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Logwin AG
Jahresfinanzbericht
2023
Kennzahlen 1. Januar – 31. Dezember 2023
| | | | |
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Umsatz | | | | |
Konzern | | 1.257.518 | | 2.259.027 |
Veränderung zu 2022 | | -44,3% | | |
Air + Ocean | | 917.243 | | 1.795.995 |
Veränderung zu 2022 | | -48,9% | | |
Solutions | | 341.852 | | 466.313 |
Veränderung zu 2022 | | -26,7% | | |
Operatives Ergebnis (EBITA) | | | | |
Konzern | | 91.747 | | 120.121 |
Marge | | 7,3% | | 5,3% |
Air + Ocean | | 86.598 | | 140.578 |
Marge | | 9,4% | | 7,8% |
Solutions | | 18.915 | | -3.596 |
Marge | | 5,5% | | -0,8% |
Periodenergebnis | | | | |
Konzern | | 80.158 | | 73.945 |
| | | | |
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Operativer Cashflow | | 107.894 | | 169.556 |
Free-Cashflow | | 64.640 | | 132.948 |
| | | | |
| | | | |
Eigenkapitalquote | | 48,1% | | 41,6% |
Nettoliquidität (in Tausend €) | | 280.406 | | 281.716 |
| | | | |
| | | | |
Anzahl der Mitarbeiter | | 3.790 | | 4.116 |
Konzernlagebericht
Allgemeine Informationen zum Logwin Konzern
Geschäftsmodell
Logwin Konzern Der Logwin Konzern bietet seinen Kunden in den beiden Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions weltweit Logistik- und Transportlösungen. Dabei verbindet Logwin die Vorteile einer international aufgestellten Logistikgruppe mit denen eines flexiblen Mittelständlers.
Geschäftsfeld Air + Ocean Das Geschäftsfeld Air + Ocean erbringt seine Logistik- und Speditionslösungen weltweit mit dem Fokus auf interkontinentaler Luft- und Seefracht und ergänzt diese in vielen Fällen mit vor- und nachgelagerten Value Added Services. Mit seinem weltweiten Netzwerk eigener Tochterunternehmen und langjähriger Partner ist Logwin für seine Kunden vor Ort präsent und setzt sich zum Ziel, höchste Ansprüche an Zuverlässigkeit, Qualität und Sicherheit der weltweiten Logistikketten zu gewährleisten.
Geschäftsfeld Solutions Das Geschäftsfeld Solutions entwickelt als Spezialist für Kontraktlogistik individuelle Lösungen für seine Kunden aus dem Konsumgüterbereich, der Retail- und Fashionbranche sowie in der industriellen Kontraktlogistik einschließlich des Bereichs Chemie- und Gefahrgut. Ganzheitliches Supply Chain Management über Transport- und Speditionslösungen, Warehousing und logistische Mehrwertdienste bis hin zu kompletten Outsourcing-Projekten sind Bestandteil des Portfolios der Aktivitäten in diesem Geschäftsfeld.
Mit kundenspezifischen Kombinationen einzelner Logistikleistungen steuert der Logwin Konzern Logistikketten zwischen Lieferanten und Abnehmern je nach Bedarf in Teilen oder als Komplettlösung. Ganzheitliches Supply Chain Management, Warehousing, Value Added Services und Transporte auf der Straße, der Schiene sowie per Luft- oder Seefracht sind die wesentlichen Elemente der Leistungserbringung in den verschiedenen Einheiten des Logwin Konzerns. Eine weltweit einheitliche IT-Infrastruktur mit Rechenzentren in Europa und Asien unterstützt harmonisierte Prozesse, die einfache Anbindung von Kunden sowie Dienstleistern und gewährleistet die Einhaltung der stetig steigenden Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Compliance.
Die Logwin AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Mehrheitsaktionärin ist die DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher (Luxemburg).
Finanzwirtschaftliche Unternehmenssteuerung
Der Logwin Konzern überwacht seine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit Hilfe von ausgewählten zentralen Steuerungsgrößen (KPI) mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit hinsichtlich operativer, finanzieller und liquiditätsbezogener Aspekte zu beurteilen und entscheidungsrelevante Informationen zur Unternehmenssteuerung bereitzustellen. Das eingesetzte Kennzahlensystem stellt ein Gleichgewicht zwischen Profitabilität, effizienter Nutzung von Ressourcen und einem nachhaltigen Liquiditätsmanagement sicher. Monatliche, quartalsweise und jährliche Veränderungen der relevanten Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bzw. den Forecast-/Budget-Werten dienen der Unternehmensleitung als Entscheidungsgrundlage. Darüber hinaus bilden einzelne KPIs wesentliche Elemente des Vergütungssystems. Soweit nicht in den Rechnungslegungsstandards der International Financial Reporting Standards (IFRS) definiert, wird die Ermittlung der verwendeten und berichteten KPIs – den Leitlinien für alternative Leistungskennzahlen (APM) der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) vom 5. Oktober 2015 entsprechend – nachfolgend erläutert:
Profitabilität Die Umsatzerlöse stellen grundsätzlich eine der wesentlichen Messgrößen der Profitabilität dar, da sie die Fähigkeit eines Unternehmens widerspiegeln, seine Produkte oder Dienstleistungen am Markt abzusetzen. Insofern dient die in den IFRS definierte Kennzahl auch im Logwin Konzern, insbesondere im transaktionsbasierten Logistikgeschäft, als Ausgangspunkt für tiefergehende Preis/ Mengen-Abweichungsanalysen sowie als wichtiger Vergleichsmaßstab. Darüber hinaus erweisen sich die Umsatzerlöse als Indikator für die Geschäftsentwicklung (Wachstum) sowie mit Einschränkungen auch als geeigneter cash-flow orientierter Erfolgsfaktor (Zahlungssensitivität).
Das operative Ergebnis vor Wertminderungen von Firmenwerten – EBITA (Earnings Before Interest, Taxes and Amortization) – misst die Entwicklung der Ertragskraft sowohl des Konzerns als auch der einzelnen Geschäftsfelder und ist der zentrale Leistungsindikator für die Profitabilität im Logwin Konzern. Das EBITA ergibt sich aus den Umsatzerlösen abzüglich der Umsatzkosten und der Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Außerdem werden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sowie die gesondert ausgewiesenen Wertminderungen auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte in die Berechnung einbezogen. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist das EBITA die am besten geeignete Kennzahl, um die Leistung des Logwin Konzerns darstellbar und vergleichbar zu machen, da sie durch die Berücksichtigung von Abschreibungen den Vorteil bietet, auch den Verzehr des Anlagevermögens wiederzugeben. Schwankende Wertminderungen von Firmenwerten bleiben hingegen außen vor.
Das Periodenergebnis ist eine weitere Steuerungskennzahl im Logwin Konzern und dient der Messung des Gesamterfolgs nach Zinsen und Steuern, insbesondere im Zeitablauf. Das Periodenergebnis ergibt sich direkt aus der Gewinn- und Verlustrechnung und ist somit in den einschlägigen Rechnungslegungs-Standards definiert (in IAS 1.7 bezeichnet als „Gewinn oder Verlust“).
Weitere Leistungsindikatoren zur Messung der Konzernleistung sind der Bruttogewinn und die Bruttogewinnmarge. Während sich der Bruttogewinn als Differenz zwischen Umsatz und Umsatzkosten ergibt, berechnet sich die Bruttogewinnmarge als Quotient aus Bruttogewinn und Umsatz. Beide Kenngrößen werden insbesondere zur Beurteilung der Finanzkraft des Geschäftsmodells sowie der operativen Profitabilität im Zeitablauf genutzt.
Liquidität Der Free-Cashflow ist die zentrale Kennzahl zur Liquiditätssteuerung im Logwin Konzern und in den Geschäftseinheiten. Diese Kennzahl definiert sich als Summe aus dem Operativen Cashflow und dem Investitions-Cashflow, welche beide in Übereinstimmung mit dem IAS 7 ermittelt werden, abzüglich der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (bzgl. der Einzelheiten der Berechnung verweisen wir auf die Zwischensummen in der Kapitalflussrechnung). Ziel ist es, neben den operativen Zahlungsverpflichtungen und Investitionen eine ausreichende Liquidität zur Deckung aller finanziellen Verpflichtungen des Konzerns aus möglichen Darlehenstilgungen und Dividendenzahlungen sicherzustellen. Insofern wird der Free-Cashflow als Indikator angesehen, wie viel Liquidität am Ende der Berichtsperiode zur Zahlung von Dividenden oder gegebenenfalls zur Rückzahlung von Darlehen und anderen Finanzverbindlichkeiten zur Verfügung steht.
Im Operativen Cashflow – eine Kenngröße des einschlägigen IAS 7 (bezeichnet als „net cash flows from operating activities“ in IAS 7.20) und somit unmittelbar aus der Kapitalflussrechnung abgeleitet – werden alle in einem bestimmten Zeitraum erwirtschafteten liquiden Mittel ausgewiesen. Er zeigt somit die Mittelzuflüsse, die direkt aus der operativen Wertschöpfung stammen und für Investitionen und Finanzierungsaktivitäten zur Verfügung stehen. Der Zweck der Kennzahl ist sowohl die operative Liquiditätssteuerung und -überwachung als auch die Sicherstellung einer cashorientierten operativen Wertschöpfung.
Vermögenslage Zur Beurteilung der Vermögenslage werden im Logwin Konzern die Nettoliquidität und die Eigenkapitalquote herangezogen. Beide Steuerungsgrößen zielen auf eine nachhaltig positive Finanzierungsstruktur und damit einhergehend positive Effekte bei Kreditwürdigkeit und Bonität ab. So wird ein fortwährender Zugang zum Kapitalmarkt zu günstigen Konditionen zum Zweck der Liquiditäts-steuerung gewährleistet. Die Nettoliquidität ergibt sich als Differenz aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen sowie sonstigen Finanzierungsverbindlichkeiten. Die Nettoliquidität gibt Einblick, in welcher Höhe liquide Mittel nach Abzug aller Finanzverbindlichkeiten dem Konzern zur Verfügung stehen.
Die Eigenkapitalquote berechnet sich als Quotient aus Eigenkapital und Bilanzsumme und gibt Auf-schluss über die Kapitalstruktur eines Unternehmens, indem sie den Anteil der Vermögenswerte, die durch die Anteilseigner mit Eigenkapital unterlegt sind, und den Verschuldungsgrad des Unternehmens widerspiegelt.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, nichtfinanzielle Erklärung und Diversitätskonzept
Neben den dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren stellt die Mitarbeiteranzahl zum Stichtag (absolut in Köpfen; als Mitarbeiter werden alle direkt im Logwin Konzern angestellten Personen bezeichnet, die im In- oder Ausland Vollzeit oder Teilzeit für Logwin tätig sind) eine wesentliche nicht-finanzielle Steuerungskennzahl dar. Die Mitarbeiterzahl eröffnet Möglichkeiten zur ergänzenden Analyse von Kosten und Produktivität und gibt Aufschluss über den Einsatz von Ressourcen und Kapazitäten. Darüber hinaus setzen weitere quantitative und qualitative Personal-Kennzahlen auf der Mitarbeiterzahl als Bezugsgröße auf.
Hinsichtlich der im Jahr 2024 für das Geschäftsjahr 2023 abzugebenden nichtfinanziellen Erklärung und des im Logwin Konzern angewendeten Diversitätskonzeptes verweisen wir auf den CSR-Bericht (Corporate Social Responsibility Bericht) und den Diversitätsbericht. Die Dokumente sind auf der Homepage unter www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/corporate-social-responsibility abrufbar.
Forschung und Entwicklung
Die Entwicklungsaktivitäten im Logwin Konzern konzentrieren sich auf Dienstleistungs- und Prozessinnovationen. Diese Innovationen zur Verbesserung operativer und administrativer Prozesse werden meist in enger Zusammenarbeit mit Kunden ausgearbeitet. Bei komplexen Kontraktlogistikprojekten sind hiermit insbesondere die Spezialisten des Geschäftsfelds Solutions in den Bereichen Tender Management/Logistics Engineering, Prozessmanagement und die jeweiligen IT-Fachabteilungen betraut.
Corporate Governance
Mitglieder des Verwaltungsrats und des Executive Committee
Dr. Antonius Wagner (*1961)
Vorsitzender des Verwaltungsrats und des Executive Committee
Bad Homburg v. d. Höhe (DE)
Sebastian Esser (*1974)
Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats und Mitglied des Executive Committee (Chief Financial Officer)
Großostheim (DE)
Ralf Hubert (*1970)
Mitglied des Executive Committee
Großostheim (DE)
seit 31. März 2023
Andreas Kurtze (*1973)
Nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrats
Syndikusrechtsanwalt
Frankfurt am Main (DE)
Christopher Müller (*1986)
Mitglied des Executive Committee
Salzburg (AT)
seit 31. März 2023
Hauke Müller (*1964)
Mitglied des Executive Committee
Hamburg (DE)
Philippe Prussen (*1977)
Nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrats
Rechtsanwalt
Luxemburg (LU)
Axel Steiner (*1973)
Mitglied des Executive Committee
Großostheim (DE)
Der Verwaltungsrat der Logwin AG hat eine Corporate Governance Charter beschlossen, die im Internet unter www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/corporate-governance verfügbar ist.
Angaben nach Artikel 11 des luxemburgischen Übernahmegesetzes vom 19. Mai 2006
Lit (a):Angaben zur Eigenkapitalstruktur des Logwin Konzerns sind unter Ziffer 27 auf Seite 83 des Anhangs des Konzernabschlusses enthalten. Zum 31. Dezember 2023 waren 2.884.395 voll eingezahlte, nennwertlose Namensaktien mit Stimmrecht ausgegeben und zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Davon befanden sich zum 31. Dezember 2023 5.180 Stück im Bestand eigener Aktien der Logwin AG und unterlagen damit dem Stimmrechts- und Dividendenausschluss.
Lit (b):Es existieren keine Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien.
Lit (c):Mehrheitsaktionärin der Logwin AG ist die DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg. Alleingesellschafter der DELTON Logistics S.à r.l. ist Herr Stefan Quandt. Für weitere Angaben wird auf die Ziffern 1 und 40 auf den Seiten 38 und 106 des Konzernanhangs verwiesen.
Lit (d):Es gibt keine Aktien, die den Inhabern spezielle Kontrollrechte gewähren.
Lit (e):Im Logwin Konzern sind keine Mitarbeiter-Aktienprogramme vorhanden.
Lit (f):Es bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen im Logwin Konzern.
Lit (g):Der Logwin AG sind zum 31. Dezember 2023 keine Vereinbarungen mit Aktionären bekannt, die die Übertragung von Aktien bzw. Stimmrechten hinsichtlich der Richtlinie 2004/109/EC beschränken.
Lit (h):Regelungen über die Ernennung und Ersetzung der Verwaltungsratsmitglieder und über die Änderung der Satzung sind in der Satzung der Logwin AG in den Artikeln 8, 16 und 17 und in der Corporate Governance Charter in Kapitel 8 dargestellt. Die Dokumente sind auf der Homepage unter www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/satzung bzw. www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/corporate-governance abrufbar.
Insbesondere gilt:
-Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden von der Hauptversammlung für eine Dauer ernannt, die sechs Jahre nicht überschreiten darf. Sie können jederzeit von der Hauptversammlung abberufen werden. Wiederholte Ernennungen eines Mitglieds des Verwaltungsrats sind zulässig.
-Falls ein Mitglied des Verwaltungsrats (einschließlich der exekutiven Verwaltungsrats-mitglieder) vorzeitig ausscheidet, können die verbleibenden Mitglieder gemäß den gesetzlichen Bestimmungen vorläufig ein neues Verwaltungsratsmitglied kooptieren. Die endgültige Wahl wird durch die Hauptversammlung bei ihrem nächsten Zusammentreffen vorgenommen.
-Die Hauptversammlung kann, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anwesenheits- und Mehrheitsbestimmungen, die Satzung der Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt ändern.
Lit (i):Befugnisse des Verwaltungsrats, insbesondere in Bezug auf die Ermächtigung zur Ausgabe bzw. Einziehung von Aktien, sind in der Satzung der Logwin AG in den Artikeln 5, 8, 9, 10, 11, 18, 19 und 23 und in der Corporate Governance Charter in Kapitel 3 geregelt.
Die Dokumente sind auf der Homepage unter www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/ satzung bzw. www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/corporate-governance verfügbar.
Insbesondere gilt:
-Die Leitung der Gesellschaft obliegt einem Verwaltungsrat.
-Der Verwaltungsrat hat alle Befugnisse, um Verwaltungs- und Verfügungshandlungen im Interesse der Gesellschaft vorzunehmen. Zur Wahrnehmung der täglichen Geschäfts-führung hat der Verwaltungsrat ein Direktionskomitee (nachfolgend „Executive Committee“) ernannt.
-Der Verwaltungsrat bestimmt den Tätigkeitsbereich des Executive Committee und der einzelnen Ausschüsse. Er genehmigt ebenfalls die Verfahren, die im Executive Committee und den einzelnen Ausschüssen anzuwenden sind.
-Die tägliche Geschäftsführung der Gesellschaft wird vom Executive Committee unter Aufsicht des Verwaltungsrats durchgeführt. Der Verwaltungsrat beschließt über die Zeichnungsbefugnisse der Mitglieder des Executive Committee.
-Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, das Grundkapital der Logwin AG bis zum 20. Mai 2024 durch Ausgabe neuer Namensaktien ohne Nennwert mit oder ohne Agio („prime d’émission“) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu 1.509.105 Aktien zu erhöhen.
-Die Gesellschaft kann gemäß den gesetzlichen Bestimmungen eigene Aktien zurückkaufen.
Lit (j): Es gibt Finanzierungsverträge, die Klauseln beinhalten, die bei einem geringeren Aktienbesitz der Mehrheitsaktionärin der Logwin AG in Abhängigkeit von Schwellenwerten den Kredit-gebern das Recht zur vorzeitigen Beendigung des Vertrags einräumen.
Lit (k): Es bestehen keine Vereinbarungen zwischen der Logwin AG und ihren Verwaltungsrats-mitgliedern bzw. Mitarbeitern, die bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses ohne wichtigen Grund oder im Fall eines Übernahmeangebots eine Entschädigung vorsehen.
Wirtschaftsbericht
Rahmenbedingungen
Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 angesichts hoher Inflationsraten und der daraus folgenden restriktiven Geldpolitik vor allem im Euroraum und den USA verhalten. Insgesamt ist die Weltwirtschaft im Berichtsjahr leicht gewachsen und widerstand damit neben den vorgenannten Einflussfaktoren auch den weltweiten geopolitischen Unsicherheiten. Die Versorgungsengpässe bei Energie, Rohstoffen und Vorprodukten haben sich im Vergleich zum Vorjahr entspannt. Bei den Rohstoff- und Energiepreisen war im Jahresverlauf ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Wegfall finanzpolitscher Impulse verhinderten jedoch eine spürbare Belebung der Konjunktur in den westlichen Volkswirtschaften. Das wirtschaftliche Wachstum der Eurozone war trotz der rückläufigen Inflationsraten und der geschilderten Entspannung am Rohstoff- und Energiemarkt insbesondere durch den Kaufkraftverlust der privaten Haushalte und die mangelnde Nachfrage aus dem außereuropäischen Ausland nur verhalten.
Die wichtigen asiatischen Volkswirtschaften verzeichneten im zweiten Halbjahr 2023 einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion, unter anderem aufgrund der hohen Nachfrage nach Halbleitern. In China konnte nach Beendigung der lange währenden Lockdowns zeitweise wieder ein ansteigendes Produktionsniveau erreicht werden, allerdings belasteten insbesondere sinkende Investitionen, eine hohe Arbeitslosigkeit und erhöhte soziale Unsicherheiten die chinesische Produktion und den Konsum. Die Konjunktur in den lateinamerikanischen Ländern blieb weiterhin getrübt. Zum Jahresende war hingegen in Mexiko eine erfreuliche wirtschaftliche Expansion zu verzeichnen.
Deutsche (Logistik-)Wirtschaft Die deutsche Wirtschaft war im Geschäftsjahr 2023 leicht rückläufig und belastete damit deutlich die Gesamtentwicklung der übrigen Eurozone. Rückläufige Kapazitätsauslastungen sowie ein bis zum Ende des Jahres schwaches Neugeschäft in der Industrie trübten die Stimmung bei den Unternehmen. Die konjunkturelle Schwäche ist darüber hinaus auf den rückläufigen Konsum sowie einen deutlichen Rückgang im Auslandsgeschäft zurückzuführen. Die deutsche Logistikwirtschaft entwickelte sich infolge der konjunkturbedingt gesunkenen Nachfrage nach Transportkapazitäten sowie logistischen Dienstleistungen rezessiv.
Wettbewerb und Markt Die Logistikbranche zeigte sich insgesamt im Geschäftsjahr 2023 deutlich rückläufig. Die verhaltene Gesamtentwicklung der Weltwirtschaft führte zu nachfragebedingt reduzierten Luft- und Seefrachtvolumina. Im Jahresverlauf reduzierten sich die globalen Störungen der weltweiten Lieferketten einschließlich der Staus vor den Seefrachthäfen. Der dramatische Rückgang der Seefachtraten und teilweise auch der Luftfrachtraten führte zu einer erheblichen Wettbewerbsverschärfung im Jahresverlauf und damit einhergehend zu branchenweit deutlichen Margen- und Ergebnisrückgängen der verschiedenen Marktteilnehmer. Die rückläufige Entwicklung betraf zunehmend auch die Marktsituation im europäischen Lager- und Transportmarkt nach den sehr großen Nachfrageüberhängen der Vorperioden.
Sowohl die Luft- und vor allem auch die Seefrachtraten sind im Jahresverlauf nachfragebedingt stark abgeflaut und lagen insgesamt sehr deutlich unter dem historischen Höchststand des Vorjahres. Mit dem Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel im Oktober 2023 und den damit einhergehenden Angriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer kam es jedoch zu erneuten spürbaren Störungen der weltweiten Lieferketten. Dies führte zum Ende des Geschäftsjahres zu einem erneut sprunghaften Anstieg insbesondere der Seefrachtraten und einer kurzfristig verstärkten Nachfrage nach alternativen Transportlösungen für die weltweiten Beschaffungs- und Distributionsaktivitäten internationaler Kunden.
Geschäftsverlauf
Der Logwin Konzern erzielte in einem herausforderndem Marktumfeld eine insgesamt zufriedenstellende Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Der Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2023 lag deutlich unter dem Vorjahresniveau, resultierend aus einem überwiegend frachtratenbedingten Rückgang in den beiden Geschäftsfeldern Solutions und Air + Ocean.
Im Geschäftsfeld Air + Ocean resultierte der Umsatzrückgang aus den massiv gesunkenen Frachtraten vor allem in der Seefracht sowie in allen Verkehrsträgern reduzierten See- und Luftfrachtvolumina im Vergleich zum Vorjahr. Vor dem Hintergrund des zunehmend herausfordernden Marktumfelds und einer erheblich verschärften Wettbewerbssituation erwirtschaftete das Geschäftsfeld ein erfreuliches operatives Ergebnis. Zum Ende des Berichtsjahres wurde die organische Entwicklung des weltweiten Netzwerks für Luft- und Seefracht durch den Abschluss von Verträgen zum Erwerb von Mehrheitsbeteiligungen an Unternehmen in den Niederlanden und Neuseeland ergänzt.
Der Umsatz des Geschäftsfelds Solutions ist im Jahresverlauf 2023 aufgrund des insgesamt signifikanten Rückgangs des Frachtratenniveaus und einer plangemäß erfolgten Veränderung der Transportgebiete ebenfalls gesunken. Zusätzlich zu diesen Effekten im internationalen Transportbereich wirkte die Veräußerung verlustbringender Aktivitäten im ersten Quartal 2023 umsatzmindernd. Die Ergebnisentwicklung der Aktivitäten in der Kontraktlogistik des Geschäftsfelds Solutions war im Jahr 2023 trotz teilweise nachlassender Kundennachfrage in nahezu allen Bereichen sehr positiv.
in Mio. € | | | | | | |
| | | | | | |
Umsatz | | 1.257,5 | | 2.259,0 | | -1.001,5 |
EBITA | | 91,7 | | 120,1 | | -28,4 |
Periodenergebnis | | 80,2 | | 73,9 | | 6,3 |
Free-Cashflow | | 64,6 | | 133,0 | | -68,4 |
Netto-Liquidität | | 280,4 | | 281,7 | | -1,3 |
Ertragslage
Umsatz Der Umsatz des Logwin Konzerns lag im Geschäftsjahr 2023 mit 1.257,5 Mio. Euro erwartungsgemäß unter dem Vorjahresumsatz von 2.259,0 Mio. Euro. Der deutliche Umsatzrückgang resultierte aus den im Vorjahresvergleich erheblich gesunkenen Luft- und Seefrachtraten sowie weltweit geringeren Volumina im Geschäftsfeld Air + Ocean sowie im internationalen Transportgeschäft des Geschäftsfelds Solutions. Die Veräußerung des deutschen Retail-Netzwerks sowie Standortschließungen im Vorjahr führten darüber hinaus zu reduzierten Umsätzen in Geschäftsfeld Solutions.
in Mio. € | | | | | | |
| | | | | | |
Logwin Konzern | | 1.257,5 | | 2.259,0 | | -1.001,5 |
davon Air + Ocean | | 917,2 | | 1.796,0 | | -878,8 |
davon Solutions | | 341,9 | | 466,3 | | -124,4 |
Der Umsatz des Logwin Konzerns beinhaltet neben den beiden dargestellten operativen Geschäftsfeldern das Segment Sonstige, welches unter anderem die Verwaltung von Immobilien, zentrale interne Dienstleistungen und Holdinggesellschaften umfasst.
Air + Ocean
Das Geschäftsfeld Air + Ocean erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 917,2 Mio. Euro und lag damit sehr deutlich unter dem Vorjahresniveau von 1.796,0 Mio. Euro. Die Umsatzentwicklung ist im Wesentlichen auf die Entwicklung der Frachtraten in der See- und auch in der Luftfracht sowie rückläufigen Volumina in nahezu allen Regionen des weltweiten Netzwerks zurückzuführen.
Solutions
Der Umsatz des Geschäftsfelds Solutions lag im Jahr 2023 mit 341,9 Mio. Euro unter dem Vorjahresumsatz von 466,3 Mio. Euro. Die Veräußerung des deutschen Retail-Netzwerks im März 2023 trug wesentlich zu den verringerten Umsätzen bei. Darüber hinaus waren die Umsätze im internationalen Transportgeschäft aufgrund deutlich gesunkener Frachtraten sowie reduzierter Transportmengen im Geschäftsfeld Solutions ebenfalls rückläufig. In der Kontraktlogistik wirkten im Vorjahr vorgenommene Standortschließungen umsatzreduzierend im Vorjahresvergleich.
Bruttomarge Die Bruttomarge des Logwin Konzerns stieg bei signifikant gesunkenen Umsätzen trotz eines rückläufigen Bruttogewinns im Geschäftsjahr 2023 von 8,2 % im Vorjahr signifikant auf 13,1 %. Beide Geschäftsfelder Air + Ocean sowie Solutions trugen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei.
Vertriebs- und Verwaltungskosten Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sind im Wesentlichen bedingt durch geringere Wertminderungen von Vermögenswerten von 72,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 71,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 leicht gesunken.
Operatives Ergebnis (EBITA) Der Logwin Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einhergehend mit der allgemeinem Marktentwicklung ein gegenüber dem Vorjahr rückläufiges operatives Ergebnis (EBITA) von 91,7 Mio. Euro (Vorjahr: 120,1 Mio. Euro). Die operative Marge des Konzerns belief sich auf 7,3 % (Vorjahr: 5,3 %). In der Ergebnisentwicklung spiegelt sich das erheblich eingetrübte Marktumfeld insbesondere in der weltweiten Seefrachtaktivität im Geschäftsfeld Air + Ocean wider. Das Ergebnis des Geschäftsfeldes Solutions hingegen lag in allen Aktivitäten deutlich über dem Vorjahresniveau. Im Vorjahr wirkten sich außerplanmäßige Abschreibungen von Sachanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten aufgrund geänderter Nutzungsabsichten mit -8,1 Mio. Euro negativ aus. Gegenläufig wirkten sich im Vorjahr Erträge aus einer früheren Kundeninsolvenz positiv aus.
in Mio € | | | | | | |
| | | | | | |
Logwin Konzern | | 91,7 | | 120,1 | | -28,4 |
Marge | | 7,3% | | 5,3% | | 2,0% |
Air + Ocean | | 86,6 | | 140,6 | | -54,0 |
Marge | | 9,4% | | 7,8% | | 1,6% |
Solutions | | 18,9 | | -3,6 | | 22,5 |
Marge | | 5,5% | | -0,8% | | 6,3% |
Das EBITA des Logwin Konzerns beinhaltet neben den beiden dargestellten operativen Geschäftsfeldern das Segment Sonstige, welches unter anderem die Verwaltung von Immobilien, zentrale interne Dienstleistungen und Holdinggesellschaften umfasst.
Air + Ocean
Das operative Ergebnis (EBITA) des Geschäftsfelds Air + Ocean lag im Jahr 2023 mit 86,6 Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis von 140,6 Mio. Euro. Der deutliche Rückgang spiegelt die Entwicklung des Luft- und Seefrachtmarkts in den verschiedenen Regionen des weltweiten Netzwerks wider.
Solutions
Das Geschäftsfeld Solutions erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein operative Ergebnis (EBITA) von 18,9 Mio. Euro und übertraf damit das Vorjahresergebnis um 22,5 Mio. Euro (Vorjahr: -3,6 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBITA) wurde sowohl im internationalen als auch im nationalen Transportgeschäft im Vergleich zum Vorjahr erfreulich gesteigert. Der Wegfall des negativen Ergebnisbeitrags durch die Veräußerung des Retail-Netzwerks wirkte sich im Vorjahresvergleich ebenfalls positiv aus. In der Kontraktlogistik führten ergriffene Maßnahmen zur Steigerung der Performance sowie der Wegfall schließungsbedingter Einmaleffekte im Vorjahr trotz teilweise erheblich nachlassender Nachfrage und damit einhergehenden Volumenrückgängen zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung.
Wertminderung von Firmenwerten Im Vorjahr entstand aus der Abwertung von Firmenwerten des Geschäftsfelds Solutions ein Wertminderungsaufwand von 11,7 Mio. Euro.
Finanzergebnis und Ertragsteuern Das Finanzergebnis lag aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus mit 4,9 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von -3,8 Mio. Euro. Der Ertragsteueraufwand reduzierte sich aufgrund des geringeren operativen Ergebnisses sowie einer Neueinschätzung zur Aktivierung latenter Steueransprüche einzelner Gesellschaften des Konzerns von 30,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 16,5 Mio. Euro.
Periodenergebnis Das Periodenergebnis des Logwin-Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 80,2 Mio. Euro und lag damit über dem Ergebnis des Vorjahres von 73,9 Mio. Euro.
Finanzlage
Finanzmanagement im Logwin Konzern Der Logwin Konzern finanziert sich im Wesentlichen aus Eigenmitteln und Leasing und kann bedarfsweise aus dem Factoring von Forderungen sowie durch Kreditlinien zusätzliche Finanzmittel abrufen. Die Finanzierung der operativen Einheiten des Logwin Konzerns erfolgt im Wesentlichen aus operativen Cashflows und darüber hinaus bedarfsweise über Konzerndarlehen.
Die Finanzierungsverbindlichkeiten des Logwin Konzerns sind zum 31. Dezember 2023 mit 75,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken (Vorjahr: 82,1 Mio. Euro) und betreffen fast ausschließlich Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.
Operativer Cashflow Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete der Logwin Konzern Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 107,9 Mio. Euro (Vorjahr: 169,6 Mio. Euro). Der Rückgang ist hauptsächlich auf das niedrigere operative Ergebnis sowie gegenüber der Vorjahresperiode erfolgten Veränderungen des Working Capital zurückzuführen.
Investitions-Cashflow Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten des Logwin Konzerns belief sich im Berichtsjahr auf -16,8 Mio. Euro (Vorjahr: -5,8 Mio. Euro). Die Auszahlungen beinhalten im Wesentlichen Auszahlungen für die Veräußerung des verlustbringenden deutschen Retail-Netzwerks infolge eines negativen Kaufpreises sowie Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an einem Tochterunternehmen in den Niederlanden.
Free-Cashflow Der Logwin Konzern erzielte nach Berücksichtigung der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von -26,4 Mio. Euro (Vorjahr: -30,8 Mio. Euro) einen Rückgang des Free-Cashflow von 132,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 64,6 Mio. Euro in 2023.
Finanzierungs-Cashflow Der Finanzierungs-Cashflow des Jahres 2023 in Höhe von -98,0 Mio. Euro (Vorjahr: -47,7 Mio. Euro) beinhaltet im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr erhöhte Ausschüttung an die Aktionäre der Logwin AG von -69,1 Mio. Euro (Vorjahr: -17,3 Mio. Euro). Darüber hinaus enthält der Finanzierungs-Cashflow die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von -26,4 Mio. Euro (Vorjahr: -30,8 Mio. Euro).
Vermögenslage
Bilanzsumme und Vermögenswerte Die Bilanzsumme des Logwin Konzerns ist mit 730,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag erheblich gesunken (Vorjahr: 833,1 Mio. Euro). Der Rückgang resultierte wesentlich aus deutlich geringeren Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der gesunkenen Frachtraten und damit niedrigeren Umsatzvolumina im Berichtsjahr.
Die langfristigen Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr 2023 mit 181,4 Mio. Euro nahezu unverändert (Vorjahr: 182,1 Mio. Euro). Ein Rückgang der Sachanlagen um 12,4 Mio. Euro resultierend aus der Veräußerung des deutschen Retail-Netzwerks wurde teilweise durch einen Anstieg der latenten Steueransprüche um 7,1 Mio. Euro kompensiert. Der Anstieg resultierte aus einer Neueinschätzung der Aktivierung latenter Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen. Darüber hinaus stiegen die Firmenwerte aufgrund eines Unternehmenserwerbs in den Niederlanden von 45,7 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022 auf 48,9 Mio. Euro zum Ende des Berichtsjahres.
Das kurzfristige Vermögen des Logwin Konzerns hat sich von 651,0 Mio. Euro zum Vorjahresende auf 549,0 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023 reduziert. In den kurzfristigen Vermögenswerten sind gegenüber dem Vorjahresstichtag geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring einschließlich kurzfristiger Vertragsvermögenswerte in Höhe von 160,9 Mio. Euro (Vorjahr: 248,6 Mio. Euro) sowie leicht gesunkene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 355,5 Mio. Euro (Vorjahr: 363,8 Mio. Euro) enthalten.
Eigenkapital Der Logwin Konzern verfügte zum Ende des Berichtsjahres 2023 über ein leicht gestiegenes Eigenkapital von 351,7 Mio. Euro gegenüber 346,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022. Die im Geschäftsjahr erfolgte Ausschüttung an die Aktionäre der Logwin AG reduzierte das Eigenkapital um 69,1 Mio. Euro (Vorjahr: 17,3 Mio. Euro). Die Erhöhung des Eigenkapitals reflektiert darüber hinaus vor allem das Periodenergebnis des Geschäftsjahres 2023 von 80,2 Mio. Euro (Vorjahr: 73,9 Mio. Euro). Versicherungsmathematische Verluste aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen aufgrund des gesunkenen Diskontierungssatzes minderten in Höhe von -1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 6,9 Mio. Euro) und Fremdwährungseffekte in Höhe von -3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) das Konzerneigenkapital zum Bilanzstichtag. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 41,6 % zum Vorjahresstichtag auf 48,1 % zum 31. Dezember 2023.
Verbindlichkeiten Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich von 82,2 Mio. Euro zum Vorjahresende auf 71,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen durch einen Rückgang der langfristigen Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich zum 31. Dezember 2023 von 404,6 Mio. Euro auf 307,0 Mio. Euro reduziert und beinhalten überwiegend verringerte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 214,4 Mio. Euro (Vorjahr: 293,0 Mio. Euro) sowie reduzierte sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten von 47,4 Mio. Euro (Vorjahr: 65,9 Mio. Euro).
Zahlungsmittel und Nettoliquidität Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Logwin Konzerns sind mit 355,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023 gegenüber einem Bestand von 363,8 Mio. Euro zum Vorjahresende leicht gesunken. Die Nettoliquidität des Konzerns verringerte sich von 281,7 Mio. Euro zum Vorjahresende leicht auf 280,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023.
Mitarbeiter
Der Logwin Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2023 weltweit 3.790 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, verglichen mit 4.116 Mitarbeitern zum Vorjahresende. Das Geschäftsfeld Air + Ocean beschäftigte zehn Mitarbeiter weniger als im Vorjahr. Das Geschäftsfeld Solutions beschäftigte 301 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr, was wesentlich auf die Veräußerung des deutschen Retail-Netzwerks zurückzuführen ist.
Die Zahl der Mitarbeiter des Logwin Konzerns in Deutschland verminderte sich entsprechend veräußerungsbedingt von 1.589 auf 1.276 Beschäftigte.
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Logwin Konzern | | 3.790 | | 4.116 | | -326 |
davon Air + Ocean | | 2.899 | | 2.909 | | -10 |
davon Solutions | | 686 | | 987 | | -301 |
Bericht zur Logwin-Aktie
Logwin-Aktie Im Geschäftsjahr wurden an allen deutschen Börsenplätzen insgesamt 25.675 Aktien der Logwin AG gehandelt. Dies entsprach einem Umsatz von 6,9 Mio. Euro. Der Kurs der Logwin-Aktie sank von Jahresbeginn bis zum Ende des Berichtszeitraums von 270,00 Euro auf einen Xetra- Schlusskurs von 258,00 Euro. Die Aussagekraft dieser Kursentwicklung ist aufgrund des geringen Handelsvolumens nur sehr eingeschränkt.
Aktienrückkaufprogramm Die Hauptversammlung hat am 10. April 2019 den Verwaltungsrat ermächtigt, bis zum 10. April 2024 den Rückkauf eigener Aktien zu beschließen. Das beschlossene Aktienrückkaufprogramm begann am 18. März 2020 und war bis zum 28. Februar 2022 befristet. Bis zum Ende des Rückkaufprogramms wurden insgesamt 5.180 Stückaktien erworben, die sich zum 31. Dezember 2023 im Bestand eigener Aktien befanden.
Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen Die außerordentliche Hauptversammlung hat am 10. April 2019 den Verwaltungsrat dazu ermächtigt, bis zum 20. Mai 2024 das Grundkapital einmalig oder mehrmalig durch Ausgabe neuer Aktien ohne Nennwert mit oder ohne Agio gegen Bar- und/oder Sacheinlage um 1.509.105 Aktien zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung wurde bislang kein Gebrauch gemacht.
Kennzahlen zur Logwin-Aktie
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Schlusskurs (Xetra) | | in Euro | | 258,00 | | 270,00 |
Hoch/Tief 52 Wochen | | in Euro | | 300,00/236,00 | | 308,00/240,00 |
Anzahl der Aktien | | in Stück | | 2.884.395 | | 2.884.395 |
– davon im Umlauf befindlich | | in Stück | | 2.879.215 | | 2.879.215 |
Marktkapitalisierung | | in Mio. Euro | | 742,8 | | 777,4 |
Anteilsbesitz und Bestand eigener Aktien Mehrheitsaktionärin der Logwin AG ist die DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg. 5.180 Stückaktien der Logwin AG befanden sich zum 31. Dezember 2023 im Bestand eigener Aktien.
Die Mitglieder des Verwaltungsrats sowie des Executive Committee besaßen zum 31. Dezember 2023 weder Aktien noch Optionen zum Erwerb von Aktien der Logwin AG.
Unternehmensrating Das Rating für den Logwin Konzern (Corporate Credit Rating) durch Standard & Poor’s liegt seit April 2019 bei „BB+“ mit stabilem Ausblick.
Nachtragsbericht
Zwischen dem 31. Dezember 2023 und der Aufstellung des Konzernabschlusses durch den Verwaltungsrat der Logwin AG am 11. März 2024 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.
Gesamtdarstellung Risiken und Chancen
Risikomanagementsystem
Ziele und Strategie Der Logwin Konzern verfügt zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Unternehmensführung und zur Umsetzung der festgelegten Risikopolitik über ein konzernweites Risikomanagementsystem. Dieses bildet einen wichtigen Teil des Planungs- und internen Kontrollsystems und damit ein wesentliches Element der Unternehmensführung und -steuerung. Ziel der Risikopolitik der Logwin AG ist es, Risiken, die zu einer wesentlichen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können oder die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig und systematisch zu identifizieren, um diese im Vorfeld zu vermeiden oder negative Konsequenzen durch die zeitnahe Einleitung von Gegensteuerungsmaßnahmen minimieren zu können. Die systematische Identifikation und Analyse von Chancen ist nicht Bestandteil des konzernweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems. Ihre Identifikation und Wahrnehmung ist durch die fortlaufend enge Überwachung der Geschäftstätigkeit auf den verschiedenen Management-Ebenen des Logwin Konzerns sichergestellt.
Struktur und Prozess Das Risikomanagement wird durch konzernweit geltende Vorgaben und Rege-lungen, die in einer Richtlinie zum Risikomanagement dokumentiert sind, gewährleistet. Sogenannte Risikoeigner („Risk Owner“) in den Geschäftsfeldern sowie in den Holding-Gesellschaften identifizieren und bewerten die in ihren Bereichen auftretenden Risiken. Diese werden systematisch zusammen-gefasst und – in Abhängigkeit von festgelegten Berichtsschwellenwerten – an die jeweiligen Leitungs-ebenen innerhalb der Geschäftsfelder sowie an das Executive Committee und den Verwaltungsrat der Logwin AG kommuniziert. Neben der ordentlichen Berichterstattung in vorgegebenen Intervallen stellt die Sofortberichterstattung wesentlicher neu auftretender Risiken einen integralen Teil des Risikomanagementsystems dar. Die Steuerung der Risiken obliegt je nach Größenordnung den Risikoeignern selbst, den jeweiligen Leitungsebenen innerhalb der Geschäftsfelder oder dem Executive Committee. Durch die klar definierten Prozesse und Verantwortlichkeiten wird nicht nur die Bearbeitung aller identifizierten Risiken gewährleistet, sondern auch die Information des Executive Committee und des Verwaltungsrats der Logwin AG über alle wesentlichen Risiken sichergestellt.
Kontroll- und Risikomanagementsystem im Verhältnis zu anderen Prozessen und Systemen sowie im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Das Risikomanagementsystem ist bewusst als ein von anderen Prozessen und Systemen unabhängiges Instrument etabliert. Jedoch fließen die Erkennt-nisse aus diesem System in verschiedene andere Prozesse und Systeme ein:
-Insbesondere über die dezentrale Risikoerfassung durch die Risk Owner können auch Compliance-relevante Sachverhalte berichtet werden, die dann über das Compliance-Management-System des Logwin Konzerns aufzugreifen sind.
-Im Rahmen der Strategischen Planung, bei der Budgetierung und bei der Erstellung von Forecasts werden bestehende oder neu identifizierte Risiken aufgenommen und es ist zu definieren, wie innerhalb des Planungshorizonts mit bestimmten Risiken umzugehen ist.
Umgekehrt sind die Erkenntnisse aus anderen Prozessen und Systemen im Risikomanagement zu berücksichtigen, z. B. durch Erfassung von Sachverhalten, welche über die Planung (Strategische Planung, Budget oder Forecast) berichtet werden. Weiterhin führt die Revision Prüfungen durch. Prüfungsergebnisse können je nach festgestelltem Sachverhalt ggf. auch als Risiken zu erfassen sein.
Neben der Richtlinie zum Risikomanagement regelt eine konzernweite Bilanzierungsrichtlinie den Rechnungslegungsprozess als weitere Ausprägung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Rechnungslegungsprozess im Logwin Konzern folgt der dezentralen Organisation, d.h. auf Ebene der Geschäftsfelder werden die einzelnen Unternehmen des Logwin Konzerns zum einen in Bezug auf die Abschlussvorbereitung (z. B. die Terminplanung und Aufgabenverteilung, die Einholung von Saldenbestätigungen oder die Bewertung von Rückstellungen) und zum anderen in Bezug auf die Abschlusserstellung (z. B. durch vielfältige, zum Teil systemgestützte Abstimmungs- und Plausibilitätskontrollen) überwacht. Ein weiteres Element des internen Kontrollsystems sind Vollständigkeitserklärungen der jeweiligen Geschäftsleitungen zu den Jahresabschlüssen der Tochtergesellschaften. Alle Eingaben und Arbeitsschritte des Konsolidierungsprozesses sind im gemeinsam genutzten Konsolidierungsprogramm dokumentiert. Darüber hinaus ist die Revision in ausgewählten Fällen auch in die Überwachung der Einhaltung der Bilanzierungsrichtlinie eingebunden.
Risiken
Die konzernweit identifizierten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen haben einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf den Logwin Konzern. Die teilweisen Veränderungen der individuellen Chancen und Risiken haben für das Geschäftsjahr 2024 keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil des Logwin Konzerns, das sich nach Einschätzung der Unternehmensleitung im Vergleich zum Vorjahr trotz der fortdauernden Unsicherheiten und der stellenweisen Betroffenheit von operativen Geschäften durch das weiterhin hohe Inflationsniveau sowie die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht wesentlich verändern wird. In den folgenden Abschnitten werden zunächst die Risiken und anschließend die Chancen, die einen wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns haben können, beschrieben. Sofern nicht anders beschrieben, gelten diese für alle Geschäftsfelder.
Überblick Für den Logwin Konzern als international tätiges Logistikunternehmen bestehen gesamtwirtschaftliche oder politische Risiken ebenso wie Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit, die auch das regulatorische Umfeld umfassen. Des Weiteren können finanzielle, rechtliche und sonstige Risiken Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben. Das Ziel des umfassenden Risikomanagementsystems im Logwin Konzern ist es, frühzeitig und systematisch Risiken, die zu negativen Ergebnis- oder Planungsabweichungen führen oder die Existenz gefährden können, zu identifizieren und zu steuern. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Risikomanagementsystem als unzureichend oder unwirksam herausstellt und sich unerkannte Risiken oder Negativentwicklungen im Rahmen der Geschäftstätigkeit des Logwin Konzerns verwirklichen, indem sie nicht schnell genug erkannt werden. Hierdurch könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns wesentlich beeinträchtigt werden.
Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken Die Entwicklung der Weltwirtschaft und des Welthandels hat maßgebliche Bedeutung für die Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen und somit für die Unternehmensentwicklung des Logwin Konzerns.
Eine insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen Kriegs in der Region des Roten Meers nicht auszuschließende erneute Verschärfung der schon in den vorangegangenen Jahren beobachtbaren Störungen der globalen Lieferketten und deren Auswirkungen auf die Kunden des Logwin Konzerns führen zu Risiken in Bezug auf das Angebot an Kapazitäten zur Erbringung der Dienstleistungen des Logwin Konzerns in den Bereichen Luft- und Seefracht ebenso wie im Straßentransport und intermodal bzw. Schienenverkehr. Mittelfristig kann aus anhaltenden Störungen der Logistikketten ein Rückgang der Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen resultieren, der einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns haben kann.
Darüber hinaus bestehen in einer unerwartet schleppend verlaufenden weltweiten konjunkturellen Entwicklung und insbesondere der Konjunktur des Euroraums sowie der asiatischen Volkswirtschaften wesentliche Risiken. In diesem Zusammenhang besteht insbesondere die Gefahr einer deutlich abgeschwächten kurz- und mittelfristigen Konjunktur als Folge von fortgesetzt hohen Inflationsraten, Energieknappheit sowie geopolitischen Konflikten wie dem Israel-Hamas-Krieg sowie dem weiterhin andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine oder einer Eskalation des Konflikts um Taiwan. Kurz- und mittelfristige Einführungen von Handelshemmnissen und die Bemühungen um Einschränkungen des Freihandels aus politischen Gründen können zusätzlich erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Eine schlechter als prognostiziert verlaufende wirtschaftliche Entwicklung in relevanten Wirtschaftsräumen und Volkswirtschaften sowie in Wirtschaftsbereichen wie der Textil- und Modebranche, Automotive oder bestimmten Segmenten des Groß- und Einzelhandels würde für einzelne oder alle operativen Logwin Geschäftsfelder zu einem negativen Einfluss auf die Nachfrage ihrer Kunden nach Logistikdienstleistungen führen, was für den Logwin Konzern Anpassungsmaßnahmen erforderlich machen kann. Ebenso können neben den Frachtraten auch nachhaltige Wechselkursveränderungen wesentliche Auswirkungen auf Handelsströme und damit auf die Marktgröße für interkontinentale Luft- und Seefrachttransporte haben.
Eine Wiedereinführung von öffentlichen Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten oder der Freizügigkeit in bestimmten Regionen oder Ländern aufgrund von Pandemien oder anderen Ursachen, die eine Einschränkung der Freizügigkeit nach sich ziehen sowie die Abschottung einzelner Länder oder kritischer Infrastrukturen oder angeordnete Schließungen oder Beschränkungen des wirtschaftlichen Austauschs sowie möglicherweise daraus resultierend ein Anstieg von Kundeninsolvenzen oder ein sich veränderndes Verbraucherverhalten, können einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns haben.
Der Logwin Konzern überwacht die relevanten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen mit dem Ziel, die Auswirkungen negativer gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen frühzeitig zu antizipieren und die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch eine Steuerung des jeweiligen Exposures und soweit möglich Anpassungen der betroffenen Geschäftsmodelle zu minimieren.
Zwischenfälle mit terroristischem Hintergrund in vielen Teilen der Welt richten sich häufig auch gegen wichtige Verkehrs- und Umschlagpunkte der weltweiten Handelsströme. Dies kann zu kurzfristigen Unterbrechungen und auch zu mittelfristigen Veränderungen von Lieferketten aus Sicherheitserwägungen der Kunden des Logwin Konzerns oder der eingesetzten Transportführer führen. Hieraus resultierende Änderungen der Transportvolumina auf betroffenen Routen sowie die zunehmende Bedeutung von Wirtschaftsembargos und Sanktionen in den weltweiten internationalen Beziehungen können eine erhebliche negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Durch Diversifikation der weltweiten Aktivitäten und tagesaktuelle risikomindernde Steuerung der Transportvolumina seiner Kunden reduziert der Logwin Konzern seine diesbezüglichen Risiken.
Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit Die Geschäftstätigkeit der operativ tätigen Einheiten des Logwin Konzerns ist weltweit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die in den folgenden Abschnitten näher erläutert werden.
Markt- und Kundenrisiken
Die beobachtbaren hohen Preissteigerungen unter anderem für Energie und Rohstoffe in Verbindung auch mit den deutlichen Zinssteigerungen der vergangenen Jahre führen zu einem erhöhten Kostenbewusstsein aller Marktteilnehmer. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und Neuausschreibungen sein. Dies gilt insbesondere für das Geschäftsfeld Solutions, welches teilweise in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu einzelnen Großkunden steht. Es besteht das Risiko für den Logwin Konzern, dass durch diese kundenseitigen Maßnahmen die Ertragssituation negativ beeinflusst wird. Dank der Qualität der Dienstleistungen sowie durch Kosteneinsparungen sieht sich der Logwin Konzern auch weiterhin in der Lage, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und gegenüber den Wettbewerbern zu bestehen.
In verschiedenen Kundenverträgen werden Haftungs- oder Investitionsrisiken auf den Logwin Konzern als Dienstleister übertragen oder die Vereinbarung von Konventionalstrafen für nicht vertragsgerechte Leistungserbringung zur Voraussetzung der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen gemacht. Hieraus können deutlich über gesetzliche Gewährleistungsrisiken hinausgehende Risiken entstehen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns in erheblichem Maße negativ beeinflussen könnten. Der Logwin Konzern minimiert diese Risiken durch ein umfassendes Controlling auf Auftrags- und Niederlassungsebene. Darüber hinaus werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses eventuelle Risiken frühzeitig identifiziert und diesen unverzüglich entgegengesteuert.
Im Geschäftsfeld Air + Ocean besteht in der aktuellen Marktsituation das Risiko, dass der rasche Wechsel von Kapazitätsengpässen zu einem deutlichen Angebotsüberhang, zu einem sich weiter verschärfenden Wettbewerb um Kundengeschäfte und zu einer Erhöhung des Margendrucks führt. Durch eine hohe Servicequalität und intensive Bemühungen um fortlaufende Gewinnung neuer Kundengeschäfte ist das Geschäftsfeld Air + Ocean bestrebt, der Erosion von Margen entgegenzuwirken. Mit Aufmerksamkeit sind Bestrebungen von Carriern und anderen Marktteilnehmern insbesondere in der Seefracht zu beobachten, direkte Transportverträge auch mit kleineren Endkunden abzuschließen, womit das Risiko von Volumenrückgängen in dem relevanten Teilmarkt gegeben ist.
Beschaffungsrisiken
Ein weiteres erhebliches Risiko für die Ertragssituation des Logwin Konzerns liegt in der Entwicklung branchenspezifischer Kosten. Es besteht hier das grundsätzliche Risiko, dass Kostensteigerungen nicht unmittelbar und im vollen Umfang an die Kunden weitergegeben werden können, was zu einer deutlichen Ergebnisminderung führen kann. Diesem Risiko wird, soweit möglich, durch eine sorgfältige Vertragsgestaltung und eine ausreichende Diversifikation der beauftragten Dienstleister und Lieferanten Rechnung getragen.
Ein großer Teil der erbrachten Dienstleistungen wird im Logwin Konzern über den Einsatz von Subunternehmern erbracht. Die lokale und weltweite Verfügbarkeit eines diversifizierten Anbietermarktes ist Voraussetzung zur Erbringung der speditionellen und logistischen Leistung für die Kunden des Logwin Konzerns zu wettbewerbsfähigen Preisen. So können erneute Knappheiten in den weltweiten Luft- und Seefrachtkapazitäten zukünftig nicht ausgeschlossen werden. Im Landverkehr bleiben der europaweite erhebliche Fahrermangel sowie die nur teilweise beendete Knappheit an Fahrzeugen und sonstigem Transportequipment im Berichtsjahr weiterhin deutlich und stellen ein relevantes Beschaffungsrisiko dar. Es besteht das Risiko, dass aufgrund einer anhaltenden Verknappung an Transportkapazitäten eine ausreichende Differenzierung der angebotenen Dienstleistung nicht mehr möglich sein wird und dies erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns hat.
Reduzierte Auftragsmengen aufgrund der konjunkturellen Entwicklung bergen in beiden Geschäftsfeldern Risiken einer Unterauslastung von vorgehaltenen Transportkapazitäten bzw. Frachtraum.
Ein sich zum Jahreswechsel abzeichnender Wiederanstieg der Frachtraten nach der rückläufigen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 könnte ebenfalls erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertragssituation des Logwin Konzerns haben, wenn die höheren Raten nicht in vollem Umfang und zeitgerecht an die Kunden weitergegeben werden können. Ferner können sich bekannte oder neu auftretende Leerstandsrisiken von angemieteten oder anderweitig vorgehaltenen Logistikimmobilien nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns auswirken. Der Logwin Konzern begrenzt diese Risiken soweit möglich durch entsprechende Vertragsgestaltungen sowie die kontinuierliche Überwachung der laufenden Geschäftstätigkeit sowie gegebenenfalls die bilanzielle Vorsorge für angenommene Unterauslastungen. Darüber hinaus gelingt es durch die eingespielten internen Prozesse möglichst schnell und flexibel auf sich ständig verändernde Gegebenheiten zu reagieren.
Insbesondere im Zusammenhang mit Transportdienstleistungen, aber auch im Unterhalt von Logistikimmobilien besteht ein erhöhtes Risiko eines mittelfristigen weiteren Preisanstiegs für Treibstoffe und Heizöl, der zu einer unvorhergesehenen und teilweise sehr kurzfristig eintretenden Verteuerung der Beschaffungskosten führen kann. Der Logwin Konzern wirkt diesem Risiko mit einem vorausschauenden Einkaufsverhalten sowie mit Preisanpassungsklauseln entgegen.
Ebenfalls bedeutend für eine reibungslose Erbringung seiner Transport- und Logistikdienstleistungen an den verschiedenen Standorten ist für den Logwin Konzern die Verfügbarkeit von angemessen qualifizierten Arbeitskräften zu wettbewerbsadäquaten Konditionen. Für den Fall, dass an den einzelnen Standorten geeignete Arbeitskräfte nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sein sollten, besteht das Risiko, dass der Logwin Konzern seine Dienstleistungen aufgrund erhöhter Personalkosten nicht vertragskonform oder nur auf wirtschaftlich nicht auskömmliche Weise erbringen kann.
Dies gilt neben dem gewerblichen Bereich auch für qualifizierte Logistikfachkräfte. Dies könnte sich negativ auf die kurz-, mittel- und langfristige Geschäfts- und Ergebnisentwicklung des Logwin Konzerns auswirken. Der Logwin Konzern begegnet diesem Risiko durch intensive und systematische Personalbeschaffung sowie vielfältige Maßnahmen zur Entwicklung und Förderung seiner Mitarbeiter. Daneben werden zur Vermeidung von gesundheitlichen Risiken und von Unfällen der Mitarbeiter regel-mäßige Gesundheits- und Sicherheitsmanagementschulungen veranstaltet.
Technische Risiken
Für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Logwin Konzerns sind Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit von IT-Infrastruktur und -Anwendungen von entscheidender Bedeutung. IT-Risiken bestehen durch den möglichen Ausfall von operativen und administrativen IT-Systemen, welche die Geschäftsabwicklung erheblich beeinträchtigen und im Falle länger anhaltender Unterbrechungen oder entsprechender Reichweite existenzbedrohend für den Logwin Konzern sein könnten. Zur Begrenzung der IT-Risiken erfolgt eine kontinuierliche Bewertung existierender und neuer Gefährdungen für die Datensicherheit und IT-Infrastruktur des Logwin Konzerns und die fortlaufende Umsetzung von Maßnahmen zu ihrer Begrenzung. Wie bereits in vergangenen Vorperioden war im Berichtsjahr 2023 ein erhöhtes Risiko im Bereich Daten- und Cybersicherheit festzustellen. Weltweit bekannt gewordene Sicherheitsvorfälle auch im Bereich der Logistik zeigen, dass die Gefährdungslage auch für den Logwin Konzern unverändert als hoch angesehen werden muss. Der Logwin Konzern trifft fortlaufend geeignete Schutzmaßnahmen, um die IT-Dienste und Funktionalitäten sicher zur Verfügung zu stellen. Alle Mitarbeiter der Logwin Gruppe werden durch regelmäßige Schulungsmaßnahmen zu Themen der Cybersicherheit sensibilisiert.
Der Ausfall technischer Anlagen wie automatisierter Lagertechnik für Hochregallager, Flurförderfahrzeugen und -anlagen oder Materialflussrechnern kann für den Logwin Konzern neben Umsatzausfällen Haftungs- und Gewährleistungsrisiken für Schäden und Qualitätsmängel nach sich ziehen. Durch die regelmäßige Wartung sowie stetige Verbesserung der technischen Anlagen und Maschinen sowie angemessene Prozesse zu ihrer Überwachung gelingt es dem Logwin Konzern, diesen Risiken entgegenzuwirken.
Finanzielle Risiken
Liquiditätsrisiken
Die Geschäftstätigkeit der operativen Einheiten des Logwin Konzerns als Logistikunternehmen kann die bedarfsweise Inanspruchnahme von Krediten, Factoring und von kreditähnlichen Finanzierungsformen, z. B. im Rahmen von kurz- und mittelfristigen Anmietungen oder Leasing von Infrastruktur, Transportequipment und sonstigen technischen Geräten und Anlagen erforderlich machen. Ein eingeschränkter Zugang zu Finanzmitteln und Garantielinien, eine nicht ausreichende Verfügbarkeit geeigneter Forderungen zur Veräußerung im Wege des Factoring oder eine nachhaltige Verteuerung der oben genannten Finanzierungsinstrumente könnte zu erheblichen Liquiditäts- und Ergebnisrisiken für den Logwin Konzern führen.
Der Logwin Konzern steuert das Liquiditätsrisiko, indem täglich die aktuelle Liquiditätssituation überwacht wird. Anhand von Liquiditätsplanungen wird der zukünftige Bedarf an liquiden Mitteln ermittelt und regelmäßig analysiert, ob der Logwin Konzern in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Fälligkeiten zu begleichen. Des Weiteren begrenzt der Logwin Konzern sein Liquiditätsrisiko durch ein striktes Working Capital Management sowie durch die Finanzierung über verschiedene Finanzierungsquellen. Zum 31. Dezember 2023 verfügte der Logwin Konzern über nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 38,5 Mio. Euro (Vorjahr: 38,8 Mio. Euro). Darüber hinaus steht dem Logwin Konzern in Abhängigkeit vom verkauften Forderungsvolumen aus Factoring im Geschäftsjahr 2024 unverändert ein vertraglich vereinbarter Höchstbetrag von 60,0 Mio. Euro zur Inanspruchnahme zur Verfügung.
Eine Fälligkeitsanalyse der finanziellen Verpflichtungen ist im Anhang zum Konzernabschluss unter Ziffer 36 auf Seite 104 dargestellt.
Die Abwicklung weltweiter Transportgeschäfte erfordert die Möglichkeit, Garantien und Bürgschaften all-gemein anerkannter Sicherheitengeber zu hinterlegen, so z. B. bei Zoll- und Steuerbehörden sowie zur weltweiten Abfertigung von Luft- und Seefrachttransporten. Sollten derartig etablierte Finanzinstrumente dem Logwin Konzern nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen oder die gewohnten Mechanismen der finanziellen Geschäftsabwicklung nicht mehr funktionieren, so geht dies mit Liquiditäts- und Ergebnisrisiken für den Logwin Konzern einher. Das Risiko wird durch Diversifikation und vertragliche Vereinbarungen mit – gemäß definierter Kriterien – ausgewählten, führenden Finanzdienstleistern reduziert.
Kreditrisiken
Es bestehen Kreditrisiken aus Kunden- und Bankenbeziehungen, die sich im Falle ihres Eintritts negativ auf die Ertragslage auswirken würden. Der Logwin Konzern begrenzt die Risiken aus Forderungsausfällen aus Kundenbeziehungen unverändert durch die enge Überwachung und restriktive Vergabe von Zahlungszielen und Kreditlimits. Entscheidungen über die Vergabe von Kreditlimiten und Zahlungszielen erfolgen auf Basis von Bonitätsprüfungen und weiteren Analysen. Darüber hinaus bestehen in nahezu allen Ländern für einen Großteil der Kunden Warenkreditversicherungen. Kreditrisiken aus Bankenbeziehungen (Counterparty Risk) wird durch Diversifikation der Bankbeziehungen entgegengewirkt.
Es besteht in beiden Geschäftsfeldern das Risiko vermehrter Insolvenzen von Kunden aufgrund der aktuellen konjunkturellen Lage sowie der deutlichen Preissteigerungen insbesondere für Rohstoffe, Energie und in weiteren Bereichen. Neben dem unmittelbaren Effekt potenzieller Forderungsausfälle kann dies einen längerfristigen negativen Effekt auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund wegfallenden Bestandsgeschäfts haben. Die konsequente Absicherung von Ausfallrisiken durch Kreditversicherungen sowie restriktive Vergaben von Zahlungszielen und Kreditlimits dienen der Reduzierung der möglicherweise erhöhten Risiken aus diesem Bereich.
Für drohende Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Umfang der Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Ziffer 23 auf Seite 78 des Konzernanhangs verwiesen.
Sofern keine anderweitigen Angaben vorgenommen werden, stellt der Buchwert der Finanzinstrumente das maximale Ausfallrisiko dar.
Währungsrisiken
Da die Gesellschaften des Logwin Konzerns ihre Umsätze im Rahmen der weltweiten Aktivitäten in verschiedenen Währungen generieren und dementsprechend Vermögenswerte ebenfalls in Drittwährungen bilanziert werden, entstehen fortlaufend Fremdwährungsrisiken. Zudem bestehen zwischen den Gesellschaften des Logwin Konzerns interne Finanzierungssalden in fremder Währung.
Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund von nachteiligen Währungskursentwicklungen zu erheblichen Ergebnis- und Liquiditätsrisiken kommen könnte.
Der Logwin Konzern reagiert auf potenziell liquiditätswirksame Fremdwährungsrisiken, soweit machbar und wirtschaftlich sinnvoll, durch den Abschluss von Sicherungsinstrumenten. Unter Berücksichtigung der Sicherungsaktivitäten hätte eine Veränderung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um +/–10 % gegenüber dem US-Dollar, der für den Logwin Konzern wesentlichen Fremdwährung, per 31. Dezember 2023 eine Auswirkung von –/+ 0,6 Mio. Euro auf das Konzernergebnis (Vorjahr: –/+ 2,8 Mio. Euro).
Eine Aufstellung der zum Stichtag bestehenden Devisentermingeschäfte ist im Anhang unter Ziffer 35 auf Seite 102 aufgeführt.
Da die Berichtswährung des Logwin Konzerns der Euro ist, rechnet das Unternehmen im Konzernabschluss die Abschlüsse der Gesellschaften mit anderen funktionalen Währungen in Euro um. Diese umrechnungsbezogenen Fremdwährungsrisiken werden im Logwin Konzern üblicherweise nicht abgesichert. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Darstellung der Ertrags- und Vermögenslage des Logwin Konzerns haben. Der Umfang möglicher Auswirkungen wird im Logwin Konzern fortlaufend eng überwacht.
Zinsrisiken
Das Zinsniveau hat sich nach einer lang anhaltenden Phase niedriger Zinsen weltweit aufgrund umfangreicher geldpolitischer Maßnahmen weiter deutlich erhöht gezeigt. Verschiedene Einflussfaktoren können zu einer weiteren Erhöhung des Zinsniveaus führen. Erhöhte Zinssätze können ein Ertragsrisiko für den Logwin Konzern darstellen. Zum 31. Dezember 2023 lagen im Konzern variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten in Form von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen vor. Die Zinsrisiken aus diesen Verträgen werden fortlaufend eng überwacht und im aktuellen Umfang toleriert.
Rechtliche und regulatorische Risiken Der Logwin Konzern führt im Rahmen grenzüberschreitender, internationaler Güterverkehre für seine Kunden verschiedene Zoll- und Umsatzsteuerverfahren durch. Die Durchführung solcher Verfahren und die dafür erforderliche Abgabe von Zoll- oder Steuererklärungen sind mit Risiken verbunden. Dies gilt besonders dann, wenn der Logwin Konzern für die Vollständigkeit und Richtigkeit solcher Erklärungen bspw. als Gesamtschuldner haftet. Insbesondere dann, wenn der Kunde in diesen Fällen nicht in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, bestehen hieraus erhebliche Risiken für die Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns. Zur Begrenzung dieser Risiken erfolgt die Abwicklung dieser Prozesse durch entsprechend qualifiziertes Personal. Darüber hinaus trägt das bestehende interne Kontroll- sowie Risikomanagementsystem dazu bei, möglichen Gefährdungen frühzeitig zu begegnen.
Vor dem Hintergrund eines erhöhten Sicherheitsbewusstseins ist die Einführung von strengeren Sicherheitsmaßnahmen, wie z. B. verstärkter Ein- und Ausfuhrkontrollen und Kontrollen im Zusammenhang mit der Luftfrachtsicherheit, nicht auszuschließen. Es ist zu vermuten, dass die Erfüllung internationaler Sicherheitsvorschriften zu gesteigerten Kosten und einem steigenden Investitionsbedarf im Bereich zusätzlicher Sicherungsmaßnahmen führt, die sich nachteilig auf die Finanz- und Ergebnissituation des Logwin Konzerns auswirken können.
Länderspezifische Risiken ergeben sich aus uneinheitlichen Auslegungen, Anwendungen und kurzfristig in Kraft tretenden Änderungen von Rechts-, Steuer- und Zollregelungen. Dies gilt nicht nur für verschiedene Schwellenländer, in denen ein noch nicht oder nur eingeschränkt nach internationalen Standards funktionierendes Rechtssystem existiert, sondern auch für dezentral erlassene Durchführungsverordnungen von EU-Recht, die sich in den einzelnen Ländern teilweise erheblich voneinander unterscheiden. Durch enge Überwachung der Entwicklung weltweiter Sicherheitsvorschriften und anderer rechtlicher Rahmenbedingungen ist der Logwin Konzern bemüht, frühzeitig auf zusätzliche Anforderungen zu reagieren und die Auswirkungen zusätzlicher Aufwendungen durch Anpassung von Kundenvereinbarungen zu mindern oder abzuwenden.
Darüber hinaus können Steuerrechtsreformen wie insbesondere das im Dezember des Jahres 2022 durch den Rat der EU beschlossene OECD-Projekt zur internationalen Mindestbesteuerung aller Großunternehmen („Pillar 2“) künftig zu einer Erhöhung der Steuersätze und damit der Steuerlast des Logwin Konzerns führen. Die Ermittlung der künftigen Mindeststeuer folgt dabei ausführlichen Spezialregelungen und erfordert eine entsprechend umfangreiche Datenerhebung für die gesetzeskonforme Umsetzung. Dabei können für den Logwin Konzern im Rahmen der Implementierung erforderlicher Systeme und Methoden erhöhte Risiken aus der Auslegung und Umsetzung der neuen Vorschriften entstehen.
Weiterhin unterliegt der Logwin Konzern im Rahmen seiner Leistungserbringung sowie beim Betrieb eigener Anlagen den in den jeweiligen Ländern der Geschäftstätigkeit gültigen Gesetzen sowie rechtlichen Regeln und Vorschriften, wie beispielsweise Transportlizenzen, Umweltauflagen, Arbeitssicherheitsregeln und Arbeitsschutz. Auflagen und Lizenzerfordernisse können die Transport- und Logistiktätigkeiten beschränken. In verschiedenen Kundenprojekten sind die Gesellschaften des Konzerns darauf angewiesen, dass die vorhandenen Lizenzen und Genehmigungen jederzeit vorliegen. Ein Verlust derselben könnte die Wirtschaftlichkeit der betroffenen Kundenprojekte in erheblichem Maße gefährden. Die hieraus entstehenden Risiken werden durch die Risikoeigner permanent überwacht, um möglichen Gefährdungen unmittelbar zu begegnen.
Die Erbringung der kundenvertraglich zugesicherten Leistungen ist für den Logwin-Konzern vor allem im Transport, aber auch an den Standorten der sonstigen logistischen Leistungen von einem funktionierenden öffentlichen Verkehrswesen und der Zugänglichkeit von Infrastruktur abhängig. Sollten durch Streik- oder sonstige Boykottmaßnahmen die Nutzung derartiger Infrastrukturen eingeschränkt oder unmöglich sein, kann die Finanz-, Vermögens und Ertragslage des Logwin Konzerns erheblich negativ beeinträchtigt werden. Der Logwin Konzern wirkt diesen möglichen Risiken durch eine diversifizierte Logistikplanung und entsprechende Alternativkonzepte sowie vertragliche Risikoabwälzungen entgegen.
Aus der Abwicklung von durch den Logwin Konzern veräußerten Unternehmensteilen bestehen vertraglich vereinbarte Risikoübernahmen, im Wesentlichen Garantie-, Freistellungs- oder Steuerrisiken. Die Inanspruchnahme des Logwin Konzerns kann zu Belastungen der Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns führen. Diese Risiken werden vertraglich möglichst begrenzt.
Von umweltrechtlichen Vorschriften und Auflagen ist der Logwin Konzern insbesondere in solchen Bereichen betroffen, in denen die Erbringung der Logistikleistungen mit dem Umgang mit potenziell gefährdenden Stoffen einhergeht. So werden in verschiedenen Logistikanlagen Gefahrgüter umgeschlagen und gelagert. Auch der Logistik- und Transportsektor wird zumindest in Deutschland und der EU in den nächsten Jahren zunehmend in den Fokus umwelt- und klimaschutzbezogener Richtlinien und Gesetze rücken. So werden mit der EU Taxonomie-Verordnung zur Stärkung der Umweltziele sowie mit der Corporate Sustainability Reporting Directive die Unternehmen in der EU zu einem deutlich erhöhten Berichtsumfang in Bezug auf die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftstätigkeit verpflichtet. Auch gewinnt das Thema Umweltschutz zunehmend an Relevanz bei der kundenseitigen Auftragsvergabe.
Auch aus dem in Kraft getretenen deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) ergeben sich für den Logwin Konzern besondere Verpflichtungen. Unter anderem sollen menschenrechtliche Risiken entlang der Lieferkette identifiziert, überwacht und negative Auswirkungen auf die Arbeitnehmer minimiert werden. Der Logwin Konzern ergreift umfangreiche Maßnahmen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Ein Risiko besteht hier, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin-Konzerns negativ betroffen sein wird, falls etwaige Bußgelder bei Nichtbeachtung der Verpflichtungen verhängt werden. Auch der Verlust von Kunden oder Geschäftpartnern, die als Ergebnis eines umfangreichen Prüfprozesses den menschenrechtlichen Anforderungen der neu eingeführten Richtlinien nicht gerecht werden können, kann zu zusätzlichen Belastungen führen. Aufgrund einer für das Jahr 2025 erwarteten strengeren EU-Gesetzgebung („EU-Lieferkettengesetz“) ist perspektivisch mit einer weiter steigenden Bedeutung des Lieferkettenschutzes zu rechnen.
Aus den gesteigerten rechtlichen und regulatorischen Anforderungen bestehen Risiken, dass die hieraus erwachsenden Kostensteigerungen nur teilweise durch Effizienzsteigerungen aufgefangen oder nur verzögert in Form höherer Preise an die Kunden weitergegeben werden können. Dies könnte erhebliche Nachteile für die Ertrags- und die Finanzlage des Logwin Konzerns nach sich ziehen. Fortlaufende Überwachung und systematische Prüfungen durch die Überwachungsorgane und insbesondere durch die Qualitätsmanagement-Beauftragten des Logwin Konzerns stellen die frühzeitige Identifikation und Steuerung dieser Risiken sicher.
Sonstige Risiken Für den Logwin Konzern besteht ein Risiko, dass aus Pflichtverletzungen des Managements Schadenersatzansprüche gegen den Logwin Konzern oder Gesellschaften der Gruppe resultieren. Darüber hinaus bergen dolose Handlungen wie Diebstahl, Betrug, Untreue, Unterschlagung von Zahlungsmitteln und Korruption ein hohes Gefahrenpotenzial und können zu erheblichen materiellen und Reputationsschäden führen. Das interne Kontrollsystem des Logwin Konzerns trägt in diesem Zusammenhang dazu bei, Risiken zu reduzieren. Des Weiteren hat der Logwin Konzern einen Verhaltenskodex definiert mit dem Ziel, die Integrität des Verhaltens seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu fördern und Situationen vorzubeugen, die nicht mit diesen Grundsätzen zu vereinbaren sind. Der Verhaltenskodex ist öffentlich über die Internetseite des Logwin Konzerns verfügbar und ist zudem in den Arbeitsverträgen der Mitarbeiter fest verankert. Regelmäßig finden Informations- und Schulungsveranstaltungen zum Verhaltenskodex statt. Zur Korruptions-Prävention hat der Logwin Konzern ein weltweit zwingend zu absolvierendes E-Learning-Programm mit den Modulen Compliance und Corruption etabliert. Mittlerweile wurden in 35 Ländern bereits 5.558 Online-Trainingsprogramme zu Korruption und Compliance Themen absolviert. Zusätzlich sind Workshops zum Thema Compliance im Webinar-Format fester Bestandteil der Führungskräfteentwicklung im Logwin Konzern.
Der Logwin Konzern geht unternehmerische Risiken ein, um Marktchancen nutzen zu können. Für den Fall, dass sich diese Risiken materialisieren, könnte dies die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns erheblich beeinträchtigen. Der aktivierte Firmenwert in Höhe von 48,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023 stellt einen wesentlichen Einzelposten des langfristigen Vermögens des Logwin Konzerns dar. Er entfällt zum Bilanzstichtag in vollem Umfang auf das Geschäftsfeld Air + Ocean. Den Erfordernissen des IAS 36 entsprechend werden die Firmenwerte einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen („Impairment-Test“). Im Falle einer nachhaltig deutlich schwächer als erwarteten Entwicklung des Geschäftsfelds Air + Ocean besteht mit Blick auf die Konzernbilanz ein Risiko, dass bestimmte Vermögenswerte und auch aktivierte Firmenwerte abgewertet werden müssen („Impairment-Risiko“). Einen weiteren Einflussfaktor stellt hierbei auch die aktuelle und erwartete Zinsentwicklung dar. Eine anhaltend schwache oder schwächer als erwartete Entwicklung einzelner Logwin-Gesellschaften kann darüber hinaus eine Wertberichtigung von latenten Steueransprüchen erforderlich machen. Eine mangelnde Werthaltigkeit der langfristigen Vermögenswerte inklusive Nutzungsrechte aus IFRS 16 könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns negativ beeinflussen.
Compliance Auf die konzernweite Einhaltung nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften, vertraglicher Vereinbarungen sowie eigener Richtlinien legt der Logwin Konzern größten Wert. Zur Verankerung dieses Grundsatzes hat der Logwin Konzern einen Verhaltenskodex definiert, der für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns bindend ist. Insbesondere definiert dieser Verhaltenskodex allgemeine Verhaltensgrundsätze, verpflichtet zur Kenntnis und Beachtung der jeweiligen gesetzlichen Vorschriften, regelt den Umgang mit Geschäftspartnern und staatlichen Institutionen und gibt Richtlinien zur Vermeidung von Interessenskonflikten vor. Darüber hinaus hat der Verwaltungsrat der Logwin AG eine Corporate Governance Charter beschlossen, die sich an den Corporate Governance-Regelungen der Luxemburger Börse orientiert und Vorgaben zur Durchführung der Leitung und Überwachung des Logwin Konzerns sowie zur Sicherstellung der Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften diesbezüglich enthält. Die Corporate Governance Charter der Logwin AG ist auf der Homepage des Logwin Konzerns öffentlich zugänglich. Wir verweisen diesbezüglich auf den Abschnitt „Corporate Governance“ dieses Lageberichts.
Zur Überwachung der Einhaltung der Compliance-Vorgaben hat das Executive Committee des Logwin Konzerns unter der Gesamtverantwortung des Compliance Officers ein Compliance Management System geschaffen, das den Rahmen für die strukturierte Überwachung, Bewertung und Steuerung sowie Nachverfolgung von Compliance-Risiken auf Basis definierter Risikofelder bildet. Umfassende und wiederkehrende Schulungen von Mitarbeitern auf Präsenzveranstaltungen sowie durch Online-Trainings ergänzen die fortlaufend erweiterten Maßnahmen.
Die Compliance-Aktivitäten werden durch die Arbeit der Revision ergänzt. Hier liegt der Fokus auf der Überprüfung der Einhaltung gesetzlicher und interner Vorschriften sowie vertraglicher Vereinbarungen. Die Revision führt – teilweise gemeinsam mit Vertretern der Geschäftsfelder – weltweit Audits ausgewählter Niederlassungen und Gesellschaften durch. Hierbei werden bedarfsweise auch externe Spezialisten und Rechtsanwälte zur Überprüfung der Einhaltung nationaler Gesetze und Vorschriften eingebunden. Wesentliche Schwerpunkte stellen die Themen Korruptionsprävention, steuer- und zollrechtliche Compliance, Datenschutz und Arbeitsrecht dar.
Insgesamt wurde durch diese Maßnahmen die Compliance-Organisation des Logwin Konzerns in den vergangenen Jahren systematisch ausgebaut. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Verstößen gegen nationale oder internationale Vorschriften kommen kann und sich dadurch möglicherweise sogar existenzbedrohende Risiken für den Logwin Konzern ergeben könnten.
Chancen
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Chancen Die Globalisierung eröffnet dem Logwin Konzern neben den oben beschriebenen Risiken auch Chancenpotentiale. Bei einem langfristig sich fortsetzenden Weltwirtschaftswachstum wird die Logistik-Branche auch in Zukunft wachsen. Dies gilt besonders für Asien, wo die Handelsströme mit anderen Regionen und speziell innerhalb des Kontinents weiter zunehmen werden. Weiterhin können sich Marktchancen aus den Wachstumsimpulsen weiterer stark wachsender Länder in Regionen wie Südamerika oder dem Mittleren Osten ergeben.
Sollte sich das wirtschaftliche Umfeld in den wichtigen Industrieregionen, insbesondere in China, den USA und Europa, besser entwickeln als aktuell prognostiziert, so kann auch dies zu zusätzlichen Wachstumsimpulsen führen, da die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kunden den Bedarf an Lager- und Transportdienstleistungen bestimmt. Infolgedessen können sich steigende Transportvolumina im Im- und Export vorteilhaft auf die Entwicklung des Logwin Konzerns auswirken.
Neben der regionalen Ausprägung können Wachstumsimpulse auch aus einzelnen Branchen resultieren. Insbesondere eine positive Entwicklung im Automobil-, Konsumgüter-, Chemiesektor oder im Anlagen- und Maschinenbau kann sich vorteilhaft auf den Geschäftsverlauf des Logwin Konzerns auswirken. Der sich international weiter entwickelnde Online-Handel ist eine weitere Chance für den Logwin Konzern. Er schafft Bedarf für den Transport von Waren und eröffnet somit für das nationale und internationale Transportgeschäft großes Wachstumspotenzial.
Chancen aus der operativen Geschäftstätigkeit Chancenpotentiale ergeben sich aus der Nutzung der Möglichkeiten des technischen Fortschritts. Die digitale Transformation eröffnet neue Vernetzungsmöglichkeiten mit den Kunden und Lieferanten des Logwin Konzerns. So können in einem herausfordernden und dynamischen Umfeld Marktchancen schnell und gezielt aufgegriffen werden und die Wettbewerbs-fähigkeit stärken. Darüber hinaus birgt der steigende Technologisierungsgrad in den operativen Prozessen diverse Optimierungsmöglichkeiten. Der verstärkte Einsatz von modernen, vernetzten IT-Systemen, in die der Logwin Konzern in den vergangenen Jahren verstärkt investiert hat, ermöglicht neben Effizienzsteigerungen auch eine verbesserte operative Qualität, gesteigerte Kosteneffizienz und eine Verkürzung von Reaktionszeiten auf Abweichungen. Chancen ergeben sich weiterhin aus der fortgesetzten Steigerung der Produktivität und Kostentransparenz sowie der Nutzung von Synergieeffekten, die daher im Fokus der Bemühungen des Managements im Logwin Konzern stehen.
Der Trend zum Outsourcing von Logistikleistungen hält nach wie vor an. Die globalen wie regionalen oder lokalen Lieferketten werden komplexer, internationaler, aber auch störungsanfälliger, wie die krisenbedingten Störungen in den globalen und lokalen Lieferketten der vergangenen Jahre zeigen. Kunden wünschen deshalb stabile und integrierte Logistiklösungen und suchen die Unterstützung spezialisierter Dienstleister. Sollte der Trend weiter anhalten, so können sich hieraus weitere Wachstumschancen für den Logwin Konzern ergeben.
Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen aufgrund einer entgegen den zugrundeliegenden Erwartungen positiven Preisentwicklung z.B. von eingekauften Transportdienstleistungen, aber auch von Treibstoff- oder Heizölpreisen.
Sonstige Chancen Sonstige Chancen können sich aus Akquisitionen oder der Bereinigung von Aktivitäten ergeben. Durch eine stetige Überprüfung von bestehendem Geschäft sowie der Beobachtung potentieller Übernahmeobjekte versucht der Logwin Konzern, sich ergebende Chancen frühzeitig zu erkennen und nach sorgfältiger Abwägung der Risiken, derartige Chancen zu nutzen. Chancen für die Ertragslage des Logwin Konzerns ergeben sich weiterhin aus möglichen positiven Effekten von Fremd-währungsrelationen oder von Zinssatzänderungen.
Prognosebericht
Sämtliche Aussagen des Prognoseberichts sind weiterhin aufgrund der Unwägbarkeiten der weiteren Entwicklung in verschiedenen Weltregionen und der weltweit weiterhin möglichen Störungen in den internationalen Lieferketten mit sehr großer Unsicherheit behaftet.
Konjunkturprognose Der Logwin Konzern rechnet im Einklang mit den führenden Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2024 mit einem gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht rückläufigen oder unveränderten Wachstum der Weltwirtschaft. Rückgänge in China ebenso wie in den USA tragen zu dieser Entwicklung bei. Für die Eurozone wird ein leichtes Wachstum erwartet. Die Rezession in Deutschland wird enden, jedoch hinter der Entwicklung anderer europäischer Länder zurückbleiben. Nicht berücksichtigt sind in den Planungsannahmen des Logwin Konzerns mögliche Verschärfungen der Auswirkungen des Krieges von Russland gegen die Ukraine sowie negative Auswirkungen von weltweiten Eskalationen internationaler Konflikte wie im Roten Meer oder der weiteren Verschärfung von Embargos und anderen Handelsrestriktionen
Erhebliche Bedeutung für die weitere wirtschaftliche Gesamtentwicklung hat die Inflationsentwicklung einschließlich der Preissteigerungen in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen wie Ernährung, Produktion, Rohstoffe und Energie sowie Dienstleistungen. Es wird hier von einer Fortsetzung der rückläufigen Entwicklung der Zuwachsraten ausgegangen. Impulse auf die wirtschaftliche Gesamtentwicklung aus Zinsmaßnahmen der weltweiten Zentralbanken sind für den Jahresverlauf 2024 nicht zu erwarten.
Für den Logwin Konzern wird die Entwicklung einzelner konsumnaher Wirtschaftssektoren, insbesondere der Textil- und Bekleidungsbranche sowie die Entwicklung import- und exportbezogener Wirtschaftssektoren des produzierenden Gewerbes und des Maschinenbaus von wesentlicher Bedeutung sein.
Die Möglichkeit, dass sich wesentliche übergeordnete Risikofaktoren negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken, wird als realistisch eingeschätzt und findet in der Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung des Logwin Konzerns ihren Niederschlag. Zu diesen Risikofaktoren zählt weiterhin insbesondere die Unsicherheit über die weitere Entwicklung militärischer Konfrontationen und kriegerischer Auseinandersetzungen. Zusätzliche Risiken für die Kunden des Logwin Konzerns und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ergeben sich weiterhin aus einer fortgesetzt erhöhten Inflation und der Aufrechterhaltung oder Verschärfung restriktiver geldpolitischer Maßnahmen.
Umsatzerwartung Der Logwin Konzern geht für das Jahr 2024 insgesamt von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Dies basiert auf der Erwartung eines sich im Jahresvergleich erholenden Frachtratenniveaus in den wesentlichen Verkehrsträgern. Für den Gesamtmarkt erwartet der Logwin Konzern eine verhaltene Volumenentwicklung. Für die eigene Entwicklung in der Luft- und Seefracht geht der Logwin Konzern von einer Erholung der Kundenvolumina und einem Wachstum in den fortgeführten Aktivitäten auch in der Kontraktlogistik aus.
Air + Ocean
Im Geschäftsfeld Air + Ocean wird für das Gesamtjahr 2024 von einem über Vorjahresniveau liegenden Frachtratenniveau und einer insgesamt sich verhalten erholenden Nachfrage ausgegangen. Entsprechend dieser Markteinschätzung sollten die Umsätze im Jahresverlauf ansteigen. Im Laufe des Jahres wird trotz der schrittweise wieder steigenden Mengen mit marktbedingten Margenrückgängen gerechnet. Neukundengewinnung, Geschäftsausweitungen mit Bestandskunden und die Absicherung von Bestandsgeschäften werden weiterhin die Grundlage der weiteren erfolgreichen Entwicklung des Geschäftsfelds sein. Wie in den Vorjahren werden die Umsätze im Jahr 2024 sowohl von der Volumenentwicklung bei Bestands- wie Neukunden als auch ganz erheblich von der Entwicklung der Frachtraten und auch der Fremdwährungskurse abhängen.
Solutions
Der Umsatz im Geschäftsfeld Solutions wird im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich spürbar sinken. Planungsgemäße Beendigungen von Kundenprojekten in den internationalen Transportaktivitäten und in der Kontraktlogistik sind die Ursache für die Entwicklung. Diese wird nur teilweise durch neu aufgenommene Aktivitäten und Neukundengewinne in diesem Segment kompensiert.
Ergebniserwartung Unter den beschriebenen Voraussetzungen erwartet der Logwin Konzern für das Jahr 2024 im Geschäftsfeld Air + Ocean gegenüber 2023 und in der Folge auch für den Logwin Konzern ein rückläufiges operatives Ergebnis (EBITA). Das Periodenergebnis wird der operativen Ergebnisentwicklung folgend und nach dem Wegfall von einmaligen Steuereffekten in der Vorperiode unter dem Vorjahresniveau liegen.
Air + Ocean
Nach dem außergewöhnlich hohen Ergebnis des Geschäftsfelds Air + Ocean in den Vorperioden wird das bisherige Ergebnisniveau im Geschäftsjahr 2024 im aktuell sehr herausfordernden Markt- und Wettbewerbsumfeld voraussichtlich nicht beibehalten werden können. Ausweitungen des Kapazitätsangebots im Luft- und Seefrachtmarkt dürften über tagesaktuelle Entwicklungen hinaus längerfristig weiterhin Druck auf die operativen Margen und das operative Ergebnisniveau des Geschäftsfelds ausüben. Die Prognose geht insofern für den Jahresverlauf von weiter verschärften Wettbewerbsbedingungen und dementsprechend einem Rückgang des Margenniveaus aus. Das operative Ergebnis (EBITA) wird gegenüber dem Vorjahr rückläufig sein.
Solutions
Im Geschäftsfeld Solutions wird nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 mit einem rückläufigen operativen Ergebnis (EBITA) gerechnet. Die operative Ergebnisentwicklung wird erneut wesentlich von dem Ergebnis im Bereich der internationalen Transport- und Kontraktlogistikaktivitäten und dem in der Planung berücksichtigten Erfolg neu hinzugewonnener Aktivitäten an bestehenden Standorten insbesondere in Deutschland abhängen.
Liquiditätsentwicklung und Finanzposition Der Logwin Konzern erwartet im Jahr 2024 einen unverändert soliden Free-Cashflow. Auf Basis ergebnis- und working capital-bedingt leicht negativer Effekte wird der Free Cash Flow das Niveau der Vorperiode erreichen. Die Nettoliquidität des Logwin Konzerns wird sich weiter stabil entwickeln.
Mitarbeiter Aufgrund der erwarteten Geschäftsentwicklungen in den Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions rechnet der Logwin Konzern insgesamt mit einer stabilen Entwicklung der Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2024.
Konzernabschluss
Gewinn– und Verlustrechnung
Angaben in Tausend € | | | | | | |
| | | | | | |
Umsatzerlöse | | 1.257.518 | | 2.259.027 | | 9/64 |
Umsatzkosten | | -1.092.629 | | -2.073.434 | | 10/65 |
Bruttogewinn | | 164.889 | | 185.593 | | |
Vertriebskosten | | -32.888 | | -32.636 | | 10/65 |
Verwaltungskosten | | -38.224 | | -40.091 | | 10/65 |
Sonstige betriebliche Erträge | | 9.775 | | 25.139 | | 11/65 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | | -10.125 | | -16.805 | | 11/65 |
Wertminderungen auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte | | -1.680 | | -1.079 | | |
Operatives Ergebnis vor Wertminderungen von Firmenwerten (EBITA) | | 91.747 | | 120.121 | | |
Wertminderung von Firmenwerten | | - | | -11.665 | | 12/66 |
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | | 91.747 | | 108.456 | | |
Finanzierungserträge | | 9.703 | | 1.454 | | 13/66 |
Finanzierungsaufwendungen | | -4.821 | | -5.285 | | 13/66 |
Ergebnis vor Ertragsteuern | | 96.629 | | 104.625 | | |
Ertragsteuern | | -16.471 | | -30.680 | | 14/67 |
Periodenergebnis | | 80.158 | | 73.945 | | |
Davon entfallen auf: | | | | | | |
Aktionäre der Logwin AG | | 79.287 | | 72.247 | | |
Nicht beherrschende Anteile | | 871 | | 1.698 | | |
Ergebnis je Aktie – unverwässert und verwässert (in Euro): | | | | | | |
bezogen auf das den Aktionären der Logwin AG zurechenbare Periodenergebnis | | 27,54 | | 25,09 | | |
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) | | 2.879.215 | | 2.879.264 | | |
*Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer geänderten Darstellung angepasst. Für weitere Informationen wird auf Anhangangabe 7 „Zusammenfassung wesentlicher Kennzahlen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ – Abschnitt „Wertminderung von Vermögenswerten“ verwiesen.
Gesamtergebnisrechnung
Angaben in Tausend € | | | | | | |
| | | | | | |
Periodenergebnis | | 80.158 | | 73.945 | | |
Verluste / Gewinne aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | | -3.714 | | 1.012 | | |
Sonstiges Ergebnis, welches ggf. in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird | | -3.714 | | 1.012 | | |
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | | -1.396 | | 7.636 | | 29/85 |
Latente Steuereffekte auf Neubewertungen der Nettoschuld | | 188 | | -710 | | 26/81 |
Sonstiges Ergebnis, welches nicht in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird | | -1.208 | | 6.926 | | |
Sonstiges Ergebnis | | -4.922 | | 7.938 | | |
Gesamtergebnis | | 75.236 | | 81.883 | | |
Davon entfallen auf: | | | | | | |
Aktionäre der Logwin AG | | 74.437 | | 80.092 | | |
Nicht beherrschende Anteile | | 799 | | 1.791 | | |
Kapitalflussrechnung
Angaben in Tausend € | | | | | | |
| | | | | | |
Ergebnis vor Ertragsteuern | | 96.629 | | 104.625 | | |
Finanzergebnis | | -4.882 | | 3.831 | | 13/66 |
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern | | 91.747 | | 108.456 | | |
Überleitungspositionen zum operativen Cashflow: | | | | | | |
Abschreibungen | | 36.388 | | 39.973 | | 10/65 |
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | | 1.603 | | -143 | | 11/65 |
Wertminderung von Firmenwerten | | - | | 11.665 | | 12/66 |
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | | 1.444 | | 8.134 | | 10/65 |
Wertaufholung von Sachanlagen | | -1.132 | | - | | 10/65 |
Sonstiges | | -3.466 | | -1.188 | | |
Steuerzahlungen | | -28.323 | | -39.985 | | |
Gezahlte Zinsen | | -3.772 | | -5.095 | | |
Erhaltene Zinsen | | 9.702 | | 1.454 | | |
Veränderung Working Capital, zahlungswirksam: | | | | | | |
Veränderung Forderungen und Vertragsvermögenswerte | | 92.341 | | 59.574 | | |
Veränderung Verbindlichkeiten | | -89.292 | | -12.619 | | |
Veränderung Vorräte | | 654 | | -670 | | |
Operativer Cashflow | | 107.894 | | 169.556 | | |
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | | -6.413 | | -6.609 | | |
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | | -3.854 | | - | | 15/68 |
Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten | | -7.105 | | - | | 16/68 |
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | | 555 | | 784 | | |
Sonstiger Cashflow aus der Investitionstätigkeit | | - | | -14 | | |
Investitions-Cashflow | | -16.817 | | -5.839 | | |
Netto-Cashflow | | 91.077 | | 163.717 | | |
Mittelabfluss / Mittelzufluss aus kurzfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten | | -966 | | 1.027 | | 17/69 |
Mittelabfluss aus der Tilgung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | | -26.437 | | -30.769 | | 17/69 |
Ausschüttungen an Aktionäre | | -69.101 | | -17.275 | | 27/83 |
Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile | | -1.474 | | -663 | | |
Erwerb eigener Aktien | | - | | -38 | | |
Finanzierungs-Cashflow | | -97.978 | | -47.718 | | |
Free-Cashflow (= Netto-Cashflow abzüglich Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen) | | 64.640 | | 132.948 | | |
Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf den Fonds der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | -1.412 | | -234 | | |
Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | -8.313 | | 115.765 | | |
Anfangsbestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | | 363.778 | | 248.013 | | |
Veränderung | | -8.313 | | 115.765 | | |
Endbestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | | 355.465 | | 363.778 | | 25/81 |
Bilanz
Angaben in Tausend € | | | | | | |
| | | | | | |
Aktiva | | | | | | |
Firmenwerte | | 48.894 | | 45.701 | | 18/70 |
Sonstige immaterielle Vermögenswerte | | 14.256 | | 15.482 | | 19/71 |
Sachanlagen | | 87.802 | | 100.193 | | 20/72 |
Finanzanlagen | | 715 | | 680 | | |
Latente Steueransprüche | | 26.159 | | 19.022 | | 26/81 |
Sonstige langfristige Vermögenswerte | | 3.621 | | 1.007 | | |
Summe langfristige Vermögenswerte | | 181.447 | | 182.085 | | |
Vorräte | | 1.213 | | 2.086 | | 22/77 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring | | 146.839 | | 232.388 | | 23/78 |
Vertragsvermögenswerte | | 14.083 | | 16.236 | | 23/78 |
Ertragsteuerforderungen | | 3.879 | | 3.153 | | |
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | | 27.559 | | 33.393 | | 24/80 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | 355.465 | | 363.778 | | 25/81 |
Summe kurzfristige Vermögenswerte | | 549.038 | | 651.034 | | |
Summe Aktiva | | 730.485 | | 833.119 | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | |
| | | | | | |
Passiva | | | | | | |
Gezeichnetes Kapital | | 131.300 | | 131.300 | | |
Konzernrücklagen | | 219.238 | | 213.483 | | |
Eigene Aktien | | -838 | | -838 | | |
Auf die Aktionäre der Logwin AG entfallendes Eigenkapital | | 349.700 | | 343.945 | | |
Nicht beherrschende Anteile | | 1.964 | | 2.447 | | |
Eigenkapital | | 351.664 | | 346.392 | | 27/83 |
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | | 44.022 | | 54.354 | | 21/74 |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | | 23.379 | | 23.021 | | 29/85 |
Sonstige langfristige Rückstellungen | | 3.046 | | 2.887 | | 30/89 |
Latente Steuerschulden | | 1.377 | | 1.893 | | 26/81 |
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | | 10 | | 18 | | 33/90 |
Summe langfristige Schulden | | 71.834 | | 82.173 | | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | 214.428 | | 292.992 | | |
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | | 30.990 | | 26.598 | | 21/74 |
Sonstige kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten | | 47 | | 1.110 | | 28/84 |
Kurzfristige Rückstellungen | | 9.186 | | 9.305 | | 31/89 |
Ertragsteuerverbindlichkeiten | | 4.984 | | 8.641 | | 32/90 |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | | 47.352 | | 65.908 | | 33/90 |
Summe kurzfristige Schulden | | 306.987 | | 404.554 | | |
Summe Passiva | | 730.485 | | 833.119 | | |
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Angaben in Tausend € | | |
| | | | | |
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| | | | | | |
1. Januar 2022 | | 131.300 | | 214.641 | | -60.350 |
Periodenergebnis | | | | | | 72.247 |
Sonstiges Ergebnis | | | | | | 6.926 |
Gesamtergebnis | | | | | | 79.173 |
Erwerb eigener Aktien | | | | | | |
Ausschüttungen | | | | -17.275 | | |
31. Dezember 2022 | | 131.300 | | 197.366 | | 18.823 |
| | | | | | |
1. Januar 2023 | | 131.300 | | 197.366 | | 18.823 |
Periodenergebnis | | | | | | 79.287 |
Sonstiges Ergebnis | | | | | | -1.208 |
Gesamtergebnis | | | | | | 78.079 |
Übertragung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung | | | | | | 419 |
Ausschüttungen | | | | -69.101 | | |
31. Dezember 2023 | | 131.300 | | 128.265 | | 97.321 |
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
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| | -3.625 | | -800 | | 281.166 | | 1.319 | | 282.485 |
| | | | | | 72.247 | | 1.698 | | 73.945 |
| | 919 | | | | 7.845 | | 93 | | 7.938 |
| | 919 | | | | 80.092 | | 1.791 | | 81.883 |
| | | | -38 | | -38 | | | | -38 |
| | | | | | -17.275 | | -663 | | -17.938 |
| | -2.706 | | -838 | | 343.945 | | 2.447 | | 346.392 |
| | | | | | | | | | |
| | -2.706 | | -838 | | 343.945 | | 2.447 | | 346.392 |
| | | | | | 79.287 | | 871 | | 80.158 |
| | -3.642 | | | | -4.850 | | -72 | | -4.922 |
| | -3.642 | | | | 74.437 | | 799 | | 75.236 |
| | | | | | 419 | | 192 | | 611 |
| | | | | | -69.101 | | -1.474 | | -70.575 |
| | -6.348 | | -838 | | 349.700 | | 1.964 | | 351.664 |
Anhang zum Konzernabschluss 31. Dezember 2023
Allgemeine Angaben |
01 | Informationen zum Unternehmen | |
02 | Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS | |
03 | Grundlagen der Erstellung des Abschlusses | |
04 | Konsolidierungsgrundsätze | |
05 | Neue Rechnungslegungsvorschriften | |
06 | Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten | |
07 | Zusammenfassung wesentlicher Kennzahlen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | |
08 | Segmentberichterstattung | |
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung |
09 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | |
10 | Aufwendungen nach Kostenarten | |
11 | Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | |
12 | Wertminderung von Firmenwerten | |
13 | Finanzergebnis | |
14 | Ertragsteuern | |
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung |
15 | Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | |
16 | Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten | |
17 | Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit | |
Erläuterungen zur Bilanz |
18 | Firmenwerte | |
19 | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | |
20 | Sachanlagen | |
21 | Leasing | |
22 | Vorräte | |
23 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | |
24 | Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | |
25 | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |
26 | Latente Steuern | |
27 | Eigenkapital | |
28 | Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten | |
29 | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | |
30 | Sonstige langfristige Rückstellungen | |
31 | Kurzfristige Rückstellungen | |
32 | Ertragsteuerverbindlichkeiten | |
33 | Sonstige Verbindlichkeiten | |
Sonstige Angaben |
34 | Unternehmenszusammenschlüsse | |
35 | Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten | |
36 | Finanzielle Verpflichtungen | |
37 | Eventualverbindlichkeiten und Rechtsverfahren | |
38 | Honorar des Abschlussprüfers | |
39 | Angaben zu Bezügen von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen | |
40 | Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen | |
41 | Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag | |
42 | Aufstellung des Anteilsbesitzes | |
Allgemeine Angaben
1Informationen zum Unternehmen
Der Konzernabschluss der Logwin AG, L-Grevenmacher (im Folgenden auch als „Logwin AG“ oder „Logwin“ bezeichnet) für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 11. März 2024 durch den Beschluss des Verwaltungsrats der Logwin AG zur Veröffentlichung freigegeben und bedarf nach Luxemburger Recht der Genehmigung durch die Hauptversammlung. Die Logwin AG, 5 an de Längten, L-6776 Grevenmacher, ist eine in Grevenmacher (Luxemburg) gegründete und ansässige, in der Rechtsform einer Luxemburgischen Société Anonyme geführte und in der Haftung beschränkte Gesellschaft, deren Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Gesellschaft gehört dem Prime Standard der Deutsche Börse AG an. Mehrheitsaktionärin der Gesellschaft ist die DELTON Logistics S.à r.l. mit Sitz in Grevenmacher, Luxemburg.
Der Logwin Konzern verfügt als Logistikdienstleister über langjährige Erfahrung, spezialisierte Infrastruktur und Know-how in verschiedenen Branchen von Industrie und Handel und übernimmt für seine Kunden das Supply Chain Management, Warehousing, Value Added Services und lokale wie weltweite Transporte auf der Straße, der Schiene sowie per Luft- oder Seefracht. Die Hauptaktivitäten der Geschäftsfelder Air + Ocean und Solutions sind in Anhangangabe 8 „Segmentberichterstattung“ näher beschrieben.
2Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS
Der Konzernabschluss der Logwin AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Dabei wurden alle für das Geschäftsjahr 2023 verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB) sowie Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), vormals International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) bzw. Standing Interpretation Committee (SIC), angewandt.
3Grundlagen der Erstellung des Abschlusses
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutter-unternehmens.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskosten-prinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie sonstige finanzielle Vermögens-werte, die der Bewertungskategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstru-mente“ zugeordnet sind. Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzern-abschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, erfolgt die Darstellung in Tausend Euro (Tausend € oder TEUR). Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/– einer Einheit (TEUR, % usw.) auftreten.
4Konsolidierungsgrundsätze
Der Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2023 umfasst zwei inländische und 53 ausländische Unternehmen und hat sich wie folgt entwickelt:
| | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Luxemburg | | 2 | | - | | - | | 2 |
Deutschland | | 12 | | - | | - | | 12 |
Übriges Ausland | | 40 | | 2 | | 1 | | 41 |
Summe | | 54 | | 2 | | 1 | | 55 |
Die Zugänge betreffen die Neugründung einer thailändischen Holdinggesellschaft sowie die Übernahme einer niederländischen Gesellschaft im Geschäftsfeld „Air + Ocean“. Der Abgang betrifft die Liquidation einer österreichischen Gesellschaft aus dem Geschäftsfeld „Sonstige“.
Zur Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Seite 108f.
Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste werden in voller Höhe eliminiert. Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert, das heißt ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Nicht beherrschende Anteile sind die Teile des Periodenergebnisses und des Reinvermögens, die auf Anteile an konsolidierten Gesellschaften entfallen, die nicht vom Konzern gehalten werden. Nicht beherrschende Anteile werden in der Gewinn– und Verlustrechnung, in der Gesamtergebnisrechnung, in der Eigenkapitalveränderungsrechnung und innerhalb des Eigenkapitals in der Bilanz – getrennt von dem auf die Aktionäre der Logwin AG entfallenden Anteil – gesondert ausgewiesen.
5Neue Rechnungslegungsvorschriften
Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) haben in den Vorjahren neue Rechnungslegungsvorschriften veröffentlicht. Die folgenden waren für das Geschäftsjahr 2023 erstmals verpflichtend anzuwenden:
| | | | |
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Änderung | | IAS 1, Practice Statement 2 | | Angabe von Rechnungslegungsmethoden | | 1.1.2023 | | Ja |
Änderung | | IAS 8 | | Definition von Schätzungen | | 1.1.2023 | | Ja |
Änderung | | IAS 12 | | Internationale Steuerreform - Pillar 2 Modellregeln | | 1.1.2023 | | Ja |
Änderung | | IAS 12 | | Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen | | 1.1.2023 | | Ja |
Neuer Standard | | IFRS 17 | | Versicherungsverträge | | 1.1.2023 | | Ja |
Änderung | | IFRS 17 | | Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen | | 1.1.2023 | | Ja |
Die oben genannten neuen oder geänderten Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen waren für die laufende Berichtsperiode grundsätzlich erstmals anwendbar.
Änderungen an IAS 1 und dem Practice Statement 2 sind Teil der „Disclosure Initiative“ des IASB mit denen klargestellt wird, dass Angaben nur noch zu wesentlichen und nicht mehr zu maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden zu machen sind. Was als wesentlich gilt, richtet sich nach der Entscheidungsnützlichkeit der Informationen für die Bilanzadressaten.
Die Änderungen an IAS 8 bieten Klarstellungen zur Unterscheidung von Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen, um Unternehmen deren Abgrenzung zu erleichtern.
Die Änderungen an IAS 12 beinhalten eine Ausnahme von den Vorschriften in diesem Standard, nach der ein Unternehmen keine aktiven und passiven latenten Steuern im Zusammenhang mit den Ertragsteuern der zweiten Säule der OECD bilanziert und keine Angaben dazu leistet. Die weiteren Änderungen an IAS 12 schränken die sogenannte „Initial Recognition Exemption“ ein.
IFRS 17 regelt die Grundsätze in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angaben für Versicherungsverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des Standards. Die Zielsetzung von IFRS 17 besteht in der Bereitstellung relevanter Informationen durch die bilanzierenden Unternehmen und soll so zu einer glaubwürdigen Darstellung der Versicherungsverträge führen. Diese Informationen dienen als Grundlage für die Abschlussadressaten, um die Auswirkungen von Versicherungsverträgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Zahlungsströme eines Unternehmens beurteilen zu können.
Aus den im Berichtsjahr erstmals verpflichtend anzuwendenden neuen Rechnungslegungsvorschriften haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Logwin AG ergeben.
Weiterhin wurden vom IASB und vom IFRS IC die im Folgenden dargestellten neuen bzw. überarbeiteten Rechnungslegungsvorschriften verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Von dem Wahlrecht einer im Einzelfall bestehenden Möglichkeit der freiwilligen vorzeitigen Anwendung hat der Logwin Konzern im Geschäftsjahr 2023 keinen Gebrauch gemacht.
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Änderung | | IAS 1 | | Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig | | 1.1.2024 | | Ja |
Änderung | | IFRS 16 | | Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback-Transaktion | | 1.1.2024 | | Ja |
Änderung | | IAS 7 und IFRS 7 | | Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen | | 1.1.2024 | | Nein |
Änderung | | IAS 21 | | Mangel an Umtauschbarkeit | | 1.1.2025 | | Nein |
Die Änderung an IAS 1 stellt klar, dass sich die Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig nach den Rechten richtet, über die das Unternehmen am Abschlussstichtag verfügt.
Mit den Änderungen an IFRS 16 wird vorgeschrieben, dass ein Verkäufer-Leasingnehmer Leasingverbindlichkeiten, die aus einer Sale-and-leaseback-Transaktion entstehen, nachfolgend so zu bewerten hat, dass er keinen Betrag des Gewinns oder Verlusts erfasst, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht bezieht. Die neuen Vorschriften hindern einen Verkäufer-Leasingnehmer nicht daran, Gewinne oder Verluste im Zusammenhang mit der teilweisen oder vollständigen Beendigung eines Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Die Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 wurden veröffentlicht, um Angabevorschriften und ''Wegweiser'' innerhalb der bestehenden Angabevorschriften hinzuzufügen, mit denen die Unternehmen verpflichtet werden, qualitative und quantitative Informationen über Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten zur Verfügung zu stellen.
Die Änderungen an IAS 21 enthalten Leitlinien, mit denen spezifiziert wird, wann eine Währung umtauschbar ist und wie der Wechselkurs zu bestimmen ist, wenn sie es nicht ist.
Aus den neuen vorangehend erläuterten und überarbeiteten Vorschriften werden aktuell keine wesent-lichen Auswirkungen auf zukünftige Abschlüsse des Logwin Konzerns erwartet.
6Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten
Die Aufstellung des Abschlusses erfordert bei einigen Posten Schätzungen und Annahmen und damit Ermessensausübungen des Managements, die Auswirkungen auf die zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden bzw. auf die Aufwendungen und Erträge im Berichts-zeitraum haben. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzwerten abweichen, so dass ein Risiko besteht, dass in späteren Geschäftsjahren eine Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten oder Schulden erforderlich sein wird.
Unsicherheiten bestehen im Bereich des mindestens einmal jährlich verpflichtend durchzuführenden Werthaltigkeitstests der Firmenwerte, weil bei der hierbei angewandten Discounted Cash Flow–Methode die zu erwartenden Cashflows, nachhaltige Wachstumsraten sowie ein adäquater gewichteter Kapital-kostensatz (WACC) heranzuziehen sind. Die Komponenten des WACC sind der risikofreie Zins, die Marktrisikoprämie, die sogenannten Beta-Faktoren, der Zuschlag für das Kreditrisiko (Spread), Länderrisikozuschläge sowie die Verschuldungsquote. Der Buchwert der aktivierten Firmenwerte beträgt zum 31. Dezember 2023 48,9 Mio. Euro (Vorjahr: 45,7 Mio. Euro). Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangangabe 18 „Firmenwerte“ verwiesen.
Weitere Schätzungen erfordern die versicherungsmathematischen Berechnungen des Werts der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hinsichtlich der gewählten Prämissen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt deren Bilanzwert 23,4 Mio. Euro (Vorjahr: 23,0 Mio. Euro); es wird auf Anhangangabe 29 „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ verwiesen.
Zudem gibt es Schätzungserfordernisse bei der Bilanzierung von tatsächlichen und latenten Steuern. Bei der Beurteilung steuerlicher Unwägbarkeiten kann nicht zugesichert werden, dass sich der Ausgang solcher steuerlicher Unsicherheiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von dieser Einschätzung ab, könnte sich dies in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern auswirken. In Einzelfällen werden mögliche Risiken aus der Nicht-Anerkennung steuerlicher Einschätzungen bereits vor der endgültigen Entscheidung zurückgestellt, sofern die Wahrscheinlichkeit überwiegend gegeben ist. Die Höhe der angesetzten latenten Steueransprüche könnte sich verringern, falls die Einschätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Der aktivierte Betrag der latenten Steueransprüche zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 26,2 Mio. Euro (Vorjahr: 19,0 Mio. Euro); es wird auf Anhangangabe 26 „Latente Steuern“ verwiesen.
Im Rahmen der Bilanzierung sind Annahmen bezüglich Nutzungsdauern von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten sowie Beurteilungen über die Werthaltigkeit zu treffen. Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Bei Vorliegen solcher Anhaltspunkte oder im Falle einer jährlich verpflichtend vorzunehmenden Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor.
Zu den Ermessensentscheidungen des Managements zählt ferner die Entscheidung über das Vorliegen der Aktivierungsvoraussetzungen von Entwicklungskosten als selbstgeschaffene immaterielle Vermögens-werte, insbesondere Software.
Darüber hinaus ist die Überprüfung einer eventuellen Wertminderung bei Forderungen erforderlich. Sofern Forderungen im Wege des Factoring veräußert werden, ist für den angemessenen Bilanzausweis eine Einschätzung des Managements erforderlich, in welchem Umfang die wesentlichen Chancen und Risiken auf die Factoring-Gesellschaft übergehen. Zum Ausweis des Factoring im Konzernabschluss wird auf Anhangangabe 7 „Zusammenfassung wesentlicher Kennzahlen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ – Stichwort „Factoring“ – verwiesen.
Das Management schätzt das Risiko von Wertschwankungsrisiken in Bezug auf die Ausleihung an die AQTON SE als unwesentlich ein. Die Ausleihung wird als Zahlungsmitteläquivalent dargestellt.
Bei der Bilanzierung von Leasingverträgen können die Bestimmung der Laufzeit, der Höhe der Leasing-zahlungen und des als Diskontierungszins verwendeten Grenzfremdkapitalzinssatzes ermessensbehaftet sein und beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen. Besonders die Beurteilung von Verlängerungs-, Kündigungs- und Kaufoptionen bei Immobilienleasingverträgen beinhaltet Ermessens-entscheidungen des Managements.
Des Weiteren sind für die Bildung von Rückstellungen Annahmen zur Eintrittswahrscheinlichkeit und zur Höhe von erwarteten Vermögensabflüssen zu treffen.
Gemäß den Vorschriften des IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, wenn ein Kunde Kontrolle über Waren oder Dienstleistungen erlangt. Die Festlegung des Zeitpunkts der Übertragung der Kontrolle – zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum – ist ermessensbehaftet.
7Zusammenfassung wesentlicher Kennzahlen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Logwin AG und der Darstellungs-währung des Konzerns, aufgestellt.
Vermögenswerte und Schulden von Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Mittelkurs zum Ende des Geschäftsjahres, Erträge und Aufwendungen mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus dieser Fremdwährungsumrechnung werden in einem eigenen Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Die Entwicklungen der Wechselkurse der für den Konzernabschluss wesentlichen Währungen sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:
| | Durchschnittskurs | | Stichtagskurs |
| | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
1 EUR = | | | | | | | | | | |
Australischer Dollar | | AUD | | 1,6283 | | 1,5169 | | 1,6263 | | 1,5693 |
Brasilianischer Real | | BRL | | 5,4019 | | 5,4420 | | 5,3618 | | 5,6386 |
Chinesischer Renminbi Yuan | | CNY | | 7,6591 | | 7,0790 | | 7,8509 | | 7,3582 |
Britisches Pfund | | GBP | | 0,8699 | | 0,8527 | | 0,8691 | | 0,8869 |
Hongkong Dollar | | HKD | | 8,4671 | | 8,2448 | | 8,6314 | | 8,3163 |
Polnischer Zloty | | PLN | | 4,5424 | | 4,6864 | | 4,3395 | | 4,6808 |
Singapur Dollar | | SGD | | 1,4523 | | 1,4511 | | 1,4591 | | 1,4300 |
Thailändischer Baht | | THB | | 37,6222 | | 36,8576 | | 37,9730 | | 36,8350 |
US Dollar | | USD | | 1,0815 | | 1,0530 | | 1,1050 | | 1,0666 |
Südafrikanischer Rand | | ZAR | | 19,9464 | | 17,2141 | | 20,3477 | | 18,0986 |
Unternehmenszusammenschlüsse
Der Logwin Konzern bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Nach IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ liegt Beherrschung vor, wenn ein Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in ein Beteiligungsverhältnis ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt. Wird Beherrschung über ein Tochterunternehmen erlangt, bewertet der Logwin Konzern entsprechend IFRS 3 alle erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten zu ihrem zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwert.
Der Buchwert der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen berechnet sich aus dem prozentualen Anteil der Minderheitsgesellschafter an den Fair Values der identifizierbaren Vermögens-werte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten. Beim Erwerb von weiteren Anteilen an Unternehmen, bei denen durch vorangegangene Transaktionen bereits die Beherrschung über das Unternehmen erlangt wurde (nicht beherrschende Anteile), handelt es sich im Sinne der Konzerneinheitstheorie um Verschie-bungen im Eigenkapital zwischen den Gesellschaftergruppen. In diesem Fall werden die Anschaffungs-kosten für die zusätzlichen Anteile mit den auszubuchenden nicht beherrschenden Anteilen aufgerechnet und Unterschiedsbeträge unmittelbar erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungs-kosten bewertet, die sich als Überschuss des Kaufpreises des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den Fair Values der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten bemessen. Jeglicher Gewinn aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert wird direkt ergebniswirksam erfasst. Transaktionskosten werden unmittelbar als Aufwand erfasst.
Ertragsrealisierung
Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, wenn ein Kunde die Kontrolle über Waren oder Dienstleistungen erlangt. Die Festlegung des Zeitpunkts der Übertragung der Kontrolle – zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum – ist ermessensbehaftet.
Für die Umsätze aus Transportdienstleistungen in den Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions erfolgt entsprechend IFRS 15.35 eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung, da davon auszugehen ist, dass dem Kunden der Nutzen aus der Leistung des Unternehmens stetig zufließt und er die Vorteile gleichzeitig erhält und nutzt, während die Leistung erbracht wird. Die Leistungsverpflichtung wird dabei erfüllt, während der Logwin Konzern die Transportdienstleistung erbringt. Als Maßstab für den Grad der Leistungserbringung zu einem Stichtag wird die bereits verstrichene Transportdauer im Verhältnis zur erwarteten Gesamtdauer des Transportes zugrunde gelegt (inputorientierte Methode), da eine Messung der tatsächlich zurückgelegten Strecke nicht praktikabel ist.
Für die Erbringung von Transportdienstleistungen werden teilweise retrospektiv wirkende Rabatte gewährt, die auf dem mit dem Kunden erzielten Umsatz oder der Erreichung bestimmter Volumina in einem definierten Zeitraum, der in der Regel 12 Monate beträgt, basieren. Die Erlöse aus den Dienstleistungen werden in Höhe der im Vertrag vereinbarten Gegenleistung abzüglich der geschätzten Rabatte erfasst. Umsatzerlöse werden dabei nur in dem Umfang erfasst, in dem es hochwahrscheinlich ist, dass eine signifikante Stornierung der Umsätze nicht notwendig sein wird. Für die bis zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode getätigten Umsätze wird eine Verbindlichkeit für die voraussichtlich hierauf zu gewährenden Rabatte erfasst. Für die Verpflichtung des Konzerns, entstandene Transportschäden zu ersetzen, werden Rückstellungen gebildet.
Die in den Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions erbrachten Transportdienstleistungen stellen in der Regel ein Leistungsbündel dar, da die zugesagten Dienstleistungen hochgradig voneinander abhängig sind (IFRS 15.29c) und der Logwin Konzern eine signifikante Integrationsleistung erbringt (IFRS 15.29a), die einen erheblichen Teil des Leistungsbündels darstellt. Eine Aufteilung des Transaktionspreises auf die zugesagten Leistungskomponenten erfolgt aus diesem Grund nicht, vielmehr wird der Transaktionspreis dem identifizierten Leistungsbündel zugeordnet.
Schätzungen hinsichtlich der Erlöse, Kosten oder des Auftragsfortschritts werden korrigiert, wenn sich Umstände ändern. Etwaige daraus resultierende Erhöhungen oder Verminderungen der geschätzten Erlöse oder Kosten werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der die Umstände, die Anlass zur Korrektur geben, der Geschäftsführung zur Kenntnis gelangen.
Bei Festpreisverträgen zahlt der Kunde einen gegebenenfalls mittels Zahlungsplan festgelegten Betrag. Übersteigen die vom Logwin Konzern erbrachten Leistungen die erhaltenen Zahlungen, wird ein Vertragsvermögenswert erfasst. Übersteigen die erhaltenen Zahlungen die erbrachten Leistungen, wird eine Vertragsverbindlichkeit bilanziert.
Für die Umsätze des Geschäftsfelds Solutions aus der Distribution und Lagerhaltung hat entsprechend IFRS 15.35 ebenfalls grundsätzlich eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung zu erfolgen, da die Leistungsverpflichtung durch den Logwin Konzern in der Regel erfüllt wird, während die Dienstleistung erbracht wird.
Die Verträge im Geschäftsbereich Solutions im Zusammenhang mit Lagerhaltung und Distribution enthalten in der Regel mehrere Leistungskomponenten, die zwar dem Grunde nach eigenständig sind, d.h. der Kunde kann sie alleine oder zusammen mit anderen zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen. Allerdings erbringt der Logwin Konzern eine signifikante Integrationsleistung, so dass im Regelfall von einem Leistungsbündel auszugehen ist.
Die Zahlungsverpflichtungen von Kunden des Logwin Konzerns sind kurzfristig fällig. Es existieren keine Verträge mit Kunden, bei denen der Zeitraum zwischen der Übertragung der versprochenen Dienstleistung auf den Kunden und der Zahlung durch den Kunden länger als ein Jahr beträgt Dementsprechend wird die zugesagte Gegenleistung nicht um den Zeitwert des Geldes angepasst.
Unternehmen müssen Erlöse aus Verträgen mit Kunden in Kategorien aufgliedern, die den Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen abbilden. Für den Logwin Konzern wird eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach bestehenden Segmenten und geografischen Regionen für seine Umstände als angemessen angesehen.
Bei Geschäftsvorfällen, die selbst zu keinen Umsatzerlösen führen, die aber zusammen mit den Hauptumsatzaktivitäten anfallen, werden alle Erträge mit den dazugehörigen Aufwendungen, die durch den selben Geschäftsvorfall entstehen, gemäß IAS 1.34 saldiert dargestellt, wenn diese Darstellung den Gehalt des Geschäftsvorfalls oder Ereignisses widerspiegelt; hierunter fallen beispielsweise weiterbelastete Zollgebühren.
EBITA
Eine zentrale Ergebnisgröße des Logwin Konzerns ist das EBITA (Earnings Before Interest, Taxes and Amortisation). Es ergibt sich aus den Umsatzerlösen, abzüglich der Umsatzkosten, der Vertriebskosten und der Verwaltungskosten; außerdem werden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sowie die gesondert ausgewiesenen Wertminderungen auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte einbezogen.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient des den Aktionären der Logwin AG zurechenbaren Perioden-ergebnisses und dem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien berechnet. Eine Verwässerung ergibt sich nicht, da keine Options- und Wandelrechte in Bezug auf die Aktien der Logwin AG vorliegen.
Free-Cashflow
Eine weitere wesentliche Steuerungsgröße im Logwin Konzern stellt der Free-Cashflow dar. Der Free-Cashflow definiert sich im Logwin Konzern als Summe aus dem operativen Cashflow und dem Investitions-Cashflow abzüglich der Tilgungen der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem Fair Value zum Erwerbszeitpunkt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert, sofern sie die Aktivierungskriterien erfüllen und die damit verbundenen Kosten die Wesentlichkeitsgrenze überschreiten. Andernfalls werden die Kosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Die Folgebewertung erfolgt mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen.
Die Abschreibung aktivierter immaterieller Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer erfolgt linear, basierend auf einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren für Software, Konzessionen und andere Rechte sowie sechs Jahre für Kundenbeziehungen. Die Abschreibungsdauer, die Abschreibungsmethode und der Restbuchwert werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entspricht.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft. Dies gilt insbesondere für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Firmenwerte. Diesbezüglich wird auf den Absatz „Besonderheiten bei der Wertminderung von Firmenwerten“ verwiesen.
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten errechnen sich aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts und werden bei Abgang des Vermögenswerts erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt.
Die Abschreibung erfolgt linear, basierend auf einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer zwischen zehn und 50 Jahren für Gebäude, zwischen drei und 20 Jahren für Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie zwischen einem und elf Jahren für den Fuhrpark.
Die Abschreibungsdauer, die Abschreibungsmethode und der Restbuchwert werden für einen Sachanlagegegenstand mindestens zum Ende eines Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf Sachanlagen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des Vermögenswerts entspricht, erfasst.
Eine Sachanlage wird entweder bei ihrem Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in welcher der Posten ausgebucht wird, in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Wertminderung von Vermögenswerten
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag und anlassbezogen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte (siehe auch Anhangangabe 6 „Wesentliche Ermessens-entscheidungen und Schätzunsicherheiten“). Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) abzüglich der Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. In diesem Fall erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags ggf. für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE), welcher der Vermögenswert zugehört.
Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts und aus seiner letztendlichen Veräußerung unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen von Sachanlagen bzw. immateriellen Vermögenswerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet.
Für das Jahr 2022 wurde der Ausweis der erfassten Wertminderungen und Wertaufholungen von Sachanlagen bzw. immaterielle Vermögenswerten im Sinne einer verursachungsgerechten Darstellung angepasst. Zuvor erfolgte der Ausweis der Wertminderungen und Wertaufholungen separat innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Rahmen der Anpassung wurden 6,3 Mio. EUR in die Umsatzkosten sowie 1,8 Mio. EUR in die Verwaltungskosten umgegliedert.
Wertminderungsaufwendungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Leasingforderungen werden in einem eigenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungs-aufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungs- aufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichts-perioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.
Besonderheiten bei der Wertminderung von Firmenwerten
Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird einmal jährlich oder anlassbezogen auf Ebene der Geschäftsfelder Air + Ocean und Solutions geprüft. Als Stichtag für die jährliche Beurteilung der Werthaltigkeit der Firmenwerte hat der Logwin Konzern den 31. Dezember eines Geschäftsjahres gewählt. Sollten zu einem anderen Zeitpunkt Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine drohende Wertminderung von Firmenwerten hinweisen, wird eine Werthaltigkeitsbeurteilung zu diesem Zeitpunkt vorgenommen.
Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen, zugeordnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten bereits zugewiesen worden sind.
Jede Einheit, zu welcher der Firmenwert zugeordnet worden ist,
-stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird; und
-ist nicht größer als ein Geschäftssegment, gemäß IFRS 8 „Geschäftssegmente“
Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der ZGE bestimmt, auf die sich der Firmenwert bezieht. Die Gruppen von ZGEs entsprechen im Logwin Konzern den Geschäftsfeldern. Liegt der erzielbare Betrag der ZGE unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst; beim Wegfall der Gründe der Wertminderung dürfen keine Zuschreibungen auf zuvor wertgeminderte Firmenwerte vorgenommen werden.
In den Fällen, in denen ein Teil einer ZGE veräußert wird, wird der der veräußerten Teileinheit zuzurechnende Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts der Teileinheit bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung der Teileinheit einbezogen. Ein Firmenwert, der auf diese Weise veräußert wird, wird auf der Grundlage des Verhältnisses des Fair Values der veräußerten Teileinheit zum erzielbaren Betrag des nicht veräußerten Anteils der ZGE ermittelt.
Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Nettoveräußerungswert unter Anwendung des gleitenden Durchschnittspreisverfahrens. Bei Risiken, die auf niedriger Umschlagshäufigkeit oder Überalterung der Bestände beruhen sowie bei drohenden Verlusten aus schwebenden Lieferverträgen, wird eine Wert-berichtigung auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen.
Ertragsteuern
Die Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten werden nach IAS 12 berechnet. Die Summe der laufenden Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten ist die beste Schätzung des zu erwartenden Steuerbetrags und berücksichtigt Unsicherheiten im Zusammenhang mit den laufenden Ertragsteuern, sofern solche bestehen. Ferner werden latente Steueransprüche und latente Steuer-schulden bilanziert. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen den in der Bilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie aus steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen. Die aufgrund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert, wobei Unsicherheiten, die im Zusammenhang mit Ertrag-steuern bestehen können, berücksichtigt werden. Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz oder der Verlustvortrag verwendet werden kann. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Ent- oder Belastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral.
Die jeweiligen Bemessungsgrundlagen werden mit dem zum Zeitpunkt der Realisation voraussichtlich gültigen Steuersatz bewertet. Bei den einbezogenen Unternehmen kommen grundsätzlich landesspezifische Steuersätze zur Anwendung. So wird für die Berechnung deutscher latenter Steuern ein Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie ein Gewerbesteuersatz angewandt, dessen Hebesätze sich nach den lokalen Gegebenheiten bestimmen. Soweit die latenten Steueransprüche den Betrag der latenten Steuerschulden übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn sich diese auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die Vermögenswerte und Schulden umfassen, werden als zur Veräußerung gehalten oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass sie überwiegend durch Veräußerung oder Ausschüttung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden.
Im Allgemeinen werden diese Vermögenswerte oder die Veräußerungsgruppe zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden dann nicht mehr planmäßig abgeschrieben.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögens-werten und bei einem anderen Unternehmen zu finanziellen Verbindlichkeiten oder einem Eigenkapital-instrument führen.
Ansatz und Ausbuchung
Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt am Erfüllungstag. Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten wird zum Handelstag angesetzt, d. h. zu dem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche auf den Erhalt von Zahlungsströmen aus den finanziellen Vermögenswerten ausgelaufen sind oder übertragen worden sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Bewertung
Beim erstmaligen Ansatz bewertet der Logwin Konzern einen finanziellen Vermögenswert zum Trans-aktionspreis zuzüglich – im Falle eines in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerts – der direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswertes entfallenden Transaktionskosten. Transaktionskosten von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden im Gewinn und Verlust als Aufwand erfasst.
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich nach der Einstufung in eine der nachfolgend beschriebenen Kategorien.
Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte richtet sich nach drei Kategorien, welche unterschiedliche Wertmaßstäbe und eine unterschiedliche Erfassung von Wertänderungen zur Folge haben. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit von den vertraglichen Zahlungsströmen des Instruments als auch aus dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird.
Der Konzern legt die Kategorisierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, wobei bei der Einteilung grundsätzlich zwischen Schuldinstrumenten und Eigenkapitalinstrumenten wie folgt zu unterscheiden ist.
Schuldinstrumente
Die Bewertung von Schuldinstrumenten ist abhängig vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung des Vermögenswerts und den Zahlungsstrommerkmalen des Vermögenswerts. Der Logwin Konzern stuft seine Schuldinstrumente in eine der drei folgenden Bewertungskategorien ein:
-Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC – Amortized Cost): Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in den Finanzerträgen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, und – zusammen mit den Fremdwährungsgewinnen und -verlusten – unter den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen ausgewiesen.
-Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI – Fair value through other comprehensive income): Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme und zur Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte gehalten werden und bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Veränderungen des Buchwerts werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge oder -aufwendungen, Zinserträge und Fremdwährungsgewinne und -verluste, die im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Bei Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts wird der zuvor im sonstigen Ergebnis angesetzte kumulierte Gewinn oder Verlust aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen ausgewiesen.
-Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL – Fair value through profit or loss): Vermögenswerte, welche die Kriterien der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ oder „FVTOCI“ nicht erfüllen, werden in die Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft. Gewinne oder Verluste aus einem Schuldinstrument, das in der Folge zum FVTPL bewertet wird, werden im Gewinn oder Verlust saldiert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen.
Der Logwin Konzern bewertet alle gehaltenen Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert, in der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL).
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte (FVTPL) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen erfasst.
Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die verschiedenen Kategorien:
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Erfolgswirksam zum beizulegen- den Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (FVTPL) | | Fair Value | | Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst |
Erfolgsneutral zum beizu- legenden Zeitwert bewertete Schuldinstrumente (FVTOCI mit Recycling) | | Fair Value | | Ergebniswirksame Erfassung von Wertminderun- gen, Währungsumrechnung und Effektivzins, sonstige Wertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, ergebniswirksame Erfas- sung bzw. Umbuchung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung bei Veräußerung (Recycling) |
Erfolgsneutral zum beizu- legenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente (FVTOCI-Option, ohne Recycling) | | Fair Value | | Ergebniswirksame Erfassung von Dividenden, sonstige Wertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, keine ergebniswirksame Erfassung bzw. Umbuchung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung bei Veräußerung (ohne Recycling) |
Zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertete Finanz- instrumente (AC) | | Fortgeführte Anschaffungskosten | | Ergebniswirksame Erfassung von Wertminderun- gen, Währungsumrechnung und Effektivzins, |
Im Geschäftsjahr 2023 fanden keine Umgliederungen zwischen den anzuwendenden Bewertungskate-gorien gemäß IFRS 9 statt.
Die Beurteilung des Geschäftsmodells des Konzerns erfolgte erstmals zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 9, dem 1. Januar 2018, und wird laufend überprüft. Die Beurteilung, ob die vertraglichen Cashflows aus Schuldtiteln ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen bestehen, wurde auf der Grundlage der Fakten und Umstände zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes der Vermögenswerte vorgenommen.
Klassifizierung finanzieller Verbindlichkeiten
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls sie zu Handelszwecken gehalten oder bei erstmaligem Ansatz entsprechend designiert wird. Direkt zurechenbare Transaktionskosten werden im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald sie anfallen. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die auf Veränderungen des Kreditrisikos der Schuld zurückzuführen sind, werden im sonstigen Ergebnis dargestellt. Die verbleibende Wertänderung des beizulegenden Zeitwerts wird im Gewinn oder Verlust dargestellt.
Andere nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden diese Verpflichtungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
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Zu Handelszwecken gehalten oder beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingestuft (FVTPL) | | Fair Value | | Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst |
Zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet (AC) | | Fortgeführte Anschaffungskosten | | Wertänderungen werden unmittelbar ergebnis- wirksam erfasst |
Der Konzern hat beim erstmaligen Ansatz keine finanziellen Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft (designiert). Im Geschäftsjahr 2023 fanden keine Umgliederungen zwischen den anzuwendenden Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 statt.
Kategorien finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten - Ausweis
Der Logwin-Konzern hält die im Folgenden dargestellten Finanzinstrumente:
-Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring
-Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
-Finanzanlagen
-Derivative Finanzinstrumente
-Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
-Leasingverbindlichkeiten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Bankguthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände, Schecks und kurzfristige Anlagen. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger, die jederzeit in liquide Mittel umgewandelt werden können und die einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vom Kunden geschuldete Beträge für im gewöhnlichen Geschäftsverlauf erbrachte Dienstleistungen. Sie sind im Allgemeinen innerhalb weniger Wochen zu begleichen, enthalten keine signifikanten Finanzierungskomponenten und werden als kurzfristig eingestuft. Der Konzern hält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um vertragliche Cashflows zu vereinnahmen und bewertet sie in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC). Aufgrund der kurzfristigen Art der Forderungen entspricht deren Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
Übertragene Forderungen (Factoring)
Der Logwin Konzern nutzt für eine deutsche Konzerngesellschaft ein Factoringprogramm. Dabei handelt es sich um eine flexible Finanzierungsform, d. h. durch den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt die Factoring-Gesellschaft Liquidität zur Verfügung, die von Logwin bei Bedarf ganz oder teilweise in Anspruch genommen werden kann. Relevante Risiken zur Beurteilung der Übertragung von Chancen und Risiken der verkauften Forderungen sind im Wesentlichen das Kreditrisiko und das Zahlungszeitpunktrisiko. Im Rahmen des Vertrags werden auf Grund des Zurückbehalts des Zahlungszeitpunktrisikos alle mit den Forderungen verbundenen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten. Die Forderungen werden daher im Umfang im Rahmen ihres Continuing Involvements weiter bilanziert. Zum 31. Dezember 2023 waren Forderungen mit einem Nominalwert von 23,6 Mio. Euro (Vorjahr: 51,0 Mio. Euro) an den Factor übertragen. Der korrespondierende Kaufpreis war zum 31. Dezember 2023 nicht ausgezahlt. Das Continuing Involvement und die verbundene Verbindlichkeit waren zum 31. Dezember 2023 mit 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) erfasst.
Die aus dem Verkauf von Forderungen resultierenden Forderungen gegenüber der Factoringgesellschaft werden, sofern die Linie nicht oder nur teilweise gezogen wird, bilanziell innerhalb der Position „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring“ abgebildet und zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bilanziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen einer Factoringvereinbarung potentiell verkauft werden, werden in der Folge zum FVTPL bewertet, da das primäre Ziel nicht in der Vereinnahmung vertraglicher Cashflows liegt. Die Bilanzierung der Inanspruchnahme der Factoringlinie erfolgt im Logwin Konzern als Minderung des Forderungsbestands, da im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus den Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft übertragen werden. Aus dem anhaltenden Engagement sind keine wesentlichen Zahlungsverpflichtungen zu erwarten. Es gibt keine Verpflichtungen zum Rückkauf von Forderungen.
Finanzanlagen
Unter den Finanzanlagen werden die folgenden Eigen- und Fremdkapitalinstrumente mit langfristigem Verwendungszweck erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet:
-Finanzinvestitionen in Schuldtitel, die weder zu fortgeführten Anschaffungskosten noch erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
-Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, bei denen das Unternehmen entschieden hat, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nicht im sonstigen Ergebnis zu erfassen.
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Unter den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten werden unter anderem gewährte Kredite, Schuldverschreibungen und sonstige Forderungen mit Rückzahlungsfristen von weniger als einem Jahr ausgewiesen. Der Logwin Konzern bewertet seine sonstigen finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), wenn der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows zu halten, und die Vertragsbedingungen zu Cashflows führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Aufgrund der kurzfristigen Art entspricht deren Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
Derivative Finanzinstrumente
Im Logwin Konzern werden Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Risikos einer Wertänderung von entsprechenden Grundgeschäften aufgrund von Marktpreisänderungen eingesetzt. Derivate werden ausschließlich zu wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen und nicht als spekulative Anlagen eingesetzt. Da sie die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) nicht erfüllen, werden sie zu Zwecken der Rechnungslegung als „zu Handelszwecken gehalten“ klassifiziert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertänderungen im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Der Ausweis der Gewinne bzw. Verluste erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen, soweit sie aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken des operativen Geschäfts entstehen, sowie in den Finanzierungserträgen/-aufwendungen, soweit sie aus der Absicherung von Forderungen oder Verbindlichkeiten der Logwin AG aus der Konzernfinanzierung entstanden sind. Derivative Finanzinstrumente werden als kurzfristige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten dargestellt, da sie voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten nach Ende der Berichtsperiode beglichen werden.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten betreffen noch ausstehende Verbindlichkeiten für die vom Logwin Konzern vor Ende des Geschäftsjahres empfangenen Waren und Dienstleistungen. Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten betreffen aufgenommene Kredite und werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich entstandener Transaktionskosten und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Maßgabe der Effektivzinsmethode angesetzt. Diese Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen, es sei denn, deren Begleichung ist nicht innerhalb von 12 Monaten nach der Berichtsperiode fällig.
Bewertung und Erfassung erwarteter Kreditverluste
Der Logwin Konzern bildet eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste auf Investitionen in Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, Leasingforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte. Die Höhe der erwarteten Kreditverluste wird zu jedem Bilanzstichtag aktualisiert, um den Veränderungen des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung des jeweiligen Finanzinstruments Rechnung zu tragen.
Das allgemeine Wertminderungsmodell sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wird der vereinfachte Ansatz des Wertminderungsmodells angewendet, nach welchem für alle Instrumente, unabhängig von ihrer Kreditqualität, eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Ausgangspunkt hierfür ist in der Regel eine externe Kreditrisikobewertung einschließlich erwarteter Kreditausfälle. Für Forderungen, welche an eine Factoring-Gesellschaft verkauft wurden, wird das oben dargestellte allgemeine Wertminderungsmodell angewendet.
Die geschätzten Wertberichtigungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf sonstige zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente werden auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegeln die kurzen Laufzeiten wider. Dabei wurde zugrunde gelegt, dass Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente auf Grundlage ihres externen Ratings ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. Als mit einem geringen Ausfallrisiko verbunden werden grundsätzlich Zahlungs-mittel und Zahlungsmitteläquivalente eingestuft, die im Rahmen des Ratings durch Standard & Poor’s als Investment Grade eingestuft werden (AAA bis BBB–). Durch die Beobachtung von veröffentlichten externen Kreditratings werden Änderungen des Ausfallrisikos überwacht. Der Logwin Konzern berücksichtigt dabei die Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes von Vermögenswerten und das Vorliegen einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos während aller Berichtsperioden. Um zu beurteilen, ob sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, vergleicht Logwin das Ausfallrisiko im Hinblick auf den Vermögenswert am Abschlussstichtag mit dem Ausfallrisiko im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes.
Der Logwin-Konzern überwacht regelmäßig die Wirksamkeit der verwendeten Kriterien, um festzustellen, ob ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos stattgefunden hat, und überarbeitet sie gegebenenfalls, um sicherzustellen, dass die Kriterien in der Lage sind, einen signifikanten Anstieg des Kreditrisikos zu erkennen, bevor der Betrag überfällig wird.
Makroökonomische Informationen wie etwa Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes oder des Welthandels werden als Bestandteil des Bewertungsmodells einbezogen.
Finanzielle Vermögenswerte werden abgeschrieben, wenn nach angemessener Einschätzung eine Realisierbarkeit nicht mehr erwartet wird. Als Anhaltspunkt für eine nicht mehr zu erwartende Realisierbarkeit gilt grundsätzlich ein externes Rating von D. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind weitere Indikatoren hierfür eine Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen, die Einleitung des Insolvenz-verfahrens oder rechtlicher Schritte. Die Höhe des Abschreibungsbedarfes wird bei diesen in der Bonität beeinträchtigten Forderungen anhand des erwarteten Verlustes über die gesamte Restlaufzeit (expected lifetime credit loss) ermittelt.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn keine begründeten Erwartungen mehr bestehen, dass rechtliche Beitreibungsmaßnahmen erfolgreich sein werden. Hierbei wird eine einzelfallbezogene Ermessensentscheidung getroffen, inwieweit eine Vertragserfüllung noch wahrscheinlich ist.
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value)
Der Fair Value wird als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteil-nehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die Fair Value-Bewertung basiert auf der Annahme, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist. Der Hauptmarkt bzw. vorteilhafteste Markt muss dabei dem Konzern zugänglich sein.
Der Fair Value wird unter den Annahmen bemessen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Zudem wird davon ausgegangen, dass die Markteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung des Fair Values eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.
Der Logwin Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des Fair Value zur Verfügung stehen. Dabei wird die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering gehalten. Die zum Fair Value bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sind gemäß ihrer Bewertungsmethode zu kategorisieren. Die verschiedenen Stufen sind wie folgt definiert:
-Stufe 1: Inputfaktoren sind notierte (nicht berichtigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.
-Stufe 2: Mittelbar oder unmittelbar beobachtbare Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schuld, die nicht den Marktpreisnotierungen auf Stufe 1 zuzuordnen sind.
-Stufe 3: Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schuld, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Umgruppierungen zwischen Stufen der Fair Value Hierarchie finden am Ende der Berichtsperiode statt.
Im Logwin Konzern betrifft die Bilanzierung zum Fair Value solche Finanzinstrumente, die der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL)“ zugeordnet wurden, sowie nicht-finanzielle Vermögenswerte, sofern sie im Rahmen eines Impairmenttests oder aufgrund ihrer Einstufung als „zur Veräußerung gehalten“ auf ihren beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten abgeschrieben wurden.
Leasingverhältnisse
Vom Logwin Konzern abgeschlossene Verträge werden mit Vertragsabschluss geprüft, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder ein solches beinhaltet. Ein Vertrag stellt ein Leasingverhältnis dar oder enthält ein solches, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Kontrolle über die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes für einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt auszuüben. Zur Beurteilung, ob ein Vertrag diese Anforderung erfüllt, werden die folgenden Kriterien herangezogen:
-Der Vertrag beinhaltet die Nutzung eines explizit oder implizit spezifizierten, identifizierten Vermögens-wertes. Der Vermögenswert muss physisch abgrenzbar sein oder im Wesentlich die gesamte Kapazität eines abgrenzbaren Vermögenswertes umfassen.
-Der Konzern ist berechtigt, die Kontrolle über die Nutzung des identifizierten Vermögenswertes auszuüben. Dies ist gegeben, wenn der Konzern berechtigt ist, die Nutzung des identifizierten Vermögenswertes zu bestimmen und im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Verwendung des Vermögenswertes zu ziehen.
Beide Kriterien müssen über die gesamte Laufzeit des Vertrages erfüllt sein. Der Logwin Konzern nimmt keine Separierung von Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten vor. Der Konzern nimmt zudem das Wahlrecht zur Nichtbilanzierung kurzfristiger Leasingverhältnisse und von Leasingverhältnissen von geringem Wert in Anspruch.
Zu Beginn der Laufzeit eines Leasingverhältnisses erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht (right of use asset) an dem identifizierten Vermögenswert und die entsprechende Leasingverbindlichkeit.
Die erstmalige Bewertung des Nutzungsrechtes erfolgt zu Anschaffungskosten. Diese umfassen den Wert der Leasingverbindlichkeit bei erstmaliger Bilanzierung, Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasing-anreize, die bei oder vor Vertragsschluss geleistet wurden, sowie dem Konzern entstandene anfängliche direkte Kosten und geschätzte Kosten der Demontage des Leasingobjekts, der Wiederherstellung seines Standortes oder der Wiederherstellung eines vertraglich festgelegten Zustands des Leasingobjektes.
Das Nutzungsrecht wird im Folgenden linear über die Laufzeit des Leasingvertrages oder die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes abgeschrieben, wobei grundsätzlich der kürzere Zeitraum heranzuziehen ist. Sofern die Ausübung einer Kaufoption zu Beginn des Leasingvertrages hinreichend sicher ist oder der Vertrag eine Eigentumsübertragung auf den Leasingnehmer am Ende der Vertrags-laufzeit vorsieht, wird die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasingobjektes als Nutzungsdauer des bilanzierten Nutzungsrechtes herangezogen. Darüber hinaus wird der Buchwert des Nutzungsrechts um Wertminderungen im Sinne von IAS 36 vermindert.
Die Leasingverbindlichkeit wird zu Beginn des Leasingverhältnisses in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten erfasst. Die Berechnung des Barwerts wird, sofern bestimmbar, mit dem dem Leasing-verhältnis zugrunde liegenden Zinssatz vorgenommen. Lässt sich dieser Zinssatz nicht ohne weiteres bestimmen, wird der jeweilige Grenzfremdkapitalzinssatz der jeweiligen Konzerngesellschaft herangezogen. Im Regelfall wird im Logwin Konzern der Grenzfremdkapitalzinssatz für die Berechnung des Barwertes verwendet. Die in die Berechnung des Barwertes einfließenden Leasingraten umfassen die folgenden Komponenten:
-Feste Leasingzahlungen abzüglich vom Leasinggeber gewährter Leasinganreize für den Abschluss des Vertrages;
-variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder einen Zinssatz gekoppelt sind;
-im Rahmen von Restwertgarantien durch den Leasingnehmer voraussichtlich zu zahlende Beträge;
-den Ausübungspreis einer Kaufoption sowie Leasingzahlungen bei Ausübung einer Mietverlängerungsoption, sofern zu diesem Zeitpunkt bereits von einer Optionsausübung ausgegangen wird;
-Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingvertrages, wenn zu Beginn des Leasingverhältnisses bereits davon ausgegangen wird, dass der Leasingnehmer den Vertrag kündigen wird.
Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten auf Basis der Effektivzinsmethode. Eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt bei einer Veränderung der zukünftigen Leasingzahlungen, die aus einer Änderung eines Indexes oder eines Zinssatzes resultiert, oder bei einer Neueinschätzung der Ausübung von Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen sowie bei einer veränderten Einschätzung über im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlende Beträge und bei sonstigen Modifikationen des Leasingverhältnisses, die nicht zu einem neuen Leasingverhältnis führen. Die Neubewertung führt zu einer entsprechenden Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts bzw., wenn dieser auf null reduziert wird, zu einer Erfassung des übersteigenden Anpassungsbetrags in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Rückstellungen
Rückstellungen werden nach IAS 37 ausgewiesen, wenn eine gegenwärtige und verlässlich schätzbare Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und zu erwarten ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist. Die Bemessung erfolgt in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Im Logwin Konzern bestehen im Bereich der Altersversorgung sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Zusagen.
Die leistungsorientierten Pläne werden gemäß IAS 19 als Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen passiviert. Die Pensionsverpflichtungen betreffen primär Mitarbeiter deutscher Konzernunternehmen und bestehen überwiegend aus unverfallbaren Anwartschaften von in der Vergangenheit geschlossenen Versorgungswerken. Darüber hinaus steht Mitarbeitern in österreichischen Gesellschaften gemäß der bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Regelung (Abfertigung alt) im Falle einer Pensionierung oder bei vorzeitiger Kündigung eine gesetzliche Abfertigung in Abhängigkeit der Dienstjahre in Höhe von zwei bis zwölf Monaten des letzten monatlichen Bezugs zu.
Die Bewertung der leistungsorientierten Versorgungszusagen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem allgemein anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (sog. Projected-Unit-Credit Methode) durch unabhängige Aktuare. Demgemäß gilt als Pensionsrückstellung für Anwartschaften der Barwert der bei den möglichen zukünftigen Versorgungsfällen zu erwartenden Pensionsleistungen, soweit die jeweilige Leistung am Bewertungsstichtag durch die abgeleistete versorgungsfähige Dienstzeit tatsächlich oder zeitanteilig erdient ist. Dabei werden bei der Bewertung versicherungsmathematische Annahmen für die Diskontierungssätze, Sterbewahrscheinlichkeiten, die Gehalts- und Rententrends sowie die Fluktuationsraten berücksichtigt. Für das Zinsfestlegungsverfahren wird die Aon Eurozone Yield Curve verwendet. Soweit Planvermögen vorliegt, berechnet sich die Pensionsrückstellung durch Saldierung dieses Vermögens mit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (sog. Finanzierungsstatus).
Bei übersteigenden Verpflichtungen (Planvermögen) wird die saldierte Größe als Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) bezeichnet. Neubewertungen der Nettoschuld (des Vermögenswertes) setzen sich aus versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten aus der Verpflichtung sowie den Erträgen aus Planvermögen, die nicht in den Zinserträgen erfasst werden, zusammen. Sie ergeben sich aus Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung gegenüber den Annahmen des Vorjahres sowie aus Annahmenänderungen und werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Dienstzeitaufwendungen werden unter den operativen Aufwendungen ausgewiesen, während die Aufzinsungsbeträge der Verpflichtung saldiert mit den Zinserträgen des Planvermögens in den Finanzierungsaufwendungen erfasst werden. Die versicherungsmathematischen Gutachten werden jährlich erstellt.
Neben den leistungsorientierten Plänen gibt es im Konzern auch beitragsorientierte Pläne. Hierunter fällt im Regelfall auch die in Deutschland und einigen anderen Ländern vorliegende gesetzliche Rentenver-sicherung. Die Beitragszahlungen dieser Versorgungssysteme werden als Aufwand im Geschäftsjahr erfasst.
8Segmentberichterstattung
Die Zuordnung in die Geschäftssegmente erfolgt nach den Geschäftsfeldern des Logwin Konzerns. Die Segmentstruktur entspricht der gültigen Organisations- und Führungsstruktur des Logwin Konzerns. Somit steht die Berichterstattung im Einklang mit den Anforderungen des IFRS 8.
Das Geschäftsfeld Air + Ocean erbringt weltweit Transport- und Logistiklösungen mit dem Fokus auf die interkontinentale Luft- und Seefracht, häufig in Verbindung mit vor- und nachgelagerten Value Added Services und verfügt über ein internationales Netzwerk, welches die Regionen Europe Middle East Africa, America und Asia umfasst.
Das Geschäftsfeld Solutions entwickelt als Spezialist für Kontraktlogistik individuelle Kunden- und Branchenlösungen, im Fashion-, Retail- und Konsumgüterbereich, in der industriellen Kontraktlogistik – von Supply Chain Management über Transport, Warehousing und logistische Mehrwertdienste bis hin zu kompletten Outsourcing-Projekten.
Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern erfolgen zu marktüblichen Konditionen, die identisch sind mit Transaktionen gegenüber Dritten. Die Daten zu den Geschäftsfeldern werden nach Konsolidierung der Beziehungen innerhalb der Geschäftsfelder dargestellt. Die Beziehungen zwischen den Geschäftsfeldern werden in der Spalte „Konsolidierung“ eliminiert. Der Erfolg der einzelnen Segmente wird vom Management auf Basis des operativen Ergebnisses vor Wertminderung von Firmenwerten (EBITA) gemessen. Aufwendungen und Erträge, die den Segmenten nicht direkt zuzuordnen sind, werden in der Spalte „Sonstige“ ausgewiesen.
Im Folgenden sind die Informationen zu den einzelnen Segmenten nach Geschäftsfeldern für die Zeiträume 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und 2022 dargestellt.
| | | | | | | | | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | | | |
Externe Umsatzerlöse | | 916.804 | | 340.531 | | 183 | | - | | 1.257.518 |
Umsatzerlöse zwischen Segmenten | | 439 | | 1.321 | | 1.374 | | -3.134 | | - |
Umsatz | | 917.243 | | 341.852 | | 1.557 | | -3.134 | | 1.257.518 |
Operatives Ergebnis vor Wertminderung von Firmenwerten (EBITA) | | 86.598 | | 18.915 | | -13.766 | | - | | 91.747 |
Wertminderung von Firmenwerten | | - | | - | | - | | - | | - |
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | | 86.598 | | 18.915 | | -13.766 | | - | | 91.747 |
Finanzergebnis | | | | | | | | | | 4.882 |
Ergebnis vor Steuern | | | | | | | | | | 96.629 |
Ertragsteuern | | | | | | | | | | -16.471 |
Periodenergebnis | | | | | | | | | | 80.158 |
Segmentvermögen | | 234.897 | | 75.779 | | 33.303 | | - | | 343.979 |
Nicht zugeordnetes Vermögen | | | | | | | | | | 386.506 |
Summe Konzernaktiva | | | | | | | | | | 730.485 |
Segmentschulden | | 213.061 | | 71.193 | | 13.145 | | - | | 297.399 |
Nicht zugeordnete Schulden | | | | | | | | | | 81.422 |
Summe Konzernschulden | | | | | | | | | | 378.821 |
| | | | | | | | | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
Externe Umsatzerlöse | | 1.794.259 | | 464.580 | | 188 | | - | | 2.259.027 |
Umsatzerlöse zwischen Segmenten | | 1.736 | | 1.733 | | 1.351 | | -4.820 | | - |
Umsatz | | 1.795.995 | | 466.313 | | 1.539 | | -4.820 | | 2.259.027 |
Operatives Ergebnis vor Wertminderung von Firmenwerten (EBITA) | | 140.578 | | -3.596 | | -16.861 | | - | | 120.121 |
Wertminderung von Firmenwerten | | - | | -11.665 | | - | | - | | -11.665 |
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | | 140.578 | | -15.261 | | -16.861 | | - | | 108.456 |
Finanzergebnis | | | | | | | | | | -3.831 |
Ergebnis vor Steuern | | | | | | | | | | 104.625 |
Ertragsteuern | | | | | | | | | | -30.680 |
Periodenergebnis | | | | | | | | | | 73.945 |
Segmentvermögen | | 306.296 | | 103.207 | | 36.906 | | - | | 446.409 |
Nicht zugeordnetes Vermögen | | | | | | | | | | 386.710 |
Summe Konzernaktiva | | | | | | | | | | 833.119 |
Segmentschulden | | 280.124 | | 96.920 | | 17.112 | | - | | 394.156 |
Nicht zugeordnete Schulden | | | | | | | | | | 92.571 |
Summe Konzernschulden | | | | | | | | | | 486.727 |
**Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer geänderten Darstellung angepasst. Für weitere Informationen wird auf Anhangangabe 7 „Zusammenfassung wesentlicher Kennzahlen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ – Abschnitt „Wertminderung von Vermögenswerten“ verwiesen.
Angaben in Tausend € | | Planmäßige Abschreibungen | | Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten |
| | | | | | | |
| | | | | | | | |
Air + Ocean | | -17.301 | | -16.980 | | 16.121 | | 16.161 |
Solutions | | -13.533 | | -16.911 | | 11.501 | | 16.431 |
Sonstige | | -5.554 | | -6.082 | | 2.991 | | 8.443 |
Summe | | -36.388 | | -39.973 | | 30.613 | | 41.035 |
Die Zugänge zu den langfristigen Vermögenswerten umfassen keine Zugänge zu Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen.
Informationen über geografische Gebiete
Die folgenden Tabellen präsentieren geografische Informationen zu Umsatzerlösen und zu spezifischen Posten des Anlagevermögens für die Geschäftsjahre 2023 und 2022.
| | 2023 | | 2022 |
Angaben in Tausend € | | | | |
Deutschland | | 470.964 | | 37% | | 961.327 | | 42% |
Österreich | | 285.896 | | 23% | | 428.976 | | 19% |
Übrige EU | | 141.959 | | 11% | | 263.029 | | 12% |
Asien, Pazifischer Raum | | 276.265 | | 22% | | 488.525 | | 22% |
Sonstige | | 82.434 | | 7% | | 117.170 | | 5% |
Summe Umsatzerlöse | | 1.257.518 | | 100% | | 2.259.027 | | 100% |
Die Zuordnung der Umsatzerlöse von externen Kunden erfolgt nach dem Standort der fakturierenden Einheit. Im Geschäftsjahr 2023 entfallen 14,8 % (Vorjahr: 11,2 %) beziehungsweise 186,1 Mio. Euro (Vorjahr: 253,9 Mio. Euro) der Konzernumsätze auf einen Kunden im Geschäftssegment Solutions.
| | 31.12.2023 | | 31.12.2022 |
Angaben in Tausend € | | | | |
Deutschland | | 58.045 | | 57% | | 74.972 | | 65% |
Österreich | | 6.785 | | 7% | | 8.397 | | 7% |
Luxemburg | | 3.343 | | 3% | | 2.756 | | 2% |
Übrige EU | | 19.990 | | 19% | | 16.540 | | 14% |
Asien, Pazifischer Raum | | 10.978 | | 11% | | 11.137 | | 10% |
Sonstige | | 2.917 | | 3% | | 1.873 | | 2% |
Summe Anlagevermögen | | 102.058 | | 100% | | 115.675 | | 100% |
Das Anlagevermögen wird dem Standort der betroffenen Vermögenswerte zugeordnet und umfasst Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte einschließlich Nutzungsrechten aus Leasingverträgen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
9Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Aufgliederung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden
Der Konzern erwirtschaftet überwiegend Erlöse aus der Übertragung von Dienstleistungen, für die eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfolgt. Die Umsatzerlöse werden in den folgenden Segmenten und geografischen Regionen erzielt:
| | | | | | | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Deutschland | | 356.181 | | 114.600 | | 183 | | 470.964 |
Österreich | | 82.117 | | 203.779 | | - | | 285.896 |
Übrige EU | | 119.807 | | 22.152 | | - | | 141.959 |
Asien, Pazifischer Raum | | 276.265 | | - | | - | | 276.265 |
Sonstige | | 82.434 | | - | | - | | 82.434 |
Summe Umsatzerlöse | | 916.804 | | 340.531 | | 183 | | 1.257.518 |
| | | | | | | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Deutschland | | 785.356 | | 175.783 | | 188 | | 961.327 |
Österreich | | 158.970 | | 270.006 | | - | | 428.976 |
Übrige EU | | 244.238 | | 18.791 | | - | | 263.029 |
Asien, Pazifischer Raum | | 488.525 | | - | | - | | 488.525 |
Sonstige | | 117.170 | | - | | - | | 117.170 |
Summe Umsatzerlöse | | 1.794.259 | | 464.580 | | 188 | | 2.259.027 |
Umsatzerlöse mit Kunden resultieren im Segment Air + Ocean aus Transport- und Logistiklösungen mit dem Fokus auf die interkontinentale Luft- und Seefracht, häufig in Verbindung mit vor- und nachgelagerten Value Added Services. Im Geschäftsfeld Solutions resultieren die Umsatzerlöse aus individuellen Kunden- und Branchenlösungen im Fashion-, Retail- und Konsumgüterbereich, in der industriellen Kontraktlogistik – von Supply Chain Management über Transport, Warehousing und logistische Mehrwertdienste bis hin zu kompletten Outsourcing-Projekten.
Der Konzern macht von dem praktischen Behelf des IFRS 15.121 bezüglich der Angabe des den verbleibenden Leistungsverpflichtungen zugeordneten Transaktionspreises Gebrauch, da Logwin entweder i.d.R. einen Vergütungsanspruch besitzt, der direkt dem Wert der vom Unternehmen bereits erbrachten Leistung für den Kunden entspricht, oder die noch ausstehende Leistungsverpflichtung Teil eines Vertrages mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von maximal einem Jahr ist.
Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt wurden, beliefen sich in der Berichtsperiode auf 7,0 Mio. Euro.
10Aufwendungen nach Kostenarten
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Bezogene Leistungen | | -877.934 | | -1.811.352 |
Materialkosten | | -4.104 | | -7.208 |
Personalaufwendungen | | -203.273 | | -234.639 |
Abschreibungen | | -36.379 | | -39.973 |
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | | -1.444 | | -8.134 |
Wertaufholung von Sachanlagen | | 1.132 | | - |
Übrige Aufwendungen | | -41.739 | | -44.855 |
Summe Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten | | -1.163.741 | | -2.146.161 |
*Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer geänderten Darstellung angepasst. Für weitere Informationen wird auf Anhangangabe 7 „Zusammenfassung wesentlicher Kennzahlen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ – Abschnitt „Wertminderung von Vermögenswerten“ verwiesen.
Bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen von Dritten zugekaufte Transportleistungen.
11Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Fremdwährungskursgewinne und Gewinne aus Devisentermingeschäften | | 7.729 | | 19.219 |
Gewinne aus der Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten | | 370 | | 454 |
Übrige Erträge | | 1.676 | | 5.466 |
Sonstige betriebliche Erträge | | 9.775 | | 25.139 |
In den übrigen Erträgen sind Erträge aus einem früheren Insolvenzverfahren in Höhe von 140 TEUR (Vorjahr: 3.877 TEUR) enthalten.
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Fremdwährungskursverluste und Verluste aus Devisentermingeschäften | | -8.108 | | -16.404 |
Verluste aus der Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten | | -1.972 | | -311 |
Übrige Aufwendungen | | -45 | | -90 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | | -10.125 | | -16.805 |
Die Fremdwährungskursgewinne und -verluste spiegeln das Volumen von Geschäftstätigkeiten mit Fakturierung in fremder Währung wider. Die Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungskurseffekten stellen sich saldiert wie folgt dar:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Fremdwährungskursgewinne und Gewinne aus Devisentermingeschäften | | 7.729 | | 19.219 |
Fremdwährungskursverluste und Verluste aus Devisentermingeschäften | | -8.108 | | -16.404 |
Fremdwährungskurseffekte, saldiert | | -379 | | 2.815 |
12Wertminderung von Firmenwerten
Das gegenüber dem 31. Dezember 2021 deutlich gestiegene Zinsniveau stellte zum 30. Juni 2022 ein sogenanntes „triggering event“ für eine Werthaltigkeitsprüfung („Impairmenttest“) der auf das Geschäftsfeld Solutions allokierten Firmenwerte in Höhe von 11,7 Mio. Euro dar. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde ein erzielbarer Betrag von 30,9 Mio. Euro ermittelt. Dies führte im Vorjahr zu einem Wertminderungsaufwand von 11,7 Mio. Euro im Geschäftsfeld Solutions. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangangabe 18 „Firmenwerte“ verwiesen.
13Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzte sich in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wie folgt zusammen:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Bankzinsen | | 5.924 | | 829 |
Zinserträge aus Untervermietung | | 250 | | - |
Sonstige Zinserträge | | 3.529 | | 625 |
Finanzierungserträge | | 9.703 | | 1.454 |
Bankzinsen | | -412 | | -345 |
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten | | -2.762 | | -2.054 |
Nettozinsaufwand aus der Aufzinsung von leistungsorientierten Verpflichtungen und der Verzinsung des Planvermögens | | -732 | | -301 |
Sonstige Zinsaufwendungen | | -768 | | -2.123 |
Fremdwährungseffekte aus konzerninternen Finanzierungen und Effekte aus der Fair Value-Bewertung von Devisentermingeschäften | | -147 | | -462 |
Finanzierungsaufwendungen | | -4.821 | | -5.285 |
Finanzergebnis | | 4.882 | | -3.831 |
14Ertragsteuern
Der Steueraufwand im Logwin Konzern setzt sich wie folgt zusammen:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Tatsächliche Ertragsteuern | | -23.947 | | -34.884 |
Latente Ertragsteuern | | 7.476 | | 4.204 |
Summe Ertragsteuern | | -16.471 | | -30.680 |
Überleitung des erwarteten Steueraufwands zu dem Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Ergebnis vor Ertragsteuern | | 96.629 | | 104.625 |
Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz 26,59 %; Vorjahr: 28,26 %) | | -25.694 | | -29.567 |
Nicht steuerrelevante Wertminderung von Firmenwerten | | - | | -3.297 |
Effekt aus abweichenden ausländischen Steuersätzen | | 1.480 | | 4.591 |
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | | -4.542 | | -3.475 |
Steuereffekte aus Vorjahren | | -976 | | -834 |
Änderung der Wertberichtigungen und Effekte aus der unterlassenen Bildung latenter Steueransprüche | | 12.879 | | 3.610 |
Effekt aus der Veränderung von Steuersätzen | | 150 | | -1.302 |
Sonstige Steuereffekte | | 232 | | -406 |
Ausgewiesene Ertragsteuern | | -16.471 | | -30.680 |
Der für das Jahr 2023 zugrunde gelegte gewichtete Steuersatz von 26,59 % (Vorjahr: 28,26 %) entspricht dem Steuersatz der Logwin AG.
Die Position „Änderung der Wertberichtigungen und Effekte aus der unterlassenen Bildung latenter Steuer-ansprüche“ enthält Effekte aus in Vorjahren nicht angesetzten latenten Steuern in Höhe von 13.344 TEUR (Vorjahr: 5.832 TEUR) und gegenläufige Effekte aus dem Nichtansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von -465 TEUR (Vorjahr: -2.222 TEUR).
Aus der Einführung der globalen Mindestbesteuerung nach OECD-Regelungen („Pillar 2“) im Jahr 2024 werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Ertragsteueraufwand des Logwin Konzerns erwartet. Der Logwin Konzern macht von der Ausnahmeregelung des IAS 12 (rev.) von der Bilanzierung latenter Steuern im Zusammenhang mit Pillar 2-Ertragsteuern Gebrauch.
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
15Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen
Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen im Geschäftsjahr 2023 resultieren aus der Übernahme der Anteile an der ATL Logistics B.V., Amsterdam, NL als neues Tochterunternehmen, welches dem Geschäftsfeld Air + Ocean zugeordnet wird. Hierzu wird auf Anhangangabe 34 „Unternehmenszusammenschlüsse“ verwiesen.
Angaben in Tausend € | | |
| | |
Abfluss von Zahlungsmitteln zum Erwerb von Tochterunternehmen | | -4.226 |
Erworbene Zahlungsmittel | | 372 |
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | | -3.854 |
…
16Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten
Die Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten im Geschäftsjahr 2023 resultieren aus dem Verkauf des deutschen Retail-Netzwerkes im Rahmen eines Asset Deals, welches dem Geschäftsfeld Solutions zugeordnet war.
| | |
Angaben in Tausend € | |
| | |
Gezahltes Entgelt | | -7.105 |
Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten | | -7.105 |
In diesem Zusammenhang sind die folgenden Vermögenswerte und Schulden abgegangen:
| | |
Angaben in Tausend € | | |
| | |
Sachanlagen | | 648 |
Forderungen und sonstige Vermögenswerte | | 376 |
Abgegangene Vermögenswerte | | 1.024 |
Sonstige Verbindlichkeiten | | 294 |
Personalrückstellungen | | 1.024 |
Abgegangene Schulden | | 1.318 |
17Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit
Die folgenden Tabellen stellen die Entwicklung der im Finanzierungs-Cashflow enthaltenen Verbind-lichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit des Logwin Konzerns dar:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
1. Januar 2023 | | 1.110 | | 80.952 |
Zahlungswirksam | | -966 | | -26.437 |
Zahlungsunwirksam: | | | | |
Neue und verlängerte Leasing-Verhältnisse | | - | | 23.946 |
Neubewertung | | - | | -4.314 |
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse | | - | | 555 |
Währungsdifferenzen | | -97 | | 310 |
31. Dezember 2023 | | 47 | | 75.012 |
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
1. Januar 2022 | | 135 | | 79.515 |
Zahlungswirksam | | 1.027 | | -30.769 |
Zahlungsunwirksam: | | | | |
Neue und verlängerte Leasing-Verhältnisse | | - | | 34.561 |
Neubewertung | | - | | -2.215 |
Währungsdifferenzen | | -52 | | -140 |
31. Dezember 2022 | | 1.110 | | 80.952 |
Die aus neuen und verlängerten Leasingverträgen resultierenden Anlagenzugänge in Höhe von
23.946 TEUR (Vorjahr: 34.561 TEUR) und die Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse von 555 TEUR sind ebenso wie die zugehörigen Verbindlichkeiten nicht zahlungswirksam und damit nicht im Investitions-Cashflow enthalten. Die Neubewertung beinhaltet die Anpassungen von bestehenden Leasingverträgen aufgrund einer Anpassung des Zinssatzes und ist ebenfalls nicht zahlungswirksam.
Gezahlte Zinsen auf bilanzierte Leasingverpflichtungen werden im operativen Cashflow ausgewiesen und sind in Anhangangabe 21 „Leasing“ – „Fälligkeitsanalyse der Zahlungsmittelabflüsse“ dargestellt.
Erläuterungen zur Bilanz
18Firmenwerte
Zuordnung der Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten
Als Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten des Logwin Konzerns werden die Geschäftsfelder herangezogen. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Firmenwerte werden den Geschäftsfeldern wie folgt zugeordnet:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Air + Ocean | | 48.894 | | 45.701 |
Solutions | | - | | - |
Firmenwerte | | 48.894 | | 45.701 |
Angaben in Tausend € | | |
| | |
Buchwert zum 1. Januar 2022 | | 57.366 |
Wertminderung | | -11.665 |
Buchwert zum 31. Dezember 2022 | | 45.701 |
Anschaffungskosten | | 220.076 |
Kumulierte Wertminderungen | | -174.375 |
Buchwert zum 1. Januar 2023 | | 45.701 |
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse | | 3.193 |
Buchwert zum 31. Dezember 2023 | | 48.894 |
Anschaffungskosten | | 223.269 |
Kumulierte Wertminderungen | | -174.375 |
Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte
Im Geschäftsjahr 2023 hat der Logwin Konzern die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte, wie im Vorjahr, zum 31. Dezember vorgenommen. Im Vorjahr wurden die auf das Geschäftsfeld Solutions allokierten Firmenwerte vollständig wertgemindert.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wurde der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts („Value in use“) unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, denen ein Finanzplan für einen Zeitraum von vier Jahren zugrunde liegt. Der Finanzplan basiert auf den Businessplänen der Geschäftsfelder.
Folgende Grundannahmen liegen der Bestimmung der Cashflow-Prognosen zugrunde:
-Geplante Umsatzwachstumsraten: Zur Bestimmung der geplanten Umsatzwachstumsraten wurden die in der für das jeweilige Geschäftsfeld relevanten Branche erwarteten Wachstumsraten zugrunde gelegt. Dabei wurde von einer insgesamt stabilen Umsatzentwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen.
-Geplante operative Gewinnmargen: Zur Bestimmung der geplanten operativen Gewinnmargen wurden die in den vorhergehenden Geschäftsjahren erzielten Gewinnmargen herangezogen, erhöht um die erwartete Effizienzsteigerung. Berücksichtigt wurde, dass die Ergebnisentwicklung auch von der kon-junkturellen Situation abhängig ist. Planabweichungen wurden analysiert und erforderlichenfalls in Form von Abschlägen auf die vorgelegten Business-Pläne berücksichtigt. Die Höhe erforderlicher Abschläge wird jeweils bei Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung neu festgelegt.
Der Businessplan des Geschäftsfelds Air + Ocean sieht für das letzte Planjahr eine EBITA-Marge von 3,7 % vor (Vorjahr: 3,7 %). Nach dem Detailplanungszeitraum wurde unverändert zum Vorjahr eine Wachstumsrate von 1,5 % berücksichtigt. Die erwarteten Cashflows des Geschäftsfelds wurden mit einem Abzinsungssatz nach Steuern von 10,1 % diskontiert (Vorjahr: 9,7 %), der einem Zinssatz vor Steuern von 13,9 % (Vorjahr: 12,7 %) entspricht.
Der planmäßige Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2023 ergab keine Wertminderungen. Es führt keine für möglich gehaltene Änderung der wesentlichen Annahmen zu einer Wertminderung. Im Vorjahr war als Ergebnis des Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2022 die Erfassung eines Wertminderungsaufwands für die Firmenwerte des Geschäftsfelds Solutions von 11.665 TEUR erforderlich.
19Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in Höhe von 64 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) in den Umsatzkosten enthalten. Ferner entfallen 7 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) auf die Vertriebskosten und 2.580 TEUR (Vorjahr: 2.920 TEUR) auf die Verwaltungskosten. Im Anlagenbestand des Logwin Konzerns sind zum 31. Dezember 2023 keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte enthalten.
Angaben in Tausend € | | | | | | |
| | | | | | |
Anschaffungskosten | | 59.805 | | - | | 59.805 |
Kumulierte Abschreibungen | | -38.826 | | - | | -38.826 |
Buchwert zum 1. Januar 2022 | | 20.979 | | - | | 20.979 |
Währungsdifferenzen | | -1 | | - | | -1 |
Zugänge | | 769 | | - | | 769 |
Abgänge | | -1 | | - | | -1 |
Abschreibungen | | -2.974 | | - | | -2.974 |
Wertminderungen | | -3.290 | | - | | -3.290 |
Buchwert zum 31. Dezember 2022 | | 15.482 | | - | | 15.482 |
Anschaffungskosten | | 57.337 | | - | | 57.337 |
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen | | -41.855 | | - | | -41.855 |
Buchwert zum 1. Januar 2023 | | 15.482 | | - | | 15.482 |
Währungsdifferenzen | | -1 | | - | | -1 |
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse | | 14 | | 914 | | 928 |
Zugänge | | 525 | | - | | 525 |
Abgänge | | -6 | | - | | -6 |
Abschreibungen | | -2.651 | | - | | -2.651 |
Wertminderungen | | -21 | | - | | -21 |
Buchwert zum 31. Dezember 2023 | | 13.342 | | 914 | | 14.256 |
Anschaffungskosten | | 56.880 | | 914 | | 57.794 |
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen | | -43.538 | | - | | -43.538 |
Im Jahr 2023 wurden Kundenbeziehungen in Höhe von 914 TEUR aktiviert. Hierzu wird auf Anhangangabe 34 „Unternehmenszusammenschlüsse“ verwiesen.
Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf IT-Systeme und Software aufgrund geänderter Nutzungserwartungen in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr: 3.290 TEUR) im Segment Sonstige in den Verwaltungskosten erfasst.
20Sachanlagen
Abschreibungen auf Sachanlagen sind in Höhe von 29.051 TEUR (Vorjahr: 32.108 TEUR) in den Umsatzkosten, 905 TEUR (Vorjahr: 941 TEUR) in den Vertriebskosten und 3.781 TEUR (Vorjahr: 3.949 TEUR) in den Verwaltungskosten enthalten.
Angaben in Tausend € | | | | | | | | | | | | |
| | | | | | | | | | | | |
Anschaffungskosten | | 182.277 | | 35.322 | | 43.141 | | 30.030 | | 1.032 | | 291.802 |
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen | | -105.106 | | -29.122 | | -35.186 | | -17.629 | | - | | -187.043 |
Buchwert zum 1. Januar 2022 | | 77.171 | | 6.200 | | 7.955 | | 12.401 | | 1.032 | | 104.759 |
Währungsdifferenzen | | -83 | | -8 | | -1 | | -21 | | - | | -113 |
Zugänge | | 32.090 | | 470 | | 2.880 | | 3.388 | | 1.438 | | 40.266 |
Umbuchungen | | 618 | | 179 | | 30 | | 2 | | -829 | | - |
Abgänge | | -1.855 | | -41 | | -152 | | -828 | | - | | -2.876 |
Abschreibungen | | -26.746 | | -818 | | -3.707 | | -5.728 | | - | | -36.999 |
Wertminderungen | | -4.727 | | -12 | | -105 | | - | | - | | -4.844 |
Buchwert zum 31. Dezember 2022 | | 76.468 | | 5.970 | | 6.900 | | 9.214 | | 1.641 | | 100.193 |
Davon Nutzungsrechte aus Leasingverträgen | | 65.048 | | 164 | | 1.112 | | 5.886 | | - | | 72.210 |
Anschaffungskosten | | 205.414 | | 32.641 | | 43.912 | | 29.289 | | 1.641 | | 312.897 |
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen | | -128.946 | | -26.671 | | -37.012 | | -20.075 | | - | | -212.704 |
Buchwert zum 1. Januar 2023
| | 76.468 | | 5.970 | | 6.900 | | 9.214 | | 1.641 | | 100.193 |
Währungsdifferenzen | | 154 | | 2 | | 27 | | -47 | | 1 | | 137 |
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse | | 555 | | 68 | | 2 | | - | | - | | 625 |
Zugänge | | 19.703 | | 1.091 | | 3.469 | | 5.054 | | 771 | | 30.088 |
Umbuchungen | | 277 | | 464 | | 283 | | 10 | | -1.034 | | - |
Abgänge | | -7.116 | | -54 | | -211 | | -1.490 | | -342 | | -9.213 |
Abschreibungen | | -24.270 | | -840 | | -3.431 | | -5.196 | | - | | -33.737 |
Wertminderungen | | -771 | | -563 | | -89 | | - | | - | | -1.423 |
Wertaufholungen | | 1.132 | | - | | - | | - | | - | | 1.132 |
Buchwert zum 31. Dezember 2023 | | 66.132 | | 6.138 | | 6.950 | | 7.545 | | 1.037 | | 87.802 |
Davon Nutzungsrechte aus Leasingverträgen | | 55.868 | | 90 | | 879 | | 5.136 | | - | | 61.972 |
Anschaffungskosten | | 199.879 | | 34.083 | | 42.578 | | 21.473 | | 1.037 | | 299.050 |
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen | | -133.747 | | -27.945 | | -35.628 | | -13.928 | | - | | -211.248 |
Zum 31. Dezember 2023 und 2022 waren keine Sachanlagen durch Grundpfandrechte oder Darlehen belastet.
Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 1.423 TEUR (Vorjahr: 4.844 TEUR) vorgenommen. Im Segment Solutions wurden auf Basis durchgeführter Werthaltigkeitstests Wertminderungen von Immobilien in Höhe von insgesamt 1.379 TEUR ermittelt. Die Wertminderungen sind in den Umsatzkosten enthalten. Die Ermittlung erfolgte für einen europäischen Logistikstandort auf Basis eines Nutzungswerts (Value in Use) mittels Barwertmethode unter Verwendung von Inputfaktoren der Stufe 3 der Bemessungshierarchie. Die Diskontierung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 9,7 %. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests waren Wertminderungen in Höhe von 869 TEUR auf einen erzielbaren Betrag von 475 TEUR zu erfassen. Für zwei Logistikimmobilien in Deutschland erfolgte die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts (Fair Value less costs to sell) unter Verwendung von Inputfaktoren der Stufe 2 der Bemessungshierarchie. Als Ergebnis der Werthaltigkeitstests waren insgesamt Wertminderungen in Höhe von 501 TEUR auf einen erzielbaren Betrag von 7.906 TEUR zu erfassen. Im Segment Sonstige sind Wertminderungen auf IT-Hardware in Höhe von 53 TEUR in den Verwaltungskosten enthalten.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Zusammenhang mit der geplanten Beendigung der Netzaktivität des Geschäftsfelds Solutions die betroffenen Nettovermögenswerte einem Werthaltigkeitstest auf Basis der Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts (Fair Value less cost of disposal) für die zahlungsmittelgenerierende Einheit „Netzwerk“ unterzogen. Hierfür wurde eine Barwertmethode unter Verwendung von Inputfaktoren der Stufe 3 der Bemessungshierarchie angewendet. Der Betrachtungshorizont entspricht der maximalen Laufzeit der Nutzungsrechte aus den betroffenen Leasingverträgen. Die Diskontierung erfolgte mit einem laufzeitspezifischen Abzinsungssatz von 8,5 %. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests waren Wertminderungen geleaster Immobilien sowie Mietereinbauten in Höhe von 4.727 TEUR, sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung von 105 TEUR und Maschinen und technischer Anlagen von 12 TEUR auf einen erzielbaren Betrag von -2.995 TEUR zu erfassen. Die Wertminderungen entfielen mit 3.000 TEUR auf das Segment Solutions und sind in den Umsatzkosten enthalten. Im Segment Sonstige sind Wertminderungen in Höhe von 1.844 TEUR in den Verwaltungskosten enthalten.
Da die Gründe für die vorgenommenen Wertminderungen auf die im Konzern verbliebenen geleasten Immobilien mit der Veräußerung des Retail-Netzwerks im März 2023 teilweise entfallen sind, wurden in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2023 Wertaufholungen in Höhe von 1.132 TEUR vorgenommen. Die Wertaufholungen entfielen auf das Segment Solutions und sind in den Umsatzkosten enthalten.
21Leasing
Der Logwin Konzern least wesentliche Teile der von ihm genutzten Logistik- und Büroimmobilien. Die Verträge für Logistikimmobilien haben im Regelfall eine Vertragslaufzeit von drei bis fünf Jahren und die Büroimmobilien haben in der Regel eine Vertragslaufzeit von drei bis sechs Jahren. Zur Sicherstellung der operativen Flexibilität enthalten viele der Verträge Mietverlängerungs-, Kauf- oder Kündigungsoptionen zu Gunsten des Logwin Konzerns.
Für einige der Immobilien existieren Untermietverhältnisse, die als operative Leasingverhältnisse qualifiziert wurden. Im Berichtsjahr kamen Untermietverhältnisse hinzu, bei denen es sich um Finanzierungsleasing handelt. Die Forderungen aus Finanzierungsunterleasing wurden auf Basis ihrer eingeschätzten Einbringlichkeit bewertet.
Darüber hinaus werden wesentliche Teile des Fuhrparks des Logwin Konzerns geleast. Die Leasingverträge haben im Wesentlichen Laufzeiten von drei bis sechs Jahren und beinhalten teilweise Mietverlängerungs- oder Kaufoptionen zu Gunsten des Logwin Konzerns.
Die bilanzierten Nutzungsrechte sind in der Bilanz in den Sachanlagen zum 31. Dezember 2023 sowie 2022 wie folgt enthalten:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Grundstücke und Bauten | | 55.868 | | 65.048 |
Technische Anlagen und Maschinen | | 90 | | 164 |
Betriebs- und Geschäftsausstattung | | 879 | | 1.112 |
Fuhrpark | | 5.135 | | 5.886 |
Summe Nutzungsrechte | | 61.972 | | 72.210 |
Die Zugänge zu Nutzungsrechten im Geschäftsjahr 2023 betragen 23.946 TEUR (Vorjahr: 34.561 TEUR).
Zum 31. Dezember 2023 wurden Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 75.012 TEUR (Vorjahr 80.952 TEUR) in der Bilanz ausgewiesen.
Fälligkeitsanalyse der Zahlungsmittelabflüsse
Mit den folgenden Zahlungsmittelabflüssen zur Bedienung der Leasingverbindlichkeiten ist in den kommenden Jahren zu rechnen:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Kleiner 1 Jahr | | 32.054 | | 28.827 |
1 bis 5 Jahre | | 38.751 | | 49.414 |
Größer 5 Jahre | | 8.484 | | 9.610 |
Summe der undiskontierten Leasingzahlungen | | 79.289 | | 87.851 |
Barwert der Leasingzahlungen | | 75.012 | | 80.952 |
Der Barwert der Leasingzahlungen ist mit 30.990 TEUR (Vorjahr: 26.598 TEUR) in den kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten und mit 44.022 TEUR (Vorjahr: 54.354 TEUR) in den langfristigen Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen.
Für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 ergab sich folgende Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Abschreibungen auf Nutzungsrechte: | | | | |
Grundstücke und Bauten | | -22.794 | | -25.164 |
Technische Anlagen und Maschinen | | -65 | | -70 |
Betriebs- und Geschäftsausstattung | | -626 | | -697 |
Fuhrpark | | -4.426 | | -4.710 |
Summe Abschreibungen auf Nutzungsrechte | | -27.911 | | -30.641 |
Wertminderungen auf Nutzungsrechte: | | | | |
Grundstücke und Bauten | | -311 | | -4.438 |
Technische Anlagen und Maschinen | | - | | -12 |
Summe Wertminderungen auf Nutzungsrechte | | -311 | | -4.450 |
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten | | -2.762 | | -2.054 |
Aufwendungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Leasingverhältnissen | | -10 | | -77 |
Aufwendungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte | | -559 | | -685 |
Erträge aus Unterleasingverhältnissen | | 5.798 | | 3.416 |
Aus nach IFRS 16 als Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingverhältnissen haben sich im Geschäftsjahr und im Vorjahr die folgenden Zahlungsmittelabflüsse ergeben:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Tilgungen bilanzierter Leasingverpflichtungen | | 26.437 | | 30.769 |
Zinszahlungen auf bilanzierte Leasingverpflichtungen | | 2.762 | | 2.054 |
Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte | | 569 | | 762 |
Summe Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen | | 29.768 | | 33.585 |
Eine Reihe von Leasingverträgen, insbesondere für Immobilien und Fahrzeuge, enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen werden sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten, berücksichtigt. Laufzeitänderungen werden nur bei einer hinreichend sicheren Ausübung der Verlängerung oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen in die Vertragslaufzeit einbezogen. Die Einschätzungen und Erwartungen, die im Zeitpunkt der Zugangsbewertung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts getroffen wurden und hinsichtlich der zu leistenden Zahlungen nicht bereits zum Zeitpunkt der Bereitstellung abschließend feststehen, werden während des Bestehens der Leasingverhältnisse fortlaufend überprüft. Eine Neubewertung der ursprünglichen Einschätzungen erfolgt dann, wenn bessere oder geänderte Erkenntnisse über das erwartete Zahlungsprofil im Zeitablauf vorliegen. Aus Verlängerungsoptionen zu Gunsten des Logwin Konzerns, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten unberücksichtigt geblieben sind, können sich zukünftige Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 46.402 TEUR (Vorjahr: 52.361 TEUR) ergeben.
Aus Leasingverhältnissen im Zusammenhang mit Immobilien, die der Logwin Konzern bereits eingegangen ist, die aber zum 31. Dezember 2023 noch nicht bilanziert wurden, ergeben sich ohne Berücksichtigung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen wie im Vorjahr keine zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse.
Im Geschäftsjahr 2023 hat der Logwin Konzern Logistikimmobilien untervermietet, deren Nutzungsrecht in den Sachanlagen ausgewiesen wurde. Für die untervermieteten Immobilien wurden Zinserträge auf Leasingforderungen in Höhe von 250 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) erfasst.
Fälligkeitsanalyse der Leasingzahlungen aus Untervermietung
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen aus Finanzierungsleasing dar und zeigt die nach dem Abschlussstichtag zu erhaltenden, nicht diskontierten Leasingzahlungen:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Fällig in einem Jahr | | 2.123 | | - |
Fällig in ein bis fünf Jahren | | 5.859 | | - |
Fällig in mehr als fünf Jahren | | 516 | | - |
Summe der undiskontierten Leasingzahlungen | | 8.498 | | - |
Abzüglich: noch nicht realisierte Finanzerträge | | -722 | | - |
Barwert der zu erhaltenden Leasingzahlungen | | 7.776 | | - |
Wertberichtigungen für uneinbringliche Leasingzahlungen | | -4.210 | | - |
Nettoinvestition aus Leasingverhältnissen | | 3.566 | | - |
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen dar:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Fällig in einem Jahr | | 2.323 | | 3.173 |
Fällig in ein bis fünf Jahren | | 3.253 | | 5.207 |
Fällig in mehr als fünf Jahren | | 347 | | 369 |
Summe der undiskontierten Leasingzahlungen | | 5.923 | | 8.749 |
22Vorräte
In den Vorräten sind überwiegend IT-Material, Verpackungsmaterial und Lademittel im Wert von 1.213 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: 2.086 TEUR). Es wurden keine Vorräte verpfändet.
Im Berichtsjahr wurde der Verbrauch von Vorräten in Höhe 4.104 TEUR als Aufwand erfasst (Vorjahr: 7.108 TEUR).
Im Jahr 2023 wurden im Rahmen einer Überprüfung der Werthaltigkeit des Vorratsvermögens Wertminderungen in Höhe von 155 TEUR erfolgswirksam erfasst. Im Vorjahr wurden Wertaufholungen in Höhe von 223 TEUR erfolgswirksam erfasst.
23Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | | 125.593 | | 184.352 |
Abzüglich Wertberichtigungen aufgrund des vereinfachten Ansatzes | | -310 | | -740 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | | 125.283 | | 183.612 |
Abzüglich Wertberichtigungen für in der Bonität beeinträchtigte Forderungen | | -2.039 | | -2.176 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | | 123.244 | | 181.436 |
Forderungen aus Factoring | | 23.595 | | 50.952 |
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto inklusive Factoring | | 146.839 | | 232.388 |
Der Konzern hat die folgenden Vertragsvermögenswerte erfasst:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte aus Transportdienstleistungen | | 14.245 | | 16.323 |
Erwartete Kreditverluste aus Vertragsvermögenswerten aufgrund des vereinfachten Ansatzes | | -162 | | -87 |
Vertragsvermögenswerte, netto | | 14.083 | | 16.236 |
Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 18.014 TEUR (Vorjahr: 22.308 TEUR) wurden mit aufgrund der vertraglichen Bedingungen zum Stichtag bereits unbedingt entstandenen, nicht fälligen Ansprüchen auf Gegenleistung saldiert. Der Rückgang der Vertragsverbindlichkeiten ist auf gesunkene Frachtraten und Volumina zurückzuführen.
Aus zum 31. Dezember 2022 bestehenden Vertragsverbindlichkeiten wurden in der Berichtsperiode Erlöse in Höhe von 22.308 TEUR realisiert (Vorjahr: 37.549 TEUR).
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022.
Angaben in Tausend € | | | | | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
Geringes Risiko | | A bis AAA | | 44.647 | | 0,02% | | 14 | | Nein |
Mittleres Risiko | | B bis BBB | | 83.577 | | 0,44% | | 366 | | Nein |
Unterdurchschnittlich | | C bis CCC | | 9.575 | | 0,96% | | 92 | | Nein |
Verlustereignis | | D | | 2.039 | | 100,00% | | 2.039 | | Ja |
Summe | | | | 139.838 | | | | 2.511 | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
Geringes Risiko | | A bis AAA | | 81.372 | | 0,04% | | 56 | | Nein |
Mittleres Risiko | | B bis BBB | | 102.219 | | 0,55% | | 565 | | Nein |
Unterdurchschnittlich | | C bis CCC | | 14.908 | | 1,37% | | 206 | | Nein |
Verlustereignis | | D | | 2.176 | | 100,00% | | 2.176 | | Ja |
Summe | | | | 200.675 | | | | 3.003 | | |
Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer veränderten Darstellung angepasst.
Das Kreditrisiko der verkauften Forderungen ist nach dem General Approach zu berechnen und darzustellen. Auf Grund des guten Bonitätsrisikos der Factoring-Gesellschaft ist dieses im vorliegenden Fall nicht wesentlich.
Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit beeinträchtigter Bonität, für die ein Verlustereignis eingetreten ist, haben sich auf Basis des erwarteten Verlustes über die gesamte Restlaufzeit wie folgt entwickelt:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
1. Januar | | -2.176 | | -1.127 |
Kursdifferenzen | | 1.948 | | 35 |
Zuführungen | | -2.909 | | -1.759 |
Verbrauch | | 247 | | 323 |
Auflösungen | | 851 | | 352 |
31. Dezember | | -2.039 | | -2.176 |
Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögens-werte mit nicht beeinträchtigter Bonität im Rahmen des vereinfachten Ansatzes gemäß IFRS 9 haben sich wie folgt entwickelt:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
1. Januar | | -827 | | -1.146 |
Kursdifferenzen | | 88 | | 82 |
Zuführungen | | -95 | | -163 |
Auflösungen | | 362 | | 400 |
31. Dezember | | -472 | | -827 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht an die Factoring-Gesellschaft verkauft worden sind, waren zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 70,4 Mio. Euro (Vorjahr: 113,9 Mio. Euro) durch Kreditversicherungen besichert. Der Selbstbehalt der besicherten Forderungen beträgt grundsätzlich 10 % (Vorjahr: 10 %). Der Konzern hält darüber hinaus keine weiteren Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen zur Deckung seiner Kreditrisiken im Zusammenhang mit seinen finanziellen Vermögenswerten.
24Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Vorsteuer-Erstattungsanspruch | | 6.340 | | 6.368 |
Vorauszahlungen | | 17.976 | | 22.201 |
Derivative Finanzinstrumente | | 1.071 | | 3.325 |
Forderungen aus Untervermietung | | 952 | | - |
Übrige Forderungen und Vermögenswerte | | 1.220 | | 1.499 |
Summe sonstige Forderungen und Vermögenswerte | | 27.559 | | 33.393 |
Davon finanzielle Vermögenswerte | | 6.135 | | 9.208 |
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind innerhalb eines Jahres fällig. Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Wertminderungen sonstiger Forderungen und Vermögenswerte festgestellt. Mit Ausnahme vereinzelter operativ erforderlicher Hinterlegungen lagen keine Verpfändungen der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte vor.
Für weitere Informationen bezüglich der finanziellen Vermögenswerte wird auf Note 35 „Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten“ verwiesen.
25Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Zahlungsmittel | | 133.773 | | 263.124 |
Zahlungsmitteläquivalente | | 221.692 | | 100.654 |
Summe Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | 355.465 | | 363.778 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zahlungsmitteläquivalente mit einer Gesamtlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von bis zu drei Monaten. Die Zahlungsmitteläquivalente enthalten neben verschiedenen kurzfristigen Geldanlagen in Höhe von 120,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) kurzfristige Ausleihungen an die AQTON SE in Höhe von 100,0 Mio. Euro (Vorjahr: 100,0 Mio. Euro). Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangangabe 40 „Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen“ verwiesen.
Zum 31. Dezember 2023 beinhalten die Zahlungsmittel Bestände in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro), über die der Logwin Konzern aufgrund einer abwicklungstechnischen Vereinbarung erst nach ca. zwei Arbeitstagen verfügen konnte.
Zum 31. Dezember 2023 dienten Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 560 als Einlagen zur Hinterlegung von Bankgarantien und waren somit beschränkt verfügbare Mittel (Vorjahr: 598 TEUR).
26Latente Steuern
Die latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen:
| | 31.12.2023 | | 31.12.2022 |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Immaterielle Vermögenswerte | | 4.499 | | 8 | | 5.244 | | 62 |
Sachanlagen | | 101 | | 12.126 | | 196 | | 15.496 |
Finanzanlagen | | 245 | | 7 | | 89 | | 26 |
Kurzfristige Vermögenswerte | | 2.430 | | 1.393 | | 7.510 | | 930 |
Rückstellungen | | 4.041 | | 302 | | 4.360 | | 238 |
Verbindlichkeiten | | 15.215 | | 2.317 | | 16.180 | | 5.816 |
Ertragsteuerliche Verlustvorträge | | 20.460 | | - | | 12.251 | | - |
Wertberichtigungen | | -5.025 | | - | | -5.001 | | - |
einbehaltene Gewinne in- und ausländischer Tochterunternehmen | | - | | 1.031 | | - | | 1.132 |
Saldierte Beträge | | -15.807 | | -15.807 | | -21.807 | | -21.807 |
Summe latente Steuern | | 26.159 | | 1.377 | | 19.022 | | 1.893 |
Die bilanzierten latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt verändert:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Latente Steuern, saldiert zum 1. Januar | | 17.129 | | 13.682 |
Erfolgswirksame Veränderung | | 7.477 | | 4.204 |
Erfolgsneutrale Veränderung | | 188 | | -710 |
Währungs- und sonstige Differenzen | | -12 | | -47 |
Latente Steuern, saldiert zum 31. Dezember | | 24.782 | | 17.129 |
Die erfolgsneutrale Veränderung betrifft im Jahr 2023 ebenso wie im Vorjahr latente Steuereffekte auf Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen. Hierin sind im Berichtsjahr Effekte aus der erfolgsneutralen Wertminderung bzw. Wertaufholung latenter Steueransprüche in Höhe von -0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) enthalten.
Im Berichtsjahr wurden auf temporäre Differenzen aus einbehaltenen Gewinnen in- und ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 39,4 Mio. Euro (Vorjahr: 42,3 Mio. Euro) latente Steuerschulden in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) bilanziert. Für temporäre Differenzen aus einbehaltenen Gewinnen in- und ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 12,2 Mio. Euro (Vorjahr: 17,5 Mio. Euro) wurden zum 31. Dezember 2023 keine latenten Steuerschulden bilanziert, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese in absehbarer Zeit umkehren werden. Der Steuereffekt auf diese Differenzen würde 1,2 Mio. Euro betragen (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro).
Saldierte latente Steueransprüche in Höhe von 8,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) wurden trotz steuer-licher Verluste im Berichtsjahr oder im Vorjahr aktiviert, da substanzielle Hinweise für ihren Ansatz auf-grund nicht wiederkehrender Einmaleffekte vorliegen. Der Ansatz erfolgte auf Basis der Planungsrechnung-en über das steuerliche Einkommen der entsprechenden Gesellschaften, da innerhalb der nächsten Jahre mit nachhaltig positiven operativen Ergebnissen zu rechnen ist.
Für die nachfolgend aufgeführten temporären Differenzen und steuerlichen Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verluste verwendet werden können.
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Steuerliche Verluste | | 330.578 | | 408.075 |
Abzugsfähige temporäre Differenzen | | 7.696 | | 6.794 |
Summe | | 338.274 | | 414.869 |
Verlustvorträge werden, soweit eine Veranlagung der entsprechenden Steuern vorliegt, auf Basis dieser Veranlagung angegeben. Liegt noch keine Veranlagung vor, wird der errechnete bzw. der den Finanzbehörden gegenüber erklärte Wert herangezogen.
27Eigenkapital
Grundkapital und genehmigtes Kapital
Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt 2.884.395 (Vorjahr: 2.884.395) voll eingezahlte nennwertlose Namensaktien mit Stimmrecht ausgegeben. Hiervon befanden sich 2.879.215 Aktien im Umlauf (Vorjahr: 2.879.215). Zum 31. Dezember 2023 befanden sich 5.180 Stück im Bestand eigener Aktien der Logwin AG (Vorjahr: 5.180 Stück) und unterlagen damit dem Stimmrechts- und Dividendenausschluss. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am Grundkapital von 45,52 EUR (Vorjahr: 45,52 EUR). Darüber hinaus verfügt die Logwin AG zum 31. Dezember 2023 über ein genehmigtes Kapital von insgesamt 68.700 TEUR (Vorjahr: 68.700 TEUR), eingeteilt in weitere 1.509.105 neu auszugebende Aktien ohne Nennwert (Vorjahr: 1.509.105).
Ergebnisverwendung und Kapitalrücklage
Die Hauptversammlung der Logwin AG vom 31. März 2023 hat einen Verlust von 21.112 TEUR zum 31. Dezember 2022 festgestellt. Aus der Kapitalrücklage wurde auf Beschluss der Hauptversammlung eine Ausschüttung in Höhe von 69.101 TEUR (Vorjahr: 17.275 TEUR) vorgenommen. Dies entspricht einem Betrag von 24,00 Euro pro Aktie (Vorjahr: 6,00 Euro pro Aktie).
Ausschüttung
Eine mögliche Ausschüttung für das Berichtsjahr 2023 muss von den Anteilseignern in der Hauptversammlung am 16. April 2024 beschlossen werden und war folglich in diesem Abschluss nicht als Verbindlichkeit zu bilanzieren.
Gewinnrücklagen
Nichtausschüttungsfähiger Bilanzgewinn
Gemäß Luxemburger Recht sind zumindest 5 % des Jahresüberschusses aus dem Einzelabschluss einer gesetzlichen Rücklage zuzuführen, bis diese Rücklage 10 % des gezeichneten Kapitals der Gesellschaft erreicht. Diese Rücklage ist zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 13.130 TEUR (Vorjahr: 13.130 TEUR) in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Logwin Konzerns unter der Position „Gewinnrücklage“ enthalten. Diese gesetzliche Rücklage kann nicht als Dividende ausgeschüttet werden.
Leistungsorientierte Versorgungspläne
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen in Form von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sowie Ertrag aus Planvermögen, der nicht in den Zinserträgen erfasst wird, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und sind in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern. Diese Beträge werden in der Gewinnrücklage ausgewiesen und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 kumuliert auf -9.292 TEUR (Vorjahr: -8.085 TEUR). Die Veränderung des Berichtsjahres 2023 von -1.208 TEUR (Vorjahr: 6.926 TEUR) entfällt in vollem Umfang auf die Neubewertungen der Nettoschuld, vermindert um die darauf entfallenden latenten Steuern.
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Die Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden im Eigenkapital im kumulierten sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Bedingt durch die Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ergab sich zum 31. Dezember 2023 ein kumuliertes sonstiges Ergebnis von -6.345 TEUR (Vorjahr: -2.706 TEUR). Die im Eigenkapital erfassten Beträge sind bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern.
Eigene Aktien
Zum 31. Dezember 2023 befanden sich 5.180 Aktien (Vorjahr: 5.180) im Wert von 838 TEUR (Vorjahr: 838 TEUR) im Besitz der Logwin AG, die bis zum Jahr 2022 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms erworben wurden. Eigene Aktien unterliegen dem Stimmrechts- und Dividendenausschluss.
28Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2023 verfügte der Logwin Konzern über Kreditlinien (ohne Avallinien) in Höhe von 38,5 Mio. Euro (Vorjahr: 38,8 Mio. Euro), die zum Abschlussstichtag des Berichtsjahres in Höhe von 0,0 Mio. Euro in Anspruch genommen wurden (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro). Darüber hinaus stand dem Logwin Konzern zum Stichtag aus dem Factoring in Abhängigkeit vom verkauften Forderungsvolumen ein vertraglich vereinbarter Höchstbetrag von 60,0 Mio. Euro (Vorjahr: 60,0 Mio. Euro) zur Inanspruchnahme zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2023 sowie zum Vorjahresstichtag wurde die Factoringlinie nicht in Anspruch genommen.
Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 47 TEUR (Vorjahr: 1.110 TEUR).
Die Verzinsung der sonstigen kurzfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten erfolgte variabel und entsprach daher dem jeweils aktuellen Marktniveau.
29Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Im Logwin Konzern bestehen sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Zusagen.
Beitragsorientierte Versorgungspläne
Die beitragsorientierten Versorgungspläne des Konzerns führten im Geschäftsjahr 2023 zu Zahlungen von 941 TEUR (Vorjahr: 780 TEUR) an private Rentenversicherungsträger. Darüber hinaus erfolgten Beitragszahlungen von 7.938 TEUR (Vorjahr: 8.365 TEUR) an gesetzliche Rentenversicherungsträger.
Leistungsorientierte Versorgungspläne
Die leistungsorientierten Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus (kapitalgedeckten und nicht kapitalgedeckten) Pensionszusagen gegenüber Mitarbeitern vorwiegend deutscher Konzerngesellschaften. Im Logwin Konzern bestehen überwiegend Verpflichtungen aus unverfallbaren Anwartschaften von in der Vergangenheit geschlossenen Versorgungswerken. Bei den zugesagten Leistungen handelt es sich größtenteils um lebenslang laufende Rentenzahlungen. Daneben existieren vor allem noch Ansprüche von in Österreich beschäftigten Mitarbeitern aus der gesetzlichen Abfertigung.
Charakteristisch für die leistungsorientierten Verpflichtungen ist, dass der Logwin Konzern die zugesagte Leistungshöhe gewährt und somit das Finanzierungs- und das Langlebigkeitsrisiko trägt. Soweit die Verpflichtungen teilweise oder vollständig kapitalgedeckt sind, tritt an die Stelle des Finanzierungsrisikos das allgemeine Marktrisiko. Da es sich bei dem im Logwin Konzern vorliegenden Planvermögen im Wesentlichen um Rückdeckungsversicherungen, Direktversicherungen sowie Unterstützungskassen handelt, deren Volatilität vergleichsweise gering ist, besteht diesbezüglich ein geringfügiges Risiko.
Die in der Bilanz angesetzte Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen setzt sich wie folgt zusammen:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Barwert der Verpflichtung | | 25.203 | | 24.763 |
Planvermögen | | -1.824 | | -1.742 |
Nettoschuld (Finanzierungsstatus) | | 23.379 | | 23.021 |
Die Entwicklung der Nettoschuld im laufenden Geschäftsjahr bzw. im Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Nettoschuld zum 1. Januar | | 23.021 | | 31.616 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand | | 1.190 | | 812 |
Beiträge inkl. Rentenzahlungen des Unternehmens | | -1.566 | | -1.659 |
Erfolgsneutral erfasste Neubewertungen | | 1.396 | | -7.636 |
Planabgeltungen | | -30 | | -177 |
Desinvestments | | -583 | | - |
Sonstige Veränderungen | | -49 | | 65 |
Nettoschuld am 31. Dezember | | 23.379 | | 23.021 |
Die sonstigen Veränderungen umfassen im Wesentlichen Effekte aus der Währungsumrechnung der Nettoschuld.
Die Veränderung der Nettoschuld teilt sich wie folgt auf die Entwicklung des Barwertes der Verpflichtung und des Planvermögens auf:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Barwert der Verpflichtung am 1. Januar | | 24.763 | | 33.330 |
Laufender Dienstzeitaufwand | | 449 | | 481 |
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | | 9 | | 30 |
Zinsaufwand | | 785 | | 316 |
Versicherungsmathematische Gewinne (-) /Verluste (+) | | | | |
durch Änderung demographischer Annahmen | | 12 | | -23 |
durch Änderungen finanzieller Annahmen | | 918 | | -7.374 |
durch erfahrungsbedingte Anpassungen | | 454 | | -217 |
Beiträge begünstigter Arbeitnehmer | | 140 | | - |
Geleistete Zahlungen aus Gesellschaftsvermögen | | -1.555 | | -1.613 |
Geleistete Zahlungen aus Planvermögen | | -91 | | -36 |
Planabgeltungen | | -30 | | -177 |
Desinvestments | | -583 | | - |
Sonstige Veränderungen | | -68 | | 46 |
Barwert der Verpflichtung am 31. Dezember | | 25.203 | | 24.763 |
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Planvermögen am 1. Januar | | 1.742 | | 1.714 |
Zinserträge auf Planvermögen | | 53 | | 15 |
Nicht in den Zinserträgen erfasste Erträge aus Planvermögen | | -13 | | 22 |
Beiträge des Arbeitgebers | | 11 | | 46 |
Beiträge begünstigter Arbeitnehmer | | 140 | | - |
Geleistete Zahlungen aus Planvermögen | | -91 | | -36 |
Sonstige Veränderungen | | -18 | | -19 |
Planvermögen am 31. Dezember | | 1.824 | | 1.742 |
Das Planvermögen setzt sich zum 31. Dezember 2023 aus Rückdeckungsversicherungen von 741 TEUR (Vorjahr: 638 TEUR), Unterstützungskassen von 341 TEUR (Vorjahr: 352 TEUR), Direktversicherungen von 253 TEUR (Vorjahr: 266 TEUR) sowie sonstigen Sicherungsformen von 489 TEUR (Vorjahr: 486 TEUR) zusammen. Die voraussichtlichen Beiträge zum Planvermögen belaufen sich im Folgejahr auf 11 TEUR.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungs-pläne erfasst:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Dienstzeitaufwand | | -458 | | -511 |
Nettozinsaufwand | | -732 | | -301 |
Summe Pensionsaufwendungen | | -1.190 | | -812 |
Von der Gesamtsumme der Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungspläne im Jahr 2023 sind 301 TEUR (Vorjahr: 444 TEUR) in den Umsatzkosten, 86 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR) in den Vertriebskosten und 71 TEUR (Vorjahr: 24 TEUR) in den Verwaltungskosten enthalten. Der Nettozinsaufwand aus der Aufzinsung der Verpflichtung sowie aus der Verzinsung des Planvermögens in Höhe von 732 TEUR (Vorjahr: 301 TEUR) wird in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.
Versicherungsmathematische Annahmen
Der Berechnung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen wurden folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde gelegt:
| | | | |
| | | | |
Abzinsungssatz | | 3,3% | | 3,7% |
Lohn- und Gehaltstrend | | 2,7% | | 2,5% |
Rententrend | | 2,2% | | 2,2% |
Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Deutschland wie im Vorjahr die „Richttafeln 2018G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.
Die Lohn- und Gehaltstrends beinhalten sowohl eine Komponente für eine Inflationsanpassung als auch für karrierebedingte Gehaltssteigerungen und basieren wie auch die Fluktuationsraten auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Erwartungen für die Zukunft.
Die Rententrends entsprechen entweder den vertraglich festgelegten Garantierentenanpassungen oder basieren auf den gültigen Regelungen zur Rentenanpassung.
Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen hätten folgende Auswirkungen auf die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung gehabt:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | | | |
Abzinsungssatz | | Um 1 (Vorjahr: 0,5) Prozentpunkte höher | | -2.104 | | -1.103 |
| | Um 1 (Vorjahr: 0,5) Prozentpunkte niedriger | | 2.537 | | 1.210 |
Lohn- und Gehaltstrend | | Um 0,5 Prozentpunkte höher | | 221 | | 107 |
| | Um 0,5 Prozentpunkte niedriger | | -205 | | -101 |
Rententrend | | Um 0,5 Prozentpunkte höher | | 781 | | 942 |
| | Um 0,5 Prozentpunkte niedriger | | -721 | | -869 |
Lebenserwartung | | Absenkung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10% | | 664 | | 727 |
Die dargestellten Sensitivitätsanalysen berücksichtigen jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, d. h. mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen wurden nicht berücksichtigt. Für die Ermittlung der Sensitivitäten ist dieselbe Methode wie für die Ermittlung des Barwerts der leistungs-orientierten Pensionsverpflichtungen verwendet worden.
Zur Untersuchung der Sensitivität des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung gegenüber einer Veränderung der angenommenen Lebenserwartung wurden im Rahmen einer Vergleichsberechnung die angesetzten Sterbewahrscheinlichkeiten um 10 % abgesenkt; dies führt wie im Vorjahr zu einer Erhöhung der Lebenserwartung von in etwa einem Jahr.
Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtung gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungs-orientierten Pensionsverpflichtung beträgt 10,47 Jahre (Vorjahr: 10,72 Jahre).
Nachfolgend wird das Fälligkeitsprofil der nicht diskontierten Auszahlungen der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung dargestellt:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Zahlungen fällig innerhalb des nächsten Geschäftsjahres | | 1.570 | | 1.727 |
Zahlungen fällig in zwei bis fünf Jahren | | 5.767 | | 5.965 |
Zahlungen fällig in sechs bis zehn Jahren | | 6.592 | | 6.467 |
Zahlungen fällig in elf bis 15 Jahren | | 5.863 | | 5.899 |
Zahlungen fällig in 16 bis 20 Jahren | | 4.543 | | 4.839 |
Zahlungen fällig in mehr als 20 Jahren | | 8.833 | | 10.138 |
30Sonstige langfristige Rückstellungen
Angaben in Tausend € | | |
| | |
1. Januar 2023 | | 2.887 |
Zuführungen | | 415 |
Verbrauch | | -156 |
Auflösung | | 33 |
Kursdifferenzen | | 32 |
Desinvestments | | -165 |
31. Dezember 2023 | | 3.046 |
Der Zinsanteil aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellungen belief sich im Jahr 2023 auf 69 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR).
31Kurzfristige Rückstellungen
Angaben in Tausend € | | | | | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
1. Januar 2023 | | 576 | | 275 | | 2.192 | | 6.262 | | 9.305 |
Zuführungen | | 353 | | 430 | | 1.534 | | 2.095 | | 4.412 |
Verbrauch | | -331 | | -200 | | -408 | | -1.415 | | -2.354 |
Auflösung | | -241 | | - | | -1.041 | | -853 | | -2.135 |
Kursdifferenzen | | -6 | | - | | 1 | | -37 | | -42 |
31. Dezember 2023 | | 351 | | 505 | | 2.278 | | 6.052 | | 9.186 |
Die ausgewiesenen Rückstellungen für Prozesse und Rechtsstreitigkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2023 aus diversen Prozessrisiken zusammen.
Die Gewährleistungsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Fracht- und Haftpflicht-schäden aus der operativen Geschäftstätigkeit.
Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen wurden unter anderem für diverse Vertrags- und Regressrisiken sowie ausstehende Rechnungen und Kundenboni gebildet.
Die Inanspruchnahme der kurzfristigen Rückstellungen erfolgt voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag.
32Ertragsteuerverbindlichkeiten
Die bilanzierten Ertragsteuerverbindlichkeiten ermitteln sich aus abgegrenzten Ertragsteueraufwendungen für das Geschäftsjahr 2023 sowie für frühere Geschäftsjahre in Höhe von 32.474 TEUR (Vorjahr: 33.509 TEUR), abzüglich bereits geleisteter Vorauszahlungen in Höhe von 27.490 TEUR (Vorjahr: 24.868 TEUR).
33Sonstige Verbindlichkeiten
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Personalbezogene Verbindlichkeiten: | | | | |
Lohn- und Gehaltskosten | | 22.805 | | 38.210 |
Sozialversicherungen | | 1.857 | | 1.627 |
Urlaubsabgrenzung | | 3.445 | | 3.734 |
Sonstige Steuern und Abgaben | | 6.018 | | 7.825 |
Kundenvorauszahlungen | | 1.789 | | 1.941 |
Derivative Finanzinstrumente | | 1.124 | | 4.802 |
Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten | | 10.314 | | 7.769 |
Summe sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | | 47.352 | | 65.908 |
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | | 10 | | 18 |
Summe sonstige langfristige Verbindlichkeiten | | 10 | | 18 |
Summe sonstige Verbindlichkeiten | | 47.362 | | 65.926 |
davon finanzielle Verbindlichkeiten | | 34.150 | | 50.138 |
Die Kundenvorauszahlungen stellen Vertragsverbindlichkeiten im Sinne des IFRS 15 dar. Weitere Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 18.014 TEUR wurden mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert (Vorjahr: 22.308 TEUR).
Die Restlaufzeiten der in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Restlaufzeit bis 1 Jahr | | 34.150 | | 50.120 |
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | | - | | 18 |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | 34.150 | | 50.138 |
Sonstige Angaben
34Unternehmenszusammenschlüsse
Der Logwin Konzern hat am 1. Dezember 2023 sämtliche Anteile an der ATL Logistics B.V., Amsterdam, NL (nachfolgend: „ATL Logistics“) erworben. Der bisherige Gesellschafter beteiligt sich gleichzeitig mit einer Minderheitsbeteiligung an der Logwin Air + Ocean The Netherlands B.V., welche die Anteile an der ATL Logistics B.V. hält.
Logwin verstärkt mit zusätzlichen Umschlag- und Lagerkapazitäten seine bestehende Organisation eines weltweiten Luft- und Seefrachtnetzes in den Niederlanden. Im Zeitraum vom 1. Dezember 2023 bis 31. Dezember 2023 erwirtschaftete die ATL Logistics BV Umsatzerlöse in Höhe von 664 TEUR und einen Jahresüberschuss in Höhe von 45 TEUR. Hätte der Erwerb am 1. Januar 2023 stattgefunden, hätten sich der Konzernumsatz für das Jahr 2023 um schätzungsgemäß 8.250 TEUR und der Jahresüberschuss um schätzungsgemäß 500 TEUR erhöht. Diese Schätzung basiert auf der Annahme, dass der ermittelte beizulegende Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2023 sachgerecht gewesen wäre.
Einzelheiten der übertragenen Gegenleistung stellen sich wie folgt dar:
Angaben in Tausend € | | |
| | |
Barvergütung | | 4.225 |
Übertragung von Anteilen der Erwerbergesellschaft | | 611 |
Fair Value der übertragenen Gegenleistung | | 4.836 |
Als Bestandteil der Gegenleistung wurden 10 % der Anteile an der Erwerbergesellschaft übertragen. Dies entspricht einer Anzahl ausgegebener Aktien von 201.680 Stück. Der Fair Value der Anteile wurde durch eine Multiple-Bewertung auf Basis eines normalisierten EBITDA bestätigt.
Die angesetzten Beträge für die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Angaben in Tausend € | | |
| | |
Zahlungsmittel | | 372 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | | 906 |
Sonstige Vermögenswerte | | 34 |
Sachanlagen einschl. Nutzungsrechte | | 625 |
Kundenbeziehungen | | 914 |
Sonstige immaterielle Vermögenswerte | | 15 |
Vermögenswerte | | 2.866 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | 459 |
Leasingverbindlichkeiten | | 555 |
Ertragsteuerverbindlichkeiten | | 72 |
Sonstige Verbindlichkeiten | | 137 |
Verbindlichkeiten | | 1.223 |
Erworbenes identifizierbares Reinvermögen | | 1.643 |
Fair Value der übertragenen Gegenleistung | | 4.836 |
Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss | | 3.193 |
Der entstandene Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Qualifikation der Mitarbeiter sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung der ATL Logistics BV in das bestehende Air + Ocean-Geschäft des Logwin Konzerns. Entsprechend wurde der Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Air + Ocean zugeordnet. Der Firmenwert ist erwartungsgemäß für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.
Zur Bestimmung des Fair Value der Kundenbeziehungen wurde der Barwert der erwarteten Netto-Cashflows, die die Kundenbeziehungen erzeugen, ermittelt. Der Fair Value der Kundenbeziehungen beläuft sich auf 914 TEUR. Die planmäßige Abschreibungsdauer beträgt sechs Jahre.
35Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
Die nachfolgenden Tabellen geben zusätzliche Informationen zu den im Logwin Konzern vorliegenden Finanzinstrumenten. Zum einen werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 aufgezeigt, zum anderen werden die Bilanzposten, die Finanzinstrumente enthalten, mit den entsprechenden bilanziellen Wertansätzen sowie ihrem Fair Value dargestellt.
Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IFRS 9
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | | 501.839 | | |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) | | 7.918 | | 7.918 |
Finanzielle Vermögenswerte | | 509.757 | | 7.918 |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | | 247.509 | | |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) | | 1.124 | | 1.124 |
Finanzielle Verbindlichkeiten | | 248.633 | | 1.124 |
Angaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | | 595.390 | | |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) | | 11.057 | | 11.057 |
Finanzielle Vermögenswerte | | 606.447 | | 11.057 |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | | 339.438 | | |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) | | 4.802 | | 4.802 |
Finanzielle Verbindlichkeiten | | 344.240 | | 4.802 |
Die Vorjahresangaben wurden hinsichtlich der Zuordnung zu den Bewertungskategorien angepasst.
Buchwerte und Fair Values von Finanzinstrumenten nach Bilanzposten
Die folgende Übersicht leitet die vorhandenen Finanzinstrumente auf die entsprechenden Bilanzposten über und gibt den jeweiligen Bewertungsmaßstab, den Wertansatz sowie den Fair Value zum Bilanzstichtag wieder:
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Vermögenswerte | | | | | | | | |
| | FVTPL | | 541 | | | | 541 |
| | keine FI | | 174 | | | | |
Finanzanlagen | | Summe | | 715 | | | | |
| | AC | | 777 | | | | 777 |
| | n.a. | | 2.614 | | 2.614 | | |
| | keine FI | | 230 | | | | |
Sonstige langfristige Vermögenswerte | | Summe | | 3.621 | | | | |
| | FVTPL | | 6.306 | | | | 6.306 |
| | AC | | 140.533 | | | | 140.533 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring | | Summe | | 146.839 | | | | 146.839 |
| | AC | | 5.064 | | | | 5.064 |
| | FVTPL | | 1.071 | | | | 1.071 |
| | n.a. | | 952 | | 952 | | |
| | keine FI | | 20.472 | | | | |
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | | Summe | | 27.559 | | | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | AC | | 355.465 | | - | | 355.465 |
Verbindlichkeiten | | | | | | | | |
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | | n.a. | | 44.022 | | 44.022 | | - |
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | | AC | | 10 | | - | | 10 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | AC | | 214.428 | | - | | 214.428 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | | n.a. | | 30.990 | | 30.990 | | - |
Sonstige kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten | | AC | | 47 | | - | | 47 |
| | AC | | 33.014 | | - | | 33.014 |
| | FVTPL | | 1.124 | | - | | 1.124 |
| | keine FI | | 13.214 | | - | | - |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | | Summe | | 47.352 | | - | | - |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Vermögenswerte | | | | | | | | |
| | FVTPL | | 506 | | | | 506 |
| | keine FI | | 174 | | | | |
Finanzanlagen | | Summe | | 680 | | - | | |
| | AC | | 566 | | - | | 566 |
| | n.a. | | 441 | | - | | |
Sonstige langfristige Vermögenswerte | | Summe | | 1.007 | | - | | |
| | FVTPL | | 7.226 | | - | | 7.226 |
| | AC | | 225.162 | | - | | 225.162 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring | | Summe | | 232.388 | | - | | 232.388 |
| | AC | | 5.883 | | - | | 4.548 |
| | FVTPL | | 3.325 | | - | | 3.325 |
| | keine FI | | 24.185 | | - | | |
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | | Summe | | 33.393 | | - | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | AC | | 363.778 | | - | | 363.778 |
Verbindlichkeiten | | | | | | | | |
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | | n.a. | | 54.354 | | 54.354 | | - |
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | | AC | | 18 | | - | | 18 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | AC | | 292.992 | | - | | 292.992 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | | n.a. | | 26.598 | | 26.598 | | - |
Sonstige kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten | | AC | | 1.110 | | - | | 1.110 |
| | AC | | 45.318 | | - | | 45.318 |
| | FVTPL | | 4.802 | | - | | 4.802 |
| | keine FI | | 15.788 | | - | | - |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | | Summe | | 65.908 | | - | | - |
Die Fair Values der Finanzinstrumente wurden basierend auf folgenden Methoden und Annahmen ermittelt:
Für börsennotierte Wertpapiere kann der Fair Value durch am Bilanzstichtag vorhandene Marktinformationen gemäß Stufe 1 ermittelt werden. Bei öffentlich gehandelten Finanzinstrumenten stellt der Kurswert am Stichtag den Fair Value des Instruments dar.
Die Ermittlung der Fair Values derivativer Finanzinstrumente erfolgte nach Stufe 2 der Fair Value-Hierarchie mit Hilfe von Bewertungsmethoden, wie z. B. der Barwertmethode, unter Verwendung von entspre-chenden Marktparametern, die für alle wesentlichen Inputfaktoren direkt beobachtbar und tagesaktuell sind. Die Fair Values der Währungs-derivate wurden dabei unter Berücksichtigung der entsprechenden Spot Rate sowie der Zinskurven der jeweiligen Währung berechnet.
Bei den sonstigen Finanzierungsverbindlichkeiten mit variablen Zinssätzen erfolgt die Bestimmung der Fair Values unter der Annahme, dass sich vereinbarte und marktübliche Zinssätze entsprechen. Folglich stimmen die Buchwerte annahmegemäß mit den Fair Values überein. Bei Finanzierungsverbindlichkeiten mit festen Zinssätzen werden die Fair Values mit Hilfe von Bewertungsmodellen berechnet. Die Inputfaktoren (Zinsen) basieren auf beobachtbaren Marktdaten.
Die Fair Values von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet wurden, sowie von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeiten annahmegemäß ihren Buchwerten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring, bei denen die Ermittlung des Fair Values auf Stufe 3 erfolgt, unterliegen lediglich einem Ausfallrisiko, daher gilt, wenn das Kreditrisiko um 1% höher oder niedriger wäre, wäre der Fair Value um 1% niedriger oder höher.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Logwin Konzerns, die mit dem Fair Value bilanziert wurden, entsprechend der Fair Value-Hierarchie.
| | | | | | | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Vermögenswerte | | | | | | | | |
Finanzanlagen | | 541 | | - | | - | | 541 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring | | - | | - | | 6.306 | | 6.306 |
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | | - | | 1.071 | | - | | 1.071 |
Summe | | 541 | | 1.071 | | 6.306 | | 7.918 |
Verbindlichkeiten | | | | | | | | |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | | - | | 1.124 | | - | | 1.124 |
| | | | | | | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Vermögenswerte | | | | | | | | |
Finanzanlagen | | 506 | | - | | - | | 506 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring | | - | | - | | 7.226 | | 7.226 |
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | | - | | 3.325 | | - | | 3.325 |
Summe | | 506 | | 3.325 | | 7.226 | | 11.057 |
Verbindlichkeiten | | | | | | | | |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | | - | | 4.802 | | - | | 4.802 |
Während des Berichtsjahres sowie des Vorjahres gab es keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3.
Nettoergebnis von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien
| | | | aus der Folgebewertung | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Vermögenswerte zu fortgeführten AK | | 9.448 | | - | | -776 | | 8.672 |
Vermögenswerte zum FVTPL | | - | | 1.682 | | - | | 1.682 |
Verbindlichkeiten zu fortgeführten AK | | -1.010 | | - | | - | | -1.010 |
Verbindlichkeiten zum FVTPL | | - | | -2.816 | | - | | -2.816 |
Summe | | 8.438 | | -1.134 | | -776 | | 6.528 |
| | | | aus der Folgebewertung | | |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Vermögenswerte zu fortgeführten AK | | 1.445 | | - | | -1.080 | | 365 |
Vermögenswerte zum FVTPL | | - | | 1.434 | | - | | 1.434 |
Verbindlichkeiten zu fortgeführten AK | | -3.040 | | - | | - | | -3.040 |
Verbindlichkeiten zum FVTPL | | - | | -570 | | - | | -570 |
Summe | | -1.595 | | 864 | | -1.080 | | -1.811 |
Bezüglich der Zinserträge und -aufwendungen verweisen wir auf Anhangangabe 13 „Finanzergebnis“. Die Erträge und Aufwendungen aus der Folgebewertung zum Fair Value betreffen im Wesentlichen die Bewertungen der derivativen Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Währungsrisiken gehalten werden. Die Aufwendungen aus Wertminderungen umfassen Wertberichtigungen auf Forderungen.
Finanzielle Risiken
Liquiditätsrisiken
Die Geschäftstätigkeit der operativen Einheiten des Logwin Konzerns als Logistikunternehmen kann die bedarfsweise Inanspruchnahme von Krediten, Factoring und von kreditähnlichen Finanzierungsformen, z. B. im Rahmen von kurz- und mittelfristigen Anmietungen oder Leasing von Infrastruktur, Transportequipment und sonstigen technischen Geräten und Anlagen erforderlich machen. Ein eingeschränkter Zugang zu Finanzmitteln und Garantielinien, eine nicht ausreichende Verfügbarkeit geeigneter Forderungen zur Veräußerung im Wege des Factoring oder eine nachhaltige Verteuerung der oben genannten Finanzierungsinstrumente könnte zu erheblichen Liquiditäts- und Ergebnisrisiken für den Logwin Konzern führen.
Der Logwin Konzern steuert das Liquiditätsrisiko, indem täglich die aktuelle Liquiditätssituation überwacht wird. Anhand von Liquiditätsplanungen wird der zukünftige Bedarf an liquiden Mitteln ermittelt und regelmäßig analysiert, ob der Logwin Konzern in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Fälligkeiten zu begleichen. Des Weiteren begrenzt der Logwin Konzern sein Liquiditätsrisiko durch ein striktes Working Capital Management sowie durch die Finanzierung über verschiedene Finanzierungsquellen. Zum 31. Dezember 2023 verfügte der Logwin Konzern über nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 38,5 Mio. Euro (Vorjahr: 37,7 Mio. Euro). Darüber hinaus steht dem Logwin Konzern in Abhängigkeit vom verkauften Forderungsvolumen aus Factoring im Geschäftsjahr 2024 ein vertraglich vereinbarter Höchstbetrag von 60,0 Mio. Euro (Vorjahr: 60,0 Mio. Euro) zur Inanspruchnahme zur Verfügung. Eine Fälligkeitsanalyse der finanziellen Verpflichtungen ist in Anhangangabe 36 „Finanzielle Verpflichtungen“ dargestellt.
Die Abwicklung weltweiter Transportgeschäfte erfordert die Möglichkeit, Garantien und Bürgschaften all-gemein anerkannter Sicherheitengeber zu hinterlegen, so z. B. bei Zoll- und Steuerbehörden sowie zur weltweiten Abfertigung von Luft- und Seefrachttransporten. Sollten derartig etablierte Finanzinstrumente dem Logwin Konzern nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen oder die gewohnten Mechanismen der finanziellen Geschäftsabwicklung nicht mehr funktionieren, so geht dies mit Liquiditäts- und Ergebnisrisiken für den Logwin Konzern einher. Das Risiko wird durch Diversifikation und vertragliche Vereinbarungen mit – gemäß definierter Kriterien – ausgewählten, führenden Finanzdienstleistern reduziert.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, dass eine Gegenpartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt und dem Logwin Konzern dadurch finanzielle Verluste entstehen. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich das maximale Kreditrisiko des Konzerns ohne Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten oder anderen Kreditverbesserungen aus den Buchwerten der jeweiligen bilanzierten finanziellen Vermögenswerte, wie sie in der Konzernbilanz angegeben sind. Für drohende Ausfallrisiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Umfang der Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Anhangangabe 23 „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring sowie Vertragsvermögenswerte“ verwiesen. Demgegenüber sind Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, voll werthaltig.
Es bestehen Kreditrisiken aus Kunden- und Bankenbeziehungen, die sich im Falle Ihres Eintritts negativ auf die Ertragslage auswirken würden. Der Logwin Konzern begrenzt die Risiken aus Forderungsausfällen aus Kundenbeziehungen unverändert durch die enge Überwachung und restriktive Vergabe von Zahlungszielen und Kreditlimiten. Entscheidungen über die Vergabe von Kreditlimiten und Zahlungszielen erfolgen auf Basis von Bonitätsprüfungen und weiteren Analysen. Darüber hinaus bestehen in nahezu allen Ländern für einen Großteil der Kunden Warenkreditversicherungen. Kreditrisiken aus Bankenbeziehungen (Counterparty Risk) wird durch Diversifikation der Bankbeziehungen entgegengewirkt.
Es besteht in beiden Geschäftsfeldern das Risiko vermehrter Insolvenzen von Kunden aufgrund der aktuellen konjunkturellen Lage sowie der deutlichen Preissteigerungen insbesondere für Rohstoffe, Energie und in weiteren Bereichen. Neben dem unmittelbaren Effekt potenzieller Forderungsausfälle kann dies einen längerfristigen negativen Effekt auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund wegfallenden Bestandsgeschäfts haben. Die konsequente Absicherung von Ausfallrisiken durch Kreditversicherungen sowie restriktive Vergaben von Zahlungszielen und Kreditlimiten dienen der Reduzierung der möglicherweise erhöhten Risiken aus diesem Bereich.
Um das Kreditrisiko zu minimieren, hat der Logwin Konzern Kreditrisikoeinstufungen entwickelt, um die Engagements nach ihrem Grad des Ausfallrisikos zu kategorisieren. Die Bonitätsinformationen werden, soweit verfügbar, von unabhängigen Ratingagenturen zur Verfügung gestellt und, falls nicht verfügbar, verwendet der Logwin Konzern andere öffentlich zugängliche Finanzinformationen und intern verfügbare Informationen des Konzerns, um seine Großkunden und sonstigen Schuldner zu bewerten. Das Engagement des Konzerns und die Bonität der Gegenparteien werden kontinuierlich überwacht und der Gesamtwert der abgeschlossenen Geschäfte auf die zugelassenen Gegenparteien verteilt.
Währungsrisiken
Da die Gesellschaften des Logwin Konzerns ihre Umsätze im Rahmen der weltweiten Aktivitäten in verschiedenen Währungen generieren und dementsprechend Vermögenswerte ebenfalls in Drittwährungen bilanziert werden, entstehen fortlaufend Fremdwährungsrisiken. Zudem bestehen zwischen den Gesellschaften des Logwin Konzerns interne Finanzierungssalden in fremder Währung.
Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund von nachteiligen Währungskursentwicklungen zu erheblichen Ergebnis- und Liquiditätsrisiken kommen könnte.
Der Logwin Konzern reagiert auf potenziell liquiditätswirksame Fremdwährungsrisiken, soweit machbar und wirtschaftlich sinnvoll, durch den Abschluss von Sicherungsinstrumenten. Unter Berücksichtigung der Sicherungsaktivitäten hätte eine Veränderung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um +/–10 % gegenüber dem US-Dollar, der für den Logwin Konzern wesentlichsten Fremdwährung, per 31. Dezember 2023 eine Auswirkung von –/+ 0,6 Mio. Euro auf das Konzernergebnis (Vorjahr: –/+ 2,8 Mio. Euro).
Da die Berichtswährung des Logwin Konzerns der Euro ist, rechnet das Unternehmen im Konzernabschluss die Abschlüsse der Gesellschaften mit anderen funktionalen Währungen in Euro um. Diese umrechnungs-bezogenen Fremdwährungsrisiken werden im Logwin Konzern üblicherweise nicht abgesichert. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Darstellung der Ertrags- und Vermögenslage des Logwin Konzerns haben.
Zinsrisiken
Das Zinsniveau hat sich nach einer lang anhaltenden Phase niedriger Zinsen weltweit aufgrund umfangreicher geldpolitischer Maßnahmen weiter deutlich erhöht gezeigt. Verschiedene Einflussfaktoren können zu einer weiteren Erhöhung des Zinsniveaus führen. Erhöhte Zinssätze können ein Ertragsrisiko für den Logwin Konzern darstellen. Zum 31. Dezember 2023 lagen im Konzern variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten in Form von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen sowie Ausleihungen vor. Die Zinsrisiken aus diesen Verträgen werden fortlaufend eng überwacht und im aktuellen Umfang toleriert. Für variabel verzinsliche Finanzinstrumente würde eine Veränderung des Referenzzinssatzes um +/- 1 % zu einer Veränderung des Zinsergebnisses von +/- 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: +/- 1,0 Mio. Euro) führen.
Fälligkeitsanalyse finanzieller Verbindlichkeiten
Im Folgejahr ist mit Zahlungsmittelabflüssen zur Bedienung von Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 47 TEUR (Vorjahr: 1.110 TEUR) zu rechnen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie zum Stichtag vorhandene derivative finanzielle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Zahlungsmittelflüsse aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten werden innerhalb eines Jahres beglichen. Den Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von 3,7 Mio. Euro stehen Zahlungsmittelzuflüsse in Höhe von 2,3 Mio. Euro gegenüber.
Die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten befindet sich in Anhangangabe 21.
Devisentermingeschäfte
Zum 31. Dezember 2023 bestanden im Logwin Konzern verschiedene Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken des operativen Geschäfts und zur Absicherung von Forderungen oder Verbindlichkeiten der Logwin AG aus der Konzernfinanzierung eingesetzt werden. Die Devisentermin-geschäfte haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
| | 31.12.2023 | | 31.12.2022 |
Angaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Forderungen der Logwin AG aus der Konzernfinanzierung und der operativen Tätigkeit von Konzerngesellschaften | | | | | | | | |
Verkauf | | | | | | | | |
AED | | 15.530 | | 3.872 | | 11.740 | | 3.098 |
AUD | | 8.077 | | 4.882 | | 18.754 | | 12.319 |
CNY | | 79.900 | | 10.154 | | 99.700 | | 14.065 |
CZK | | 20.700 | | 848 | | 1.700 | | 70 |
GBP | | 2.866 | | 3.299 | | 3.900 | | 4.514 |
HKD | | 143.200 | | 17.049 | | 208.400 | | 26.389 |
HUF | | 95.500 | | 2.416 | | 510.000 | | 1.200 |
MXN | | 56.500 | | 2.913 | | 85.545 | | 3.926 |
PLN | | 13.502 | | 2.979 | | 3.150 | | 665 |
RON | | 3.300 | | 660 | | 3.200 | | 634 |
SGD | | 1.650 | | 1.132 | | - | | - |
THB | | 8.240 | | 214 | | - | | - |
TRY | | 15.400 | | 464 | | 22.120 | | 1.111 |
USD | | 7.485 | | 6.774 | | 32.200 | | 30.832 |
ZAR | | 24.900 | | 1.222 | | 12.150 | | 667 |
Summe | | - | | 58.878 | | - | | 99.490 |
Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Verbindlichkeiten der Logwin AG aus der Konzernfinanzierung und der operativen Tätigkeit von Konzerngesellschaften | | | | | | | | |
Kauf | | | | | | | | |
AED | | 26.930 | | 6.727 | | 21.500 | | 5.661 |
AUD | | 8.284 | | 5.002 | | 17.813 | | 11.523 |
CNY | | 161.930 | | 20.717 | | 213.080 | | 30.410 |
CZK | | 29.500 | | 1.217 | | 16.800 | | 692 |
GBP | | 4.541 | | 5.263 | | 4.850 | | 5.607 |
HKD | | 245.550 | | 28.761 | | 422.850 | | 52.790 |
HUF | | 1.085.000 | | 2.709 | | 1.030.000 | | 2.476 |
MXN | | 2.600 | | 138 | | 28.000 | | 1.313 |
PLN | | 30.302 | | 6.804 | | - | | - |
RON | | 7.000 | | 1.403 | | 3.500 | | 699 |
SGD | | 3.525 | | 2.405 | | 1.770 | | 1.259 |
THB | | 2.000 | | 53 | | 4.100 | | 112 |
TRY | | 24.600 | | 760 | | 30.200 | | 1.522 |
TWD | | 17.000 | | 508 | | 17.000 | | 538 |
USD | | 10.120 | | 9.197 | | 24.457 | | 23.399 |
Summe | | - | | 91.664 | | - | | 138.001 |
Die folgende Tabelle stellt die Marktwerte und Nominalvolumina der derivativen Finanzinstrumente gegenüber:
| | 31.12.2023 | | 31.12.2022 |
Аngaben in Tausend € | | | | | | | | |
| | | | | | | | |
Vermögenswerte | | | | | | | | |
Devisentermingeschäfte | | 51.475 | | 1.071 | | 102.757 | | 3.325 |
Summe | | 51.475 | | 1.071 | | 102.757 | | 3.325 |
Verbindlichkeiten | | | | | | | | |
Devisentermingeschäfte | | 99.067 | | 1.124 | | 134.733 | | 4.802 |
Summe | | 99.067 | | 1.124 | | 134.733 | | 4.802 |
Den Vermögenswerten stehen jeweils Verbindlichkeiten aus der Bewertung zugrundeliegender Finanzierungsgeschäfte gegenüber. Den Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften stehen jeweils Vermögenswerte aus der Bewertung zugrundeliegender interner Finanzierungsgeschäfte gegenüber.
Mit den Banken, über die derivative Finanzinstrumente abgeschlossen werden, bestehen in den Rahmen-verträgen Nettingvereinbarungen, die aber grundsätzlich erst im Falle einer Insolvenz greifen. Insofern ist ein Nettoausweis für Zwecke der Bilanzierung unzulässig, da zum Stichtag nur eine theoretische Möglich-keit zur Aufrechnung besteht. Diese würde dazu führen, dass die ausgewiesenen Vermögenswerte in Höhe von 1.071 TEUR mit den ausgewiesenen Schulden von 1.124 TEUR verrechnet werden könnten. Im Vorjahr hätten die ausgewiesenen Schulden in Höhe von 4.802 TEUR mit den ausgewiesenen Vermögenswerten von 3.325 TEUR verrechnet werden können.
Kapitalmanagement
Die Zielsetzung des Kapitalmanagements des Logwin Konzerns besteht in der Wahrung finanzieller Stabilität und der Erhaltung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung der Logwin AG. Auf negative Veränderungen der Kapitalstruktur kann soweit möglich durch Anpassungen des Eigenkapitals oder der Fremdkapitalausstattung, insbesondere durch die Inanspruchnahme von vorhandenen Kreditlinien und der Factoring-Linie, reagiert werden.
Mittel- und langfristige Finanzierungsentscheidungen werden auf ihre Auswirkungen auf die Kapitalstruktur des Logwin Konzerns geprüft. Darüber hinaus werden kurz- und mittelfristige Veränderungen der Kapitalstruktur durch die Analyse des Working Capital systematisch überwacht. Wesentlich sind dabei neben der Entwicklung der absoluten Größen die jeweiligen relativen Veränderungen sowie die Veränderungen zu relevanten Vergleichsgrößen wie den Umsatzerlösen.
Folgende Posten sind Teil des Kapitalmanagements:
Аngaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | | -75.012 | | -80.952 |
Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten | | -47 | | -1.110 |
Bruttoverschuldung | | -75.059 | | -82.062 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | 355.465 | | 363.778 |
Nettoliquidität | | 280.406 | | 281.716 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | -214.428 | | -292.992 |
Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | | -59.594 | | -78.118 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring | | 146.839 | | 232.388 |
Vertragsvermögenswerte | | 14.083 | | 16.236 |
Ertragsteuerforderungen/-verbindlichkeiten | | -1.105 | | -5.488 |
Sonstige lang- und kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | | 31.180 | | 34.400 |
Vorräte | | 1.213 | | 2.086 |
Working Capital | | -81.812 | | -91.488 |
Eigenkapital | | 351.664 | | 346.392 |
36Finanzielle Verpflichtungen
Die folgende Tabelle zeigt alle nicht bilanzierten finanziellen Verpflichtungen zu den Stichtagen 31. Dezember 2023 und 2022:
Аngaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Fälligkeit innerhalb eines Jahres | | 22.129 | | 20.569 |
Fälligkeit innerhalb 2 bis 5 Jahren | | 11.978 | | 11.083 |
Fälligkeit in mehr als 5 Jahren | | 107 | | 731 |
Summe | | 34.214 | | 32.383 |
Die finanziellen Verpflichtungen bestehen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen.
37Eventualverbindlichkeiten und Rechtsverfahren
Von den zum 31. Dezember 2023 im Konzern bestehenden Eventualverbindlichkeiten im Sinne von Bankgarantien, anderen Garantien und sonstigen Haftungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb kann angenommen werden, dass keine wesentlichen Verpflichtungen entstehen werden.
Sofern erforderlich werden für einzelne Sachverhalte, die möglicherweise zu einer Inanspruchnahme führen können, Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus ist mit keiner Inanspruchnahme zu rechnen.
38Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers für das Berichtsjahr bzw. das Vorjahr umfasste folgende Leistungen (ohne Auslagen):
Аngaben in Tausend € | | Abschlussprüfer luxemburgischer Gesellschaft | | Netzwerk des Abschlussprüfers im Ausland |
| | | | | | | |
| | | | | | | | |
Abschlussprüfung | | 158 | | 190 | | 862 | | 669 |
Sonstige Leistungen | | - | | 1 | | 11 | | 7 |
Gesamt | | 158 | | 191 | | 873 | | 676 |
Im Jahr 2023 fand ein Wechsel des Abschlussprüfers nach einer Neuausschreibung der Abschlussprüfung der Logwin AG statt. Die Vorjahresangabe bezieht sich auf den vorangegangenen Abschlussprüfer.
39Angaben zu Bezügen von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen
Für exekutive Mitglieder des Verwaltungsrats, die direkt bei der Gesellschaft angestellt sind, setzt sich die Vergütung aus einer Grundvergütung und einer variablen Vergütung zusammen. Die variable Vergütung teilt sich in eine kurzfristige und eine langfristige Vergütungskomponente. Die Erfolgsziele als Bemessungsgrundlage der variablen Vergütung bestehen zu 80 % aus finanziellen Kennzahlen. In die kurzfristige variable Vergütung geht zudem zu 20 % eine persönliche Komponente ein, die sich nach persönlichen Zielen bemisst. Die langfristige variable Vergütung ist ebenfalls abhängig von der Erreichung finanzieller Kennzahlen und wird für einen mehrjährigen Betrachtungszeitraum festgelegt.
Die Bezüge der nicht-exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrats und der Mitglieder des Executive Committee enthalten sämtliche Bezüge von Konzerngesellschaften. Im fixen Anteil der laufenden Bezüge sind auch sonstige Vergütungsbestandteile enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden für Mitglieder des Managements Beiträge an einen beitragsorientierten Pensionsplan von 76 TEUR geleistet (Vorjahr: 67 TEUR).
Аngaben in Tausend € | | | | |
| | | | |
Mitglieder des Executive Committee | | 3.017 | | 2.355 |
davon fixer Anteil der laufenden Bezüge | | 1.562 | | 1.129 |
davon variabler Anteil der laufenden Bezüge | | 1.455 | | 1.226 |
Nicht-exekutive Mitglieder des Verwaltungsrates (fixe Bezüge) | | 130 | | 120 |
Bei den aufgeführten Bezügen der Mitglieder des Executive Committe und des Verwaltungsrats handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Zum Geschäftsjahresende bestanden ausstehende Salden gegenüber Mitgliedern des Executive Committee und des Verwaltungsrats aus der variablen und fixen Vergütung von 1.585 TEUR (Vorjahr: 1.346 TEUR), welche unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden. Darüber hinaus bestehen zum Stichtag unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Urlaubsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Executive Committee von 142 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR).
40Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen
Unternehmen und Personen werden als nahe stehend betrachtet, wenn eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen, oder eine Beteiligung an dem Unternehmen hält, die ihr einen maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen gibt, wenn eine der Parteien ein assoziiertes Unternehmen ist, oder wenn eine der Parteien ein Mitglied des Führungspersonals des Unternehmens oder dessen Mutterunternehmens ist.
Herr Stefan Quandt gilt als nahe stehende Person zur Logwin AG, da er Alleinaktionär der DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher ist, die mehrheitlich an der Logwin AG beteiligt ist. Er ist ferner alleiniger Gesellschafter der DELTON Health AG und der AQTON SE, beide Bad Homburg, sowie Aktionär und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der BMW AG, München. Er ist im Sinne von IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen“ eine nahe stehende Person zu diesen Unternehmen.
Der Logwin Konzern hat mit der DELTON Logistics S.à r.l. im Berichtsjahr Mieterlöse in Höhe von 9 TEUR erzielt (Vorjahr: 8 TEUR). Der Logwin Konzern hat von der DELTON Logistics S.à r.l. Dienstleistungen in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 63 TEUR) bezogen. Darüber hinaus bestanden nachstehende Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der DELTON Health AG, Bad Homburg v.d.H. und ihren Tochterunternehmen.
Аngaben in Tausend € | | DELTON Health AG und ihre Tochterunternehmen |
| | | |
| | | | |
Erbrachte Dienstleistungen | | 551 | | 664 |
Bezogene Dienstleistungen | | 564 | | 663 |
| | | | |
Forderungen zum 31. Dezember | | 9 | | 35 |
Verbindlichkeiten zum 31. Dezember | | 224 | | 213 |
Weiterhin hatte die Logwin AG mit der AQTON SE eine Rahmenvereinbarung für Geldhandelsgeschäfte abgeschlossen, die mit Wirkung zum 1. April 2022 aufgehoben wurde. Die Rahmenvereinbarung über Geldhandelsgeschäfte wurde zum 1. April 2022 durch einen Darlehensvertrag mit Darlehensrahmen von bis 120,0 Mio. Euro ersetzt. Zum 31. Dezember 2023 bestanden kurzfristige Ausleihungen der Logwin AG an die AQTON SE in Höhe von 100,0 Mio. Euro (Vorjahr: 100,0 Mio. Euro). Die Ausleihungen sind unter Anwendung einer marktgerechten Marge variabel verzinslich und durch die Logwin AG kurzfristig kündbar. Im Berichtszeitraum sind im Zusammenhang mit diesen Vereinbarungen Aufwendungen für Verwahrentgelte in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 31 TEUR) sowie Zinserträge in Höhe von 3.464 TEUR (Vorjahr: 423 TEUR) angefallen.
Der Logwin Konzern hat im Berichtsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 9.698 TEUR (Vorjahr: 19.667 TEUR) mit Unternehmen der BMW-Gruppe erzielt. Die Forderungen gegen die BMW-Gruppe belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 986 TEUR (Vorjahr: 1.004 TEUR).
Außerdem haben Unternehmen des Logwin Konzerns von der BMW-Gruppe Fahrzeuge vorwiegend im Wege des Leasings bezogen. Die hieraus vom Logwin Konzern in 2023 geleisteten Leasingzahlungen belaufen sich auf 753 TEUR (Vorjahr: 768 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber der BMW-Gruppe aus noch nicht gezahlten Leasingraten betragen zum 31. Dezember 2023 29 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR).
Mit assoziierten Unternehmen bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen:
Аngaben in Tausend € | | Assoziierte Unternehmen |
| | | |
| | | | |
Erbrachte Dienstleistungen | | 941 | | 2.468 |
Bezogene Dienstleistungen | | 347 | | 527 |
| | | | |
Forderungen zum 31. Dezember | | 80 | | 449 |
Verbindlichkeiten zum 31. Dezember | | 159 | | 241 |
Darüber hinaus gibt es Geschäftsbeziehungen zwischen dem Logwin Konzern und Mitgliedern des Verwaltungsrats. Dem Logwin Konzern entstanden dadurch Aufwendungen in Höhe von 102 TEUR im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: 27 TEUR).
Die Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgten ausnahmslos zu marktüblichen Konditionen unter Beachtung des „dealing at arm’s length“-Grundsatzes.
41Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem 31. Dezember 2023 und der Aufstellung des Konzernabschlusses durch den Verwaltungsrat der Logwin AG am 11. März 2024 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.
42Aufstellung des Anteilsbesitzes
Die nachfolgende Tabelle enthält alle Gesellschaften des Logwin-Konzerns zum 31. Dezember 2023:
| | |
| | |
Solutions | | |
Logwin Solutions Management GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Logwin Solutions Holding International GmbH, AT-Salzburg | | 100,00% |
Logwin Solutions Austria GmbH, AT-Salzburg | | 100,00% |
Logwin Solutions International Deutschland GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Logwin Solutions Spedition GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Logwin Solutions Spain S.A., ES-Madrid | | 100,00% |
LOGWIN Romania S.R.L, RO-Bukarest | | 100,00% |
Logwin Portugal Unipessoal LDA, PT-Porto | | 100,00% |
Logwin Solutions Deutschland GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Logwin Solutions Logistik GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Air + Ocean | | |
Logwin Air + Ocean International GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Deutschland GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean UK Limited, GB-Uxbridge | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Belgium N.V., BE-Antwerpen | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Czech S.r.o., CZ-Prag | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Hungary Kft., HU-Budapest | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean The Netherlands B.V., NL-1438 AX Oude Meer | | 90,00% |
ATL Logistics BV, NL-Amsterdam | | 90,00% |
Logwin Poland Sp.z.o.o., PL-Piaseczno | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Italy S.r.l., IT-Milano | | 51,00% |
Logwin Air & Ocean Spain S.L., ES-Barcelona | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Austria GmbH, AT-Salzburg | | 100,00% |
Logwin Air and Ocean Lojistik Hizmetleri ve Ticaret Limited Sirketi, TR-Istanbul | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Slovakia s.r.o. SK-Bratislava | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean France S.A.S., FR-Villepinte | | 100,00% |
Logwin Air and Ocean South Africa (Pty.) Ltd., ZA-Johannesburg | | 100,00% |
Logwin Air and Ocean Kenya Ltd., KE-Nairobi | | 60,00% |
Logwin Air & Ocean Hong Kong Ltd., HK-Hongkong | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Taiwan Ltd, TW-Taipeh | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Philippines Inc., PH-Paranaque City | | 100,00% |
Logwin Air & Ocean Korea Ltd., KR-Seoul | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean China Ltd., CN-Shanghai | | 100,00% |
Logwin Air & Ocean Far East Ltd., HK-Hongkong | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Singapore Pte. Ltd., SG-Singapore | | 100,00% |
Logwin Air & Ocean Vietnam Company Limited , VN-Hochiminh City | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Malaysia Sdn. Bhd., MY-Kuala Lumpur | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean (Thailand) Ltd., TH-Bangkok | | 100,00% |
Logwin Air and Ocean Holding (Thailand) Co., Ltd., TH-Bangkok | | 100,00% |
P.T. Logwin Air & Ocean Indonesia, ID-Jakarta | | 90,00% |
Logwin Air & Ocean India Pvt. Ltd., IN-Mumbai | | 100,00% |
Logwin Air & Ocean Australia Pty. Ltd., AU-Alexandria | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Mexico S.A. de C.V., MX-City | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Colombia SAS, CO-Bogota | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Brazil Logística e Despacho Ltda., BR-Sao Paulo | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Chile S.p.A., CL-Santiago | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Perú S.R.L. PE-Lima | | 100,00% |
Logwin Air & Ocean Middle East LLC, AE-Dubai | | 60,00% |
Sonstige | | |
Logwin AG, LU-Grevenmacher | | 100,00% |
Logwin Holding Immo Aschaffenburg GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Logwin Air + Ocean Holding Austria GmbH, AT-Salzburg | | 100,00% |
Logwin Road + Rail Austria GmbH i.L., AT-Salzburg | | 100,00% |
Thiel AS Logistics AG, LU-Grevenmacher | | 100,00% |
Logwin Road + Rail Deutschland GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Logwin Holding Aschaffenburg GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Logwin Finance GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Aschaffenburger Versicherungsmakler GmbH, DE-Großostheim | | 100,00% |
Nicht konsolidiert | | |
Leadway Freight Ltd. HK-Hongkong n.o. | | 100,00% |
Logwin Forwarding Malaysia Sdn. Bhd., MY-Kuala Lumpur | | 49,00% |
Supply Chain International Ltd., NZ-Auckland | | 33,00% |
East West Freight Limited, HK-Hongkong | | 100,00% |
Leadway Container Line Ltd., SG-Singapore | | 100,00% |
Hellmann Beverage Logistics Inc, US-FL-Miami | | 50,00% |
Transcontainer-Universal GmbH & Co. KG, DE-Bremen | | 0,80% |
Beteiligungen der Logwin AG werden nicht konsolidiert, sofern die Gesellschaft keinen Geschäftsbetrieb aufweist oder für den Konzernabschluss der Logwin AG von untergeordneter Bedeutung ist. Weiterhin erfolgt auch keine Bilanzierung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nach der Equity Methode, falls diese von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss sind.
Im Berichtsjahr 2023 beschäftigte der Logwin Konzern durchschnittlich 3.846 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.121).
Erklärung des Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung, die Vollständigkeit und Richtigkeit des Konzern-abschlusses und des Konzernlageberichts sowie für alle weiteren im Jahresfinanzbericht gegebenen Informationen.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.
Entsprechend den Vorschriften des Luxemburgischen Handelsgesetzbuches enthält der Konzernlage-bericht eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie darüber hinausgehende Erläuterungen.
Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss vorgeprüft und in einer Verwaltungsratssitzung zusammen mit Vertretern der Abschlussprüfer-Gesellschaft ausführlich besprochen.
Die Prüfung des Konzernabschlusses und Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 gab keinerlei Anlass zur Beanstandung. Durch Beschluss des Verwaltungsrats wurden der Konzernabschluss und der Konzern-lagebericht zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht bedürfen entsprechend Luxemburger Recht der Genehmigung durch das Organ der Hauptversammlung.
Der Verwaltungsrat der Logwin AG
Grevenmacher (Luxemburg), den 11. März 2024
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
„Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Konzernberichterstattung der Konzernjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprech-endes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“
Dr. Antonius WagnerSebastian Esser
(Vorsitzender des Verwaltungsrats)(Stellvertretender Vorsitzender
des Verwaltungsrats)
Prüfungsvermerk
An die Aktionäre der
Logwin AG
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses
Unser Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS Rechnungslegungsstandards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Logwin AG (die „Gesellschaft“) und ihrer Tochtergesellschaften (der „Konzern“) zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage und der Zahlungsflüsse für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr.
Wir bestätigen, dass unser Prüfungsurteil mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss oder dem entsprechenden Organ im Einklang steht.
Was wir geprüft haben
Der Konzernabschluss des Konzerns besteht aus:
-der Bilanz zum 31. Dezember 2023;
-der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr;
-der Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr;
-der Kapitalflussrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr; und
-dem Anhang zum Konzernabschluss, einschließlich wesentlicher Informationen zu Rechnungslegungsmethoden und sonstiger erläuternder Informationen.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir führten unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 über die Prüfungstätigkeit (Gesetz vom 23. Juli 2016) und nach den für Luxemburg von der „Commission de Surveillance du Secteur Financier“ (CSSF) angenommenen internationalen Prüfungsstandards (ISAs) durch. Unsere Verantwortung gemäß der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs wird im Abschnitt „Verantwortung des „Réviseur d’entreprises agréé“ für die Konzernabschlussprüfung“ weitergehend beschrieben.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Wir sind unabhängig von dem Konzern in Übereinstimmung mit dem „International Code of Ethics for Professional Accountants, including International Independence Standards“, herausgegeben vom „International Ethics Standards Board for Accountants“ (IESBA Code) und für Luxemburg von der CSSF angenommen, sowie den beruflichen Verhaltensanforderungen, die wir im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einzuhalten haben und haben alle sonstigen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Verhaltensanforderungen erfüllt.
Wir erklären, nach bestem Wissen und Gewissen, dass wir keine Nichtprüfungsleistungen, die gemäß Artikel 5 (1) der EU-Verordnung Nr. 537/2014 untersagt sind, erbracht haben.
Die von uns an die Gesellschaft und Tochtergesellschaften erbrachten Nichtprüfungsleistungen, für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr, sind in Anmerkung 38 zum Konzernabschluss aufgeführt.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung des Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte | Wie wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte in unserer Prüfung adressiert haben |
Vollständige Erfassung und periodengerechte Abgrenzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Summe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 137,3 Mio und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen EUR 214,4 Mio. Diese Posten stellen damit mit 19 % bzw. mit 29 % einen wesentlichen Anteil der Bilanzsumme dar. Zum 31. Dezember 2023 werden Vertragsvermögenswerte in Höhe von EUR 14,1 Mio ausgewiesen. Dabei wurde die Saldierung von Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 18,0 Mio mit aufgrund der vertraglichen Bedingungen zum Stichtag bereits unbedingt entstandenen, nicht fälligen Ansprüchen auf Gegenleistung vorgenommen. Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den verwendeten Annahmen verweisen wir auf den Konzernanhang Ziffer 7. Die vollständige Erfassung und die periodengerechte Abgrenzung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie von Vertragsvermögenswerten und somit der Umsatzerlöse aus den Transportdienstleistungen in den Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions erfolgt zeitraumbezogen. Dies erfordert Einschätzungen und Annahmen zu dem Leistungsstand von einzelnen Transporten. Diese Einschätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Erfahrungswerten und geplanten Werten sowie auf vertraglichen Vereinbarungen und Absprachen. Die Erfassung und die periodengerechte Abgrenzung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten hängt von diesen Einschätzungen und Annahmen und somit Ermessensentscheidungen des Verwaltungsrates ab. Auch die vollständige Erfassung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit Transportdienstleistungen und die periodengerechte Abgrenzung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und somit der Umsatzkosten aus den Transportdienstleistungen erfordert Einschätzungen und Annahmen zum Stand der Leistungserbringung der einzelnen Transporte sowie zur Höhe der damit verbundenen, gegebenenfalls noch nicht abgerechneten Kosten. Diese Einschätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Erfahrungswerten und geplanten Werten sowie auf vertraglichen Vereinbarungen und Absprachen. Die Ermittlung der vollständigen und periodengerechten Abgrenzung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hängt von Einschätzungen und Annahmen und somit Ermessensentscheidungen des Verwaltungsrates ab. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der anzuwendenden Rechnungslegungsstandards waren die vollständige Erfassung und periodengerechte Abgrenzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. | Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter Berücksichtigung der Kenntnis, dass aufgrund der Komplexität der anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und der vorzunehmenden Einschätzungen und Annahmen ein erhöhtes Risiko bezüglich der unvollständigen Erfassung und der nicht periodengerechten Abgrenzung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten bzw. der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht, unter anderem ausgewählte IT-Systeme und die in den Prozessen aus unserer Sicht als relevant identifizierten internen Kontrollen zur Erfassung, Abgrenzung und Vollständigkeit in Stichproben beurteilt. Die Prüfung der Kundengeschäfte erfolgte insbesondere auf Ebene der wesentlichen operativen Gesellschaften. Die Kundengeschäfte haben wir in Stichproben anhand ihrer vertraglichen Grundlagen gewürdigt und die vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen nachvollzogen. Für die wesentlichen operativen Gesellschaften haben wir zudem Saldenbestätigungen eingeholt. Auf Konzernebene haben wir die Methodik zur Ermittlung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung hinsichtlich des Erlösrealisierungszeitpunktes gemäß den Regelungen nach IFRS 15 gewürdigt. Zudem haben wir die Ermittlung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung auf Basis des Leistungsstandes nachvollzogen und zugrunde liegende Sendungsdaten gewürdigt. Die Prüfung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgte ebenfalls auf Ebene der wesentlichen operativen Gesellschaften. Für die wesentlichen operativen Gesellschaften haben wir Saldenbestätigungen eingeholt. Daneben haben wir die tatsächlichen Inanspruchnahmen der gebildeten Abgrenzungen des Vorjahres für ausstehende Rechnungen im Geschäftsjahr gewürdigt und die damit verbundenen Erkenntnisse bei unserer Beurteilung der Abgrenzung zum aktuellen Bilanzstichtag berücksichtigt. Weiterhin wurden zum 31. Dezember 2023 gebildete Abgrenzungen nachvollzogen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten IT-Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten internen Kontrollen angemessen sind und dass die vom Verwaltungsrat vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und die Ermessensentscheidungen somit ausreichend begründet sind, um als Grundlage für eine sachgerechte Erfassung und Periodenabgrenzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu dienen. |
Sonstige Informationen
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die sonstigen Informationen. Die sonstigen Informationen beinhalten die Informationen, welche im Konzernbericht einschließlich des Konzernlageberichts und in der Corporate Governance-Erklärung enthalten sind, jedoch beinhalten sie nicht den Konzernabschluss und unseren Prüfungsvermerk zu diesem Konzernabschluss.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt nicht die sonstigen Informationen ab und wir geben keinerlei Sicherheit jedweder Art auf diese Informationen.
Im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses besteht unsere Verantwortung darin, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu beurteilen, ob eine wesentliche Unstimmigkeit zwischen diesen und dem Konzernabschluss oder mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen besteht oder auch ansonsten die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Sollten wir auf Basis der von uns durchgeführten Arbeiten schlussfolgern, dass sonstige Informationen wesentliche falsche Darstellungen enthalten, sind wir verpflichtet, diesen Sachverhalt zu berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Verantwortung des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS Rechnungslegungsstandards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung des Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Verwaltungsrat verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern einschlägig, Angaben zu Sachverhalten zu machen, die im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit stehen, und die Annahme der Unternehmensfortführung als Rechnungslegungsgrundsatz zu nutzen, sofern nicht der Verwaltungsrat beabsichtigt, den Konzern zu liquidieren, die Geschäftstätigkeit einzustellen, oder keine andere realistische Alternative mehr hat, als so zu handeln.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Erstellung und Auszeichnung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 über das Einheitliche Elektronische Berichtsformat („ESEF-Verordnung“).
Verantwortung des „Réviseur d’entreprises agréé“ für die Konzernabschlussprüfung
Die Zielsetzung unserer Prüfung ist es, eine hinreichende Sicherheit zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und darüber einen Prüfungsvermerk, der unser Prüfungsurteil enthält, zu erteilen. Hinreichende Sicherheit entspricht einem hohen Grad an Sicherheit, ist aber keine Garantie dafür, dass eine Prüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs stets eine wesentliche falsche Darstellung, falls vorhanden, aufdeckt. Unzutreffende Angaben können entweder aus Unrichtigkeiten oder aus Verstößen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise davon ausgegangen werden kann, dass diese individuell oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Im Rahmen einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs üben wir unser pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
-identifizieren und beurteilen wir das Risiko von wesentlichen falschen Darstellungen im Konzernabschluss aus Unrichtigkeiten oder Verstößen, planen und führen Prüfungshandlungen durch als Antwort auf diese Risiken und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Angaben bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
-gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben;
-beurteilen wir die Angemessenheit der von dem Verwaltungsrat angewandten Bilanzierungsmethoden, der rechnungslegungsrelevanten Schätzungen und den entsprechenden Anhangsangaben;
-schlussfolgern wir über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch den Verwaltungsrat sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten. Sollten wir schlussfolgern, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Prüfungsvermerk auf die dazugehörigen Anhangsangaben zum Konzernabschluss hinzuweisen oder, falls die Angaben unangemessen sind, das Prüfungsurteil zu modifizieren. Diese Schlussfolgerungen basieren auf der Grundlage der bis zum Datum des Prüfungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
-beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Anhangsangaben, und beurteilen, ob dieser die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse sachgerecht darstellt;
-erlangen wir angemessene und ausreichende Prüfungsnachweise in Bezug auf die Finanzinformationen der Gesellschaften und der Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abgeben zu können. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir kommunizieren mit den für die Überwachung Verantwortlichen, unter anderem den geplanten Prüfungsumfang und Zeitraum sowie wesentliche Prüfungsfeststellungen einschließlich wesentlicher Schwächen im internen Kontrollsystem, die wir im Rahmen der Prüfung identifizieren.
Wir haben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung abgegeben, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte erörtert haben, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie unsere Unabhängigkeit bedrohen, und - sofern einschlägig - die Maßnahmen zur Beseitigung dieser Bedrohungen oder die angewandten Schutzmaßnahmen.
Von den Sachverhalten, die mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert wurden, bestimmen wir diejenigen Sachverhalte, die für die Prüfung des Konzernabschlusses des aktuellen Berichtszeitraums am bedeutsamsten waren, als besonders wichtige Prüfungssachverhalte. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bericht, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir beurteilen, ob der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den in der ESEF-Verordnung festgelegten Anforderungen erstellt wurde.
Bericht über weitere gesetzliche und aufsichtsrechtliche Verpflichtungen
Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss und wurde in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Anforderungen erstellt.
Die Corporate Governance-Erklärung, welche auf der Internetseite des Konzerns https://www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/corporate-governance veröffentlicht ist, ist in der Verantwortung des Verwaltungsrats. Die nach Artikel 68ter Paragraph (1) Buchstabe c) und d) des geänderten Gesetzes vom 19. Dezember 2002 bezüglich des Handels- und Gesellschaftsregisters, der Buchführung und des Jahresabschlusses von Unternehmen erforderlichen Informationen stehen zum Datum dieses Berichts im Einklang mit dem Konzernabschluss und wurden in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Anforderungen erstellt.
Wir wurden als „Réviseur d’entreprises agréé“ von der Hauptversammlung der Aktionäre am 31. März 2023 bestellt, und die ununterbrochene Mandatsdauer, einschließlich vorheriger Verlängerungen und Wiederbestellungen, beträgt 1 Jahr.
Wir haben die Übereinstimmung des Konzernabschlusses des Konzern mit den in der ESEF-Verordnung festgelegten maßgeblichen gesetzlichen Anforderungen für Konzernabschlüsse zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Für den Konzern bezieht sich dies auf die folgenden Anforderungen:
-einen in einem zulässigen XHTML-Format erstellten Konzernabschluss;
-die XBRL-Auszeichnung des Konzernabschlusses unter Verwendung der Basistaxonomie und der in der ESEF-Verordnung dargelegten gemeinsamen Bestimmungen zu Auszeichnungen.
Nach unserer Beurteilung wurde der Konzernabschluss von dem Konzern zum 31. Dezember 2023 in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den Anforderungen der ESEF-Verordnung erstellt.
PricewaterhouseCoopers, Société coopérative Vertreten durch | Luxemburg, 11. März 2024 |
Patrick Schon | |
Logwin AG | ZIR Potaschberg |5, an de Längten | L-6776 Grevenmacher | Luxemburg