auswirkungen besonders im Fokus: Durch Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinsichtlich Arbeitneh-
mer*innenschutz und permanente Arbeitsplatzevaluierungen werden potenzielle Gefährdungen auf ein Minimum reduziert.
Darüber hinaus setzt Manner weitere Maßnahmen zur Etablierung und zum Ausbau von Sicherheitskultur und -manage-
ment.
Großer Wert wird auch auf professionelle Aus- und Weiterbildung gelegt, insbesondere, um dem Risiko des Arbeits- und
Fachkräftemangels vorzubeugen. Ziel ist es, mittelfristig ein professionelles Schulungsangebot und -management zu etab-
lieren und den Stellenwert von Schulungen bei Manner zu heben. Nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiter*innen
sind die Herausforderungen der nächsten Jahre erfolgreich zu bewältigen.
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Maßnahme
Beschreibung
Ergebnis
Umset-
zungsbe-
reich
Zeithori-
zont*
Signifikanter
Ressource-
naufwand (OpEx,
CapEx etc.)
Schulungsplatt-
form J.O.S.E.F.
Nutzung der
Plattform für
sämtliche Schu-
lungen und ver-
pflichtende
Schulungen
(z. B. Compli-
ance)
Schaffung eines mo-
dernen und einheitli-
chen Systems für
Schulungen inkl. Or-
ganisation und Ver-
waltung
Gesamtes
Unterneh-
men
mittelfristig
Mittel aus Schu-
lungsbudget
Höherqualifizie-
rung der Pro-
duktionsmitar-
beiter*innen
Steigerung der
Qualifikation der
MA in der Pro-
duktion
Sicherstellung einer
reibungslosen Pro-
duktion durch qualifi-
zierte Mitarbeiter*in-
nen
Senkung der Fluktua-
tion durch Bieten ei-
ner beruflichen Ent-
wicklungsperspektive
Produktion
mittelfristig
Mittel aus IT-
Budget (Lizenzen
für E-Learning)
Betriebliches
Gesundheitsma-
nagement
Etablierung ei-
nes umfassen-
den Gesund-
heitssystems bei
Manner
Sicherstellung von
gesunden Arbeitsbe-
dingungen und Erhal-
tung der Arbeitsfähig-
keit der Mitarbeiter*in-
nen
Gesamtes
Unterneh-
men
mittelfristig
Mittel aus HR-
Budget
Etablierung Si-
cherheitskultur
und Ausbau Si-
cherheitsmana-
gementsystem
Fokussierung
und Aufbau ei-
ner Sicherheits-
kultur bei Man-
ner
Schaffen eines Si-
cherheitsbewusst-
seins im Unterneh-
men, Schaffen von
ergonomischen und
sicheren Arbeitsplät-
zen und dadurch Ver-
ringerung der Anzahl
an Arbeitsunfällen
Gesamtes
Unterneh-
men
mittelfristig
Mittel aus Arbeits-
sicherheitsbudget
Arbeitssicherheit
Jour Fixe
Fokussierung
auf aktuelle The-
men in der Ar-
beitssicherheit
Konstante Verbesse-
rung der Arbeitssi-
cherheit und Arbeits-
bedingungen im Un-
ternehmen. Analyse
von Arbeitsunfällen
und Prävention von
Arbeitsunfällen
Gesamtes
Unterneh-
men
mittelfristig
Mittel aus Arbeits-
sicherheitsbudget
Gesundheitspro-
gramme/Unter-
suchungen
Etablierung ei-
nes Angebots
an gesundheits-
fördernden Pro-
grammen und
Steigerung des Ge-
sundheitsbewusst-
seins der Mitarbei-
ter*innen durch An-
Gesamtes
Unterneh-
men
mittelfristig
Mittel aus HR-
Budget
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
93
Untersuchungen
zur Prävention
und zum Erhalt
der Gesundheit
bieten von Vorsorge-
untersuchungen und
speziellen Gesund-
heits-programmen
Evaluierung
psychischer Be-
lastungen
Evaluierung der
Bedingungen
bzw. Verhält-
nisse, unter de-
nen Arbeit statt-
findet
Optimierung der Or-
ganisation der Arbeit,
stärkere Bindung der
Mitarbeiter*innen an
das Unternehmen,
geringere Ausfallzei-
ten und Verbesse-
rung des Betriebskli-
mas
Gesamtes
Unterneh-
men
mittelfristig
Mittel aus Arbeits-
sicherheitsbudget
Onboarding
Gestaltung ei-
nes professio-
nellen Onboar-
dings für neue
Mitarbeiter*in-
nen
Stärkung der Mitar-
beiterbindung durch
eine fundierte Ein-
schulung und
dadurch Reduktion
der Fluktuation
Gesamtes
Unterneh-
men
mittelfristig
Mittel aus HR-
Budget
Lehrlingsausbil-
dung
Auf die fundierte
Ausbildung von
Lehrlingen wird
bei Manner gro-
ßer Wert gelegt
und daher in
den nächsten
Jahren auch
sukzessive aus-
geweitet. Damit
kann Manner
jungen Men-
schen eine fun-
dierte und zu-
kunftsträchtige
Berufsausbil-
dung bieten und
gleichzeitig dem
Arbeitskräfte-
mangel entge-
genwirken.
Aufbau interner Per-
sonalressourcen mit
den für Manner rele-
vanten Kenntnissen
und Fähigkeiten.
Mittelfristig sollen 40
Lehrlinge bei Manner
ausgebildet werden.
Gesamtes
Unterneh-
men
mittelfristig
Mittel aus HR-
Budget
Sicherheits- und
Brandschutz-
schulung (jähr-
lich)
Safety Center
Durch den prakti-
schen Schulungszu-
gang konnte das
Thema besser vermit-
telt werden
Produktion
Werk Wien
mittelfristig
Nicht gegeben
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
94
Arbeitsplatzeva-
luierung
Wiederkehrende
Bewertung der
Risiken am Ar-
beitsplatz
Gesetzliche Anforde-
rung erfüllt
Österreich
Produktions-
standorte
und Shops
mittelfristig
Nicht gegeben
Prozess zur
Minderung der
negativen Aus-
wirkungen
Unfallmeldesys-
tem
Alle Stand-
orte, unter-
nehmens-
weit
mittelfristig
Nicht gegeben
Ergonomiebera-
tung
Beratung zur Er-
gonomie bei
Bildschirmar-
beitsplätzen
Prävention gesund-
heitlicher Schäden,
Erhöhung der Mitar-
beiterzufriedenheit
Produktion
Werk Wien
und Wol-
kersdorf
mittelfristig
Nicht gegeben
3.1.3 Parameter und Ziele
3.1.3.1 Ziele
Im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft verfolgt Manner aktuell zwei quantitative Ziele betreffend Reduktion der
Fluktuation sowie meldepflichtigen Arbeitsunfällen. Darüber hinaus verfolgt Manner mittelfristige qualitative Ziele im Zu-
sammenhang mit mehr Flexibilität und gesteigerter Work-Life-Balance, der Ausweitung der Möglichkeiten zur flexiblen
Arbeitszeitgestaltung sowie flexibleren Schichtmodellen für Mitarbeiter*innen in der Produktion.
Ziel
Zielni-
veau
Umsetzungs-
bereich
Ausgangs-
niveau und
Basisjahr
Zeit-
raum
des
Ziels
Etappen-
und Zwi-
schenziele
Zusammenarbeit
mit Beleg-
schaft/Arbeitneh-
mervertreter*innen
Reduktion der mel-
depflichtigen Ar-
beitsunfälle um min.
10%
16
(2023)
Standorte Öster-
reich, es werden
nur Daten aus AT
berücksichtigt
18 (2021)
kurzfris-
tig
Keine
Austausch und Dis-
kussion, Tracking
der Daten regelmä-
ßig und gemeinsam
mit Führungskräften
aus Produktion und
Technik, HR und
Betriebsrat. Das
Ziel wurde durch
den Vorstand aus
Produktion und
Technik bestimmt.
Reduktion der Fluk-
tuation
10%
jährlich
Gesamtes Unter-
nehmen
30% (2023)
mittel-
fristig
Keine
Austausch und Dis-
kussion
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
95
3.1.3.2 Kennzahlen
Merkmale der Beschäftigten des Unternehmens (zum Stichtag 31.12.2023 Full Time Equivalents)
Eigene Belegschaft nach Geschlecht
Geschlecht Zahl der Beschäftigten (VZÄ)
Männlich 576,0
Weiblich 340,0
Sonstige 0,0
Nicht angegeben 0,0
Gesamtzahl der Beschäftigten 916,0
Eigene Belegschaft nach Land
Land Zahl der Beschäftigten (VZÄ)
Österreich 821,8
Deutschland 12,7
Tschechien 25,5
Slowenien 4,0
Aserbaidschan 52,0
Beschäftigtenstruktur nach Geschlecht
Männlich Weiblich Sonstige* Nicht angegeben Insgesamt
Zahl der Beschäftigten (VZÄ)
576,0
340,0
0
0 916,0
Zahl der dauerhaft Beschäftigten (VZÄ)
566,0
332,5
0
0 908,4
Zahl der befristeten Beschäftigten (VZÄ)
10,5
7,5
0
0 18,0
* Geschlecht gemäß den eigenen Angaben der Beschäftigten
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
96
Beschäftigtenstruktur nach Land
Österreich
Deutschland Tschechien Slowenien Aserbaidschan
Zahl der Beschäftigten (VZÄ)
821,8
12,7 25,5 4,0
52,0
Zahl der dauerhaft Beschäftigten (VZÄ)
818,8
12,7 25,5 4,0
37,0
Zahl der befristeten Beschäftigten (VZÄ)
3,0
0,0 0,0 0,0
15,0
Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog
Mitarbeiter*innen in Österreich, Deutschland, Slowenien und Tschechien sind über Tarifverträge abgedeckt.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
97
Angemessene Entlohnung
Das Unternehmen bestätigt, dass alle seine Beschäftigten im Einklang mit den geltenden Referenzwerten eine angemes-
sene Entlohnung erhalten.
Stellungnahme zu Angabepflicht S111: Sozialschutz
Das Unternehmen hat sämtliche Bestätigungen aus den Ländern eingeholt, die bestätigen, dass alle eigenen Beschäftig-
ten durch öffentliche Programme oder durch von dem Unternehmen angebotene Leistungen einen Sozialschutz gegen
Verdienstverluste aufgrund bedeutender Lebensereignisse genießen, einschließlich Krankheit, Arbeitslosigkeit, Arbeitsun-
fälle und Erwerbsunfähigkeit, Elternurlaub und Ruhestand.
Gesundheitsschutz und Sicherheit
Meldepflichtige arbeitsbedingte Erkrankungen
1
Todesfälle infolge von arbeitsbedingten Erkrankungen
0
Meldepflichtige Arbeitsunfälle
34
Quote der meldepflichtigen
Arbeitsunfälle
25,82
Todesfälle infolge von arbeitsbedingten Verletzungen
0
Anzahl der Ausfalltage
474
Prozentsatz der Personen in der eigenen Belegschaft, die auf der Grundlage gesetzlicher Anforderungen
und/oder anerkannter Normen oder Leitlinien vom Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit
des Unternehmens abgedeckt werden
92,01%
Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben
Anteil der Arbeitnehmer*innen, die Anspruch auf Urlaub aus familiären Gründen haben (in %) 94,22%
Anteil der Anspruchsberechtigten, die Urlaub aus familiären Gründen genommen haben (in %) 1,42%
nnlich 0,17%
weiblich 3,53%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
98
3.2 ESRS S2: Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
3.2.1 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
In der vorgelagerten Wertschöpfung von Manner kann es durch den intensiven Rohstoffbezug insbesondere bei den
zentralen Rohstoffen Kakao, Fette (Palmöl) und Haselnüsse aus Nicht-EU-Landwirtschaft und Plantagenanbau zu we-
sentlichen Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette kommen: Einerseits betreffend Arbeitsbedingun-
gen, z. B. wenn grundlegende Arbeitsreche nicht eingehalten werden, andererseits, wenn Menschenrechte, z. B. durch
Kinder- und/oder Zwangsarbeit, verletzt werden, unzureichend bezahlt wird oder angemessene Unterbringungsverhält-
nisse nicht gewährleistet sind. Für die Hauptherkunftsländer Ghana, Elfenbeinküste (Bezug Kakao) und Türkei (Bezug
Haselnüsse) besteht laut FAIRTRADE Risk Map ein Risiko für Zwangsarbeit und Verletzung von Kinderrechten. Darüber
hinaus besteht in den entsprechenden Herkunftsländern auch ein erhöhtes Risiko von Diskriminierung aufgrund des Ge-
schlechts oder Zugehörigkeit zu einer marginalisierten, ethnischen Gruppe (z. B. kurdische Wanderarbeiter in der Türkei).
Nicht sichere Beschäftigungsverhältnisse und die Art der Arbeit bringen physisch und psychisch starke Belastung mit sich.
Negative Auswirkungen reichen von Verstößen gegen grundlegende Menschenrechte über einen nicht gesicherten Lohn
oder fehlende Sozialversicherungsleistungen, die sich unmittelbar auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirken, bis
hin zu mangelnden Weiterbildungsmöglichkeiten oder keine Arbeitnehmerinteressensvertretung.
Zu wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette zählen die Verletzung von
Grundrechten im Rohstoffan- und -abbau, Versäumnisse bei Kinder- und Zwangsarbeit und entsprechende mangelnde
Sorgfaltspflichten sowie fehlende Mechanismen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit. Eine wesentliche Chance
in diesem Bereich ist die eigene Haselnussplantage in Aserbaidschan, auf der durch hohe Arbeitsstandards gute Arbeits-
bedingungen geschaffen werden können.
3.2.2 Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
3.2.2.1 Strategien
Manner ist sich der sozialen Verantwortung im eigenen Geschäftsbereich und entlang der Lieferkette bewusst. Neben der
Einhaltung nationaler Gesetze, international gültiger Richtlinien sowie nationaler und internationaler industrieller Standards
wird von Partner*innen erwartet, dass Produktions- und Arbeitsbedingungen im Einklang mit den Anforderungen der inter-
national anerkannten ILO-Übereinkommen, dem UN Global Compact und den OECD-Leitlinien für multinationale Unter-
nehmen stehen. Für Manner und seine Lieferant*innen, Sublieferant*innen, Co-Packer*innen und Lizenznehmer*innen
besteht das Ziel, soziale Standards und die Lage der Menschenrechte entlang der Lieferkette kontinuierlich zu verbessern.
Manner ist berechtigt, im zur Erfüllung der eigenen Sorgfaltspflichten nötigen Ausmaß, angemessene Kontrollen beim
Unternehmen selbst oder durch einen externen Dienstleister durchzuführen. Liegt ein Verstoß nach Einschätzung von
Manner vor, sind durch das Unternehmen unverzüglich geeignete Abhilfemaßnahmen durchzuführen, zu dokumentieren
und zu berichten. Im Supplier Code of Conduct (SCoC), der auf der Webseite veröffentlicht ist, werden die von Unterneh-
men verbindlich einzuhaltenden Pflichten in den Bereichen Verbot von Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Diskriminierung, ange-
messener Entlohnung und Arbeitszeiten, Disziplinarmaßnahmen bei Verstößen, Gestaltung von Arbeitsverträgen, Ge-
währleistung der Vereinigungsfreiheit, Gesundheit/Sicherheit, Verbot widerrechtlicher Zwangsräumung und widerrechtli-
chen Landentzugs sowie Beschwerdemechanismen näher erläutert. Weitere Ausführungen zum SCoC finden sich im Ab-
schnitt Governance-Informationen in diesem Bericht.
2011 startete die CSR-Offensive von Manner und die zahlreichen Einzelinitiativen wurden über die Jahre strategisch zu-
sammengefasst und ausgebaut. Am Beginn der Überlegungen in dem Bereich stand die Frage, in welchen Bereichen der
größte Unterschied in puncto Nachhaltigkeit insbesondere für die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette erzielt
werden kann. Als Ergebnis wurde beim Rohstoffbezug begonnen, der Fokus liegt entsprechend auf der vorgelagerten
Wertschöpfungskette. Kakao ist als wichtigster Rohstoff er macht rund 30% des Rohstoffeinsatzes aus zentrales
Thema. Manner ist einer der wenigen Süßwarenproduzenten, die aufgrund von Qualitätsansprüchen die Schokolade
selbst herstellt. „From Bean to Bar“ werden die Kakaobohnen angeliefert und im Haus zu Schokolade verarbeitet. 2012
hat sich Manner dazu verpflichtet, bis 2020 den gesamten Bedarf für alle Markenprodukte aus dem Haus auf zertifizierten
Kakao umzustellen und hat dies als einer der ersten der Branche umgesetzt. Auf dem Weg hin zu 100% zertifiziertem
Kakao bis 2020 gab es zahlreiche Meilensteine:
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
99
2012 wurden alle Waffel- und Schnittenprodukte der Marke Manner auf UTZ-zertifizierten Kakao umgestellt.
2015 wurde die Schokobananen-Range auf FAIRTRADE umgestellt mit dem all-that-can-be“-Siegel, da sowohl
Zucker als auch Banane sowie der Kakao aus FAIRTRADE-Anbau stammen.
2020 erhielt die gesamte Victor Schmidt“-Mozartkugel-Range das FAIRTRADE-Kakaosiegel.
2021 wurden alle Manner Waffel- und Schnittenprodukte auf FAIRTRADE-zertifizierten Kakao umgestellt.
2022 war die Umstellung des Saison-Sortiments und Napoli Dragee Keksi auf FAIRTRADE-Kakao.
2023 wurde die Umstellung des Casali-Rum-Kokos Sortiments begonnen, 2024 soll diese abgeschlossen wer-
den.
Darüber hinaus stellen der Weizen-Vertragsanbau sowie der Bezug des Palmöls aus zertifizierten Quellen über RSPO
(Roundtable of Sustainable Palm Oil) weitere Strategieelemente dar, die künftig weiter ausgearbeitet werden. Ausgehend
vom strategischen Ansatz für diese Schlüsselrohstoffe soll langfristig eine ganzheitliche Strategie entwickelt und im Unter-
nehmen umgesetzt werden.
Verantwortung für das Thema liegt bei dem Vorstand für Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik.
3.2.2.2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in
Bezug auf Auswirkungen
Aktuell liegen bei Manner keine allgemeinen Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in
Bezug auf Auswirkungen vor. Allgemeine Verfahren sind indirekt über FAIRTRADE gegeben für die Rohstoffe, die mit
FAIRTRADE-Zertifizierung bezogen werden, insbesondere Kakao: Der FAIRTRADE-Kakaostandard, nach dem die Zerti-
fizierung erfolgt, wurde unter Einbindung der Stakeholder mittels Konsultationen von Produzent*innen und Handels-
partner*innen entwickelt. Ebenso wurde die FAIRTRADE Risk Map, die Risiken im Rohstoff-Bereich auf Länder- und Com-
modity-Ebene umfasst, über Stakeholderinvolvierung und auf Basis internationaler Regelwerke erarbeitet. Die dort ange-
führten möglichen Auswirkungen und Risiken wurden beispielsweise neben anderen Tools zur Bewertung bzw. Validierung
der Sustainability-Impact-Bewertung herangezogen.
3.2.2.3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die
Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können
Aktuell liegen keine spezifischen Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte
in der Wertschöpfungskette direkt Bedenken an Manner äußern können, vor. Grundsätzlich stehen die im Abschnitt 3.3.2.3.
Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern
können beschriebenen, öffentlichen Einmeldemöglichkeiten allen Stakeholdern, inklusive Arbeitskräfte in der Wertschöp-
fungskette, zur Verfügung. Zurzeit ist nicht geplant, ein eigenes Verfahren einzuführen.
Beschwerdekanäle und Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen liegen indirekt über FAIRTRADE vor, für die
Rohstoffe, die mit FAIRTRADE-Zertifizierung bezogen werden: Über FAIRTRADE stehen allen beteiligten Akteur*innen
zwei Beschwerdemechanismen zur Verfügung. Zum einen schreiben deren Standards für lohnabhängig Beschäftigte vor,
dass alle Arbeitskräfte innerhalb ihres Betriebs vor Ort Beschwerden vornehmen können. Zum anderen bietet die 2003
gegründete FAIRTRADE-Zertifizierungsstelle FLOCERT Arbeiter*innen, Gewerkschaften, NGOs, Privatpersonen und zer-
tifizierten Betrieben die Möglichkeit, Beobachtungen und Beschwerden wegen des Verdachts auf Verstöße gegen die
FAIRTRADE-Standards direkt einzureichen und garantiert den beschwerdeführenden Personen dabei Anonymität.
FLOCERT stellt sicher, dass alle eingereichten Beschwerden bearbeitet und bewertet werden, und dass eine angemes-
sene Reaktion erfolgt. Diese kann je nach konkretem Fall von einem unangekündigten Audit über eine Anfrage an den
beschuldigten Betrieb oder eine Berücksichtigung im folgenden Audit reichen. FLOCERT schützt die Anonymität von Ar-
beitnehmer*innen, die Beschwerde einlegen. Nach Beendigung des Verfahrens wird Beschwerdeführer*innen mitgeteilt,
ob sich ihre Beschwerdepunkte bestätigen ließen. Gleichzeitig garantiert FLOCERT, dass alle Einsendungen geprüft und
streng vertraulich behandelt werden. Jeder Einsender erhält innerhalb von sieben Tagen Bescheid von FLCOERT, wie sie
weiterverfahren. Wie FLOCERT im Detail nach Erhalt einer Anschuldigung bzw. Beschwerde weiterverfährt, ist im Doku-
ment „Allegation Standard Operating Procedure“ von FLOCERT dokumentiert.
Gemäß der Standards haben FAIRTRADE-zertifizierte Betriebe dafür Sorge zu tragen, dass betriebsinterne Beschwerde-
verfahren allen Arbeitskräften bekannt sind, dass sie das Verfahren verstehen und ihnen klar ist, dass sie das Recht haben,
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
100
sich Gehör zu verschaffen und Beschwerde einzulegen. Darüber hinaus informiert FLOCERT im Rahmen des Auditpro-
zesses über die Beschwerdeverfahren bei FLOCERT.
3.2.2.4 Maßnahmen
Im Berichtsjahr wurden folgende Maßnahmen bezüglich der Weiterentwicklung des Rohstoffbezugs entsprechend ökolo-
gischer und sozialer Kriterien gesetzt:
Maßnahme
Beschreibung
Ergeb-
nis
Umset-
zungsbe-
reich
Zeit-
horizont*
Signifikanter
Ressourcen-
aufwand
(OpEx, CapEx
etc.)
Umsetzungs-
stand
Umstellung auf
FAIRTRADE Ca-
sali Rum-Kokos
Umstellung des
gesamten Rum-
Kokos-Sortiments
Casali
Rum-Ko-
kos-Pro-
dukte er-
halten
das
FAIR-
TRADE-
Kakao-
siegel
Casali Rum-
Kokos-Sorti-
ment
kurzfristig
(Abschluss
2024)
Mehrkosten für
FAIRTRADE-
Kakao (Min-
destpreis und
Prämie)
Laufende Um-
setzung
Start 2023,
Ende: Mitte
2024
Aufsetzen eines
Supplier Code of
Conduct
Verabschiedung
Supplier Code of
Conduct und
Kommunikation
SCoC
liegt vor
Manner-Lie-
feranten
mittelfristig
-
Laufend im-
plementiert
*kurzfristig = 2023 (Berichtszeitraum), mittelfristig = 2028 (< 5 Jahre nach Ende Berichtszeitraum), langfristig = (>
5Jahre nach Ende Berichtszeitraum)
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
101
3.2.3 Parameter und Ziele
3.2.3.1 Ziele
Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen
und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungs-
kette werden in der vorliegenden nichtfinanziellen Erklärung noch nicht dargestellt.
3.3 ESRS S4: Verbraucher und Endnutzer
3.3.1 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Wesentliche Auswirkungen ergeben sich aus dem Geschäftsmodell und den Produkten von Manner: Zentrale potenziell
negative Auswirkungen ergeben sich durch mangelnde Lebensmittelsicherheit etwa durch Verunreinigungen von Inhalts-
stoffen oder im Produktionsprozess selbst, welche eine Gefahr für die Gesundheit der Konsument*innen darstellen. Dar-
über hinaus kann sich ein regelmäßiger bzw. übermäßiger Konsum von zuckerhaltigen Produkten über einen längeren
Zeitraum gesundheitlich negativ auswirken, von chronischen Schäden bis zu einer verkürzten Lebenserwartung durch, in
Zusammenhang mit einem hohen BMI-Index erhöhten Risikofaktor stehenden, Erkrankungen. Die Gesundheit eines Men-
schen hängt von vielfältigen Faktoren ab und kann nicht allein auf die Ernährung zurückgeführt werden, wobei der Konsum
von Süßwaren negative Effekte begünstigen kann.
In der Lebensmittelbranche können potenziell negative Auswirkungen für Konsument*innen auftreten, wenn Inhaltsstoffe
wie Fett oder Zucker nicht transparent dargestellt werden, z. B. versteckter Zucker“. In diesem Fall wurden für Manner
keine wesentlichen negativen oder positiven Auswirkungen identifiziert, da die Lebensqualität der Konsument*innen kaum
und nur bei übermäßigem und regelmäßigem Konsum davon negativ betroffen ist. Weiters werden Süßwaren klar als
Zuckerquelle von Konsument*innen wahrgenommen. Verantwortungsvolle Marketingpraktiken sind aber insbesondere aus
der Outside-In-Perspektive (Risiken und Chancen für Manner) wesentlich.
Wesentliche potenzielle finanzielle Risiken hinsichtlich der Konsument*innen ergeben sich vor allem aus einer möglichen
Einführung einer Zuckersteuer und Produkthaftung bei mangelnder Lebensmittelsicherheit (z. B. Personenschaden bei
Auftreten einer Verunreinigung im Produkt beispielsweise durch Schimmel oder einen Fremdkörper, oder auch durch un-
zureichend gekennzeichnete Allergene mit möglicher Auswirkung eines allergischen Schocks). Im Eintrittsfall kann zwei-
teres neben Reputationsschäden auch ein entsprechendes Gerichtsverfahren und Strafzahlungen mit sich bringen. Als
weiteres Risiko werden Medientrends bewertet, die z. B. die Themen Zucker- und Fettreduktion oder Veganismus bewer-
ben, sowie die Einführung eines Nutri-Scores, verbunden mit einem schlechten Ranking für Süßwaren-Produkte. Ein ge-
steigertes Kundenbewusstsein kann in diesem Fall zu verringertem Konsum und Umsatzrückgängen führen.
3.3.2 Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit
gesunder Ernährung, Produktsicherheit und verantwortungsvollen Marketing-
praktiken
3.3.2.1 Strategien
Es liegt bei Manner eine Strategie zum Management wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammen-
hang mit Verbrauchern und Endnutzern vor. Als Grundlage dient das klar definierte und unternehmensweit kommunizierte
Manner-Mission-Statement: „Als werteorientiertes Familienunternehmen mit starker Position auf dem österreichischen
Heimmarkt bauen wir unser Markengeschäft in ausgewählten internationalen Märkten nachhaltig aus und wollen bei un-
seren Konsument*innen die Nummer 1 sein. Um dies zu erreichen, sind wir fokussiert, qualitätsorientiert und streben nach
Exzellenz im Management.“ Der Unternehmenswert ist die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenser-
folgs, dessen permanente Erhöhung durch die bestmögliche Ausrichtung aller Aktivitäten auf die Bedürfnisse aller Stake-
holder erreicht wird.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
102
Die Strategie orientiert sich nach der bei Manner gelebten Grundsatzposition eines fairen, transparenten und ehrlichen
Austauschs mit unseren Konsument*innen und Kund*innen. Der Dialog mit dieser wichtigen Stakeholdergruppe steht da-
bei im Vordergrund. In den Austausch treten wir direkt beispielsweise über unser Customer Service, aber auch bei Jah-
resgesprächen gehen wir in den aktiven Dialog. Mit Hilfe von Social Listening Tools sowie der Einbeziehung von Konsu-
ment*innen im Zuge von Umfragen werden diese Stakeholdergruppen aktiv in die Entscheidungen des Unternehmens
eingebunden. Rückmeldungen und Anforderungen fließen laufend in unsere Strategie ein.
Mit der vom Vorstand formulierten Unternehmenspolitik sind Inhalt und Ziele der Strategie dargestellt, es verpflichten sich
sowohl die Unternehmensleitung als auch jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter zur Erfüllung aller
Anforderungen an Erzeugnissicherheit, -legalität, -authentizität und -qualität sowie zur Verantwortung gegenüber den
Kund*innen und Konsument*innen, der Umwelt und der Hygiene- und Anstellungsbedingungen.
Unsere Führungskräfte fordern qualitätsbewusstes Arbeiten, Handeln und Denken ein und leben dieses im Bewusstsein
ihrer Vorbildwirkung vor. Es erfolgt eine Benennung von Qualitätsbeauftragten in allen relevanten Bereichen entlang der
internen Wertschöpfung. Ziel ist es dabei, bei Konsument*innen „top of mind“ zu sein und die erste Wahl darzustellen. Das
verstehen wir wiederum als Chance, um als Marke einen klaren Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Risiken beim Thema
Lebensmittelsicherheit sind Gefahr für Leib und Leben neben einem Reputationsschaden und massiven Vertrauensver-
lust. Sämtliche Mitarbeiter*innen sind hinsichtlich diverser Gefahren für die Lebensmittelsicherheit und die Bedeutung von
Lebensmittelsicherheit und -hygiene sensibilisiert. Sie übernehmen Verantwortung, arbeiten gemeinsam in funktionsüber-
greifenden Teams und zeigen Chancen zur Optimierung der Lebensmittelsicherheit und -qualität auf.
Verantwortlichkeiten und Kommunikation sind klar definiert. Mitarbeiter*innen mit eigenem E-Mail-Account erhalten die
Unternehmenspolitik im Zuge des automatisierten Dokumentenlenkungsprozesses (Doxis) und Mitarbeiter*innen ohne Zu-
gang erhalten eine Schulung inklusive Wirksamkeitsprüfung zu den Inhalten der Unternehmenspolitik durch die jeweiligen
Führungskräfte. Neue Mitarbeiter*innen werden im Zuge des Onboardingprozesses geschult, verantwortlich ist die oberste
Führungsebene.
Der Anwendungsbereich der Strategie umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Manner mit dem Fokus auf die
direkte Wertschöpfung in unserer Produktion.
3.3.2.2 Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf
Auswirkungen
Der Austausch mit unseren Konsument*innen wird stetig intensiver und erfolgt über zahlreiche verschiedene Kanäle. Der
Trend, dass Konsument*innen sich verstärkt über Ernährung, Produkte und deren Inhaltsstoffe Gedanken machen, unter-
stützt dies weiter. Wir pflegen einen intensiven Austausch mit unseren Konsument*innen über unsere Abteilung Konsu-
mentenservice via E-Mail, Onlineformularen, Brief oder per Telefon. Diese Möglichkeit wurde im Jahr 2023 circa 10.000
Mal zum Verfassen von Beschwerden, Lob oder Anregungen genutzt. Handelt es sich um Produktbeschwerden, werden
diese ISO-konform in unserem internen Ticket-System „SUGAR“ erfasst, kategorisiert und ausgewertet. Ein weiteres In-
strument sind Aufrufe auf Social Media zur Abstimmung über Inhalte, Packaging Designs oder Sorten, durch Ad-hoc-
Marktforschungen zu Innovationen, Neuprodukt-Konzepten oder neuen Kommunikationskampagnen. Dazu gibt es auch
einen regelmäßigen Austausch mit Interessensverbänden, NGOs und Verbänden (im Berichtsjahr 2023 z. B. mit dem
Verein für Konsumenteninformation, dem Fachverband der Lebensmittelindustrie und dem Markenartikelverband), die
Konsument*innenbedürfnisse adressieren. Diese fließen dann in Produkt-Adaptionen, Innovationen oder Verpackungsge-
staltungen ein.
Dabei werden insbesondere auch spezifische Kundengruppen mit besonderen Bedürfnissen adressiert, die beispielsweise
aufgrund von Allergien oder ähnlichem vulnerabler gegenüber potenziellen negativen Auswirkungen einer intransparenten
Produktkennzeichnung wären. Die Deklaration der Produkte basiert auf der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV)
und diese sieht detaillierte Deklarationspflichten für alle Zutaten vor. Das heißt, alle Bestandteile, die rezepturmäßig ent-
halten sind, werden in der Zutatenliste aufgelistet. Alle anderen Bestandteile, die nicht als Zutat einzustufen sind, jedoch
in Spuren, beispielsweise durch Überschneidung von Produktionsprozessen vorhanden sein können, werden durch eine
freiwillige „Kann-Kennzeichnung“ (z. B.: „Kann Spuren von Milchbestandteilen enthalten“) abgedeckt. Die transparente
Deklaration liefert alle notwendigen Informationen für die Konsument*innen und ermöglicht ihnen eine bewusste Kaufent-
scheidung. So gibt die Deklaration gesetzeskonform Auskunft über Zutaten, Nährwerte und die beinhalteten deklarations-
pflichtigen Allergene (Fett bzw. kursiv gedruckte Bestandteile in der Zutatenliste). Sollten gesetzliche Anforderungen an
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
103
herkunfts- oder gesundheitsbezogene Angaben zutreffen, werden auch diese gesetzlichen Vorgaben umgesetzt. Zusätz-
lich finden sich auf den Verpackungen relevante Hinweise, die für Konsument*innen und deren bewusst nachhaltig ge-
setzte Kaufentscheidung relevant sind, wie etwa das „Vegan“- oder „FAIRTRADE-Kakao“-Logo.
3.3.2.3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Ver-
braucher und Endnutzer Bedenken äußern können
Sollte ein Produkt nach dem Kauf nicht den Erwartungen der Konsument*innen entsprechen, werden von Manner zahlrei-
che Feedback-Möglichkeiten bereitgestellt. Konsument*innen können über mehrere sehr einfach zu findende Kanäle (Kon-
taktformular auf der Webseite, per E-Mail, über Telefon) mit dem Customer Service in Kontakt treten und Feedback zu
unseren Produkten geben. Das Kerndokument im Konsumentenservice Social Media: Erreichbarkeit und Reaktionszeit
Shitstorm“ behandelt wesentliche Elemente wie potenzielle Konfliktherde inklusive eines ausführlichen Argumentariums,
Verantwortlichkeiten, Stufenplan und Reaktionszeiten im Krisenfall, Prävention und einen Eskalationsprozess im Krisen-
fall. Dieses Verfahren ist auch flexibel einsetzbar für andere Krisensituationen oder Ähnliches. Konsument*innen können
Bedenken in der Abteilung Konsumentenservice via E-Mail, in Onlineformularen, per Brief oder Telefon äußern.
Die Anliegen der Kund*innen (Handel) werden von den Außendienst-Mitarbeiter*innen sowie den Key-Account-Mana-
ger*innen entgegengenommen und in denselben Prozess überführt. Entsprechend unserer Philosophie wird jede Rekla-
mation oder Anfrage schriftlich beantwortet. Sämtliche Rückmeldungen werden digital erfasst und statistisch ausgewertet.
Durch die Visualisierung am Shopfloor wird bei den Mitarbeitenden das Bewusstsein für die Produktsicherheit und -legalität
permanent geschärft. Die graphische Darstellung des Reklamationsfaktors zeigt die Entwicklung und bildet die Basis für
unsere Verbesserungsarbeit. Mit dem KVP (Kontinuierlichen Verbesserung-Prozess) steht ein Lean-Werkzeug zur Verfü-
gung, das gut implementiert und von der Qualitätsabteilung als Verantwortliche für Lean Management betreut wird. Über
dieses Werkzeug finden die Sichtweisen von Konsument*innen in den Entscheidungen des Unternehmens Gehör. Die
Qualitätsabteilung ist verantwortlich dafür, dass die Einbeziehung stattfindet und die Ergebnisse in den Ansatz des Unter-
nehmens einfließen. Bewertet wird die Wirksamkeit der Einbeziehung der Konsument*innen mittels Reklamationsfaktor.
Für den Reklamationsfaktor gibt es einen Zielwert, dessen Erreichen als positive Wirksamkeitsprüfung gedeutet wird. An-
dernfalls werden weitere Maßnahmen definiert und die Optimierung fortgeführt.
Unsere KPIs bzw. Ziele sowie die davon abgeleiteten Maßnahmen beziehen sich auf die Punkte der Strategie, und stellen
sicher, dass unsere Konsument*innen unsere Produkte unbedenklich genießen können.
3.3.2.4 Maßnahmen
Im Fokus der Maßnahmen im Management potenzieller Auswirkungen auf Konsument*innen stehen Lebensmittel- und
Produktsicherheit: Manner hat durch die Einführung von HACCP(Hazard Analysis and Critical Control Point)-gestützten
Verfahren ein System zur Eigenkontrolle für die Erfassung, Bewertung und Reduktion von Gefahren implementiert. Dieses
nach den Forderungen der VO(EG) Nr. 852/2004 ausgerichtete Verfahren zur Gefahrenanalyse und Ableitung geeigneter
Kontrollpunkte und deren Beherrschung entlang der Wertschöpfungskette von der Entwicklung über die Produktion bis
zum Versand trägt wesentlich zur Erhöhung der Lebensmittelsicherheit bei.
Sowohl die gesetzlichen Anforderungen als auch das Bestreben, die Sorgfaltspflicht in Bezug auf das Inverkehrbringen
von sicheren Lebensmitteln zu erfüllen, haben dazu geführt, dass Präventionsmaßnahmen implementiert wurden, die eine
gute Hygienepraxis (GHP) und eine gute Herstellungspraxis (GMP) gewährleisten. Eine regelmäßige Verifizierung des
Systems deckt Verbesserungspotenziale auf und trägt zur ständigen Weiterentwicklung sowie zur Erfüllung der Anforde-
rungen für die Erzeugnissicherheit bei. Qualität aus Sicht der Kund*innen und Konsument*innen bedeutet also, dass Man-
ner-Konsument*innen zu jeder Zeit Produkte aus dem Hause Manner in einer konstant hohen Qualität genießen können.
Unsere Produkte sind sicher und stellen keine Gefahr für die Gesundheit der Konsument*innen dar.
Jedes Genussmittel ist aber nur so gut wie die Summe seiner Einzelteile. Aus diesem Grund legt Manner höchsten Wert
auf ausgewählte, hochqualitative und, wo möglich, nachhaltig zertifizierte Zutaten. Alle Rohstoffe werden nach der Anlie-
ferung im hauseigenen Betriebslabor entsprechend eines risikobasierten Prüfplans bemustert, analysiert und nur nach
Übereinstimmung mit der Spezifikation zur Verarbeitung in der Produktion freigegeben.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
104
Das Manner-Labor wurde 2014 unter Berücksichtigung aller gängigen Standards errichtet und wird laufend mit „State of
the art“-Technologien ausgestattet. Die Manner-Philosophie ist es, mit den Rohstofflieferant*innen eine langfristige part-
nerschaftliche Geschäftsbeziehung einzugehen. So sind neben den Wareneingangsprüfungen auch regelmäßige Liefe-
rantenaudits und Lieferantengespräche ein integraler Bestandteil zur Sicherstellung der geforderten Rohstoffqualität. Auch
die jährliche Teilnahme an internationalen Ringversuchen zur Überprüfung und Sicherstellung der Laborleistung ist ein
wesentlicher Pfeiler der Qualitätssicherung.
Die Qualität der Produkte wird auch in der Herstellung laufend kontrolliert. So werden zum Beispiel täglich in sämtlichen
Produktionsschichten von jeder Produktions-Charge Muster gezogen und von einem Team geschulter Sensoriker*innen
verkostet und bewertet. Die kontinuierliche Verbesserung der Qualitätsstandards gehört zu den Grundpfeilern des Unter-
nehmenserfolgs.
Unternehmensweit wurden an sämtlichen Produktionsanlagen Qualitätstische als Standard etabliert. Durch die Mitarbei-
ter*innen selbst werden mehrmals pro Produktionsschicht Muster aus dem laufenden Prozess gezogen und vor Ort auf
die geforderten Qualitätsvorgaben geprüft. Die dokumentierten Ergebnisse und rückgestellten Muster dieser Stichproben
werden an den Qualitätstischen dazu auch im „Vier-Augen-Prinzip“ überprüft. Produktionsfehler können so rasch aufge-
deckt werden und die Einleitung von Sofortmaßnahmen erfolgen. Die strukturierte Aufnahme von erfassten Produktions-
fehlern wird in täglichen schnittstellenübergreifenden Qualitätsmeetings besprochen und Abstellmaßnahmen oder Prob-
lemlösungsaktivitäten gestartet. Hierzu kommen Lean-Methoden wie beispielsweise der PDCA(Plan-Do-Check-Act)-Zyk-
lus oder der 8D-Report zur Anwendung, um Probleme effizient und nachhaltig zu lösen.
Als permanente Inputgeber für die kontinuierliche Verbesserung dienen neben der Reklamationsstatistik (Erfassung und
Auswertung aller eingehenden Konsument*innenrückmeldungen) auch Audits, die Rückmeldungen von Kund*innen (Han-
del) sowie die internen Reklamationen und Fehler.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
105
Liste der wichtigsten Maßnahmen im Berichtsjahr:
Maßnahme
Beschreibung
Ergebnis
Umsetzungsbereich
Zeit-
hori-
zont*
Signifikanter
Ressourcen-
aufwand
(OpEx, CapEx
etc.)
Umsetzungs-
stand
HACCP:
Metalldetek-
toren
Erkennen und
Ausscheiden
von metalli-
schen (magne-
tischen)
Fremdkörpern
Reduktion
Fremdkör-
pergefahr
und früh-
zeitige Er-
kennung
von Pro-
zessfeh-
lern
Alle Produktionspro-
zesse
2023
Mittel aus Qua-
litätsbudget
implementiert
HACCP:
Röntgen-
technologie
Erkennen und
Ausscheiden
von Fremdkör-
pern mit ent-
sprechend
Dichteunter-
schied zum
Produkt
Reduktion
Fremdkör-
pergefahr
und früh-
zeitige Er-
kennung
von Pro-
zessfeh-
lern
Ausgewählte Produkti-
onsprozesse
2023
Mittel aus Qua-
litätsbudget
implementiert
HACCP:
Siebe,
Magnete
Zurückhalten
von magneti-
schen Fremd-
körpern oder
FK einer gewis-
sen Größe
(Sieb)
Reduktion
Fremdkör-
pergefahr
Ausgewählte Förder-
systeme
2023
Mittel aus Qua-
litätsbudget
implementiert
Lean Ma-
nagement:
DQM
Tägliche Mee-
tings am
Shopfloor mit
den Abteilun-
gen Quality,
Produktion,
Technik, Logis-
tik und Planung
Verbesse-
rung der
Kommuni-
kation
über
Schnitt-
stellen hin-
weg, ge-
meinsame
Fokussie-
rung und
Fehlerbe-
arbeitung
Produktion an allen
Standorten
2023
Kein signifikan-
ter Ressourcen-
aufwand
implementiert
Lean Ma-
nagement:
KVP
Verbesse-
rungsarbeit an-
hand des
PDCA-Zyklus
Kontinuier-
liche Ver-
besserung
aller Pro-
zesse
Produktion an allen
Standorten
2023
Kein signifikan-
ter Ressourcen-
aufwand
implementiert
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
106
Lean Ma-
nagement:
8D-Report
Systematische
Fehleranalyse
und nachhal-
tige Behebung
Reduktion
interne
Fehler
Für kritische Reklama-
tionen
2023
Kein signifikan-
ter Ressourcen-
aufwand
implementiert
Auditwesen:
Kundenau-
dits
Überprüfung
unseres Ma-
nagmentsys-
tems, der Pro-
duktionspro-
zesse und der
Vorgaben zu
Lebensmittelsi-
cherheit, -lega-
lität und -quali-
tät
Erfüllung
von Anfor-
derungen
aus Kun-
denverträ-
gen, Ver-
trauensbil-
dung
einzelne Kund*innen
2023
Kein signifikan-
ter Ressourcen-
aufwand
implementiert
Auditwesen:
Lieferanten-
audits
Überprüfung
des Manage-
mentsystems,
der Produkti-
onsprozesse
und der Vorga-
ben zu Lebens-
mittelsicher-
heit, -legalität
und -qualität
Erfüllung
der Spezi-
fikation,
Verbesse-
rung der
Partner-
schaft,
Vertrau-
ensbildung
Ausgewählte Lieferan-
ten
2023
Kein signifikan-
ter Ressourcen-
aufwand
implementiert
Manage-
mentsys-
tem: IFS-
Zertifizie-
rung
Überprüfung
der Vorgaben
aus IFS
Zertifikat
mit Ergeb-
nis „Higher
Level“
Alle Standorte
2023
Kein signifikan-
ter Ressourcen-
aufwand
implementiert
Task Force
Umgang mit
Zuckergeh-
alt
Einsetzen einer
abteilungs-
übergreifenden
Task Force
zum Me-
tathema Zucker
in der Süßwa-
ren-Kategorie
Umgang
mit Thema
Zucker bei
Innovatio-
nen und
bestehen-
den Pro-
dukten
(1) Innovationsprojekte
sowie
(2) Ausweitung auf be-
stehende Markenpro-
dukte
MIP
2024
2026
Wesentliche
Ressourcen
aus Marketing
und FEI sowie
starke Zusam-
menarbeit mit
PR/Komm und
weiteren Funkti-
onen. CapEx
noch nicht ab-
sehbar. OpEx
durch mögl.
Kostensteige-
rung für Innova-
tionen
in Planung
Schulungen
Customer
Service
Laufende
Schulung +
Sensibilisie-
rung aller Pro-
jektmitglieder in
Marketing_FEI
Reduktion
der Anzahl
der Be-
schwerden
im Zusam-
menhang
(1) Innovationsprojekte
(2) Änderungen bei
Produkten (3) Ände-
rungen bei Verpackun-
gen (4)Entwicklung
lau-
fend
Ressourcen für
Erstellung von
Schulungen so-
wie Teilnahme
des gesamten
implementiert
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
107
durch
J.O.S.E.F. Tool
und Support
Legal zu etab-
lieren
mit nicht
verantwor-
tungsvol-
len Marke-
tingprakti-
ken zum
Vorjahr
(langfris-
tig)
von Kampagnen
und -sujets
Marketing_FEI-
Teams
*kurzfristig = 2023 (Berichtszeitraum), mittelfristig = 2028 (< 5 Jahre nach Ende Berichtszeitraum), langfristig = (>
5Jahre nach Ende Berichtszeitraum)
Seit Dezember 2004 ist Manner nach dem Standard „IFS Food“ (International Featured Standards) zertifiziert und seit
2019 nimmt Manner freiwillig am Programm zur unangekündigten Auditierung teil. Gerade dieser Ansatz verdeutlicht das
Streben nach nachhaltigen Lebensmittelsicherheitsstandards. Bei der Verlängerung des Zertifikats im Jahr 2023 konnte
Manner so wie in den Vorjahren wieder ein Ergebnis auf hohem Niveau (Higher Level) für alle Produktionsstandorte errei-
chen.
Nachstehend ein Überblick über interne und externe Audits:
- Interne Systemaudits
- Interne Revision
- Interne Prozess- und Produktaudits
- IFS (externes Audit)
- 5S (internes Audit)
- TPM (internes Audit)
- RFA (Rainforest Alliance externes Audit)
- FAIRTRADE (externes Audit)
- iRSPO (internes RSPO Audit)
- RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil externes Audit)
- HG Audit (Herkunftssicherung für Ei und Eiprodukte)
- Bio (zur Aufrechterhaltung des Zertifikats, zurzeit keine Produktionen)
- Kosher
- Vegan
- Non-GMO
Darüber hinaus finden auf Basis der Kundenverträge auch unangekündigte Kundenaudits sowie zur Erfüllung konkreter
Kundenanforderungen Audits statt, die sich am Zielmarkt orientieren (z. B. FDA). Des Weiteren werden auch Rohstofflie-
feranten risikobasiert bzw. anlassbezogen auditiert. Auslöser und Ziele von Lieferantenaudits sind neben der Überprüfung
der Erfüllung der Standardanforderungen (bspw. IFS) auch die Potenzialerhebung hinsichtlich Entwicklungsmöglichkeiten
und Absicherung der Versorgungssicherheit.
Die Erweiterung des Rohstoff-Know-hows und das Schaffen bzw. Fördern einer gemeinsamen Vertrauensbasis zwischen
Lieferant*innen und Manner sind weitere Eckpfeiler der Lieferantenaudits und tragen zu einer stetigen Verbesserung der
Lebensmittelsicherheit und Qualität bei.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
108
3.3.3 Parameter und Ziele im Zusammenhang mit gesunder Ernährung, Produktsi-
cherheit und verantwortungsvolle Marketingpraktiken
3.3.3.1 Ziele
Zur Sicherstellung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen wurden folgende Ziele im Bereich Produktsicherheit gesetzt und
die unten dargestellten Kennzahlen jährlich erhoben und evaluiert.
Ziel
Verhältnis zur Strategie
Zielni-
veau
Umsetzungs-
bereich
Ausgangs-
niveau und
Basisjahr
Zeit-
raum
des
Ziels
Etappen-
und Zwi-
schen-
ziele
100% der Audits
gemäß IFS-
Standard errei-
chen Zielwert
von min. 95%
Zur Aufrechterhaltung ei-
ner unternehmensweiten
IFS-
Zertifizierung auf
„Higher Level“ sollen alle
Audits mit einem Ergeb-
nis von min. 95% abge-
schlossen werden.
100%
an allen Un-
ternehmens-
standorten
2023
Berichts-
jahr
Keine
Unternehmens-
weiter Reklama-
tionsfaktor von
7 ppm
Die Berechnung und Vi-
sualisierung des unter-
nehmensweiten Rekla-
mationsfaktors ist als
„Feedback vom Markt“
(Kundenzufriedenheit) zu
verstehen und dient als
Basis für die Verbesse-
rungsarbeit.
7 ppm
an allen Un-
ternehmens-
standorten
2023
Berichts-
jahr
Keine
3.3.3.2 Kennzahlen
Kennzahlen zu gesunder Ernährung
Anteil der Umsätze aus Produkten, die zur Förderung von Gesundheits- und Ernährungsmerk-
malen gekennzeichnet und/oder vermarktet werden in %*
35
Anteil veganer Produkte am Gesamtsortiment (in %)**
22
* Dies beinhaltet Produkte der Marke Manner, die vegan zertifiziert sind, sowie solche, die als „zuckerreduziert“ ausgelobt sind.
** Anteil der veganen Produkte (ohne tierische Inhaltstoffe in der Zutatenliste) der Markenprodukte im Haus Manner. Der Anteil wird ohne
Private-Label-Produkte gerechnet, da hier die Vorgaben vom Handelspartner kommen und wir keinen direkten Einfluss haben.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
109
Kennzahlen Produktsicherheit
Durchgeführte Audits
Die Audits als Teil des Managementsystems unterstützen dabei, die Unternehmenspolitik wie auch die gesetzten Unter-
nehmensziele umzusetzen, den gesetzlichen und Stakeholder-Anforderungen gerecht zu werden und letztlich den Unter-
nehmenserfolg zu fördern. Berücksichtigt werden alle Unternehmensstandorte, inklusive Aserbaidschan, Niederlassungen
DE, SLO, CZ und eigene Shops.
Die folgende Kennzahl beschreibt die Summe aller durchgeführten Audits zu folgenden Themenbereichen:
Zertifizierungsaudits (extern):
- Audits nach dem Standard IFS in der aktuellen Version
- Audits nach den Standards zum Einsatz von nachhaltigen Rohwaren in der jeweils aktuellen Version (z. B.:
FAIRTRADE, Rainforest, RSPO, HG, Non-GMO, Bio)
- Audits nach den Standards zur Auslobung spezifischer Produktmerkmale (z. B.: kosher, vegan)
Interne Audits zur Evaluierung des Managementsystems:
- Systemaudits als Anforderung aus IFS
- Produkt- und Prozessaudits
- Lean Management-Audits (5S, TPM)
Kundenaudits:
- auf Basis von Kundenverträgen finden auch unangekündigte von den Kund*innen beauftragte Audits statt.
- zur Erfüllung konkreter Kundenanforderungen finden auch Audits statt, die sich am Zielmarkt orientieren (z. B.:
FDA).
Zertifizierungsaudits (extern):
- Audits nach dem Standard IFS in der aktuellen Version 3
(Zentralaudit/unangekündigt Wien u.
Wolkersdorf)
- Audits nach den Standards zum Einsatz von nachhaltigen Rohwaren
in der jeweils aktuellen Version (z. B.: FAIRTRADE, Rainforest, RSPO,
HG, Non-GMO, Bio)
5
(RFA 1, HG 2, RSPO1, Bio 1)
- Audits nach den Standards zur Auslobung spezifischer Produktmerk-
male (z. B.: kosher, vegan)
8
(Koscher 7,
Vegan 1)
Interne Audits zur Evaluierung des Managementsystems:
- Systemaudits als Anforderung aus IFS 10
(9 intern,
1 extern)
- Lean Management-Audits (5S, TPM) 34
5S
Kundenaudits:
- auf Basis von Kundenverträgen finden auch unangekündigte von den
Kund*innen beauftragte Audits statt.
2
(REWE, Lidl)
Alle im Beobachtungszeitraum an den Unternehmensstandorten durchgeführten Zertifizierungsaudits gemäß Standard IFS
konnten mit einem Auditergebnis von min. 95% (entspricht einer Zertifizierung auf Higher Level) abgeschlossen werden,
das entsprechend gesetzte Ziel für das Berichtsjahr 2023 wurde damit erreicht. Voraussetzung dafür sind die Kenntnis der
Anforderungen aus dem IFS-Standard in der jeweiligen Version sowie die Freigabe der Ressourcen zur Umsetzung der
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
110
notwendigen Maßnahmen zur Erfüllung dieser. Beides ist über die Unternehmenspolitik sichergestellt und im Manage-
mentsystem verankert.
Für das Berichtsjahr 2023 wurden 100% der IFS-Audits mit einem Ergebnis über 95% abgeschlossen und damit der Ziel-
wert erreicht. Die nachstehende Tabelle beschreibt das Auditergebnis.
Anzahl IFS-Audits gesamt: 2
Standort Wien
Gültig bis 03. Juni 2024
95,82%
Standort Wolkersdorf
Gültig bis 05. Juni 2024
96,77%
Unternehmensweiter Reklamationsfaktor
Der Reklamationsfaktor beschreibt, wie viele Rückmeldungen pro 1.000.000 verkaufter Produkte (Endverbrauchereinhei-
ten) von Konsument*innen unabhängig vom Auslöser bei uns eingelangt sind. Die Berechnung und Visualisierung des
unternehmensweiten Reklamationsfaktors ist als Teil des Stakeholder-Dialogs (Kundenzufriedenheit) zu verstehen und
dient als Basis für die Verbesserungsarbeit. Der unternehmensweite Zielwert dafür lautet 7 ppm, es werden laufend Maß-
nahmen implementiert, um dieses Ziel zu erreichen.
Details zu relevanten oder sich wiederholenden Fehlern werden laut Reklamationsprozess intern kommuniziert und lösen
eine verpflichtende Bearbeitung aus. Maßnahmen an den Produktionslinien wie technische Verbesserungen, Investitionen,
Änderungen des Prozesses aber auch Fördermaßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Schulung der Mitarbeiter*innen,
oder Anpassungen der Rezeptur dienen der gezielten Reduktion der erwähnten Mängel und beeinflussen die Kennzahl
positiv.
Durchgeführte Lieferantenaudits
Das Lieferantenaudit ist eine gängige Methode im Lieferantenmanagement, um die Qualität und Leistungsfähigkeit von
Lieferanten systematisch zu prüfen. Im Rahmen des Audits wird überprüft, ob der Lieferant die gesetzlichen Regelungen
sowie die eigenen Anforderungen als Kunde erfüllt. Darüber hinaus stellt es eine Verpflichtung aus der IFS-Zertifizierung
dar, falls der Lieferant kein GFSI-Zertifikat hat. Die Kennzahl umfasst alle im Beobachtungszeitraum von Manner oder von
Manner beauftragten durchgeführten Audits von Lieferanten und Herstellern von Rohstoffen und Verpackungsmaterialien,
unabhängig vom Auslöser (Fokus auf einen: Rohstoff/Verpackungsmaterial, neuer Rohstoff/neues Verpackungsmaterial,
neuer Lieferant, Reklamation) sowie Audits bei von Manner beauftragten Dienstleistern (Lohnfertiger, Logistik-Dienstleis-
ter, Co-Packer).
Anzahl der durchgeführten Audits gesamt: 7
CoPacker: 4 Audits (Schwerpunkt 2023)
Lieferanten: 3 Audits
Erweiterte Überprüfung von Rohstoffen im Wareneingangsprozess
Sämtliche Rohstoffe, die bei Manner eingesetzt werden, durchlaufen in einer detaillierten Risikoanalyse einen stufenwei-
sen Prozess zur Risikobewertung und Risikominimierung. Ziel der risikobasierenden Wareneingangsprüfung ist, die Ware
bei Wareneingang auf Abweichungen von der spezifizierten Qualität sowie auf erkennbare Mängel zu prüfen und diese
dem Lieferanten unverzüglich mitzuteilen. Diese systematische Vorgehensweise stellt nicht nur den Qualitätsanspruch
sicher, sondern dient auch der wirtschaftlichen Absicherung (Food Fraud). Generell werden nur Lieferanten bzw. Hersteller
von Rohstoffen akzeptiert, die eine entsprechende GFSI-relevante Zertifizierung aufweisen. Ausnahmen davon erfolgen
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
111
nur nach positiver Prüfung des Lieferanten/Herstellers durch die Qualitätsabteilung auf Basis eines schlüssigen und um-
gesetzten HACCP-Konzepts bzw. durch ein Lieferantenaudit vor Ort. Die Freigabe eines Rohstoffs und Lieferanten erfolgt
nach positiver Musterprüfungen sowie Vorliegen sämtlicher produkt- und lieferantenrelevanten Spezifikationen und Doku-
mente.
Alle freigegebenen Rohstoffe werden bei Anlieferung einem Basisprüfplan unterzogen (100% Kontrolle): mit diesem wird
die korrekte Auszeichnung, die saubere und korrekte Verpackung mit entsprechenden Reinigungszertifikaten der Trans-
portfahrzeuge, sowie die Auslobung und Gültigkeit von entsprechenden Zertifikaten (wie z. B. RFA, FT) zum Rohstoff
geprüft.
Um die Risiken aus dem Bezug weiter zu mindern, werden basierend auf der Risikoanalyse Hauptrohstoffe (Kakaobohnen,
Haselnüsse, Fette, Mehle, Zucker, Ei- & Milchprodukte) sowie weitere identifizierte Rohstoffe bei Warenanlieferung im
betriebseigenen Labor oder von beauftragten externen, akkreditierten Instituten zusätzlich zur allgemeinen Basisprüfung
analysiert und bewertet. Je nach Risikobewertung erfolgt dabei eine Abladungs- bzw. Produktionsfreigabe erst nach posi-
tivem Verwendungsentscheid basierend auf den Analysenresultaten.
Der prozentuelle Anteil der Rohstoffe, die 2023 einer erweiterten Laborprüfung unterzogen wurden, betrug im Berichtsjahr
53%.
Beschwerden und Verurteilungen im Zusammenhang mit nicht verantwortungsvollen Marketingpraktiken
Anteil der Reklamationen im Zusammenhang mit nicht verantwortungsvollem
Marketing durch Konsument:innen in %*
22
Anzahl der Verurteilungen im Zusammenhang mit nicht verantwortungsvollen
Marketingpraktiken
1
*Reklamationen im Zusammenhang mit nicht verantwortungsvollen Marketingpraktiken umfassen Beschwerden betreffend Markenpro-
dukte des Hauses Manner mit Bezug beispielsweise auf Mogelpackung, nicht lesbar, Marketingclaims, falsch ausgelobt, Irreführung,
Werbung an Kinder, sexistische oder anstößige Werbung etc. Das Tracking der Kennzahl erfolgt durch das Konsumentenservice.
Im Februar 2023 wurde Manner durch das Oberlandesgericht Wien als Berufungsgericht rechtskräftig wegen einer soge-
nannten Mogelpackung verurteilt. Damit wurde das zuvor ergangene Urteil des Handelsgerichts Wien vom Juni 2022 be-
stätigt. Gegenstand der Klage des VKI gegen Manner war der 300g-Beutel der Schnitten mit der Bezeichnung „Mozart“,
welcher einen zu hohen Lufthohlraum aufwies und zudem die gleichen Beutelmaße hatte wie die 400g-Beutel der Schnitten
mit den Bezeichnungen „Mignon“ und „Original Neapolitaner“. Die Verurteilung von Manner führte zu einer Kennzeichnung
des Füllstands und zukünftig zu einer Anpassung der Beutelgröße der 300g-Schnitten mit der Bezeichnung „Mozart“ und
zu mehr Sensibilität zu dem Thema Mogelpackung.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
112
4 Governance-Informationen
4.1 ESRS G1: Unternehmenspolitik
Die Angaben in diesem Kapitel beziehen sich allein auf die Josef Manner & Comp. AG und nicht auf ihr Tochterunterneh-
men.
4.1.1 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Wesentliche Auswirkungen im Zusammenhang mit Unternehmenskultur und Geschäftsgebaren der Josef Manner Comp.
AG ergeben sich hinsichtlich eines negativen Betriebs- und Arbeitsklimas, das sich auf die Lebensqualität und Produktivität
der Mitarbeiter*innen niederschlägt, bis hin zur Gefährdung der Jobsicherheit der Mitarbeitenden bei potenziellen unlaute-
ren Geschäftspraktiken, insbesondere Korruption und Bestechung, sowie den damit verbundenen negativen, systemi-
schen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Signifikante Auswirkungen ergeben sich auch im Falle mangelnder Compliance
bezüglich der Lieferkettensorgfaltspflicht (im Fall potenzieller Menschenrechtsverletzungen und ökologischer Folgen).
Darüber hinaus wurden im Zusammenhang mit Unternehmenskultur und Geschäftsgebaren wesentliche Risiken identifi-
ziert, allen voran Lieferausfälle bzw. mangelnde Lieferfähigkeit von Manner (z. B. aufgrund von Engpässen im Personal,
mangelhaften Planungsprozessen) und die Komplexität der regulatorischen Anforderungen im Zusammenhang mit dem
EU Green Deal (CSRD, Taxonomie, CSDDD, Green Claims Directive). Darüber hinaus wurden Dokumentenfälschung und
unberechtigtes Vorgehen von Mitarbeiter*innen, lückenhafte Cyber Security (z. B. bezüglich Diebstahl von Rezepturen),
ein fehlendes Managementsystem für Risikomanagement, Gefährdung von Lieferantenbeziehungen sowie Reputations-
schäden (z. B. aufgrund mangelnder Sorgfaltspflicht in der Lieferkette) als Risiken bewertet.
4.1.2 Strategien in Bezug auf Unternehmenspolitik und Unternehmenskultur
Die Unternehmenspolitik der Josef Manner & Comp. AG berücksichtigt die Interessen von Kund*innen, Konsument*innen,
Mitarbeiter*innen und Eigentümer*innen. Produktqualität, -legalität, -authentizität und -sicherheit sind wesentliche Kriterien
für alle genannten Stakeholder. Stabiles Wachstum und verantwortungsvolles sowie nachhaltiges Wirtschaften sichern die
Errungenschaften und den Erfolg von Manner ab. Manners Unternehmenspolitik benennt die folgenden anzuwendenden
Strategien:
Organisationsentwicklung
Markenwachstum und Innovation
Präsenz und Sichtbarkeit
Kostensenkung und Qualitätsverbesserung
Nachhaltigkeit
Die Manner-Unternehmenskultur legt die Vision, bei den Konsument*innen die Nr. 1 zu sein, fest. Zur Verwirklichung dieser
Vision ist die Stimmung in der Belegschaft und die Besinnung auf gemeinsame Werte entscheidend. Dr. Carl Manner,
Enkelsohn des Firmengründers, hat einst Werte für das Unternehmen herausgearbeitet, die heute noch in gleicher Weise
eine wichtige Bedeutung für das Unternehmen haben:
Lösungsorientierung
Zusammenarbeit
Kundenorientierung
Verantwortlichkeit
Menschlichkeit
Es ist gemeinsame Verantwortung aller Mitarbeiter*innen, diese Werte zu leben und dadurch das Arbeitsumfeld zu schaf-
fen, welches eine geeignete Grundlage für den gemeinsamen Erfolg bietet. Gefördert werden diese Werte durch das
beispielhafte Verhalten von Vorgesetzten und offene Kommunikation im Manner-Mitarbeiter-Code-of-Conduct.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
113
Weitere im Mitarbeiter-Code-of-Conduct enthaltene Bestandteile der Unternehmenskultur betreffen konkrete Regeln
zum Dialog mit Konsument*innen, zum Umgang unter Mitarbeitern, zur geschäftlichen Integrität, der Verantwortung auf-
grund unserer Börsennotierung und andere Vorgaben. Vorkehrungen für den Fall der Nichteinhaltung und die Möglichkeit,
Fehlverhalten zu melden, erlauben es, die Einhaltung der Manner-Unternehmenskultur zu bewerten.
Mit Blick auf Korruptions- und Bestechungsbekämpfung liegt bei Manner eine Anti-Korruptionsrichtlinie vor. Darin wird
allen Mitarbeiter*innen in verständlicher Weise nähergebracht, wie sie sich in ihrem Geschäftsgebaren zu verhalten haben.
Die Richtlinie beinhaltet Regelungen und Informationen zu den Bereichen Antikorruption, verbotene Intervention, Sponso-
ring, Einladungen und enthält zudem Bestimmungen zum Berichtswesen. So sind Mitarbeiter*innen etwa verpflichtet, ge-
gebenenfalls eine Meldung über Zuwendungen, Geschenke und Einladungen, welche einen Wert von 200,-- pro Jahr
übersteigen, an den Compliance-Verantwortlichen zu erstatten. Diese Richtlinie wird allen Angestellten bei Manner in re-
gelmäßigen Abständen zu Kenntnis gebracht.
Bei Verdacht eines Verstoßes gegen kapitalmarktrechtliche Compliance-Regeln (Compliance Richtlinie) wird der Sachver-
halt durch den Compliance-Verantwortlichen lückenlos aufgeklärt. Zu diesem Zweck stehen dem Compliance-Verantwort-
lichen weitgehende Befugnisse zu, um eine Aufklärung zu gewährleisten.
Der Mitarbeiter-Code-of-Conduct gewährleistet das rechtliche Wohlverhalten der Mitarbeiter*innen in allen sonstigen in
Frage kommenden Bereichen. Ein Verstoß gegen Bestimmungen der Anti-Korruptionsrichtlinie, Compliance-Richtlinie o-
der des Mitarbeiter-Code-of-Conduct kann für den/die betroffene*n Mitarbeiter*in arbeitsrechtliche Konsequenzen nach
sich ziehen.
Manner bietet den Mitarbeiter*innen über eine Hinweisgeberplattform die Möglichkeit, Unregelmäßigkeiten im Unterneh-
men zu melden. Diese Meldungen sind von drei Personen einsehbar, die mit der Aufarbeitung und Aufklärung der geschil-
derten Situation betraut sind. Jede Meldung wird genauestens geprüft und bei Vorliegen der Voraussetzungen bearbeitet.
Bei der Aufklärung des gemeldeten Sachverhalts wirkt der Compliance-Verantwortliche federführend mit.
Der/die Hinweisgeber*in hat die Möglichkeit, eine Meldung über das Portal auch anonym einzubringen. Sollte der/die Hin-
weisgeber*in jedoch nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, so räumt Manner dem Schutz des/der Hinweisge-
ber*in eine hohe Priorität ein. Das Ziel Manners ist es, bei Vorliegen von Unregelmäßigkeiten, diese aufklären zu können
und seinen Mitarbeiter*innen auch die Sicherheit zu geben, derartige Meldungen ohne Angst vor Konsequenzen erstatten
zu können.
Im Jahr 2023 kam es zu insgesamt drei Meldungen über das Hinweisgebersystem, wovon lediglich ein Hinweis in den
Anwendungsbereich des Hinweisgebersystems gefallen ist. In dieser Angelegenheit wurde eine Folgemaßnahme gesetzt,
die zu einer Verbesserung des Datenschutzes bei Manner geführt hat.
Manner ist stets bemüht, keine unlauteren oder gesetzwidrigen Geschäftsgebaren zuzulassen. Dazu dienen auch interne
Regelungen aus der Antikorruptionsrichtlinie und dem Mitarbeiter-Code-of-Conduct. Für den Fall, dass es dennoch zu
derartigen Vorfällen kommt, arbeitet Manner diese intern lückenlos auf und wird, falls notwendig, auch externe Unterstüt-
zung hierfür heranziehen.
Manner veranstaltet jährlich mit einem externen Experten eine Schulung zum Thema Wettbewerbsrecht & Kartellrecht.
Darin werden die gefährdeten Abteilungen auf die gesetzlichen Regelungen in den zwei Rechtsbereichen aufmerksam
gemacht. Diese Schulung soll das rechtliche Wohlverhalten insbesondere im Kartellrecht sicherstellen.
Darüber hinaus schult Manner seine Angestellten in regelmäßigen Abständen zum Thema Anti-Korruption und Bestech-
lichkeit. Diese Schulung erfolgt aufgrund der breiten Zielgruppe mit Hilfe einer internen Schulungsplattform. Die Absolvie-
rung der Schulung ist für alle Angestellten, die im Büro tätig sind, verpflichtend.
Folgende Funktionen/Abteilungen sind in Bezug auf Korruption und Bestechung bei Manner am meisten gefährdet:
Alle Führungskräfte (bis zur Ebene Abteilungsleiter*in)
Einkauf (alle Mitarbeiter*innen)
Verkauf (alle Mitarbeiter*innen aus den Abteilungen Vertrieb, Export, Außendienst)
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Jahresfinanzbericht 2023
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Aserbaidschan (alle Mitarbeiter*innen, die mit Aserbaidschan befasst sind)
Marketing (alle Mitarbeiter*innen)
Finanzbuchhaltung (alle Mitarbeiter*innen)
Recht & Compliance (alle Mitarbeiter*innen)
4.1.2.1 Management der Beziehungen zu Lieferant*innen
Mitarbeiter*innen im Einkauf sind gut ausgebildet im Umgang mit Lieferant*innen. Compliancerichtlinie und Einkaufsricht-
linie geben den rechtlichen Rahmen vor.
Lieferant*innen/Vertragspartner*innen werden nach einem definierten Prozess bei Manner ausgewählt. Dieser ist im
Firestart/Dokumentenlenkungsmanagement abgebildet. Es startet mit einer Marktevaluierung, um geeignete Partner*in-
nen zu finden (Kriterien: Versorgungssicherheit, Größe, Region etc.). Danach findet eine Bemusterung statt und ein Liefe-
rantenevaluierungsbogen, der auch nachhaltige Kriterien umfasst, wie etwa Zertifizierungen, und dieser muss ausgefüllt
an Manner kommuniziert werden. Entsprechen Muster und relevante Zertifikate und Dokumente sowie ein gegebenen-
falls positiv abgeschlossenes Vor-Ort-Audit den Qualitätsvorgaben von Manner, erfolgt eine Freigabe durch die Quali-
tätsabteilung. Die/der Lieferant*in wird dann im Portfolio aufgenommen. Lieferant*innen, die länger nicht an Manner gelie-
fert haben, müssen diesen Freigabeprozess erneut durchlaufen.
Im Lieferantenevaluierungsbogen im Zuge der Lieferantenfreigabe werden z. B. abgefragt: HACCP-Konzepte, Zertifizie-
rungen, Rahmenbedingungen für Audits etc. Eine Bewertung nach sozialer und/oder ökologischer Performance findet nicht
statt. Es gibt keine allgemeine Bevorzugung von zertifizierten Lieferant*innen. Dennoch gibt es Vorgaben, die die/der Lie-
ferant*in zu erfüllen hat. Ein gültiges GFSI-Zertifikat bzw. geprüftes HACCP- und Hygiene-Konzept sowie ein gegebenen-
falls durchgeführtes Vor-Ort-Audit entscheiden über die Aufnahme einer/eines Lieferant*in. Im Zuge des Lieferanteneva-
luierungsbogens werden weitere Standards und Zertifikate abgefragt.
Der Supplier Code of Conduct (SCoC), der auf der Manner-Webseite kommuniziert ist, wurde von der Josef Manner &
Comp AG für Lieferant*innen, Co-Packer*innen und Lizenznehmer*innen verfasst, um in Ergänzung zu bereits vorliegen-
den Vereinbarungen und Verträgen die soziale und ökologische Compliance und die damit verbundene unternehmerische
Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette sicherzustellen. Hintergrund für die soziale Nachhaltigkeit bilden gesetz-
liche Grundlagen aus Österreich, Deutschland und der EU („Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz“), die Unternehmen weitrei-
chende menschenrechtliche Sorgfaltspflichten entlang ihrer Lieferketten auferlegen. Die in diesem SCoC festgelegten
menschenrechtlichen Vorgaben orientieren sich zudem maßgeblich an den Kernarbeitsnormen der Internationalen Ar-
beitsorganisation (ILO-Kernarbeitsnorm), den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen sowie den zehn Prinzi-
pien des Globalen Pakts der Vereinten Nationen (UN Global Compact). Der SCoC ist für Lieferant*innen, Co-Packer*innen
und Lizenznehmer*innen verbindlich und umfasst unter anderem die Themen soziale Verantwortung, Kinderarbeit,
Zwangsarbeit, Diskriminierung, Entlohnung, Arbeitszeiten, aber auch Vereinigungsfreiheit, Sicherheit und Beschwerdeme-
chanismen.
Sofern es zu Abweichungen oder Verstößen gegen die in diesem SCoC aufgeführten Inhalte kommt, muss das Unterneh-
men Manner Maßnahmen zur Abhilfe vorschlagen. Es ist ein Maßnahmenplan zu erstellen, zu dokumentieren und gege-
benenfalls mit Manner abzustimmen, der neben den Einzelmaßnahmen die jeweils Verantwortlichen benennt und genaue
Fristen zur Durchführung definiert. Wird gegen die in diesem SCoC aufgeführten Vorgaben verstoßen oder eine Maß-
nahme nicht eingehalten, hat Manner das Recht, das Unternehmen zu sanktionieren. Die Art und das Ausmaß der Sank-
tionierung richten sich dabei nach Art und Ausmaß des Verstoßes des Unternehmens gegen eine Vorgabe oder Maß-
nahme. Es liegt im Ermessen von Manner, das Ausmaß eines Verstoßes und die damit einhergehenden Sanktionen zu
bewerten. Die Maßnahmen der Sanktionierung umfassen die Auferlegung zusätzlicher Anforderungen, eine Erhöhung der
Kontrollintervalle, das temporäre Aussetzen der Lieferbeziehung und/oder den Abbruch der Lieferbeziehung. Die tatsäch-
liche Festlegung zur Durchführung einzelner Maßnahmen erfolgt durch die Verantwortlichen von Manner unter Berück-
sichtigung der identifizierten Risiken, vorliegenden, anlassbezogenen Beschwerden und Anforderungen sowie der
Schwere des Verstoßes. Die Rechtsfolgen richten sich nach den vertraglichen und gesetzlichen Möglichkeiten.
Um Zahlungsverzug zu vermeiden, nutzt die Manner AG grundsätzlich Lieferantenskonti aus. Dies bedingt eine pünktliche
Zahlung innerhalb der, in der Regel kurzen, Zahlungsfristen, die dafür gelten, sonst entfällt der Skonto. Der gegen Ende
2023 neu eingeführte Zahlungsprozess sieht vor, dass es zweimal pro Woche einen Zahllauf gibt, im Zuge dessen die
Zahlungen immer bis zum nächsten regulären Zahllauf vorgezogen werden. Dadurch ist sichergestellt, dass sämtliche
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
115
freigegebene Zahlungen pünktlich zur Auszahlung gebracht werden. Ein wichtiger Verbesserungspunkt betrifft die Opti-
mierung der hinterlegten Stammdaten sowie deren Pflege. Zur Vermeidung von Zahlungsverzügen sollen daraus resultie-
rende Fehlerquellen minimiert werden. Zum anderen werden auch das Lieferantenmanagement und Rechnungsfreigabe-
management auf Schnelligkeit ausgelegt. Dadurch soll der Anteil der termingerecht bezahlten Rechnungen messbar stei-
gen, Zahlungsverzüge werden seltener und kürzer.
4.1.2.2 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung
Bei Manner bestehen interne Kontrollsysteme, Richtlinien und Berechtigungssysteme, um Korruption, unsaubere Ge-
schäfte und Bestechung zu verhindern.
Es wurde bereits 2017 eine interne Richtlinie zur Begründung von Verbindlichkeiten von Manner implementiert. Darin wird
festgelegt, dass Rechtsgeschäfte, welche die festgesetzten Betragsgrenzen überschreiten, von mehreren Personen zu
zeichnen sind bzw. die Unterschrift von Prokuristen oder dem Vorstand verpflichtend eingeholt werden muss. Dies garan-
tiert Sicherheit im Sinne des Vier-Augen-Prinzips.
Darüber hinaus wurde 2014 eine Antikorruptionsrichtlinie bei Manner beschlossen. Darin wurden explizit rechtlich unlau-
tere Handlungen definiert und untersagt, sowie eine Meldepflicht von Mitarbeiter*innen verankert. Diese Meldepflicht be-
trifft Zuwendungen, Geschenke und Einladungen von Geschäftspartner*innen; das Fordern eines Vorteils durch einen
Amtsträger sowie generell die Meldung von Verstößen gegen die Antikorruptionsrichtlinie.
Zentrale/r Ansprechpartner*in bei Manner im Falle eines Korruptions- oder Bestechungsverdachts ist die/der Compliance-
Verantwortliche. Im Bereich der kapitalmarktrechtlichen Compliance verfügt diese/r bereits über Rechte, die zur Aufklärung
und Prävention eines Verdachts des Marktmissbrauchs notwendig sind, wie beispielsweise das Recht zur Einsicht in Un-
terlagen der betroffenen Mitarbeiter*innen oder Abteilungen. Für die Bereiche Antikorruption, Bestechung und Untreue ist
vorgesehen, dass der/dem Compliance-Verantwortlichen entsprechende zur Aufklärung und Prävention dienliche Kompe-
tenzen und Rechte eingeräumt werden.
Zur Vermeidung von Korruptions- und Bestechungsvorfällen bestehen bei Manner darüber hinaus folgende Richtlinien und
Systeme:
Manner-Mitarbeiter-Code-of-Conduct (Verhaltensregeln)
Einkaufs- und Rechnungsprozess-Richtlinie
Anti-Korruptionsrichtlinie
Compliancerichtlinie (kapitalmarktrechtliche Compliance)
Interne Revision (mit Schwerpunkt Vertrieb und Einkauf)
Berechtigungssysteme des ERP-Programms
Schulung der Mitarbeiter*innen
Meldung von Vorfällen über die Hinweisgeberplattform
Zentrale/r Ansprechpartner*in bei Manner im Falle eines Korruptions- oder Bestechungsverdachts ist die/der Compliance-
Verantwortliche. Sie/er ist auch Teil jener Personengruppe, die Zugang zu Meldungen im Hinweisgebersystem hat. Im
Jahr 2023 wurde die Funktion des Compliance-Verantwortlichen von dem CFO und Bereichsleiter für Finanzen & Recht
ausgeübt. Insofern gab es im Jahr 2023 eine Trennung der zentralen Funktion für die Prävention und Aufdeckung von
Korruption und Bestechung von der Managementkette.
Eine interne Regelung für die Meldung bestimmter Sachverhalte oder Ergebnisse von Untersuchungen durch die/den
Compliance-Verantwortliche/n oder einen allenfalls einberufenen Untersuchungsausschuss an Verwaltungs-, Manage-
ment- und Aufsichtsorgane soll im Jahr 2024 als Bestandteil einer neuen Antikorruptionsrichtlinie erlassen werden.
Allen Mitarbeiter*innen bei Manner werden die bestehenden Grundsätze und Richtlinien jederzeit zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus gibt es eine jährliche Schulung zum Thema Anti-Korruption und Bestechung, welche von allen Angestellten
zu absolvieren ist. Im Jahr 2024 sollen die Schulungsinhalte um das Thema Untreue ergänzt werden.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
116
Bei Manner wurde 2023 eine Schulung der Anti-Korruptionsrichtlinie mittels Onlineschulungstool durchgeführt. Dabei wur-
den alle im Büro beschäftigten Angestellten bei Manner angewiesen, die Richtlinie durchzulesen und im Anschluss Fragen
zu praktisch relevanten Sachverhalten zu beantworten. Der Anteil der von Schulungsprogrammen abgedeckten risikobe-
hafteten Funktionen beträgt 91,21%.
In der nachfolgenden Tabelle werden die Ergebnisse dieser Schulung anschaulich dargestellt.
Risikobehaftete
Funktionen*
Führungskräfte**
Sonstige eigene
Arbeitskräfte***
Angestellte
insgesamt****
Abdeckung durch Schulungen
Mitarbeiter*innen
91
18
99
246
Davon geschult
83 16 87 217
Schulungsmethode und Dauer
Computerbasierte Schulungen
1 Stunde 1 Stunde 1 Stunde 1 Stunde
Häufigkeit
Wie häufig sind Schulungen er-
forderlich?
jährlich jährlich jährlich jährlich
Behandelte Themen
Definition von Korruption
x x x x
Definition verschiedener Beste-
chungsarten
x x x x
Abgrenzung zu erlaubten Tätig-
keiten (etwa Sponsoring)
x x x x
Meldepflichten
x
x
x
x
Strategien
x
x
x
x
*Unter Risikobehaftete Funktionen werden jene Mitarbeiter*innen erfasst, die in Bezug auf Korruption und Bestechung bei Manner
am meisten gefährdet sind: Alle Führungskräfte (bis zur Ebene Abteilungsleiter), Einkauf, Verkauf (Abteilungen Vertrieb, Export, Außen-
dienst), Marketing, Finanzbuchhaltung, Recht & Compliance
**„Führungskräfte“ umfasst die erste und zweite Führungsebene (Mitglieder des Vorstands und jene Mitarbeiter*innen, die direkt an ein
Vorstandsmitglied berichten). Die Führungskräfte sind auch in der Gruppe der risikobehafteten Funktionen erfasst.
***„Sonstige eigene Arbeitskräfte“ umfasst Mitarbeiter*innen, die im Büro angestellt sind und weder zu den risikobehafteten Funktionen
zählen noch zu den Führungskräften.
****„Angestellte insgesamt“: Angestellte der Josef Manner & Comp. AG in Österreich. Diese Zahl bildet sich aus den risikobehafteten
Funktionen, den sonstigen eigenen Arbeitskräften und jenen Angestellten, die nicht im Büro, sondern in der Produktion beschäftigt sind.
Arbeitskräfte in der Produktion konnten 2023 noch nicht geschult werden, da der Zugang zum Onlineschulungstool zu dem Zeitpunkt
noch nicht bestand.
Zukünftig sollen bei Manner alle Angestellten, unabhängig davon, ob sie im Büro oder in der Produktion bzw. in Österreich
oder in Deutschland arbeiten, Zugang zu Onlineschulungen erhalten. Außerdem soll insbesondere die Antikorruptions-
schulung auf Mitarbeiter*innen der Tochtergesellschaften der Josef Manner & Comp. AG ausgeweitet werden.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
117
4.1.3 Parameter und Ziele: Kennzahlen
2023 gab es bei Manner weder bestätigte Fälle noch Verurteilungen wegen Verstößen gegen Korruptions- oder Beste-
chungsvorschriften. Das Ziel von Manner ist es selbstverständlich, weiterhin frei von Korruptions- und Bestechungsfällen
zu bleiben, um den Ruf des Unternehmens und der Marke zu schützen. Bei Manner gibt es keinen Platz für Korruption,
Bestechung oder unsaubere Geschäfte.
Die durchschnittliche Dauer zwischen Buchungsdatum und Ausgleichsdatum beträgt 36,7 Tage und ist repräsentativ für
das gesamte Jahr.
Antikorruption und Bestechung
Anzahl der bestätigten Fälle von Korruption 0
Anzahl der bestätigten Fälle von Bestechung 0
Anzahl der bestätigten Fälle mit Konsequenzen für eigene Arbeitskräfte 0
Anzahl der bestätigten Fälle mit Konsequenzen für Geschäftspartner 0
Anzahl der Verurteilungen für Verstöße gegen Korruptions- und Beste-
chungsvorschriften
0
Höhe der Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungs-
vorschriften (in €)
0
Zahlungspraktiken
Durchschnittliche Zahlungszeit in Tagen 36,7
Anzahl der Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzugs 0
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
118
Hinweis
Dieser Lagebericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit
zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des
Vorstands hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistungen zu verstehen
und beinhalten schwer vorhersehbare Risiken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen, dass
tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.
Wien, am 18.04.2024
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG
Dr. Hans Peter Andres
Vorstand
Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik
Sabine Brandl MBA, MSc
Vorständin
Marketing, Verkauf & HR
Thomas Gratzer
Vorstand
Produktion & Technik
Scipio Oudkerk, MSc
Vorstand
Finanzen, Recht, IT & Office Management
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
119
Konzernabschluss
2023
nach IFRS
(International Financial Reporting Standards)
Josef Manner & Comp.
Aktiengesellschaft

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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
120
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis ......................................................................................................................................................................... 122
Konzerngewinn- und -verlustrechnung ................................................................................................................................................. 123
Konzern-Gesamtergebnisrechnung ...................................................................................................................................................... 124
Konzernbilanz ...................................................................................................................................................................................... 125
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ....................................................................................................................................... 127
Konzern-Kapitalflussrechnung .............................................................................................................................................................. 128
Konzernanhang .................................................................................................................................................................................... 129
1 Grundlagen ............................................................................................................................................................... 129
2 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden ........................................................................................................ 132
3 Konsolidierung .......................................................................................................................................................... 133
4 Währungsumrechnung ............................................................................................................................................. 134
Angaben zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung............................................................................................................................. 135
5 Umsatzerlöse ............................................................................................................................................................ 135
6 Segmentberichtserstattung ...................................................................................................................................... 136
7 Sonstige betriebliche Erträge ................................................................................................................................... 137
8 Materialaufwand und bezogene Leistungen ............................................................................................................ 138
9 Personalaufwand ..................................................................................................................................................... 138
10 Sonstige betriebliche Aufwendungen ..................................................................................................................... 139
11 Finanzerträge ......................................................................................................................................................... 139
12 Finanzaufwendungen ............................................................................................................................................. 140
13 Ertragsteuern ......................................................................................................................................................... 140
14 Ergebnis je Aktie ..................................................................................................................................................... 141
Angaben zur Konzernbilanz .................................................................................................................................................................. 142
15 Sachanlagen ........................................................................................................................................................... 142
16 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ........................................................................................................... 144
17 Immaterielle Vermögenswerte ............................................................................................................................... 146
18 Finanzanlagen ........................................................................................................................................................ 147
19 Vorräte ................................................................................................................................................................... 148
20 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ....................................................................................................... 148
21 Sonstige Forderungen ............................................................................................................................................ 149
22 Sonstige finanzielle Vermögenswerte .................................................................................................................... 149
23 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ..................................................................................................... 149
24 Eigenkapital ............................................................................................................................................................ 149

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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
121
25 Rückstellungen ....................................................................................................................................................... 150
26 Finanzielle Verbindlichkeiten .................................................................................................................................. 153
27 Sonstige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen .......................................... 154
28 Latente Steuern ...................................................................................................................................................... 155
Sonstige Angaben ................................................................................................................................................................................ 156
29 Leasingverhältnisse ................................................................................................................................................ 156
30 Finanzinstrumente .................................................................................................................................................. 160
31 Risikoberichterstattung .......................................................................................................................................... 163
32 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ............................................................................... 168
33 Organe .................................................................................................................................................................... 169
34 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ....................................................................................................................... 169
35 Fehlerkorrekturen ................................................................................................................................................... 170
36 Freigabe des Konzernabschlusses .......................................................................................................................... 174

Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
122
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzung
Bezeichnung
AC
measured at amortised cost zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
FVPL
measured at fair value through profit or loss erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
WACC
Weighted average cost of capital gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
WKZ
Werbekostenzuschüsse

Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
123
Konzerngewinn- und -verlustrechnung
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
T€
Note
2023
2022
angepasst*
Umsatzerlöse
5
270.843
239.265
Bestandsveränderungen
3.644
5.052
Aktivierte Eigenleistungen
48
51
Sonstige betriebliche Erträge
7
2.697
2.695
Materialaufwand und bezogene Leistungen
8
-158.434
-142.288
Personalaufwand
9
-56.316
-50.898
Abschreibungen
15, 17
-9.673
-9.329
Bewertungsergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
16
-1.130
-180
Sonstige betriebliche Aufwendungen
10
-41.333
-37.058
Betriebsergebnis
10.346
7.310
Finanzerträge
11
428
41
Finanzaufwendungen
12
-3.238
-2.125
Finanzergebnis
-2.810
-2.084
Ergebnis vor Steuern
7.535
5.226
Ertragsteuern
13
-2.503
-1.470
Periodenergebnis
5.033
3.756
Eigentümer des Mutterunternehmens
5.033
3.756
Ergebnis je Aktie
Verwässert = unverwässert
2,66
1,99
* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).


Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
124
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
SONSTIGES ERGEBNIS
T€
Note
2023
2022
angepasst*
Periodenergebnis
5.033
3.756
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert
werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
25
-1.419
1.326
Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
323
-212
-1.096
1.114
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
können
Währungsumrechnungsdifferenzen
4
-256
240
Sonstiges Ergebnis
-1.352
1.354
GESAMTERGEBNIS
3.681
5.110
Eigentümer des Mutterunternehmens
3.681
5.110
* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).


Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
125
Konzernbilanz
AKTIVA
T€
Note
31.12.2023
31.12.2022
01.01.2022
angepasst*
angepasst*
LANGFRISTIGES VERMÖGEN
Sachanlagen
15
75.789
75.355
76.740
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
16
12.930
14.060
14.240
Immaterielle Vermögenswerte
17
3.526
4.123
2.594
Finanzanlagen
18
3.010
4.440
3.611
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
22
844
854
851
Latente Steueransprüche
28
20
27
66
Summe langfristiges Vermögen
96.118
98.858
98.100
KURZFRISTIGES VERMÖGEN
Vorräte
19
42.201
39.420
32.084
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
20
31.165
26.723
20.503
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
22
1.016
594
613
Ertragsteuerforderungen
0
116
133
Sonstige Forderungen
21
4.665
3.136
4.199
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
23
3.524
19.232
14.275
Summe kurzfristiges Vermögen
82.571
89.222
71.808
SUMME AKTIVA
178.690
188.080
169.908

Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
126
Konzernbilanz
PASSIVA
T€
Note
31.12.2023
31.12.2022
01.01.2022
angepasst*
angepasst*
EIGENKAPITAL
Eigenkapital (Eigentümer des Mutterunternehmens)
24
64.853
63.440
59.843
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Kreditverbindlichkeiten
26
29.307
30.693
20.581
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
26
5.724
5.643
6.920
Rückstellungen
25
10.440
9.206
11.444
Sonstige Verbindlichkeiten
27
442
608
645
Latente Steuerschulden
28
1.224
644
164
Summe langfristige Schulden
47.137
46.795
39.754
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Kreditverbindlichkeiten
26
23.140
37.890
32.423
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
26
2.811
4.279
3.762
Rückstellungen
25
2.649
2.422
1.900
Ertragsteuerverbindlichkeiten
1.130
451
488
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
27
25.890
25.002
25.369
Sonstige Verbindlichkeiten
27
11.080
7.800
6.369
Summe kurzfristige Schulden
66.700
77.845
70.312
SUMME PASSIVA
178.690
188.080
169.908
* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).


Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
127
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
T€
2023 Grundkapital
Kapital-rück-
lagen
Währungs-
umrech-
nungs-diffe-
renzen
IAS 19-Rück-
lagen
Gewinn-rück-
lagen
Gesamt
Stand zum 01.01.
13.740
1
442
67
49.191
63.440
Periodenergebnis
0
0
0
0
5.033
5.033
Sonstiges Ergebnis
0
0
-256
-1.096
0
-1.352
Gesamtergebnis
0
0
-256
-1.096
5.033
3.681
Dividende
0
0
0
0
-2.268
-2.268
Stand zum 31.12.
13.740
1
186
-1.029
51.955
64.853
T€
2022 Grundkapital
Kapital-rück-
lagen
Währungs-
umrech-
nungs-diffe-
renzen
IAS 19-Rück-
lagen
Gewinn-rück-
lagen
Gesamt
Stand zum 01.01.,
wie zuvor berichtet
13.740 1 205 -157 46.836 60.626
Änderungen aufgrund von Fehlerkor-
rekturen
0 0 -3 -891 110 -783
Angepasster Stand zum 01.01.
13.740
1
202
-1.047
46.947
59.843
Angepasstes Periodenergebnis
0
0
0
0
3.756
3.756
Angepasstes Sonstiges Ergebnis
0
0
240
1.114
0
1.354
Angepasstes Gesamtergebnis
0
0
240
1.114
3.756
5.110
Dividende
0
0
0
0
-1.512
-1.512
Angepasster Stand zum 31.12.
13.740
1
442
67
49.191
63.440


Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
128
Konzern-Kapitalflussrechnung
T€
Note
2023
2022
angepasst*
Cashflow aus dem operativen Bereich
Periodenergebnis
5.033
3.756
Ertragsteuern
13
2.503
1.470
Finanzaufwendungen
12
3.238
2.125
Finanzerträge
11
-428
-41
Bewertungsergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
16
1.130
180
Abschreibungen von Sachanlagen (inklusive Nutzungsrechte) und immate-
riellen Vermögenswerten
15, 17
9.673 9.329
Abschreibungen und Zuschreibungen von Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
740 125
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen
-14
-1.033
Gezahlte Ertragsteuern
-799
-1.164
Cashflow aus dem Ergebnis
21.076
14.746
Veränderung von Vorräten
-2.781
-7.336
Veränderung von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten
-7.532
-4.418
Veränderung von Verbindlichkeiten
4.865
1.562
Veränderung von Rückstellungen
588
-354
Veränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit
-4.859
-10.546
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
16.217
4.200
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen
-8.636
-7.677
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen
314
139
Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten
-395
-1.743
Erwerb von finanziellen Vermögenswerten
-175
-1.103
Einzahlungen aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten
1.193
0
Erhaltene Zinsen
428
57
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-7.272
-10.327
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von Kreditverbindlichkeiten
26
207
20.223
Auszahlungen für die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten
26
-16.343
-4.653
Einzahlungen aus der Aufnahme sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten
26
102
65
Auszahlungen für die Tilgung sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten
26
-1.342
-238
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten
26
-1.436
-1.295
Gezahlte Zinsen
-3.619
-1.306
Gezahlte Dividenden
-2.268
-1.512
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-24.699
11.284
Währungsdifferenzen
44
-199
Cashflow gesamt
-15.709
4.958
Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 01.01.
19.232
14.275
Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12.
3.524
19.232
* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund von Fehlerkorrekturen angepasst (siehe Anhangangabe 35).


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
129
Konzernanhang


1 Grundlagen
Unternehmen
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Wien Hernals, Wilhelminenstraße 6, 1170 Wien („Mutterunternehmen“,
„Gesellschaft“, „Manner AG“ oder „Unternehmen“) und deren sechs Tochterunternehmen bilden die „Manner Gruppe“ (die
„Gruppe“ oder der „Konzern“). Das Mutterunternehmen verfügt zum 31.12.2023 über sieben Standorte in Österreich und
zwei Standorte in Deutschland (Vertrieb in Köln und ein Shop in Berlin).
Die Tätigkeit der Manner Gruppe besteht in der Erzeugung von und dem Handel mit Schokolade-, Zucker- und Dauer-
backwaren (gemeinsam „Süßwaren“). Die erzeugten Süßwaren werden an den Lebensmitteleinzelhandel in Österreich,
Deutschland und im Rest der Welt verkauft. Ein geringer Teil der erzeugten Süßwaren wird in eigenbetriebenen Shops in
Österreich, Deutschland und Tschechien verkauft.
Die Produktion der Süßwaren findet in den Standorten Wien Hernals und Wolkersdorf, Niederösterreich, statt. Ausgehend
vom Stammmarkt Österreich erfolgt der Ausbau des internationalen Geschäfts in ausgewählten Märkten, vorwiegend in
Zentral- und Osteuropa.
Als Nebentätigkeit vermietet die Manner Gruppe eine Immobilie in Wien. Außerdem betreibt die Manner Gruppe eine
Haselnussplantage (in Entstehung) in Aserbaidschan.
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft hat Aktien begeben, die an der Wiener Börse zum amtlichen Handel zuge-
lassen sind (näheres dazu siehe Note 24). Die Manner AG gilt somit als börsennotiertes oder kapitalmarktorientiertes Un-
ternehmen.
Erläuterung zur Änderung des Anhangs zum Konzernabschluss
Der mit 14. März 2024 aufgestellte Anhang zum Konzernabschluss wurde vom Vorstand geändert. Um die Transparenz
gegenüber den Kleinaktionären zu erhöhen wurden die Angaben zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag unter Punkt
34 Ereignisse nach dem Bilanzstichtagangepasst.
Übereinstimmungserklärung
Der vorliegende Konzernabschluss der Manner Gruppe wurde nach den International Financial Reporting Standards, wie
sie in der Europäischen Union zum 31.12.2023 anzuwenden sind, sowie den zusätzlichen Bestimmungen von § 245a UGB
erstellt.

Bilanzstichtag
Der Konzernabschluss wurde zum 31.12.2023 aufgestellt. Das Geschäftsjahr aller konsolidierten Gesellschaften ist das
Kalenderjahr. Zum 31.12.2023 weisen keine Konzerngesellschaften einen abweichenden Bilanzstichtag auf.

Russland-Ukraine-Krieg
Durch den Krieg in der Ukraine sowie die eingeführten Sanktionen gegen Russland sind die Preise für Rohstoffe, Energie
und Verpackungsmaterial teilweise dramatisch gestiegen und sehr volatil geworden. Im Jahr 2023 war die Verfügbarkeit
von Rohstoffen und Energie im Großen und Ganzen ausreichend gegeben, jedoch kann die Verfügbarkeit in naher Zukunft
eingeschränkt werden. Einschränkungen und Verzögerungen im Rohstoff- und Warenverkehr sowie Energie-, insbeson-
dere Gaslieferungen, können Engpässe oder Ausfälle in der Produktion verursachen, die sich negativ auf die Ertragslage
auswirken. Das Unternehmen hat Notfallpläne und Simulationen für eine Situation erarbeitet, in der zum Beispiel die Gas-
lieferungen kurzfristig stark reduziert werden.


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
130
Aufgrund der sehr volatilen Preisentwicklung im Bereich der Rohstoffe und Energie mussten im Jahr 2023 Preiserhöhun-
gen vorgenommen werden. Die auf der Einkaufsseite verbuchten Preissteigerungen konnten im Wesentlichen an die Ab-
nehmenden weitergegeben werden.
Auswirkungen von Klimarisiken
Der Klimawandel und seine Folgen für unsere Umwelt sind eine globale Bedrohung, deren vielfältige Auswirkungen bereits
heute in vielen Ländern spürbar sind. Die Manner Gruppe ist auf Energie als primären Inputfaktor für die Produktion von
Süßwaren angewiesen. Der Stromverbrauch und der Wassereinsatz sind wesentliche Ressourcen, deren Einsatz die Man-
ner Gruppe laufend optimiert.
Das Thema Umweltbelange wird bei der Manner Gruppe auf Vorstandsebene wahrgenommen. Dabei fokussiert sich die
Gruppe auf die Optimierung von Prozessen und Systemen, die wirtschaftlich sinnvoll sind und die gleichzeitig mit einer
geringen Umweltbelastung sowie einem geringen Energie- und Ressourceneinsatz einhergehen. Regelmäßig gibt es in
der Vorstandssitzung Vorgaben und Updates zu umweltrelevanten Themen.
Besonders hervorzuheben ist die Wiedergewinnung von Energie bei der Produktion. Die Manner Gruppe speist Wärme,
die bei der Produktion von Süßwaren entsteht, in das Fernwärmenetz der Wiener Stadtwerke ein.



Bewertungsgrundlagen







Die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Davon
abweichend kommen für folgende wesentliche Posten andere Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.


Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungs-
wert bewertet.

Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden mit dem Barwert des erwarteten Erfüllungsbetrags be-
wertet.


Latente Steueransprüche und -schulden werden mit dem Nominalwert angesetzt und auf Basis der bestehenden
temporären Differenzen zum Bilanzstichtag und des Steuersatzes zum Zeitpunkt der erwarteten Realisierung der
bestehenden Differenzen ermittelt.





Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzin-
strumente wurden freistehend bilanziert und nicht in eine Sicherungsbeziehung einbezogen.







Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Alle Beträge wurden auf Tau-
send Euro (T€) gerundet, soweit nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben
können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Rechnungslegungsmethoden
Die Beschreibung der Rechnungslegungsmethoden befindet sich jeweils an der Stelle, wo der betreffende Abschlusspos-
ten erläutert wird. Die Manner Gruppe konzentriert sich auf die Beschreibung der Bilanzierungswahlrechte und wie diese
innerhalb des IFRS-Regelwerks ausgeübt wurden. Die Wiederholung von IFRS-Texten wird vermieden, außer die Gruppe
erachtet es als wichtig für das Verständnis einer Angabe.


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
131
Die Rechnungslegungsmethoden befinden sich an folgenden Stellen:
Rechnungslegungsmethoden
Standard Note
Konsolidierung IFRS 10 3
Umsatzerlöse IFRS 15 5
Segmentberichterstattung IFRS 8 6
Ertragsteuern IAS 12 13
Sachanlagen, biologische Vermögenswerte IAS 16, IAS 36, IAS 41 15
Immaterielle Vermögenswerte IAS 38, IAS 36 17
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien IAS 40 16
Vorräte IAS 2 19
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen IFRS 15 20
Rückstellungen IAS 37, IAS 19 25
Latente Steuern IAS 12 28
Leasingverhältnisse IFRS 16 29
Finanzinstrumente IFRS 7, IFRS 9 30
Wertminderungen von Forderungen IFRS 7, IFRS 9 31

Ermessensentscheidungen
Die Anwendung der Rechnungslegungsmethoden erfordert Ermessensentscheidungen, die sich auf den Ansatz und die
Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen sowie auf die Angaben im Anhang auswir-
ken.
Die Manner Gruppe hat folgende wesentliche Ermessensentscheidungen getroffen:
Ermessensentscheidungen T€
Buchwert
Abschlussposten Kriterium Standard Note zum
31.12.2023
Leasingverhältnisse Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhält- IFRS 16 15, 29 3.943
nissen
Leasingverhältnisse Klassifizierung von Leasingverträgen IFRS 16 29 3.943
Identifizierung von Covid-19-bedingten Ein-
Covid-19-bedingte Unsicherheiten flussfaktoren zur Bewertung von Vermögens- diverse 1 n.a.
werten und Schulden
Nahestehende Unternehmen Oberstes beherrschendes Unternehmen IAS 24 32 n.a.
Für Details zu den einzelnen Ermessensentscheidungen wird auf die Ausführungen im jeweiligen Notes-Kapitel verwiesen.
Schätzungen und Annahmen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die sich auf den Ansatz und die Bewertung
von Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen sowie auf die Angaben im Anhang auswirken. Die
künftigen tatsächlichen Werte können von den getroffenen Schätzungen abweichen. Schätzungen und die zugrunde lie-
genden Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
132
Die Manner Gruppe hat folgende wesentliche Schätzungen und Annahmen getroffen:
Schätzungen und Annahmen
Abschlussposten Kriterium Standard Note
Wertminderung von nicht-finanziellen Bewertung des erzielbaren Betrags IAS 36 15
Vermögenswerten
Als Finanzinvestition gehaltene Im- Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts IAS 40 16
mobilien
Leistungsorientierte Verpflichtungen Festlegung versicherungsmathematischer Annahmen IAS 19 25
Leasingverhältnisse Schätzung des Grenzfremdkapitalzinssatzes IFRS 16 29
Finanzinstrumente Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts IFRS 9 30
Für Details zu den einzelnen Schätzungen und Annahmen wird auf die Ausführungen im jeweiligen Notes-Kapitel verwie-
sen.


2 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden
Erstmalig angewendete Standards
Folgende geänderte Standards wurden von der Europäischen Union in den Rechtsstand übernommen und waren von der
Manner Gruppe im Geschäftsjahr 2023 erstmalig anzuwenden. Diese geänderten Standards hatten keine wesentlichen
Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Erstmalig angewendete Standards Inkrafttreten
Internationale Steuerreform – Säule-2-Modellregeln (Änderungen an IAS 12) 01.01.2023
Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 ― Vergleichsinformationen (Änderungen an IFRS 17) 01.01.2023
Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion be- 01.01.2023
stehen (Änderungen an IAS 12)
Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Änderungen an IAS 1 und am IFRS-Leitliniendokument 01.01.2023
2)
Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen (Änderungen an IAS 8) 01.01.2023
Versicherungsverträge (IFRS 17) 01.01.2023

Zukünftig anzuwendende Standards
Folgende vom IASB verlautbarte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende neue oder geänderte Standards werden
von der Manner Gruppe erst zum Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet. Durch diese Änderungen werden keine we-
sentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Zukünftig anzuwendende Standards Inkrafttreten
Mangel an Umtauschbarkeit (Änderungen an IAS 21) 01.01.2025
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen (Änderungen an IAS 7 und IFRS 7) 01.01.2024
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig (Änderungen an IAS 1) 01.01.2024
Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen (Änderungen an IAS 1) 01.01.2024
Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback-Transaktion (Änderungen an IFRS 16) 01.01.2024
Das Inkrafttreten bezieht sich auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen. Die verlautbar-
ten Änderungen wurden bis auf die ersten zwei Änderungen von der Europäischen Union übernommen.


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
133
3 Konsolidierung


Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis der Manner Gruppe besteht aus dem Mutterunternehmen und folgenden Tochterunternehmen:
Gesellschaft Sitz
Compliment Süßwaren Vertriebs GmbH Wolkersdorf
Geblergasse 116 GmbH & Co KG Wien
Unterstützungseinrichtung der Josef Manner Comp. AG GmbH Wien
Manner Azerbaijan LLC Aserbaidschan
Josef Manner s.r.o. Tschechien
Josef Manner d.o.o. Slowenien
Die Manner AG hielt vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 durchgehend 100 % der Anteile an jedem ihrer Tochterunter-
nehmen. Alle Tochterunternehmen wurden vor der Erstkonsolidierung gegründet. Es gab keine Unternehmenserwerbe.
Die Manner Management GmbH, eine 100%-ige bisher in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaft der
Manner AG, wurde im Zuge einer Side-Stream-Verschmelzung mit Notariatsakt vom 13.09.2023 rückwirkend zum
31.12.2022 auf die Compliment Süßwaren Vertriebs GmbH verschmolzen.



Rechnungslegungsmethoden

Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss der Manner Gruppe umfasst die Abschlüsse der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft (Mutterunternehmen)
und ihrer Tochterunternehmen (gemeinsam die „Konzerngesellschaften“). Für die Konzerngesellschaften kommen einheitliche Bilanzie-
rungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung. Wahlrechte für Rechnungslegungsmethoden, Ermessensentscheidungen, Annahmen
und Schätzungen werden einheitlich für alle Konzerngesellschaften ausgeübt.
Abschlussstichtag
Das Mutterunternehmen und sämtliche Tochterunternehmen haben alle den gleichen Abschlussstichtag, nämlich den 31.12.
Vollkonsolidierung
Ein Mutterunternehmen ist ein Unternehmen, das ein oder mehrere Unternehmen beherrscht. Ein Tochterunternehmen ist ein Unterneh-
men, das durch ein anderes Unternehmen beherrscht wird. Ein Investor beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er schwankenden
Renditen in seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat,
diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Ein Investor besitzt Verfügungsge-
walt über ein Beteiligungsunternehmen, wenn er über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die
maßgeblichen Tätigkeiten, d. h. die Tätigkeiten, die die Renditen des Beteiligungsunternehmens wesentlich beeinflussen, zu lenken.
Die Manner AG beherrscht ihre Beteiligungsunternehmen, weil sie an ihnen jeweils 100 % der Stimmrechte hält und ihren Einfluss aus-
schließlich über die Stimmrechte ausübt. Es bestehen keine anderslautenden Vereinbarungen, die der ausschließlichen Einflussnahme
über die Stimmrechte entgegenstehen.

Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, und bis
zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung endet, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der Voll-
konsolidierung werden alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse
eliminiert.


Die Manner AG hat zum 31.12.2020 erstmalig IFRS angewendet und erstmalig einen Konzernabschluss erstellt. Daher wurden die Kon-
zerngesellschaften zum 01.01.2019 erstmalig konsolidiert (Erstkonsolidierung).
Unternehmenserwerbe und -veräußerungen
Die Manner Gruppe hat seit 01.01.2019 weder andere Unternehmen erworben noch Tochterunternehmen veräußert.


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
134

4 Währungsumrechnung
Die Konzernberichtswährung ist der Euro. Bei in Fremdwährung bilanzierenden Tochterunternehmen wird die funktionale
Währung grundsätzlich anhand des primären (volks-)wirtschaftlichen Umfelds, in dem das jeweilige Konzernunternehmen
tätig ist, bestimmt. Eine wesentliche Determinante ist hierbei jene Währung, in welcher der überwiegende Teil der Wirt-
schafts-, Waren- und Dienstleistungsströme in dem jeweiligen Land abgewickelt wird. Bei allen Unternehmen der Gruppe
entspricht die funktionale Währung der Landeswährung.
Gemäß IAS 21 erfolgt die Umrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der
Euro ist, nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden in den zu konsolidierenden Abschlüssen enthaltenen
Vermögenswerte und Schulden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlust-
rechnung mit dem gewichteten durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Die Währungsumrechnung erfolgt zu den von der Europäischen Zentralbank sowie von den lokalen Nationalbanken ver-
öffentlichten Kursen.
Die Stichtags- und Durchschnittskurse der Manner Gruppe stellen sich wie folgt dar:
Wechselkurse von Fremdwährungen
Stichtagskurs Stichtagskurs Durchschnitts- Durchschnitts-
kurs kurs
Währung 31.12.2023 31.12.2022 2023 2022
CZK 24,7240 24,1160 24,0043 24,5659
AZN 1,8766 1,8114 1,8394 1,7886
Für die Erfassung von Wechselkursdifferenzen im sonstigen Ergebnis wird auf die Ausführungen zur Währungsumrech-
nungsrücklage in Note 24 verwiesen.


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
135
Angaben zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung


5 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:
Umsatzerlöse T€
2023 2022
Bruttoverkaufserlöse 329.554 290.205
Erlösschmälerungen -60.039 -52.741
Übrige Umsatzerlöse 1.329 1.801
Summe 270.843 239.265
Die Bruttoverkaufserlöse betreffen den Verkauf von Süßwaren vor Abzug von Erlösschmälerungen.
Die Erlösschmälerungen betreffen Boni und Werbekostenzuschüsse (siehe Rechnungslegungsmethoden).
Im Geschäftsjahr 2023 betrafen die übrigen Umsatzerlöse Auflösungen von Rückstellungen für Saisonware, Boni und
Werbekostenzuschüsse von T€ 547 (2022: T€ 928) sowie Rückeinspeisungen von aus der Produktion gewonnener Ener-
gie von T€ 121 (2022: T€ 129).
Für die Untergliederung der Umsatzerlöse nach Regionen wird auf die Segmentberichterstattung in Note 6 verwiesen.



Rechnungslegungsmethoden


Sachverhalt
Die Manner Gruppe produziert Süßwaren und verkauft diese an den Lebensmitteleinzelhandel. Der Lebensmitteleinzelhandel erbringt
Werbeleistungen, wie die Platzierung von Produkten (z.B. nahe der Kassa), die Regalpflege oder den Einbezug der Waren in Verkaufs-
aktionen und Flugblätter. Die Werbeleistungen dienen der Verkaufsförderung und damit sowohl dem Produzenten als auch dem Kunden.
Die Werbeleistungen sind vertraglich geregelt. Die Manner Gruppe leistet sogenannte Werbekostenzuschüsse („WKZ“), die zum größten
Teil als Prozentsatz der Bruttoerlöse von den Kunden verrechnet werden.
Bilanzierung
Der Verkauf von Süßwaren fällt in den Anwendungsbereich von IFRS 15. Die Manner Gruppe schließt Verträge über den Verkauf von
Süßwaren mit seinen Kunden, dem Lebensmitteleinzelhandel, ab. Die Verträge enthalten durchsetzbare Rechte und Pflichten. Die Zusage
von der Manner Gruppe, Süßwaren an Kunden zu übertragen, stellt ein eigenständig abgrenzbares Gut dar. Die Manner Gruppe erbringt
keine Dienstleistungen. Die zugesagte Leistung besteht somit einzig aus der Übertragung von Gütern.
Die vom Kunden erbrachte Werbeleistung steht hingegen in engem Zusammenhang mit den verkauften Süßwaren. Ohne die Süßwaren
fände die Werbeleistung nicht statt. Das in IFRS 15.27 enthaltene Kriterium der eigenständigen Abgrenzbarkeit ist somit für Werbeleis-
tungen nicht gegeben.
Der Transaktionspreis ist die Gegenleistung, die ein Unternehmen für die Übertragung zugesagter Güter oder Dienstleistungen voraus-
sichtlich erhalten wird. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises hat ein Unternehmen folgenden Faktoren Rechnung zu tragen:
Variable Gegenleistungen, Begrenzung der Schätzung variabler Gegenleistungen und an einen Kunden zu zahlende Gegenleistungen.
Der Transaktionspreis der Süßwaren ist von variablen Faktoren, wie Skonti, Rabatte, Boni und WKZ abhängig, die auf der Grundlage von
Bruttoerlösen berechnet werden. Ein Unternehmen darf eine geschätzte variable Gegenleistung nur dann in den Transaktionspreis ein-
beziehen, wenn hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt. WKZ stellen eine an einen Kunden zu
zahlende Gegenleistung dar, die als Verringerung des Transaktionspreises und damit als Verringerung der Erlöse zu erfassen sind. Die
Manner Gruppe erfasst daher Skonti, Rabatte, Boni und WKZ als Erlösschmälerung und stellt damit sicher, dass die Gegenleistung für
den Verkauf von Süßwaren unter Abzug von WKZ insgesamt nicht zu hoch bestimmt wird.

Die Erfüllung der Leistungsverpflichtung erfolgt im Fall der Süßwaren zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden. Die Werbeleistungen
werden über einen Zeitraum erbracht (Nutzung bei Zufluss), stellen aber kein Leistungsbündel mit den Süßwaren dar, sondern an einen



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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Kunden zu zahlende Gegenleistung. Die Verrechnung von bis zum Abschlussstichtag gelieferten Süßwaren erfolgt jedoch nur mit bis zum
Abschlussstichtag bezogenen Werbeleistungen, womit die periodenreine Erfassung gewahrt ist.




6 Segmentberichtserstattung
Die Manner Gruppe verwendet folgende Geschäftssegmente in der Segmentberichterstattung:

Segmentberichterstattung T€
Süßwaren Süßwaren Mietshäu- Haselnuss-
2023 Süßwaren Deutsch- Rest der ser Öster- anbau Konsolidie- Konzern
Österreich land Welt reich Aserbaid- rung
schan
Umsatzerlöse internes Reporting 116.874 85.118 87.955 0 0 -357 289.590
IFRS-Anpassungen -5.636 -10.763 -2.348 0 0 0 -18.746
Umsatzerlöse 111.238 74.356 85.607 0 0 -357 270.843
davon Außenumsätze 111.238 74.356 85.250 0 0 0 270.843
davon Innenumsätze 0 0 357 0 0 -357 0
Betriebsergebnis 5.684 1.014 4.439 -475 -321 5 10.346
Finanzergebnis internes Reporting -470 -319 -377 -278 -1.320 20 -2.744
IFRS-Anpassungen -28 -18 -21 0 0 0 -66
Finanzergebnis -498 -337 -397 -278 -1.320 20 -2.810
Ergebnis vor Steuern 5.187 676 4.041 -753 -1.640 24 7.535
Segmentberichterstattung T€
Süßwaren Süßwaren Mietshäu- Haselnuss-
2022 angepasst* Süßwaren Deutsch- Rest der ser Öster- anbau Konsolidie- Konzern
Österreich land Welt reich Aserbaid- rung
schan
Umsatzerlöse internes Reporting 100.482 79.476 76.118 32 0 -305 255.803
IFRS-Anpassungen -5.164 -9.319 -2.055 0 0 0 -16.539
Umsatzerlöse 95.318 70.157 74.062 32 0 -305 239.265
davon Außenumsätze 95.318 70.157 73.757 0 0 0 239.232
davon Innenumsätze 0 0 305 0 0 -305 0
Betriebsergebnis 6.208 614 492 329 -316 -17 7.310
Finanzergebnis internes Reporting -177 -109 -106 -93 305 -494 -674
IFRS-Anpassungen -218 -161 -186 -37 -808 0 -1.410
Finanzergebnis -395 -270 -292 -130 -503 -494 -2.084
Ergebnis vor Steuern 5.813 344 200 199 -820 -511 5.226
* siehe Anhangangabe 35.


Als operative Geschäftssegmente wurden die Geschäftsfelder Süßwaren Österreich, Süßwaren Deutschland, Süßwaren
Rest, Mietshäuser Österreich und Haselnussanbau Aserbaidschan festgelegt. Sämtliche Unternehmen der Gruppe sind
einem bestimmten Segment zugeordnet. In der Spalte Konsolidierung wird die Eliminierung der Beziehungen zwischen
den Segmenten vorgenommen. Weiters dient die Konsolidierung der Überleitung von Segmentzahlen auf Konzernzahlen.
Die interne Berichterstattung an den Vorstand basiert auf lokalen Rechnungslegungsvorschriften. Aus diesem Grund wer-
den in der Segmentberichterstattung die Werte gemäß interner Berichterstattung auf IFRS-Werte übergeleitet.
Die wesentlichen Unterschiede zwischen der internen Berichterstattung und den Konzernwerten nach IFRS bestehen vor
allem bei den Umsatzerlösen. Gemäß IFRS 15 werden Zahlungen an Kunden ohne eigenständige Gegenleistung durch



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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
137
den Kunden, abweichend von den lokalen Rechnungslegungsvorschriften, erlösmindernd erfasst. Davon betroffen sind
die Werbekostenzuschüsse (siehe Note 5). Die IFRS-Anpassungen im Finanzergebnis resultieren im Wesentlichen aus
Zinsaufwendungen für Leasing sowie Erträgen und Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten.
Das Segmentvermögen sowie die dazugehörigen Abschreibungen, die Segmentschulden und die Investitionen sind nicht
Bestandteile der internen Berichterstattung und werden aus diesem Grund nicht in der Segmentberichterstattung ange-
führt.
Im Geschäftsjahr 2023 gab es drei Kunden, mit denen jeweils Umsatzerlöse von mehr als 10 % der gesamten Umsatzer-
löse erzielt wurden. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die kumulierten Umsatzerlöse mit diesen drei Kunden T€ 143.644
(2022: T€ 128.836) und sind in den Segmenten Süßwaren Österreich, Süßwaren Deutschland und Süßwaren Rest der
Welt enthalten.

Rechnungslegungsmethoden
Verantwortliche Unternehmensinstanz
Die Segmentberichterstattung beruht auf der internen Finanzberichterstattung des Unternehmens an die verantwortliche Unternehmens-
instanz. Dabei handelt es sich um die höchste Managementebene, die für die Allokation der Ressourcen und die Bewertung der Ertrags-
kraft verantwortlich ist. Die verantwortliche Unternehmensinstanz der Manner Gruppe ist der Vorstand der Manner AG, an den regelmäßig
berichtet wird.
Identifikation der Geschäftssegmente
Die Geschäftssegmente wurden auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand festgelegt. Aus Vertriebssicht ergibt sich bei
der Manner AG primär eine Orientierung nach regionalen Gesichtspunkten. Neben der zentralen Vertriebssteuerung in Österreich wird
für andere Märkte jeweils ein eigenes Vertriebssystem aufrechterhalten und darüber an den Vorstand berichtet. Dies betrifft neben Ös-
terreich auch Deutschland mit einer relevanten Anzahl an lokalen Vertriebsmitarbeitern sowie die österreichischen Nachbarländer und
den Rest der Welt. Die Betrachtung der Segmente nach regionalen Gesichtspunkten wird dadurch unterstützt, dass nach dieser Segmen-
tierung eine eindeutige Zuordnung der Umsatzerlöse möglich ist und eine Darstellung der Betriebsergebnisse erfolgt. Aus diesem Grund
wurden die Produkte der Manner AG folgenden regionalen Segmenten zugeordnet: Süßwaren Österreich, Süßwaren Deutschland und
Süßwaren Rest der Welt.
Das Segment Mietshäuser Österreich enthält eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie, die in einem Tochterunternehmen gehalten
und vermietet wird. Das Mietshaus steht in keiner betriebswirtschaftlichen Verbindung zum Süßwarengeschäft der Manner Gruppe. Der
Buchwert der Immobilie stellt aber einen bedeutenden Teil der Vermögenswerte der Manner Gruppe dar. Das Immobilieninvestment wird
daher außerhalb der Süßwaren-Segmente als eigenes Segment geführt.
Die Haselnussplantage in Aserbaidschan wird von einem Tochterunternehmen gehalten und betrieben. Im Geschäftsjahr 2023 fielen in
der Haselnussplantage noch keine Umsatzerlöse an, da sich die Plantage in Entstehung befindet. Es ist geplant, dass die Haselnussernte
in Zukunft sowohl für den eigenen Verbrauch als auch zum Verkauf am Weltmarkt dienen soll. Die Haselnussplantage unterscheidet sich
daher grundlegend von den Süßwarensegmenten, die sich am Vertrieb orientieren. Daher wird die Haselnussplantage als eigenes be-
richtspflichtiges Segment ausgewiesen.




7 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt dar:
Sonstige betriebliche Erträge T€
2023 2022
Mieterlöse 508 444
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 314 139
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 36
Übrige betriebliche Erträge 1.875 2.076
Summe 2.697 2.695
Die Mieterlöse werden durch die Vermietung einer Immobilie in Wien Hernals erzielt. Die Immobilie wird in als Finanzin-
vestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40 eingestuft (siehe Note 16). Mieterlöse werden gemäß IFRS 16 linear erfasst.





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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
138



In den Mieterlösen sind keine Erlöse aus weiterverrechneten Betriebskosten erfasst. Betriebskostenerlöse werden mit den
angefallenen Betriebskosten im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.
Im Geschäftsjahr 2023 waren in den übrigen betrieblichen Erträgen Erlöse aus Schadensfällen von T€ 0 (2022: T€ 945),
Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeitsabgrenzungen von T€ 547 (2022: T€ 22), Zuwendungen der öffentlichen
Hand (Annuitätenzuschüsse) von T€ 203 (2022: T€ 178), Zuschüsse für Energiekosten von T€ 756 (2022: T€ 400) sowie
Zuschüsse für Kurzarbeit aufgrund Covid-19 von T 0 (2022: T€ 380) enthalten.




Rechnungslegungsmethoden

Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Kompensation von Kosten für Vermögenswerte (Vermögenszuschüsse), werden als passiver
Abgrenzungsposten zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendungen
gewährt werden und der Empfänger die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird. In der Folge wird der Abgrenzungs-
posten über den Zeitraum der Nutzungsdauer des Vermögenswerts in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Kompensation von Aufwendungen (Aufwandszuschüsse), werden in den Zeiträumen, in denen
die Aufwendungen erfasst werden, als sonstige betriebliche Erträge erfasst, wenn die Zuwendungsbedingungen erfüllt sind.
Die Manner Gruppe hat Annuitätenzuschüsse von der öffentlichen Hand zur Rückzahlung von Darlehen erhalten. Die Annuitätenzu-
schüsse wurden als Aufwandszuschüsse eingestuft und in denjenigen Perioden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, in denen
die entsprechenden geförderten Aufwendungen erfasst wurden.
Die Manner Gruppe weist Covid-19-Förderungen und -Zuschüsse, Zuschüsse für Energiekosten sowie Investitionszuschüsse (siehe Note
27) aus.




8 Materialaufwand und bezogene Leistungen
Der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen stellen sich wie folgt dar:
Materialaufwand und bezogene Leistungen T€
2023 2022
Rohstoffe -97.648 -86.683
Bezogene Leistungen -36.144 -30.160
Verpackungsmaterial -23.812 -21.886
Kontraktrückstellungen 86 -527
Bezogene Rohwaren, Halb- und Fertigfabrikate -916 -3.033
Summe -158.434 -142.288
In den bezogenen Leistungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Energie von T€ 16.498 (2022: T€ 11.140), Aufwen-
dungen für Leihpersonal von T€ 5.104 (2022: T€ 5.339) sowie Aufwendungen für Reparaturen und Wartung von T 8.143
(2022: T€ 7.119) enthalten.
9 Personalaufwand
Der Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:
Personalaufwand T€
2023 2022
Löhne -17.494 -15.814
Gehälter -25.489 -22.928
Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder -1.033 -119
Gesetzliche Sozialabgaben und Pflichtbeiträge -11.423 -10.884
Sonstige Sozialaufwendungen -876 -1.153
Summe -56.316 -50.898




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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
139


Im Geschäftsjahr 2023 waren in den gesetzlichen Sozialabgaben und Pflichtbeiträgen Zahlungen an Mitarbeitervorsorge-
kassen von T 490 (2022: T€ 446) enthalten.



Im Geschäftsjahr 2023 waren in der Manner Gruppe durchschnittlich 862 Arbeitnehmer (2022: 848 Arbeitnehmer) be-
schäftigt.






10 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:


Sonstige betriebliche Aufwendungen T€
2023 2022
angepasst*
Logistik -16.233 -15.045
Marketing -9.895 -10.689
Reparatur, Entsorgung, Reinigung -3.862 -3.802
Verwaltungsaufwand -2.160 -1.877
Beratungsaufwendungen -2.322 -1.101
Mietaufwand -2.088 -1.770
Versicherungen -1.002 -765
Sonstige Steuern und Abgaben -326 -397
Bilanzierung und Abschlussprüfung -391 -352
Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -740 -125
Finanzierung -34 -113
Übrige betriebliche Aufwendungen -2.280 -1.024
Summe -41.333 -37.058


* siehe Anhangangabe 35.
Der Mietaufwand betrifft kurzfristige Leasingverhältnisse sowie variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder
Zinssatz gekoppelt sind (das sind vor allem Umsatzmieten), Betriebskosten und kurzfristige Mietverträge, welche die An-
satzerfordernisse von IFRS 16 nicht erfüllen. Für weitere Informationen zu Leasing siehe Note 29.

Im Geschäftsjahr 2023 waren in den Aufwendungen für Bilanzierung und Abschlussprüfung Aufwendungen für den Ab-
schlussprüfer von T 129 (2022: T€ 100) enthalten, wovon T€ 115 (2022: T€ 100) die Prüfung des Jahres- und Konzern-
abschlusses 2023 betreffen.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Schadensfälle aus Kundengeschäften von T€ 1.908
(2022: T€ 827) und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen von T 0 (2022: T€ 156).






11 Finanzerträge
Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:
Finanzerträge T€
2023 2022
Zinserträge 35 19
Sonstige Finanzerträge 393 22
Summe 428 41
Im Geschäftsjahr 2023 waren in den sonstigen Finanzerträgen Wertpapiererträge von T€ 12 (2022: T€ 5), Erträge aus der
Bewertung von Derivaten von T€ 381 (2022: T€ 0) sowie Kursdifferenzen von T€ 0 (2022: T€ 16) enthalten.





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Jahresfinanzbericht 2023
140






12 Finanzaufwendungen
Die Finanzaufwendungen stellen sich wie folgt dar:
Finanzaufwendungen T€
2023 2022
angepasst*
Zinsaufwendungen Banken -2.070 -737
Transaktionskosten aus der Finanzierung -663 -563
Zinsaufwendungen Leasing -93 -96
Sonstige Zinsaufwendungen -11 -11
Sonstige Finanzaufwendungen -402 -719
Summe -3.238 -2.125
* siehe Anhangangabe 35.
Transaktionskosten aus der Finanzierung betreffen neben Geldverkehrsspesen, Transaktions- und Kreditvertragsgebüh-
ren auch Geldbeschaffungskosten, die mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Finanzierungen verteilt werden.
Die sonstigen Finanzaufwendungen betreffen im Wesentlichen nicht ausgenutzte Lieferantenskonti von T 402
(2022: T€ 49), die Bewertung von Wertpapieren von T 0 (2022: T€ 210) sowie die Bewertung von Derivaten von T€ 0
(2022: T€ 381).









13 Ertragsteuern
Die nachstehende Tabelle zeigt die Bestandteile des Steueraufwands:
Ertragsteuern T€
2023 2022
angepasst*
Laufender Steueraufwand -1.594 -1.145
Latenter Steueraufwand / (-ertrag) -909 -325
Gesamter Steueraufwand -2.503 -1.470
* siehe Anhangangabe 35.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand:
Steuerüberleitung T€
2023 2022
angepasst*
Ergebnis vor Steuern 7.535 5.226
Steuersatz 24 % 25 %
Erwarteter Steueraufwand -1.808 -1.306
Sonstige steuerfreie Einkünfte 176 106
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -118 -50
Steuerbefreiung von Tochtergesellschaften -38 2
Ausländische Steuersätze -125 -74
Nicht angesetzte latente Steuer auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge -237 -160
Steuersatzänderung latente Steuern -2 23
Aperiodische Effekte -325 0
Sonstige Effekte -26 -9
Summe -2.503 -1.470
* siehe Anhangangabe 35.




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Jahresfinanzbericht 2023
141


Die aperiodischen Effekte sind auf die Berücksichtigung der latenten Steuern in Zusammenhang mit der Übernahme des
Ergebnisses des Gruppenmitglieds des Vorjahres sowie auf die Veranlagung der Körperschaftsteuer aus Vorjahren zu-
rückzuführen.
Hinsichtlich der Effekte aus Steuersatzänderungen latente Steuern siehe Note 28.



Rechnungslegungsmethoden

Im Jahr 2022 wurde seitens der Manner AG ein Gruppenantrag für die Bildung einer Unternehmensgruppe im Sinne des § 9 KStG mit
der Manner Azerbaijan LLC als Gruppenmitglied gestellt. Durch die Zurechnung dieser Auslandsverluste im Rahmen der Unternehmens-
gruppe reduziert sich der tatsächliche Steueraufwand der Manner AG, während zugleich eine passive latente Steuer aufgrund der in
Zukunft eintretenden Nachversteuerung gebildet wird. Es ergibt sich folglich durch die Berücksichtigung dieses Sachverhaltes insgesamt
keine Auswirkung auf das Ergebnis.
Darüber hinaus stellen die übrigen Gesellschaften in der Manner Gruppe jeweils ein gesondertes Steuersubjekt dar. Für eine der Toch-
tergesellschaften besteht eine Steuerbefreiung, weshalb für diese kein Ertragsteueraufwand berücksichtigt wurde. Betreffend latente
Steuern wird auf Note 28 verwiesen.


14 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:
Ergebnis je Aktie T€
2023 2022
angepasst*
Periodenergebnis 5.033 3.756
Anzahl der Aktien (in Stück) 1.890.000 1.890.000
EUR EUR
Ergebnis je Aktie 2,66 1,99
* siehe Anhangangabe 35.
Das Periodenergebnis ist zur Gänze den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Die Anzahl der Aktien ent-
spricht der durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf gewesenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie ist unverwässert,
da keine verwässernden Bestandteile bestehen.


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Jahresfinanzbericht 2023
142
Angaben zur Konzernbilanz









15 Sachanlagen
Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
Sachanlagen T€
Grundstü- Technische Geleistete
2023 cke und Anlagen Geschäfts- Haselnuss- Anzahlungen Nutzungs- Gesamt
Gebäude und Ma- ausstattung plantage und Anlagen rechte
schinen im Bau
Anschaffungs- und Herstel-
lungskosten
Stand zum 01.01. 62.320 160.454 19.658 8.133 3.219 10.288 264.072
Zugänge 0 3.997 550 2.045 1.183 1.656 9.431
Abgänge 0 -3.246 -861 0 -2 -27 -4.136
Umbuchungen 0 413 0 0 -413 0 0
Wechselkursdifferenzen -1 -7 0 -283 0 -16 -307
Stand zum 31.12. 62.319 161.611 19.347 9.896 3.986 11.901 269.060
Abschreibungen
Stand zum 01.01. 27.997 136.338 17.392 73 0 6.918 188.717
Zugänge 1.388 5.098 1.086 38 0 1.071 8.681
Abgänge 0 -3.246 -840 0 0 -22 -4.107
Wechselkursdifferenzen 0 -5 0 -3 0 -10 -19
Stand zum 31.12. 29.384 138.185 17.638 107 0 7.958 193.272
Buchwerte
Stand zum 01.01. 34.324 24.115 2.266 8.060 3.219 3.370 75.355
Stand zum 31.12. 32.935 23.426 1.709 9.789 3.986 3.943 75.789
Sachanlagen (Vorjahr) T€
Grundstü- Technische Geleistete
2022 angepasst* cke und Anlagen Geschäfts- Haselnuss- Anzahlungen Nutzungs- Gesamt
Gebäude und Ma- ausstattung plantage und Anlagen rechte
schinen im Bau
Anschaffungs- und Herstel-
lungskosten
Stand zum 01.01. 62.219 159.489 19.117 6.201 1.928 10.105 259.058
Zugänge 30 871 1.125 1.538 3.599 203 7.366
Abgänge 0 -1.939 -790 0 -7 -39 -2.776
Umbuchungen 70 2.023 207 0 -2.300 0 0
Wechselkursdifferenzen 2 9 0 394 0 20 424
Stand zum 31.12. 62.320 160.454 19.658 8.133 3.219 10.288 264.072
Abschreibungen
Stand zum 01.01. 26.580 133.169 16.529 38 0 6.001 182.318
Zugänge 1.416 5.100 1.495 33 0 927 8.971
Abgänge 0 -1.939 -633 0 0 -17 -2.589
Wechselkursdifferenzen 0 8 0 2 0 7 17
Stand zum 31.12. 27.997 136.338 17.392 73 0 6.918 188.717
Buchwerte
Stand zum 01.01. 35.639 26.321 2.587 6.163 1.928 4.103 76.740
Stand zum 31.12. 34.324 24.115 2.266 8.060 3.219 3.370 75.355
* siehe Anhangangabe 35.







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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
143



Die Grundstücke und Gebäude sowie die technischen Anlagen und Maschinen betreffen die Produktionsstandorte in Wien
Hernals und Wolkersdorf.
Die aktivierten Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 betreffen Mietverträge über Manner Shops, Firmenautos und Büros. Nä-
heres zu Leasingverhältnissen siehe Note 29.

Die Haselnussplantage beinhaltet Grundstücke, ein Bewässerungssystem inklusive Brunnen, Haselnussbäume und sons-
tige Anlagen betreffend die Haselnussplantage in Aserbaidschan.
Zum 01.01.2019 wurden im Zuge der Erstkonsolidierung Wertminderungsaufwendungen bei den Manner Shops von ins-
gesamt T€ 4.031 erfasst, die mit T€ 3.230 in den Abschreibungen von Nutzungsrechten und mit T 731 in den Abschrei-
bungen von Geschäftsausstattung dieser Shops ausgewiesen wurden. Die Wertminderungsaufwendungen betrafen das
Segment Süßwaren Österreich.
In den Folgejahren kam es zu weiteren Wertminderungsaufwendungen bei den Manner Shops von insgesamt T€ 897, die
mit T€ 256 Abschreibungen von Nutzungsrechten und mit T€ 640 Abschreibungen von Geschäftsausstattung dieser Shops
betrafen.

Zum Stichtag 31.12.2023 wurden wiederum Wertminderungsaufwendungen bei den Manner Shops von T€ 58 erfasst, die
in den Abschreibungen von Geschäftsausstattung des betreffenden Shops ausgewiesen wurden. Auch diese Wertminde-
rungsaufwendungen betreffen das Segment Süßwaren Österreich.
Die Notwendigkeit eines etwaigen Wertaufholungsbedarfs betreffend die in den Vorjahren wertgeminderten Shops wurde
zum Stichtag 31.12.2023 geprüft und ist nicht gegeben.
Bei den Zugängen zu den Abschreibungen handelt es sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen.


Schätzungen und Annahmen



Wertminderungen
Die anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit von abnutzbaren Vermögenswerten basiert auf wesentlichen Annahmen und Schät-
zungen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist abhängig von verfügbaren
Daten aus bindenden Veräußerungsgeschäften zwischen unabhängigen Geschäftspartnern über ähnliche Vermögenswerte oder be-
obachtbare Marktpreise abzüglich geschätzter Veräußerungskosten (beizulegender Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten) oder
von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzu-
flüssen und der für Zwecke der Extrapolation verwendeten Wachstumsrate (Nutzungswert).




Rechnungslegungsmethoden

Sachanlagen
Sachanlagen werden beim erstmaligen Ansatz mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Die Manner Gruppe hat für die
Folgebewertung von Sachanlagen das Anschaffungskostenmodell gewählt. Demnach werden Sachanlagen nach dem erstmaligen Ansatz
zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt.
Die Gruppe hat als Abschreibungsmethode für die planmäßige Abschreibung die lineare Abschreibung gewählt und überprüft regelmäßig
die Werthaltigkeit der Sachanlagen.
Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden folgende Nutzungsdauern angenommen:
Gebäude: 10 bis 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 10 Jahre
Geschäftsausstattung: 2 bis 5 Jahre
Vermögenswerte mit Anschaffungskosten unter T€ 1 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anla-
gevermögens sofort als Abgang behandelt.



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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
144

Biologische Vermögenswerte
Die Manner Gruppe besitzt und betreibt eine Haselnussplantage (in Entstehung) in Aserbaidschan. Im Jahr 2019 wurde ein Grundstück
in Aserbaidschan erworben und im Jahr 2021 wurden darauf die ersten 45.000 Haselnussbäume gepflanzt. Im Jahr 2021 wurde eine
Bewässerungsanlage angeschafft. Die Haselnussbäume befinden sich seither und zum 31.12.2023 in einem Wachstumszustand, in dem
die Pflanzen noch keine Früchte tragen. Es wird erwartet, dass die ersten Früchte im Jahr 2025 geerntet werden.
Haselnusspflanzen (ohne Früchte) sind fruchttragende Pflanzen gemäß IAS 16 und können zu Anschaffungskosten oder zum beizule-
genden Zeitwert bewertet werden. Die Manner Gruppe hat sich dafür entschieden, fruchttragende Pflanzen zu Anschaffungskosten zu
bewerten.
Haselnüsse sind landwirtschaftliche Erzeugnisse gemäß IAS 41 und werden, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 41 erfüllt sind, zum
beizulegenden Zeitwert bilanziert. Im Geschäftsjahr 2023 haben die Haselnusspflanzen noch keine Früchte getragen. Daher wurde noch
keine Bewertung von Haselnüssen zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Wertminderungen
Betreffend Sachanlagen wird nach den Bestimmungen von IAS 36 einmal jährlich überprüft, ob Indikatoren für eine Wertanpassung
(Triggering Event) vorliegen. Ist dies der Fall, werden diese Sachanlagen einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Anzeichen für eine Wert-
minderung sind dann gegeben, wenn in Folge eines oder mehrerer Ereignisse ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwar-
teten künftigen Zahlungsströme von Vermögenswerten negativ verändert haben. Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag, das ist der
höhere Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten, für die jeweiligen Sachanlagen ermittelt.
Der Nutzungswert wird als Barwert der geschätzten zukünftigen Mittelüberschüsse aus der Verwendung der zusammengefassten Ver-
mögenswerte unter Zugrundelegung eines marktüblichen Zinssatzes ermittelt. Der Zeitwert stellt den Erlös für Vermögenswerte dar, wel-
cher am Markt unter unabhängigen Dritten abzüglich anfallender Veräußerungskosten erzielt werden kann.
Zur Prüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, werden die Sachanlagen in der kleinsten identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten
(cash generating unit CGU) zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, die weitestgehend unab-
hängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder CGUs sind.
Als CGUs werden die beiden Produktionsstätten in Wien und Wolkersdorf, die einzelnen Shops und die Haselnussplantage in Aserbaid-
schan definiert. Anhaltspunkte für eine Wertminderung liegen dabei aufgrund der aktuellen Konjunkturlage für die Werke und die Shops
vor, weshalb diese einem Wertminderungs-Test unterzogen werden.
Ist der erzielbare Betrag einer CGU geringer als deren Buchwert, wird eine erfolgswirksame Wertminderung erfasst. Sollten zu einem
späteren Zeitpunkt die Indikatoren für die Wertminderung wegfallen, führt dies zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zur Höhe der
fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Der erzielbare Betrag der CGUs wurde auf Grundlage des Barwertes der künftigen Cashflows geschätzt, die voraussichtlich von der CGU
erzielt werden (Nutzungswert). Dieser basiert auf der Kalkulation eines internen Mittelfristplanes je CGU unter Berücksichtigung erzielter
Vergangenheitswerte und zukünftig erwarteter Entwicklungen.
Zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS am 01.01.2019 wurden die Produktionsstätten in Wien und Wolkersdorf sowie die gemäß IFRS
16 angesetzten Nutzungsrechte (Shops) einem Wertminderungs-Test unterzogen. Der erzielbare Betrag wurde durch Bestimmung des
Nutzungswerts unter der Anwendung des WACC ermittelt. Zum 01.01.2019 betrug der WACC vor Steuern 6,9 %.
Zum Stichtag 31.12.2023 wurde aufgrund der Tatsache, dass ein Anhaltspunkt dafür vorlag, dass die Vermögenswerte wertgemindert
sein könnten, erneut ein Wertminderungs-Test betreffend die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) Shops in Österreich und
Tschechien sowie die Produktionsstätten in Wien und Wolkersdorf durchgeführt. Zum 31.12.2023 betrug der WACC vor Steuern 9,4 %.
Der erzielbare Betrag der beiden Shops in Tschechien, vier der Shops in Österreich sowie der Produktionsstätten in Wien und Wolkersdorf
wurde höher geschätzt als ihr Buchwert, sodass kein Wertminderungsbedarf bestand. Bei fünf der Shops in Österreich wurde ein negativer
erzielbarer Betrag ermittelt, weshalb für diese Shops wie oben beschrieben Wertminderungsaufwendungen erfasst wurden. Davon be-
treffen die Wertminderungsaufwendungen bei drei Shops Nutzungsrechte und Geschäftsausstattung, bei zwei Shops lediglich Geschäfts-
ausstattung.



16 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entwickelte sich wie folgt:
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien T€
2023 2022
Stand zum 01.01. 14.060 14.240
Bewertungsverlust -1.130 -180
Stand zum 31.12. 12.930 14.060


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
145
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen ein im Eigentum der Manner Gruppe stehendes Wohnhaus in
Wien Hernals, das vermietet wird und mit dem Mieteinahmen erzielt werden. Das Bewertungsergebnis ergibt sich aus den
unterschiedlichen gutachterlichen Marktwerten zum 31.12.2023 und 31.12.2022.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Mieteinnahmen von T€ 508
(2022: T€ 444) erzielt. Die direkten betrieblichen Aufwendungen (Betriebskosten und Instandhaltungsaufwand) betrugen
T€ 148 (2022: T€ 81).

Schätzungen und Annahmen


Marktwert von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Die Manner Gruppe bewertet als Finanzinvestition gehaltene Immobilien unter Anwendung des Modells des beizulegenden Zeitwerts. Die
Gruppe hat einen externen Gutachter mit der Bewertung des Mietshauses in Wien Hernals beauftragt. Als beizulegender Zeitwert wird
der Marktwert der Immobilie angesehen. Die Bestimmung des Marktwerts erfolgt unter Zugrundelegung bestimmter Inputfaktoren, wie die
marktkonforme Miete und die Zinssätze für die Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme (siehe unten, Tabellen Inputfaktoren und
Sensitivitätsanalyse).



Rechnungslegungsmethoden

Definition
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung
gehalten und nicht selbst genutzt oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten werden. Zu den als Finan-
zinvestition gehaltenen Immobilien zählen unbebaute Grundstücke, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Bauten und Grund-
stücke mit Erbbaurechten Dritter.
Bewertung
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei Zugang mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Transaktions-
kosten sind in die erstmalige Bewertung einzubeziehen. Transaktionskosten sind direkt zurechenbare Kosten, wie Beratungskosten oder
Grunderwerbsteuer.
Für die Folgebewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien hat die Manner Gruppe das Modell des beizulegenden Zeitwerts
gewählt. Nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts werden alle Immobilien nach dem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeit-
wert bewertet. Ein Gewinn oder Verlust, der durch die Änderung des beizulegenden Zeitwerts entsteht, wird in der Gewinn- und Verlust-
rechnung in der Periode erfasst, in der er entstanden ist.
Die Gruppe aktiviert nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Immobilie. Zum Bewertungsstichtag entspricht der
Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dem mittels Marktwertgutachten bestimmten beizulegenden Zeitwert. Die Man-
ner Gruppe hat für die Ermittlung des Marktwerts einen externen Gutachter bestellt. Die Veränderungen des Buchwerts zur Vergleichs-
periode können sowohl durch Aktivierungen von Investitionen (Sanierungen) als auch durch Bewertungen entstehen.

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
Die Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt mittels der Kapitalisierung erwarteter zukünftiger Zahlungsströme,
die sich aus den zukünftigen marktkonformen Mieteinnahmen ergeben. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von als Finanzin-
vestition gehaltenen Immobilien erfolgt unter Zugrundelegung von beobachtbaren und nicht beobachtbaren Inputfaktoren, die nicht aus
einem aktiven Markt ableitbar sind (Inputfaktoren auf der Stufe 3). Für die wesentlichen Inputfaktoren, die zur Bestimmung des beizule-
genden Zeitwerts einfließen, wird auf die nachstehende Tabelle Inputfaktoren und Sensitivitätsanalyse verwiesen.
Inputfaktoren
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren für die Bewertung von Immobilien:
Inputfaktoren T€
2023 2022
Marktmiete (EUR/m2 p.m.) 11,03 10,99
Liegenschaftszinssatz 1,8% 1,5%
Kapitalisierungszinssatz 2,4% 2,2%




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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
146


Sensitivitätsanalyse
Die folgenden Tabellen zeigen die Sensitivität des beizulegenden Zeitwerts von Immobilien bei der Veränderung wesent-
licher Inputfaktoren:
Sensitivitätsanalyse T€
2023 Veränderung Erhöhung Verminderung
Marktmiete +/- 5,0 % 700 -720
Liegenschaftszinssatz +/- 0,5 % -1.510 1.820
Kapitalisierungszinssatz +/- 0,5 % -690 720
Sensitivitätsanalyse (Vorjahr) T€
2022 Veränderung Erhöhung Verminderung
Marktmiete +/- 5,0 % 760 -790
Liegenschaftszinssatz +/- 0,5 % -1.720 2.080
Kapitalisierungszinssatz +/- 0,5 % -820 850





17 Immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
Immaterielle Vermögenswerte T€
2023 Lizenzen und geleistete An- Sonstige Gesamt
Software zahlungen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 01.01. 7.880 3.633 1.306 12.819
Zugänge 195 0 201 395
Abgänge -5 0 0 -5
Umbuchungen 3.628 -3.628 0 0
Stand zum 31.12. 11.696 6 1.507 13.209
Abschreibungen
Stand zum 01.01. 7.483 0 1.212 8.696
Zugänge 875 0 118 993
Abgänge -5 0 0 -5
Stand zum 31.12. 8.353 0 1.330 9.683
Buchwerte
Stand zum 01.01. 396 3.633 94 4.123
Stand zum 31.12. 3.344 6 177 3.526




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Immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr) T€
2022 Lizenzen und geleistete An- Sonstige Gesamt
Software zahlungen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 01.01. 8.093 1.991 1.634 11.718
Zugänge 63 1.642 38 1.743
Abgänge -277 0 -366 -643
Stand zum 31.12. 7.880 3.633 1.306 12.819
Abschreibungen
Stand zum 01.01. 7.605 0 1.520 9.125
Zugänge 155 0 58 213
Abgänge -277 0 -366 -643
Stand zum 31.12. 7.483 0 1.212 8.696
Buchwerte
Stand zum 01.01. 488 1.991 114 2.594
Stand zum 31.12. 396 3.633 94 4.123
Die Position Lizenzen und Software betrifft im Wesentlichen ein Softwaresystem (SAP).



Rechnungslegungsmethoden



Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen
und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung orientiert sich an der bestimmbaren Nutzungs-
dauer. Firmenwerte werden keine ausgewiesen, da sämtliche Tochtergesellschaften gegründet wurden.
Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden Nutzungsdauern zwischen drei und 15 Jahren angenommen. Immaterielle Vermö-
genswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear abgeschrieben. Bei Anzeichen einer Wertminderung werden immaterielle Ver-
mögenswerte einem Wertminderungstest unterzogen. Übersteigt der Buchwert des Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist auf
den niedrigeren Wert abzuschreiben.
Vermögenswerte mit Anschaffungskosten unter T€ 1 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anla-
gevermögens sofort als Abgang behandelt.





18 Finanzanlagen
Die Finanzanlagen stellen sich wie folgt dar:
Finanzanlagen T€
31.12.2023 31.12.2022
Anleihen 1.500 3.000
Übrige Wertpapiere 1.510 1.440
Summe 3.010 4.440
Die Anleihen betreffen drei Anleihen, welche im Jahr 2022 angeschafft wurden. Zwei dieser Anleihen haben eine Laufzeit
bis einschließlich 2028, unterliegen einer Kapitalgarantie und einer 100 % Beteiligung an der positiven Wertentwicklung
des zugrundeliegenden Index. Die dritte Anleihe hat eine Laufzeit bis einschließlich 2026, unterliegt einer Kapitalgarantie
und stellt sich in Form einer Stufenzinsanleihe mit einer fixen jährlichen Anpassung des Zinssatzes dar. Im Geschäftsjahr
2023 ist eine 6-jährige Anleihe (2017-2023), fix verzinst mit 0,55 % p.a., einer Kapitalgarantie und einer 50 % Beteiligung
an der positiven Wertentwicklung des Indexes abgegangen. Bei den übrigen Wertpapieren handelt es sich um gängige
Rentenfonds. Die Finanzanlagen werden zur Vorsorge für Abfertigungs- und Pensionszahlungen gehalten.



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19 Vorräte
Die Vorräte stellen sich wie folgt dar:
Vorräte T€
31.12.2023 31.12.2022
Rohstoffe 6.141 6.611
Verpackungsmaterial 6.264 5.253
Hilfs- und Betriebsstoffe 1.429 1.506
Unfertige Erzeugnisse 5.308 5.853
Fertige Erzeugnisse und Waren 23.047 20.124
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 13 74
Summe 42.201 39.420
Die Rohstoffe betreffen bezogene Verbrauchsgüter wie Kakao, Nüsse und Fette, die unmittelbar in die Fertigerzeugnisse
eingehen.
Zum 31.12.2023 sind in den fertigen Erzeugnissen und Waren Handelswaren von T€ 176 (2022: T€ 227) enthalten.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Bestandsveränderungen von T€ 3.644 (2022: T€ 5.052) erfasst.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden unter anderem aufgrund verdorbener Vorräte Wertminderungen auf Vorräte von T 3.749
(2022: T€ 3.474) erfasst. Davon wurden Wertminderungen von Rohstoffen und Verpackungsmaterial von T€ 1.103
(2022: T€ 1.226) im Materialaufwand und Wertminderungen von unfertigen Erzeugnissen sowie fertigen Erzeugnissen und
Waren von T 2.646 (2022: T€ 2.248) in den Bestandsveränderungen erfasst.

Rechnungslegungsmethoden
Vorräte werden gemäß IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am
Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten alle Kosten, die angefallen sind, um die Waren in den erforderlichen Zustand
und an den jeweiligen Ort zu bringen. Die Herstellungskosten umfassen alle Einzelkosten sowie angemessene Teile der in Zusammen-
hang mit der Herstellung angefallenen Gemeinkosten auf Basis einer normalen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Bewertung der
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem Durchschnittspreisverfahren.
Unfertige Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Waren werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten werden
anhand angefallener Materialkosten, Fertigungslöhne, Fertigungsgemeinkosten und anteiliger Verwaltungsgemeinkosten der Produktion
ermittelt.
Der Nettoveräußerungswert errechnet sich aus den im gewöhnlichen Geschäftsverlauf erzielbaren Verkaufserlösen abzüglich der ge-
schätzten Kosten für die Fertigstellung und der bis zum Verkauf anfallenden Kosten.


20 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum 31.12.2023 betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 31.165 (2022: T€ 26.723).


Rechnungslegungsmethoden




Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen aus der Lieferung von Süßwaren an Kunden. Die Kunden sind zum größten Teil
der Lebensmitteleinzelhandel in Österreich, Deutschland und im Rest der Welt. Für weitere Informationen zu Erlösen aus Verträgen mit
Kunden wird auf Note 5 verwiesen.

Die in der Praxis übliche Verrechnung von Rabatten, Skonti, Boni und WKZ mit den Erlösen führt dazu, dass auch bei den Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen entsprechende Kürzungen stattfinden. Für die Erfassung von Wertminderungen von Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wird auf Note 31, Kreditrisiko, verwiesen.







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21 Sonstige Forderungen
Sonstige Forderungen T€
31.12.2023 31.12.2022
angepasst*
Forderungen aus sonstigen Steuern 2.786 580
Aktive Rechnungsabgrenzungen 647 1.104
Übrige sonstige Forderungen 1.232 1.453
Summe 4.665 3.136
* siehe Anhangangabe 35.

Die sonstigen Forderungen enthalten ausschließlich nicht finanzielle Vermögenswerte.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen diverse im Geschäftsjahr angefallene Kosten, die Folgejahre betreffen.
Die übrigen sonstigen Forderungen betreffen Antizipationen von Erträgen, die in Folgejahren zahlungswirksam werden
und betreffen unter anderem Rückvergütungen aus Energieabgaben und Energiekostenzuschüsse.




22 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige finanzielle Vermögenswerte T€
31.12.2023 31.12.2022
Langfristig
Kautionen 831 821
Übrige finanzielle Vermögenswerte 14 33
Summe 844 854
Kurzfristig
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.016 594
Summe 1.016 594
Gesamt 1.860 1.448


23 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zum 31.12.2023 betrugen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente T 3.524 (2022: T€ 19.232) und bestehen
aus Guthaben bei Kreditinstituten von T€ 3.360 (2022: T€ 19.107) und einem Kassenbestand von T€ 164 (2022: T€ 126).
Zum Stichtag bestehen in Aserbaidschan gesperrte Mittel von AZN 86.000 (das entspricht T€ 46), welche am 07.01.2024
in Zusammenhang mit einem Darlehen abgeflossen sind. Darüber hinaus bestehen keine Verfügungsbeschränkungen der
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.



24 Eigenkapital
Zum 31.12.2023 betrug das Grundkapital der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft € 13.740.300,00
(2022:13.740.300,00) und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückaktien (2022: 1.890.000 Stückaktien) eingeteilt. Der
auf eine Stückaktie entfallende Anteil am Grundkapital beträgt € 7,27 (vormals: ATS 100). Die Aktien der Gesellschaft
lauten auf Inhaber (246.658 Stück, 2022: 246.658 Stück) oder auf Namen (1.643.342 Stück, 2022: 1.643.342 Stück). Die
Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel).



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In der Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen zum 31.12.2023 von T 186 (2022: T€ 442) sind Effekte aus der
Umrechnung von Investitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb enthalten. Die Manner AG hat ein an das Toch-
terunternehmen in Aserbaidschan vergebenes Darlehen als Teil der Nettoinvestition eingestuft. Das Tochterunternehmen
rechnet die Euro-Kreditverbindlichkeit gegenüber der Manner AG zu verschiedenen Stichtagen mit unterschiedlichen Kur-
sen in die aserbaidschanische Währung um, woraus Kurs-Differenzen entstehen. Kursdifferenzen aus der Nettoinvestition
in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind gemäß IAS 21.35 im sonstigen Ergebnis zu erfassen und in eine Rücklage
im Eigenkapital zu kumulieren. Für weitere Informationen zur Währungsumrechnung siehe Note 4.

Zum 31.12.2023 betrugen die IAS-19-Rücklagen T€ -1.029 (2022: T€ 67). In den IAS-19-Rücklagen sind kumulierte Ge-
winne und Verluste aus der Bewertung leistungsorientierter Verpflichtungen (Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen)
enthalten.
Zum 31.12.2023 betrugen die Gewinnrücklagen T€ 51.955 (2022: T€ 49.191). In den Gewinnrücklagen sind gesetzliche
Rücklagen von T€ 1.374 (2022: T€ 1.374) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2022 von € 1,20 je Aktie
(2022:0,80 je Aktie) beschlossen und ausgezahlt, was einem Gesamtbetrag von T€ 2.268 (2022: T€ 1.512) entspricht.

Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und Märkte zu
wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum
31.12.2023 36,3 % (2022: 33,7 %). Eine Eigenkapitalquote von über 40 % ist weiterhin ein Fixpunkt der Unternehmens-
planung und des Risikomanagements der Manner Gruppe.
Der Konzern überwacht das Eigenkapital mithilfe der Nettoverschuldung und des Nettoverschuldungsgrads (gearing). Die
Nettoverschuldung ergibt sich als dem Saldo der Kreditverbindlichkeiten zuzüglich Leasingverbindlichkeiten und abzüglich
der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und beträgt zum 31.12.2023 T 54.384 (2022: T€ 54.583). Der Netto-
verschuldungsgrad ergibt sich aus dem Quotienten von Nettoverschuldung durch Eigenkapital und beträgt zum 31.12.2023
83,9 % (2022: 86,0%).



25 Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
Rückstellungen T€
2023 Stand zum Zuführung Auflösung Verbrauch Stand zum
01.01. 31.12.
Langfristig
Abfertigungsrückstellungen 4.590 1.282 0 -182 5.691
Pensionsrückstellungen 3.206 333 -105 -429 3.005
Jubiläumsgeldrückstellungen 1.410 334 0 0 1.745
Summe 9.206 1.949 -105 -611 10.440
Kurzfristig
Abfertigungsrückstellungen 348 353 0 -348 353
Pensionsrückstellungen 527 70 0 -95 502
Jubiläumsgeldrückstellungen 76 156 0 -73 159
Sonstige Rückstellungen 1.471 1.554 -19 -1.372 1.634
Summe 2.422 2.133 -19 -1.887 2.649
Gesamt 11.628 4.082 -124 -2.498 13.088




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Rückstellungen (Vorjahr) T€
2022 angepasst* Stand zum Zuführung Auflösung Verbrauch Stand zum
01.01. 31.12.
Langfristig
Abfertigungsrückstellungen 5.692 235 -1.046 -291 4.590
Pensionsrückstellungen 4.281 24 -827 -273 3.206
Jubiläumsgeldrückstellungen 1.471 124 -168 -17 1.410
Summe 11.444 384 -2.041 -580 9.206
Kurzfristig
Abfertigungsrückstellungen 178 348 0 -178 348
Pensionsrückstellungen 522 265 0 -260 527
Jubiläumsgeldrückstellungen 66 76 0 -66 76
Sonstige Rückstellungen 945 1.391 -28 -836 1.471
Summe 1.710 2.080 -28 -1.340 2.422
Gesamt 13.154 2.464 -2.069 -1.920 11.628
* siehe Anhangangabe 35.

Die Rückstellungen bestehen zum größten Teil aus Personalrückstellungen und betreffen Abfertigungen, Pensionen und
Jubiläumsgelder. Die sonstigen Rückstellungen von T€ 1.634 (2022: T€ 1.471) betreffen diverse Vorsorgen, sowie Prä-
mien für Skispringer, Pönalen von Kunden oder Abschlagszahlungen an Vertriebsagenturen.

Die Entwicklung der Barwerte leistungsorientierter Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
Barwerte leistungsorientierter Verpflichtungen T€
2023 2022
Abfertigungen Pensionen Abfertigungen Pensionen
Stand zum 01.01. 4.939 3.732 5.869 4.803
Dienstzeitaufwand 177 0 222 0
Zinsaufwand 199 139 68 36
Auszahlungen -530 -524 -468 -533
Neubewertungen
Erfahrungsbedingte Anpassungen 467 41 293 253
Veränderung finanzieller Annahmen 793 118 -1.046 -827
Stand zum 31.12. 6.044 3.506 4.939 3.732
Das Fälligkeitsprofil leistungsorientierter Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
Fälligkeiten T€
31.12.2023 < 1 Jahr 1–5 Jahre 6–10 Jahre
Abfertigungsrückstellungen 353 2.255 2.333
Pensionsrückstellungen 502 1.540 1.138
Fälligkeiten (Vorjahr) T€
31.12.2022 < 1 Jahr 1–5 Jahre 6–10 Jahre
Abfertigungsrückstellungen 348 1.746 2.001
Pensionsrückstellungen 527 1.656 1.269



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Schätzungen und Annahmen
Personalrückstellungen
Die Barwerte der Verpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder wird anhand von versicherungsmathematischen
Berechnungen ermittelt. Eine versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen, die von den tat-
sächlichen Entwicklungen in der Zukunft abweichen können. Hierzu zählt die Festlegung des Rechnungszinssatzes, künftiger Lohn- und
Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Pensionssteigerungen. Aufgrund der Komplexität in der Bewertung und ihrer
Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Sämtliche Annahmen werden
zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Zudem werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Für weiterführende Informationen zu den ver-
sicherungsmathematischen Annahmen siehe Unterkapitel Versicherungsmathematische Annahmen und Sensitivitätsanalyse.

Rechnungslegungsmethoden
Rückstellungen sind rechtliche oder faktische gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit entstehen und deren
Erfüllung erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen in der Zukunft verbunden ist. Die verlässliche Schätzung der Höhe der
Verpflichtung ist eine Voraussetzung für den Ansatz einer Rückstellung.
Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen sind leistungsorientierte Verpflichtungen und unterliegen umfangreichen Angaben ge-
mäß IAS 19. Die Bewertung der künftigen Verpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method. Dabei wird unterstellt, dass dem
Arbeitnehmer sein Anspruch jährlich gleichmäßig verteilt zuwächst. Die bis zum Bilanzstichtag erworbenen Ansprüche werden auf den
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abgezinst.
Arbeitnehmer, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 01.01.2003 begonnen hat, haben einen gesetzlichen
Anspruch auf eine Abfertigung bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters und im Fall der Dienstgeberkündigung (Abfertigung alt). Als
Bemessungsgrundlage für den am Abschlussstichtag erreichten Anspruch gilt die voraussichtliche Bemessungsgrundlage bei Leistungs-
anfall für die Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung.
Rückstellungen für Jubiläumsgelder sind andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer und unterliegen nicht den Angaben leis-
tungsorientierter Verpflichtungen.
Die Personalrückstellungen werden von einem externen Aktuar berechnet.


Versicherungsmathematische Annahmen
Für die Ermittlung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen wurden folgende versicherungsmathematischen Annah-
men zugrunde gelegt:
Versicherungsmathematische Annahmen T€
31.12.2023 31.12.2022
Abfertigungen Pensionen Abfertigungen Pensionen
Diskontierungszinssatz 3,5 % 3,4 % 4,2 % 4,0 %
Gehaltssteigerungen 3,7 % 0,0 % 2,7 % 0,0 %
Pensionsalter Männer (Jahre) 65 65 65 65
Pensionsalter Frauen (Jahre) 60/65 60/65 60/65 60/65
Die Annahmen bezüglich Sterblichkeit, Invalidisierung und Witwenvorsorge wurden den Pensionstafeln AVÖ 2018-P ent-
nommen. Im Geschäftsjahr 2023 betrug die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit (duration) der Abfertigungsrückstel-
lungen 12 Jahre (2022: 12 Jahre) und der Pensionsrückstellungen 5 bis 7 Jahre (2022: 5 bis 7 Jahre).


Sensitivitätsanalyse
Eine Änderung des Diskontierungszinssatzes oder der Gehaltssteigerungen hätte jeweils bei Gleichbleiben der übrigen
Parameter folgende Auswirkungen auf die Höhe der Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen:




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Sensitivitätsanalyse T€
31.12.2023 31.12.2022
Abfertigungen Pensionen Abfertigungen Pensionen
Diskontierungszinssatz
-0,25 % 137 50 109 54
+0,25 % -132 -49 -105 -53
Gehaltssteigerungen
-0,25 % -131 0 -106 0
+0,25 % 135 0 109 56






26 Finanzielle Verbindlichkeiten


Die finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Finanzielle Verbindlichkeiten T€
31.12.2023 31.12.2022
angepasst*
Langfristig
Kreditverbindlichkeiten 29.307 30.693
Leasingverbindlichkeiten 3.982 3.882
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1.742 1.761
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5.724 5.643
Kurzfristig
Kreditverbindlichkeiten 23.140 37.890
Leasingverbindlichkeiten 1.479 1.350
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1.332 2.548
Negative Marktwerte von Derivaten 0 381
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.811 4.279
Summe 60.982 78.505
* siehe Anhangangabe 35.


Die Leasingverbindlichkeiten betreffen Manner Shops, Bürogebäude und Firmenautos.

Die langfristigen übrigen finanzielle Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ein Darlehen von der Stadt Wien.

Überleitung der finanziellen Verbindlichkeiten auf den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Die finanziellen Verbindlichkeiten haben sich unter Berücksichtigung der Veränderungen der Cashflows wie folgt entwi-
ckelt:


Finanzielle Verbindlichkeiten T€
2023 Kredite Leasing-verbind- Übrige finanzielle Gesamt
lichkeiten Verbindlichkeiten
Stand zum 01.01. 68.583 5.233 4.690 78.505
Einzahlungen aus der Aufnahme 207 0 102 309
Auszahlungen für die Tilgung -16.343 -1.436 -1.342 -19.121
Stand nach Cashflows 52.447 3.797 3.450 59.694
Wechselkursdifferenzen 0 8 5 13
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Deri- 0 0 -381 -381
vaten
Veränderungen aus Leasingverhältnissen 0 1.656 0 1.656
Stand zum 31.12. 52.447 5.461 3.073 60.982





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Finanzielle Verbindlichkeiten T€
Leasing-ver- Übrige finanzi-
2022 angepasst* Kredite bindlichkeiten elle Verbindlich- Gesamt
keiten
Stand zum 01.01. 53.004 6.338 4.344 63.686
Einzahlungen aus der Aufnahme 20.223 0 65 20.288
Auszahlungen für die Tilgung -4.653 -1.295 -238 -6.185
Stand nach Cashflows 68.574 5.043 4.171 77.788
Wechselkursdifferenzen 0 -13 -2 -15
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Deri- 0 0 381 381
vaten
Veränderungen aus Leasingverhältnissen 0 203 0 203
Zinsabgrenzungen 9 0 140 149
Stand zum 31.12. 68.583 5.233 4.690 78.505
* siehe Anhangangabe 35.













27 Sonstige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-
tungen
Die sonstigen Verbindlichkeiten (nicht finanziell) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stellen sich
wie folgt dar:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige nicht finanzielle Ver- T€
bindlichkeiten
31.12.2023 31.12.2022
angepasst*
Sonstige Verbindlichkeiten, langfristig
Investitionszuschüsse 442 608
Summe 442 608
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - Dritte 25.890 25.002
Summe 25.890 25.002
Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Personalabgrenzungen 6.194 4.818
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.496 1.427
Verbindlichkeiten aus übrigen Steuern 1.232 909
Abgegrenzte Schulden und passive Rechnungsabgrenzung 805 430
Übrige Verbindlichkeiten (nicht-finanziell) 352 217
Summe 11.080 7.800
Gesamt 37.412 33.411
* siehe Anhangangabe 35.










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28 Latente Steuern
Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen:
Steuerabgrenzung T€
31.12.2023 31.12.2022
angepasst*
Bilanzposition Latente Steuer- Latente Steuer- Latente Steuer- Latente Steuer-
ansprüche schulden ansprüche schulden
Immobilienvermögen 0 -2.112 0 -2.348
Sachanlagen 810 -2.416 768 -1.487
Forderungen 428 0 462 0
Verbindlichkeiten 1.385 22 1.393 113
Rückstellungen 678 0 482 0
Summe 3.301 -4.505 3.105 -3.722
Saldierung -3.281 3.281 -3.078 3.078
Gesamt 20 -1.224 27 -644
* siehe Anhangangabe 35.


Rechnungslegungsmethoden

Zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld im IFRS-Konzernabschluss und seinem steuerlichen Wert können
temporäre Differenzen entstehen. Wenn in zukünftigen Perioden der Buchwert des Vermögenswerts realisiert oder eine Schuld erfüllt
wird, führt dies bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Ergebnisses zu steuerpflichtigen oder abzugsfähigen Beträgen. Zukünftig wahr-
scheinlich eintretende steuerliche Be- und Entlastungen werden bereits zum Abschlussstichtag als latente Steuern erfasst. Erwartete
Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert. Die Steuerabgren-
zung erfolgt nach der bilanzorientierten Sichtweise.
Für die Ermittlung der Abgrenzung werden die bei der Auflösung der Unterschiede erwarteten künftigen Steuersätze angewendet. Zu-
künftige Steuersätze werden berücksichtigt, sofern die Steuersatzänderung zum Bilanzstichtag bereits beschlossen ist. In Österreich
beträgt der Körperschaftsteuersatz im Jahr 2023 24% und ab dem Jahr 2024 23%. Mangels Wesentlichkeit und aus Vereinfachungsgrün-
den wurde bei der Ermittlung der latenten Steuerabgrenzung zum 31.12.2022 bereits einheitlich von einem Steuersatz in Höhe von 23%
ausgegangen. Daher erfolgt diesbezüglich im vorliegenden Konzernabschluss zum 31.12.2023 keine Anpassung der latenten Steuern
aufgrund der Steuersatzänderung. In Tschechien beträgt der Körperschaftsteuersatz im Jahr 2023 19% und ab dem Jahr 2024 21%, in
Slowenien im Jahr 2023 ebenfalls 19% und ab dem Jahr 2024 22%. Für die Ermittlung der latenten Steuerabgrenzungen zum 31.12.2023
wurde daher bereits von den jeweilig ab 2024 gültigen Steuersätzen ausgegangen.
Für die Ermittlung der Steuerabgrenzung zum 31.12.2023 wurden folgende Steuersätze zugrunde gelegt:
- Österreich: 23 % (2022: 23%)
- Tschechien: 21 % (2022: 19%)
- Slowenien: 22 % (2022: 19%)
- Aserbaidschan: 20 % (2022: 20%)
Latente Steueransprüche wurden nur in jenem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass in einem absehbaren Zeitraum ein
zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten
Verlustvorträge verwendet werden können.
Für zum 31.12.2023 noch nicht genutzte Verlustvorträge von T€ 14 (2022: T€ 7) wurden keine latenten Steueransprüche von T€ 3
(2022: T€ 2) angesetzt. Die Verlustvorträge der Manner Azerbaijan LLC belaufen sich zum 31.12.2023 auf T€ 6.070 (2022: T€ 4.369).
Gemäß der vorliegenden Planungsrechnung der Manner Azerbaijan LLC wird erstmalig im Jahr 2028 ein geringfügig positives Ergebnis
erwartet. Da die Verlustvortragsmöglichkeit in Aserbaidschan auf fünf Jahre begrenzt ist, wird nicht erwartet, dass die bestehenden Ver-
lustvorträge verwertet werden können, weshalb diese im Hinblick auf die latente Steuerabgrenzung keine Relevanz haben. Darüber hin-
aus bestehen keine Verlustvorträge, für die latente Steuern angesetzt wurden.
In Übereinstimmung mit IAS 12.74 werden latente Steueransprüche und -schulden je Gesellschaft saldiert ausgewiesen.
Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen
resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernab-
schluss einbezogenen Tochtergesellschaften im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenom-
men.



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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
156
Sonstige Angaben


29 Leasingverhältnisse
Leasingnehmer
Die Manner Gruppe hat Leasingverträge über die Anmietung von Geschäftsräumlichkeiten (Manner Shops), Betriebsräum-
lichkeiten (Bürogebäuden) und Firmen-PKWs abgeschlossen.
Die Nutzungsrechte für Immobilien (Shops, Büros) und PKWs werden in den Sachanlagen ausgewiesen und haben sich
wie folgt entwickelt:


Nutzungsrechte – Immobilien T€
2023 2022
angepasst*
Stand zum 01.01. 2.919 3.666
Zugänge 1.350 0
Abschreibungen -838 -760
Währungsdifferenzen -6 13
Stand zum 31.12. 3.424 2.919
* siehe Anhangangabe 35.
Nutzungsrechte – PKWs T€
2023 2022
angepasst*
Stand zum 01.01. 451 437
Zugänge 306 203
Buchwertabgang -6 -22
Abschreibungen -233 -167
Stand zum 31.12. 519 451
* siehe Anhangangabe 35.





Die Gruppe hat in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen er-
fasst:
Erfolgswirksame Beträge aus Leasingverhältnissen T€
2023 2022
angepasst*
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 93 96
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse 1.420 890
* siehe Anhangangabe 35.



Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse betrifft vor allem den Mietaufwand für zwei Shops und ein Büro, die nicht
als Leasingverhältnis identifiziert wurden.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden in der Kapitalflussrechnung Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse von T€ 1.529
(2022: T€ 1.391) erfasst. Darin sind Tilgungen von T€ 1.436 (2022: T€ 1.295) und Zinsen von T€ 93 (2022: T€ 96) enthal-
ten.


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
157

Die Fälligkeitsanalyse der nicht abgezinsten vertraglichen Leasingzahlungen stellt sich wie folgt dar:
Fälligkeiten zu leistender Leasingzahlungen T€
31.12.2023 31.12.2022
angepasst*
Bis 1 Jahr 1.479 1.350
In 1 bis 5 Jahren 3.812 3.249
Nach 5 Jahren 170 633
Summe 5.461 5.233
* siehe Anhangangabe 35.
Leasinggeber
Die Manner Gruppe vermietet eine Immobilie in Wien Hernals zu Wohnzwecken. Die Vermietung der Immobilie wurde als
Operating-Leasing eingestuft (siehe Rechnungslegungsmethoden) und wurde in den als Finanzinvestition gehaltenen Im-
mobilien ausgewiesen (siehe Note 16).
Die Manner Gruppe hat für zwei in Wien Hernals im Eigentum stehende Grundstücke langfristige Baurechte vergeben. Die
Baurechtnehmer haben auf den Grundstücken eine Tiefgarage und ein Bürogebäude errichtet. Das Bürogebäude wird von
Manner angemietet. Die Baurechte wurden als Operating-Leasing eingestuft (siehe Rechnungslegungsmethoden) und
sind in den Sachanlagen (Grundstücke und Gebäude) ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Mieterlöse von T 508 (2022: T€ 444) erzielt (siehe Note 7).
Die folgende Tabelle zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen.
Fälligkeiten zu erhaltender Leasingzahlungen – Grundstücke (IAS 16) T€
31.12.2023 31.12.2022
Bis 1 Jahr 12 25
In 1 bis 2 Jahren 12 25
In 2 bis 3 Jahren 12 25
In 3 bis 4 Jahren 13 25
In 4 bis 5 Jahren 13 25
Über 5 Jahren 624 825
Gesamt 685 952
Fälligkeiten zu erhaltender Leasingzahlungen – Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (IAS 40) T€
31.12.2023 31.12.2022
Bis 1 Jahr 508 444
In 1 bis 2 Jahren 508 444
In 2 bis 3 Jahren 508 444
In 3 bis 4 Jahren 508 444
In 4 bis 5 Jahren 508 444
Über 5 Jahren 3.304 3.334
Gesamt 5.845 5.556
Die Verträge sind überwiegend auf bestimmte Laufzeiten abgeschlossen. Die zukünftigen Zahlungen sind indexiert.
Ermessensentscheidungen
Laufzeit von Leasingverhältnissen
Die Manner Gruppe hat Mietverträge über Shops, PKWs und Bürogebäude abgeschlossen. Die Manner Gruppe bestimmt die Leasing-
laufzeit als unkündbare Grundlaufzeit unter Berücksichtigung von Zeiträumen, die sich aus Verlängerungs- und Kündigungsoptionen
ergeben, sofern eine Ausübung hinreichend sicher ist.



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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
158

Die Gruppe hat bei der Beurteilung, ob die Ausübung der Optionen hinreichend sicher ist, dahingehend Ermessen ausgeübt, dass im Fall
von PKW-Leasing der Vertrag bei Ablauf endet und im Fall von Shops und Büros die erstmögliche Kündigungsfrist wahrgenommen wird,
die frühestens nach fünf Jahren eintritt. Im Fall der unbestimmten vertraglichen Laufzeit eines Shops wurde die Kündigung nach zehn
Jahren angenommen, da dies dem Re-Investitionszyklus des Handels entspricht.
Klassifizierung von Leasingverhältnissen
Die Manner Gruppe tritt als Leasinggeber zweier Grundstücke mittels langfristiger Baurechtsverträge auf. Auf einem Grundstück wurde
ein Bürogebäude errichtet, das die Manner Gruppe anmietet auf dem anderen Grundstück wurde eine öffentliche Parkgarage errichtet.
In beiden Fällen ist die Manner Gruppe zu dem Schluss gekommen, dass das wirtschaftliche Eigentum nicht an den Baurechtsnehmer
übergeht, da die Grundstücke am Ende der Laufzeit des Baurechts vertraglich an die an die Manner Gruppe zurückgehen.
Schätzungen und Annahmen
Grenzfremdkapitalzinssatz
Die Manner Gruppe verwendet den Grenzfremdkapitalzinssatz zur Berechnung der Leasingverbindlichkeit, da sie den impliziten Zinssatz
des Leasingverhältnisses nicht bestimmen kann. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den das Unternehmen zahlen müsste,
wenn es einen Kredit mit vergleichbarer Laufzeit und vergleichbarer Besicherung aufnehmen würde, um einen Vermögenswert mit einem
dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert in einem ähnlichen ökonomischen Umfeld zu erwerben. Der Grenzfremdkapitalzinssatz spiegelt
daher die Zinsen wider, welche die Manner Gruppe für eine Kreditaufnahme zu zahlen hätte. Die Manner Gruppe hat ihre zum 31.12.2023
bestehenden Kredite betrachtet und daraus einen laufzeitkongruenten, gewichteten Zinssatz abgeleitet.


Rechnungslegungsmethoden
Erstmalige Anwendung
Die Manner Gruppe hat zum 31.12.2020 IFRS erstmalig angewandt. Der Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS ist der 01.01.2019. IFRS 1
sieht einige Erleichterungen hinsichtlich der Bilanzierung von Leasingverhältnissen vor (IFRS 1.D9-D9E). Die Manner Gruppe hat diese
Erleichterungen in Anspruch genommen.
Identifizierung des Leasingverhältnisses
Ein Unternehmen beurteilt bei Vertragsbeginn, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der
Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum
zu kontrollieren.
Die Manner Gruppe hat die Erleichterung in IFRS 1.D9 in Anspruch genommen und Verträge, die vor dem 01.01.2019 abgeschlossen
wurden, zum 01.01.2019 beurteilt.
Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten
Beim Immobilienleasing fallen Betriebskosten und Lagerkosten an. Die Betriebskosten sind (für sich allein) keine Leasingkomponente, da
sie den Leasingnehmer nicht dazu berechtigen, die Nutzung der Immobilie zu kontrollieren. Die Manner Gruppe bilanziert Betriebskosten
als Nichtleasingkomponente und nimmt den Behelf nach IFRS 16.15, von einer Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten
abzusehen, nicht in Anspruch. Die Betriebskosten werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Mietaufwand erfasst.
Laufzeit des Leasingverhältnisses
Die Laufzeit des Leasingverhältnisses umfasst die unkündbare Grundlaufzeit zuzüglich der Zeiträume, die sich aus einer Option zur
Verlängerung oder Kündigung ergeben, für die es hinreichend sicher ist, dass der Leasingnehmer diese Option ausüben oder, im Fall der
Kündigung, nicht ausüben wird.
Die Manner Gruppe hat bei der Bestimmung der Laufzeit gemäß IFRS 1.D9D(e) spätere Erkenntnisse berücksichtigt.
Die Laufzeit der Leasingverträge beträgt bei den Manner Shops und den PKWs fünf Jahre. Die Manner Gruppe hat bei einem Shop, bei
dem die Laufzeit vertraglich unbestimmt ist, die Laufzeit aufgrund des im Einzelhandel üblichen Reinvestitionszyklus mit zehn Jahren
festgelegt.
Freistellung vom Ansatz
Die Manner Gruppe ist bei zwei Manner Shops zu dem Schluss gekommen, dass aufgrund beidseitiger Kündigungsrechte kein Leasing-
verhältnis entstanden ist. Die Zahlungen für diese beiden Shops wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.


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Jahresfinanzbericht 2023
159


LeasingnehmerAnsatz und Bewertung
Am Bereitstellungsdatum (bzw. zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS) erfasst ein Leasingnehmer ein Nutzungsrecht und eine Leasing-
verbindlichkeit. Beim erstmaligen Ansatz wird das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten ergeben sich
aus der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit abzüglich erhaltener Leasinganreize und zuzüglich anfänglicher direkter Kos-
ten.
Nach dem Bereitstellungsdatum (bzw. nach dem Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS) werden Nutzungsrechte zu Anschaffungskosten
bewertet, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen sowie berichtigt um Neubewertungen aus Veränderungen der
Laufzeit oder der veränderten Beteilung einer Kaufoption.

Am Bereitstellungsdatum (bzw. zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS) wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der noch nicht
geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem, dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz. Lässt sich dieser Zins-
satz nicht ohne Weiteres bestimmen, ist der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers gegebenenfalls zum Zeitpunkt des Über-
gangs auf IFRSheranzuziehen.
Die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit zu berücksichtigenden Leasingzahlungen umfassen feste Zahlungen und variable Lea-
singzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind; Restwertgarantien; den Ausübungspreis einer hinreichend sicheren
Kaufoption; Strafzahlungen für Kündigungen.
Die Manner Gruppe hat bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit feste Zahlungen und variable Leasingzahlungen, die an einen Index
oder Zinssatz gekoppelt sind, berücksichtigt. Dabei wurden aufgrund von IFRS 1.D9D(e) bei der Bestimmung der zu berücksichtigenden
Leasingzahlungen spätere Erkenntnisse berücksichtigt.
Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sindwie Umsatzmieten werden im Aufwand erfasst.
Nach dem Bereitstellungsdatum wird die Leasingverbindlichkeit zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode be-
wertet. Die Leasingverbindlichkeit wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Indexanpassung verän-
dern oder wenn der Konzern seine Einschätzung hinsichtlich der relevanten Parameter ändert. Bei einer solchen Neubewertung der
Leasingverbindlichkeit wird das Nutzungsrecht angepasst. Eine erfolgswirksame Anpassung erfolgt dann, wenn sich der Buchwert des
Nutzungsrechts auf null verringert hat. Im vorliegenden Abschluss ist es aufgrund von Indexanpassungen zu Neubewertungen gekom-
men.
In der Bilanz weist die Manner Gruppe Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen,
in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten aus.

Baurechte
Die Manner Gruppe hat Baurechtsverträge als Baurechtsgeber abgeschlossen. Die Gruppe vermietet Grundstücke an Dritte zwecks
Errichtung eines Bürogebäudes sowie einer Tiefgarage. Diese Baurechtsverträge stellen Leasinggeberverhältnisse im Sinne von IFRS 16
dar und werden als Operating-Leasing dargestellt (siehe unten, „Leasinggeber“).
Leasinggeber
Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing eingestuft, wenn es im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken
und Chancen überträgt. Ist dies nicht der Fall, wird ein Leasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. IFRS 16 führt bei-
spielhaft fünf Fälle an, die für den Leasinggeber zur Einstufung eines Vertrags als Finanzierungsleasing führen würden (Eigentumsüber-
gang, günstige Kaufoption, Laufzeittest, Barwerttest oder Spezialleasing).
Die Manner Gruppe tritt hinsichtlich als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und Grundstücken des Sachanlagevermögens als Lea-
singgeber auf. Die Gruppe ist zu dem Schluss gekommen, dass für alle Mietverträge das wirtschaftliche Eigentum an den Objekten bei
der Manner Gruppe verbleibt und damit die wesentlichen Risiken und Chancen nicht übertragen werden. Dies ergibt sich insbesondere
daraus, dass die Laufzeit der Mietverträge deutlich kürzer ist als die wirtschaftliche Nutzungsdauer einer Immobilie oder Grundstücks
(Laufzeittest). Außerdem entspricht zu Beginn des Mietvertrags der Barwert der Leasingzahlungen nicht dem nahezu gesamten beizule-
genden Zeitwert der Immobilie oder Grundstücks (Barwerttest). Somit werden alle Mietverträge, bei denen die Manner Gruppe als Lea-
singgeber auftritt, als Operating-Leasingverträge eingestuft.


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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
160


30 Finanzinstrumente
Kategorien und Buchwerte






Die folgenden Tabellen zeigen für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten die
Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 und die Buchwerte.
Kategorien und Buchwerte T€
Kategorie 31.12.2023 31.12.2022
angepasst*
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anleihen AC 1.500 3.000
Übrige Wertpapiere und Anteile FVPL 1.510 1.440
Kautionen AC 831 821
Sonstige langfristige Forderungen AC 14 33
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Übrige finanzielle Vermögenswerte AC 1.016 594
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 34.695 26.723
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Kreditverbindlichkeiten AC 29.307 30.693
Leasingverbindlichkeiten n.a. 3.982 3.882
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 1.742 1.761
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Kreditverbindlichkeiten AC 23.140 37.890
Leasingverbindlichkeiten n.a. 1.479 1.350
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 1.332 2.548
Negative Marktwerte von Derivaten FVPL 0 381
* siehe Anhangangabe 35.




Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Die Stufen in der Bemessungshierarchie und die Buchwerte der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstru-
mente stellen sich wie folgt dar:
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente T€
Stufe Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
angepasst*
Übrige Wertpapiere und Anteile 1 1.510 1.440
Negative Marktwerte von Derivaten 2 0 381
* siehe Anhangangabe 35.





Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Die Manner Gruppe geht davon aus, dass für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten
sowie für variabel verzinste finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Buchwert einen angemesse-
nen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die Anleihen wurden zu Anschaffungskosten (AC) bewertet,
da Halteabsicht besteht und ausschließlich Zinsen und Tilgungen vorliegen.





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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten langfristigen Finanzin-
strumente stellen sich wie folgt dar:
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente T€
31.12.2023 31.12.2022
Buchwert Beizulegender Buchwert Beizulegender
Zeitwert Zeitwert
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anleihen 1.500 1.446 3.000 2.858
Übrige finanzielle Vermögenswerte 831 831 821 821
Langfristige Finanzschulden
Kreditverbindlichkeiten 29.307 28.175 30.693 27.328
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1.742 1.514 1.761 1.421
Sämtliche Instrumente in der vorstehenden Tabelle wurden der Stufe drei der Bemessungshierarchie zugeordnet.




Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien zusammengefasst.
Erträge werden ohne Vorzeichen und Aufwendungen mit negativem Vorzeichen dargestellt.





Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten T€
Zinser- Zinsauf- Bewer- Wäh- Wertbe-
2023 träge wendun- tungen rungsdif- richtigun- Sonstige Gesamt
gen ferenzen gen
Finanzielle Vermögenswerte und finanzi- 0 0 381 0 0 12 393
elle Verbindlichkeiten FVPL
Finanzielle Vermögenswerte AC 35 0 0 0 -740 0 -705
Finanzielle Verbindlichkeiten AC 0 -2.744 0 0 0 -495 -3.238
Gesamt 35 -2.744 381 0 -740 -483 -3.550
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten (Vorjahr) T€
Zinser- Zinsauf- Bewer- Wäh- Wertbe-
2022 angepasst* träge wendun- tungen rungsdif- richtigun- Sonstige Gesamt
gen ferenzen gen
Finanzielle Vermögenswerte und finanzi- 0 0 -591 0 0 0 -591
elle Verbindlichkeiten FVPL
Finanzielle Vermögenswerte AC 19 0 0 16 -125 0 -89
Finanzielle Verbindlichkeiten AC 0 -1.310 0 0 0 -219 -1.529
Gesamt 19 -1.310 -591 16 -125 -219 -2.209
* siehe Anhangangabe 35.






Die Wertberichtigungen ergeben sich aus dem Saldo von Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen, wobei
in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 ein Überschuss der Zuführungen über die Auflösungen bestand (siehe Note 31,
Ausfallsrisiko).

Im Geschäftsjahr 2023 enthält das sonstige Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten Zinsaufwendungen für Leasing von
T€ 93 (2022: T€ 96) sowie nicht ausgenützte Lieferantenskonti von T€ 402 (2022: T€ 51).



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Jahresfinanzbericht 2023
162


Schätzungen und Annahmen


Beizulegender Zeitwert von finanziellen Verbindlichkeiten
Sofern die beizulegenden Zeitwerte von angesetzten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nicht mithilfe von
notierten Preisen in aktiven Märkten bemessen werden können, werden sie unter Verwendung von Bewertungsverfahren, insbesondere
der Discounted-Cashflow-Methode, ermittelt. Die in das Modell eingehenden Inputparameter stützen sich soweit möglich auf beobacht-
bare Marktdaten. Liegen diese nicht vor, gründet sich die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts in hohem Maße auf Annahmen und
Schätzungen des Managements. Die Annahmen betreffen Inputfaktoren wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko, Volatilität, Diskontierungssatz
oder Wachstumsraten. Änderungen der getroffenen Annahmen für diese Faktoren können sich auf die angesetzten beizulegenden Zeit-
werte der Finanzinstrumente auswirken.
Die Manner Gruppe hat den beizulegenden Zeitwert von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Banken derart bestimmt, dass an Stelle
des vertraglichen Zinssatzes ein marktkonformer Zinssatz zugrunde gelegt wurde. Der marktkonforme Zinssatz bestimmt sich aus dem
risikolosen Zinssatz zuzüglich eines unternehmensspezifischen Aufschlags. Der unternehmensspezifische Aufschlag wurde anhand der
Bonität des Mutterunternehmens festgestellt.



Rechnungslegungsmethoden





Erstmaliger Ansatz
Die erstmalige Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert sowie
bei Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzüglich oder abzüglich direkt zure-
chenbarer Transaktionskosten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Transaktionspreis angesetzt.

Die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt, wenn das vertragliche Anrecht auf Zahlungsströme ausläuft oder übertragen wird.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sobald diese getilgt wurden.

Klassifizierung
IFRS 9 unterscheidet bei der Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte drei Kategorien: finanzielle Vermögenswerte, die für die Folge-
bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden.
Unter die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte fallen jene Vermögenswerte, die im Rahmen
eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Ziel das Halten dieser Instrumente ist, um daraus vertragliche Zahlungsströme zu
generieren. Zudem muss das Zahlungsstromkriterium erfüllt werden, wonach die Vereinnahmung von Zahlungsströmen ausschließlich
aus Tilgungen und Zinsen besteht.
Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht das einmalig ausübbare Wahlrecht, diese Instru-
mente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne anschließende Umgliederung in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung oder
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Manner Gruppe hat dieses Wahlrecht dahingehend ausgeübt, Eigenkapi-
talinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Davon ausgenommen sind zum FVPL bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten, wie beispielsweise freistehende Derivate mit negativem Marktwert.

Die von der Manner Gruppe vorgenommene Klassifizierung von Finanzinstrumenten ist dem vorstehenden Kapitel „Kategorien und Buch-
werte“ zu entnehmen.

Folgebewertung
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Zudem unterliegen solche Vermögenswerte den Bestimmungen zu Wertminderungen gemäß IFRS 9.
Hinsichtlich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte sieht IFRS 9 das Modell der erwarteten Kreditausfälle (expected credit los-
ses) vor. Demnach ist eine Wertminderung entweder in Höhe der Kreditausfälle zu erfassen, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf
Monate erwartet wird, oder es ist eine Wertminderung in Höhe der Kreditausfälle zu erfassen, die über die Gesamtlaufzeit des Vermö-
genswerts erwartet werden. Ersteres ist der Fall, wenn sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts nicht
signifikant erhöht hat; der zweite Fall tritt ein, wenn sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat oder wenn
infolge eines Ausfallereignisses objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten, sowie wahlweise für Forderungen aus Leasingverhältnissen kommt die ver-
einfachte Vorgehensweise (simplified approach) zur Anwendung, die eine Bemessung der Wertminderungen in Höhe der über die Laufzeit





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Jahresfinanzbericht 2023
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erwarteten Kreditverluste vorsieht. Die Manner Gruppe bewertet Forderungen aus Leasingverhältnissen in Höhe der über die Laufzeit
erwarteten Kreditverluste.




Beizulegender Zeitwert
In den zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten eingesetzten Bewertungstechniken fließen Inputfaktoren
ein. Die Manner Gruppe verwendet dabei so weit wie möglich beobachtbare Inputfaktoren. Die in den Bewertungstechniken verwendeten
Inputfaktoren werden in drei Stufen innerhalb der Bemessungshierarchie eingeordnet.
In den zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eingesetzten Bewertungstechniken werden Inputfaktoren verwendet. Die sogenannte
Bemessungshierarchie teilt die verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen ein.
Inputfaktoren der Stufe 1 sind in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden notierte, nicht berichtigte Preise. Dies
betrifft zum Beispiel Aktien.
Inputfaktoren der Stufe 2 sind andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld
entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind, zum Beispiel Zinsswaps. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps wird durch
die Abzinsung zukünftiger erwarteter Cashflows und nach Optionspreismodellen ermittelt. Dem Kontrahentenrisiko wird durch Credit Va-
luation Adjustments und Debit Valuation Adjustments Rechnung getragen.
Inputfaktoren der Stufe 3 sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind, zum Beispiel Genuss-
scheine oder Kreditverbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert dieser Finanzinstrumente wird durch Abzinsung der künftig erwarteten
Cashflows ermittelt. In die Bewertung fließen beobachtbare Inputfaktoren (Zinssätze, Wechselkurse) und nicht beobachtbare Inputfakto-
ren (eigenes Bonitätsrisiko) ein.
Wenn die für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld verwende-
ten Inputfaktoren in unterschiedlichen Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizule-
genden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für
die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Umgliederungen zwischen den Stufen werden am Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung
eingetreten ist, erfasst.






31 Risikoberichterstattung
Risikomanagement
Die Geschäftstätigkeit der Manner Gruppe ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht gänz-
lich ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagementprozess beteiligten Personen ist von der festgelegten
Risikopolitik bestimmt. Die verfolgte Strategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und Eigenständigkeit
der Gruppe als börsennotierte, österreichische Familienunternehmensgruppe.
Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Dies bedeutet für
die Risikopolitik, dass die Gruppe bereit ist, unternehmerische Risiken einzugehen, sofern durch die damit eingeleiteten
Geschäftsaktivitäten und die daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Steigerung des Unternehmenswerts
zu erwarten ist. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden somit unternehmerische Risiken durch ein Gegen-
überstellen von Chancen und Gefahren abgewogen.
Die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist daher ein essenzieller Teil der Unternehmensführung. Ziel
ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, diese zu bewerten und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die
regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter resultiert in einer verantwortungsbewussten Risikokultur des Unternehmens.
Die Manner Gruppe versteht darunter Risikomanagement als integrierten Teil aller Prozesse und Abläufe. Für das Risiko-
management besteht daher keine eigene Aufbauorganisation, denn Risiko- und Krisenmanagement ist eine wesentliche
Aufgabe aller Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisen-Management-Team.
Alle nicht zu den Kerntätigkeitsfeldern der Unternehmensgruppe gehörenden Risiken, wie z. B. Zinsänderungs-, Wäh-
rungs-, Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken, werden tendenziell und nach Möglichkeit auf Dritte (z.B. Versicherungsge-
sellschaften) übertragen.



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Absatz- und Nachfragerisiko
Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrageschwankungen) trägt
das Unternehmen selbst und werden nicht versichert. Ebenso zu den Kernrisiken gehören die Risiken aus der Entwicklung
neuer Produkte oder Märkte. Die Handelskonzentrationen in den jeweiligen Märkten stellen ein systemimmanentes Risiko
in der Lebensmittelindustrie dar. Diesem Risiko wird sowohl durch die konsequente Pflege der einzelnen Marken der
Gruppe im Süßwarenbereich als auch durch die Verstärkung der Exportaktivitäten gegengesteuert. Die fortgesetzte Kon-
zentration im Bereich des Handels führt zu einem erhöhten Druck auf die Abgabepreise.
Beschaffungsrisiko
Es besteht generell das Risiko von Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Produktionsmaterialien, Verpackungen und Ener-
gie, das nicht zeitgerecht oder im vollen Umfang an die Abnehmenden weitergegeben werden kann. Diese Kostensteige-
rungen werden sich immer wieder aufgrund von Währungsschwankungen, Angebotsengpässen (Ernteausfälle oder er-
höhte Nachfrage) oder Preisspitzen bei Rohöl und Erdgas ergeben. Die Gruppe ist bestrebt, mit Vorkontrakten und recht-
zeitiger Eindeckung gegenzusteuern. Lieferengpässe bei Rohstoffen, Energie, Verpackungen und Produktionsmaterialien
können zu Produktionsausfällen führen.
Finanz- und Zinsänderungsrisiko
Gegen Finanzrisiken wird laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch entsprechende
Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Das Risiko einer Zinsän-
derung besteht für Finanzanlagen und Finanzschulden und wird ständig überwacht. Bei den Wertpapieren der Finanzan-
lagen handelt es sich überwiegend um Anteile an Investmentfonds, die kurzfristig veräußert werden können. Ein Fremd-
währungsrisiko besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß.
Die Manner Gruppe schätzt die Risikokonzentration von Guthaben bei Banken als gering ein, da die Guthaben auf mehrere
Banken verteilt sind.


Ausfallrisiko
Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere, die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderun-
gen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten stellen das maximale Kreditrisiko dar. Das
Risiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko. Die Wertpapiere unterliegen den Risiken des Kapitalmarkts.



Die nachstehende Tabelle enthält die Bruttoforderungen, die Wertberichtigungen und die sich daraus ergebenden Netto-
forderungen der finanziellen Vermögenswerte, für die der Konzern Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 zu erfassen hat:
Finanzielle Vermögenswerte T€
Bruttobuchwert Wertberichtigung Nettobuchwert
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
angepasst* angepasst* angepasst*
Anleihen 1.500 3.000 0 0 1.500 3.000
Forderungen aus Lieferungen und 32.090 26.909 926 186 31.165 26.723
Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögens- 1.860 1.448 0 1.860 1.448
werte 0
Guthaben bei Kreditinstituten 3.360 19.107 0 0 3.360 19.107
Summe 38.811 50.464 926 186 37.885 50.278
* siehe Anhangangabe 35.




Für Anleihen, sonstige finanzielle Forderungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden aus Wesentlichkeitsgründen
keine Wertberichtigungen erfasst. Aufgrund der hohen Bonität der Gegenparteien ergeben sich nur marginale Ausfalls-
wahrscheinlichkeiten. Für weiterführende Informationen zu den Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen wird auf das nachstehende Kapitel verwiesen.




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Jahresfinanzbericht 2023
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Das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht darin, dass Kunden ihren Zahlungsverpflich-
tungen gänzlich oder teilweise nicht nachkommen. Dem Ausfallrisiko wird durch Kreditversicherungen begegnet, die für
einen großen Teil der Forderungen abgeschlossen wurden. Für den nicht versicherten Teil der Forderungen werden Wert-
berichtigungen gebildet.
Das Ausfallrisiko bei den Forderungen verteilt sich über eine große Anzahl von Kunden, die aufgrund der Bonität aller
großen Handelspartner das Risiko insgesamt reduziert. Das Kreditrisiko wird durch ein konsequentes Forderungsmanage-
ment weiter reduziert.
Die Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:
Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€
Erwartete Eingetretene Gesamt
Kreditverluste Kreditverluste
2023 2022 2023 2022 2023 2022
Stand zum 01.01. 7 12 179 55 186 67
Zuführung 0 0 740 133 740 133
Verwendung 0 0 0 -5 0 -5
Auflösung 1 -5 0 -3 0 -8
Umrechnungsdifferenzen 0 0 -1 -1 -1 -1
Stand zum 31.12. 7 7 918 179 926 186
Erwartete Kreditverluste werden aufgrund der Bonität der Kunden unter Berücksichtigung von Versicherungen gebildet.
Eingetretene Kreditverluste werden für überfällige Forderungen gebildet. Zuführungen zu Wertberichtigungen werden ge-
bildet, wenn Forderungen eine bestimmte Überfälligkeitsdauer überschreiten. Verwendungen treten ein, wenn bei Zah-
lungseingang einer wertberichtigten Forderung ein Abgang der Wertberichtigungen stattfindet. Auflösungen treten ein,
wenn eine wertberichtigte Forderung abgeschrieben wird.
Die Manner Gruppe schätzt die Risikokonzentration bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als gering ein, weil
sich die Forderungen auf mehrere Kunden in mehreren Ländern verteilen und zu einem großen Teil gegen das Ausfallsri-
siko versichert sind.


Rechnungslegungsmethoden




Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind finanzielle Vermögenswerte und fallen unter die Wertminderungsbestimmungen von
IFRS 9.5.5. Demnach sind Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste zu erfassen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
kommt die vereinfachte Vorgehensweise zur Anwendung, die darin besteht, dass die Wertberichtigungen stets in Höhe der über die
Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu bemessen sind.
Ein Unternehmen kann für die Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vereinfachte Methoden anwenden,
beispielsweise mittels einer Wertberichtigungstabelle, bei der historische Ausfallsraten nach Überfälligkeitsklassen zur Anwendung kom-
men.
Die Manner Gruppe verwendet jedoch keine Wertberichtigungsmatrix, sondern einen bonitätsbasierten Ansatz. Manner unterteilt seine
Kunden in Kundengruppen, wobei die fünf größten Kunden für rund drei Viertel der Umsatzerlöse verantwortlich sind. Durch Zugrundele-
gung der Ratings (Ausfallswahrscheinlichkeiten) dieser Kunden kann ein Großteil der Forderungen wertberichtigt werden. Außerdem
wurden bei der Berechnung der erwarteten Kreditverluste die Versicherung von Forderungen berücksichtigt.
Erwartete Kreditverluste ergeben sich aus dem Produkt von Ausfallswahrscheinlichkeit, Versicherungsanteil und Buchwert. Bei einer
vollständigen Besicherung fallen somit keine Kreditverluste an. Für einen großen Teil der Forderungen bestehen Versicherungen. Für
den übrigen Teil der Forderungen wurden die Ratings der Kunden herangezogen. Die großen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhan-
dels in Österreich und Deutschland haben sehr gute Ratings. Die gewichtete Ausfallswahrscheinlichkeit beträgt 0,02 %. Das führt dazu,
dass die erwarteten Kreditverluste sehr niedrig sind.
Der Konzern verwendet angemessene und belastbare Informationen, die über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen und
künftige wirtschaftliche Bedingungen verfügbar sind, indem er die Prognosen über die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) in den
Regionen, wo die Schuldner der finanziellen Verbindlichkeiten ansässig sind, berücksichtigt.









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Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass die Manner Gruppe ihre finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit
nicht erfüllen kann. Aufgrund der vorhandenen Barbestände per Bilanzstichtagsdatum sowie der nicht ausgenutzten Kre-
ditlinien bei den finanzierenden Banken wird dieses Risiko als gering eingestuft.
Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten finanzieller Verbindlichkeiten nach Zeitbändern:


Fälligkeitsanalyse T€
31.12.2023 2024 2025-2028 Ab 2029
Buchwert Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Kreditverbindlichkeiten 52.447 1.465 23.149 1.305 26.117 366 3.163
Leasingverbindlichkeiten 5.461 85 1.479 129 3.812 2 170
Verbindlichkeiten aus 25.890 0 25.890 0 0 0 0
Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten 3.073 17 1.331 54 727 36 1.015
Summe 86.872 1.567 51.849 1.488 30.656 404 4.347
Fälligkeitsanalyse (Vorjahr) T€
angepasst* 31.12.2022 2023 2024-2027 Ab 2028
Buchwert Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Kreditverbindlichkeiten 68.583 1.226 37.892 1.313 23.215 153 7.513
Leasingverbindlichkeiten 5.233 77 1.350 141 3.249 8 633
Verbindlichkeiten aus 25.002 0 25.002 0 0 0 0
Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten 4.309 18 2.548 58 626 41 1.133
Summe 103.127 1.321 66.793 1.513 27.090 202 9.279
* siehe Anhangangabe 35.



Die Fälligkeitsanalyse stellt die künftigen nicht abgezinsten vertraglichen Zahlungsströme finanzieller Verbindlichkeiten
dar. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Manner Gruppe sind nach Kontrahenten breit gestreut, sodass die
Exposition gegenüber einer geänderten Risikopolitik einzelner Kreditinstitute als gering angesehen werden kann, womit
das Konzentrationsrisiko adressiert wird.

Währungsrisiko
Die Manner Gruppe unterliegt in geringem Ausmaß dem Fremdwährungsrisiko, wenn Transaktionen und Zahlungen nicht
in der Darstellungswährung Euro getätigt werden. Dies ist der Fall in Tschechien und Aserbaidschan. Darüber hinaus
betrifft dies auch den Einkauf von Kakao in britischen Pfund.
Zu Beginn des Geschäftsjahres bestanden Währungssicherungen des britischen Pfundes, um den Einkauf von Kakao
abzusichern, die im Geschäftsjahr ausgelaufen sind. Zu keinem Zeitpunkt wurden Sicherungsinstrumente in eine Siche-
rungsbeziehung einbezogen. Zum 31.12.2023 waren die Sicherungsinstrumente abgelaufen und die dazugehörigen deri-
vativen Finanzinstrumente ausgebucht.
Zinsänderungsrisiko
Langfristige Finanzierungen unterliegen dem Risiko sich ändernder Zinsen, vor allem bei Bankkrediten. Der Bereich Kon-
zernfinanzen legt zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken regelmäßig die Zusammensetzung aus fest und variabel ver-
zinsten finanziellen Vermögenswerten und Schulden fest. Im Geschäftsjahr 2023 waren die langfristigen Kreditverbindlich-
keiten zum größten Teil fix verzinst. Zinsänderungsrisiken können durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften abge-
sichert werden. Die Manner Gruppe ist zum 31.12.2023 Zinsänderungsrisiken ausgesetzt, die im Wesentlichen aus nicht
derivativen variabel verzinsten Finanzinstrumenten resultieren. Zum 31.12.2023 bestehen jedoch keine wesentlichen Si-
cherungsrisiken, weshalb die Manner Gruppe keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen hat.




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Für die Zinsänderungsrisiken dieser Finanzinstrumente wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen
von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis nach Steuern und das Eigenkapital zeigen. Als
Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am
Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzern-
steuersatz von 24 % verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere
Wechselkurse, konstant bleiben.
Zinssensitivitäten T€
31.12.2023 31.12.2022
Veränderung Erhöhung Verminde- Erhöhung Verminde-
Zinsniveau rung rung
Jahresergebnis +/- 0.5 % 17 -17 75 -75
Konzerneigenkapital 17 -17 75 -75
Sonstiges Marktrisiko
Die Manner Gruppe ist neben Zinsänderungsrisiken auch anderen Preisrisiken ausgesetzt (etwa Kursrisiken aus Wertpa-
pieren im Eigenbestand), die aber insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind.

Derivate
Zur Absicherung gegen Währungsrisiken im Zusammenhang mit Rohstoffeinkäufen wurden in Vorjahren Kaufoptionen auf
britische Pfund abgeschlossen, wovon zum 31.12.2023 keine Kaufoptionen mehr vorhanden waren. Diese Derivate wur-
den als freistehende Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der negative Marktwert zum
31.12.2022 betrug T 381.

Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden
Eine Saldierung in der Bilanz gemäß IAS 32 wird in der Manner Gruppe nicht vorgenommen, da es im laufenden Ge-
schäftsbetrieb in der Regel nicht zu einem Nettoausgleich mehrerer Transaktionen kommt.

Sicherheiten und Verfügungsbeschränkungen
Zum 31.12.2023 bestanden eingetragene Hypotheken ausschließlich für das Mietshaus in Wien Hernals (Gebler-
gasse 116 GmbH & Co KG) in Höhe von T€ 7.557 (2022: T€ 7.508).
Kreditverbindlichkeiten in Höhe von T€ 21.500 (2022: T€ 21.500) sind durch eine Globalzession der Exportforderungen
dinglich besichert.





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Jahresfinanzbericht 2023
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32 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Geschäftsjahr 2023 sind in der Manner Gruppe Aufwendungen aus Geschäftsvorfällen mit Mitgliedern des Manage-
ments in Schlüsselpositionen von T€ 93 (2022: T€ 73) angefallen. Zum 31. Dezember 2023 bestanden in der Manner
Gruppe Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen von T€ 17 (2022: keine Forde-
rungen oder Verbindlichkeiten). Ansonsten bestanden keine Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen oder Per-
sonen.
Die folgende Tabelle zeigt die Vergütungen der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen:
Vergütungen der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen T€
Vorstände Aufsichtsräte Leitende Angestellte Gesamt
2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Kurzfristig fällige Leistungen an Ar- 1.052 1.361 189 199 1.882 1.704 3.124 3.264
beitnehmer
Leistungen nach Beendigung des 10 14 0 0 16 13 25 28
Arbeitsverhältnisses
Andere langfristig fällige Leistungen 0 0 0 0 11 0 11 0
an Arbeitnehmer
Leistungen aus Anlass der Beendi- 205 0 0 0 0 0 205 0
gung des Arbeitsverhältnisses
Summe 1.267 1.375 189 199 1.908 1.718 3.365 3.292
Die Manner Gruppe unterteilt die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen als Vorstände, Aufsichtsräte und
leitende Angestellte (Prokuristen und Bereichsleiter).


Ermessensentscheidungen
Gemäß IAS 24 ist das oberste beherrschende Unternehmen (ultimate controlling party) anzugeben. Die Eigentümer der Manner Gruppe
setzen sich aus der Manner Privatstiftung, Wien, der Andres Holding GmbH, Wien, und einer Reihe von Einzelpersonen zusammen. Die
Manner Privatstiftung und eine Reihe von Personen haben sich zum Manner/Riedl-Syndikat zusammengeschlossen. Das Manner/Riedl-
Syndikat hält über die Hälfte der Stimmrechte an der Manner AG. Beschlüsse des Syndikats führen gemäß Syndikatsvertrag dazu, dass
die Stimmrechte des Syndikats einheitlich ausgeübt werden.
Weiters besteht das Manner-Syndikat, das sich aus dem Manner/Riedl-Syndikat und der Andres Gruppe zusammensetzt. Das Manner-
Syndikat hält über drei Viertel der Stimmrechte an der Manner AG.
Die Manner Gruppe ist zu dem Schluss gekommen, dass das Manner/Riedl-Syndikat die Mehrheit der Stimmrechte hält und über seine
Stimmrechte Verfügungsmacht ausübt und damit die Manner AG kontrolliert. Die Manner Gruppe ist somit zu dem Schluss gekommen,
dass das Manner/Riedl-Syndikat, obwohl es kein Unternehmen ist, als oberstes beherrschendes Unternehmen (ultimate controlling party)
gemäß IAS 24 einzustufen ist. Das Manner-Syndikat kommt nur in Ausnahmefällen zum Einsatz.
Für weiterführende Informationen betreffend die Eigentümerstruktur der Manner AG wird auf die Berichterstattung gemäß § 243a UGB
im Lagebericht des Einzelabschlusses der Manner AG verwiesen (siehe Jahresfinanzbericht 2023).



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Jahresfinanzbericht 2023
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33 Organe
Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende Personen für die Josef Männer & Comp. Aktiengesellschaft, Wien, in einer Organ-
funktion tätig.
Vorstand
Mag. Andreas KUTIL (CEO, Marketing & Verkauf)
Dr. Hans Peter ANDRES (Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik)
Thomas GRATZER (Produktion und Technik)
Im Geschäftsjahr 2023 sind folgende Vorstände ausgeschieden:
Mag. Andreas KUTIL (CEO, Marketing & Verkauf, bis 31.12.2023)
Mit 01.01.2024 wurden folgende Vorstände neu bestellt:
Sabine BRANDL, MBA, MSc (Marketing, Verkauf und Human Resources)
Scipio OUDKERK, MSc (Finanzen, Recht, IT & Office Management)
Aufsichtsrat
Mag. Florian JONAK, Vorsitzender
Dr. Martina ANDRES, Vorsitz-Stellvertreterin
Dr. Josef DOPPLER
Dr. Michael GRAHAMMER
Mag. Albin HAHN (ab 25.05.2023)
Mag. Dr. Wolfgang HÖTSCHL
Prof. Dr. Sita Monica MAZUMDER
Dr. Martin SCHOBER
Dipl. Ing. Markus SPIEGELFELD (bis 25.05.2023)
Vom Betriebsrat delegierte Mitglieder
Gerda CLEMENTI (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf; bis 31.08.2023)
Peter FREUDENSCHUSS (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien; bis 04.04.2023)
Peter HABEL (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien, bis 31.12.2023)
Christian HACKL (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien; bis 04.04.2023)
Samila KOCAGÖZ (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf; ab 01.09.2023)
Erwin MÜLLNER (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien; ab 04.04.2023)
Claudia SCHMIDT (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien; ab 04.04.2023)

34 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Mit Kaufvertrag vom 02.02.2024 hat die Privatstiftung Manner insgesamt 2.098 nicht-syndizierte Stückaktien gekauft.
Im Zeitraum von 01.01.2024 bis zum Datum der Freigabe des Konzernabschlusses gab es keine weiteren berichtspflich-
tigen wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.


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Jahresfinanzbericht 2023
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35 Fehlerkorrekturen
Mit Bescheid vom 21.07.2023 stellte die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) fest, dass der Jahresfinanzbericht zum
31.12.2020 und der Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2021 der Manner AG insoweit gegen Rechnungslegungsvorschrif-
ten verstoßen würden, als der Verpflichtung gemäß § 244 Abs. 2 UGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nicht
nachgekommen worden sei und diese daher fehlerhaft seien. Dieser Feststellung war eine Prüfung der Österreichischen
Prüfstelle für Rechnungslegung vorangegangen. Gegen diesen Bescheid erhob die Manner AG am 21.08.2023 Be-
schwerde an das Bundesverwaltungsgericht, welche von der FMA mit Beschwerdevorentscheidung gemäß § 14 VwGVG
abgewiesen wurde, worauf hin am 03.11.2023 der Antrag gestellt wurde, die Beschwerde dem Bundesverwaltungsgericht
zur Entscheidung vorzulegen. Der Beschwerde gegen den vorliegenden Feststellungsbescheid kommt keine aufschie-
bende Wirkung zu. Die FMA ordnete daher mit Bescheid vom 16.11.2023 gemäß § 5 Abs. 2 1. Satz Rechnungslegungs-
Kontrollgesetz an, dass die Manner AG den festgestellten Fehler samt wesentlichen Teilen der Begründung auf ihrer
Internetseite unverzüglich bekannt zu machen habe. Dieser Anordnung kam die Manner AG ungeachtet des anhängigen
Beschwerdeverfahrens zur Anfechtung des Feststellungsbescheides umgehend nach. Mit Brief vom 22.11.2023 bestä-
tigte die FMA sodann die Vorlage der Beschwerde unter Anschluss der Akten des Verwaltungsverfahrens an das Bundes-
verwaltungsgericht zur Entscheidung.
Vor dem Hintergrund dieser Fehlerveröffentlichung und um zu vermeiden, dass es im Falle einer negativen Entscheidung
des Bundesverwaltungsgerichts während der Zeit der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31.12.2023 und einer damit
verbundenen Notwendigkeit der Darstellung von korrigierten Vergleichswerten 2022 auf Basis der Vorverlegung des Erst-
konsolidierungszeitpunktes zu einer Verzögerung der Veröffentlichung ebendieses Konzernabschlusses käme wurde
bereits von der Vorverlegung des Erstkonsolidierungszeitpunktes vom 01.01.2020 auf 01.01.2019 ausgegangen, weshalb
es zu den im Folgenden beschriebenen Anpassungen gekommen ist.
Es ist festzuhalten, dass ohne diese Vorverlegung des Erstkonsolidierungszeitpunktes keine Anpassungen der Vergleichs-
werte notwendig gewesen wären. Im Zuge der Änderung des Erstkonsolidierungszeitpunktes wurden unwesentliche Feh-
ler entdeckt, welche nunmehr berichtigt wurden, jedoch ohne dieses Ereignis zu keiner Fehlerberichtigung nach IAS 8
geführt hätten.
Die vorgenommenen Anpassungen der Vergleichswerte 2022 werden im Folgenden beschrieben:
Die Änderung im Sachanlagevermögen sind iHv T€ 107 (01.01.2022: T€ 101) auf die Berichtigung aufgrund von zeitlichen
Verschiebungen der Haselnussplantage in Aserbaidschan zurückzuführen, iHv T€ 17 (01.01.2022: T€ 161) auf Anpassun-
gen im Impairment sowie iHv T€ 43 (01.01.2022: T€ 26) in Zusammenhang mit der Bewertung der Nutzungsrechte von
Immobilien und PKW gemäß IFRS 16.
Im Jahr 2022 wurde ein Bankkonto iHv T€ 52 der Manner Azerbaijan LLC von den sonstigen Forderungen zu Zahlungs-
mittel und Zahlungsmitteläquivalente umgegliedert. Es handelt sich dabei lediglich um eine Umgliederung zwischen den
beiden genannten Bilanzpositionen.
Innerhalb des Eigenkapitals führte die Vorverlegung des Erstkonsolidierungszeitraumes zu einer Anpassung der IAS19-
Rücklage aufgrund der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und den dazugehörigen latenten Steuern
für ein zusätzliches Vorjahr und somit den damit verbundenen Vortrag.
Die Änderung der sonstigen Rücklagen resultiert aus der Anpassung der Rücklage aus der Erstanwendung von IFRS
aufgrund der Vorverlegung des Erstkonsolidierungszeitpunktes sowie den erfolgswirksamen Auswirkungen der übrigen
beschriebenen Anpassungen.
Die Anpassungen der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (sowohl langfristig als auch kurzfristig) stehen in Zusam-
menhang mit den Änderungen der Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 aufgrund der Vorverlegung des Erstkonsolidie-
rungszeitpunktes.
Des Weiteren wurde eine Rückstellung für die Erstellung des Konzernabschlusses zum 31.12.2020 und des Halbjahres-
konzernabschlusses zum 30.06.2021 in Höhe von T€ 190 berücksichtigt.


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Jahresfinanzbericht 2023
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Bei den Anpassungen der Ertragsteuerverbindlichkeiten und den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesent-
lichen um eine Umgliederung zwischen diesen beiden Positionen.
Die Änderungen der latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden stehen in Zusammenhang mit den beschrie-
benen Sachverhalten.
Die nachstehenden Tabellen fassen die Auswirkungen der beschriebenen Änderungen auf die entsprechenden Positionen
des Abschlusses für die Vorjahre zusammen.
Konzernbilanz
T€
01.01.2022 wie zuvor be- Anpassungen angepasst
richtet
AKTIVA
Sachanlagen 77.027 -287 76.740
Latente Steueransprüche 4 62 66
Sonstiges 21.295 0 21.295
Summe langfristiges Vermögen 98.326 -225 98.100
Sonstige Forderungen 4.197 3 4.199
Sonstiges 67.608 0 67.608
Summe kurzfristiges Vermögen 71.805 3 71.808
SUMME AKTIVA 170.131 -223 169.908
PASSIVA
IAS19-Rücklage -157 -891 -1.047
Währungsumrechnungsrücklage 205 -3 202
Sonstige Rücklagen 46.836 110 46.947
Sonstiges 13.741 0 13.741
Eigenkapital 60.626 -783 59.843
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.390 530 6.920
Latente Steuerschulden 333 -168 164
Sonstiges 32.670 0 32.670
Summe langfristige Schulden 39.393 361 39.754
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.767 -5 3.762
Rückstellungen 1.710 190 1.900
Ertragssteuerverbindlichkeiten 587 -99 488
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.347 22 25.369
Sonstige Verbindlichkeiten 6.279 91 6.369
Sonstiges 32.423 0 32.423
Summe kurzfristige Schulden 70.112 199 70.312
SUMME PASSIVA 170.131 -223 169.908


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Jahresfinanzbericht 2023
172
T€
31.12.2022 wie zuvor be- Anpassungen angepasst
richtet
AKTIVA
Sachanlagen 75.521 -167 75.355
Latente Steueransprüche 132 -105 27
Sonstiges 23.477 0 23.477
Summe langfristiges Vermögen 99.130 -272 98.858
Sonstige Forderungen 3.184 -48 3.136
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19.181 52 19.232
Sonstiges 66.854 0 66.854
Summe kurzfristiges Vermögen 89.219 3 89.222
SUMME AKTIVA 188.349 -269 188.080
PASSIVA
IAS19-Rücklage 957 -891 67
Währungsumrechnungsrücklage 451 -9 442
Sonstige Rücklagen 48.852 338 49.191
Sonstiges 13.741 0 13.741
Eigenkapital 64.001 -561 63.440
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5.525 118 5.643
Latente Steuerschulden 888 -243 644
Sonstiges 40.508 0 40.508
Summe langfristige Schulden 46.921 -126 46.795
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.090 189 4.279
Rückstellungen 2.232 190 2.422
Ertragssteuerverbindlichkeiten 614 -162 451
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.981 21 25.002
Sonstige Verbindlichkeiten 7.621 180 7.800
Sonstiges 37.890 0 37.890
Summe kurzfristige Schulden 77.427 418 77.845
SUMME PASSIVA 188.349 -269 188.080


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Jahresfinanzbericht 2023
173
Konzerngesamtergebnisrechnung
T€
01.01.2022 bis 31.12.2022 wie zuvor be- Anpassungen angepasst
richtet
Abschreibungen -9.531 203 -9.329
Sonstige betriebliche Aufwendungen -37.206 148 -37.058
Sonstiges 53.696 0 53.696
Betriebsergebnis 6.959 351 7.310
Finanzaufwendungen -2.113 -12 -2.125
Sonstiges 41 0 41
Finanzergebnis -2.071 -12 -2.084
Ergebnis vor Steuern 4.888 339 5.226
Ertragssteuern -1.360 -110 -1.470
Periodenergebnis 3.528 228 3.756
Währungsumrechnungsdifferenzen 246 -6 240
Sonstiges 1.114 0 1.114
Sonstiges Ergebnis 1.360 -6 1.354
GESAMTERGEBNIS 4.888 222 5.110
Die Anpassung der Abschreibungen betrifft im Wesentlichen die Abschreibung von Nutzungsrechten, welche sich aus den
Anpassungen in Zusammenhang mit dem Leasing gemäß IFRS 16 aufgrund der Vorverlegung des Erstkonsolidierungs-
zeitpunktes ergeben.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde eine unwesentliche Korrektur betreffend Buchwertabgänge von auf
Basis des Impairmenttests bereits in Vorperioden abgeschriebenen Sachanlagen berücksichtigt.
Die Anpassung der Finanzaufwendungen ist ebenfalls auf die Anpassungen betreffend Leasing gemäß IFRS 16 aufgrund
der Vorverlegung des Erstkonsolidierungszeitpunktes zuckzuführen und betreffen die damit verbundenen Zinsaufwen-
dungen.
Die Veränderung der Ertragsteuern betrifft latente Steuern.
Durch die Anpassungen kommt es zu einer Änderung des unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie des
Konzerns von € 1,87 auf € 1,99.
Es gibt keine wesentlichen Auswirkungen auf die gesamten Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit sowie der Investiti-
ons- oder Finanzierungstätigkeit für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022.


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Jahresfinanzbericht 2023
174
36 Freigabe des Konzernabschlusses
Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft am 18.04.2024
aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss
zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Wien, am 18.04.2024
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
Dr. Hans Peter Andres
Vorstand
Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik
Sabine Brandl MBA, MSc
Vorständin
Marketing, Verkauf & HR
Thomas Gratzer
Vorstand
Produktion & Technik
Scipio Oudkerk, MSc
Vorstand
Finanzen, Recht, IT & Office Management

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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
175
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft,
Wien,
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-
Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
und der Konzern-Geldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage
und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den
International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforde-
rungen des § 245a UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO)
und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den öster-
reichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum
des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prü-
fungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils
hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
176
Vorhandensein und Bewertung der Vorräte einschließlich Bewertung der Einkaufskontrakte
Sachverhalt und Risiken
Die Josef Manner & Comp. AG weist in ihrem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 einen Vorratsbestand in Höhe
von TEUR 42.201 aus. Die Vorräte stellen einen wesentlichen Teil des kurzfristigen Vermögens sowie der Aktiva der
Gruppe dar.
Die Vorräte werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für die Bewertung werden als Zeitwerte Marktpreise
zum Bilanzstichtag oder zu den letzten diesem Stichtag vorausgehenden Tagen herangezogen.
Es besteht das Risiko, dass Teile des Vorratsbestands nicht werthaltig sind.
Die in der Bilanz angesetzten Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse werden aus der Kostenrechnung
abgeleitet. Aufgrund der Komplexität der Bewertung besteht das Risiko von Fehlbewertungen.
Die Qualität sowie die Versorgungssicherheit der im Produktionsprozess eingesetzten Rohstoffe erfordern den Abschluss
wesentlicher langfristiger Kontrakte. Es besteht das Risiko, dass Wertschwankungen der Einkaufspreise den Ansatz we-
sentlicher Drohverlustrückstellungen erfordern.
Im Zusammenhang mit den Angaben der Gruppe zum Vorratsvermögen verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-
anhang unter Note 19.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir ein Verständnis über den Einkaufsprozess sowie der Materialwirtschaft
sowie den relevanten internen Kontrollen erlangt.
Zusätzlich haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:
Durchführung von Inventurbeobachtungen an ausgewählten Standorten und Vergleich der physischen Be-
stände mit den Aufzeichnungen im Rechnungswesen;
Überprüfung der angewandten Bewertungsmethoden für die Vorräte und Beurteilung ihrer Angemessenheit
unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation und etwaiger Wertminderungen;
Durchführung von Preistests anhand von Belegprüfungen;
Einsichtnahme in die wesentlichen Einkaufskontrakte und Beurteilung der Auswirkungen auf den Konzernab-
schluss.
Vorhandensein und Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einschließlich Peri-
odenrichtigkeit der Umsatzerlöse
Sachverhalt und Risiken
Die Josef Manner & Comp. AG weist in ihrem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von TEUR 31.165 aus. Die Forderungen stellen einen wesentlichen Teil des Umlaufvermögens
sowie der Aktiva der Gruppe dar
Die sachgerechte Umsatzrealisation ist aufgrund von individuell verhandelten Bonifikationsvereinbarungen komplex. Es
besteht das Risiko von Abgrenzungsfehler und damit von nicht periodengerecht ausgewiesenen Umsatzerlösen.
Im Zusammenhang mit den Angaben zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Ausführungen
im Anhang unter Note 20.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
177
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir ein Verständnis über den Verkaufsprozess einschließlich dem Abrech-
nungsprozess für Boni sowie den relevanten internen Kontrollen erlangt.
Zusätzlich haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:
Durchführung einer Saldenbestätigungsaktion;
Einsichtnahme in wesentliche Rahmenverträge und Überprüfung der richtigen Abbildung der darin vereinbarten
Konditionen im Rechnungswesen;
Ziehung von Belegstichproben und Überprüfung wesentlicher Zahlungseingänge;
Durchführung von Funktionstests zu den im Rechnungswesen implementierten, relevanten Kontrollen.
Datenmigration ERP System von Microsoft dynamics AX auf SAP S/ 4HANA
Sachverhalt und Risiken
Die Josef Manner & Comp. AG, eine wesentliche Gesellschaft der Gruppe, hat im Berichtsjahr eine Umstellung der ERP
Software durchgeführt. Dieser Prozess wurde umfassend durch diese Konzerngesellschaft vorbereitet und vom Software-
dienstleister begleitet. Die ERP Software steuert wesentliche Geschäftsprozesse im diesem Konzernunternehmen.
Es besteht das Risiko, dass die Daten aus dem Vorsystem nicht vollständig in SAP übernommen werden. Des Weiteren
besteht das Risiko, dass wesentliche Systemeinstellungen in SAP nicht vollständig und korrekt vorgenommen werden.
Ebenso besteht das Risiko, dass wesentliche Geschäftsprozesse und Kontrollen aufgrund der Systemumstellung nicht
mehr wirksam sind
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir folgende Prüfungshandlungen gesetzt:
Prüfung der Sicherstellung einer angemessenen und nachvollziehbaren Migrationsdokumentation unter Berück-
sichtigung der vorgesehenen Kontroll- und Abstimmungstätigkeiten;
Prüfung des Hauptbuchs, auf vollständige Datenübernahme ins Neu-System unter Berücksichtigung allfälliger
Veränderungen der Daten;
Prüfung der wesentlichen Nebenbücher, auf vollständige und richtige Datenübernahme ins Neu-System;
Beurteilung, ob wesentliche Systemeinstellungen im Neusystem korrekt vorgenommen wurden;
Beurteilung, ob Aufbewahrungspflichten und -fristen eingehalten werden.
Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
Sachverhalt und Risiken
Die Josef Manner & Comp. AG weist in ihrem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 Buchwerte für Sachanlagen in
Höhe von insgesamt TEUR 75.789 aus.
Der Vorstand hat zu beurteilen, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass langfristige Vermögenswerte wertgemindert sein könn-
ten. Sollten Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, ist ein Wertminderungstest auf Ebene der jeweiligen Zah-
lungsmittelgenerierenden Einheit durchzuführen. Bei der Beurteilung des Wertminderungstestes hat der Vorstand sowohl
interne als auch externe Informationsquellen heranzuziehen und zukunftsbezogenen Annahmen zu treffen. Diese Annah-
men erfordern wesentliche Schätzungen des Vorstandes über künftige Umsatzentwicklungen und Ergebnismargen und
daraus resultierende Zahlungsmittelüberschüsse.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
178
Für den Konzernabschluss besteht daher das Risiko einer Überbewertung der Sachanlagen.
Auf die Angaben im Konzernanhang in Note 15 wird verwiesen.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die Konzeption des Prozesses der Gesellschaft zur Überprüfung der zahlungsmitte-gerierenden Einheiten auf
Indikatoren von Wertminderungen erhoben und beurteilt.
Weiters haben wir bei Vorliegen dieser Indikatoren die durchgeführten Wertminderungstests eingeholt und einer kritischen
Durchsicht unterzogen. Zusätzlich haben wir die vom Vorstand getroffenen Annahmen und vorgenommenen Schätzungen
kritisch hinterfragt und unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:
Befragung des Vorstands hinsichtlich der wesentlichen Schlüsselannahmen;
Analyse der Annahmen mittels öffentlich verfügbaren Brancheninformationen und Würdigung der Auswirkungen
auf die wesentlichen Planungsparameter;
Nachvollzug des Berechnungsmodells zur rechnerischen Überprüfung auf Anhaltspunkte für eine Wertminde-
rung auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten („indikativer Werthaltigkeitstest“);
Stichprobenartige Überprüfung der rechnerischen Richtigkeit der indikativen Werthaltigkeitstests.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestäti-
gungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu
keine Art der Zusicherung geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen
Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche
Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen
oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten
sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser
sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem
Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Über-
einstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein
möglichst getreues Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernab-
schlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtü-
mern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Kon-
zerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sach-verhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu
liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
179
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentli-
chen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu
erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Ab-
schlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstel-
lung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen
von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-
mäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlun-
gen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch
und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsur-
teil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusam-
menwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraft-
setzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prü-
fungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsme-
thoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der
Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der er-
langten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gege-
benheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstä-
tigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss
aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren.
Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Kon-
zerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der
Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer
Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Ge-
schäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind
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Jahresfinanzbericht 2023
180
verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die
Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfest-stellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlä-
gig damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk,
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir
bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er
mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu
prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Un-
stimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnisse aufweisen oder an-
derweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durch-
geführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,
enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. Juni 2023 vom
Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr endend zum 31. Dezember 2020 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
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Jahresfinanzbericht 2023
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Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Jörg Steiner.
Wien, am 14. März 2024
CENTURION
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH
Mag. Jörg Steiner
Dr. Andreas Staribacher
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten
Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernab-
schluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Änderungen des Konzernabschlusses
Der Konzernabschluss wurde nach Erteilung des Bestätigungsvermerks geändert. Wir verweisen auf die Abschnitte „1
Grundlagen“ bzw „34 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ des Konzernanhangs, in dem die Änderungen im Konzernab-
schluss beschrieben sind. Die Änderungen betrafen die damit zusammenhängenden Angaben im Konzernanhang. Auf die
Begründung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft in der Anhangangabe „1 Grundlagen“ wird
verwiesen.
Prüfungsurteil zur Nachtragsprüfung
Wir haben die Änderungen des Konzernabschlusses geprüft. Nach unserer Beurteilung entsprechen die Änderungen des
Konzernabschlusses den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt der geänderte Konzernabschluss ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für
das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards,
wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Bericht zum geänderten Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht wurde nach Erteilung des Bestätigungsvermerks geändert. Die Änderungen betrafen die Ab-
schnitte „1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage“ und „4 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm-
und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen“. Auf die Begründung der Änderungen durch die gesetzlichen
Vertreter der Gesellschaft in der Angabe „1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage“ im Konzern-
lagebericht wird verwiesen.
Ergänztes Urteil
Die Änderungen im Konzernlagebericht sind nach unserer Beurteilung nach den geltenden rechtlichen Anforderungen
vorgenommen worden, enthalten zutreffende Angaben nach § 243a UGB und stehen in Einklang mit dem geänderten
Konzernabschluss.
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Jahresfinanzbericht 2023
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Ergänzte Erklärung
Angesichts der bei der Nachtragsprüfung des geänderten Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des ge-
wonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben bei den Ände-
rungen im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. Juni 2023 vom
Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr endend zum 31. Dezember 2020 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Jörg Steiner.
Wien, am 18. April 2024
CENTURION
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH
Mag. Jörg Steiner
Dr. Andreas Staribacher
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten
Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernab-
schluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
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Erklärung des Vorstands zum Konzernabschluss
der Josef Manner & Comp. AG zum 31. Dezember 2023
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie
sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 ein mög-
lichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den
Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken
und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 18.04.2024
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG
Dr. Hans Peter Andres
Vorstand
Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik
Sabine Brandl MBA, MSc
Vorständin
Marketing, Verkauf & HR
Thomas Gratzer
Vorstand
Produktion & Technik
Scipio Oudkerk, MSc
Vorstand
Finanzen, Recht, IT & Office Management
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Jahresabschluss
2023
der Josef Manner & Comp. AG
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Jahresfinanzbericht 2023
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Inhaltsverzeichnis
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 .......................................................................................................................... 186
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage .................................................................. 186
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens ..................................... 192
3 Bericht über Forschung und Produktentwicklung ......................................................................................... 195
4 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im
Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ..................................................................................................... 195
5 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen ....... 196
Unternehmens-Kennzahlen .................................................................................................................................................................. 199
Bilanz ................................................................................................................................................................................................... 200
Gewinn- und Verlustrechnung .............................................................................................................................................................. 202
Anhang ................................................................................................................................................................................................. 204
I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden .................................................................................................... 205
II. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ................................................................... 207
III. Sonstige Angaben ........................................................................................................................................ 211
Anlagespiegel ....................................................................................................................................................................................... 213
Bestätigungsvermerk ............................................................................................................................................................................ 216
Erklärung des Vorstands ...................................................................................................................................................................... 223
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und aus Rücksichtnahme auf Ressourcen wird auf die gedruckte
Version des Geschäftsberichts 2023 verzichtet.
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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023
der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
DIE GESELLSCHAFT
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft, deren Aktien an der Wiener Börse
im Markt „Amtlicher Handel“, Marktsegment „Standard Market Auction“ notieren. Die Gesellschaft produziert seit 1890
Süßwaren und hält Beteiligungen an Unternehmen, die in den Bereichen Vertrieb von Süßwaren, Mietshäuser und Anbau
von Haselnüssen tätig sind.
Erläuterung zur Änderung des Lageberichts
Der mit 14. März 2024 aufgestellte Lagebericht wurde vom Vorstand geändert. Aufgrund nachträglich erhaltener Informa-
tionen wurden die Angaben zu den syndizierten Aktien unter Punkt 5 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontroll-
rechten und damit verbundenen Verpflichtungendes vorliegenden Lageberichts angepasst.
WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN 2023
Umsatz mit € 287,8 Mio. (Vorjahr: € 254,0 Mio.) gegenüber 2022 um 13,3% gestiegen (Vorjahr: +6,1%)
Exportquote verringerte sich geringfügig auf 56,8% (Vorjahr: 60,2%)
Rohstoff- und Energiepreise haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht
EBT beträgt8,1 Mio. (Vorjahr: € 4,1 Mio.)
Eigenkapitalquote stieg auf 37,6% (Vorjahr: 34,2%)
Nettoverschuldung bleibt stabil bei € 46,4 Mio. (Vorjahr: € 46,3 Mio.)
Trade Working Capital hat sich insbesondere inflationsbedingt sowie aufgrund der SAP-Umstellung auf € 53,4 Mio.
erhöht (Vorjahr: € 45,2 Mio.)
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Nach einer Rezession vom Frühjahr bis zum Herbst ist derzeit kaum eine Trendwende in Sicht. Die Konjunktur ist auch
zum Jahresausklang schwach geblieben. Die ersten Anzeichen dafür, dass die Wirtschaft in Österreich langsam die Tal-
sohle erreicht hat, deuten jedoch auf ein langsames Ende der Rezession gegen Anfang 2024 hin. Für das vierte Quartal
2023 insgesamt wird eine Stagnation der österreichischen Wirtschaft erwartet. Angesichts der Abwärtsrevision von frühe-
ren BIP-Werten sowie der zuletzt schwachen Entwicklung wird für das Gesamtjahr 2023 von einem leichten Rückgang des
BIP in Österreich um ca. 0,5% ausgegangen (Quelle: UniCredit Research).
Der Arbeitsmarkt hat sich im bisherigen Verlauf 2023 konjunkturresilient gezeigt, aber mittlerweile lassen sich die Folgen
der anhaltenden Konjunkturschwäche an der steigenden Anzahl von Arbeitssuchenden in vielen Branchen ablesen. Noch
zu Jahresbeginn 2023 betrug der Arbeitslosenquote 6,2%. Bis Oktober 2023 ist sie saisonbereinigt auf 6,6% gestiegen.
Es wird erwartet, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt vor allem aufgrund der Schwäche in Industrie und Baugewerbe
noch weiter verschlechtern wird. Nachdem die Arbeitslosenquote im Schnitt in 2023 auf 6,4% gestiegen ist, wird für 2024
von einem weiteren Anstieg auf 6,7% ausgegangen (Quelle: UniCredit Research).
Nach dem gerade zweistelligen Höchststand 2023 wird erwartet, dass die Inflation Ende 2023 geringfügig unter 5% im
Jahresvergleich betragen wird, was insbesondere auf geringere Energiepreise und Rohstoffkosten zurückzuführen ist. In
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Jahresfinanzbericht 2023
187
Österreich geht die Inflation deutlich langsamer zurück als im Durchschnitt der Eurozone. Dies ist auf spürbare Effekte,
wie zum Beispiel die indexierten Mieten und auch auf hohe Lohnabschlüsse zurückzuführen. Für 2023 wird gesamt mit
einer durchschnittlichen Inflation von 7,8% gerechnet, für 2024 wird erwartet, dass sie auf 3,6% sinken wird (Quelle:
UniCredit Research).
Angesichts der schwachen Konjunkturdaten sowie der derzeit deutlich sinkenden Inflation wird davon ausgegangen, dass
sich die EZB gegen weitere Zinsanhebungen entscheiden wird. Aufgrund der letzten Inflationsdaten wird zudem damit
gerechnet, dass die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen 2024 zugenommen hat. Diese Senkungen werden jedoch
erwartungsgemäß nicht vor Mitte des Jahres beginnen (Quelle: UniCredit Research). Für die Finanzierung besteht jeden-
falls die Annahme, dass 2024 keine weiteren Leitzinserhöhungen durch die EZB erfolgen werden.
Die Aussichten und die Planung für 2024 beruhen auf der Annahme, dass es zu keinen neuen negativen Auswirkungen
von COVID-19 oder des Ukraine-Russland-Kriegs auf die Konjunktur kommt. Erneute Einschränkungen wegen eines neu-
erlichen Aufflammens einer Pandemie sowie Produktionsausfälle wegen Ausfalls von Produktionspersonal sind wesentli-
che, vom Unternehmen nicht abwendbare Risiken, die einen negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf 2024 haben
könnten. Mit der anhaltend schwachen Nachfrage bzw. einem weiteren Rückgang wird sich die Inflation abschwächen,
was in einer weitgehenden Stabilisierung der Rohstoffpreise, vor allem für Energie, und einer Entspannung der Material-
engpässe resultieren kann. Als wesentliches Risiko für 2024 wird zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses
eine Vertiefung des Konflikts zwischen Ukraine und Russland gesehen, wodurch es vor allem beschaffungsseitig, unab-
hängig vom erwarteten leichten Nachfragerückgang, immer wieder zu sprunghaften Änderungen der Kosten kommen
könnte. Grundsätzlich werden die Rohstoff- und Energiepreise für das gesamte Jahr 2024 wie im Vorjahr auf einem hohen
Niveau erwartet.
UMSATZENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr 2023 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 13,3% von T€ 253.978 auf T€ 287.830 gestiegen. Die
erfreuliche Steigerung konnte insbesondere am Heimatmarkt realisiert werden und resultiert vor allem aus gestiegenen
Verkaufspreisen sowie in geringerem Ausmaß einem besseren Produkt-Mix.
Die verkaufte Menge hat sich insgesamt um 2,2% von 53.361 to auf 52.207 to reduziert. Dies ist einerseits auf die Berei-
nigung des Produktportfolios zurückzuführen. Auf der anderen Seite ist durch die Weitergabe von Beschaffungs- und Pro-
duktionskostensteigerungen die Nachfrage, insbesondere in Deutschland, leicht zurückgegangen.
Die Folge ist eine auf 56,8% gesunkene Exportquote, verglichen mit dem Wert des Vorjahrs von 60,2%.
ERTRAGSLAGE
2023 lag das Ergebnis vor Steuern mit T8.066 (Vorjahr: T€ 4.100) deutlich über dem Vorjahr, der Betriebserfolg (Ergebnis
vor Zinsen und Steuern) mit T€ 9.225 (Vorjahr: T€ 4.169) erhöhte sich ebenfalls im Vergleich zum Wert aus 2022. Vorran-
gig begründen der bessere Produkt-Mix sowie die gestiegenen Verkaufspreise in Relation zu den in geringerem Ausm
gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen diese Verbesserung gegenüber 2022.
Durch die gestiegenen Umsatzerlöse ist auch die Betriebsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 12,4% von T€ 261.090
auf T€ 293.401 deutlich gestiegen. Insbesondere aufgrund der gestiegenen Bestandsbewertungen durch die seit 2022
deutlich gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise haben sich die Warenbestände zum Ende des Jahres 2023 gegenüber
2022 weiter erhöht.
Vor allem Zucker-, Mehl-, Milch- und Eiprodukte sind 2023 im Vergleich zu 2022 signifikant teurer geworden. Die Preise
für Kakao sind dagegen einigermaßen stabil geblieben, während Milch und Fette günstiger wurden. Das Rohstoff-Umfeld
jedoch bleibt auch 2024 sehr volatil. Der Anteil der Rohstoffkosten in Prozent zur Betriebsleistung änderte sich auf 33,3%,
verglichen mit 34,0% zur Vorperiode.
Die Veränderung des Personalaufwands von +9,08% (Vorjahr: +12,1%) ergibt sich insbesondere aus einem Aufbau von
verzinslichen Personalrückstellungen und aufgrund der hohen kollektivvertraglichen Abschlüsse für 2023. Die gestiegenen
Zinsen hatten einen leicht gegenläufigen Effekt. Auch die Erhöhung von Urlaubs- und sonstigen Personalaufwendungen,
die auf der erhöhten Personaltätigkeit wegen der Umstellung des ERP-Systems sowie der herausfordernden Situation bei
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der Besetzung der offenen Stellen beruht, hatte eine auftreibende Auswirkung auf die Personalkosten. Zusätzlich blieb
das Niveau der Krankenstände ähnlich hoch wie 2022, wodurch der Aufwand für Leihkräfte vergleichbar erhöht blieb.
Die Stärkung der Unternehmensmarken durch Werbung und Verkaufsförderung wird als langfristiges strategisches Enga-
gement erachtet. Insofern wurde der dafür vorgesehene Etat geringfügig höher als im Vorjahr veranschlagt und auch
großteils umgesetzt.
Den herausfordernden Marktbedingungen zum Trotz ergaben sich sowohl im laufenden Betrieb während des Jahres als
auch zum Jahresultimo geringere Bankverbindlichkeiten. Durch striktes Cash-Management konnte der vorhandene Saldo
an liquiden Mitteln per Jahresultimo gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert, und großteils für die Tilgung von Krediten
verwendet werden. Durch den frühzeitigen Neuabschluss von teilweise auslaufenden Kreditlinien wurde die Zinssituation
gegenüber der derzeitigen Marktsituation weitestgehend abgesichert.
FINANZLAGE
Der „Free“ Cashflow (= Summe aus Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Netto-Geldfluss aus Investiti-
onstätigkeit, nach Schema „KFS/BW II“) ergab sich mit T€ 2.175, um T€ 10.962 über dem vergleichbaren Wert des Vor-
jahres (Vorjahr: T-8.787). Der Beitrag aus dem Ergebnis wirkt sich positiv aus, die Veränderungen aus dem Working
Capital dagegen wirken sich insbesondere aufgrund der inflationär gestiegenen Kosten negativ aus. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen erhöhten sich deutlich vor allem aufgrund der hohen Aktivitäten im letzten Quartal. Die Liefe-
rantenverbindlichkeiten sind geringfügig angestiegen. Die Investitionstätigkeit, verglichen mit 2022, wurde insgesamt vor
allem aufgrund des Go-live von SAP verringert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden von letztjährigen T€ 64.859 auf T€ 48.900 zum aktuellen Bilanz-
stichtag verringert. Die Rückführung erfolgte aus den vorhandenen liquiden Mitteln.
Folglich ergibt sich, dass sich die Nettoverschuldung, der Saldo der Bankschulden und flüssigen Mittel von T€ 46.312 zum
Jahresultimo 2022 bei T€ 46.398 zum aktuellen Bilanzstichtag stabilisierte. Das Eigenkapital stieg operativ bedingt, und
aus diesen Änderungen resultiert, dass sich der Nettoverschuldungsgrad (Gearing), definiert als das Verhältnis der Netto-
verschuldung zum Eigenkapital gem. § 23 URG, von letztjährigen 76,3% auf 72,2% verbesserte.
VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR
Die Veränderung bei den immateriellen Vermögensgegenständen steht im Zusammenhang mit den geleisteten Investitio-
nen für eine neue ERP-Software, die 2023 in Betrieb genommen wurde. Durch einen Überhang der laufenden Abschrei-
bungen hat sich der Buchwert der Sachanlagen entsprechend verringert. Die Finanzanlagen haben sich erhöht, was ins-
besondere auf eine Ausdehnung des Darlehens der Manner Azerbaijan Limited Liability Company zurückzuführen ist. Ziel
der Manner Azerbaijan Limited Liability Company ist es, die künftige Preis- und Versorgungssituation Haselnüsse betref-
fend merklich zu verbessern. Das gesamte Anlagevermögen hat sich von T€ 85.227 zum 31.12.2022 auf T€ 84.112 zum
aktuellen Stichtag und somit um T€ 1.115 leicht verringert.
Im Berichtsjahr wurde die nichtoperativ tätige Manner Management GmbH (Komplementär von der Geblergasse 116
GmbH & Co KG) aus Vereinfachungsgründen auf die Compliment Süßwaren Vertriebs Gesellschaft m. b. H. verschmolzen.
Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund von Bewertungen erhöht und gleichzeitig sind zum
Stichtag auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich angestiegen, was unter anderem mit einer starken
Geschäftsaktivität gegen Ende des Jahres zusammenhängt. Der Guthabenbestand bei den Banken wurde wegen der
Rückzahlung von Krediten deutlich reduziert. Das Umlaufvermögen wurde insgesamt von T€ 89.965 zum 31.12.2022 auf
T€ 85.539 zum aktuellen Stichtag und somit um T-4.426 reduziert.
Die Eigenkapitalquote (gem. § 23 URG) liegt mit 37,6% um 3,4 Prozentpunkte über den 34,2% des Vorjahres, was insbe-
sondere mit dem erfreulichen Ergebnis 2023, den deutlich reduzierten Guthaben bei Kreditinstituten und dessen bilanz-
verkürzender Wirkung, sowie gegenläufig dem geänderten Trade Working Capital zusammenhängt. Eine Eigenkapital-
quote von eindeutig über 40% ist weiterhin ein Fixpunkt der Unternehmensplanung und des Risikomanagements des
Unternehmens. Dies insbesondere, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten und wirtschaftlich
schwierige Perioden unbeschadet überbrücken zu können.
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Das Nettoumlaufvermögen, die Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens und des kurzfristigen Fremdkapitals hat sich
um T€ 4.672 von T€ 13.409 im Jahr 2022 auf T€ 18.081 im Jahr 2023 erhöht, was insbesondere mit den deutlich gestie-
genen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten zusammenhängt.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Hinsichtlich der nichtfinanziellen Erklärung wird auf den Konzernlagebericht verwiesen.
Mitarbeiter*innen
In herausfordernden Zeiten gilt es umso mehr, dass qualifizierte, engagierte Mitarbeiter*innen die Erfolge des Unterneh-
mens ermöglichen. Manner fördert die eigenen Mitarbeiter*innen und ist bestrebt, ein motivierendes und leistungsorien-
tiertes Arbeitsumfeld anzubieten. Bei der Personalauswahl wird neben hoher fachlicher Qualifikation auch insbesondere
die soziale Kompetenz berücksichtigt. Bei Personalentscheidungen gelten ausschließlich fachliche Fähigkeiten und per-
sönliche Kompetenz. Auf Gleichbehandlung wird zudem hohes Augenmerk gelegt. Mit entsprechenden Fortbildungsmaß-
nahmen wird den geänderten Anforderungen der Arbeitswelt Rechnung getragen.
Schulungen wurden im Jahr 2023 überwiegend fachlich im Bereich Technik und Produktion durchgeführt. Ein großer
Schwerpunkt lag insbesondere in der Weiterqualifikation der Mitarbeiter*innen im Produktionsbereich. Alle Mitarbeiter*in-
nen können und sollen sich hier bestmöglich im Unternehmen fachlich weiterentwickeln. Für Lehrlinge gab es einen großen
Schulungsschwerpunkt im Bereich Lean Management.
Die E-Learning-Plattform J.O.S.E.F. (Josef Manner Online Schulungen Erleichtern Fortbildung) wurde im Jahr 2023 ver-
stärkt für verpflichtende Schulungen genutzt. Ein Ausbau in eine umfassende Schulungsplattform inklusive Verwaltung
und Dokumentation ist für 2024 geplant.
Die Lehrlingsausbildung wurde im Jahr 2023 fortgesetzt und erweitert. 18 Lehrlinge waren 2023 in Ausbildung (Mechatro-
nik, Lebensmitteltechnik, Elektrotechnik, Betriebslogistik). Ein weiterer Ausbau der Lehrlingsausbildung ist in den kom-
menden Jahren geplant. Manner sieht hierin eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Es werden nach
Lehrzeitende daher auch in der Regel alle Lehrlinge in ein Dienstverhältnis übernommen.
Der durchschnittliche Mitarbeiter*innenstand (FTE) im Jahr 2023 betrug 442,7 Arbeiter*innen (2022: 426,2) und 344,1
Angestellte (2022: 355,3). Mit Stichtag 31.12.2023 hat MANNER um 1,5 Mitarbeiter*innen weniger beschäftigt als zum
31.12.2022. Dies entspricht einem Rückgang von -0,2%.
Die Betriebsleistung pro durchschnittlicher Beschäftigter bzw. durchschnittlichem Beschäftigten hat sich im Vergleich zum
Vorjahr um 11,6% exklusive Leihpersonal erhöht, während sie bei Betrachtung inklusive Leihpersonal um 13,7% gesteigert
werden konnte.
MARKETING
Das Jahr 2023 war von den Auswirkungen der Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen sowie von einer abnehmenden
Konsumlaune geprägt. Einerseits befinden sich Rohstoffe und Energiekosten weiterhin auf einem hohen Niveau, anderer-
seits reduziert sich durch die Preiserhöhungen der letzten Jahre sowie durch die vermehrte Unsicherheit über die weltpo-
litische Lage die Bereitschaft zu Konsumausgaben bei den Konsument*innen deutlich. Dies schlägt sich in stagnierenden
bis rückläufigen Absätzen bei Markenprodukten in unseren Kernmärkten sowie in Marktanteilsgewinnen der Handelsmar-
ken nieder.
Darauf hat Manner reagiert, indem wir attraktive Neuprodukte gelauncht haben sowie unsere Marketingaktivitäten
und -ausgaben gebündelt haben. Dadurch konnten wir die Marktanteile unserer Kernmarken zusammenfassend gesehen
relativ stabil halten.
Der Tourismus in Wien und Österreich befindet sich über dem Niveau vor 2020 und wirkt dem schwächelnden Inlandskon-
sum entgegen.
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Schwerpunkte Marke Manner
Vor allem in den beiden wichtigsten Regionen Österreich und Deutschland ist es mit der Hauptmarke Manner gelungen,
in der Kategorie Schnitten (AT) sowie Waffeln (DE) die bestehende Marktführerschaft zu halten.
Die Manner-Winterpromotion „Rosa Höhenflug“ zum Markenthema Skisprung hat zum Jahresstart 2023 einerseits für hö-
here Teilnehmer*innenzahlen gesorgt und konnte andererseits das Manner-Skisprung-Engagement verstärken. Erzielt
wurde dies mit zahlreichen Point of Sale (POS)-Aufbauten und einer starken Präsenz in den digitalen Medien und Social
Media.
Im Frühjahr wurde der Testmarkt in Deutschland mit der „Manner Taschenpackung 4x75g“ in diversen Sorten bei den
Handelspartner*innen gestartet, um in diesem wichtigen Wachstumsmarkt mit dem Launch unseres ikonischen Produkts
ein weiteres Standbein im Sortiment aufzubauen.
Im Sommer hat die Sommerpromotion „Wandern mag man eben“ sportlich das Thema Wandern aufgegriffen und produkt-
seitig mit der Manner-Vorratspackung mit acht Original Neapolitaner Schnitten verknüpft. Gestützt durch den anhaltenden
Wandertrend in der DACH-Region wurde hier eine aufmerksamkeitsstarke Promotion am Point of Sale umgesetzt. Ver-
stärkt wurden diese Aktivitäten auf diversen Social-Media- und Online-Kanälen.
Im Herbst wurden nach einem Jahr Pause wieder die erfolgreichen „Manner Winterglück“-Sorten im 200g-Beutel auf den
Markt gebracht. Diese werden international vermarktet und sorgen in der süßwarenstarken Herbst-/Wintersaison für zu-
sätzliche Präsenz und zusätzliche Impulse.
Außerdem haben wir im Wachstumssegment Personal Snacking die Innovation „Manner Cubidoo White“ im praktischen
und wiederverschließbaren 135g-Becherformat entwickelt und am Markt platziert.
Zu den Saisonen Valentinstag, Ostern, Muttertag, Vatertag sowie Nikolo/Weihnachten haben wir die Präsenz einerseits
durch spezifische Saisonprodukte und andererseits durch unsere Manner 8er- und 18er-Banderolen ausbauen können.
Unterstützt wurde dies durch fokussierte Kommunikationsmaßnahmen.
In der Kommunikation haben wir vor allem auf unsere Manner-Kernprodukte Taschenpackung und Beutel gesetzt sowie
unsere neue Range Manner Snack Minis 25g unterstützt. Dabei haben wir weiterhin unser Engagement auf den Social
Media- und Digitalkanälen erhöht, um Relevanz, Attraktivität und Begehrlichkeit bei der jüngeren Zielgruppe zu wecken.
Der Manner Club kann weiterhin neue Mitglieder generieren, die mit zahlreichen Aktivitäten regelmäßig angesprochen
werden. Der Manner Online Shop entwickelt sich seit dem Go-live 2022 weiterhin sehr positiv und etabliert sich als wich-
tiges Verkaufs- und Aktivierungstool für die Marke. Zusammen mit unserem neuen Partner myproduct haben wir das Er-
scheinungsbild und die Usability im zweiten Halbjahr überarbeitet, was sich in steigenden Umsätzen niederschlägt.
Das Konsumentenservice ist weiterhin stark im direkten Kontakt mit Konsument*innen und Markenfans involviert und hat
im Jahr 2023 über 10.000 Anfragen über Telefon, Brief, E-Mail und die Onlineformulare bearbeitet. Ein weiterer Beweis
für die Beliebtheit der Marke Manner.
Schwerpunkte Marken Casali, Napoli
Die Marke Casali konnte ihre Marktanteile im Heimatmarkt Österreich bei leichten Marktanteilsverlusten in Richtung Han-
delsmarken stabilisieren. Der gelungene Jahresstart wurde durch den Launch der neuen Sorte „Shot of the Year Blut-
orange“ eingeläutet. Mit dem langjährigen Erfolgskonzept der limitierten Edition „Shot of the Year“ gelingt es Casali wei-
terhin, Impulse am Markt zu setzen und neue Konsument*innen für die Marke zu gewinnen. Unser Neuprodukt Casali
Waves, das im Herbst 2022 gelauncht wurde, ist weiterhin auf Wachstumskurs.
Die Casali Sommerpromotion hat die drei Submarken Rum-Kokos, Schokobanane und Waves am Point of Sale inszeniert
und Urlaubsfeeling in die Geschäfte gebracht.
Folgerichtig lag 2023 der kommunikative Schwerpunkt auf der Unterstützung der Casali Rum-Kokos-Range sowie auf
unserem Neuprodukt Casali Waves im Bereich Schaumware. Hier lag der Schwerpunkt auf den Social-Media- und Digi-
talkanälen.
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Bei der Marke Napoli Dragee Keksi sind limitierte Editionen weiterhin ein Instrument, um für Abwechslung zu sorgen und
neue Konsument*innen zu akquirieren. Die zum Jahresstart eingeführte Sorte „Keksi des Jahres Schoko Brownie“ konnte
diese Tradition erfolgreich fortführen. Unterstützt wurde die Produkteinführung vor allem in Social Media und auf den Di-
gitalkanälen.
Schwerpunkte Marke Victor Schmidt
Der Aktivitäten-Schwerpunkt für die Mozartkugel-Marke Victor Schmidt lag im Jahr 2023 auf der Sichtbarkeit am POS und
der weiteren Distributionsausweitung, um das starke Wachstum weiter abzusichern. Hierzu beigetragen haben sowohl die
Kernprodukte als auch weiterhin die im Jahr 2021 eingeführte Innovation „Mozartkugel White Edition“, die neue Konsu-
ment*innen für die Marke rekrutiert.
Auch die Tatsache, dass im Sommer und zur Weihnachtssaison deutlich mehr Tourist*innen nach Wien und Österreich
gefunden haben, hat die Entwicklung der Marke Victor Schmidt unterstützt.
Die wichtigsten Auszeichnungen für das Jahr 2022
Produkt des Jahres in Slowenien für Manner Snack Minis Flowpack;
Top Marke 2023 LZ Handelszeitung für Manner in Deutschland.
MANNER Shops
2023 war ein erfolgreiches Jahr für die Manner Shops. Bereits im ersten Quartal ist die Frequenz an den
Tourismusstandorten und in den Outlets im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Ab der zweiten Jahreshälfte gab
es noch eine deutliche Umsatzverbesserung in den bestehenden Shops und somit konnten zum Jahresende die
Erwartungen deutlich übertroffen werden. Zu diesem Ergebnis haben auch Pop-up-Stores und Shop-in-Shop-Konzepte,
wie z. B. Wien Rathausplatz, Kärntnerstraße, Naschmarkt sowie Zell am See und Amstetten beigetragen. Als weiteres
Highlight kann erwähnt werden, dass im Jahr 2023 der höchste Umsatz seit Bestand der Manner Shops erzielt wurde.
Eine langfristige positive Ertragsprognose für den Standort Wien Flughafen war nicht absehbar, daher wurde zum
Jahresende 2023 der Mietvertrag aufgekündigt. Die Markenpräsenz am Flughafen wird durch Kooperationspartner weiter
aufrechterhalten.
Skisprung-Sponsoring
Manner ist renommierter Sponsor im Skisprung-Sport und als Kopfsponsor mit den markanten rosa Manner-Helmen sowie
bei ausgewählten Skisprungevents sichtbar. Langfristige Partnerschaften mit den Sportler*innen, die als Teil der Manner-
Familie gesehen werden, zeichnen die Sponsoringstrategie aus.
Sportsponsoring ist für Manner zentral, um die Marke mit den Emotionen des Sports aufzuladen. Bereits seit der Saison
2001/02 sponsert das Unternehmen österreichische und internationale Athlet*innen und Events im Skisprungsport. 2023
begann das Jahr mit einem Highlight: der nordischen Ski-WM in Planica (Slowenien) vom 21.2. bis 5.3.2023, bei der über
650 Athlet*innen aus 60 Nationen um 141 Medaillen bei 24 Wettbewerben kämpften. Mit der ikonischen aufblasbaren
Mannerschnitte am Auslauf, Banden und immenser Logopräsenz war Manner aktiver Hauptsponsor der Weltmeisterschaft.
Mit 54,3 Millionen TV-Reichweite (live/delayed) weltweit in 14 Ländern 281 Stunden an Übertragungen (Quelle: Nielsen
Sports | Zuschauer 3+ | live/delayed/relive exkl. Eurosport) war die Sichtbarkeit überragend.
Die Erfolge für die Manner-Athlet*innen können sich sehen lassen: Karl Geiger gewann Platz 3 auf der Kleinschanze sowie
Platz 1 im Mixed Team, Dawid Kubacki machte den dritten Platz auf der Großschanze und Stefan Kraft und Jan Hörl holten
im Männer-Teambewerb die Bronzemedaille. Die Saison 2022/23 wurde im März mit der Präsenz von Manner beim
Weltcupfinale in Planica erfolgreich beendet.
Im November 2023 startete Manner in die Saison 2023/24 mit den Athlet*innen Jan Hörl, Daniel Huber, Stefan Kraft und
Sara Marita Kramer (Österreich) sowie Pius Paschke (Deutschland) und Dawid Kubacki (Polen). Der Auftakt der Saison
in Ruka (Finnland) war gleichzeitig die erste Präsenz als Sponsor in der Saison, gefolgt vom Damenspringen in Garmisch-
Partenkirchen (Deutschland). Der Saisonauftakt war auch sportlich gesehen für die Manner Ahtlet*innen ein großer Erfolg:
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Pius Paschke „ersprang“ sein erstes Podium am Polarkreis und feierte seinen ersten, umjubelten Sieg im Weltcup im
schweizerischen Engelberg. Auch Jan Hörl stand am Podest und Stefan Kraft startete gar mit einer vierfachen Siegerserie
in die Saison und gewann auch in Engelberg vor Jan Hörl und Pius Paschke. Ein vorweihnachtliches „Manner-Triple-
Podium“.
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
MANNER weist folgende wesentliche Zweigniederlassung auf:
Josef Manner & Comp. AG Zweigniederlassung Deutschland, Köln
Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei der Zweigniederlassung keine Veränderungen.
PRODUKTIONSSTANDORTE
Im Jahr 2023 wurde der Fokus auf die im März erfolgte Umstellung des ERP-Systems gelegt. Im Vorfeld wurden alle
Mitarbeiter*innen auf das neue System „SAP S4Hana“ geschult. Nach einer einwöchigen Umstellung konnte die Produk-
tion ohne größere Komplikationen wieder rasch hochgefahren werden. In weiterer Folge begleiteten ERP-Optimierungen
den Produktionsalltag.
Der Strategie entsprechend wurden neben der ERP-Umstellung an die 60 technische Initiativen abgeschlossen. Im Jahr
2023 wurde begonnen, schrittweise die Aggregate zum Temperieren von Waffelcremen an den Linien auszutauschen bzw.
zu erneuern.
Im Zuge des Manner-Produktionssystems wurde auch im Jahr 2023 ein Schwerpunkt auf die Mitarbeiter*innen-Ausbildung
gelegt. So konnte durch die Kontinuierliche-Verbesserungsprozess-Arbeit (KVP) eine große Anzahl an Qualitäts-, Ergo-
nomie- und Effizienzverbesserungen in beiden Werken umgesetzt werden.
CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
Das Unternehmen hat gemäß § 267b iVm § 243c UGB einen Corporate-Governance-Bericht erstellt, der auf der Webseite
des Unternehmens veröffentlicht wurde. In diesem Bericht bekennen sich Vorstand und Aufsichtsrat zum Regelungsziel
des Österreichischen Corporate Governance Kodex. Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der Unterneh-
menskultur. Die Erläuterungen und die Abweichungen zu den C-Regeln sind im Bericht dargestellt. Der Corporate-Gover-
nance-Bericht ist auf der Webseite des Unternehmens (josef.manner.com
) veröffentlicht.
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG
Das Jahr 2024 steht bei Manner ganz im Zeichen des weiteren Ausbaus internationaler auf saisonale Höhepunkte abzie-
lender Produkte in bestehenden Segmenten. Die beiden Marken Casali und Napoli stehen stark im Fokus und werden
umfassend renoviert und weiterentwickelt.
Die Kommunikation für unsere Marken wird 2024 digitaler und affiner für die jüngere Zielgruppe gestaltet. Daher besteht
der geplante Mix aus Aktivitäten im TV, im Bereich Outdoor, in den Social-Media-Kanälen, den digitalen Medien sowie
über Schwerpunkte bei PR und wird durch Samplings und Kooperationen ergänzt.
Gestartet wird das Jahr mit der Manner-Winterpromotion, die am POS (Point of Sale) und in Social Media kommuniziert
wird und im Jahr 2024 unter dem Titel „Rosa Fankurve“ firmiert.
Einen weiteren Schwerpunkt im Winter stellen die beiden Marken Napoli und Casali da.
Bei der Submarke Casali Rum-Kokos führen wir die limitierte Edition „Dream Team“ ein und starten mit unserer neu ent-
wickelten Werbelinie die Kommunikation. Weiterhin finalisieren wir im ersten Quartal die Umstellung bei der Rum-Kokos-
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Range und können diese dann mit Fairtrade-Kakao anbieten. Dies umfasst alle Standard- und Saisonprodukte dieser
Submarke.
Die Submarke Napoli Dragee Keksi erfährt 2024 eine umfassende Renovierung mit neuem Verpackungsdesign, einer
neuen Kommunikationslinie sowie dem Start der limitierten Edition „Dream Team“. Beide Marken werden in der Kommu-
nikation mit starkem Fokus auf Social Media und digitalen Medien unterstützt sowie durch zielgerichtete Kooperationen
weiter gestärkt.
Für den stark wachsenden Markt im Bereich Travel Retail und Tourismus launchen wir das Produkt „Manner Family Mix“,
welches acht Produkte unseres Klassikers Taschenpackung in einer attraktiven Verpackung beinhaltet und vor allem auf
die internationale Zielgruppe abzielt.
Rechtzeitig zum Start des Sommers stellen wir das Sortiment rund um die „Manner Eiswaffeln“ komplett neu auf, wobei
wir einen umfassenden Design Relaunch implementieren und den Fokus der Vermarktung in benachbarte Ländermärkte
ausweiten. Zum gleichen Zeitpunkt bringen wir auch die beliebten und erfolgreichen „Manner Sommerglück-Sommerwaf-
feln im 185g-Beutel auf den Markt, nachdem diese ein Jahr pausiert haben.
Im Sommer wird die Manner-Sommerpromotion „Sommertraum“ Traumdestinationen unserer Konsument*innen verlosen
und am POS durch aufmerksamkeitsstarke Platzierungen punkten.
Die Casali-Sommerpromotion wird auch heuer wieder Urlaubsfeeling an den Point of Sale bringen und die drei Casali-
Submarken Rum-Kokos, Schokobanane und Waves in der Präsenz und Rotation steigern und attraktive Preise verlosen.
Auch für den Herbst und Winter planen wir zahlreiche starke Aktivitäten wie ein neues Produkt unserer Mozartmarke Victor
Schmidt, ein neues Manner-Angebot zum Teilen sowie den Launch unserer „Manner Winterglück“-Range mit einer neuen
Varietät.
Die Finanzierung der Tochterunternehmen, wie insbesondere der Manner Azerbaijan LLC, wird, zusätzlich zu den laufend
für den Betrieb notwendigen Investitionen, den Cashflow entsprechend beeinflussen.
Das neue ERP-Systems SAP (Enterprise Resource Planning) wurde nach ca. zwei Jahren Vorbereitungszeit im April 2023
in Betrieb genommen, und wird noch bis Jahresende 2024 Personalressourcen verstärkt in Anspruch nehmen.
Insgesamt wirdr das Geschäftsjahr 2024 mit leicht höheren Umsätzen, einer leichten Verbesserung im Betriebsergebnis
und einem geringen Anstieg im Ergebnis vor Steuern gegenüber 2023 gerechnet.
WESENTLICHE RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN
Die Geschäftstätigkeit von Manner ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht vollständig
ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagement-Prozess beteiligten Personen ist von der festgelegten Ri-
sikopolitik bestimmt.
Die verfolgte Risikostrategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und Eigenständigkeit des Unternehmens.
Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Das Ziel des Han-
delns bleibt die Wertschöpfung, darüber hinaus werden auch die Ansprüche der Stakeholder berücksichtigt. Dazu berück-
sichtigt das Unternehmen alle Aspekte der Nachhaltigkeit und integriert Kriterien aus den Bereichen Umwelt (Environmen-
tal), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) in seine Geschäftstätigkeit. Das Ein-
beziehen gesellschaftlicher Anspruchsgruppen wirkt sich auf die Denkweise für Führung und Gestaltung von Geschäfts-
prozessen aus und sichert damit die Beziehungen zu den Anspruchsgruppen, die ebenso wie das Unternehmen einem
steten Wandel unterliegen.
Risiken zu managen bedeutet, dass das Unternehmen Manner bereit ist, unternehmerische Risiken einzugehen, sofern
durch die damit eingeleiteten Geschäftsaktivitäten und die daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Stei-
gerung des Unternehmenswerts zu erwarten ist. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sollen damit unternehme-
rische und gesellschaftliche Risiken durch ein Gegenüberstellen von Chancen und Gefahren abgewogen werden. Zielset-
zung des implementierten Risiko- und Krisenmanagements sind also nicht nur der finanzielle Erfolg und der Schutz von
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Reputation. Maßgeblich ist auch die Einbindung der Ansprüche Dritter und damit die Schaffung der Basis für Akzeptanz
und Durchsetzungskraft unternehmerischer Entscheidungen in Krisen.
Globalisierung, deregulierte Märkte, Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften und Handeln sowie gesellschaftliche
Veränderungen führen zu einer Vielzahl von Ansprüchen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die gleichberechtigt
behandelt werden. Unternehmerische Kernrisiken, wie zum Beispiel die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrage-
schwankungen, Verfügbarkeit von Ressourcen, Bearbeitung neuer Märkte), oder die Entwicklung neuer Produkte wird das
Unternehmen selbst tragen. Alle nicht zu den Kerntätigkeitsfeldern des Unternehmens gehörenden Risiken wie z. B. Zins-
änderungs-, Währungs-, Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken sollen nach Möglichkeit auf Dritte (z. B. Versicherungen)
übertragen werden.
Die Konzentration im Bereich des Handels führt zu hohem Druck auf die Abgabepreise. Gleichzeitig ist aber aufgrund der
Bonität aller großen Handelspartner*innen das Ausfallrisiko als gering einzustufen, überdies wird diesem durch entspre-
chendes Debitorenmanagement und marktübliche Absicherungen Rechnung getragen.
Gegen Elementarrisiken (z. B. Feuer, Wasser) besteht Versicherungsschutz, dasselbe gilt auch für Produktrisiken (Pro-
dukthaftpflicht).
Gegen Finanzrisiken wird nach Möglichkeit laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch
entsprechende Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Ein Fremd-
währungsrisiko besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß. Größere Fremdwährungsverbindlichkeiten werden bei
Bedarf und nach Möglichkeit durch Kurssicherungsgeschäfte abgesichert.
Die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist essenzieller Teil der Unternehmensführung. Von allen
Mitarbeiter*innen wird ein bewusster Umgang mit Risiken im Unternehmen sowie in der Auseinandersetzung mit allen
Anspruchsgruppen erwartet. Für jede/n Mitarbeiter*in muss es daher selbstverständlich sein, bei Entscheidungen stets die
mit einer Aktivität verbundenen Gefahren und die dadurch erreichbaren Chancen abzuwägen. Die regelmäßige Sensibili-
sierung der Mitarbeiter*innen resultiert in einer verantwortungsbewussten Risikokultur des Unternehmens.
Das Unternehmen Manner versteht damit Risikomanagement als integrierten Teil aller Prozesse und Abläufe mit dem Ziel,
Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten.
Für die Umsetzung des Risikomanagements hat sich Manner für die Methodik der fachbereichsbezogenen Bearbeitung
entschieden, Risiko- & Krisenmanagement ist eine wesentliche Aufgabe aller Führungskräfte, die die von den strategi-
schen Risiken abgeleiteten operativen Risiken managen. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisen-Management-
Team unter der Leitung von QSU (QualitätSicherheitUmwelt).
Risiko- und Krisenmanagement sind nicht voneinander getrennte Aktivitäten und greifen unmittelbar ineinander. Das Ri-
siko-Krisen-Management-Team ist für die regelmäßige Überprüfung und Verbesserung des Gesamtkonzepts verantwort-
lich.
KRISENMANAGEMENT
Die mit dem im Jahr 2022 ausgelösten Krieg in der Ukraine verbundenen Risiken (Kostenexplosion, Lieferausfälle, Pro-
duktionsstillstände und Qualitätsabweichungen) haben 2023 teilweise stark nachgewirkt (z. B. Energie). Auf Basis der
Erfahrungen aus dem Vorjahr und durch sehr agile Reaktion auf sich verändernde Rahmenbedingungen konnten die ge-
setzten Ziele, Aufrechterhaltung der Versorgung und Einhaltung des Budgets, weitgehend erreicht werden.
Getrieben durch die Ressourcenpreisentwicklung wurden Preiserhöhungen unumgänglich, die das Risiko von Marktan-
teilsverlusten oder einer nicht ausreichenden Preiserhöhung mit negativem Impact auf die Deckungsbeiträge mit sich
brachten. Aufgrund intensiver Abstimmung mit den Handelspartner*innen wurden die erwarteten Abschlüsse weitgehend
erreicht und das Risiko konnte gut gemanagt werden.
Das Personalrisiko ist durch die unüblich hohe Personalfluktuation bei gleichzeitig herausfordernder Verfügbarkeit von
geeigneten Fachkräften am Arbeitsmarkt weiterhin hoch. Dem entgegen wirken die lange Firmenzugehörigkeit von zahl-
reichen Mitarbeiter*innen sowie interne Initiativen zur Optimierung des Recruiting- und Onboarding-Prozesses, wie zum
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Beispiel die Einführung eines Online-Recruiting-Tools. Darüber hinaus wurden Maßnahmen erarbeitet, die mittelfristig zur
Standardisierung der Mitarbeiter*innen-Entwicklung und zur Mitarbeiter*innen-Bindung beitragen sollen. Augenmerk wird
auf das Übertragen von Unternehmenswissen und professionelle Aus- und Weiterbildung gelegt. Nur mit qualifizierten und
motivierten Mitarbeiter*innen sind die Herausforderungen der nächsten Jahre erfolgreich zu bewältigen.
Durch Einführung eines neuen integrierten Betriebssystems (SAP) bestand für das Unternehmen ein Risiko im Zusam-
menhang mit dem Ausfall des Systems (Verfügbarkeit, Datensicherheit), Performance des Systems sowie der Richtigkeit
der Daten (Fehleingaben). Um die Verfügbarkeit des Systems und die Datensicherheit zu gewährleisten, wurden zahlrei-
che Tests durchgeführt und entsprechende Notfallsysteme implementiert. Das Risiko von Fehleingaben wird durch die
Schulung von Mitarbeiter*innen und durch Plausibilitätsüberprüfungen eingeschränkt und die verfügbaren Stammdaten
werden weiterhin laufend verifiziert. Die getroffenen Maßnahmen zur Risikoreduktion zeigten Erfolg, die Umstellung auf
SAP erfolgte mit 01.04.2023 ohne nennenswerte Unterbrechungen des operativen Betriebs.
3 Bericht über Forschung und Produktentwicklung
Im Jahr 2023 lagen die Schwerpunkte in der Abteilung Forschung und Entwicklung weiterhin in der Umsetzung von Pro-
duktinnovationen und -optimierungen sowie in der Unterstützung bei Prozess- und Rohstoffoptimierungsprojekten.
Bei den Produktinnovationen hatten wir zum Start der Eissaison eine ungewöhnliche Themenstellung. In Zusammenarbeit
mit unserem Partner und Lizenznehmer DMK haben wir die Entwicklung für das Eisprodukt „Manner Eiscreme Neapolita-
ner“ aktiv begleitet und unterstützt. Für den Herbst haben wir die Innovation „Manner Cubidoo White“ entwickelt. Es handelt
sich hier um einen mit weißer Schokolade umhüllten Waffelwürfel mit einer Kakaocreme.
Für die beiden Marken Casali und Napoli wurden die limitierten Editionen „Casali Rum-Kokos Shot of the Year Blutorange
sowie das „Napoli Dragee Keksi des Jahres Schoko Brownie“ entwickelt und erfolgreich am Markt platziert.
4 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risiko-
managementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die Verantwortung für die Errichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risiko-
managementsystems sowie die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen und internen Richtlinien
liegen beim Vorstand der Manner AG.
Internes Kontrollsystem (IKS)
Das interne Kontrollsystem der Manner-Gruppe besteht aus sämtlichen vom Vorstand sowie dem Management vorgege-
benen Grundsätzen, Abläufen und sonstigen Regelungen, die zu Folgendem dienen:
Sicherung der vorhandenen Vermögenswerte;
Steigerung der betrieblichen Leistungsfähigkeit;
Einhaltung der erteilten Kompetenzen;
Einhaltung des vorgegebenen Budgets;
Gewährleistung der Vollständigkeit sowie Richtigkeit der Rechnungslegung;
Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften;
Unterstützung des Managements bei der Überwachung.
Das IKS gewährleistet die Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der internen Abläufe und bietet dem Ma-
nagement eine verlässliche Grundlage für dessen Entscheidungen. Das IKS ist direkt in die Organisation eingebunden
und nicht Aufgabenbereich einer speziellen Abteilung, wobei die interne Revision die Einhaltung und Wirksamkeit des IKS
überprüft. Die Grundlage des IKS ist ein durchgängiges „Vier-Augen-Prinzip“. Die interne Revision in der Manner-Gruppe
ist an ein externes Dienstleistungsunternehmen ausgelagert und berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichts-
rats.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
196
Das Rechnungswesen sämtlicher inländischen Gesellschaften wird von der Abteilung Finanzbuchhaltung entsprechend
der unternehmensrechtlichen und sonstigen relevanten Vorschriften geführt. Das Rechnungswesen der ausländischen
Gesellschaften der Gruppe ist an mittelständische bzw. größere Wirtschaftsprüfungskanzleien ausgelagert.
Das implementierte Berechtigungskonzept sieht vor, dass die für den Zahlungsverkehr zuständige Abteilung Finanzbuch-
haltung keine zahlungsrelevanten Stammdaten, insbesondere Bankverbindungen bei im System angelegten Lieferant*in-
nen, verändern kann. Im Fakturierungsprozess werden nicht fakturierte Lieferungen in einem Fehlerprotokoll aufgezeich-
net. Bei der Prüfung der Eingangsrechnungen gewährleistet die Verknüpfung von Bestellung, Wareneingang und Ein-
gangsrechnung eine durchgängige Rechnungsprüfung.
Der Konzernabschluss nach IFRS wird von einem externen Dienstleister erstellt. Die konzerneinheitliche Bilanzierung so-
wie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung werden vom Kon-
zernabschlussprüfer jährlich im Rahmen der Abschlussprüfung geprüft.
Das Controlling ist für das interne Berichtswesen verantwortlich.
5 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen
Verpflichtungen
OFFENLEGUNG GEMÄSS § 243A UGB
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300 und ist in 1.890.000 nennbeitragslose Stückaktien
zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber (246.658 Stück; Vorjahr: 246.658 Stück) oder auf Namen (1.643.342
Stück; Vorjahr: 1.643.342 Stück). Die Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel im Marktsegment
Standard Market Auction).
Folgende direkte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10% betragen, sind dem Unternehmen mit Stichtag 31.12.2023
bekannt:
Die Privatstiftung Manner mit 821.956 Stück (Vorjahr: 815.023) ihrer Aktien und die Andres Holding Gesellschaft m.b.H
mit 453.533 Stück (Vorjahr 453.533) ihrer Aktien gehören dem „Manner“-Syndikat an. In Summe hält dieses Syndikat
1.670.870 (Vorjahr: 1.670.870) Stammaktien (= 88,41%; Vorjahr: 88,41%). Bei dem Syndikat handelt es sich um ein zwei-
stufiges Syndikat, bestehend aus dem Manner/Riedl-Syndikat (= 57,41%; Vorjahr 57,41%) und der Andres-Gruppe (=
31,00%; Vorjahr: 31,00%). Entsprechend von Syndikatsverträgen unterliegen die syndizierten Aktien Beschränkungen, die
das Stimmrecht und die Übertragung von Aktien betreffen.
Das weitere Aktienkapital von 11,59% (= 219.130 Stammaktien; Vorjahr 11,59% = 219.130 Stammaktien) verteilt sich auf
die Privatstiftung Manner mit 116.842 (6,18%; Vorjahr: 116.842 Stammaktien = 6,18%) und einer Vielzahl von Kleinaktio-
nären mit 102.288 (Vorjahr: 102.288) Stammaktien (= 5,41%; Vorjahr: 5,41%).
Zu den weiteren Punkten des § 243a UGB bestehen nach Wissensstand des Unternehmens keine Offenlegungsnotwen-
digkeiten.
BÖRSEZAHLEN 2023
Das Unternehmen besitzt keine eigenen Aktien und hat auch keine eigenen Aktien erworben oder verkauft. Die dem Un-
ternehmen bekannten Directors Dealings des Jahres 2023 wurden auf der Webseite der Gesellschaft sowie über ein elekt-
ronisches Informationsverbreitungssystem veröffentlicht.
Privatstiftung Manner
938.798 Stück
(VJ: 931.865 Stück)
(= 49,67%)
(= VJ 49,31%)
Andres Holding Gesellschaft m.b.H.
453.533 Stück
(VJ: 453.533 Stück)
(= 24,00%)
(= VJ 24,00%)
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
197
Börsenkennzahlen
2023 2022
Umsatz 454.200
421.270
Kapitalisierung 209.790.000
217.350.000
Schlusskurs per 31.12. 111
115
Umsatz Stück 4.000
3.818
Laut Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2022 ist der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ab
dem 24.05.2022 gemäß § 65 Abs. 1 Z4 und Z8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft
bis zu maximal 10% des Grundkapitals sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben, zu verwenden oder zu
veräußern, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb, Verwendung
oder Veräußerung einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Den Erwerb über die Börse kann der Vor-
stand der Josef Manner & Comp. AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in
Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.
2023 hat die Gesellschaft wie auch 2022 von der Ermächtigung zum Erwerb, zur Verwendung oder zur Veräußerung
eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
198
HINWEIS
Dieser Lagebericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit
zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des
Vorstands hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistungen zu verstehen
und beinhalten schwer vorhersehbare Risiken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen, dass
tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.
Wien, am 18.04.2024
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
Dr. Hans Peter Andres
Vorstand
Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik
Sabine Brandl MBA, MSc
Vorständin
Marketing, Verkauf & HR
Thomas Gratzer
Vorstand
Produktion & Technik
Scipio Oudkerk, MSc
Vorstand
Finanzen, Recht, IT & Office Management
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
199
Unternehmens-Kennzahlen
Kennzahlen zur Ertragslage
2023
2022
2021
2020
2019
Umsatzerlöse (T€) 287.830 253.978 239.426 217.222
222.056
Exportquote
56,8%
60,2%
63,8%
62,5%
58,1%
Betriebsleistung (T€) 293.401 261.090 239.890 221.525 224.069
EBITDA (T€) 17.780 12.583 11.614 11.842 16.130
EBIT (T€)
9.225
4.169
2.836
3.050
7.363
EBT (T€)
8.066
4.100
3.034
2.630
7.118
Jahresüberschuss (T€) 5.819 3.067 2.484 1.912 5.237
Bilanzgewinn (T€) 3.159 2.308 1.512 757 1.512
ROS (Umsatzrentabilität) 3,2% 1,6% 1,2% 1,4%
3,3%
ROE (Eigenkapitalrentabilität)
12,6%
6,8%
5,1%
4,5%
12,5%
ROI (Gesamtkapitalrentabilität) 5,4% 2,3% 1,8% 2,1% 5,1%
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanz-
lage
2023
2022
2021
2020
2019
Bilanzsumme (T€) 170.898 177.667 160.988 146.604 145.427
Anlagevermögen (T€) 84.112 85.227 82.785 83.535
82.919
Umlaufvermögen (T€)
85.539
89.965
74.838
60.121
59.515
Eigenkapital nach § 23 URG (T€) 64.232 60.681 59.126 58.154 56.998
Verbindlichkeiten (T€) 80.194 94.215 82.663 72.305 70.317
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit (T€) 9.615 2.106 16.670 7.793
12.245
Free Cashflow
2.175
-8.787
8.341
-1.773
1.235
Net Debt / Nettoverschuldung (T€)
46.398 46.312 35.795 42.535 39.862
Working Capital / Nettoumlaufvermögen (T€)
18.081 13.409 3.360 4.285 525
Equity Ratio (Eigenkapitalquote)
37,6% 34,2% 36,7% 39,7% 39,2%
Gearing (Nettoverschuldungsgrad)
72,2%
76,3%
60,5%
73,1%
69,9%
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
200
Bilanz
Bilanz (Einzelabschluss nach UGB)
der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
AKTIVA
31.12.2023
31.12.2022
A.
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie Lizenzen
3.528.026,58
505.327,94
2. geleistete Anzahlungen
5.596,00
3.633.305,84
3.533.622,58
4.138.633,78
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
32.898.082,02
34.280.247,53
2. Technische Anlagen und Maschinen
23.196.150,79
23.992.257,88
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.936.197,05
2.537.318,19
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
3.386.335,93
2.616.951,25
61.416.765,79
63.426.774,85
III.
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
933.146,32
933.146,32
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
15.438.633,02
12.498.047,69
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
2.789.673,26
4.230.122,02
19.161.452,60
17.661.316,03
84.111.840,97
85.226.724,66
B.
UMLAUFVERMÖGEN
I.
Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
12.769.179,08
13.356.470,33
2. unfertige Erzeugnisse
6.358.202,46
5.853.129,68
3. fertige Erzeugnisse und Waren
23.010.695,67
20.153.248,82
42.138.077,21
39.362.848,83
II.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
35.278.001,57
28.945.729,41
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
0,00
0,00
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
1.024.993,14
532.639,27
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
0,00
0,00
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
4.595.183,70
2.577.213,12
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
775.561,06
879.744,06
40.898.178,41
32.055.581,80
III.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
2.502.341,40
18.546.780,90
85.538.597,02
89.965.211,53
C.
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
583.761,81
1.033.398,04
D.
AKTIVE LATENTE STEUERN
663.415,02
1.441.779,34
SUMME AKTIVA
170.897.614,82
177.667.113,57
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
201
Bilanz
Bilanz (Einzelabschluss nach UGB)
der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
PASSIVA
31.12.2023
31.12.2022
A.
EIGENKAPITAL
I.
eingefordertes und einbezahltes Grundkapital
13.740.300,00
13.740.300,00
II.
Kapitalrücklagen
1. gebundene
675,00
675,00
III.
Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen
1.374.030,00
1.374.030,00
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen)
45.957.816,06
43.257.816,06
47.331.846,06
44.631.846,06
IV.
Bilanzgewinn
3.159.244,88
2.308.315,62
davon Gewinnvortrag
40.315,62
1.670,74
64.232.065,94
60.681.136,68
B.
INVESTITIONSZUSCHÜSSE
442.360,19
607.859,69
C.
RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Abfertigungen
7.061.237,00
6.486.305,00
2. Rückstellungen für Pensionen
2.200.981,00
2.495.210,00
3. Steuerrückstellungen
1.099.996,01
452.479,00
4. sonstige Rückstellungen
15.667.011,64
12.729.153,72
26.029.225,65
22.163.147,72
D.
VERBINDLICHKEITEN
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
48.900.201,87
64.858.708,06
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
25.985.221,71
27.248.768,49
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
22.914.980,16
37.609.939,57
2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
23.971.733,89
23.061.199,96
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
0,00
0,00
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
23.971.733,89
23.061.199,96
3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
1.790.662,04
1.783.188,76
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
1.505.927,44
1.592.391,37
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
284.734,60
190.797,39
4.
sonstige Verbindlichkeiten
5.531.365,24
4.511.872,70
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
0,00
0,00
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
5.531.365,24
4.511.872,70
davon aus Steuern
1.735.373,00
719.572,65
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
1.765.325,97
1.406.405,78
80.193.963,04
94.214.969,48
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
27.491.149,15 28.841.159,86
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
52.702.813,89
65.373.809,62
E.
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
0,00
0,00
SUMME PASSIVA
170.897.614,82
177.667.113,57
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
202
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn - und Verlustrechnung (Einzelabschluss nach UGB)
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
01-12 2023
01-12 2022
1.
Umsatzerlöse
287.830.499,57
253.978.036,33
2.
Veränderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
3.643.790,06
5.030.104,57
3.
andere aktivierte Eigenleistungen
47.594,79
50.862,22
4.
sonstige betriebliche Erträge
a. Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme
307.966,68
123.561,87
der Finanzanlagen
b. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
547.115,94
58.055,17
c. übrige
1.024.155,31
1.849.308,21
1.879.237,93
2.030.925,25
5.
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a. Materialaufwand
-122.290.109,41
-112.101.575,64
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen
-36.311.232,61
-30.224.736,58
-158.601.342,02
-142.326.312,22
6.
Personalaufwand
a. Löhne
-16.935.834,21
-15.303.909,27
b. Gehälter
-25.064.611,35
-22.514.627,47
c. soziale Aufwendungen
-13.663.729,61
-13.214.113,03
davon Aufwendungen für Altersversorgung
-69.858,80
-251.009,80
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
-1.625.631,09
-1.412.750,83
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-11.194.558,27
-10.676.823,34
-55.664.175,17
-51.032.649,77
7.
Abschreibungen
a. auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen
-8.554.983,07
-8.413.912,23
8.
sonstige betriebliche Aufwendungen
-61.355.442,59
-55.148.259,47
davon Steuern, soweit sie nicht unter Z17 fallen
-73.544,59
-159.086,68
9.
Zwischensumme aus Z1 bis 8 (Betriebsergebnis)
9.225.179,50
4.168.794,68
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
203
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn - und Verlustrechnung (Einzelabschluss nach UGB)
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
01-12 2023
01-12 2022
10.
Erträge aus Beteiligungen
384.892,31
184.297,87
davon betreffend verbundene Unternehmen
384.892,31
184.297,87
11.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermö-
gens
1.031.081,76 891.487,87
davon betreffend verbundene Unternehmen
1.008.087,22
874.026,23
12.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9.981,17
333,10
davon betreffend verbundene Unternehmen
0,00
0,00
13.
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens
0,00
5.463,73
14.
Abschreibung von Wertpapieren
0,00
-178.652,13
davon betreffend verbundene Unternehmen
0,00
0,00
15.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-2.585.286,35
-971.759,17
davon betreffend verbundene Unternehmen
0,00
0,00
15.
Zwischensumme aus Z10 bis 14 (Finanzergebnis)
-1.159.331,11
-68.828,73
16.
Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z9 und Z15)
8.065.848,39
4.099.965,95
17.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-2.246.919,13
-1.033.321,07
davon latente Steuern
-778.364,32
44.253,13
18.
Jahresüberschuss
5.818.929,26
3.066.644,88
19.
Zuweisung zu Gewinnrücklagen
-2.700.000,00
-760.000,00
20.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
40.315,62
1.670,74
21.
Bilanzgewinn
3.159.244,88
2.308.315,62
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
204
Jahresabschluss zum 31.12.2023
Anhang
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
205
I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss der Josef Manner & Comp. AG wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB)
in der geltenden Fassung und unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage zu vermitteln, erstellt.
Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung werden eingehalten. Bei der Bewertung wird von der Fortführung des
Unternehmens ausgegangen. Der Grundsatz der Einzelbewertung wird angewandt.
Dem Vorsichtsgrundsatz wird Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Bilanzstichtag verwirklichten Gewinne
ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr oder in einem früheren
Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Erläuterung zur Änderung des Anhangs zum Jahresabschluss
Der mit 14. März 2024 aufgestellte Anhang zum Jahresabschluss wurde vom Vorstand geändert. Um die Transparenz
gegenüber den Kleinaktionären zu erhöhen wurden die Angaben zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag unter Punkt
III Sonstige Angaben Ereignisse nach dem Bilanzstichtagangepasst.
2. Anlagevermögen
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Ab-
schreibung bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenom-
men. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zu-
schreibungen vorgenommen.
Den immateriellen Vermögensgegenständen wurde eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung
bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei
Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibun-
gen vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauer wurde der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
Bauten
33 bis 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
5 Jahre
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
206
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Finanzanlagevermögen
Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet.
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der
Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibungen vorge-
nommen.
3. Umlaufvermögen
Vorräte
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Anwendung
des gewogenen Durchschnittspreisverfahrens, wobei nach Maßgabe die niedrigeren Marktwerte zum Bilanzstichtag und
nötige Abwertungen, die durch Überbestände bedingt sind, angemessen berücksichtigt werden.
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten auf Basis der Einzelkosten zuzüglich
angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Bedachtnahme auf eine verlustfreie Bewertung zum Jahres-
ende. Nötige Abwertungen, die durch Überbestände bedingt sind, wurden in angemessener Höhe vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen wurden mit dem Nennwert, die sonstigen Vermögensgegenstände mit den Anschaffungskosten ange-
setzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Pauschalwertberichtigungen
wurden keine angesetzt.
Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs. 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept gebildet und resultieren
aus Differenzen zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Analog werden künftige Steu-
erentlastungen als aktive latente Steuern in der Bilanz berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis des zukünftig
gültigen Körperschaftsteuersatzes von 23%.
Rückstellungen für Sozialkapital
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen, nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (PUC-Methode) auf Basis einer durchschnittlichen Be-
zugserhöhung von 3,7% (Vorjahr: 2,7%) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters errechnet. Der verwendete Rech-
nungszinssatz ist jeweils ein Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz von hochwertig verzinsten Unternehmensanleihen mit
einer Laufzeit von zwölf Jahren in Höhe von 1,62% (Vorjahr: 1,30%). Für die Rückstellungen für Abfertigungen wurde wie
im Vorjahr kein Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Für die Jubiläumsgeldverpflichtungen wurde ein Fluktuationsab-
schlag, abhängig vom Dienstalter zwischen 2,7% und 16,6% (Vorjahr: 0,4% 15,6%) berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen in Höhe des unternehmens-
rechtlichen Erfordernisses nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Generationentafeln „AVÖ 2018-P-Rech-
nungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ und eines Rechnungszinssatzes von 1,18% (Vorjahr: 0,75%), errechnet.
Das Pensionsantrittsalter wurde ab 2003 den Regelungen der Pensionsreform bzw. dem Pensionsharmonisierungsgesetz
2004 angepasst.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
207
Übrige Rückstellungen
Bei Berechnung der sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilan-
zerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen
berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung aufgewendet werden müssen.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Währungsumrechnungen
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs
am Bilanzstichtag bewertet.
II. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-
rechnung
1. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beiliegenden Anlagenspiegel (Beilage I).
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Der Grundwert in der Position Grundstücke und Bauten beträgt zum Stichtag T€ 3.168 (Vorjahr: T€ 3.168).
Finanzanlagen
Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen zur Deckung der Rückstellungen für Pensionen (§ 14 EStG) und zur Nut-
zung von Ertragspotenzialen.
Angaben zu verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungsunternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen *)
(Vorjahreswerte in Klammern)
Sitz
Beteiligungs-
quote
%
Eigenkapital
z. 31.12.2023
T€
Jahresergebnis
2023
T€
Unterstützungseinrichtung der
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft,
Gesellschaft m.b.H. **)
Wien, A
100
(100)
0
(0)
0
(0)
Geblergasse 116 GmbH & Co KG **)
Wien, A
100
(100)
-1.085
(-1.208)
123
(107)
JOSEF MANNER, marketinske storitve,
d.o.o. **)
Ljubljana, SLO
100
(100)
181
(168)
113
(98)
Manner Azerbaijan LLC **)
Khudat City,
AZ
100
(100)
-6.070
(-4.372)
-1.852
(-1.323)
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
208
Compliment Süßwaren
Vertriebs Gesellschaft m. b. H. **)
Wolkersdorf, A
100
(100)
43
(23)
-9
(15)
Josef Manner s.r.o. **) Brno, CZ
100
(100)
176
(303)
160
(138)
31.12.2023: 1 EUR = 24,72 CZK; 31.12.2022: 1 EUR = 24,12 CZK
31.12.2023: 1 EUR = 1,8766 AZN; 31.12.2022: 1 EUR = 1,8114 AZN
*) Manner Management GmbH wurde zum 1.1.2023 auf die Compliment Süßwaren Vertriebs Gesellschaft m. b. H.
verschmolzen
**) vorläufige Werte nach lokalem Rechnungslegungsgesetz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Zum 31.12.2023 wurden die nachträglichen Bonifikationen soweit saldierungsfähig in Höhe von T€ 6.517 (Vorjahr: T€
5.431) mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgerechnet.
Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T903 (Vorjahr: T€ 511) Forderungen aus Liefe-
rungen und Leistungen und T123 (Vorjahr: T€ 21) sonstige Forderungen.
Im Posten sonstige Forderungen sind Erträge in Höhe von T 1.143 (Vorjahr: T€ 1.145) enthalten, die erst nach dem
Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Latente Steuern
Zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bestehen folgende Unterschiedsbeträge
bzw. Steuerlatenzen:
in T
12/2023
Aktiv
12/2023
Passiv
12/2022
Aktiv
12/2022
Passiv
1-12/2023
Bewegungen
Anlagevermögen
1.842
2.000
1.591
1.776
27
Abfertigungsrückstellung
2.959
2.760
199
Pensionsrückstellung
460
592
-132
Sonstige Rückstellungen
1.605
1.317
288
Verbindlichkeiten
1.725
2.434
-709
Verlustanteil verb. Unt.
638
4.345
645
1.293
-3.059
Summe aktive/passive Unter-
schiedsbeträge
9.229 6.345 9.339 3.069 -3.386
Aktive(+)/passive(-) latente Steuer-
abgrenzung 23% (VJ: 23%)
2.123 1.459 2.148 706 778
Aktive/passive Saldogröße
663
1.442
Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300,- und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückaktien mit Stimmrecht
zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber oder auf Namen.
Die gesetzliche Rücklage ist in gefordertem Ausmaß dotiert.
Sonstige Rückstellungen
Für nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder und Zeitguthaben sind T€ 6.084 (Vorjahr: T€ 5.426) rückgestellt. Wesent-
liche sonstige Rückstellungen sind auch jene für variable Bezüge in Höhe von T€ 1.520 (Vorjahr: T€ 611), Rechts- und
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
209
Beratungskosten T€ 800 (Vorjahr: T€ 426) und am Bilanzstichtag noch ausständige Eingangsrechnungen T€ 2.285 (Vor-
jahr: T€ 1.671), davon Energie T€ 821 (Vorjahr: T€ 710) und Pönalen T€ 909 (Vorjahr: T€ 490).
In den sonstigen Rückstellungen sind sonstige Vergütungen an Kund*innen in Höhe von T€ 3.377 (Vorjahr: T€ 3.410)
ausgewiesen.
Verbindlichkeiten
Gegenüber Kreditinstituten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in der Höhe von T€
931 (im Vorjahr T€ 5.195). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als
fünf Jahren betragen T 1.506 (Vorjahr: T€ 1.568). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
beziehen sich so wie im Vorjahr keine auf Lieferungen und Leistungen, sämtliche T€ 1.791 (Vorjahr: T€ 1.783) sind sons-
tige Verbindlichkeiten.
Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von T5.045 (Vorjahr: T€ 4.152) enthalten, die erst
nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung nicht in der Bilanz ausgewiesener Sachanlagen
Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz ausgewiesenem Sachanlagevermögen
Die Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz ausgewiesenem Sachanlagevermögen (Mietverträge) betragen für das
kommende Geschäftsjahr T€ 3.321 (Vorjahr: T2.866) und für die nächsten fünf Geschäftsjahre T€ 16.080 (Vorjahr:
T€ 14.042).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus bestehenden Sponsorenverträgen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.404 (Vorjahr: T€ 931), die die
Wirtschaftsjahre 2024 bis 2026 betreffen.
Darüber hinaus bestehen analog zum Vorjahr keine Haftungsverhältnisse nach § 199 UGB.
Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung gegen Währungsrisiken im Zusammenhang mit Rohstoffeinkäufen wurden Kaufoptionen auf britische
Pfund abgeschlossen, wovon zum Bilanzstichtag keine Kaufoptionen mehr vorhanden waren (Vorjahr: TGBP 9.600).
Die Rohstoffeinkäufe sowie die Kaufoption standen in einer Sicherungsbeziehung zueinander und bildeten eine bilanzielle
Bewertungseinheit.
Der Nachweis einer Bewertungseinheit wurde durch eine entsprechende Hedging-Dokumentation erbracht, aus der sowohl
die Entwicklung des Sicherungsgeschäfts als auch die gegenläufige Entwicklung des Grundgeschäfts hervorgingen. Als
Methode der Effektivitätsmessung kam die Offset-Methode zur Anwendung. Aufgrund der Effektivität der Sicherungsbe-
ziehung wurde der negative beizulegende Zeitwert der Kaufoption nicht in der Bilanz erfasst. Zum Bilanzstichtag waren
Kaufoptionen mit einem positiven beizulegenden Zeitwert von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und einem negativen beizulegenden
Zeitwert von T€ 0 (Vorjahr: T-381) vorhanden.
Gegebene Sicherheiten
Kreditverbindlichkeiten in Höhe von M€ 21,5 sind durch eine Globalzession der Exportforderungen dinglich besichert (Vor-
jahr: M€ 21,5).
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
210
2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
T€
T€
T€
T€
2023
2022
2021
2020
Österreich
116.752
100.993
86.642
81.055
EU
163.789
145.526
146.006
130.138
Drittländer
7.289
7.459
6.627
5.534
287.830
253.978
239.276
217.222
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
T€
T€
Österreich
Deutschland
Körperschaftsteueraufwand 2023
1.153
138
Solidaritätszuschlag 2023
0
8
Gewerbesteuer 2023
0
170
Zwischenergebnis
1.153
315
Bewegung latente Steuern
778
1.932
315
Gemäß den Anforderungen des §238 des Unternehmensgesetzbuches (UGB) weisen wir darauf hin, dass der Steuerauf-
wand oder Steuerertrag der Manner-Gruppe für folgende Geschäftsjahre ab 2024 unter Berücksichtigung des Mindestbe-
steuerungsgesetzes sowie ausländischer Steuergesetze gemäß § 198 Abs. 10 Satz 3 Z 4 UGB zu bewerten ist.
Der Gesamtumsatz der Manner Gruppe liegt unter der Schwelle, ab der das Mindestbesteuerungsgesetz Anwendung
findet. Aus diesem Grund werden keine direkten steuerlichen Verpflichtungen oder Auswirkungen aus dem Mindestbe-
steuerungsgesetz oder entsprechenden ausländischen Steuergesetzen nach § 198 Abs. 10 Satz 3 Z 4 UGB für die kom-
menden Geschäftsjahre erwartet.
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
T€
T€
T€
2023
2022
2021
Vorstände und ehemalige Vorstände
-74
279
441
Angestellte und Arbeiter*innen
1.769
1.385
474
1.695
1.664
915
Durch Ausscheiden eines Mitgliedes des Vorstands zum 31. Dezember 2023 wird dessen Anspruch, welcher im Folgejahr
zur Auszahlung kommt, im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Diese Umgliederung und Änderungen
des Rechnungszinses führen zur Auflösung von T€ 74.
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen
für Abfertigungen (Abfertigungszahlungen zuzüglich Veränderung der Abfertigungsrückstellung) in Höhe von T1.136
(Vorjahr: T€ 967) enthalten.
Bilanzgewinn
Der Vorstand schlägt vor, an die dividendenberechtigten Aktien eine Dividende von € 1,60 je Aktie (Vorjahr: € 1,20) aus-
zuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
211
III. Sonstige Angaben
KONZERNVERHÄLTNISSE
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Wien, hat zum 31.12.2023 aufgrund der Bestimmungen des § 249 Abs. 2
UGB einen Konzernabschluss erstellt.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Dr. Hans Peter ANDRES (Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik)
Sabine BRANDL, MBA, MSc (Marketing, Verkauf & Human Resources) (ab 01.01.2024)
Thomas GRATZER (Produktion & Technik)
Scipio OUDKERK, MSc (Finanzen, Recht, IT & Office Management) (ab 01.01.2024)
Mag. Andreas KUTIL (CEO) (bis 31.12.2023)
Aufsichtsrat
Von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder:
Mag. Florian JONAK, Vorsitzender (Vorsitzender)
Dr. Martina ANDRES, Vorsitzender-Stellvertreter (Vorsitzender-Stv.)
Dr. Josef DOPPLER
Dr. Michael GRAHAMMER
Mag. Albin HAHN (ab 25.05.2023)
Mag. Dr. Wolfgang HÖTSCHL
Prof. Dr. Sita Monica MAZUMDER
Dr. Martin SCHOBER
Dipl.Ing. Markus SPIEGELFELD (bis 25.05.2023)
Vom Betriebsrat delegierte Mitglieder:
Gerda CLEMENTI (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf) (bis 31.08.2023)
Peter FREUDENSCHUSS (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien) (bis 04.05.2023)
Peter HABEL (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)
Christian HACKL (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien) (bis 04.05.2023)
Samila KOCAGÖZ (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf) (ab 01.09.2023)
Claudia SCHMIDT (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien) (ab 04.05.2023)
Erwin MÜLLNER (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien) (ab 04.05.2023)
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
212
Bezüge des Vorstands sowie des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Vorstands betrugen T€ 902 (Vorjahr: T€ 1.047). Weiters wurden variable Gehaltsbestandteile in Höhe von
T€ 290 (Vorjahr: T€ 122) als Rückstellung berücksichtigt. Betreffend die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder wird die
Schutzklausel gemäß § 239 Abs. 1 Ziffer 4 UGB in Verbindung mit § 242 Abs. 4 UGB angewendet. Es wurden keine Kre-
dite an Vorstandsmitglieder vergeben.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats bezogen im Geschäftsjahr 2023 Sitzungsgelder für das laufende Jahr in Höhe von
T€ 160 (Vorjahr: T€ 147). Für das Jahr 2023 wurden Vergütungen in Höhe von T€ 53 (Vorjahr: T€ 38) rückgestellt.
Beschäftigte
Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 786,7 Dienstnehmer (FTE, Vorjahr: 781,5), davon 344,1 Angestellte (Vorjahr:
355,3) und 442,7 Arbeiter*innen (Vorjahr: 426,2) beschäftigt.
Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer 2023 sind dem Konzernabschluss der Josef Manner & Comp. Aktiengesell-
schaft zu entnehmen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Mit Kaufvertrag vom 02.02.2024 hat die Privatstiftung Manner insgesamt 2.098 nicht-syndizierte Stückaktien gekauft.
Weitere berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, die weder in der Gewinn- und
Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht eingetreten.
Wien, am 18.04.2024
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
213
Anlagespiegel
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellkosten
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand
Zugang
Umbuchung
Abgang
Stand
01.01.23
31.12.23
A.
Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegen-
stände
1.
gewerbliche Schutzrechte und ähnli-
che Rechte und Vorteile sowie Lizen-
zen
9.283.949,38 389.714,05 3.633.305,84 8.123,91 13.298.845,36
2.
geleistete Anzahlungen und Anlagen
in Bau
3.633.305,84 5.596,00 -3.633.305,84 5.596,00
12.917.255,22
395.310,05
0,00
8.123,91
13.304.441,36
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten
62.265.471,75
62.265.471,75
2.
Maschinen
160.177.622,77
1.718.210,95
2.528.003,46
3.126.984,31
161.296.852,87
3.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
19.606.198,24
460.639,20
88.947,79
860.487,77
19.295.297,46
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen
in Bau
2.616.951,25 3.386.335,93 -2.616.951,25 3.386.335,93
244.666.244,01
5.565.186,08
0,00
3.987.472,08
246.243.958,01
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
940.288,96
940.288,96
2.
Ausleihungen an verbundene Unter-
nehmen
12.498.047,69 2.940.585,33 15.438.633,02
3.
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlage-
vermögens
4.431.652,50 1.500.000,00 2.931.652,50
17.869.989,15
2.940.585,33
0,00
1.500.000,00
19.310.574,48
SUMME ANLAGENSPIEGEL 275.453.488,38 8.901.081,46 0,00 5.495.595,99 278.858.973,85
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
214
Anlagespiegel
Entwicklung der Abschreibung
Entwicklung der Abschreibung
Stand
Zugang
Abgang
Zuschreibung
Stand
01.01.23
31.12.23
A.
Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegen-
stände
1.
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Vorteile so-
wie Lizenzen
8.778.621,44 1.000.321,25 8.123,91 9.770.818,78
2.
geleistete Anzahlungen und Anla-
gen in Bau
0,00 0,00
8.778.621,44
1.000.321,25
8.123,91
0,00
9.770.818,78
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten
27.985.224,22
1.382.165,51
29.367.389,73
2.
Maschinen
136.185.364,89
5.042.321,50
3.126.984,31
138.100.702,08
3.
Betriebs- und Geschäftsausstat-
tung
17.068.880,05 1.130.174,81 839.954,45 17.359.100,41
4.
geleistete Anzahlungen und Anla-
gen in Bau
0,00 0,00
181.239.469,16
7.554.661,82
3.966.938,76
0,00
184.827.192,22
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unterneh-
men
7.142,64 7.142,64
2.
Ausleihungen an verbundene Un-
ternehmen
0,00 0,00
3.
Wertpapiere (Wertrechte) des An-
lagevermögens
201.530,48 59.551,24 141.979,24
208.673,12
0,00
0,00
59.551,24
149.121,88
SUMME ANLAGENSPIEGEL 190.226.763,72 8.554.938,07 3.975.062,67 59.551,24 194.747.132,88
Graphics
Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
215
Anlagespiegel
Buchwerte
Buchwerte
Stand
Stand
31.12.22 31.12.23
A.
Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie Lizenzen
505.327,94 3.528.026,58
2.
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
3.633.305,84
5.596,00
4.138.633,78
3.533.622,58
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten
34.280.247,53
32.898.082,02
2.
Maschinen
23.992.257,88
23.196.150,79
3.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.537.318,19
1.936.197,05
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
2.616.951,25
3.386.335,93
63.426.774,85
61.416.765,79
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
933.146,32
933.146,32
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
12.498.047,69
15.438.633,02
3.
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermö-
gens
4.230.122,02 2.789.673,26
17.661.316,03
19.161.452,60
SUMME ANLAGENSPIEGEL 85.226.724,66 84.111.840,97
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
216
Bestätigungsvermerk
BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft,
Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög-
lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für
das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen
Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO)
und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum
des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungs-nachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils
hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
VORHANDENSEIN UND BEWERTUNG DER VORRÄTE EINSCHLIESSLICH BEWERTUNG DER EINKAUFSKON-
TRAKTE
Sachverhalt und Risiken
Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 einen Vorratsbestand in Höhe von TEUR 42.138 aus.
Die Vorräte stellen einen wesentlichen Teil des Umlaufvermögens sowie der Aktiva der Gesellschaft dar.
Die Vorräte werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für die Bewertung werden als Zeitwerte Marktpreise
zum Bilanzstichtag oder zu den letzten diesem Stichtag vorausgehenden Tagen herangezogen.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
217
Es besteht das Risiko, dass Teile des Vorratsbestands nicht werthaltig sind.
Die in der Bilanz angesetzten Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse werden aus der Kostenrechnung
abgeleitet. Aufgrund der Komplexität der Bewertung besteht das Risiko von Fehlbewertungen.
Die Qualität sowie die Versorgungssicherheit der im Produktionsprozess eingesetzten Rohstoffe erfordern den Abschluss
wesentlicher langfristiger Kontrakte. Es besteht das Risiko, dass Wertschwankungen der Einkaufspreise den Ansatz we-
sentlicher Drohverlustrückstellungen erfordern.
Im Zusammenhang mit den Angaben der Gesellschaft zum Vorratsvermögen verweisen wir auf die Ausführungen im An-
hang unter Abschnitt I/3.
Unser Vorgehen bei der Prüfung
Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir ein Verständnis über den Einkaufsprozess sowie der Materialwirtschaft
sowie den relevanten internen Kontrollen erlangt.
Zusätzlich haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:
Durchführung von Inventurbeobachtungen an ausgewählten Standorten und Vergleich der physischen Bestände mit
den Aufzeichnungen im Rechnungswesen;
Überprüfung der angewandten Bewertungsmethoden für die Vorräte und Beurteilung ihrer Angemessenheit unter Be-
rücksichtigung der aktuellen Marktsituation und etwaiger Wertminderungen;
Durchführung von Preistests anhand von Belegprüfungen;
Einsichtnahme in die wesentlichen Einkaufskontrakte und Beurteilung der Auswirkungen auf den Jahresabschluss.
VORHANDENSEIN UND BEWERTUNG DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN EIN-
SCHLIESSLICH PERIODENRICHTIGKEIT DER UMSATZERLÖSE
Sachverhalt und Risiken
Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe
von TEUR 35.278 aus. Die Forderungen stellen einen wesentlichen Teil des Umlaufvermögens sowie der Aktiva der Ge-
sellschaft dar.
Die sachgerechte Umsatzrealisation ist aufgrund von individuell verhandelten Bonifikationsvereinbarungen komplex. Es
besteht das Risiko von Abgrenzungsfehler und damit von nicht periodengerecht ausgewiesenen Umsatzerlösen.
Im Zusammenhang mit den Angaben zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Ausführungen
im Anhang unter Abschnitt I/3.
Unser Vorgehen in der Prüfung
Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir ein Verständnis über den Verkaufsprozess einschließlich dem Abrech-
nungsprozess für Boni sowie den relevanten internen Kontrollen erlangt.
Zusätzlich haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:
Durchführung einer Saldenbestätigungsaktion;
Einsichtnahme in wesentliche Rahmenverträge und Überprüfung der richtigen Abbildung der darin vereinbarten Kon-
ditionen im Rechnungswesen;
Ziehung von Belegstichproben und Überprüfung wesentlicher Zahlungseingänge;
Durchführung von Funktionstests zu den im Rechnungswesen implementierten, relevanten Kontrollen.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
218
Datenmigration ERP System von Microsoft dynamics AX auf SAP S/ 4HANA
Sachverhalt und Risiken
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr eine Umstellung der ERP Software durchgeführt. Dieser Prozess wurde umfassend
durch die Gesellschaft vorbereitet vom Softwaredienstleister begleitet. Die ERP Software steuert wesentliche Geschäfts-
prozesse im Unternehmen.
Es besteht das Risiko, dass die Daten aus dem Vorsystem nicht vollständig in SAP übernommen werden. Des Weiteren
besteht das Risiko, dass wesentliche Systemeinstellungen in SAP nicht vollständig und korrekt vorgenommen werden.
Ebenso besteht das Risiko, dass wesentliche Geschäfts-prozesse und Kontrollen aufgrund der Systemumstellung nicht
mehr wirksam sind.
Unser Vorgehen in der Prüfung
Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir folgende Prüfungshandlungen gesetzt:
Prüfung der Sicherstellung einer angemessenen und nachvollziehbaren Migrationsdokumentation unter Berücksichti-
gung der vorgesehenen Kontroll- und Abstimmungstätigkeiten;
Prüfung des Hauptbuchs, auf vollständige Datenübernahme ins Neu-System unter Berücksichtigung allfälliger Verän-
derungen der Daten;
Prüfung der wesentlichen Nebenbücher, auf vollständige und richtige Datenübernahme ins Neu-System;
Beurteilung, ob wesentliche Systemeinstellungen im Neusystem korrekt vorgenommen wurden;
Beurteilung, ob Aufbewahrungspflichten und -fristen eingehalten werden.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsver-
merk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu
keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Infor-
mationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresab-
schluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt er-
scheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Dar-
stellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in die-
sem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Über-
einstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-
, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von we-
sentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesell-
schaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
219
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft
zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,
dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprü-
fung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls
eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,
dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern be-
einflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-
mäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlan-
gen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, be-
absichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungs-
handlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prü-
fungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung
und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prü-
fungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht,
die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur
Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben
sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt,
dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
220
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlä-
gig damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk,
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir
bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österrei-
chischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält
die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. Juni 2023 vom
Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Jahresabschluss 31. Dezember 2020 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
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Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Jörg Steiner.
Wien, am 14.03.2024
CENTURION
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH
Mag. Jörg Steiner
Dr. Andreas Staribacher
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten
Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss
samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Änderungen des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss wurde nach Erteilung des Bestätigungsvermerks geändert. Wir verweisen auf die Abschnitte „I Bi-
lanzierungs- und Bewertungsmethoden - 1 Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ bzw „III
Sonstige Angaben Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ des Anhangs, in dem die Änderungen im Jahresabschluss be-
schrieben sind. Die Änderungen betrafen die damit zusammenhängenden Angaben im Anhang. Auf die Begründung der
Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft in der Anhangangabe „I Bilanzierungs- und Bewertungsme-
thoden - 1 Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ wird verwiesen.
Prüfungsurteil zur Nachtragsprüfung
Wir haben die Änderungen des Jahresabschlusses geprüft. Nach unserer Beurteilung entsprechen die Änderungen des
Jahresabschlusses den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt der geänderte Jahresabschluss ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für
das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen
Vorschriften.
Bericht zum geänderten Lagebericht
Der Lagebericht wurde nach Erteilung des Bestätigungsvermerks geändert. Die Änderungen betrafen die Abschnitte „1
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage“ und „5 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontroll-
rechten und damit verbundenen Verpflichtungen“. Auf die Begründung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft in der Angabe „1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage“ im Lagebericht wird
verwiesen.
Ergänztes Urteil
Die Änderungen im Lagebericht sind nach unserer Beurteilung nach den geltenden rechtlichen Anforderungen vorgenom-
men worden, enthalten zutreffende Angaben nach § 243a UGB und stehen in Einklang mit dem geänderten Jahresab-
schluss.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
222
Ergänzte Erklärung
Angesichts der bei der Nachtragsprüfung des geänderten Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewon-
nenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben bei den Änderungen
im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. Juni 2023 vom
Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2020 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Jörg Steiner.
Wien, am 18. April 2024
CENTURION
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH
Mag. Jörg Steiner
Dr. Andreas Staribacher
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten
Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernab-
schluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
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Manner-Gruppe
Jahresfinanzbericht 2023
223
Erklärung des Vorstands
gemäß § 124 Börsegesetz
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB)
aufgestellte Jahresabschluss der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft zum 31.12.2023 ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das
Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz
und Ertragslage des Unternehmens entsteht und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten be-
schreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 18.04.2024
Der Vorstand:
Dr. Hans Peter Andres
Vorstand
Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik
Sabine Brandl MBA, MSc
Vorständin
Marketing, Verkauf & HR
Thomas Gratzer
Vorstand
Produktion & Technik
Scipio Oudkerk, MSc
Vorstand
Finanzen, Recht, IT & Office Management