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2
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Inhaltsverzeichnis
Investor Relations
4
Corporate Governance Bericht
8
Konzernabschluss
20
Konzernlagebericht
22
Konzernbilanz
38
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
42
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
46
Konzern-Cash-Flow-Statement
50
Anhang zum Konzernabschluss
54
Bestätigungsvermerk
156
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
166
Bericht des Aufsichtsrates
170
Jahresabschluss
178
Lagebericht
180
Bilanz
196
Gewinn- und Verlustrechnung
200
Entwicklung des Anlagevermögens
204
Anhang zum Jahresabschluss
208
Bestätigungsvermerk
232
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
242
Impressum
Medieninhaber und Hersteller:
Wiener Privatbank SE
Parkring 12, 1010 Wien
FN: 84890p
UID: ATU59070249
Telefon: +43 1 534 31-0
Email: oce@wienerprivatbank.com
Internet: www.wienerprivatbank.com
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3
Disclaimer:
Die Angaben und Prognosen in diesem Bericht sind unverbindlich und entspre-
chen dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zu Redaktions-
schluss. Trotz sorgfältiger Recherche betreend der in diesem Bericht enthaltenen
Angaben und Prognosen wird keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit
und Aktualität der Inhalte abgegeben. Vergangene Wertentwicklungen und Prog-
nosen stellen keine verlässlichen Hinweise auf künftige Ergebnisse dar. Weder die
Wiener Privatbank SE noch eine andere Person oder ein verbundenes Unterneh-
men übernehmen irgendeine Haftung für Schäden oder Verluste im Zusammen-
hang mit Inhalten aus diesem Bericht. Die enthaltenen Daten und Inhalte stellen
weder ein Angebot noch eine Auorderung zum Abschluss eines Vertrages über
eine Wertpapierdienstleistung oder Nebenleistung oder eines sonstigen Vertrages
dar. Rundungs-, Übermittlungs- sowie Satz und Druckfehler können nicht ausge-
schlossen werden. Bei allen in diesem Bericht verwendeten Personenbezeichnun-
gen gilt eine geschlechtsneutral gewählte Form.
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4
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Investor Relations
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5
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6
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Investor Relations
Aktie
Die Aktien der Wiener Privatbank SE notieren seit 9. Jänner 2007 im Standard
Market Auction der Wiener Börse. Das Erstlisting erfolgte bereits 1992 als Kapital
& Wert Vermögensverwaltung AG. Das Grundkapital der Wiener Privatbank SE
belief sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 11,36 Mio. und war in 5.004.645
Stück Aktien geteilt.
Kursentwicklung der Wiener Privatbank-Aktie (ISIN AT0000741301)
Daraus ergab sich zum Bilanzstichtag ein unverändert anteiliger Betrag am Grund-
kapital von EUR 2,27 je Aktie.
Die Wiener Privatbank-Aktie startete mit einem Kurs von EUR 5,50 in das Jahr
2023. Der Jahresschlusskurs kam bei EUR 5,40 (29.12.2023). Zum Zeitpunkt der
Erstellung dieses Geschäftsberichts notierte die Wiener Privatbank-Aktie bei EUR
6,25 (28.03.2024).
Ergebnis und Dividende je Aktie
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Wiener Privatbank SE ein IFRS-Ergebnis je
Aktie (unverwässert) von EUR 0,57 (2022: EUR 0,45). Auf Basis des 2023 erziel-
ten Jahresergebnisses wird der Vorstand der Hauptversammlung am 11. Juni 2024
eine Dividende von EUR 0,40 je Aktie für das Geschäftsjahr 2023 vorschlagen.
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Investor Relations
7
Aktionärsstruktur
Die Wiener Privatbank SE verfügt über eine stabile Aktionärsstruktur. Per 28.
März 2024 war die K5 Beteiligungs GmbH mit einem Anteil von 16,61 % weiterhin
Hauptaktionär der Wiener Privatbank SE. Weitere Aktionäre der Wiener Privat-
bank SE sind die Kerbler Holding GmbH (Anteil 3,39 %), MMag. Dr. Helmut Hardt
(Anteil 4,95 %) sowie die ELMU Beteiligungsverwaltungs GmbH (Anteil 2,1 %).
Zusammen hielten diese Aktionäre einen 27,06 %igen Anteil an der Wiener Pri-
vatbank SE. Das Gemeinsame Vorgehen der obgenannten Aktionäre iSv § 133 Z 7
BörseG 2018 wurde per 27.03.2024 aufgelöst.
Weitere Großaktionäre sind per Stichtag 28. März 2024 Mag. Johann Kowar (Stif-
tung und Beteiligungsgesellschaften) mit einer Beteiligung von 9,91 %, die Aven-
ture Capital AG mit 8,64 %, die Arca Investments, a.s. mit 9,90 %, Dr. Dominik
Benner mit 9,99 % sowie die ALPHA BULGARIA AD mit 9,55 %.
Der Rest der Aktien befand sich mit einem Anteil von 19,94 % in Streubesitz.
Siehe dazu auch weitere Erläuterungen im Konzernlagebericht 2023, Kapitel
„Aktien der Gesellschaft und Stellung der Aktionäre“.
Finanzkalender
11.06.2024
04.09.2024
24.04.2025
Investor Relations Kontakt
Wiener Privatbank SE
Parkring 12, 1010 Wien
T +43 1 534 31-246
M investorrelations@wienerprivatbank.com
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Investor Relations
8
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Konsolidierter
Corporate Governance
Bericht der Wiener
Privatbank SE
gemäß § 243c UGB
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
Corporate Governance
Bericht
1. Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex
Der Österreichische Corporate Governance Kodex bietet österreichischen Aktien-
gesellschaften einen Ordnungsrahmen für die verantwortungsvolle Leitung und
Überwachung von Unternehmen. Dieser enthält international übliche Standards
für gute Unternehmensführung, aber auch die in diesem Zusammenhang wesent-
lichen Regelungen des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechts.
Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfris-
tige Wertschaung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Unternehmen. Mit
dem Kodex soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unterneh-
mens bewirkt werden. Der für das Geschäftsjahr 2023 gültige Österreichische
Corporate Governance Kodex wurde im Jänner 2023 veröentlicht und ist auf der
Website des Arbeitskreises für Corporate Governance unter https://www.corpo-
rate-governance.at/kodex abrufbar.
Die Wiener Privatbank SE bekannte sich auch im Geschäftsjahr 2023 zum Öster-
reichischen Corporate Governance Kodex und betrachtet den Kodex als Regelwerk
für verantwortungsvolle Unternehmensführung, das ein hohes Maß an Transpa-
renz gegenüber ihren Aktioren gewährleistet.
2. Zusammensetzung und die Arbeitsweise der Organe
a. Mitglieder des Vorstandes:
Mitglieder des Vorstandes vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Mag. Christoph Raninger, PhD (geb. 03.02.1972)
Vorstandsvorsitzender
Erstbestellung: 01. Jänner 2020
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2024
Verantwortungsbereiche:
Stabsstellen:
Human Resources, Organisationsentwicklung & Oce Management
Marketing, PR & Investors Relations
Bereiche:
Legal, Compliance* & Product Governance
Finanzen
IT, Core Banking & Melderegime
Risikomanagement & Operations
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Corporate Governance Bericht
11
Eduard Berger (geb. 19.04.1968)
Mitglied des Vorstandes
Erstbestellung: 1. August 2011
Ende der Funktionsperiode: 26. April 2013
Wiederbestellung: 20. Dezember 2013
Mandatsverlängerung: Beschlüsse per 06. November 2017 und per 23. Februar
2022
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2024
Verantwortungsbereiche:
Bereiche:
Private Banking
Corporate, Treasury & Financial Markets
Immobilien
Abteilungen:
Capital Markets
Institutional Sales
Dem Gesamtvorstand unterstellt: Interne Revision, Research und *Compliance
(regulatorische Berichtslinie an den Gesamtvorstand)
Aufsichtsratsmandate, Leitungs- und Überwachungsaufgaben der Vorstands-
mitglieder:
Aufsichtsratsmandate in in- und
ausländischen Unternehmen
Leitungs- und Überwachungsauf-
gaben in wesentlichen Tochter-
unternehmen
Mag. Christoph Raninger
stenrot Bank AGMitglied des
Aufsichtsrates
stenrot Wohnungswirtschaft
registrierte Genossenschaft mit
beschränkter Haftung Mitglied des
Aufsichtsrates
Eduard Berger
Century Casinos, Inc.
Class
I Director
Matejka & Partner Asset Management
GmbH Geschäftsführer
b. Mitglieder des Aufsichtsrates:
Mitglieder des Aufsichtsrates und der Ausschüsse vom 01.01.2023 bis
31.12.2023
Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2023 aus fünf Mitgliedern. In der 39.
ordentlichen Hauptversammlung am 05.06.2023 wurden die Aufsichtsräte Herr
Dr. Gottwald Kranebitter, Herr Mag. Johann Kowar, Herr Heinz Meidlinger und
Herr Günter Kerbler auf die höchstzulässige Dauer wiederbestellt In der 38. or-
dentlichen Hauptversammlung vom 08.06.2022 wurde Herr Wolfgang Zehenter
als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt.
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Corporate Governance Bericht
12
Aufsichtsratsmitglieder
inklusive Organfunktionen
Datum der
Erstbestellung
Ende der laufenden
Funktionsperiode
Ausscsse
Dr. Gottwald Kranebitter
Vorsitzender des
Aufsichtsrats
(geb. 07.11.1963)
Wiederbestellung:
05.06.2023
o. HV im Jahr 2028
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
BWG-Ausschuss /Ausschuss für dringli-
che Angelegenheiten:
Vorsitzender
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Vorsitzender
Mag. Johann Kowar
Stellvertreter des Aufsichts-
ratsvorsitzenden
(geb. 24.03.1959)
Wiederbestellung:
05.06.2023
o. HV im Jahr 2028
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
BWG-Ausschuss /Ausschuss für dringli-
che Angelegenheiten: Mitglied
Günter Kerbler
Mitglied des Aufsichtsrates
(geb. 07.07.1955)
Wiederbestellung:
05.06.2023
o. HV im Jahr 2028
Prüfungs- und Risikoausschuss: Mitglied
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Mitglied
Heinz Meidlinger
Mitglied des Aufsichtsrates
(geb. 06.09.1955)
Wiederbestellung:
05.06.2023
o. HV im Jahr 2028
Prüfungs- und Risikoausschuss:
Stellvertreter des Vorsitzenden
BWG-Ausschuss /Ausschuss für dringli-
che Angelegenheiten:
Stellvertreter des Vorsitzenden
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Stellvertreter des Vorsitzenden
Wolfang Zehenter
Mitglied des Aufsichtsrates
(geb. 02.10.1959)
08.06.2022
o. HV im Jahr 2027
Prüfungs- und Risikoausschuss:
Vorsitzender
BWG-Ausschuss /Ausschuss für dringli-
che Angelegenheiten: Mitglied
Vergütungs- & Nominierungsausschuss:
Mitglied
Weitere aktive Aufsichtsratsmandate der Aufsichtsratsmitglieder:
Aufsichtsratsmitglieder
Aufsichtsratsmandate in in-und ausländischen Unternehmen
Dr. Gottwald Kranebitter
Prinzhorn Holding GmbH Vorsitzender
CAG Holding GmbH Stellvertreter des Vorsitzenden
ViennaEstate Immobilien AG Vorsitzender
A1 Bank AG (ehem. paybox Bank AG) – Vorsitzender
Günter Kerbler
ViennaEstate Immobilien AG Mitglied
c. Unabhängigkeit des Aufsichtsrates:
Entsprechend C-Regel 53 des Corporate Governance Kodex ist ein Aufsichtsrats-
mitglied als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persön-
lichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materi-
ellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mit-
glieds zu beeinflussen.
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Corporate Governance Bericht
13
Der Aufsichtsrat hat sich bei der Festlegung der Kriterien für die Beurteilung der
Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds an folgenden, in Anhang 1 des Cor-
porate Governance Kodex empfohlenen, Leitlinien orientiert:
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenennf Jahren nicht Mitglied
des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Toch-
terunternehmens der Gesellschaft gewesen sein.
Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunter-
nehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Auf-
sichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr un-
terhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen,
an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Inte-
resse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Kon-
zern. Die Genehmigung einzelner Gescfte durch den Aufsichtsrat geß
L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprü-
fer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prü-
fungsgesellschaft gewesen sein.
Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Ge-
sellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsrats-
mitglied ist.
Das Aufsichtsratsmitglied soll nichtnger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat an-
gehören. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit ei-
ner unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen
Anteilseigners vertreten.
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkte Nach-
kommen, Ehegatten, Lebensgehrten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister,
Nichten, Neen) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich
in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.
Die Wiener Privatbank SE ist als Kreditinstitut an die Unabhängigkeitsregelung
des § 28a Abs. 5a BWG gebunden, wobei drei Aufsichtsratsmitglieder (Herr
Dr. Kranebitter, Herr Meidlinger und Herr Zehenter) die entsprechenden Voraus-
setzungen gemäß § 28a Abs. 5b BWG erfüllen.
Aufsichtsratsmitglied
Unabhängig gem. C-Regel 53
Unabhängig gem. C-Regel 54#
Dr. Gottwald Kranebitter
nein
ja
Heinz Meidlinger
nein
ja
Mag. Johann Kowar
nein
ja
Mag. Günter Kerbler
nein
nein
Wolfgang Zehenter
ja
ja
#) keine Vertretung eines Anteilseigners mit einer Beteiligung von mehr als 10 %
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Corporate Governance Bericht
14
3. Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Auf-
sichtsrat
a. Ad Vorstand:
Die Vorstände führen die Geschäfte der Gesellschaft gemäß dem Gesetz, der Sat-
zung und der Geschäftsordnung für den Vorstand. In der Geschäftsordnung sind
die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstandes geregelt. Siehe
dazu oben unter Punkt 2.a. die Verantwortungsbereiche des Vorstandes. Des Wei-
teren enthält sie die Informations- und Berichtspflichten des Vorstandes sowie ei-
nen Katalog der Maßnahmen, die eine Zustimmung durch den Aufsichtsrat erfor-
dern. Die Vorstände halten im Regelfall wöchentliche Sitzungen zur gegenseitigen
Information sowie zur Abstimmung und Entscheidungsfindung ab.
b. Ad Aufsichtsrat:
Der Aufsichtsrat nimmt die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben
wahr und zeichnetr die strategische Leitung der Gesellschaft verantwortlich. Er
berät und überwacht den Vorstand bei der Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat
lässt sich vom Vorstand regelmäßig und umfassend über die wirtschaftliche Lage
und die Entwicklung der Wiener Privatbank-Gruppe unterrichten.
c. Ad Ausschüsse des Aufsichtsrates:
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2023 sieben Sitzungen ab. Neben dem
Plenum des Aufsichtsrates sind folgende Ausschüsse eingerichtet:
ad Prüfungs- und Risikoausschuss:
Der Prüfungs- und Risikoausschuss der Wiener Privatbank SE setzt sich aus den-
selben Mitgliedern wie der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank SE zusammen. Die
Aufgaben dieses Ausschusses sind in zwei Bereiche aufgeteilt: Werden Themen
der Rechnungslegung bzw. des internen Kontrollsystems (IKS) behandelt, wird der
Prüfungs- und Risikoausschuss funktionell als Prüfungsausschuss tätig. Stehen
Themen der Risikobereitschaft bzw. strategie zur Diskussion und Beschlussfas-
sung an, wird der Prüfungs- und Risikoausschuss funktionell als Risikoausschuss
tätig. Dazu im Einzelnen:
Der Prüfungs- und Risikoausschuss ist gemäß § 63a Abs. 4 BWG als „Prüfungs-
ausschuss“ für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die Ertei-
lung von Empfehlungen oder Vorschlägen zur Gewährleistung seiner Zuverlässig-
keit, für die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des In-
ternen Revisionssystems sowie des Risikomanagementsystems der Gesellschaft
verantwortlich. Die Überwachung der Abschlusspfung und der Konzernab-
schlussprüfung (unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Schlussfolgerungen in
Berichten, die von der Abschlussprüferaufsichtsbehörde nach § 4 Abs. 2 Z 12 A-
PAG veröentlicht werden), die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit
des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf
Graphics
Corporate Governance Bericht
15
die für die Wiener Privatbank SE erbrachten zusätzlichen Leistungen gehören
ebenso zu seinen Tätigkeiten.
Ferner hat der Prüfungsausschuss über das Ergebnis der Abschlussprüfung an den
Aufsichtsrat zu berichten und darzulegen, wie die Abschlussprüfung zur Zuverläs-
sigkeit der Finanzberichterstattung beigetragen hat und welche Rolle der Prü-
fungsausschuss dabei eingenommen hat.
Weiters obliegt ihm die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresab-
schlusses, des Lageberichtes, des Corporate Governance Berichtes, des Vor-
schlags für die Gewinnverteilung für das jeweilige Geschäftsjahr und die Prüfung
des Konzernabschlusses und des -lageberichtes sowie die Erstattung des Berich-
tes über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat. Dazu zählt auch die Durch-
führung des Verfahrens zur Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschluss-
prüfers) unter Bedachtnahme auf die Angemessenheit des Honorars sowie die
Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers.
Der Prüfungsausschuss ist ebenso verantwortlich für die Genehmigung von Nicht-
prüfungsleistungen (gemäß der Verordnung (EU) Nr. 537/2014) durch den Ab-
schlussprüfer unter Bedachtnahme auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers
und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen.
Die Interne Revision hat ordnungsgemäß über die Prüfungsgebiete und die we-
sentlichen Prüfungsfeststellungen quartalsweise dem Prüfungsausschuss Bericht
erstattet.
Ebenfalls ist der Prüfungs- und Risikoausschuss gemäß § 39d BWG als „Risikoaus-
schuss“ verantwortlich für die Beratung der Geschäftsleitung hinsichtlich der ak-
tuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und Risikostrategie der Wiener
Privatbank SE, die Überwachung der Umsetzung dieser Risikostrategie im
Zusammenhang mit der Steuerung, Überwachung und Begrenzung von Risiken
(Risikosorgfaltspflichten), der Eigenmittelausstattung und der Liquidität. Weiters
obliegt ihm die Überprüfung, ob die Preisgestaltung der von der Wiener Privat-
bank SE angebotenen Dienstleistungen und Produkte das Geschäftsmodell und
die Risikostrategie der Wiener Privatbank SE angemessen berücksichtigt. Des
Weiteren überprüft der Risikoausschuss, ob bei den vom internen Vergütungssys-
tem angebotenen Anreizen das Risiko, das Kapital, die Liquidität und die Wahr-
scheinlichkeit und der Zeitpunkt von realisierten Gewinnen berücksichtigt werden.
Der Leiter der Risikomanagementabteilung hat an allen Sitzungen des Risikoaus-
schusses im Geschäftsjahr 2023 teilgenommen und über Risikoarten und die Risi-
kolage der Wiener Privatbank SE berichtet. Er hat dabei auf mögliche riskante Ent-
wicklungen hingewiesen, welche sich auf die Wiener Privatbank SE möglicher-
weise negativ ausgewirkt hätten.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss hat zumeist unter Anwesenheit des Bankprü-
fers der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 viermal sowie zu einer konstituieren-
den Sitzung getagt.
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Corporate Governance Bericht
16
ad BWG Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten:
Der BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten hielt im Ge-
schäftsjahr 2023 acht Sitzungen ab und hatte insbesondere über Geschäfte ge-
mäß § 80 AktG und § 28a BWG (Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen, Organgeschäfte) sowie über Darlehen, Kredite oder sonstigen Ver-
anlagungen im Sinne des § 28b BWG (Großkredite) zu entscheiden. Dem BWG-
Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten obliegt ferner die Ge-
nehmigung von etwaigen weiteren Geschäften und Maßnahmen, für welche das
Gesetz oder die Satzung eine Zustimmung des Aufsichtsrates vorsieht, sofern
nicht die Zuständigkeit eines anderen Ausschusses normiert ist.
Des Weiteren ist er für den Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des Auf-
sichtsrates zuständig, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichts-
rat gegeber der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen zu einer Leistung
gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten. Dies gilt auch für Verträge
mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftli-
ches Interesse hat.
ad Vergütungs- und Nominierungsausschuss:
Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss ist einerseits für Vergütungsthe-
men und andererseits für Nominierungsthemen zuständig.
Der Vergütungsausschuss ist gemäß § 39c Abs. 2 BWG für die Vorbereitung von
Beschlüssen zum Thema Vergütung, einschließlich solcher, die sich auf Risiko und
Risikomanagement auswirken, verantwortlich. Er ist ebenso für die Überwachung
der Vergütungspolitik, der Vergütungspraktiken und der vergütungsbezogenen
Anreizstrukturen, insbesondere unter Berücksichtigung von Risiken, der Eigenmit-
telausstattung, der Liquidität und der langfristigen wirtschaftlichen Interessen
(Aktionäre, Investoren, Mitarbeiter sowie die Volkswirtschaft) zuständig. Ebenso
ist dieser mit der Beschlussfassung über die Bonifikation der Vorstände und der
leitenden Angestellten betraut.
Unter die Aufgaben des Nominierungsausschusses gem. § 29 BWG fallen insbe-
sondere die Vorbereitung der Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder
und der Aufsichtsratsmitglieder. Weiters obliegen ihm der Abschluss der Anstel-
lungsverträge der Vorstandsmitglieder sowie deren Geschäftsverteilung. Er ist
ebenso für die Ermittlung von Bewerbern für die Besetzung freiwerdender Stel-
len im Vorstand zuständig. Dafür hat er auch dem Aufsichtsrat entspre-
chende Vorschläge zu unterbreiten. Des Weiteren hat der Nominierungsaus-
schuss den Aufsichtsrat bei der Erstellung von Vorschlägen an die Hauptver-
sammlung für die Besetzung von freiwerdenden Stellen im Aufsichtsrat zu unter-
stützen.
Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen seiner Aufgaben die Ausgewogen-
heit und Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung der Or-
gane im Hinblick auf Bewerbungen zu berücksichtigen, eine
Graphics
Corporate Governance Bericht
17
Aufgabenbeschreibung mit Bewerberprofil zu erstellen und den mit der Aufgabe
verbundenen Zeitaufwand anzugeben. Auch ist er für die Festlegung und Entwick-
lung zur Erreichung einer Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht in der
Geschäftsleitung und dem Aufsichtsrat verantwortlich.
Der Nominierungsausschuss ist ferner für die Befreiung der Vorstandsmitglieder
vom Wettbewerbsverbot gemäß § 79 AktG zusndig. Er hat weiters darauf zu
achten, dass die Entscheidungsfindung in den Organen nicht durch eine einzelne
Person oder kleine Gruppen dominiert wird. Er hat im Bedarfsfall neue Beurteilun-
gen in Geschäftsleitung und Aufsichtsrat anzuzeigen und eine Bewertung der
Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung der Geschäftsleitung und des
Aufsichtsrates durchzuführen und dem Aufsichtsrat nötigenfalls Änderungsvor-
schläge zu unterbreiten.
Der Nominierungsausschuss hat ferner eine regelmäßige Re-Evaluierung der Or-
gane durchzuführen. Weiters überprüft er den Kurs der Geschäftsleitung bei der
Auswahl des höheren Managements und unterstützt den Aufsichtsrat bei der Er-
stellung von Empfehlungen an den Vorstand. Der Vergütungs- und Nominierungs-
ausschuss hat im Geschäftsjahr 2023 viermal sowie zu einer konstituierenden Sit-
zung getagt.
d. Ad Directors’ Dealings:
Directors’ Dealings, Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes oder des
Aufsichtsrates sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen werden ge-
mäß der Marktmissbrauchsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 596/2014) gemel-
det. Die Wiener Privatbank SE ist ebenso verpflichtet, die Marktmissbrauchsver-
ordnung einzuhalten und Eigengeschäfte von Führungskräften (gemäß der Markt-
missbrauchsverordnung) zu veröentlichen (erfolgt über pressetext Nachrichten-
agentur GmbH bzw. APA-OTS Originaltext-Service GmbH).
4. Angaben über die Evaluierung der C-Regeln des
Kodex:
Die Wiener Privatbank SE überprüft regelmäßig intern die Einhaltung des Öster-
reichischen Corporate Governance Kodex und sieht unter Bezugnahme auf C-Re-
gel 62 keinen Handlungsbedarf einer externen Evaluierung. Für die interne Evaluie-
rung verwendet sie den vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Gover-
nance herausgegebenen Fragebogen, der eine größtmögliche Einheitlichkeit bei
der Evaluierung sämtlicher C-Regeln sicherstellt. Die Wiener Privatbank SE erach-
tet auch eine Beurteilung des Abschlussprüfers über die Funktionsfähigkeit des
Risikomanagements (C-Regel 83) als nicht notwendig, weil sie im Rahmen ihrer
tigk e i t a l s K rediti nst i t u t d e n s t reng e n b a n k e n s p e z i fi s c h e n regulatorischen Vo r-
gaben hinsichtlich der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements unterliegt, wel-
che sowohl intern als auch extern regelmäßig überwacht und überprüft wird.
Graphics
Corporate Governance Bericht
18
5. Maßnahmen zur Förderung von Frauen, Diversität
Die Wiener Privatbank SE befolgt den Gleichbehandlungsgrundsatz sowohl im
Rekrutierungsprozess als auch in allen Bereichen des Beschäftigungsverltnisses.
Die Zusammensetzung der Geschlechterstruktur in der Wiener Privatbank SE
zeigt, dass der Frauenanteil gemessen an der Gesamtbelegschaft im Jahr 2023
47,83 % beträgt und somit gegenüber 2022 leicht gesteigert werden konnte. Im
Recruiting wurden 10 Personalaufnahmen durchgeführt davon wurden 50% der
Funktionen an Frauen vergeben. Weiters werden die insgesamt 19 Organisations-
einheiten von 26,3 % Frauen geführt. Von den insgesamt 8 Prokuren sind ebenfalls
2 an Frauen vergeben.
Ein weiterer Punkt zur Förderung der Diversität und Vielfältigkeit in der Bank zeigt
sich in der Belegschaftsstruktur dahingehend, dass 14,50 % der Mitarbeiter aus
einem internationalen Umfeld stammen (EU oder Drittland). Von den Mitarbei-
tern mit internationalem Umfeld (EU oder Drittland) sind 47,83 % Frauen.
Die Altersdiversität der Belegschaft der Wiener Privatbank zeigt folgende Alters-
struktur:
20 Jahre: 0,0%
20,1 30 Jahre: 4,4%
31,1 40 Jahre: 20,3%
41,1 50 Jahre: 30,4%
51,1 60 Jahre: 42,0%
60,1 65 Jahre: 2,9%
6. Nachhaltigkeit
Die Wiener Privatbank SE sieht diese Neuerungen nicht als Muss sondern als
Chance, einen wesentlichen Beitragr eine Neuorientierung zu einer nachhalti-
gen Finanzwirtschaft zu leisten, von der Kunden und Dienstleister gleichermaßen
profitieren werden.
Erklärtes Ziel der Wiener Privatbank SE ist es, sowohl auf Unternehmens- als auch
auf Produktebene künftig noch nachhaltiger, CO2-schonender und ressourcene-
zienter zu werden. Dafür wurde die Verantwortung für „Sustainable Finance“ ei-
nerseits in der Stelle Product Governance im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von
Wertpapieren und den Abgleich zu den Kunden-Präferenzen und, sowie anderer-
seits in der Stelle Risikomanagement im Hinblick auf eine regelmäßige Analyse
der Nachhaltigkeitsrisiken und Ableitung von geeigneten Maßnahmen je Ge-
schäftsbereich oder für das Unternehmen selbst verankert.
Die regulatorischen Erweiterungen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Banken
aus dem Bereich ESG haben zu umfangreiche Anpassungen von Prozessen in vie-
len Arbeitsbereichen der Wiener Privatbank SE gebracht intern und auch gegen-
über dem Kunden. Hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung wird auf den
Konzernlagebericht verwiesen.
Graphics
Corporate Governance Bericht
19
Zum Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)“
hat die Wiener Privatbank SE auch im vergangenen Jahr zahlreiche Initiativen ge-
setzt: Ein regelmäßiges Gesundheitsangebot für Mitarbeiter, welches neben diver-
sen Impfaktionen auch Schwerpunkte zur gesunden Ernährung undglichkeiten
der Inanspruchnahme externer psychologischer Unterstützung bei besonderen
Stresssituationen beinhaltete. Darüber hinaus wird allen Mitarbeitern, ein Jobti-
cket der Wiener Linien zur Verfügung gestellt und ab 1-jähriger Unternehmenszu-
gehörigkeit werden Mitarbeiter auch in eine eigene Pensionskasse aufgenommen.
Weitere Maßnahmen erfolgten bezogen auf die Resilienz von Mitarbeitern und
hrungskräften durch regelmäßige Management-Te a m M e e t i n g s u n d d i versen
Mitarbeiterveranstaltungen zur Stärkung der Corporate Culture.
Product Governance berücksichtigt Nachhaltigkeitskategorien sowohl beim Auf-
setzen von neuen Finanzprodukten sowie bei deren Überwachung und zeigt dies
auch im Beratungs-Universum für Private Banking an. Auch im Produkteinfüh-
rungsprozess wird die Nachhaltigkeit eines neuen Produktes überprüft.
Ebenso nimmt die Wiener Privatbank SE nachhaltige Aspekte in ihre Produktge-
staltung und Dienstleistungen auf: Für das Asset Management der Wiener Privat-
bank SE, durch ihr Tochterunternehmen Matejka & Partner Asset Management
GmbH umgesetzt, berücksichtigt bei ihren Fondprodukten gem. Art. 8 der Oen-
legungsverordnung für die Wiener Privatbank SE die ökologischen und sozialen
Merkmale sowie die wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf die Nachhaltig-
keitsfaktoren.
Im Gesprächs-Protokoll wird dem Kunden auf Portfolioebene der von Ihm ge-
wünschte und der tatsächliche nachhaltige Mindestanteil angezeigt. Bei jedem
Kauf erhält der Kunde auch Nachhaltigkeitsinformationen des Produkts.
7. A ngaben z u konsolid ierten Un ternehme n:
Die Grundsätze der Vergütungspolitik sowie die Maßnahmen zur Förderung von
Frauen gelten auch für die Unternehmen, die im Vollkonsolidierungskreis der Wie-
ner Privatbank SE einbezogenen sind. In den vollkonsolidierten Tochtergesellschaf-
ten bestehen keine Aufsichtsräte.
Wien, am 03.04.2024
MAG.
CHRISTOPH EDUARD
RANINGER, PhD BERGER ! !
VORSITZENDER DES VORSTANDES MITGLIED DES VORSTANDES
Graphics
Corporate Governance Bericht
20
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Konzernabschluss
und Konzernlage-
bericht Wiener
Privatbank SE für das
Geschäftsjahr 2023
Graphics
21
Graphics
Corporate Governance Bericht
22
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNLAGEBERICHT
Graphics
Corporate Governance Bericht
23
Graphics
24
KONZERNABSCHLUSS
Konzernlagebericht
für das Geschäftsjahr
2023
Wirtschaftliches Umfeld
Die globale Wirtschaftsentwicklung des Jahres 2023 war von den zu Beginn des
Jahres nach wie vor hohen Inflationszahlen sowie den Maßnahmen der Notenban-
ken gepgt. Zudem standen die Wiedenung Chinas nach den Covid Lock-
downs, die Spannungen Chinas mit dem Westen sowie die Kriegshandlungen in
der Ukraine und im Gazastreifen im internationalen Fokus. Während die europäi-
sche Zentralbank (EZB) ihren Leitzins im Jahresverlauf sukzessive von 2,50% auf
4,50% (Einlagenzins: 2,00-4,50%) erhöhte, hob die Federal Reserve (FED) ihr
Leitzinsband von 4,25-4,50% zu Jahresbeginn auf 5,25-5,50% bis Jahresende an.
Insgesamt präsentierte sich die US-Wirtschaft deutlich robuster als ihr europäi-
sches Pendant und konnte trotz der hohen Zinslast ein Wachstum von 2,5% ver-
zeichnen. Die Eurozone entging nur knapp einer Rezession und konnte das Jahr
mit einem leichten Wachstum von 0,4% abschließen, wobei zwischen den unter-
schiedlichen europäischen Volkswirtschaften große Unterschiede zum Vorschein
kamen. Während das größte wirtschaftliche Zugpferd Europas, Deutschland, un-
ter großen Druck geriet und einen Wirtschaftsrückgang von 0,3% verzeichnen
musste, konnte die spanische Wirtschaft einen Zuwachs von 2,5% berichten.
Auch die österreichische Wirtschaft verspürte unter anderem aufgrund ihrer gro-
ßen Abhängigkeit von Deutschland starken Gegenwind und ging um 0,7% zurück.
Die hohen Inflationszahlen, die den Grund der starken Notenbankeingrie dar-
stellten, zeigten im Jahresverlauf sowohl in Europa als auch in den USA deutlich
rückläufige Te n d e n z e n . In E ur o p a w u rde der Höhepunk t i m Ok t o b e r 2 0 22 bei ei -
nem Wert von 10,6% erreicht (USA: Juni 2022, 9,1%), der bis Jahresende 2023 bis
auf 2,9% nachließ (USA: 3,4%). Einer der entscheidenden Faktoren in dieser Hin-
sicht war die Normalisierung der Energiepreise, die zuvor nach dem Ausbruch des
Ukrainekrieges neue Höchststände erreicht hatten. Dieser Inflationstrend führte
dazu, dass sowohl EZB als auch FED gegen Jahresende signalisierten, keine weite-
ren Zinserhöhungen mehr durchzuhren, wodurch der Zinsgipfel in Europa im
September 2023 und in den USA im Juli 2023 erreicht wurde. Im Schlussquartal
des Jahres mehrten sich bereits die Stimmen aus Politik und Wirtschaft, die ersten
Zinssenkungen in naher Zukunft forderten. Derzeit preisen die Märkte die ersten
Zinsschritte in den USA und in Europa mehrheitlich jeweils im Juni 2024 ein. Im
ersten Halbjahr 2024 sollte sich das anhaltend hohe Zinsniveau weiterhin Investi-
tionshemmend auswirken und für starken Gegenwind beim Wirtschaftswachstum
sorgen. In weiterer Folge sollten die ersten Zinsanpassungen spätestens in der
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
25
zweiten Jahreshälfte erfolgen und eine entlastende Wirkung auf die Wirtschaft
entfalten.
Quellen: Bloomberg
Marktumfeld
Kapitalmarkt
Die Kapitalmärkte wurden im Jahr 2023 ebenfalls stark von den Maßnahmen der
internationalen Notenbanken zur Bekämpfung der Inflation sowie der daraus re-
sultierenden rückläufigen Wirtschaftsdynamik beeinflusst. Daher rückte die As-
setklasse Anleihen dank deutlich gestiegener Renditen wieder stärker in den Fokus
von Investoren, was zeitweise zu Liquiditätsengpässen bei einzelnen Anleihen
führte. Im Hinblick auf die Aktienmärkte blieb der von manchen Beobachtern er-
wartete Einbruch aus und die Assetklasse präsentierte sich trotz der ungünstige-
ren makroökonomischen Parameter sehr robust. Nach dem schwachen Aktienjahr
2022 stand im abgelaufenen Jahr die Erholung im Fokus. Der US-amerikanische
breit gefasste S&P 500 kletterte um 24,2%, der europäische STOXX Europe 600
erhöhte sich um 12,7%. Der zyklisch geprägte österreichische Leitindex ATX ver-
zeichnete im selben Zeitraum einen etwas geringeren Anstieg von 9,9%, wobei ein
erkennbarer Trend bei Investoren hin zu großen und liquiden Aktien hierfür verant-
wortlich war. Vor allem in den beiden letzten Monaten des Jahres konnten die Ak-
tienmärkte eine Jahresendrallye verzeichnen, nachdem die Aussicht auf potenziell
baldige Zinssenkungen für große Euphorie an den Märkten sorgte. Auf Sektoren-
ebene zählten in Europa Einzelhandelswerte (+38,9%), Baustoaktien (+34,8%)
sowie Technologietitel (+33,2%) zu den größten Profiteuren. Zu den größten Ver-
lierern zählten hingegen der Grundstosektor (-0,9%) und die Nahrungsmittel-
und Getränkebranche (-0,7%).
Quelle: Bloomberg
Immobilienmarkt 2023
Hohe Inflation und Finanzierungskosten gepaart mit den Beschränkungen der
KIM-Verordnung brachten den österreichische Investmentmarkt praktisch zum
Erliegen, wodurch das Jahre 2023 als das schwächste seit 2016 in die Bücher ein-
geht. Ersten Schätzungen zur Folge ist das Investmentvolumen im Vergleich zum
ohnehin recht schwachen Vorjahr 2022 um ca. 1/3 zurückgegangen.
Parallel zum Investment ist bedingt durch hohe Grundstücks-, Bau- als auch Fi-
nanzierungskosten auch der Neubau markant zurückgegangen, was zu einer wei-
teren Verknappung auf insbesondere dem Wohnungsmarkt führte und zukünftig
noch weiter führen wird. Eigentum ist mittlerweile für den Mittelstand größten-
teils nicht mehr leistbar geworden, sodass sich im Laufe des Jahres 2023 die
Nachfrage nach Wohnraum ganz klar von Eigentum in Richtung Miete verschoben
hat. Auch wenn sich in den letzten Wochen Meldungen von Firmeninsolvenzen
(v.a. Bauträger-Gesellschaften) gefühlt überschlagen haben, scheint die Talsohle
langsam erreicht zu sein. Die sich beruhigenden Inflation ermöglicht es der EZB
den Leitzins zumindest nicht weiter steigen zu lassen. Viele Investoren
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
26
insbesondere eigenkapitalstarke Familiy Oces rechnen mit sinkenden Zinsen in
2024 (beginnend um die Jahresmitte) und werden aktuell vermehrt aktiv, da sich
das Zeitfenster für die allerbesten Opportunitäten wieder bald schließen könnten.
Mit Ende 2023 konnte beim Preisniveau der gehandelten und in Prüfung befindli-
chen Immobilien in vielen Fällen immer noch ein starkes Auseinanderklaen der
Erwartungen von Käufer- und Verkäuferseite gesehen werden. Diese Lücke wird
sich im Laufe der nächsten Wochen jedoch weiter schließen, sodass demnächst
mit einem verbesserten Transaktionsgeschehen gerechnet wird. Besonders stark
von den Preisanpassungen des Marktes betroen sind immer noch ältere, nicht
ESG-konforme Bestandsimmobilien, die den Anforderungen der Investoren bzw.
den vorgegebenen EU-Richtlinien hinsichtlich Nachhaltigkeit und Dekarbonisie-
rung nicht mehr entsprechen. Hier sind aufgrund der notwendigen Investitionen
zu Verbesserung der Nachhaltigkeit z.T. signifikante Preisabschläge zu verzeich-
nen.
Die meisten Immobilienunternehmen blicken positiv in das Jahr 2024, wobei sie
mit einer wirklichen Erholung erst in der zweiten Jahreshälfte rechnen. Die Immo-
bilie bleibt, insbesondere in Anbetracht der deutlich zurückgegangenen Neubau-
leistung und daraus in den nächsten Jahren resultierenden bevorstehenden Woh-
nungsverknappung jedenfalls weiterhin attraktiv.
Quellen: EHL, CBRE
Ausrichtung als Sachwert- und Kapitalmarktspezialist
Als Kapitalmarktspezialist setzt die Bank auf fundierte Kapitalmarktkompetenz
bestehend aus professioneller Vermögensberatung und -verwaltung mit einem
konzerneigenen Fondsmanagement, sowie auf maßgeschneiderte Kapitalmarkt-
bzw. Emittenten-Dienstleistungen. Aktien-Brokerage mit globalen Börse-Zugän-
gen runden das Programm ab. In diesem Segment konnte die Bank ihren Kunden,
insbesondere in Zeiten bewegter Märkte, einen klaren Mehrwert bieten. Beson-
ders durch die integrierte Angebotskombination, bestehend aus Emittenten-
Dienstleistungen, in Verbindung mit Brokerage und Depotservice mit Fokus auf
das KMU-Segment, ist es der Bank gelungen, eine spezielle Nische zu besetzen
und sich mit einem klaren Profil am Markt zu positionieren.
Auf Basis einer Kombination aus Veranlagungsmöglichkeiten und Finanzierungen
rund um Immobilien bietet die Wiener Privatbank SE eine integrierte Wertschöp-
fungskette aus einer Hand. Gerade in unsicheren Zeiten mit hoher Inflation er-
möglicht die Bank ihren Kunden damit den Zugang zu einer werthaltigen Veranla-
gungsform mit gewissem Inflationsschutz und bietet gleichzeitig maßgeschnei-
derte Finanzierungslösungen.
Dabei enet die Wiener Privatbank SE interessierten Anlegern sowohl die Mög-
lichkeit ihr Kapital mit Substanzwerten zu schützen als auch in Anlageobjekte mit
stillen Reserven und somit künftigem Gewinnpotenzial zu investieren. In ihrer
Ausrichtung setzt die Bank auf eine Symbiose aus "Wiener Zinshaustradition" und
aktuellen Trends, indem die Bank ihren Kunden Chancen für stabile Veranlagungen
im Immobilienbereich bietet und gleichzeitig marktabhängig Perspektiven für
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
27
Kapitalmarktchancen erönen. Damit ist die Bank angebotsseitig für jede
Marktphase gut gerüstet und die Positionierung als bevorzugter Partner für KMUs
bei Kapitalmarktpositionen wird gefestigt. Die Wertschöpfung für die Bank und
ihre Kunden wird durch die enge Verschränkung zwischen Kapitalmarktdienstleis-
tungen, Depotgeschäft und Brokerage kontinuierlich ausgebaut.
Geschäftsentwicklung, Finanz- und Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 stand die globale Wirtschaftsentwicklung sowie die Fi-
nanzmärkte unter dem anhaltenden Einfluss eines rasant gestiegenen Zinsumfel-
des. Nachdem die Preisanstiege 2022 ihren Höhepunkt erreichten, entfaltete das
im Jahr 2023 kontinuierlich steigende Zinsniveau seine Wirkung und ließ die Infla-
tion wieder deutlich sinken. Die belastenden Auswirkungen auf das Wirtschafts-
umfeld und hier insbesondere auf den Immobilienmarkt waren allerdings die Kehr-
seite der Medaille. Dementsprechend vorsichtig agierte die Wiener Privatbank SE
im Kreditgeschäft. Auch die Entwicklungen am Kapitalmarkt waren vom gestiege-
nen Zinsniveau geprägt, was sich in einem geänderten Anlageverhalten vieler
Kunden widerspiegelte. Vor diesem Hintergrund verzeichneten die Assets under
Management einen Rückgang von EUR 1.928 Mio. auf EUR 1.795,5 Mio., wobei das
Kundendepotvolumen zwar gesteigert werden konnte, jedoch die Rückgänge der
gemanagten M&P-Fonds sowie des Kreditvolumens zu einer Verringerung führten.
Das gestiegene Zinsniveau schlägt sich dementsprechend im Ergebnis nieder. Der
Zinsüberschuss ist im Vergleich zur Vorjahresperiode von EUR 4,98 Mio. auf
10,00 Mio. gestiegen. Dagegen sank der Provisionsüberschuss im Jahresvergleich
von EUR 8,76 Mio. auf EUR 7,67 Mio., was vor allem auf den zurückhaltenden
Wertpapierhandel im Privatkundenbereich zurückzuführen ist. Auch das Handels-
ergebnis erzielte aus diesem Grund ein leicht rückläufigeres Ergebnis iHv. EUR
0,44 Mio. gegenüber EUR 0,60 Mio. im Vorjahr. Das Ergebnis aus Immobilienhan-
del verringerte sich aufgrund des schwierigen Marktumfelds von EUR 3,02 Mio in
2022 auf EUR 2,19 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken aufgrund ge-
ringerer Einmaleekte von EUR 2,96 Mio im Vorjahr auf EUR 1,24 Mio. Die Verwal-
tungsaufwendungen erhöhten sich trotz eines konsequenten Kostenmanagements
aufgrund von Einmalaufwendungen von EUR 15,84 Mio in 2022 auf EUR 16,25
Mio. Die Risikovorsorge stieg im Vergleichszeitraum von EUR 0.36 Mio. auf EUR
1,19 Mio. Somit konnte ein Ergebnis vor Steuern von EUR 3,86 Mio. (2022: EUR
3,40 Mio.) erzielt werden. Das Periodenergebnis ohne Fremdanteile belief sich in
der Berichtsperiode auf rd. EUR 2,83 Mio. (2022: EUR 2,26 Mio.). Das Ergebnis je
Aktie lag bei EUR 0,57 nach EUR 0,45 im Berichtsjahr 2022.
Die Bilanzsumme des Wiener Privatbank Konzerns beläuft sich zum Stichtag 31.
Dezember 2023 auf EUR 342,44 Mio., nach EUR 327,14 Mio. zum Ultimo 2022.
Das Eigenkapital (exklusive Minderheiten) beläuft sich auf EUR 44,50 Mio., nach
EUR 42,51 Mio. zum 31. Dezember 2022.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
28
Finanzielle Leistungsindikatoren
Starke Kapitalbasis
Die Wiener Privatbank SE kann per 31.12.2023 weiterhin auf sehr starke Kapital-
kennzahlen verweisen. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 24,44% (VJ:
21,23%) und konnte somit neuerlich deutlich zulegen.
Die Ertragskennzahlen
*)
des Wiener Privatbank Konzerns entwickelten sich im Ge-
schäftsjahr 2023 wie folgt: Die Cost-Income-Ratio (CIR) betrug 76,82 %, nach
78,93 % im Jahr 2022. Der Return on Equity (ROE) lag bei 6,57 % (2022: 5,68 %)
und der Return on Assets (ROA) belief sich auf 0,85 %, nach 0,69 % im Jahr
2022.
*) CIR: Betriebsaufwendungen ÷ Betriebserträge (um Zinsen ausgefallener Kredite bereinigt),
ROE: Jahres-überschuss ÷ ø Eigenkapital, ROA: Jahresüberschuss ÷ ø Bilanzsumme
Risikobericht
Im Zentrum der Risikopolitik der Wiener Privatbank SE steht der Grundsatz eines
ausgewogenen Verhältnisses von Risiko und Rendite. Die Risikosituation im Ge-
schäftsjahr 2023 war geprägt von den Ukraine- und Gaza-Konflikten und den da-
mit einhergehenden makroökonomischen Folgewirkungen, mit denen erhebliche
Herausforderungen in der internen Risiko- und Ertragssteuerung gegeben waren.
In diesem Zusammenhang wurde wieder das höchste Augenmerk auf die syste-
matische Überwachung und Weiterentwicklung der Indikatoren und Verfahren zur
Identifikation, Messung und Steuerung der Risiken gelegt. Der eektive Umgang
mit Risiken sowie die frühzeitige Identifikation und Realisierung von Chancen wird
durch eine eigene Risikomanagementabteilung kontrolliert.
Den wesentlichen Risiken tritt die Wiener Privatbank SE wie in der folgenden Ta-
belle beschrieben entgegen:
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
29
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Marktrisiko
Veränderung von Bewertungsparame-
tern wie Wertpapierkurse oder credit
spreads
Belastung des Jahresergebnisses durch
Wertveränderungen
Laufendes Monitoring
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Liquiditätsrisiko
Mangelnde Möglichkeiten zur
Beschaung von Finanzmitteln zur
Begleichung von Verpflichtungen
Eingeschränkte Investi-
tionsmöglichkeiten
Belastung der Liquiditätsposition
durch Abflüsse liquider Mittel
Laufende Liquiditätsüberwachung
und -steuerung im Treasury
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Stress-Te s t s
Vorhaltung eines Liquiditätspu-
ers
Diversifizierung der Refinanzier-
ungsquellen
Kreditrisiko
Ausfall von Kreditnehmern bzw.
Gegenparteien
Belastung des Jahresergebnisses durch
höhere Risikovorsorgen / Direk-
tabschreibungen
Umfassende Bonitätsprüfung und
regelmäßiges Monitoring der Kre-
ditnehmer
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Beteiligungsrisiko (als Teil d. Kreditrisikos)
Abwertung des Beteiligungsansatzes
Belastung des Jahresergebnisses durch
höhere Risikovorsorgen / Direk-
tabschreibungen
Jährliche Budgeterstellung
Laufende Managementgespräche
zur Beurteilung der wirtschaftli-
chen Situation
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Bonitätsrisiko
Verschlechterung der Bonität bzw.
Zahlungsfähigkeit von Kunden
Belastung des Jahresergebnisses durch
höhere Risikovorsorgen /
Marktwertveränderung
Umfassende Bonitätsprüfung und
regelmäßiges Monitoring der Kredit-
nehmer
Zinsänderungsrisiko
Veränderung der Marktzinsen
Veränderung des Werts von Fi-
nanzinstrumenten
Belastung des Jahresergebnisses
Geringe Fristentransformation
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Sensitivitäts-
analysen in den Dimensionen Bar-
wertveränderung und Zinsergeb-
nis
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
30
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Operationelles Risiko
Fehlerhafte interne Prozesse
Te c h n o l o g i e v e r s a g e n
Katastrophen bzw. externe
Ereignisse
IKT und Cyberrisiken
Belastung des Jahresergebnisses durch
Wertveränderungen
Laufende Weiterentwicklung des
Internen Kontrollsystems (IKS)
Regelmäßige Risikoanalysen und
Business Impact Analysen (BIA)
Laufende Entwicklung und Über-
arbeitung von Arbeitsrichtlinien
und -anweisungen
hrung einer Verlustdatenbank
Strategieworkshops und Schu-
lungsmaßnahmen
Vorhalten eines Notfallplanes
Immobilienrisko
Konzentrationsrisiko im Zusammen-
hang mit dem Geschäftsmodell
Belastung des Jahresergebnisses
Definition von Risikoleitlinien für
Immobilienengagements
Klar festgelegte Limits
Umfassende Bewertung mittels
Immobilienrating
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko
Schwankung des Ertragsprofils auf-
grund reduzierter laufender Einnahmen
Belastung des Jahresergebnisses
Jährliche Budgeterstellung
Laufendes Managementreporting
zur Beurteilung der wirtschaftli-
chen Situation
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Die Wiener Privatbank SE war zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen sonstigen
Risiken, wie u.a. Währungsrisiken, ausgesetzt. Die rechtlichen Risiken werden
durch eine eigene Rechtsabteilung, sowie durch Kooperation mit unabhängigen
Rechtsanwälten überwacht und minimiert.
Der Vorstand hat Ende 2023 keine bestandsgefährdenden oder anderen ernsthaf-
ten Risiken für die Wiener Privatbank SE identifiziert. Das vorherrschende makro-
ökonomische Umfeld wird für das Risiko- und Ertragsprofil bestimmend und im
neuen Geschäftsjahr 2024 spürbar bleiben. Begleitend von anhaltend hoher Vola-
tilität an den Aktienmärkten haben im Geschäftsjahr 2023 explodierende Energie-
und Rohstopreise die Inflation bis Jahresmitte ansteigen lassen, über Sekundäref-
fekte hat sich der Preisauftrieb auch in der Kerninflation festgesetzt. Die darauf in
die Wege geleiteten geldpolitischen Maßnahmen der EZB Ta p e r i n g u n d s t u f e n -
weise Erhöhung des Leitzinses zeigten ab dem zweiten Halbjahr eektive Aus-
wirkungen auf die Realwirtschaft, die Wachstumsraten in der Eurozone gingen
stark zurück, in einzelnen Staaten wurden bereits rezessive Entwicklungen gemes-
sen. Auch Lieferketten waren in zahlreichen Industriezweigen, insbesondere mit
Rohsto- und Zulieferbezug, weiterhin unterbrochen oder beeinträchtigt. Die wei-
teren Entwicklungen der Kapitalmärkte, sowie die volks- und realwirtschaftlichen
Auswirkungen werden von der Dauer und dem weiteren Verlauf der Konflikte in
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
31
Verbindung mit den geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und den ge-
genläufigen realpolitischen Maßnahmen der Regierungen direkt beeinflusst. Von
einer spürbaren Entspannung ist voraussichtlich erst bei einer nachhaltigen Dees-
kalation zwischen den Konfliktparteien und einer fortwährend spürbaren Eindäm-
mung der hohen Inflationsentwicklungen, die einer Lockerung der Geldpolitik kau-
sal vorausgehen müsste, auszugehen. Makroökonomische Prognosen zeigen zum
Zeitpunkt der Berichterstellung für das laufende Jahr eine gedämpft positive Ent-
wicklung des Wirtschaftswachstums (siehe u.a. WKO Statistik Wirtschaftswachs-
tum Europa vom Februar 2024 mit Daten der EU-Kommission und der OECD
sowie Konjunkturprognosen des WIFO/IHS vom Dezember 2023 und März
2024). Österreichs BIP-Wachstum wird voraussichtlich im Durchschnitt des Eu-
roraums liegen. Abwärtsrisiken verbleiben aber im Zusammenhang mit dem Ukra-
ine-Krieg und dem Gaza Konflikt, der Energiepreisentwicklung und eventueller
Gasrestriktionen. Die Geldpolitik hat ebenso erheblichen Einfluss auf die weitere
Konjunkturentwicklung. Bei nachhaltig hoher Zinslast r Kreditnehmer und rück-
läufiger Entwicklung der Immobilienmärkte ist von einem fortlaufend erhöhten In-
solvenzaufkommen auszugehenim Jahr 2023 waren diese Entwicklungen bereits
sichtbar. Im neuen Geschäftsjahr 2024 werden daher laufende Anstrengungen zur
Diversifizierung der Ertragsstrukturen verstärkt fortgeführt und bestehende Risi-
ken engmaschig überwacht und proaktiv gesteuert.
Die Wiener Privatbank SE ist in den vom Ukraine Konflikt betroenen Regionen
vor Ort nicht präsent. Es besteht somit kein nennenswertes Engagement mit Russ-
land-Bezug im Portfolio und die Bank ist somit von der Ukraine-Krise wirtschaft-
lich hauptsächlich indirekt über Sekundäreekte betroen.
Die seit Februar 2022 anhaltenden kriegerischen Aggressionen der Russischen
deration gegen die Ukraine führten zu weitreichenden Sanktionen von Regierun-
gen zahlreicher Staaten, einschließlich der Europäischen Union. Die gesetzten
Sanktionsprogramme, die in erster Linie auf die Schwächung der russischen Wirt-
schaft abzielen, wurden von der Wiener Privatbank SE im vollen Umfang umge-
setzt. Auf Grund der hohen Kernkapital- und Liquiditätsquoten ist die Bank weiter-
hin gut gerüstet.
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
Nach üblichen Bankenstandards werden Risiken über das Risikomanagement iden-
tifiziert, gemessen und gesteuert. In der Wiener Privatbank SE ist eine klare Tren-
nung zwischen den Marktabteilungen und der Risikobeurteilung/Risikokontrolle
implementiert. Die Grundsätze und Methoden für das Management betriebswirt-
schaftlicher Risiken sind in Handbüchern und internen Richtlinien festgelegt. Das
Risikomanagement der Wiener Privatbank SE ist dem Vorstand Marktfolge zuge-
ordnet.
Das Kreditrisiko inklusive dem Beteiligungsrisiko ist das größte Risiko, mit dem die
Wiener Privatbank SE konfrontiert ist. Die Marktfolgeabteilungen beurteilen alle
Finanzierungs- und Beteiligungsanträge (Grundsatz der Doppelvotierung entspre-
chend den Mindeststandards für das Kreditgeschäft der FMA) und bestätigen, auf
Graphics
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
32
Basis der im Einsatz befindlichen Modelle, die mindestens jährlich neu zu erstel-
lenden Bonitätsbeurteilungen. Darüber hinaus werden Engagements mit erhöhtem
Risikoprofil identifiziert und werden gemeinsam mit der betreuenden Marktabtei-
lung Maßnahmen zur Risikoreduktion vereinbart. Anhand eines Ampelsystems
innerhalb einer Watch Loan-List werden diese Engagements laufend überwacht.
Direktes Kreditgeschäft mit natürlichen oder juristischen Personen aus Russland
und Belarus besteht keines. Kreditengagements, die potenziell indirekt von der ak-
tuellen Situation in der Region betroen sein können, werden laufend überwacht
bei den wenigen identifizierten Engagements, wie beispielsweise Kreditnehmer
mit Bezug zur Ukraine, besteht jeweils eine vollständige materielle Besicherung.
Aus heutiger Sicht ist von keiner besonderen Betroenheit auszugehen. Neben
dem Kreditrisiko wird in den Hauptrisikoarten zwischen Markt-, Liquiditäts-, Ge-
schäfts- und operationellen Risiken unterschieden. Die Messung des Markt- und
Geschäftsrisikos erfolgt in Form des Value at Risk. Um die ungünstigen Eekte
extremer Marktbewegungen zu simulieren, werden Stress-Tests dur c h gef ühr t . Z u r
Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität auch in adversen Szenarien wird in
der Steuerung ein Liquiditätspuer vorgehalten, der regelmäßig angepasst und
über Stress-Te s t s validi e r t w i rd. Dem oper a t i o n e l l e n R i s i ko wir d ü b e r e i n umfas-
sendes internes Kontrollsystem (IKS) und laufende Risikoanalysen begegnet. Das
Immobilienrisiko, sowie das Konzentrationsrisiko manifestieren sich hauptsächlich
in den genannten Hauptrisikoarten. Es bestehen klare Leitlinien und Limitierungen
zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken. Die zentrale Steuerungsgröße im
Zusammenhang mit dem Risikomanagement ist das ökonomische Eigenkapital.
Eine Risikotragfähigkeitsrechnung stellt die Gesamtrisikoposition in einer ökono-
mischen Betrachtung dar.
Auch im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist ein internes Kontrollsys-
tem (IKS) im Einsatz. Die Kontrollen werden durch entsprechende organisatori-
sche Maßnahmen, die in die Unternehmensprozesse integriert sind, gewährleistet.
Die für die Rechnungslegung und das Controlling zuständige Einheit ist unabhän-
gig von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Markteinheit der Bank. Die
Bank verfügt über Funktionstrennungen bei der Buchungseingabe und der an-
schließenden Buchungsfreigabe in das zentrale IT-System. Personen aus den
Marktbereichen können keine Buchungsfreigaben tätigen. Somit zählen das 4-Au-
gen-Prinzip, Zugrisbeschränkungen im IT-Bereich und Zahlungsrichtlinien zu den
präventiven Kontrollen. Arbeitsrichtlinien enthalten Regelungen, die einen korrek-
ten Arbeitsablauf garantieren und sicherstellen, dass betriebliche Vorgänge, die
regelmäßig anfallen, einheitlich abgewickelt werden. Stellenbeschreibungen ent-
halten genaue Beschreibungen des Aufgabenbereiches des jeweiligen Mitarbei-
ters, sowie die personelle Zuordnung. Regelmäßig erfolgen Prüfungen der Konten
und deren Bewertungen.
Die internen Kontrollsysteme (IKS) und das Risikomanagement werden von der
dem Vorstand unterstellten Abteilung Interne Revision überprüft.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
33
Derivate Finanzinstrumente
Hinsichtlich dieses Punkts wird auf den Anhang verwiesen.
Forschung und Entwicklung
Aufgrund der Geschäftstätigkeit als Bank sind Forschung und Entwicklung nicht in
einer eigenen F&E-Abteilung angesiedelt. Es werden daher auch keine eigenen
Mittel für Forschung und Entwicklung aufgewendet oder ausgewiesen.
Aktien der Gesellschaft und Stellung der Aktionäre
Das Grundkapital der Wiener Privatbank SE betrug zum 31. Dezember 2023 un-
verändert EUR 11.360.544,15 und war in 5.004.645 Stückaktien eingeteilt. Der auf
die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals belief sich damit
unverändert auf EUR 2,27.
Sämtliche Aktien sind in einer veränderbaren Sammelurkunde verbrieft, die bei
der Österreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft, Am Hof 4, 1010 Wien, als
Wertpapiersammelbank hinterlegt ist. Eine Einzelverbriefung der Aktien ist sat-
zungsgemäß ausgeschlossen. Alle zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien der
Gesellschaft sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Die ISIN der Ak-
tien lautet AT0000741301. Im Geschäftsjahr 2023 waren gemäß IAS 33.30
durchschnittlich 5.004.645 Aktien im Umlauf. Jede Aktie gewährt das Recht zur
Teilnahme an der Hauptv e rsammlung und zur Ausübu n g des Stimmr e c h t s , wobei
jede Aktie eine Stimme gewährt. Kein Aktionär verfügt daher über besondere Kon-
trollrechte. Stimmrechtsbeschränkungen aufgrund von Vereinbarungen zwischen
Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt.
Zum Stichtag 31. Dezember 2023 hielten die Kernaktionäre folgende Anteile:
Mit einem Anteil von 19,04 % war die K5 Beteiligungs GmbH weiterhin Hauptakti-
onär der Wiener Privatbank SE. Die K5 Beteiligungs GmbH ging mit der Kerbler
Holding GmbH (Anteil 5,81 %), Günter Kerbler (Anteil 4,71 %), MMag. Dr. Hel-
mut Hardt (Anteil 4,95 %), der ELMU Beteiligungsverwaltung GmbH (Anteil 2,10
%) iSv § 133 Z 7 BörseG 2018 zum Stichtag am 31. Dezember 2023 gemeinsam
vor. Zusammen hielten diese Aktionäre einen 36,61 %igen Anteil an der Wiener
Privatbank SE.
Weitere Großaktionäre waren 2023 Mag. Johann Kowar (Stiftung und Beteili-
gungsgesellschaften) mit einer Beteiligung von 9,91 %, die Aventure Capital AG
mit 8,64 %, die Arca Investments, a.s. mit 9,90 %, Hr. Dr. Dominik Benner mit
9,99% und Lahcen Knapp mit 5,01%. Der Rest der Aktien befand sich mit einem
Anteil von 19,94 % in Streubesitz.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
34
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Hauptversammlung gewählt.
Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen oder zwei
Stellvertreter. Sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen
über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrats betreen §
10 Pkt. 4 der Satzung, wonach, für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichts-
rats vor Abschluss der Funktionsperiode eine Mehrheit von drei Viertel der abge-
gebenenltigen Stimmen auf der Hauptversammlung erforderlich ist.
Der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank SE bestand im Geschäftsjahr 2023 aus Dr.
Gottwald Kranebitter (Vorsitzender), Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-Stellver-
treter), Günter Kerbler, Heinz Meidlinger und Wolfgang Zehenter.
Mag. Christoph Raninger bildet als Vorstandsvorsitzender der Bank gemeinsam
mit dem Vorstandsmitglied Eduard Berger das Vorstandsteam der Wiener Privat-
bank SE.
Mitarbeiter
Die Wiener Privatbank SE legte auch im Geschäftsjahr 2023 Wert darauf, die
fachliche Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter laufend auszubauen. In der Be-
richtsperiode wurden EUR 48.073 in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen inves-
tiert. Dies bedeutet ein gleichbleibendes Ausbildungsbudgets je Mitarbeiter ver-
glichen mit dem Jahr 2022. Auf Basis einer flachen Hierarchie bietet die Wiener
Privatbank SE ihren Mitarbeitern individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, sowie
ein erfolgs- und leistungsabhängiges Bonusmodell. Bei der Auswahl von neuen
Mitarbeitern setzte die Wiener Privatbank SE auch 2023 auf einen mehrstufigen
Selektionsprozess, der sicherstellt, dass die hohen Qualitätsanforderungen in allen
Abteilungen erfüllt werden. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Jahr
2023 in FTE 71,93 bzw. in HC 80. Verglichen mit dem Jahr 2022 bedeutet dies
eine Senkung des Personalstandes auf HC-Basis um 8,54%. Die Wiener Privat-
bank SE bietet ebenfalls den Mitarbeitern unterschiedliche Sozialleistungen an. Im
Jahr 2023 wurden in Summe EUR 75.771 als individueller Essenszuschuss ge-
währt. Ebenfalls wurde im Sinne der Nachhaltigkeit ein sogenanntes Jobticket für
Mitarbeiter angeboten. Die Ausgaben dafür betrugen EUR 17.401. Für Arbeitsme-
dizin, -psychologie und die Sicherheitstechnische Betreuung beliefen sich die ge-
tätigten Ausgaben im Jahr 2023 auf EUR 13.000.
Ein weiteres Benefit sind Beitragszahlungen in eine Pensionskasse. In Summe wur-
den dafür EUR 196.024 aufgewendet.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
35
Nachhaltigkeit
Die Wiener Privatbank SE sieht diese Neuerungen nicht als Muss sondern als
Chance, einen wesentlichen Beitragr eine Neuorientierung zu einer nachhalti-
gen Finanzwirtschaft zu leisten, von der Kunden und Dienstleister gleichermaßen
profitieren werden.
Erklärtes Ziel der Wiener Privatbank SE ist es, sowohl auf Unternehmens- als auch
auf Produktebene künftig noch nachhaltiger, CO2-schonender und ressourcene-
zienter zu werden. Dafür wurde die Verantwortung für „Sustainable Finance“ ei-
nerseits in der Stelle Product Governance im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von
Wertpapieren und den Abgleich zu den Kunden-Präferenzen sowie andererseits in
der Stelle Risikomanagement im Hinblick auf eine regelmäßige Analyse der Nach-
haltigkeitsrisiken und Ableitung von geeigneten Maßnahmen je Geschäftsbereich
oder für das Unternehmen selbst verankert.
Product Governance berücksichtigt Nachhaltigkeitskategorien sowohl beim Auf-
setzen von neuen Finanzprodukten sowie bei deren Überwachung und zeigt dies
auch im Beratungs-Universum für Private Banking an. Auch im Produkteinfüh-
rungsprozess wird die Nachhaltigkeit eines neuen Produktes überprüft. Ebenso
nimmt die Wiener Privatbank SE nachhaltige Aspekte in ihre Produktgestaltung
und Dienstleistungen auf.
Das Asset Management der Wiener Privatbank SE, durch ihr Tochterunternehmen
Matejka & Partner Asset Management GmbH, berücksichtigt bei ihren Fondpro-
dukten gem. Art. 8 der Oenlegungsverordnung für die Wiener Privatbank SE die
ökologischen und sozialen Merkmale gemäß sowie die wesentlichen nachteiligen
Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren.
Die regulatorischen Erweiterungen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Banken
aus dem Bereich ESG haben zu umfangreiche Anpassungen von Prozessen in vie-
len Arbeitsbereichen der Wiener Privatbank SE gebracht intern und auch gegen-
über dem Kunden.
Zum Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)“
hat die Wiener Privatbank SE auch im vergangenen Jahr zahlreiche Initiativen ge-
setzt: Ein regelmäßiges Gesundheitsangebot für Mitarbeiter, welches neben diver-
sen Impfaktionen auch Schwerpunkte zur gesunden Ernährung und Möglichkeiten
der Inanspruchnahme externer psychologischer Unterstützung bei besonderen
Stresssituationen beinhaltete. Darüber hinaus wird allen Mitarbeitern, ein Jobti-
cket der Wiener Linien zur Verfügung gestellt und ab 1-jähriger Unternehmenszu-
gehörigkeit werden Mitarbeiter auch in eine eigene Pensionskasse aufgenommen.
Weitere Maßnahmen erfolgten bezogen auf die Resilienz von Mitarbeitern und
hrungskräften durch regelmäßige Management-Te a m M e e t i n g s u n d d i versen
Mitarbeiterveranstaltungen zur Stärkung der Corporate Culture.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
36
Corporate Governance-Bericht
Der konsolidierte Corporate Governance-Bericht für das Geschäftsjahr 2023
wurde erstellt und ist auf der Website der Wiener Privatbank SE unter www.wie-
nerprivatbank.com/ueber-uns/corporate-governance abrufbar.
Ausblick 2024
Das Geschäftsjahr 2023 ist entsprechend den Erwartungen der Bank verlaufen.
Das Zinsniveau und damit auch die Anleiherenditen sind deutlich angestiegen, ha-
ben sich jedoch gegen Jahresende stabilisiert. Das Wirtschaftswachstum wurde
dadurch spürbar belastet, eine tiefere Rezession ist allerdings ausgeblieben. Das
hohe Zinsniveau wird auch das Geschäftsjahr 2024 weiterhin belasten, wenn-
gleich aufgrund erwarteter Zinssenkungen ab dem zweiten Halbjahr mit einer be-
ginnenden Entspannung zu rechnen ist, deren entlastende Wirkung auf das Wirt-
schaftsumfeld allerdings ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird.
Die Wiener Privatbank SE legt weiterhin großen Wert auf eine starke Kapital- und
Liquiditätsausstattung, was die Entwicklung der Kernkapitalquote und Liquiditäts-
kennzahlen deutlich zum Ausdruck bringen. Somit steht die Bank nicht nur auf si-
cheren Beinen, sondern ist auch für die Chancen und Herausforderungen des aktu-
ellen Marktumfeldes gut gerüstet. Kundennähe ist in der Wiener Privatbank SE ein
wichtiges Qualitätsmerkmal, um insbesondere in bewegten und herausfordernden
Marktphasen die richtigen Lösungen in Finanzierungs- und Veranlagungsthemen
gemeinsam mit den Kunden zu finden. Zu den Kerndienstleistungen der Bank zäh-
len nach wie vor Projektfinanzierungen im Immobilienbereich sowie Lombardkre-
dite mit klar definierten Rahmenbedingungen, um dem geänderten Marktumfeld
Rechnung zu tragen. Im Veranlagungsbereich setzt die Bank weiterhin auf ihre
Kernkompetenz bei Aktienveranlagungen, wenngleich das hauseigene Asset Ma-
nagement der Bank insbesondere auch darauf abzielt, in seinem Produktangebot
auch die Chancen des sich verändernden Zinsumfeldes zum Vorteil der Kunden zu
nutzen. Darüber hinaus kann die Bank auch künftig auf eine reichhaltige Auswahl
an „Betongold“ zurückgreifen, um sowohl Anlegern als auch Eigennutzern Zugang
zu interessanten Immobilien zu verscha en. Ebenfalls für Kunden im Programm
stehen Festgeldveranlagungen zu attraktiven Konditionen.
r kapitalmarktane KMUs bleibt die Bank unvendert ein kompetenter und
umsetzungsstarker Partner, wenn es um die Strukturierung und Begleitung von
Aktien- und Anleiheemissionen inklusive Börselistings und Zahlstellenfunktionen
geht. Im Sinne einer durchgängigen Wertschöpfungskette runden Custody- und
Brokerage Dienstleitungen das Angebotsprogramm der Bank ab.
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht
37
Mit diesem Leistungsangebot sieht sich die Wiener Privatbank SE weiterhin gut
positioniert, um Ihren Kunden in jeder Marktsituation ein ausgewogenes und
wertstiftendes Spektrum an Dienstleistungen anbieten zu können.
Wien, am 05. April 2024
MAG.
CHRISTOPH EDUARD
RANINGER, PhD BERGER ! !
VORSITZENDER DES VORSTANDES MITGLIED DES VORSTANDES
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Konzernabschluss
Konzernlagebericht

KONZERNABSCHLUSS
KONZERNBILANZ
ZUM 31. DEZEMBER 2023

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Konzernabschluss
Konzernbilanz


Graphics

Konzernabschluss

Konzernbilanz




41
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 (IFRS)


AKTIVA

Anhang
31. Dezember 2023
in EUR
31. Dezember 2022
in EUR
Barreserve
1)
90.855.315
49.110.775
Forderungen an Kreditinstitute
2)
85.473.266
44.605.204
Forderungen an Kunden
3)
71.555.110
94.582.397
Finanzanlagen
4)
39.238.782
88.242.132
Anteile an assoziierten Unternehmen
5)
2.140.883
2.198.711
Zum Handel bestimmte Immobilien
6)
45.891.237
39.569.964
Immaterielle Vermögenswerte
7)
619.584
848.009
Sachanlagen
8)
1.278.705
2.109.448
Steueransprüche
9)
313.248
834.865
hiervon Steuererstattungsansprüche

113.245
130.207
hiervon latente Steueransprüche

200.003
704.658
Sonstige Aktiva
10)
5.077.608
5.034.784
Summe Aktiva

342.443.739
327.136.290


PASSIVA

Anhang
31. Dezember 2023
in EUR
31. Dezember 2022
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
11)
32.918.056
26.133.280
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
12)
242.026.520
234.187.945
Steuerverpflichtungen
13)
300.510
354.258
hiervon tatsächliche Steuerverpflichtungen


300.510

354.258

hiervon latente Steuerverpflichtungen

0
0
Verbriefte Verbindlichkeiten
14)
14.652.388
15.114.950
Rückstellungen
15)
2.999.247
2.990.833
Sonstige Passiva
16)
4.295.944
5.006.994
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens


44.502.078

42.512.098

Nicht beherrschende Anteile

748.998
835.931
Eigenkapital
17)
45.251.075
43.348.029
Summe Passiva

342.443.739
327.136.290




Graphics
Konzernabschluss
Konzernbilanz

KONZERNABSCHLUSS
KONZERN-
GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Graphics


Graphics
Konzernabschluss
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
44
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
1. Jänner 2023 bis 31. Dezember 2023 (IFRS)
in EUR
Anhang
1. Jänner 2023
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022
31. Dezember 2022
Zinsen und ähnliche Erträge
13.906.789
7.167.686
Zinserträge nach Eektivzinsmethode
12.149.318
5.950.491
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-3.906.874
-2.184.512
Zinsüberschuss
21)
9.999.915
4.983.174
Provisionserträge
8.688.633
10.039.783
Provisionsaufwendungen
-1.015.399
-1.276.536
Provisionsüberschuss
22)
7.673.234
8.763.248
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen
23)
-157.828
-152.001
Handelsergebnis
24)
437.174
595.756
Ertrag aus Immobilienhandel
25)
5.981.153
7.770.524
Aufwand aus Immobilienhandel
26)
-3.786.263
-4.752.603
Sonstiger betrieblicher Ertrag
27)
1.235.982
2.957.196
Sonstiger betrieblicher Aufwand
28)
-281.613
-98.544
Verwaltungsaufwand
29)
-16.246.543
-15.839.564
Risikovorsorge
30)
-1.190.594
-363.989
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
31)
195.372
-465.738
Ergebnis vor Steuern
3.859.990
3.397.459
Ertragsteuern
32)
-1.003.542
-1.019.355
Periodenergebnis
2.856.448
2.378.104
Nicht beherrschende Anteile am Periodenergebnis
28.067
115.052
Periodenergebnis ohne nichtbeherrschende Anteile
2.828.381
2.263.052

Graphics
Konzernabschluss
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
45
Ergebnis der im Eigenkapital erfassten Ertrags- und Aufwandposten
Gesamtergebnisrechnung
1. Jänner 2023
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022
31. Dezember 2022
Konzernperiodenergebnis
2.856.448
2.378.104
Posten, die zukünftig über die GuV gebucht werden können
Bewertungsergebnis der FV-Umwertung
von FVOCI bewerteter Schuldinstrumente
535.709
-1.380.463
(darauf entfallende Steuereekte)
-128.570
345.116
Eekte aus Steuersatzänderung
-7.141
-12.498
Posten, die zukünftig nicht über die GuV gebucht werden können
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
16.572
118.238
(darauf entfallende Steuereekte)
-3.812
-29.560
Eekte aus Steuersatzänderung
0
4.817
Sonstiges Ergebnis nach Steuern
412.759
-954.350
Gesamtergebnis
3.269.206
1.423.754
Zuordnung des Gesamtergebnisses
Anteile im Besitz der Eigentümer der Wiener Privatbank
3.241.140
1.308.702
nicht beherrschende Anteile
28.067
115.052
Ergebnis je Aktie
in EUR
Anhang
1. Jänner 2023
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022
31. Dezember 2022
Aktienzahl zum Ultimo
5.004.645
5.004.645
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien
5.004.645
5.004.645
Periodenergebnis ohne nicht beherrschende Anteile
2.828.381
2.263.052
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert = unverwässert)
19)
0,57
0,45


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Konzernabschluss
Konzern-Gesamtergebnisrechnung

KONZERNABSCHLUSS
ENTWICKLUNG DES
KONZERNEIGENKAPITALS

Graphics


Graphics
Konzernabschluss Entwicklung des Konzerneigenkapitals
48
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
1. Jänner 2023 bis 31. Dezember 2023 (IFRS)
(Angaben in EUR)
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinnrücklagen
Konzerngewinn
FV
Umwertung
IAS 19 versichungsm.
Gewinne und Verluste
Eigenkapital ohne
nicht beherrschenden
Anteil
nicht
beherrschender
Anteil
Eigenkapital mit
nicht beherrschen-
dem Anteil
Stand zum 1. Jänner 2022
11.360.544
18.308.278
11.344.593
98.023
91.956
41.203.396
880.879
42.084.274
Periodenergebnis 2022
2.263.052
2.263.052
115.052
2.378.104
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und
Aufwendungen
-1.047.845
93.496
-954.349
-954.349
Ausschüttung
0
160.000
160.000
Stand zum 31. Dezember 2022
11.360.544
18.308.278
13.607.5645
-949.821
185.452
42.512.098
835.931
43.348.029
Periodenergebnis 2023
2.828.381
2.828.381
28.067
2.856.448
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und
Aufwendungen
399.999
12.761
412.759
412.759
Ausschüttung
-1.251.161
-1.251.161
-115.000
-1.366.161
Stand zum 31. Dezember 2023
11.360.544
18.308.278
15.184.865
-549.823
198.212
44.502.078
748.998
45.251.075


Graphics
Konzernabschluss Entwicklung des Konzerneigenkapitals


Graphics
Konzernabschluss
Entwicklung des Konzerneigenkapitals

KONZERNABSCHLUSS
KONZERN-CASH-FLOW-STATEMENT

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Graphics
Konzernabschluss

Konzern-Cash-Flow-Statement




52
Konzern-Cash-Flow-Statement für das Geschäftsjahr
1. Jänner 2023 bis 31. Dezember 2023
in EUR
Anhang
2023
2022
Periodenergebnis (vor Fremdanteilen)

2.856.448
2.378.104
Ergebnis aus Endkonsolidierung
28)
152.027
0
Abgangsgewinne(-)/Abgangsverluste(+) aus Finanzanlagen
31)
-214.764
95.998
Abgangsgewinne(-)/Abgangsverluste(+) aus Sachanlagen
8)
583.110
34.333
Abschreibungen(+)/Zuschreibungen(-) auf Finanzanlagen
31)
19.391
561.735
Abschreibungen(+)/Zuschreibungen(-) auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
29)
934.214
1.076.976
Veränderung der Risikovorsorge
30)
1.190.594
363.989
Ergebnisanteil der assoziierten Unternehmen
23)
157.828
152.001
Nicht zahlungswirksame Veränderung der Pensionsrückstellungen/ähnliche
Rückstellungen
15)
99.320
55.187
Steueraufwand(+)/Steuerertrag(-)
32)
1.003.542
1.019.355
Nettozinsertrag(-)/Nettozinsaufwand(+)

21)

-9.999.915

-4.983.174

Sonstige Korrekturen

1.763
275
Korregiertes Periodenergebnis

-3.216.442
754.779

Zunahme/ Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute
2)
-40.175.235
31.997.565
Zunahme/ Abnahme der Forderungen an Kunden
3)
21.692.847
-9.123.238
Zunahme/ Abnahme der zum Handel bestimmten Immobilien
6)
-6.321.273
3.632.915
Zunahme/ Abnahme der sonstigen Aktiva
10)
-26.137
-251.820
Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

11)

5.924.970

-13.712.341

Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
12)
7.838.575
-21.773.012
Zunahme/ Abnahme der verbrieften Verbindlichkeit
14)
-70.000
-1.400.000
Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen
15)
-73.200
-30.619
Zunahme/ Abnahme der sonstigen Passiva
16)
-174.697
-237.238
Erhaltene Zinsen

21)

13.396.052

7.060.747

Gezahlte Zinsen
21)
-3.439.630
-2.129.388
Steuergutschrift

130.228
25.465
Steuerzahlungen
13)
-803.932
-658.401
Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit

-5.317.874
-5.844.586



Graphics
Konzernabschluss

Konzern-Cash-Flow-Statement




53
in EUR
Anhang
2023
2022
Abfluss aus der Veräußerung von vollkonsolidierten Tochterungernehmen

-125.477
0
Zufluss aus Ausschüttungen assoziierte Unternehmen


0

100.000

Abfluss aus dem Erwerb von Finanzanlagen
4)
-8.895.931
-73.123.837
Abfluss aus dem Erwerb von assoziierten Unternehmen
5)
-100.000
0
Zufluss aus der Veräußerung von Finanzanlagen
4)
58.619.689
43.142.772
Abfluss aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
7) 8)
-458.156
-400.161
Zufluss aus der Veräußerung von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten

0
78.235
Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten


49.040.124

-30.202.990


in EUR
Anhang

2023

2022

Tilgung von Leasingverbindlichkeiten
16)
-533.612
-557.665
Gezahlte Dividenden
17)
-1.366.161
-160.000
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit

-1.899.773
-717.665

Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode

49.110.775
85.876.016
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit

-5.317.874
-5.844.586
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit

49.040.124
-30.202.990
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit


-1.899.773

-717.665

Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds

-77.938
0
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode

90.855.314
49.110.775




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Konzernabschluss
Konzern-Cash-Flow-Statemen
54
KONZERNABSCHLUSS
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
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Konzernabschluss
Konzern-Cash-Flow-Statemen
55
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56
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
Inhaltsverzeichnis
I. Allgemeine Grundsätze 58
II. Konsolidierungsgrundsätze 59
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 62
IV. Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten des
Konzernabschlusses 76
V. Anwendung geänderter und neuer Standards (IFRS und IAS) 78
VI. Erläuterungen zur Bilanz und Gesamtergebnisrechnung 79
1. Barreserve 79
2. Forderungen an Kreditinstitute 80
3. Forderungen an Kunden 81
4. Finanzanlagen 82
5. Anteile an assoziierten Unternehmen 83
6. Zum Handel bestimmte Immobilien 83
7. I mmat eriel le Vermögenswerte 84
8. Sachanlagen 86
9. Latente Steuern 87
10. Sonstige Aktiva 89
11. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91
12. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 92
13. Steuerverpflichtungen 93
14. Verbriefte Verbindlichkeiten 93
15. Rückstellungen 94
16. Sonstige Passiva 96
17. Eigenkapital 97
18. Kapitalmanagement 100
19. Ergebnis je Aktie 101
20. Nicht beherrschende Anteile 101
21. Zinsüberschuss 102
22. Provisionsüberschuss 103
23. Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 104
24. Handelsergebnis 104
25. Ertrag aus Immobilienhandel 104
26. Aufwand aus Immobilienhandel 104
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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
57
27. Sonstiger betrieblicher Ertrag 105
28. Sonstiger betrieblicher Aufwand 105
29. Verwaltungsaufwand 106
30. Risikovorsorge 107
31. Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 108
32. Ertragssteuern 108
33. Tochterunternehmen und Beteiligungen 109
34. Finanzinstrumente 111
35. Hierarchie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte 115
36. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 119
37. Weitere Anhangangaben 122
VII. Erläuterungen zur Konzernsegmentberichterstattung 124
VIII. Risikobericht 128
IX. Angaben über Organe 155
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58
KONZERNABSCHLUSS
Anhang zum
Konzernabschluss für
das Geschäftsjahr
vom 1. nner 2023
bis 31. Dezember

I. Allgemeine Grundsätze
Die Wiener Privatbank SE ist eine börsennotierte Privatbank mit Sitz am Parkring
12, 1010 Wien, und betreibt als Kreditinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1 des österrei-
chischen Bankwesengesetzes Bankgeschäfte. Sie ist unter der Firmenbuchnum-
mer FN 84890 p beim Handelsgericht Wien im Firmenbuch eingetragen. Der geo-
graphische Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in Österreich.
Die Angebots- und Dienstleistungspalette für private und institutionelle Kunden
umfasst die Kerngeschäftsfelder Private Banking, Asset Management (Matejka &
Partner), Unternehmens & Projektfinanzierung, Brokerage, Capital Markets und
Immobilienprodukte & -projekte.
In diesen Geschäftsfeldern bietet die Wiener Privatbank SE ihren Kunden maßge-
schneiderte Lösungen an.
Die Wiener Privatbank SE hat als Medium für die Oenlegung gemäß Art. 431 .
CRR das Internet gewählt. Die Oenlegung ist aktuell auf der Website der Wiener
Privatbank SE unter www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/oenlegungen/oen-
legungen-gemaess-art-431-crr dargestellt.


Der Konzernabschluss der Wiener Privatbank-Gruppe wurde nach den Vorschrif-
ten der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpreta-
tionen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC),
wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und erfüllt auch die Voraussetzungen
des § 59a BWG und des § 245a UGB über Konzernabschlüsse nach international
anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden bei der Bilanzierung und Bewertung
alle zum Zeitpunkt der Rechnungslegung am 31. Dezember 2023 verabschiedeten
und zu diesem Zeitpunkt verpflichtend anzuwendenden IAS/IFRS berücksichtigt.
Die Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung von überarbeiteten Standards wurde




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
59


nicht wahrgenommen. Die funktionelle Währung ist der Euro (EUR). Alle Betrags-
angaben werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in EUR darge-
stellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können
durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendie-
renzen auftreten. Die in Klammern angegebenen Zahlen betreen das Vorjahr.

Der Konzernabschluss wurde am 05. April 2024 aufgestellt und zur Weitergabe
an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzern-
abschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.


II. Konsolidierungsgrundsätze



Konsolidierungskreis

Muttergesellschaft ist die Wiener Privatbank SE, Wien. In den Konzernabschluss
sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der Muttergesell-
schaft stehen (Tochtergesellschaften), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Es
darf von einer Beherrschung ausgegangen werden, wenn die Beteiligungshöhe der
Wiener Privatbank SE gegenüber der Tochtergesellschaft über 50 % liegt, wobei
es gem. IFRS 10, auch bei weniger als 50 % Beteiligungshöhe zu einer Vollkonsoli-
dierung kommen kann. Hierbei sind die Einflussmöglichkeiten der Mutter auf die
Tochter g e s e l l s c h a f t maßg e b l i c h . Soll te di e W i e n e r P r i vatbank SE i n d e r L a ge sein
die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens sowie die variablen Rück-
flüsse der Gesellschaft der Höhe nachzubestimmen, so ist auch eine Tochterge-
sellschaft mit weniger als 50 % vollzukonsolidieren. Nicht konsolidiert werden
Tochterunt e r nehmen, der e n E i n fl u s s a u f d i e Vermö g e n s -, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns insgesamt unwesentlich sind.
Wesentliche Beteiligungen, auf welche die Wiener Privatbank SE einen maßgebli-
chen Einfluss ausübt, ohne diese jedoch zu beherrschen, werden als „assoziierte
Unternehmen“ nach der Equity-Methode einbezogen und in dem Bilanzposten
Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. In der Regel besteht ein maß-
geblicher Einfluss bei einem Anteilsbesitz zwischen 20 % und 50 %. Eine Einbe-
ziehung erfolgt auf Grundlage des zum 31. Dezember 2023 erstellten Jahresab-
schlusses.



Die übrigen Beteiligungen werden als Fair-Value-Finanzanlagen eingestuft und
dementsprechend bewertet.

Insgesamt 5 (VJ: 7) Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Vollkonsolidie-
rung mit der Muttergesellschaft zusammengefasst. Zum Berichtszeitpunkt gibt es
außerdem noch zwei Equitygesellschaften, welche als nicht wesentlich bezeichnet
werden können.
Nähere Details zum Konsolidierungskreis sind unter Punkt 33 Tochterunterneh-
men und Beteiligungen dargestellt.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
60

Die Entscheidung, ob eine Gesellschaft voll- oder equitykonsolidiert wird, hängt
neben der Beteiligungshöhe auch noch von der Möglichkeit der Einflussnahme auf
die Geschäfts- sowie die Finanzgebarung der Tochtergesellschaft ab.

Wenn Beherrschung auf eine Gesellschaft festgestellt wird (durch die Möglichkeit
der Einflussnahme auf die wirtschaftlichenoder finanziellen Entscheidungen so-
wie die Möglichkeit die variablen Rückflüsse zu beeinflussen), wird diese Gesell-
schaft als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss miteinbe-
zogen.
r den Fall, dass eine solche Entscheidung nicht eindeutig gefällt werden kann,
wird im nächsten Schritt entsprechend den Prüfschritten des IFRS 10 die Einfluss-
möglichkeit der Wiener Privatbank SE auf die Gesellschaft genauer analysiert und
untersucht.
Hierzu wird genauer untersucht, ob Verfügungsgewalt über das Unternehmen vor-
liegt. Verfügungsgewalt besteht u.a. dann, wenn folgende Rechte gegeben sind:
Vertragliche Vereinbarungen mit anderen Stimmberechtig ten über die Ausübung
von Stimmrechten; Größe des Stimmrechtsbesitzes des Konzerns im Verhältnis
zur Größe und Verteilung der Stimmrechtsbesitze anderer Investoren sowie po-
tenzielle Stimmrechte des Konzerns und anderer Stimmberechtigter oder sonsti-
ger Parteien. Können Entscheidungen der Tochtergesellschaft durch die Wiener
Privatbank SE beeinflusst bzw. gesteuert werden oder nicht? Unterliegt die Wie-
ner Privatbank SE variablen unbeeinflussbaren Rückflüssen, oder können hier Ent-
scheidungen durch Einflussnahme abgeändert werden?
Zusätzlich ist auf eine womöglich vorliegende "Principal-Agent" Situation einzuge-
hen bzw. muss kontrolliert werden ob bei der Gesellschaft eine "de facto control"
Beherrschung besteht.
Abschließend findet noch eine Kontrolle im Hinblick auf sonstige wirtschaftliche
Verbindungen zwischen der Gesellschaft und der Wiener Privatbank SE statt. Kon-
trolliert wird hierbei ob es zwischen den Gesellschaften über den Rahmen einer
normalen Geschäftsbeziehung hinausgehende Verbindungen bzw. Geschäftstätig-
keiten gibt.


Wenn das Ergebnis ergibt, dass keine Beherrschung nach IFRS 10 vorliegt, erfolgt
eine Klassifizierung nach IAS 28 bzw. IFRS 11.
Die Wiener Privatbank SE konnte zweifelsfrei alle Gesellschaften entweder als
voll- oder equitykonsolidiert klassifizieren.


Bilanzierungsgrundsätze zu at Equity Unternehmen
Die Anteile des Konzerns an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen.
Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maß-
geblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung, in
Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
61





Sie werden zunächst mit den Anschaungskosten angesetzt, wozu auch Trans-
aktionskosten zählen. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält der Konzern-
abschluss den Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis der nach der Equity-
Methode bilanzierten Finanzanlagen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der maßgeb-
liche Einfluss endet.

Konsolidierungsstichtag
Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist der Abschlussstichtag des Mutter-
unternehmens; die Jahresabschlüsse der im Rahmen der Vollkonsolidierung einbe-
zogenen Unternehmen sind zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.


Konsolidierungsmethoden
Entsprechend IFRS 3 erfolgt die Erstkonsolidierung bei allen Unternehmenszusam-
menschlüssen nach der Erwerbsmethode. Gemäß der Methode werden die erwor-
benen Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum
Erwerbszeitpunkt bewertet. Bei der Bewertung des nicht beherrschenden Anteils
gewährt IFRS 3 ein Bewertungswahlrecht auf Transaktionsbasis, nach dem der
nicht beherrschende Anteil entweder zum beizulegenden Zeitwert (bisweilen
„Full-Goodwill-Methode“ genannt) oder zum proportionalen Anteil des nicht be-
herrschenden Anteils am beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erwor-
benen Unternehmens erfolgen kann. Ein Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts-
oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Dieser unterliegt keiner planmäßigen
Abschreibung, sondern wird einem jährlich durchzuführenden Impairment-Te s t
unterzogen, bei dem die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes über-
prüft wird (Impairment-only-Approach). Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gege-
ben, wird eine Abschreibung vorgenommen. Andernfalls wird der Wertansatz des
Geschäfts- oder Firmenwertes unverändert gegenüber dem Vorjahr beibehalten.
Soweit die Anschaungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden
Zeitwerte der übernommenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden
unterschreiten, ist der Unterschiedsbetrag in der Periode des Erwerbs ertragswirk-
sam zu vereinnahmen.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, andere Erträge und Aufwen-
dungen aus der Verrechnung zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften wer-
den eliminiert. Ebenso werden sämtliche Zwischenergebnisse eliminiert.
Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die
Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen,
nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Je-
der entstehende Gewinn oder Verlust wird in der Gewinn- oder Verlustrechnung
erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen
wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung
bewertet.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
62





Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entspre-
chenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unterneh-
mens bewertet.
Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu
einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bi-
lanziert.



hrungsumrechnung
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen ihre Geschäftsfälle in ausländischer
hrung mit dem am Tag der Transaktion gültigen Devisenreferenzkurs der EZB.
Die Umrechnung von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten und Ver-
bindlichkeiten sowie nicht abgewickelten Fremdwährungskassageschäften in Euro
erfolgt mit dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der EZB. Devisen-
termingeschäfte werden zu den am Bilanzstichtag für die Restlaufzeit gültigen Ter-
minkursen bewertet. Aus Währungsänderungen zwischen den zwei Bilanzstichta-
gen resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr
erfolgswirksam erfasst.
Keines der in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 einbezogenen Toch-
terunternehmen hat einen Abschluss in fremder Währung aufgestellt.




III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die in der Folge genannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden
durchgängig auf alle in diesem Konzernabschluss genannten Geschäftsjahre ange-
wendet.
Zahlungsmittelbestand
Der Zahlungsmittelbestand laut Konzern-Cashflow-Statement setzt sich aus der
Barreserve zusammen.

Finanzinstrumente
Unter dem Überbegri „Finanzinstrumente“ werden alle finanziellen Vermögens-
werte und finanzielle Verbindlichkeiten zusammengefasst. Gemäß IAS 32 stellt
ein Finanzinstrument im Allgemeinen einen Vertrag dar, welcher gleichzeitig bei
dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem an-
deren Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapi-
talinstrument führt.
Die erstmalige Erfassung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt, an dem
das Unternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird und somit ist für
Käufe/Verkäufe finanzieller Vermögenswerte der Erfüllungstag maßgeblich. Als



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
63


Erfüllungstag gilt der Tag, an dem ein finanzieller Vermögenswert übertragen wird.
Die Klassifizierung von Finanzinstrumenten beim erstmaligen Ansatz hängt von
ihrer Eigenschaft sowie vom Zweck und der Absicht des Managements hinsicht-
lich der Anschaung ab.
Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten
Ein finanzieller Vermögenswert wird bei seiner erstmaligen Erfassung einer Bewer-
tungskategorie zugeordnet, welcher über die zukünftigen Folgebewertungen ent-
scheidet. Der erstmalige Ansatz erfolgt unabhängig von der Zuordnung zu einer
Bewertungskategorie - mit dem Transaktionspreis (Fair Value).
Das Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte sieht die Zuordnung in
die folgenden drei Geschäftsmodelle und der damit verbundenen Folgebewertung
vor:
“Hold-to-Collect(“Halten) Folgebewertung: Amortised Cost, AC
“Hold-to-Collect-and-Sell“ (“Halten und Verkaufen“) Folgebewertung: Fair
value through other comprehensive income, FVTOCI
“Other Business Model“ (“Sonstiges Geschäftsmodell”) Folgebewertung:
Fair value through profit or loss, FVTPL
Im Rahmen der Klassifizierung sind die vertraglichen Zahlungsströme pro Einzel-
geschäft gemäß des SPPI-Kriteriums („Solely Payments of Principle and Interest“)
zu überprüfen. Wird dieses Kriterium erfüllt, so ist abhängig vom gewählten Ge-
schäftsmodell eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaungskosten (AC)
oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) erlaubt. Ist das SPPI-
Kriterium nicht erfüllt, so hat die Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegen-
den Zeitwert (FVTPL) zu erfolgen.
Ausschlaggebend für die Klassifizierung und Bewertung nach IFRS 9 sind folgende
Kriterien:
das Geschäftsmodellkriterium dieses definiert die Geschäftsmodelle, in
welchen die Vergenswerte gemanagt werden, sowie
das Zahlungsstromkriterium, welches die Charakteristika der vertraglichen
Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswertes definiert, welches zu-
sätzlich zum Geschäftsmodell über die Folgebewertung des Finanzinstru-
ments entscheiden.
Geschäftsmodell
Die Festlegung des Geschäftsmodells für finanzielle Vermögenswerte erfolgt auf
Portfolio Ebene, da dies am besten widerspiegelt, wie Gruppen von finanziellen
Vermögenswerten gemeinsam gesteuert und entscheidungsrelevante Informatio-
nen berichtet werden, um ein bestimmtes Geschäftsziel zu erreichen. Als Beurtei-
lungsfaktoren für die ganzheitliche Betrachtung werden alle relevanten und objek-
tiv verfügbaren Anhaltspunkte herangezogen. Diese umfassen insbesondere die




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
64


Zielsetzung und Portfolio-Strategie, Performance-Messung und -Berichte, Risiko-
Messung und -Steuerung, Vergütungssysteme des Managements sowie Häufig-
keit, Volumen, Zeitpunkte und Gründe von Verkaufsaktivitäten.
In der Wiener Privatbank SE wurden folgende Geschäftsmodelle auf Portfolio-
Ebene festgelegt:
Kreditportfolio: Bei Erfüllung des SPPI-Kriteriums erfolgt eine Geschäftsmo-
dellzuordnung unter „Hold-to-Collect. Alle anderen Kredite werden dem
sonstigen Geschäftsmodell zugeordnet.
Anleihenportfolio: Bei Privatplatzierungen erfolgt eine Geschäftsmodellzu-
ordnung unter „Hold-to-Collect“, bei öentlichen Emissionen erfolgt eine
Geschäftsmodellzuordnung unter „Hold-to-Collect-and-Sell“.
Barresserve: Es erfolgt eine Geschäftsmodellzuordnung unter „Hold-to-Coll-
ect“.
Forderungen KI: Es erfolgt eine Geschäftsmodellzuordnung unter „Hold-to-
Collect“.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Es erfolgt eine Geschäftsmo-
dellzuordnung unter „Hold-to-Collect
Beurteilung der vertraglichen Zahlungsströme (SPPI-Kriterium)
Zum Zweck der Beurteilung, ob die vertraglichen Zahlungsströme eines finanziel-
len Vermögenswertes, ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den aus-
stehenden Kapitalbetrag darstellen, gilt die Definition des Kapitalbetrags als der
beizulegende Zeitwert des finanziellen Vermögenswerts beim erstmaligen Ansatz.
Zinsen umfassen das Entgelt für den Zeitwert des Geldes, für das Ausfallrisiko,
das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag ver-
bunden ist, und für andere grundlegende Risiken und Kosten des Kreditgeschäfts
(z.B. Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) sowie eine Gewinnmarge.
Die Beurteilung erfolgt dabei auf Basis der vertraglichen Zahlungsströme des fi-
nanziellen Vermögenswertes und berücksichtigt dabei auch Vertragsbedingungen,
die den Zeitpunkt oder die Höhe der vertraglichen Zahlungsströme ändern.
Im Rahmen der Überprüfung ob die vertraglichen Zahlungsströme eines finanziel-
len Vermögenswertes ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausste-
henden Kapitalbetrag darstellen, werden die vertraglichen Ausstattungsmerkmale
des Instruments herangezogen. Dabei wird mitüberprüft ob der Vermögenswert
Vertragsbedingungen enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag vertraglicher
Zahlungsströme so verändern können, dass diese Bedingung nicht mehr erfüllt
wird.
Eine genaue Unterteilung bzw. Definition der jeweiligen Finanzinstrumente ist in
den nächsten Punkten zu finden:




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
65


Finanzielle Vergenswerte Amortized Cost (AC)
Das AC-Geschäftsmodell hat die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme
zum Ziel. Die Bewertung von Finanzinstrumenten, die im Rahmen dieses Ge-
schäftsmodells gehalten werden, hat zu fortgeführten Anschaungskosten zu er-
folgen, sofern diese Instrumente auch das SPPI-Kriterium erfüllen.
Die Wiener Privatbank SE hat die Position Barreserve, Forderungen an Kreditinsti-
tute und Kunden, nicht börsenotierte Anleihen und Forderungen aus Lieferungen
& Leistungen diesem Geschäftsmodell zugeordnet (wenn diese das SPPI-Krite-
rium erfüllen). Zinserträge aus diesen Portfolien werden in der Gewinn- und Ver-
lustrechnung im Posten Zinsüberschuss ausgewiesen.
Sofern Direktabschreibungen vorgenommen wurden, haben diese die Forderungen
vermindert. Die Risikovorsorge nach IFRS 9, welche als eigener Posten im Anhang
ausgewiesen wird, vermindert ebenfalls diese Positionen. Abschreibungen und
Wertberichtigungen werden unter dem Posten Risikovorsorge ausgewiesen.
Wenn es zu Vertragsänderungen kommt, beurteilt der Konzern, ob sich die Cash-
flows des modifizierten Vermögensgegenstandes wesentlich verändert haben.
Wenn die Cashflows wesentlich abweichen, werden die vertraglichen Rechte auf
die Cashflows des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes als verfallen er-
achtet. In diesem Fall wird der ursprüngliche finanzielle Vermögenswert ausge-
bucht und ein neuer finanzieller Vermögenswert wird zum beizulegenden Zeitwert
angesetzt.
Fair Value Option:
Unternehmen, die einen finanziellen Vermögenswert in die Kategorie „zu fortge-
führten Anschaungskosten bewertet“ oder zur FVTOCI einzuordnen hätten, kön-
nen diesen beim erstmaligen Ansatz freiwillig aber unwiderruflich als auf-
wands- oder ertragswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designieren.
Die Wiener Privatbank SE wendet dieses Wahlrecht nicht an.
Finanzielle Vergenswerte Fair Value Through Other Comprehensive Income
Ziel dieses Geschäftsmodells ist sowohl das Verkaufen als auch das Vereinnah-
men von vertraglichen Zahlungsströmen. Finanzinstrumente, die diesem Ge-
schäftsmodell zugeordnet werden, sind erfolgsneutral zum beizulegenden Zeit-
wert zu bewerten und im sonstigen Ergebnis (Fair Value Through Other Compre-
hensive Income; FVTOCI) zu erfassen, sofern diese Instrumente auch das SPPI-
Kriterium erfüllen.
Die Wiener Privatbank SE hat das Portfolio der börsennotierten Anleihen diesem
Geschäftsmodell zugeordnet (wenn diese das SPPI-Kriterium erfüllen).
Die sich aus der Bewertung zum Fair Value ergebenden Wertänderungen werden
solange erfolgsneutral in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals (FV-Um-
wertung) ausgewiesen, bis der jeweilige Vermögenswert veräußert ist. Bei Vorlie-
gen von Wertminderungsgründen (Impairment Losses) erfolgt eine Umbuchung




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
66




des Impaiments vom OCI in die Gewinn & Verlustrechnung, womit der Bilanzan-
satz dem Fair Value entspricht.

Finanzielle Vergenswerte Fair Value Through Profit or Loss
Dieses Geschäftsmodell stellt eine Restkategorie für alle Finanzinstrumente dar,
die weder einem HtC noch einem HtC&S-Geschäftsmodell zugeordnet werden
nnen oder dürfen. Finanzinstrumente dieser Kategorie sind erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert über die GuV (Fair Value Through Profit or Loss; FVTPL)
zu bewerten
Auch werden alle Eigenkapitalinstrumente sowie Vermögenswerte, die das SPPI-
Kriterium nicht erfüllen, dieser Position zugeordnet.
OCI-Wahlrecht bei Eigenkapitalinstrumenten:
Beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, für die keine Handelsab-
sicht besteht, kann das unwiderrufliche Wahlrecht, die Wertschwankungen des
beizulegenden Zeitwerts mit Ausnahme von Dividenden erfolgsneutral über das
sonstige Ergebnis darzustellen, in Anspruch genommen werden. Die Wiener Pri-
vatbank SE wendet dieses Wahlrecht nicht an.




Derivative Finanzinstrumente
Nach IFRS 9 werden Derivate, die in Verträge eingebettet sind, bei denen die Basis
ein finanzieller Vermögenswert im Anwendungsbereich des Standards ist, niemals
getrennt bilanziert. Stattdessen wird das hybride Finanzinstrument insgesamt im
Hinblick auf die Einstufung beurteilt. Derivate sowie Eigenkapitalinstrumente wer-
den nach IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet.
Positive Fair Values werden in der Bilanz als Vermögenswert unter den Sonstigen
Aktiva und negative Fair Values als Verbindlichkeit unter den Sonstigen Passiva
dargestellt. Der Erfolg / Aufwand aus Derivaten wird im „Handelsergebnis“ ge-
zeigt.




Wertminderung Finanzielle Vergenswerte und vertragliche Vermögens-
werte
Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaungskosten (AC) bzw. er-
folgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) zu bilanzieren sind, sieht der
IFRS 9 die Berechnung eines erwarteten Kreditverlusts (Expected Credit Loss) vor.
Hierfür sind Kreditrisikoparameter (Ausfallswahrscheinlichkeit - PD, Verlust bei
Ausfall - LGD und Kreditbetrag bei Ausfall EAD) unter Berücksichtigung histori-
scher, gegenwärtiger und zukunftsorientierter Informationen zu modellieren.
Im Rahmen der Ermittlung der Risikovorsorge sieht IFRS 9 eine Stufenzuordnung
von Finanzinstrumenten in drei Stufen vor. Eine ausführliche Erläuterung dazu er-
folgt im Risikobericht. Verluste werden im Gewinn oder Verlust erfasst und in ei-
nem Konto für Wertberichtigungen wiedergegeben. Falls der Konzern keine






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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
67






realistischen Aussichten auf die Einbringlichkeit des Vermögenswertes hat, wer-
den die Beträge abgeschrieben. Wenn ein nach der Erfassung der Wertberichti-
gung eintretendes Ereignis eine Verringerung der Höhe der Wertberichtigung zur
Folge hat, wird die Verringerung der Wertberichtigung ebenso im Gewinn oder
Verlust erfasst.


Ausbuchungen von finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn
sein vertragliches Anrecht auf Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermö-
genswert ausläuft oder
er sein Anrecht auf den Bezug von vertraglichen Zahlungsströmen in einer
Tr a n s ak t i o n üb e r t r ä gt , i n d er e n t w e d e r :
im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes
verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden oder
wenn der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen
Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er nicht die Verfü-
gungsmacht über den übertragenen Vermögenswert behält.
Gewinne und Verluste aus Ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten sind in
der Note 30 ausgewiesen.



Verbriefte Verbindl ichkeiten
In dieser Position (Punkt 14.) werden begebene Anleihen von Tochterunternehmen
der Wiener Privatbank SE ausgewiesen, welche mit fortgeführten Anschaungs-
kosten bilanziert werden.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden überwiegend mit den fortgeschriebenen An-
schaungskosten angesetzt. Neben dem Zinsaufwand werden Unterschiedsbe-
träge zwischen Auszahlungsbetrag und Nennbetrag effektivzinsgerecht abge-
grenzt und im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Wiener Privatbank SE hat in dieser
Kategorie Kundeneinlagen, Wertpapieremissionen, die der Refinanzierung dienen,
sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen ausgewiesen.
Die restliche Kategorie der Finanziellen Verbindlichkeiten umfasst entweder Ver-
bindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten oder die zum FVTPL designiert
werden.

Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Die Wiener Privatbank SE wendet kein Hedge Accounting an.






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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
68





Angaben über den beizulegenden Zeitwert (Fair Value)
Der beizulegende Zeitwert ist jener Preis, zu welchem in einem geordneten Ge-
schäftsvorfall unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag ein Vermögens-
wert verkauft oder eine Schuld übertragen werden könnte (d. h. ein Abgangs-
preis).
Bei Finanzinstrumenten, welche an einem aktiven Markt notieren, bemisst sich der
beizulegende Zeitwert nach den oziellen Preisen des Hauptmarktes, zu dem die
Gruppe Zugang hat („Mark to Market“). Der beizulegende Zeitwert einer kurzfris-
tig abrufbaren finanziellen Verbindlichkeit ist nicht geringer als der bei Fälligkeit
zahlbare Betrag unter Abzinsung ab dem ersten Termin, an dem die Zahlung des
Betrags verlangt werden könnte.
Ein Finanzinstrument gilt als an einem aktiven Markt notiert, wenn Preisnotierun-
gen von einem Preisberechnungs-Service, einem Händler, einem Broker, einer
Agentur, die Kurse bestimmt, oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regelmäßig
erhältlich sind und diese Preise tatsächliche und regelmäßig auftretende Markt-
transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern darstellen. Gibt es für
ein Finanzinstrument in seiner Gesamtheit keine veröentlichte Preisnotierung an
einem aktiven Markt, gibt es jedoch aktiverkte für die Bestandteile des Finan-
zinstruments, wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage der Marktpreise
für die Bestandteile ermittelt.
r die Ermittlung des Fair Values für Finanzinstrumente, für welche es keinen ak-
tiven Markt gibt und die nur mit selbst bestimmten Parameter berechnet werden
nnen, wird auf den Punkt Berechnung Level 3 Fair Values (Punkt 35 der An-
hangangaben) verwiesen.
Fair Values Fair Value-Hierarchie
Die Ermittlung der Fair Values erfolgt gemäß den Vorschriften des IFRS 13:
Level 1
Der beizulegende Zeitwert der Level 1 Instrumente wird anhand von an aktiven
Märkten beobachteten Preisnotierungen ermittelt.
Level 2
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Instrumenten des Levels 2 erfolgt
auf der Grundlage von Bewertungstechniken unter Anwendung von Inputfaktoren,
welche an aktiven Märkten beobachtbar sind.
Level 3
Level 3 bezieht sich auf Vergenswerte oder Verbindlichkeiten, deren beizule-
gender Zeitwert nicht ausschließlich auf Grundlage beobachtbarer Marktdaten
ermittelt wird. Hier wird der beizulegende Zeitwert von Instrumenten anhand von
Bewertungstechniken ermittelt, bei denen vor allem Inputfaktoren verwendet wer-
den, die nicht an aktiven Märkten beobachtbar sind.







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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
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Zum Handel bestimmte Immobilien
Ein Teil des Geschäftsmodells des Konzerns ist der Erwerb von Wohnhausanlagen
und eine im Rahmen des operativen Geschäftszyklus des Unternehmens beab-
sichtigte Veräußerung der Immobilien (sowohl Einzelverwertung als auch Verwer-
tung des gesamten Hauses). Aus diesem Grund erfolgt die Bilanzierung dieser Im-
mobilien unter dem Vorratsvermögen gemäß IAS 2.
Die Immobilienvorräte werden mit ihren Anschaungs- oder Herstellungskosten
angesetzt. Die Herstellungs- oder Anschaungskosten umfassen alle Kosten des
Erwerbs und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind,
um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Hierzu hlen
beispielsweise Notarkosten, Gutachterkosten, usw. Die Bewertung erfolgt gem.
IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaungs- oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswert zum jeweiligen Bilanzstichtag. Werthaltigkeitsprüfungen
werden mittels Verkehrswertgutachten sowie mittels eines Vergleichswertverfah-
rens vorgenommen. Vergleichswerte werden aus einer retrograden Verkaufspreis-
berechnung, aus statistischen sowie rechnerischen, um Verkaufspreisnebenkosten
bereinigten Berechnung abgeleitet. Wurden in der Vergangenheit Wertminderun-
gen auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen und sind die Gründe für diese
Wertminderung aufgrund geänderter Verhältnisse entfallen, so wird eine Wertauf-
holung bis zur Höhe der historischen Anschaungs- und Herstellungskosten vor-
genommen.




Immaterielle Vermögenswerte

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaf-
fungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Diese werden auf die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
Jahre Prozent
Rechte (Software) 3 – 5 33 % – 20 %
Die Abschreibung wird unter dem Posten Verwaltungsaufwand erfasst.




Gemäß IFRS 3 ist ein Firmenwert jener Betrag, um den die Summe der übertrage-
nen Gegenleistungen den zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Saldo der erworbe-
nen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden übersteigt. Firmenwerte
aus dem Erwerb von Tochterunternehmen werden als immaterielle Vermögens-
werte angesetzt. Firmenwerte aus dem Erwerb von assoziierten Unternehmen hin-
gegen sind im Buchwert der Anteile an den assoziierten Unternehmen enthalten.
Der Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte mit einer un-
begrenzten Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
70






Sachanlagen


Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu Anschaungs- oder Herstellungs-
kosten bewertet, die um planßige Abschreibungen vermindert werden. Außer-
planmäßige Abschreibungen werden bei Wertminderungen vorgenommen. Die
planmäßigen Abschreibungen werden linear entsprechend der voraussichtlichen
Nutzungsdauer vorgenommen und unter dem Posten Verwaltungsaufwand ausge-
wiesen.



Folgende Nutzungsdauer wird den planmäßigen Abschreibungen zugrunde ge-
legt:
Jahre Prozent
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 – 20 100 % – 5 %
Fahrzeuge 3 – 5 33 % – 20 %
Leasing
Ein Unternehmen muss bei Vertragsabschluss beurteilen, ob ein Leasingverhältnis
vorliegt oder nicht. Die Definition lautet demnach: Ein Leasingverltnis liegt vor,
wenn dem Leasingnehmer vom Leasinggeber vertraglich das Recht zur Nutzung
eines identifizierten Vermögenswertes für einen festgelegten Zeitraum einge-
räumt wird und der Leasinggeber im Gegenzug eine Gegenleistung vom Leasing-
nehmer erhält.
Dieses Bilanzierungsmodell sieht vor, dass in der Bilanz Vermögenswerte aus ei-
nem Nutzungsrecht (right-of-use-asset, kurz: RoU; in der Bilanz als Sachanlagen
erfasst) und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen darzustellen sind (Aus-
nahme: die Leasinglaufzeit beträgt 12 Monate oder weniger, oder es handelt sich
um Vermögenswerte von geringem Wert).
Das Nutzungsrecht wird zu Anschaungskosten am Bereitstellungsdatum bewer-
tet. Das Nutzungsrecht wird anschließend nach der linearen Methode gemäß IFRS
16 vom Bereitstellungdatum bis zum früheren Ende der Nutzungsdauer oder dem
Ende der Leasingdauer des Nutzungsrechts abgeschrieben. Das Nutzungsrecht
wird um etwaige Wertminderungen verringert und um bestimmte Neubewertun-
gen der Leasingverbindlichkeiten bereinigt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Nutzungsrechte beziehen sich größtenteils auf
die Miete von Geschäftsräumlichkeiten des Konzerns vor allem den Standort
Parkring 12, 1010 Wien. Sonstige wesentliche Leasingvertge im Sinn von IFRS 16
(KFZ, Kopiergeräte, etc.) gibt es im Wiener Privatbank Konzern nicht. Des Weite-
ren nahm die Wiener Privatbank SE nur die Ausnahme auf Einzelbasis r kurz lau-
fende Leasingvereinbarung in Anspruch.

Die Wiener Privatbank SE wendet IFRS 16 nicht für immaterielle Vermögensge-
genstände an.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
71


Sonstige Aktiva
Im Posten Sonstige Aktiva werden hauptsächlich Forderungen, die nicht aus dem
Bankgeschäft stammen, ausgewiesen. Das sind im Wesentlichen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, die mit fortgeführten Anschaungskosten bewertet
werden, sowie Forderungen aus Immobilienverkäufen. Abschreibungen werden im
Posten Risikovorsorge ausgewiesen.


Steueransprüche und Verpflichtungen
In diesen Positionen werden die tatsächlichen sowie latenten Steueransprüche
und -verpflichtungen ausgewiesen.
Nach den Bestimmungen des § 9 KStG zur Gruppenbesteuerung besteht zum 31.
Dezember 2023 eine Unternehmensgruppe aus der Wiener Privatbank SE als
Gruppenträger und 4 Gruppenmitgliedern (ATI Vermögenstreuhandgesellschaft
m.b.H., BODEN-INVEST Beteiligungsgesellschaft m.b.H. und Wiener Stadthäuser
Alpha GmbH und Wiener Privatbank Immobilien GmbH).
Die Steuerumlage bemisst sich nach der fiktiven positiven oder negativen Steuer-
belastung eines jeden Gruppenmitgliedes entsprechend der „Stand alone“ Be-
trachtung und wird in einem weiteren Schritt um den Gruppenvorteil bereinigt.
Eine allenfalls bestehende Vorgruppen-Mindestkörperschaftsteuer vermindert die
Steuerumlage um den an den Gruppenträger weiterverrechneten Betrag.
Steuerabgrenzung
Laufende Steuern
Laufende Steueransprüche und schulden werden mit jenem Betrag angesetzt, in
dessen Höhe eine Erstattung oder eine Zahlung an / von der Steuerbehörde er-
wartet wird.
Latente Steuern
Latente Steuern werden für temporäre Di erenzen angesetzt, wenn steuerliche
Wertansätze von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und deren Buchwerten
auseinanderliegen. Latente Steueransprüche werden für alle steuerlich absetzba-
ren temporären Unterschiede, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft ein zu
versteuernder Gewinn zur Verrechnung zur Verfügung stehen wird, angesetzt.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden für alle zu versteuernden
temporären Dierenzen erfasst. Steuerliche Verlustvorträge, die im Steuerpla-
nungszeitraum genutzt werden können, werden in Höhe des latenten Steueran-
spruches aktiviert. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert,
soweit sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde
erhoben werden.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
72




Rückstellungen
Rückstellungen werden entsprechend IAS 37 angesetzt, wenn eine rechtliche oder
faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignis-
ses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von
Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der he der Verpflich-
tung möglich ist.
Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Er-
stellung des Jahresabschlusses nach bester Schätzung angesetzt werden kann.
Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Bar-
wert der ckstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Ver-
pflichtung angesetzt. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft,
ob ein Anpassungsbedarf besteht. Wenn ein Abfluss nicht mehr wahrscheinlich
ist, ist die Rückstellung erfolgswirksam aufzulösen.
Personalrückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen werden nach den Bestim-
mungen des IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit
Credit Method) gebildet. Der Rechnungszinssatz beträgt 3,30 % (31. Dezember
2022: 3,7 %), es wird von einer Valorisierung der Gehälter in 2024 in Höhe von
6,00 % (VJ 7,00 %) und ab dem Jahr 2025 in Höhe von 3,00 % (VJ Annahme
jährliche Valorisierung: 5,00 % und in Folge von 3,00 %) ausgegangen. Ein Fluktu-
ationsabschlag wird nicht angesetzt. Die jeweiligen gesetzlichen Regelungen zum
Pensionsantrittsalter werden berücksichtigt. Dienstzeitkomponenten, als auch
Zinsaufwendungen und Erträge werden entsprechend der Regelungen des IAS 19
in der GuV, wohingegen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im
sonstigen Ergebnis (Other Comprehensive Income OCI) erfasst werden.


Sonstige Passiva
Im Posten Sonstige Passiva werden sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen
Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen und mit fortgeführten An-
schaungskosten (ausgenommen Derivate, die zum Fair-Value angesetzt werden)
bewertet.
Leasingverbindlichkeit
Liegt ein Leasingverhältnis vor, erfolgt durch den Leasingnehmer die Bewertung
der Leasingverbindlichkeit zum Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch o enen
Leasingzahlungen. Dabei werden die Leasingzahlungen mit dem dem Leasing-
verhältnis zugrunde liegenden - Zinssatz abgezinst, sofern sich dieser ohne weite-
res bestimmen lässt. Ist dies nicht möglich, so ist der Grenzfremdkapitalzinssatz
des Leasingnehmers heranzuziehen.
In weiterer Folge wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit nach der Eektiv-
zinsmethode mit dem entsprechenden Zinssatz aufgezinst, um Leasingzahlungen



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
73




reduziert und neu bewertet, um Anpassungen oder Modifikationen Rechnung zu
tragen.

Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich aus eingezahltem Kapital, das ist das dem Unterneh-
men von den Eigentümern zur Verfügung gestellte Kapital (gezeichnetes Kapital
und Kapitalrücklagen), und aus erwirtschaftetem Kapital (Gewinnrücklagen, Fair-
Value Umwertung, IAS 19 Rücklage, Gewinnvortrag und Jahresüberschuss) zu-
sammen. Unter der Position Fair-Value Umwertung werden die nicht ergebniswirk-
sam erfassten Bewertungsänderungen des HtC&S-Bestandes ausgewiesen.

Tr eu ha n dv er m ög en
Die Wiener Privatbank SE und ihr Tochterunternehmen ATI Vermögenstreuhand-
gesellschaft m.b.H. bieten Treuhandgeschäfte und sonstige treuhänderische Leis-
tungen an, bei denen sie im Namen von Kunden Vermögenswerte halten oder in-
vestieren. Treuhänderisch gehaltene Vermögenswerte werden im Konzernab-
schluss nicht ausgewiesen, da sie keine Vermögenswerte des Wiener Privatbank-
Konzerns sind.





Zinsüberschuss
Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche
Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich be-
stimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden No-
minalbetrages abgegrenzt.
Dividendenerträge werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch der Gesellschaft auf
Zahlung entstanden ist. Voraussetzung ist, dass es wahrscheinlich ist, dass der
wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge ver-
lässlich bestimmt werden kann.
Der Posten Zinsen und ähnliche Erträge umfasst vor allem Zinserträge aus Forde-
rungen an Kreditinstitute und Kunden, aus Wertpapieren sowie Beteiligungser-
träge von nicht konsolidierten Gesellschaften. Zinserträge werden periodenge-
recht abgegrenzt und erfasst. Zinsen und ähnliche Aufwendungen umfassen vor
allem Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
Kunden sowie Anleihezinsen. Sie werden ebenso periodengerecht abgegrenzt und
erfasst.

In den Fällen, in denen ein zugehöriges Finanzinstrument existiert, werden Provisi-
onen, die integraler Bestandteil des Eektivzinssatzes dieses Finanzinstruments
sind, als Teil des Zinsertrages ausgewiesen.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
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Provisionsüberschuss
Unter Provisionsüberschuss sind die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und
diesen zuzuordnenden Aufwendungen gegenüber Dritten abgegrenzt ausgewie-
sen, die überwiegend zeitnah abgerechnet werden. Diese umfassen vor allem Er-
träge und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Zahlungsverkehr, dem
Wertpapiergeschäft und dem Kreditgeschäft (soweit sie nicht in der Eektivver-
zinsung miteinbezogen werden) sowie aus dem Real Estate-Bereich, welche direkt
von der Wiener Privatbank SE vermittelt wurden.
Die Vereinnahmung von Gebühren und Provisionen für Leistungen, die über einen
bestimmten Zeitraum erbracht werden, erfolgt über die Periode der Leistungser-
bringung. Darin enthalten sind Provisionen aus dem Kredit- und Girogeschäft, Haf-
tungsprovisionen und sonstige Verwaltungs- und Depotgebühren.
Gebühren, die mit der vollständigen Erbringung einer bestimmten Dienstleistung
oder einem signifikanten Ereignis (transaktionsbezogene Leistungen) verbunden
sind, werden vereinnahmt, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde
oder das signifikante Ereignis eingetreten ist. Provisionen aus der Durchführung
von transaktionsbezogenen Leistungen umfassen unter anderem das Wertpapier-
geschäft, das Devisen- und Valutengeschäft und das Immobilienvermittlungsge-
schäft.
Aufwendungen, die im direkten und inkrementellen Zusammenhang mit der Ge-
nerierung von Provisionseinnahmen stehen, werden im Provisionsaufwand gezeigt.
Gebühren- und Provisionserträge werden auf der Grundlage der in einem rechts-
kräftigen Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung bewertet.


Handelsergebnis
Im Handelsergebnis werden Ergebnisse aus dem Gold- und Devisenhandel erfasst
sowie die Veränderungen des Fair Values von Derivaten.


Ertrag aus Immobilienhandel
Unter dieser Position werden die Veräußerungserlöse aus dem zum Verkauf ge-
haltenen Immobilien sowie die zwischenzeitlich bis zum Verkauf vereinnahmten
Erlöse aus Vermietungen (Erlöse aus der Vermietung fallen jedoch in den Anwen-
dungsbereich von IFRS 16) ausgewiesen. Die Erlöse aus der Veräußerung von Im-
mobilien fallen unter die zeitpunktbezogene Erlösrealisierung. Die Realisierung der
Umsatzerlöse aus Liegenschaftsverkäufen erfolgt bei Gefahren und Risikoüber-
gang und entspricht auch den Bestimmungen hinsichtlich des Kontrollübergangs
nach IFRS 15.
Weitere Erlöse, die unter der Position Ertrag aus Immobilienhandel ausgewiesen
werden, sind die bis zum Verkauf der Immobilien, vereinnahmten Erlöse aus Be-
triebskosten, die auch in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen. Bei diesen
Erlösen sind die vertraglichen Leistungsverpflichtungen identifizierbar und die da-
zugehörige Gegenleistung kann pro Leistungsverpflichtung eindeutig bestimmt




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
75





werden. Der Wiener Privatbank Konzern ist prir Ansprechpartner der Kunden
für die Leistungserbringung und trägt das in der Immobilienbranche übliche Vor-
ratsrisiko für die Nutzungsbereitschaft der Immobilie und auch das Risiko, dass die
branchenüblich über einen Aufteilungsschlüssel verteilten Aufwendungen nicht
abgerechnet werden können. Somit wird für die wesentlichen Leistungen davon
ausgegangen, dass der Wiener Privatbank Konzern als Principal fungiert.



Aufwand aus Immobilienhandel
Unter dieser Position werden sämtliche Veränderungen des Bestands an Immobi-
lien, die Aufwendungen für Material und sonstige bezogenen Herstellungsleistun-
gen, die Aufwendungen aus Vermietungen sowie sonstige Immobilienaufwendun-
gen (Immobilien-Asset Management) ausgewiesen.



Sonstiger betrieblicher Ertrag
Im Sonstigen betrieblichen Ertrag sind all jene Erträge ausgewiesen, die einer
bankfremden Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind, sowie Erträge, die keiner ande-
ren Position zugeordnet werden können. Die unter dieser Position ausgewiesenen
Erlöse aus Treuhanddienstleistungen fallen diesbezüglich unter die zeitraumbezo-
gene Erlösrealisierung.
Hierunter werden auch die positiven Endkonsolidierungsergebnisse der assoziier-
ten Gesellschaften sowie verbundener Unternehmen ausgewiesen.
Sonstiger betrieblicher Aufwand
Im Sonstigen betrieblichen Aufwand werden etwaige Abschreibungen aus dem
Impairment von Firmenwerten gem. IAS 36 gezeigt. Darüber hinaus werden in die-
sem Posten die Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten sowie sonstige be-
triebliche Aufwendungen, die nicht aus Verwaltungstätigkeiten entstammen, aus-
gewiesen.
Hierunter werden auch die negativen Endkonsolidierungsergebnisse der assoziier-
ten Gesellschaften sowie verbundener Unternehmen ausgewiesen.
Verwaltu ngsaufwand
Im Verwaltungsaufwand werden auf die Berichtsperiode abgegrenzt der Perso-
nalaufwand, der Sachaufwand sowie planmäßige Abschreibungen auf Sachanla-
gen und auf immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Im Personalaufwand
werdenhne und Gehälter, Bonuszahlungen, gesetzliche und freiwillige Sozialauf-
wendungen, personalabngige Steuern und Abgaben sowie Aufwendungen für
Abfertigungen und Pensionen erfasst. Im Sachaufwand sind neben dem EDV-Auf-
wand, dem Raumaufwand sowie den Aufwendungenr den Bürobetrieb, dem
Aufwand für Werbung und Marketing, den Rechts- und Beratungsaufwendungen
noch sonstige Sachaufwendungen enthalten.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
76




Risikovorsorge
Die Position Risikovorsorge enthält Veränderungen der erfassten Wertminderun-
gen bzw. Risikorückstellungen auf finanzielle Vermögenswerte (zu fortgeführten
Anschaungskosten bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet)
sowie auf außerbilanzielle Verpflichtungen (iW Kreditzusagen und Finanzgaran-
tien) basierend auf dem IFRS 9 Wertminderungsmodell der erwarteten Kreditver-
luste. Auch realisierte Forderungsausfälle sowie nachträgliche Eingänge ausge-
buchter Forderungen werden hier ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus Modi-
fizierungen von finanziellen Vermögenswerten, wenn es sich um bonitätsbedingte
Modifizierungen handelt, werden ebenfalls in dieser Position dargestellt.


Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
Ergebnis FVTPL mandatorily
Unter dieser Position werden sowohl Bewertungsergebnisse als auch realisierte
Gewinne und Verluste aus Wertpapieren des FVTPL-Portfolios erfasst.
Ergebnis FVTOCI
Das Veräußerungsergebnis des FVTOCI Portfolios werden unter dieser Position
ausgewiesen.


Steuern vom Einkommen
Laufende und latente Ertragsteuern werden in dieser Position erfasst.
Als nicht international tätiger Konzern ist das im Dezember 2022 beschlossene
EU-weite Mindestbesteuerungssystem Pillar 2 nicht relevant.




IV. Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten
des Konzernabschlusses
r die Erstellung des Konzernabschlusses sind naturgemäß regelmäßige Ermes-
sensbeurteilungen, Entscheidungen und die Festlegung von Annahmen und Erwar-
tungen über ausgewiesene Buchwerte durch die Unternehmensleitung notwendig.
Anhand dieser Einschätzungen und Beurteilungen kann der Ansatz und Wert von
Vermögenswerten und Schulden am Bilanzstichtag als auch die Höhe von Auf-
wendungen und Erträgenhrend des Geschäftsjahres bedeutend beeinflusst
werden.

Aufgrund dieser Entscheidungen bzw. Beurteilungen besteht bei folgenden Punk-
ten die Möglichkeit, dass sie zu einer Anpassung von Vermögenswerten und
Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
77


Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des Immobilienvermögens sowie der
Immobilienvorräte der Wiener Privatbank SE erfolgt mittels Gutachten, welche
von unabhängigen Sachverständigen erstellt werden. Der Nettoveräußerungswert
der Immobilienvorräte basiert auf Berechnungen, welche auf den zukünftigen Ver-
kaufserlös abzüglich der geschätzten noch anfallenden Kosten der Fertigstellung
als auch des Verkaufes basieren. Diese Berechnung wird zu den jeweiligen Stichta-
gen aktualisiert und angepasst, wodurch es zu Wertschwankungen der Immobili-
envorräte kommen kann (siehe Punkt 6).
Die Höhe der rückgestellten Abfertigungs- und Pensionsansprüche basiert auf ge-
schätzten Beträgen. Diese Schätzungen basieren auf von Sachverständigen erstell-
ten Gutachten als auch auf Erfahrungswerten der Vergangenheit. Abfertigungs-
und Pensionsansprüche werden mittels Annahmen bezüglich Pensionsantrittsal-
ter, Fluktuation, zukünftiger Bezugserhöhung und Lebenserwartung errechnet.
Weitere Informationen sind unter Entwicklung der langfristigen Personalrückstel-
lungen ersichtlich (siehe Punkt 15).
Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter zukunftsbezogenen Blickwinkeln und
Annahmen beurteilt. Zur Ermittlung der zukünftig erzielbaren Beträge werden im
Rahmen des Wertminderungstests mehrere Annahmen getroen und zugrunde
gelegt. Die zur Berechnung herangezogenen Mittelüberschüsse, entsprechen der
zur Abschlusserstellung aktuellsten Einschätzung (siehe Punkt 7).
Finanzinstrumente, für welche kein aktiver Markt vorhanden ist, werden mittels
finanzmathematischer Bewertungsmethoden bewertet und auf ihre Werthaltigkeit
hin überprüft. Details hierzu sind unter Hierarchie der Ermittlung der beizulegen-
den Zeitwerte zu finden (siehe Punkt 35).
Das Wertminderungsmodell nach IFRS 9 erfolgt auf Basis der erwarteten Kredit-
verluste. Die Berechnung des Expected Credit Loss, („ECL“) spiegelt ein wahr-
scheinlichkeitsgewichtetes Ergebnis, den Zeitwert des Geldes und angemessene
und belastbare zukunftsorientierte Informationen wider. Eine Darstellung betref-
fend Wertberichtigungen und deren Schätzungen ist in Note Punkt VIII Risikoma-
nagement oengelegt.
Eine Entscheidung, ob eine Gesellschaft nach IAS 28 bzw. IFRS 11 einbezogen wird,
kann ebenso ermessensbehaftet sein (siehe Punkt II Konsolidierungsgrundsätze).
Im Geschäftsjahr 2023 haben sich keine neuen Anhaltspunkte ergeben, die eine
Neueinschätzungen der zuvor getroenen Klassifizierungen begründet.
Leasing Mietdauer
Die getroenen Annahmen werden laufend überprüft und angepasst. Überarbei-
tungen der Schätzungen werden prospektiv erfasst.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
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V. A nwendung geänderte r und neuer Standards
(IFRS und IAS)
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der vorhergehenden Konzernab-
schlüsse wurden unverändert auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023,
angewandt.
Folgende IFRS-Regelungen, die im Geschäftsjahr 2023 neu anzuwenden sind, wur-
den vom Konzern erstmals angewendet. Eine Auswirkung auf den Konzernab-
schluss zum 31. Dezember 2023 ergab sich jedoch nur, wenn dies in der folgenden
Tabelle mit „ja“ gekennzeichnet ist.
Verpflichtend anzuwendende Standards im Geschäf tsjahr
1
Auswirkungen
auf den Konzern-
Regelungen IFRS Inkrafttreten abschluss
Änderung IAS 1 Oenlegung zu Rechnungslegungsmethoden 01.01.2023 nein
Änderungen IAS 8 Änderung von Rechnungslegungsmethoden 01.01.2023 nein
gegenüber Schätzungsänderungen
Änderung IAS 12 Latente Steuern aus einer einzigen Transaktion 01.01.2023 nein
Änderung IAS 12 Internationale Steuerreform – 01.01.2023 nein
Säule 2-Modelllregeln
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2023 nein
1
Die Standards und Interpretationen sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem
Datum des Inkrafttretens beginnen.
Regelungen IFRS
Noch nicht anzuwenden, außer vorzeitige Anwendung Inkrafttreten Auswirkungen
(EU Endorsement ist bereits erfolgt) auf den Konzern-
abschluss
Änderung IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurzfristig- oder langfristig 01.01.2024 nein
Änderung IAS 1 Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen 01.01.2024 nein
Änderung IFRS 16 Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Leaseback-Transak t io n 01.01.2024 nein
Änderung IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurzfristig- oder langfristig 01.01.2024 nein
Änderung IAS 1 Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen 01.01.2024 nein
Regelungen IFRS
Auswirkungen
Noch nicht anzuwenden, außer vorzeitige Anwendung auf den Konzern-
(EU Endorsement ist bereits erfolgt) Inkrafttreten abschluss
Änderung IAS 7 und IFRS 7 Supplier Finance Arrangements 01.01.2024 nein
Änderung IAS 21 Fehlende Umtauschbarkeit bei Fremdwährungen 01.01.2025 nein



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
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VI. Erläuterungen zur Bilanz und Gesamtergebnis-
rechnung



1. Barreserve
1.1. Barreserve 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Angaben in EUR
Kassenbestand 13.299 69.934
Guthaben bei Zentralnotenbanken 90.842.525 49.041.116
Risikovorsorge Barreserve -509 -275
Barreserve 90.855.315 49.110.775
1.2. Entwicklung Risikovorsorge 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Risikovorsorge zum 1. Jänner -275 -966
Veränderung d er Risikovorsorge -234 691
Risikovorsorge zum 31. Dezember -509 -275





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
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2. Forderungen an Kreditinstitute
2.1. Forderungen an Kreditinstitute nach Regionen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Forderungen an inländische Kreditinstitute 79.398.670 32.153.817
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 6.077.583 12.454.581
Risikovorsorge Forderungen Kreditinstitute -2.988 -3.194
Forderungen an Kreditinstitute 85.473.266 44.605.204
Sämtliche Forderungen gegenüber Kreditinstituten wurden dem Geschäftsmodell
„Hold-to-Collect zugeordnet und werden zu fortgehrten Anschaungskosten
bewertet.
2.2. Entwicklung Risikovorsorge 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Risikovorsorge zum 1. Jänner -3.194 -1.705
Veränderung d er Risikovorsorge 206 -1.489
Risikovorsorge zum 31. Dezember -2.988 -3.194
2.3. Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Täglich fällig 13.753.050 19.088.987
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 65.813.154 12.138.005
über 3 Monate bis 1 Jahr 5.812.225 13.252.391
über 1 Jahr bis 5 Jahre 97.825 129.015
über 5 Jahre 0 0
Risikovorsorge -2.988 -3.194
Forderungen an Kreditinstitute 85.473.266 44.605.204
2.4. Forderungen an Kreditinstitute nach Art der Forderung
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Tagesgelder 12.953.050 18.288.987
Termingelder 71.625.379 25.390.396
Marginkonten / Sicherheiten 897.825 929.015
Risikovorsorge -2.988 -3.194
Forderungen an Kreditinstitute 85.473.266 44.605.204





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
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3. Forderungen an Kunden
3.1. Forderungen an Kunden nach Regionen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Forderungen an inländische Kunden 46.976.839 66.239.308
Forderungen an ausländische Kunden 26.742.215 31.139.178
Risikovorsorge -2.163.944 -2.796.089
Forderungen an Kunden 71.555.110 94.582.397

Sämtliche Forderungen an Kunden wurden dem Geschäftsmodell „Hold to Coll-
ect“ zugeordnet und werden somit zu fortgeführten Anschaungskosten bewer-
tet.
3.2. Entwicklung Risikovorsorge 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Risikovorsorge zum 1. Jänner -2.796.089 -11.131.582
Verwendung der Risikovorsorge 1.930.941 9.218.500
Aufzinsung der Risikovorsorge -148.898 -580.525
Veränderung d er Risikovorsorge -1.149.898 -302.482
Risikovorsorge zum 31. Dezember -2.163.944 -2.796.089
3.3. Forderungen an Kunden nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Täglich fällig 5.803.489 5.166.191
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 28.179.811 11.537.018
über 3 Monate bis 1 Jahr 23.293.119 31.249.153
über 1 Jahr bis 5 Jahre 16.442.635 49.426.124
über 5 Jahre 0 0
Risikovorsorge -2.163.944 -2.796.089
Forderungen an Kunden 71.555.110 94.582.397
3.4. Forderungen an Kunden nach Art der Forderung
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Kontokorrentkredite 25.125.382 26.551.823
Hypothekarkredite 33.402.500 39.192.086
Immobilienfinanzierung 7.5 27.48 5 10.308.910
Lombardkredite 3.796.141 13.184.163
Barmittelkredite 3.867.546 8.141.504
Risikovorsorge -2.163.944 -2.796.089
Forderungen an Kunden 71.555.110 94.582.397




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
82



4. Finanzanlagen
4.1.Finanzanlagen nach Kategorien
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Finanzielle Vermögenswerte – mandatorily at fair value through profit or loss
Wertpapiere 5.575.867 6.003.751
Anteile an verbunden Unternehmen 37.227 1.727
Sonstige Beteiligungen 198.531 206.098
Finanzielle Vermögenswerte –at fair value through other comprehensive income
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 9.952.426 57.229.811
Schuldtitel öentliche Stellen 20.167.598 19.594.441
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 9.952.426 57.229.811
Finanzielle Vermögenswerte – at amortized cost
Anleihen 3.363.750 5.261.045
Risikovorsorge -56.617 -54.740
Finanzanlagen 39.238.782 88.242.132
Die für zu FVTOCI bewerteten Schuldinstrumenten berechnete Dotierung der Ri-
sikovorsorge beläuft sich auf EUR 545 (VJ Auflösung EUR 206) (IFRS 7.16A).
4.2.Finanzanlagen nach Fristigkeiten
12/2023 12/2023 12/2022 12/2022
Angaben in TEUR < 1 Jahr > 1 Jahr < 1 Jahr > 1 Jahr
Finanzielle Vermögenswerte – mandatorily at fair value through profit or loss
Wertpapiere 5.576 0 6.004 0
Anteile an verbunden Unternehmen 37 0 2 0
Sonstige Beteiligungen 199 0 206 0
Finanzielle Vermögenswerte –
at fair value through other comprehensive income 11.954 18.166 56.344 20.480
Finanzielle Vermögen swerte – at amortized cost 1.397 1.967 3.708 1.553
4.3.Aufgliederung der zum Börsehandel
12/2023 12/2022
zugelassenen Finanzanlagen 12/2023 nicht 12/2022 nicht
Angaben in TEUR börsenotiert börsenotiert börsenotiert börsenotiert
Finanzielle Vermögenswerte – mandatorily
at fair value through profit or loss 0 5.812 0 6.004
Finanzielle Vermögenswerte – at fair value
through other comprehensive income 30.120 0 76.824 0
Finanzielle Vermögenswerte – at amortized
cost incl. Risikovorsorge 0 3.307 0 5.261
In der Berichtsperiode wurden EUR 53.955 (VJ TEUR 36) vom sonstigen Ergebnis
in die G&V umgegliedert.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
83



5. Anteile an assoziierten Unternehmen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.140.883 2.198.711
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.140.883 2.198.711
Die Anteile an assoziierten Unternehmen betreen die Anteile an den Immobilien-
handelsgesellschaften - der EXIT One Immobilien GmbH und der Entwicklung
KHWP Immo Alpha GmbH - welche als nicht wesentlich eingestuft wurden. Der
Stimmrechts- und Kapitalanteil beträgt wie in den Vorjahren 50 %, das aktive As-
set-Management der Immobiliengeschäfte obliegt dem Mitgesellschafter.
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Zuschuss iHv. EUR 100.000 an die Entw. KHWP
Immo Alpha GmbH geleistet.
Die anteiligen Periodenergebnisse setzen sich auf Einzelebene wie folgt zusam-
men:
Equity Unternehmen 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Entwicklung KHWP Immo Alpha GmbH -57.486 -231.726
EXIT One Immobilien GmbH -100.342 79.725
Gesamt -157.828 -152.001
Zum 31. Dezember 2023 sind keine börsenotierten at-equity Unternehmen in den
Konzernabschluss miteinbezogen. Auch im Vorjahr waren per 31. Dezember 2022
keine börsenotierten at-equity bewerteten Unternehmen Bestandteil des Konzern-
abschlusses.




6. Zum Handel bestimmte Immobilien
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Wohnungen 45.891.237 39.569.964
Zum Handel bestimmte Immobilien 45.891.237 39.569.964
Der Nettoveräußerungswert der Vorratsimmobilien betrug zum Stichtag TEUR
61.487 (VJ TEUR 54.940). Es wurden weder Wertminderungen noch Wertaufho-
lungen vorgenommen.


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
84




7. Immaterielle Vermögenswerte
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Immaterielle Vermögenswerte 619.584 848.009
Immaterielle Vermögenswerte 619.584 848.009
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten iHv EUR 412.522 (VJ TEUR 413)
den aktivierten Firmenwert der Matejka & Partner Asset Management GmbH und
iHv EUR 207.062 (VJ TEUR 435) diverse Software.
7.1. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUR Entwicklung der Abschreibung Buchwert
Immaterielle
Vermögens- 1.1. 31.12. 1.1. 31.12. 31.12.
werte 2023 2022 Zugänge Abgänge 2022 2022 Zugänge Abgänge 2022 2022
Sonstige imma-
terielle Ver-
mögens-werte 2.023 253 291 1.985 1.578 235 264 1.549 435
Geschäfts-
oder Firmen-
werte 681 0 0 681 268 0 0 268 413
2.704 253 291 2.666 1.846 235 264 1.818 848
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUR Entwicklung der Abschreibung Buchwert
Immaterielle
Vermögens- 1.1. 31.12. 1.1. 31.12. 31.12.
werte 2023 2023 Zugänge Abgänge 2023 2023 Zugänge Abgänge 2023 2023
Sonstige imma-
terielle Vermö- 1.985 0 172 1.812 1.549 186 130 1.605 207
gens-werte
Geschäfts-
oder Firmen- 681 0 0 681 268 0 0 268 413
werte
2.666 0 172 2.493 1.818 186 130 1.874 620





Impairment Firmenwert
Bei der Überprüfung auf Wertminderungen des Bilanzansatzes wird der Buchwert
mit dem Barwert aller künftigen cashwirksamen Zahlungsströme, die der Gesell-
schaft zuzurechnen sind, verglichen (Nutzwert). Der Barwert wird auf Grundlage
eines Discounted-Cash-Flow-Modells ermittelt. Im ersten Schritt werden die Free
Cash Flows der nächsten drei Jahre aufgrund von Planungsrechnungen ermittelt
und diskontiert. Im zweiten Schritt wird auf Basis des Free Cash Flows des letzten
Planjahres eine ewige Rente errechnet.







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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
85





Der Abzinsungssatz setzt sich wie folgt zusammen:
2023 2022
Risikoloser Zinssatz 30 Jahre Nullkupon-Bundesanleihe (2,551%) 30 Jahre Nullkupon-Bundesanleihe (1,320%)
Marktrisikoprämie 6,90% 7,2 0%
Betafaktor 2,05 1,23
Kapitalisierungszinssatz 11,50% 10,21%
Zur Ermittlung der stillen Reserven wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt,
wobei die Marktrisikoprämie soweit erht wurde, dass die stillen Reserven auf
Euro 0,00 absinken. Bei einer Erhöhung der Marktrisikoprämie um rund 61,58 %
entspricht der anteilige Unternehmenswert dem Carrying Value zum 31. Dezem-
ber 2023.
Im Vergleich zum Vorjahr musste der Risikoaufschlag um rund 29 % erhöht wer-
den, um die stillen Reserven auf 0 % absinken zu lassen. Den größten Einfluss auf
die Simulation hat die Höhe der Marktrisikoprämie und die Veränderung des Ba-
siszinssatzes der 30-hrigen deutschen Nullkupon-Bundesanleihe. Bei einer wei-
teren Reduktion der Markrisikoprämie um 1 % (geringerer Abzinsungsfaktor) wür-
den sich die stillen Reserven um weitere EUR + 0,92 Mio. erhöhen.







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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
86

8. Sachanlagen

Angaben in EUR 2023 2022
Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.177 615.065
Nutzungsrechte Leasing 996.528 1.494.383
Sachanlagen 1.278.705 2.109.448
8.1. Entwicklung der Sachanlagen
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUR Entwicklung der Abschreibung Buchwert
Sachan- 31.12. 31.12.
lagen 2022 1.1.2022 Zugänge Abgänge 2022 1.1.2022 Zugänge Abgänge 2022 31.12.2022
Sachanlagen 2.566 63 14 2.616 1.734 280 13 2.000 615
IFRS 16
Vermögens-
werte 3.774 85 206 3.653 1.597 561 0 2.159 1.494
6.340 147 220 6.268 3.331 841 13 4.159 2.109
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in TEUR Entwicklung der Abschreibung Buchwert
Sachan- 31.12. 31.12.
lagen 2023 1.1.2023 Zugänge Abgänge 2023 1.1.2023 Zugänge Abgänge 2023 31.12.2023
Sachanlagen 2.616 104 1.238 1.482 2.000 243 1.044 1.200 282
IFRS 16
Vermögens-
werte 3.653 354 360 3.647 2.159 492 0 2.651 997
6.268 458 1.597 5.129 4.159 735 1.044 3.851 1.279




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
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9. Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen resultieren aus folgenden zeitlich
begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Werten
des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Buchwerten.
12/2023 12/2023 12/2022 12/2022
Angaben in EUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Barreserve 117 0 66 0
Forderung an Kreditinstitute 0 1.299 767 0
Forderung an Kunden 687 0 0 492
Finanzanlagen 30.944 0 278.284 0
Zum Handel bestimmte Immobilien 59.247 0 57.641 0
Sachanlagen 0 229.201 0 343.708
Sonstige Aktiva 0 62.954 0 87.813
Verb indlich kei te n gegenüber Kreditinstituten 28.779 0 45.834 0
Rückstellungen 100.440 0 119.849 0
Sonstige Passiva 248.343 0 371.549 0
Steuerliche Verlustvorträge 24.901 0 262.682 0
LATENTE STEUERN 493.458 293.455 1.136.672 432.013
Saldierung 293.455 -293.455 432.013 -432.013
LATENTE STEUERN SALDIERT 200.003 0 704.658 0
Verbleibende latente Steuern 200.003 0 704.658 0
Bei der Berechnung der Steuerlatenz wurde der am wahrscheinlichsten bei Reali-
sierung zur Anwendung kommender Steuersatz angesetzt.
Mit der ökosozialen Steuerreform 2022 wurde eine stufenweise Senkung des
St-Satzes von 24 Prozent auf 23 Prozent ab den Jahr 2024 beschlossen. La-
tente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden auch mit dem jeweiligen
Prozentsatz berücksichtigt.



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
88

Die Veränderung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
9.1. Latente Steuern 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Aktive latente Steuern zu Beginn der Berichtsperiode 1.136.672 1.589.509
Barreserve 51 -175
Forderung an Kreditinstitute -79 340
Forderung an Kunden 0 0
Finanzanlagen -247.340 278.284
Zum Handel bestimmte Immobilien 1.607 -3.702
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -17.056 -22.524
Rückstellungen -19.410 24.730
Sonstige Passiva -123.206 -202.609
Steuerliche Verlustvorträge -237.781 -527.181
Saldierung -293.455 -432.013
Aktive latente Steuern am Ende der Berichtsperiode 200.003 704.658
Passive latente Steuern zu Beginn der Berichtsperiode 432.013 696.879
Forderung an Kunden 807 -945
Finanzanlagen 0 -113.598
Zum Handel bestimmte Immobilien 0 0
Sachanlagen -114.507 -200.520
Sonstige Aktiva -24.859 50.197
Saldierung -293.455 -432.013
Passive latente Steuern am Ende der Berichtsperiode 0 0
Saldierte Steuerabgrenzung 200.003 704.658
Davon ergebniswirksame Veränderungen -365.132 -495.847
Davon erfolgsneutrale Veränderungen -139.522 307.875
Die Laufzeit der Aktiven Latenten Steuern iHv. TEUR 66 (Vorjahr TEUR 86) be-
trägt über 1 Jahr. Der Rest der latenten Steuern sowie die Steuerschuld hat eine
Laufzeit von unter 1 Jahr.



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
89



10. Sonstige Aktiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 485.094 282.387
Einzelwertberichtigungen aus Lieferungen und Leistungen 0 -15.000
Forderung aus Immobilienverkauf 623.214 615.000
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs- 2.478 2.929
verhältnis besteht
Forderungen gegenüber Hausverwaltungen 6.950 16.568
Derivate mit positivem Marktwert 0 3.741
Übrige Aktiva 58.004 373.958
Risikovorsorge Sonstige Finanzielle Vermögenswerte -183 -119
1.175.557 1.279.464
Sonstige Vermögenswerte
Forderung aufgrund einer Verpflichtungserklärung 2.508.807 2.463.182
Provisionsabgrenzungen 98.960 148.387
Forderungen Reparaturfonds 659.555 567.710
Rechnungsabgrenzungsposten 283.330 218.618
Sonstige Vorlagen 351.399 357.237
Übrige Aktiva 0 186
3.902.051 3.755.320
Sonstige Aktiva 5.077.608 5.034.784
Sämtliche Sonstige Aktiva werden zu fortgeführten Anschaungskosten bewertet.
Bei der Forderung aufgrund einer Verpflichtungserklärung handelt es sich um Er-
stattungsansprüche gem. IAS 19.116





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
90



10.1. Überleitungsrechnung der Forderung aufgrund einer
Verpflichtungserklärung 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Forderung zum 1. Jänner 2.463.182 2.846.393
Erfasst im Gewinn und Verlust 91.138 34.156
Zinsertrag 91.138 34.156
Erfasst im sonstigen Ergebnis 171.055 -215.637
Versicherungstechnische Gewinne (-) /Verluste (+)
Erfahrungsbedingte oder 76.907 96.003
finanzielle Annahmen 94.148 -311.640
Zahlung Erstattungsanspruch -216.567 -201.730
Forderung zum 31. Dezember 2.508.807 2.463.182
10.2. Sonstige Aktiva nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Täglich fällig 623.061 665.426
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 1.277.462 1.226.776
über 3 Monate bis 1 Jahr 822.125 740.54 2
über 1 Jahr bis 5 Jahre 783.908 747.786
über 5 Jahre 1.571.053 1.654.255
Sonstige Aktiva 5.077.608 5.034.784





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
91


11. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
11.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
nach Art der Verbindlichkeit
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Einlagen Kreditinstitute 10.187.511 7.4 39.950
Kreditfinanzierung Immobilien 22.730.545 18.693.330
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.918.056 26.133.280
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu fortgeführten
Anschaungskosten bewertet und bestehen gegenüber inländischen Kreditinstitu-
ten.
11.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Täglich fällig 10.187.511 7.4 39.950
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 94.915 1.766.919
über 3 Monate bis 1 Jahr 5.483.900 1.584.567
über 1 Jahr bis 5 Jahre 11.757.672 9.738.317
über 5 Jahre 5.394.058 5.603.527
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.918.056 26.133.280
Als Sicherheiten wurde ein Betrag von EUR 97.825 (VJ TEUR 129) ausgewiesen.
Die Fristigkeit beläuft sich dabei auf über 1 Jahr bis 5 Jahre.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
92

12. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
12.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Region
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kunden 114.138.940 97.305.514
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kunden 127.887.579 136.882.431
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 242.026.520 234.187.945
12.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Täglich fällig 157.469.911 184.144.980
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 48.030.295 13.309.137
über 3 Monate bis 1 Jahr 32.333.997 30.488.154
über 1 Jahr bis 5 Jahre 4.192.317 6.245.674
über 5 Jahre 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 242.026.520 234.187.945
12.3. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach
Art der Verbindlichkeit
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Kontokorrent 157.469.911 183.842.590
Einlagenkonten 84.556.609 50.345.355
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 242.026.520 234.187.945



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
93

13. Steuerverpflichtungen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Tatsächliche Steuern 300.510 354.258
Latente Steuern 0 0
Steuerverpflichtungen 300.510 354.258
Entwicklung der Steuerverpflichtungen: Bezüglich der Entwicklung der latenten
Steuern siehe Punkt 9.1.





14. Verbriefte Verbindlichkeiten
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Anleihen 14.652.388 15.114.950
Verbriefte Verbindlichkeiten 14.652.388 15.114.950
Bei den Anleihen handelt es sich um begebene nachrangige Anleihen der Wiener
Stadthäuser One GmbH und Wiener Stadthäuser Alpha GmbH, welche zu fortge-
führten Anschaungskosten bilanziert werden.
14.1. Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Täglich fällig 1.650.000 0
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 0 0
über 3 Monate bis 1 Jahr 542.388 2.584.950
über 1 Jahr bis 5 Jahre 12.460.000 12.530.000
über 5 Jahre 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 14.652.388 15.114.950





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
94


15. Rückstellungen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Langfristige Personalrückstellungen 2.999.012 2.989.464
Risikovorsorge für gegebene Garantien 123 852
Risikovorsorge O Balance Kreditzusagen 112 517
Rückstellungen 2.999.247 2.990.833
Die Restlaufzeit beträgt wie im Vorjahr über ein Jahr.

15.1. Entwicklung der Abfertigungsrückstellung 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Abfertigungsrückstellung zum 1. Jänner 526.282 619.953
Erfasst im Gewinn und Verlust 53.695 55.186
Dienstzeitaufwand 35.564 47.941
Zinsaufwand 18.131 7.245
Erfasst im sonstigen Ergebnis -16.572 -118.238
Versicherungstechnische Gewinne (-) /Verluste (+)
Erfahrungsbedingte oder -43.054 -6.581
finanzielle Annahmen 26.482 -111.658
Abfertigungszahlungen -73.200 -30.619
Abfertigungsrückstellung zum 31. Dezember 490.205 526.282
Die expected DBO für 2024 beträgt rund TEUR 512.
15.2. Entwicklung der Pensionsrückstellung 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Pensionsrückstellung zum 1. Jänner 2.463.182 2.846.393
Erfasst im Gewinn und Verlust 91.138 34.156
Zinsaufwand 91.138 34.156
Erfasst im sonstigen Ergebnis 171.055 -215.637
Versicherungstechnische Gewinne (-) /Verluste (+)
Erfahrungsbedingte oder 76.907 96.003
finanzielle Annahmen 94.148 -311.640
Pensionszahlungen -216.567 -201.730
Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2.508.807 2.463.182



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
95




15.3. Sensitivitätsanalyse Abfertigungsrückstellung
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Veränderung der Abfertigungsrückstellung bei einer Veränderung von:
Zinssatz +1 % -52.235 -51.526
Zinssatz – 1 % 61.812 60.809
Bezugssteigerung +1 % 58.535 57.647
Bezugssteigerung – 1 % -50.587 -49.910
15.4. Sensitivitätsanalyse Pensionssrückstellung
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Veränderung der Abfertigungsrückstellung bei einer Veränderung von:
Zinssatz +1 % -170.494 -170.971
Zinssatz – 1 % 193.057 194.034
Bezugssteigerung +1 % 193.696 195.479
Bezugssteigerung – 1 % -174.161 -175.277
Die versicherungsmathematischen Gewinne betragen im laufenden Jahr EUR
171.055 (VJ TEUR 216).






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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
96






16. Sonstige Passiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 469.424 430.377
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.582 0
Verbindlichkeiten Immobilienbereich 745.408 674.151
Leasingverbindlichkeiten 1.079.753 1.613.365
Verbindlichkeiten aus Beratungsaufwand und 269.890 202.860
Aufwand für Wirtschaftsprüfung
Aufsichtsratvergütung 215.250 207.385
Verbindlichkeiten aus Provisionen 94.347 88.837
Derivate mit negativem Marktwert 0 1.978
2.875.654 3.218.953
Nicht konsumierte Urlaube, Tantiemen und Sonderzahlungen 140.600 118.772
Verbindlichkeiten aus Steuern, soziale Sicherheit 706.611 486.610
Valutaausgleich / Zahlungsverrechnungskonten 232.916 666.908
Kulanzen, Garantien und ungewisse Verbindlichkeiten 101.807 107.623
Rechnungsabgrenzungsposten 196.053 219.584
Veröffentlichung 9.400 48.060
Übrige Passiva 32.903 140.484
1.420.290 1.788.041
Sonstige Passiva 4.295.944 5.006.994
16.1. Sonstige Passiva nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Täglich fällig 812.113 1.196.582
Befristet mit Restlaufzeit
bis 3 Monate 1.000.218 837.419
über 3 Monate bis 1 Jahr 1.253.652 1.220.008
über 1 Jahr bis 5 Jahre 798.453 1.484.760
über 5 Jahre 431.507 268.225
Sonstige Passiva 4.295.944 5.006.994







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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
97

17. Eigenkapital

17.1. Zusammensetzung Eigenkapital
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Grundkapital 11.360.544 11.360.544
Kapitalrücklagen 18.308.278 18.308.278
Gewinnrücklagen (inklusive Bilanzgewinn) 15.184.866 13.607.645
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen
FV Umwertung -549.823 -949.821
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gemäß IAS 19 198.212 185.452
Nicht beherrschende Anteile 748.998 835.931
Eigenkapital 45.251.075 43.348.029

17.2. Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 11.361 (VJ TEUR 11.361). Dieses
ist in 5.004.645 Stückaktien im Nennbetrag von je EUR 2,27 zerlegt.

17.3. Genehmigstes Kapital
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Oktober 2020 wurden folgende
Ermächtigungen erteilt bzw. Beschlussfassungen getroen (nach Widerruf der
vorherigen Ermächtigungen und Beschlussfassungen).
Der Vorstand wird gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts-
rates, bis zum 30. September 2025 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu
EUR 5.680.272 durch Ausgabe von bis zu 2.502.322 Stück auf Inhaber lautende
Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100 % des anteiligen Betrages des
Grundkapitals in einer oder in mehreren Tranchen gegen Bareinlage zu erhöhen
und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzulegen (genehmigtes
Kapital). Der Aufsichtsrat der Gesellschaft ist ermächtigt, Änderungen der Sat-
zung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital sowie
aus diesem Tagesordnungspunkt ergeben, zu beschließen.
Der Vorstand wird gemäß § 174 Abs. 2 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren
ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wan-
del- und/oder Optionsschuldverschreibungen, mit denen ein Umtausch- oder Be-
zugsrecht auf den Erwerb von Aktien der Gesellschaft verbunden ist, auch in meh-
reren Tranchen, auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das
Wandlungsverfahren der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, den
Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis festzusetzen.
Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Die Ausgabebedingungen
nnen zusätzlich oder anstelle eines Bezugs- oder Umtauschrechts auch eine
Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt be-
gründen. Die Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen
darf höchstens in jenem Umfang erfolgen, der eine Befriedigung geltend gemach-
ter Umtausch- oder Bezugsrechte und, im Fall einer in den Ausgabebedingungen


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
98


festgelegten Wandlungspflicht, die Erfüllung der entsprechenden Wandlungs-
pflichten aus der bedingten Kapitalerhöhung gewährleistet. Der Preis der Wandel-
und/oder Optionsschuldverschreibungen ist unter Berücksichtigung anerkannter
finanzmathematischer Methoden in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu
ermitteln.
Die Hauptversammlung beschließt die bedingte Erhöhung des Grundkapitals ge-
mäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale EUR 5.680.272 durch Ausgabe von
bis zu 2.502.322 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe
an Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, zu der der
Vorstand in dieser Hauptversammlung ermächtigt wurde. Weiters wird der Vor-
stand ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und
ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, insbesondere
die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandel-
und/oder Optionsschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Um-
tausch- oder Wandlungsverhältnis. Weiters wird der Aufsichtsrat ermächtigt, Än-
derungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten
Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind
nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der Ge-
sellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer
in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgelegten
Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wand-
lungspflicht sowie Beschlussfassung über die sich aus diesem Tagesordnungs-
punkt ergebende Satzungsänderung.
17.4. Überleitungsrechnung
der im Umlauf befindlichen Aktien
Angaben in Stück 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
im Umlauf befindliche Aktien am 1. Jänner 5.004.645 5.004.645
im Umlauf befindliche Aktien am 31. Dezember 5.004.645 5.004.645
Anzahl Aktien am 31. Dezember 5.004.645 5.004.645
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungs- und Managementoptionsprogramme.
Es wird der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 0,40 pro Aktie vorge-
schlagen. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde eine Dividende iHv. EUR 0,25 pro Ak-
tie ausgeschüttet.



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
99
17.5. Entwicklung der Fair-Value-Umwertung
17.5.1. erfolgsneutrale Fair-Value-Bewertung (mit Recycling)
Angaben in EUR FV Umwertung Latente Steuern
FV Umwertung zum 01. Jänner 2023 -949.821 -299.944
Unrealisierte Gewinne/ Verluste der Periode 346.043 111.532
In die GuV umgegliederte Gewinne/ Verluste 53.955 17.038
FV Umwertung (mit Recycling) zum 31. Dezember 2023 -549.823 -171.374
17.5.2. erfolgsneutrale Fair-Value-Bewertung (mit Recycling)
Angaben in EUR FV Umwertung Latente Steuern
FV Umwertung zum 01. Jänner 2022 98.023 32.674
Unrealisierte Gewinne/ Verluste der Periode -1.011.353 -320.455
In die GuV umgegliederte Gewinne/ Verluste -36.491 -12.163
FV Umwertung (mit Recycling) zum 31. Dezember 2022 -949.821 -299.944
Da keine OCI-Option für Eigenkapitalinstrumente gezogen wurde, unterbleibt eine
Darstellung der Entwicklung der FV-Umwertung ohne Recycling.


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
100

18. Kapitalmanagement
Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis und dementsprechende Kapital-
quoten beizubehalten, um eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens si-
cherzustellen:

Eigenmittel der Wiener Privatbank SE gemäß CRR*
Eigenmittelstruktur
Angaben in TEUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 11.360 11.360
Kapitalrücklagen 15.937 15.937
Sonstige anrechenbare Rücklagen 12.802 12.005
Einbehaltene Gewinne Vorjahre 464 219
Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.000 1.000
(-) Abzugsposten vom CET 1 Kapital -207 -694
CET 1 – Kapital 41.356 39.828
Eingezahlte Kapitalinstrumente 0 0
(-) Abzugsposten vom Tier I Kapital 0 0
TIER I – Kapital 41.356 39.828
Allgemeine Risikovorsorge KSA Banken 0 0
Ergänzende Eigenmittel TIER II 0 0
Eigenmittel gesamt (nach Abzugsposten) 41.356 39.828
Gesamtrisikobetrag 169.221 187.590
Harte Kernkapitalquote 24,44% 21,23%
Kernkapitalquote 24,44% 21,23%
Gesamtkapitalquote 24,44% 21,23%
* Die Matejka & Partner Asset Management GmbH wird als österreichische Wertpapierfirma und
Finanzinstitut iSd CRR unter Anwendung von Artikel 19 Abs 1 CRR aus dem Konsolidierungskreis
ausgenommen. Die Eigenmitteldarstellung erfolgt auf Solo-Ebene (UGB) und daher ist keine Ver-
gleichbarkeit zum Konzernabschluss gegeben.


Aufsichtsrechtliche Entwicklungen nach Basel 3
Seit 1. Jänner 2014 erfolgt die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel so-
wie der Kapitalquoten nach der Kapitaladäquanzverordnung (Capital Require-
ments Regulation CRR) und der Kapitaladäquanzrichtlinie (Capital Requirements
Directive CRD IV) zur Umsetzung von Basel 3 in der Europäischen Union. Des
Weiteren unterliegen CRR und CRD IV Übergangsbestimmungen für die österrei-
chische Umsetzung, die in der CRR-Begleitverordnung vom 11. Dezember 2013 ge-
regelt sind.
Das Kapital wird ebenso vom Risikomanagement überwacht. Es wird eine Kapital-
strategie erstellt und vom Vorstand genehmigt. Das Kapitalmanagement des


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
101
Konzerns erfolgt auf Basis der Eigenmittel gemäß CRR und im Sinne des ökonomi-
schen Kapitalsteuerungsansatzes des ICAAP. Im Rahmen des ICAAP wird die Risi-
kotragfähigkeit sichergestellt sowie der eziente Einsatz der Risikodeckungsme
verfolgt.
Die Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 CRR wurden im Berichtsjahr, wie
auch im Vorjahr, jederzeit eingehalten.
Die Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 (1) 19 BWG beträgt 0,83 % (VJ
0,73 %).

19. Ergebnis je Aktie
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Aktienanzahl per 31. Dezember 5.004.645 5.004.645
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 5.004.645 5.004.645
Jahresergebnis ohne nicht beherrschende Anteile in EUR 2.828.381 2.263.052
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 0,57 0,45
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) 0,57 0,45

20. Nicht beherrschende Anteile
Aufgrund von Unwesentlichkeit wird auf die Detailangabe der nicht beherrschen-
den Anteile verzichtet.


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
102







21. Zinsüberschuss
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Zinsen und ähnliche Erträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 13.149.724 6.235.754
Negativzinsen 0 109.290
verzinslichen Wertpapieren 735.826 655.387
Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren 5.191 91.363
Sonstige Beteiligungen 16.048 75.892
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Erträge 13.906.789 7.167.6 86
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für
Einlagen von Kreditinstituten / Finanzierungen -1.260.104 -562.946
Einlagen von Kunden -2.051.787 -336.160
Negativzinsen -17 -249.101
Anleihezinsen -542.608 -960.067
Leasingverbindlichkeit -52.358 -76.238
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.906.874 -2.184.512
Zinsüberschuss 9.999.915 4.983.174
Zinsertrag/-aufwand unter Verwendung der EIR-Methode gegliedert nach den
Bewertungskategorien (IFRS 7.20 b):
21.1 Zinserträge und -aufwendungen
nach der EIR-Methode berechnet
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Zinserträge nach der Eektivzinsmethode
Forderungen Kreditinstitute 5.519.481 1.480.873
Forderungen Kunden – Kredite 5.894.012 3.814.232
Finanzielle Vermögenswerte - AC 175.550 386.651
Finanzielle Vermögenswerte - FVTOCI 560.276 268.735
Zinsaufwendungen
finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten
Anschaungskosten bewertet werden -1.787.150 -1.489.418
Summe 10.362.168 4.461.073









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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
103



22. Provisionsüberschuss
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Vertrieb Finanzprodukte 1.910.946 2.056.913
Real Estate 12.494 54.568
Wertpapier-, Depot- und Kreditgeschäft 5.749.794 6.651.767
Provisionsüberschuss 7.673 .234 8.763.248
In den Provisionserträgen sind Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistun-
gen gegenüber Dritten iHv. EUR 1.874.424 (Vorjahr: TEUR 2.103) aus der Depot-
verwaltung enthalten.
22.1. Aufgliederung der Erträge nach Art der Dienstleistung auf Grundlage von IFRS 15 1. Jänner 2023 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023
Art der Dienstleistung
aus dem Zahlungsverkehr 1.435.058
aus dem Kreditgeschäft und sonstigen Dienstleistungen 15.815
aus dem Wertpapiergeschäft 6.881.938
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft 340.388
aus dem Real Estate Bereich 15.434
Provisionsertrag Gesamt 8.688.633
Provisionsaufwand -1.015.399
Provisionsüberschuss Gesamt 7.673 .234
22.2. Aufgliederung der Erträge nach Art der Dienstleistung auf Grundlage von IFRS 15 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2022
Art der Dienstleistung
aus dem Zahlungsverkehr 1.475.348
aus dem Kreditgeschäft und sonstigen Dienstleistungen 46.219
aus dem Wertpapiergeschäft 7.996 .127
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft 445.876
aus dem Real Estate Bereich 76.213
Provisionsertrag Gesamt 10.039.783
Provisionsaufwand -1.276.536
Provisionsüberschuss Gesamt 8.763.248





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
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23. Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen -157.828 -152.001
Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen -157.828 -152.001

24. Handelsergebnis
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Ergebnis aus Devisen- und Edelmetallgeschäften 438.937 605.999
Ergebnis aus Bewertung von Derivaten -1.763 -10.243
Handelsergebnis 437.174 595.756



25. Ertrag aus Immobilienhandel
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Veräußerungserlös aus zum Verkauf gehaltenen Immobilien (IFRS 15) 4.550.288 6.574.800
Vermietungserlöse (IFRS 16) 587.307 517.015
Betriebskostenerträge und sonstige Immobilienerträge (IFRS 15) 843.558 678.708
Ertrag aus Immobilienhandel 5.981.153 7.770.524
Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald der Kunde die Beherrschung
über die Immobilie erlangt. Dies erfolgt in der Regel mit der Übergabe an den Kun-
den.
Den Erlösen aus verkauften Immobilienvorräten in Höhe von EUR 4.550.288 (VJ
TEUR 6.575) stehen Anschaungs- bzw. Herstellungskosten der verkauften Im-
mobilienvorräte von EUR -2.607.863 (VJ TEUR -3.682) gegenüber.




26. Aufwand aus Immobilienhandel
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Veränderungen des Bestands an Immobilien -2.607.863 -3.681.630
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
Herstellungsleistungen -85.029 -120.021
Aufwendungen aus Vermietungen
(inklusive Betriebskostenaufwendungen) -823.917 -698.133
Sonstige Immobilienaufwendungen -269.454 -252.818
Aufwand aus Immobilienhandel -3.786.263 -4.752.603



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
105



27. Sonstiger betrieblicher Ertrag
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Sonstiger betrieblicher Ertrag
Umsatzerlöse aus Treuhandschaft/Verwaltung (IFRS 15) 319.895 384.996
Gewinn aus modifizierten Vertragskondition 44.065 0
Sonstige 872.022 2.572.200
Sonstiger betrieblicher Ertrag 1.235.982 2.957.196
Die Wiener Privatbank SE selbst betreibt kein Treuhandgeschäft; die Erträge des
Tochterunt e r nehmens ATI Ve rmöge nst reu handgesellschaft m.b. H. we rd en in die-
ser Position ausgewiesen.
Die Position sonstige Erträge beinhaltet die ertragswirksame Vereinnahmung von
nicht aundbaren und bereits gekündigten Kundenverbindlichkeiten iHv. EUR
507.279 (VJ TEUR 2.433) sowie eine Rückerstattung des Bundesverwaltungsge-
richts über eine FMA Strafe iHv. EUR 200.200.


28. Sonstiger betrieblicher Aufwand
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Sonstiger betrieblicher Aufwand
Umsatzerlöse aus Treuhandschaft/Verwaltung (IFRS 15) -93.207 -89.016
Gewinn aus modifizierten Vertragskondition -152.026 0
Sonstige -36.380 -9.528
Sonstiger betrieblicher Aufwand -281.613 -98.544




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
106



29. Verwaltungsaufwand
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -7.4 67.583 -7.416.8 98
Gesetzliche Sozialabgaben -1.662.139 -1.714.769
Aufwendungen für Abfertigungen -163.232 -164.090
Aufwendungen für Altersversorgung -196.024 -196.995
Sonstiger Personalaufwand -135.501 -123.831
Zwischensumme Personalaufwand -9.624.479 -9.616.582
Andere Verwaltungsaufwendungen
EDV-Kosten -2.349.897 -2.247.995
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten -897.128 -1.038.218
Nicht abzugsfähige Vorsteuern -474.544 -423.349
Betriebliche Versicherungen -306.762 -282.801
Aufsichtsratvergütung -224.748 -216.598
Gebühren und Einlagensicherungsbeiträge -265.945 -204.443
Werbekosten, Marketing -129.237 -184.691
Bürokosten -244.321 -171.450
Mieten inklusive Betriebskosten -112.402 -82.494
KFZ-Kosten -71.985 -68.769
Nachrichtenaufwand -66.373 -65.558
Sonstige Aufwendungen -321.024 -159.639
Zwischensumme andere Verwaltungsaufwendungen -5.464.366 -5.146.006
Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Sachanlagen und GWGs* -479.297 -280.170
auf Nutzungsrechte Leasing -492.219 -561.324
auf immaterielle Vermögenswerte -186.182 -235.483
Zwischensumme Abschreibungen und Wertberichtigungen -1.157.698 -1.076.976
Verwaltungsaufwand -16.246.543 -15.839.564
* Diese Position enthält diesjährig eine einmalige außerordentliche Abschreibung iHv. EUR 223.484
die im Zusammenhang mit der Reduktion von Büroflachen und in Folge zukünftiger Kostenoptimie-
rung steht.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
107

Die in den sonstigen Verwaltungsaufwendungen enthaltenen, auf das Geschäfts-
jahr entfallenden Aufwendungen, für den Abschlussprüfer betreen:
29.1 Sonstigen Verwaltungsaufwendungen 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Aufwendungen für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses -139.675 -135.600
Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen -9.240 0
Gesamt -148.915 -135.600


30. Risikovorsorge
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Wertberichtigungen von zu AC bewerteten Forderungen an Kunden, Kreditinstituten und Barreserve
Dotierung -1.357.137 -303.971
Auflösung 164.832 691
Wertberichtigungen von zu AC bewerteten Finanzanlagen
Dotierung -1.877 -20.428
Wertberichtigungen zu AC bewerteter sonstiger Aktiva
Dotierung -13.461 -36.227
Auflösung 33.889 1.936
Abschreibungen Kundenforderungen sonstige Aktiva
Abschreibung -18.503 -7.768
Wertberichtigungen von zu FVTOCI bewerteten Schuldinstrumenten
Dotierung 0 -206
Auflösung 528 0
Risikovorsorge für gegebene Garantien und Kreditzusagen
Auflösung 1.135 1.983
Risikovorsorge -1.190.594 -363.989
Die Dotierung der Wertberichtigung von zu AC bewerteten Forderungen an Kun-
den beinhalten Einzelwertberichtigung von Kunden iHv. EUR -1.192.070,73 (VJ
TEUR -87)


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
108
31. Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Ergebnis FVTPL mandatorily
Bewertung -19.391 -561.735
Veräußeru ngs-/Liquidationsergebnis 160.448 -12.021
Ergebnis FVTOCI
Veräußeru ngs-/ Liquidationsergebnis 54.316 108.019
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 195.372 -465.738



32. Ertragssteuern
1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Laufender Steuerertrag/-aufwand -680.654 -548.973
Steuerertrag/-aufwand aus Vorperioden 42.244 25.465
Latenter Steuerertrag/-aufwand -365.132 -495.847
Ertragssteuern -1.003.543 -1.019.355
Die Dierenz zwischen der rechnerischen Ertragssteuerbelastung (Ergebnis vor
Steuern multipliziert mit dem nationalen Steuersatz von 24 %) und der tatsächli-
chen Ertragssteuerbelastung des jeweiligen Geschäftsjahres gemäß Gewinn- und
Verlustrechnung ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
32.1. Effektivsteuer 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.859.990 3.397.459
Ertragssteueraufwand zum Steuersatz von 25 % -926.398 -849.365
Steuerbefreite Beteiligungserträge und permanente
Dierenzen aus Equity-Anteilen -41.011 -3.954
Auswirkung von Steuern aus Vorperioden 42.244 25.465
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -93.199 -166.800
Dierenzen aus Steuersatzänderungen 0 -29.073
Sonstiges 14.821 4.372
Eektivsteuer -1.003.543 -1.019.355
Es werden keine bisher nicht angesetzten temporären Dierenzen berücksichtigt.
Zum Stichtag bestanden steuerliche Verlustvorträge iHv EUR 108.264 (VJ TEUR
1.095), hierauf werden EUR 24.901 (VJ TEUR 263) latente Steuern gebildet.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
109



33. Tochterunternehmen und Beteiligungen
Darstellung der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen:
Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil in % Konsolidierungsart 1
ATI Verm ögenst reuhan dges ellschaft m .b.H. Wien 100,00 % V
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH Wien 100,00 % V
Wiener Privatbank Immobilien GmbH Wien 100,00 % V
Wiener Stadthäuser One Immobilien GmbH Wien 80,00 % V
Matejka & Partner Asset Management GmbH Wien 80,00 % V
EXIT One Immobilien GmbH Wien 50,00 % E
Entwicklung KHWP Immobilien Alpha GmbH Wien 50,00 % E
1
V Vollkonsolidiert, E Equity Konsolidiert, N nicht konsolidiert
Im Geschäftsjahr ergaben sich folgende Änderungen in der Konzernstruktur:
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden die BODEN-INVEST Beteili-
gungs- GmbH & Co. Victor KG. Diese ist eine Vergensveranlagungsgesell-
schaft, bei denen einbezogene Konzerngesellschaften die Komplementärstellung
innehaben, die wesentlichen Vermögenswerte und Schulden jedoch wirtschaftlich
den nicht zum Konzern gehörenden Kommanditisten zuzurechnen sind. Da die
Kommanditisten über die überwiegende Stimmenmehrheit verfügen, ist diese Ge-
sellschaft nicht in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.
Mittels Kauf- und Abtretungsvertrag vom 13. Dezember 2023 wurden 100% der
SETUP Auhofstraße 181 GmbH (FN 372866h) veräußert.
Die BODEN-INVEST Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ist für die Vermittlung eines
möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nunmehr un-
wesentlich und wurde deshalb nicht mehr in die Konsolidierung einbezogen.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
110



An den nachfolgend angeführten Unternehmen besteht per 31. Dezember 2023
ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % aller Anteile:
Anteiliges
Eigenkapital Eigenkapital Jahresüberschuss/
Name und Sitz Anteil Kons. (Vorjahr) (Vorjahr) fehlbetrag (Vorjahr)
des Unternehmens in % Art 1 EUR EUR EUR
ATI Vermögenstreuhandge sellschaft 100 V 500.976 500.976 85.463
m.b.H., Wien (565.512) (565.512) (120.445)
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH, 100 V 4.189.639 4.189.639 38.721
Wien (4.350.918) (4.350.918) (677.866)
BODEN-INVEST Beteiligungs- 100 N 70.201 70.201 -5.010
gesellschaft mbH (75.211) (75.211) (4.725)
Wiener Privatbank Immobilien GmbH, 100 V 1.746.182 1.746.182 16.793
Wien (1.809.389) (1.809.389) (81.616)
Wiener Stadthäuser One Immobilien 80 V 2.576.006 2.060.805 -62.379
GmbH, Wien (2.838.385) (2.270.708) (188.517)
Matejka & Partner Asset Management 80 V 634.850 507.880 227.263
GmbH, Wien (663.971) (531.176) (377.580)
EXIT One Immobilien GmbH, Wien 50 A 1.697.431 848.715 -200.684
(1.898.115) (949.057) (159.449)
Entwicklung KHWP Immo Alpha 50 A 2.542.559 1.271.279 -108.932
GmbH, Wien (2.451.491) (1.225.746) (-489.753)
1 Konsolidierungsart: V = Vollkonsolidierung, A = at equity N = nicht konsolidiert
Bei dieser Angabe handelt es sich ausschließlich um UGB-Werte, da eine IFRS-
Bilanzierung auf Einzelgesellschaftsebene aufgrund unwesentlicher IFRS Anpas-
sungsbuchungen nicht erfolgt und diese erst in Zuge der Konzernabschlusserstel-
lung berücksichtigt werden.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
111
34. Finanzinstrumente
IFRS 9 unterscheidet zur Klassifizierung folgende Bewertungskategorien:
Finanzielle Vergensgegensnde:
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaungskosten be-
wertetet werden AC
Finanzielle Vergenswerte, die verpflichtend erfolgswirksam zum beizule-
genden Zeitwert bewertet werden FVTPL mandatorily
Finanzielle Vergenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet designiert wurden FVTPL designated
Finanzielle Vergenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden (inkl. OCI-Option für Eigenkapitalinstrumente) FVTOCI
Finanzielle Verbindlichkeiten:
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeit-
wert bewertet werden
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaungskosten be-
wertet werden


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
112



Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien geß IFRS 9 r 2023 der
Wiener Privatbank SE (IFRS 7.8):
Finanzielle Vermögenswerte/
per 31. Dezember 2022 Verbindlichkeiten zu fort- FVTPL
Angaben in TEUR geführten Anschaffungskosten FVTOCI mandatorily Gesamt
AKTIVA
Barreserve 49.111 49.111
Forderungen an Kreditinstitute 44.605 44.605
Forderungen an Kunden 94.582 94.582
Finanzanlagen 5.206 76.824 6.212 88.242
Sonstige Aktiva 1.276 4 1.280
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 194.780 76.824 6.216 277.820
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.133 26.133
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 234.188 234.188
Sonstige Passiva 3.217 2 3.219
Verbriefte Ve rbindlichkeiten 15.115 15.115
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 278.653 0 2 278.655
Finanzielle Vermögenswerte/
per 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten zu fort- FVTPL
Angaben in TEUR geführten Anschaffungskosten FVTOCI mandatorily Gesamt
AKTIVA
Barreserve 90.855 90.855
Forderungen an Kreditinstitute 85.473 85.473
Forderungen an Kunden 71.555 71.555
Finanzanlagen 3.307 30.120 5.812 39.239
Sonstige Aktiva 1.176 1.176
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 252.366 30.120 5.812 288.297
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.918 32.918
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 242.027 242.027
Sonstige Passiva 2.876 2.876
Verbriefte Ve rbindlichkeiten 14.652 14.652
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 292.473 292.473
IFRS 7.25 folgend, sind die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) des Finanzver-
mögens und der Finanzverbindlichkeiten nach Bewertungskategorien angegeben.
Bei den unter sonstige Aktiva ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten han-
delt es sich überwiegend um kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
113








Leistungen, Forderungen aus Immobilienverufen und aufgrund der Geringfügig-
keit auch Derivate, wobei der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Finanzielle Vermögenswerte,
die zu fortgeführten Anschaffungskosten 31.12.2023 31.12.2022
bewertet werden
Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Barreserve 90.856 90.855 49.111 49.111
Forderungen an Kreditinstitute 85.409 85.473 44.504 44.605
Forderungen an Kunden 71.555 71.555 94.573 94.582
Anleihen
Nicht börsenotiert 3.278 3.307 5.232 5.206
Sonstige Aktiva 1.176 1.176 1.276 1.276
Gesamt 252.273 252.366 194.695 194.780
Finanzielle Vermögenswerte – mandatorily 31.12.2023 31.12.2022
at fair value through profit or loss
Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Wertpapiere
Nicht börsenotiert 5.576 5.576 6.004 6.004
Anteile an Tochterunternehmen 37 37 2 2
Sonstige Beteiligungen 199 199 206 206
Sonstige Aktiva (Derivate) 0 0 2 2
Gesamt 5.812 5.812 6.214 6.214
31.12.2023 31.12.2022
Finanzielle Vermögenswerte – FVTOCI
Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Wertpapiere
Börsenotiert 30.120 30.120 76.824 76.824
Gesamt 30.120 30.120 76.824 76.824





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
114






Finanzielle Verbindlichkeiten,
die erfolgswirksam zum beizulegenden 31.12.2023 31.12.2022
Zeitwert bewertet werden
Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Sonstige Passiva (Derivate) 0 0 2 2
Gesamt 0 0 2 2



Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zu fortgeführten Anschaffungskosten 31.12.2023 31.12.2022
bewertet werden
Angaben in TEUR Marktwert Buchwert Marktwert Buchwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.528 32.918 22.942 26.133
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 241.326 242.027 233.335 234.188
Sonstige Passiva 2.876 2.876 3.217 3.217
Verbriefte Ve rbindlichkeiten 14.808 14.652 14.797 15.115
Gesamt 290.538 292.473 274.291 278.653
Die in der Tabelle angeführten beizulegenden Zeitwerte ergeben sich, entspre-
chend der Klasse, aus den Börsenkursen oder werden auf Grundlage anerkannter
Bewertungsmethoden errechnet. Details hierzu sind im Punkt 35 zu finden. r
genauere Informationen bezüglich der Sensitivitätsanalyse als auch zur Liquidi-
tätsanalyse darf auf den Risikobericht und die Value at Risk Berechnung verwiesen
werden. (gem. IFRS 7.41)


Nettogewinn/-verlust nach Bewertungskategorien (gem. IFRS 7.20 a)
Nettogewinne bzw. -verluste
aus Finanzinstrumenten der Kategorie 1. Jänner 2023 – 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
HTC 12.134.152 5.787.387
FVtPL 162.296 -406.501
FVTOCI 615.119 376.548
finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten
Anschaungskosten bewertet werden -1.787.150 -1.489.418
Reklassifizierungen
Im Berichtszeitraum fanden keinerlei Reklassifizierungen statt, somit entfallen die
Anhangsangaben gemäß IFRS 7.12 B-D.



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
115


35. Hierarchie der Ermittlung der beizulegenden Zeit-
werte
Die Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkei-
ten werden drei Kategorien der IFRS-Fair Value-Hierarchie zugeordnet. Dazu wer-
den drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:
Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem
aktiven Markt
Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt oder
indirekt beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen
Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt
beobachtbaren Daten darstellen


Berechnung Level 3 Sensitivitäten
Bei der Berechnung handelt sich um einen einkommensbasierten Ansatz (Dis-
counted Cash-Flow Verfahren, das die zukünftigen Cashflows berücksichtigt, die
ein Marktteilnehmer erwartet). Der Diskontierungszinssatz wird dabei mittels ad-
ditivem Verfahren aus einem risikolosen Zinssatz sowie diversen Risikofaktoren
(Länderrisiko, Bonitätsrisiko, Liquiditätsrisiko) ermittelt. Prinzipiell erfolgt die Er-
mittlung des Discounted Cash-Flow soweit möglich aus dem Informationssystem
Bloomberg. Dabei wird aus dem System der Present Value der Anleihe zum jewei-
ligen Stichtag unter Heranziehung der von Bloomberg verwendeten Zinskurve be-
rechnet. Für Anleihen, die nicht im Bloomberg-System vorhanden sind, erfolgt die
Berechnung des Diskontierungszinssatzes unter Heranziehung des jeweils geeig-
neten Referenzindex plus zusätzlichen Auf- oder Abschlägen im Hinblick auf das
Länderrisiko des Landes, in dem der Emittent ansässig ist, plus einen eventuell fäl-
ligen Liquiditätsaufschlag abgestimmt auf die Handelbarkeit der jeweiligen An-
leihe, der zwischen 0,5 % und 1,0 % betragen kann.






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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
116




Die zur Berechnung der jeweiligen Abzinsung herangezogenen Indices sind in
nachstehender Tabelle angeführt:
Rating Index Bloomberg Ticker
1 IG Corporate Industrial AA+ AA AA- XX Year IGEEIDXX Index
2 IG Corporate Industrial AA+ AA AA- XX Year IGEEIDXX Index
3 IG Corporate Industrial AA+ AA AA- XX Year IGEEIDXX Index
4 IG Corporate Industrial AA+ AA AA- XX Year IGEEIDXX Index
5 IG Corporate Industrial A XX Year IGEEIAXX Index
6 IG Corporate Industrial A XX Year IGEEIAXX Index
7 IG Corporate Industrial A XX Year IGEEIAXX Index
8 IG Corporate Industrial BBB- BBB BBB+ XX Year IGEEIB Index
9 IG Corporate Industrial BBB- BBB BBB+ XX Year IGEEIB Index
10 IG Corporate Industrial BBB- BBB BBB+ XX Year IGEEIB Index
11 Bloomberg Barclays EUR High Yield LPXXTREU Index + Spread Dierenz
12 Bloomberg Barclays EUR High Yield LPXXTREU Index + 0,5 % +Spread Dierenz
13 Bloomberg Barclays EUR High Yield LPXXTREU Index + 1,0 % + Spread Dierenz
14 Bloomberg Barclays EUR High Yield LPXXTREU Index + 1,5 % + Spread Dierenz
15 Bloomberg Barclays EUR High Yield LPXXTREU Index + 2,0 % + Spread Dierenz
16 Bloomberg Barclays EUR High Yield LPXXTREU Index + 2,5 % + Spread Dierenz
Die erste Spalte gibt das jeweilige interne Bonitätsrating des Wertpapieres wieder.
Spalte zwei enthält den Namen des jeweils zur Anwendung kommenden Index,
Spalte drei den Bloomberg Ticker. XX steht dabei jeweils für die Laufzeit des Pa-
pieres.
r Anleihen, deren Bonität unter 10- liegt (entspricht Anleihen mit Bonität < In-
vestment Grade) wird der Bloomberg Barclays High Yield Index verwendet. Für
Bonitäten unter 12- wird für jedes Notch ein Aufschlag von 0,5 % zum jeweils für
die Laufzeit gültigen Zinssatz sowie ein entsprechender Laufzeitenspread hinzuge-
zählt.
Entsprechend der zuvor beschriebenen Berechnungslogik ergibt sich ein Level 3
Fair Value für die Wertpapiere der Kategorie Hold-to-Collect von EUR 3.277.686
(VJ TEUR 5.232) und für die verbrieften Verbindlichkeiten der Kategorie zu fortge-
führten Anschaungskosten EUR 14.808.037 (VJ TEUR 14.797).
Bei einer Veränderung der verwendeten Inputparameter im Rahmen der Sensitivi-
tätsanalyse ergibt sich für die Wertpapiere der Kategorie Hold-to-Collect mit fixer
Verzinsung ein Fair Value (ausgehend von einem Ausgangswert von EUR
3.277.686 (VJ TEUR 5.232) von:






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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
117





Sensitivitätsanalyse (Aktiv)
Fair Value bei einem 2023 Veränderung des FV 2022 Veränderung des FV
3 Stufen Upgrade 3.298.530 20.844 5.223.644 -7.875
3 Stufen Downgrade 3.189.415 -88.271 5.185.338 -46.181
Risikoloser Zinssatz +2 % 3.197.471 -80.215 5.115.314 -116.205
Risikoloser Zinssatz – 2 % 3.264.641 -13.045 5.353.239 121.720
Liquiabschlag +1 % 3.213.803 -63.883 5.172.750 -58.769
Liquiabschlag – 1 % 3.247.380 -30.307 5.291.666 60.147
r die verbrieften Verbindlichkeiten der Kategorie zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten mit einer variablen Verzinsung verändert sich der Fair Value (ausge-
hend von einem Ausgangswert von EUR 14.808.037 (VJ TEUR 14.797)) folgender-
maßen:
Sensitivitätsanalyse (Passiv)
Fair Value bei einem 2023 Veränderung des FV 2022 Veränderung des FV
3 Stufen Upgrade 14.844.709 36.672 15.027.026 229.577
3 Stufen Downgrade 13.969.465 -838.573 13.937.478 -859.970
Risikoloser Zinssatz +2 % 13.975.206 -832.831 14.111.164 -686.284
Risikoloser Zinssatz – 2 % 15.367.557 559.520 15.535.451 738.003
Liquiabschlag +1 % 14.595.800 -212.237 14.447.026 -350.423
Liquiabschlag – 1 % 15.026.842 218.805 15.158.503 361.054
Variable Verzinsu ng minima l 14.283.383 -524.654 14.063.182 -734.266
Variable Verzinsu ng maximal 15.332.984 524.947 15.529.366 731.917



Die folgenden Tabellen zeigen die Zuordnung der bilanzierten Finanzinstrumente
zu den Level-Kategorien der Fair Value-Hierarchie:




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
118


31.12.2022 Fair Value
Angaben in TEUR Level 1 Level 2 Level 3 Summe
AKTIVA
Barreserve 49.111 49.111
Forderungen an Kreditinstitute 44.504 44.504
Forderungen an Kunden 94.573 94.573
Finanzanlagen 76.798 4.102 7.189 88.089
Sonstige Aktiva 4 1.276 1.280
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.942 22.942
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 233.335 233.335
Sonstige Passiva 2 3.217 3.219
Verbriefte Verbindlichkeiten 14.797 14.797
31.12.2023 Fair Value
Angaben in TEUR Level 1 Level 2 Level 3 Summe
AKTIVA
Barreserve 90.856 90.856
Forderungen an Kreditinstitute 85.409 85.409
Forderungen an Kunden 71.555 71.555
Finanzanlagen 30.098 3.697 5.265 39.060
Sonstige Aktiva 1.176 1.176
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.528 31.528
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 241.326 241.326
Sonstige Passiva 2.876 2.876
Verbriefte Verbindlichkeiten 14.808 14.808
hrend des Geschäftsjahres 2023 haben keine Transfers von Vermögenswerten
innerhalb der einzelnen Levels stattgefunden.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
119


36. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und
Personen
In der Wiener Privatbank SE sind die Mitglieder des Vorstandes und des Auf-
sichtsrates (namentlich ersichtlich unter Punkt VIII) als Mitglieder des Manage-
ments in Schlüsselpositionen definiert. Als nahestehende Personen gelten auch
die nahen Familienangehörigen dieser Personen.

Als nahestehende Unternehmen wurden beherrschte jedoch nicht konsolidierte
Unternehmen sowie assoziierte Unternehmen, die mittels Equity-Methode in den
Konzernabschluss einbezogen werden, definiert. Darüber hinaus gelten Unterneh-
men als nahestehend, die von einem Mitglied des Managements in Schlüsselposi-
tionen oder von einer ihm nahestehenden Person beherrscht werden oder an des-
sen gemeinschaftlicher Führung sich dieser Personenkreis beteiligt.
Bilanzpositionen und außerbilanzielle Positionen mit als nahestehend identifizier-
ten Unternehmen und Personen sind im Nachfolgenden dargestellt:


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
120



Aktiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Anteile an Unternehmen
verbundene Unternehmen 37.227 1.727
At-equity bewertete Unternehmen 2.140.883 2.198.711
Forderungen gegenüber Kunden
At-equity bewertete Unternehmen 3.550.000 5.602.177
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 7 0
andere nahestehende Unternehmen und Personen 3.032.863 2.983.904
Sonstige Aktiva
andere nahestehende Unternehmen und Personen 77.000 0
Summe AKTIVA 8.837.980 10.786.519
Passiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
At-equity bewertete Unternehmen 192.996 485.810
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 556.272 491.367
andere nahestehende Unternehmen und Personen 3.690.132 2.335.732
Summe PASSIVA 4.439.400 3.312.909
Außerbilanzielle Positionen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Gegebene Kreditzusagen, finanzielle Garantien
verbundene Unternehmen 5.507.518 1.799.500
Erhaltene Sicherheiten
At-equity bewertete Unternehmen 1.178.000 3.179.000
andere nahestehende Unternehmen und Personen 3.032.863 3.000.014


Alle aushaftenden Salden mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind
kurzfristig fällig. Es musste keine Wertberichtigung für uneinbringliche Forderun-
gen oder zweifelhafte Forderung gebildet werden.

!

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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
121

Sonstige Angaben und Beziehungen
Es wurden Organkredite inklusive Rahmen und Garantien iHv EUR 4.527.784 (VJ
TEUR 6.089) gewährt. Davon betrugen die gewährten Kredite an die Mitglieder
des Vorstandes sowie deren Unternehmen 2023 EUR 0 (VJ TEUR 0) und bei Un-
ternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder tätig sind, beliefen sich diese Kredite
auf EUR 3.000.000 (VJ TEUR 6.089). Bezüglich der Mitglieder des Aufsichtsrates
nahestehenden Personen belaufen sich die Kredite zum 31. Dezember 2023 auf
EUR 5.000,00 (VJ TEUR 5).
Erträge /Aufwendungen
31.12.2023 gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen
Mitglieder des andere nahe- At-equity
Managements in stehende Unterneh- bewertete
Angaben in EUR Schlüsselpositionen men und Personen Unternehmen
Erträge
Zinserträge 30 176.776 306.241
Ergebnis At-Equity bewerteter Unternehmen -157.828
Provisionserträge 5.974 52.271 645
Sonstige Erträge 11.807
Bei den Sonstigen Erträgen gegen At-equity bewertete Unternehmen handelt es
sich um Verrechnungen für Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Rechnungs-
wesen.
Erträge /Aufwendungen
31.12.2022 gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen
Mitglieder des andere nahe- At-equity
Managements in stehende Unterneh- bewertete
Angaben in EUR Schlüsselpositionen men und Personen Unternehmen
Erträge
Zinserträge 0 97.206 222.736
Ergebnis At-Equity bewerteter Unternehmen -152.001
Provisionserträge 5.031 50.446 1.478
Sonstige Erträge 0 15.022
Bezüge des Vorstands 1. Jänner 2023 1. Jänner 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Kurzfristige fällige Leistungen 1.057.080 1.013.792
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 88.267 84.507
Gesamt 1.145.347 1.098.299
Die Position kurzfristige fällige Leistungen beinhalten Gehälter, Sachbezüge und
Bonusrückstellungen, die kurzfristig fällig werden.



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
122

Unter Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind Zahlungen an
Pensionskassen und die Mitarbeitervorsorgekasse, Abfertigungen, Urlaubsabfin-
dungen sowie Dotierungen für Abfertigungsrückstellungen ausgewiesen.
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungs- und Managementoptionsprogramme
bzw. sonstige langfristig fällige Leistungen.
Die Aufsichtsratsvergütung für die Mitglieder des Aussichtsrates der Wiener Pri-
vatbank SE belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 215.250 (VJ TEUR 207).


37. Weitere Anhangangaben

Nachrangige Aktiva / Passiva
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Forderungen an Kunden 10.450.000 22.588.560
Finanzanlagen 3.250.000 5.150.000
Nachrangige Aktiva 13.700.000 27.738.560
Anleihen 14.652.388 15.114.950
Nachrangige Passiva 14.652.388 15.114.950
Der Gesamtbetrag der im Berichtsjahr geleisteten Aufwendungen für nachrangige
Verbindlichkeiten betragen EUR 542.608 (VJ TEUR 935).


Fremdwährungsaktiva und Fremdhrungspassiva
Die Aktiva, die auf fremde Währung lauten, betragen EUR 95.164.864
(VJ TEUR 100.410) und die Passiva, die auf fremde Währung lauten, betragen
EUR 94.957.273 (VJ TEUR 100.246).




Derivative Finanzinstrumente
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte
Nominalbeträge Restlaufzeit < 1 Jahr
Devisentermingeschäfte 0 697.053







Eventualverbindlichkeiten
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Garantien und Haftungen 4.253.489 4.574.501
Kreditrisiko (nicht in Anspruch genommene Kredite) 7.861. 305 9.015.948
Bürgschaften 100.000 100.000
Gesamt 12.214.794 13.690.448
Die Wiener Privatbank SE hat eine Bürgschaft für die Anleihe der Wiener Stadt-
häuser One Immobilien GmbH iHv. EUR 100.000 (VJ TEUR 100) übernommen.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
123

Außerdem beinhalten die Position Garantien eine Kapital- und Zinsgarantie iHv.
EUR 1.750.000 (VJ TEUR 1.700) für die Anleihe der Wiener Stadthäuser One Im-
mobilien GmbH.


Treuhandvermögen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Forderungen an Kreditinstitute 27.247 27.219
Treuhandbeteiligungen 12.217.794 15.830.490
Treuhandaktiva 15.245.041 15.857.709
Einlage von Treugebern 12.204.274 15.813.337
Einlage von Treugebern 12.204.274 15.813.337
Sonstige Treuhandverbindlichkeiten 40.767 44.372
Treuhandpassiva 15.245.041 15.857.709
Die Aufstellung beinhaltet das Tr e u h an d v e r m ö g en d e r AT I Ve r m ö g e n s tr e uh a n d -
gesellschaft m.b.H.
Die Treuhandbeteiligungen betre en vor allem Finanzierungsfonds, Aktien, Ge-
nussrechte aus Einbringungen, Kommanditeinlagen sowie atypisch stille Beteili-
gungen.
Leasing
In der Erfolgsrechnung werden die Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkei-
ten im Zinsüberschuss, die Aufwände für geringwertige Vermögenswerte im Sach-
aufwand dargestellt.
Realisierte Ergebnisse in der Erfolgsrechnung 1. Jänner 2023 – 1. Jännder 2022 –
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Zinsaufwendungen -52.358 -76.238
Aufwände für geringwertige Vermögenswerte -6.299 -7.129
Gesamt -58.657 -83.367
Aufwände für kurzfristige Leasingverhältnisse fielen im Geschäftsjahr 2023 keine
(VJ TEUR 0) an.
Leasingverbindlichkeiten nach Fristen
Angaben in EUR 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
bis 3 Monate 112.813 142.468
über 3 Monate bis 1 Jahr 344.474 361.844
über 1 Jahr bis 5 Jahre 622.466 1.109.054
über 5 Jahre 0 0
Leasingverbindlichkeiten 1.079.753 1.613.365


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
124
Personal
In der Wiener Privatbank-Gruppe waren im Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt
folgende Personalkapazitäten im Einsatz:
1. Jänner 2023 – 1. Jännder 2022 –
Mitarbeiterkapazität *) 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Arbeiter 0 0
Angestellte 80 87
Gesamtkapazität 80 87
*) durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer in der Gruppe (Vollkonsolidierungskreis) während des Ge-
schäftsjahres
Mitarbeiter der assoziierten Unternehmen
Die in den Konzernabschluss at-equity einbezogenen Unternehmen beschäftigen
0 (VJ 0) Mitarbeiter.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung am Bilanzstichtag von
Bedeutung sind, lagen nicht vor.



VII. Erläuterungen zur Konzernsegmentberichterstat-
tung
Die Segmentberichterstattung erfolgt im Wiener Privatbank Konzern gemäß den
Ausweis- und Berechnungsregeln des IFRS 8. Diesem Ansatz entsprechend, wer-
den Segmentinformationen auf Basis interner Managementberichterstattung er-
stellt, die dem Vorstand (CODM) regelßig berichtet wird und zur Beurteilung
der Ertragskraft der einzelnen Segmente sowie zur Ressourcenallokation herange-
zogen wird.
Die Managementberichterstattung erfolgt im Wesentlichen durch Vorlage der
UGB Abschlüsse, wobei auf Einzelgesellschaftsebene der Wiener Privatbank SE
zusätzlich eine Segmentberichterstattung nach folgenden Sparten erfolgt:
Private Banking (umfasst auch Capital Markets, Institutional & Family Oces) /
Corporate, Treasury & Financial Markets (umfasst auch Unternehmens- und Pro-
jektfinanzierung, Brokerage) / Immobilien / Beteiligungen
Bei dieser Berichterstattung erfolgt eine Verteilung des UGB Ergebnisses auf oben
genannte Sparten.
Die Gliederung der Segmentberichterstattung erfolgt im IFRS Abschluss in kom-
primierter Form.



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
125

Der Segmentbericht besteht aus den drei Hauptsegmenten, in denen die Einzelge-
sellschaften des Wiener Privatbank Konzerns wie folgt zusammengefasst darge-
stellt werden:
Bank (Wiener Privatbank SE [komprimierte Darstellung] + Matejka & Part-
ner Asset Management GmbH)
Real Estate (alle Tochterunternehmen mit einem immobiliennahen Ge-
schäftszweck)
Tr e u h an d u nd Ve r w a l t un g ( AT I Ve rm ög e n s t r eu h a n d ge s e l ls c h a f t m. b . H. )
Die Veränderungen aufgrund von IFRS-Anpassungs- und Konsolidierungsbuchun-
gen werden in der jeweiligen Spalte dargestellt.
Da der Konzern seine Geschäftstätigkeit ausschließlich in Wien entfaltet und so-
mit keine regionale Steuerung erfolgt, entfällt die geografische Gliederung der
Segmente.



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
126
Segmentberichterstattung zum 31.12.2023
Real Estate Über-
Produkte Treuhand Über- leitung
und Dienst- und Ver- leitung Konsoli-
in TEUR Bank leistungen waltung IFRS dierung Summe
Zinsen und ähnliche Erträge 14.133 22 16 109 -373 13.907
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.067 -1.865 0 -63 89 -3.907
Zinsüberschuss 12.066 -1.843 16 46 -284 10.000
Provisionserträge 9.136 37 0 0 -484 8.689
Provisionsaufwendungen -1.041 -3 0 0 29 -1.015
Provisionsüberschuss 8.095 34 0 0 -455 7.673
Ergebnis at-equity bewerteter Unter-
nehmen 0 0 0 0 -158 -158
Ergebnis aus Handelsgeschäften 440 0 0 -3 0 437
Provisionsüberschuss 8.095 34 0 0 -455 7.673
Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen 0 0 0 0 -158 -158
Ergebnis aus Handelsgeschäften 440 0 0 -3 0 437
Ertrag aus Immobilienhandel 0 5.981 0 0 0 5.981
Aufwand aus Immobilienhandel -218 -3.562 0 -7 0 -3.786
Sonstiger betrieblicher Ertrag 1.006 2 320 44 -290 1.082
Sonstiger betrieblicher Aufwand -163 -7 -86 0 -26 -282
Verwaltungsaufwand -16.181 -619 -136 72 771 -16.093
Risikovorsorge -1.915 2 0 722 0 -1.191
Ergebnis aus finanziellen Vermögens-
werten -31 0 -8 234 0 195
Ergebnis aus Handelsgeschäften 440 0 0 -3 0 437
Ergebnis vor Steuern 3.099 -11 106 1.108 -442 3.860
Ertragsteuern -731 -4 -26 -245 2 -1.004
Periodenergebnis 2.368 -15 80 863 -440 2.856
Segmentvermögen 302.616 49.438 583 1.305 -11.499 342.444
Davon Beteiligungen an at-equity
einbezogenen Unternehmen 2.328 0 0 0 -187 2.141
Segmentverbindlichkeiten 259.396 40.927 82 -532 -2.680 297.193
Segmentinvestitionen 104 0 0 0 0 104
Abschreibung (inkl. Impairment) -665 0 0 0 0 -665


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
127
Segmentberichterstattung zum 31.12.2022
Real Estate Über-
Produkte Treuhand Über- leitung
und Dienst- und Ver- leitung Konsoli-
in TEUR Bank leistungen waltung IFRS dierung Summe
Zinsen und ähnliche Erträge 8.566 105 45 -595 -953 7.168
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -619 -1.520 0 -107 60 -2.185
Zinsüberschuss 7.947 -1.415 45 -702 -893 4.983
Provisionserträge 10.543 0 0 0 -504 10.040
Provisionsaufwendungen -1.314 0 0 0 38 -1.277
Provisionsüberschuss 9.229 0 0 0 -466 8.763
Ergebnis at-equity bewerteter Unter-
nehmen 0 0 0 0 -252 -152
Ergebnis aus Handelsgeschäften 440 0 0 -3 0 437
Provisionsüberschuss 8.095 34 0 0 -455 7.673
Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen 0 0 0 0 -158 -158
Ergebnis aus Handelsgeschäften 670 0 0 -74 0 596
Ertrag aus Immobilienhandel 0 7.7 71 0 0 0 7.7 71
Aufwand aus Immobilienhandel -208 -4.539 0 -5 0 -4.753
Sonstiger betrieblicher Ertrag 2.927 0 385 0 -362 2.957
Sonstiger betrieblicher Aufwand -10 0 -89 0 0 -99
Verwaltungsaufwand -15.879 -589 -155 -46 828 -15.840
Risikovorsorge -1.009 -42 0 688 0 -364
Ergebnis aus finanziellen Vermögens-
werten -334 -19 -15 -125 28 -466
Ergebnis vor Steuern 3.434 1.174 171 -265 -1.117 3.397
Ertragsteuern -764 -242 -46 30 1 -1.019
Periodenergebnis 2.670 932 125 -234 -1.116 2.378
Segmentvermögen 294.374 45.746 739 653 -14.170 327.342
Davon Beteiligungen an at-equity
einbezogenen Unternehmen 2.228 0 0 0 -29 2.199
Segmentverbindlichkeiten 251.896 36.621 98 98 -4.719 283.994
Segmentinvestitionen 306 0 0 0 0 306
Abschreibung (inkl. Impairment) -516 0 0 0 0 -516
Erörterung der wesentlichen Anpassungsbuchungen 2022 sowie 2023:
Zinsen und ähnliche Erträge:
Bei der Überleitung IFRS Zinsen und ähnliche Erträge handelt es sich um die
Amortisation nach der Eektivzinsmethode der festverzinslichen finanziellen Ver-
mögenswerte.
Bei der Überleitung IFRS Zinsen und ähnliche Aufwendungen handelt es ich um
Zinsanpassung nach der Eektivzinsmethode der Verbindlichkeiten Kreditinstitute
sowie um Zinsaufwendungen der Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16).


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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
128
Wertberichtigung von Zinserträgen wertgeminderter Forderungen werden in der
IFRS Darstellung netto dargestellt (Gegenposition Risikovorsorge).
Bei der Überleitung Konsolidierung handelt es sich um die Eliminierung der pha-
sengleichen Dividendenausschüttung (2023 EUR 0,28 Mio. und 2022 EUR 0,89
Mio.) sowie um die Aufwands- und Ertragskonsolidierung der verrechneten Zin-
sen an die Tochtergesellschaften. Der Gegenposten findet sich in den Zinsen und
ähnliche Aufwendungen wieder.
Provisionserträge:
In diesem Posten werden im Rahmen der Überleitung Konsolidierung die konzern-
internen Provisionserträge eliminiert. Die Ausgleichsposten befinden sich im Pos-
ten Provisionsaufwendungen sowie unter den Verwaltungsaufwendungen.
Sonstiger betrieblicher Ertrag:
Durch die Überleitung Konsolidierung werden die Konzerndienstleistungen der
Wiener Privatbank SE gegenüber ihren Tochtergesellschaften korrigiert.
Verwaltu ngsaufwendungen:
Bei der Überleitung Konsolidierung handelt es sich um die Gegenposition der Auf-
wands- und Ertragskonsolidierung der Provisionserträge sowie des Sonstigen be-
trieblichen Ertrages.
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten:
Bei der Überleitung IFRS handelt es sich einerseits um Aufwertungsbuchungen
zum Fair Value und andererseits um Anpassungen der IFRS Buchwerte beim Ver-
kauf der jeweiligen Wertpapiere.
Im Jahr 2022 handelte es sich bei der Überleitung Konsolidierung um die auf Kon-
zernebene stattgefundene Anpassungsbuchung einer zu stornierenden UGB Be-
teiligungsabschreibung.



VIII. Risikobericht

Die betrieblichen Risiken der Wiener Privatbank SE verbleiben im Geschäftsjahr
2023 aufgrund des militärischen Konfliktes in der Ukraine sowie in Gaza und den
damit einhergehenden wirtschaftlichen und makroökonomischen Folgewirkungen
auf akzentuiertem Niveau. Nach der volatilen Entwicklung im Zuge der Covid 19
Pandemie hat sich die Wirtschaft in der Euro-Zone vergangenes Jahr bei hoher
Inflation und stark ansteigendem Zinsniveau seitwärts mit zunehmend fallender
Tendenz entw i ck e l t , e s b e s t e h e n d a h e r e r h e b l i che Prognoseunsicherheiten. Diese
manifestieren sich weiterhin in erhöhten Anspannungsfaktoren in den Risikokate-
gorien, wie insbesondere dem Marktrisiko, dem Liquiditätsrisiko, dem Kreditrisiko
und dem Ertrags- und Geschäftsrisiko.
Das vorherrschende makroökonomische Umfeld wirdr das Risiko- und Er-
tragsprofil bestimmend und im neuen Geschäftsjahr 2024 spürbar bleiben. Beglei-
tend von anhaltend hoher Volatilität an den Aktienmärkten haben im





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
129



Geschäftsjahr 2023 explodierende Energie- und Rohstopreise die Inflation bis
Jahresmitte ansteigen lassen, über Sekundäreekte hat sich der Preisauftrieb auch
in der Kerninflation festgesetzt. Die darauf in die Wege geleiteten geldpolitischen
Maßnahmen der EZB Tapering und stuf e n weise Erhöhung des L e i t z i n s e s zeig-
ten ab dem zweiten Halbjahr eektive Auswirkungen auf die Realwirtschaft, die
Wachstumsraten in der Eurozone gingen stark zurück, in einzelnen Staaten wur-
den bereits rezessive Entwicklungen gemessen. Auch Lieferketten waren in zahl-
reichen Industriezweigen, insbesondere mit Rohsto- und Zulieferbezug, weiter-
hin unterbrochen oder beeinträchtigt. Die weiteren Entwicklungen der Kapital-
märkte, sowie die volks- und realwirtschaftlichen Auswirkungen werden von der
Dauer und dem weiteren Verlauf der Konflikte in Verbindung mit den geldpoliti-
schen Maßnahmen der Zentralbanken und den gegenläufigen realpolitischen
Maßnahmen der Regierungen direkt beeinflusst. Von einer spürbaren Entspan-
nung ist voraussichtlich erst bei einer nachhaltigen Deeskalation zwischen den
Konfliktparteien und einer fortwährend spürbaren Eindämmung der hohen Inflati-
onsentwicklungen, die einer Lockerung der Geldpolitik kausal vorausgehen
müsste, auszugehen. Makroökonomische Prognosen zeigen zum Zeitpunkt der
Berichterstellung für das laufende Jahr eine gedämpft positive Entwicklung des
Wirtschaftswachstums (siehe u.a. WKO Statistik Wirtschaftswachstum Europa
vom Februar 2024 mit Daten der EU-Kommission und der OECD sowie Konjunk-
turprognosen des WIFO/IHS vom Dezember 2023 und März 2024). Österreichs
BIP-Wachstum wird voraussichtlich im Durchschnitt des Euroraums liegen. Ab-
wärtsrisiken verbleiben aber im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und dem
Gaza Konflikt, der Energiepreisentwicklung und eventueller Gasrestriktionen. Die
Geldpolitik hat ebenso erheblichen Einfluss auf die weitere Konjunkturentwick-
lung. Bei nachhaltig hoher Zinslast für Kreditnehmer und rückläufiger Entwicklung
der Immobilienmärkte ist von einem fortlaufend erhöhten Insolvenzaufkommen
auszugehenim Jahr 2023 waren diese Entwicklungen bereits sichtbar. Im neuen
Geschäftsjahr 2024 werden daher laufende Anstrengungen zur Diversifizierung
unserer Ertragsstrukturen verstärkt fortgeführt und bestehende Risiken engma-
schig überwacht und proaktiv gesteuert.


Auf Grund der hohen Kernkapital- und Liquiditätsquoten ist die Wiener Privatbank
SE weiterhin gut gestet. Die Wiener Privatbank hat frühzeitig Maßnahmen ge-
setzt, um auf alle damit verbundenen Risiken aber auch auf die mit einem Wirt-
schaftsaufschwung verbundenen Chancen bestmöglich vorbereitet zu sein und
diese zielgerichtet nutzen zu können.
Die Kernfunktion einer jeden Bank ist die bewusste und selektive Übernahme von
Risiken und deren professionelle Steuerung. Der Konzern, welcher im Wesentli-
chen aus der Wiener Privatbank SE besteht, verfolgt mit seiner Unternehmenspo-
litik die Zielsetzung, die sich aus dem Bankbetrieb ergebenden Risiken frühzeitig
zu erkennen und durch eine systematische Überwachung und wirksame Risi-
kosteuerung zu begrenzen.
Basierend auf den gesetzlichen Vorgaben obliegt die zentrale Verantwortung für
die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens
entsprechenden internen Risikomanagementsystems dem Vorstand der Wiener
Privatbank SE.



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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
130


Der Konzern arbeitet laufend an der Verbesserung der Identifikation, Messung
und Überwachung der Risiken. Der Vorstand entscheidet über die Risikopolitik und
genehmigt die Grundsätze des Risikomanagements, die Festlegung von Limiten für
alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung der Risiken. Bei der
Erfüllung dieser Aufgaben wird der Vorstand durch eine Risikomanagementabtei-
lung unterstützt. Diverse Kontrolleinrichtungen unterstehen in der Organisations-
struktur dem Vorstand und sind diesem berichtspflichtig. Berichtsinhalte, Be-
richtswege und Berichtsfrequenzen sind klar definiert und festgelegt. Darüber hin-
aus werden seitens der Internen Revision die Angemessenheit und Wirksamkeit
der Risikokontrollsysteme überprüft.
Die Risikosteuerung erfolgt nach regulatorischen Vorgaben für die Kreditinstituts-
gruppe gemäß § 30 BWG. Um das Risiko adäquat und verlässlich darzustellen,
beziehen sich die quantitativen Angaben auf die regulatorische Risikosteuerung
der Kreditinstitutsgruppe, jedoch auf konsolidierter Ebene soweit nicht anders an-
gegeben.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen
Ausfallrisiko.
Die bedeutendsten Risiken, welchen der Konzern ausgesetzt ist, sind:
Liquiditätsrisiko
Marktrisiko (inkl. Zinsänderungsrisiko und Währungsrisiko)
Kreditrisiko (inkl. Beteiligungsrisiko und Bonitätsrisiko)
Operationelles Risiko (inkl. Rechtsrisiko)
Geschäftsrisiko
Reputationsrisiko
Das Immobilienrisiko, das Konzentrationsrisiko, das Credit Spread Risiko sowie
etwaige Nachhaltigkeitsrisiken manifestieren sich hauptsächlich in den genannten
Hauptrisikoarten.
Im Jahr 2023 wurde wiederum eine umfassende E(nvironmental) S(ocial) G(over-
nance) Analyse zum Einfluss von Nachhaltigkeitsfaktoren auf die Risikokategorien
durchgeführt und die Ergebnisse in einer Risikomatrix kartographiert. Zusammen-
gefasst hat sich keine wesentliche Exponierung gegenüber ESG-Risiken gezeigt,
bei keiner Risikoart wurden überdurchschnittliche Risiken identifiziert.
Wesentlichste Konzernrisiken
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit, dass ein Unternehmen nicht in
der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaen, die zur Begleichung der eingegange-
nen Verpflichtungen notwendig sind. Liquiditätsrisiken können auch dadurch ent-
stehen, dass ein finanzieller Vermögenswert nicht jederzeit innerhalb kurzer Zeit
zu seinem beizulegenden Zeitwert verkauft werden kann.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
131


Der Konzern finanziert das operative Geschäft aus dem laufenden Cashflow. Ein
übergreifendes Cash-Management im Bereich Treasury gewährleistet dessen Li-
quiditätsüberwachung und -steuerung. Zur Abdeckung kurzfristiger Liquiditätsab-
flüsse hält die Wiener Privatbank SE neben der gesetzlichen Mindestreserve eine
laufende Liquiditätsreserve. Diese wird über Stresstests anhand aus dem Risikoap-
petit abgeleiteter Survival Periods in Form von Limits regelmäßig überprüft und
angepasst. Die Überwachung der Limits erfolgt mittels Ampelsystem und ist im
Berichtswesen an die Unternehmensleitung verankert. Bei Überschreitung der Li-
mits bestehen definierte Eskalationsmechanismen und ein schriftlicher Notfallplan
mit Handlungsoptionen. Im Geschäftsjahr waren keine Abhilfemaßnahmen erfor-
derlich. Die gesetzlichen Anforderungen/Vorgaben hinsichtlich der LCR und NSFR
sind ebenso durchgehend eingehalten worden.
Die Liquiditätssteuerung der Wiener Privatbank SE erfolgt unter bankwirtschaftli-
chen Gesichtspunkten unter der besonderen Berücksichtigung der jederzeitigen
higkeit, allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Die strategi-
sche Steuerung der Liquiditätsposition erfolgt durch das Asset Liability Commit-
tee (ALCo) der Wiener Privatbank SE.
Die in der Arbeitsrichtlinie zum Liquiditätsmanagement definierten Rahmenbedin-
gungen sowie die Vorgaben und Limits der Liquiditätsrisikostrategie werden vom
Risikomanagement auf Einhaltung überwacht (täglich betreend kurzfristige Li-
quiditätssituation, monatlich betreend mittelfristiger Liquiditätsplanung, viertel-
jährlich betreend Bilanzstruktur; monatlich betreend gesetzlich erforderlicher
Liquidität gem. LCR, wöchentlich betreend Einhaltung Limits der Großkredit-Vor-
schriften bei Bankenveranlagungen, vierteljährlich betreend belasteter Vermö-
genswerte (Verpfändungen)).




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
132






Fristigkeitsstruktur der Verbindlichkeiten (auf Basis Buchwerte):
31. Dezember 2023 vertragliche Zahlungsströme
3 Monate mehr
Gesamt- oder 3-12 als 5
in TEUR Buchwert betrag weniger Monate 1-5 Jahre Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditin
stituten 32.918 (41.091) (10.199) (6.948) (23.944) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 242.027 (243.157) (206.129) (32.767) (4.261) (0)
Verbriefte Verbindlichkeiten 14.652 (15.389) (1.650) (542) (13.197) (0)
Sonstige Passiva 2.876 (2.876) (789) (857) (798) (432)
292.473 (302.513) (218.767) (41.114) (42.200) (432)
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 0 (0) (0) (0) (0) (0)
Zugesagte finanzielle Garantien
Garantien 12.215 (12.215) (12.215) (0) (0) (0)
12.215 (12.215) (12.215) (0) (0) (0)
31. Dezember 2023 vertragliche Zahlungsströme
3 Monate mehr
Gesamt- oder 3-12 als 5
in TEUR Buchwert betrag weniger Monate 1-5 Jahre Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditin- 26.133 (30.330) (9.153) (1.544) (19.633) (0)
stituten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 234.188 (234.469) (197.596) (30.584) (6.289) -
Verbriefte Verbindlichkeiten 15.115 (16.492) - (2.783) (13.709) (0)
Sonstige Passiva 3.219 (3.219) (671) (865) (1.415) (268)
278.655 (284.510) (207.420) (35.776) (41.046) (268)
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 2 (2) - (2) - -
Zugesagte finanzielle Garantien
Garantien 13.690 (13.690) (13.690) - - -
13.692 (13.692) (13.690) (2) - -








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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
133


Aufgliederung der Kundenverbindlichkeiten nach ndern:
Land 31.12.2023 31.12.2022
Österreich 113.772.459 97.305.514
USA 19.636.928 21.985.806
Usbekistan 13.221.152 12.567.333
Luxemburg 10.727.666 967.216
Polen 7.600.9 60 5.798.091
Ukraine 7.371.507 8.428.233
Zypern 5.843.741 5.182.946
Russische Föderation 5.238.416 7.5 53.062
Malta 4.613.452 5.171.917
Irland 4.570.874 3.687.060
Hongkong 3.745.284 5.480.754
Seychellen 3.408.570 3.424.022
Deutschland 3.314.706 3.255.359
Ungarn 3.104.972 3.867.081
Ecuador 3.066.914 2.591.942
Italien 2.657.482 579.678
Lettland 2.533.353 4.085.938
Großbritannien 2.162.298 5.102.085
Israel 2.078.809 1.168.018
Kanada 1.944.323 2.084.486
Schweiz 1.874.309 1.400.573
Belize 1.496.802 1.646.551
Kasachstan 1.125.657 824.836
Portugal 994.656 584.442
Moldau, Republik 951.057 1.096.635
Rumänien 867.837 848.597
Tsc h e chische R e p ublik 820.761 -
Georgien 763.165 -
Bulgarien 759.433 1.012.257
Anguilla 758.448 1.979.477
Slowakische Republik 755.741 -
Liechtenstein 744.551 2.150.099
Brasilien 641.697 750.899
Jungfern-Inseln, GB 641.613 2.535.649
Estland 640.100 5.468.403
Litauen 585.804 801.560
Costa Rica 533.518 557.151
Marshall Inseln - 2.253.979
Bahamas - 1.934.868
Vereinigte Arabische Emirate - 694.775
Spanien - 528.616
St. Kitts-Nevis - 519.567
Sonstige (< TEUR 500) 6.457.502 6.312.471
Summe 242.026.520 234.187.945




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
134


Marktrisiko
Das Marktrisiko (auch Marktpreisrisiko oder Marktpreisänderungsrisiko) ist das
Risiko, das sich aus Veränderungen von Marktwerten direkt über die Kursstellung
aus Angebot und Nachfrage oder indirekt über sonstige Marktdaten wie Wechsel-
kurse oder Zinssätze ergibt.
Der Konzern geht Marktpreisrisiken nur innerhalb klar festgelegter Limits einer-
seits im Rahmen seiner Gesamtbankrisikostrategie sowie präzisiert in der Veranla-
gungsstrategie ein. Marktrisiken, denen die Wiener Privatbank SE ausgesetzt ist,
werden in monatlichen Stress-Te s t s i m R a h m e n d e r I C A A P -Analyse sowie wö-
chentlich mittels Value at Risk Berechnungen überwacht. Darüber hinaus werden
die Auswirkungen auf das Eigenkapital ebenfalls monatlich im Rahmen der I-
CAAP-Analyse überprüft. Bei der Wahl der in der Folge beschriebenen Risi-
komessmethode wurde darauf Bedacht genommen, neben Normalszenarien auch
Stressszenarien abzudecken. Soweit aufgrund der vorhandenen Marktdaten mög-
lich, wird für alle Positionen in Aktien und Investmentfonds mit verfügbaren Tages-
daten ein 10-Tag e s V a l u e a t R i s k m i t Konfidenzint e r v a l l 9 5 % und 99 , 9 % b e rech-
net. Dies betrit die Positionen in Aktien, Anleihen und Investmentfonds des
Bankbuches. Dabei wird überwiegend die Monte-Carlo-Simulation als VaR Quan-
tifizierungsmethode angewendet. Im ICAAP werden die berechneten 95% (Going
Concern/ GC) bzw. 99,90% (Liquidationssicht/ LS) VaR Werte (10 Tage) auf 255
Tag e G C b z w . 6 4 Ta g e L S h o c h s kal i e r t .
Marktrisiko im Bank- und Handelsbuch
In den Geschäftsjahren 2022 und 2023 wurde kein großes Handelsbuch gemäß
CRR geführt. Für das kleine Handelsbuch wird die Ausnahmeregelung des Artikel
94 CRR in Anspruch genommen und erfolgt die Steuerung und Überwachung et-
waiger Handelsbuchpositionen daher gemeinsam mit dem Titeln des Bankbuches.
In der Nostroveranlagung werden nur Instrumente eingesetzt, deren Abbildbarkeit
in den Systemen der Wiener Privatbank SE gewährleistet ist. Es soll sichergestellt
sein, dass Eigengeschäfte in neuen Produkten und Märkten erfolgen, wenn Risiken
eindeutig identifizierbar sind und gesteuert werden können. Die strategische Steu-
erung des Bankbuches erfolgt durch das Asset Liability Committee (ALCo) der
Wiener Privatbank SE. Jede Eigenveranlagung im Bankbuch wird mittels Antrag
durch die Stelle Treasury beantragt und anschließend dem Kreditgremium zur Ge-
nehmigung vorgelegt. Die Risikomessung und Kontrolle der Positionen erfolgt lau-
fend durch das Risikomanagement.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
135



Das Ergebnis der Value at Risk Berechnung per Ende Dezember 2023 (Berech-
nung aus Kalenderwoche 52) ergab folgendes IST-Risiko für das Bankbuch:
In EUR:
VaR 99,9%, Haltedauer 10 Tage EUR 787.506
(EUR 1.199.159 per 30. Dezember 2022)
VaR 95%, Haltedauer 10 Tage EUR 278.228
(EUR 438.026 per 30. Dezember 2022)
VaR 99,9%, hochskaliert auf 64 Tage EUR 1.992.250
(EUR 3.033.659 per 30. Dezember 2022)
VaR 95%, hochskaliert auf 255 Tage EUR 1.404.983
(EUR 2.211.923 per 30. Dezember 2022)
In USD:
VaR 99,9%, Haltedauer 10 Tage USD 93.684
(USD 28.702 per 30. Dezember 2022)
VaR 95%, Haltedauer 10 Tage USD 31.749
(USD 10.581 per 30. Dezember 2022)
VaR 99,9%, hochskaliert auf 64 Tage USD 237.004
(USD 72.611 per 30. Dezember 2022)
VaR 95%, hochskaliert auf 255 Tage USD 160.325
(USD 53.431 per 30. Dezember 2022)
Darüber hinaus erfolgt eine Überprüfung, ob die eingesetzten Instrumente zuläs-
sig sind und korrekt abgebildet werden. Bei Limitüberschreitungen erfolgt eine
umgehende Eskalation. Es wurde ein standardisiertes Berichtswesen installiert,
welches im Falle einer Limiberschreitung die Mnahmen-setzung, Umsetzung
und Überwachung der Maßnahmensetzung gewährleistet.
Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine direkten Positionen in Aktientitel. Die Re-
duktion des VaR in EUR ist auf die Marktwertreduktion im Portfolio um rd. MEUR
2,6 (Bestandsveränderungen, Kursschwankungen) im Vergleich zum Vorjahr zu-
rückzuführen. Der Anstieg des VaR in US-Dollar ist durch die erhöhte Volatilität
am Markt und die neue Laufzeit von Investitionen in US-Dollar-Staatsanleihen be-
gründet.
Zinsänderungsrisiko
Zinsänderungsrisiken entstehen grundsätzlich nur im Banken- und Kreditbuch
durch Veränderung von Marktzinsen. Dieses Risiko entsteht, wenn die Laufzeiten
bzw. die Zinsanpassungszeitpunkte von Aktiva und Passiva nicht übereinstimmen.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
136




Das Zinsänderungsrisiko im Konzern ist durch eine geringe Fristentransformation
niedrig und wird regelmäßig im Rahmen der Gesamtbanksteuerung überwacht
und bewertet.
Neukredite und Prolongationen werden überwiegend auf Basis des 6-Monats-EU-
RIBOR vergeben. Fixzinsvereinbarungen stellen bei Ausleihungen einen geringen
Anteil dar. Bei Veranlagungen im Bankbuch in Form von Anleihen werden auch
längerfristige Zinsbindungen eingegangen. Die Passivseite besteht zu einem über-
wiegenden Teil aus Sichteinlagen, wofür die gesetzlichen Fristen für Zinssatzände-
rungen angewendet werden. Eine Ausnahme bildet das Produkt „Festgeld“. Hier
kann es auch zu längerfristigen Zinsbindungen kommen.
Das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch wird gemäß den IRRBB Vorgaben der EBA
ermittelt. Die Quantifizierung erfolgt dabei durch die Simulation von sowohl Än-
derungen des Barwertes der verzinslichen Aktiv- und Passivpositionen als auch
der Änderungen des Nettozinsertrages der Bank in unterschiedlichen Szenarien,
die nach EU-weit einheitlich vorgegebenen Parameternhrungsspezifisch be-
rechnet werden.
Die Messung des Zinsrisikos erfolgt monatlich. Stärkere Schwankungen der Zins-
risiken werden regelmäßig im Rahmen der Gesamtbanksteuerung besprochen und
analysiert. Die strategische Steuerung der Zinsbindungen erfolgt durch das Asset
Liability Committee (ALCo) der Wiener Privatbank SE. Ziel ist es, auch bei Auf-
und Abwärtsschocks bzw. Änderungen der Laufzeitstruktur der Zinssätze diese
Risiken angemessen zu begrenzen und jederzeit Deckung dafür zu halten. Das bar-
wertige Zinnderungsrisiko per 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 85 (31. Dezem-
ber 2022: TEUR 1.142). Dieser Wert wurde unter Anwendung des aufsichtlichen
Zinsschockszenarios mit einer Versteilerung der Zinsstrukturkurve ermittelt. Die
maximale negative Barwertänderung gemäß den IRRBB-Szenarien beträgt somit
rd. 0,2% der anrechenbaren Eigenmittel. Das Limit für das Zinsänderungsrisiko
liegt bei 13%, eine Vorwarnschwelle ist bei 10% eingerichtet. Etwaige positive Bar-
wernderungen in einer Währung wurden für die Berechnung der gesamten Bar-
wernderung nur mit 50% gewichtet.

hrungsrisiko
Das Wechselkursrisiko besteht aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwer-
tes oder künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkurs-
schwankungen. Es besteht weitgehend Währungskongruenz zwischen der Aktiv-
und der Passivseite. Laufzeitinkongruenzen bestehen bei den Fremdwährungen
des Konzerns im Wesentlichen nur in USD, wobei täglich fällige Kundeneinlagen in
HQLA und bei bonitätsstarken Banken mit einer Laufzeit bis maximal 12 Monate
veranlagt werden. Der Konzern ist derzeit somit keinen wesentlichen Währungsri-
siken ausgesetzt.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
137



Kreditrisiko
Kreditrisiko entsteht einerseits aus dem traditionellen Kreditgeschäft (Verluste
durch den Ausfall eines Kreditnehmers oder notwendige Bevorsorgung von Kredi-
tengagements durch die Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern) sowie an-
dererseits aus dem Handel mit Marktrisikoinstrumenten (Ausfallsrisiko auf Seiten
der Kontrahenten). Länderrisiken werden implizit in der Kalkulation des Kreditrisi-
kos mitberücksichtigt.
Die Wiener Privatbank SE ist bemüht, ihr Kreditrisiko so gering wie möglich zu hal-
ten. Dies wird durch eine umfassende Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer, die
Hereinnahme von Sicherheiten und Vereinbarung von Berichtspflichten erreicht.
Als Besicherung für an Kunden ausgereichte Kredite werden neben abstrakten Ga-
rantien in der Regel Immobiliensicherheiten und/oder finanzielle Sicherheiten her-
eingenommen. Veranlagungen bei Kreditinstituten und in Instrumente des Kapi-
talmarktes erfolgen in der Regel unbesichert. Die Genehmigung von Kreditanträ-
gen und laufende Überwachung der Kredit-engagements erfolgt durch das Kredit-
gremium der Wiener Privatbank SE.

Es erfolgt eine laufende Analyse auf Einzelengagementebene mit einer regelmäßi-
gen Berichterstattung anhand eines Ampelsystems in den internen Gremien. Die
Beurteilung basiert auf einer Kombination von Informationen aus Kundengesprä-
chen und Einzelanalysen sowie öentlich zugänglichen Quellen.
Direktes Kreditgeschäft mit natürlichen oder juristischen Personen aus Russland
und Belarus besteht keines. Kreditengagements, die potentiell indirekt davon be-
troen sein können, werden laufend überwacht bei den wenigen identifizierten
Engagements, wie beispielsweise Kreditnehmer mit Bezug zur Ukraine, besteht
jeweils eine vollständige materielle Besicherung und ist aus aktueller Sicht von kei-
ner besonderen Betroenheit auszugehen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Initiativen gestartet im Zusammenhang mit Kun-
denengagements mit identifizierten nachteiligen Auswirkungen des Hochzinsum-
feldes, um daraus resultierend Mitigationsstrategien auf Einzelfallebene zu entwi-
ckeln und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Bei den Maßnahmen han-
delte es sich hauptsächlich um individuelle Vereinbarungen. Dazu gehörten unter
anderem (Teil-)Tilgungen, die Hereinnahme zusätzlicher Sicherheiten oder Stun-
dungen gemäß Art. 47 CRR. Eine derartige Stundungsmaßnahme ist eine Konzes-
sion eines Instituts an einen Schuldner, der Schwierigkeiten hat oder wahrschein-
lich haben wird, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Diese Maß-
nahmen umfassen insbesondere Änderungen der Bedingungen oder Refinanzie-
rungen einer Kreditverpflichtung, wenn diese Änderungen oder Refinanzierungen
nicht eingeräumt worden wären, wenn der Schuldner keine Schwierigkeiten ge-
habt hätte, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Per 31. Dezember 2023 bestand ein finanzieller Vermögenswert mit einem Brutto-
buchwert in Höhe von EUR 4.223.036, dessen Bedingungen aufgrund finanzieller
Schwierigkeiten neu verhandelt wurde.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
138


Auswertung des Kreditportfolios
Zum 31. Dezember 2023 betrug die Summe der bei Kreditinstituten und der OeNB
(exkl. Kassenbestand) veranlagten Gelder des Wiener Privatbank Konzerns insge-
samt EUR 176.318.778 (per 31. Dezember 2022: EUR 93.649.514). Solche Eigen-
veranlagungen werden nur bei Kreditinstituten mit guter Bonit / bzw. bei der
OeNB durchgeführt.
Das Kreditportfolio gegenüber Kunden exkl. wertgeminderter Forderungen setzt
sich zusammen aus:
Einmalbarkredite:
2023: EUR 48.593.672
2022: EUR 69.214.730
Kontokorrentkredite inklusive interner Rahmen und Überziehungen:
2023: EUR 21.415.409
2022: EUR 25.841.088
Kreditkonzentrationen:
2023: Die höchste aushaftende Einzelkreditsumme beträgt per
31. Dezember 2022 EUR 5.500.000. Weiters bestanden insgesamt
24 Einzelkredite mit einer Kreditsumme größer EUR 1.000.000.
2022: Die höchste aushaftende Einzelkreditsumme beträgt per
31. Dezember 2022 EUR 8.500.000. Weiters bestanden insgesamt
32 Einzelkredite mit einer Kreditsumme größer EUR 1.000.000.
Das Kreditportfolio ist insbesondere im Immobilienbereich akzentuiert, wodurch
es in dieser Branche zu einer Risikokonzentration kommt. Zur Begrenzung und
Überwachung dieser Risiken wurde ein umfassendes Limitsystem auf Teilkredit-
portfolioebene und auf Einzelengagementebene sowie auf Beteiligungsebene hin-
sichtlich Immobilienrisiken definiert. Zusätzlich erfolgt eine eigenständige Quanti-
fizierung der Immobilienkonzentration im Kredit- und Beteiligungsportfolio und
besteht dazu ein Risikolimit. Risikomanagement überwacht die Einhaltung der Li-
mits. In Ergänzung dazu erfolgt ein laufendes Monitoring des Immobilienmarktes
und der Immobilienprojekte im Beteiligungsportfolio. Wiedervorlagen mit einer
tourlichen Beurteilung des jeweiligen Engagements erfolgen mindestens jährlich.
Zum 31.12.2023 umfasste die Risikokategorie „Immobilien“ Engagements im Aus-
maß von insgesamt EUR 49,9 Mio. (per 31. Dezember 2022: EUR 68,3 Mio.) Das
größte Einzelengagement dieser Kategorie beträgt EUR 5,5 Mio. (per 31. Dezem-
ber 2022: EUR 5,5 Mio.).




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
139



Aufgliederung der Kundenforderungen nach Abzug der Einzelwertberichtigun-
gen nachndern:
Gesamtkreditobligo in EUR
Land per 31.12.2023 per 31.12.2022
AT 47.861.183 66.239.308
DE 17.237.586 20.666.216
US 2.759.165 2.661.395
IM 1.486.856 1.962.999
CH 1.596.878 1.540.480
SK 524.782 695.218
LU - 155.132
AD - 412.415
RO - 150.184
HU 247.513 286.987
MT - 204.609
BG 143.073 56.777
Sonstige 7.0 32 24.097
Summe 71.864.068 95.055.817

Die Bewertung des Kreditrisikos wird anhand einer Skala mit 18 Lebendratingstu-
fen und zwei Ausfallsklassen durchgeführt:
PD-Spannen der Ratingklassen
Rating PD Untergrenze PD Obergrenze Mittlere PD
1 0,000% 0,030% 0,015%
2 0,030% 0,031% 0,030%
3 0,031% 0,033% 0,031%
4 0,033% 0,038% 0,035%
5 0,038% 0,047% 0,042%
6 0,047% 0,060% 0,052%
7 0,060% 0,083% 0,069%
8 0,083% 0,126% 0,099%
9 0,126% 0,214% 0,160%
10 0,214% 0,390% 0,287%
11 0,390% 0,723% 0,531%
12 0,723% 1,338% 0,984%
13 1,338% 2,476% 1,820%
14 2,476% 4,580% 3,367%
15 4,580% 8,474% 6,230%
16 8,474% 15,676% 11,525%
17 15,676% 29,204% 21,322%
18 29,204% 100,000% 40,000%
19 Ausfall gem. Basel III-Ausfallskriterien
20 uneinbringlicher Ausfall






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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
140


Aufgliederung der Kundenforderungen nach Abzug der Einzelwertberichtigungen
je Kreditart und Ratingklassen:
Gesamtkreditobligo gegenüber Kunden per 31.12.2023
Rating Einmalbarkredite Kontokorrent Gesamt Blanko
1 0 0 0 0
2 0 0 0 0
3 0 0 0 0
4 0 0 0 0
5 0 0 0 0
6 0 0 0 0
7 0 0 0 0
8 0 3.030.356 3.030.356 2.507
9 15.402.565 464.694 15.867.258 7.678.496
10 1.991.621 3.089.325 5.080.946 4.848.946
11 9.739.160 2.542.132 12.281.291 6.789.273
12 10.051.306 4.362.127 14.413.433 5.865.420
13 1.486.856 4.251.347 5.738.203 5.736.364
14 9.922.165 270.593 10.192.758 8.471.758
15 0 3.398.958 3.398.958 3.058.958
16 0 0 0 0
17 0 0 0 0
18 0 0 0 0
19 0 1.854.987 1.854.987 0
20 0 0 0 0
n.a. 0 5.878 5.878 5.878
48.593.672 23.270.396 71.864.068 42.452.587
Gesamtkreditobligo gegenüber Kunden per 31.12.2022
Rating Einmalbarkredite Kontokorrent Gesamt Blanko
1 0 0 0 0
2 0 0 0 0
3 0 0 0 0
4 0 0 0 0
5 0 0 0 0
6 0 0 0 0
7 0 3.603.049 3.603.049 3.263.049
8 1.630.778 0 1.630.778 398.922
9 24.563.752 3.912.629 28.476.380 6.442.643
10 0 8.196.298 8.196.298 8.196.298
11 7.259.032 5.073.038 12.332.070 8.099.531
12 25.302.891 4.857.457 30.160.348 5.715.897
13 0 0 0 0
14 9.762.711 129.725 9.892.436 8.594.634
15 0 0 0 0
16 0 0 0 0
17 0 0 0 0
18 0 0 0 0
19 695.565 32.633 728.199 363.199
20 0 0 0 0
keines 0 36.259 36.259 36.259
69.214.730 25.841.088 95.055.818 41.244.077




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
141







Die in der Übersicht berücksichtigten materiellen Sicherheiten umfassen verpfän-
dete Einlagen, Wertpapiere und hypothekarische Sicherheiten (angesetzt mit dem
internen Belehnwert). Darüber hinaus werden mit Kreditnehmern in der Regel
noch weitere nicht materielle Sicherheiten (wie beispielsweise abstrakte Garan-
tien, Bürgschaften, Zessionen, Einverleibungsfähige Pfandbestellungsurkunden,
Rangordnungen, etc.) vereinbart, die in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt
wurden.



IFRS 9 & Wertberichtigungen
Freiwillig gewährte Stundungen sowie Moratorien ändern die vertraglichen Cash-
flows und werden deshalb als vertragliche Modifikation im Sinne des IFRS 9 be-
handelt. Nur wenn sich die Bedingungen wesentlich von den ursprünglichen Be-
dingungen unterscheiden (wie insb. bei Barwertabweichungen > 10% oder weitere
qualitativen Kriterien wie Änderungen des SPPI Kriteriums), müssen die ursprüng-
lichen finanziellen Vermögenswerte ausgebucht und als neues Finanzinstrument
eingebucht werden. Andernfalls erfolgt in diesen llen keine Ausbuchung des
Vermögenswertes. Nach Neuermittlung des Buchwertes auf Basis des ursprüngli-
chen Eektivzinssatzes und des neuen Cash-Flows wird die Dierenz als Modifi-
kationsgewinn /-verlust) erfasst.
Im Wiener Privatbank Konzern wurden im Geschäftsjahr 2023 bei fünf finanziellen
Vermögenswerten freiwillige, nicht Bonitäts-bedingte vertragliche Modifikationen
durchgeführt. Daraus ergibt sich ein Modifikationsergebnis in Höhe von EUR
70.119,17.
r Rückstellungen auf Portfolioebene wird eine Berechnung der allgemeinen Kre-
ditrisikoanpassung angewandt, welche den Anforderungen nach IFRS 9 entspricht.
Stufenzuordnung:
Im Rahmen der Ermittlung der Risikovorsorge sieht IFRS 9 eine Stufenzuordnung
von Finanzinstrumenten in drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden
Verluste bestimmen. Zum Zeitpunkt der Ersterfassung des Finanzinstruments er-
folgt in der Regel die Zuordnung in Stufe 1. Die Risikovorsorge entspricht hier der
Höhe der im folgenden Jahr erwarteten Verluste (12-Monats-Expected Credit
Loss). Erfolgt eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos so erfolgt der Transfer
in die Stufe 2 (Details zur Bestimmung der Signifikanz siehe weiter unten). Hier
entspricht die Höhe der Risikovorsorge der über die gesamte Restlaufzeit des Fi-
nanzinstruments erwarteten Verluste (Lifetime Expected Credit Loss). Ein Rück-
transfer aus der Stufe 2 in die Stufe 1 erfolgt unter der Maßgabe, dass die ur-
sprünglichen Transfer-kriterien zum jeweils folgenden Bewertungsstichtag nicht
mehr gegeben sind. Bei Eintritt eines objektiven Hinweises auf eine Wertminde-
rung („Ausfall“ Details zur Bestimmung eines Ausfalls siehe weiter unten) er-
folgt der Transfer in Stufe 3. Für Engagements in der Stufe 3 werden Risikovorsor-
gen auf individueller Basis mittels DCF-Methode berechnet.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
142




r Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögens-
werte ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente ist eine Risikovorsorge
über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments (Lifetime Expected Credit
Loss) zu bilden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragli-
che Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente sowie für
Leasingforderungen besteht ein Wahlrecht zur Anwendung eines vereinfachten
Ansatzes zur Erfassung einer Risikovorsorge über die gesamte Restlaufzeit. Die
Wiener Privatbank SE weist in der Regel keine Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzie-
rungskomponente aus und hat beschlossen wenn dieser Fall doch eintreten
sollte - dieses Wahlrecht anzuwenden.
Wahlrecht für Finanzinstrumente mit niedrigem Ausfallsrisiko:
Ein Unternehmen kann festlegen, dass das Kreditrisiko eines finanziellen Vermö-
genswertes nicht signifikant gestiegen ist, wenn der Vermögenswert am Ab-
schlussstichtag ein geringes Kreditrisiko („low credit risk“) aufweist. Die Wiener
Privatbank SE hat beschlossen diese Methode nicht anzuwenden.

Signifikanter Anstieg des Kreditrisikos:
r die Bestimmung, ob sich das Kreditrisiko bei einem Finanzinstrument seit dem
erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, berücksichtigt die Wiener Privatbank SE
angemessene und belastbare Informationen, die ohne unangemessenen Kosten-
oder Zeitaufwand verfügbar sind und auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisi-
kos hindeuten.
Eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wird in der Wiener Privatbank SE über
quantitative sowie über qualitative Kriterien festgestellt. Für die quantitative Be-
wertung einer signifikanten Erhöhung erfolgt ein Vergleich der aktuellen Ausfalls-
wahrscheinlichkeit mit der Ausfallswahrscheinlichkeit zur Zeitpunkt des Zugangs
und wird eine numerische Signifikanzschwelle von 50% gesetzt; d.h. erhöht sich
die Ausfallswahrscheinlichkeit bei einem Finanzinstrument um mehr als 50%, er-
folgt aufgrund eines signifikanten Anstiegs des Kreditrisikos eine unmittelbare Zu-
ordnung zur Stufe 2. Unterstützend zu den quantitativen Transferkriterien finden
auch qualitative Kriterien in der Wiener Privatbank SE Anwendung. Als qualitati-
ver Faktor wird, ergänzend zu einer eventuellen Bonitätsveränderung definiert,
dass eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos bei einer Überfälligkeit von 30
Tag e n v o r l i e g t . D a b e i wir d j e d o c h z w i s c h e n b o n i t ä t s i n d u z i e r ten Überfälligk ei ten
und administrativen Fehlern unterschieden bei Letzteren wird der qualitative
Faktor nicht gesetzt.
Die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos erfolgt aufgrund
des geringen Portfolioumfanges auf individueller Basis unter Berücksichtigung der
oben definierten Kriterien.






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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
143




Definition des Ausfallbegris:
Die Bezugsgröße für die Bestimmung einer Wertminderung stellt in der Wiener
Privatbank SE die aufsichtsrechtliche Vorgabe eines Schuldnerausfalls gemäß Art.
178 CRR dar und kommt in dieser Form für alle relevanten Vermögensklassen ein-
heitlich zur Anwendung. Hinweise, ob ein finanzieller Vermögenswert wertgemin-
dert ist, umfassen insbesondere den wesentlichen Zahlungsverzug, die Fälligstel-
lung oder bonitätsbezogene Restrukturierung, die Erfassung einer erheblichen
Kreditrisikoanpassung sowie die Insolvenz oder Überschuldung.

Inputparameter zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste:
Die Inputparameter zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste sind im We-
sentlichen die laufzeitadäquaten Werte:
Probability of Default (PD)
Loss Given Default (LGD)
Exposure at Default (EAD)
Die Herleitung der 12-Monats-PD je Ratingklasse erfolgt über ein Mappingverfah-
ren zu den Ratingklassen der Wiener Privatbank SE. In weiterer Folge wird die Be-
rechnung und Konvertierung von Ein-Jahres Migrationsmatrizen (diese werden
von einem Anbieter der verwendeten Ratingmodelle auf jährlich aktualisierter Ba-
sis zur Verfügung gestellt) in Mehr-Jahres Migrationsmatrizen anhand des Homo-
gene-Zeitdiskrete-Markov-ketten-Verfahrens (HDTMC) mittels Matrixmultiplika-
tion vorgenommen. Im nächsten Schritt werden mittels einfacher linearer Interpo-
lation über eine stetige Funktion zu den diskreten Jahresscheiben des Default Vek-
tors der ganzjährigen Mehr-Jahres Migrationsmatrizen die Ausfallswahrschein-
lichkeiten auf Monatsbasis berechnet. Das Ergebnis daraus sind Through-the-
Cycle (TTC) PD-Kurven auf Monatsbasis, welche die mittlere Entwicklung der PDs
über einen Wirtschaftszyklus beschreiben. Für die weitere Verwendung in IFRS 9
erfolgt eine Transformation dieser TTC PD Kurven auf eine Point-in-Time (PIT) Be-
trachtung, welche vergangene und aktuelle ökonomische Einflussfaktoren sowie
zukunftsgewandte Informationen (Forward-Looking-Information, kurz FLI) berück-
sichtigt. Dazu erfolgt eine Skalierung der TTC PD Kurven anhand eines Experten-
verfahrens. Dabei werden adäquate Makrovariablen identifiziert, welche einen po-
tentiellen Eekt auf die Ausfallsrate im Portfolio haben. Es erfolgt eine Bestim-
mung der Wirkungsrichtung dieser Variablen. Anschließend werden die aktuel-
len/ bzw. prognostizierten Werte der Makrovariablen mit deren historischen
Durchschnitt (z.B. 10 Jahre) verglichen. Auf Basis vordefinierter Signifikanzschwel-
len werden diese Werte eingestuft, um den relativen Einfluss auf die Ausfallsrate
identifizieren zu können. Anhand dieser Schätzer erfolgt eine Anpassung der ers-
ten 36 Monate der TTC-Kurven auf eine Point-in-Time (PIT) Betrachtung:







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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
144





Aufgliederung der FLI-Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven per 31.12.2023
PD Auf- (+) und Abschläge (-)
Makrovariable Gewicht 2024 2025 2026
Entwicklung Wiener Wohnimmobilienpreisindex 10% 5,00% 5,00% 5,00%
Renditedierenz 2- und 10-jähriger Deutscher Bundesanleihen 30% 24,00% 12,00% 24,00%
Entwicklung 12-Monats EURIBOR 20% 18,00% 12,00% 12,00%
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt Euro-Zone 25% 3,00% 0,00% 0,00%
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt USA 15% 0,00% 0,00% 0,00%
Finale Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven 100% 12,05% 6,50% 10,10%
Aufgliederung der FLI-Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven per 31.12.2022
PD Auf- (+) und Abschläge (-)
Makrovariable Gewicht 2024 2025 2026
Entwicklung Wiener Wohnimmobilienpreisindex 10% 0,00% 0,00% 0,00%
Renditedierenz 2- und 10-jähriger Deutscher Bundesanleihen 30% 33,00% 18,00% 18,00%
Entwicklung 12-Monats EURIBOR 20% 66,00% 48,00% 45,00%
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt Euro-Zone 25% 3,00% 0,00% 0,00%
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt USA 15% 3,00% 0,00% 0,00%
Finale Anpassungsfaktoren der PIT PD-Kurven 100% 24,30% 15,00% 14,40%
Im Zuge der jährlichen Aktualisierung erfolgte eine Änderung der PIT PD-Anpas-
sungsfaktoren. Die PIT-PDs erhöhen sich für 2024 um 12,05%, für 2025 um 6,5%
sowie 2026 um 10,10%. In den FLI werden die Auswirkungen aus unsicheren
Markterwartungen in Form eines erhöhten Zinsumfeld (mittels Indikator: 12-Mo-
nats EURIBOR) und eines Anstiegs in den Kreditrisikoprämien (i.e. Credit Spreads
mittels Indikator: Renditedierenz Deutscher Bundesanleihen) berücksichtigt.
Weiters liefern Einschätzungen zu einer verhaltenen Entwicklung auf den Immobi-
lienmärkten einen Beitrag zum PD-Anstieg sowie in geringem Ausmaß eine er-
wartete schwache Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum.
In der aktuellen Berechnung per 12/2023 wurde für den historischen Durchschnitt
des 12M-EURIBOR sowie der Bundesanleiherenditen jeweils eine 10-jährige Zeit-
reihe verwendet. Daber hinaus wird für den Wiener Wohnimmobilienpreisindex
eine 5-jährige Zeitreihe verwendet. Die Auswirkungen des geänderten Makroum-
feldes werden damit aus heutiger Sicht über die definierten Makrovariablen ange-
messen erfasst und führen zu einer entsprechenden Adaption der verwendeten
PD-Kurven.
Mangels verfügbarer empirischer Daten kommt in der Wiener Privatbank kein
Lifetime LGD und somit auch keine FLI-Anpassung zur Anwendung. Stattdessen
wird auf Basis einer Experteneinschätzung („expert judge“) ein über die Zeit kon-
stanter LGD angenommen. Der EAD wird anhand des Bruttobuchwertes unter Be-
rücksichtigung der künftigen vertraglichen Amortisation des jeweiligen finanziel-
len Vermögenswertes approximiert, wobei außerbilanzielle Geschäfte anhand ei-
nes Gewichtungsfaktors (CCF) von 20% miteinbezogen werden. Wiederum er-
folgt mangels empirischer Daten keine FLI-Anpassung des EAD.







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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
145





Auswirkungen von im Geschäftsjahr 2023 vorgenommenen Änderungen auf
den Expected Credit Loss (ECL) je Bilanzposten:
Auswirkungen von rezenten Entwicklungen im Makroumfeld werden über die FLI-
Anpassungsfaktoren erfasst. Durch die aktualisierten FLI-Faktoren ergibt sich eine
Erhöhung der kalibrierten PIT-PDs. Um negative zukünftige Entwicklungen zu anti-
zipieren, werden darüber hinaus Ratingdowngrades von -1 Notch von Einzelenga-
gements unterstellt. Dies soll Auswirkungen aus inhärenten zeitlichen Lags be-
rücksichtigen, da sich die bilanziellen Auswirkungen der rückläufigen Entwicklung
auf den Immobilienmärkten erst mit Verzögerungen zeigen. Die Downgrades füh-
ren zu heren PDs und damit zu einem Anstieg im ECL, betroen ist nur das Seg-
ment der bilanziellen Kundenforderungen. Dieser Management Overlay hat zu ei-
nem Anstieg im erwarteten Kreditverlust zum 31. Dezember 2023 von EUR
315.476 auf insgesamt EUR 378.189 geführt:
Bilanzposten ECL per 31.12.2023 Effekt aus Downgrade Summe ECL
Forderungen an Kreditinstitute 3.497 - 3.497
Forderungen an Kunden 122 - 122
Forderungen an Kunden HTC-AC 251.903 62.713 314.616
Finanzanlagen 59.771 - 59.771
davon FVTOCI 3.154 - 3.154
davon AC 56.617 - 56.617
sonstige Aktiva 183 - 183
Summe 315.476 62.713 378.189
Auswirkungen von im Geschäftsjahr 2022 vorgenommenen Änderungen auf den
Expected Credit Loss (ECL) je Bilanzposten:
Auswirkungen von rezenten Entwicklungen im Makroumfeld werden über die FLI-
Anpassungsfaktoren erfasst. Durch die aktualisierten FLI-Faktoren ergibt sich eine
Erhöhung der PIT-PDs und somit per 31.12.2022 eine signifikante Erhöhung des
ECL. Darüber hinaus erfolgte im Geschäftsjahr 2022 eine Änderung des Mappings
von Scores auf die WPB-interne Ratingskala im Ratingsystem für Immobilienpro-
jekte. Daraus ergeben sich Auswirkungen auf die in der ECL-Berechnung verwen-
deten PDs sowie eine entsprechende Erhöhung des ECL.
ECL per Summe
Bilanzposten 31.12.2022 Effekt aus FLI-Anpassung Effekt aus Remapping Effekte
Forderungen an Kreditinstitute 3.469 498 - 498
Forderungen an Kunden 476.790 91.396 115.463 206.859
Finanzanlagen 58.422 11.282 - 11.282
davon FVTOCI 3.682 644 - 644
davon AC 54.740 10.638 - 10.638
sonstige Aktiva 119 23 - 23
Summe 538.800 103.200 115.463 218.663
Forderungen an Kreditinstitute 3.469 498 - 498
Die Ursache für den FLI-Eekt lag im geänderten Zinsumfeld mit starken Zinsan-
stiegen in 2022 und spiegelt sich in Form einer PD-Erhöhung in allen







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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
146






Bilanzpositionen wider. Vom Remapping sind ausschließlich Kundenforderungen
betroen. Für diese Fälle wurden sowohl die aktuellen Ratings als auch die histori-
schen Ratings umgestellt. Damit entstanden aus dem Remapping keine neuen
Stage 2-lle.
Sensitivitätsanalyse
Zum 31.12.2023 wirken sich Staging-Eekte (Dierenz zwischen 12-Monats-ECL
und Lifetime-ECL der in Stage 2 befindlichen Instrumente) nur in sehr geringem
Umfang auf den ECL aus. Dies zum einen aufgrund des geringen Bestandes an
Stage 2 Vermögenswerten und zum anderen aufgrund der überwiegend kurzen
Restlaufzeit der betroenen Instrumente von weniger als 12 Monaten.
Folgende Sensitivitätsanalyse ermöglicht eine Einschätzung des Ausmaßes der
erwarteten ECL-Änderung infolge eines Stage Transfers in den bestehenden Kre-
dit-, Banken- und Fixed-Income-Portfolios:
Erwartete ECL-Änderung bei Transfer von Stage 1 zu Stage 2 per 31.12.2023
Portfolio ECL-Änderung bei Transfer von 10% des Portfolios
Forderungen an Kunden 5.127
Forderungen an Kreditinstitute 0
Finanzanlagen 229
Erwartete ECL-Änderung bei Transfer von Stage 1 zu Stage 2 per 31.12.2022
Portfolio ECL-Änderung bei Transfer von 10% des Portfolios
Forderungen an Kunden 14.716
Forderungen an Kreditinstitute 0
Finanzanlagen 2.339
Zwischen LGD bzw. PD und ECL besteht jeweils ein annähernd linear proportiona-
ler Zusammenhang. Eine Erhöhung der durchschnittlichen Portfolio LGD oder
Portfolio PD der Stage 1 und Stage 2 zugeordneten Vermögenswerte um 10% führt
folglich jeweils zu einem ECL-Anstieg um rund EUR 37.819 (in 2022: EUR 53.880).





Quantitative Angaben zur Risikovorsorgenänderung
Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der Bruttobuchwerte sowie der kor-
respondierenden Risikovorsorgen in den Gescftsjahren 2022 und 2023 nach
IFRS 9 Ausfallsstufen (Details zur Einordnung in die Stufen 1 bis 3 siehe weiter
oben) aufgeteilt nach Asset-Klassen:





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
147



Forderungen an Kunden:
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Kredite und Forderungen an Kunden Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 92.647.593 1.680.374 3.050.519 0 97.378.486
Aufzinsung 0 0 154.874 0 154.874
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -18.810.787 18.810.787 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 0 0 0 0 0
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 -2.376.162 0 2.376.162 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Ver-
mögenswerte 15.407.841 0 0 0 15.407.841
Rückzahlung -35.670.205 -1.680.359 0 0 -37.350.564
Ausbuchung 0 0 -1.871.591 0 -1.871.591
Summe zum 31.12.2023 51.198.280 18.810.801 3.709.964 0 73.719.045
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Kredite und Forderungen an Kunden Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 467.075 6.723 2.322.291 0 2.796.089
Aufzinsung der Wertberichtigung 0 0 148.898 154.875
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -18.741 18.741 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 0 0 0 0 0
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 --3.207 0 3.207 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge -131.463 53.076 1.146.691 0 1.167.808
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 26.438 0 0 0 26.438
Rückzahlung -102.866 -6.723 0 0 -109.589
Ausbuchung -1.930.941 -1.871.591
Summe zum 31.12.2023 237.236 71.816 1.854.977 0 2.164.030
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Kredite und Forderungen an Kunden Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2022 83.995.385 1.127.610 11.759.108 0 96.882.103
Aufzinsung 0 0 110.227 0 110.227
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -1.680.107 1.680.107 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 226 -226 0 0 0
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 55.373.627 374 0 0 55.374.001
Teilausbuchung 0 0 -8.815.814 0 -8.815.814
Rückzahlung -45.041.537 -1.127.491 -3.001 0 -46.172.029
Summe zum 31.12.2022 92.647.593 1.680.374 3.050.519 0 97.378.486





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
148



Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Kredite und Forderungen an Kunden Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2022 250.721 7.751 10.873.110 0 11.131.582
Aufzinsung der Wertberichtigung 0 0 110.227 110.227
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -691 691 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 0 0 0 0 0
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge 41.445 3.781 154.768 0 199.994
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 292.996 2.252 0 0 295.248
Teilausbuchung 0 0 -8.815.814 0 -8.815.814
Rückzahlung -117.397 -7.751 0 0 -125.147
Summe zum 31.12.2022 467.075 6.723 2.322.291 0 2.796.089
Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich der Bruttobuchwert von ausgefallenen Expo-
sures iHv EUR 3.050.519 per 31.12.2022 auf EUR 3.709.964 per 31.12.2023. Der
wesentliche Anteil der Änderung entfällt auf Migrationen von Performing Loans
iHv EUR 2.482.675 in NPL. Im ECL ist eine entsprechende Änderung der EWB er-
fasst.





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
149



Sonstige AC bewertetet Vermögenswerte:
Bruttobuchwertänderung
Sonstige AC bewertete Vermögenswerte
Bruttobuchwert
Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 98.980.493 645.843 15.000 0 99.641.335
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 143.378.536 0 25.000 0 143.403.536
Rückzahlung -62.071.645 -99.960 0 0 -62.171.604
Abschreibung 0 0 -15.000 -15.000
Summe zum 31.12.2023 180.287.384 545.883 25.000 0 180.858.267
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
– Sonstige AC bewertete Vermögenswerte Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 58.209 119 15.000 0 73.329
Nettoänderung der Risikovorsorge 19.005 63 0 0 19.068
Erwerb neuer finanzieller Vermögenswerte 1.113 0 25.000 0 26.113
Abschreibung -18.212 0 -15.000 0 -33.212
Summe zum 31.12.2023 60.114 183 25.000 0 85.298
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
– Sonstige AC bewertete Vermögenswerte Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2022 173.645.640 666.242 15.000 0 174.326.882
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -660.843 660.843 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 73.511.659 0 0 0 73.511.659
Rückzahlung -147.515.964 -681.242 0 0 -148.197.206
Summe zum 31.12.2022 98.980.493 645.843 15.000 0 99.641.335
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
– Sonstige AC bewertete Vermögenswerte Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2022 36.983 199 15.000 0 52.182
Nettoänderung der Risikovorsorge 34.415 0 0 0 34.415
Erwerb neuer finanzieller Vermögenswerte 2.779 119 0 0 2.898
Rückzahlung -15.968 -199 0 0 -16.167
Summe zum 31.12.2022 58.209 119 15.000 0 73.329





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
150



Zu FVTOCI bewertete Vermögenswerte:
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
zu FVTOCI Vermögenswerte Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 76.827.933 0 0 0 76.827.933
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Erwerb neuer finanzieller Vermögenswerte 8.947.319 0 0 0 8.947.319
Rückzahlung -58.619.689 0 0 0 -58.619.689
Ausbuchung 0 0 0 0 0
Nettomarktwertänderungen -64 0 0 0 -64
Summe zum 31.12.2023 30.123.178 0 0 0 30.123.178
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
zu FVTOCI Vermögenswerte Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 3.682 0 0 0 3.682
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge -397 0 0 0 -397
Erwerb neuer finanzieller Vermögenswerte 500 0 0 0 500
Rückzahlung -631 0 0 0 -631
Summe zum 31.12.2023 3.154 0 0 0 3.154
Stand per 01.01.2023 3.682 0 0 0 3.682
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
zu FVTOCI Vermögenswerte Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2022 39.404.201 0 42.200 0 39.446.401
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Erwerb neuer finanzieller Vermögenswerte 73.221.173 0 0 0 73.221.173
Rückzahlung -35.650.304 0 0 0 -35.650.304
Ausbuchung 0 0 -42.200 -42.200
Nettomarktwertänderungen -147.136 0 0 0 -147.136
Summe zum 31.12.2022 76.827.933 0 0 0 76.827.933
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
zu FVTOCI Vermögenswerte Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2022 3.476 0 0 0 3.476
Transfer von Stage 1/2 zu Stage 3 0 0 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge -1.220 0 0 0 -1.220
Erwerb neuer finanzieller Vermögenswerte 3.121 0 0 0 3.121
Rückzahlung -1.695 0 0 0 1.695
Summe zum 31.12.2022 3.682 0 0 0 3.682





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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
151




Garantien und Bürgschaften:
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Garantien und Bürgschaften Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 4.654.501 20.000 0 0 4.674.501
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -95.000 95.000 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 10.000 -10.000 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 20.000 0 0 0 4.000
Rückzahlung -331.011 -10.000 0 0 -341.011
Summe zum 31.12.2023 4.258.490 95.000 0 0 4.353.490
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Garantien und Bürgschaften Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2023 804 48 0 0 852
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 -6 6 0 0 0
Transfer von Stage 2 zu Stage 1 48 -48 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge -736 25 0 0 -711
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 1 0 0 0 1
Rückzahlung -19 0 0 0 -19
Summe zum 31.12.2023 91 31 0 0 122
Bruttobuchwertänderung Bruttobuchwert
Garantien und Bürgschaften Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2022 6.700.944 27.500 0 0 6.728.444
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 0 0 0 0 0
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 200.000 0 0 0 200.000
Rückzahlung -2.246.443 -7.500 0 0 -2.253.943
Summe zum 31.12.2022 4.654.501 20.000 0 0 4.674.501
Risikovorsorgenänderung Risikovorsorge
Garantien und Bürgschaften Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
Stand per 01.01.2022 2.250 55 0 0 2.306
Transfer von Stage 1 zu Stage 2 0 0 0 0 0
Nettoänderung der Risikovorsorge -1.435 -7 0 0 -1.442
Ausreichung neuer finanzieller Vermögenswerte 26 0 0 0 26
Rückzahlung -37 0 0 0 -37
Summe zum 31.12.2022 804 48 0 0 852


Bonitätsrisiko
Das Bonitätsrisiko manifestiert sich in einer Verschlechterung der Bonität und de-
finiert sich als Gefahr der Verringerung der Zahlungsfähigkeit von Kunden bzw.
des Marktwertes eines Finanzinstrumentes. Für große Teile der Forderungen auf
der Aktivseite wie das gesamte Kreditportfolio sowie sämtliche Fremdkaptalin-
strumente des Bankbuches stellt das Bonitätsrisiko einen Risikofaktor dar und
wird daher auch in der Berechnung der allgemeinen Kreditrisikoanpassung nach
IFRS 9 berücksichtigt.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
152


Migrationen bestehender Kreditnehmer in schlechtere Ratingstufen erfolgten im
Geschäftsjahr 2023 in leicht ansteigendem Ausmaß, sind bei Andauern des
Hochzinsumfeldes bei gleichzeitiger Verschlechterung der Unternehmensbilanzen
jedoch zunehmend zu erwarten, derzeit aufgrund der bestehenden volkswirt-
schaftlichen Unsicherheiten in Verbindung mit den vorherrschenden militärischen
Konflikten aber nicht hinreichend genau bestimmbar.
Wesentliche Wertschwankungen nicht ausgefallener Instrumente resultierend aus
dem Bonitätsrisiko sind im Geschäftsjahr daher nicht aufgetreten.
Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko zeigt sich über Dividendenausfälle, (Teil-)Wertabschrei-
bungen, Veräußerungsverluste oder Verminderungen der stillen Reserven sowie
über Haftungsrisiken und/ oder Verlustübernahmen. Darüber hinaus können in
Beteiligungen Liquiditätserfordernisse, die zu einem Finanzierungsbedarf führen,
erwachsen.
Die Risiken in Beteiligungen werden mittels laufender Abweichungsanalysen und
quartalsweiser Managementgesprächen mit den Geschäftsführern der Gesell-
schaften beobachtet, um bei allfälligen Abweichungen zeitgerecht Maßnahmen
zur Gegensteuerung einleiten zu können. Weiters werden die Risiken in Beteiligun-
gen im Rahmen der laufenden Kreditüberwachung und im Rahmen der Gesamt-
bankrisikosteuerung mitberücksichtigt.
Wesentliche Wertschwankungen resultierend aus dem Beteiligungsrisiko sind im
Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
Immobilienrisiko und Konzentrationsrisiko
Der Konzern hat langjährige und umfassende Erfahrung im Immobiliengeschäft.
Deshalb liegen der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Konzerns und auch die
strategische Ausrichtung auf Transaktionen mit „Nähe“ zum Thema „Immobilien“,
wie die Führung von Hypothekarkrediten, Umsetzung und Finanzierung von Im-
mobilienprojekten, Beteiligungen an Immobilienprojektgesellschaften, Erbringung
von Immobiliendienstleistungen und die Entwicklung und der Vertrieb von „immo-
biliennahen Veranlagungsprodukten“ wie zum Beispiel Vorsorgewohnungen oder
Immobilienanleihen. Damit geht die Wiener Privatbank SE bewusst ein Klumpenri-
siko ein, welches bei der ICAAP-Berechnung (Gesamtbankrisikosteuerung) eigen-
ständig quantifiziert und limitiert wird. Um diesem Risiko angemessen Rechnung
zu tragen, wurden ein standardisiertes Immobilienprojektrating sowie ein Beteili-
gungs-controlling implementiert.!
Es ist geplant, in den kommenden Geschäftsjahren weiterhin das bestehende um-
fassende Know-How im Immobiliengeschäft für Ertragschancen in den oben ge-
nannten Geschäftsbereichen zu nutzen.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
153


Operationelles Risiko (inkl. Rechtsrisiko)
Zu den operationellen Risiken zählen gem. CRR Artikel 4 Nr. 52 jene Verluste, die
durch menschliches Versagen, fehlerhafter interner Prozesse, Technologieversa-
gen, Katastrophen oder durch externe Ereignisse entstehen. Rechtsrisiken sind in
diesem Definitionsumfang explizit mitumfasst.
Im Zuge des bankinternen Prozesses zur Sicherstellung der Kapitaladäquanz (I-
CAAP) wurden die operationellen Risiken mittels Basisindikatoransatzes berück-
sichtigt. Die im Risikohandbuch geregelte, tourliche Evaluierung der operationellen
Risiken sowie deren Bewertung und die Sensibilisierung der Mitarbeiter finden im
„Workshop Risikoanalyse statt. Liegt die Bewertung einzelner Risiken über der
definierten Risikotoleranzschwelle, werden Risiko-reduzierende Mnahmen defi-
niert und umgesetzt.
Zur Risikobegrenzung der operationellen Risiken des Konzerns werden folgende
Maßnahmen gesetzt:
Entwicklung und Überarbeitung der Arbeitsrichtlinien/Arbeitsanweisun-
gen/sonstigen Dokumenten
hrung einer Verlustdatenbank
Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter
Weiterentwicklung des IKS
Kontrollstruktur und Risiko-Kontrollmatrizen zur Dokumentation der Kon-
trollstruktur
IKS-Berichterstattung
Monitoring der laufenden Projekte
Strategieworkshops
Whistle Blowing Prozess
Systematische Erfassung und Analyse von Kundenbeschwerden und von Ge-
richtsverfahren
Durchführung von Risikoanalysen
Bankinterner Workshop zur Bewertung operationeller Risiken, Nachhaltig-
keits- und Reputationsrisiken
Um operationelle Risiken besser steuern zu können, wird eine Verlustdatenbank
geführt, in der Schadensfälle ab EUR 100,00 vom Risikomanagement aufgelistet
und dokumentiert werden. Alle Kundenbeschwerden werden ebenfalls zentral ge-
sammelt und zeitnah behandelt.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
154


Das operationelle Risiko der Wiener Privatbank SE wurde wie folgt berechnet:
Betriebsertrag 2021 2 EUR 17.727.447
Betriebsertrag 2022 3 EUR 16.672.526
Betriebsertrag 2023 4 EUR 19.404.514
durchschnittlicher Betriebsertrag in Höhe von EUR 17.934.829
davon 15% ergibt das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko von EUR
2.690.224 (per 31.12.2022 EUR 2.465.865).
Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen neuen operationellen Risiken
identifiziert, noch haben sich derartige Risiken materialisiert. Es wurden operative
Vorkehrungen im Sinne eines eektiven Notfallplanes getroen, sodass die Wie-
ner Privatbank SE für diverse Szenarien organisatorisch und technisch ausreichend
vorbereitet ist.
Geschäftsrisiko
Das Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko umfasst Schwankungen im Ertragsprofil, welche
sich aus reduzierten laufenden Einnahmen ergeben und dadurch das erwartete
Niveau an Profitabilität zum Beispiel aufgrund einer nicht adäquaten Diversifizie-
rung der Ertragsstrukturen oder einer Veränderung der eigenen Marktposition
bzw. der Marktstruktur nicht erreicht werden kann und deckt damit auch negative
Eekte aus dem makroökonomischen Umfeld ab.
Es erfolgt ein laufendes Monitoring der Geschäftsentwicklung anhand von stan-
dardisierten Berichtsvorlagen und -linien. Die Quantifizierung des Ertrags- bzw.
Geschäftsrisikos in der Gesamtbankrisikosteuerung erfolgt über einen histori-
schen Value at Risk (VaR) Ansatz.
2 gem. CRR Art. 316 Abs 1 lit. b sublit. ii dürfen außerordentliche oder unregelmäßige Erträge aus dem
Indikator herausgerechnet werden. Das Betriebsergebnis laut G&V beträgt rund EUR 21,1 Mio. - ab-
züglich ao. Erträge von rund EUR 3,4 Mio. ergibt das einen anzusetzenden Betriebsertrag in Höhe
von EUR 17,7 Mio.
3 gem. CRR Art. 316 Abs 1 lit. b sublit. ii dürfen außerordentliche oder unregelmäßige Erträge aus dem
Indikator herausgerechnet werden. Das Betriebsergebnis laut G&V beträgt rund EUR 19,1 Mio. - ab-
züglich ao. Erträge von rund EUR 2,4 Mio. ergibt das einen anzusetzenden Betriebsertrag in Höhe
von EUR 16,7 Mio.
4 gem. CRR Art. 316 Abs 1 lit. b sublit. ii dürfen außerordentliche oder unregelmäßige Erträge aus dem
Indikator herausgerechnet werden. Das Betriebsergebnis laut G&V beträgt rund EUR 20,1 Mio. - ab-
züglich ao. Erträge von rund EUR 0,7 Mio. ergibt das einen anzusetzenden Betriebsertrag in Höhe
von EUR 19,4 Mio.




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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
155


Reputationsrisiko
Das Geschäftsmodell einer Privatbank basiert auf dem Vertrauen ihrer Kunden
und dem Ansehen in der Öentlichkeit. Die Reputation der Bank ist daher von ho-
her Bedeutung für den künftigen Geschäftserfolg. Das Reputationsrisiko wird defi-
niert als die Gefahr eines potenziellen Schadens für die Marke und Reputation bei
gleichzeitiger negativer Auswirkung auf die Erträge, das Kapital oder die Liquidität.
Die Identifikation und Beurteilung von Reputationsrisiken erfolgt regelmäßig im
Zuge von qualitativen Risikoinventuren. Infolgedessen werden für Risiken, die über
der definierten Risikotoleranzschwelle liegen, Risiko-reduzierende Mnahmen
umgesetzt.



IX. Angaben über Organe
Im Geschäftsjahr und bis zur Erstellung des Konzernabschlusses waren folgende
Personen als Vorstände tig:
Mag. Christoph Raninger, PhD
Eduard Berger
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr aus folgenden Personen zusammen:
Dr. Gottwald Kranebitter (Vorsitzender)
Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-Stellvertreter)
Günter Kerbler
Heinz Meidlinger
Wolfgang Zehenter

Wien, am 05. April 2024
MAG.
CHRISTOPH EDUARD
RANINGER, PhD BERGER ! !
VORSITZENDER DES VORSTANDES MITGLIED DES VORSTANDES

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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
156
BESTÄTIGUNGSVERMERK

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Konzernabschluss
Anhang zum Konzernabschluss
157

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158
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
Wiener Privatbank SE,
Wien,
und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz
zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, des Konzern-
Cash-Flow-Statement und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen
Vorschrif ten und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und
Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage und der
Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS),
wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des
§ 245a UGB sowie § 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung
Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verant-
wortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt
"Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere
sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Wir sind der Auassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise
bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach
unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des
Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei

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Bestätigungsvermerk
159
der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein
gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden werden in der Konzernbilanz nach Abzug der
Risikovorsorgen mit einem Betrag in Höhe von TEUR 71.555 ausgewiesen.
Der Vorstand beschreibt den Prozess zur Überwachung des Kreditrisikos und die
Vorgehensweise r die Ermittlung der Risikovorsorgen in Kapitel
"III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie in Kapitel
"VIII. Risikobericht" im Konzernanhang.
Der Konzern überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle
vorliegen und somit Einzelwertberichtigungen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch
die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller
Höhe leisten können.
Die Berechnung der Wertberichtigung für ausgefallene Forderungen an Kunden
basiert auf einer Analyse der erwarteten und szenariogewichteten, zukünftigen
Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und
Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie
der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse
abhängig.
Bei allen anderen Forderungen an Kunden wird für den erwarteten Kreditverlust
("expected credit loss", "ECL") eine Portfoliowertberichtigung gebildet. Dabei wird
grundsätzlich der 12 Monats-ECL (Stufe 1) verwendet. Bei einer signifikanten
Erhöhung des Kreditrisikos (Stufe 2) wird der ECL auf Basis der Gesamtlaufzeit
berechnet. Bei der Ermittlung des ECL sind Schätzungen und Annahmen
erforderlich. Diese umfassen ratingbasierte Ausfallswahrscheinlichkeiten und
Verlustquoten, die gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen.
Zur Berücksichtigung des aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfelds, welches
insbesondere durch die erhöhten Immobilienrisiken und durch das gestiegene
Zinsniveau geprägt ist, hat die Bank für ausgewählte Kreditnehmer eine
individuelle Anpassung der Ausfallswahrscheinlichkeiten durchgeführt, die zu
einer Erhöhung der Wertberichtigung ("Management Overlay") geführt hat.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Ermittlung der
Risikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen
basiert, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten in Bezug
auf die Höhe der Wertberichtigungen ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir folgende
wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:

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Bestätigungsvermerk
160
Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Überwachung
und Risikovorsorgebildung von Kreditforderungen analysiert und kritisch
hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, Ausfälle zu identifizieren und
die Wertberichtigungen für Forderungen an Kunden in angemessener Höhe
zu ermitteln. Dabei haben wir die relevanten Schlüsselkontrollen erhoben
deren Ausgestaltung und Implementierung beurteilt.
Wir haben auf Basis einer Stichprobe von Forderungen an Kunden aus
unterschiedlichen Port-folien untersucht, ob Indikatoren für Ausfälle
bestehen. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte zufallsorientiert.
Bei Ausfällen von wesentlichen Krediten wurden die von der Bank
getroenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit und Konsistenz von
Zeitpunkt und Höhe der angenommenen ckflüsse untersucht.
Bei allen anderen Forderungen an Kunden haben wir unter Berücksichtigung
interner Validierungen die Modelle und deren mathematische
Funktionsweisen sowie die darin verwendeten Parameter dahingehend
überprüft, ob diese geeignet sind, Wertberichtigungen in angemessener
Höhe zu ermitteln. Zusätzlich wurden die Auswahl und Bemessung von
zukunftsgerichteten Schätzungen analysiert und deren Berücksichtigung im
Rahmen der Parameterschätzung beurteilt.
Die rechnerische Richtigkeit der Wertberichtigungen haben wir in
Stichproben überprüft.
Bei den Prüfungshandlungen zu den Portfoliowertberichtigungen haben wir
unsere Finanzmathematiker als Spezialisten eingebunden
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht,
ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den
Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem
Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese
sonstigen Informationen, und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die
Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden
sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstim-
migkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlang-
ten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Verantwort lichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Konzernabschlusses und dar, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie
sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a
UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter

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Bestätigungsvermerk
161
verantwortlich r die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die
Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür
verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie
dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen,
entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen
oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des
Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwort lichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernab-
schlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der
Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung,
falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus
dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses
getroenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die
Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im
Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen
sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass
aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da
dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte

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Bestätigungsvermerk
162
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem r die Abschlussprüfung relevanten
internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der
Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der
Rechnungslegung und damit zusammenngende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung
des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der
Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten
besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die
Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind
wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen
Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der
Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse
in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den
Finanzinformationen der Einheiten oder Gescftstigkeiten innerhalb des
Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind
verantwortlich r die Anleitung, Überwachung und Durchführung der
Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung r unser
Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den
geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der
Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die
wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die
relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit
eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern
einschlägig damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

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Bestätigungsvermerk
163
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungs-
ausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeut-
samsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren
und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschrei-
ben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Ge-
setze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öentliche Angabe des
Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein
Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte,
weil vernftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer sol-
chen Mitteilung deren Vorteile für das öentliche Interesse übersteigen wür-
den.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem
Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur
Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden
rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB
zutre enden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen
Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein
Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im
Konzernlagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. Juli 2022 als Abschlussprüfer ge-
wählt und am 18. Juli 2022 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Ge-
sellschaft für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr beauftragt.

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Bestätigungsvermerk
164
Am 5. Juni 2023 wurden wir für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäfts-
jahr gewählt und am 3. Juli 2023 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung be-
auftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 30. September
2006 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erkren, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernab-
schluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11
der AP-VO in Einklang steht.
Wir erkren, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1
der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprü-
fung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

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Bestätigungsvermerk
165
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr
Mag. Christian Grinschgl.
Wien
05. April 2024
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftspfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian Grinschgl
Wirtschaftspfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fas-
sung gültig. Die Veröentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit
unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfol-
gen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschspra-
chigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abwei-
chende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

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Bestätigungsvermerk
166
ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN
VERTRETER
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167
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter
168
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169
Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
Die unterzeichnenden Mitglieder des Vorstandes bestätigen gemäß § 124 Abs. 1 Z
3 BörseG 2018 als gesetzliche Vertreter der Wiener Privatbank SE nach bestem
Wissen,
a) dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards
aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermö-
gens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
b) dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergeb-
nis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und
dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewisshei-
ten, denen der Konzern ausgesetzt ist, beschreibt.
Wien, am 05. April 2024
MAG.
CHRISTOPH EDUARD
RANINGER, PhD BERGER ! !
VORSITZENDER DES VORSTANDES MITGLIED DES VORSTANDES
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter
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BERICHT DES AUFSICHTSRATS
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171
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172
Bericht des
Aufsichtsrats
Einleitung
Die globale Wirtschaftsentwicklung des Jahres 2023 war von den zu Beginn des
Jahres nach wie vor hohen Inflationszahlen sowie den Maßnahmen der Notenban-
ken gepgt. Zudem standen die Spannungen Chinas mit dem Westen sowie die
Kriegshandlungen in der Ukraine und im Gazastreifen im internationalen Fokus.
Die Wiener Privatbank SE konnte in diesem Marktumfeld vom gestiegenen Zinsni-
veau profitieren. Der Nettozinsertrag ist im Vergleich zur Vorjahresperiode von
EUR 6,58 Mio. auf 11,20 Mio. gestiegen. Dagegen sank das Nettoprovisionsergeb-
nis im Jahresvergleich von EUR 7,73 Mio. auf EUR 6,87 Mio., was vor allem auf den
zurückhaltenden Wertpapierhandel im Privatkundenbereich zurückzuführen ist.
Auf Basis erhöhter Risikovorsorgen und nahezu unveränderter Verwaltungsauf-
wendungen wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Gescftstätigkeit (EGT) von
EUR 2,80 Mio. erzielt (gegenüber EUR 2,93 EUR Mio. in 2022).
Personalia
Da die Funktionsperioden von Herrn Dr. Gottwald Kranebitter, Herrn Mag. Johann
Kowar, Herrn Heinz Meidlinger und Herrn nter Kerbler mit Ende der 39. or-
dentlichen Hauptversammlung am 05.06.2023 ausgelaufen wären, kam es in der
39. ordentlichen Hauptversammlung zu Wahlen in den Aufsichtsrat, wobei die vier
genannten Mitglieder auf diechstzulässige Dauer wiederbestellt wurden. Zuvor
hatte der Vergütungs- und Nominierungsausschuss der Gesellschaft in seiner or-
dentlichen Sitzung am 26.04.2023 die Wiederbestellung der vier genannten Mit-
lieder in den Aufsichtsrat vorbereitet und geprüft.
In der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 08.06.2022 wurde Herr Wolf-
gang Zehenter bereits als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt. Durch die vier
Wiederbestellungen sowie die Neubestellung wurde die Anzahl der Mitglieder des
Aufsichtsrats der Gesellschaft innerhalb der satzungsmäßigen Grenzen wieder
auf fünf erhöht.
Davon abgesehen kam es im Geschäftsjahr 2023 zu keinen personellen Verände-
rungen im Vorstand und Aufsichtsrat der Wiener Privatbank SE.
!
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Bericht des Aufsichtsrats
173
t i g ke i t i m G e s c h ä ft s j a h r 2 0 2 3
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2023 sieben Sitzungen ab. Außerdem be-
riet sich der Vorstand der Wiener Privatbank SE mit dem Aufsichtsrat und seinen
Ausschüssen bei Bedarf durch Telefonkonferenzen außerhalb von Sitzungen regel-
mäßig und ausführlich.
Eingeflossen in die Tätigkeiten des Aufsichtsrates sind weiters auch die Ergebnisse
und wesentlichen Inhalte der folgenden Ausschüsse:
ad Prüfungs- und Risikoausschuss:
Die Aufgaben des Prüfungs- und Risikoausschusses der Wiener Privatbank SE
sind in zwei Bereiche aufgeteilt: Werden Themen der Rechnungslegung bzw. des
Internen Kontrollsystems (IKS) behandelt, wird der Prüfungs- und Risikoausschuss
funktionell als Prüfungsausschuss tätig. Stehen Themen der Risikobereitschaft
bzw. strategie zur Diskussion und Beschlussfassung an, wird der Prüfungs- und
Risikoausschuss funktionell als Risikoausschuss tätig. Dazu im Einzelnen:
Der Prüfungs- und Risikoausschuss ist gemäß § 63a Abs. 4 BWG als „Prüfungs-
ausschuss“ für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die Er-
teilung von Empfehlungen oder Vorschlägen zur Gewährleistung seiner Zuverläs-
sigkeit, für die Überwachung der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des
Internen Revisionssystems sowie des Risikomanagementsystems der Gesellschaft
verantwortlich. Die Überwachung der Abschlusspfung und der Konzernab-
schlussprüfung (unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Schlussfolgerungen in
Berichten, die von der Abschlussprüferaufsichtsbehörde nach § 4 Abs. 2 Z 12 A-
PAG veröentlicht werden), die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit
des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf
die für die Wiener Privatbank SE erbrachten zusätzlichen Leistungen, geren
ebenso zu seinen Tätigkeiten. Ferner hat der Prüfungsausschuss über das Ergebnis
der Abschlussprüfung an den Aufsichtsrat zu berichten und darzulegen, wie die
Abschlussprüfung zur Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung beigetragen hat
und welche Rolle der Prüfungsausschuss dabei eingenommen hat.
Weiters obliegt ihm die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresab-
schlusses, des Lageberichtes, des konsolidierten Corporate Governance Berichtes,
des Vorschlages für die Gewinnverteilung für das jeweilige Geschäftsjahr und die
Prüfung des Konzernabschlusses und des -lageberichtes sowie die Erstattung des
Berichtes über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat. Dazu zählt auch die
Durchführung des Verfahrens zur Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernab-
schlussprüfers) unter Bedachtnahme auf die Angemessenheit des Honorars sowie
die Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers.
Der Prüfungsausschuss ist ebenso verantwortlich für die Genehmigung von Nicht-
prüfungsleistungen (gemäß der Verordnung (EU) Nr. 537/2014) durch den Ab-
schlussprüfer unter Bedachtnahme auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers
und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen.
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Bericht des Aufsichtsrats
174
Die Interne Revision hat ordnungsgemäß über die Prüfungsgebiete und die we-
sentlichen Prüfungsfeststellungen quartalsweise dem Prüfungsausschuss Bericht
erstattet.
Ebenfalls ist der Prüfungs- und Risikoausschuss gemäß § 39d BWG als „Risiko-
ausschuss“ verantwortlich für die Beratung der Geschäftsleitung hinsichtlich der
aktuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und Risikostrategie der Wiener Pri-
vatbank SE, die Überwachung der Umsetzung dieser Risikostrategie im Zusam-
menhang mit der Steuerung, Überwachung und Begrenzung von Risiken (Risiko-
sorgfaltspflichten), der Eigenmittelausstattung und der Liquidität. Weiters obliegt
ihm die Überprüfung, ob die Preisgestaltung der von der Wiener Privatbank SE an-
gebotenen Dienstleistungen und Produkte das Geschäftsmodell und die Risi-
kostrategie der Wiener Privatbank SE angemessen berücksichtigt. Des Weiteren
überprüft der Risikoausschuss, ob bei den vom internen Vergütungssystem ange-
botenen Anreizen das Risiko, das Kapital, die Liquidität und die Wahrscheinlichkeit
und der Zeitpunkt von realisierten Gewinnen berücksichtigt werden.
Der Leiter der Risikomanagementabteilung hat an allen Sitzungen des Risikoaus-
schusses im Geschäftsjahr 2023 teilgenommen und über Risikoarten und die Risi-
kolage der Wiener Privatbank SE berichtet. Er hat dabei insbesondere über das Ri-
sikobild der Bank und Entwicklungsszenarien berichtet.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss hat (zumeist unter Anwesenheit des Bankprü-
fers der Gesellschaft) im Geschäftsjahr 2023 viermal sowie zu einer konstituie-
renden Sitzung getagt.
Ad BWG Ausschuss und Ausschussr dringliche Angelegenheiten:
Der BWG-Ausschuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten hielt im
Geschäftsjahr 2023 acht Sitzungen ab und hatte insbesondere über Geschäfte ge-
mäß § 80 AktG und § 28 BWG (Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen, Organgeschäfte) sowie über Darlehen, Kredite oder sonstige Veranla-
gungen im Sinne des § 28b BWG (Großkredite) zu entscheiden. Dem BWG-Aus-
schuss und Ausschuss für dringliche Angelegenheiten obliegt ferner die Genehmi-
gung von etwaigen weiteren Geschäften und Maßnahmen, für welche das Gesetz
oder die Satzung eine Zustimmung des Aufsichtsrates vorsieht, sofern nicht die
Zuständigkeit eines anderen Ausschusses normiert ist.
Des Weiteren ist er für den Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des Auf-
sichtsrates zuständig, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichts-
rat gegeber der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen zu einer Leistung
gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten. Dies gilt auch für Verträge
mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftli-
ches Interesse hat.
Ad Vergütungs- und Nominierungsausschuss:
Der Vergüt ungs- und Nominierungsausschuss
ist einerseits für Vergütungsthe-
men und andererseits für Nominierungsthemen zuständig.
Der Vergüt ungsauss chuss ist gemäß § 39c Abs. 2 BWG für die Vorbereitung von
Beschlüssen zum Thema Vergütung, einschließlich solcher, die sich auf Risiko und
Risikomanagement auswirken, verantwortlich. Er ist ebenso für die Überwachung
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Bericht des Aufsichtsrats
175
der Vergütungspolitik, der Vergütungspraktiken und der vergütungsbezogenen
Anreizstrukturen, insbesondere unter Berücksichtigung von Risiken, der Eigenmit-
telausstattung, der Liquidität und der langfristigen wirtschaftlichen Interessen
(Aktionäre, Investoren, Mitarbeiter sowie die Volkswirtschaft) zuständig. Ebenso
ist dieser mit der Beschlussfassung über die Bonifikation der Vorstände und der
leitenden Angestellten betraut.
Unter die Aufgaben des Nominierungsausschusses gem. § 29 BWG fallen insbe-
sondere die Vorbereitung der Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder
und der Aufsichtsratsmitglieder. Weiters obliegen ihm der Abschluss der Anstel-
lungsverträge der Vorstandsmitglieder sowie deren Geschäftsverteilung. Er ist
ebenso für die Ermittlung von Bewerbern für die Besetzung freiwerdender Stellen
im Vorstand zuständig. Dafür hat der Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat
entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Des Weiteren hat der Nominierungs-
ausschuss den Aufsichtsrat bei der Erstellung von Vorschlägen an die Hauptver-
sammlung für die Besetzung der freiwerdenden Stellen im Aufsichtsrat zu unter-
stützen.
Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen seiner Aufgaben die Ausgewogen-
heit und Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung der Or-
gane im Hinblick auf Bewerbungen zu berücksichtigen, eine Aufgabenbeschrei-
bung mit Bewerberprofil zu erstellen und den mit der Aufgabe verbundenen Zeit-
aufwand anzugeben. Auch ist er für die Festlegung und Entwicklung zur Errei-
chung einer Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht im Vorstand und im
Aufsichtsrat verantwortlich.
Der Nominierungsausschuss ist ferner für die Befreiung der Vorstandsmitglieder
vom Wettbewerbsverbot gemäß § 79 AktG zusndig. Er hat weiters darauf zu
achten, dass die Entscheidungsfindung in den Organen nicht durch eine einzelne
Person oder kleine Gruppen dominiert wird. Er hat im Bedarfsfall neue Beurteilun-
gen des Vorstandes und des Aufsichtsrates anzuzeigen und eine Bewertung der
Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung des Vorstandes und des Auf-
sichtsrates durchzuführen und dem Aufsichtsrat nötigenfalls Änderungsvor-
schläge zu unterbreiten.
Der Nominierungsausschuss hat ferner eine regelmäßige Re-Evaluierung der Or-
gane durchzuführen. Weiters überprüft er den Kurs des Vorstandes bei der Aus-
wahl desheren Managements und unterstützt den Aufsichtsrat bei der Erstel-
lung von Empfehlungen an den Vorstand. Der Vergütungs- und Nominierungsaus-
schuss hat im Geschäftsjahr 2023 viermal sowie zu einer konstituierenden Sitzung
getagt.
Graphics
Bericht des Aufsichtsrats
176
Konsolidierter Corporate Governance Bericht gemäß §
243c UGB Österreichischer Corporate Governance
Kodex
Die Wiener Privatbank SE bekannte sich auch im Geschäftsjahr 2023 zum Öster-
reichischen Corporate Governance Kodex und betrachtet den Kodex als Regelwerk
für verantwortungsvolle Unternehmensführung, das ein hohes Maß an Transpa-
renz gegenüber ihren Aktioren gewährleistet.
Jahresabschluss 2023
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 und
der Lagebericht der Wiener Privatbank SE sowie der Konzernabschluss und Kon-
zernlagebericht für das Gescftsjahr 2023 wurden durch die KPMG Austria
GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft. Die Prü-
fung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen
ergeben. Der Abschlussprüfer hat daher bestätigt, dass der Jahresabschluss der
Wiener Privatbank SE den gesetzlichen Vorschriften entspricht und vermittelt ein
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023
sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Ge-
schäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und
bankrechtlichen Vorschriften.
Weiters wurde der vom Vorstand in Anwendung von § 245a UGB und § 59a BWG
nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden,
vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen, Interna-
tional Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind,
aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Wiener Privatbank
SE für das Geschäftsjahr 2023 von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprü-
fungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen.
Die Prüfberichte des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers wurden
dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Prüfungs- und Risikoausschuss hat den Jahresab-
schluss 2023 samt Lagebericht einschließlich des Vorschlages für die Gewinnver-
wendung und des konsolidierten Corporate Governance Berichtes und den Kon-
zernabschluss 2023 samt dem Konzernlagebericht geprüft und die Feststellung
des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat vorbereitet. Der Prüfungs- und Risi-
koausschuss (funktionell als Prüfungsausschuss) des Aufsichtsrats ist sich seiner
Verpflichtung, einen Bericht gemäß § 92 AktG zu verfassen, bewusst und hat sich
mit dieser Berichterstattungspflicht auseinandergesetzt. Von einer Berichterstat-
tung an den Aufsichtsrat wurde jedoch wegen der Personengleichheit Abstand
genommen.
Der Aufsichtsrat hat alle Unterlagen geprüft und hat sich in seiner Sitzung vom 24.
April 2024 mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss 2023 einverstan-
den erklärt und den Jahresabschluss 2023 gebilligt, der damit festgestellt ist. Der
Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an.
Graphics
Bericht des Aufsichtsrats
177
Da der bisherige Bankprüfer der Wiener Privatbank SE, die KPMG Austria GmbH
Wirtschaftspfungs- und Steuerberatungsgesellschaft die höchstzulässige Lauf-
zeit für Prüfungsmandate erreichte, hat der Prüfungs- und Risikoausschuss im Ge-
schäftsjahr 2023 ein Auswahlverfahren für die Bestellung eines neuen Abschluss-
prüfers (Bankprüfers) initiiert. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom
24.04.2024 beschlossen, die BDO Aussurance GmbH Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungsgesellschaft und die PwC Österreich GmbH Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft zur Wahl in der 40. Ordentlichen Hauptversammlung am 11.06.2024
vorzuschlagen.
Wien, am 24. April 2024
r den Aufsichtsrat
Der Vorsitzende
Dr. Gottwald Kranebitter
Graphics
Bericht des Aufsichtsrats
178
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Jahresabschluss der
Wiener Privatbank SE
für das Geschäftsjahr
vom 1. nner bis zum
31. Dezember 2023
Graphics
Bericht des Aufsichtsrats
179
Graphics
Bericht des Aufsichtsrats
180
JAHRESABSCHLUSS
LAGEBERICHT FÜR DAS
GESCHÄFTSJAHR 2023
Graphics
181
Graphics
182
JAHRESABSCHLUSS
Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftliches Umfeld
Die globale Wirtschaftsentwicklung des Jahres 2023 war von den zu Beginn des
Jahres nach wie vor hohen Inflationszahlen sowie den Maßnahmen der Notenban-
ken gepgt. Zudem standen die Wiedenung Chinas nach den Covid Lock-
downs, die Spannungen Chinas mit dem Westen sowie die Kriegshandlungen in
der Ukraine und im Gazastreifen im internationalen Fokus. Während die europäi-
sche Zentralbank (EZB) ihren Leitzins im Jahresverlauf sukzessive von 2,50% auf
4,50% (Einlagenzins: 2,00-4,50%) erhöhte, hob die Federal Reserve (FED) ihr
Leitzinsband von 4,25-4,50% zu Jahresbeginn auf 5,25-5,50% bis Jahresende an.
Insgesamt präsentierte sich die US-Wirtschaft deutlich robuster als ihr europäi-
sches Pendant und konnte trotz der hohen Zinslast ein Wachstum von 2,5% ver-
zeichnen. Die Eurozone entging nur knapp einer Rezession und konnte das Jahr
mit einem leichten Wachstum von 0,4% abschließen, wobei zwischen den unter-
schiedlichen europäischen Volkswirtschaften große Unterschiede zum Vorschein
kamen. Während das größte wirtschaftliche Zugpferd Europas, Deutschland, un-
ter großen Druck geriet und einen Wirtschaftsrückgang von 0,3% verzeichnen
musste, konnte die spanische Wirtschaft einen Zuwachs von 2,5% berichten.
Auch die österreichische Wirtschaft verspürte unter anderem aufgrund ihrer gro-
ßen Abhängigkeit von Deutschland starken Gegenwind und ging um 0,7% zurück.
Die hohen Inflationszahlen, die den Grund der starken Notenbankeingrie dar-
stellten, zeigten im Jahresverlauf sowohl in Europa als auch in den USA deutlich
rückläufige Te n d e n z e n . In E ur o p a w u rde der Höhepunk t i m Ok t o b e r 2 0 22 bei ei -
nem Wert von 10,6% erreicht (USA: Juni 2022, 9,1%), der bis Jahresende 2023 bis
auf 2,9% nachließ (USA: 3,4%). Einer der entscheidenden Faktoren in dieser Hin-
sicht war die Normalisierung der Energiepreise, die zuvor nach dem Ausbruch des
Ukrainekrieges neue Höchststände erreicht hatten. Dieser Inflationstrend führte
dazu, dass sowohl EZB als auch FED gegen Jahresende signalisierten, keine weite-
ren Zinserhöhungen mehr durchzuhren, wodurch der Zinsgipfel in Europa im
September 2023 und in den USA im Juli 2023 erreicht wurde. Im Schlussquartal
des Jahres mehrten sich bereits die Stimmen aus Politik und Wirtschaft, die ersten
Zinssenkungen in naher Zukunft forderten. Derzeit preisen die Märkte die ersten
Zinsschritte in den USA und in Europa mehrheitlich jeweils im Juni 2024 ein. Im
ersten Halbjahr 2024 sollte sich das anhaltend hohe Zinsniveau weiterhin Investi-
tionshemmend auswirken und für starken Gegenwind beim Wirtschaftswachstum
sorgen. In weiterer Folge sollten die ersten Zinsanpassungen spätestens in der
zweiten Jahreshälfte erfolgen und eine entlastende Wirkung auf die Wirtschaft
entfalten.
Quellen: Bloomberg
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
183
Marktumfeld
Kapitalmarkt
Die Kapitalmärkte wurden im Jahr 2023 ebenfalls stark von den Maßnahmen der
internationalen Notenbanken zur Bekämpfung der Inflation sowie der daraus re-
sultierenden rückläufigen Wirtschaftsdynamik beeinflusst. Daher rückte die As-
setklasse Anleihen dank deutlich gestiegener Renditen wieder stärker in den Fokus
von Investoren, was zeitweise zu Liquiditätsengpässen bei einzelnen Anleihen
führte. Im Hinblick auf die Aktienmärkte blieb der von manchen Beobachtern er-
wartete Einbruch aus und die Assetklasse präsentierte sich trotz der ungünstige-
ren makroökonomischen Parameter sehr robust. Nach dem schwachen Aktienjahr
2022 stand im abgelaufenen Jahr die Erholung im Fokus. Der US-amerikanische
breit gefasste S&P 500 kletterte um 24,2%, der europäische STOXX Europe 600
erhöhte sich um 12,7%. Der zyklisch geprägte österreichische Leitindex ATX ver-
zeichnete im selben Zeitraum einen etwas geringeren Anstieg von 9,9%., wobei
ein erkennbarer Trend bei Investoren hin zu großen und liquiden Aktien hierfür
verantwortlich war. Vor allem in den beiden letzten Monaten des Jahres konnten
die Aktienmärkte eine Jahresendrallye verzeichnen, nachdem die Aussicht auf po-
tenziell baldige Zinssenkungen für große Euphorie an den Märkten sorgte. Auf
Sektorenebene zählten in Europa Einzelhandelswerte (+38,9%), Baustoaktien
(+34,8%) sowie Technologietitel (+33,2%) zu den größten Profiteuren. Zu den
größten Verlierern zählten hingegen der Grundstosektor (-0,9%) und die Nah-
rungsmittel- und Getränkebranche (-0,7%).
Quelle: Bloomberg
Immobilienmarkt 2023
Hohe Inflation und Finanzierungskosten gepaart mit den Beschränkungen der
KIM-Verordnung brachten den österreichische Investmentmarkt praktisch zum
Erliegen, wodurch das Jahre 2023 als das schwächste seit 2016 in die Bücher ein-
geht. Ersten Schätzungen zur Folge ist das Investmentvolumen im Vergleich zum
ohnehin recht schwachen Vorjahr 2022 um ca. 1/3 zurückgegangen.
Parallel zum Investment ist bedingt durch hohe Grundstücks-, Bau- als auch Fi-
nanzierungskosten auch der Neubau markant zurückgegangen, was zu einer wei-
teren Verknappung auf insbesondere dem Wohnungsmarkt führte und zukünftig
noch weiter führen wird. Eigentum ist mittlerweile für den Mittelstand größten-
teils nicht mehr leistbar geworden, sodass sich im Laufe des Jahres 2023 die
Nachfrage nach Wohnraum ganz klar von Eigentum in Richtung Miete verschoben
hat. Auch wenn sich in den letzten Wochen Meldungen von Firmeninsolvenzen
(v.a. Bauträger-Gesellschaften) gefühlt überschlagen haben, scheint die Talsohle
langsam erreicht zu sein. Die sich beruhigenden Inflation ermöglicht es der EZB
den Leitzins zumindest nicht weiter steigen zu lassen. Viele Investoren insbeson-
dere eigenkapitalstarke Familiy Oces rechnen mit sinkenden Zinsen in 2024
(beginnend um die Jahresmitte) und werden aktuell vermehrt aktiv, da sich das
Zeitfenster für die allerbesten Opportunitäten wieder bald schlien nnten.
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
184
Mit Ende 2023 konnte beim Preisniveau der gehandelten und in Prüfung befindli-
chen Immobilien in vielen Fällen immer noch ein starkes Auseinanderklaen der
Erwartungen von Käufer- und Verkäuferseite gesehen werden. Diese Lücke wird
sich im Laufe der nächsten Wochen jedoch weiter schließen, sodass demnächst
mit einem verbesserten Transaktionsgeschehen gerechnet wird. Besonders stark
von den Preisanpassungen des Marktes betroen sind immer noch ältere, nicht
ESG-konforme Bestandsimmobilien, die den Anforderungen der Investoren bzw.
den vorgegebenen EU-Richtlinien hinsichtlich Nachhaltigkeit und Dekarbonisie-
rung nicht mehr entsprechen. Hier sind aufgrund der notwendigen Investitionen
zu Verbesserung der Nachhaltigkeit z.T. signifikante Preisabschläge zu verzeich-
nen.
Die meisten Immobilienunternehmen blicken positiv in das Jahr 2024, wobei sie
mit einer wirklichen Erholung erst in der zweiten Jahreshälfte rechnen. Die Immo-
bilie bleibt, insbesondere in Anbetracht der deutlich zurückgegangenen Neubau-
leistung und daraus in den nächsten Jahren resultierenden bevorstehenden Woh-
nungsverknappung jedenfalls weiterhin attraktiv.
Quellen: EHL, CBRE
Ausrichtung als Sachwert- und Kapitalmarktspezialist
Als Kapitalmarktspezialist setzt die Bank auf fundierte Kapitalmarktkompetenz
bestehend aus professioneller Vermögensberatung und -verwaltung mit einem
konzerneigenen Fondsmanagement, sowie auf maßgeschneiderte Kapitalmarkt-
bzw. Emittenten-Dienstleistungen. Aktien-Brokerage mit globalen Börse-Zugän-
gen runden das Programm ab. In diesem Segment konnte die Bank ihren Kunden,
insbesondere in Zeiten bewegter Märkte, einen klaren Mehrwert bieten. Beson-
ders durch die integrierte Angebotskombination, bestehend aus Emittenten-
Dienstleistungen, in Verbindung mit Brokerage und Depotservice mit Fokus auf
das KMU-Segment, ist es der Bank gelungen, eine spezielle Nische zu besetzen
und sich mit einem klaren Profil am Markt zu positionieren.
Auf Basis einer Kombination aus Veranlagungsmöglichkeiten und Finanzierungen
rund um Immobilien bietet die Wiener Privatbank eine integrierte Wertschöp-
fungskette aus einer Hand. Gerade in unsicheren Zeiten mit hoher Inflation er-
möglicht die Bank ihren Kunden damit den Zugang zu einer werthaltigen Veranla-
gungsform mit gewissem Inflationsschutz und bietet gleichzeitig maßgeschnei-
derte Finanzierungslösungen.
Dabei enet die Wiener Privatbank interessierten Anlegern sowohl die Möglich-
keit ihr Kapital mit Substanzwerten zu schützen als auch in Anlageobjekte mit stil-
len Reserven und somit künftigem Gewinnpotenzial zu investieren. In ihrer Aus-
richtung setzt die Bank auf eine Symbiose aus "Wiener Zinshaustradition" und ak-
tuellen Trends, indem die Bank ihren Kunden Chancen für stabile Veranlagungen
im Immobilienbereich bietet und gleichzeitig marktabhängig Perspektiven für Ka-
pitalmarktchancen erönen. Damit ist die Bank angebotsseitig für jede
Marktphase gut gerüstet und die Positionierung als bevorzugter Partner für KMUs
bei Kapitalmarktpositionen wird gefestigt. Die Wertschöpfung für die Bank und
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
185
ihre Kunden wird durch die enge Verschränkung zwischen Kapitalmarktdienstleis-
tungen, Depotgeschäft und Brokerage kontinuierlich ausgebaut.
Geschäftsentwicklung, Finanz- und Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 stand die globale Wirtschaftsentwicklung sowie die Fi-
nanzmärkte unter dem anhaltenden Einfluss eines rasant gestiegenen Zinsumfel-
des. Nachdem die Preisanstiege 2022 ihren Höhepunkt erreichten, entfaltete das
im Jahr 2023 kontinuierlich steigende Zinsniveau seine Wirkung und ließ die Infla-
tion wieder deutlich sinken. Auch die Wiener Privatbank profitierte im Kreditge-
schäft vom gestiegenen Zinsniveau, während dessen der Kapitalmarkt von einem
eher volatilen Jahr geprägt war. Die Assets under Management verzeichneten ei-
nen Rückgang von EUR 1.928 Mio. auf EUR 1.795,5 Mio., wobei das Kundendepot-
volumen zwar gesteigert werden konnte, jedoch die Rückgänge der gemanagten
M&P-Fonds sowie des Kreditvolumens zu einer Verringerung führten.
Die Bilanzsumme erhöhte sich unerheblich im Jahresvergleich von EUR 294 Mio.
auf EUR 302 Mio., wobei es vorwiegend zu einer Umschichtung von Schuldver-
schreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere zu den Guthaben bei
Zentralbanken und Forderungen an Kreditinstituten kam. Auch der Rückgang der
Forderungen an Kunden führte zu einer Erhöhung dieser beiden Bilanzpositionen.
Das gestiegene Zinsniveau schlägt sich dementsprechend im Ergebnis nieder. Der
Nettozinsertrag ist im Vergleich zur Vorjahresperiode von EUR 6,58 Mio. auf 11,20
Mio. gestiegen. Dagegen sank das Nettoprovisionsergebnis im Jahresvergleich von
EUR 7,73 Mio. auf EUR 6,87 Mio., was vor allem auf den zurückhaltenden Wertpa-
pierhandel im Privatkundenbereich zurückzuführen ist. Auch die Erträge aus Fi-
nanzgeschäfte erzielten aus diesem Grund ein leicht rückläufigeres Ergebnis iHv.
EUR 0,65 Mio. gegenüber EUR 0,92 Mio. im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen
Erträge sanken aufgrund geringerer Einmaleekte von EUR 2,9 Mio im Vorjahr auf
EUR 1,12 Mio. Trotz gestiegener Inflationsanpassungen konnten die Verwaltungs-
aufwendungen aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements auf einem na-
hezu gleichen Niveau gehalten werden. Auf Basis erhöhter Risikovorsorgen wurde
somit ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von EUR 2,80 Mio.
erzielt werden (gegenüber EUR 2,93 EUR Mio. in 2022).
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
186
Finanzielle Leistungsindikatoren
Starke Kapitalbasis
Die Wiener Privatbank kann per 31.12.2023 weiterhin auf sehr starke Kapitalkenn-
zahlen verweisen. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 24,44% (VJ: 21,23%)
und konnte somit neuerlich deutlich zulegen.
Die Ertragskennzahlen*) der Wiener Privatbank entwickelten sich im Geschäfts-
jahr 2023 wie folgt: Die Cost-Income-Ratio (CIR) betrug 75,32%, nach 78,25% im
Jahr 2022. Der Return on Equity (ROE) lag bei 5,08% (2022: 5,50%) und der Re-
turn on Assets (ROA) belief sich auf 0,72%, nach 0,74% im Jahr 2022.
*) CIR: Betriebsaufwendungen ÷ Betriebserträge (um Zinsen ausgefallener Kredite bereinigt),
ROE: Jahres-überschuss ÷ ø Eigenkapital, ROA: Jahresüberschuss ÷ ø Bilanzsumme
Risikobericht
Im Zentrum der Risikopolitik der Wiener Privatbank steht der Grundsatz eines
ausgewogenen Verhältnisses von Risiko und Rendite. Die Risikosituation im Ge-
schäftsjahr 2023 war geprägt von den Ukraine- und Gaza-Konflikten und den da-
mit einhergehenden makroökonomischen Folgewirkungen, mit denen erhebliche
Herausforderungen in der internen Risiko- und Ertragssteuerung gegeben waren.
In diesem Zusammenhang wurde wieder das höchste Augenmerk auf die syste-
matische Überwachung und Weiterentwicklung der Indikatoren und Verfahren zur
Identifikation, Messung und Steuerung der Risiken gelegt. Der eektive Umgang
mit Risiken sowie die frühzeitige Identifikation und Realisierung von Chancen wird
durch eine eigene Risikomanagementabteilung kontrolliert.
Den wesentlichen Risiken tritt die Wiener Privatbank wie in der folgenden Tabelle
beschrieben entgegen:
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
187
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Marktrisiko
Veränderung von Bewertungsparame-
tern wie Wertpapierkurse oder credit
spreads
Belastung des Jahresergebnisses durch
Wertveränderungen
Laufendes Monitoring
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Liquiditätsrisiko
Mangelnde Möglichkeiten zur
Beschaung von Finanzmitteln zur
Begleichung von Verpflichtungen
Eingeschränkte Investi-
tionsmöglichkeiten
Belastung der Liquiditätsposition
durch Abflüsse liquider Mittel
Laufende Liquiditätsüberwachung
und -steuerung im Treasury
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Stress-Te s t s
Vorhaltung eines Liquiditätspu-
ers
Diversifizierung der Refinanzier-
ungsquellen
Kreditrisiko
Ausfall von Kreditnehmern bzw.
Gegenparteien
Belastung des Jahresergebnisses durch
höhere Risikovorsorgen / Direk-
tabschreibungen
Umfassende Bonitätsprüfung und
regelmäßiges Monitoring der Kre-
ditnehmer
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Beteiligungsrisiko (als Teil d. Kreditrisikos)
Abwertung des Beteiligungsansatzes
Belastung des Jahresergebnisses durch
höhere Risikovorsorgen / Direk-
tabschreibungen
Jährliche Budgeterstellung
Laufende Managementgespräche
zur Beurteilung der wirtschaftli-
chen Situation
Klar festgelegte Limits
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Bonitätsrisiko
Verschlechterung der Bonität bzw.
Zahlungsfähigkeit von Kunden
Belastung des Jahresergebnisses durch
höhere Risikovorsorgen /
Marktwertveränderung
Umfassende Bonitätsprüfung und
regelmäßiges Monitoring der Kredit-
nehmer
Zinsänderungsrisiko
Veränderung der Marktzinsen
Veränderung des Werts von Fi-
nanzinstrumenten
Belastung des Jahresergebnisses
Geringe Fristentransformation
Klar festgelegte Limits
Durchführung von Sensitivitäts-
analysen in den Dimensionen Bar-
wertveränderung und Zinsergeb-
nis
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
188
Risiko
Auswirkung
Gegensteuerung
Operationelles Risiko
Fehlerhafte interne Prozesse
Te c h n o l o g i e v e r s a g e n
Katastrophen bzw. externe
Ereignisse
IKT und Cyberrisiken
Belastung des Jahresergebnisses durch
Wertveränderungen
Laufende Weiterentwicklung des
Internes Kontrollsystems (IKS)
Regelmäßige Risikoanalysen und
Business Impact Analysen (BIA)
Laufende Entwicklung und Über-
arbeitung von Arbeitsrichtlinien
und -anweisungen
hrung einer Verlustdatenbank
Strategieworkshops und Schu-
lungsmaßnahmen
Vorhalten eines Notfallplanes
Immobilienrisko
Konzentrationsrisiko im Zusammen-
hang mit dem Geschäftsmodell
Belastung des Jahresergebnisses
Definition von Risikoleitlinien für
Immobilienengagements
Klar festgelegte Limits
Umfassende Bewertung mittels
Immobilienrating
Regelmäßige Überwachung und
Bewertung im Rahmen der Ge-
samtbanksteuerung
Ertrags- bzw. Geschäftsrisiko
Schwankung des Ertragsprofils auf-
grund reduzierter laufender Einnahmen
Belastung des Jahresergebnisses
Jährliche Budgeterstellung
Laufendes Managementreporting
zur Beurteilung der wirtschaftli-
chen Situation
Regelmäßige Überwachung und Bewer-
tung im Rahmen der Gesamtbanksteu-
erung
Die Wiener Privatbank war zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen sonstigen Ri-
siken, wie u.a. Währungsrisiken, ausgesetzt. Die rechtlichen Risiken werden durch
eine eigene Rechtsabteilung, sowie durch Kooperation mit unabhängigen Rechts-
anwälten überwacht und minimiert.
Der Vorstand hat Ende 2023 keine bestandsgefährdenden oder anderen ernsthaf-
ten Risiken für die Wiener Privatbank identifiziert. Das vorherrschende makroöko-
nomische Umfeld wird für das Risiko- und Ertragsprofil bestimmend und im neuen
Geschäftsjahr 2024 spürbar bleiben. Begleitend von anhaltend hoher Volatilität an
den Aktienmärkten haben im Geschäftsjahr 2023 explodierende Energie- und
Rohstopreise die Inflation bis Jahresmitte ansteigen lassen, über Sekunreekte
hat sich der Preisauftrieb auch in der Kerninflation festgesetzt. Die darauf in die
Wege geleiteten geldpolitischen Maßnahmen der EZB Tap e r ing und stufen w e i s e
Erhöhung des Leitzinses zeigten ab dem zweiten Halbjahr eektive Auswirkun-
gen auf die Realwirtschaft, die Wachstumsraten in der Eurozone gingen stark zu-
rück, in einzelnen Staaten wurden bereits rezessive Entwicklungen gemessen.
Auch Lieferketten waren in zahlreichen Industriezweigen, insbesondere mit Roh-
sto- und Zulieferbezug, weiterhin unterbrochen oder beeinträchtigt. Die weiteren
Entwicklungen der Kapitalmärkte, sowie die volks- und realwirtschaftlichen Aus-
wirkungen werden von der Dauer und dem weiteren Verlauf der Konflikte in
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
189
Verbindung mit den geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und den ge-
genläufigen realpolitischen Maßnahmen der Regierungen direkt beeinflusst. Von
einer spürbaren Entspannung ist voraussichtlich erst bei einer nachhaltigen Dees-
kalation zwischen den Konfliktparteien und einer fortwährend spürbaren Eindäm-
mung der hohen Inflationsentwicklungen, die einer Lockerung der Geldpolitik kau-
sal vorausgehen müsste, auszugehen. Makroökonomische Prognosen zeigen zum
Zeitpunkt der Berichterstellung für das laufende Jahr eine gedämpft positive Ent-
wicklung des Wirtschaftswachstums (siehe u.a. WKO Statistik Wirtschaftswachs-
tum Europa vom Februar 2024 mit Daten der EU-Kommission und der OECD
sowie Konjunkturprognosen des WIFO/IHS vom Dezember 2023 und März
2024). Österreichs BIP-Wachstum wird voraussichtlich im Durchschnitt des Eu-
roraums liegen. Abwärtsrisiken verbleiben aber im Zusammenhang mit dem Ukra-
ine-Krieg und dem Gaza Konflikt, der Energiepreisentwicklung und eventueller
Gasrestriktionen. Die Geldpolitik hat ebenso erheblichen Einfluss auf die weitere
Konjunkturentwicklung. Bei nachhaltig hoher Zinslast r Kreditnehmer und rück-
läufiger Entwicklung der Immobilienmärkte ist von einem fortlaufend erhöhten In-
solvenzaufkommen auszugehenim Jahr 2023 waren diese Entwicklungen bereits
sichtbar. Im neuen Geschäftsjahr 2024 werden daher laufende Anstrengungen zur
Diversifizierung der Ertragsstrukturen verstärkt fortgeführt und bestehende Risi-
ken engmaschig überwacht und proaktiv gesteuert.
Die Wiener Privatbank ist in den vom Ukraine Konflikt betroenen Regionen vor
Ort nicht präsent. Es besteht somit kein nennenswertes Engagement mit Russ-
land-Bezug im Portfolio und die Bank ist somit von der Ukraine-Krise wirtschaft-
lich hauptsächlich indirekt über Sekundäreekte betroen.
Die seit Februar 2022 anhaltenden kriegerischen Aggressionen der Russischen
deration gegen die Ukraine führten zu weitreichenden Sanktionen von Regierun-
gen zahlreicher Staaten, einschließlich der Europäischen Union. Die gesetzten
Sanktionsprogramme, die in erster Linie auf die Schwächung der russischen Wirt-
schaft abzielen, wurden von der Wiener Privatbank im vollen Umfang umgesetzt.
Auf Grund der hohen Kernkapital- und Liquiditätsquoten ist die Bank weiterhin gut
gerüstet.
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
Nach üblichen Bankenstandards werden Risiken über das Risikomanagement iden-
tifiziert, gemessen und gesteuert. In der Wiener Privatbank ist eine klare Trennung
zwischen den Marktabteilungen und der Risikobeurteilung/Risikokontrolle imple-
mentiert. Die Grundsätze und Methoden für das Management betriebswirtschaft-
licher Risiken sind in Handbüchern und internen Richtlinien festgelegt. Das Risiko-
management der Wiener Privatbank ist dem Vorstand Marktfolge zugeordnet.
Das Kreditrisiko inklusive dem Beteiligungsrisiko ist das größte Risiko, mit dem die
Wiener Privatbank konfrontiert ist. Die Marktfolgeabteilungen beurteilen alle Fi-
nanzierungs- und Beteiligungsanträge (Grundsatz der Doppelvotierung entspre-
chend den Mindeststandards für das Kreditgeschäft der FMA) und bestätigen, auf
Basis der im Einsatz befindlichen Modelle, die mindestens jährlich neu zu
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
190
erstellenden Bonitätsbeurteilungen. Darüber hinaus werden Engagements mit er-
höhtem Risikoprofil identifiziert und gemeinsam mit der betreuenden Marktabtei-
lung Maßnahmen zur Risikoreduktion vereinbart. Anhand eines Ampelsystems
innerhalb einer Watch Loan-List werden diese Engagements laufend überwacht.
Direktes Kreditgeschäft mit natürlichen oder juristischen Personen aus Russland
und Belarus besteht keines. Kreditengagements, die potenziell indirekt von der ak-
tuellen Situation in der Region betroen sein können, werden laufend überwacht
bei den wenigen identifizierten Engagements, wie beispielsweise Kreditnehmer
mit Bezug zur Ukraine, besteht jeweils eine vollständige materielle Besicherung.
Aus heutiger Sicht ist von keiner besonderen Betroenheit auszugehen. Neben
dem Kreditrisiko wird in den Hauptrisikoarten zwischen Markt-, Liquiditäts-, Ge-
schäfts- und operationellen Risiken unterschieden. Die Messung des Markt- und
Geschäftsrisikos erfolgt in Form des Value at Risk. Um die ungünstigen Eekte
extremer Marktbewegungen zu simulieren, werden Stress-Tests dur c h gef ühr t . Z u r
Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität auch in adversen Szenarien wird in
der Steuerung ein Liquiditätspuer vorgehalten, der regelmäßig angepasst und
über Stress-Te s t s validi e r t w i rd. Dem oper a t i o n e l l e n R i s i ko wir d ü b e r e i n umfas-
sendes internes Kontrollsystem (IKS) und laufende Risikoanalysen begegnet. Das
Immobilienrisiko, sowie das Konzentrationsrisiko manifestieren sich hauptsächlich
in den genannten Hauptrisikoarten. Es bestehen klare Leitlinien und Limitierungen
zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken. Die zentrale Steuerungsgröße im
Zusammenhang mit dem Risikomanagement ist das ökonomische Eigenkapital.
Eine Risikotragfähigkeitsrechnung stellt die Gesamtrisikoposition in einer ökono-
mischen Betrachtung dar.
Auch im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist ein internes Kontrollsys-
tem (IKS) im Einsatz. Die Kontrollen werden durch entsprechende organisatori-
sche Maßnahmen, die in die Unternehmensprozesse integriert sind, gewährleistet.
Die für die Rechnungslegung und das Controlling zuständige Einheit ist unabhän-
gig von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Markteinheit der Bank. Die
Bank verfügt über Funktionstrennungen bei der Buchungseingabe und der an-
schließenden Buchungsfreigabe in das zentrale IT-System. Personen aus den
Marktbereichen können keine Buchungsfreigaben tätigen. Somit zählen das 4-Au-
gen-Prinzip, Zugrisbeschränkungen im IT-Bereich und Zahlungsrichtlinien zu den
präventiven Kontrollen. Arbeitsrichtlinien enthalten Regelungen, die einen korrek-
ten Arbeitsablauf garantieren und sicherstellen, dass betriebliche Vorgänge, die
regelmäßig anfallen, einheitlich abgewickelt werden. Stellenbeschreibungen ent-
halten genaue Beschreibungen des Aufgabenbereiches des jeweiligen Mitarbei-
ters, sowie die personelle Zuordnung. Regelmäßig erfolgen Prüfungen der Konten
und deren Bewertungen.
Die internen Kontrollsysteme (IKS) und das Risikomanagement werden von der
dem Vorstand unterstellten Abteilung Interne Revision überprüft.
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
191
Derivate Finanzinstrumente
Hinsichtlich dieses Punkts wird auf den Anhang verwiesen.
Forschung und Entwicklung
Aufgrund der Geschäftstätigkeit als Bank sind Forschung und Entwicklung nicht in
einer eigenen F&E-Abteilung angesiedelt. Es werden daher auch keine eigenen
Mittel für Forschung und Entwicklung aufgewendet oder ausgewiesen.
Aktien der Gesellschaft und Stellung der Aktionäre
Das Grundkapital der Wiener Privatbank betrug zum 31. Dezember 2023 unverän-
dert EUR 11.360.544,15 und war in 5.004.645 Stückaktien eingeteilt. Der auf die
einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals belief sich damit un-
verändert auf EUR 2,27.
Sämtliche Aktien sind in einer veränderbaren Sammelurkunde verbrieft, die bei
der Österreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft, Am Hof 4, 1010 Wien, als
Wertpapiersammelbank hinterlegt ist. Eine Einzelverbriefung der Aktien ist sat-
zungsgemäß ausgeschlossen. Alle zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien der
Gesellschaft sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Die ISIN der Ak-
tien lautet AT0000741301. Im Geschäftsjahr 2023 waren gemäß IAS 33.30
durchschnittlich 5.004.645 Aktien im Umlauf. Jede Aktie gewährt das Recht zur
Teilnahme an der Hauptv e rsammlung und zur Ausübu n g des Stimmr e c h t s , wobei
jede Aktie eine Stimme gewährt. Kein Aktionär verfügt daher über besondere Kon-
trollrechte. Stimmrechtsbeschränkungen aufgrund von Vereinbarungen zwischen
Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt.
Zum Stichtag 31. Dezember 2023 hielten die Kernaktionäre folgende Anteile:
Mit einem Anteil von 19,04 % war die K5 Beteiligungs GmbH weiterhin Hauptakti-
onär der Wiener Privatbank. Die K5 Beteiligungs GmbH geht mit der Kerbler Hol-
ding GmbH (Anteil 5,81 %), Günter Kerbler (Anteil 4,71 %), MMag. Dr. Helmut
Hardt (Anteil 4,95 %), der ELMU Beteiligungsverwaltung GmbH (Anteil 2,10 %)
iSv § 133 Z 7 BörseG 2018 gemeinsam vor. Zusammen hielten diese Aktionäre ei-
nen 36,61 %igen Anteil an der Wiener Privatbank.
Weitere Großaktionäre waren 2023 Mag. Johann Kowar (Stiftung und Beteili-
gungsgesellschaften) mit einer Beteiligung von 9,91 %, die Aventure Capital AG
mit 8,64 %, die Arca Investments, a.s. mit 9,90 %, Hr. Dr. Dominik Benner mit
9,99% und Lahcen Knapp mit 5,01%. Der Rest der Aktien befand sich mit einem
Anteil von 19,94 % in Streubesitz.
Graphics
Jahresabschluss
Lagebericht
192
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Hauptversammlung gewählt.
Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen oder zwei
Stellvertreter. Sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen
über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrats betreen §
10 Pkt. 4 der Satzung, wonach, für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichts-
rats, vor Abschluss der Funktionsperiode eine Mehrheit von drei Viertel der abge-
gebenenltigen Stimmen auf der Hauptversammlung erforderlich ist.
Der Aufsichtsrat der Wiener Privatbank bestand im Geschäftsjahr 2023 aus Dr.
Gottwald Kranebitter (Vorsitzender), Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-Stellver-
treter), Günter Kerbler, Heinz Meidlinger und Wolfgang Zehenter.
Mag. Christoph Raninger bildet als Vorstandsvorsitzender der Bank gemeinsam
mit dem Vorstandsmitglied Eduard Berger das Vorstandsteam der Wiener Privat-
bank.
Mitarbeiter
Die Wiener Privatbank legte auch im Geschäftsjahr 2023 Wert darauf, die fachli-
che Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter laufend auszubauen. In der Berichtsperi-
ode wurden EUR 47.948,18 in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen investiert.
Dies bedeutet ein gleichbleibendes Ausbildungsbudgets je Mitarbeiter verglichen
mit dem Jahr 2022. Auf Basis einer flachen Hierarchie bietet die Wiener Privat-
bank ihren Mitarbeitern individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, sowie ein erfolgs-
und leistungsabhängiges Bonusmodell. Bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern
setzte die Wiener Privatbank auch 2023 auf einen mehrstufigen Selektionspro-
zess, der sicherstellt, dass die hohen Qualitätsanforderungen in allen Abteilungen
erfüllt werden. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Jahr 2023 in FTE
66,93 bzw. in HC 75. Verglichen mit dem Jahr 2022 bedeutet dies eine Senkung
des Personalstandes auf HC-Basis um 8,54%. Die Wiener Privatbank bietet eben-
falls den Mitarbeitern unterschiedliche Sozialleistungen an. Im Jahr 2023 wurden
in Summe EUR 74.350,42 als individueller Essenszuschuss gewährt. Ebenfalls
wurde im Sinne der Nachhaltigkeit ein sogenanntes Jobticket für Mitarbeiter ange-
boten. Die Ausgaben dafür betrugen EUR 16.602,21. Für Arbeitsmedizin, -psycho-
logie und die Sicherheitstechnische Betreuung beliefen sich die getätigten Ausga-
ben im Jahr 2023 auf EUR 13.000,00.
Ein weiterer Benefit sind Beitragszahlungen in eine Pensionskasse. In Summe wur-
den dafür EUR 189.711,53 aufgewendet.
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Jahresabschluss
Lagebericht
193
Nachhaltigkeit
Die Wiener Privatbank SE sieht diese Neuerungen nicht als Muss sondern als
Chance, einen wesentlichen Beitrag r eine Neuorientierung zu einer nachhalti-
gen Finanzwirtschaft zu leisten, von der Kunden und Dienstleister gleichermaßen
profitieren werden.
Erklärtes Ziel der Wiener Privatbank SE ist es, sowohl auf Unternehmens- als auch
auf Produktebene künftig noch nachhaltiger, CO2-schonender und ressourcene-
zienter zu werden. Dafür wurde die Verantwortung für „Sustainable Finance“ ei-
nerseits in der Stelle Product Governance im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von
Wertpapieren und den Abgleich zu den Kunden-Präferenzen und, sowie anderer-
seits in der Stelle Risikomanagement im Hinblick auf eine regelmäßige Analyse
der Nachhaltigkeitsrisiken und Ableitung von geeigneten Maßnahmen je Ge-
schäftsbereich oder für das Unternehmen selbst verankert.
Product Governance berücksichtigt Nachhaltigkeitskategorien sowohl beim Auf-
setzen von neuen Finanzprodukten sowie bei deren Überwachung und zeigt dies
auch im Beratungs-Universum für Private Banking an. Auch im Produkteinfüh-
rungsprozess wird die Nachhaltigkeit eines neuen Produktes überprüft. Ebenso
nimmt die Wiener Privatbank SE nachhaltige Aspekte in ihre Produktgestaltung
und Dienstleistungen auf.
Das Asset Management der Wiener Privatbank SE, durch ihr Tochterunternehmen
Matejka & Partner Asset Management GmbH, berücksichtigt bei ihren Fondpro-
dukten gem. Art. 8 der Oenlegungsverordnung für die Wiener Privatbank SE die
ökologischen und sozialen Merkmale gemäß sowie die wesentlichen nachteiligen
Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren.
Die regulatorischen Erweiterungen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Banken
aus dem Bereich ESG haben zu umfangreiche Anpassungen von Prozessen in vie-
len Arbeitsbereichen der Wiener Privatbank SE gebracht intern und auch gegen-
über dem Kunden.
Zum Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)“
hat die Wiener Privatbank SE auch im vergangenen Jahr zahlreiche Initiativen ge-
setzt: Ein regelmäßiges Gesundheitsangebot für Mitarbeiter, welches neben diver-
sen Impfaktionen auch Schwerpunkte zur gesunden Ernährung und Möglichkeiten
der Inanspruchnahme externer psychologischer Unterstützung bei besonderen
Stresssituationen beinhaltete. Darüber hinaus wird allen Mitarbeitern, ein Jobti-
cket der Wiener Linien zur Verfügung gestellt und ab 1-jähriger Unternehmenszu-
gehörigkeit werden Mitarbeiter auch in eine eigene Pensionskasse aufgenommen.
Weitere Maßnahmen erfolgten bezogen auf die Resilienz von Mitarbeitern und
hrungskräften durch regelmäßige Management-Te a m M e e t i n g s u n d d i versen
Mitarbeiterveranstaltungen zur Stärkung der Corporate Culture.
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Jahresabschluss
Lagebericht
194
Corporate Governance-Bericht
Der konsolidierte Corporate Governance-Bericht für das Geschäftsjahr 2023
wurde erstellt und ist auf der Website der Wiener Privatbank unter www.wiener-
privatbank.com/ueber-uns/investor-relations-adhoc/berichte abrufbar.
Ausblick 2024
Das Geschäftsjahr 2023 ist entsprechend den Erwartungen der Bank verlaufen.
Das Zinsniveau und damit auch die Anleiherenditen sind deutlich angestiegen, ha-
ben sich jedoch gegen Jahresende stabilisiert. Das Wirtschaftswachstum wurde
dadurch spürbar belastet, eine tiefere Rezession ist allerdings ausgeblieben. Das
hohe Zinsniveau wird auch das Geschäftsjahr 2024 weiterhin belasten, wenn-
gleich aufgrund erwarteter Zinssenkungen ab dem zweiten Halbjahr mit einer be-
ginnenden Entspannung zu rechnen ist, deren entlastende Wirkung auf das Wirt-
schaftsumfeld allerdings ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird.
Die Wiener Privatbank legt weiterhin großen Wert auf eine starke Kapital- und
Liquiditätsausstattung, was die Entwicklung der Kernkapitalquote und Liquiditäts-
kennzahlen deutlich zum Ausdruck bringen. Somit steht die Bank nicht nur auf si-
cheren Beinen, sondern ist auch für die Chancen und Herausforderungen des aktu-
ellen Marktumfeldes gut gerüstet. Kundennähe ist in der Wiener Privatbank ein
wichtiges Qualitätsmerkmal, um insbesondere in bewegten und herausfordernden
Marktphasen die richtigen Lösungen in Finanzierungs- und Veranlagungsthemen
gemeinsam mit den Kunden zu finden. Zu den Kerndienstleistungen der Bank zäh-
len nach wie vor Projektfinanzierungen im Immobilienbereich sowie Lombardkre-
dite mit klar definierten Rahmenbedingungen, um dem geänderten Marktumfeld
Rechnung zu tragen. Im Veranlagungsbereich setzt die Bank weiterhin auf ihre
Kernkompetenz bei Aktienveranlagungen, wenngleich das hauseigene Asset Ma-
nagement der Bank insbesondere auch darauf, in seinem Produktangebot auch die
Chancen des sich verändernden Zinsumfeldes zum Vorteil der Kunden zu nutzen.
Darüber hinaus kann die Bank auch künftig auf eine reichhaltige Auswahl an „Be-
tongold“ zurückgreifen, um sowohl Anlegern als auch Eigennutzern Zugang zu in-
teressanten Immobilien zu verschaen. Ebenfalls für Kunden im Programm stehen
Festgeldveranlagungen zu attraktiven Konditionen.
r kapitalmarktane KMUs bleibt die Bank unvendert ein kompetenter und
umsetzungsstarker Partner, wenn es um die Strukturierung und Begleitung von
Aktien- und Anleiheemissionen inklusive Börselistings und Zahlstellenfunktionen
geht. Im Sinne einer durchgängigen Wertschöpfungskette runden Custody- und
Brokerage Dienstleitungen das Angebotsprogramm der Bank ab.
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Jahresabschluss
Lagebericht
195
Mit diesem Leistungsangebot sieht sich die Wiener Privatbank weiterhin gut posi-
tioniert, um Ihren Kunden in jeder Marktsituation ein ausgewogenes und wertstif-
tendes Spektrum an Dienstleistungen anbieten zu können.
Wien, am 05. April 2024
MAG.
CHRISTOPH EDUARD
RANINGER, PhD BERGER ! !
VORSITZENDER DES VORSTANDES MITGLIED DES VORSTANDES
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Jahresabschluss
Lagebericht
196
JAHRESABSCHLUSS
BILANZ
Graphics
197
Graphics
Jahresabschluss
Bilanz
198
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
31.12.2023
31.12.2022
EUR
EUR
TEUR
TEUR
1. Kassenbetsand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und
Portgirmtern
90.855.559,94
49.111
2. Schuldtitel öentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind
Schuldtitel öentlicher Stellen und ähnliche
20.675.647,93
22.294
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig
13.404.797,12
18.476
b) sonstige Forderungen
72.711.351,93
86.116.149,05
26.687
45.163
4. Forderungen an Kunden
80.970.683,09
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
a) von öentlichen Emittenten
b) von anderen Emittenten
5 398 319,64
5.398.319,64
55.660
55.660
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
4.161.713,46
4.849
7. Beteiligungen
2.328.930,18
2.229
8. Anteile an verbundenen Unternehmen
6.775.534,27
6.902
9. Immaterielle Vergensgegensnde des Anlagevermö-
gens
207.061,75
435
10. Sachanlagen
270.260,96
588
11. Sonstige Vermögensgegenstände
3.947.971,62
4.610
12. Rechnungsabgrenzungsposten
242.848,28
186
13. Aktive latent Steuern
198.389,68
320
302.149.069,85
294 053
Posten unter der Bilanz
1. Auslandsaktiva
61.929.271,11
120.466
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Jahresabschluss
Bilanz
199
Passiva
31.12.2023
31.12.2022
EUR
EUR
TEUR
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
aa) täglich fällig
10.187.510,69
7.4 40
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
0,00
10.187.510,69
7.4 40
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
sonstige Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig
153.776.727,89
187.293
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
84.556.609,13
238.333.337,02
50.043
237.336
3. Sonstige Verbindlichkeiten
5.338.020,85
1.577
4. Rechnungsabgrenzungsposten
380.198,24
714
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Abfertigungen
490.205,10
526
b) Rückstellungenr Pensionen
2.803.702,43
2.860
c) Steuerrückstellungen
300.510,00
158
d) sonstige
611.955,23
628
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken
1.000.000,00
7. Gezeich ne tes Ka pi ta l
Nennbetrag
11.360.544,15
11.361
8. Kapitalrücklagen
gebundene
18.361.464,49
18.361
9. Gewinnrücklagen
andere Rücklagen
7.0 80.000,0 0
7.0 80
10. Haftrücklage gemäß § 57 Abs 5 BWG
3.296.591,22
3.297
11. Bilanzgewinn
2.605.030,43
1.715
302.149.069,85
294.053
Posten unter der Bilanz
1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der
Bestellung von Sicherheiten
Bestellung von Sicherheiten
4.353.489,33
4.675
2. Kreditrisiken
7.861.3 05 ,02
9.016
3. Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung
(EU) Nr. 575/2013
41.355.912,30
39.828
4. Eigenmittelanfoderungen gemäß Art 92 der Verordnung
(EU) Nr. 575/2013 (Gesamtrisikobetrag)
169.220.701,66
187.590
darunter: Eigenmittelanfoderungen gemäß Art 92 Abs 1
lit a der Verordnung (EU) Nr Nr. 575/2013
24,4%
21,2%
lit b der Verordnung (EU) Nr Nr. 575/2013
24,4%
21,2%
lit c der Verordnung (EU) Nr Nr. 575/2013
24,4%
21,2%
5. Auslandspassiva
127.888.028,64
136.882
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Jahresabschluss
Bilanz
200
JAHRESABSCHLUSS
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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201
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Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
202
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
2023
Passiva 1/2
2023
2022
EUR
EUR
TEUR
TEUR
1. Zinsen und ähnliche Erträge
13.264.258,87
7.192
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren
478.171,95
670
2. Zinsen und ähnliche Anwendungen
-2.067.365,61
-616
I. Nettozinsertrag
11.196.893,26
6.576
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht
festverzinslichen Wertpapieren
5.191,42
91
b) Erträge aus Beteiligungen
0,0
100
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
280.000,00
285.191,42
788
979
4. Provisionserträge
8.024.371,92
9.053
5. Provisionsaufwendungen
-1.157.706,07
-1.326
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften
645.657,66
916
7. Sons ti ge be tr ieb lic he E rt räge
1.117.584,68
2.907
II. Betriebserträge
20.111.992,87
19.105
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
-6.860.259,28
-6.835
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Ab-
gaben und vom Entgelt abhängoge Abgaben und Pflicht-
beiträge
-1.550.358,13
-1.585
cc) sontiger Sozialaufwand
-133.282,01
-121
dd) Aufwendungen für Altersvorsorgung und Unterstüt-
zung
-189.711,53
-191
ee) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Vorsorgekassen
-146.659,61
-109
-8.880.270,56
-8.841
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
-4.796.062,63
-13.676.333,19
-4.813
-13.654
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10
enthaltenen Vermögensgegenstände
-643,746,71
-481
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-716.433,36
-487
III. Betriebsaufwendungen
-15.036.513,26
-14.622
IV. Betriebsergebnis
5.075.479,61
4.483
Graphics
Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
203
Passiva 2/2
2023
2022
EUR
EUR
TEUR
TEUR
11. Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen
zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten undr
Kreditrisiken
-2.158. 838,73
-1.331
12. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf
Forderungen und aus Rückstellungen r Eventual-verbind-
lichkeiten und für Kreditrisiken
281 491,21
0
13. Wertberichtigungen auf/und Veräußerungsverluste
aus/ Wertpapiere/n, die wie Finanzanlagen bewertet sind,
sowie auf/aus/Beteiligungen und Anteile/n an verbunde-
nen Unternehmen
-400 554,80
-272
14. Erträge aus Wertberichtigungen auf/und Veräuße-
rungsgewinne aus/Wertpapiere/n, die wie Finanzanlagen
bewertet werden, sowie auf/aus/Beteiligungen und An-
teile/n an verbundenen Unternehmen
0,00
0
V. Ergebnis de r gewöhnlichen G es chäftstätigkeit
2.797.577,29
2.925
15. Außerordentliche Erträge
0,00
darunter: Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bank-
risiken
0,00
0
16. Steuern vom Einkommen und Ertrag
-656.921,05
-632
VI. Jahresüberschuss
2.140.656,24
2.293
17. Rücklagenbewegung
0,00
-797
darunter: Dotierung der Haftrücklage
0,00
-797
VII.Jahresgewinn
2.140.656,24
1.496
18. Gewinnvortrag
464.374,19
219
VIII. Bilanzgewinn
2.605.030,43
1.715
Graphics
Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
204
JAHRESABSCHLUSS
ENTWICKLUNG DES
ANLAGEVERMÖGENS
Graphics
205
Graphics
Jahresabschluss Entwicklung des Anlagevermögens
206
Entwicklung des Anlagevermögens
1. Jänner 2023 bis 31. Dezember 2023
Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten
Kumulierte Abschreibung
Buchwerte
Posten des Anlagev-
ermögens
Angaben in EUR
Stand
1.1.2023
Unter-
schiedsbetrag
hrungs-
umrechnung
Zugänge
Abgänge
Stand
31.12.2023
Stand
1.1.2023
Jahres-
ab-
schreibung
Zuschrei-
bung
Abgänge
Gesamt
Stand
31.12.2023
Stand
31.12.2022
1. Schuldtitel öentlicher
Stellen und ähnliche WP
22.487.645,00
0,00
0,00
1.737.280,00
20.750.365,00
235.175,00
0,00
0,00
137.280,00
97.895,00
20.652.470,00
22.252.470,00
2. Forderungen Kreditinsti-
tute
1.125.070,32
-39.097,47
0,00
0,00
1.085.972,85
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
1.085.972,85
1.125.070,32
3. Forderungen an Kunden
6.150.000,00
0,00
100.000,00
2.400.000,00
3.850.000,00
1.000.000,00
0,00
0,00
0,00
1.000.000,00
2.850.00,00
5.150.000,00
4. Schuldverschreibungen
und andere festverzinsli-
che Wertpapiere
1.955.260,00
0,00
0,00
1.001.560,00
953.700,00
1.560,00
0,00
0,00
1.560,00
0,00
953.700,00
1.953.700,00
5. Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpa-
piere
2.442.123,60
0,00
0,00
125.101,10
2.317.022,50
133.823,27
274.035,80
0,00
0,00
407.859,07
1.909.163,43
2.308.300,33
6. Beteiligungen
2.228.930,18
0,00
100.000,00
0,00
2.328.930,18
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
2.328.930,18
2.228.930,18
7. Ante ile an verb un de ne n
Unternehmen
13.033.599,48
0,00
0,00
730.000,00
12.303.599,48
6.131.545,21
0,00
0,00
603.480,00
5.528.065,21
6.775.534,27
6.902.054,27
8. Immaterielles Anlagev-
ermögen
1.980.097,28
0,00
0,00
172.363,00
1.807.734,28
1.544.610,53
186.182,25
0,00
130.120,25
1.600.672,53
207.061,75
435.486,75
a) Lizenzen und Software
1.980.097,28
0,00
0,00
172.363,00
1.807.734,28
1.544.610,53
186.182,25
0,00
130.120,25
1.600.672,53
207.061,75
435.486,75
9. Sachanalgen
a) Betriebs- und Ges-
chäftsausstattung
2.451.578,75
0,00
84.546,93
1.316.013,93
1.863.418,94
1.863.418,94
221.204,75
0,00
1.038.870,72
1.045.752,97
270.260,96
588.159,81
b) geringwetige Ver-
mögensgegenstände
0,00
0,00
12.875,93
0,00
0,00
0,00
12.875,93
0,00
12.875,93
0,00
0,00
0,00
2.451.578,75
0,00
97.422,86
1.232.987,68
1.316.013,93
1.863.418,94
234.080,68
0,00
1.051.746,65
1.045.752,97
270.260,96
588.159,81
51.412.181,01
-39.097,47
297.422,86
7. 274.19 0,68
44.396.315,73
10.776.309,68
420.262,93
0,00
1.924.186,90
9.272.385,71
35.123.930,02
40.635.871,33
Graphics
Jahresabschluss Entwicklung des Anlagevermögens
207
Graphics
Jahresabschluss
Entwicklung des Anlagevermögens
208
JAHRESABSCHLUSS
ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS
Graphics
Jahresabschluss
Entwicklung des Anlagevermögens
209
Graphics
210
JAHRESABSCHLUSS
Anhang zum Jahres-
abschluss für das
Geschäftsjahr 2023
I. Allgemeine Angaben
Die Wiener Privatbank SE hat ihren Geschäftsschwerpunkt in Österreich. Die
Hauptgeschäftsfelder sind Private Banking, Asset Management (Matejka & Part-
ner), Brokerage, Capital Markets, Unternehmens & Projektfinanzierung und Immo-
bilienprodukte & -projekte.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des
UGB unter Beachtung der für Kreditinstitute relevanten Regelungen des Bankwe-
sengesetzes aufgestellt.
Die Bank gehört der Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H (ESA) an.
Die Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten Kreis
von Unternehmen.
Die Wiener Privatbank SE hat als Medium für die Oenlegung gemäß Art. 431 .
CRR das Internet gewählt. Die Oenlegung ist auf der Website der Wiener Privat-
bank SE unter www.wienerprivatbank.com/ueber-uns/oenlegungen/oenlegun-
gen-gemaess-art-431-crr dargestellt und begründet.
Der Konzernabschluss der Wiener Privatbank SE ist beim Handelsgericht Wien
unter der Firmenbuchnummer 84890p hinterlegt.
II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsme-
thoden
Generalnorm
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufge-
stellt.
Die Gesellschaft ist ein Kreditinstitut. Dementsprechend werden die Bestimmun-
gen über die Rechnungslegung von Kreditinstituten gemäß § 43 Bankwesenge-
setz (BWG) in geltender Fassung angewendet. Die Gliederung der Bilanz und Ge-
winn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß den in der Anlage II zu § 43 BWG ent-
haltenen Formblättern. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
211
Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Hinsichtlich der Bewertung der einzel-
nen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewer-
tung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vor-
sichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäf-
tes Rechnung getragen. Insbesondere wurden nur die am Abschlussstichtag ver-
wirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risiken und drohenden
Verluste berücksichtigt.
Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vor-
liegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Fremdwährungsumrechnung
Die auf Fremdwährungen lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkei-
ten werden zu den von der Europäischen Zentralbank bekannt gegebenen Devi-
sen-Richtkursen des Bilanzstichtages umgerechnet. Termingeschäfte sind mit dem
Termink u r s a n g e s e t z t .
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute werden grundsätzlich mit den Anschaungs-
kosten bewertet. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebil-
det.!
Forderungen an Kunden
Die Forderungen werden grundsätzlich mit den Anschaungskosten bewertet. Die
Wiener Privatbank SE wendet die IFRS 9-Wertberichtigungslogik auf die Bilanzpo-
sition Forderungen Kunden (excl. Anleihen) an. IFRS 9 sieht dabei die Berechnung
eines erwarteten Kreditverlusts (Expected Credit Loss) vor. Im Rahmen der Ermitt-
lung der Risikovorsorge sieht IFRS 9 eine Stufenzuordnung von Forderungen in drei
Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste bestimmen. Zum Zeit-
punkt der Ersterfassung der Forderung erfolgt in der Regel die Zuordnung in Stufe
1. Die Risikovorsorge entspricht hier der Höhe der im folgenden Jahr erwarteten
Verluste (12-Monats-Expected Credit Loss). Erfolgt eine signifikante Erhöhung des
Ausfallsrisikos so erfolgt der Transfer in die Stufe 2. Hier entspricht die Höhe der
Risikovorsorge der über die gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments erwarte-
ten Verluste (Lifetime Expected Credit Loss). Hierfür sind Kreditrisikoparameter
(Ausfallswahrscheinlichkeit, Verlust bei Ausfall und Kreditbetrag bei Ausfall) un-
ter Berücksichtigung historischer, gegenwärtiger und zukunftsorientierter Informa-
tionen zu modellieren. Berücksichtigt werden auch erwartete Auswirkungen (d.h.
Ratingänderungen) aus inhärenten zeitlichen Lags im Bereich von Ratinginformati-
onen, da sich wesentliche Entwicklungen an den Kernmärkten der Kunden zumeist
nur verzögert bilanziell niederschlagen.
r erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen
(Stage 3 Wertberichtigung) gebildet. Zu diesem Zweck werden mtliche
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
212
Kreditforderungen auf objektive Hinweise auf Wertminderung geprüft, die Auswir-
kungen auf die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme aus der Forderung haben.
In Stage 3 ist die Einzelbetrachtung bei signifikanten Vermögenswerten auf Basis
eines szenariogewichteten DCF Verfahren vorgesehen. Die Höhe der Wertberich-
tigung ergibt sich aus der Dierenz des Buchwerts und des Barwerts der zukünfti-
gen erwarteten Zahlungsströme, wobei abhängig von den erwarteten Zahlungs-
strömen ein oder mehrere Szenarien berechnet und gewichtet werden. Bei nicht
signifikanten Vermögenswerten ist auch eine vereinfachte Berechnung ohne Sze-
nariogewichtung gemäß IFRS 9 sachgerecht.
Die Wertberichtigung von Zinserträgen aus wertgeminderten Vermögenswerten
werden im Bewertungsergebnis ausgewiesen.
Modifikationen
Vertragsanpassungen liegen vor, wenn ein Vertrag geändert wird, ohne dass die
Möglichkeit zur Anpassung ursprünglich im Vertrag vorgesehen war. Vertragsan-
passungen werden nach qualitativen und quantitativen Kriterien beurteilt, um
festzustellen, ob eine erhebliche oder unerhebliche Vertragsanpassung vorliegt.
Erhebliche Vertragsanpassungen verändern den wirtschaftlichen Gehalt des Fi-
nanzinstruments wesentlich und führen zur Ausbuchung des alten und Einbu-
chung eines neuen Vermögensgegenstands.
Veränder t eine Vertragsanpassung den wirtschaftlichen Gehalt des Vermögensge-
genstands nicht wesentlich, liegt eine unerhebliche Vertragsanpassung vor. In die-
sem Fall kommt es zu keiner Ausbuchung des Vermögensgegenstands. Entspre-
chend dem imparitätischen Realisationsprinzip werden Verluste aus solchen uner-
heblichen Vertragsanpassungen im Zeitpunkt der Vertragsanpassung gebucht,
Gewinne bleiben außer Ansatz.
Wertpapiere
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden dem Anla-
gevermögen zugeordnet und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.
Es erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 208 (1) UGB. Das Wahlrecht des § 56
Abs 2 und Abs 3 BWG (Verteilung des Agios bzw. Disagios über die Laufzeit)
wurde nicht in Anspruch genommen.
Wertpapiere des sonstigen Umlaufvermögens werden nach dem strengen Nie-
derstwertprinzip bewertet.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaf-
fungskosten beziehungsweise bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrige-
ren beizulegenden Wert bewertet. Zuschreibungen werden bei Wegfall der
Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung bzw. bei einer Wertaufholung
vorgenommen.
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
213
Immaterielle Vermögensgegenstände
Diese werden nur angesetzt, wenn sie entgeltlich erworben wurden.
Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaf-
fungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen (lineare Abschreibungsme-
thode und Nutzungsdauer 4 bis 10 Jahre). Gemäß den steuerlichen Vorschriften
wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge
im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen. Anhaltende
Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksich-
tigt.
Sachanlagen
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zu Anschaungskosten, vermindert
um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen er-
folgen nach der linearen Methode. Es wird eine Nutzungsdauer von 1 bis 10 Jahren
zugrunde gelegt.
Gemäß den steuerlichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine
volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresab-
schreibung vorgenommen. Anhaltende Wertminderungen werden durch außer-
planmäßige Abschreibungen berücksichtigt.
Geringwertige Vermögensgegenstände
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaungswerten bis EUR
1.000,00 werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben.
Derivative Finanzinstrumente
Derivate werden zu Sicherungszwecken abgeschlossen. Die Eigenmittelunterle-
gung erfolgt grundsätzlich nach der Marktbewertungsmethode.
Devisentermingeschäfte werden mit dem Devisenterminkurs bewertet.
Im Falle des Vorliegens eines negativen Marktwertes bei einem freistehenden De-
rivat wird in voller Höhe eine Rückstellung gebildet.
Verpflichtungen
Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag, unter Bedachtnahme auf
den Grundsatz der Vorsicht, angesetzt.
Rückstellungen
Die Rückstellung für Abfertigungen wird für die kollektivvertraglichen Ansprüche
sowie für 1 Mitarbeiter welche sich in Abfertigung „Alt“ befinden gebildet. Die
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
214
Berechnung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß den Richt-
linien der „International Accounting Standards IAS 19“.
Der Rechnungszinssatz beträgt 3,30 % (31. Dezember 2022: 3,7 %), es wird von
einer Valorisierung der Gehälter in 2024 in Höhe von 6,00 % (VJ 7,00 %) und ab
dem Jahr 2025 in Höhe von 3,00 % (VJ Annahme jährliche Valorisierung: 5,00 %
und in Folge von 3,00 %) ausgegangen. Ein Fluktuationsabschlag wurde nicht an-
gesetzt. Die gesetzlichen Regelungen hinsichtlich des Pensionsantrittsalters wur-
den unter der Verwendung der Übergangsregelung vom Herbst 2004 berücksich-
tigt. Der Zinsenanteil der Rückstellungszuführung wird innerhalb des Personalauf-
wandes ausgewiesen.
Eine Rückstellung für Pensionen aktiver Mitarbeiter wurde nicht gebildet. Es wur-
den Verträge mit der VBV Pensionskassen AG abgeschlossen.
Zusätzlich wurden Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vor-
standsmitglied übernommen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die
Tafeln AV Ö 2018-P ANG. Unternehmensrechtlich wurde mit einem Zinssatz in
Höhe von 1,82 % p.a. (31. Dezember 2022: 1,78 %) gerechnet. Die Anwartschaft
auf Witwenpension wurde mittels Kollektivmethode berücksichtigt.
r die Pensionszahlungen des ehemaligen Vorstandsmitglieds wurden Valorisie-
rungen in 2024 in Höhe von 6,00 % (VJ 7,00 %) und ab dem Jahr 2025 in Höhe
von 2,00 % (VJ: Annahme jährliche Valorisierung: 5,00 % und in Folge von 3,00
%) berücksichtigt.
Die übrigen Rückstellungen sind unter Beachtung des Vorsichtsprinzips für alle
zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbind-
lichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Langfristige
Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag erfasst und abgezinst.
Steuerrückstellungen und Steuerlatenz
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorien-
tierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des am wahrscheinlichsten bei Re-
alisierung zur Anwendung kommenden Steuersatzes gebildet.
Mit der ökosozialen Steuerreform 2022 wurde eine stufenweise Senkung des
St-Satzes von 24 Prozent in 2023 auf 23 Prozent ab dem Jahr 2024 beschlos-
sen.
Die Steuerrückstellungen betreen Rückstellungen für die österreichische Körper-
schaftsteuer.
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
215
III. Erläuterungen zur Bilanz
A. Darstellung der Fristigkeiten
Die nicht täglich fälligen Forderungen gegenüber Kreditinstituten gliedern sich wie
folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
mehr als fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
0,00
1.125.070,32
mehr als drei Monate bis ein Jahr
5.812.225,13
13.296.468,84
bis drei Monate
66.899.126,80
12.265.026,65
72.711.351,93
26.686.565,81
Forderungen gegenüber Kreditinstitute iHv. EUR 800.000,00 (VJ TEUR 800) die-
nen als Sicherungseinlagen für Geschäfte in Zusammenhang mit Wertpapieren.
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig.
Die nicht täglich fälligen Forderungen gegenüber Kunden gliedern sich wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
mehr als fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
18.463.233,27
51.011.749,70
mehr als drei Monate bis ein Jahr
29.406.456,85
36.389.157,07
bis drei Monate
27.821.012,96
11.471.590,16
75.690.703,08
98.872.496,94
Die nicht täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gliedern sich wie
folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
mehr als fünf Jahre
0,00
0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
4.192.316,77
6.245.674,45
mehr als drei Monate bis ein Jahr
32.333.997,20
30.488.154,44
bis drei Monate
48.030.295,16
13.309.136,59
84.556.609,13
50.042.965,48
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
216
B. Wertpapiere
Aufgliederung der zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere im Anlage- und
Umlaufvermögen (exkl. Zinsabgrenzungen):
Anlagevermögen
Angaben in EUR
börsenotiert
(Vorjahr)
nicht börsenotiert
(Vorjahr)
Schuldtitel öentlicher Stellen
20.652.470,00
(23.206.170,00)
0,00
(0,00)
Forderungen Kreditinstitute
0,00
(0,00)
1.085.972,85
(1.125.070,32)
Forderungen Kunden
0,00
(0,00)
2.850.000,00
(5.150.000,00)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
953.700,00
(1.000.000,00)
0,00
(0,00)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0,00
(0,00)
1.909.163,43
(2.308.300,33)
Umlaufvermögen
Angaben in EUR
börsenotiert
(Vorjahr)
nicht börsenotiert
(Vorjahr)
Forderungen Kunden
4.428.202,71
(0,00)
400.000,00
(0,00)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
4.430.323,99
(53.324.266,36)
0,00
(0,00)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0,00
(0,00)
2.252.550,03
(2.540.821,72)
Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaungskosten und des höheren
Marktwertes der Wertpapiere des Umlaufvermögens, welche zum Börsehandel
zugelassen sind beträgt EUR 0,00 (VJ TEUR 0).
Von den unter den Aktivposten "Beteiligungen" sowie "Anteile an verbundenen
Unternehmen" ausgewiesenen Positionen sind EUR 0,00 (VJ TEUR 0) rseno-
tiert und EUR 9.104.464,45 (VJ TEUR 9.131) nicht börsenotiert.
Aufgliederung der in den Aktivposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere" enthaltenen Wertpapieren nach folgenden Unterscheidungskrite-
rien:
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
Bewertung gem § 56 (1) BWG (Anlagevergen)
1.909.163,43
2.308.300,33
Sonstige (Umlaufvermögen)
2.252.550,03
2.540.821,72
4.161.713,46
4.849.122,05
Die Zuordnung zum Anlagevermögen erfolgte, da diese Wertpapiere längerfristige
Finanzanlagen sind und dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu
dienen.
Das Kreditinstitut führt ein kleines Handelsbuch.
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
217
Der Betrag der Forderungen aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldver-
schreibungen, welche im nächsten Jahr fällig wird, beläuft sich auf EUR
13.826.449,64 (VJ TEUR 60.033).
C. Forderungen an Kunden
Der Stand der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden beträgt EUR
1.854.977,41 (VJ TEUR 2.305), die der Portfoliowertberichtigungen EUR
314.615,59 (VJ TEUR 476). Der Stand der Wertberichtigung nach § 57 Abs 1 BWG
beläuft sich auf EUR 700.000,00 (VJ TEUR 130).
Berücksichtigt werden auch erwartete Auswirkungen (d.h. Ratingänderungen) aus
inhärenten zeitlichen Lags im Bereich von Ratinginformationen, da sich wesentli-
che Entwicklungen an den Kernmärkten (z.B. Immobilienmärkte) der Kunden zu-
meist nur verzögert bilanziell niederschlagen. Um diese Risiken zu adressieren,
wurde Anpassung der Bonitätseinstufung von ausgewählten Kunden durchgeführt.
Dieser Management Overlay hat zu einem Anstieg im erwarteten Kreditverlust
zum 31. Dezember 2023 von TEUR 63 auf insgesamt TEUR 315 geführt.
D. Beteiligungen und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
Im Geschäftsjahr ergaben sich folgende Änderungen:
Mittels Kauf- und Abtretungsvertrag vom 13. Dezember 2023 wurden 100% der
SETUP Auhofstraße 181 GmbH (FN 372866h) veräußert.
Die Angaben zum Eigenkapital sowie des Jahresüberschusses/-fehlbetrages be-
ziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, soweit nicht anders
vermerkt.
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
218
An den nachfolgend angeführten Unternehmen besteht per 31. Dezember 2023
ein direkter Anteilsbesitz von mindestens 20 % aller Anteile:
Name und Sitz
des Unternehmens
Anteil
in %
(VJ)
Kons.
Art
5
Eigenkapital
(Vorjahr)
EUR
Anteiliges
Eigenkapital
(Vorjahr)
EUR
Jahreberschuss/
fehlbetrag (Vor-
jahr)
EUR
ATI Verm ögenstreuhan dgesell-
schaft m.b.H., Wien
100
V
500.975,77
(565.512,35)
500.975,77
(565.512,35)
85.463,42
(120.444,59)
Wiener Privatbank Immobilien
GmbH, Wien
100
V
1.746.182,00
(1.809.388,76)
1.746.182,00
(1.809.388,76)
16.793,24
(81.616,18)
Wiener Stadthäuser One
Immobilien GmbH, Wien
80
V
2.576.005,71
(2.838.385,16)
2.060.804,57
(2.270.708,13)
-62.379,45
(188.516,73)
Matejka & Partner Asset
Management GmbH, Wien
80
V
634.850,34
(663.970,57)
507.880,27
(531.176,46)
227.262,88
(377.579,87)
EXIT One Immobilien GmbH,
Wien
50
A
1.697.430,71
(1.898.114,79)
848.715,36
(949.057,40)
-200.684,08
(159.449,06)
Entwicklung KHWP Immo
Alpha GmbH, Wien
50
A
2.542.558,95
(2.451.491,20)
1.271.279,48
(1.225.745,60)
-108.932,25
(-489.753,15)
Wiener Stadthäuser Alpha GmbH,
Wien
49
V
4.189.638,86
(4.350.917,63)
2.052.923,04
(2.131.949,64)
38.721,23
(677.865,68)
Es wurden keine Gewinn-/Verlustabführungsverträge geschlossen. Es gibt im
Wiener Privatbank SE Konzern keine wechselseitigen Beteiligungen.
5 Konsolidierungsart: V = Vollkonsolidierung, A = at equity N = nicht konsolidiert
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
219
E. Gesonderte Angabe der Beträge der in den folgenden Aktivposten enthalte-
nen (unverbrieften) Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbunde-
nen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis be-
steht, sowie Vermögensgegenstände nachrangiger Art
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
verbundene
Unternehmen
Beteiligungs-
unternehmen
verbundene
Unternehmen
Beteiligungs-
unternehmen
Aktiva
Forderungen an Kunden
2.191.981,95
3.550.000,00
1.500.000,00
5.602.176,94
Sonstige Vermögensgegenstände
408.509,35
0,00
911.737,12
0,00
Passiva
Verbindlichkeiten an Kunden
498.873,47
192.995,97
3.148.408,08
485.810,28
Sonstige Verbindlichkeiten
1.582,17
0,00
5.646,22
0,00
Vermögensgegenstände nachrangiger Art
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
Forderungen an Kunden
13.700.000,00
27.738.560,00
Gesamt
13.700.000,00
27.738.560,00
F. Anlagevermögen
Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf Anlage 1 verwiesen.
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
Rechte und Lizenzen
207.061,75
435.486,75
Gesamt
207.061,75
435.486,75
2. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen
Sachanlagen
Die künftigen Miet- und Leasingverpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz
nicht ausgewiesenen Sachanlagen prognostizieren wir aus heutiger Sicht für 2024
mit ca. TEUR 596 (VJ TEUR 733) und für 2024 bis 2027 insgesamt mit ca. TEUR
2.385 (VJ TEUR 2.932).
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
220
G. Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert
angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
Forderungen an verbundene Unternehmen
408.509,35
911.737,12
Sonstige
3.539.462,27
3.697.925,78
Gesamt
3.947.971,62
4.609.662,90
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen iHv EUR 280.000,00 (VJ
TEUR 788) betreen die Gewinnübernahmen, die Gruppenumlage (Körperschaftsteuer)
iHv EUR 27.393,98 (VJ TEUR 46) und diverse Konzernverrechnungen iHv EUR 101.115,37
(VJ TEUR 78). Die sonstigen Forderungen setzten sich aus geleisteten Anzahlungen iHv.
EUR 6.430,30 (VJ TEUR 6), EUR 7.69 0, 31 (VJ T EUR 62) au s Ka uti ons za hlu ng en un d Forde -
rungen gegenüber dem Personal iHv EUR 314.938,80 (VJ TEUR 357) zusammen. Die Forde-
rungen aus Lieferung und Leistung belaufen sich auf EUR 370.240,43 (VJ TEUR 202), die
Forderung aufgrund einer übernommenen Verpflichtungserklärung aus Pensionsrückstel-
lungen auf EUR 2.803.702,43 (VJ TEUR 2.860) und gegenüber Verrechnungskonten auf
EUR 36.460 (VJ TEUR 210).
Forderungen iHv EUR 746.963 (VJ TEUR 3.908) sind erst nach dem Stichtag zahlungswirk-
sam.
Die Fristigkeiten der sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
täglich fällig
1.112.482,68
1.684.291,52
bis drei Monate
52.452,39
51.299,27
mehr als drei Monate bis ein Jahr
155.619,56
152.523,16
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
769.159,16
733.036,97
mehr als fünf Jahre
1.858.257,83
1.988.511,98
3.947.971,62
4.609.662,90
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
221
H. Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurden für temporäre Dieren-
zen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz r fol-
gende Posten gebildet:
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
KFZ
21.000,00
18.500,00
Langfristige Personalrückstellungen
139.792,40
119.521,36
Wertberichtigung nach § 57 Abs 1 BWG
700.000,00
130.000,00
Langfristige Rückstellungen
1.771,44
3.465,96
Betrag Gesamtdierenzen
862.563,85
271.487,32
Daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (23 %)
198.389,69
62.442,08
Aktivierung Verlustvortrag (23%/VJ 24%)
0,00
258.045,46
Gesamt
198.389,69
320.487,54
I. Tr eu h an df o rd er u ng en
Es bestanden per 31. Dezember 2023 sowie im Vorjahr keine Treuhandforderun-
gen.
J. Eigenkapital
1. Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 11.361 (VJ TEUR 11.361). Dieses ist in
5.004.645 Stückaktien im Nennbetrag von je EUR 2,27 zerlegt.
2. Eigene Aktien
Die Wiener Privatbank SE betreibt zurzeit keinen Handel mit eigenen Aktien.
3. Genehmigtes Kapital
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Oktober 2020 wurden folgende Ermächti-
gungen erteilt bzw. Beschlussfassungen getroen (nach Widerruf der vorherigen Ermächti-
gungen und Beschlussfassungen):
Der Vorstand wird gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, bis
zum 30. September 2025 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 5.680.272
durch Ausgabe von bis zu 2.502.322 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindest-
ausgabekurs von 100 % des anteiligen Betrages des Grundkapitals in einer oder in mehre-
ren Tranchen gegen Bareinlage zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedin-
gungen festzulegen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat der Gesellschaft ist ermäch-
tigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten
Kapital sowie aus diesem Tagesordnungspunkt ergeben, zu beschließen.
Der Vorstand wird gemäß § 174 Abs. 2 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab dem
Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wandel- und/oder Opti-
onsschuldverschreibungen, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf den Erwerb von
Aktien der Gesellschaft verbunden ist, auch in mehreren Tranchen, auszugeben und alle
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
222
weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Wandlungsverfahren der Wandel- und/oder
Optionsschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wand-
lungsverhältnis festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Die
Ausgabebedingungen können zusätzlich oder anstelle eines Bezugs- oder Umtauschrechts
auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt be-
gründen. Die Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen darf höchs-
tens in jenem Umfang erfolgen, der eine Befriedigung geltend gemachter Umtausch- oder
Bezugsrechte und, im Fall einer in den Ausgabebedingungen festgelegten Wandlungs-
pflicht, die Erfüllung der entsprechenden Wandlungspflichten aus der bedingten Kapitaler-
höhung gewährleistet. Der Preis der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ist
unter Berücksichtigung anerkannter finanzmathematischer Methoden in einem anerkann-
ten Preisfindungsverfahren zu ermitteln.
Die Hauptversammlung beschließt die bedingte Erhöhung des Grundkapitals gemäß § 159
Abs 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale EUR 5.680.272 durch Ausgabe von bis zu 2.502.322
Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Wandel-
und/oder Optionsschuldverschreibungen, zu der der Vorstand in dieser Hauptversammlung
ermächtigt wurde. Weiters wird der Vorstand ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der be-
dingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest-
zusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der
Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Um-
tausch- oder Wandlungsverhältnis. Weiters wird der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen
der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu
beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathema-
tischer Methoden sowie des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfin-
dungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuld-
verschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erl-
lung dieser Wandlungspflicht sowie Beschlussfassung über die sich aus diesem Tagesord-
nungspunkt ergebende Satzungsänderung.
4. Rücklagen
Entwicklung der Kapitalrücklagen
Der Stand der Kapitalrücklagen betrug zum 31. Dezember 2023
EUR 18.361.464,49 (VJ TEUR 18.361).
Entwicklung der Gewinnrücklagen
Der Stand der Gewinnrücklagen beläuft sich im Berichtsjahr auf EUR
7.080.000,00 (VJ TEUR 7.080).
Entwicklung der Haftrücklage
Der Stand der Haftrücklage betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 3.296.591,22 (VJ
TEUR 3.297). Im Geschäftsjahr wurde ein Betrag von EUR 0,00 (VJ TEUR 797)
dotiert.
5. Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 (1) 19 BWG beträgt 0,71 % (VJ 0,78 %).
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
223
6. Gewinnverwendungsvorschlag
Es wird der Hauptversammlung eine Dividende iHv. EUR 0,40 pro Aktie vorgeschlagen. Im
Geschäftsjahr 2023 wurde eine Dividende iHv. 0,25 pro Aktie ausgeschüttet.
K. Rückstellungen und Sonstige Verbindlichkeiten betreende Angaben
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Rückstellungen mit erhebli-
chem Umfang:
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
Aufsichtsratvergütung
215.250,00
207.384,25
Rechts-, Prüfungs- und sonstige Beratungskosten
155.119,00
93.100,00
Personalckstellung
107.163,23
99.417,55
Ungewisse Verbindlichkeiten
94.723,00
79.551,00
Geschäftsbericht/Veröentlichung
9.400,00
48.060,00
Sonstige
30.300,00
100.539,00
Gesamt
611.955,23
628.051,80
Sonstige Verbindlichkeiten
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind überwiegend abgegrenzte Aufwendungen aus Pro-
visionen von EUR 68.196,77 (VJ TEUR 63), diverse Verrechnungskonten iHv EUR 64.955,68
(VJ TEUR 21) und oene Lieferverbindlichkeiten iHv EUR 250.337,21 (VJ TEUR 79) enthal-
ten. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreen abgegrenzte Sachaufwendungen und
Kautionen iHv EUR 142.469,56 (VJ TEUR 290) und Verbindlichkeiten aus dem Valutaaus-
gleich / Sanktionskonten iHv EUR 4.137.975,99 (VJ TEUR 667). Die Verbindlichkeit aus
sozialer Sicherheit belaufen sich auf EUR 150.521,98 (VJ TEUR 166), gegenüber dem Fi-
nanzamt auf EUR 521.981,49 (VJ TEUR 286) und gegenüber verbundenen Unternehmen
auf EUR 1.582,17 (VJ TEUR 6).
Verbi ndlic hkeite n iHv EUR 1. 200.044,86 (VJ TEUR 910) si nd nach dem Sti cht ag zahlungs-
wirksam.
Die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
bis ein Jahr
1.218.309,84
1.576.930,15
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
4.119.711,01
0,00
Gesamt
5.338.020,85
1.576.930,15
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
224
L. Derivative Finanzinstrumente
Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte per 31. Dezem-
ber 2023:
Bankbuch
in EUR
Nominalbeträge Restlaufzeit < 1 Jahr
(Vorjahr)
0,00
Devisentermingeschäft
(697.053,20)
Devisentermingeschäfte in der Währungen USD, die mit Kunden abgeschlossen
wurden, wurden eins-zu-eins mit gegenläufigen Geschäften geschlossen.
M. Fremdwährungsaktiva und Fremdwährungspassiva
Die Aktiva, die auf fremde Währung lauten, betragen EUR 95.164.863,91
(VJ TEUR 100.410) und die Passiva, die auf fremde Währung lauten, betragen
EUR 94.957.273,24 (VJ TEUR 100.246).
N. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften
Es bestanden per 31. Dezember 2023 sowie im Vorjahr keine Treuhandverbindlich-
keiten.
O. Haftungsverhältnisse
In den Eventualverbindlichkeiten sind Garantien und Haftungen iHv EUR
4.353.489,33 (VJ TEUR 4.675) enthalten. Zum 31. Dezember 2023 besteht ein
Kreditrisiko iHv EUR 7.861. 305,02 (VJ TEUR 9.016). Es handelt sich dabei um noch
nicht in Anspruch genommene Kredite.
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
225
P. Ei gen mi ttel der Wi en er Pr ivatb an k SE gemä ß CRR*
Eigenmittelstruktur
Angaben in EUR
31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital)
11.360
11.360
Kapitalrücklagen
15.937
15.937
Sonstige anrechenbare Rücklagen
12.802
12.005
Einbehaltene Gewinne Vorjahre
464
219
Fonds für allgemeine Bankrisiken
1.000
1.000
(-) Abzugsposten vom CET 1 Kapital
-207
-694
CET 1 Kapital
41.356
39.828
Eingezahlte Kapitalinstrumente
0
0
(-) Abzugsposten vom Tier I Kapital
0
0
TIER I Kapital
41.356
39.828
Allgemeine Risikovorsorge KSA Banken
0
0
Ergänzende Eigenmittel TIER II
0
0
Eigenmittel gesamt (nach Abzugsposten)
41.356
39.828
Gesamtrisikobetrag
169.221
187.590
Harte Kernkapitalquote
24,44%
21,23%
Kernkapitalquote
24,44%
21,23%
Gesamtkapitalquote
24,44%
21,23%
* Die Matejka & Partner Asset Management GmbH wird als österreichische Wertpapierfirma und
Finanzinstitut iSd CRR unter Anwendung von Artikel 19 Abs 1 CRR aus dem Konsolidierungskreis
ausgenommen. Die Eigenmitteldarstellung erfolgt auf Solo-Ebene.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Eine Aufgliederung der Erträge nach geographischen Märkten gemäß § 64 Abs 1 Z 9 BWG
kann aufgrund der Unwesentlichkeit der Unterscheidungsmerkmale unterlassen werden.
A. Aufgliederung der Zinsen und ähnliche Erträge
Angaben in EUR
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022 -
31. Dezember 2022
für Forderungen an Kreditinstitute
5.515.631,61
1.479.499,49
für Forderungen an Kunden
7.270.455 ,31
5.042.855,10
Festverzinsliche Wertpapiere
478.171,95
670.090,16
Gesamt
13.264.258,87
7.192 .444 ,75
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
226
B. Aufgliederung der Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022 -
31. Dezember 2022
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-15.561,61
-31.149,32
Negativzinsen gegenüber Kreditinstituten
-16,81
-249.100,98
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
-2.051.787,19
-336.159,91
Gesamt
-2.067.365,61
-616.410,21
C. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen setzen sich aus Erträgen aus Ak-
tien und nicht festverzinslichen Wertpapieren iHv. EUR 5.191,42 (VJ TEUR 91), aus
Beteiligungserträgen iHv. EUR 0,00 (VJ TEUR 100) und der phasengleichen Divi-
dendenausschüttung der Tochterunternehmen iHv. EUR 280.000,00 (VJ
TEUR 788) zusammen.
D. Aufgliederung der Provisionserträge
Angaben in EUR
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022 -
31. Dezember 2022
aus dem Zahlungsverkehr
1.436.795,76
1.478.097,57
aus dem Wertpapiergeschäft
5.256.892,71
6.120.808,88
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft
340.639,56
455.875,97
aus dem Real Estate Bereich
368.757,21
505.017,32
aus sonstigen Dienstleistungen
621.286,68
503.264,01
Gesamt
8.024.371,92
9.053.063,75
In den Provisionserträgen sind Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen ge-
genüber Dritten iHv EUR 1.874.474,40 (VJ TEUR 2.103) aus der Depotverwaltung enthal-
ten.
E. Aufgliederung der Provisionsaufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022 -
31. Dezember 2022
aus dem Zahlungsverkehr
-54.356,79
-58.337,63
aus dem Wertpapiergeschäft
-815.624,71
-999.947,67
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft
-66.087,65
-38.557,67
aus dem Real Estate Bereich
-217.534,33
-225.614,88
aus sonstigen Dienstleistungen
-4.102,59
-4.190,07
Gesamt
-1.157.706,07
-1.326.647,92
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
227
F. Erträge / Aufwendungen aus Finanzgescften
Angaben in EUR
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022 -
31. Dezember 2022
aus dem Wertpapiergeschäft
205.696,52
246.330,98
aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft
439.961,14
670.084,89
Gesamt
645.657,66
916.415,87
G. Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Erträge
Angaben in EUR
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022 -
31. Dezember 2022
Weiterverrechnete Kosten
348.830,27
347.785,98
Auflösung Rückstellungen
4.818,98
75.171,06
Sonstige
763.935,43
2.483.876,67
Gesamt
1.117.584,68
2.906.833,71
Die Position sonstige Erträge beinhaltet die ertragswirksame Vereinnahmung von nicht auf-
findbaren und bereits gekündigten Kundenverbindlichkeiten iHv. EUR 507.279,26 (VJ TEUR
2.433) sowie eine Rückerstattung des Bundesverwaltungsgerichts über eine FMA Strafe
iHv. EUR 200.200,00.
H. Aufgliederung der Personalaufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022 -
31. Dezember 2022
Gehälter
-6.860.259,28
-6.834.771,02
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben so-
wie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-1.550.358,13
-1.585.142,85
Abfertigung
-146.659,61
-108.903,68
Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung
-189.711,53
-190.649,38
Sonstiger Sozialaufwand
-133.282,01
-121.531,66
Gesamt
-8.880.270,56
-8.840.998,59
Die Bezüge der Vorstände einschließlich Sachbezüge haben 2023 insgesamt EUR
1.057.080,23 (VJ TEUR 1.014) betragen. Im Einzelnen setzen sich diese wie folgt
zusammen:
Mag. Christoph Raninger, PhD:
Gesamtbezüge 2023: EUR 643.216,91 inklusive Sachbezüge
Eduard Berger:
Gesamtbezüge 2023: EUR 413.863,32 inklusive Sachbezüge
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
228
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbei-
tervorsorgekassen sind Auszahlungen für Abfertigungen iHv EUR 109.536,86 (VJ
TEUR 109) enthalten.
Der Aufwand für Abfertigungen inklusive der Verwendung und Auflösung von
Rückstellungen betrug für aktive Mitglieder des Vorstandes und leitende Mitarbei-
ter EUR 44.859,98 (VJ Ertrag TEUR 29) und der Aufwand für andere Arbeitneh-
mer EUR 101.799,63 (VJ TEUR 17).
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungs- und Managementoptionsprogramme.
I. Aufgliederung der sonstigen Verwaltungsaufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022 -
31. Dezember 2022
EDV-Kosten
-2.260.030,08
-2.162.742,67
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten
-659.923,08
-831.277,83
Mieten inkl. Betriebskosten
-628.847,33
-657.228,01
Nicht abzugsfähige Vorsteuer
-400.813,47
-359.037,81
Bürokosten
-225.466,67
-158.440,03
Aufsichtsratsvergütung/-aufwand
-224.747,78
-216.597,52
Werbekosten, Marketing
-106.358,06
-161.019,27
Nachrichtenaufwand
-57.095,53
-54.801,00
KFZ-Kosten
-56.526,44
-51.955,44
Weiterverrechneter Aufwand
-54.034,98
-53.584,29
Übrige
-122.219,21
-105.866,67
Gesamt
-4.796.062,63
-4.812.550,54
r die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurden 2023 EUR 215.250,00 (VJ TEUR
207) dotiert. In den übrigen Verwaltungskosten sind Fortbildungskosten iHv EUR 47.978,18
(VJ TEUR 57) und Reisespesen iHv EUR 8.385,89 (VJ TEUR 9) enthalten.
J. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 8 und 9 enthaltenen Vermö-
gensgegenständen
Diese Position enthält diesjährig eine einmalige außerordentliche Abschreibung iHv. EUR
223.483,78 die im Zusammenhang mit der Reduktion von Büroflachen und in Folge zukünf-
tiger Kostenoptimierung steht.
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
229
K. Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
Angaben in EUR
1. Jänner 2023 -
31. Dezember 2023
1. Jänner 2022 -
31. Dezember 2022
Versicherungsleistungen
-292.005,51
-272.222,04
Gebühren und Beiträge inkl. Einlagensicherung
-204.853,60
-169.287,53
Drohende Verluste / Schadensfälle
-36.379,53
-9.527,74
Verlust aus Anlagenabgang
0,00
-27.300,44
Übrige
-183.194,72
-8.216,54
Gesamt
-716.433,26
-486.554,29
Die Position „Übrige“ beinhaltet eine wiederauferlegte FMA-Strafen iHv. EUR 171.940,00
(VJ 0).
Betreend die Angabe hinsichtlich der Aufwendungen, die den Abschlussprüfer betre en,
wird auf den Konzernbericht verwiesen.
L. Steuern vom Einkommen
Nach den Bestimmungen des § 9 KStG zur Gruppenbesteuerung besteht zum
31. Dezember 2023 eine Unternehmensgruppe aus der Wiener Privatbank SE als
Gruppenträger und 4 Gruppenmitgliedern (ATI Vermögenstreuhandgesellschaft
m.b.H., BODEN-INVEST Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wiener Stadthäuser Al-
pha GmbH und Wiener Privatbank Immobilien GmbH).
Es wurde mit 24. April 2023 ein neuer Gruppen- und Steuerumlagevertrag mit
den Gruppenmitgliedern geschlossen. Vom Gruppenträger werden die Mitglieder,
mit von diesen verursachten Körperschaftssteuerbeträgen, mittels Steuerumlagen
belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben.
Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 817.921,05 (VJ TEUR
105), davon resultieren aus der positiven Steuerumlage EUR 25.811,81 (VJ
TEUR 40).
V. S onstiges
A. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinn des § 237
Z 8B UGB
Es wurden Organkredite iHv EUR 4.527.783,58 (VJ TEUR 6.089) gewährt. Davon
betrugen die gewährten Kredite an die Mitglieder des Vorstandes sowie deren Un-
ternehmen 2023 EUR 0,00 (VJ TEUR 0) und bei Unternehmen in denen Auf-
sichtsratsmitglieder tätig sind, beliefen sich diese Kredite auf EUR 3.000.000,00
(VJ TEUR 6.089). Bezüglich der Mitglieder des Aufsichtsrates nahestehenden
Personen belaufen sich die Kredite zum 31. Dezember 2023 auf EUR 5.000,00 (VJ
TEUR 5).
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
230
Die Verzinsung, sonstige Bedingungen (Laufzeit und Besicherung) und die Rück-
zahlung wurden vom Aufsichtsrat genehmigt und sind fremdüblich.
Es wurden weder Vorschüsse gewährt noch wurden Haftungen zugunsten der
Mitglieder des Vorstandes bzw. Aufsichtsrates übernommen.
Geschäfte mit anderen nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im Ge-
schäftsjahr nur zu fremdüblichen Konditionen statt.
B. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter
Im Zeitraum Jänner bis Dezember 2023 waren in der Wiener Privatbank SE durch-
schnittlich 67 Angestellte (VJ 73) beschäftigt. Arbeiter wurden keine beschäftigt.
C. Leasingaktivitäten
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr nicht im Leasinggeschäft tätig.
D. Anhangsangaben über außerbilanzielle Geschäfte gemäß §§ 237 Z 8A und
266 Z 2A UGB
Soweit Risiken bestehen, wurden diese in der Bilanz berücksichtigt und im Anhang
angeführt.
E. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung am Bilanzstichtag von
Bedeutung sind, lagen nicht vor.
F. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane
Vorstände im Geschäftsjahr:
Mag. Christoph Raninger, PhD
Eduard Berger
Die Vorstände sind berechtigt, die Gesellschaft gemeinsam mit einem weiteren
Vorstand oder einem Prokuristen zu vertreten. Die Gesellschaf t wird ebenso durch
zwei Gesamtprokuristen mit den gesetzlichen Einschränkungen gemeinsam ver-
treten.
Graphics
Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
231
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr aus folgenden Personen
zusammen:
Dr. Gottwald Kranebitter (Vorsitzender)
Mag. Johann Kowar (Vorsitzender-Stellvertreter)
Günter Kerbler
Heinz Meidlinger
Wolfgang Zehenter
Gesamtprokuristen der Gesellschaft sind:
Mag. (FH) Alexandra Balik
Thomas Eschelmüller (bis 05.01.2024)
Mag. Gernot Purgstaller
Berthold Maier
Mag. Mario Lang
Dr. Albert Fuhrmann
Mag. Gabriele Schiemer (bis 10.10.2023)
Mag. Reinhard Fuchs (ab 28.09.2023)
Astrid Schwendenwein, M.A. (ab 19.12.2023)
Mag. Dr. Andreas Strasser (ab 28.09.2023)
Wien, am 05. April 2024
MAG.
CHRISTOPH EDUARD
RANINGER, PhD BERGER ! !
VORSITZENDER DES VORSTANDES MITGLIED DES VORSTANDES
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Jahresabschluss
Anhang zum Jahresabschluss
232
BESTÄTIGUNGSVERMERK
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233
Graphics
234
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
Wiener Privatbank SE,
Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrech-
nung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, ge-
prüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschrif ten und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und
Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das
an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung
Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern
die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere
Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt
"Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und
wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu
dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach
unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des
Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei
der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein
gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
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Bestätigungsvermerk
235
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz nach Abzug der Risikovorsorgen
mit einem Betrag in Höhe von TEUR 73.160 ausgewiesen.
Der Vorstand beschreibt den Prozess zur Überwachung des Kreditrisikos und die
Vorgehensweise für die Ermittlung der Risikovorsorgen in Kapitel II "Angaben zu
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie in Kapitel III "Erläuterungen
zur Bilanz" unter Punkt C.
Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle vorlie-
gen und somit Einzelwertberichtigungen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch die
Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe
leisten können.
Die Berechnung der Wertberichtigung für ausgefallene Forderungen an Kunden
basiert auf einer Analyse der erwarteten und szenariogewichteten, zukünftigen
Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und
Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie
der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse
abhängig.
Bei allen anderen Forderungen an Kunden wird für den erwarteten Kreditverlust
("expected credit loss", "ECL") eine Portfoliowertberichtigung gebildet. Bei der Er-
mittlung des ECL sind Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese umfassen
ratingbasierte Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegenwartsbe-
zogene und zukunftsgerichtete Informationen. Zur Becksichtigung des aktuell
schwierigen wirtschaftlichen Umfelds, welches insbesondere durch die erhöhten
Immobilienrisiken und durch das gestiegene Zinsniveau geprägt ist, hat die Bank
für ausgewählte Kreditnehmer eine individuelle Anpassung der Ausfallwahr-
scheinlichkeiten durchgeführt, die zu einer Erhöhung der Wertberichtigung ("Ma-
nagement Overlay") geführt hat.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Ermittlung der Risikovor-
sorgen in bedeutendem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen basiert, aus de-
nen sich Ermessensspielume und Schätzunsicherheiten in Bezug auf die Höhe
der Wertberichtigungen ergeben.
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Bestätigungsvermerk
236
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir folgende
wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Überwachung
und Risikovorsorgebildung von Kreditforderungen analysiert und kritisch hin-
terfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, Ausfälle zu identifizieren und die
Wertberichtigungen für Forderungen an Kunden in angemessener Höhe zu
ermitteln. Dabei haben wir die relevanten Schlüsselkontrollen erhoben deren
Ausgestaltung und Implementierung beurteilt.
Wir haben auf Basis einer Stichprobe von Forderungen an Kunden aus unter-
schiedlichen Port-folien untersucht, ob Indikatoren für Ausfälle bestehen.
Die Auswahl der Stichprobe erfolgte zufallsorientiert.
Bei Ausfällen von wesentlichen Krediten wurden die von der Bank getroe-
nen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit und Konsistenz von Zeitpunkt und
Höhe der angenommenen Rückflüsse untersucht.
Bei allen anderen Forderungen an Kunden haben wir unter Berücksichtigung
interner Validierungen die Modelle und deren mathematische Funktionswei-
sen sowie die darin verwendeten Parameter dahingehend überprüft, ob diese
geeignet sind, Wertberichtigungen in angemessener Höhe zu ermitteln. Zu-
sätzlich wurden die Auswahl und Bemessung von zukunftsgerichteten Schät-
zungen analysiert und deren Berücksichtigung im Rahmen der Parameter-
schätzung beurteilt.
Die rechnerische Richtigkeit der Wertberichtigungen haben wir in Stichpro-
ben nachvollzogen.
Bei den Prüfungshandlungen zu den Portfoliowertberichtigungen haben wir
unsere Finanzmathematiker als Spezialisten eingebunden.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht,
ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den
Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem
Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen
Informationen, und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Ver-
antwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden
sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstim-
migkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten
Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
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Bestätigungsvermerk
237
Verantwort lichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich r die internen Kontrollen,
die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu er-
möglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür
verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie
dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen,
entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit
einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des
Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwort lichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres-
abschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der
Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung,
falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus
dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses
getroenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die
Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
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Bestätigungsvermerk
238
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im
Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen
sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass
aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da
dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem r die Abschlussprüfung relevanten
internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der
Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der
Rechnungslegung und damit zusammenngende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung
des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der
Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten
besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die
Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind
wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen
Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft
von der Fortführung der Unternehmenstigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise
wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den
geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der
Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die
wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die
relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit
eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen
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Bestätigungsvermerk
239
Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern
einschlägig damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungs-
ausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeut-
samsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren
und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschrei-
ben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Ge-
setze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öentliche Angabe des
Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein
Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte,
weil vernftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer sol-
chen Mitteilung deren Vorteile für das öentliche Interesse übersteigen wür-
den.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen
Vorschrif ten darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht
und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur
Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreenden
Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse
und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben
wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptlversammlung am 8. Juli 2022 als Abschlussprüfer ge-
wählt und am 18. Juli 2022 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Ge-
sellschaft für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr beauftragt.
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Bestätigungsvermerk
240
Am 5. Juni 2023 wurden wir für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäfts-
jahr gewählt und am 3. Juli 2023 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung be-
auftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 30. September 2006
Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erkren, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss"
mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-
VO in Einklang steht.
Wir erkren, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1
der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprü-
fung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
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Bestätigungsvermerk
241
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr
Mag. Christian Grinschgl.
Wien
05. April 2024
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftspfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian Grinschgl
Wirtschaftspfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fas-
sung gültig. Die Veentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit un-
serem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen.
Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachi-
gen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fas-
sungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
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Bestätigungsvermerk
242
ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN
VERTRETER
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243
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter
244
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245
Erklärung der
gesetzlichen Vertreter
Die unterzeichnenden Mitglieder des Vorstandes bestätigen gemäß § 124 Abs. 1 Z
3 BörseG 2018 als gesetzliche Vertreter der Wiener Privatbank SE nach bestem
Wissen,
a) dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards
aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt;
b) dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und
die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebe-
richt die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unterneh-
men ausgesetzt ist, beschreibt.
Wien, am 05. April 2024
MAG.
CHRISTOPH EDUARD
RANINGER, PhD BERGER ! !
VORSITZENDER DES VORSTANDES MITGLIED DES VORSTANDES
Graphics
Wiener Privatbank SE
Parkring 12, 1010 Wien
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F +43 1 534 31-710
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Handelsgericht Wien
FN 84890 p