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JAHRESFINANZBERICHT..
2025

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2
Impressum
Medieninhaber und Hersteller
Wiener Privatbank SE
Parkring 12, 1010 Wien
FN: 84890p
UID: ATU59070249
Telefon: +43 1 534 31-0
E-Mail: oce@wienerprivatbank.com
Website: www.wienerprivatbank.com
Inhaltliche Beratung und Layoutgestaltung
UKcom Finance
JAHRESFINANZBERICHT 2025
Inhaltsverzeichnis
Investor Relations 4
Corporate Governance Bericht 8
Konzernabschluss 22
Konzernlagebericht 24
Konzernbilanz 41
Konzern- Gesamtergebnisrechnung 45
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 49
Konzern-Cash-Flow-Statement 53
Anhang zum Konzernabschluss 57
Bestätigungsvermerk 163
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 173
Bericht des Aufsichtsrats 177
Jahresabschluss 185
Lagebericht 187
Bilanz 204
Gewinn- und Verlustrechnung 208
Entwicklung des Anlagevermögens 212
Anhang zum Jahresabschluss 216
Bestätigungsvermerk 241
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 250
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3
Disclaimer
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis aller zum
Veröentlichungszeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroen
wurden. Sie werden üblicherweise mit Wörtern wie „erwarten“, „planen“,
„rechnen“ etc. umschrieben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den hier
dargestellten Erwartungen abweichen. Weder die Wiener Privatbank SE noch eine
andere Person oder ein verbundenes Unternehmen übernehmen irgendeine
Haftung für Schäden oder Verluste im Zusammenhang mit zukunftsbezogenen
Aussagen aus diesem Bericht.
Die enthaltenen Daten und Inhalte stellen weder ein Angebot noch eine
Auorderung zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung
oder Nebenleistung oder eines sonstigen Vertrages dar. Rundungs-, Übermitt-
lungs- sowie Satz und Druckfehler können nicht ausgeschlossen werden. Bei allen
in diesem Bericht verwendeten Personenbezeichnungen gilt eine geschlechts-
neutral gewählte Form.
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4
JAHRESFINANZBERICHT 2025
Investor Relations
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6
JAHRESFINANZBERICHT 2025
Investor Relations
Aktie
Die Aktien der Wiener Privatbank SE notieren seit 9. Jänner 2007 im Standard
Market Auction der Wiener Börse. Das Erstlisting erfolgte bereits 1992 als
Kapital & Wert Vermögensverwaltung AG. Das Grundkapital der Wiener
Privatbank SE belief sich zum 31. Dezember 2025 auf EUR 11,36 Mio. und war
in 5.004.645 Stück Aktien geteilt.
Kursentwicklung der Wiener Privatbank-Aktie (ISIN AT0000741301)
Daraus ergab sich zum Bilanzstichtag ein unverändert anteiliger Betrag am
Grundkapital von EUR 2,27 je Aktie.
Die Wiener Privatbank-Aktie startete mit einem Kurs von EUR 6,85 in das Jahr
2025. Der Jahresschlusskurs kam bei EUR 10,80 zu liegen (29. Dezember 2025).
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts notierte die Wiener
Privatbank-Aktie bei EUR 10,50 (31. März 2026).
Ergebnis und Dividende je Aktie
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Wiener Privatbank SE ein IFRS-Ergebnis je
Aktie (unverwässert) von EUR -0,13 (2024: EUR -2,41). Auf Basis des 2025
erzielten Jahresergebnisses wird der Vorstand der Hauptversammlung am
8. Juni 2026 keine Dividende für das Geschäftsjahr 2025 vorschlagen.
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Investor Relations
7
Aktionärsstruktur
Die Wiener Privatbank SE weist eine ausgewogene und breit gestreute Aktionärs-
struktur auf. Zum Stichtag 31. März 2026 bleibt die K5 Beteiligungs GmbH mit
einem Anteil von 16,61 % größter Anteilseigner.
Zu den bedeutenden Aktionären der Wiener Privatbank SE zählen die ZLT a.s. mit
einem Anteil von 9,90!%, die Shanfari Investment Co. L.L.C. mit ebenfalls 9,90!%
sowie die Aventure Capital AG, die 8,64!% der Aktien hält.
Ebenfalls wesentlich an der Bank beteiligt sind Kirill Klinberg mit 9,55!%, die
Ficron Finance Limited mit 7,06!%, sowie die ADNORA IN-VEST CE a.s., deren
Anteil 5,79!% beträgt.
Am 4.!rz!2026 gab die ZLT a.s. öffentlich bekannt, weitere 4,99!% der Stimm-
rechte an der Wiener Privatbank SE erworben zu haben. Dieser Erwerb steht je-
doch unter der aufschiebenden Bedingung der Genehmigung der FMA gemäß
§20 Abs.1 BWG. Der Wiener Privatbank SE lagen zum Berichtszeitpunkt keine
Informationen über das Vorliegen dieser Genehmigung vor.
Der verbleibende Aktienanteil von 27,31 % befindet sich im Streubesitz.
Siehe dazu auch weitere Erläuterungen im Konzernlagebericht 2025, Kapitel
„Aktien der Gesellschaft und Stellung der Aktionäre“.
Finanzkalender
08.06.2026
Ordentliche Hauptversammlung
03.09.2026
Ergebnis 1. Halbjahr 2026
24.04.2027
Jahresergebnis Geschäftsjahr 2026
Investor Relations Kontakt
Wiener Privatbank SE
Parkring 12, 1010 Wien
Telefon: +43 1 534 31-246
E-Mail: investorrelations@wienerprivatbank.com
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Investor Relations
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JAHRESFINANZBERICHT 2025
Konsolidierter
Corporate Governance
Bericht der Wiener
Privatbank SE
gemäß § 243c UGB
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JAHRESFINANZBERICHT 2025
Corporate Governance
Bericht
1. Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex
Der Österreichische Corporate Governance Kodex bietet österreichischen Aktien-
gesellschaften einen Ordnungsrahmen für die verantwortungsvolle Leitung und
Überwachung von Unternehmen. Dieser enthält international übliche Standards
für gute Unternehmensführung, aber auch die in diesem Zusammenhang wesent-
lichen Regelungen des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechts.
Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und lang-
fristige Wertschaung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Unternehmen.
Mit dem Kodex soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unter-
nehmens bewirkt werden. Der für das Geschäftsjahr 2025 gültige Österreichische
Corporate Governance Kodex wurde im Jänner 2025 veröentlicht und ist auf der
Website des Arbeitskreises für Corporate Governance unter
https://www.corporate-governance.at/kodex/ abrufbar.
Die Wiener Privatbank SE bekannte sich auch im Geschäftsjahr 2025 zum
Österreichischen Corporate Governance Kodex und betrachtet den Kodex als
Regelwerkr verantwortungsvolle Unternehmenshrung, das ein hohes Maß an
Tr a n s pa r e n z ge g e n ü be r i h r e n A k t i o n ä r en g e w ä h r le i s t e t .
2. Zusammensetzung und die Arbeitsweise der Organe
a. Mitglieder des Vorstandes
Mitglieder des Vorstandes
vom 01.01.2025 bis 31.12.2025
Eduard Berger (geb. 19. April 1968)
Mitglied des Vorstandes
Erstbestellung: 1. August 2011
Ende der Funktionsperiode: 26. April 2013
Wiederbestellung: 20. Dezember 2013
Mandatsverlängerung: Beschlüsse per 06. November 2017,
per 23. Februar 2022 sowie per 11. Juni .2024
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2029
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Corporate Governance Bericht
11
Verantwor tungsbereiche:
Stabsstellen:
Marketing, PR & Investors Relations
Bereiche:
Private Banking
Corporate, Treasury & Financial Markets
Immobilien
Abteilungen:
Capital Markets
Institutional & Family Oces
Unternehmens- & Projektfinanzierung sowie Beteiligungen
Brokerage
Mag. Stefan Selden (geb. 01. März 1980)
Mandat ab 1. Oktober 2024
Mitglied des Vorstandes
Erstbestellung: 1. Oktober 2024
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2027
Verantwor tungsbereiche:
Stabsstellen:
Human Resources, Organisationsentwicklung & Oce Management
Bereiche:
Legal, Compliance & Product Governance
Finanzen
IT, Core Banking & Melderegime (inkl. Datenschutzbeauftragter*
)
)
Risikomanagement & Operations
Abteilungen:
Compliance*
)
& Geldwäscheprävention
Product Governance
Back Oce
Business Services
Dem Gesamtvorstand unterstellt: Interne Revision, Research
*
)
Regulatorische Berichtslinie an den Gesamtvorstand: Compliance, Chief
Information Security Ocer (CISO / extern ausgelagert) sowie Datenschutz-
beauftragter
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Corporate Governance Bericht
12
Aufsichtsratsmandate, Leitungs- und Überwachungsaufgaben
der Vorstandsmitglieder
Aufsichtsratsmandate in in- und
ausndischen Unternehmen
Leitungs- und Überwachungs-
aufgaben in wesentlichen
Tochterunternehmen
Eduard Berger
Century Casinos, Inc.
Class I Director
Matejka & Partner Asset Management
GmbH
Geschäftsführer
b. Mitglieder des Aufsichtsrates:
Mitglieder des Aufsichtsrates und der Ausschüsse
vom 01.01.2025 bis 31.12.2025
Im Geschäftsjahr 2025 kam es zu Rücktritten im Aufsichtsrat. Mit 27. Juni 2025
legten Herr Dr. Gottwald Kranebitter sowie Herr Mag. Johann Kowar ihr
Aufsichtsratsmandat zurück, sodass mit 28. Juni 2025 die Ersatzmitglieder des
Aufsichtsrates, Herr Jay Johnston und Herr Christian Briker in den Aufsichtsrat
nachrückten. Mit Wirkung 9. September 2025 legte Herr Heinz Meidlinger seine
Funktion als Aufsichtsrat zuck, wobei ab diesem Zeitpunkt der Aufsichtsrat
anstelle von fünf nur mehr aus vier Mitgliedern bestand. Mit Wirkung
24. Dezember 2025 schied Herr Christian Briker aus dem Aufsichtsrat aus,
wodurch die sich die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder auf drei reduzierte.
2025 ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats der Wiener Privatbank SE:
Ehemalige Aufsichts-
ratsmitglieder
Datum der
Erstbestellung
Ende der
Funktions-
periode
Ausschüsse
Dr. Gottwald Kranebitter
Vorsitzender des
Aufsichtsrates
(geb. 07.11.1963)
Wiederbestellung:
05.06.2023
27.06.2025
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten: Vorsitzender
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Vorsitzender
Mag. Johann Kowar
Stellvertreter des
Aufsichtsratsvorsitzenden
(geb. 24.03.1959)
Wiederbestellung:
05.06.2023
27.06.2025
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten: Mitglied
Heinz Meidlinger
Mitglied des Aufsichtsrates
(geb. 06.09.1955)
Wiederbestellung:
05.06.2023
09.09.2025
Prüfungs- und Risikoausschuss:
Stellvertreter des Vorsitzenden
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten: Stellvertreter
des Vorsitzenden
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Stellvertreter des Vorsitzenden
Christian Briker
Mitglied des Aufsichtsrates
(geb. 11.06.1966)
28.06.2025
(als Ersatzmitglied
in der o. HV vom
12.06.2025
gewählt)
24.12.2025
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
BWG-Ausschuss / Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten: Mitglied
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Mitglied
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Corporate Governance Bericht
13
Der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank SE setzt sich seit 24. Dezember 2025 wie
folgt zusammen:
Aufsichtsratsmitglieder
Datum der
Erstbestellung
Ende der laufenden
Funktionsperiode
Ausschüsse
Wolfang Zehenter
Vorsitzender des
Aufsichtsrates
(geb. 02.10.1959)
08.06.2022
o. HV im Jahr 2027
Prüfungs- und Risikoausschuss:
Vorsitzender
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten: Vorsitzender
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Vorsitzender
Günter Kerbler
Stellvertreter des
Aufsichtsratsvorsitzenden
(geb. 07.07.1955)
Wiederbestellung:
05.06.2023
o. HV im Jahr 2028
Prüfungs- und Risikoausschuss:
stv. Vorsitzender
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten:
stv. Vorsitzender
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
stv. Vorsitzender
Jay Johnston
Mitglied des Aufsichtsrates
(geb. 03.10.1960)
28.06.2025
(als Ersatzmitglied
in der o. HV vom
12.06.2025
gewählt)
o. Hv im Jahr 2027
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten: Mitglied
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Mitglied
Weitere aktive Aufsichtsratsmandate der Aufsichtsratsmitglieder:
Aufsichtsratsmitglieder
Aufsichtsratsmandate in in-und
ausndischen Unternehmen
Günter Kerbler
ViennaEstate Immobilien AG Mitglied
Wolfgang Zehenter
Zeus Anstaltr Vermögensverwaltung (Liechtenstein) Mitglied des
Verwaltungsrates
c. Unabhängigkeit des Aufsichtsrates
Entsprechend C-Regel 53 des Corporate Governance Kodex ist ein Aufsichtsrats-
mitglied als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persön-
lichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen
materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten
des Mitglieds zu beeinflussen.
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Corporate Governance Bericht
14
Der Aufsichtsrat hat sich bei der Festlegung der Kriterien für die Beurteilung der
Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds an folgenden, in Anhang 1 des
Corporate Governance Kodex empfohlenen, Leitlinien orientiert:
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied
des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines
Tochterunt e r nehmens der Gesellschaf t gew e s e n s e i n .
Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochter-
unternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das
Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr
unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit
Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirt-
schaftliches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von
Organfunktionen im Konzern. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch
den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation
als nicht unabhängig.
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschluss-
prüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden
Prüfungsgesellschaft gewesen sein.
Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen
Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichts-
ratsmitglied ist.
Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat
angehören. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit
einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen
Anteilseigners vertreten.
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkte Nach-
kommen, Ehegatten, Lebensgehrten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister,
Nichten, Neen) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich
in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.
Die Wiener Privatbank SE ist als Kreditinstitut an die Unabhängigkeitsregelung
des § 28a Abs. 5a BWG gebunden, wobei
bis zum 27. Juni 2025 drei Aufsichtsratsmitglieder (Herr Dr. Kranebitter,
Herr Meidlinger und Herr Zehenter),
ab dem 28. Juni 2025 bis zum 08. September 2025 vier Aufsichtsrats-
mitglieder (Herr Meidlinger, Herr Zehenter, Herr Johnston und Herr Briker)
sowie
ab dem 9. September 2025 bis zum 23. Dezember 2025 drei Aufsichtsrats-
mitglieder (Herr Zehenter, Herr Johnston und Herr Briker) und
ab dem 24. Dezember 2025 bis zum 31. Dezember 2025 zwei Aufsichtsrats-
mitglieder (Herr Zehenter sowie Herr Johnston)
die entsprechenden Voraussetzungen gemäß § 28a Abs. 5b BWG erfüllten.
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Corporate Governance Bericht
15
Aufsichtsratsmitglied
Unabhängig gemäß C-Regel 53
Unabhängig gemäß C-Regel 54
*)
Dr. Gottwald Kranebitter
nein
ja
Heinz Meidlinger
nein
ja
Mag. Johann Kowar
nein
ja
Mag. Günter Kerbler
nein
nein
Wolfgang Zehenter
ja
ja
Jay Johnston
ja
ja
Christian Briker
ja
ja
*)
keine Vertretung eines Anteilseigners mit einer Beteiligung von mehr als 10 %
3. Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und
Aufsichtsrat
a. ad Vorstand:
Die Vorstände führen die Geschäfte der Gesellschaft gemäß dem Gesetz, der
Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand. In der Geschäftsordnung
sind die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstandes geregelt.
Siehe dazu oben unter Punkt 2.a. die Verantwortungsbereiche des Vorstandes.
Des Weiteren enthält sie die Informations- und Berichtspflichten des Vorstandes
sowie einen Katalog der Maßnahmen, die eine Zustimmung durch den Aufsichts-
rat erfordern. Die Vorstände halten im Regelfall wöchentliche Sitzungen zur
gegenseitigen Information sowie zur Abstimmung und Entscheidungsfindung ab.
b. ad Aufsichtsrat:
Der Aufsichtsrat nimmt die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben
wahr und zeichnet für die strategische Leitung der Gesellschaft verantwortlich. Er
berät und überwacht den Vorstand bei der Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat
lässt sich vom Vorstand regelmäßig und umfassend über die wirtschaftliche Lage
und die Entwicklung der Wiener Privatbank-Gruppe unterrichten.
c. ad Ausschüsse des Aufsichtsrates:
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2025 acht Sitzungen ab. Neben dem
Plenum des Aufsichtsrates sind folgende Ausschüsse eingerichtet:
ad Prüfungs- und Risikoausschuss:
Der Prüfungs- und Risikoausschuss der Wiener Privatbank SE setzt sich aus den-
selben Mitgliedern wie der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank SE zusammen. Die
Aufgaben dieses Ausschusses sind in zwei Bereiche aufgeteilt: Werden Themen
der Rechnungslegung bzw. des internen Kontrollsystems (IKS) behandelt, wird der
Prüfungs- und Risikoausschuss funktionell als Prüfungsausschuss tätig. Stehen
Themen der Risikobereitschaft bzw. strategie zur Diskussion und Beschluss-
fassung an, wird der Prüfungs- und Risikoausschuss funktionell als Risiko-
ausschuss tätig. Dazu im Einzelnen:
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Corporate Governance Bericht
16
Der Prüfungs- und Risikoausschuss ist gemäß § 63a Abs. 4 BWG als „Prüfungs-
ausschuss“ für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die
Erteilung von Empfehlungen oder Vorschlägen zur Gewährleistung seiner
Zuverlässigkeit, für die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontroll-
systems, des internen Revisionssystems sowie des Risikomanagementsystems der
Gesellschaft verantwortlich. Die Überwachung der Abschlussprüfung und der
Konzernabschlusspfung (unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Schluss-
folgerungen in Berichten, die von der Abschlussprüferaufsichtsbehörde nach
§ 4 Abs. 2 Z 12 APAG veröentlicht werden), die Prüfung und Überwachung der
Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere
im Hinblick auf die für die Wiener Privatbank SE erbrachten zusätzlichen
Leistungen gehören ebenso zu seinen Tätigkeiten.
Ferner hat der Prüfungsausschuss über das Ergebnis der Abschlussprüfung an den
Aufsichtsrat zu berichten und darzulegen, wie die Abschlussprüfung zur
Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung beigetragen hat und welche Rolle der
Prüfungsausschuss dabei eingenommen hat.
Weiters obliegt ihm die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahres-
abschlusses, des Lageberichtes, des Corporate Governance Berichtes, des
Vorschlags für die Gewinnverteilung für das jeweilige Geschäftsjahr und die
Prüfung des Konzernabschlusses und des -lageberichtes sowie die Erstattung des
Berichtes über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat. Dazu zählt auch die
Durchführung des Verfahrens zur Auswahl des Abschlussprüfers (Konzern-
abschlussprüfers) unter Bedachtnahme auf die Angemessenheit des Honorars
sowie die Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers.
Der Prüfungsausschuss ist ebenso verantwortlich für die Genehmigung von
Nichtprüfungsleistungen (gemäß der Verordnung (EU) Nr. 537/2014) durch den
Abschlussprüfer unter Bedachtnahme auf die Unabhängigkeit des Abschluss-
prüfers und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen.
Die Interne Revision hat ordnungsgemäß über die Prüfungsgebiete und die
wesentlichen Prüfungsfeststellungen quartalsweise dem Prüfungsausschuss
Bericht erstattet.
Ebenfalls ist der Prüfungs- und Risikoausschuss gemäß § 39d BWG als „Risiko-
ausschuss“ verantwortlich für die Beratung der Geschäftsleitung hinsichtlich der
aktuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und Risikostrategie der Wiener
Privatbank SE, die Überwachung der Umsetzung dieser Risikostrategie im
Zusammenhang mit der Steuerung, Überwachung und Begrenzung von Risiken
(Risikosorgfaltspflichten), der Eigenmittelausstattung und der Liquidität. Weiters
obliegt ihm die Überprüfung, ob die Preisgestaltung der von der Wiener
Privatbank SE angebotenen Dienstleistungen und Produkte das Geschäftsmodell
und die Risikostrategie der Wiener Privatbank SE angemessen berücksichtigt. Des
Weiteren überprüft der Risikoausschuss, ob bei den vom internen Vergütungs-
system angebotenen Anreizen das Risiko, das Kapital, die Liquidität und die Wahr-
scheinlichkeit und der Zeitpunkt von realisierten Gewinnen berücksichtigt werden.
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Corporate Governance Bericht
17
Der Leiter der Risikomanagementabteilung hat an allen Sitzungen des Risiko-
ausschusses im Geschäftsjahr 2025 teilgenommen und über Risikoarten und die
Risikolage der Wiener Privatbank SE berichtet. Er hat dabei auf mögliche riskante
Entwicklungen hingewiesen, welche sich auf die Wiener Privatbank SE möglicher-
weise negativ ausgewirkt hätten.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss hat unter Anwesenheit des Bankprüfers der
Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 zweimal getagt.
ad BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten:
Der BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten hielt im
Geschäftsjahr 2025 fünf Sitzungen ab und hatte insbesondere über Geschäfte
gemäß § 80 AktG und § 28a BWG (Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen, Organgeschäfte) sowie über Darlehen, Kredite oder sonstigen
Veranlagungen im Sinne des § 28b BWG (Großkredite) zu entscheiden. Dem
BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten obliegen ferner
die Genehmigung von etwaigen weiteren Geschäften und Maßnahmen, für welche
das Gesetz oder die Satzung eine Zustimmung des Aufsichtsrates vorsieht, sofern
nicht die Zuständigkeit eines anderen Ausschusses normiert ist.
Des Weiteren ist er für den Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des
Aufsichtsrates zuständig, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im
Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen zu einer
Leistung gegen ein nicht bloß geringgiges Entgelt verpflichten. Dies gilt auch r
Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches
wirtschaftliches Interesse hat.
ad Vergütungs- und Nominierungsausschuss:
Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss ist einerseits für Vergütungs-
themen und andererseits für Nominierungsthemen zuständig.
Der Vergütungsausschuss ist gemäß § 39c Abs. 2 BWG für die Vorbereitung von
Beschlüssen zum Thema Vergütung, einschließlich solcher, die sich auf Risiko und
Risikomanagement auswirken, verantwortlich. Er ist ebenso für die Überwachung
der Vergütungspolitik, der Vergütungspraktiken und der vergütungsbezogenen
Anreizstrukturen, insbesondere unter Berücksichtigung von Risiken, der
Eigenmittelausstattung, der Liquidität und der langfristigen wirtschaftlichen
Interessen (Aktionäre, Investoren, Mitarbeiter sowie die Volkswirtschaft)
zuständig. Ebenso ist dieser mit der Beschlussfassung über die Bonifikation der
Vorstände und der leitenden Angestellten betraut.
Unter die Aufgaben des Nominierungsausschusses gem. § 29 BWG fallen ins-
besondere die Vorbereitung der Bestellung und Abberufung der Vorstands-
mitglieder und der Aufsichtsratsmitglieder. Weiters obliegen ihm der Abschluss
der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder sowie deren Geschäfts-
verteilung. Er ist ebenso für die Ermittlung von Bewerbern für die Besetzung frei-
werdender Stellen im Vorstand zuständig. Dafür hat er auch dem Aufsichtsrat ent-
sprechende Vorschläge zu unterbreiten. Des Weiteren hat der Nominierungs-
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Corporate Governance Bericht
18
ausschuss den Aufsichtsrat bei der Erstellung von Vorschlägen an die Haupt-
versammlungr die Besetzung von freiwerdenden Stellen im Aufsichtsrat zu
unterstützen.
Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen seiner Aufgaben die Aus-
gewogenheit und Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung
der Organe im Hinblick auf Bewerbungen zu berücksichtigen, eine Aufgaben-
beschreibung mit Bewerberprofil zu erstellen und den mit der Aufgabe
verbundenen Zeitaufwand anzugeben. Auch ist er für die Festlegung und
Entwicklung zur Erreichung einer Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht
in der Geschäftsleitung und dem Aufsichtsrat verantwortlich.
Der Nominierungsausschuss ist ferner für die Befreiung der Vorstandsmitglieder
vom Wettbewerbsverbot gemäß § 79 AktG zuständig. Er hat weiters darauf zu
achten, dass die Entscheidungsfindung in den Organen nicht durch eine einzelne
Person oder kleine Gruppen dominiert wird. Er hat im Bedarfsfall neue
Beurteilungen in Geschäftsleitung und Aufsichtsrat anzuzeigen und eine
Bewertung der Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung der Geschäfts-
leitung und des Aufsichtsrates durchzuführen und dem Aufsichtsrat nötigenfalls
Änderungsvorschläge zu unterbreiten.
Der Nominierungsausschuss hat ferner eine regelmäßige Re-Evaluierung der
Organe durchzuführen. Weiters überprüft er den Kurs der Geschäftsleitung bei
der Auswahl des höheren Managements und unterstützt den Aufsichtsrat bei der
Erstellung von Empfehlungen an den Vorstand. Der Vergütungs- und
Nominierungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2025 fünfmal getagt.
d. ad Directors’ Dealings:
Directors’ Dealings, Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes oder des
Aufsichtsrates sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen werden
gemäß der Marktmissbrauchsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 596/2014)
gemeldet. Die Wiener Privatbank SE ist ebenso verpflichtet, die Marktmiss-
brauchsverordnung einzuhalten und Eigengeschäfte von Führungskräften (gemäß
der Marktmissbrauchsverordnung) zu veröentlichen (erfolgt über pressetext
Nachrichtenagentur GmbH).
4. Angaben über die Evaluierung
der C-Regeln des Kodex
Die Wiener Privatbank SE überprüft regelmäßig intern die Einhaltung des
Österreichischen Corporate Governance Kodex und sieht unter Bezugnahme auf
C-Regel 62 keinen Handlungsbedarf einer externen Evaluierung. Für die interne
Evaluierung verwendet sie den vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate
Governance herausgegebenen Fragebogen, der eine größtmögliche Einheitlichkeit
bei der Evaluierung sämtlicher C-Regeln sicherstellt. Die Wiener Privatbank SE
erachtet auch eine Beurteilung des Abschlussprüfers über die Funktionsfähigkeit
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Corporate Governance Bericht
19
des Risikomanagements (C-Regel 83) als nicht notwendig, weil sie im Rahmen
ihrer Tätigkeit als Kreditinstitut den strengen bankenspezifischen regulatorischen
Vorgaben hinsichtlich der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements unterliegt,
welche sowohl intern als auch extern regelmäßig überwacht und überpft wird.
5. Maßnahmen zur Förderung von Frauen, Diversität
Die Wiener Privatbank SE befolgt den Gleichbehandlungsgrundsatz sowohl im
Rekrutierungsprozess als auch in allen Bereichen des Beschäftigungsverltnisses.
Die Zusammensetzung der Geschlechterstruktur in der Wiener Privatbank SE
zeigt, dass der Frauenanteil gemessen an der Gesamtbelegschaft im Jahr 2025
49,0 % betrug und somit gegenüber 2024 minimal gesunken ist. Bei den
Neuaufnahmen konnten 44,0 % der vakanten Positionen mit Frauen besetzt
werden. Weiters werden 40,0 % von den insgesamt 20 Organisationseinheiten
von Frauen geführt. Von den insgesamt neun Prokuren sind 22,0 % an Frauen ver-
geben.
Ein weiterer Punkt zur Förderung der Diversität und Vielfältigkeit in der Bank zeigt
sich in der Belegschaftsstruktur dahingehend, dass ca. 20,0 % der Mitarbeiter aus
einem internationalen Umfeld stammen (EU oder Drittland). Von den
Mitarbeitern mit internationalem Umfeld (EU oder Drittland) sind 43,9 % Frauen.
Die Altersdiversität der Belegschaft der Wiener Privatbank zeigt folgende
Altersstruktur:
bis 20 Jahre: 0,0 %
20,1 30 Jahre: 11,1 %
31,1 40 Jahre: 12,5 %
41,1 50 Jahre: 31,9 %
51,1 60 Jahre: 40,3 %
60,1 65 Jahre: 4,2 %
6. Nachhaltigkeit
Die Wiener Privatbank SE sieht Nachhaltigkeit nicht als Muss sondern als Chance,
einen wesentlichen Beitrag für eine Neuorientierung zu einer nachhaltigen Finanz-
wirtschaft zu leisten, von der Kunden und Dienstleister gleichermaßen profitieren
werden.
Erklärtes Ziel der Wiener Privatbank SE ist es, sowohl auf Unternehmens- als auch
auf Produktebene nachhaltiger, CO
2
-schonender und ressourcenezienter zu
werden. Dafür wurde die Verantwortungr „Sustainable Finance“ einerseits in der
Stelle Product Governance im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von Wertpapieren
und den Abgleich zu den Kundenpräferenzen, sowie andererseits in der Stelle
Risikomanagement im Hinblick auf eine regelmäßige Analyse der
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Corporate Governance Bericht
20
Nachhaltigkeitsrisiken und Ableitung von geeigneten Maßnahmen je Geschäfts-
bereich oder für das Unternehmen selbst verankert.
Die regulatorischen Rahmenbedingungen für Banken im Bereich ESG führten in
den letzten Jahren zu Anpassungen von Prozessen in vielen Arbeitsbereichen der
Wiener Privatbank SE intern und auch gegenüber dem Kunden. Diese Prozesse
werden laufend evaluiert und angepasst. Hinsichtlich der Nachhaltigkeits-
berichterstattung wird auf den Konzernlagebericht verwiesen.
Zum Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)“
setzte die Wiener Privatbank SE auch in den vergangenen Jahren verschiedene
Initiativen: Ein regelmäßiges Gesundheitsangebot für Mitarbeiter, welches neben
diversen Impfaktionen auch Schwerpunkte zur gesunden Ernährung und
Möglichkeiten der Inanspruchnahme externer psychologischer Unterstützung bei
besonderen Stresssituationen beinhaltete. Darüber hinaus wurde schwerpunkt-
mäßig eine „Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz“ mit dem
externen Anbieter zur Arbeitsmedizin- und -psychologie durchgeführt.
Entsprechende Optimierungen und Verbesserungsmaßnahmen wurden aus-
gehend von dieser Evaluierung erfolgreich implementiert. Weiters wird allen
Mitarbeitern ein Jobticket der Wiener Linien zur Verfügung gestellt und ab
einjähriger Unternehmenszugehörigkeit werden Mitarbeiter auch in eine eigene
Pensionskasse aufgenommen. Weitere Mnahmen erfolgten bezogen auf die
Resilienz von Mitarbeitern und Führungskräften durch regelmäßige Management-
Team-Meetings und diverse Mitarbeiterveranstaltungen zur Stärkung der
Corporate Culture.
Product Governance berücksichtigt Nachhaltigkeitskategorien sowohl beim
Aufsetzen von neuen Finanzprodukten sowie bei deren Überwachung und zeigt
dies auch im Beratungsuniversum für Private Banking an. Auch im Produkt-
einführungsprozess wird die Nachhaltigkeit eines neuen Produktes überprüft.
Ebenso nimmt die Wiener Privatbank SE nachhaltige Aspekte in ihre Produkt-
gestaltung und Dienstleistungen auf: r das Asset Management der Wiener
Privatbank SE, durch ihr Tochterunternehmen Matejka & Partner Asset
Management GmbH umgesetzt, berücksichtigt die Wiener Privatbank SE bei ihren
Fondprodukten gemäß Art. 8 der Oenlegungsverordnung die ökologischen und
sozialen Merkmale sowie die wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf die
Nachhaltigkeitsfaktoren. Aktuell prüft Matejka & Partner eine verstärkte
strategische Ausrichtung auf das Thema „Impact“-Investment.
Im Gesprächsprotokoll wird dem Kunden auf Portfolioebene der von ihm
gewünschte und der tatsächliche nachhaltige Mindestanteil angezeigt. Bei jedem
Kauf erhält der Kunde auch Nachhaltigkeitsinformationen des Produkts.
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Corporate Governance Bericht
21
7. Anga ben zu konsolidie rte n Unternehmen
Die Grundsätze der Vergütungspolitik sowie die Maßnahmen zur Förderung von
Frauen gelten auch für die Unternehmen, die im Vollkonsolidierungskreis der
Wiener Privatbank SE einbezogenen sind. In den vollkonsolidierten Tochter-
gesellschaften bestehen keine Aufsichtsräte.
Wien, am 18. März 2026
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! MAG.!
EDUARD MICHAEL STEFAN
BERGER MUNTERL SELDEN
MITGLIED!DES!VORSTANDES! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!!! ! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!
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Corporate Governance Bericht
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JAHRESFINANZBERICHT 2025
Konzernabschluss
und Konzern-
lagebericht Wiener
Privatbank SE für das
Geschäftsjahr 2025
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Corporate Governance Bericht
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KONZERNABSCHLUSS
Konzernlagebericht
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Corporate Governance Bericht
25
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KONZERNABSCHLUSS
Konzernlagebericht
für das Geschäftsjahr
2025
Wirtschaftliches Umfeld
Die globale Wirtschaft zeigte 2025 weiterhin ein gemischtes Bild, geprägt von der
moderaten geldpolitischen Lockerung der großen Zentralbanken und einer welt-
weit uneinheitlichen Konjunkturdynamik. Während die US-Wirtschaft nach einem
starken Vorjahr etwas an Tempo einbüßte, setzte sich in Europa eine leichte, aber
fragile Erholung fort. Die USA erreichten 2025 ein BIP-Wachstum von 2,2 %,
während die Eurozone 1,4 % verzeichnete. Innerhalb der Währungsunion blieben
die Unterschiede weiterhin deutlich sichtbar: Deutschland rang sich nach einem
schwierigen Jahr 2024 zu einem leichten Wachstum von 0,2 % durch, während
Länder wie Spanien (2,8 %) und Niederlande (1,9 %) stärker expandierten. Auch
die österreichische Wirtschaft profitierte zwar vom verbesserten europäischen
Umfeld, blieb jedoch aufgrund der weiterhin schwachen deutschen Industrie unter
Druck (+0,6 %).
Die von der Europäischen Zentralbank bereits 2024 eingeleitete geldpolitische
Lockerung wurde 2025 fortgeführt. Insgesamt senkte die EZB den Leitzinssatz bis
Mitte 2025 um weitere 100 Basispunkte auf 2,15 %, während der Einlagenzins auf
2,00 % zurückging. Die US-Notenbank hingegen legte nach den Zinsschritten im
Spätherbst 2024 eine Pause ein und beließ das Zinsband bis September 2025
unverändert bei 4,254,50 %. Innerhalb der letzten Monate des Jahres folgten
jedoch noch drei Zinssenkungen zu jeweils 25 Basispunkten, wodurch man das
Jahr mit einem Zinsniveau von 3,50-3,75 % abschloss.
Geopolitisch blieb 2025 ein Jahr hoher Unsicherheit. Die in den USA verstärkte
protektionistische Handelspolitik und die Ausweitung bestehender Zölle seit der
Amtseinführung von Donald Trump sorgten weltweit für spürbare Belastungen in
exportorientierten Branchen. In Europa standen weiterhin die innenpolitischen
Spannungen in mehreren Mitgliedsstaaten sowie die schwierige Sicherheitslage
im Fokus. Die anhaltenden Kampfhandlungen in der Ukraine verschärften sich
nach der Reduktion der amerikanischen Militär- und Finanzhilfen, was zu ver-
stärkten sicherheitspolitischen Anstrengungen der EU führte. Die geplante
europäische Aufrüstung und die Finanzierung eines neuen europäischen Sicher-
heitsfonds gehören zu den zentralen wirtschaftspolitischen Themen des Jahres.
Zudem beeinflusste das grangelegte deutsche Investitionsprogramm zur
Modernisierung kritischer Infrastruktur die wirtschaftliche Entwicklung in
Zentraleuropa spürbar.
Quellen: Bloomberg
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
27
Marktumfeld
Kapitalmarkt
Die Kapitalmärkte präsentierten sich im Jahr 2025 insgesamt robust und
verzeichneten eine deutlich stärkere Kursentwicklung als im Vorjahr. Die
anhaltend sinkenden Renditen an den internationalen Anleihemärkten infolge
weiterer geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen wirkten unterstützend, während
das makroökonomische Umfeld und geopolitische Spannungen zeitweise zu
erhöhter Volatilität führten. Der US-amerikanische Leitindex S&P500 legte im
Jahresverlauf um 16,4 % zu, während der STOXX Europe600 ein Plus von 16,7 %
verbuchte. Die im Vorjahr noch markanten regionalen Divergenzen reduzierten
sich deutlich, da Europa 2025 mit einer leicht stärkeren Marktperformance zeit-
weise sogar die USA übertraf.
Der österreichische Leitindex ATX erzielte mit einem Zuwachs von 45,4 % eines
der besten Jahre seiner Historie, getragen insbesondere von einer außer-
gewöhnlich starken Performance der Bankaktien. Auf Sektorenebene zeigten sich
europaweit deutliche Unterschiede: Banken (+76,7 %), Versorger (+34,3 %),
Rohstowerte (+32,5 %) und Versicherungen (+30,4 %) gehörten zu den
stärksten Segmenten. Zu den schwächsten Sektoren zählten Medien (12,8 %),
Chemie (4,3 %) sowie die Automobilbranche (0,4 %), die mit strukturellen und
regulatorischen Herausforderungen konfrontiert war.
r 2026 cken insbesondere die weitere Inflationsentwicklung, die konjunk-
turelle Erholung in den wichtigsten Wirtschaftsregionen sowie das Tempo
zukünftiger geldpolitischer Lockerungsschritte in den Mittelpunkt der Markt-
erwartungen. Zusätzlich gewinnt die US-Handelspolitik, die zuletzt vermehrt auf
strategische Neuausrichtungen und protektionistische Maßnahmen setzt, an
Bedeutung und könnte globale Lieferketten sowie Exportmärkte spürbar beein-
flussen. Gleichzeitig bleiben die geopolitischen Spannungsfelder in der Ukraine
sowie im Nahen Osten zentrale Unsicherheitsfaktoren. Vor allem die Eskalation im
Iran und ihre Auswirkungen auf die weltweiten Energiemärkte werden die
Konjunktur- und Inflationsentwicklung maßgeblich prägen. Insgesamt dürfte
dieses Umfeld die Risikobewertung der Kapitalmärkte stark prägen, während sich
Chancen vor allem dann erönen könnten, wenn sich einzelne geopolitische oder
wirtschaftliche Belastungsfaktoren abschwächen.
Quelle: Bloomberg
Immobilienmarkt 2025
Der österreichische Wohnungsmarkt war 2025 durch eine strukturelle Unter-
versorgung besonders in Wien stark unter Druck. Eine nur sehr geringe
Neubauleistung, steigende Mieten und eine herausfordernde Wohnungssuche
prägten das Marktumfeld. Im vierten Quartal 2025 wurden in Wien rund
2.380 Wohnungen fertiggestellt; trotz eines Anstiegs von etwa 46,0 % gegenüber
dem dritten Quartal blieb die Neubauleistung im Gesamtjahr um 20,0 % hinter
dem Vorjahr zurück, was den Markt weiter verknappt. Die Spitzenmiete erhöhte
sich in Wien im vierten Quartal leicht auf EUR 19,65/m²/Monat. Die
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
28
Spitzenrendite lag im selben Zeitraum bei 4,0 %. Eine Trendumkehr am Wiener
Wohnungsmarkt ist mittelfristig nicht zu erwarten, da eine weiterhin geringe
Anzahl an Baubewilligungen und längere Projektumsetzungszeiten die Situation
r Wohnungssuchende weiter verschärfen.
Der österreichische Investmentmarkt erreichte im vierten Quartal 2025 ein
Volumen von rund EUR 2!Mrd. und damit das stärkste Quartal seit 2019; das
Gesamtvolumen belief sich auf etwa EUR 4Mrd. und lag damit rund 40,0!% über
dem Vorjahr. Die stärkste Assetklasse war Wohnen mit etwa EUR 1,2Mrd.
beziehungsweise einem Marktanteil von rund 29,0 %, gefolgt von Büroimmobilien
mit circa EUR 1Mrd. und 25,0 % Marktanteil. Hotelimmobilien verzeichneten
ebenfalls ein starkes Schlussquartal und erreichten ein Jahresvolumen von rund
EUR 600Mio. bei einem Anteil von 15,0 %, während Einzelhandel bei 12,0 % und
Logistik bei 9,0 % lagen.
Am Wiener Büromarkt blieb die Vermietungsleistung auch im vierten Quartal
2025 sehr dynamisch. Mit 55 Vertragsabschlüssen wurden mehr als 54.000!m²
vermietet, knapp 40,0 % mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Über die
lfte davon entfiel mit 30.130!m² auf die Innere Stadt, gefolgt von Prater,
Wienerberg und Donaucity. Die Leerstandsquote stieg leicht auf 3,9 % und blieb
damit weiterhin niedrig. Zentrale und gut angebundene Lagen sowie nachhaltige
Gebäudestandards bleiben wesentliche Entscheidungskriterien. Die Spitzenmiete
blieb stabil bei rund EUR 28,50/m², während die durchschnittliche Miete bei
EUR 17,20/m² lag. Im Bürosegment wird für 2026 mit einem Neubau-
fertigstellungsvolumen von etwa 91.000!m² und einer Vermietungsleistung von
rund 150.000!m² gerechnet.
Quellen: CBRE, Vienna Research Forum
Ausrichtung als Sachwert- und Kapitalmarktspezialist
Als Kapitalmarktspezialist setzt die Bank auf fundierte Kapitalmarktkompetenz
bestehend aus professioneller Vermögensberatung und -verwaltung mit einem
konzerneigenen Fondsmanagement, sowie auf maßgeschneiderte Kapitalmarkt-
bzw. Emittenten-Dienstleistungen. Aktien-Brokerage mit globalen Börse-
Zugängen runden das Programm ab. In diesem Segment konnte die Bank ihren
Kunden, insbesondere in Zeiten bewegterrkte, einen klaren Mehrwert bieten.
Besonders durch die integrierte Angebotskombination, bestehend aus Emittenten-
Dienstleistungen, in Verbindung mit Brokerage und Depotservice mit Fokus auf
das KMU-Segment, ist es der Bank gelungen, eine spezielle Nische zu besetzen
und sich mit einem klaren Profil am Markt zu positionieren.
Auf Basis einer Kombination aus Veranlagungsmöglichkeiten und Finanzierungen
rund um Immobilien bietet die Wiener Privatbank SE eine integrierte Wert-
schöpfungskette aus einer Hand. Gerade in unsicheren Zeiten ermöglicht die Bank
ihren Kunden damit den Zugang zu einer werthaltigen Veranlagungsform mit ge-
wissem Inflationsschutz und bietet gleichzeitig maßgeschneiderte Finanzierungs-
lösungen.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
29
Dabei erönet die Wiener Privatbank SE interessierten Anlegern sowohl die
Möglichkeit ihr Kapital mit Substanzwerten zu schützen als auch in Anlageobjekte
mit stillen Reserven und somit künftigem Gewinnpotenzial zu investieren. In ihrer
Ausrichtung setzt die Bank auf eine Symbiose aus "Wiener Zinshaustradition" und
aktuellen Trends, indem die Bank ihren Kunden Chancen für stabile Veranlagungen
im Immobilienbereich bietet und gleichzeitig marktabhängig Perspektiven für
Kapitalmarktchancen erönen. Damit ist die Bank angebotsseitig für jede Markt-
phase gut gerüstet und die Positionierung als bevorzugter Partner für KMUs
bei Kapitalmarktpositionen wird gefestigt. Die Wertschöpfung für die Bank und
ihre Kunden wird durch die enge Verschränkung zwischen Kapitalmarktdienst-
leistungen, Depotgeschäft und Brokerage kontinuierlich ausgebaut.
Geschäftsentwicklung, Finanz- und Ertragslage
Der Zinsüberschuss sank im Vergleich zur Vorjahresperiode aufgrund eines
taktischen Abbaus von Kreditrisiken und eines generell sinkenden Zinsumfeldes
von EUR 6,84 Mio. auf EUR 4,11 Mio.. Währenddessen konnte das Provisions-
ergebnis von EUR 6,41 Mio. auf EUR 6,57 Mio. sowie das Handelsergebnis leicht
gesteigert werden. Das Ergebnis aus Immobilienhandel verringerte sich aufgrund
des weiterhin verhaltenen Marktumfeldes von EUR 2,40 Mio. in 2024 auf
EUR 1,21 Mio. in 2025. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen aufgrund von
Einmaleekte von EUR 0,77 Mio. im Vorjahr auf EUR 4,80 Mio. Die
Verwaltungsaufwendungen sanken aufgrund geringerer Personalkosten, jedoch
gleichzeitig gestiegener EDV- und Rechtsberatungsaufwendungen leicht von
EUR 16,69 Mio. im Jahr 2024 auf EUR 16,58 Mio. im Jahr 2025. Die Risikovorsorge
sank im Vergleichszeitraum von EUR -13,25 Mio. auf EUR -0,26 Mio., wobei auch
das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten auf EUR -0,13 Mio. nach
EUR -0,43 Mio. im Vorjahr zurückging. Somit wurde ein Ergebnis vor Steuern von
EUR -0,72 Mio. (2024: EUR -13,93 Mio.) erzielt und das Konzernperiodenergebnis
ohne nicht beherrschende Anteile belief sich in der Berichtsperiode auf
rd. EUR -0,66 Mio. (2024: EUR -12,06 Mio.). Das Ergebnis je Aktie lag bei
EUR -0,13 nach EUR -2,41 im Berichtsjahr 2024.
Die Bilanzsumme des Wiener Privatbank Konzerns belief sich zum Stichtag
31. Dezember 2025 auf EUR 344,63 Mio., nach EUR 325,81 Mio. zum Ultimo
2024. Das Eigenkapital (exklusive nicht beherrschende Anteil) belief sich auf
EUR 32,36 Mio., nach EUR 32,71 Mio. zum 31. Dezember 2024.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
30
Finanzielle Leistungsindikatoren
Starke Kapitalbasis
Die Wiener Privatbank SE kann per 31. Dezember 2025 weiterhin auf sehr solide
Kapitalkennzahlen verweisen. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 28,13 %
(VJ: 22,46 %).
Die Ertragskennzahlen*) des Wiener Privatbank Konzerns entwickelten sich im
Geschäftsjahr 2025 wie folgt: Die Cost-Income-Ratio (CIR) betrug 102,03 %, nach
101,51 % im Jahr 2024. Der Return on Equity (ROE) lag bei -2,19 % (2024:
-31,50 %) und der Return on Assets (ROA) belief sich auf -0,21 %, nach -3,64 % im
Jahr 2024.
*
)
CIR: Verwaltungsaufwand ÷ (Zinsüberschuss + Provisionsüberschuss + Ergebnis at-equity
bewerteter Unternehmen + Handelsergebnis + Erfolg aus Immobilienhandel + Sonstiger
betrieblicher Erfolg), ROE: Jahresüberschuss ÷ ø Eigenkapital, ROA: Jahresüberschuss ÷
ø Bilanzsumme
Risikobericht
Im Zentrum der Risikopolitik der Wiener Privatbank SE steht der Grundsatz
eines ausgewogenen Verhältnisses von Risiko und Rendite. Die allgemeine Risiko-
situation im Geschäftsjahr 2025 war geprägt von den geopolitischen Konflikten in
Verbindung mit unkonventionellen Zollpraktiken und den damit einhergehenden
makroökonomischen Folgewirkungen, mit denen erhebliche Herausforderungen in
der internen Risiko- und Ertragssteuerung gegeben waren. In diesem Zusammen-
hang wurde wieder das höchste Augenmerk auf die systematische Überwachung
und Weiterentwicklung der Indikatoren und Verfahren zur Identifikation, Messung
und Steuerung der Risiken gelegt. Der eektive Umgang mit Risiken sowie die
frühzeitige Identifikation und Realisierung von Chancen wird durch eine eigene
Risikomanagementabteilung kontrolliert.
Den wesentlichen Risiken tritt die Wiener Privatbank SE wie in der folgenden
Tabelle beschri e b e n e n tg e g e n :
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
31
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Marktrisiko
Veränderung von Bewertungs-
parametern wie Wertpapierkurse
oder Credit Spreads
Belastung des Jahresergebnisses
durch Wertveränderungen
Laufendes Monitoring
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und Be-
wertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Liquiditätsrisiko
Mangelnde Möglichkeiten zur
Beschaung von Finanzmitteln zur
Begleichung von Verpflichtungen
Eingeschränkte
Investitionsmöglichkeiten
Belastung der Liquiditätsposition
durch Abflüsse liquider Mittel
Laufende Liquiditätsüberwachung
und -steuerung im Treasury
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Stress-Te s t s
Vorhaltung eines Liquiditäts-
puers
Diversifizierung der
Refinanzierungsquellen
Kreditrisiko
Ausfall von Kreditnehmern bzw.
Gegenparteien
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen / Di-
rektabschreibungen
Umfassende Bonitätsprüfung und re-
gelmäßiges Monitoring der
Kreditnehmer
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und Be-
wertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Beteiligungsrisiko (als Teil des Kreditrisikos)
Abwertung des Beteiligungsansatzes
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen / Di-
rektabschreibungen
Jährliche Budgeterstellung
Laufende Managementgespräche
zur Beurteilung der wirtschaft-
lichen Situation
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und Be-
wertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Bonitätsrisiko
Verschlechterung der Bonität bzw.
Zahlungsfähigkeit von Kunden
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen /
Marktwertveränderung
Umfassende Bonitätsprüfung und
regelmäßiges Monitoring der Kredit-
nehmer
Zinsänderungsrisiko
Veränderung der Marktzinsen
Veränderung des Werts von
Finanzinstrumenten
Belastung des Jahresergebnisses
Geringe Fristentransformation
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Sensitivitätsanaly-
sen in den Dimensionen
Barwertveränderung und Zins-
ergebnis
Regelmäßige Überwachung und Be-
wertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
32
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Operationelles Risiko
Fehlerhafte interne Prozesse
Te c h n o l o g i e v e r s a g e n
Katastrophen bzw. externe Ereignisse
IKT und Cyberrisiken
Belastung des Jahresergebnisses
durch Wertveränderungen
Laufende Weiterentwicklung des In-
ternen Kontrollsystems (IKS)
Regelmäßige Risikoanalysen und Bu-
siness Impact Analysen (BIA)
Laufende Entwicklung und Überarbei-
tung von Arbeitsrichtlinien und -an-
weisungen
hrung einer Verlustdatenbank
Strategieworkshops und
Schulungsmaßnahmen
Vorhalten eines Notfallplanes
Immobilienrisiko
Konzentrationsrisiko im Zusammen-
hang mit dem Geschäftsmodell
Belastung des Jahresergebnisses
Definition von Risikoleitlinien für Im-
mobilienengagements
Klar festgelegte Limits
Umfassende Bewertung mittels Im-
mobilienrating
Regelmäßige Überwachung und Be-
wertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko
Schwankung des Ertragsprofils auf-
grund reduzierter laufender Einnahmen
Belastung des Jahresergebnisses
Jährliche Budgeterstellung
Laufendes Management Reporting
zur Beurteilung der wirtschaftlichen
Situation
Regelmäßige Überwachung und Be-
wertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Die Wiener Privatbank SE war zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen sonstigen
Risiken, wie u.a. Währungsrisiken, ausgesetzt. Die rechtlichen Risiken werden
durch eine eigene Rechtsabteilung, sowie durch Kooperation mit unabhängigen
Rechtsanwälten überwacht und minimiert.
Der Vorstand hat Ende 2025 keine bestandsgefährdenden oder anderen ernst-
haften Risiken für die Wiener Privatbank SE identifiziert. Das vorherrschende
makroökonomische Umfeld wird für das Risiko- und Ertragsprofil bestimmend
und im neuen Geschäftsjahr 2026 spürbar bleiben. Über einen nachlassenden
Lohndruck wird grundsätzlich eine geringere Inflationsdynamik erwartet, womit in
Kombination mit einer nachlassenden restriktiven Wirkung der Geldpolitik auf die
Konjunktur die Zinserwartungen im Euro-Raum bis vor Kurzem als stabil bewertet
wurden. Zuletzt gab es jedoch deutliche Volatilität, speziell betreend Zins- und
Inflationsprognosen. Die weiteren Entwicklungen der Kapitalmärkte, sowie die
volks- und realwirtschaftlichen Auswirkungen werden stark von der Dauer und
dem weiteren Verlauf der für unsere Region relevanten kriegerischen Konflikte in
Verbindung mit den geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und den real-
politischen Maßnahmen der Regierungen direkt beeinflusst. Die Auswirkungen
des Krieges im Iran sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht
final abschätzbar. Die Wiener Privatbank SE ist in der Region nicht engagiert, je-
doch können indirekte Eekte, insbesondere negative Auswirkungen auf
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
33
volkswirtschaftliche Kennzahlen natürlich auch Einfluss auf die Wiener Privatbank
SE haben. Von einer spürbaren Entspannung ist voraussichtlich erst bei einer
nachhaltigen Deeskalation zwischen den Konfliktparteien und einer fortwährend
spürbaren Erholung der Volkswirtschaften auszugehen.
Makroökonomische Prognosen zeigen zum Zeitpunkt der Berichterstellung für das
Jahr 2026 ein moderates Wirtschaftswachstum im Euro-Raum (WKO-Statistik
vom November 2025 auf Basis Zahlen der EU-Kommission), aber weiterhin ein
fragiles wirtschaftliches Umfeld. Für Österreich prognostizieren WIFO und IHS für
2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,2!% bzw. 1,0!% (Konjunkturprognosen des
WIFO/IHS vom Dezember 2025).
Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat Ende März ihre Prognose bereits an
die neue geopolitische Situation angepasst und erwartet für Österreich nur noch
ein BIP-Wachstum von 0,5 % (zuvor +0,8 %). Die Inflationsentwicklung wird
2026 stark vom weiteren Verlauf des Iran-Kriegs abhängen. Zuletzt hob die EZB
ihre Prognose für das laufende Jahr in der Eurozone deutlich um 0,7 Prozentpunkte
auf 2,6 % an. Auch die wirtschaftliche Entwicklung bleibt also durch geopolitische
Risiken (Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt), volatile Energiepreise und eine schwache
internationale Industriekonjunktur geprägt.
In österreichischen Banken zeigten sich insbesondere im Gewerbeimmobilien
(CRE)-Segment branchenweit weiterhin erhöhte CRE-NPL-Quoten. Vor diesem
Hintergrund bleibt die Diversifizierung der Ertragsstruktur sowie eine proaktive
Risikosteuerung für das Geschäftsjahr 2026 zentral.
In diesem schwierigen unternehmerischen Umfeld für Kreditnehmer und ver-
haltener Entwicklung der Immobilienmärkte ist von einem fortlaufend erhöhten
Insolvenzaufkommen auszugehenim Jahr 2025 waren diese Entwicklungen auch
im Kreditbuch der Wiener Privatbank SE, wenn auch in signifikant geringerem
Ausmaß als im Geschäftsjahr 2024, zu spüren. Die NPL-Quote betrug zum
31. Dezember 2025 rd. 7,70 % (VJ: 6,92 %), ein Abbauplan zur Reduktion not-
leidender Kundenforderungen wurde implementiert und die getroenen
Maßnahmen werden konsequent verfolgt. Im neuen Geschäftsjahr 2026 werden
daher laufende Anstrengungen zur Diversifizierung der Ertragsstrukturen verstärkt
fortgeführt und bestehende Risiken engmaschig überwacht und proaktiv
gesteuert. Auf Grund der hohen Kernkapital- und Liquiditätsquoten ist die Bank
hierfür weiterhin bestens gerüstet.
Die Wiener Privatbank SE ist in den vom Ukraine-Konflikt betroenen Regionen
vor Ort nicht präsent. Es besteht somit kein nennenswertes Engagement mit
Russland-Bezug im Kreditportfolio (gleiches gilt für den Nahen Osten) und die
Bank ist somit von der Ukraine-Krise wirtschaftlich hauptsächlich indirekt über
Sekundäreekte betroen. Die seit Februar 2022 anhaltenden kriegerischen
Aggressionen der Russischen Föderation gegen die Ukraine führten zu weit-
reichenden Sanktionen von Regierungen zahlreicher Staaten, einschließlich der
Europäischen Union. Die gesetzten Sanktionsprogramme, die in erster Linie auf
die Schwächung der russischen Wirtschaft abzielen, wurden von der Wiener
Privatbank SE im vollen Umfang umgesetzt.
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
34
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
Nach üblichen Bankenstandards werden Risiken über das Risikomanagement
identifiziert, gemessen und gesteuert. In der Wiener Privatbank SE ist eine klare
Tr e n n un g z wi s c h e n d e n Ma r k ta b t e i l u n g e n u n d d e r Ri s i k o b e u r t e i lu n g / Ri s i k o -
kontrolle implementiert. Die Grundsätze und Methoden r das Management
betriebswirtschaftlicher Risiken sind in Handbüchern und internen Richtlinien
festgelegt. Das Risikomanagement der Wiener Privatbank SE ist dem Vorstand
Marktfolge zugeordnet.
Das Kreditrisiko inklusive dem Beteiligungsrisiko ist das größte Risiko, mit dem die
Wiener Privatbank SE konfrontiert ist. Die Marktfolgeabteilungen beurteilen alle
Finanzierungs- und Beteiligungsanträge (Grundsatz der Doppelvotierung ent-
sprechend den Mindeststandards für das Kreditgeschäft der FMA) und
bestätigen, auf Basis der im Einsatz befindlichen Modelle, die mindestens jährlich
neu zu erstellenden Bonitätsbeurteilungen. Darüber hinaus werden Engagements
mit erhöhtem Risikoprofil identifiziert und gemeinsam mit der betreuenden Markt-
abteilung Maßnahmen zur Risikoreduktion vereinbart. Anhand eines Ampel-
systems innerhalb einer Watch-Loan-List werden diese Engagements laufend
überwacht.
Direktes Kreditgeschäft mit natürlichen oder juristischen Personen aus Russland
und Belarus besteht keines. Gleiches gilt für Personen aus dem Nahen Osten.
Kreditengagements, die potenziell indirekt von der aktuellen Situation in der
Region betroen sein können, werden laufend überwacht Aus heutiger Sicht ist
von keiner besonderen Betroenheit auszugehen. Neben dem Kreditrisiko wird in
den Hauptrisikoarten zwischen Markt-, Liquiditäts-, Geschäfts- und operationel-
len Risiken unterschieden. Die Messung des Markt- und Geschäftsrisikos erfolgt in
Form des Value at Risk. Um die ungünstigen Eekte extremer Marktbewegungen
zu simulieren, werden Stress-Te s t s d u rchg e f ü h r t . Zur Sicher s t e l l u n g e i ner aus-
reichenden Liquidität auch in adversen Szenarien wird in der Steuerung ein
Liquiditätspuer vorgehalten, der regelmäßig angepasst und über Stress-Te s t s
validiert wird. Dem operationellen Risiko wird über ein umfassendes internes
Kontrollsystem (IKS) und laufende Risikoanalysen begegnet. Das Immobilienrisiko,
sowie das Konzentrationsrisiko manifestieren sich hauptsächlich in den genannten
Hauptrisikoarten. Es bestehen klare Leitlinien und Limitierungen zur Begrenzung
und Steuerung dieser Risiken. Die zentrale Steuerungsgröße im Zusammenhang
mit dem Risikomanagement ist das ökonomische Eigenkapital. Eine Risiko-
tragfähigkeitsrechnung stellt die Gesamtrisikoposition in einer ökonomischen
Betrachtung dar.
Auch im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist ein internes Kontroll-
system (IKS) im Einsatz. Die Kontrollen werden durch entsprechende organisato-
rische Maßnahmen, die in die Unternehmensprozesse integriert sind, gewährleis-
tet. Die für die Rechnungslegung und das Controlling zuständige Einheit ist unab-
hängig von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Markteinheit der Bank. Die
Bank verfügt über Funktionstrennungen bei der Buchungseingabe und der an-
schließenden Buchungsfreigabe in das zentrale IT-System. Personen aus den
Marktbereichen können keine Buchungsfreigaben tätigen. Somit zählen das
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
35
4-Augen-Prinzip, Zugrisbeschränkungen im IT-Bereich und Zahlungsrichtlinien
zu den präventiven Kontrollen. Arbeitsrichtlinien enthalten Regelungen, die einen
korrekten Arbeitsablauf garantieren und sicherstellen, dass betriebliche Vornge,
die regelmäßig anfallen, einheitlich abgewickelt werden. Stellenbeschreibungen
enthalten genaue Beschreibungen des Aufgabenbereiches des jeweiligen Mitar-
beiters, sowie die personelle Zuordnung. Regelmäßig erfolgen Prüfungen der
Konten und deren Bewertungen.
Die internen Kontrollsysteme (IKS) und das Risikomanagement werden von der
dem Vorstand unterstellten Abteilung Interne Revision überprüft.
Derivate Finanzinstrumente
Hinsichtlich dieses Punkts wird auf den Anhang verwiesen.
Forschung und Entwicklung
Aufgrund der Geschäftstätigkeit als Bank sind Forschung und Entwicklung nicht
in einer eigenen F&E-Abteilung angesiedelt. Es werden daher auch keine eigenen
Mittel für Forschung und Entwicklung aufgewendet oder ausgewiesen.
Aktien der Gesellschaft und Stellung der Aktionäre
Das Grundkapital der Wiener Privatbank SE betrug zum 31. Dezember 2025
unverändert EUR 11.360.544,15 und war in 5.004.645 Stückaktien eingeteilt. Der
auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals belief sich
damit unverändert auf EUR 2,27.
Sämtliche Aktien sind in einer veränderbaren Sammelurkunde verbrieft, die bei
der Österreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft, Am Hof 4, 1010 Wien, als
Wertpapiersammelbank hinterlegt ist. Eine Einzelverbriefung der Aktien ist
satzungsgemäß ausgeschlossen. Alle zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien
der Gesellschaft sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Die ISIN der
Aktien lautet AT0000741301. Im Geschäftsjahr 2025 waren gemäß IAS 33.30
durchschnittlich 5.004.645 Aktien im Umlauf. Jede Aktie gewährt das Recht zur
Teilnahme an der Hauptv e rsammlung und zur Ausübu n g des Stimmr e c h t s , wobei
jede Aktie eine Stimme gewährt. Kein Aktionär verfügt daher über besondere
Kontrollrechte. Stimmrechtsbeschnkungen aufgrund von Vereinbarungen
zwischen Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt.
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 hielten die Kernaktionäre folgende Anteile:
Mit einem Anteil von 16,61 % war die K5 Beteiligungs GmbH weiterhin größter
Aktionär der Wiener Privatbank. Die Kerbler Holding GmbH hielt 7,38!%, während
die Lehar Schlössl Besitz GmbH 3,39!% der Anteile besaß.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
36
Zu den weiteren bedeutenden Aktionären gehörten die Gesellschaft ZLT a.s. sowie
die Shanfari Investment Co. L.L.C. Sie hielten jeweils 9,90!%. Die Aventure Capital
AG war mit 8,64!% vertreten. Kirill Klinberg hielt 9,55!% der Aktien.
Darüber hinaus besaßen die Deal Services s.r.o. 5,24!%, die Ficron Finance Limited
7,06!% und ADNORA INVEST CE a.s. 5,79!%.
Der verbleibende Aktienanteil von 16,54 % befand sich im Streubesitz.
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Hauptversammlung gewählt.
Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen oder zwei
Stellvertreter. Sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen
über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrats betreen
§ 10 Pkt. 4 der Satzung, wonach, für die Abberufung von Mitgliedern des
Aufsichtsrats vor Abschluss der Funktionsperiode eine Mehrheit von drei Viertel
der abgegebenen gültigen Stimmen auf der Hauptversammlung erforderlich ist.
Im Geschäftsjahr 2025 kam es zu Rücktritten im Aufsichtsrat. Mit 27. Juni 2025
legten Herr Dr. Gottwald Kranebitter sowie Herr Mag. Johann Kowar ihr
Aufsichtsratsmandat zurück, sodass mit 28. Juni 2025 die Ersatzmitglieder des
Aufsichtsrates, Herr Jay Johnston und Herr Christian Briker in den Aufsichtsrat
nachrückten. Mit Wirkung 9. September 2025 legte Herr Heinz Meidlinger seine
Funktion als Aufsichtsrat zuck, wobei ab diesem Zeitpunkt der Aufsichtsrat
anstelle von fünf nur mehr aus vier Mitgliedern bestand. Mit Wirkung
24. Dezember 2025 schied Herr Christian Briker aus dem Aufsichtsrat aus,
wodurch die sich die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder auf drei reduzierte.
Der Vorstand der Wiener Privatbank SE bestand im Geschäftsjahr 2025 aus
Eduard Berger und Mag. Stefan Selden.
Mitarbeiter
Der Wiener Privatbank Konzern legte auch im Geschäftsjahr 2025 Wert darauf,
die fachliche Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter laufend auszubauen. In der
Berichtsperiode wurden EUR 74.996, 29 in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
investiert. Dies bedeutet ein um ca. 16,0 % höheres Aus- und Weiterbildungs-
budgets für die Mitarbeiter verglichen mit dem Jahr 2024. Die durchschnittliche
Mitarbeiterzahl betrug im Jahr 2025 im Konzern 2025 bei Arbeitskräften in Voll-
zeit (Full-Time Equivalent, FTE) 69,04 bzw. im Hinblick auf die Mitarbeiteranzahl
(Headcounts, HC) 77. Weiters bietet der Wiener Privatbank Konzern den
Mitarbeitern unterschiedliche Sozialleistungen an. Im Jahr 2025 wurden in
Summe EUR 79.019,38 als individueller Essenszuschuss gewährt. Ebenfalls wurde
im Sinne der Nachhaltigkeit ein sogenanntes Jobticket für Mitarbeiter angeboten.
Die Ausgaben dafür betrugen EUR 17.458,75. Für Arbeitsmedizin, -psychologie
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
37
und die Sicherheitstechnische Betreuung beliefen sich die getätigten Ausgaben im
Jahr 2025 auf EUR 14.408,44.
Ein weiterer Benefit sind Beitragszahlungen in eine Pensionskasse. In Summe
wurden dafür EUR 165.213,32 aufgewendet.
Nachhaltigkeit
Die Wiener Privatbank SE sieht Nachhaltigkeit nicht als Muss sondern als Chance,
einen wesentlichen Beitrag für eine Neuorientierung zu einer nachhaltigen Finanz-
wirtschaft zu leisten, von der Kunden und Dienstleister gleichermaßen profitieren
werden.
Erklärtes Ziel der Wiener Privatbank SE ist es, sowohl auf Unternehmens- als auch
auf Produktebene nachhaltiger, CO
2
-schonender und ressourcenezienter zu
werden. Dafür wurde die Verantwortungr „Sustainable Finance“ einerseits in der
Stelle Product Governance im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von Wertpapieren
und den Abgleich zu den Kundenpräferenzen, sowie andererseits in der Stelle
Risikomanagement im Hinblick auf eine regelmäßige Analyse der Nachhaltigkeits-
risiken und Ableitung von geeigneten Mnahmen je Geschäftsbereich oder für
das Unternehmen selbst verankert.
Die regulatorischen Rahmenbedingungen für Banken im Bereich ESG führten in
den letzten Jahren zu Anpassungen von Prozessen in vielen Arbeitsbereichen der
Wiener Privatbank SEintern und auch gegenüber dem Kunden. Diese Prozesse
werden laufend evaluiert und angepasst
Zum Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)“
setzte die Wiener Privatbank SE auch in den vergangenen Jahren verschiedene
Initiativen: Ein regelmäßiges Gesundheitsangebot für Mitarbeiter, welches neben
diversen Impfaktionen auch Schwerpunkte zur gesunden Ernährung und
Möglichkeiten der Inanspruchnahme externer psychologischer Unterstützung bei
besonderen Stresssituationen beinhaltete. Darüber hinaus wurde schwerpunkt-
mäßig eine „Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz“ mit dem
externen Anbieter zur Arbeitsmedizin- und -psychologie durchgeführt.
Entsprechende Optimierungen und Verbesserungsmaßnahmen wurden aus-
gehend von dieser Evaluierung erfolgreich implementiert. Weiters wird allen
Mitarbeitern ein Jobticket der Wiener Linien zur Verfügung gestellt und ab
einjähriger Unternehmenszugehörigkeit werden Mitarbeiter auch in eine eigene
Pensionskasse aufgenommen. Weitere Mnahmen erfolgten bezogen auf die
Resilienz von Mitarbeitern und Führungskräften durch regelmäßige Management-
Team-Meetings und diverse Mitarbeiterveranstaltungen zur Stärkung der
Corporate Culture.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
38
Product Governance berücksichtigt Nachhaltigkeitskategorien sowohl beim
Aufsetzen von neuen Finanzprodukten sowie bei deren Überwachung und zeigt
dies auch im Beratungsuniversum für Private Banking an. Auch im Produkt-
einführungsprozess wird die Nachhaltigkeit eines neuen Produktes überprüft.
Ebenso nimmt die Wiener Privatbank SE nachhaltige Aspekte in ihre Produkt-
gestaltung und Dienstleistungen auf: Das Asset Management der Wiener
Privatbank SE, durch ihr Tochterunternehmen Matejka & Partner Asset
Management GmbH, berücksichtigt bei ihren Fondprodukten gemäß
Art. 8 der Oenlegungsverordnung für die Wiener Privatbank SE die ökologischen
und sozialen Merkmale sowie die wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf die
Nachhaltigkeitsfaktoren. Aktuell prüft Matejka & Partner eine verstärkte
strategische Ausrichtung auf das Thema „Impact“-Investment.
Im Gesprächsprotokoll wird dem Kunden auf Portfolioebene der von ihm
gewünschte und der tatsächliche nachhaltige Mindestanteil angezeigt. Bei jedem
Kauf erhält der Kunde auch Nachhaltigkeitsinformationen des Produkts.
Corporate Governance-Bericht
Der konsolidierte Corporate Governance-Bericht für das Geschäftsjahr 2025
wurde erstellt und ist auf der Website der Wiener Privatbank SE unter
www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/corporate-governance abrufbar.
Zweigniederlassung
Die Wiener Privatbank verfügt zum Bilanzstichtag und während des Geschäfts-
jahres über keine Zweigniederlassungen.
Ausblick
Nach dem sehr schwierigen Jahr 2024 hat es die Wiener Privatbank 2025 im
UGB-Einzelabschluss wieder in die Gewinnzone geschat. Im Konzern wurde
aufgrund der zyklisch schwächeren Ergebnisse der Töchterunternehmen ein über-
schaubarer Verlust erwirtschaftet.
Die Bank hat - aufgrund der Verwerfungen am Immobilienmarkt - ihr Kreditbuch
bereits ab 2024 speziell in den höheren Risikokategorien deutlich zurückgefahren
und die Vergabe von immobilienlastigen Krediten im Mezzanin-Bereich zuletzt
komplett ausgesetzt.
Ende 2025 lagen die Forderungen an Kunden daher deutlich unter den Werten der
Vorjahre. Dieser taktische Abbau von Kreditrisiken war, trotz dadurch verursachter
geringerer Zinserträge, in der aktuellen Marktphase richtig. Parallel wurden neue
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
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attraktive Nischen im Kreditgeschäft identifiziert und Policies, Tools sowie
fachliche Expertise für ein zukünftiges nachhaltiges Kredit-Wachstum definiert,
bzw. aufgebaut.
Der Risikoappetit der Wiener Privatbank SE wird weiterhin regelmäßig an die
Marktgegebenheiten und die Risikotragfähigkeit angepasst.
Das Jahr 2026 ist bisher von einem nachhaltig schwachen wirtschaftlichen Um-
feld in Österreich geprägt. Die multiplen weltweiten Krisen sorgen für allgemeine
Unsicherheit in vielen Bereichen. Am, für die Wiener Privatbank SE wichtigen,
Immobilienmarkt sah die die Bank bereits 2025 leichte Aufwärtstrends, welche
sich Anfang 2026 fortsetzen. Negative Auswirkungen, u. a. aufgrund der nach wie
vor verhältnismäßig hohen NPL-Bestände in Banken, insbesondere im gewerb-
lichen Immobiliensegment können allerdings nicht ausgeschlossen werden.
Nach dem Verlustjahr 2024 und der Stabilisierung 2025 geht die Wiener
Privatbank im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld von einem herausfordernden
Geschäftsjahr 2026 aus.
Die Wiener Privatbank SE legt weiterhin großen Wert auf eine starke Kapital-
und Liquiditätsausstattung, was die Entwicklung der weiterhin sehr robusten
Kernkapitalquote und der Liquiditätskennzahlen deutlich zum Ausdruck bringen.
Die Kernkapitalquote (CET1) konnte von 22,46 % 2024 auf 28,13 % 2025 und die
LCR von 1.668 % auf 1.751 % ausgebaut werden.
Somit steht die Bank nicht nur auf sicheren Beinen, sondern ist auch für die
Chancen und Herausforderungen des aktuellen Marktumfeldes gut gerüstet.
Kundennähe ist in der Wiener Privatbank SE ein wichtiges Qualitätsmerkmal,
um insbesondere in bewegten und herausfordernden Marktphasen die richtigen
Lösungen in Finanzierungs- und Veranlagungsthemen gemeinsam mit den Kunden
zu finden.
Zu den Kerndienstleistungen der Bank zählen im Finanzierungsbereich nach wie
vor Projektfinanzierungen im Immobilienbereich (mittlerweile deutlich selektiver
und großteils im besicherten Bereich) sowie Lombardkredite mit klar definierten
Rahmenbedingungen, um dem geänderten Marktumfeld Rechnung zu tragen.
Weiters hat die Bank spezielles Know-How für selektiv ausgewählte Spezial-
finanzierungen entwickelt, welche ein sehr attraktives Risiko-/Ertragsprofil auf-
weisen. Die ersten Finanzierungen wurden Anfang 2026 auf den Weg gebracht
und dieser Bereich soll 2026 weiter ausgebaut werden.
Im Veranlagungsbereich setzt die Bank weiterhin auf ihre Kernkompetenz bei
Aktienveranlagungen, wenngleich das hauseigene Asset Management der Bank
auch darauf abzielt, im Produktangebot die Chancen des sich verändernden Zins-
umfeldes ebenfalls zum Vorteil der Kunden zu nutzen. Darüber hinaus kann die
Bank auch künftig auf eine reichhaltige Auswahl an „Betongold“ zurückgreifen, um
sowohl Anlegern als auch Eigennutzern Zugang zu interessanten Immobilien zu
verschaen. Ebenfalls für Kunden im Programm stehen Festgeldveranlagungen zu
attraktiven Konditionen.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
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r kapitalmarktane KMU bleibt die Bank ein kompetenter und umsetzungs-
starker Partner, wenn es um die Strukturierung und Begleitung von Aktien- und
Anleiheemissionen inklusive Börselistings und Zahlstellenfunktionen geht. Hier
schärfte die Wiener Privatbank SE nicht zuletzt durch gezielte Kooperationen mit
Partnern r innovative Kapitalmarkt-Emissions-Lösungen 2025 weiter ihr Profil
als absoluter Kapitalmarkt-Experte für den KMU-Bereich. Die Bank erweitert
dadurch auch ihre Produktpalette, um ihren Kunden in möglichst vielen Bereichen
Lösungen anbieten zu können. Im Sinne einer durchgängigen Wertschöpfungs-
kette runden Custody- und Brokerage-Dienstleitungen das Angebotsprogramm
der Bank ab.
Mit diesem Leistungsangebot sieht sich die Wiener Privatbank SE weiterhin gut
positioniert, um ihren Kunden in jeder Marktsituation ein ausgewogenes und wert-
stiftendes Spektrum an Dienstleistungen anbieten zu können.
Wien, am 2. April 2026
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! MAG.!
EDUARD MICHAEL STEFAN
BERGER MUNTERL SELDEN
MITGLIED!DES!VORSTANDES! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!!! ! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!
!
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht

KONZERNABSCHLUSS
Konzernbilanz
zum 31. Dezember 2025

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Konzernabschluss
Konzernbilanz


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Konzernabschluss
Konzernbilanz
44
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2025 (IFRS)
Aktiva Anhang 31. Dezember 2025 in EUR 31. Dezember 2024 in EUR
Barreserve 1) 129.850.146 90.541.497
Forderungen an Kreditinstitute 2) 70.145.868 79.809.097
Forderungen an Kunden 3) 42.359.490 50.991.803
Finanzanlagen 4) 41.996.814 50.250.682
Anteile an assoziierten Unternehmen 5) 2.770.279 2.760.965
Zum Handel bestimmte Immobilien 6) 46.741.242 43.368.994
Immaterielle Vermögenswerte 7) 1.045.993 695.621
Sachanlagen 8) 2.026.900 780.362
Steueransprüche 9) 2.201.171 1.865.076
hiervon Steuererstattungsansprüche 586.277 166.284
hiervon latente Steueransprüche 1.614.894 1.698.792
Sonstige Aktiva 10) 5.493.550 4.747.305
Summe Aktiva 344.631.454 325.811.404
Passiva Anhang 31. Dezember 2025 in EUR 31. Dezember 2024 in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11) 29.436.057 25.868.353
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 12) 263.632.646 246.734.527
Steuerverpflichtungen 13) 0 0
hiervon tatsächliche Steuerverpflichtungen 0 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 14) 9.479.367 12.723.241
Rückstellungen 15) 2.664.206 2.927.614
Sonstige Passiva 16) 6.501.622 4.244.005
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens 32.359.248 32.708.734
Nicht beherrschende Anteile 558.309 604.930
Eigenkapital 17) 32.917.557 33.313.664
Summe Passiva 344.631.454 325.811.404


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Konzernabschluss
Konzernbilanz

KONZERNABSCHLUSS
Konzern-
Gesamtergebnisrechnung

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Konzernabschluss
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
47
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
1. Jänner 2025 bis 31. Dezember 2025 (IFRS)
Angaben in EUR Anhang 1. Jänner 202531. Dezember 2025 1. Jänner 202431. Dezember 2024
Zinsen und ähnliche Erträge 8.900.303 12.268.435
Zinserträge nach Eektivzinsmethode 8.606.026 11.862.477
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.787.931 -5.424.853
Zinsüberschuss 21) 4.112.373 6.843.584
Provisionserträge 7.420.281 7.473.401
Provisionsaufwendungen -851.360 -1.059.866
Provisionsüberschuss 22) 6.568.921 6.413.535
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 23) 9.314 -24.918
Handelsergebnis 24) 211.746 172.464
Ertrag aus Immobilienhandel 25) 5.025.129 6.322.087
Aufwand aus Immobilienhandel 26) -3.815.629 -3.932.442
Sonstiger betrieblicher Ertrag 27) 4.804.448 766.486
Sonstiger betrieblicher Aufwand 28) -666.298 -169.977
Verwaltungsaufwand 29) -16.580.052 -16.638.405
Risikovorsorge 30) -259.920 -13.248.153
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 31) -126.785 -427.972
Ergebnis vor Steuern -716.755 -13.923.710
Ertragsteuern 32) 3.247 1.762.906
Konzernperiodenergebnis -713.508 -12.160.804
Nicht beherrschende Anteile am Konzernperiodenergebnis -46.621 -99.068
Konzernperiodenergebnis ohne nicht beherrschende Anteile -666.887 -12.061.737

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Konzernabschluss
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
48
Ergebnis der im Eigenkapital erfassten
Ertrags- und Aufwandposten
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Jänner 202531. Dezember 2025 1. Jänner 202431. Dezember 2024
Konzernperiodenergebnis -713.508 -12.160.804
Posten, die zukünftig über die GuV gebucht werdennnen
Bewertungsergebnis der FV-Umwertung
von FVOCI bewerteten Schuldinstrumente 311.886 333.065
(darauf entfallende Steuereekte) -71.734 -76.605
Posten, die zukünftig nicht über die GuV gebucht werdennnen
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 100.325 15.498
(darauf entfallende Steuereekte) -23.075 -3.564
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 317.402 268.393
Konzern-Gesamtergebnis -396.106 -11.892.412
Zuordnung des Konzern-Gesamtergebnisses
Anteile im Besitz der Eigentümer der Wiener Privatbank -349.485 -11.793.344
nicht beherrschende Anteile -46.621 -99.068
Ergebnis je AktieAngaben in EUR Anhang 1. Jänner 202531. Dezember 2025 1. Jänner 202431. Dezember 2024
Aktienzahl zum Ultimo 5.004.645 5.004.645
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 5.004.645 5.004.645
Konzernperiodenergebnis ohne nicht beherrschende An-teile - 666.887 -12.061.737
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert = unverwässert) 19) - 0,13 -2,41


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Konzernabschluss
Konzern-Gesamtergebnisrechnung


KONZERNABSCHLUSS
Entwicklung des
Konzerneigenkapitals

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Konzernabschluss
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
51
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
1. Jänner 2025 bis 31. Dezember 2025 (IFRS)
Angaben in EUR Gezeichnetes Kapital Kapital- rücklagen Gewinn- rücklagen Konzerngewinn FV Umwertung IAS 19 versichungsm. Gewinne und Verluste Eigenkapital ohne nicht beherr-schenden Anteil nicht beherrschender Anteil Eigenkapital mit nicht beherr-schendem Anteil
Stand zum 1. Jänner 2024 11.360.544 18.308.278 15.184.865 -549.823 198.212 44.502.078 748.998 45.251.075
Konzernperiodenergebnis 2024 -12.061.737 -12.061.737 -99.068 -12.160.804
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 256.460 11.933 268.393 268.393
Ausschüttung 0 -45.000 -45.000
Stand zum 31. Dezember 2024 11.360.544 18.308.278 3.123.129 -293.363 210.146 32.708.734 604.930 33.313.664
Konzernperiodenergebnis 2025 -666.888 -666.888 -46.621 -713.509
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 240.152 77.250 317.402 317.402
Stand zum 31. Dezember 2025 11.360.544 18.308.278 2.456.240 -53.211 287.396 32.359.248 558.309 32.917.557


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Konzernabschluss
Entwicklung des Konzerneigenkapitals

KONZERNABSCHLUSS
Konzern-Cash-Flow-Statement

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Konzernabschluss Konzern-Cash-Flow-Statement
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Konzern-Cash-Flow-Statement für das Geschäftsjahr
1. Jänner 2025 bis 31. Dezember 2025
Angaben in EUR Anhang 2025 2024
Konzernperiodenergebnis (vor Nicht beherrschende Anteile) -713.508 -12.160.804
Abgangsgewinne(-)/Abgangsverluste(+) aus Finanzanlagen 31) -413.262 -406.688
Abgangsgewinne(-)/Abgangsverluste(+) aus Sachanlagen 8) 104.241 114.203
Abschreibungen(+)/Zuschreibungen(-) auf Finanzanlagen 31) 540.047 834.660
Abschreibungen(+)/Zuschreibungen(-) auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 29) 830.167 838.562
Veränderung der Risikovorsorge 30) 259.920 13.248.153
Ergebnisanteil der assoziierten Unternehmen 23) -9.314 24.918
Nicht zahlungswirksame Veränderung der Pensionsckstellungen/ähnliche Rückstellungen 15) -164.292 -46.292
Steueraufwand(+)/Steuerertrag(-) 32) -4.627 -1.762.906
Nettozinsertrag(-)/Nettozinsaufwand(+) 21) -4.112.373 -6.843.584
Korregiertes Konzernperiodenergebnis -3.683.001 -6.159.778
Zunahme/ Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute 2) 9.248.232 5.379.156
Zunahme/ Abnahme der Forderungen an Kunden 3) 8.385.878 7.394.009
Zunahme/ Abnahme der zum Handel bestimmten Immobilien 6) -3.372.248 2.522.243
Zunahme/ Abnahme der sonstigen Aktiva 10) -760.184 307.683
Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11) 4.118.739 -7.633.696
Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 12) 16.898.118 4.708.008
Zunahme/ Abnahme der verbrieften Verbindlichkeit 14) -2.880.000 -2.010.000
Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen 15) 0 -12.912
Zunahme/ Abnahme der sonstigen Passiva 16) 2.713.737 441.722
Erhaltene Zinsen 21) 9.293.928 12.331.133
Gezahlte Zinsen 21) -5.702.841 -4.760.006
Steuergutschrift 5.574 177.816
Steuerzahlungen 13) -433.493 -354.054
Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit 33.832.441 12.331.323

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Konzernabschluss Konzern-Cash-Flow-Statement
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Angaben in EUR Anhang 2025 2024
Abfluss aus dem Erwerb von Finanzanlagen 4) -9.817.986 -27.706.827
Abfluss aus der Investition in assoziierte Unternehmen 5) 0 -645.000
Zufluss aus der Veräußerung von Finanzanlagen 4) 18.279.990 16.769.168
Abfluss aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 7) 8) -2.531.318 -530.458
Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten 5.930.686 -12.113.117
Angaben in EUR Anhang 2025 2024
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten 16) -454.478 -487.024
Gezahlte Dividenden 17) 0 -45.000
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -454.478 -532.024
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 90.541.497 90.855.315
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 33.832.441 12.331.323
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 5.930.686 -12.113.117
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -454.478 -532.024
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 129.850.146 90.541.497


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Konzernabschluss Konzern-Cash-Flow-Statement
57
KONZERNABSCHLUSS
Anhang zum Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2025
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58
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59
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
Inhaltsverzeichnis
I. Allgemeine Grundsätze 61
II. Konsolidierungsgrundsätze 62
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 65
IV. Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten
des Konzernabschlusses 81
V. Anwendung geänderter und neuer Standards (IFRS und IAS) 83
VI. Erläuterungen zur Bilanz und Gesamtergebnisrechnung 84
1. Barreserve 85
2. Forderungen an Kreditinstitute 86
3. Forderungen an Kunden 87
4. Finanzanlagen 88
5. Anteile an assoziierten Unternehmen 89
6. Zum Handel bestimmte Immobilien 90
7. I mma te ri elle Vermögenswer te 90
8. Sachanlagen 92
9. Latente Steuern 93
10. Sonstige Aktiva 95
11. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 97
12. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 98
13. Steuerverpflichtungen 99
14. Verbriefte Verbindlichkeiten 99
15. Rückstellungen 100
16. Sonstige Passiva 102
17. Eigenkapital 103
18. Kapitalmanagement 106
19. Ergebnis je Aktie 107
20. Nicht beherrschende Anteile 107
21. Zinsüberschuss 108
22. Provisionsüberschuss 109
23. Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 110
24. Handelsergebnis 110
25. Ertrag aus Immobilienhandel 110
26. Aufwand aus Immobilienhandel 110
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60
27. Sonstiger betrieblicher Ertrag 111
28. Sonstiger betrieblicher Aufwand 111
29. Verwaltungsaufwand 112
30. Risikovorsorge 113
31. Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 114
32. Ertragssteuern 114
33. Tochterunternehmen und Beteiligungen 115
34. Finanzinstrumente 117
35. Hierarchie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte 121
36. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 124
37. Weitere Anhangangaben 127
VII. Erläuterungen zur Konzernsegmentberichterstattung 130
VIII. Risikobericht 133
IX. Angaben über Organe 162
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61
KONZERNABSCHLUSS
Anhang zum
Konzernabschluss für
das Geschäftsjahr
vom 1. nner 2025 bis
31. Dezember 2025

I. Allgemeine Grundsätze
Die Wiener Privatbank SE ist eine börsennotierte Privatbank mit Sitz am
Parkring
12, 1010 Wien
, und betreibt als Kreditinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1 des
österreichischen Bankwesengesetzes Bankgeschäfte. Sie ist unter der Firmen-
buchnummer FN 84890 p beim Handelsgericht Wien im Firmenbuch eingetragen.
Der geographische Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in Österreich.
Die Angebots- und Dienstleistungspalette für private und institutionelle Kunden
umfasst die Kerngeschäftsfelder Private Banking, Asset Management (Matejka &
Partner), Unternehmens & Projektfinanzierung, Brokerage, Capital Markets und
Immobilienprodukte & -projekte.
In diesen Geschäftsfeldern bietet die Wiener Privatbank SE ihren Kunden
maßgeschneiderte Lösungen an.
Die Wiener Privatbank SE hat als Medium für die Oenlegung gemäß Art. 431 .
CRR das Internet gewählt. Die Oenlegung ist aktuell auf der Website der Wiener
Privatbank SE unter www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/oenlegungen-ge-
meass-artikel-431 -crr dargestellt.

Der Konzernabschluss der Wiener Privatbank-Gruppe wurde nach den Vorschrif-
ten der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpreta-
tionen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC),
wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und erfüllt auch die Voraussetzungen
des § 59a BWG und des § 245a UGB über Konzernabschlüsse nach international
anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen.
Der vorliegende Konzernabschluss
wurde basierend auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung erstellt.




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62


Im vorliegenden Konzernabschluss wurden bei der Bilanzierung und Bewertung
alle zum Zeitpunkt der Rechnungslegung am 31. Dezember 2025 verabschiedeten
und zu diesem Zeitpunkt verpflichtend anzuwendenden IAS/IFRS, wie sie in der
EU anzuwenden sind, berücksichtigt. Die Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung
von überarbeiteten Standards wurde nicht wahrgenommen. Die funktionelle Wäh-
rung ist der Euro (EUR).
Alle Betragsangaben werden, sofern nicht besonders da-
rauf hingewiesen wird, in EUR dar-
gestellt.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können
durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendie-
renzen auftreten. Die in Klammern angegebenen Zahlen betreen das Vorjahr.

Der Konzernabschluss wurde am 2. April 2026 aufgestellt und zur Weitergabe
an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzern-
abschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.



II. Konsolidierungsgrundsätze


Konsolidierungskreis

Muttergesellschaft ist die Wiener Privatbank SE, Wien. In den Konzernabschluss
sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der Mutter-
gesellschaft stehen (Tochtergesellschaften), durch Vollkonsolidierung einbezogen.
Es darf von einer Beherrschung ausgegangen werden, wenn die Beteiligungshöhe
der Wiener Privatbank SE gegenüber der Tochtergesellschaft über 50 % liegt,
wobei es gem. IFRS 10, auch bei weniger als 50 % Beteiligungshöhe zu einer Voll-
konsolidierung kommen kann. Hierbei sind die Einflussmöglichkeiten der Mutter
auf die Tochtergesellschaft maßgeblich. Sollte die Wiener Privatbank SE in der
Lage sein die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens sowie die
variablen Rückflüsse der Gesellschaft der Höhe nachzubestimmen, so ist auch
eine Tochtergesellschaft mit weniger als 50 % vollzukonsolidieren. Nicht
konsolidiert werden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vergens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt unwesentlich sind.
Wesentliche Beteiligungen, auf welche die Wiener Privatbank SE einen maß-
geblichen Einfluss ausübt, ohne diese jedoch zu beherrschen, werden als
„assoziierte Unternehmen“ nach der Equity-Methode einbezogen und in dem
Bilanzposten Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. In der Regel
besteht ein maßgeblicher Einfluss bei einem Anteilsbesitz zwischen 20 % und
50 %. Eine Einbeziehung erfolgt auf Grundlage des zum 31. Dezember 2025
erstellten Jahresabschlusses.


Die übrigen Beteiligungen werden als Fair-Value-Finanzanlagen eingestuft und
dementsprechend bewertet.
Insgesamt 5 (VJ: 5) Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Voll-
konsolidierung mit der Muttergesellschaft zusammengefasst.
Zum Berichtszeit-
punkt gibt es außerdem noch 2 Equity-Gesellschaften (VJ: 2), welche als nicht
wesentlich bezeichnet werden können.




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63

Nähere Details zum Konsolidierungskreis sind unter Punkt 33 Tochter-
unternehmen und Beteiligungen dargestellt.



Die Entscheidung, ob eine Gesellschaft voll- oder equity-konsolidiert wird, ngt
neben der Beteiligungshöhe auch noch von der Möglichkeit der Einflussnahme auf
die Geschäfts- sowie die Finanzgebarung der Tochtergesellschaft ab.
Wenn Beherrschung auf eine Gesellschaft festgestellt wird (durch die Möglichkeit
der Einflussnahme auf die wirtschaftlichenoder finanziellen Entscheidungen
sowie die Möglichkeit die variablen Rückflüsse zu beeinflussen), wird diese
Gesellschaft als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss
miteinbezogen.
r den Fall, dass eine solche Entscheidung nicht eindeutig gellt werden kann,
wird im nächsten Schritt entsprechend den Prüfschritten des IFRS 10 die Einfluss-
möglichkeit der Wiener Privatbank SE auf die Gesellschaft genauer analysiert und
untersucht.
Hierzu wird genauer untersucht, ob Verfügungsgewalt über das Unternehmen vor-
liegt. Verfügungsgewalt besteht u.a. dann, wenn folgende Rechte gegeben sind:
Vertragliche Vereinbarungen mit anderen Stimmberechtigten über die Ausübung
von Stimmrechten; Größe des Stimmrechtsbesitzes des Konzerns im Verhältnis
zur Größe und Verteilung der Stimmrechtsbesitze anderer Investoren sowie
potenzielle Stimmrechte des Konzerns und anderer Stimmberechtigter oder
sonstiger Parteien. Können Entscheidungen der Tochtergesellschaft durch die
Wiener Privatbank SE beeinflusst bzw. gesteuert werden oder nicht? Unterliegt
die Wiener Privatbank SE variablen unbeeinflussbaren ckflüssen, oder können
hier Entscheidungen durch Einflussnahme abgeändert werden?
Zusätzlich ist auf eine womöglich vorliegende Principal-AgentSituation
einzugehen bzw. muss kontrolliert werden ob bei der Gesellschaft eine de facto
controlBeherrschung besteht.
Abschließend findet noch eine Kontrolle im Hinblick auf sonstige wirtschaftliche
Verbindungen zwischen der Gesellschaft und der Wiener Privatbank SE statt.
Kontrolliert wird hierbei, ob es zwischen den Gesellschaften über den Rahmen
einer normalen Geschäftsbeziehung hinausgehende Verbindungen bzw.
Geschäftstätigkeiten gibt.

Wenn das Ergebnis ergibt, dass keine Beherrschung nach IFRS 10 vorliegt, erfolgt
eine Klassifizierung nach IAS 28 bzw. IFRS 11.
Die Wiener Privatbank SE konnte zweifelsfrei alle Gesellschaften entweder als
vollkonsolidiert oder als at-equity-klassifizieren.


Bilanzierungsgrundsätze zu at Equity Unternehmen
Die Anteile des Konzerns an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen.



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64



Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maß-
geblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung, in
Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat.
Sie werden zunächst mit den Anschaungskosten angesetzt, wozu auch
Tr a n s ak t i o n s k o s t e n z ä h l e n . N a c h d e m e r s t m a l i g e n A n s a tz e n th ä l t d e r K o nz e r n -
abschluss den Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis der nach der Equity-
Methode bilanzierten Finanzanlagen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der
maßgebliche Einfluss endet.

Konsolidierungsstichtag
Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist der Abschlussstichtag des Mutter-
unternehmens; die Jahresabschlüsse der im Rahmen der Vollkonsolidierung ein-
bezogenen Unternehmen sind zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.



Konsolidierungsmethoden
Entsprechend IFRS 3 erfolgt die Erstkonsolidierung bei allen Unternehmens-
zusammenschlüssen nach der Erwerbsmethode. Gemäß der Methode werden die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten
zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Bei der Bewertung des nicht beherrschenden
Anteils gewährt IFRS 3 ein Bewertungswahlrecht auf Transaktionsbasis, nach dem
der nicht beherrschende Anteil entweder zum beizulegenden Zeitwert (bisweilen
„Full-Goodwill-Methode“ genannt) oder zum proportionalen Anteil des nicht
beherrschenden Anteils am beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des
erworbenen Unternehmens erfolgen kann. Ein Unterschiedsbetrag wird als
Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Dieser unterliegt keiner
planmäßigen Abschreibung, sondern wird einem jährlich durchzuführenden
Impairment-Te s t u n t e r z o g e n , b e i d e m d i e W e r thalti g k e i t d e s G e s c h ä f ts- oder
Firmenwertes überprüft wird (Impairment-only-Approach). Ist die Werthaltigkeit
nicht mehr gegeben, wird eine Abschreibung vorgenommen. Andernfalls wird der
Wertansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes unverändert gegenüber dem Vor-
jahr beibehalten.
Soweit die Anschaungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden
Zeitwerte der übernommenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden
unterschreiten, ist der Unterschiedsbetrag in der Periode des Erwerbs ertrags-
wirksam zu vereinnahmen.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, andere Erträge und Aufwen-
dungen aus der Verrechnung zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften
werden eliminiert. Ebenso werdenmtliche Zwischenergebnisse eliminiert.
Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die
Vermögenswer te und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen,
nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus.
Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird in der Gewinn- oder Verlustrechnung





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erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen
wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung
bewertet.
Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem ent-
sprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen
Unternehmens bewertet.
Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht
zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen
bilanziert.





hrungsumrechnung
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen ihre Geschäftsfälle in ausländischer
hrung mit dem am Tag der Transaktion gültigen Devisenreferenzkurs der EZB.
Die Umrechnung von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten und Ver-
bindlichkeiten sowie nicht abgewickelten Fremdwährungskassageschäften in Euro
erfolgt mit dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der EZB. Devisen-
termingeschäfte werden zu den am Bilanzstichtag für die Restlaufzeit gültigen
Termink u r s e n b e w e r t e t .
Aus W ä h r u n g s ä n d e r u ngen zwischen den zwei Bilanz-
stichtagen resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im
Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Keines der in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 einbezogenen
Tochterunt e r nehmen hat einen Abschluss in fr e m d e r W ä h r u n g a u f gestellt.




III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die in der Folge genannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden
durchgängig auf alle in diesem Konzernabschluss genannten Geschäftsjahre
angewendet.
Zahlungsmittelbestand
Der Zahlungsmittelbestand laut Konzern-Cashflow-Statement setzt sich aus der
Barreserve zusammen.

Finanzinstrumente
Unter dem Überbegri „Finanzinstrumente“ werden alle finanziellen Vermögens-
werte und finanzielle Verbindlichkeiten zusammengefasst. Gemäß IAS 32 stellt
ein Finanzinstrument im Allgemeinen einen Vertrag dar, welcher gleichzeitig bei
dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem
anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigen-
kapitalinstrument führt.



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Die erstmalige Erfassung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt, an dem
das Unternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird und somit ist für
Käufe/Verkäufe finanzieller Vermögenswerte der Erfüllungstag maßgeblich. Als
Erfüllungstag gilt der Tag, an dem ein finanzieller Vermögenswert übertragen wird.
Die Klassifizierung von Finanzinstrumenten beim erstmaligen Ansatz hängt von
ihrer Eigenschaft sowie vom Zweck und der Absicht des Managements hinsicht-
lich der Anschaung ab.

Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten
Ein finanzieller Vermögenswert wird bei seiner erstmaligen Erfassung einer Bewer-
tungskategorie zugeordnet, welcher über die zukünftigen Folgebewertungen ent-
scheidet. Der erstmalige Ansatz erfolgt unabhängig von der Zuordnung zu einer
Bewertungskategorie mit dem Transaktionspreis (Fair Value).
Das Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte sieht die Zuordnung in
die folgenden drei Geschäftsmodelle und der damit verbundenen Folgebewertung
vor:
Hold-to-Collect“ („Halten“) Folgebewertung: Amortised Cost, AC
Hold-to-Collect-and-Sell“ („Halten und Verkaufen“) Folgebewertung:
Fair value through other comprehensive income, FVTOCI
Other Business Model“ (Sonstiges Geschäftsmodell”) Folgebewertung: Fair
value through profit or loss, FVTPL
Im Rahmen der Klassifizierung sind die vertraglichen Zahlungsströme pro Einzel-
geschäft gemäß des SPPI-Kriteriums („Solely Payments of Principle and Interest“)
zu überprüfen. Wird dieses Kriterium erfüllt, so ist abhängig vom gewählten Ge-
schäftsmodell eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaungskosten (AC)
oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) erlaubt. Ist das SPPI-
Kriterium nicht erfüllt, so hat die Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegen-
den Zeitwert (FVTPL) zu erfolgen.
Ausschlaggebend für die Klassifizierung und Bewertung nach IFRS 9 sind folgende
Kriterien:
das Geschäftsmodellkriterium dieses definiert die Geschäftsmodelle,
in welchen die Vermögenswerte gemanagt werden, sowie
das Zahlungsstromkriterium, welches die Charakteristika der vertraglichen
Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswertes definiert, welches zusätz-
lich zum Geschäftsmodell über die Folgebewertung des Finanzinstruments
entscheiden.

Geschäftsmodell
Die Festlegung des Geschäftsmodells für finanzielle Vermögenswerte erfolgt auf
Portfolio Ebene, da dies am besten widerspiegelt, wie Gruppen von finanziellen
Vermögenswer ten gemeinsam gesteuert und entscheidungsrelevante




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Informationen berichtet werden, um ein bestimmtes Geschäftsziel zu erreichen.
Als Beurteilungsfaktoren für die ganzheitliche Betrachtung werden alle relevanten
und objektiv verfügbaren Anhaltspunkte herangezogen. Diese umfassen insbeson-
dere die Zielsetzung und Portfolio-Strategie, Performance-Messung und -Berichte,
Risiko-Messung und -Steuerung, Vergütungssysteme des Managements sowie
Häufigkeit, Volumen, Zeitpunkte und Gründe von Verkaufsaktivitäten.
In der Wiener Privatbank SE wurden folgende Geschäftsmodelle auf Portfolio-
Ebene festgelegt:
Kreditportfolio: Bei Erfüllung des SPPI-Kriteriums erfolgt eine Geschäfts-
modellzuordnung unter „Hold-to-Collect“. Alle anderen Kredite werden
dem sonstigen Geschäftsmodell zugeordnet.
Anleihenportfolio: Bei Privatplatzierungen erfolgt eine Geschäftsmodell-
zuordnung unter „Hold-to-Collect“, bei öentlichen Emissionen erfolgt
eine Geschäftsmodellzuordnung unter „Hold-to-Collect-and-Sell“.
Barresserve: Es erfolgt eine Geschäftsmodellzuordnung unter
„Hold-to-Collect“.
Forderungen KI: Es erfolgt eine Geschäftsmodellzuordnung unter
„Hold-to-Collect“.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Es erfolgt eine
Geschäftsmodellzuordnung unter „Hold-to-Collect
Beurteilung der vertraglichen Zahlungsströme (SPPI-Kriterium)
Zum Zweck der Beurteilung, ob die vertraglichen Zahlungsströme eines finanziel-
len Vermögenswertes, ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den aus-
stehenden Kapitalbetrag darstellen, gilt die Definition des Kapitalbetrags als der
beizulegende Zeitwert des finanziellen Vermögenswerts beim erstmaligen Ansatz.
Zinsen umfassen das Entgelt für den Zeitwert des Geldes, für das Ausfallrisiko,
das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag ver-
bunden ist, und für andere grundlegende Risiken und Kosten des Kreditgescfts
(z.B. Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) sowie eine Gewinnmarge.
Die Beurteilung erfolgt dabei auf Basis der vertraglichen Zahlungsströme des
finanziellen Vermögenswertes und berücksichtigt dabei auch Vertragsbedingun-
gen, die den Zeitpunkt oder die Höhe der vertraglichen Zahlungsströme ändern.
Im Rahmen der Überprüfung ob die vertraglichen Zahlungsströme eines finanziel-
len Vermögenswertes ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den aus-
stehenden Kapitalbetrag darstellen, werden die vertraglichen Ausstattungsmerk-
male des Instruments herangezogen. Dabei wird mitüberprüft, ob der Vermögens-
wert Vertragsbedingungen enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag vertragli-
cher Zahlungsströme so verändern können, dass diese Bedingung nicht mehr
erfüllt wird.
Eine genaue Unterteilung bzw. Definition der jeweiligen Finanzinstrumente ist in
den nächsten Punkten zu finden:




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Finanzielle Vermögenswerte Amortized Cost (AC)
Das AC-Geschäftsmodell hat die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme
zum Ziel. Die Bewertung von Finanzinstrumenten, die im Rahmen dieses
Geschäftsmodells gehalten werden, hat zu fortgeführten Anschaungskosten
zu erfolgen, sofern diese Instrumente auch das SPPI-Kriterium erfüllen.
Die Wiener Privatbank SE hat die Position Barreserve, Forderungen an Kreditinsti-
tute und Kunden, nicht börsenotierte Anleihen und Forderungen aus Lieferungen
& Leistungen diesem Geschäftsmodell zugeordnet (wenn diese das SPPI-Krite-
rium erfüllen). Zinserträge aus diesen Portfolien werden in der Gewinn- und
Verlustrechnung im Posten Zinsüberschuss ausgewiesen.
Sofern Direktabschreibungen vorgenommen wurden, haben diese die Forderungen
vermindert. Die Risikovorsorge nach IFRS 9, welche als eigener Posten im Anhang
ausgewiesen wird, vermindert ebenfalls diese Positionen. Abschreibungen und
Wertberichtigungen werden unter dem Posten Risikovorsorge ausgewiesen.
Wenn es zu Vertragsänderungen kommt, beurteilt der Konzern, ob sich die Cash-
flows des modifizierten Vermögensgegenstandes wesentlich verändert haben.
Wenn die Cashflows wesentlich abweichen, werden die vertraglichen Rechte auf
die Cashflows des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes als verfallen
erachtet. In diesem Fall wird der ursprüngliche finanzielle Vermögenswert aus-
gebucht und ein neuer finanzieller Vermögenswert wird zum beizulegenden
Zeitwert angesetzt.
Fair Value Option
Unternehmen, die einen finanziellen Vermögenswert in die Kategorie „zu fortge-
führten Anschaungskosten bewertet“ oder zur FVTOCI einzuordnen hätten,
nnen diesen beim erstmaligen Ansatz freiwillig aber unwiderruflich als
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designieren. Die Wiener
Privatbank SE wendet dieses Wahlrecht nicht an.
Finanzielle Vermögenswerte Fair Value Through Other Comprehensive Income
Vermögenswer te werden dieser Bewertungskategorie zugeordnet, wenn die Ziel-
setzung darin besteht, sowohl vertragliche Zahlungsströmen zu vereinnahmen als
auch diese zu veräußern. Finanzinstrumente, die diesem Geschäftsmodell zuge-
ordnet werden, sind erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und
im sonstigen Ergebnis (Fair Value Through Other Comprehensive Income;
FVTOCI) zu erfassen, sofern diese Instrumente auch das SPPI-Kriterium erfüllen.
Die Wiener Privatbank SE hat das Portfolio der börsennotierten Anleihen diesem
Geschäftsmodell zugeordnet (wenn diese das SPPI-Kriterium erfüllen).
Die sich aus der Bewertung zum Fair Value ergebenden Wertänderungen
werden so lange erfolgsneutral in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals
(FV-Umwertung) ausgewiesen, bis der jeweilige Vermögenswert veräußert ist.




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Bei Vorliegen von Wertminderungen (Impairment Losses) erfolgt eine
Umbuchung des Impaiments vom OCI in die Gewinn- & Verlustrechnung, womit
der Bilanzansatz dem Fair Value entspricht.

Finanzielle Vermögenswerte Mandatorily Fair Value Through Profit or Loss
Diese Kategorie stellt eine Restkategorie für alle Finanzinstrumente dar, die weder
einem HtC noch einem HtC&S-Geschäftsmodell zugeordnet werden können oder
dürfen. Finanzinstrumente dieser Kategorie sind erfolgswirksam zum bei-
zulegenden Zeitwert über die GuV (Fair Value Through Profit or Loss; FVTPL) zu
bewerten.
Auch werden alle Eigenkapitalinstrumente sowie Vermögenswerte, die das
SPPI-Kriterium nicht erfüllen, dieser Position zugeordnet.
OCI-Wahlrecht bei Eigenkapitalinstrumenten:
Beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, für die keine Handels-
absicht besteht, kann das unwiderrufliche Wahlrecht, die Wertschwankungen des
beizulegenden Zeitwerts mit Ausnahme von Dividenden erfolgsneutral über das
sonstige Ergebnis darzustellen, in Anspruch genommen werden. Die Wiener
Privatbank SE wendet dieses Wahlrecht nicht an.

Derivative Finanzinstrumente
Nach IFRS 9 werden Derivate, die in Verträge eingebettet sind, bei denen die Basis
ein finanzieller Vermögenswert im Anwendungsbereich des Standards ist, niemals
getrennt bilanziert. Stattdessen wird das hybride Finanzinstrument insgesamt im
Hinblick auf die Einstufung beurteilt. Derivate sowie Eigenkapitalinstrumente wer-
den nach IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet.
Positive Fair Values werden in der Bilanz als Vergenswert unter den Sonstigen
Aktiva und negative Fair Values als Verbindlichkeit unter den Sonstigen Passiva
dargestellt. Der Erfolg / Aufwand aus Derivaten wird im „Handelsergebnis“
gezeigt.
Im Geschäftsjahr 2025 wie auch im Vorjahr wurden keinerlei Devisentermin-
geschäfte getätigt.




Wertminderung Finanzielle Vermögenswerte und vertragliche
Vermögenswerte
Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaungskosten (AC) bzw.
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) zu bilanzieren sind, sieht
der IFRS 9 die Berechnung eines erwarteten Kreditverlusts (Expected Credit Loss)
vor. Hierfür sind Kreditrisikoparameter (Ausfallwahrscheinlichkeit PD, Verlust bei
Ausfall LGD und Kreditbetrag bei Ausfall EAD) unter Berücksichtigung
historischer, gegenwärtiger und zukunftsorientierter Informationen zu
modellieren.






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Im Rahmen der Ermittlung der Risikovorsorge sieht IFRS 9 eine Stufenzuordnung
von Finanzinstrumenten in drei Stufen vor. Eine ausführliche Erläuterung dazu
erfolgt im Risikobericht. Verluste werden in der Gewinn- & Verlustrechnung als
Wertberichtigung erfasst. Falls der Konzern keine realistischen Aussichten auf die
Einbringlichkeit des Vermögenswertes hat, werden die Beträge abgeschrieben.
Wenn ein nach der Erfassung der Wertberichtigung eintretendes Ereignis eine
Verringerung der Höhe der Wertberichtigung zur Folge hat, wird diese als Auf-
lösung der Wertberichtigung ebenso in der Gewinn- & Verlustrechnung erfasst.


Ausbuchungen von finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn
sein vertragliches Anrecht auf Zahlungsströme aus dem finanziellen
Vermögenswer t ausläuft oder
er sein Anrecht auf den Bezug von vertraglichen Zahlungsströmen in einer
Tr a n s ak t i o n üb e r t r ä gt , i n d er e n t w e d e r :
im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes
verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden oder
wenn der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen
Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er nicht die
Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert behält.
Gewinne und Verluste aus ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten sind in
der Note 30 ausgewiesen.


Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden überwiegend mit den fortgeschriebenen
Anschaungskosten angesetzt.
Neben dem Zinsaufwand werden Unterschieds-
beträge zwischen Auszahlungsbetrag und Nennbetrag eektivzinsgerecht
abgegrenzt und im Zinsaufwand ausgewiesen.
Die Wiener Privatbank SE hat in
dieser Kategorie Kundeneinlagen, Wertpapieremissionen, die der Refinanzierung
dienen, sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen ausgewiesen.
Die restliche Kategorie der Finanziellen Verbindlichkeiten umfasst entweder
Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten oder die zum FVTPL desig-
niert werden. Im Vor- und laufenden Geschäftsjahr waren keinerlei Verbindlich-
keiten dieser Kategorie zugeordnet.
Verb riefte Verbindlichkeiten
In dieser Position (Punkt 14.) werden begebene Anleihen von Tochterunternehmen
der Wiener Privatbank SE ausgewiesen, welche mit fortgeführten Anschaungs-
kosten bilanziert werden.




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Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Die Wiener Privatbank SE wendet kein Hedge Accounting an.




Angaben über den beizulegenden Zeitwert (Fair Value)
Der beizulegende Zeitwert ist jener Preis, zu welchem in einem geordneten
Geschäftsvorfall unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag ein Vermögens-
wert verkauft oder eine Schuld übertragen werden könnte (d. h. ein Abgangs-
preis).
Bei Finanzinstrumenten, welche an einem aktiven Markt notieren, bemisst sich der
beizulegende Zeitwert nach den oziellen Preisen des Hauptmarktes, zu dem die
Gruppe Zugang hat („Mark to Market“). Der beizulegende Zeitwert einer kurz-
fristig abrufbaren finanziellen Verbindlichkeit ist nicht geringer als der bei Fälligkeit
zahlbare Betrag unter Abzinsung ab dem ersten Termin, an dem die Zahlung des
Betrags verlangt werden könnte.
Ein Finanzinstrument gilt als an einem aktiven Markt notiert, wenn Preis-
notierungen von einem Preisberechnungs-Service, einem Händler, einem Broker,
einer Agentur, die Kurse bestimmt, oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regel-
mäßig erhältlich sind und diese Preise tatsächliche und regelmäßig auftretende
Markttransaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern darstellen. Gibt
es für ein Finanzinstrument in seiner Gesamtheit keine veröentlichte Preis-
notierung an einem aktiven Markt, gibt es jedoch aktive Märkte für die Bestand-
teile des Finanzinstruments, wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage der
Marktpreise für die Bestandteile ermittelt.
r die Ermittlung des Fair Values für Finanzinstrumente, für welche es keinen
aktiven Markt gibt und die nur mit selbst bestimmten Parametern berechnet wer-
den können, wird auf den Punkt „Berechnung Level 3 Fair Values“ (Punkt 35 der
Anhangangaben) verwiesen.
Fair Values Fair Value-Hierarchie
Die Ermittlung der Fair Values erfolgt gemäß den Vorschriften des IFRS 13:
Level 1
Der beizulegende Zeitwert der Level 1 Instrumente wird anhand von an aktiven
Märkten beobachteten Preisnotierungen ermittelt.
Level 2
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Instrumenten des Levels 2 erfolgt
auf der Grundlage von Bewertungstechniken unter Anwendung von Inputfaktoren,
welche an aktiven Märkten beobachtbar sind.
Level 3
Level 3 bezieht sich auf Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, deren beizule-
gender Zeitwert nicht ausschließlich auf Grundlage beobachtbarer Marktdaten
ermittelt wird. Hier wird der beizulegende Zeitwert von Instrumenten anhand von







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Bewertungstechniken ermittelt, bei denen vor allem Inputfaktoren verwendet
werden, die nicht an aktiven Märkten beobachtbar sind.






Zum Handel bestimmte Immobilien
Ein Teil des Geschäftsmodells des Konzerns ist der Erwerb von Wohnhausanlagen
und eine im Rahmen des operativen Geschäftszyklus des Unternehmens
beabsichtigte Veräußerung der Immobilien (sowohl Einzelverwertung als auch
Verwertung des gesamten Hauses). Aus diesem Grund erfolgt die Bilanzierung
dieser Immobilien unter dem Vorratsvermögen gemäß IAS 2.
Die Immobilienvorräte werden mit ihren Anschaungs- oder Herstellungskosten
angesetzt. Die Herstellungs- oder Anschaungskosten umfassen alle Kosten des
Erwerbs und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind,
um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Hierzuhlen
beispielsweise Notarkosten, Gutachterkosten, usw. Die Bewertung erfolgt gemäß
IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaungs- oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswert zum jeweiligen Bilanzstichtag. Werthaltigkeitsprüfungen
werden mittels Verkehrswertgutachten sowie mittels eines Vergleichswert-
verfahrens vorgenommen. Vergleichswerte werden aus einer retrograden
Verkaufspreisberechnung, aus statistischen sowie rechnerischen, um Verkaufs-
preisnebenkosten bereinigten Berechnung abgeleitet. Wurden in der Vergangen-
heit Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen und sind
die Gründe für diese Wertminderung aufgrund geänderter Verhältnisse entfallen,
so wird eine Wertaufholung bis zur Höhe der historischen Anschaungs- und
Herstellungskosten vorgenommen.



Immaterielle Vermögenswerte

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaf-
fungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Diese werden auf die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt
Jahre Prozent
Rechte (Software) 3 – 5 33 % – 20 %
Die Abschreibung wird unter dem Posten Verwaltungsaufwand erfasst.




Gemäß IFRS 3 ist ein Firmenwert jener Betrag, um den die Summe der über-
tragenen Gegenleistungen den zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Saldo der
erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden übersteigt.
Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen werden als immaterielle
Vermögenswer te angesetzt. Firmenwerte aus dem Erwerb von assoziierten Unter-
nehmen hingegen sind im Buchwert der Anteile an den assoziierten Unternehmen
enthalten.






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Der Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte mit einer
unbegrenzten Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft.






Sachanlagen


Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu Anschaungs- oder Herstellungs-
kosten bewertet, die um planßige Abschreibungen vermindert werden. Aer-
planmäßige Abschreibungen werden bei Wertminderungen vorgenommen. Die
planmäßigen Abschreibungen werden linear entsprechend der voraussichtlichen
Nutzungsdauer vorgenommen und unter dem Posten Verwaltungsaufwand
ausgewiesen.



Folgende Nutzungsdauer wird den planmäßigen Abschreibungen
zugrundegelegt
Jahre Prozent
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 20 33 % 5 %
Fahrzeuge 3 5 33 % 20 %
Leasing
Ein Unternehmen muss bei Vertragsabschluss beurteilen, ob ein Leasingverhältnis
vorliegt oder nicht. Die Definition lautet demnach: Ein Leasingverhältnis liegt vor,
wenn dem Leasingnehmer vom Leasinggeber vertraglich das Recht zur Nutzung
eines identifizierten Vermögenswertes für einen festgelegten Zeitraum einge-
räumt wird und der Leasinggeber im Gegenzug eine Gegenleistung vom Leasing-
nehmer erhält.
Dieses Bilanzierungsmodell sieht vor, dass in der Bilanz Vermögenswerte aus
einem Nutzungsrecht Right-of-Use-Asset, kurz: RoU; in der Bilanz als Sachanlagen
erfasst) und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen darzustellen sind (Aus-
nahme: die Leasinglaufzeit beträgt 12 Monate oder weniger, oder es handelt sich
um Vermögenswerte von geringem Wert). Wenn sich die Einschätzung hinsicht-
lich des Betrags ändert, der voraussichtlich unter einer Restwertgarantie zu zahlen
ist, oder sich die Leasingraten aufgrund der Änderung des Index oder des Zins-
satzes ändert, erfolgt eine Neubewertung. Ändert sich die Beurteilung, ob eine
Kauf-Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausgeübt wird, erfolgt wie bei allen
vorherigen Sachverhalten auch die Neubewertung der Leasingverbindlichkeit
mittels entsprechender Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts oder
ergebniswirksam, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts auf null abgeschrieben
wurde.




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Verlängerungs- und Kündigungsoptionen sind in einige Immobilienverträgen ent-
halten, vorwiegend handelt es sich jedoch um kurzfristig kündbare unbefristete
Mietverträge um die zusätzliche Flexibilität zu erhalten, falls hinsichtlich der Kos-
ten und des Standorts geeignetere Räumlichkeiten identifiziert werden. Aus
diesem Grund wurden die ursprünglichen Laufzeiten, welche an anderen Miet-
objekten gekoppelt waren, noch beibehalten.
Das Nutzungsrecht wird zu Anschaungskosten am Bereitstellungsdatum
bewertet. Das Nutzungsrecht wird anschließend nach der linearen Methode ge-
mäß IFRS 16 vom Bereitstellungdatum bis zum früheren Ende der Nutzungsdauer
oder dem Ende der Leasingdauer des Nutzungsrechts abgeschrieben. Das
Nutzungsrecht wird um etwaige Wertminderungen verringert und um bestimmte
Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten bereinigt.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Nutzungsrechte beziehen sich größtenteils auf
die Miete von Geschäftsräumlichkeiten des Konzerns vor allem den Standort
Parkring 12, 1010 Wien. Sonstige wesentliche Leasingvertge im Sinn von IFRS 16
(KFZ, Kopiergeräte, etc.) gibt es im Wiener Privatbank Konzern nicht. Nutzungs-
rechte und Leasingverbindlichkeiten für kurzfristige Leasingverträge von höchs-
tens zwölf Monaten sowie Leasingverträge für geringwertige Vermögenswerte
werden nicht bilanziert, sondern linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses
als Aufwand erfasst.
Die Wiener Privatbank SE wendet IFRS 16 nicht für immaterielle Vermögens-
gegenstände an.


Sonstige Aktiva
Im Posten Sonstige Aktiva werden hauptsächlich Forderungen, die nicht aus dem
Bankgeschäft stammen, ausgewiesen. Das sind im Wesentlichen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, die mit fortgeführten Anschaungskosten bewertet
werden, sowie Forderungen aus Immobilienverkäufen. Abschreibungen werden im
Posten Risikovorsorge ausgewiesen.



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Steueransprüche und Verpflichtungen
In diesen Positionen werden die tatsächlichen sowie latenten Steueransprüche
und -verpflichtungen ausgewiesen.
Nach den Bestimmungen des § 9 KStG zur Gruppenbesteuerung besteht zum
31. Dezember 2025 eine Unternehmensgruppe aus der Wiener Privatbank SE als
Gruppenträger und 4 Gruppenmitgliedern (ATI Vermögenstreuhandgesellschaft
m.b.H., Matejka & Partner Asset Management GmbH, Wiener Stadtuser
Alpha GmbH und Wiener Privatbank Immobilien GmbH).
Die Steuerumlage bemisst sich nach der fiktiven positiven oder negativen Steuer-
belastung eines jeden Gruppenmitgliedes entsprechend der „Stand alone“-
Betrachtung und wird in einem weiteren Schritt um den Gruppenvorteil bereinigt.
Eine allenfalls bestehende Vorgruppen-Mindestkörperschaftsteuer vermindert die
Steuerumlage um den an den Gruppenträger weiterverrechneten Betrag.
Steuerabgrenzung
Laufende Steuern
Laufende Steueransprüche und schulden werden mit jenem Betrag angesetzt,
in dessen Höhe eine Erstattung oder eine Zahlung an / von der Steuerbehörde
erwartet wird.
Latente Steuern
Latente Steuern werden für temporäre Di erenzen angesetzt, wenn steuerliche
Wertansätze von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und deren Buchwerten
auseinanderliegen. Latente Steueransprüche werden für alle steuerlich absetz-
baren temporären Unterschiede, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft ein
zu versteuernder Gewinn zur Verrechnung zur Verfügung stehen wird, angesetzt.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden für alle zu versteuernden
temporären Dierenzen erfasst. Steuerliche Verlustvorträge, die im Steuer-
planungszeitraum auf Ebene der Steuergruppe genutzt werden können, werden in
Höhe des latenten Steueranspruches aktiviert. Latente Steueransprüche und Steu-
erschulden werden saldiert, soweit sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der
gleichen Steuerbehörde erhoben werden.




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Rückstellungen
Rückstellungen werden entsprechend IAS 37 angesetzt, wenn eine rechtliche oder
faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignis-
ses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von
Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflich-
tung möglich ist.
Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der
Erstellung des Jahresabschlusses nach bester Schätzung angesetzt werden kann.
Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte
Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der
Verpflichtung angesetzt. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag über-
prüft, ob ein Anpassungsbedarf besteht. Wenn ein Abfluss nicht mehr wahr-
scheinlich ist, ist die Rückstellung erfolgswirksam aufzulösen.
Personalrückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen werden nach den Bestim-
mungen des IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit
Credit Method) gebildet. Der Rechnungszinssatz beträgt 4,30 % (31. Dezember
2024: 3,50 %), es wird von einer Valorisierung der Gehälter 2026 in Höhe von
3,00 % (VJ: 3,50 %), ab dem Jahr 2027 in Höhe von 2,75 % (VJ: 3,00 %) und ab
dem Jahr 2028 in Höhe von 2,50 % (VJ: 3,00 %) ausgegangen. Ein Fluktuations-
abschlag wird nicht angesetzt. Die jeweiligen gesetzlichen Regelungen zum
Pensionsantrittsalter werden becksichtigt. Dienstzeitkomponenten, als auch
Zinsaufwendungen und Erträge werden entsprechend der Regelungen des IAS 19
in der GuV, wohingegen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im
sonstigen Ergebnis (Other Comprehensive Income OCI) erfasst werden.


Sonstige Passiva
Im Posten Sonstige Passiva werden sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen
Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen und mit fortgeführten
Anschaungskosten (ausgenommen Derivate, die zum Fair-Value angesetzt
werden) bewertet.


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Leasingverbindlichkeit
Liegt ein Leasingverhältnis vor, erfolgt durch den Leasingnehmer die Bewertung
der Leasingverbindlichkeit zum Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch oenen
Leasingzahlungen. Dabei werden die Leasingzahlungen mit dem dem Leasing-
verhältnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst, sofern sich dieser ohne weite-
res bestimmen lässt. Ist dies nicht möglich, so ist der Grenzfremdkapitalzinssatz
des Leasingnehmers heranzuziehen.
In weiterer Folge wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit nach der Eektiv-
zinsmethode mit dem entsprechenden Zinssatz aufgezinst, um Leasingzahlungen
reduziert und neu bewertet, um Anpassungen oder Modifikationen Rechnung zu
tragen.

Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich aus eingezahltem Kapital, das ist das dem
Unternehmen von den Eigentümern zur Verfügung gestellte Kapital (gezeichnetes
Kapital und Kapitalrücklagen), und aus erwirtschaftetem Kapital (Gewinn-
rücklagen, Fair-Value Umwertung, IAS 19 Rücklage, Gewinnvortrag und Jahres-
überschuss) zusammen. Unter der Position Fair-Value Umwertung werden die
nicht ergebniswirksam erfassten Bewertungsänderungen des HtC&S-Bestandes
ausgewiesen.

Tr eu h a ndve rmö ge n
Die Wiener Privatbank SE und ihr Tochterunternehmen ATI Vermögenstreuhand-
gesellschaft m.b.H. bieten Treuhandgeschäfte und sonstige treuhänderische
Leistungen an, bei denen sie im Namen von Kunden Vermögenswerte halten oder
investieren. Treuhänderisch gehaltene Vermögenswerte werden im Konzern-
abschluss nicht ausgewiesen, da sie keine Vermögenswerte des Wiener
Privatbank-Konzerns sind.


Zinsüberschuss
Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche
Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich
bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden
Nominalbetrages abgegrenzt.
Dividendenerträge werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch der Gesellschaft auf
Zahlung entstanden ist. Voraussetzung ist, dass es wahrscheinlich ist, dass der
wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge
verlässlich bestimmt werden kann.





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Der Posten Zinsen und ähnliche Erträge umfasst vor allem Zinserträge aus
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, aus Wertpapieren sowie Beteiligungs-
erträge von nicht konsolidierten Gesellschaften. Zinserträge werden perioden-
gerecht abgegrenzt und erfasst. Zinsen und ähnliche Aufwendungen umfassen vor
allem Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
Kunden sowie Anleihezinsen. Sie werden ebenso periodengerecht abgegrenzt
und erfasst.
In den Fällen, in denen ein zugehöriges Finanzinstrument existiert, werden Provisi-
onen, die integraler Bestandteil des Eektivzinssatzes dieses Finanzinstruments
sind, als Teil des Zinsertrages ausgewiesen.




Provisionsüberschuss
Unter Provisionsüberschuss sind die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und
diesen zuzuordnenden Aufwendungen gegenüber Dritten abgegrenzt aus-
gewiesen, die überwiegend zeitnah abgerechnet werden. Diese umfassen vor
allem Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Zahlungsverkehr,
dem Wertpapiergeschäft und dem Kreditgeschäft (soweit sie nicht in der Eektiv-
verzinsung miteinbezogen werden) sowie aus dem Real Estate-Bereich, welche
direkt von der Wiener Privatbank SE vermittelt wurden.
Die Vereinnahmung von Gebühren und Provisionen für Leistungen, die über einen
bestimmten Zeitraum erbracht werden, erfolgt über die Periode der Leistungs-
erbringung. Darin enthalten sind Provisionen aus dem Kredit- und Girogeschäft,
Haftungsprovisionen und sonstige Verwaltungs- und Depotgebühren.
Gebühren, die mit der vollständigen Erbringung einer bestimmten Dienstleistung
oder einem signifikanten Ereignis (transaktionsbezogene Leistungen) verbunden
sind, werden vereinnahmt, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde
oder das signifikante Ereignis eingetreten ist. Provisionen aus der Durchführung
von transaktionsbezogenen Leistungen umfassen unter anderem das Wertpapier-
geschäft, das Devisen- und Valutengeschäft und das Immobilienvermittlungs-
geschäft.
Aufwendungen, die im direkten und inkrementellen Zusammenhang mit der
Generierung von Provisionseinnahmen stehen, werden im Provisionsaufwand
gezeigt. Gebühren- und Provisionserträge werden auf der Grundlage, der in einem
rechtskräftigen Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung bewertet.




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Handelsergebnis
Im Handelsergebnis werden Ergebnisse aus dem Gold- und Devisenhandel erfasst
sowie die Veränderungen des Fair Values von Derivaten.


Ertrag aus Immobilienhandel
Unter dieser Position werden die Veräußerungserlöse aus dem zum Verkauf
gehaltenen Immobilien sowie die zwischenzeitlich bis zum Verkauf vereinnahmten
Erlöse aus Vermietungen (Erlöse aus der Vermietung fallen jedoch in den
Anwendungsbereich von IFRS 16) ausgewiesen. Die Erlöse aus der Veräußerung
von Immobilien fallen unter die zeitpunktbezogene Erlösrealisierung. Die
Realisierung der Umsatzerlöse aus Liegenschaftsverkäufen erfolgt bei Gefahren
und Risikoübergang und entspricht auch den Bestimmungen hinsichtlich des
Kontrollübergangs nach IFRS 15.
Weitere Erlöse, die unter der Position Ertrag aus Immobilienhandel ausgewiesen
werden, sind die bis zum Verkauf der Immobilien, vereinnahmten Erlöse aus
Betriebskosten, die auch in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen. Bei diesen
Erlösen sind die vertraglichen Leistungsverpflichtungen identifizierbar und die
dazugehörige Gegenleistung kann pro Leistungsverpflichtung eindeutig bestimmt
werden. Der Wiener Privatbank Konzern ist primär Ansprechpartner der Kunden
für die Leistungserbringung und trägt das in der Immobilienbranche übliche
Vorratsrisiko für die Nutzungsbereitschaft der Immobilie und auch das Risiko, dass
die branchenüblich über einen Aufteilungsschlüssel verteilten Aufwendungen
nicht abgerechnet werden können. Somit wird für die wesentlichen Leistungen
davon ausgegangen, dass der Wiener Privatbank Konzern als Principal fungiert.


Aufwand aus Immobilienhandel
Unter dieser Position werden sämtliche Veränderungen des Bestands an
Immobilien, die Aufwendungen für Material und sonstige bezogenen
Herstellungsleistungen, die Aufwendungen aus Vermietungen sowie sonstige
Immobilienaufwendungen (Immobilien-Asset Management) ausgewiesen.

Sonstiger betrieblicher Ertrag
Im Sonstigen betrieblichen Ertrag sind all jene Erträge ausgewiesen, die einer
bankfremden Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind, sowie Erträge, die keiner
anderen Position zugeordnet werden können. Die unter dieser Position aus-
gewiesenen Erlöse aus Treuhanddienstleistungen fallen diesbezüglich unter die
zeitraumbezogene Erlösrealisierung.
Hierunter werden auch die positiven Endkonsolidierungsergebnisse der
assoziierten Gesellschaften sowie verbundener Unternehmen ausgewiesen.


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Sonstiger betrieblicher Aufwand
Im Sonstigen betrieblichen Aufwand werden etwaige Abschreibungen aus dem
Impairment von Firmenwerten gem. IAS 36 gezeigt. Darüber hinaus werden in
diesem Posten die Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten sowie sonstige
betriebliche Aufwendungen, die nicht aus Verwaltungstätigkeiten entstammen,
ausgewiesen.
Hierunter werden auch die negativen Endkonsolidierungsergebnisse der
assoziierten Gesellschaften sowie verbundener Unternehmen ausgewiesen.
Verwaltungsauf wand
Im Verwaltungsaufwand werden auf die Berichtsperiode abgegrenzt der
Personalaufwand, der Sachaufwand sowie planmäßige Abschreibungen auf Sach-
anlagen und auf immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Im Personalaufwand
werden Löhne und Gehälter, Bonuszahlungen, gesetzliche und freiwillige Sozialauf-
wendungen, personalabhängige Steuern und Abgaben sowie Aufwendungen für
Abfertigungen und Pensionen erfasst. Im Sachaufwand sind neben dem EDV-
Aufwand, dem Raumaufwand sowie den Aufwendungen für den Bürobetrieb, dem
Aufwand für Werbung und Marketing, den Rechts- und Beratungsaufwendungen
noch sonstige Sachaufwendungen enthalten.
Risikovorsorge
Die Position Risikovorsorge enthält Veränderungen der erfassten Wert-
minderungen bzw. Risikorückstellungen auf finanzielle Vermögenswerte (zu fort-
geführten Anschaungskosten bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertet) sowie auf außerbilanzielle Verpflichtungen (iW Kreditzusagen und
Finanzgarantien) basierend auf dem IFRS 9 Wertminderungsmodell der
erwarteten Kreditverluste. Auch realisierte Forderungsausfälle sowie nach-
trägliche Eingänge ausgebuchter Forderungen werden hier ausgewiesen. Gewinne
oder Verluste aus Modifizierungen von finanziellen Vermögenswerten, wenn es
sich um bonitätsbedingte Modifizierungen handelt, werden ebenfalls in dieser
Position dargestellt.


Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
Ergebnis FVTPL mandatorily
Unter dieser Position werden sowohl Bewertungsergebnisse als auch realisierte
Gewinne und Verluste aus Wertpapieren des FVTPL-Portfolios erfasst.
Ergebnis FVTOCI
Das Veräußerungsergebnis des FVTOCI Portfolios werden unter dieser Position
ausgewiesen.


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Steuern vom Einkommen
Laufende und latente Ertragsteuern werden in dieser Position erfasst.
Mit dem am 31. Dezember 2023 in Österreich in Kraft getretenen Mindest-
besteuerungsgesetz („MinBestG“) wurden die OECD-Mustervorschriften sowie
die entsprechende EU-Richtlinie zur Gewährleistung einer globalen Mindest-
besteuerung für Unternehmensgruppen („Pillar Two“) in österreichisches Recht
umgesetzt.
Laufende Steuern aus der Umsetzung der österreichischen bzw. vergleichbaren
ausländischen Steuergesetzen waren mangels Anwendbarkeit (betroen sind
Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 750 Millionen Euro) nicht zu
erfassen.




IV. Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten
des Konzernabschlusses
r die Erstellung des Konzernabschlusses sind naturgemäß regelmäßige
Ermessensbeurteilungen, Entscheidungen und die Festlegung von Annahmen und
Erwartungen über ausgewiesene Buchwerte durch die Unternehmensleitung
notwendig. Anhand dieser Einschätzungen und Beurteilungen kann der Ansatz
und Wert von Vermögenswerten und Schulden am Bilanzstichtag als auch die
Höhe von Aufwendungen und Erträgen während des Geschäftsjahres bedeutend
beeinflusst werden.
Aufgrund dieser Entscheidungen bzw. Beurteilungen besteht bei folgenden
Punkten die Möglichkeit, dass sie zu einer Anpassung von Vermögenswerten und
Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Immobilienvorräte der Wiener
Privatbank SE erfolgt mittels Gutachten, welche von unabhängigen Sachverständi-
gen erstellt werden. Der Nettoveräußerungswert der Immobilienvorräte basiert
auf Berechnungen, welche auf den zukünftigen
Verkaufserlös abzüglich der geschätzten noch anfallenden Kosten der Fertig-
stellung als auch des Verkaufes basieren. Diese Berechnung wird zu den jeweiligen
Stichtagen aktualisiert und angepasst, wodurch es zu Wertschwankungen der
Immobilienvorräte kommen kann (siehe Punkt 6).
Die Höhe der rückgestellten Abfertigungs- und Pensionsansprüche basiert auf
geschätzten Beträgen. Diese Schätzungen basieren auf von Sachverständigen
erstellten Gutachten als auch auf Erfahrungswerten der Vergangenheit.
Abfertigungs- und Pensionsansprüche werden mittels Annahmen bezüglich
Pensionsantrittsalter, Fluktuation, zunftiger Bezugserhung und Lebens-
erwartung errechnet. Weitere Informationen sind unter Entwicklung der
langfristigen Personalrückstellungen ersichtlich (siehe Punkt 15).



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Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter zukunftsbezogenen Blickwinkeln und
Annahmen beurteilt. Zur Ermittlung der zukünftig erzielbaren Beträge werden im
Rahmen des Wertminderungstests mehrere Annahmen getroen und zugrunde
gelegt. Die zur Berechnung herangezogenen Mittelüberschüsse, entsprechen der
zur Abschlusserstellung aktuellsten Einschätzung (siehe Punkt 7).
Finanzinstrumente, r welche kein aktiver Markt vorhanden ist, werden mittels
finanzmathematischer Bewertungsmethoden bewertet und auf ihre Werthaltigkeit
hin überprüft. Details hierzu sind unter Hierarchie der Ermittlung der beizulegen-
den Zeitwerte zu finden (siehe Punkt 35).
Das Wertminderungsmodell nach IFRS 9 erfolgt auf Basis der erwarteten Kredit-
verluste. Die Berechnung des Expected Credit Loss, („ECL“) spiegelt ein wahr-
scheinlichkeitsgewichtetes Ergebnis, den Zeitwert des Geldes und angemessene
und belastbare zukunftsorientierte Informationen wider. Eine Darstellung
betreend Wertberichtigungen und deren Schätzungen ist in Note VIII Risiko-
management oengelegt.
Eine Entscheidung, ob eine Gesellschaft nach IAS 28 bzw. IFRS 11 einbezogen wird,
kann ebenso ermessensbehaftet sein (siehe Punkt II Konsolidierungsgrundsätze).
Im Geschäftsjahr 2024 haben sich keine neuen Anhaltspunkte ergeben, die eine
Neueinschätzungen der zuvor getroenen Klassifizierungen begründet.
Die getroene Annahme betreend die LeasingMietdauer wird auch laufend
überprüft und angepasst. Überarbeitungen der Schätzungen werden prospektiv
erfasst.
Latente Steuern aus Verlustvorträgen werden in jener Höhe, in der es wahr-
scheinlich ist, dass künftige steuerliche Ergebnisse zur Verfügung stehen um mit
den steuerlichen Verlustvorträgen, Steuerguthaben oder steuerlich abzugsfähigen
temporären Dierenzen verrechnet werden zu können, ausgewiesen. Es wird
diesbezüglich ein Planungshorizont von fünf Jahren herangezogen, wobei
auch vergangene Erkenntnisse hinsichtlich Steuerkapazität und Profitabilität
einbezogen werden.
Der Klimawandel und die damit verbundenen physischen und transitorischen Risi-
ken wirken sich auf die Beurteilung wesentlicher Ermessensentscheidungen und
die Bestimmung von Schätzungsunsicherheiten des Unternehmens aus. Dies be-
trit insbesondere Annahmen über zukünftige Cashflows, Diskontierungs- und
Wachstumsraten sowie Nutzungsdauern von Vermögenswerten.
Darüber hinaus ergeben sich Unsicherheiten bei der Bewertung von Rückstellun-
gen, insbesondere im Zusammenhang mit möglichen umweltbezogenen Verpflich-
tungen sowie zukünftigen regulatorischen Anforderungen. Auch bei Finanzinstru-
menten fließen klimabezogene Risiken in die Beurteilung erwarteter Kreditverluste
ein.
Aufgrund der langfristigen und teilweise schwer quantifizierbaren Auswirkungen
des Klimawandels können sich die zugrunde liegenden Annahmen künftig



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wesentlich verändern. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher von den aktuel-
len Schätzungen abweichen.



V. Anwendung geänderter und neuer Standards
(IFRS und IAS)
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der vorhergehenden
Konzernabschlüsse wurden unvendert auf den Konzernabschluss zum
31. Dezember 2025, angewandt.
Folgende IFRS-Regelungen, die im Geschäftsjahr 2025 neu anzuwenden sind,
wurden vom Konzern erstmals angewendet. Eine Auswirkung auf den Konzern-
abschluss zum 31. Dezember 2025 ergab sich jedoch nur, wenn dies in der
folgenden Tabelle mit „ja“ gekennzeichnet ist.
Verp flichtend anzuwendende Standards im Geschäftsjahr
1
Regelungen IFRS Inkrafttreten Auswirkungen auf den Konzern- abschluss
Änderung IAS 2 1 Fehlende Umtauschbarkeit bei Fremdhrungen 01.01.2025 nein
1
Die Standards und Interpretationen sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem
Datum des Inkrafttretens beginnen.
Regelungen IFRS
Noch nicht anzuwenden, außer vorzeitige Anwendung (EU Endorsement ist bereits erfolgt) Inkrafttreten Auswirkungen auf den Konzern-abschluss
IFRS 18 *) Darstellung und Angaben im Abschluss 01.01.2027 ja
Änderungen IFRS 9 und IFRS 7 Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten 01.01.2026 nein
Änderungen IFRS 9 und IFRS 7 Verträge, die sich auf naturabhängigen Strom beziehen 01.01.2026 nein
Regelungen IFRS
Auswirkungen
Noch nicht anzuwenden, außer vorzeitige Anwendung auf den Konzern-
(EU Endorsement ist noch nicht erfolgt) Inkrafttreten abschluss
Änderung IAS 21 Umrechnung von Finanzinformationen in 01.01.2027 nein
Hochinflationswährungen



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IFRS 18 wurde am 9. April 2024 vom IASB veröentlicht und ersetzt IAS 1 für
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Der neue
Standard regelt die Darstellung von Abschlussinformationen neu.
Ziel des neuen Standards ist es, die Berichterstattung von Unternehmen zu
vereinheitlichen und damit die Vergleichbarkeit zwischen IFRS-Abschlüssen
zu verbessern.
Folgende wesentlichen Neuerungen bringt der Standard mit sich:
Einführung von Kategorien und Zwischensummen: Einstufung von Erträgen
und Aufwendungen in die Kategorien Operativ, Investition und Finanzierung
sowie Einführung der Zwischensummen operatives Ergebnis und Ergebnis
vor Finanzierung und Steuern.
Management-Kennzahlen: Angaben zu Leistungskennzahlen, die nicht in
IFRS definiert sind
Aggregation und Desaggregation: Regeln für die Zusammenfassung und
Aufgliederung von Abschlussposten.
Im ersten Quartal 2026 wurde das IFRS-18-Umstellungsprojekt in der Wiener Pri-
vatbank SE gestartet. In diesem Zusammenhang hat der Wiener Privatbank Kon-
zern nun zu beurteilen, wie Erträge und Aufwendungen den neuen Kategorien
operativ, investiv und finanzierend zuzuordnen sind.
r Institute des Bankensektors ergibt sich hierbei, dass die Kundenfinanzierung
insbesondere die Vergabe von Krediten und das damit verbundene Zins- und Ge-
bührenaufkommen die spezifische Hauptgeschäftstätigkeit darstellt. Folglich
werden die entsprechenden Erträge und Aufwendungen der operativen Kategorie
zugeordnet.
Da die Refinanzierung der Kreditvergabe integraler Bestandteil des Bankgeschäfts
ist, werden auch damit verbundene Finanzierungsverbindlichkeiten operativ klas-
sifiziert. Dies kann zur Folge haben, dass die in IFRS18 vorgesehene Zwischen-
summe Ergebnis vor Finanzierung und Ertragsteuernentfällt.
Im zweiten Quartal 2026 ist angedacht den Kontenplan an die neuen Vorgaben
einschließlich der verpflichtenden Zwischensummen und der Oenlegung von
Management-Performance-Kennzahlen (MPMs) anzupassen. Die Umsetzung
erfolgt laufend.



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VI. Erläuterungen zur Bilanz und
Gesamtergebnisrechnung



1. Barreserve
1.1. Barreserve Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Kassenbestand 28.428 1.266
Guthaben bei Zentralnotenbanken 129.822.447 90.540.740
Risikovorsorge Barreserve -729 -508
Barreserve 129.850.146 90.541.497
1.2. Entwicklung Risikovorsorge Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Risikovorsorge zum 1. Jänner -508 -509
Veränderung der Risikovorsorge -221 1
Risikovorsorge zum 31. Dezember -729 -508





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2. Forderungen an Kreditinstitute
2.1. Forderungen an Kreditinstitute nach Regionen
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Forderungen an inländische Kreditinstitute 59.569.383 72.322.388
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 10.578.555 7.48 9.1 49
Risikovorsorge Forderungen Kreditinstitute -2.071 -2.440
Forderungen an Kreditinstitute 70.145.868 79.809.097
Sämtliche Forderungen gegenüber Kreditinstituten wurden dem Geschäftsmodell
„Hold-to-Collect“ zugeordnet und werden zu fortgeführten Anschaungskosten
bewertet.
2.2. Entwicklung Risikovorsorge Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Risikovorsorge zum 1. Jänner -2.440 -2.988
Veränderung der Risikovorsorge 369 548
Risikovorsorge zum 31. Dezember -2.071 -2.440
2.3. Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
g l i c h f ä l l i g 21.407.050 16.197.926
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 46.905.750 61.951.053
über 3 Monate bis 1 Jahr 1.327.640 1.410.508
über 1 Jahr bis 5 Jahre 250.725 252.049
über 5 Jahre 256.772 0
Risikovorsorge -2.071 -2.440
Forderungen an Kreditinstitute 70.145.868 79.809.097
2.4. Forderungen an Kreditinstitute nach Art der Forderung
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Ta g e s g e l d e r 20.607.051 15.397.926
Te r m i n g e l d e r 48.233.391 63.361.561
Marginkonten / Sicherheiten 1.307.497 1.052.049
Risikovorsorge -2.071 -2.440
Forderungen an Kreditinstitute 70.145.868 79.809.097





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3. Forderungen an Kunden
3.1. Forderungen an Kunden nach Regionen
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Forderungen an inländische Kunden 29.684.780 31.782.053
Forderungen an ausländische Kunden 15.997.795 25.913.913
Risikovorsorge -3.323.085 -6.704.163
Forderungen an Kunden 42.359.490 50.991.803

Sämtliche Forderungen an Kunden wurden dem Geschäftsmodell „Hold to
Collect“ zugeordnet und werden somit zu fortgehrten Anschaungskosten
bewertet.
3.2. Entwicklung Risikovorsorge Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Risikovorsorge zum 1. Jänner -6.704.163 -2.163.944
Verwendung der Risikovorsorge 4.098.274 10.399.458
Aufzinsung der Risikovorsorge -470.765 -1.668.878
Veränderung der Risikovorsorge -246.430 -13.270.800
Risikovorsorge zum 31. Dezember -3.323.085 -6.704.163
Die Verwendung der Risikovorsorge stellt Ausbuchungen oder Teilabschreibungen
dar und erfolgt nur bei festgestellter hoher Wahrscheinlichkeit der Uneinbring-
lichkeit betroener Forderungen innerhalb von gerichtlichen Konkurs- und
Sanierungsverfahren sowie freiwilligen Restrukturierungsverfahren. Die durch-
geführten Ausbuchungen und Abschreibungen erfolgten entweder vollständig bei
Konkursverfahren ohne materiellen ckflusserwartungen oder teilweise bis zur
maximalen erwarteten Sanierungsquote. Die Beurteilung erfolgte auf Einzelfall-
basis.
3.3. Forderungen an Kunden nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
g l i c h f ä l l i g 7.523.879 10.543.287
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 4.651.792 10.046.988
über 3 Monate bis 1 Jahr 15.983.206 21.300.219
über 1 Jahr bis 5 Jahre 17.523.698 15.805.472
über 5 Jahre 0 0
Risikovorsorge -3.323.085 -6.704.163
Forderungen an Kunden 42.359.490 50.991.803




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3.4. Forderungen an Kunden nach Art der Forderung Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Kontokorrentkredite 14.446.630 21.148.311
Hypothekarkredite 25.735.755 26.723.670
Immobilienfinanzierung 2.500.000 5.471.836
Lombardkredite 75.145 3.355.625
Barmittelkredite 2.925.045 996.524
Risikovorsorge -3.323.085 -6.704.163
Forderungen an Kunden 42.359.490 50.991.803






4. Finanzanlagen
4.1. Finanzanlagen nach Kategorien Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Finanzielle Vermögenswerte mandatorily at fair value through profit or loss
Wertpapiere 3.312.298 3.799.650
Anteile an verbunden Unternehmen 0 36.500
Sonstige Beteiligungen 172.635 198.983
Finanzielle Vermögenswerte at fair value through other comprehensive income
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 9.603.168 10.595.948
Schuldtitel öentliche Stellen 28.908.713 35.619.601
Finanzanlagen 41.996.814 50.250.682
Die für zu FVTOCI bewerteten Schuldinstrumente berechnete Auflösung der
Risikovorsorge beläuft sich auf EUR 1.294 (VJ: Dotierung TEUR 2) (IFRS 7.16A).
4.2. Finanzanlagen nach Fristigkeiten Angaben in TEUR 12/2025 < 1 Jahr 12/2025 > 1 Jahr 12/2024 < 1 Jahr 12/2024 > 1 Jahr
Finanzielle Vermögenswerte mandatorily at fair value through profit or loss
Wertpapiere 3.312 0 3.800 0
Anteile an verbunden Unternehmen 0 0 37 0
Sonstige Beteiligungen 173 0 199 0
Finanzielle Vermögenswerte at fair value through other comprehensive income 18.533 19.978 16.594 29.622





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4.3.Aufgliederung der zum Börsehandel zugelasse-nen Finanzanlagen Angaben in TEUR 12/2025 börsenotiert 12/2025 nicht börsenotiert 12/2024 börsenotiert 12/2024 nicht börsenotiert
Finanzielle Vermögenswerte mandatorily at fair value through profit or loss 0 3.485 0 3.800
Finanzielle Vermögenswerte at fair value through other comprehensive income 38.512 0 46.216 0
In der Berichtsperiode wurden EUR 30.117 (VJ: TEUR 49) vom sonstigen Ergebnis
in die G&V umgegliedert.







5. Anteile an assoziierten Unternehmen
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.770.279 2.760.965
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.770.279 2.760.965
Die Anteile an assoziierten Unternehmen betreen die Anteile an den Immobilien-
handelsgesellschaften der EXIT One Immobilien GmbH und der Entwicklung
KHWP Immo Alpha GmbH welche als nicht wesentlich eingestuft wurden. Der
Stimmrechts- und Kapitalanteil beträgt wie in den Vorjahren 50 %, das aktive
Asset-Management der Immobiliengeschäfte obliegt dem Mitgesellschafter.
Die anteiligen Konzernperiodenergebnisse setzen sich auf Einzelebene wie folgt
zusammen:
Equity Unternehmen Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Entwicklung KHWP Immo Alpha GmbH -23.100 34.916
EXIT One Immobilien GmbH 32.413 -59.834
Gesamt 9.313 -24.918
Zum 31. Dezember 2025 sind keine börsenotierten at-equity Unternehmen in den
Konzernabschluss miteinbezogen. Auch im Vorjahr waren per 31. Dezember 2024
keine rsenotierten at-equity bewerteten Unternehmen Bestandteil des Konzern-
abschlusses.





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6. Zum Handel bestimmte Immobilien
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Wohnungen 46.741.242 43.368.994
Zum Handel bestimmte Immobilien 46.741.242 43.368.994
Der Nettoveräußerungswert der Vorratsimmobilien betrug zum Stichtag
TEUR 65.628 (VJ: TEUR 57.212). Es wurden weder Wertminderungen noch
Wertaufholungen vorgenommen.



7. Immaterielle Vermögenswerte
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Immaterielle Vermögenswerte 1.045.993 695.621
Immaterielle Vermögenswerte 1.045.993 695.621
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten iHv. EUR 270.924 (VJ: TEUR 271)
den aktivierten Firmenwert der Matejka & Partner Asset Management GmbH und
iHv. EUR 775.069 (VJ: TEUR 425) diverse Software.
Der Impairment-Te s t im Vorjahr ergab aufgrund einer schwächeren wirtschaft-
lichen Ertragskraft bei der Matejka & Partner Asset Management GmbH einen
Abwertungsbedarf iHv. TEUR 142. Die Profitabilität konnte sich im laufenden
Geschäftsjahr wieder stabilisieren.
7.1. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
Entwicklung zu Anschaungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUR Entwicklung der Abschreibung Buchwert
Immaterielle Vermögens-werte 2024 1.1. 2024 Zugänge Abgänge 31.12. 2024 1.1. 2024 Zugänge Abgänge 31.12. 2024 31.12. 2024
Sonstige immaterielle Vermögens-werte 1.812 415 114 2.113 1.606 100 18 1.688 425
Geschäfts- oder Firmenwerte 681 0 0 681 268 142 0 410 271
2.493 415 114 2.794 1.874 242 18 2.098 696




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Entwicklung zu Anschaungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUREntwicklung der Abschreibung Buchwert
Immaterielle Vermögens-werte 2025 1.1. 2025 Zugänge Abgänge 31.12. 2025 1.1. 2025 Zugänge Abgänge 31.12. 2025 31.12. 2025
Sonstige immaterielle Vermögens-werte 2.113 691 99 2.705 1.688 241 0 1.930 775
Geschäfts- oder Firmenwerte 681 0 0 681 410 0 0 410 271
2.794 691 99 3.386 2.098 241 0 2.340 1.046



Impairment Firmenwert
Bei der Überprüfung auf Wertminderungen des Bilanzansatzes wird der Buchwert
mit dem Barwert aller künftigen Cash-wirksamen Zahlungsströme, die der Gesell-
schaft zuzurechnen sind, verglichen (Nutzwert). Der Barwert wird auf Grundlage
eines Discounted-Cash-Flow-Modells ermittelt. Im ersten Schritt werden die Free-
Cash Flows der nächsten drei Jahre aufgrund von Planungsrechnungen ermittelt
und diskontiert. Im zweiten Schritt wird auf Basis des Free Cash Flows des letzten
Planjahres eine ewige Rente errechnet.
Der Abzinsungssatz setzt sich wie folgt zusammen:
2025 2024
Risikoloser Zinssatz 30 Jahre Nullkupon-Bundesanleihe (3,104 %) 30 Jahre Nullkupon-Bundesanleihe (2,543 %)
Marktrisikoprämie 6,70 % 7,00 %
Betafaktor 1,18 1,08
Kapitalisierungszinssatz 11,02 % 10,62 %
Zur Ermittlung der stillen Reserven zum 31. Dezember 2025 wurde eine
Sensitivitätsanalyse durchgeführt, wobei die Marktrisikoprämie so weit erhöht
wurde, dass die stillen Reserven auf Euro 0,00 absinken. Bei einer Erhöhung der
Marktrisikoprämie um rund 9 % entspricht der anteilige Unternehmenswert dem
Carrying Value zum 31. Dezember 2025.





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8. Sachanlagen

Angaben in EUR 2025 2024
Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.796 157.955
Nutzungsrechte Leasing 1.889.104 622.407
Sachanlagen 2.026.900 780.362
Aufgrund der Neueinschätzung der Mietdauer der Geschäftsräumlichkeiten am
Parkring 12, 1010 Wien kam es im laufenden Geschäftsjahr zu einem Zugang iHv.
EUR 1.714.167.
8.1. Entwicklung der Sachanlagen
Entwicklung zu Anschaungskosten Angaben in TEUREntwicklung der AbschreibungBuchwert
Sach- anlagen 31.12. 1.1.2024 31.12.
2024 1.1.2024 Zugänge Abgänge 2024 Zugänge Abgänge 2024 31.12.2024
Sachanlagen 1.482 14 115 1.382 1.200 138 114 1.224 158
IFRS 16
Vermögens-werte 3.647 102 17 3.732 2.651 459 0 3.110 622
5.129 116 131 5.114 3.851 597 114 4.333 780
Entwicklung zu Anschaungskosten
Angaben in TEUREntwicklung der Abschreibung Buchwert
Sach- anlagen 31.12. 1.1.2025 31.12. 31.12.2025
2025 1.1.2025 Zugänge Abgänge 2025 Zugänge Abgänge 2025
Sachanlagen 1.382 100 108 1.374 1.224 120 107 1.236 138
IFRS 16 Vermögens-werte 469
3.732 1.740 4 5.468 3.110 0 3.578 1.889
5.114 1.840 112 6.841 4.333 588 107 4.814 2.027




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9. Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen resultieren aus folgenden, zeitlich
begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Werten
des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Buchwerten.
Angaben in EUR 12/2025 Aktiva 12/2025 Passiva 12/2024 Aktiva 12/2024 Passiva
Barreserve 168 0 117 0
Forderung an Kunden 0 18.033 0 23.022
Forderung an Kreditinstitute 476 0 561 0
Finanzanlagen 51.591 0 25.917 0
Zum Handel bestimmte Immobilien 55.402 0 55.402 0
Sachanlagen 0 434.494 0 143.154
Sonstige Aktiva 0 77.773 0 60.558
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsti-tuten 6.124 0 17.451 0
Rückstellungen 106.016 0 103.843 0
Sonstige Passiva 437.857 0 156.383 0
Steuerliche Verlustvorträge 1.487.559 0 1.565.852 0
Latente Steuern 2.145.193 530.299 1.925.526 226.734
Saldierung 530.299 -530.299 226.734 -226.734
Latente Steuern saldiert 1.614.894 0 1.698.792 0
Verbleibende latente Steuern 1.614.894 0 1.698.792 0
Der Berechnung der Steuerlatenz liegt der derzeit in Österreich gültige Steuersatz
von 23 % zugrunde.



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Die Veränderung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar
9.1. Latente Steuern Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Aktive latente Steuern zu Beginn der Berichtsperiode 1.925.526 493.458
Barreserve 51 0
Forderung an Kreditinstitute -85 -126
Finanzanlagen 25.674 -5.027
Zum Handel bestimmte Immobilien 0 -3.846
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -11.328 -11.328
Rückstellungen 2.173 3.403
Sonstige Passiva 281.474 -91.960
Steuerliche Verlustvorträge -78.293 1.540.951
Saldierung -530.299 -226.734
Aktive latente Steuern am Ende der Berichtsperiode 1.614.894 1.698.792
Passive latente Steuern zu Beginn der Berichtsperiode 226.734 293.455
Forderung an Kunden -4.990 21.723
Sachanlagen 291.340 -86.048
Sonstige Aktiva 17.215 -2.396
Saldierung -530.299 -226.734
Passive latente Steuern am Ende der Berichtsperiode 0 0
Saldierte Steuerabgrenzung 1.614.894 1.698.792
Davon ergebniswirksame Veränderungen 10.910 1.578.958
Davon erfolgsneutrale Veränderungen -94.809 -80.169
Die Laufzeit der Aktiven Latenten Steuern iHv. TEUR 1.469 (VJ: TEUR 1.502)
beträgt über 1 Jahr. Der Rest der latenten Steuern hat eine Laufzeit von unter 1
Jahr.
Es stehen steuerliche Verlustvorträge iHv. EUR 13.158.089 (VJ: TEUR 13.366), wel-
che zeitlich unbegrenzt vortragsfähig sind, zur Verfügung. Die Wiener Privatbank
SE kam zu dem Schluss, dass die latenten Steueransprüche unter Verwendung des
geschätzten zukünftigen zu versteuernden Einkommens welches auf die Ge-
schäftspläne und Budgets der Wiener Privatbank SE und seinen Tochtergesell-
schaften beruht erzielbar sind. Dazu wird die Steuerplanung aus der allgemeinen
Unternehmensplanung abgeleitet, wobei die Zukunftsprognosen (Planungszeit-
raum 5 Jahre) vom Geschäftsmodell und der Planungsqualität der Vergangenheit
abgeleitet wird und eine Aktivierung latenter Steuern iHv. EUR 1.487.559
(VJ: EUR 1.566) als realisierbar erscheint.



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95

Im Konzernabschluss wurden Ansprüche iHv. TEUR 6.690 (VJ: TEUR 6.558) aus
noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen nicht aktiviert, weil aus heuti-
ger Sicht auf Basis steuerlicher Planrechnungen die Verwendung in angemessener
Zeit nicht realisierbar erscheint.



10. Sonstige Aktiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 439.283 349.569
Einzelwertberichtigungen aus Lieferungen und Leistungen -28.000 -22.500
Forderung aus Immobilienverkauf 1.113.500 430.202
Forderungen gegenüber Hausverwaltungen 21.258 7.20 9
Übrige Aktiva 60.152 73.893
Risikovorsorge Sonstige Finanzielle Vermögenswerte -971 -831
1.605.222 837.542
Sonstige Vermögenswerte
Forderung aufgrund einer Verpflichtungserkrung 2.220.776 2.410.199
Provisionsabgrenzungen 36.052 80.395
Forderungen Reparaturfonds 794.890 709.791
Rechnungsabgrenzungsposten 514.769 321.440
Sonstige Vorlagen 321.841 387.938
3.888.328 3.909.763
Sonstige Aktiva 5.493.550 4.747.305
Sämtliche Sonstige Aktiva werden zu fortgeführten Anschaungskosten bewertet.
Bei der Forderung aufgrund einer Verpflichtungserklärung aus Pensions-
ansprüchen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied handelt es sich um
Erstattungsansprüche gem. IAS 19.116



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10.1. Überleitungsrechnung der Forderung aufgrund einer Verpflichtungserklärung Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Forderung zum 1. Jänner 2.410.199 2.508.807
Erfasst im Gewinn und Verlust 84.357 82.791
Zinsertrag 84.357 82.791
Erfasst im sonstigen Ergebnis -32.437 51.082
Versicherungstechnische Gewinne (-) /Verluste (+)
Erfahrungsbedingte oder 84.407 84.442
finanzielle Annahmen -116.844 -33.360
Zahlung Erstattungsanspruch -241.343 -232.480
Forderung zum 31. Dezember 2.220.776 2.410.199
10.2. Sonstige Aktiva nach Fristen Angaben in EUR31. Dezember 202531. Dezember 2024
g l i c h f ä l l i g 440.728 504.600
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 2.034.424 1.125.238
über 3 Monate bis 1 Jahr 972.399 875.081
über 1 Jahr bis 5 Jahre 866.899 845.534
über 5 Jahre 1.179.101 1.396.852
Sonstige Aktiva 5.493.550 4.747.305



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11. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
11.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
nach Art der Verbindlichkeit
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Einlagen Kreditinstitute 322 1.007.741
Kreditfinanzierung Immobilien 29.435.735 24.860.612
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.436.057 25.868.353
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu fortgeführten
Anschaungskosten bewertet und bestehen gegenüber inländischen
Kreditinstituten.
11.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
g l i c h f ä l l i g 321 1.007.741
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 640.559 10.496
über 3 Monate bis 1 Jahr 12.534.862 2.907.300
über 1 Jahr bis 5 Jahre 4.316.573 9.222.416
über 5 Jahre 11.943.742 12.720.400
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.436.057 25.868.353
Als Sicherheiten wurde ein Betrag von EUR 507.497 (VJ: TEUR 252) ausgewiesen.
Die Fristigkeit beläuft sich dabei auf über 1 Jahr bis über 5 Jahre.




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12. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
12.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Region
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kunden 97.815.576 110.854.424
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kunden 165.817.070 135.880.104
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 263.632.646 246.734.528
12.2. Verbindlichkeiten gegeber Kunden nachAngaben in EUR Fristen 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
g l i c h f ä l l i g 133.582.808 138.608.130
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 79.426.222 53.361.965
über 3 Monate bis 1 Jahr 47.104.793 43.607.542
über 1 Jahr bis 5 Jahre 3.518.823 11.156.890
über 5 Jahre 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 263.632.646 246.734.527
12.3. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach
Art der Verbindlichkeit
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Kontokorrent 133.582.808 138.608.129
Einlagenkonten 130.049.838 108.126.398
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 263.632.646 246.734.527



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13. Steuerverpflichtungen
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Ta t s ä c h l i c h e S t e u e r n 0 0
Latente Steuern 0 0
Steuerverpflichtungen 0 0
Entwicklung der Steuerverpflichtungen: Bezüglich der Entwicklung der latenten
Steuern siehe Punkt 9.1.




14. Verbriefte Verbindlichkeiten
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Anleihen 9.479.367 12.723.241
Verbriefte Verb indlichkeiten 9.479.367 12.723.241
Bei den Anleihen handelt es sich um begebene nachrangige Anleihen der
Wiener Stadthäuser One GmbH (Anleihe I LFZ 18.07.2016 17.07.2026 mit einer
Fixverzinsung von 3,0 % p.a., zuzüglich eines erfolgsabhängigen variablen
Zinsenanteils von bis zu 3,0 % p.a., somit mit bis zu maximal 6,0 % p.a.;
Anleihe II LFZ 02.12.2024 01.12.2031 mit einer Fixverzinsung von 5,5%) und im
Vorjahr der Wiener Stadtuser Alpha GmbH (LFZ 20.11.2015 19.11.2025 mit
einer Fixverzinsung von 3,5 % p.a., zuzüglich eines erfolgsabhängigen variablen
Zinsenanteils von bis zu 3,0 % p.a., somit mit bis zu maximal 6,5 % p.a. verzinst),
welche zu fortgeführten Anschaungskosten bilanziert werden.
14.1. Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
g l i c h f ä l l i g 0 0
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 0 0
über 3 Monate bis 1 Jahr 4.964.367 3.803.241
über 1 Jahr bis 5 Jahre 0 4.705.000
über 5 Jahre 4.515.000 4.215.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 9.479.367 12.723.241




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100



15. Rückstellungen
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Langfristige Personalrückstellungen 2.659.694 2.924.310
Risikovorsorge für gegebene Garantien 3.404 2.144
Risikovorsorge O Balance Kreditzusagen 1.108 1.159
Rückstellungen 2.664.206 2.927.614
Die Restlaufzeit beträgt wie im Vorjahr über ein Jahr.

15.1. Entwicklung der Abfertigungsrückstellung Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Abfertigungsrückstellung zum 1. Jänner 514.111 490.205
Erfasst im Gewinn und Verlust 53.189 52.315
Dienstzeitaufwand 35.762 36.746
Zinsaufwand 17.428 15.569
Erfasst im sonstigen Ergebnis -100.325 -15.497
Versicherungstechnische Gewinne (-) /Verluste (+)
Erfahrungsbedingte oder -36.227 -6.137
finanzielle Annahmen -64.098 -9.360
Abfertigungszahlungen -28.058 -12.912
Abfertigungsrückstellung zum 31. Dezember 438.917 514.111
Die expected DBO für 2026 beträgt rund TEUR 470.
15.2. Entwicklung der Pensionsrückstellung Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Pensionsckstellung zum 1. Jänner 2.410.199 2.508.807
Erfasst im Gewinn und Verlust 84.357 82.791
Zinsaufwand 84.357 82.791
Erfasst im sonstigen Ergebnis -32.437 51.082
Versicherungstechnische Gewinne (-) /Verluste (+)
Erfahrungsbedingte oder 84.407 84.442
finanzielle Annahmen -116.844 -33.360
Pensionszahlungen -241.343 -232.480
Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2.220.776 2.410.199



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15.3. Sensitivitätsanalyse Abfertigungsrückstellung
Angaben in EUR3 1. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Veränderung der Abfertigungsrückstellung bei einer Veränderung von:
Zinssatz +1 % -46.801 -54.246
Zinssatz -1% 54.979 64.204
Bezugssteigerung +1 % 52.782 60.976
Bezugssteigerung -1 % -45.855 -52.665
15.4. Sensitivitätsanalyse Pensionsrückstellung
Angaben in EUR31 . Dezember 2025 31. Dezember 2024
Veränderung der Abfertigungsrückstellung bei einer Veränderung von:
Zinssatz +1 % -132.110 -155.480
Zinssatz -1 % 147.765 175.178
Bezugssteigerung +1 % 149.776 176.120
Bezugssteigerung -1 % -136.205 -159.123




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16. Sonstige Passiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 3 1. Dezember 2024
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 389.657 524.674
Verbindlichkeiten Immobilienbereich 1.308.613 591.205
Leasingverbindlichkeiten 1.903.725 679.925
Verbindlichkeiten aus Beratungsaufwand und Aufwand für Wirtschaftsprüfung 476.531 221.775
Aufsichtsratvergütung 200.614 221.250
Verbindlichkeiten aus Provisionen 98.346 65.400
4.377.486 2.304.229
Nicht konsumierte Urlaube, Tantiemen und Sonderzahlungen 164.403 382.089
Verbindlichkeiten aus Steuern, soziale Sicherheit 1.095.079 969.254
Valutaausgleich / Zahlungsverrechnungskonten 157.704 225.260
Kulanzen, Garantien und ungewisse Verbindlichkeiten 475.000 50.000
Rechnungsabgrenzungsposten 179.895 262.388
Veröentlichung 17.160 15.240
Übrige Passiva 34.895 35.544
2.124.136 1.939.775
Sonstige Passiva 6.501.622 4.244.005
16.1. Sonstige Passiva nach Fristen Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
g l i c h f ä l l i g 548.756 759.991
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 1.900.748 1.230.999
über 3 Monate bis 1 Jahr 1.838.103 1.546.836
über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.768.661 408.115
über 5 Jahre 445.353 298.064
Sonstige Passiva 6.501.622 4.244.005
Die Wiener Privatbank SE hat zum 31. Dezember 2025 eine Rückstellung für
ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von EUR475.000,00 (VJ: TEUR 50)
gebildet. Diese betreen überwiegend einen einzelfallbezogenen passiven Rechts-
streit. Die finanzielle Größenordnung dieses anhängigen Verfahrens liegt im
Ausmaß von mehreren Millionen Euro.
Die Beurteilung der möglichen Entwicklungen und Risiken erfolgt durch das
Management der Wiener Privatbank in enger Abstimmung mit den beauftragten
Rechtsvertretern. Vor dem Hintergrund erheblicher prozessualer und rechtlicher
Unsicherheiten wurde innerhalb der Gesamtrückstellung ein Betrag berücksich-
tigt, der das aus heutiger Sicht realistisch beurteilte Szenario widerspiegelt.




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Darüber hinaus bestehen aus dem Verfahren zusätzliche Risiken. Ein über die
gebildete Rückstellung hinausgehender Mittelabfluss kann nicht ausgeschlossen
werden; ein solcher Mittelabfluss wird jedoch aus heutiger Sicht weder unter IFRS
noch unter UGB als überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt.
Die potenziellen zusätzlichen finanziellen Auswirkungen sind zum Bilanzstichtag
nicht verlässlich quantifizierbar.





17. Eigenkapital
17.1. Zusammensetzung Eigenkapital
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Grundkapital 11.360.544 11.360.544
Kapitalrücklagen 18.308.278 18.308.278
Gewinnrücklagen (inklusive Bilanzgewinn) 2.456.240 3.123.129
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen
(abzüglich latenter Steuern)
FV Umwertung -53.211 -293.363
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gemäß IAS 19 287.396 210.146
Nicht beherrschende Anteile 558.309 604.930
Eigenkapital 32.917. 556 33.313.664

17.2. Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 11.361 (VJ: TEUR 11.361). Dieses
ist in 5.004.645 Stückaktien im Nennbetrag von je EUR 2,27 zerlegt.

17.3. Genehmigtes Kapital
In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. August 2025 wurden
folgende Ermächtigungen erteilt bzw. Beschlussfassungen getroen (nach Wider-
ruf der vorherigen Ermächtigungen und Beschlussfassungen):
Der Vorstand wird gemäß § 169 (Paragraph einhundertneunundsechzig) Aktien-
gesetz ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, bis zum
31. (einunddreißigsten) Juli 2030 (zweitausenddreißig) das Grundkapital der
Gesellschaft um bis zu EUR 5.680.270,94 (Euro fünf Millionen sechshundert-
achtzigtausendzweihundertsiebzig und vierundneunzig Cent) durch Ausgabe von
bis zu 2.502.322 (zwei Millionen fünfhundertzweitausend dreihundertzweiund-
zwanzig) Stück auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von
100 (einhundert) % (Prozent) des anteiligen Betrages des Grundkapitals in einer
oder in mehreren Tranchen gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und den Aus-
gabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzulegen (genehmigtes Kapital). Der
Aufsichtsrat der Gesellschaft ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich
durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu
beschließen.


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104
Der Vorstand wird gemäß § 174 Abs. 2 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren
ab dem Datum der Beschlussfassung der Hauptversammlung mit Zustimmung
des Aufsichtsrates Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamt-
nennbetrag von bis zu Euro 20 Millionen, mit denen ein Umtausch- oder Bezugs-
recht auf den Erwerb von Aktien der Gesellschaft verbunden ist, auch in mehreren
Tr a n c he n , a u s z u g e b e n u n d a l l e w e i t e r e n B ed i n g un g e n , d i e Au s g ab e u nd d a s
Wandlungsverfahren der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, den
Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis festzusetzen.
Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen (Direktausschluss). Die
Ausgabebedingungen können zusätzlich oder anstelle eines Bezugs- oder
Umtauschrechts auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu
einem anderen Zeitpunkt begründen. Die Begebung von Wandel- und/oder
Optionsschuldverschreibungen darf höchstens in jenem Umfang erfolgen, der eine
Befriedigung geltend gemachter Umtausch- oder Bezugsrechte und, im Fall einer
in den Ausgabebedingungen festgelegten Wandlungspflicht, die Erfüllung der ent-
sprechenden Wandlungspflichten aus der bedingten Kapitalerhöhung gewähr-
leistet. Der Preis der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ist unter
Berücksichtigung anerkannter finanzmathematischer Methoden in einem
anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln.
Die Hauptversammlung beschließt die bedingte Erhöhung des Grundkapitals
gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale EUR 5.680.270,94 durch Aus-
gabe von bis zu 2.502.322 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur
Ausgabe an Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, zu
deren Ausgabe der Vorstand in dieser Hauptversammlung ermächtigt wurde.
Weiters wird der Vorstand ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten
Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest-
zusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungs-
verfahrens der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, den Ausgabe-
betrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Weiters wird der Auf-
sichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der
Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und
Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie
des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren
zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuld-
verschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch
zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht.
17.4. Überleitungsrechnung
der im Umlauf befindlichen Aktien
Angaben in Stück 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
im Umlauf befindliche Aktien am 1. Jänner 5.004.645 5.004.645
im Umlauf befindliche Aktien am 31. Dezember 5.004.645 5.004.645
Anzahl Aktien am 31. Dezember 5.004.645 5.004.645


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Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungs- und Managementoptionsprogramme.
Es wird der Hauptversammlung keine Dividende vorgeschlagen. Für das
Geschäftsjahr 2024 wurde keine Dividende ausgeschüttet.!

17.5. Entwicklung der Fair-Value-Umwertung
17.5.1. erfolgsneutrale Fair-Value-Bewertung (mit Recycling)
Angaben in EUR FV Umwertung Latente Steuern
FV Umwertung zum 01. Jänner 2025 -293.363 -87.628
Unrealisierte Gewinne/ Verluste der Periode 210.035 62.738
In die GuV umgegliederte Gewinne/ Verluste 30.117 8.996
FV-Umwertung (mit Recycling) zum 31. Dezember 2025 -53.211 -15.894
17.5.2. erfolgsneutrale Fair-Value-Bewertung (mit Recycling)
Angaben in EUR FV Umwertung Latente Steuern
FV Umwertung zum 01. Jänner 2024 -549.823 -164.233
Unrealisierte Gewinne/ Verluste der Periode 207.809 62.073
In die GuV umgegliederte Gewinne/ Verluste 48.651 14.532
FV-Umwertung (mit Recycling) zum 31. Dezember 2024 -293.363 -87.628
Da keine OCI-Option für Eigenkapitalinstrumente gezogen wurde, unterbleibt eine
Darstellung der Entwicklung der FV-Umwertung ohne Recycling.


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18. Kapitalmanagement
Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis und dementsprechende Kapital-
quoten beizubehalten, um eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens
sicherzustellen:


Eigenmittel der Wiener Privatbank SE gemäß CRR*
)
Eigenmittelstruktur Angaben in TEUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 11.360 11.360
Kapitalrücklagen 15.937 15.937
Sonstige anrechenbare Rücklagen 5.112 5.112
Einbehaltene Gewinne Vorjahre 5 2.605
(-) Abzugsposten vom CET 1 Kapital -3.170 -4.590
CET 1 Kapital 29.244 30.423
Eingezahlte Kapitalinstrumente 0 0
(-) Abzugsposten vom Tier I Kapital 0 0
TIER I Kapital 29.244 30.423
Allgemeine Risikovorsorge KSA Banken 0 0
Ergänzende Eigenmittel TIER II 0 0
Eigenmittel gesamt (nach Abzugsposten) 29.244 30.423
Gesamtrisikobetrag 103.959 135.444
Harte Kernkapitalquote 28,13 % 22,46 %
Kernkapitalquote 28,13 % 22,46 %
Gesamtkapitalquote 28,13 % 22,46 %
*
)
Die Matejka & Partner Asset Management GmbH wird als österreichische Wertpapierfirma und
Finanzinstitut iSd CRR unter Anwendung von Artikel 19 Abs 1 CRR aus dem Konsolidierungskreis aus-
genommen. Die Eigenmitteldarstellung erfolgt auf Solo-Ebene (UGB) und daher ist keine
Vergleichbarkeit zum Konzernabschluss gegeben.



Aufsichtsrechtliche Entwicklungen nach Basel 3
Seit 1. Jänner 2014 erfolgt die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel
sowie der Kapitalquoten nach der Kapitaladäquanzverordnung (Capital Require-
ments Regulation CRR) und der Kapitaladäquanzrichtlinie (Capital Requirements
Directive CRD IV) zur Umsetzung von Basel 3 in der Europäischen Union. Des
Weiteren unterliegen CRR und CRD IV Übergangsbestimmungen für die österrei-
chische Umsetzung, die in der CRR-Begleitverordnung vom 11. Dezember 2013
geregelt sind.


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Das Kapital wird ebenso vom Risikomanagement überwacht. Es wird eine
Kapitalstrategie erstellt und vom Vorstand genehmigt. Das Kapitalmanagement
des Konzerns erfolgt auf Basis der Eigenmittel gemäß CRR und im Sinne des
ökonomischen Kapitalsteuerungsansatzes des ICAAP. Im Rahmen des ICAAP wird
die Risikotragfähigkeit sichergestellt sowie der eziente Einsatz der Risiko-
deckungsmaße verfolgt.
Die Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 CRR wurden im Berichtsjahr,
wie auch im Vorjahr, jederzeit eingehalten.
Die Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 (1) 19 BWG beträgt -0,21 %
(VJ: -3,73 %).

19. Ergebnis je Aktie
1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Aktienanzahl per 31. Dezember 5.004.645 5.004.645
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 5.004.645 5.004.645
Jahresergebnis ohne nicht beherrschende Anteile in EUR - 666.887 -12.061.737
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) -0,13 -2,41
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) -0,13 -2,41

20. Nicht beherrschende Anteile
Aufgrund von Unwesentlichkeit wird auf die Detailangabe der nicht
beherrschenden Anteile verzichtet.


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21. Zinsüberschuss
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Zinsen und ähnliche Erträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 7.918 .692 11.221.602
verzinslichen Wertpapieren 791.149 750.635
Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren 167.921 296.011
Sonstige Beteiligungen 22.540 189
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Erträge 8.900.303 12.268.435
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für
Einlagen von Kreditinstituten / Finanzierungen -1.287.364 -1.361.594
Einlagen von Kunden -2.988.928 -3.402.882
Negativzinsen -8.719 0
Anleihezinsen -488.678 -629.339
Leasingverbindlichkeit -14.242 -31.038
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.787.931 -5.424.853
Zinsüberschuss 4.112.373 6.843.584
Zinsertrag/-aufwand unter Verwendung der EIR-Methode gegliedert nach den
Bewertungskategorien (IFRS 7.20 b):
21.1 Zinserträge und -aufwendungen nach der EIR-Methode berechnet Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Zinserträge nach der Eektivzinsmethode
Forderungen Kreditinstitute 4.787.999 6.701.056
Forderungen Kunden Kredite 3.026.878 4.410.786
Finanzielle Vermögenswerte AC 0 66.500
Finanzielle Vermögenswerte FVTOCI 791.149 684.135
Zinsaufwendungen
finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaungskosten bewertet werden -4.747.744 -5.381.978
Summe 3.858.282 6.480.499








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22. Provisionsüberschuss
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Vertrieb Finanzprodukte 1.605.964 1.508.382
Real Estate 63.550 27.908
Wertpapier-, Depot- und Kreditgeschäft 4.899.406 4.877.245
Provisionsüberschuss 6.568.921 6.413.535
In den Provisionserträgen sind Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienst-
leistungen gegenüber Dritten iHv. EUR 1.335.831 (VJ: TEUR 1.484) aus der
Depotverwaltung enthalten.
22.1. Aufgliederung der Erträge nach Art der Dienstleistung auf Grundlage vAngaben in EUR on IFRS 15 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025
Art der Dienstleistung
aus dem Zahlungsverkehr 995.364
aus dem Kreditgeschäft und sonstigen Dienstleistungen 37.142
aus dem Wertpapiergeschäft 5.917.482
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft 406.742
aus dem Real Estate Bereich 63.550
Provisionsertrag Gesamt 7.42 0.28 1
Provisionsaufwand -851.360
Provisionsüberschuss Gesamt 6.568.921
22.2. Aufgliederung der Erträge nach Art der Dienstleistung auf Grundlage von IFRS 15 Angaben in EUR 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Art der Dienstleistung
aus dem Zahlungsverkehr 1.108.241
aus dem Kreditgeschäft und sonstigen Dienstleistungen 15.675
aus dem Wertpapiergeschäft 5.960.491
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft 340.486
aus dem Real Estate Bereich 48.508
Provisionsertrag Gesamt 7.473.4 01
Provisionsaufwand -1.059.866
Provisionsüberschuss Gesamt 6.413.535





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23. Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 9.314 -24.918
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 9.314 -24.918


24. Handelsergebnis
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Ergebnis aus Devisen- und Edelmetallgeschäften 211.746 172.464
Handelsergebnis 211.746 172.464



25. Ertrag aus Immobilienhandel
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Veräußerungserlös aus zum Verkauf gehaltenen Immobilien (IFRS 15) 3.677.440 4.998.636
Vermietungserlöse (IFRS 16) 578.983 595.532
Betriebskostenerträge und sonstige Immobilienerträge (IFRS 15) 768.706 727.919
Ertrag aus Immobilienhandel 5.025.129 6.322.087
Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald der Kunde die Beherrschung
über die Immobilie erlangt. Dies erfolgt in der Regel mit der Übergabe an den
Kunden.
Den Erlösen aus verkauften Immobilienvorräten in Höhe von EUR 3.677.440
(VJ: TEUR 4.999) stehen Anschaungs- bzw. Herstellungskosten der verkauften
Immobilienvorräte von EUR -2.568.011 (VJ: TEUR -2.659) gegenüber.



26. Aufwand aus Immobilienhandel
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Veränderungen des Bestands an Immobilien -2.568.011 -2.659.003
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen -78.431 -107.606
Aufwendungen aus Vermietungen (inklusive Betriebskostenaufwendungen) -898.294 -877.485
Sonstige Immobilienaufwendungen -270.894 -288.349
Aufwand aus Immobilienhandel -3.815.629 -3.932.442


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27. Sonstiger betrieblicher Ertrag
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Sonstiger betrieblicher Ertrag
Umsatzerlöse aus Treuhandschaft/Verwaltung (IFRS 15) 304.830 307.829
Gewinn aus modifizierten Vertragskondition 55.786 0
Sonstige 4.443.833 458.657
Sonstiger betrieblicher Ertrag 4.804.448 766.486
Die Wiener Privatbank SE selbst betreibt kein Treuhandgeschäft; die Erträge des
Tochterunt e r nehmens ATI Vermögen streuhan dge sells chaf t m.b.H. we rden in
dieser Position ausgewiesen.
Die Position sonstige Erträge beinhaltet die ertragswirksame Vereinnahmung von
nicht aundbaren und bereits gekündigten Kundenverbindlichkeiten iHv.
EUR 4,25 Mio. (VJ: TEUR 0).


28. Sonstiger betrieblicher Aufwand
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Sonstiger betrieblicher Aufwand
Umsatzerlöse aus Treuhandschaft/Verwaltung (IFRS 15) -100.873 -96.696
Verlust aus modifizierten Vertragskondition -121.776 -26.012
Sonstige -443.649 -47.269
Sonstiger betrieblicher Aufwand -666.298 -169.977
In der Position Sonstige wurde eine Vorsorge für zwei Rechtsstreitigkeiten iHv.
EUR 475.000 getroen.




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29. Verwaltungsaufwand
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -7. 29 6.88 6 -7.776.872
Gesetzliche Sozialabgaben -1.667.121 -1.626.260
Aufwendungen für Abfertigungen -156.358 -409.924
Aufwendungen für Altersversorgung -165.213 -201.799
Sonstiger Personalaufwand -147.656 -147.534
Zwischensumme Personalaufwand -9.433.235 -10.162.389
Andere Verwaltungsaufwendungen
EDV-Kosten -2.941.356 -2.587.441
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten -1.424.310 -1.142.685
Nicht abzugsfähige Vorsteuern -547.294 -548.675
Betriebliche Versicherungen -338.430 -325.772
Aufsichtsratvergütung -237.802 -232.395
Gebühren und Einlagensicherungsbeiträge -120.645 -132.605
Werbekosten, Marketing -208.766 -218.794
Bürokosten -117.797 -151.310
Mieten inklusive Betriebskosten -80.798 -77.552
KFZ-Kosten -71.540 -83.561
Nachrichtenaufwand -64.792 -68.739
Sonstige Aufwendungen -163.120 -65.181
Zwischensumme andere Verwaltungsaufwendungen -6.316.651 -5.634.710
Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Sachanlagen und GWGs -119.989 -137.986
auf Nutzungsrechte Leasing -468.719 -461.317
auf immaterielle Vermögenswerte -241.459 -242.003
Zwischensumme Abschreibungen und Wertberichtigungen -830.167 -841.306
Verwaltungsaufwand -16.580.052 -16.638.405





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Die in den sonstigen Verwaltungsaufwendungen enthaltenen, auf das
Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen, für den Abschlussprüfer betre en:
29.1 Sonstigen Verwaltungsaufwendungen Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Aufwendungen für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses -143.688 -153.150
Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen 0 -6.600
Gesamt -143.688 -159.750


30. Risikovorsorge
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Risikovorsorge von zu AC bewerteten Forderungen an Kunden, Kreditinstituten und Barreserve
Dotierung -758.209 -13.525.214
Auflösung 511.927 254.964
Abschreibung -2.784 -5.245
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 3.000 0
Risikovorsorge von zu AC bewerteten Finanzanlagen
Auflösung 0 56.617
Risikovorsorge zu AC bewerteter sonstiger Aktiva
Dotierung -34.015 -50.148
Auflösung 22.763 28.984
Abschreibung -2.687 -3.456
Risikovorsorge von zu FVTOCI bewerteten Schuldinstrumenten
Dotierung 0 -1.587
Auflösung 1.294 0
Risikovorsorge für gegebene Garantien und Kreditzusagen
Dotierung -1.259 -3.069
Auflösung 50 0
Risikovorsorge -259.920 -13.248.153
Die Dotierung der Wertberichtigung von zu AC bewerteten Forderungen an
Kunden beinhalten Einzelwertberichtigung von Kunden iHv. EUR -757.987,61
(VJ: TEUR -13.401).


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31. Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Ergebnis FVTPL mandatorily
Bewertung -540.047 -834.660
Veräußerungs-/Liquidationsergebnis 344.077 318.241
Ergebnis FVTOCI
Veräußerungs-/ Liquidationsergebnis 69.185 88.447
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten -126.785 -427.972



32. Ertragssteuern
Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Laufender Steuerertrag/-aufwand -8.000 -490
Steuerertrag/-aufwand aus Vorperioden 337 184.438
Latenter Steuerertrag/-aufwand 10.910 1.578.958
Ertragssteuern 3.247 1.762.906
Die Dierenz zwischen der rechnerischen Ertragssteuerbelastung (Ergebnis
vor Steuern multipliziert mit dem nationalen Steuersatz von 23 %) und der
tatsächlichen Ertragssteuerbelastung des jeweiligen Geschäftsjahres gemäß
Gewinn- und Verlustrechnung ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
32.1. Eektivsteuer Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Ergebnis vor Ertragsteuern -716.756 -13.923.710
Ertragssteueraufwand zum Steuersatz von 23 % (VJ 24 %) 164.854 3.202.453
Steuerbefreite Beteiligungserträge und permanente Dierenzen aus Equity-Anteilen 59.710 62.351
Auswirkung von Steuern aus Vorperioden 337 184.438
Dierenz aus nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen -149.810 -1.508.262
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -39.620 -128.926
Sonstiges -32.225 -49.149
Eektivsteuer 3.247 1.762.906




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Es stehen steuerliche Verlustvorträge iHv. EUR 13.158.089 (VJ: TEUR 13.366),
welche zeitlich unbegrenzt vortragsfähig sind, zur Verfügung. Aktive latente
Steuern iHv. EUR 1.487.559 (VJ: TEUR 1.566) wurden aktiviert, weil Ihre Nutzung
im Planungshorizont von 5 Jahren als realisierbar erscheint.







33. Tochterunternehmen und Beteiligungen
Darstellung der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen:
Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil in % Konsolidierungsart1
ATI Verm öge nst reuha ndges ellsch aft m. b.H . Wien 100,00 % V
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH Wien 100,00 % V
Wiener Privatbank Immobilien GmbH Wien 100,00 % V
Wiener Stadthäuser One Immobilien GmbH Wien 80,00 % V
Matejka & Partner Asset Management GmbH Wien 80,00 % V
EXIT One Immobilien GmbH Wien 50,00 % E
Entwicklung KHWP Immobilien Alpha GmbH Wien 50,00 % E
1) V Vollkonsolidiert, E Equity-konsolidiert, N nicht konsolidiert
Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Änderungen in der Konzernstruktur:
Die BODEN-INVEST Beteiligungsgesellschaft m.b.H. i.L., welche bereits im Vorjahr
nicht mehr in die Konsolidierung einbezogen wurde, wurde im Geschäftsjahr 2025
endgültig liquidiert.






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An den nachfolgend angeführten Unternehmen besteht per 31. Dezember 2025
ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % aller Anteile:
Name und Sitz des Unternehmens Anteil in % Kons. Art1 Eigenkapital (Vorjahr) EUR Anteiliges Eigenkapital (Vorjahr) EUR Jahresüberschuss/ fehlbetrag (Vorjahr) EUR
ATI Vermögenstreuhand- gesellschaft m.b.H., Wien 100 V 463.401 (485.094) 463.401 (485.094) 78.307 (84.118)
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH, Wien 100 V 3.897.708 (4.301.835) 3.897.708 (4.301.835) -404.127 (112.196)
BODEN-INVEST Beteiligungs- gesellschaft mbH, Wien 100 V 0 (64.655) 0 (64.655) 0 (-5.546)
Wiener Privatbank Immobilien GmbH, Wien 100 V 1.815.891 (1.767.414) 1.815.891 (1.767.414) 48.477 (21.232)
Wiener Stadthäuser One Immobilien GmbH, Wien 80 V 1.654.256 (2.052.688) 1.323.405 (1.642.150) -398.431 (-523.318)
Matejka & Partner Asset Management GmbH, Wien 80 V 410.751 (313.847) 328.601 (251.078) 96.904 (22.614)
EXIT One Immobilien GmbH, Wien 50 A 2.082.590 (2.027.762) 1.041.295 (1.013.881) 54.828 (-119.669)
Entwicklung KHWP Immo 50 A 3.406.348 1.703.174 -52.085
Alpha GmbH, Wien (3.458.432) (1.729.216) (75.874)
1) Konsolidierungsart: V = Vollkonsolidierung, A = at equity N = nicht konsolidiert
Bei dieser Angabe handelt es sich ausschließlich um UGB-Werte, da eine
IFRS-Bilanzierung auf Einzelgesellschaftsebene aufgrund unwesentlicher
IFRS-Anpassungsbuchungen nicht erfolgt und diese erst in Zuge der
Konzernabschlusserstellung becksichtigt werden.





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34. Finanzinstrumente
IFRS 9 unterscheidet zur Klassifizierung folgende Bewertungskategorien:
Finanzielle Vermögensgegenstände
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaungskosten
bewertetet werden AC
Finanzielle Vermögenswerte, die verpflichtend erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden FVTPL mandatorily
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet designiert wurden FVTPL designated
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden (inkl. OCI-Option für Eigenkapitalinstrumente) FVTOCI
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaungskosten
bewertet werden


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Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 der
Wiener Privatbank SE (IFRS 7.8)
per 31. Dezember 2024 Angaben in TEURFinanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaungskosten FVTOCI FVTPL mandatorily Gesamt
Aktiva
Barreserve 90.541 90.541
Forderungen an Kreditinstitute 79.809 79.809
Forderungen an Kunden 50.992 50.992
Finanzanlagen 0 46.216 4.035 50.251
Sonstige Aktiva 838 838
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 222.180 46.216 4.035 272.430
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.868 25.868
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.735 246.735
Sonstige Passiva 2.304 2.304
Verbriefte Verbindlichkeiten 12.723 12.723
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 287.630 287.630
per 31. Dezember 2025 Angaben in TEURFi nanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaungskosten FVTOCI FVTPL mandatorily Gesamt
Aktiva
Barreserve 129.850 129.850
Forderungen an Kreditinstitute 70.146 70.146
Forderungen an Kunden 42.359 42.359
Finanzanlagen 0 38.512 3.485 41.997
Sonstige Aktiva 1.605 1.605
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 243.960 38.512 3.485 285.957
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.436 29.436
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 263.633 263.633
Sonstige Passiva 4.377 4.377
Verbriefte Verbindlichkeiten 9.479 9.479
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 306.925 306.925




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IFRS 7.25 folgend, sind die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) des Finanz-
vermögens und der Finanzverbindlichkeiten nach Bewertungskategorien
angegeben. Bei den unter sonstige Aktiva ausgewiesenen finanziellen Vermögens-
werten handelt es sich überwiegend um kurzfristige Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und Forderungen aus Immobilienverkäufen.


Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaungs-kosten bewertet werden Angaben in TEUR31.12.2025 MarktwertBuchwert 31.12.2024 Marktwert Buchwert
Barreserve 129.851 129.850 90.541 90.541
Forderungen an Kreditinstitute 70.108 70.146 79.772 79.809
Forderungen an Kunden 42.359 42.359 50.950 50.992
Sonstige Aktiva 1.606 1.605 838 838
Gesamt 243.924 243.960 222.101 222.180
Finanzielle Vermögenswerte
mandatorily at fair value through
profit or loss Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Wertpapiere
Nicht börsenotiert 3.312 3.312 3.800 3.800
Anteile an Tochterunternehmen 0 0 37 37
Sonstige Beteiligungen 173 173 199 199
Gesamt 3.485 3.485 4.035 4.035
31.12.2025
31.12.2024
Finanzielle Vermögenswerte FVTOCI 31.12.2025 Marktwert Buchwert 31.12.2024
Marktwert Buchwert
Angaben in TEUR
Wertpapiere
Börsenotiert 38.512 38.512 46.216 46.216
Gesamt 38.512 38.512 46.216 46.216





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Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zu fortgeführten Anschaungs-
kosten bewertet werden
Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditin-stituten 27.561 29.436 25.296 25.868
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 263.016 263.633 246.416 246.735
Sonstige Passiva 4.377 4.377 2.304 2.304
Verbriefte Verbindlichkeiten 9.773 9.479 12.571 12.723
Gesamt 304.728 306.925 286.587 287.630
31.12.2025
31.12.2024
Die in der Tabelle angeführten beizulegenden Zeitwerte ergeben sich,
entsprechend der Klasse, aus den Börsenkursen oder werden auf Grundlage
anerkannter Bewertungsmethoden errechnet. Details hierzu sind im Punkt 35 zu
finden. r genauere Informationen bezüglich der Sensitivitätsanalyse als auch zur
Liquiditätsanalyse darf auf den Risikobericht und die Value at Risk Berechnung
verwiesen werden. (gemäß IFRS 7.41)


Nettogewinn/-verlust nach Bewertungskategorien (gem. IFRS 7.20 a)
Nettogewinne bzw. -verluste
aus Finanzinstrumenten der Kategorie Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
HTC 7.6 60. 263 -1.958.464
FVtPL -5.508 -220.219
FVTOCI 861.627 770.995
finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführteAnschaungskosten bewertet werden n -4.747.744 -5.381.978
Reklassifizierungen
Im Berichtszeitraum fanden keinerlei Reklassifizierungen statt, somit entfallen die
Anhangsangaben gemäß IFRS 7.12 B-D.



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35. Hierarchie der Ermittlung
der beizulegenden Zeitwerte
Die Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlich-
keiten werden drei Kategorien der IFRS-Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Dazu
werden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:
Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden
auf einem aktiven Markt
Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt oder
indirekt beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen
Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt
beobachtbaren Daten darstellen
Berechnung Level 3 Sensitivitäten
Bei der Berechnung handelt sich um einen einkommensbasierten Ansatz
(Discounted Cash-Flow Verfahren, das die zukünftigen Cashflows berücksichtigt,
die ein Marktteilnehmer erwartet). Der Diskontierungszinssatz wird dabei mittels
des additiven Verfahrens aus einem risikolosen Zinssatz sowie diversen Risikofak-
toren (Länderrisiko, Bonitätsrisiko, Liquiditätsrisiko) ermittelt. Prinzipiell erfolgt die
Ermittlung des Discounted Cash-Flow soweit möglich aus dem Informationssys-
tem Bloomberg. Dabei wird aus dem System der Present Value der Anleihe zum
jeweiligen Stichtag unter Heranziehung der von Bloomberg verwendeten Zins-
kurve berechnet. Für Anleihen, die nicht im Bloomberg-System vorhanden sind,
erfolgt die Berechnung des Diskontierungszinssatzes unter Heranziehung des
jeweils geeigneten Referenzindex plus zusätzlichen Auf- oder Abschlägen im Hin-
blick auf das Länderrisiko des Landes, in dem der Emittent ansässig ist, plus einen
eventuell fälligen Liquiditätsaufschlag abgestimmt auf die Handelbarkeit der
jeweiligen Anleihe, der zwischen 0,5 % und 1,0 % betragen kann. Dieser
Liquiditätsaufschlag kommt allerdings nur zum Tragen, wenn die Anleihe in
geregelten Märkten oder in Interbankenhandelssystemen verkauft wird.



121

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Die zur Berechnung der jeweiligen Abzinsung herangezogenen Indizes sind in
nachstehender Tabelle angeführt:
Rating Index Bloomberg Ticker
1 Risikofreier Zinssatz GTATSXY Index
2 EUR Composite AA XX Year BVCSECXX Index
3 IG Corporate Industrial A XX Year IGEEIAXX Index
4 IG Corporate Industrial BBB- BBB BBB+ XX Year IGEEIBXX Index
5 Bloomberg Pan-European High Yield+ XX Year LPXXTREU Index
6 Bloomberg Pan-European High Yield+ XX Year LPXXTREU Index +1,0 % Spread Aufschlag
7 Bloomberg Pan-European High Yield+ XX Year LPXXTREU Index + 2,0 % Spread Aufschlag
Die erste Spalte gibt das jeweilige interne Bonitätsrating des Wertpapieres wieder.
Spalte zwei enthält den Namen des jeweils zur Anwendung kommenden Index,
Spalte drei den Bloomberg Ticker. XX steht dabei jeweils für die Laufzeit des
jeweiligen Index.
Da in den herkömmlichen Informationssystemen bei High Yield Anleihen keine
weitere Abstufung der Indices im High-Yield Bereich erfolgt, wird r die Risiko-
klassen 6 und 7 ein Zinsaufschlag von 1,0% bzw. 2,0% unterstellt.
Bei den im Portfolio gehaltenen Anleihen wird die Risikoklasse bei einer Rest-
laufzeit von unter 5 Jahren um eine Klasse erhöht.
Entsprechend der zuvor beschriebenen Berechnungslogik ergibt sich ein Level 3
Fair Value für die verbrieften Verbindlichkeiten der Kategorie zu
fortgeführten Anschaungskosten EUR 9.773.121 (VJ: TEUR 12.571).
r die verbrieften Verbindlichkeiten der Kategorie zu fortgeführten
Anschaungskosten mit einer variablen Verzinsung verändert sich der Fair Value
(ausgehend von einem Ausgangswert von EUR 4.937.666 (VJ: TEUR 8.313)
folgendermaßen:
Sensitivitätsanalyse (Passiv) Fair Value bei einem 2025 Veränderung des FV 2024 Veränderung des FV
3 Stufen Upgrade 4.940.229 2.562 4.959.652 9.125
3 Stufen Downgrade 4.849.287 -88.379 4.750.922 -199.605
Risikoloser Zinssatz +2 % 4.884.602 -53.064 4.809.177 -141.350
Risikoloser Zinssatz -2 % 4.992.398 54.732 5.099.027 148.500
Liquiabschlag +1 % 4.910.931 -26.735 4.878.989 -71.538
Liquiabschlag -1 % 4.964.819 27.152 5.023.852 73.325
Variable Verzinsung minimal 4.831.830 -105.836 4.779.888 -170.639
Variable Verzinsung maximal 5.043.503 105.836 5.121.166 170.639



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r die verbrieften Verbindlichkeiten der Kategorie zu fortgeführten
Anschaungskosten mit einer fixen Verzinsung verändert sich der Fair Value
(ausgehend von einem Ausgangswert von EUR 4.835.454 (VJ: TEUR 4.258)
folgendermaßen:
Sensitivitätsanalyse (Passiv) Fair Value bei einem 2025 Veränderung des FV 2024 Veränderung des FV
3 Stufen Upgrade 4.780.287 -55.167 4.523.800 266.254
3 Stufen Downgrade 4.600.737 -234.718 4.026.617 -230.929
Risikoloser Zinssatz +2% 4.380.335 -455.119 3.811.392 -446.154
Risikoloser Zinssatz -2% 5.352.335 516.880 4.772.011 514.465
Liquiabschlag +1% 4.600.737 -234.718 4.026.617 -230.929
Liquiabschlag -1% 5.085.588 250.134 4.505.520 247.974

Die folgenden Tabellen zeigen die Zuordnung der bilanzierten Finanzinstrumente
zu den Level-Kategorien der Fair Value-Hierarchie:
31.12.2024 Angaben in TEUR Level 1 Level 2 Fair Value Level 3 Summe
Aktiva
Barreserve 90.541 90.541
Forderungen an Kreditinstitute 79.772 79.772
Forderungen an Kunden 50.950 50.950
Finanzanlagen 46.186 2.328 1.736 50.251
Sonstige Aktiva 838 838
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.296 25.296
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.416 246.416
Sonstige Passiva 2.304 2.304
Verbriefte Verbindlichkeiten 12.571 12.571



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31.12.2025 Angaben in TEUR Level 1 Level 2 Fair Value Level 3 Summe
Aktiva
Barreserve 129.851 129.851
Forderungen an Kreditinstitute 70.108 70.108
Forderungen an Kunden 42.359 42.359
Finanzanlagen 38.487 2.304 1.206 41.997
Sonstige Aktiva 1.606 1.606
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.561 27.561
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 263.016 263.016
Sonstige Passiva 4.377 4.377
Verbriefte Verbindlichkeiten 9.773 9.773
hrend des Geschäftsjahres 2025 haben keine Transfers von Vermögenswerten
innerhalb der einzelnen Levels stattgefunden.




36. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und
Personen
In der Wiener Privatbank SE sind die Mitglieder des Vorstandes und des
Aufsichtsrates (namentlich ersichtlich unter Punkt VIII) als Mitglieder des
Managements in Schlüsselpositionen definiert. Als nahestehende Personen
gelten auch die nahen Familienangehörigen dieser Personen.

Als nahestehende Unternehmen wurden beherrschte jedoch nicht konsolidierte
Unternehmen sowie assoziierte Unternehmen, die mittels Equity-Methode in den
Konzernabschluss einbezogen werden, definiert. Daber hinaus gelten Unterneh-
men als nahestehend, die von einem Mitglied des Managements in Schlüssel-
positionen oder von einer ihm nahestehenden Person beherrscht werden oder an
dessen gemeinschaftlicher Führung sich dieser Personenkreis beteiligt.
Bilanzpositionen und außerbilanzielle Positionen mit als nahestehend
identifizierten Unternehmen und Personen sind im Nachfolgenden dargestellt:

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Aktiva Angaben in EUR31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Anteile an Unternehmen
verbundene Unternehmen 0 36.500
At-equity bewertete Unternehmen 2.770.279 2.760.965
Forderungen gegenüber Kunden
At-equity bewertete Unternehmen 4.137.000 4.637.016
andere nahestehende Unternehmen und Personen 4.055.677 4.051.719
Sonstige Aktiva
andere nahestehende Unternehmen und Personen 7.000 0
Summe Aktiva 10.969.957 11.486.200
Passiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
At-equity bewertete Unternehmen 487.971 614.879
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 12.009 826.620
andere nahestehende Unternehmen und Personen 217.370 1.840.051
Summe Passiva 717.350 3.281.550
Außerbilanzielle Positionen
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Gegebene Kreditzusagen, finanzielle Garantien
verbundene Unternehmen 3.136.685 5.237.581
Erhaltene Sicherheiten
At-equity bewertete Unternehmen 2.579.200 3.048.400
andere nahestehende Unternehmen und Personen 3.800.654 3.910.605


Alle aushaftenden Salden mit nahestehenden Unternehmen und Personen
sind kurzfristig fällig. Es musste keine Wertberichtigung für uneinbringliche
Forderungen oder zweifelhafte Forderung gebildet werden.

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Sonstige Angaben und Beziehungen
Es wurden Organkredite inklusive Rahmen und Garantien iHv. EUR 6.557.845
(VJ: TEUR 13.400) gewährt. Davon betrugen die gewährten Kredite an die Mit-
glieder des Vorstandes sowie deren Unternehmen 2025 EUR 0 (VJ: TEUR 0) und
bei Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder tätig sind, beliefen sich diese
Kredite auf EUR 5.837.000 (VJ: TEUR 11.987). Bezüglich der Mitglieder des
Aufsichtsrates nahestehenden Personen belaufen sich die Kredite zum
31. Dezember 2025 auf EUR 0 (VJ: TEUR 0).
31.12.2025 Erträge /Aufwendungen gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen
Angaben in EUR Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen andere nahe- stehende Unterneh-men und Personen At-equity bewertete Unternehmen
Erträge
Zinserträge 206.827 270.685
Ergebnis At-Equity bewerteter Unternehmen 9.314
Provisionserträge 2.716 55.850 512
Sonstige Erträge 12.673
Bei den Sonstigen Erträgen gegen At-equity bewertete Unternehmen handelt es
sich um Verrechnungen für Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Rechnungs-
wesen.
31.12.2024 Erträge /Aufwendungen gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen
Angaben in EUR Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen andere nahe- stehende Unterneh-men und Personen At-equity bewertete Unternehmen
Erträge
Zinserträge 189.104 213.014
Ergebnis At-Equity bewerteter Unternehmen -24.918
Provisionserträge 2.895 42.598 449
Sonstige Erträge 12.438
Aufwendungen
Provisionsaufwand -20.600


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Bezüge des Vorstands Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jänner 2024 – 31. Dezember 2024
Kurzfristige fällige Leistungen*) 725.049 1.184.875
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 52.354 94.903
Gesamt 777.402 1.279.778
Die Position kurzfristige fällige Leistungen beinhalten Gehälter, Sachbezüge und
Bonusrückstellungen, die kurzfristig fällig werden. Im Einzelnen setzen sich diese
wie folgt zusammen:
Mag. Stefan Selden:
Gesamtbezüge 2025: EUR 287.839 inklusive Sachbezüge
Eduard Berger:
Gesamtbezüge 2025: EUR 437.210 inklusive Sachbezüge
*
)
Im Vorjahr waren folgende Bezüge beinhaltet:
Mag. Christoph Raninger, PhD:
Aktivbezug 2024: EUR 472.889 inklusive Sachbezüge
Ruhebezug 2024: EUR 188.582 inklusive Sachbezüge
Unter Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind Zahlungen
an Pensionskassen und die Mitarbeitervorsorgekasse, Abfertigungen, Urlaubs-
abfindungen sowie Dotierungen für Abfertigungsrückstellungen ausgewiesen.
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungs- und Managementoptionsprogramme
bzw. sonstige langfristig fällige Leistungen.
Die Aufsichtsratsvergütung für die Mitglieder des Aussichtsrates der Wiener
Privatbank SE belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf EUR 200.614
(VJ: TEUR 221).



37. Weitere Anhangangaben

Nachrangige Aktiva / Passiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Forderungen an Kunden 8.290.184 13.050.000
Nachrangige Aktiva 8.290.184 13.050.000
Anleihen 9.479.367 12.723.241
Nachrangige Passiva 9.479.367 12.723.241
Der Gesamtbetrag der im Berichtsjahr geleisteten Aufwendungen für nachrangige
Verbindlichkeiten betragen EUR 488.678 (VJ: TEUR 623).


127

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Fremdhrungsaktiva und Fremdhrungspassiva
Die Aktiva, die auf fremde Währung lauten, betragen EUR 79.515.547
(VJ: TEUR 90.776) und die Passiva, die auf fremde Währung lauten, betragen
EUR 79.277.096 (VJ: TEUR 90.654).


Derivative Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr wurden keinerlei Devisentermingeschäfte abgeschlossen
(VJ: TEUR 0).




Eventualverbindlichkeiten
Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Garantien und Haftungen 4.592.571 5.766.916
Kreditrisiko (nicht in Anspruch genommene Kredite) 4.698.142 10.432.276
Bürgschaften 100.000 100.000
Gesamt 9.390.713 16.299.192
Die Wiener Privatbank SE hat eine Bürgschaft für die Anleihe der Wiener
Stadthäuser One Immobilien GmbH iHv. EUR 100.000 (VJ: TEUR 100) über-
nommen. Außerdem beinhalten die Position Garantien eine Kapital- und Zins-
garantie iHv. EUR 100.000 (VJ: TEUR 0) für die Anleihe der Wiener Stadthäuser
One Immobilien GmbH, sowie eine Nachschussverpflichtung für Kredite der
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH iHv. EUR 350.000 (VJ: TEUR 350).



Treuhandvermögen Angaben in EUR 31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
Forderungen an Kreditinstitute 69.352 118.121
Tr e u h a n d b e t e i l i g u n g e n 10.525.417 10.526.431
Tre u ha nd a kt iva 10.594.770 10.644.552
Einlage von Treugebern 10.514.358 10.514.358
Sonstige Treuhandverbindlichkeiten 80.411 130.194
Tre u ha nd p as si va 10.594.770 10.644.552
Die Aufstellung beinhaltet das Treuhandvermögen der ATI Vermögenstreuhand-
gesellschaft m.b.H.
Die Treuhandbeteiligungen betreen vor allem Finanzierungsfonds, Aktien,
Genussrechte aus Einbringungen, Kommanditeinlagen sowie atypisch stille
Beteiligungen.

128

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Leasing
In der Erfolgsrechnung werden die Zinsaufwendungen für Leasingverbindlich-
keiten im Zinberschuss, die Aufwände r geringwertige Vermögenswerte im
Sachaufwand dargestellt.
Realisierte Ergebnisse in der Erfolgsrechnung Angaben in EUR 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jännder 2024 – 31. Dezember 2024
Zinsaufwendungen -14.242 -31.038
Aufwände für geringwertige Vermögenswerte -13.237 -5.778
Gesamt -27.479 -36.816
Aufwände für kurzfristige Leasingverhältnisse fielen im Geschäftsjahr 2025 keine
(VJ: TEUR 0) an.
Leasingverbindlichkeiten nach Fristen Angaben in EUR31. Dezember 2025 31. Dezember 2024
bis 3 Monate 105.086 124.397
über 3 Monate bis 1 Jahr 277.499 379.826
über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.521.140 175.702
über 5 Jahre 0 0
Leasingverbindlichkeiten 1.903.725 679.925

Personal
In der Wiener Privatbank-Gruppe waren im Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt
folgende Personalkapazitäten im Einsatz:
Mitarbeiterkapazität *) 1. Jänner 2025 – 31. Dezember 2025 1. Jännder 2024 – 31. Dezember 2024
Arbeiter 1 1
Angestellte 75 75
Gesamtkapazität 76 76
*
)
durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer in der Gruppe (Vollkonsolidierungskreis) während
des Geschäftsjahres
Mitarbeiter der assoziierten Unternehmen
Die in den Konzernabschluss at-equity einbezogenen Unternehmen beschäftigen
0 Mitarbeiter (VJ: 0).

129

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Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung am Bilanzstichtag von
Bedeutung sind, lagen nicht vor.


VII. Erläuterungen zur
Konzernsegmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung erfolgt im Wiener Privatbank Konzern gemäß den
Ausweis- und Berechnungsregeln des IFRS 8. Diesem Ansatz entsprechend,
werden Segmentinformationen auf Basis interner Managementberichterstattung
erstellt, die dem Vorstand (CODM) regelmäßig berichtet wird und zur Beurteilung
der Ertragskraft der einzelnen Segmente sowie zur Ressourcenallokation heran-
gezogen wird.
Die Managementberichterstattung erfolgt im Wesentlichen durch Vorlage der
UGB-Abschlüsse, wobei auf Einzelgesellschaftsebene der Wiener Privatbank SE
zusätzlich eine Segmentberichterstattung nach folgenden Sparten erfolgt:
Private Banking (umfasst auch Capital Markets, Institutional & Family Oces) /
Corporate, Treasury & Financial Markets (umfasst auch Unternehmens- und
Projektfinanzierung, Brokerage) / Immobilien / Beteiligungen
Bei dieser Berichterstattung erfolgt eine Verteilung des UGB-Ergebnisses auf oben
genannte Sparten.
Die Gliederung der Segmentberichterstattung erfolgt im IFRS-Abschluss in
komprimierter Form.
Der Segmentbericht besteht aus den drei Hauptsegmenten, in denen die Einzel-
gesellschaften des Wiener Privatbank Konzerns wie folgt zusammengefasst
dargestellt werden:
Bank (Wiener Privatbank SE (komprimierte Darstellung) + Matejka &
Partner Asset Management GmbH)
Real Estate (alle Tochterunternehmen mit einem immobiliennahen
Geschäftszweck)
Tr e u h a nd u n d Ve r w al t u n g ( AT I Ve r m ö g e ns t r e u h a nd g e s e ll s c h aft m . b . H . )
Die Veränderungen aufgrund von IFRS-Anpassungs- und Konsolidierungs-
buchungen werden in der jeweiligen Spalte dargestellt.
Da der Konzern seine Geschäftstätigkeit ausschließlich in Wien entfaltet und
somit keine regionale Steuerung erfolgt, entfällt die geografische Gliederung
der Segmente.


130

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Segmentberichterstattung zum 31.12.2025
in TEUR Bank Real Estate Produkte und Dienst-leistungen Treuhand und Ver-waltung Über-leitung IFRS Über-leitung Konsoli-dierung Summe
Zinsen und ähnliche Erträge 9.426 15 23 -469 -95 8.900
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.015 -1.824 0 -14 65 -4.788
Zinsüberschuss 6.411 -1.809 23 -482 -30 4.112
Provisionserträge 7.8 40 79 0 0 -499 7.42 0
Provisionsaufwendungen -889 0 0 0 37 -851
Provisionsüberschuss 6.952 79 0 0 -461 6.569
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 0 0 0 9 9
Handelsergebnis 212 0 0 0 0 212
Ertrag aus Immobilienhandel 0 5.025 0 0 0 5.025
Aufwand aus Immobilienhandel -243 -3.572 0 0 0 -3.816
Sonstiger betrieblicher Ertrag 4.954 3 305 56 -514 4.804
Sonstiger betrieblicher Aufwand -547 -9 -91 -69 50 -666
Verwaltungsaufwand -16.782 -583 -120 -43 948 -16.580
Risikovorsorge -714 -8 0 462 0 -260
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswer ten 66 0 -7 -186 0 -127
Ergebnis vor Steuern 309 -875 110 -262 2 -717
Ertragsteuern -137 121 -31 50 0 3
Konzernperiodenergebnis 172 -754 78 -212 2 -714
Segmentvermögen 303.258 51.519 536 1.811 -12.492 344.631
Davon Beteiligungen an at-equity einbezogenen Unternehmen 2.973 0 0 0 -203 2.770
Segmentverbindlichkeiten 270.359 44.151 72 1.293 -4.162 311.714
Segmentinvestitionen 791 0 0 0 0 791
Abschreibung (inkl. Impairment) -361 0 0 0 0 -361

131

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Segmentberichterstattung zum 31.12.2024
in TEUR Bank Real Estate Produkte und Dienst-leistungen Treuhand und Ver-waltung Über-leitung IFRS Über-leitung Konsoli-dierung Summe
Zinsen und ähnliche Erträge 13.966 19 6 -1.366 -356 12.268
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.420 -2.213 0 -31 239 -5.425
Zinsüberschuss 10.546 -2.194 6 -1.397 -117 6.844
Provisionserträge 8.089 59 0 0 -674 7.473
Provisionsaufwendungen -1.073 -21 0 0 34 -1.060
Provisionsüberschuss 7.0 16 38 0 0 -641 6.414
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 0 0 0 -25 -25
Handelsergebnis 172 0 0 0 0 172
Ertrag aus Immobilienhandel 0 6.293 0 29 0 6.322
Aufwand aus Immobilienhandel -229 -3.692 0 -12 0 -3.932
Sonstiger betrieblicher Ertrag 1.839 3 308 -1.000 -384 766
Sonstiger betrieblicher Aufwand -54 -7 -90 -26 7 -170
Verwaltungsaufwand -16.899 -799 -116 41 1.134 -16.638
Risikovorsorge -14.346 1 0 1.097 0 -13.248
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswer ten 36 0 0 -464 0 -428
Ergebnis vor Steuern -11.918 -356 108 -1.732 -26 -13.924
Ertragsteuern 1.651 -34 -24 174 -4 1.763
Konzernperiodenergebnis -10.267 -390 84 -1.558 -30 -12.161
Segmentvermögen 287.930 48.052 552 543 -11.266 325.811
Davon Beteiligungen an at-equity einbezogenen Unternehmen 2.973 0 0 0 -212 2.761
Segmentverbindlichkeiten 255.202 39.930 67 132 -2.833 292.498
Segmentinvestitionen 429 0 0 0 0 429
Abschreibung (inkl. Impairment) -238 0 0 0 0 -238
Erörterung der wesentlichen Anpassungsbuchungen 2024 sowie 2025
Zinsen und ähnliche Erträge
Bei der Überleitung IFRS Zinsen und ähnliche Erträge handelt es sich um die
Amortisation nach der Eektivzinsmethode der festverzinslichen finanziellen
Vermögenswer te.
Bei der Überleitung IFRS Zinsen und ähnliche Aufwendungen handelt es ich um
Zinsanpassung nach der Eektivzinsmethode der Verbindlichkeiten Kreditinstitute
sowie um Zinsaufwendungen der Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16). Wert-
berichtigung von Zinserträgen wertgeminderter Forderungen werden in der
IFRS-Darstellung netto dargestellt (Gegenposition Risikovorsorge).

132

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Bei der Überleitung Konsolidierung handelt es sich um die Aufwands- und Ertrags-
konsolidierung der verrechneten Zinsen an die Tochtergesellschaften. Der Gegen-
posten findet sich in den Zinsen und ähnliche Aufwendungen wieder.
Provisionserträge
In diesem Posten werden im Rahmen der Überleitung Konsolidierung die konzern-
internen Provisionserträge eliminiert. Die Ausgleichsposten befinden sich im
Posten Provisionsaufwendungen sowie unter den Verwaltungsaufwendungen.
Sonstiger betrieblicher Ertrag
Durch die Überleitung Konsolidierung werden die Konzerndienstleistungen der
Wiener Privatbank SE gegenüber ihren Tochtergesellschaften korrigiert.
Verwaltungsauf wendungen
Bei der Überleitung Konsolidierung handelt es sich um die Gegenposition der
Aufwands- und Ertragskonsolidierung der Provisionserträge sowie des Sonstigen
betrieblichen Ertrages.
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
Bei der Überleitung IFRS handelt es sich einerseits um Aufwertungsbuchungen
zum Fair Value und andererseits um Anpassungen der IFRS-Buchwerte beim
Verkauf der jeweiligen Wertpapiere.


VIII. Risikobericht
Die betrieblichen Risiken der Wiener Privatbank SE verblieben im Geschäftsjahr
2025 aufgrund andauernder geopolitischer Konflikte in Verbindung mit
unkonventionellen Zollpraktiken und den damit einhergehenden wirtschaftlichen
und makroökonomischen Folgewirkungen auf akzentuiertem Niveau. Nach der
volatilen Entwicklung in den vergangenen Jahren entwickelte sich die Wirtschaft
in der Euro-Zone im abgeschlossenen Geschäftsjahr bei weiterhin nachlassender
Inflation und normalisiertem Zinsniveau wieder positiv, es bestanden aber
erhebliche Prognoseunsicherheiten. Diese manifestieren sich weiterhin in
erhöhten Anspannungsfaktoren in den Risikokategorien, wie insbesondere dem
Marktrisiko, dem Liquiditätsrisiko, dem Kreditrisiko und dem Ertrags- und
Geschäftsrisiko.
Das vorherrschende makroökonomische Umfeld wird für das Risiko- und
Ertragsprofil bestimmend und im neuen Geschäftsjahr 2026 spürbar bleiben. Über
den nachlassenden Lohndruck wurde die Inflationsdynamik eingedämmt, womit in
Kombination mit einer derzeit tendenziell neutralen Wirkung der Geldpolitik auf
die Konjunktur die Zinserwartungen im Euro-Raum bis vor Kurzem stabil bewertet
wurde. Zuletzt gab es jedoch deutliche Volatilität, speziell betreend Zins und
Inflationsprognosen. Die weiteren Entwicklungen der Kapitalmärkte sowie die
volks- und realwirtschaftlichen Auswirkungen werden von der Dauer und dem
weiteren Verlauf der Konflikte in Verbindung mit den geldpolitischen Maßnahmen
der Zentralbanken und den realpolitischen Maßnahmen der Regierungen direkt
beeinflusst. Die Auswirkungen des Krieges im Iran sind zum Zeitpunkt der


133

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Erstellung dieses Berichts noch nicht final abschätzbar. Die Wiener Privatbank SE
ist in der Region nicht engagiert, jedoch können indirekte Eekte, insbesondere
negative Auswirkungen auf volkswirtschaftliche Kennzahlen natürlich auch Ein-
fluss auf die Wiener Privatbank SE haben. Von einer spürbaren Entspannung ist
voraussichtlich erst bei einer nachhaltigen Deeskalation zwischen den Konfliktpar-
teien, einer Rückkehr zu rationalen und partnerschaftlichen Handelspraktiken und
einer fortwährend spürbaren Erholung der Volkswirtschaften auszugehen. Makro-
ökonomische Prognosen zeigen zum Zeitpunkt der Berichterstellung für das Jahr
2026 ein moderates Wirtschaftswachstum im Euro-Raum (WKO-Statistik vom
November 2025 auf Basis der Zahlen der EU-Kommission), aber weiterhin ein fra-
giles wirtschaftliches Umfeld. Für Österreich prognostizieren WIFO und IHS für
2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,2!% bzw. 1,0!% (Konjunkturprognosen des
WIFO/IHS vom Dezember 2025). Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat
Ende März ihre Prognose bereits an die neue geopolitische Situation angepasst
und erwartet für Österreich nur noch ein BIP-Wachstum von 0,5 % (zuvor
+0,8 %). Die Inflationsentwicklung wird 2026 stark vom weiteren Verlauf des
Iran-Krieges abhängen. Zuletzt hob die EZB ihre Prognose für das laufende Jahr in
der Eurozone deutlich um 0,7 Prozentpunkte auf 2,6 % an. Auch die wirtschaftli-
che Entwicklung bleibt also durch geopolitische Risiken (Ukraine-Krieg, Nah-
ost-Konflikt), volatile Energiepreise und eine schwache internationale Industrie-
konjunktur geprägt. In österreichischen Banken zeigten sich insbesondere im Ge-
werbeimmobilien-CRE)-Segment weiterhin erhöhte CRE-NPL-Quoten. Vor diesem
Hintergrund bleibt die Diversifizierung der Ertragsstruktur sowie eine proaktive
Risikosteuerung für das Geschäftsjahr 2026 zentral. In diesem schwierigen
unternehmerischen Umfeld für Kreditnehmer und verhaltener Entwicklung
der Immobilienmärkte ist von einem fortlaufend erhöhten Insolvenzaufkommen
auszugehenim Jahr 2025 waren diese Entwicklungen auch im Kreditbuch der
Wiener Privatbank SE, wenn auch in signifikant geringerem Ausmaß als im
Geschäftsjahr 2024, zu spüren. Die NPL-Quote betrug zum 31. Dezember 2025
rd. 7,70 % (VJ: 6,92 %), ein Abbauplan zur Reduktion notleidender Kunden-
forderungen wurde implementiert und die getroenen Maßnahmen werden
konsequent verfolgt. Im neuen Geschäftsjahr 2026 werden daher laufende
Anstrengungen zur Diversifizierung der Ertragsstrukturen der Bank verstärkt fort-
geführt und bestehende Risiken engmaschig überwacht und proaktiv gesteuert.
Die Wiener Privatbank hat frühzeitig Maßnahmen gesetzt, um auf alle damit
verbundenen Risiken aber auch auf die mit einem Wirtschaftsaufschwung
verbundenen Chancen bestmöglich vorbereitet zu sein und diese zielgerichtet
nutzen zu können. Auf Grund der hohen Kernkapital- und Liquiditätsquoten ist
die Wiener Privatbank weiterhin gut gerüstet.
Die Kernfunktion einer jeden Bank ist die bewusste und selektive Übernahme
von Risiken und deren professionelle Steuerung. Der Konzern, welcher im Wesent-
lichen aus der Wiener Privatbank SE besteht, verfolgt mit seiner Unternehmens-
politik die Zielsetzung, die sich aus dem Bankbetrieb ergebenden Risiken früh-
zeitig zu erkennen und durch eine systematische Überwachung und wirksame
Risikosteuerung zu begrenzen.


134

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Basierend auf den gesetzlichen Vorgaben obliegt die zentrale Verantwortung für
die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens
entsprechenden internen Risikomanagementsystems dem Vorstand der Wiener
Privatbank.
Der Konzern arbeitet laufend an der Verbesserung der Identifikation, Messung
und Überwachung der Risiken. Der Vorstand entscheidet über die Risikopolitik und
genehmigt die Grundsätze des Risikomanagements, die Festlegung von Limiten für
alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung der Risiken. Bei der
Erfüllung dieser Aufgaben wird der Vorstand durch eine Risikomanagement-
abteilung unterstützt. Diverse Kontrolleinrichtungen unterstehen in der
Organisationsstruktur dem Vorstand und sind diesem berichtspflichtig.
Berichtsinhalte, Berichtswege und Berichtsfrequenzen sind klar definiert und fest-
gelegt. Darüber hinaus werden seitens der internen Revision die Angemessenheit
und Wirksamkeit der Risikokontrollsysteme überprüft.
Die Risikosteuerung erfolgt nach regulatorischen Vorgaben für die Kreditinstituts-
gruppe gemäß § 30 BWG. Um das Risiko adäquat und verlässlich darzustellen,
beziehen sich die quantitativen Angaben auf die regulatorische Risikosteuerung
der Kreditinstitutsgruppe, jedoch auf konsolidierter Ebene so weit nicht anders
angegeben.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen
Ausfallrisiko.
Die bedeutendsten Risiken, welchen der Konzern ausgesetzt ist, sind:
Liquiditätsrisiko
Marktrisiko (inkl. Zinsänderungsrisiko,
Credit Spread Risiko und Währungsrisiko)
Kreditrisiko (inkl. Beteiligungsrisiko und Bonitätsrisiko)
Operationelles Risiko (inkl. Rechtsrisiko)
Geschäftsrisiko
Reputationsrisiko
Das Immobilienrisiko, das Konzentrationsrisiko sowie etwaige Nachhaltigkeits-
risiken manifestieren sich hauptsächlich in den genannten Hauptrisikoarten.
Im Jahr 2025 wurde wiederum eine umfassende E(nvironmental) S(ocial)
G(overnance)-Analyse zum Einfluss von Nachhaltigkeitsfaktoren auf die Risiko-
kategorien durchgeführt und die Ergebnisse in einer Risikomatrix kartographiert.
Zusammengefasst hat sich keine wesentliche Exponierung gegenüber ESG-Risiken
gezeigt, bei keiner Risikoart wurden überdurchschnittliche Risiken identifiziert.


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Wesentlichste Konzernrisiken
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit, dass ein Unternehmen nicht
in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaen, die zur Begleichung der ein-
gegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Liquiditätsrisiken können auch
dadurch entstehen, dass ein finanzieller Vermögenswert nicht jederzeit innerhalb
kurzer Zeit zu seinem beizulegenden Zeitwert verkauft werden kann.
Der Konzern finanziert das operative Geschäft aus dem laufenden Cashflow.
Ein übergreifendes Cash-Management im Bereich Treasury gewährleistet dessen
Liquiditätsüberwachung und -steuerung. Zur Abdeckung kurzfristiger Liquiditäts-
abflüsse hält die Wiener Privatbank neben der gesetzlichen Mindestreserve eine
laufende Liquiditätsreserve. Diese wird über Stresstests anhand aus dem Risiko-
appetit abgeleiteter Survival Periods in Form von Limits regelmäßig überprüft und
angepasst. Die Überwachung der Limits erfolgt mittels Ampelsystem und ist im
Berichtswesen an die Unternehmensleitung verankert. Bei Überschreitung der
Limits bestehen definierte Eskalationsmechanismen und ein schriftlicher Notfall-
plan mit Handlungsoptionen. Im Geschäftsjahr waren keine Abhilfemaßnahmen
erforderlich. Die gesetzlichen Anforderungen/Vorgaben hinsichtlich der LCR und
NSFR sind ebenso durchgehend eingehalten worden.



136

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Die Liquiditätssteuerung der Wiener Privatbank erfolgt unter bankwirtschaftlichen
Gesichtspunkten unter der besonderen Berücksichtigung der jederzeitigen Fähig-
keit, allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Die strategische
Steuerung der Liquiditätsposition erfolgt durch das Asset Liability Committee
(ALCo) der Wiener Privatbank.
Die in der Arbeitsrichtlinie zum Liquiditätsmanagement definierten Rahmen-
bedingungen sowie die Vorgaben und Limits der Liquiditätsrisikostrategie werden
vom Risikomanagement auf Einhaltung überwacht (täglich betreend kurzfristige
Liquiditätssituation, monatlich betreend mittelfristiger Liquiditätsplanung,
vierteljährlich betreend Bilanzstruktur; monatlich betreend gesetzlich
erforderliche Liquidität gem. LCR, wöchentlich betreend Einhaltung Limits der
Großkredit-Vorschriften bei Bankenveranlagungen, vierteljährlich betreend
belastete Vermögenswerte (Verpfändungen).



137

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Fristigkeitsstruktur der Verbindlichkeiten
31. Dezember 2025
vertragliche Zahlungsströme
Angaben in TEUR Buchwert Gesamt- betrag 3 Monate oder weniger 3-12 Monate 1-5 Jahre mehr als 5 Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbind-lichkeiten gegenüber Kreditin-stituten 29.436 (36.881) (1) (6.511) (30.369) (0)
Verbind-lichkeiten gegenüber Kunden 263.633 (264.717) (213.447) (47.687) (3.584) (0)
Verbriefte Verbind-lichkeiten 12.659 (11.027) (0) (5.290) (0) (5.738)
Sonstige Passiva 4.377 4.377 (1.150) (1.013) (1.769) (445)
310.106 (317.004) (214.598) (60.501) (35.722) (6.183)
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisen-termin-geschäfte 0 (0) (0) (0) (0) (0)
Zugesagte finanzielle Garantien
Garantien 9.391 (9.391) (9.391) (0) (0) (0)
9.391 (9.391) (9.391) (0) (0) (0)







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31. Dezember 2024 vertragliche Zahlungsströme
Angaben in TEUR Buchwert Gesamt- betrag 3 Monate oder weniger 3-12 Monate 1-5 Jahre mehr als 5 Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.868 (34.996) (1.008) (4.032) (29.957) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.735 (248.370) (192.978) (44.042) (11.350) (0)
Verbriefte Verbindlichkeiten 12.723 (14.645) (0) (3.902) (4.923) (5.820
Sonstige Passiva 2.304 (2.304) (729) (869) (408) (298)
287.630 (300.315) (194.715) (52.845) (46.638) (6.118)
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 0 (0) (0) (0) (0) (0)
Zugesagte finanzielle Garantien
Garantien 16.299 (16.299) (16.299) (0) (0) (0)
16.299 (16.299) (16.299) (0) (0) (0)




Aufgliederung der Kundenverbindlichkeiten nach Ländern:
Land
Angaben in EUR 31.12.2025 31.12.2024
Österreich 96.851.548 109.965.435
Estland 23.375.377 762.384
USA 21.823.978 22.657.243
Usbekistan 13.775.822 15.296.954
Großbritannien 11.671.540 6.262.836
Spanien 10.914.870 917.410
Zypern 10.812.229 6.678.472
Polen 6.824.106 7.072.403
Irland 6.807.153 5.082.025
Vereinigte Arabische 5.451.537 5.491.302
Hongkong 5.275.465 6.219.739
Lettland 4.960.090 6.421.607
Malta 4.288.979 3.445.698
Ungarn 4.052.549 3.127.101
Andorra 3.371.281 0
Russische Föderation 3.252.596 5.033.297
Bahamas 2.956.280 843.693
Deutschland 2.686.391 6.091.891
Ecuador 2.572.741 2.721.894
Schweiz 2.273.926 2.948.617
Italien 2.086.800 2.137.098



139

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Ukraine 2.007.989 5.001.894
Kanada 1.750.007 1.893.004
Slowakische Republik 1.739.161 1.482.770
Israel 1.339.463 1.616.828
Portugal 1.258.021 1.295.191
Anguilla 1.143.420 599.392
Bulgarien 681.232 0
Kasachstan 659.873 1.716.398
Liechtenstein 531.542 1.589.335
Belize 0 1.769.323
Moldau, Republik 0 1.082.615
Seychellen 0 881.215
Marshall Inseln 0 789.834
Costa Rica 0 554.140
St. Kitts-Nevis 0 515.960
Summe 263.632.646 246.734.527

Marktrisiko
Das Marktrisiko (auch Marktpreisrisiko oder Marktpreisänderungsrisiko) ist das
Risiko, das sich aus Veränderungen von Marktwerten direkt über die Kursstellung
aus Angebot und Nachfrage oder indirekt über sonstige Marktdaten wie Wechsel-
kurse oder Zinssätze ergibt.
Der Konzern geht Marktpreisrisiken nur innerhalb klar festgelegter Limits einer-
seits im Rahmen seiner Gesamtbankrisikostrategie sowie präzisiert in der
Veranlagungsstrategie ein. Marktrisiken, denen die Wiener Privatbank ausgesetzt
ist, werden in monatlichen Stress-Te s t s i m R a h m e n d e r I CAAP -Analyse sowie
wöchentlich mittels Value at Risk Berechnungen überwacht. Darüber hinaus
werden die Auswirkungen auf das Eigenkapital ebenfalls monatlich im Rahmen der
ICAAP-Analyse überprüft. Bei der Wahl der in der Folge beschriebenen Risiko-
messmethode wurde darauf Bedacht genommen, neben Normalszenarien auch
Stressszenarien abzudecken. Soweit aufgrund der vorhandenen Marktdaten
möglich, wird für alle Positionen in Aktien und Investmentfonds mit verfügbaren
Tag e s d a t e n e i n 1 0 -Ta g e s Va l u e a t R i s k m i t Konfid e n z i nterv a l l 9 5 ,0 % und 99,9 %
berechnet. Dies betrit die Positionen in Aktien und Investmentfonds des Bank-
buches. Dabei wird insbesondere die Monte-Carlo-Simulation als VaR
Quantifizierungsmethode angewendet. Im ICAAP werden die berechneten 95,0 %
(Going Concern/ GC) bzw. 99,9 % (Liquidationssicht/ LS) VaR Werte (10 Tage)
auf 255 Tage GC bzw. 64 Tage LS hochskaliert.
Marktrisiko im Bank- und Handelsbuch
In den Geschäftsjahren 2024 und 2025 wurde kein großes Handelsbuch gemäß
CRR geführt. Für das kleine Handelsbuch wird die Ausnahmeregelung des Artikel
94 CRR in Anspruch genommen und erfolgt die Steuerung und Überwachung et-
waiger Handelsbuchpositionen daher gemeinsam mit den Titeln des Bankbuches.



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In der Nostroveranlagung werden nur Instrumente eingesetzt, deren Abbildbarkeit
in den Systemen der Wiener Privatbank gewährleistet ist. Es soll sichergestellt
sein, dass Eigengeschäfte in neuen Produkten und Märkten erfolgen, wenn Risiken
eindeutig identifizierbar sind und gesteuert werden können. Die strategische Steu-
erung des Bankbuches erfolgt durch das Asset Liability Committee (ALCo) der
Wiener Privatbank. Jede Eigenveranlagung im Bankbuch wird mittels Antrag durch
die Stelle Treasury beantragt und anschließend dem Kreditgremium zur
Genehmigung vorgelegt. Die Risikomessung und Kontrolle der Positionen erfolgt
laufend durch das Risikomanagement.
Aktienkursrisiko
Ab dem ersten Quartal 2024 quantifiziert das Risikomanagement die Credit-
Spread-Risiken mittels eines VaR Ansatzes (CSRBB). Das Aktienkursrisiko (Aktien
und Investmentfonds des Bankbuches) wird weiterhin mittels eines VaR-Ansatzes
quantifiziert.
Das Ergebnis der Kursrisiko-Berechnung per Ende Dezember 2025 (Berechnung
aus Kalenderwoche 52) ergab folgendes Risiko:
In EUR
VaR 99,9 %, Haltedauer 10 Tage EUR 467.179
(EUR 438.949 per 31. Dezember 2024 einschließlich Anleihen)
VaR 95,0 %, Haltedauer 10 Tage EUR 205.447
(EUR 205.459 per 31. Dezember 2024 einschließlich Anleihen)
VaR 99,9 %, hochskaliert auf 64 Tage EUR 1.037.457
(EUR 1.110.463 per 31. Dezember 2024 einschließlich Anleihen)
VaR 95,0 %, hochskaliert auf 255 Tage EUR 1.181.880
(EUR 1.037.520 per 31. Dezember 2024 einschließlich Anleihen)
In USD
Ab dem ersten Quartal 2024 werden keine Kursrisiken in USD mehr quantifiziert,
da die USD-Position ausschließlich in Anleihen gehalten wird.
Ergänzend zur VaR-Berechnung erfolgt eine Überprüfung, ob die eingesetzten
Instrumente zulässig sind und korrekt abgebildet werden. Bei Limitüber-
schreitungen erfolgt eine umgehende Eskalation. Es wurde ein standardisiertes
Berichtswesen installiert, welches im Falle einer Limitüberschreitung die
Maßnahmensetzung, Umsetzung und Überwachung der Maßnahmensetzung
gewährleistet.
In den Geschäftsjahren 2024 und 2025 bestanden keine direkten Positionen in
Aktientitel.



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Credit-Spread-Risiko
Negative EVE-Änderung per 31.12.2025:
VaR 99,9 %, Haltedauer 1 Jahr EUR 1.738.975
VaR 95,0 %, Haltedauer 1 Jahr EUR 514.244
Negative EVE-Änderung per 31.12.2024:
VaR 99,9 %, Haltedauer 1 Jahr EUR 2.847.319
VaR 95,0 %, Haltedauer 1 Jahr EUR 727.789
Die Reduktion des Credit-Spread-Risikos im Vergleich zu 2024 ist das Ergebnis des
natürlichen Ablaufprofils im Portfolio der Staatsanleihen.
Zinsänderungsrisiko
Zinsänderungsrisiken entstehen grundsätzlich nur im Banken- und Kreditbuch
durch Veränderung von Marktzinsen. Dieses Risiko entsteht, wenn die Laufzeiten
bzw. die Zinsanpassungszeitpunkte von Aktiva und Passiva nicht übereinstimmen.
Das Zinsänderungsrisiko im Konzern ist durch eine geringe Fristentransformation
niedrig und wird regelmäßig im Rahmen der Gesamtbanksteuerung überwacht
und bewertet.
Neukredite und Prolongationen werden überwiegend auf Basis des 6-Monats-
EURIBOR vergeben. Fixzinsvereinbarungen stellen bei Ausleihungen einen
geringen Anteil dar. Bei Veranlagungen im Bankbuch in Form von Anleihen werden
auch längerfristige Zinsbindungen eingegangen. Die Passivseite besteht zu einem
überwiegenden Teil aus Sichteinlagen, wofür die gesetzlichen Fristen für Zinssatz-
änderungen angewendet werden. Eine Ausnahme bildet das Produkt „Festgeld“.
Hier kann es auch zu längerfristigen Zinsbindungen kommen.
Das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch wird gemäß den IRRBB Vorgaben der
BA ermittelt. Die Quantifizierung erfolgt dabei durch die Simulation von sowohl
Änderungen des Barwertes der verzinslichen Aktiv- und Passivpositionen als auch
der Änderungen des Nettozinsertrages der Bank in unterschiedlichen Szenarien,
die nach EU-weit einheitlich vorgegebenen Parametern währungsspezifisch
berechnet werden.
Die Messung des Zinsrisikos erfolgt monatlich. Stärkere Schwankungen der
Zinsrisiken werden regelmäßig im Rahmen der Gesamtbanksteuerung besprochen
und analysiert. Die strategische Steuerung der Zinsbindungen erfolgt durch das
Asset Liability Committee (ALCo) der Wiener Privatbank. Ziel ist es, auch bei Auf-
und Abwärtsschocks bzw. Änderungen der Laufzeitstruktur der Zinssätze diese
Risiken angemessen zu begrenzen und jederzeit Deckung dafür zu halten. Das
barwertige Zinsänderungsrisiko betrug per 31. Dezember 2025 TEUR 787
(31. Dezember 2024: TEUR 1.358). Dieser Wert wurde unter Anwendung des
aufsichtlichen Zinsschockszenarios ermittelt, welches eine parallele Verschiebung
der Zinsstrukturkurve um 200 bp vorsieht. Die maximale negative Barwert-
änderung gemäß den IRRBB-Szenarien beträgt somit rd. 2,7 % (31. Dezember
2024: 3,8 %) der anrechenbaren Eigenmittel. Das Limit für das Zinsänderungs-
risikorisiko liegt bei 13,0 %, eine Vorwarnschwelle ist bei 10,0 %
eingerichtet.



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hrungsrisiko
Das Wechselkursrisiko besteht aus der Veränderung des beizulegenden Zeit-
wertes oder künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Wechsel-
kursschwankungen. Es besteht weitgehend Währungskongruenz zwischen der
Aktiv- und der Passivseite. Laufzeitinkongruenzen bestehen bei den Fremd-
währungen des Konzerns im Wesentlichen nur im USD, wobei täglich fällige
Kundeneinlagen in HQLA und bei bonitätsstarken Banken mit einer Laufzeit
bis maximal 12 Monate veranlagt werden. Der Konzern ist derzeit somit keinen
wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt.

Kreditrisiko
Kreditrisiko entsteht einerseits aus dem traditionellen Kreditgeschäft (Verluste
durch den Ausfall eines Kreditnehmers oder notwendige Bevorsorgung von
Kreditengagements durch die Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern)
sowie andererseits aus dem Handel mit Marktrisikoinstrumenten (Ausfallsrisiko
auf Seiten der Kontrahenten). Länderrisiken werden implizit in der Kalkulation des
Kreditrisikos mitberücksichtigt.
Die Wiener Privatbank SE ist bemüht, ihr Kreditrisiko so gering wie möglich zu
halten. Dies wird durch eine umfassende Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer,
die Hereinnahme von Sicherheiten und Vereinbarung von Berichtspflichten
erreicht. Als Besicherung für an Kunden ausgereichte Kredite werden neben
abstrakten Garantien in der Regel Immobiliensicherheiten und/oder finanzielle
Sicherheiten hereingenommen. Veranlagungen bei Kreditinstituten und in
Instrumenten des Kapitalmarktes erfolgen in der Regel unbesichert. Die
Genehmigung von Kreditanträgen und die laufende Überwachung der Kredit-
engagements erfolgt durch das Kreditgremium der Wiener Privatbank SE.
Es erfolgt eine laufende Analyse auf Einzelengagementebene mit einer regel-
mäßigen Berichterstattung anhand eines Ampelsystems in den internen Gremien.
Die Beurteilung basiert auf einer Kombination von Informationen aus Kunden-
gesprächen und Einzelanalysen sowie öentlich zugänglichen Quellen.
Direktes Kreditgeschäft mit natürlichen oder juristischen Personen aus Russland
und Belarus besteht keines. Kreditengagements, die potenziell indirekt davon be-
troen sein können, werden laufend überwacht und ist aus aktueller Sicht von kei-
ner besonderen Betroenheit auszugehen.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden Initiativen weitergeführt, für Kundenengagements
mit identifizierten nachteiligen Auswirkungen des aktuell herausfordernden
Umfeldes, Mitigationsstrategien auf Einzelfallebene zu entwickeln und
entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Bei den Maßnahmen handelte es sich
hauptsächlich um individuelle Vereinbarungen. Dazu gehörten unter anderem
(Teil-)Tilgungen, die Hereinnahme zusätzlicher Sicherheiten oder Stundungen
gemäß Art. 47 CRR. Eine derartige Stundungsmaßnahme ist eine Konzession
eines Instituts an einen Schuldner, der Schwierigkeiten hat oder wahrscheinlich
haben wird, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Diese
Maßnahmen umfassen insbesondere Änderungen der Bedingungen oder



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Refinanzierungen einer Kreditverpflichtung, wenn diese Änderungen oder
Refinanzierungen nicht eingeräumt worden wären, wenn der Schuldner keine
Schwierigkeiten gehabt hätte, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Per 31. Dezember 2025 bestanden acht finanzielle Vermögenswerte mit einem
Bruttobuchwert in Höhe von EUR 15.787.052, dessen Bedingungen aufgrund
finanzieller Schwierigkeiten neu verhandelt wurden.
Per 31. Dezember 2024 bestanden fünf finanzielle Vermögenswerte mit einem
Bruttobuchwert in Höhe von EUR 9.083.897, dessen Bedingungen aufgrund
finanzieller Schwierigkeiten neu verhandelt wurden.
Auswertung des Kreditportfolios
Zum 31. Dezember 2025 betrug die Summe der bei Kreditinstituten und der
OeNB (exkl. Kassenbestand) veranlagten Gelder des Wiener Privatbank Konzerns
insgesamt EUR 199.970.386 (per 31. Dezember 2024: EUR 170.352.277). Solche
Eigenveranlagungen werden nur bei Kreditinstituten mit guter Bonität / bzw.
bei der OeNB durchgeführt.
Das Kreditportfolio gegenüber Kunden vor Wertberichtigungen setzt sich
zusammen aus:
Einmalbarkredite
2025: EUR 31.172.664
2024: EUR 36.547.655
Kontokorrentkredite inklusive interner Rahmen und Überziehungen
2025: EUR 14.509.912
2024: EUR 21.148.312
Spezifische Risikovorsorgen bestehen in Höhe von EUR 3.025.049
(VJ: EUR 6.221.937).



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Kreditkonzentrationen
Angaben in EUR 2025 2024
Maximale Einzelkreditsumme (EUR) 5.500.000 5.500.000
Anzahl Einzelkredite 1 MEUR 18 20
Das Kreditportfolio ist insbesondere im Immobilienbereich akzentuiert, wodurch
es in dieser Branche zu einer Risikokonzentration kommt. Zur Begrenzung und
Überwachung dieser Risiken wurde ein umfassendes Limitsystem auf Teilkredit-
portfolioebene und auf Einzelengagementebene sowie auf Beteiligungsebene
hinsichtlich Immobilienrisiken definiert. Zusätzlich erfolgt eine eigenständige
Quantifizierung der Immobilienkonzentration im Kredit- und Beteiligungsportfolio
und besteht dazu ein Risikolimit. Risikomanagement überwacht die Einhaltung der
Limits. In Ergänzung dazu erfolgt ein laufendes Monitoring des Immobilienmarktes
und der Immobilienprojekte im Beteiligungsportfolio. Wiedervorlagen mit
einer tourlichen Beurteilung des jeweiligen Engagements erfolgen mindestens
jährlich. Zum 31. Dezember 2025 umfasste die Risikokategorie „Immobilien“-
Engagements im Ausmaß von insgesamt EUR 40,1 Mio. (per 31. Dezember 2024:
EUR 41,5 Mio.) Das größte Einzelengagement dieser Kategorie beträgt
EUR 5,5 Mio. (per 31. Dezember 2024: EUR 5,5 Mio.).
Aufgliederung der Kundenforderungen nach Abzug der
Einzelwertberichtigungen nach Ländern
Land Gesamtkreditobligo
Angaben in EUR per 31.12.2025 per 31.12.2024
AT 26.785.717 32.621.153
DE 11.529,259 12.337.434
US 2.823.860 3.061.619
IM 776.960 576.538
CH - 1.598.583
SK 200.604 538.106
LU - 190
AD - -
RO 388.111 498.978
HU 42.742 110.557
MT - 14
BG 106.128 125.809
Sonstige 4.146 5.048
Summe 42.657.527 51.474.030



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Die Bewertung des Kreditrisikos wird analog zum Vorjahr anhand einer Skala mit
18 Lebendratingstufen und zwei Ausfallsklassen durchgeführt:
PD-Spannen der Ratingklassen
Rating PD Untergrenze PD Obergrenze Mittlere PD
1 0,000 % 0,030 % 0,015 %
2 0,030 % 0,031 % 0,030 %
3 0,031 % 0,033 % 0,031 %
4 0,033 % 0,038 % 0,035 %
5 0,038 % 0,047 % 0,042 %
6 0,047 % 0,060 % 0,052 %
7 0,060 % 0,083 % 0,069 %
8 0,083 % 0,126 % 0,099 %
9 0,126 % 0,214 % 0,160 %
10 0,214 % 0,390 % 0,287 %
11 0,390 % 0,723 % 0,531 %
12 0,723 % 1,338 % 0,984 %
13 1,338 % 2,476 % 1,820 %
14 2,476 % 4,580 % 3,367 %
15 4,580 % 8,474 % 6,230 %
16 8,474 % 146 15,676 % 11,525 %
17 15,676 % 29,204 % 21,322 %
18 29,204 % 100,000 % 40,000 %
19 Ausfall gem. Basel III-Ausfallskriterien
20
uneinbringlicher Ausfall




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Aufgliederung der Kundenforderungen nach Abzug der Einzelwertberichtigungen
je Kreditart und Ratingklassen:
Gesamtkreditobligo gegenüber Kunden per 31.12.2025
Rating Angaben in EUR Einmalbarkredite Kontokorrent Gesamt Blanko
1 - - - -
2 - - - -
3 - - - -
4 - - - -
5 - - - -
6 - - - -
7 - - - -
8 - - - -
9 6.224.265 210.243 6.434.509 5.287.964
10 42.323 4.037.738 4.080.061 177.984
11 7.802.436 96.052 7.898.489 2.703.371
12 8.100.547 2.855.142 10.955.688 1.801.209
13 1.827.293 - 1.827.293 1.827.293
14 - 53 53 53
15 3.899.241 52.153 3.951.394 2.349.069
16 - 1.422.865 1.422.865 1.422.865
17 - - - -
18 - - - -
19 3.032.427 3.054.749 6.087.176 5.956.033
20 - - - -
n.a. - - - -
30.928.531 11.728.996 42.657.527 21.525.840




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Gesamtkreditobligo gegenüber Kunden per 31.12.2024
Rating Angaben in EUR Einmalbarkredite Kontokorrent Gesamt Blanko
1 - - - -
2 - - - -
3 - - - -
4 - - - -
5 - - - -
6 - - - -
7 - - - -
8 - 6 6 6
9 5.290.850 4.674.288 9.965.138 2.310.818
10 - - - -
11 5.552.500 172.713 5.725.213 1.160.428
12 4.327.097 5.766.527 10.093.624 6.057.442
13 - - - -
14 13.581.490 3.643.910 17.225.400 7.97 1.5 29
15 2.323.207 46.461 2.369.668 46.461
16 - - - -
17 - - - -
18 - - - -
19 1.010.277 5.084.699 6.094.976 5.755.389
20 - 4 4 4
n.a. - - - -
32.085.420 19.388.609 51.474.030 23.302.078
Die in der Übersicht berücksichtigten materiellen Sicherheiten umfassen
verpfändete Einlagen, Wertpapiere und hypothekarische Sicherheiten (angesetzt
mit dem internen Belehnwert). Darüber hinaus werden mit Kreditnehmern in der
Regel noch weitere nicht materielle Sicherheiten (wie beispielsweise abstrakte
Garantien, Bürgschaften, Zessionen, Einverleibungsfähige Pfandbestellungs-
urkunden, Rangordnungen, etc.) vereinbart, die in dieser Aufstellung nicht
berücksichtigt wurden.

Die NPL-Quote beträgt zum 31. Dezember 2025 rd. 7,70 % (VJ: 6,92 %), ein
Abbauplanzur Reduktion notleidender Kundenforderungen wurde implementiert
und die getroenen Maßnahmen werden konsequent verfolgt.


IFRS 9 & Wertberichtigungen
Freiwillig gehrte Stundungen sowie Moratorien ändern die vertraglichen
Cashflows und werden deshalb als vertragliche Modifikation im Sinne des IFRS 9
behandelt. Nur wenn sich die Bedingungen wesentlich von den ursprünglichen
Bedingungen unterscheiden (wie insbesondere bei Barwertabweichungen >
10,0 % oder weitere qualitativen Kriterien wie Änderungen des SPPI-Kriteriums),
müssen die ursprünglichen finanziellen Vermögenswerte ausgebucht und als
neues Finanzinstrument eingebucht werden. Andernfalls erfolgt in diesen Fällen
keine Ausbuchung des Vergenswertes. Nach Neuermittlung des Buchwertes




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auf Basis des ursprünglichen Eektivzinssatzes und des neuen Cash-Flows wird
die Dierenz als Modifikationsgewinn /-verlust) erfasst.
Im Wiener Privatbank Konzern wurden im Geschäftsjahr 2025 bei zehn
(VJ: zwölf) performanten finanziellen Vermögenswerten mit einem
Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2025 in Höhe von EUR 13.239.601
(VJ: EUR 22.334.856) vertragliche Modifikationen durchgeführt. Daraus ergibt
sich ein Modifikationsergebnis in Höhe von EUR -27.064 (VJ: EUR -373). Bei
keinem finanziellen Vergenswert davon handelte es sich um eine substanzielle
Vertragsanpassung.
r Rückstellungen auf Portfolioebene wird eine Berechnung der allgemeinen
Kreditrisikoanpassung angewandt, welche den Anforderungen nach IFRS 9
entspricht.
Stufenzuordnung
Im Rahmen der Ermittlung der Risikovorsorge sieht IFRS 9 eine Stufenzuordnung
von Finanzinstrumenten in drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden
Verluste bestimmen. Zum Zeitpunkt der Ersterfassung des Finanzinstruments
erfolgt in der Regel die Zuordnung in Stufe 1. Die Risikovorsorge entspricht hier
der Höhe der im folgenden Jahr erwarteten Verluste (12-Monats-Expected Credit
Loss). Erfolgt eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos so erfolgt der Transfer
in die Stufe 2 (Details zur Bestimmung der Signifikanz siehe weiter unten). Hier
entspricht die Höhe der Risikovorsorge der über die gesamte Restlaufzeit des
Finanzinstruments erwarteten Verluste (Lifetime Expected Credit Loss). Ein
Rücktransfer aus der Stufe 2 in die Stufe 1 erfolgt unter der Maßgabe, dass die
ursprünglichen Transfer-kriterien zum jeweils folgenden Bewertungsstichtag
nicht mehr gegeben sind. Bei Eintritt eines objektiven Hinweises auf eine Wert-
minderung („Ausfall“ Details zur Bestimmung eines Ausfalls siehe weiter unten)
erfolgt der Transfer in Stufe 3. Für Engagements in der Stufe 3 werden Risiko-
vorsorgen auf individueller Basis mittels DCF-Methode berechnet.
r Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögens-
werte ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente ist eine Risikovorsorge
über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments (Lifetime Expected Credit
Loss) zu bilden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertrag-
liche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente sowie
für Leasingforderungen besteht ein Wahlrecht zur Anwendung eines ver-
einfachten Ansatzes zur Erfassung einer Risikovorsorge über die gesamte Rest-
laufzeit. Die Wiener Privatbank SE weist in der Regel keine Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer
wesentlichen Finanzierungskomponente aus und hat beschlossen wenn dieser
Fall doch eintreten sollte dieses Wahlrecht anzuwenden.




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Signifikanter Anstieg des Kreditrisikos
r die Bestimmung, ob sich das Kreditrisiko bei einem Finanzinstrument seit dem
erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, berücksichtigt die Wiener Privatbank SE
angemessene und belastbare Informationen, die ohne unangemessenen Kosten-
oder Zeitaufwand verfügbar sind und auf eine signifikante Erhöhung des Kredit-
risikos hindeuten.
Eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wird in der Wiener Privatbank SE
über quantitative sowie über qualitative Kriterien festgestellt. Für die quantitative
Bewertung einer signifikanten Erhöhung erfolgt ein Vergleich der aktuellen
Ausfallwahrscheinlichkeit mit der Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt des
Zugangs und wird eine numerische Signifikanzschwelle von 1,5 gesetzt; d.h. erhöht
sich die Ausfallwahrscheinlichkeit bei einem Finanzinstrument um mehr als
50,0 %, erfolgt aufgrund eines signifikanten Anstiegs des Kreditrisikos eine
unmittelbare Zuordnung zur Stufe 2. Unterstützend zu den quantitativen Transfer-
kriterien finden auch qualitative Kriterien in der Wiener Privatbank SE Anwen-
dung. Als qualitative Faktoren werden ergänzend zu einer eventuellen Bonitäts-
veränderung definiert, dass eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos bei einer
Überfälligkeit von 30 Tagen sowie bei einer Stundungsmaßnahme aufgrund finan-
zieller Schwierigkeiten vorliegen. Dabei wird jedoch zwischen bonitätsinduzierten
Überfälligkeiten und administrativen Fehlern unterschieden bei Letzteren wird
der qualitative Faktor nicht gesetzt.
Die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos erfolgt aufgrund
des geringen Portfolioumfanges auf individueller Basis unter Berücksichtigung
der oben definierten Kriterien.
Definition des Ausfallbegris
Die Bezugsgröße für die Bestimmung einer Wertminderung stellt in der Wiener
Privatbank SE die aufsichtsrechtliche Vorgabe eines Schuldnerausfalls gemäß Art.
178 CRR dar und kommt in dieser Form für alle relevanten Vermögensklassen
einheitlich zur Anwendung. Hinweise, ob ein finanzieller Vermögenswert wert-
gemindert ist, umfassen insbesondere den wesentlichen Zahlungsverzug, die
lligstellung oder bonitätsbezogene Restrukturierung, die Erfassung einer
erheblichen Kreditrisikoanpassung sowie die Insolvenz oder Überschuldung.
Inputparameter zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste
Die Inputparameter zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste sind im
Wesentlichen die laufzeitadäquaten Werte:
Probability of Default (PD)
Loss Given Default (LGD)
Exposure at Default (EAD)
Die Herleitung der 12-Monats-PD je Ratingklasse erfolgt über ein Mapping-
verfahren zu den Ratingklassen der Wiener Privatbank. In weiterer Folge wird die




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Berechnung und Konvertierung von Ein-Jahres Migrationsmatrizen (diese werden
von einem Anbieter der verwendeten Ratingmodelle auf jährlich aktualisierter
Basis zur Verfügung gestellt) in Mehr-Jahres Migrationsmatrizen anhand des
Homogene-Zeitdiskrete-Markovketten-Verfahrens (HDTMC) mittels Matrix-
multiplikation vorgenommen. Im nächsten Schritt werden mittels einfacher
linearer Interpolation über eine stetige Funktion zu den diskreten Jahresscheiben
des Default Vektors der ganzjährigen Mehr-Jahres Migrationsmatrizen die Aus-
fallwahrscheinlichkeiten auf Monatsbasis berechnet. Das Ergebnis daraus sind
Through-the-Cycle (TTC)-PD-Kurven auf Monatsbasis, welche die mittlere
Entwicklung der PDs über einen Wirtschaftszyklus beschreiben. Für die weitere
Verwendung in IFRS 9 erfolgt eine Transformation dieser TTC-PD-Kurven auf eine
Point-in-Time (PIT)-Betrachtung, welche vergangene und aktuelle ökonomische
Einflussfaktoren sowie zukunftsgewandte Informationen (Forward-Looking-Infor-
mation, kurz FLI) berücksichtigt. Dazu erfolgt eine Skalierung der TTC-PD-Kurven
anhand eines Expertenverfahrens. Dabei werden adäquate Makrovariablen identi-
fiziert, welche einen potenziellen Eekt auf die Ausfallsrate im Portfolio haben.
Es erfolgt eine Bestimmung der Wirkungsrichtung dieser Variablen. Anschließend
werden die aktuellen/ bzw. prognostizierten Werte der Makrovariablen mit deren
historischen Durchschnitt (z. B. 10 Jahre) verglichen. Auf Basis vordefinierter
Signifikanzschwellen werden diese Werte eingestuft, um den relativen Einfluss
auf die Ausfallsrate identifizieren zu können. Anhand dieser Schätzer erfolgt eine
Anpassung der ersten 36 Monate der TTC-Kurven auf eine Point-in-Time (PIT)-
Betrachtung:
Aufgliederung der FLI-Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven per 31.12.2025
PD Auf- (+) und Abschläge (-)
Makrovariable Gewicht 2026 2027 2028
Entwicklung Wiener Wohnimmobilienpreisindex 10 % 0,00 % 0,00 % -5,00 %
Renditedierenz 2- und 10-jähriger Deutscher Bundesanleihen 30 % -27,00 % -24,00 % -18,00 %
Entwicklung 12-Monats EURIBOR 20 % 3,00 % 3,00 % 3,00 %
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt Euro-Zone 25 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt USA 15 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Finale Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven 100 % -7, 50 % -6,60 % -5,30 %
Aufgliederung der FLI-Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven per 31.12.2024
PD Auf- (+) und Abschläge (-)
Makrovariable Gewicht 2025 2026 2027
Entwicklung Wiener Wohnimmobilienpreisindex 10 % 5,00 % 5,00 % 5,00 %
Renditedierenz 2- und 10-jähriger Deutscher Bundesanleihen 30 % -3,00 % 0,00 % 3,00 %
Entwicklung 12-Monats EURIBOR 20 % 3,00 % 6,00 % 6,00 %
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt Euro-Zone 25 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt USA 15 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Finale Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven 100 % 0,20 % 1,70 % 2,60 %




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Im Zuge der jährlichen Aktualisierung erfolgte eine Änderung der PIT-PD-
Anpassungsfaktoren. r die kommenden Jahre ergibt sich per 31. Dezember 2025
eine Reduktion der PDs, wobei sich die finalen Anpassungen auf 7,5 0 % fü r 2026,
6,60 % für 2027 und 5,30 % für 2028 belaufen.
In der FLI-Anpassung wurden die zukünftigen Markterwartungen für die nächsten
drei Jahre berücksichtigt. Die Einschätzungen basieren auf einer Analyse des
BIPs in der Eurozone und den USA sowie auf den prognostizierten Werten für
den 12-Monats-Euribor, der Renditedierenz deutscher Bundesanleihen und
der Entwicklung auf den Immobilienmärkten. Besonders hervorzuheben ist die
weitgehende Stabilisierung am österreichischen Wohnimmobilienmarkt, die zu
einer Reduktion der PD-Aufschläge beiträgt. Auch die Renditedierenz zwischen
2- und 10-jährigen deutschen Bundesanleihen weist gegenüber dem historischen
Durchschnitt positive relative Abweichungen auf, was ebenfalls zu negativen
PD-Anpassungen führt. Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt liegt das
aktuelle EZB-Zinsniveau zwar höher, jedoch ist eine Stabilisierung des EZB-
Refinanzierungssatzes und der Inflation erkennbar. Die BIP-Prognosen für die
Euro-Zone und die USA zeigen keine signifikanten Ausschläge und führen daher
zu keiner Anpassung der PDs. Zusammenfassend wirken die FLI-Faktoren
insgesamt reduzierend auf die zukünftigen PD-Werte.
In der aktuellen Berechnung per 12/2025 wurde für den historischen Durchschnitt
des 12M-EURIBOR sowie der Bundesanleiherenditen jeweils eine 10-jährige Zeit-
reihe verwendet. Darüber hinaus wird für den Wiener Wohnimmobilienpreisindex
eine 5-jährige Zeitreihe verwendet. Die Auswirkungen des geänderten Makro-
umfeldes werden damit aus heutiger Sicht über die definierten Makrovariablen
angemessen erfasst und führen zu einer entsprechenden Adaption der
verwendeten PD-Kurven.
Mangels verfügbarer empirischer Daten kommt in der Wiener Privatbank SE kein
Lifetime LGD und somit auch keine FLI-Anpassung zur Anwendung. Stattdessen
wird auf Basis einer Experteneinschätzung („expert judge“) ein über die Zeit kon-
stanter LGD angenommen. Der EAD wird anhand des Bruttobuchwertes unter
Berücksichtigung der künftigen vertraglichen Amortisation des jeweiligen finan-
ziellen Vermögenswertes approximiert, wobei außerbilanzielle Geschäfte anhand
eines Gewichtungsfaktors (CCF) miteinbezogen werden. Wiederum erfolgt
mangels empirischer Daten keine FLI-Anpassung des EAD.
Sensitivitätsanalyse
Zum 31. Dezember 2025 wirken sich Staging-Eekte (Dierenz zwischen
12-Monats-ECL und Lifetime-ECL der in Stage 2 befindlichen Instrumente) in
Ausmaß von EUR 140.360 (VJ: EUR 142.254) auf den ECL aus. Zurückzuführen ist
dieser Eekt auf wenige Engagements, bei denen eine signifikante Erhöhung des
Kreditrisikos entweder über die quantitative Schwelle oder über qualitative trigger
festgestellt wurde. Folgende Sensitivitsanalyse ermöglicht eine Einschätzung
des Ausmaßes der erwarteten ECL-Änderung infolge eines Stage Transfers in den
bestehenden Kredit-, Banken- und Fixed-Income-Portfolios:




152

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Erwartete ECL-Änderung bei Transfer von Stage 1 zu Stage 2 per 31.12.2025
Angaben in EUR
PortfolioECL-Änderung bei Transfer von 10 % des Portfolios
Forderungen an Kunden 13.593
Forderungen an Kreditinstitute 0
Finanzanlagen 443
Erwartete ECL-Änderung bei Transfer von Stage 1 zu Stage 2 per 31.12.2024
Angaben in EUR
PortfolioECL-Änderung bei Transfer von 10 % des Portfolios
Forderungen an Kunden 17.585
Forderungen an Kreditinstitute 0
Finanzanlagen 1.139
Das Ausmaß der Änderung wird überwiegend durch die kurzen Restlaufzeiten im
Portfolio gedämpft. In weiterer Folge werden daher weitere Sensitivitäten darge-
stellt, die eine Einschätzung der Änderung des ECL bei Veränderungen von
Bonitätsbeurteilungen und von Laufzeitveränderungen ermöglichen:
Erwartete ECL-Änderung bei 31.12.2025 in EUR 31.12.2024 in EUR
Verbesserung um eine Ratingklasse aller Finanzinstrumente -132.424 -202.483
Verschlechterung um eine Ratingklasse aller Finanzinstrumente 242.406 344.045
Verlängerung der Laufzeit aller Immobilienkredite um ein Jahr 139.531 314.604
Verlängerung der Laufzeit aller Immobilienkredite um zwei Jahre 263.303 533.101
Zwischen LGD bzw. PD und ECL besteht jeweils ein anhernd linear
proportionaler Zusammenhang. Eine Erhöhung der durchschnittlichen Portfolio
LGD oder Portfolio PD der Stage 1 und Stage 2 zugeordneten Vermögenswerte um
10 % führt folglich jeweils zu einem ECL-Anstieg um EUR 30.977
(in 2024: EUR 49.314).

Quantitative Angaben zur Risikovorsorgenänderung
Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der Bruttobuchwerte sowie der
korrespondierenden Risikovorsorgen in den Gescftsjahren 2024 und 2025 nach
IFRS 9 Stagingstufen (Details zur Einordnung in die Stufen 1 bis 3 siehe weiter
oben) aufgeteilt nach Asset-Klassen:






153

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Forderungen an Kunden
Bruttobuchwertänderung
Kredite und Forderungen an Kunden
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2025 24.325.440 21.053.609 12.316.917 0 57.695.967
Aufzinsung 0 0 470.765 0 470.765
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -7.588.182 7.588.182 0 0 0
Transfer von Stage 1 zu Stage 3 -2.929.821 0 2.929.821 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 9.254.370 -9.254.370 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 5.533.119 29.791 0 0 5.562.910
Rückzahlung -7.367.333 -4.074.455 -2.507.005 0 -13.948.794
Abschreibungen 0 0 -4.098.274 0 -4.098.274
Summe zum 31.12.2025 21.227.593 15.342.757 9.112.225 0 45.682.576
Bruttobuchwert
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Kredite und Forderungen an Kunden Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2025 102.378 379.848 6.221.937 0 6.704.163
Aufzinsung der Wertberichtigung 0 0 470.765 0 470.765
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -51.578 51.578 0 0 0
Transfer von Stage 1 zu Stage 3 -13.032 0 13.032 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 93.120 -93.120 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge 13.374 82.555 808.546 0 904.476
Ausreichung neuer finanzieller Vermögens-werte 0 0 0 0 0
Rückzahlung -100.395 -165.585 -390.958 0 -656.938
Abschreibungen 0 0 -4.098.274 0 -4.098.274
Summe zum 31.12.2025 43.869 255.276 3.025.049 0 3.324.193




154

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Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert Stage 1 Stage 2 Stage 1 POCI
Kredite und Forderungen an Kunden Angaben in EUR Stage 1
Stand per 01.01.2024 51.198.280 18.810.801 3.709.964 0 73.719.045
Aufzinsung 0 0 1.668.878 0 1.668.878
Tr a n s f e r v o n S t a g e 1 z u S t a g e 2 -12.301.986 12.301.986 0 0 0
Tr a n s f e r v o n S t a g e 1 z u S t a g e 3 -10.881.642 0 10.881.642 0 0
Tr a n s f e r v o n S t a g e 2 z u S t a g e 1 2.067.541 -2.067.541 0 0 0
Tr a n s f e r v o n S t a g e 2 z u S t a g e 3 0 -7.758.64 5 7.75 8.6 45 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 5.807.386 1.361.356 0 0 7.168.742
Rückzahlung -11.564.138 -1.594.349 -1.758.996 0 -14.917.483
Ausbuchung 0 0 -9.943.215 0 -9.943.215
Summe zum 31.12.2024 24.325.440 21.053.609 12.316.917 0 57.695.967
Risikovorsorgenänderung Kredite und Forderungen an Kunden Angaben in EUR Risikovorsorge Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 237.236 71.816 1.854.977 0 2.164.030
Aufzinsung der Wertberichtigung 0 0 1.668.878 1.668.878
Tr a n s f e r v o n S t a g e 1 z u S t a g e 2 -79.504 79.504 0 0 0
Tr a n s f e r v o n S t a g e 1 z u S t a g e 3 -87.674 0 87.674 0 0
Tr a n s f e r v o n S t a g e 2 z u S t a g e 1 10.381 -10.381 0 0 0
Tr a n s f e r v o n S t a g e 2 z u S t a g e 3 0 -32.198 32.198 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge 16.496 289.352 13.221.057 0 13.526.905
Ausreichung neuer finanzieller Ver-mögenswerte 30.515 0 0 30.515
Rückzahlung -25.073 -18.245 -699.632 0 -74 2.949
Verwendung 0 0 -9.943.215 -9.943.215
Summe zum 31.12.2024 102.378 379.848 6.221.937 0 6.704.163
Unter Kredite und Forderungen an Kunden werden in den Tabellen Forderungen
aus dem Kreditgeschäft einbezogen.
Im Geschäftsjahr 2025 verringerte sich der Bruttobuchwert von ausgefallenen
Exposures von EUR 12.316.917 per 31. Dezember 2024 auf EUR 9.112.225
per 31. Dezember 2025. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus
Rückzahlungen in Höhe von EUR 2.507.005 sowie aus Abschreibungen in Höhe
von EUR 4.098.274, welche die Abgänge in Stage 3 bestimmen. Gleichzeitig kam
es im Jahr 2025 weiterhin zu Migrationen zwischen den Stages. Ein wesentlicher
Tr e ib e r w ar d e r Tr a n s f e r v o n Stage 1 zu Stage 2 in Höhe von EUR 7.588.182,
welcher durch gegenläufige Rückmigrationen von Stage 2 zu Stage 1 in Höhe von
EUR 9.254.370 kompensiert wurde. Darüber hinaus migrierten Kredite im Wert
von EUR 2.929.821 von Stage 1 in Stage 3.




155

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Die Risikovorsorge entwickelte sich im Einklang mit den Bestandsveränderungen.
Besonders stark zeigt sich der Eekt der Abschreibungen auf Stage 3, welche die
Risikovorsorge in diesem Segment um EUR 4.098.274 vermindert haben. Gleich-
zeitig führten Nettozuschreibungen im Rahmen der Risikovorsorge (“Netto-
änderung der Risikovorsorge”) in Höhe von EUR 904.476 sowie die migrations-
bedingten Umbuchungen zwischen den Stages zu einer Umschichtung der Wert-
berichtigungen. Insgesamt reduzierte sich die Risikovorsorge von EUR 6.704.163
per 31. Dezember 2024 auf EUR 3.324.193 per 31. Dezember 2025, was haupt-
sächlich auf die oben genannten Abschreibungen und Rückzahlungen zurück-
zuführen ist.
Sonstige AC bewertetet Vermögenswerte
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Sonstige AC bewertete Vermögenswerte Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2025 170.759.979 349.569 22.500 0 171.132.048
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 54.754.036 171.123 5.500 0 54.930.660
Rückzahlung -24.458.129 0 0 0 -24.458.129
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2025 201.055.886 520.693 28.000 0 201.604.579
Risikovorsorgenänderung Sonstige AC bewertete Vermögenswerte Angaben in EUR Risikovorsorge Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2025 2.948 831 22.500 0 26.279
Nettoänderung der Risikovorsorge 683 140 5.500 0 6.323
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 0 0 0 0 0
Rückzahlung -831 0 0 0 -831
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2025 2.800 971 28.000 0 31.771
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Sonstige AC bewertete Vermögenswerte Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 180.287.384 545.883 25.000 0 180.858.267
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 22.891.407 0 0 0 22.891.407
Rückzahlung -32.418.812 -196.314 -2.500 0 -32.617.626
Abschreibung 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 170.759.979 349.569 22.500 0 171.132.048




156

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Risikovorsorgenänderung Sonstige AC bewertete Vermögenswerte Angaben in EUR Risikovorsorge Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 60.114 183 25.000 0 85.298
Nettoänderung der Risikovorsorge 0 0 -2.500 0 -2.500
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 442 648 0 0 1.091
Rückzahlung -57.609 0 0 -57.609
Verwendung 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 2.948 831 22.500 0 26.279
Unter Sonstige AC bewertetet Vermögenswerte werden in den Tabellen die
Barreserve, Forderungen gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige Aktiva
einbezogen.
Zu FVTOCI bewertete Vermögenswerte
Bruttobuchwertänderung zu FVTOCI Vermögenswerte Bruttobuchwert Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Angaben in EUR
Stand per 01.01.2025 46.220.289 0 0 0 46.220.289
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 136.862 0 0 0 136.862
Rückzahlung -7.841.824 0 0 0 -7.841.824
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2025 38.515.327 0 0 0 38.515.327
Risikovorsorgenänderung
zu FVTOCI Vermögenswerte
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2025 4.740 0 0 0 4.740
Nettoänderung der Risikovorsorge 0 0 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 0 0 0 0 0
Rückzahlung -1.294 0 0 0 -1.294
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2025 3.447 0 0 0 3.447
Risikovorsorge
Bruttobuchwertänderung zu FVTOCI Vermögenswerte Angaben in EUR Bruttobuchwert Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 30.123.178 0 0 0 30.123.178
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 18.568.226 0 0 0 18.568.226
Rückzahlung -2.471.114 0 0 0 -2.471.114
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 46.220.289 0 0 0 46.220.289




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Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
zu FVTOCI Vermögenswerte Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 3.154 0 0 0 3.154
Nettoänderung der Risikovorsorge 613 0 0 0 613
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 1.348 0 0 0 1.348
Rückzahlung -374 0 0 0 -374
Verwendung 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 4.740 0 0 0 4.740
Unter FVTOCI bewertetet Vermögenswerte werden in den Tabellen Schuld-
verschreibungen, öentliche Schuldtitel und andere festverzinsliche Wertpapiere
einbezogen.
Garantien und Bürgschaften
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Kredite und Forderungen an Kunden Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2025 5.366.916 500.000 0 0 5.866.916
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -12.500 12.500 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 0 0 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 35.000 100.000 0 0 135.000
Rückzahlung -1.309.344 0 0 0 -1.309.344
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2025 4.080.072 612.500 0 0 4.692.572
Risikovorsorgenänderung
Kredite und Forderungen an Kunden Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2025 1.059 1.085 0 0 2.144
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -1 1 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 0 0 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge 0 0 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 9 2.067 0 0 2.076
Rückzahlung -434 -383 0 0 -817
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2025 633 2.771 0 0 3.404
Risikovorsorge




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Bruttobuchwertänderung
Garantien und Bürgschaften Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 4.258.490 95.000 0 0 4.353.490
Tr a n s f e r v o n S t a g e 1 z u S t a g e 2 -150.000 150.000 0 0 0
Tr a n s f e r v o n S t a g e 2 z u S t a g e 1 95.000 -95.000 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 3.287.339 350.000 3.637.339
Rückzahlung -2.123.913 0 -2.123.913
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 5.366.916 500.000 0 0 5.866.916
Bruttobuchwert
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Garantien und Bürgschaften Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Angaben in EUR
Stand per 01.01.2024 91 31 0 0 122
Tr a n s f e r v o n S t a g e 1 z u S t a g e 2 -6 6 0 0 0
Tr a n s f e r v o n S t a g e 2 z u S t a g e 1 31 -31 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge 0 0 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 957 1.080 2.037
Rückzahlung -15 0 0 0 -15
Verwendung 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 1.059 1.085 0 0 2.144
Unter Garantien und Bürgschaften werden in den Tabellen Garantien und
Bürgschaften aus dem Kundengeschäft einbezogen.


Bonitätsrisiko
Das Bonitätsrisiko manifestiert sich in einer Verschlechterung der Bonität und
definiert sich als Gefahr der Verringerung der Zahlungsfähigkeit von Kunden bzw.
des Marktwertes eines Finanzinstrumentes. Für große Teile der Forderungen auf
der Aktivseite wie das gesamte Kreditportfolio sowie sämtliche Fremdkaptal-
instrumente des Bankbuches stellt das Bonitätsrisiko einen Risikofaktor dar und
wird daher auch in der Berechnung der allgemeinen Kreditrisikoanpassung nach
IFRS 9 berücksichtigt.
Migrationen bestehender Kreditnehmer in schlechtere Ratingstufen erfolgten im
Geschäftsjahr 2025 in gegenüber dem Vorjahr nachlassendem Ausmaß, die
weitere Entwicklung ist aufgrund der bestehenden volkswirtschaftlichen Unsicher-
heiten in Verbindung mit den vorherrschenden militärischen Konflikten derzeit
nicht hinreichend genau bestimmbar.
Wesentliche Wertschwankungen nicht ausgefallener Instrumente resultierend aus
dem Bonitätsrisiko sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.


159

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Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko zeigt sich über Dividendenausfälle, (Teil-)wert-
abschreibungen, Veräußerungsverluste oder Verminderungen der stillen
Reserven sowie über Haftungsrisiken und/oder Verlustübernahmen. Darüber
hinaus können in Beteiligungen Liquiditätserfordernisse, die zu einem
Finanzierungsbedarf führen, erwachsen.
Die Risiken in Beteiligungen werden mittels laufender Abweichungsanalysen
und quartalsweiser Managementgesprächen mit den Geschäftsführern der
Gesellschaften beobachtet, um bei allfälligen Abweichungen zeitgerecht Maß-
nahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können. Weiters werden die Risiken in
Beteiligungen im Rahmen der laufenden Kreditüberwachung und im Rahmen der
Gesamtbankrisikosteuerung mitberücksichtigt.
Wesentliche Wertschwankungen resultierend aus dem Beteiligungsrisiko sind im
Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
Immobilienrisiko und Konzentrationsrisiko
Der Konzern hat langjährige und umfassende Erfahrung im Immobiliengeschäft.
Deshalb liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Konzerns und auch die
strategische Ausrichtung auf Transaktionen mit „Nähe“ zum Thema „Immobilien“,
wie die Führung von Hypothekarkrediten, Umsetzung und Finanzierung von
Immobilienprojekten, Beteiligungen an Immobilienprojektgesellschaften,
Erbringung von Immobiliendienstleistungen und die Entwicklung und der Vertrieb
von „immobiliennahen Veranlagungsprodukten“ wie zum Beispiel Vorsorge-
wohnungen oder Immobilienanleihen. Damit geht die Wiener Privatbank SE
bewusst ein Klumpenrisiko ein, welches bei der ICAAP-Berechnung (Gesamtbank-
risikosteuerung) eigenständig quantifiziert und limitiert wird. Um diesem Risiko
angemessen Rechnung zu tragen, wurden ein standardisiertes Immobilien-
projektrating sowie ein Beteiligungscontrolling implementiert.
Es ist geplant in den kommenden Geschäftsjahren weiterhin das bestehende
umfassende Know-How im Immobiliengeschäft für Ertragschancen in den oben
genannten Geschäftsbereichen zu nutzen.
Operationelles Risiko (inklusive Rechtsrisiko)
Zu den operationellen Risiken zählen gemäß CRR-Artikel 4 Nr. 52 jene Verluste,
die durch menschliches Versagen, fehlerhafter interner Prozesse, Technologie-
versagen, Katastrophen oder durch externe Ereignisse entstehen. Rechtsrisiken
sind in diesem Definitionsumfang explizit mit umfasst.
Im Zuge des bankinternen Prozesses zur Sicherstellung der Kapitaladäquanz
(ICAAP) wurden die operationellen Risiken ab dem Geschäftsjahr 2025 mittels
einheitlichem Standardansatz (SMA) berücksichtigt. Die im Risikohandbuch
geregelte, tourliche Evaluierung der operationellen Risiken sowie deren Bewertung
und die Sensibilisierung der Mitarbeiter finden im „Workshop Risikoanalyse“ statt.


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Liegt die Bewertung einzelner Risiken über der definierten Risikotoleranzschwelle,
werden Risiko-reduzierende Maßnahmen definiert und umgesetzt.
Zur Risikobegrenzung der operationellen Risiken des Konzerns werden folgende
Maßnahmen gesetzt:
Entwicklung und Überarbeitung der Arbeitsrichtlinien/Arbeitsanweisungen/
sonstigen Dokumenten
Führung einer Verlustdatenbank
Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter
Weiterentwicklung des IKS
Kontrollstruktur und Risiko-Kontrollmatrizen zur Dokumentation
der Kontrollstruktur
IKS-Berichterstattung
Monitoring der laufenden Projekte
Strategieworkshops
Whistle Blowing Prozess
Systematische Erfassung und Analyse von Kundenbeschwerden
und von Gerichtsverfahren
Durchführung von Risikoanalysen
Bankinterner Workshop zur Bewertung operationeller Risiken,
von Nachhaltigkeits- und Reputationsrisiken
Um operationelle Risiken besser steuern zu können, wird eine Verlustdatenbank
geführt, in der Schadensfälle ab EUR 100,00 vom Risikomanagement aufgelistet
und dokumentiert werden. Alle Kundenbeschwerden werden ebenfalls zentral
gesammelt und zeitnah behandelt.
Das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko liegt bei EUR 1.926.960
(per 31.12.2024: EUR 2.668.324). Der Rückgang ergibt sich aus der aufsichts-
rechtlich neu seit 2025 anzuwendenden Methode (einheitlicher Standardansatz).
Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine wesentlichen neuen operationellen Risiken
identifiziert, noch haben sich derartige Risiken materialisiert. Es wurden operative
Vorkehrungen im Sinne eines eektiven Notfallplanes getroen, sodass die
Wiener Privatbank für diverse Szenarien organisatorisch und technisch
ausreichend vorbereitet ist.
Geschäftsrisiko
Das Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko umfasst Schwankungen im Ertragsprofil, welche
sich aus reduzierten laufenden Einnahmen ergeben und dadurch das erwartete
Niveau an Profitabilität zum Beispiel aufgrund einer nicht adäquaten
Diversifizierung der Ertragsstrukturen oder einer Veränderung der eigenen Markt-
position bzw. der Marktstruktur nicht erreicht werden kann und deckt damit auch
negative Eekte aus dem makroökonomischen Umfeld ab.


161

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Es erfolgt ein laufendes Monitoring der Geschäftsentwicklung anhand von
standardisierten Berichtsvorlagen und -linien. Die Quantifizierung des
Ertrags- bzw. Geschäftsrisikos in der Gesamtbankrisikosteuerung erfolgt über
einen historischen Value at Risk (VaR) Ansatz.
Reputationsrisiko
Das Geschäftsmodell einer Privatbank basiert auf dem Vertrauen ihrer Kunden
und dem Ansehen in der Öentlichkeit. Die Reputation der Bank ist daher von
hoher Bedeutung für den künftigen Geschäftserfolg. Das Reputationsrisiko wird
definiert als die Gefahr eines potenziellen Schadens für die Marke und Reputation
bei gleichzeitiger negativer Auswirkung auf die Erträge, das Kapital oder die
Liquidität. Die Identifikation und Beurteilung von Reputationsrisiken erfolgt
regelmäßig im Zuge von qualitativen Risikoinventuren. Infolgedessen werden für
Risiken, die über der definierten Risikotoleranzschwelle liegen, risikoreduzierende
Maßnahmen umgesetzt.


IX. Angaben über Organe
Im Geschäftsjahr und bis zur Erstellung des Konzernabschlusses waren folgende
Personen als Vorstände tätig:
Eduard Berger
Mag. Stefan Selden (bis 31.5.2026)
Michael Munterl (ab 01.03.2026)
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr aus folgenden Personen zusammen:
Dr. Gottwald Kranebitter (Vorsitzender bis 27.06.2025)
Wolfgang Zehenter (Vorsitzender ab 28.06.2025)
Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-Stellvertreter bis 27.06.2025)
Günter Kerbler (Vorsitzender-Stellvertreter ab 28.06.2025)
Heinz Meidlinger (bis 09.09.2025)
Jay Johnston (ab 28.06.2025)
Christian Briker (ab 28.06.2025 bis 24.12.2025)

Wien, am 2. April 2026
! ! ! ! ! ! !EDUARD ! ! ! ! ! ! !MICHAEL ! MAG.! STEFAN
BERGER MUNTERL SELDEN
MITGLIED!DES!VORSTANDES! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!!! ! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!
162

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Bestätigungsvermerk
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Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
Wiener Privatbank SE,
Wien,
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz
zum 31.12.2025, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapital-
veränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem
Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen
Vorschrif ten und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und
Finanzlage zum 31.12.2025 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des
Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung
mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
IFRS Accouting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den
zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlusspfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung
Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verant-
wortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im AbschnittVerant-
wortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern
unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank-
und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auf-
fassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Sonstiger Sachverhalt
Der Konzernabschluss der Wiener Privatbank SE, Wien, r das am 31.12.2024
endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der
am 10.4.2025 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss
abgegeben hat.
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Bestätigungsvermerk
167
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach
unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des
Konzernabschlusses des Gescftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei
der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein
gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungs-
sachverhalte dar:
1. Bewertung der Forderungen an Kunden
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen
Die Kredite wurden nach den in der Wiener Privatbank SE verwendeten Methoden
zur Ermittlung der Risikovorsorgen bewertet.
Die Wertberichtigungen werden gem. IFRS 9 auf Basis des erwarteten Kredit-
verlusts berechnet und beinhalten Annahmen und Schätzunsicherheiten.
Die Ermittlung der Risikovorsorge für Stufe 1 und 2 erfolgt auf Basis modellierter
Kreditrisikoparameter (Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlust bei Ausfall und Kredit-
betrag bei Ausfall) unter Berücksichtigung historischer, gegenwärtiger und zu-
kunftsorientierter InformationenDie Ermittlung der Risikovorsorge (Einzelwertbe-
richtigung) erfolgt für ausgefallene signifikante Forderungen an Kunden (Stage 3)
auf Basis eines DCF-Verfahrens.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Ermittlung der Risiko-
vorsorgen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde
liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten in Bezug
auf die Höhe der Wertberichtigungen ergeben.
Prüferisches Vorgehen
Wir haben den Kreditüberwachungsprozess und den Prozess für die Bildung von
Risikovorsorgen im Kreditbereich erhoben und im Rahmen eines Walk-Through
nachvollzogen. Ausgewählte Schlüsselkontrollen, die für uns im Rahmen der
Abschlussprüfung relevant sind, haben wir auf deren Ausgestaltung und Imple-
mentierung sowie auf deren Eektivität getestet.
r die Durchhrung von aussagebezogene Prüfungshandlungen haben wir die
Auswahl der Stichprobe bewusst auf Basis des Buchwerts festgelegt und damit
sichergestellt, dass ein möglichst hoher Anteil des bestehenden Kreditportfolios
der Forderungen an Kunden im Rahmen der Krediteinzelfallprüfung abgedeckt
wird. Die Stichprobe berücksichtigt auch die wesentlichen Immobilien-
projektfinanzierungen auf der Watch-Loan-List.
r die in der Stichprobe ausgehlten Kundenforderungen, die bereits aus-
gefallen sind, haben wir die ermittelte Risikovorsorge der Bank in Bezug auf
Schlüssigkeit und Konsistenz gewürdigt sowie beurteilt, ob die getroenen
Annahmen und Einschätzungen in den gewählten Szenarien angemessen sind.
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Bestätigungsvermerk
168
Dabei haben wir die aktuelle Situation des Kreditverhältnisses, des Kreditnehmers
und die Ansätze für die Bewertung von Sicherheiten berücksichtigt.
r die ausgehlte Stichprobe im Performing-Portfolio haben wir untersucht, ob
Indikatoren für ein erhöhtes Kreditrisiko oder einen Ausfall bestehen.
Hinsichtlich der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für das Performing-
Portfolio haben wir mittels Berücksichtigung der Validierungsberichte sowie der
Methodendokumentationen der Bank die Parameter analysiert sowie dahingehend
beurteilt, ob die Parameter geeignet sind, angemessene Vorsorgen für das Kredit-
geschäft zu ermitteln.
Die rechnerische Richtigkeit der Wertberichtigungen haben wir anhand von Stich-
proben nachvollzogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Jahresfinanzbericht,
ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den
Bestätigungsvermerk sowie ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht
und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese
sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die
Verantwor tlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen,
ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzern-
abschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen auf-
weisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses
Bestätigungsvermerks erlangten, sonstigen Informationen durchgeführten
Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser
sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu
berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwor tlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-
abschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting
Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen
Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als
notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu
ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
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Bestätigungsvermerk
169
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür
verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie dafür, den
Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzu-
wenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den
Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben
keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungs-
legungsprozesses des Konzerns.
Verantwor tlichkeiten des Abschlusspr üfers für die Prüfung des Jahres-
abschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzern-
abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu
erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes
Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit
der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte
Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt,
stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen
einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die
auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und den
österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die
Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Dar-
stellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss,
planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch
und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrmern resultierendes, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollsndigkeiten,
irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten
internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebe-
nen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungs-
urteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben.
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Bestätigungsvermerk
170
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rech-
nungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des
Rechnungslegungsgrundsatzes, der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähig-
keit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstigkeit aufwerfen
nnen. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicher-
heit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder,
falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren.
Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Konzernabschlusses einschlilich der Angaben sowie ob der Konzernab-
schluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer
Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um
ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der
Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns zu erlangen als
Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss. Wir
sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für
Zwecke der Konzernabschlusspfung durchgehrten Prüfungstätigkeiten.
Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den ge-
planten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung
sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die
relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit
eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und
sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen wer-
den kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig -
auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder
angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungs-
ausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsams-
ten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und
daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben
diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze
oder andere Rechtsvorschriften schließen die öentliche Angabe des Sachver-
halts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt
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Bestätigungsvermerk
171
nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil
vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen
Mitteilung deren Vorteile für das öentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtli-
chen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang
steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernla-
geberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtli-
chen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur
Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden recht-
lichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreende Angaben nach
§ 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkennt-
nisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld
wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Generalversammlung am 11.6.2024 als Abschlussprüfer ge-
wählt. Wir wurden am 3.7.2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind un-
unterbrochen seit 2025 Abschlussprüfer.
Wir erkren, dass das Prüfungsurteil im AbschnittBericht zum Konzern-
abschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel
11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erkren, dass wir keine verbotenen Nichtpfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1
der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschluss-
prüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.
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Bestätigungsvermerk
172
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau
Julia Newertal, MSc (WU) MSc (WU).
Wien 2. April 2026
BDO Assurance GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Julia Newertal, MSc (WU) MSc (WU) Mag. Josef Schima
Wirtschaftspferin Wirtschaftspfer
Die Veröentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem
Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser
Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und
vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen
sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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Bestätigungsvermerk
173
Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter
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Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
Die unterzeichnenden Mitglieder des Vorstandes bestätigen gemäß § 124 Abs. 1 Z
3 BörseG 2018 als gesetzliche Vertreter der Wiener Privatbank SE nach bestem
Wissen,
a) dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards
aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermö-
gens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
b) dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergeb-
nis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und
dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewisshei-
ten, denen der Konzern ausgesetzt ist, beschreibt.
Wien, am 2. April 2026
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! MAG.!
EDUARD MICHAEL STEFAN
BERGER MUNTERL SELDEN
MITGLIED!DES!VORSTANDES! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!!! ! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!
! !
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter
177
Bericht des Aufsichtsrats
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178
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179
Bericht des
Aufsichtsrats
Einleitung
Die globale Wirtschaft zeigte 2025 weiterhin ein gemischtes Bild, geprägt von der
moderaten geldpolitischen Lockerung der großen Zentralbanken und einer weltweit
uneinheitlichen Konjunkturdynamik.
Geopolitisch blieb 2025 ein Jahr hoher Unsicherheit. In Europa standen weiterhin die
innenpolitischen Spannungen in mehreren Mitgliedsstaaten sowie die schwierige Sicher-
heitslage im Fokus. Die anhaltenden Kampfhandlungen in der Ukraine verschärften sich
nach der Reduktion der amerikanischen Militär- und Finanzhilfen, was zu verstärkten
sicherheitspolitischen Anstrengungen der EU führte.
Im Immobilienmarkt sahen wir eine gewisse Bodenbildung. Aufgrund der Ausläufer der
Verwer fungen am I mmobilienmar kt vom Vorja hr kam es jedoch noch zu moderatem
Wertberichtigungsbedarf (wie prognostiziert weit unter dem Vorjahresniveau), sowie
Abwertung von Wertpapierbeständen.
Der Nettozinsertrag sank aufgrund des taktischen Abbaus von Kreditrisiken und eines
generell sinkenden Zinsumfeldes von EUR 9,94 Mio. auf EUR 6,08 Mio. Das Provisions-
ergebnis blieb abseits dessen jedoch großteils stabil. Ebenso konnte die Gesamtkostenbasis
konstant gehalten werden.
Nach den deutlich erhöhten Wertberichtigungen 2024 und dem damit einhergehenden
negativen Vorjahresergebnis konnte die Wiener Privatbank SE 2025 erfreulicherweise
wieder ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in Höhe von
EUR 0,18 Mio. erzielen (gegenüber EUR -12,95 Mio. in 2024).
Personalia
Im Geschäftsjahr 2025 kam es zu personellen Änderungen im Aufsichtsrat.
Mit 27. Juni 2025 legten Herr Dr. Gottwald Kranebitter sowie Herr Mag. Johann Kowar ihr
Aufsichtsratsmandat zurück, sodass mit 28. Juni 2025 die Ersatzmitglieder des Aufsichts-
rates, Herr Jay Johnston und Herr Christian Briker in den Aufsichtsrat nachrückten.
Mit Wirkung 9. September 2025 legte Herr Heinz Meidlinger seine Funktion als Aufsichtsrat
zurück, wobei ab diesem Zeitpunkt der Aufsichtsrat anstelle von fünf nur mehr aus vier
Mitgliedern bestand.
Mit Wirkung 24. Dezember 2025 schied Herr Christian Briker aus dem Aufsichtsrat aus,
wodurch sich die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder auf drei reduzierte.
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Bericht des Aufsichtsrats
180
Die Zusammensetzung des Vorstan des der Wiener Privatbank SE blieb im Geschäftsjahr
2025 unverändert.
t i g ke i t i m G e s c h ä f t s j a h r 2 0 2 5
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2025 acht Sitzungen ab. Außerdem beriet sich der
Vorstand der Wiene r Privatbank SE mit dem Aufsichtsrat und sei nen Ausschü ssen bei
Bedarf durch Telefonkonferenzen außerhalb von Sitzungen regelmäßig und ausführlich.
Eingeflossen in die Tätigkeiten des Aufsichtsrates sind weiters auch die Ergebnisse und
wesentlichen Inhalte der folgenden Ausschüsse:
ad Prüfungs- und Risikoausschuss
Die Aufgaben des
Prüfungs- und Risikoausschusses
der Wiener Privatbank SE sind in zwei
Bereiche aufgeteilt: Werden Themen der Rechnungslegung bzw. des Internen Kontroll-
systems (IKS) behandelt, wird der Prüfungs- und Risikoausschuss funktionell als Prüfungs-
ausschuss tätig. Stehen Themen der Risikobereitschaft bzw. strategie zur Diskussion und
Beschlussfassung an, wird der Prüfungs- und Risikoausschuss funktionell als Risikoaus-
schuss tätig. Dazu im Einzelnen:
Der
Prüfungs- und Risikoausschuss
ist gemäß § 63a Abs. 4 BWG als
„Prüfungsausschuss“
für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die Erteilung von
Empfehlungen oder Vorschlägen zur Gewährleistung seiner Zuverlässigkeit, für die Über-
wachung der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Internen Revisionssystems
sowie des Risikomanagementsystems der Gesellschaft verantwortlich. Die Überwachung
der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung (unter Einbeziehung von Erkennt-
nissen und Schlussfolgerungen in Berichten, die von der Abschlussprüferaufsichtsbehörde
nach § 4 Abs. 2 Z 12 APAG verö entlicht werden), die Prüfung und Überwachung der
Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im
Hinblick auf die für die Wiener Privatbank SE erbrachten zusätzlichen Leistungen, gehören
ebenso zu seinen Tätigkeiten. Ferner hat der Prüfungsausschuss über das Ergebnis der
Abschlussprüfung an den Aufsichtsrat zu berichten und darzulegen, wie die Abschluss-
prüfung zur Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung beigetragen hat und welche Rolle
der Prüfungsausschuss dabei eingenommen hat.
Weiters obliegt ihm die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses,
des Lageberichtes, des konsolidierten Corporate Governance Berichtes, des Vorschlages für
die Gewinnverteilung für das jeweilige Geschäftsjahr und die Prüfung des Konzern-
abschlusses und des -lageberichtes sowie die Erstattung des Berichtes über die Prüfungs-
ergebnisse an den Aufsichtsrat. Dazu zählt auch die Durchführung des Verfahrens zur
Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) unter Bedachtnahme auf die
Angemessenheit des Honorars sowie die Empfehlung für die Bestellung des Abschluss-
prüfers.
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Bericht des Aufsichtsrats
181
Der Prüfungsausschuss ist ebenso verantwortlich für die Genehmigung von Nichtprüfungs-
leistungen (gemäß der Verord nung (EU) Nr. 537/2014) durch den Abschlussprüfer unter
Bedachtnahme auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und die anzuwendenden
Schutzmaßnahmen.
Die Interne Revision hat ordnungsgemäß über die Prüfungsgebiete und die wesentlichen
Prüfungsfeststellungen quartalsweise dem Prüfungsausschuss Bericht erstattet.
Ebenfalls ist der
Prüfungs- und Risikoausschuss
gemäß § 39d BWG als
„Risikoausschuss“
verantwortlich für die Beratung der Geschäftsleitung hinsichtlich der aktuellen und
zukünftigen Risikobereitschaft und Risikostrategie der Wiener Privatbank SE, die Über-
wachung der Umsetzung dieser Risikostrategie im Zusammenhang mit der Steuerung,
Überwachung und Begrenzung von Risiken (Risikosorgfaltspflichten), der Eigenmittel-
ausstattung und der Liquidität. Weiters obliegt ihm die Überprüfung, ob die Preisgestaltung
der von der Wiener Privatbank SE angebotenen Dienstleistungen und Produkte das
Geschäftsmodell und die Risikostrategie der Wiener Privatbank SE angemessen berück-
sichtigt. Des Weiteren überprüft der Risikoausschuss, ob bei den vom internen Vergütungs-
system angebotenen Anreizen das Risiko, das Kapital, die Liquidität und die Wahr-
scheinlichkeit und der Zeitpunkt von realisierten Gewinnen berücksichtigt werden.
Der Leiter der Risikomanagementabteilung hat an allen Sitzungen des Risikoausschusses im
Geschäftsjahr 2025 teilgenommen und über Risikoarten und die Risikolage der Wiener
Privatbank SE berichtet. Er hat dabei insbesondere über das Risikobild der Bank und
Entwicklungsszenarien berichtet.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss hat im Geschäftsjahr 2025 zweimal getagt.
Ad BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten
Der
BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten
hielt im Geschäftsjahr
2025 fünf Sitzungen ab und hatte insbesondere über Geschäfte gemäß § 80 AktG und § 28
BWG (Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, Organgeschäfte) sowie
über Darlehen, Kredite oder sonstige Veranlagungen im Sinne des § 28b BWG
(Großkredite) zu entscheiden. Dem BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche
Angelegenheiten obliegt ferner die Genehmigung von etwaigen weiteren Geschäften und
Maßnahmen, für welche das Gesetz oder die Satzung eine Zustimmung des Aufsichtsrates
vorsieht, sofern nicht die Zuständigkeit eines anderen Ausschusses normiert ist. Des
Weiteren ist er für den Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des Aufsichtsrates
zuständig, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der
Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen zu einer Leistung gegen ein nicht bloß
geringfügiges Entgelt verpflichten. Dies gilt auch für Verträge mit Unternehmen, an denen
ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat.
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Bericht des Aufsichtsrats
182
Ad Vergütungs- und Nominierungsausschuss
Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss ist einerseits für Vergütungs-
themen und andererseits für Nominierungsthemen zuständig.
Der
Vergütungs ausschuss
ist gemäß § 39c Abs. 2 BWG für die Vorbereitung von
Beschlüssen zum Thema Vergütung, einschließlich solcher, die sich auf Risiko und Risiko-
management auswirken, verantwortlich. Er ist ebenso für die Überwachung der
Vergütungspolitik, der Vergütungspraktiken und der vergütungsbezogenen Anreiz-
strukturen, insbesondere unter Berücksichtigung von Risiken, der Eigenmittelausstattung,
der Liquidität und der langfristigen wirtschaftlichen Interessen (Aktionäre, Investoren,
Mitarbeiter sowie die Volkswirtschaft) zuständig. Ebenso ist dieser mit der Beschluss-
fassung über die Bonifikation der Vorstände und der leitenden Angestellten betraut.
Unter die Aufgaben des
Nominierungsausschusses
gem. § 29 BWG fallen insbesondere
die Vorbereitung der Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und der
Aufsichtsratsmitglieder. Weiters obliegen ihm der Abschluss der Anstellungsverträge der
Vorstandsmi tglieder sowie deren Geschäftsverteilung. Er ist ebenso für die Ermittlung von
Bewerbern für die Besetzung freiwerdender Stellen im Vorstand zuständig. Dafür hat der
Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.
Des Weiteren hat der Nominierungsausschuss den Aufsichtsrat bei der Erstellung von
Vorschl äge n an die Hauptversamml ung für die Besetzung der freiwerd enden Stellen im
Aufsichtsrat zu unterstützen.
Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen seiner Aufgaben die Ausgewogenheit und
Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung der Organe im Hinblick auf
Bewerbungen zu berücksichtigen, eine Aufgabenbeschreibung mit Bewerberprofil zu
erstellen und den mit der Aufgabe verbundenen Zeitaufwand anzugeben. Auch ist er für
die Festlegung und Entwicklung zur Erreichung einer Zielquote für das unterrepräsentierte
Geschlecht im Vorstand und im Aufsichtsrat verantwortlich.
Der Nominierungsausschuss ist ferner für die Befreiung der Vorstandsmitglieder vom
Wettbewerbsverbot gemäß § 79 AktG zuständig. Er hat weiters darauf zu achten, dass die
Entscheidungsfindung in den Organen nicht durch eine einzelne Person oder kleine
Gruppen dominiert wird. Er hat im Bedarfsfall neue Beurteilungen des Vorstandes und des
Aufsichtsrates anzuzeigen und eine Bewertung der Struktur, Größe, Zusammensetzung und
Leistung des Vorstandes und des Aufsichtsrates durchzuführen und dem Aufsichtsrat
nötigenfalls Änderungsvorschläge zu unterbreiten.
Der Nominierungsausschuss hat ferner eine regelmäßige Re-Evaluierung der Organe
durchzuführen. Weiters überprüft er den Kurs des Vorstandes bei der Auswahl desheren
Managements und unterstützt den Aufsichtsrat bei der Erstellung von Empfehlungen an
den Vorstand. Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2025
fünfmal getagt.
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Bericht des Aufsichtsrats
183
Konsolidierter Corporate Governance Bericht
gemäß § 243c UGB Österreichischer Corporate
Governance Kodex
Die Wiener Privatbank SE bekannte sich auch im Geschäftsjahr 2025 zum Österreichischen
Corporate Governance Kodex und betrachtet den Kodex als Regelwerk r verantwortungs-
volle Unternehmensführung, das ein hohes Maß an Transparenz gegenüber ihren
Aktionären gewährleistet.
Jahresabschluss 2025
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 und der Lage-
bericht der Wiener Privatbank SE sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht für
das Geschäftsjahr 2025 wurden erstmals durch BDO Assurance GmbH Wirtschafts-
prüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft. Die Prüfung hat nach ihrem
abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Der Abschlussprüfer
hat daher bestätigt, dass der Jahresabschluss der Wiener Privatbank SE den gesetzlichen
Vorschr iften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage
zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag
endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und
bankrechtlichen Vorschriften vermittelt.
Weiters wurde der vom Vorstand in Anwendung von § 245a UGB und § 59a BWG nach den
Vorschr iften der am Abschlussstichtag verpflichten d anzuwendenden, vom I nter nati onal
Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen, International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss und
der Konzernlagebericht der Wiener Privatbank SE für das Geschäftsjahr 2025 von der BDO
Assurance GmbH Wirtschaftspfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit
dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Die Prüfberichte des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers wurden dem
Aufsichtsrat vorgelegt. Der Prüfungs- und Risikoausschuss hat den Jahresabschluss 2025
samt Lagebericht einschließlich des Vorschlages für die Gewinnverwendung und des
konsolidierten Corporate Governance Berichtes und den Konzernabschluss 2025 samt dem
Konzernlagebericht gepft und die Feststellung des Jahresabschlusses durch den
Aufsichtsrat vorbereitet. Der Prüfungs- und Risikoausschuss (funktionell als Prüfungs-
ausschuss) des Aufsichtsrats ist sich seiner Verpflichtung, einen Bericht gemäß § 92 AktG
zu verfassen, bewusst und hat sich mit dieser Berichterstattungspflicht auseinandergesetzt.
Von eine r Berichterstattung an den Aufsich tsrat wurde jedoch we gen der Personen-
gleichheit Abstand genommen.
Der Aufsichtsrat hat alle Unterlagen geprüft und hat sich in seiner Sitzung vom 21. April
2026 mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss 2025 einverstanden erklärt und
den Jahresabschluss 2025 gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich
dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an.
Graphics
Bericht des Aufsichtsrats
184
Der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank SE schlägt nach Abstimmung mit dem Prüfungs-
und Risikoausschuss für das Geschäftsjahr 2027 die BDO Assurance GmbH Wirtschafts-
prüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, 1100 Wien / Am Belvedere 4 / QBC 4 als
Abschlussprüfer (Bankprüfer) zur Wahl vor.
Wien, am 1. April 2025
r den Aufsichtsrat
Der Vorsitzende
Wolfgang Zehenter
Graphics
Bericht des Aufsichtsrats
185
JAHRESFINANZBERICHT 2025
Jahresabschluss der
Wiener Privatbank SE
für das Geschäftsjahr
vom 1. nner bis zum
31. Dezember 2025
Graphics
Bericht des Aufsichtsrats
186
Graphics
Bericht des Aufsichtsrats
187
JAHRESABSCHLUSS
Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2025

Graphics
188

Graphics
189
JAHRESABSCHLUSS
Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2025
Wirtschaftliches Umfeld
Die globale Wirtschaft zeigte 2025 weiterhin ein gemischtes Bild, geprägt von der
moderaten geldpolitischen Lockerung der großen Zentralbanken und einer welt-
weit uneinheitlichen Konjunkturdynamik. Während die US-Wirtschaft nach einem
starken Vorjahr etwas an Tempo einbüßte, setzte sich in Europa eine leichte, aber
fragile Erholung fort. Die USA erreichten 2025 ein BIP-Wachstum von 2,2 %,
während die Eurozone 1,4 % verzeichnete. Innerhalb der Währungsunion blieben
die Unterschiede weiterhin deutlich sichtbar: Deutschland rang sich nach einem
schwierigen Jahr 2024 zu einem leichten Wachstum von 0,2% durch, während
Länder wie Spanien (2,8 %) und Niederlande (1,9 %) stärker expandierten. Auch
die österreichische Wirtschaft profitierte zwar vom verbesserten europäischen
Umfeld, blieb jedoch aufgrund der weiterhin schwachen deutschen Industrie unter
Druck (+0,6 %).
Die von der Europäischen Zentralbank bereits 2024 eingeleitete geldpolitische
Lockerung wurde 2025 fortgeführt. Insgesamt senkte die EZB den Leitzinssatz bis
Mitte 2025 um weitere 100 Basispunkte auf 2,15 %, während der Einlagenzins auf
2,00 % zurückging. Die US-Notenbank hingegen legte nach den Zinsschritten im
Spätherbst 2024 eine Pause ein und beließ das Zinsband bis September 2025
unverändert bei 4,254,50 %. Innerhalb der letzten Monate des Jahres folgten
jedoch noch drei Zinssenkungen zu jeweils 25 Basispunkten, wodurch man das
Jahr mit einem Zinsniveau von 3,50-3,75 % abschloss.
Geopolitisch blieb 2025 ein Jahr hoher Unsicherheit. Die in den USA verstärkte
protektionistische Handelspolitik und die Ausweitung bestehender Zölle seit der
Amtseinführung von Donald Trump sorgten weltweit für spürbare Belastungen in
exportorientierten Branchen. In Europa standen weiterhin die innenpolitischen
Spannungen in mehreren Mitgliedsstaaten sowie die schwierige Sicherheitslage
im Fokus. Die anhaltenden Kampfhandlungen in der Ukraine verschärften sich
nach der Reduktion der amerikanischen Militär- und Finanzhilfen, was zu ver-
stärkten sicherheitspolitischen Anstrengungen der EU führte. Die geplante
europäische Aufrüstung und die Finanzierung eines neuen europäischen Sicher-
heitsfonds gehören zu den zentralen wirtschaftspolitischen Themen des Jahres.
Zudem beeinflusste das grangelegte deutsche Investitionsprogramm zur
Modernisierung kritischer Infrastruktur die wirtschaftliche Entwicklung in
Zentraleuropa spürbar.
Quellen: Bloomberg

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
190
Marktumfeld
Kapitalmarkt
Die Kapitalmärkte präsentierten sich im Jahr 2025 insgesamt robust und
verzeichneten eine deutlich stärkere Kursentwicklung als im Vorjahr. Die
anhaltend sinkenden Renditen an den internationalen Anleihemärkten infolge
weiterer geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen wirkten unterstützend, während
das makroökonomische Umfeld und geopolitische Spannungen zeitweise zu
erhöhter Volatilität führten. Der US-amerikanische Leitindex S&P500 legte im
Jahresverlauf um 16,4 % zu, während der STOXX Europe600 ein Plus von 16,7 %
verbuchte. Die im Vorjahr noch markanten regionalen Divergenzen reduzierten
sich deutlich, da Europa 2025 mit einer leicht stärkeren Marktperformance zeit-
weise sogar die USA übertraf.
Der österreichische Leitindex ATX erzielte mit einem Zuwachs von 45,4 % eines
der besten Jahre seiner Historie, getragen insbesondere von einer außer-
gewöhnlich starken Performance der Bankaktien. Auf Sektorenebene zeigten sich
europaweit deutliche Unterschiede: Banken (+76,7 %), Versorger (+34,3 %),
Rohstowerte (+32,5 %) und Versicherungen (+30,4 %) gehörten zu den
stärksten Segmenten. Zu den schwächsten Sektoren zählten Medien (12,8 %),
Chemie (4,3 %) sowie die Automobilbranche (0,4 %), die mit strukturellen und
regulatorischen Herausforderungen konfrontiert war.
r 2026 cken insbesondere die weitere Inflationsentwicklung, die konjunk-
turelle Erholung in den wichtigsten Wirtschaftsregionen sowie das Tempo
zukünftiger geldpolitischer Lockerungsschritte in den Mittelpunkt der Markt-
erwartungen. Zusätzlich gewinnt die US-Handelspolitik, die zuletzt vermehrt auf
strategische Neuausrichtungen und protektionistische Maßnahmen setzt, an
Bedeutung und könnte globale Lieferketten sowie Exportmärkte spürbar beein-
flussen. Gleichzeitig bleiben die geopolitischen Spannungsfelder in der Ukraine
sowie im Nahen Osten zentrale Unsicherheitsfaktoren. Vor allem die Eskalation im
Iran und ihre Auswirkungen auf die weltweiten Energiemärkte werden die
Konjunktur- und Inflationsentwicklung maßgeblich prägen. Insgesamt dürfte
dieses Umfeld die Risikobewertung der Kapitalmärkte stark prägen, während sich
Chancen vor allem dann erönen könnten, wenn sich einzelne geopolitische oder
wirtschaftliche Belastungsfaktoren abschwächen.
Quelle: Bloomberg
Immobilienmarkt 2025
Der österreichische Wohnungsmarkt war 2025 durch eine strukturelle Unter-
versorgung besonders in Wien stark unter Druck. Eine nur sehr geringe
Neubauleistung, steigende Mieten und eine herausfordernde Wohnungssuche
prägten das Marktumfeld. Im vierten Quartal 2025 wurden in Wien rund
2.380 Wohnungen fertiggestellt; trotz eines Anstiegs von etwa 46,0 % gegenüber
dem dritten Quartal blieb die Neubauleistung im Gesamtjahr um 20,0 % hinter
dem Vorjahr zurück, was den Markt weiter verknappt. Die Spitzenmiete erhöhte
sich in Wien im vierten Quartal leicht auf EUR 19,65/m²/Monat. Die

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
191
Spitzenrendite lag im selben Zeitraum bei 4,0 %. Eine Trendumkehr am Wiener
Wohnungsmarkt ist mittelfristig nicht zu erwarten, da eine weiterhin geringe An-
zahl an Baubewilligungen und längere Projektumsetzungszeiten die Situation für
Wohnungssuchende weiter verschärfen.
Der österreichische Investmentmarkt erreichte im vierten Quartal 2025 ein
Volumen von rund EUR 2!Mrd. und damit das stärkste Quartal seit 2019; das
Gesamtvolumen belief sich auf etwa EUR 4Mrd. und lag damit rund 40,0!% über
dem Vorjahr. Die stärkste Assetklasse war Wohnen mit etwa EUR 1,2Mrd.
beziehungsweise einem Marktanteil von rund 29,0 %, gefolgt von Büroimmobilien
mit circa EUR 1!Mrd. und 25,0 % Marktanteil. Hotelimmobilien verzeichneten
ebenfalls ein starkes Schlussquartal und erreichten ein Jahresvolumen von rund
EUR 600!Mio. bei einem Anteil von 15,0%, während Einzelhandel bei 12,0 % und
Logistik bei 9,0 % lagen.
Am Wiener Büromarkt blieb die Vermietungsleistung auch im vierten Quartal
2025 sehr dynamisch. Mit 55 Vertragsabschlüssen wurden mehr als 54.000!m²
vermietet, knapp 40,0 % mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Über die
lfte davon entfiel mit 30.130!m² auf die Innere Stadt, gefolgt von Prater,
Wienerberg und Donaucity. Die Leerstandsquote stieg leicht auf 3,9 % und blieb
damit weiterhin niedrig. Zentrale und gut angebundene Lagen sowie nachhaltige
Gebäudestandards bleiben wesentliche Entscheidungskriterien. Die Spitzenmiete
blieb stabil bei rund EUR 28,50/m², während die durchschnittliche Miete bei
EUR 17,20/m² lag. Im Bürosegment wird für 2026 mit einem Neubau-
fertigstellungsvolumen von etwa 91.000!m² und einer Vermietungsleistung von
rund 150.000!m² gerechnet.
Quellen: CBRE, Vienna Research Forum
Ausrichtung als Sachwert- und Kapitalmarktspezialist
Als Kapitalmarktspezialist setzt die Bank auf fundierte Kapitalmarktkompetenz
bestehend aus professioneller Vermögensberatung und -verwaltung mit einem
konzerneigenen Fondsmanagement, sowie auf maßgeschneiderte Kapitalmarkt-
bzw. Emittenten-Dienstleistungen. Aktien-Brokerage mit globalen Börse-
Zugängen runden das Programm ab. In diesem Segment konnte die Bank ihren
Kunden, insbesondere in Zeiten bewegterrkte, einen klaren Mehrwert bieten.
Besonders durch die integrierte Angebotskombination, bestehend aus Emittenten-
Dienstleistungen, in Verbindung mit Brokerage und Depotservice mit Fokus auf
das KMU-Segment, ist es der Bank gelungen, eine spezielle Nische zu besetzen
und sich mit einem klaren Profil am Markt zu positionieren.
Auf Basis einer Kombination aus Veranlagungsmöglichkeiten und Finanzierungen
rund um Immobilien bietet die Wiener Privatbank eine integrierte Wert-
schöpfungskette aus einer Hand. Gerade in unsicheren Zeiten ermöglicht die Bank
ihren Kunden damit den Zugang zu einer werthaltigen Veranlagungsform mit
gewissem Inflationsschutz und bietet gleichzeitig maßgeschneiderte
Finanzierungslösungen.
Dabei erönet die Wiener Privatbank interessierten Anlegern sowohl die Möglich-
keit ihr Kapital mit Substanzwerten zu sctzen als auch in Anlageobjekte mit

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Jahresabschluss
Lagebericht
192
stillen Reserven und somit künftigem Gewinnpotenzial zu investieren. In ihrer
Ausrichtung setzt die Bank auf eine Symbiose aus "Wiener Zinshaustradition" und
aktuellen Trends, indem die Bank ihren Kunden Chancen für stabile Veranlagungen
im Immobilienbereich bietet und gleichzeitig marktabhängig Perspektiven für
Kapitalmarktchancen erönen. Damit ist die Bank angebotsseitig für jede
Marktphase gut gerüstet und die Positionierung als bevorzugter Partner für KMUs
bei Kapitalmarktpositionen wird gefestigt. Die Wertschöpfung für die Bank und
ihre Kunden wird durch die enge Verschränkung zwischen Kapitalmarktdienst-
leistungen, Depotgeschäft und Brokerage kontinuierlich ausgebaut.
Geschäftsentwicklung, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme stieg im Jahresvergleich von EUR 287 Mio. auf EUR 302 Mio.,
wobei die Bilanzstruktur deutlich liquider wurde. So stieg vor allem das Guthaben
bei Zentralnotenbanken von EUR 91 Mio. in 2024 auf EUR 130 Mio. an, wobei dies
vorwiegend auf den Anstieg der Verbindlichkeiten Kunden von EUR 247 Mio. auf
EUR 263 Mio. zurückzuführen ist. Tilgungen von Schuldtiteln öentlicher Stellen
iHv EUR 7 Mio. führten ebenso zu einem Liquiditätszuwachs. Zu einem erwarte-
ten geringen Liquiditätsabfluss kam es im Bereich Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten von EUR 1 Mio. auf EUR 0.
Die Wiener Privatbank SE verfügt also über komfortable Liquiditätsreserven.
Nach Abzug von neuangeschaten US Treasuries, iHv. EUR 8,6 Mio. welche 2025
in der Position Forderung Kunden ausgewiesen wird (die Abläufer waren im Jahr
2024 noch unter festverzinsliche Wertpapiere IHv. EUR 9,5 Mio ausgewiesen),
lagen die Forderungen an Kunden auf einem Tiefstand von EUR 46,1 Mio., was je-
doch einem vorübergehenden taktischen Abbau von Kreditrisiken geschuldet ist.
Der Nettozinsertrag sank aufgrund des oben genannten taktischen Abbaus von
Kreditrisiken und eines generell sinkenden Zinsumfeldes von EUR 9,94 Mio. auf
EUR 6,08 Mio.. Das Provisionsergebnis blieb abseits dessen jedoch Großteils
stabil. Die Erträge aus Finanzgeschäften erzielten ein leicht positiveres Ergebnis
iHv. EUR 0,53 Mio. gegenüber EUR 0,43 Mio. im Vorjahr. Die sonstigen betriebli-
chen Erträge stiegen aufgrund von Einmaleekten von EUR 0,76 Mio. im Vorjahr
auf EUR 4,90 Mio. Aufgrund gesunkener Personal- jedoch gestiegener Sachauf-
wendungen blieben die Verwaltungsaufwendungen nahezu ident, während die üb-
rigen Aufwendungen von insgesamt EUR 0,44 Mio. auf EUR 0,95 Mio. wegen ei-
ner Vorsorge oener Verfahren gestiegen sind. Aufgrund der Ausläufer der Ver-
werfungen am Immobilienmarkt vom Vorjahr kam es noch zu einem moderaten
Wertberichtigungsbedarf (wie prognostiziert weit unter dem Vorjahresniveau),
sowie der Abwertung von Wertpapierbeständen.
Die Wiener Privatbank erzielte nach dem sehr schwierigen Jahr 2024 damit er-
freulicherweise wieder ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(EGT) in Höhe von EUR 0,18 Mio. (gegenüber EUR -12,95 Mio. in 2024).

Graphics
193
Jahresabschluss

Lagebericht



Finanzielle Leistungsindikatoren
Starke Kapitalbasis
Die Wiener Privatbank kann per 31. Dezember 2025 weiterhin auf sehr solide
Kapitalkennzahlen verweisen. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 27,81
% (VJ: 22,46 %).
Die Ertragskennzahlen*
)
der Wiener Privatbank verbesserten sich im Geschäfts-
jahr 2025 wie folgt: Die Cost-Income-Ratio (CIR) betrug 95,95 %, nach 98,75 %
im Jahr 2024. Der Return on Equity (ROE) lag bei 0,20 % (2024: -27,04 %) und
der Return on Assets (ROA) belief sich auf 0,03 %, nach -3,49 % im Jahr 2024.
*
)
CIR: Betriebsaufwendungen ÷ Betriebserträge (um Zinsen ausgefallener Kredite bereinigt),
ROE: Jahres-überschuss ÷ ø Eigenkapital, ROA: Jahresüberschuss ÷ ø Bilanzsumme
Risikobericht
Im Zentrum der Risikopolitik der Wiener Privatbank SE steht der Grundsatz
eines ausgewogenen Verhältnisses von Risiko und Rendite. Die allgemeine Risiko-
situation im Geschäftsjahr 2025 war geprägt von den geopolitischen Konflikten in
Verbindung mit unkonventionellen Zollpraktiken und den damit einhergehenden
makroökonomischen Folgewirkungen, mit denen erhebliche Herausforderungen in
der internen Risiko- und Ertragssteuerung gegeben waren. In diesem Zusammen-
hang wurde wieder das höchste Augenmerk auf die systematische Überwachung
und Weiterentwicklung der Indikatoren und Verfahren zur Identifikation, Messung
und Steuerung der Risiken gelegt. Der eektive Umgang mit Risiken sowie die
frühzeitige Identifikation und Realisierung von Chancen wird durch eine eigene
Risikomanagementabteilung kontrolliert.
Den wesentlichen Risiken tritt die Wiener Privatbank SE wie in der folgenden
Tab el l e b e sc hr i e b en e n tg e g en :

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
194
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Marktrisiko
Veränderung von Bewertungs-
parametern wie Wertpapierkurse
oder Credit Spreads
Belastung des Jahresergebnisses
durch Wertveränderungen
Laufendes Monitoring
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und Be-
wertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Liquiditätsrisiko
Mangelnde Möglichkeiten zur
Beschaung von Finanzmitteln zur
Begleichung von Verpflichtungen
Eingeschränkte
Investitionsmöglichkeiten
Belastung der Liquiditätsposition
durch Abflüsse liquider Mittel
Laufende Liquiditätsüberwachung
und -steuerung im Treasury
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Stress-Te s t s
Vorhaltung eines Liquiditäts-
puers
Diversifizierung der
Refinanzierungsquellen
Kreditrisiko
Ausfall von Kreditnehmern bzw.
Gegenparteien
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen / Di-
rektabschreibungen
Umfassende Bonitätsprüfung und
regelmäßiges Monitoring der
Kreditnehmer
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Beteiligungsrisiko (als Teil des Kreditrisikos)
Abwertung des Beteiligungsansatzes
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen / Di-
rektabschreibungen
Jährliche Budgeterstellung
Laufende Managementgespräche
zur Beurteilung der wirtschaft-
lichen Situation
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Bonitätsrisiko
Verschlechterung der Bonität bzw.
Zahlungsfähigkeit von Kunden
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen /
Marktwertveränderung
Umfassende Bonitätsprüfung und
regelmäßiges Monitoring der
Kreditnehmer
Zinsänderungsrisiko
Veränderung der Marktzinsen
Veränderung des Werts von
Finanzinstrumenten
Belastung des Jahresergebnisses
Geringe Fristentransformation
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Sensitivitätsanaly-
sen in den Dimensionen
Barwertveränderung und
Zinsergebnis
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
195
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Operationelles Risiko
Fehlerhafte interne Prozesse
Te c h n o l o g i e v e r s a g e n
Katastrophen bzw. externe Ereignisse
IKT und Cyberrisiken
Belastung des Jahresergebnisses
durch Wertveränderungen
Laufende Weiterentwicklung des In-
ternen Kontrollsystems (IKS)
Regelmäßige Risikoanalysen und Bu-
siness Impact Analysen (BIA)
Laufende Entwicklung und Überarbei-
tung von Arbeitsrichtlinien und
-anweisungen
hrung einer Verlustdatenbank
Strategieworkshops und
Schulungsmaßnahmen
Vorhalten eines Notfallplanes
Immobilienrisiko
Konzentrationsrisiko im Zusammen-
hang mit dem Geschäftsmodell
Belastung des Jahresergebnisses
Definition von Risikoleitlinien für
Immobilienengagements
Klar festgelegte Limits
Umfassende Bewertung mittels
Immobilienrating
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko
Schwankung des Ertragsprofils auf-
grund reduzierter laufender Einnahmen
Belastung des Jahresergebnisses
Jährliche Budgeterstellung
Laufendes Management Reporting
zur Beurteilung der wirtschaftlichen
Situation
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Die Wiener Privatbank SE war zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen sonstigen
Risiken, wie u.a. Währungsrisiken, ausgesetzt. Die rechtlichen Risiken werden
durch eine eigene Rechtsabteilung, sowie durch Kooperation mit unabhängigen
Rechtsanwälten überwacht und minimiert.
Der Vorstand hat Ende 2025 keine bestandsgefährdenden oder anderen ernst-
haften Risiken für die Wiener Privatbank SE identifiziert. Das vorherrschende
makroökonomische Umfeld wird für das Risiko- und Ertragsprofil bestimmend
und im neuen Geschäftsjahr 2026 spürbar bleiben. Über einen nachlassenden
Lohndruck wird grundsätzlich eine geringere Inflationsdynamik erwartet, womit in
Kombination mit einer nachlassenden restriktiven Wirkung der Geldpolitik auf die
Konjunktur die Zinserwartungen im Euro-Raum bis vor Kurzem als stabil bewertet
wurden. Zuletzt gab es jedoch deutliche Volatilität, speziell betreend Zins- und
Inflationsprognosen. Die weiteren Entwicklungen der Kapitalmärkte, sowie die
volks- und realwirtschaftlichen Auswirkungen werden stark von der Dauer und
dem weiteren Verlauf der für unsere Region relevanten kriegerischen Konflikte in
Verbindung mit den geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und den real-
politischen Maßnahmen der Regierungen direkt beeinflusst. Die Auswirkungen
des Krieges im Iran sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht
final abschätzbar. Die Wiener Privatbank SE ist in der Region nicht engagiert, je-
doch können indirekte Eekte, insbesondere negative Auswirkungen auf

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
196
volkswirtschaftliche Kennzahlen natürlich auch Einfluss auf die Wiener Privatbank
SE haben. Von einer spürbaren Entspannung ist voraussichtlich erst bei einer
nachhaltigen Deeskalation zwischen den Konfliktparteien und einer fortwährend
spürbaren Erholung der Volkswirtschaften auszugehen.
Makroökonomische Prognosen zeigen zum Zeitpunkt der Berichterstellung für das
Jahr 2026 ein moderates Wirtschaftswachstum im Euro-Raum (WKO-Statistik
vom November 2025 auf Basis Zahlen der EU-Kommission), aber weiterhin ein
fragiles wirtschaftliches Umfeld. Für Österreich prognostizieren WIFO und IHS für
2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,2!% bzw. 1,0!% (Konjunkturprognosen des
WIFO/IHS vom Dezember 2025).
Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat Ende März ihre Prognose bereits an
die neue geopolitische Situation angepasst und erwartet für Österreich nur noch
ein BIP-Wachstum von 0,5 % (zuvor +0,8 %). Die Inflationsentwicklung wird
2026 stark vom weiteren Verlauf des Iran-Kriegs abhängen. Zuletzt hob die EZB
ihre Prognose für das laufende Jahr in der Eurozone deutlich um 0,7 Prozentpunkte
auf 2,6 % an. Auch die wirtschaftliche Entwicklung bleibt also durch
geopolitische Risiken (Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt), volatile Energiepreise und
eine schwache internationale Industriekonjunktur geprägt.
In österreichischen Banken zeigten sich insbesondere im Gewerbeimmobilien
(CRE)-Segment branchenweit weiterhin erhöhte CRE-NPL-Quoten. Vor diesem
Hintergrund bleibt die Diversifizierung der Ertragsstruktur sowie eine proaktive
Risikosteuerung für das Geschäftsjahr 2026 zentral.
In diesem schwierigen unternehmerischen Umfeld für Kreditnehmer und ver-
haltener Entwicklung der Immobilienmärkte ist von einem fortlaufend erhöhten
Insolvenzaufkommen auszugehenim Jahr 2025 waren diese Entwicklungen auch
im Kreditbuch der Wiener Privatbank SE, wenn auch in signifikant geringerem
Ausmaß als im Geschäftsjahr 2024, zu spüren. Die NPL-Quote beträgt zum
31. Dezember 2025 rd. 7,70 % (VJ: 6,92 %), ein Abbauplan zur Reduktion not-
leidender Kundenforderungen wurde implementiert und die getroenen
Maßnahmen werden konsequent verfolgt. Im neuen Geschäftsjahr 2026 werden
daher laufende Anstrengungen zur Diversifizierung der Ertragsstrukturen verstärkt
fortgeführt und bestehende Risiken engmaschig überwacht und proaktiv
gesteuert. Auf Grund der hohen Kernkapital- und Liquiditätsquoten ist die Bank
hierfür weiterhin bestens gerüstet.
Die Wiener Privatbank SE ist in den vom Ukraine-Konflikt betroenen Regionen
vor Ort nicht präsent. Es besteht somit kein nennenswertes Engagement mit
Russland-Bezug im Kreditportfolio (gleiches gilt für den Nahen Osten) und die
Bank ist somit von der Ukraine-Krise wirtschaftlich hauptsächlich indirekt über
Sekundäreekte betroen. Die seit Februar 2022 anhaltenden kriegerischen
Aggressionen der Russischen Föderation gegen die Ukraine führten zu weit-
reichenden Sanktionen von Regierungen zahlreicher Staaten, einschließlich der
Europäischen Union. Die gesetzten Sanktionsprogramme, die in erster Linie auf
die Schwächung der russischen Wirtschaft abzielen, wurden von der Wiener
Privatbank SE im vollen Umfang umgesetzt.

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
197
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
Nach üblichen Bankenstandards werden Risiken über das Risikomanagement
identifiziert, gemessen und gesteuert. In der Wiener Privatbank SE ist eine klare
Tr e n n un g z wi s c h e n d e n Ma r k ta b t e i l u n g e n u n d d e r Ri s i k o b e u r t e i lu n g / Ri s i k o -
kontrolle implementiert. Die Grundsätze und Methoden r das Management
betriebswirtschaftlicher Risiken sind in Handbüchern und internen Richtlinien
festgelegt. Das Risikomanagement der Wiener Privatbank SE ist dem Vorstand
Marktfolge zugeordnet.
Das Kreditrisiko inklusive dem Beteiligungsrisiko ist das größte Risiko, mit dem die
Wiener Privatbank SE konfrontiert ist. Die Marktfolgeabteilungen beurteilen alle
Finanzierungs- und Beteiligungsanträge (Grundsatz der Doppelvotierung ent-
sprechend den Mindeststandards für das Kreditgeschäft der FMA) und
bestätigen, auf Basis der im Einsatz befindlichen Modelle, die mindestens jährlich
neu zu erstellenden Bonitätsbeurteilungen. Darüber hinaus werden Engagements
mit erhöhtem Risikoprofil identifiziert und gemeinsam mit der betreuenden Mark-
tabteilung Maßnahmen zur Risikoreduktion vereinbart. Anhand eines Ampel-
systems innerhalb einer Watch-Loan-List werden diese Engagements laufend
überwacht.
Direktes Kreditgeschäft mit natürlichen oder juristischen Personen aus Russland
und Belarus besteht keines. Gleiches gilt für Personen aus dem Nahen Osten.
Kreditengagements, die potenziell indirekt von der aktuellen Situation in der
Region betroen sein können, werden laufend überwacht Aus heutiger Sicht ist
von keiner besonderen Betroenheit auszugehen. Neben dem Kreditrisiko wird in
den Hauptrisikoarten zwischen Markt-, Liquiditäts-, Geschäfts- und operationel-
len Risiken unterschieden. Die Messung des Markt- und Geschäftsrisikos erfolgt in
Form des Value at Risk. Um die ungünstigen Eekte extremer Marktbewegungen
zu simulieren, werden Stress-Te s t s d u rchg e f ü h r t . Zur Sicher s t e l l u n g e i ner ausr e i -
chenden Liquidität auch in adversen Szenarien wird in der Steuerung ein
Liquiditätspuer vorgehalten, der regelmäßig angepasst und über Stress-Te s t s
validiert wird. Dem operationellen Risiko wird über ein umfassendes internes
Kontrollsystem (IKS) und laufende Risikoanalysen begegnet. Das Immobilienrisiko,
sowie das Konzentrationsrisiko manifestieren sich hauptsächlich in den genannten
Hauptrisikoarten. Es bestehen klare Leitlinien und Limitierungen zur Begrenzung
und Steuerung dieser Risiken. Die zentrale Steuerungsgröße im Zusammenhang
mit dem Risikomanagement ist das ökonomische Eigenkapital. Eine Risiko-
tragfähigkeitsrechnung stellt die Gesamtrisikoposition in einer ökonomischen
Betrachtung dar.
Auch im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist ein internes Kontroll-
system (IKS) im Einsatz. Die Kontrollen werden durch entsprechende organisato-
rische Maßnahmen, die in die Unternehmensprozesse integriert sind, gewährleis-
tet. Die für die Rechnungslegung und das Controlling zuständige Einheit ist unab-
hängig von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Markteinheit der Bank. Die
Bank verfügt über Funktionstrennungen bei der Buchungseingabe und der an-
schließenden Buchungsfreigabe in das zentrale IT-System. Personen aus den
Marktbereichen können keine Buchungsfreigaben tätigen. Somit zählen das

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
198
4-Augen-Prinzip, Zugrisbeschränkungen im IT-Bereich und Zahlungsrichtlinien
zu den präventiven Kontrollen. Arbeitsrichtlinien enthalten Regelungen, die einen
korrekten Arbeitsablauf garantieren und sicherstellen, dass betriebliche Vornge,
die regelmäßig anfallen, einheitlich abgewickelt werden. Stellenbeschreibungen
enthalten genaue Beschreibungen des Aufgabenbereiches des jeweiligen Mitar-
beiters, sowie die personelle Zuordnung. Regelmäßig erfolgen Prüfungen der
Konten und deren Bewertungen.
Die internen Kontrollsysteme (IKS) und das Risikomanagement werden von der
dem Vorstand unterstellten Abteilung Interne Revision überprüft.
Derivate Finanzinstrumente
Hinsichtlich dieses Punkts wird auf den Anhang verwiesen.
Forschung und Entwicklung
Aufgrund der Geschäftstätigkeit als Bank sind Forschung und Entwicklung nicht
in einer eigenen F&E-Abteilung angesiedelt. Es werden daher auch keine eigenen
Mittel für Forschung und Entwicklung aufgewendet oder ausgewiesen.
Aktien der Gesellschaft und Stellung der Aktionäre
Das Grundkapital der Wiener Privatbank SE betrug zum 31. Dezember 2025
unverändert EUR 11.360.544,15 und war in 5.004.645 Stückaktien eingeteilt. Der
auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals belief sich
damit unverändert auf EUR 2,27.
Sämtliche Aktien sind in einer veränderbaren Sammelurkunde verbrieft, die bei
der Österreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft, Am Hof 4, 1010 Wien, als
Wertpapiersammelbank hinterlegt ist. Eine Einzelverbriefung der Aktien ist
satzungsgemäß ausgeschlossen. Alle zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien
der Gesellschaft sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Die ISIN der
Aktien lautet AT0000741301. Im Geschäftsjahr 2025 waren gemäß IAS 33.30
durchschnittlich 5.004.645 Aktien im Umlauf. Jede Aktie gewährt das Recht zur
Teilnahme an der Hauptv e rsammlung und zur Ausübu n g des Stimmr e c h t s , wobei
jede Aktie eine Stimme gewährt. Kein Aktionär verfügt daher über besondere
Kontrollrechte. Stimmrechtsbeschnkungen aufgrund von Vereinbarungen
zwischen Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt.

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
199
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 hielten die Kernaktionäre folgende Anteile:
Mit einem Anteil von 16,61 % war die K5 Beteiligungs GmbH weiterhin größter
Aktionär der Wiener Privatbank. Die Kerbler Holding GmbH hielt 7,38!%, während
die Lehar Schlössl Besitz GmbH 3,39!% der Anteile besaß.
Zu den weiteren bedeutenden Aktionären gehörte Kirill Klinberg mit einem Anteil
von 9,55!%. Die Aventure Capital AG war mit 8,64!% vertreten. Die Gesellschaft
ZLT a.s. sowie die Shanfari Investment Co. L.L.C. hielten jeweils 9,90!% der Aktien.
Darüber hinaus besaßen die Deal Services s.r.o. 5,24!%, die Ficron Finance Limited
7,06!% und ADNORA INVEST CE a.s. 5,79!%.
Der verbleibende Aktienanteil von 16,54 % befand sich im Streubesitz.
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Hauptversammlung gewählt.
Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen oder zwei
Stellvertreter. Sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen
über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrats betreen
§ 10 Pkt. 4 der Satzung, wonach, für die Abberufung von Mitgliedern des
Aufsichtsrats vor Abschluss der Funktionsperiode eine Mehrheit von drei Viertel
der abgegebenen gültigen Stimmen auf der Hauptversammlung erforderlich ist.
Im Geschäftsjahr 2025 kam es zu Rücktritten im Aufsichtsrat. Mit 27. Juni 2025
legten Herr Dr. Gottwald Kranebitter sowie Herr Mag. Johann Kowar ihr
Aufsichtsratsmandat zurück, sodass mit 28. Juni 2025 die Ersatzmitglieder des
Aufsichtsrates, Herr Jay Johnston und Herr Christian Briker in den Aufsichtsrat
nachrückten. Mit Wirkung 9. September 2025 legte Herr Heinz Meidlinger seine
Funktion als Aufsichtsrat zuck, wobei ab diesem Zeitpunkt der Aufsichtsrat
anstelle von fünf nur mehr aus vier Mitgliedern bestand. Mit Wirkung
24. Dezemer 2025 schied Herr Christian Briker aus dem Aufsichtsrat aus,
wodurch die sich die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder auf drei reduzierte.
Der Vorstand der Wiener Privatbank SE bestand im Geschäftsjahr 2025 aus
Eduard Berger und Mag. Stefan Selden.
Mitarbeiter
Die Wiener Privatbank SE legte auch im Geschäftsjahr 2025 Wert darauf, die
fachliche Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter laufend auszubauen. In der
Berichtsperiode wurden EUR 74.996,29 in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
investiert. Dies bedeutet ein um ca. 16,0 % höheres Aus- und Weiterbildungs-
budgets für die Mitarbeiter der Wiener Privatbank SE verglichen mit dem Jahr
2024. Auf Basis einer flachen Hierarchie bietet die Wiener Privatbank SE ihren
Mitarbeitern individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, sowie ein erfolgs- und

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
200
leistungsabhängiges Bonusmodell. Bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern setzte
die Wiener Privatbank auch 2025 auf einen mehrstufigen Selektionsprozess, der
sicherstellt, dass die hohen Qualitätsanforderungen in allen Abteilungen erfüllt
werden. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Jahr 2025 bei Arbeits-
kräften in Vollzeit (Full-Time Equivalent, FTE) 65,11 bzw. im Hinblick auf die
Mitarbeiteranzahl (Headcounts, HC) 72. Verglichen mit dem Jahr 2024 bedeutet
dies eine Senkung des Personalstandes auf HC-Basis um 5,26 %. Die Wiener
Privatbank SE bietet ebenfalls den Mitarbeitern unterschiedliche Sozialleistungen
an. Im Jahr 2025 wurden in Summe EUR 79.019,38 als individueller Essens-
zuschuss gewährt. Ebenfalls wurde im Sinne der Nachhaltigkeit ein sogenanntes
Jobticket für Mitarbeiter angeboten. Die Ausgaben dafür betrugen EUR 16.135,84.
r Arbeitsmedizin, -psychologie und die Sicherheitstechnische Betreuung
beliefen sich die getätigten Ausgaben im Jahr 2025 auf EUR 14.408,44.
Ein weiterer Benefit sind Beitragszahlungen in eine Pensionskasse. In Summe
wurden dafür EUR 158.054,68 aufgewendet.
Nachhaltigkeit
Die Wiener Privatbank SE sieht Nachhaltigkeit nicht als Muss sondern als Chance,
einen wesentlichen Beitrag für eine Neuorientierung zu einer nachhaltigen Finanz-
wirtschaft zu leisten, von der Kunden und Dienstleister gleichermaßen profitieren
werden.
Erklärtes Ziel der Wiener Privatbank SE ist es, sowohl auf Unternehmens- als auch
auf Produktebene nachhaltiger, CO
2
-schonender und ressourcenezienter zu
werden. Dafür wurde die Verantwortungr „Sustainable Finance“ einerseits in der
Stelle Product Governance im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von Wertpapieren
und den Abgleich zu den Kundenpräferenzen, sowie andererseits in der Stelle
Risikomanagement im Hinblick auf eine regelmäßige Analyse der Nachhaltigkeits-
risiken und Ableitung von geeigneten Mnahmen je Geschäftsbereich oder für
das Unternehmen selbst verankert.
Die regulatorischen Rahmenbedingungen für Banken im Bereich ESG führten in
den letzten Jahren zu Anpassungen von Prozessen in vielen Arbeitsbereichen der
Wiener Privatbank SEintern und auch gegenüber dem Kunden. Diese Prozesse
werden laufend evaluiert und angepasst. Hinsichtlich der Nachhaltigkeits-
berichterstattung wird auf den Konzernlagebericht verwiesen.
Zum Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)“
setzte die Wiener Privatbank SE auch in den vergangenen Jahren verschiedene
Initiativen: Ein regelmäßiges Gesundheitsangebot für Mitarbeiter, welches neben
diversen Impfaktionen auch Schwerpunkte zur gesunden Ernährung und
Möglichkeiten der Inanspruchnahme externer psychologischer Unterstützung bei
besonderen Stresssituationen beinhaltete. Darüber hinaus wurde schwerpunkt-
mäßig eine „Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz“ mit dem
externen Anbieter zur Arbeitsmedizin- und -psychologie durchgeführt.
Entsprechende Optimierungen und Verbesserungsmaßnahmen wurden aus-

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
201
gehend von dieser Evaluierung erfolgreich implementiert. Weiters wird allen
Mitarbeitern ein Jobticket der Wiener Linien zur Verfügung gestellt und ab
einjähriger Unternehmenszugehörigkeit werden Mitarbeiter auch in eine eigene
Pensionskasse aufgenommen. Weitere Mnahmen erfolgten bezogen auf die
Resilienz von Mitarbeitern und Führungskräften durch regelmäßige Management-
Team-Meetings und diverse Mitarbeiterveranstaltungen zur Stärkung der
Corporate Culture.
Product Governance berücksichtigt Nachhaltigkeitskategorien sowohl beim
Aufsetzen von neuen Finanzprodukten sowie bei deren Überwachung und zeigt
dies auch im Beratungsuniversum für Private Banking an. Auch im Produkt-
einführungsprozess wird die Nachhaltigkeit eines neuen Produktes überprüft.
Ebenso nimmt die Wiener Privatbank SE nachhaltige Aspekte in ihre Produkt-
gestaltung und Dienstleistungen auf: Das Asset Management der Wiener
Privatbank SE, durch ihr Tochterunternehmen Matejka & Partner Asset
Management GmbH, berücksichtigt bei ihren Fondprodukten gemäß
Art. 8 der Oenlegungsverordnung für die Wiener Privatbank SE die ökologischen
und sozialen Merkmale sowie die wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf die
Nachhaltigkeitsfaktoren. Aktuell prüft Matejka & Partner eine verstärkte
strategische Ausrichtung auf das Thema „Impact“-Investment.
Im Gesprächsprotokoll wird dem Kunden auf Portfolioebene der von ihm
gewünschte und der tatsächliche nachhaltige Mindestanteil angezeigt. Bei jedem
Kauf erhält der Kunde auch Nachhaltigkeitsinformationen des Produkts.
Corporate Governance-Bericht
Der konsolidierte Corporate Governance-Bericht für das Geschäftsjahr 2025
wurde erstellt und ist auf der Website der Wiener Privatbank SE unter
https://www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/corporate-governance abrufbar.
Zweigniederlassung
Die Wiener Privatbank verfügt zum Bilanzstichtag und während des Geschäfts-
jahres über keine Zweigniederlassungen.
Ausblick
Nach dem sehr schwierigen Jahr 2024 hat es die Wiener Privatbank 2025 im
UGB-Einzelabschluss wieder in die Gewinnzone geschat. Im Konzern wurde auf-
grund der zyklisch schwächeren Ergebnisse der Töchterunternehmen ein über-
schaubarer Verlust erwirtschaftet.

Graphics
202
Jahresabschluss

Lagebericht

Die Bank hat - aufgrund der Verwerfungen am Immobilienmarkt - ihr Kreditbuch
bereits ab 2024 speziell in den höheren Risikokategorien deutlich zurückgefahren
und die Vergabe von immobilienlastigen Krediten im Mezzanin-Bereich zuletzt
komplett ausgesetzt.
Ende 2025 lagen die Forderungen an Kunden daher deutlich unter den Werten der
Vorjahre. Dieser taktische Abbau von Kreditrisiken war, trotz dadurch verursachter
geringerer Zinserträge, in der aktuellen Marktphase richtig. Parallel wurden neue
attraktive Nischen im Kreditgeschäft identifiziert und Policies, Tools sowie
fachliche Expertise r ein zukünftiges nachhaltiges Kredit-Wachstum definiert,
bzw. aufgebaut.
Der Risikoappetit der Wiener Privatbank SE wird weiterhin regelmäßig an die
Marktgegebenheiten und die Risikotragfähigkeit angepasst.
Das Jahr 2026 ist bisher von einem nachhaltig schwachen wirtschaftlichen Um-
feld in Österreich geprägt. Die multiplen weltweiten Krisen sorgen r allgemeine
Unsicherheit in vielen Bereichen. Am, für die Wiener Privatbank SE wichtigen,
Immobilienmarkt sah die die Bank bereits 2025 leichte Aufwärtstrends, welche
sich Anfang 2026 fortsetzen. Negative Auswirkungen, u. a. aufgrund der nach wie
vor verhältnismäßig hohen NPL-Bestände in Banken, insbesondere im gewerb-
lichen Immobiliensegment können allerdings nicht ausgeschlossen werden.
Nach dem Verlustjahr 2024 und der Stabilisierung 2025 geht die Wiener
Privatbank im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld von einem herausfordernden
Geschäftsjahr 2026 aus.
Die Wiener Privatbank SE legt weiterhin großen Wert auf eine starke Kapital-
und Liquiditätsausstattung, was die Entwicklung der weiterhin sehr robusten
Kernkapitalquote und der Liquiditätskennzahlen deutlich zum Ausdruck bringen. Die
Kernkapitalquote (CET1) konnte von 22,46 % 2024 auf 27,81 % 2025 und die LCR
von 1.668 % auf 1.751 % ausgebaut werden.
Somit steht die Bank nicht nur auf sicheren Beinen, sondern ist auch für die
Chancen und Herausforderungen des aktuellen Marktumfeldes gut gerüstet.
Kundennähe ist in der Wiener Privatbank SE ein wichtiges Qualitätsmerkmal,
um insbesondere in bewegten und herausfordernden Marktphasen die richtigen
Lösungen in Finanzierungs- und Veranlagungsthemen gemeinsam mit den Kunden
zu finden.
Zu den Kerndienstleistungen der Bank hlen im Finanzierungsbereich nach wie
vor Projektfinanzierungen im Immobilienbereich (mittlerweile deutlich selektiver
und Großteils im besicherten Bereich) sowie Lombardkredite mit klar definierten
Rahmenbedingungen, um dem geänderten Marktumfeld Rechnung zu tragen.
Weiters hat die Bank spezielles Know-How für selektiv ausgewählte Spezial-
finanzierungen entwickelt, welche ein sehr attraktives Risiko-/Ertragsprofil auf-
weisen. Die ersten Finanzierungen wurden Anfang 2026 auf den Weg gebracht
und dieser Bereich soll 2026 weiter ausgebaut werden.

Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
203
Im Veranlagungsbereich setzt die Bank weiterhin auf ihre Kernkompetenz bei
Aktienveranlagungen, wenngleich das hauseigene Asset Management der Bank
auch darauf abzielt, im Produktangebot die Chancen des sich verändernden Zins-
umfeldes ebenfalls zum Vorteil der Kunden zu nutzen. Darüber hinaus kann die
Bank auch künftig auf eine reichhaltige Auswahl an „Betongold“ zurückgreifen, um
sowohl Anlegern als auch Eigennutzern Zugang zu interessanten Immobilien zu
verschaen. Ebenfalls für Kunden im Programm stehen Festgeldveranlagungen zu
attraktiven Konditionen.
r kapitalmarktane KMU bleibt die Bank ein kompetenter und umsetzungs-
starker Partner, wenn es um die Strukturierung und Begleitung von Aktien- und
Anleiheemissionen inklusive Börselistings und Zahlstellenfunktionen geht. Hier
schärfte die Wiener Privatbank SE nicht zuletzt durch gezielte Kooperationen mit
Partnern r innovative Kapitalmarkt-Emissions-Lösungen 2025 weiter ihr Profil
als absoluter Kapitalmarkt-Experte für den KMU-Bereich. Die Bank erweitert
dadurch auch ihre Produktpalette, um ihren Kunden in möglichst vielen Bereichen
Lösungen anbieten zu können. Im Sinne einer durchgängigen Wertschöpfungs-
kette runden Custody- und Brokerage-Dienstleitungen das Angebotsprogramm
der Bank ab.
Mit diesem Leistungsangebot sieht sich die Wiener Privatbank SE weiterhin gut
positioniert, um ihren Kunden in jeder Marktsituation ein ausgewogenes und wert-
stiftendes Spektrum an Dienstleistungen anbieten zu können.
Wien, am 2. April 2026
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! MAG.!
EDUARD MICHAEL STEFAN
BERGER MUNTERL SELDEN
MITGLIED!DES!VORSTANDES! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!!! ! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!

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Jahresabschluss
Lagebericht
204
JAHRESABSCHLUSS
Bilanz

Graphics
205

Graphics
Jahresabschluss
Bilanz
206
Bilanz zum 31. Dezember 2025
Aktiva
31.12.2025
31.12.2024
EUR
EUR
TEUR
TEUR
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken
129.850.607,41
90.542
2. Schuldtitel öentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen
sind
a) Schuldtitel öentlicher Stellen und ähnliche
Wertpapiere
28.751.673,20
35.694
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig
21.039.843,73
16.004
b) sonstige Forderungen
48.233.390,53
69.273.234,26
63.362
79.366
4. Forderungen an Kunden
54.358.380,14
52.100
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
b) von anderen Emittenten
953.700,00
953.700,00
10.424
10.424
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
3.306.298,34
3.800
7. Bete ili gungen
2.973.930,18
2.974
8. Anteile an verbundenen Unternehmen
6.527.635,27
6.528
9. Immaterielle Vergensgegenstände
des Anlagevermögens
775.069,12
425
10. Sachanlagen
128.073,74
149
11. Sonstige Vermögensgegenstände
3.324.222,26
3.555
12. Rechnungsabgrenzungsposten
479.288,92
277
13. Aktive latente Steuern
1.567.826,36
1.607
302.269.939,20
287.440
Posten unter der Bilanz
1. Auslandsaktiva
61.271.379,53
66.475

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Jahresabschluss

Bilanz

207
Passiva
31.12.2025
31.12.2024
EUR

EUR

TEUR

TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig
321,49
1.008
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
0,00
321,49
0
1.008
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) sonstige Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig
133.173.990,86
139.182
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
130.049.838,19
263.223.829,05
108.126
247.308
3. Sonstige Verbindlichkeiten
2.009.418,91
2.311
4. Rechnungsabgrenzungsposten
365.177,33
373
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Abfertigungen
438.917,43
514
b) ckstellungen für Pensionen
2.577.390,03
2.701
c) Steuerrückstellungen
0,00
0
d) sonstige
1.165.934,03
4.182.241,49
811
4.026
6. Gezeichnetes Kapital
Nennbetrag
11.360.544,15
11.361
7. Kapitalrücklagen
gebundene
18.361.464,49
18.361
8. Haftrücklage gemäß § 57 Abs 5 BWG
2.686.591,22
2.687
9. Bilanzgewinn
80.351,07
5
302.269.939,20

287.441

Posten unter der Bilanz

1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der
Bestellung von Sicherheiten
4.692.571,42
5.867
2. Kreditrisiken
4.698.141,98
10.432
3. Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013
29.244.456,57
30.423
4. Eigenmittelanfoderungen gemäß Art 92 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Gesamtrisikobetrag)
105.163.641,44
135.444
darunter: Eigenmittelanfoderungen gemäß Art 92 Abs 1
lit a der Verordnung (EU) Nr Nr. 575/2013
27,8 %
22,5 %
lit b der Verordnung (EU) Nr Nr. 575/2013
27,8 %
22,5 %
lit c der Verordnung (EU) Nr Nr. 575/2013
27,8 %
22,5 %
5. Auslandspassiva
165.817.333,32
135.880

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Jahresabschluss
Bilanz
208
JAHRESABSCHLUSS
Gewinn- und Verlustrechnung

Graphics
209

Graphics
Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung
210
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2025
Gewinn- und Verlustrechnung 1/2
2025
2024
EUR
EUR
TEUR
TEUR
1. Zinsen und ähnliche Erträge
9.092.625,62
13.363
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren
789.039,34
448
2. Zinsen und ähnliche Anwendungen
-3.014.873,21
-3.420
I. Nettozinsertrag
6.077.752,41
9.943
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und
nicht festverzinslichen Wertpapieren
167.920,90
296
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
0,00
167.920,90
100
396
4. Provisionserträge
6.568.428,79
6.976
5. Provisionsaufwendungen
-1.039.821,09
-1.212
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften
529.927,12
426
7. Sons tige b etr iebl ich e Er trä ge
4.903.228,10
760
II. Betriebserträge
17.207.436,23
17.289
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
-6.791.782,73
-7.161
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale
Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge
-1.556.537,46
-1.513
cc) sonstiger Sozialaufwand
-144.023,47
-145
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung
-158.054,68
-195
ee) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Vorsorgekassen
-103.168,97
-394
-8.753.567,31
-9.408
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
-5.992.352,69
-14.745.920,00
-5.340
-14.748
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und
10 enthaltenen Vermögensgegenstände
-357.080,93
-234
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-955.576,21
-444
III. Betriebsaufwendungen
-16.058.577,14
-15.426
IV. Betriebsergebnis
1.148.859,09
1.863

Graphics
Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung
211
Gewinn- und Verlustrechnung 2/2
2025
2024
EUR
EUR
TEUR
11. Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführun-
gen zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und
für Kreditrisiken
-1.751.218,10
-15.733
12. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen
auf Forderungen und aus Rückstellungen für Eventual-
verbindlichkeiten und für Kreditrisiken
756.752,04
1.257
13. Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanz-
anlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und An-
teilen an verbundenen Unternehmen
-62.709,41
-682
14. Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die
wie Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteili-
gungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
91.200,00
348
V. Er geb ni s d er ge wöh nl ich en G esc häftstätigkeit
182.883,62
-12.947
15. Außerordentliche Erträge
0
1.000
darunter: Entnahmen aus dem Fonds für
allgemeine Bankrisiken
0,00
16. Steuern vom Einkommen und Ertrag
-107.902,98
1.657
VI. Jahresfehlbetrag/-überschuss
74.980,64
-10.290
17. Rücklagenbewegung
0,00
7.690
darunter: Auflösung der Haftrücklage
0,00
VII.Jahresverlust/-gewinn
74.980,64
-2.600
18. Gewinnvortrag
5.370,43
2.605
VIII. Bilanzgewinn
80.351,07
5

Graphics
Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung
212
JAHRESABSCHLUSS
Entwicklung des
Anlagevermögens

Graphics
213

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Jahresabschluss Entwicklung des Anlagevermögens
214
Entwicklung des Anlagevermögens
1. Jänner 2025 bis 31. Dezember 2025
Entwicklung zu Anschaungs- und Herstellungskosten
Kumulierte Abschreibung
Buchwerte
Posten des Anlagevermögens
Angaben in EUR
Stand
1.1.2025
Zugänge
Abgänge
Stand
31.12.2025
Stand
1.1.2025
Jahres-
abschreibung
Zuschrei-
bung
Abgänge
Gesamt
Stand
31.12.2025
Stand
31.12.2024
1. Schuldtitel öentlicher
Stellen und ähnliche WP
35.563.047,00
0,00
7.006.695,00
28.556.352,00
97.895,00
27.287,00
0,00
97.895,00
27.287,00
28.529.065,00
35.465.152,00
2. Forderungen an Kunden
1.000.000,00
0,00
0,00
1.000.000,00
1.000.000,00
0,00
0,00
0,00
1.000.000,00
0,00
0,00
3. Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere
953.700,00
0,00
0,00
953.700,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
953.700,00
953.700,00
4. Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
2.317.022,50
0,00
0,00
2.317.022,50
838.427,63
35.422,41
0,00
0,00
873.850,04
1.443.172,46
1.478.594,87
5. Beteiligungen
2.973.930,18
0,00
0,00
2.973.930,18
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
2.973.930,18
2.973.930,18
6. Anteile an verbundenen
Unternehmen
12.303.599,48
0,00
0,00
12.303.599,48
5.775.964,21
0,00
0,00
0,00
5.775.964,21
6.527.635,27
6.527.635,27
7. Immaterielles
Anlagevermögen
a) Lizenzen und Software
2.028.548,30
671.425,73
0,00
2.699.974.03
1.683.446,14
241.458,77
0,00
0,00
1.924.904,91
775.069,12
345.102,16
b) geleistete Anzahlung
79.594,48
19.898,62
99.493,10
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
79.594,48
2.108.142,78
691.324,35
99.493,10
2.699.974,03
1.683.446,14
241.458,77
0,00
0,00
1.924.904,91
775.069,12
424.696,64
8. Sachanlagen
a) Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.215.274,68
87.317,93
99.789,74
1.202.802.87
1.065.935,32
108.297,62
0,00
99.503,81
1.074.729,13
128.073,74
149.339,36
b) geringwertige
Vermögensgegenstände
0,00
7.039,61
7.039,61
0,00
0,00
7.039,61
0,00
7.039,61
0,00
0,00
0,00
1.215.274,68
94.357,54
106.829,35
1.202.802,87
1.065.935,32
115.337,23
0,00
106.543,42
1.074.729,13
128.073,74
149.339,36
58.434.716,62
785.681,89
7. 213.017,45
52.007.381,06
10.461.668,30
419.505,41
0,00
204.438,42
10.676.735,29
41.330.645,77
47.973.048,32

Graphics
Jahresabschluss Entwicklung des Anlagevermögens
215

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Jahresabschluss
Entwicklung des Anlagevermögens
216
JAHRESABSCHLUSS
Anhang zum Jahresabschluss

Graphics
Jahresabschluss
Entwicklung des Anlagevermögens
217
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Jahresabschluss
Entwicklung des Anlagevermögens
218
Graphics
219
JAHRESABSCHLUSS
Anhang zum Jahres-
abschluss für das
Geschäftsjahr 2025
I. Allgemeine Angaben
Die Wiener Privatbank SE hat ihren Geschäftsschwerpunkt in Österreich.
Die Hauptgeschäftsfelder sind Private Banking, Asset Management (Matejka &
Partner), Brokerage, Capital Markets, Unternehmens & Projektfinanzierung und
Immobilienprodukte & -projekte.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 wurde nach den Vorschriften
des UGB unter Beachtung der für Kreditinstitute relevanten Regelungen des
Bankwesengesetzes aufgestellt.
Die Bank gehört der Einlagensicherung AUSTRIA GesmbH (ESA) an.
Die Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten Kreis
von Unternehmen.
Die Wiener Privatbank SE hat als Medium für die Oenlegung gemäß Art. 431 .
CRR das Internet gewählt. Die Oenlegung ist auf der Website der Wiener
Privatbank SE unter www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/oenlegungen-ge-
meass-artikel-431 -crr dargestellt und begründet.
Der Konzernabschluss der Wiener Privatbank SE ist beim Handelsgericht Wien
unter der Firmenbuchnummer 84890p hinterlegt.
II. Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Generalnorm
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln,
aufgestellt.
Die Gesellschaft ist ein Kreditinstitut. Dementsprechend werden die
Bestimmungen über die Rechnungslegung von Kreditinstituten gemäß § 43
Bankwesengesetz (BWG) in geltender Fassung angewendet. Die Gliederung der
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß den in der Anlage II zu
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
220
§ 43 BWG enthaltenen Formblättern. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses
wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Hinsichtlich der Bewertung
der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der
Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des
Bankgeschäftes Rechnung getragen. Insbesondere wurden nur die am Abschluss-
stichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risiken und
drohenden Verluste berücksichtigt.
Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des
vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Fremdhrungsumrechnung
Die auf Fremdwährungen lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlich-
keiten werden zu den von der Euroischen Zentralbank bekannt gegebenen
Devisen-Richtkursen des Bilanzstichtages umgerechnet. Termingeschäfte sind
mit dem Te r m i n k u rs ang e s e t z t .
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute werden grundsätzlich mit den Anschaungs-
kosten bewertet. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen
gebildet.
Forderungen an Kunden
Die Forderungen werden grundsätzlich mit den Anschaungskosten bewertet.
Die Wertberichtigungen werden in Anlehnung an IFRS 9 mittels eines
Bewertungsmodells gebildet und beinhalten Annahmen und Schätz-
unsicherheiten. Die Wiener Privatbank SE wendet die IFRS 9-Wertberichtigungs-
logik auf die Bilanzposition Forderungen Kunden (excl. Anleihen) an. IFRS 9 sieht
dabei die Berechnung eines erwarteten Kreditverlusts (Expected Credit Loss) vor.
Im Rahmen der Ermittlung der Risikovorsorge sieht IFRS 9 eine Stufenzuordnung
von Forderungen in drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste
bestimmen. Zum Zeitpunkt der Ersterfassung der Forderung erfolgt in der Regel
die Zuordnung in Stufe 1. Die Risikovorsorge entspricht hier der Höhe der im
folgenden Jahr erwarteten Verluste (12-Monats-Expected Credit Loss). Erfolgt
eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos so erfolgt der Transfer in die
Stufe 2. Hier entspricht die Höhe der Risikovorsorge der über die erwartete Rest-
laufzeit des Finanzinstruments erwarteten Verluste (Lifetime Expected Credit
Loss). Hierfür sind Kreditrisikoparameter (Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlust bei
Ausfall und erwarteter Kreditbetrag bei Ausfall) unter Berücksichtigung histori-
scher, gegenwärtiger und zukunftsorientierter Informationen zu modellieren.
r erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen
(Stage 3 Wertberichtigung) gebildet. Zu diesem Zweck werden sämtliche Kredit-
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
221
forderungen auf objektive Hinweise auf Wertminderung geprüft, die Aus-
wirkungen auf die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme aus der Forderung
haben. In Stage 3 ist die Einzelbetrachtung bei signifikanten Vermögenswerten auf
Basis eines szenariogewichtetes DCF-Verfahren vorgesehen. Die Höhe der Wert-
berichtigung ergibt sich aus der Dierenz des Buchwerts und des Barwerts der
zukünftigen erwarteten Zahlungsströme, wobei abhängig von den erwarteten
Zahlungsströmen mehrere Szenarien berechnet und gewichtet werden. Bei nicht
signifikanten Vermögenswerten ist auch eine vereinfachte Berechnung ohne
Szenariogewichtung gemäß IFRS 9 sachgerecht.
Die Wertberichtigung von Zinserträgen aus wertgeminderten Vermögenswerten
werden im Bewertungsergebnis ausgewiesen.
Modifikationen
Vertragsanpassungen liegen vor, wenn ein Vertrag geändert wird, ohne dass
die Möglichkeit zur Anpassung ursprünglich im Vertrag vorgesehen war. Vertrags-
anpassungen werden nach qualitativen und quantitativen Kriterien beurteilt, um
festzustellen, ob eine erhebliche oder unerhebliche Vertragsanpassung vorliegt.
Erhebliche Vertragsanpassungen verändern den wirtschaftlichen Gehalt des
Finanzinstruments wesentlich undhren zur Ausbuchung des alten und
Einbuchung eines neuen Vermögensgegenstands.
Verändert eine Vertragsanpassung den wirtschaftlichen Gehalt des Vermögens-
gegenstands nicht wesentlich, liegt eine unerhebliche Vertragsanpassung vor.
In diesem Fall kommt es zu keiner Ausbuchung des Vermögensgegenstands.
Entsprechend dem imparitätischen Realisationsprinzip werden Verluste aus
solchen unerheblichen Vertragsanpassungen im Zeitpunkt der Vertragsanpassung
gebucht, Gewinne bleiben außer Ansatz.
Wertpapiere
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden dem
Anlagevermögen zugeordnet und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip
bewertet. Es erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 208 (1) UGB. Das Wahlrecht
des § 56 Abs 2 und Abs 3 BWG (Verteilung des Agios bzw. Disagios über die
Laufzeit) wurde nicht in Anspruch genommen.
Wertpapiere des sonstigen Umlaufvermögens werden nach dem strengen
Niederstwertprinzip bewertet.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu
Anschaungskosten beziehungsweise bei dauerhafter Wertminderung mit
dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zuschreibungen werden bei
Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung bzw. bei einer
Wertaufholung vorgenommen.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
222
Immaterielle Vermögensgegenstände
Diese werden nur angesetzt, wenn sie entgeltlich erworben wurden.
Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu
Anschaungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen (lineare
Abschreibungsmethode und Nutzungsdauer 4 bis 10 Jahre). Gemäß den
steuerlichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahres-
abschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung
vorgenommen. Anhaltende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige
Abschreibungen berücksichtigt.
Sachanlagen
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zu Anschaungskosten, vermindert
um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen
erfolgen nach der linearen Methode. Es wird eine Nutzungsdauer von 1 bis 10 Jah-
ren zugrunde gelegt.
Gemäß den steuerlichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine
volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahres-
abschreibung vorgenommen. Anhaltende Wertminderungen werden durch
außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.
Geringwertige Vermögensgegenstände
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaungswerten bis
EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben.
Derivative Finanzinstrumente
Derivate werden zu Sicherungszwecken abgeschlossen. Die Eigenmittel-
unterlegung erfolgt grundsätzlich nach der Marktbewertungsmethode.
Devisentermingeschäfte werden mit dem Devisenterminkurs bewertet.
Im Falle des Vorliegens eines negativen Marktwertes bei einem freistehenden
Derivat wird in voller Höhe eine Rückstellung gebildet.
Zurzeit werden keinerlei Devisentermingeschäfte getätigt.
Verp flicht ungen
Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag, unter Bedachtnahme auf
den Grundsatz der Vorsicht, angesetztvorausgesetzt, dass diese Verbindlichkeit
gegenüber einem Dritten als Anspruchsberechtigten verbunden ist.
Nicht aundbaren und bereits gekündigten Kundenverbindlichkeiten werden,
wenn mit dem Versuch der Durchsetzung der Forderung durch den Gläubiger
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
223
praktisch nicht mehr zu rechnen ist, nach einem festgelegten Erfahrungszeitraum
vereinnahmt.
Rückstellungen
Die Rückstellung für Abfertigungen wird für die kollektivvertraglichen Ansprüche
sowie für eine Mitarbeiterin, welche sich in Abfertigung „Altbefindet, gebildet.
Die Berechnung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß den
Richtlinien der „International Accounting Standards IAS 19“.
Der Rechnungszinssatz beträgt 4,30 % (31. Dezember 2024: 3,50 %), es wird von
einer Valorisierung der Gehälter in 2026 in Höhe von 3,00 % (VJ: 3,50 %), ab
dem Jahr 2027 in Höhe von 2,75 % (VJ: 3,00 %) und ab dem Jahr 2028 in Höhe
von 2,50 % (VJ: 3,00 %) ausgegangen. Ein Fluktuationsabschlag wurde nicht an-
gesetzt. Die gesetzlichen Regelungen hinsichtlich des Pensionsantrittsalters wur-
den unter der Verwendung der Übergangsregelung vom Herbst 2004 berücksich-
tigt. Der
Zinsenanteil der Rückstellungszuführung wird innerhalb des Personalaufwandes
ausgewiesen.
Eine Rückstellung für Pensionen aktiver Mitarbeiter wurde nicht gebildet. Es
wurden Verträge mit der VBV Pensionskassen AG abgeschlossen.
Zusätzlich wurden Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen
Vorstandsmitglied übernommen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten
die Tafeln AVÖ 2018-P ANG. Unternehmensrechtlich wurde mit einem Zinssatz in
Höhe von 2,06 % p.a. (31. Dezember 2024: 1,90 %) gerechnet. Die Anwartschaft
auf Witwenpension wurde mittels Kollektivmethode berücksichtigt.
r die Pensionszahlungen des ehemaligen Vorstandsmitglieds wurden
Valorisierungen in Höhe von 2,00 % p.a. (VJ: 2,00 %) berücksichtigt.
Die übrigen Rückstellungen sind unter Beachtung des Vorsichtsprinzips für alle
zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbind-
lichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Langfristige
Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag erfasst und abgezinst.
Steuerrückstellungen und Steuerlatenz
Es wurde vom Wahlrecht der Aktivierung latenter Steuern auf Verlust-
vorträge Gebrauch gemacht. Latente Steuern werden in jener Höhe, in der es
wahrscheinlich ist, dass künftige steuerliche Ergebnisse zur Verfügung stehen,
um mit den steuerlichen Verlustvorträgen, Steuerguthaben oder steuerlich ab-
zugsfähigen temporären Dierenzen verrechnet werden zu können, ausgewiesen.
Es wird diesbezüglich ein Planungshorizont von fünf Jahren herangezogen, wobei
auch vergangene Erkenntnisse hinsichtlich Steuerkapazität und Profitabilität
einbezogen werden.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
224
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanz-
orientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des aktuellen Körperschafts-
steuersatz von 23 % gebildet.
Die Steuerrückstellungen betreen Rückstellungen für die österreichische
rperschaftsteuer.
III. Erläuterungen zur Bilanz
A. Darstellung der Fristigkeiten
Die nicht täglich fälligen Forderungen gegenüber Kreditinstituten gliedern sich wie
folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
mehr als fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als drei Monate bis ein Jahr
1.327.640,23
1.410.508,28
bis drei Monate
46.905.750,30
61.951.053,03
48.233.390,53
63.361.561,31
Forderungen gegenüber Kreditinstitute iHv. EUR 800.000,00 (VJ: TEUR 800)
dienen als Sicherungseinlagen für Geschäfte in Zusammenhang mit
Wertpapieren.
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig.
Die nicht täglich fälligen Forderungen gegenüber Kunden gliedern sich wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
mehr als fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
17.467.530,90
16.402.325,57
mehr als drei Monate bis ein Jahr
21.117.397,21
20.720.917,10
bis drei Monate
10.987.191,99
6.281.962,92
49.572.120,10
43.405.205,60
Die nicht täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gliedern sich
wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
mehr als fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
3.518.823,21
11.156.889,99
mehr als drei Monate bis ein Jahr
47.104.793,00
43.607.542,34
bis drei Monate
79.426.221,98
53.361.965,32
130.049.838,19
108.126.397,65
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
225
B. Wertpapiere
Aufgliederung der zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere im Anlage- und
Umlaufvermögen (exkl. Zinsabgrenzungen):
Anlagevermögen
Angaben in EUR
börsenotiert
(Vorjahr)
nicht börsenotiert
(Vorjahr)
Schuldtitel öentlicher Stellen
28.529.065,00
(35.465.152,00)
0,00
(0,00)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
953.700,00
(953.700,00)
0,00
(0,00)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0,00
(0,00)
1.443.172,46
(1.478.594,87)
Umlaufvermögen
Angaben in EUR
börsenotiert
(Vorjahr)
nicht börsenotiert
(Vorjahr)
Forderungen Kunden
0,00
(0,00)
8.502.327,24
(0,00)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
9.415.194,44
(9.415.194,44)
0,00
(0,00)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0,00
(0,00)
1.863.125,88
(2.321.055,19)
Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaungskosten und des höheren
Marktwertes der Wertpapiere des Umlaufvermögens, welche zum Börsehandel
zugelassen sind, beträgt EUR 0,00 (VJ: TEUR 140).
Von den unter den Aktivposten Beteiligungensowie Anteile an verbundenen
Unternehmenausgewiesenen Positionen sind EUR 0,00 (VJ: TEUR 0)
börsenotiert und EUR 9.501.565,45 (VJ: TEUR 9.502) nicht börsenotiert.
Aufgliederung der in den Aktivposten Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiereenthaltenen Wertpapieren nach folgenden Unterscheidungs-
kriterien:
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
Bewertung gem § 56 (1) BWG (Anlagevermögen)
1.443.172,46
1.478.594,87
Sonstige (Umlaufvermögen)
1.863.125,88
2.321.055,19
3.306.298,34
3.799.650,06
Die Zuordnung zum Anlagevermögen erfolgte, da diese Wertpapiere längerfristige
Finanzanlagen sind und dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu
dienen.
Das Kreditinstitut führt ein kleines Handelsbuch. Das Volumen beläuft sich per
31.12.2025 auf EUR 0,00 (VJ: TEUR 849).
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
226
Der Betrag der Forderungen aus festverzinslichen Wertpapieren und
Schuldverschreibungen, welche im nächsten Jahr fällig wird, beläuft sich
auf EUR 17.358.337,24 (VJ: TEUR 16.386).
C. Forderungen an Kunden
Der Stand der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden beträgt
EUR 3.025.048,61 (VJ: TEUR 6.222), die der Portfoliowertberichtigungen
EUR 371.278,87 (VJ: TEUR 564).
D. Beteiligungen und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Änderungen.
Die Angaben zum Eigenkapital sowie des Jahresüberschusses/-fehlbetrages
beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025, soweit nicht
anders vermerkt.
An den nachfolgend angeführten Unternehmen besteht per 31. Dezember 2025
ein direkter Anteilsbesitz von mindestens 20 % aller Anteile:
Name und Sitz
des Unternehmens
Anteil
in %
(VJ)
Kons.
Art
2
Eigenkapital
(Vorjahr)
EUR
Anteiliges
Eigenkapital
(Vorjahr)
EUR
Jahresüberschuss/
fehlbetrag
(Vorjahr)
EUR
ATI Verm öge nst reuha ndges ell-
schaft m.b.H., Wien
100
V
463.400,84
(485.093,95)
463.400,84
(485.093,95)
78.306,89
(84.118,18)
Wiener Privatbank Immobilien
GmbH, Wien
100
V
1.815.890,72
(1.767.414,11)
1.815.890,72
(1.767.414,11)
48.476,61
(21.232,211)
Wiener Stadthäuser One
Immobilien GmbH, Wien
80
V
1.654.256,38
(2.052.687,66)
1.323.405,10
(1.642.150,13)
-398.431,28
(-523.318,05)
Matejka & Partner Asset
Management GmbH, Wien
80
V
410.751,15
(313.847,00)
328.600,92
(251.077,60)
96.904,15
(22.613,55)
EXIT One Immobilien GmbH,
Wien
50
A
2.082.589,55
(2.027.762,04)
1.041.294,78
(1.013.881,02)
54.827,51
(-119.668,67)
Entwicklung KHWP Immo
Alpha GmbH, Wien
50
A
3.406.347,52
(3.458.432,49)
1.703.173,76
(1.729.216,25)
-52.084,97
(75.873,54)
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH,
Wien
49
V
3.897.707,78
(4.301.834,67)
1.909.876,81
(2.107.898,99)
-404.126,89
(112.195,81)
Es wurden keine Gewinn-/Verlustabführungsverträge geschlossen. Es gibt im
Wiener Privatbank SE Konzern keine wechselseitigen Beteiligungen.
2 Konsolidierungsart: V = Vollkonsolidierung, A = at equity N = nicht konsolidiert
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
227
E. Gesonderte Angabe der Beträge der in den folgenden Aktivposten
enthaltenen (unverbrieften) Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht, IAS 24 Angaben, sowie Vermögensgegenstände
nachrangiger Art
Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegeber verbundenen Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
verbundene
Unternehmen
Beteiligungs-
unternehmen
verbundene
Unternehmen
Beteiligungs-
unternehmen
Aktiva
Forderungen an Kunden
3.313.314,68
4.137.000,00
1.112.419,31
4.637.015,92
Sonstige Vermögensgegenstände
158.489,28
0,00
259.569,27
0,00
Passiva
Verbindlichkeiten an Kunden
555.210,88
487.971,04
1.637.627,57
614.879,34
Sonstige Verbindlichkeiten
78.996,32
0,00
1.223,62
0,00
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen
Aktiva
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
Forderungen gegenüber Kunden
andere nahestehende Unternehmen und Personen
4.055.677,26
4.051.719,11
Sonstige Aktiva
andere nahestehende Unternehmen und Personen
7.000,00
0,00
Passiva
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
12.009,09
826.620,46
andere nahestehende Unternehmen und Personen
217.369,65
1.840.050,53
Vermögensgegenstände nachrangiger Art
Nachrangige Vermögensgegenstände sind Forderungen der Bank gegenüber Kredit-
nehmern, bei denen Rückzahlungsansprüche der Bank im Falle der Insolvenz oder

Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
228
LiquidaDon des Kreditnehmers erst nach vollständiger Begleichung der Ansprüche
anderer, vorrangiger Gläubiger erfüllt werden.
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
Forderungen an Kunden
8.290.184,13
13.050.000,00
Gesamt
8.290.184,13
13.050.000,00
F. Anlagevermögen
Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf Anlage 1 verwiesen.
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
Rechte und Lizenzen
775.069,12
424.696,64
Gesamt
775.069,12
424.696,64
2. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen
Sachanlagen
Die künftigen Miet- und Leasingverpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz
nicht ausgewiesenen Sachanlagen prognostizieren wir aus heutiger Sicht für
2026 mit ca. TEUR 587 (VJ: TEUR 613) und für 2026 bis 2029 insgesamt mit
ca. TEUR 2.350 (VJ: TEUR 2.452).
G. Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert
angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
Forderungen an verbundene Unternehmen
158.489,28
259.569,27
Sonstige
3.165.732,98
3.295.422,89
Gesamt
3.324.222,26
3.554.992,16
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen iHv. EUR 0,00
(VJ: TEUR 100) betreen die Gewinnübernahmen, die Gruppenumlage
(Körperschaftsteuer) iHv. EUR 74.975, 32 (VJ: TEUR 57) und diverse Konzern-
verrechnungen iHv. EUR 83.513,96 (VJ: TEUR 102). Die sonstigen Forderungen
setzten sich aus geleisteten Anzahlungen iHv. EUR 0,00 (VJ: TEUR 7),
EUR 10.186,31 (VJ: TEUR 9) aus Kautionszahlungen und Forderungen gegenüber
dem Personal iHv. EUR 330.464,34 (VJ: TEUR 397) zusammen. Die Forderungen
aus Lieferung und Leistung belaufen sich auf EUR 247.692,30 (VJ: TEUR 181) und
die Forderung aufgrund einer übernommenen Verpflichtungserklärung aus
Pensionsckstellungen auf EUR 2.577.390,03 (VJ: TEUR 2.701).

Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
229
Forderungen iHv. EUR 406.181,58 (VJ TEUR 429) sind erst nach dem Stichtag
zahlungswirksam.
Die Fristigkeiten der sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
täglich fällig
746 .832, 23
842.381,45
bis drei Monate
52.083,78
53.828,39
mehr als drei Monate bis ein Jahr
156.251,34
158.080,87
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
833.340,48
812.722,26
mehr als fünf Jahre
1.535.714,43
1.687.979,19
3.324.222,26
3.554.992,16
H. Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurden für temporäre
Dierenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz
für folgende Posten gebildet:
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
KFZ
17.499,98
27.000,00
Langfristige Personalrückstellungen
84.316,84
153.015,52
Anteile an Investmentfonds
247.169,76
0,00
Betrag Gesamtdierenzen
348.986,58
180.015,52
Daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (23 %)
80.266,91
41.403,57
Aktivierung Verlustvortrag (23 %)
1.487.559,45
1.565.852,05
Gesamt
1.567.826,36
1.607.255,62
Es stehen steuerliche Verlustvorträge iHv. EUR 12.277.443,74 (VJ: TEUR 12.373),
welche zeitlich unbegrenzt vortragsfähig sind, zur Verfügung. Aktive latente
Steuern iHv. EUR 1.336.252,61 (VJ: TEUR 1.278) wurden jedoch nicht aktiviert, weil
Ihre Nutzung im Planungshorizont von 5 Jahren nicht realisierbar erscheint.
I. Tr euh an dfo rd e r un g en
Es bestanden per 31. Dezember 2025 sowie im Vorjahr keine
Tr e u h an d f or d er u n ge n .
J. Eigenkapital
1. Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 11.361 (VJ: TEUR 11.361). Dieses
ist in 5.004.645 Stückaktien im Nennbetrag von je EUR 2,27 zerlegt.

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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
230
2. Eigene Aktien
Die Wiener Privatbank SE betreibt zurzeit keinen Handel mit eigenen Aktien.
3. Genehmigtes Kapital
In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. August 2025 wurden
folgende Ermächtigungen erteilt bzw. Beschlussfassungen getroen (nach
Widerruf der vorherigen Ermächtigungen und Beschlussfassungen):
Der Vorstand wird gemäß § 169 (Paragraph einhundertneunundsechzig) Aktien-
gesetz ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, bis zum
31. (einunddreißigsten) Juli 2030 (zweitausenddreißig) das Grundkapital der
Gesellschaft um bis zu EUR 5.680.270,94 (Euro fünf Millionen sechshundert-
achtzigtausendzweihundertsiebzig und vierundneunzig Cent) durch Ausgabe von
bis zu 2.502.322 (zwei Millionen fünfhundertzweitausend dreihundertzweiund-
zwanzig) Stück auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von
100 (einhundert) % (Prozent) des anteiligen Betrages des Grundkapitals in einer
oder in mehreren Tranchen gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und den
Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzulegen (genehmigtes Kapital).
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die
sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu
beschließen.
Der Vorstand wird gemäß § 174 Abs. 2 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren
ab dem Datum der Beschlussfassung der Hauptversammlung mit Zustimmung
des Aufsichtsrates Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamt-
nennbetrag von bis zu Euro 20 Millionen, mit denen ein Umtausch- oder Bezugs-
recht auf den Erwerb von Aktien der Gesellschaft verbunden ist, auch in mehreren
Tr a n c he n , a u s z u g e b e n u n d a l l e w e i t e r e n B ed i n g un g e n , d i e Au s g ab e u nd d a s
Wandlungsverfahren der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, den
Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis festzusetzen.
Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen (Direktausschluss). Die Aus-
gabebedingungen können zusätzlich oder anstelle eines Bezugs- oder Umtausch-
rechts auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen
Zeitpunkt begnden. Die Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuld-
verschreibungen darfchstens in jenem Umfang erfolgen, der eine Befriedigung
geltend gemachter Umtausch- oder Bezugsrechte und, im Fall einer in den
Ausgabebedingungen festgelegten Wandlungspflicht, die Erfüllung der
entsprechenden Wandlungspflichten aus der bedingten Kapitalerhöhung
gewährleistet. Der Preis der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ist
unter Berücksichtigung anerkannter finanzmathematischer Methoden in einem
anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln.
Die Hauptversammlung beschließt die bedingte Erhöhung des Grundkapitals
gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale EUR 5.680.270,94 durch
Ausgabe von bis zu 2.502.322 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien
zur Ausgabe an Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen,
zu deren Ausgabe der Vorstand in dieser Hauptversammlung ermächtigt wurde.
Weiters wird der Vorstand ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten
Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats

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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
231
festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungs-
verfahrens der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, den Ausgabe-
betrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Weiters wird der Auf-
sichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Ak-
tien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Um-
tauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des
Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu
ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuld-
verschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch
zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht.
4. Rücklagen
Entwicklung der Kapitalrücklagen
Der Stand der Kapitalrücklagen betrug zum 31. Dezember 2025
EUR 18.361.464,49 (VJ: TEUR 18.361).
Entwicklung der Gewinnrücklagen
Der Stand der Gewinnrücklagen beläuft sich im Berichtsjahr auf EUR 0,00
(VJ: TEUR 0). Im Vorjahr wurde zur Verlustabdeckung ein Betrag von
TEUR 7.08 0 au fgel ös t.
Entwicklung der Haftrücklage
Der Stand der Haftrücklage betrug zum 31. Dezember 2025 EUR 2.686.591,22
(VJ: TEUR 2.687). Im Vorjahr wurde zur Verlustabdeckung ein Betrag von
TEUR 610 aufgelöst.
5. Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 (1) 19 BWG beträgt 0,02 %
(VJ: -3,59 %).
6. Gewinnverwendungsvorschlag
Es wird der Hauptversammlung keine Dividende vorgeschlagen. Im Geschäftsjahr
2025 wurde keine Dividende ausgeschüttet.

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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
232
K. Rückstellungen und Sonstige Verbindlichkeiten betreende Angaben
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Rückstellungen mit
erheblichem Umfang:
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
Aufsichtsratvergütung
200.613,87
221.250,00
Rechts-, Prüfungs- und sonstige Beratungskosten
312.910,00
131.880,00
Personalrückstellung
125.950,16
359.415,54
Ungewisse Verbindlichkeiten
475.000,00
50.000,00
Geschäftsbericht/Veröentlichung
17.160,00
15.240,00
Sonstige
34.300,00
33.500,00
Gesamt
1.165.934,03
811.285,54
Die Wiener Privatbank SE hat zum 31. Dezember 2025 Drohverlustrückstellungen
in Höhe von EUR475.000,00 (VJ TEUR 50) gebildet. Diese betreen überwie-
gend einen einzelfallbezogenen passiven Rechtsstreit. Die finanzielle Größenord-
nung dieses anhängigen Verfahrens liegt im Ausmaß von mehreren Millionen
Euro.
Die Beurteilung der möglichen Entwicklungen und Risiken erfolgt durch das
Management der WPB, in enger Abstimmung mit den beauftragten Rechts-
vertretern. Vor dem Hintergrund erheblicher prozessualer und rechtlicher
Unsicherheiten wurde innerhalb der Gesamtrückstellung ein Betrag berück-
sichtigt, der das aus heutiger Sicht realistisch beurteilte Szenario widerspiegelt.
Darüber hinaus bestehen aus dem Verfahren zusätzliche Risiken. Ein über die ge-
bildete Rückstellung hinausgehender Mittelabfluss kann nicht ausgeschlossen
werden; ein solcher Mittelabfluss wird jedoch aus heutiger Sicht weder unter IFRS
noch unter UGB als überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt.
Die potenziellen zusätzlichen finanziellen Auswirkungen sind zum Bilanzstichtag
nicht verlässlich quantifizierbar.
Sonstige Verbindlichkeiten
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind überwiegend abgegrenzte Aufwendungen
aus Provisionen von EUR 61.919,00 (VJ: TEUR 43), diverse Verrechnungskonten
iHv. EUR 90.782,03 (VJ: TEUR 64) und oene Lieferverbindlichkeiten iHv.
EUR 113.842,88 (VJ: TEUR 224) enthalten. Die übrigen sonstigen Verbindlich-
keiten betreen abgegrenzte Sachaufwendungen iHv. EUR 229.871,22
(VJ: TEUR 210) und Verbindlichkeiten aus dem Valutaausgleich / Sanktionskonten
iHv. EUR 964.027,56 (VJ: TEUR 997). Die Verbindlichkeit aus sozialer Sicherheit
belaufen sich auf EUR 173.438,16 (VJ: TEUR 160), gegenüber dem Finanzamt auf
EUR 296.541,74 (VJ: TEUR 611) und gegenüber verbundenen Unternehmen auf
EUR 78.996,32 (VJ: TEUR 1).

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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
233
Verbindlichkeiten iHv. EUR 1.045.391,35 (VJ: TEUR 1.314) sind nach dem Stichtag
zahlungswirksam.
Die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
bis ein Jahr
1.045.391,35
1.313.862,93
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
964.027,56
997.495,13
Gesamt
2.009.418,91
2.311.358,06
L. Derivative Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr wurden keinerlei Devisentermingeschäfte abgeschlossen
(VJ: TEUR 0).
M. Fremdwährungsaktiva und Fremdwährungspassiva
Die Aktiva, die auf fremde Währung lauten, betragen EUR 79.515.547,01
(VJ: TEUR 90.776) und die Passiva, die auf fremde Währung lauten, betragen
EUR 79.277.095,61 (VJ: TEUR 90.654).
N. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften
Es bestanden per 31. Dezember 2025 sowie im Vorjahr keine Treuhand-
verbindlichkeiten.
O. Haftungsverltnisse
In den Eventualverbindlichkeiten sind Garantien und Haftungen iHv.
EUR 4.692.571,42 (VJ: TEUR 5.867) enthalten. Zum 31. Dezember 2025 besteht
ein Kreditrisiko iHv. EUR 4.698.141,98 (VJ: TEUR 10.432). Es handelt sich dabei
um noch nicht in Anspruch genommene Kredite.

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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
234
P. Eigenmitt el de r Wiener Pr ivatbank SE gemäß CRR *
)
Eigenmittelstruktur
Angaben in TEUR

31. Dezember 2025
31. Dezember 2024
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital)

11.360
11.360
Kapitalrücklagen

15.937
15.937
Sonstige anrechenbare Rücklagen

5.112
5.112
Einbehaltene Gewinne Vorjahre

5
2.605
(-) Abzugsposten vom CET 1 Kapital

-3.170
-4.590
CET 1 Kapital

29.244
30.423
Eingezahlte Kapitalinstrumente

0
0
(-) Abzugsposten vom Tier I Kapital

0
0
TIER I Kapital

29.244
30.423
Allgemeine Risikovorsorge KSA Banken

0
0
Ergänzende Eigenmittel TIER II

0
0
Eigenmittel gesamt (nach Abzugsposten)

29.244
30.423
Gesamtrisikobetrag

105.164
135.444
Harte Kernkapitalquote

27,81 %
22,46 %

Kernkapitalquote

27,81 %
22,46 %
Gesamtkapitalquote

27,81 %
22,46 %
*
)
Die Matejka & Partner Asset Management GmbH wird als österreichische Wertpapierfirma und
Finanzinstitut iSd. CRR unter Anwendung von Artikel 19 Abs 1 CRR aus dem Konsolidierungskreis
ausgenommen. Die Eigenmitteldarstellung erfolgt auf Solo-Ebene.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Eine Aufgliederung der Erträge nach geographischen Märkten gemäß
§ 64 Abs 1 Z 9 BWG kann aufgrund der Unwesentlichkeit der Unterscheidungs-
me
rkmale unterlassen werden.

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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
235
A. Aufgliederung der Zinsen und ähnliche Erträge
Angaben in EUR
1. Jänner 2025 -
31. Dezember 2025
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
für Forderungen an Kreditinstitute
4.771.808,44
6.675.972,06
für Forderungen an Kunden
3.531.777,84
6.239.189,73
Festverzinsliche Wertpapiere
789.039,34
447.998,61
Gesamt
9.092.625,62
13.363.160,40
B. Aufgliederung der Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2025 -
31. Dezember 2025
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-17.226,29
-11.836,66
Negativzinsen gegenüber Kreditinstituten
-8.719,11
0,00
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
-2.988.927,81
-3.408.264,71
Gesamt
-3.014.873,21
-3.420.101,37
C. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen setzen sich aus Erträgen aus
Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren iHv. EUR 167.920,90
(VJ: TEUR 296) und der phasengleichen Dividendenausschüttung der Tochter-
unternehmen iHv. EUR 0,00 (VJ: TEUR 100) zusammen.
D. Aufgliederung der Provisionsertge
Angaben in EUR
1. Jänner 2025 -
31. Dezember 2025
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
aus dem Zahlungsverkehr
997.315,29
1.105.899,03
aus dem Wertpapiergeschäft
4.556.095,36
4.906.909,74
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft
406.976,77
340.649,93
aus dem Real Estate Bereich
405.554,16
401.444,40
aus sonstigen Dienstleistungen
202.487,21
221.483,62
Gesamt
6.568.428,79
6.976.386,72
In den Provisionserträgen sind Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienst-
leistungen gegenüber Dritten iHv. EUR 1.335.924,24 (VJ: TEUR 1.484) aus der
Depotverwaltung enthalten.

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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
236
E. Aufgliederung der Provisionsaufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2025 -
31. Dezember 2025
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
aus dem Zahlungsverkehr
-64.189,67
-52.987,37
aus dem Wertpapiergeschäft
-694.026,56
-899.159,51
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft
-38.255,72
-27.361,62
aus dem Real Estate Bereich
-243.332,49
-228.626,65
aus sonstigen Dienstleistungen
-16,65
-3.896,20
Gesamt
-1.039.821,09
-1.212.031,35
F. Erträge / Aufwendungen aus Finanzgeschäften
Angaben in EUR
1. Jänner 2025 -
31. Dezember 2025
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
aus dem Wertpapiergeschäft
318.181,59
253.073,25
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft
211.745,53
172.464,00
Gesamt
529.927,12
425.537,25
G. Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Erträge
Angaben in EUR
1. Jänner 2025 -
31. Dezember 2025
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
Weiterverrechnete Kosten
322.275,77
344.713,64
Auflösung Rückstellungen
248.435,90
76.749,58
Verkauf Anlagegut
47.999,00
1.324,21
Sonstige
4.284.517,43
337.688,85
Gesamt
4.903.228,10
760.476,28
Die Position sonstige Erträge beinhaltet die ertragswirksame
Vereinnahmung von nicht aundbaren und bereits gekündigten Kunden-
verbindlichkeiten iHv. TEUR 4.253 (VJ TEUR 0).

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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
237
H. Aufgliederung der Personalaufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2025 -
31. Dezember 2025
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
Gehälter
-6.791.782,73
-7.160.5 56,95
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-1.556.537,46
-1.513.111,81
Abfertigung
-103.168,97
-394.426,85
Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung
-158.054,68
-195.043,12
Sonstiger Sozialaufwand
-144.023,47
-144.614,73
Gesamt
-8.753.567,31
-9.407.753,46
Die Bezüge der Vorstände einschließlich Sachbezüge haben 2025 insgesamt
EUR 725.048,66 (VJ: TEUR 1.185) betragen. Im Einzelnen setzen sich diese wie
folgt zusammen:
Mag. Stefan Selden:
Gesamtbezüge 2025: EUR 287.838,68 inklusive Sachbezüge
Eduard Berger:
Gesamtbezüge 2025: EUR 437.209,98 inklusive Sachbezüge
(im Vorjahr inkl. Bezüge Mag. Christoph Raninger, PhD: TEUR 662)
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen sind Auszahlungen für Abfertigungen
iHv. EUR 103.168,97 (VJ: TEUR 108) enthalten.
Der Aufwand für Abfertigungen inklusive der Verwendung und Auflösung von
Rückstellungen betrug für aktive Mitglieder des Vorstandes und leitende
Mitarbeiter EUR 25.605,08 (VJ: TEUR 22), für ruhende Mitglieder des
Vorstandes EUR 0,00 (VJ: TEUR 3) und für andere Arbeitnehmer EUR 30.428,50
(VJ: TEUR 119).
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungs- und Managementoptionsprogramme.
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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
238
I. Aufgliederung der sonstigen Verwaltungsaufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2025 -
31. Dezember 2025
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
EDV-Kosten
-2.848.533,61
-2.494.543,55
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten
-1.281.225,71
-962.144,28
Mieten inkl. Betriebskosten
-531.651,56
-520.885,04
Nicht abzugsfähige Vorsteuer
-496.201,03
-491.226,13
Bürokosten
-101.675,28
-137.748,12
Aufsichtsratsvergütung/-aufwand
-237.802,18
-232.394,82
Werbekosten, Marketing
-196.060,21
-202.893,85
Nachrichtenaufwand
-55.772,55
-59.960,96
KFZ-Kosten
-56.956,26
-69.657,36
Weiterverrechneter Aufwand
-47.874,89
-51.282,48
Übrige
-138.599,41
-117.194,53
Gesamt
-5.992.352,69
-5.339.931,12
r die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurden 2025 EUR 200.613,87
(VJ: TEUR 221) dotiert. In den übrigen Verwaltungskosten sind Fortbildungskosten
iHv. EUR 76.196,29 (VJ: TEUR 65) und Reisespesen iHv. EUR 20.858,78
(VJ: TEUR 14) enthalten.
J. Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2025 -
31. Dezember 2025
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
Drohende Verluste / Schadensfälle
-546.747,07
-54.058,04
Versicherungsleistungen
-321.792,65
-311.438,02
Gebühren und Beiträge inkl. Einlagensicherung
-80.108,63
-79.042,62
Übrige
-6.927,86
-41,21
Gesamt
-955.576,21
-444.579,89
In der Position Drohende Verluste / Schadensfälle wurden einerseits Vorsorge für
zwei Rechtsfälle iHv. EUR 475.000,00 (VJ TEUR 50) getroen und überdies
Modifikationsverluste iHv. EUR 53.097,77 (VJ TEUR 0) berücksichtigt.
Betreend die Angabe hinsichtlich der Aufwendungen, die den Abschlussprüfer
betreen, wird auf den Konzernbericht verwiesen.
K. Außerordentliche Erträge
Es wurden im Geschäftsjahr 2025 dem Fond für Bankrisiken EUR 0,00
(VJ: TEUR 1.000) als außerordentlicher Ertrag entnommen.
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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
239
L. Steuern vom Einkommen
Nach den Bestimmungen des § 9 KStG zur Gruppenbesteuerung besteht zum
31. Dezember 2024 eine Unternehmensgruppe aus der Wiener Privatbank SE als
Gruppenträger und vier Gruppenmitgliedern (ATI Vermögenstreuhandgesellschaft
m.b.H., Matejka & Partner Asset Management GmbH., Wiener Stadthäuser Alpha
GmbH und Wiener Privatbank Immobilien GmbH).
Es wurde mit 24. April 2023 ein neuer Gruppen- und Steuerumlagevertrag mit
den Gruppenmitgliedern geschlossen. Vom Gruppenträger werden die Mitglieder,
mit von diesen verursachten Körperschaftssteuerbeträgen, mittels Steuerumlagen
belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben.
Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2025 beträgt EUR 107.902,98
(VJ: Ertrag TEUR 1.657), darin sind positive Steuerumlagen iHv. EUR 61.303,25
(VJ: TEUR 64) enthalten.
V. Son stiges
A. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Es wurden Organkredite iHv. EUR 6.557.845,42 (VJ: TEUR 13.400) gewährt.
Davon betrugen die gewährten Kredite an die Mitglieder des Vorstandes sowie
deren Unternehmen 2025 EUR 0,00 (VJ: TEUR 0) und bei Unternehmen in
denen Aufsichtsratsmitglieder tätig sind, beliefen sich diese Kredite auf
EUR 5.837.000,00 (VJ: TEUR 11.987). Bezüglich der Mitglieder des Aufsichtsrates
nahestehenden Personen belaufen sich die Kredite zum 31. Dezember 2025 auf
EUR 0,00 (VJ: TEUR 0).
Die Verzinsung, sonstige Bedingungen (Laufzeit und Besicherung) und die
Rückzahlung wurden vom Aufsichtsrat genehmigt und sind fremdüblich.
Es wurden weder Vorschüsse gewährt noch wurden Haftungen zugunsten der
Mitglieder des Vorstandes bzw. Aufsichtsrates übernommen.
Geschäfte mit anderen nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im
Geschäftsjahr nur zu fremdüblichen Konditionen statt.
B. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter
Im Zeitraum Jänner bis Dezember 2025 waren in der Wiener Privatbank SE
durchschnittlich 64 Angestellte (VJ: 64) und 1 Arbeiterin (VJ: 1) beschäftigt.
C. Leasingaktivitäten
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr nicht im Leasinggeschäft tätig.
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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
240
D. Anhangangaben über außerbilanzielle Gescfte gemäß §§ 237 Z 8A
und 266 Z 2A UGB
Soweit Risiken bestehen, wurden diese in der Bilanz berücksichtigt und im Anhang
angeführt.
E. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung am Bilanzstichtag von
Bedeutung sind, lagen nicht vor.
F. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane
Vorstände im Geschäftsjahr und bis zur Erstellung des Abschlusses tätig:
Eduard Berger
Mag. Stefan Selden (bis 31.5.2026)
Michael Munterl (ab 01.03.2026)
Die Vorstände sind berechtigt, die Gesellschaft gemeinsam mit einem weiteren
Vorstand oder einem Prokuristen zu vertreten. Die Gesellschaft wird ebenso durch
zwei Gesamtprokuristen mit den gesetzlichen Einschränkungen gemeinsam
vertreten.
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr
aus folgenden Personen zusammen
Dr. Gottwald Kranebitter (Vorsitzender bis 27.06.2025)
Wolfgang Zehenter (Vorsitzender ab 28.06.2025)
Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-Stellvertreter bis 27.06.2025)
Günter Kerbler (Vorsitzender-Stellvertreter ab 28.06.2025)
Heinz Meidlinger (bis 09.09.2025)
Jay Johnston (ab 28.06.2025)
Christian Briker (ab 28.06.2025 bis 24.12.2025)
Wien, am 2. April 2026
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! MAG.!
EDUARD MICHAEL STEFAN
BERGER MUNTERL SELDEN
MITGLIED!DES!VORSTANDES! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!!! ! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!
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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
241
Bestätigungsvermerk
Graphics
242
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243
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
Wiener Privatbank SE,
Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Gewinn- und
Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und
dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschrif ten und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und
Finanzlage zum 31.12.2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den
sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlusspfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung
Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere
Verantwor tlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt
„Verantwort li chkeit en d es Ab sc hl uss pr üfers f ür d ie Pr üf un g des J ah res-
abschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind
von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen, bankrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften,
und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit
diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auassung, dass die von uns bis zum
Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu
dienen.
Sonstiger Sachverhalt
Der Jahresabschluss der Wiener Privatbank SE, Wien, für das am 31.12.2024
endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der
am 10.4.2025 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss
abgegeben hat.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach
unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des
Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
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Bestätigungsvermerk
244
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei
der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein
gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungs-
sachverhalte dar:
1. Bewertung der Forderungen an Kunden
Das Kreditrisiko ist in der Wiener Privatbank SE das bedeutsamste Risiko und
findet sich überwiegend in der Position Forderungen an Kunden. Diese betragen
zum Stichtag 31.12.2025 TEUR 54.258 (das sind rund 18 % der Bilanzsumme).
Die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen wird im Anhang im
Kapitel II Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie im
Kapitel III Erläuterungen zur Bilanz näher erläutert. Im Lagebericht findet sich die
Risikoberichterstattung im Kapitel Risikobericht sowie im Kapitel Risiko-
management und internes Kontrollsystem.
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen
Die Kredite wurden nach den in der Wiener Privatbank SE verwendeten Methoden
zur Ermittlung der Risikovorsorgen bewertet. Die Wertberichtigungen werden in
Anlehnung an IFRS 9 mittels eines Bewertungsmodells gebildet und beinhalten
Annahmen und Schätzunsicherheiten. Die Ermittlung der Risikovorsorge für Stufe
1 und 2 erfolgt auf Basis modellierter Kreditrisikoparameter (Ausfallwahrschein-
lichkeit, Verlust bei Ausfall und Kreditbetrag bei Ausfall) unter Berücksichtigung
historischer, gegenwärtiger und zukunftsorientierter Informationen.
Die Ermittlung der Risikovorsorge (Einzelwertberichtigung) erfolgt für aus-
gefallene signifikante Forderungen an Kunden (Stage 3) auf Basis eines DCF-
Verfahrens.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Ermittlung der Risiko-
vorsorgen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde
liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten in Bezug
auf die Höhe der Wertberichtigungen ergeben.
Prüferisches Vorgehen
Wir haben den Kreditüberwachungsprozess und den Prozess r die Bildung von
Risikovorsorgen im Kreditbereich erhoben und im Rahmen eines Walk-Through
nachvollzogen. Ausgewählte Schlüsselkontrollen, die für uns im Rahmen der
Abschlussprüfung relevant sind, haben wir auf deren Ausgestaltung und
Implementierung sowie auf deren Eektivität getestet.
r die Durchhrung von aussagebezogene Prüfungshandlungen haben wir die
Auswahl der Stichprobe bewusst auf Basis des Buchwerts festgelegt und damit
sichergestellt, dass ein möglichst hoher Anteil des bestehenden Kreditportfolios
der Forderungen an Kunden im Rahmen der Krediteinzelfallprüfung abgedeckt
wird. Die Stichprobe berücksichtigt auch die wesentlichen Immobilienprojekt-
finanzierungen auf der Watch-Loan-List.
r die in der Stichprobe ausgehlten Kundenforderungen, die bereits
ausgefallen sind, haben wir die ermittelte Risikovorsorge der Bank in Bezug auf
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Bestätigungsvermerk
245
Schlüssigkeit und Konsistenz gewürdigt sowie beurteilt, ob die getroenen
Annahmen und Einschätzungen in den gewählten Szenarien angemessen sind.
Dabei haben wir die aktuelle Situation des Kreditverhältnisses, des Kreditnehmers
und die Ansätze für die Bewertung von Sicherheiten berücksichtigt.
r die ausgehlte Stichprobe im Performing-Portfolio haben wir untersucht, ob
Indikatoren für ein erhöhtes Kreditrisiko oder einen Ausfall bestehen.
Hinsichtlich der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für das Performing-
Portfolio haben wir mittels Becksichtigung der Validierungsberichte sowie der
Methodendokumentationen der Bank die Parameter analysiert sowie dahingehend
beurteilt, ob die Parameter geeignet sind, angemessene Vorsorgen für das Kredit-
geschäft zu ermitteln.
Die rechnerische Richtigkeit der Wertberichtigungen haben wir anhand von Stich-
proben nachvollzogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Jahresfinanzbericht,
ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungs-
vermerk sowie ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und
den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen
Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die
Verantwor tlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen,
ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresab-
schluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen
oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses
Bestätigungsvermerks erlangten, sonstigen Informationen durchgeführten
Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser
sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu
berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwor tlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresab-
schlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesell-
schaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
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Bestätigungsvermerk
246
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür
verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unterneh-
menstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie dafür, den
Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzu-
wenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die
Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder
haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungs-
legungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwor tlichkeiten des Abschlusspr üfers für die Prüfung des Jahres-
abschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres-
abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu
erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes
Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit
der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Ab-
schlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt,
stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen
einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die
auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die
Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Ab-
schluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie
durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von den r die Abschlussprüfung relevanten
internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
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Bestätigungsvermerk
247
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft
abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der
Rechnungslegung und damit zusammenngende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähig-
keit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
nnen. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicher-
heit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die da-
zugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls
diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft
von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahres-
abschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu-
grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt,
dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den
geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung
sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erkrung ab, dass wir die
relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit ein-
gehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und
sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern
einschlägig auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von
Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungs-
ausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsams-
ten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und
daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben
diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze
oder andere Rechtsvorschriften schließen die öentliche Angabe des Sach-
verhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein
Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte,
weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen
Mitteilung deren Vorteile für das öentliche Interesse übersteigen würden.
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Bestätigungsvermerk
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Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vor-
schriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob
er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lage-
berichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen
und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur
Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreende Angaben nach § 243a UGB
und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse
und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden
wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 11.6.2024 als Abschlussprüfer
gewählt. Wir wurden am 3.7.2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Außerdem wur-
den wir von der Hauptversammlung am 12.6.2025 bereits für das darauolgende
Geschäftsjahr als Abschlussprüfer gewählt und am 2.7.2025 vom Aufsichtsrat mit
der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2025 Abschluss-
prüfer.
Wir erkren, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“
mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-
VO in Einklang steht.
Wir erkren, dass wir keine verbotenen Nichtpfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1
der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschluss-
prüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
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Bestätigungsvermerk
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Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau
Julia Newertal, MSc (WU) MSc (WU).
Wien 2. April 2026
BDO Assurance GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Julia Newertal, MSc (WU) MSc (WU) Mag. Josef Schima
Wirtschaftspferin Wirtschaftspfer
Die Veröentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem
Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser
Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und
vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vor-
schriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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Bestätigungsvermerk
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Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter
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Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
Die unterzeichnenden Mitglieder des Vorstandes bestätigen gemäß § 124 Abs. 1 Z
3 BörseG 2018 als gesetzliche Vertreter der Wiener Privatbank SE nach bestem
Wissen,
a) dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards
aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt;
b) dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und
die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lage-
bericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das
Unternehmen ausgesetzt ist, beschreibt.
Wien, am 2. April 2026
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! MAG.!
EDUARD MICHAEL STEFAN
BERGER MUNTERL SELDEN
MITGLIED!DES!VORSTANDES! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!!! ! ! MITGLIED!DES!VORSTANDES!
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Wiener Privatbank SE
Parkring 12, 1010 Wien
T +43 1 534 31-0
F +43 1 534 31-710
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www.wienerprivatbank.com
BLZ 19440
Handelsgericht Wien
FN 84890 p