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2
Impressum
Medieninhaber und Hersteller
Wiener Privatbank SE
Parkring 12, 1010 Wien
FN: 84890p
UID: ATU59070249
Telefon: +43 1 534 31-0
Email: oce@wienerprivatbank.com
Internet: www.wienerprivatbank.com
Inhaltliche Beratung und Layoutgestaltung
UKcom Finance & Martina Veratschnig
JAHRESFINANZBERICHT 2024
Inhaltsverzeichnis
Investor Relations 4
Corporate Governance Bericht 8
Konzernabschluss 22
Konzernlagebericht 24
Konzernbilanz 40
Konzern- Gesamtergebnisrechnung 44
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 48
Konzern-Cash-Flow-Statement 52
Anhang zum Konzernabschluss 56
Bestätigungsvermerk 160
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 170
Bericht des Aufsichtsrats 174
Jahresabschluss 182
Lagebericht 184
Bilanz 200
Gewinn- und Verlustrechnung 204
Entwicklung des Anlagevermögens 208
Anhang zum Jahresabschluss 212
Bestätigungsvermerk 236
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 246
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3
Disclaimer
Die Angaben und Prognosen in diesem Bericht sind unverbindlich und ent-
sprechen dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zu
Redaktionsschluss. Trotz sorgltiger Recherche betreend der in diesem Bericht
enthaltenen Angaben und Prognosen wird keine Garantie für die Richtigkeit, Voll-
ständigkeit und Aktualität der Inhalte abgegeben. Vergangene Wertentwicklungen
und Prognosen stellen keine verlässlichen Hinweise auf künftige Ergebnisse dar.
Weder die Wiener Privatbank SE noch eine andere Person oder ein verbundenes
Unternehmen übernehmen irgendeine Haftung für Schäden oder Verluste im
Zusammenhang mit Inhalten aus diesem Bericht. Die enthaltenen Daten und
Inhalte stellen weder ein Angebot noch eine Auorderung zum Abschluss eines
Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder Nebenleistung oder eines
sonstigen Vertrages dar. Rundungs-, Übermittlungs- sowie Satz und Druckfehler
nnen nicht ausgeschlossen werden. Bei allen in diesem Bericht verwendeten
Personenbezeichnungen gilt eine geschlechtsneutral gewählte Form.
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4
JAHRESFINANZBERICHT 2024
Investor Relations
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6
JAHRESFINANZBERICHT 2024
Investor Relations
Aktie
Die Aktien der Wiener Privatbank SE notieren seit 9. Jänner 2007 im Standard
Market Auction der Wiener Börse. Das Erstlisting erfolgte bereits 1992 als
Kapital & Wert Vermögensverwaltung AG. Das Grundkapital der Wiener
Privatbank SE belief sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 6,85 Mio. und war
in 5.004.645 Stück Aktien geteilt.
Kursentwicklung der Wiener Privatbank-Aktie (ISIN AT0000741301)
Daraus ergab sich zum Bilanzstichtag ein unverändert anteiliger Betrag am
Grundkapital von EUR 2,27 je Aktie.
Die Wiener Privatbank-Aktie startete mit einem Kurs von EUR 5,40 in das Jahr
2024. Der Jahresschlusskurs kam bei EUR 6,85 zu liegen (30. Dezember 2024).
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts notierte die Wiener
Privatbank-Aktie bei EUR 8,10 (31. März 2025).
Ergebnis und Dividende je Aktie
Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Wiener Privatbank SE ein IFRS-Ergebnis je
Aktie (unverwässert) von EUR -2,41 (2023: EUR 0,57). Auf Basis des 2024
erzielten Jahresergebnisses wird der Vorstand der Hauptversammlung am
12. Juni 2025 keine Dividende für das Geschäftsjahr 2024 vorschlagen.
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Investor Relations
7
Aktionärsstruktur
Die Wiener Privatbank SE weist eine ausgewogene Aktionärsstruktur auf. Zum
Stichtag 31. März 2025 bleibt die K5 Beteiligungs GmbH mit einem Anteil von
16,61 % der Hauptaktionär.
Die Kerbler Holding GmbH und die Lehar Schlössl Besitz GmbH halten jeweils
3,39 % der Anteile, während die Sonne Privatstiftung 8,94 % und Mag. Johann
Kowar 0,79 % der Aktien besitzen. Zudem hält die J.K. Beteiligungs GmbH einen
Anteil von 0,18 %.
Zu den weiteren bedeutenden Aktioren gehören per 31. März 2025 der Alpha
Fund AD mit 9,55 %, die Bohemia Faktoring, a.s. und die Shanfari Investment Co.
L.L.C., die beide über einen Anteil von 9,90 % verfügen. Des Weiteren ist die
Aventure Capital AG mit 8,64 % und die Ficron Finance Limited mit 7,06 %
vertreten.
Der verbleibende Aktienanteil von 21,65 % befindet sich im Streubesitz.
Siehe dazu auch weitere Erläuterungen im Konzernlagebericht 2024, Kapitel
„Aktien der Gesellschaft und Stellung der Aktionäre“.
Finanzkalender
12.06.2025
Ordentliche Hauptversammlung
03.09.2025
Ergebnis 1. Halbjahr 2024
24.04.2026
Jahresergebnis Geschäftsjahr 2025
Investor Relations Kontakt
Wiener Privatbank SE
Parkring 12, 1010 Wien
T +43 1 534 31-246
M investorrelations@wienerprivatbank.com
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Investor Relations
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JAHRESFINANZBERICHT 2024
Konsolidierter
Corporate Governance
Bericht der Wiener
Privatbank SE
gemäß § 243c UGB
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10
JAHRESFINANZBERICHT 2024
Corporate Governance
Bericht
1. Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex
Der Österreichische Corporate Governance Kodex bietet österreichischen Aktien-
gesellschaften einen Ordnungsrahmen für die verantwortungsvolle Leitung und
Überwachung von Unternehmen. Dieser enthält international übliche Standards
für gute Unternehmensführung, aber auch die in diesem Zusammenhang wesent-
lichen Regelungen des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechts.
Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und lang-
fristige Wertschaung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Unternehmen.
Mit dem Kodex soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unter-
nehmens bewirkt werden. Der für das Geschäftsjahr 2024 gültige Österreichische
Corporate Governance Kodex wurde im Jänner 2023 veentlicht und ist auf der
Website des Arbeitskreises für Corporate Governance unter
https://www.corporate-governance.at/kodex/ abrufbar.
Die Wiener Privatbank SE bekannte sich auch im Geschäftsjahr 2024 zum
Österreichischen Corporate Governance Kodex und betrachtet den Kodex als
Regelwerk für verantwortungsvolle Unternehmensführung, das ein hohes Maß an
Tr a n s pa r e n z ge g e n ü be r i h r e n A k t i o n ä r en g e w ä h r le i s t e t .
2. Zusammensetzung und Arbeitsweise der Organe
a. Mitglieder des Vorstandes
Mitglieder des Vorstandes
vom 01.01.2024 bis 31.12.2024
Mag. Christoph Raninger, PhD (geb. 3. Februar 1972)
Mandat bis 30. September 2024 Vorstandsvorsitzender
Erstbestellung: 1. Jänner 2020
Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. September 2024
Verantwortungsbereiche (bis 30. September 2024):
Stabsstellen:
Human Resources, Organisationsentwicklung & Oce Management
Marketing, PR & Investors Relations
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Corporate Governance Bericht
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Bereiche:
Legal, Compliance & Product Governance
Finanzen
IT, Core Banking & Melderegime
Risikomanagement & Operations
Abteilungen:
Compliance & Geldsche
Product Governance
Back Oce
Business Services
Eduard Berger (geb. 19. April 1968)
Mitglied des Vorstandes
Erstbestellung: 1. August 2011
Ende der Funktionsperiode: 26. April 2013
Wiederbestellung: 20. Dezember 2013
Mandatsverlängerung: Beschlüsse per 6. November 2017,
per 23. Februar 2022 sowie per 11. Juni 2024
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2029
Verantwortungsbereiche (bis 30. September 2024):
Bereiche:
Private Banking
Corporate, Treasury & Financial Markets
Immobilien
Abteilungen:
Capital Markets
Institutional & Family Oces
Unternehmens-, Projektfinanzierung & Beteiligungen
Brokerager
Verantwortungsbereiche (ab 1. Oktober 2024):
Stabsstellen:
Marketing, PR & Investors Relations
Bereiche:
Private Banking
Corporate, Treasury & Financial Markets
Immobilien
Abteilungen:
Capital Markets
Institutional & Family Oces
Unternehmens- & Projektfinanzierung & Beteiligungen
Brokerage
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Corporate Governance Bericht
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Mag. Stefan Selden (geb. 1. März 1980)
Mandat ab 1. Oktober 2024 Mitglied des Vorstandes
Erstbestellung: 1. Oktober 2024
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2027
Verantwortungsbereiche:
Stabsstellen:
Human Resources, Organisationsentwicklung & Oce Management
Bereiche:
Legal, Compliance & Product Governance
Finanzen
IT, Core Banking & Melderegime
Risikomanagement & Operations
Abteilungen:
Compliance & Geldsche*
Product Governance
Back Oce
Business Services
Dem Gesamtvorstand unterstellt: Interne Revision, Research und *Compliance
(regulatorische Berichtslinie an den Gesamtvorstand)
Aufsichtsratsmandate, Leitungs- und
Überwachungsaufgaben der Vorstandsmitglieder
Aufsichtsratsmandate in in- und
ausländischen Unternehmen
Leitungs- und Überwachungs-
aufgaben in wesentlichen
Tochterunternehmen
Mag. Christoph Raninger
stenrot Bank AGMitglied
des Aufsichtsrates
stenrot Wohnungswirtschaft
registrierte Genossenschaft mit
beschränkter Haftung Mitglied
des Aufsichtsrates
Eduard Berger
Century Casinos, Inc.
Class I Director
Matejka & Partner Asset Management
GmbH Geschäftsführer
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Corporate Governance Bericht
13
b. Mitglieder des Aufsichtsrates
Mitglieder des Aufsichtsrates und der Ausschüsse
vom 01.01.2024 bis 31.12.2024
Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2024 aus fünf Mitgliedern.
Aufsichtsratsmitglieder
inklusive Organfunktionen
Ende der laufenden
Funktionsperiode
Ausschüsse
Dr. Gottwald Kranebitter
Vorsitzender des
Aufsichtsrats
(geb. 07.11.1963)
o. HV im Jahr 2028
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten:
Vorsitzender
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Vorsitzender
Mag. Johann Kowar
Stellvertreter des
Aufsichtsratsvorsitzenden
(geb. 24.03.1959)
o. HV im Jahr 2028
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten: Mitglied
Günter Kerbler
Mitglied des Aufsichtsrates
(geb. 07.07.1955)
o. HV im Jahr 2028
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Mitglied
Heinz Meidlinger
Mitglied des Aufsichtsrates
(geb. 06.09.1955)
o. HV im Jahr 2028
Prüfungs- und Risikoausschuss:
Stellvertreter des Vorsitzenden
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten:
Stellvertreter des Vorsitzenden
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Stellvertreter des Vorsitzenden
Wolfang Zehenter
Mitglied des Aufsichtsrates
(geb. 02.10.1959)
o. HV im Jahr 2027
Prüfungs- und Risikoausschuss:
Vorsitzender
BWG-Ausschuss /Ausschuss für
dringliche Angelegenheiten: Mitglied
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Mitglied
Weitere aktive Aufsichtsratsmandate der Aufsichtsratsmitglieder
Aufsichtsratsmitglieder
Aufsichtsratsmandate in in-und ausländischen Unternehmen
Dr. Gottwald Kranebitter
Prinzhorn Holding GmbH Vorsitzender
CAG Holding GmbH Stellvertreter des Vorsitzenden
ViennaEstate Immobilien AG Vorsitzender
A1 Bank AG (ehem. paybox Bank AG) Vorsitzender
Günter Kerbler
ViennaEstate Immobilien AG Mitglied
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Corporate Governance Bericht
14
c. Unabhängigkeit des Aufsichtsrates
Entsprechend C-Regel 53 des Corporate Governance Kodex ist ein Aufsichtsrats-
mitglied als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder
persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen
materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten
des Mitglieds zu beeinflussen.
Der Aufsichtsrat hat sich bei der Festlegung der Kriterien für die Beurteilung der
Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds an folgenden, in Anhang 1 des
Corporate Governance Kodex empfohlenen, Leitlinien orientiert:
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied
des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines
Tochterunt e r nehmens der Gesellschaf t gew e s e n s e i n .
Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochter-
unternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das
Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr
unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen,
an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse
hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Konzern. Die
Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48
führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschluss-
prüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden
Prüfungsgesellschaft gewesen sein.
Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen
Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsrats-
mitglied ist.
Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat
angehören. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit
einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen
Anteilseigners vertreten.
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkte Nach-
kommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister,
Nichten, Neen) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich in
einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.
Die Wiener Privatbank SE ist als Kreditinstitut an die Unabhängigkeitsregelung
des § 28a Abs. 5a BWG gebunden, wobei drei Aufsichtsratsmitglieder
(Herr Dr. Kranebitter, Herr Meidlinger und Herr Zehenter) die entsprechenden
Voraussetzungen gemäß § 28a Abs. 5b BWG erfüllen.
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Corporate Governance Bericht
15
Aufsichtsratsmitglied
Unabhängig gem. C-Regel 53
Unabhängig gem. C-Regel 54*
Dr. Gottwald Kranebitter
nein
ja
Heinz Meidlinger
nein
ja
Mag. Johann Kowar
nein
ja
Mag. Günter Kerbler
nein
nein
Wolfgang Zehenter
ja
ja
*) keine Vertretung eines Anteilseigners mit einer Beteiligung von mehr als 10 %
3. Angaben zur Arbeitsweise von
Vorstand und Aufsichtsrat
a. ad Vorstand
Die Vorstände führen die Geschäfte der Gesellschaft gemäß dem Gesetz, der
Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand. In der Geschäftsordnung
sind die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstandes geregelt.
Siehe dazu oben unter Punkt 2.a. die Verantwortungsbereiche des Vorstandes.
Des Weiteren enthält sie die Informations- und Berichtspflichten des Vorstandes
sowie einen Katalog der Maßnahmen, die eine Zustimmung durch den Aufsichts-
rat erfordern. Die Vorstände halten im Regelfall wöchentliche Sitzungen zur
gegenseitigen Information sowie zur Abstimmung und Entscheidungsfindung ab.
b. ad Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat nimmt die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben
wahr und zeichnet für die strategische Leitung der Gesellschaft verantwortlich. Er
berät und überwacht den Vorstand bei der Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat
lässt sich vom Vorstand regelmäßig und umfassend über die wirtschaftliche Lage
und die Entwicklung der Wiener Privatbank-Gruppe unterrichten.
c. ad Ausschüsse des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2024 neun Sitzungen ab. Neben dem
Plenum des Aufsichtsrates sind folgende Ausschüsse eingerichtet:
ad Prüfungs- und Risikoausschuss
Der Prüfungs- und Risikoausschuss der Wiener Privatbank SE setzt sich aus den-
selben Mitgliedern wie der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank SE zusammen. Die
Aufgaben dieses Ausschusses sind in zwei Bereiche aufgeteilt: Werden Themen
der Rechnungslegung bzw. des internen Kontrollsystems (IKS) behandelt, wird der
Prüfungs- und Risikoausschuss funktionell als Prüfungsausschuss tätig. Stehen
Themen der Risikobereitschaft bzw. strategie zur Diskussion und Beschluss-
fassung an, wird der Prüfungs- und Risikoausschuss funktionell als Risiko-
ausschuss tätig. Dazu im Einzelnen:
Der Prüfungs- und Risikoausschuss ist gemäß § 63a Abs. 4 BWG als „Prüfungs-
ausschuss“ für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die
Erteilung von Empfehlungen oder Vorschlägen zur Gewährleistung seiner
Zuverlässigkeit, für die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontroll-
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Corporate Governance Bericht
16
systems, des Internen Revisionssystems sowie des Risikomanagementsystems der
Gesellschaft verantwortlich. Die Überwachung der Abschlussprüfung und der
Konzernabschlussprüfung (unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Schluss-
folgerungen in Berichten, die von der Abschlussprüferaufsichtsbehörde nach
§ 4 Abs. 2 Z 12 APAG veröentlicht werden), die Prüfung und Überwachung der
Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere
im Hinblick auf die für die Wiener Privatbank SE erbrachten zusätzlichen
Leistungen gehören ebenso zu seinen Tätigkeiten.
Ferner hat der Prüfungsausschuss über das Ergebnis der Abschlussprüfung an den
Aufsichtsrat zu berichten und darzulegen, wie die Abschlussprüfung zur
Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung beigetragen hat und welche Rolle der
Prüfungsausschuss dabei eingenommen hat.
Weiters obliegt ihm die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahres-
abschlusses, des Lageberichtes, des Corporate Governance Berichtes, des
Vorschlags für die Gewinnver teilung für das jeweilige Geschäftsjahr und die
Prüfung des Konzernabschlusses und des -lageberichtes sowie die Erstattung des
Berichtes über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat. Dazu zählt auch die
Durchführung des Verfahrens zur Auswahl des Abschlussprüfers (Konzern-
abschlussprüfers) unter Bedachtnahme auf die Angemessenheit des Honorars
sowie die Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers.
Der Prüfungsausschuss ist ebenso verantwortlich für die Genehmigung von Nicht-
prüfungsleistungen (gemäß der Verordnung (EU) Nr. 537/2014) durch den
Abschlussprüfer unter Bedachtnahme auf die Unabhängigkeit des Abschluss-
prüfers und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen.
Die Interne Revision hat ordnungsgemäß über die Prüfungsgebiete und die
wesentlichen Pfungsfeststellungen quartalsweise dem Prüfungsausschuss
Bericht erstattet.
Ebenfalls ist der Prüfungs- und Risikoausschuss gemäß § 39d BWG als „Risiko-
ausschuss“ verantwortlich für die Beratung der Geschäftsleitung hinsichtlich der
aktuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und Risikostrategie der Wiener
Privatbank SE, die Überwachung der Umsetzung dieser Risikostrategie im
Zusammenhang mit der Steuerung, Überwachung und Begrenzung von Risiken
(Risikosorgfaltspflichten), der Eigenmittelausstattung und der Liquidität. Weiters
obliegt ihm die Überprüfung, ob die Preisgestaltung der von der Wiener
Privatbank SE angebotenen Dienstleistungen und Produkte das Geschäftsmodell
und die Risikostrategie der Wiener Privatbank SE angemessen berücksichtigt. Des
Weiteren überprüft der Risikoausschuss, ob bei den vom internen Vergütungs-
system angebotenen Anreizen das Risiko, das Kapital, die Liquidität und die
Wahrscheinlichkeit und der Zeitpunkt von realisierten Gewinnen berücksichtigt
werden.
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Corporate Governance Bericht
17
Der Leiter der Risikomanagementabteilung hat an allen Sitzungen des Risiko-
ausschusses im Geschäftsjahr 2024 teilgenommen und über Risikoarten und die
Risikolage der Wiener Privatbank SE berichtet. Er hat dabei auf mögliche riskante
Entwicklungen hingewiesen, welche sich auf die Wiener Privatbank SE möglicher-
weise negativ ausgewirkt hätten.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss hat zumeist unter Anwesenheit des Bank-
prüfers der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 fünfmal getagt.
ad BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten
Der BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten hielt im
Geschäftsjahr 2024 sieben Sitzungen ab und hatte insbesondere über Geschäfte
gemäß § 80 AktG und § 28a BWG (Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen, Organgeschäfte) sowie über Darlehen, Kredite oder sonstigen
Veranlagungen im Sinne des § 28b BWG (Großkredite) zu entscheiden. Dem
BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten obliegt ferner die
Genehmigung von etwaigen weiteren Geschäften und Maßnahmen, für welche
das Gesetz oder die Satzung eine Zustimmung des Aufsichtsrates vorsieht, sofern
nicht die Zuständigkeit eines anderen Ausschusses normiert ist.
Des Weiteren ist er für den Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des
Aufsichtsrates zuständig, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im
Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen zu einer
Leistung gegen ein nicht bl geringfügiges Entgelt verpflichten. Dies gilt auch für
Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches
wirtschaftliches Interesse hat.
ad Vergütungs- und Nominierungsausschuss
Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss ist einerseits für Vergütungs-
themen und andererseits für Nominierungsthemen zuständig.
Der Vergütungsausschuss ist gemäß § 39c Abs. 2 BWG für die Vorbereitung von
Beschlüssen zum Thema Vergütung, einschließlich solcher, die sich auf Risiko und
Risikomanagement auswirken, verantwortlich. Er ist ebenso für die Überwachung
der Vergütungspolitik, der Vergütungspraktiken und der vergütungsbezogenen
Anreizstrukturen, insbesondere unter Berücksichtigung von Risiken, der Eigen-
mittelausstattung, der Liquidität und der langfristigen wirtschaftlichen Interessen
(Aktionäre, Investoren, Mitarbeiter sowie die Volkswirtschaft) zuständig. Ebenso
ist dieser mit der Beschlussfassung über die Bonifikation der Vorstände und der
leitenden Angestellten betraut.
Unter die Aufgaben des Nominierungsausschusses gemäß § 29 BWG fallen
insbesondere die Vorbereitung der Bestellung und Abberufung der Vorstands-
mitglieder und der Aufsichtsratsmitglieder. Weiters obliegen ihm der Abschluss
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Corporate Governance Bericht
18
der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder sowie deren Geschäfts-
verteilung. Er ist ebenso für die Ermittlung von Bewerbern r die Besetzung frei-
werdender Stellen im Vorstand zuständig. Dafür hat er auch dem Aufsichtsrat ent-
sprechende Vorschläge zu unterbreiten. Des Weiteren hat der Nominierungs-
ausschuss den Aufsichtsrat bei der Erstellung von Vorschlägen an die Haupt-
versammlung für die Besetzung von freiwerdenden Stellen im Aufsichtsrat zu
unterstützen.
Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen seiner Aufgaben die Aus-
gewogenheit und Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung
der Organe im Hinblick auf Bewerbungen zu berücksichtigen, eine Aufgaben-
beschreibung mit Bewerberprofil zu erstellen und den mit der Aufgabe ver-
bundenen Zeitaufwand anzugeben. Auch ist er für die Festlegung und Entwicklung
zur Erreichung einer Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht in der
Geschäftsleitung und dem Aufsichtsrat verantwortlich.
Der Nominierungsausschuss ist ferner für die Befreiung der Vorstandsmitglieder
vom Wettbewerbsverbot geß § 79 AktG zusndig. Er hat weiters darauf zu
achten, dass die Entscheidungsfindung in den Organen nicht durch eine einzelne
Person oder kleine Gruppen dominiert wird. Er hat im Bedarfsfall neue
Beurteilungen in Geschäftsleitung und Aufsichtsrat anzuzeigen und eine
Bewertung der Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung der Geschäfts-
leitung und des Aufsichtsrates durchzuführen und dem Aufsichtsrat nötigenfalls
Änderungsvorschläge zu unterbreiten.
Der Nominierungsausschuss hat ferner eine regelmäßige Re-Evaluierung der
Organe durchzuführen. Weiters überprüft er den Kurs der Geschäftsleitung bei
der Auswahl des höheren Managements und unterstützt den Aufsichtsrat bei der
Erstellung von Empfehlungen an den Vorstand. Der Vergütungs- und
Nominierungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2024 fünfmal getagt.
d. ad Directors’ Dealings
Directors’ Dealings, Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes oder des
Aufsichtsrates sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen werden
gemäß der Marktmissbrauchsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 596/2014)
gemeldet. Die Wiener Privatbank SE ist ebenso verpflichtet, die Markt-
missbrauchsverordnung einzuhalten und Eigengeschäfte von Führungskräften
(gemäß der Marktmissbrauchsverordnung) zu veröentlichen (erfolgt über
pressetext Nachrichtenagentur GmbH).
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Corporate Governance Bericht
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4. Angaben über die Evaluierung
der C-Regeln des Kodex
Die Wiener Privatbank SE überprüft regelmäßig intern die Einhaltung des
Österreichischen Corporate Governance Kodex und sieht unter Bezugnahme auf
C-Regel 62 keinen Handlungsbedarf einer externen Evaluierung. Für die interne
Evaluierung verwendet sie den vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate
Governance herausgegebenen Fragebogen, der eine größtmögliche Einheitlichkeit
bei der Evaluierung sämtlicher C-Regeln sicherstellt. Die Wiener Privatbank SE
erachtet auch eine Beurteilung des Abschlussprüfers über die Funktionsfähigkeit
des Risikomanagements (C-Regel 83) als nicht notwendig, weil sie im Rahmen
ihrer Tätigkeit als Kreditinstitut den strengen bankenspezifischen regulatorischen
Vorgaben hinsichtlich der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements unterliegt,
welche sowohl intern als auch extern regelßig überwacht und überpft wird.
5. Maßnahmen zur Förderung von Frauen, Diversität
Die Wiener Privatbank SE befolgt den Gleichbehandlungsgrundsatz sowohl im
Rekrutierungsprozess als auch in allen Bereichen des Beschäftigungsverhältnisses.
Die Zusammensetzung der Geschlechterstruktur in der Wiener Privatbank SE
zeigt, dass der Frauenanteil gemessen an der Gesamtbelegschaft im Jahr 2024
51 % betrug und somit gegenüber 2023 leicht gesteigert werden konnte. Im
Recruiting wurden acht Personalaufnahmen durchgeführtdavon beträgt der
Frauenanteil 50 % der getätigten Neuaufnahmen. Weiters werden 31 % von den
insgesamt 19 Organisationseinheiten von Frauen geführt. Von den insgesamt
neun Prokuren sind ebenfalls zwei an Frauen vergeben.
Ein weiterer Punkt zur Förderung der Diversität und Vielfältigkeit in der Bank zeigt
sich in der Belegschaftsstruktur dahingehend, dass ca. 15 % der Mitarbeiter aus
einem internationalen Umfeld stammen (EU oder Drittland). Von den
Mitarbeitern mit internationalem Umfeld (EU oder Drittland) sind 40 % Frauen.
Die Altersdiversität der Belegschaft der Wiener Privatbank zeigt folgende Alters-
struktur:
bis 20 Jahre: 0,0 %
20,1 30 Jahre: 4,4 %
31,1 40 Jahre: 14,5 %
41,1 50 Jahre: 36,2 %
51,1 60 Jahre: 40,6 %
60,1 65 Jahre: 4,3 %
Graphics
Corporate Governance Bericht
20
6. Nachhaltigkeit
Die Wiener Privatbank SE sieht diese Neuerungen nicht als Muss sondern als
Chance, einen wesentlichen Beitrag für eine Neuorientierung zu einer nach-
haltigen Finanzwirtschaft zu leisten, von der Kunden und Dienstleister gleicher-
maßen profitieren werden.
Erklärtes Ziel der Wiener Privatbank SE ist es, sowohl auf Unternehmens- als auch
auf Produktebene künftig noch nachhaltiger, CO
2
-schonender und ressourcen-
ezienter zu werden. Dafür wurde die Verantwortung für „Sustainable Finance“
einerseits in der Stelle Product Governance im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von
Wertpapieren und den Abgleich zu den Kunden-Präferenzen und, sowie anderer-
seits in der Stelle Risikomanagement im Hinblick auf eine regelmäßige Analyse
der Nachhaltigkeitsrisiken und Ableitung von geeigneten Mnahmen je
Geschäftsbereich oder für das Unternehmen selbst verankert.
Die regulatorischen Erweiterungen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Banken
aus dem Bereich ESG haben zu umfangreiche Anpassungen von Prozessen in
vielen Arbeitsbereichen der Wiener Privatbank SE gebracht intern und auch
gegenüber dem Kunden. Hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung wird
auf den Konzernlagebericht verwiesen.
Zum Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)
hat die Wiener Privatbank SE auch im vergangenen Jahr zahlreiche Initiativen ge-
setzt: Ein regelmäßiges Gesundheitsangebot für Mitarbeiter, welches neben
diversen Impfaktionen auch Schwerpunkte zur gesunden Ernährung und Möglich-
keiten der Inanspruchnahme externer psychologischer Unterstützung bei
besonderen Stresssituationen beinhaltete. Darüber hinaus wird allen Mitarbeitern
ein Jobticket der Wiener Linien zur Verfügung gestellt und ab einjähriger
Unternehmenszugehörigkeit werden Mitarbeiter auch in eine eigene Pensions-
kasse aufgenommen. Weitere Maßnahmen erfolgten bezogen auf die Resilienz
von Mitarbeitern und Führungskräften durch regelmäßige Management-Te a m -
Meetings und diverse Mitarbeiterveranstaltungen zur Stärkung der Corporate
Culture.
Product Governance berücksichtigt Nachhaltigkeitskategorien sowohl beim
Aufsetzen von neuen Finanzprodukten sowie bei deren Überwachung und zeigt
dies auch im Beratungs-Universum für Private Banking an. Auch im Produkt-
einführungsprozess wird die Nachhaltigkeit eines neuen Produktes überprüft.
Ebenso nimmt die Wiener Privatbank SE nachhaltige Aspekte in ihre Produkt-
gestaltung und Dienstleistungen auf: Für das Asset Management der Wiener
Privatbank SE, durch ihr Tochterunternehmen Matejka & Partner Asset
Management GmbH umgesetzt, berücksichtigt bei ihren Fondprodukten gemäß
Art. 8 der Oenlegungsverordnung für die Wiener Privatbank SE die ökologischen
und sozialen Merkmale sowie die wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf die
Nachhaltigkeitsfaktoren.
Graphics
Corporate Governance Bericht
21
Im Gesprächs-Protokoll wird dem Kunden auf Portfolioebene der von ihm
gewünschte und der tatsächliche nachhaltige Mindestanteil angezeigt. Bei jedem
Kauf erhält der Kunde auch Nachhaltigkeitsinformationen des Produkts.
7. Anga ben zu konsolid ie rte n Unternehmen
Die Grundsätze der Vergütungspolitik sowie die Maßnahmen zur Förderung von
Frauen gelten auch für die Unternehmen, die im Vollkonsolidierungskreis der
Wiener Privatbank SE einbezogenen sind. In den vollkonsolidierten Tochter-
gesellschaften bestehen keine Aufsichtsräte.
Wien, am 26. März 2025
MAG.%% % % % % % % % % % %
STEFAN EDUARD
SELDEN BERGER
MITGLIED%DES%VORSTANDES% % MITGLIED%DES%VORSTANDES
Graphics
Corporate Governance Bericht
22
JAHRESFINANZBERICHT 2024
Konzernabschluss
und Konzern-
lagebericht Wiener
Privatbank SE für das
Geschäftsjahr 2024
Graphics
23
Graphics
Corporate Governance Bericht
24
KONZERNABSCHLUSS
Konzernlagebericht
Graphics
Corporate Governance Bericht
25
Graphics
26
KONZERNABSCHLUSS
Konzernlagebericht
für das Geschäftsjahr
2024
Wirtschaftliches Umfeld
Die globale Wirtschaft war 2024 vom Einläuten der Zinswende der Notenbanken
in den Industrienationen und den uneinheitlichen Wirtschaftsentwicklungen
geprägt. Während sich die US-Wirtschaft weiterhin robust psentierte, sprang
der Wirtschaftsmotor in Europa noch langsam an. Die USA verzeichneten 2024
ein BIP-Wachstum von 2,8 %, in der Eurozone betrug die Wachstumsrate lediglich
0,9 %. Innerhalb der Währungsunion ließen sich hierbei ebenfalls große Divergen-
zen feststellen. Während sich die deutsche Wirtschaft mit starkem Gegenwind
konfrontiert sah und einen Rückgang von 0,2 % verzeichnete, konnten andere
Volkswirtschaften wie Spanien (+3, 2 %) oder Frankreich (+1,2 %) eindeutig
positive Wachstumsraten vermelden. Auch Wirtschaftsräume, die eine enge
Verknüpfung und Korrelation mit Deutschland aufweisen wie beispielsweise
Österreich litten unter der Schwäche wichtiger deutscher Industriesparten. Für
etwas Entspannung sorgten die im Juni 2024 eingeleiteten Zinssatzsenkungen
der EZB, die damit auf den Rückgang der Inflation sowie die angespannte Situation
reagierte. Insgesamt wurde im Euroraum bis Jahresende der Leitzinssatz um
135 Basispunkte auf 3,15 % und der Einlagenzinssatz um 125 Basispunkte auf
3,00 % reduziert. In den USA hat die Federal Reserve im September den Zins-
senkungszyklus eingeleitet und kürzte die Zinsen im USD um 100 Basispunkte auf
ein Band von 4,254,50 %. Während die EZB ihren eingeschlagenen Weg auch
im Jahr 2025 mit bis dato zwei weiteren Zinssenkungen fortgesetzt hat, hat die
FED eine Pause eingelegt und die Zinsen im bisherigen Jahresverlauf 2025 un
verändert gelassen. Zudem hatten im Jahr 2024 zahlreiche geopolitische Ver-
änderungen im Laufe des Jahres einen starken Einfluss auf die wirtschaftliche
Entwicklung und die globale Stimmung. Aus politischer Sicht war die Wiederwahl
Donald Trumps zum US-Präsidenten das relevanteste Ereignis und sorgter viel
Verunsicherung an den Märkten. Insbesondere seine aggressive Zollpolitik könnte
den globalen Handel der kommenden Jahre stark beeinflussen. Aus europäischer
Sicht standen die Europawahl sowie die darauolgenden überraschenden Neu-
wahlen in Frankreich und das Scheitern der deutschen Ampelkoalition im Fokus.
Des Weiteren bestimmten die anhaltenden Kriegshandlungen in der Ukraine und
dem Gazastreifen den Diskurs. Ersterer Konflikt auf europäischem Boden hat
durch die Wiederwahl Trumps und die potenziell ausbleibenden Militärhilfen für
die Ukraine deutlich an Schärfe gewonnen und die russische Bedrohung für Europa
scheint sich nun vergrößert zu haben. Die geplante Aufrüstung der europäischen
Union wird daher eines der beherrschenden Themen für 2025 sein. Ferner sollten
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
27
die unvorhersehbare Politik von Donald Trump sowie das milliardenschwere
deutsche Infrastrukturinvestitionspaket das Geschehen in nächster Zukunft
bestimmen.
Quellen: Bloomberg
Marktumfeld
Kapitalmarkt
Die Kapitalmärkte präsentierten sich 2024 freundlich. Während die Renditen an
den Anleihenmärkten im Zuge der Zinsschritte der internationalen Notenbanken
rückläufig waren, verzeichneten die Aktienmärkte ein starkes Jahr 2024. Der breit
gefasste US-amerikanische Index S&P 500 kletterte um 23,3 %, der europäische
STOXX Europe 600 erhöhte sich um 6,0 %. Dieser Performanceunterschied bei-
der Indizes spiegelt einerseits die unterschiedlichen ökonomischen Wachstums-
zahlen beider Wirtschaftsblöcke und andererseits die konträren Erwartungen nach
der Wahl Donald Trumps wider. Der österreichische Leitindex ATX verzeichnete
im selben Zeitraum einen Anstieg von 6,6% und schnitt somit ähnlich wie seine
europäischen Pendants ab. Insbesondere die im ATX stark gewichteten Banken-
titel konnten erneut eine starke Performance verzeichnen. Auf Sektorenebene
zählten in Europa Banken (+35,4 %), Versicherungen (+24,6 %) sowie Tele-
kommunikationstitel (+21,8 %) zu den größten Gewinnern. Ein eher herausfor-
derndes Jahr verzeichneten hingegen die Nahrungsmittel- und Getränkebranche
(-9,8 %), der Grundstosektor und die Automobilindustrie (-6,8 %). Im weiteren
Jahresverlauf wird neben den Parametern Wirtschaftswachstum, Inflation und
Zinsniveau insbesondere die US-Wahl die treibende Kraft im Hinblick auf die
weitere Entwicklung der Kapitalmärkte sein.
Quelle: Bloomberg
Immobilienmarkt 2024
Nach den für den Immobilienmarkt sehr herausfordernden Jahren 2023 und 2024
wird wieder optimistisch in die Zukunft geblickt. Die in den letzten zwei Jahren
stark gestiegenen Finanzierungskosten haben begonnen sich wieder nach unten
zu bewegen und die Inflation hat sich wieder stabilisiert, sodass mit Ende 2024
die Nachfrage nach insbesondere Eigentumswohnungen wieder spürbar
angezogen hat.
Einzig das Neubaugeschäft blieb 2024 weiterhin das Sorgenkind, nachdem es
aufgrund der nach wie vor verhältnisßig hohen Finanzierungskosten nicht in
die Gänge kam und demnach primär alte Projekte fertiggestellt wurden ohne das
weitere neu hinzukamen. Mittelfristig müsste diese Entwicklung zu einer weiteren
Verknappung des gefragten Gutes Wohnung und folglich zu Preissteigerungen
sowohl bei der Miete als auch beim Kauf führen.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
28
Das Transaktionsvolumen im gesamten Jahr 2024 lag zwar mit ca. EUR 2,6 Mrd. in
etwa 6 % unter dem des Jahre 2023, doch konnte gleichzeitig gegen Jahresende
2024 ein nachhaltiger Aufwärtstrend beobachtet werden. Mit einem Marktanteil
von ca. 32 % war das Büro die gefragteste Asset Klasse, dicht gefolgt von Wohnen
mit ca. 25 %.
In Anbetracht der allmählich fallenden Finanzierungskosten und dem
bevorstehenden Wegfall der KIM-Verordnung mit Mitte 2025 blicken die
meisten Immobilienunternehmen positiv in das Jahr 2025.
Außer Streit steht jedenfalls, dass das Thema Nachhaltigkeit in allen Immobilien-
marktsegmenten auch im Jahr 2025 gefragt sein wird und das mehr denn je,
sodass u.a. die Revitalisierung von Altbeständen, energieezientes Bauen und
die Verwendung umweltfreundlicher Materialien zu Schlüsselthemen werden.
Die Immobilie ist und bleibt, insbesondere in Anbetracht der deutlich zurück-
gegangenen Neubauleistung und daraus in den chsten Jahren resultierenden
bevorstehenden Wohnungsverknappung, jedenfalls weiterhin attraktiv.
Quellen: EHL, CBRE, OTTO Immobilien
Ausrichtung als Sachwert- und Kapitalmarktspezialist
Als Kapitalmarktspezialist setzt die Bank auf fundierte Kapitalmarktkompetenz
bestehend aus professioneller Vermögensberatung und -verwaltung mit einem
konzerneigenen Fondsmanagement, sowie auf maßgeschneiderte Kapitalmarkt-
bzw. Emittenten-Dienstleistungen. Aktien-Brokerage mit globalen Börse-Zugän-
gen runden das Programm ab. In diesem Segment konnte die Bank ihren Kunden,
insbesondere in Zeiten bewegter Märkte, einen klaren Mehrwert bieten. Beson-
ders durch die integrierte Angebotskombination, bestehend aus Emittenten-
Dienstleistungen, in Verbindung mit Brokerage und Depotservice mit Fokus auf
das KMU-Segment, ist es der Bank gelungen, eine spezielle Nische zu besetzen
und sich mit einem klaren Profil am Markt zu positionieren.
Auf Basis einer Kombination aus Veranlagungsmöglichkeiten und Finanzierungen
rund um Immobilien bietet die Wiener Privatbank SE eine integrierte Wertschöp-
fungskette aus einer Hand. Gerade in unsicheren Zeiten ermöglicht die Bank ihren
Kunden damit den Zugang zu einer werthaltigen Veranlagungsform mit gewissem
Inflationsschutz und bietet gleichzeitig maßgeschneiderte Finanzierungslösungen.
Dabei erönet die Wiener Privatbank SE interessierten Anlegern sowohl die
Möglichkeit ihr Kapital mit Substanzwerten zu schützen als auch in Anlageobjekte
mit stillen Reserven und somit künftigem Gewinnpotenzial zu investieren. In ihrer
Ausrichtung setzt die Bank auf eine Symbiose aus "Wiener Zinshaustradition" und
aktuellen Trends, indem die Bank ihren Kunden Chancen für stabile Veranlagungen
im Immobilienbereich bietet und gleichzeitig marktabhängig Perspektiven für
Kapitalmarktchancen erönen. Damit ist die Bank angebotsseitig für jede Markt-
phase gut gerüstet und die Positionierung als bevorzugter Partner für KMUs
bei Kapitalmarktpositionen wird gefestigt. Die Wertschöpfung für die Bank und
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
29
ihre Kunden wird durch die enge Verschränkung zwischen Kapitalmarktdienst-
leistungen, Depotgeschäft und Brokerage kontinuierlich ausgebaut.
Geschäftsentwicklung, Finanz- und Ertragslage
Durch den Wegfall eines institutionellen Kunden verringerten sich die Assets
under Management seit Jahresbeginn von EUR 1.841 Mio. auf EUR 1.442 Mio..
Der Zinsüberschuss ist im Vergleich zur Vorjahresperiode aufgrund der
selektiveren Kreditvergabe sowie besseren Verzinsung von Kundeneinlagen von
EUR 10,00 Mio. auf EUR 6,84 Mio. gesunken. Neben dem Wegfall des institutio-
nellen Kunden war auch weiterhin ein verhaltenes Agieren der Kunden auf den
Kapitalmärkten zu beobachten und daher sank der Provisionsüberschuss im
Jahresvergleich von EUR 7,67 Mio. auf EUR 6,41 Mio. Auch das Handelsergebnis
erzielten aus diesen Gründen ein rückläufigeres Ergebnis iHv. EUR 0,17 Mio.
gegenüber EUR 0,44 Mio. im Vorjahr. Das Ergebnis aus Immobilienhandel konnte
hingegen von EUR 2,19 Mio in 2023 auf EUR 2,40 Mio in 2024 gesteigert werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken aufgrund geringerer Einmaleekte
von EUR 1,24 Mio im Vorjahr auf EUR 0,77 Mio. Die Verwaltungsaufwendungen
erhöhten sich aufgrund gestiegener EDV- und Rechtsberatungsaufwendungen von
EUR 16,25 Mio im Jahr 2023 auf EUR 16,69 Mio. in Jahr 2024. Die Risikovorsorge
stieg aufgrund der Bonitätsverschlechterung bestehender Kreditengagements
im Vergleichszeitraum von EUR -1.19 Mio. auf EUR -13,25 Mio., wobei auch
das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten auf EUR -0,43 Mio nach
EUR +0,20 Mio. im Vorjahr sank. Somit wurde ein Ergebnis vor Steuern bei
EUR -13,93 Mio. (2023: EUR 3,86 Mio.) erzielt und das Konzernperioden-
ergebnis ohne nicht beherrschende Anteile belief sich in der Berichtsperiode
auf rd. EUR -12,06 Mio. (2023: EUR 2,83 Mio.). Das Ergebnis je Aktie lag
bei EUR -2,41 nach EUR 0,57 im Berichtsjahr 2023.
Die Bilanzsumme des Wiener Privatbank Konzerns beläuft sich zum Stichtag
31. Dezember 2024 auf EUR 325,81 Mio., nach EUR 342,44 Mio. zum Ultimo
2023. Das Eigenkapital (exklusive nicht beherrschende Anteil) beläuft sich auf
EUR 32,71 Mio., nach EUR 44,50 Mio. zum 31. Dezember 2023.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Starke Kapitalbasis
Die Wiener Privatbank SE kann per 31. Dezember 2024 auf eine weiterhin solide
Kapitalkennzahlen verweisen. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 22,46 %
(VJ: 24,44 %).
Die Ertragskennzahlen*) des Wiener Privatbank Konzerns entwickelten sich im
Geschäftsjahr 2024 wie folgt: Die Cost-Income-Ratio (CIR) betrug 101,51 %, nach
76,82 % im Jahr 2023. Der Return on Equity (ROE) lag bei -31,50 % (2023: 6,57 %)
und der Return on Assets (ROA) belief sich auf -3,64 %, nach 0,85 % im Jahr 2023.
*) CIR: Verwaltungsaufwand ÷ (Zinsüberschuss + Provisionberschuss + Ergebnis at-equity
bewerteter Unternehmen + Handelsergebnis + Erfolg aus Immobilienhandel + Sonstiger
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
30
betrieblicher Erfolg), ROE: Jahresüberschuss ÷ ø Eigenkapital, ROA: Jahresüberschuss ÷
ø Bilanzsumme
Risikobericht
Im Zentrum der Risikopolitik der Wiener Privatbank SE steht der Grundsatz
eines ausgewogenen Verhältnisses von Risiko und Rendite. Die Risikosituation im
Geschäftsjahr 2024 war geprägt von den Ukraine- und Gaza-Konflikten und den
damit einhergehenden makroökonomischen Folgewirkungen, mit denen erhebli-
che Herausforderungen in der internen Risiko- und Ertragssteuerung gegeben
waren. In diesem Zusammenhang wurde wieder das höchste Augenmerk auf
die systematische Überwachung und Weiterentwicklung der Indikatoren und Ver-
fahren zur Identifikation, Messung und Steuerung der Risiken gelegt. Der eektive
Umgang mit Risiken sowie die frühzeitige Identifikation und Realisierung von
Chancen wird durch eine eigene Risikomanagementabteilung kontrolliert.
Den wesentlichen Risiken tritt die Wiener Privatbank SE wie in der folgenden
Tabelle beschri e b e n e n tg e g e n :
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
31
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Marktrisiko
Veränderung von Bewertungs-
parametern wie Wertpapierkurse
oder Credit Spreads
Belastung des Jahresergebnisses
durch Wertveränderungen
Laufendes Monitoring
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Liquiditätsrisiko
Mangelnde Möglichkeiten zur
Beschaung von Finanzmitteln zur
Begleichung von Verpflichtungen
Eingeschränkte
Investitionsmöglichkeiten
Belastung der Liquiditätsposition
durch Abflüsse liquider Mittel
Laufende Liquiditätsüberwachung
und -steuerung im Treasury
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Stress-Te s t s
Vorhaltung eines Liquiditäts-
puers
Diversifizierung der
Refinanzierungsquellen
Kreditrisiko
Ausfall von Kreditnehmern bzw.
Gegenparteien
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen /
Direktabschreibungen
Umfassende Bonitätsprüfung und
regelßiges Monitoring der
Kreditnehmer
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Beteiligungsrisiko (als Teil des Kreditrisikos)
Abwertung des Beteiligungsansatzes
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen /
Direktabschreibungen
Jährliche Budgeterstellung
Laufende Managementgespräche
zur Beurteilung der wirtschaft-
lichen Situation
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Bonitätsrisiko
Verschlechterung der Bonität bzw.
Zahlungsfähigkeit von Kunden
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen /
Marktwertveränderung
Umfassende Bonitätsprüfung und
regelßiges Monitoring der
Kreditnehmer
Zinsänderungsrisiko
Veränderung der Marktzinsen
Veränderung des Werts von
Finanzinstrumenten
Belastung des Jahresergebnisses
Geringe Fristentransformation
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Sensitivitäts-
analysen in den Dimensionen
Barwertveränderung und Zins-
ergebnis
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
32
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Operationelles Risiko
Fehlerhafte interne Prozesse
Te c h n o l o g i e v e r s a g e n
Katastrophen bzw. externe
Ereignisse
IKT und Cyberrisiken
Belastung des Jahresergebnisses
durch Wertveränderungen
Laufende Weiterentwicklung des
Internen Kontrollsystems (IKS)
Regelmäßige Risikoanalysen und
Business Impact Analysen (BIA)
Laufende Entwicklung und Über-
arbeitung von Arbeitsrichtlinien
und -anweisungen
hrung einer Verlustdatenbank
Strategieworkshops und
Schulungsmaßnahmen
Vorhalten eines Notfallplanes
Immobilienrisiko
Konzentrationsrisiko im Zusammen-
hang mit dem Geschäftsmodell
Belastung des Jahresergebnisses
Definition von Risikoleitlinien für
Immobilienengagements
Klar festgelegte Limits
Umfassende Bewertung mittels
Immobilienrating
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko
Schwankung des Ertragsprofils auf-
grund reduzierter laufender Einnahmen
Belastung des Jahresergebnisses
Jährliche Budgeterstellung
Laufendes Management Report-
ing zur Beurteilung der wirt-
schaftlichen Situation
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Die Wiener Privatbank SE war zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen sonstigen
Risiken, wie u.a. Währungsrisiken, ausgesetzt. Die rechtlichen Risiken werden
durch eine eigene Rechtsabteilung, sowie durch Kooperation mit unabhängigen
Rechtsanlten überwacht und minimiert.
Der Vorstand hat Ende 2024 keine bestandsgefährdenden oder anderen ernst-
haften Risiken für die Wiener Privatbank SE identifiziert. Das vorherrschende
makroökonomische Umfeld wird für das Risiko- und Ertragsprofil bestimmend
und im neuen Geschäftsjahr 2025 spürbar bleiben. Über einen nachlassenden
Lohndruck wird eine geringere Inflationsdynamik erwartet, womit in Kombination
mit einer nachlassenden restriktiven Wirkung der Geldpolitik auf die Konjunktur
die Zinserwartungen im Euro-Raum neu bewertet werden. Die weiteren Entwick-
lungen der Kapitalmärkte, sowie die volks- und realwirtschaftlichen Auswirkungen
werden von der Dauer und dem weiteren Verlauf der Konflikte in Verbindung
mit den geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und den realpolitischen
Maßnahmen der Regierungen direkt beeinflusst. Von einer spürbaren Entspan-
nung ist voraussichtlich erst bei einer nachhaltigen Deeskalation zwischen den
Konfliktparteien und einer fortwährend spürbaren Erholung der Volkswirtschaften
auszugehen.
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
33
Makroökonomische Prognosen zeigen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung für
das laufende Jahr eine gedämpft positive Entwicklung des Wirtschaftswachstums
im Euro-Raum (siehe u.a. WKO Statistik Wirtschaftswachstum Europa vom
November 2024 mit Daten der EU-Kommission sowie Konjunkturprognosen des
WIFO/IHS vom Dezember 2024). Österreichs BIP-Wachstum wird voraussicht-
lich unter dem Durchschnitt des Euroraums liegen. Abwärtsrisiken verbleiben aber
im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und dem Gaza Konflikt, der Energie-
preisentwicklung und eventueller Gasrestriktionen sowie Zollkonflikten. Die Geld-
politik hat ebenso erheblichen Einfluss auf die weitere Konjunkturentwicklung. In
diesem schwierigen unternehmerischen Umfeld für Kreditnehmer und verhaltener
Entwicklung der Immobilienmärkte ist von einem fortlaufend erhöhten Insolvenz-
aufkommen auszugehenim Jahr 2024 waren diese Entwicklungen deutlich
sichtbar und haben sich im Kreditbuch der Wiener Privatbank SE materialisiert.
Die NPL-Quote beträgt zum 31.12.2024 rd. 6,92% (VJ: 4,8%), ein Abbauplan zur
Reduktion notleidender Kundenforderungen wurde implementiert. Im neuen Ge-
schäftsjahr 2025 werden daher laufende Anstrengungen zur Diversifizierung un-
serer Ertragsstrukturen verstärkt fortgeführt und bestehende Risiken engmaschig
überwacht und proaktiv gesteuert. Auf Grund der hohen Kernkapital- und Liquidi-
tätsquoten ist die Bank weiterhin gut gerüstet.
Die Wiener Privatbank SE ist in den vom Ukraine Konflikt betroenen Regionen
vor Ort nicht präsent. Es besteht somit kein nennenswertes Engagement mit
Russland-Bezug im Portfolio und die Bank ist somit von der Ukraine-Krise
wirtschaftlich hauptsächlich indirekt über Sekundäreekte betro en.
Die seit Februar 2022 anhaltenden kriegerischen Aggressionen der Russischen
deration gegen die Ukraine führten zu weitreichenden Sanktionen von
Regierungen zahlreicher Staaten, einschließlich der Euroischen Union.
Die gesetzten Sanktionsprogramme, die in erster Linie auf die Schwächung
der russischen Wirtschaft abzielen, wurden von der Wiener Privatbank SE
im vollen Umfang umgesetzt.
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
Nach üblichen Bankenstandards werden Risiken über das Risikomanagement
identifiziert, gemessen und gesteuert. In der Wiener Privatbank SE ist eine klare
Tr e n n un g z wi s c h e n d e n Ma r k ta b t e i l u n g e n u n d d e r Ri s i k o b e u r t e i lu n g / Ri s i k o -
kontrolle implementiert. Die Grundsätze und Methoden für das Management
betriebswirtschaftlicher Risiken sind in Handbüchern und internen Richtlinien
festgelegt. Das Risikomanagement der Wiener Privatbank SE ist dem Vorstand
Marktfolge zugeordnet.
Das Kreditrisiko inklusive dem Beteiligungsrisiko ist das größte Risiko, mit dem die
Wiener Privatbank SE konfrontiert ist. Die Marktfolgeabteilungen beurteilen alle
Finanzierungs- und Beteiligungsanträge (Grundsatz der Doppelvotierung entspre-
chend den Mindeststandards für das Kreditgeschäft der FMA) und bestätigen,
auf Basis der im Einsatz befindlichen Modelle, die mindestens jährlich neu zu
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
34
erstellenden Bonitätsbeurteilungen. Darüber hinaus werden Engagements mit
erhöhtem Risikoprofil identifiziert und werden gemeinsam mit der betreuenden
Marktabteilung Maßnahmen zur Risikoreduktion vereinbart. Anhand einesAmpel-
systems innerhalb einer Watch-Loan-List werden diese Engagements laufend
überwacht.
Direktes Kreditgeschäft mit natürlichen oder juristischen Personen aus Russland
und Belarus besteht keines. Kreditengagements, die potenziell indirekt von der
aktuellen Situation in der Region betroen sein können, werden laufend überwacht
bei den wenigen identifizierten Engagements, wie beispielsweise Kreditnehmer
mit Bezug zur Ukraine, besteht jeweils eine vollständige materielle Besicherung.
Aus heutiger Sicht ist von keiner besonderen Betroenheit auszugehen. Neben
dem Kreditrisiko wird in den Hauptrisikoarten zwischen Markt-, Liquiditäts-, Ge-
schäfts- und operationellen Risiken unterschieden. Die Messung des Markt- und
Geschäftsrisikos erfolgt in Form des Value at Risk. Um die ungünstigen Eekte
extremer Marktbewegungen zu simulieren, werden Stress-Te s t s d u rchgefüh r t . Zur
Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität auch in adversen Szenarien wird in
der Steuerung ein Liquiditätspuer vorgehalten, der regelmäßig angepasst und
über Stress-Tests v a l idier t w i rd. Dem oper a t i o n e l l e n R i s i ko wir d ü b e r e i n u m fas-
sendes internes Kontrollsystem (IKS) und laufende Risikoanalysen begegnet. Das
Immobilienrisiko, sowie das Konzentrationsrisiko manifestieren sich hauptsächlich
in den genannten Hauptrisikoarten. Es bestehen klare Leitlinien und Limitierungen
zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken. Die zentrale Steuerungsgröße im
Zusammenhang mit dem Risikomanagement ist das ökonomische Eigenkapital.
Eine Risikotragfähigkeitsrechnung stellt die Gesamtrisikoposition in einer ökono-
mischen Betrachtung dar.
Auch im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist ein internes Kontroll-
system (IKS) im Einsatz. Die Kontrollen werden durch entsprechende organisato-
rische Maßnahmen, die in die Unternehmensprozesse integriert sind, gewähr-
leistet. Die für die Rechnungslegung und das Controlling zuständige Einheit ist
unabhängig von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Markteinheit der
Bank. Die Bank verfügt über Funktionstrennungen bei der Buchungseingabe und
der anschließenden Buchungsfreigabe in das zentrale IT-System. Personen aus
den Marktbereichen können keine Buchungsfreigaben tätigen. Somit zählen das
4-Augen-Prinzip, Zugrisbeschränkungen im IT-Bereich und Zahlungsrichtlinien
zu den präventiven Kontrollen. Arbeitsrichtlinien enthalten Regelungen, die einen
korrekten Arbeitsablauf garantieren und sicherstellen, dass betriebliche Vorgänge,
die regelmäßig anfallen, einheitlich abgewickelt werden. Stellenbeschreibungen
enthalten genaue Beschreibungen des Aufgabenbereiches des jeweiligen Mitar-
beiters, sowie die personelle Zuordnung. Regelmäßig erfolgen Prüfungen der
Konten und deren Bewertungen.
Die internen Kontrollsysteme (IKS) und das Risikomanagement werden von der
dem Vorstand unterstellten Abteilung Interne Revision überprüft.
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
35
Derivate Finanzinstrumente
Hinsichtlich dieses Punkts wird auf den Anhang verwiesen.
Forschung und Entwicklung
Aufgrund der Geschäftstätigkeit als Bank sind Forschung und Entwicklung nicht
in einer eigenen F&E-Abteilung angesiedelt. Es werden daher auch keine eigenen
Mittel für Forschung und Entwicklung aufgewendet oder ausgewiesen.
Aktien der Gesellschaft und Stellung der Aktionäre
Das Grundkapital der Wiener Privatbank SE betrug zum 31. Dezember 2024
unverändert EUR 11.360.544,15 und war in 5.004.645 Stückaktien eingeteilt. Der
auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals belief sich
damit unverändert auf EUR 2,27.
Sämtliche Aktien sind in einer veränderbaren Sammelurkunde verbrieft, die bei
der Österreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft, Am Hof 4, 1010 Wien, als
Wertpapiersammelbank hinterlegt ist. Eine Einzelverbriefung der Aktien ist sat-
zungsgemäß ausgeschlossen. Alle zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien der
Gesellschaft sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Die ISIN der
Aktien lautet AT0000741301. Im Geschäftsjahr 2024 waren geß IAS 33.30
durchschnittlich 5.004.645 Aktien im Umlauf. Jede Aktie gewährt das Recht zur
Teilnahme an der Hauptv e rsammlung und zur Ausübu n g des Stimmr e c h t s , wobei
jede Aktie eine Stimme gewährt. Kein Aktionär verfügt daher über besondere
Kontrollrechte. Stimmrechtsbeschränkungen aufgrund von Vereinbarungen
zwischen Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt.
Zum Stichtag 31. Dezember 2024 hielten die Kernaktionäre folgende Anteile:
Mit einem Anteil von 16,61 % war die K5 Beteiligungs GmbH weiterhin Haupt-
aktionär der Wiener Privatbank. Die Kerbler Holding GmbH und die Lehar Schlössl
Besitz GmbH hielten jeweils 3,39 % der Anteile, während die Sonne Privatstiftung
8,94 % und Mag. Johann Kowar 0,79 % der Aktien besaßen. Zudem hielt die
J.K. Beteiligungs GmbH einen Anteil von 0,18 %.
Zu den weiteren bedeutenden Aktioren gehörten die Alpha Fund AD mit
9,55 %, die Bohemia Faktoring, a.s. und die Shanfari Investment Co. L.L.C., die
beide über einen Anteil von 9,90 % verfügten. Des Weiteren war die Aventure
Capital AG mit 8,64 % und die Ficron Finance Limited mit 7,06 % vertreten.
Der verbleibende Aktienanteil von 21,65 % befand sich im Streubesitz.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
36
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Hauptversammlung gewählt.
Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen oder zwei
Stellvertreter. Sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen
über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrats betre en
§ 10 Pkt. 4 der Satzung, wonach, für die Abberufung von Mitgliedern des Auf-
sichtsrats vor Abschluss der Funktionsperiode eine Mehrheit von drei Viertel der
abgegebenen gültigen Stimmen auf der Hauptversammlung erforderlich ist.
Der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank SE bestand im Geschäftsjahr 2024 aus
Dr. Gottwald Kranebitter (Vorsitzender), Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-
Stellvertreter), Günter Kerbler, Heinz Meidlinger und Wolfgang Zehenter.
Im Geschäftsjahr 2024 kam es zu personellen Änderungen im Vorstand der
Wiener Privatbank SE. Der Vorstandsvorsitzende, Mag. Christoph Raninger, PhD
legte auf eigenen Wunsch sein Vorstandsmandat per 30. September 2024 zurück.
Mit 1. Oktober 2024 wurde Mag. Stefan Selden als neues Mitglied des Vorstandes
bestellt, wobei sein Mandat bis 31. Dezember 2027 befristet ist. Gleichzeitig
wurde das Vorstandsmandat von Herrn Eduard Berger um weitere fünf Jahre,
bis zum 31. Dezember 2029 verlängert.
Mitarbeiter
Die Wiener Privatbank legte auch im Geschäftsjahr 2024 Wert darauf, die fachli-
che Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter laufend auszubauen. In der Berichtsperi-
ode wurden EUR 64.654,33 in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen investiert.
Dies bedeutet ein um ca. 35 % höheres Aus- und Weiterbildungsbudgets für die
Mitarbeiter der Wiener Privatbank SE verglichen mit dem Jahr 2023. Auf Basis ei-
ner flachen Hierarchie bietet die Wiener Privatbank ihren Mitarbeitern individuelle
Entwicklungsmöglichkeiten, sowie ein erfolgs- und leistungsabhängiges Bonusmo-
dell. Bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern setzte die Wiener Privatbank auch
2024 auf einen mehrstufigen Selektionsprozess, der sicherstellt, dass die hohen
Qualitätsanforderungen in allen Abteilungen erfüllt werden. Die durchschnittliche
Mitarbeiterzahl betrug im Jahr 2024 in FTE 68,73 bzw. in HC 76. Verglichen mit
dem Jahr 2023 bedeutet dies eine Senkung des Personalstandes auf HC-Basis um
5,33 %. Der Wiener Privatbank Konzern bietet ebenfalls den Mitarbeitern unter-
schiedliche Sozialleistungen an. Im Jahr 2024 wurden in Summe EUR 82.800,65
als individueller Essenszuschuss gewährt. Ebenfalls wurde im Sinne der Nachhal-
tigkeit ein sogenanntes Jobticket für Mitarbeiter angeboten. Die Ausgaben dafür
betrugen EUR 17.846,70. Für Arbeitsmedizin, -psychologie und die Sicherheits-
technische Betreuung beliefen sich die getätigten Ausgaben im Jahr 2024 auf
EUR 13.574,77.
Ein weiterer Benefit sind Beitragszahlungen in eine Pensionskasse. In Summe
wurden dafür EUR 201.800,00 aufgewendet.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
37
Nachhaltigkeit
Die Wiener Privatbank SE sieht diese Neuerungen nicht als Muss sondern als
Chance, einen wesentlichen Beitrag für eine Neuorientierung zu einer nachhalti-
gen Finanzwirtschaft zu leisten, von der Kunden und Dienstleister gleichermaßen
profitieren werden.
Erklärtes Ziel der Wiener Privatbank SE ist es, sowohl auf Unternehmens- als auch
auf Produktebene künftig noch nachhaltiger, CO
2
-schonender und ressourcene-
zienter zu werden. Dafür wurde die Verantwortung für „Sustainable Finance“ ei-
nerseits in der Stelle Product Governance im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von
Wertpapieren und den Abgleich zu den Kunden-Präferenzen und andererseits in
der Stelle Risikomanagement im Hinblick auf eine regelmäßige Analyse der Nach-
haltigkeitsrisiken und Ableitung von geeigneten Maßnahmen je Geschäftsbereich
oder für das Unternehmen selbst verankert.
Product Governance berücksichtigt Nachhaltigkeitskategorien sowohl beim Auf-
setzen von neuen Finanzprodukten sowie bei deren Überwachung und zeigt dies
auch im Beratungs-Universum für Private Banking an. Auch im Produkteinfüh-
rungsprozess wird die Nachhaltigkeit eines neuen Produktes überprüft. Ebenso
nimmt die Wiener Privatbank SE nachhaltige Aspekte in ihre Produktgestaltung
und Dienstleistungen auf.
Das Asset Management der Wiener Privatbank SE, durch ihr Tochterunternehmen
Matejka & Partner Asset Management GmbH, berücksichtigt bei ihren Fondspro-
dukten gemäß Art. 8 der Oenlegungsverordnung für die Wiener Privatbank SE
die ökologischen und sozialen Merkmale gemäß sowie die wesentlichen nachteili-
gen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren.
Die regulatorischen Erweiterungen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Banken
aus dem Bereich ESG haben zu umfangreiche Anpassungen von Prozessen in vie-
len Arbeitsbereichen der Wiener Privatbank SE gebracht intern und auch gegen-
über dem Kunden. Die Wiener Privatbank SE verfolgt die regulatorischen Entwick-
lungen engmaschig und erfüllt alle für ein Haus ihrer Größe vorgegebenen Rege-
lungen.
Zum Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)
hat die Wiener Privatbank SE auch im vergangenen Jahr zahlreiche Initiativen ge-
setzt: Ein regelmäßiges Gesundheitsangebot für Mitarbeiter, welches neben diver-
sen Impfaktionen auch Schwerpunkte zur gesunden Ernährung und Möglichkeiten
der Inanspruchnahme externer psychologischer Unterstützung bei besonderen
Stresssituationen beinhaltete. Darüber hinaus wird allen Mitarbeitern ein Jobticket
der Wiener Linien zur Verfügung gestellt und ab einjähriger Unternehmenszuge-
hörigkeit werden Mitarbeiter auch in eine eigene Pensionskasse aufgenommen.
Weitere Maßnahmen erfolgten bezogen auf die Resilienz von Mitarbeitern und
hrungskräften durch regelmäßige Management-Te a m M e e t i n g s u n d d i ver s e n
Mitarbeiterveranstaltungen zur Stärkung der Corporate Culture.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
38
Corporate Governance-Bericht
Der konsolidierte Corporate Governance-Bericht für das Geschäftsjahr 2024
wurde erstellt und ist auf der Website der Wiener Privatbank SE unter
www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/investor-relations/berichte abrufbar.
Ausblick 2025
Das Geschäftsjahr 2024 war für die Wiener Privatbank stark durch die Ver-
werfungen am Immobilienmarkt geprägt. Nach vielen sehr erfreulichen Jahren im
Finanzierungsgeschäft in diesem Bereich musste die Bank Wertberichtigungen in
relevanter Höhe in diesem Segment buchen. Diese Eekte waren der Haupttreiber
des Verlustes 2024. So schmerzlich diese Wertberichtigungen auch waren, stellen
sie wie gesagt in dieser Höhe zum größten Teil Einmaleekte dar. Vor allem hat
die Bank durch ihre nach wie vor hohe Kernkapitalquote bei weitem ausreichende
Risikotragfähigkeit, um diese Verluste zu absorbieren, aber auch das geplante
Neugeschäft zu unterstützen.
Die Bank hat ihr Kreditbuch bereits im Laufe des Jahres 2024 speziell in den
höheren Risikokategorien bereits deutlich zurückgefahren und die Vergabe von
immobilienlastigen Krediten im Mezzanin-Bereich massiv reduziert. Der Risiko-
appetit der Wiener Privatbank SE wird regelmäßig an die Marktgegebenheiten
und die Risikotragfähigkeit angepasst.
Das Jahr 2025 ist bisher von sinkenden Zinsen in einem nachhaltig rezessiven
Umfeld in Österreich geprägt. Die multiplen weltweiten Krisen sorgen für
allgemeine Unsicherheit in vielen Bereichen. Am, für die Wiener Privatbank SE
so wichtigen, Immobilienmarkt sieht die Bank leichte Aufwärtstrends. Nach dem
negativen Jahr 2024 erwartet sie 2025 eine deutliche Ergebnisverbesserung, geht
aber nach wie vor von einem herausfordernden Geschäftsjahr aus.
Die Wiener Privatbank SE legt weiterhin großen Wert auf eine starke Kapital-
und Liquiditätsausstattung, was die Entwicklung der weiterhin sehr robusten
Kernkapitalquote und der Liquiditätskennzahlen deutlich zum Ausdruck bringen.
Somit steht die Bank nicht nur auf sicheren Beinen, sondern ist auch für die
Chancen und Herausforderungen des aktuellen Marktumfeldes gut gerüstet.
Kundennähe ist in der Wiener Privatbank SE ein wichtiges Qualitätsmerkmal,
um insbesondere in bewegten und herausfordernden Marktphasen die richtigen
Lösungen in Finanzierungs- und Veranlagungsthemen gemeinsam mit den Kunden
zu finden. Zu den Kerndienstleistungen der Bank zählen nach wie vor Projektfinan-
zierungen im Immobilienbereich (mittlerweile deutlich selektiver und großteils
im besicherten Bereich) sowie Lombardkredite mit klar definierten Rahmen-
bedingungen, um dem geänderten Marktumfeld Rechnung zu tragen. Weiters
entwickelt die Bank aktuell spezielles Know-How für selektiv ausgewählte Spezial-
finanzierungen, welche ein sehr attraktives Risiko-/Ertragsprofil aufweisen.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
39
Im Veranlagungsbereich setzt die Bank weiterhin auf ihre Kernkompetenz bei
Aktienveranlagungen, wenngleich das hauseigene Asset Management der Bank
insbesondere auch darauf abzielt, in seinem Produktangebot auch die Chancen
des sich verändernden Zinsumfeldes zum Vorteil der Kunden zu nutzen. Darüber
hinaus kann die Bank auch künftig auf eine reichhaltige Auswahl an „Betongold“
zurückgreifen, um sowohl Anlegern als auch Eigennutzern Zugang zu interessan-
ten Immobilien zu verschaen. Ebenfalls für Kunden im Programm stehen Fest-
geldveranlagungen zu attraktiven Konditionen.
r kapitalmarktane KMUs bleibt die Bank unvendert ein kompetenter und
umsetzungsstarker Partner, wenn es um die Strukturierung und Begleitung von
Aktien- und Anleiheemissionen inklusive Börselistings und Zahlstellenfunktionen
geht. Hier schärft die Wiener Privatbank SE nicht zuletzt durch gezielte
Kooperationen mit Partnern für innovative Kapitalmarkt-Emissions-sungen
weiter ihr Profil als absoluter Kapitalmarkt-Experte für den KMU-Bereich. Wir
erweitern dadurch auch unsere Produktpalette, um unseren Kunden in möglichst
vielen Bereichen Lösungen anbieten zu können. Im Sinne einer durchgängigen
Wertschöpfungskette runden Custody- und Brokerage-Dienstleitungen das
Angebotsprogramm der Bank ab.
Mit diesem Leistungsangebot sieht sich die Wiener Privatbank SE weiterhin gut
positioniert, um Ihren Kunden in jeder Marktsituation ein ausgewogenes und
wertstiftendes Spektrum an Dienstleistungen anbieten zunnen.
Wien, am 10. April 2025
MAG.
STEFAN EDUARD
SELDEN BERGER - -
Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes
% %
%
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
40
KONZERNABSCHLUSS
Konzernbilanz
zum 31. Dezember 2024

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41

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Konzernabschluss
Konzernbilanz
42

Graphics
Konzernabschluss
Konzernbilanz
43
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 (IFRS)
Aktiva
Anhang
31. Dezember 2024
in EUR
31. Dezember 2023
in EUR
Barreserve
1)
90.541.497
90.855.315
Forderungen an Kreditinstitute
2)
79.809.097
85.473.266
Forderungen an Kunden
3)
50.991.803
71.555.110
Finanzanlagen
4)
50.250.682
39.238.782
Anteile an assoziierten Unternehmen
5)
2.760.965
2.140.883
Zum Handel bestimmte Immobilien
6)
43.368.994
45.891.237
Immaterielle Vermögenswerte
7)
695.621
619.584
Sachanlagen
8)
780.362
1.278.705
Steueransprüche
9)
1.865.076
313.248
hiervon Steuererstattungsansprüche
166.284
113.245
hiervon latente Steueransprüche
1.698.792
200.003
Sonstige Aktiva
10)
4.747.305
5.077.608
Summe Aktiva
325.811.404
342.443.739
Passiva
Anhang
31. Dezember 2024
in EUR
31. Dezember 2023
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
11)
25.868.353
32.918.056
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
12)
246.734.527
242.026.520
Steuerverpflichtungen
13)
0
300.510
hiervon tatsächliche Steuerverpflichtungen
0
300.510
Verbriefte Verbindlichkeiten
14)
12.723.241
14.652.388
Rückstellungen
15)
2.927.614
2.999.247
Sonstige Passiva
16)
4.244.005
4.295.944
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
32.708.734
44.502.078
Nicht beherrschende Anteile
604.930
748.998
Eigenkapital
17)
33.313.664
45.251.075
Summe Passiva
325.811.404
342.443.739


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Konzernabschluss
Konzernbilanz
44
KONZERNABSCHLUSS
Konzern-
Gesamtergebnisrechnung

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45

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Konzernabschluss
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
46
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
1. Jänner 2024 bis 31. Dezember 2024 (IFRS)
Angaben in EUR
Anhang
1. Jänner 2024 –
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 –
31. Dezember 2023
Zinsen und ähnliche Erträge
12.268.435
13.906.789
Zinserträge nach Eektivzinsmethode
11.862.477
12.149.318
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-5.424.853
-3.906.874
Zinsüberschuss
21)
6.843.584
9.999.915
Provisionserträge
7.473.401
8.688.633
Provisionsaufwendungen
-1.059.866
-1.015.399
Provisionsüberschuss
22)
6.413.535
7.673.234
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen
23)
-24.918
-157.828
Handelsergebnis
24)
172.464
437.174
Ertrag aus Immobilienhandel
25)
6.322.087
5.981.153
Aufwand aus Immobilienhandel
26)
-3.932.442
-3.786.263
Sonstiger betrieblicher Ertrag
27)
766.486
1.235.982
Sonstiger betrieblicher Aufwand
28)
-169.977
-281.613
Verwaltungsaufwand
29)
-16.638.405
-16.246.543
Risikovorsorge
30)
-13.248.153
-1.190.594
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
31)
-427.972
195.372
Ergebnis vor Steuern
-13.923.710
3.859.990
Ertragsteuern
32)
1.762.906
-1.003.542
Konzernperiodenergebnis
-12.160.804
2.856.448
Nicht beherrschende Anteile am Konzernperiodenergebnis
-99.068
28.067
Konzernperiodenergebnis ohne nicht beherrschende Anteile
-12.061.737
2.828.381

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Konzernabschluss
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
47
Ergebnis der im Eigenkapital erfassten
Ertrags- und Aufwandposten
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
1. Jänner 2024 –
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 –
31. Dezember 2023
Konzernperiodenergebnis
-12.160.804
2.856.448
Posten, die zukünftig über die GuV gebucht werden können
Bewertungsergebnis der FV-Umwertung
von FVOCI bewerteten Schuldinstrumente
333.065
535.709
(darauf entfallende Steuereekte)
-76.605
-135.711
Posten, die zukünftig nicht über die GuV gebucht werden können
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
15.498
16.572
(darauf entfallende Steuereekte)
-3.564
-3.812
Sonstiges Ergebnis nach Steuern
268.393
412.759
Konzern-Gesamtergebnis
-11.892.412
3.269.206
Zuordnung des Konzern-Gesamtergebnisses
Anteile im Besitz der Eigentümer der Wiener Privatbank
-11.892.412
3.241.140
nicht beherrschende Anteile
-99.068
28.067
Ergebnis je Aktie
Angaben in EUR
Anhang
1. Jänner 2024 –
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 –
31. Dezember 2023
Aktienzahl zum Ultimo
5.004.645
5.004.645
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien
5.004.645
5.004.645
Konzernperiodenergebnis ohne nicht beherrschende
Anteile
-12.061.737
2.828.381
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert = unverwässert)
19)
-2,41
0,57


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Konzernabschluss
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
48
KONZERNABSCHLUSS
Entwicklung des
Konzerneigenkapitals

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49

Graphics
Konzernabschluss
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
50
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
1. Jänner 2024 bis 31. Dezember 2024 (IFRS)
Angaben in EUR
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Konzerngewinn
FV
Umwertung
IAS 19
versichungsm.
Gewinne und Verluste
Eigenkapital
ohne nicht beherr-
schenden Anteil
nicht
beherrschender
Anteil
Eigenkapital
mit nicht beherr-
schendem Anteil
Stand zum 1. Jänner 2023
11.360.544
18.308.278
13.607.645
-949.821
185.452
42.512.098
835.931
43.348.029
Konzernperiodenergebnis 2023
2.828.381
2.828.381
28.067
2.856.448
Im sonstigen Ergebnis erfasste
Erträge und Aufwendungen
399.999
12.761
412.759
412.759
Ausschüttung
-1.251.161
-1.251.161
-115.000
-1.366.161
Stand zum 31. Dezember 2023
11.360.544
18.308.278
15.184.865
-549.823
198.212
44.502.078
748.998
45.251.075
Konzernperiodenergebnis 2024
-12.061.737

-12.061.737
-99.068
-12.160.804
Im sonstigen Ergebnis erfasste
Erträge und Aufwendungen
256.460
11.933
268.393
268.393
Ausschüttung
0
-45.000
-45.000
Stand zum 31. Dezember 2024
11.360.544
18.308.278
3.123.129
-293.363
210.146
32.708.734
604.930
33.313.664


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51

Graphics
Konzernabschluss
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
52
KONZERNABSCHLUSS
Konzern-Cash-Flow-Statement

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53

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Konzernabschluss Konzern-Cash-Flow-Statement
54
Konzern-Cash-Flow-Statement für das Geschäftsjahr
1. Jänner 2024 bis 31. Dezember 2024
Angaben in EUR
Anhang
2024
2023
Konzernperiodenergebnis (vor Nicht beherrschende Anteile)
-12.160.804
2.856.448
Ergebnis aus Endkonsolidierung
28)
0
152.027
Abgangsgewinne(-)/Abgangsverluste(+) aus Finanzanlagen
31)
-406.688
-214.764
Abgangsgewinne(-)/Abgangsverluste(+) aus Sachanlagen
8)
114.203
583.110
Abschreibungen(+)/Zuschreibungen(-) auf Finanzanlagen
31)
834.660
19.391
Abschreibungen(+)/Zuschreibungen(-) auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
29)
838.562
934.214
Veränderung der Risikovorsorge
30)
13.248.153
1.190.594
Ergebnisanteil der assoziierten Unternehmen
23)
24.918
157.828
Nicht zahlungswirksame Veränderung der Pensionsrückstellungen/
ähnliche Rückstellungen
15)
-46.292
99.320
Steueraufwand(+)/Steuerertrag(-)
32)
-1.762.906
1.003.542
Nettozinsertrag(-)/Nettozinsaufwand(+)
21)
-6.843.584
-9.999.915
Sonstige Korrekturen
0
1.763
Korregiertes Konzernperiodenergebnis
-6.159.778
-3.216.442
Zunahme/ Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute
2)
5.379.156
-40.175.235
Zunahme/ Abnahme der Forderungen an Kunden
3)
7.394.009
21.692.847
Zunahme/ Abnahme der zum Handel bestimmten Immobilien
6)
2.522.243
-6.321.273
Zunahme/ Abnahme der sonstigen Aktiva
10)
307.683
-26.137
Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
11)
-7.633.696
5.924.970
Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
12)
4.708.008
7.838.575
Zunahme/ Abnahme der verbrieften Verbindlichkeit
14)
-2.010.000
-70.000
Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen
15)
-12.912
-73.200
Zunahme/ Abnahme der sonstigen Passiva
16)
441.722
-174.697
Erhaltene Zinsen
21)
12.331.133
13.396.052
Gezahlte Zinsen
21)
-4.760.006
-3.439.630
Steuergutschrift
177.816
130.228
Steuerzahlungen
13)
-354.054
-803.932
Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit
12.331.323
-5.317.874

Graphics
Konzernabschluss Konzern-Cash-Flow-Statement
55
Angaben in EUR
Anhang
2024
2023
Abfluss aus der Veräußerung von vollkonsolidierten Tochterunternehmen
0
-125.477
Abfluss aus dem Erwerb von Finanzanlagen
4)
-27.706.827
-8.895.931
Abfluss aus der Investition in assoziierte Unternehmen
5)
-645.000
-100.000
Zufluss aus der Veräußerung von Finanzanlagen
4)
16.769.168
58.619.689
Abfluss aus dem Erwerb von Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerten
7) 8)
-530.458
-458.156
Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten
-12.113.117
49.040.124
Angaben in EUR
Anhang
2024
2023
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten
16)
-487.024
-533.612
Gezahlte Dividenden
17)
-45.000
-1.366.161
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
-532.024
-1.899.773
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode
90.855.315
49.110.775
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit
12.331.323
-5.317.874
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
-12.113.117
49.040.124
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
-532.024
-1.899.773
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
0
-77.937
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode
90.541.497
90.855.315


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Konzernabschluss Konzern-Cash-Flow-Statement
56
KONZERNABSCHLUSS
Anhang zum Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2024
Graphics
57
Graphics
58
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
Inhaltsverzeichnis
I. Allgemeine Grundsätze 60
II. Konsolidierungsgrundsätze 61
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 64
IV. Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten
des Konzernabschlusses 80
V. Anwendung geänderter und neuer Standards (IFRS und IAS) 82
VI. Erläuterungen zur Bilanz und Gesamtergebnisrechnung 83
1. Barreserve 83
2. Forderungen an Kreditinstitute 84
3. Forderungen an Kunden 85
4. Finanzanlagen 86
5. Anteile an assoziierten Unternehmen 87
6. Zum Handel bestimmte Immobilien 88
7. I mma ter ie lle Ve rm ögen swer te 88
8. Sachanlagen 90
9. Latente Steuern 91
10. Sonstige Aktiva 93
11. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 95
12. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 96
13. Steuerverpflichtungen 97
14. Verbriefte Verbindlichkeiten 97
15. Rückstellungen 98
16. Sonstige Passiva 100
17. Eigenkapital 101
18. Kapitalmanagement 104
19. Ergebnis je Aktie 105
20. Nicht beherrschende Anteile 105
21. Zinsüberschuss 106
22. Provisionsüberschuss 107
23. Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 108
24. Handelsergebnis 108
25. Ertrag aus Immobilienhandel 108
26. Aufwand aus Immobilienhandel 108
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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
59
27. Sonstiger betrieblicher Ertrag 109
28. Sonstiger betrieblicher Aufwand 109
29. Verwaltungsaufwand 110
30. Risikovorsorge 111
31. Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 112
32. Ertragssteuern 112
33. Tochterunternehmen und Beteiligungen 113
34. Finanzinstrumente 115
35. Hierarchie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte 119
36. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 123
37. Weitere Anhangangaben 126
VII. Erläuterungen zur Konzernsegmentberichterstattung 129
VIII. Risikobericht 132
IX. Angaben über Organe 159
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60
KONZERNABSCHLUSS
Anhang zum
Konzernabschluss für
das Geschäftsjahr
vom 1. nner 2024 bis
31. Dezember 2024

I. Allgemeine Grundsätze
Die Wiener Privatbank SE ist eine börsennotierte Privatbank mit Sitz am
Parkring
12, 1010 Wien
, und betreibt als Kreditinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1 des öster-
reichischen Bankwesengesetzes Bankgeschäfte. Sie ist unter der Firmenbuch-
nummer FN 84890 p beim Handelsgericht Wien im Firmenbuch eingetragen.
Der geographische Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in Österreich.
Die Angebots- und Dienstleistungspalette für private und institutionelle Kunden
umfasst die Kerngeschäftsfelder Private Banking, Asset Management (Matejka &
Partner), Unternehmens & Projektfinanzierung, Brokerage, Capital Markets und
Immobilienprodukte & -projekte.
In diesen Geschäftsfeldern bietet die Wiener Privatbank SE ihren Kunden
maßgeschneiderte Lösungen an.
Die Wiener Privatbank SE hat als Medium für die Oenlegung gemäß Art. 431 .
CRR das Internet gewählt. Die Oenlegung ist aktuell auf der Website der Wiener
Privatbank SE unter www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/oenlegungen/oen-
legungen-gemaess-art-431-crr dargestellt.

Der Konzernabschluss der Wiener Privatbank-Gruppe wurde nach den Vorschrif-
ten der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpreta-
tionen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC),
wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und erfüllt auch die Voraussetzungen
des § 59a BWG und des § 245a UGB über Konzernabschlüsse nach international
anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen.
Der vorliegende Konzernabschluss
wurde basierend auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung erstellt.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
61



Im vorliegenden Konzernabschluss wurden bei der Bilanzierung und Bewertung
alle zum Zeitpunkt der Rechnungslegung am 31. Dezember 2024 verabschiedeten
und zu diesem Zeitpunkt verpflichtend anzuwendenden IAS/IFRS berücksichtigt.
Die Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung von überarbeiteten Standards wurde
nicht wahrgenommen.
Die funktionelle Währung ist der Euro (EUR). Alle Betrags-
angaben werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in EUR dar-
gestellt.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können
durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendie-
renzen auftreten. Die in Klammern angegebenen Zahlen betreen das Vorjahr.

Der Konzernabschluss wurde am 10. April 2025 aufgestellt und zur Weitergabe
an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzern-
abschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.


II. Konsolidierungsgrundsätze



Konsolidierungskreis

Muttergesellschaft ist die Wiener Privatbank SE, Wien. In den Konzernabschluss
sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der Muttergesell-
schaft stehen (Tochtergesellschaften), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Es
darf von einer Beherrschung ausgegangen werden, wenn die Beteiligungshöhe der
Wiener Privatbank SE gegenüber der Tochtergesellschaft über 50 % liegt, wobei
es gem. IFRS 10, auch bei weniger als 50 % Beteiligungshöhe zu einer Vollkonsoli-
dierung kommen kann. Hierbei sind die Einflussmöglichkeiten der Mutter auf die
Tochter g e s e l l s c h a f t maßg e b l i c h . Sollte die W i e n e r P r i vatbank SE i n d e r L a ge sein
die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens sowie die variablen Rück-
flüsse der Gesellschaft der Höhe nachzubestimmen, so ist auch eine Tochterge-
sellschaft mit weniger als 50 % vollzukonsolidieren. Nicht konsolidiert werden
Tochterunt e r nehmen, der e n E i n fl u s s a u f d i e Ve r m ö gens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns insgesamt unwesentlich sind.
Wesentliche Beteiligungen, auf welche die Wiener Privatbank SE einen maßgebli-
chen Einfluss ausübt, ohne diese jedoch zu beherrschen, werden als „assoziierte
Unternehmen“ nach der Equity-Methode einbezogen und in dem Bilanzposten
Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. In der Regel besteht ein maß-
geblicher Einfluss bei einem Anteilsbesitz zwischen 20 % und 50 %. Eine Ein-
beziehung erfolgt auf Grundlage des zum 31. Dezember 2024 erstellten Jahres-
abschlusses.


Die übrigen Beteiligungen werden als Fair-Value-Finanzanlagen eingestuft und
dementsprechend bewertet.
Insgesamt 5 (VJ: 5) Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Vollkonsolidie-
rung mit der Muttergesellschaft zusammengefasst.
Zum Berichtszeitpunkt gibt
es außerdem noch 2 Equitygesellschaften (VJ: 2), welche als nicht wesentlich
bezeichnet werden können.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
62

Nähere Details zum Konsolidierungskreis sind unter Punkt 33 Tochterunterneh-
men und Beteiligungen dargestellt.



Die Entscheidung, ob eine Gesellschaft voll- oder equitykonsolidiert wird, hängt
neben der Beteiligungshöhe auch noch von der Möglichkeit der Einflussnahme auf
die Geschäfts- sowie die Finanzgebarung der Tochtergesellschaft ab.
Wenn Beherrschung auf eine Gesellschaft festgestellt wird (durch die Möglichkeit
der Einflussnahme auf die wirtschaftlichenoder finanziellen Entscheidungen
sowie die Möglichkeit die variablen Rückflüsse zu beeinflussen), wird diese
Gesellschaft als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss
miteinbezogen.
r den Fall, dass eine solche Entscheidung nicht eindeutig gellt werden kann,
wird im nächsten Schritt entsprechend den Prüfschritten des IFRS 10 die Einfluss-
möglichkeit der Wiener Privatbank SE auf die Gesellschaft genauer analysiert und
untersucht.
Hierzu wird genauer untersucht, ob Verfügungsgewalt über das Unternehmen vor-
liegt. Verfügungsgewalt besteht u.a. dann, wenn folgende Rechte gegeben sind:
Vertragliche Vereinbarungen mit anderen Stimmberechtigten über die Ausübung
von Stimmrechten; Größe des Stimmrechtsbesitzes des Konzerns im Verhältnis
zur Größe und Verteilung der Stimmrechtsbesitze anderer Investoren sowie po-
tenzielle Stimmrechte des Konzerns und anderer Stimmberechtigter oder sonsti-
ger Parteien. Können Entscheidungen der Tochtergesellschaft durch die Wiener
Privatbank SE beeinflusst bzw. gesteuert werden oder nicht? Unterliegt die
Wiener Privatbank SE variablen unbeeinflussbaren Rückflüssen, oder nnen
hier Entscheidungen durch Einflussnahme abgeändert werden?
Zusätzlich ist auf eine womöglich vorliegende Principal-AgentSituation
einzugehen bzw. muss kontrolliert werden ob bei der Gesellschaft eine de facto
controlBeherrschung besteht.
Abschließend findet noch eine Kontrolle im Hinblick auf sonstige wirtschaftliche
Verbindungen zwischen der Gesellschaft und der Wiener Privatbank SE statt. Kon-
trolliert wird hierbei, ob es zwischen den Gesellschaften über den Rahmen einer
normalen Geschäftsbeziehung hinausgehende Verbindungen bzw. Geschäftstätig-
keiten gibt.

Wenn das Ergebnis ergibt, dass keine Beherrschung nach IFRS 10 vorliegt, erfolgt
eine Klassifizierung nach IAS 28 bzw. IFRS 11.
Die Wiener Privatbank SE konnte zweifelsfrei alle Gesellschaften entweder als
vollkonsolidiert oder als at-equity klassifizieren.


Bilanzierungsgrundsätze zu at Equity Unternehmen
Die Anteile des Konzerns an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen.



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
63



Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maß-
geblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung, in
Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat.
Sie werden zunächst mit den Anschaungskosten angesetzt, wozu auch
Tr a n s ak t i o n s k o s t e n z ä h l e n . N a c h d e m e r s t m a l i g e n A n s a tz e n th ä l t d e r K o nz e r n -
abschluss den Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis der nach der Equity-
Methode bilanzierten Finanzanlagen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der
maßgebliche Einfluss endet.

Konsolidierungsstichtag
Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist der Abschlussstichtag des Mutter-
unternehmens; die Jahresabschlüsse der im Rahmen der Vollkonsolidierung einbe-
zogenen Unternehmen sind zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.


Konsolidierungsmethoden
Entsprechend IFRS 3 erfolgt die Erstkonsolidierung bei allen Unternehmenszusam-
menschlüssen nach der Erwerbsmethode. Gemäß der Methode werden die erwor-
benen Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum
Erwerbszeitpunkt bewertet. Bei der Bewertung des nicht beherrschenden Anteils
gewährt IFRS 3 ein Bewertungswahlrecht auf Transaktionsbasis, nach dem der
nicht beherrschende Anteil entweder zum beizulegenden Zeitwert (bisweilen
„Full-Goodwill-Methode“ genannt) oder zum proportionalen Anteil des nicht be-
herrschenden Anteils am beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erwor-
benen Unternehmens erfolgen kann. Ein Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts-
oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Dieser unterliegt keiner planmäßigen
Abschreibung, sondern wird einem jährlich durchzuführenden Impairment-Te s t
unterzogen, bei dem die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes über-
prüft wird (Impairment-only-Approach). Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gege-
ben, wird eine Abschreibung vorgenommen. Andernfalls wird der Wertansatz des
Geschäfts- oder Firmenwertes unverändert gegenüber dem Vorjahr beibehalten.
Soweit die Anschaungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden
Zeitwerte der übernommenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden
unterschreiten, ist der Unterschiedsbetrag in der Periode des Erwerbs ertrags-
wirksam zu vereinnahmen.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, andere Erträge und Aufwen-
dungen aus der Verrechnung zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften
werden eliminiert. Ebenso werden sämtliche Zwischenergebnisse eliminiert.
Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die
Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen,
nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus.
Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird in der Gewinn- oder Verlustrechnung
erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
64




wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung
bewertet.
Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem ent-
sprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen
Unternehmens bewertet.
Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht
zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen
bilanziert.



hrungsumrechnung
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen ihre Geschäftsfälle in ausländischer
hrung mit dem am Tag der Transaktion gültigen Devisenreferenzkurs der EZB.
Die Umrechnung von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten und Ver-
bindlichkeiten sowie nicht abgewickelten Fremdwährungskassageschäften in Euro
erfolgt mit dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der EZB. Devisen-
termingeschäfte werden zu den am Bilanzstichtag für die Restlaufzeit gültigen
Termink u r s e n b e w e r t e t .
Aus W ä h r u n g s ä n d e r u ngen zwischen den zwei Bilanz-
stichtagen resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im
Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Keines der in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 einbezogenen
Tochterunt e r nehmen hat einen Abschluss in fr e m d e r W ä h r u n g a u f gestellt.




III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die in der Folge genannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden
durchgängig auf alle in diesem Konzernabschluss genannten Geschäftsjahre
angewendet.
Zahlungsmittelbestand
Der Zahlungsmittelbestand laut Konzern-Cashflow-Statement setzt sich aus der
Barreserve zusammen.

Finanzinstrumente
Unter dem Überbegri „Finanzinstrumente“ werden alle finanziellen Vermögens-
werte und finanzielle Verbindlichkeiten zusammengefasst. Geß IAS 32 stellt
ein Finanzinstrument im Allgemeinen einen Vertrag dar, welcher gleichzeitig bei
dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem
anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigen-
kapitalinstrument führt.



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
65


Die erstmalige Erfassung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt, an dem
das Unternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird und somit ist für
Käufe/Verkäufe finanzieller Vermögenswerte der Erfüllungstag maßgeblich. Als
Erfüllungstag gilt der Tag, an dem ein finanzieller Vermögenswert übertragen wird.
Die Klassifizierung von Finanzinstrumenten beim erstmaligen Ansatz hängt von
ihrer Eigenschaft sowie vom Zweck und der Absicht des Managements hinsicht-
lich der Anschaung ab.

Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten
Ein finanzieller Vermögenswert wird bei seiner erstmaligen Erfassung einer Bewer-
tungskategorie zugeordnet, welcher über die zukünftigen Folgebewertungen ent-
scheidet. Der erstmalige Ansatz erfolgt unabhängig von der Zuordnung zu einer
Bewertungskategorie mit dem Transaktionspreis (Fair Value).
Das Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte sieht die Zuordnung in
die folgenden drei Geschäftsmodelle und der damit verbundenen Folgebewertung
vor:
Hold-to-Collect“ („Halten“) Folgebewertung: Amortised Cost, AC
Hold-to-Collect-and-Sell“ („Halten und Verkaufen“) Folgebewertung:
Fair value through other comprehensive income, FVTOCI
Other Business Model“ (Sonstiges Geschäftsmodell”) Folgebewertung: Fair
value through profit or loss, FVTPL
Im Rahmen der Klassifizierung sind die vertraglichen Zahlungsströme pro Einzel-
gescft gemäß des SPPI-Kriteriums („Solely Payments of Principle and Interest“)
zu überprüfen. Wird dieses Kriterium erfüllt, so ist abhängig vom gewählten Ge-
schäftsmodell eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaungskosten (AC)
oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) erlaubt. Ist das SPPI-
Kriterium nicht erfüllt, so hat die Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegen-
den Zeitwert (FVTPL) zu erfolgen.
Ausschlaggebend für die Klassifizierung und Bewertung nach IFRS 9 sind folgende
Kriterien:
das Geschäftsmodellkriterium dieses definiert die Geschäftsmodelle,
in welchen die Vermögenswerte gemanagt werden, sowie
das Zahlungsstromkriterium, welches die Charakteristika der vertraglichen
Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswertes definiert, welches zusätz-
lich zum Geschäftsmodell über die Folgebewertung des Finanzinstruments
entscheiden.

Geschäftsmodell
Die Festlegung des Geschäftsmodells für finanzielle Vermögenswerte erfolgt auf
Portfolio Ebene, da dies am besten widerspiegelt, wie Gruppen von finanziellen
Vermögenswerten gemeinsam gesteuer t und entscheidungsrelevante




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
66


Informationen berichtet werden, um ein bestimmtes Geschäftsziel zu erreichen.
Als Beurteilungsfaktoren für die ganzheitliche Betrachtung werden alle relevanten
und objektiv verfügbaren Anhaltspunkte herangezogen. Diese umfassen insbeson-
dere die Zielsetzung und Portfolio-Strategie, Performance-Messung und -Berichte,
Risiko-Messung und -Steuerung, Vergütungssysteme des Managements sowie
Häufigkeit, Volumen, Zeitpunkte und Gründe von Verkaufsaktivitäten.
In der Wiener Privatbank SE wurden folgende Geschäftsmodelle auf Portfolio-
Ebene festgelegt:
Kreditportfolio: Bei Erfüllung des SPPI-Kriteriums erfolgt eine Geschäfts-
modellzuordnung unter „Hold-to-Collect“. Alle anderen Kredite werden
dem sonstigen Geschäftsmodell zugeordnet.
Anleihenportfolio: Bei Privatplatzierungen erfolgt eine Geschäftsmodell-
zuordnung unter „Hold-to-Collect“, bei öentlichen Emissionen erfolgt
eine Geschäftsmodellzuordnung unter „Hold-to-Collect-and-Sell“.
Barresserve: Es erfolgt eine Geschäftsmodellzuordnung unter
„Hold-to-Collect.
Forderungen KI: Es erfolgt eine Geschäftsmodellzuordnung unter
„Hold-to-Collect.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Es erfolgt eine
Geschäftsmodellzuordnung unter „Hold-to-Collect
Beurteilung der vertraglichen Zahlungsströme (SPPI-Kriterium)
Zum Zweck der Beurteilung, ob die vertraglichen Zahlungsströme eines finanziel-
len Vermögenswertes, ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den aus-
stehenden Kapitalbetrag darstellen, gilt die Definition des Kapitalbetrags als der
beizulegende Zeitwert des finanziellen Vermögenswerts beim erstmaligen Ansatz.
Zinsen umfassen das Entgelt für den Zeitwert des Geldes, für das Ausfallrisiko,
das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag ver-
bunden ist, und für andere grundlegende Risiken und Kosten des Kreditgeschäfts
(z.B. Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) sowie eine Gewinnmarge.
Die Beurteilung erfolgt dabei auf Basis der vertraglichen Zahlungsströme des
finanziellen Vermögenswertes und berücksichtigt dabei auch Vertragsbedingun-
gen, die den Zeitpunkt oder die he der vertraglichen Zahlungsströme ändern.
Im Rahmen der Überprüfung ob die vertraglichen Zahlungsströme eines finanziel-
len Vermögenswertes ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den aus-
stehenden Kapitalbetrag darstellen, werden die vertraglichen Ausstattungsmerk-
male des Instruments herangezogen. Dabei wird mitüberprüft, ob der Vermögens-
wert Vertragsbedingungen entlt, die den Zeitpunkt oder den Betrag vertragli-
cher Zahlungsströme so verändern können, dass diese Bedingung nicht mehr
erfüllt wird.
Eine genaue Unterteilung bzw. Definition der jeweiligen Finanzinstrumente ist in
den nächsten Punkten zu finden:




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
67


Finanzielle Vermögenswerte Amortized Cost (AC)
Das AC-Geschäftsmodell hat die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme
zum Ziel. Die Bewertung von Finanzinstrumenten, die im Rahmen dieses
Geschäftsmodells gehalten werden, hat zu fortgeführten Anschaungskosten
zu erfolgen, sofern diese Instrumente auch das SPPI-Kriterium erfüllen.
Die Wiener Privatbank SE hat die Position Barreserve, Forderungen an Kreditinsti-
tute und Kunden, nicht börsenotierte Anleihen und Forderungen aus Lieferungen
& Leistungen diesem Geschäftsmodell zugeordnet (wenn diese das SPPI-Krite-
rium erfüllen). Zinserträge aus diesen Portfolien werden in der Gewinn- und
Verlustrechnung im Posten Zinsüberschuss ausgewiesen.
Sofern Direktabschreibungen vorgenommen wurden, haben diese die Forderungen
vermindert. Die Risikovorsorge nach IFRS 9, welche als eigener Posten im Anhang
ausgewiesen wird, vermindert ebenfalls diese Positionen. Abschreibungen und
Wertberichtigungen werden unter dem Posten Risikovorsorge ausgewiesen.
Wenn es zu Vertragsänderungen kommt, beurteilt der Konzern, ob sich die Cash-
flows des modifizierten Vermögensgegenstandes wesentlich verändert haben.
Wenn die Cashflows wesentlich abweichen, werden die vertraglichen Rechte auf
die Cashflows des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes als verfallen
erachtet. In diesem Fall wird der ursprüngliche finanzielle Vermögenswert aus-
gebucht und ein neuer finanzieller Vermögenswert wird zum beizulegenden
Zeitwert angesetzt.
Fair Value Option
Unternehmen, die einen finanziellen Vermögenswert in die Kategorie „zu fortge-
führten Anschaungskosten bewertet“ oder zur FVTOCI einzuordnen hätten,
nnen diesen beim erstmaligen Ansatz freiwillig aber unwiderruflich als
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designieren. Die Wiener
Privatbank SE wendet dieses Wahlrecht nicht an.
Finanzielle Vermögenswerte Fair Value Through Other Comprehensive Income
Vermögenswerte werden dieser Bewertungskategorie zugeordnet, wenn die Ziel-
setzung darin besteht, sowohl vertragliche Zahlungsströmen zu vereinnahmen als
auch diese zu veräußern. Finanzinstrumente, die diesem Geschäftsmodell zuge-
ordnet werden, sind erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und
im sonstigen Ergebnis (Fair Value Through Other Comprehensive Income;
FVTOCI) zu erfassen, sofern diese Instrumente auch das SPPI-Kriterium erfüllen.
Die Wiener Privatbank SE hat das Portfolio der börsennotierten Anleihen diesem
Geschäftsmodell zugeordnet (wenn diese das SPPI-Kriterium erfüllen).
Die sich aus der Bewertung zum Fair Value ergebenden Wertänderungen
werden solange erfolgsneutral in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals
(FV-Umwertung) ausgewiesen, bis der jeweilige Vermögenswert veräußert ist.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
68




Bei Vorliegen von Wertminderungen (Impairment Losses) erfolgt eine
Umbuchung des Impaiments vom OCI in die Gewinn & Verlustrechnung, womit
der Bilanzansatz dem Fair Value entspricht.

Finanzielle Vermögenswerte Mandatorily Fair Value Through Profit or Loss
Diese Kategorie stellt eine Restkategorie für alle Finanzinstrumente dar, die weder
einem HtC noch einem HtC&S-Geschäftsmodell zugeordnet werden können oder
dürfen. Finanzinstrumente dieser Kategorie sind erfolgswirksam zum beizulegen-
den Zeitwert über die GuV (Fair Value Through Profit or Loss; FVTPL) zu bewer-
ten.
Auch werden alle Eigenkapitalinstrumente sowie Vermögenswerte, die das SPPI-
Kriterium nicht erfüllen, dieser Position zugeordnet.
OCI-Wahlrecht bei Eigenkapitalinstrumenten:
Beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, für die keine Handelsab-
sicht besteht, kann das unwiderrufliche Wahlrecht, die Wertschwankungen des
beizulegenden Zeitwerts mit Ausnahme von Dividenden erfolgsneutral über das
sonstige Ergebnis darzustellen, in Anspruch genommen werden. Die Wiener
Privatbank SE wendet dieses Wahlrecht nicht an.

Derivative Finanzinstrumente
Nach IFRS 9 werden Derivate, die in Verträge eingebettet sind, bei denen die Basis
ein finanzieller Vermögenswert im Anwendungsbereich des Standards ist, niemals
getrennt bilanziert. Stattdessen wird das hybride Finanzinstrument insgesamt im
Hinblick auf die Einstufung beurteilt. Derivate sowie Eigenkapitalinstrumente wer-
den nach IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet.
Positive Fair Values werden in der Bilanz als Vermögenswert unter den Sonstigen
Aktiva und negative Fair Values als Verbindlichkeit unter den Sonstigen Passiva
dargestellt. Der Erfolg / Aufwand aus Derivaten wird im „Handelsergebnis“
gezeigt.
Im Geschäftsjahr 2024 wie auch im Vorjahr wurden keinerlei Devisentermin-
gescfte getätigt.




Wertminderung Finanzielle Vergenswerte und vertragliche
Vermögenswerte
Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaungskosten (AC) bzw. er-
folgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) zu bilanzieren sind, sieht der
IFRS 9 die Berechnung eines erwarteten Kreditverlusts (Expected Credit Loss) vor.
Hierfür sind Kreditrisikoparameter (Ausfallwahrscheinlichkeit PD, Verlust bei
Ausfall LGD und Kreditbetrag bei Ausfall EAD) unter Berücksichtigung histori-
scher, gegenwärtiger und zukunftsorientierter Informationen zu modellieren.






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
69






Im Rahmen der Ermittlung der Risikovorsorge sieht IFRS 9 eine Stufenzuordnung
von Finanzinstrumenten in drei Stufen vor. Eine ausführliche Erläuterung dazu er-
folgt im Risikobericht. Verluste werden in der Gewinn- & Verlustrechnung als
Wertberichtigung erfasst. Falls der Konzern keine realistischen Aussichten auf die
Einbringlichkeit des Vermögenswertes hat, werden die Beträge abgeschrieben.
Wenn ein nach der Erfassung der Wertberichtigung eintretendes Ereignis eine
Verringerung der Höhe der Wertberichtigung zur Folge hat, wird diese als Auflö-
sung der Wertberichtigung ebenso in der Gewinn- & Verlustrechnung erfasst.


Ausbuchungen von finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn
sein vertragliches Anrecht auf Zahlungsströme aus dem finanziellen
Vermögenswert ausläuft oder
er sein Anrecht auf den Bezug von vertraglichen Zahlungsströmen in einer
Tr a n s ak t i o n üb e r t r ä gt , i n d er e n t w e d e r :
im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes
verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden oder
wenn der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen
Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er nicht die
Verfügungsmacht über den über tragenen Vermögenswert behält.
Gewinne und Verluste aus ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten sind in
der Note 30 ausgewiesen.


Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden überwiegend mit den fortgeschriebenen
Anschaungskosten angesetzt.
Neben dem Zinsaufwand werden Unterschieds-
beträge zwischen Auszahlungsbetrag und Nennbetrag eektivzinsgerecht
abgegrenzt und im Zinsaufwand ausgewiesen.
Die Wiener Privatbank SE hat in
dieser Kategorie Kundeneinlagen, Wertpapieremissionen, die der Refinanzierung
dienen, sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen ausgewiesen.
Die restliche Kategorie der Finanziellen Verbindlichkeiten umfasst entweder Ver-
bindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten oder die zum FVTPL designiert
werden. Im Vor- und laufenden Geschäftsjahr waren keinerlei Verbindlichkeiten
dieser Kategorie zugeordnet.
Verbriefte Verbindlichkeiten
In dieser Position (Punkt 14.) werden begebene Anleihen von Tochterunternehmen
der Wiener Privatbank SE ausgewiesen, welche mit fortgeführten Anschaungs-
kosten bilanziert werden.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
70





Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Die Wiener Privatbank SE wendet kein Hedge Accounting an.






Angaben über den beizulegenden Zeitwert (Fair Value)
Der beizulegende Zeitwert ist jener Preis, zu welchem in einem geordneten Ge-
schäftsvorfall unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag ein Vermögens-
wert verkauft oder eine Schuld übertragen werden könnte (d. h. ein Abgangs-
preis).
Bei Finanzinstrumenten, welche an einem aktiven Markt notieren, bemisst sich der
beizulegende Zeitwert nach den oziellen Preisen des Hauptmarktes, zu dem die
Gruppe Zugang hat („Mark to Market“). Der beizulegende Zeitwert einer kurzfris-
tig abrufbaren finanziellen Verbindlichkeit ist nicht geringer als der bei Fälligkeit
zahlbare Betrag unter Abzinsung ab dem ersten Termin, an dem die Zahlung des
Betrags verlangt werden könnte.
Ein Finanzinstrument gilt als an einem aktiven Markt notiert, wenn Preisnotierun-
gen von einem Preisberechnungs-Service, einem Händler, einem Broker, einer
Agentur, die Kurse bestimmt, oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regelmäßig
erhältlich sind und diese Preise tatsächliche und regelmäßig auftretende Markt-
transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern darstellen. Gibt es für
ein Finanzinstrument in seiner Gesamtheit keine veröentlichte Preisnotierung an
einem aktiven Markt, gibt es jedoch aktive Märkte r die Bestandteile des Finan-
zinstruments, wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage der Marktpreise
für die Bestandteile ermittelt.
r die Ermittlung des Fair Values für Finanzinstrumente, für welche es keinen ak-
tiven Markt gibt und die nur mit selbst bestimmten Parametern berechnet werden
nnen, wird auf den Punkt Berechnung Level 3 Fair Values (Punkt 35 der
Anhangangaben) verwiesen.
Fair Values Fair Value-Hierarchie
Die Ermittlung der Fair Values erfolgt gemäß den Vorschriften des IFRS 13:
Level 1
Der beizulegende Zeitwert der Level 1 Instrumente wird anhand von an aktiven
Märkten beobachteten Preisnotierungen ermittelt.
Level 2
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Instrumenten des Levels 2 erfolgt
auf der Grundlage von Bewertungstechniken unter Anwendung von Inputfaktoren,
welche an aktiven rkten beobachtbar sind.
Level 3
Level 3 bezieht sich auf Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, deren beizule-
gender Zeitwert nicht ausschließlich auf Grundlage beobachtbarer Marktdaten
ermittelt wird. Hier wird der beizulegende Zeitwert von Instrumenten anhand von







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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
71







Bewertungstechniken ermittelt, bei denen vor allem Inputfaktoren verwendet wer-
den, die nicht an aktiven Märkten beobachtbar sind.






Zum Handel bestimmte Immobilien
Ein Teil des Geschäftsmodells des Konzerns ist der Erwerb von Wohnhausanlagen
und eine im Rahmen des operativen Geschäftszyklus des Unternehmens beab-
sichtigte Veräußerung der Immobilien (sowohl Einzelverwertung als auch Verwer-
tung des gesamten Hauses). Aus diesem Grund erfolgt die Bilanzierung dieser Im-
mobilien unter dem Vorratsvermögen gemäß IAS 2.
Die Immobilienvorräte werden mit ihren Anschaungs- oder Herstellungskosten
angesetzt. Die Herstellungs- oder Anschaungskosten umfassen alle Kosten des
Erwerbs und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind,
um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Hierzu zählen
beispielsweise Notarkosten, Gutachterkosten, usw. Die Bewertung erfolgt gem.
IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaungs- oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswert zum jeweiligen Bilanzstichtag. Werthaltigkeitsprüfungen
werden mittels Verkehrswertgutachten sowie mittels eines Vergleichswertverfah-
rens vorgenommen. Vergleichswerte werden aus einer retrograden Verkaufspreis-
berechnung, aus statistischen sowie rechnerischen, um Verkaufspreisnebenkosten
bereinigten Berechnung abgeleitet. Wurden in der Vergangenheit Wertminderun-
gen auf den Nettoveräerungswert vorgenommen und sind die Gründe für diese
Wertminderung aufgrund geänderter Verhältnisse entfallen, so wird eine Wertauf-
holung bis zur Höhe der historischen Anschaungs- und Herstellungskosten vor-
genommen.




Immaterielle Vermögenswerte

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaf-
fungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Diese werden auf die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt
Jahre Prozent
Rechte (Software) 3 – 5 33 % – 20 %
Die Abschreibung wird unter dem Posten Verwaltungsaufwand erfasst.




Gemäß IFRS 3 ist ein Firmenwert jener Betrag, um den die Summe der über-
tragenen Gegenleistungen den zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Saldo de
erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden übersteigt.
Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen werden als immaterielle
Vermögenswerte angesetzt. Firmenwerte aus dem Erwerb von assoziierten Unter-
nehmen hingegen sind im Buchwert der Anteile an den assoziierten Unternehmen
enthalten.






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
72





Der Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte mit einer
unbegrenzten Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft.






Sachanlagen


Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu Anschaungs- oder Herstellungs-
kosten bewertet, die um planmäßige Abschreibungen vermindert werden. Außer-
planmäßige Abschreibungen werden bei Wertminderungen vorgenommen. Die
planmäßigen Abschreibungen werden linear entsprechend der voraussichtlichen
Nutzungsdauer vorgenommen und unter dem Posten Verwaltungsaufwand
ausgewiesen.



Folgende Nutzungsdauer wird den planmäßigen Abschreibungen
zugrundegelegt
Jahre Prozent
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 20 33 % – 5 %
Fahrzeuge 3 – 5 33 % – 20 %
Leasing
Ein Unternehmen muss bei Vertragsabschluss beurteilen, ob ein Leasingverhältnis
vorliegt oder nicht. Die Definition lautet demnach: Ein Leasingverhältnis liegt vor,
wenn dem Leasingnehmer vom Leasinggeber vertraglich das Recht zur Nutzung
eines identifizierten Vermögenswertes für einen festgelegten Zeitraum einge-
räumt wird und der Leasinggeber im Gegenzug eine Gegenleistung vom Leasing-
nehmer erhält.
Dieses Bilanzierungsmodell sieht vor, dass in der Bilanz Vermögenswerte aus ei-
nem Nutzungsrecht Right-of-Use-Asset, kurz: RoU; in der Bilanz als Sachanlagen
erfasst) und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen darzustellen sind (Aus-
nahme: die Leasinglaufzeit beträgt 12 Monate oder weniger, oder es handelt sich
um Vermögenswerte von geringem Wert). Wenn sich die Einschätzung hinsicht-
lich des Betrags ändert, der voraussichtlich unter einer Restwertgarantie zu zahlen
ist, oder sich die Leasingraten aufgrund der Änderung des Index oder des Zinssat-
zes ändert, erfolgt eine Neubewertung. Ändert sich die Beurteilung, ob eine Kauf-
Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausgeübt wird, erfolgt wie bei allen
vorherigen Sachverhalten auch die Neubewertung der Leasingverbindlichkeit
mittels entsprechender Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts oder er-
gebniswirksam, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts auf null abgeschrieben
wurde.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
73







Verlängerungs- und Kündigungsoptionen sind in einige Immobilienverträgen ent-
halten, vorwiegend handelt es sich jedoch um kurzfristig kündbare unbefristete
Mietverträge um die zusätzliche Flexibilität zu erhalten, falls hinsichtlich der Kos-
ten und des Standorts geeignetere Räumlichkeiten identifiziert werden. Aus die-
sem Grund wurden die ursprünglichen Laufzeiten, welche an anderen Mietobjek-
ten gekoppelt waren, noch beibehalten.
Das Nutzungsrecht wird zu Anschaungskosten am Bereitstellungsdatum bewer-
tet. Das Nutzungsrecht wird anschließend nach der linearen Methode gemäß IFRS
16 vom Bereitstellungdatum bis zum früheren Ende der Nutzungsdauer oder dem
Ende der Leasingdauer des Nutzungsrechts abgeschrieben. Das Nutzungsrecht
wird um etwaige Wertminderungen verringert und um bestimmte Neubewertun-
gen der Leasingverbindlichkeiten bereinigt.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Nutzungsrechte beziehen sich größtenteils auf
die Miete von Geschäftsräumlichkeiten des Konzerns vor allem den Standort
Parkring 12, 1010 Wien. Sonstige wesentliche Leasingverträge im Sinn von IFRS 16
(KFZ, Kopiergeräte, etc.) gibt es im Wiener Privatbank Konzern nicht. Nutzungs-
rechte und Leasingverbindlichkeiten für kurzfristige Leasingvertge von höchs-
tens zwölf Monaten sowie Leasingverträge für geringwertige Vermögenswerte
werden nicht bilanziert, sondern linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses
als Aufwand erfasst.

Die Wiener Privatbank SE wendet IFRS 16 nicht für immaterielle Vermögens-
gegenstände an.


Sonstige Aktiva
Im Posten Sonstige Aktiva werden hauptsächlich Forderungen, die nicht aus dem
Bankgeschäft stammen, ausgewiesen. Das sind im Wesentlichen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, die mit fortgeführten Anschaungskosten bewertet
werden, sowie Forderungen aus Immobilienverkäufen. Abschreibungen werden im
Posten Risikovorsorge ausgewiesen.



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
74


Steueransprüche und Verpflichtungen
In diesen Positionen werden die tatsächlichen sowie latenten Steueransprüche
und -verpflichtungen ausgewiesen.
Nach den Bestimmungen des § 9 KStG zur Gruppenbesteuerung besteht zum
31. Dezember 2024 eine Unternehmensgruppe aus der Wiener Privatbank SE als
Gruppenträger und 4 Gruppenmitgliedern (ATI Vermögenstreuhandgesellschaft
m.b.H., Matejka & Partner Asset Management GmbH, Wiener Stadthäuser
Alpha GmbH und Wiener Privatbank Immobilien GmbH).
Die Steuerumlage bemisst sich nach der fiktiven positiven oder negativen Steuer-
belastung eines jeden Gruppenmitgliedes entsprechend der „Stand alone“-
Betrachtung und wird in einem weiteren Schritt um den Gruppenvorteil bereinigt.
Eine allenfalls bestehende Vorgruppen-Mindestkörperschaftsteuer vermindert die
Steuerumlage um den an den Gruppenträger weiterverrechneten Betrag.
Steuerabgrenzung
Laufende Steuern
Laufende Steueransprüche und schulden werden mit jenem Betrag angesetzt,
in dessen Höhe eine Erstattung oder eine Zahlung an / von der Steuerbehörde
erwartet wird.
Latente Steuern
Latente Steuern werden für temporäre Di erenzen angesetzt, wenn steuerliche
Wertansätze von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und deren Buchwerten
auseinanderliegen. Latente Steueransprüche werden für alle steuerlich
absetzbaren temporären Unterschiede, wenn es wahrscheinlich ist, dass in
Zukunft ein zu versteuernder Gewinn zur Verrechnung zur Verfügung stehen
wird, angesetzt.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden für alle zu versteuernden
temporären Dierenzen erfasst. Steuerliche Verlustvorträge, die im Steuer-
planungszeitraum genutzt werden können, werden in Höhe des latenten Steuer-
anspruches aktiviert. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden
saldiert, soweit sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen
Steuerbehörde erhoben werden.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
75


Rückstellungen
Rückstellungen werden entsprechend IAS 37 angesetzt, wenn eine rechtliche oder
faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignis-
ses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von
Ressourcen führen wird und eine verlässliche Sctzung der he der Verpflich-
tung möglich ist.
Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Er-
stellung des Jahresabschlusses nach bester Schätzung angesetzt werden kann.
Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Bar-
wert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Ver-
pflichtung angesetzt. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft,
ob ein Anpassungsbedarf besteht. Wenn ein Abfluss nicht mehr wahrscheinlich
ist, ist die Rückstellung erfolgswirksam aufzulösen.
Personalrückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen werden nach den Bestim-
mungen des IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit
Credit Method) gebildet. Der Rechnungszinssatz beträgt 3,50 % (31. Dezember
2023: 3,30 %), es wird von einer Valorisierung der Gehälter in 2025 in Höhe von
3,50 % (VJ: 6,00 %) und ab dem Jahr 2026 in Höhe von 3,00 % (VJ: Annahme
jährliche Valorisierung: 3,00 %) ausgegangen. Ein Fluktuationsabschlag wird nicht
angesetzt. Die jeweiligen gesetzlichen Regelungen zum Pensionsantrittsalter wer-
den berücksichtigt. Dienstzeitkomponenten, als auch Zinsaufwendungen und
Erträge werden entsprechend der Regelungen des IAS 19 in der GuV, wohingegen
versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis
(Other Comprehensive Income OCI) erfasst werden.


Sonstige Passiva
Im Posten Sonstige Passiva werden sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen
Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen und mit fortgeführten An-
schaungskosten (ausgenommen Derivate, die zum Fair-Value angesetzt werden)
bewertet.


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
76




Leasingverbindlichkeit
Liegt ein Leasingverhältnis vor, erfolgt durch den Leasingnehmer die Bewertung
der Leasingverbindlichkeit zum Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch oenen
Leasingzahlungen. Dabei werden die Leasingzahlungen mit dem dem Leasing-
verltnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst, sofern sich dieser ohne weite-
res bestimmen lässt. Ist dies nicht glich, so ist der Grenzfremdkapitalzinssatz
des Leasingnehmers heranzuziehen.
In weiterer Folge wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit nach der Eektiv-
zinsmethode mit dem entsprechenden Zinssatz aufgezinst, um Leasingzahlungen
reduziert und neu bewertet, um Anpassungen oder Modifikationen Rechnung zu
tragen.

Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich aus eingezahltem Kapital, das ist das dem Unterneh-
men von den Eigentümern zur Verfügung gestellte Kapital (gezeichnetes Kapital
und Kapitalrücklagen), und aus erwirtschaftetem Kapital (Gewinnrücklagen, Fair-
Value Umwertung, IAS 19 Rücklage, Gewinnvortrag und Jahresüberschuss) zu-
sammen. Unter der Position Fair-Value Umwertung werden die nicht ergebniswirk-
sam erfassten Bewertungsänderungen des HtC&S-Bestandes ausgewiesen.

Tr eu h a nd v er m öge n
Die Wiener Privatbank SE und ihr Tochterunternehmen ATI Vermögenstreuhand-
gesellschaft m.b.H. bieten Treuhandgeschäfte und sonstige treunderische Leis-
tungen an, bei denen sie im Namen von Kunden Vermögenswerte halten oder
investieren. Treuhänderisch gehaltene Vermögenswerte werden im Konzernab-
schluss nicht ausgewiesen, da sie keine Vermögenswerte des Wiener Privatbank-
Konzerns sind.



Zinsüberschuss
Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche
Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich be-
stimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden
Nominalbetrages abgegrenzt.
Dividendenerträge werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch der Gesellschaft auf
Zahlung entstanden ist. Voraussetzung ist, dass es wahrscheinlich ist, dass der
wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge
versslich bestimmt werden kann.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
77




Der Posten Zinsen und ähnliche Erträge umfasst vor allem Zinserträge aus
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, aus Wertpapieren sowie Beteiligungs-
erträge von nicht konsolidierten Gesellschaften. Zinserträge werden perioden-
gerecht abgegrenzt und erfasst.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen umfassen vor
allem Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
Kunden sowie Anleihezinsen. Sie werden ebenso periodengerecht abgegrenzt
und erfasst.
In den Fällen, in denen ein zugehöriges Finanzinstrument existiert, werden Provisi-
onen, die integraler Bestandteil des Eektivzinssatzes dieses Finanzinstruments
sind, als Teil des Zinsertrages ausgewiesen.




Provisionsüberschuss
Unter Provisionsüberschuss sind die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und
diesen zuzuordnenden Aufwendungen gegenüber Dritten abgegrenzt ausgewie-
sen, die überwiegend zeitnah abgerechnet werden. Diese umfassen vor allem Er-
träge und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Zahlungsverkehr, dem
Wertpapiergeschäft und dem Kreditgeschäft (soweit sie nicht in der Eektivver-
zinsung miteinbezogen werden) sowie aus dem Real Estate-Bereich, welche direkt
von der Wiener Privatbank SE vermittelt wurden.
Die Vereinnahmung von Gebühren und Provisionen für Leistungen, die über einen
bestimmten Zeitraum erbracht werden, erfolgt über die Periode der Leistungser-
bringung. Darin enthalten sind Provisionen aus dem Kredit- und Girogeschäft,
Haftungsprovisionen und sonstige Verwaltungs- und Depotgebühren.
Gebühren, die mit der vollständigen Erbringung einer bestimmten Dienstleistung
oder einem signifikanten Ereignis (transaktionsbezogene Leistungen) verbunden
sind, werden vereinnahmt, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde
oder das signifikante Ereignis eingetreten ist. Provisionen aus der Durchführung
von transaktionsbezogenen Leistungen umfassen unter anderem das Wertpapier-
gescft, das Devisen- und Valutengeschäft und das Immobilienvermittlungs-
gescft.
Aufwendungen, die im direkten und inkrementellen Zusammenhang mit der Ge-
nerierung von Provisionseinnahmen stehen, werden im Provisionsaufwand gezeigt.
Gebühren- und Provisionserträge werden auf der Grundlage der in einem rechts-
kräftigen Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung bewertet.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
78




Handelsergebnis
Im Handelsergebnis werden Ergebnisse aus dem Gold- und Devisenhandel erfasst
sowie die Veränderungen des Fair Values von Derivaten.


Ertrag aus Immobilienhandel
Unter dieser Position werden die Veräußerungserlöse aus dem zum Verkauf ge-
haltenen Immobilien sowie die zwischenzeitlich bis zum Verkauf vereinnahmten
Erlöse aus Vermietungen (Erlöse aus der Vermietung fallen jedoch in den Anwen-
dungsbereich von IFRS 16) ausgewiesen. Die Erlöse aus der Veräußerung von Im-
mobilien fallen unter die zeitpunktbezogene Erlösrealisierung. Die Realisierung der
Umsatzerlöse aus Liegenschaftsverkäufen erfolgt bei Gefahren und Risikoüber-
gang und entspricht auch den Bestimmungen hinsichtlich des Kontrollübergangs
nach IFRS 15.
Weitere Erlöse, die unter der Position Ertrag aus Immobilienhandel ausgewiesen
werden, sind die bis zum Verkauf der Immobilien, vereinnahmten Erlöse aus Be-
triebskosten, die auch in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen. Bei diesen
Erlösen sind die vertraglichen Leistungsverpflichtungen identifizierbar und die da-
zugehörige Gegenleistung kann pro Leistungsverpflichtung eindeutig bestimmt
werden. Der Wiener Privatbank Konzern ist primär Ansprechpartner der Kunden
für die Leistungserbringung und trägt das in der Immobilienbranche übliche Vor-
ratsrisiko r die Nutzungsbereitschaft der Immobilie und auch das Risiko, dass die
branchenüblich über einen Aufteilungsschlüssel verteilten Aufwendungen nicht
abgerechnet werden können. Somit wird für die wesentlichen Leistungen davon
ausgegangen, dass der Wiener Privatbank Konzern als Principal fungiert.



Aufwand aus Immobilienhandel
Unter dieser Position werden sämtliche Veränderungen des Bestands an Immobi-
lien, die Aufwendungen für Material und sonstige bezogenen Herstellungsleistun-
gen, die Aufwendungen aus Vermietungen sowie sonstige Immobilienaufwendun-
gen (Immobilien-Asset Management) ausgewiesen.


Sonstiger betrieblicher Ertrag
Im Sonstigen betrieblichen Ertrag sind all jene Erträge ausgewiesen, die einer
bankfremden Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind, sowie Erträge, die keiner ande-
ren Position zugeordnet werdennnen. Die unter dieser Position ausgewiesenen
Erlöse aus Treuhanddienstleistungen fallen diesbezüglich unter die zeitraumbezo-
gene Erlösrealisierung.
Hierunter werden auch die positiven Endkonsolidierungsergebnisse der assoziier-
ten Gesellschaften sowie verbundener Unternehmen ausgewiesen.



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
79





Sonstiger betrieblicher Aufwand
Im Sonstigen betrieblichen Aufwand werden etwaige Abschreibungen aus dem
Impairment von Firmenwerten gem. IAS 36 gezeigt. Darüber hinaus werden in
diesem Posten die Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten sowie sonstige
betriebliche Aufwendungen, die nicht aus Verwaltungstätigkeiten entstammen,
ausgewiesen.
Hierunter werden auch die negativen Endkonsolidierungsergebnisse der assoziier-
ten Gesellschaften sowie verbundener Unternehmen ausgewiesen.
Verwalt ungsaufwand
Im Verwaltungsaufwand werden auf die Berichtsperiode abgegrenzt der
Personalaufwand, der Sachaufwand sowie planmäßige Abschreibungen auf Sach-
anlagen und auf immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Im Personalaufwand
werden Löhne und Gelter, Bonuszahlungen, gesetzliche und freiwillige Sozialauf-
wendungen, personalabngige Steuern und Abgaben sowie Aufwendungen für
Abfertigungen und Pensionen erfasst. Im Sachaufwand sind neben dem EDV-
Aufwand, dem Raumaufwand sowie den Aufwendungen für den Bürobetrieb, dem
Aufwand für Werbung und Marketing, den Rechts- und Beratungsaufwendungen
noch sonstige Sachaufwendungen enthalten.

Risikovorsorge
Die Position Risikovorsorge enthält Veränderungen der erfassten Wertminderun-
gen bzw. Risikorückstellungen auf finanzielle Vermögenswerte (zu fortgehrten
Anschaungskosten bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet)
sowie auf außerbilanzielle Verpflichtungen (iW Kreditzusagen und Finanzgaran-
tien) basierend auf dem IFRS 9 Wertminderungsmodell der erwarteten Kredit-
verluste. Auch realisierte Forderungsausfälle sowie nachträgliche Einnge ausge-
buchter Forderungen werden hier ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus Modi-
fizierungen von finanziellen Vermögenswerten, wenn es sich um bonitätsbedingte
Modifizierungen handelt, werden ebenfalls in dieser Position dargestellt.




Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
Ergebnis FVTPL mandatorily
Unter dieser Position werden sowohl Bewertungsergebnisse als auch realisierte
Gewinne und Verluste aus Wertpapieren des FVTPL-Portfolios erfasst.
Ergebnis FVTOCI
Das Veräußerungsergebnis des FVTOCI Portfolios werden unter dieser Position
ausgewiesen.



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
80


Steuern vom Einkommen
Laufende und latente Ertragsteuern werden in dieser Position erfasst.
Mit dem am 31. Dezember 2023 in Österreich in Kraft getretenen Mindest-
besteuerungsgesetz („MinBestG“) wurden die OECD-Mustervorschriften sowie
die entsprechende EU-Richtlinie zur Gewährleistung einer globalen Mindest-
besteuerung für Unternehmensgruppen („Pillar Two“) in österreichisches Recht
umgesetzt.
Laufende Steuern aus der Umsetzung der österreichischen bzw. vergleichbaren
ausländischen Steuergesetzen waren mangels Anwendbarkeit (betroen sind
Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 750 Millionen Euro) nicht zu
erfassen.




IV. Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten
des Konzernabschlusses
r die Erstellung des Konzernabschlusses sind naturgemäß regelmäßige Ermes-
sensbeurteilungen, Entscheidungen und die Festlegung von Annahmen und Erwar-
tungen über ausgewiesene Buchwerte durch die Unternehmensleitung notwendig.
Anhand dieser Einschätzungen und Beurteilungen kann der Ansatz und Wert von
Vermögenswerten und Schulden am Bilanzstichtag als auch die Höhe von Auf-
wendungen und Ertgen während des Gescftsjahres bedeutend beeinflusst
werden.

Aufgrund dieser Entscheidungen bzw. Beurteilungen besteht bei folgenden Punk-
ten die Möglichkeit, dass sie zu einer Anpassung von Vermögenswerten und
Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des Immobilienvermögens sowie der
Immobilienvorräte der Wiener Privatbank SE erfolgt mittels Gutachten, welche
von unabhängigen Sachverständigen erstellt werden. Der Nettoveräußerungswert
der Immobilienvorräte basiert auf Berechnungen, welche auf den zukünftigen Ver-
kaufserlös abzüglich der geschätzten noch anfallenden Kosten der Fertigstellung
als auch des Verkaufes basieren. Diese Berechnung wird zu den jeweiligen Stichta-
gen aktualisiert und angepasst, wodurch es zu Wertschwankungen der Immobili-
envorräte kommen kann (siehe Punkt 6).
Die Höhe der rückgestellten Abfertigungs- und Pensionsansprüche basiert auf
gesctzten Beträgen. Diese Schätzungen basieren auf von Sachverständigen
erstellten Gutachten als auch auf Erfahrungswerten der Vergangenheit. Abferti-
gungs- und Pensionsansprüche werden mittels Annahmen bezüglich Pensions-
antrittsalter, Fluktuation, zukünftiger Bezugserhöhung und Lebenserwartung
errechnet. Weitere Informationen sind unter Entwicklung der langfristigen
Personalrückstellungen ersichtlich (siehe Punkt 15).




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
81


Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter zukunftsbezogenen Blickwinkeln und
Annahmen beurteilt. Zur Ermittlung der zukünftig erzielbaren Beträge werden im
Rahmen des Wertminderungstests mehrere Annahmen getroen und zugrunde
gelegt. Die zur Berechnung herangezogenen Mittelüberschüsse, entsprechen der
zur Abschlusserstellung aktuellsten Einschätzung (siehe Punkt 7).
Finanzinstrumente, r welche kein aktiver Markt vorhanden ist, werden mittels
finanzmathematischer Bewertungsmethoden bewertet und auf ihre Werthaltigkeit
hin überprüft. Details hierzu sind unter Hierarchie der Ermittlung der beizulegen-
den Zeitwerte zu finden (siehe Punkt 35).
Das Wertminderungsmodell nach IFRS 9 erfolgt auf Basis der erwarteten Kredit-
verluste. Die Berechnung des Expected Credit Loss, („ECL“) spiegelt ein wahr-
scheinlichkeitsgewichtetes Ergebnis, den Zeitwert des Geldes und angemessene
und belastbare zukunftsorientierte Informationen wider. Eine Darstellung betref-
fend Wertberichtigungen und deren Schätzungen ist in Note VIII Risiko-
management oengelegt.
Eine Entscheidung, ob eine Gesellschaft nach IAS 28 bzw. IFRS 11 einbezogen wird,
kann ebenso ermessensbehaftet sein (siehe Punkt II Konsolidierungsgrundsätze).
Im Geschäftsjahr 2024 haben sich keine neuen Anhaltspunkte ergeben, die eine
Neueinschätzungen der zuvor getroenen Klassifizierungen begründet.
Die getroene Annahme betreend die LeasingMietdauer wird auch laufend
überprüft und angepasst. Überarbeitungen der Schätzungen werden prospektiv
erfasst.
Latente Steuern aus Verlustvorträgen werden in jener Höhe, in der es wahrschein-
lich ist, dass künftige steuerliche Ergebnisse zur Verfügung stehen um mit den
steuerlichen Verlustvorträgen, Steuerguthaben oder steuerlich abzugsfähigen
temporären Dierenzen verrechnet werden zu können, ausgewiesen. Es wird
diesbezüglich ein Planungshorizont von fünf Jahren herangezogen, wobei
auch vergangene Erkenntnisse hinsichtlich Steuerkapazität und Profitabilität
einbezogen werden.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
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V. Anwendu ng geänderter und neuer St andards
(IFRS und IAS)
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der vorhergehenden Konzernab-
schlüsse wurden unverändert auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024,
angewandt.
Folgende IFRS-Regelungen, die im Gescftsjahr 2024 neu anzuwenden sind,
wurden vom Konzern erstmals angewendet. Eine Auswirkung auf den Konzernab-
schluss zum 31. Dezember 2024 ergab sich jedoch nur, wenn dies in der folgenden
Tabelle mit j a gek e n n z e i c h n e t ist.
Verpflichtend anzuwendende Standards im Geschäf tsjahr
1
Auswirkungen
auf den Konzern-
Regelungen IFRS Inkrafttreten abschluss
Änderung IAS 1 Klassifizierung von Schulden 01.01.2024 nein
als kurzfristig- oder langfristig
Änderung IAS 1 Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen 01.01.2024 nein
Änderung IFRS 16 Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and- 01.01.2024 nein
Leaseback-Transaktion
Änderung IAS 7 Supplier Finance Arrangements 01.01.2024 nein
und IFRS 7
1
Die Standards und Interpretationen sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem
Datum des Inkrafttretens beginnen.
Regelungen IFRS
Auswirkungen
Noch nicht anzuwenden, außer vorzeitige Anwendung auf den Konzern-
(EU Endorsement ist bereits erfolgt) Inkrafttreten abschluss
Änderung IAS 2 1 Fehlende Umtauschbarkeit bei Fremdwährungen 01.01.2025 nein
Regelungen IFRS
Auswirkungen
Noch nicht anzuwenden, außer vorzeitige Anwendung auf den Konzern-
(EU Endorsement ist noch nicht erfolgt) Inkrafttreten abschluss
Änderungen IFRS 9 Klassifizierung und Bewertung 01.01.2026 nein
und IFRS 7 von Finanzinstrumenten
Änderungen IFRS 9 Verträge, die sich auf naturabhängigen 01.01.2026 nein
und IFRS 7 Strom beziehen
IFRS 18 * Darstellung und Angaben im Abschluss 01.01.2027 ja
IFRS 19 Tochterunternehmen ohne öffentliche 01.01.2027 nein
Rechenschaftspflicht; Angaben



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
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IFRS 18 wurde am 9. April 2024 vom IASB veröentlicht und ersetzt IAS 1 für
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Der neue
Standard regelt die Darstellung von Abschlussinformationen neu.
Ziel des neuen Standards ist es, die Berichterstattung von Unternehmen zu
vereinheitlichen und damit die Vergleichbarkeit zwischen IFRS-Abschlüssen
zu verbessern.
Folgende wesentlichen Neuerungen bringt der Standard mit sich:
Einführung von Kategorien und Zwischensummen: Einstufung von Erträgen
und Aufwendungen in die Kategorien Operativ, Investition und Finanzierung
sowie Einführung der Zwischensummen operatives Ergebnis und Ergebnis
vor Finanzierung und Steuern.
Management-Kennzahlen: Angaben zu Leistungskennzahlen, die nicht in
IFRS definiert sind
Aggregation und Desaggregation: Regeln für die Zusammenfassung und
Aufgliederung von Abschlussposten.


VI. Erläuterungen zur Bilanz und
Gesamtergebnisrechnung



1. Barreserve
1.1. Barreserve
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Kassenbestand 1.266 13.299
Guthaben bei Zentralnotenbanken 90.540.740 90.842.525
Risikovorsorge Barreserve -508 -509
Barreserve 90.541.497 90.855.315
1.2. Entwicklung Risikovorsorge 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Risikovorsorge zum 1. Jänner -509 -275
Veränderung der Risikovorsorge 1 -234
Risikovorsorge zum 31. Dezember -508 -509





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
84



2. Forderungen an Kreditinstitute
2.1. Forderungen an Kreditinstitute nach Regionen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Forderungen an inländische Kreditinstitute 72.322.388 79.398.670
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 7.4 89.149 6.077.583
Risikovorsorge Forderungen Kreditinstitute -2.440 -2.988
Forderungen an Kreditinstitute 79.809.097 85.473.266
Sämtliche Forderungen gegenüber Kreditinstituten wurden dem Geschäftsmodell
„Hold-to-Collect zugeordnet und werden zu fortgeführten Anschaungskosten
bewertet.
2.2. Entwicklung Risikovorsorge 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Risikovorsorge zum 1. Jänner -2.988 -3.194
Veränderung der Risikovorsorge 548 206
Risikovorsorge zum 31. Dezember -2.440 -2.988
2.3. Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Täglich fällig 16.197.926 13.753.050
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 61.951.053 65.813.154
über 3 Monate bis 1 Jahr 1.410.508 5.812.225
über 1 Jahr bis 5 Jahre 252.049 97.825
über 5 Jahre 0 0
Risikovorsorge -2.440 -2.988
Forderungen an Kreditinstitute 79.809.097 85.473.266
2.4. Forderungen an Kreditinstitute nach Art der Forderung
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Tagesgelder 15.397.926 12.953.050
Termingelder 63.361.561 71.625.379
Marginkonten / Sicherheiten 1.052.049 897.825
Risikovorsorge -2.440 -2.988
Forderungen an Kreditinstitute 79.809.097 85.473.266





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
85



3. Forderungen an Kunden
3.1. Forderungen an Kunden nach Regionen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Forderungen an inländische Kunden 31.782.053 46.976.839
Forderungen an ausländische Kunden 25.913.913 26.742.215
Risikovorsorge -6.704.163 -2.163.944
Forderungen an Kunden 50.991.803 71.555.110

Sämtliche Forderungen an Kunden wurden dem Geschäftsmodell „Hold to
Collect zugeordnet und werden somit zu fortgeführten Anschaungskosten
bewertet.
3.2. Entwicklung Risikovorsorge 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Risikovorsorge zum 1. Jänner -2.163.944 -2.796.089
Verwendung der Risikovorsorge 10.399.458 1.930.941
Aufzinsung der Risikovorsorge -1.668.878 -148.898
Veränderung der Risikovorsorge -13.270.800 -1.149.898
Risikovorsorge zum 31. Dezember -6.704.163 -2.163.944
Die Verwendung der Risikovorsorge stellt Ausbuchungen oder Teilabschreibungen
dar und erfolgt nur bei festgestellter hoher Wahrscheinlichkeit der Uneinbringlich-
keit betroener Forderungen innerhalb von gerichtlichen Konkurs- und Sanie-
rungsverfahren sowie freiwilligen Restrukturierungsverfahren. Die durchgeführten
Ausbuchungen und Abschreibungen erfolgten entweder vollständig bei Konkurs-
verfahren ohne materiellen Rückflusserwartungen oder teilweise bis zur maxima-
len erwarteten Sanierungsquote. Die Beurteilung erfolgte auf Einzelfallbasis.
3.3. Forderungen an Kunden nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Täglich fällig 10.543.287 5.803.489
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 10.046.988 28.179.811
über 3 Monate bis 1 Jahr 21.300.219 23.293.119
über 1 Jahr bis 5 Jahre 15.805.472 16.442.635
über 5 Jahre 0 0
Risikovorsorge -6.704.163 -2.163.944
Forderungen an Kunden 50.991.803 71.555.110




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
86


3.4. Forderungen an Kunden nach Art der Forderung
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Kontokorrentkredite 21.148.311 25.125.382
Hypothekarkredite 26.723.670 33.402.500
Immobilienfinanzierung 5.471.836 7.5 27.4 85
Lombardkredite 3.355.625 3.796.141
Barmittelkredite 996.524 3.867.546
Risikovorsorge -6.704.163 -2.163.944
Forderungen an Kunden 50.991.803 71.555.110






4. Finanzanlagen
4.1. Finanzanlagen nach Kategorien
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Finanzielle Vermögenswerte – mandatorily at fair value through profit or loss
Wertpapiere 3.799.650 5.575.867
Anteile an verbunden Unternehmen 36.500 37.227
Sonstige Beteiligungen 198.983 198.531
Finanzielle Vermögenswerte –at fair value through other comprehensive income
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere 10.595.948 9.952.426
Schuldtitel öentliche Stellen 35.619.601 20.167.598
Finanzielle Vermögenswerte – at amortized cost
Anleihen 0 3.363.750
Risikovorsorge 0 -56.617
Finanzanlagen 50.250.682 39.238.782
Die für zu FVTOCI bewerteten Schuldinstrumenten berechnete Dotierung der
Risikovorsorge beläuft sich auf EUR 1.587 (VJ TEUR 1) (IFRS 7.16A).
4.2. Finanzanlagen nach Fristigkeiten 12/2024 12/2024 12/2023 12/2023
Angaben in TEUR < 1 Jahr > 1 Jahr < 1 Jahr > 1 Jahr
Finanzielle Vermögenswerte – mandatorily at fair value through profit or loss
Wertpapiere 3.800 0 5.576 0
Anteile an verbunden Unternehmen 37 0 37 0
Sonstige Beteiligungen 199 0 199 0
Finanzielle Vermögenswerte –
at fair value through other comprehensive income 16.594 29.622 11.954 18.166
Finanzielle Vermögenswerte – at amortized cost 0 0 1.397 1.967





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
87



4.3.Aufgliederung der zum Börsehandel 12/2024 12/2023
zugelassenen Finanzanlagen 12/2024 nicht 12/2023 nicht
Angaben in TEUR börsenotiert börsenotiert börsenotiert börsenotiert
Finanzielle Vermögenswerte – mandatorily
at fair value through profit or loss 0 3.800 0 5.812
Finanzielle Vermögenswerte – at fair value
through other comprehensive income 46.216 0 30.120 0
Finanzielle Vermögenswerte – at amortized
cost incl. Risikovorsorge 0 0 0 3.307
In der Berichtsperiode wurden EUR 48.651 (VJ: TEUR 54) vom sonstigen Ergebnis
in die G&V umgegliedert.







5. Anteile an assoziierten Unternehmen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.760.965 2.140.883
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.760.965 2.140.883
Die Anteile an assoziierten Unternehmen betreen die Anteile an den Immobilien-
handelsgesellschaften der EXIT One Immobilien GmbH und der Entwicklung
KHWP Immo Alpha GmbH welche als nicht wesentlich eingestuft wurden. Der
Stimmrechts- und Kapitalanteil beträgt wie in den Vorjahren 50 %, das aktive
Asset-Management der Immobiliengeschäfte obliegt dem Mitgesellschafter.
Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Zuschuss iHv. EUR 420.000 (VJ: TEUR 100) an
die Entw. KHWP Immo Alpha GmbH und an EXIT One Immobilien GmbH iHv.
EUR 225.000 (VJ: TEUR 0) geleistet.
Die anteiligen Konzernperiodenergebnisse setzen sich auf Einzelebene wie folgt
zusammen:
Equity Unternehmen 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Entwicklung KHWP Immo Alpha GmbH 34.916 -57.486
EXIT One Immobilien GmbH -59.834 -100.342
Gesamt -24.918 -157.828
Zum 31. Dezember 2024 sind keine börsenotierten at-equity Unternehmen in den
Konzernabschluss miteinbezogen. Auch im Vorjahr waren per 31. Dezember 2023
keine börsenotierten at-equity bewerteten Unternehmen Bestandteil des Konzern-
abschlusses.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
88
6. Zum Handel bestimmte Immobilien
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2024
Wohnungen 43.368.994 45.891.237
Zum Handel bestimmte Immobilien 43.368.994 45.891.237
Der Nettoveräußerungswert der Vorratsimmobilien betrug zum Stichtag
TEUR 57.212 (VJ: TEUR 61.487). Es wurden weder Wertminderungen noch
Wertaufholungen vorgenommen.



7. Immaterielle Vermögenswerte
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Immaterielle Vermögenswerte 695.621 619.584
Immaterielle Vermögenswerte 695.621 619.584
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten iHv. EUR 270.924 (VJ: TEUR 413)
den aktivierten Firmenwert der Matejka & Partner Asset Management GmbH und
iHv. EUR 424.697 (VJ: TEUR 207) diverse Software.
Da sich die wirtschaftliche Ertragskraft der Matejka & Partner im Geschäftsjahr
2024 schlechter als erwartet entwickelt hat, wurden die Planungsrechnung
daraufhin demensprechend adaptiert. Der Impairment-Te s t e rgab sodann einen
Abwertungsbedarf iHv. EUR 141.598 (VJ TEUR 0).
7.1. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
Entwicklung zu Anschaungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUR Entwicklung der Abschreibung Buchwert
Immaterielle 1.1. Zugänge Abgänge 31.12. 1.1. Zugänge Abgänge 31.12. 31.12.
Vermögens- 2023 2023 2023 2023 2023
werte 2023
Sonstige 1.985 0 172 1.812 1.549 186 130 1.605 207
immaterielle
Vermögens-
werte
Geschäfts- 681 0 0 681 268 0 0 268 413
oder
Firmenwerte
2.666 0 172 2.493 1.818 186 130 1.874 620




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
89



Entwicklung zu Anschaungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUR Entwicklung der Abschreibung Buchwert
Immaterielle
Vermögens- 1.1. 31.12. 1.1. 31.12. 31.12.
werte 2024 2024 Zugänge Abgänge 2024 2024 Zugänge Abgänge 2024 2024
Sonstige
immaterielle 1.812 415 114 2.113 1.606 100 18 1.688 425
Vermögens-
werte
Geschäfts-
oder 681 0 0 681 268 142 0 410 271
Firmenwerte
2.493 415 114 2.794 1.874 242 18 2.098 696



Impairment Firmenwert
Bei der Überprüfung auf Wertminderungen des Bilanzansatzes wird der Buchwert
mit dem Barwert aller künftigen Cash-wirksamen Zahlungsströme, die der Gesell-
schaft zuzurechnen sind, verglichen (Nutzwert). Der Barwert wird auf Grundlage
eines Discounted-Cash-Flow-Modells ermittelt. Im ersten Schritt werden die Free-
Cash Flows der nächsten drei Jahre aufgrund von Planungsrechnungen ermittelt
und diskontiert. Im zweiten Schritt wird auf Basis des Free Cash Flows des letzten
Planjahres eine ewige Rente errechnet.
Der Abzinsungssatz setzt sich wie folgt zusammen:
2024 2023
Risikoloser Zinssatz 30 Jahre Nullkupon-Bundesanleihe (2,543 %) 30 Jahre Nullkupon-Bundesanleihe (2,551 %)
Marktrisikoprämie 7,00 % 6,90 %
Betafaktor 1,08 2,05
Kapitalisierungszinssatz 10,62 % 11,50 %
r den verbleibenden Firmenwert von rd TEUR 270 zum 31. Dezember 2024
wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, wobei die bei einer Erhöhung der
Marktrisikoprämie um rund 4,67 % der Unternehmenswert auf EUR 0 absinkt.
Zur Ermittlung der stillen Reserven zum 31. Dezember 2023 wurde eine
Sensitivitätsanalyse durchgeführt, wobei die Marktrisikoprämie soweit erhöht
wurde, dass die stillen Reserven auf Euro 0,00 absinken. Bei einer Erhöhung der
Marktrisikoprämie um rund 61,58 % entspricht der anteilige Unternehmenswert
dem Carrying Value zum 31. Dezember 2023.






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
90 
 

8. Sachanlagen 

Angaben in EUR 2024 2023
Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.955 282.177
Nutzungsrechte Leasing 622.407 996.528
Sachanlagen 780.362 1.278.705
 
 
8.1. Entwicklung der Sachanlagen 
 
Entwicklung zu Anschaungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUR Entwicklung der Abschreibung Buchwert
Sach-
anlagen 31.12. 31.12.
2023 1.1.2023 Zugänge Abgänge 2023 1.1.2023 Zugänge Abgänge 2023 31.12.2023
Sachanlagen 2.616 104 1.238 1.482 2.000 243 1.044 1.200 282
IFRS 16
Vermögens-
werte 3.653 354 360 3.647 2.159 492 0 2.651 997
6.268 458 1.597 5.129 4.159 735 1.044 3.851 1.279
 
 
 
 
 
Entwicklung zu Anschaungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUR Entwicklung der Abschreibung Buchwert
Sach-
anlagen 31.12. 31.12.
2024 1.1.2024 Zugänge Abgänge 2024 1.1.2024 Zugänge Abgänge 2024 31.12.2024
Sachanlagen 1.482 14 115 1.382 1.200 138 114 1.224 158
IFRS 16
Vermögens-
werte 3.647 102 17 3.732 2.651 459 0 3.110 622
5.129 116 131 5.114 3.851 597 114 4.333 780
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



 
   

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
91 
 

9. Latente Steuern  
Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen resultieren aus folgenden zeitlich
begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Werten
des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Buchwerten. 
 
 
12/2024 12/2024 12/2023 12/2023
Angaben in EUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Barreserve 117 0 117 0
Forderung an Kunden 0 23.022 0 1.299
Forderung an Kreditinstitute 561 0 687 0
Finanzanlagen 25.917 0 30.944 0
Zum Handel bestimmte Immobilien 55.402 0 59.247 0
Sachanlagen 0 143.154 0 229.201
Sonstige Aktiva 0 60.558 0 62.954
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.451 0 28.779 0
Rückstellungen 103.843 0 100.440 0
Sonstige Passiva 156.383 0 248.343 0
Steuerliche Verlustvorträge 1.565.852 0 24.901 0
Latente Steuern 1.925.526 226.734 493.458 293.455
Saldierung 226.734 -226.734 293.455 -293.455
Latente Steuern saldiert 1.698.792 0 200.003 0
Verbleibende latente Steuern 1.698.792 0 200.003 0
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Berechnung der Steuerlatenz liegt der derzeit in Österreich gültige Steuersatz
von 23 % zugrunde. 


 
   

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
92 
 


Die Veränderung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar 
 
9.1. Latente Steuern 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Aktive latente Steuern zu Beginn der Berichtsperiode 493.458 1.136.672
Barreserve 0 51
Forderung an Kreditinstitute -126 -79
Finanzanlagen -5.027 -247.340
Zum Handel bestimmte Immobilien -3.846 1.607
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -11.328 -17.056
Rückstellungen 3.403 -19.410
Sonstige Passiva -91.960 -123.206
Steuerliche Verlustvorträge 1.540.951 -237.781
Saldierung -226.734 -293.455
Aktive latente Steuern am Ende der Berichtsperiode 1.698.792 200.003
Passive latente Steuern zu Beginn der Berichtsperiode 293.455 432.013
Forderung an Kunden 21.723 807
Sachanlagen -86.048 -114.507
Sonstige Aktiva -2.396 -24.859
Saldierung -226.734 -293.455
Passive latente Steuern am Ende der Berichtsperiode 0 0
Saldierte Steuerabgrenzung 1.698.792 200.003
Davon ergebniswirksame Veränderungen 1.578.958 -365.132
Davon erfolgsneutrale Veränderungen -80.169 -139.522
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Laufzeit der Aktiven Latenten Steuern iHv. TEUR 1.502 (Vorjahr TEUR 66)  
beträgt über 1 Jahr. Der Rest der latenten Steuern sowie die Steuerschuld hat eine
Laufzeit von unter 1 Jahr. 
Aufgrund der diesjährigen hohen Risikovorsorgen und daraus resultierenden 
negativen Konzernperiodenergebnis stehen steuerliche Verlustvorträge iHv. 
EUR 13.365.713 (VJ TEUR 108), welche zeitlich unbegrenzt vortragsfähig sind, 
zur Verfügung. Die Wiener Privatbank SE kam zu dem Schluss, dass die latenten
Steueransprüche unter Verwendung des geschätzten zukünftigen zu versteuern-
den Einkommens welches auf die Geschäftspläne und Budgets der Wiener 
Privatbank SE und seinen Tochtergesellschaften beruht erzielbar sind. Dazu wird
die Steuerplanung aus der allgemeinen Unternehmensplanung abgeleitet, wobei
die Zukunftsprognosen (Planungszeitraum 5 Jahre) vom Geschäftsmodell und der
Planungsqualität der Vergangenheit abgeleitet wird und eine Aktivierung latenter
Steuern iHv. EUR 1.565.852 als realisierbar erscheint. 


 

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
93 
 

Im Konzernabschluss wurden Ansprüche iHv. TEUR 6.558 (VJ: TEUR 0) aus noch
nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen nicht aktiviert, weil aus heutiger
Sicht auf Basis steuerlicher Planrechnungen die Verwendung in angemessener
Zeit nicht realisierbar erscheint.  


 

10. Sonstige Aktiva 
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 349.569 510.094
Einzelwertberichtigungen aus Lieferungen und Leistungen -22.500 -25.000
Forderung aus Immobilienverkauf 430.202 623.214
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein 0 2.478
Beteiligungsverhältnis besteht
Forderungen gegenüber Hausverwaltungen 7.209 6.950
Übrige Aktiva 73.893 58.004
Risikovorsorge Sonstige Finanzielle Vermögenswerte -831 -183
837.542 1.175.557
Sonstige Vermögenswerte
Forderung aufgrund einer Verpflichtungserklärung 2.410.199 2.508.807
Provisionsabgrenzungen 80.395 98.960
Forderungen Reparaturfonds 709.791 659.555
Rechnungsabgrenzungsposten 321.440 283.330
Sonstige Vorlagen 387.938 351.399
3.909.763 3.902.051
Sonstige Aktiva 4.747.305 5.077.608
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sämtliche Sonstige Aktiva werden zu fortgeführten Anschaungskosten bewertet. 
Bei der Forderung aufgrund einer Verpflichtungserklärung aus Pensionsansprü-
chen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied handelt es sich um  
Erstattungsansprüche gem. IAS 19.116 


   

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
94 
 

10.1. Überleitungsrechnung der Forderung aufgrund
einer Verpflichtungserklärung 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Forderung zum 1. Jänner 2.508.807 2.463.182
Erfasst im Gewinn und Verlust 82.791 91.138
Zinsertrag 82.791 91.138
Erfasst im sonstigen Ergebnis 51.082 171.055
Versicherungste chnische Gewinne (-) /Verluste (+)
Erfahrungsbedingte oder 84.442 76.907
finanzielle Annahmen -33.360 94.148
Zahlung Erstattungsanspruch -232.480 -216.567
Forderung zum 31. Dezember 2.410.199 2.508.807
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
10.2. Sonstige Aktiva nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Täglich fällig 504.600 623.061
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 1.125.238 1.277.462
über 3 Monate bis 1 Jahr 875.081 822.125
über 1 Jahr bis 5 Jahre 845.534 783.908
über 5 Jahre 1.396.852 1.571.053
Sonstige Aktiva 4.747.305 5.077.608
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 
 
   

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
95 
 


11. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 
11.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
nach Art der Verbindlichkeit
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Einlagen Kreditinstitute 1.007.741 10.187.511
Kreditfinanzierung Immobilien 24.860.612 22.730.545
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.868.353 32.918.056



 
 
 
 
 
 
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu fortgeführten
Anschaungskosten bewertet und bestehen gegenüber inländischen 
Kreditinstituten. 
 
11.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Täglich fällig 1.007.741 10.187.511
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 10.496 94.915
über 3 Monate bis 1 Jahr 2.907.300 5.483.900
über 1 Jahr bis 5 Jahre 9.222.416 11.757.672
über 5 Jahre 12.720.400 5.394.058
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.868.353 32.918.056
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Als Sicherheiten wurde ein Betrag von EUR 252.049 (VJ: TEUR 98) ausgewiesen.
Die Fristigkeit beläuft sich dabei auf über 1 Jahr bis 5 Jahre. 



 
   

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
96 
 

12. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 
12.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Region
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kunden 110.854.424 114.138.940
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kunden 135.880.104 127.887.579
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.734.527 242.026.520
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
12.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Täglich fällig 138.608.130 157.469.911
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 53.361.965 48.030.295
über 3 Monate bis 1 Jahr 43.607.542 32.333.997
über 1 Jahr bis 5 Jahre 11.156.890 4.192.317
über 5 Jahre 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.734.527 242.026.520
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
12.3. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach
Art der Verbindlichkeit
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Kontokorrent 138.608.129 157.469.911
Einlagenkonten 108.126.398 84.556.609
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.734.527 242.026.520
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 
   

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
97 
 

13. Steuerverpflichtungen 
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Tatsächliche Steuern 0 300.510
Latente Steuern 0 0
Steuerverpflichtungen 0 300.510
 
 
Entwicklung der Steuerverpflichtungen: Bezüglich der Entwicklung der latenten
Steuern siehe Punkt 9.1. 


 


14. Verbriefte Verbindlichkeiten 
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Anleihen 12.723.241 14.652.388
Verbriefte Verbindlichkeiten 12.723.241 14.652.388
 
 
Bei den Anleihen handelt es sich um begebene nachrangige Anleihen der 
Wiener Stadthäuser One GmbH (Anleihe I LFZ 18.07.2016 17.07.2026 mit einer
Fixverzinsung von von 3,0 % p.a., zuzüglich eines erfolgsabhängigen variablen Zin-
senanteils von bis zu 3,0 % p.a., somit mit bis zu maximal 6,0 % p.a.; Anleihe II
LFZ 02.12.2024 01.12.2031 mit einer Fixverzinsung von 5,5%) und Wiener Stadt-
häuser Alpha GmbH (LFZ 20.11.2015 19.11.2025 mit einer Fixverzinsung von 3,5
% p.a., zuzüglich eines erfolgsabhängigen variablen Zinsenanteils von bis zu 3,0 %
p.a., somit mit bis zu maximal 6,5 % p.a. verzinst), welche zu fortgeführten 
Anschaungskosten bilanziert werden.  
 
14.1. Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Täglich fällig 0 1.650.000
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 0 0
über 3 Monate bis 1 Jahr 3.803.241 542.388
über 1 Jahr bis 5 Jahre 4.705.000 12.460.000
über 5 Jahre 4.215.000 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 12.723.241 14.652.388
 
 
 
 
 
 
 



 
   

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
98 
 


15. Rückstellungen 
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Langfristige Personalrückstellungen 2.924.310 2.999.012
Risikovorsorge für gegebene Garantien 2.144 123
Risikovorsorge O Balance Kreditzusagen 1.159 112
Rückstellungen 2.927.614 2.999.247
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Restlaufzeit beträgt wie im Vorjahr über ein Jahr. 

 
15.1. Entwicklung der Abfertigungsrückstellung 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Abfertigungsrückstellung zum 1. Jänner 490.205 526.282
Erfasst im Gewinn und Verlust 52.315 53.695
Dienstzeitaufwand 36.746 35.564
Zinsaufwand 15.569 18.131
Erfasst im sonstigen Ergebnis -15.497 -16.572
Versicherungstechnische Gewinne (-) /Verluste (+)
Erfahrungsbedingte oder -6.137 -43.054
finanzielle Annahmen -9.360 26.482
Abfertigungszahlungen -12.912 -73.200
Abfertigungsrückstellung zum 31. Dezember 514.111 490.205
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
Die expected DBO für 2025 beträgt rund TEUR 548.  
 
15.2. Entwicklung der Pensionsrückstellung 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Pensionsrückstellung zum 1. Jänner 2.508.807 2.463.182
Erfasst im Gewinn und Verlust 82.791 91.138
Zinsaufwand 82.791 91.138
Erfasst im sonstigen Ergebnis 51.082 171.055
Versicherungstechnische Gewinne (-) /Verluste (+)
Erfahrungsbedingte oder 84.442 76.907
finanzielle Annahmen -33.360 94.148
Pensionszahlungen -232.480 -216.567
Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2.410.199 2.508.807
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 
 

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss 
 
 
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15.3. Sensitivitätsanalyse Abfertigungsrückstellung
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Veränderung der Abfertigungsrückstellung bei einer Veränderung von:
Zinssatz +1 % -54.246 -52.235
Zinssatz -1% 64.204 61.812
Bezugssteigerung +1 % 60.976 58.535
Bezugssteigerung -1 % -52.665 -50.587
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
15.4. Sensitivitätsanalyse Pensionsrückstellung
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Veränderung der Abfertigungsrückstellung bei einer Veränderung von:
Zinssatz +1 % -155.480 -170.494
Zinssatz -1 % 175.178 193.057
Bezugssteigerung +1 % 176.120 193.696
Bezugssteigerung -1 % -159.123 -174.161
 
 
 
 
 
 




 
   

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
100


16. Sonstige Passiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 524.674 469.424
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 1.582
Verbindlichkeiten Immobilienbereich 591.205 745.408
Leasingverbindlichkeiten 679.925 1.079.753
Verbindlichkeiten Immobilienbereich 221.775 269.890
Aufwand für Wirtschaftsprüfung
Aufsichtsratvergütung 221.250 215.250
Verbindlichkeiten aus Provisionen 65.400 94.347
2.304.230 2.875.654
Nicht konsumierte Urlaube, Tantiemen und Sonderzahlungen 382.089 140.600
Verbindlichkeiten aus Steuern, soziale Sicherheit 969.254 706.611
Valutaausgleich / Zahlungsverrechnungskonten 225.260 232.916
Kulanzen, Garantien und ungewisse Verbindlichkeiten 50.000 101.807
Rechnungsabgrenzungsposten 262.388 196.053
Veröffentlichung 15.240 9.400
Übrige Passiva 35.544 32.903
1.939.775 1.420.290
Sonstige Passiva 4.244.005 4.295.944
16.1. Sonstige Passiva nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Täglich fällig 759.991 812.113
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 1.230.999 1.000.218
über 3 Monate bis 1 Jahr 1.546.836 1.253.652
über 1 Jahr bis 5 Jahre 408.115 798.453
über 5 Jahre 298.064 431.507
Sonstige Passiva 4.244.005 4.295.944




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
101


17. Eigenkapital

17.1. Zusammensetzung Eigenkapital
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Grundkapital 11.360.544 11.360.544
Kapitalrücklagen 18.308.278 18.308.278
Gewinnrücklagen (inklusive Bilanzgewinn) 3.123.129 15.184.866
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen
(abzüglich latenter Steuern)
FV Umwertung -293.363 -549.823
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gemäß IAS 19 210.146 198.212
Nicht beherrschende Anteile 604.930 748.998
Eigenkapital 33.313.664 45.251.075

17.2. Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 11.361 (VJ TEUR 11.361). Dieses
ist in 5.004.645 Stückaktien im Nennbetrag von je EUR 2,27 zerlegt.

17.3. Genehmigtes Kapital
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Oktober 2020 wurden folgende
Ermächtigungen erteilt bzw. Beschlussfassungen getroen (nach Widerruf der
vorherigen Erchtigungen und Beschlussfassungen).
Der Vorstand wird gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts-
rates, bis zum 30. September 2025 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu
EUR 5.680.272 durch Ausgabe von bis zu 2.502.322 Stück auf Inhaber lautende
Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100 % des anteiligen Betrages des
Grundkapitals in einer oder in mehreren Tranchen gegen Bareinlage zu erhöhen
und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzulegen (genehmigtes
Kapital). Der Aufsichtsrat der Gesellschaft ist ermächtigt, Änderungen der
Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital
sowie aus diesem Tagesordnungspunkt ergeben, zu beschließen.
Der Vorstand wird gemäß § 174 Abs. 2 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf
Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates
Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, mit denen ein Umtausch- oder
Bezugsrecht auf den Erwerb von Aktien der Gesellschaft verbunden ist, auch in
mehreren Tranchen, auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und
das Wandlungsverfahren der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen,
den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis festzuset-
zen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Die Ausgabebedingun-
gen können zutzlich oder anstelle eines Bezugs- oder Umtauschrechts auch eine
Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt be-
gründen. Die Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen
darf höchstens in jenem Umfang erfolgen, der eine Befriedigung geltend


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
102

gemachter Umtausch- oder Bezugsrechte und, im Fall einer in den Ausgabe-
bedingungen festgelegten Wandlungspflicht, die Erfüllung der entsprechenden
Wandlungspflichten aus der bedingten Kapitalerhöhung gewährleistet. Der Preis
der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ist unter Berücksichtigung
anerkannter finanzmathematischer Methoden in einem anerkannten Preis-
findungsverfahren zu ermitteln.
Die Hauptversammlung beschließt die bedingte Erhöhung des Grundkapitals
gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale EUR 5.680.272 durch Ausgabe
von bis zu 2.502.322 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Aus-
gabe an Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, zu der
der Vorstand in dieser Hauptversammlung ermächtigt wurde. Weiters wird der
Vorstand ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung
und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, ins-
besondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der
Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das
Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Weiters wird der Aufsichtsrat ermächtigt,
Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem beding-
ten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind
nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der
Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall
einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgeleg-
ten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wand-
lungspflicht sowie Beschlussfassung über die sich aus diesem Tagesordnungs-
punkt ergebende Satzungsänderung.
17.4. Überleitungsrechnung
der im Umlauf befindlichen Aktien
Angaben in Stück 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
im Umlauf befindliche Aktien am 1. Jänner 5.004.645 5.004.645
im Umlauf befindliche Aktien am 31. Dezember 5.004.645 5.004.645
Anzahl Aktien am 31. Dezember 5.004.645 5.004.645
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungs- und Managementoptionsprogramme.
Es wird der Hauptversammlung keine Dividende vorgeschlagen. Für das
Geschäftsjahr 2023 wurde keine Dividende ausgeschüttet. !



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
103
17.5. Entwicklung der Fair-Value-Umwertung
17.5.1. erfolgsneutrale Fair-Value-Bewertung (mit Recycling)
Angaben in EUR FV Umwertung Latente Steuern
FV Umwertung zum 01. Jänner 2024 -549.823 -171.374
Unrealisierte Gewinne/ Verluste der Periode 207.809 62.073
In die GuV umgegliederte Gewinne/ Verluste 48.651 14.532
FV-Umwertung (mit Recycling) zum 31. Dezember 2024 -293.363 -87.628
17.5.2. erfolgsneutrale Fair-Value-Bewertung (mit Recycling)
Angaben in EUR FV Umwertung Latente Steuern
FV Umwertung zum 01. Jänner 2023 -949.821 -299.944
Unrealisierte Gewinne/ Verluste der Periode 346.043 111.532
In die GuV umgegliederte Gewinne/ Verluste 53.955 17.038
FV-Umwertung (mit Recycling) zum 31. Dezember 2023 -549.823 -171.374
Da keine OCI-Option für Eigenkapitalinstrumente gezogen wurde, unterbleibt eine
Darstellung der Entwicklung der FV-Umwertung ohne Recycling.


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
104

18. Kapitalmanagement
Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis und dementsprechende Kapital-
quoten beizubehalten, um eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens
sicherzustellen:
Eigenmittel der Wiener Privatbank SE gemäß CRR*
Eigenmittelstruktur
Angaben in TEUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 11.360 11.360
Kapitalrücklagen 15.937 15.937
Sonstige anrechenbare Rücklagen 5.112 12.802
Einbehaltene Gewinne Vorjahre 2.605 464
Fonds für allgemeine Bankrisiken 0 1.000
(-) Abzugsposten vom CET 1 Kapital -4.590 -207
CET 1 – Kapital 30.423 41.356
Eingezahlte Kapitalinstrumente 0 0
(-) Abzugsposten vom Tier I Kapital 0 0
TIER I – Kapital 30.423 41.356
Allgemeine Risikovorsorge KSA Banken 0 0
Ergänzende Eigenmittel TIER II 0 0
Eigenmittel gesamt (nach Abzugsposten) 30.423 41.356
Gesamtrisikobetrag 135.444 169.221
Harte Kernkapitalquote 22,46 % 24,44 %
Kernkapitalquote 22,46 % 24,44 %
Gesamtkapitalquote 22,46 % 24,44 %
*) Die Matejka & Partner Asset Management GmbH wird als österreichische Wertpapierfirma und
Finanzinstitut iSd CRR unter Anwendung von Artikel 19 Abs 1 CRR aus dem Konsolidierungskreis
ausgenommen. Die Eigenmitteldarstellung erfolgt auf Solo-Ebene (UGB) und daher ist keine
Vergleichbarkeit zum Konzernabschluss gegeben.

Aufsichtsrechtliche Entwicklungen nach Basel 3
Seit 1. Jänner 2014 erfolgt die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel
sowie der Kapitalquoten nach der Kapitaladäquanzverordnung (Capital Require-
ments Regulation CRR) und der Kapitaladäquanzrichtlinie (Capital Requirements
Directive CRD IV) zur Umsetzung von Basel 3 in der Europäischen Union. Des
Weiteren unterliegen CRR und CRD IV Übergangsbestimmungen für die österrei-
chische Umsetzung, die in der CRR-Begleitverordnung vom 11. Dezember 2013
geregelt sind.


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
105
Das Kapital wird ebenso vom Risikomanagement überwacht. Es wird eine
Kapitalstrategie erstellt und vom Vorstand genehmigt. Das Kapitalmanagement
des Konzerns erfolgt auf Basis der Eigenmittel gemäß CRR und im Sinne des
ökonomischen Kapitalsteuerungsansatzes des ICAAP. Im Rahmen des ICAAP wird
die Risikotragfähigkeit sichergestellt sowie der eziente Einsatz der Risiko-
deckungsmaße verfolgt.
Die Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 CRR wurden im Berichtsjahr,
wie auch im Vorjahr, jederzeit eingehalten.
Die Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 (1) 19 BWG beträgt -3,73 %
(VJ: 0,83 %).

19. Ergebnis je Aktie
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Aktienanzahl per 31. Dezember 5.004.645 5.004.645
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 5.004.645 5.004.645
Jahresergebnis ohne nicht beherrschende Anteile in EUR -12.061.737 2.828.381
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) -2,41 0,57
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) -2,41 0,57

20. Nicht beherrschende Anteile
Aufgrund von Unwesentlichkeit wird auf die Detailangabe der nicht
beherrschenden Anteile verzichtet.


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
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21. Zinsüberschuss
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Zinsen und ähnliche Erträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 11.221.602 13.149.724
verzinslichen Wertpapieren 750.635 735.826
Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren 296.011 5.191
Sonstige Beteiligungen 189 16.048
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Erträge 12.268.435 13.906.789
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für
Einlagen von Kreditinstituten / Finanzierungen -1.361.594 -1.260.104
Einlagen von Kunden -3.402.882 -2.051.787
Negativzinsen 0 -17
Anleihezinsen -629.339 -542.608
Leasingverbindlichkeit -31.038 -52.358
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.424.853 -3.906.874
Zinsüberschuss 6.843.584 9.999.915
Zinsertrag/-aufwand unter Verwendung der EIR-Methode gegliedert nach den
Bewertungskategorien (IFRS 7.20 b):
21.1 Zinserträge und -aufwendungen
nach der EIR-Methode berechnet 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Zinserträge nach der Eektivzinsmethode
Forderungen Kreditinstitute 6.701.056 5.519.481
Forderungen Kunden – Kredite 4.410.786 5.894.012
Finanzielle Vermögenswerte – AC 66.500 175.550
Finanzielle Vermögenswerte – FVTOCI 684.135 560.276
Zinsaufwendungen
finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten
Anschaungskosten bewertet werden -1.979.096 -1.787.150
Summe 9.883.381 10.362.168








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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
107



22. Provisionsüberschuss
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Vertrieb Finanzprodukte 1.508.382 1.910.946
Real Estate 27.908 12.494
Wertpapier-, Depot- und Kreditgeschäft 4.877.245 5.749.794
Provisionsüberschuss 6.413.535 7.673.234
In den Provisionserträgen sind Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienst-
leistungen gegenüber Dritten iHv. EUR 1.484.177 (VJ: TEUR 1.874) aus der
Depotverwaltung enthalten.
22.1. Aufgliederung der Erträge nach Art der Dienstleistung auf Grundlage von IFRS 15 1. Jänner 2024 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024
Art der Dienstleistung
aus dem Zahlungsverkehr 1.108.241
aus dem Kreditgeschäft und sonstigen Dienstleistungen 15.675
aus dem Wertpapiergeschäft 5.960.491
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft 340.486
aus dem Real Estate Bereich 48.508
Provisionsertrag Gesamt 7.473 .40 1
Provisionsaufwand -1.059.866
Provisionsüberschuss Gesamt 6.413.535
22.2. Aufgliederung der Erträge nach Art der Dienstleistung auf Grundlage von IFRS 15 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023
Art der Dienstleistung
aus dem Zahlungsverkehr 1.435.058
aus dem Kreditgeschäft und sonstigen Dienstleistungen 15.815
aus dem Wertpapiergeschäft 6.881.938
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft 340.388
aus dem Real Estate Bereich 15.434
Provisionsertrag Gesamt 8.688.633
Provisionsaufwand -1.015.399
Provisionsüberschuss Gesamt 7.673.234





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
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23. Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen -24.918 -157.828
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen -24.918 -157.828

24. Handelsergebnis
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Ergebnis aus Devisen- und Edelmetallgeschäften 172.464 438.937
Ergebnis aus Bewertung von Derivaten 0 -1.763
Handelsergebnis 172.464 437.174



25. Ertrag aus Immobilienhandel
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Veräußerungserlös aus zum Verkauf gehaltenen Immobilien (IFRS 15) 4.998.636 4.550.288
Vermietungserlöse (IFRS 16) 595.532 587.307
Betriebskostenerträge und sonstige Immobilienerträge (IFRS 15) 727.919 843.558
Ertrag aus Immobilienhandel 6.322.087 5.981.153
Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald der Kunde die Beherrschung
über die Immobilie erlangt. Dies erfolgt in der Regel mit der Übergabe an den
Kunden.
Den Erlösen aus verkauften Immobilienvorräten in Höhe von EUR 4.998.636
(VJ: TEUR 4.550) stehen Anschaungs- bzw. Herstellungskosten der verkauften
Immobilienvorräte von EUR -2.659.003 (VJ: TEUR -2.608) gegenüber.




26. Aufwand aus Immobilienhandel
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Veränderungen des Bestands an Immobilien -2.659.003 -2.607.863
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
Herstellungsleistungen -107.606 -85.029
Aufwendungen aus Vermietungen
(inklusive Betriebskostenaufwendungen) -877.485 -823.917
Sonstige Immobilienaufwendungen -288.349 -269.454
Aufwand aus Immobilienhandel -3.932.442 -3.786.263



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
109


27. Sonstiger betrieblicher Ertrag
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Sonstiger betrieblicher Ertrag
Umsatzerlöse aus Treuhandschaft/Verwaltung (IFRS 15) 307.829 319.895
Gewinn aus modifizierten Vertragskondition 0 44.065
Sonstige 458.657 872.022
Sonstiger betrieblicher Ertrag 766.486 1.235.982
Die Wiener Privatbank SE selbst betreibt kein Treuhandgeschäft; die Erträge des
Tochterunt e r nehmens ATI Vermögen st reuh an dge sells ch aft m. b. H. we rden i n
dieser Position ausgewiesen.
Die Position sonstige Erträge beinhalteten im Vorjahr die ertragswirksame Verein-
nahmung von nicht aundbaren und bereits gekündigten Kundenverbindlich-
keiten iHv. TEUR 507 sowie eine Rückerstattung des Bundesverwaltungsgerichts
über eine FMA-Strafe iHv. TEUR 200.


28. Sonstiger betrieblicher Aufwand
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Sonstiger betrieblicher Aufwand
Umsatzerlöse aus Treuhandschaft/Verwaltung (IFRS 15) -96.696 -93.207
Verlust aus modifizierten Vertragskondition -26.012 0
Aufwendungen aus Endkonsolidierungen 0 -152.026
Sonstige -47.269 -36.380
Sonstiger betrieblicher Aufwand -169.977 -281.613




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
110



29. Verwaltungsaufwand
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -7.776.872 -7.467.583
Gesetzliche Sozialabgaben -1.626.260 -1.662.139
Aufwendungen für Abfertigungen -409.924 -163.232
Aufwendungen für Altersversorgung -201.799 -196.024
Sonstiger Personalaufwand -147.534 -135.501
Zwischensumme Personalaufwand -10.162.389 -9.624.479
Andere Verwaltungsaufwendungen
EDV-Kosten -2.587.441 -2.349.897
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten -1.142.685 -897.128
Nicht abzugsfähige Vorsteuern -548.675 -474.544
Betriebliche Versicherungen -325.772 -306.762
Aufsichtsratvergütung -232.395 -224.748
Gebühren und Einlagensicherungsbeiträge -132.605 -265.945
Werbekosten, Marketing -218.794 -129.237
Bürokosten -151.310 -244.321
Mieten inklusive Betriebskosten -77.552 -112.402
KFZ-Kosten -83.561 -71.985
Nachrichtenaufwand -68.739 -66.373
Sonstige Aufwendungen -65.181 -321.024
Zwischensumme andere Verwaltungsaufwendungen -5.634.710 -5.464.366
Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Sachanlagen und GWGs* -137.986 -479.297
auf Nutzungsrechte Leasing -461.317 -492.219
auf immaterielle Vermögenswerte -242.003 -186.182
Zwischensumme Abschreibungen und Wertberichtigungen -841.306 -1.157.698
Verwaltungsaufwand -16.638.405 -16.246.543
* Diese Position enthielt im Vorjahr eine einmalige außerordentliche Abschreibung iHv. TEUR 223.die
im Zusammenhang mit der Reduktion von Büroflachen und in Folge zukünftiger Kostenoptimierung
steht.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
111

Die in den sonstigen Verwaltungsaufwendungen enthaltenen, auf das Geschäfts-
jahr entfallenden Aufwendungen, für den Abschlussprüfer betreen:
29.1 Sonstigen Verwaltungsaufwendungen 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Aufwendungen für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses -153.150 -139.675
Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen -6.600 -9.240
Gesamt -159.750 -148.915


30. Risikovorsorge
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Risikovorsorge von zu AC bewerteten Forderungen an Kunden, Kreditinstituten und Barreserve
Dotierung -13.525.214 -1.357.137
Auflösung 254.964 164.832
Verwendung -5.245 0
Risikovorsorge von zu AC bewerteten Finanzanlagen
Dotierung 0 -1.877
Auflösung 56.617 0
Risikovorsorge zu AC bewerteter sonstiger Aktiva
Dotierung -50.148 -13.461
Auflösung 28.984 33.889
Abschreibungen Kundenforderungen sonstige Aktiva
Abschreibung -3.456 -18.503
Risikovorsorge von zu FVTOCI bewerteten Schuldinstrumenten
Dotierung -1.587 0
Auflösung 0 528
Risikovorsorge für gegebene Garantien und Kreditzusagen
Dotierung -3.069 0
Auflösung 0 1.135
Risikovorsorge -13.248.153 -1.190.594
Die Dotierung der Wertberichtigung von zu AC bewerteten Forderungen an
Kunden beinhalten Einzelwertberichtigung von Kunden iHv. EUR -13.401.454,60
(VJ: TEUR -1.192).


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
112

31. Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Ergebnis FVTPL mandatorily
Bewertung -834.660 -19.391
Veräußerungs-/Liquidationsergebnis 318.241 160.448
Ergebnis FVTOCI
Veräußerungs-/ Liquidationsergebnis 88.447 54.316
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten -427.972 195.372




32. Ertragssteuern
1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Laufender Steuerertrag/-aufwand -490 -680.654
Steuerertrag/-aufwand aus Vorperioden 184.438 42.244
Latenter Steuerertrag/-aufwand 1.578.958 -365.132
Ertragssteuern 1.762.906 -1.003.543
Die Dierenz zwischen der rechnerischen Ertragssteuerbelastung (Ergebnis
vor Steuern multipliziert mit dem nationalen Steuersatz von 23 %) und der
tatsächlichen Ertragssteuerbelastung des jeweiligen Geschäftsjahres gemäß
Gewinn- und Verlustrechnung ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
32.1. Eektivsteuer 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Ergebnis vor Ertragsteuern -13.923.710 3.859.990
Ertragssteueraufwand zum Steuersatz von 23 % (VJ 24 %) 3.202.453 -926.398
Steuerbefreite Beteiligungserträge und permanente
Dierenzen aus Equity-Anteilen 62.351 -41.011
Auswirkung von Steuern aus Vorperioden 184.438 42.244
Dierenz aus nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen -1.508.262 0
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -128.926 -93.199
Dierenzen aus Steuersatzänderungen 0 0
Sonstiges -49.149 14.821
Eektivsteuer 1.762.906 -1.003.543
Es werden keine bisher nicht angesetzten temporären Dierenzen berücksichtigt.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
113


Es stehen steuerliche Verlustvorträge iHv. EUR 13.365.713 (VJ: TEUR 108), welche
zeitlich unbegrenzt vortragshig sind, zur Verfügung. Aktive latente Steuern iHv.
EUR 1.565.852 wurden aktiviert, weil Ihre Nutzung im Planungshorizont von
5 Jahren als realisierbar erscheint.






33. Tochterunternehmen und Beteiligungen
Darstellung der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen:
Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil in % Konsolidierungsart1
ATI Vermögenstreuhandgesellschaftm. b.H. Wien 100,00 % V
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH Wien 100,00 % V
Wiener Privatbank Immobilien GmbH Wien 100,00 % V
Wiener Stadthäuser One Immobilien GmbH Wien 80,00 % V
Matejka & Partner Asset Management GmbH Wien 80,00 % V
EXIT One Immobilien GmbH Wien 50,00 % E
Entwicklung KHWP Immobilien Alpha GmbH Wien 50,00 % E
1) V Vollkonsolidiert, E Equity Konsolidiert, N nicht konsolidiert
Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Änderungen in der Konzernstruktur:
Die BODEN-INVEST Beteiligungsgesellschaft m.b.H. i.L. ist für die Vermittlung
eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
unwesentlich und wurde deshalb analog zum Vorjahr nicht mehr in die Konsolidie-
rung einbezogen.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
114



An den nachfolgend angeführten Unternehmen besteht per 31. Dezember 2024
ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % aller Anteile:
Anteiliges
Eigenkapital Eigenkapital Jahresüberschuss/
Name und Sitz Anteil Kons. (Vorjahr) (Vorjahr) fehlbetrag (Vorjahr)
des Unternehmens in % Art1 EUR EUR EUR
ATI Vermögenstreuhand- 100 V 485.094 485.094 84.118
gesellschaft m.b.H., Wien (500.976) (500.976) (85.463)
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH, 100 V 4.301.835 4.301.835 112.196
Wien (4.189.639) (4.189.639) (38.721)
BODEN-INVEST Beteiligungs- 100 N 64.655 64.655 -5.546
gesellschaft mbH (70.201) (70.201) (-5.010)
Wiener Privatbank 100 V 1.767.414 1.767.414 21.232
Immobilien GmbH, Wien (1.746.182) (1.746.182) (16.793)
Wiener Stadthäuser One 80 V 2.052.688 1.642.150 -523.318
Immobilien GmbH, Wien (2.576.006) (2.060.805) (-62.379)
Matejka & Partner Asset 80 V 313.847 251.078 22.614
Management GmbH, Wien (516.233) (412.987) (227.263)
EXIT One Immobilien GmbH, Wien 50 A 2.027.762 1.013.881 -119.669
(1.697.431) (848.715) (-200.684)
Entwicklung KHWP Immo 50 A 3.458.432 1.729.216 75.874
Alpha GmbH, Wien (2.542.559) (1.271.279) (-108.932)
1) Konsolidierungsart: V = Vollkonsolidierung, A = at equity N = nicht konsolidiert
Bei dieser Angabe handelt es sich ausschließlich um UGB-Werte, da eine
IFRS-Bilanzierung auf Einzelgesellschaftsebene aufgrund unwesentlicher
IFRS-Anpassungsbuchungen nicht erfolgt und diese erst in Zuge der
Konzernabschlusserstellung berücksichtigt werden.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
115
34. Finanzinstrumente
IFRS 9 unterscheidet zur Klassifizierung folgende Bewertungskategorien:
Finanzielle Vermögensgegenstände
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaungskosten
bewertetet werden AC
Finanzielle Vermögenswerte, die verpflichtend erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden FVTPL mandatorily
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet designiert wurden FVTPL designated
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden (inkl. OCI-Option für Eigenkapitalinstrumente) FVTOCI
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaungskosten
bewertet werden


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
116


Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 der
Wiener Privatbank SE (IFRS 7.8)
Finanzielle Vermögenswerte/
per 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten FVTPL
Angaben in TEUR zu fortgeführten FVTOCI mandatorily Gesamt
Anschaungskosten
Aktiva
Barreserve 90.855 90.855
Forderungen an Kreditinstitute 85.473 85.473
Forderungen an Kunden 71.555 71.555
Finanzanlagen 3.307 30.120 5.812 39.239
Sonstige Aktiva 1.176 1.176
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 252.366 30.120 5.812 288.297
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.918 32.918
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 242.027 242.027
Sonstige Passiva 2.876 2.876
Verbriefte Verbindlichkeiten 14.652 14.652
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 292.473 292.473
Finanzielle Vermögenswerte/
per 31. Dezember 2024 Verbindlichkeiten FVTPL
Angaben in TEUR zu fortgeführten FVTOCI mandatorily Gesamt
Anschaungskosten
Aktiva
Barreserve 90.541 90.541
Forderungen an Kreditinstitute 79.809 79.809
Forderungen an Kunden 50.992 50.992
Finanzanlagen 0 46.216 4.035 50.251
Sonstige Aktiva 838 838
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 222.180 46.216 4.035 272.430
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.868 25.868
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.735 246.735
Sonstige Passiva 2.304 2.304
Verbriefte Verbindlichkeiten 12.723 12.723
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 287.630 287.630
IFRS 7.25 folgend, sind die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) des Finanz-
vergens und der Finanzverbindlichkeiten nach Bewertungskategorien




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
117




angegeben. Bei den unter sonstige Aktiva ausgewiesenen finanziellen Vermögens-
werten handelt es sich überwiegend um kurzfristige Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und Forderungen aus Immobilienverkäufen.

Finanzielle Vermögenswerte,
die zu fortgeführten Anschaungs- 31.12.2024 31.12.2023
kosten bewertet werden
Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Barreserve 90.541 90.541 90.856 90.855
Forderungen an Kreditinstitute 79.772 79.809 85.409 85.473
Forderungen an Kunden 50.950 50.992 71.555 71.555
Anleihen
Nicht börsenotiert 0 0 3.278 3.307
Sonstige Aktiva 838 838 1.176 1.176
Gesamt 222.101 222.180 252.273 252.366
Finanzielle Vermögenswerte – 31.12.2024 31.12.2023
mandatorily at fair value through
profit or loss Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Angaben in TEUR
Wertpapiere
Nicht börsenotiert 3.800 3.800 5.576 5.576
Anteile an Tochterunternehmen 37 37 37 37
Sonstige Beteiligungen 199 199 199 199
Gesamt 4.035 4.035 5.812 5.812
Finanzielle Vermögenswerte – 31.12.2024 31.12.2023
FVTOCI
Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Wertpapiere
Börsenotiert 46.216 46.216 30.120 30.120
Gesamt 46.216 46.216 30.120 30.120





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
118





Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zu fortgeführten Anschaungskosten 31.12.2024 31.12.2023
bewertet werden
Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.296 25.868 31.528 32.918
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.416 246.735 241.326 242.027
Sonstige Passiva 2.304 2.304 2.876 2.876
Verbriefte Verbindlichkeiten 12.571 12.723 14.808 14.652
Gesamt 282.709 287.630 290.538 292.473
Die in der Tabelle angeführten beizulegenden Zeitwerte ergeben sich,
entsprechend der Klasse, aus den Börsenkursen oder werden auf Grundlage
anerkannter Bewertungsmethoden errechnet. Details hierzu sind im Punkt 35 zu
finden. r genauere Informationen bezüglich der Sensitivitätsanalyse als auch zur
Liquiditätsanalyse darf auf den Risikobericht und die Value at Risk Berechnung
verwiesen werden. (gemäß IFRS 7.41)


Nettogewinn/-verlust nach Bewertungskategorien (gem. IFRS 7.20 a)
Nettogewinne bzw. -verluste
aus Finanzinstrumenten der Kategorie 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
HTC -1.958.464 12.134.152
FVtPL -220.219 162.296
FVTOCI 770.995 615.119
finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten
Anschaungskosten bewertet werden -1.979.096 -1.787.150
Reklassifizierungen
Im Berichtszeitraum fanden keinerlei Reklassifizierungen statt, somit entfallen die
Anhangsangaben gemäß IFRS 7.12 B-D.



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
119


35. Hierarchie der Ermittlung
der beizulegenden Zeitwerte
Die Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlich-
keiten werden drei Kategorien der IFRS-Fair Value-Hierarchie zugeordnet. Dazu
werden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:
Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden
auf einem aktiven Markt
Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt oder
indirekt beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen
Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt
beobachtbaren Daten darstellen

Berechnung Level 3 Sensitivitäten
Bei der Berechnung handelt sich um einen einkommensbasierten Ansatz
(Discounted Cash-Flow Verfahren, das die zukünftigen Cashflows berücksichtigt,
die ein Marktteilnehmer erwartet). Der Diskontierungszinssatz wird dabei mittels
additivem Verfahren aus einem risikolosen Zinssatz sowie diversen Risikofaktoren
(Länderrisiko, Bonitätsrisiko, Liquiditätsrisiko) ermittelt. Prinzipiell erfolgt die Er-
mittlung des Discounted Cash-Flow soweit möglich aus dem Informationssystem
Bloomberg. Dabei wird aus dem System der Present Value der Anleihe zum jewei-
ligen Stichtag unter Heranziehung der von Bloomberg verwendeten Zinskurve be-
rechnet. r Anleihen, die nicht im Bloomberg-System vorhanden sind, erfolgt die
Berechnung des Diskontierungszinssatzes unter Heranziehung des jeweils geeig-
neten Referenzindex plus zusätzlichen Auf- oder Abschlägen im Hinblick auf das
Länderrisiko des Landes, in dem der Emittent ansässig ist, plus einen eventuell
fälligen Liquiditätsaufschlag abgestimmt auf die Handelbarkeit der jeweiligen
Anleihe, der zwischen 0,5 % und 1,0 % betragen kann. Dieser Liquiditätsaufschlag
kommt allerdings nur zum Tragen, wenn die Anleihe in geregelten Märkten oder in
Interbankenhandelssystemen verkauft wird.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
120



Die zur Berechnung der jeweiligen Abzinsung herangezogenen Indices sind in
nachstehender Tabelle angeführt:
Rating Index Bloomberg Ticker
1 Risikofreier Zinssatz GTATSXY Index
2 EUR Composite AA XX Year BVCSECXX Index
3 IG Corporate Industrial A XX Year IGEEIAXX Index
4 IG Corporate Industrial BBB- BBB BBB+ XX Year IGEEIBXX Index
5 Bloomberg Pan-European High Yield+ XX Year LPXXTREU Index
6 Bloomberg Pan-European High Yield+ XX Year LPXXTREU Index +1,0 %Spread Aufschlag
7 Bloomberg Pan-European High Yield+ XX Year LPXXTREU Index + 2,0 % Spread Aufschlag
Die erste Spalte gibt das jeweilige interne Bonitätsrating des Wertpapieres wieder.
Spalte zwei enthält den Namen des jeweils zur Anwendung kommenden Index,
Spalte drei den Bloomberg Ticker. XX steht dabei jeweils für die Laufzeit des
jeweiligen Index.
Da in den herkömmlichen Informationssystemen bei High Yield Anleihen keine
weitere Abstufung der Indices im High-Yield Bereich erfolgt, wird für die Risiko-
klassen 6 und 7 ein Zinsaufschlag von 1,0% bzw. 2,0% unterstellt.
Bei den im Portfolio gehaltenen Anleihen wird die Risikoklasse bei einer Rest-
laufzeit von unter 5 Jahren um eine Klasse erhöht.
Entsprechend der zuvor beschriebenen Berechnungslogik ergibt sich ein Level 3
Fair Value für die Wertpapiere der Kategorie Hold-to-Collect von EUR 0
(VJ: TEUR 3.278) und für die verbrieften Verbindlichkeiten der Kategorie zu
fortgeführten Anschaungskosten EUR 12.570.634 (VJ: TEUR 14.808).
Bei einer Veränderung der verwendeten Inputparameter im Rahmen der
Sensitivitätsanalyse ergibt sich für die Wertpapiere der Kategorie Hold-to-Collect
mit fixer Verzinsung ein Fair Value (ausgehend von einem Ausgangswert von
EUR 0 (VJ: TEUR 3.278) von:





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
121




Sensitivitätsanalyse (Aktiv)
Fair Value bei einem 2024 Veränderung des FV 2023 Veränderung des FV
3 Stufen Upgrade 0 0 3.298.530 20.844
3 Stufen Downgrade 0 0 3.189.415 -88.271
Risikoloser Zinssatz +2 % 0 0 3.197.471 -80.215
Risikoloser Zinssatz -2 % 0 0 3.264.641 -13.045
Liquiabschlag +1 % 0 0 3.213.803 -63.883
Liquiabschlag -1 % 0 0 3.247.380 -30.307
r die verbrieften Verbindlichkeiten der Kategorie zu fortgeführten
Anschaungskosten mit einer variablen Verzinsung verändert sich der Fair Value
(ausgehend von einem Ausgangswert von EUR 8.313.088 (VJ: TEUR 14.808)
folgendermaßen:
Sensitivitätsanalyse (Passiv)
Fair Value bei einem 2024 Veränderung des FV 2023 Veränderung des FV
3 Stufen Upgrade 8.322.791 9.703 14.844.709 36.672
3 Stufen Downgrade 8.025.233 -287.855 13.969.465 -838.573
Risikoloser Zinssatz +2 % 8.114.950 -198.138 13.975.206 -832.831
Risikoloser Zinssatz -2 % 8.520.512 207.424 15.367.557 559.520
Liquiabschlag +1 % 8.212.896 -100.192 14.595.800 -212.237
Liquiabschlag -1 % 8.415.600 102.512 15.026.842 218.805
Variable Verzinsung minimal 8.055.898 -257.190 14.283.383 -524.654
Variable Verzinsung maximal 8.570.278 257.190 15.332.984 524.947
r die verbrieften Verbindlichkeiten der Kategorie zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten mit einer fixen Verzinsung verändert sich der Fair Value (ausgehend
von einem Ausgangswert von EUR 4.257.546 (VJ: TEUR 0)) folgendermaßen:
Sensitivitätsanalyse (Passiv)
Fair Value bei einem 2024 Veränderung des FV 2023 Veränderung des FV
3 Stufen Upgrade 4.523.800 266.254 0 0
3 Stufen Downgrade 4.026.617 -230.929 0 0
Risikoloser Zinssatz +2 % 3.811.392 -446.154 0 0
Risikoloser Zinssatz -2 % 4.772.011 514.465 0 0
Liquiabschlag +1 % 4.026.617 -230.929 0 0
Liquiabschlag -1 % 4.505.520 247.974 0 0


Die folgenden Tabellen zeigen die Zuordnung der bilanzierten Finanzinstrumente
zu den Level-Kategorien der Fair Value-Hierarchie:




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
122


31.12.2023 Fair Value
Angaben in TEUR Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Aktiva
Barreserve 90.856 90.856
Forderungen an Kreditinstitute 85.409 85.409
Forderungen an Kunden 71.555 71.555
Finanzanlagen 30.098 3.697 5.265 39.060
Sonstige Aktiva 1.176 1.176
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.528 31.528
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 241.326 241.326
Sonstige Passiva 2.876 2.876
Verbriefte Verbindlichkeiten 14.808 14.808
31.12.2024 Fair Value
Angaben in TEUR Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Aktiva
Barreserve 90.541 90.541
Forderungen an Kreditinstitute 79.772 79.772
Forderungen an Kunden 50.950 50.950
Finanzanlagen 46.186 2.328 1.736 50.251
Sonstige Aktiva 838 838
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.296 25.296
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.416 246.416
Sonstige Passiva 2.304 2.304
Verbriefte Verbindlichkeiten 12.571 12.571
hrend des Geschäftsjahres 2024 haben keine Transfers von Vermögenswerten
innerhalb der einzelnen Levels stattgefunden.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
123

36. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und
Personen
In der Wiener Privatbank SE sind die Mitglieder des Vorstandes und des
Aufsichtsrates (namentlich ersichtlich unter Punkt VIII) als Mitglieder des
Managements in Schlüsselpositionen definiert. Als nahestehende Personen
gelten auch die nahen Familienangehörigen dieser Personen.

Als nahestehende Unternehmen wurden beherrschte jedoch nicht konsolidierte
Unternehmen sowie assoziierte Unternehmen, die mittels Equity-Methode in den
Konzernabschluss einbezogen werden, definiert. Darüber hinaus gelten Unterneh-
men als nahestehend, die von einem Mitglied des Managements in Schlüssel-
positionen oder von einer ihm nahestehenden Person beherrscht werden oder an
dessen gemeinschaftlicher Führung sich dieser Personenkreis beteiligt.
Bilanzpositionen und außerbilanzielle Positionen mit als nahestehend identifizier-
ten Unternehmen und Personen sind im Nachfolgenden dargestellt:


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
124


Aktiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Anteile an Unternehmen
verbundene Unternehmen 36.500 37.227
At-equity bewertete Unternehmen 2.760.965 2.140.883
Forderungen gegenüber Kunden
At-equity bewertete Unternehmen 4.637.016 3.550.000
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 0 7
andere nahestehende Unternehmen und Personen 4.051.719 3.032.863
Sonstige Aktiva
andere nahestehende Unternehmen und Personen 0 77.000
Summe Aktiva 11.486.200 8.837.980
Passiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
At-equity bewertete Unternehmen 614.879 192.996
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 826.620 556.272
andere nahestehende Unternehmen und Personen 1.840.051 3.690.132
Summe Passiva 3.281.550 4.439.400
Außerbilanzielle Positionen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Gegebene Kreditzusagen, finanzielle Garantien
verbundene Unternehmen 5.237.581 5.507.518
Erhaltene Sicherheiten
At-equity bewertete Unternehmen 3.048.400 1.178.000
andere nahestehende Unternehmen und Personen 3.910.605 3.032.863


Alle aushaftenden Salden mit nahestehenden Unternehmen und Personen
sind kurzfristig fällig. Es musste keine Wertberichtigung für uneinbringliche
Forderungen oder zweifelhafte Forderung gebildet werden.


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
125

Sonstige Angaben und Beziehungen
Es wurden Organkredite inklusive Rahmen und Garantien iHv EUR 13.400.150
(VJ: TEUR 4.528) gewährt. Davon betrugen die gewährten Kredite an die Mit-
glieder des Vorstandes sowie deren Unternehmen 2024 EUR 0 (VJ: TEUR 0) und
bei Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder tätig sind, beliefen sich diese
Kredite auf EUR 11.987.000 (VJ: TEUR 3.000). Bezüglich der Mitglieder des
Aufsichtsrates nahestehenden Personen belaufen sich die Kredite zum
31. Dezember 2024 auf EUR 0 (VJ: TEUR 5).
Erträge /Aufwendungen
31.12.2024 gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen
Mitglieder des andere nahe- At-equity
Managements in stehende Unterneh- bewertete
Angaben in EUR Schlüsselpositionen men und Personen Unternehmen
Erträge
Zinserträge 189.104 213.014
Ergebnis At-Equity bewerteter Unternehmen -24.918
Provisionserträge 2.895 42.598 449
Sonstige Erträge 12.438
Aufwendungen
Provisionsaufwand -20.600
Bei den Sonstigen Erträgen gegen At-equity bewertete Unternehmen handelt es
sich um Verrechnungen für Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Rechnungs-
wesen.
Erträge /Aufwendungen
31.12.2023 gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen
Mitglieder des andere nahe- At-equity
Managements in stehende Unterneh- bewertete
Angaben in EUR Schlüsselpositionen men und Personen Unternehmen
Erträge
Zinserträge 30 176.776 306.241
Ergebnis At-Equity bewerteter Unternehmen -157.828
Provisionserträge 5.974 52.271 645
Sonstige Erträge 11.807
Bezüge des Vorstands 1. Jänner 2024 – 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Kurzfristige fällige Leistungen 1.184.875 1.057.080
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 94.903 88.267
Gesamt 1.279.778 1.145.347



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
126

Die Position kurzfristige fällige Leistungen beinhalten Gehälter, Sachbezüge und
Bonusrückstellungen, die kurzfristig fällig werden. Im Einzelnen setzen sich diese
wie folgt zusammen:
Mag. Christoph Raninger, PhD:
Aktivbezug 2024: EUR 472.889 inklusive Sachbezüge
Ruhebezug 2024: EUR 188.582 inklusive Sachbezüge
Mag. Stefan Selden:
Gesamtbezüge 2024: EUR 102.946 inklusive Sachbezüge
Eduard Berger:
Gesamtbezüge 2024: EUR 420.457 inklusive Sachbezüge
Unter Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind Zahlungen
an Pensionskassen und die Mitarbeitervorsorgekasse, Abfertigungen, Urlaubs-
abfindungen sowie Dotierungen für Abfertigungsrückstellungen ausgewiesen.
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungs- und Managementoptionsprogramme
bzw. sonstige langfristig fällige Leistungen.
Die Aufsichtsratsvergütung für die Mitglieder des Aussichtsrates der Wiener
Privatbank SE belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 221.250
(VJ: TEUR 215).


37. Weitere Anhangangaben

Nachrangige Aktiva / Passiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Forderungen an Kunden 13.050.000 10.450.000
Finanzanlagen 0 3.250.000
Nachrangige Aktiva 13.050.000 13.700.000
Anleihen 12.723.241 14.652.388
Nachrangige Passiva 12.723.241 14.652.388
Der Gesamtbetrag der im Berichtsjahr geleisteten Aufwendungen für nachrangige
Verbindlichkeiten betragen EUR 623.241 (VJ: TEUR 543).


Fremdwährungsaktiva und Fremdwährungspassiva
Die Aktiva, die auf fremde Währung lauten, betragen EUR 90.776.188
(VJ: TEUR 95.165) und die Passiva, die auf fremde Währung lauten, betragen
EUR 90.654.082 (VJ: TEUR 94.957).


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
127




Derivative Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr wurden keinerlei Devisentermingeschäfte abgeschlossen
(VJ: TEUR 0).




Eventualverbindlichkeiten
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Garantien und Haftungen 5.766.916 4.253.489
Kreditrisiko (nicht in Anspruch genommene Kredite) 10.432.276 7.861.305
Bürgschaften 100.000 100.000
Gesamt 16.299.192 12.214.794
Die Wiener Privatbank SE hat eine Bürgschaft für die Anleihe der Wiener Stadt-
häuser One Immobilien GmbH iHv. EUR 100.000 (VJ: TEUR 100) übernommen.

Außerdem beinhalten die Position Garantien eine Kapital- und Zinsgarantie iHv.
EUR 0 (VJ: TEUR 1.750) für die Anleihe der Wiener Stadthäuser One Immobilien
GmbH, sowie eine Nachschussverpflichtung für Kredite der Wiener Stadthäuser
Alpha GmbH iHv. EUR 350.000 (VJ: TEUR 0).


Treuhandvermögen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Forderungen an Kreditinstitute 118.121 27.247
Treuhandbeteiligungen 10.526.431 12.217.794
Treuhandaktiva 10.644.552 15.245.041
Einlage von Treugebern 10.514.358 12.204.274
Sonstige Treuhandverbindlichkeiten 130.194 40.767
Treuhandpassiva 10.644.552 15.245.041
Die Aufstellung beinhaltet das Treuhandvermögen der ATI Vermögenstreuhand-
gesellschaft m.b.H.
Die Treuhandbeteiligungen betreen vor allem Finanzierungsfonds, Aktien,
Genussrechte aus Einbringungen, Kommanditeinlagen sowie atypisch stille
Beteiligungen.

Leasing
In der Erfolgsrechnung werden die Zinsaufwendungen für Leasingverbindlich-
keiten im Zinsüberschuss, die Aufnde für geringwertige Vermögenswerte im
Sachaufwand dargestellt.


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
128
Realisierte Ergebnisse in der Erfolgsrechnung 1. Jänner 2024 – 1. Jännder 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Zinsaufwendungen -31.038 -52.358
Aufwände für geringwertige Vermögenswerte -5.778 -6.299
Gesamt -36.816 -58.657
Aufwände für kurzfristige Leasingverhältnisse fielen im Geschäftsjahr 2024 keine
(VJ: TEUR 0) an.
Leasingverbindlichkeiten nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
bis 3 Monate 124.397 112.813
über 3 Monate bis 1 Jahr 379.826 344.474
über 1 Jahr bis 5 Jahre 175.702 622.466
über 5 Jahre 0 0
Leasingverbindlichkeiten 679.925 1.079.753

Personal
In der Wiener Privatbank-Gruppe waren im Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt
folgende Personalkapazitäten im Einsatz:
1. Jänner 2024 – 1. Jännder 2023 –
Mitarbeiterkapazität *) 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023
Arbeiter 1 0
Angestellte 75 80
Gesamtkapazität 76 80
*) durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer in der Gruppe (Vollkonsolidierungskreis) während
des Geschäftsjahres
Mitarbeiter der assoziierten Unternehmen
Die in den Konzernabschluss at-equity einbezogenen Unternehmen beschäftigen
0 Mitarbeiter (VJ: 0).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung am Bilanzstichtag von
Bedeutung sind, lagen nicht vor.


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
129

VII. Erläuterungen zur
Konzernsegmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung erfolgt im Wiener Privatbank Konzern gemäß den
Ausweis- und Berechnungsregeln des IFRS 8. Diesem Ansatz entsprechend,
werden Segmentinformationen auf Basis interner Managementberichterstattung
erstellt, die dem Vorstand (CODM) regelmäßig berichtet wird und zur Beurteilung
der Ertragskraft der einzelnen Segmente sowie zur Ressourcenallokation heran-
gezogen wird.
Die Managementberichterstattung erfolgt im Wesentlichen durch Vorlage der
UGB-Abschlüsse, wobei auf Einzelgesellschaftsebene der Wiener Privatbank SE
zusätzlich eine Segmentberichterstattung nach folgenden Sparten erfolgt:
Private Banking (umfasst auch Capital Markets, Institutional & Family Oces) /
Corporate, Treasury & Financial Markets (umfasst auch Unternehmens- und
Projektfinanzierung, Brokerage) / Immobilien / Beteiligungen
Bei dieser Berichterstattung erfolgt eine Verteilung des UGB-Ergebnisses auf oben
genannte Sparten.
Die Gliederung der Segmentberichterstattung erfolgt im IFRS-Abschluss in
komprimierter Form.
Der Segmentbericht besteht aus den drei Hauptsegmenten, in denen die Einzel-
gesellschaften des Wiener Privatbank Konzerns wie folgt zusammengefasst
dargestellt werden:
Bank (Wiener Privatbank SE (komprimierte Darstellung) + Matejka &
Partner Asset Management GmbH)
Real Estate (alle Tochterunternehmen mit einem immobiliennahen
Geschäftszweck)
Tr e u h a nd u n d Ve r w a l t u n g ( AT I Ver mö g e n s tr e u h a n d g e s e l l s c h a f t m . b . H . )
Die Veränderungen aufgrund von IFRS-Anpassungs- und Konsolidierungs-
buchungen werden in der jeweiligen Spalte dargestellt.
Da der Konzern seine Geschäftstätigkeit ausschließlich in Wien entfaltet und
somit keine regionale Steuerung erfolgt, entfällt die geografische Gliederung
der Segmente.



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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
130
Segmentberichterstattung zum 31.12.2024
Real Estate Über-
Produkte Treuhand Über- leitung
und Dienst- und Ver- leitung Konsoli-
in TEUR Bank leistungen waltung IFRS dierung Summe
Zinsen und ähnliche Erträge 13.966 19 6 -1.366 -356 12.268
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.420 -2.213 0 -31 239 -5.425
Zinsüberschuss 10.546 -2.194 6 -1.397 -117 6.844
Provisionserträge 8.089 59 0 0 -674 7.473
Provisionsaufwendungen -1.073 -21 0 0 34 -1.060
Provisionsüberschuss 7.0 16 38 0 0 -641 6.414
Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen 0 0 0 0 -25 -25
Ergebnis aus Handelsgeschäften 172 0 0 0 0 172
Ertrag aus Immobilienhandel 0 6.293 0 29 0 6.322
Aufwand aus Immobilienhandel -229 -3.692 0 -12 0 -3.932
Sonstiger betrieblicher Ertrag 1.839 3 308 -1.000 -384 766
Sonstiger betrieblicher Aufwand -54 -7 -90 -26 7 -170
Verwaltungsaufwand -16.899 -799 -116 41 1.134 -16.638
Risikovorsorge -14.346 1 0 1.097 0 -13.248
Ergebnis aus finanziellen
Vermögenswerten 36 0 0 -464 0 -428
Ergebnis vor Steuern -11.918 -356 108 -1.732 -26 -13.924
Ertragsteuern 1.651 -34 -24 174 -4 1.763
Konzernperiodenergebnis -10.267 -390 84 -1.558 -30 -12.161
Segmentvermögen 287.930 48.052 552 543 -11.266 325.811
Davon Beteiligungen an at-equity
einbezogenen Unternehmen 2.973 0 0 0 -212 2.761
Segmentverbindlichkeiten 255.202 39.930 67 132 -2.833 292.498
Segmentinvestitionen 429 0 0 0 0 429
Abschreibung (inkl. Impairment) -238 0 0 0 0 -238


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
131
Segmentberichterstattung zum 31.12.2023
Real Estate Über-
Produkte Treuhand Über- leitung
und Dienst- und Ver- leitung Konsoli-
in TEUR Bank leistungen waltung IFRS dierung Summe
Zinsen und ähnliche Erträge 14.133 22 16 109 -373 13.907
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.067 -1.865 0 -63 89 -3.907
Zinsüberschuss 12.066 -1.843 16 46 -284 10.000
Provisionserträge 9.136 37 0 0 -484 8.689
Provisionsaufwendungen -1.041 -3 0 0 29 -1.015
Provisionsüberschuss 8.095 34 0 0 -455 7.67 3
Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen 0 0 0 0 -158 -158
Ergebnis aus Handelsgeschäften 440 0 0 -3 0 437
Ertrag aus Immobilienhandel 0 5.981 0 0 0 5.981
Aufwand aus Immobilienhandel -218 -3.562 0 -7 0 -3.786
Sonstiger betrieblicher Ertrag 1.006 2 320 44 -290 1.082
Sonstiger betrieblicher Aufwand -163 -7 -86 0 -26 -282
Verwaltungsaufwand -16.181 -619 -136 72 771 -16.093
Risikovorsorge -1.915 2 0 722 0 -1.191
Ergebnis aus finanziellen
Vermögenswerten -31 0 -8 234 0 195
Ergebnis vor Steuern 3.099 -11 106 1.108 -442 3.860
Ertragsteuern -731 -4 -26 -245 2 -1.004
Konzernperiodenergebnis 2.368 -15 80 863 -440 2.856
Segmentvermögen 302.616 49.438 583 1.305 -11.499 342.444
Davon Beteiligungen an at-equity
einbezogenen Unternehmen 2.328 0 0 0 -187 2.141
Segmentverbindlichkeiten 259.396 40.927 82 -532 -2.680 297.193
Segmentinvestitionen 104 0 0 0 0 104
Abschreibung (inkl. Impairment) -665 0 0 0 0 -665
Erörterung der wesentlichen Anpassungsbuchungen 2023 sowie 2024
Zinsen und ähnliche Erträge
Bei der Überleitung IFRS Zinsen und ähnliche Erträge handelt es sich um die
Amortisation nach der Eektivzinsmethode der festverzinslichen finanziellen
Vermögenswerte.
Bei der Überleitung IFRS Zinsen und ähnliche Aufwendungen handelt es ich um
Zinsanpassung nach der Eektivzinsmethode der Verbindlichkeiten Kreditinstitute
sowie um Zinsaufwendungen der Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16). Wert-
erichtigung von Zinserträgen wertgeminderter Forderungen werden in der
IFRS-Darstellung netto dargestellt (Gegenposition Risikovorsorge).


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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
132
Bei der Überleitung Konsolidierung handelt es sich um die Eliminierung der
phasengleichen Dividendenausschüttung (2024 EUR 0,10 Mio. und 2023
EUR 0,28 Mio.) sowie um die Aufwands- und Ertragskonsolidierung der
verrechneten Zinsen an die Tochtergesellschaften. Der Gegenposten findet
sich in den Zinsen und ähnliche Aufwendungen wieder.
Provisionserträge
In diesem Posten werden im Rahmen der Überleitung Konsolidierung die konzern-
internen Provisionserträge eliminiert. Die Ausgleichsposten befinden sich im
Posten Provisionsaufwendungen sowie unter den Verwaltungsaufwendungen.
Sonstiger betrieblicher Ertrag
Durch die Überleitung Konsolidierung werden die Konzerndienstleistungen der
Wiener Privatbank SE gegenüber ihren Tochtergesellschaften korrigiert.
Verwalt ungsaufwendungen
Bei der Überleitung Konsolidierung handelt es sich um die Gegenposition der
Aufwands- und Ertragskonsolidierung der Provisionserträge sowie des Sonstigen
betrieblichen Ertrages.
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
Bei der Überleitung IFRS handelt es sich einerseits um Aufwertungsbuchungen
zum Fair Value und andererseits um Anpassungen der IFRS-Buchwerte beim
Verkauf der jeweiligen Wertpapiere.





VIII. Risikobericht

Die betrieblichen Risiken der Wiener Privatbank SE verbleiben im Geschäftsjahr
2024 aufgrund des militärischen Konfliktes in der Ukraine sowie in Gaza und den
damit einhergehenden wirtschaftlichen und makroökonomischen Folgewirkungen
auf akzentuiertem Niveau. Nach der volatilen Entwicklung in den vergangenen
Jahren hat sich die Wirtschaft in der Euro-Zone vergangenes Jahr bei nachlassen-
der Inflation und wieder fallendem Zinsniveau weitgehend seitwärts entwickelt,
es bestehen im Zusammenhang mit potenziellen Zollkonflikten mit den USA und
damit einhergehender Verunsicherung bei den Unternehmen aber erhebliche
Prognoseunsicherheiten. Diese manifestieren sich weiterhin in erhöhten
Anspannungsfaktoren in den Risikokategorien, wie insbesondere dem Marktrisiko,
dem Liquiditätsrisiko, dem Kreditrisiko und dem Ertrags- und Geschäftsrisiko.
Das vorherrschende makroökonomische Umfeld wird für das Risiko- und
Ertragsprofil bestimmend und im neuen Geschäftsjahr 2025 spürbar bleiben. Über
einen nachlassenden Lohndruck wird eine geringere Inflationsdynamik erwartet
womit in Kombination mit einer nachlassenden restriktiven Wirkung der Geld-
politik auf die Konjunktur die Zinserwartungen im EURO Raum neu bewertet
werden. Die weiteren Entwicklungen der Kapitalmärkte, sowie die volks- und
realwirtschaftlichen Auswirkungen werden von der Dauer und dem weiteren
Verlauf der Konflikte in Verbindung mit den geldpolitischen Maßnahmen der
Zentralbanken und den realpolitischen Maßnahmen der Regierungen direkt




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
133





beeinflusst. Von einer spürbaren Entspannung ist voraussichtlich erst bei einer
nachhaltigen Deeskalation zwischen den Konfliktparteien und einer fortwährend
spürbaren Erholung der Volkswirtschaften auszugehen. Makroökonomische
Prognosen zeigen zum Zeitpunkt der Berichterstellung für das laufende Jahr eine
gedämpfte bis leicht negative Entwicklung des Wirtschaftswachstums im Euro-
Raum (siehe u. a. WKO Statistik Wirtschaftswachstum Europa vom November
2024 mit Daten der EU-Kommission sowie Konjunkturprognosen des WIFO/
IHS vom Dezember 2024 und rezente öentliche Informationen). Österreichs
BIP-Wachstum wird voraussichtlich unter dem Durchschnitt des Euroraums
liegen. Abwärtsrisiken verbleiben im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und
dem Gaza Konflikt, der Energiepreisentwicklung und eventueller Gasrestriktionen
sowie Zollkonflikten. Die Geldpolitik hat ebenso erheblichen Einfluss auf die wei-
tere Konjunkturentwicklung. In diesem schwierigen unternehmerischen Umfeld
für Kreditnehmer und verhaltener Entwicklung der Immobilienmärkte ist von
einem fortlaufend erhöhten Insolvenzaufkommen auszugehenim Jahr 2024
waren diese Entwicklungen deutlich sichtbar. Im neuen Geschäftsjahr 2025
werden daher laufende Anstrengungen zur Diversifizierung unserer Ertrags-
strukturen verstärkt fortgeführt und bestehende Risiken engmaschig überwacht
und proaktiv gesteuert.
Die Wiener Privatbank hat frühzeitig Maßnahmen gesetzt, um auf alle damit
verbundenen Risiken aber auch auf die mit einem Wirtschaftsaufschwung
verbundenen Chancen bestmöglich vorbereitet zu sein und diese zielgerichtet
nutzen zu können. Auf Grund der hohen Kernkapital- und Liquiditätsquoten ist
die Wiener Privatbank weiterhin gut gerüstet.
Die Kernfunktion einer jeden Bank ist die bewusste und selektive Übernahme
von Risiken und deren professionelle Steuerung. Der Konzern, welcher im Wesent-
lichen aus der Wiener Privatbank SE besteht, verfolgt mit seiner Unternehmens-
politik die Zielsetzung, die sich aus dem Bankbetrieb ergebenden Risiken früh-
zeitig zu erkennen und durch eine systematische Überwachung und wirksame
Risikosteuerung zu begrenzen.
Basierend auf den gesetzlichen Vorgaben obliegt die zentrale Verantwortung für
die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens
entsprechenden internen Risikomanagementsystems dem Vorstand der Wiener
Privatbank.
Der Konzern arbeitet laufend an der Verbesserung der Identifikation, Messung
und Überwachung der Risiken. Der Vorstand entscheidet über die Risikopolitik und
genehmigt die Grundsätze des Risikomanagements, die Festlegung von Limiten für
alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung der Risiken. Bei der
Erfüllung dieser Aufgaben wird der Vorstand durch eine Risikomanagement-
Abteilung unterstützt. Diverse Kontrolleinrichtungen unterstehen in der Organi-
sationsstruktur dem Vorstand und sind diesem berichtspflichtig. Berichtsinhalte,
Berichtswege und Berichtsfrequenzen sind klar definiert und festgelegt. Darüber
hinaus werden seitens der internen Revision die Angemessenheit und Wirksam-
keit der Risikokontrollsysteme überprüft.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
134




Die Risikosteuerung erfolgt nach regulatorischen Vorgaben für die Kreditinstituts-
gruppe gemäß § 30 BWG. Um das Risiko adäquat und verlässlich darzustellen,
beziehen sich die quantitativen Angaben auf die regulatorische Risikosteuerung
der Kreditinstitutsgruppe, jedoch auf konsolidierter Ebene soweit nicht anders
angegeben.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen
Ausfallrisiko.
Die bedeutendsten Risiken, welchen der Konzern ausgesetzt ist, sind:
Liquiditätsrisiko
Marktrisiko (inkl. Zinsänderungsrisiko,
Credit Spread Risiko und Währungsrisiko)
Kreditrisiko (inkl. Beteiligungsrisiko und Bonitätsrisiko)
Operationelles Risiko (inkl. Rechtsrisiko)
Geschäftsrisiko
Reputationsrisiko
Das Immobilienrisiko, das Konzentrationsrisiko sowie etwaige Nachhaltigkeits-
risiken manifestieren sich hauptsächlich in den genannten Hauptrisikoarten.
Im Jahr 2024 wurde wiederum eine umfassende E(nvironmental) S(ocial)
G(overnance)-Analyse zum Einfluss von Nachhaltigkeitsfaktoren auf die Risiko-
kategorien durchgeführt und die Ergebnisse in einer Risikomatrix kartographiert.
Zusammengefasst hat sich keine wesentliche Exponierung gegeber ESG-Risiken
gezeigt, bei keiner Risikoart wurden überdurchschnittliche Risiken identifiziert.
Wesentlichste Konzernrisiken
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit, dass ein Unternehmen nicht
in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaen, die zur Begleichung der eingegan-
genen Verpflichtungen notwendig sind. Liquiditsrisiken können auch dadurch
entstehen, dass ein finanzieller Vermögenswert nicht jederzeit innerhalb kurzer
Zeit zu seinem beizulegenden Zeitwert verkauft werden kann.
Der Konzern finanziert das operative Geschäft aus dem laufenden Cashflow.
Ein übergreifendes Cash-Management im Bereich Tr e a s ur y ge w ä h rl e i s t e t d e s s e n
Liquiditätsüberwachung und -steuerung. Zur Abdeckung kurzfristiger Liquiditäts-
abflüsse hält die Wiener Privatbank neben der gesetzlichen Mindestreserve eine
laufende Liquiditätsreserve. Diese wird über Stresstests anhand aus dem Risiko-
appetit abgeleiteter Survival Periods in Form von Limits regelmäßig überprüft und
angepasst. Die Überwachung der Limits erfolgt mittels Ampelsystem und ist im
Berichtswesen an die Unternehmensleitung verankert. Bei Überschreitung der





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
135




Limits bestehen definierte Eskalationsmechanismen und ein schriftlicher Notfall-
plan mit Handlungsoptionen. Im Geschäftsjahr waren keine Abhilfemaßnahmen
erforderlich. Die gesetzlichen Anforderungen/Vorgaben hinsichtlich der LCR und
NSFR sind ebenso durchgehend eingehalten worden.
Die Liquiditätssteuerung der Wiener Privatbank erfolgt unter bankwirtschaftlichen
Gesichtspunkten unter der besonderen Berücksichtigung der jederzeitigen Fähig-
keit, allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu nnen. Die strategische
Steuerung der Liquiditätsposition erfolgt durch das Asset Liability Committee
(ALCo) der Wiener Privatbank.
Die in der Arbeitsrichtlinie zum Liquiditätsmanagement definierten Rahmen-
bedingungen sowie die Vorgaben und Limits der Liquiditätsrisikostrategie werden
vom Risikomanagement auf Einhaltung überwacht (täglich betreend kurzfristige
Liquiditätssituation, monatlich betreend mittelfristiger Liquiditätsplanung, vier-
teljährlich betreend Bilanzstruktur; monatlich betreend gesetzlich erforderliche





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
136





Liquidität gem. LCR, wöchentlich betreend Einhaltung Limits der Großkredit-Vor-
schriften bei Bankenveranlagungen, vierteljährlich betreend belastete
ermögenswerte (Verpfändungen).



Fristigkeitsstruktur der Verbindlichkeiten
31. Dezember 2024 vertragliche Zahlungsströme
3 Monate
Gesamt- oder 3-12 mehr als
Angaben in TEUR Buchwert betrag weniger Monate 1-5 Jahre 5 Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 25.868 (34.996) (1.008) (4.032) (29.957) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 246.735 (248.370) (192.978) (44.042) (11.350) (0)
Verbriefte Verbindlichkeiten 12.723 (14.645) (0) (3.902) (4.923) (5.820)
Sonstige Passiva 2.304 (2.304) (729) (869) (408) (298)
287.630 (300.315) (194.715) (52.845) (46.638) (6.118)
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 0 (0) (0) (0) (0) (0)
Zugesagte finanzielle Garantien
Garantien 16.299 (16.299) (16.299) (0) (0) (0)
16.299 (16.299) (16.299) (0) (0) (0)
31. Dezember 2023 vertragliche Zahlungsströme
3 Monate mehr
Gesamt- oder 3-12 als 5
Angaben in TEUR Buchwert betrag weniger Monate 1-5 Jahre Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 32.918 (41.091) (10.199) (6.948) (23.944) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 242.027 (243.157) (206.129) (32.767) (4.261) (0)
Verbriefte Verbindlichkeiten 14.652 (15.389) (1.650) (542) (13.197) (0)
Sonstige Passiva 2.876 (2.876) (789) (857) (798) (432)
292.473 (302.513) (218.767) (41.114) (42.200) (432)
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 0 (0) (0) (0) (0) (0)
Zugesagte finanzielle Garantien
Garantien 12.215 (12.215) (12.215) (0) (0) (0)
12.215 (12.215) (12.215) (0) (0) (0)











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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
137





Aufgliederung der Kundenverbindlichkeiten nach Ländern:
Land
Angaben in EUR 31.12.2024 31.12.2023
Österreich 109.965.435 113.772.459
USA 22.657.243 19.636.928
Usbekistan 15.296.954 13.221.152
Luxemburg - 10.727.666
Polen 7.072.403 7.6 00.96 0
Zypern 6.678.472 -
Sonstige (EU) 33.390.096 33.601.600
Sonstige (Nicht EU) 51.673.924 43.465.756
Summe 246.734.527 242.026.520

Marktrisiko
Das Marktrisiko (auch Marktpreisrisiko oder Marktpreisänderungsrisiko) ist das
Risiko, das sich aus Veränderungen von Marktwerten direkt über die Kursstellung
aus Angebot und Nachfrage oder indirekt über sonstige Marktdaten wie Wechsel-
kurse oder Zinssätze ergibt.
Der Konzern geht Marktpreisrisiken nur innerhalb klar festgelegter Limits einer-
seits im Rahmen seiner Gesamtbankrisikostrategie sowie präzisiert in der Ver-
anlagungsstrategie ein. Marktrisiken, denen die Wiener Privatbank ausgesetzt
ist, werden in monatlichen Stress-Te s t s i m R a h m e n d e r I CAAP -Analyse sowie
wöchentlich mittels Value at Risk Berechnungen überwacht. Darüber hinaus
werden die Auswirkungen auf das Eigenkapital ebenfalls monatlich im Rahmen der
ICAAP-Analyse überprüft. Bei der Wahl der in der Folge beschriebenen Risiko-
messmethode wurde darauf Bedacht genommen, neben Normalszenarien auch
Stressszenarien abzudecken. Soweit aufgrund der vorhandenen Marktdaten
möglich, wird für alle Positionen in Aktien und Investmentfonds mit verfügbaren
Tag e s d a t e n e i n 1 0 -Ta g e s Va l u e a t R i s k m i t Kon fi d e n z i n t e r v a l l 95 % und 99 , 9 %
berechnet. Dies betrit die Positionen in Aktien und Investmentfonds des Bank-
buches. Dabei wird insbesondere die Monte-Carlo-Simulation als VaR Quanti-
fizierungsmethode angewendet. Im ICAAP werden die berechneten 95 % (Going
Concern/ GC) bzw. 99,90 % (Liquidationssicht/ LS) VaR Werte (10 Tage) auf
255 Tage GC bzw. 64 Tage LS hochskaliert.
Marktrisiko im Bank- und Handelsbuch
In den Geschäftsjahren 2023 und 2024 wurde kein großes Handelsbuch gemäß
CRR geführt. Für das kleine Handelsbuch wird die Ausnahmeregelung des Artikel
94 CRR in Anspruch genommen und erfolgt die Steuerung und Überwachung et-
waiger Handelsbuchpositionen daher gemeinsam mit den Titeln des Bankbuches.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
138




In der Nostroveranlagung werden nur Instrumente eingesetzt, deren Abbildbarkeit
in den Systemen der Wiener Privatbank gewährleistet ist. Es soll sichergestellt
sein, dass Eigengeschäfte in neuen Produkten und Märkten erfolgen, wenn Risiken
eindeutig identifizierbar sind und gesteuert werden können. Die strategische Steu-
erung des Bankbuches erfolgt durch das Asset Liability Committee (ALCo) der
Wiener Privatbank. Jede Eigenveranlagung im Bankbuch wird mittels Antrag durch
die Stelle Treasury beantragt und anschließend dem Kreditgremium zur
Genehmigung vorgelegt. Die Risikomessung und Kontrolle der Positionen erfolgt
laufend durch das Risikomanagement.
Aktienkursrisiko
Ab dem ersten Quartal 2024 quantifiziert das Risikomanagement die Credit-
Spread-Risiken mittels eines VaR Ansatzes (CSRBB). Das Aktienkursrisiko (Aktien
und Investmentfonds des Bankbuches) wird weiterhin mittels eines VaR-Ansatzes
quantifiziert.
Das Ergebnis der Kursrisiko-Berechnung per Ende Dezember 2024 (Berechnung
aus Kalenderwoche 52) ergab folgendes Risiko:
In EUR
VaR 99,9 %, Haltedauer 10 Tage EUR 438.949
(EUR 787.506 per 29. Dezember 2023 einschließlich Anleihen)
VaR 95 %, Haltedauer 10 Tage EUR 205.459
(EUR 278.228 per 29. Dezember 2023 einschließlich Anleihen)
VaR 99,9 %, hochskaliert auf 64 Tage EUR 1.110.463
(EUR 1.992.250 per 29. Dezember 2023 einschließlich Anleihen)
VaR 95 %, hochskaliert auf 255 Tage EUR 1.037.520
(EUR 1.404.983 per 29. Dezember 2023 einschließlich Anleihen)
In USD
Ab dem ersten Quartal 2024 werden keine Kursrisiken in USD mehr quantifiziert,
da die USD-Position ausschließlich in Anleihen gehalten wird.
Ergänzend zur VaR-Berechnung erfolgt eine Überprüfung, ob die eingesetzten
Instrumente zulässig sind und korrekt abgebildet werden. Bei Limitüberschreitun-
gen erfolgt eine umgehende Eskalation. Es wurde ein standardisiertes Berichts-
wesen installiert, welches im Falle einer Limitüberschreitung die Maßnahmen-
setzung, Umsetzung und Überwachung der Maßnahmensetzung gewährleistet.
In den Geschäftsjahren 2023 und 2024 bestanden keine direkten Positionen in
Aktientitel. Die Reduktion des VaR in EUR ist vorwiegend auf die separate
Quantifizierung des Credit-Spread-Risikos zurückzuführen.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
139





Credit-Spread-Risiko
Gemäß den aufsichtsrechtlichen Vorgaben (EBA GL 2022/14) wird das Credit-
Spread-Risiko mit 1. Jänner 2024 als eigene Risikoart quantifiziert, ausgewiesen
und limitiert.
Negative EVE-Änderung per 31.12.2024:
VaR 99,9 %, Haltedauer 1 Jahr EUR 2.847.319
VaR 95 %, Haltedauer 1 Jahr EUR 727.789
Die Quantifizierungsmethodik zum Credit Spread Risiko wurde erst im Laufe des
Geschäftsjahres 2024 eingeführt, eine Gegenüberstellung mit dem Vorjahr erfolgt
daher ab dem kommenden Geschäftsjahr.
Zinsänderungsrisiko
Zinsänderungsrisiken entstehen grundsätzlich nur im Banken- und Kreditbuch
durch Veränderung von Marktzinsen. Dieses Risiko entsteht, wenn die Laufzeiten
bzw. die Zinsanpassungszeitpunkte von Aktiva und Passiva nicht übereinstimmen.
Das Zinsänderungsrisiko im Konzern ist durch eine geringe Fristentransformation
niedrig und wird regelmäßig im Rahmen der Gesamtbanksteuerung überwacht
und bewertet.
Neukredite und Prolongationen werden überwiegend auf Basis des 6-Monats-
EURIBOR vergeben. Fixzinsvereinbarungen stellen bei Ausleihungen einen
geringen Anteil dar. Bei Veranlagungen im Bankbuch in Form von Anleihen werden
auch längerfristige Zinsbindungen eingegangen. Die Passivseite besteht zu einem
überwiegenden Teil aus Sichteinlagen, wofür die gesetzlichen Fristen für Zinssatz-
änderungen angewendet werden. Eine Ausnahme bildet das Produkt „Festgeld“.
Hier kann es auch zu längerfristigen Zinsbindungen kommen.
Das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch wird gemäß den IRRBB Vorgaben der
BA ermittelt. Die Quantifizierung erfolgt dabei durch die Simulation von sowohl
Änderungen des Barwertes der verzinslichen Aktiv- und Passivpositionen als auch
der Änderungen des Nettozinsertrages der Bank in unterschiedlichen Szenarien,
die nach EU-weit einheitlich vorgegebenen Parametern währungsspezifisch
berechnet werden.
Die Messung des Zinsrisikos erfolgt monatlich. Stärkere Schwankungen der
Zinsrisiken werden regelmäßig im Rahmen der Gesamtbanksteuerung besprochen
und analysiert. Die strategische Steuerung der Zinsbindungen erfolgt durch das
Asset Liability Committee (ALCo) der Wiener Privatbank. Ziel ist es, auch bei Auf-
und Abwärtsschocks bzw. Änderungen der Laufzeitstruktur der Zinssätze diese
Risiken angemessen zu begrenzen und jederzeit Deckung dafür zu halten. Das
barwertige Zinsänderungsrisiko per 31. Dezember 2024 beträgt TEUR 1.358
(31. Dezember 2023: TEUR 85). Dieser Wert wurde unter Anwendung des auf-
sichtlichen Zinsschockszenarios ermittelt, welches eine parallele Verschiebung
der Zinsstrukturkurve um 200 bp vorsieht. Die maximale negative Barwert-
änderung gemäß den IRRBB-Szenarien beträgt somit rd. 3,8 % der anrechenbaren






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
140










Eigenmittel. Die Änderung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich überwiegend aus
dem Ankauf von hochliquiden Aktiva (Staatsanleihen) im Geschäftsjahr 2024.
Das Limit r das Zinnderungsrisikorisiko liegt bei 13 %, eine Vorwarnschwelle
ist bei 10 % eingerichtet.

hrungsrisiko
Das Wechselkursrisiko besteht aus der Veränderung des beizulegenden Zeit-
wertes oder nftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Wechsel-
kursschwankungen. Es besteht weitgehend Währungskongruenz zwischen der
Aktiv- und der Passivseite. Laufzeitinkongruenzen bestehen bei den Fremd-
währungen des Konzerns im Wesentlichen nur im USD, wobei glichllige
Kundeneinlagen in HQLA und bei bonitsstarken Banken mit einer Laufzeit
bis maximal 12 Monate veranlagt werden. Der Konzern ist derzeit somit keinen
wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt.



Kreditrisiko
Kreditrisiko entsteht einerseits aus dem traditionellen Kreditgeschäft (Verluste
durch den Ausfall eines Kreditnehmers oder notwendige Bevorsorgung von
Kreditengagements durch die Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern) so-
wie andererseits aus dem Handel mit Marktrisikoinstrumenten (Ausfallsrisiko auf
Seiten der Kontrahenten). Länderrisiken werden implizit in der Kalkulation des
Kreditrisikos mitberücksichtigt.
Die Wiener Privatbank SE ist bemüht, ihr Kreditrisiko so gering wie möglich zu
halten. Dies wird durch eine umfassende Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer,
die Hereinnahme von Sicherheiten und Vereinbarung von Berichtspflichten
erreicht. Als Besicherung für an Kunden ausgereichte Kredite werden neben
abstrakten Garantien in der Regel Immobiliensicherheiten und/oder finanzielle
Sicherheiten hereingenommen. Veranlagungen bei Kreditinstituten und in Instru-
menten des Kapitalmarktes erfolgen in der Regel unbesichert. Die Genehmigung
von Kreditanträgen und laufende Überwachung der Kreditengagements erfolgt
durch das Kreditgremium der Wiener Privatbank SE.
Es erfolgt eine laufende Analyse auf Einzelengagementebene mit einer regel-
mäßigen Berichterstattung anhand eines Ampelsystems in den internen Gremien.
Die Beurteilung basiert auf einer Kombination von Informationen aus Kunden-
gesprächen und Einzelanalysen sowie öentlich zugänglichen Quellen.
Direktes Kreditgeschäft mit natürlichen oder juristischen Personen aus Russland
und Belarus besteht keines. Kreditengagements, die potenziell indirekt davon be-
troen sein können, werden laufend überwacht bei den wenigen identifizierten
Engagements, wie beispielsweise Kreditnehmer mit Bezug zur Ukraine, besteht
jeweils eine vollständige materielle Besicherung und ist aus aktueller Sicht von
keiner besonderen Betroenheit auszugehen.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
141




Im Geschäftsjahr 2024 wurden Initiativen weitergeführt, für Kundenengagements
mit identifizierten nachteiligen Auswirkungen des Hochzinsumfeldes, Mitigations-
strategien auf Einzelfallebene zu entwickeln und entsprechende Maßnahmen
umzusetzen. Bei den Maßnahmen handelte es sich hauptsächlich um individuelle
Vereinbarungen. Dazu gehörten unter anderem (Teil-)Tilgungen, die Hereinnahme
zusätzlicher Sicherheiten oder Stundungen gemäß Art. 47 CRR. Eine derartige
Stundungsmaßnahme ist eine Konzession eines Instituts an einen Schuldner,
der Schwierigkeiten hat oder wahrscheinlich haben wird, seinen finanziellen
Verpflichtungen nachzukommen. Diese Maßnahmen umfassen insbesondere
Änderungen der Bedingungen oder Refinanzierungen einer Kreditverpflichtung,
wenn diese Änderungen oder Refinanzierungen nicht eingeräumt worden wären,
wenn der Schuldner keine Schwierigkeiten gehabt tte, seinen finanziellen
Verpflichtungen nachzukommen.
Per 31. Dezember 2023 bestand ein finanzieller Vermögenswert mit einem Brutto-
buchwert in Höhe von EUR 4.223.036 dessen Bedingungen aufgrund finanzieller
Schwierigkeiten neu verhandelt wurde.
Per 31. Dezember 2024 bestanden fünf finanzielle Vermögenswerte mit einem
Bruttobuchwert in Höhe von EUR 9.083.897 dessen Bedingungen aufgrund
finanzieller Schwierigkeiten neu verhandelt wurden.
Auswertung des Kreditportfolios
Zum 31. Dezember 2024 betrug die Summe der bei Kreditinstituten und der
OeNB (exkl. Kassenbestand) veranlagten Gelder des Wiener Privatbank Konzerns
insgesamt EUR 170.352.277 (per 31. Dezember 2023: EUR 176.318.778). Solche
Eigenveranlagungen werden nur bei Kreditinstituten mit guter Bonität / bzw.
bei der OeNB durchgeführt.
Das Kreditportfolio gegenüber Kunden vor Wertberichtigungen setzt sich
zusammen aus:
Einmalbarkredite
2024: EUR 36.547.655
2023: EUR 48.593.672
Kontokorrentkredite inklusive interner Rahmen und Überziehungen
2024: EUR 21.148.312
2023: EUR 25.125.373
Spezifische Risikovorsorgen bestehen in Höhe von EUR 6.221.937
(VJ: EUR 1.854.977).





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
142




Kreditkonzentrationen
Angaben in EUR 2024 2023
Maximale Einzelkreditsumme (EUR) 5.500.000 5.500.000
Anzahl Einzelkredite 1 MEUR 20 24
Das Kreditportfolio ist insbesondere im Immobilienbereich akzentuiert, wodurch
es in dieser Branche zu einer Risikokonzentration kommt. Zur Begrenzung und
Überwachung dieser Risiken wurde ein umfassendes Limitsystem auf Teilkredit-
portfolioebene und auf Einzelengagementebene sowie auf Beteiligungsebene
hinsichtlich Immobilienrisiken definiert. Zusätzlich erfolgt eine eigenständige
Quantifizierung der Immobilienkonzentration im Kredit- und Beteiligungsportfolio
und besteht dazu ein Risikolimit. Risikomanagement überwacht die Einhaltung der
Limits. In Ergänzung dazu erfolgt ein laufendes Monitoring des Immobilienmarktes
und der Immobilienprojekte im Beteiligungsportfolio. Wiedervorlagen mit
einer tourlichen Beurteilung des jeweiligen Engagements erfolgen mindestens
jährlich. Zum 31. Dezember 2024 umfasste die Risikokategorie „Immobilien“-
Engagements im Ausmaß von insgesamt EUR 41,5 Mio. (per 31. Dezember 2023:
EUR 49,9 Mio.) Das größte Einzelengagement dieser Kategorie beträgt
EUR 5,5 Mio. (per 31. Dezember 2023: EUR 5,5 Mio.).
Aufgliederung der Kundenforderungen nach Abzug der
Einzelwertberichtigungen nach Ländern
Land Gesamtkreditobligo
Angaben in EUR per 31.12.2024 per 31.12.2023
AT 32.621.153 47.861.183
DE 12.337.434 17.237.586
US 3.061.619 2.759.165
IM 576.538 1.486.856
CH 1.598.583 1.596.878
SK 538.106 524.782
LU 190 -
AD - -
RO 498.978 -
HU 110.557 247.513
MT 14 -
BG 125.809 143.073
Sonstige 5,048 7.03 2
Summe 51.474.030 71.864.068





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
143





Die Bewertung des Kreditrisikos wird analog zum Vorjahr anhand einer Skala mit
18 Lebendratingstufen und zwei Ausfallsklassen durchgeführt:
PD Spannen der Ratingklassen
Rating PD Untergrenze PD Obergrenze Mittlere PD
1 0,000 % 0,030 % 0,015 %
2 0,030 % 0,031 % 0,030 %
3 0,031 % 0,033 % 0,031 %
4 0,033 % 0,038 % 0,035 %
5 0,038 % 0,047 % 0,042 %
6 0,047 % 0,060 % 0,052 %
7 0,060 % 0,083 % 0,069 %
8 0,083 % 0,126 % 0,099 %
9 0,126 % 0,214 % 0,160 %
10 0,214 % 0,390 % 0,287 %
11 0,390 % 0,723 % 0,531 %
12 0,723 % 1,338 % 0,984 %
13 1,338 % 2,476 % 1,820 %
14 2,476 % 4,580 % 3,367 %
15 4,580 % 8,474 % 6,230 %
16 8,474 % 15,676 % 11,525 %
17 15,676 % 29,204 % 21,322 %
18 29,204 % 100,000 % 40,000 %
19 Ausfall gem. Basel III-Ausfallskriterien
20 uneinbringlicher Ausfall






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
144




Aufgliederung der Kundenforderungen nach Abzug der Einzelwertberichtigungen
je Kreditart und Ratingklassen:
Gesamtkreditobligo gegenüber Kunden per 31.12.2024
Rating
Angaben in EUR Einmalbarkredite Kontokorrent Gesamt Blanko
1 - - - -
2 - - - -
3 - - - -
4 - - - -
5 - - - -
6 - - - -
7 - - - -
8 - 6 6 6
9 5.290.850 4.674.288 9.965.138 2.310.818
10 - - - -
11 5.552.500 172.713 5.725.213 1.160.428
12 4.327.097 5.766.527 10.093.624 6.057.442
13 - - - -
14 13.581.490 3.643.910 17.225.400 7.971.529
15 2.323.207 46.461 2.369.668 46.461
16 - - - -
17 - - - -
18 - - - -
19 1.010.277 5.084.699 6.094.976 5.755.389
20 - 4 4 4
n.a. - - - -
32.085.420 19.388.609 51.474.030 23.302.078





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
145







Gesamtkreditobligo gegenüber Kunden per 31.12.2023
Rating
Angaben in EUR Einmalbarkredite Kontokorrent Gesamt Blanko
1 0 0 0 0
2 0 0 0 0
3 0 0 0 0
4 0 0 0 0
5 0 0 0 0
6 0 0 0 0
7 0 0 0 0
8 0 3.030.356 3.030.356 2.507
9 15.402.565 464.694 15.867.258 7.678 .496
10 1.991.621 3.089.325 5.080.946 4.848.946
11 9.739.160 2.542.132 12.281.291 6.789.273
12 10.051.306 4.362.127 14.413.433 5.865.420
13 1.486.856 4.251.347 5.738.203 5.736.364
14 9.922.165 270.593 10.192.758 8.471.758
15 0 3.398.958 3.398.958 3.058.958
16 0 0 0 0
17 0 0 0 0
18 0 0 0 0
19 0 1.854.987 1.854.987 0
20 0 0 0 0
n.a. 0 5.878 5.878 5.878
48.593.672 23.270.396 71.864.068 42.452.587
Die in der Übersicht berücksichtigten materiellen Sicherheiten umfassen
verpfändete Einlagen, Wertpapiere und hypothekarische Sicherheiten (angesetzt
mit dem internen Belehnwert). Darüber hinaus werden mit Kreditnehmern in der
Regel noch weitere nicht materielle Sicherheiten (wie beispielsweise abstrakte
Garantien, Bürgschaften, Zessionen, Einverleibungsfähige Pfandbestellungs-
urkunden, Rangordnungen, etc.) vereinbart, die in dieser Aufstellung nicht
berücksichtigt wurden.

Die NPL-Quote beträgt zum 31.12.2024 rd. 6,92 % (VJ: 4,8 %), ein Abbauplan
zur Reduktion notleidender Kundenforderungen wurde implementiert.


IFRS 9 & Wertberichtigungen
Freiwillig gewährte Stundungen sowie Moratorien ändern die vertraglichen
Cashflows und werden deshalb als vertragliche Modifikation im Sinne des IFRS 9
behandelt. Nur wenn sich die Bedingungen wesentlich von den ursprünglichen
Bedingungen unterscheiden (wie insbesondere bei Barwertabweichungen > 10%
oder weitere qualitativen Kriterien wie Änderungen des SPPI-Kriteriums), müssen
die ursprünglichen finanziellen Vermögenswerte ausgebucht und als neues
inanzinstrument eingebucht werden. Andernfalls erfolgt in diesen Fällen keine
Ausbuchung des Vermögenswertes. Nach Neuermittlung des Buchwertes auf
Basis des ursprünglichen Eektivzinssatzes und des neuen Cash-Flows wird die
Dierenz als Modifikationsgewinn /-verlust) erfasst.






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
146




Im Wiener Privatbank Konzern wurden im Geschäftsjahr 2024 bei zwölf (VJ: drei)
performanten finanziellen Vermögenswerten mit einem Bruttobuchwert zum
31. Dezember 2024 in Höhe von EUR 22.334.856 (VJ: EUR 7.444.057) vertragli-
che Modifikationen durchgeführt. Daraus ergibt sich ein Modifikationsergebnis
in Höhe von EUR -373 (VJ: EUR -7.667 ). B ei kein em fi na nz ie ll en Vermögen swer t
davon handelte es sich um eine substanzielle Vertragsanpassung.
r Rückstellungen auf Portfolioebene wird eine Berechnung der allgemeinen
Kreditrisikoanpassung angewandt, welche den Anforderungen nach IFRS 9
entspricht.
Stufenzuordnung
Im Rahmen der Ermittlung der Risikovorsorge sieht IFRS 9 eine Stufenzuordnung
von Finanzinstrumenten in drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden
Verluste bestimmen. Zum Zeitpunkt der Ersterfassung des Finanzinstruments
erfolgt in der Regel die Zuordnung in Stufe 1. Die Risikovorsorge entspricht hier
der Höhe der im folgenden Jahr erwarteten Verluste (12-Monats-Expected Credit
Loss). Erfolgt eine signifikante Erhung des Ausfallsrisikos so erfolgt der Transfer
in die Stufe 2 (Details zur Bestimmung der Signifikanz siehe weiter unten). Hier
entspricht die Höhe der Risikovorsorge der über die gesamte Restlaufzeit des
Finanzinstruments erwarteten Verluste (Lifetime Expected Credit Loss). Ein
Rücktransfer aus der Stufe 2 in die Stufe 1 erfolgt unter der Maßgabe, dass die
ursprünglichen Transfer-kriterien zum jeweils folgenden Bewertungsstichtag
nicht mehr gegeben sind. Bei Eintritt eines objektiven Hinweises auf eine Wert-
minderung („Ausfall“ Details zur Bestimmung eines Ausfalls siehe weiter unten)
erfolgt der Transfer in Stufe 3. Für Engagements in der Stufe 3 werden Risiko-
vorsorgen auf individueller Basis mittels DCF-Methode berechnet.
r Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögens-
werte ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente ist eine Risikovorsorge
über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments (Lifetime Expected Credit
Loss) zu bilden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertrag-
liche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente sowie
für Leasingforderungen besteht ein Wahlrecht zur Anwendung eines vereinfach-
ten Ansatzes zur Erfassung einer Risikovorsorge über die gesamte Restlaufzeit.
Die Wiener Privatbank SE weist in der Regel keine Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finan-
zierungskomponente aus und hat beschlossen wenn dieser Fall doch eintreten
sollte dieses Wahlrecht anzuwenden.
Signifikanter Anstieg des Kreditrisikos
r die Bestimmung, ob sich das Kreditrisiko bei einem Finanzinstrument seit dem
erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, berücksichtigt die Wiener Privatbank SE
angemessene und belastbare Informationen, die ohne unangemessenen Kosten-
oder Zeitaufwand verfügbar sind und auf eine signifikante Erhöhung des Kredit-
risikos hindeuten.






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
147




Eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wird in der Wiener Privatbank SE
über quantitative sowie über qualitative Kriterien festgestellt. Für die quantitative
Bewertung einer signifikanten Erhöhung erfolgt ein Vergleich der aktuellen
Ausfallwahrscheinlichkeit mit der Ausfallwahrscheinlichkeit zur Zeitpunkt des
Zugangs und wird eine numerische Signifikanzschwelle von 1,5 gesetzt; d.h. erht
sich die Ausfallwahrscheinlichkeit bei einem Finanzinstrument um mehr als
50 %, erfolgt aufgrund eines signifikanten Anstiegs des Kreditrisikos eine
unmittelbare Zuordnung zur Stufe 2. Unterstützend zu den quantitativen Tr a n s f e r -
kriterien finden auch qualitative Kriterien in der Wiener Privatbank SE Anwen-
dung. Als qualitative Faktoren werden ergänzend zu einer eventuellen Bonitäts-
veränderung definiert, dass eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos bei einer
Überfälligkeit von 30 Tagen sowie bei einer Stundungsmaßnahme aufgrund finan-
zieller Schwierigkeiten vorliegen. Dabei wird jedoch zwischen bonitätsinduzierten
Überfälligkeiten und administrativen Fehlern unterschieden bei Letzteren wird
der qualitative Faktor nicht gesetzt.
Die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos erfolgt aufgrund
des geringen Portfolioumfanges auf individueller Basis unter Berücksichtigung
der oben definierten Kriterien.
Definition des Ausfallbegris
Die Bezugsgröße für die Bestimmung einer Wertminderung stellt in der Wiener
Privatbank SE die aufsichtsrechtliche Vorgabe eines Schuldnerausfalls gemäß Art.
178 CRR dar und kommt in dieser Form für alle relevanten Vermögensklassen
einheitlich zur Anwendung. Hinweise, ob ein finanzieller Vermögenswert wert-
gemindert ist, umfassen insbesondere den wesentlichen Zahlungsverzug, die
lligstellung oder bonitätsbezogene Restrukturierung, die Erfassung einer
erheblichen Kreditrisikoanpassung sowie die Insolvenz oder Überschuldung.
Inputparameter zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste
Die Inputparameter zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste sind im
Wesentlichen die laufzeitadäquaten Werte:
Probability of Default (PD)
Loss Given Default (LGD)
Exposure at Default (EAD)
Die Herleitung der 12-Monats-PD je Ratingklasse erfolgt über ein Mapping-
verfahren zu den Ratingklassen der Wiener Privatbank. In weiterer Folge wird die
Berechnung und Konvertierung von Ein-Jahres Migrationsmatrizen (diese werden
von einem Anbieter der verwendeten Ratingmodelle auf jährlich aktualisierter
Basis zur Verfügung gestellt) in Mehr-Jahres Migrationsmatrizen anhand des
Homogene-Zeitdiskrete-Markovketten-Verfahrens (HDTMC) mittels Matrix-
multiplikation vorgenommen. Im nächsten Schritt werden mittels einfacher






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
148




linearer Interpolation über eine stetige Funktion zu den diskreten Jahresscheiben
des Default Vektors der ganzjährigen Mehr-Jahres Migrationsmatrizen die Aus-
fallwahrscheinlichkeiten auf Monatsbasis berechnet. Das Ergebnis daraus sind
Through-the-Cycle (TTC)-PD-Kurven auf Monatsbasis, welche die mittlere
Entwicklung der PDs über einen Wirtschaftszyklus beschreiben. Für die weitere
Verwendung in IFRS 9 erfolgt eine Transformation dieser TTC-PD-Kurven auf eine
Point-in-Time (PIT)-Betrachtung, welche vergangene und aktuelle ökonomische
Einflussfaktoren sowie zukunftsgewandte Informationen (Forward-Looking-Infor-
mation, kurz FLI) berücksichtigt. Dazu erfolgt eine Skalierung der TTC-PD-Kurven
anhand eines Expertenverfahrens. Dabei werden adäquate Makrovariablen identi-
fiziert, welche einen potenziellen Eekt auf die Ausfallsrate im Portfolio haben.
Es erfolgt eine Bestimmung der Wirkungsrichtung dieser Variablen. Anschließend
werden die aktuellen/ bzw. prognostizierten Werte der Makrovariablen mit deren
historischen Durchschnitt (z. B. 10 Jahre) verglichen. Auf Basis vordefinierter
Signifikanzschwellen werden diese Werte eingestuft, um den relativen Einfluss
auf die Ausfallsrate identifizieren zu können. Anhand dieser Schätzer erfolgt eine
Anpassung der ersten 36 Monate der TTC-Kurven auf eine Point-in-Time (PIT)-
Betrachtung:
Aufgliederung der FLI-Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven per 31.12.2024
PD Auf- (+) und Abschläge (-)
Makrovariable Gewicht 2025 2026 2027
Entwicklung Wiener Wohnimmobilienpreisindex 10% 5,00 % 5,00 % 5,00 %
Renditedierenz 2- und 10-jähriger Deutscher Bundesanleihen 30 % -3,00 % 0,00 % 3,00 %
Entwicklung 12-Monats EURIBOR 20 % 3,00 % 6,00 % 6,00 %
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt Euro-Zone 25 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt USA 15 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Finale Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven 100 % 0,20 % 1,70 % 2,60 %
Aufgliederung der FLI-Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven per 31.12.2023
PD Auf- (+) und Abschläge (-)
Makrovariable Gewicht 2024 2025 2026
Entwicklung Wiener Wohnimmobilienpreisindex 10 % 5,00 % 5,00 % 5,00 %
Renditedierenz 2- und 10-jähriger Deutscher Bundesanleihen 30 % 24,00 % 12,00 % 24,00 %
Entwicklung 12-Monats EURIBOR 20% 18,00 % 12,00 % 12,00 %
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt Euro-Zone 25 % 3,00 % 0,00 % 0,00 %
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt USA 15 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Finale Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven 100 % 12,50 % 6,50 % 10,10 %
Im Zuge der jährlichen Aktualisierung erfolgte eine Änderung der PIT-PD-
Anpassungsfaktoren. Die PIT-PDs erhöhen sich für 2025 um 0,2 %, für 2026
um 1,7 % sowie 2027 um 2,6 %.






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
149




In der FLI-Anpassung wurden die zukünftigen Markterwartungen für die nächsten
drei Jahre berücksichtigt. Die Einschätzungen basieren auf einer Analyse des
BIPs in der Eurozone und den USA sowie auf den prognostizierten Werten für
den 12-Monats-Euribor, der Renditedierenz deutscher Bundesanleihen und
der Entwicklung auf den Immobilienmärkten. Besonders hervorzuheben ist die
Stabilisierung des EZB-Refinanzierungssatzes und die sinkende Inflation. Die
Renditedierenz zwischen deutschen Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 2
und 10 Jahren zeigt im Vergleich zum Vorjahr geringere Unterschiede. Die Ein-
schätzungen zur Entwicklung auf den Immobilienmärkten deuten auf eine
Bodenbildung hin. Die Veränderungen des BIPs zeigen ebenfalls keine größeren
Überraschungen. Zusammenfassend wurde bei den PDs mit einem geringeren
Aufschlag gerechnet.
In der aktuellen Berechnung per 12/2024 wurde für den historischen Durchschnitt
des 12M-EURIBOR sowie der Bundesanleiherenditen jeweils eine 10-jährige Zeit-
reihe verwendet. Darüber hinaus wird für den Wiener Wohnimmobilienpreisindex
eine 5-jährige Zeitreihe verwendet. Die Auswirkungen des geänderten Makro-
umfeldes werden damit aus heutiger Sicht über die definierten Makrovariablen
angemessen erfasst und führen zu einer entsprechenden Adaption der
verwendeten PD-Kurven.
Mangels verfügbarer empirischer Daten kommt in der Wiener Privatbank SE kein
Lifetime LGD und somit auch keine FLI-Anpassung zur Anwendung. Stattdessen
wird auf Basis einer Experteneinschätzung („expert judge“) ein über die Zeit kon-
stanter LGD angenommen. Der EAD wird anhand des Bruttobuchwertes unter
Berücksichtigung der künftigen vertraglichen Amortisation des jeweiligen finan-
ziellen Vermögenswertes approximiert, wobei außerbilanzielle Geschäfte anhand
eines Gewichtungsfaktors (CCF) miteinbezogen werden. Wiederum erfolgt
mangels empirischer Daten keine FLI-Anpassung des EAD.
Auswirkungen von im Geschäftsjahr 2023 vorgenommenen Änderungen
auf den Expected Credit Loss (ECL) je Bilanzposten
Um negative zukünftige Entwicklungen zu antizipieren, wurden im Geschäftsjahr
2023 ergänzend Rating-Downgrades von -1 Notch von Einzelengagements unter-
stellt. Dies sollte Auswirkungen aus inhärenten zeitlichen Lags berücksichtigen,
da sich die bilanziellen Auswirkungen der rückläufigen Entwicklung auf den
Immobilienmärkten erst mit Verzögerungen zeigten. Diese Anpassung war im
Geschäftsjahr 2024 nicht mehr erforderlich, da sich die antizipierten Rating-
verschlechterungen im Portfolio bereits manifestiert hatten. Die Downgrades
führten in Folge zu höheren PDs und damit zu einem Anstieg im ECL, betroen
war nur das Segment der bilanziellen Kundenforderungen:






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
150




Bilanzposten
Angaben in EUR ECL per 31.12.2023 Eekt aus Downgrade Summe ECL
Forderungen an Kreditinstitute 3.497 - 3.497
Forderungen an Kunden 122 - 122
Forderungen an Kunden HTC-AC 251.903 62.713 314.616
Finanzanlagen 59.771 - 59.771
davon FVTOCI 3.154 - 3.154
davon AC 56.617 - 56.617
sonstige Aktiva 183 - 183
Summe 315.476 62.713 378.189
Sensitivitätsanalyse
Zum 31. Dezember 2024 wirken sich Staging-Eekte (Dierenz zwischen
12-Monats-ECL und Lifetime-ECL der in Stage 2 befindlichen Instrumente) in
Ausmaß von EUR 142.254 (VJ: EUR 12.668) auf den ECL aus. Zurückzuhren ist
dieser Eekt auf wenige Engagements, bei denen eine signifikante Erhöhung des
Kreditrisikos entweder über die quantitative Schwelle oder über qualitative trigger
festgestellt wurde. Folgende Sensitivitätsanalyse ermöglicht eine Einschätzung
des Ausmaßes der erwarteten ECL-Änderung infolge eines Stage Transfers in den
bestehenden Kredit-, Banken- und Fixed-Income-Portfolios:
Erwartete ECL-Änderung bei Transfer von Stage 1 zu Stage 2 per 31.12.2024
Angaben in EUR
Portfolio ECL-Änderung bei Transfer von 10 % des Portfolios
Forderungen an Kunden 17.585
Forderungen an Kreditinstitute 0
Finanzanlagen 1.139
Erwartete ECL-Änderung bei Transfer von Stage 1 zu Stage 2 per 31.12.2023
Angaben in EUR
Portfolio ECL-Änderung bei Transfer von 10 % des Portfolios
Forderungen an Kunden 5.127
Forderungen an Kreditinstitute 0
Finanzanlagen 229
Das Ausmaß der Änderung wird überwiegend durch die kurzen Restlaufzeiten im
Portfolio gedämpft. In weiterer Folge werden daher erstmals ab dem Geschäftsjahr
2024 weitere Sensitivitäten dargestellt, die eine Einschätzung der Änderung
des ECL bei Veränderungen von Bonitätsbeurteilungen und von Laufzeit-
veränderungen erglichen:
31.12.2024 31.12.2023
Erwartete ECL-Änderung bei in EUR in EUR
Verbesserung um eine Ratingklasse aller Finanzinstrumente -202.483 -178.013
Verschlechterung um eine Ratingklasse aller Finanzinstrumente 344.045 341.172
Verlängerung der Laufzeit aller Immobilienkredite um ein Jahr 314.604 556.881
Verlängerung der Laufzeit aller Immobilienkredite um zwei Jahre 533.101 785.566






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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
151





Zwischen LGD bzw. PD und ECL besteht jeweils ein annähernd linear propor-
tionaler Zusammenhang. Eine Erhöhung der durchschnittlichen Portfolio LGD
oder Portfolio PD der Stage 1 und Stage 2 zugeordneten Vermögenswerte um
10 % führt folglich jeweils zu einem ECL-Anstieg um rund EUR 49.314 (in 2023:
EUR 37.819).




Quantitative Angaben zur Risikovorsorgenänderung
Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der Bruttobuchwerte sowie der
korrespondierenden Risikovorsorgen in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 nach
IFRS 9 Stagingstufen (Details zur Einordnung in die Stufen 1 bis 3 siehe weiter
oben) aufgeteilt nach Asset-Klassen:
Forderungen an Kunden
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Kredite und Forderungen an Kunden
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 1 POCI Stage 1
Stand per 01.01.2024 51.198.280 18.810.801 3.709.964 0 73.719.045
Aufzinsung 0 0 1.668.878 0 1.668.878
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -12.301.986 12.301.986 0 0 0
Transfer von Stage 1 zu Stage 3 -10.881.642 0 10.881.642 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 2.067.541 -2.067.541 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 3 0 -7.758.645 7.758.645 0 0
Ausreichung neuer 5.807.386 1.361.356 0 7.168.742
finanzieller Vermögenswerte 0
Rückzahlung -11.564.138 -1.594.349 -1.758.996 0 -14.917.483
Ausbuchung 0 0 -9.943.215 0 -9.943.215
Summe zum 31.12.2024 24.325.440 21.053.609 12.316.917 0 57.695.967
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Kredite und Forderungen an Kunden
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 237.236 71.816 1.854.977 0 2.164.030
Aufzinsung der Wertberichtigung 0 0 1.668.878 1.668.878
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -79.504 79.504 0 0 0
Transfer von Stage 1 zu Stage 3 -87.674 0 87.674 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 10.381 -10.381 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 3 0 -32.198 32.198 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge 16.496 289.352 13.221.057 0 13.526.905
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 30.515 0 0 30.515
Rückzahlung -25.073 -18.245 -699.632 0 -74 2.949
Verwendung 0 0 -9.943.215 -9.943.215
Summe zum 31.12.2024 102.378 379.848 6.221.937 0 6.704.163





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
152



Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Kredite und Forderungen an Kunden
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 92.647.593 1.680.374 3.050.519 0 97.378.486
Aufzinsung 0 0 154.874 0 154.874
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -18.810.787 18.810.787 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 0 0 0 0 0
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 -2.376.162 0 2.376.162 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswer te 15.407.841 0 0 0 15.407.841
Rückzahlung -35.670.205 -1.680.359 0 0 -37.350.564
Ausbuchung 0 0 -1.871.591 0 -1.871.591
Summe zum 31.12.2023 51.198.280 18.810.801 3.709.964 0 73.719.045
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Kredite und Forderungen an Kunden
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 467.075 6.723 2.322.291 0 2.796.089
Aufzinsung der Wertberichtigung 0 0 148.898 154.875
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -18.741 18.741 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 0 0 0 0 0
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 -3.207 0 3.207 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge -131.463 53.076 1.146.691 0 1.167.808
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 26.438 0 0 0 26.438
Rückzahlung -102.866 -6.723 0 0 -109.589
Verwendung -1.930.941 -1.871.591
Summe zum 31.12.2023 237.236 71.816 1.854.977 0 2.164.030
Unter Kredite und Forderungen an Kunden werden in den Tabellen Forderungen
aus dem Kreditgeschäft einbezogen.
Im Geschäftsjahr 2024 erhöhte sich der Bruttobuchwert von ausgefallenen
Exposures iHv. EUR 3.709.964 per 31. Dezember 2023 auf EUR 12.316.917 per
31. Dezember 2024. Der wesentliche Anteil der Änderung entfällt auf Migrationen
von Performing Loans iHv. EUR 15.208.709 in Non-Performing Loans (NPL), was
durch Abschreibungen und Rückzahlungen von NPL-Kunden begleitet wird und
zu einem endgültigen Stand der Stage 3 in Höhe von EUR 12.316.917 führt. Die
WPB-Bank führt die Abschreibung von Forderungen durch, die zuvor zu 100 % do-
tiert wurden. In der obigen Tabelle ist die Migration eines Kunden aus Stage 2
in die Abschreibung sichtbar. Der Kunde befand sich zum 31. Dezember 2023 in
Stage 2 und migrierte im Laufe des Jahres 2024 in Stage 3. Die Forderung dieses
Kunden ist zu 100 % dotiert und wurde schlilich abgeschrieben, sodass sie zum
31. Dezember 2024 nicht mehr im Portfolio der Wiener Privatbank vorhanden ist.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
153



Sonstige AC bewertetet Vermögenswerte
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Sonstige AC bewertete Vermögenswerte
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 180.287.384 545.883 25.000 0 180.858.267
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 22.891.407 0 0 0 22.891.407
Rückzahlung -32.418.812 -196.314 -2.500 0 -32.617.626
Abschreibung 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 170.759.979 349.569 22.500 0 171.132.048
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Sonstige AC bewertete Vermögenswerte
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 60.114 183 25.000 0 85.298
Nettoänderung der Risikovorsorge 0 0 -2.500 0 -2.500
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 442 648 0 0 1.091
Rückzahlung -57.609 0 0 -57.609
Verwendung 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 2.948 831 22.500 0 26.279
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Sonstige AC bewertete Vermögenswerte
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 98.980.493 645.843 15.000 0 99.641.335
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 143.378.536 0 25.000 0 143.403.536
Rückzahlung -62.071.645 -99.960 0 0 -62.171.604
Abschreibung 0 0 -15.000 -15.000
Summe zum 31.12.2023 180.287.384 545.883 25.000 0 180.858.267
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Sonstige AC bewertete Vermögenswerte
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 58.209 119 15.000 0 73.329
Nettoänderung der Risikovorsorge 19.005 63 0 0 19.068
Erwerb neuer finanzieller Vermögenswerte 1.113 0 25.000 0 26.113
Verwendung -18.212 0 -15.000 0 -33.212
Summe zum 31.12.2023 60.114 183 25.000 0 85.298
Unter Sonstige AC bewertetet Vermögenswerte werden in den Tabellen die Barre-
serve, Forderungen gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige Aktiva einbezogen.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
154



Zu FVTOCI bewertete Vermögenswerte
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
zu FVTOCI Vermögenswerte
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 30.123.178 0 0 0 30.123.178
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 18.568.226 0 0 0 18.568.226
Rückzahlung -2.471.114 0 0 0 -2.471.114
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 46.220.289 0 0 0 46.220.289
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
zu FVTOCI Vermögenswerte
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 3.154 0 0 0 3.154
Nettoänderung der Risikovorsorge 613 0 0 0 613
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 1.348 0 0 0 1.348
Rückzahlung -374 0 0 0 -374
Verwendung 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 4.740 0 0 0 4.740
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
zu FVTOCI Vermögenswerte
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 76.827.933 0 0 0 76.827.933
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Erwerb neuer finanzieller Vermögenswerte 8.947.319 0 0 0 8.947.319
Rückzahlung -58.619.689 0 0 0 -58.619.689
Ausbuchung 0 0 0 0 0
Nettomarktwertänderungen -64 0 0 0 -64
Summe zum 31.12.2023 30.123.178 0 0 0 30.123.178
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
zu FVTOCI Vermögenswerte
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 3.682 0 0 0 3.682
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge -397 0 0 0 -397
Erwerb neuer finanzieller Vermögenswerte 500 0 0 0 500
Rückzahlung -631 0 0 0 -631
Summe zum 31.12.2023 3.154 0 0 0 3.154
Unter FVTOCI bewertetet Vermögenswerte werden in den Tabellen Schuld-
verschreibungen, öentliche Schuldtitel und andere festverzinsliche Wertpapiere
einbezogen.





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
155



Garantien und Bürgschaften
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Garantien und Bürgschaften
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 4.258.490 95.000 0 0 4.353.490
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -150.000 150.000 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 95.000 -95.000 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 3.287.339 350.000 3.637.339
Rückzahlung -2.123.913 0 -2.123.913
Abschreibungen 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 5.366.916 500.000 0 0 5.866.916
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Garantien und Bürgschaften
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2024 91 31 0 0 122
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -6 6 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 31 -31 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge 0 0 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 957 1.080 2.037
Rückzahlung -15 0 0 0 -15
Verwendung 0 0 0 0 0
Summe zum 31.12.2024 1.059 1.085 0 0 2.144
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Garantien und Bürgschaften
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 4.654.501 20.000 0 0 4.674.501
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -95.000 95.000 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 10.000 -10.000 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 20.000 0 0 0 4.000
Rückzahlung -331.011 -10.000 0 0 -341.011
Summe zum 31.12.2023 4.258.490 95.000 0 0 4.353.490
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Garantien und Bürgschaften
Angaben in EUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 804 48 0 0 852
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -6 6 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 48 -48 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge -736 25 0 0 -711
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 1 0 0 0 1
Rückzahlung -19 0 0 0 -19
Summe zum 31.12.2023 91 31 0 0 122





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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
156





Unter Garantien und Bürgschaften werden in den Tabellen Garantien und
Bürgschaften aus dem Kundengeschäft einbezogen.


Bonitätsrisiko
Das Bonitsrisiko manifestiert sich in einer Verschlechterung der Bonit und
definiert sich als Gefahr der Verringerung der Zahlungsfähigkeit von Kunden bzw.
des Marktwertes eines Finanzinstrumentes. Für große Teile der Forderungen auf
der Aktivseite wie das gesamte Kreditportfolio sowie sämtliche Fremdkaptal-
instrumente des Bankbuches stellt das Bonitätsrisiko einen Risikofaktor dar und
wird daher auch in der Berechnung der allgemeinen Kreditrisikoanpassung nach
IFRS 9 berücksichtigt.
Migrationen bestehender Kreditnehmer in schlechtere Ratingstufen erfolgten im
Geschäftsjahr 2024 in spürbarem Ausmaß, die weitere Entwicklung ist aufgrund
der bestehenden volkswirtschaftlichen Unsicherheiten in Verbindung mit den
vorherrschenden milirischen Konflikten derzeit nicht hinreichend genau
bestimmbar.
Wesentliche Wertschwankungen nicht ausgefallener Instrumente resultierend aus
dem Bonitätsrisiko sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko zeigt sich über Dividendenausfälle, (Teil-)wertabschrei-
bungen, Veräußerungsverluste oder Verminderungen der stillen Reserven sowie
über Haftungsrisiken und/oder Verlustübernahmen. Darüber hinaus können in
Beteiligungen Liquiditätserfordernisse, die zu einem Finanzierungsbedarf führen,
erwachsen.
Die Risiken in Beteiligungen werden mittels laufender Abweichungsanalysen
und quartalsweiser Managementgesprächen mit den Geschäftsführern der
Gesellschaften beobachtet, um bei allfälligen Abweichungen zeitgerecht Maß-
nahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können. Weiters werden die Risiken in
Beteiligungen im Rahmen der laufenden Kreditüberwachung und im Rahmen der
Gesamtbankrisikosteuerung mitberücksichtigt.
Wesentliche Wertschwankungen resultierend aus dem Beteiligungsrisiko sind im
Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
Immobilienrisiko und Konzentrationsrisiko
Der Konzern hat langjährige und umfassende Erfahrung im Immobiliengeschäft.
Deshalb liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Konzerns und auch die
strategische Ausrichtung auf Transaktionen mit „Nähe“ zum Thema „Immobilien“,
wie die Führung von Hypothekarkrediten, Umsetzung und Finanzierung von Im-
mobilienprojekten, Beteiligungen an Immobilienprojektgesellschaften, Erbringung
von Immobiliendienstleistungen und die Entwicklung und der Vertrieb von „immo-
biliennahen Veranlagungsprodukten“ wie zum Beispiel Vorsorgewohnungen oder




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
157


Immobilienanleihen. Damit geht die Wiener Privatbank SE bewusst ein Klumpen-
risiko ein, welches bei der ICAAP-Berechnung (Gesamtbankrisikosteuerung)
eigenständig quantifiziert und limitiert wird. Um diesem Risiko angemessen
Rechnung zu tragen, wurden ein standardisiertes Immobilienprojektrating sowie
ein Beteiligungs-controlling implementiert.
Es ist geplant in den kommenden Geschäftsjahren weiterhin das bestehende
umfassende Know-How im Immobiliengeschäft für Ertragschancen in den oben
genannten Geschäftsbereichen zu nutzen.
Operationelles Risiko (inklusive Rechtsrisiko)
Zu den operationellen Risikenhlen gemäß CRR-Artikel 4 Nr. 52 jene Verluste,
die durch menschliches Versagen, fehlerhafter interner Prozesse, Technologie-
versagen, Katastrophen oder durch externe Ereignisse entstehen. Rechtsrisiken
sind in diesem Definitionsumfang explizit mit umfasst.
Im Zuge des bankinternen Prozesses zur Sicherstellung der Kapitaladäquanz
(ICAAP) wurden die operationellen Risiken mittels Basisindikatoransatzes berück-
sichtigt. Die im Risikohandbuch geregelte, tourliche Evaluierung der operationellen
Risiken sowie deren Bewertung und die Sensibilisierung der Mitarbeiter finden im
„Workshop Risikoanalyse“ statt. Liegt die Bewertung einzelner Risiken über der
definierten Risikotoleranzschwelle, werden Risiko-reduzierende Mnahmen
definiert und umgesetzt.
Zur Risikobegrenzung der operationellen Risiken des Konzerns werden folgende
Maßnahmen gesetzt:
Entwicklung und Überarbeitung der Arbeitsrichtlinien/Arbeitsanweisungen/
sonstigen Dokumenten
Führung einer Verlustdatenbank
Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter
Weiterentwicklung des IKS
Kontrollstruktur und Risiko-Kontrollmatrizen zur Dokumentation
der Kontrollstruktur
IKS-Berichterstattung
Monitoring der laufenden Projekte
Strategieworkshops
Whistle Blowing Prozess
Systematische Erfassung und Analyse von Kundenbeschwerden
und von Gerichtsverfahren
Durchführung von Risikoanalysen
Bankinterner Workshop zur Bewertung operationeller Risiken,
von Nachhaltigkeits- und Reputationsrisiken




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
158


Um operationelle Risiken besser steuern zu können, wird eine Verlustdatenbank
geführt, in der Schadensfälle ab EUR 100,00 vom Risikomanagement aufgelistet
und dokumentiert werden. Alle Kundenbeschwerden werden ebenfalls zentral
gesammelt und zeitnah behandelt.
Das operationelle Risiko der Wiener Privatbank SE wurde wie folgt berechnet:
Betriebsertrag 20221) EUR 16.672.526
Betriebsertrag 20232) EUR 19.404.514
Betriebsertrag 20243) EUR 17.289.438
durchschnittlicher Betriebsertrag in Höhe von EUR 17.788.825
davon 15% ergibt das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko von
EUR 2.668.324 (per 31.12.2023: EUR 2.690.224).
Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine wesentlichen neuen operationellen Risiken
identifiziert, noch haben sich derartige Risiken materialisiert. Es wurden operative
Vorkehrungen im Sinne eines eektiven Notfallplanes getroen, sodass die
Wiener Privatbank für diverse Szenarien organisatorisch und technisch
ausreichend vorbereitet ist.
Geschäftsrisiko
Das Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko umfasst Schwankungen im Ertragsprofil, welche
sich aus reduzierten laufenden Einnahmen ergeben und dadurch das erwartete
Niveau an Profitabilität zum Beispiel aufgrund einer nicht adäquaten Diversifizie-
rung der Ertragsstrukturen oder einer Veränderung der eigenen Marktposition
bzw. der Marktstruktur nicht erreicht werden kann und deckt damit auch negative
Eekte aus dem makroökonomischen Umfeld ab.
Es erfolgt ein laufendes Monitoring der Geschäftsentwicklung anhand von
standardisierten Berichtsvorlagen und -linien. Die Quantifizierung des Ertrags-
bzw. Geschäftsrisikos in der Gesamtbankrisikosteuerung erfolgt über einen
historischen Value at Risk (VaR) Ansatz.
1) gem. CRR Art. 316 Abs 1 lit. b sublit. ii dürfen außerordentliche oder unregelmäßige Erträge
aus dem Indikator herausgerechnet werden. Das Betriebsergebnis laut G&V beträgt rund
EUR 19,1 Mio. abzüglich ao. Erträge von rund EUR 2,4 Mio. ergibt das einen anzusetzenden
Betriebsertrag in Höhe von EUR 16,7 Mio.
2) gem. CRR Art. 316 Abs 1 lit. b sublit. ii dürfen außerordentliche oder unregelmäßige Erträge
aus dem Indikator herausgerechnet werden. Das Betriebsergebnis laut G&V beträgt rund
EUR 20,1 Mio. abzüglich ao. Erträge von rund EUR 0,7 Mio. ergibt das einen anzusetzenden
Betriebsertrag in Höhe von EUR 19,4 Mio.
3) gem. CRR Art. 316 Abs 1 lit. b sublit. ii dürfen außerordentliche oder unregelmäßige
Erträge aus dem Indikator herausgerechnet werden. Im Betriebsergebnis 2024 wurden keine
ao. Erträge verbucht.




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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
159


Reputationsrisiko
Das Geschäftsmodell einer Privatbank basiert auf dem Vertrauen ihrer Kunden
und dem Ansehen in der Öentlichkeit. Die Reputation der Bank ist daher von
hoher Bedeutung für den künftigen Geschäftserfolg. Das Reputationsrisiko wird
definiert als die Gefahr eines potenziellen Schadens für die Marke und Reputation
bei gleichzeitiger negativer Auswirkung auf die Erträge, das Kapital oder die
Liquidität. Die Identifikation und Beurteilung von Reputationsrisiken erfolgt
regelßig im Zuge von qualitativen Risikoinventuren. Infolgedessen werden für
Risiken, die über der definierten Risikotoleranzschwelle liegen, Risiko-reduzierende
Maßnahmen umgesetzt.



IX. Angaben über Organe
Im Geschäftsjahr und bis zur Erstellung des Konzernabschlusses waren folgende
Personen als Vorstände tätig:
Mag. Christoph Raninger, PhD (bis 30. September 2024)
Mag. Stefan Selden (ab 1. Oktober 2024)
Eduard Berger
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr aus folgenden Personen zusammen:
Dr. Gottwald Kranebitter (Vorsitzender)
Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-Stellvertreter)
Günter Kerbler
Heinz Meidlinger
Wolfgang Zehenter

Wien, am 10. April 2025
MAG.
STEFAN EDUARD
SELDEN BERGER - -
Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
160
Bestätigungsvermerk
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Konzernabschluss Anhang zum Konzernabschluss
161
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162
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
Wiener Privatbank SE,
Wien,
und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“), bestehend aus der Konzernbilanz
zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, des Ergebnis der
im Eigenkapital erfassten Ertrags- und Aufwandsposten, der Entwicklung des
Konzerneigenkapitals und des Konzern-Cash-Flow-Statement für das an diesem
Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und
Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie der Ertragslage und der
Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS),
wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des
§ 245a UGB sowie § 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung
(EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese
Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing
(ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind
im Abschnitt „Verantwor tl ic hkeiten de s Abs chl uss prü fers für d ie Prü fun g des
Konzernabschlusses unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere
sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Wir sind der Auassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise
bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach
unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des
Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
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Bestätigungsvermerk
163
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei
der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein
gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz nach Abzug der Risikovorsorgen
mit einem Betrag in Höhe von TEUR 50.992 ausgewiesen. Ein wesentlicher Teil
des Kreditportfolios entfällt auf Immobilienprojektfinanzierungen.
Der Vorstand beschreibt den Prozess zur Überwachung des Kreditrisikos und
die Vorgehensweise für die Ermittlung der Risikovorsorgen in Kapitel III
Bilanzierungs- und Bewertungsmethodensowie in Kapitel VIII „Risikobericht“.
Der Konzern überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle
vorliegen und somit Einzelwertberichtigungen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch
die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller
Höhe leisten können.
Die Berechnung der Wertberichtigung für ausgefallene Forderungen an Kunden
basiert auf einer Analyse der erwarteten und szenariogewichteten, zukünftigen
Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage
und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten
sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten
Rückzahlungen abhängig.
Bei allen anderen Forderungen an Kunden wird für den erwarteten Kreditverlust
(„expected credit loss“, „ECL“) eine Portfoliowertberichtigung gebildet. Bei der
Ermittlung des ECL sind Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese
umfassen ratingbasierte Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die
gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen berücksichtigen.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Ermittlung der
Risikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen
basiert, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten in Bezug
auf die Höhe der Wertberichtigungen ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir folgende
wesentliche Prüfungshandlungen durchgehrt:
Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Überwachung und
Risikovorsorgebildung von Kreditforderungen analysiert und kritisch
hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, Ausfälle zu identifizieren und die
Wertberichtigungen für Forderungen an Kunden in angemessener Höhe zu
ermitteln. Dabei haben wir die relevanten Schlüsselkontrollen erhoben und
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Bestätigungsvermerk
164
deren Ausgestaltung und Implementierung beurteilt.Wir haben auf Basis einer
Stichprobe von Forderungen an Kunden aus unterschiedlichen Portfolien
untersucht, ob Indikatoren für Ausfälle bestehen. Die Auswahl der Stichprobe
erfolgte zufallsorientiert.
Wir haben auf Basis einer Stichprobe von Forderungen an Kunden untersucht,
ob Indikatoren für Ausfälle bestehen. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte
sowohl zufallsbasiert als auch risikobasiert unter besonderer Berücksichtigung
der Immobilienprojektfinanzierungen auf der Watch-Loan-List.
Bei ausgefallenen Forderungen an Kunden wurde beurteilt, ob die getroenen
Einschätzungen hinsichtlich des Zeitpunktes und der Höhe der
angenommenen zukünftigen Zahlungsströme angemessen sind. Wir haben
dabei die Bewertung von Immobiliensicherheiten unter der Einbindung unserer
Immobilienbewertungsspezialisten kritisch gewürdigt. Die rechnerische
Richtigkeit der Wertberichtigungen haben wir in Stichproben überprüft.
Bei allen anderen Forderungen an Kunden, bei denen die Wertberichtigung
statistisch ermittelt wurde, haben wir die Methodendokumentation der Bank
beurteilt. Weiters haben wir unter Berücksichtigung der Validierungen der
Bank die Modelle und deren mathematische Funktionsweisen sowie die darin
verwendeten Parameter dahingehend überpft, ob diese geeignet sind,
Wertberichtigungen in angemessener Höhe zu ermitteln. Zusätzlich wurden
die Auswahl und Bemessung von zukunftsgerichteten Annahmen analysiert
und deren Berücksichtigung im Rahmen der Parameterschätzung beurteilt.
Bei diesen Prüfungshandlungen haben wir unsere Finanzmathematiker
eingebunden. Die rechnerische Richtigkeit der Wertberichtigungen haben
wir in Testfällen nachvollzogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht,
ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den
Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem
Datum des Bestigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese
sonstigen Informationen, und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die
Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden
sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche
Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung
erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
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Bestätigungsvermerk
165
Verantwor tlichkeiten der gesetzlichen Ver treter un d des Prüfungsausschusses
für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-
abschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in
der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB
sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter ver-
antwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die
Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrmern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür
verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Forthrung der Unternehmens-
tätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie dafür, den
Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder
den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder
haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungs-
legungsprozesses des Konzerns.
Verantwor tlichkeiten des Absc hlussprüfers für die Prüfung
des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der
Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung,
falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus
dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses
getroenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die
Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Graphics
Bestätigungsvermerk
166
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im
Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen
sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten
internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der
Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der
Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstigkeit
durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähig-
keit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen n-
nen. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazu-
gehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls
diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren.
Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der
Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse
in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um aus-
reichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der
Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns zu erlangen als
Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss. Wir
sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für
Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten.
Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den
geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlusspfung
Graphics
Bestätigungsvermerk
167
sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erkrung ab, dass wir die
relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabngigkeit
eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden
kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlägig
damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsaus-
schuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten
für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher
die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese
Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder
andere Rechtsvorschriften schließen die öentliche Angabe des Sachverhalts
aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht
in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftiger-
weise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren
Vorteile für das öentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem
Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur
Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden
rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB
zutre enden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
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Bestätigungsvermerk
168
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen
Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und
sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im
Konzernlagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Generalversammlung am 5. Juni 2023 als Abschlussprüfer
gewählt und am 3. Juli 2023 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der
Gesellschaft für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum
30. September 2006 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt Bericht zum
Konzernabschluss mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss
nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1
der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschluss-
prüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
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Bestätigungsvermerk
169
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist
Herr Mag. Christian Grinschgl.
Wien
10. April 2025
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian Grinschgl
Wirtschaftsprüfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser
Fassung gültig. Die Veröentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses
mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung
erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutsch-
sprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für
abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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Bestätigungsvermerk
170
Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
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171
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter
172
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173
Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
Die unterzeichnenden Mitglieder des Vorstandes bestätigen gemäß § 124 Abs. 1 Z
3 BörseG 2018 als gesetzliche Vertreter der Wiener Privatbank SE nach bestem
Wissen,
a) dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards
aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermö-
gens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
b) dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergeb-
nis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und
dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewisshei-
ten, denen der Konzern ausgesetzt ist, beschreibt.
Wien, am 10. April 2025
MAG.
STEFAN EDUARD
SELDEN BERGER - -
Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes
% %
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter
174
Bericht des Aufsichtsrats
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175
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176
Bericht des
Aufsichtsrats
Einleitung
Das Geschäftsjahr 2024 war von einer globalen wirtschaftlichen Volatilität
geprägt, die durch Zinswenden der Notenbanken in führenden Industrienationen
sowie uneinheitliche wirtschaftliche Entwicklungen beeinflusst wurde.
Geopolitische Veränderungen, darunter die US- und Europawahlen sowie das
überraschende Scheitern der deutschen Ampelkoalition, prägten das Jahr. Zudem
verschärfte das anhaltende Kriegsgeschehen in der Ukraine und dem Gazastreifen
die globalen Spannungen.
Der österreichische Immobilienmarkt steht vor erheblichen Herausforderungen.
Eine steigende Zahl von Insolvenzen unter den Immobiliendevelopern signalisiert
eine tiefergehende Krise. Die Kombination aus strengeren Kreditrichtlinien,
steigenden Baukosten und einer nachlassenden Nachfrage nach hochpreisigen
Immobilien hat zu einer prekären Lage geführt. Diese Entwicklung gefährdet nicht
nur kleinere Entwickler, sondern stellt auch für größere Akteure ein existenzielles
Risiko dar und könnte tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Finanzbranche
haben. Die Wiener Privatbank war als traditionell sachwertorientierte Bank davon
massiv betroen.
Der Nettozinsertrag der Wiener Privatbank SE ist im Vergleich zur Vorjahres-
periode aufgrund der besseren Verzinsung von Kundeneinlagen von EUR 11,20
Mio. auf EUR 9,94 Mio. gesunken. Weiterhin war ein verhaltenes Agieren der
Kunden auf den Kapitalrkten zu beobachten, weshalb das Nettoprovisions-
ergebnis im Jahresvergleich von EUR 6,87 Mio. auf EUR 5,76 Mio. sank. Aufgrund
der Verwerfungen am Kreditmarkt und daraus resultierenden Risikovorsorgen
sowie der Abwertungen von Wertpapierbeständen, wurde ein Ergebnis der
gewöhnlichen Gescftstätigkeit (EGT) von EUR -12,95 Mio. verbucht (gegen-
über EUR 2,80 Mio. im Jahr 2023).
Personalia
Im Geschäftsjahr 2024 kam es zu personellen Änderungen im Vorstand der
Wiener Privatbank SE. Das Vorstandsmandat von Mag. Christoph Raninger endete
mit 30.09.2024. Mit 01.10.2024 wurde Mag. Stefan Selden als neues Mitglied des
Vorstandes bestellt, wobei sein Mandat bis 31.12.2027 befristet ist. Gleichzeitig
wurde das Vorstandsmandat von Herrn Eduard Berger um weitere 5 Jahre, bis
zum 31.12.2029 verlängert.
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Bericht des Aufsichtsrats
177
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Wiener Privatbank SE blieb im
Geschäftsjahr 2024 unverändert.
t i g ke i t i m G e s c h ä f t s j a h r 2 0 24
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2024 neun Sitzungen ab. Außerdem beriet
sich der Vorstand der Wiener Privatbank SE mit dem Aufsichtsrat und seinen
Ausschüssen bei Bedarf durch Telefonkonferenzen außerhalb von Sitzungen
regelßig und aushrlich.
Eingeflossen in die Tätigkeiten des Aufsichtsrates sind weiters auch die Ergebnisse
und wesentlichen Inhalte der folgenden Ausschüsse:
ad Prüfungs- und Risikoausschuss
Die Aufgaben des Prüfungs- und Risikoausschusses der Wiener Privatbank SE
sind in zwei Bereiche aufgeteilt: Werden Themen der Rechnungslegung bzw. des
Internen Kontrollsystems (IKS) behandelt, wird der Prüfungs- und Risikoausschuss
funktionell als Prüfungsausschuss tätig. Stehen Themen der Risikobereitschaft
bzw. strategie zur Diskussion und Beschlussfassung an, wird der Prüfungs- und
Risikoausschuss funktionell als Risikoausschuss tätig. Dazu im Einzelnen:
Der Prüfungs- und Risikoausschuss ist gemäß § 63a Abs. 4 BWG als „Prüfungs-
ausschuss“ für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die
Erteilung von Empfehlungen oder Vorschlägen zur Gewährleistung seiner Zuver-
lässigkeit, für die Überwachung der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems,
des Internen Revisionssystems sowie des Risikomanagementsystems der Gesell-
schaft verantwortlich. Die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzern-
abschlussprüfung (unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Schlussfolgerungen
in Berichten, die von der Abschlussprüferaufsichtsbehörde nach § 4 Abs. 2 Z 12
APAG veröentlicht werden), die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit
des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf
die für die Wiener Privatbank SE erbrachten zusätzlichen Leistungen, gehören
ebenso zu seinen Tätigkeiten. Ferner hat der Prüfungsausschuss über das Ergebnis
der Abschlussprüfung an den Aufsichtsrat zu berichten und darzulegen, wie die
Abschlussprüfung zur Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung beigetragen hat
und welche Rolle der Prüfungsausschuss dabei eingenommen hat.
Weiters obliegt ihm die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahres-
abschlusses, des Lageberichtes, des konsolidierten Corporate Governance
Berichtes, des Vorschlages für die Gewinnverteilung für das jeweilige Geschäfts-
jahr und die Prüfung des Konzernabschlusses und des -lageberichtes sowie die
Erstattung des Berichtes über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat. Dazu
zählt auch die Durchführung des Verfahrens zur Auswahl des Abschlussprüfers
(Konzernabschlussprüfers) unter Bedachtnahme auf die Angemessenheit des
Honorars sowie die Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers.
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Bericht des Aufsichtsrats
178
Der Prüfungsausschuss ist ebenso verantwortlich für die Genehmigung von
Nichtprüfungsleistungen (gemäß der Verordnung (EU) Nr. 537/2014) durch
den Abschlussprüfer unter Bedachtnahme auf die Unabhängigkeit des Abschluss-
prüfers und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen.
Die Interne Revision hat ordnungsgemäß über die Prüfungsgebiete und die
wesentlichen Pfungsfeststellungen quartalsweise dem Prüfungsausschuss
Bericht erstattet.
Ebenfalls ist der Prüfungs- und Risikoausschuss gemäß § 39d BWG als Risiko-
ausschuss“ verantwortlich für die Beratung der Gescftsleitung hinsichtlich
der aktuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und Risikostrategie der Wiener
Privatbank SE, die Überwachung der Umsetzung dieser Risikostrategie im Zusam-
menhang mit der Steuerung, Überwachung und Begrenzung von Risiken (Risiko-
sorgfaltspflichten), der Eigenmittelausstattung und der Liquidität. Weiters obliegt
ihm die Überprüfung, ob die Preisgestaltung der von der Wiener Privatbank SE
angebotenen Dienstleistungen und Produkte das Geschäftsmodell und die Risiko-
strategie der Wiener Privatbank SE angemessen berücksichtigt. Des Weiteren
überprüft der Risikoausschuss, ob bei den vom internen Vergütungssystem ange-
botenen Anreizen das Risiko, das Kapital, die Liquidität und die Wahrscheinlichkeit
und der Zeitpunkt von realisierten Gewinnen berücksichtigt werden.
Der Leiter der Risikomanagementabteilung hat an allen Sitzungen des Risiko-
ausschusses im Geschäftsjahr 2024 teilgenommen und über Risikoarten und die
Risikolage der Wiener Privatbank SE berichtet. Er hat dabei insbesondere über
das Risikobild der Bank und Entwicklungsszenarien berichtet.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss hat (zumeist unter Anwesenheit des
Bankprüfers der Gesellschaft) im Geschäftsjahr 2024 fünfmal getagt.
Ad BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten
Der BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten hielt im
Geschäftsjahr 2024 sieben Sitzungen ab und hatte insbesondere über Geschäfte
gemäß § 80 AktG und § 28 BWG (Gescfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen, Organgeschäfte) sowie über Darlehen, Kredite oder sonstige
Veranlagungen im Sinne des § 28b BWG (Großkredite) zu entscheiden. Dem
BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten obliegt ferner die
Genehmigung von etwaigen weiteren Geschäften und Maßnahmen, für welche
das Gesetz oder die Satzung eine Zustimmung des Aufsichtsrates vorsieht,
sofern nicht die Zuständigkeit eines anderen Ausschusses normiert ist.
Des Weiteren ist er für den Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des
Aufsichtsrates zuständig, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Auf-
sichtsrat gegenüber der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen zu einer
Leistung gegen ein nicht bl geringfügiges Entgelt verpflichten. Dies gilt auch für
Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches
wirtschaftliches Interesse hat.
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Bericht des Aufsichtsrats
179
Ad Vergütungs- und Nominierungsausschuss
Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss ist einerseits für Vergütungs-
themen und andererseits für Nominierungsthemen zuständig.
Der Vergütungs ausschuss ist gemäß § 39c Abs. 2 BWG für die Vorbereitung von
Beschlüssen zum Thema Vergütung, einschließlich solcher, die sich auf Risiko und
Risikomanagement auswirken, verantwortlich. Er ist ebenso für die Überwachung
der Vergütungspolitik, der Vergütungspraktiken und der vergütungsbezogenen
Anreizstrukturen, insbesondere unter Berücksichtigung von Risiken, der Eigen-
mittelausstattung, der Liquidität und der langfristigen wirtschaftlichen Interessen
(Aktionäre, Investoren, Mitarbeiter sowie die Volkswirtschaft) zuständig. Ebenso
ist dieser mit der Beschlussfassung über die Bonifikation der Vorstände und der
leitenden Angestellten betraut.
Unter die Aufgaben des Nominierungsausschusses gem. § 29 BWG fallen
insbesondere die Vorbereitung der Bestellung und Abberufung der Vorstands-
mitglieder und der Aufsichtsratsmitglieder. Weiters obliegen ihm der Abschluss
der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder sowie deren Geschäfts-
verteilung. Er ist ebenso für die Ermittlung von Bewerbern r die Besetzung frei-
werdender Stellen im Vorstand zuständig. Dafür hat der Nominierungsausschuss
dem Aufsichtsrat entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Des Weiteren hat
der Nominierungsausschuss den Aufsichtsrat bei der Erstellung von Vorschlägen
an die Hauptversammlung für die Besetzung der freiwerdenden Stellen im
Aufsichtsrat zu unterstützen.
Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen seiner Aufgaben die Ausgewogen-
heit und Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung der
Organe im Hinblick auf Bewerbungen zu berücksichtigen, eine Aufgaben-
beschreibung mit Bewerberprofil zu erstellen und den mit der Aufgabe verbunde-
nen Zeitaufwand anzugeben. Auch ist er für die Festlegung und Entwicklung zur
Erreichung einer Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht im Vorstand
und im Aufsichtsrat verantwortlich.
Der Nominierungsausschuss ist ferner für die Befreiung der Vorstandsmitglieder
vom Wettbewerbsverbot geß § 79 AktG zusndig. Er hat weiters darauf
zu achten, dass die Entscheidungsfindung in den Organen nicht durch eine
einzelne Person oder kleine Gruppen dominiert wird. Er hat im Bedarfsfall neue
Beurteilungen des Vorstandes und des Aufsichtsrates anzuzeigen und eine
Bewertung der Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung des Vorstandes
und des Aufsichtsrates durchzuführen und dem Aufsichtsrat nötigenfalls
Änderungsvorschläge zu unterbreiten.
Der Nominierungsausschuss hat ferner eine regelmäßige Re-Evaluierung der
Organe durchzuführen. Weiters überprüft er den Kurs des Vorstandes bei der
Auswahl des höheren Managements und unterstützt den Aufsichtsrat bei der
Erstellung von Empfehlungen an den Vorstand. Der Vergütungs- und
Nominierungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2024 fünfmal getagt.
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Bericht des Aufsichtsrats
180
Konsolidierter Corporate Governance Bericht
gemäß § 243c UGB Österreichischer Corporate
Governance Kodex
Die Wiener Privatbank SE bekannte sich auch im Geschäftsjahr 2024 zum
Österreichischen Corporate Governance Kodex und betrachtet den Kodex als
Regelwerk für verantwortungsvolle Unternehmensführung, das ein hohes Maß
an Transparenz gegenüber ihren Aktionären gewährleistet.
Jahresabschluss 2024
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024
und der Lagebericht der Wiener Privatbank SE sowie der Konzernabschluss und
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024 wurden durch die KPMG Austria
GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft. Die Prü-
fung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen
ergeben. Der Abschlussprüfer hat daher bestätigt, dass der Jahresabschluss der
Wiener Privatbank SE den gesetzlichen Vorschriften entspricht und vermittelt ein
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2024
sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-
und bankrechtlichen Vorschriften.
Weiters wurde der vom Vorstand in Anwendung von § 245a UGB und § 59a BWG
nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden,
vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen,
International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden
sind, aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Wiener
Privatbank SE für das Gescftsjahr 2024 von der KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit dem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Die Prüfberichte des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers wurden
dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Prüfungs- und Risikoausschuss hat den Jahres-
abschluss 2024 samt Lagebericht einschließlich des Vorschlages für die Gewinn-
verwendung und des konsolidierten Corporate Governance Berichtes und den
Konzernabschluss 2024 samt dem Konzernlagebericht geprüft und die Feststel-
lung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat vorbereitet. Der Prüfungs-
und Risikoausschuss (funktionell als Prüfungsausschuss) des Aufsichtsrats ist
sich seiner Verpflichtung, einen Bericht gemäß § 92 AktG zu verfassen, bewusst
und hat sich mit dieser Berichterstattungspflicht auseinandergesetzt. Von einer
Berichterstattung an den Aufsichtsrat wurde jedoch wegen der Personengleichheit
Abstand genommen.
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Bericht des Aufsichtsrats
181
Der Aufsichtsrat hat alle Unterlagen geprüft und hat sich in seiner Sitzung vom
23. April 2025 mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss 2024
einverstanden erklärt und den Jahresabschluss 2024 gebilligt, der damit fest-
gestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag
des Vorstandes an.
Der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank SE schlägt nach Abstimmung mit dem
Prüfungs- und Risikoausschuss für das Geschäftsjahr 2026 die BDO Assurance
GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, 1100 Wien /
Am Belvedere 4 / QBC 4 als Abschlussprüfer (Bankprüfer) zur Wahl vor.
Wien, am 23. April 2025
r den Aufsichtsrat
Der Vorsitzende
Dr. Gottwald Kranebitter
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Bericht des Aufsichtsrats
182
JAHRESFINANZBERICHT 2024
Jahresabschluss der
Wiener Privatbank SE
für das Geschäftsjahr
vom 1. nner bis zum
31. Dezember 2024
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Bericht des Aufsichtsrats
183
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Bericht des Aufsichtsrats
184
JAHRESABSCHLUSS
Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2024
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185
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186
JAHRESABSCHLUSS
Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2024
Wirtschaftliches Umfeld
Die globale Wirtschaft war 2024 vom Einläuten der Zinswende der Notenbanken
in den Industrienationen und den uneinheitlichen Wirtschaftsentwicklungen ge-
prägt. Während sich die US-Wirtschaft weiterhin robust psentierte, sprang der
Wirtschaftsmotor in Europa noch langsam an. Die USA verzeichneten 2024 ein
BIP-Wachstum von 2,8 %, in der Eurozone betrug die Wachstumsrate lediglich
0,9 %. Innerhalb der Währungsunion ließen sich hierbei ebenfalls große
Divergenzen feststellen. Während sich die deutsche Wirtschaft mit starkem
Gegenwind konfrontiert sah und einen Rückgang von 0,2 % verzeichnete, konnten
andere Volkswirtschaften wie Spanien (+3,2 %) oder Frankreich (+1,2 %) ein-
deutig positive Wachstumsraten vermelden. Auch Wirtschaftsräume, die eine
enge Verknüpfung und Korrelation mit Deutschland aufweisen wie beispiels-
weise Österreich litten unter der Schwäche wichtiger deutscher Industrie-
sparten. Für etwas Entspannung sorgten die im Juni 2024 eingeleiteten Zinssatz-
senkungen der EZB, die damit auf den Rückgang der Inflation sowie die an-
gespannte Situation reagierte. Insgesamt wurde im Euroraum bis Jahresende der
Leitzinssatz um 135 Basispunkte auf 3,15 % und der Einlagenzinssatz um
125 Basispunkte auf 3,00 % reduziert. In den USA hat die Federal Reserve im
September den Zinssenkungszyklus eingeleitet und kürzte die Zinsen im USD um
100 Basispunkte auf ein Band von 4,254,50 %. Während die EZB ihren ein-
geschlagenen Weg auch im Jahr 2025 mit bis dato zwei weiteren Zinssenkungen
fortgesetzt hat, hat die FED eine Pause eingelegt und die Zinsen im bisherigen
Jahresverlauf 2025 unverändert gelassen. Zudem hatten im Jahr 2024 zahlreiche
geopolitische Veränderungen im Laufe des Jahres einen starken Einfluss auf die
wirtschaftliche Entwicklung und die globale Stimmung. Aus politischer Sicht war
die Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten das relevanteste Ereignis
und sorgte für viel Verunsicherung an den Märkten. Insbesondere seine aggressive
Zollpolitik nnte den globalen Handel der kommenden Jahre stark beeinflussen.
Aus europäischer Sicht standen die Europawahl sowie die darauolgenden über-
raschenden Neuwahlen in Frankreich und das Scheitern der deutschen Ampel-
koalition im Fokus. Des Weiteren bestimmten die anhaltenden Kriegshandlungen
in der Ukraine und dem Gazastreifen den Diskurs. Ersterer Konflikt auf
europäischem Boden hat durch die Wiederwahl Trumps und die potenziell aus-
bleibenden Militärhilfen für die Ukraine deutlich an Schärfe gewonnen und die
russische Bedrohung für Europa scheint sich nun vergrößert zu haben. Die ge-
plante Aufrüstung der europäischen Union wird daher eines der beherrschenden
Themen für 2025 sein. Ferner sollten die unvorhersehbare Politik von Donald
Tr u m p s o w i e d as m i ll i a r d e n sc h w e r e d e u t s ch e I n f r a s t ru k t ur i n v es t i t i o n s p ak e t d as
Geschehen in nächster Zukunft bestimmen.
Quellen: Bloomberg
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Jahresabschluss
Lagebericht
187
Marktumfeld
Kapitalmarkt
Die Kapitalmärkte präsentierten sich 2024 freundlich. Während die Renditen an
den Anleihenmärkten im Zuge der Zinsschritte der internationalen Notenbanken
rückläufig waren, verzeichneten die Aktienmärkte ein starkes Jahr 2024. Der breit
gefasste US-amerikanische Index S&P 500 kletterte um 23,3 %, der europäische
STOXX Europe 600 erhöhte sich um 6,0 %. Dieser Performanceunterschied
beider Indizes spiegelt einerseits die unterschiedlichen ökonomischen
Wachstumszahlen beider Wirtschaftsblöcke und andererseits die konträren
Erwartungen nach der Wahl Donald Trumps wider. Der österreichische Leitindex
ATX verzei ch ne te im s el be n Ze itraum e in en Ans ti eg von 6, 6 % und schnitt somit
ähnlich wie seine europäischen Pendants ab. Insbesondere die im ATX stark ge-
wichteten Bankentitel konnten erneut eine starke Performance verzeichnen. Auf
Sektorenebene zählten in Europa Banken (+35,4 %), Versicherungen (+24,6 %)
sowie Telekommunikationstitel (+21,8 %) zu den größten Gewinnern. Ein eher
herausforderndes Jahr verzeichneten hingegen die Nahrungsmittel- und Getränke-
branche (-9,8 %), der Grundstosektor und die Automobilindustrie (-6,8 %). Im
weiteren Jahresverlauf wird neben den Parametern Wirtschaftswachstum,
Inflation und Zinsniveau insbesondere die US-Wahl die treibende Kraft im Hinblick
auf die weitere Entwicklung der Kapitalmärkte sein.
Quelle: Bloomberg
Immobilienmarkt 2024
Nach den für den Immobilienmarkt sehr herausfordernden Jahren 2023 und 2024
wird wieder optimistisch in die Zukunft geblickt. Die in den letzten zwei Jahren
stark gestiegenen Finanzierungskosten haben begonnen sich wieder nach unten
zu bewegen und die Inflation hat sich wieder stabilisiert, sodass mit Ende 2024
die Nachfrage nach insbesondere Eigentumswohnungen wieder spürbar
angezogen hat.
Einzig das Neubaugeschäft blieb 2024 weiterhin das Sorgenkind, nachdem es auf-
grund der nach wie vor verhältnismäßig hohen Finanzierungskosten nicht in die
Gänge kam und demnach primär alte Projekte fertiggestellt wurden ohne das
weitere neu hinzukamen. Mittelfristig müsste diese Entwicklung zu einer weiteren
Verknappung des gefragten Gutes Wohnung und folglich zu Preissteigerungen
sowohl bei der Miete als auch beim Kauf führen.
Das Transaktionsvolumen im gesamten Jahr 2024 lag zwar mit ca. EUR 2,6 Mrd. in
etwa 6 % unter dem des Jahre 2023, doch konnte gleichzeitig gegen Jahresende
2024 ein nachhaltiger Aufwärtstrend beobachtet werden. Mit einem Marktanteil
von ca. 32 % war das Büro die gefragteste Asset Klasse, dicht gefolgt von Wohnen
mit ca. 25 %.
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Jahresabschluss
Lagebericht
188
In Anbetracht der allmählich fallenden Finanzierungskosten und dem bevor-
stehenden Wegfall der KIM-Verordnung mit Mitte 2025 blicken die meisten
Immobilienunternehmen positiv in das Jahr 2025.
Außer Streit steht jedenfalls, dass das Thema Nachhaltigkeit in allen Immobilien-
marktsegmenten auch im Jahr 2025 gefragt sein wird und das mehr denn je, so-
dass u. a. die Revitalisierung von Altbeständen, energieezientes Bauen und die
Verwendung umweltfreundlicher Materialien zu Schlüsselthemen werden.
Die Immobilie ist und bleibt, insbesondere in Anbetracht der deutlich zurück-
gegangenen Neubauleistung und daraus in den chsten Jahren resultierenden
bevorstehenden Wohnungsverknappung, jedenfalls weiterhin attraktiv.
Quellen: EHL, CBRE, OTTO Immobilien
Ausrichtung als Sachwert- und Kapitalmarktspezialist
Als Kapitalmarktspezialist setzt die Bank auf fundierte Kapitalmarktkompetenz
bestehend aus professioneller Vermögensberatung und -verwaltung mit einem
konzerneigenen Fondsmanagement, sowie auf maßgeschneiderte Kapitalmarkt-
bzw. Emittenten-Dienstleistungen. Aktien-Brokerage mit globalen Börse-
Zugängen runden das Programm ab. In diesem Segment konnte die Bank ihren
Kunden, insbesondere in Zeiten bewegter rkte, einen klaren Mehrwert bieten.
Besonders durch die integrierte Angebotskombination, bestehend aus Emittenten-
Dienstleistungen, in Verbindung mit Brokerage und Depotservice mit Fokus auf
das KMU-Segment, ist es der Bank gelungen, eine spezielle Nische zu besetzen
und sich mit einem klaren Profil am Markt zu positionieren.
Auf Basis einer Kombination aus Veranlagungsmöglichkeiten und Finanzierungen
rund um Immobilien bietet die Wiener Privatbank eine integrierte Wert-
schöpfungskette aus einer Hand. Gerade in unsicheren Zeiten ermöglicht die Bank
ihren Kunden damit den Zugang zu einer werthaltigen Veranlagungsform mit
gewissem Inflationsschutz und bietet gleichzeitig maßgeschneiderte
Finanzierungslösungen.
Dabei erönet die Wiener Privatbank interessierten Anlegern sowohl die Möglich-
keit ihr Kapital mit Substanzwerten zu schützen als auch in Anlageobjekte mit
stillen Reserven und somit künftigem Gewinnpotenzial zu investieren. In ihrer
Ausrichtung setzt die Bank auf eine Symbiose aus "Wiener Zinshaustradition" und
aktuellen Trends, indem die Bank ihren Kunden Chancen für stabile Veranlagungen
im Immobilienbereich bietet und gleichzeitig marktabhängig Perspektiven für
Kapitalmarktchancen erönen. Damit ist die Bank angebotsseitig für jede
Marktphase gut gerüstet und die Positionierung als bevorzugter Partner für KMUs
bei Kapitalmarktpositionen wird gefestigt. Die Wertschöpfung für die Bank und
ihre Kunden wird durch die enge Verschränkung zwischen Kapitalmarktdienst-
leistungen, Depotgeschäft und Brokerage kontinuierlich ausgebaut.
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Jahresabschluss
Lagebericht
189
Geschäftsentwicklung, Finanz- und Ertragslage
Durch den Wegfall eines institutionellen Kunden verringerten sich die Assets
under Management seit Jahresbeginn von EUR 1.841 Mio. auf EUR 1.442 Mio..
Die Bilanzsumme sank im Jahresvergleich von EUR 302 Mio. auf EUR 287 Mio..
Neben erfolgter Neuinvestitionen in Wertpapierbereich iHv. rd. EUR 20 Mio.,
sanken die bilanziellen Kundenforderungen aufgrund von Wertberichtigungen und
einer selektiven Kreditvergabe von EUR 81 Mio.in 2023 auf EUR 52 Mio.in 2024.
Nach Beendigung einer Geschäftsbeziehung kam es zu einem Liquiditätsabfluss
im Bereich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf EUR 1 Mio.
(VJ: EUR 10 Mio.), welcher sich auch in der Reduktion der Forderungen gegenüber
Kreditinstituten niederschlägt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden konnten
hingegen von EUR 238 Mio.in 2023 auf EUR 247 Mio.in 2024 gesteigert werden.
Der Nettozinsertrag ist im Vergleich zur Vorjahresperiode aufgrund der besseren
Verzinsung von Kundeneinlagen von EUR 11,20 Mio. auf EUR 9,94 Mio. gesunken.
Weiterhin war ein verhaltenes Agieren der Kunden auf den Kapitalmärkten zu
beobachten, daher sank das Nettoprovisionsergebnis im Jahresvergleich von
EUR 6,87 Mio. auf EUR 5,76 Mio. Auch die Erträge aus Finanzgescften erzielten
u.a. aus diesem Grund ein leicht rückläufiges Ergebnis iHv. EUR 0,43 Mio. gegen-
über EUR 0,65 Mio. im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken
aufgrund des Wegfalls von Einmaleekten von EUR 1,12 Mio. im Vorjahr auf
EUR 0,76 Mio. Aufgrund gestiegener Personal- und Sachaufwendungen erhöhten
sich die Verwaltungsaufwendungen von EUR 13,68 Mio. auf EUR 14,75 Mio.,
während die übrigen Aufwendungen von insgesamt EUR 1,36 Mio. auf
EUR 0,68 Mio. gesenkt werden konnten. Aufgrund der Verwerfungen am
Immobilienmarkt und daraus resultierenden Risikovorsorgen, sowie der Abwer-
tungen von Wertpapierbeständen wurde somit ein Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (EGT) von EUR -12,95 Mio. erzielt werden (gegenüber
EUR 2,80 Mio. in 2023).
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Jahresabschluss
Lagebericht
190
Finanzielle Leistungsindikatoren
Starke Kapitalbasis
Die Wiener Privatbank kann per 31. Dezember 2024 auf eine weiterhin solide
Kapitalkennzahlen verweisen. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 22,46 %
(VJ: 24,44 %).
Die Ertragskennzahlen*) der Wiener Privatbank entwickelten sich im Geschäfts-
jahr 2024 wie folgt: Die Cost-Income-Ratio (CIR) betrug 98,75 %, nach 75,32 %
im Jahr 2023. Der Return on Equity (ROE) lag bei -27,04 % (2023: 5,08 %) und
der Return on Assets (ROA) belief sich auf -3,49 %, nach 0,72 % im Jahr 2023.
*) CIR: Betriebsaufwendungen ÷ Betriebserträge (um Zinsen ausgefallener Kredite bereinigt),
ROE: Jahres-überschuss ÷ ø Eigenkapital, ROA: Jahresüberschuss ÷ ø Bilanzsumme
Risikobericht
Im Zentrum der Risikopolitik der Wiener Privatbank SE steht der Grundsatz
eines ausgewogenen Verhältnisses von Risiko und Rendite. Die Risikosituation
im Geschäftsjahr 2024 war geprägt von den Ukraine- und Gaza-Konflikten und
den damit einhergehenden makroökonomischen Folgewirkungen, mit denen
erhebliche Herausforderungen in der internen Risiko- und Ertragssteuerung
gegeben waren. In diesem Zusammenhang wurde wieder daschste Augenmerk
auf die systematische Überwachung und Weiterentwicklung der Indikatoren und
Verfahren zur Identifikation, Messung und Steuerung der Risiken gelegt. Der
eektive Umgang mit Risiken sowie die frühzeitige Identifikation und Realisierung
von Chancen wird durch eine eigene Risikomanagementabteilung kontrolliert.
Den wesentlichen Risiken tritt die Wiener Privatbank SE wie in der folgenden
Tabelle beschri e b e n e n tg e g e n :
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Jahresabschluss
Lagebericht
191
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Marktrisiko
Veränderung von Bewertungs-
parametern wie Wertpapierkurse
oder Credit Spreads
Belastung des Jahresergebnisses
durch Wertveränderungen
Laufendes Monitoring
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Liquiditätsrisiko
Mangelnde Möglichkeiten zur
Beschaung von Finanzmitteln zur
Begleichung von Verpflichtungen
Eingeschränkte Investitions-
möglichkeiten
Belastung der Liquiditätsposition
durch Abflüsse liquider Mittel
Laufende Liquiditätsüberwachung
und -steuerung im Treasury
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Stress-Te s t s
Vorhaltung eines
Liquiditätspuers
Diversifizierung der
Refinanzierungsquellen
Kreditrisiko
Ausfall von Kreditnehmern
bzw. Gegenparteien
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen /
Direktabschreibungen
Umfassende Bonitätsprüfung
und regelmäßiges Monitoring der
Kreditnehmer
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung
und Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Beteiligungsrisiko (als Teil des Kreditrisikos)
Abwertung des Beteiligungsansatzes
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen /
Direktabschreibungen
Jährliche Budgeterstellung
Laufende Managementgespräche
zur Beurteilung der
wirtschaftlichen Situation
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung
und Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Bonitätsrisiko
Verschlechterung der Bonität bzw.
Zahlungsfähigkeit von Kunden
Belastung des Jahresergebnisses
durch höhere Risikovorsorgen /
Marktwertveränderungen
Umfassende Bonitätsprüfung
und regelmäßiges Monitoring
der Kreditnehmer
Zinsänderungsrisiko
Veränderung der Marktzinsen
Veränderung des Wertes
von Finanzinstrumenten
Belastung des Jahresergebnisses
Geringe Fristentransformation
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Sensitivitäts-
analysen in den Dimensionen
Barwertveränderung und
Zinsergebnis
Regelmäßige Überwachung
und Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
192
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Operationelles Risiko
Fehlerhafte interne Prozesse
Te c h n o l o g i e v e r s a g e n
Katastrophen bzw. externe Ereignisse
IKT und Cyberrisiken
Belastung des Jahresergebnisses
durch Wertveränderungen
Laufende Weiterentwicklung des
Internen Kontrollsystems (IKS)
Regelmäßige Risikoanalysen und
Business Impact Analysen (BIA)
Laufende Entwicklung und Über-
arbeitung von Arbeitsrichtlinien und
-anweisungen
hrung einer Verlustdatenbank
Strategieworkshops und
Schulungsmaßnahmen
Vorhalten eines Notfallplanes
Immobilienrisiko
Konzentrationsrisiko im Zusammen-
hang mit dem Geschäftsmodell
Belastung des Jahresergebnisses
Definition von Risikoleitlinien
für Immobilienengagements
Klar festgelegte Limits
Umfassende Bewertung mittels
Immobilienrating
Regelmäßige Überwachung
und Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko
Schwankung des Ertragsprofils
aufgrund reduzierter laufender
Einnahmen
Belastung des Jahresergebnisses
Jährliche Budgeterstellung
Laufendes Management Reporting
zur Beurteilung der
wirtschaftlichen Situation
Regelmäßige Überwachung
und Bewertung im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung
Die Wiener Privatbank SE war zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen sonstigen
Risiken, wie u. a. Währungsrisiken, ausgesetzt. Die rechtlichen Risiken werden
durch eine eigene Rechtsabteilung, sowie durch Kooperation mit unabhängigen
Rechtsanlten überwacht und minimiert.
Der Vorstand hat Ende 2024 keine bestandsgefährdenden oder anderen ernst-
haften Risiken für die Wiener Privatbank SE identifiziert. Das vorherrschende
makroökonomische Umfeld wird für das Risiko- und Ertragsprofil bestimmend
und im neuen Geschäftsjahr 2025 spürbar bleiben. Über einen nachlassenden
Lohndruck wird eine geringere Inflationsdynamik erwartet, womit in Kombination
mit einer nachlassenden restriktiven Wirkung der Geldpolitik auf die Konjunktur
die Zinserwartungen im Euro-Raum neu bewertet werden. Die weiteren Entwick-
lungen der Kapitalmärkte, sowie die volks- und realwirtschaftlichen Auswirkungen
werden von der Dauer und dem weiteren Verlauf der Konflikte in Verbindung mit
den geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und den realpolitischen Maß-
nahmen der Regierungen direkt beeinflusst. Von einer spürbaren Entspannung ist
voraussichtlich erst bei einer nachhaltigen Deeskalation zwischen den Konflikt-
parteien und einer fortwährend spürbaren Erholung der Volkswirtschaften aus-
zugehen. Makroökonomische Prognosen zeigen zum Zeitpunkt der Berichts-
erstellung für das laufende Jahr eine gedämpft positive Entwicklung des
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
193
Wirtschaftswachstums im Euro-Raum (siehe u. a. WKO-Statistik Wirtschafts-
wachstum Europa vom November 2024 mit Daten der EU-Kommission sowie
Konjunkturprognosen des WIFO/IHS vom Dezember 2024). Österreichs BIP-
Wachstum wird voraussichtlich unter dem Durchschnitt des Euroraums liegen.
Abwärtsrisiken verbleiben aber im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und
dem Gaza Konflikt, der Energiepreisentwicklung und eventueller Gasrestriktionen
sowie Zollkonflikten. Die Geldpolitik hat ebenso erheblichen Einfluss auf die
weitere Konjunkturentwicklung. In diesem schwierigen unternehmerischen
Umfeld für Kreditnehmer und verhaltener Entwicklung der Immobilienmärkte ist
von einem fortlaufend erhöhten Insolvenzaufkommen auszugehen im Jahr 2024
waren diese Entwicklungen deutlich sichtbar und haben sich im Kreditbuch der
Wiener Privatbank SE materialisiert. Die NPL-Quote beträgt zum 31.12.2024
rd. 6,92% (VJ: 4,8%), ein Abbauplan zur Reduktion notleidender Kunden-
forderungen wurde implementiert. Im neuen Geschäftsjahr 2025 werden daher
laufende Anstrengungen zur Diversifizierung unserer Ertragsstrukturen verstärkt
fortgeführt und bestehende Risiken engmaschig überwacht und proaktiv
gesteuert. Auf Grund der hohen Kernkapital- und Liquiditätsquoten ist die Bank
weiterhin gut gerüstet.
Die Wiener Privatbank SE ist in den vom Ukraine Konflikt betroenen Regionen
vor Ort nicht präsent. Es besteht somit kein nennenswertes Engagement mit
Russland-Bezug im Portfolio und die Bank ist somit von der Ukraine-Krise
wirtschaftlich hauptsächlich indirekt über Sekundäreekte betro en.
Die seit Februar 2022 anhaltenden kriegerischen Aggressionen der Russischen
deration gegen die Ukraine führten zu weitreichenden Sanktionen von
Regierungen zahlreicher Staaten, einschließlich der Euroischen Union. Die
gesetzten Sanktionsprogramme, die in erster Linie auf die Schwächung der
russischen Wirtschaft abzielen, wurden von der Wiener Privatbank SE im vollen
Umfang umgesetzt.
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
Nach üblichen Bankenstandards werden Risiken über das Risikomanagement
identifiziert, gemessen und gesteuert. In der Wiener Privatbank SE ist eine klare
Tr e n n un g z wi s c h e n d e n Ma r k ta b t e i l u n g e n u n d d e r Ri s i k o b e u r t e i lu n g / Ri s i k o -
kontrolle implementiert. Die Grundsätze und Methoden für das Management
betriebswirtschaftlicher Risiken sind in Handbüchern und internen Richtlinien
festgelegt. Das Risikomanagement der Wiener Privatbank SE ist dem Vorstand
Marktfolge zugeordnet.
Das Kreditrisiko inklusive dem Beteiligungsrisiko ist das größte Risiko, mit dem
die Wiener Privatbank SE konfrontiert ist. Die Marktfolgeabteilungen beurteilen
alle Finanzierungs- und Beteiligungsanträge (Grundsatz der Doppelvotierung
entsprechend den Mindeststandards für das Kreditgeschäft der FMA) und
bestätigen, auf Basis der im Einsatz befindlichen Modelle, die mindestens jährlich
neu zu erstellenden Bonitätsbeurteilungen. Darüber hinaus werden Engagements
mit erhöhtem Risikoprofil identifiziert und werden gemeinsam mit der
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
194
betreuenden Marktabteilung Maßnahmen zur Risikoreduktion vereinbart. Anhand
eines Ampelsystems innerhalb einer Watch Loan-List werden diese Engagements
laufend überwacht.
Direktes Kreditgeschäft mit natürlichen oder juristischen Personen aus Russland
und Belarus besteht keines. Kreditengagements, die potenziell indirekt von der
aktuellen Situation in der Region betroen sein können, werden laufend überwacht
bei den wenigen identifizierten Engagements, wie beispielsweise Kreditnehmer
mit Bezug zur Ukraine, besteht jeweils eine vollständige materielle Besicherung.
Aus heutiger Sicht ist von keiner besonderen Betroenheit auszugehen. Neben
dem Kreditrisiko wird in den Hauptrisikoarten zwischen Markt-, Liquiditäts-,
Geschäfts- und operationellen Risiken unterschieden. Die Messung des Markt-
und Geschäftsrisikos erfolgt in Form des Value at Risk. Um die ungünstigen Eekte
extremer Marktbewegungen zu simulieren, werden Stress-Te s t s d u rchgefüh r t .
Zur Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität auch in adversen Szenarien
wird in der Steuerung ein Liquiditätspuer vorgehalten, der regelmäßig angepasst
und über Stress-Tests validier t w i rd. Dem oper a t i o n e l l e n R i s i k o w i r d ü b e r e i n um-
fassendes internes Kontrollsystem (IKS) und laufende Risikoanalysen begegnet.
Das Immobilienrisiko, sowie das Konzentrationsrisiko manifestieren sich haupt-
sächlich in den genannten Hauptrisikoarten. Es bestehen klare Leitlinien und
Limitierungen zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken. Die zentrale
Steuerungsgröße im Zusammenhang mit dem Risikomanagement ist das
ökonomische Eigenkapital. Eine Risikotragfähigkeitsrechnung stellt die Gesamt-
risikoposition in einer ökonomischen Betrachtung dar.
Auch im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist ein internes Kontroll-
system (IKS) im Einsatz. Die Kontrollen werden durch entsprechende
organisatorische Maßnahmen, die in die Unternehmensprozesse integriert sind,
gewährleistet. Die r die Rechnungslegung und das Controlling zuständige Einheit
ist unabhängig von den Mitarbeitern der Markteinheit der Bank. Die Bank verfügt
über Funktionstrennungen bei der Buchungseingabe und der anschließenden
Buchungsfreigabe in das zentrale IT-System. Personen aus den Marktbereichen
nnen keine Buchungsfreigaben tätigen. Somit zählen das 4-Augen-Prinzip,
Zugrisbeschränkungen im IT-Bereich und Zahlungsrichtlinien zu den präventiven
Kontrollen. Arbeitsrichtlinien enthalten Regelungen, die einen korrekten Arbeits-
ablauf garantieren und sicherstellen, dass betriebliche Vorgänge, die regelmäßig
anfallen, einheitlich abgewickelt werden. Stellenbeschreibungen enthalten genaue
Beschreibungen des Aufgabenbereiches des jeweiligen Mitarbeiters, sowie die
personelle Zuordnung. Regelmäßig erfolgen Prüfungen der Konten und deren
Bewertungen.
Die internen Kontrollsysteme (IKS) und das Risikomanagement werden von der
dem Vorstand unterstellten Abteilung Interne Revision überprüft.
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Jahresabschluss
Lagebericht
195
Derivate Finanzinstrumente
Hinsichtlich dieses Punkts wird auf den Anhang verwiesen.
Forschung und Entwicklung
Aufgrund der Geschäftstätigkeit als Bank sind Forschung und Entwicklung nicht in
einer eigenen F&E-Abteilung angesiedelt. Es werden daher auch keine eigenen
Mittel für Forschung und Entwicklung aufgewendet oder ausgewiesen.
Aktien der Gesellschaft und Stellung der Aktionäre
Das Grundkapital der Wiener Privatbank betrug zum 31. Dezember 2024
unverändert EUR 11.360.544,15 und war in 5.004.645 Stückaktien eingeteilt. Der
auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals belief sich
damit unverändert auf EUR 2,27.
Sämtliche Aktien sind in einer veränderbaren Sammelurkunde verbrieft, die bei
der Österreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft, Am Hof 4, 1010 Wien, als
Wertpapiersammelbank hinterlegt ist. Eine Einzelverbriefung der Aktien ist
satzungsgemäß ausgeschlossen. Alle zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien
der Gesellschaft sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Die ISIN der
Aktien lautet AT0000741301. Im Geschäftsjahr 2024 waren gemäß IAS 33.30
durchschnittlich 5.004.645 Aktien im Umlauf. Jede Aktie gewährt das Recht zur
Teilnahme an der Hauptv e rsammlung und zur Ausübu n g des Stimmr e c h t s , wobei
jede Aktie eine Stimme gewährt. Kein Aktionär verfügt daher über besondere
Kontrollrechte. Stimmrechtsbeschränkungen aufgrund von Vereinbarungen
zwischen Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt.
Zum Stichtag 31. Dezember 2024 hielten die Kernaktionäre folgende Anteile:
Mit einem Anteil von 16,61 % war dieK5 Beteiligungs GmbH weiterhin Haupt-
aktionär der Wiener Privatbank SE. Die Kerbler Holding GmbH und die Lehar
Schlössl Besitz GmbH hielten jeweils 3,39 % der Anteile, während die Sonne
Privatstiftung 8,94 % und Mag. Johann Kowar 0,79 % der Aktien besaßen. Zudem
hielt die J.K. Beteiligungs GmbH einen Anteil von 0,18 %.
Zu den weiteren bedeutenden Aktioren gerten die Alpha Fund AD mit
9,55 %, die Bohemia Faktoring, a.s. und die Shanfari Investment Co. L.L.C., die
beide über einen Anteil von 9,90 % verfügten. Des Weiteren war die Aventure
Capital AG mit 8,64 % und die Ficron Finance Limited mit 7,06 % vertreten.
Der verbleibende Aktienanteil von 21,65 % befand sich im Streubesitz.
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
196
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Hauptversammlung gewählt.
Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen oder zwei
Stellvertreter. Sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen
über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrats betre en
§ 10 Pkt. 4 der Satzung, wonach, für die Abberufung von Mitgliedern des
Aufsichtsrats, vor Abschluss der Funktionsperiode eine Mehrheit von drei Viertel
der abgegebenen gültigen Stimmen auf der Hauptversammlung erforderlich ist.
Der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank bestand im Geschäftsjahr 2024 aus
Dr. Gottwald Kranebitter (Vorsitzender), Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-
Stellvertreter), Günter Kerbler, Heinz Meidlinger und Wolfgang Zehenter.
Im Geschäftsjahr 2024 kam es zu personellen Änderungen im Vorstand der
Wiener Privatbank SE. Der Vorstandsvorsitzende, Mag. Christoph Raninger, PhD
legte auf eigenen Wunsch sein Vorstandsmandat per 30. September 2024 zurück.
Mit 1. Oktober 2024 wurde Mag. Stefan Selden als neues Mitglied des Vorstandes
bestellt, wobei sein Mandat bis 31. Dezember 2027 befristet ist. Gleichzeitig
wurde das Vorstandsmandat von Herrn Eduard Berger um weitere fünf Jahre, bis
zum 31. Dezember 2029 verlängert.
Mitarbeiter
Die Wiener Privatbank legte auch im Geschäftsjahr 2024 Wert darauf, die fachli-
che Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter laufend auszubauen. In der Berichts-
periode wurden EUR 64.654,33 in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
investiert. Dies bedeutet ein um ca. 35 % höheres Aus- und Weiterbildungs-
budgets für die Mitarbeiter der Wiener Privatbank SE verglichen mit dem Jahr
2023. Auf Basis einer flachen Hierarchie bietet der Wiener Privatbank Konzern
ihren Mitarbeitern individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, sowie ein erfolgs- und
leistungsabhängiges Bonusmodell. Bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern setzte
die Wiener Privatbank auch 2024 auf einen mehrstufigen Selektionsprozess, der
sicherstellt, dass die hohen Qualitätsanforderungen in allen Abteilungen erfüllt
werden. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Jahr 2024 in FTE 68,73
bzw. in HC 76. Verglichen mit dem Jahr 2023 bedeutet dies eine Senkung des
Personalstandes auf HC-Basis um 5,33 %. Die Wiener Privatbank Konzern bietet
ebenfalls den Mitarbeitern unterschiedliche Sozialleistungen an. Im Jahr 2024
wurden in Summe EUR 82.800,65 als individueller Essenszuschuss gewährt.
Ebenfalls wurde im Sinne der Nachhaltigkeit ein sogenanntes Jobticket für
Mitarbeiter angeboten. Die Ausgaben dafür betrugen EUR 17.846,70. Für Arbeits-
medizin, -psychologie und die Sicherheitstechnische Betreuung beliefen sich die
getätigten Ausgaben im Jahr 2024 auf EUR 13.574,77.
Ein weiterer Benefit sind Beitragszahlungen in eine Pensionskasse. In Summe
wurden dafür EUR 201.800,00 aufgewendet.
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
197
Nachhaltigkeit
Die Wiener Privatbank SE sieht diese Neuerungen nicht als Muss sondern als
Chance, einen wesentlichen Beitrag für eine Neuorientierung zu einer nach-
haltigen Finanzwirtschaft zu leisten, von der Kunden und Dienstleister gleicher-
maßen profitieren werden.
Erklärtes Ziel der Wiener Privatbank SE ist es, sowohl auf Unternehmens- als auch
auf Produktebene künftig noch nachhaltiger, CO
2
-schonender und ressourcen-
ezienter zu werden. Dafür wurde die Verantwortung für „Sustainable Finance“
einerseits in der Stelle Product Governance im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von
Wertpapieren und den Abgleich zu den Kunden-Präferenzen und andererseits in
der Stelle Risikomanagement im Hinblick auf eine regelmäßige Analyse der Nach-
haltigkeitsrisiken und Ableitung von geeigneten Maßnahmen je Geschäftsbereich
oder für das Unternehmen selbst verankert.
Product Governance berücksichtigt Nachhaltigkeitskategorien sowohl beim Auf-
setzen von neuen Finanzprodukten sowie bei deren Überwachung und zeigt dies
auch im Beratungs-Universum für Private Banking an. Auch im Produkt-
einführungsprozess wird die Nachhaltigkeit eines neuen Produktes überprüft.
Ebenso nimmt die Wiener Privatbank SE nachhaltige Aspekte in ihre Produkt-
gestaltung und Dienstleistungen auf.
Das Asset Management der Wiener Privatbank SE, durch ihr Tochterunternehmen
Matejka & Partner Asset Management GmbH, berücksichtigt bei ihren Fonds-
produkten gemäß Art. 8 der Oenlegungsverordnung für die Wiener Privatbank
SE die ökologischen und sozialen Merkmale sowie die wesentlichen nachteiligen
Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren.
Die regulatorischen Erweiterungen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Banken
aus dem Bereich ESG haben zu umfangreiche Anpassungen von Prozessen in
vielen Arbeitsbereichen der Wiener Privatbank SE gebracht intern und auch
gegenüber dem Kunden. Die Wiener Privatbank SE verfolgt die regulatorischen
Entwicklungen engmaschig und erfüllt alle für ein Haus ihrer Größe vorgegebenen
Regelungen.
Zum Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)
hat die Wiener Privatbank SE auch im vergangenen Jahr zahlreiche Initiativen
gesetzt: Ein regelmäßiges Gesundheitsangebot für Mitarbeiter, welches neben
diversen Impfaktionen auch Schwerpunkte zur gesunden Ernährung und Möglich-
keiten der Inanspruchnahme externer psychologischer Unterstützung bei
besonderen Stresssituationen beinhaltete. Darüber hinaus wird allen Mitarbeitern
ein Jobticket der Wiener Linien zur Verfügung gestellt und ab einjähriger Unter-
nehmenszugehörigkeit werden Mitarbeiter auch in eine eigene Pensionskasse auf-
genommen. Weitere Maßnahmen erfolgten bezogen auf die Resilienz von
Mitarbeitern und Führungskräften durch regelmäßige Management-Te a m -
Meetings und diversen Mitarbeiterveranstaltungen zur Stärkung der Corporate
Culture.
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
198
Corporate Governance-Bericht
Der konsolidierte Corporate Governance-Bericht für das Geschäftsjahr 2024
wurde erstellt und ist auf der Website der Wiener Privatbank unter
www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/investor-relations-adhoc/berichte
abrufbar.
Ausblick 2025
Das Geschäftsjahr 2024 war für die Wiener Privatbank stark durch die
Verwerfungen am Immobilienmarkt geprägt. Nach vielen sehr erfreulichen Jahren
im Finanzierungsgeschäft in diesem Bereich musste die Bank Wertberichtigungen
in relevanter Höhe in diesem Segment buchen. Diese Eekte waren der Haupt-
treiber des Verlustes 2024. So schmerzlich diese Wertberichtigungen auch waren,
stellen sie wie gesagt in dieser Höhe zum größten Teil Einmaleekte dar. Vor allem
hat die Bank durch ihre nach wie vor hohe Kernkapitalquote ausreichende Risiko-
tragfähigkeit, um diese Verluste zu absorbieren, aber auch das geplante Neuge-
schäft zu unterstützen.
Die Bank hat ihr Kreditbuch bereits im Laufe des Jahres 2024 speziell in den
höheren Risikokategorien bereits deutlich zurückgefahren und die Vergabe von
immobilienlastigen Krediten im Mezzanin-Bereich massiv reduziert. Der Risiko-
appetit der Wiener Privatbank SE wird regelmäßig an die Marktgegebenheiten und
die Risikotragfähigkeit angepasst.
Das Jahr 2025 ist bisher von sinkenden Zinsen in einem nachhaltig rezessiven
Umfeld in Österreich geprägt. Die multiplen weltweiten Krisen sorgen für all-
gemeine Unsicherheit in vielen Bereichen. Am, r die Wiener Privatbank SE so
wichtigen, Immobilienmarkt sieht die Bank leichte Aufwärtstrends. Nach dem
negativen Jahr 2024 erwartet sie für 2025 eine deutliche Ergebnisverbesserung,
geht aber nach wie vor von einem herausfordernden Geschäftsjahr aus.
Die Wiener Privatbank SE legt weiterhin großen Wert auf eine starke Kapital- und
Liquiditätsausstattung, was die Entwicklung der weiterhin sehr robusten Kern-
kapitalquote und der Liquiditätskennzahlen deutlich zum Ausdruck bringen. Somit
steht die Bank nicht nur auf sicheren Beinen, sondern ist auch für die Chancen und
Herausforderungen des aktuellen Marktumfeldes gut gerüstet.
Kundennähe ist in der Wiener Privatbank SE ein wichtiges Qualitätsmerkmal, um
insbesondere in bewegten und herausfordernden Marktphasen die richtigen
Lösungen in Finanzierungs- und Veranlagungsthemen gemeinsam mit den Kunden
zu finden. Zu den Kerndienstleistungen der Bank zählen nach wie vor Projekt-
finanzierungen im Immobilienbereich (mittlerweile deutlich selektiver und groß-
teils im besicherten Bereich) sowie Lombardkredite mit klar definierten Rahmen-
bedingungen, um dem geänderten Marktumfeld Rechnung zu tragen. Weiters ent-
wickelt die Bank aktuell spezielles Know-How für selektiv ausgewählte Spezial-
finanzierungen, welche ein sehr attraktives Risiko-/Ertragsprofil aufweisen.
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Jahresabschluss
Lagebericht
199
Im Veranlagungsbereich setzt die Bank weiterhin auf ihre Kernkompetenz bei
Aktienveranlagungen, wenngleich das hauseigene Asset Management der Bank
insbesondere auch darauf abzielt, in seinem Produktangebot auch die Chancen
des sich verändernden Zinsumfeldes zum Vorteil der Kunden zu nutzen. Darüber
hinaus kann die Bank auch künftig auf eine reichhaltige Auswahl an „Betongold“
zurückgreifen, um sowohl Anlegern als auch Eigennutzern Zugang zu
interessanten Immobilien zu verschaen. Ebenfalls für Kunden im Programm
stehen Festgeldveranlagungen zu attraktiven Konditionen.
r kapitalmarktane KMUs bleibt die Bank unvendert ein kompetenter und
umsetzungsstarker Partner, wenn es um die Strukturierung und Begleitung von
Aktien- und Anleiheemissionen inklusive Börselistings und Zahlstellenfunktionen
geht. Hier schärft die Wiener Privatbank SE nicht zuletzt durch gezielte
Kooperationen mit Partnern für innovative Kapitalmarkt-Emissions-sungen
weiter ihr Profil als absoluter Kapitalmarkt-Experte für den KMU-Bereich. Wir
erweitern dadurch auch unsere Produktpalette, um unseren Kunden in möglichst
vielen Bereichen Lösungen anbieten zu können. Im Sinne einer durchgängigen
Wertschöpfungskette runden Custody- und Brokerage-Dienstleitungen das
Angebotsprogramm der Bank ab.
Mit diesem Leistungsangebot sieht sich die Wiener Privatbank SE weiterhin gut
positioniert, um Ihren Kunden in jeder Marktsituation ein ausgewogenes und
wertstiftendes Spektrum an Dienstleistungen anbieten zunnen.
Wien, am 10. April 2025
MAG.
STEFAN EDUARD
SELDEN BERGER - -
Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes
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Jahresabschluss
Lagebericht
200
JAHRESABSCHLUSS
Bilanz
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201
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Jahresabschluss
Bilanz
202
Bilanz zum 31. Dezember 2024
Aktiva
31.12.2024
EUR
EUR
TEUR
TEUR
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken
90.541.899,87
90.856
2. Schuldtitel öentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind
a) Schuldtitel öentlicher Stellen und ähnliche
Wertpapiere
35.694.203,15
20.676
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig
16.004.162,36
13.405
b) sonstige Forderungen
63.361.561,31
79.365.723,67
72.711
86.116
4. Forderungen an Kunden
52.099.991,03
80.971
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
b) von anderen Emittenten
10.424.141,48
10.424.141,48
5.398
5.398
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
3.799.650,06
4.162
7. Beteilig ungen
2.973.930,18
2.329
8. Anteile an verbundenen Unternehmen
6.527.635,27
6.776
9. Immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens
424.696,64
207
10. Sachanlagen
149.339,36
270
11. Sonstige Vermögensgegenstände
3.554.992,16
3.948
12. Rechnungsabgrenzungsposten
277.040,03
243
13. Aktive latente Steuern
1.607.255,62
198
287.440.498,52
302.149
Posten unter der Bilanz
1. Auslandsaktiva
66.474.531,30
61.929
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Jahresabschluss
Bilanz
203
Passiva
31.12.2024
EUR
EUR
TEUR
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig
1.007.740,83
10.188
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
0,00
1.007.740,83
0
10.188
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) sonstige Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig
139.181.657,25
153.777
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
108.126.397,65
247.308.054,90
84.556
238.333
3. Sonstige Verbindlichkeiten
2.311.358,06
5.338
4. Rechnungsabgrenzungsposten
372.651,42
380
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Abfertigungen
514.111,09
490
b) ckstellungen r Pensionen
2.701.326,39
2.804
c) Steuerrückstellungen
0,00
301
d) sonstige
811.285,54
4.026.723,02
612
4.206
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken
0,00
1.000
7. Geze ichn ete s K apit al
Nennbetrag
11.360.544,15
11.361
8. Kapitalrücklagen
gebundene
18.361.464,49
18.361
9. Gewinnrücklagen
andere Rücklagen
0,00
7.080
10. Haftrücklage gemäß § 57 Abs 5 BWG
2.686.591,22
3.297
11. Bilanzgewinn
5.370,43
2.605
287.440.498,52
302.149
Posten unter der Bilanz
1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der
Bestellung von Sicherheiten
5.866.915,77
4.353
2. Kreditrisiken
10.432.276,48
7.8 61
3. Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013
30.423.421,60
41.356
4. Eigenmittelanfoderungen gemäß Art 92 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Gesamtrisikobetrag)
135.443.601,52
169.221
darunter: Eigenmittelanfoderungen gemäß Art 92 Abs 1
lit a der Verordnung (EU) Nr Nr. 575/2013
22,5 %
24,4 %
lit b der Verordnung (EU) Nr Nr. 575/2013
22,5 %
24,4 %
lit c der Verordnung (EU) Nr Nr. 575/2013
22,5 %
24,4 %
5. Auslandspassiva
135.880.196,61
127.888
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Jahresabschluss
Bilanz
204
JAHRESABSCHLUSS
Gewinn- und Verlustrechnung
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205
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Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung
206
Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2024
Gewinn- und Verlustrechnung 1/2
2024
2023
EUR
EUR
TEUR
TEUR
1. Zinsen und ähnliche Erträge
13.363.160,40
13.264
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren
447.998,61
478
2. Zinsen und ähnliche Anwendungen
-3.420.101,37
-2.067
I. Nettozinsertrag
9.943.059,03
11.197
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und
nicht festverzinslichen Wertpapieren
296.010,63
5
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
100.000,00
396.010,63
280
285
4. Provisionserträge
6.976.386,72
8.024
5. Provisionsaufwendungen
-1.212.031,35
-1.158
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften
425.537,25
646
7. Sonsti ge be trie bl ich e Er träge
760.476,28
1.118
II. Betriebserträge
17.289.438,56
20.112
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
-7.160. 556,95
-6.860
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale
Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge
-1.513.111,81
-1.550
cc) sonstiger Sozialaufwand
-144.614,73
-133
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung
-195.043,12
-190
ee) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Vorsorgekassen
-394.426,85
-147
-9.407.753,46
-8.880
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
-5.339.931,12
-14.747.684,58
-4.796
-13.676
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10
enthaltenen Vermögensgegenstände
-233.818,42
-644
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-444.579,89
-716
III. Betriebsaufwendungen
-15.426.082,89
-15.036
IV. Betriebsergebnis
1.863.355,67
5.076
Graphics
Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung
207
Gewinn- und Verlustrechnung 2/2
2024
2023
EUR
EUR
TEUR
TEUR
11. Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen
zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für
Kreditrisiken
-15.733.125,19
-2.159
12. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen
auf Forderungen und aus Rückstellungen für Eventual-
verbindlichkeiten und für Kreditrisiken
1.256.982,03
282
13. Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanz-
anlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und Antei-
len an verbundenen Unternehmen
-682.188,95
-400
14. Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die
wie Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteiligun-
gen und Anteile an verbundenen Unternehmen
347.680,35
0
V. Er ge bn is d er ge wö hn lic he n G es ch äftstätigkeit
-12.947.296,09
2.798
15. Außerordentliche Erträge
1.000.000,00
0
darunter: Entnahmen aus dem Fonds für
allgemeine Bankrisiken
1.000.000,00
0
16. Steuern vom Einkommen und Ertrag
1.657.636,09
-657
VI. Jahresfehlbetrag/-überschuss
-10.289.660,00
2.141
17. Rücklagenbewegung
7.690.000,00
0
darunter: Auflösung der Haftrücklage
610.000,00
0
VII.Jahresverlust/-gewinn
-2.599.660,00
2.141
18. Gewinnvortrag
2.605.030,43
464
VIII. Bilanzgewinn
5.370,43
2.605
Graphics
Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung
208
JAHRESABSCHLUSS
Entwicklung des
Anlagevermögens
Graphics
209
Graphics
Jahresabschluss Entwicklung des Anlagevermögens
210
Entwicklung des Anlagevermögens
1. Jänner 2024 bis 31. Dezember 2024
Entwicklung zu Anschaungs- und Herstellungskosten
Kumulierte Abschreibung
Buchwerte
Posten des Anlagevermögens
Angaben in EUR
Stand
1.1.2024
Zugänge
Abgänge
Stand
31.12.2024
Stand
1.1.2024
Jahres-
abschreibung
Zuschrei-
bung
Abgänge
Gesamt
Stand
31.12.2024
Stand
31.12.2023
1. Schuldtitel öentlicher
Stellen und ähnliche WP
20.750.365,00
17.780.852,00
2.968.170,00
35.563.047,00
97.895,00
0,00
0,00
0,00
97.895,00
35.465.152,00
20.652.470,00
2. Forderungen Kreditinstitute
1.085.972,85
0,00
1.085.972,85
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
1.085.972,85
3. Forderungen an Kunden
3.850.000,00
0,00
2.850.000,00
1.000.000,00
1.000.000,00
0,00
0,00
0,00
1.000.000,00
0,00
2.850.000,00
4. Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere
953.700,00
0,00
0,00
953.700,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
953.700,00
953.700,00
5. Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
2.317.022,50
0,00
0,00
2.317.022,50
407.859,07
430.568,56
0,00
0,00
838.427,63
1.478.594,87
1.909.163,43
6. Beteiligungen
2.328.930,18
645.000,00
0,00
2.973.930,18
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
2.973.930,18
2.328.930,18
7. Anteil e an ve rbun den en
Unternehmen
12.303.599,48
0,00
0,00
12.303.599,48
5.528.065,21
247.899,00
0,00
0,00
5.775.964,21
6.527.635,27
6.775.534,27
8. Immaterielles
Anlagevermögen
a) Lizenzen und Software
1.807.734,28
414.564,86
114.156,36
2.108.142,78
1.600.672,53
100.404,66
0,00
17.631,05
1.683.446,14
424.696,64
207.061,75
9. Sachanlagen
1.807.734,28
414.564,86
114.156,36
2.108.142,78
1.600.672,53
100.404,66
17.631,05
1.683.446,14
424.696,64
207.061,75
a) Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.316.013,93
9.033,75
109.773,00
1.215.274,68
1.045.752,97
129.247,03
0,00
109.064,68
1.065.935,32
149.339,36
270.260,96
b) geringwertige
Vermögensgegenstände
0,00
3.738,71
3.738,71
0,00
0,00
3.738,71
0,00
3.738,71
0,00
0,00
0,00
1.316.013,93
12.772,46
113.511,71
1.215.274,68
1.045.752,97
132.985,74
0,00
112.803,39
1.065.935,32
149.339,36
270.260,96
44.396.315,73
18.853.189,32
7.1 31 .8 10 ,9 2
56.117.694,12
9.272.385,71
481.289,40
0,00
130.434,44
9.623.240,67
46.494.453,45
35.123.930,02
Graphics
Jahresabschluss Entwicklung des Anlagevermögens
211
Graphics
Jahresabschluss
Entwicklung des Anlagevermögens
212
JAHRESABSCHLUSS
Anhang zum Jahresabschluss
Graphics
Jahresabschluss
Entwicklung des Anlagevermögens
213
Graphics
214
JAHRESABSCHLUSS
Anhang zum Jahres-
abschluss für das
Geschäftsjahr 2024
I. Allgemeine Angaben
Die Wiener Privatbank SE hat ihren Geschäftsschwerpunkt in Österreich.
Die Hauptgeschäftsfelder sind Private Banking, Asset Management (Matejka &
Partner), Brokerage, Capital Markets, Unternehmens & Projektfinanzierung und
Immobilienprodukte & -projekte.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde nach den Vorschriften
des UGB unter Beachtung der für Kreditinstitute relevanten Regelungen des
Bankwesengesetzes aufgestellt.
Die Bank gehört der Einlagensicherung AUSTRIA GesmbH (ESA) an.
Die Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten Kreis
von Unternehmen.
Die Wiener Privatbank SE hat als Medium für die Oenlegung gemäß Art. 431 .
CRR das Internet gewählt. Die Oenlegung ist auf der Website der Wiener
Privatbank SE unter www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/oenlegungen/
oenlegungen-gemaess-art-431-crr dargestellt und begründet.
Der Konzernabschluss der Wiener Privatbank SE ist beim Handelsgericht Wien
unter der Firmenbuchnummer 84890p hinterlegt.
II. Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Generalnorm
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln,
aufgestellt.
Die Gesellschaft ist ein Kreditinstitut. Dementsprechend werden die
Bestimmungen über die Rechnungslegung von Kreditinstituten gemäß § 43
Bankwesengesetz (BWG) in geltender Fassung angewendet. Die Gliederung der
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß den in der Anlage II zu
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
215
§ 43 BWG enthaltenen Formblättern. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses
wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Hinsichtlich der Bewertung
der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der
Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des
Bankgeschäftes Rechnung getragen. Insbesondere wurden nur die am Abschluss-
stichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risiken und
drohenden Verluste berücksichtigt.
Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des
vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Fremdwährungsumrechnung
Die auf Fremdwährungen lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlich-
keiten werden zu den von der Europäischen Zentralbank bekannt gegebenen
Devisen-Richtkursen des Bilanzstichtages umgerechnet. Termingeschäfte sind
mit dem Te r m i n k u rs ang e s e t z t .
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute werden grundsätzlich mit den Anschaungs-
kosten bewertet. r erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen
gebildet.
Forderungen an Kunden
Die Forderungen werden grundsätzlich mit den Anschaungskosten bewertet.
Die Wertberichtigungen werden in Anlehnung an IFRS 9 mittels eines Bewer-
tungsmodells gebildet und beinhalten Annahmen und Schätzunsicherheiten.
Die Wiener Privatbank SE wendet die IFRS 9-Wertberichtigungslogik auf die
Bilanzposition Forderungen Kunden (excl. Anleihen) an. IFRS 9 sieht dabei die
Berechnung eines erwarteten Kreditverlusts (Expected Credit Loss) vor. Im
Rahmen der Ermittlung der Risikovorsorge sieht IFRS 9 eine Stufenzuordnung
von Forderungen in drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste
bestimmen. Zum Zeitpunkt der Ersterfassung der Forderung erfolgt in der Regel
die Zuordnung in Stufe 1. Die Risikovorsorge entspricht hier der Höhe der im
folgenden Jahr erwarteten Verluste (12-Monats-Expected Credit Loss). Erfolgt
eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos so erfolgt der Transfer in die
Stufe 2. Hier entspricht die Höhe der Risikovorsorge der über die gesamte Rest-
laufzeit des Finanzinstruments erwarteten Verluste (Lifetime Expected Credit
Loss). Hierfür sind Kreditrisikoparameter (Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlust bei
Ausfall und Kreditbetrag bei Ausfall) unter Berücksichtigung historischer, gegen-
wärtiger und zukunftsorientierter Informationen zu modellieren.
r erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen
(Stage 3 Wertberichtigung) gebildet. Zu diesem Zweck werden sämtliche Kredit-
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
216
forderungen auf objektive Hinweise auf Wertminderung geprüft, die Aus-
wirkungen auf die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme aus der Forderung
haben. In Stage 3 ist die Einzelbetrachtung bei signifikanten Vermögenswerten auf
Basis eines szenariogewichtetes DCF-Verfahren vorgesehen. Die Höhe der Wer t-
berichtigung ergibt sich aus der Dierenz des Buchwerts und des Barwerts der
zukünftigen erwarteten Zahlungsströme, wobei abhängig von den erwarteten
Zahlungsströmen ein oder mehrere Szenarien berechnet und gewichtet werden.
Bei nicht signifikanten Vermögenswerten ist auch eine vereinfachte Berechnung
ohne Szenariogewichtung gemäß IFRS 9 sachgerecht.
Die Wertberichtigung von Zinserträgen aus wertgeminderten Vermögenswerten
werden im Bewertungsergebnis ausgewiesen.
Modifikationen
Vertragsanpassungen liegen vor, wenn ein Vertrag geänder t wird, ohne dass
die Möglichkeit zur Anpassung ursprünglich im Vertrag vorgesehen war. Vertrags-
anpassungen werden nach qualitativen und quantitativen Kriterien beurteilt, um
festzustellen, ob eine erhebliche oder unerhebliche Vertragsanpassung vorliegt.
Erhebliche Vertragsanpassungen verändern den wirtschaftlichen Gehalt des
Finanzinstruments wesentlich und hren zur Ausbuchung des alten und
Einbuchung eines neuen Vermögensgegenstands.
Verändert eine Vertragsanpassung den wirtschaf tlichen Gehalt des Vermögens-
gegenstands nicht wesentlich, liegt eine unerhebliche Vertragsanpassung vor.
In diesem Fall kommt es zu keiner Ausbuchung des Vermögensgegenstands. Ent-
sprechend dem imparitätischen Realisationsprinzip werden Verluste aus solchen
unerheblichen Vertragsanpassungen im Zeitpunkt der Vertragsanpassung
gebucht, Gewinne bleiben außer Ansatz.
Wertpapiere
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden dem
Anlagevermögen zugeordnet und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip
bewertet. Es erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 208 (1) UGB. Das Wahlrecht
des § 56 Abs 2 und Abs 3 BWG (Verteilung des Agios bzw. Disagios über die
Laufzeit) wurde nicht in Anspruch genommen.
Wertpapiere des sonstigen Umlaufvermögens werden nach dem strengen
Niederstwertprinzip bewertet.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu
Anschaungskosten beziehungsweise bei dauerhafter Wertminderung mit
dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zuschreibungen werden bei
Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung bzw. bei einer
Wertaufholung vorgenommen.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
217
Immaterielle Vermögensgegenstände
Diese werden nur angesetzt, wenn sie entgeltlich erworben wurden.
Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu
Anschaungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen (lineare
Abschreibungsmethode und Nutzungsdauer 4 bis 10 Jahre). Gemäß den steuer-
lichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahres-
abschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung
vorgenommen. Anhaltende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige
Abschreibungen berücksichtigt.
Sachanlagen
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zu Anschaungskosten, vermindert
um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen er-
folgen nach der linearen Methode. Es wird eine Nutzungsdauer von 1 bis 10 Jahren
zugrunde gelegt.
Gemäß den steuerlichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine
volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahres-
abschreibung vorgenommen. Anhaltende Wertminderungen werden durch
außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.
Geringwertige Vermögensgegenstände
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaungswerten bis
EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben.
Derivative Finanzinstrumente
Derivate werden zu Sicherungszwecken abgeschlossen. Die Eigenmittel-
unterlegung erfolgt grundsätzlich nach der Marktbewertungsmethode.
Devisentermingeschäfte werden mit dem Devisenterminkurs bewertet.
Im Falle des Vorliegens eines negativen Marktwertes bei einem freistehenden
Derivat wird in voller Höhe eine Rückstellung gebildet.
Zurzeit werden keinerlei Devisentermingeschäfte getätigt.
Verpflichtungen
Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag, unter Bedachtnahme auf
den Grundsatz der Vorsicht, angesetzt.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
218
Rückstellungen
Die Rückstellung für Abfertigungen wird für die kollektivvertraglichen Ansprüche
sowie für eine Mitarbeiterin, welche sich in Abfertigung „Alt“ befindet, gebildet.
Die Berechnung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß den
Richtlinien der „International Accounting Standards IAS 19“.
Der Rechnungszinssatz beträgt 3,50 % (31. Dezember 2023: 3,30 %), es wird von
einer Valorisierung der Gehälter in 2025 in Höhe von 3,50 % (VJ: 6,00 %) und ab
dem Jahr 2026 in Höhe von 3,00 % (VJ: Annahme jährliche Valorisierung:
3,00 %) ausgegangen. Ein Fluktuationsabschlag wurde nicht angesetzt. Die ge-
setzlichen Regelungen hinsichtlich des Pensionsantrittsalters wurden unter der
Verwendung der Übergangsregelung vom Herbst 2004 berücksichtig t. Der
Zinsenanteil der Rückstellungszuführung wird innerhalb des Personalaufwandes
ausgewiesen.
Eine Rückstellung für Pensionen aktiver Mitarbeiter wurde nicht gebildet. Es
wurden Verträge mit der VBV Pensionskassen AG abgeschlossen.
Zusätzlich wurden Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen
Vorstandsmitglied übernommen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten
die Tafeln AVÖ 2018-P ANG. Unternehmensrechtlich wurde mit einem Zinssatz in
Höhe von 1,90 % p.a. (31. Dezember 2023: 1,82 %) gerechnet. Die Anwartschaft
auf Witwenpension wurde mittels Kollektivmethode berücksichtigt.
r die Pensionszahlungen des ehemaligen Vorstandsmitglieds wurden
Valorisierungen in Höhe von 2,00 % p.a. (VJ: 6,00 %) berücksichtigt.
Die übrigen Rückstellungen sind unter Beachtung des Vorsichtsprinzips für alle
zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbind-
lichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Langfristige
Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag erfasst und abgezinst.
Steuerrückstellungen und Steuerlatenz
Es wurde vom Wahlrecht der Aktivierung latenter Steuern auf Verlust-
vorträge Gebrauch gemacht. Latente Steuern werden in jener Höhe, in der es
wahrscheinlich ist, dassnftige steuerliche Ergebnisse zur Verfügung stehen,
um mit den steuerlichen Verlustvorträgen, Steuerguthaben oder steuerlich ab-
zugsfähigen temporären Dierenzen verrechnet werden zu können, ausgewiesen.
Es wird diesbezüglich ein Planungshorizont von fünf Jahren herangezogen, wobei
auch vergangene Erkenntnisse hinsichtlich Steuerkapazität und Profitabilität
einbezogen werden.
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanz-
orientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des aktuellen Körperschafts-
steuersatz von 23 % gebildet.
Die Steuerrückstellungen betreen Rückstellungen für die österreichische
rperschaftsteuer.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
219
III. Erläuterungen zur Bilanz
A. Darstellung der Fristigkeiten
Die nicht täglich fälligen Forderungen gegenüber Kreditinstituten gliedern sich wie
folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
mehr als fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als drei Monate bis ein Jahr
1.410.508,28
5.812.225,13
bis drei Monate
61.951.053,03
66.899.126,80
63.361.561,31
72.711.351,93
Forderungen gegenüber Kreditinstitute iHv. EUR 800.000,00 (VJ: TEUR 800)
dienen als Sicherungseinlagen für Geschäfte in Zusammenhang mit
Wertpapieren.
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig.
Die nicht täglich fälligen Forderungen gegenüber Kunden gliedern sich wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
mehr als fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
16.402.325,57
18.463.233,27
mehr als drei Monate bis ein Jahr
20.720.917,10
29.406.456,85
bis drei Monate
6.281.962,92
27.821.012,96
43.405.205,60
75.690.703,08
Die nicht täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gliedern sich
wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
mehr als fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
11.156.889,99
4.192.316,77
mehr als drei Monate bis ein Jahr
43.607.542,34
32.333997,20
bis drei Monate
53.361.965,32
48.030.295,16
108.126.397,65
84.556.609,13
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
220
B. Wertpapiere
Aufgliederung der zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere im Anlage- und
Umlaufvermögen (exkl. Zinsabgrenzungen):
Anlagevermögen
Angaben in EUR
börsenotiert
(Vorjahr)
nicht börsenotiert
(Vorjahr)
Schuldtitel öentlicher Stellen
35.465.152,00
(20.652.470,00)
0,00
(0,00)
Forderungen Kreditinstitute
0,00
(0,00)
0,00
(1.085.972,85)
Forderungen Kunden
0,00
(0,00)
0,00
(2.850.000,00)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
953.700,00
(953.700,00)
0,00
(0,00)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0,00
(0,00)
1.478.594,87
(1.909.163,43)
Umlaufvermögen
Angaben in EUR
börsenotiert
(Vorjahr)
nicht börsenotiert
(Vorjahr)
Forderungen Kunden
0,00
(4.428.202,71)
0,00
(400.000,00)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
9.415.194,44
(4.430.323,99)
0,00
(0,00)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0,00
(0,00)
2.321.055,19
(2.252.550,03)
Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaungskosten und des höheren
Marktwertes der Wertpapiere des Umlaufvermögens, welche zum rsehandel
zugelassen sind, beträgt EUR 140.056,31 (VJ: TEUR 0).
Von den unter den Aktivposten Beteiligungensowie Anteile an verbundenen
Unternehmenausgewiesenen Positionen sind EUR 0,00 (VJ: TEUR 0)
börsenotiert und EUR 9.501.565,45 (VJ: TEUR 9.104) nicht börsenotiert.
Aufgliederung der in den Aktivposten Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiereenthaltenen Wertpapieren nach folgenden Unterscheidungs-
kriterien:
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
Bewertung gem § 56 (1) BWG (Anlagevermögen)
1.478.594,87
1.909.163,43
Sonstige (Umlaufvermögen)
2.321.055,19
2.252.550,03
3.799.650,06
4.161.713,46
Die Zuordnung zum Anlagevermögen erfolgte, da diese Wertpapiere längerfristige
Finanzanlagen sind und dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu
dienen.
Das Kreditinstitut führt ein kleines Handelsbuch.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
221
Der Betrag der Forderungen aus festverzinslichen Wertpapieren und
Schuldverschreibungen, welche im nächsten Jahr fällig wird, beläuft sich
auf EUR 16.385.647,31 (VJ: TEUR 13.826).
C. Forderungen an Kunden
Der Stand der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden beträgt
EUR 6.221.937,04 (VJ: TEUR 1.855), die der Portfoliowertberichtigungen
EUR 564.271,25 (VJ: TEUR 315). Der Stand der Wertberichtigung nach
§ 57 Abs 1 BWG beläuft sich auf EUR 0,00 (VJ: TEUR 700).
D. Beteiligungen und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Änderungen.
Die Angaben zum Eigenkapital sowie des Jahresüberschusses/-fehlbetrages
beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024, soweit nicht
anders vermerkt.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
222
An den nachfolgend angeführten Unternehmen besteht per 31. Dezember 2024
ein direkter Anteilsbesitz von mindestens 20 % aller Anteile:
Name und Sitz
des Unternehmens
Anteil
in %
(VJ)
Kons.
Art
2
Eigenkapital
(Vorjahr)
EUR
Anteiliges
Eigenkapital
(Vorjahr)
EUR
Jahreberschuss/
fehlbetrag
(Vorjahr)
EUR
ATI Vermögen st reuh an dge se ll -
schaft m.b.H., Wien
100
V
485.093,95
(500.975,77)
485.093,95
(500.975,77)
84.118,18
(85.463,42)
Wiener Privatbank Immobilien
GmbH, Wien
100
V
1.767.414,11
(1.746.182,00)
1.767.414,11
(1.746.182,00)
21.232,11
(16.793,24)
Wiener Stadthäuser One
Immobilien GmbH, Wien
80
V
2.052.687,66
(2.576.005,71)
1.642.150,13
(2.060.804,57)
-523.318,05
(-62.379,45)
Matejka & Partner Asset
Management GmbH, Wien
80
V
313.847,00
(516.233,45)
251.077,60
(412.986,76)
22.613,55
(227.262,88)
EXIT One Immobilien GmbH,
Wien
50
A
2.027.762,04
(1.697.430,71)
1.013.881,02
(848.715,36)
-119.668,67
(-200.684,08)
Entwicklung KHWP Immo
Alpha GmbH, Wien
50
A
3.458.432,49
(2.542.558,95)
1.729.216,25
(1.271.279,48)
75.873,54
(-108.932,25)
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH,
Wien
49
V
4.301.834,67
(4.189.638,86)
2.107.898,99
(2.052.923,04)
112.195,81
(38.721,23)
Es wurden keine Gewinn-/Verlustabführungsverträge geschlossen. Es gibt im
Wiener Privatbank SE Konzern keine wechselseitigen Beteiligungen.
2
Konsolidierungsart: V = Vollkonsolidierung, A = at equity N = nicht konsolidiert
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
223
E. Gesonderte Angabe der Beträge der in den folgenden Aktivposten
enthaltenen (unverbrieften) Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht, IAS 24 Angaben, sowie Ver mögensgegenständ
nachrangiger Art
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
verbundene
Unternehmen
Beteiligungs-
unternehmen
verbundene
Unternehmen
Beteiligungs-
unternehmen
Aktiva
Forderungen an Kunden
1.112.419,31
4.637.015,92
2.191.981,95
3.550.000,00
Sonstige Vermögensgegenstände
259.569,27
0,00
408.509,35
0,00
Passiva
Verbindlichkeiten an Kunden
1.637.627,57
614.879,34
498.873,47
192.995,97
Sonstige Verbindlichkeiten
1.223,62
0,00
1.582,17
0,00
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen
und Personen
Aktiva
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
Forderungen gegenüber Kunden
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
0,00
7,79
andere nahestehende Unternehmen und Personen
4.051.719,11
3.032.862,67
Sonstige Aktiva
andere nahestehende Unternehmen und Personen
0,00
77.000,00
Passiva
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
826.620,46
556.272,28
andere nahestehende Unternehmen und Personen
1.840.050,53
3.690.132,11
Vermögensgegenstände nachrangiger Art
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
Forderungen an Kunden
13.050.000,00
13.700.000,00
Gesamt
13.050.000,00
13.700.000,00
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
224
F. Anlagevermögen
Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf Anlage 1 verwiesen.
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
Rechte und Lizenzen
424.696,64
207.061,75
Gesamt
424.696,64
207.061,75
2. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen
Sachanlagen
Die künftigen Miet- und Leasingverpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz
nicht ausgewiesenen Sachanlagen prognostizieren wir aus heutiger Sicht für
2025 mit ca. TEUR 613 (VJ: TEUR 596) und für 2025 bis 2028 insgesamt mit
ca. TEUR 2.452 (VJ: TEUR 2.385).
G. Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert
angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
Forderungen an verbundene Unternehmen
259.569,27
408.509,35
Sonstige
3.295.422,89
3.539.462,27
Gesamt
3.554.992,16
3.947.971,62
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen iHv. EUR 100.000,00
(VJ: TEUR 280) betreen die Gewinnübernahmen, die Gruppenumlage
(Körperschaftsteuer) iHv. EUR 57.452,90 (VJ: TEUR 27) und diverse Konzern-
verrechnungen iHv. EUR 102.116,37 (VJ: TEUR 101). Die sonstigen Forderungen
setzten sich aus geleisteten Anzahlungen iHv. EUR 7.411 ,00 (VJ : TEUR 6),
EUR 9.440,31 (VJ: TEUR 8) aus Kautionszahlungen und Forderungen gegenüber
dem Personal iHv. EUR 396.561,18 (VJ: TEUR 315) zusammen. Die Forderungen
aus Lieferung und Leistung belaufen sich auf EUR 180.684,01 (VJ: TEUR 370), die
Forderung aufgrund einer übernommenen Verpflichtungserklärung aus Pensions-
rückstellungen auf EUR 2.701.326,39 (VJ: TEUR 2.804) und gegenüber Verrech-
nungskonten auf EUR 0,00 (VJ: TEUR 36).
Forderungen iHv. EUR 428.968,96 (VJ TEUR 747) sind erst nach dem Stichtag
zahlungswirksam.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
225
Die Fristigkeiten der sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
täglich fällig
842.381,45
1.112.482,68
bis drei Monate
53.828,39
52.452,39
mehr als drei Monate bis ein Jahr
158.080,87
155.619,56
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
812.722,26
769.159,16
mehr als fünf Jahre
1.687.979,19
1.858.257,83
3.554.992,16
3.947.971,62
H. Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurden für temporäre
Dierenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz
für folgende Posten gebildet:
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
KFZ
27.000,00
21.000,00
Langfristige Personalrückstellungen
153.015,52
139.792,40
Wertberichtigung nach § 57 Abs 1 BWG
0,00
700.000,00
Langfristige Rückstellungen
0,00
1.771,44
Betrag Gesamtdierenzen
180.015,52
862.563,85
Daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (23 %)
41.403,57
198.389,69
Aktivierung Verlustvortrag (23 %)
1.565.852,05
0,00
Gesamt
1.607.255,62
198.389,69
Es stehen steuerliche Verlustvorträge iHv. EUR 12.372.816,24, welche zeitlich
unbegrenzt vortragsfähig sind, zur Verfügung. Aktive latente Steuern iHv.
EUR 1.279.895,69 wurden jedoch nicht aktiviert, weil Ihre Nutzung im Planungs-
horizont von 5 Jahren nicht realisierbar erscheint.
I. Tr eu h a nd f or de r u ng e n
Es bestanden per 31. Dezember 2024 sowie im Vorjahr keine
Tr e u h an d f or d er u n ge n .
J. Eigenkapital
1. Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 11.361 (VJ: TEUR 11.361). Dieses
ist in 5.004.645 Stückaktien im Nennbetrag von je EUR 2,27 zerlegt.
2. Eigene Aktien
Die Wiener Privatbank SE betreibt zurzeit keinen Handel mit eigenen Aktien.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
226
3. Genehmigtes Kapital
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Oktober 2020 wurden folgende
Ermächtigungen erteilt bzw. Beschlussfassungen getroen (nach Widerruf der
vorherigen Ermächtigungen und Beschlussfassungen):
Der Vorstand wird gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts-
rates, bis zum 30. September 2025 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu
EUR 5.680.272 durch Ausgabe von bis zu 2.502.322 Stück auf Inhaber lautende
Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100 % des anteiligen Betrages des
Grundkapitals in einer oder in mehreren Tranchen gegen Bareinlage zu erhöhen
und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzulegen (genehmigtes
Kapital). Der Aufsichtsrat der Gesellschaft ist ermächtigt, Änderungen der
Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital
sowie aus diesem Ta g e s o r d n u n g s p u n k t e rgeb e n , zu beschli e ßen.
Der Vorstand wird gemäß § 174 Abs. 2 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf
Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates
Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, mit denen ein Umtausch- oder
Bezugsrecht auf den Erwerb von Aktien der Gesellschaft verbunden ist, auch in
mehreren Tranchen, auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und
das Wandlungsverfahren der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen,
den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis fest-
zusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Die Ausgabe-
bedingungen können zusätzlich oder anstelle eines Bezugs- oder Umtauschrechts
auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen Zeit-
punkt begründen. Die Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuld-
verschreibungen darf höchstens in jenem Umfang erfolgen, der eine Befriedigung
geltend gemachter Umtausch- oder Bezugsrechte und, im Fall einer in den
Ausgabebedingungen festgelegten Wandlungspflicht, die Erfüllung der ent-
sprechenden Wandlungspflichten aus der bedingten Kapitalerhöhung gewähr-
leistet. Der Preis der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ist unter
Berücksichtigung anerkannter finanzmathematischer Methoden in einem
anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln.
Die Hauptversammlung beschließt die bedingte Erhöhung des Grundkapitals
gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale EUR 5.680.272 durch Ausgabe
von bis zu 2.502.322 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur
Ausgabe an Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, zu
der der Vorstand in dieser Hauptversammlung ermächtigt wurde. Weiters wird
der Vorstand ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung
und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, ins-
besondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der
Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das
Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Weiters wird der Aufsichtsrat ermächtigt,
Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem
bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtausch-
verltnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des
Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu
ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuld-
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
227
verschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch
zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht sowie Beschlussfassung über die sich aus
diesem Tagesordnungspunkt ergebende Satzungsänderung.
4. Rücklagen
Entwicklung der Kapitalrücklagen
Der Stand der Kapitalrücklagen betrug zum 31. Dezember 2024
EUR 18.361.464,49 (VJ: TEUR 18.361).
Entwicklung der Gewinnrücklagen
Der Stand der Gewinnrücklagen beläuft sich im Berichtsjahr auf EUR 0,00
(VJ: TEUR 7.080). Im Geschäftsjahr wurde zur Verlustabdeckung ein Betrag von
EUR 7.0 80.000,0 0 (VJ : TEUR 0) aufgelöst.
Entwicklung der Haftrücklage
Der Stand der Haftrücklage betrug zum 31. Dezember 2024 EUR 2.686.591,22
(VJ: TEUR 3.297). Im Geschäftsjahr wurde zur Verlustabdeckung ein Betrag von
EUR 610.000,00 (VJ: TEUR 0) aufgelöst.
5. Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 (1) 19 BWG beträgt -3,59 %
(VJ: 0,71 %).
6. Gewinnverwendungsvorschlag
Es wird der Hauptversammlung keine Dividende vorgeschlagen. Im Geschäftsjahr
2024 wurde keine Dividende ausgeschüttet.
K. Rückstellungen und Sonstige Verbindlichkeiten betreende Angaben
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Rückstellungen mit
erheblichem Umfang:
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
Aufsichtsratvergütung
359.415,54
215.250,00
Rechts-, Prüfungs- und sonstige Beratungskosten
221.250,00
155.119,00
Personalrückstellung
131.880,00
107.163,23
Ungewisse Verbindlichkeiten
50.000,00
94.723,00
Geschäftsbericht/Veröentlichung
15.240,00
9.400,00
Sonstige
33.500,00
30.300,00
Gesamt
811.285,54
611.955,23
Sonstige Verbindlichkeiten
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind überwiegend abgegrenzte Aufwendungen
aus Provisionen von EUR 43.306,10 (VJ: TEUR 68), diverse Verrechnungskonten
iHv. EUR 64.097,06 (VJ: TEUR 65) und oene Lieferverbindlichkeiten iHv.
EUR 223.538,69 (VJ: TEUR 250) enthalten. Die übrigen sonstigen Verbindlich-
keiten betreen abgegrenzte Sachaufwendungen iHv. EUR 210.037,10 (VJ_
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
228
TEUR 142) und Verbindlichkeiten aus dem Valutaausgleich / Sanktionskonten iHv.
EUR 997.495,13 (VJ: TEUR 4.138). Die Verbindlichkeit aus sozialer Sicherheit be-
laufen sich auf EUR 160.366,95 (VJ: TEUR 151), gegenüber dem Finanzamt auf
EUR 611.293,41 (VJ: TEUR 522) und gegenüber verbundenen Unternehmen auf
EUR 1.223,62 (VJ: TEUR 2). Verbindlichkeiten iHv. EUR 1.200.044,86 (VJ:
TEUR 910) sind nach dem Stichtag zahlungswirksam.
Verbindlichkeiten iHv. EUR 1.313.862,93 (VJ: TEUR 1.200) sind nach dem Stichtag
zahlungswirksam.
Die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
bis ein Jahr
1.313.862,93
1.218.309,84
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
997.495,13
4.119.711,01
Gesamt
2.311.358,06
5.338.020,85
L. Derivative Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr wurden keinerlei Devisentermingeschäfte abgeschlossen
(VJ: TEUR 0).
M. Fremdwährungsaktiva und Fremdwährungspassiva
Die Aktiva, die auf fremde Währung lauten, betragen EUR 90.776.188,02
(VJ: TEUR 95.165) und die Passiva, die auf fremde Währung lauten, betragen
EUR 90.654.081,55 (VJ: TEUR 94.957).
N. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften
Es bestanden per 31. Dezember 2024 sowie im Vorjahr keine Treuhand-
verbindlichkeiten.
O. Haftungsverhältnisse
In den Eventualverbindlichkeiten sind Garantien und Haftungen iHv.
EUR 5.866.915,77 (VJ: TEUR 4.353) enthalten. Zum 31. Dezember 2024 besteht
ein Kreditrisiko iHv. EUR 10.432.276,48 (VJ: TEUR 7.861). Es handelt sich dabei
um noch nicht in Anspruch genommene Kredite.
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Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
229
P. Eigenmitt el der Wiener Privatbank SE ge mäß CRR *
Eigenmittelstruktur
Angaben in TEUR
31. Dezember 2024
31. Dezember 2023
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital)
11.360
11.360
Kapitalrücklagen
15.937
15.937
Sonstige anrechenbare Rücklagen
5.112
12.802
Einbehaltene Gewinne Vorjahre
2.605
464
Fonds für allgemeine Bankrisiken
0
1.000
(-) Abzugsposten vom CET 1 Kapital
-4.590
-207
CET 1 Kapital
30.423
41.356
Eingezahlte Kapitalinstrumente
0
0
(-) Abzugsposten vom Tier I Kapital
0
0
TIER I Kapital
30.423
41.356
Allgemeine Risikovorsorge KSA Banken
0
0
Ergänzende Eigenmittel TIER II
0
0
Eigenmittel gesamt (nach Abzugsposten)
30.423
41.356
Gesamtrisikobetrag
135.444
169.221
Harte Kernkapitalquote
22,46 %
24,44 %
Kernkapitalquote
22,46 %
24,44 %
Gesamtkapitalquote
22,46 %
24,44 %
* Die Matejka & Partner Asset Management GmbH wird als österreichische Wertpapierfirma und
Finanzinstitut iSd CRR unter Anwendung von Artikel 19 Abs 1 CRR aus dem Konsolidierungskreis
ausgenommen. Die Eigenmitteldarstellung erfolgt auf Solo-Ebene.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Eine Aufgliederung der Erträge nach geographischen Märkten gemäß
§ 64 Abs 1 Z 9 BWG kann aufgrund der Unwesentlichkeit der Unterscheidungs-
merkmale unterlassen werden.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
230
A. Aufgliederung der Zinsen und ähnliche Erträge
Angaben in EUR
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
für Forderungen an Kreditinstitute
6.675.972,06
5.515.631,61
für Forderungen an Kunden
6.239.189,73
7.270.4 55, 31
Festverzinsliche Wertpapiere
447.998,61
478.171,95
Gesamt
13.363.160,40
13.264.258,87
B. Aufgliederung der Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-11.836,66
-15.561,61
Negativzinsen gegenüber Kreditinstituten
0,00
-16,81
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
-3.408.264,71
-2.051.787,19
Gesamt
-3.420.101,37
-2.067.365,61
C. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen setzen sich aus Erträgen aus
Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren iHv. EUR 296.010,63
(VJ: TEUR 5) und der phasengleichen Dividendenausschüttung der Tochter-
unternehmen iHv. EUR 100.000,00 (VJ: TEUR 280) zusammen.
D. Aufgliederung der Provisionsertge
Angaben in EUR
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
aus dem Zahlungsverkehr
1.105.899,03
1.436.795,76
aus dem Wertpapiergeschäft
4.906.909,74
5.256.892,71
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft
340.649,93
340.639,56
aus dem Real Estate Bereich
401.444,40
368.757,21
aus sonstigen Dienstleistungen
221.483,62
621.286,68
Gesamt
6.976.386,72
8.024.371,92
In den Provisionserträgen sind Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienst-
leistungen gegenüber Dritten iHv. EUR 1.484.177,31 (VJ: TEUR 1.874) aus der
Depotverwaltung enthalten.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
231
E. Aufgliederung der Provisionsaufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
aus dem Zahlungsverkehr
-52.987,37
-54.356,79
aus dem Wertpapiergeschäft
-899.159,51
-815.624,71
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft
-27.361,62
-66.087,65
aus dem Real Estate Bereich
-228.626,65
-217.534,33
aus sonstigen Dienstleistungen
-3.896,20
-4.102,59
Gesamt
-1.212.031,35
-1.157.706,07
F. Erträge / Aufwendungen aus Finanzgeschäften
Angaben in EUR
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
aus dem Wertpapiergeschäft
253.073,25
205.696,52
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft
172.464,00
439.961,14
Gesamt
425.537,25
645.657,66
G. Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Erträge
Angaben in EUR
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
Weiterverrechnete Kosten
344.713,64
348.830,27
Auflösung Rückstellungen
76.749,58
4.818,98
Verkauf Anlagegut
1.324,21
0,00
Sonstige
337.688,85
763.935,43
Gesamt
760.476,28
1.117.584,68
Die Position sonstige Erträge beinhalteten im Vorjahr die ertragswirksame
Vereinnahmung von nicht aundbaren und bereits gekündigten Kunden-
verbindlichkeiten iHv. TEUR 507 sowie eine Rückerstattung des Bundes-
verwaltungsgerichts über eine FMA-Strafe iHv. TEUR 200.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
232
H. Aufgliederung der Personalaufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
Gehälter
-7.160. 556,95
-6.860.259,28
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-1.513.111,81
-1.550.358,13
Abfertigung
-394.426,85
-146.659,61
Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung
-195.043,12
-189.711,53
Sonstiger Sozialaufwand
-144.614,73
-133.282,01
Gesamt
-9.407.753,46
-8.880.270,56
Die Bezüge der Vorstände einschließlich Sachbezüge haben 2024 insgesamt
EUR 1.184.874,64 (VJ: TEUR 1.057) betragen. Im Einzelnen setzen sich diese wie
folgt zusammen:
Mag. Christoph Raninger, PhD:
Aktivbezug 2024: EUR 472.889,43 inklusive Sachbezüge
Ruhebezug 2024: EUR 188.582,19 inklusive Sachbezüge
Mag. Stefan Selden:
Gesamtbezüge 2024: EUR 102.945,98 inklusive Sachbezüge
Eduard Berger:
Gesamtbezüge 2024: EUR 420.457,04 inklusive Sachbezüge
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen sind Auszahlungen für Abfertigungen
iHv. EUR 107.608,92 (VJ: TEUR 110) enthalten.
Der Aufwand für Abfertigungen inklusive der Verwendung und Auflösung von
Rückstellungen betrug für aktive Mitglieder des Vorstandes und leitende
Mitarbeiter EUR 22.458,08 (VJ: Ertrag TEUR 45), für ruhende Mitglieder des
Vorstandes EUR 2.930,03 und für andere Arbeitnehmer EUR 119.038,74
(VJ: TEUR 102).
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungs- und Managementoptionsprogramme.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
233
I. Aufgliederung der sonstigen Verwalt ungs aufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
EDV-Kosten
-2.494.543,55
-2.260.030,08
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten
-962.144,28
-659.923,08
Mieten inkl. Betriebskosten
-520.885,04
-628.847,33
Nicht abzugsfähige Vorsteuer
-491.226,13
-400.813,47
Bürokosten
-137.748,12
-225.466,67
Aufsichtsratsvergütung/-aufwand
-232.394,82
-224.747,78
Werbekosten, Marketing
-202.893,85
-106.358,06
Nachrichtenaufwand
-59.960,96
-57.095,53
KFZ-Kosten
-69.657,36
-56.526,44
Weiterverrechneter Aufwand
-51.282,48
-54.034,98
Übrige
-117.194,53
-122.219,21
Gesamt
-5.339.931,12
-4.796.062,63
r die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurden 2024 EUR 221.250,00
(VJ: TEUR 215) dotiert. In den übrigen Verwaltungskosten sind Fortbildungskosten
iHv. EUR 64.654,33 (VJ: TEUR 48) und Reisespesen iHv. EUR 14.139,67
(VJ: TEUR 8) enthalten.
J. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 8 und 9 enthaltenen
Vermögensgegenständen
Diese Position enthielt im Vorjahr eine einmalige außerordentliche Abschreibung
iHv. TEUR 223 die im Zusammenhang mit der Reduktion von roflachen und in
Folge zukünftiger Kostenoptimierung stand.
K. Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2024 -
31. Dezember 2024
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
Versicherungsleistungen
-311.438,02
-292.005,51
Gebühren und Beiträge inkl. Einlagensicherung
-79.042,62
-204.853,60
Drohende Verluste / Schadensfälle
-54.058,04
-36.379,53
Übrige
-41,21
-183.194,72
Gesamt
-444.579,89
-716.433,26
Die Position „Übrige“ beinhaltete im Vorjahr eine wiederauferlegte FMA-Strafen
iHv. TEUR 172. Betreend die Angabe hinsichtlich der Aufwendungen, die den Ab-
schlussprüfer betreen, wird auf den Konzernbericht verwiesen.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
234
L. Außerordentliche Erträge
Es wurden im Geschäftsjahr 2024 dem Fond für Bankrisiken EUR 1.000.000,00
(VJ: TEUR 0) als außerordentlicher Ertrag entnommen.
M. Steuern vom Einkommen
Nach den Bestimmungen des § 9 KStG zur Gruppenbesteuerung besteht zum
31. Dezember 2024 eine Unternehmensgruppe aus der Wiener Privatbank SE als
Gruppenträger und vier Gruppenmitgliedern (ATI Vergenstreuhandgesellschaft
m.b.H., Matejka & Partner Asset Management GmbH., Wiener Stadthäuser Alpha
GmbH und Wiener Privatbank Immobilien GmbH).
Es wurde mit 24. April 2023 ein neuer Gruppen- und Steuerumlagevertrag mit
den Gruppenmitgliedern geschlossen. Vom Gruppenträger werden die Mitglieder,
mit von diesen verursachten Körperschaftssteuerbeträgen, mittels Steuerumlagen
belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben.
Der Steuerertrag für das Geschäftsjahr 2024 beträgt EUR 1.657.636,09
(VJ: Aufwand TEUR -657), davon resultieren aus der positiven Steuerumlage
EUR 64.331,90 (VJ: TEUR 26).
V. Son stiges
A. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Es wurden Organkredite iHv. EUR 13.400.150,42 (VJ: TEUR 4.528) gewährt.
Davon betrugen die gewährten Kredite an die Mitglieder des Vorstandes sowie
deren Unternehmen 2024 EUR 0,00 (VJ: TEUR 0) und bei Unternehmen in
denen Aufsichtsratsmitglieder tätig sind, beliefen sich diese Kredite auf
EUR 11.987.000,00 (VJ: TEUR 3.000). Bezüglich der Mitglieder des Aufsichtsrates
nahestehenden Personen belaufen sich die Kredite zum 31. Dezember 2024 auf
EUR 0,00 (VJ: TEUR 5).
Die Verzinsung, sonstige Bedingungen (Laufzeit und Besicherung) und die
Rückzahlung wurden vom Aufsichtsrat genehmigt und sind fremdüblich.
Es wurden weder Vorschüsse gewährt noch wurden Haftungen zugunsten der
Mitglieder des Vorstandes bzw. Aufsichtsrates übernommen.
Geschäfte mit anderen nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im
Geschäftsjahr nur zu fremdüblichen Konditionen statt.
B. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter
Im Zeitraum Jänner bis Dezember 2024 waren in der Wiener Privatbank SE durch-
schnittlich 64 Angestellte (VJ: 67) und 1 Arbeiterin (VJ: 0) beschäftigt.
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
235
C. Leasingaktivitäten
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr nicht im Leasinggeschäft tätig.
D. Anhangsangaben über außerbilanzielle Geschäfte gemäß §§ 237 Z 8A
und 266 Z 2A UGB
Soweit Risiken bestehen, wurden diese in der Bilanz berücksichtigt und im Anhang
angeführt.
E. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung am Bilanzstichtag von
Bedeutung sind, lagen nicht vor.
F. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane
Vorstände im Geschäftsjahr
Eduard Berger
Mag. Stefan Selden (ab 1. Oktober 2024)
Mag. Christoph Raninger, PhD (bis 30. September 2024)
Die Vorstände sind berechtigt, die Gesellschaft gemeinsam mit einem weiteren
Vorstand oder einem Prokuristen zu ver treten. Die Gesellschaft wird ebenso durch
zwei Gesamtprokuristen mit den gesetzlichen Einschränkungen gemeinsam
vertreten.
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr
aus folgenden Personen zusammen
Dr. Gottwald Kranebitter (Vorsitzender)
Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-Stellvertreter)
Günter Kerbler
Heinz Meidlinger
Wolfgang Zehenter
Wien, am 10. April 2025
MAG.
STEFAN EDUARD
SELDEN BERGER - -
Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes
Graphics
Jahresabschluss Anhang zum Jahresabschluss
236
Bestätigungsvermerk
Graphics
237
Graphics
238
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
Wiener Privatbank SE,
Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und
Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und
dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und
Finanzlage zum 31. Dezember 2024 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für
das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung
(EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese
Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing
(ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind
im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und
wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum
zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach
unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des
Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei
der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein
gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
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Bestätigungsvermerk
239
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz nach Abzug der Risikovorsorgen
mit einem Betrag in Höhe von TEUR 52.100 ausgewiesen. Ein wesentlicher Teil des
Kreditportfolios entfällt auf Immobilienprojektfinanzierungen.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise für die Ermittlung der Risiko-
vorsorgen in Kapitel II „Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“
sowie in Kapitel III „Erläuterungen zur Bilanz“ unter Punkt C.
Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle
vorliegen und somit Einzelwertberichtigungen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch
die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller
Höhe leisten können.
Die Berechnung der Wertberichtigung für ausgefallene Forderungen an Kunden
basiert auf einer Analyse der erwarteten und szenariogewichteten, zukünftigen
Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage
und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten
sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten
Rückzahlungen abhängig.
Bei allen anderen Forderungen an Kunden wird für den erwarteten Kreditverlust
(„expected credit loss“, „ECL“) eine Portfoliowertberichtigung gebildet. Bei der
Ermittlung des ECL sind Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese
umfassen ratingbasierte Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die
gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen berücksichtigen.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Ermittlung der Risiko-
vorsorgen in bedeutendem Ausm auf Annahmen und Sctzungen basiert, aus
denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten in Bezug auf die Höhe
der Wertberichtigungen ergeben.
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Bestätigungsvermerk
240
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir folgende
wesentliche Prüfungshandlungen durchgehrt:
Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Überwachung
und Risikovorsorgebildung von Kreditforderungen analysiert und kritisch
hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, Ausfälle zu identifizieren und die
Wertberichtigungen für Forderungen an Kunden in angemessener Höhe zu
ermitteln. Dabei haben wir die relevanten Schlüsselkontrollen erhoben und
deren Ausgestaltung und Implementierung beurteilt.
Wir haben auf Basis einer Stichprobe von Forderungen an Kunden untersucht,
ob Indikatoren für Ausfälle bestehen. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte so-
wohl zufallsbasiert als auch risikobasiert unter besonderer Berücksichtigung
der Immobilienprojektfinanzierungen auf der Watch-Loan-List.
Bei ausgefallenen Forderungen an Kunden wurde beurteilt, ob die getroenen
Einschätzungen hinsichtlich des Zeitpunktes und der Höhe der angenomme-
nen zukünftigen Zahlungsströme angemessen sind. Wir haben dabei die
Bewertung von Immobiliensicherheiten unter der Einbindung unserer
Immobilienbewertungsspezialisten kritisch gewürdigt.
Bei allen anderen Forderungen an Kunden, bei denen die Wertberichtigung
statistisch ermittelt wurde, haben wir die Methodendokumentation der Bank
beurteilt. Weiters haben wir unter Berücksichtigung der Validierungen der
Bank die Modelle und deren mathematische Funktionsweisen sowie die darin
verwendeten Parameter dahingehend überprüft, ob diese geeignet sind,
Wertberichtigungen in angemessener Höhe zu ermitteln. Zusätzlich wurden
die Auswahl und Bemessung von zukunftsgerichteten Annahmen analysiert
und deren Berücksichtigung im Rahmen der Parameterschätzung beurteilt.
Bei diesen Prüfungshandlungen haben wir unsere Finanzmathematiker
eingebunden. Die rechnerische Richtigkeit der Wertberichtigungen haben
wir in Testfällen nachvollzogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäfts-
bericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den
Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach
dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese
sonstigen Informationen, und wir werden keine Art der Zusicherung
darauf geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir
die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie
vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der
Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch
dargestellt erscheinen.
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Bestätigungsvermerk
241
Verantwor tlichkeiten der gesetzlichen Ver treter un d des Prüfungsausschusses
für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahres-
abschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der
Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als not-
wendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu erglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür
verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie dafür, den
Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder
die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder
haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungs-
legungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwor tlichkeiten des Absc hlussprüfers für die Prüfung des Jahres-
abschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der
Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung,
falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus
dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses
getroenen wirtschaftlichen Entscheidun¬gen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die
Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
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Bestätigungsvermerk
242
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellun-
gen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und
erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrmern resultierendes, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten
internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft
abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der
Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstigkeit
durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähig-
keit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
nnen. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicher-
heit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder,
falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren.
Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft
von der Forthrung der Unternehmenstigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahres-
abschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die
zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wieder-
gibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den
geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlusspfung
sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erkrung ab, dass wir die
relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabngigkeit ein-
gehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden
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Bestätigungsvermerk
243
kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlägig damit
zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungs-
ausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeut-
samsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren
und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschrei-
ben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze
oder andere Rechtsvorschriften schließen die öentliche Angabe des Sach-
verhalts aus oder wir bestimmen in äerst seltenen Fällen, dass ein Sach-
verhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil
vernftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen
Mitteilung deren Vorteile für das öentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen
Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht
und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung
des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur
Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreenden
Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse
und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben
wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Generalversammlung am 5. Juni 2023 als Abschlussprüfer
gewählt und am 3. Juli 2023 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der
Gesellschaft für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr beauftragt.
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Bestätigungsvermerk
244
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 30. September 2006
Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt Bericht zum Jahresabschluss“
mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der
AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1
der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschluss-
prüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
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Bestätigungsvermerk
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Auftragsverantwortlicher Wirtschaftspfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist
Herr Mag. Christian Grinschgl.
Wien
10. April 2025
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian Grinschgl
Wirtschaftsprüfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser
Fassung gültig. Die Veröentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses
mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung
erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutsch-
sprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende
Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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Bestätigungsvermerk
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Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter
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Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
Die unterzeichnenden Mitglieder des Vorstandes bestätigen gemäß § 124 Abs. 1 Z
3 BörseG 2018 als gesetzliche Vertreter der Wiener Privatbank SE nach bestem
Wissen,
a) dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards
aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt;
b) dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und
die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lage-
bericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das
Unternehmen ausgesetzt ist, beschreibt.
Wien, am 10. April 2025
MAG.
STEFAN EDUARD
SELDEN BERGER - -
Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes
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Wiener Privatbank SE
Parkring 12, 1010 Wien
T +43 1 534 31-0
F +43 1 534 31-710
oce@wienerprivatbank.com
www.wienerprivatbank.com
BLZ 19440
Handelsgericht Wien
FN 84890 p