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Jahresfinanzbericht  
2021  
der Josef Manner & Comp. AG  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Kennzahlen  
Konzernkennzahlen nach IFRS  
TEUR  
2021  
2020  
Umsatzerlöse  
217.278  
200.165  
Exportquote  
63,0 %  
62,6 %  
Betriebsergebnis  
5.095  
3.274  
Betriebsergebnis-Marge (ROS)  
2,3 %  
1,6 %  
Ergebnis vor Steuern  
3.882  
1.897  
Jahresüberschuss  
3.000  
1.224  
Eigenkapitalrentabilität (ROE)  
8,4 %  
5,6 %  
Gesamtkapitalrentabilität (ROI)  
3,0 %  
2,1 %  
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit  
20.565  
8.365  
Cashflow aus Investitionstätigkeit  
-8.668  
-8.283  
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit  
571  
-121  
Mitarbeiter in Jahresdurchschnitt  
830  
806  
Bilanzsumme  
170.131  
154.821  
Eigenkapital  
60.626  
58.258  
Eigenkapitalquote  
35,6 %  
37,6 %  
Nettoverschuldung  
44.550  
52.895  
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)  
73,5 %  
90,8 %  
Stammaktien zum 31. Dezember  
EUR  
EUR  
2021  
2020  
ISIN  
AT0000728209  
Anzahl der Aktien (Stück)  
1.890.000  
1.890.000  
Höchstkurs  
119,00  
110,00  
Tiefstkurs  
98,00  
83,00  
Schlusskurs  
111,00  
109,00  
Durchschnittskurs  
106,00  
103,00  
Dividende je Aktie 1  
0,00  
0,80  
1
Laut Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung der Josef Manner & Comp. AG wird für das  
Geschäftsjahr 2021 keine Dividende bezahlt.  
2
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Inhaltsverzeichnis  
Kennzahlen...........................................................................................................................................................................2  
Vorwort des Vorstands .........................................................................................................................................................4  
Konzernorganigramm ...........................................................................................................................................................5  
Corporate-Governance-Bericht.............................................................................................................................................6  
Bericht des Aufsichtsrats ....................................................................................................................................................13  
Konzernlagebericht.............................................................................................................................................................16  
Konzernabschluss ..............................................................................................................................................................49  
Bestätigungsvermerk........................................................................................................................................................103  
Erklärung des Vorstands zum Konzernabschluss ............................................................................................................108  
Jahresabschluss...............................................................................................................................................................109  
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und der Umwelt zuliebe wird auf die gedruckte Version des Konzernabschlusses  
2021 verzichtet.  
3
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Vorwort des Vorstands  
Sehr geehrte Aktionär*innen,  
Sehr geehrte Leser*innen,  
vorliegend finden Sie den ersten Konzernabschluss der Josef Manner & Comp. AG, der nach den Regelungen des  
International Financial Reporting Standards (IFRS) verfasst wurde. Nach einer Prüfung der Österreichischen  
Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) und einer daraufhin in Auftrag gegebenen Analyse wurde dieser vorliegende  
Bericht für das Jahr 2021 erstellt.  
2021 war auch für Manner ein herausforderndes Jahr. Während umsatzseitig die Erwartungen übertroffen wurden, waren  
kostenseitig erhebliche Steigerungen zu verzeichnen. Zu Beginn des Jahres war die Stimmung hinsichtlich des  
vermeintlichen Endes der Pandemie ausgesprochen positiv, doch rasch wurde offenkundig, dass COVID-19 noch längere  
Zeit Teil unserer privaten und beruflichen Realität sein wird. Für Manner hatte das zur Folge, dass auch 2021 die Shops  
aufgrund von Einschränkungen und ausbleibender Tourist*innen die Umsätze der Jahre vor der Pandemie nicht einholen  
konnten.  
Dennoch haben wir mit unseren starken Marken 2021 einen Rekordumsatz erzielt – trotz dieses sehr herausfordernden  
Umfelds. Das EBT konnte ebenfalls gesteigert werden, allerdings ist hier der Vergleichswert das verhaltene Corona-Jahr  
2020. Vor allem am deutschen Markt konnten wir 2021 ein ausgezeichnetes Wachstum mit unseren starken Marken  
erzielen. Sowohl die erfreulich gestiegene Exportquote als auch die gute Performance unserer Innovationen machen uns  
zuversichtlich für die Zukunft. Besonders positiv und im Einklang mit unseren stetig ausgebauten  
Nachhaltigkeitsbestrebungen ist die 2021 erfolgte Umstellung des Manner Schnitten- und Waffelsortiments auf Fairtrade-  
zertifizierten Kakao.  
Mein Dank gilt den engagierten Mitarbeiter*innen des Unternehmens. Ihrem außergewöhnlichen Einsatz ist es zu  
verdanken, dass Manner auch in schwierigen Zeiten Konsument*innen süße Genussmomente bieten kann.  
Mit freundlichen Grüßen  
Andreas Kutil  
CEO Josef Manner & Comp. AG  
4
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzernorganigramm  
der Josef Manner & Comp. AG, Wien, Österreich als Muttergesellschaft  
-
Geblergasse 116 GmbH & Co KG, Wien, Österreich, 100 %  
-
Manner Azerbaijan LLC, Khudat City, Aserbaidschan, 100 %  
-
Josef Manner s.r.o., Brno, Tschechischen Republik, 100 %  
-
Josef Manner, marketinske storitve, d.o.o., Ljubljana, Slowenien, 100 %  
-
Unterstützungseinrichtung der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich,  
100 %  
-
Compliment Süßwaren Vertriebs Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich, 100 %  
-
Manner Management GmbH, Wien, Österreich, 100 %  
5
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Corporate-Governance-Bericht  
der Josef Manner & Comp. AG für das Geschäftsjahr 2021 (nach § 267b UGB)  
Die Josef Manner & Comp. AG ist verpflichtet, einen konsolidierten Corporate-Governance-Bericht gemäß § 267b UGB  
zu erstellen. Da der konsolidierte Corporate-Governance-Bericht gemäß § 267b UGB im Wesentlichen dem Corporate-  
Governance-Bericht gemäß § 243c UGB entspricht, werden diese beide Berichte gemäß § 267b UGB in Verbindung mit  
§ 251 Abs. 3 UGB in einem gemeinsamen Bericht zusammengefasst.  
Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex  
Die Josef Manner & Comp. AG verfolgt eine Strategie der nachhaltigen Wert- und Ertragssteigerung. Auf die langfristige  
Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtete Managementgrundsätze und die permanente Weiterentwicklung der  
Systeme zur Bereitstellung vollständiger und transparenter Informationen bilden die Grundlage des Handelns. In diesem  
Sinne bekennen sich Vorstand und Aufsichtsrat zum Regelungsziel des Österreichischen Corporate Governance Kodex  
(§ 243c Abs. 1 Z. 1 UGB), welcher im Oktober 2002 in Kraft gesetzt und zuletzt in der Fassung Jänner 2021 angepasst  
wurde.  
Alle vom Österreichischen Corporate Governance Kodex geforderten Informationen sind in diesem Bericht und  
entsprechend der thematischen Zugehörigkeit entweder im Geschäftsbericht, Lagebericht, oder auf der Webseite des  
Unternehmens ersichtlich.  
Die 83 Regeln des bestehenden Kodex können in drei Regelkategorien eingeteilt werden, wobei die erste Kategorie, die  
L-Regeln (Legal Requirements), auf zwingenden Rechtsvorschriften beruhen und somit verpflichtend anzuwenden sind.  
Die zweite Kategorie, die C-Regeln (Comply or Explain), sollten eingehalten oder bei Abweichung begründet werden.  
Erläuterungen bzw. Begründungen für die Abweichungen zu C-Regeln finden Sie in diesem Bericht.  
Von R-Regeln, die einen reinen Empfehlungscharakter haben, können die Unternehmen ohne Erklärung abweichen.  
Der Österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Webseite des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate  
Governance (www.corporate-governance.at) veröffentlicht.  
Abweichungen zum Corporate Governance Kodex  
Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der Unternehmenskultur. Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben  
sich mit dem Kodex befasst und ihre Geschäftsordnungen entsprechend angepasst. Die Erläuterungen und die  
Abweichungen zu den C-Regeln sind nachstehend dargestellt:  
Regel 18:  
In Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens ist eine interne Revision an eine  
geeignete externe Institution ausgelagert.  
Der Vorstand berichtet zumindest einmal jährlich im Prüfungsausschuss über  
Revisionsplan, Ergebnisse der internen Revision, den Status des Risikomanagements  
und über wesentliche Risiken des Unternehmens.  
Regel 18a:  
Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat nicht gesondert jährlich über die Vorkehrungen  
zur Bekämpfung von Korruption im Unternehmen, da Korruptionsbekämpfung als Teil des  
allgemeinen Risikomanagements gesehen wird.  
6
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Regel 39:  
Der Aufsichtsrat hat keinen Ausschuss bestellt, der in dringenden Fällen zu  
Entscheidungen befugt ist.  
In dringenden Fällen kontaktiert der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden, der eine  
Entscheidung mittels Rundumlaufverfahren herbeiführen kann.  
Regel 43:  
Mangels einschlägiger Erfahrung im Bereich Vergütungspolitik lässt sich der Ausschuss  
von externen Expert*innen beraten, die nicht gleichzeitig den Vorstand in  
Vergütungsfragen beraten.  
Regel 68:  
Die Gesellschaft veröffentlicht ihre Berichte ausschließlich in deutscher Sprache.  
Entsprechend der geographischen Herkunft der Aktionäre besteht keine Notwendigkeit,  
die Berichte auch in englischer Sprache zu verfassen.  
Regel 77:  
Die Prüfung des Abschlusses erfolgt nach den im Fachgutachten für Wirtschaftsprüfer  
(IWP) festgelegten Standards.  
Zusammensetzung des Vorstands:  
Mag. Andreas Kutil  
CEO, Vorstand für Marketing & Verkauf  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢁ  
erstmals bestellt ab ꢃꢀ.ꢃꢄ.ꢅꢃꢅꢀ; bestellt bis ꢅꢁ.ꢃꢅ.ꢅꢃꢅꢆ  
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen  
Dr. Hans Peter Andres  
Vorstand für Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢀ  
erstmals bestellt ab ꢃꢀ.ꢃꢇ.ꢀꢁꢁꢅ; bestellt bis ꢄꢃ.ꢃꢂ.ꢅꢃꢅꢆ  
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen  
Thomas Gratzer  
Vorstand für Produktion & Technik  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢇ  
erstmals bestellt ab ꢃꢀ.ꢃꢂ.ꢅꢃꢀꢆ; bestellt bis ꢄꢀ.ꢃꢈ.ꢅꢃꢅꢄ  
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen  
Mag. Albin Hahn  
Vorstand für Finanzen & Personal  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢈꢇ  
erstmals bestellt ab ꢃꢀ.ꢃꢀ.ꢅꢃꢃꢉ; bestellt bis ꢄꢀ.ꢀꢅ.ꢅꢃꢅꢅ  
Verwaltungsrat in der Hoerbiger Holding AG  
7
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Dr. Alfred Schrott  
Vorstand für Marketing & Verkauf  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢇꢀ  
erstmals bestellt ab ꢃꢀ.ꢃꢁ.ꢅꢃꢃꢁ; ausgeschieden mit ꢄꢀ.ꢃꢄ.ꢅꢃꢅꢀ  
keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen  
Vergütung des Vorstands  
2021 verfügten die Vorstände über ein Grundgehalt und eine erfolgsabhängige variable Vergütung.  
Des Weiteren wird hier auf den veröffentlichten Vergütungsbericht des entsprechenden Geschäftsjahres verwiesen.  
Zusammensetzung des Aufsichtsrats  
Dr. Ernst Burger  
Vorsitzender  
unabhängig gem. Anhang ꢀ des ÖCGK  
vertritt die Interessen eines Anteilseigners mit einer Beteiligung >ꢀꢃ %  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢆꢉ  
erstmals bestellt ab ꢅꢁ.ꢃꢂ.ꢅꢃꢃꢆ; bestellt bis zur ꢀꢃꢇ. o. HV (ꢅꢃꢅꢅ)  
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen  
Dipl. Ing. Markus Spiegelfeld  
Stellvertreter des Vorsitzenden  
vertritt die Interessen eines Anteilseigners mit einer Beteiligung >ꢀꢃ %  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢈꢅ  
erstmals bestellt ab ꢅꢇ.ꢃꢂ.ꢅꢃꢃꢅ; bestellt bis zur ꢀꢃꢉ. O. HV (ꢅꢃꢅꢄ)  
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen  
Dr. Martina Andres  
Mitglied  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢆ  
erstmals bestellt ab ꢅꢉ.ꢃꢈ.ꢅꢃꢀꢁ; bestellt bis zur ꢀꢃꢇ. o. HV (ꢅꢃꢅꢅ);  
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen  
Dr. Josef Doppler (ab 25.05.2021)  
Mitglied  
unabhängig gem. Anhang ꢀ des ÖCGK  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢃ  
erstmals bestellt ab ꢅꢈ.ꢃꢈ.ꢅꢃꢅꢀ; bestellt bis zur ꢀꢃꢁ. o. HV (ꢅꢃꢅꢆ)  
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen  
Dr. Michael Grahammer (ab 25.05.2021)  
Mitglied  
unabhängig gem. Anhang ꢀ des ÖCGK  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢆ  
erstmals bestellt ab ꢅꢈ.ꢃꢈ.ꢅꢃꢅꢀ; bestellt bis zur ꢀꢃꢁ. o. HV (ꢅꢃꢅꢆ)  
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen  
8
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Mag. Dr. Wolfgang Hötschl  
Mitglied  
unabhängig gem. Anhang ꢀ des ÖCGK  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢈꢆ  
erstmals bestellt ab ꢅꢁ.ꢃꢈ.ꢅꢃꢀꢉ; bestellt bis zur ꢀꢃꢁ. o. HV (ꢅꢃꢅꢆ)  
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen  
Mag. Florian Jonak  
Mitglied  
unabhängig gem. Anhang ꢀ des ÖCGK  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢇ  
erstmals bestellt ab ꢄꢃ.ꢃꢈ.ꢅꢃꢀꢇ; bestellt bis zur ꢀꢃꢉ. o. HV (ꢅꢃꢅꢄ)  
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen  
Dr. Sita Monica Mazumder  
Mitglied  
unabhängig gem. Anhang ꢀ des ÖCGK  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢇꢃ  
erstmals bestellt ab ꢅꢉ.ꢃꢈ.ꢅꢃꢀꢁ; bestellt bis zur ꢀꢃꢇ. o. HV (ꢅꢃꢅꢅ);  
ein weiteres Aufsichtsratsmandat in einem börsennotierten Unternehmen (Palfinger AG)  
Mag. Dipl. Ing. Robert Ottel, MBA (bis 25.05.2021)  
Mitglied  
unabhängig gem. Anhang ꢀ des ÖCGK  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢇ  
erstmals bestellt ab ꢅꢉ.ꢃꢂ.ꢅꢃꢃꢂ; bestellt bis zur ꢀꢃꢂ. o. HV (ꢅꢃꢅꢀ)  
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen  
Dipl. Ing. Mag. Markus Wiesner (bis 25.05.2021)  
Mitglied  
unabhängig gem. Anhang ꢀ des ÖCGK  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢈꢂ  
erstmals bestellt ab ꢅꢉ.ꢃꢂ.ꢅꢃꢃꢂ; bestellt bis zur ꢀꢃꢂ. o. HV (ꢅꢃꢅꢀ)  
keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Unternehmen  
Peter Freudenschuss  
Mitglied; Betriebsrat  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢉ  
bestellt vom Betriebsrat der Angestellten in Wien  
Peter Habel  
Mitglied; Betriebsrat  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢈꢁ  
bestellt vom Betriebsrat der Angestellten in Wien  
9
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Christian Hackl  
Mitglied; Betriebsrat  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢁ  
bestellt vom Betriebsrat der Arbeiter in Wien  
Gerda Erika Clementi  
Mitglied; Betriebsrat  
Geburtsjahr: ꢀꢁꢂꢀ  
bestellt vom Betriebsrat der Arbeiter in Wolkersdorf  
Der Aufsichtsrat hat die im Österreichischen Corporate Governance Kodex (Anhang 1) enthaltenen Leitlinien für die  
Unabhängigkeit als Kriterien der Unabhängigkeit festgelegt.  
Vergütung des Aufsichtsrats  
Die Vergütung der gewählten Aufsichtsräte erfolgt nach den in der 103. o. HV. beschlossenen Kriterien. Die Vergütung  
setzt sich aus einer vom Unternehmensergebnis abhängigen Aufsichtsratvergütung und einem Sitzungsgeld zusammen.  
Des Weiteren wird hier auf den veröffentlichten Vergütungsbericht des entsprechenden Geschäftsjahres verwiesen.  
Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat  
Da hohe Transparenz und umfassende und zeitgleiche Information aller relevanten Interessensgruppen ein wichtiges  
Anliegen ist, überwacht ein Compliance-Verantwortlicher die Einhaltung der Compliance-Richtlinie der Josef Manner &  
Comp. AG, welche auf der Marktmissbrauchsverordnung des Europäischen Parlaments und des Rates basiert.  
Im Sinne des Kodex pflegen Vorstand und Aufsichtsrat zusätzlich zu den vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen einen  
regen Gedankenaustausch zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens, Geschäftsentwicklung, Risikomanagement  
und wesentlichen Geschäftsfällen. Bei wichtigen Anlässen erfolgt eine unverzügliche Information an den Vorsitzenden des  
Aufsichtsrats.  
Im Jahr 2021 haben vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. Es hat kein Mitglied des Aufsichtsrats an  
mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats nicht persönlich teilgenommen.  
Der Aufsichtsrat entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des  
Unternehmens. Seine Kontrolltätigkeit übt er auch durch Ausschüsse aus und hat dafür einen Prüfungsausschuss und  
einen Nominierungs- & Vergütungsausschuss eingerichtet. Zusätzlich befasst sich der Aufsichtsrat jährlich mit der Effizienz  
seiner Tätigkeit und führt eine Selbstevaluierung durch.  
Der Prüfungsausschuss befasst sich, gem. § 92 (4a) 4 AktG, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der  
Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers, der Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses,  
des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts. Darüber hinaus überwacht er die Wirksamkeit des internen  
Kontrollsystems und Risikomanagementsystems und hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu  
erstatten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten.  
Dem Prüfungsausschuss gehören folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:  
Dr. Michael Grahammer (Vorsitzender)  
Mag. Florian Jonak (Stellvertreter des Vorsitzenden)  
Dr. Ernst Burger (Finanzexperte)  
Dr. Martina Andres  
Peter Freudenschuss  
Gerda Erika Clementi  
10  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2021 drei Sitzungen abgehalten. Bei allen Sitzungen war der Wirtschaftsprüfer  
anwesend.  
Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender  
Mandate im Vorstand, befasst sich weiter mit Fragen der Nachfolgeplanung und unterbreitet der Hauptversammlung  
Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Aufsichtsrat. Darüber hinaus befasst er sich mit dem Inhalt von  
Vorstandsverträgen und überprüft die Vergütungspolitik für Vorstandsmitglieder in regelmäßigen Abständen.  
Dem Nominierungs- und Vergütungsausschuss gehören folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:  
Dr. Ernst Burger (Vorsitzender)  
Mag. Dr. Wolfgang Hötschl (Stellvertreter des Vorsitzenden)  
Peter Habel  
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2021 zwei Sitzungen abgehalten.  
Der Digitalisierungsausschuss beschäftigt sich mit der ganzheitlichen Transformation des Unternehmens mit dem Ziel,  
den internen und externen Kundennutzen zu erhöhen. Darüber hinaus befasst er sich sowohl bei dem Kerngeschäft als  
auch bei neuen Geschäftsfeldern mit der Optimierung von Aufbau- und Prozessorganisation und Modernisierung der  
Unternehmenskultur.  
Dem Digitalisierungsausschuss gehören folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:  
Prof. Dr. Sita Monica Mazumder (Vorsitzende)  
Mag. Dr. Wolfgang Hötschl (Stellvertreter der Vorsitzenden)  
Dr. Martina Andres  
Mag. Florian Jonak  
Peter Habel  
Christian Hackl  
Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2021 vier Sitzungen abgehalten.  
Im Jahr 2012 gab es einen gem. L-Regel 48 zustimmungspflichtigen Vertrag mit Werkstatt Wien Spiegelfeld, Holnsteiner  
+ Co Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, der im Jahr 2021 eine Zahlung in der Höhe von € 5.000,00 zur Folge hatte.  
Wirtschaftsprüfer  
Die CENTURION Wirtschaftsprüfungs GmbH wurde von der 105. ordentlichen Hauptversammlung zum Abschlussprüfer  
bestellt.  
Im Jahr 2021 lagen die Honorare von CENTURION Wirtschaftsprüfungs GmbH für die Abschlussprüfung 2020 bei €  
130.500,--  
Maßnahmen zur Förderung von Frauen  
Im Rahmen der unternehmensweit einheitlichen Personalpolitik, die für alle Mitarbeiter*innen gleiche Chancen und Rechte  
sicherstellt, bemüht sich die Gesellschaft um die Entwicklung und Weiterbildung von Frauen. Die Gesellschaft verfolgt das  
Ziel, den Anteil der Frauen in leitenden Stellungen mittelfristig auf ein ausgewogenes Niveau zu heben. Derzeit sind drei  
Mitglieder der Organe Vorstand und Aufsichtsrat weiblich. Der Frauenanteil in leitenden Stellungen (§ 80 AktG) im  
Unternehmen beträgt 20 % (2020: 20 %). Mit Ende des Geschäftsjahres 2021 beschäftigt die Gesellschaft 777  
Mitarbeiter*innen, wovon 38 % weiblich sind.  
11  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Sowohl für den Aufsichtsrat als auch für den Vorstand gelten bei Personalentscheidungen und bei der Entlohnung  
ausschließlich fachliche Fähigkeiten und persönliche Kompetenzen; hohes Augenmerk wird auf die strenge  
Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt.  
In zahlreichen Bereichen konnten sich Frauen für Führungsaufgaben in der ersten und zweiten Berichtsebene qualifizieren.  
Beschreibung des Diversitätskonzepts  
Ein aus der Unternehmenspolitik bzw. aus dem Code of Conduct der Gesellschaft herausgelöstes Diversitätskonzept  
besteht nicht. Die Josef Manner & Comp. AG verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, die Vielfältigkeit der Mitarbeiter*innen in  
Bezug auf Ausbildung, Erfahrung und Alter, kulturelle Herkunft, Geschlecht und ähnliche Gesichtspunkte zu fördern.  
Allfälliger Bericht über eine externe Evaluierung  
Gem. R-Regel 62 wird die Einhaltung der C- und R-Regeln des Kodex alle drei Jahre durch eine externe Institution  
evaluiert.  
Die letztmalige Evaluierung wurde durch TPA Wirtschaftsprüfung GmbH durchgeführt und betraf das Geschäftsjahr 2019.  
Diese ergab keine Sachverhalte, die zu der Annahme führten, dass der Corporate-Governance-Bericht der Josef Manner  
& Comp. AG für das Geschäftsjahr 2019 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen  
Vorschriften (§ 243c UGB) aufgestellt wurde.  
Die nächste Evaluierung betrifft somit das Geschäftsjahr 2022.  
Veränderungen nach dem Abschlussstichtag  
Nach dem Abschlussstichtag wurden Sachverhalte bzw. Änderungen in den vorliegenden Corporate-Governance Bericht  
aufgenommen. Albin Hahn, Finanz- und Personalvorstand, wird nach Erreichung seines 65. Lebensjahres seine operative  
Tätigkeit im Vorstand mit 31.03.2022 beenden und nach Konsumation des offenen Urlaubsanspruchs aus dem Vorstand  
ausscheiden.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Bericht des Aufsichtsrats  
der Josef Manner & Comp. AG für das Geschäftsjahr 2021  
Aus Anlass der Erstellung des Konzernabschlusses aufgrund der Prüfung durch die Österreichische Prüfstelle für  
Rechnungslegung (OePR) wurde in der heutigen Sitzung des Aufsichtsrates der Josef Manner & Comp. AG einstimmig  
nachstehender Bericht gemäß § 96 AktG beschlossen:  
Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2021  
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von  
vier Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses, zwei Sitzungen des Vergütungs- und  
Nominierungsausschusses und drei Sitzungen des Digitalisierungsausschusses wahrgenommen. Er hat sich dabei vom  
Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft geben  
lassen. Einer der Schwerpunkte des Aufsichtsrates lag auf der COVID-19 Pandemie und ihrem Einfluss auf die  
Geschäftsgebarung, Personalsituation und Wertschöpfungskette.  
Ausschüsse des Aufsichtsrates  
Der Prüfungsausschuss ist seinen Überwachungs- und Prüfaufgaben gem. § 92 Abs. 4a Z 4 AktG nachgekommen.  
Insbesondere befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem nach den International Financial Reporting Standards  
(„IFRS“) zu erstellenden Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021.  
Weitere Überprüfungen betrafen unter anderem den Corporate Governance Bericht 2021, die Jahresabschlüsse 2021 der  
Tochtergesellschaften, die Finanzierungssituation und allgemeine Zinsänderungsrisiken.  
Der Abschlussprüfer stand dem Prüfungsausschuss in zwei Sitzungen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung und  
der Prüfungsausschuss überwachte die Arbeiten des Abschlussprüfers.  
Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss befasste sich unter anderem mit dem Vergütungssystem, der Vereinbarung  
sowie der Erreichung von Zielen und den Vergütungen der Aufsichtsräte der Josef Manner & Comp. AG.  
Der Digitalisierungsausschuss befasste sich im Jahr 2021 insbesondere mit der Vorbereitung von Entscheidungen für die  
kontinuierliche Effizienzsteigerung durch Prozessoptimierungen. Das wichtigste Vorhaben dafür war der Start der  
Einführung von SAP S/4HANA als unternehmensweit einheitliches ERP-System. Außerdem wurden im Berichtsjahr auf  
Empfehlung des Digitalisierungsausschusses eine unternehmensweite eLearning Plattform implementiert sowie  
Maßnahmen zur Einschätzung und Milderung von Risiken aus Cyber Kriminalität bearbeitet.  
Details zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse und des Aufsichtsrates können dem Corporate  
Governance Bericht entnommen werden.  
Jahresabschluss zum 31.12.2021  
Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31.12.2021 der Josef Manner & Comp. AG, bestehend aus Bilanz,  
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang samt Lagebericht, wurde gemäß den österreichischen  
Rechnungslegungsbestimmungen erstellt, und von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, CENTURION  
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH., 1010 Wien, geprüft. Die nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 243b UGB als Teil des  
Lageberichts des Jahresabschlusses wurde angelehnt an den GRI-Standard (Global Reporting Initiative) und  
entsprechend den Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) erstellt. Die  
Prüfung durch den Abschlussprüfer ergab, dass die Buchführung und der Jahresabschluss samt Lagebericht den  
gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung ergab ferner,  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
dass den Kriterien des § 269 UGB in vollem Umfang entsprochen wurde, sodass der Abschlussprüfer den  
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilte.  
Der Prüfbericht des Abschlussprüfers und der Jahresabschluss samt Lagebericht wurden vom Prüfungsausschuss des  
Aufsichtsrates in seiner Sitzung am 29.03.2022 behandelt, umfassend mit dem Abschlussprüfer erörtert und dem  
Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat prüfte und billigte in seiner Sitzung am 05.04.2022 den  
Jahresabschluss sowie den Lagebericht. Zudem prüfte und genehmigte der Aufsichtsrat, nach vorheriger Befassung und  
Empfehlung des Prüfungsausschusses, den Corporate Governance Bericht gemäß § 243c UGB. Der Jahresabschluss  
zum 31.12.2021 wurde damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt.  
In seiner Sitzung am 05.04.2022 prüfte der Aufsichtsrat ferner den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung für  
das Geschäftsjahr 2021. Dabei stellte er fest, dass das Geschäftsjahr 2021 mit einem Bilanzgewinn von € 1.513.670,74  
schließt und billigte den Vorschlag des Vorstandes, keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten und den gesamten  
Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.  
Konzernabschluss zum 31.12.2021  
Aufgrund einer Fehlerfeststellung im Rahmen einer tourlichen Prüfung durch die OePR zur finanziellen Berichterstattung  
2020 bestellte der Vorstand einen Gutachter, um die Sach- und Rechtslage für das Geschäftsjahr 2020 zu überprüfen. Auf  
Basis des Sachverständigengutachtens kam der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zur Kenntnis, dass ein  
Konzernabschluss für das Jahr 2020 nicht aufgestellt werden muss, weshalb die Fehlerfeststellung der OePR nicht  
anerkannt und ein formales Prüfverfahren nach dem Rechnungslegungs-Kontrollgesetz durch die  
Finanzmarktaufsichtsbehörde eingeleitet wurde. Unabhängig vom Ausgang dieses Prüfverfahrens ging der Vorstand, in  
Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, auf Basis des Gutachtens davon aus, dass für das Jahr 2021 ein Konzernabschluss zu  
erstellen ist. Bedingt durch die Börsennotierung ist dieser Konzernabschluss zwingend nach den Regelungen gemäß IFRS  
zu erstellen. Aus diesem Grund wurde die für den 24.05.2022 anberaumte Hauptversammlung abgesagt und auf  
unbestimmte Zeit verschoben. Die neuerliche Einberufung wird innerhalb der gesetzlichen Fristen bekanntgegeben  
werden.  
Der vom Vorstand vorgelegte Konzernabschluss 2021, bestehend aus der Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und  
Verlustrechnung,  
Konzern-Gesamtergebnisrechnung,  
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung,  
Konzern-  
Kapitalflussrechnung sowie dem Konzernanhang samt Konzernlagebericht wurde gemäß IFRS erstellt und durch die  
CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH., 1010 Wien, geprüft. Die nichtfinanzielle Erklärung wurde als Teil des  
Konzernlageberichts des Konzernabschlusses aufgenommen. Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermittelt der  
Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der  
Vermögens- und Finanzlage des Konzerns sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme in Übereinstimmung mit den  
IFRS. Der Abschlussprüfer bestätigte, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss im Einklang steht und  
erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.  
Der Prüfbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der Konzernabschluss zum  
31.12.2021 samt Konzernlagebericht wurden im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates am 24.10.2022 eingehend mit  
dem Abschlussprüfer behandelt. Der Prüfungsausschuss empfahl die Genehmigung des Konzernabschlusses zum  
31.12.2021 samt Konzernlagebericht, welcher dem Aufsichtsrat mit dem Prüfbericht des Abschlussprüfers in der Sitzung  
am 25.10.2022 vorgelegt wurde.  
Nach der Prüfung der vorgelegten Unterlagen durch den Aufsichtsrat wird festgestellt, dass die Geschäftsführung durch  
den Vorstand und der vorgelegte Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zu keiner Beanstandung Anlass geben. Der  
Aufsichtsrat billigt daher den Konzernabschluss zum 31.12.2021 samt Konzernlagebericht. Der Corporate Governance  
Bericht wird vom Aufsichtsrat, nach vorheriger Befassung und Empfehlung des Prüfungsausschusses, ebenfalls geprüft  
und genehmigt.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Die Mitglieder des Aufsichtsrates danken dem Vorstand sowie sämtliche Mitarbeiter*innen der Manner Gruppe für die  
hervorragenden Leistungen und den großen Einsatz in dem herausfordernden Geschäftsjahr 2021. Darüber hinaus  
bedankt sich der Aufsichtsrat bei den Aktionär*innen für das entgegengebrachte Vertrauen.  
Wien, am 25. Oktober 2022  
Für den Aufsichtsrat  
Dr. Ernst Burger  
Vorsitzender  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzernlagebericht  
der Josef Manner & Comp. AG, Wien  
Inhaltsverzeichnis  
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage.....................................................................................16  
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken der Manner-Gruppe ............................................................26  
3 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems..................................................................30  
4 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen............................31  
5 Nichtfinanzielle Erklärung ................................................................................................................................................32  
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage  
Die Gruppe im Überblick  
Die Josef Manner Manner & Comp. AG (kurz: Manner) ist in den Geschäftsfeldern Süßwaren Österreich, Süßwaren  
Deutschland, Süßwaren Rest, Mietshäuser und Haselnussanbau tätig. Die wichtigsten Konzerngesellschaften sind die  
Josef Manner & Comp. AG als Muttergesellschaft, die Josef Manner s.r.o., die Geblergasse 116 GmbH & Co KG sowie  
die Manner Azerbaijan LLC.  
Wesentliche Entwicklungen 2021  
Umsatz mit ꢊ ꢅꢀꢇ,ꢅꢇꢉ Mio. gegenüber ꢅꢃꢅꢃ um ꢉ,ꢈ % gestiegen  
Exportquote von ꢂꢄ,ꢃ % (Vorjahr: ꢂꢅ,ꢂ %)  
Rohstoff- und Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr merklich gestiegen  
Eigenkapitalquote von ꢄꢈ,ꢂ % (Vorjahr: ꢄꢇ,ꢂ %)  
EBT von ꢊ ꢄ,ꢉꢉꢅ Mio. (Vorjahr: ꢊ ꢀ,ꢉꢁꢇ Mio.)  
Die negativen Folgen von COVID-ꢀꢁ sowie die Situation bei Rohstoff- und Energiepreisen sind maßgebliche Einflussfaktoren  
Wirtschaftliches Umfeld  
Nachdem sich die Wirtschaft im 2. Quartal 2021 vom Einbruch der COVID-Krise bereits leicht erholt hatte, wurde dieser  
Aufschwung in den Sommermonaten gedämpft. Die Konjunkturerholung wurde im zweiten Halbjahr durch den neuerlichen  
Lockdown, Lieferengpässe und steigende Rohstoff- und Energiepreise deutlich gebremst. Die Inflation hat sich im Jahr  
2021 stark beschleunigt, von 1,0 % im Jänner auf ca. 4,3 % zu Jahresende. Der starke Zuwachs ist insbesondere auf die  
Entwicklung der Energiepreise und einige wesentliche Rohstoffpreise zurückzuführen.  
Der Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2021 sehr gut erholt und das schwierige zweite Halbjahr hatte für den Arbeitsmarkt  
keinen wesentlichen negativen Effekt und die Arbeitslosenzahlen liegen unter dem Vorkrisenjahr. Die Anzahl der offenen  
Stellen erreichte einen Rekordwert und es ist schwierig, qualifizierte, aber auch angelernte Arbeitskräfte für offene  
Positionen zu bekommen. Wie schon in vergangenen Öffnungsphasen werden die Konsumausgaben der privaten  
Haushalte nach Aufhebung der Einschränkungen zunehmen. Die Lebensmittelindustrie wird jedoch im Vergleich zu  
anderen Sektoren in einem geringeren Ausmaß profitieren.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Die Rohstoff- und Energiepreise werden für das gesamte Jahr 2022 auf einem hohen Niveau erwartet. Mit einem weiteren  
kontinuierlichen Anstieg der Energiepreise ist auch nach 2022 zu rechnen.  
Als wesentliches Risiko für 2022 wird zum Zeitpunkt des Konzernabschlusses die Omikron-Variante des COVID-Virus  
beurteilt. Erneute Einschränkungen wegen des neuerlichen Aufflammens der Pandemie sowie Produktionsausfälle wegen  
Ausfall von Produktionspersonal sind wesentliche, vom Unternehmen nicht abwendbare Risiken, die einen negativen  
Einfluss auf den Geschäftsverlauf in Q4 2022 haben können.  
Aufgrund des andauernden Kriegs Russlands in der Ukraine ist die Gruppe im Bereich Süßwaren derzeit mit  
überdurchschnittlich hohen und sprunghaft steigenden Rohstoff- und Energiepreisen konfrontiert. Aus heutiger Sicht ist  
damit zu rechnen, dass sich dieses Ereignis 2022 negativ auf die Ergebnisse auswirken kann und entsprechende  
Verkaufspreissteigerungen unabdingbar sind.  
Finanzielle Leistungsindikatoren  
Finanzielle Leistungsindikatoren  
TEUR  
2021  
2020  
Umsatzerlöse  
217.278  
200.165  
Betriebsergebnis  
5.095  
3.274  
Betriebsergebnis-Marge (ROS)  
2,3 %  
1,6 %  
Ergebnis vor Steuern  
3.882  
1.897  
Return of Investment (ROI)  
3,0 %  
2,1 %  
Return on Equity (RoE)  
8,4 %  
5,6 %  
Nettoverschuldung  
44.550  
52.895  
Eigenkapital  
60.626  
58.258  
Eigenkapitalquote  
35,6 %  
37,6 %  
Bei den angeführten Verkaufszahlen handelt es sich um konsolidierte Verkaufszahlen, das bedeutet, dass Verkäufe  
zwischen den Geschäftsfeldern in dieser Darstellung bereinigt dargestellt sind.  
Umsatzentwicklung  
Im Geschäftsjahr 2021 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8,5 % von TEUR 200.165 auf TEUR 217.278 gestiegen.  
Die sehr erfreuliche Steigerung konnte sowohl am Heimatmarkt als auch im EU-Ausland realisiert werden.  
Die Folge ist eine auf 63,0 % gesteigerte Exportquote, verglichen zum Wert des Vorjahres von 62,6 %.  
Ertragslage  
2021 ergab sich das EBT mit TEUR 3.882 (Vorjahr: TEUR 1.897) über Vorjahreslevel, der Betriebserfolg (Ergebnis vor  
Zinsen und Steuern) mit TEUR 5.095 (Vorjahr: TEUR 3.274) erhöhte sich in Relation zum Wert aus 2020.  
Die auslaufenden staatlichen Zuschüsse betreffend die COVID-19-Kurzarbeit führten zu einer Abnahme der sonstigen  
betrieblichen Erträge.  
Neben den Preisen für Kakao, Haselnuss und Milchprodukte sind auch nahezu alle anderen eingesetzten Rohstoffe im  
Preisniveau angestiegen. Der Anteil der Rohstoffkosten in Prozent zu den Umsatzerlösen steigt daher auf 36%, verglichen  
mit 35% in der Vorperiode.  
Die Veränderung des Personalaufwands von -1,7 % (Vorjahr: -3,0 %) ergibt sich aus Schließungen von Shop-Standorten  
und einem Abbau von Personalrückstellungen. Die gegenläufigen Kollektivvertragserhöhungen konnten daher  
entsprechend kompensiert werden.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Die Stärkung der Unternehmensmarken durch Werbung und Verkaufsförderungen wird als langfristiges strategisches  
Engagement erachtet. Insofern wurde der dafür vorgesehene Etat in unveränderter Höhe veranschlagt und auch  
umgesetzt.  
Den weiterhin schwierigen Marktbedingungen geschuldet, ergaben sich sowohl im laufenden Betrieb während des Jahres  
als auch zum Jahresultimo höhere Bankverbindlichkeiten, jedoch konnte durch striktes Cash-Management die  
Nettoverschuldung inkl. Leasing per Jahresultimo gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 44.550 (2020: TEUR 52.895)  
verbessert werden. Durch den Neuabschluss von Kreditlinien wurde die Zinssituation gegenüber dem Vorjahr weiter  
optimiert.  
Finanzlage  
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit ergab sich mit TEUR 11.897,  
um TEUR 11.815 über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Sowohl der Beitrag aus dem Ergebnis als auch die  
Veränderungen der Vorräte wirken sich positiv aus. Die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
erhöhte sich aufgrund der starken Aktivität per Jahresende deutlich, dies konnte aber durch gestiegene  
Lieferantenverbindlichkeiten überkompensiert werden. Zudem wurde die Investitionstätigkeit, verglichen mit 2020, leicht  
erhöht.  
Nach Ausschüttung der Dividende für das Wirtschaftsjahr 2020, aber auch durch die Rückführung von Krediten und als  
Vorbereitung auf weitere Rückführungen 2022 war es notwendig, die Bankverbindlichkeiten in der zu dem Zeitpunkt noch  
erfreulichen Zinslandschaft im Stichtagsvergleich zu erhöhen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden  
demnach von letztjährigen TEUR 47.825 auf TEUR 53.004 zum aktuellen Bilanzstichtag erhöht. Striktes Cash-  
Management resultierte in ebenfalls deutlich angestiegenen frei verfügbaren Barmittelbeständen.  
Folglich ergibt sich, dass sich die Nettoverschuldung (Net Debt), der Saldo der Bankschulden plus  
Leasingverbindlichkeiten und flüssigen Mittel von TEUR 52.895 zum 31.12.2020 auf TEUR 44.550 zum aktuellen  
Bilanzstichtag reduziert. Aus dieser Reduktion ergibt sich, auch wegen leichter Steigerung des Eigenkapitals, der  
Nettoverschuldungsgrad (Gearing), dass sich das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital, von letztjährigen  
90,8 % auf 73,5 % merklich verbessert.  
Vermögens- und Kapitalstruktur  
Der Anstieg bei den immateriellen Vermögensgegenständen steht im Zusammenhang mit den geleisteten Anzahlungen  
für eine neue ERP-Software (Enterprise-Resource-Planning), die Anfang 2023 planmäßig in Betrieb genommen wird.  
Durch einen Überhang der laufenden Abschreibungen hat sich der Buchwert der Sachanlagen entsprechend verringert.  
Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr stabil entwickelt und gleichzeitig sind zum Stichtag insbesondere die  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen merklich gestiegen, was vor allem mit der starken Geschäftsgebarung  
gegen Ende des Jahres zusammenhängt. In Zusammenhang mit dem vorher beschriebenen hohen und vor allem  
temporären Guthabenbestand bei den Banken hat es insgesamt eine Steigerung des kurzfristigen Vermögens von  
TEUR 16.970 (+30,9 %) gegeben.  
Die Eigenkapitalquote liegt mit 35,6 % um zwei Prozentpunkte unter den 37,6 % des Vorjahres, was aber mit den  
temporären Guthaben bei Kreditinstituten und deren bilanzverlängernder Auswirkung sowie gestiegenen Forderungen aus  
Lieferungen und Leistungen zusammenhängt. Eine Eigenkapitalquote von eindeutig über 40 % ist weiterhin ein Fixpunkt  
der Unternehmensplanung und des Risikomanagements der Manner-Gruppe. Dies insbesondere, um die finanzielle  
Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten und wirtschaftlich schwierige Perioden unbeschadet überbrücken zu  
können.  
Das Nettoumlaufvermögen, die Differenz des kurzfristigen Vermögens und der kurzfristigen Verbindlichkeiten wurde von  
TEUR 1.916 (2020) auf TEUR 1.693 (2021) gesenkt, da das kurzfristige Vermögen vor allem aufgrund der  
Lieferantenforderungen und hohen Barbestände gestiegen ist, während die kurzfristigen Verbindlichkeiten in geringerem  
Ausmaß gestiegen sind.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren  
Das Management nichtfinanzieller Themen ist in der Manner-Gruppe integraler Bestandteil des  
Managementverständnisses und Basis für eine ertragreiche Zukunft, denn die finanzielle Gebarung zeigt in der Regel die  
Ergebnisauswirkungen nichtfinanzieller Entscheidungen. Umso wichtiger ist es deshalb, als Unternehmen die internen und  
externen Auswirkungen des unternehmerischen Handelns zu beschreiben und zu dokumentieren. Nachfolgend sind  
Arbeitnehmerbelange, Marketing, Markenthemen, Sponsoring, sowie Forschung und Entwicklung auszugsweise  
dargelegt.  
Arbeitnehmerbelange  
In herausfordernden Zeiten gilt es umso mehr, dass qualifizierte, engagierte Mitarbeiter*innen die Erfolge des  
Unternehmens ermöglichen. Die Manner-Gruppe fördert die eigenen Mitarbeiter*innen und ist bestrebt, ein motivierendes  
und leistungsorientiertes Arbeitsumfeld anzubieten. Bei der Personalauswahl wird neben hoher fachlicher Qualifikation  
auch insbesondere die soziale Kompetenz berücksichtigt. Bei Personalentscheidungen gelten ausschließlich fachliche  
Fähigkeiten und persönliche Kompetenz. Auf Gleichbehandlung wird zudem hohes Augenmerk gelegt.  
Mit entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen wird den geänderten Anforderungen der Arbeitswelt Rechnung getragen.  
Schulungen waren auch 2021 entsprechend den eingeschränkten Möglichkeiten nur in reduziertem Umfang möglich. Um  
gewährleisten zu können, dass die Mitarbeiter*innen über das notwendige Fachwissen und die erforderlichen  
Kompetenzen verfügen, wird auf die gezielte Weiterbildung auch in den nächsten Jahren ein Fokus gelegt. Im Herbst 2021  
wurde ein E-learning-Tool (J.O.S.E.F.) eingeführt, welches eine gezielte und moderne Aus- und Weiterbildung ermöglicht.  
Zusätzlich hat die Lehrlingsausbildung einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2021 gab es im Unternehmen  
13 Ausbildungsplätze (Vorjahr: 11) mit unterschiedlichen Berufsbildern. Auch im Jahr 2022 wird man, zur Sicherstellung  
der notwendigen Fachkräfte, die Lehrlingsausbildung entsprechend fortsetzen und auch weitere Lehrberufe, die für die  
Manner-Gruppe in Zukunft relevant sind, definieren.  
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand im Jahr 2021 betrug 447 Arbeiter*innen (2020: 431) und 383 Angestellte (2020:  
375). Mit Stichtag 31.12.2021 hat die Manner-Gruppe um 24 Mitarbeiter*innen mehr beschäftigt als zum 31.12.2020. Dies  
entspricht einer Erhöhung von 3 Prozent.  
Marketing  
Die Auswirkungen der Pandemie und dadurch veränderte Konsument*innenbedürfnisse und Mediennutzung waren auch  
2021 Thema im Marketing. Zentrale Exportmärkte wie Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn litten erneut unter  
den Corona-Wellen und den damit zusammenhängenden Einschränkungen im Geschäft. Zusätzlich gab es auch im  
zweiten „Coronajahr“ 2021 eine vergleichsweise geringe Mobilität und einen merkbaren Tourismusausfall. Insbesondere  
außereuropäische Tourist*innen sind ausgeblieben. Auch das Verhalten heimischer Konsument*innen hat sich verändert:  
Haushalte sparen vermehrt und sind zunehmend an Großgebinden und Vorratspackungen interessiert. Trotz dieser  
erschwerten Bedingungen freut sich die Manner-Gruppe über zahlreiche Innovationen und erfolgreiche Kampagnen in  
diesem Jahr und nutzt die aktuelle Krise auch als Chance, sich „fit for the future“ zu machen. Beispielsweise hat Corona  
mehr Flexibilität in Hinblick auf Arbeitsweisen gebracht, Modelle wie Homeoffice oder hybrides Arbeiten wurden die Norm.  
Schwerpunkte Marke Manner  
Das Jahr 2021 ist mit der internationalen Promotion „Abheben mit Manner“ (AT/DE/CZ/SK/SLO/HU) gestartet. Der Kern  
dieser Aktivität war ein Gewinnspiel rund um das Skispringen, in dem es darum ging, den „Weitenkaiser“ der Manner-  
Athleten digital zu erraten. Zahlreiche POS(Point of Sale)-Platzierungen sowie sieben VIP-Familien-Urlaubsreisen regten  
in den Ländern zum Kauf an. Das langjährige Skisprung-Sponsoring-Engagement von Manner wurde in diese Aktivität  
stimmig integriert und sorgte für zusätzliche Sichtbarkeit am POS. Im Februar wurde zur weiteren Bekanntmachung der  
„Manner-Waffelvielfalt“ die 8er-Geschenkpackung „Mag man eben Mix“ gelauncht. Diese Taschenpackungsvielfalt wurde  
von den Konsument*innen sehr gut angenommen und konnte wesentlich zum Umsatzerhalt im Kernsortiment beitragen.  
Im Frühjahr 2021 wurde das Sortiment der Manner Snack Minis um zwei Sorten im 300g-Beutel erweitert. Dieser  
internationale Launch ist bis dato sehr erfolgreich und setzt sich im Bereich der Manner-Beutel „on top“. Darüber hinaus  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
schafft es die Sub-Marke Snack Minis in Österreich, das übergeordnete Markenziel der Verjüngung zu erreichen und stellt  
sich als „Brückenbauer“ zwischen Tradition und Moderne dar.  
Sportlich durch den Sommer 2021 ging es mit der international durchgeführten Manner-Sommerpromotion unter dem  
Motto „Radl’n mit Manner“. Ausgehend von dem starken und durch Corona angefachten Trend „Radfahren“ wurde eine  
aufmerksamkeitsstarke Promotion am POS, online und bei den Manner-Sommertouren in Österreich sowie den  
angrenzenden Zielmärkten umgesetzt. In den österreichischen Supermärkten weisen attraktive Promotion-Sticker auf der  
Manner-Range und eigene Promotion-Vorratspacks wie die 8er Manner Original Neapolitaner Schnitten und die 6er  
Vollkorn Schnitten eigens auf die Promotion hin.  
Von Juni bis Ende September gab es zahlreiche spannende Aktivitäten, allen voran aufmerksamkeitsstarke  
Großplatzierungen am POS und das Online-Gewinnspiel: Allen Teilnehmer*innen des Promotion-Gewinnspiels winkte die  
Chance auf insgesamt zehn unvergessliche Familien-Radurlaube in den schönsten Regionen Österreichs, die gemeinsam  
mit den Kooperationspartnern „Österreich Werbung“ und den Tourismusorganisationen aus den jeweiligen Bundesländern  
verlost wurden.  
Grundsätzlich stand das gesamte Jahr 2021 für Manner unter dem Motto der Nachhaltigkeit. Es ist gelungen, sowohl den  
Bereich der Schnitten und Waffeln als auch alle Manner-Saisonartikel auf das für Konsument*innen relevante Fairtrade-  
Kakao-Siegel umzustellen und alle betreffenden Artikel mit dem Lizenzlogo auszustatten. Start der Marketingaktivitäten  
war in Österreich der Juli und in Deutschland der September, als wesentliche Produkte des Manner-Sortiments im Handel  
bereits sichtbar waren. Konsument*innen wurden mit einer Kampagne, basierend auf den drei Säulen Regionalität,  
nachhaltiger Kakao und vegan informiert: TV-Spots, Citylights, Manner-Onlinekanäle inkl. Social Media sowie umfassende  
internationale Pressearbeit stellten die 360°-Bekanntmachung des Themas sicher.  
Im Herbst wurde die trendige Sorte Schoko-Brownie im Taschenpackungsformat gelauncht und erfreut sich seither großer  
Beliebtheit. Ein besonders geschmackvoller Start in einen gemütlichen Herbst/Winter 2021 ist durch den Launch der  
Manner Winter Glück Waffel-Range gelungen – ein wahres Genuss-Highlight für alle Fans herbst-winterlicher  
Gebäckkreationen in den Sorten „À la Spekulatius“, „Bratapfel-Zimt“ und „Gebrannte Mandel“. Ein rosa Waffel-Highlight  
im klassischen Beutel für die traditionell im Süßgebäck wichtigen Monate September bis Dezember.  
Im Manner Club Österreich und Deutschland konnten die Mitgliederzahlen 2021 stetig ausgebaut werden (> 40.000  
Mitglieder gesamt) und auch für 2022 sind zahlreiche Aktivitäten geplant, die dieses Wachstum weiter vorantreiben.  
Gleichzeitig wurde 2021 auch der Manner Clubshop (clubshop.manner.com) gelauncht und diente als Vorbereitung für  
den Launch des B2C-Online-shops, der bereits live ist: www.shop.manner.com. Die Teilnahmezahlen aller digitalen  
Promotions der Marken Manner und Casali konnten auch in diesem Jahr deutlich gesteigert werden.  
Das Konsumentenservice wickelte 2021 im direkten Kontakt mit Endkonsument*innen mehr als 15.000 Anfragen über  
Telefon, Brief, E-Mail und Onlineformulare erfolgreich ab.  
Schwerpunkte Casali, Napoli  
Trotz der diversen Corona-Maßnahmen im Jahr 2021 hat die Marke Casali eine starke Performance im Heimatmarkt  
Österreich gezeigt. Casali hat dabei sowohl im Schaum- als auch im Dragee-Bereich ein wert- und mengenmäßiges  
Wachstum erzielt. Als Treiber für diese Entwicklung ist u. a. die bewährte Casali-Dachmarken-TV-Kampagne  
verantwortlich, die im ersten Halbjahr 2021 geschaltet wurde. Diese thematisiert die Sehnsucht nach Urlaub und einer  
süßen Auszeit in einer authentischen Manier und vermittelt dadurch exotische Lebensfreude.  
Der „Shot of the Year“ 2021 in der Sorte Rum-Kokos Ananas konnte sich gegenüber der Vorjahressorte Orange weiter „on  
top“ setzen. Darüber hinaus hat die Limited Edition auch wesentlich zur Markenverjüngung beigetragen und maßgeblich  
geholfen, neue Zielgruppensegmente zu erschließen.  
Der allgemeine Trend zu Großgebinden schlägt sich auch bei Casali nieder und Produkte wie der Rum-Kokos-1kg-Sack  
und die Rum-Kokos-300g-Dose zählen neben den Klassikern wie der 300g-Schoko-Banane zu den Casali-  
Gewinnerprodukten 2021.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Für ein weiteres exotisches Highlight am POS hat zudem die jährliche Casali Promotion gesorgt, die gemeinsam mit dem  
Kooperationspartner Jollydays erfolgreich umgesetzt wurde.  
Zu guter Letzt wurden die Weichen für einen Casali-Design-Relaunch zur Belebung und Verjüngung der Marke gelegt.  
Gemäß den Ergebnissen einer Marktforschung trägt der Relaunch zur Steigerung der Markenattraktivität bei und zeigt die  
größte Hebelwirkung bei der jüngeren Zielgruppe. Die neuen Designs fließen ab Anfang 2022 sukzessive ein und werden  
am POS für die Konsument*innen im Laufe des Jahres sichtbar.  
Bei den Napoli Dragee Keksi wurde die erfolgreiche Keksi-des-Jahres-Reihe mit der Sorte Cranberry im Mix aus  
Milchschokolade und dunkler Schokolade 2021 fortgeführt. Auch in diesem Marktsegment setzt sich der Trend zu  
Großgebinden fort und zeigt sich in einer starken Performance des 650g-Winak-Packs. In Hinblick auf die  
Markenkommunikation des Napoli Dragee Keksis ist die bewährte Hörfunk- & Onlinekampagne im März 2021 erneut zum  
Einsatz gekommen.  
Schwerpunkte Victor Schmidt  
Insbesondere die Marke Victor Schmidt hat der plötzliche Ausfall von Tourist*innen hart getroffen und vor große  
Herausforderungen gestellt. Gemäß aktuellen Zahlen zeigt sich jedoch, dass Victor Schmidt im kompetitiven  
Mozartpralinenmarkt wächst (Nielsen AT, LEH exkl. H/L, KW 52 2021) und somit Grund zur Zuversicht besteht. Im April  
2021 konnte die „White Edition“ in der Trendgeschmacksrichtung weiße Schokolade gelauncht werden, um neue Impulse  
im Mozartpralinenmarkt zu setzen und Umsätze anzukurbeln.  
Die bereits 2020 veranlasste Fairtrade-Kakao-Zertifizierung des gesamten Victor-Schmidt-Sortiments wurde im Laufe des  
Jahres 2021 am POS sichtbar und hat nicht nur ein wichtiges Signal in Sachen Nachhaltigkeit gesetzt, sondern schafft  
auch einen unmittelbaren Mehrwert für die Verwender*innen.  
Auszeichnungen  
Best Launch ꢅꢃꢅꢀ – Platz ꢀ für Manner Snack Minis im Beutel ꢄꢃꢃ g (Produkt Handelsmagazin)  
German Brand Award für „Radl’n mit Manner“ und für die Marke Manner  
ꢀ. Platz für die Victor Schmidt „White Edition“ in der HIT-Studie des österreichischen Handelsmagazins REGAL für  
Produkteinzigartigkeit und Kaufanreiz  
ꢀ. Platz für die Victor Schmidt „White Edition“ bei der Auszeichnung Top-Innovationen ꢅꢃꢅꢀ des Handelsmagazins CASH  
Manner Shops  
2021 war erneut ein herausforderndes Jahr für die Manner Shops. Auch wenn 2021 in Österreich kein Lockdown aktiv die  
Shops betroffen hat und die Manner Shops offenhalten durften, war die ausbleibende Frequenz spürbar. Die fehlenden  
Umsätze führten dazu, dass das einmalige Sonderkündigungsrecht bei drei Standorten in Anspruch genommen wurde,  
und diese im Frühjahr 2021 schließen mussten. Die positive Zukunftsprognose führte im ersten Halbjahr dazu, dass zur  
Jahresmitte eine neuer Standort am Flughafen F-Gate erfolgreich eröffnen konnte und mit diesem bereits im  
Eröffnungsjahr die Erwartungen übertroffen wurden. Zusätzlich gelang es in zwei Shops, trotz der äußeren Umstände,  
nahezu das Umsatzniveau von 2019 zu erwirtschaften.  
Skisprung-Sponsoring  
Die Manner-Gruppe ist seit über zehn Jahren aktiver Sponsor im Skisprung-Sport und als Kopfsponsor mit den markanten  
rosa Manner-Helmen sowie bei ausgewählten Skisprungevents sichtbar. Langfristige Partnerschaften mit den  
Sportler*innen, die als Teil der Manner-Familie gesehen werden, zeichnen die Sponsoringstrategie aus.  
Neben dem österreichischen Ausnahmesportler Stefan Kraft verstärkten 2021 Jan Hörl sowie Daniel Huber das  
österreichische Team. Erstmals war auch eine Skispringerin unter den erfolgreichen Manner-Adlern im Weltcup: Sara  
Marita Kramer sprang als Neuzugang seit November 2021 mit rosa Helm. Für die deutschen Athleten Karl Geiger, Severin  
Freund und Pius Paschke hieß es auch diese Saison wieder: „Schanze frei“. Der polnische Weltmeister und  
Vierschanzentournee-Gewinner 2020 Dawid Kubacki komplettierte die internationale rosa Manner-Equipe. Manner-  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Testimonials im Skisprungbereich waren auch der ehemalige Springer und ORF-Moderator Martin Koch sowie Lukas  
Müller, der nach seinem schweren Sturz als Vorspringer wieder ins Manner-Team aufgenommen wurde.  
2021 war Manner erneut bei zahlreichen Skisprung-Events als Sponsor sichtbar und sorgte mit der riesigen aufblasbaren  
Manner Schnitte und Banden im Auslauf für beste „rosa“ Aussichten. Damit schafft Manner die perfekte Verknüpfung der  
Emotionen im Skispringen mit der rosa Kult-Marke. Highlight 2021 waren die FIS Nordischen Skiweltmeisterschaften in  
Oberstdorf/Deutschland vom 23.02. bis 07.03.2021, bei denen über 750 Athlet*innen aus 65 Ländern antraten. Die  
„Manner Adler“ schafften 5 x Gold, 4 x Silber und 3 x Bronze auf den Schanzen und sorgten so für enorme Visibilität. Die  
Skisprungbewerbe erreichten über 87 Millionen Zuseher*innen (live/delayed TV-Reichweite) in 16 Ländern weltweit. Auch  
das Weltcupfinale in Planica/Slowenien wurde von Manner gesponsert.  
Vertriebsstandorte  
Manner weist folgende wesentliche Vertriebsstandorte auf:  
-
Josef Manner & Comp. AG: Zweigniederlassung Köln, Deutschland  
-
Josef Manner s.r.o.: Vertriebsstandort Brno, Tschechische Republik  
-
Josef Manner, marketinske storitve, d.o.o., Ljubljana, Slowenien  
Im Vergleich zum Vorjahr gab es hier keine Veränderungen.  
Forschung und Entwicklung  
Die Schwerpunkte im Bereich Forschung und Entwicklung lagen in Österreich im Jahr 2021 in der Umsetzung von  
Produktinnovations- und Produktoptimierungsprojekten, sowie in der Unterstützung bei Prozess- und  
Rohstoffoptimierungsprojekten.  
Mit den Snack Minis Milch Haselnuss und Milch Schoko wurde die Manner-Beutelvielfalt um zwei weitere Waffelkreationen  
bestehend aus je drei Lagen besonders knuspriger Waffeln mit zwei Schichten feiner Creme ergänzt. Die Sorte Milch  
Schoko sticht durch ihre schokobraunen Kakaowaffeln und durch die unwiderstehliche Kakaocreme (36 %) hervor. Die  
Snack Minis Milch Haselnuss zeichnen sich durch extra viel Haselnuss (10 %) aus. Speziell für die kalte Jahreszeit wurden  
außerdem die Sorten Bratapfel-Zimt, gebrannte Mandel und à la Spekulatius (80 % Creme) im wiederverschließbaren  
200g-Beutel entwickelt. Sowohl bei den Snack Minis als auch bei den neuen Winter-Glück-Sorten kommt ausschließlich  
Fairtrade-Kakao zum Einsatz.  
Für die Marken Casali und Napoli wurden die Jahressorten Shot of the Year Rum-Kokos Ananas und das Keksi des Jahres  
Cranberry entwickelt und gelauncht.  
In Aserbaidschan wurde 2021 eine Bewässerungsanlage angelegt. Dazu mussten ein riesiges Wasserreservoir  
ausgehoben werden, ein Vorklärbecken sowie eine Pumpstation errichtet und im Erdreich Wasser-Rohrleitungen zu den  
Pflanzen verlegt werden. Auch die Montage des Bewässerungssystems stand 2021 im Fokus. Bis Jahresende 2021  
konnten bereits 45.000 Jung-Haselnussbäume gepflanzt werden. Bis zum Frühjahr 2023 sollen weitere 100.000 Bäume  
folgen. Auch Infrastruktur (Strom, Gas und Internet) wurde 2021 am Gelände eingerichtet und drei Traktoren angeschafft.  
2022 steht neben der Betreuung der bereits gepflanzten und dem Einsetzen neuer Bäume die Schaffung einer effizienten  
Farm-Organisation im Fokus.  
Produktionsstandorte  
Um die Produkt- und Prozessqualität laufend zu verbessern, wurde im Jahr 2021 intensiv an definierten Maßnahmen und  
Projekten sowie strategischen Aufgaben gearbeitet. Gesamt konnten über 65 Projekte an den Standorten Wien und  
Wolkersdorf erfolgreich umgesetzt werden. Wie auch in den Vorjahren, wurde im berichteten Geschäftsjahr großes  
Augenmerk auf die Steigerung der Energieeffizienz und die Reduktion von Verschwendung gelegt. So konnte der  
Druckluft- und Energieverbrauch erheblich reduziert werden. Im Zuge des Manner-Produktionssystems wurde weiter in  
die Qualifikation von Mitarbeiter*innen investiert, um insbesondere den Schwerpunkt auf Produkt- und Prozessqualität zu  
legen. Über 130 Mitarbeiter*innen haben mittlerweile erfolgreich das Manner-Qualifikationsprogramm durchlaufen und  
Optimierungen im Unternehmen umgesetzt. Um in den administrativen Bereichen Prozesse und Durchlaufzeiten zu  
verbessern, wurde im vergangenen Jahr ein Manner-Office-Qualifizierungsprogramm im Unternehmen gestartet. Ziel ist,  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
in allen Unternehmensbereichen die kontinuierliche Verbesserungsarbeit zu manifestieren, um langfristig eine hohe  
Produkt- und Prozessqualität zu gewährleisten.  
2018 wurde aus Überlegungen der Rückwärtsintegration – also der Übernahme von Fertigungsstufen von Zulieferern –  
die Tochterfirma Manner Azerbaijan LLC gegründet und 2019 erste Anbaugebiete in Aserbaidschan erworben. Damit  
setzte die Gruppe einen wichtigen Schritt in Richtung Versorgungsicherheit und Preisstabilität. Insgesamt wurden bisher  
ca. 318 Hektar Agrarland im Norden Aserbaidschans für den geplanten Anbau von rund 200.000 Haselnusspflanzen  
gekauft. Im Spätsommer 2024 ist mit einer ersten, kleinen Ernte zu rechnen. Bei vollem Ertrag wird zukünftig rund  
20 Prozent des Bedarfs an Haselnüssen von der eigenen Haselnuss-Farm gedeckt.  
Geschäftsfeld Süßwaren Österreich  
Marktentwicklung  
Die Manner-Gruppe produziert und vertreibt als österreichisches Familienunternehmen fünf der bekanntesten und  
beliebtesten Süßwarenmarken Österreichs (Manner, Casali, Victor Schmidt, Ildefonso und Napoli). Manner ist ein starkes  
Markenartikelunternehmen für Süßwaren und die Marken verbinden beste Qualität mit höchstem Genuss. Die Produktion  
findet ausschließlich an österreichischen Standorten statt, am Standort Wien im 17. Wiener Gemeindebezirk und am  
Standort Wolkersdorf in Niederösterreich. Ausgehend vom Stammmarkt Österreich erfolgt der Ausbau des internationalen  
Geschäfts in ausgewählten Märkten, vorwiegend in Zentral- und Osteuropa.  
Der Umsatz im österreichischen Markt ist im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich gewachsen, konnte jedoch nicht  
das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen. Der Verkauf an den Großhandel hat in Summe stark zugelegt, wurde aber  
vor allem durch die nach wie vor geringe Tourismusaktivität insbesondere bei den Mozartkugeln der Marke Victor  
Schmidt gebremst. Das Shop-Geschäft konnte nur in geringerem Ausmaß wachsen und liegt noch deutlich hinter  
dem umsatzstärksten Jahr 2019 zurück. Auch hier spielen die pandemiebedingten Effekte die Hauptrolle. Die  
steigenden Rohstoffkosten und Energiepreise konnten nicht gänzlich durch Verkaufspreiserhöhungen abgedeckt  
werden, wodurch das Gesamtergebnis rückläufig ist.  
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage  
Süßwarengeschäft Österreich  
2021  
2020  
Abgesetzte Menge  
in Tonnen  
18.286  
17.051  
Umsatzerlöse  
in TEUR  
80.385  
74.953  
Betriebsergebnis (EBIT)  
in TEUR  
2.365  
2.558  
Betriebsergebnis-Marge  
in %  
2,9 %  
3,4 %  
Geschäftsfeld Süßwaren Deutschland  
Marktentwicklung  
In Deutschland konnte sowohl der Vorjahresumsatz mit einer zweistelligen Wachstumsquote als auch der Umsatz von  
2019 signifikant übertroffen werden. Hauptgrund dafür sind zusätzliche Absatzkanäle bei der Manner-Beutelware sowie  
die erfolgreiche Einführung der Manner Snack Minis in Beutelform. Auch in Deutschland konnten nicht alle  
Preissteigerungen auf die Wareneinsatzsätze an die Kund*innen weitergegeben werden und führten somit zu einer  
Belastung des Ergebnisses.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage  
Süßwarengeschäft Deutschland  
2021  
2020  
Abgesetzte Menge  
in Tonnen  
18.786  
17.450  
Umsatzerlöse  
in TEUR  
69.911  
62.560  
Betriebsergebnis (EBIT)  
in TEUR  
1.739  
2.828  
Betriebsergebnis-Marge  
in %  
2,5 %  
4,5 %  
Geschäftsfeld Süßwaren Rest  
Marktentwicklung  
Das Geschäftsfeld außerhalb Österreichs und Deutschlands konnte sich sehr stark im Vergleich zum Vorjahr entwickeln  
und liegt auch mit einem mehr als zweistelligen Wachstum über dem Jahr 2019. Dabei konnte vor allem in Ländern wie  
Spanien, Libyen, Ungarn und Großbritannien stark expandiert werden. Aufgrund des starken Wachstums hat sich das  
Ergebnis trotz gestiegener Einsatzkosten im Vergleich zum Vorjahr gesteigert.  
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage  
Süßwarengeschäft Rest der Welt  
2021  
2020  
Abgesetzte Menge  
in Tonnen  
18.653  
17.913  
Umsatzerlöse  
in TEUR  
67.245  
62.902  
Betriebsergebnis (EBIT)  
in TEUR  
105  
-1.624  
Betriebsergebnis-Marge  
in %  
0,2 %  
-2,6 %  
Geschäftsfeld Mietshäuser  
Marktentwicklung  
Im Bereich Mietshäuser konnten die Umsatzerlöse aufgrund der Mieterbestandssituation bei gleichzeitig sinkenden  
betrieblichen Aufwendungen deutlich erhöht werden. Derzeit ist über 95 Prozent der verfügbaren Fläche langfristig  
vermietet.  
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage  
Mietshäuser Österreich  
TEUR  
2021  
2020  
Investment Property  
14.240  
13.710  
Mieterlöse  
446  
257  
Betriebsergebnis (EBIT)  
978  
-63  
Geschäftsfeld Haselnussplantage  
Marktentwicklung  
Qualitativ hochwertige Haselnüsse sind für den Geschmack zahlreicher Produkte aus dem Hause Manner  
ausschlaggebend. Die Qualität und Verfügbarkeit des Rohstoffs ist für das Unternehmen wesentlich. 2018 wurde aus  
Überlegungen der Rückwärtsintegration – also der Übernahme von Fertigungsstufen von Zulieferern – die Tochterfirma  
Manner Azerbaijan LLC gegründet und 2019 erste Anbaugebiete in Aserbaidschan erworben. Damit setzte die Gruppe  
einen wichtigen Schritt in Richtung Versorgungsicherheit und Preisstabilität. Insgesamt wurden bisher ca. 318 Hektar  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Agrarland (das entspricht ca. 445 Fußballfeldern) im Norden Aserbaidschans für den geplanten Anbau von rund 200.000  
Haselnusspflanzen gekauft. Im Spätsommer 2024 ist mit einer ersten, kleinen Ernte zu rechnen. Bei vollem Ertrag wird  
zukünftig rund 20 Prozent des Bedarfs an Haselnüssen von der eigenen Haselnuss-Farm gedeckt.  
Die größte Herausforderung 2021 war der Bau einer Bewässerungsanlage. Dazu mussten ein riesiges Wasserreservoir  
ausgehoben werden, ein Vorklärbecken sowie eine Pumpstation errichtet und im Erdreich Wasser-Rohrleitungen zu den  
Pflanzen verlegt werden. Auch die Montage des Bewässerungssystems stand 2021 im Fokus. Dafür wird eine  
Tröpfchenbewässerung zuerst „überboden“ und dann, wenn die Pflanzen größer sind, „unterboden“ verlegt. Nach  
Fertigstellung wird das gesamte Bewässerungssystem eine Länge von ca. 1.500 km aufweisen. Teilweise muss das  
Wasser zu den Pflanzen hinaufgepumpt werden, an anderen Stellen ist die Haselnussfarm aber abschüssig gelegen,  
sodass mit reiner Schwerkraft bewässert werden kann. Bis Jahresende 2021 konnten bereits 45.000 Jung-  
Haselnussbäume gepflanzt werden. Bis zum Frühjahr 2023 sollen weitere 100.000 Bäume folgen.  
Auch Infrastruktur (Strom, Gas und Internet) wurde 2021 am Gelände eingerichtet und drei Traktoren angeschafft. 2021  
arbeiteten ca. 30 fixe Arbeiter*innen auf der Haselnussfarm, temporär werden noch einmal so viele Kräfte für das Setzen  
der Jungpflanzen im Einsatz sein. Herausfordernd war in diesem Jahr auch der Transport der Pflanzen und der  
dazugehörigen Teile für die Bepflanzung. 2022 steht neben der Betreuung der bereits gepflanzten und dem Einsetzen  
neuer Bäume die Schaffung einer effizienten Farm-Organisation im Fokus.  
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage  
Geschäftsfeld Haselnussplantagen  
TEUR  
2021  
2020  
Sachanlagevermögen  
6.263  
4.290  
Umsatzerlöse  
0
0
Betriebsergebnis (EBIT)  
-307  
-219  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken der Manner-Gruppe  
Voraussichtliche Entwicklung  
Als Line Extension zum bestehenden Manner Knuspino-Sortiment im 110g-Flowpack wird im Februar 2022 die neue Sorte  
Manner Knuspino Limette gelauncht – die Sortimentsbelebung soll insbesondere im deutschen Markt für weiteres  
Umsatzwachstum bei Manner Knuspino sorgen. Ebenso als Sortimentserweiterung und zur Belebung der Marke kommt  
Manner Snack Mini Schoko in der 3x75g-Packung in KW 17 in den Handel. Diese hochattraktive Sorte wird bereits im  
Beutel sehr gut angenommen und werblich mittels zweier TV-Spots Anfang des Jahres unterstützt. Darüber hinaus werden  
im Sommer 2022 drei limitierte sommerliche Waffelsorten den Gaumen der Konsument*innen erfreuen und für fruchtige  
Abwechslung sorgen: Im Mai ist der Launch des Manner „Sommer-Glücks“ in den Sorten Mango, Himbeere und Pfirsich  
im 200g-Beutel geplant, um Konsument*innen mit fruchtiger Vielfalt zu erfreuen und für zusätzliche Kaufimpulse vorrangig  
in den Märkten Österreich und Deutschland zu sorgen.  
Die beiden internationalen Promotions der Marke Manner im Jahr 2022 stehen im Winter unter dem Motto „Rosa  
Glückssprung“, während der Sommer-Promotionschwerpunkt dem Thema „Wandern mit Manner“ gewidmet ist.  
Auch die Casali-Promotion wird im Herbst 2022 wie gehabt im österreichischen Handel stattfinden. Bei Casali geht die  
Limited Edition „Shot of the Year“ mit der Sorte Casali Rum-Kokos Banane in der Trendgeschmacksrichtung weiße  
Schokolade in die nächste Runde. Das Napoli Dragee Keksi des Jahres 2022 ist eine Dessertvariation à la Crème Caramel  
mit einer Dragierung aus Milchschokolade. Beide Limited Editions der Marken Casali und Napoli Dragee Keksi werden im  
Jänner in Österreich gelauncht. Im Rahmen des bestehenden Risiko- & Krisenmanagements wurde bereits in einem  
Frühstadium des Auftretens von COVID-19 2020 ein Krisenteam eingesetzt. Dieses Team hat nach wie vor die  
Aufgabe, die aktuelle Lage laufend zu beurteilen. Zahlreiche Maßnahmenpläne wurden erarbeitet und umgesetzt,  
stets mit dem Ziel, das Risiko für das Unternehmen und seine Mitarbeiter*innen zu reduzieren. Die Auswirkungen  
dieser Pandemie haben auch noch 2021 merklichen Einfluss auf den Geschäftsgang gehabt und es werden auch im  
Geschäftsjahr 2022 noch teilweise negative Folgen auf den Tourismus und somit auf die Ertragslage der Gruppe  
erwartet. Aus heutiger Sicht jedoch in deutlich geringerem Ausmaß als noch im Geschäftsjahr 2021.  
Aktuell ist für 2022 absehbar, dass sämtliche Ergebnisse und Kennzahlen in Relation zu 2021 stark von den Ereignissen  
in der Ukraine beeinflusst werden und das Unternehmen mit sprunghaft steigenden Rohstoff-, Verpackungs- und  
Energiepreisen konfrontiert ist. Damit sind weitere Verkaufspreissteigerungen zwingend notwendig. Aufgrund der  
Erwartungen in den einzelnen Geschäftsfeldern wird für die Manner-Gruppe für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Anstieg  
der Umsatzerlöse gerechnet. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wird ein deutlich positives Betriebsergebnis  
angestrebt und erwartet. Dies wird aber maßgeblich von der weiteren Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten in Bezug  
auf den Ukraine-Krieg abhängen und auch inwieweit die Kostensteigerungen durch weitere Anhebungen der  
Verkaufspreise an die Kund*innen weitergegeben werden können bzw. durch Effizienzmaßnahmen teilweise kompensiert  
werden. Die Ergebnisverbesserungen können auch nur dann möglich sein, wenn es bis Ende 2022 keine wesentlichen  
negativen COVID-19-Effekte bzw. ein neues Aufflammen der Pandemie gibt.  
Die Geschäftsfelder der Manner-Gruppe sind von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie des Krieges in der  
Ukraine in unterschiedlichem Ausmaß betroffen.  
Die Finanzierung insbesondere der Manner Azerbaijan LLC wird, zusätzlich zu den laufend für den Betrieb notwendigen  
Investitionen, den Cash Flow entsprechend beeinflussen.  
Geschäftsfeld Süßwaren Österreich  
Der Ausblick ist trotz weiter steigender Bezugskosten (Rohstoffe, Verpackungsmaterial, Energie) positiv, da  
Preiserhöhungen am Markt umgesetzt werden konnten und vor allem das Shop-Geschäft wieder auf Vorkrisen-Niveau  
zurückkehrt. Des Weiteren konnten bei Kund*innen Aktionslistungen durch dauerhafte Listungen ersetzt werden, wodurch  
ein weiteres Umsatzwachstum ermöglicht wird.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Geschäftsfeld Süßwaren Deutschland  
Auch in Deutschland wurden Preiserhöhungen erfolgreich implementiert. Zudem kann in weiten Teilen des  
Kundenportfolios der Umsatz deutlich gesteigert werden.  
Geschäftsfeld Süßwaren Rest  
Obwohl auch in diesem Geschäftsfeld mit einem deutlichen Umsatzwachstum gerechnet werden kann, sind bei einem  
großen internationalen Kunden Preiserhöhung erst verspätet abgeschlossen worden, wodurch das Ergebnis sich noch  
nicht wie erwartet entwickelt.  
Geschäftsfeld Mietshäuser  
Im Bereich der Mietshäuser sind keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr zu erwarten und es wird prognostiziert,  
die geplanten Ergebnisse im Bereich des vorangegangenen Jahres zu erreichen.  
Geschäftsfeld Haselnussplantage  
2022 sind trotz weiterer baulicher Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Wasserversorgung, keine  
wesentlichen Abweichungen zum Businessplan zu erwarten. Mehrkosten werden soweit möglich durch Einsparung  
anderer laufender Kosten kompensiert.  
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten  
Die Geschäftstätigkeit der Manner-Gruppe ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht  
gänzlich ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagementprozess beteiligten Personen ist von der  
festgelegten Risikopolitik bestimmt. Die verfolgte Strategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und  
Eigenständigkeit der Gruppe als börsennotierte, österreichische Familienunternehmensgruppe.  
Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Dies bedeutet für  
die Risikopolitik, dass die Gruppe bereit ist, unternehmerische Risiken einzugehen, sofern durch die damit eingeleiteten  
Geschäftsaktivitäten und die daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Steigerung des Unternehmenswerts  
zu erwarten ist. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden somit unternehmerische Risiken durch ein  
Gegenüberstellen von Chancen und Gefahren abgewogen.  
Die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist daher ein essenzieller Teil der Unternehmensführung. Ziel  
ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten. Die regelmäßige  
Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen resultiert in einer verantwortungsbewussten Risikokultur des Unternehmens.  
Die Manner-Gruppe versteht damit Risikomanagement als integrierten Teil aller Prozesse und Abläufe. Für das  
Risikomanagement besteht daher keine eigene Aufbauorganisation, denn Risiko- & Krisenmanagement ist eine  
wesentliche Aufgabe aller Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisen-Management-Team.  
Alle nicht zu den Kerntätigkeitsfeldern der Unternehmensgruppe gehörenden Risiken, wie z. B. Zinsänderungs-,  
Währungs-, Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken, werden tendenziell und nach Möglichkeit auf Dritte (z. B.  
Versicherungsgesellschaften) übertragen.  
Absatz- und Nachfragerisiko  
Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrageschwankungen) trägt  
das Unternehmen selbst und werden nicht versichert. Ebenso zu den Kernrisiken gehören die Risiken aus der Entwicklung  
neuer Produkte oder Märkte. Die Handelskonzentrationen in den jeweiligen Märkten stellen ein systemimmanentes Risiko  
in der Lebensmittelindustrie dar. Diesem Risiko wird sowohl durch die konsequente Pflege der einzelnen Marken der  
Gruppe im Süßwarenbereich als auch durch die Verstärkung der Exportaktivitäten gegengesteuert. Die fortgesetzte  
Konzentration im Bereich des Handels führt zu einem erhöhten Druck auf die Abgabepreise.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Beschaffungsrisiko  
Es besteht generell das Risiko von Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Produktionsmaterialien, Verpackungen und  
Energie, das nicht zeitgerecht oder im vollen Umfang an die Abnehmer*innen weitergegeben werden kann. Diese  
Kostensteigerungen werden sich immer wieder aufgrund von Währungsschwankungen, Angebotsengpässen  
(Ernteausfälle oder erhöhte Nachfrage) oder Preisspitzen bei Rohöl und Erdgas ergeben. Die Gruppe ist bestrebt, mit  
Vorkontrakten und rechtzeitiger Eindeckung gegenzusteuern. Lieferengpässe bei Rohstoffen, Energie, Verpackungen und  
Produktionsmaterialien können zu Produktionsausfällen führen.  
Elementarrisiken  
Gegen Elementarrisiken (z. B. Feuer, Wasser) besteht Versicherungsschutz, dasselbe gilt auch für Produktrisiken  
(Produkthaftpflicht).  
Finanz- und Zinsänderungsrisiko  
Gegen Finanzrisiken wird laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch entsprechende  
Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Das Risiko einer  
Zinsänderung besteht für Finanzanlagen und Finanzschulden und wird ständig überwacht. Bei den Wertpapieren der  
Finanzanlagen handelt es sich überwiegend um Anteile an Investmentfonds, die kurzfristig veräußert werden können. Ein  
Fremdwährungsrisiko besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß. Die bestehenden Bankverbindlichkeiten sind  
überwiegend fix verzinst. Aufgrund des Saisongeschäftes kommt es unterjährig zu einer Ausnutzung von  
Kontokorrentlinien, die variabel verzinst sind.  
Kreditrisiko  
Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere, die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen  
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten stellen das maximale Kreditrisiko  
dar. Das Risiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko. Dieses Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen wird durch bestehende Kreditversicherungen reduziert, wobei jedoch nur ein Teil der Forderungen versichert  
ist. Das Ausfallrisiko bei den Forderungen verteilt sich über eine große Anzahl von Kund*innen, die aufgrund der Bonität  
aller großen Handelspartner das Risiko insgesamt reduziert. Das Kreditrisiko wird weiter reduziert durch ein konsequentes  
Forderungsmanagement. Die Wertpapiere unterliegen den Risiken des Kapitalmarkts.  
Liquiditätsrisiko  
Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass finanzielle Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllt werden können.  
Dieses Risiko wird als gering eingestuft, aufgrund der vorhandenen Barbestände per Bilanzstichtag sowie die nicht  
ausgenutzten Kreditlinien bei den finanzierenden Banken.  
IT-Risiken  
Durch den Einsatz einer integrierten Unternehmenssoftware (ERP) bestehen für das Unternehmen Risiken in  
Zusammenhang mit dem Ausfall des Systems (Verfügbarkeit, Datensicherheit), Performance des Systems sowie der  
Richtigkeit der Daten (Fehleingaben). Um die Verfügbarkeit des Systems und die Datensicherheit zu gewährleisten, sind  
entsprechende Notfallsysteme implementiert. Das Risiko von Fehleingaben wird durch Schulung von Mitarbeiter*innen  
und durch Plausibilitätsüberprüfungen eingeschränkt. Hinsichtlich der Performance von Systemen besteht ein  
permanenter Verbesserungsprozess, der gemeinsam mit externen EDV-Partner*innen betrieben wird.  
Personalrisiken  
Das Personalrisiko ist durch die geringe Personalfluktuation und die lange Firmenzugehörigkeit von Mitarbeiter*innen als  
gering einzustufen. Augenmerk wird auf das Übertragen von Unternehmenswissen und professionelle Aus- und  
Weiterbildung gelegt. Nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiter*innen sind die Herausforderungen der nächsten  
Jahre erfolgreich zu bewältigen.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Qualitätsrisken  
Es besteht das Risiko, dass trotz laufender und umfassender Qualitätskontrollen und eines etablierten  
Wareneingangsprozesses nicht erkennbare Mängel bei Rohstoffen auftreten. Diesem Risiko wird durch eine laufende  
Weiterentwicklung der Wareneingangsprüfung entgegengewirkt.  
COVID-19  
Als wesentliches Risiko für 2022 werden neue Varianten des COVID-Virus beurteilt. Erneute Einschränkungen wegen des  
neuerlichen Aufflammens der Pandemie sowie Produktionsausfälle wegen Ausfall von Produktionspersonal sind  
wesentliche, vom Unternehmen nicht abwendbare Risiken, die einen negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf 2022  
haben können.  
Russland-Ukraine-Krieg  
Aufgrund des andauernden Krieges Russlands in der Ukraine ist die Gruppe im Bereich Süßwaren derzeit mit  
überdurchschnittlich hohen und sprunghaft steigenden Rohstoff- und Energiepreisen konfrontiert. Aus heutiger Sicht ist  
damit zu rechnen, dass sich dieses Ereignis 2022 negativ auf die Ergebnisse auswirken kann und deshalb sind  
Verkaufspreissteigerungen, um diese Beschaffungspreissteigerungen abfedern zu können, unumgänglich.  
Einschränkungen und Verzögerungen im grenzüberschreitenden Warenverkehr bzw. in der Energieverfügbarkeit können  
einen Engpass bei Rohstoffen, Energie, Verpackungsmaterialien sowie Ersatzteilen verursachen und dadurch zu  
Einschränkungen bzw. Ausfällen in der Produktion führen.  
Politisches Risiko: Länderrisiko Aserbaidschan  
Seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine ist deutlich ersichtlich, dass das Verhältnis ehemaliger Soviet-Länder zu  
Russland nicht ganz frei von Spannungen ist. Einerseits gibt es Konkurrenz um die Energielieferungen nach Europa und  
andererseits spielt das Verhältnis zu Armenien um die autonome Berg-Karabach-Region eine prominente Rolle. Mit dem  
Beitritt Armeniens zur russisch geführten Zollunion hat sich das Land unter den Schutz Russlands gestellt, wodurch  
jederzeit mit neuen bewaffneten Auseinandersetzungen zu rechnen ist. Dazu kommt, dass die Animositäten zwischen  
Aserbaidschan und Armenien immer wieder kurzfristig aufflammen. Die Gruppe stuft das aktuelle Risiko als gering ein,  
deswegen werden derzeit keine weitergehenden Maßnahmen für notwendig erachtet.  
Krisenmanagement  
In der ersten Hälfte des Jahres 2021 wurde die Manner-Gruppe trotz eines umfassend etablierten  
Wareneingangsprozesses von einem nicht erkennbaren Mangel in einer Rohware getroffen, der sich in einer sensorischen  
Geschmacksveränderung in einigen Produkten äußerte. Durch eine intensive Ursachenanalyse und mit Unterstützung von  
externen Expert*innen und aufwändigen analytischen Prüfungen konnte diese Veränderung auf ein Fehlaroma in einer  
Zutat zurückgeführt werden, welches im Zuge der gängigen Wareneingangsprüfung nicht erkannt werden kann. Da die  
Geschmacksveränderung auch innerhalb des Sensorik-Teams unterschiedlich stark in der Intensität wahrgenommen  
wurde, gestaltete sich die sensorische Prüfung als äußerst schwierig. Aufgrund der festgestellten Geschmacksabweichung  
wurden daher vorsorglich bestimmte Chargen von Casali Rum-Kokos sowie Napoli Dragee Keksi nicht ausgeliefert bzw.  
aus den Vertriebskanälen zurückgeholt. Durch diesen Vorfall wurden in sämtlichen Verarbeitungsstufen der betroffenen  
Zutat prozessbegleitende Prüfungen aufgestockt bzw. etabliert, bei denen auch speziell auf diese  
Geschmacksveränderung kontrolliert wird. Diese vorbeugenden Maßnahmen wurden in der Organisation verankert.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
3 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems  
Die Verantwortung für die Errichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und  
Risikomanagementsystems sowie die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen und internen  
Richtlinien liegen beim Vorstand der Manner AG.  
Internes Kontrollsystem (IKS)  
Das interne Kontrollsystem der Manner-Gruppe besteht aus sämtlichen vom Vorstand sowie dem Management  
vorgegebenen Grundsätzen, Abläufen und sonstigen Regelungen, die zu Folgendem dienen:  
Sicherung der vorhandenen Vermögenswerte;  
Steigerung der betrieblichen Leistungsfähigkeit;  
Einhaltung der erteilten Kompetenzen;  
Einhaltung des vorgegebenen Budgets;  
Gewährleistung der Vollständigkeit sowie Richtigkeit der Rechnungslegung;  
Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften;  
Unterstützung des Managements bei der Überwachung.  
Das IKS gewährleistet die Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der internen Abläufe und bietet dem  
Management eine verlässliche Grundlage für dessen Entscheidungen. Das IKS ist direkt in die Organisation eingebunden  
und nicht Aufgabenbereich einer speziellen Abteilung, wobei die interne Revision die Einhaltung und Wirksamkeit des IKS  
überprüft. Die Grundlage des IKS ist ein durchgängiges „Vier-Augen-Prinzip“. Die interne Revision in der Manner-Gruppe  
ist an ein externes Dienstleistungsunternehmen ausgelagert und berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des  
Aufsichtsrats.  
Das Rechnungswesen sämtlicher inländischen Gesellschaften wird von der Abteilung Finanzbuchhaltung entsprechend  
der unternehmensrechtlichen und sonstigen relevanten Vorschriften geführt. Das Rechnungswesen der ausländischen  
Gesellschaften der Gruppe ist an mittelständische bzw. größere Wirtschaftsprüferkanzleien ausgelagert.  
Das implementierte Berechtigungskonzept sieht vor, dass die für den Zahlungsverkehr zuständige Abteilung  
Finanzbuchhaltung keine zahlungsrelevanten Stammdaten, insbesondere Bankverbindungen bei im System angelegten  
Lieferanten, verändern können. Im Fakturierungsprozess werden nicht fakturierte Lieferungen in einem Fehlerprotokoll  
aufgezeichnet. Bei der Prüfung der Eingangsrechnungen gewährleistet die Verknüpfung von Bestellung, Wareneingang  
und Eingangsrechnung eine durchgängige Rechnungsprüfung.  
Der Konzernabschluss nach IFRS wird von einem externen Dienstleister erstellt. Die konzerneinheitliche Bilanzierung  
sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung werden vom  
Konzernabschlussprüfer jährlich im Rahmen der Abschlussprüfung geprüft.  
Das Controlling ist für das interne Berichtswesen verantwortlich.  
30  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
4 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen  
Verpflichtungen  
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300 und ist in 1.890.000 nennbeitragslose Stückaktien  
zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber (244.638 Stück; Vorjahr: 360.319 Stück) oder auf Namen (1.645.362  
Stück; Vorjahr: 1.529.681 Stück). Die Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel im Marktsegment  
Standard Market Auction).  
Folgende direkte Beteiligungen am Kapital, die zumindest zehn Prozent betragen, sind dem Unternehmen mit Stichtag  
31.12.2021 bekannt:  
Direkte Beteiligung am Kapital  
31.12.2021  
31.12.2020  
Privatstiftung  
Andres Holding  
Privatstiftung  
Andres Holding  
Manner  
Gesellschaft m.b.H.  
Manner  
Gesellschaft m.b.H.  
Aktien Stückanzahl  
931.465  
453.533  
804.448  
453.533  
Anteil  
49,3 %  
24,0 %  
42,6 %  
24,0 %  
Die Privatstiftung Manner mit 815.023 Stück ihrer Aktien (Vorjahr 803.458) und die Andres Holding Gesellschaft m.b.H  
gehören dem „Manner“-Syndikat an. In Summe hält dieses Syndikat 1.670.870 (Vorjahr: 1.670.870) Stammaktien (=  
88,4 %). Bei dem Syndikat handelt es sich um ein zweistufiges Syndikat, bestehend aus dem Manner/Riedl-Syndikat (=  
57,4 %; wie im Vorjahr) und der Andres-Gruppe (= 31,0 %; wie im Vorjahr). Entsprechend der Syndikatsverträge  
unterliegen die syndizierten Aktien Beschränkungen, die das Stimmrecht und die Übertragung von Aktien betreffen.  
Das weitere nicht syndizierte Aktienkapital von 11,6 % (= 219.130 Stück; wie im Vorjahr) verteilt sich, soweit dem  
Unternehmen bekannt, auf die Privatstiftung Manner mit 116.442 Stammaktien (= 6,2 %) und eine Vielzahl von  
Kleinaktionär*innen mit 102.688 Stammaktien (= 5,4 %).  
Börsezahlen 2021  
Das Unternehmen besitzt keine eigenen Aktien und hat auch keine eigenen Aktien erworben oder verkauft. Die dem  
Unternehmen bekannten Directors Dealings des Jahres 2021 wurden auf der Webseite der Gesellschaft sowie über ein  
elektronisches Informationsverbreitungssystem veröffentlicht.  
Börsenkennzahlen  
EUR  
2021  
2020  
Umsatz  
569.864  
803.897  
Kapitalisierung  
209.790.000  
206.010.000  
Schlusskurs per 31.12  
111  
109  
Umsatz Stück  
5.386  
8.072  
31  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
5 Nichtfinanzielle Erklärung  
Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB der Josef Manner & Comp. AG für das  
Geschäftsjahr 2021  
Josef Manner & Comp. AG produziert und vertreibt als österreichisches Familienunternehmen fünf der bekanntesten und  
beliebtesten Süßwarenmarken Österreichs (Manner, Casali, Victor Schmidt, Ildefonso und Napoli).  
Manner ist ein starkes Markenartikelunternehmen für Süßwaren und die Marken verbinden beste Qualität mit höchstem  
Genuss. Die Produktion findet ausschließlich an österreichischen Standorten statt, am Standort Wien im 17. Wiener  
Gemeindebezirk und am Standort Wolkersdorf in Niederösterreich. Ausgehend vom Stammmarkt Österreich erfolgt der  
Ausbau des internationalen Geschäfts in ausgewählten Märkten, vorwiegend in Zentral- und Osteuropa. Die  
Haselnussplantage in Aserbaidschan ist in Anbau und es wird 2024 mit einer ersten kleinen Ernte gerechnet.  
Das Management nichtfinanzieller Themen ist bei Manner integraler Bestandteil des Managementverständnisses und  
Basis für eine ertragreiche Zukunft, denn die finanzielle Gebarung zeigt in der Regel die Ergebnisauswirkungen  
nichtfinanzieller Entscheidungen. Umso wichtiger ist es deshalb, als Unternehmen die internen und externen  
Auswirkungen des unternehmerischen Handelns zu beschreiben und zu dokumentieren.  
Risiko- & Krisenmanagement sind wesentliche Aufgaben aller Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-  
Krisenmanagement-Team. Risiken werden durch diese nichtfinanzielle Erklärung sowie den Risikobericht im  
Geschäftsbericht erläutert.  
Manner veröffentlicht für das Geschäftsjahr 2021 eine nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB, die für das  
Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage der Gesellschaft sowie der Auswirkungen der  
Tätigkeiten erforderlich und wesentlich ist.  
Mit dieser nichtfinanziellen Erklärung erläutert Manner die wesentlichen Aspekte gemäß § 267a UGB sowie darüber hinaus  
die Themen Produktverantwortung und Lieferkette als wesentliche Bestandteile der Wertschöpfungskette. Manner gibt  
einen Einblick in die Unternehmensführung (Governance), indem der Managementansatz, die Geschäftsprozesse und  
Risiken sowie die wesentlichen damit zusammenhängenden nichtfinanziellen Kennzahlen beschrieben werden. Der  
vorliegende Bericht entspricht nicht den GRI-Standards (Global Reporting Initiative). Es wird jedoch darauf geachtet, dass  
diese als Orientierung für die Kennzahlen und die Management-Ansätze verwendet werden.  
EU-TAXONOMIE  
Gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 ist Manner verpflichtet, drei wesentliche Leistungsindikatoren  
(Umsatz, CAPEX und OPEX) im Zusammenhang mit den für die EU-Taxonomie in Frage kommenden wirtschaftlichen  
Aktivitäten offenzulegen. Die EU-Taxonomie ist Teil der umfassenden Bemühungen der EU, die Ziele des europäischen  
„Green Deals“ zu verwirklichen und Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. Es handelt sich dabei um ein  
Klassifizierungsinstrument, das Unternehmen und Investoren bei nachhaltigen Investitionsentscheidungen unterstützen  
soll.  
Laut EU-Taxonomie und dem damit verbundenen Delegierten Rechtsakt (EU) 2021/2139 liegt eine nachhaltige Investition  
dann vor, wenn sie wesentlich zur Verwirklichung von mindestens einem Umweltziel der EU beiträgt. Für das Geschäftsjahr  
2021 sind Vorgaben zu den ersten beiden Umweltzielen – Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel – in Kraft. Die  
Pflichtangabe für das Berichtsjahr 2021 umfasst jeweils den Anteil der identifizierten taxonomiefähigen sowie nicht-  
taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten gemessen an Umsatz, CapEx und OpEx. Ab 2022 erfolgt die Berichterstattung  
zu taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten. Zusätzlich sollen im Jahr 2022 auch Kriterien der vier weiteren Umweltziele  
von der EU-Kommission festgelegt werden, zu denen ebenfalls in den folgenden Jahren berichtet wird.  
Manner-Wirtschaftstätigkeiten im Rahmen der EU-Taxonomie  
Es wurden alle wirtschaftlichen Tätigkeiten, die im Delegierten Rechtsakt (EU) 2021/2139 inkl. Anhänge I und II aufgeführt  
sind, analysiert. Der Delegierte Rechtsakt zu Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel konzentriert sich auf die  
wirtschaftlichen Aktivitäten und Sektoren, die das größte Potenzial haben, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz  
32  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
oder zur Anpassung an den Klimawandel zu leisten. Zu den erfassten Sektoren gehören im Wesentlichen Energie,  
ausgewählte verarbeitende Gewerbe, Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung sowie Verkehr und Gebäude.  
Nach einer gründlichen internen Überprüfung, an der alle relevanten Abteilungen und Funktionen beteiligt waren, kamen  
wir zu dem Schluss, dass unsere wirtschaftlichen Kernaktivitäten nicht unter den Delegierten Rechtsakt zum Klimawandel  
bzw. Klimawandelanpassung fallen und folglich nicht taxonomiefähig sind. Es kann daher schlussgefolgert werden, dass  
die Produktion von Lebensmitteln im Rahmen der EU-Taxonomie nicht als relevante Quelle von THG-Emissionen  
identifiziert wurde. Unsere Bewertung der Taxonomiefähigkeit konzentrierte sich daher auf wirtschaftliche Aktivitäten, die  
nicht das Kerngeschäft, sondern andere Unternehmensbereiche betreffen, und in die Investitionen getätigt werden oder  
bei denen Betriebskosten anfallen.  
Folgende taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten wurden für das Jahr 2021 identifiziert:  
Wirtschaftstätigkeit nach Relevanz für Manner  
Sektor  
Energie  
Bau und Betrieb von Anlagen, die thermische Energie speichern und  
sie zu einem späteren Zeitpunkt in Form von thermischer Energie oder  
anderen Energievektoren wieder abgeben (Schichtwasserspeicher:  
nach dem Blockheizkraftwerk zur Zwischenspeicherung von  
Thermalenergie).  
Bau, Sanierung und Betrieb von Rohrleitungen und der zugehörigen  
Infrastruktur für die Verteilung von Wärme und Kälte, die an der  
Unterstation oder dem Wärmetauscher endet – von einem zentralen  
Punkt wird Wärme und Kälte an die Produktion verteilt.  
Wasserversorgung,  
Bau, Erweiterung und Betrieb von Wassersammel-, -aufbereitungs-  
Abwasser-  
und und -versorgungssystemen (Wasseraufbereitung für Kühltürme).  
Abfallentsorgung  
und  
Erneuerung  
von  
Wassersammel-,  
-aufbereitungs-  
und  
-
Beseitigung  
von  
versorgungssystemen,  
einschließlich  
der Erneuerung  
der  
Umweltverschmutzungen  
Infrastrukturen für die Sammlung, Aufbereitung und Verteilung von  
Wasser für den häuslichen und industriellen Bedarf (getrennte  
Sammlung und Beförderung von nicht gefährlichen Abfällen in  
einzelnen oder gemischten Fraktionen zur Vorbereitung auf die  
Wiederverwendung oder das Recycling).  
Verkehr  
Kauf, Finanzierung, Vermietung, Leasing und Betrieb von Fahrzeugen  
der Klassen M1, N1, die beide in den Anwendungsbereich der  
Verordnung (EG) Nr. 715/2007 des Europäischen Parlaments und des  
Rates fallen, oder L (2- und 3-rädrige Fahrzeuge und vierrädrige  
Kraftfahrzeuge) – hier E-Autos (Dienstwagen) und auch alle anderen  
Benzin- und Dieselfahrzeuge  
Baugewerbe  
und Individuelle Renovierungsmaßnahmen, die in der Installation, Wartung  
Immobilien  
oder Reparatur von energieeffizienten Geräten wie Dämmung  
vorhandener Hüllenkomponenten; Austausch vorhandener Fenster  
durch neue energieeffiziente Fenster; Austausch vorhandener  
Außentüren durch neue energieeffiziente Türen; Installation und  
Austausch energieeffizienter Lichtquellen; Installation, Austausch,  
Wartung und Reparatur von Heiz-, Lüftungs- und Klimaanlagen (HLK)  
33  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Wirtschaftstätigkeit nach Relevanz für Manner  
Sektor  
und Warmwasserbereitungsanlagen, einschließlich Geräten für  
Fernwärmedienstleistungen, durch hocheffiziente Technologien;  
Installation wasser- und energiesparender Küchen- und  
Sanitärarmaturen.  
Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für  
Elektrofahrzeuge in Gebäuden und auf Parkplätzen an Gebäuden  
(sieben Ladestationen in Wien Hernals / eine in Wolkersdorf).  
Installation, Wartung und Reparatur von Instrumenten und Geräten zur  
Messung, Regelung und Kontrolle der Energieeffizienz von Gebäuden  
wie Installation, Wartung und Reparatur zonierter Thermo-state,  
intelligenter Thermostatsysteme und Sensoren, einschließlich  
Bewegungs- und Tageslichtsteuerung; Installation, Wartung und  
Reparatur von Systemen zur Gebäudeautomatisierung und -  
steuerung,  
Systemen  
für  
Gebäudeenergiemanagement,  
Beleuchtungssteuerungs-  
und  
Energiemanagementsystemen;  
Installation, Wartung und Reparatur intelligenter Zähler für Gas,  
Wärme, Kälte und Strom; Installation, Wartung und Reparatur von  
Fassaden- und Dachelementen mit Sonnenschutz- oder  
Sonnenregulierungsfunktion, einschließlich solcher, die das  
Pflanzenwachstum unterstützen. Manner hat eine Gebäudeleittechnik  
installiert.  
Künftige Entwicklungen in der Gesetzgebung können den Umfang der für die Taxonomie in Frage kommenden Tätigkeiten  
in Zukunft ändern. Sobald die weiteren Kriterien zu den restlichen Umweltzielen verabschiedet wurden, ist es möglich,  
dass größere Teile unserer Geschäftsaktivitäten als taxonomiefähig zu betrachten sind.  
Prozess zur Identifikation der Wirtschaftstätigkeiten  
Bei Manner wurde zur Umsetzung der damit verbundenen Anforderungen ein interdisziplinäres Projektteam installiert,  
welches sich mit der Identifikation von taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten beschäftigt. Das Projektteam setzt sich im  
Wesentlichen aus Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Reporting, Controlling und Finanzen zusammen und wird durch  
technische Fachbereiche unterstützt.  
Um die gemäß EU-Taxonomie darzustellenden Wirtschaftstätigkeiten zu erheben, wurde im Rahmen des Projekts in einem  
dreistufigen Prozess vorgegangen:  
-
Schritt 1: Screening aller Wirtschaftstätigkeiten gemäß dem Katalog des Delegierten Rechtsakts1 und  
Einschätzung der für Manner relevanten Tätigkeiten.  
-
Schritt 2: Workshop und Detailbetrachtung mit Fachbereichen, um die identifizierten Wirtschaftstätigkeiten aus  
dem ersten Screening zu validieren.  
-
Schritt 3: Mapping der Wirtschaftstätigkeiten mit den finanziellen Kennzahlen und Prüfung durch das Controlling,  
ob relevante/wesentliche Umsätze/Kosten in der Periode für die Aktivität angefallen sind.  
1
vgl. Delegierter Rechtsakt (EU) ꢀꢁꢀꢂ/ꢀꢂꢃꢄ Anhang I und II (Climate Delegated Act)  
34  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Die Systemgrenzen der Berichterstattung sind ident mit denen des Einzelabschlusses der Josef Manner & Comp. AG. Die  
benötigten Daten werden aus Microsoft Dynamics AX 2012 (ERP-System) und PST-BI (Data Warehouse) entnommen. Im  
Rahmen des Datenerhebungsprozesses sind mehrere Kontrollschritte implementiert, um die Validität und Konsistenz der  
Datenerhebung sicherzustellen.  
Basis der Leistungsindikatoren  
Die herangezogenen Kennzahlen und deren Darstellung basieren auf den Vorgaben der Anhänge I „KPI von Nicht-  
Finanzunternehmen“ und II „Meldebogen für die KPI von Nicht-Finanzunternehmen“ des Disclosure Delegated Act zur EU-  
Taxonomie2.  
Taxonomiefähige Umsätze berechnen sich aus dem Teil des Nettoumsatzes mit Dienstleistungen, die mit  
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Die Summe der Umsätze entspricht den im Einzelabschluss  
ausgewiesenen Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kund*innen gem. IAS 1.82 (a). Siehe dazu die Angaben in der GuV.  
Als taxonomiefähige CapEx werden Investitionen ausgewiesen, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse beziehen,  
die mit taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Die Summe der CapEx entspricht den in Erläuterungen  
zur Bilanz ausgewiesenen gesamten Anlagenzugängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, siehe  
Anlagespiegel.  
Als taxonomiefähige OpEx werden Betriebsausgaben ausgewiesen, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse  
beziehen, die mit taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Die Summe der OpEx ist in der EU-Taxonomie  
nur als ein ausgewählter Teil der Betriebskosten definiert. Davon umfasst sind direkte, nicht kapitalisierte Kosten, die sich  
auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, Leasing sowie Wartung und Reparatur von  
Vermögenswerten des Sachanlagevermögens beziehen.  
Anteil der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten 2021  
Für das Geschäftsjahr 2021 sind die Leistungsindikatoren der taxonomiefähigen und nicht taxonomiefähigen  
Wirtschaftstätigkeiten in untenstehender Tabelle dargestellt. Die Berichterstattung gemäß der Taxonomie-Verordnung  
betrifft die Josef Manner & Comp. AG. Eine doppelte Zuordnung zu wirtschaftlichen Aktivitäten wird vermieden, jede  
Aktivität wird individuell betrachtet. Wesentlichkeitsgrenzen wurden in dieser Betrachtungsperiode nicht eingezogen,  
sämtliche Aktivitäten wurden mit aufgenommen.  
Exemplarische Tabellen für die Berichterstattung zu den Art. 8 KPIs gem. der EU TaxonomieVO  
vgl. Delegierter Rechtsakt (EU) ꢀꢁꢀꢂ/ꢀꢂꢅꢆ zu den Artikel-ꢆ-Kennzahlen (Disclosure Delegated Act)  
2
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
ORGANISATION MANNER  
Manner versteht sich als Familienunternehmen und handelt stets im Einklang mit den Unternehmenswerten und der  
definierten Strategie „MANNER 2025“:  
-
Bei Manner steht der Mensch im Zentrum erfolgreichen Handelns  
-
Manner ist ein internationales, weltoffenes und innovatives Unternehmen  
-
Manner hat eine umsetzungsstarke Organisation mit Streben nach Exzellenz und Freude an der Arbeit  
Manner hält sich intern und extern an Zusagen und stellt Qualität an oberste Stelle. Manner legt Wert auf einen  
verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit allen Ressourcen.  
Als Organisation wird Manner von vier Vorständen geführt. Seit 01.03.2021 ist die Position des Marketing- und  
Vertriebsvorstands gleichzeitig CEO des Unternehmens. Die Berichtsebene darunter umfasst 16 Bereichsleiter*innen, auf  
der nächsten Ebene finden sich die Abteilungsleiter*innen, dann Sachbearbeiter*innen und das Fachpersonal. Mit Stichtag  
31.12.2021 waren bei Manner 777 Mitarbeiter*innen beschäftigt, davon 298 Frauen und 479 Männer. Alle  
Mitarbeiter*innen im Inland sind in Kollektivvertragsvereinbarungen (Kollektivvertrag der Nahrungs- und Genussmittel /  
Bereich Süßwaren sowie Kollektivvertrag für Angestellte und Lehrlinge in Handelsbetrieben) erfasst. In der Regel werden  
bei Manner unbefristete Verträge ausgestellt.  
Im Rahmen der unternehmensweit einheitlichen Personalpolitik, die für alle Mitarbeiter*innen gleiche Chancen und Rechte  
sicherstellt, bemüht sich die Gesellschaft um die Entwicklung und Weiterbildung von Frauen. Die Gesellschaft verfolgt das  
Ziel, den Anteil der Frauen in leitenden Stellungen mittelfristig auf ein ausgewogenes Niveau zu heben. Derzeit sind drei  
Mitglieder der Organe Vorstand und Aufsichtsrat weiblich. Für den Aufsichtsrat wie auch für den Vorstand gelten bei  
Personalentscheidungen und bei der Entlohnung ausschließlich fachliche Fähigkeiten und persönliche Kompetenzen.  
Hohes Augenmerk wird auf die strenge Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt. In zahlreichen Bereichen konnten sich  
Frauen für Führungsaufgaben in der ersten und zweiten Berichtsebene qualifizieren.  
MANNER STEHT ZUR GESELLSCHAFTLICHEN VERANTWORTUNG  
Die „Wahrnehmung der Produktverantwortung gegenüber Kund*innen durch Berücksichtigung von Ernährungstrends“ und  
auch die „Reduktion des Zuckeranteils in Produkten“ stehen neben rein technischen sowie umwelt- und ethisch relevanten  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Aspekten im Zentrum des Innovationsprozesses. Manner integriert aktuelle Ernährungstrends in die Produktentwicklung,  
um die Gesundheits- und Ernährungsbedürfnisse der Verbraucher*innen zu berücksichtigen und in neuen, marktreifen  
Produkten umzusetzen. Beispielhaft hat sich der vegane Lebensstil zu einem Trend etabliert und ist für zahlreiche Manner-  
Konsument*innen wichtig. In der Produktentwicklung greift das Unternehmen dieses Thema auf und setzt es bei  
zahlreichen Produkten um.  
Sowohl bei der Entwicklung von Neuprodukten als auch bei der Optimierung von bestehenden Produkten hat Manner sich  
für Schnitten- und Waffelprodukte der Marke Manner zum Ziel gesetzt, den Zuckergehalt um 10 Prozent – bezogen auf  
das Benchmark-Produkt Manner Original Neapolitaner Schnitten  
– zu senken. 2021 schafften sämtliche  
Markeninnovationen wie die Manner Snack Minis Milch Haselnuss (-31,9 %), Manner Snack Minis Milch Schoko (-21,2 %),  
Manner Winter Glück Bratapfel-Zimt (-21,2 %), Winter Glück à la Spekulatius (-21,2 %) und die Sorte Winter Glück  
gebrannte Mandel (-14,9 %) dieses Ziel. Sowohl bei den Snack Minis als auch bei den neuen Winter-Glück-Sorten kommt  
ausschließlich Fairtrade-Kakao zum Einsatz.  
In den vergangenen Jahren wurde an dieser Stelle auch die „Bewusste Linie“ von Manner kommuniziert, mit Produkten  
wie Manner Neapolitaner Vollkorn, Manner Biskotten Vollkorn, Manner Knusper Müsli und die Manner Milch Haselnuss  
Vollkornflakes. Diese Produkte gab es auch 2021 weiterhin am Markt. Jedoch setzt Manner zukünftig den Fokus auf  
Produktinnnovationen, um Ernährungstrends aufzugreifen und kommuniziert keine eigene Produkt-Range mit diesen  
Eigenschaften. Daher wird an dieser Stelle sowie in den folgenden Berichten die Menge der „Bewussten Linie“ nicht  
abgebildet.  
Das im Jahr 2020 gestartete Projekt, spezielle Getreidesorten im österreichischen Vertragsanbau für eine besonders hohe  
und gleichmäßige Waffelmehlqualität anbauen zu lassen, wurde im Jahr 2021 fortgesetzt. Das externe Forschungsprojekt  
alternative Getreidesorten, die regional in Österreich angebaut und für die Backwarenherstellung bislang kaum eingesetzt  
werden, wird ebenso fortgesetzt. Die Ergebnisse aus den ersten Versuchen sind vielversprechend. Hier könnten sich  
interessante Ansätze für neue Innovationen und Alternativen zu konventionellen Rohstoffen ergeben.  
SOS-Kinderdorf  
„Gemeinsam Kindern das Leben versüßen“ lautet das Motto der Kooperation von Manner mit dem SOS-Kinderdorf.  
Manner hat unter anderem ein Haus für eine Kinderdorf-Familie im SOS-Kinderdorf Abobo Gare an der Elfenbeinküste  
finanziert und übernahm auch 2021 erneut die jährlichen Kosten für die dort lebende Familie sowie die Ausbildung und  
Versorgung der Kinder. 2021 erhielten alle Kinder in SOS-Kinderdörfern zum Nikolofest eine süße Überraschung. Als  
langjährige Partner von SOS-Kinderdorf haben sich Manner und Interspar 2021 zusammengetan, um mit einer  
gemeinsamen Aktion das SOS-Kinderdorf zu unterstützen. Exklusiv bei Interspar gab es österreichweit in allen Filialen  
eine Manner 8x75g-Geschenkpackung mit einer „Tausend Dank“-Botschaft. Ein grüner Aufkleber wies darauf hin, dass  
die/der Konsument*in beim Kauf einer Geschenkpackung das SOS-Kinderdorf unterstützt.  
Manner als langjähriger Partner der Sporthilfe  
Seit der Gründung von Manner im Jahr 1890 nimmt auch soziales Engagement eine zentrale Rolle ein. Nachhaltige  
Partnerschaften im Sportsponsoring sind Manner als Unternehmen mit hohen Wertevorstellungen wichtig. Mit Athlet*innen  
und Markenbotschafter*innen verbindet Manner eine langjährige Zusammenarbeit, genauso wie mit der Österreichischen  
Sporthilfe. Die Österreichische Sporthilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation. Sie leistet durch ihre  
finanzielle und ideelle Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur sozialen Absicherung von Spitzensportler*innen mit und  
ohne körperliche Behinderung. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch nachhaltige Partnerschaften mit der  
Wirtschaft, Benefizveranstaltungen oder Fundraising-Aktivitäten. Auch 2021 gab es zahlreiche gemeinsame Aktionen, wie  
etwa Ware in Paketen an Athlet*innen, Teilnahme an der Sporthilfe-Auktion sowie die finanzielle Unterstützung des  
jährlichen Sporthilfe-Charity-Kalenders.  
Josef-Ressel-Zentrum  
Seit 2012 unterstützt Manner bereits das Institute for Business Ethics and Sustainable Strategy der FHWien der WKW.  
Manner nimmt damit seine volkswirtschaftliche Verantwortung wahr, unabhängig von Parteien und  
Interessensgemeinschaften. Am 21. Oktober 2020 wurde im Zuge dieser Kooperation das Josef-Ressel-Zentrum für  
Collective Action und Responsible Partnerships gegründet.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Das Ziel von Manner als Unternehmenspartner des Zentrums ist es, besser zu verstehen, wie Collective-Action-Initiativen  
wirkungsvoll greifen, um zusammen in der Praxis gesellschaftlich relevante Probleme zu lösen. Denn Megatrends wie  
Fachkräftemangel oder Digitalisierung betreffen auch Manner. Wie diese Herausforderungen gemeinsam mit anderen  
Unternehmen adressiert werden können, das ist Inhalt der gemeinsamen Arbeit. In den ersten eineinhalb Jahren der  
Projektlaufzeit hat das Team um Zentrumsleiter FH-Prof. Dr. Markus Scholz bereits umfangreiche Aktivitäten gesetzt.  
Bisher wurden im Rahmen des Projekts sechs Beiträge für internationale wissenschaftliche Konferenzen, ein Buchbeitrag,  
eine Praxisstudie sowie drei Publikationen in international führenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften erarbeitet. Hinzu  
kommen zahlreiche hochkarätige Keynote-Präsentationen von Prof. Scholz, Workshops mit Manner zusammen mit den  
weiteren Unternehmenspartnern des Zentrums, Vorträge sowie Interviews, Podcasts und Gastbeiträge in Printmedien.  
Bienen an beiden Produktionsstandorten  
Manner setzt einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und heißt seit 2021 zwölf Bienenvölker an den  
Produktionsstandorten Wien und Wolkersdorf willkommen. Der Honig der Manner-Bienen wird in den eigenen Manner  
Shops in Wien und Wolkersdorf verkauft, die ca. 800.000 Bienen werden von Imkermeister Thomas Zelenka betreut.  
MANNER ÜBERNIMMT VERANTWORTUNG FÜR SICHERE PRODUKTE  
Qualität bedeutet, dass Manner-Konsument*innen zu jeder Zeit Produkte aus dem Hause Manner in konstant hoher  
Qualität genießen können. Jedes Genussmittel ist aber nur so gut wie die Summe seiner Einzelteile. Aus diesem Grund  
legt Manner höchsten Wert auf ausgewählte, hochqualitative Zutaten. Alle Rohstoffe werden nach der Anlieferung im  
hauseigenen Betriebslabor entsprechend eines risikobasierten Prüfplans bemustert, analysiert und nur nach  
Übereinstimmung mit der Spezifikation zur Verarbeitung in der Produktion freigegeben.  
Das Manner-Labor wurde 2014 unter Berücksichtigung aller gängiger Standards errichtet und wird laufend mit „State of  
the art“-Technologien ausgestattet. Die Manner-Philosophie ist es, mit den Rohstofflieferant*innen eine langfristige  
partnerschaftliche Geschäftsbeziehung einzugehen und die Qualität der Produkte auch während der laufenden Herstellung  
zu kontrollieren: So werden zum Beispiel täglich in sämtlichen Produktionsschichten von jeder Produktions-Charge Muster  
gezogen und von einem Team geschulter Sensoriker*innen verkostet und bewertet. Die kontinuierliche Verbesserung der  
Qualitätsstandards gehört zu den Grundpfeilern des Unternehmenserfolgs.  
Manner hat durch die Einführung von HACCP-gestützten Verfahren ein System zur Eigenkontrolle für die Erfassung,  
Bewertung und Reduktion von Gefahren implementiert. Dieses nach den Forderungen der VO(EG) Nr. 852/2004  
ausgerichtete Verfahren zur Gefahrenanalyse und Ableitung geeigneter Kontrollpunkte und deren Beherrschung entlang  
der Wertschöpfungskette – von der Entwicklung über die Produktion bis zum Versand – trägt wesentlich zur Erhöhung der  
Lebensmittelsicherheit bei.  
Sowohl die gesetzlichen Anforderungen als auch das Bestreben, die Sorgfaltspflicht in Bezug auf das Inverkehrbringen  
von sicheren Lebensmitteln zu erfüllen, haben dazu geführt, dass Präventionsmaßnahmen implementiert wurden, die eine  
gute Hygienepraxis und eine gute Herstellungspraxis gewährleisten. Eine regelmäßige Verifizierung des Systems deckt  
Verbesserungspotenziale auf und trägt zur ständigen Weiterentwicklung sowie zur Erfüllung der Anforderungen für die  
Erzeugnis-Sicherheit bei.  
Stark getrieben von der kontinuierlichen Verbesserung und dem in der Strategie verankerten „Streben nach Exzellenz“  
setzt Manner seit 2018 die Röntgentechnologie zur Fremdkörperdetektion ein und bleibt damit zur Einhaltung der  
Lebensmittelsicherheit am Stand der Technik. Insgesamt sind neun Röntgengeräte zur Sicherstellung der  
Lebensmittelsicherheit und Steigerung der Kundenzufriedenheit im Einsatz, denn mit den zum Einsatz kommenden  
Röntgengeräten können nicht nur kleinere Fremdkörper, sondern auch ausgewählte Qualitätsmerkmale erkannt werden.  
Am Produktionsstandort Wien sind derartige Geräte für Taschenpackungen, Schnittenblöcke und auch für Standbeutel  
installiert. Dort wo der Einsatz von Metalldetektoren weiterhin sinnvoll ist, werden die Geräte gegen Detektoren der  
neuesten Generation getauscht. Ausgebaut und werksübergreifend standardisiert wurde auch der strategische Einsatz  
von Sieben und Magneten zur Absicherung von Produktionsstufen und zur zusätzlichen Steigerung der  
Lebensmittelsicherheit.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Seit Dezember 2004 ist Manner nach dem Standard „IFS Food“ (International Featured Standards) zertifiziert und seit  
2019 nimmt Manner freiwillig am Programm zur unangekündigten Auditierung teil. Gerade dieser Ansatz verdeutlicht das  
Streben nach nachhaltigen Lebensmittelsicherheitsstandards. Die Erfüllung der Standardvorgaben wird nach wie vor von  
externen, zertifizierten Auditor*innen überprüft. Bei der Verlängerung des Zertifikats im Jahr 2020 konnte Manner so wie  
in den Vorjahren wieder ein Ergebnis auf hohem Niveau (Higher Level) für alle Produktionsstandorte erreichen.  
Die Deklaration der Manner-Produkte basiert auf der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) und diese sieht  
detaillierte Deklarationspflichten für alle Zutaten vor. Das heißt, alle Bestandteile, die rezepturmäßig enthalten sind, werden  
in der Zutatenliste aufgelistet. Alle anderen Bestandteile, die nicht als Zutat einzustufen sind, jedoch in Spuren,  
beispielsweise durch Überschneidung von Produktionsprozessen vorhanden sein können, werden durch eine freiwillige  
„Kann-Kennzeichnung“ (z. B.: „Kann Spuren von Milchbestandteilen enthalten“) abgedeckt. Sollten gesetzliche  
Anforderungen an herkunfts- oder gesundheitsbezogene Angaben zutreffen, werden die gesetzlichen Vorgaben  
umgesetzt. Es gab im Jahr 2021 zwei behördliche Beanstandungen hinsichtlich Deklaration. Ein Fall betraf die Manner-  
Kuvertüren, weil die Angaben zu Mindesthaltbarkeitsdatum und Aufbewahrungsanweisung („Lagerbedingungen“) nicht in  
unmittelbarer Nähe zueinander abgedruckt waren. Das Layout wurde überarbeitet und bei nächster Folienbestellung der  
Druck angepasst. Im zweiten Fall wurde die Angabe „Inulinballaststoff“ in der Zutatenliste der Manner-Vollkornschnitten  
beanstandet, die korrekt „Inulinpulver“ heißen muss. Gemeinsam mit dem Lieferanten für den Rohstoff wurde diese  
Rezeptur optimiert und die neue Zutat wird als Oligofructose deklariert. Die Verpackungsmaterialien wurden laufend im  
Zuge der Nachbestellungen angepasst.  
Die Fokussierung auf hygienisch einwandfreie Prozesse sowie qualitativ hochwertige Produkte steht im Zentrum des  
Handelns und wird durch regelmäßige Audits abgesichert. Das zur Aufrechterhaltung der Produktsicherheit und zur  
Minimierung der Reklamationen erarbeitete Konzept wurde auch 2021 fortgeführt und erweitert. Insgesamt wurden  
unternehmensweit 71 Audits zu den Schwerpunkten IFS und 5S von der Qualitätsabteilung und zahlreiche 5S-  
Selbstüberprüfungsaudits sowie Muda Walks durch die jeweiligen Fachabteilungen des P&T-Bereichs durchgeführt.  
Alle Konsumentenreklamationen sowie Feedback vom Handel werden statistisch erfasst und monatlich bewertet. Unter  
Berücksichtigung der im Vergleichszeitraum verkauften Menge ergibt sich ein sogenannter Reklamationsfaktor. Als  
permanente Inputgeber für die kontinuierliche Verbesserung dienen neben der Reklamationsstatistik (Auswertung aller  
eingehenden Konsumentenreklamationen), die Rückmeldungen von Kund*innen (Handel) sowie die internen  
Reklamationen und Fehler (Kennzahl: Quarantäne Setzungen).  
Trotz der positiven Auswirkung einzelner KVPs und Verbesserungsprojekte auf die Reklamationsstatistik erreicht der  
Reklamationsfaktor unternehmensweit betrachtet noch nicht den Zielwert. Die intensive Fokussierung auf die  
Sicherstellung der Produktqualität wird auch 2022 fortgeführt.  
Die Visualisierung der Reklamationsstatistik am Shopfloor schafft bei Mitarbeiter*innen Bewusstsein für dieses Thema,  
das durch das tägliche Besprechen aktueller Cases in den Daily Morning Meetings verstärkt wird. Alle eingehenden  
Reklamationen werden einer Risikozahl zugeordnet, entsprechend intern eskaliert und über einen 8D-Report bearbeitet.  
Auf Basis der Reklamationsstatistik werden laufend Optimierungsmaßnahmen im Sinne eines kontinuierlichen  
Verbesserungsprozesses gestartet und mit Hilfe der PDCA-Systematik umgesetzt.  
Zur nachhaltigen Absicherung der Produktsicherheit wurden 2021 über 320 KVPs eingeleitet und über ein Prämiensystem  
die besten ausgewählt. Die Abarbeitung der KVPs wird über eine Kennzahl verfolgt; diese gibt Auskunft über die Anzahl  
der eingereichten KVPs im Themenspeicher und in den Phasen Plan, Do, Check und Act, sowie über die Durchdringung  
der KVP-Arbeit in den Abteilungen (KVPs pro MA und Prozent der MA, die KVP eingereicht haben) und wird monatlich an  
die Geschäftsführung berichtet.  
Eine positive Auswirkung einzelner KVPs und Verbesserungsprojekte auf die Reklamationsstatistik – insbesondere auf die  
Fremdkörpervermeidung – konnte auch 2021 beobachtet werden. Trotz eines punktuell deutlichen Rückgangs der  
Reklamationen erreicht der Reklamationsfaktor unternehmensweit betrachtet noch nicht den Zielwert und die intensive  
Fokussierung auf die Sicherstellung der Produktqualität wird auch 2022 fortgeführt.  
Auch im Jahr 2021 wurden Trainings zur Vertiefung der Lean-Philosophie in der Belegschaft angeboten und so weitere 29  
Lean Green Belts ausgebildet und mit dem universitären Zertifikat der Donau Uni Krems ausgezeichnet. Darüber hinaus  
wurde 2021 auch die Ausbildung von Lean Admin Green Belts gestartet. Eine Gruppe von 15 Verantwortlichen aus den  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Bereichen Einkauf, Planung, IT, Vertrieb sowie Produktionsadministration und Qualitätsmanagement belegten erfolgreich  
das Training zum Lean Admin Green Belt, ebenfalls bestätigt durch das Zertifikat der Donau Uni Krems. Durch die parallele  
Ausbildung von Green Belts sowohl im Produktions- als auch im Verwaltungsbereich ergibt sich eine Optimierung der  
unternehmensweiten Abläufe.  
Das Prinzip  
1. Sicherheit (vor)  
2. Qualität (vor)  
3. Leistung,  
nach dem jetzt schon die Kennzahlen am Shopfloor aufgebaut sind, muss in das Bewusstsein aller Mitarbeiter*innen  
dringen und deren Handeln leiten.  
QUALITÄTSSICHERUNG ENTLANG DER GESAMTEN LIEFERKETTE HAT HÖCHSTE PRIORITÄT  
Die „Sicherstellung geringer gesellschaftlicher und ökologischer Auswirkung der Lieferkette“ ist für Manner ein zentrales  
Anliegen. „Wir streben eine Balance von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlicher Verantwortung an“ – so ist es im  
Manner-Verhaltenskodex festgehalten.  
Im Bereich der Rohstoffe gibt es seit einigen Jahren einen Schwerpunkt in puncto Nachhaltigkeit. Das betrifft auch das  
Palmöl, das Manner bezieht. Bezüglich der Herkunft der gekauften Mengen an Palmöl bestätigt Manner, dass das Palmöl  
direkt von europäischen Herstellern, die alle zertifizierte RSPO-Mitglieder (Roundtable on Sustainable Palm Oil) sind, ohne  
Zwischenhändler angekauft wird.  
Die Einhaltung der nationalen und internationalen Standards wird durch interne und externe Audits inklusive  
unangekündigter Kundenaudits laufend überprüft. Um den hohen Qualitätsstandard über die gesamte Supply Chain zu  
garantieren, werden in einem definierten Intervall risikobasiert Lieferantenaudits (Rohstoff, Verpackung, Logistikpartner,  
Co-Packer) durchgeführt. Die zuständigen Fachabteilungen vergewissern sich in regelmäßigen Abständen bei den  
Lieferanten vor Ort über die Einhaltung aller wesentlichen GMP-Anforderungen (Good Manufacturing Practice).  
Zertifiziert nachhaltiger Kakao  
Als einer der ersten der Branche hat Manner 2020 alle Markenprodukte auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao  
umgestellt. Dieses Ziel wurde 2012 gesetzt und gemeinsam mit den Partnern UTZ und FAIRTRADE auch in diesem Jahr  
erreicht. 2021 lag der Anteil des eingekauften zertifizierten Kakaos bei 98 Prozent. Lagerbestände und ein Überschuss  
von Zertifikaten aus den letzten Jahren erlauben einen hundertprozentigen Einsatz von zertifiziertem Kakao in der  
Produktion in den Markenprodukten.  
Auf dem Weg hin zu 100 Prozent nachhaltigem Kakao bis 2020 gab es zahlreiche Meilensteine:  
-
2012 wurden alle Waffel- und Schnittenprodukte der Marke Manner auf nachhaltigen, UTZ-zertifizierten Kakao  
umgestellt.  
-
2015 wurde die Schokobananen-Range auf Fairtrade umgestellt – mit dem All-that-can-be-Siegel, da sowohl  
Zucker als auch Banane sowie der Kakao aus Fairtrade-Anbau sind.  
-
2020 erhielt die gesamte Victor-Schmidt-Mozartkugel-Range das FAIRTRADE-Siegel.  
-
2021 war ein weiterer wichtiger Schritt für das Thema fairer Kakao bei Manner, denn sämtliche Manner Waffel-  
und Schnittenprodukte wurden auf Fairtrade-zertifizierten Kakao umgestellt. Diese Maßnahme wurde Anfang des  
Jahres kommuniziert und schrittweise auf dem Verpackungsmaterial ausgelobt. Somit wurde es für  
Konsument*innen sichtbar und die sukzessive Umstellung verhinderte eine Vernichtung von  
Verpackungsmaterial.  
Umweltbelange und Klima  
Nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen ist ein wichtiger Pfeiler der Manner-Strategie. Klimaschutz sowie der sparsame  
Umgang mit Ressourcen sind dabei zentral. Ressourcenschonende Produktion, Effizienzsteigerungen, Steigerung des  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Anteils von zertifiziert nachhaltigen Rohstoffen sowie Maßnahmen im Bereich Verpackung, Abfallreduktion und Logistik  
stehen dabei im Zentrum unserer Bemühungen.  
CO2-Reduktion durch Umstieg auf Mehrwegpaletten  
2020 wurde in einer Projektgruppe das Thema Einwegpaletten und Mehrwegsysteme bei Manner behandelt. In einem  
vorgelagerten Schritt wurden bereits die Holz-Einwegpaletten auf Mehrweg bzw. auf Pressholz umgestellt. In einem  
weiteren Schritt hat sich Manner zum Ziel gesetzt, One-way-Pressholzpaletten stark zu reduzieren. Gemeinsam mit CHEP,  
einem der größten Anbieter von Mehrwegpaletten, wurden 2020 nahezu alle neuen Display-Artikel nur mehr auf CHEP-  
Mehrwegpaletten umgesetzt. Die CHEP-Mehrwegpalette wird CO2-neutral hergestellt und nach einer Lebensdauer von  
bis zu zehn Jahren im Recycling-Prozess wiederaufbereitet. Damit schafft es das Unternehmen, CO2 einzusparen und  
gleichzeitig wird das Handling und die Abwicklung vereinfacht.  
Mit Ende 2020 wurde begonnen, auch die weiteren Artikel umzustellen, 2021 zeigt sich mit einem Anteil von 96 Prozent  
(vgl. 2019: 63 %, 2020: 71 %) von Mehrwegpaletten am Gesamtvolumen eine massive Steigerung.  
Nachstehend ein Überblick über interne und externe Audits, Produkt-, Beschaffungsrisiken und Kundenakzeptanzrisiken:  
-
Interne Systemaudits  
-
Interne Revision  
-
Interne Prozess- und Produktaudits  
-
IFS (externes Audit)  
-
5S (internes Audit)  
-
TPM (internes Audit)  
-
iUTZ (internes UTZ-Audit)  
-
UTZ (externes UTZ-Audit)  
-
Fairtrade (externes Audit)  
-
iRSPO (internes RSPO-Audit)  
-
RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil – externes Audit)  
-
HG Audit (Herkunftssicherung für Ei und Eiprodukte)  
-
Bio (zur Aufrechterhaltung des Zertifikats, zurzeit keine Produktionen)  
-
Kosher  
-
Vegan  
-
Non-GMO  
Darüber hinaus finden auf Basis der Kundenverträge auch unangekündigte Kundenaudits sowie zur Erfüllung konkreter  
Kundenanforderungen auch Audits statt, die sich am Zielmarkt orientieren (z. B.: FDA). Des Weiteren werden auch  
Rohstofflieferanten risikobasiert bzw. anlassbezogen auditiert. Auslöser und Ziele von Lieferantenaudits sind neben der  
Überprüfung der Erfüllung der Standardanforderungen (bspw. IFS) auch die Potenzialerhebung hinsichtlich  
Entwicklungsmöglichkeiten und Absicherung der Versorgungssicherheit. Die Erweiterung des Rohstoff-Know-hows und  
das Schaffen bzw. Fördern einer gemeinsamen Vertrauensbasis zwischen Lieferant*innen und Manner sind weitere  
Eckpfeiler der Lieferantenaudits und tragen zu einer stetigen Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und Qualität bei.  
Zur Lenkung fehlerhafter Produkte wurde bereits 2018 ein automatisierter Workflow installiert, der sicherstellt, dass  
Produkte, die aufgrund eines Fehlers nicht in den Verkauf gelangen dürfen, schnellstmöglich einem alternativen  
Verwendungszweck zugeordnet werden. Zum Beispiel werden die Produkte je nach Art und Ausprägung des Fehlers als  
B-Ware im Shop, „Rework“, Wertstoff, verschenken/Spenden etc. weiterverwendet. Ziel dieses workflowgeführten  
Prozesses ist es, dass ein hoher Anteil der investierten Wertschöpfung erhalten beziehungsweise rückgewonnen wird.  
Maßnahmen zur Reduktion der Umweltauswirkungen  
Manner ist auf Energie als primären Input für die Produktion angewiesen. Der Stromverbrauch und der Wassereinsatz sind  
wesentliche Ressourcen, deren Einsatz Manner laufend optimiert.  
Das Thema Umweltbelange wird bei Manner auf Vorstandsebene wahrgenommen. Dabei fokussiert sich Manner auf  
Prozesse und Systeme, die wirtschaftlich sinnvoll sind und gleichzeitig mit einer geringen Umweltbelastung und einem  
geringen Energie- sowie Ressourceneinsatz einhergehen. Regelmäßig gibt es in der Vorstandssitzung Vorgaben und  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Updates zu umweltrelevanten Themen. Zwei für das Unternehmen maßgebende Bereiche stehen dabei bei Manner im  
Fokus:  
-
Energieverbrauch, d. h. die Nutzung der Energie, die aus dem Produktionsprozess entsteht  
-
KVP (Kontinuierlicher Verbesserungs-Prozess), bei dem es unter anderem um die kontinuierliche  
Energieversorgung geht  
Bei den Maßnahmen zur Prozessoptimierung werden unzählige technische und organisatorische Optimierungen  
durchgeführt, die zur Steigerung der Energieeffizienz führen. Es werden nach wie vor Maßnahmen zur Verbesserung der  
Produktionsprozesse gesetzt. Durch die Bewertung der Produktion vor und nach der Maßnahmenumsetzung ist eine  
Effizienzmaßnahme plausibel nachzuweisen.  
Die Feststellung der Größe der Einsparung erfolgt durch genaue Aufzeichnung der Produktionsmengen und der dafür  
erforderlichen Endenergie. Hierfür wird ein Energieleistungskennzahlenmodell zur energetischen Bewertung  
herangezogen.  
Manner-Energiemanagementsystem  
Das Manner-Energiemanagementsystem führt zur Transparenz der Energieströme und des Energieeinsatzes, ermöglicht  
das Erkennen von signifikanten Änderungen im Energiebedarf und ist Basis für die Optimierung der Anlagentechnik.  
Zusätzlich können CO2-Emissionen verringert und Energiekosteneinsparungen erzielt werden. Durch kontinuierliche  
Verbesserungen im Bereich Energieeffizienz können langfristig Wettbewerbsvorteile durch energetisch optimierte  
Produktion geschaffen, die Wertschätzung des Bereichs Energie erhöht und die Umsetzbarkeit von Effizienzmaßnahmen  
gefördert werden. Aktuell umgesetzte Maßnahmen zur Vermeidung von Compliance- und operativen Risiken und  
Steigerung der Energieeffizienz sind:  
Planung Erweiterung Fernwärme-Projekt Wien Energie  
Die Wien Energie GmbH nutzt Abwärme aus industriellen Prozessen von Manner und speist diese seit 1. Oktober 2016 in  
das Fernwärme-Sekundärnetz ein, um Fernwärmekund*innen mit Abwärme zu versorgen. Es waren zu Beginn des  
Projekts mindestens 3.600 MWh pro Jahr an Abwärme Einspeisung vorgesehen. Im Rahmen dieses Projekts wurden  
Verbindungsleitungen zwischen dem Pufferspeicher und dem Wärmetauscher von Wien Energie, inklusive Pumpenstation,  
sowie der dazu notwendigen Elektrik für zwei Temperaturebenen errichtet. Nach Behebung aller im Jahr 2018  
aufgetretenen Startschwierigkeiten konnte 2019 erstmals die geplante Abnahmemenge von 3.600 MWh erreicht werden.  
Aufgrund der bisherigen Erfahrungswerte war eine Erweiterung der Einspeisemöglichkeiten seitens Fernwärme für 2021  
geplant, um auch in den Sommermonaten dementsprechend zur Verfügung stehende Wärmemengen abnehmen zu  
können. Es ist gelungen, auch ohne diese geplante Maßnahme die jährliche Liefermenge 2021 auf einen Höchstwert von  
über 4.600 MWh zu erhöhen. Die geplante Erweiterung konnte 2021 aufgrund von COVID nicht umgesetzt werden und ist  
für 2022 vorgesehen.  
Druckluft (DL)  
Ziel waren Verbesserungen im Bereich Leckagen, der Reinigungsluft und des Leitungsnetzes. Es werden  
Anlagengruppen, wenn nicht benötigt, mittels eines eigenen Schalters komplett vom DL-Netz getrennt. Damit sollte eine  
massive Verbesserung im Bereich der Leckagen während des Produktionsstillstands erreicht werden. Weiters wurde ein  
Pilotprojekt gestartet, mit welchem während des laufenden Betriebs überdurchschnittliche Abweichungen mittels Sensorik  
erkannt und aufgezeigt werden. Mit dieser Maßnahme soll auch die Laufzeit der Kompressoren, speziell im Zeitraum von  
Produktionsstillständen, reduziert werden. Mit diesen Maßnahmen konnte der Leckagenverlust um mehr als zehn Prozent  
reduziert werden. Ein weiteres Ziel ist es, bis 2022 mit einem weiteren ölfreien Kompressor den gesamten Druckluftbedarf  
auf höchstem Niveau der Sauberkeit bereitzustellen. Die Energiesaving-Gruppe wird auch in weiterer Zukunft großes  
Augenmerk auf das Thema „Druckluftverbrauch“ legen.  
Strom: Beleuchtung  
Im Zuge der fortlaufenden Bestandssanierung wurden auch 2021 weitere Produktionsflächen mit energieeffizienten LED-  
Beleuchtungen samt Lichtsteuerung ausgestattet. Sowohl im Objekt 1 als auch im Objekt 2 am Produktionsstandort Wien  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
wurden die betroffenen Bereiche auf den neuesten Stand der Technik gebracht und die Beleuchtung in LED-Technik  
ausgeführt beziehungsweise umgerüstet.  
Management: Savingteam  
Ein Energieeinsparungs-Team prüft Potenziale und setzt konkrete Maßnahmen um. Dieses Team wird kontinuierlich  
erweitert.  
Schulungen  
Es haben 2021 COVID-konforme Schulungen, sowohl im fachlichen als auch im Bereich Bewusstseinsbildung  
stattgefunden, z. B. Nutzung von Druckluft, Greenbelt, 5S, MPS etc.  
Projekt Zero Waste  
2020 wurden weiterhin die im Projekt „Zero Waste“ erarbeiteten Vorgaben umgesetzt und optimiert. Ziel des Projekts war  
es, Wertstoffe, die in der Produktion anfallen, aber im Produktionsprozess nicht mehr eingesetzt werden können, möglichst  
effizient zu verwerten. Dies beinhaltete unter anderem die sorgfältige Trennung der Wertstoffe vor Ort, Weiterführung von  
Wertstoffen zur Aufbereitung, sowie die jährlich wiederkehrende Schulung der Mitarbeiter*innen. In diesem Sinne wurde  
als erster Teil des Projekts im Sommer 2021 ein Pilot in Wolkersdorf gestartet. Im zweiten Teil wurde die bestehende  
Situation – mit Fokus auf das Werk Wien – analysiert und alle relevanten internen und externen Daten erhoben. Im dritten  
Teil des Projekts wurden interne und externe Optimierungspotenziale erhoben und werden ab 2022 schrittweise  
umgesetzt. 2021 wurden die beschlossenen Maßnahmen evaluiert und als wirksam bewertet, sodass sie als neuer  
Standard in das Managementsystem eingeführt werden konnten.  
Sonnenstrom in Wolkersdorf  
Am Dach der MANNER-Produktionsstätte Wolkersdorf wurde 2021 auf 6.000 Quadratmetern ein riesiges Solarkraftwerk  
in Betrieb genommen. Die Photovoltaikanlage erzeugt mit 500 Kilowattpeak Leistung etwa 500.000 Kilowattstunden  
Ökostrom jährlich und liefert so den Strombedarf, mit dem zum Beispiel die gesamte Produktion der beliebten Napoli  
Dragee Keksi erfolgen kann. MANNER reduziert dadurch seine CO2-Emissionen um über 170 Tonnen pro Jahr.  
ARBEITNEHMER*INNEN SIND DIE BASIS ERFOLGREICHEN WIRTSCHAFTENS  
Alles fängt mit den Menschen an: Menschen mit Freude an der Arbeit stehen im Mittelpunkt der Strategie „MANNER 2025“  
und stellen damit einen wesentlichen Erfolgsfaktor des Unternehmens dar. Daher bildet auch der MENSCH die Basis in  
der Manner-Wertepyramide. Fairness & Toleranz, Vertrauen & Integrität sowie Wertschätzung sind wesentliche  
Bestandteile der gelebten Unternehmenskultur.  
Die Menschen bei Manner sind der Schlüssel, um Unternehmensziele zu erreichen. Sie machen Erfolg erst möglich, denn  
sie prägen das Unternehmen nach innen wie nach außen. Der tägliche Einsatz der Mitarbeiter*innen ist damit der  
entscheidende Beitrag zum Geschäftserfolg. Menschen und Erfolg gehören bei Manner untrennbar zusammen.  
Volles Engagement ist nur möglich, wenn der Umgang miteinander wertschätzend ist. Wertbasierte Führung und  
Zusammenarbeit sowie transparente Kommunikation haben deshalb einen hohen Stellenwert im Geschäftsalltag und  
zeichnen die Unternehmenskultur von Manner aus. Die Werte sind niedergeschrieben und in der Manner-Wertepyramide  
verankert. Der Mensch steht bei Manner im Zentrum und bildet die Basis der Wertepyramide. Die Beschreibung der  
Kompetenzen wird regelmäßig bei Mitarbeitergesprächen verwendet, um fundiertes Feedback dahingehend zu geben.  
Manner ist bestrebt, ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter*innen ihr volles Potenzial entwickeln und in den Job  
einbringen können, in dem die Arbeit von Vertrauen geprägt ist und jeder in seinem Job Akzeptanz, Wertschätzung und  
Respekt erfährt.  
Als Familienunternehmen sind diese Werte sozusagen in der DNA und darin sieht Manner auch einen Wettbewerbsvorteil.  
Auch Dr. Carl Manner (†) hat die respektvolle Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel zum Wohle des Unternehmens  
in den Mittelpunkt gestellt. Dies bedeutet ein höfliches, offenes und faires Verhalten, bei dem der Mensch nie Mittel zum  
Zweck ist.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Manner versteht, dass Menschen unterschiedlich sind, schätzt unterschiedliche Meinungen und bezieht diese in den  
Arbeitsalltag ein.  
Die 2017 von Manner begonnene Kooperation mit REiNTEGRA, einer Organisation, die sich seit über 30 Jahren für die  
berufliche Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen engagiert, wurde auch 2021 erfolgreich weitergeführt. Dabei  
wurden von REiNTEGRA Fertigungsarbeiten für Manner durchgeführt. Auch im vergangenen Jahr waren durchschnittlich  
mehr als 40 Mitarbeiter*innen für Manner tätig.  
Manner hat im Jahr 2010 die HAY-Stellenbewertung eingeführt. Dieses international anerkannte und bei zahlreichen  
Unternehmen angewandte System unterteilt Stellen in verschiedene Funktionsgruppen.  
Schulungen wurden im Jahr 2021 aufgrund der COVID-Situation leider wieder nur in sehr eingeschränktem Maße  
durchgeführt. Schwerpunkte waren u. a. Führungskräfte-Workshops, um die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu  
verbessern und den Teamzusammenhalt zu stärken sowie fachspezifische Schulungen im technischen Bereich.  
Im Oktober 2021 wurde die E-learning-Plattform J.O.S.E.F. (Josef Manner Online Schulungen Erleichtern Fortbildung) ins  
Leben gerufen. Diese eröffnet nun breite Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen. Es werden  
sowohl vorgefertigte Schulungsinhalte zu zahlreichen Soft-Skills-Themen angeboten, die Plattform wird in Zukunft aber  
auch für interne Trainings und Standardschulungen genutzt.  
Ende 2019 initialisiert, wurde Anfang 2020 mit dem Thema Employer Branding gestartet. Hier wurde eine Steuergruppe  
gebildet und gemeinsam mit den Führungskräften im Februar 2020 erste Themenschwerpunkte identifiziert. Leider konnte  
auch hier aufgrund von COVID das Projekt nicht in vollem Umfang weiterverfolgt werden. Ein Neustart ist für 2022 unter  
dem von Manner-Mitarbeiter*innen entwickelten Titel „Miteinander Manner“ geplant.  
Fit2work wurde in Wolkersdorf durch die Steuergruppe verfolgt und weitere Verbesserungsmaßnahmen bei  
Arbeitsbedingungen gesetzt sowie Mitarbeiter*innen Unterstützung durch Arbeitsmedizin oder Coaching angeboten. Das  
Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung, welches Manner aufgrund von Fit2work erhalten hat, war bis 2021 gültig  
und wurde für die Jahre 2022 bis 2024 wieder zuerkannt. In Wien startete Fit2work mit der Erhebung des  
Arbeitsbewältigungsindex, auf dessen Basis im Jahr 2022 Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden.  
Seit März 2021 wurde am Standort Wien 17 durch die neue Arbeitsmedizinerin Dr. Sigrid Köbl-Klufa eine enge  
Zusammenarbeit mit dem Bereich Arbeitssicherheit gestartet. Betriebsbegehungen, Arbeitsplatzevaluierungen, die  
Neuorganisation der Ersten Hilfe sowie arbeitsmedizinische Untersuchungen wurden durchgeführt. Parallel dazu stellte  
die Mitarbeit im COVID-Krisenteam (Beratung Risikogruppen, Bestellung Impfstoff, Impfberatung, Impfen, Antigen-/PCR-  
Testungen) einen großen Schwerpunkt dar.  
Der Schwerpunkt bei Manner bezüglich der Ausbildung der Mitarbeiter*innen im MPS (Manner Produktions-System) wurde  
weiterverfolgt. Im Rahmen dieser Ausbildung wurden im Sinne des Lean-Gedankens weitere Green Belts ausgebildet. Mit  
Ende 2021 hat Manner bereits 107 ausgebildete Green Belts, die nun eigenständig weiter interne Verbesserungsprojekte  
durchführen und vorantreiben. Die Schulungskosten haben sich generell im Jahr 2021 nicht erhöht.  
Manner legt großen Wert auf Arbeitnehmerschutz. Dies beginnt bei Sicherheitsunterweisungen bei Eintritt, regelmäßigen  
Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und vertieft sich durch regelmäßige Jour fixes der Führungskräfte sowie  
Meetings und Begehungen mit Arbeitsmediziner*innen und Betriebsrat. Darüber hinaus werden die Anlagen laufend an  
die aktuellen Sicherheitsstandards angepasst. Wichtig ist für Manner auch der Erhalt der Gesundheit und der  
Arbeitsfähigkeit im Alter. Dazu wurden Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gesetzt und in Wolkersdorf  
das Projekt Fit2work gestartet. Es wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die Arbeitsbedingungen optimieren und den  
Mitarbeiter*innen die Arbeit erleichtern.  
Die Lehrlingsausbildung wurde im Jahr 2021 fortgesetzt. 13 Lehrlinge waren 2021 in Ausbildung (Mechatronik bzw.  
Lebensmitteltechnik). Manner sieht hierin eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Es werden nach  
Lehrzeitende daher auch alle Lehrlinge in ein Dienstverhältnis übernommen. Ein Ausbau auf weitere Lehrberufe ist in  
Planung. Gemäß der Vision der Lehrlingsausbildung, „leistungsorientierte Jugendliche zu hochqualifizierten und  
werteorientierten Führungs- und Fachkräften zu entwickeln“ wurden zahlreiche zusätzliche Ausbildungsangebote  
wahrgenommen. Schulungsschwerpunkte bei den Lehrlingen gab es 2021 unter anderem zum Thema IT (Datenschutz  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
und -sicherheit, IT-Sicherheit, Social Media Awareness). Es gab eine QS-Ausbildung in Kooperation mit den Firmen EVVA  
und Hörbiger sowie eine Ausbildung im LEAN-Bereich.  
Folgende Prozesse wurden zur Qualitätssicherung implementiert:  
-
Interne Kontrollprozesse: Im Rahmen von IFS Food (International Featured Standards) werden Personalthemen  
wie Schulungen und Stellenbeschreibungen kontrolliert. Abgesichert ist diese Vorgehensweise durch einen  
workflow-gestützten Onboarding-Prozess. Dieser startet schon vor Dienstantritt und stellt sicher, dass die  
Mitarbeiter*innen an ihrem ersten Arbeitstag alle notwendigen Arbeitsmittel vorfinden und ein spezifischer  
Schulungsplan vorliegt. Dieser wird während der Einschulungsphase konsequent verfolgt, die Ausbildungsziele  
durch Tests und persönliche Gespräche abgefragt und der Workflow erst abgeschlossen, wenn die  
Mitarbeiter*innen selbst bestätigen, fit für die ihnen zugewiesenen Aufgaben zu sein.  
-
Interne Revision: Die interne Revision führt regelmäßig Überprüfungen der unternehmensinternen Prozesse und  
Kontrollmaßnahmen gemäß des jährlichen Revisionsplanes durch. Mit der Durchführung der internen Revision  
ist eine externe Wirtschaftsprüfungskanzlei beauftragt.  
-
Gesundheit am Arbeitsplatz: An jedem Standort sind Betriebsärztinnen und -ärzte im Einsatz, die sowohl bei der  
ergonomischen und sicheren Arbeitsplatzgestaltung unterstützen als auch gemeinsam mit der Geschäftsleitung  
und Personalabteilung Gesundheitsprogramme erarbeiten.  
Pandemiemanagement  
Auch für Manner brachte die COVID-19-Pandemie 2021 einiges an Aufgaben mit sich. 2021 stand das Thema Impfen  
stark im Fokus des Krisenmanagements. Manner hat sich schon sehr früh bewusst dazu entschieden, Impfungen aktiv zu  
forcieren und im Unternehmen anzubieten. Durch eine gute Impfkampagne, ein unternehmensinternes Impfangebot und  
zahlreiche Aufklärungsgespräche durch die Arbeitsmedizinerin und die Betriebsräte ist es gelungen, mit Juli 2021 eine  
Impfquote von ca. 72 Prozent in der Belegschaft an den Standorten zu erzielen. Gegen Ende des Jahres wurden die  
Impfpläne für den dritten Stich ausgearbeitet und bis Jahresende bereits in Wien realisiert. Für den Standort Wolkersdorf  
ist eine 3.-Stich-Kampagne für das Q1/2022 geplant.  
Darüber hinaus wurden die bereits bewährten Hygiene- und Entkoppelungsmaßnahmen (Homeoffice) fallzahlgetrieben  
eingesetzt. Über die Sommermonate bis in den Herbst hinein war es möglich, aufgrund der hohen Immunisierungsrate die  
meisten Präventionsmaßnahmen auszusetzen. Mit dem Beginn der vierten COVID-Welle Anfang Oktober wurden die  
Maßnahmen wieder schrittweise hochgefahren. Auch die Testungen wurden weiter angepasst. Bis Jahresende 2021  
konnten beide Standorte auf „ALLES GURGELT“ umstellen, um ein zuverlässigeres und breit anerkanntes Testverfahren  
zum Einsatz zu bringen.  
Als wesentlich wurde auch weiterhin die interne Kommunikation erachtet, um wichtige Maßnahmen zielgruppengerecht zu  
vermitteln. Über den gesamten Krisenzeitraum bis Ende Dezember 2021 gab es 58 interne Informationen (interne  
Newsletter an alle Mitarbeiter*innen). Somit wurden im Durchschnitt alle ein bis zwei Wochen Informationen ausgegeben,  
mit leichten Häufungen rund um die bekannten Wellen, interne Fälle und zu Beginn der Manner-Impfkampagne.  
Für das Jahr 2022 wird die Omikron-Variante des SARS-CoV2-Virus genau verfolgt. Das Krisenteam erwartet, dass es zu  
weiteren omikron-getriebenen Infektionswellen kommt.  
Die Arbeit des COVID-Krisenteams 2021 in Zahlen:  
-
Meetings des Krisenteams mindestens alle zwei Wochen, seit Oktober 2021 wöchentlich  
-
58 Sonder-Newsletter für alle Mitarbeiter*innen  
-
Anzahl der Tests ca. 4.500  
Lean als ganzheitlicher Ansatz  
Zur Absicherung einer nachhaltigen Wertschöpfung sowie zur Erfüllung der jährlichen Vorgaben bezüglich  
Effizienzsteigerung wurde 2015 ein Projekt gestartet mit dem Ziel, das Manner-Produktions-System (MPS) durch den  
Einsatz von Lean-Methoden zu integrieren. Zur Erreichung der Projektziele, wie zum Beispiel die Optimierung der  
Arbeitsplätze hinsichtlich Sicherheit und Ergonomie und die Gestaltung von effizienteren Prozessen, oder die Reduktion  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
von Fehlchargen wurden Leanmanagement-Tools wie 5S, KVP, TPM, SFM usw. implementiert und laufend  
weiterentwickelt. Dies bedarf intensiver Schulungen und Trainings aller Mitarbeiter*innen. Insgesamt wurden bisher über  
100 Führungskräfte zu Lean Production Green Belts oder Lean Admin Green Belts ausgebildet und mit einem Zertifikat  
der Donau Universität Krems ausgezeichnet. Für das Training aller Mitarbeiter*innen aus den produzierenden Bereichen,  
das in einem Tagesworkshop abgehalten wird, wurde ein eigenes Manner-Planspiel entwickelt. Seit der Einführung haben  
über 400 Personen dieses Training absolviert.  
Verstärkt angewendet wurde die Lean-Methode „Muda Walk“, bei der ein Prozess mit dem Fokus auf Verschwendungen  
analysiert wird. Diese Methode vermittelt den Mitarbeiter*innen die Bedeutung und Auswirkung von Verschwendungen  
und wie diese konsequent erkannt und beseitigt werden können.  
Der Arbeitssicherheits-Jour-Fixe (ASJF) ist ein Gremium bestehend aus dem Vorstand Produktion & Technik, den  
Produktionsleiter*innen, der Leiterin Personal, der Leiterin „Qualität, Sicherheit, Umwelt“, dem Leiter „Integriertes  
Management System“, dem Leiter Technik Wien, dem Leiter Materialwirtschaft, der Sicherheitsfachkraft und dem  
Brandschutzbeauftragten, das alle sechs Wochen zusammenkommt. Seit 2019 nehmen auch die Betriebsräte regelmäßig  
teil.  
Im ASJF werden alle aktuellen Themen des Arbeitnehmerschutzes und auch des Brandschutzes besprochen, Maßnahmen  
präsentiert und freigegeben sowie die grundsätzlichen Zielsetzungen und Schwerpunkte des Arbeitnehmerschutzes  
festgelegt.  
Darüber hinaus finden jährlich in den Werken Wien und Wolkersdorf Arbeitsschutzausschuss-Sitzungen (ASA) gemäß  
§ 88 ASchG statt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Zentrale Arbeitsschutzausschuss-Sitzung (ZASA) am  
Unternehmenssitz in Wien gemäß § 88a ASchG statt. Zusätzlich zum ASFJ ist der Vorstand bei der ASA und ZASA  
anwesend.  
Arbeitsunfälle, und damit auch hohe Ausfallsraten, Risiken aus Haftungen und Reputationsrisiken werden vermieden  
durch:  
-
Präventivarbeit mittels regelmäßiger Schulungen inklusive abschließender Prüfungen, Begehungen vor Ort etc.  
-
Statistische Auswertungen der Vorfälle und dadurch Fokus-Setzung auf richtige Schwerpunkte. Im Jahr 2020  
wurde ein Verbesserungsprojekt zur Reduzierung des Explosionsrisikos in der Puderaufbereitung in Wolkersdorf  
umgesetzt. Durch eine neu konzipierte Explosionsunterdrückungsanlage kann dauerhaft das Risiko im Brandfall  
reduziert werden.  
-
Aufstellung von Zielen zur Verringerung von Arbeitsunfällen, die entsprechend kommuniziert und evaluiert  
werden.  
-
Das Unfallmeldesystem wird über einen webbasierten Workflow abgewickelt. Es stellt sicher, dass sowohl die/der  
direkte Vorgesetzte der/des Verunfallten sowie die/der Verantwortliche der Unfallstelle adressiert werden und  
sofort eine Aufforderung zur Behebung der Gefahrenstelle und Nachschulung erhalten.  
-
Zusammenarbeit mit externen Behörden. Arbeitssicherheit ist nicht nur Aufgabe des Managements, sondern auch  
Teil der täglichen Arbeit der Schichtleiter*innen und in der Stellenbeschreibung verankert. Über das gesetzlich  
geforderte Maß hinaus wurden Schichtleiter*innen und andere Personen des Produktions- und  
Instandhaltungsbereichs als Sicherheitsvertrauensperson ausgebildet.  
Täglich gibt es am Shopfloor ein Daily Morning Meeting, bei dem unter anderem auch Sicherheitskennzahlen und konkrete  
Maßnahmen zur Verbesserung besprochen werden. Darüber hinaus werden alle Mitarbeiter*innen aus  
Produktion/Technik/Materialwirtschaft einmal pro Jahr auf Hygiene, Arbeitssicherheit und Brandschutz geschult. Die  
Wirksamkeitsüberprüfung der Schulung erfolgt per Test: Die Mindestanforderung von 60 Prozent richtigen Antworten  
wurde auch 2020 in allen Bereichen im Durchschnitt erreicht.  
Alle Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Produktion/Technik/Materialwirtschaft erhalten einen individuell angepassten  
Gehörschutz. Hierbei wird ein Abdruck des äußeren Gehörgangs genommen und der Gehörschutz individuell an die  
Mitarbeiter*innen angepasst. Dies ermöglicht einen deutlich verbesserten Tragekomfort sowie durch den Einsatz spezieller  
Filter die Anpassung der Dämpfungsleitung an den Umgebungslärm.  
46  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Das im Jahr 2017 eingeführte Meldesystem für Unfälle erfasst auch „Beinahe-Unfälle“ und „unsichere Zustände“. Damit  
soll die Sicherheitskultur im Unternehmen weiter positiv entwickelt werden. Alle Maßnahmen gemeinsam haben das Ziel,  
zur Reduktion des Abwesenheitsprozentsatzes beizutragen. Mit dem Ende des Jahres 2020 zeigt sich eine deutliche  
Verbesserung der Meldekultur auch in Bezug auf Beinahe-Unfälle.  
BESTECHUNG UND KORRUPTION HABEN BEI MANNER KEINEN PLATZ  
Manner spricht sich strikt gegen Korruption und unsaubere Geschäfte aus und begegnet diesen Risiken mit mehreren  
Vorkehrungen: Interne Kontrollsysteme, Richtlinien und Berechtigungssysteme wurden aufgesetzt, um gesetzwidrige  
Handlungen zu vermeiden. So ist beispielsweise ab einer gewissen Rechnungssumme das Vier-Augen-Prinzip  
vorgesehen und in der 2014 eingeführten „Anti-Korruptionsrichtlinie“ wurden intern höhere Standards als gesetzlich  
vorgeschrieben gesetzt. In dieser Richtlinie werden rechtlich unlautere Handlungen definiert, untersagt und für alle  
Bereichsleiter Meldepflichten verankert, sodass jährlich über Zuwendungen, Geschenke und Einladungen Bericht zu  
erstatten ist. Folgende Maßnahmen wurden gesetzt, um finanzielle Risiken (Betrugsrisiken) und Reputationsschäden zu  
vermeiden:  
-
Manner Code of Conduct (Verhaltensregeln)  
-
Einkaufs- und Rechnungsprozess-Richtlinie  
-
Anti-Korruptionsrichtlinie  
-
Interne Revision (mit Schwerpunkt Rechnungswesen, Vertrieb und Einkauf)  
-
Berechtigungssysteme des ERP-Programms  
-
Mitarbeiterschulungen  
Durch die oben genannten Prozesse, Richtlinien und Maßnahmen sind alle Mitarbeiter*innen der Gesellschaft dazu  
verpflichtet, Korruption und andere unlautere Handlungen zu unterlassen.  
MANNER ACHTET DIE MENSCHENRECHTE  
Die Einhaltung der Menschenrechte ist für Manner eine Grundvoraussetzung unternehmerischer Verantwortung. Seit  
Gründung des Unternehmens besteht das Ziel, die Vielfältigkeit der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Ausbildung, Erfahrung  
und Alter, kulturelle Herkunft, Geschlecht und ähnliche Gesichtspunkte zu fördern. Freie Arbeitnehmervertretungswahlen  
finden in regelmäßigen Abständen statt. Die Achtung der Menschenrechte ist die Basis, um geschäftlich tätig zu sein  
(licence-to-operate).  
Maßnahmen sind:  
-
Sicherstellung geringer gesellschaftlicher und ökologischer Auswirkung der Lieferkette (z. B. Kakao aus  
nachhaltig zertifizierten Quellen)  
-
Verantwortungsvolles Marketing  
Manner bekennt sich darüber hinaus allumfassend zu den Arbeitnehmerrechten. Als wesentliches Instrument zur Meldung  
von Verstößen gegen diese Rechte existiert bei Manner eine etablierte Arbeitnehmervertretung. Diese fungiert als  
zentrales Bindeglied zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmer*innen.  
Es sind der Gesellschaft keine Verstöße gegen die Menschenrechte bekannt. Österreich schützt Menschenrechte in der  
Verfassung und in zahlreichen einfachen Gesetzen. Die Europäische Menschenrechtskonvention, die das maßgebende  
Instrument für den Menschenrechtsschutz in Europa darstellt, hat Verfassungsrang. Neben den Hauptübereinkommen des  
internationalen Menschenrechtssystems bestehen auch zahlreiche Übereinkommen zu speziellen Menschenrechtsfragen.  
Der Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der Europarats-Kommissar für Menschenrechte, die OSZE sowie die  
Agentur der EU für Grundrechte wachen unter anderem über die Einhaltung der Menschenrechte in der EU.  
47  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Hinweis  
Dieser Lagebericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit  
zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des  
Vorstands hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistungen zu verstehen  
und beinhalten schwer vorhersehbare Risiken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen, dass  
tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.  
Wien, am 14. Oktober 2022  
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG  
Mag. Andreas Kutil  
Dr. Hans Peter Andres  
Thomas Gratzer  
CEO  
Einkauf, Materialwirtschaft &  
Produktion & Technik  
Logistik  
48  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzernabschluss  
2021  
nach IFRS  
(International Financial Reporting Standards)  
Josef Manner & Comp.  
Aktiengesellschaft  
49  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Inhaltsverzeichnis  
Abkürzungsverzeichnis.......................................................................................................................................................52  
Konzerngewinn- und -verlustrechnung...............................................................................................................................53  
Konzern-Gesamtergebnisrechnung....................................................................................................................................54  
Konzernbilanz.....................................................................................................................................................................55  
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.....................................................................................................................57  
Konzern-Kapitalflussrechnung............................................................................................................................................58  
1 Grundlagen ..................................................................................................................................................................59  
2 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden............................................................................................................62  
3 Konsolidierung .............................................................................................................................................................63  
4 Währungsumrechnung.................................................................................................................................................64  
Angaben zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung..........................................................................................................65  
5 Umsatzerlöse ...............................................................................................................................................................65  
6 Segmentberichtserstattung ..........................................................................................................................................66  
7 Sonstige betriebliche Erträge.......................................................................................................................................67  
8 Materialaufwand und bezogene Leistungen ................................................................................................................68  
9 Personalaufwand .........................................................................................................................................................68  
10 Sonstige betriebliche Aufwendungen.........................................................................................................................69  
11 Finanzerträge.............................................................................................................................................................69  
12 Finanzaufwendungen.................................................................................................................................................70  
13 Ertragsteuern .............................................................................................................................................................70  
14 Ergebnis je Aktie ........................................................................................................................................................71  
Angaben zur Konzernbilanz................................................................................................................................................72  
15 Sachanlagen ..............................................................................................................................................................72  
16 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ...............................................................................................................74  
17 Immaterielle Vermögenswerte ...................................................................................................................................76  
18 Finanzanlagen............................................................................................................................................................77  
19 Vorräte .......................................................................................................................................................................78  
20 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ..........................................................................................................78  
21 Sonstige Forderungen................................................................................................................................................79  
22 Sonstige finanzielle Vermögenswerte........................................................................................................................79  
23 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente..........................................................................................................79  
24 Eigenkapital................................................................................................................................................................79  
25 Rückstellungen...........................................................................................................................................................80  
26 Finanzielle Verbindlichkeiten......................................................................................................................................83  
27 Sonstige Verbindlichkeiten.........................................................................................................................................85  
28 Latente Steuern..........................................................................................................................................................85  
Sonstige Angaben ..............................................................................................................................................................87  
50  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
29 Leasingverhältnisse ...................................................................................................................................................87  
30 Finanzinstrumente......................................................................................................................................................91  
31 Risikoberichterstattung...............................................................................................................................................94  
32 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen .................................................................................98  
33 Organe .....................................................................................................................................................................100  
34 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ........................................................................................................................100  
35 Freigabe des Konzernabschlusses..........................................................................................................................102  
51  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Abkürzungsverzeichnis  
Abkürzung  
Bezeichnung  
AC  
measured at amortised cost – zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet  
FVPL  
measured at fair value through profit or loss – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet  
WACC  
Weighted average cost of capital – gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten  
WKZ  
Werbekostenzuschüsse  
52  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzerngewinn- und -verlustrechnung  
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  
TEUR  
Note  
2021  
2020  
Umsatzerlöse  
5
217.278
200.165
Bestandsveränderungen  
-469
2.241
Aktivierte Eigenleistungen  
18
51
Sonstige betriebliche Erträge  
7
1.571
2.382
Materialaufwand und bezogene Leistungen  
8
-121.886
-113.204
Personalaufwand  
9
-46.118
-46.901
Abschreibungen  
15, 16  
-9.712
-9.792
Bewertungsergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien  
17  
481
-109
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
10  
-36.068
-31.559
Betriebsergebnis  
5.095
3.274
Finanzerträge  
11  
155
124
Finanzaufwendungen  
12  
-1.368
-1.500
Finanzergebnis  
-1.213
-1.377
Ergebnis vor Steuern  
3.882
1.897
Ertragsteuern  
13  
-882
-673
Periodenergebnis  
3.000
1.224
Eigentümer des Mutterunternehmens  
3.000
1.224
Ergebnis je Aktie  
EUR  
EUR  
Verwässert = unverwässert  
1,59
0,65
53  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzern-Gesamtergebnisrechnung  
SONSTIGES ERGEBNIS  
TEUR  
Note  
2021  
2020  
Periodenergebnis  
3.000
1.224
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert  
werden  
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste  
25  
575
-782
Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste  
-123
174
451
-608
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden  
können  
Währungsumrechnungsdifferenzen  
4
429
-224
Sonstiges Ergebnis  
880
-832
GESAMTERGEBNIS  
3.880
393
3.880
Eigentümer des Mutterunternehmens  
393
54  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzernbilanz  
AKTIVA  
TEUR  
Note  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
LANGFRISTIGES VERMÖGEN  
Sachanlagen  
15  
77.027
80.261
82.776
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien  
16  
14.240
13.710
13.080
Immaterielle Vermögenswerte  
17  
2.594
1.397
1.042
Finanzanlagen  
18  
3.611
3.688
3.670
Sonstige finanzielle Vermögenswerte  
22  
851
844
797
Latente Steueransprüche  
28  
4
86
14
Summe langfristiges Vermögen  
98.326
99.986
101.379
KURZFRISTIGES VERMÖGEN  
Vorräte  
19  
32.084
32.219
27.338
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
20  
20.503
17.049
20.449
Sonstige finanzielle Vermögenswerte  
22  
613
320
1.235
Ertragsteuerforderungen  
133
132
547
Sonstige Forderungen  
21  
4.197
3.273
2.562
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
23  
14.275
1.842
1.730
Summe kurzfristiges Vermögen  
71.805
54.835
53.861
SUMME AKTIVA  
170.131
154.821
155.239
55  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzernbilanz  
PASSIVA  
TEUR  
Note  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
EIGENKAPITAL  
Eigenkapital (Eigentümer des Mutterunternehmens)  
24  
60.626
58.258
58.621
LANGFRISTIGE SCHULDEN  
Kreditverbindlichkeiten  
26  
20.581
23.551
20.185
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten  
26  
6.390
7.874
9.692
Rückstellungen  
25  
11.444
12.219
12.356
Sonstige Verbindlichkeiten  
27  
645
0
0
Latente Steuerschulden  
28  
333
0
172
Summe langfristige Schulden  
39.393
43.644
42.404
KURZFRISTIGE SCHULDEN  
Kreditverbindlichkeiten  
26  
32.423
24.273
24.831
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten  
26  
3.767
4.085
3.706
Rückstellungen  
25  
1.710
1.761
1.482
Ertragsteuerverbindlichkeiten  
587
708
274
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
27  
25.347
15.043
15.265
Sonstige Verbindlichkeiten  
27  
6.279
7.047
8.656
Summe kurzfristige Schulden  
70.112
52.918
54.214
SUMME PASSIVA  
170.131
154.821
155.239
56  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung  
TEUR  
Währungs-  
Kapital-  
IAS 19-  
Gewinn-  
2021  
Grundkapital  
umrechnungs-  
Gesamt  
rücklagen  
Rücklagen  
rücklagen  
differenzen  
Stand zum 1. Jänner  
13.740
1
-224
-608
45.349
58.258
Periodenergebnis  
0
0
0
0
3.000
3.000
Sonstiges Ergebnis  
0
0
429
451
0
880
Gesamtergebnis  
0
0
429
451
3.000
3.880
Dividende  
0
0
0
0
-1.512
-1.512
Stand zum 31. Dezember  
13.740
1
205
-157
46.836
60.626
TEUR  
Währungs-  
Kapital-  
IAS 19-  
Gewinn-  
2020  
Grundkapital  
umrechnungs-  
Gesamt  
rücklagen  
Rücklagen  
rücklagen  
differenzen  
Stand zum 1. Jänner  
13.740
1
0
0
44.880
58.621
Periodenergebnis  
0
0
0
0
1.224
1.224
Sonstiges Ergebnis  
0
0
-224
-608
0
-832
Gesamtergebnis  
0
0
-224
-608
1.224
393
Dividende  
0
0
0
0
-756
-756
Stand zum 31. Dezember  
13.740
1
-224
-608
45.349
58.258
57  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzern-Kapitalflussrechnung  
TEUR  
Note  
2021  
2020  
Cashflow aus dem operativen Bereich  
Periodenergebnis  
3.000
1.224
Ertragsteuern  
13  
882
673
Finanzaufwendungen  
12  
1.368
1.500
Finanzerträge  
11  
-155
-124
Bewertungsergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien  
16  
-481
109
Abschreibungen von Sachanlagen (inklusive Nutzungsrechte) und  
15, 16  
9.712
9.792
immateriellen Vermögenswerten  
Zuschreibungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
-69
-30
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen  
442
-2.459
Gezahlte Ertragsteuern  
-712
106
Cashflow aus dem Ergebnis  
13.988
10.792
Veränderung von Vorräten  
-316
-2.589
Veränderung von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten  
-4.309
2.719
Veränderung von Verbindlichkeiten  
11.355
-2.033
Veränderung von Rückstellungen  
-153
-523
Veränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit  
6.577
-2.426
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit  
20.565
8.365
Cashflow aus der Investitionstätigkeit  
Erwerb von Sachanlagen  
-5.981
-7.653
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen  
131
51
Erwerb von Immateriellen Vermögenswerte  
-1.690
-886
Investitionen in als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien  
-768
-19
Erwerb von finanziellen Vermögenswerten  
-392
-52
Einzahlungen aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten  
9
213
Erhaltene Zinsen  
24
63
Cashflow aus der Investitionstätigkeit  
-8.668
-8.283
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit  
Einzahlungen aus der Aufnahme von Kreditverbindlichkeiten  
26  
25.439
7.694
Auszahlungen für die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten  
26  
-20.273
-4.886
Einzahlungen aus der Aufnahme sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten  
26  
6
102
Auszahlungen für die Tilgung sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten  
26  
-610
-309
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten  
26  
-1.285
-1.180
Gezahlte Zinsen  
-1.194
-788
Gezahlte Dividenden  
-1.512
-756
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit  
571
-121
Währungsdifferenzen  
-35
151
Cashflow gesamt  
12.433
112
Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1. Jänner  
1.842
1.730
Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum  
14.275
1.842
31. Dezember  
58  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Konzernanhang  
1 Grundlagen  
Unternehmen  
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft , Wien Hernals, Wilhelminenstraße 6, 1170 Wien („Mutterunternehmen“,  
„Gesellschaft“, „Manner AG“ oder „Unternehmen“) und deren sieben Tochterunternehmen bilden die „Manner Gruppe“ (die  
„Gruppe“ oder der „Konzern“). Das Mutterunternehmen verfügt zum 31. Dezember 2021 über elf Zweigniederlassungen in  
Österreich und zwei Zweigniederlassungen in Deutschland (Vertrieb in Köln und ein Shop in Berlin).  
Die Tätigkeit der Manner Gruppe besteht in der Erzeugung von und dem Handel mit Schokolade-, Zucker- und  
Dauerbackwaren (gemeinsam „Süßwaren“). Die erzeugten Süßwaren werden an den Lebensmitteleinzelhandel in  
Österreich, Deutschland und im Rest der Welt verkauft. Ein geringer Teil der erzeugten Süßwaren wird in eigenbetriebenen  
Shops in Österreich, Deutschland und Tschechien verkauft.  
Die Produktion der Süßwaren findet in den Standorten Wien Hernals und Wolkersdorf, Niederösterreich, statt. Ausgehend  
vom Stammmarkt Österreich erfolgt der Ausbau des internationalen Geschäfts in ausgewählten Märkten, vorwiegend in  
Zentral- und Osteuropa.  
Als Nebentätigkeit vermietet die Manner Gruppe eine Immobilie in Wien. Außerdem betreibt die Manner Gruppe eine  
Haselnussplantage (in Entstehung) in Aserbaidschan.  
Die Manner AG hat Aktien begeben, die an der Wiener Börse zum amtlichen Handel zugelassen sind (näheres dazu siehe  
Note 24). Die Manner AG gilt somit als börsennotiertes oder kapitalmarktorientiertes Unternehmen.  
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft und aller Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Der Abschlussstichtag der  
Gesellschaft und aller Tochterunternehmen ist somit der 31. Dezember.  
Übereinstimmungserklärung  
Der vorliegende Konzernabschluss der Manner Gruppe wurde nach den International Financial Reporting Standards, wie  
sie in der Europäischen Union zum 31. Dezember 2021 anzuwenden sind, sowie den zusätzlichen Bestimmungen von  
§ 245a UGB erstellt.  
Grundlagen der Erstellung  
Die Manner AG erstellt zum ersten Mal einen IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Der Zeitpunkt des  
Übergangs auf IFRS ist der 1. Jänner 2020.  
Die Gesellschaft hat bislang Einzelabschlüsse nach lokalem Recht (Jahresabschlüsse nach UGB), aber keine  
Konzernabschlüsse veröffentlicht. Da sie für frühere Perioden keine (Konzern-) Abschlüsse veröffentlichte, legt die  
Gesellschaft keine Überleitungsrechnungen von den vorherigen Rechnungslegungsgrundsätzen auf IFRS gemäß  
IFRS 1.23 bis 28 vor.  
Im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 werden Vergleichswerte zum 31. Dezember 2020 und zum  
1. Jänner 2020 sowie für die Perioden 2021 und 2020 angegeben. Auf sämtliche Stichtage und Perioden wurde der  
Rechtsstand der IFRS zum 31. Dezember 2021 angewendet.  
Auswirkungen von Covid-19  
Am 11. März 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation Covid-19 zu einer Pandemie erklärt. Seither sind mehrere  
Infektionswellen ausgebrochen. Der Ausbruch von Covid-19 hat die wirtschaftlichen Aktivitäten in Österreich, Europa und  
59  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
auf der ganzen Welt vor signifikante Herausforderungen gestellt. Sicherheitsmaßnahmen haben zu Einschränkungen in  
Produktion, Lieferketten und Dienstleistungen geführt. Als Ergebnis davon sind der Konsum und die Reiseaktivitäten  
zurückgegangen und der stationäre Einzelhandel wurde geschwächt.  
Die Auswirkungen für die Manner Gruppe bestanden in erhöhten Krankenständen sowie Einschränkungen durch  
Quarantänen. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 musste die Produktion der Manner Gruppe jedoch nur geringfügig  
eingeschränkt werden, da der Abnehmer der Waren – der Lebensmitteleinzelhandel – während den Lockdowns  
durchgehend geöffnet hatte.  
Im Geschäftsjahr 2021 betrugen die erhaltenen Covid-19-Förderungen und -Zuschüsse insgesamt TEUR 521  
(2020: TEUR 1.136). Darin enthalten sind Zuschüsse für Kurzarbeit von TEUR 79 (2020: TEUR 956) sowie  
Investitionsprämien von TEUR -33 (2020: TEUR 39), die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind und  
Arbeitsmarktservicevergütungen von TEUR 475 (2020: 141), die im Personalaufwand enthalten sind.  
Die eigenbetriebenen Manner Shops waren jedoch stark betroffen von Covid-19, nicht zuletzt dadurch, dass die  
internationalen Touristen ausgeblieben sind, was vereinzelt zu Schließungen von Manner Shops geführt hat.  
Ermessensentscheidungen  
Covid-19-bedingte Unsicherheiten  
Die Manner Gruppe hat den Einfluss der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Unsicherheiten bezüglich Annahmen und  
Schätzungen in Verbindung mit der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeit analysiert. Es wurden keine maßgeblichen  
Covid-19-bedingten Einflussfaktoren identifiziert und daher mussten keine zusätzlichen wesentlichen Ermessensentscheidungen  
getroffen werden. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Kunden der Manner Gruppe, der Lebensmitteleinzelhandel, zu den  
systemrelevanten Branchen zählt und während der Pandemie durchgehend geöffnet hatte. Es wird davon ausgegangen, dass auch  
künftig keine wesentlichen Corona-bedingten Änderungen von Schätzungen notwendig sein werden.  
Auswirkungen von Klimarisiken  
Der Klimawandel und seine Folgen für unsere Umwelt sind eine globale Bedrohung, deren vielfältige Auswirkungen bereits  
heute in vielen Ländern spürbar sind. Die Manner Gruppe ist auf Energie als primären Inputfaktor für die Produktion von  
Süßwaren angewiesen. Der Stromverbrauch und der Wassereinsatz sind wesentliche Ressourcen, deren Einsatz die  
Manner Gruppe laufend optimiert.  
Das Thema Umweltbelange wird bei der Manner Gruppe auf Vorstandsebene wahrgenommen. Dabei fokussiert sich die  
Gruppe auf die Optimierung von Prozessen und Systemen, die wirtschaftlich sinnvoll sind und die gleichzeitig mit einer  
geringen Umweltbelastung sowie einem geringen Energie- und Ressourceneinsatz einhergehen. Regelmäßig gibt es in  
der Vorstandssitzung Vorgaben und Updates zu umweltrelevanten Themen.  
Besonders hervorzuheben ist die Wiedergewinnung von Energie bei der Produktion. Die Manner Gruppe speist Wärme,  
die bei der Produktion von Süßwaren entsteht, in das Fernwärmenetz der Wiener Stadtwerke ein.  
Bewertungsgrundlagen  
Die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Davon  
abweichend kommen für folgende wesentliche Posten andere Bewertungsmethoden zur Anwendung:  
-
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet  
-
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und  
Nettoveräußerungswert bewertet.  
-
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmern werden zum Barwert des erwarteten Erfüllungsbetrags  
bewertet.  
-
Latente Steueransprüche und -schulden werden mit dem Nominalwert angesetzt und auf Basis der bestehenden  
temporären Differenzen zum Bilanzstichtag und des Steuersatzes zum Zeitpunkt der erwarteten Realisierung der  
bestehenden Differenzen ermittelt.  
60  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
-
Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In den  
Geschäftsjahren 2020 und 2021 wurden derivative Finanzinstrumente freistehend bilanziert und nicht in eine  
Sicherungsbeziehung einbezogen. Zum 31. Dezember 2021 liegen keine derivativen Finanzinstrumente vor.  
Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Alle Beträge wurden auf  
Tausend Euro (TEUR) gerundet, soweit nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und  
Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.  
Rechnungslegungsmethoden  
Die Beschreibung der Rechnungslegungsmethoden befindet sich jeweils an der Stelle, wo der betreffende  
Abschlussposten erläutert wird. Die Manner Gruppe konzentriert sich auf die Beschreibung der Bilanzierungswahlrechte  
und wie diese innerhalb des IFRS-Regelwerks ausgeübt wurden. Die Wiederholung von IFRS-Texten wird vermieden,  
außer die Gruppe erachtet es als wichtig für das Verständnis einer Angabe.  
Die Rechnungslegungsmethoden befinden sich an folgenden Stellen:  
Rechnungslegungsmethoden  
Standard  
Note  
Konsolidierung  
IFRS 10  
3
Umsatzerlöse  
IFRS 15  
5
Segmentberichterstattung  
IFRS 8  
6
Ertragsteuern  
IAS 12  
13  
Sachanlagen, biologische Vermögenswerte  
IAS 16, IAS 36, IAS 41  
15  
Immaterielle Vermögenswerte  
IAS 38, IAS 36  
17  
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien  
IAS 40  
16  
Vorräte  
IAS 2  
19  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
IFRS 15  
20  
Rückstellungen  
IAS 37, IAS 19  
25  
Latente Steuern  
IAS 12  
28  
Leasingverhältnisse  
IFRS 16  
29  
Finanzinstrumente  
IFRS 7, IFRS 9  
30  
Wertminderungen von Forderungen  
IFRS 7, IFRS 9  
31  
Ermessensentscheidungen  
Die Anwendung der Rechnungslegungsmethoden erfordert Ermessensentscheidungen, die sich auf den Ansatz und die  
Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen sowie auf die Angaben im Anhang  
auswirken.  
Die Manner Gruppe hat folgende wesentliche Ermessensentscheidungen getroffen:  
Ermessensentscheidungen  
TEUR  
Buchwert  
Abschlussposten  
Kriterium  
Standard  
Note  
zum  
31.12.2021  
Bestimmung der Laufzeit von  
Leasingverhältnisse  
IFRS 16  
15, 29  
4.129  
Leasingverhältnissen  
Leasingverhältnisse  
Klassifizierung von Leasingverträgen  
IFRS 16  
29  
4.129  
Identifizierung von Covid-19-bedingten  
Covid-19-bedingte Unsicherheiten  
Einflussfaktoren zur Bewertung von  
diverse  
1
n.a.  
Vermögenswerten und Schulden  
Nahestehende Unternehmen  
Oberstes beherrschendes Unternehmen  
IAS 24  
32  
n.a.  
Für Details zu den einzelnen Ermessensentscheidungen wird auf die Ausführungen im jeweiligen Notes-Kapitel verwiesen.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Schätzungen und Annahmen  
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die sich auf den Ansatz und die Bewertung  
von Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen sowie auf die Angaben im Anhang auswirken. Die  
künftigen tatsächlichen Werte können von den getroffenen Schätzungen abweichen. Schätzungen und die zugrunde  
liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.  
Die Manner Gruppe hat folgende wesentliche Schätzungen und Annahmen getroffen:  
Schätzungen und Annahmen  
Abschlussposten  
Kriterium  
Standard  
Note  
Wertminderung von nicht-finanziellen  
Bewertung des erzielbaren Betrags  
IAS 36  
15  
Vermögenswerten  
Als Finanzinvestition gehaltene  
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts  
IAS 40  
17  
Immobilien  
Leistungsorientierte Verpflichtungen  
Festlegung versicherungsmathematischer Annahmen  
IAS 19  
25  
Leasingverhältnisse  
Schätzung des Grenzfremdkapitalzinssatzes  
IFRS 16  
29  
Finanzinstrumente  
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts  
IFRS 9  
30  
Für Details zu den einzelnen Schätzungen und Annahmen wird auf die Ausführungen im jeweiligen Notes-Kapitel  
verwiesen.  
2 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden  
Erstmalig angewendete Standards  
Aufgrund der erstmaligen Anwendung der IFRS hat die Gruppe in der Eröffnungsbilanz und in allen anderen dargestellten  
Perioden einheitlich die am 31. Dezember 2021 geltenden Rechnungslegungsmethoden angewendet. Die ansonsten  
übliche Rubrik „erstmalig angewendete Standards“, in der die Neuerungen der Rechnungslegungsmethoden für  
Berichtsperiode und Vergleichsperiode offengelegt werden, entfällt somit bei einem Erstanwender.  
Zukünftig anzuwendende Standards  
Folgende vom IASB verlautbarte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende neue oder geänderte Standards werden  
von der Manner Gruppe erst zum Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet. Durch diese Änderungen werden keine  
wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.  
Zukünftig anzuwendende Standards  
Inkrafttreten  
Leasingverbindlichkeiten in Sale-and-Leaseback-Vereinbarungen (Änderung an IFRS 16)  
1.1.2024  
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig – Verschiebung des Zeitpunkts des Inkrafttretens  
offen  
(Änderung an IAS 1)  
Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen (Änderung an IFRS 17)  
1.1.2023  
Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion  
1.1.2023  
bestehen (Änderung an IAS 12)  
Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Änderung an IAS 1 und am IFRS-Leitliniendokument 2  
1.1.2023  
zur Wesentlichkeit)  
Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen (Änderung an IAS 8)  
1.1.2023  
Versicherungsverträge (IFRS 17)  
1.1.2023  
Auf die Covid-19-Pandemie bezogene Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021 (Änderung an IFRS 16)  
1.4.2021  
Verweis auf das Rahmenkonzept (Änderung an IFRS 3), Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung (Änderung  
an IAS 16), Kosten für die Erfüllung eines belastenden Vertrags (Änderung an IAS 37), jährliche  
1.1.2022  
Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2018-2020  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Das Inkrafttreten bezieht sich auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen. Die verlautbarten  
Änderungen wurden bis auf die ersten zwei Änderungen von der Europäischen Union übernommen.  
3 Konsolidierung  
Konsolidierungskreis  
Der Konsolidierungskreis der Manner Gruppe besteht aus dem Mutterunternehmen und folgenden Tochterunternehmen:  
Gesellschaft  
Sitz  
Manner Management GmbH  
Wien  
Compliment Süßwaren Vertriebs GmbH  
Wolkersdorf  
Geblergasse 116 GmbH & Co KG  
Wien  
Unterstützungseinrichtung der Josef Manner Comp. AG GmbH  
Wien  
Manner Azerbaijan LLC  
Aserbaidschan  
Josef Manner s.r.o.  
Tschechien  
Josef Manner d.o.o.  
Slowenien  
Die Manner AG hielt vom 1. Jänner 2020 bis zum 31. Dezember 2021 durchgehend 100 % der Anteile an jedem seiner  
Tochterunternehmen. Alle Tochterunternehmen wurden vor dem 1. Jänner 2020 gegründet. Es gab keine  
Unternehmenserwerbe.  
Rechnungslegungsmethoden  
Konsolidierungsgrundsätze  
Der Konzernabschluss der Manner Gruppe umfasst die Abschlüsse der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft (Mutterunternehmen)  
und ihrer Tochterunternehmen (gemeinsam die „Konzerngesellschaften“). Für die Konzerngesellschaften kommen einheitliche  
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung. Wahlrechte für Rechnungslegungsmethoden, Ermessensentscheidungen,  
Annahmen und Schätzungen werden einheitlich für alle Konzerngesellschaften ausgeübt.  
Abschlusstichtag  
Das Mutterunternehmen und sämtliche Tochterunternehmen haben alle den gleichen Abschlussstichtag, nämlich dem 31. Dezember.  
Vollkonsolidierung  
Ein Mutterunternehmen ist ein Unternehmen, das ein oder mehrere Unternehmen beherrscht. Ein Tochterunternehmen ist ein  
Unternehmen, das durch ein anderes Unternehmen beherrscht wird. Ein Investor beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er  
schwankenden Renditen in seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die  
Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Ein Investor besitzt  
Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen, wenn er über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit  
verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten, d. h. die Tätigkeiten, die die Renditen des Beteiligungsunternehmens wesentlich beeinflussen,  
zu lenken.  
Die Manner AG beherrscht ihre Beteiligungsunternehmen, weil sie an ihnen jeweils 100 % der Stimmrechte hält und ihren Einfluss  
ausschließlich über die Stimmrechte ausübt. Es bestehen keine anderslautenden Vereinbarungen, die der ausschließlichen  
Einflussnahme über die Stimmrechte entgegenstehen.  
Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, und bis  
zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung endet, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der  
Vollkonsolidierung werden alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie  
Zwischenergebnisse eliminiert.  
Die Manner AG hat zum 31. Dezember 2021 erstmalig IFRS angewendet und erstmalig einen Konzernabschluss erstellt. Daher wurden  
die Konzerngesellschaften zum 1. Jänner 2020 erstmalig konsolidiert (Erstkonsolidierung).  
Unternehmenserwerbe und -veräußerungen  
Die Manner Gruppe hat seit ihrem Bestehen weder andere Unternehmen erworben noch Tochterunternehmen veräußert.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
4 Währungsumrechnung  
Die Konzernberichtswährung ist der Euro. Bei in Fremdwährung bilanzierenden Tochterunternehmen wird die funktionale  
Währung grundsätzlich anhand des primären (volks-)wirtschaftlichen Umfelds, in dem das jeweilige Konzernunternehmen  
tätig ist, bestimmt. Eine wesentliche Determinante ist hierbei jene Währung, in welcher der überwiegende Teil der  
Wirtschafts-, Waren- und Dienstleistungsströme in dem jeweiligen Land abgewickelt wird. Bei allen Tochterunternehmen  
der Gruppe entspricht die funktionale Währung der Landeswährung.  
Gemäß IAS 21 erfolgt die Umrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der  
Euro ist, nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden in den zu konsolidierten Abschlüssen enthaltenen  
Vermögenswerte und Schulden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und  
Verlustrechnung mit dem gewichteten durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet.  
Die Währungsumrechnung erfolgt zu den von der Europäischen Zentralbank sowie von den lokalen Nationalbanken  
veröffentlichten Kursen.  
Die Stichtags- und Durchschnittskurse der Manner Gruppe stellen sich wie folgt dar:  
Wechselkurse von Fremdwährungen  
Durchschnitts- Durchschnitts-  
Stichtagskurs Stichtagskurs Stichtagskurs  
kurs  
kurs  
Währung  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
2021  
2020  
CZK  
24,8580  
26,2420  
25,4110  
25,6405  
26,4551  
AZN  
1,9265  
2,0890  
1,9025  
2,0099  
1,9448  
Für die Erfassung von Wechselkursdifferenzen im sonstigen Ergebnis wird auf die Ausführungen zur  
Währungsumrechnungsrücklage in Note 24 verwiesen.  
64  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Angaben zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung  
5 Umsatzerlöse  
Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:  
Umsatzerlöse  
TEUR  
2021  
2020  
Bruttoverkaufserlöse  
269.291  
243.481  
Erlösschmälerungen  
-54.570  
-45.460  
Übrige Umsatzerlöse  
2.557  
2.144  
Summe  
217.278  
200.165  
Die Bruttoverkaufserlöse betreffen den Verkauf von Süßwaren vor Abzug von Erlösschmälerungen.  
Die Erlösschmälerungen betreffen Boni und Werbekostenzuschüsse (siehe Rechnungslegungsmethoden).  
Im Geschäftsjahr 2021 betrafen die übrigen Umsatzerlöse Auflösungen von Rückstellungen für Saisonware, Boni und  
Werbekostenzuschüsse TEUR 1.913 (2020: TEUR 1.586) sowie Rückeinspeisungen von aus der Produktion gewonnener  
Energie.  
Für die Untergliederung der Umsatzerlöse nach Regionen wird auf die Segmentberichterstattung in Note 6 verwiesen.  
Rechnungslegungsmethoden  
Sachverhalt  
Die Manner Gruppe produziert Süßwaren und verkauft diese an den Lebensmitteleinzelhandel. Der Lebensmitteleinzelhandel erbringt  
Werbeleistungen, wie die Platzierung von Produkten (z.B. nahe der Kassa), die Regalpflege oder den Einbezug der Waren in  
Verkaufsaktionen und Flugblätter. Die Werbeleistungen dienen der Verkaufsförderung und damit sowohl dem Produzenten als auch dem  
Kunden. Die Werbeleistungen sind vertraglich geregelt. Die Manner Gruppe leistet sogenannte Werbekostenzuschüsse („WKZ“), die zum  
größten Teil als Prozentsatz der Bruttoerlöse von den Kunden verrechnet werden.  
Bilanzierung  
Der Verkauf von Süßwaren fällt in den Anwendungsbereich von IFRS 15. Die Manner Gruppe schließt Verträge über den Verkauf von  
Süßwaren mit seinen Kunden, dem Lebensmitteleinzelhandel, ab. Die Verträge enthalten durchsetzbare Rechte und Pflichten. Die Zusage  
von der Manner Gruppe, Süßwaren an Kunden zu übertragen, stellt ein eigenständig abgrenzbares Gut dar. Die Manner Gruppe erbringt  
keine Dienstleistungen. Die zugesagte Leistung besteht somit einzig aus der Übertragung von Gütern.  
Die vom Kunden erbrachte Werbeleistung steht hingegen in engem Zusammenhang mit den verkauften Süßwaren. Ohne die Süßwaren  
fände die Werbeleistung nicht statt. Das in IFRS 15.27 enthaltene Kriterium der eigenständigen Abgrenzbarkeit ist somit für  
Werbeleistungen nicht gegeben.  
Der Transaktionspreis ist die Gegenleistung, die ein Unternehmen für die Übertragung zugesagter Güter oder Dienstleistungen  
voraussichtlich erhalten wird. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises hat ein Unternehmen folgenden Faktoren Rechnung zu  
tragen: Variable Gegenleistungen, Begrenzung der Schätzung variabler Gegenleistungen und an einen Kunden zu zahlende  
Gegenleistungen. Der Transaktionspreis der Süßwaren ist von variablen Faktoren, wie Skonti, Rabatte, Boni und WKZ abhängig, die auf  
der Grundlage von Bruttoerlösen berechnet werden. Ein Unternehmen darf eine geschätzte variable Gegenleistung nur dann in den  
Transaktionspreis einbeziehen, wenn hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt. WKZ stellen eine  
an einen Kunden zu zahlende Gegenleistung dar, die als Verringerung des Transaktionspreises und damit als Verringerung der Erlöse  
zu erfassen sind. Die Manner Gruppe erfasst daher Skonti, Rabatte, Boni und WKZ als Erlösschmälerung uns stellt damit sicher, dass  
die Gegenleistung für den Verkauf von Süßwaren unter Abzug von WKZ insgesamt nicht zu hoch bestimmt wird.  
Die Erfüllung der Leistungsverpflichtung erfolgt im Fall der Süßwaren zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden. Die Werbeleistungen  
werden über einen Zeitraum erbracht (Nutzung bei Zufluss), stellen aber kein Leistungsbündel mit den Süßwaren dar, sondern an einen  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Kunden zu zahlende Gegenleistung. Die Verrechnung von bis zum Abschlussstichtag gelieferten Süßwaren erfolgt jedoch nur mit bis zum  
Abschlussstichtag bezogenen Werbeleistungen, womit die periodenreine Erfassung gewahrt ist.  
6 Segmentberichtserstattung  
Die Manner Gruppe verwendet folgende Geschäftssegmente in der Segmentberichterstattung:  
Segmentberichterstattung  
TEUR  
Haselnuss-  
Süßwaren  
Süßwaren  
Süßwaren  
Mietshäuser  
anbau  
Konsoli-  
2021  
Rest der  
Konzern  
Österreich Deutschland  
Österreich  
Aserbaid-  
dierung  
Welt  
schan  
Umsatzerlöse internes Reporting  
85.714  
86.189  
69.390  
0
0
-263  
241.029  
IFRS-Anpassungen  
-5.329  
-16.278  
-2.145  
0
0
0
-23.752  
Umsatzerlöse  
80.385  
69.911  
67.245  
0
0
-263  
217.278  
davon Außenumsätze  
80.385  
69.911  
66.982  
0
0
0
217.278  
davon Innenumsätze  
0
0
263  
0
0
-263  
0
Betriebsergebnis  
2.365  
1.739  
105  
978  
-307  
214  
5.095  
Finanzergebnis internes Reporting  
66  
64  
75  
-93  
-104  
-1.096  
-1.088  
IFRS-Anpassungen  
-46  
-41  
-38  
0
0
0
-125  
Finanzergebnis  
19  
24  
36  
-93  
-104  
-1.096  
-1.213  
Ergebnis vor Steuern  
2.384  
1.763  
141  
885  
-410  
-881  
3.882  
Segmentberichterstattung  
TEUR  
Haselnuss-  
Süßwaren  
Süßwaren  
Süßwaren  
Mietshäuser  
anbau  
Konsoli-  
2020  
Rest der  
Konzern  
Österreich Deutschland  
Österreich  
Aserbaid-  
dierung  
Welt  
schan  
Umsatzerlöse internes Reporting  
80.410  
73.921  
64.841  
0
0
-249  
218.922  
IFRS-Anpassungen  
-5.458  
-11.361  
-1.939  
0
0
0
-18.757  
Umsatzerlöse  
74.953  
62.560  
62.902  
0
0
-249  
200.165  
davon Außenumsätze  
74.953  
62.560  
62.653  
0
0
0
200.165  
davon Innenumsätze  
0
0
249  
0
0
-249  
0
Betriebsergebnis  
2.558  
2.828  
-1.624  
-63  
-219  
-206  
3.274  
Finanzergebnis internes Reporting  
-150  
-133  
-142  
-73  
-614  
472  
-641  
IFRS-Anpassungen  
-275  
-233  
-228  
0
0
0
-736  
Finanzergebnis  
-426  
-365  
-370  
-73  
-614  
472  
-1.377  
Ergebnis vor Steuern  
2.132  
2.462  
-1.994  
-137  
-833  
267  
1.897  
Als operative Geschäftssegmente wurden die Geschäftsfelder Süßwaren Österreich, Süßwaren Deutschland, Süßwaren  
Rest, Mietshäuser Österreich und Haselnussanbau Aserbaidschan festgelegt. Sämtliche Unternehmen der Gruppe sind  
einem bestimmten Segment zugeordnet. In der Spalte Konsolidierung wird die Eliminierung der Beziehungen zwischen  
den Segmenten vorgenommen. Weiters dient die Konsolidierung der Überleitung von Segmentzahlen auf Konzernzahlen.  
Die interne Berichterstattung an den Vorstand basiert auf lokalen Rechnungslegungsvorschriften. Aus diesem Grund  
werden in der Segmentberichterstattung die Werte gemäß interner Berichterstattung auf IFRS-Werte übergeleitet.  
Die wesentlichen Unterschiede zwischen der internen Berichterstattung und den Konzernwerten nach IFRS bestehen vor  
allem bei den Umsatzerlösen. Gemäß IFRS 15 werden Zahlungen an Kunden ohne eigenständige Gegenleistung durch  
den Kunden, abweichend von den lokalen Rechnungslegungsvorschriften, erlösmindernd erfasst. Davon betroffen sind  
66  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
die Werbekostenzuschüsse (siehe Note 5). Die IFRS-Anpassungen im Finanzergebnis resultieren im Wesentlichen aus  
Zinsaufwendungen für Leasing sowie Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten.  
Das Segmentvermögen sowie die dazugehörigen Abschreibungen, die Segmentschulden und die Investitionen sind nicht  
Bestandteile der internen Berichterstattung und werden aus diesem Grund nicht in der Segmentberichterstattung  
angeführt.  
In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 gab es drei Kunden, mit denen jeweils Umsatzerlöse von mehr als 10 % der  
gesamten Umsatzerlöse erzielt wurden. Im Geschäftsjahr 2021 betrugen die kumulierten Umsatzerlöse mit diesen drei  
Kunden TEUR 129.890 (2020: TEUR 120.067) und wurden in den Segmenten Süßwaren Österreich, Süßwaren  
Deutschland und Süßwaren Rest der Welt ausgewiesen.  
Rechnungslegungsmethoden  
Verantwortliche Unternehmensinstanz  
Die Segmentberichterstattung beruht auf der internen Finanzberichterstattung des Unternehmens an die verantwortliche  
Unternehmensinstanz. Dabei handelt es sich um die höchste Managementebene, die für die Allokation der Ressourcen und die Bewertung  
der Ertragskraft verantwortlich ist. Die verantwortliche Unternehmensinstanz der Manner Gruppe ist der Vorstand der Manner AG, an den  
regelmäßig berichtet wird.  
Identifikation der Geschäftssegmente  
Die Geschäftssegmente wurden auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand festgelegt. Aus Vertriebssicht ergibt sich bei  
der Manner AG primär eine Orientierung nach regionalen Gesichtspunkten. Neben der zentralen Vertriebssteuerung in Österreich wird  
für andere Märkte jeweils ein eigenes Vertriebssystem aufrechterhalten und darüber an den Vorstand berichtet. Dies betrifft neben  
Österreich auch Deutschland mit einer relevanten Anzahl an lokalen Vertriebsmitarbeitern sowie die österreichischen Nachbarländer und  
den Rest der Welt. Die Betrachtung der Segmente nach regionalen Gesichtspunkten wird dadurch unterstützt, dass nach dieser  
Segmentierung eine eindeutige Zuordnung der Umsatzerlöse möglich ist, sowie eine Darstellung der Betriebsergebnisse erfolgt. Aus  
diesem Grund wurden die Produkte der Manner AG folgenden regionalen Segmenten zugeordnet: Süßwaren Österreich, Süßwaren  
Deutschland und Süßwaren Rest der Welt.  
Das Segment Mietshäuser Österreich enthält eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie, die in einem Tochterunternehmen gehalten  
und vermietet wird. Das Mietshaus steht in keiner betriebswirtschaftlichen Verbindung zum Süßwarengeschäft der Manner Gruppe. Der  
Buchwert der Immobilie stellt aber einen bedeutenden Teil der Vermögenswerte der Manner Gruppe dar. Das Immobilieninvestment wird  
daher außerhalb der Süßwaren-Segmente als eigenes Segment geführt.  
Die Haselnussplantage in Aserbaidschan wird von einem Tochterunternehmen gehalten und betrieben. In den Geschäftsjahren 2020 und  
2021 fielen in der Haselnussplantage noch keine Umsatzerlöse an, da sich die Plantage in Entstehung befindet. Es ist geplant, dass die  
Haselnussernte in Zukunft sowohl zum eigenen Verbrauch als auch zum Verkauf am Weltmarkt dienen soll. Die Haselnussplantage  
unterscheidet sich daher grundlegend von den Süßwarensegmenten, die sich am Vertrieb orientieren. Daher wird die Haselnussplantage  
als eigenes berichtspflichtiges Segment ausgewiesen.  
7 Sonstige betriebliche Erträge  
Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt dar:  
Sonstige betriebliche Erträge  
TEUR  
2021  
2020  
Mieterlöse  
446  
257  
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen  
131  
51  
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen  
4
117  
Übrige betriebliche Erträge  
988  
1.958  
Summe  
1.571  
2.382  
Die Mieterlöse werden durch die Vermietung einer Immobilie in Wien Hernals erzielt. Die Immobilie wird in als  
Finanzinvestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40 eingestuft (siehe Note 17). Mieterlöse werden gemäß IFRS 16  
67  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
linear erfasst. In den Mieterlösen sind keine Erlöse aus weiterverrechneten Betriebskosten erfasst. Betriebskostenerlöse  
werden mit den angefallenen Betriebskosten im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.  
Im Geschäftsjahr 2021 waren in den übrigen betrieblichen Erträgen Kursdifferenzen von TEUR 336 (2020: TEUR 270),  
Erlöse aus Schadensfällen von TEUR 196 (2020: TEUR 293), Zuwendungen der öffentlichen Hand (Annuitätenzuschüsse)  
von TEUR 178 (2020: TEUR 90) sowie Zuschüsse für Kurzarbeit aufgrund Covid-19 von TEUR 79 (2020: TEUR 956)  
enthalten.  
Rechnungslegungsmethoden  
Zuwendungen der öffentlichen Hand  
Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Kompensation von Kosten für Vermögenswerte (Vermögenszuschüsse), werden als passiver  
Abgrenzungsposten zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendungen  
gewährt werden und der Empfänger die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird. In der Folge wird der  
Abgrenzungsposten über den Zeitraum der Nutzungsdauer des Vermögenswerts in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.  
Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Kompensation von Aufwendungen (Aufwandszuschüsse), werden in den Zeiträumen, in denen  
die Aufwendungen erfasst werden, als sonstige betriebliche Erträge erfasst, wenn die Zuwendungsbedingungen erfüllt sind.  
Die Manner Gruppe hat Annuitätenzuschüsse von der öffentlichen Hand zur Rückzahlung von Darlehen erhalten. Die  
Annuitätenzuschüsse wurden als Aufwandszuschüsse eingestuft und in denjenigen Perioden in den sonstigen betrieblichen Erträgen  
erfasst, in denen die entsprechenden geförderten Aufwendungen erfasst wurden.  
Die Manner Gruppe weist Covid-19-Förderungen und -Zuschüsse (siehe Note 1) sowie Investitionszuschüsse (siehe Note 27) aus.  
8 Materialaufwand und bezogene Leistungen  
Der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen stellen sich wie folgt dar:  
Materialaufwand und bezogene Leistungen  
TEUR  
2021  
2020  
Rohstoffe  
-77.885  
-70.867  
Bezogene Leistungen  
-22.774  
-21.510  
Verpackungsmaterial  
-18.387  
-17.732  
Bezogene Rohwaren, Halb- und Fertigfabrikate  
-2.841  
-3.095  
Summe  
-121.886  
-113.204  
In den bezogenen Leistungen sind unter anderem Aufwendungen für Reparatur und Wartung, Leihpersonal, Gas,  
Instandhaltung, Strom, Wasser, Werbematerial, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten.  
9 Personalaufwand  
Der Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:  
Personalaufwand  
TEUR  
2021  
2020  
Löhne  
-14.140  
-13.842  
Gehälter  
-20.764  
-21.300  
Gesetzliche Sozialabgaben und Pflichtbeiträge  
-10.223  
-10.980  
Sonstige Sozialaufwendungen  
-991  
-780  
Summe  
-46.118  
-46.901  
Im Geschäftsjahr 2021 waren in den gesetzlichen Sozialabgaben und Pflichtbeiträgen Zahlungen an  
Mitarbeitervorsorgekassen von TEUR 404 (2020: TEUR 409) enthalten.  
68  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Im Geschäftsjahr 2021 waren in der Manner Gruppe durchschnittlich 830 Arbeitnehmer (2020: 806 Arbeitnehmer)  
beschäftigt.  
10 Sonstige betriebliche Aufwendungen  
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:  
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
TEUR  
2021  
2020  
Logistik  
-14.067  
-12.592  
Marketing  
-13.090  
-12.241  
Reparatur, Entsorgung, Reinigung  
-2.130  
-652  
Verwaltungsaufwand  
-1.769  
-1.844  
Beratungsaufwendungen  
-1.221  
-1.239  
Mietaufwand  
-1.188  
-816  
Versicherungen  
-728  
-662  
Sonstige Steuern und Abgaben  
-365  
-313  
Bilanzierung und Abschlussprüfung  
-336  
-61  
Zuschreibungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
69  
30  
Finanzierung  
13  
-420  
Übrige betriebliche Aufwendungen  
-1.257  
-751  
Summe  
-36.068  
-31.559  
Der Mietaufwand betrifft variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind (das sind vor  
allem Umsatzmieten), Betriebskosten und kurzfristige Mietverträge, welche die Ansatzerfordernisse von IFRS 16 nicht  
erfüllen. Für weitere Informationen zu Leasing siehe Note 29.  
Im Geschäftsjahr 2021 waren in den Aufwendungen für Bilanzierung und Abschlussprüfung Aufwendungen für den  
Abschlussprüfer von TEUR 131 (2020: TEUR 66) enthalten, die ausschließlich Prüfungsleistungen betreffen.  
Die Zuschreibungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Auflösungen von Wertberichtigungen  
aufgrund nachträglich eingegangener Zahlungen für in Vorperioden wertberichtigter Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen.  
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Schadensfälle aus dem Kundengeschäft von TEUR 1.244  
(2020: TEUR 188), Versicherungen von TEUR 728 (2020: TEUR 662), sonstige Steuern und Abgaben von TEUR 365  
(2020: TEUR 313) und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen von TEUR 210 (2020: TEUR 5).  
11 Finanzerträge  
Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:  
Finanzerträge  
TEUR  
2021  
2020  
Zinserträge  
24  
45  
Sonstige Finanzerträge  
131  
79  
Summe  
155  
124  
Im Geschäftsjahr 2021 waren in den sonstigen Finanzerträgen Erträge aus der Bewertung von Derivaten von TEUR 105  
(2020: TEUR 61) sowie Kursdifferenzen von TEUR 26 (2020: TEUR 0) enthalten.  
69  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
12 Finanzaufwendungen  
Die Finanzaufwendungen stellen sich wie folgt dar:  
Finanzaufwendungen  
TEUR  
2021  
2020  
Zinsaufwendungen Banken  
-539  
-601  
-385  
-37  
Transaktionskosten aus der Finanzierung  
Zinsaufwendungen Leasing  
-99  
-101  
Sonstige Zinsaufwendungen  
-5  
-7  
Sonstige Finanzaufwendungen  
-339  
-755  
Summe  
-1.368  
-1.500  
Transaktionskosten aus der Finanzierung betreffen Geldbeschaffungskosten, die mittels Effektivzinsmethode über die  
Laufzeit der Finanzierungen verteilt werden.  
Die sonstigen Finanzaufwendungen betreffen nicht ausgenutzte Lieferantenskonti von TEUR 168 (2020: TEUR 42) sowie  
die Bewertung von Derivaten von TEUR 92 (2020: TEUR 707).  
13 Ertragsteuern  
Die nachstehende Tabelle zeigt die Bestandteile des Steueraufwands:  
Ertragsteuern  
TEUR  
2021  
2020  
Tatsächlicher Steueraufwand  
-589  
-743  
Latenter Steueraufwand / (-ertrag)  
-293  
70  
Gesamter Steueraufwand  
-882  
-673  
Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand:  
Steuerüberleitung  
TEUR  
2021  
2020  
Ergebnis vor Steuern  
3.882  
1.897  
Steuersatz  
25 %  
25 %  
Erwarteter Steueraufwand  
-970  
-474  
Sonstige steuerfreie Einkünfte  
61  
58  
Nicht abzugsfähige Aufwendungen  
-45  
-33  
Steuerbefreiung von Tochtergesellschaften  
-74  
-142  
Ausländische Steuersätze  
129  
-94  
Nicht angesetzte latente Steuer auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge  
17  
10  
Sonstige Effekte  
1
2
Summe  
-882  
-673  
Rechnungslegungsmethoden  
In der Manner Gruppe stellt jede Gesellschaft ein gesondertes Steuersubjekt dar, da keine Unternehmensgruppe im Sinne von § 9 KStG  
gebildet wurde. Für zwei der Tochtergesellschaften besteht eine Steuerbefreiung, weshalb für diese kein Ertragsteueraufwand  
berücksichtigt wurde. Betreffend latente Steuern wird auf Note 28 verwiesen.  
70  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
14 Ergebnis je Aktie  
Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:  
Ergebnis je Aktie  
TEUR  
2021  
2020  
Periodenergebnis  
3.000  
1.224  
Anzahl der Aktien (in Stück)  
1.890.000  
1.890.000  
EUR  
EUR  
Ergebnis je Aktie  
1,59  
0,65  
Das Periodenergebnis ist zur Gänze den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Die Anzahl der Aktien  
entspricht der durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf gewesenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie ist  
unverwässert, da keine verwässernden Bestandteile bestehen.  
71  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Angaben zur Konzernbilanz  
15 Sachanlagen  
Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:  
Sachanlagen  
TEUR  
Technische  
Geleistete  
Grund-  
Anlagen Geschäfts- Haselnuss- Anzahlungen Nutzungs-  
2021  
stücke und  
Gesamt  
und ausstattung  
plantage und Anlagen  
rechte  
Gebäude  
Maschinen  
im Bau  
Anschaffungs- und  
Herstellungskosten  
Stand zum 1. Jänner  
62.159  
158.377  
19.008  
4.300  
656  
8.182  
252.682  
Zugänge  
11  
539  
1.157  
1.570  
2.580  
209  
6.067  
Abgänge  
0
-507  
-1.234  
0
0
0
-1.741  
Umbuchungen  
46  
1.081  
180  
0
-1.308  
0
0
Wechselkursdifferenzen  
3
16  
0
431  
0
30  
479  
Stand zum 31. Dezember  
62.219  
159.506  
19.111  
6.301  
1.928  
8.421  
257.486  
Abschreibungen  
Stand zum 1. Jänner  
25.166  
128.278  
15.640  
10  
0
3.327  
172.421  
Zugänge  
1.414  
5.396  
1.644  
26  
0
961  
9.440  
Abgänge  
0
-496  
-921  
0
0
0
-1.417  
Wechselkursdifferenzen  
0
8
0
2
0
5
14  
Stand zum 31. Dezember  
26.580  
133.186  
16.363  
38  
0
4.292  
180.459  
Buchwerte  
Stand zum 1. Jänner  
36.993  
30.099  
3.369  
4.290  
656  
4.855  
80.261  
Stand zum 31. Dezember  
35.639  
26.320  
2.748  
6.263  
1.928  
4.129  
77.027  
Sachanlagen (Vorjahr)  
TEUR  
Technische  
Geleistete  
Grund-  
Anlagen Geschäfts- Haselnuss- Anzahlungen Nutzungs-  
2020  
stücke und  
Gesamt  
und ausstattung  
plantage und Anlagen  
rechte  
Gebäude  
Maschinen  
im Bau  
Anschaffungs- und  
Herstellungskosten  
Stand zum 1. Jänner  
62.047  
152.983  
19.819  
1.821  
2.912  
8.200  
247.782  
Zugänge  
73  
599  
757  
2.838  
2.946  
0
7.212  
Abgänge  
0
-39  
-1.886  
0
0
0
-1.925  
Umbuchungen  
38  
4.846  
318  
0
-5.202  
0
0
Wechselkursdifferenzen  
0
-11  
0
-359  
0
-18  
-387  
Stand zum 31. Dezember  
62.159  
158.377  
19.008  
4.300  
656  
8.182  
252.682  
Abschreibungen  
Stand zum 1. Jänner  
23.731  
123.111  
15.884  
0
0
2.280  
165.006  
Zugänge  
1.435  
5.212  
1.575  
11  
0
1.047  
9.280  
Abgänge  
0
-38  
-1.819  
0
0
0
-1.858  
Wechselkursdifferenzen  
0
-7  
0
-1  
0
0
-8  
Stand zum 31. Dezember  
25.166  
128.278  
15.640  
10  
0
3.327  
172.421  
Buchwerte  
Stand zum 1. Jänner  
38.317  
29.871  
3.935  
1.821  
2.912  
5.920  
82.776  
Stand zum 31. Dezember  
36.993  
30.099  
3.369  
4.290  
656  
4.855  
80.261  
72  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Die Grundstücke und Gebäude sowie die technischen Anlagen und Maschinen betreffen die Produktionsstandorte in Wien  
Hernals und Wolkersdorf.  
Die Nutzungsrechte betreffen gemäß IFRS 16 aktivierte Mietverträge über Manner Shops, Firmenautos und Büros.  
Näheres zu Leasingverhältnissen siehe Note 29.  
Die Haselnussplantage beinhaltet Grundstücke, ein Bewässerungssystem inklusive Brunnen, Haselnussbäume und  
sonstige Anlagen betreffend die Haselnussplantage in Aserbaidschan.  
Zum 1. Jänner 2020 wurden im Zuge der Erstkonsolidierung Wertminderungsaufwendungen bei den Manner Shops von  
insgesamt TEUR 2.754 erfasst, die mit TEUR 2.204 in den Abschreibungen von Nutzungsrechten und mit TEUR 551 in  
den Abschreibungen von Geschäftsausstattung dieser Shops ausgewiesen wurden. Die Wertminderungsaufwendungen  
betrafen das Segment Süßwaren Österreich.  
Bei den Zugängen zu den Abschreibungen handelt es sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen.  
Schätzungen und Annahmen  
Wertminderungen  
Die anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit von abnutzbaren Vermögenswerten basiert auf wesentlichen Annahmen und  
Schätzungen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist abhängig von  
verfügbaren Daten aus bindenden Veräußerungsgeschäften zwischen unabhängigen Geschäftspartnern über ähnliche Vermögenswerte  
oder beobachtbare Marktpreise abzüglich geschätzter Veräußerungskosten (beizulegender Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten)  
oder von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen  
Mittelzuflüssen und der für Zwecke der Extrapolation verwendeten Wachstumsrate (Nutzungswert).  
Rechnungslegungsmethoden  
Sachanlagen  
Sachanlagen werden beim erstmaligen Ansatz mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Die Manner Gruppe hat für die  
Folgebewertung von Sachanlagen das Anschaffungskostenmodell gewählt. Demnach werden Sachanlagen nach dem erstmaligen Ansatz  
zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt.  
Die Gruppe hat als Abschreibungsmethode für die planmäßige Abschreibung die lineare Abschreibung gewählt und überprüft die  
Sachanlagen regelmäßig auf Werthaltigkeit.  
Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden folgende Nutzungsdauern angenommen:  
Gebäude:  
10 bis 40 Jahre  
Technische Anlagen und Maschinen:  
3 bis 10 Jahre  
Geschäftsausstattung:  
2 bis 5 Jahre  
Vermögenswerte mit Anschaffungskosten unter EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in der Entwicklung des  
Anlagevermögens sofort als Abgang behandelt.  
Biologische Vermögenswerte  
Die Manner Gruppe besitzt und betreibt eine Haselnussplantage (in Entstehung) in Aserbaidschan. Im Jahr 2019 wurde ein Grundstück  
in Aserbaidschan erworben und im Jahr 2021 wurden darauf die ersten 45.000 Haselnussbäume gepflanzt. Im Jahr 2021 wurde eine  
Bewässerungsanlage angeschafft. Die Haselnussbäume befinden sich seither und zum 31. Dezember 2021 in einem Wachstumszustand,  
in dem die Pflanzen noch keine Früchte tragen. Es wird erwartet, dass die ersten Früchte im Jahr 2024 geerntet werden.  
Haselnusspflanzen (ohne Früchte) sind fruchttragende Pflanzen gemäß IAS 16 und können zu Anschaffungskosten oder zum  
beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Manner Gruppe hat sich dafür entschieden, fruchttragende Pflanzen zu Anschaffungskosten  
zu bewerten.  
Haselnüsse sind landwirtschaftliche Erzeugnisse gemäß IAS 41 und werden, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 41 erfüllt sind, zum  
beizulegenden Zeitwert bilanziert. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 haben die Haselnusspflanzen noch keine Früchte getragen.  
Daher wurde noch keine Bewertung von Haselnüssen zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen.  
73  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Wertminderungen  
Sachanlagen werden bei Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung einmal jährlich nach den Bestimmungen von IAS 36 einem  
Werthaltigkeitstest unterzogen. Anzeichen für eine Wertminderung sind dann gegeben, wenn in Folge eines oder mehrerer Ereignisse  
ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme von Vermögenswerten negativ verändert haben.  
Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag, das ist der höhere Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert, für die jeweiligen  
Sachanlagen ermittelt.  
Der Nutzungswert wird als Barwert der geschätzten zukünftigen Mittelüberschüsse aus der Verwendung der zusammengefassten  
Vermögenswerte unter Zugrundelegung eines marktüblichen Zinssatzes ermittelt. Der Zeitwert stellt den Erlös für Vermögenswerte dar,  
welcher am Markt unter unabhängigen Dritten abzüglich anfallender Veräußerungskosten erzielt werden kann.  
Zur Prüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, werden die Sachanlagen in der kleinsten identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten  
(cash generating unit – CGU) zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, die weitestgehend  
unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder CGUs sind.  
Ist der erzielbare Betrag einer CGU geringer als deren Buchwert, wird eine erfolgswirksame Wertminderung erfasst. Sollte sich ein  
späterer Wegfall der Wertminderung ereignen, führt dies zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zur Höhe der fortgeschriebenen  
ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.  
Zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS am 1. Jänner 2020 wurden die gemäß IFRS 16 angesetzten Nutzungsrechte (Shops) einem  
Wertminderungs-Test unterzogen. Die einzelnen Shops stellen jeweils eine CGU dar. Der erzielbare Betrag wurde durch Bestimmung  
des Nutzungswerts unter der Anwendung des WACC ermittelt. Zum 1. Jänner 2020 betrug der WACC vor Steuern 5,8 %.  
16 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien  
Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entwickelte sich wie folgt:  
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien  
TEUR  
2021  
2020  
Stand zum 1. Jänner  
13.710  
13.080  
Zugänge  
49  
739  
Bewertungsergebnis  
481  
-109  
Stand zum 31. Dezember  
14.240  
13.710  
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen ein im Eigentum der Manner Gruppe stehendes Wohnhaus in  
Wien Hernals, das vermietet wird und mit dem Mieteinahmen erzielt werden. Die Zugänge betreffen Investitionen  
(Gebäudesanierungen). Das Bewertungsergebnis ergibt sich aus den unterschiedlichen gutachterlichen Marktwerten zum  
31. Dezember 2021, 31. Dezember 2020 und 1. Jänner 2020, abzüglich der getätigten Investitionen.  
Im Geschäftsjahr 2021 wurden mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Mieteinnahmen von TEUR 446  
(2020: TEUR 257) erzielt. Die direkten betrieblichen Aufwendungen (Betriebskosten) betrugen TEUR 118  
(2020: TEUR 243).  
Schätzungen und Annahmen  
Marktwert von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien  
Die Manner Gruppe bewertet als Finanzinvestition gehaltene Immobilien unter Anwendung des Modells des beizulegenden Zeitwerts. Die  
Gruppe hat einen externen Gutachter mit der Bewertung des Mietshauses in Wien Hernals beauftragt. Als beizulegender Zeitwert wird  
der Marktwert der Immobilie angesehen. Der Bestimmung des Marktwerts erfolgt unter Zugrundelegung bestimmter Inputfaktoren, wie  
die marktkonforme Miete und die Zinssätze für die Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströmen (siehe unten, Tabellen Inputfaktoren und  
Sensitivitätsanalyse).  
74  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Rechnungslegungsmethoden  
Definition  
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung  
gehalten und nicht selbst genutzt oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten werden. Zu den als  
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zählen unbebaute Grundstücke, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Bauten und  
Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter.  
Bewertung  
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei Zugang mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.  
Transaktionskosten sind in die erstmalige Bewertung einzubeziehen. Transaktionskosten sind direkt zurechenbare Kosten, wie  
Beratungskosten oder Grunderwerbsteuer.  
Für die Folgebewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien hat die Manner Gruppe das Modell des beizulegenden Zeitwerts  
gewählt. Nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts werden alle Immobilien nach dem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden  
Zeitwert bewertet. Ein Gewinn oder Verlust, der durch die Änderung des beizulegenden Zeitwerts entsteht, wird in der Gewinn- und  
Verlustrechnung in der Periode erfasst, in der er entstanden ist.  
Die Gruppe aktiviert nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Immobilie. Zum Bewertungsstichtag beträgt der  
Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dem mittels Marktwertgutachten bestimmten beizulegenden Zeitwert. Die  
Manner Gruppe hat für die Ermittlung des Marktwerts einen externen Gutachter bestellt. Die Veränderungen des Buchwerts zur  
Vergleichsperiode können sowohl durch Aktivierungen von Investitionen (Sanierungen) als auch durch Bewertungen entstehen.  
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts  
Die Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt mittels der Kapitalisierung erwarteter zukünftiger Zahlungsströme,  
die sich aus den zukünftigen marktkonformen Mieteinnahmen ergeben. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von als  
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt unter Zugrundelegung von beobachtbaren und nicht beobachtbaren Inputfaktoren, die  
nicht aus einem aktiven Markt ableitbar sind (Inputfaktoren auf der Stufe 3). Für die wesentlichen Inputfaktoren, die zur Bestimmung des  
beizulegenden Zeitwerts einfließen, wird auf die nachstehende Tabelle Inputfaktoren und Sensitivitätsanalyse verwiesen.  
Inputfaktoren  
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren für die Bewertung von Immobilien:  
Inputfaktoren  
TEUR  
2021  
2020  
1.1.2020  
Marktmiete (EUR/m2 p.m.)  
10,99  
10,99  
10,99  
Liegenschaftszinsatz  
1,5%  
1,6%  
1,7%  
Kapitalisierungszinssatz  
2,0%  
2,0%  
2,0%  
75  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Sensitivitätsanalyse  
Die folgenden Tabellen zeigen die Sensitivität des beizulegenden Zeitwerts von Immobilien bei der Veränderung  
wesentlicher Inputfaktoren:  
Sensitivitätsanalyse  
TEUR  
2021  
Veränderung  
Erhöhung  
Verminderung  
Marktmiete  
+/- 5,0 %  
780  
-790  
Liegenschaftszinssatz  
+/- 0,5 %  
-1.760  
2.150  
Kapitalisierungszinssatz  
+/- 0,5 %  
-880  
950  
Sensitivitätsanalyse (Vorjahr)  
TEUR  
2020  
Veränderung  
Erhöhung  
Verminderung  
Marktmiete  
+/- 5,0 %  
760  
-770  
Liegenschaftszinssatz  
+/- 0,5 %  
-1.700  
2.080  
Kapitalisierungszinssatz  
+/- 0,5 %  
-910  
980  
Sensitivitätsanalyse (Vorvorjahr)  
TEUR  
1.1.2020  
Veränderung  
Erhöhung  
Verminderung  
Marktmiete  
+/- 5,0 %  
730  
-720  
Liegenschaftszinssatz  
+/- 0,5 %  
-1.590  
1.960  
Kapitalisierungszinssatz  
+/- 0,5 %  
-930  
1.010  
17 Immaterielle Vermögenswerte  
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:  
Immaterielle Vermögenswerte  
TEUR  
Lizenzen und  
geleistete  
2021  
Sonstige  
Gesamt  
Software  
Anzahlungen  
Anschaffungs- und Herstellungskosten  
Stand zum 1. Jänner  
7.601  
1.089  
1.559  
10.249  
Zugänge  
6
1.609  
76  
1.690  
Abgänge  
0
-222  
0
-222  
Umbuchungen  
485  
-485  
0
0
Wechselkursdifferenzen  
1
0
0
1
Stand zum 31. Dezember  
8.093  
1.991  
1.634  
11.718  
Abschreibungen  
Stand zum 1. Jänner  
7.468  
0
1.384  
8.852  
Zugänge  
136  
0
135  
272  
Wechselkursdifferenzen  
1
0
0
1
Stand zum 31. Dezember  
7.605  
0
1.520  
9.125  
Buchwerte  
Stand zum 1. Jänner  
134  
1.089  
174  
1.397  
Stand zum 31. Dezember  
488  
1.991  
114  
2.594  
76  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr)  
TEUR  
Lizenzen und  
geleistete  
2020  
Sonstige  
Gesamt  
Software  
Anzahlungen  
Anschaffungs- und Herstellungskosten  
Stand zum 1. Jänner  
7.645  
392  
1.459  
9.496  
Zugänge  
35  
795  
38  
868  
Abgänge  
-114  
0
0
-114  
Umbuchungen  
37  
-98  
61  
0
Wechselkursdifferenzen  
0
0
0
0
Stand zum 31. Dezember  
7.601  
1.089  
1.559  
10.249  
Abschreibungen  
Stand zum 1. Jänner  
7.234  
0
1.221  
8.455  
Zugänge  
349  
0
163  
512  
Abgänge  
-114  
0
0
-114  
Wechselkursdifferenzen  
0
0
0
0
Stand zum 31. Dezember  
7.468  
0
1.384  
8.852  
Buchwerte  
Stand zum 1. Jänner  
411  
392  
238  
1.042  
Stand zum 31. Dezember  
134  
1.089  
174  
1.397  
Die geleisteten Anzahlungen betreffen Investitionen in ein Softwaresystem (SAP).  
Rechnungslegungsmethoden  
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen  
und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung orientiert sich an der bestimmbaren  
Nutzungsdauer. Firmenwerte werden keine ausgewiesen, da sämtliche Tochtergesellschaften gegründet wurden.  
Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden Nutzungsdauern zwischen drei und 15 Jahren angenommen. Immaterielle  
Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear abgeschrieben. Bei Anzeichen einer Wertminderung werden immaterielle  
Vermögenswerte einem Wertminderungstest unterzogen. Übersteigt der Buchwert des Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist  
auf den niedrigeren Wert abzuschreiben.  
Vermögenswerte mit Anschaffungskosten unter EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in der Entwicklung des  
Anlagevermögens sofort als Abgang behandelt.  
18 Finanzanlagen  
Die Finanzanlagen stellen sich wie folgt dar:  
Finanzanlagen  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Anleihen  
1.500  
1.500  
1.500  
Übrige Wertpapiere  
2.111  
2.188  
2.170  
Summe  
3.611  
3.688  
3.670  
Die Anleihen betreffen eine 6-jährige Anleihe (2017-2023), fix verzinst mit 0,55 % p.a., einer Kapitalgarantie und einer  
50 % Beteiligung an der positiven Wertentwicklung des Indexes. Bei den übrigen Wertpapieren handelt es sich um gängige  
Rentenfonds. Die Finanzanlagen werden zur Vorsorge für Abfertigungs- und Pensionszahlungen gehalten.  
77  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
19 Vorräte  
Die Vorräte stellen sich wie folgt dar:  
Vorräte  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Rohstoffe  
4.691  
5.089  
3.572  
Verpackungsmaterial  
4.826  
4.648  
4.300  
Hilfs- und Betriebsstoffe  
1.235  
1.041  
862  
Unfertige Erzeugnisse  
5.137  
4.741  
4.093  
Fertige Erzeugnisse und Waren  
16.195  
16.700  
14.510  
Summe  
32.084  
32.219  
27.338  
Die Rohstoffe betreffen bezogene Verbrauchsgüter wie Kakao, Nüsse und Fette, die unmittelbar in das Fertigerzeugnis  
eingehen.  
Zum 31. Dezember 2021 sind in den fertigen Erzeugnissen und Waren Handelswaren von TEUR 190 (2020: TEUR 343,  
1. Jänner 2020: TEUR 209) enthalten.  
Im Geschäftsjahr 2021 wurden Bestandsveränderungen von TEUR -469 (2020: TEUR 2.241) erfasst.  
Im Geschäftsjahr 2021 wurden unter anderem aufgrund verdorbener Vorräte Wertminderungen auf Vorräte von  
TEUR 3.750 (2020: TEUR 1.302) erfasst. Davon wurden Wertminderungen von Rohstoffen und Verpackungsmaterial von  
TEUR 1.208 (2020: TEUR 584) im Materialaufwand und Wertminderungen von unfertigen Erzeugnissen sowie fertigen  
Erzeugnissen und Waren von TEUR 2.542 (2020: TEUR 718) in den Bestandsveränderungen erfasst.  
Rechnungslegungsmethoden  
Vorräte werden gemäß IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am  
Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten alle Kosten, die angefallen sind, um die Waren in den erforderlichen Zustand  
und an den jeweiligen Ort zu bringen. Die Herstellungskosten umfassen alle Einzelkosten sowie angemessene Teile der in  
Zusammenhang mit der Herstellung angefallenen Gemeinkosten auf Basis einer normalen Auslastung der Produktionsanlagen. Die  
Bewertung der Rohstoffe und der Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem Durchschnittspreisverfahren.  
Unfertige Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Waren werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten werden  
anhand angefallener Materialkosten, Fertigungslöhne, Fertigungsgemeinkosten und anteiliger Verwaltungsgemeinkosten der Produktion  
ermittelt.  
Die im gewöhnlichen Geschäftsverlauf erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der geschätzten Kosten für die Fertigstellung und der bis  
zum Verkauf anfallenden Kosten bilden den Nettoveräußerungswert.  
20 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
Zum 31. Dezember 2021 betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 20.503 (2020: TEUR 17.049,  
1. Jänner 2020: TEUR 20.449).  
Rechnungslegungsmethoden  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen aus der Lieferung von Süßwaren an Kunden. Die Kunden sind zum größten Teil  
der Lebensmitteleinzelhandel in Österreich, Deutschland und im Rest der Welt. Für weitere Informationen zu Erlösen aus Verträgen mit  
Kunden wird auf Note 5 verwiesen.  
Die in der Praxis übliche Verrechnung von Rabatten, Skonti, Boni und WKZ mit den Erlösen führt dazu, dass auch bei den Forderungen  
aus Lieferungen und Leistungen entsprechende Kürzungen stattfinden. Für die Erfassung von Wertminderungen von Forderungen aus  
Lieferungen und Leistungen wird auf Note 31, Kreditrisiko, verwiesen.  
78  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
21 Sonstige Forderungen  
Sonstige Forderungen  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
933  
474  
145  
Forderungen aus sonstigen Steuern  
2.039  
1.691  
1.683  
Aktive Rechnungsabgrenzungen  
1.225  
1.109  
734  
Übrige sonstige Forderungen  
Summe  
4.197  
3.273  
2.562  
Die sonstigen Forderungen enthalten ausschließlich nicht finanzielle Vermögenswerte.  
Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen diverse im Geschäftsjahr angefallene Kosten, die Folgejahre betreffen.  
Die übrigen sonstigen Forderungen betreffen Antizipationen von Erträgen, die in Folgejahren zahlungswirksam werden  
und betreffen unter anderem Rückvergütungen aus Energieabgaben.  
22 Sonstige finanzielle Vermögenswerte  
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:  
Sonstige finanzielle Vermögenswerte  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Langfristig  
Kautionen  
818  
817  
781  
Übrige finanzielle Vermögenswerte  
32  
26  
16  
Summe  
851  
844  
797  
Kurzfristig  
Positive Marktwerte von Derivaten  
0
92  
799  
Übrige finanzielle Vermögenswerte  
613  
227  
436  
Summe  
613  
320  
1.235  
Gesamt  
1.464  
1.164  
2.032  
23 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
Zum 31. Dezember 2021 betrugen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente TEUR 14.275 (2020: TEUR 1.842,  
1. Jänner 2020: TEUR 1.730) und bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 14.202 (2020: TEUR 1.779,  
1. Jänner 2020: TEUR 1.571) und einem Kassenbestand von TEUR 72 (2020: TEUR 63, 1. Jänner 2020: TEUR 159). Es  
bestehen keine Verfügungsbeschränkungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.  
24 Eigenkapital  
Zum 31. Dezember 2021 betrug das Grundkapital der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft EUR 13.740.300,00  
(2020 und 1.1.2020: EUR 13.740.300,00) und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückaktien (2020 und  
1.1.2020: 1.890.000 Stückaktien) eingeteilt. Der auf eine Stückaktie entfallende Anteil am Grundkapital beträgt EUR 7,27  
(vormals: ATS 100). Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber (244.638 Stück, 2020: 360.319 Stück) oder auf Namen  
(1.645.362 Stück, 2020: 1.529.681 Stück). Die Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel).  
In der Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen zum 31. Dezember 2021 von TEUR 205 (2020: TEUR -224,  
1. Jänner 2020: TEUR 0) sind Effekte aus der Umrechnung von Investitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb  
79  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
enthalten. Die Manner AG hat ein an das Tochterunternehmen in Aserbaidschan vergebenes Darlehen als Teil der  
Nettoinvestition eingestuft. Das Tochterunternehmen rechnet die Euro-Kreditverbindlichkeit gegenüber der Manner AG zu  
verschiedenen Stichtagen mit unterschiedlichen Kursen in die aserbaidschanische Währung um, woraus Kurs-Differenzen  
entstehen. Kursdifferenzen aus der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind gemäß IAS 21.35 im  
sonstigen Ergebnis zu erfassen und in eine Rücklage im Eigenkapital zu kumulieren. Für weitere Informationen zu  
Währungsumrechnung siehe Note 4.  
Zum 31. Dezember 2021 betrugen die IAS-19-Rücklagen TEUR -157 (2020: TEUR -608, 1. Jänner 2020: TEUR 0). In den  
IAS-19-Rücklagen sind kumulierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung leistungsorientierter Verpflichtungen  
(Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen) enthalten.  
Zum 31. Dezember 2021 betrugen die Gewinnrücklagen TEUR 46.836 (2020: TEUR 45.349, 1. Jänner 2020:  
TEUR 44.880). In den Gewinnrücklagen sind gesetzliche Rücklagen von TEUR 1.374 (2020: TEUR 1.374, 1. Jänner 2020:  
TEUR 1.374) enthalten.  
Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2020 von EUR 0,80 EUR je Aktie  
(2020: EUR 0,40 je Aktie) beschlossen und ausgezahlt, was einem Gesamtbetrag von TEUR 1.512 (2020: TEUR 756)  
entspricht.  
Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und Märkte zu  
wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum  
31. Dezember 2021 35,6 % (2020: 37,6 %, 1. Jänner 2020: 37,8 %). Eine Eigenkapitalquote von über 40 % ist weiterhin  
ein Fixpunkt der Unternehmensplanung und des Risikomanagements der Manner Gruppe.  
Der Konzern überwacht das Eigenkapital mithilfe der Nettoverschuldung und des Nettoverschuldungsgrads (gearing). Die  
Nettoverschuldung ergibt sich als dem Saldo der Kreditverbindlichkeiten zuzüglich Leasingverbindlichkeiten und abzüglich  
der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 44.550  
(2020: TEUR 52.895, 1. Jänner 2020: TEUR 51.371). Der Nettoverschuldungsgrad ergibt sich aus dem Quotienten von  
Nettoverschuldung durch Eigenkapital und beträgt zum 31. Dezember 2021 73,5 % (2020: 90,8%, 1. Jänner 2020:  
87,6 %).  
25 Rückstellungen  
Die Entwicklung der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:  
Rückstellungen  
TEUR  
Stand zum  
Stand zum  
Zuführung  
Auflösung  
Verbrauch  
1. Jänner  
31. Dezember  
Langfristig  
Abfertigungsrückstellungen  
5.821  
155  
0
-284  
5.692  
Pensionsrückstellungen  
5.143  
0
0
-862  
4.281  
Jubiläumsgeldrückstellungen  
1.255  
219  
0
-2  
1.471  
Summe  
12.219  
374  
0
-1.149  
11.444  
Kurzfristig  
Abfertigungsrückstellungen  
455  
178  
0
-455  
178  
Pensionsrückstellungen  
651  
145  
0
-274  
522  
Jubiläumsgeldrückstellungen  
118  
66  
0
-118  
66  
Sonstige Rückstellungen  
538  
835  
-4  
-423  
945  
Summe  
1.761  
1.223  
-4  
-1.270  
1.710  
Gesamt  
13.980  
1.597  
-4  
-2.419  
13.154  
80  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Rückstellungen (Vorjahr)  
TEUR  
Stand zum  
Stand zum  
Zuführung  
Auflösung  
Verbrauch  
1. Jänner  
31. Dezember  
Langfristig  
Abfertigungsrückstellungen  
5.905  
143  
0
-227  
5.821  
Pensionsrückstellungen  
5.264  
0
-103  
-18  
5.143  
Jubiläumsgeldrückstellungen  
1.187  
96  
0
-28  
1.255  
Summe  
12.356  
239  
-103  
-272  
12.219  
Kurzfristig  
Abfertigungsrückstellungen  
236  
455  
0
-236  
455  
Pensionsrückstellungen  
638  
515  
0
-502  
651  
Jubiläumsgeldrückstellungen  
44  
118  
0
-44  
118  
Sonstige Rückstellungen  
564  
428  
-64  
-390  
538  
Summe  
1.482  
1.515  
-64  
-1.172  
1.761  
Gesamt  
13.838  
1.754  
-167  
-1.444  
13.980  
Die Rückstellungen bestehen zum größten Teil aus Personalrückstellungen und betreffen Abfertigungen, Pensionen und  
Jubiläumsgelder. Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 945 (2020: TEUR 538) betreffen diverse Vorsorgen, wie  
Prämien für Skispringer, Pönalen von Kunden oder Abschlagszahlungen an Vertriebsagenturen.  
Die Entwicklung der Barwerte leistungsorientierter Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:  
Barwerte leistungsorientierter Verpflichtungen  
TEUR  
2021  
2020  
Abfertigungen  
Pensionen  
Abfertigungen  
Pensionen  
Stand am 1. Jänner  
6.276  
5.794  
6.141  
5.902  
Dienstzeitaufwand  
233  
0
247  
0
Zinsaufwand  
54  
25  
73  
42  
Auszahlungen  
-588  
-547  
-459  
-659  
Neubewertungen  
Erfahrungsbedingte Anpassungen  
-116  
-358  
79  
386  
Veränderung finanzieller Annahmen  
10  
-110  
194  
123  
Stand an 31. Dezember  
5.869  
4.803  
6.276  
5.794  
Das Fälligkeitsprofil leistungsorientierter Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:  
Fälligkeiten  
TEUR  
31.12.2021  
< 1 Jahr  
1–5 Jahre  
6–10 Jahre  
Abfertigungsrückstellungen  
178  
1.469  
2.532  
Pensionsrückstellungen  
522  
1.683  
1.341  
Fälligkeiten (Vorjahr)  
TEUR  
31.12.2020  
< 1 Jahr  
1–5 Jahre  
6–10 Jahre  
Abfertigungsrückstellungen  
455  
1.114  
2.692  
Pensionsrückstellungen  
651  
2.070  
1.575  
Fälligkeiten (Vorvorjahr)  
TEUR  
1.1.2020  
< 1 Jahr  
1–5 Jahre  
6–10 Jahre  
Abfertigungsrückstellungen  
236  
1.128  
2.798  
Pensionsrückstellungen  
638  
2.075  
1.643  
81  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Schätzungen und Annahmen  
Personalrückstellungen  
Der Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder wird anhand von versicherungsmathematischen  
Berechnungen ermittelt. Eine versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen, die von den  
tatsächlichen Entwicklungen in der Zukunft abweichen können. Hierzu zählt die Festlegung des Rechnungszinssatzes, künftiger Lohn-  
und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Pensionssteigerungen. Aufgrund der Komplexität in der Bewertung und  
ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Sämtliche Annahmen  
werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Zudem werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Für weiterführende Informationen zu  
den versicherungsmathematischen Annahmen siehe unten, Unterkapitel Versicherungsmathematische Annahmen und  
Sensitivitätsanalyse.  
Rechnungslegungsmethoden  
Rückstellungen sind rechtliche oder faktische gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit entstehen und deren  
Erfüllung erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen in der Zukunft verbunden ist. Die verlässliche Schätzung der Höhe der  
Verpflichtung ist eine Voraussetzung für den Ansatz einer Rückstellung.  
Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen sind leistungsorientierte Verpflichtungen und unterliegen umfangreichen Angaben  
gemäß IAS 19. Die Bewertung der künftigen Verpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method. Dabei wird unterstellt, dass  
dem Arbeitnehmer sein Anspruch jährlich gleichmäßig verteilt zuwächst. Die bis zum Bilanzstichtag erworbenen Ansprüche werden auf  
den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abgezinst.  
Arbeitnehmer, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben einen  
gesetzlichen Anspruch auf eine Abfertigung bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters und im Fall der Dienstgeberkündigung  
(Abfertigung alt). Als Bemessungsgrundlage für den am Abschlussstichtag erreichten Anspruch gilt die voraussichtliche  
Bemessungsgrundlage bei Leistungsanfall für die Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung.  
Rückstellungen für Jubiläumsgelder sind andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer und unterliegen nicht den Angaben  
leistungsorientierter Verpflichtungen.  
Die Personalrückstellungen werden von einem externen Aktuar berechnet.  
Versicherungsmathematische Annahmen  
Für die Ermittlung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen wurden folgende versicherungsmathematischen  
Annahmen zugrunde gelegt:  
Versicherungsmathematische Annahmen  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Abferti-  
Abferti-  
Abferti-  
Pensionen  
Pensionen  
Pensionen  
gungen  
gungen  
gungen  
Diskontierungszinssatz  
1,2 %  
0,7 - 0,9 %  
0,9 %  
0,3 - 0,6 %  
1,2 %  
0,6 - 0,9 %  
Gehaltssteigerungen  
1,8 %  
0,0 %  
1,5 %  
0,0 %  
1,5 %  
0,0 %  
Pensionsalter Männer (Jahre)  
65  
65  
65  
65  
65  
65  
Pensionsalter Frauen (Jahre)  
60/65  
60/65  
60/65  
60/65  
60/65  
60/65  
Die Annahmen bezüglich Sterblichkeit, Invalidisierung und Witwenvorsorge wurden den Pensionstafeln AVÖ 2018-P  
entnommen. Im Geschäftsjahr 2021 betrug die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit (duration) der  
Abfertigungsrückstellungen 12 Jahre (2020: 13 Jahre, 1. Jänner 2020: 13 Jahre) und der Pensionsrückstellungen 6 bis  
8 Jahre (2020: 6 bis 9 Jahre, 1. Jänner 2020: 6 bis 9 Jahre).  
82  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Sensitivitätsanalyse  
Eine Änderung des Diskontierungszinssatzes oder der Gehaltssteigerungen hätte jeweils bei Gleichbleiben der übrigen  
Parameter folgende Auswirkungen auf die Höhe der Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen:  
Sensitivitätsanalyse  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Abferti-  
Abferti-  
Abferti-  
Pensionen  
Pensionen  
Pensionen  
gungen  
gungen  
gungen  
Diskontierungszinssatz  
-0,25 %  
151  
0
163  
0
167  
0
+0,25 %  
-146  
-84  
-157  
-101  
-161  
-106  
Gehaltssteigerungen  
-0,25 %  
-144  
-85  
-155  
-53  
-160  
-56  
+0,25 %  
149  
87  
161  
105  
166  
110  
26 Finanzielle Verbindlichkeiten  
Die finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Langfristig  
Kreditverbindlichkeiten  
20.581  
23.551  
20.185  
Leasingverbindlichkeiten  
4.546  
5.608  
7.037  
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten  
1.844  
2.266  
2.655  
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten  
6.390  
7.874  
9.692  
Kurzfristig  
Kreditverbindlichkeiten  
32.423  
24.273  
24.831  
Leasingverbindlichkeiten  
1.274  
1.305  
1.049  
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten  
2.493  
2.675  
2.491  
Negative Marktwerte von Derivaten  
0
105  
166  
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten  
3.767  
4.085  
3.706  
Summe  
63.161  
59.784  
58.413  
Die Leasingverbindlichkeiten betreffen Manner Shops, Bürogebäude und Firmenautos.  
Die übrigen finanzielle Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ein Darlehen von der Stadt Wien.  
83  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Überleitung der finanziellen Verbindlichkeiten auf den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit  
Die finanziellen Verbindlichkeiten haben sich unter Berücksichtigung der Veränderungen der Cashflows wie folgt  
entwickelt:  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
TEUR  
Leasing- Übrige finanzielle  
2021  
Kredite  
Gesamt  
verbindlichkeiten Verbindlichkeiten  
Stand zum 1. Jänner  
47.825  
6.912  
5.047  
59.784  
Einzahlungen aus der Aufnahme  
25.439  
0
6
25.445  
Auszahlungen für die Tilgung  
-20.273  
-1.285  
-610  
-22.168  
Stand nach Cashflows  
5.166  
-1.285  
-604  
3.277  
Wechselkursdifferenzen  
0
-24  
-1  
-24  
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von  
0
0
-105  
-105  
Derivaten  
Veränderungen aus Leasingverhältnissen  
0
217  
0
217  
Zinsabgrenzungen  
14  
0
0
14  
Stand zum 31.12.  
53.004  
5.820  
4.337  
63.161  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
TEUR  
Leasing- Übrige finanzielle  
2020  
Kredite  
Gesamt  
verbindlichkeiten Verbindlichkeiten  
Stand zum 1. Jänner  
45.015  
8.085  
5.312  
58.413  
Einzahlungen aus der Aufnahme  
7.694  
0
102  
7.796  
Auszahlungen für die Tilgung  
-4.886  
-1.180  
-309  
-6.374  
Stand nach Cashflows  
2.808  
-1.180  
-206  
1.422  
Wechselkursdifferenzen  
0
17  
1
18  
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von  
0
0
-61  
-61  
Derivaten  
Veränderungen aus Leasingverhältnissen  
0
-10  
0
-10  
Zinsabgrenzungen  
1
0
0
1
Stand zum 31.12.  
47.825  
6.912  
5.047  
59.784  
84  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
27 Sonstige Verbindlichkeiten  
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige  
Verbindlichkeiten (nicht finanziell), und stellen sich wie folgt dar:  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige nicht  
TEUR  
finanzielle Verbindlichkeiten  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Sonstige Verbindlichkeiten, langfristig  
Investitionszuschüsse  
645  
0
0
Summe  
645  
0
0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristig  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - Dritte  
25.347  
15.043  
15.265  
Summe  
25.347  
15.043  
15.265  
Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig  
Verbindlichkeiten aus Personalabgrenzungen  
4.346  
4.761  
6.313  
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit  
1.340  
1.576  
1.233  
Verbindlichkeiten aus übrigen Steuern  
400  
371  
536  
Abgegrenzte Schulden und passive Rechnungsabgrenzung  
41  
201  
220  
Übrige Verbindlichkeiten (nicht-finanziell)  
151  
139  
354  
Summe  
6.279  
7.047  
8.656  
Gesamt  
32.271  
22.091  
23.921  
28 Latente Steuern  
Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen:  
Steuerabgrenzung  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Latente  
Latente  
Latente  
Latente  
Latente  
Latente  
Bilanzposition  
Steueransprüche Steuerschulden Steueransprüche Steuerschulden Steueransprüche Steuerschulden  
Immobilienvermögen  
0
-2.572  
0
-2.425  
0
-2.074  
Sachanlagen  
611  
-1.466  
556  
-1.430  
515  
-1.733  
Forderungen  
538  
0
578  
-23  
233  
-200  
Verbindlichkeiten  
1.605  
-10  
1.852  
-77  
2.164  
-22  
Rückstellungen  
964  
0
1.057  
0
959  
0
Summe  
3.719  
-4.048  
4.042  
-3.956  
3.871  
-4.029  
Saldierung  
-3.715  
3.715  
-3.956  
3.956  
-3.857  
3.857  
Gesamt  
4
-333  
86  
0
14  
-172  
Rechnungslegungsmethoden  
Zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld im IFRS-Konzernabschluss und seinem steuerlichen Wert können  
temporäre Differenzen entstehen. Wenn in zukünftigen Perioden der Buchwert des Vermögenswerts realisiert oder eine Schuld erfüllt  
wird, führt dies bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Ergebnisses zu steuerpflichtigen oder abzugsfähigen Beträgen. Zukünftig  
wahrscheinlich eintretende steuerliche Be- und Entlastungen werden bereits zum Abschlussstichtag als latente Steuern erfasst. Erwartete  
Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert. Die  
Steuerabgrenzung erfolgt nach der bilanzorientierten Sichtweise.  
Für die Ermittlung der Abgrenzung werden die bei der Auflösung der Unterschiede erwarteten künftigen Steuersätze angewendet.  
Zukünftige Steuersätze werden berücksichtigt, sofern die Steuersatzänderung zum Bilanzstichtag bereits beschlossen ist.  
85  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Für die Ermittlung der Steuerabgrenzung zum 31. Dezember 2021, 31. Dezember 2020 und 1. Jänner 2020 wurden folgende Steuersätze  
zugrunde gelegt:  
-
Österreich: 25 %  
-
Tschechien: 19 %  
-
Slowenien: 19 %  
-
Aserbaidschan: 20 %  
Latente Steueransprüche wurden nur in jenem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass in einem absehbaren Zeitraum ein  
zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten  
Verlustvorträge verwendet werden können.  
Für zum 31. Dezember 2021 noch nicht genutzte Verlustvorträge von TEUR 32 (2020: TEUR 24, 1. Jänner 2020: TEUR 21) wurden keine  
latenten Steueransprüche von TEUR 8 (2020: TEUR 6, 1. Jänner 2020: TEUR 5) angesetzt. Die Verlustvorträge der Manner Azerbaijan  
LLC belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 2.886, welche im Hinblick auf die latente Steuer aufgrund der Steuerbefreiung der  
Gesellschaft keine Relevanz haben. Darüber hinaus bestehen keine Verlustvorträge, für die latente Steuern angesetzt wurden.  
In Übereinstimmung mit IAS 12.74 werden latente Steueransprüche und -schulden je Gesellschaft saldiert ausgewiesen.  
Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen  
resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im  
Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung  
vorgenommen.  
86  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Sonstige Angaben  
29 Leasingverhältnisse  
Leasingnehmer  
Die Manner Gruppe hat Leasingverträge über die Anmietung von Geschäftsräumlichkeiten (Manner Shops),  
Betriebsräumlichkeiten (Bürogebäuden) und Firmen-PKWs abgeschlossen.  
Die Nutzungsrechte für Immobilien (Shops, Büros) und PKWs werden in den Sachanlagen ausgewiesen und haben sich  
wie folgt entwickelt:  
Nutzungsrechte – Immobilien  
TEUR  
2021  
2020  
Stand zum 1. Jänner  
4.494  
5.483  
Abschreibungen  
-817  
-990  
Stand zum 31.12.  
3.676  
4.494  
Nutzungsrechte – PKWs  
TEUR  
2021  
2020  
Stand zum 1. Jänner  
362  
437  
Zugänge  
209  
0
Abschreibungen  
-118  
-75  
Stand zum 31.12.  
453  
362  
Die Gruppe hat in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen  
erfasst:  
Erfolgswirksame Beträge aus Leasingverhältnissen  
TEUR  
2021  
2020  
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten  
99  
101  
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse  
714  
428  
Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse betrifft vor allem den Mietaufwand für zwei Shops, die nicht als  
Leasingverhältnis identifiziert wurden.  
Im Geschäftsjahr 2021 wurden in der Kapitalflussrechnung Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse von  
TEUR 1.384 (2020: TEUR 1.280) erfasst. Darin sind Tilgungen von TEUR 1.285 (2020: TEUR 1.180) und Zinsen von  
TEUR 99 (2020: TEUR 101) enthalten.  
Die Fälligkeitsanalyse der nicht abgezinsten vertraglichen Leasingzahlungen stellt sich wie folgt dar:  
Fälligkeiten zu leistender Leasingzahlungen  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Bis 1 Jahr  
1.274  
1.305  
1.049  
In 1 bis 5 Jahren  
3.338  
3.828  
4.623  
Nach 5 Jahren  
1.208  
1.780  
2.414  
Summe  
5.820  
6.912  
8.085  
87  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Leasinggeber  
Die Manner Gruppe vermietet eine Immobilie in Wien Hernals zu Wohnzwecken. Die Vermietung der Immobilie wurde als  
Operating-Leasing eingestuft (siehe Rechnungslegungsmethoden) und wurde in den als Finanzinvestition gehaltenen  
Immobilien ausgewiesen (siehe Note 16).  
Die Manner Gruppe hat für zwei in Wien Hernals im Eigentum stehende Grundstücke langfristige Baurechte vergeben. Die  
Baurechtnehmer haben auf den Grundstücken eine Tiefgarage und ein Bürogebäude errichtet. Das Bürogebäude wird von  
Manner angemietet. Die Baurechte wurden als Operating-Leasing eingestuft (siehe Rechnungslegungsmethoden) und  
sind in den Sachanlagen (Grundstücke und Gebäude) ausgewiesen.  
Im Geschäftsjahr 2021 wurden Mieterlöse von TEUR 446 (2020: TEUR257) erzielt (siehe Note 7).  
Die folgende Tabelle zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen.  
Fälligkeiten zu erhaltender Leasingzahlungen – Grundstücke (IAS 16)  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Bis 1 Jahr  
24  
24  
24  
In 1 bis 2 Jahren  
47  
47  
47  
In 2 bis 3 Jahren  
47  
47  
47  
In 3 bis 4 Jahren  
47  
47  
47  
In 4 bis 5 Jahren  
47  
47  
47  
Über 5 Jahren  
693  
716  
740  
Gesamt  
906  
930  
953  
Fälligkeiten zu erhaltender Leasingzahlungen – Als Finanzinvestition gehaltene  
TEUR  
Immobilien (IAS 40)  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Bis 1 Jahr  
446  
446  
223  
In 1 bis 2 Jahren  
446  
446  
446  
In 2 bis 3 Jahren  
446  
446  
446  
In 3 bis 4 Jahren  
446  
446  
446  
In 4 bis 5 Jahren  
446  
446  
446  
Über 5 Jahren  
3.795  
4.242  
4.688  
Gesamt  
6.027  
6.474  
6.697  
Die Verträge sind überwiegend auf bestimmte Laufzeiten abgeschlossen. Die zukünftigen Zahlungen sind indexiert.  
Ermessensentscheidungen  
Laufzeit von Leasingverhältnissen  
Die Manner Gruppe hat Mietverträge über Shops, PKWs und Bürogebäude abgeschlossen. Die Manner Gruppe bestimmt die  
Leasinglaufzeit als unkündbare Grundlaufzeit unter Berücksichtigung von Zeiträumen, die sich aus Verlängerungs- und  
Kündigungsoptionen ergeben, sofern eine Ausübung hinreichend sicher ist.  
Die Gruppe hat bei der Beurteilung, ob die Ausübung der Optionen hinreichend sicher ist, dahingehend Ermessen ausgeübt, dass im Fall  
von PKW-Leasing der Vertrag bei Ablauf endet (keine Kündigungsoption) und im Fall von Shops und Büros die erst mögliche  
Kündigungsfrist wahrgenommen wird, die frühestens nach fünf Jahren eintritt. Im Fall der unbestimmten vertraglichen Laufzeit eines  
Shops wurde die Kündigung nach zehn Jahren angenommen, da dies dem Re-Investitionszyklus des Handels entspricht.  
Klassifizierung von Leasingverhältnissen  
Die Manner Gruppe tritt als Leasinggeber zweier Grundstücke mittels langfristiger Baurechtsverträge auf. Auf einem Grundstück wurde  
ein Bürogebäude errichtet, das die Manner Gruppe anmietet – auf dem anderen Grundstück wurde eine öffentliche Parkgarage errichtet.  
In beiden Fällen ist die Manner Gruppe zu dem Schluss gekommen, dass das wirtschaftliche Eigentum nicht an den Baurechtsnehmer  
übergeht, da die Grundstücke am Ende der Laufzeit des Baurechts vertraglich an die an die Manner Gruppe zurückgehen.  
88  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Schätzungen und Annahmen  
Grenzfremdkapitalzinssatz  
Die Manner Gruppe verwendet den Grenzfremdkapitalzinssatz zur Berechnung der Leasingverbindlichkeit, da sie den impliziten Zinssatz  
des Leasingverhältnisses nicht bestimmen kann. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den das Unternehmen zahlen müsste,  
wenn es einen Kredit mit vergleichbarer Laufzeit und vergleichbarer Besicherung aufnehmen würde, um einen Vermögenswert mit einem  
dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert in einem ähnlichen ökonomischen Umfeld zu erwerben. Der Grenzfremdkapitalzinssatz spiegelt  
daher die Zinsen wider, welche die Manner Gruppe für eine Kreditaufnahme zu zahlen hätte. Die Manner Gruppe hat ihre zum  
1. Jänner 2020, 31. Dezember 2020 und 31. Dezember 2021 bestehenden Kredite betrachtet und daraus einen laufzeitkongruenten,  
gewichteten Zinssatz abgeleitet.  
Rechnungslegungsmethoden  
Erstmalige Anwendung  
Die Manner Gruppe wendet die IFRS erstmalig an. Der Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS ist der 1.1.2020. IFRS 1 sieht einige  
Erleichterungen hinsichtlich der Bilanzierung von Leasingverhältnissen vor (IFRS 1.D9-D9E). Die Manner Gruppe hat diese  
Erleichterungen in Anspruch genommen.  
Identifizierung des Leasingverhältnisses  
Ein Unternehmen beurteilt bei Vertragsbeginn, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der  
Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum  
zu kontrollieren.  
Die Manner Gruppe hat die Erleichterung in IFRS 1.D9 in Anspruch genommen und Verträge, die vor dem 1.1.2020 abgeschlossen  
wurden, zum 1.1.2020 beurteilt.  
Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten  
Beim Immobilienleasing fallen Betriebskosten an. Die Betriebskosten sind (für sich allein) keine Leasingkomponente, da sie den  
Leasingnehmer nicht dazu berechtigen, die Nutzung der Immobilie zu kontrollieren. Die Manner Gruppe bilanziert Betriebskosten als  
Nichtleasingkomponente und nimmt den Behelf nach IFRS 16.15, von einer Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten  
abzusehen, nicht in Anspruch. Die Betriebskosten werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Mietaufwand erfasst.  
Laufzeit des Leasingverhältnisses  
Die Laufzeit des Leasingverhältnisses umfasst die unkündbare Grundlaufzeit zuzüglich der Zeiträume, die sich aus einer Option zur  
Verlängerung oder Kündigung ergeben, für die es hinreichend sicher ist, dass der Leasingnehmer diese Option ausüben oder, im Fall der  
Kündigung, nicht ausüben wird.  
Die Manner Gruppe hat bei der Bestimmung der Laufzeit gemäß IFRS 1.D9D(e) spätere Erkanntnisse berücksichtigt. Konkret wurden  
Schließungen von Manner Shops, die zwischen dem 1.1.2020 und dem Tag der Erstellung des Konzernabschlusses stattgefunden haben,  
bei der Bestimmung der Laufzeit der Leasingverhältnisse aus Sicht zum 1.1.2020 berücksichtigt.  
Die Laufzeit der Leasingverträge beträgt bei den Manner Shops und den PKWs fünf Jahre. Die Manner Gruppe hat bei einem Shop, bei  
dem die Laufzeit vertraglich unbestimmt ist, die Laufzeit aufgrund des im Einzelhandel üblichen Reinvestitionszyklus mit zehn Jahren  
festgelegt.  
Freistellung vom Ansatz  
Die Manner Gruppe ist bei zwei Manner Shops zu dem Schluss gekommen, dass aufgrund beidseitiger Kündigungsrechte kein  
Leasingverhältnis entstanden ist. Die Zahlungen für diese beiden Shops wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.  
Leasingnehmer – Ansatz und Bewertung  
Am Bereitstellungsdatum (bzw. zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS) erfasst ein Leasingnehmer ein Nutzungsrecht und eine  
Leasingverbindlichkeit. Beim erstmaligen Ansatz wird das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten  
ergeben sich aus der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit abzüglich erhaltener Leasinganreize und zuzüglich anfänglicher  
direkter Kosten.  
Nach dem Bereitstellungsdatum (bzw. nach dem Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS) werden Nutzungsrechte zu Anschaffungskosten  
bewertet, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen sowie berichtigt um Neubewertungen aus Veränderungen der  
Laufzeit oder der veränderten Beurteilung einer Kaufoption.  
Am Bereitstellungsdatum (bzw. zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS) wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der noch nicht  
geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem, dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz. Lässt sich dieser  
89  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmen, ist der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers – gegebenenfalls zum Zeitpunkt des  
Übergangs auf IFRS – heranzuziehen.  
Die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit zu berücksichtigenden Leasingzahlungen umfassen feste Zahlungen und variable  
Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind; Restwertgarantien; den Ausübungspreis einer hinreichend sicheren  
Kaufoption; Strafzahlungen für Kündigungen.  
Die Manner Gruppe hat bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit feste Zahlungen und variable Leasingzahlungen, die an einen Index  
oder Zinssatz gekoppelt sind, berücksichtigt. Dabei wurden aufgrund von IFRS 1.D9D(e) bei der Bestimmung der zu berücksichtigenden  
Leasingzahlungen spätere Erkenntnisse berücksichtigt. Konkret wurden Leasingzahlungen für Shops, die zwischen dem 1.1.2020 und  
den Tag der Erstellung des Konzernabschlusses geschlossen wurden, nur im tatsächlich stattgefundenen Ausmaß berücksichtigt.  
Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind – wie Umsatzmieten – werden im Aufwand erfasst.  
Nach dem Bereitstellungsdatum wird die Leasingverbindlichkeit zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode  
bewertet. Die Leasingverbindlichkeit wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Indexanpassung  
verändern oder wenn der Konzern seine Einschätzung hinsichtlich der relevanten Parameter ändert. Bei einer solchen Neubewertung der  
Leasingverbindlichkeit wird das Nutzungsrecht angepasst. Eine erfolgswirksame Anpassung erfolgt dann, wenn sich der Buchwert des  
Nutzungsrechts auf null verringert hat. Im vorliegenden Abschluss ist es zu keinen Neubewertungen gekommen.  
In der Bilanz weist die Manner Gruppe Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen,  
in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten aus.  
Baurechte  
Die Manner Gruppe hat Baurechtsverträge als Baurechtsgeber abgeschlossen. Die Gruppe vermietet Grundstücke an Dritte zwecks  
Errichtung eines Bürogebäudes sowie einer Tiefergarage. Diese Baurechtsverträge stellen Leasinggeberverhältnisse im Sinne von  
IFRS 16 dar und werden als Operating-Leasing dargestellt (siehe unten, „Leasinggeber“).  
Leasinggeber  
Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing eingestuft, wenn es im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken  
und Chancen überträgt. Ist dies nicht der Fall, wird ein Leasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. IFRS 16 führt  
beispielhaft fünf Fälle an, die für den Leasinggeber zur Einstufung eines Vertrags als Finanzierungsleasing führen würden  
(Eigentumsübergang, günstige Kaufoption, Laufzeittest, Barwerttest oder Spezialleasing).  
Die Manner Gruppe tritt hinsichtlich als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und Grundstücken des Sachanlagevermögens als  
Leasinggeber auf. Die Gruppe ist zu dem Schluss gekommen, dass für alle Mietverträge das wirtschaftliche Eigentum an den Objekten  
bei der Manner Gruppe verbleibt und damit die wesentlichen Risiken und Chancen nicht übertragen werden. Dies ergibt sich insbesondere  
daraus, dass die Laufzeit der Mietverträge deutlich kürzer ist als die wirtschaftliche Nutzungsdauer einer Immobilie oder Grundstücks  
(Laufzeittest). Außerdem entspricht zu Beginn des Mietvertrags der Barwert der Leasingzahlungen nicht dem nahezu gesamten  
beizulegenden Zeitwerts der Immobilie oder Grundstücks (Barwerttest). Somit werden alle Mietverträge, bei denen die Manner Gruppe  
als Leasinggeber auftritt, als Operating-Leasingverträge eingestuft.  
90  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
30 Finanzinstrumente  
Kategorien und Buchwerte  
Die folgenden Tabellen zeigen für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten die  
Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 und die Buchwerte.  
Kategorien und Buchwerte  
TEUR  
Kategorie  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Langfristige finanzielle Vermögenswerte  
Anleihen  
AC  
1.500  
1.500  
1.500  
Übrige Wertpapiere und Anteile  
FVPL  
2.111  
2.188  
2.170  
Kautionen  
AC  
818  
817  
781  
Sonstige langfristige Forderungen  
AC  
32  
26  
16  
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte  
Positive Marktwerte von Derivaten  
FVPL  
0
92  
799  
Übrige finanzielle Vermögenswerte  
AC  
613  
227  
436  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
AC  
20.503  
17.049  
20.449  
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten  
Kreditverbindlichkeiten  
AC  
20.581  
23.551  
20.185  
Leasingverbindlichkeiten  
n.a.  
4.546  
5.608  
7.037  
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten  
AC  
1.844  
2.266  
2.655  
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten  
Kreditverbindlichkeiten  
AC  
32.423  
24.273  
24.831  
Leasingverbindlichkeiten  
n.a.  
1.274  
1.305  
1.049  
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten  
AC  
2.493  
2.675  
2.491  
Negative Marktwerte von Derivaten  
FVPL  
0
105  
166  
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente  
Die Stufen in der Bemessungshierarchie und die Buchwerte der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten  
Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:  
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente  
TEUR  
Stufe  
Buchwert  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Übrige Wertpapiere und Anteile  
1
2.111  
2.188  
2.170  
Negative Marktwerte von Derivaten  
2
0
105  
166  
Positive Marktwerte von Derivaten  
2
0
92  
799  
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente  
Die Manner Gruppe geht davon aus, dass für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten  
sowie für variabel verzinste finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Buchwert einen  
angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.  
91  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten langfristigen  
Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:  
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Beizulegender  
Beizulegender  
Beizulegender  
Buchwert  
Buchwert  
Buchwert  
Zeitwert  
Zeitwert  
Zeitwert  
Finanzielle Vermögenswerte  
Anleihen  
1.500  
1.528  
1.500  
1.498  
1.500  
1.515  
Übrige finanzielle Vermögenswerte  
818  
818  
817  
817  
781  
781  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
Kreditverbindlichkeiten  
20.581  
20.866  
23.551  
24.182  
20.185  
20.592  
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten  
1.844  
1.779  
2.266  
1.940  
2.655  
2.400  
Sämtliche Instrumente in der vorstehenden Tabelle wurden der Stufe drei der Bemessungshierarchie zugeordnet.  
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten  
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien zusammengefasst.  
Erträge werden ohne Vorzeichen und Aufwendungen mit negativem Vorzeichen dargestellt.  
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten  
TEUR  
Zinsauf-  
Zins-  
Bewer- Währungs-  
Wertauf-  
2021  
wen-  
Sonstige  
Gesamt  
erträge  
tungen differenzen holungen  
dungen  
Finanzielle Vermögenswerte und  
0
0
-8  
0
0
0
-8  
finanzielle Verbindlichkeiten FVPL  
Finanzielle Vermögenswerte AC  
24  
0
0
26  
69  
0
118  
Finanzielle Verbindlichkeiten AC  
0
-930  
0
0
0
-325  
-1.255  
Gesamt  
24  
-930  
-8  
26  
69  
-325  
-1.144  
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten (Vorjahr)  
TEUR  
Zinsauf-  
Zins-  
Bewer- Währungs-  
Wertauf-  
2020  
wen-  
Sonstige  
Gesamt  
erträge  
tungen differenzen holungen  
dungen  
Finanzielle Vermögenswerte und  
0
0
-646  
0
0
0
-646  
finanzielle Verbindlichkeiten FVPL  
Finanzielle Vermögenswerte AC  
45  
0
0
-4  
30  
0
70  
Finanzielle Verbindlichkeiten AC  
0
-645  
0
0
0
-126  
-771  
Gesamt  
45  
-645  
-646  
-4  
30  
-126  
-1.347  
Die Wertaufholungen ergeben sich aus dem Saldo von Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen, wobei in  
den Geschäftsjahren 2021 und 2020 ein Überschuss der Auflösungen über die Zuführungen bestand (siehe Note 31,  
Ausfallsrisiko).  
Im Geschäftsjahr 2021 enthält das sonstige Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten Zinsaufwendungen für Leasing von  
TEUR 99 (2020: TEUR 101) sowie nicht ausgenützte Lieferantenskonti von TEUR 168 (2020: TEUR 42).  
Schätzungen und Annahmen  
Beizulegender Zeitwert von finanziellen Verbindlichkeiten  
Sofern die beizulegenden Zeitwerte von angesetzten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nicht mithilfe von  
notierten Preisen in aktiven Märkten bemessen werden können, werden sie unter Verwendung von Bewertungsverfahren, darunter der  
Discounted-Cashflow-Methode, ermittelt. Die in das Modell eingehenden Inputparameter stützen sich soweit möglich auf beobachtbare  
92  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Marktdaten. Liegen diese nicht vor, gründet sich die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts im hohen Maße auf Annahmen und  
Schätzungen des Managements. Die Annahmen betreffen Inputfaktoren wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko, Volatilität, Diskontierungssatz  
oder Wachstumsraten. Änderung der getroffenen Annahmen für diese Faktoren können sich auf die angesetzten beizulegenden Zeitwerte  
der Finanzinstrumente auswirken.  
Die Manner Gruppe hat den beizulegenden Zeitwert von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Banken derart bestimmt, dass an Stelle  
des vertraglichen Zinssatzes ein marktkonformer Zinssatz zugrunde gelegt wurde. Der marktkonforme Zinssatz bestimmt sich aus dem  
risikolosen Zinssatz zuzüglich eines unternehmensspezifischen Aufschlags. Der unternehmensspezifische Aufschlag wurde anhand der  
Bonität des Mutterunternehmens festgestellt.  
Rechnungslegungsmethoden  
Erstmaliger Ansatz  
Die erstmalige Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert sowie  
bei Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzüglich oder abzüglich direkt  
zurechenbarer Transaktionskosten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Transaktionspreis angesetzt.  
Die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt, wenn das vertragliche Anrecht auf Zahlungsströme ausläuft oder übertragen wird.  
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sobald diese getilgt wurden.  
Klassifizierung  
IFRS 9 unterscheidet bei der Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte drei Kategorien: finanzielle Vermögenswerte, die für die  
Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder erfolgswirksam zum  
beizulegenden Zeitwert bewertet werden.  
Unter die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte fallen jene Vermögenswerte, die im Rahmen  
eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Ziel das Halten dieser Instrumente ist, um daraus vertragliche Zahlungsströme zu  
generieren. Zudem muss das Zahlungsstromkriterium erfüllt werden, wonach die Vereinnahmung von Zahlungsströmen ausschließlich  
aus Tilgungen und Zinsen besteht.  
Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht das einmalig ausübbare Wahlrecht, diese  
Instrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne anschließende Umgliederung in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung  
oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Manner Gruppe hat dieses Wahlrecht dahingehend ausgeübt,  
Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.  
Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Davon ausgenommen sind zum FVPL bewertete  
finanzielle Verbindlichkeiten, wie beispielsweise freistehende Derivate mit negativem Marktwert.  
Die von der Manner Gruppe vorgenommene Klassifizierung von Finanzinstrumenten ist dem vorstehenden Kapitel „Kategorien und  
Buchwerte“ zu entnehmen.  
Folgebewertung  
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert  
oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.  
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.  
Zudem unterliegen solche Vermögenswerte den Bestimmungen zu Wertminderungen gemäß IFRS 9.  
Hinsichtlich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte sieht IFRS 9 das Modell der erwarteten Kreditausfälle (expected credit  
losses) vor. Demnach ist eine Wertminderung entweder in Höhe der Kreditausfälle zu erfassen, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf  
Monate erwartet wird, oder es ist eine Wertminderung in Höhe der Kreditausfälle zu erfassen, die über die Gesamtlaufzeit des  
Vermögenswerts erwartet werden. Ersteres ist der Fall, wenn sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts  
nicht signifikant erhöht hat; der zweite Fall tritt ein, wenn sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat oder  
wenn infolge eines Ausfallereignisses objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Für Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten, sowie wahlweise für Forderungen aus Leasingverhältnissen  
kommt die vereinfachte Vorgehensweise (simplified approach) zur Anwendung, die eine Bemessung der Wertminderungen in Höhe der  
über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste vorsieht. Die Manner Gruppe bewertet Forderungen aus Leasingverhältnissen in Höhe der  
über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste.  
Beizulegender Zeitwert  
In den zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten eingesetzten Bewertungstechniken fließen Inputfaktoren  
ein. Die Manner Gruppe verwendet dabei so weit wie möglich beobachtbare Inputfaktoren. Die in den Bewertungstechniken verwendeten  
Inputfaktoren werden in drei Stufen innerhalb der Bemessungshierarchie eingeordnet.  
93  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
In den zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eingesetzten Bewertungstechniken werden Inputfaktoren verwendet. Die sogenannte  
Bemessungshierarchie teilt die verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen ein.  
Inputfaktoren der Stufe 1 sind in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden notierte, nicht berichtigte Preise. Dies  
betrifft zum Beispiel Aktien.  
Inputfaktoren der Stufe 2 sind andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld  
entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind, zum Beispiel Zinsswaps. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps wird durch  
die Abzinsung zukünftiger erwarteter Cashflows und nach Optionspreismodellen ermittelt. Dem Kontrahentenrisiko wird durch Credit  
Valuation Adjustments und Debit Valuation Adjustments Rechnung getragen.  
Inputfaktoren der Stufe 3 sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind, zum Beispiel  
Genussscheine oder Kreditverbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert dieser Finanzinstrumente wird durch Abzinsung der künftig  
erwarteten Cashflows ermittelt. In die Bewertung fließen beobachtbare Inputfaktoren (Zinssätze, Wechselkurse) und nicht beobachtbare  
Inputfaktoren (eigenes Bonitätsrisiko) ein.  
Wenn die für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld verwendeten  
Inputfaktoren in unterschiedlichen Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden  
Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die  
Bewertung insgesamt wesentlich ist. Umgliederungen zwischen den Stufen werden am Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung  
eingetreten ist, erfasst.  
31 Risikoberichterstattung  
Risikomanagement  
Die Geschäftstätigkeit der Manner Gruppe ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht  
gänzlich ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagementprozess beteiligten Personen ist von der  
festgelegten Risikopolitik bestimmt. Die verfolgte Strategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und  
Eigenständigkeit der Gruppe als börsennotierte, österreichische Familienunternehmensgruppe.  
Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Dies bedeutet für  
die Risikopolitik, dass die Gruppe bereit ist, unternehmerische Risiken einzugehen, sofern durch die damit eingeleiteten  
Geschäftsaktivitäten und die daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Steigerung des Unternehmenswerts  
zu erwarten ist. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden somit unternehmerische Risiken durch ein  
Gegenüberstellen von Chancen und Gefahren abgewogen.  
Die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist daher ein essenzieller Teil der Unternehmensführung. Ziel  
ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten. Die regelmäßige  
Sensibilisierung der Mitarbeiter resultiert in einer verantwortungsbewussten Risikokultur des Unternehmens.  
Die Manner Gruppe versteht damit Risikomanagement als integrierten Teil aller Prozesse und Abläufe. Für das  
Risikomanagement besteht daher keine eigene Aufbauorganisation, denn Risiko- und Krisenmanagement ist eine  
wesentliche Aufgabe aller Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisen-Management-Team.  
Alle nicht zu den Kerntätigkeitsfeldern der Unternehmensgruppe gehörenden Risiken, wie z. B. Zinsänderungs-,  
Währungs-, Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken, werden tendenziell und nach Möglichkeit auf Dritte (z.B.  
Versicherungsgesellschaften) übertragen.  
Absatz- und Nachfragerisiko  
Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrageschwankungen) trägt  
das Unternehmen selbst und werden nicht versichert. Ebenso zu den Kernrisiken gehören die Risiken aus der Entwicklung  
neuer Produkte oder Märkte. Die Handelskonzentrationen in den jeweiligen Märkten stellen ein systemimmanentes Risiko  
in der Lebensmittelindustrie dar. Diesem Risiko wird sowohl durch die konsequente Pflege der einzelnen Marken der  
Gruppe im Süßwarenbereich als auch durch die Verstärkung der Exportaktivitäten gegengesteuert. Die fortgesetzte  
Konzentration im Bereich des Handels führt zu einem erhöhten Druck auf die Abgabepreise.  
94  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Beschaffungsrisiko  
Es besteht generell das Risiko von Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Produktionsmaterialien, Verpackungen und  
Energie, das nicht zeitgerecht oder im vollen Umfang an die Abnehmer*innen weitergegeben werden kann. Diese  
Kostensteigerungen werden sich immer wieder aufgrund von Währungsschwankungen, Angebotsengpässen  
(Ernteausfälle oder erhöhte Nachfrage) oder Preisspitzen bei Rohöl und Erdgas ergeben. Die Gruppe ist bestrebt, mit  
Vorkontrakten und rechtzeitiger Eindeckung gegenzusteuern. Lieferengpässe bei Rohstoffen, Energie, Verpackungen und  
Produktionsmaterialien können zu Produktionsausfällen führen.  
Finanz- und Zinsänderungsrisiko  
Gegen Finanzrisiken wird laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch entsprechende  
Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Das Risiko einer  
Zinsänderung besteht für Finanzanlagen und Finanzschulden und wird ständig überwacht. Bei den Wertpapieren der  
Finanzanlagen handelt es sich überwiegend um Anteile an Investmentfonds, die kurzfristig veräußert werden können. Ein  
Fremdwährungsrisiko besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß.  
Die Manner Gruppe schätzt die Risikokonzentration von Guthaben bei Banken als gering ein, da die Guthaben auf mehrere  
Banken verteilt sind.  
Ausfallrisiko  
Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere, die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen  
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten stellen das maximale Kreditrisiko  
dar. Das Risiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko. Die Wertpapiere unterliegen den Risiken des Kapitalmarkts.  
Die nachstehende Tabelle enthält die Bruttoforderungen, die Wertberichtigungen und die sich daraus ergebenden  
Nettoforderungen der finanziellen Vermögenswerte, für die der Konzern Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 zu erfassen  
hat:  
Finanzielle Vermögenswerte  
TEUR  
Bruttobuchwert  
Wertberichtigung  
Nettobuchwert  
31.12.2021 31.12.2020  
31.12.2021 31.12.2020  
31.12.2021  
31.12.2020  
Anleihen  
1.500  
1.500  
0
0
1.500  
1.500  
Forderungen aus Lieferungen und  
20.570  
17.182  
67  
132  
20.503  
17.049  
Leistungen  
Sonstige finanzielle Forderungen  
1.464  
1.164  
0
0
1.464  
1.164  
14.202  
1.779  
0
14.202  
1.779  
Guthaben bei Kreditinstituten  
0
Summe  
37.736  
67  
37.669  
21.624  
132  
21.491  
Für Anleihen, sonstige finanzielle Forderungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden aus Wesentlichkeitsgründen  
keine Wertberichtigungen erfasst. Aufgrund der hohen Bonität der Gegenparteien ergeben sich nur marginale  
Ausfallswahrscheinlichkeiten. Für weiterführende Informationen zu den Wertberichtigungen von Forderungen aus  
Lieferungen und Leistungen wird auf das nachstehende Kapitel verwiesen.  
Das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht darin, dass Kunden ihren  
Zahlungsverpflichtungen gänzlich oder teilweise nicht nachkommen. Dem Ausfallrisiko wird durch Kreditversicherungen  
begegnet, die für einen großen Teil der Forderungen abgeschlossen wurden. Für den nicht versicherten Teil der  
Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet.  
Das Ausfallrisiko bei den Forderungen verteilt sich über eine große Anzahl von Kunden, die aufgrund der Bonität aller  
großen Handelspartner das Risiko insgesamt reduziert. Das Kreditrisiko wird weiter reduziert durch ein konsequentes  
Forderungsmanagement.  
95  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Die Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:  
Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
TEUR  
Erwartete  
Eingetretene  
Gesamt  
Kreditverluste  
Kreditverluste  
2021  
2020  
2021  
2020  
2021  
2020  
Stand zum 1. Jänner  
9
8
123  
152  
132  
161  
Zuführung  
3
32  
35  
1
35  
36  
Verwendung  
0
-94  
-94  
0
-49  
-49  
Auflösung  
0
-7  
-7  
0
-15  
-15  
Umrechnungsdifferenzen  
0
1
1
0
1
1
Stand zum 31. Dezember  
12  
9
55  
123  
67  
132  
Erwartete Kreditverluste werden aufgrund der Bonität der Kunden unter Berücksichtigung von Versicherungen gebildet.  
Eingetretene Kreditverluste werden für überfällige Forderungen gebildet. Zuführungen zu Wertberichtigungen werden  
gebildet, wenn Forderungen eine bestimmte Überfälligkeitsdauer überschreiten. Verwendungen treten ein, wenn bei  
Zahlungseingang einer wertberichtigten Forderung ein Abgang der Wertberichtigungen stattfindet. Auflösungen treten ein,  
wenn eine wertberichtigte Forderung abgeschrieben wird.  
Die Manner Gruppe schätzt die Risikokonzentration bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als gering ein, weil  
sich die Forderungen auf mehrere Kunden in mehreren Ländern verteilen und zu einem großen gegen das Ausfallsrisiko  
Teil versichert sind.  
Rechnungslegungsmethoden  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind finanzielle Vermögenswerte und fallen unter die Wertminderungsbestimmungen von  
IFRS 9.5.5. Demnach sind Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste zu erfassen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
kommt die vereinfachte Vorgehensweise zur Anwendung, die darin besteht, dass die Wertberichtigungen stets in Höhe der über die  
Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu bemessen sind.  
Ein Unternehmen kann für die Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vereinfachte Methoden anwenden,  
beispielsweise mittels einer Wertberichtigungstabelle, bei der historische Ausfallsraten nach Überfälligkeitsklassen zur Anwendung  
kommen.  
Die Manner Gruppe verwendet jedoch keine Wertberichtigungsmatrix, sondern einen bonitätsbasierten Ansatz. Manner unterteilt seine  
Kunden in Kundengruppen, wobei die fünf größten Kunden für rund drei Viertel der Umsatzerlöse verantwortlich sind. Durch  
Zugrundelegung der Ratings (Ausfallswahrscheinlichkeiten) dieser Kunden kann ein Großteil der Forderungen wertberichtigt werden.  
Außerdem wurden bei der Berechnung der erwarteten Kreditverluste die Versicherung von Forderungen berücksichtigt.  
Erwartete Kreditverluste ergeben sich aus dem Produkt von Ausfallswahrscheinlichkeit, Versicherungsanteil und Buchwert. Bei einer  
vollständigen Besicherung fallen somit keine Kreditverluste an. Für einen großen Teil der Forderungen bestehen Versicherungen. Für  
den übrigen Teil der Forderungen wurden die Ratings der Kunden herangezogen. Die großen Unternehmen des  
Lebensmitteleinzelhandels in Österreich und Deutschland haben sehr gute Ratings. Die gewichtete Ausfallswahrscheinlichkeit beträgt  
0,04 %. Das führt dazu, dass die erwarteten Kreditverluste sehr niedrig sind.  
Der Konzern verwendet angemessene und belastbare Informationen, die über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen und  
künftige wirtschaftliche Bedingungen verfügbar sind, indem er die Prognosen über die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) in den  
Regionen, wo die Schuldner der finanziellen Verbindlichkeiten ansässig sind, berücksichtigt.  
Liquiditätsrisiko  
Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass die Manner Gruppe ihre finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit  
nicht erfüllen kann. Dieses Risiko wird als gering eingestuft, aufgrund der vorhandenen Barbestände per Bilanzstichdatum  
sowie die nicht ausgenutzten Kreditlinien bei den finanzierenden Banken.  
96  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten finanzieller Verbindlichkeiten nach Zeitbändern:  
Fälligkeitsanalyse  
TEUR  
31.12.2021  
2022  
2023–2026  
Ab 2027  
Buchwert  
Zinsen  
Tilgung  
Zinsen Tilgung  
Zinsen  
Tilgung  
Kreditverbindlichkeiten  
53.004  
428  
32.423  
715  
9.543  
267  
11.074  
Leasingverbindlichkeiten  
5.820  
81  
1.274  
168  
3.338  
26  
1.208  
Verbindlichkeiten aus  
25.347  
0
25.347  
0
0
0
0
Lieferungen und Leistungen  
Sonstige Verbindlichkeiten  
4.337  
20  
2.493  
64  
567  
55  
1.277  
Summe  
88.508  
529  
61.537  
947  
13.447  
347  
13.560  
Fälligkeitsanalyse (Vorjahr)  
TEUR  
31.12.2020  
2021  
2022–2025  
Ab 2026  
Buchwert  
Zinsen  
Tilgung  
Zinsen  
Tilgung  
Zinsen  
Tilgung  
Kreditverbindlichkeiten  
47.825  
380  
24.273  
500  
17.707  
219  
5.882  
Leasingverbindlichkeiten  
6.913  
99  
1.305  
226  
3.828  
49  
1.780  
Verbindlichkeiten aus  
15.043  
0
15.043  
0
0
0
0
Lieferungen und Leistungen  
Sonstige Verbindlichkeiten  
4.941  
21  
2.675  
70  
1.060  
49  
1.205  
Summe  
74.722  
500  
43.297  
795  
22.596  
317  
8.867  
Fälligkeitsanalyse (Vorvorjahr)  
TEUR  
01.01.2020  
2020  
2021–2024  
Ab 2025  
Buchwert  
Zinsen  
Tilgung  
Zinsen  
Tilgung  
Zinsen  
Tilgung  
Kreditverbindlichkeiten  
45.015  
397  
24.831  
662  
15.175  
232  
5.046  
Leasingverbindlichkeiten  
8.085  
101  
1.049  
291  
4.534  
84  
2.502  
Verbindlichkeiten aus  
15.265  
0
15.265  
0
0
0
0
Lieferungen und Leistungen  
Sonstige Verbindlichkeiten  
5.146  
22  
2.491  
75  
1.093  
83  
1.562  
Summe  
73.512  
519  
43.636  
1.028  
20.803  
398  
9.110  
Die Fälligkeitsanalyse stellt die künftigen nicht abgezinsten vertraglichen Zahlungsströme finanzieller Verbindlichkeiten  
dar. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.  
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Manner Gruppe sind nach Kontrahenten breit gestreut, sodass die  
Exposition gegenüber einer geänderten Risikopolitik einzelner Kreditinstitute als gering angesehen werden kann, womit  
das Konzentrationsrisiko adressiert wird.  
Währungsrisiko  
Die Manner Gruppe unterliegt in geringem Ausmaß dem Fremdwährungsrisiko, wenn Transaktionen und Zahlungen nicht  
in der Darstellungswährung Euro getätigt werden. Dies ist der Fall in Tschechien und Aserbaidschan.  
Bis Mitte des Geschäftsjahrs 2021 bestanden Währungssicherungen des britischen Pfunds, um den Einkauf von Kakao  
abzusichern. Zu keinem Zeitpunkt wurden Sicherungsinstrumente in eine Sicherungsbeziehung einbezogen. Zum  
31. Dezember 2021 war das Sicherungsinstrument abgelaufen und das dazugehörige derivative Finanzinstrument  
ausgebucht.  
Zinsänderungsrisiko  
Langfristige Finanzierungen unterliegen dem Risiko sich ändernder Zinsen, vor allem bei Bankkrediten. Der Bereich  
Konzernfinanzen legt zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken regelmäßig die Zusammensetzung aus fest und variabel  
verzinsten finanziellen Vermögenswerten und Schulden fest. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 waren die  
langfristigen Kreditverbindlichkeiten zum größten Teil fix verzinst. Zinsänderungsrisiken können durch den Abschluss von  
97  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Sicherungsgeschäften abgesichert werden. Die Manner Gruppe ist zum 31. Dezember 2021 Zinsänderungsrisiken  
ausgesetzt, die im Wesentlichen aus nicht derivativen variabel verzinsten Finanzinstrumenten resultieren. Zum  
31. Dezember 2021 bestehen jedoch keine wesentlichen Sicherungsrisiken, weshalb die Manner Gruppe keine  
Sicherungsgeschäfte abgeschlossen hat.  
Für die Zinsänderungsrisiken dieser Finanzinstrumente wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen  
von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis nach Steuern und das Eigenkapital zeigen. Als  
Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am  
Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der  
Konzernsteuersatz von 25 % verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen,  
insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben.  
Zinssensitivitäten  
TEUR  
31.12.2021  
31.12.2020  
1.1.2020  
Verän-  
Ver-  
Ver-  
Ver-  
derung  
Erhöhung  
Erhöhung  
Erhöhung  
minderung  
minderung  
minderung  
Zinsniveau  
Jahresergebnis  
+/- 0.5 %  
56  
-56  
9
-9  
-6  
6
Konzerneigenkapital  
56  
-56  
9
-9  
-6  
6
Sonstiges Marktrisiko  
Die Manner Gruppe ist neben Zinsänderungsrisiken auch anderen Preisrisiken ausgesetzt (etwa Kursrisiken aus  
Wertpapieren im Eigenbestand), die aber insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind.  
Derivate  
Zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinsten Krediten wurde vor dem 1. Jänner 2020 ein  
Zinsswap abgeschlossen, der als freistehendes Derivat erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurde. Zum  
31. Dezember 2021 war dieser Zinsswap abgelaufen. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2020 betrug TEUR -  
105 (1. Jänner 2020: TEUR -166).  
Zur Absicherung gegen Währungsrisiken im Zusammenhang mit Rohstoffeinkäufen wurden in Vorjahren Kaufoptionen auf  
britische Pfund abgeschlossen, wovon zum 31. Dezember 2021 keine Kaufoptionen mehr vorhanden waren. Diese  
Derivate wurden ebenfalls als freistehende Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der  
beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2020 betrug TEUR 92 (1. Jänner 2020: TEUR 799).  
Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden  
Eine Saldierung in der Bilanz gemäß IAS 32 wird in der Manner Gruppe nicht vorgenommen, da es im laufenden  
Geschäftsbetrieb in der Regel nicht zu einem Nettoausgleich mehrerer Transaktionen kommt.  
Sicherheiten und Verfügungsbeschränkungen  
Zum 31. Dezember 2021 bestanden eingetragene Hypotheken ausschließlich für das Mietshaus in Wien Hernals  
(Geblergasse 116 GmbH & Co KG) in Höhe von TEUR 7.508 (2020: TEUR 7.508, 1. Jänner 2020: TEUR 7.508). Für  
einen Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Globalzession abgeschlossen.  
32 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen  
Im Geschäftsjahr 2021 sind in der Manner Gruppe Aufwendungen aus Geschäftsvorfällen mit Mitgliedern des  
Managements in Schlüsselpositionen von TEUR 150 (2020: TEUR 71) angefallen. Zum 31. Dezember 2021 bestanden in  
der Manner Gruppe Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen von TEUR 109  
98  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
(2020: TEUR 7, 1. Jänner 2020: TEUR 18). Ansonsten bestanden keine Geschäftsvorfälle mit nahestehenden  
Unternehmen oder Personen.  
Die folgende Tabelle zeigt die Vergütungen der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen:  
Vergütungen der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen  
TEUR  
Vorstände  
Aufsichtsräte  
Leitende Angestellte  
Gesamt  
2021  
2020  
2021  
2020  
2021  
2020  
2021  
2020  
Kurzfristig fällige Leistungen an  
1.527  
1.379  
158  
150  
1.544  
2.023  
3.229  
3.552  
Arbeitnehmer  
Leistungen nach Beendigung des  
5
5
0
0
19  
21  
24  
26  
Arbeitsverhältnisses  
Andere langfristig fällige  
0
3
0
0
8
6
8
8
Leistungen an Arbeitnehmer  
Leistungen aus Anlass der  
Beendigung des  
53  
289  
0
0
16  
0
69  
289  
Arbeitsverhältnisses  
Summe  
1.586  
1.676  
158  
150  
1.587  
2.050  
3.331  
3.875  
Die Manner Gruppe definiert die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen als Vorstände, Aufsichtsräte und  
leitende Angestellte (Prokuristen und Bereichsleiter).  
Ermessensentscheidungen  
Gemäß IAS 24 ist das oberste beherrschende Unternehmen (ultimate controlling party) anzugeben. Die Eigentümer der Manner Gruppe  
setzen sich aus der Manner Privatstiftung, Wien, der Andres Holding GmbH, Wien, und einer Reihe von Einzelpersonen zusammen. Die  
Manner Privatstiftung und eine Reihe von Personen haben sich zum Manner/Riedl-Syndikat zusammengeschlossen. Das Manner/Riedl-  
Syndikat hält über die Hälfte der Stimmrechte an der Manner AG. Beschlüsse des Syndikats führen gemäß Syndikatsvertrag dazu, dass  
die Stimmrechte des Syndikats einheitlich ausgeübt werden.  
Weiters besteht das Manner-Syndikat, das sich aus dem Manner/Riedl-Syndikat und der Andres Gruppe zusammensetzt. Das Manner-  
Syndikat hält über drei Viertel der Stimmrechte an der Manner AG.  
Die Manner Gruppe ist zu dem Schluss gekommen, dass das Manner/Riedl-Syndikat die Mehrheit der Stimmrechte hält und über seine  
Stimmrechte Verfügungsmacht ausübt und damit die Manner AG kontrolliert. Die Manner Gruppe ist somit zu dem Schluss gekommen,  
dass das Manner/Riedl-Syndikat , obwohl es kein Unternehmen ist, als oberstes beherrschendes Unternehmen (ultimate controlling party)  
gemäß IAS 24 einzustufen ist. Das Manner-Syndikat kommt nur in Ausnahmefällen zum Einsatz.  
Für weiterführende Informationen betreffend die Eigentümerstruktur der Manner AG wird auf die Berichterstattung gemäß § 243a UGB  
im Lagebericht des Einzelabschlusses der Manner AG verwiesen (siehe Jahresfinanzbericht 2021).  
99  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
33 Organe  
Im Geschäftsjahr 2021 waren folgende Personen für die Josef Männer & Comp. Aktiengesellschaft, Wien, in einer  
Organfunktion tätig.  
Vorstand  
•
Mag. Andreas KUTIL (CEO, Marketing & Verkauf, ab 1. März 2021)  
•
Dr. Hans Peter ANDRES (COO, Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik)  
•
Thomas GRATZER (Produktion und Technik)  
•
Mag. Albin HAHN (Finanzen, Personal und IT, bis 31. März 2022)  
Im Geschäftsjahr 2021 sind folgende Vorstände ausgeschieden:  
•
Dr. Alfred SCHROTT (Marketing und Verkauf, bis 28. Februar 2021)  
Aufsichtsrat  
•
Dr. Ernst BURGER, Vorsitzender  
•
Dipl. Ing. Markus SPIEGELFELD, Vorsitzender-Stellvertreter  
•
Dr. Martina ANDRES  
•
Dr. Josef DOPPLER (ab 25. Mai 2021)  
•
Dr. Michael GRAHAMMER (ab 25. Mai 2021)  
•
Mag. Dr. Wolfgang HÖTSCHL  
•
Mag. Florian JONAK  
•
Prof. Dr. Sita Monica MAZUMDER  
•
Vom Betriebsrat delegierte Mitglieder  
•
Gerda CLEMENTI (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf)  
•
Peter FREUDENSCHUSS (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)  
•
Peter HABEL (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)  
•
Christian HACKL (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien)  
Im Geschäftsjahr 2021 sind folgende Aufsichtsräte ausgeschieden:  
•
Mag. Dipl. Ing. Robert OTTEL, MBA (bis 25. Mai 2021)  
•
Dipl. Ing. Mag. Markus WIESNER (bis 25. Mai 2021)  
34 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag  
Im Zeitraum von 1. Jänner 2022 bis zum Datum der Freigabe des Konzernabschlusses gab es folgende wesentliche  
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag:  
Ukraine-Krise  
Am 24. Februar 2022 hat Russland einen Angriff auf die Ukraine begonnen. Seither befindet sich die Russische Föderation  
mit der Ukraine im Kriegszustand mit vielfältigen, auch wirtschaftlichen Auswirkungen auf lokale und westliche  
Unternehmen („Ukraine-Krise“).  
Die Ukraine-Krise hat vor allem durch die sich daraus ergebenden erhöhten Energiepreise und Lieferengpässe von  
Rohstoffen Auswirkungen auf Abschlüsse der Manner Gruppe, die sich auf Perioden nach dem 24. Februar 2022 beziehen.  
100  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 hat die Ukraine-Krise keine unmittelbare Auswirkung (kein  
werterhellendes Ereignis).  
Die Gruppe hat die Fähigkeit des Unternehmens, den Geschäftsbetrieb fortzuführen, einzuschätzen. Bei der Einschätzung  
der Unternehmensfortführung sind auch Ereignisse nach dem Abschlussstichtag zu berücksichtigen. Den durch die  
Ukraine-Krise verursachten höheren Energiepreisen begegnet die Gruppe unter anderem durch die Verhandlung erhöhter  
Verkaufspreise. Die allgemeine Energieversorgungssicherheit sowie mögliche Lieferengpässe bei Rohstoffen können sich  
nicht nur auf Unternehmensebene auswirken, sondern sind auf gesamtwirtschaftlicher Ebene zu beurteilen.  
Die Manner Gruppe kommt zu dem Schluss, dass der Fortbestand des Unternehmens trotz der Ukraine-Krise gegeben  
ist. Der vorliegende Konzernabschluss wird auf der Grundlage der Unternehmensfortführung erstellt.  
Steuersätze  
Am 20. Jänner 2022 wurde in dritter Lesung im Nationalrat eine Senkung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes  
auf 24 % ab 2023 und auf 23 % ab 2024 beschlossen. Dies hat in den Folgejahren voraussichtlich nur geringfügige  
Auswirkungen auf die Bewertung der latenten Steuern.  
Prüfungsfeststellung  
Am 9 Mai 2022 hat die Österreichische Prüfgesellschaft für Rechnungslegung (OePR) festgestellt, dass die Manner AG  
aufgrund einer Tochtergesellschaft in Aserbaidschan zum 31. Dezember 2020 einen IFRS-Konzernabschluss hätte  
aufstellen müssen. Zur Berichterstattung 2020 hat der Vorstand einen Gutachter bestellt, um die Sachlage für 2020 und  
ebenfalls 2021 zu überprüfen. Auf Basis dieser Untersuchung ist der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zur  
Erkenntnis gekommen, dass für das Jahr 2021 ein Konzernabschluss zu erstellen ist. Bedingt durch die Börsennotierung  
muss dieser Konzernabschluss zwingend nach den Regelungen gemäß IFRS erstellt werden. Aus diesem Grund wurde  
die für den 24. Mai 2022 anberaumte Hauptversammlung abgesagt und auf das vierte Quartal 2022 verschoben. Die  
neuerliche Einberufung wird innerhalb der gesetzlichen Fristen bekanntgegeben.  
101  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
35 Freigabe des Konzernabschlusses  
Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft am  
14. Oktober 2022 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den  
Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.  
Wien, am 14. Oktober 2022  
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft  
Mag. Andreas Kutil  
Dr. Hans Peter Andres  
Thomas Gratzer  
102  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Bestätigungsvermerk  
Bericht zum Konzernabschluss  
Prüfungsurteil  
Wir haben den Konzernabschluss der  
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft,  
Wien,  
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-  
Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung  
und der Konzern-Geldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein  
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage  
und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den  
International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen  
Anforderungen des § 245a UGB.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO)  
und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern  
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und  
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres  
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen  
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum  
des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser  
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am  
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im  
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils  
hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
Erstmalige Aufstellung eines Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS  
Sachverhalt und Risiken  
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft hat per 31. Dezember 2021 erstmalig einen IFRS Konzernabschluss in  
Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS),  
aufgestellt. Im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung der IFRS bestehen komplexe Vorschriften zum  
erstmaligen Ansatz der Vermögenswerte und Schulden, die (teilweise) vom Management Annahmen und Schätzungen  
erfordern und sich auf ausgewiesene Beträge und dazugehörige Angaben auswirken. Es besteht das Risiko für den  
Konzernabschluss, dass erforderliche Umwertungen von statutarischen Rechnungslegungsbestimmungen auf IFRS nicht  
vollständig und korrekt erfasst werden bzw. dass erforderliche Angaben in den Notes fehlen.  
103  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Im Zusammenhang mit der erstmaligen Aufstellung eines Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den  
anzuwendenden IFRS verweisen wir auf die Ausführungen in den Notes in Abschnitt 2.  
Unser Vorgehen bei der Prüfung  
Die erstmalige Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS wurde von uns wie folgt geprüft:  
-
Prüfung der Zulässigkeit der bei der Erstanwendung ausgeübten Wahlrechte;  
-
Analyse der wesentlichen Jahresabschlusspositionen der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft und ihrer  
wesentlichen Tochtergesellschaften per 31. Dezember 2019, 31. Dezember 2020 und 31. Dezember 2021  
hinsichtlich notwendiger Umwertungen;  
-
Prüfung der Vollständigkeit der erfassten Umwertungen durch Abgleich mit der durchgeführten Analyse  
notwendiger Anpassungsbuchungen;  
-
Prüfung der Richtigkeit der erfassten Umwertungen durch Abgleich und Prüfung der den Umwertungen zu Grunde  
liegenden Dokumentation;  
-
Analyse und Beurteilung der wesentlichen Annahmen und Schätzungen des Managements anhand verfügbarer  
historischer Daten;  
-
Prüfung der Vollständigkeit der Anhangsangaben zur erstmaligen Anwendung der IFRS.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle  
Informationen im integrierten Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den  
Bestätigungsvermerk.  
Den konsolidierten Corporate Governance-Bericht gemäß § 267b UGB haben wir vor dem Datum des  
Bestätigungsvermerks erhalten, die übrigen Teile des integrierten Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach  
diesem Datum zur Verfügung gestellt.  
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu  
keine Art der Zusicherung geben.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen  
Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche  
Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen  
oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in  
Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a  
UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die  
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines  
Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen  
oder Irrtümern ist.  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des  
Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung  
der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der  
Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den  
Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.  
104  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von  
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk  
zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine  
Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger  
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche  
Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder  
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise  
erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen  
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen  
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten  
Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
Darüber hinaus gilt:  
-
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen  
Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie  
durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser  
Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche  
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen  
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder  
das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  
-
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um  
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem  
Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.  
-
Wir  
beurteilen  
die  
Angemessenheit  
der  
von  
den  
gesetzlichen  
Vertretern  
angewandten  
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten  
geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.  
-
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes  
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der  
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder  
Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche  
Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im  
Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil  
zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres  
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch  
die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  
-
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der  
Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer  
Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.  
-
Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder  
Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind  
verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die  
Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche  
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer  
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen  
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,  
105  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern  
einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen  
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die  
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk,  
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir  
bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden  
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das  
öffentliche Interesse übersteigen würden.  
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen  
Bericht zum Konzernlagebericht  
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er  
mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.  
Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu  
prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche  
Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnisse aufweisen oder  
anderweitig falsch dargestellt erscheinen.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts  
durchgeführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,  
enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses  
über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. Juli 2022 vom  
Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Jahresabschluss 31. Dezember 2020 Abschlussprüfer.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den  
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass  
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.  
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Mario Zagiczek.  
Wien, am 14. Oktober 2022  
CENTURION  
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH  
Mag. Mario Zagiczek  
Dr. Andreas Staribacher  
Wirtschaftsprüfer  
Wirtschaftsprüfer  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten  
Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen  
Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.  
107  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Erklärung des Vorstands zum Konzernabschluss  
der Josef Manner & Comp. AG zum 31. Dezember 2021  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards  
aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns  
vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so  
darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der  
Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.  
Wien, am 14. Oktober 2022  
Der Vorstand der Josef Manner & Comp. AG  
Mag. Andreas Kutil  
Dr. Hans Peter Andres  
Thomas Gratzer  
CEO  
Einkauf, Materialwirtschaft &  
Produktion & Technik  
Logistik  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Jahresabschluss  
2021  
der Josef Manner & Comp. AG  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Inhaltsverzeichnis  
Unternehmens-Kennzahlen..............................................................................................................................................111  
Organe der Gesellschaft Geschäftsjahr 2021...................................................................................................................113  
Lagebericht.......................................................................................................................................................................114  
Nichtfinanzielle Erklärung .................................................................................................................................................124  
Bilanz................................................................................................................................................................................142  
Gewinn- und Verlustrechnung ..........................................................................................................................................144  
Anhang .............................................................................................................................................................................146  
I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden .................................................................................................................147  
II. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung.................................................................................149  
III. Sonstige Angaben....................................................................................................................................................153  
Anlagespiegel ...................................................................................................................................................................155  
Bestätigungsvermerk........................................................................................................................................................158  
Bericht zum Lagebericht...................................................................................................................................................162  
Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2021.................................................................................................165  
110  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Unternehmens-Kennzahlen  
Kennzahlen zur Ertragslage  
2021  
2020  
2019  
2018  
2017  
Umsatzerlöse (T€)  
239.426  
217.222  
222.056  
209.882  
203.530  
Exportquote  
63,8%  
62,5%  
58,1%  
58,4%  
57,5%  
Betriebsleistung (T€)  
239.890  
221.525  
224.069  
211.890  
199.821  
EBITDA (T€)  
11.614  
11.842  
16.130  
16.186  
12.296  
EBIT (T€)  
2.836  
3.050  
7.363  
8.127  
4.998  
EBT (T€)  
3.034  
2.630  
7.118  
7.636  
4.072  
Jahresüberschuss (T€)  
2.484  
1.912  
5.237  
5.708  
3.206  
Jahresgewinn (T€)  
1.512  
757  
1.512  
1.508  
756  
ROS (Umsatzrentabilität)  
1,2%  
1,4%  
3,3%  
3,9%  
2,5%  
ROE (Eigenkapitalrentabilität)  
5,1%  
4,5%  
12,5%  
14,3%  
8,4%  
ROI (Gesamtkapitalrentabilität)  
1,8%  
2,1%  
5,1%  
5,8%  
3,5%  
Kennzahlen zur Vermögens- und  
Finanzlage  
2021  
2020  
2019  
2018  
2017  
Bilanzsumme (T€)  
160.988  
146.604  
145.427  
139.971  
143.430  
Anlagevermögen (T€)  
82.785  
83.535  
82.919  
80.629  
80.228  
Umlaufvermögen (T€)  
74.838  
60.121  
59.515  
56.905  
61.338  
Eigenkapital nach § 23 URG (T€)  
59.126  
58.154  
56.998  
53.273  
48.321  
Verbindlichkeiten (T€)  
82.663  
72.305  
70.317  
68.438  
78.163  
Cash Flow aus lfd. Geschäftstätigkeit (T€)  
16.670  
7.793  
12.245  
15.598  
10.643  
Free Cash Flow  
8.341  
-1.773  
1.235  
10.992  
317  
Net Debt / Nettoverschuldung (T€)  
35.795  
42.535  
39.862  
39.365  
49.174  
Working Capital / Nettoumlaufvermögen (T€)  
20.964  
4.285  
525  
1.283  
1.713  
Equity Ratio (Eigenkapitalquote)  
36,7%  
39,7%  
39,2%  
38,1%  
33,7%  
Gearing (Nettoverschuldungsgrad)  
60,5%  
73,1%  
69,9%  
73,9%  
101,8%  
111  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und der Umwelt zuliebe wird auf die gedruckte  
Version des Geschäftsberichts 2021 verzichtet.  
112  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Organe der Gesellschaft  
Geschäftsjahr 2021  
VORSTAND  
Mag. Andreas KUTIL (CEO, Marketing & Verkauf) ab 01.03.2021  
Dr. Hans Peter ANDRES (Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik)  
Thomas GRATZER (Produktion & Technik)  
Mag. Albin HAHN (Finanzen, Personal & IT)  
Dr. Alfred SCHROTT (Marketing & Verkauf) bis 28.02.2021  
AUFSICHTSRAT  
Von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder  
Dr. Ernst BURGER, Vorsitzender  
DI Markus SPIEGELFELD, Vorsitzender Stellvertreter  
Dr. Martina ANDRES  
Dr. Josef DOPPLER ab 25.05.2021  
Dr. Michael GRAHAMMER ab 25.05.2021  
Mag. Dr. Wolfgang HÖTSCHL  
Mag. Florian JONAK  
Prof. Dr. Sita Monica MAZUMDER  
Mag. Dipl. Ing. Robert OTTEL, MBA bis 25.05.2021  
Dipl. Ing. Mag. Markus WIESNER bis 25.05.2021  
Vom Betriebsrat delegierte Mitglieder  
Gerda CLEMENTI (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf)  
Peter FREUDENSCHUSS (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)  
Peter HABEL (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)  
Christian HACKL (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien)  
Wien, am 17.03.2022  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Lagebericht  
der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2021  
WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN 2021  
•
Umsatz mit € 239,4 Mio. gegenüber 2020 um 10,2 % gestiegen  
•
Exportquote von 63,8 % (Vorjahr: 62,5 %)  
•
Rohstoff- und Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr merklich gestiegen  
•
Eigenkapitalquote von 36,7 % (Vorjahr: 39,7 %)  
•
EBT von € 3,0 Mio. (Vorjahr: € 2,6 Mio.)  
•
Die negativen Folgen von COVID-19 sowie die Situation bei Rohstoff- und Energiepreisen sind maßgebliche  
Einflussfaktoren  
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD  
Nachdem sich die Wirtschaft im 2. Quartal 2021 vom Einbruch der COVID-Krise bereits leicht erholt hatte, wurde dieser  
Aufschwung in den Sommermonaten gedämpft. Die Konjunkturerholung wurde im zweiten Halbjahr durch den neuerlichen  
Lockdown, Lieferengpässe und steigende Rohstoff- und Energiepreise deutlich gebremst. Die Inflation hat sich im Jahr  
2021 stark beschleunigt, von 1,0 % im Jänner auf ca. 5,0 % zu Jahresende. Der stake Zuwachs ist insbesondere auf die  
Entwicklung der Energiepreise und einige wesentliche Rohstoffpreise zurückzuführen.  
Der Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2021 sehr gut erholt und das schwierige zweite Halbjahr hatte für den Arbeitsmarkt  
keinen wesentlichen negativen Effekt und die Arbeitslosenzahlen liegen unter dem Vorkrisenjahr. Die Anzahl der offenen  
Stellen erreichte einen Rekordwert und es ist schwierig, qualifizierte, aber auch angelernte Arbeitskräfte für offene  
Positionen zu bekommen. Wie schon in vergangenen Öffnungsphasen werden die Konsumausgaben der privaten  
Haushalte nach Aufhebung der Einschränkungen zunehmen. Die Lebensmittelindustrie wird jedoch im Vergleich zu  
anderen Sektoren in einem geringeren Ausmaß profitieren.  
Die Rohstoff- und Energiepreise werden für das gesamte Jahr 2022 auf einem hohen Niveau erwartet. Mit einem weiteren  
kontinuierlichen Anstieg der Energiepreise ist auch nach 2022 zu rechnen.  
Für die Finanzierung besteht die Annahme, dass vor 2024 keine wesentliche Leitzinserhöhung durch die EZB erfolgt.  
Die Aussichten und Planung für 2022 beruhen auf der Annahme, dass die Umsetzung der Impfpflicht einen Anstieg der  
Impfquote nach sich zieht, sodass die negativen Auswirkungen von COVID auf die Konjunktur abgeschwächt werden  
können. Als wesentliches Risiko für 2022 wird zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses die Omikron-Variante des COVID-  
Virus beurteilt. Erneute Einschränkungen wegen des neuerlichen Aufflammens der Pandemie sowie Produktionsausfälle  
wegen Ausfall von Produktionspersonal sind wesentliche, vom Unternehmen nicht abwendbare Risiken, die einen  
negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf 2022 haben können.  
Aufgrund der kurz vor Fertigstellung des vorliegenden Berichts entstandenen Eskalation des Russland – Ukraine Konflikts  
ist das Unternehmen derzeit mit überdurchschnittlich hohen und sprunghaft steigenden Rohstoff- und Energiepreisen  
konfrontiert. Aus heutiger Sicht ist damit zu rechnen, dass sich dieses Ereignis 2022 negativ auf die Ergebnisse auswirken  
wird.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
UMSATZENTWICKLUNG  
Im Geschäftsjahr 2021 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 10,2 % von T€ 217.222 auf T€ 239.426 gestiegen. Die  
sehr erfreuliche Steigerung konnte sowohl am Heimatmarkt als auch im EU-Ausland realisiert werden.  
Die Folge ist eine auf 63,8 % gesteigerte Exportquote, verglichen zum Wert des Vorjahres von 62,5 %.  
ERTRAGSLAGE  
2021 ergab sich das EBT mit T€ 3.034 (Vorjahr: T€ 2.630) über Vorjahreslevel, der Betriebserfolg (Ergebnis vor Zinsen  
und Steuern) mit T€ 2.836 (Vorjahr: T€ 3.050) reduzierte sich in Relation zum Wert aus 2020. Vorrangig COVID-19,  
gestiegene Energie- und Rohstoffpreise und auch eine minderwertige Lieferung eines Rohstoffes, begründen diesen  
Rückgang gegenüber 2020.  
Durch die gestiegenen Umsatzerlöse ist ebenfalls die Betriebsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 % gestiegen. Die  
nachfragebedingte Erhöhung der Warenbestände zum Ende des Jahres 2020 hat sich 2021 stabilisiert. Die auslaufenden  
staatlichen Zuschüsse betreffend die COVID-19-Kurzarbeit führten zu einer Abnahme der sonstigen betrieblichen Erträge.  
Neben den Preisen für Kakao, Haselnuss und Milchprodukte sind auch nahezu alle anderen eingesetzten Rohstoffe im  
Preisniveau angestiegen. Der Anteil der Rohstoffkosten in Prozent zur Betriebsleistung steigt daher auf 33,7 %, verglichen  
mit 33,4 % in der Vorperiode.  
Die Veränderung des Personalaufwands von -0,8 % (Vorjahr: -2,9 %) ergibt sich aus Schließungen von Shop-Standorten  
und einem Abbau von Personalrückstellungen. Die gegenläufigen Kollektivvertragserhöhungen konnten daher  
entsprechend kompensiert werden.  
Die Stärkung der Unternehmensmarken durch Werbung und Verkaufsförderungen wird als langfristiges strategisches  
Engagement erachtet. Insofern wurde der dafür vorgesehene Etat in unveränderter Höhe veranschlagt und auch  
umgesetzt.  
Den weiterhin schwierigen Marktbedingungen geschuldet, ergaben sich sowohl im laufenden Betrieb während des Jahres  
als auch zum Jahresultimo höhere Bankverbindlichkeiten, jedoch konnte durch striktes Cash-Management die  
Nettoverschuldung per Jahresultimo gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Durch den Neuabschluss von Kreditlinien  
wurde die Zinssituation gegenüber dem Vorjahr weiter optimiert.  
FINANZLAGE  
Der „Free“ Cash-Flow (= Summe aus Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Netto-Geldfluss aus  
Investitionstätigkeit, nach Schema „KFS/BW II“) ergab sich mit T€ 8.341, um T€ 10.114 über dem vergleichbaren Wert des  
Vorjahres. Sowohl der Beitrag aus dem Ergebnis als auch die Veränderungen der Vorräte wirken sich positiv aus. Die  
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich aufgrund der starken Aktivität per Jahresende  
deutlich, dies konnte aber durch gestiegene Lieferantenverbindlichkeiten überkompensiert werden. Zudem wurde die  
Investitionstätigkeit, verglichen mit 2020, leicht reduziert.  
Nach Ausschüttung der Dividende für das Wirtschaftsjahr 2020 aber auch durch die Rückführung von Krediten und als  
Vorbereitung auf weitere Rückführungen 2022 war es notwendig, die Bankverbindlichkeiten in der derzeitig noch  
erfreulichen Zinslandschaft im Stichtagsvergleich zu erhöhen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden  
demnach von letztjährigen T€ 43.546 auf T€ 48.996 zum aktuellen Bilanzstichtag erhöht. Striktes Cash-Management  
resultierte in ebenfalls deutlich angestiegenen frei verfügbaren Barmittelbeständen.  
Folglich ergibt sich, dass sich die Nettoverschuldung (Net Debt), der Saldo der Bankschulden und flüssigen Mittel von T€  
42.535 zum 31.12.2020 auf T€ 35.795 zum aktuellen Bilanzstichtag reduziert. Aus dieser Reduktion ergibt sich, auch  
wegen leichter Steigerung des Eigenkapitals, der Nettoverschuldungsgrad (Gearing), dass sich das Verhältnis der  
Nettoverschuldung zum Eigenkapital gem. § 23 URG, von letztjährigen 73,1% auf 60,5% merklich verbessert.  
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Jahresfinanzbericht 2021  
VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR  
Der Anstieg bei den immateriellen Vermögensgegenständen steht im Zusammenhang mit den geleisteten Anzahlungen  
für eine neue ERP-Software (Enterprise-Resource-Planning), die 2022 planmäßig in Betrieb genommen wird. Durch einen  
Überhang der laufenden Abschreibungen hat sich der Buchwert der Sachanlagen entsprechend verringert. Die  
Finanzanlagen haben sich erhöht, was auf eine Ausdehnung der Darlehen der Manner Azerbaijan Limited Liability  
Company und auch der Geblergasse 116 GmbH & Co KG zurückzuführen ist. Ziel der Manner Azerbaijan Limited Liability  
Company ist es, die künftige Versorgungssituation betreffend Haselnüssen merklich zu verbessern. Das gesamte  
Anlagevermögen hat sich um T€ 749 (-0,9%) leicht verringert.  
Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr stabil entwickelt und gleichzeitig sind zum Stichtag insbesondere die  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen merklich gestiegen, was vor allem mit der starken Geschäftsgebarung  
gegen Ende des Jahres zusammenhängt. In Zusammenhang mit dem vorher beschriebenen hohen und vor allem  
temporären Guthabenbestand bei den Banken hat es insgesamt eine Steigerung des Umlaufvermögens von T€ 14.737  
(+24,5 %) gegeben.  
Die Eigenkapitalquote (gem. § 23 URG) liegt mit 36,7 % um 3,0 Prozentpunkte unter den 39,7 % des Vorjahres, was aber  
mit den temporären Guthaben bei Kreditinstituten und deren bilanzverlängernder Auswirkung sowie die gestiegenen  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammenhängt. Eine Eigenkapitalquote von eindeutig über 40 % ist  
weiterhin ein Fixpunkt der Unternehmensplanung und des Risikomanagements von MANNER. Dies insbesondere, um die  
finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten und wirtschaftlich schwierige Perioden unbeschadet überbrücken  
zu können.  
Das Nettoumlaufvermögen, die Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens und des kurzfristigen Fremdkapitals wurde  
von T€ 4.285 (2020) auf T€ 20.964 (2021) gesteigert, da das Umlaufvermögen vor allem aufgrund der  
Lieferantenforderungen und hohen Barbestände gestiegen ist, während das kurzfristige Fremdkapital nur in geringerem  
Ausmaß gestiegen ist. Insbesondere ist von Bedeutung, dass seit 2021 die Verbindlichkeiten aus Umsatzprämien sowie  
Werbekostenzuschüsse erstmalig statt in den sonstigen Verbindlichkeiten nun mit den Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen saldiert bzw. in den Rückstellungen ausgewiesen werden. Dadurch sinkt das kurzfristige Fremdkapital.  
MITARBEITER*INNEN  
In herausfordernden Zeiten gilt es umso mehr, dass qualifizierte, engagierte Mitarbeiter*innen die Erfolge des  
Unternehmens ermöglichen. MANNER fördert die eigenen Mitarbeiter*innen und ist bestrebt, ein motivierendes und  
leistungsorientiertes Arbeitsumfeld anzubieten. Bei der Personalauswahl wird neben hoher fachlicher Qualifikation auch  
insbesondere die soziale Kompetenz berücksichtigt. Bei Personalentscheidungen gelten ausschließlich fachliche  
Fähigkeiten und persönliche Kompetenz. Auf Gleichbehandlung wird zudem hohes Augenmerk gelegt.  
Mit entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen wird den geänderten Anforderungen der Arbeitswelt Rechnung  
getragen. Schulungen waren auch 2021 entsprechend den eingeschränkten Möglichkeiten wiederum nur in reduziertem  
Umfang möglich. Um gewährleisten zu können, dass die Mitarbeiter*innen über das notwendige Fachwissen und die  
erforderlichen Kompetenzen verfügen, wird auf die gezielte Weiterbildung auch in den nächsten Jahren ein Fokus gelegt.  
Im Herbst 2021 wurde ein e-learning Tool (J.O.S.E.F.) eingeführt, welches eine gezielte und moderne Aus-und  
Weiterbildung bei MANNER ermöglicht.  
Zusätzlich hat die Lehrlingsausbildung bei MANNER einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2021 gab es im Unternehmen 13  
Ausbildungsplätze (Vorjahr 11) mit unterschiedlichen Berufsbildern. Auch im Jahr 2022 wird man, zur Sicherstellung der  
notwendigen Fachkräfte, die Lehrlingsausbildung entsprechend fortsetzen und auch weitere Lehrberufe, die für MANNER  
in Zukunft relevant sind, definieren.  
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand im Jahr 2021 betrug 416,0 Arbeiter*innen (2020: 415,0) und 355,0 Angestellte  
(2020: 349,9). Mit Stichtag 31.12.2021 hat MANNER um 13 Mitarbeiter*innen weniger beschäftigt als zum 31.12.2020.  
Dies entspricht einer Minderung von 1,65 Prozent.  
Die Betriebsleistung pro durchschnittlicher Beschäftigter hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent exklusive  
Leihpersonal erhöht, während sie bei Betrachtung inklusive Leihpersonal um 6,3 Prozent gesteigert werden konnte.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
MARKETING  
Die Auswirkungen der Pandemie und dadurch veränderte Konsumentenbedürfnisse und Mediennutzung waren auch 2021  
Thema im Marketing bei MANNER. Zentrale Exportmärkte wie Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn litten  
erneut unter den Corona-Wellen und den damit zusammenhängenden Einschränkungen im Geschäft. Zusätzlich gab es  
auch im zweiten „Coronajahr“ 2021 eine vergleichsweise geringe Mobilität und einen merkbaren Tourismusausfall.  
Insbesondere außereuropäischer Tourist*innen sind ausgeblieben. Auch das Verhalten heimischer Konsument*innen hat  
sich verändert: Haushalte sparen vermehrt und sind zunehmend an Großgebinden und Vorratspackungen interessiert.  
Trotz dieser erschwerten Bedingungen freut sich das Haus MANNER über zahlreiche Innovationen und erfolgreiche  
Kampagnen in diesem Jahr und nutzt die aktuelle Krise auch als Chance, sich „fit for the future“ zu machen. Beispielsweise  
hat Corona mehr Flexibilität in Hinblick auf Arbeitsweisen gebracht, Modelle wie Homeoffice oder hybrides Arbeiten wurden  
die Norm.  
Schwerpunkte Marke Manner  
Das Jahr 2021 ist mit der internationalen Promotion „Abheben mit Manner“ (AT/DE/CZ/SK/SLO/HU) gestartet. Der Kern  
dieser Aktivität war ein Gewinnspiel rund um das Skispringen in dem es darum ging, den „Weitenkaiser“ der MANNER-  
Athleten digital zu erraten. Zahlreiche POS (Point of Sale)-Platzierungen sowie sieben VIP-Familien-Urlaubsreisen regten  
in den Ländern zum Kauf an. Das langjährige Skisprung-Sponsoring-Engagement von MANNER wurde in diese Aktivität  
stimmig integriert und sorgte für zusätzliche Sichtbarkeit am POS. Im Februar wurde zur weiteren Bekanntmachung der  
„Manner Waffelvielfalt“ die 8er-Geschenkpackung „Mag man eben Mix“ gelauncht. Diese Taschenpackungsvielfalt wurde  
von den Konsument*innen sehr gut angenommen und konnte wesentlich zum Umsatzerhalt im Kernsortiment beitragen.  
Im Frühjahr 2021 wurde das Sortiment der Manner Snack Minis um zwei Sorten im 300-g-Beutel erweitert. Dieser  
internationale Launch ist bis dato sehr erfolgreich und setzt sich im Bereich der Manner Beutel „on top“. Darüber hinaus  
schafft es die Sub-Marke Snack Minis in Österreich, das übergeordnete Markenziel der Verjüngung zu erreichen und stellt  
sich als „Brückenbauer“ zwischen Tradition und Moderne dar.  
Sportlich durch den Sommer 2021 ging es mit der international durchgeführten Manner Sommerpromotion unter dem Motto  
„Radl’n mit Manner“. Ausgehend von dem starken und durch Corona angefachten Trend „Radfahren“ wurde eine  
aufmerksamkeitsstarke Promotion am POS, online und bei den Manner Sommertouren in Österreich sowie den  
angrenzenden Zielmärkten umgesetzt. In den österreichischen Supermärkten weisen attraktive Promotion-Sticker auf der  
Manner Range und eigene Promotion-Vorratspacks wie die 8er Manner Original Neapolitaner Schnitten und die 6er  
Vollkorn Schnitten eigens auf die Promotion hin.  
Von Juni bis Ende September gab es zahlreiche spannende Aktivitäten. Allen voran aufmerksamkeitsstarke  
Großplatzierungen am POS und das Online-Gewinnspiel: Allen Teilnehmer*innen des Promotion-Gewinnspiels winkte die  
Chance auf insgesamt zehn unvergessliche Familien-Radurlaube in den schönsten Regionen Österreichs, die gemeinsam  
mit den Kooperationspartnern „Österreich Werbung“ und den Tourismusorganisationen aus den jeweiligen Bundesländern  
verlost wurden.  
Grundsätzlich stand das gesamte Jahr 2021 für Manner unter dem Motto der Nachhaltigkeit. Es ist gelungen, sowohl den  
Bereich der Schnitten und Waffeln, als auch alle Manner Saisonartikel auf das für Konsument*innen relevante Fairtrade-  
Kakao-Siegel umzustellen und alle betroffenen Artikel mit dem Lizenzlogo auszustatten. Start der Marketingaktivitäten war  
in Österreich der Juli und in Deutschland der September, als wesentliche Produkte des Manner-Sortiments im Handel  
bereits sichtbar waren. Konsument*innen wurden mit einer Kampagne, basierend auf den drei Säulen Regionalität,  
nachhaltiger Kakao und vegan informiert: TV-Spots, Citylights, Manner-Onlinekanäle inkl. Social Media sowie umfassende  
internationale Pressearbeit stellten die 360°-Bekanntmachung des Themas sicher.  
Im Herbst wurde die trendige Sorte Schoko-Brownie im Taschenpackungsformat gelauncht und erfreut sich seither großer  
Beliebtheit. Ein besonders geschmackvoller Start in einen gemütlichen Herbst/Winter 2021 ist durch den Launch der  
Manner Winter Glück Waffel-Range gelungen – ein wahres Genuss-Highlight für alle Fans herbst-winterlicher  
Gebäckkreationen in den Sorten „À la Spekulatius“, „Bratapfel-Zimt“ und „Gebrannte Mandel“. Ein rosa Waffel-Highlight  
im klassischen Beutel für die traditionell im Süßgebäck wichtigen Monate September bis Dezember.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Im Manner Club Österreich und Deutschland konnten die Mitgliederzahlen 2021 stetig ausgebaut werden (> 40.000  
Mitglieder gesamt) und auch für 2022 sind zahlreiche Aktivitäten geplant, die dieses Wachstum weiter vorantreiben.  
Gleichzeitig wurde 2021 auch der Manner Clubshop (clubshop.manner.com) gelauncht und diente als Vorbereitung für  
den Launch des B2C Onlineshops, der bereits live ist: www.shop.manner.com. Die Teilnehmerzahlen aller digitalen  
Promotions der Marken Manner und Casali konnten auch in diesem Jahr deutlich gesteigert werden.  
Das Konsumentenservice wickelte 2021 im direkten Kontakt mit Endkonsument*innen mehr als 15.000 Anfragen über  
Telefon, Brief, E-Mail und die Onlineformulare erfolgreich ab.  
Schwerpunkte Marken Casali, Napoli  
Trotz der diversen Corona-Maßnahmen im Jahr 2021 hat die Marke Casali eine starke Performance im Heimatmarkt  
Österreich gezeigt. Casali hat dabei sowohl im Schaum-, als auch im Dragee-Bereich ein wert- und mengenmäßiges  
Wachstum erzielt. Als Treiber für diese Entwicklung ist u. a. die bewährte Casali-Dachmarken-TV-Kampagne  
verantwortlich, die im ersten Halbjahr 2021 geschaltet wurde. Diese thematisiert die Sehnsucht nach Urlaub und einer  
süßen Auszeit in einer authentischen Manier und vermittelt dadurch exotische Lebensfreude.  
Der „Shot of the Year“ 2021 in der Sorte Rum-Kokos Ananas konnte sich gegenüber der Vorjahressorte Orange weiter „on  
top“ setzen. Darüber hinaus hat die Limited Edition auch wesentlich zur Markenverjüngung beigetragen und maßgeblich  
geholfen, neue Zielgruppensegmente zu erschließen.  
Der allgemeine Trend zu Großgebinden schlägt sich auch bei Casali nieder und Produkte wie der Rum-Kokos-1-kg-Sack  
und die Rum-Kokos-300-g-Dose zählen neben den Klassikern wie der 300-g-Schoko-Banane zu den Casali-  
Gewinnerprodukten 2021.  
Für ein weiteres exotisches Highlight am POS hat zudem die jährliche Casali Promotion gesorgt, die gemeinsam mit dem  
Kooperationspartner Jollydays erfolgreich umgesetzt wurde.  
Zu guter Letzt wurden die Weichen für einen Casali-Design-Relaunch zur Belebung und Verjüngung der Marke gelegt.  
Gemäß den Ergebnissen einer Marktforschung trägt der Relaunch zur Steigerung der Markenattraktivität bei und zeigt die  
größte Hebelwirkung bei der jüngeren Zielgruppe. Die neuen Designs fließen ab Anfang 2022 sukzessive ein und werden  
am POS für die Konsument*innen im Laufe des Jahres sichtbar.  
Bei den Napoli Dragee Keksi wurde die erfolgreiche Keksi-des-Jahres-Reihe mit der Sorte Cranberry im Mix aus  
Milchschokolade und dunkler Schokolade 2021 fortgeführt. Auch in diesem Marktsegment setzt sich der Trend zu  
Großgebinden fort und zeigt sich in einer starken Performance des 650-g-Winak-Packs. In Hinblick auf die  
Markenkommunikation des Napoli Dragee Keksis ist die bewährte Hörfunk- & Onlinekampagne im März 2021 erneut zum  
Einsatz gekommen.  
Schwerpunkte Marke Victor Schmidt  
Insbesondere die Marke Victor Schmidt hat der plötzliche Ausfall von Tourist*innen hart getroffen und vor große  
Herausforderungen gestellt. Gemäß aktuellen Zahlen zeigt sich jedoch, dass Victor Schmidt im kompetitiven  
Mozartpralinenmarkt wächst (Nielsen AT, LEH exkl. H/L, KW 52 2021) und somit Grund zur Zuversicht besteht. Im April  
2021 konnte die „White Edition“ in der Trendgeschmacksrichtung weiße Schokolade gelauncht werden, um neue Impulse  
im Mozartpralinenmarkt zu setzen und Umsätze anzukurbeln.  
Die bereits 2020 veranlasste Fairtrade-Kakao-Zertifizierung des gesamten Victor-Schmidt-Sortiments wurde im Laufe des  
Jahres 2021 am POS sichtbar und hat nicht nur ein wichtiges Signal in Sachen Nachhaltigkeit gesetzt, sondern schafft  
auch einen unmittelbaren Mehrwert für die Verwender*innen.  
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Jahresfinanzbericht 2021  
Auszeichnungen  
•
Best Launch 2021 - Platz 1 für Manner Snack Minis im Beutel 300-g (Produkt Handelsmagazin)  
•
German Brand Award für „Radl’n mit Manner“ und für die Marke Manner  
•
1. Platz für die Victor Schmidt „White Edition“ in der HIT-Studie des österreichischen Handelsmagazin REGAL für  
Produkteinzigartigkeit und Kaufanreiz  
•
1. Platz für die Victor Schmidt „White Edition“ bei der Auszeichnung Top-Innovationen 2021 des Handelsmagazins  
CASH  
MANNER Shops  
2021 war erneut ein herausforderndes Jahr für die MANNER Shops. Auch wenn 2021 in Österreich kein Lockdown aktiv  
die Shops betroffen hat und die MANNER Shops offenhalten durften, war die ausbleibende Frequenz spürbar. Die  
fehlenden Umsätze führten dazu, dass das einmalige Sonderkündigungsrecht bei drei Standorten in Anspruch genommen  
wurde, und diese im Frühjahr 2021 schließen mussten. Die positive Zukunftsprognose führte im ersten Halbjahr dazu,  
dass zur Jahresmitte eine neuer Standort am Flughafen F-Gate erfolgreich eröffnen konnte und mit diesem bereits im  
Eröffnungsjahr die Erwartungen übertroffen wurden. Zusätzlich gelang es in zwei Shops trotz der äußeren Umstände  
nahezu das Umsatzniveau von 2019 zu erwirtschaften.  
Skisprung-Sponsoring  
MANNER ist seit über zehn Jahren aktiver Sponsor im Skisprung-Sport und als Kopfsponsor mit den markanten rosa  
MANNER-Helmen sowie bei ausgewählten Skisprungevents sichtbar. Langfristige Partnerschaften mit den Sportler*innen,  
die als Teil der MANNER-Familie gesehen werden, zeichnen die Sponsoringstrategie aus.  
Neben dem österreichischen Ausnahmesportler Stefan Kraft verstärkten 2021 Jan Hörl sowie Daniel Huber das  
österreichische Team. Erstmals war auch eine Skispringerin unter den erfolgreichen MANNER-Adlern im Weltcup: Sara  
Marita Kramer sprang als Neuzugang seit November 2021 mit rosa Helm. Für die deutschen Athleten Karl Geiger, Severin  
Freund und Pius Paschke hieß es auch diese Saison wieder: „Schanze frei“. Der polnische Weltmeister und  
Vierschanzentournee-Gewinner 2020 Dawid Kubacki komplettierte die internationale rosa MANNER-Equipe. MANNER-  
Testimonials im Skisprungbereich waren auch der ehemalige Springer und ORF-Moderator Martin Koch sowie Lukas  
Müller, der nach seinem schweren Sturz als Vorspringer wieder ins MANNER-Team aufgenommen wurde.  
2021 war MANNER erneut bei zahlreichen Skisprung-Events als Sponsor sichtbar und sorgte mit der riesigen aufblasbaren  
MANNER Schnitte und Banden im Auslauf für beste „rosa“ Aussichten. Damit schafft MANNER die perfekte Verknüpfung  
der Emotionen im Skispringen mit der rosa Kult-Marke. Highlight 2021 waren die FIS Nordische Skiweltmeisterschaften in  
Oberstdorf/Deutschland vom 23.2. bis 7.3.2021, bei denen über 750 Athlet*innen aus 65 Ländern antraten. Die „MANNER  
Adler“ schafften 5 x Gold, 4 x Silber und 3 x Bronze auf den Schanzen und sorgten so für enorme Visibilität. Die  
Skisprungbewerbe erreichten über 87 Millionen Zuseher*innen (live/delayed TV-Reichweite) in 16 Ländern weltweit. Auch  
das Weltcupfinale in Planica/Slowenien wurde von MANNER gesponsert.  
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN  
MANNER weist folgende wesentliche Zweigniederlassung auf:  
Josef Manner & Comp. AG Zweigniederlassung Deutschland, Köln  
Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei der Zweigniederlassung keine Veränderungen.  
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Jahresfinanzbericht 2021  
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG  
Die Schwerpunkte im Bereich Forschung und Entwicklung lagen im Jahr 2021 in der Umsetzung von Produktinnovations-  
und Produktoptimierungsprojekten, sowie in der Unterstützung bei Prozess- und Rohstoffoptimierungsprojekten.  
Mit den Snack Minis Milch Haselnuss und Milch Schoko wurde die Manner-Beutelvielfalt um zwei weitere Waffelkreationen  
bestehend aus je drei Lagen besonders knuspriger Waffeln mit zwei Schichten feiner Creme ergänzt. Die Sorte Milch  
Schoko sticht durch ihre schokobraunen Kakaowaffeln und durch die unwiderstehliche Kakaocreme (36 %) hervor. Die  
Snack Minis Milch Haselnuss zeichnen sich durch extra viel Haselnuss (10 %) aus. Speziell für die kalte Jahreszeit wurden  
außerdem die Sorten Bratapfel-Zimt, gebrannte Mandel und à la Spekulatius (80 % Creme) im wiederverschließbaren 200-  
g-Beutel entwickelt. Sowohl bei den Snack Minis als auch bei den neuen Winter-Glück-Sorten kommt ausschließlich  
Fairtrade-Kakao zum Einsatz.  
Für die Marken Casali und Napoli wurden die Jahressorten Shot of the Year Rum Kokos Ananas und das Keksi des Jahres  
Cranberry entwickelt und gelauncht.  
PRODUKTIONSSTANDORTE  
Um die Produkt- und Prozessqualität laufend zu verbessern, wurde im Jahr 2021 intensiv an definierten Maßnahmen und  
Projekten sowie strategischen Aufgaben gearbeitet. Gesamt konnten über 65 Projekte an den Standorten Wien und  
Wolkersdorf erfolgreich umgesetzt werden. Wie auch in den Vorjahren, wurde im berichteten Geschäftsjahr großes  
Augenmerk auf die Steigerung der Energieeffizienz und die Reduktion von Verschwendung gelegt. So konnte der  
Druckluft- und Energieverbrauch erheblich reduziert werden. Im Zuge des MANNER-Produktionssystems wurde weiter in  
die Qualifikation von Mitarbeiter*innen investiert, um insbesondere den Schwerpunkt auf Produkt- und Prozessqualität zu  
legen. Über 130 Mitarbeiter*innen haben mittlerweile erfolgreich das MANNER-Qualifikationsprogramm durchlaufen und  
Optimierungen im Unternehmen umgesetzt. Um in den administrativen Bereichen Prozesse und Durchlaufzeiten zu  
verbessern, wurde im vergangenen Jahr ein MANNER-Office-Qualifizierungsprogramm im Unternehmen gestartet. Ziel ist  
in allen Unternehmensbereichen die kontinuierliche Verbesserungsarbeit zu manifestieren, um langfristig eine hohe  
Produkt- und Prozessqualität zu gewährleisten.  
RISIKOBERICHT  
Die Geschäftstätigkeit von MANNER ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht gänzlich  
ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagementprozess beteiligten Personen ist von der festgelegten  
Risikopolitik bestimmt. Die verfolgte Strategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und Eigenständigkeit  
von MANNER als börsennotiertes, österreichisches Familienunternehmen. Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale  
Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Dies bedeutet für die Risikopolitik, dass MANNER bereit ist,  
unternehmerische Risiken einzugehen, sofern durch die damit eingeleiteten Geschäftsaktivitäten und den daraus  
resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Steigerung des Unternehmenswerts zu erwarten ist. Im Rahmen des  
Risikomanagementprozesses werden somit unternehmerische Risiken durch ein Gegenüberstellen von Chancen und  
Gefahren abgewogen.  
Die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist daher ein essenzieller Teil der Unternehmensführung. Ziel  
ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten. Die regelmäßige  
Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen resultiert in einer verantwortungsbewussten Risikokultur des Unternehmens.  
MANNER versteht damit Risikomanagement als integrierten Teil aller Prozesse und Abläufe. Für das Risikomanagement  
besteht daher keine eigene Aufbauorganisation, denn Risiko- & Krisenmanagement ist eine wesentliche Aufgabe aller  
Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisen-Management Team.  
Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere also die Risiken von Seiten des Marktes (z. B. Nachfrageschwankungen)  
trägt das Unternehmen selbst. Ebenso zu den Kernrisiken gehören die Risiken aus der Entwicklung neuer Produkte oder  
Märkte. Alle nicht zu diesen Kerntätigkeitsfeldern des Unternehmens gehörenden Risiken, wie z. B. Zinsänderungs-,  
Währungs-, Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken, werden tendenziell auf Dritte (z. B. Versicherungen) übertragen.  
Es besteht generell das Risiko von Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Materialien und Energie, das nicht zeitgerecht  
oder im vollen Umfang an die Abnehmer*innen weitergegeben werden kann. Diese Kostensteigerungen werden sich  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
immer wieder aufgrund von Währungsschwankungen, Angebotsengpässen (Ernteausfälle oder erhöhte Nachfrage) oder  
Preisspitzen bei Rohöl und Erdgas ergeben. MANNER ist hier bestrebt, mit Vorkontrakten und rechtzeitiger Eindeckung  
gegenzusteuern.  
Die fortgesetzte Konzentration im Bereich des Handels führt zu einem erhöhten Druck auf die Abgabepreise. Gleichzeitig  
ist aber aufgrund der Bonität aller großen Handelspartner das Ausfallsrisiko als gering einzustufen, überdies wird diesem  
durch entsprechendes Debitorenmanagement und marktübliche Absicherungen Rechnung getragen.  
Gegen Elementarrisiken (z. B. Feuer, Wasser) besteht Versicherungsschutz, dasselbe gilt auch für Produktrisiken  
(Produkthaftpflicht).  
Gegen Finanzrisiken wird laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch entsprechende  
Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Ein Fremdwährungsrisiko  
besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß. Größere Fremdwährungsverbindlichkeiten werden durch  
Kurssicherungsgeschäfte abgesichert.  
Durch den Einsatz einer integrierten Unternehmenssoftware (ERP) bestehen für das Unternehmen Risiken in  
Zusammenhang mit dem Ausfall des Systems (Verfügbarkeit, Datensicherheit), Performance des Systems sowie der  
Richtigkeit der Daten (Fehleingaben). Um die Verfügbarkeit des Systems und die Datensicherheit zu gewährleisten, sind  
entsprechende Notfallsysteme implementiert. Das Risiko von Fehleingaben wird durch Schulung von Mitarbeiter*innen  
und durch Plausibilitätsüberprüfungen eingeschränkt. Hinsichtlich der Performance von Systemen besteht ein  
permanenter Verbesserungsprozess, der gemeinsam mit externen EDV Partner*innen betrieben wird.  
Das Personalrisiko ist durch die geringe Personalfluktuation und die lange Firmenzugehörigkeit von Mitarbeiter*innen als  
gering einzustufen. Augenmerk wird auf das Übertragen von Unternehmenswissen und professionelle Aus- und  
Weiterbildung gelegt. Nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiter*innen sind die Herausforderungen der nächsten  
Jahre erfolgreich zu bewältigen.  
Es besteht das Risiko, dass trotz laufender und umfassender Qualitätskontrollen und eines etablierten  
Wareneingangsprozesses nicht erkennbare Mängel bei Rohstoffen auftreten. Diesem Risiko wird durch eine laufende  
Weiterentwicklung der Wareneingangsprüfung entgegengewirkt.  
KRISENMANAGEMENT  
In der ersten Hälfte des Jahres 2021 wurde MANNER trotz eines umfassend etablierten Wareneingangsprozesses von  
einem nicht erkennbaren Mangel in einer Rohware getroffen, der sich in einer sensorischen Geschmacksveränderung in  
einigen Produkten äußerte. Durch eine intensive Ursachenanalyse und mit Unterstützung von externen Expert*innen und  
aufwändigen analytischen Prüfungen konnte diese Veränderung auf ein Fehlaroma in einer Zutat zurückgeführt werden,  
welches im Zuge der gängigen Wareneingangsprüfung nicht erkannt werden kann. Da die Geschmacksveränderung auch  
innerhalb des Sensorik Teams unterschiedlich stark in der Intensität wahrgenommen wurde, gestaltete sich die  
sensorische Prüfung als äußerst schwierig. Aufgrund der festgestellten Geschmacksabweichung wurden daher vorsorglich  
bestimmte Chargen von Casali Rum Kokos sowie Napoli Dragee Keksi nicht ausgeliefert bzw. aus den Vertriebskanälen  
zurückgeholt. Durch diesen Vorfall wurden in sämtlichen Verarbeitungsstufen der betroffenen Zutat prozessbegleitende  
Prüfungen aufgestockt bzw. etabliert, bei denen auch speziell auf diese Geschmacksveränderung kontrolliert wird. Diese  
vorbeugenden Maßnahmen wurden in der Organisation verankert.  
121  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
BÖRSEZAHLEN 2021  
Das Unternehmen besitzt keine eigenen Aktien und hat auch keine eigenen Aktien erworben oder verkauft. Die dem  
Unternehmen bekannten Directors Dealings des Jahres 2021 wurden auf der Homepage der Gesellschaft sowie über ein  
elektronisches Informationsverbreitungssystem veröffentlicht.  
Börsenkennzahlen  
€
€
2020  
2021  
Umsatz  
569.864  
803.897  
Kapitalisierung  
209.790.000  
206.010.000  
Schlusskurs per 31.12  
111  
109  
Umsatz Stück  
5.386  
8.072  
CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT  
Das Unternehmen hat gemäß § 243c UGB einen Corporate-Governance-Bericht erstellt, der auf der Homepage des  
Unternehmens veröffentlicht wurde. In diesem Bericht bekennen sich Vorstand und Aufsichtsrat zum Regelungsziel des  
Österreichischen Corporate Governance Kodex. Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der  
Unternehmenskultur. Die Erläuterungen und die Abweichungen zu den C-Regeln sind im Bericht dargestellt. Der  
Corporate-Governance-Bericht ist auf der Webseite des Unternehmens (josef.manner.com) veröffentlicht.  
AUSBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2022  
Als Line Extension zum bestehenden Manner Knuspino-Sortiment im 110-g-Flowpack wird im Februar 2022 die neue Sorte  
Manner Knuspino Limette gelauncht – die Sortimentsbelebung soll insbesondere im deutschen Markt für weiteres  
Umsatzwachstum bei Manner Knuspino sorgen. Ebenso als Sortimentserweiterung und zur Belebung der Marke kommen  
die Manner Snack Mini Schoko in der 3x75-g-Packung in KW 17 in den Handel. Diese hochattraktive Sorte wird bereits im  
Beutel sehr gut angenommen und werblich mittels zweier TV-Spots Anfang des Jahres unterstützt. Darüber hinaus werden  
im Sommer 2022 drei limitierte sommerliche Waffelsorten den Gaumen der Konsumtent*innen erfreuen und für fruchtige  
Abwechslung sorgen: Im Mai ist der Launch des Manner „Sommer-Glücks“ in den Sorten Mango, Himbeere und Pfirsich  
im 200-g-Beutel geplant, um Konsument*innen mit fruchtiger Vielfalt zu erfreuen und für zusätzliche Kaufimpulse vorrangig  
in den Märkten Österreich und Deutschland zu sorgen.  
Die beiden internationalen Promotions der Marke Manner im Jahr 2022 stehen im Winter unter dem Motto „Rosa  
Glückssprung“, während der Sommer-Promotionschwerpunkt dem Thema „Wandern mit Manner“ gewidmet ist.  
Auch die Casali-Promotion wird im Herbst 2022 wie gehabt im österreichischen Handel stattfinden. Bei Casali geht die  
Limited Edition „Shot of the Year“ mit der Sorte Casali Rum-Kokos Banane in der Trendgeschmacksrichtung weiße  
Schokolade in die nächste Runde. Das Napoli Dragee Keksi des Jahres 2022 ist eine Dessertvariation à la Crème Caramel  
mit einer Dragierung aus Milchschokolade. Beide Limited Editions der Marken Casali und Napoli Dragee Keksi werden im  
Jänner in Österreich gelauncht.  
Außerdem darf sich das gesamte Napoli-Dragee-Keksi-Sortiment über eine Fairtrade-Kakao-Zertifizierung freuen. Die  
Umstellung wird im Laufe des neuen Jahres sukzessive am POS ersichtlich und mit Werbeaktivitäten unterstützt.  
Die Finanzierung der Tochterunternehmen, wie insbesondere der Manner Azerbaijan LLC wird, zusätzlich zu den laufend  
für den Betrieb notwendigen Investitionen, den Cash Flow entsprechend beeinflussen.  
Im Rahmen des bestehenden Risiko- & Krisenmanagements wurde bereits in einem Frühstadium des Auftretens von  
COVID-19 2020 ein Krisenteam eingesetzt. Dieses Team hat nach wie vor die Aufgabe, die aktuelle Lage laufend zu  
beurteilen. Zahlreiche Maßnahmenpläne wurden erarbeitet und umgesetzt, stets mit dem Ziel, das Risiko für das  
Unternehmen und seine Mitarbeiter*innen zu reduzieren. Die Auswirkungen dieser Pandemie haben auch noch 2021  
merklichen Einfluss auf den Geschäftsgang von MANNER gehabt.  
122  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Die Ergebnisplanung für 2022 hat, soweit dies unter den gegebenen Umständen möglich ist, die Rahmenbedingungen  
berücksichtigt. Aktuell geht das Management für 2022 davon aus, dass sämtliche Ergebnisse und Kennzahlen in Relation  
zu 2021 stark von den Ereignissen in der Ukraine beeinflusst werden und das Unternehmen mit stark steigenden Rohstoff-  
und Energiepreisen konfrontiert sein wird. Damit sind weitere Verkaufspreissteigerungen zwingend notwendig.  
OFFENLEGUNG GEMÄSS § 243A UGB  
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300 und ist in 1.890.000 nennbeitragslose Stückaktien  
zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber (244.638 Stück; Vorjahr: 360.319 Stück) oder auf Namen (1.645.362  
Stück; Vorjahr: 1.529.681 Stück). Die Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel im Marktsegment  
Standard Market Auction).  
Folgende direkte Beteiligungen am Kapital, die zumindest zehn Prozent betragen, sind dem Unternehmen mit Stichtag  
31.12.2021 bekannt:  
Privatstiftung Manner  
931.465 Stück  
(= 49,28%; Vorjahr: 804.448)  
Andres Holding Gesellschaft m.b.H.  
453.533 Stück  
(= 24,00%; Vorjahr: 453.533)  
Die Privatstiftung Manner mit 815.023 Stück ihrer Aktien (Vorjahr 803.458) und die Andres Holding Gesellschaft m.b.H  
gehören dem „Manner“-Syndikat an. In Summe hält dieses Syndikat 1.670.870 (Vorjahr: 1.670.870) Stammaktien  
(=88,41 %). Bei dem Syndikat handelt es sich um ein zweistufiges Syndikat, bestehend aus dem Manner/Riedl-Syndikat  
(=57,41 %; wie im Vorjahr) und der Andres-Gruppe (= 31,00 %; wie im Vorjahr). Entsprechend der Syndikatsverträge  
unterliegen die syndizierten Aktien Beschränkungen, die das Stimmrecht und die Übertragung von Aktien betreffen.  
Das weitere nicht syndizierte Aktienkapital von 11,59 % (= 219.130 Stück; wie im Vorjahr) verteilt sich, soweit dem  
Unternehmen bekannt, auf die Privatstiftung Manner mit 116.442 Stammaktien (= 6,16 %) und eine Vielzahl von  
Kleinaktionär*innen mit 102.688 Stammaktien (= 5,43 %).  
Zu den weiteren Punkten des § 243a (2 bis 9) UGB bestehen keine Offenlegungsnotwendigkeiten.  
123  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Nichtfinanzielle Erklärung  
Nichtfinanzielle Erklärung gem. § 243b UGB der Josef MANNER & Comp. AG für das Geschäftsjahr 2021  
Josef MANNER & Comp. AG produziert und vertreibt als österreichisches Familienunternehmen fünf der bekanntesten  
und beliebtesten Süßwarenmarken Österreichs (Manner, Casali, Victor Schmidt, Ildefonso und Napoli).  
MANNER ist ein starkes Markenartikelunternehmen für Süßwaren und die Marken verbinden beste Qualität mit höchstem  
Genuss. Die Produktion findet ausschließlich an österreichischen Standorten statt, am Standort Wien im 17. Wiener  
Gemeindebezirk und am Standort Wolkersdorf in Niederösterreich. Ausgehend vom Stammmarkt Österreich erfolgt der  
Ausbau des internationalen Geschäfts in ausgewählten Märkten, vorwiegend in Zentral- und Osteuropa.  
Das Management nichtfinanzieller Themen ist bei MANNER integraler Bestandteil des Managementverständnisses und  
Basis für eine ertragreiche Zukunft, denn die finanzielle Gebarung zeigt in der Regel die Ergebnisauswirkungen  
nichtfinanzieller Entscheidungen. Umso wichtiger ist es deshalb, als Unternehmen die internen und externen  
Auswirkungen des unternehmerischen Handelns zu beschreiben und zu dokumentieren. Risiko- & Krisenmanagement  
sind wesentliche Aufgaben aller Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisenmanagement-Team.  
Risiken werden durch diese nichtfinanzielle Erklärung sowie den Risikobericht im Geschäftsbericht erläutert. MANNER  
veröffentlicht für das Geschäftsjahr 2021 eine nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 243b UGB, die für das Verständnis des  
Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage der Gesellschaft sowie der Auswirkungen der Tätigkeiten  
erforderlich und wesentlich ist. Mit dieser nichtfinanziellen Erklärung erläutert MANNER die wesentlichen Aspekte gemäß  
§ 243b UGB sowie darüber hinaus die Themen Produktverantwortung und Lieferkette als wesentliche Bestandteile der  
Wertschöpfungskette. MANNER gibt einen Einblick in die Unternehmensführung (Governance), indem der  
Managementansatz, die Geschäftsprozesse und Risiken sowie die wesentlichen damit zusammenhängenden  
nichtfinanziellen Kennzahlen beschrieben werden. Der vorliegende Bericht entspricht nicht den GRI-Standards (Global  
Reporting Initiative). Es wird jedoch darauf geachtet, dass diese als Orientierung für die Kennzahlen und die Management-  
Ansätze verwendet werden.  
EU-Taxonomie  
Gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 ist MANNER verpflichtet, drei wesentliche Leistungsindikatoren  
(Umsatz, CAPEX und OPEX) im Zusammenhang mit den für die EU-Taxonomie in Frage kommenden wirtschaftlichen  
Aktivitäten offenzulegen. Die EU-Taxonomie ist Teil der umfassenden Bemühungen der EU, die Ziele des europäischen  
„Green Deals“ zu verwirklichen und Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. Es handelt sich dabei um ein  
Klassifizierungsinstrument, das Unternehmen und Investoren bei nachhaltigen Investitionsentscheidungen unterstützen  
soll.  
Laut EU-Taxonomie und dem damit verbundenen Delegierten Rechtsakt (EU) 2021/2139 liegt eine nachhaltige Investition  
dann vor, wenn sie wesentlich zur Verwirklichung von mindestens einem Umweltziel der EU beiträgt. Für das Geschäftsjahr  
2021 sind Vorgaben zu den ersten beiden Umweltzielen – Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel – in Kraft. Die  
Pflichtangabe für das Berichtsjahr 2021 umfasst jeweils den Anteil der identifizierten taxonomiefähigen sowie nicht-  
taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten gemessen an Umsatz, CapEx und OpEx. Ab 2022 erfolgt die Berichterstattung  
zu taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten. Zusätzlich sollen im Jahr 2022 auch Kriterien der vier weiteren Umweltziele  
von der EU-Kommission festgelegt werden, zu denen ebenfalls in den folgenden Jahren berichtet wird.  
MANNER-Wirtschaftstätigkeiten Im Rahmen der EU-Taxonomie  
Es wurden alle wirtschaftlichen Tätigkeiten, die im Delegierten Rechtsakt (EU) 2021/2139 inkl. Anhänge I und II aufgeführt  
sind, analysiert. Der Delegierte Rechtsakt zu Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel konzentriert sich auf die  
wirtschaftlichen Aktivitäten und Sektoren, die das größte Potenzial haben, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz  
oder zur Anpassung an den Klimawandel zu leisten. Zu den erfassten Sektoren gehören im Wesentlichen Energie,  
ausgewählte verarbeitende Gewerbe, Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung sowie Verkehr und Gebäude.  
124  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Nach einer gründlichen internen Überprüfung, an der alle relevanten Abteilungen und Funktionen beteiligt waren, kamen  
wir zu dem Schluss, dass unsere wirtschaftlichen Kernaktivitäten nicht unter den Delegierten Rechtsakt zum Klimawandel  
bzw. Klimawandelanpassung fallen und folglich nicht taxonomiefähig sind. Es kann daher schlussgefolgert werden, dass  
die Produktion von Lebensmitteln im Rahmen der EU-Taxonomie nicht als relevante Quelle von THG-Emissionen  
identifiziert wurde. Unsere Bewertung der Taxonomiefähigkeit konzentrierte sich daher auf wirtschaftliche Aktivitäten, die  
nicht das Kerngeschäft, sondern Unternehmensbereiche betreffen, und in die Investitionen getätigt werden oder  
Betriebskosten anfallen.  
Folgende taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten wurden für das Jahr 2021 identifiziert:  
Wirtschaftstätigkeit nach  
Relevanz für MANNER  
Sektor  
Energie  
Bau und Betrieb von Anlagen, die thermische Energie speichern und sie zu  
einem späteren Zeitpunkt in Form von thermischer Energie oder anderen  
Energievektoren wieder abgeben (Schichtwasserspeicher: nach dem  
Blockheizkraftwerk zur Zwischenspeicherung von Thermalenergie).  
Bau, Sanierung und Betrieb von Rohrleitungen und der zugehörigen  
Infrastruktur für die Verteilung von Wärme und Kälte, die an der  
Unterstation oder dem Wärmetauscher endet – von einem zentralen Punkt  
wird Wärme und Kälte an die Produktion verteilt.  
Wasserversorgung,  
Bau, Erweiterung und Betrieb von Wassersammel-, -aufbereitungs- und -  
Abwasser- und  
versorgungssystemen (Wasseraufbereitung für Kühltürme).  
Abfallentsorgung und  
Erneuerung  
von  
Wassersammel-,  
-aufbereitungs-  
und  
-
Beseitigung von  
versorgungssystemen, einschließlich der Erneuerung der Infrastrukturen  
Umweltverschmutzungen  
für die Sammlung, Aufbereitung und Verteilung von Wasser für den  
häuslichen und industriellen Bedarf (getrennte Sammlung und Beförderung  
von nicht gefährlichen Abfällen in einzelnen oder gemischten Fraktionen  
zur Vorbereitung auf die Wiederverwendung oder das Recycling).  
Verkehr  
Kauf, Finanzierung, Vermietung, Leasing und Betrieb von Fahrzeugen der  
Klassen M1, N1, die beide in den Anwendungsbereich der Verordnung (EG)  
Nr. 715/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates fallen, oder L  
(2- und 3-rädrige Fahrzeuge und vierrädrige Kraftfahrzeuge) – hier E-Autos  
(Dienstwagen) und auch alle anderen Benzin- und Dieselfahrzeuge  
Baugewerbe und  
Individuelle Renovierungsmaßnahmen, die in der Installation, Wartung oder  
Immobilien  
Reparatur von energieeffizienten Geräten wie Dämmung vorhandener  
Hüllenkomponenten; Austausch vorhandener Fenster durch neue  
energieeffiziente Fenster; Austausch vorhandener Außentüren durch neue  
energieeffiziente Türen; Installation und Austausch energieeffizienter  
Lichtquellen; Installation, Austausch, Wartung und Reparatur von Heiz-,  
Lüftungs- und Klimaanlagen (HLK) und Warmwasserbereitungsanlagen,  
einschließlich  
Geräten  
für  
Fernwärmedienstleistungen,  
durch  
hocheffiziente Technologien; Installation wasser- und energiesparender  
Küchen- und Sanitärarmaturen.  
125  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für  
Elektrofahrzeuge in Gebäuden und auf Parkplätzen an Gebäuden (sieben  
Ladestationen in Wien Hernals / eine in Wolkersdorf).  
Installation, Wartung und Reparatur von Instrumenten und Geräten zur  
Messung, Regelung und Kontrolle der Energieeffizienz von Gebäuden wie  
Installation, Wartung und Reparatur zonierter Thermostate, intelligenter  
Thermostatsysteme und Sensoren, einschließlich Bewegungs- und  
Tageslichtsteuerung; Installation, Wartung und Reparatur von Systemen  
zur  
Gebäudeautomatisierung  
und  
-steuerung,  
Systemen  
für  
Gebäudeenergiemanagement,  
Beleuchtungssteuerungs-  
und  
Energiemanagementsystemen; Installation, Wartung und Reparatur  
intelligenter Zähler für Gas, Wärme, Kälte und Strom; Installation, Wartung  
und Reparatur von Fassaden- und Dachelementen mit Sonnenschutz- oder  
Sonnenregulierungsfunktion,  
einschließlich  
solcher,  
die  
das  
Pflanzenwachstum unterstützen. MANNER hat eine Gebäudeleittechnik  
installiert.  
Künftige Entwicklungen in der Gesetzgebung können den Umfang der für die Taxonomie in Frage kommenden Tätigkeiten  
in Zukunft ändern. Sobald die weiteren Kriterien zu den restlichen Umweltzielen verabschiedet wurden, ist es möglich,  
dass größere Teile unserer Geschäftsaktivitäten als taxonomiefähig zu betrachten sind.  
Prozess zur Identifikation der Wirtschaftstätigkeiten  
Bei MANNER wurde zur Umsetzung der damit verbundenen Anforderungen ein interdisziplinäres Projektteam installiert,  
welches sich mit der Identifikation von taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten beschäftigt. Das Projektteam setzt sich im  
Wesentlichen aus Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Reporting, Controlling und Finanzen zusammen und wird durch  
technische Fachbereiche unterstützt.  
Um die gemäß EU-Taxonomie darzustellenden Wirtschaftstätigkeiten zu erheben, wurde im Rahmen des Projekts in einem  
dreistufigen Prozess vorgegangen:  
•
Schritt 1: Screening aller Wirtschaftstätigkeiten gemäß dem Katalog des Delegierten Rechtsakts3 und  
Einschätzung der für MANNER relevanten Tätigkeiten.  
•
Schritt 2: Workshop und Detailbetrachtung mit Fachbereichen, um die identifizierten Wirtschaftstätigkeiten aus  
dem ersten Screening zu validieren.  
•
Schritt 3: Mapping der Wirtschaftstätigkeiten mit den finanziellen Kennzahlen und Prüfung durch das Controlling,  
ob relevante/wesentliche Umsätze/Kosten in der Periode für die Aktivität angefallen sind.  
Die Systemgrenzen der Berichterstattung sind ident mit denen des Einzelabschlusses der Josef MANNER & Comp. AG.  
Die benötigten Daten werden aus Microsoft Dynamics AX 2012 (ERP-System) und PST-BI (Data Warehouse) entnommen.  
Im Rahmen des Datenerhebungsprozesses sind mehrere Kontrollschritte implementiert, um die Validität und Konsistenz  
der Datenerhebung sicherzustellen.  
3
vgl. Delegierter Rechtsakt (EU) ꢀꢁꢀꢂ/ꢀꢂꢃꢄ Anhang I und II (Climate Delegated Act)  
126  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Basis der Leistungsindikatoren  
Die herangezogenen Kennzahlen und deren Darstellung basieren auf den Vorgaben der Anhänge I „KPI von Nicht-  
Finanzunternehmen“ und II „Meldebogen für die KPI von Nicht-Finanzunternehmen“ des Disclosure Delegated Act zur EU-  
Taxonomie4.  
Taxonomiefähige Umsätze berechnen sich aus dem Teil des Nettoumsatzes mit Dienstleistungen, die mit  
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Die Summe der Umsätze entspricht den im Einzelabschluss  
ausgewiesenen Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kund*innen gem. IAS 1.82 (a). Siehe dazu die Angaben in der GuV.  
Als taxonomiefähige CapEx werden Investitionen ausgewiesen, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse beziehen,  
die mit taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Die Summe der CapEx entspricht den in Erläuterungen  
zur Bilanz ausgewiesenen gesamten Anlagenzugängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, siehe  
Anlagespiegel.  
Als taxonomiefähige OpEx werden Betriebsausgaben ausgewiesen, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse  
beziehen, die mit taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Die Summe der OpEx ist in der EU-Taxonomie  
nur als ein ausgewählter Teil der Betriebskosten definiert. Davon umfasst sind direkte, nicht kapitalisierte Kosten, die sich  
auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, Leasing sowie Wartung und Reparatur von  
Vermögenswerten des Sachanlagevermögens beziehen.  
Anteil der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten 2021  
Für das Geschäftsjahr 2021 sind die Leistungsindikatoren der taxonomiefähigen und nicht taxonomiefähigen  
Wirtschaftstätigkeiten in untenstehender Tabelle dargestellt. Die Berichterstattung gemäß der Taxonomie-Verordnung  
betrifft die Josef MANNER & Comp. AG. Eine doppelte Zuordnung zu wirtschaftlichen Aktivitäten wird vermieden, jede  
Aktivität wird individuell betrachtet. Wesentlichkeitsgrenzen wurden in dieser Betrachtungsperiode nicht eingezogen,  
sämtliche Aktivitäten wurden mit aufgenommen.  
vgl. Delegierter Rechtsakt (EU) ꢀꢁꢀꢂ/ꢀꢂꢅꢆ zu den Artikel-ꢆ-Kennzahlen (Disclosure Delegated Act)  
4
127  
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Jahresfinanzbericht 2021  
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Jahresfinanzbericht 2021  
ORGANISATION MANNER  
MANNER versteht sich als Familienunternehmen und handelt stets im Einklang mit den Unternehmenswerten und der  
definierten Strategie „MANNER 2025“:  
Bei MANNER steht der Mensch im Zentrum erfolgreichen Handelns  
MANNER ist ein internationales, weltoffenes und innovatives Unternehmen  
MANNER hat eine umsetzungsstarke Organisation mit Streben nach Exzellenz und Freude an der Arbeit  
MANNER hält sich intern und extern an Zusagen und stellt Qualität und an oberste Stelle. MANNER legt Wert auf einen  
verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit allen Ressourcen.  
Als Organisation wird MANNER von vier Vorständen geführt. Seit 01.03.2021 ist die Position des Marketing- und  
Vertriebsvorstands gleichzeitig CEO des Unternehmens. Die Berichtsebene darunter umfasst 16 Bereichsleiter*innen, auf  
der nächsten Ebene finden sich die Abteilungsleiter*innen, dann Sachbearbeiter*innen und das Fachpersonal. Mit Stichtag  
31.12.2021 waren bei MANNER 777 Mitarbeiter*innen beschäftigt, davon 298 Frauen und 479 Männer. Alle  
Mitarbeiter*innen sind in Kollektivvertragsvereinbarungen (Kollektivvertrag der Nahrungs- und Genussmittel / Bereich  
Süßwaren sowie Kollektivvertrag für Angestellte und Lehrlinge in Handelsbetrieben) erfasst. In der Regel werden bei  
MANNER unbefristete Verträge ausgestellt.  
Im Rahmen der unternehmensweit einheitlichen Personalpolitik, die für alle Mitarbeiter*innen gleiche Chancen und Rechte  
sicherstellt, bemüht sich die Gesellschaft um die Entwicklung und Weiterbildung von Frauen. Die Gesellschaft verfolgt das  
Ziel, den Anteil der Frauen in leitenden Stellungen mittelfristig auf ein ausgewogenes Niveau zu heben. Derzeit sind drei  
Mitglieder der Organe Vorstand und Aufsichtsrat weiblich. Für den Aufsichtsrat wie auch für den Vorstand gelten bei  
Personalentscheidungen und bei der Entlohnung ausschließlich fachliche Fähigkeiten und persönliche Kompetenzen.  
Hohes Augenmerk wird auf die strenge Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt. In zahlreichen Bereichen konnten sich  
Frauen für Führungsaufgaben in der ersten und zweiten Berichtsebene qualifizieren.  
MANNER STEHT ZUR GESELLSCHAFTLICHEN VERANTWORTUNG  
Die „Wahrnehmung der Produktverantwortung gegenüber Kund*innen durch Berücksichtigung von Ernährungstrends“ und  
auch die „Reduktion des Zuckeranteils in Produkten“ stehen neben rein technischen sowie umwelt- und ethisch relevanten  
Aspekten im Zentrum des Innovationsprozesses. MANNER integriert aktuelle Ernährungstrends in die Produktentwicklung,  
um die Gesundheits- und Ernährungsbedürfnisse der Verbraucher*innen zu berücksichtigen und in neuen, marktreifen  
Produkten umzusetzen. Beispielhaft hat sich der vegane Lebensstil zu einem Trend etabliert und ist für zahlreiche  
MANNER-Konsument*innen wichtig. In der Produktentwicklung greift das Unternehmen dieses Thema auf und setzt es  
bei zahlreichen Produkten um.  
Sowohl bei der Entwicklung von Neuprodukten als auch bei der Optimierung von bestehenden Produkten hat MANNER  
sich für Schnitten- und Waffelprodukte der Marke Manner zum Ziel gesetzt, den Zuckergehalt um 10 Prozent – bezogen  
auf das Benchmark-Produkt Manner Original Neapolitaner Schnitten – zu senken. 2021 schafften sämtliche  
Markeninnovationen wie die Manner Snack Minis Milch Haselnuss (-31,9 %), Manner Snack Minis Milch Schoko (-21,2 %),  
Manner Winter Glück Bratapfel-Zimt (-21,2 %), Winter Glück à la Spekulatius (-21,2 %) und die Sorte Winter Glück  
gebrannte Mandel (-14,9 %) dieses Ziel. Sowohl bei den Snack Minis als auch bei den neuen Winter-Glück-Sorten kommt  
ausschließlich Fairtrade-Kakao zum Einsatz.  
In den vergangenen Jahren wurde an dieser Stelle auch die „Bewusste Linie“ von Manner kommuniziert, mit Produkten  
wie Manner Neapolitaner Vollkorn, Manner Biskotten Vollkorn, Manner Knusper Müsli und die Manner Milch Haselnuss  
Vollkornflakes. Diese Produkte gab es auch 2021 weiterhin am Markt. Jedoch setzt Manner zukünftig den Fokus auf  
Produktinnnovationen, um Ernährungstrends aufzugreifen und kommuniziert keine eigene Produkt-Range mit diesen  
Eigenschaften. Daher wird an dieser Stelle sowie in den folgenden Berichten die Menge der „Bewussten Linie“ nicht  
abgebildet.  
Das im Jahr 2020 gestartete Projekt, spezielle Getreidesorten im österreichischen Vertragsanbau für eine besonders hohe  
und gleichmäßige Waffelmehlqualität anbauen zu lassen, wurde im Jahr 2021 fortgesetzt. Das externe Forschungsprojekt  
alternative Getreidesorten, die regional in Österreich angebaut und für die Backwarenherstellung bislang kaum eingesetzt  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
werden, wird ebenso fortgesetzt. Die Ergebnisse aus den ersten Versuchen sind vielversprechend. Hier könnten sich  
interessante Ansätze für neue Innovationen und Alternativen zu konventionellen Rohstoffen ergeben.  
SOS-Kinderdorf  
„Gemeinsam Kindern das Leben versüßen“ lautet das Motto der Kooperation von MANNER mit dem SOS-Kinderdorf.  
MANNER hat unter anderem ein Haus für eine Kinderdorf-Familie im SOS-Kinderdorf Abobo Gare an der Elfenbeinküste  
finanziert und übernahm auch 2021 erneut die jährlichen Kosten für die dort lebende Familie sowie die Ausbildung und  
Versorgung der Kinder. 2021 erhielten alle Kinder in SOS-Kinderdörfern zum Nikolofest eine süße Überraschung. Als  
langjährige Partner von SOS- Kinderdorf haben sich MANNER und INTERSPAR 2021 zusammengetan, um mit einer  
gemeinsamen Aktion das SOS-Kinderdorf zu unterstützen. Exklusiv bei INTERSPAR gab es österreichweit in allen Filialen  
eine Manner 8 x 75-g-Geschenkpackung mit einer „Tausend Dank“-Botschaft. Ein grüner Aufkleber wies darauf hin, dass  
die/der Konsument*in beim Kauf einer Geschenkpackung das SOS-Kinderdorf unterstützt.  
MANNER als langjähriger Partner der Sporthilfe  
Seit der Gründung von MANNER im Jahr 1890 nimmt auch soziales Engagement eine zentrale Rolle ein. Nachhaltige  
Partnerschaften im Sportsponsoring sind MANNER als Unternehmen mit hohen Wertevorstellungen wichtig. Mit  
Athlet*innen und Markenbotschafter*innen verbindet MANNER eine langjährige Zusammenarbeit, genauso wie mit der  
Österreichischen Sporthilfe. Die Österreichische Sporthilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation. Sie  
leistet durch ihre finanzielle und ideelle Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur sozialen Absicherung von  
Spitzensportler*innen mit und ohne körperliche Behinderung. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch nachhaltige  
Partnerschaften mit der Wirtschaft, Benefizveranstaltungen oder Fundraising-Aktivitäten. Auch 2021 gab es zahlreiche  
gemeinsame Aktionen, wie etwa Ware in Paketen an Athlet*innen, Teilnahme an der Sporthilfe-Auktion sowie die  
finanzielle Unterstützung des jährlichen Sporthilfe Charity-Kalenders.  
Josef-Ressel-Zentrum  
Seit 2012 unterstützt MANNER bereits das Institute for Business Ethics and Sustainable Strategy der FHWien der WKW.  
MANNER nimmt damit seine volkswirtschaftliche Verantwortung wahr, unabhängig von Parteien und  
Interessensgemeinschaften. Am 21. Oktober 2020 wurde im Zuge dieser Kooperation das Josef-Ressel-Zentrum zu  
Collective Action und Responsible Partnerships gegründet.  
Das Ziel von MANNER als Unternehmenspartner des Zentrums ist es, besser zu verstehen, wie Collective-Action-  
Initiativen wirkungsvoll greifen, um zusammen in der Praxis gesellschaftlich relevante Probleme zu lösen. Denn  
Megatrends wie Fachkräftemangel oder Digitalisierung betreffen auch MANNER. Wie diese Herausforderungen  
gemeinsam mit anderen Unternehmen adressiert werden, das ist Inhalt der gemeinsamen Arbeit. In den ersten eineinhalb  
Jahren der Projektlaufzeit hat das Team um Zentrumsleiter FH-Prof. Dr. Markus Scholz bereits umfangreiche Aktivitäten  
gesetzt. Bisher wurden im Rahmen des Projekts sechs Beiträge für internationale wissenschaftliche Konferenzen, ein  
Buchbeitrag, eine Praxisstudie sowie drei Publikationen in international führenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften  
erarbeitet. Hinzu kommen zahlreiche hochkarätige Keynote-Präsentationen von Prof. Scholz, Workshops mit MANNER  
zusammen mit den weiteren Unternehmenspartnern des Zentrums, Vorträge sowie Interviews, Podcasts und Gastbeiträge  
in Printmedien.  
Bienen an beiden Produktionsstandorten  
Manner setzt einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und heißt seit 2021 zwölf Bienenvölker an den  
Produktionsstandorten Wien und Wolkersdorf willkommen. Der Honig der Manner-Bienen wird in den eigenen Manner-  
Shops in Wien und Wolkersdorf verkauft, die ca. 800.000 Bienen werden von Imkermeister Thomas Zelenka betreut.  
MANNER ÜBERNIMMT VERANTWORTUNG FÜR SICHERE PRODUKTE  
Qualität bedeutet, dass MANNER-Konsument*innen zu jeder Zeit Produkte aus dem Hause MANNER in der konstant  
hohen Qualität genießen können. Jedes Genussmittel ist aber nur so gut wie die Summe seiner Einzelteile. Aus diesem  
Grund legt MANNER höchsten Wert auf ausgewählte, hochqualitative Zutaten. Alle Rohstoffe werden nach der Anlieferung  
130  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
im hauseigenen Betriebslabor entsprechend eines risikobasierten Prüfplans bemustert, analysiert und nur nach  
Übereinstimmung mit der Spezifikation zur Verarbeitung in der Produktion freigegeben.  
Das MANNER-Labor wurde 2014 unter Berücksichtigung aller gängiger Standards errichtet und wird laufend mit „State of  
the art“-Technologien ausgestattet. Die MANNER-Philosophie ist es, mit den Rohstofflieferant*innen eine langfristige  
partnerschaftliche Geschäftsbeziehung einzugehen und die Qualität der Produkte auch während der laufenden Herstellung  
zu kontrollieren: So werden zum Beispiel täglich in sämtlichen Produktionsschichten von jeder Produktions-Charge Muster  
gezogen und von einem Team geschulter Sensoriker*innen verkostet und bewertet. Die kontinuierliche Verbesserung der  
Qualitätsstandards gehört zu den Grundpfeilern des Unternehmenserfolgs.  
MANNER hat durch die Einführung von HACCP-gestützten Verfahren ein System zur Eigenkontrolle für die Erfassung,  
Bewertung und Reduktion von Gefahren implementiert. Dieses nach den Forderungen der VO(EG) Nr. 852/2004  
ausgerichtete Verfahren zur Gefahrenanalyse und Ableitung geeigneter Kontrollpunkte und deren Beherrschung entlang  
der Wertschöpfungskette – von der Entwicklung über die Produktion bis zum Versand – trägt wesentlich zur Erhöhung der  
Lebensmittelsicherheit bei.  
Sowohl die gesetzlichen Anforderungen als auch das Bestreben, die Sorgfaltspflicht in Bezug auf das Inverkehrbringen  
von sicheren Lebensmitteln zu erfüllen, haben dazu geführt, dass Präventionsmaßnahmen implementiert wurden, die eine  
gute Hygienepraxis und eine gute Herstellungspraxis gewährleisten. Eine regelmäßige Verifizierung des Systems deckt  
Verbesserungspotenziale auf und trägt zur ständigen Weiterentwicklung sowie zur Erfüllung der Anforderungen für die  
Erzeugnis-Sicherheit bei.  
Stark getrieben von der kontinuierlichen Verbesserung und dem in der Strategie verankerten „Streben nach Exzellenz“  
setzt MANNER seit 2018 die Röntgentechnologie zur Fremdkörperdetektion ein und bleibt damit zur Einhaltung der  
Lebensmittelsicherheit am Stand der Technik. Insgesamt sind neun Röntgengeräte zur Sicherstellung der  
Lebensmittelsicherheit und Steigerung der Kundenzufriedenheit im Einsatz, denn mit den zum Einsatz kommenden  
Röntgengeräten können nicht nur kleinere Fremdkörper, sondern auch ausgewählte Qualitätsmerkmale erkannt werden.  
Am Produktionsstandort Wien sind derartige Geräte für Taschenpackungen, Schnittenblöcke und auch für Standbeutel  
installiert. Dort wo der Einsatz von Metalldetektoren weiterhin sinnvoll ist, werden die Geräte gegen Detektoren der  
neuesten Generation getauscht. Ausgebaut und werksübergreifend standardisiert wurde auch der strategische Einsatz  
von Sieben und Magneten zur Absicherung von Produktionsstufen und zur zusätzlichen Steigerung der  
Lebensmittelsicherheit.  
Seit Dezember 2004 ist MANNER nach dem Standard „IFS Food“ (International Featured Standards) zertifiziert und seit  
2019 nimmt MANNER freiwillig am Programm zur unangekündigten Auditierung teil. Gerade dieser Ansatz verdeutlicht  
das Streben nach nachhaltigen Lebensmittelsicherheitsstandards. Die Erfüllung der Standardvorgaben wird nach wie vor  
von externen, zertifizierten Auditor*innen überprüft. Bei der Verlängerung des Zertifikats im Jahr 2020 konnte MANNER  
so wie in den Vorjahren wieder ein Ergebnis auf hohem Niveau (Higher Level) für alle Produktionsstandorte erreichen.  
Die Deklaration der MANNER-Produkte basiert auf der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) und diese sieht  
detaillierte Deklarationspflichten für alle Zutaten vor. Das heißt, alle Bestandteile, die rezepturmäßig enthalten sind, werden  
in der Zutatenliste aufgelistet. Alle anderen Bestandteile, die nicht als Zutat einzustufen sind, jedoch in Spuren,  
beispielsweise durch Überschneidung von Produktionsprozessen vorhanden sein können, werden durch eine freiwillige  
„Kann-Kennzeichnung“ (z. B.: „Kann Spuren von Milchbestandteilen enthalten“) abgedeckt. Sollten gesetzliche  
Anforderungen an herkunfts- oder gesundheitsbezogene Angaben zutreffen, werden die gesetzlichen Vorgaben  
umgesetzt. Es gab im Jahr 2021 zwei behördliche Beanstandungen hinsichtlich Deklaration. Ein Fall betraf die Manner-  
Kuvertüren, weil die Angaben zu Mindesthaltbarkeitsdatum und Aufbewahrungsanweisung („Lagerbedingungen“) nicht in  
unmittelbarer Nähe zueinander abgedruckt waren. Das Layout wurde überarbeitet und bei nächster Folienbestellung der  
Druck angepasst. Im zweiten Fall wurde die Angabe „Inulinballaststoff“ in der Zutatenliste der Manner-Vollkornschnitten  
beanstandet, die korrekt „Inulinpulver“ heißen muss. Gemeinsam mit dem Lieferanten für den Rohstoff wurde diese  
Rezeptur optimiert und die neue Zutat wird als Oligofructose deklariert. Die Verpackungsmaterialien wurden laufend im  
Zuge der Nachbestellungen angepasst.  
Die Fokussierung auf hygienisch einwandfreie Prozesse sowie qualitativ hochwertige Produkte steht im Zentrum des  
Handelns und wird durch regelmäßige Audits abgesichert. Das zur Aufrechterhaltung der Produktsicherheit und zur  
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Minimierung der Reklamationen erarbeitete Konzept wurde auch 2021 fortgeführt und erweitert. Insgesamt wurden  
unternehmensweit 71 Audits zu den Schwerpunkten IFS und 5S von der Qualitätsabteilung und zahlreiche 5S-  
Selbstüberprüfungsaudits sowie Muda Walks durch die jeweiligen Fachabteilungen des P&T-Bereichs durchgeführt.  
Alle Konsumentenreklamationen sowie Feedback vom Handel werden statistisch erfasst und monatlich bewertet. Unter  
Berücksichtigung der im Vergleichszeitraum verkauften Menge ergibt sich ein sogenannter Reklamationsfaktor. Als  
permanente Inputgeber für die kontinuierliche Verbesserung dienen neben der Reklamationsstatistik (Auswertung aller  
eingehenden Konsumentenreklamationen), die Rückmeldungen von Kund*innen (Handel) sowie die internen  
Reklamationen und Fehler (Kennzahl: Quarantäne Setzungen).  
Trotz der positiven Auswirkung einzelner KVPs und Verbesserungsprojekte auf die Reklamationsstatistik erreicht der  
Reklamationsfaktor unternehmensweit betrachtet noch nicht den Zielwert. Die intensive Fokussierung auf die  
Sicherstellung der Produktqualität wird auch 2022 fortgeführt.  
Die Visualisierung der Reklamationsstatistik am Shopfloor schafft bei Mitarbeiter*innen Bewusstsein für dieses Thema,  
das durch das tägliche Besprechen aktueller Cases in den Daily Morning Meetings verstärkt wird. Alle eingehenden  
Reklamationen werden einer Risikozahl zugeordnet, entsprechend intern eskaliert und über einen 8D-Report bearbeitet.  
Auf Basis der Reklamationsstatistik werden laufend Optimierungsmaßnahmen im Sinne eines kontinuierlichen  
Verbesserungsprozesses gestartet und mit Hilfe der PDCA-Systematik umgesetzt.  
Zur nachhaltigen Absicherung der Produktsicherheit wurden 2021 über 320 KVPs eingeleitet und über ein Prämiensystem  
die besten ausgewählt. Die Abarbeitung der KVPs wird über eine Kennzahl verfolgt; diese gibt Auskunft über die Anzahl  
der eingereichten KVPs im Themenspeicher und in den Phasen Plan, Do, Check und Act, sowie über die Durchdringung  
der KVP-Arbeit in den Abteilungen (KVPs pro MA und Prozent der MA, die KVP eingereicht haben) und wird monatlich an  
die Geschäftsführung berichtet.  
Eine positive Auswirkung einzelner KVPs und Verbesserungsprojekte auf die Reklamationsstatistik – insbesondere auf die  
Fremdkörpervermeidung – konnte auch 2021 beobachtet werden. Trotz eines punktuell deutlichen Rückgangs der  
Reklamationen erreicht der Reklamationsfaktor unternehmensweit betrachtet noch nicht den Zielwert und die intensive  
Fokussierung auf die Sicherstellung der Produktqualität wird auch 2022 fortgeführt.  
Auch im Jahr 2021 wurden Trainings zur Vertiefung der Lean-Philosophie in der Belegschaft angeboten und so weitere 29  
Lean Green Belts ausgebildet und mit dem universitären Zertifikat der Donau Uni Krems ausgezeichnet. Darüber hinaus  
wurde 2021 auch die Ausbildung von Lean Admin Green Belts gestartet. Eine Gruppe von 15 Verantwortlichen aus den  
Bereichen Einkauf, Planung, IT, Vertrieb sowie Produktionsadministration und Qualitätsmanagement belegten erfolgreich  
das Training zum Lean Admin Green Belt, ebenfalls bestätigt durch das Zertifikat der Donau Uni Krems. Durch die parallele  
Ausbildung von Green Belts sowohl im Produktions- als auch im Verwaltungsbereich ergibt sich eine Optimierung der  
unternehmensweiten Abläufe.  
Das Prinzip  
ꢀ. Sicherheit (vor)  
ꢁ. Qualität (vor)  
ꢂ. Leistung,  
nach dem jetzt schon die Kennzahlen am Shopfloor aufgebaut sind, muss in das Bewusstsein aller Mitarbeiter*innen  
dringen und deren Handeln leiten.  
QUALITÄTSSICHERUNG ENTLANG DER GESAMTEN LIEFERKETTE HAT HÖCHSTE PRIORITÄT  
Die „Sicherstellung geringer gesellschaftlicher und ökologischer Auswirkung der Lieferkette“ ist für MANNER ein zentrales  
Anliegen. „Wir streben eine Balance von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlicher Verantwortung an“ – so ist es im  
MANNER-Verhaltenskodex festgehalten.  
Im Bereich der Rohstoffe gibt es seit einigen Jahren einen Schwerpunkt in puncto Nachhaltigkeit. Das betrifft auch das  
Palmöl, das MANNER bezieht. Bezüglich der Herkunft der gekauften Mengen an Palmöl bestätigt MANNER, dass das  
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Jahresfinanzbericht 2021  
Palmöl direkt von europäischen Herstellern, die alle zertifizierte RSPO-Mitglieder (Roundtable on Sustainable Palm Oil)  
sind, ohne Zwischenhändler angekauft wird.  
Die Einhaltung der nationalen und internationalen Standards wird durch interne und externe Audits inklusive  
unangekündigter Kundenaudits laufend überprüft. Um den hohen Qualitätsstandard über die gesamte Supply Chain zu  
garantieren, werden in einem definierten Intervall risikobasiert Lieferantenaudits (Rohstoff, Verpackung, Logistikpartner,  
Co-Packer) durchgeführt. Die zuständigen Fachabteilungen vergewissern sich in regelmäßigen Abständen bei den  
Lieferanten vor Ort über die Einhaltung aller wesentlichen GMP-Anforderungen (Good Manufacturing Practice).  
Zertifiziert nachhaltiger Kakao  
Als einer der ersten der Branche hat MANNER 2020 alle Markenprodukte auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao  
umgestellt. Dieses Ziel wurde 2012 gesetzt und gemeinsam mit den Partnern UTZ und FAIRTRADE auch in diesem Jahr  
erreicht. 2021 lag der Anteil des eingekauften zertifizierten Kakaos bei 98 Prozent. Lagerbestände und ein Überschuss  
von Zertifikaten aus den letzten Jahren erlauben einen hundertprozentigen Einsatz von zertifiziertem Kakao in der  
Produktion in den Markenprodukten.  
Auf dem Weg hin zu 100 Prozent nachhaltigem Kakao bis 2020 gab es zahlreiche Meilensteine:  
ꢁꢃꢀꢁ wurden alle Waffel- und Schnittenprodukte der Marke Manner auf nachhaltigen, UTZ-zertifizierten Kakao umgestellt.  
ꢁꢃꢀꢄ wurde die Schokobananen-Range auf FAIRTRADE umgestellt – mit dem All-that-can-be-Siegel, da sowohl Zucker als auch  
Banane sowie der Kakao aus FAIRTRADE-Anbau sind.  
ꢁꢃꢁꢃ erhielt die gesamte Victor-Schmidt-Mozartkugel-Range das FAIRTRADE-Siegel.  
ꢁꢃꢁꢀ war ein weiterer wichtiger Schritt für das Thema fairer Kakao bei Manner, denn sämtliche Manner Waffel- und  
Schnittenprodukte wurden auf FAIRTRADE-zertifizierten Kakao umgestellt. Diese Maßnahme wurde Anfang des Jahres  
kommuniziert und schrittweise auf dem Verpackungsmaterial ausgelobt. Somit wurde es für Konsument*innen sichtbar und die  
sukzessive Umstellung verhinderte eine Vernichtung von Verpackungsmaterial.  
MANNER Haselnussfarm  
Qualitativ hochwertige Haselnüsse sind für den Geschmack zahlreicher Produkte aus dem Hause MANNER  
ausschlaggebend. Die Qualität und Verfügbarkeit des Rohstoffs ist für das Unternehmen wesentlich. 2018 wurde aus  
Überlegungen der Rückwärtsintegration – also der Übernahme von Fertigungsstufen von Zulieferern – die Tochterfirma  
Manner AZERBAIJAN LLC gegründet und 2019 erste Anbaugebiete in Aserbaidschan erworben. Damit setzte MANNER  
einen wichtigen Schritt in Richtung Versorgungsicherheit und Preisstabilität. Insgesamt wurden bisher ca. 318 Hektar  
Agrarland (das entspricht ca. 445 Fußballfeldern) im Norden Aserbaidschans für den geplanten Anbau von rund 200.000  
Haselnusspflanzen gekauft. Im Spätsommer 2024 ist mit einer ersten, kleinen Ernte zu rechnen. Bei vollem Ertrag wird  
zukünftig rund 20 bis 25 Prozent des Bedarfs an Haselnüssen von der MANNER Haselnuss-Farm gedeckt.  
Die größte Herausforderung 2021 war der Bau einer Bewässerungsanlage. Dazu musste ein riesiges Wasserreservoir  
ausgehoben werden, ein Vorklärbecken sowie eine Pumpstation errichtet und im Erdreich Wasser-Rohrleitungen zu den  
Pflanzen verlegt werden. Auch die Montage des Bewässerungssystems stand 2021 im Fokus. Dafür wird eine  
Tröpfchenbewässerung zuerst „überboden“ und dann, wenn die Pflanzen größer sind, „unterboden“ verlegt. Nach  
Fertigstellung wird das gesamte Bewässerungssystem eine Länge von ca. 1.500 km, also ungefähr einmal die Strecke  
Wien – Barcelona, aufweisen. Teilweise muss das Wasser zu den Pflanzen hinaufgepumpt werden, an anderen Stellen  
ist die Haselnussfarm aber abschüssig gelegen, sodass mit reiner Schwerkraft bewässert werden kann. Bis Jahresende  
2021 konnten bereits 45.000 Jung-Haselnussbäume gepflanzt werden. Bis zum Frühjahr 2023 sollen weitere 100.000  
Bäume folgen.  
Auch Infrastruktur (Strom, Gas und Internet) wurden 2021 am Gelände eingerichtet und drei Traktoren angeschafft. 2021  
arbeiteten ca. 30 fixe Arbeiter*innen auf der Haselnussfarm, temporär werden noch einmal so viele Kräfte für das Setzen  
der Jungpflanzen im Einsatz sein. Herausfordernd war in diesem Jahr auch der Transport der Pflanzen und der  
dazugehörigen Teile für die Bepflanzung. 2022 steht neben der Betreuung der bereits gepflanzten und dem Einsetzen  
neuer Bäume die Schaffung einer effizienten Farm-Organisation im Fokus.  
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CO2-Reduktion durch Umstieg auf Mehrwegpaletten  
2020 wurde in einer Projektgruppe das Thema Einwegpaletten und Mehrwegsysteme bei MANNER behandelt. In einem  
vorgelagerten Schritt wurden bereits die Holz-Einwegpaletten auf Mehrweg bzw. auf Pressholz umgestellt. In einem  
weiteren Schritt hat sich MANNER zum Ziel gesetzt, One-way-Pressholzpaletten stark zu reduzieren. Gemeinsam mit  
CHEP, einem der größten Anbieter von Mehrwegpaletten, wurden 2020 nahezu alle neuen Display-Artikel nur mehr auf  
CHEP-Mehrwegpaletten umgesetzt. Die CHEP-Mehrwegpalette wird CO2-neutral hergestellt und nach einer Lebensdauer  
von bis zu zehn Jahren im Recycling-Prozess wiederaufbereitet. Damit schafft es das Unternehmen, CO2 einzusparen  
und gleichzeitig wird das Handling und die Abwicklung vereinfacht.  
Mit Ende 2020 wurde begonnen, auch die weiteren Artikel umzustellen, 2021 zeigt sich mit einem Anteil von 96 Prozent  
(vgl. 2019: 63 %, 2020: 71 %) von Mehrwegpaletten am Gesamtvolumen eine massive Steigerung.  
Nachstehend ein Überblick über interne und externe Audits, Produkt-, Beschaffungsrisiken und Kundenakzeptanzrisiken:  
Interne Systemaudits  
Interne Revision  
Interne Prozess- und Produktaudits  
IFS (externes Audit)  
ꢄS (internes Audit)  
TPM (internes Audit)  
iUTZ (internes UTZ-Audit)  
UTZ (externes UTZ-Audit)  
Fairtrade (externes Audit)  
iRSPO (internes RSPO-Audit)  
RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil – externes Audit)  
HG Audit (Herkunftssicherung für Ei und Eiprodukte)  
Bio (zur Aufrechterhaltung des Zertifikats, zurzeit keine Produktionen)  
Kosher  
Vegan  
Non-GMO  
Darüber hinaus finden auf Basis der Kundenverträge auch unangekündigte Kundenaudits sowie zur Erfüllung konkreter  
Kundenanforderungen auch Audits statt, die sich am Zielmarkt orientieren (z. B.: FDA). Des Weiteren werden auch  
Rohstofflieferanten risikobasiert bzw. anlassbezogen auditiert. Auslöser und Ziele von Lieferantenaudits sind neben der  
Überprüfung der Erfüllung der Standardanforderungen (bspw. IFS) auch die Potenzialerhebung hinsichtlich  
Entwicklungsmöglichkeiten und Absicherung der Versorgungssicherheit. Die Erweiterung des Rohstoff-Know-hows und  
das Schaffen bzw. Fördern einer gemeinsamen Vertrauensbasis zwischen Lieferant*innen und MANNER sind weitere  
Eckpfeiler der Lieferantenaudits und tragen zu einer stetigen Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und Qualität bei.  
Zur Lenkung fehlerhafter Produkte wurde bereits 2018 ein automatisierter Workflow installiert, der sicherstellt, dass  
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Jahresfinanzbericht 2021  
Produkte, die aufgrund eines Fehlers nicht in den Verkauf gelangen dürfen, schnellstmöglich einem alternativen  
Verwendungszweck zugeordnet werden. Zum Beispiel werden die Produkte je nach Art und Ausprägung des Fehlers als  
B-Ware im Shop, „Rework“, Wertstoff, verschenken/Spenden etc. weiterverwendet. Ziel dieses workflowgeführten  
Prozesses ist es, dass ein hoher Anteil der investierten Wertschöpfung erhalten beziehungsweise rückgewonnen wird.  
MASSNAHMEN ZUR REDUKTION DER UMWELTAUSWIRKUNGEN  
MANNER ist auf Energie als primären Input für die Produktion angewiesen. Der Stromverbrauch und der Wassereinsatz  
sind wesentliche Ressourcen, deren Einsatz MANNER laufend optimiert.  
Das Thema Umweltbelange wird bei MANNER auf Vorstandsebene wahrgenommen. Dabei fokussiert sich MANNER auf  
Prozesse und Systeme, die wirtschaftlich sinnvoll sind und gleichzeitig mit einer geringen Umweltbelastung und einem  
geringen Energie- sowie Ressourceneinsatz einhergehen. Regelmäßig gibt es in der Vorstandssitzung Vorgaben und  
Updates zu umweltrelevanten Themen. Zwei für das Unternehmen maßgebende Bereiche stehen dabei bei MANNER im  
Fokus:  
Energieverbrauch, d. h. die Nutzung der Energie, die aus dem Produktionsprozess entsteht  
KVP (Kontinuierlicher Verbesserungs-Prozess), bei dem es unter anderem um die kontinuierliche Energieversorgung geht  
Bei den Maßnahmen zur Prozessoptimierung werden unzählige technische und organisatorische Optimierungen  
durchgeführt, die zur Steigerung der Energieeffizienz führen. Es werden nach wie vor Maßnahmen zur Verbesserung der  
Produktionsprozesse gesetzt. Durch die Bewertung der Produktion vor und nach der Maßnahmenumsetzung ist eine  
Effizienzmaßnahme plausibel nachzuweisen.  
Die Feststellung der Größe der Einsparung erfolgt durch genaue Aufzeichnung der Produktionsmengen und der dafür  
erforderlichen Endenergie. Hierfür wird ein Energieleistungskennzahlenmodell zur energetischen Bewertung  
herangezogen.  
MANNER-Energiemanagementsystem  
Das MANNER-Energiemanagementsystem führt zur Transparenz der Energieströme und des Energieeinsatzes,  
ermöglicht das Erkennen von signifikanten Änderungen im Energiebedarf und ist Basis für die Optimierung der  
Anlagentechnik. Zusätzlich können CO2-Emissionen verringert und Energiekosteneinsparungen erzielt werden. Durch  
kontinuierliche Verbesserungen im Bereich Energieeffizienz können langfristig Wettbewerbsvorteile durch energetisch  
optimierte Produktion geschaffen, die Wertschätzung des Bereichs Energie erhöht und die Umsetzbarkeit von  
Effizienzmaßnahmen gefördert werden. Aktuell umgesetzte Maßnahmen zur Vermeidung von Compliance und operativen  
Risiken und Steigerung der Energieeffizienz sind:  
Planung Erweiterung Fernwärme-Projekt Wien Energie  
Die Wien Energie GmbH nutzt Abwärme aus industriellen Prozessen von MANNER und speist diese seit 1. Oktober 2016  
in das Fernwärme-Sekundärnetz ein, um Fernwärmekund*innen mit Abwärme zu versorgen. Es waren zu Beginn des  
Projekts mindestens 3.600 MWh pro Jahr an Abwärme Einspeisung vorgesehen. Im Rahmen dieses Projekts wurden  
Verbindungsleitungen zwischen dem Pufferspeicher und dem Wärmetauscher von Wien Energie, inklusive Pumpenstation,  
sowie der dazu notwendigen Elektrik für zwei Temperaturebenen errichtet. Nach Behebung aller im Jahr 2018  
aufgetretenen Startschwierigkeiten konnte 2019 erstmals die geplante Abnahmemenge von 3.600 MWh erreicht werden.  
Aufgrund der bisherigen Erfahrungswerte war eine Erweiterung der Einspeisemöglichkeiten seitens Fernwärme für 2021  
geplant, um auch in den Sommermonaten dementsprechend zur Verfügung stehende Wärmemengen abnehmen zu  
können. Es ist gelungen, auch ohne diese geplante Maßnahme die jährliche Liefermenge 2021 auf einen Höchstwert von  
über 4.600 MWh zu erhöhen. Die geplante Erweiterung konnte 2021 aufgrund von COVID nicht umgesetzt werden und ist  
für 2022 vorgesehen.  
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Druckluft (DL)  
Ziel waren Verbesserungen im Bereich Leckagen, der Reinigungsluft und des Leitungsnetzes. Es werden  
Anlagengruppen, wenn nicht benötigt, mittels eines eigenen Schalters komplett vom DL-Netz getrennt. Damit sollte eine  
massive Verbesserung im Bereich der Leckagen während des Produktionsstillstands erreicht werden. Weiters wurde ein  
Pilotprojekt gestartet, mit welchem während des laufenden Betriebs überdurchschnittliche Abweichungen mittels Sensorik  
erkannt und aufgezeigt werden. Mit dieser Maßnahme soll auch die Laufzeit der Kompressoren, speziell im Zeitraum von  
Produktionsstillständen, reduziert werden. Mit diesen Maßnahmen konnte der Leckagenverlust um mehr als zehn Prozent  
reduziert werden. Ein weiteres Ziel ist es, bis 2022 mit einem weiteren ölfreien Kompressor den gesamten Druckluftbedarf  
auf höchstem Niveau der Sauberkeit bereitzustellen. Die Energiesaving-Gruppe wird auch in weiterer Zukunft großes  
Augenmerk auf das Thema „Druckluftverbrauch“ legen.  
Strom: Beleuchtung  
Im Zuge der fortlaufenden Bestandssanierung wurden auch 2021 weitere Produktionsflächen mit energieeffizienten LED-  
Beleuchtungen samt Lichtsteuerung ausgestattet. Sowohl im Objekt 1 als auch im Objekt 2 am Produktionsstandort Wien  
wurden die betroffenen Bereiche auf den neuesten Stand der Technik gebracht und die Beleuchtung in LED-Technik  
ausgeführt, beziehungsweise umgerüstet.  
Management: Savingteam  
Ein Energieeinsparungs-Team prüft Potenziale und setzt konkrete Maßnahmen um. Dieses Team wird kontinuierlich  
erweitert.  
Schulungen  
Es haben 2021 COVID-konforme Schulungen, sowohl im fachlichen als auch im Bereich Bewusstseinsbildung  
stattgefunden, z. B. Nutzung von Druckluft, Greenbelt, 5S, MPS etc.  
Projekt Zero Waste  
2020 wurden weiterhin die im Projekt „Zero Waste“ erarbeiteten Vorgaben umgesetzt und optimiert. Ziel des Projekts war  
es, Wertstoffe, die in der Produktion anfallen, aber im Produktionsprozess nicht mehr eingesetzt werden können, möglichst  
effizient zu verwerten. Dies beinhaltete unter anderem die sorgfältige Trennung der Wertstoffe vor Ort, Weiterführung von  
Wertstoffen zur Aufbereitung, sowie die jährlich wiederkehrende Schulung der Mitarbeiter*innen. In diesem Sinne wurde  
als erster Teil des Projekts im Sommer 2021 ein Pilot in Wolkersdorf gestartet. Im zweiten Teil wurde die bestehende  
Situation – mit Fokus auf das Werk Wien – analysiert und alle relevanten internen und externen Daten erhoben. Im dritten  
Teil des Projekts wurden interne und externe Optimierungspotenziale erhoben und werden ab 2022 schrittweise  
umgesetzt. 2021 wurden die beschlossenen Maßnahmen evaluiert und als wirksam bewertet, sodass sie als neuer  
Standard in das Managementsystem eingeführt werden konnten.  
Sonnenstrom in Wolkersdorf  
Am Dach der MANNER-Produktionsstätte Wolkersdorf wurde 2021 auf 6.000 Quadratmetern ein riesiges Solarkraftwerk  
in Betrieb genommen. Die Photovoltaikanlage erzeugt mit 500 Kilowattpeak Leistung etwa 500.000 Kilowattstunden  
Ökostrom jährlich und liefert so den Strombedarf, mit dem zum Beispiel die gesamte Produktion der beliebten Napoli  
Dragee Keksi erfolgen kann. MANNER reduziert dadurch seine CO2-Emissionen um über 170 Tonnen pro Jahr.  
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ARBEITNEHMER*INNEN SIND DIE BASIS ERFOLGREICHEN WIRTSCHAFTENS  
Alles fängt mit den Menschen an: Menschen mit Freude an der Arbeit stehen im Mittelpunkt der Strategie „MANNER 2025“  
und stellen damit einen wesentlichen Erfolgsfaktor des Unternehmens dar. Daher bildet auch der MENSCH die Basis in  
der MANNER-Wertepyramide. Fairness & Toleranz, Vertrauen & Integrität sowie Wertschätzung sind wesentliche  
Bestandteile der gelebten Unternehmenskultur.  
Die Menschen bei MANNER sind der Schlüssel, um Unternehmensziele zu erreichen. Sie machen Erfolg erst möglich,  
denn sie prägen das Unternehmen nach innen wie nach außen. Der tägliche Einsatz der Mitarbeiter*innen ist damit der  
entscheidende Beitrag zum Geschäftserfolg. Menschen und Erfolg gehören bei MANNER untrennbar zusammen.  
Volles Engagement ist nur möglich, wenn der Umgang miteinander wertschätzend ist. Wertbasierte Führung und  
Zusammenarbeit sowie transparente Kommunikation haben deshalb einen hohen Stellenwert im Geschäftsalltag und  
zeichnen die Unternehmenskultur von MANNER aus. Die Werte sind niedergeschrieben und in der MANNER-  
Wertepyramide verankert. Der Mensch steht bei MANNER im Zentrum und bildet die Basis der Wertepyramide. Die  
Beschreibung der Kompetenzen wird regelmäßig bei Mitarbeitergesprächen verwendet, um fundiertes Feedback  
dahingehend zu geben.  
MANNER ist bestrebt, ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter*innen ihr volles Potenzial entwickeln und in den Job  
einbringen können, in dem die Arbeit von Vertrauen geprägt ist und jeder in seinem Job Akzeptanz, Wertschätzung und  
Respekt erfährt.  
Als Familienunternehmen sind diese Werte sozusagen in der DNA und darin sieht MANNER auch einen  
Wettbewerbsvorteil. Auch Dr. Carl Manner (†) hat die respektvolle Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel zum Wohle  
des Unternehmens in den Mittelpunkt gestellt. Dies bedeutet ein höfliches, offenes und faires Verhalten, bei dem der  
Mensch nie Mittel zum Zweck ist.  
MANNER versteht, dass Menschen unterschiedlich sind, schätzt unterschiedliche Meinungen und bezieht diese in den  
Arbeitsalltag ein.  
Die 2017 von MANNER begonnene Kooperation mit REiNTEGRA, einer Organisation, die sich seit über 30 Jahren für die  
berufliche Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen engagiert, wurde auch 2021 erfolgreich weitergeführt. Dabei  
wurden von REiNTEGRA Fertigungsarbeiten für MANNER durchgeführt. Auch im vergangenen Jahr waren  
durchschnittlich mehr als 40 Mitarbeiter*innen für MANNER tätig.  
MANNER hat im Jahr 2010 die HAY-Stellenbewertung eingeführt. Dieses international anerkannte und bei zahlreichen  
Unternehmen angewandte System unterteilt Stellen in verschiedene Funktionsgruppen.  
Schulungen wurden im Jahr 2021 aufgrund der COVID-Situation leider wieder nur in sehr eingeschränktem Maße  
durchgeführt. Schwerpunkte waren u. a. Führungskräfte-Workshops, um die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu  
verbessern und den Teamzusammenhalt zu stärken sowie fachspezifische Schulungen im technischen Bereich.  
Im Oktober 2021 wurde die E-learning-Plattform J.O.S.E.F. (Josef Manner Online Schulungen Erleichtern Fortbildung) ins  
Leben gerufen. Diese eröffnet nun breite Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen. Es werden  
sowohl vorgefertigte Schulungsinhalte zu zahlreichen Soft-Skills-Themen angeboten, die Plattform wird in Zukunft aber  
auch für interne Trainings und Standardschulungen genutzt.  
Ende 2019 initialisiert, wurde Anfang 2020 mit dem Thema Employer Branding gestartet. Hier wurde eine Steuergruppe  
gebildet und gemeinsam mit den Führungskräften im Februar 2020 erste Themenschwerpunkte identifiziert. Leider konnte  
auch hier aufgrund von COVID das Projekt nicht in vollem Umfang weiterverfolgt werden. Ein Neustart ist für 2022 unter  
dem von MANNER-Mitarbeiter*innen entwickelten Titel „Miteinander Manner“ geplant.  
Fit2work wurde in Wolkersdorf durch die Steuergruppe verfolgt und weitere Verbesserungsmaßnahmen bei  
Arbeitsbedingungen gesetzt sowie Mitarbeiter*innen Unterstützung durch Arbeitsmedizin oder Coaching angeboten. Das  
Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung, welches Manner aufgrund von Fit2work erhalten hat, war bis 2021 gültig  
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und wurde für die Jahre 2022 bis 2024 wieder zuerkannt. In Wien startete Fit2work mit der Erhebung des  
Arbeitsbewältigungsindex, auf dessen Basis im Jahr 2022 Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden.  
Seit März 2021 wurde am Standort Wien 17 durch die neue Arbeitsmedizinerin Dr. Sigrid Köbl-Klufa eine enge  
Zusammenarbeit mit dem Bereich Arbeitssicherheit gestartet. Betriebsbegehungen, Arbeitsplatzevaluierungen, die  
Neuorganisation der Ersten Hilfe sowie arbeitsmedizinische Untersuchungen wurden durchgeführt. Parallel dazu stellte  
die Mitarbeit im COVID-Krisenteam (Beratung Risikogruppen, Bestellung Impfstoff, Impfberatung, Impfen, Antigen-/PCR-  
Testungen) einen großen Schwerpunkt dar.  
Der Schwerpunkt bei MANNER bezüglich der Ausbildung der Mitarbeiter*innen im MPS (MANNER Produktions-System)  
wurde weiterverfolgt. Im Rahmen dieser Ausbildung wurden im Sinne des Lean-Gedankens weitere Green Belts  
ausgebildet. Mit Ende 2021 hat MANNER bereits 107 ausgebildete Green Belts, die nun eigenständig weiter interne  
Verbesserungsprojekte durchführen und vorantreiben. Die Schulungskosten haben sich generell im Jahr 2021 nicht erhöht.  
MANNER legt großen Wert auf Arbeitnehmerschutz. Dies beginnt bei Sicherheitsunterweisungen bei Eintritt, regelmäßigen  
Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und vertieft sich durch regelmäßige Jour fixes der Führungskräfte sowie  
Meetings und Begehungen mit Arbeitsmediziner*innen und Betriebsrat. Darüber hinaus werden die Anlagen laufend an  
die aktuellen Sicherheitsstandards angepasst. Wichtig ist für MANNER auch der Erhalt der Gesundheit und der  
Arbeitsfähigkeit im Alter. Dazu wurden Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gesetzt und in Wolkersdorf  
das Projekt Fit2work gestartet. Es wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die Arbeitsbedingungen optimieren und den  
Mitarbeiter*innen die Arbeit erleichtern.  
Die Lehrlingsausbildung wurde im Jahr 2021 fortgesetzt. 13 Lehrlinge waren 2021 in Ausbildung (Mechatronik bzw.  
Lebensmitteltechnik). MANNER sieht hierin eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Es werden nach  
Lehrzeitende daher auch alle Lehrlinge in ein Dienstverhältnis übernommen. Ein Ausbau auf weitere Lehrberufe ist in  
Planung. Gemäß der Vision der Lehrlingsausbildung, „leistungsorientierte Jugendliche zu hochqualifizierten und  
werteorientierten Führungs- und Fachkräften zu entwickeln“ wurden zahlreiche zusätzliche Ausbildungsangebote  
wahrgenommen. Schulungsschwerpunkte bei den Lehrlingen gab es 2021 unter anderem zum Thema IT (Datenschutz  
und -sicherheit, IT-Sicherheit, Social Media Awareness). Es gab eine QS-Ausbildung in Kooperation mit den Firmen EVVA  
und Hörbiger sowie eine Ausbildung im LEAN-Bereich.  
Folgende Prozesse wurden zur Qualitätssicherung implementiert:  
•
Interne Kontrollprozesse: Im Rahmen von IFS Food (International Featured Standards) werden Personalthemen wie  
Schulungen und Stellenbeschreibungen kontrolliert. Abgesichert ist diese Vorgehensweise durch einen workflow-  
gestützten Onboarding-Prozess. Dieser startet schon vor Dienstantritt und stellt sicher, dass die Mitarbeiter*innen an  
ihrem ersten Arbeitstag alle notwendigen Arbeitsmittel vorfinden und ein spezifischer Schulungsplan vorliegt. Dieser  
wird während der Einschulungsphase konsequent verfolgt, die Ausbildungsziele durch Tests und persönliche  
Gespräche abgefragt und der Workflow erst abgeschlossen, wenn die Mitarbeiter*innen selbst bestätigen, fit für die  
ihnen zugewiesenen Aufgaben zu sein.  
•
Interne Revision: Die interne Revision führt regelmäßig Überprüfungen der unternehmensinternen Prozesse und  
Kontrollmaßnahmen gemäß des jährlichen Revisionsplanes durch. Mit der Durchführung der internen Revision ist eine  
externe Wirtschaftsprüfungskanzlei beauftragt.  
•
Gesundheit am Arbeitsplatz: An jedem Standort sind Betriebsärztinnen und -ärzte im Einsatz, die sowohl bei der  
ergonomischen und sicheren Arbeitsplatzgestaltung unterstützen als auch gemeinsam mit der Geschäftsleitung und  
Personalabteilung Gesundheitsprogramme erarbeiten.  
Pandemiemanagement  
Auch für MANNER brachte die COVID-19-Pandemie 2021 einiges an Aufgaben mit sich. 2021 stand das Thema Impfen  
stark im Fokus des Krisenmanagements. MANNER hat sich schon sehr früh bewusst dazu entschieden, Impfungen aktiv  
zu forcieren und im Unternehmen anzubieten. Durch eine gute Impfkampagne, ein unternehmensinternes Impfangebot  
und zahlreiche Aufklärungsgespräche durch die Arbeitsmedizinerin und die Betriebsräte ist es gelungen, mit Juli 2021 eine  
Impfquote von ca. 72 Prozent in der Belegschaft an den Standorten zu erzielen. Gegen Ende des Jahres wurden die  
Impfpläne für den dritten Stich ausgearbeitet und bis Jahresende bereits in Wien realisiert. Für den Standort Wolkersdorf  
ist eine 3.-Stich-Kampagne für das Q1/2022 geplant.  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Darüber hinaus wurden die bereits bewährten Hygiene- und Entkoppelungsmaßnahmen (Homeoffice) fallzahlgetrieben  
eingesetzt. Über die Sommermonate bis in den Herbst hinein war es möglich, aufgrund der hohen Immunisierungsrate die  
meisten Präventionsmaßnahmen auszusetzen. Mit dem Beginn der vierten COVID-Welle Anfang Oktober wurden die  
Maßnahmen wieder schrittweise hochgefahren. Auch die Testungen wurden weiter angepasst. Bis Jahresende 2021  
konnten beide Standorte auf „ALLES GURGELT“ umstellen, um ein zuverlässigeres und breit anerkanntes Testverfahren  
zum Einsatz zu bringen.  
Als wesentlich wurde auch weiterhin die interne Kommunikation erachtet, um wichtige Maßnahmen zielgruppengerecht zu  
vermitteln. Über den gesamten Krisenzeitraum bis Ende Dezember 2021 gab es 58 interne Informationen (interne  
Newsletter an alle Mitarbeiter*innen). Somit wurden im Durchschnitt alle ein bis zwei Wochen Informationen ausgegeben,  
mit leichten Häufungen rund um die bekannten Wellen, interne Fälle und zu Beginn der MANNER-Impfkampagne.  
Für das Jahr 2022 wird die Omikron-Variante des SARS-CoV2-Virus genau verfolgt. Das Krisenteam erwartet, dass es zu  
weiteren omikron-getriebenen Infektionswellen kommt.  
Die Arbeit des COVID-Krisenteams 2021 in Zahlen:  
Meetings des Krisenteams mindestens alle zwei Wochen, seit Oktober ꢁꢃꢁꢀ wöchentlich  
ꢄꢅ Sonder-Newsletter für alle Mitarbeiter*innen  
Anzahl der Tests ca. ꢆ.ꢄꢃꢃ  
Lean als ganzheitlicher Ansatz  
Zur Absicherung einer nachhaltigen Wertschöpfung sowie zur Erfüllung der jährlichen Vorgaben bezüglich  
Effizienzsteigerung wurde 2015 ein Projekt gestartet mit dem Ziel, das MANNER-Produktions-System (MPS) durch den  
Einsatz von Lean-Methoden zu integrieren. Zur Erreichung der Projektziele, wie zum Beispiel die Optimierung der  
Arbeitsplätze hinsichtlich Sicherheit und Ergonomie und die Gestaltung von effizienteren Prozessen, oder die Reduktion  
von Fehlchargen wurden Leanmanagement-Tools wie 5S, KVP, TPM, SFM usw. implementiert und laufend  
weiterentwickelt. Dies bedarf intensiver Schulungen und Trainings aller Mitarbeiter*innen. Insgesamt wurden bisher über  
100 Führungskräfte zu Lean Production Green Belts oder Lean Admin Green Belts ausgebildet und mit einem Zertifikat  
der Donau Universität Krems ausgezeichnet. Für das Training aller Mitarbeiter*innen aus den produzierenden Bereichen,  
das in einem Tagesworkshop abgehalten wird, wurde ein eigenes MANNER-Planspiel entwickelt. Seit der Einführung  
haben über 400 Personen dieses Training absolviert.  
Verstärkt angewendet wurde die Lean-Methode „Muda Walk“, bei der ein Prozess mit dem Fokus auf Verschwendungen  
analysiert wird. Diese Methode vermittelt den Mitarbeiter*innen die Bedeutung und Auswirkung von Verschwendungen  
und wie diese konsequent erkannt und beseitigt werden können.  
Der Arbeitssicherheits-Jour-Fixe (ASJF) ist ein Gremium bestehend aus dem Vorstand Produktion & Technik, den  
Produktionsleiter*innen, der Leiterin Personal, der Leiterin „Qualität, Sicherheit, Umwelt“, dem Leiter „Integriertes  
Management System“, dem Leiter Technik Wien, dem Leiter Materialwirtschaft, der Sicherheitsfachkraft und dem  
Brandschutzbeauftragten, das alle sechs Wochen zusammenkommt. Seit 2019 nehmen auch die Betriebsräte regelmäßig  
teil.  
Im ASJF werden alle aktuellen Themen des Arbeitnehmerschutzes und auch des Brandschutzes besprochen, Maßnahmen  
präsentiert und freigegeben sowie die grundsätzlichen Zielsetzungen und Schwerpunkte des Arbeitnehmerschutzes  
festgelegt.  
Darüber hinaus finden jährlich in den Werken Wien und Wolkersdorf Arbeitsschutzausschuss-Sitzungen (ASA) gemäß  
§ 88 ASchG statt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Zentrale Arbeitsschutzausschuss-Sitzung (ZASA) am  
Unternehmenssitz in Wien gemäß § 88a ASchG statt. Zusätzlich zum ASFJ ist der Vorstand bei der ASA und ZASA  
anwesend.  
Arbeitsunfälle, und damit auch hohe Ausfallsraten, Risiken aus Haftungen und Reputationsrisiken werden vermieden  
durch:  
139  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Präventivarbeit mittels regelmäßiger Schulungen inklusive abschließender Prüfungen, Begehungen vor Ort etc.  
Statistische Auswertungen der Vorfälle und dadurch Fokus-Setzung auf richtige Schwerpunkte. Im Jahr ꢁꢃꢁꢃ wurde ein  
Verbesserungsprojekt zur Reduzierung des Explosionsrisikos in der Puderaufbereitung in Wolkersdorf umgesetzt. Durch eine neu  
konzipierte Explosionsunterdrückungsanlage kann dauerhaft das Risiko im Brandfall reduziert werden.  
Aufstellung von Zielen zur Verringerung von Arbeitsunfällen, die entsprechend kommuniziert und evaluiert werden.  
Das Unfallmeldesystem wird über einen webbasierten Workflow abgewickelt. Es stellt sicher, dass sowohl die/der direkte  
Vorgesetzte der/des Verunfallten sowie die/der Verantwortliche der Unfallstelle adressiert werden und sofort eine Aufforderung  
zur Behebung der Gefahrenstelle und Nachschulung erhalten.  
Zusammenarbeit mit externen Behörden. Arbeitssicherheit ist nicht nur Aufgabe des Managements, sondern auch Teil der täglichen  
Arbeit der Schichtleiter*innen und in der Stellenbeschreibung verankert. Über das gesetzlich geforderte Maß hinaus wurden  
Schichtleiter*innen und andere Personen des Produktions- und Instandhaltungsbereichs als Sicherheitsvertrauensperson  
ausgebildet.  
Täglich gibt es am Shopfloor ein Daily Morning Meeting, bei dem unter anderem auch Sicherheitskennzahlen und konkrete  
Maßnahmen zur Verbesserung besprochen werden. Darüber hinaus werden alle Mitarbeiter*innen aus  
Produktion/Technik/Materialwirtschaft einmal pro Jahr auf Hygiene, Arbeitssicherheit und Brandschutz geschult. Die  
Wirksamkeitsüberprüfung der Schulung erfolgt per Test: Die Mindestanforderung von 60 Prozent richtigen Antworten  
wurde auch 2020 in allen Bereichen im Durchschnitt erreicht.  
Alle Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Produktion/Technik/Materialwirtschaft erhalten einen individuell angepassten  
Gehörschutz. Hierbei wird ein Abdruck des äußeren Gehörgangs genommen und der Gehörschutz individuell an die  
Mitarbeiter*innen angepasst. Dies ermöglicht einen deutlich verbesserten Tragekomfort sowie durch den Einsatz spezieller  
Filter die Anpassung der Dämpfungsleitung an den Umgebungslärm.  
Das im Jahr 2017 eingeführte Meldesystem für Unfälle erfasst auch „Beinahe-Unfälle“ und „unsichere Zustände“. Damit  
soll die Sicherheitskultur im Unternehmen weiter positiv entwickelt werden. Alle Maßnahmen gemeinsam haben das Ziel,  
zur Reduktion des Abwesenheitsprozentsatzes beizutragen. Mit dem Ende des Jahres 2020 zeigt sich eine deutliche  
Verbesserung der Meldekultur auch in Bezug auf Beinahe-Unfälle.  
BESTECHUNG UND KORRUPTION HABEN BEI MANNER KEINEN PLATZ  
MANNER spricht sich strikt gegen Korruption und unsaubere Geschäfte aus und begegnet diesen Risiken mit mehreren  
Vorkehrungen: Interne Kontrollsysteme, Richtlinien und Berechtigungssysteme wurden aufgesetzt, um gesetzwidrige  
Handlungen zu vermeiden. So ist beispielsweise ab einer gewissen Rechnungssumme das Vier-Augen-Prinzip  
vorgesehen und in der 2014 eingeführten „Anti-Korruptionsrichtlinie“ wurden intern höhere Standards als gesetzlich  
vorgeschrieben gesetzt. In dieser Richtlinie werden rechtlich unlautere Handlungen definiert, untersagt und für alle  
Bereichsleiter Meldepflichten verankert, sodass jährlich über Zuwendungen, Geschenke und Einladungen Bericht zu  
erstatten ist. Folgende Maßnahmen wurden gesetzt, um finanzielle Risiken (Betrugsrisiken) und Reputationsschäden zu  
vermeiden:  
MANNER Code of Conduct (Verhaltensregeln)  
Einkaufs- und Rechnungsprozess-Richtlinie  
Anti-Korruptionsrichtlinie  
Interne Revision (mit Schwerpunkt Rechnungswesen, Vertrieb und Einkauf)  
Berechtigungssysteme des ERP-Programms  
Mitarbeiterschulungen  
Durch die oben genannten Prozesse, Richtlinien und Maßnahmen sind alle Mitarbeiter*innen der Gesellschaft dazu  
verpflichtet, Korruption und andere unlautere Handlungen zu unterlassen.  
140  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
MANNER ACHTET DIE MENSCHENRECHTE  
Die Einhaltung der Menschenrechte ist für MANNER eine Grundvoraussetzung unternehmerischer Verantwortung. Seit  
Gründung des Unternehmens besteht das Ziel, die Vielfältigkeit der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Ausbildung, Erfahrung  
und Alter, kulturelle Herkunft, Geschlecht und ähnliche Gesichtspunkte zu fördern. Freie Arbeitnehmervertretungswahlen  
finden in regelmäßigen Abständen statt. Die Achtung der Menschenrechte ist die Basis, um geschäftlich tätig zu sein  
(licence-to-operate).  
Maßnahmen sind:  
•
Sicherstellung geringer gesellschaftlicher und ökologischer Auswirkung der Lieferkette (z. B. Kakao aus nachhaltig  
zertifizierten Quellen)  
•
Verantwortungsvolles Marketing  
MANNER bekennt sich darüber hinaus allumfassend zu den Arbeitnehmerrechten. Als wesentliches Instrument zur  
Meldung von Verstößen gegen diese Rechte existiert bei MANNER eine etablierte Arbeitnehmervertretung. Diese fungiert  
als zentrales Bindeglied zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmer*innen.  
Es sind der Gesellschaft keine Verstöße gegen die Menschenrechte bekannt. Österreich schützt Menschenrechte in der  
Verfassung und in zahlreichen einfachen Gesetzen. Die Europäische Menschenrechtskonvention, die das maßgebende  
Instrument für den Menschenrechtsschutz in Europa darstellt, hat Verfassungsrang. Neben den Hauptübereinkommen des  
internationalen Menschenrechtssystems bestehen auch zahlreiche Übereinkommen zu speziellen Menschenrechtsfragen.  
Der Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der Europarats-Kommissar für Menschenrechte, die OSZE sowie die  
Agentur der EU für Grundrechte wachen unter anderem über die Einhaltung der Menschenrechte in der EU.  
HINWEIS  
Dieser Lagebericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit  
zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des  
Vorstands hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistungen zu verstehen  
und beinhalten schwer vorhersehbare Risiken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen, dass  
tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.  
Wien, am 17. März 2022  
141  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Bilanz  
Bilanz (Einzelabschluss nach UGB)  
der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft  
AKTIVA  
€
€
31.12.2021  
31.12.2020  
A. ANLAGEVERMÖGEN  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie Lizenzen  
625.360,52  
338.482,06  
1.991.171,88  
2. geleistete Anzahlungen  
1.089.438,48  
2.616.532,40  
1.427.920,54  
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke und Bauten  
35.591.290,26  
36.944.732,16  
26.268.611,13  
2. Technische Anlagen und Maschinen  
30.009.064,85  
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung  
3.093.264,64  
3.813.035,74  
1.327.586,59  
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau  
655.699,35  
66.280.752,62  
71.422.532,10  
III. Finanzanlagen  
933.146,32  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen  
933.146,32  
9.665.074,09  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
6.440.967,17  
3.289.827,92  
3. Wertpapiere des Anlagevemögens  
3.310.054,50  
13.888.048,33  
10.684.167,99  
82.785.333,35  
83.534.620,63  
B. UMLAUFVERMÖGEN  
I. Vorräte  
10.738.445,97  
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe  
10.765.997,59  
5.137.157,98  
2. unfertige Erzeugnisse  
4.740.698,25  
16.162.887,36  
3. fertige Erzeugnisse und Waren  
16.682.889,99  
32.038.491,31  
32.189.585,83  
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
25.803.616,02  
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
24.420.121,72  
0,00  
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr  
0,00  
1.059.049,02  
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen  
268.304,34  
0,00  
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr  
0,00  
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
2.736.535,41  
2.211.604,45  
775.561,06  
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr  
775.561,06  
29.599.200,45  
26.900.030,51  
13.200.795,52  
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten  
1.011.740,96  
74.838.487,28  
60.101.357,30  
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN  
1.967.099,79  
1.609.440,99  
D. AKTIVE LATENTE STEUERN  
1.397.526,21  
1.358.590,23  
160.988.446,63  
SUMME AKTIVA  
146.604.009,15  
142  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Bilanz  
Bilanz (Einzelabschluss nach UGB)  
der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft  
PASSIVA  
€
€
31.12.2021  
31.12.2020  
A. EIGENKAPITAL  
13.740.300,00  
I.  
eingefordertes und einbezahltes Grundkapital  
13.740.300,00  
II. Kapitalrücklagen  
675,00  
1. gebundene  
675,00  
III. Gewinnrücklagen  
1. gesetzliche Rücklagen  
1.374.030,00  
1.374.030,00  
42.497.816,06  
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen)  
41.525.816,06  
43.871.846,06  
42.899.846,06  
1.513.670,74  
IV. Bilanzgewinn  
1.513.365,97  
davon Gewinnvortrag  
1.365,97  
756.116,22  
59.126.491,80  
58.154.187,03  
B. INVESTITIONSZUSCHÜSSE  
644.705,97  
0,00  
C. RÜCKSTELLUNGEN  
5.936.721,00  
1. Rückstellungen für Abfertigungen  
5.956.323,00  
2.597.607,00  
2. Rückstellungen für Pensionen  
2.836.197,00  
535.112,00  
3. Steuerrückstellungen  
698.185,00  
9.484.797,40  
4. sonstige Rückstellungen  
6.491.301,11  
18.554.237,40  
15.982.006,11  
D. VERBINDLICHKEITEN  
48.996.029,34  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten  
43.546.310,20  
34.353.172,16  
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr  
19.546.029,34  
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr  
14.642.857,18  
24.000.280,86  
24.418.025,68  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
13.742.520,86  
0,00  
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr  
0,00  
24.418.025,68  
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr  
13.742.520,86  
2.000.438,79  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  
2.090.452,49  
1.728.211,81  
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr  
1.845.851,20  
272.226,98  
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr  
244.601,29  
7.248.517,65  
4. sonstige Verbindlichkeiten  
12.925.776,46  
0,00  
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr  
0,00  
7.248.517,65  
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr  
12.925.776,46  
395.661,51  
davon aus Steuern  
323.382,39  
1.323.668,31  
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit  
1.558.107,80  
82.663.011,46  
72.305.060,01  
36.081.383,97  
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr  
21.391.880,54  
46.581.627,49  
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr  
50.913.179,47  
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN  
0,00  
162.756,00  
SUMME PASSIVA  
160.988.446,63  
146.604.009,15  
143  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Gewinn- und Verlustrechnung  
Gewinn - und Verlustrechnung (Einzelabschluss nach UGB)  
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft  
€
€
01-12 2021  
01-12 2020  
239.426.018,71  
1.  
Umsatzerlöse  
217.221.680,68  
2.  
Veränderung des Bestandes an fertigen und  
-471.674,86  
unfertigen Erzeugnissen  
2.245.999,09  
18.372,33  
3.  
andere aktivierte Eigenleistungen  
50.818,06  
4.  
sonstige betriebliche Erträge  
131.386,05  
a. Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme  
50.957,72  
der Finanzanlagen  
98.890,22  
b. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen  
244.992,30  
687.481,90  
c. übrige  
1.710.855,88  
917.758,17  
2.006.805,90  
5.  
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen  
-99.112.395,67  
a. Materialaufwand  
-91.683.933,38  
-22.914.968,74  
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen  
-21.656.252,27  
-122.027.364,41  
-113.340.185,65  
6.  
Personalaufwand  
-13.692.192,64  
a. Löhne  
-13.441.826,68  
b. Gehälter  
-20.413.223,58  
-20.973.367,39  
-11.401.742,41  
c. soziale Aufwendungen  
-11.644.123,65  
-129.499,95  
davon Aufwendungen für Altersversorgung  
-69.802,80  
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche  
-796.859,64  
Mitarbeitervorsorgekassen  
-1.141.192,99  
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie  
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge  
-9.690.664,37  
-9.857.535,05  
-45.507.158,63  
-46.059.317,72  
7.  
Abschreibungen  
-8.777.953,41  
a. auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen  
-8.791.585,04  
-60.742.296,00  
8.  
sonstige betriebliche Aufwendungen  
-50.283.820,53  
-134.947,43  
davon Steuern, soweit sie nicht unter Z17 fallen  
-121.444,90  
2.835.701,90  
9.  
Zwischensumme aus Z1 bis 8 (Betriebsergebnis)  
3.050.394,79  
144  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Gewinn- und Verlustrechnung  
Gewinn - und Verlustrechnung (Einzelabschluss nach UGB)  
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft  
€
€
01-12 2021  
01-12 2020  
418.211,35  
10. Erträge aus Beteiligungen  
0,00  
418.211,35  
davon betreffend verbundene Unternehmen  
0,00  
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des  
617.057,32  
11. Finanzanlagevermögens  
393.388,09  
595.581,30  
davon betreffend verbundene Unternehmen  
358.065,44  
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge  
122,67  
5.207,02  
0,00  
davon betreffend verbundene Unternehmen  
0,00  
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und  
Wertpapieren des Umlaufvermögens  
0,00  
12.369,93  
-20.226,58  
14. Abschreibung von Wertpapieren  
0,00  
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen  
-816.965,38  
-831.095,61  
0,00  
davon betreffend verbundene Unternehmen  
0,00  
198.199,38  
15. Zwischensumme aus Z10 bis 14 (Finanzergebnis)  
-420.130,57  
3.033.901,28  
16. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z9 und Z15)  
2.630.264,22  
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
-549.596,51  
-718.014,47  
davon latente Steuern  
38.935,98  
-8.496,74  
2.484.304,77  
18. Jahresüberschuss  
1.912.249,75  
-972.000,00  
19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen  
-1.155.000,00  
1.365,97  
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr  
756.116,22  
1.513.670,74  
21. Bilanzgewinn  
1.513.365,97  
145  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft  
Wien  
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021  
Anhang  
146  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden  
1. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden  
Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung sowie der Generalnorm, ein  
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln, aufgestellt.  
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.  
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.  
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung  
beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.  
Dem Vorsichtsgrundsatz wurde entsprochen, indem insbesondere nur die am Bilanzstichtag verwirklichten Gewinne  
ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr oder in einem früheren  
Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.  
2. Anlagevermögen  
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände  
Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer  
Abschreibung bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen  
vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 208 Abs. 1 UGB  
entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.  
Den immateriellen Vermögensgegenständen wurde eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt.  
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.  
Sachanlagevermögen  
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung  
bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei  
Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibungen  
vorgenommen.  
Folgende Nutzungsdauer wurde der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:  
Bauten  
33 bis 40 Jahre  
Technische Anlagen und Maschinen  
10 Jahre  
Betriebs- und Geschäftsausstattung  
5 Jahre  
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.  
Finanzanlagevermögen  
Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu den  
Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen zum Bilanzstichtag bewertet.  
147  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der  
Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibungen  
vorgenommen.  
3. Umlaufvermögen  
Vorräte  
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Anwendung des gewogenen Durch-  
schnittspreisverfahrens, wobei nach Maßgabe die niedrigeren Marktwerte zum Bilanzstichtag und nötige Abwertungen,  
die durch Überbestände bedingt sind, angemessen berücksichtigt werden.  
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten auf Basis der Einzelkosten zuzüglich  
angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Bedachtnahme auf eine verlustfreie Bewertung zum  
Jahresende. Nötige Abwertungen, die durch Überbestände bedingt sind, wurden in angemessener Höhe vorgenommen.  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
Die Forderungen wurden mit dem Nennwert, die sonstigen Vermögensgegenstände mit den Anschaffungskosten  
angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.  
Pauschalwertberichtigungen wurden keine angesetzt.  
Latente Steuern  
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept gebildet und resultieren  
aus Differenzen zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Analog werden künftige  
Steuerentlastungen als aktive latente Steuern in der Bilanz berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis des aktuellen  
Körpersteuersatzes von 25 %.  
Rückstellungen für Sozialkapital  
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen  
Grundsätzen, nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (PUC-Methode) auf Basis einer durchschnittlichen  
Bezugserhöhung von 1,8 % (Vorjahr: 1,5 %) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters errechnet. Der verwendete  
Rechnungszinssatz ist jeweils ein 7-Jahres Durchschnittszinssatz von hochwertig verzinsten Unternehmensanleihen mit  
einer Laufzeit von 10 Jahren in Höhe von 1,19 % (Vorjahr: 1,26 %). Für die Rückstellungen für Abfertigungen wurde wie  
im Vorjahr kein Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Für die Jubiläumsgeldverpflichtungen wurde ein  
Fluktuationsabschlag, abhängig vom Dienstalter zwischen 1,5 und 15,0 % (Vorjahr: 2,0 – 16,3 %) berücksichtigt.  
Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen in Höhe des  
unternehmensrechtlichen Erfordernisses nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Generationentafeln “AVÖ  
2018-P - Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ und eines Rechnungszinssatzes von 0,67 % (Vorjahr:  
0,85 %), errechnet. Das Pensionsantrittsalter wurde ab 2003 den Regelungen der Pensionsreform bzw. dem  
Pensionsharmonisierungsgesetz 2004 angepasst.  
Übrige Rückstellungen  
Bei Berechnung der sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der  
Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den  
Beträgen berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung aufgewendet werden müssen.  
Verbindlichkeiten  
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.  
148  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Währungsumrechnungen  
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs  
am Bilanzstichtag bewertet.  
II. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und  
Verlustrechnung  
1. Erläuterungen zur Bilanz  
Anlagevermögen  
Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beiliegenden Anlagenspiegel (Beilage I).  
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen  
Der Grundwert in der Position Grundstücke und Bauten beträgt zum Stichtag T€ 3.168 (Vorjahr: T€ 3.168).  
Finanzanlagen  
Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen zur Deckung der Rückstellungen für Pensionen (§ 14 EStG) und zur  
Nutzung von Ertragspotentialen.  
Angaben zu verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungsunternehmen  
Beteiligungs-  
Eigenkapital  
Jahresergebnis  
Anteile an verbundenen Unternehmen  
Sitz  
quote  
z. 31.12.2021  
2021  
(Vorjahreswerte in Klammern)  
%
T€  
T€  
Unterstützungseinrichtung der  
100  
0
0
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft,  
Wien, A  
(100)  
(0)  
(0)  
Gesellschaft m.b.H. *)  
100  
3
-5  
Manner Management GmbH *)  
Wien, A  
(100)  
(7)  
(-2)  
Wien, A  
100  
-1.314  
170  
Geblergasse 116 GmbH & Co KG *)  
(100)  
(-1.485)  
(-162)  
JOSEF MANNER, marketinske storitve,  
100  
149  
88  
Ljubljana, SLO  
d.o.o. *)  
(100)  
(361)  
(83)  
Khudat City,  
100  
-2.947  
-1.186  
Manner Azerbaijan LLC *)  
AZ  
(100)  
(-1.600)  
(-1.234)  
Compliment Süßwaren  
100  
9
-6  
Wolkersdorf, A  
Vertriebs Gesellschaft m. b. H. *)  
(100)  
(14)  
(-3)  
100  
259  
108  
Josef Manner s.r.o. *)  
Brno, CZ  
(100)  
(259)  
(115)  
31.12.2021: 1 EUR = 24,86 CZK; 31.12.2020: 1 EUR = 26,245 CZK  
31.12.2021: 1 EUR = 1,8868 AZN; 31.12.2020: 1 EUR = 2,0763 AZN  
*) vorläufige Werte  
149  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
Zum 31.12.2021 wurden erstmals nachträgliche Bonifikationen soweit saldierungsfähig in Höhe von T€ 4.523 mit den  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgerechnet. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis vollständig unter den  
sonstigen Verbindlichkeiten.  
Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T€ 1.035 (Vorjahr: T€ 252) Forderungen aus  
Lieferungen und Leistungen und T€ 24 (Vorjahr: T€ 16) sonstige Forderungen.  
Im Posten sonstige Forderungen sind Erträge in Höhe von T€ 705 (Vorjahr: T€ 1.097) enthalten, die erst nach dem  
Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.  
Latente Steuern  
Zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bestehen folgende Unterschiedsbeträge  
bzw. Steuerlatenzen:  
12/2021  
12/2021  
12/2020  
12/2020  
1-12/2021  
in TEUR  
Aktiv  
Passiv  
Aktiv  
Passiv  
Bewegungen  
Anlagevermögen  
1.373  
1.156  
1.094  
918  
41  
Abfertigungsrückstellung  
2.273  
2.181  
92  
Pensionsrückstellung  
650  
689  
-39  
Sonstige Rückstellungen  
1.033  
1.051  
-18  
Verbindlichkeiten  
2.116  
2.253  
-137  
Verlustanteil verb. Unt.  
693  
1.393  
650  
1.566  
216  
Summe aktive/passive  
8.138  
2.549  
7.918  
2.484  
155  
Unterschiedsbeträge  
Aktive(+)/passive(-) latente  
2.035  
637  
1.980  
621  
Steuerabgrenzung 25%  
Aktive/passive Saldogröße  
1.397  
1.359  
Eigenkapital  
Das Grundkapital beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300,- und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückaktien mit Stimmrecht  
zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber oder auf Namen.  
Die gesetzliche Rücklage ist in gefordertem Ausmaß dotiert.  
Sonstige Rückstellungen  
Für nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder und Zeitguthaben sind T€ 4.867 (Vorjahr: T€ 5.114) rückgestellt.  
Wesentliche sonstige Rückstellungen sind auch jene für variable Bezüge in Höhe von T€ 458 (Vorjahr: T€ 187). Schließung  
von Verkaufsstandorten T€ 0 (Vorjahr: T€ 205), Rechts- und Beratungskosten T€ 157 (Vorjahr: T€ 182) und am  
Bilanzstichtag noch ausständige Eingangsrechnungen T€ 431 (Vorjahr: T€ 306) getroffen.  
In den sonstigen Rückstellungen sind erstmals sonstige Vergütungen an Kunden in Höhe von T€ 2.985 ausgewiesen,  
welche im Abschluss zum 31.12.2020 mit T€ 4.433 als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen waren.  
150  
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Jahresfinanzbericht 2021  
Verbindlichkeiten  
Gegenüber Kreditinstituten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in der Höhe von T€  
8.458 (im Vorjahr T€ 1.929). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als  
fünf Jahren betragen T€ 974 (Vorjahr: T€ 1.018). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  
beziehen sich so wie im Vorjahr keine auf Lieferungen und Leistungen, sämtliche T€ 2.000 (Vorjahr: T€ 2.090) sind  
sonstige Verbindlichkeiten.  
Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von T€ 5.871 (Vorjahr: T€ 12.743) enthalten, die erst  
nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.  
Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung nicht In der Bilanz ausgewiesener Sachanlagen  
Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz ausgewiesenem Sachanlagevermögen  
Die Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz ausgewiesenem Sachanlagevermögen (Mietverträge) betragen für das  
kommende Geschäftsjahr T€ 2.529 (Vorjahr: T€ 2.039) und für die nächsten fünf Geschäftsjahre T€ 12.457 (Vorjahr:  
T€ 10.179).  
Sonstige finanzielle Verpflichtungen  
Aus bestehenden Sponsorenverträgen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.457 (Vorjahr: T€ 1.410), die  
die Wirtschaftsjahre 2022 bis 2024 betreffen.  
Darüber hinaus bestehen analog zum Vorjahr keine Haftungsverhältnisse nach § 199 UGB.  
Derivative Finanzinstrumente  
Im Geschäftsjahr 2013 bzw. 2014 wurden variabel verzinste Kredite in Höhe von T€ 20.000 aufgenommen. Zur  
Absicherung gegen aus diesem Kredit resultierende Zinsänderungsrisiken wurde zeitnahe ein Zinsswap mit einem  
Nominalwert in Höhe von T€ 20.000 abgeschlossen.  
Zum Bilanzstichtag bestehen aus dieser Absicherung keine Interest Rate Swaps mehr, die Laufzeit ist mit Dezember 2021  
ausgelaufen (Vorjahr: T€ 5.000) und die Kredite wurden zurückgeführt.  
Die variabel verzinsten Kredite sowie der Zinsswap standen in einer effektiven Sicherungsbeziehung zueinander und  
bildeten bilanziell eine Bewertungseinheit. Der Nachweis der Bewertungseinheit wurde durch eine entsprechende  
Hedging-Dokumentation erbracht. Zum Designationszeitpunkt wurde der Effektivitätstest mittels der Critical Terms Match  
Methode durchgeführt. Die wesentlichen Vertragsbestandteile wie Nominale, Laufzeit, Referenzzinssatz und Währung des  
gesicherten Grundgeschäfts stimmten mit jenen des Sicherungsgeschäfts überein.  
Zur Absicherung gegen Währungsrisiken im Zusammenhang mit Rohstoffeinkäufen wurden in Vorjahren Kaufoptionen auf  
britische Pfund abgeschlossen, wovon zum Bilanzstichtag keine Kaufoptionen mehr vorhanden waren (Vorjahr: Nominale  
TGBP 8.050). Im Vorjahr waren Kaufoptionen mit einem positiven Marktwert in Höhe von T€ 92 und Kaufoptionen mit  
einem negativen Marktwert in Höhe von T€ -2 enthalten.  
Für diese Sicherungsgeschäfte wurden keine  
Bewertungseinheiten gebildet.  
151  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung  
Umsatzerlöse  
T€  
T€  
T€  
T€  
2021  
2020  
2019  
2018  
Österreich  
86.642  
81.550  
93.039  
87.297  
EU  
146.006  
130.138  
122.743  
117.089  
Drittländer  
6.627  
5.534  
6.273  
5.496  
239.276  
217.222  
222.056  
209.882  
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:  
€
€
Österreich  
Deutschland  
Körperschaftsteueraufwand 2021  
436.403,12  
70.328,00  
Solidaritätszuschlag 2021  
0,00  
3.868,37  
Gewerbesteuer 2021  
0,00  
77.933,00  
Zwischenergebnis  
436.403,12  
152.129,37  
Bewegung latente Steuern  
-38.935,98  
-
397.467,14  
152.129,37  
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen  
T€  
T€  
T€  
2021  
2020  
2019  
Vorstände und ehemalige Vorstände  
441  
514  
433  
Angestellte und Arbeiter  
474  
670  
1.149  
915  
1.184  
1.582  
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen  
für Abfertigungen (Abfertigungszahlungen zuzüglich Veränderung der Abfertigungsrückstellung) in Höhe von T€ 393  
(Vorjahr: T€ 732) enthalten.  
Aufwendungen für Abschlussprüfer  
Die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2021 für die Prüfung des Jahresabschlusses 2021 belaufen sich auf T€ 66 (Vorjahr:  
T€ 66) sowie für andere Bestätigungsleistungen T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und sonstige Leistungen T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).  
152  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
III. Sonstige Angaben  
KONZERNVERHÄLTNISSE  
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft hat zum 31.12.2021 aufgrund der Bestimmungen des § 249 Abs. 2 UGB  
keinen Konzernabschluss erstellt.  
ORGANE DER GESELLSCHAFT  
Vorstand  
•
Mag. Andreas Kutil (CEO, Marketing & Verkauf) (ab 1. März 2021)  
•
Dr. Hans Peter ANDRES (Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik)  
•
Thomas GRATZER (Produktion & Technik)  
•
Mag. Albin HAHN (Finanzen, Personal & IT)  
•
Dr. Alfred SCHROTT (Marketing & Verkauf) (bis 28. Februar 2021)  
Aufsichtsrat  
•
Dr. Ernst BURGER, Vorsitzender  
•
Dipl. Ing. Markus SPIEGELFELD, Vorsitzender-Stellvertreter  
•
Dr. Martina ANDRES  
•
Dr. Josef DOPPLER (ab 25. Mai 2021)  
•
Dr. Michael GRAHAMMER (ab 25. Mai 2021)  
•
Mag. Dr. Wolfgang HÖTSCHL  
•
Mag. Florian JONAK  
•
Prof. Dr. Sita Monica MAZUMDER  
•
Mag. Dipl. Ing. Robert OTTEL, MBA (bis 25. Mai 2021)  
•
Dipl. Ing. Mag. Markus WIESNER (bis 25. Mai 2021)  
•
Vom Betriebsrat delegierte Mitglieder  
•
Gerda CLEMENTI (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf)  
•
Peter FREUDENSCHUSS (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)  
•
Peter HABEL (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)  
•
Christian HACKL (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien)  
153  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Bezüge des Vorstands sowie des Aufsichtsrats  
Die Bezüge des Vorstands betrugen T€ 1.043 (Vorjahr: T€ 927). Weiters wurden variable Gehaltsbestandteile in Höhe von  
T€ 82 (Vorjahr: T€ 66) als Rückstellung berücksichtigt. Betreffend der Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder wird die  
Schutzklausel gemäß § 239 Abs. 1 Ziffer 4 UGB in Verbindung mit § 242 Abs. 4 UGB angewendet.  
Die Mitglieder des Aufsichtsrates bezogen im Geschäftsjahr 2021 Sitzungsgelder für das laufende Jahr in Höhe von  
T€ 101 (Vorjahr: T€ 92). Für das Jahr 2021 wurden Vergütungen in Höhe von T€ 57 (Vorjahr: T€ 57) rückgestellt.  
Beschäftigte  
Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 771 Dienstnehmer (Vorjahr: 765), davon 355 Angestellte (Vorjahr: 350) und 416  
Arbeiter (Vorjahr: 415) beschäftigt.  
Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses  
Es wird vorgeschlagen, vom Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 (inkl. Gewinnvortrag) in Höhe von € 1.513.670,74  
eine Dividende in Höhe von € 0,00 auszuschütten und den Restbetrag von € 1.513.670,74 auf neue Rechnung  
vorzutragen.  
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag  
Aufgrund der kurz vor Fertigstellung des vorliegenden Berichts entstandenen Eskalation des Russland-Ukraine Konflikts  
ist das Unternehmen derzeit mit überdurchschnittlich hohen und sprunghaft steigenden Rohstoff- und Energiepreisen  
konfrontiert, was einen erheblichen Druck auf das erwartete Ergebnis erzeugt. Aus heutiger Sicht ist damit zu rechnen,  
dass sich dieses Ereignis 2022 negativ auf die Ergebnisse auswirken wird. Damit sind weitere Verkaufspreissteigerungen  
zwingend notwendig.  
Abgesehen davon lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.  
Wien, am 17. März 2022  
154  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Anlagespiegel  
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellkosten  
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellkosten  
€
€
€
€
€
Stand  
Zugang  
Umbuchung  
Abgang  
Stand  
01.01.21  
31.12.21  
A.  
Anlagevermögen  
I.  
Immaterielle  
Vermögensgegenstände  
1.  
gewerbliche Schutzrechte und  
ähnliche Rechte und Vorteile sowie  
Lizenzen  
9.259.447,93  
81.350,05  
485.065,68  
0,00  
9.825.863,66  
2.  
geleistete Anzahlungen und Anlagen  
in Bau  
1.089.438,48  
1.608.954,39  
-485.065,68  
222.155,31  
1.991.171,88  
10.348.886,41  
1.690.304,44  
0,00  
222.155,31  
11.817.035,54  
II.  
Sachananlagen  
1.  
Grundstücke und Bauten  
62.110.449,78  
9.000,00  
46.321,17  
0,00  
62.165.770,95  
2.  
Maschinen  
158.091.365,92  
531.882,80  
1.081.419,46  
502.472,22 159.202.195,96  
3.  
Betriebs- und Geschäftsausstattung  
18.961.077,52  
1.156.153,33  
180.184,83  
1.231.333,65  
19.066.082,03  
4.  
geleistete Anzahlungen und Anlagen  
in Bau  
655.699,35  
1.979.812,70  
-1.307.925,46  
0,00  
1.327.586,59  
239.818.592,57  
3.676.848,83  
0,00  
1.733.805,87 241.761.635,53  
III.  
Finanzanlagen  
1.  
Anteile an verbundenen Unternehmen  
940.288,96  
0,00  
0,00  
0,00  
940.288,96  
Ausleihungen an verbundene  
2.  
Unternehmen  
6.440.967,17  
3.224.106,92  
0,00  
0,00  
9.665.074,09  
3.  
Wertpapiere (Wertrechte) des  
Anlagevermögens  
3.317.336,09  
0,00  
0,00  
0,00  
3.317.336,09  
10.698.592,22  
3.224.106,92  
0,00  
0,00  
13.922.699,14  
SUMME ANLAGENSPIEGEL  
260.866.071,20  
8.591.260,19  
0,00  
1.955.961,18 267.501.370,21  
155  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Anlagespiegel  
Entwicklung der Abschreibung  
Entwicklung der Abschreibung  
€
€
€
€
€
Stand  
Zugang  
Abgang  
Zuschreibung  
Stand  
01.01.21  
31.12.21  
A.  
Anlagevermögen  
I.  
Immaterielle  
Vermögensgegenstände  
1.  
gewerbliche Schutzrechte und  
ähnliche Rechte und Vorteile  
sowie Lizenzen  
8.920.965,87  
279.537,27  
0,00  
0,00  
9.200.503,14  
2.  
geleistete Anzahlungen und  
Anlagen in Bau  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
8.920.965,87  
279.537,27  
0,00  
0,00  
9.200.503,14  
II.  
Sachananlagen  
1.  
Grundstücke und Bauten  
25.165.717,62  
1.408.763,07  
0,00  
0,00  
26.574.480,69  
2.  
Maschinen  
128.082.301,07  
5.347.013,78  
495.730,02  
0,00  
132.933.584,83  
Betriebs- und  
3.  
Geschäftsausstattung  
15.148.041,78  
1.742.639,29  
917.863,68  
0,00  
15.972.817,39  
4.  
geleistete Anzahlungen und  
Anlagen in Bau  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
168.396.060,47  
8.498.416,14  
1.413.593,70  
0,00  
175.480.882,91  
III.  
Finanzanlagen  
1.  
Anteile an verbundenen  
Unternehmen  
7.142,64  
0,00  
0,00  
0,00  
7.142,64  
Ausleihungen an verbundene  
2.  
Unternehmen  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
3.  
Wertpapiere (Wertrechte) des  
Anlagevermögens  
7.281,59  
20.226,58  
0,00  
0,00  
27.508,17  
14.424,23  
20.226,58  
0,00  
0,00  
34.650,81  
SUMME ANLAGENSPIEGEL  
177.331.450,57  
8.798.179,99  
1.413.593,70  
0,00  
184.716.036,86  
156  
Loading SVG
Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Anlagespiegel  
Buchwerte  
Buchwerte  
€
€
Stand  
Stand  
31.12.20  
31.12.21  
A.  
Anlagevermögen  
I.  
Immaterielle Vermögensgegenstände  
1.  
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte  
und Vorteile sowie Lizenzen  
338.482,06  
625.360,52  
2.  
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau  
1.089.438,48  
1.991.171,88  
1.427.920,54  
2.616.532,40  
II.  
Sachananlagen  
1.  
Grundstücke und Bauten  
36.944.732,16  
35.591.290,26  
2.  
Maschinen  
30.009.064,85  
26.268.611,13  
3.  
Betriebs- und Geschäftsausstattung  
3.813.035,74  
3.093.264,64  
4.  
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau  
655.699,35  
1.327.586,59  
71.422.532,10  
66.280.752,62  
III.  
Finanzanlagen  
1.  
Anteile an verbundenen Unternehmen  
933.146,32  
933.146,32  
2.  
Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
6.440.967,17  
9.665.074,09  
3.  
Wertpapiere (Wertrechte) des  
Anlagevermögens  
3.310.054,50  
3.289.827,92  
10.684.167,99  
13.888.048,33  
SUMME ANLAGENSPIEGEL  
83.534.620,63  
82.785.333,35  
157  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Bestätigungsvermerk  
BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS  
Prüfungsurteil  
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der  
Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft,  
Wien,  
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende  
Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein  
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage der Gesellschaft  
für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen  
Vorschriften.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO)  
und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern  
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und  
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres  
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen  
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum  
des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser  
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am  
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im  
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils  
hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
158  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
VORHANDENSEIN UND BEWERTUNG DER VORRÄTE EINSCHLIESSLICH BEWERTUNG DER  
EINKAUFSKONTRAKTE  
Sachverhalt und Risiken  
Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 einen Vorratsbestand in Höhe von TEUR 32.038 aus.  
Die Vorräte stellen einen wesentlichen Teil des Umlaufvermögens sowie der Aktiva der Gesellschaft dar.  
Die Vorräte werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für die Bewertung werden als Zeitwerte Marktpreise  
zum Bilanzstichtag oder zu den letzten diesem Stichtag vorausgehenden Tagen herangezogen.  
Es besteht das Risiko, dass Teile des Vorratsbestands nicht werthaltig sind.  
Die in der Bilanz angesetzten Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse werden aus der Kostenrechnung  
abgeleitet. Aufgrund der Komplexität der Bewertung besteht das Risiko von Fehlbewertungen.  
Die Qualität sowie die Versorgungssicherheit der im Produktionsprozess eingesetzten Rohstoffe erfordern den Abschluss  
wesentlicher langfristiger Kontrakte. Es besteht das Risiko, dass Wertschwankungen der Einkaufspreise den Ansatz  
wesentlicher Drohverlustrückstellungen erfordern.  
Im Zusammenhang mit den Angaben der Gesellschaft zum Vorratsvermögen verweisen wir auf auf die Ausführungen im  
Anhang unter Abschnitt I/3.  
Unser Vorgehen bei der Prüfung  
Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir ein Verständnis über den Einkaufsprozess sowie der Materialwirtschaft  
sowie den relevanten internen Kontrollen erlangt.  
Zusätzlich haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:  
•
Inventurbeobachtungen  
•
Nachvollzug der Bewertungen  
•
Preistests anhand von Belegprüfungen  
•
Einsichtnahme in die wesentlichen Einkaufskontrakte und Beuteilung der Auswirkungen auf den Jahresabschluss.  
VORHANDENSEIN UND BEWERTUNG DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN  
EINSCHLIESSLICH PERIODENRICHTIGKEIT DER UMSATZERLÖSE  
Sachverhalt und Risiken  
Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe  
von TEUR 25.804 aus. Die Forderungen stellen einen wesentlichen Teil des Umlaufvermögens sowie der Aktiva der  
Gesellschaft dar.  
Die sachgerechte Umsatzrealisation ist aufgrund von individuell verhandelten Bonifikationsvereinbarungen komplex. Es  
besteht das Risiko von Abgrenzungsfehler und damit von nicht periodengerecht ausgewiesenen Umsatzerlösen.  
Im Zusammenhang mit den Angaben zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Ausführungen  
im Anhang unter Abschnitt I/3.  
159  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Unser Prüfungsvorgehen  
Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir ein Verständnis über den Verkaufsprozess einschließlich dem  
Abrechnungsprozess für Boni sowie den relevanten internen Kontrollen erlangt.  
Zusätzlich haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:  
•
Saldenbestätigungsaktion  
•
Einsichtnahme in wesentliche Rahmenverträge  
•
Belegstichproben einschließlich wesentlicher Zahlungseingänge.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle  
Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.  
Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.  
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der  
Zusicherung darauf geben.  
In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu  
lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnen Verständnisses  
wesentlich in Widerspruch zum Jahresabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in  
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der  
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für  
die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der  
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.  
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der  
Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der  
Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz  
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder  
die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen  
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,  
der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,  
dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger  
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche  
Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder  
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise  
erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen  
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen  
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten  
Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
160  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Darüber hinaus gilt:  
•
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen  
oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und  
erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu  
dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt  
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,  
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner  
Kontrollen beinhalten können.  
•
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um  
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,  
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.  
•
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden  
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung  
und damit zusammenhängende Angaben.  
•
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der  
Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten  
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten  
besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen  
können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in  
unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder,  
falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen  
auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige  
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  
•
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben  
sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt,  
dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche  
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer  
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen  
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,  
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern  
einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen  
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die  
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk,  
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir  
bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden  
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das  
öffentliche Interesse übersteigen würden.  
161  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen  
Bericht zum Lagebericht  
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem  
Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im  
Lagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde,  
sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss  
oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt  
erscheinen.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält  
die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses  
über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. September  
2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Jahresabschluss 31. Dezember 2020 Abschlussprüfer.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den  
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass  
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben  
162  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Mario Zagiczek.  
Wien, am 17. März 2022  
CENTURION  
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH  
Mag. Mario Zagiczek  
Dr. Andreas Staribacher  
Wirtschaftsprüfer  
Wirtschaftsprüfer  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten  
Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss  
samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.  
163  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Erklärung des Vorstandes  
gemäß § 124 Börsegesetz  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards  
aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens  
vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so  
darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Unternehmens entsteht und dass  
der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.  
Wien, am 17. März 2022  
Der Vorstand:  
Mag. Andreas Kutil  
Dr. Hans Peter Andres  
CEO, Vorstand Marketing und Vertrieb  
Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik  
Thomas Gratzer  
Mag. Albin Hahn  
Produktion & Technik  
Finanzen und Personal  
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Manner Gruppe  
Jahresfinanzbericht 2021  
Bericht des Aufsichtsrates  
über das Geschäftsjahr 2021  
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach dem Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen  
von vier Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses, zwei Sitzungen des Vergütungs- und  
Nominierungsausschusses und drei Sitzungen des Digitalisierungsausschusses wahrgenommen. Er hat sich dabei vom  
Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft geben  
lassen.  
Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, CENTURION  
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbh., Wien geprüft. Die Prüfung ergab, dass die Buchführung und der Jahresabschluss  
den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung ergab  
ferner, dass den Bestimmungen des § 269 UGB in vollem Umfang entsprochen wurde, sodass der Abschlussprüfer den  
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.  
Der Jahresabschluss wurde vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates in seiner Sitzung am 29.03.2022 behandelt und  
dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 05.04.2022 den  
Jahresabschluss sowie den Lagebericht und den Vorschlag für die Gewinnverteilung geprüft und gebilligt. Der  
Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt.  
Festgestellt wird, dass das Geschäftsjahr 2021 mit einem Bilanzgewinn von € 1.513.670,74 schließt; es wird  
vorgeschlagen, eine Dividende von € 0,00 je Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den gesamten Betrag auf neue  
Rechnung vorzutragen.  
Wien, am 5. April 2022  
DER AUFSICHTSRAT  
Dr. Ernst Burger  
Vorsitzender  
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