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Über wienerberger

Auf einen Blick

Unser Angebot

Heute bietet wienerberger innovative, ökologische Lösungen für die gesamte Gebäudehülle – von Dächern über Wände bis hin zu Fassaden – sowie für Wasser und Energieinfrastruktur an. Mit unseren Lösungen bedienen wir sowohl den Neubau als auch Sanierungen und Renovierungen. Unsere Angebote ermöglichen energieeffizientes, klimaresilientes, gesundes und leistbares Wohnen sowie ein effizientes Energie- und Wassermanagement.

Unsere Märkte

Mit mehr als 20.000 Mitarbeitern und über 200 Produktionsstandorten ist wienerberger in 28 Ländern tätig. Unser Headquarter befindet sich in Wien. Zu unseren zentralen Märkten zählen Europa, Nordamerika sowie Indien.

Unser Anspruch

Mit unseren Lösungen verfolgen wir ein klares Ziel: das Leben der Menschen zu verbessern. Konkret bedeutet das, mit zukunftsgerichtetem Blick höchsten Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit gerecht zu werden und innovative Lösungen für jede Herausforderung zu entwickeln. Die Grundlage dafür bieten unsere hochqualifizierten, engagierten Mitarbeiter und unsere gemeinsamen Unternehmenswerte Vertrauen, Respekt, Kreativität und Leidenschaft.

Unsere Zukunft

Innovation, Digitalisierung, Operational Excellence und Nachhaltigkeit spielen nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft von wienerberger eine zentrale Rolle. Unser Ziel ist die konsequente Steigerung der Wertschöpfung sowie unsere Positionierung als führender Komplettanbieter von Lösungen für die Gebäudehülle sowie für Energie- und Wassermanagement in der Infrastruktur. Als solcher möchten wir auch in Zukunft die Bauindustrie aktiv mitgestalten und das Leben der Menschen weiter verbessern.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) ist von großer strategischer Bedeutung für wienerberger als Triebkraft für Innovation, Technologieführerschaft und langfristige Konkurrenzfähigkeit. Unsere F&E-Aktivitäten sind auf Kundennutzen ausgerichtet und unterstützen unmittelbar unsere ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele, wie Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und verminderter Ressourcenverbrauch.

F&E-Projekte werden zentral gesteuert und gruppenweit ausgerollt. Ihr Fokus liegt auf der Optimierung von Produkteigenschaften, der Steigerung der Energieeffizienz und der Bereitstellung smarter und digitaler Funktionalitäten. Unser Ziel ist die Entwicklung von Lösungen, die einen umweltfreundlichen, schnellen und einfachen Einbau auf der Baustelle ermöglichen, zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz von Gebäuden beitragen und spürbaren Mehrwert für unsere Kunden schaffen.

Im keramischen Bereich sind die F&E-Aktivitäten auf die Entwicklung innovativer Produkte ausgerichtet, darunter verbesserte gedämmte Wandsysteme und ausgereifte Dachlösungen mit integrierter Solartechnologie, sowie energieeffiziente Produktionsprozesse. Oberste Priorität haben dabei der Einsatz alternativer Energiequellen (z.B. Strom, Wasserstoff, grünes Gas), die Senkung des Energieeinsatzes beim Trocknen und Brennen, Automatisierung und Technologien von Industrie 4.0. Außerdem entwickeln wir neue Rezepturen und leichtere Produkte für verbesserte Wärmedämmung, verringern den Materialeinsatz und setzen auf dünnere Wandstrukturen. Zusätzlich forcieren wir den Einsatz mobiler Mauerwerksroboter und Fertigbaukonzepte für eine schnellere, sicherere und effizientere Bauweise.

Im Bereich der Kunststoffrohre haben wir unser Produktportfolio sowohl im In-House-Segment als auch für Infrastrukturanwendungen weiter verbessert und gleichzeitig den Anteil an recycelten Rohstoffen erhöht und zirkuläre Lösungen vorangetrieben. Zu den Innovationen im In-House-Segment zählen geräuscharme (leise) Abwasserrohre für einen erhöhten Komfort der Bewohner und eine verbesserte Leistung. Zirkuläre Produktentwicklungen, wie das vollständig recycelbare Regenwassermanagementsystem von Pipelife aus Sekundärrohstoffen und das erweitere Abwassersystem Master 3+ – mit neuen Optionen und Muffenverbindungen, die die Wiederverwendung von Rohrresten ermöglichen – stärken unser Angebot zusätzlich. Im Infrastrukturbereich ergänzen wir unser Angebot an Rohrsystemen durch Pumpstationen, Schächte und intelligente Wassertechnologien, die das Aufspüren undichter Stellen und einen effizienteren Netzbetrieb ermöglichen.

Ein Drittel unserer Umsätze entfällt bereits auf innovative Produkte, ein Anteil, den wienerberger durch die kontinuierliche Weiterentwicklung smarter, ressourcensparender Bau- und Infrastrukturlösungen halten will, um damit die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

wienerberger Aktie und Aktionäre

Die Wienerberger AG notiert im Prime Market der Wiener Börse mit nennwertlosen Inhaberaktien. Es bestehen weder Vorzugs- oder Namensaktien noch Beschränkungen für Stammaktien. Der Grundsatz „one share – one vote“ kommt somit in vollem Umfang zur Anwendung. In den USA wird die Wienerberger AG über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York am OTC-Markt gehandelt.

Aktienkursentwicklung

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Die wienerberger Aktie eröffnete das Börsejahr 2025 bei einem Kurs von EUR 26,78 und schloss es bei EUR 30,62, was einer Kurssteigerung um +14 % entsprach. Zum Jahresende betrug die Börsenkapitalisierung der Wienerberger AG EUR 3.353 Mio Im Jahresverlauf erreichte die Aktie ihren Höchststand am 17. März mit EUR 36,46 und ihren Tiefststand am 14. Jänner mit EUR 24,30.

Dividende und Aktienrückkauf

wienerberger hat klare Bedingungen für die Beteiligung der Aktionäre an den Ergebnissen der Gesellschaft durch Dividenden und Aktienrückkäufe festgelegt. Wir beabsichtigen,

20 % bis 40 % unseres Free Cashflow für diesen Zweck einzusetzen und Dividenden mit Aktienrückkäufen sowie der Einziehung von 1 % bis 2 % unseres Aktienkapitals zu kombinieren – abhängig von der finanziellen Gesamtentwicklung und dem Ausblick der Gruppe.

Zu Beginn des Jahres haben wir unseren jährlichen Aktienrückkauf vorgenommen. Zwischen dem 30. Dezember 2024 und dem 7. Februar 2025 wurden insgesamt 1.125.000 Aktien oder rund 1 % des Aktienkapitals mit einem Gesamtwert von ca. EUR 30 Mio zu einem gewichteten Durchschnittspreis von EUR 26,78 pro Aktie zurückgekauft. Für das Jahr 2025 wird der Vorstand der 157. Jahreshauptversammlung am 7. Mai 2026 eine Dividende von EUR 0,95 pro Aktie als weitere Wertbeteiligung der Aktionäre vorschlagen. Bei einem Jahresendkurs der Aktie von EUR 30,62 entspricht dies einer Dividendenrendite von 3,1 %.

Zusammen ergeben der Aktienrückkauf in Höhe von EUR 30 Mio und die erwartete Dividendenausschüttung von rund EUR 104 Mio eine Gesamtausschüttungsquote von 28 % des Free Cashflow, was im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik liegt.

Aktionärsstruktur

wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär. Die jüngste Erhebung der Aktionärsstruktur im November 2025 ergab, dass 14 % der Aktien von wienerberger von Privatanlegern gehalten werden.

Die Mehrzahl der Aktien befindet sich im Besitz institutioneller Investoren, wovon mehr als die Hälfte in Großbritannien (29 %) und in den USA (27 %) ansässig ist. Die übrigen Aktien werden hauptsächlich von kontinentaleuropäischen Anlegern gehalten.

Auf der Grundlage der gemäß § 130 bis 134 des Österreichischen Börsegesetzes mit Ende 2025 eingegangenen Beteiligungsmeldungen haben die folgenden Aktionäre die jeweiligen Schwellen überschritten und gelten daher als bedeutende Anteilseigner.

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Größte Aktionäre per 31. Dezember 2025
FMR LLC (Fidelity), USA > 5%
Marathon Asset Management Limited, UK > 5%
BlackRock, Inc., USA > 4%
Erste Asset Management GmbH > 4%
Lansdowne Partners (UK) LLP > 4%

Investor Relations

Die von wienerberger im Rahmen von Investor Relations gesetzten Schritte zielen darauf ab, eine transparente, zeitnahe und genaue Kommunikation mit den Kapitalmärkten sicherzustellen. Durch regelmäßige Kontakte mit Investoren, Analysten und Banken im Rahmen von Conference Calls, Roadshows und Investorenkonferenzen, sowohl virtuell als auch persönlich, sowie über soziale Medien informiert das Unternehmen über die aktuelle Finanzlage, strategische Entwicklungen und ESG-Themen. wienerberger steht in der Regel während des zwanzigtägigen Zeitraums vor der Veröffentlichung der Finanzergebnisse nicht für Gespräche über Finanzfragen zur Verfügung. Für Anfragen wenden Sie sich bitte an investor@wienerberger.com oder besuchen Sie unsere Investor Relations Website www.wienerberger.com/de/investoren.

Kennzahlen je Aktie

in EUR
2025 2024 Vdg. in %
Ergebnis 1,52 0,72 >100
Ergebnis bereinigt 1) 1,93 2,05 –6
Dividende 2) 0,95 0,95 0
Free Cashflow 3) 3,89 3,78 +3
Eigenkapital 4) 25,66 26,14 –2
Höchstkurs 36,46 35,68 +2
Tiefstkurs 24,30 25,62 –5
Ultimokurs 30,62 26,78 +14
Höchst KGV 24,03 49,56
Tiefst KGV 16,02 35,58
Ultimo KGV 20,18 37,19
Gewichtete Aktienanzahl (in Tsd.) 5) 109.264 110.281 –1
Ultimo Börsekapitalisierung (in EUR Mio.) 3.353 2.992 +12
Ø Börseumsatz/Tag (in EUR Mio.) 6) 13 21 –37

1) bereinigt um den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Vermögen, Verkauf von Veräußerungsgruppen, Strukturanpassungen, Aufwendungen aus Sonderabschreibungen iZm. Restrukturierungen, sowie Ergebnis aus dem Recycling von Währungseffekten aufgrund Entkonsolidierung; Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst// 2) Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2025// 3) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um Investitions-Cashflow zuzüglich Wachstumsinvestitionen // 4) Eigenkapital inklusive nicht beherrschender Anteile // 5) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien // 6) in Doppelzählung

Angaben nach § 243a UGB

Zum 31. Dezember 2025 umfasste das Aktienkapital der Wienerberger AG 109.497.697 nennwertlose Stückaktien, darunter 295.831 eigene Aktien.

Soweit dem Vorstand der Wienerberger AG bekannt, existieren keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen.

Der Aktienbesitz verteilt sich auf österreichische und internationale Investoren, kein Aktionär hält mehr als 10 % der Anteile an der Wienerberger AG.

Es existieren keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

Arbeitnehmer, die Aktionäre der Wienerberger AG sind, üben grundsätzlich ihr Stimmrecht unmittelbar und ohne Stimmrechtskontrolle aus. Darüber hinaus haben Arbeitnehmer Anteile an der Wienerberger AG im Rahmen eines Beteiligungsprogrammes erworben und diese Aktien an eine Mitarbeiterbeteiligungsstiftung gemäß § 4d Abs. 4 EStG zur treuhändischen Verwahrung und Ausübung der Aktionärsrechte übertragen. Der Vorstand besteht zum Bilanzstichtag aus vier Personen. Als Mitglieder des Vorstands sollen nur Personen bestellt werden, die zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens ihrer Bestellung oder ihrer Wiederbestellung das 65. Lebensjahr nicht vollendet haben. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei und höchstens zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Die Aufsichtsratsmitglieder werden, falls sie nicht für eine kürzere Funktionsperiode gewählt werden, für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das dritte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt. Hierbei wird das Geschäftsjahr, in dem gewählt wird, nicht mitgerechnet.

Der Vorstand wurde in der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 7. Mai 2024 gem. § 65 Abs. 1 Z 8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG während einer Geltungsdauer von 30 (dreißig) Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung ermächtigt, eigene Aktien der Wienerberger AG zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 20 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der vorangegangenen zehn Börsenhandlungstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung zu erwerben. Der Bestand an unter dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien sowie sonstigen gehaltenen eigenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals der Wienerberger AG zu keinem Zeitpunkt überschreiten; die Gesamtstückzahl, der gemäß der Ermächtigung nach dem Beschluss vom 7. Mai 2024 erworbenen eigenen Aktien darf maximal 10 % des Grundkapitals der Wienerberger AG zum Tag der Beschlussfassung betragen. Der Vorstand ist zur Festsetzung der Rückerwerbsbedingungen ermächtigt. Der Erwerb kann nach Wahl des Vorstands börslich oder außerbörslich oder im Wege eines öffentlichen Angebots erfolgen. Der Erwerb auch nur von einzelnen Aktionären oder einem einzigen Aktionär ist zulässig. Sofern gesetzlich keine Zustimmung des Aufsichtsrats zwingend erforderlich ist, ist der Aufsichtsrat im Nachhinein vom Beschluss des Vorstands in Kenntnis zu setzen. Im Falle des außerbörslichen Erwerbs kann dieser auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts der Aktionäre durchgeführt werden (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Der Vorstand kann diese Ermächtigung innerhalb der gesetzlichen Vorgaben insbesondere über die höchstzulässige Zahl eigener Aktien ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, einmal oder auch mehrfach ausüben. Diese Ermächtigung kann in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 228 Abs. 3 UGB) oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

Weiters wurde in der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 7. Mai 2024 beschlossen:

a) Der Vorstand der Wienerberger AG wird für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gemäß § 65 Abs. 1 b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne neuerliche Beschlussfassung der Hauptversammlung für die Veräußerung beziehungsweise Verwendung gehaltener eigener Aktien eine andere gesetzlich zulässige Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen. Diese Ermächtigung umfasst die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien auf eine andere gesetzlich zulässige Art der Veräußerung als über die Börse oder ein öffentliches Angebot, insbesondere einen außerbörslichen Verkauf (unter teilweisem oder vollständigem Ausschluss des Wiederkaufsrechts der Aktionäre), etwa in Form einer beschleunigten Privatplatzierung, oder als nicht in einer Barleistung bestehende Transaktionswährung für den Erwerb von Unternehmen, Unternehmensanteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögenswerten. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 228 Abs. 3 UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.

b) Der Vorstand der Wienerberger AG wird ferner gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 letzter Satz AktG ermächtigt, während einer Geltungsdauer von 30 (dreißig) Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Einziehung von erworbenen eigenen Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung herabzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben. Der Vorstand kann diese Ermächtigungen innerhalb der gesetzlichen Vorgaben insbesondere über die höchstzulässige Zahl eigener Aktien ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, einmal oder auch mehrfach ausüben.

Die in den Punkten a) und b) erteilten Ermächtigungen gelten sowohl für am Tag dieser Beschlussfassung bereits von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien als auch für künftig zu erwerbende eigene Aktien. Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzulegen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären in der Weise eingeräumt werden, dass die Kapitalerhöhung von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen wird, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht gemäß § 153 Abs. 6 AktG).

Die Vorstandsverträge, Vereinbarungen zu der Unternehmensanleihe 2023, sowie die Verträge verschiedener syndizierter Kredite und Darlehen enthalten Regelungen, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden („Change of Control“-Klauseln).

Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsmitgliedern infolge eines Kontrollwechsels werden wirksam, sobald ein Eigentümer in Folge des Überschreitens einer Beteiligungsschwelle von 20 % ein verpflichtendes Übernahmeangebot legen muss. Die vertraglichen Regelungen sehen vor, dass in diesem Fall die Gesamtleistungen, abhängig von der Restlaufzeit des Vorstandsmandats, zwei Jahresbezüge nicht überschreiten.

Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklungen

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft erwies sich 2025 trotz sich verändernder politischer Rahmenbedingungen, anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und neuer Handelsmaßnahmen, darunter höhere US-Zölle, nach wie vor als resilient. Laut dem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) im Februar 2026 veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick lag das globale Wirtschaftswachstum bei 3,3 % und damit auf dem Niveau des Vorjahres (2024: 3,3 %). Gleichzeitig ging die globale Inflation deutlich auf 4,1 % zurück (2024: 5,8 %), wobei es jedoch erhebliche regionale Unterschiede gab, was zu zunehmend divergierenden geldpolitischen Entscheidungen der Zentralbanken führte.

In Europa verlief die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Regionen weiterhin uneinheitlich. Die Eurozone verzeichnete eine leichte Verbesserung des BIP-Wachstums auf 1,4 % (2024: 0,9 %); dies war zum Teil darauf zurückzuführen, dass Deutschland nach zwei Jahren einer schrumpfenden Wirtschaft wieder ein leichtes Wachstum von 0,2 % verzeichnete. Das Wachstum in Frankreich schwächte sich auf 0,8 % ab (2024: 1,1 %), während das Vereinigte Königreich mit einem BIP-Wachstum von 1,4 % eine dynamischere Entwicklung zeigte (2024: 1,1 %). In Osteuropa blieb die Wirtschaftstätigkeit laut Euroconstruct mit einem BIP-Wachstum von 2,5 % (2024: 2,2 %) vergleichsweise robust. Vor diesem Hintergrund war die Geldpolitik in Europa von unterschiedlichen Ansätzen geprägt. Angesichts des nachlassenden Inflationsdrucks (2,1 % im Jahr 2025) in der Eurozone senkte die Europäische Zentralbank zu Beginn des Jahres viermal die Leitzinsen, bevor sie ab Juni den Hauptrefinanzierungssatz bei 2,15 % und den Einlagensatz bei 2,00 % beließ. Auch die Bank of England senkte ihren Leitzins von 4,75 % auf 3,75 %. Im Gegensatz dazu setzten mehrere Zentralbanken in Osteuropa ihre geldpolitische Lockerung nur vorsichtig fort – mit allgemein weiterhin hohen Zinssätzen auf einem Niveau von 4 % bis 7 % – um den Inflationsdruck einzudämmen und Finanzstabilität zu gewährleisten.

In den USA verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum auf 2,1 % (2024: 2,8 %). Höhere Zölle trugen zum Preisdruck bei, die Investitionstätigkeit wurde schwächer und die Arbeitsmärkte begannen sich abzukühlen. Die Inflation lag im Jahresdurchschnitt bei 2,7 %. Die US-Zentralbank (Federal Reserve System) verhielt sich für den Großteil des Jahres 2025 abwartend und begann erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Lockerung. Nach drei Zinssenkungen im Laufe des Jahres 2025 lag der Leitzins zum Jahresende bei 3,50–3,75 %.

Der europäische Wohnbaumarkt

Grundlage der folgenden Analyse bilden die Länderprognosen von Euroconstruct, Europas führendem Netzwerk für die Prognose von Entwicklungen im Bausektor, vom November 2025.

Trotz gelockerter Finanzierungsbedingungen belasteten Unsicherheit und Zurückhaltung seitens der Verbraucher auch 2025 den Wohnungsbau. Die Baugenehmigungen in Europa zeigten ein gemischtes Bild: Während in mehreren Märkten weiterhin eine gedämpfte Stimmung vorherrschte, waren in Deutschland, Frankreich, Ungarn und Polen Verbesserungen zu verzeichnen. Allerdings vergrößerte sich die Kluft zwischen Baugenehmigungen und tatsächlichen Baubeginnen weiter, sodass die Zahl der Baubeginne deutlich hinter den erteilten Genehmigungen zurückblieb. Westeuropa verzeichnete ein moderates Wachstum der Baubeginne in Frankreich und den Niederlanden, während der deutsche Wohnbaumarkt trotz Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen schwach blieb. In Osteuropa waren die Baubeginne insgesamt schwach, wobei nur Polen positiv hervorstach.

Der Renovierungsmarkt – ein strukturell resilienterer Endmarkt als der Neubau, getrieben durch Energieeffizienzsteigerungen und notwendige Instandhaltungsmaßnahmen – entwickelte sich in ganz Europa solide, wobei die westlichen Länder eine positive Dynamik zeigten und sich Osteuropa weitgehend stabilisierte.

Der europäische Infrastrukturmarkt

Laut Daten von Euroconstruct für 2025 entwickelten sich die Infrastrukturmärkte relativ positiv, unterstützt durch öffentliche Investitionsprogramme und regionsspezifische wirtschaftliche Entwicklungen.

Ein erheblicher Teil der gesamten Infrastrukturausgaben entfiel auf Wassermanagement, einschließlich Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwassersysteme. In diesem Bereich wurde in ganz Europa eine solide Entwicklung verzeichnet, insbesondere in Ländern wie dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Ungarn und der Tschechischen Republik. Investitionen in Energienetze und Netzausbauten gewannen im Jahresverlauf an Dynamik, getrieben durch die Energiewende und Klimaanpassungsprogramme, wobei die Niederlande als positives Beispiel zu nennen sind.

Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, Straßen und Telekommunikation zeigten regional unterschiedliche Trends. In Osteuropa war die Entwicklung im Vergleich zu Westeuropa insgesamt positiv, wenn auch ausgehend von einem niedrigeren Niveau.

Der Wohnbaumarkt in den USA

Der Wohnungsbausektor in den USA sah sich 2025 erneut mit einem herausfordernden Jahr konfrontiert, das von verzögerten Zinssenkungen, anhaltender Unsicherheit hinsichtlich der Handelszölle und die Marktstimmung trübenden politischen Entwicklungen geprägt war.

Die Konjunkturindikatoren spiegelten dieses gedämpfte Umfeld wider: Die Baugenehmigungen lagen im Jahresvergleich bei -3,6 %, und die Wohnbaubeginne gingen leicht zurück (-0,6 %) – wobei die schwache Entwicklung im Ein-familienhausbau (–6,9 %) auf das Wachstum drückte, während der Mehrfamilienhausbau deutlich zulegte (+18 %). Der Rückgang der Baufertigstellungen um 7,9 % reflektiert die Verlangsamung bei der Projektausführung. Diese Trends kamen auch im Marktvertrauen zum Ausdruck: Der NAHB/Wells Fargo Housing Market Index sank von 47 zu Jahresbeginn auf 39 zum Jahresende (Werte unter 50 sind ein Indikator für einen negativen Ausblick). Die Finanzierungsbedingungen verbesserten sich allmählich, da der durchschnittliche Fixzinssatz für Hypothekardarlehen mit 30-jähriger Laufzeit im Dezember auf 6,19 % sank und damit etwa 50 Basispunkte unter dem Vorjahreswert lag. Dies bedeutete zwar die erste nennenswerte Senkung der Kreditkosten seit Beginn der geldpolitischen Straffung, doch blieben die Zinsen hoch und die Nachfrage gedämpft.

Der Infrastrukturmarkt in den USA

Der nordamerikanische Infrastruktursektor wuchs auch 2025 weiter, gestützt durch groß angelegte Bundesprogramme und öffentliche Investitionsinitiativen. Der Markt gliedert sich im Wesentlichen in die Bereiche Verkehr (Straßen, Eisenbahnen, Flughäfen), Strom und Energie, sowie Wasser und Abwasser, wobei letzterer für das Rohrgeschäft von wienerberger am relevantesten ist.

Von den 1,2 Billionen US Dollar, die im Rahmen des Infrastructure Investment and Jobs Act (IIJA) in den USA und ähnlicher Initiativen in Kanada bereitgestellt wurden, profitierte der Verkehrssektor weiterhin als das größte Segment, wobei Straßen und Autobahnen den größten Anteil der Mittel erhielten. Die Wasserinfrastruktur blieb trotz des dringenden Modernisierungsbedarfs vergleichsweise unterfinanziert. Dieses auch als Bipartisan Infrastructure Law bezeichnete Gesetz sieht über 50 Milliarden US Dollar für Verbesserungen der Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwassersysteme vor – die bislang größte Investition der Bundesregierung im Wassersektor.

Alternde Anlagen, Klimawandel und Finanzierungslücken stellen nach wie vor die zentralen Herausforderungen dar, die die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor zur Sicherung langfristiger Resilienz unterstreichen.

Quellen: IMF (World Economic Outlook October 2025 and January 2026), U.S. Census Bureau, Euroconstruct, Freddie Mac Primary Mortgage Market Survey, NAHB/Wells Fargo Housing Market Index, Bluefield Research, EPA United States Environmental Protection Agency

Finanzlage

Ertragslage

Verkürzte Konzerngewinn- und -verlustrechnung
in EUR Mio 2025 2024
Umsatzerlöse 4.566 4.513
Herstellkosten –2.963 –2.902
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.603 1.610
Bruttomarge (in %) 35,1 35,7
Vertriebs- und Verwaltungskosten –1.274 –1.243
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge 3 –74
EBIT 332 294
Finanzergebnis –99 –143
Ergebnis vor Ertragsteuern 233 151
Ertragsteuern –65 –67
Ergebnis nach Ertragsteuern 168 84
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,52 0,72
Operatives EBITDA 754 760
Operatives EBITDA
in EUR Mio 2025 2024
EBIT 332 294
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 377 362
Wertminderungen von Vermögenswerten 13 51
EBITDA 721 707
Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen –14 –24
Strukturanpassungen 47 78
Operatives EBITDA 754 760
Operative EBITDA-Marge (in %) 16,5 16,8

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte wienerberger Umsatzerlöse von EUR 4.566 Mio und lag damit um 1 % über dem Vorjahreswert von EUR 4.513 Mio. Getragen wurde diese Entwicklung durch einen vorteilhaften Geschäftsmix mit starken Beiträgen aus dem Dach- und Infrastrukturbereich. Diese Performance unterstreicht die Widerstandsfähigkeit des Konzerns trotz der anhaltenden Schwäche im Neubausegment. Die Bereiche Dach- und Rohrsysteme entwickelten sich stabil, unterstützt durch die strategische Positionierung von wienerberger und die konsequente Ausrichtung des Portfolios auf höherwertige und resilientere Segmente. Insgesamt entfielen 34 % der Umsatzerlöse auf innovative Produkte (2024: 33 %). Angesichts dieses Portfoliomix beliefen sich die Umsätze aus dem Renovierungsgeschäft auf 38 % (2024: 35 %), aus dem Infrastrukturbereich auf 19 % (2024: 20 %) und aus dem Wohnneubau auf 43 % (2024: 45 %).

Ertrags- und Margenentwicklung

Das Bruttoergebnis vom Umsatz belief sich auf EUR 1.603 Mio (2024: EUR 1.610 Mio), was einer Bruttomarge von 35,1 % entspricht (2024: 35,7 %). Der Margenrückgang ist auf anhaltende Kosteninflation zurückzuführen, insbesondere bei Personal, Energie und Logistikkosten. Diese Effekte wurden teilweise durch operative Effizienzsteigerungen und konsequente Kostendisziplin kompensiert.

Das EBIT erhöhte sich auf EUR 332 Mio (2024: EUR 294 Mio). Die Steigerung ist auch auf einen deutlichen Rückgang restrukturierungsbedingter Aufwendungen (Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung inklusive Sonderabschreibungen, Personalkosten und Wertberichtigungen von Vorräten) zurückzuführen.

wienerberger entwickelte sich erfolgreich gemäß seiner Ergebnisprognose und erzielte ein operatives EBITDA von EUR 754 Mio (2024: EUR 760 Mio), was einer soliden Marge von 16,5 % entspricht (2024: 16,8 %). Dieses Ergebnis – basierend auf einem resilienten Geschäftsmodell – spiegelt unsere operative Effizienz in Verbindung mit einem disziplinierten Kostenmanagement wider.

Finanzergebnis und Nettogewinn

Das Finanzergebnis belief sich auf EUR –99 Mio (2024: EUR –143 Mio). Der Zinsaufwand blieb stabil, was auf erfolgreiche Refinanzierungsmaßnahmen und ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil zurückzuführen ist. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall negativer Währungsumrechnungseffekte im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der russischen Aktivitäten im Vorjahr.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag bei EUR 233 Mio (2024: EUR 151 Mio). Die Ertragsteuern beliefen sich auf EUR –65 Mio (2024: EUR –67 Mio), sodass sich ein Ergebnis nach Ertragsteuern von EUR 168 Mio ergab (2024: EUR 84 Mio).

Das Ergebnis je Aktie hat sich mehr als verdoppelt und betrug EUR 1,52 (2024: EUR 0,72).

Vermögens- und Finanzlage

Verkürzte Konzernbilanz
in EUR Mio 2025 % 2024 %
Sachanlagen 2.902 47 2.923 46
Firmenwerte 593 10 593 9
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 465 8 479 7
Sonstige langfristige Vermögenswerte 170 3 178 3
Langfristiges Vermögen 4.130 67 4.173 65
Zahlungsmittel und sonstige finanzielle Vermögenswerte 281 5 374 6
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.730 28 1.872 29
Kurzfristiges Vermögen 2.012 33 2.246 35
Summe Aktiva 6.142 100 6.418 100
Eigenkapital 2.802 46 2.883 45
Finanzverbindlichkeiten 1.582 26 1.522 24
Sonstige Verbindlichkeiten 431 7 455 7
Langfristige Schulden 2.013 33 1.977 31
Finanzverbindlichkeiten 336 5 605 9
Sonstige Verbindlichkeiten 991 16 954 15
Kurzfristige Schulden 1.327 22 1.559 24
Summe Passiva 6.142 100 6.418 100

Darstellung von Vorjahreswerten

In der Vergleichsperiode 2024 hat der Konzern Umgliederungen in den Abschlussposten vorgenommen. Für eine detaillierte Darstellung der Änderungen siehe Konzernabschluss, Note 2.

Vermögensstruktur

Zum 31. Dezember 2025 verringerte sich die Bilanzsumme um 4 % auf EUR 6.142 Mio (2024: EUR 6.418 Mio). Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich geringfügig auf EUR 4.130 Mio (2024: EUR 4.173 Mio), da die Abschreibungen die Investitionen überstiegen, was auf disziplinierte Investitionstätigkeit und Kapazitätsoptimierungen zurückzuführen ist.

Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen um 10 % auf EUR 2.012 Mio zurück (2024: EUR 2.246 Mio). Die Vorräte blieben weitgehend stabil, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Bestand an Zahlungsmitteln zurückgingen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital belief sich auf EUR 2.802 Mio (2024: EUR 2.883 Mio) und war im Wesentlichen durch negative Fremdwährungsumrechnungseffekte in Höhe von EUR –115 Mio belastet.

Verbindlichkeiten

Bei kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten wurde infolge der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten ein Rückgang um EUR 196 Mio auf EUR 3.340 Mio (2024: EUR 3.536 Mio) verzeichnet.

Nettoverschuldung und Kapitalstruktur

Nettoverschuldung
in EUR Mio 2025 2024
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.582 1.522
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 336 605
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte –69 –112
Zahlungsmittel –213 –262
Nettoverschuldung 1.637 1.753
Leverage (Nettoverschuldung / operatives EBITDA) 2,2x 2,3x

Die Nettoverschuldung verringerte sich auf EUR 1.637 Mio (2024: EUR 1.753 Mio). Der Rückgang war im Wesentlichen auf den starken Free Cashflow zurückzuführen.

Im Berichtszeitraum wurde eine im zweiten Quartal 2025 fällige Anleihe in Höhe von EUR 400 Mio zurückgezahlt und durch eine Kombination aus langfristigen und kurzfristigen Bankkrediten refinanziert, wodurch sich die Fälligkeitsstruktur verbesserte. In der Folge erhöhten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten geringfügig auf EUR 1.582 Mio (2024: EUR 1.522 Mio), während sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten nahezu halbierten und auf EUR 336 Mio zurückgingen (2024: EUR 605 Mio). Insgesamt reduzierten sich die verzinslichen Verbindlichkeiten geringfügig auf 31 % (2024: 33 %).

Der Leverage (Nettoverschuldung / operatives EBITDA) lag 2025 bei 2,2x (2024: 2,3x) und damit nahe am Zielwert von rund 2,0x. Der Verschuldungsgrad verbesserte sich auf 58 % (2024: 61 %), was die disziplinierte Finanzpolitik unterstreicht.

image

Cashflow

Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung
in EUR Mio 2025 2024
Ergebnis nach Ertragsteuern 168 84
Abschreibungen und Wertminderungen auf das Anlagevermögen 389 413
Sonstige Anpassungen –32 –30
Veränderungen Working Capital 104 139
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 630 606
Maintenance Capex –148 –135
Growth Capex –133 –177
M&A Capex –24 –637
Devestitionen und Sonstiges 70 19
Cashflow aus Investitionstätigkeit –235 –930
Nettozahlungsflüsse aus Finanzverbindlichkeiten und der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten –279 299
Dividendenzahlungen und Erwerb eigener Aktien –135 –137
Erwerb nicht beherrschender Anteile –24 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –439 162
Free Cashflow
in EUR Mio 2025 2024
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 630 606
Cashflow aus Investitionstätigkeit –235 –930
Growth capex and M&A capex 157 814
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten –77 –72
Free Cashflow 474 417
Working Capital
in EUR Mio 2025 2024
Vorräte 1.329 1.341
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 248 345
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –454 –418
Sonstige kundenbezogene Verbindlichkeiten –188 –177
Working Capital 935 1.092
Working Capital / Umsatzerlösen (in %) 20 24

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Jahresvergleich und erreichte EUR 630 Mio (2024: EUR 606 Mio). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den höheren Gewinn nach Ertragsteuern zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich geringere Wertminderungen auf Vermögenswerte sowie ein geringerer Mittelzufluss aus der Reduktion des Working Capital aus. Die Vorräte blieben gegenüber 2024 weitgehend stabil, was trotz höherer Produktionskosten auf eine strenge Mengendisziplin zurückzuführen ist. Insgesamt verringerte sich das Working Capital auf EUR 935 Mio (2024: EUR 1.092 Mio), wodurch sich die Working‑Capital‑Quote auf 20 % der Umsatzerlöse verbesserte (2024: 24 %).

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss von EUR 235 Mio (2024: EUR 930 Mio). Die Mittelabflüsse für M&A‑Aktivitäten beliefen sich auf EUR 24 Mio (2024: EUR 637 Mio). Da 2025 selektiv Akquisitionen getätigt wurden, resultiert der Unterschied zum Vorjahr hauptsächlich aus dem Wegfall einer größeren Transaktion; 2024 entfielen die Mittelabflüsse nahezu ausschließlich auf die Übernahme von Terreal.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR –439 Mio (2024: EUR 162 Mio). Im Gegensatz zum Vorjahr war der Finanzierungs‑Cashflow im Jahr 2025 primär durch Refinanzierungsmaßnahmen und die Optimierung der Kapitalstruktur geprägt und weniger durch expansive Finanzierungsmaßnahmen.

Sonstige finanzierungsbezogene Cashflows entsprachen weitgehend denen des Vorjahres und spiegeln hauptsächlich wiederkehrende Positionen wider, darunter Dividendenausschüttungen in Höhe von EUR 106 Mio (2024: EUR 103 Mio), Aktienrückkäufe von EUR 29 Mio (2024: EUR 34 Mio) sowie Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 77 Mio (2024: EUR 72 Mio). Darüber hinaus wurden EUR 24 Mio für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (2024: EUR 0 Mio) aufgewendet, die sich auf die verbleibende Beteiligung an GSE Integration (GSEi) beziehen.

Zum Jahresende 2025 verfügte wienerberger über eine solide Liquidität in Höhe von EUR 963 Mio (2024: EUR 1.012 Mio), bestehend aus liquiden Mitteln sowie zugesagten und vollständig ungezogenen Kreditlinien.

Insgesamt deckte die starke Cashflow-Entwicklung nicht nur den internen Geschäftsbetrieb, sondern ermöglichte auch Dividendenzahlungen an unsere Aktionäre und die Rückzahlung von Finanzschulden.

Der Free Cashflow belief sich auf EUR 474 Mio (2024: EUR 417 Mio).

Unternehmensakquisitionen

Im Jahr 2025 setzte wienerberger seine gezielten Akquisitionen fort, um seine strategische Positionierung insbesondere in den Bereichen Renovierung und Infrastrukturlösungen zu stärken. In Irland und Großbritannien wurde durch die Übernahme von MFP Ltd., einem Spezialisten für Entwässerungs-, Dachrinnen- und Kabelkanalsysteme, die Plattform für Rohrlösungen und die regionale Präsenz weiter gestärkt. Die Übernahme von VETA France, einem Hersteller von Fassadenpaneelen mit integrierten Dämmsystemen, stärkte das Fassadengeschäft der Gruppe.

Im Geschäftsjahr 2025 beliefen sich die Ausgaben für Unternehmensakquisitionen auf EUR 24 Mio (2024: EUR 637 Mio). Alle Transaktionen standen in vollem Einklang mit den strategischen und finanziellen Kriterien des Konzerns und konzentrierten sich auf wertsteigerndes Wachstum ohne Beeinträchtigung der Bilanzstärke.

Darüber hinaus erwarb der Konzern die verbleibenden Anteile an GSEi in Höhe von EUR 24 Mio.

Kapitaleffizienz

Operatives EBIT
in EUR Mio 2025 2024
EBIT 332 294
Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen –14 –24
Strukturanpassungen 47 78
Wertminderungen von Vermögenswerten 13 51
Operatives EBIT 377 398
Durchschnittliches Capital Employed
in EUR Mio 2025 2024
Eigenkapital 2.802 2.883
Finanzverbindlichkeiten 1.918 2.127
Liquide Mittel und Finanzanlagevermögen –340 –426
Capital Employed am Stichtag 4.380 4.583
Durchschnittliches Capital Employed 4.482 4.203
ROCE
in EUR Mio 2025 2024
Operatives EBIT 377 398
Durchschnittliches Capital Employed 4.482 4.203
ROCE (in %) 8,4 9,5

Capital Employed war zum Stichtag um 4 % niedriger als im Vorjahr, da wienerberger seine Nettoverschuldung reduzieren konnte, was auf eine disziplinierte Investitionstätigkeit und ein aktives Working Capital Management zurückzuführen ist.

Dennoch ging der ROCE um 1,1 Prozentpunkte zurück. Ausschlaggebend dafür war die Erstkonsolidierung von Terreal im Februar 2024, die im aktuellen Geschäftsjahr zu einem Anstieg des durchschnittlichen Capital Employed um 7 % führte.

Return on Capital Employed (ROCE) ist eine wichtige Kennzahl für wienerberger und misst die Rendite, die mit dem im Unternehmen eingesetzten Kapital erzielt wird.

Geschäftssegmente

Europe West

in EUR Mio 2025 2024
Umsatzerlöse 2.686 2.544
Operatives EBITDA 408 350
EBITDA 371 288
Operative EBITDA Marge (in %) 15,2 13,8

Die Region Europe West, die unsere Märkte in Nord- und Westeuropa umfasst, bietet Systemlösungen für die gesamte Gebäudehülle (Wand, Fassade und Dach) sowie für Flächenbefestigungen, Abwasser- und Regenwasserentsorgung, Sanitär-, Heiz- und Kühltechnik sowie Energie- und Wassermanagement.

Im Bereich Rohre war die erfolgreiche Integration von Grain Plastics von einer positiven Margenentwicklung begleitet. In Irland stärkte wienerberger seine Marktposition im Rohrbereich durch die Übernahme von MFP, einem Spezialisten für Entwässerungs-, Dachrinnen- und Kabelkanalsysteme. Die Anlaufphase des neuen Betondachziegelwerks Smeed Dean in Großbritannien verläuft erfolgreich.

Marktentwicklung

Die Bautätigkeit im Wohnbereich blieb 2025 in ganz Westeuropa auf niedrigem Niveau, wobei die Baubeginne gegenüber dem Vorjahr nur leicht zunahmen. Das Neubauvolumen lag in Deutschland und Frankreich auf einem historischen Tiefstand; gegen Jahresende zeichnete sich jedoch eine erste Stabilisierung ab, wie steigende Baugenehmigungen zeigen. Das Vereinigte Königreich und Irland hatten weiterhin mit einer geringen Nachfrage und schwachem Verbrauchervertrauen zu kämpfen. In den Benelux-Ländern verbesserte sich die Stimmung in der Bauindustrie langsam, aber die Verlagerung hin zu Mehrfamilienhäusern und die eingeschränkte Leistbarkeit belasteten die traditionellen Ziegel- und Fassadenprodukte. Insgesamt war das Jahr geprägt von einer geringen Neubautätigkeit, einem intensiven Preiswettbewerb und stärkeren, aber gemischten Signalen aus den Renovierungsmärkten.

Die infrastrukturbezogenen Märkte zeigten sich robuster. Die Investitionen in Wasser- und Abwassersystemen, Netzmodernisierungen und Energieinfrastruktur wurden in der gesamten Region fortgesetzt, insbesondere in den Benelux-Ländern und im Vereinigten Königreich. Die nordeuropäischen Märkte verzeichneten insgesamt solide Infrastrukturprojekte, was zu einer stabileren Gesamtnachfrage nach Rohrsystemen führte.

Performance von wienerberger

Im Jahr 2025 stiegen die Umsatzerlöse um 6 % auf EUR 2.686 Mio (2024: EUR 2.544 Mio), getrieben durch ein Mengenwachstum von +2 % sowohl bei keramischen Produkten als auch bei Rohrsystemen, während das Preisniveau insgesamt stabil blieb (0 %). Das operative EBITDA erhöhte sich um 17 % auf EUR 408 Mio (2024: EUR 350 Mio), unterstützt durch Effizienzsteigerungen und konsequente Kostenkontrolle. Höhere Personal- und Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr wirkten jedoch dämpfend.

Die Nachfrage nach Wand- und Fassadenprodukten für den Wohnungsbau blieb in der gesamten Region schwach, insbesondere in Deutschland und Frankreich. In diesem Umfeld behauptete wienerberger seine Position durch disziplinierte operative Steuerung und einem starken Fokus auf Systemlösungen. In Belgien und den Niederlanden stützten eine stärkere Renovierungsdynamik und verbesserte Wetterbedingungen sowie eine stärkere Nachfrage nach Ziegelriemchen das Absatzvolumen. Irland entwickelte sich weiterhin solide, gestützt auf eine gesündere Projektpipeline, während das Vereinigte Königreich deutlich schwierigere Bedingungen erlebte, mit schwacher Nachfrage, gedämpftem Vertrauen und verschobenen Kundenprojekten. In Deutschland blieb die Renovierungstätigkeit schwach und der Wettbewerbsdruck hoch, wodurch die Absatzmengen belastet wurden, während selektive Produktverbesserungen die Kundenbindung unterstützten.Auch Frankreich profitierte von Renovierungsmaßnahmen, wobei Dach- und Fassadenlösungen zur Stützung der Absatzmengen beitrugen. Die Absatzmengen bei Keramikprodukten stiegen im Gesamtjahr um 2 %, während die Preise leicht um 1 % nachgaben.

Die infrastrukturnahen Geschäftsbereiche entwickelten sich solide. In den Niederlanden stützten starke Aktivitäten betreffend unterirdische Infrastruktur, Netzerweiterungen, Kanalverbesserungen und Versorgungsnetze die Nachfrage trotz Arbeitskräftemangel und Verzögerungen bei der Erteilung von Genehmigungen. In Belgien und im Vereinigten Königreich gab es selektive Verbesserungen im Rahmen der Investitionszyklen für Wasser- und Abwassersysteme, während Schweden und Dänemark solide Auftragsbestände im Wasser- und Abwassermanagement meldeten. Das Rohr- und Infrastrukturgeschäft von wienerberger erzielte stabile bis leicht positive Absatzvolumina, getragen von starken Positionen im Wassermanagement, im Bereich Elektro sowie im Entwässerungs- und Regenwassermanagement. Integrationsbedingte Synergieeffekte, insbesondere durch Grain Plastics, steigerten die Margen, während die Preisgestaltung trotz des wettbewerbsintensiven Umfelds diszipliniert blieb. Für das Gesamtjahr stiegen die Volumina im Rohr- und Infrastrukturgeschäft um 2 % bei stabiler Preisentwicklung von 0 %.

Europe East1

in EUR Mio 2025 2024
Umsatzerlöse 1.180 1.169
Operatives EBITDA 214 219
EBITDA 210 222
Operative EBITDA Marge (in %) 18,1 18,7

In der Region Europe East bietet wienerberger Lösungen für die Gebäudehülle (Wand, Fassade und Dach), Abwasser- und Regenwassermanagement, für die Sanitär-, Heiz- und Kühltechnik sowie für die Energie-, Gas- und Trinkwasserversorgung und für Flächenbefestigungen an.

Marktentwicklung

Die Aktivitäten im Wohnungsbau und in der Renovierung blieben in Osteuropa im Jahr 2025 verhalten. Österreich sah sich aufgrund der hohen Inflation, zurückhaltender Subventionen und Vorsicht seitens privater Investoren mit einer schwachen Neubau-Nachfrage konfrontiert, während energieeffiziente Renovierungen einen stetigen, aber dennoch unzureichenden Ausgleich darstellten. In der Tschechischen Republik wurde der Wohnungsbau durch die schwache Nachfrage nach Einfamilienhäusern gebremst, obwohl die Nachfrage nach Dachsanierungen weiterhin stabil blieb. In Ungarn zeigten sich erste Anzeichen einer Erholung nach der Einführung von Festzinsdarlehen für den Erwerb von Erstwohnungen, was die Stimmung sowohl auf dem Gebraucht- als auch auf dem Neuwohnungsmarkt stärkte, wobei sich der Mehrfamilienhausbau als robuster erwies. In Polen stützten verbesserte Finanzierungsbedingungen die zugrunde liegende Nachfrage, aber der Neubaumarkt blieb schwierig, da die Bauträger zurückhaltend waren und der Wettbewerbsdruck hoch blieb.

Die Infrastrukturmärkte entwickelten sich uneinheitlich. Polen und die Tschechische Republik profitierten weiterhin von öffentlichen Investitionen im Bereich Wasser und Abwasser, während Österreich stabil blieb, aber einem starken Wettbewerb ausgesetzt war. Im Gegensatz dazu kam es in mehreren südosteuropäischen Märkten aufgrund politischer Unsicherheiten zu Verzögerungen und einem Rückgang des Vergabevolumens, was die Nachfrage nach Infrastrukturprojekten belastete.

Performance von wienerberger

Im Jahr 2025 erzielte die Region Umsatzerlöse von EUR 1.180 Mio (2024: EUR 1.169 Mio), gestützt durch stabile Absatzvolumina (0 %), wobei positive Entwicklungen im Keramikbereich die schwächere Performance im Rohrbereich ausglichen und eine insgesamt positive Preisentwicklung von +2 % zu verzeichnen war. Das operative EBITDA ging leicht auf EUR 214 Mio zurück (2024: EUR 219 Mio), beeinflusst durch steigende Energie- und Personalkosten.

In ganz Osteuropa erzielte wienerberger im Keramikgeschäft eine stabile Umsatzentwicklung, unterstützt durch gezielte kommerzielle Maßnahmen und eine starke Kundenbindung. In Österreich stützten eine intensive Projektarbeit und gestärkte Kundenbeziehungen das Volumen in einem hart umkämpften Umfeld. Die Tschechische Republik übertraf den Markt im Bereich Wand und profitierte von einer starken Nachfrage im Dachbereich. Ungarn gewann Marktanteile im Wandbereich, während der Dachmarkt weiterhin unter Druck stand. Polen konnte in einem schwierigen Markt ein weitgehend stabiles Volumen halten. Das Volumen im Keramikbereich stieg um 1 %, begleitet von einem Preisanstieg von 2 %.

Die Entwicklung im Infrastruktur- und In-house-Rohrsegment war uneinheitlich. Die Tschechische Republik und Polen leisteten einen positiven Beitrag und profitierten von starken Investitionen des öffentlichen Sektors und einer stabilen Nachfrage im Bereich Wasser- und Abwasseranwendungen. Der Bereich Hausinstallationslösungen (Elektro, Warm- und Kaltwasser, Sanitär) blieb stabil bis positiv, unterstützt durch Mehrfamilien- und Gewerbebauten in Polen und der Tschechischen Republik. Österreich blieb insgesamt stabil, obwohl der Wettbewerb die Preise belastete, während Ungarn und Teile Südosteuropas aufgrund von Verzögerungen bei der Projektumsetzung schwächere Absatzmengen verzeichneten. Die Absatzmengen für Rohre in Osteuropa gingen um 3 % zurück, während die Preise um 2 % stiegen.

North America

in EUR Mio 2025 2024
Umsatzerlöse 700 799
Operatives EBITDA 132 191
EBITDA 140 196
Operative EBITDA Marge (in %) 18,8 24,0

In der Region North America bietet wienerberger keramische Fassaden- und Rohrlösungen für Wohn- und Gewerbebauprojekte an, mit Fokus auf nachhaltige Wasserversorgung, Regenwasserkanalisation und umweltfreundliche Abwasserentsorgung. Das Fassadengeschäft bietet Keramik-, Kalziumsilikat- und Betonbaustoffe für Neubau- und Renovierungsprojekte.

Marktentwicklung

Das Jahr 2025 war geprägt von einem anhaltenden Abschwung auf dem nordamerikanischen Wohnbaumarkt, der durch hohe Hypothekarzinsen, eingeschränkte Leistbarkeit und einem Rückgang der Neubautätigkeit sowohl in den USA als auch in Kanada getrieben wurde. Die Verkäufe bestehender Häuser fielen auf ein 30-Jahres-Tief, und der Wohnungsbau blieb deutlich schwächer als zu Beginn des Jahres erwartet. Kanada folgte einem ähnlichen Muster, wobei Ontario weiterhin hinter den Erwartungen zurückblieb und die Immobilientransaktionen deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie lagen.

Die infrastrukturbezogenen Märkte zeigten sich resilienter. Die Investitionen im Bereich Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Netzmodernisierung wurden in den USA und Kanada fortgesetzt und sorgten für eine stabile Konjunktur im Versorgungs- und Tiefbau.

Performance von wienerberger

Im Jahresverlauf 2025 erwirtschaftete die Region Umsatzerlöse von EUR 700 Mio (2024: EUR 799 Mio), bedingt durch einen 8-%igen Volumenrückgang hauptsächlich infolge schwacher Nachfrage nach keramischen Vormauerprodukten. Während die Rohrpreise aufgrund industrieweiter Preissenkungen zurückgingen, kam es bei keramischen Produkten zu gering-fügigen Preissteigerungen. Diese Entwicklung resultierte in einem operativen EBITDA von EUR 132 Mio (2024: EUR 191 Mio).

Die Absatzmengen bei Vormauerziegeln gingen aufgrund der ausgeprägten Schwäche im Wohnungsbau zurück. Eine geringere Auslastung der Werke beeinträchtigte die Kostenabsorption, während die Preise stabil blieben. wienerberger konnte seine Kundenbasis halten und unterstützte weiterhin wichtige Vertriebspartner. Die Mengeneffekte waren mit -11 % negativ, während die Preise mit einem Anstieg von 1 % stabil blieben.

Das Rohr- und Infrastrukturgeschäft entwickelte sich dank laufender Investitionen im Bereich Wasserversorgung- und Regenwasserkanalisation sowie durch öffentliche Versorgungsunternehmen stabiler. Trotz des branchenweiten Preisdrucks verzeichnete wienerberger im Rohrgeschäft leicht positive Absatzzahlen und konnte seinen Marktanteil in Bereichen wie Wassermanagement und Elektroinstallationsrohre ausbauen. Die Infrastrukturmärkte in den USA und Kanada profitieren von langfristigen Wasser- und Energieprogrammen, die eine stabile Geschäftsgrundlage bieten. Der Preiswettbewerb wirkte sich auf die Margen aus, aber Integrationsmaßnahmen und Portfolioverbesserungen trugen dazu bei, das Leistungsversprechen gegenüber den Kunden zu stärken. Das Rohrgeschäft verzeichnete eine Steigerung des Absatzvolumens um 2 %, während die Preise um 15 % zurückgingen, was in erster Linie auf die Deflation der Rohstoffkosten zurückzuführen ist.

1  Einschließlich des Geschäfts in den Emerging Markets

Ausblick 2026

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut dem am 19. Jänner 2026 vom Internationalen Währungsfonds (IWF) veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick wird das globale Wachstum 2026 voraussichtlich stabil bei 3,3 % bleiben (2025: 3,3 %). Es bestehen weiterhin Unsicherheiten in der Handelspolitik sowie geopolitische Spannungen und Inflationsrisiken.

Für die USA wird ein Wachstum von 2,4 % (2025: 2,1 %) prognostiziert. Unterstützt wird dieses Wachstum durch fiskalische Anreize und erleichterte Finanzierungsbedingungen. Die Eurozone entwickelt sich mit 1,3 % (2025: 1,4 %) verhalten, da Unsicherheit und höhere Zölle die Konjunktur belasten. Für Großbritannien prognostiziert der IWF 2026 eine stabile Entwicklung von 1,3 % (2025: 1,4 %). Laut Euroconstruct ist für osteuropäische Länder bei anhaltender Erholung und zunehmenden Investitionen ein Wachstum von 2,7 % (2025: 2,5 %) zu erwarten, wenngleich weiterhin Risiken bestehen.

Die globale Gesamtinflation soll auf 3,8 % (2025: 4,1 %) zurückgehen, wobei regionale Unterschiede zu erwarten sind. Für die USA wird ein Rückgang der Inflation auf 2,4 % (2025: 2,7 %) prognostiziert, für die Eurozone ein Rückgang des Preisanstiegs auf 1,9 % (2025: 2,1 %).

Am 28. Februar 2026 begann eine militärische Auseinandersetzung im mittleren Osten. Dieser Konflikt hat Auswirkungen auf wichtige Verkehrs- und Handelsströme. Seither ist neben Störungen entlang von Lieferketten und Logistikströmen eine erhöhte Volatilität an den globalen Rohstoff- und Energiemärkten zu beobachten. Die Auswirkungen beschränken sich daher nicht nur auf höhere Energiepreise, sondern umfassen breitere Störungen bei der Rohstoffversorgung und Logistik. Auswirkungen auf die Finanzmärkte sind nicht auszuschließen. Für wienerberger kann dies zu deutlichen Preissteigerungen insbesondere in den Bereichen Energie, Rohstoffe und Logistik führen und in Versorgungsengpässen resultieren. wienerberger überwacht die Situation kontinuierlich und ergreift Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen. Eine Quantifizierung der Auswirkungen ist aufgrund der Dynamik des Konflikts zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich und daher nicht in unserem Ausblick für das Jahr 2026 berücksichtigt.

wienerberger

Für 2026 erwartet wienerberger weiterhin geopolitische Instabilität und anhaltende makroökonomische Volatilität. Eine strukturelle Erholung im Wohnungsneubau ist ebenso wenig absehbar wie eine breite Marktbelebung in den Bereichen Infrastruktur und Renovierung; die langfristigen Zinsen verbleiben auf hohem Niveau.

Ein wichtiger strategischer Schritt für wienerberger ist die Akquisition der Italcer Group. Am 24. Februar 2026 hat wienerberger eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb von Italcer unterzeichnet, einem führenden Hersteller hochwertiger keramischer Lösungen mit Produktionsstandorten in Italien und Spanien. Der Abschluss der Transaktion wird – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen – im zweiten Quartal 2026 erwartet.

Vor diesem Hintergrund prognostiziert wienerberger für das Geschäftsjahr 2026 – unter Einbeziehung eines erwarteten Ergebnisbeitrags von Italcer – ein operatives EBITDA von rund EUR 810 Mio. (2025: EUR 754 Mio.). Dabei wird das erste Halbjahr 2026 vor allem durch den extrem langen und kalten Winter in allen Märkten beeinflusst sein. wienerberger erwartet eine entsprechende Erholung der Märkte ab dem Sommer 2026.

Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

Unsere internationale Geschäftstätigkeit bringt nicht nur große Chancen, sondern auch kurz-, mittel- und langfristige Risiken mit sich. wienerberger hat daher ein effektives Risikomanagementsystem etabliert, das vorhandene Risiken aufzeigt und diesen in einem strukturierten Prozess durch Vermeidung, Risikominderung und Auslagerung begegnet. In allen strategischen Entscheidungen wird unser Risikobewusstsein berücksichtigt. Dabei werden rein operative Risiken in Kauf genommen, während das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäfts unzulässig ist. Als führender Anbieter von innovativen und nachhaltigen Lösungen für Neubau, Renovierung und Infrastruktur verpflichten wir uns freiwillig zur transparenten Darstellung nicht nur von klimarelevanten Chancen, sondern auch von damit verbundenen Risiken. Die Identifizierung und Analyse klimabezogener Risiken ist Teil des umfassenden Risikomanagementansatzes von wienerberger. Seit 2020 unterstützen wir daher die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) in Bezug auf die Identifizierung, Analyse und Bewertung von physischen Risiken und Übergangsrisiken im Zusammenhang mit der Auswirkung der Wende zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft (z.B. Reputationsrisiken, regulatorische Risiken, Marktrisiken und Technologierisiken). Außerdem informieren wir über die Einschätzung von Klimarisiken gemäß den Anforderungen der CSRD-Richtlinie (Corporate Sustainability Reporting Directive). Eine detaillierte Offenlegung unserer Einschätzung des Klimarisikos ist in der Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung, E1 Klimawandel, zu finden.

Die wesentlichen ESG-bezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen von wienerberger werden als Teil des allgemeinen Risikomanagementprozesses und des Kontrollsystems gesteuert und nachfolgend erläutert. Die wesentlichen ESG-bezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen von wienerberger wurden im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse analysiert (siehe Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung, Allgemeine Angaben, IRO-1).

Im Rahmen des Risikomanagements kommt dem Internen Kontrollsystem (IKS) der Wienerberger AG eine besondere Rolle zu. Das IKS basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (von COSO veröffentlicht) und bietet dem Management ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus den wesentlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren bzw. zu vermeiden. Regelungen und Kontrollen, die konzernweite und geschäftssegmentübergreifende Gültigkeit haben, werden vom Vorstand vorgegeben. Der dezentralen Struktur von wienerberger entsprechend liegt die Verantwortung für die Implementierung des IKS beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Interne Revision übernimmt dabei eine Steuerungs-, Kommunikations- und Überwachungsfunktion. Durch regelmäßige Audits an den Standorten wird die Einhaltung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet. Die Interne Revision agiert auf der Grundlage einer Charta, die regelmäßig vom Prüfungs- und Risikoausschuss des Aufsichtsrats überarbeitet und genehmigt wird. Im Jahr 2024 wurde die Qualität der Internen Revision von wienerberger extern geprüft und als den International Standards for the Professional Practice of Internal Auditing (IPPF) entsprechend beurteilt.

Das IKS besteht aus systematisch gestalteten Maßnahmen und Prozessen, die sich in folgende Teilbereiche gliedern:

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Kontrollumfeld

Das Kontrollumfeld bildet die Basis für konzernweite Standardisierungs- und Vereinheitlichungsprozesse. So hat der Vorstand im Rahmen der Rechnungslegung konzerneinheitliche und verbindliche Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen in einer Konzernrichtlinie festgelegt. Die Erfassung der Geschäftsfälle erfolgt mittels standardisierter Prozesse, wobei ein einheitlicher Konzernkontenplan zur Anwendung kommt. Der Konzernabschluss sowie die Zwischenabschlüsse von wienerberger werden in Übereinstimmung mit den IFRS im Zuge eines Fast-Close-Prozesses erstellt. Die Abschlüsse aller Tochterunternehmen werden von den Finanz- und Controlling-Abteilungen geprüft, konsolidiert und schließlich vom Vorstand der Wienerberger AG zur Vorlage im Aufsichtsrat freigegeben.

Das Compliance-Management-System von wienerberger besteht aus Regelungen, die Mitarbeiter bei der Einhaltung gruppenweiter ethischer und rechtlicher Standards unterstützen sollen. Es gilt für alle Mitarbeiter von wienerberger. Wenn die nationale Gesetzgebung strengere Regeln vorschreibt, gelten diese vorrangig. Da klare Regeln zur Vermeidung von Fehlverhalten unerlässlich sind, hat wienerberger Richtlinien zur Verhinderung von Bestechung und Korruption sowie betreffend Kartellrecht, Exportkontrolle (Sanktionslisten), Kapitalmarktvorschriften und Datenschutz implementiert. Das Compliance-Management-System wird laufend an die gesetzlichen Änderungen angepasst. Die Richtlinien werden regelmäßig an alle maßgeblichen Mitarbeiter kommuniziert. Schulungen werden durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich wurden auf Konzernebene Kontrollen eingeführt, um das lokale Management in Compliance-Fragen zu unterstützen. Die Einhaltung der geltenden Vorschriften und Richtlinien wird von der Internen Revision regelmäßig kontrolliert.

Entsprechend seiner ESG-Strategie hat wienerberger einen unternehmenseigenen Verhaltenskodex etabliert. Der Kodex ist als verbindlicher Leitfaden gestaltet und gibt klare und einheitliche Regeln für Mitarbeiter, Geschäftspartner und Lieferanten vor. Er verweist auch auf die genannten unternehmensinternen Richtlinien.

Risikobeurteilung

Um den unternehmensweiten Risiken entgegenzuwirken, sind wir bestrebt, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen und Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. In unseren erfahrenen, internationalen Teams sind die jeweiligen Risikoeigner für die

der Risiken verantwortlich. Zu diesem Zweck werden zweimal jährlich auf Ebene des Spitzenmanagements Umfragen zu bestehenden und neuen Risiken durchgeführt, um die Einschätzung der Vorstandsmitglieder, der Regionalvorstände und der Verantwortlichen der Corporate Functions zu erfassen. Risiken werden proaktiv mittels Interviews, Workshops sowie Szenarioanalysen beurteilt. Die identifizierten Risiken werden anschließend analysiert, als strategische oder operative Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette klassifiziert und den Risikoeignern zugeteilt. Die Risikobewertung erfolgt anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Auswirkungen auf den Free Cashflow. Dabei werden unterschiedliche Betrachtungshorizonte, nämlich kurzfristig (bis zu 1 Jahr), mittelfristig (1-5 Jahre) und langfristig (5-25 Jahre), angewandt. Diese wurden vom Management festgelegt und entsprechen dem jährlichen Planungsprozess.

Die Auswirkungen auf den Free Cashflow werden in vier Kategorien unterteilt – vernachlässigbar (<5 Mio. €), gering (5-50 Mio. €), signifikant (50-100 Mio. €) und kritisch (>100 Mio. €) – die an die Geschäftsentwicklung des jeweiligen Jahres angeglichen und durch den Vorstand genehmigt werden.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -steuerung sind die Planungs- und Controlling-Prozesse, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung finanzieller und nicht finanzieller Kennzahlen und die Risikostreuung durch unseren Portfolioansatz.

Der Risikotransfer durch Versicherungslösungen ist ein weiteres wichtiges Instrument des Risikomanagements. Einige der identifizierten Risiken werden mittels globaler, alle Konzerngesellschaften erfassender Versicherungsprogramme abgedeckt. Die wichtigsten versicherbaren Risiken sind Sachschäden, Betriebsunterbrechung und Haftungsrisiken.

Bei der Mehrzahl der identifizierten Risiken handelt es sich um Risiken, die im Rahmen etablierter interner Prozesse zur Unternehmenssteuerung erfasst und überwacht werden. Insbesondere werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und von den zuständigen Risikoeignern innerhalb der Business Units analysiert und gegenüber dem möglichen Gewinn abgewogen. Ergänzend dazu werden operative, finanzielle und rechtliche Risiken sowie Compliance-Risiken nicht nur vom regionalen Management, sondern auch zentral von der Holding gesteuert, überwacht und gemindert. Eine weitere Risikoklasse stellen wesentliche Risiken mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Diese werden laufend beobachtet und bewertet; im Bedarfsfall wird darauf zeitnah mit der Umsetzung vordefinierter Maßnahmen reagiert.

Die langfristige Prüfstrategie der Internen Revision beruht auf drei Säulen: Bilanz, Umsatz und Personalstand. Dieser langfristige Plan gewährleistet die strategische Erfassung der wichtigsten Risikobereiche. Der Revisionsplan wird jährlich ergänzt und auf der Grundlage zusätzlicher Indikatoren, wie Whistleblower-Statistiken und Feststellungen aus früheren Prüfungen, angepasst. Dem IT-Revisionsplan liegt ein Risikobewertungsprozess zur Identifizierung von Risiken im Zusammenhang mit der Verletzung von Vertraulichkeitsbestimmungen, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen im Rahmen der relevanten Informationssysteme zugrunde. Im Jahresverlauf berichtet die Interne Revision dem Vorstand und dem Prüfungs- und Risikoausschuss regelmäßig über die durchgeführten Prüfungen und deren Ergebnisse sowie den Umsetzungsstand der Feststellungen.

Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems von wienerberger und berichtet darüber an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems wurde vom Konzernabschlussprüfer 2025 beurteilt und bestätigt. Darüber hinaus bezieht der Konzernabschlussprüfer einzelne interne Kontrollen in Teilbereichen des Bilanzierungsprozesses in die Prüfung mit ein, soweit dies seiner Meinung nach für die Erstellung seines Prüfberichts erforderlich ist.

Kontrollaktivitäten

Im Zuge der Kontrollaktivitäten findet ein jährlicher Planungsprozess auf der Grundlage eines integrierten Bottom-up-Verfahrens statt. Gegenstand der Planung sind die Budgetierung von Gewinn und Verlust, Bilanz und Cashflows sowie branchenspezifische KPIs des folgenden Geschäftsjahres, ebenso wie die Mittelfristplanung über einen Horizont von vier Jahren. Ein wesentliches Element des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der monatliche Vergleich der Ist-Ergebnisse mit den Prognosen für die jeweilige Planungs-periode. Ergänzend dazu wird dreimal jährlich von allen Tochtergesellschaften eine Hochrechnung des erwarteten Jahresergebnisses erstellt.

Um unser Internes Kontrollsystem zu stärken und zu dokumentieren, wurde eine Risiko- und Kontrollmatrix mit mehr als 550 Kontrollen für 12 Prozesse und 183 Teilprozesse implementiert. Davon werden 113 Schlüsselkontrollen im Internen Kontrollsystem überprüft und dokumentiert (ICS.app).

48 dieser Kontrollen sind systembasiert. Die ICS.app ist direkt mit SAP verbunden, sodass Stichproben automatisch monatlich oder pro Quartal generiert werden. Eine Dokumentation ist nur erforderlich, wenn Risiken in SAP-Transaktionen aufscheinen. Die übrigen 65 Schlüsselkontrollen werden jährlich überprüft und dokumentiert.

Die Interne Revision übernimmt die unabhängige Validierung des Selbstbewertungsprozesses und gewährleistet die Qualität aller Schlüsselkontrollen.

Als weiteres Kontrollinstrument wurde ein Identitäts- und Zugriffsmanagementsystem etabliert. Es umfasst einen vollständigen Joiner-, Mover- und Leaver-Prozess, der einen stets aktuellen Status für alle Identitäten und die diesen zugewiesenen, kritischen IT-Berechtigungen in der Organisation sicherstellt. Das System ist in der gesamten Gruppe integriert.

Durch die Identifikation von Funktionstrennungskonflikten über das ERP-System hinaus wird bereits im Rahmen von Zugriffsanforderungen sichergestellt, dass zu weitreichende IT-Zugriffsrechte und anwendungsübergreifende Funktionstrennungsverstöße begrenzt werden können.

Sollten Funktionstrennungskonflikte aus betriebsnotwendigen Gründen dennoch gestattet werden, bedürfen diese einer Genehmigung und sind unabhängig zu überprüfen und in der ICS.app zu dokumentieren. Die ICS.app erfasst Funktionstrennungsrisiken mittels entsprechender Schlüsselkontrollen, die regelmäßig vorgenommen und dokumentiert werden müssen.

Dieser integrierte Governance-, Risiko- und Compliance-Ansatz umfasst die gesamte Prozesskette von der Identifikation und Kommunikation kritischer einzelner Zugriffsrechte und von Funktionstrennungskonflikten bis zu deren Kontrolle und Dokumentation.

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Überwachung

Die Organisations- und Führungsstrukturen der Wienerberger AG und ihrer Gesellschaften sind klar definiert. Die Zuständigkeiten für den Überwachungsprozess des Risikomanagements sind klar festgelegt und voneinander getrennt. Detaillierte Informationen sind in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung, allgemeine Angaben, GOV-1, GOV-2, zu finden.

Auf Basis des risikoorientierten Revisionsplans prüft die Interne Revision nicht nur die Einhaltung des IKS in jeder Konzerngesellschaft, sondern analysiert auch operative Prozesse im Hinblick auf Risikoneigung und mögliche Effizienzsteigerungen. Abhängig von einer kontinuierlichen Risikoabschätzung werden derartige Prüfungen alle zwei bis vier Jahre vorgenommen. Zudem überwacht die Interne Revision die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien und fungiert somit als zentrales Überwachungsorgan des Internen Kontrollsystems. Die Informationssysteme und die angewandten IT-Kontrollen werden anhand der im Informationssicherheitssystem festgelegten IT- und Sicherheitsanforderungen der Organisation geprüft.

Zusätzlich zu den risiko- und prozessorientierten Revisionen führt die Interne Revision auf Veranlassung des Managements Ad-hoc- und Sonderprüfungen durch.

Information und Kommunikation

Im Rahmen der sonstigen Informations- und Kommunikationspflichten des IKS berichten die Einheiten Risikomanagement, Interne Revision und Group Reporting regelmäßig dem Prüfungs- und Risikoausschuss über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen neuer IFRS-Regeln auf den Konzernabschluss, wesentliche Änderungen im Rechnungslegungsprozess und Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird der Prüfungs- und Risikoausschuss regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen der Internen Revision, relevante Umsetzungsaktivitäten und Maßnahmen zur Eliminierung von im IKS identifizierten Schwachstellen informiert.

Zweimal jährlich findet ein strukturierter Risikomanagementprozess statt. Im Zuge dieses Prozesses unterstützt das Risikomanagement-Team die einzelnen Unternehmensbereiche mit proaktiven Interviews und Workshops bei der Identifizierung und Bewertung ihrer jeweiligen Risiken. Die Ergebnisse sowie die daraus abgeleiteten Empfehlungen und Maßnahmen werden in konsolidierter Form dem Konzernvorstand, dem Aufsichtsrat und dem Konzernabschlussprüfer übermittelt. Die wichtigsten Risiken und Risikominderungsmaßnahmen werden auch dem Prüfungs- und Risikoausschuss vorgelegt und dort diskutiert.

Die Risikoberichterstattung findet wie folgt statt:

Schlüsselrisiken, die das Geschäft, die finanzielle Leistung und die operativen Ergebnisse von wienerberger potenziell beeinflussen können. Die Liste umfasst nicht alle möglichen Risiken; unbekannte oder nicht identifizierte Faktoren können die Geschäftstätigkeit ebenfalls beeinträchtigen. Die Reihenfolge der Risiken dient ausschließlich der Übersichtlichkeit und stellt keine Priorisierung dar.

Abhängigkeit des Geschäfts von den Konjunkturzyklen der Bauindustrie

wienerberger operiert als gut diversifizierter und resilienter Anbieter von innovativen, ökologischen Lösungen für die gesamte Gebäudehülle in den Bereichen Neubau und Renovierung sowie für Infrastruktur im Wasser- und Energiemanagement. Dabei ist die Gruppe von gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen jener Volkswirtschaften abhängig, in denen sie tätig ist, wozu insbesondere die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und die Bauaktivität im Bereich des Neubaus, der Renovierungsaktivitäten sowie des öffentlichen Bausektors zählen.

Des Weiteren beeinflussen das Konsumentenvertrauen, die Arbeitslosenrate, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Krediten, die Steuergesetzgebung, Bauvorschriften und Fördergelder, Verfügbarkeit von Arbeitskräften am Bau sowie andere Faktoren, die außerhalb des Einflusses der Gruppe liegen, die Geschäftsaktivität. Die für die Geschäftstätigkeit von wienerberger bestimmenden wirtschaftlichen Zyklen der Bauaktivität sind deutlich langfristiger als in anderen Bereichen und verlaufen in unterschiedlichen Märkten zeitlich versetzt.

Unvorteilhafte Entwicklungen einiger oder all dieser Einflussgrößen können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Produkten und Systemlösungen von wienerberger, die abgesetzten Mengen und das Preisniveau haben. Zyklische Schwankungen der Nachfrage bergen das Risiko von Überkapazitäten, die einen erhöhten Preisdruck, eine Verringerung der Margen sowie ungedeckte Kosten in der Produktion zur Folge haben können.

Risiken bei der Kostenverteilung zwischen dem Keramikgschäft und dem Rohrleitungsgeschäft

In Bezug auf die Kostenverteilung ist bei wienerberger zwischen dem keramischen Geschäft und dem Rohrgeschäft zu unterscheiden. Der Fixkostenanteil im keramischen Geschäft ist dabei aufgrund der vergleichsweise größeren Anlagenintensität höher als im Kunststoffrohrgeschäft. Die Produktionskapazitäten werden daher laufend analysiert und durch entsprechende Maßnahmen den Marktgegebenheiten angepasst.

Die zentral- und osteuropäischen Märkte betrachtet wienerberger auch aufgrund des Nachholbedarfs im Wohnungsneubau und in der Infrastruktur langfristig als Wachstumsmärkte. Diese Märkte zeigen erfahrungsgemäß eine höhere Volatilität und können Risiken aus einer schwächeren Nachfrage und einem höheren Preisdruck mit sich bringen.

Risiken im Zusammenhang mit konkurrierenden Baumaterialien

Darüber hinaus stehen die Produkte von wienerberger im Wettbewerb mit anderen Baustoffen bzw. Materialien wie Beton, Holz, Kalksandstein, Glas, Stahl oder Aluminium, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch die Entwicklung hochwertiger und innovativer Produkte zielen wir darauf ab, dieses Risiko zu minimieren. Diese Weiterentwicklungen beziehen sich vor allem auf Verbesserungen der bauphysikalischen sowie materialspezifischen Eigenschaften sowie der Wirtschaftlichkeit.

Preis- und Verfügbarkeitsrisiken bei Rohstoffen und Zusatzstoffen

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die normalerweise mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. an den Markt anzupassen. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichenden Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.

Risiken im Zusammenhang mit saisonalen Marktschwankungen

Die Baustoff- als auch die Infrastrukturaktivitäten sind saisonalen Schwankungen unterworfen, wobei die abgesetzten Mengen in der Zeit von April bis Oktober deutlich über denen des restlichen Jahres liegen. Die Ertragssituation der wienerberger Gruppe hängt, so wie jene der gesamten Baustoff- und Infrastrukturaktivität, zum Teil von den Wetterbedingungen ab, mit dem Effekt, dass lange Frost- und Regenperioden durch geringe Bauaktivitäten einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage haben können.

Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt wienerberger eine Strategie der geografischen als auch der Endmarkt-Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft, zu welchem Lösungen für Wand, Dach und Fassade sowie Flächenbefestigungen und Rohrsysteme zählen. wienerberger versteht sich somit als Anbieter für innovative und ökologische Lösungen für die gesamte Gebäudehülle. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Erreichte Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden. Von Seiten unserer Kunden, worunter der Handel eine wichtige Rolle einnimmt, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls zur Anpassung der Preisstrategie zwingen können.

Risiken im Zusammenhang mit geografischen Einflüssen und Änderungen von Vorschriften

wienerberger verfolgt als multinationaler Konzern Geschäftsaktivitäten in Ländern, die sich in unterschiedlichen Phasen wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Entwicklung befinden. Somit können sich Risiken aus unvorteilhaften Änderungen der politischen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. Risiken aus Änderungen der Steuergesetzgebung in den betroffenen Märkten, Risiken aus einer Änderung der Besteuerung von Energieträgern, Risiken aus einer Änderung des Arbeitsrechts, Risiken aus der Koordination der internationalen Aktivitäten durch sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie die Begrenzung der Möglichkeit einer Repatriierung von Gewinnen und Risiken durch die Verschärfung von gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Nutzung von Rohstoffen, Produktstandards- oder -haftungsvorschriften sowie Umwelt- und Sicherheitsstandards können ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Aktivitäten der wienerberger Gruppe haben. Zudem besteht in Märkten wie beispielsweise Indien das Risiko der Enteignung von Produktionsanlagen ohne die Gewährung einer angemessenen Entschädigung. Weiters bestehen vor allem in diesen Märkten mögliche Steuerrisiken sowohl aus einer Änderung der Steuergesetzgebung als auch der Auslegungspraxis von geltendem Steuerrecht, die von wienerberger aus momentaner Sicht weder nach Eintrittswahrscheinlichkeit noch nach Ausmaß quantifiziert werden können.

Geringes Risiko für Betriebsunterbrechungen

wienerberger verfügt über ein modernes und regionales Werksnetz, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder technisch bedingten längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken mit dem Rohstoff Ton oder synthetischen Polymeren ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge abgesichert.

Risiken im Zusammenhang mit Energieversorgung und -verbrauch

Die Energiekosten, die beim Brennen von Ziegeln anfallen, machen einen wichtigen Teil der Gesamtkosten von wienerberger aus. Im Jahr 2025 betrugen die gesamten Energiekosten der wienerberger Gruppe EUR 384 Mio (2024: EUR 323 Mio.) oder 8,4 % (2024: 7,2 %) des Umsatzes. Diese Kosten verteilen sich zu 55 % auf Erdgas, zu 39 % auf Strom und zu 6 % auf Sonstiges. Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig und Schwankungen unterworfen. wienerberger minimiert daher das Risiko aus Energiepreisschwankungen in liberalisierten Märkten (insgesamt rund 70 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften oder Fixpreisverträgen mit nationalen und internationalen Versorgern. Die Preise und Mengen sind zum Teil mittelfristig und längerfristig fixiert. In einigen wenigen osteuropäischen Ländern (insgesamt rund 7 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert, und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt. Neben dem Preisrisiko besteht für wienerberger ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit Energie (Erdgas und Elektrizität). Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich und kann somit einen negativen Effekt auf das Betriebsergebnis haben, wenn die Nachfrage nicht aus Lagerbeständen gedeckt oder durch andere alternative Energieträger versorgt werden kann. Dagegen wird mit einer Diversifizierungsstrategie gearbeitet, wobei Lieferanten ausgewählt werden, die über ein umfangreiches internationales Portfolio verfügen und dadurch widerstandsfähig gegenüber Engpässen sind. Zudem wurde begonnen, in jedem Land mehr als einen Lieferanten einzuführen.

wienerberger hat im Jahr 2014 für die keramischen Aktivitäten in der EU den Carbon Leakage Status erhalten. Durch eine neuerliche qualitative Bewertung im Jahr 2018 wurde die Ziegelindustrie auf der neuen Carbon Leakage Liste für die vierte Handelsperiode berücksichtigt. Das bedeutet, dass wienerberger den Carbon Leakage Status behält und somit auch weiterhin einen großen Teil der benötigten CO2-Zertifikate gratis zugeteilt bekommen wird, wenngleich die freie Zuteilung künftig einem stärkeren Wettbewerb unterliegen wird. wienerberger hat daher die ETS Strategy Task Force ins Leben gerufen, um sich auf diese Änderungen vorzubereiten. Über den Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) werden importierte Produkte aus Nicht-EU Staaten mit geringeren Klimaambitionen und damit verbundenen geringeren Produktionskosten ab 2026 mit einem monetären Grenzausgleichsmechanismus, einer Art CO₂-Steuer die sich am wöchentlich aktuellen ETS Zertifikatspreis orientiert, belegt. Gleichzeitig wird für innerhalb der EU produzierte Produkte aus dem gleichen Sektor die kostenlose Zuteilung von Emissionsrechten für ETS-Anlagen auslaufen. Keramische Produkte sind derzeit nicht Teil von CBAM und erhalten weiterhin die zuerkannten Carbon Leakage Gratiszuteilungen.

Abhängigkeit von zukünftigen Wachstumsprojekten

Zur Steigerung des wienerberger Unternehmenswerts werden neben der laufenden Optimierung (Operational Excellence) Produktinnovationen sowie interne und externe Wachstumsprojekte durchgeführt. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen sowie der Marktentwicklung abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen für unsere Wachstumsprojekte gerecht werden. Weiters ergeben sich beim Eintritt in neue Märkte Risiken hinsichtlich des Wettbewerbs, der Planungssicherheit, der Einschätzung der politischen Lage und eines erfolgreichen sowie gewinnbringenden Organisationsaufbaus. Neue Projekte werden deshalb vor dem Start einer umfassenden qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen.

Risiken bei M&A-Transaktionen

Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits intensiv im Vorfeld mit nationalen und internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.

Umweltrisiken im Zusammenhang mit Immobilien

Im Zusammenhang mit Liegenschaftstransaktionen haftet die Wienerberger AG im Falle einer Kontaminierung und daraus entwachsenden Folgeschäden, die in den Zeitraum der Eigentümerschaft fallen.

Risiken im Zusammenhang mit lokalen Steuergesetzen

Der Konzern unterliegt in verschiedenen Ländern lokalem Steuerrecht, aus dessen Weiterentwicklung sich gegebenenfalls finanzielle Auswirkungen in Form von geänderten Abgaben und Steuern ergeben können.

Auswirkungen auf Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften

wienerberger ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Vorschriften in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environment, Social, Governance - ESG) betroffen, wodurch Investitionen in die Einhaltung dieser Vorschriften entstehen können. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften birgt für wienerberger das Risiko der Verhängung von Bußgeldern, von Schadenersatzforderungen sowie das Risiko des Entzugs von Betriebsanlagengenehmigungen.

Risiken im Zusammenhang mit der Rekultivierung von Tongruben

Die Werke der wienerberger Gruppe leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr, als die derzeitigen gesetzlichen Auflagen vorschreiben. Verschärfte Umweltstandards stellen wienerberger jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Durch die Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten. Risiken aus der Rekultivierung von Tongruben sind Bestandteil des operativen Geschäfts von wienerberger und werden laufend überwacht.

Als führender Anbieter von Baustoff- und Infrastrukturlösungen verpflichten wir uns zur transparenten Darstellung von klimarelevanten Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD).

Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel

Zu den zentralen Risiken zählt, dass Regierungen Vorschriften und politische Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, wie z. B. Emissionsreduktionsziele, verabschieden könnten. Die Einführung von zusätzlichen CO2-Preismechanismen oder Steuern kann die Produktionskosten erhöhen, die Gesamtrentabilität gefährden und Investitionszyklen beschleunigen, während verzögerte und unzureichende Investitionen in Technologien zur Dekarbonisierung zu höheren Kosten, potenziellen Strafen und dem Verlust von Marktanteilen führen können.

Das Bewusstsein für den Klimawandel und Nachhaltigkeitsüberlegungen können zudem die Verbraucherpräferenzen und die Marktnachfrage beeinflussen. Es kann zu einer Verlagerung hin zu umweltfreundlichen und energieeffizienten Baumaterialien kommen, was sich auf die Nachfrage von traditionellen Ziegeln auswirken könnte. Das Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind nahtlos in die allgemeine Risikomanagementstrategie und das interne Kontrollsystem von wienerberger eingebettet.

Risiken im Zusammenhang mit Cybersicherheit

Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen oder Cyberangriffen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren und Cloud-Lösungen vermindert. Das Cyber-Sicherheitsteam schult die Mitarbeiter und trainiert regelmäßig Notfälle. Damit wird eine kontinuierliche Verbesserung der internen Betriebsfortführungskonzepte ermöglicht und ein möglicher Schaden minimiert. Zur technischen Absicherung unser Daten und Systeme ist ein mehrstufiges Sicherheitskonzept mit führenden Cybersecurity Anbietern und mit einem externen, spezialisierten Security Operations Center implementiert.

Risiken im Zusammenhang mit Mitarbeitern und Arbeitsbedingungen

Bei einigen älteren Gebäuden der wienerberger Gruppe sind zu einem geringen Anteil Asbestprodukte verbaut. wienerberger stellt mit äußerster Sorgfalt sicher, dass diese Produkte kein direktes Risiko gegenüber den Mitarbeitern darstellen und engagiert Spezialisten und Berater im Zeitpunkt der Entfernung derartiger Produkte.

wienerberger steht auch hinsichtlich seiner Mitarbeiter in Konkurrenz zum Mitbewerb. Um Nachwuchsführungskräfte auszubilden und an Führungspositionen heranzuführen, hat wienerberger verschiedene Programme entwickelt. Dadurch, sowie durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen versucht wienerberger, seine Mitarbeiter optimal auszubilden und an das Unternehmen zu binden.

Geopolitische Risiken und Pandemierisiken

Die zunehmenden geopolitischen Spannungen – etwa der Krieg in der Ukraine, Konflikte im Nahen Osten, handelspolitische Spannungen oder Sanktionen – können erhebliche Auswirkungen auf die globalen Wirtschafts- und Lieferkettenstrukturen haben. Mögliche Risiken ergeben sich insbesondere aus Störungen internationaler Lieferketten, steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, Handelsbeschränkungen oder erhöhten politischen Unsicherheiten in einzelnen Märkten. Diese Faktoren können zu Kostensteigerungen, Verzögerungen in der Beschaffung sowie zu einer erhöhten Volatilität auf Absatz- und Beschaffungsmärkten führen. Globale Gesundheitskrisen oder Pandemien können zu erheblichen Störungen wirtschaftlicher Aktivitäten führen, etwa durch Einschränkungen der Mobilität, Unterbrechungen von Lieferketten, Produktionsausfälle oder Nachfrageveränderungen in einzelnen Märkten. Darüber hinaus können staatliche Maßnahmen wie Lockdowns, Reisebeschränkungen oder Quarantäneregelungen operative Abläufe sowie Projekt- und Bauaktivitäten beeinträchtigen.

Der Konzern beobachtet diese Risken und begegnet ihnen durch Diversifizierungs- und Absicherungsmaßnahmen.

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Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung - Allgemeine Angaben

BP-1 Allgemeine Grundlage für die Erstellung der Konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung

Die Wienerberger AG mit Sitz in Wien, Österreich, ist die Muttergesellschaft eines internationalen Konzerns, der innovative, ökologische Lösungen für die gesamte Gebäudehülle in den Bereichen Neubau und Renovierung sowie Infrastruktur im Wasser- und Energiemanagement anbietet.

Die Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung basiert auf denselben Konsolidierungsgrundlagen wie der Konzernabschluss. Der Konsolidierungskreis entspricht dem des Konzernabschlusses. Eine Übersicht über die vollkonsolidierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen sowie über aufgrund fehlender Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen befindet sich in der Unternehmensliste am Ende des Anhangs zum Konzernabschluss. Wenn dies wesentliche Auswirkungen hat, berücksichtigt die Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung auch die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette von wienerberger.

Das Unternehmen hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, bestimmte Informationen aufgrund von geistigem Eigentum, Know-how oder Innovationsergebnissen von der Offenlegung auszunehmen.

Die Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung wurde in Übereinstimmung mit den Anforderungen des § 267a UGB (NaDiVeG) erstellt, einschließlich

wienerberger hat den Konzernabschlussprüfer beauftragt, die Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung mit begrenzter Sicherheit zu prüfen.

BP-2 – Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen

Für die in den Themenstandards berichteten Kennzahlen stützen wir uns auf tatsächliche Aktivitätsdaten, die aus den ERP-Systemen extrahiert werden. In einzelnen Fällen, insbesondere bei den Wasserverbrauchsmengen, wird ein gewisser Schätzanteil angewendet, um Entnahmen aus Grundwasserquellen zu berücksichtigen.

Die für die Berechnung der CO₂-Emissionen verwendeten Emissionsfaktoren basieren entweder auf Veröffentlichungen nationaler Behörden oder auf allgemein anerkannten, durchschnittsbasierten Datenbanken.

Für die E2-Luftverschmutzungsmetriken wurden Direktmessungen für Standorte verwendet, für die diese verfügbar und nicht älter als 2024 waren. Für die übrigen Fälle, in denen Direktmessungen vor 2024 durchgeführt wurden, haben wir Schätzungen verwendet.

Die Kapitel E4 Biodiversität und Ökosysteme und S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette stellen im Vergleich zum Vorjahr eine Änderung der Offenlegung dar. Mit der Einführung der Übergangsregelungen durch den delegierten Rechtsakt „Quick Fix“ (C(2025) 4812 vom 17. Juli 2025), der den Anwendungszeitpunkt bestimmter Offenlegungspflichten für anspruchsberechtigte Unternehmen verschiebt, werden diese Übergangsregelungen nun angewendet. Die betroffenen Kapitel wurden entsprechend angepasst und als gesonderte Angaben innerhalb der themenbezogenen Kapitel ausgewiesen.

Im Jahr 2025 wurden die mit dem Thema S4 Verbraucher und Endnutzer verbundenen Auswirkungen, Risiken oder Chancen erneut bewertet. Auf Grundlage der durchgeführten Analyse, einschließlich der Berücksichtigung identifizierter positiver Auswirkungen, wurde festgestellt, dass im laufenden Berichtsjahr keine wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen vorliegen, die eine Berichterstattung erfordern.

Aufgrund allgemeiner und technologischer Entwicklungen befindet sich der Übergangsplan für den Klimaschutz gemäß ESRS E1 der wienerberger Gruppe in Überarbeitung. Wir nehmen uns die notwendige Zeit, um in Abhängigkeit von technologischen Entwicklungen und unter Wahrung finanzieller und nicht-finanzieller Interessen einen profunden überarbeiteten Übergangsplan für den Klimaschutz frühestens gegen Ende des Kalenderjahr 2026 zu veröffentlichen.

GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane

Als börsennotiertes, international tätiges Unternehmen bekennt sich wienerberger zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung, die auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtet ist. Angaben zur Zusammensetzung, Diversität und Qualifikation im Aufsichtsrat finden sich im Corporate-Governance-Bericht, Abschnitt „Qualifikationsmatrix der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat“.

Rollen und Verantwortlichkeiten

Der Vorstand trägt die Verantwortung für strategische und operative Themen, die Entwicklung und Umsetzung von Unternehmensrichtlinien und das Nachhaltigkeitsprogramm 2026. Der Vorstand legt Nachhaltigkeitsziele fest, wird durch KPI-Verantwortliche und Gruppenfunktionen unterstützt; die finale Genehmigung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Für jedes KPI-Thema ist ein KPI-Verantwortlicher benannt, der Fortschritte überwacht und bei Bedarf korrigierend eingreift. Dieser Prozess wird durch das gruppenweite Management des Nachhaltigkeitsprogramms unterstützt. Der Vorstand trifft zudem strategische Entscheidungen und integriert Auswirkungen, Chancen und Risiken in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte – einschließlich Unternehmensverhalten – konsequent in die Unternehmensstrategie.

Der Aufsichtsrat ist eng in grundsätzliche Fragen und die strategische Ausrichtung von wienerberger eingebunden und verät und überwacht die Unternehmensführung. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand ist durch einen intensiven Informationsaustausch geprägt; die Vorsitzenden beider Organe stehen in regelmäßigem Austausch über nachhaltige Entwicklung und strategische Prioritäten.

Aufsicht und Governance-Prozesse

wienerberger steuert wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen über das konzernweite Risikomanagement und interne Kontrollsystem, wie im Konzernlagebericht (Teil - Risikomanagement und internes Kontrollsystem) beschrieben. Die Analyse erfolgt im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (siehe Abschnitt IRO-1) sowie der Klimarisikobewertung (siehe Kapitel E1 „Klimawandel“). Die Überwachung liegt beim Nachhaltigkeits- und Innovationsausschuss sowie Prüfungs- und Risikoausschuss des Aufsichtsrats, die regelmäßig informiert werden. Der Nachhaltigkeits- und Innovationsausschuss unterstützt das Management bei der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie und den daraus resultierenden Konzepten. Details zu Aufgaben, Aktivitäten und Schwerpunkten beider Ausschüsse finden sich im Corporate-Governance-Bericht, Abschnitt „Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse“.

Expertise und Diversität des Vorstands

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat bringen ein breites Spektrum an Qualifikationen, Fachwissen und persönlichen Eigenschaften ein (siehe Corporate-Governance-Bericht, Abschnitte „Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats“). Vielfältige Fachkompetenz ist ein zentrales Prinzip bei der Ernennung von Vorstandsmitgliedern und gewährleistet sowohl eine effektive Unternehmensführung als auch ein besseres Verständnis der Bedürfnisse der Stakeholder. Der Vorstand zeichnet sich durch langjährige höchste Expertise in den Bereichen Technik und Umwelt, Management und Personalführung aus, was in direktem Zusammenhang mit den Erfordernissen der Nachhaltigkeit steht. Diese Kriterien sind im Corporate-Governance-Bericht dargelegt. Beide Gremien werden regelmäßig zu Nachhaltigkeitsthemen informiert; die Unterausschüsse sind eng in die Umsetzung der CSRD-Richtlinie eingebunden.

Compliance und Unternehmensverhalten

Vorstand, Aufsichtsrat und Betriebsrat erwarten, dass alle Mitarbeitenden und Geschäftspartner im Einklang mit Gesetzen, Vorschriften, internen Konzepten und dem Verhaltenskodex handeln. Wesentliche Fälle, die vom Whistleblowing-Ausschuss behandelt werden, werden an relevante Organe berichtet. Schulungen zu Bestechungs- und Korruptionsbekämpfung, wie im jeweiligen Konzept festgelegt, liegen in der Verantwortung des Vorstands.

GOV-2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen

Die Tätigkeiten und Schwerpunktbereiche des Nachhaltigkeits- und Innovationsausschusses sowie des Prüfungs- und Risikoausschusses werden im Corporate-Governance-Bericht - Abschnitt Ausschüsse des Aufsichtsrats ausführlich beschrieben. Beide Ausschüsse werden regelmäßig über die Auswirkungen, Risiken und Chancen, Konzepte, Maßnahmen, Auswirkungskennzahlen und Ziele des Unternehmens informiert. Der Vorstand und der Aufsichtsrat berücksichtigen laufend die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen bei wichtigen Geschäften und Entscheidungen. Geleitet werden sie dabei von der strategischen Vision von wienerberger, die im Nachhaltigkeitsprogramm 2026 dargelegt wird. Bei Minderung von Risiken und Nutzung von Chancen wählt das Management von wienerberger einen ganzheitlichen Ansatz, der die Bereiche Produktentwicklung, Fusionen und Übernahmen (Mergers and Acquisitions, M&A), Ausbau des Werksnetzes und Auswahl der Energieträger sowie eine breite Palette an Initiativen zur Reduktion von Scope-3-Emissionen umfasst. Dazu zählt auch die Berücksichtigung von Spannungsfeldern im Zusammenhang mit diesen Auswirkungen, Risiken und Chancen.

GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme

Die Gesamtzielvergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich zusammen aus fixen Vergütungskomponenten (die eine Fixvergütung, Nebenleistungen und Pensionskassenbeiträge enthalten); und aus den Zielbeträgen der variablen Vergütungskomponenten, die aus kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung bestehen.

Leitlinien der Vergütung, in der sämtliche Regelungen zur fixen und variablen Vergütung sowie zu Nebenleistungen und weiteren Benefits festgelegt sind, sind in der Vergütungspolitik 2024 definiert. Der Anteil der Nachhaltigkeitsziele in der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beträgt zwischen 20 % und 50 % und in der langfristigen variablen Vergütung (LTI) zwischen 20 % und 40 % liegt. Der Anteil ESG-bezogener Ziele an den Zielvorgaben für den STI 2025 beträgt 25 %, für die LTI-Tranche 2025–2027 wurde der Anteil mit 30 % definiert. Für den STI 2024 lag der Anteil ESG-bezogener Ziele bei 40 % und für die LTI-Tranche 2024–2026 ebenfalls bei 40 %. Der Anteil ESG-bezogener Ziele für die LTI-Tranche 2023–2025 beträgt 33 %.

Die ESG-Ziele basieren auf dem wienerberger Nachhaltigkeitsprogramm 2026, das den Schwerpunkt auf Umwelt- und soziale Ziele legt. Die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen steht in Einklang mit der Strategie von wienerberger und unterstützt die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss hat folgende Kriterien aus dem Programm abgeleitet:

Für die kurzfristige variable Vergütung werden maximal zwei Kriterien aus dem Kriterienkatalog berücksichtigt und anhand von konkreten, messbaren und ambitionierten Zielen operationalisiert. Für die langfristige variable Vergütung werden maximal vier Kriterien aus dem Kriterienkatalog berücksichtigt und anhand von konkreten, messbaren und ambitionierten Zielen operationalisiert. Die konkreten Kriterien mit ihren Mindest-, Ziel- und Maximalwerten werden jährlich vom Nominierungs- und Vergütungsausschuss am Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres oder spätestens zu Beginn des neuen Geschäftsjahres festgelegt.

GOV-4 Sorgfaltspflicht

Die nachstehende Tabelle enthält eine Übersicht über die in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung von wienerberger bereitgestellten Informationen über das Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht.

KERNELEMENTE DER SORGFALTSPFLICHT
a) Einbindung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und Geschäftsmodell Allgemeine Angaben, Abschnitt SBM-1 und SBM-3

G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte der Unternehmensführung
b) Einbindung betroffener Interessenträger in alle wichtigen Schritte der Sorgfaltspflicht Allgemeine Angaben, SBM-2 und SBM-3
c) Ermittlung und Bewertung negativer Auswirkungen Allgemeine Angaben, SBM-2 und SBM-3

E1 - Klimawandel, Abschnitt SBM-3

E2 - Umweltverschmutzung, Abschnitt SBM-3

E3 - Wasserressourcen, Abschnitt SBM-3

E4 - Biologische Vielfalt und Ökosysteme, Abschnitt SBM-3

E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft, Abschnitt SBM-3

S1 - Eigene Belegschaft, Abschnitt SBM-3

S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, Abschnitt SBM-3

G1 - Unternehmensführung, Abschnitt SBM-3
d) Maßnahmen gegen diese negativen

Auswirkungen
E1-3 Maßnahmen und Mittel

E2-2 Maßnahmen

E3-2 Maßnahmen

E4 Maßnahmen

E5-2 Maßnahmen

S1-3 Verbesserung negativer Auswirkungen und Äußerung von Bedenken und

S1-4 Maßnahmen


S2 Maßnahmen

G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte der Unternehmensführung
e) Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen und Kommunikation Allgemeine Angaben, SBM-2 und SBM-3

E1-3 Maßnahmen und Mittel

E2-2 Maßnahmen

E3-2 Maßnahmen

E4 Maßnahmen

E5-2 Maßnahmen

S1-3 Verbesserung negativer Auswirkungen und Äußerung von Bedenken und

S1-4 Maßnahmen


S2 Maßnahmen

G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte der Unternehmensführung

GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Das Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind nahtlos in die allgemeine Risikomanagementstrategie und das interne Kontrollsystem von wienerberger eingebettet. Dies wird im Konzernlagebericht - Kapitel Risikomanagement und internes Kontrollsystem ausführlich beschrieben. Konkrete Risiken des Klimawandels werden in Kapitel E1 Klimawandel in Abschnitt SBM-3 sowie in diesem Kapitel in Abschnitt IRO-1 (E1-Klimawandel) erörtert und ausgewiesen.

Der Prüfungs- und Risikoausschuss ist für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Unabhängigkeit und Tätigkeit des Abschlussprüfers, die Erstattung eines Vorschlags zur Auswahl des Abschlussprüfers, die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Vorschlags für die Gewinnverteilung, die Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts (inklusive der konsolidierten Nachhaltigkeitserklärung) sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat und die Genehmigung von Nicht-Prüfungsleistungen zuständig. Die Tätigkeiten und Schwerpunktbereiche des Nachhaltigkeits- und Innovationsausschusses sowie des Prüfungs- und Risikoausschusses im Berichtszeitraum werden im Corporate-Governance-Bericht - Abschnitt “Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse” beschrieben.

SBM-1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Mit den langlebigen Produkten und smarten Systemlösungen von wienerberger werden Gebäude und ganze Stadtteile renoviert bzw. errichtet. Das Produktportfolio reicht von Dach- und Wandsystemen über Fassadenlösungen und Gebäudetechnik bis hin zu innovativen Rohrsystemen für eine sichere Versorgung mit Energie und Wasser sowie Systemen für Regenwassermanagement und Abwasserentsorgung.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Kernanwendungsbereiche unserer Produkte und Systeme:

Lösungen für Gebäudehülle und Betonflächenbefestigungen Inhouse-Lösungen Infrastrukturlösungen
Produktgruppen Wand-, Fassaden-, Dachsysteme (inklusive PV-Lösungen) für:

Ein- und Zweifamilienhäuser

Mehrfamilienhäuser

Nicht-Wohnbauten

Elektrische Kühlungs- und Heizungsinstallationen

Frisch- und Abwassersysteme

Gartenbewässerungssysteme

Bewässerungsanlagen und Speicherung von Wasser
Frisch-, Regen- und Abwasser

Transport von Energie

Landwirtschaft
Bediente Märkte Neubau

Renovierung

Sanierung

Modernisierung
Neubau

Renovierung

Sanierung

Modernisierung
Neubau

Renovierung

Sanierung

Modernisierung
Entscheidungsträger und Kundengruppen Architekten, Planer

Öffentliche Auftraggeber

Privatinvestoren

Bauunternehmen

Verarbeiter, Vertriebspartner, Händler
Planer

Elektriker

Installateure

Bauunternehmen

Verarbeiter, Vertriebspartner, Händler
Investoren

Gemeinschaften

Öffentliche Kunden

Planer

Bauunternehmen

Verarbeiter, Vertriebspartner, Händler

Privatkunden
Produktnutzer Endkunden Endkunden Endkunden

Netzbetreiber

Wertschöpfung bei wienerberger

Produkte und Systemlösungen

wienerberger entwickelt nachhaltige Lösungen für Gebäudehülle und Flächenbefestigungen sowie Inhouse- und Infrastrukturlösungen. Die Wertschöpfung erfolgt in drei Produktgruppen:

Wertschöpfungskette keramischer Produkte und Systeme

Beschaffung

Die wichtigsten Rohstoffe für keramische Produkte und Systeme von wienerberger sind Ton sowie Zusatz- und Zuschlagstoffe und alternative Bindemittel. Ton wird in eigenen Tongruben abgebaut oder von externen Lieferanten bezogen. Andere Rohstoffe sowie Verpackungsmaterial werden eingekauft. Energie und Wasser für den Produktionsprozess in unseren Werken werden beschafft. Zugang zu Rohstoffen und sonstigen Materialien, Energie sowie Wasser wird durch langfristige Lieferantenverträge und die Diversifizierung der Lieferanten gesichert.

Produktion

Der Ton wird mittels Mühlen und Walzen aufbereitet. Nach einer Zwischenlagerung des aufbereiteten Tons im Sumpfhaus erfolgt die Formgebung. Dabei wird der Rohstoff entweder durch Extrusion in Formwerkzeugen geformt oder in geeignete Formen gepresst. Die Produkte werden zugeschnitten und anschließend auf Paletten zum Trockner transportiert.

Beim Trocknungsprozess wird dem Ton Feuchtigkeit entzogen, um das Brennen der Produkte zu ermöglichen. Bestimmte keramische Produkte erhalten vor dem Brennprozess, bei dem die Produkte ausgehärtet werden, eine Oberflächenbehandlung. Für das Trocknen und Brennen werden vorwiegend thermische Energieträger eingesetzt, zunehmend ist der Einsatz von elektrischer Energie bereits eine praktikable Alternative. Nach der Endverarbeitung werden die keramischen Produkte verpackt und an die Kunden geliefert.

Nutzungsphase – Gebäudelösungen

Die Gebäudelösungen von wienerberger sind auf energieeffizientes und zukunftssicheres Bauen ausgerichtet. Unsere Dach-, Hintermauer- und Vormauerziegel sowie keramischen Flächenbefestigungen kommen in Einfamilienhäusern und mehrgeschossigen Wohnbauten ebenso wie in Nicht-Wohnbauten, wie zum Beispiel Bürogebäuden, Krankenhäusern, Schulen oder Kindergärten, zum Einsatz. Gebäudelösungen von wienerberger für „Netto-Null-Gebäude“ sind entweder sehr energieeffizient oder in der Lage, erneuerbare Energieressourcen für ihren eigenen Betrieb zu produzieren oder umzuwandeln, oder sie weisen bei der Errichtung einen sehr geringen CO₂-Fußabdruck auf.

Nutzungsphase – keramische Rohre

Die keramischen Rohre (Steinzeugrohre) und Zubehörteile von wienerberger eignen sich ideal für eine wirtschaftliche, sichere und nachhaltige Abwasserentsorgung. Sie sind robust, umweltfreundlich, wartungsarm und bewähren sich nicht nur in kommunalen und industriellen Anwendungen, sondern auch bei Wohnbauten sowie gewerblichen und öffentlichen Gebäuden. Ein Hauptvorteil der keramischen Rohre von wienerberger ist ihre lange Lebensdauer, insbesondere bei anspruchsvollen Anwendungen.

Ende der Nutzungsdauer

Ziegelprodukte haben eine sehr lange Lebensdauer von über 100 Jahren und eignen sich besonders gut für die Wiederverwendung. Am Ende ihrer Lebensdauer können keramische Produkte intern oder extern recycelt oder in anderen Anwendungsbereichen wiederverwendet werden. In diesem Zusammenhang beschäftigen wir uns intensiv mit Recycling- und Wiederverwendungsmöglichkeiten von keramischer Baurestmasse, die zum einen direkt in der Ziegelerzeugung, und zum anderen für die Entwicklung neuer Einsatzmöglichkeiten verwendet werden kann. wienerberger sieht großes Potential im Konzept „Urban Mining“, das durch die Verwertung und Wiederverwendung von Sekundärrohstoffen aus dem Bestand, dem sogenannten anthropogenen Lager, auf Ressourcenschonung abzielt.

Wertschöpfungskette von Kunststoffrohren und -systemen

Beschaffung

Für die Herstellung von Kunststoffrohren und -systemen werden Rohstoffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyvinylchlorid (PVC) sowie Sekundärrohstoffe und Verpackungsmaterial von unseren Lieferanten bezogen. Zugang zu Rohstoffen und sonstigen Materialien wird durch langfristige Lieferantenverträge und die Diversifizierung der Lieferanten gesichert.

Energie und Wasser für den Produktionsprozess in unseren Werken werden beschafft. Wasser zum Kühlen wird auch aus Oberflächengewässern bezogen und anschließend in Einklang mit den jeweils geltenden Bestimmungen wieder zurückgeführt.

Produktion

Die Kunststoffgranulate werden gemischt und in einem Extruder durch Erhitzung verschmolzen. Die erhitzte Kunststoffmasse wird dann zur Formgebung durch ein Formwerkzeug gepresst. Der so geformte Rohrstrang wird anschließend in einem Wasserbad gekühlt, wodurch der Kunststoff erhärtet. Der durchgängige Rohrstrang wird anschließend den Anforderungen entsprechend zugeschnitten.

Eine weitere Produktionsmethode ist das Spritzgussverfahren. Die Rohstoffe für Rohrzubehörteile werden zunächst erhitzt und anschließend wird die Masse in Formen geformt. Zunehmend kommen bei der Rohrproduktion auch 3D-Druck und die computergestützte Montage von Teilen zum Einsatz.

Im Produktionsprozess von Kunststoffrohren und -systemkomponenten wird als Energiequelle vorwiegend Strom eingesetzt. Nach dem Zuschnitt werden die Kunststoffrohre und -systemkomponenten verpackt und an die Kunden geliefert.

Nutzungsphase

Kunststoffrohre und -systeme von wienerberger sind wichtige Lebensadern für verlässliches, ressourcenschonendes Wassermanagement sowie eine sichere Energieversorgung. Die Inhouse-Lösungen für Wohnbau und Nicht-Wohnbau umfassen Elektro-, Heizungs- und Kühlungssysteme, Frischwassersysteme für heißes und kaltes Wasser, Abwasser- und Regenwassersysteme sowie Anlagen und Systeme für die Bewässerungs- und Rückhaltesysteme. Zu den Infrastrukturlösungen gehören Frisch-, Regen-, Abwasser- und Regenwassersysteme sowie Lösungen für die Energieversorgung, Datenübertragung und Produkte für spezielle Anwendungen.

Ende der Nutzungsdauer

Kunststoffrohre können intern und extern recycelt werden. wienerberger unterstützt aktiv alle Bemühungen zur Förderung der Nutzung von recycelten Kunststoffmaterialien seiner europäischen Standorte, einschließlich der Wiedereinführung eigener Kunststoffabfälle in den Produktionskreislauf.

Wertschöpfungskette von Betonprodukten

Beschaffung

Die wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung der Betonprodukte von wienerberger sind Sand und Kies, Zement, Zuschlagstoffe und alternative Binde- und Füllmittel sowie Wasser. Diese werden als Primär- oder Sekundärrohstoffe (extern recycelte Materialien) von Lieferanten bezogen und zu den jeweiligen Werken von wienerberger transportiert. Energie, Wasser und Verpackungsmaterial für den Produktionsprozess werden ebenso fremdbezogen. Auch für wienerberger Betonprodukte gewinnt „Urban Mining“, also die Verwertung und Wiederverwendung von Sekundärrohstoffen aus dem Bestand, dem sogenannten anthropogenen Lager, als Rohstoffquelle zunehmend an Bedeutung. Zugang zu Rohstoffen und sonstigen Materialien, Energie sowie Wasser wird durch langfristige Lieferantenverträge und die Diversifizierung der Lieferanten gesichert.

Produktion

Nach dem Mischen der Rohstoffe erfolgt die Formgebung durch Pressen oder Gießen der Betonprodukte. Bei bestimmten Produkten kommen vor oder nach dem Trocknungsprozess unterschiedliche Verfahren zur Oberflächenveredelung, beispielsweise Waschen, Schleifen, Strahlen oder Beschichten, zum Einsatz. Die ausgehärteten fertigen Produkte werden anschließend verpackt und an unsere Kunden geliefert.

Nutzungsphase

Zu den Betonprodukten von wienerberger gehören Betondachziegel, Betonpflaster und -platten, Stufen, Randeinfassungen, Bordsteine und Palisaden, Zäune, Mauersteine sowie Hangbefestigungen. Sie werden für private, kommerzielle und öffentliche Anwendungen, beispielsweise öffentliche Plätze, Gartenanlagen, Fahrbahnen und Parkplätze, eingesetzt. Bei den versickerungsfähigen Flächenbefestigungen von wienerberger, die auf einer durchlässigen Unterlage verlegt sind, kann das Regenwasser durch breite Kies- oder Rasenfugen oder durch Drainagelöcher versickern, sodass es im Boden gespeichert und dem Grundwasser wieder zugeführt wird. Die Entsiegelung von Böden sowie die Schaffung von Grünflächen fördern die Anpassung an den Klimawandel und leisten einen Beitrag zu nachhaltiger Wasserbewirtschaftung.

Ende der Nutzungsdauer

Betonprodukte von wienerberger eignen sich zur Wiederverwendung sowie für internes und externes Recycling.

Beispiele für Produkte und Systemlösungen von wienerberger, welche globale Herausforderungen wie den Klimawandel, nachhaltige Wasserbewirtschaftung, Kreislaufwirtschaft und sowie biologische Vielfalt adressieren, sind in den entsprechenden Kapiteln zu finden. wienerberger wendet seine Strategien und Ziele weltweit an und setzt sich keine produkt- oder dienstleistungsspezifischen Ziele oder Ziele für bestimmte wichtige Märkte oder Kundengruppen.

Die Nachhaltigkeitsziele von wienerberger sind seit 10 Jahren integraler Bestandteil der Vision und Strategie von wienerberger und in unseren kurz- und langfristigen Zielsetzungen verankert. wienerbergers Strategie und Geschäftsmodell haben sich daher als sehr resilient gegenüber unseren wesentlichen Auswirkungen und Risiken erwiesen und wir sind gut positioniert, um unsere Chancen zu nutzen. Seit vielen Jahren hat wienerberger wesentliche Nachhaltigkeitsthemen identifiziert und entsprechende Ziele in Strategie und Vergütungssystem verankert. Das Nachhaltigkeitsprogramm 2026 ist unser strategische Leitdokument (unsere Ziele sind im jeweiligen Abschnitt der themenbezogenen Kapiteln - E1-4, E3-3, E4, E5-3, S1-5 zu finden).

wienerberger hat eine regionale Struktur mit den Regionen Europe West, Europe East und North America. Die Aufschlüsselung der Umsätze sowie ausgewählte finanzielle KPIs sind in Punkt 7 Geschäftssegmente im Anhang zum Konzernabschluss zu finden. Die Mitarbeiterzahl, aufgeschlüsselt nach Regionen, ist unten dargestellt.

Mitarbeiter nach Geschäftssegment

Periodenende, basierend auf der Kopfzahl
Europe West Europe East North America wienerberger
2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Arbeitskräfte 10.977 11.019 6.996 6.761 2.703 2.404 20.676 20.184

SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger – Allgemeines

Als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft scheut wienerberger keine Mühen, die Anliegen seiner Interessenträger vollumfänglich zu verstehen und diese bei der Festlegung seiner Unternehmensstrategie miteinzubeziehen. Zu den Interessenträgern zählen neben den Organen und Mitarbeitern insbesondere die Kunden und Geschäftspartner – zum Beispiel Bauträger, Planer und Architekten – Lieferanten, Investoren, Analysten und Banken, Anrainer und lokale Behörden, politische Entscheidungsträger und Vertreter der öffentlichen Verwaltung, Regulatoren, Interessenverbände, Forschungseinrichtungen und Universitäten, die Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen (NGOs). All diese Interessengruppen von wienerberger haben unterschiedliche Anliegen, Interessen und Fragen. Daher werden sie bei wienerberger von unterschiedlichen Abteilungen bzw. Organisationseinheiten sowie durch verschiedene Kommunikationsinstrumente adressiert. Neben persönlichen Treffen kommunizieren und informieren wir durch regelmäßige Newsletter und Informationsbroschüren, webbasierte Plattformen sowie Informationsveranstaltungen.

Wir legen besonderen Wert auf einen offenen, kontinuierlichen und zielgruppenorientierten Dialog, der das gegenseitige Verständnis für die Interessen, Erwartungen und Ziele fördert. wienerberger führt daher regelmäßig Dialoge mit Interessenträgern durch. Ziel dieser Dialoge ist es, tiefe Einblicke in die aus Sicht der Interessenträger wesentlichen Themen und Aspekte zu erlangen, um Auswirkungen, Risiken und Chancen für das Unternehmen frühzeitig zu erkennen. Der Vorstandsvorsitzende (CEO) von wienerberger steht über unterschiedliche Kommunikationskanäle mit den genannten Interessengruppen in Kontakt. Dazu gehören neben dem Dialog mit unseren Mitarbeitern beispielsweise der Austausch mit Kapitalmarktteilnehmern, beispielsweise im Rahmen von Roadshows, Investorenkonferenzen oder dem Capital Markets Day. In regelmäßigen Podcasts interviewt der CEO von wienerberger Vertreter unterschiedlicher Interessengruppen zu aktuellen Themen. Außerdem tauscht er sich bei Veranstaltungen mit hochrangigen politischen Vertreterinnen und Vertretern und der Wiener Börse aus und hat Medienauftritte in Form von Interviews. Des Weiteren pflegt der Vorstandsvorsitzende von wienerberger den Austausch mit CEOs anderer großer Unternehmen im Rahmen von Podiumsdiskussionen, unter anderem zu ESG-Themen. Über seine Präsidentschaft steht der wienerberger CEO im Dachverband der europäischen Keramikindustrie Cerame-Unie im stetigen Austausch mit politischen Stakeholdern auf EU-Ebene sowie mit Vertretern der gesamten keramischen Branche.

Die Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens analysieren wir anhand der Ergebnisse der globalen Mitarbeiterbefragung, durch zahlreiche Workshops zu unseren Werten und Verbesserungen im Rahmen von Weiterbildungs- und Entwicklungsmaßnahmen auf Basis anonymisierter Daten aus den jeweiligen Berichtskanälen. Darüber hinaus setzen wir eine Vielzahl von Kommunikationsformaten ein, um mögliche Hürden für den Dialog mit den Beschäftigten abzubauen.

Auf Grundlage des vertraulichen Feedbacks der Beschäftigten organisieren wir Workshops, um das Feedback umzusetzen und gezielt an jenen Bereichen zu arbeiten, in denen aus Sicht der Beschäftigten Verbesserungspotenzial besteht. Für jedes Team werden maßgeschneiderte Maßnahmen vereinbart und die jeweiligen Aktionspunkte der oberen Führungsebene zugewiesen, die gemeinsam mit den zuständigen HR Business Partnern über eine Tracking-Plattform nachverfolgt werden. Der Vorstand erhält regelmäßige Updates zum Fortschritt in Bezug auf diese Aufgaben.

Im Rahmen unserer Geschäftsbeziehungen achten wir auf die Einhaltung von ESG-Standards seitens unserer Lieferanten. Wir setzen für eine vollumfängliche ESG-Compliance zwei Dinge voraus: einerseits die Einhaltung des Verhaltenskodex für Lieferanten (Supplier Code of Conduct) von wienerberger, der sowohl die Unternehmensführung als auch die Interessen der Mitarbeiter in der Wertschöpfungskette, zum Beispiel Menschenrechte sowie Gesundheitsschutz- und Sicherheitsangelegenheiten, abdeckt, und andererseits die Verfügbarkeit eines extern validierten Nachhaltigkeitsratings des Lieferanten durch EcoVadis. Alternativ kann das Beschaffungsteam ein wienerberger-internes Sustainability Desktop Self-Assessment (Leistungsbewertung) durchführen. Diese Maßnahmen dienen als Ersatz für ein allgemeines Verfahren zur direkten Einbeziehung von Arbeitskräften der Wertschöpfungskette, welches wir noch nicht eingeführt haben.

Aktuell arbeiten wir an der Entwicklung eines standardisierten gruppenweiten Prozesses zur systematischen Einbeziehung der Interessen und Standpunkte unserer Endnutzer und Verbraucher. Die Umsetzung eines solchen strukturierten Prozesses zu ausgewählten Einbeziehungskanälen wurde aufgrund der Überarbeitung der ESRS verschoben.

Weitere Informationen zum Verständnis der Interessen und Standpunkte unserer wesentlichen Interessenträger in Bezug auf unsere Strategie und unser Geschäftsmodell sind in Kapitel G1 – Unternehmensführung in Abschnitt G1-1 und in den Allgemeinen Angaben, Abschnitt IRO-1 zum Prozess der Wesentlichkeitsanalyse dargelegt.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über unsere Interessenträger und die von wienerberger eingesetzten Kommunikationsinstrumente, um die verschiedenen Interessenträger einzubeziehen.

Interessenträger Kommunikationsinstrumente
Wichtigste

Interessenträger


Unsere Arbeitskräfte Interne digitale Kommunikationskanäle

Broschüren und Drucksorten

Veranstaltungen

Schulungen
Unsere Kunden und Geschäftspartner Vertriebsteam

Digitale Plattformen

Online-Kanäle (Website und soziale Medien)

Kundendienst

Broschüren und Berichte

Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declarations, EPDs)
Kapitalmarktteilnehmer Geschäfts- und Quartalsberichte

Präsentationen

Aussendungen zu aktuellen Entwicklungen

Roadshows

Investorenkonferenzen

Persönliche Gespräche

Capital Markets Day
Lieferanten Austausch im Zuge unserer Vor-Ort-Audits der Lieferanten

Kommunikation der ESG-Rating-Ergebnisse

Verhaltenskodex für Lieferanten (Supplier Code of Conduct)

Digitaler und persönlicher Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen im Bereich Lieferantenmanagement
Kommunität Anrainer, Gemeinschaften und Behörden Persönlicher Informationsaustausch vor Ort

Informationsveranstaltungen

Schriftliche und digitale Informationsübermittlung
Forschungseinrichtungen und Universitäten Forschungskooperationen
Politik Mitgliedschaft in europäischen und nationalen Interessenverbänden und -plattformen

Mitarbeit in technischen Ausschüssen
Medien Presseaussendungen und -konferenzen

Presseanfragen

Interviews

Der Vorstand, der Aufsichtsrat und dessen Ausschüsse werden regelmäßig über die Standpunkte und Interessen betroffener Interessenträger in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen von wienerberger informiert. Die Aufgaben und Tätigkeiten des Vorstands, des Aufsichtsrats und dessen Ausschüsse werden im Corporate-Governance-Bericht im Abschnitt „Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats beschrieben“.

SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen, die wir im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifiziert haben, werden in den themenbezogenen Kapiteln erläutert und in Kontext gesetzt. Die Häufung von Auswirkungen, Risiken und Chancen innerhalb unseres Geschäftsmodells, unserer operativen Tätigkeiten oder entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, wird in den Abschnitten zu SBM-3 der jeweiligen thematischen Kapitel offengelegt.

Die Details zu den wesentlichen negativen und positiven Auswirkungen von wienerberger – einschließlich potenzieller Auswirkungen auf Menschen oder die Umwelt - werden in den themenbezogenen Kapiteln erläutert. Eine Beschreibung, ob und wie diese Auswirkungen von unserer Strategie und dem Geschäftsmodell ausgehen oder damit in Verbindung stehen, findet sich in den Angaben gemäß ESRS 2, IRO-1 zum Prozess der Wesentlichkeitsanalyse. Alle wesentlichen Auswirkungen von wienerberger sind kurz- (< 1 Jahr), mittel- (1–5 Jahre) und langfristig (> 5 Jahre) relevant, mit Ausnahme der folgenden:

ESRS Auswirkung kurzfristig (< 1 Jahr) mittelfristig

(1-5 Jahre)
langfristig

(> 5 Jahre)
E2 (-) Beitrag zur Luftverschmutzung in vor- und nachgelagerten Bereichen durch den Transport von Rohstoffen zu den jeweiligen Werken und die Lieferung der Produkte an Verbraucher durch externe Speditionen x x
E2 (-) Beitrag zur Freisetzung von Mikroplastik durch die Verwendung von Additiven oder

Bindemitteln, die Mikroplastik enthalten
x x
E4 (+) Beitrag zur Verringerung der Landnutzung durch die Bereitstellung von Aufdach- oder Indach-PV-Anlagen x
G1 (+) Schaffung von Transparenz- und Beschwerdemechanismen für Interessenträger im Zusammenhang mit Unternehmensverantwortung x x

wienerberger hat sowohl durch seine Tätigkeiten als auch durch seine Geschäftsbeziehungen, die in den themenbezogenen Kapiteln beschrieben werden, Anteil an den wesentlichen Auswirkungen. Eine detaillierte Darstellung unserer Tätigkeiten und der Wertschöpfungskette von wienerberger findet sich in den Angaben zu ESRS 2 SBM-1.

Wir haben zudem geprüft, ob die beschriebenen wesentlichen Risiken und Chancen aktuell Auswirkungen auf unsere Vermögens- und Finanzlage, finanzielle Leistungsfähigkeit und Zahlungsströme haben und ob ein erhebliches Risiko besteht, dass sich die Buchwerte der im zugehörigen Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im nächsten Berichtszeitraum wesentlich ändern. Es wurden keine derartigen Auswirkungen festgestellt. Die Details zu dieser Analyse sind in Punkt 18. Anlagevermögen und Wertminderungstest im Anhang zum Konzernabschluss, erläutert.

Im Rahmen eines strategischen Überprüfungsprozesses Ende 2023 und Anfang 2024 haben der Vorstand und Aufsichtsrat von wienerberger den Bedarf für die Einführung von Konzepten auf Grundlage der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS 2 IRO-1 bewertet. Dieser Prozess umfasste die vollständige Erfassung aller Auswirkungen, Risiken und Chancen, die Sicherstellung ihrer Abdeckung in der definierten Konzeptliste, sowie eine strategische Priorisierung ihrer Umsetzung. Die Konzepte bilden den Rahmen für die gesetzten oder geplanten Maßnahmen und dienen als Grundlage für unser Handeln. Für die im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprogramms 2026 gesetzten strategischen Ziele unterstützen die Konzepte das Management bei der Steuerung des Unternehmens zur Zielerreichung.

Die Resilienz unserer Strategie und unseres Geschäftsmodells ermöglicht es uns, wesentliche Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit zu bewältigen und gleichzeitig Chancen zu nutzen, die sich aus dem Wandel im Bau- und Infrastruktursektor ergeben. Wir agieren in einem Umfeld, das von schwankenden Energiepreisen, regulatorischen Veränderungen, klimabedingten Übergangsrisiken und einer wachsenden Kundennachfrage nach nachhaltigen Baulösungen gekennzeichnet ist.

Unser strategischer Rahmen (kurz-, mittel- und langfristig) ist flexibel und zukunftsorientiert gestaltet, sodass wir auf kurzfristige Störungen schnell reagieren können und gleichzeitig unsere langfristigen Ziele im Blick behalten. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil unserer Kernprozesse – von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion und Produktentwicklung bis hin zur nachgelagerten Anwendung. Diese Integration trägt zur Minderung von Umweltrisiken wie Treibhausgasemissionen, Energieintensität und Ressourcenverknappung bei. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette setzen wir auf systematische Risikomanagement- und Sorgfaltsprozesse, um soziale und Governance-Risiken in den Bereichen Menschenrechte, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie ethisches Geschäftsverhalten sicherzustellen.

Wir stärken unsere Resilienz zusätzlich durch Investitionen in Innovation, Digitalisierung und moderne Produktionstechnologien, welche die Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und Produktleistung verbessern. Durch die kontinuierliche Bewertung, Überwachung und Anpassung unserer Strategie stellen wir sicher, dass wir auch in potenziellen Krisen und bei Unsicherheiten handlungsfähig bleiben und die langfristige Wertschöpfung fördern.

Vor dem Hintergrund klarerer regulatorischer Leitlinien zur Abgrenzung zwischen positiven Auswirkungen und Minderungsmaßnahmen wurden die identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen überprüft und präzisiert. Diese Anpassung führte zu einer geringeren Anzahl identifizierter Aspekte.

IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse

Die Methoden und Annahmen, die wienerberger im Verfahren zur Ermittlung und Analyse von Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities, IROs) anwendete, haben die in ESRS 1 dargelegten Bestimmungen als Grundlage. Daher wurden ESRS 1–5, die den Bedarf an wesentlichen Informationen zur Wertschöpfungskette darlegen, bei der Abbildung der Wertschöpfungsketten berücksichtigt. Die Auswirkungen wurden unter Verwendung einer 5-stufigen Likert-Skala ermittelt und bewertet. Im Anschluss wurden die erwarteten finanziellen Auswirkungen ermittelt, gemäß ihren Risiken und Chancen Kategorien zugeordnet und auf einer Skala von 1 bis 4 bewertet.

Die Vorgaben von ESRS 1 und Implementation guidance von EFRAG bildeten die Grundlage für die Analyse des Geschäftsmodells, der Geschäftstätigkeiten und -beziehungen von wienerberger, sowie für die Abbildung der Wertschöpfungsketten. Die bei der Wertschöpfungskettenanalyse dokumentierten Informationen waren entscheidend, um alle tatsächlichen und potenziellen negativen und positiven Auswirkungen zu identifizieren. Darüber hinaus lieferten sie wichtige Erkenntnisse zu den finanziellen Auswirkungen, einschließlich potenzieller Chancen und Risiken.

wienerberger folgte einem strukturierten Prozess zur Ermittlung, Bewertung, Priorisierung und Überwachung der potenziellen und tatsächlichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt durch unter Anwendung des Sorgfaltspflichtansatzes.

In einem ersten Schritt wurde ein Tool zur Abbildung der Wertschöpfungsketten für jede Produktgruppe entwickelt, basierend auf den Vorgaben laut ESRS 1 und ESRS 2 1-5. Dieses Instrument unterscheidet zwischen den Wertschöpfungsketten der drei Hauptproduktgruppen: Ton- und keramische Produkte, Betonprodukte und Kunststoffrohrprodukte. Für jede Tätigkeit innerhalb dieser Wertschöpfungsketten erfasst das Tool verschiedene Informationen, einschließlich der Produktgruppe, deren Umsatzanteil, zentrale Wertschöpfungsaktivitäten, deren Standorte sowie grundlegende Ressourcen.

Dieses Instrument zur Abbildung der Wertschöpfungskette kam auch bei einem Workshop zum Einsatz, in dem die wienerberger-internen Experten Reflexionen zum Geschäftsmodell, zu den Geschäftsbeziehungen, zu den Tätigkeiten und zu Informationen der Wertschöpfungskette anstellten. Das Team lieferte detaillierte Informationen zu den vor- und nachgelagerten Tätigkeiten sowie zu konzerneigenen Tätigkeiten. Die Abbildung der wesentlichen Tätigkeiten in der Wertschöpfungskette und damit in Zusammenhang stehender Informationen war eine wichtige Grundlage für die nachfolgenden Schritte zur effektiven Ermittlung, Bewertung, Priorisierung und Überwachung unserer potenziellen und tatsächlichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

Der nächste Schritt umfasste die Schaffung eines Instruments zur Bewertung der Auswirkungen auf Grundlage der in ESRS dargelegten Bestimmungen, um sowohl die potenziellen als auch die tatsächlichen Auswirkungen unter Verwendung einer Likert-Skala mit fünf Antwortmöglichkeiten zu ermitteln, zu bewerten und einzustufen. Im ersten Schritt erfolgte eine vorläufige Ermittlung der Auswirkungen auf Grundlage von Kenntnissen zum Geschäftsmodell, Einblicken aus dem Workshop zur Abbildung der Wertschöpfungsketten, Branchenwissen, beruflichem Urteilsvermögen und früherer Einbeziehung der Interessenträger. In einem gemeinsamen Workshop mit den Nachhaltigkeitsexperten von wienerberger wurde diese vorläufige Liste an Auswirkungen diskutiert. Im Anschluss daran wurden die ermittelten Auswirkungen in einem Workshop zur Wesentlichkeit der Auswirkungen mit einer großen Runde vorab ausgewählter interner Experten aus verschiedenen Abteilungen überprüft. Diese Experten wurden aufgrund ihres Fachwissens, ihrer Zuständigkeiten und ihrem beruflichen Urteilsvermögen ausgewählt.

Die Gruppe umfasste Geschäftsbereichsleiter, Umweltexperten, Experten zur Lieferkette und Experten aus dem Bereich Human Resources. In diesem Workshop wurden die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen überprüft, präzisiert und in manchen Fällen neue Auswirkungen ermittelt und bewertet. Bei negativen Auswirkungen wurden Ausmaß, Umfang, Eintrittswahrscheinlichkeit und Unabänderlichkeit bewertet; bei positiven Auswirkungen wurden Ausmaß und Umfang für tatsächliche Auswirkungen und Ausmaß, Umfang und Eintrittswahrscheinlichkeit für potenzielle positive Auswirkungen bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wurde anhand kurzfristiger (< 1 Jahr), mittelfristiger (1–5 Jahre) und langfristiger (> 5 Jahre) Zeiträume für negativen und tatsächlichen positiven Auswirkungen bewertet. Die Priorisierung der Auswirkungen erfolgte unter Verwendung einer Likert-Skala mit fünf Antwortmöglichkeiten, wobei jede Auswirkung, die mit drei oder höher bewertet wurde, als wesentlich eingestuft wurde. Die Ergebnisse aus der Bewertung der Auswirkungen wurden konsolidiert und einer Qualitätsüberprüfung unterzogen.

Das gesamte oben beschriebene Verfahren berücksichtigte spezifische Tätigkeiten, Geschäftsbeziehungen, geografischen Gegebenheiten und andere Faktoren, die zu einem erhöhten Risiko nachteiliger Auswirkungen führen könnten.

Das Bewertungsverfahren erfolgte unter Berücksichtigung der Auswirkungen, an denen das Unternehmen mit seinen eigenen Tätigkeiten direkt beteiligt ist, sowie jener, die sich aus seinen Geschäftsbeziehungen ergeben. In der Abbildung der Wertschöpfungsketten wurden alle Phasen der Wertschöpfungskette jeder der Hauptproduktgruppen berücksichtigt und alle damit in Zusammenhang stehenden Informationen dokumentiert. Die ermittelten Auswirkungen wurden dementsprechend als sich aus den eigenen Tätigkeiten des Unternehmens, aus Geschäftsbeziehungen oder aus beidem ergebend kategorisiert. Zwar wurden keine direkten Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften durchgeführt, dennoch wurden alle verfügbaren Informationen dazu berücksichtigt. Wir arbeiten aktiv an der Entwicklung von Möglichkeiten, um unseren Zugang zu diesen zu verbessern und ihre Meinungen und Perspektiven zukünftig einzubinden.

Während des gesamten Verfahrens zur Ermittlung unserer Auswirkungen, Risiken und Chancen und zur Bewertung ihrer Wesentlichkeit erhielten wir Unterstützung und Beratung durch einen externen Experten, der auch das Verfahren überwachte und Qualitätsprüfungen während des gesamten Verfahrens durchführte. In die Ermittlung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen flossen auch Einblicke aus einer früheren Einbeziehung der Interessenträger ein. Es wurde ein Workshop zur Wesentlichkeit der Auswirkungen mit internen Experten abgehalten, die auch eine Schlüsselrolle für das Verständnis von Auswirkungen auf betroffene Interessenträger spielten.

Nach der Fertigstellung der Liste an Auswirkungen, in der diese anhand ihrer Folgen oder der finanziellen Wesentlichkeit über drei Zeithorizonte hinweg kategorisiert wurden, wurden hybride Workshops mit Interessenträgern entwickelt. Das Ziel der Workshops war es, dass relevante externe Interessenträger die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse, die wienerberger in Zusammenarbeit mit dem externen Experten durchgeführt hatte, bestätigen. Es wurden jene Interessenträger als relevant definiert, die die Unternehmensführung oder strategische Entscheidungsfindung des Unternehmens beeinflussen, sowie jene, die von den Tätigkeiten und Geschäftsbeziehungen des Unternehmens direkt betroffen sind. Nach jeder Diskussionsrunde wurden die Interessenträger gebeten, die Relevanz der Themen für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens unter Verwendung einer Likert-Skala mit fünf Antwortmöglichkeiten zu bewerten.

Zur Ermittlung, Bewertung, Priorisierung und Überwachung von Risiken und Chancen, die finanzielle Effekten haben oder haben können, wurde ein Instrument zur Bewertung der finanziellen Wesentlichkeit auf Grundlage der in ESRS 1 dargelegten Bestimmungen geschaffen. In diesem Verfahren wurden die erwarteten finanziellen Effekten ermittelt, gemäß ihren Risiken und Chancen Kategorien zugeordnet und auf einer Skala von 1 bis 4 bewertet.

Das Ergebnis des Workshops zur Wesentlichkeit der Effekte diente gemeinsam mit dem Instrument zur Bewertung der Effekte als Grundlage für die Durchführung und Bewertung der Zusammenhänge zwischen Auswirkungen und Abhängigkeiten mit Risiken und Chancen.

Jede der finanziellen Effekte wurde dahingehend bewertet, ob sie eine Chance oder ein Risiko darstellt. Nach der entsprechenden Kategorisierung wurde der jeweilige finanzielle Effekt in Einklang mit ESRS 1 auf seine Folgen auf Umsatz, Kosten, Cashflow, Vermögenswerte und Kapitalkosten bewertet. Im Anschluss daran wurden die kurz-, mittel- und langfristige Wahrscheinlichkeit und Folgen der finanziellen Effekte bewertet. Die Wahrscheinlichkeit wurde anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit in fünf Abstufungen bewertet: „selten“ (alle 20–100 Jahre), „könnte nicht eintreten“ (alle 10–20 Jahre), „könnte eintreten“ (alle 4–10 Jahre), „fast sicher“ (alle 2,5–4 Jahre), „sicher“ (alle 0–2,5 Jahre). Die Bewertung der Wahrscheinlichkeit und Folgen erfolgte im Bereich von 1 bis 4 und basierte auf den Risikomanagement-Schwellenwerten von wienerberger. Die Wesentlichkeit wurde durch Multiplikation des Wahrscheinlichkeit-Scores mit dem Folgen-Score bestimmt, wobei jeder daraus resultierende Wert über 5 als wesentlich eingestuft wurde.

Der eingesetzte Bewertungsbereich basiert auf Bewertungen und Schwellenwerten des Risikomanagements, um eine nahtlose Einbindung in die Risikomanagement-Verfahren von wienerberger zu gewährleisten. Das dieser Methodik zugrundeliegende Prinzip besteht darin, dass bedeutsame Ergebnisse erhalten werden müssen, die auf das Geschäftsmodell und den Risikomanagement-Rahmen des Unternehmens zugeschnitten sein müssen, um Synergien nutzen zu können. Risikomanager haben eine detaillierte Beschreibung des internen Risikomanagementsystems sowie der verwendeten Methodik dargelegt.

Der Entscheidungsprozess zur Bewertung der finanziellen Wesentlichkeit wurde im Zuge eines Workshops strukturiert. Dieser Prozess orientierte sich an etablierten internen Kontrollverfahren, einschließlich einer umfassenden Prüfung der Auswirkungen und der Anwendung von unternehmensspezifischen Risikomanagement-Schwellenwerten. Nach dem Workshop wurden die Informationen konsolidiert und einer Qualitätsprüfung unterzogen, um die Vollständigkeit und Richtigkeit zu gewährleisten. Die Endergebnisse wurden dem Management präsentiert. Dieses traf Entscheidungen in Bezug darauf, wie an diese herangegangen werden sollte, wobei ein besonderer Fokus auf jenen lag, die sich von den Ergebnissen früherer Wesentlichkeitsanalysen unterscheiden.

Das Verzeichnis aller Risiken, die Abbildung der Risikoeigner und die Risikoinventur von wienerberger wurden in das Verfahren zur Ermittlung, Bewertung und zum Management von Auswirkungen und Risiken eingebunden.

Das Verfahren zur Ermittlung, Bewertung und zum Management von Chancen wurde in den allgemeinen Managementprozess eingegliedert. Das Nachhaltigkeitsprogramm 2026 von wienerberger und die damit in Zusammenhang stehenden Ziele konzentrieren sich nicht nur auf Maßnahmen zur Minderung von Auswirkungen, sondern auch auf Chancen, um Nachhaltigkeitsaspekte anzugehen. Außerdem legt das Produkt- und Innovationsmanagement von wienerberger den Fokus auf Chancen, die durch die Bereitstellung von Lösungen für Netto-Null-Emissions-Gebäude und Wasserbewirtschaftung entstehen.

Die Input-Parameter, die im Verfahren zur Ermittlung, Bewertung und zum Management von wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen verwendet wurden, umfassten den Workshop zur Wesentlichkeit der Auswirkungen, das Verzeichnis aller Risiken von wienerberger, die Abbildung der Risikoeigner bei wienerberger, die Risikoinventur von wienerberger, den Workshop zur Abbildung der Wertschöpfungsketten, den Nachhaltigkeitsbericht, Branchenwissen, berufliches Urteilsvermögen und Inputs von externen Experten. Für jedes Unterthema wurden die erwarteten Risiken und Chancen, die für die finanzielle Wesentlichkeit relevant sind, ermittelt und mit den erwarteten Auswirkungen in Einklang gebracht.

Nach dem Abschluss der Wesentlichkeitsanalyse in ESRS 1 führte ein externer Experte eine Lückenanalyse durch, in der die derzeitigen Nachhaltigkeitsberichte mit den durch ESRS vorgegebenen Angabepflichten verglichen wurden. Auf Grundlage dieser Analyse wurde ein detaillierter Umsetzungsplan für jedes wesentliche Thema entwickelt. Alle ESRS-Unterthemen wurden als wesentlich eingestuft. Etwa 50 % der ESRS-Unter-Unterthemen wurden als wesentlich für wienerberger angesehen.

E1 - Klimawandel

Im Jahr 2024 hat wienerberger seine Resilienzanalyse aktualisiert und Klimaszenarien integriert, um mögche zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und die Robustheit von Strategie und Geschäftsmodell zu prüfen. Diese Analyse baut auf der ersten Bewertung aus dem Jahr 2022 auf und integriert die neuesten Erkenntnisse der Klimawissenschaft sowie aktuelle Szenariomethoden. Die angewandten Szenarien decken beide Extreme klimabezogener Risiken ab: den Netto-Null-Emissionspfad (NZE) der Internationalen Energieagentur (IEA) von 1,5 °C für Übergangsrisiken und -chancen und einen Pfad von >4 °C für physische Risiken. Zusammen gewährleisten diese eine umfassende Bewertung plausibler Unsicherheiten im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens.

Physische Risiken

wienerberger hat eine Analyse der physischen Klimarisiken durchgeführt, um festzustellen, ob klimabedingte Gefahren Risiken für Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten über einen kurz- (bis 2030), mittel (bis 2040) und langfristigen Zeithorizont (bis 2050) darstellen könnten. Diese Zeithorizonte ermöglichen es, sowohl unmittelbare als auch langfristige Risiken zu erfassen. Die erwartete betriebliche Nutzungsdauer unserer wienerberger-Standorte erstreckt sich in der Szenarioanalyse bis 2050. Die gewählten Zeithorizonte vereinbaren die Notwendigkeit, physische Risiken über längere Zeiträume hinweg zu untersuchen, um die Folgen des Klimawandels erfassen zu können, mit der Praxis, kürzere, absehbare Zeiträume für die strategische Planung und Investitionsentscheidungen zu verwenden. Angesichts der Bedeutung dieser Informationen für Investoren und Interessenträger werden klimabezogene Risiken und Chancen kontinuierlich vom Vorstand und Aufsichtsrat überwacht.

Die Analyse basiert auf Klimaprognosen aus dem jüngsten Sachstandsbericht (AR6) des Weltklimarats (IPCC). Um eine robuste und umfassende Bewertung zu gewährleisten, haben wir das Hochemissionsszenario SSP5-8.5 ausgewählt, das den stärksten Anstieg der globalen Treibhausgasemissionen darstellt. Laut IPCC könnte dieser Pfad bis zum Ende des Jahrhunderts zu einer globalen Erwärmung von rund 4,4 °C führen, und gilt damit als das risikoreichste Szenario. Durch die Verwendung dieser „Worst-Case“-Prognose stellt wienerberger sicher, dass die identifizierten physischen Risiken die deutlichsten Veränderungen der Klimabedingungen berücksichtigen. Die unter diesem Szenario entwickelten Anpassungsmaßnahmen bleiben auch dann wirksam, wenn die Zukunft einen weniger emissionsintensiven Verlauf nimmt.

Die Verwendung von SSP5-8.5 garantiert außerdem die Übereinstimmung mit international anerkannten, wissenschaftsbasierten Methoden. Die Shared Socio-economic Pathways (SSPs) bilden den Standardrahmen für die Klimawissenschaft und spiegeln kohärente sozioökonomische Zukunftsszenarien wider, die auf Bevölkerungswachstum, technologischem Fortschritt und wirtschaftlicher Entwicklung basieren. Insbesondere SSP5-8.5 geht von einer anhaltenden Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, einem raschen technologischen Fortschritt und wettbewerbsorientierten Märkten aus. Als das risikoreichste Szenario liefert es wertvolle Erkenntnisse darüber, wie schwerwiegend Klimagefahren werden könnten, und stellt sicher, dass die Strategie von wienerberger auch unter extremen Bedingungen resilient bleibt.

Die Prognosen relevanter Klimaparameter – wie Temperatur, Windgeschwindigkeit und Niederschlag – wurden verwendet, um potenzielle Gefahren zu identifizieren. Insgesamt wurden alle 28 Gefahren gemäß ESRS E1 AR-11(d) analysiert und anhand wissenschaftlicherSchwellenwerte bewertet, um festzustellen, wo sie erhebliche Auswirkungen haben könnten. Auf diese Weise konnten sowohl akute als auch chronische Risiken systematisch berücksichtigt werden. Die Bewertung erfolgte mit Unterstützung externer Experten und umfasste alle Regionen, in denen wienerberger tätig ist, darunter Europa, Nordamerika sowie wichtige Märkte entlang seiner globalen Wertschöpfungskette.

Die Bewertung der physischen Bruttorisiken erfolgte in zwei Schritten. Zunächst wurde die Exposition der Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten von wienerberger gegenüber Klimagefahren anhand ihrer geografischen Lage unter Verwendung von Geodaten und lokalisierten Klimaprognosen bewertet. Die Gefahren wurden anhand des Umfangs, Dauer, Wahrscheinlichkeit und Ausmaß bestimmt. Anschließend wurde die Sensitivität der Geschäftsaktivitäten gegenüber diesen Gefahren analysiert und bewertet, ob deren Eintreten die Leistung erheblich beeinträchtigen könnte. Eine Gefahr wurde nur dann als physisches Bruttorisiko eingestuft, wenn sowohl die Expositions- als auch die Anfälligkeitskriterien erfüllt wurden erfüllt wurden.

Durch diese Methodik liefert die Analyse ein klares Bild der Risiken über verschiedene Zeithorizonte hinweg. Gefahren bis zum Jahr 2030 zeigen die unmittelbarsten Herausforderungen, die kurzfristige Aufmerksamkeit und Risikomanagement erfordern. Gleichzeitig stellt die Bewertung bis 2050 sicher, dass auch die später im Lebenszyklus der Standorte auftretenden Risiken erfasst werden, sodass die gesamte Betriebsdauer der Produktionsstätten von wienerberger abgedeckt ist. Diese doppelte Perspektive gewährleistet, dass sowohl die aktuelle Widerstandsfähigkeit als auch die langfristige Anpassung berücksichtigt werden.

Übergangsrisiken und -chancen

Übergangsereignisse wurden zunächst sowohl hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Szenario als auch ihrer geschäftlichen Relevanz geprüft. Ereignisse, die beide Kriterien erfüllten, wurden anschließend auf ihre kurz- und langfristigen Auswirkungen hin analysiert: kurzfristig (bis 2030), was mit den Planungszyklen von wienerberger und den kurzfristigen Managementerwartungen übereinstimmt, und langfristig (bis 2050), was mit der Netto-Null-Strategie der EU und den globalen Klimazielen im Einklang steht. Die mittelfristigen Ergebnisse spiegeln sich in diesen Zeiträumen wider, wodurch die Angabe vereinfacht und gleichzeitig die Vollständigkeit gewahrt bleibt. Diese Struktur steht im Einklang mit den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD).

Die Aktualisierung der Resilienzanalyse in 2024 integrierte quantitative und qualitative Daten zu Märkten, Konzepten und technologischen Entwicklungen in jedes Szenario, einschließlich die Eintrittswahrscheinlichkeit, das Ausmaß und die Dauer der Übergangsereignisse.

Das Ausmaß wurde anhand der Analyse bewertet, in welchem Umfang diese Übergangstreiber die Kostenstrukturen, die Nachfrage nach Produkten, die Nutzung von Vermögenswerten sowie die finanzielle Gesamtperformance von wienerberger beeinflussen könnten. Dabei wurde betrachtet, wie stark sich die identifizierten Übergangsereignisse unter den Annahmen des NZE‑Szenarios auf die operative Tätigkeit des Unternehmens auswirken könnten.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Übergangsereignissen wurde durch die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit bewertet, mit der sich die im NZE‑Szenario beschriebenen politischen, marktbezogenen und technologischen Entwicklungen im Zeitverlauf realisieren. Dies umfasste die Berücksichtigung des erwarteten Tempos regulatorischer Umsetzung, von Marktentwicklungen sowie der technologischen Durchdringung, wie sie in der Szenariodarstellung abgebildet sind.

Im 1,5 °C-Szenario analysierte wienerberger sektorspezifische Daten, makroökonomische Indikatoren und Preiskennzahlen, um die potenziellen Auswirkungen auf den Betrieb bis 2030 und 2050 zu untersuchen. Die Hauptemissionsquellen von wienerberger wurden überprüft, um Bereiche mit hohem Risiko zu ermitteln. Zudem wurde eine Sektorenprüfung mit Schwerpunkt auf technologischen Fortschritten und anderen relevanten Faktoren verwendet, um unvereinbare Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten zu kennzeichnen.

Die Bewertung der Übergangsrisiken bei wienerberger berücksichtigte einen definierten Katalog von Übergangsereignissen, darunter steigende Preise für Treibhausgas‑(THG‑)Emissionen, erweiterte Berichtsanforderungen, regulatorische Änderungen sowie Verschiebungen in Markt‑ und Technologieentwicklungen. Diese Übergangsereignisse wurden im Hinblick auf ihre potenziellen Auswirkungen auf operative Kosten, Marktnachfrage und die finanzielle Stabilität über die Geschäftsaktivitäten der Gruppe hinweg analysiert.

Das NZE‑Szenario stellt eine detaillierte und konsistente Darstellung eines Transformationspfads zur Erreichung von Netto‑Null‑CO₂‑Emissionen im Energiesektor bis 2050 dar. Im Rahmen der Analyse von wienerberger wurden die Annahmen dieses Szenarios auf die Sektoren angewendet, in denen wienerberger tätig ist. Zu den im Rahmen der Bewertung berücksichtigten zentralen Szenariotreibern zählen politische Maßnahmen wie steigende CO₂‑Preise und Energieintensitätsziele, Marktdynamiken wie Annahmen zum Wirtschaftswachstum (BIP) und zum Rückgang der Nutzung fossiler Energieträger sowie technologische Treiber, insbesondere der Einsatz von Carbon‑Capture‑Lösungen und eine reduzierte Nutzung fossiler Brennstoffe im Verkehrssektor.

Die Analyse bediente sich des Netto-Null-Emissionen-Szenarios der IEA, das der Publikation „World Energy Outlook“ (WEO) aus 2023 sowie den zugehörigen Datentabellen entnommen wurde. Zusätzliche Erkenntnisse wurden IEA-Sonderberichten zu diesem Szenario entnommen. Wichtige übergreifende Faktoren wie CO2-Bepreisungen und Preise für fossile Brennstoffe wurden direkt von der IEA bezogen, während sektorspezifische Darstellungen und Analysen dem WEO entnommen wurden.

Die Analyse beinhaltete mehrere wesentliche Annahmen, etwa den Übergang zu einer CO₂-ärmeren Wirtschaft, was voraussichtlich Einfluss auf makroökonomische Trends, Energieverbrauchsmuster und den Einsatz neuer Technologien nehmen wird. Das verwendete IEA-1,5 °C-Szenario aus dem WEO enthält wesentliche Annahmen über die globale Energienachfrage, CO₂-Bepreisung, die rasche Zunahme des Einsatzes erneuerbarer Energie und das Tempo der technologischen Innovationen, die für die Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050 benötigt werden.

Unterstützende Rechtsetzung macht erneuerbare Energie attraktiver, da Kosten gesenkt und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert werden. Dies stellt sich daher als Chance gemäß CSRD dar.

wienerberger hat Klimaszenarien integriert, die in den entsprechenden Abschnitten des Anhangs zum Konzernabschluss wiedergegeben und offengelegt werden. Das Modell Global Energy and Climate bindet innovative und neu aufkommende saubere Technologien ein, indem deren Ausgereiftheit und voraussichtliche Markteinführung verfolgt wird. Es bedient sich detaillierter Datenbanken, um Ankündigungen neuer Projekte und technologische Entwicklungen in verschiedensten Sektoren, die als Grundlage für modellierte Szenarien für saubere Energieprozesse herangezogen werden, zu überwachen.

E2 - Umweltverschmutzung

Bei der Analyse unserer Produktionsaktivitäten für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse haben wir festgestellt, dass die Luftverschmutzung ein wesentlicher Aspekt im Rahmen des Brenn- und Sinterprozesses zur Herstellung unserer Keramik- und Betonprodukte ist und Mikroplastik ein wesentlicher Bereich im Rahmen des Produktionsprozesses unserer Kunststoffrohre. Eine detaillierte Übersicht über die für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse verwendeten Methoden, Annahmen und Instrumente sowie die durchgeführten Konsultationen ist im obenstehenden Abschnitt über die doppelte Wesentlichkeitsanalyse zu finden. Die betroffenen Gemeinschaften wurden nicht konsultiert.

Unsere Produktionsstandorte werden im Rahmen des Antrags- und Prüfungsverfahrens für Emissionsgenehmigungen, das gegebenenfalls gemäß nationaler Gesetzgebung durch die lokalen Behörden vorgeschrieben wird, behördlichen Überprüfungen unterzogen. Durch eine laufende Überwachung sind wir zugleich auf künftige Entwicklungen vorbereitet, wie etwa die Überarbeitung der Emissionsgrenzwerte im Rahmen des Keramik-BREF der Europäischen Union. Diese Überprüfungen gewährleisten, dass alle Auswirkungen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung unter allen Produktionsbedingungen innerhalb des behördlich vorgegebenen Rahmens bleiben. Daher wurde die Analyse anhand einer Prüfung der letzten verfügbaren Abgasmessungen durchgeführt. Diese Bewertung erstreckt sich auch auf unsere vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette, wo die Einhaltung relevanter Umweltvorschriften ebenso erwartet wird. Unsere Evaluierung basiert auf gesetzlichen Bestimmungen, internen Nachhaltigkeitsmanagement-Systemen und laufender Überwachung, um die kontinuierliche Einhaltung aller anwendbaren Normen zu gewährleisten.

E3 - Wasserressourcen

Bei der Analyse unserer Produktionsaktivitäten für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse haben wir festgestellt, dass der Wasserverbrauch ein wesentlicher Aspekt bei der Mischung für Keramikprodukte und Rohrleitungsprodukte ist. Eine detaillierte Übersicht über die für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse verwendeten Methoden, Annahmen und Instrumente sowie die durchgeführten Konsultationen ist im obenstehenden Abschnitt über die doppelte Wesentlichkeitsanalyse zu finden. Die betroffenen Gemeinschaften wurden nicht konsultiert.

E4 - Biologische Vielfalt und Ökosysteme

wienerberger hat alle Standorte überprüft und jene identifiziert, die aufgrund ihrer Nähe zu biodiversitätssensiblen Gebieten wesentliche Auswirkungen auf die Biodiversität haben können und damit potenzielle Risiken bergen. Tätigkeiten wie Abbau, Urbanisierung, Verschmutzung und die Veränderung natürlicher Systeme wurden als potenziell negativer Einfluss auf schutzbedürftige Gebiete in oder in der Nähe unserer Standorte anerkannt. Gemäß den Definitionen des Natura-2000-Rahmens umfassen die durch unsere Geschäftstätigkeit verursachten Auswirkungen unter anderem den Abbau von Ton und Lehm, die Präsenz von Produktionsstätten und Gebäuden in der Landschaft, Luftverschmutzung sowie die Verringerung oder den Verlust spezifischer Lebensraummerkmale. Diese Auswirkungen betreffen 17 (2024: 18) biodiversitätssensible Gebiete, die unter die europäische Natura-2000-Richtlinie fallen.

Die Methode, unsere Standorte in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität zu untersuchen, besteht in der Verwendung von öffentlich verfügbaren Daten, wie zu Natura 2000 und RAMSAR-Feuchtgebieten, sowie Geodaten unserer eigenen Standorte. Die Analyse erfolgte in QGIS und durch eine automatisierte Applikation, die Überlappungen und räumliche Nähe extrahiert, die in diesem Fall als 1 km definiert wurde. Wir haben bewertet, ob die potenziellen Auswirkungen auf diese Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität mit den Aktivitäten von wienerberger in Zusammenhang stehen. Für alle unsere Produktionsstandorte und Steinbrüche stellen die lokalen Genehmigungen und gesetzlichen Vorgaben die erforderlichen Maßnahmen und Abhilfemaßnahmen bereit, um das Risiko möglicher Schäden so gering wie möglich zu halten. Um die identifizierten potenziellen Auswirkungen zu adressieren und zu reduzieren, setzen wir gezielte Abhilfemaßnahmen um, wie beispielsweise unseren internen Biodiversity Action Plan.

Obgleich im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse keine spezifischen betroffenen Gemeinschaften befragt wurden, beziehen wir regelmäßig die Gemeinschaften ein, in denen wienerberger seine Geschäfte führt – wir führen dazu öffentliche Konsultationen durch, um uns mit potenziellen Auswirkungen auseinanderzusetzen, die während der regelmäßigen Evaluierung der Tongruben-Genehmigungen ermittelt werden. Nach der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden keine Konsultationen zu gemeinsam genutzten biologischen Ressourcen mit den betroffenen Gemeinschaften durchgeführt. Im Fall von unvermeidbaren Auswirkungen stellen Umweltverträglichkeitsprüfungen und ähnliche Zertifizierungen, die von lokalen Regulierungsbehörden vorgeschrieben werden, die entsprechenden Abhilfemaßnahmen dar, um eine Einhaltung der Abhilfemaßnahmenhierarchie zu gewährleisten.

E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Bei der Analyse unserer Produktionsaktivitäten für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse haben wir festgestellt, dass Ressourcenflüsse und -abflüsse und Abfall wesentliche Themen sind. Der Ressourceneinsatz entsteht, wenn wir unsere Produkte aus Rohstoffen herstellen, die verpackt und an die Kunden verteilt werden. Abfall entsteht durch die regulären betrieblichen Aktivitäten an allen Produktionsstandorten, wo bestimmte Materialien nicht intern wiederverwendet oder recycelt werden können. Eine detaillierte Übersicht über die für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse verwendeten Methoden, Annahmen und Instrumente sowie die durchgeführten Konsultationen ist im obenstehenden Abschnitt über die doppelte Wesentlichkeitsanalyse zu finden. Die betroffenen Gemeinschaften wurden nicht konsultiert.

G1 - Unternehmensführung

Die folgenden relevanten Kriterien wurden in dem Verfahren verwendet, um wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Unternehmensführung zu ermitteln:

IRO-2 In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung abgedeckte Angabepflichten

Die Tabelle mit allen aus anderen EU-Rechtsvorschriften abgeleiteten Datenpunkten befindet sich im Anhang der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung.

Allgemeine Informationen
Standard ESRS Indikator Seite
Allgemeine Angaben BP-1 Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung 58
BP-2 – Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen 58
Governance GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane 13,19–20, 59
GOV-2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen 19–21, 24, 59-60
GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme 60
GOV-4 Sorgfaltspflicht 61
GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung 19–21, 62
Strategie SBM-1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette 62–65
SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger – Allgemeines 65–67
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 67–68
Auswirkungs-, Risks- und

Chancenmanagement
IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen 68–74
IRO-2 In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung abgedeckte Angabepflichten 75-77
Umweltinformationen
Standard Wesentliche IRO ESRS Indikator Seite
E1Klimawandel Anpassung an

den Klimawandel;

Klimaschutz; Energie
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 83–85
E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz 86
E1-2 Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an

den Klimawandel
86
E1-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten 87–89
E1-4 Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel 90–91
E1-5 Energieverbrauch und Energiemix 92
E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie

THG-Gesamtemissionen
93
E2 Umweltverschmutzung Luftverschmutzung, Mikroplastik SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 95
E2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 96
E2-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 97
E2-3 Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 97
E2-4 Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung 98
E3 Wasser- und Meeresressourcen Wasserverbrauch SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 99
E3-1 Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 100
E3-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 101
E3-3 Ziele im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 102
E3-4 Wasserverbrauch 103
E4 Biologische Vielfalt und

Ökosysteme
Direkte Ursachen des Verlusts an biologischer Vielfalt;

Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen; Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemleistungen
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 104
Konzepte 105
Maßnahmen 105–106
Ziele 106
Kennzahlen 106
E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Abfall; Ressourcenabfluss im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen; Ressourcenzufluss, einschließlich Ressourcennutzung SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 107–108
E5-1 Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 109
E5-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 110
E5-3 Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 111
E5-4 Ressourcenzuflüsse 112
E5-5 Ressourcenabflüsse 113–114
Sozialinformationen
Standard Wesentliche IRO ESRS Indikator Seite
S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Arbeitsbedingungen; Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel

mit Strategie und Geschäftsmodell
115–118
S1-1 Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens 118–120
S1-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen 120–121
S1-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können 121–122
S1-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze 122–124
S1-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen 125–126
S1-6 Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens 127–128
S1-8 Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog 128
S1-9 Diversitätskennzahlen 129
S1-10 Angemessene Entlohnung 129
S1-13 Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung 130
S1-14 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit 130
S1-16 Vergütungskennzahlen 131
S1-17 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten 132
S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Arbeitsbedingungen; Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 133–134
Konzepte 134
Maßnahmen 135
Governance Informationen
Standard Wesentliche IRO ESRS Indikator Seite
G1 Unternehmensführung Unternehmenskultur, Korruption und Bestechung; Management der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich Zahlungspraktiken SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 136
G1-1 Konzepte für die Unternehmensführung und Unternehmenskultur 136–140
G1-2 Management der Beziehungen zu Lieferanten 140
G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung 141
G1-4 Fälle von Korruption oder Bestechung 141–142
G1-6 Zahlungspraktiken 142

Taxonomie

Angaben gemäß EU-Taxonomie-Verordnung

Taxonomie-Verordnung

Der europäische Grüne Deal hat sich zum Ziel gesetzt, in Europa Klimaneutralität zu erreichen. Um dies zu erreichen, sollen Kapitalströme in nachhaltige Investitionen gelenkt werden. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission einen Rechtsrahmen geschaffen, um die Nachhaltigkeit wirtschaftlicher Tätigkeiten transparenter und vergleichbarer zu machen. wienerberger begrüßt diese Entwicklung und erachtet sie als einen wichtigen Schritt, um die Nachhaltigkeit in das Zentrum der Wirtschaftstätigkeiten zu rücken.

Die Verordnung (EU) 2020/852 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen – die sogenannte Taxonomie-Verordnung – ist am 12. Juli 2020 in Kraft getreten. Sie brachte die Einführung eines einheitlichen Klassifizierungssystems für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten in der Europäischen Union.

Wirtschaftstätigkeiten sind taxonomiefähig, wenn Geschäftstätigkeiten auf definierte Wirtschaftstätigkeiten zugeordnet werden können. Im Anschluss erfolgt die Bewertung, ob sie als taxonomiekonform eingestuft werden können. Dafür wird die Erfüllung der folgenden Kriterien geprüft:

Im Jahr 2025 wurde der EU-Taxonomie-Rahmen durch die Omnibus-Verordnung angepasst, wodurch mehrere Änderungen an den Berichtspflichten eingeführt wurden. In Übereinstimmung mit den überarbeiteten Leitlinien haben wir unsere Taxonomie-Angaben in Bezug auf die Berichterstattung angepasst.

Taxonomiefähigkeit

Drei Produktgruppen von wienerberger sind von der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 vom 4. Juni 2021 in CCM 3.5 „Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen“ als umsatzgenerierende Tätigkeit im Umweltziel Klimaschutz erfasst:

Andere umsatzgenerierende Geschäftssegmente von wienerberger, wie die Herstellung von Rohrlösungen und Flächenbefestigungen, sind derzeit nicht von der Taxonomie-Verordnung umfasst.

Im Bereich der Investitionsausgaben (CapEx) wurden die folgenden zusätzlichen Aktivitäten als taxonomiefähige Investitionen identifiziert:

Taxonomiekonformität

Um zu bewerten, ob eine Tätigkeit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutzziel leistet, wurde die Einhaltung technischer Bewertungskriterien jeder taxonomiefähigen Produktgruppe von wienerberger (Wand-, Fassaden-, Dachlösungen) überprüft. Der U-Wert eines Wandsystems wird auf Grundlage der Wärmeleitfähigkeit und Dicke der einzelnen Schichten bestimmt. Bei Außenwandsystemen ist in jenen Ländern, in denen wienerberger die Wand- und Fassadenprodukte produziert, ein U-Wert von weniger als 0,5 W/m2K gesetzlich vorgeschrieben, um den wesentlichen Beitrag zu erfüllen. Wandprodukte, die nicht zur Verwendung in Außenwänden vorgesehen sind (z. B. Schallschutzziegel für Wohnungstrennwände), wurden als nicht taxonomiekonform klassifiziert.

In einer international durchgeführten Studie wurde der Anteil an Dächern mit Wärmedämmmaterial im Bereich Dachsysteme bestimmt, um den Anteil an Dachsystemen zu erfassen, der die Anforderung eines U-Werts von weniger als 0,3 W/m2K, wie von den technischen Bewertungskriterien vorgegeben, erfüllt. Dachsysteme ohne Dämmmaterialien werden beispielsweise in landwirtschaftlichen Gebäuden eingesetzt. Diese wurden aufgrund des ungeeigneten U-Werts nicht als taxonomiekonform klassifiziert.

Die Vermeidung erheblicher nachteiliger Auswirkungen auf andere Umweltschutzziele ist in der nachstehenden Tabelle dargelegt:

Andere Umweltschutzziele (2–6) Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen
Anpassung an den Klimawandel Es wurde an allen Produktionsstandorten eine Klimarisikoanalyse durchgeführt. Die klimabezogenen Risiken wurden anhand des SSP5-8.5-Szenarios mit hohen Emissionen bewertet (siehe ESRS 2 IRO-1). Auf Grundlage dieser Analyse wurden auf Werksebene Anpassungslösungen entwickelt.
Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen Alle Produktionsstandorte, an denen taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten stattfinden, haben die Auswirkungen der Produktion auf ihre direkte Umwelt bewertet und verfügen über Wasserbewirtschaftungspläne in Einklang mit den lokalen gesetzlichen Bestimmungen.
Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft Die relevanten Tätigkeiten wurden in Hinblick auf die folgenden Aspekte analysiert:



• Wiederverwendung von Sekundärrohstoffen

• Haltbarkeit, Recyclingfähigkeit

• Abfallbewirtschaftung

• besorgniserregende Stoffe und ihre Rückverfolgbarkeit



wienerberger-Produkte zeichnen sich besonders durch ihre lange Haltbarkeit und Lebensdauer (in manchen Fällen über 100 Jahre) aus. Außerdem gewährleisten die Richtlinie zum Einsatz von Sekundärrohstoffen, Richtlinien zu Zusatzstoffen und Umweltproduktdeklarationen, dass dieses Umweltziel nicht erheblich beeinträchtigt wird.
Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung Keramische Baustoffe werden aus natürlichen Tonsedimenten hergestellt, die Tonmineralien, Quarz und andere Mineralien, vor allem Silikate und Calcium-Magnesium-Karbonate, enthalten.



Die Auswirkungen auf die Umwelt durch die Verarbeitungsprozesse bei wienerberger werden regelmäßig an die lokalen Behörden berichtet und durch (externe) Messungen überwacht.
Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme An Produktionsstandorten, an denen taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten stattfinden, wurden deren Auswirkungen auf ihre direkte Umgebung analysiert und bewertet. Wenn die Analyse dies erforderlich machte, wurden Biodiversitäts-Aktionspläne erstellt, um den Schutz der Biodiversität und der Ökosysteme zu gewährleisten.

Für die zusätzlich identifizierten taxonomiefähigen Investitionsausgaben wurden die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutzziel sowie die Kriterien zur Vermeidung wesentlicher Beeinträchtigungen, sofern vorhanden, ebenfalls geprüft.

Die Einhaltung sozialer Mindestschutzvorschriften bezieht sich im Wesentlichen auf die Bereiche Menschen- und Arbeitsrechte, Korruptionsprävention, angemessene Besteuerung und fairer Wettbewerb.

Wir haben internationale Arbeitsstandards vollumfänglich eingehalten, wobei regelmäßige Audits und Schulungen faire Arbeitsbedingungen und ethisches Verhalten verstärken. Es wurden keine Verstöße gegen das Arbeitsrecht ermittelt und keine Vorwürfe hinsichtlich Verstöße gegen die Menschenrechte gegen uns erhoben.

Wir verfolgen eine Nulltoleranzpolitik gegen Korruption und Bestechung, unterstützt durch verpflichtende Schulungen und ein spezifisches Verfahren, das es Beschäftigten ermöglicht, Fälle von Bestechung und Korruption anonym zu melden. Dies ist in Kapitel G1 - Unternehmensführung näher dargelegt. Es wurden während des Berichtszeitraums keine Fälle von Korruption oder Bestechung verzeichnet.

Unser Ansatz in steuerlichen Belangen ist transparent und verantwortungsbewusst und unsere Erklärung zur Steuertransparenz ist seit 2020 unverändert. Steuerrisiken werden durch vierteljährliche Risikoberichte systematisch überwacht und in das interne Kontrollsystem eingebunden, das direkte Steuerkontrollen als Schlüsselmaßnahmen umfasst. Der Vorstand hat Organisationsstrukturen eingerichtet, um die Einhaltung von Steuervorschriften zu gewährleisten. Spezialisierte Einheiten verfügen über das dafür nötige Fachwissen. Konzerninternen Transaktionen liegen interne Richtlinien zu Verrechnungspreisen zugrunde. Im Rahmen der Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung (Pillar II Global Minimum Taxation) wurden keine Fälle von Gewinnverschiebung durch Transfers immaterieller Vermögenswerte oder Finanzierungsverträge in Niedrigsteuergebieten identifiziert.

Wir verpflichten uns der strengen Einhaltung kartellrechtlicher Vorgaben, um freien und fairen Wettbewerb am Markt zu gewährleisten. Unsere kartellrechtliche Compliance-Leitlinie gibt klare Regeln hinsichtlich erlaubter Interaktionen mit Mitbewerbern, insbesondere hinsichtlich Informationsaustausch, Preisgestaltung und Lieferbedingungen sowie möglicher Formen der Zusammenarbeit, vor. Es ist Beschäftigten streng verboten, sich an illegalen Aktivitäten wie Preisabsprachen, Angebotsabsprachen oder Marktaufteilung zu beteiligen. Zusätzlich dazu halten all unsere Gesellschaften regelmäßige Schulungen ab, um die Einhaltung des Kartellrechts zu verstärken .

Geschäftsjahr 2025
KPI Gesamt

(in TEUR)
Anteil der taxonomiefähigen Tätigkeiten Taxonomiekonforme Tätigkeiten Anteil der taxonomiekonformen Tätigkeiten Aufschlüsselung nach Umweltzielen der taxonomiekonformen Tätigkeiten Anteil der ermöglichenden Tätigkeiten Anteil der Übergangstätigkeiten Nicht bewertete Tätigkeiten, die als unwesentlich eingestuft wurden Taxonomiekonforme Tätigkeiten im vorherigen Geschäftsjahr Anteil der taxonomiekonformen Tätigkeiten im vorherigen Geschäftsjahr
Klimaschutz Anpassung an den Klima-

wandel
Wasser- und Meeresressourcen Umwelt-

verschmutzung
Kreislaufwirtschaft Biologische Vielfalt und Ökosysteme
Turnover 4.566.284 55,4 % 2.430.629 53,2 % 53,2 % 53,2 % 0,0 % 2.356.057 52,2 %
CapEx 388.008 59,1 % 197.224 50,8% 50,8% 50,8% 0,0 % 930.790 79,1 %
OpEx 264.396 68,9 % 175.519 66,4 % 66,4 % 66,4 % 0,0 % 173.897 76,6 %

Umsatz-KPI

Um den Leistungsindikator Umsatzerlöse zu ermitteln, fungieren die Außenumsatzerlöse, die gemäß dem IFRS-Konzernabschluss berichtet werden (siehe Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung), als Nenner. Als Zähler werden jene Erlöse gemäß IFRS 15, die taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten zugeordnet werden können, herangezogen.

Im Berichtsjahr waren 53,2 % (2024: 52,2 %) der Erlöse taxonomiekonform.

KPI-Bericht Umsatz
Geschäftsjahr 2025
Wirtschaftstätigkeiten Nr. Taxonomiefähiger KPI (Anteil des taxonomiefähigen Umsatzes/CapEx/OpEx) Taxonomiekonformer KPI (Wert des taxonomiekonformen Umsatzes/CapEx/OpEx) (in TEUR) Taxonomiekonformer KPI (Anteil des taxonomiekonformen Umsatzes/CapEx/OpEx) Aufschlüsselung nach Umweltzielen der taxonomiekonformen Tätigkeiten Ermöglichende Tätigkeit Übergangstätigkeit Anteil der taxonomiekonformen an den taxonomiefähigen Tätigkeiten
Klima-

schutz
Anpassung an den Klima-

wandel
Wasser- und Meeresressourcen Umwelt-

verschmutzung
Kreislaufwirtschaft Biologische Vielfalt und Ökosysteme
Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen CCM 3.5 55,4 % 2.430.629 53,2 % 53,2 % E 96,1 %
Summe der Ausrichtung pro Umweltziel 53,2 %
Gesamt 55,4 % 2.430.629 53,2 % 53,2 % 53,2 % 96,1 %

CapEx-KPI

Um den CapEx-Leistungsindikator zu bestimmen, werden alle Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (exklusive Geschäfts- und Firmenwert), einschließlich Nutzungsrechten aus Leasings und Zugängen zu den Vermögenswerten aus Unternehmensübernahmen, im Nenner ausgewiesen. Im Zähler werden Investitionen gemäß Art. 1.1.2.2. (a) leg. cit. einberechnet, wenn sie Vermögenswerte oder Prozesse umfassen, die essenziell sind, um eine taxonomiekonforme oder taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeit unter dieser Aktivität durchzuführen. Außerdem wurden weitere nachhaltige Investitionen identifiziert, die zu einer Reduktion der eigenen Treibhausgasemissionen des Unternehmens führen. Da nur Wirtschaftstätigkeiten im Umweltziel Klimaschutz identifiziert wurden, können Doppelzählungen zu mehreren Umweltzielen vermieden werden.

Der taxonomiekonforme Anteil der CapEx im Berichtszeitraum erreichte 50,8 % des gesamten CapEx (2024: 81,1 %). Der Betrag für 2024 ist aufgrund der Übernahme von Terreal, dessen Dachproduktion eine taxonomiekonforme Geschäftstätigkeit war, erhöht. Im Jahr 2025 erfolgte keine Akquisition. in diesem Ausmaß.

KPI-Bericht CapEx
Geschäftsjahr 2025
Wirtschaftstätigkeiten Nr. Taxonomiefähiger KPI (Anteil des taxonomiefähigen Umsatzes/CapEx/OpEx) Taxonomiekonformer KPI (Wert des taxonomiekonformen Umsatzes/CapEx/OpEx) (in TEUR) Taxonomiekonformer KPI (Anteil des taxonomiekonformen Umsatzes/CapEx/OpEx) Aufschlüsselung nach Umweltzielen der taxonomiekonformen Tätigkeiten Ermöglichende Tätigkeit Übergangstätigkeit Anteil der taxonomiekonformen an den taxonomiefähigen Tätigkeiten
Klima-

schutz
Anpassung an den Klima-

wandel
Wasser-

und

Meeresressourcen
Umwelt-

verschmutzung
Kreislaufwirtschaft Biologische Vielfalt und Ökosysteme
Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen CCM 3.5 52,2% 195.020 50,3% 50,3% E 96,3%
Installation, Wartung und Reparatur von erneuerbaren Energietechnologien CCM 7.6 0,5% 1.952 0,5% 0,5% E 100,0%
Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und an Gebäude angeschlossene Parkplätze) CCM 7.4 0,1% 251 0,1% 0,1% E 100,0%
Transport mit Motorrädern, Pkw und leichten Nutzfahrzeugen CCM 6.5 4,5% 0 0,0% - E 0,0%
Erwerb und Besitz von Gebäuden CCM 7.7 1,8% 0 0,0% - E 0,0%
Summe der Ausrichtung pro Umweltziel 50,8%
Gesamt 59,1% 197.224 50,8% 50,8% 50,8% 86,1%

OpEx-KPI

Um den OpEx-Leistungsindikator zu bestimmen, muss der Nenner gemäß der Taxonomie-Verordnung die Betriebsausgaben im Zusammenhang mit nicht aktivierten Kosten für Forschung und Entwicklung, kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie Wartungen und Reparaturen von Anlagevermögen enthalten. Der Zähler enthält jene Betriebsausgaben, die direkt oder indirekt taxonomiekonformen Tätigkeiten zugeordnet werden können. Bei wienerberger sind das vorwiegend Wartungsausgaben. Im Geschäftsjahr 2025 sind 66,4 % (2024: 77,6 %) der Betriebsausgaben taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten zuzuordnen.

KPI-Bericht OpEx
Geschäftsjahr 2025
Wirtschaftstätigkeiten Nr. Taxonomiefähiger KPI (Anteil des taxonomiefähigen Umsatzes/CapEx/OpEx) Taxonomiekonformer KPI (Wert des taxonomiekonformen Umsatzes/CapEx/OpEx) (in TEUR) Taxonomiekonformer KPI (Anteil des taxonomiekonformen Umsatzes/CapEx/OpEx) Aufschlüsselung nach Umweltzielen der taxonomiekonformen Tätigkeiten Ermöglichende Tätigkeit Übergangstätigkeit Anteil der taxonomiekonformen an den taxonomiefähigen Tätigkeiten
Klima-

schutz
Anpassung an den Klima-

wandel
Wasser- und Meeresressourcen Umwelt-

verschmutzung
Kreislaufwirtschaft Biologische Vielfalt und Ökosysteme
Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen CCM 3.5 68,9 % 175.519 66,4 % 66,4 % E 96,4 %
Summe der Ausrichtung pro Umweltziel 66,4 %
Gesamt 68,9 % 175.519 66,4 % 66,4 % 66,4 % 96,4 %

E1 - Klimawandel

SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die wesentlichen Auswirkungen von wienerberger im Zusammenhang mit dem Klimaschutz ergeben sich direkt aus seinem Geschäftsmodell und sind in seiner Strategie verankert. Minderungsmaßnahmen und Reduktionsziele für Scope-1- , Scope-2- und Scope-3-Emissionen sind im Nachhaltigkeitsprogramm 2026 festgelegt.

Die Anpassungsmaßnahmen stehen im Zusammenhang mit der Strategie und dem Geschäftsmodell von wienerberger, sich auf nachhaltige und klimafreundliche Produkte zu konzentrieren. Dies ist im Nachhaltigkeitsprogramm 2026 in Form des Ziels „Umsatz aus Netto-Null-Gebäuden” verankert.

Die wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit Energie sind ebenfalls durch Scope-1- und Scope-2-Reduktionsmaßnahmen und -ziele mit der Strategie verknüpft. Darüber hinaus ist das Netto-Null-Gebäude Ziel ein wichtiger KPI für unseren Sustainability-Linked Bond.

wienerberger hat 2020 eine Klimarisikobewertung durchgeführt und überprüft seitdem regelmäßig die damit verbundenen Auswirkungen, Risiken und Chancen. Dies sichert die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens und integriert die Auswirkungen des Klimawandels in das Risikomanagement und die Entscheidungsfindung.

Alle angegebenen Risiken sind Übergangsrisiken für wienerberger. Es wurden keine wesentlichen physischen Risiken ermittelt.

IRO Auswirkungen Chance
Thema Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel
Unterthema (-) Treibhausgasemissionen in der Lieferkette aus Roh- und Sekundärstoffen sowie aus nicht erneuerbaren Energien bei Beschaffung und Anlieferung von Ton, Keramikprodukten und PV-Komponenten, einschließlich energieintensiver PV-Produktion und vor-/nachgelagerter Prozesse. (-) Treibhausgasemissionen aus fossil betriebenen Transporten (Rohstoffanlieferung, Produktauslieferung) sowie aus den Arbeitswegen der Beschäftigten. (-) Treibhausgasemissionen aus eigenen Prozessen, z. B. durch Trocknungs- und Brennprozesse mit konventionellen Gasöfen. Durch neue EU-Marktrichtlinien entstehen Absatzmärkte für innovative, nachhaltige und klimafreundliche Ziegelprodukte. Dies kann neue Einnahmequellen eröffnen, umweltbewusste Kundenansprechen und einen Wettbewerbsvorteil für First Mover darstellen.
Umfang Entlang der gesamten Wertschöpfungskette Entlang der gesamten Wertschöpfungskette Eigenbetrieb Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Konzepte Klimaschutz-Konzept nicht anwendbar
Maßnahmen Nachhaltigkeitsprogramm 2026 Nachhaltigkeitsprogramm 2026
Kennzahlen Berechnung der Emissionen gemäß Scope 1

(Brennstoff- und Prozessemissionen), Scope 2 und Scope 3 in tCO2e


Anteil erneuerbarer Energien in %
Einnahmen aus Netto-Null-Gebäuden - Spezifischer Umsatz-KPI in %
Ziele 25 % Reduktion Scope 1 & 2 CO2-Emissionen (2020–2026) in Bezug auf den produktionsbezogenen Energieverbrauch

10 % Reduktion Scope 3 (2022–2026)

15 % erneuerbare Energien im eigenen Betrieb (2023–2026)
75 % Umsatz mit Produkten für Netto-Null-Gebäude

(2023–2026)

Derzeit in Konzepten, Maßnahmen und Zielen nicht berücksichtigte wesentliche Auswirkungen, Risiken, Chancen:

Klimaschutz
Risiko Regierungen setzen Vorschriften und Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels um, zum Beispiel Emissionsreduktionsziele; die Einführung zusätzlicher CO2-Bepreisungsmechanismen oder -Steuern kann zur Erhöhung der Produktionskosten führen, die Gesamtrentabilität bedrohen und Investitionszyklen beschleunigen, während verzögerte oder unzureichende Investitionen in Dekarbonisierung oder Technologien zur Anpassung an den Klimawandel eine weitere Erhöhung der Kosten, potentielle Strafen und Marktanteilsverluste zur Folge haben können Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Risiko Das Bewusstsein für den Klimawandel und Überlegungen zur Nachhaltigkeit können die Verbraucherpräferenzen und die Marktnachfrage beeinflussen – es könnte zu einer Verlagerung hin zu umweltfreundlichen und energieeffizienten Baustoffen kommen, was die Nachfrage nach traditionellen Ziegeln möglicherweise beeinträchtigt. Eigenbetrieb
Chance Kostenreduktion durch den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien Eigenbetrieb
Chance Bessere Reputation aufgrund der Einhaltung von Klimazielen Eigenbetrieb
Anpassung an den Klimawandel
Auswirkung (+) Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel durch die Absicherung der Produkte gegen die Folgen des Klimawandels (wetterresistente Produkte für Extremsituationen) Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Chance Initiativen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel werden unter Umständen durch grüne Finanzierungsformen, etwa grüne Anleihen oder Darlehen unterstützt. – der Zugang zu diesen Finanzierungsinstrumenten kann wienerberger Kapital für die Unterstützung nachhaltiger Projekte zu günstigen Konditionen verschaffen Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Energie
Auswirkung (+) Die Energieeffizienz von Gebäuden kann durch die Sensibilisierung der Kunden für Energiesparmaßnahmen, unter anderem thermische Sanierung und nachhaltige Baupraktiken, verbessert werden Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Risiko Der Übergang zu erneuerbaren Energiequellen und die CO2-Bepreisung können zu einer erhöhten Volatilität der Energiepreise führen; die Ziegelherstellung ist energieintensiv und unerwartete Schwankungen der Energiekosten können sich auf die Betriebsausgaben des Unternehmens auswirken Eigenbetrieb
Chance Neben der Einbindung von Technologien für erneuerbare Energie, etwa von Solarpaneelen oder geothermischen Systemen, kann die Umsetzung energieeffizienter Planungs- und Bautechniken die Betriebs- sowie Energiekosten für Endkunden wesentlich senken, umweltbewusste Kunden anziehen, die Legitimation beim Thema Nachhaltigkeit erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit steigern Eigenbetrieb

Übergangsrisiken und Chancen

Die Resilienzanalyse umfasste die gesamte Wertschöpfungskette und bewertete dabei die potentiellen Auswirkungen klimabezogener Risiken auf die Tätigkeiten, die Lieferkette sowie das allgemeine Marktumfeld von wienerberger.

Im Jahr 2022 haben wir die erste klimabezogene Szenarioanalyse gemäß den TCFD-Leitlinien durchgeführt, um Übergangs- und physische Risiken sowie Chancen und die potenziellen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell des Unternehmens zu bewerten. Im Jahr 2024 wurde die Bewertung der Übergangsrisiken anhand des Szenarios „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ der IEA, das in Einklang mit dem Übereinkommen von Paris steht, aktualisiert.

Ergebnisse der Resilienzanalyse

Physische Risiken

Während die physischen Risiken aus Wetterereignissen in der doppelten Wesentlichkeitsbewertung für nicht wesentlich befunden wurden, bleibt dieser Bereich ein wichtiger Schwerpunkt im Risikomanagement von wienerberger und ist entscheidend, damit wienerberger seine Resilienz aufrechterhalten kann.

Klimabedingte Übergangsrisiken und Chancen

Die innovativen Lösungen und Technologien von wienerberger für den Gebäudesektor spielen eine wesentliche Rolle bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Netto-Null-Gebäuden. Die Förderung der Entwicklung und der vermehrten Verfügbarkeit dieser Produkte ist für den Gebäudesektor und das Ziel Europas, bis 2050 CO2-neutral zu werden, von entscheidender Bedeutung. Das Ziel aus unserem Nachhaltigkeitsprogramm 2026, 75 % der Gesamteinnahmen aus Bauprodukten zu erzielen, die einen substanziellen Beitrag zu Netto-Null-Gebäuden liefern, ist eine sehr starke strategische Säule. Es umfasst alle Produktkategorien, die energieeffiziente Gebäude unterstützen, zum Beispiel Systeme für Dächer, Außenwände, einschließlich Fassaden, und für Heizung, Kühlung und Solarstromerzeugung. Mit seinen langlebigen und kreislauffähigen Produkten arbeitet wienerberger ebenfalls an der Bereitstellung innovativer und ökologischer Lösungen. So bietet wienerberger äußerst langlebige Produkte mit einer Lebensdauer von über 100 Jahren an. Die verbleibenden Netto-Übergangsrisiken und Chancen sind in der Tabelle unten dargelegt. Diese Tabelle liefert eine detaillierte Aufschlüsselung der wichtigsten Risiken und Chancen auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen bis 2050 gemäß der Definition der Internationalen Energie-Agentur (IEA).

image

E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz

Aufgrund allgemeiner und technologischer Entwicklungen befindet sich der Übergangsplan für den Klimaschutz gemäß ESRS E1 der wienerberger Gruppe in Überarbeitung. Wir nehmen uns die notwendige Zeit, um in Abhängigkeit von technologischen Entwicklungen und unter Wahrung finanzieller und nicht-finanzieller Interessen einen profunden überarbeiteten Übergangsplan für den Klimaschutz frühestens gegen Ende des Kalenderjahr 2026 zu veröffentlichen.

E1-2 Konzepte

Klimaschutzkonzept
Wichtigste Inhalte des Konzepts Umfasst: Klimaschutz; erneuerbare Energien

Ziel:

Systematische Reduktion der Treibhausgasemissionen im gesamten Tätigkeitsbereich, bei allen Produkten und in der gesamten Lieferkette, um ein Netto-Null-Niveau zu erreichen

Wandel der Energiesysteme von wienerberger von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu nachhaltigen und erneuerbaren Energiequellen

Effektives Management von kritischen klimabedingten Nachhaltigkeitsfragen

Governance zur Aufsicht über die Strategie zur Klimaschutz und deren Umsetzung.

Beschreibt, wie der Klimaschutz in die Strategie von wienerberger eingebettet ist, indem Lösungen für effizientere Gebäude und Klimaresilienz bereitgestellt werden.

Umsetzung: über das Nachhaltigkeitsprogramm

Governance: interne Strukturen für das Monitoring und Umsetzung
Anwendungsbereichs des Konzepts Gilt für alle vollständig konsolidierten Unternehmen
Verantwortung der obersten Führungsebene Eigenverantwortung: Vorstand

Umsetzung: Regionale COOs des Exekutivausschusses (Executive Committee)
Standards oder Initiativen Dritter Angleichung an das Pariser Abkommen

SBTi-Verpflichtung wird voraussichtlich fristgerecht zur Genehmigung übermittelt.
Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern Berücksichtigung des Feedbacks von Stakeholdern durch doppelte Wesentlichkeitsprüfung
Verfügbarkeit des Konzepts Verteilung durch den Vorstand an das Executive Committee und die lokalen Geschäftsführer

Für alle betroffenen Stakeholder über interne digitale Kanäle verfügbar

E1-3 Maßnahmen und Mittel

Wichtigste Maßnahme Umfang Zeithorizont Fortschritte/Ergebnisse
Nachhaltigkeitsprogramm 2026:

Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms 2026 als Teil des Geschäftsplans zur Erreichung der Klimaschutzziele (Erfüllung der Scope 1-, 2- und 3-Ziele).



Erwartete Ergebnisse: deutliche Reduzierung der betrieblichen Emissionen und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit.
Unternehmensweit: alle Werke und Unternehmensfunktionen, d.h. vorgelagert (Brennstoff- und Energielieferanten) und nachgelagert (Logistik, Kunden); Stakeholder: Mitarbeiter, technische Teams, Lieferanten, Investoren. Geografisch: weltweit. 2023–2026 Planung im Jahr 2023 abgeschlossen. Kontinuierliche Umsetzung bis 2026.
Werksdesign und -organisation (Brennöfen, Trockner, Optimierungen)

Geplante Maßnahmen: Verbesserungen an Brennöfen und Trocknern, Optimierung der Brennwagenflotte, KI-gestützte Betriebsleistung, Stärkung der technischen Teams/Fähigkeiten.

Erwartetes Ergebnis: Senkung des Gasverbrauchs im Werk um bis zu 40 %; verbesserte Energieeffizienz und Wettbewerbsfähigkeit; Beschleunigung der Dekarbonisierung
Eigener Betrieb (Produktion von Wand- und Dachlösungen). Beteiligte: Anlagenbetreiber, technische Teams, Wartungsunternehmen. 2023–2026 Umsetzung der Maßnahmen im Jahr 2025:

- Einführung energieeffizienter Technologien an mehreren Produktionsstandorten in der Slowakei und in Dänemark;

- Abgeschlossene Elektrifizierung von Brennöfen in zwei Werken in Österreich und Belgien; ein weiteres Werk im Vereinigten Königreich gestartet

- Fortschritt planmäßig und über zugehöriges Ziel nachverfolgt (siehe unten).
Brennstoffwandel (Strom, Biogas,

Wasserstoff)


Geplante Maßnahmen:

- Erreichen von 100 % Ökostrom an allen Standorten; Kombination von PPAs und Aufbau unternehmenseigener erneuerbarer Energien; Beschaffung von Ökostromzertifikaten, wo erforderlich;

- Evaluierung und Ausweitung der Nutzung von Biogas und Wasserstoff Erwartetes Ergebnis: Senkung des Scope 2 auf Null; erhebliche Scope 1-Reduzierungen durch Substitution von nicht-fossilem Gas.
Eigenbetrieb (Energieverbrauch) und vorgelagerte Lieferanten (Gas-/Wasserstoffproduzenten). Stakeholders: Energieversorger, Versorgungsunternehmen, Regulierungsbehörden. 2023–2026 Umsetzung der Maßnahmen im Jahr 2025:

- Fortschritt planmäßig und über zugehöriges Ziel nachverfolgt (siehe unten).

- Installation von PV-Anlagen in der Tschechischen Republik und Kroatien, konzernweite Beschaffung grüner Zertifikate

- Einsatz von Biogas in der Produktion (Dänemark)
Produktdesign für Effizienz, Kreislaufwirtschaft und kohlenstoffärmere Rezepturen

Geplante Maßnahmen: Erhöhung des Sekundärmaterialanteils, Verringerung des Gesamtmaterialverbrauchs bei gleichbleibender Produktleistung, Ermöglichung der Wiederverwendung/Recyclingfähigkeit (z. B. Wiederverwendungskonzept von Click-Brick-System), Dekarbonisierung der Materialrezepturen (Tone mit geringem Karbonatanteil, biogene Zusatzstoffe).

Erwartete Ergebnisse: Verringerung der „cradle-to-gate“ Emissionen verbesserte Kreislauffähigkeit und Materialeffizienz.
Eigenbetrieb - Produktdesignteams, F&E, Fertigung; nachgelagerte Nutzer (Auftragnehmer, Wiederaufbereitungs-/Wiederverwendungsmärkte); Lieferanten von Sekundärmaterialien und Zusatzstoffen. 2023–2026 2025: Die Umsetzungsoptionen werden noch analysiert.
Scope 3 - Eingekaufte Waren und Dienstleistungen (Kat. 3.1: Fokus auf Kunststoffe, Zement, Verpackungen, Additive)

Geplante Maßnahmen: Festlegung von Recyclingzielen für jede Kunststoffsorte bis 2030, Sicherstellung hochwertiger recycelter Kunststoffe und CO₂-armer Optionen über Partnerschaften, Überwachung der verfahrenstechnischen Verbesserungen bei den Lieferanten (PVC, PP, PE) und deren Übernahme in größerem Umfang; Entwicklung effizienter und alternativer Bindemittel zur Senkung zementbedingter Emissionen.

Erwartetes Ergebnis: Senkung der vorgelagerten Emissionen und Erreichen der Scope 3-Ziele.
Vorgelagerte Wertschöpfungskette: Kunststoffe, Zementhersteller, Verpackungs- und Zusatzstofflieferanten. Beteiligte: Lieferanten, Beschaffungsteams, F&E-Partner. 2023–2026 2025:

- Fortschritt planmäßig und über zugehöriges Ziel nachverfolgt (siehe unten).

- Initiierung von Partnerschaften für recycelte Kunststoffe / CO₂-arme Optionen

- Schrittweise Umsetzung der Recyclingziele in den Produktionsprozess

- Rezepturoptimierung für Betonflächengestaltung wird schrittweise umgesetzt
Scope 3 - Brennstoff- und energiebezogene vorgelagerte Emissionen (Kat. 3.3)

Verknüpfte Maßnahme: Reduzierung des Scope 1-Gasverbrauchs und Erhöhung des Anteils von Strom aus erneuerbaren Energiequellenm daher Reduzierung der Emissionen aus der vorgelagerten Brennstoffgewinnung/-raffination.

Erwartetes Ergebnis: Verringerung von Scope 3.3; die erwarteten Auswirkungen der Verringerung liegen unter 30 % der gesamten Scope 3.3-Emissionen.
Vorgelagerte Brennstoff- und Elektrizitätswertschöpfungskette; Energieerzeuger/-veredler; Beschaffungsabteilung Schrittweise Umsetzung der Maßnahmen für Scope 1 und 2 bei Brennstoffen und Elektrizität zwischen 2023 und 2026. 2025:

- Fortschritt planmäßig und über zugehöriges Ziel nachverfolgt (siehe unten).

- Abschluss der Elektrifizierung von Brennöfen in einem Werken in Österreich und Belgien und deren vollständiger Betrieb im Jahr 2025.

- Erhöhung des Anteils an erneuerb. Energien auf 12,6 %

- Umstellung auf Biogas anstelle von Erdgas im Produktionsprozess (Dänemark)
Scope 3 - Nachgelagerter Transport und Vertrieb (Kat. 3.9):

Geplante Maßnahmen: Partnerschaft mit Logistikanbietern, die in elektrifizierten/nicht-fossilen Transport investieren,

Optimierung der Routenplanung.

Erwartetes Ergebnis: Senkung der nachgelagerten Transportemissionen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Liefereffizienz.
Nachgelagerte Logistikanbieter, Vertriebsnetze, Kunden. Rollout im Zeitraum 2023–2026; schrittweise Verbesserungen zu einem früheren Zeitpunkt, wenn Partner/Technologie verfügbar. 2025:

- Fortschritt planmäßig und über zugehöriges Ziel nachverfolgt (siehe unten).

- Elektrifizierter Transport und nicht-fossile Kraftstoffalternativen (HVO-100, LNG, Bio-LNG), unterstützt durch eine optimierte Routenplanung zur Senkung der Emissionen bei gleichzeitiger Gewährleistung einer effizienten Lieferung.

- Sondierung des Direktvertriebs für Großprojekte, um die Logistik zu straffen und Transportwege zu verkürzen.

- Verringerung der Transportintensität und der Emissionen bei schwereren Materialien durch Verringerung des Gewichts von Keramik- und Betonprodukten
Erlöse aus Produkten für Netto-Null-Gebäude

Aktion: Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Produkten für Gebäude, die entweder sehr energieeffizient sind, erneuerbare Energieressourcen für den eigenen Betrieb erzeugen/umwandeln oder nutzen können oder die beim Bau einen sehr geringen CO₂-Fußabdruck aufweisen. Die Definition des Netto-Null-Gebäudes basiert auf der Taxonomie-Verordnung und internen

Richtlinien.

Erwartetes Ergebnis: Durch die Herstellung von Lösungen für Netto-Null-Gebäude tragen wir zur Verringerung des Kohlenstoff-Fußabdrucks der Bauindustrie und des Wohnungssegments bei.
Eigenbetrieb - Produktdesignteams, F&E, Fertigung; nachgeschaltete Anwender 2023–2026 2025:

- Produktportfolio der zugelassenen Produkte wurde definiert und wird an Verbraucher und Endnutzer vermarktet, im Jahr 2025 um PV- und elektrobezogene Rohrsysteme erweitert

- Verbrauchernachfrage übersteigt die Zielmengen

- Fortschritt planmäßig und über zugehöriges Ziel nachverfolgt (siehe unten).

E1-4 Ziele

Um sicherzustellen, dass der Fortschritt anhand einer fairen und repräsentativen Referenzwerts gemessen wird, haben wir unsere Geschäftstätigkeit und externe Rahmenbedingungen analysiert. Als Basisjahr für Scope-1- und Scope-2-Emissionen wurde das Jahr 2020 gewählt, für Scope-3-Emissionen das Jahr 2022, da diese Jahre ein stabiles und repräsentatives Aktivitätsniveau widerspiegeln. Diese gründliche Überprüfung der Umsatz-, Produktions- und Emissionsdaten über mehrere Jahre hinweg bestätigt, dass unsere Basiswerte konsistent sind und nicht durch außergewöhnliche Umstände verzerrt werden. Dies stärkt die Belastbarkeit und Glaubwürdigkeit unseres Zielsetzungsprozesses.

Die für die Klimaziele angewandte Inventarabgrenzung unterscheidet sich von der Abgrenzung, die für die THG-Berichterstattung verwendet wird. Während die Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Bestandsaufnahme der Gruppe Emissionsquellen aus allen konsolidierten Emissionen umfasst, beschränken sich die aktuellen Dekarbonisierungsziele auf den produktionsbezogenen Energieverbrauch. Nicht-produktionsbezogener Energieverbrauch macht weniger als rund 1,5 % des gesamten Energieverbrauchs aus und ist daher nicht Teil der quantitativen Zielabgrenzung, bleibt jedoch ein Bestandteil des berichteten Inventars.

Zu den wichtigsten Hebeln, die zur Reduktion der direkten CO2-Emissionen beigetragen haben, gehören:

Scope 1

Scope 2

Scope 3

Ziel 25 % Reduktion

Scope 1 & 2
10 % Reduktion

Scope 3
15 % erneuerbare

Energien im Betrieb
75 % Umsatz mit

Netto-Null- Gebäuden
Nachverfolgung der Wirksamkeit und Kennzahlen Nachverfolgung über CO₂-Intensitäts-KPI (kg CO₂ pro Tonne/m²/TNF des Produkts); intensitätsbezogenes Ziel Nachverfolgung über Scope 3-Kategorien-CO₂-KPIs (Lieferantenrechnungen, Transportaktivitäten); absolutes Ziel Nachverfolgung über %-Anteil erneuerbarer Energien am Strom- und Gasverbrauch (MWh erneuerbare Energien im Vergleich zum Gesamtverbrauch) Nachverfolgung über Umsatz-KPI (% Umsatz aus qualifizierten Produkten im Vergleich zum Gesamtumsatz)
Fortschritt 2025 20,7 %

(2024: 18,5 %)
25,2 %

(2024: 20,0 %)
12,6 %

(2024: 11,2 %)
74,1 %

(2024: 73,4 %)
Art der Stakeholder-Beziehung Interne Roadmap zur Dekarbonisierung Interne Roadmap zur Dekarbonisierung Interne Roadmap zur Dekarbonisierung Interne Roadmap zur Dekarbonisierung + EU-Taxonomie-Kriterien
Bezug zu Konzept-Zielen Kurzfristiges Ziel im Rahmen des Nachhaltigkeits-programms 2026 Kurzfristiges Ziel im Rahmen des Nachhaltigkeits-programms 2026 Kurzfristiges Ziel im Rahmen des Nachhaltigkeits-programms 2026 Kurzfristiges Ziel im Rahmen des Nachhaltigkeits-programms 2026
Umfang Vollkonsolidierte Unternehmen, Scope 1 & 2; eigene Betriebe - produktionsbezogener Verbrauch Vollkonsolidierte Unternehmen, Scope 3-Kategorien: eingekaufte Waren, Transport, Energie Vollkonsolidierte Unternehmen, eigene Betriebe Vollkonsolidierte Unternehmen
Zeitraum und Ausgangsbasis 2020–2026 Ziele 2030 sind in Überarbeitung

2020 =100 %;

2,98 Mio. Tonnen CO2e
2022–20261

2022 = 100 %;

3,18 Mio. Tonnen CO2e
2023–2026 2023–2026
Methoden und Annahmen Intensitätsindex (2020=100 %); ohne biogene Inputs; GHG Protocol Scope 1 und 2 - produktionsbezogene Emissionen; Verwendung des sektorübergreifenden Pfads der SBTi; Scope 2 ist marktbasiert GHG Protocol Scope 3; lieferantenbasierte Daten EU-Richtlinie für erneuerbare Energien; erneuerbar = erneuerbare nicht-fossile Quellen: Wind, Sonne, Geothermie usw. EU-Taxonomie + interne Definitionen für CO2-Ausstoß und Effizienz
Wissenschaftliche Grundlage Ja (Anpassung an das Pariser Abkommen) Ja (Anpassung an das Pariser Abkommen) Nein Wird zum Teil durch die Bestimmungen der EU-Taxonomie abgedeckt
Leistung und Monitoring Vierteljährliche Berichterstattung; Intensitätsindikator im Vergleich zur Produktion; Reduzierung durch gesteigerte Produktionseffizienz; Zielwert = Niveau von 1,9 Mio. Tonnen emittiertem CO2e Vierteljährliche Nachverfolgung; Überwachung der Kategorieaufschlüsselung, Reduktion aufgrund vermehrter Verwendung von recycelten Rohstoffen Überwachung über den Energiemix in der Quartalsberichterstattung Umsätze werden vierteljährlich über interne Berichterstattung erfasst

E1-5 Energieverbrauch und Energiemix

Für wienerberger sind klimaintensive Sektoren jene Sektoren, die in den NACE-Abschnitten A bis H und in Abschnitt L (gemäß der Definition in der Verordnung (EU) 2022/1288) aufgeführt sind. Die konkreten für unsere Tätigkeiten relevanten Sektoren sind:

Energieverbrauch und Energiemix 2024 2025
Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen MWh 7.722 6.366
Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen2 MWh 8.777 7.393
Brennstoffverbrauch aus Erdgas¹ MWh 6.629.126 6.704.939
Brennstoffverbrauch aus anderen fossilen Quellen MWh 29.194 26.981
Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und

aus fossilen Quellen
¹
MWh 239.912 217.280
Gesamtverbrauch fossiler Energie MWh 6.914.732 6.962.959
Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch % 88% 87%
Verbrauch aus nuklearen Quellen MWh 73.724 34.837
Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch % 1% 0%
Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse (auch Industrie- und

Siedlungsabfälle biologischen Ursprungs, Biogas, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen etc.)
MWh 128.288 147.554
Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus

erneuerbaren Quellen
1
MWh 747.971 821.890
Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt1 MWh 24.664 27.581
Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie MWh 900.923 997.026
Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch % 11% 12%
Gesamtenergieverbrauch MWh 7.889.379 7.994.822

1) Vorjahreswerte des Energieverbrauchs wurden aktualisiert, um die erhöhte Datengenauigkeit infolge verbesserter Datenvalidierungsprozesse widerzuspiegeln. Die Unterschiede zu den im Jahr 2024 angegebenen Zahlen sind: - Brennstoffverbrauch aus Erdgas - ein Anstieg von 5.377 MWh - Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus fossilen Quellen - ein Anstieg von 21.436 MWh - Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus erneuerbaren Quellen - ein Anstieg von 28.362 MWh - Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt - eine Verringerung von 3.698 MWh 2) Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen enthält 8,7 Mio. Liter Diesel im Jahr 2025 (2024: 8,4 Mio. Liter), von denen ein nicht genau quantifizierbarer Anteil für unternehmensinterne Transporte verwendet wird, die etwa 87.000 MWh (2024: 83.496 MWh) entsprechen.

Energieintensität pro Nettoerlös 2024 2025 Vdg. in %
Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren pro Nettoerlös aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren (MWh/1 TEUR)1 1,75 1,75 0%

1) Vorjahreswerte des Energieverbrauchs wurden aktualisiert, um die erhöhte Datengenauigkeit infolge verbesserter Datenvalidierungsprozesse widerzuspiegeln.

E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen

Treibhausgasemissionen (in t CO2) Basisjahr1 2024 2025 Vdg. in % Ziel 2030 Jährliches %-Ziel / Basisjahr
Scope-1-Treibhausgasemissionen      
Scope-1-THG-Bruttoemissionen tCO2e 2.617.545 1.723.188 1.753.580 2% NA NA
% der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen % 72% 77%
Scope-2-Treibhausgasemissionen2
Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen tCO2e 341.051 346.105 1%
Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen tCO2e 361.095 76.147 63.436 -17% NA NA
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen
Gesamte indirekte (Scope-3-)THG-Bruttoemissionen tCO2e 3.178.661 2.531.291 2.378.575 -6% NA NA
Kategorie 3.1 Erworbene Waren und Dienstleistungen tCO2e 2.153.189 1.813.752 1.660.390
Kategorie 3.3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit

Brennstoffen und Energie
tCO2e 433.165 300.435 314.994
Kategorie 3.9 Nachgelagerter Transport und Vertrieb3 tCO2e 592.307 417.104 403.192
THG-Emissionen insgesamt tCO2e 6.157.301 4.330.626 4.195.591 -3%
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) tCO2e 4.595.530 4.478.260
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) tCO2e 4.330.626 4.195.591

1) Das Basisjahr für Scope 1+2 ist das Jahr 2020, für Scope 3 ist es das Jahr 2022. Die Zahlen des Basisjahres enthalten keine CO2-Emissionen aus nicht produktionsbezogenem Verbrauch, da eine nachträgliche Zusammenstellung dieser historischen Daten nicht möglich war. // 2) Vorjahreswerte des Energieverbrauchs wurden aktualisiert, um die erhöhte Datengenauigkeit infolge verbesserter Datenvalidierungsprozesse widerzuspiegeln. Die Unterschiede zu den im Jahr 2024 angegebenen Zahlen sind - Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen - ein Anstieg von 68.644 tCO2e; Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen - ein anstieg von 9.240 tCO2e; // 3) Die Scope-3 Kategorie 3.9 enthält 8,7 Mio. Liter Diesel (2024: 8,4 Mio. Liter), von denen ein nicht genau quantifizierbarer Anteil für unternehmensinterne Transporte verwendet wird, d.h. 23.155 tCO2e (2024: 22.512 tCO2e), die Scope-1-THG-Bruttoemissionen darstellen.

Die CO2-Emissionen aus Brennstoffen werden anhand gemeldeter Verbrauchsdaten lokaler Organisationen sowie anhand der von den zuständigen Aufsichtsbehörden in den jeweiligen Ländern definierten Emissionsfaktoren berechnet.

Da Rohstoffe für Baukeramik in ihrer Zusammensetzung stärker variieren als Brennstoffe, werden die entsprechenden CO2-Emissionen mithilfe von (physischen) chemischen Analysen in geprüften Laboren ermittelt

Die für die Baukeramikindustrie geltende Leitlinie des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS) schreibt vor, dass der Materialeinsatz analysiert werden muss („Methode A“), wobei entweder Einzelkomponenten oder die jeweilige Materialmischung herangezogen werden. Sämtliche Laboranalysen, Umrechnungsfaktoren und Materialverbrauchsraten, die für die Berechnung der Prozessemissionen erforderlich sind, werden für alle ETS-relevanten Standorte einmal jährlich zwischen Jänner und März von einem externen zertifizierten Auditor geprüft, um die Genauigkeit und Richtigkeit der Daten zu bestätigen.

Die Berechnung der Scope-2-Emissionen erfolgt auf Grundlage der Definitionen und Methodik des Greenhouse Gas Protocol. Beim standortbasierten Ansatz verwenden wir die durchschnittliche Emissionsintensität des Stromnetzes in der jeweiligen Region, in welcher der Verbrauch stattfindet, basierend auf den von den entsprechenden lokalen Behörden veröffentlichten Daten.

Für den marktbasierten Ansatz berücksichtigen wir die Emissionen entsprechend den bestehenden Verträgen, wie etwa Zertifikate für erneuerbare Energien (Renewable Energy Certificates, RECs), Herkunftsnachweise für saubere Technologie gemäß des Europäischen Energiezertifikatssystems (European Energy Certificate System, EECS) sowie Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs). Der Anteil der im Rahmen von Scope 2 eingesetzten vertraglichen Instrumente beläuft sich auf 79 % (2024: 79 %), wobei PPAs 5 % (2024: 7 %) und saubere EECSs 69 % (2024: 13 %) ausmachen und die verbleibenden 5 % auf RECs (2024: 80 %) entfallen.

wienerberger hat eine umfassende quantitative Überprüfung aller Scope 3-Kategorien durchgeführt. Kategorien, über die aktuell keine Angaben gemacht werden, betreffen wienerberger nicht (z. B. Kategorie 14 – Franchises) oder werden nicht als signifikant erachtet. Die Wesentlichkeitskriterien waren:

Die berücksichtigten Berichtsgrenzen entsprechen dem GHG-Protokoll und der Norm des GHG-Protokolls für Scope 3:

Die Berechnungsmethode für Kategorie 3.1 – erworbene Waren und Dienstleistungen ist volumenbezogen und bedient sich der EcoInvent-Datenbank. In dieser Datenbank werden den Einkaufsmengen ihre entsprechenden vorgelagerten Emissionen zugeordnet. Beschaffungsdaten wurden mit den EcoInvent-Datensätzen verbunden. Ein kleiner verbleibender Anteil der Einkaufstätigkeiten wird mithilfe der EXIOBASE-Datenbank ausgabenbezogen erfasst.

Die Kategorie 3.3 – Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie steht mit unseren Scope 1- und Scope 2-Berechnungen in Verbindung. Scope 1 wird mit Primärdaten aus unseren Tätigkeiten berechnet und Scope 2 stützt sich bei der Berechnung teilweise auf Anbieter standortbezogener Faktoren.

Die Methode für Kategorie 3.9 – nachgelagerter Transport und Vertrieb bezieht sich auf das Volumen in Tonnenkilometern. Die Berechnung der Tätigkeitsdaten in Tonnenkilometern bezieht sich auf das Volumen in Tonnenkilometern. Wir verwenden einen hohen Anteil an Primärdaten, die unsere Anlieferungen, deren Transportarten, Gewichte und Entfernungen abdecken. Für den kleinen Teil, für den keine Primärdaten zur Verfügung stehen, werden Hochrechnungen verwendet.

Der Berechnung liegen keine wesentlichen Annahmen zugrunde. Die Kategorien beinhalten indirekte Scope-3-Treibhausgasemissionen des konsolidierten Gruppenunternehmens. Es gibt keinerlei assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen oder gemeinsame Vereinbarungen, die in Bezug auf unsere THG-Emissionen wesentlich wären.

Der Prozentsatz der Scope-3-Bruttotreibhausgasemissionen, der anhand von Primärdaten von Lieferanten oder anderen Partnern in der Wertschöpfungskette berechnet wurde, beträgt 0 %. 2025 beliefen sich biogene Emissionen auf 221.504 tCO2 (2024: 229.524 tCO2).

THG-Intensität pro Nettoerlös 2024 2025 Vdg. in %
THG-Gesamtemissionen (standortbezogen) pro Nettoerlös (t CO2e/1 TEUR)1 1,02 0,98 -4%
THG-Gesamtemissionen (marktbezogen) pro Nettoerlös (t CO2e/1 TEUR)1 0,96 0,92 -4%

1) Vorjahreswerte des Energieverbrauchs wurden aktualisiert, um die erhöhte Datengenauigkeit infolge verbesserter Datenvalidierungsprozesse widerzuspiegeln.

E2 – Umweltverschmutzung

SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die Herstellung keramischer Produkte umfasst das Brennen bei hohen Temperaturen, zur Kunststoffrohrproduktion ist die Verwendung von Mikroplastik erforderlich. Zudem umfasst der Prozess den Transport von Rohstoffen zu unseren Produktionsstandorten und den Transport der fertigen Produkte zu unseren Verbrauchern und Endnutzern. Die identifizierten Auswirkungen im Bereich Umweltverschmutzung sind somit eine Folge des Geschäftsmodells von wienerberger, da sowohl die Produktions- als auch die vor- und nachgelagerten Transportprozesse zur Luftverschmutzung und zur Freisetzung von Mikroplastik beitragen.

IRO Auswirkung Auswirkung
Thema Luftverschmutzung Mikroplastik
Unterthema (-) Beitrag zur Luftverschmutzung durch emissionsintensive Tätigkeiten und Verfahren, z. B. Brennen und Sintern, in Form von Feinstaub, Stickoxiden und Schwefeldioxiden (-) Beitrag zur Freisetzung von Mikroplastik durch die Verwendung von Additiven oder

Bindemitteln, die Mikroplastik enthalten
Umfang Eigenbetrieb Eigenbetrieb
Konzepte Konzept gegen Umweltverschmutzung an

Produktionsstandorten
Konzept gegen Umweltverschmutzung an Produktionsstandorten
Maßnahmen Luftreinigungssysteme und Technologien zur

Emissionsminderung

Nachhaltige Rohstoffauswahl

Messung und Berichterstattung"
Implementierung der OCS-Methodik und Zertifizierungen
Kennzahlen Summe der Schadstoffe in Tonnen/Jahr von

den Kalibrierungstests des automatisierten Messsystems und

von unabhängigen Laboren
Anwendung eines vordefinierten Verhältnisses auf die Menge der pro Jahr produzierten Kunststoffrohre
Ziele nicht anwendbar nicht anwendbar

Derzeit in Konzepten, Maßnahmen und Zielen nicht berücksichtigte wesentliche Auswirkungen, Risiken, Chancen:

Luftverschmutzung
Auswirkung (-) Beitrag zur Luftverschmutzung in vor- und nachgelagerten Bereichen durch den Transport von Rohstoffen zu den jeweiligen Werken und die Lieferung der Produkte an Verbraucher durch externe Speditionen in Form von Feinstaub Gesamte Wertschöpfungskette

E2-1 Konzepte

Konzept in Bezug auf die Verschmutzung

an Produktionsstandorten
Wichtigste Inhalte des Konzepts Das Konzept definiert den Ansatz wie folgt.:

Luftverschmutzung so weit wie möglich zu vermeiden.

Minimierung der Freisetzung von Mikroplastik in Produktions- und nachgelagerten Transportprozessen.

Ziel ist, die negativen Auswirkungen von Luftemissionen an Keramikproduktionsstätten zu mindern und den Verlust von Plastikpellets in Rohrleitungslösungen zu minimieren.
Anwendungsbereichs des Konzepts Gilt für folgende Produktionsstätten (Keramik- und Rohrleitungslösungen).

Umfasst Auswirkungen auf den Betrieb (Produktion, Transport, Einhaltung von Gesetzen/Vorschriften).

Umfasst vorgelagerte (Rohstoffhandling, Kunststoffgranulat) und nachgelagerte (Transport) Prozesse.



Ausnahmen:

Die Verwendung und schrittweise Abschaffung von bedenklichen Stoffen oder besonders besorgniserregenden Stoffen ist für wienerberger nicht wesentlich.
Verantwortung der obersten Führungsebene Regionale COOs des Executive Committee: Zuweisung von Ressourcen und Überwachung

der Umsetzung.


COOs stellen die konzernweite Umsetzung sicher.

Vorstand: Genehmigt Änderungen und verteilt das Konzept.
Standards oder Initiativen Dritter Referenzdokumente zu den besten verfügbaren Techniken (BAT-Dokumente/BREFs).

Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 166/2006.

Initiative „Operation Clean Sweep®” (OCS) (Verhinderung von Plastikverlusten).
Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern Werksleiter und Betriebsteams stellen die Einhaltung lokaler und nationaler Gesetze und Vorschriften sicher.

Das Konzept entspricht den Erwartungen der Interessengruppen hinsichtlich der Verringerung der

Luftverschmutzung und von Mikroplastik in der Wertschöpfungskette.
Verfügbarkeit des Konzepts Verteilung durch den Vorstand an die regionalen COOs.

Für alle betroffenen Mitarbeiter und Stakeholder über interne digitale Kommunikationskanäle

zugänglich.


Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung, um regulatorischen Entwicklungen Rechnung zu tragen.

E2-2 Maßnahmen

Wichtigste Maßnahme Umfang Zeithorizont Fortschritte/ Ergebnisse
Luftverschmutzung

Luftreinigungssysteme und Technologien zur Emissionsminderung: Installation und Betrieb modernster Rauchgasreinigungsanlagen, Fluorfilter und Kalkwäscher; Einsatz der besten verfügbaren Technologien (BVT).

Nachhaltige Rohstoffauswahl: Sorgfältige Auswahl von Roh- und Sekundärrohstoffen, um Luftemissionen an der Quelle zu minimieren.

Messung und Berichterstattung: Zusammenarbeit mit Experten für Umweltüberwachung, um Luftschadstoffe zu messen und sicherzustellen, dass die Ergebnisse regelmäßig analysiert und berichtet werden.
Alle Produktions-stätten unter IED (Keramik) Langfristige laufende Maßnahmen (gem. den gesetzlichen Vorgaben) Laufende Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen. Optimierte Beschaffungspraktiken für Rohstoffe zur Emissionsreduzierung. Überwachung bestätigt

die Einhaltung der Vorschriften.
Mikroplastik

Implementierung der OCS-Methodik und Zertifizierung – Einführung der Operation Clean Sweep (OCS)-Methodik in allen Rohrleitungswerken mit dem Ziel, die OCS-Zertifizierung zu erhalten:

Präventive Maßnahmen auf Werksebene – Risikoidentifizierung und -bewertung, Verwendung spezieller Abdeckungen für Kunststoffgranulatbehälter, Filter für Kanalabdeckungen und industrielle Staubsauger-/Kehrsysteme zum Einsammeln von Mikroplastik.

Null-Verlust-Eindämmung im Wassermanagement – Installation von Rückhaltesystemen in Regenwasserabläufen, um zu verhindern, dass Kunststoffgranulat in die Abwassernetze und Gewässer gelangen.

Mitarbeiterschulung und Sensibilisierung – Spezielle Schulungen für Mitarbeiter zum Umgang mit Kunststoffgranulat, Vermeidung von Freisetzung/Verlusten und Wartung von Rückhalte- und Auffangsystemen
Alle Rohrleitungsproduktionsstätten. Zertifizierung für das/die nächste(n) Berichtsjahr(e) angestrebt. Warten auf den Abschluss der EU-Verordnung zur Verhinderung von Kunststoffgranulatverlusten zur Reduzierung der Mikroplastikverschmutzung.

Regelmäßige Überprüfung und Umsetzung von Minderungsmaßnahmen zur Erlangung der

OCS-Zertifizierung.


Implementierung eines Monitorings der zertifizierten Anlagen - Pilotanlage nach OCS zertifiziert (AT), weitere werden in den nächsten Jahren folgen.

E2-3 Ziele

Es wurden keine Ziele im Zusammenhang mit Luftverschmutzung gesetzt. Um die Wirksamkeit der bestehenden Konzepten und Maßnahmen zu verfolgen, wird eine regelmäßige Überprüfung der Emissionen vorgenommen und dem Management vorgelegt. Wird ein Schwellenwert überschritten, ist das lokale Managementteam zusammen mit den lokalen Behörden dafür zuständig, die Situation zu untersuchen und Maßnahmen auszuarbeiten, um eine Wiederholung zu vermeiden.

wienerberger misst die Umweltverschmutzung gemäß den Vorgaben der Betriebsgenehmigung des jeweiligen Werks und rechnet die Messergebnisse anhand der jährlichen Produktionsstunden hoch.

Es wurden keine Ziele im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung durch Mikroplastik gesetzt. wienerberger setzt sich dafür ein, sicherzustellen, dass sämtliche Produktionsanlagen für die Fertigung von Rohrlösungen den höchsten Standards für Granulathandhabung und Vermeidung von Verlusten entsprechen. Alle unsere Anlagen für Rohrleitungen entsprechen dem Null-Granulatverlust-Prinzip (Zero Pellet Loss Principle).

E2-4 Luftverschmutzung – Allgemein

Luftverschmutzung

Ein wesentlicher Teil der Luftemissionen entsteht durch die Verbrennungsprozesse in den für die keramische Produktion eingesetzten Brennöfen, wobei Kohlendioxid und Schwefeldioxid die Hauptemissionen darstellen. Weitere Luftschadstoffe stammen direkt aus den Tonrohstoffen. Um diesen Emissionen entgegenzuwirken, werden die Rohstoffe sorgfältig ausgewählt, um den Schadstoffgehalt zu minimieren. Nähere Informationen zu den emittierten Schadstoffen sind nachstehend in der Tabelle Luftverschmutzung – Schadstoffe zu finden.

Die lokalen Behörden ordnen ein Messverfahren für die Schadstoffe an und variieren in den Regionen, in denen wir tätig sind. Die Messungen werden gemäß den lokalen Standards durchgeführt und unterstützt durch Kalibrierungstests der automatisierten Messsysteme (AMS) und Überprüfungen durch unabhängige Labore. Die Emissionswerte für flüchtige organische Verbindungen werden nach Maßgabe der nationalen

Rechtsvorschriften ermittelt und bestätigt und liegen durchweg unter den nationalen Emissionsgrenzwerten.

Für die Datenerfassung und Berichterstattung nutzt wienerberger sein internes Continuous Improvement Portal, in dem die Messergebnisse auf Grundlage der neuesten verfügbaren Daten erfasst werden. Diese Vorgehensweise unterstützt die Einhaltung der aktuellen Anforderungen, schafft eine belastbare Grundlage für die Berichterstattung und dient als Leitfaden für laufende F&E-Initiativen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Verringerung der Umweltbelastung.

Rund die Hälfte der gemeldeten Daten stammt aus regelmäßigen und systematisch durchgeführten Messungen an unseren Produktionsstandorten. Der verbleibende Anteil basiert auf Schätzungen, die entweder auf Messungen aus früheren Berichtsjahren beruhen oder auf den jeweils geltenden Emissionsfaktoren der zuständigen lokalen Behörden für Luftschadstoffe.

Luftverschmutzung – Schadstoffe (in Tonnen/Jahr) 2024 2025
Flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC) Luft 27 14
Chlor und anorganische Verbindungen (HCI) Luft 27 24
Fluor und anorganische Verbindungen (HF) Luft 154 146
Schwefeloxide (SOx/SO2) Luft 1.908 904
Kohlenmonoxid (CO) Luft 3.849 5.445

Mikroplastik

Mikroplastik kann beabsichtigt oder unbeabsichtigt erzeugt werden. In der Kunststoffrohrproduktion von wienerberger erfolgt keine beabsichtigte Erzeugung von Mikroplastik. Unbeabsichtigt kann Mikroplastik jedoch im Zuge bestimmter Fertigungsprozesse entstehen, insbesondere bei mechanischen Bearbeitungsschritten wie Schneiden, Bohren oder Schlitzen.

Die jährlich unbeabsichtigt entstehende Mikroplastikmenge wird anhand eines festgelegten Faktors abgeschätzt, der auf das jährliche Produktionsvolumen an Kunststoffrohren angewendet wird. Dieser Faktor basiert auf Messungen der während eines repräsentativen einmonatigen Beobachtungszeitraums an den Produktionsstandorten anfallenden Kunststoffpartikel. Zusätzlich wird das Volumen der eingekauften Kunststoffgranulate herangezogen, um die mit der Herstellung von Kunststoffrohrlösungen verbundenen Mikroplastikmengen zu berechnen.

Mikroplastik (in Tonnen) 2024 2025
Erzeugtes Mikroplastik – unbeabsichtigt 542 591
Erzeugtes Mikroplastik – beabsichtigt 0 0
Verwendetes Mikroplastik 283.645 315.706

E3 - Wasserressourcen

SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit Wasser ergeben sich aus dem Geschäftsmodell von wienerberger, da Wasser im Produktionsprozess sowohl als Einsatz- als auch als Prozessfaktor genutzt wird.

IRO Auswirkung Chance
Thema Wasserverbrauch Wasserverbrauch
Unterthema (-) Beitrag zu Wasserverbrauch aufgrund

des Wasserverbrauchs beim Ton- und Betonmischen
Wasserknappheit kann die Nachfrage nach Bewässerungssystemen und Regenwassersammelsystemen erhöhen. Diese stellt eine Geschäftschance dar und kann zu einer Umsatzsteigerung führen.
Umfang Eigenbetrieb Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Konzepte Konzept zum Wasserverbrauch nicht anwendbar
Maßnahmen Zentrale Wassermonitoring und -messung

Entwicklung lokaler Verbesserungspläne

Nutzung alternativer Wasserquellen zur Verringerung der Abhängigkeit von der öffentlichen Versorgung
Nachhaltigkeitsprogramm 2026:

Wassergewinnung
Kennzahlen Indexgebundener spezifischer Indikator, Wasserverbrauch im Verhältnis zur Menge der verkaufsfertigen Produkte Eingespartes Wasser in m³ pro installierter

Produkteinheit
Ziele 15 % Reduktion des Wasserverbrauchs aus der eigenen Geschäftstätigkeit 35 Millionen m3 Wasser durch unsere Produkte für Infrastruktur und Landwirtschaft gesammelt,

gespeichert und eingespart

E3-1 Konzepte

Konzept zum Wasserverbrauch
Wichtigste Inhalte des Konzepts Das Konzept befasst sich mit dem gesamten Wasserkreislauf in Produktionsanlagen: Beschaffung,

Aufbereitung, Nutzung, Zurückgewinnung und Ableitung.


Ziele:

Minimierung des Wasserverbrauchs bei gleichzeitiger Gewährleistung der Produktionsqualität und -effizienz.

Aufbereitung von Abwasser zur Wiederverwendung innerhalb der Anlagen oder zur sicheren Einleitung in die Umwelt.

Sicherstellung der Einhaltung der Umweltvorschriften.

Überwachung: Alle Produktionsstätten berichten über die Wasserbeschaffung, die Zurückgewinnung und die Speicherung. Der Verbrauch wird nach Produktkategorien und Produktionsprozessen definiert.
Anwendungsbereichs des Konzepts Gilt für alle Produktionsstätten.

Besonderer Fokus auf Gebiete mit hohem Wasserstress (≈10 % der Standorte).
Verantwortung der obersten Führungsebene Regionale COOs des Executive Committee: Umsetzung des Konzepts, Festlegung von Zielen,

Zuweisung von Ressourcen und Überwachung der Ergebnisse.


Regional- und Ländermanagement: Überwachung der Einhaltung der Vorschriften an den

Produktionsstandorten.


Vorstand: legt konzernweite Ziele fest, überwacht Fortschritte, genehmigt Änderungen und verteilt Konzept.
Standards oder Initiativen Dritter Anhang II der Verordnung (EU) 2023/2772

Aqueduct Water Risk Tool

Leitlinien des World Resources Institute
Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern Werksleiter und Ländermanagementteams stellen die Einhaltung lokaler und nationaler Wasservorschriften sicher.

Die Interessen der Stakeholder werden berücksichtigt, indem der Schwerpunkt auf die Verringerung des Wasserstresses in gefährdeten Regionen und die Sicherstellung der Wasserverfügbarkeit für lokale Gemeinden gelegt wird.
Verfügbarkeit des Konzepts Verteilung durch den Vorstand an die regionalen COOs.

Für alle relevanten Mitarbeiter und Stakeholder über interne digitale Kommunikationskanäle

zugänglich.


Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung, um regulatorischen Entwicklungen Rechnung zu tragen

Das Konzept zur Wasser - Produktentwicklung wurde vorläufig ausgesetzt und wird derzeit überarbeitet. Wir werden den Entwurfsprozess zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.

E3-2 Maßnahmen

Wichtigste Maßnahme Umfang Zeithorizont Abhilfemaßnahmen/Korrekturen Fortschritte/Ergebnisse
Zentralisiertes Wassermonitoring – regelmäßige Messungen und Berichterstattung auf Werksebene, detaillierte Überwachung des Wasserverbrauchs und der Wasserwiederaufbereitung auf Standortebene, mit vierteljährlicher Berichterstattung der Ergebnisse.

Zweck: Verfolgung der Entnahme, Speicherung und Wiederaufbereitung mit Schwerpunkt auf Regionen mit hohem Wasserstress.
Alle Produktionsstandorte Vierteljährlich fortlaufend. Festgestellte Abweichungen werden sofort auf Werksebene behoben. Abweichungen lösen Korrekturmaßnahmen und eine Eskalation an die zentralen Ingenieurteams aus. Vierteljährlicher Berichtsprozess bereits eingerichtet; Einhaltung bestätigt; Fortschritte werden anhand eines Ziels nachverfolgt (siehe unten).
Entwicklung lokaler Verbesserungspläne – Erstellung von Aktionsplänen auf Werksebene zur Verbesserung der Messsysteme und zur Identifizierung der größten Treiber der Wasserentnahme. Alle Produktionsstätten Kontinuierlich, jährlich aktualisiert. Bei Feststellung übermäßiger Entnahmen werden lokale Korrekturmaßnahmen ergriffen. Pläne sind in Entwicklung; Smart Meter werden in der Pilotanlage installiert; kontinuierliche Nachverfolgung ermöglicht zeitnahe Verbesserungen. Fortschritte werden anhand eines Ziels nachverfolgt (siehe unten).
Nutzung alternativer Wasserquellen, um die Abhängigkeit von der öffentlichen Versorgung zu verringern – Entnahme von Wasser aus Teichen, Becken oder Bächen für Kühlungs- und Produktionszwecke, wodurch der Energie- und Aufbereitungsbedarf minimiert wird. Alle Produktionsstätten Bereits umgesetzt; wird als fortlaufende Praxis beibehalten. Lokale Beschaffung wird angepasst, wenn Probleme hinsichtlich Qualität oder Verfügbarkeit auftreten. Alternative Beschaffung an allen Standorten; Wasser wird gemäß den lokalen Vorschriften in die Umwelt zurückgeführt.
Nachhaltigkeitsprogramm 2026:

Wassergewinnung

Maßnahme: Bereitstellung von Lösungen, die die Wassergewinnung und Grundwasserrückhaltung unterstützen. Einsatz intelligenter Technologien und innovativer Produkte zur Reduzierung des Wasserverbrauchs in der Landwirtschaft und anderen wasserintensiven Anwendungen. Förderung eines nachhaltigen Wassermanagements durch Umsatzsteigerung im Bereich Infrastruktur und landwirtschaftliche Innovationen.
Nachgelagerte Wertschöpfungskette (Landwirtschaft, Infrastrukturkunden) 2023–2026 nicht anwendbar Fortschritte werden anhand eines definierten Ziels nachverfolgt (siehe unten).

E3-3 Ziele

Ziel 35 Millionen m3 Wasser durch unsere Produkte für Infrastruktur und Landwirtschaft gesammelt, gespeichert und eingespart 15 % Reduktion des Wasserverbrauchs aus der eigenen Geschäftstätigkeit
Nachverfolgung der Wirksamkeit und Kennzahlen Die Wirksamkeit wird anhand modellierter Schätzungen zur pro installierter Produkteinheit eingesparten Wassermenge verfolgt; KPI: kumulativ eingesparte Wassermenge in m³; absolutes Ziel Effektivität wird anhand des KPI „Wasserintensität” (m³ Wasserverbrauch/Produkteinheit) verfolgt; wird als Index (2023=100 %) angegeben; relatives Ziel
Fortschritt 2025 23,2 Mio. m3

(2024: 10 Mio. m3)
7,9 %

(2024: 4,6 %)
Einbeziehung von Stakeholdern Intern formuliertes freiwilliges Ziel, keine Einbeziehung externer Stakeholder Intern formuliertes freiwilliges Ziel, keine Einbeziehung externer Stakeholder
Bezug zu

Konzept-Zielen
nicht anwendbar Unterstützt das Konzept zur Reduzierung des Wasserverbrauchs im Betrieb, insbesondere in Gebieten mit hohem Wasserstress
Umfang Nachgelagerte Wertschöpfungskette (Landwirtschaft, Infrastrukturkunden) Produktionsstätten (eigene Betriebe, einschließlich Gebiete mit hohem Wasserstress)
Zeitraum und

Ausgangsbasis
2023–2026

9,2 Millionen m³ im Jahr 2023
2023–2026

2,8 Millionen m³ im Jahr 2023
Methoden und Annahmen Top-down-Analyse von Umsatz/Produkten; modellbasierte Einsparungsberechnung (3 Jahre Bewässerungssysteme; 20 Jahre Versickerungssysteme); Wichtige Annahmen: Rohrverkäufe, Systemumstellungen, Reduzierung des Wasserbedarfs und Versickerung von Wasser aus umweltfreundlichen Lösungen tragen alle zu messbaren Ergebnissen bei der Wassereinsparung bei. Top-down-Analyse; Entnahmen – Ableitungen/Rückgaben; Der indexgebundene spezifische Indikator, der Wasserverbrauch im Verhältnis zur Menge der verkaufsfertigen Produkte, spiegelt die Entwicklung der einzelnen Produktgruppen im Zeitverlauf wider. Die indexgebundenen spezifischen Wasserverbräuche werden in % angegeben, basierend auf m3 Wasser/Menge verkaufsfertiger Produkte (2023 = 100 %). Der Umfang umfasst unsere Produktionsstätten, von denen sich einige in Gebieten mit hohem Wasserstress befinden.
Wissenschaftliche Grundlage Nein Nein
Leistung und Monitoring Vierteljährliche interne Überwachung auf Basis des Produktabsatzes und modellierter Einsparungsergebnisse Vierteljährliche interne Überwachung der Wasserentnahmen/-rückführungen; ausgewiesen als Index (%)

E3-4 Wasserverbrauch

Die Wasserentnahme ist definiert als das gesamte Wasservolumen, das während des Berichtszeitraums aus allen Quellen innerhalb des Betriebs von wienerberger entnommen wird. Zu den berücksichtigten Quellen gehören die:

Wassereinleitung bzw. Rückführungen stellen die Gesamtmenge an Wasser dar, die während des Berichtszeitraums die Werke von wienerberger verlässt und entweder in Oberflächengewässer, in das Grundwasser oder an Dritte abgeleitet wird. Der Wasserverbrauch wird als Differenz zwischen Wasserentnahmen und Wassereinleitung berechnet und bildet jene Wassermenge ab, die nicht an die Umwelt oder an Dritte zurückgeführt wird. Die Berechnung erfolgt primär auf Basis von Messdaten; sofern keine Messgeräte verfügbar sind, werden belastbare Schätzungen oder Abrechnungsdaten herangezogen, um die Genauigkeit zu gewährleisten.

Gebiete mit hohem Wasserstress werden anhand des Aqueduct Water Risk Atlas des World Resources Institute identifiziert, wenn die gesamte Wasserentnahme 40–80 % (hoch) oder mehr als 80 % (extrem hoch) der verfügbaren Ressourcen erreicht. Die Überprüfung der Betriebsstandorte in Hinblick auf die Wasserstressklassifizierung wird jährlich von einem zentralen Team durchgeführt, und die Ergebnisse werden in die unternehmensweiten Berichtssysteme integriert.

Wasseraufbereitung und -wiederverwendung sind definiert als die mehrfache Nutzung von Wasser oder Abwasser (aufbereitet oder unbehandelt), bevor es die Betriebsgrenzen verlässt. Diese Praxis reduziert den Gesamtwasserbedarf und kann innerhalb desselben Prozesses, zwischen verschiedenen Prozessen an einem Standort oder standortübergreifend erfolgen. Bei wienerberger wird Wasser in mehreren Produktionsstufen recycelt und wiederverwendet, beispielsweise bei der Weichschlammproduktion, beim Engobierungsverfahren bei der Dachziegelproduktion und bei der Tonaufbereitung. Für Berichtszwecke unterscheiden wir nicht zwischen zurückgewonnenem und wiederverwendetem Wasser, vielmehr wird das kombinierte Gesamtvolumen ausgewiesen.

Die Menge an wiederverwendetem und recyceltem Wasser hängt hauptsächlich vom Betrieb der Rohrleitungsanlagen ab, in denen ein geschlossenes Kühlsystem zum Einsatz kommt. Das Wasser wird einmalig aus dem kommunalen Netz zugeführt und dann kontinuierlich gekühlt und innerhalb derselben Maschinen wiederverwendet, anstatt nach einmaligem Gebrauch abgeleitet zu werden. Das angegebene recycelte Wasser spiegelt die interne Wiederverwendung wider und nicht zusätzliche Wasserentnahmen.

Wasserspeicherung bezieht sich auf die Wassermenge, die in Zisternen, Teichen oder Tanks in unseren Liegenschaften für die Nutzung an Produktionsstandorten vorgehalten wird. Ausgenommen hiervon sind Teiche, die ausschließlich zur Speicherung von Regen- oder Hochwasser dienen und für deren Nutzung im Produktionsprozess keine Genehmigung vorliegt.

Der Anteil der Messwerte aus direkter Messung beträgt 83 % (2024: 87 %), der Anteil aus Stichproben und Hochrechnungen 2 % (2024: 1 %) und der Anteil aus best-möglichen Schätzungen 15 % (2024: 12 %).

Wasserverbrauch (in m3) 2024 2025
Wasserverbrauch 2.456.621 2.409.367
Wasserverbrauch in Gebieten, die von wesentlichem Wasserrisiko betroffen sind 1.351.466 1.343.439
Wasserverbrauch in Gebieten mit hohem Wasserstress 529.828 566.332
Zurückgewonnenes und wiederverwendetes Wasser 8.330.786 7.511.549
Gespeichertes Wasser 95.968 105.392
Änderungen der Wasserspeicherung -- 9.424
Wasserintensität in m3/MEUR1 544 528
Wasserentnahme2 3.718.360 3.967.400
Ableitung von Wasser2 1.261.739 1.558.033

1) Gesamtwasserverbrauch je Nettoumsatz // 2) Die Vorjahreszahlen für Wasserentnahme und Ableitung von Wasser wurden angepasst, um auch den nicht-produktionsbezogenen Wasserverbrauch zu berücksichtigen, der auf 1 % geschätzt wird.

E4 - Biologische Vielfalt und Ökosysteme

SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die identifizierten Auswirkungen stehen in engem Zusammenhang mit unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell, da sie mit der Gewinnung und anschließenden Verarbeitung von Ton als Rohstoff verbunden sind, der die Grundlage für unsere Keramikproduktion bildet. Wir begegnen diesen Auswirkungen durch die Reduzierung von CO₂-Emissionen, die Sanierung und Wiederherstellung von Tonabbaugebieten sowie die Förderung der Biodiversität durch standortspezifische Aktionspläne. Die Auswirkungen der Förderung des Baumbestands durch die Unterstützung verschiedener Maßnahmen und Initiativen resultieren aus unserem strategischen Nachhaltigkeitsprogramm 2026.

IRO Auswirkungen
Thema Direkte Ursachen des Verlusts an biologischer Vielfalt – Landnutzungsänderung Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemleistungen
Unterthema (-) Beitrag zur Landnutzungs-

änderung durch die Gewinnung von Rohstoffen (z. B. Tongruben)
(+) Einfluss auf Lebensräume durch die Ausbeutung natürlicher Ressourcen (Ende des Lebens der Natur) (+) Förderung des Baumbestands durch Unterstützung verschiedener Maßnahmen und Initiativen (-) Beitrag zum Verlust von Ökosystem-

dienstleistungen (z. B. Rohstoffen, Wasser) durch Druck auf natürliche Ressourcen durch die Unternehmensaktivitäten und

Lieferketten von wienerberger (z. B. Rohstoffgewinnung, Veränderungen der

Ökosysteme)
Umfang Eigener Betrieb Eigener Betrieb Eigener Betrieb
Konzepte Biodiversität und Ökosysteme

in Tongruben
nicht anwendbar Biodiversität und Ökosysteme in Tongruben

Biodiversität und Ökosysteme an Produktionsstandorten
Maßnahmen Renaturierung von Tongruben und Ausgleichsmaßnahmen Nachhaltigkeitsprogramm 2026: 100.000 gepflanzte Bäume Aktionsplan zur Biodiversität

Renaturierung von Tongruben und

Ausgleichsmaßnahmen

Schulung und Befähigung von

Biodiversitätsbotschaftern


Monitoring und Bewertung der Biodiversität durch Biodiversitätsbotschafter
Kennzahlen Landnutzungsänderung in ha Gesamtzahl der

gepflanzten Bäume
Indikator für den Artenreichtum

Gesamtzahl der Biodiversitätsbotschafter

Landnutzungsänderung in ha
Ziele nicht anwendbar 100.000 Bäume gepflanzt 10 % Verbesserung der Fauna

400 Biodiversitätsbotschafter geschult

Derzeit in Konzepten, Maßnahmen und Zielen nicht berücksichtigte wesentliche Auswirkungen, Risiken, Chancen:

Direkte Ursachen des Verlusts an biologischer Vielfalt
Auswirkung Klimawandel (-) Beitrag zum Verlust der biologischen Vielfalt durch Treibhausgasemissionen (Folgen des Klimawandels) Eigener Betrieb
Auswirkung Landnutzungsänderung (+) Beitrag zur Verringerung der Landnutzung durch die Bereitstellung von Aufdach- oder Indach-PV-Anlagen Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Auswirkungen auf den Umfang und Zustand von Ökosystemen
Auswirkung (+) Verwendung von Brachflächen für die Errichtung neuer Werke/Gebäude Eigener Betrieb

Konzepte

Das Konzept für Biodiversität und Ökosysteme in Tongruben verpflichtet zum Schutz der Natur während des gesamten Lebenszyklus von Tongruben und nach dem Abbau durch Rekultivierungsmaßnahmen. Die Maßnahmen zur Schadensminderung werden jährlich überprüft, und im Rahmen von Umweltverträglichkeitsprüfungen und Betriebsgenehmigungen wird eine nachhaltige Rohstoffgewinnung berücksichtigt. Das Konzept gilt für alle Tongruben. Die Verantwortung für dieses Konzept liegt beim Vorstand. Die Festlegung von Konzern- und Ländervorgaben, die Zuweisung von Ressourcen und die Kontrolle der Ergebnisse liegen in der Verantwortung des Vorstands, unterstützt durch die jeweiligen CTOs.

Das Biodiversitäts- und Ökosystemkonzept für Produktionsstandorte konzentriert sich auf die Verbesserung von Lebensräumen durch Biodiversitätsaktionspläne und ein jährliches Monitoring, einschließlich der Überwachung der Fauna durch Biodiversitätsbotschafter. Es gilt für Produktionsstätten, die größer als ein Hektar sind, mindestens 30 Vollzeitäquivalente beschäftigen und sich im Eigentum von wienerberger befinden. Die Verantwortung für die Umsetzung dieses Konzepts liegt bei den regionalen COOs, wobei die operative Aufsicht durch die Ländermanagementteams erfolgt.

Die Einhaltung lokaler und nationaler Biodiversitätsvorschriften ist erforderlich, und die Interessenträger werden einbezogen, um lokales Wissen zu berücksichtigen, obwohl keine sozialen Konsequenzen festgestellt wurden. Die Konzepte werden an die operativen Teams und regionalen COOs kommuniziert und den Mitarbeitern und Stakeholdern über interne Kommunikationskanäle zugänglich gemacht.

Maßnahmen

Der Maßnahmenkatalog zur Biodiversität sowie die Einführung von Aktionsplänen bilden einen Rahmen, der gemeinsam mit ökologischen Experten erstellt wurde, um Maßnahmen zu Vegetation, Lebensräumen für Fauna, Wassermanagement, Bepflanzung und Kosten zu steuern. Der Katalog ist seit 2021 in Kraft und hat bereits Maßnahmen wie Insektenhotels, Obstgärten, Nistplätze, Blumenbeete und Grünlandmanagement festgelegt, die weiterhin umgesetzt werden.

Die Überwachung und Bewertung der Biodiversität durch die Biodiversitätsbotschafter begann im Jahr 2023 und erfolgt mithilfe eines internen Monitorings, mit dem unter anderem Arten wie Vögel, Schmetterlinge und Hautflügler erfasst werden. Ziel dieser Maßnahme ist eine Verbesserung der Fauna um 10 % gegenüber dem Ausgangsniveau.

Durch die Schulung und Befähigung als Biodiversitätsbotschafter sind unsere Mitarbeitenden in der Lage, die lokale Biodiversität dreimal jährlich an den Produktionsstandorten zu bewerten. Bei den Botschafterinnen und Botschaftern handelt es sich um wienerberger-Mitarbeitende, die extern sowie intern von unseren Biodiversitätsingenieuren geschult werden. Die Schulungen werden über das interne HR-System MyHR nachverfolgt. Ihre Aufgabe ist es, dreimal jährlich die Entwicklung der Fauna im Umfeld der Produktionsstandorte zu dokumentieren. Die Schulungen umfassen Kenntnisse zu den jeweils zu erfassenden Tierarten und deren Erkennung im natürlichen Lebensraum, zur Monitoringmethodik von wienerberger sowie wesentliche Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität im urbanen Raum. Die Maßnahme ist mit einem speziellen Ziel hinterlegt, das nachfolgend aufgeführt ist.

Die Rekultivierung von Tongruben und Maßnahmen zur Schadensminderung sind spezifische Bestandteile des Tongrubenbetriebs und umfassen unter anderem einen phasenweisen Tonabbau, die Erhaltung von Flächen für die natürliche Sukzession, die Anlage von Teichen und Feuchtgebieten für Amphibien sowie die Aussetzung der Abbautätigkeiten während der Brutzeiten. Diese Maßnahmen werden kontinuierlich umgesetzt, jährlich überwacht und durch entsprechende Compliance-Berichte dokumentiert.

Die Maßnahme zur Pflanzung von 100.000 Bäumen ist Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsprogramms 2026. Das Programm fördert die Biodiversität, die Kohlenstoffbindung und die Wiederherstellung von Ökosystemen und trägt gleichzeitig zur Eindämmung des Klimawandels bei. Es wird in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen umgesetzt.

Ziele

Das Ziel einer 10-prozentigen Verbesserung der Fauna in den Produktionsstätten zwischen 2023 und 2026 wird durch das Monitoring der Biodiversitätsbotschafter verfolgt, die dreimal pro Jahr an jedem Standort die Anzahl der Schmetterlinge, Vögel und Bienen erfassen. Die Bestandsdichte wird mit den Basiswerten verglichen, die vor der Umsetzung der Biodiversitätsmaßnahmen festgelegt wurden. Diese wurden anhand des ersten Monitorings an jedem Produktionsstandort festgelegt und variieren je nach dem Jahr, in dem die jeweilige Monitoring erstmals durchgeführt wurde. Derzeit zeigt sich eine Verbesserung um 16,8 % (2024: 5,0 %), wobei standortspezifische Aktionspläne und Monitoringsmaßnahmen die Hauptmethodik bilden.

Die Ausbildung von 400 Biodiversitätsbotschaftern zwischen 2020 und 2026 wird anhand der Anzahl der ausgebildeten Mitarbeitenden gemessen. Bislang wurden 422 Botschafter (2024: 316) ausgebildet. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit einem externen Nachhaltigkeitsberater und internen Experten durchgeführt und konzentriert sich darauf, das Bewusstsein und die Verantwortung für die Biodiversität an den Produktionsstandorten zu fördern.

Das Ziel, im Zeitraum von 2022 bis 2026 100.000 Bäume zu pflanzen, wird anhand der kumulierten Anzahl gepflanzter Bäume nachverfolgt. Bis dato wurden 179.946 Bäume (2024: 111.510) gepflanzt. Das Programm wird weltweit in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen durchgeführt und setzt auf Projekte mit heimischen Baumarten zur Wiederherstellung von Ökosystemen, zur Renaturierung und zur Eindämmung des Klimawandels.

Bei allen drei Zielen wird die Wirksamkeit anhand messbarer Indikatoren im Vergleich zu Basiswerten verfolgt, der Fortschritt wird jährlich im Rahmen der internen Berichterstattung bewertet. Die Ziele wurden intern ohne Beteiligung externer Interessenträger formuliert und stehen im Einklang mit dem Biodiversitätskonzept und den Wiederherstellungszielen. Sie basieren nicht auf abschließenden wissenschaftlichen Nachweisen.

Ziele bezüglich der Biodiversität und Ökosystemen 2024 2025 Ziel 2026
Verbesserung der Fauna 5 % 16,8 % 10 %
Gesamtzahl der ausgebildeten Biodiversitätsbotschafter 316 422 400
Gesamtzahl der gepflanzten Bäume 111.510 179.946 100.000

Kennzahlen

Als Ergebnis der Analyse unserer Werke und Tongruben im Umfeld von biodiversitätssensiblen Gebieten (142 analysierte Standorte, beschrieben in den Allgemeinen Informationen, Abschnitt IRO-1, 2024: 150 Standorte) wurden 24 Standorte (2024: 25 Standorte) – mit einer Gesamtfläche von 424 Hektar (2024: 475 Hektar) – identifiziert, die negativen Auswirkungen auf biodiversitätssensible Gebiete in oder im Umfeld des Betriebsgebiets haben.

Im Hinblick auf die Landnutzungsänderung wurden im Jahr 2025 weltweit 89 Hektar (2024: 118 Hektar) unserer Standorte rekultiviert und damit in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt oder in Gebiete mit erhöhtem ökologischen und Biodiversitätswert umgewandelt. Umgekehrt wurden 72 Hektar (2024: 85 Hektar) als neue Tongruben oder Produktionsstätten verwendet, um nachhaltiges Wachstum und Kontinuität zu gewährleisten. Die Umwandlung wird als die Gesamtfläche in Quadratmetern erfasst, die infolge von Maßnahmen von wienerberger von einer Landnutzungsart in eine andere umgewandelt wurde. Die Datenerhebung erfolgt jährlich intern auf Grundlage unserer Aktivitäten.

E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

IRO Auswirkung Auswirkung Chance
Thema Abfall Ressourcenabfluss im Zusammenhang mit

Produkten und Dienstleistungen
Unterthema (-) Beitrag zum Abfallaufkommen aufgrund von im Fertigungsprozess anfallenden Abfallmaterialien (+) Ermöglichung bzw. Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft durch Produkte, die konzipiert wurden, um haltbar/langlebig, wiederverwendbar, recycelbar, reparierbar, demontierbar etc. zu sein Gewinnsteigerung aufgrund eines veränderten Nachfrageverhaltens der Kunden nach haltbaren/langlebigen, wiederverwendbaren, recycelbaren, reparierbaren, demontierbar Produkten
Umfang Eigener Betrieb Eigener Betrieb Eigener Betrieb
Konzepte Ressourcennutzung und

Kreislaufwirtschaft Abfall
nicht anwendbar
Maßnahmen Abfallreduktion durch Wiederverwendung in der Produktion

Programme zur Prozessoptimierung

Abfallmonitorings- und Berichtssystem
Nachhaltigkeitsprogramm 2026: Langlebigkeit/Recycelbarkeit
Kennzahlen Spezifisches Abfallaufkommen (Tonnen Abfall/Produktionsleistung); intensitätsbasiert Umsatz mit Produkten mit einer Lebensdauer von ≥100 Jahren

Umsatz aus recycelbaren/wiederverwendbaren Produkten

Ziele 15 % Reduktion des Abfalls im eigenen Betrieb (2023–2026) >80 % des Umsatzes mit besonders langlebigen Produkten

(>100 Jahre) (2023–2026)


>90 % der verkauften Produkte sind recycelbar und/

oder wiederverwendbar (2023–2026)

Derzeit in Konzepten, Maßnahmen und Zielen nicht berücksichtigte wesentliche Auswirkungen, Risiken, Chancen:

Ressourcenzufluss, einschließlich Ressourcennutzung
Auswirkung (-) Beitrag zum Ressourcenverbrauch durch Prozesse und Produkte von wienerberger Eigenbetrieb
Risiko Kostenschwankungen bei Rohstoffen, zum Beispiel bei Zuschlagstoffen,

Zement oder Metallen, können Produktionskosten und Gewinnspannen beeinträchtigen
Eigenbetrieb
Chance Neue Bestimmungen können vorschreiben, dass bestehende Gebäude oder Infrastruktur mit nachhaltigeren Materialien oder energieeffizienten Technologien nachgerüstet werden, und Chancen für Umsatzzuwächse bieten Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Chance Investitionen in Forschung und Entwicklung, um nachhaltige Alternativen zu kohlenstoffintensiven oder nicht konformen Produkten zu entwickeln und anzubieten, um für die durch regulatorische Änderungen bedingten Marktanforderungen gerüstet zu sein und erwartete Umsatzzuwächse zu sichern Eigenbetrieb
Ressourcenabfluss im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen
Risiko Gesetzesänderungen können zu schrittweisen Verboten oder Einschränkung von bestimmten Baustoffen führen, die bestimmten Umweltstandards nicht entsprechenden. Dies könnte eine geringere Nachfrage zur Folge haben oder verlangt die Entwicklung alternativer Produkte Eigenbetrieb
Chance Umsatzsteigerung durch Produkte, die durch den verstärkten Einsatz von Sekundärrohstoffen zur Kreislaufwirtschaft beitragen Eigenbetrieb
Abfall
Auswirkung (-) Beitrag zum Abfallaufkommen aufgrund von porösen und spröden Produkten, die bei der Verarbeitung durch den Kunden fragmentieren Eigenbetrieb / Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Chance Der Einsatz neuer Technologien wie 3D-Druck, modulare Bauweise oder Digitalisierung kann die Effizienz steigern, Abfall reduzieren und die Produktqualität verbessern. Dies führt zu Kosteneinsparungen und einer höheren Wettbewerbsfähigkeit Nachgelagerte Wertschöpfungskette

Die Auswirkungen von wienerberger im Zusammenhang mit Ressourcenzuflüssen ergeben sich aus der Notwendigkeit, in unseren Produktionsprozessen sowohl Primär- als auch Sekundärrohstoffe einzusetzen. Ressourcenabflüsse stehen im Zusammenhang mit der Nutzung unserer Produkte durch Verbraucher und Endnutzer und sind über das Ziel der Förderung der Kreislaufwirtschaft mit unserem Nachhaltigkeitsprogramm 2026 verknüpft. Die Auswirkungen im Zusammenhang mit Abfall entstehen aus dem Ressourceneinsatz in der Produktion und stehen im Einklang mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2026, die auf eine Reduktion von Abfällen im Betrieb sowie auf eine nachhaltigere Beschaffung von Rohstoffen abzielt, unter anderem durch Urban Mining.

Ein wesentliches Risiko im Zusammenhang mit der Beschaffung von Rohstoffen ergibt sich aus etwaigen regulatorischen Änderungen, die eine schrittweise Abschaffung oder Einschränkung von Baustoffen, die gewissen Umweltstandards nicht entsprechen, zum Ziel haben. Dies könnte eine geringere Nachfrage zur Folge haben oder die Entwicklung alternativer Produkte notwendig machen.

Wesentliche Chancen im Bereich der Kreislaufwirtschaft ergeben sich aus einem steigenden Absatz von Produkten, die durch einen höheren Einsatz von Sekundärrohstoffen zur Kreislaufwirtschaft beitragen und gleichzeitig die Abfallentstehung verringern.

Beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft liegt die wesentliche Auswirkung von wienerberger darin, diesen Wandel zu unterstützen, indem wir unsere Produkte und Lösungen noch langlebiger, robuster, wiederverwendbarer, recyclingfähiger, reparierbarer machen und die Demontage erleichtern.

E5-1 Konzepte

Konzept zur Ressourcennutzung und

Kreislaufwirtschaft – Abfall
Wichtigste Inhalte des Konzepts Das Konzept befasst sich mit dem Abfallaufkommen und den entsprechenden Chancen für die Kreislaufwirtschaft.

Ziele:

Minimierung von festen und flüssigen Abfällen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung oder Verbesserung der Produktionsqualität und -effizienz.

Vorbereitung von Abfällen für eine mögliche Wiederverwendung oder Wiederverwertung.

Sicherstellung der Abfallbehandlung durch zugelassene Unternehmen unter Einhaltung der Umweltvorschriften, um Umweltverschmutzung zu vermeiden.

Reduzierung der Verwendung gefährlicher Stoffe

Überwachung: Die Umsetzung wird von den operativen Managementteams der Länder, den regionalen COOs und dem Vorstand überwacht.
Anwendungsbereichs des Konzepts Alle Produktionsstätten.

Ausnahmen: Das Konzept konzentriert sich auf das Abfallmanagement. Die Primärressourcen, die Erhöhung des Anteils an recycelten Materialien oder die nachhaltige Beschaffung erneuerbarer Ressourcen sind ausgenommen.
Verantwortung

der obersten

Führungsebene
COOs des Executive Committee: Gesamtverantwortung für die Umsetzung.

Regionale COOs und regionales/ländliches Management: Festlegung von Zielen, Zuweisung von Ressourcen, Überwachung der Ergebnisse.

Vorstand: Festlegung konzernweiter Ziele, Überwachung der Fortschritte, Genehmigung von Änderungen
Standards oder Initiativen Dritter Anhang II der Verordnung (EU) 2023/2772 (EU-Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung).

Lokale Umweltvorschriften in den Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist.
Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern Die operativen Managementteams in den Ländern sowie Werksleiter setzen Maßnahmen im Einklang mit den Konzernstandards um.

Berücksichtigung der Interessen der Stakeholder durch Anpassung an lokale Vorschriften und effiziente Abfallbewirtschaftung.
Verfügbarkeit des Konzepts Verteilung durch den Vorstand an die regionalen COOs.

Für alle betroffenen Stakeholder über interne digitale Kommunikationskanäle zugänglich.

Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung, um den neuesten Vorschriften Rechnung zu tragen; Änderungen werden vom Vorstand genehmigt.

Entsprechend unserer strategischen Priorisierung wird die Finalisierung von Konzepten, die sich mit Auswirkungen, Risiken und Chancen unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette befassen, vorerst zurückgestellt und zu gegebener Zeit wieder aufgenommen.

E5-2 Maßnahmen

Wichtigste Maßnahme Umfang Zeithorizont Abhilfemaßnahmen/Korrekturen Fortschritte/Ergebnisse
Abfallreduktion durch Wiederverwendung in der Produktion – Rückführung von Produktionsabfällen (z. B. gebrannter Ziegelabfall , unbeschichtete Kunststoffabfälle) in Produktionsprozesse, um Ausschuss und Rohstoffbedarf zu reduzieren. Alle Produktions-stätten. Wiederholende12-Monats-Zyklen; unterstützt das Nachhaltigkeits-programm bis 2026. Wenn eine Wiederverwendung nicht möglich ist, werden die Abfälle durch zertifizierte Abfallentsorgungsunternehmen entsorgt. Erste Maßnahmen in Pilotanlage in AT eingeführt; Entwicklung planmäßig; Fortschritt über zugehöriges Ziel (siehe unten) nachverfolgt.
Prozessoptimierungsprogramme – einschließlich des Plant Improvement Programs (PIP+) für die Ziegelproduktion, des Production Excellence Programs für Betonflächenbefestigungen und Lean/Lean Six Sigma für Kunststoffrohre zur Reduzierung von Ausschuss, Ressourceneinsatz und zur Verbesserung der Effizienz. Produktions-stätten der jeweiligen Segmente. Wiederholende

12-Monats-Zyklen; unterstützt das Nachhaltigkeits-programm bis 2026.
Anpassungen und Korrekturmaßnahmen bei Verfehlung der Ziele. Internes Recycling von Ausschuss in einer Pilotanlage in SK umgesetzt; Leitfaden für bewährte Verfahren in Pilotanlage in PL entwickelt; Ausschussquoten werden regelmäßig überprüft; messbare Effizienzsteigerungen erzielt.
Abfallmonitoring- und Berichtssystem – Verfolgung von Abfallströmen gemäß der EU-Abfallrahmenrichtlinie (EWC-Codes) Alle Produktions-standorte. Vierteljährlich Korrekturmaßnahmen bei festgestellten Datenlücken oder Unstimmigkeiten. Konzernweites System eingerichtet; konsistente Kategorisierung und Monitoring laufen.
Nachhaltigkeitsprogramm 2026:

Langlebigkeit/Recycelbarkeit


Maßnahme: Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Produkten mit hoher Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit/Wiederverwendbarkeit

Erwartetes Ergebnis: Steigerung der Kreislaufwirtschaft – Reduzierung des Verbrauchs von Ressourcen und Materialien, Abfall, ökologischer Fußabdruck
Eigene Betriebe – Produktdesignteams, F&E, Fertigung; nachgelagerte Anwender 2023–2026 Nicht anwendbar Entwicklung planmäßig; Fortschritt über zugehöriges Ziel (siehe unten) nachverfolgt.

E5-3 Ziele

Ziel >80 % des Umsatzes mit besonders langlebigen Produkten (>100 Jahre) pro Jahr >90 % des Umsatzes mit recycelbaren und/oder wiederverwendbaren Produkten pro Jahr 15 % Reduzierung des Abfalls im eigenen Betrieb
Nachverfolgung der Wirksamkeit und Kennzahlen KPI: % Umsatz (Nettoumsatz) aus Produkten mit einer Lebensdauer von ≥100 Jahren pro Jahr; vierteljährliche Nachverfolgung; relatives Ziel KPI: % Umsatz (Nettoumsatz) aus recycelbaren/wiederverwendbaren Produkten pro Jahr; vierteljährliche Erfassung; relatives Ziel KPI: Spezifisches Abfallaufkommen (Tonnen Abfall/Produktionsleistung); Daten von Abfallentsorgern (Rechnungen, Lieferscheine); vierteljährliche Berichterstattung; relatives Ziel, intensitätsbasiert
Fortschritt 2025 83,9 %

(2024: 82,9 %)
92,9 %

(2024: 92,9 %)
12,3 %

(2024: 0,7 %)
Einbeziehung von Stakeholdern Intern formulierte Ziele, keine Einbeziehung externer Stakeholder; freiwilliges Ziel Intern formulierte Ziele, keine Beteiligung externer Stakeholder; freiwilliges Ziel Intern formulierte Ziele, keine Beteiligung externer Stakeholder; freiwilliges Ziel
Bezug zu

Konzept-Zielen
Unterstützt Kreislaufwirtschaft und effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen Unterstützt Ressourceneffizienz, Abfallreduzierung und zirkularen Materialverwendung Unterstützt das Ziel der Kreislaufwirtschaft durch Reduzierung des Betriebsabfalls
Umfang Alle relevanten Produktgruppen (klassifiziert nach Haltbarkeit) Alle relevanten Produktgruppen (klassifiziert nach Recyclingfähigkeit/ Wiederverwendbarkeit) Eigenbetriebe; ausgenommen Abwasser und internes Recycling
Zeitraum und

Ausgangsbasis
2023–2026;

Keine Ausgangsbasis als dies ein jährliches Ziel ist.
2023–2026;

Keine Ausgangsbasis als dies ein jährliches Ziel ist.
2023–2026;

91.512 Tonnen im Jahr 2023 Die Abfall-Basiswerte wurden aktualisiert, um die erhöhte Datengenauigkeit infolge verbesserter Validierungsprozesse widerzuspiegeln. Aus diesem Grund sind nun Produktionsreste nicht mehr enthalten, die als Sekundärmaterial verkauft wurden.
Methoden und Annahmen Top-down-Analyse von Umsatz/Produkten; standardisierte Zuordnung der Produktlebensdauer Top-down-Absatz-/Produktanalyse; standardisierte Zuordnung von Produktgruppen; Definitionen: recycelbar = Rohstoffrückgewinnung; wiederverwendbar = direkte Wiederverwendung Top-down-Abfallanalyse; Lieferantendaten (in seltenen Fällen mit Rückgriff auf Schätzungen: Dichte, Volumen, Massenbilanzen)
Wissenschaftliche Grundlage Nicht anwendbar Nicht anwendbar Nicht anwendbar
Leistung und Monitoring Vierteljährliches internes

Monitoring des Umsatzanteils
Vierteljährliches internes

Monitoring des Umsatzanteils; laufende Innovationsprojekte
Vierteljährliches internes

Monitoring durch Berichtssystem

E5-4 Ressourcenzuflüsse

Die wichtigsten Rohstoffe für die keramischen Produkte von wienerberger sind Ton, Additive, Zuschlagstoffe und alternative Bindemittel. Ton wird entweder aus eigenen Tongruben oder wird von externen Lieferanten bezogen, während weitere Rohstoffe sowie Verpackungsmaterialien extern beschafft werden. Zu den biologischen Einsatzstoffen zählen Sägemehl, Papierschlämme, Sonnenblumenschalen und Holzpaletten. Biogene Brennstoffe werden als Porosierungsmittel in der Keramikproduktion eingesetzt. Zudem beziehen unsere Energie und Wasser von vorgelagerten Lieferanten.

Für Kunststoffrohre und -systeme werden Rohstoffe wie PE, PP und PVC sowie Sekundärrohstoffe und Verpackungsmaterialien von externen Lieferanten bezogen. Technische Materialien wie Maschinen, Fahrzeuge und Gebäude werden im Verhältnis zum Produktgewicht als unwesentlich eingestuft.

Effizientes Ressourcenmanagement hat für uns höchste Priorität. Wir konzentrieren uns auf das Recycling von Reststoffen, die Wiederverwendung von Abfällen und den verstärkten Einsatz von Sekundärrohstoffen, um Primärressourcen zu schonen. Reststoffe aus der keramischen Produktion lassen sich aufgrund ihrer hohen Reinheit leicht recyceln, während Bauschutt sortiert wird, um verwertbare Materialien zurückzugewinnen.

Mehrere Rohrlösungen werden bereits unter Einsatz von Sekundärmaterialien hergestellt, wobei ein Lieferantenmonitoring die Qualität und die Einhaltung von Normen sicherstellt. In Übereinstimmung mit den europäischen Vorschriften werden externe Sekundärrohstoffe nur für die Produktion nicht druckführender Rohre (z. B. Abwasser- und Regenwassersysteme) eingesetzt. Darüber hinaus entwickelt wienerberger Rohre, bei denen kohlenstoffbasierte Rohstoffe durch mineralische Additive und erneuerbare Quellen wie Biomasse und Altspeiseöl ersetzt werden. Dies reduziert sowohl unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen als auch unsere Scope-3-CO₂-Emissionen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Verpackungsmaterial. Zunehmend werden Sekundär- anstelle von Primärrohstoffen verwendet, und recycelbare, klimafreundliche Alternativen getestet. Darüber hinaus werden Kunststofffolien mit Recyclinganteil eingeführt, um den Materialeinsatz und die Umweltbelastung weiter zu reduzieren.

Das Gesamtgewicht der während des Berichtszeitraums eingesetzten Produkte und biologischen Materialien (einschließlich Verpackungen) betrug 16.238 Tsd t (2024: 17.387 Tsd t), davon 1.447 Tsd t,dh. 8,91 % Sekundär-, Wiederverwendungs- oder Recyclingmaterialien (2024: 1.589 Tsd t, 9,14 %). wienerberger wendet einen inputbasierten Ansatz an und berichtet das Nassgewicht der in der Produktion verwendeten Rohstoffe. In seltenen Fällen, in denen keine direkten Daten verfügbar sind, wird das Inputgewicht durch Umrechnung des Output- bzw. Trockengewicht anhand erfahrungsbasierter Faktoren geschätzt.

E5-5 Ressourcenabflüsse

wienerberger versteht unter langlebigen Produkten jene Produkte, die über eine sehr lange Lebensdauer von mindestens 100 Jahren verfügen. Unsere Produkte und Systemlösungen umfassen unter anderem langlebige Wand-, Dach- und Fassadenziegel, Flächenbefestigungen, sowie zuverlässige Rohrsysteme für Gas-, Wasser-, Abwasser- und Regenwassermanagement, für Heiz- und Kühlsysteme sowie für den Kabelschutz. Diese ermöglichen es unseren Verbrauchern und Endnutzern - darunter Architekten, Investoren, Designern, Entwicklern sowie lokale Behörden - nachhaltige Gebäude zu errichten und Infrastrukturprojekte in Einklang mit den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft sowie mit einer zufriedenstellenden Ökobilanz umzusetzen. Die folgende Übersicht zeigt die durchschnittliche Haltbarkeit der Produkte von wienerberger im Vergleich zum Branchendurchschnitt (aus Marktstudien abgeleitet):

Produktgruppe Haltbarkeit wienerberger Branchendurchschnitt
Wandlösungen > 100 Jahre 100 Jahre
Dachlösungen > 100 Jahre 70 Jahre
Fassadenlösungen > 100 Jahre 50–70 Jahre
Kunststoffrohre > 100 Jahre 100 Jahre

Für wienerberger macht die Wiederverwendbarkeit bzw. Recyclingfähigkeit seiner Produkte einen wesentlichen Teil unserer Innovationsbemühungen aus, da diese die Nutzungsdauer eines Produkts wesentlich verlängern. Zudem sollte das Kreislaufziel dank laufender Forschungsprojekte, zum Beispiel zur Verwendung von Recyclingbeton, erreicht werden. wienerberger hat sich daher ehrgeizige unternehmensspezifische Ziele gesetzt, um einen großen Umsatzanteil mit langlebigen und recycelbaren/wiederverwendbaren Produkten zu erzielen (siehe Kapitel E5-3 Ziele). Die Methoden und Annahmen sind im obigen Abschnitt E5-3 Ziele beschrieben.

Als Bauprodukte sind die Produkte von wienerberger Teil einer Gesamtstruktur und können als solche in der Regel ausgetauscht oder repariert werden, ohne die Gesamtgebäudestruktur wesentlich zu beeinträchtigen. Für die wichtigsten Produktgruppen, d. h. Rohre, Dachziegel, Fassadenprodukte und Wandziegel, ist die Reparaturfähigkeit der Produkte nachstehend dargelegt:

Kriterien Wandziegel Dachziegel Fassadenprodukte Kunststoffrohre
Reparaturfreundlichkeit Visuelle und strukturelle Reparaturen (nach technischer Bewertung) Modulare/Falzziegelsysteme Standardisierte Abmessungen, Werkzeuge Modular, normkonform
Ersatzteile Verfügbar und kompatibel Passende Ziegel/Farben leicht erhältlich Passende Verkleidungen, Ziegel, Farben Verfügbar und kompatibel
Reparaturrichtlinien Austausch- und Montagehandbücher Anleitungen für den sicheren

Austausch
Oberflächenreparatur - und -reinigungshandbücher Klare Dokumentation und Schulungen
Kreislaufwirtschaft Recyclinginitiativen Recycling und neu aufkommende Handelsplätze für die Wiederverwendung Recycling- und Renovierungsprogramme Recyclinginitiativen
Serviceangebote Technikerschulungen & Partnerschaften Technikerschulungen & Partnerschaften Technikerschulungen & Partnerschaften Technikerschulungen & Partnerschaften
Ressourcenabflüsse (in Tonnen) 2024 2025
a) gesamtes Abfallaufkommen 89.253 75.801
b) von der Beseitigung abgezweigter gefährlicher Abfall 723 1.064
von der Beseitigung zwecks Vorbereitung zur Wiederverwendung abgezweigter gefährlicher Abfall 50 15
von der Beseitigung zwecks Recycling abgezweigter gefährlicher Abfall 413 595
von der Beseitigung zwecks sonstiger Verwertungsverfahren abgezweigter gefährlicher Abfall1 260 453
b) von der Beseitigung abgezweigter nicht gefährlicher Abfall2 69.471 57.406
von der Beseitigung zwecks Vorbereitung zur Wiederverwendung abgezweigter nicht gefährlicher Abfall 1.047 1.707
von der Beseitigung zwecks Recycling abgezweigter nicht gefährlicher Abfall 56.429 46.607
von der Beseitigung zwecks sonstiger Verwertungsverfahren abgezweigter nicht gefährlicher Abfall1 11.995 9.092
c) zur Beseitigung bestimmter gefährlicher Abfall 2.418 1.384
zur Beseitigung durch Verbrennung bestimmter gefährlicher Abfall 375 188
zur Beseitigung durch Deponierung bestimmter gefährlicher Abfall 1.606 986
zur Beseitigung durch sonstige Arten der Beseitigung bestimmter gefährlicher Abfall 437 211
c) zur Beseitigung bestimmter nicht gefährlicher Abfall2 16.641 15.947
zur Beseitigung durch Verbrennung bestimmter nicht gefährlicher Abfall 4.880 2.981
zur Beseitigung durch Deponierung bestimmter nicht gefährlicher Abfall 11.071 12.103
zur Beseitigung durch sonstige Arten der Beseitigung bestimmter nicht gefährlicher Abfall 690 864
d) nicht recycelter Abfall 32.411 28.599
d) Anteil des nicht recycelten Abfalls 36% 38%

Die obenstehende Tabelle zeigt die Gesamtmenge des Abfallaufkommens aus dem eigenen Betrieb von wienerberger. wienerberger erzeugt keine radioaktiven Abfälle. Die produzierten gefährlichen Abfälle beliefen sich im Berichtszeitraum auf 2.448 Tonnen (2024: 3.141 Tonnen1).

Der für die Tätigkeiten von wienerberger relevante Abfallstrom umfasst stoffliche Abfälle. Zu den stofflichen Abfällen im gesamten Abfallaufkommen zählen Metalle, Kunststoffe, Holz, Papier und Karton sowie Absorptionsmittel. Die Gesamtabfallmenge setzt sich aus Abfällen zusammen, die vor der Beseitigung abgezweigt werden – etwa Abfälle, die für Recycling, Wiederverwendung oder andere Verwertungsverfahren vorbereitet werden – sowie aus Abfällen, die der Beseitigung zugeführt werden, beispielsweise durch die Übergabe an ein befugtes Entsorgungsunternehmen zur Deponierung oder Verbrennung.

Die Abfälle werden für Recycling, Wiederverwendung und andere Verwertungsverfahren in der Regel durch wienerberger vorbereitet, um eine geeignete Behandlung zu ermöglichen. Die tatsächliche Behandlung durch das befugte Entsorgungsunternehmen ist für die von wienerberger vorgenommene Kategorisierung nicht maßgeblich.

Gefährlicher Abfall ist definiert als Abfall mit einer oder mehreren der in Anhang III der EU-Abfallrahmenrichtlinie, RL 2008/98/EG über Abfälle aufgeführten gefährlichen Eigenschaften.

Die für unsere Berechnungen verwendeten Werte werden von befugten Entsorgungsunternehmen bereitgestellt. Wenn keine Daten zur Verfügung stehen, wird das Abfallgewicht anhand von Angaben über die Dichte sowie das Volumen des gesammelten Abfalls, Materialbilanzen oder ähnlichen Informationen geschätzt. Die Entsorgungsunternehmen sind verpflichtet, die Abfallmenge und die Art der Abfallverwertung (Recycling, Abfallbeseitigungsverfahren, Verbrennung) in Form einer Rechnung bzw. eines Lieferscheins nachweisen.

1  Aufgrund eines technischen Fehlers in den Daten für 2024 wurden die Zahlen für 2024 enthielten vertauschte Angaben zu gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen, die im Rahmen anderer Verwertungsverfahren von der Beseitigung abgezweigt wurden. Dadurch wurde der Anteil gefährlicher Abfälle zu hoch ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden korrigiert, die für 2024 gemeldete Gesamtabfallmenge bleibt unverändert. // 2) Die Vorjahreszahlen für nicht gefährliche Abfälle wurden angepasst, um auch die nicht produktionsbezogenen Abfälle einzubeziehen, die schätzungsweise 1 % der Gesamtabfälle entsprechen.

S1 - Eigene Belegschaft

SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

IRO Auswirkungen
Thema Arbeitsbedingungen:

Gesundheitsschutz und Sicherheit
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle: Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit
Unterthema (-) Beiträge zu langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit (durch die erhöhte Bildschirmzeit, Auftreten von Verletzungen oder vorübergehenden oder dauerhaften Gesundheitsschäden oder gar Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten mit Todesfolge), einschließlich eines Beitrags zur Belastung des Sozialversicherungssystems aufgrund der Inanspruchnahme von Krankenversicherungsleistungen infolge des körperlichen Gesundheitszustands der Beschäftigten (-) Beitrag zur (finanziellen) Ungleichheit und Diskriminierung von Frauen durch geschlechtsspezifische Verdienstgefälle

(-) Ein geringer Anteil von Frauen in Managementpositionen innerhalb eines Unternehmens kann die gesellschaftliche Wahrnehmungen geschlechts-

spezifischer Rollen sowie die traditionelle männliche Führungsrolle verstärken.
Umfang Eigener Betrieb Eigener Betrieb Eigener Betrieb
Konzepte Gesundheits- und Sicherheits-konzept Konzept für gleichen Lohn für gleiche Arbeit DEI- und Chancengleichheits-Konzept
Maßnahmen Förderung von Präventionsmaßnahmen Gesundheit und Sicherheit Anpassungen aufgrund des geschlechtsspezifischen Lohngefälles DEI-Aktionspläne
Kennzahlen Gesamtzahl der erfassten VML-Stunden Berechnung des Lohngefälles Gesamtzahl der

DEI-Aktionspläne
Ziele 20.000 aktive Managementstunden (VML) pro Jahr (2023–2026) nicht anwendbar Entwicklung und Umsetzung eines Aktionsplans für Inklusion und Diversität in allen Ländern (2023–2026)
IRO Risiko Auswirkung Chance
Thema Arbeitsbedingungen:

Angemessene Entlohnung und Arbeitszeit
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle:

Weiterbildung und Kompetenzentwicklung


Unterthema Unattraktive Arbeitsbedingungen und Risiken für die Sicherheit am Arbeitsplatz können die Einstellung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter erschweren, was zu einer Verringerung der Kapazitäten und potenziellen finanziellen Risiken aufgrund geringerer Einnahmen führen kann. (+) Förderung der Kenntnisse der Beschäftigten und Stärkung ihrer Einsatzfähigkeit und Beschäftigungschancen in Hinblick auf komplexe Anforderungen des Arbeitsmarkts (z. B. Digitalisierung, technisches Fachwissen) und Wissensentwicklung der Beschäftigten durch interdisziplinäre Teams, (Online-)Schulungen und (Lehrlings-) Programme Investitionen in Mitarbeiterschulungen / neue Technologien und Aufbau von Kapazitäten, um die Einhaltung neuer Vorschriften zu gewährleisten, in Bezug auf nachhaltige Herstellungspraktiken auf dem neuesten Stand zu bleiben und eine Kultur der ständigen Verbesserung zu fördern, wodurch Fachkräfte im Unternehmen gehalten oder angeworben werden
Umfang Eigener Betrieb Eigener Betrieb
Konzepte nicht anwendbar nicht anwendbar
Maßnahmen Anpassungen der Arbeitsbedingungen (Löhne, Arbeitszeiten,

Schichten)
Nachhaltigkeitsprogramm 2026: Kompetenzentwicklung und

Karrieremöglichkeiten
Kennzahlen nicht anwendbar Schulungsstunden pro Mitarbeiter Gesamtzahl der Auszubildenden
Ziele nicht anwendbar 18 Stunden Schulungen pro

Beschäftigtem pro Jahr (2023–2026)
500 Lehrlinge insgesamt ausgebildet (2023–2026)

Derzeit in Konzepten, Maßnahmen und Zielen nicht berücksichtigte wesentliche Auswirkungen, Risiken, Chancen:

Arbeitsbedingungen: Sichere Beschäftigung und Lebensgrundlage
Auswirkung (+) Stabiles Einkommen und sichere Lebensgrundlage für Beschäftigte durch stabile Jobs/Beschäftigung und attraktive Arbeitsverträge (z. B. mit über Tarifverträge hinausgehenden Bedingungen) Eigenbetrieb
Auswirkung (-) Beitrag zur Arbeitsplatzunsicherheit durch die Beschäftigung von Arbeitnehmern ohne unbefristeten Arbeitsvertrag Eigenbetrieb
Auswirkung (+) Sicherung des Einkommens und Steigerung der Zufriedenheit und Motivation der Beschäftigten durch angemessene Vergütung (sowohl unter Einhaltung von Tarifverträgen und in Fällen, in denen kein solcher vorliegt), um einen angemessenen Lebensstandard sicherzustellen Eigenbetrieb
Auswirkung (+) Schaffung von Möglichkeiten für die verstärkte Einbindung von Beschäftigten in für sie relevante Belange (z. B. Angebot der Gelegenheit die Betriebsräte oder ähnliche Vereinigungen zu gründen oder an Werksbesprechungen teilzunehmen, bei denen Bedenken geäußert werden können) Eigenbetrieb
Arbeitsbedingungen: Arbeitszeit
Auswirkung (+/-) Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten durch die Arbeitszeitgestaltung (Schichtarbeit, ausreichend Erholungszeit etc.) Eigenbetrieb
Auswirkung (+) Entlastung der Mitarbeiter durch Teilzeit- und flexible Arbeitszeitmodelle, die durch die Möglichkeit von Homeoffice oder Telearbeit (sofern möglich) zur Vereinbarkeit von „Beruf und Familie“ sowie „Beruf und Freizeit“ beitragen Eigenbetrieb

Die Auswirkungen von wienerberger auf Arbeitsbedingungen ergeben sich aus unserem Geschäftsmodell, da unsere Belegschaft ein entscheidender Faktor in den Produktionsprozess und die Geschäftstätigkeit ist. Zur Abdeckung kurzfristiger Produktionsbedarfe setzen unsere Werke teilweise Vertragsarbeitskräfte ein. Unser Produktionsprozess erfordert Schichtarbeit und ist mit einem inhärenten Risiko von Unfällen und Verletzungen verbunden. Die Auswirkungen von wienerberger im Zusammenhang mit Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle leiten sich aus der Vision des Unternehmens, einen wichtigen Beitrag für die Menschen, den Planeten und den Komfort zu leisten ((„For the people, for the planet, for convenience“), ab und stehen in direktem Zusammenhang mit unserer Strategie. Dementsprechend haben wir mehrere Konzepte implementiert, die darauf abzielen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit zu gewährleisten und zu fördern. Darüber hinaus stehen die Auswirkungen im Zusammenhang mit unserem Geschäftsmodell, da die Sicherung einer qualifizierten Belegschaft wesentlich für unser angestrebtes Produktionsniveau ist.

Die primären Auswirkungen des Geschäftsmodells von wienerberger auf die Arbeitskräfte unseres Unternehmens ergeben sich aus den spezifischen Rahmenbedingungen unserer Produktionsstandorte. Die Produktion erfolgt im Wechselschichtbetrieb und ist oft durch anspruchsvolle Arbeitsbedingungen, einschließlich körperlich belastender Tätigkeiten, geprägt. Diese Faktoren können die Gesundheit der Beschäftigten beeinträchtigen und das Risiko von arbeitsbedingten Unfällen und Verletzungen erhöhen. Zudem stellt die Förderung der Geschlechtervielfalt in körperlich anspruchsvollen Arbeitsumfeldern eine besondere Herausforderung dar.

Die von wesentlichen Auswirkungen betroffenen Arbeitskräfte von wienerberger umfassen direkt Beschäftigte, selbstständig tätige Personen (wie externe Auftragnehmer und freiberuflich Tätige) sowie Personen, die von Zeitarbeitsfirmen bereitgestellt werden. Sie werden je nach Art ihrer Tätigkeit in Produktion, Vertrieb/Handel, Marketing, Logistik, Verwaltung eingeteilt.

Negative Auswirkungen, die sich aus herausfordernden Arbeitsbedingungen, Schichtarbeit und langer Bildschirmarbeit ergeben, stellen systemische Themen innerhalb der operativen Tätigkeit von wienerberger dar. Der Produktionsprozess birgt ein inhärentes Verletzungsrisiko, welches wir durch strenge Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien sowie durch kontinuierliche Überwachung, Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen auf ein Minimum zu reduzieren versuchen. Auch wenn wir diese Risiken direkt adressieren, können sie jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Trotz unseres „Zero Accidents“-Ansatzes kommt es vereinzelt zu Verletzungen.

Das Wohlbefinden der Arbeitskräfte wird durch arbeitsmedizinische Betreuung, präventive Gesundheitsmaßnahmen und umfassende Sicherheitsschulungen gefördert, die die allgemeine Gesundheits- und Sicherheitskultur im gesamten Unternehmen stärken.

wienerberger investiert gezielt in die berufliche Weiterentwicklung seiner Beschäftigten durch ein breites Angebot an Schulungs- und Ausbildungsprogramme, um Kompetenzen zu stärken und eine langfristige Karriereentwicklung zu fördern. Dies ist auch in unserem Nachhaltigkeitsprogramm 2026 verankert, das als Leitfaden für unser soziales Engagement dient.

Darüber hinaus unterstützt wienerberger aktiv Kollektivverträge sowie Tarifverhandlungen, um faire Behandlung zu fördern und die finanzielle Sicherheit der Beschäftigten zu verbessern. Ergänzend bieten wir – wo möglich – Teilzeit- und flexible Arbeitszeitmodelle sowie Möglichkeiten für Telearbeit oder Homeoffice (für Verwaltungs- und Büroangestellte). Dies trägt zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und einer besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben für die Beschäftigten und ihre Familien bei.

Diversitätsprogramme und Sensibilisierungsinitiativen fördern zusätzlich Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden, indem sie Inklusion stärken und eine vielfältige Unternehmenskultur unterstützen.

Maßnahmen zur Reduktion negativer Umweltauswirkungen und zur Erreichung eines klimaneutralen Betriebs können erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte von wienerberger haben. Diese Initiativen erfordern gegebenenfalls Anpassungen an Produktionsanlagen und -prozessen oder strukturelle Veränderungen.

Wir überprüfen regelmäßig unser Arbeitsumfeld, unsere Prozesse und die damit verbundenen Tätigkeiten, um zu ermitteln und zu verstehen, warum bestimmte Beschäftigte aufgrund ihrer individuellen Merkmale, ihres Arbeitsumfelds oder spezifischer Aufgaben einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein könnten. Diese Bewertungen umfassen unter anderem Sicherheitsrisikoanalysen und arbeitsmedizinische Untersuchungen, um das Wohlbefinden und die Sicherheit unserer Arbeitskräfte zu gewährleisten.

Wir erkennen die unterschiedlichen Bedürfnisse innerhalb unserer Belegschaft und setzen gezielte Maßnahmen zur Förderung von Wohlbefinden, Sicherheit und Chancengleichheit. Risikofaktoren für die Arbeiter in den Werken sind die Arbeitszeit (z. B. Schichtarbeit), Arbeitsunfälle und mögliche gesundheitliche Auswirkungen. Zur Minderung dieser Risiken wenden wir strenge Sicherheitsstandards an, bieten Zugang zu arbeitsmedizinischen Dienstleistungen und führen regel-mäßige Sicherheitsschulungen durch.

Für Büroangestellte steigern flexible Arbeitsmodelle, etwa durch Fernarbeit oder Homeoffice, das Wohlbefinden und verbessern die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Gleichzeitig können zunehmende Digitalisierung und längere Bildschirmzeiten gesundheitliche Risiken mit sich bringen, die wir aktiv beobachten, um geeignete Unterstützungsmaßnahmen umzusetzen.

Wir setzen uns für ein inklusives Arbeitsumfeld ein, das Vielfalt wertschätzt und faire Chancen für alle Mitarbeitenden sicherstellt. Unsere Initiativen konzentrieren sich auf Chancengleichheit, Inklusion, und Wohlbefinden und stellen sicher, dass sich Mitarbeitende unterschiedlicher Hintergründe unterstützt und befähigt fühlen. Damit wollen wir einen sicheren, inklusiven und widerstandsfähigen Arbeitsplatz für unsere gesamte Belegschaft schaffen.

S1-1 Konzepte

Menschenrechte

wienerberger bekräftigt sein Engagement für die Menschenrechte in der Sozialcharta, die gemeinsam mit dem Europäischen Betriebsrat entwickelt wurde und auf den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Erklärung der ILO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen basiert.

Wir respektieren die Rechte aller Personen und Gruppen, die von unserer Geschäftstätigkeit betroffen sind, darunter Beschäftigte, Auftragnehmer, Lieferanten und deren Arbeitskräfte, Agenturen, Partner, Gemeinschaften, Kinder und zukünftige Generationen sowie all jene, auf die die Nutzung und Entsorgung unserer Produkte einen Einfluss hat. Unsere Sozialcharta untersagt ausdrücklich Menschenhandel, Zwangs- oder Pflichtarbeit und Kinderarbeit.

Als Arbeitgeber sind wir uns bewusst, dass die Achtung der Menschenrechte die Gewährleistung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen in unserem gesamten Unternehmen umfasst. Die Einhaltung international anerkannter Menschenrechts- und Arbeitsstandards wird vor Ort von den wienerberger-Tochtergesellschaften überwacht, um diesen Verpflichtungen in der Praxis nachzukommen.

Den Beschäftigten sowie externen Interessenträgern steht ein Hinweisgebersystem (Whistleblowing-Hotline) zur Verfügung, um mögliche Verstöße zu melden. Der Umgang mit Vorfällen sowie der Abhilfeprozess ist unten in Abschnitt S1-3 Behebung und Äußerung von Bedenken näher beschrieben.

Eigene Belegschaft

Konzept für

Diversität,

Gerechtigkeit &

Inklusion und Chancengleichheit (DEI)
Konzept für

gleichen Lohn für gleiche Arbeit
Gesundheits- und Sicherheitskonzept
Wichtigste Inhalte des Konzepts Förderung von Diversität, Inklusion und Chancengleichheit.

Beseitigt Diskriminierung und Belästigung.

Unterstützt faire Vergütung, berufliche Weiterentwicklung und gerechte Behandlung.
Fördert und gewährleistet gleiche Vergütung für gleiche Arbeit.

Beseitigt geschlechtsspezifische und andere Formen der Voreingenommenheit bei der Vergütung.

Unser Engagement für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen.

Einführung und Aufrechterhaltung eines wirksamen Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystems.

Umsetzung des Zero-Harm-

Prinzips.


Umfasst psychische Gesundheit, Schulungen, Sicherheitsaudits, Untersuchung von Vorfällen und kontinuierliche Verbesserung.

Anwendungsbereich des Konzepts Gilt für alle Mitarbeitenden in vollständig konsolidierten Rechtseinheiten
Verantwortung

der obersten

Führungsebene
Vorstand
Standards oder Initiativen Dritter Artikel 21, Charta der Grundrechte der Europäischen Union.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.
EU-Richtlinie 2023/970 zur Lohntransparenz. Einhaltung der lokalen Gesundheits- und Sicherheitsgesetze und -vorschriften in allen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist.
Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern Der Vorsitzende des Betriebsrats nimmt an Diskussionen zur Festlegung von Konzepten teil, um die Perspektive der Mitarbeitenden zu vertreten. Der Vorsitzende des Betriebsrats nimmt an Diskussionen zur Festlegung von Konzepten teil, um die Perspektive der Mitarbeiter zu vertreten. Einbindung der Belegschaft durch Schulungen, Standort-

inspektionen und Audits,

Feedback-Prozesse und

Sensibilisierungskampagnen.
Verfügbarkeit des Konzepts Verbreitung über interne digitale Kommunikationskanäle, Plakate, Flyer, Schulungen (online, hybrid, Präsenz-unterricht), E-Mail. Verbreitung über interne digitale Kommunikationskanäle, Plakate, Flyer, Schulungen (online, hybrid, Präsenzunterricht), E-Mail. Kommunikation über interne Kanäle, Plakate, Schulungen und Sensibilisierungsprogramme.

wienerberger steht in vielfältiger Weise im Austausch mit seiner Belegschaft. Führungskräfte fungieren dabei als erste Ansprechpersonen für Mitarbeitende, um Anliegen und Themen offen anzusprechen. Arbeitnehmervertreter – sowohl Betriebsräte als auch Gewerkschaften – sind als aktive Interessenvertretungen innerhalb von wienerberger etabliert und tragen zum Schutz und zur Unterstützung der Arbeitskräfte bei.

Wir führen regelmäßig eine Mitarbeiterumfrage durch, um mögliche standortspezifische Themen zu identifizieren und zu adressieren. Darüber hinaus ist in jedem Land, in dem wienerberger tätig ist, ein Hinweisgebersystem (Whistleblowing-Hotline) eingerichtet, das eine sichere und anonyme Meldung von Verstößen gegen Menschenrechte oder Arbeitnehmerrechte ermöglicht.

wienerberger setzt sich für ein Arbeitsumfeld ein, das jede Person mit Respekt und Fairness behandelt – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Alter, sexueller Orientierung, Behinderung oder sonstigen. Dieser Grundsatz gilt für alle Aspekte des Beschäftigungsverhältnisses, einschließlich Rekrutierung, Beförderung, Weiterbildung und Vergütung.

Der wienerberger Verhaltenskodex, die Sozialcharta, sowie das Konzept für Vielfalt, Gerechtigkeit & Inklusion (Diversity, Equity & Inclusion, DEI) und Chancengleichheit zielen darauf ab, Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz zu beseitigen, Chancengleichheit zu fördern sowie Vielfalt und Inklusion voranzutreiben. Gestützt durch Artikel des Konzepts für DEI und Chancengleichheit behandeln der Verhaltenskodex und die Sozialcharta ausdrücklich Diskriminierungsgründe wie rassistische oder ethnische Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Behinderung, Alter, Religion, politische Überzeugung, nationale oder soziale Herkunft sowie weitere Diskriminierungsformen gemäß EU-Recht und nationaler Gesetzgebung.

Die genannten Konzepte beschreiben Maßnahmen zur Prävention und Minderung von Diskriminierung, etwa durch eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber Mobbing, die Förderung von Hinweisgeberverfahren sowie die Stärkung einer „See-something-say-something“-Kultur. Das Konzept zum Whistleblowing-Verfahren (mehr im Kapitel G1-1 Geschäftsverhalten und Unternehmenskultur” zu finden) hingegen legt die konkreten Verfahren und das Vorgehen im Falle von Diskriminierung fest. Das Whistleblowing-Verfahren dient dazu, Beschwerden zu bearbeiten, Einsprüche zu ermöglichen und Abhilfe für Beschäftigte zu schaffen. Per 31. Dezember 2025 hat wienerberger keine spezifische, globale Einstellungspolitik für Menschen mit Behinderungen oder Minderheiten.

Unsere Vision ist es, der Produzent und Anbieter von Baustoffen und Infrastrukturlösungen mit der besten Sicherheitsbilanz unserer Branche zu sein. Unser Ziel ist klar: kein Schaden, keine Unfälle.

Das „Zero-Harm“-Prinzip steht im Zentrum unserer Bestrebungen zu Gesundheitsschutz und Sicherheit. Es steht für unser Bekenntnis zu einem sicheren und gesunden Arbeitsumfeld als grundlegendes Menschenrecht. Das Prinzip verdeutlicht, dass Sicherheit nicht nur eine Anforderung, sondern ein zentraler Wert ist, der Engagement, Effizienz und langfristige Nachhaltigkeit fördert und in alle Geschäftsbereiche integriert werden soll.

Um unser Engagement für Gesundheitsschutz und Sicherheit in die Tat umzusetzen, sind unser Health&Safety-Konzept, unsere H&S-Systeme sowie unsere Methoden und Tools fest in der Organisation des Unternehmens verankert. Wir verfolgen einen kooperativen Ansatz, denn wir wollen aus den Erfahrungen unserer Beschäftigten lernen. Die Ursachen werden gemeinsam mit den Mitarbeitenden analysiert und Maßnahmen entwickelt, um Wiederholungen zu vermeiden.

S1-2 Einbeziehung der Arbeitskräfte

Die Einbeziehung unserer Arbeitskräfte erfolgt auf zwei Arten: direkt mit unseren Arbeitskräften sowie durch Arbeitnehmervertreter wie nachstehend beschrieben.

Direkte Einbeziehung

Durch Arbeitnehmervertreter (Betriebsrat, wenn ein solcher gegründet wurde)

Betrifft Feedback eine der in Kapitel S1- SBM-3 dargelegten Auswirkungen, Chancen bzw. eines der dort angeführten Risiken wird dies berücksichtigt, um unsere Maßnahmen in Richtung Verbesserung und Zielerreichung zu lenken.

Der Vorstand von wienerberger als oberste Ebene in der Organisation und der Vorsitzende des Europäischen Betriebsrats haben die operative Verantwortung sicherzustellen, dass die Einbeziehung von Arbeitskräften stattfindet.

Die wienerberger Sozialcharta – als zwischen wienerberger und dem Europäischen Betriebsrat unterzeichnete globale Rahmenvereinbarung – bringt unser verbindliches Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte zum Ausdruck.

Die Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens bewerten wir anhand der Ergebnisse der globalen Mitarbeiterbefragung, durch zahlreiche Workshops zu unseren Werten und Verbesserungen im Rahmen von Weiterbildungs- und Entwicklungsmaßnahmen auf Basis anonymisierter Daten aus den jeweiligen Berichtskanälen. Darüber hinaus setzen wir eine Vielzahl von Kommunikationsformaten ein, um mögliche Hürden für den Dialog mit den Beschäftigten abzubauen.

Auf Grundlage des vertraulichen Feedbacks der Beschäftigten organisieren wir Workshops, um das Feedback umzusetzen und gezielt an jenen Bereichen zu arbeiten, in denen aus Sicht der Beschäftigten Verbesserungspotenzial besteht. Für jedes Team werden maßgeschneiderte Maßnahmen vereinbart und die jeweiligen Aktionspunkte der oberen Führungsebene zugewiesen, die gemeinsam mit den zuständigen HR Business Partnern über eine Tracking-Plattform nachverfolgt werden. Der Vorstand erhält regelmäßige Updates zum Fortschritt in Bezug auf diese Aufgaben.

Um Hemmschwellen insbesondere für Minderheiten oder besonders schutzbedürftige Gruppen bei der Ansprache möglicher Probleme zu reduzieren, hat das Unternehmen Kanäle eingerichtet, über die Feedback anonym abgegeben oder potenzielle Verstöße gegen unsere Werte, gesetzliche Vorgaben oder die Bestimmungen unseres Verhaltenskodex gemeldet werden können. Ergänzend setzen wir auf gezielte Schulungs- und Kommunikationsmaßnahmen, um kontinuierlich Aufmerksamkeit auf unsere Werte zu lenken und klarzustellen, dass die Meldung von Verstößen oder begründeten Verdachtsfällen in keinem Fall zu Sanktionen für die meldende Person führt.

Als grundlegendes Prinzip verpflichtet sich wienerberger in seiner Sozialcharta zur Einhaltung spezifischer Standards, etwa im Bereich Menschenrechte. Diese Standards gelten gruppenweit für alle weiteren Konzepte und Bestimmungen und stellen die Mindestanforderungen dar.

Sie werden in zusätzlichen Konzepten sowie in unserem Verhaltenskodex detaillierter dargelegt und sind für alle Beschäftigten verbindlich, die unter den jeweiligen Regelungsbereich fallen.

S1-3 Verbesserung negativer Auswirkungen und Äußerung von Bedenken

wienerberger hat als formalisierten Hinweisgebermechanismus eine Whistleblowing-Hotline (SeeHearSpeakUp) eingerichtet, die von einem externen Dienstleister betrieben wird und deren Funktionsweise in unserem Konzept zum Whistleblowing-Verfahren und in unserem Verhaltenskodex dargelegt wird. Alle Beschäftigten werden aktiv dazu ermutigt, Bedenken zu Verstößen gegen den Verhaltenskodex direkt zu melden, um potenzielle Anliegen und begründete Verdachtsfälle frühzeitig an eine höhere Ebene weiterzuleiten. Die Whistleblowing-Hotline wird auf der Unternehmenswebsite aktiv kommuniziert.

Wir ermutigen unsere Arbeitskräfte, eine Verletzung des wienerberger-Verhaltenskodex jederzeit zu melden. In vielen Fällen können nicht schwerwiegende Bedenken direkt mit der Führungskraft, lokalen HR-Zuständigen oder dem lokalen Betriebsrat (wo zutreffend) angesprochen und gelöst werden.

Bei schwerwiegenden Verstößen oder wenn die oben dargelegte Vorgehensweise unpassend erscheint, können sich Beschäftigte direkt an den Whistleblowing-Ausschuss (Whistleblowing Committee, WBC) wenden oder eine anonyme Meldung über die Whistleblowing-Hotline einbringen.

Der WBC hält regelmäßige Treffen ab und besteht aus hochrangigen Vertretern aus der Rechts-, Audit- und HR-Abteilung im Headquarter sowie dem Vorsitzenden des Europäischen Betriebsrats. Diese Struktur gewährleistet, dass in die Behandlung aller Bedenken, die von unseren Beschäftigten geäußert werden, ein Arbeitnehmervertreter eingebunden wird.

Abhilfemaßnahmen zur Behebung negativer Auswirkungen können je nach Einzelfall von Entschuldigungen über finanzielle oder nichtfinanzielle Entschädigungen bis hin zur Vermeidung von weiteren Schäden durch gerichtliche Verfügungen oder Garantien zur Nichtwiederholung reichen. Darüber hinaus können disziplinarische Maßnahmen, Wiedergutmachung, Wiederherstellung oder Rehabilitation zum Einsatz kommen. Die geeignete Gegenmaßnahme wird sorgsam und fallbezogen angepasst. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird durch Nachfolgebesprechungen nach dem Abschluss des Vorfalls bewertet.

Der Vorsitzende des WBC berichtet dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Gruppe regelmäßig in anonymisierter Form über die Tätigkeit des WBC.

Um mögliche Zugangshürden gering zu halten, können Hinweisgeber per Telefon, E-Mail oder über eine webbasiertes Meldungssystem in ihrer jeweiligen Muttersprache Bedenken melden. Dieses Verfahren steht sowohl internen als auch externen Hinweisgebern offen. Die Beschäftigten werden über verschiedene Kommunikationskanäle über die Möglichkeit informiert, Bedenken im Rahmen Hinweisgebersystems zu melden.

Meldungen, die über den externen Whistleblowing-Dienstleister eingehen, werden systematisch erfasst. Zusammen mit den statistischen Informationen zum Status jedes Falls werden diese Informationen quartalsweise dem WBC vorgelegt und können so dazu beitragen, die Auswirkungen und Effektivität des Mechanismus sowie des Whistleblowing-Konzept zu bestimmen.

Zusätzlich wurde über die Internal-Audit-Abteilung ein weiterer, separater Meldekanal eingerichtet, um sicherzustellen, dass sonstige schwerwiegende Auswirkungen oder Vorfälle angemessen adressiert werden. Darüber hinaus überwacht wienerberger aktiv, ob über öffentlich zugängliche Datenbanken der OECD Vorwürfe in Bezug auf negative Auswirkungen auf die Menschenrechte gegen Konzerngesellschaften vorliegen.

Informationen zum Verhaltenskodex und das Konzept zum Whistleblowing-Verfahren sind im Intranet sowie auf der Unternehmenswebsite verfügbar und werden laufend aktualisiert. Zudem überprüfen wir regelmäßig im Rahmen von Werksbesuchen durch das regionale HR-Management und bei Überprüfungen durch das interne Audit-Team, ob das Whistleblowing-Verfahren lokal umgesetzt ist und ob den lokalen Arbeitskräften ein einfacher Zugang zu den entsprechenden Informationen gewährt wird.

Die Sozialcharta, der Verhaltenskodex und das Konzept zum Whistleblowing-Verfahren legen klar fest, dass Personen, die in gutem Glauben einen Verdacht oder Verstoß melden, keinerlei Nachteile in Bezug auf ihre Karriere, ihr Einkommen, ihre berufliche Weiterentwicklung oder andere nachteilige Maßnahmen zu befürchten haben.

S1-4 Maßnahmen

Anhand des Nachhaltigkeitsprogramms 2026 wurden die am besten geeigneten Maßnahmen umgesetzt. Angesichts des großen Umfangs der gesamten Gruppe ist die Einführung dieser Maßnahmen schrittweise geplant, wobei der Schwerpunkt auf den lokalen Bedürfnissen und Prioritäten liegt.

Gesundheit und Sicherheit haben bei wienerberger nach wie vor oberste Priorität. Strenge Konzepte und Präventivmaßnahmen sollen ein sicheres und unterstützendes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden schaffen. Durch die Verankerung umfassender Unternehmenskonzepte, kontinuierliche Überwachung und zielgerichtete Korrekturmaßnahmen setzen wir uns fortlaufend für die Einhaltung höchster Standards in den Bereichen Fairness, Gesundheit und Sicherheit sowie das Wohlbefinden der Mitarbeitenden ein. Unser Engagement geht dabei über die bloße Einhaltung von Vorschriften hinaus und fördert eine Kultur der Verantwortung, die sowohl unsere Belegschaft als auch ethische Geschäftspraktiken insgesamt stärkt.

wienerberger stellt finanzielle, personelle und organisatorische Ressourcen zur Verfügung, um die wesentlichen Auswirkungen auf seine Arbeitskräfte zu steuern. Die Verantwortung hierfür liegt beim Management und wird durch die HR-Abteilung unterstützt, die notwendigen Ressourcen für Gesundheit und Sicherheit, Mitarbeiterengagement, Aus- und Weiterbildung und die Einhaltung von Arbeitsstandards werden bereitgestellt. Die Angemessenheit dieser Ressourcen wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Diese Ressourcen werden über die oben genannten Konzepte und Maßnahmen eingesetzt.

Wichtigste Maßnahme Umfang Zeithorizont Abhilfemaßnahmen/ Korrekturen Fortschritte/

Ergebnisse
Aktionspläne für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI)

Einführung von DEI-Plänen in der

gesamten Gruppe


Workshops mit vielfältigen Teilnehmern (verschiedene Führungsebenen, Geschlechter, Betriebsratsvertreter)

Diskussion und Umsetzung maßgeschneiderter Maßnahmen: Erhöhung des Frauenanteils in der Produktion, Unterstützung älterer Arbeitnehmer, Verbesserung der kulturellen Diversität

Ergebnis: Förderung der Chancengleichheit, Ausrichtung an DEI- und Gleich-

stellungskonzept
Konzernweit. Geplante Einführung in allen Unternehmen bis 2026 Pilotprojekt: 2024

Vollständige Einführung: 2026

Unterstützt das Nachhaltigkeitsprogramm bis 2026
Bei Verstößen gegen die DEI-Grundsätze stehen Whistleblowing-Optionen zur Verfügung 2025:

- Start der DEI-Pläne in

10 Ländern zusätzlich zu den bisherigen 3 Pilotländern


- Das DEI-Team verfolgt

die Fortschritte


- Lokale Aktionspläne laufen

Verfolgung anhand eines Ziels unten
Anpassungen des geschlechtsspezifischen Lohngefälles

(Gender Pay Gap – GPG)


Analyse der Daten zur Ermittlung der Ursachen für das geschlechtsspezifische Lohngefälle

Zusammenarbeit mit lokalen Teams zur Erstellung von Aktionsplänen zur Bekämpfung des GPG, einschließlich der Überarbeitung von Vergütungskonzepten und der gezielten Bearbeitung einzelner Fälle.

Kontinuierliche Neuberechnung des GPG, um die Auswirkungen der umgesetzten Maßnahmen zu bewerten.

Ergebnis: Verringerung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles, faire Vergütungspraktiken
Konzernweit, alle

Mitarbeiter
Einführung 2024–2026

Monitoring zweimal jährlich

Transparenz und Beschwerdekanäle für Mitarbeiter - Monitoring eingerichtet

- Bewertungen laufen derzeit

Nachhaltigkeitsprogramm 2026:

Kompetenzentwicklung und

Karrieremöglichkeiten


MyHR-Schulungsinhaltsbibliothek

Globale Entwicklungsprogramme

Lokale Schulungsinitiativen

Ergebnis: Mitarbeiterwachstum, Mitarbeiterbindung, Kompetenzaufbau; Entwicklung des Humankapitals

Konzernweit, alle

Mitarbeiter
Wiederhol.12-Monats-Zyklen; unterstützt das Nachhaltigkeits-programm bis 2026. Nicht anwendbar - Aktive Programme

- Teilnahme wird von der Personalabteilung nachverfolgt

- Nachverfolgung anhand eines Ziels unten

Förderung von Präventionsmaßnahmen Gesundheit & Sicherheit

Umsetzung von Präventionsmaßnahmen

Laufendes Monitoring und Korrekturmaßnahmen

Ergebnis: sichere Arbeitsplätze, Compliance, Wohlbefinden der Mitarbeiter
Konzernweit, alle

Mitarbeiter
Wiederhol.12-Monats-Zyklen; unterstützt das Nachhaltigkeits-programm bis 2026. Korrekturmaß-nahmen nach Vorfällen - Umsetzung von Gesundheits- und Sicherheitskonzepten

- Laufendes Monitoring

- Verfolgung anhand eines Zielwerts

Anpassungen der Arbeitsbedingungen (Löhne, Arbeitszeiten, Schichten)

Lokale Best-Practice-Maßnahmen:

Anpassung der Schichtpläne

Monitoring des Lohnniveaus im Vergleich zu Benchmarks

Schutzmaßnahmen umsetzen

(Hitze, Staub, Lärm)


Ergebnis: Verbesserung unattraktiver Arbeitsbedingungen

Lokale Personalabteilung und Geschäftsleitung in allen Unternehmenseinheiten

Stakeholder: Mitarbeiter, Gewerkschaften
Wiederhol.12-Monats-Zyklen; standortspezifisch Lokal angewandte Abhilfemaßnahmen (z. B. Anpassungen nach Fluktuation/Beschwerden) Wirksamkeit wird nachverfolgt über:

Fluktuationsraten

Austrittsgespräche

Halbjährliche Mitarbeiterbefragung

S1-5 Ziele

Ziel 20.000 aktive Managementstunden (VML) pro Jahr 18 Stunden Schulungen pro

Beschäftigtem pro Jahr
Nachverfolgung der Wirksamkeit und Kennzahlen KPI: Gesamtzahl der aufgezeichneten VML-Stunden; Nachverfolgung über lokale Management-protokolle; Fokus auf Sicherheitsdialog; absolutes Ziel KPI: Gesamtzahl der Schulungsstunden / durchschnittliche Mitarbeiterzahl = Schulungsstunden pro Mitarbeiter; absolutes Ziel
Fortschritt 2025 54.516 Stunden

(2024: 48.959 Stunden)
22 Stunden

(2024: 23 Stunden)
Einbeziehung von Stakeholdern Ziele intern formuliert, keine Einbeziehung externer Stakeholder Ziele intern formuliert, keine Einbeziehung externer Stakeholder
Bezug zu

Konzept-Zielen
Verbunden mit dem Gesundheits- und Sicherheitskonzept; befasst sich mit beruflichen Risiken nicht anwendbar
Umfang Gesamte Belegschaft Gesamte Belegschaft
Zeitraum und

Ausgangsbasis
2023–2026 2023–2026
Methoden und Annahmen Definition von VML: 15–30-minütige Interaktionen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern zu Gesundheit und Sicherheit, Vorgesetzte beurteilen die Eignung der PSA und die mit der Aufgabe verbundenen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken; sie führen Gespräche mit den Mitarbeitern, um das Risikobewusstsein zu schärfen und Maßnahmen zur Risikominderung zu erörtern; Methodik = aufgezeichnete Protokolle von VML Schulung = alle Personalentwicklungsmaßnahmen, bei denen Wissen in irgendeiner Form vermittelt wird; umfasst interne/externe Kurse, Seminare, E-Learning;

Coaching;
Wissenschaftliche Grundlage nicht anwendbar nicht anwendbar
Leistung und

Monitoring
Vierteljährliche interne Berichterstattung Vierteljährliche interne Berichterstattung
Ziel 500 Lehrlinge insgesamt ausgebildet Entwicklung und Umsetzung eines Aktionsplans für Diversität, Gerechtigkeit & Inklusion (DEI) in

allen Ländern
Nachverfolgung der Wirksamkeit und Kennzahlen KPI: Anzahl der im Berichtszeitraum eingestellten jungen Fachkräfte/Auszubildenden/Praktikanten; absolutes Ziel KPI: Anzahl der genehmigten DEI-Aktionspläne auf Länderebene; Nachverfolgung durch den Group Responsible DEI Officer; absolutes Ziel
Fortschritt 2025 687 Lehrlinge

(2024: 352)
13 Länder

(2024: 3)
Einbeziehung von Stakeholdern Ziele intern formuliert, keine Einbeziehung externer Stakeholder Ziele intern formuliert, keine Einbeziehung externer Stakeholder
Bezug zu

Konzept-Zielen
nicht anwendbar Verbunden mit dem DEI-Konzept; befasst sich mit Chancengleichheit, gleicher Bezahlung und Gleichbehandlung
Umfang Belegschaft (Lehrlinge, Praktikanten, Werkstudenten) Alle wienerberger Länder
Zeitraum und

Ausgangsbasis
2023–2026 2023–2026;

Basiswert 2023 = 0
Methoden und Annahmen Definition von Lehrlingen angepasst an nationale Systeme Definition von Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion gilt gruppenweit; angepasst an lokale Gesetzgebung und kulturellen Kontext
Wissenschaftliche Grundlage nicht anwendbar nicht anwendbar
Leistung und

Monitoring
Vierteljährliche interne Berichterstattung Vierteljährliche interne Berichterstattung

Im Rahmen der wienerberger Strategie und des Nachhaltigkeitsprogramms 2026 werden auf Konzernebene eigene personalbezogene Ziele festgelegt. Die Leistung wird durch interne Berichterstattung verfolgt, wobei die Ergebnisse vierteljährlich vom Management überprüft werden. Das Feedback der Mitarbeitenden und die aus den Leistungsergebnissen gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um die Ziele zu verfeinern und die entsprechenden Maßnahmen im Laufe der Zeit zu verbessern.

S1-6 Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens

Arbeitskräfte nach Geschlecht

Periodenende, basierend auf der Kopfzahl
2024 2025
Männlich 17.106 16.589
Weiblich 3.569 3.594
Divers 1 1
Keine Angaben 0 0
wienerberger 20.676 20.184

Dieser Indikator zeigt die Anzahl aller Beschäftigten, die zum Berichtszeitpunkt in einem direkten und aufrechten Beschäftigungsverhältnis mit wienerberger stehen. Die repräsentativste Zahl im Konzernabschluss (in Vollzeitäquivalenten, VZÄ, berichtet) in Hinblick auf die in der obenstehenden Tabelle berichteten Informationen ist im Abschnitt 5 Geschäftssegmente im Anhang zum Konzernabschluss zu finden.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten umfasst jene mit befristeten und unbefristeten Verträgen, die in Vollzeit, in Teilzeit oder ohne garantierte Arbeitsstunden tätig sind. Diese Zahlen umfassen auch Beschäftigte, die längerfristig abwesend sind.

wienerberger strebt grundsätzlich an, Beschäftigte in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis zu beschäftigen und den Anteil der Leiharbeitskräfte (im Bericht als nicht angestellte Arbeitskräfte bezeichnet) so gering wie möglich zu halten.

Langfristige Abwesenheiten umfassen üblicherweise Mutterschutz, Elternurlaub, Freistellung, Bildungsurlaub oder ähnliche bezahlte oder unbezahlte Situationen.

Länder mit signifikanter Beschäftigung

Periodenende, basierend auf der Kopfzahl
2024 2025
Frankreich 2.246 2.314
USA 2.326 2.114
Deutschland 2.198 2.028
Rest der Welt1 13.906 13.728
wienerberger 20.676 20.184

1) Die Vorjahreszahl wurde aufgrund eines Rechenfehlers korrigiert.

Arbeitnehmer nach Geschlecht und

Art des Vertrags


Periodenende, basierend auf der Kopfzahl
Weiblich Männlich Divers Keine Angaben Total
2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Zahl der Arbeitnehmer mit

unbefristeten Arbeitsverträgen
3.433 3.423 16.541 16.004 1 1 0 0 19.975 19.428
Zahl der Arbeitnehmer mit

befristeten Arbeitsverträgen
119 149 481 511 0 0 0 0 600 660
Arbeitnehmer mit nicht

garantierten Arbeitsstunden
17 22 84 74 0 0 0 0 101 96
wienerberger 3.569 3.594 17.106 16.589 1 1 0 0 20.676 20.184

Arbeitnehmer nach Art des Vertrags und Geschäftssegment

Periodenende, basierend auf der Kopfzahl
Europe West Europe East North America wienerberger
2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Zahl der Arbeitnehmer mit

unbefristeten Arbeitsverträgen
10.537 10.483 6.736 6.542 2.702 2.403 19.975 19.428
Zahl der Arbeitnehmer mit

befristeten Arbeitsverträgen
380 494 219 165 1 1 600 660
Arbeitnehmer mit nicht

garantierten Arbeitsstunden
60 42 41 54 0 0 101 96
wienerberger 10.977 11.019 6.996 6.761 2.703 2.404 20.676 20.184
Ausscheidende Arbeitnehmer

Periodenende, basierend auf der Kopfzahl
2024 2025
Ausscheidende Arbeitnehmer 3.961 3.437
- davon aufgrund von Umstrukturierung 481 440
Fluktuationsrate 19,16 % 17,03 %

Austritte umfassen die Gesamtzahl der Beschäftigungsbeendigungen (Austritte) aller Beschäftigten mit unbefristeten und befristeten Arbeitsverträgen, die freiwillig oder wegen Entlassung, Eintritt in den Ruhestand oder Tod ausscheiden. Die Mitarbeiterfluktuation ist die Summe der Beschäftigten, die freiwillig oder wegen Entlassung, Eintritt in den Ruhestand oder Tod ausscheiden, dividiert durch die Gesamtzahl der Beschäftigten.

S1-8 Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog

Ein Tarifvertrag ist eine vertragliche Übereinkunft zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern (Gewerkschaften), die die Rechte und Pflichten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer (insbesondere die Beschäftigungsbedingungen wie Löhne, Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen, Beschwerdeverfahren) regelt. Innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums bestehen mehrere Tarifverträge. Die Angabe basiert auf der Gesamtzahl der Beschäftigten zum Berichtsstichtag.

Arbeitnehmervertretungen bezeichnen Einzelpersonen oder Gremien, die im Interesse der Arbeitskräfte oder Beschäftigten innerhalb einer Organisation handeln. Diese Vertreter spielen eine zentrale Rolle in der Förderung des Dialogs und bei Verhandlungen zwischen Arbeitskräften und Management. Ihr Hauptanliegen ist es, die Interessen und Anliegen der Arbeitskräfte zu vertreten, ihre Rechte zu schützen und sicherzustellen, dass sie bei Arbeitsplatzentscheidungen Gehör finden. Die Arbeitnehmervertreter umfassen sowohl Gewerkschaftsvertreter als auch gewählte Vertreter.

wienerberger hat mit seinen Mitarbeitern eine Vereinbarung getroffen, die neben der lokalen Arbeitnehmervertretung auch eine Vertretung durch einen Europäischen Betriebsrat vorsieht.

Die untenstehende Tabelle zeigt die Offenlegung für Länder mit einer signifikanten Zahl von Beschäftigten.

Tarifvertragliche Abdeckung Sozialer Dialog
Abdeckungsquote Beschäftigte – EWR Beschäftigte – Nicht-EWR-Länder Vertretung am Arbeitsplatz (nur EWR)
0–19 % North America
20–39 %
40–59 % Europe West
60–79 % Deutschland Europe East
80–100 % Frankreich Deutschland, Frankreich

S1-9 Diversitätskennzahlen

Altersstruktur der Beschäftigten 2024 2025
< 30 Jahre 3.139 2.554
% der Gesamtzahl der Beschäftigten < 30 Jahre 15 % 13 %
30–50 Jahre 9.963 10.037
% der Gesamtzahl der Beschäftigten 30–50 Jahre 48 % 50 %
> 50 Jahre 7.574 7.593
% der Gesamtzahl der Beschäftigten > 50 Jahre 37 % 38 %
Gesamt 20.676 20.184
Anzahl an Beschäftigten auf oberster Führungsebene 2024 2025
Weiblich 24 33
% der Gesamtzahl auf oberster Führungsebene 15 % 20 %
Männlich 138 134
% der Gesamtzahl auf oberster Führungsebene 85 % 80 %
Sonstige 0 0
% der Gesamtzahl auf oberster Führungsebene 0 % 0 %
Gesamt 162 167

Die oberste Führungsebene definieren wir als Senior Manager bei wienerberger, d. h. Positionen, die den Job-Levels 1 bis 3 der Mercer-IPE-Methodik entsprechen, alle Geschäftsführerpositionen sowie zusätzlich einzelne lokale Senior-Management-Positionen.

S1-10 Angemessene Entlohnung

Im Europäischen Wirtschaftsraum gilt der gemäß der Richtlinie (EU) 2022/2041 des Europäischen Parlaments und des Rates über angemessene Mindestlöhne in der Europäischen Union festgelegte Mindestlohn. Bis zum Inkrafttreten der Richtlinie (EU) 2022/2041 verwendet das Unternehmen in Fällen, in denen es in einem EWR-Land keinen gesetzlich oder tarifvertraglich festgelegten Mindestlohn gibt, einen Referenzwert für eine angemessene Entlohnung, die entweder nicht niedriger ist als der Mindestlohn in einem Nachbarland mit einem ähnlichen sozioökonomischen Status oder nicht niedriger als eine allgemein anerkannte internationale Norm, beispielsweise 60 % des Medianlohns des Landes und 50 % des Bruttodurchschnittslohns.

Außerhalb des EWR bedeutet angemessene Entlohnung das in bestehenden internationalen, nationalen oder subnationalen Rechtsvorschriften, offiziellen Normen oder Tarifverträgen festgelegte Lohnniveau auf der Grundlage einer Bewertung des Lohnniveaus, das für einen angemessenen Lebensstandard erforderlich ist. Falls keines dieser Instrumente vorhanden ist, kann angemessene Entlohnung als ein nationaler oder subnationaler Mindestlohn, der durch Rechtsvorschriften oder Tarifverhandlungen bestimmt wurde, festgelegt werden.

Alle Beschäftigten bei wienerberger werden angemessen entlohnt.

S1-13 Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung

Die durchschnittliche Zahl der Schulungsstunden je Beschäftigten stehen im Zusammenhang mit unseren Zielen (siehe Abschnitt S1-5) und sind unter „18 Stunden Schulungen pro Beschäftigtem und Jahr“ näher ausgeführt.

Weiblich Männlich Sonstige Gesamt
2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Gesamtzahl der Leistungsbeurteilungen 2.227 1.931 7.035 6.525 0 0 9.262 8.456
Prozentsatz der Beschäftigten, die an regelmäßigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilgenommen haben 11 % 10 % 34 % 32 % 0 % 0 % 45 % 42 %
Durchschnittliche Zahl der Schulungsstunden je Beschäftigten, aufgeschlüsselt nach Geschlecht 24,5 21,0 22,7 21,0 0,0 0,0 23,0 21,0

S1-14 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit

Datenpunkte zu Gesundheitsschutz und Sicherheit Beschäftigte Fremdarbeitskräfte
2024 2025 2024 2025
Prozentsatz der eigenen Arbeitskräfte, die auf der Grundlage gesetzlicher Anforderungen und (oder) anerkannter Normen oder Leitlinien vom Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit des Unternehmens abgedeckt werden 96 % 99 %
Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen und arbeitsbedingter Erkrankungen bei Arbeitskräften des Unternehmens 2 1
Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen bei Arbeitskräften des Unternehmens 2 1
Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Erkrankungen bei Arbeitskräften des Unternehmens 0 0
Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen und arbeitsbedingter Erkrankungen

anderer Arbeitskräfte, die an den Standorten des Unternehmens tätig waren
1 0
Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen anderer Arbeitskräfte, die an

den Standorten des Unternehmens tätig waren
1 0
Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Erkrankungen anderer Arbeitskräfte, die an

den Standorten des Unternehmens tätig waren
0 0
Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle bei Arbeitskräften des Unternehmens 336 346
Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle bei Arbeitskräften des Unternehmens 9,36 9,52
Zahl der meldepflichtigen arbeitsbedingten Erkrankungen bei Arbeitskräften des Unternehmens 1 3
Zahl der Ausfalltage aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen, arbeitsbedingter Erkrankungen und von Todesfällen infolge von Erkrankungen 5.751,5 5.007

Das Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit ist ein strukturierter Ansatz, mit dem wienerberger arbeitsbedingte Gesundheits- und Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz systematisch steuert. Es umfasst Strategien, Verfahren, Prozesse und Praktiken zur Ermittlung, Bewertung, Kontrolle und Überwachung von Gefahren und Risiken, um das Wohlbefinden und die Sicherheit der Beschäftigten, Besucher und sämtlicher anderen Interessenträger zu gewährleisten. Das Health & Safety-Portal ist eine digitale Plattform, die verwendet wird, um Verfahren in Bezug auf Gesundheitsschutz und Sicherheit im Unternehmen zu unterstützen. Dieses Sicherheitsmanagementsystem gilt für alle Mitglieder der Belegschaft.

Die Anzahl von meldepflichtigen arbeitsbedingten Unfällen entspricht der Gesamtzahl der meldepflichtigen arbeitsbedingten Unfälle oder Erkrankungen, die als Summe aller Todesfälle, Verletzungen mit Ausfallzeit, Unfälle mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und Unfälle mit medizinischer Behandlung definiert ist. Die Quote wird als Summe aller von meldepflichtigen Unfällen betroffenen Personen pro 1.000.000 Expositionsstunden (geleistete Arbeitsstunden) berechnet.

Die Anzahl an Ausfalltagen aufgrund von arbeitsbedingten Verletzungen ist die Gesamtzahl der Kalendertage (einschließlich Wochenenden und Feiertagen), die Beschäftigte aufgrund von arbeitsbedingten Verletzungen abwesend sind. Darin sind alle Kalendertage umfasst, die zwischen dem Tag des Verletzungseintritts und dem Tag, an dem der verletzte Beschäftigte wieder arbeitsbezogene Tätigkeiten aufnimmt, liegen. Im Falle eines tödlichen Unfalls wird eine Gesamtzahl von 365 Kalendertagen als Ausfallzeit erfasst.

Am 12. August 2025 ereignete sich bei wienerberger ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang.

Nach dem Unfall stand die Unterstützung der Familie und der Teammitglieder der betroffenen Person im Vordergrund. Wir haben die Einzelheiten des Unfalls und seine Ursachen gründlich untersucht. Die transparente Kommunikation über den Hergang und die ermittelten Ursachen hat dem gesamten wienerberger-Konzern geholfen, mit dem tragischen Verlust eines Kollegen umzugehen und aus dem Ereignis zu lernen. Unser Hauptziel ist es, weitere Risikominderungsmaßnahmen zu abzuleiten und eine Wiederholung zu verhindern.

Unsere tiefe Betroffenheit über diesen tödlichen Unfall und unsere Sorge um alle, die mit uns arbeiten, unterstreichen die unerschütterliche Priorisierung von Gesundheit und Sicherheit bei wienerberger. Wir setzen uns ausdrücklich für das Wohlergehen unserer Belegschaft und ihrer Angehörigen ein. Unser tiefes Beileid gilt allen, die von diesem Unfall betroffen sind.

S1-16 Vergütungskennzahlen

Der unbereinigte Gender Pay Gap ist die Differenz zwischen dem Durchschnittseinkommen von weiblichen und männlichen Beschäftigten, ausgedrückt als Prozentsatz des Durchschnittseinkommens männlicher Beschäftigter.

Die Berechnung umfasst alle Mitarbeitenden, einschließlich Lehrlinge, Arbeiter:innen, Angestellte und Führungskräfte. Der Gender Pay Gap wird maßgeblich durch die Zusammensetzung unserer Belegschaft beeinflusst, die überwiegend aus gewerblichen Mitarbeitenden in der Produktion besteht – und damit traditionell männlich geprägte Berufsfelder umfasst. Darüber hinaus erschweren die erheblichen Unterschiede in den Lohnstrukturen der Länder, in denen wir tätig sind, länderübergreifende Vergleiche.

Um die Transparenz bei Gehaltsunterschieden zu verbessern, ergreifen wir proaktive Maßnahmen, um eine solide Grundlage für die Einhaltung der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz zu schaffen.

Aufgrund des Zeitpunkts der Datenverfügbarkeit und um ausreichend Zeit für die Verarbeitung der Daten zu haben, haben wir einen alternativen Stichtag, den 30.11., festgelegt. Dieser Ansatz steht im Einklang mit der in früheren Berichtsperioden angewandten Methode, wodurch die Vergleichbarkeit der Informationen über einen längeren Zeitraum gewährleistet ist. Es wurde festgestellt, dass die Verwendung dieses Stichtags die Genauigkeit oder Zuverlässigkeit der Offenlegung nicht wesentlich beeinträchtigt.

Verdienstgefälle zwischen männlichen und weiblichen Beschäftigten 2024 2025
wienerberger -3,04 % 1,66 %
Verhältnis zwischen Vergütung der höchstbezahlten Einzelperson und dem Median 2024 2025
wienerberger 83 98

S1-17 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten

Das lokale Management der Unternehmen der Gruppe führte die erforderlichen Überprüfungen gemäß unseren internen Richtlinien durch. Als Bestandteil dieses Prozesses wurden nationale Kontaktpersonen herangezogen, um etwaige Vorwürfe hinsichtlich negativer Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten zu prüfen. Das lokale Management bestätigte, dass im Berichtszeitraum keine schwerwiegenden Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten auf Arbeitskräfte des Unternehmens vorlagen (2024: 0).

Ferner wurde bestätigt, dass über wienerberger keine Geldbußen als Folge von schwerwiegenden Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten oder damit verbundenen Beschwerden verhängt wurden (2024: 0). Es wurden fünf Vorfälle von Diskriminierung oder Belästigung gemeldet (2024: 0).

Im Berichtzeitraum wurden 16 Beschwerden (2024: 0) gemeldet.

S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die identifizierten wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit den Arbeitnehmern Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette entstehen ergeben sich aus unserem Geschäftsmodell, da die Aufrechterhaltung einer stabilen und sicheren verlässlichen Wertschöpfungskette ein entscheidender Faktor in für unserem unseren Produktionsprozess ist.

IRO Auswirkungen
Thema Arbeitsbedingungen
Sichere

Beschäftigung
Angemessene Entlohnung (und Unterbringung) Gesundheitsschutz und Sicherheit
Unterthema (-) Beitrag zu unangemessenen Arbeitsbedingungen aufgrund fehlender Schutzmaßnahmen seitens ausländischer Lieferanten (+) Beitrag zur Einkommenssicherheit für Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette durch den Abschluss fairer Vertragsbedingungen und damit die Gewährleistung einer angemessenen Vergütung, um einen angemessenen Lebensstandard zu sichern (-) Beitrag zu langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen bei Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette aufgrund von Arbeitsbedingungen, die gesundheitsschädlich sind und zur Luftverschmutzung beitragen (-) Beitrag zu Verletzungen oder vorübergehenden und dauerhaften Gesundheitsschäden oder sogar zum Tod von Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette aufgrund von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten (-) Urban-Mining-Aktivitäten können Arbeitnehmer verschiedenen Gefahren für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz aussetzen
Umfang Vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette
Konzepte Beschaffung Konzept zur verantwortungsvollen Beschaffung
Maßnahmen Umsetzung des Verhaltenskodex für Lieferanten (SCOC)

EcoVadis-Nachhaltigkeitsprüfung

Interne Desktop-Selbstbewertung (Alternative zu EcoVadis)
Kennzahlen Anzahl der Lieferanten, die den SCOC umsetzen, vierteljährlich überwacht

Anzahl der Bewertungen und Beurteilungen, vierteljährlich überwacht
Ziele nicht anwendbar

Derzeit in Konzepten, Maßnahmen und Zielen nicht berücksichtigte wesentliche Auswirkungen, Risiken, Chancen:

Arbeitsbedingungen: Sichere Beschäftigung
Auswirkung (-) Beitrag zur Arbeitsplatzunsicherheit der Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette aufgrund der Abhängigkeit von wienerberger als Kunde Vor- und Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle: Weiterbildung und

Kompetenzentwicklung
Auswirkung (+) Förderung des Wissens der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Stärkung ihrer Beschäftigungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt Vor- und Nachgelagerte Wertschöpfungskette

Konzepte

Konzept zur verantwortungsvollen Beschaffung
Wichtigste Inhalte des Konzepts Eingeführt im Jahr 2020 als Teil der Beschaffungsstrategie 2020+. Bezieht nicht-finanzielle KPIs in Beschaffungsentscheidungen ein.

Bewertete soziale Bereiche: Arbeitnehmerrechte und -management, Sicherheit der Belegschaft und Stakeholder des Lieferanten, Menschenrechte, Produktqualität, Datenschutz und -sicherheit

Umwelt: Energiemanagement, erneuerbare Energiequellen, Abfallreduzierung, Wassereinsparung, Biodiversität, Reduzierung von Scope 1-3. Unternehmensführung: Whistleblower-Konzepte, Mitarbeitervergütung und -anreize, Sicherstellung der Compliance, Vielfalt und Unabhängigkeit des Vorstands, Transparenz, Rechenschaftspflicht und Berichterstattung.

Ziele: verantwortungsvolle Beschaffung, faire Arbeitsbedingungen, Achtung der Menschenrechte, Umweltschutz, Einhaltung von Integrität und Ethik. Erfordert die Einhaltung von Standards für nichtfinanzielle Bereiche durch Lieferanten, kontinuierliche Verbesserung und dient als „Warnsignal“ bei Nichteinhaltung.
Anwendungs-

bereichs

des Konzepts
Gilt für alle vollkonsolidierten Unternehmen, mit Ausnahme von USA, Kanada, Indien, Komproment & Strøjer (Dänemark) und Wideco (Schweden).

Umfasst Tier-1-Lieferanten und deren Mitarbeiter; fördert die Einführung in Tier 2.
Verantwortung

der obersten

Führungsebene
Vorstand

ESG-Lenkungsausschuss für Beschaffung, der an der Lieferantenbewertung und Compliance-Überwachung beteiligt ist.
Standards oder Initiativen Dritter Referenzen: UN Global Compact (2003), UN SDGs (2019), Pariser Abkommen, ILO-Konventionen, OECD-Leitsätze, EU- und nationale ESG-bezogene Gesetze und Richtlinien. Verhaltenskodex für

Lieferanten in Übereinstimmung mit den UNGPs; entwickelt mit Unterstützung von EcoVadis.
Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern Stakeholder: wienerberger-Beschaffungsgemeinschaft, Tier-1-Lieferanten, Mitarbeiter in der Wertschöpfungskette, indirekt Tier-2-Lieferanten. Das Konzept wurde durch die Einbindung der Lieferanten und deren Feedback gestaltet.
Verfügbarkeit des Konzepts Verteilung an die Ländermanagementteams; verfügbar über interne digitale Kanäle. Lieferanten müssen den SCOC oder einen gleichwertigen Kodex unterzeichnen. Nichtunterzeichner werden dem ESG-Lenkungsausschuss gemeldet.

Maßnahmen

Umsetzung des Verhaltenskodex für Lieferanten (SCOC)

Von allen Tier-1-Lieferanten (mit Ausnahme definierter Ausschlüsse) wird eine obligatorische Unterzeichnung verlangt, um die Einhaltung der ESG-Richtlinien in Bezug auf Menschenrechte, Gesundheit und Sicherheit, Arbeitsnormen und Ethik sicherzustellen. Dieser Prozess unterstützt das Konzept zur verantwortungsvollen Beschaffung; Nichtunterzeichner werden dem ESG-Lenkungsausschuss gemeldet. Ein wiederkehrender jährlicher Monitoring-Zyklus ist etabliert, wobei eine vollständige Abdeckung aller Tier-1-Lieferanten erreicht wurde und im Jahr 2025 (2024: keine) keine Verstöße gemeldet wurden.

EcoVadis-Nachhaltigkeitsprüfung

Wir nutzen eine externe ESG- und Finanzbewertung unserer Lieferanten, die von EcoVadis durchgeführt wird. Die Bewertungen schaffen Transparenz, unterstützen ein besseres Risikomanagement und fördern eine kontinuierliche Verbesserung. Die Methodik von EcoVadis orientiert sich an internationalen Referenzrahmen wie dem UN Global Compact (UNGC), den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie den OECD-Leitsätzen.

Das EcoVadis-Rating ist eines der zentralen Instrumente zur Bewertung unserer Tier-1-Lieferanten weltweit. Die jährlichen Bewertungen fließen in unser Lieferantenbewertungs- und Scoringsystem ein. Ein wiederkehrender jährlicher Monitoring-Zyklus stellt eine kontinuierliche Nachverfolgung der Leistung sicher.

Interne Desktop-Selbstbewertung (Alternative zu EcoVadis)

Jährliche interne ESG-Compliance-Audits von Tier-1-Lieferanten werden durch das Beschaffungsteam durchgeführt. Daraus ergeben sich Lieferantenbewertungen sowie – falls erforderlich – Korrekturmaßnahmen. Dieses Verfahren ist weltweit als Alternative zu EcoVadis implementiert und wird durch ein System zur Nachverfolgung von Korrekturmaßnahmen sowie einen wiederkehrenden jährlichen Monitoring-Zyklus unterstützt.

G1 - Unternehmensführung

SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die im Zusammenhang mit unserer Unternehmensführung identifizierten wesentlichen Auswirkungen haben ihren Ursprung in unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell. Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt wienerberger den Regeln und Vorschriften zur Corporate Governance und ist bestrebt, ein guter Corporate Citizen zu sein. Es wurden keine wesentlichen Risiken oder Chancen ermittelt.

IRO Auswirkungen
Thema Unternehmenskultur Management der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich Zahlungsgewohnheiten
Unterthema (+) Schaffung von Transparenz und Beschwerdemechanismen für Stakeholder in Bezug auf die Unternehmensverantwortung (+) Beitrag zur sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit durch die Anwendung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Auswahl und Unterstützung von Lieferanten zur Verbesserung ihrer Nachhaltigkeitsleistung (+) Einfluss auf die wirtschaftliche Leistung/Entwicklung von Lieferanten/Geschäftspartnern durch Vertragsbedingungen, die soziale und ökologische Nachhaltigkeit fördern
Umfang Gesamte Wertschöpfungskette Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Konzepte Konzept zum Whistleblowing-Verfahren Konzept zur verantwortungsvollen Beschaffung

G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung

Mit über 200 Jahren Geschichte basiert die Unternehmenskultur von wienerberger auf der Mission, die Zukunft des Bauwesens zu gestalten und eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Angetrieben vom Grundsatz „Wir sorgen für eine bessere Zukunft! („We care for a better tomorrow!“) engagieren wir uns für die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Bau- und Infrastrukturlösungen. Unsere vier Grundwerte – Vertrauen, Respekt, Leidenschaft und Kreativität – bilden die Grundlage unseres Handelns.

Eine Peer-Gruppe, bestehend aus dem Vorstand, den Mitgliedern des Executive Committee und dem Betriebsrat, überprüft und verfeinert regelmäßig unsere Vision, Mission und Werte, um sicherzustellen, dass sie mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens übereinstimmen. Diese Zusammenarbeit stellt sicher, dass die Unternehmenskultur von wienerberger die Kernkompetenzen, Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen des Unternehmens widerspiegelt.

Um diese Grundsätze in allen Geschäftsbereichen zu verankern, fördert ein strategischer Aktionsplan unsere Unternehmenskultur durch drei Säulen: Dialogplattformen, Kommunikationsaktivitäten sowie HR-Prozesse und Schulungen. Die Fortschritte werden zentral vom Headquarter verfolgt, während das durch Umfragen gesammelte Feedback der Mitarbeiter die kontinuierliche Verbesserung und das kulturelle Engagement in allen Ländern unterstützt.

Die Umsetzung des Konzepts zur Vermeidung von Zahlungsverzug, insbesondere gegenüber KMU, hat sich verzögert und wurde 2025 nicht umgesetzt. Es bleibt in der Planungsphase und wird zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt.

Die im Verhaltenskodex beschriebenen Grundsätze stellen sicher, dass wir ein gemeinsames Verständnis haben, über eine gute Urteilsfähigkeit verfügen und in allen Beziehungen zu unseren Interessenträgern hohe Standards in Bezug auf Ethik und Integrität wahren. Unser Verhaltenskodex unterstreicht die Bedeutung und Verbindlichkeit der Unternehmenskultur, Vision und Werte von wienerberger und bekräftigt die Bestimmungen und Verpflichtungen in Hinblick auf verantwortungsvolle Unternehmensführung. Dasselbe Verhalten erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern, Lieferanten, Auftragnehmern und Kunden.

wienerberger setzt einen starken Fokus auf die Ermittlung, Meldung und Untersuchung von Verdachtsfällen hinsichtlich rechtswidriger Verhaltensweisen. Wie in unserem Verhaltenskodex festgehalten, duldet wienerberger keinerlei Verhaltensweisen, die rechtswidrig sind oder im Widerspruch zu seinem Verhaltenskodex oder internen Regeln stehen. Im Falle von Verstößen werden die entsprechenden Schritte gesetzt oder Sanktionen verhängt.

wienerberger hat ein Whistleblowing-System eingerichtet, das von einem externen unabhängigen Dienstleister und Plattformanbieter, der sich auf Whistleblowing-Dienstleistungen spezialisiert hat, betrieben wird. Dieses Hinweisgeberverfahren ist allen internen und externen Interessenträgern zugänglich und bietet die Möglichkeit, Bedenken hinsichtlich Verhaltensweisen, die rechtswidrig oder im Widerspruch zum wienerberger-Verhaltenskodex stehen, zu melden. Die Internal-Audit-Abteilung prüft im Rahmen von Vor-Ort-Besuchen, ob das Hinweisgeberverfahren lokal umgesetzt ist und ob den lokalen Arbeitskräften ein einfacher Zugang zu den entsprechenden Informationen gewährt wird.

Die Internal-Audit-Abteilung kontrolliert auch regelmäßig die Einhaltung der geltenden Regeln und Konzepte, einschließlich des Verhaltenskodex. Weitere Informationen zur Identifikation und Untersuchung von Verdachtsfällen sind im Konzept zum Whistleblowing-Verfahren dargelegt. Es ist für wienerberger unerlässlich, Fehlverhalten so früh wie möglich zu erkennen und angemessen und zeitnah zu handeln.

Für wienerberger und alle unsere wichtigsten Interessenträger sind hohe Integritäts- und Ethikstandards im Rahmen all unserer Tätigkeiten und in Einklang mit allen geltenden Gesetzen und Vorschriften zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption sowie sämtlicher anderer verbotener Geschäftspraktiken von zentraler Bedeutung.

Die Beschäftigten von wienerberger erhalten regelmäßig Schulungen zur Prävention von Korruption und Bestechung. wienerberger verlangt von der folgenden Zielgruppe in Risikofunktionen (Functions-at-Risk Positionen) die Teilnahme an spezifischen Schulungen zur Prävention von Korruption und Bestechung.

Die Functions-at-Risk Positionen sind:

Mehr Informationen zum Untersuchungsprozess von Vorfällen bezüglich Unternehmensführung, einschließlich Korruptions- und Bestechungsvorfällen, siehe Abschnitt G1-3, Verhinderung und Aufdeckung von Korruption oder Bestechung.

Das Konzept für verantwortungsbewusste Beschaffung ist im Abschnitt S2 Konzepte definiert. Der Verhaltenskodex ist in Abschnitt S1-1 Konzepte enthalten.

Konzept zur

Bekämpfung von Bestechung und Korruption
Konzept zu Schulungen zur Unternehmensführung Konzept zum Whistleblowing-Verfahren
Wichtigste Inhalte des Konzepts Enthält Regeln gegen Korruption und Bestechung, deren Prävention, Erkennung und Meldung, Umgang mit Vorfällen und Konsequenzen sowie obligatorische Mitarbeiterschulungen

Konzentriert sich auf die Prävention von Korruption und Bestechung

Gewährleistet die Einhaltung von Gesetzen zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption
Definiert einen standardisierten Schulungsrahmen zur verantwortungsvollen Unternehmensführung

Behandelt Häufigkeit, Qualität, Formate, Inhalte und Dokumentation von Schulungen zur verantwortungsvollen Unternehmensführung

Fördert die Unternehmenskultur und den Schutz von Hinweisgebern

Schulung neuer Mitarbeiter innerhalb von 3 Monaten, Auffrischungsschulungen alle 2 Jahre
Ermöglicht vertrauliche und anonyme Meldung von Fehlverhalten und Rechtsverletzungen

Behandelt Betrug, Korruption, Diskriminierung, Gewalt und Belästigung

Einrichtung eines Whistleblowing-Ausschusses, einer Bona-Fide-Regel – Keine-Vergeltungsmaßnahmen-Regel und Vertraulichkeitsgrundsätze

Monitoring durch strukturierte Untersuchungs- und Meldeverfahren
Anwendungs-

bereichs des

Konzepts
Gilt für alle Mitarbeiter in vollkonsolidierten Tochtergesellschaften und auch für Lieferanten über den Verhaltenskodex für Lieferanten Gilt für alle Mitarbeiter in vollkonsolidierten Tochtergesellschaften Gilt für alle Mitarbeiter in vollkonsolidierten Tochtergesellschaften

Verfügbar für Mitarbeiter, Partner, Kunden und externe Stakeholder
Verantwortung

der obersten

Führungsebene
Vorstand Vorstand Vorstand
Standards oder Initiativen Dritter Im Einklang mit den Antikorruptionsgesetzen und der UN-Konvention gegen Korruption Im Einklang mit nationalen und internationalen Rechtsstandards zu Ethik und Geschäftsverhalten Entspricht der EU-Richtlinie 2019/1937 (Whistleblowing) und dem österreichischen Whistleblower-Schutzgesetz (HSchG)

Nutzung der externen Plattform SeeHearSpeakUp
Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern Berücksichtigt die Anliegen von Mitarbeitenden, Management und Lieferanten durch Schulungs- und Verhaltensmechanismen Berücksichtigt die Interessen von internen und externen Stakeholdern gemeinsame ethische Standards sicherzustellen Offen für interne und externe Stakeholder, wobei Vertrauen, Fairness und Gleichbehandlung im Vordergrund stehen
Verfügbarkeit des Konzepts Veröffentlicht auf der Website und internen Kanälen Verfügbar über interne Kommunikationskanäle Verfügbar über interne Kommunikationskanäle
Verhaltenskodex
Wichtigste Inhalte des Konzepts Definiert Werte (Vertrauen, Respekt, Leidenschaft, Kreativität).

Legt verbindliche Richtlinien für ethisches Verhalten, Integrität und rechtmäßiges Handeln bei allen Aktivitäten, verantwortungsbewusstes Bürgerverhalten, Korruptions- und Bestechungsprävention, Schutz von Whistleblowern, Lieferantenbeziehungen fest.

Befasst sich mit dem Verhalten von Arbeitnehmern/Arbeitgebern, der Sicherheitskultur im Unter-

nehmen, Vielfalt, Inklusion und der Bekämpfung von Belästigung.


Interne Audits überprüfen die Umsetzung und Einhaltung.
Anwendungs-

bereichs des

Konzepts
Gilt für alle Mitarbeitenden in vollständig konsolidierten Rechtseinheiten, Geschäftspartner,

Lieferanten, Auftragnehmer und Kunden.
Verantwortung

der obersten

Führungsebene
Vorstand
Standards oder Initiativen Dritter Im Einklang mit der Unternehmensethik, nationalen und internationalen Rechtsstandards, den

Leitprinzipien der Vereinten Nationen, der Sozialcharta und internen Compliance-Standards.
Berücksichtigung der Interessen von Stakeholdern Berücksichtigt die Erwartungen von Mitarbeitenden, Management, Lieferanten und externen

Stakeholdern zur Einhaltung des Kodex; fördert Integrität und ethische, sichere und faire Praktiken am Arbeitsplatz.
Verfügbarkeit des Konzepts Öffentlich verfügbar auf der Website in allen Landessprachen; intern über digitale Kanäle und

Schulungsprogramme.


Verbreitung über den Vorstand und lokale Geschäftsführer

Whistleblowing-Verfahren

Das Vertrauen unserer Kunden und Geschäftspartner beruht auf unserer Integrität und der Erwartung, dass wir gesetzliche Anforderungen und Vorschriften einhalten. Die Beschäftigten und Geschäftspartner von wienerberger spielen eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Fehlverhalten. Vor diesem Hintergrund richtet sich das Konzept zum Whistleblowing-Verfahren an alle Hinweisgeber. Als solcher gilt jede Einzelperson, die Informationen über Verstöße oder Fehlverhalten, wie etwa Betrug, Korruption, mögliche Verletzungen von Menschen- oder Arbeitnehmerrechten oder vergleichbare Handlungen, über einen beliebigen Kanal – unter anderem über die Whistleblowing-Plattform – offenlegt.

wienerberger hat ein Whistleblowing-System (SeeHearSpeakUp Plattform) implementiert, das von einem externen unabhängigen Dienstleister, der auf Hinweisgebersysteme und entsprechende Dienstleistungen spezialisiert ist, betrieben wird. Dieser Partner wurde beauftragt, sicherzustellen, dass Hinweise zu potenziellem Fehlverhalten vertraulich, technisch sicher und – sofern gewünscht – anonym gemeldet werden können.

Alle eingehenden Informationen im Rahmen des Whistleblowing-Systems werden gleichbehandelt, unabhängig von der Position oder dem Status des Hinweisgebers oder der Person, der Fehlverhalten angelastet wird. Dies ist ein Schlüsselaspekt des Whistleblowing-Systems, das in der unternehmensweit verfügbar ist. Alle eingehenden Hinweise werden durch den Whistleblowing-Ausschuss gründlich und unter Einhaltung der geltenden gesetzlichen Anforderungen geprüft und (soweit rechtlich zulässig) vertraulich behandelt. Für die Mitglieder des Whistleblowing-Ausschusses ist keine spezifische Schulung vorgesehen, da sie aufgrund ihrer jeweiligen Funktionen bei wienerberger über die relevante Expertise verfügen.

Die Informationen hinsichtlich des Whistleblowing-Systems SeeHearSpeakup wurden von Corporate HR in Zusammenarbeit mit Corporate Communications und den regionalen HR-Managern unternehmensweit ausgerollt. Über verschiedene Kommunikationskanäle – z. B. Poster, Postkarten, Informationsflyer und in digitaler Form – wurde das Whistleblowing-System in der gesamten wienerberger-Gruppe in den jeweiligen Landessprachen vorgestellt. In Meetings der HR-Führungsebene wird das Whistleblowing-System und dessen Bekanntmachung unter den Beschäftigten regelmäßig thematisiert. Die Internal-Audit-Abteilung prüft bei Vor-Ort-Besuchen, ob das Hinweisgeberverfahren lokal umgesetzt ist und ob den lokalen Arbeitskräften ein einfacher Zugang zu den entsprechenden Informationen gewährt wird.

wienerberger verpflichtet sich dazu, dass Vorfälle im Zusammenhang mit geschäftlichem Fehlverhalten zeitnah, unabhängig und objektiv untersucht werden. Das Hinweisgeberverfahren umfasst die folgenden Schritte: wienerberger verpflichtet sich dazu, dass Vorfälle im Zusammenhang mit geschäftlichem Fehlverhalten zeitnah, unabhängig und objektiv untersucht werden. Das Hinweisgeberverfahren umfasst die folgenden Schritte:

wienerberger unterliegt den rechtlichen Anforderungen nach nationalem Recht zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/1937 in Bezug auf den Schutz von Hinweisgebern.

G1-2 Management der Beziehungen zu Lieferanten

Das Konzept zur Vermeidung von Zahlungsverzug, insbesondere gegenüber KMU, befindet sich derzeit noch in Erarbeitung und soll zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden.

wienerberger stellt sicher, dass seine Lieferanten ESG-Standards einhalten. In den folgenden Abschnitten werden Beispiele für das Lieferantenmanagement von wienerberger vorgestellt, die zur Einhaltung der ESG-Compliance beitragen und mit denen Risiken in Bezug auf die Lieferkette und Auswirkungen in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden.

Konzept zur verantwortungsbewussten Beschaffung

Diese Richtlinie ist ein wesentlicher Bestandteil der Beschaffungsstrategie und dient weiterhin als eine wesentliche Handlungsbasis für das Lieferantenmanagement von wienerberger. Ihr Ziel ist es sicherzustellen, dass verantwortungsbewusste Beschaffung im Einkaufsteam von wienerberger sowie im Lieferantenstamm verwurzelt ist. Die Richtlinie definiert Rollen und Zuständigkeiten, die Umsetzung des Konzepts für verantwortungsbewusste Beschaffung und das Risikomanagementverfahren.

Verhaltenskodex für Lieferanten (Supplier Code of Conduct)

Der Verhaltenskodex für Lieferanten umfasst die Mindestanforderungen von wienerberger an seine Lieferanten zum verantwortungsbewussten Handeln hinsichtlich Umwelt, Soziales und Governance, inklusive Einhaltung von Menschenrechten und weiteren Anforderungen der zehn Prinzipien des UN Global Compact.

Supplier Relationship Management (SRM) Tool

Eine interne Datenplattform mit Informationen zu den finanziellen Konditionen, Geschäftsbedingungen, ESG-Performance bzw. den ESG-Risiken aller Lieferanten von wienerberger (Ebene 1). wienerberger hat das Tool mit seinem ERP-System sowie der Plattform von EcoVadis, dem internationalen Partner für Nachhaltigkeitsbewertungen (ESG-Ratings), verknüpft.

Beurteilung von Lieferanten durch EcoVadis:

EcoVadis, ein internationaler Partner für Nachhaltigkeitsbewertungen (ESG-Ratings), beurteilt die Nachhaltigkeitsperformance der Lieferanten sowie potenzielle Risiken von Lieferanten in ausgewählten Einkaufsbereichen. Die Lieferanten werden hinsichtlich ihrer Leistung und der Einhaltung lokaler, nationaler und internationaler Standards in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung beurteilt.

Überprüfung von Lieferanten hinsichtlich internationaler Sanktionslisten und finanzieller Belastbarkeit

Jeder neue Lieferant der Ebene 1 bei wienerberger durchläuft ein strenges Aufnahmeprotokoll, bevor er in das ERP-System von wienerberger aufgenommen wird.

Das Konzept zur verantwortungsvollen Beschaffung definiert den Zweck der Instrumente in unserem Lieferantenmanagement. Sie beschreibt, wie die Instrumente einzusetzen sind, um soziale und ökologische Kriterien in die Auswahl von Lieferanten als Vertragspartner einfließen zu lassen.

G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption oder Bestechung

Das Compliance-Management-System von wienerberger umfasst Regelungen, die Beschäftigte dabei unterstützen sollen, die ethischen und rechtlichen Standards von wienerberger – einschließlich jener zur Prävention und Bekämpfung von Korruption und Bestechung – einzuhalten. Es gilt für alle Beschäftigten, die für wienerberger tätig sind. Sofern nationale Rechtsvorschriften strengere Anforderungen vorsehen, haben diese Vorrang.

Da klare Regeln für die Vermeidung von Fehlverhalten unerlässlich sind, gilt bei wienerberger das Konzept zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption. Zudem haben wir ein Hinweisgeberverfahren umgesetzt, einen Whistleblowing-Ausschuss eingesetzt sowie das Konzept zum Whistleblowing-Verfahren implementiert. Wir passen das Compliance-Management-System stetig an Gesetzesänderungen an. Die einschlägigen Konzepte werden regelmäßig an alle relevanten Beschäftigten kommuniziert. Es werden Schulungen durchgeführt und dokumentiert. Die Internal-Audit-Abteilung kontrolliert regelmäßig die Einhaltung der geltenden Regeln und Konzepte.

Das Konzept für das Whistleblowing-Verfahren definiert die folgenden Rollen und Zuständigkeiten:

Diese Rollen sind organisatorisch von der jeweiligen Managementlinie des betroffenen Sachverhalts getrennt. Die Prävention von Korruption und Bestechung erfolgt mittels Schulungen, die von der HR-Abteilung organisiert werden. Außerdem gibt es verbindliche Regeln im Fall eines Interessenkonflikts im Zusammenhang mit den Mitgliedern des Whistleblowing-Ausschusses und allen anderen Beteiligten (d. h. Fallverantwortlicher, Untersuchungsbeauftragter etc.), die in dem Konzept zum Whistleblowing-Verfahren festgeschrieben sind.

Das Konzept zum Whistleblowing-Verfahren legt auch fest, dass die Ergebnisse der Untersuchung sowie der Abschlussbericht dem Whistleblowing-Ausschuss zur Abstimmung und Genehmigung vorgelegt werden. Nach der Genehmigung wird der Abschlussbericht vom Whistleblowing-Ausschuss unter Berücksichtigung des Inhalts und der Schwere des Falls an weitere interne Gremien, Ausschüsse oder zuständige Funktionen (zum Beispiel dem Vorstand von wienerberger) weitergeleitet.

Alle Beschäftigten bei wienerberger erhalten regelmäßig Schulungen zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption. Eine besondere Verantwortung für und Verpflichtung zur Teilnahme an spezifischen Schulungen zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung besteht für Personen in sogenannten „Function-at-Risk-Positionen“ bei wienerberger (siehe Details in Abschnitt G1-1). Diese Zielgruppe in Risikofunktionen muss mindestens einmal pro Kalenderjahr an der Schulung teilnehmen. Die zentralen Inhalte der Schulungen umfassen:

Der Anteil der ermittelten Personen in Function-at-Risk-Positionen, die diese Schulungen absolviert haben, beträgt im Jahr 2025 78 % (2024: 37 %).

2025 wurde eine Schulung (2024: eine Schulung) zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung für Mitglieder der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane durchgeführt. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats nahmen an dieser Schulung teil.

G1-4 Vorfälle in Bezug auf Korruption oder Bestechung

Im Jahr 2025 gab es bei wienerberger keine bestätigten Korruptions- oder Bestechungsfälle, keine Verurteilung und keine Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften.

Außerdem gab es im Jahr 2025 bei wienerberger keine Verurteilungen aufgrund von Verstößen gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften. Daher lag auch der Gesamtbetrag der Geldbußen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften im Jahr 2025 bei null. Da es 2025 keine Verstöße gab, waren auch keine Abhilfemaßnahmen erforderlich.

Im Jahr 2025 wurden keine eigenen Arbeitskräfte von wienerberger wegen mit Korruption oder Bestechung in Zusammenhang stehenden bestätigten Vorfällen entlassen oder diszipliniert. Des Weiteren wurden keine Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption oder Bestechung beendet oder nicht verlängert.

Damit sind alle Leistungen von wienerberger in Bezug auf die Datenpunkte G1-4 im Vergleich zum Jahr 2024 gleich-geblieben.

G1-6 Zahlungspraktiken

Die Standardzahlungsbedingungen in Tagen sind bei wienerberger für alle Kategorien von Lieferanten gleich.

Im Jahr 2025 betrug der Prozentsatz an Zahlungen von wienerberger, bei denen diese Standardbedingungen eingehalten wurden, 80 % (2024: 66 %). wienerberger hatte im Jahr 2025 keine anhängigen Gerichtsverfahren wegen Zahlungs-verzugs (2024: vier).

Es gibt in der gesamten wienerberger-Gruppe einheitliche organisatorische und technische Bearbeitungsstandards zur Abwicklung von Zahlungstransaktionen. Das Hauptziel ist dabei die Maximierung der Automatisierung durch die Verwendung von elektronischen Zahlungsmethoden. Das Hauptziel des Gläubigermanagements bei wienerberger ist die Optimierung der Zahlungsfristen, ohne dabei die Lieferantenbeziehung negativ zu beeinflussen, sowie die volle Nutzung sämtlicher vereinbarter Rabatte.

Im Jahr 2025 betrug die durchschnittliche Zeit in Tagen zur Begleichung einer Rechnung ab dem Zeitpunkt des Beginns der vertraglichen oder gesetzlichen Zahlungsfrist 38 Tage (2024: 43 Tage).

Nachhaltigkeitsbezogener Fortschrittsbericht

Im Jahr 2023 entwickelte wienerberger einen Rahmen für sustainability-linked Finanzierungen, der es wienerberger ermöglicht, Kapital durch Anleihen und Darlehen mit Nachhaltigkeitsbezug aufzunehmen. Das Rahmenwerk definiert Key Performance Indicators (KPIs) und Sustainability Performance Targets (SPTs). wienerberger veröffentlicht jährlich einen Fortschrittsbericht, um sicherzustellen, dass Investoren und andere Stakeholder aktuelle und angemessene Informationen über die Performance von wienerberger bei ausgewählten KPIs im Vergleich zu den SPTs erhalten.

KPI 1: Scope 1 and 2 Treibhausgasemmissions-Intensität

Definition: Reduktion unserer Scope 1 and 2 Emissions-Intensität als kg CO2/Menge aus verkaufsfertigen Erzeugnissen (in Bezug auf den produktionsbezogenen Energieverbrauch).

Berechnungsmethode: Gemäß Greenhouse Gas Protocol berichten wir die Intensität als Index in % relativ zum Basisjahr, welcher mit 100 festgelegt wurde. Der Index der spezifischen CO2 Emissionen wird in % basierend auf kg CO2/Produktionsmenge verkaufsfertiger Erzeugnisse berechnet (2020 = 100 %). Die Vergleichsperioden werden im Falle von Änderungen im Konsolidierungskreis retrospektiv angepasst.

KPI 1 Target 2026 Baseline 2020 2021 2022 2023 2024 2025
Index spezifischer direkter (Scope 1) und indirekter (Scope 2) CO2-Emissionen in % basierend auf kg CO2/Produktionsmenge verkaufsfertiger Produkte (Basis = 2020) 75,0 % 100,0 % 92,2 % 87,0 % 84,4 % 81,5 % 79,3 %

KPI 2: Umsatz aus Netto-Null-Gebäude unterstützenden Produkten

Definition: Umsatz aus Bauprodukten, die zu Netto-Null-Gebäuden beitragen, d.h. Umsatz aus Produkten, welche:

Berechnungsmethode: Umsatz aus Bauprodukten, welche zu Netto-Null-Gebäuden beitragen, dividiert durch den Gesamtumsatz mit Bauprodukten.

KPI 2 Target 2026 Baseline 2020 2021 2022 2023 2024 2025
Prozentueller Anteil des Umsatzes aus Netto-Null-Gebäuden unterstützenden Produkten (Basis = 2020) 75 % 69 % 68 % 70 % 70 % 73 % 74 %

Per 31.Dezember 2025 hat wienerberger einen Sustainability-linked Bond ausstehend:

ISIN Kupon Volumen Laufzeit Fälligkeit Rating
Sustainability-linked Bond 2023 AT0000A37249 4,875 % € 350 Mio. 5 Jahre Oktober 2028 Baa3

Dieser Nachhaltigkeitsbezogener Fortschrittsbericht unterliegt einer Prüfung durch den Konzernprüfer (siehe Prüfbericht).

1  Niedrigtemperatur-Kühlung und -Heizungssysteme

2  Photovoltaik (PV)

3  Produkte mit extrem niedrigen CO2 Emissionen: Produkte mit nahezu null Emissionen in der Produktionsphase (mind. 80% weniger CO2 Emissionen im Vergleich zu 2020)

Appendix

Tabelle aller Datenpunkte in der Konsolidierten Nichtfinanziellen Erklärung, die aus anderer EU-Gesetzgebung stammen:

Angabepflicht und

zugehöriger Datenpunkt
Referenz in der Konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung SFDR-Referenz Säule-3-

Referenz
Benchmark-

Verordnungs-

Referenz
EU-Klimagesetz-Referenz
ESRS 2 GOV-1

Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen Absatz 21

Buchstabe d
Corporate Governance Bericht, Abschnitt

„Diversität“,

S. 23–25
Indikator Nr. 13

in Anhang 1

Tabelle 1
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission (5), Anhang II
ESRS 2 GOV-1

Prozentsatz der Leitungsorganmitglieder, die unabhängig sind, Absatz 21 Buchstabe e
Corporate Governance Bericht, Abschnitt „Mitglieder des Aufsichtsrats“, S. 15–17 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II
ESRS 2 GOV-4

Erklärung zur Sorgfaltspflicht Absatz 30
S. 61 Indikator Nr. 10

in Anhang 1

Tabelle 3
ESRS 2 SBM-1

Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen Absatz 40 Buchstabe d Ziffer i
Nicht anwendbar Indikator Nr. 4

Tabelle 1 in

Anhang 1
Artikel 449a der Verordnung (EU)

Nr. 575/2013;

Durchführungsverordnung (EU)

2022/2453 der Kommission (6),

Tabelle 1: Qualitative Angaben zu Umwelt risiken, und Tabelle 2:

Qualitative Angaben zu sozialen Risiken
Delegierte

Verordnung (EU)

2020/1816 der Kommission, Anhang II

ESRS 2 SBM-1

Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien Absatz 40 Buchstabe d Ziffer ii

Nicht anwendbar Indikator Nr. 9

in Anhang 1


Tabelle 2

Delegierte

Verordnung EU)

2020/1816 der Kommission, Anhang II

ESRS 2 SBM-1

Beteiligung an Tätigkeiten im Zusammenhang mit umstrittenen Waffen

Absatz 40 Buchstabe d

Ziffer iii


Nicht anwendbar Indikator Nr. 14

in Anhang 1

Tabelle 1

Delegierte

Verordnung EU) 2020/1818 (7), Art kel 12 Absatz 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816,

Anhang II
ESRS 2 SBM-1

Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Anbau und der Produktion von Tabak Absatz 40 Buchstabe d Ziffer iv
Nicht anwendbar Delegierte

Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 12 Absatz 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II
ESRS E1-1

Übergangsplan zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 Absatz 14
S. 86 Verordnung (EU) 2021/1119,

Artikel 2 Absatz 1
ESRS E1-1

Unternehmen, die von den Paris- abgestimmten Referenzwerten ausgenommen sind Absatz 16 Buchstabe g
Nicht anwendbar Artikel 449a Verord- nung (EU)

Nr. 575/2013;

Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Melde bogen 1: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Kreditqualität der Risikopositionen nach Sektoren, Emis sionen und Restlauf zeit
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818,

Artikel 12 Absatz 1 Buchstaben d bis g und Artikel 12 Absatz 2
ESRS E1-4

THG-Emissionsreduktionsziele Absatz 34
S. 90–91 Indikator Nr. 4

in Anhang 1

Tabelle 2
Artikel 449a Verord nung (EU)

Nr. 575/2013;

Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Melde bogen 3: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel:

Angleichungskenn zahlen
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818,

Artikel 6
ESRS E1-5

Energieverbrauch aus

fossilen Brennstoffen auf-

geschlüsselt nach Quellen (nur klimaintensive Sektoren) Absatz 38
S. 92 Indikator Nr. 5 in

Anhang 1 Tabelle 1 und Indikator Nr. 5 in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E1-5

Energieverbrauch und

Energiemix Absatz 37
S. 92 Indikator Nr. 5

in Anhang 1

Tabelle 1
ESRS E1-5

Energieintensität im Zusammen hang mit Tätigkeiten in klimain tensiven Sektoren Absätze 40 bis 43
S. 92 Indikator Nr. 6

in Anhang 1

Tabelle 1
ESRS E1-6

THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen Absatz 44
S. 93 Indikatoren Nr. 1 und 2 in Anhang 1

Tabelle 1
Artikel 449a Verord nung (EU)

Nr. 575/2013;

Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Melde bogen 1: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Kreditqualität der Risikopositionen nach Sektoren, Emis sionen und Restlauf zeit
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818,

Artikel 5 Absatz 1, Artikel 6 und

Artikel 8 Absatz 1
ESRS E1-6

Intensität der THG-Bruttoemissionen Absätze 53

bis 55
S. 94 Indikator Nr. 3 Tabelle

1 in Anhang 1
Artikel 449a der Ver ordnung (EU)

Nr. 575/2013;

Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Melde bogen 3: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel:

Angleichungskenn zahlen
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818,

Artikel 8 Absatz 1
ESRS E1-7

Entnahme von Treibhausgasen und CO2-Zertifikate

Absatz 56
Nicht anwendbar Verordnung (EU) 2021/1119,

Artikel 2 Absatz 1
ESRS E1-9

Risikoposition des Referenzwert- Portfolios gegenüber klimabezo genen physischen Risiken Absatz 66
Nicht anwendbar Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816,

Anhang II
ESRS E1-9

Aufschlüsselung der Geldbeträge nach akutem und chronischem physischem Risiko Absatz 66 Buchstabe a

ESRS E1-9 Ort, an dem sich erhebliche Vermögenswerte mit wesent lichem physischen Risiko befin den Absatz 66 Buchstabe c
Nicht anwendbar Artikel 449a der Ver ordnung (EU)

Nr. 575/2013;

Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission,
Absätze 46 und 47; Meldebogen 5:

Anlagebuch – Physisches Risiko im Zusam menhang mit dem Klimawandel: Risiko positionen mit physischem Risiko
ESRS E1-9 Aufschlüsselungen des Buchwerts seiner Immobilien nach Energieeffizienzklassen Absatz 67 Buchstabe c Nicht anwendbar Artikel 449a der Ver ordnung (EU)

Nr. 575/2013;

Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission,

Absatz 34; Meldebogen 2: Anlagebuch – Übergangs risiko im Zusam menhang mit dem Klimawandel: Durch Immobilien besicherte Darlehen - Energieeffizienz der Sicherheiten
ESRS E1-9

Grad der Exposition des Portfolios gegenüber

klimabezogenen Chancen Absatz 69
Nicht anwendbar Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818 der Kommission, Anhang II
ESRS E2-4

Menge jedes in Anhang II der E-PRTR-Verordnung (Europä isches Schadstofffreisetzungs-

und -verbringungsregister) aufge führten Schadstoffs, der in Luft, Wasser und Boden emittiert wird,

Absatz 28
S. 98 Indikator Nr. 8

in Anhang 1

Tabelle 1 Indikator Nr. 2 in Anhang 1

Tabelle 2

Indikator Nr. 1

in Anhang 1

Tabelle 2 Indikator Nr. 3 in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E3-1

Wasser- und Meeresressourcen Absatz 9
S. 99–101 Indikator Nr. 7

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E3-1

Spezielles Konzept Absatz 13
S. 100 Indikator Nr. 8

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E3-1

Nachhaltige Ozeane und Meere Absatz 14
Nicht wesentlich Indikator Nr. 12

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E3-4

Gesamtmenge des zurückgewon nenen und wiederverwendeten Wassers Absatz 28

Buchstabe c
S. 103 Indikator Nr. 6,2

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E3-4

Gesamtwasserverbrauch in m
3 je Nettoerlös aus eigenen Tätigkeiten Absatz 29
S. 103 Indikator Nr. 6,1

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS 2 – SBM-3 – E4

Absatz 16 Buchstabe a Ziffer i
Nicht anwendbar Indikator Nr. 7

in Anhang 1

Tabelle 1
ESRS 2 – SBM-3 – E4

Absatz 16 Buchstabe b
Nicht anwendbar Indikator Nr. 10

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS 2 – SBM-3 – E4

Absatz 16 Buchstabe c
Nicht anwendbar Indikator Nr. 14

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E4-2

Nachhaltige Verfahren oder Konzepte im

Bereich Landnutzung und Landwirtschaft Absatz 24 Buchstabe b
Nicht wesentlich Indikator Nr. 11

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E4-2

Nachhaltige Verfahren oder Konzepte im

Bereich Ozeane/Meere Absatz 24 Buchstabe c
Nicht wesentlich Indikator Nr. 12

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E4-2

Konzepte für die

Bekämpfung der

Entwaldung Absatz 24

Buchstabe d
Nicht wesentlich Indikator Nr. 15

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E5-5

Nicht recycelte Abfälle Absatz 37 Buchstabe d
S. 114 Indikator Nr. 13

in Anhang 1

Tabelle 2
ESRS E5-5

Gefährliche und radioaktive Abfälle Absatz 39
S. 114 Indikator Nr. 9

in Anhang 1

Tabelle 1
ESRS 2 SBM3 – S1 Risiko

von Zwangsarbeit Absatz 14 Buchstabe f
S. 118 Indikator Nr. 13

in Anhang I

Tabelle 3
ESRS 2 SBM3 – S1 Risiko

von Kinderarbeit

Absatz 14 Buchstabe g
S. 118 Indikator Nr. 12

in Anhang I

Tabelle 3
ESRS S1-1

Verpflichtungen im

Bereich der Menschenrechtspolitik Absatz 20
S. 118 Indikator Nr. 9

in Anhang I

Tabelle 3 und

Indikator Nr. 11

in Anhang I

Tabelle 1
ESRS S1-1

Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Inter nationalen Arbeitsorganisation behandelt werden, Absatz 21
S. 118 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II
ESRS S1-1

Verfahren und Maßnahmen zur Bekämpfung

des Menschenhandels Absatz 22
S. 118 Indikator Nr. 11

in Anhang I

Tabelle 3
ESRS S1-1

Konzept oder Managementsystem für die Verhütung von Arbeitsunfällen Absatz 23
S. 119 Indikator Nr. 1

in Anhang I

Tabelle 3
ESRS S1-3

Bearbeitung von Beschwerden Absatz 32 Buchstabe c
S. 121–122 Indikator Nr. 5

in Anhang I

Tabelle 3
ESRS S1-14

Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle Absatz 88 Buchstaben b und c
S. 130 Indikator Nr. 2

in Anhang I

Tabelle 3
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II
ESRS S1-14

Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krank heiten bedingten Ausfalltage Absatz 88

Buchstabe e
S. 130 Indikator Nr. 3

in Anhang I

Tabelle 3
ESRS S1-16

Unbereinigtes geschlechtsspezifisches

Verdienstgefälle Absatz 97 Buch stabe a
S. 131 Indikator Nr. 12

in Anhang I

Tabelle 1
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II
ESRS S1-16

Überhöhte Vergütung von Mitgliedern der Leitungsorgane Absatz 97 Buchstabe b
S. 131 Indikator Nr. 8

in Anhang I

Tabelle 3
ESRS S1-17

Fälle von Diskriminierung Absatz 103 Buchstabe a
S. 132 Indikator Nr. 7

in Anhang I

Tabelle 3
ESRS S1-17 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD- Leitlinien Absatz 104 Buchstabe a S. 132 Indikator Nr. 10

in Anhang I

Tabelle 1 und

Indikator Nr. 14

in Anhang I

Tabelle 3
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818

Artikel 12

Absatz 1
ESRS 2 SBM3 – S2 Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette Absatz 11 Buchstabe b S. 133 Indikatoren

Nr. 12 und 13

in Anhang I

Tabelle 3
ESRS S2-1

Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik Absatz 17
S. 134 Indikator Nr. 9

in Anhang 1

Tabelle 3 und

Indikator Nr. 11

in Anhang 1

Tabelle 1
ESRS S2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette Absatz 18 S. 134 Indikatoren

Nr. 11 und 4

in Anhang 1

Tabelle 3
ESRS S2-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD- Leitlinien

Absatz 19
S. 134 Indikator Nr. 10

in Anhang 1

Tabelle 1
Delegierte Verord nung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818

Artikel 12

Absatz 1
ESRS S2-1

Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Inter nationalen Arbeitsorganisation behandelt werden, Absatz 19
S. 134 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II
ESRS S2-4

Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungs kette Absatz 36
Nicht anwendbar Indikator Nr. 14

in Anhang 1

Tabelle 3
ESRS S3-1

Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte

Absatz 16
Nicht wesentlich Indikator Nr. 9

in Anhang 1

Tabelle 3 und

Indikator Nr. 11

in Anhang 1

Tabelle 1
ESRS S3-1

Nichteinhaltung der Leitprinzi pien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Prinzipien der IAO oder der OECD-Leitlinien Absatz 17
Nicht wesentlich Indikator Nr. 10

in Anhang 1

Tabelle 1
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verord nung (EU) 2020/1818

Artikel 12

Absatz 1
ESRS S3-4

Probleme und Vorfälle

im Zusammenhang

mit Menschenrechten Absatz 36
Nicht wesentlich Indikator Nr. 14

in Anhang 1

Tabelle 3
ESRS S4-1 Konzepte im Zusam menhang mit

Verbrauchern und

Endnutzern Absatz 16
Nicht wesentlich Indikator Nr. 9

in Anhang 1

Tabelle 3 und

Indikator Nr. 11

in Anhang 1

Tabelle 1
ESRS S4-1

Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 17
Nicht wesentlich Indikator Nr. 10

in Anhang 1

Tabelle 1
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818

Artikel 12

Absatz 1
ESRS S4-4

Probleme und Vorfälle

im Zusammenhang

mit Menschenrechten

Absatz 35
Nicht wesentlich Indikator Nr. 14

in Anhang 1

Tabelle 3
ESRS G1-1

Übereinkommen der

Vereinten Nationen gegen Korruption Absatz 10

Buchstabe b
S. 136–137 Indikator Nr. 15

in Anhang 1

Tabelle 3
ESRS G1-1

Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) Absatz 10 Buchstabe d
S. 139–140 Indikator Nr. 6

in Anhang 1

Tabelle 3
ESRS G1-4

Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften Absatz 24 Buchstabe a
S. 141–142 Indikator Nr. 17

in Anhang 1

Tabelle 3
Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II
ESRS G1-4

Standards zur Bekämpfung von Korruption und

Bestechung Absatz 24

Buchstabe b
S. 141–142 Indikator Nr. 16

in Anhang 1

Tabelle 3

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Für die Ereignisse nach dem Abschlussstichtag wird auf den Konzernanhang, Angabe 38 verwiesen.

Freigabe des Konzernlageberichts

Der vorliegende Konzernlagebericht wurde vom Vorstand der Wienerberger AG aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Wien, am 11. März 2026

Der Vorstand der Wienerberger AG

Heimo Scheuch e.h.

Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

CEO

Dagmar Steinert e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

CFO

Gerhard Hanke e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

COO Central & East

Harald Schwarzmayr e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

COO West

image

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung

in EUR Mio

Note

2025

2024

Umsatzerlöse

6

4.566

4.513

Herstellkosten

7

2.963

2.902

Bruttoergebnis vom Umsatz

1.603

1.610

Sonstige betriebliche Erträge

7

148

137

Vertriebskosten

7

910

885

Verwaltungskosten

7

364

357

Wertminderungen von Vermögenswerten

7, 13

13

51

Sonstige betriebliche Aufwendungen

7

132

160

Betriebsergebnis (EBIT)

332

294

Ergebnisanteil aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

19

1

2

Zinserträge

14

10

19

Zinsaufwendungen

14

108

119

Sonstiges Finanzergebnis

14

41

Finanzergebnis

99

143

Ergebnis vor Ertragsteuern

233

151

Ertragsteuern

15

65

67

Ergebnis nach Ertragsteuern

168

84

davon den Anteilseignern der Wienerberger AG zuzurechnen

166

80

davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen

2

5

Ergebnis je Aktie (in EUR)

16

1,52

0,72

Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)

16

1,52

0,72

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in EUR Mio

Note

2025

2024

Ergebnis nach Ertragsteuern

168

84

Neubewertungen leistungsorientierter Verpflichtungen

28

5

11

Posten, die in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

5

11

Währungsumrechnungsdifferenzen

17

115

85

Absicherung von Zahlungsströmen und Nettoinvestitionen

17

15

16

Posten, die in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können

17

100

69

Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern

94

58

Gesamtergebnis

74

142

davon den Anteilseignern der Wienerberger AG zuzurechnen

72

137

davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen

2

4

Konzernbilanz

in EUR Mio

Note

2025

2024 angepasst*

Aktiva

Firmenwerte

18

593

593

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

18

465

479

Sachanlagen

18

2.902

2.923

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

18

56

56

Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

19

14

16

Finanzanlagen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

20

45

36

Sonstige Forderungen

23

10

14

Latente Steueransprüche

31

46

56

Langfristiges Vermögen

4.130

4.173

Vorräte

21

1.329

1.341

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

22

248

345

Ertragsteuerforderungen

25

53

Sonstige Forderungen

23

128

133

Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte

24, 33

69

112

Zahlungsmittel

25

213

262

Kurzfristiges Vermögen

2.012

2.246

Summe Aktiva

6.142

6.418

Passiva

Gezeichnetes Kapital

109

112

Kapitalrücklagen

984

1.044

Gewinnrücklagen

1.968

1.905

Übrige Rücklagen

256

161

Eigene Anteile

8

42

Eigenkapital der Anteilseigner der Wienerberger AG

2.797

2.857

Nicht beherrschende Anteile

5

26

Eigenkapital

26

2.802

2.883

Finanzverbindlichkeiten

32, 33

1.582

1.522

Leistungen an Arbeitnehmer

28

101

113

Sonstige Rückstellungen

29

109

116

Sonstige Verbindlichkeiten

30

42

26

Latente Steuerschulden

31

178

200

Langfristige Schulden

2.013

1.977

Finanzverbindlichkeiten

32, 33

336

605

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

454

418

Sonstige Rückstellungen

29

76

82

Sonstige Verbindlichkeiten

30

436

431

Ertragsteuerschulden

25

24

Kurzfristige Schulden

1.327

1.559

Summe Passiva

6.142

6.418

* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungsmethoden angepasst (siehe Note 2).

* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungsmethoden angepasst (siehe Note 2).

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Den Anteilseignern der Wienerberger AG zurechenbar

in EUR Mio

Gezeichnetes Kapital

Kapital- rücklagen

Gewinn- rücklagen

Übrige Rücklagen

Eigene Anteile

Gesamt

Nicht beherrschende Anteile

Eigen- kapital gesamt

Stand 1.1.2025

112

1.044

1.905

161

42

2.857

26

2.883

Ergebnis nach Ertragsteuern

0

0

166

0

0

166

2

168

Sonstiges Ergebnis

0

0

0

94

0

94

0

94

Gesamtergebnis

0

0

166

94

0

72

2

74

Dividendenauszahlung

0

0

104

0

0

104

3

106

Effekte aus Hyperinflation

0

0

5

0

0

5

0

5

Stock Option Plan

0

0

0

0

1

0

0

0

Erwerb eigener Anteile

0

0

0

0

29

29

0

29

Einzug eigener Anteile

2

60

0

0

62

0

0

0

Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel

0

0

4

0

0

4

21

24

Stand 31.12.2025

109

984

1.968

255

8

2.797

5

2.802

Den Anteilseignern der Wienerberger AG zurechenbar

in EUR Mio

Gezeichnetes Kapital

Kapital- rücklagen

Gewinn- rücklagen

Übrige Rücklagen

Eigene Anteile

Gesamt

Nicht beherrschende Anteile

Eigen- kapital gesamt

Stand 1.1.2024

112

987

1.922

219

146

2.655

2

2.658

Ergebnis nach Ertragsteuern

0

0

80

0

0

80

5

84

Sonstiges Ergebnis

0

0

0

58

0

58

0

58

Gesamtergebnis

0

0

80

58

0

137

5

142

Dividendenauszahlung

0

0

100

0

0

100

3

103

Effekte aus Hyperinflation

0

0

4

0

0

4

0

4

Stock Option Plan

0

1

0

0

1

0

0

0

Erwerb eigener Anteile

0

0

0

0

34

34

0

34

Verwendung eigener Anteile

0

58

1

0

137

194

0

194

Veränderung nicht beherrschender Anteile

0

0

0

0

0

0

22

22

Stand 31.12.2024

112

1.044

1.905

161

42

2.857

26

2.883

Die übrigen Rücklagen sind in Note 26 dargestellt.

Konzern-Kapitalflussrechnung

in EUR Mio

Note

2025

2024 angepasst*

Ergebnis vor Ertragsteuern

233

151

Anpassungen:

Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

10

377

362

Wertminderungen von Vermögenswerten

10

13

51

Veränderungen langfristiger Rückstellungen

28, 29

14

32

Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

19

1

2

Ergebnis aus Anlagenabgängen

12

27

Zinsergebnis

14

98

100

Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge

18

48

Gezahlte Zinsen

110

103

Erhaltene Zinsen

8

13

Gezahlte Ertragsteuern

50

98

Cashflow aus dem Ergebnis

526

467

Veränderungen:

Vorräte

26

56

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

89

82

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

40

16

Übriges Netto-Umlaufvermögen

1

14

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

630

606

Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inklusive Finanzanlagen)

23

15

Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

18

281

312

Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen

2

Dividendenzahlungen von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

1

2

Veränderungen von Wertpapieren und sonstigen finanziellen Vermögenswerten

45

10

Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen

3

24

634

Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen

12

Cashflow aus Investitionstätigkeit

235

930

Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten

27

254

1.117

Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten

27

456

745

Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten

27

77

72

Gezahlte Dividende Wienerberger AG

26

104

100

Gezahlte Dividende an nicht beherrschende Anteile

26

3

3

Erwerb nicht beherrschender Anteile

26

24

Erwerb eigener Aktien

26

29

34

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

439

162

Veränderung der Zahlungsmittel

45

162

Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf gehaltene Zahlungsmittel

4

Zahlungsmittel zum 1. Januar

262

423

Zahlungsmittel zum 31. Dezember

213

262

* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungsmethoden angepasst (siehe Note 2).

* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungsmethoden angepasst (siehe Note 2).

Konzernanhang

Segmentberichterstattung

Europe West Europe East North America Eliminierungen Konzern
in EUR Mio 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024
Umsatzerlöse mit externen Kunden 2.686 2.544 1.180 1.169 700 799 4.566 4.513
Umsatzerlöse mit anderen

Geschäftssegmenten
28 24 39 34 5 5 –73 –63
Umsatzerlöse gesamt 2.715 2.568 1.219 1.203 705 804 –73 –63 4.566 4.513
EBITDA 371 288 210 222 140 196 721 707
Operatives EBITDA 408 350 214 219 132 191 754 760
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte –226 –221 –102 –95 –49 –46 –377 –362
Wertminderungen von

Vermögenswerten
–10 –42 –3 –4 –5 –13 –51
EBIT 136 25 105 123 91 146 332 294
Ergebnisanteil aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen –1 –2 –1 –2
Zinsergebnis –76 –81 –27 –23 5 4 –98 –100
Ertragsteuern –23 –7 –21 –23 –22 –37 –65 –67
Ergebnis nach Ertragsteuern 61 –88 56 68 73 104 –22 168 84
Fremdkapital 2.302 2.323 1.061 1.125 667 628 –690 –540 3.340 3.536
Capital Employed 2.679 2.819 1.155 1.129 546 635 4.380 4.583
Vermögen 4.049 4.167 1.804 1.781 978 1.010 –690 –540 6.142 6.418
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 11 12 2 4 14 16
Maintenance Capex 73 73 47 37 28 25 148 135
Growth Capex 68 82 58 83 7 12 133 177
Ø Mitarbeiter (in FTE) 10.913 10.800 6.875 6.997 2.580 2.665 20.368 20.462

Für weitere Informationen zur Segmentberichterstattung siehe Note 5.

Allgemeine Erläuterungen

1. Grundlagen

Unternehmen

Die Wienerberger AG (das „Unternehmen“) ist ein Unternehmen mit Sitz in Österreich. Die Adresse des eingetragenen Sitzes des Unternehmens lautet Wienerbergerplatz 1, 1100 Wien. Der Konzernabschluss des Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochterunternehmen (zusammen als „wienerberger“ oder der „Konzern“ bezeichnet).

wienerberger ist ein weltweiter Anbieter von innovativen und ökologischen Lösungen für die gesamte Gebäudehülle in den Bereichen Neubau und Renovierung sowie für Infrastruktur im Wasser- und Energiemanagement. wienerberger ist in den Segmenten Europe West, Europe East und North America tätig.

Übereinstimmungserklärung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 wurde in Übereinstimmung mit den in der Europäischen Union anwendbaren IFRS®-Rechnungslegungsstandards sowie den zusätzlichen Bestimmungen des § 245a Unternehmensgesetzbuch erstellt.

Unternehmensfortführung

Die Geschäftsführung hat zum Zeitpunkt der Genehmigung des Abschlusses die gerechtfertigte Erwartung, dass der Konzern über ausreichende Ressourcen verfügt, um in absehbarer Zukunft operativ weiter zu bestehen. Daher wurde der Konzernabschluss unter Zugrundelegung der Fortführungsannahme aufgestellt.

Grundsätze der Darstellung

Das Geschäftsjahr des Unternehmens sowie nahezu aller Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro, der funktionalen Währung des Unternehmens, dargestellt. Beträge im Konzernabschluss wurden auf Millionen Euro (EUR Mio) gerundet, soweit nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten. Allen Berechnungen liegen ungerundete Werte in Euro zugrunde. Die Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Bewertungsgrundlagen

Die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Davon abweichend kommen für folgende Posten andere Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Rechnungslegungsmethoden, Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten

Die Angabe von Rechnungslegungsmethoden, Ermessensentscheidungen und Quellen von Schätzungsunsicherheiten, sowie die Beschreibung der Bilanzierungswahlrechte und wie diese innerhalb des IFRS®-Regelwerks ausgeübt werden, erfolgt jeweils zu Beginn eines Kapitels. Die Wiederholung von IFRS®-Texten wird vermieden, außer es ist wichtig für das Verständnis einer Angabe.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Ermessensentscheidungen und Schätzungen mit Bezug auf die Zukunft, einschließlich klimabezogener Risiken und Chancen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen stehen im Einklang mit dem Risikomanagementsystem und mit den klimabezogenen Verpflichtungen. Änderungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

Überarbeitung des Konzernabschlusses 2025

Der vorliegende Konzernabschluss 2025 von wienerberger wurde einer Überarbeitung unterzogen. In den primären Abschlussbestandteilen wurden die Reihenfolge und Bezeichnungen von Abschlussposten abgepasst. Im Konzernanhang wurden einige Tabellen neu gestaltet.

Bezeichnung 2025 Bezeichnung 2024  Fundstellen 
Anteilseigner der Wienerberger AG Beherrschende Anteile Konzerngewinn- und verlustrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Wertminderungen von Vermögenswerten Wertminderungen von Vermögenswerten und Sonderabschreibungen Konzerngewinn- und -verlustrechnung
Neubewertungen leistungsorientierter

Verpflichtungen
Versicherungsmathematische Gewinne/

Verluste
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Absicherung von Zahlungsströmen und

Nettoinvestitionen
Veränderung Hedging Rücklage Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern Sonstiges Gesamtergebnis Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Finanzanlagen und sonstige finanzielle

Vermögenswerte
Übrige Finanzanlagen und sonstige

langfristige Forderungen
Konzernbilanz
Leistungen an Arbeitnehmer Personalrückstellungen Konzernbilanz
Sonstige Rückstellungen Kurzfristige Rückstellungen Konzernbilanz
Ertragsteuerschulden Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern Konzernbilanz
Kurzfristige Schulden Kurzfristige Rückstellungen und

Verbindlichkeiten
Konzernbilanz
Abschreibungen auf Sachanlagen und

immaterielle Vermögenswerte
Abschreibungen auf das Anlagevermögen Konzern-Kapitalflussrechnung
Wertminderungen von Vermögenswerten Wertminderungen von Vermögenswerten, Sonderabschreibungen und andere

Bewertungseffekte
Konzern-Kapitalflussrechnung
Growth Capex Special Capex Segmentberichterstattung; Firmenwerte

2. Änderungen von Rechnungslegungsmethoden

Freiwillige Änderungen von Rechnungslegungsmethoden

Im Mai 2025 hat der Konzern zugekaufte Emissionszertifikate von den immateriellen Vermögenswerten in die Vorräte umgegliedert. Diese Umgliederung bringt den operativen Nutzungscharakter von CO2-Zertifikaten besser zum Ausdruck. Diese Umgliederung wurde rückwirkend gemäß IAS 8 angewendet.

Die Umgliederung von zugekauften Emissionszertifikate hat sich wie folgt auf die Posten der Konzernbilanz ausgewirkt:

31.12.2024

in EUR Mio
Wie zuvor berichtet Anpassung Angepasst
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 529 –50 479
Langfristige Vermögenswerte 4.223 –50 4.173
Vorräte 1.291 50 1.341
Kurzfristiges Vermögen 2.196 50 2.246
Summe Aktiva 6.418 0 6.418
1.1.2024

in EUR Mio
Wie zuvor berichtet Anpassung Angepasst
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 343 –46 296
Langfristige Vermögenswerte 3.368 –46 3.322
Vorräte 1.154 46 1.200
Kurzfristiges Vermögen 2.075 46 2.121
Summe Aktiva 5.469 0 5.469

Die Umgliederung von zugekauften Emissionszertifikate hat sich wie folgt auf die Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewirkt:

2024

in EUR Mio
Wie zuvor berichtet Anpassung Angepasst
Ergebnis aus Anlagenabgängen –38 11 –27
Veränderungen bei Vorräten 50 6 56
Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit 590 16 606
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inklusive Finanzanlagen) 31 –16 15
Cashflows aus der Investitionstätigkeit –914 –16 –930
Veränderung der Zahlungsmittel –162 0 –162

Darstellung von Vorjahreswerten

In der Berichtsperiode 2025 sowie in der Vergleichsperiode 2024 hat der Konzern zwecks einer besseren Darstellung folgende Umgliederungen in den Abschlussposten vorgenommen.

In der Konzernbilanz wurde der Posten Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte von EUR 1.122 Mio in die Posten Firmenwerte von EUR 593 Mio und Sonstige immaterielle Vermögenswerte von EUR 479 Mio getrennt.

Der Bilanzposten Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen von EUR 50 Mio wurde in die Posten Finanzanlagen und übrige finanzielle Vermögenswerte von EUR 36 Mio und sonstige (langfristige) Forderungen von EUR 14 Mio aufgetrennt.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung wurden die in den Wertminderungen von Vermögenswerten enthaltenen sonstigen Abschreibungen und Bewertungseffekte von EUR 20 Mio in die Posten Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von EUR 10 Mio und Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge von EUR 9 Mio umgegliedert.

Erstmalig angewendete Standards

Die Änderungen an IAS 21 (Auswirkungen von Wechselkursänderungen: Mangel an Umtauschbarkeit), waren die einzigen Änderungen, die die Europäische Union für das Geschäftsjahr 2025 in den Rechtsstand übernommen hat. Diese Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Zukünftig anzuwendende Standards

Folgende veröffentlichte, aber noch nicht in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendende neue oder geänderte Standards werden vom Konzern erst zum Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet. Durch diese Änderungen (außer IFRS 18) erwartet der Konzern keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS® Standards Zeitpunkt

des Inkrafttretens
IFRS 19 Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben 1.1.2027
Änderungen an IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen: Umrechnung in

eine hochinflationäre Darstellungswährung
1.1.2027
Änderungen an IFRS 19 Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben 1.1.2027
IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss 1.1.2027
Jährliche Verbesserungen an den IFRS Rechnungslegungsstandards — Band 11 1.1.2026
Verträge, die sich auf naturabhängigen Strom beziehen (Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7) 1.1.2026
Änderungen an der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten (Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7) 1.1.2026

Zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses waren die ersten drei Änderungen von der Europäischen Union noch nicht genehmigt.

IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss

Am 1. Jänner 2027 wird der neue Standard IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss den bisher gültigen Standard IAS 1 Darstellung des Abschlusses ersetzen. Das Hauptziel von IFRS 18 ist die Verbesserung der Berichterstattung über die finanzielle Leistung eines Unternehmens, insbesondere in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Einführungvordefinierter Zwischensummen, die Kategorisierung von Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung, Vorschriften zur besseren Zusammenfassung und Detaillierung von Posten sowie die Angabe bestimmter, von der Unternehmensleitung zu definierender Leistungskennzahlen.

wienerberger befindet sich im Prozess der Umsetzung von IFRS 18. Die Änderungen betreffen unter anderem die Umgliederung der bisher im Finanzergebnis ausgewiesenen Posten Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen in das neue Investitionsergebnis. Neben weiteren Änderungen in Bilanz und Kapitalflussrechnung beabsichtigt wienerberger die bestehenden Kennzahlen EBIT und EBITDA als Management-bezogene Leistungskennzahlen beizubehalten. Weitere Themen sind derzeit in Untersuchung.

3. Konsolidierung

Der Konzernabschluss von wienerberger umfasst die Abschlüsse der Wienerberger AG (Mutterunternehmen) und ihrer Tochterunternehmen. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Für alle Konzerngesellschaften kommen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung. Die Wahlrechte für Rechnungslegungsmethoden, Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden einheitlich für alle Konzerngesellschaften ausgeübt.

Vollkonsolidierung

In den Konzernabschluss von wienerberger werden die von ihr beherrschten Unternehmen einbezogen. Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, und bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung endet, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der Vollkonsolidierung werden alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse eliminiert.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis von wienerberger stellt sich wie folgt dar:

Einbezogene Unternehmen Voll-

konsolidiert
Equity-

bilanziert
Anzahl zum 1.1.2025 172 8
Erstmalig einbezogen 5
Fusioniert oder liquidiert –4
Verkauft –1
Anzahl zum 31.12.2025 173 7
davon inländische Unternehmen 26 2
davon ausländische Unternehmen 147 5

Im Geschäftsjahr 2025 wurden 6 Tochterunternehmen (2024: 7 Tochterunternehmen) aus Gründen der Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Eine Aufstellung aller vollkonsolidierten, Equity-bilanzierten und nicht konsolidierten Gesellschaften befindet sich im Abschnitt Konzerngesellschaften.

Unternehmenserwerbe

Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs werden gemäß der Erwerbsmethode die im Erwerbszeitpunkt übertragene Gegenleistungen dem neu bewerteten Reinvermögen (Eigenkapital) des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt. Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden nach IFRS 3, soweit identifizierbar, bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird als Firmenwert im jeweiligen Segment in Landeswährung aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 sind verschiedene Ermessensentscheidungen erforderlich. Besonders relevant ist die Zuweisung des Kaufpreises auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert. Dabei erfordert vor allem die Identifizierung immaterieller Vermögenswerte, wie Kundenbeziehungen, Markenrechte oder Technologien, eine sorgfältige Bewertung und Schätzung.

Ebenso sind Ermessensentscheidungen bei der Ermittlung von bedingten Gegenleistungen notwendig. Die Anwendung des Ertragswertverfahrens setzt eine detaillierte Analyse der künftigen Geschäfts- und Marktentwicklung sowie der Wettbewerbsbedingungen voraus, die auf bestmöglichen Schätzungen und fundierten Annahmen basiert. Die Bestimmung von risikoadjustierten Diskontierungsfaktoren (z. B. WACC) erfordert eine Einschätzung der Kapitalkostenstruktur, der Marktvolatilität und unternehmensspezifischer Risiken.

Die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Vermögenswerten wird anhand von Annahmen zur zukünftigen Nutzung, technologischen Entwicklungen und rechtlichen Rahmenbedingungen festgelegt. Besonders bei der Bewertung von Kundenbeziehungen spielen Prognosen zur Kundenbindung und zur Abwanderungsrate eine entscheidende Rolle. Erworbene Marken werden entweder mit einer begrenzten oder unbegrenzten Nutzungsdauer angesetzt. Marken können eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben, wenn erwartet wird, dass sie unbegrenzt zu den Cashflows beitragen. Andere Marken hingegen werden mit einer begrenzten Nutzungsdauer angesetzt und planmäßig abgeschrieben. Die Einstufung der Nutzungsdauer hängt von der Bewertung im Rahmen der Akquisition ab. Dabei werden Marktanalysen vergleichbarer Peer Gruppen berücksichtigt. Darüber hinaus spielen Ermessensentscheidungen des Managements eine wesentliche Rolle für die Folgebewertung.

Im Geschäftsjahr 2025 erfolgte Unternehmenserwerbe

Im Mai 2025 wurde das Portfolio der Rohrlösungen in Irland durch die Übernahme des MFP-Rohrlösungsgeschäfts erweitert, indem 100 % der Anteile an der MFP Sales Limited (Share Deal) sowie bestimmte Vermögenswerte der MFP Plastics Limited (Asset Deal) erworben wurden. Beide Transaktionen sind miteinander verknüpft und wurden als ein Unternehmenszusammenschluss behandelt (nachfolgend als „MFP“ bezeichnet). MFP ist ein führender Anbieter von Rohrlösungen in Irland mit Spezialisierung auf Entwässerungs-, Dachrinnen- und Kabelschutzrohrsysteme für den irischen und britischen Markt. Mit ihren Lösungen trägt diese Akquisition zur wertschaffenden Wachstumsstrategie von wienerberger bei. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurde für MFP ein Firmenwert von EUR 4 Mio ermittelt, der dem Berichtssegment Europe West zugeordnet wurde. Im Zeitraum vom 1.1.2025 bis 31.12.2025 wurden Umsatzerlöse von EUR 19 Mio und ein EBITDA von EUR 2 Mio erzielt. Seit dem erstmaligen Einbezug in den Konzernabschluss am 31. Mai 2025 wurden Umsatzerlöse von EUR 8 Mio und ein EBITDA von EUR 1 Mio erwirtschaftet. Für diese Transaktion fielen keine wesentlichen Nebenkosten an. Der Firmenwert aus dem Erwerb ist hauptsächlich auf erwartete Synergien sowie dem erheblichen Wachstumspotenzial im Bausektor des irischen Marktes zurückzuführen.

Im Dezember 2025 erwarb wienerberger 80 % der Anteile an VETA France SAS, einem Produzenten von Fassadensystemen kombiniert mit Außenwärmedämmung. wienerberger verfügt über eine Kaufoption (und der Altgesellschafter über eine Verkaufsoption) über die verbleibenden 20 % der Anteile. Die mit dem Minderheitenanteil verbundenen Chancen und Risiken liegen bei wienerberger, weshalb keine nicht beherrschenden Anteile ausgewiesen wurden. Der erstmalige Einbezug in den Konzernabschluss erfolgte zum 31. Dezember 2025. Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation wurde für VETA France ein vorläufiger Firmenwert von EUR 3 Mio ermittelt, der dem Berichtssegment Europe West zugeordnet ist. Für diese Transaktion fielen keine wesentlichen Nebenkosten an. Der vorläufige Firmenwert aus dem Erwerb ist hauptsächlich auf erwartete Synergien sowie der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen und leistungsstarken Lösungen für energetische Sanierungen zurückzuführen.

Die im Berichtszeitraum getätigten Akquisitionen führten zu einem Zahlungsmittelabfluss von EUR 11 Mio sowie zu einer Übernahme von Zahlungsmitteln von EUR 3 Mio. Vorläufige, nicht zahlungswirksame Kaufpreisbestandteile beliefen sich auf EUR 28 Mio. Für Kaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen in Vorjahren wurden Zahlungen von EUR 16 Mio geleistet.

4. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum Kassakurs am Tag der Transaktion in die entsprechende funktionale Währung der Konzernunternehmen umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am Abschlussstichtag auf eine Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung der Konzernunternehmen umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Wechselkurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst und innerhalb der Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.

Ausländische Geschäftsbetriebe

Vermögenswerte und Schulden aus ausländischen Geschäftsbetrieben, einschließlich des Firmenwerts und der Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert, die beim Erwerb entstanden sind, werden mit dem Stichtagskurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Erträge und Aufwendungen aus den ausländischen Geschäftsbetrieben werden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Währungsumrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital ausgewiesen, soweit die Währungsumrechnungsdifferenz nicht den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesen ist.

Bei einem vollständigen oder teilweisen Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs, der zum Verlust der Beherrschung, des maßgeblichen Einflusses oder der gemeinschaftlichen Führung führt, wird der in Zusammenhang mit diesem ausländischen Geschäftsbetrieb bis zu diesem Zeitpunkt kumuliert in der Währungsumrechnungsrücklage erfasste Betrag in den Gewinn oder Verlust als Teil des Abgangserfolgs umgegliedert. Bei nur teilweisem Abgang, ohne Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens, das einen ausländischen Geschäftsbetrieb umfasst, wird der entsprechende Teil der kumulierten Umrechnungsdifferenz den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet.

5. Segmentberichterstattung

Grundlage der Segmentierung

Die verantwortliche Unternehmensinstanz von wienerberger ist der Gesamtvorstand. Die Segmentberichterstattung folgt der internen Berichterstattung an den Vorstand.

Berichtspflichtige Segmente

wienerberger bietet weltweit Systemlösungen für die Gebäudehülle (Wand, Dach und Fassade), Flächenbefestigungen, Abwasser- und Regenwasserentsorgung, Sanitär-, Heiz- und Kühltechnik sowie Energie-, Gas- und Trinkwasserversorgung an. Das Angebot der Systemlösungen ist regional unterschiedlich und bedient die Endmärkte Renovierung, Infrastruktur und new build. wienerberger führt die Geschäfte regional in drei Segmenten, Europe West, Europe East und North America. wienerberger hat die drei berichtspflichtigen Segmente in neun Regionen unterteilt. wienerberger zieht die neun Regionen außerdem für die Zuordnung eines erworbenen Firmenwerts und für die nachfolgende Überprüfung der Werthaltigkeit des Firmenwerts heran.

wienerberger hat die folgenden berichtspflichtigen Segmente und Unterregionen identifiziert:

Segment Region 
Europe West



Western Europe 
Northern Europe 
UK/Ireland 
Wioniq Group 
Europe East 



Central East 
South East 
Emerging Markets 
North America 

Bricks North America 
Pipes North America 

Die vormals als Smart Hub Solutions bezeichnete Gruppe wurde unter Beibehaltung der Segmentstruktur in Wioniq Group umbenannt.

Im Segment Europe West (mit Ausnahme der Wioniq Group) werden sämtliche Systemlösungen angeboten. Die Wioniq Group umfasst das Geschäftsfeld von Automatisierungslösungen zur Überwachung der Wasser- und Energieinfrastruktur sowie zur Optimierung des Betriebs von Gebäuden.

Im Segment Europe East werden – mit Ausnahme von Fassaden – alle Systemlösungen angeboten.

Im Segment North America werden keramische Fassaden- und Rohrlösungen für Wohn- und gewerbliche Bauprojekte angeboten. Pipes North America umfasst unter anderem Lösungen für die nachhaltige Wasserversorgung, Regenwasserkanalisation und umweltbewusste Abwasserentsorgung.

Segmentberichterstattung

Die Übersicht der berichtspflichtigen Geschäftssegmente befindet sich am Beginn des Konzernanhangs.

wienerberger verwendet die Erfolgsgrößen EBITDA und operatives EBITDA zur Bewertung der Ertragskraft eines Segments. Des Weiteren werden die Kennzahlen Maintenance Capex (Investitionen zur Erhaltung der industriellen Basis) und Growth Capex (Investitionen für die Erweiterung, Optimierung, Entwicklung neuer Produkte, Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte sowie Digitalisierung) an den Vorstand berichtet.

In den Konzerneliminierungen sind die Eliminierungen von Erträgen und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Segmenten enthalten.

Die Aktivitäten der Holdinggesellschaften werden den Geschäftssegmenten aufgrund des Capital Employed hinzugerechnet.

Geografische Gebiete

Die Umsatzerlöse und die langfristigen Vermögenswerte stellen sich nach Ländern wie folgt dar:

Umsatzerlöse Langfristiges Vermögen
in EUR Mio 2025 2024 2025 2024

angepasst*
USA 644 725 347 394
Frankreich 525 462 715 748
Großbritannien 522 537 477 495
Niederlande 421 384 329 318
Belgien 386 360 335 336
Deutschland 306 305 236 261
Polen 209 216 183 181
Österreich 193 186 389 357
Tschechien 168 150 168 160
Sonstige Länder 1.192 1.188 952 922
Gesamt 4.566 4.513 4.130 4.173

* Die Vergeichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungsmethoden angepasst (siehe Note 2).

Die Umsatzerlöse werden nach Sitz der fakturierenden Gesellschaft dargestellt. Für Informationen zu den Umsatzerlösen nach Produktgruppen siehe Note 6.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung

6. Umsatzerlöse

wienerberger generiert Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Systemlösungen für die Gebäudehülle, Flächenbefestigungen und Rohrlösungen. In der Regel werden Umsatzerlöse zu dem Zeitpunkt realisiert, an dem die Lieferung von Gütern oder Dienstleistungen entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen erfolgt und die Kontrolle über die Güter oder Dienstleistungen an den Kunden übergeht. Die Güter werden mit eigenen Transportmitteln oder über beauftragte Frächter an den Kunden geliefert. Transporterlöse werden in den Umsatzerlösen erfasst.

Umsatzerlöse werden um erwartete Rückgaben sowie Kundenboni und Skonti gekürzt. Rückgabeverpflichtungen bestehen größtenteils aus retournierbaren Verpackungsmaterialien wie Paletten. Die Schätzung der erwarteten Rückgaben erfolgt auf Basis von historischen Daten.

Im internationalen Projektgeschäft mit Long-Length-Large-Diameter-Rohren (LLLD) werden Umsatzerlöse über einen Zeitraum realisiert. Auch im Ziegelbereich werden Umsatzerlöse bei einzelnen Aufträgen zeitraumbezogen erfasst. Hierbei handelt es sich beispielsweise um kundenspezifische Fertigungen oder sogenannte „Heritage“-Produkte. Der Produktionszeitraum dieser Aufträge beläuft sich jedoch meist auf nur wenige Tage bis Wochen. Der Leistungsfortschritt wird mittels outputorientierter Methoden beispielsweise anhand der produzierten Menge im Verhältnis zur Gesamtmenge berechnet.

wienerberger erbringt in untergeordnetem Ausmaß Leistungen an Kunden in Form von digitalen Dienstleistungen.

Der Zeitraum zwischen der Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden und der Fälligkeit der Forderung liegt in der Regel unter einem Jahr. Daher macht wienerberger von der praktischen Erleichterungsbestimmung Gebrauch, die Umsatzerlöse nicht um eine Finanzierungskomponente zu berichtigen. Die Zahlungszeitpunkte der Forderungen richten sich nach den vereinbarten Zahlungszielen.

Die Umsatzerlöse nach Produktgruppen und Geschäftssegmenten stellen sich wie folgt dar:

2025

in EUR Mio
Europe West Europe East North America Gesamt
Wand 241 449 28 717
Fassade 669 17 487 1.173
Dach 937 242 35 1.214
Flächenbefestigungen 114 114
Rohre 839 359 149 1.347
Summe 2.686 1.180 700 4.566
2024

in EUR Mio
Europe West Europe East North America Gesamt
Wand 231 416 32 679
Fassade 656 6 558 1.220
Dach 859 244 31 1.135
Flächenbefestigungen 124 125
Rohre 798 378 178 1.354
Summe 2.544 1.169 799 4.513

Angaben zu künftigen Umsatzerlösen aus zum Bilanzstichtag verbleibenden Leistungsverpflichtungen unterbleiben, da Kundenverträge in der Regel innerhalb eines Jahres abgearbeitet werden. Aus demselben Grund macht wienerberger von der praktischen Erleichterungsbestimmung Gebrauch, etwaige Vertragskosten nicht zu kapitalisieren, sondern im Aufwand zu erfassen.

Im Geschäftsjahr 2025 enthielten die Umsatzerlöse Fertigungsaufträge von EUR 3 Mio (2024: EUR 1 Mio).

7. Aufwendungen und Erträge nach Aufwandsarten

In der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren werden Aufwendungen nach Funktionsbereichen gegliedert. Im Gesamtkostenverfahren werden die Aufwendungen nach Aufwandsarten dargestellt und um Bestandsveränderungen von Halb- und Fertigfabrikaten sowie um aktivierte Eigenleistungen korrigiert. Bestandsveränderungen und Fremdkapitalkosten werden im Materialaufwand ausgewiesen.

Die Überleitung der Aufwendungen und Erträge nach Funktionsbereichen auf Aufwandsarten stellt sich wie folgt dar:

2025

in EUR Mio
Funk-

tions-

be-

reiche

gesamt
Sonstige

betrieb-

liche

Erträge
Material-

aufwand
Personal-

aufwand
Abschreibungen Wert-

minde-

rungen
Energie-

aufwand
Fracht-

aufwand
Sonstige

betrieb-

liche

Aufwen-

dungen
Note 8 9 11 10 13 12
Herstellkosten 2.963 –3 1.429 773 241 375 149
Sonstige betriebliche

Erträge
–148 –149
Vertriebskosten 910 –5 37 366 57 6 270 180
Verwaltungskosten 364 –7 236 30 1 103
Wertminderungen 13 13
Sonstige betriebliche

Aufwendungen
132 49 2 81
Gesamt 4.235 –163 1.466 1.375 377 13 384 270 514
2024

in EUR Mio
Funk-

tions-

be-

reiche

gesamt
Sonstige

betrieb-

liche

Erträge
Material-

aufwand
Personal-

aufwand
Abschreibungen Wert-

minde-

rungen
Energie-

aufwand
Fracht-

aufwand
Sonstige

betrieb-

liche

Aufwen-

dungen
Note 8 9 11 10 13 12
Herstellkosten 2.902 –8 1.486 718 232 315 159
Sonstige betriebliche

Erträge
–137 –125 –12
Vertriebskosten 885 –5 42 354 53 5 263 174
Verwaltungskosten 357 –4 2 223 29 1 105
Wertminderungen 51 51
Sonstige betriebliche

Aufwendungen
160 48 2 111
Gesamt 4.219 –143 1.530 1.296 362 51 323 263 536

8. Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2025 betrugen die sonstigen betrieblichen Erträge EUR 163 Mio (2024: EUR 143 Mio) und betrafen im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen, Erträge aus dem Abgang von Emissionszertifikaten, Erträge aus Miet- und Leasingverträgen sowie Erträge aus Versicherungsansprüchen.

9. Materialaufwand

Der Materialaufwand stellt sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Materialaufwendungen 849 781
Handelswareneinsatz 423 426
Instandhaltungsaufwand 205 193
Bestandsveränderungen –2 139
Aktivierte Eigenleistungen –8 –9
Gesamt 1.466 1.530

Die Materialaufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Kunststoffe, Zuschlagstoffe, Verpackungsmaterialien, Ton, Sand, Kies, Zement und Paletten.

Own-use exemption

Verträge über den Kauf von nichtfinanziellen Posten, die durch einen Nettoausgleich in bar erfüllt werden können und die gemäß dem erwarteten Nutzungsbedarf des Unternehmens geschlossen wurden und in diesem Sinne weiter gehalten werden, fallen nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9 (Own Use Exemption). Solche Verträge werden als schwebende Geschäfte eingestuft und nicht bilanziert.

wienerberger minimiert das Risiko aus Energiepreisschwankungen durch den Abschluss von Termingeschäften, um die Energieversorgung für die Produktion zu sichern. Preise und Mengen werden dabei kurz- und mittelfristig fixiert. wienerberger ist zu der Ansicht gelangt, dass diese Verträge unter die Own Use Exemption fallen. Die vorgenommenen Annahmen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, stützen sich auf Erfahrungswerte und berücksichtigen verbleibende Unsicherheiten in angemessener Weise.

10. Abschreibungen

Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 374 352
Sonderabschreibungen aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2 10
Abschreibungen 377 362

11. Personalaufwand

Der Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Löhne 450 430
Gehälter 547 525
Sozialabgaben 239 222
Leihpersonal 62 47
Aufwendungen für Altersversorgung 26 23
Aufwendungen für gesetzliche und freiwillige Abfertigungen 6 6
Aufwendungen aus langfristigen Vergütungsprogrammen 3 2
Jubiläumsgelder und sonstige Sozialaufwendungen 42 41
Personalaufwand 1.375 1.296

Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:

in FTE 2025 2024
Mitarbeiter in Werken 12.773 12.905
Mitarbeiter im Vertrieb 5.336 5.383
Mitarbeiter in Verwaltung 2.258 2.174
Gesamt 20.367 20.462

Anteilsbasierte Vergütungen

Der Konzern gewährt seinen Mitarbeitern und Mitgliedern des Vorstands anteilsbasierte Vergütungen. Diese Vereinbarungen umfassen anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich sowie gemischte Vergütungsformen und werden gemäß IFRS 2 bilanziert. Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente am Tag der Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird anhand angemessener Bewertungsverfahren und beobachtbarer Marktparameter ermittelt und schließt die Auswirkungen nicht marktbedingter Erdienungsbedingungen aus, welche stattdessen über die Anpassung der erwarteten Anzahl erdienter Eigenkapitalinstrumente berücksichtigt werden. Für die langfristigen Vergütungsprogramme des Konzerns wird der beizulegende Zeitwert der eigenkapitalbasierte Komponente auf Grundlage des durchschnittlichen Aktienkurses der Wienerberger AG über den definierten Zeitraum vor dem Tag der Gewährung bestimmt, welcher zur Ermittlung der Anzahl von Aktienäquivalenten zu Beginn des Erdienungszeitraums herangezogen wird. Der zum Tag der Gewährung ermittelte beizulegende Zeitwert wird über den Erdienungszeitraum linear als Aufwand erfasst, basierend auf der besten Schätzung der Anzahl der voraussichtlich erdienten Eigenkapitalinstrumente; diese Schätzung wird an jedem Abschlussstichtag im Hinblick auf nicht marktbedingte Erdienungsbedingungen aktualisiert. Anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich werden zum beizulegenden Zeitwert der Schuld am Tag der erstmaligen Erfassung bewertet und bis zur Erfüllung an jedem Abschlussstichtag neu bewertet; Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Bei der Neubewertung der anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich werden erwartete Dividenden berücksichtigt. Für die Tranche LTI 2024–2026 wird die Dividende des Geschäftsjahres 2024 in die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2025 einbezogen. Bei anteilsbasierten Vergütungen, bei denen die Gegenpartei ein Erfüllungswahlrecht besitzt, wird die Transaktion entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der gegenwärtigen Verpflichtung des Unternehmens zum Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten oder Bargeld klassifiziert.

Für das Geschäftsjahr 2025 wurden die im Mitarbeitererfolgsbeteiligungsprogramms („MEBP“) festgelegten Ziele nicht erreicht. Daher wurden im Rahmen des MEBP 2025 keine Anwartschaftsrechte für den Erhalt von Aktien (2024: 132.916 Aktien) an Mitarbeiter von wienerberger gewährt. In Einklang mit IFRS 2 wird das MEBP als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich bilanziert. Basierend auf individuellen Vereinbarungen aller teilnehmenden Konzerngesellschaften wurden keine Ausgleichszahlungen (2024: EUR 4 Mio sonstiger Sozialaufwand) im Zusammenhang mit dem MEBP an die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung geleistet.

Der Konzern betreibt für die Mitglieder des Vorstands mehrjährige Long‑Term‑Incentive‑Programme (LTI), die als Performance Share Plans mit einem dreijährigen Erdienungszeitraum ausgestaltet sind. Diese Programme beinhalten finanzielle und nachhaltigkeitsbezogene Leistungsbedingungen. Mindestens 50 % des endgültigen Anspruchs sind in Anteilen der Wienerberger AG und der verbleibende Teil in bar zu erfüllen. Die Programme stellen daher gemischte anteilsbasierte Vergütungen im Sinne von IFRS 2 dar. Für die LTI‑Tranchen 2024–2026 und 2025–2027 liegt der Anteil des in Eigenkapitalinstrumenten und der in bar zu erfüllenden Vergütung bereits vor dem Bilanzstichtag auf Basis der von den Vorstandsmitgliedern abgegebenen Erklärungen vor. Für die Tranche 2023–2025 hingegen wird die Wahl des Erfüllungsanteils (mindestens 50 % in Anteilen) erst nach Vorliegen des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers für das letzte Jahr des Erdienungszeitraums getroffen. Daher wurde zum 31.Dezember 2025 der mindestens durchsetzbare Erfüllungsanteil gemäß IFRS 2 als 50 % Eigenkapitalinstrumente und 50 % Bargeld klassifiziert.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden Aufwendungen (ohne Lohnnebenkosten) für das LTI 2025–2027 von TEUR 396, für das LTI 2024–2026 von TEUR 877 sowie für das LTI 2023–2025 von TEUR 784 erfasst. Dies ergabe einen gesamten LTI‑Aufwand (ohne Lohnnebenkosten) von TEUR 2.057 (2024: TEUR 1.859), davon entfielen auf die eigenkapitalbasierte Komponente 65 % (2024: 62 %) und auf die bar auszugleichende Komponente 35 % (2024: 38 %). Im Zusammenhang mit der Erfüllung der LTI‑Tranche 2023 sind 17.102 Aktien für eine Übertragung im Jahr 2026 vorgesehen.

Der CEO nimmt an einem im Jahr 2020 etablierten Performance Share Unit (PSU)‑Programm teil, welches eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich darstellt und dessen Schuld über den fünfjährigen Erdienungszeitraum an jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet wird. Für das PSU-Programm wurden im Geschäftsjahr 2025 Aufwendungen von TEUR 993 (2024: TEUR 305) erfasst.

Im Geschäftsjahr 2025 betrafen die Aufwendungen aus langfristigen Vergütungsprogrammen von TEUR 2.785 (2024: TEUR 1.783) die LTI‑Programme von TEUR 2.057 (2024:TEUR 1.859) , das PSU‑Programm von TEUR 993 (2024: TEUR 305), sowie Auflösungen von Rückstellungen für nicht wahrgenommene Ansprüche des leitenden Managements unterhalb des Vorstands von TEUR 265 (TEUR 381).

Die Schulden aus anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf TEUR 5.629 (2024: TEUR 5.548) und wurden unter den Rückstellungen ausgewiesen.

12.Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Dienstleistungen 169 171
Interne Transporte 58 55
Sonstige Steuern 48 48
Lizenzen und Patente 43 40
Restrukturierungen 42 66
Mieten und Leasing 27 24
Forschung und Entwicklung 23 24
Umweltschutzmaßnahmen 19 15
Provisionen 13 14
Mitarbeiterausbildung 12 12
Verbrauchs- und Büromaterialien 11 9
Mitgliedsbeiträge 7 7
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (mit Ausnahme von Finanzanlagen) 2 2
Übrige Aufwendungen 41 50
Sonstige betriebliche Aufwendungen 514 536

Die Aufwendungen für Dienstleistungen betrafen im Wesentlichen Kosten für Rechtsberatung, sonstige Beratung, Werbung, Versicherungen, Reisen und Telekommunikation.

Im Geschäftsjahr 2025 betrafen die Aufwendungen für Restrukturierungen Personalkosten von EUR 30 Mio (2024: EUR 40 Mio), Vorratsabwertungen von EUR 8 Mio (2024: EUR 18 Mio) und sonstige Restrukturierungsaufwendungen von EUR 4 Mio (2024: EUR 9 Mio). Die Restrukturierungen resultierten aus Einmottungen, Werksschließungen, Werksverlagerungen und Personalkostenreduktion (Fit-for-Growth Programm). Zu Sonderabschreibungen aus Restrukturierungen siehe Note 13.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des Netzwerks des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses im Berichtsjahr TEUR 3.500 (2024: TEUR 3.689), TEUR 195 (2024: TEUR 271) für Bestätigungsleistungen, TEUR 20 (2024: TEUR 22) für Steuerberatungsleistungen und TEUR 3 (2024: TEUR 0) für sonstige Leistungen.

Für Details zu den Mieten und Leasingaufwendungen siehe Note 32.

In den übrigen Aufwendungen waren Aufwendungen für Instandhaltung, Reinigung, Sicherheit und Transaktionsnebenkosten im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm enthalten.

13. Wertminderungen

Wertminderungen

wienerberger hat seine langfristigen (nicht finanziellen) Vermögenswerte, das sind Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, auf Werthaltigkeit zu überprüfen. Wenn der erzielbare Betrag den Buchwert eines Vermögenswerts unterschreitet, ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Wertminderungen werden in einem separaten Posten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. In den Wertminderungen sind sowohl die Aufwendungen aus der Überprüfung von Vermögenswerten auf Werthaltigkeit als auch die Sonderabschreibungen aus Restrukturierungsmaßnahmen enthalten. Für Restrukturierungen erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten.

Die wesentlichen Wertminderungen stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Europe West 10 42
UK 3
Steinzeug Gruppe 3 2
Deutschland 1 25
Frankreich 1 10
Übrige 2 4
Europe East 3 4
Polen 3
Übrige 4
North America 5
Gesamt 13 51

Im Geschäftsjahr 2025 waren in den Wertminderungen Sonderabschreibungen für Restrukturierungen von EUR 13 Mio enthalten (2024: EUR 32 Mio). Die aufgrund der Restrukturierungen gebuchten Wertminderungen betrafen im Wesentlichen Fabriksgebäude sowie technische Anlagen und Maschinen.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden aufgrund eines niedrigeren Nutzungswertes Vermögenswerte in der CGU Deutschland um EUR 17 Mio sowie in der CGU Steinzeug Gruppe um EUR 2 Mio wertgemindert.

14.Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich nach den Kategorien des IFRS 9 wie folgt zusammen:

in EUR Mio 2025 2024
Ergebnisanteil aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen –1 –2
Zinserträge aus Darlehen – amortized cost (AC) 7 9
Zinserträge aus Derivaten 4 9
Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten AC –89 –102
Zinsaufwendungen aus Derivaten –4 –3
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten –12 –10
Nettozinsergebnis aus Pensions-,

Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen
–4 –3
Zinsergebnis –98 –100
Beteiligungserträge – fair value through profit or loss (FVPL) 2 1
Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten FVPL –2
Ergebnis aus dem Abgang von Beteiligungen FVPL 1
Bewertung von Derivaten –2 2
Zuschreibung von Finanzinstrumenten FVPL 5 2
Recycling von Fremdwährungseffekten

aus Entkonsolidierung
–42
Kursdifferenzen 2 –3
Bankspesen –4 –5
Sonstiges 1 4
Sonstiges Finanzergebnis –41
Finanzergebnis –99 –143

Hochinflationsländer

IAS 29 ist anzuwenden, wenn die funktionale Währung eines Unternehmens jene eines Landes mit ausgeprägter Hochinflation ist. Im vorliegenden Geschäftsbericht betrifft das ein Tochterunternehmen in der Türkei, in dem die kumulierte dreijährige Inflationsrate zur Einstufung als Hyperinflationsland geführt hat. IAS 29 schreibt eine Anpassung betroffener Abschlüsse durch Anwendung eines allgemeinen Preisindexes vor:

Der Abschluss des türkischen Tochterunternehmens wurde zum 1.1.2022 erstmalig gemäß den Kriterien des IAS 29 angepasst. Als geeigneter Preisindex wurde der vom türkischen Institut „Turkish Statistical Institute“, dem nationalen Institut für Statistik, veröffentlichte Verbraucherpreiseindex CPI 2003 herangezogen. Der Preisindex zum 31.12.2025 lag bei 3.513,9 (2024: 2.684,5).

Der Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 in Höhe von EUR 1 Mio (2024: EUR 4 Mio) ist im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen.

15. Ertragsteuern

in EUR Mio 2025 2024
Laufender Steueraufwand –79 –73
Latenter Steueraufwand und -ertrag 14 6
Ertragsteuern –65 –67

Die Überleitung vom erwarteten österreichischen Körperschaftsteuersatz von 23% (2024: 23%) auf den Effektivsteuersatz stellt sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Ergebnis vor Ertragsteuern 233 151
Ertragsteuern zum Steuersatz von 23 % –54 –35
Abweichende ausländische Steuersätze 2 7
Steueraufwand und -ertrag aus Vorperioden 2 5
Veränderung von nicht angesetzten aktiven latenten Steuern –20 –40
Permanente Differenzen 5 –4
Effektivsteuerbelastung –65 –67
Effektivsteuersatz in % 27,9 % 44,3 %

Details zu den latenten Steuern befinden sich in Note 31.

16. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar (die Gewichtung der Aktien erfolgt zeitanteilig):

in Stück 2025 2024
Ausgegebene Aktien zum 1.1. 111.732.343 111.732.343
Eigene Aktien zum 1.1. –1.465.834 –6.339.332
Im Umlauf befindliche Aktien zum 1.1. 110.266.509 105.393.011
Aktienrückkäufe (gewichtet) –1.019.305 –282.427
Zugeteilte Aktien (gewichtet) 17.038 5.170.858
Gewichtete Aktien zum 31.12 109.264.242 110.281.442
Den Anteilseignern der Wienerberger AG zuzurechnendes Ergebnis nach Ertragsteuern (in EUR) 165.764.811 79.755.604
Gewichtete ausgegebene Aktien (in Stück) 109.264.242 110.281.442
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,52 0,72

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der Wienerberger AG zum 31.12.2025 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von EUR 115 Mio (2024: EUR 109 Mio) aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 0,95 EUR je Aktie auszuschütten.

Im Geschäftsjahr 2025 betrafen die gewichteten zugeteilten Aktien das LTI-Programm 2022-2024 mit 17.038 Stück (2024: das LTI-Programm 2021-2023 mit 20.852 Stück, die Terreal-Übernahme mit 5.147.541 Stück und das ESSP in den USA mit 2.465 Stück).

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

17. Sonstiges Ergebnis

Ertragsteuern

wienerberger stellt die Posten des sonstigen Ergebnisses nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern (im Folgenden „Steuern“) dar. Steueraufwendungen werden mit negativem Vorzeichen, Steuererträge ohne Vorzeichen dargestellt.

in EUR Mio 2025 2024
Vor

Steuern
Steuer-

betrag
Nach

Steuern
Vor

Steuern
Steuerbetrag Nach

Steuern
Neubewertungen leistungsorientierter

Verpflichtungen
6 –1 5 –15 4 –11
Posten, die in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 6 –1 5 –15 4 –11
Währungsumrechnungsdifferenzen –119 4 –115 88 –3 85
Ergebnis aus der Absicherung von

Zahlungsströmen und Nettoinvestitionen
20 –5 15 –22 5 –16
Davon Zahlungsströme 4 –1 3 –13 2 –11
Davon Nettoinvestitionen in einen

ausländischen Geschäftsbetrieb
16 –4 12 –8 3 –5
Posten, die in Folgeperioden in

die Gewinn- und Verlustrechnung

umgegliedert werden können
–99 –1 –100 67 2 69
Sonstiges Ergebnis, Gesamt –93 –2 –94 51 6 58

Erläuterungen zur Konzernbilanz

18. Anlagevermögen

Firmenwerte

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstandenen Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Firmenwerte stellen sich aufgegliedert nach CGU-Gruppen wie folgt dar:

Firmenwerte

in EUR Mio
2025 2024
Western Europe 289 286
UK/Ireland 190 194
Central East 60 59
Northern Europe 41 41
South East 10 10
Wioniq Group 3 3
Gesamt 593 593

Schätzungsunsicherheiten

Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten trifft das Management Schätzungen und zukunftsbezogene Annahmen zu den in den Planungsperioden erwarteten Einzahlungsüberschüssen sowie zu den Kapitalkostensätzen des Konzerns und einzelner zahlungsmittelgenerierender Einheiten. Die Planung der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse umfasst auch Annahmen zu Investitionsausgaben, CO2-Emissionskosten und ähnlichen Faktoren im Zusammenhang mit klimabezogenen Zielen, sofern diese gemäß den IFRS® in die Planung einbezogen und verlässlich geschätzt werden können. Die vorgenommenen Schätzungen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen unter der Prämisse der Unternehmensfortführung, basieren auf Erfahrungswerten und berücksichtigen verbleibende Unsicherheiten in angemessener Weise.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU)

wienerberger hat seine zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash-generating units – CGUs) auf Länder-Ebene festgelegt. Somit stellt jedes Land eine CGU dar. Darüber hinaus wurden neun CGU-Gruppen gebildet, die den Regionen der Geschäftssegmente entsprechen (siehe Note 5).

wienerberger überprüft die Werthaltigkeit von Firmenwerten und Markenrechten (mit unbestimmter Nutzungsdauer) jährlich auf Ebene der CGU-Gruppen. wienerberger überprüft die Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten (mit bestimmter Nutzungsdauer), Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien anlassbezogen auf Länderebene.

Schätzung des erzielbaren Betrags

Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Um den erzielbaren Betrag in einer Werthaltigkeitsprüfung zu bestimmen, zieht wienerberger grundsätzlich den Nutzungswert heran. Liegt der Nutzungswert unter dem Buchwert des geprüften Vermögens, wird zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten ermittelt.

Im Fall von Restrukturierungsmaßnahmen (Werkschließungen, Einmottungen oder Kapazitätsreduktionen) ermittelt wienerberger den erzielbaren Betrag anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten und bezeichnet diesen auch als Sonderabschreibungen aufgrund von Restrukturierungen. Der Nutzungswert einer CGU wird in der funktionalen Währung ermittelt und mit dem Stichtagskurs zum Zeitpunkt der Überprüfung in die Konzernwährung umgerechnet.

Im Fall der Wertminderung einzelner CGUs werden nicht die Firmenwerte, sondern die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte vermindert. Im Falle der Wertminderung einer CGU-Gruppe werden zuerst der Buchwert des zugeordneten Firmenwerts und dann die übrigen Vermögenswerte vermindert.

Der Nutzungswert einer CGU wird mittels eines kapitalwertorientierten Verfahrens ermittelt, indem die erwarteten künftigen Zahlungsströme mit dem durchschnittlichen gewichteten Gesamtkapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital – WACC) nach Steuern abgezinst werden. Der WACC wurde nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren aus externen Quellen abgeleitet. Der WACC nach Steuern wurde für Zwecke der Offenlegung in den WACC vor Steuern umgerechnet.

Der innerhalb der Regionen nach Ländern gewichtete WACC (vor Steuern) und die Wachstumsrate stellen sich wie folgt dar:

WACC (vor Steuern) Wachstumsrate
in % 2025 2024 2025 2024
Western Europe 9,7 10,1 1,2 1,2
Northern Europe 9,0 9,5 1,7 1,7
UK/Ireland 9,9 10,3 1,6 1,7
Wioniq Group 8,8 9,6 1,4 1,6
Central East 10,5 10,8 2,3 2,2
South East 11,7 11,9 2,2 2,1
wienerberger 10,3 10,4 1,7 1,7

Planungsannahmen

Die zukünftig erwarteten Einzahlungsüberschüsse basieren auf der aktuellen Planung des Managements für den Zeitraum 2026-2029. Die Planung beinhaltet keine Ergebnispotenziale aus strategischen Wachstumsinvestitionen, wie möglichen Unternehmenserwerben. Geplante Investitionen für Erweiterungen und Innovationen (Growth Capex), die einzelne Produktionslinien betreffen, wurden bei der Ermittlung der Nutzungswerte gemeinsam mit deren Ergebnisbeiträgen eliminiert.

Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft und im folgenden Planungsprozess in Form von Korrekturen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt unter Verwendung von vier Detailplanungsperioden (2026-2029), wobei unter der Prämisse der Unternehmensfortführung der Einzahlungsüberschuss der darauffolgenden Planungsperiode (2030) als nachhaltig erzielbar angesehen wird und als Basis für die Errechnung des Barwerts einer ewigen Rente dient. Diesen ewigen Zahlungsströmen wird ein länderspezifisches Wachstum unterstellt, das sich aus externen Quellen ableitet (IMF, Oktober 2025, World Economic Outlook Database).

Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden bei wienerberger der jeweiligen CGU-Gruppe zugeordnet und mindestens einmal jährlich im Anschluss an die Unternehmensplanung auf einen möglichen Wertminderungsbedarf getestet. Geben Hochrechnungen und Analysen während eines Berichtsjahrs Anlass zur Vermutung, dass wesentlich negative Abweichungen vom ursprünglichen Plan zu erwarten sind, so wird darin ein auslösendes Ereignis für die erneute Beurteilung der Werthaltigkeit der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gesehen. In diesem Fall werden die Werthaltigkeitstests auf Basis aktualisierter Planungsdaten neu gerechnet und um Stresstests erweitert. Ebenso wird bei wesentlichen Veränderungen externer Faktoren eine Aktualisierung der Wertminderungstests vorgenommen.

Die wesentlichen Faktoren für den Nutzungswert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt-, Mengen- und Preisentwicklungen. Die Nutzungswertermittlung basiert daher auf Prognosen von statistischen Ämtern und internationalen Organisationen sowie Erfahrungswerten des Managements. Die Einschätzung der Kostenstrukturen erfolgt dabei überwiegend durch eine Extrapolation von Erfahrungswerten, wobei auch makroökonomische Prognosen für die wichtigsten Produktionsfaktoren, wie Energiepreise, Preise für Kunststoffgranulate, Lohn- und Gehaltstrends und dergleichen, einbezogen werden. Die Detailplanungsperioden beinhalten auch die Annahmen für klimabezogene Ziele, sofern diese im Einklang mit den IFRS® in die Planung einbezogen und verlässlich geschätzt werden können. Die von wienerberger im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung angewendeten Annahmen zu Rohstoffpreisen und Kosten für Emissionszertifikate basieren auf der bestmöglichen Einschätzung des Managements für die vierjährige Planungsperiode. Dabei werden sowohl die aktuellen Rahmenbedingungen als auch die erwarteten zukünftigen Entwicklungen berücksichtigt.

Geopolitische Risiken und damit verbundene Unsicherheiten

Preis- und Verfügbarkeitsrisiken bei Rohstoffen und Zusatzstoffen

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die normalerweise mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. an den Markt anzupassen. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichenden Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.

Risiken im Zusammenhang mit Energieversorgung und -verbrauch

Die Energiekosten, die beim Brennen von Ziegeln anfallen, machen einen wichtigen Teil der Gesamtkosten von wienerberger aus. Im Jahr 2025 betrugen die gesamten Energiekosten der wienerberger Gruppe EUR 384 Mio (2024: EUR 323 Mio.) oder 8,4 % (2024: 7,2 %) des Umsatzes. Diese Kosten verteilen sich zu 55 % auf Erdgas, zu 39 % auf Strom und zu 6 % auf Sonstiges. Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig und Schwankungen unterworfen. wienerberger minimiert daher das Risiko aus Energiepreisschwankungen in liberalisierten Märkten (insgesamt rund 70 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften oder Fixpreisvertragen mit nationalen und internationalen Versorgern. Die Preise und Mengen sind zum Teil mittelfristig und längerfristig fixiert. In einigen wenigen osteuropäischen Ländern (insgesamt rund 7 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert, und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt. Neben dem Preisrisiko besteht fur wienerberger ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit Energie (Erdgas und Elektrizität). Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich und kann somit einen negativen Effekt auf das Betriebsergebnis haben, wenn die Nachfrage nicht aus Lagerbestanden gedeckt oder durch alternative Energieträger versorgt werden kann. Dagegen wird mit einer Diversifizierungsstrategie gearbeitet, wobei Lieferanten ausgewählt werden, die über ein umfangreiches internationales Portfolio verfugen und dadurch widerstandsfähig gegenüber Engpassen sind. Zudem wurde begonnen, in jedem Land mehr als einen Lieferanten einzuführen.

wienerberger hat im Jahr 2014 für die keramischen Aktivitäten in der EU den Carbon Leakage Status erhalten. Durch eine neuerliche qualitative Bewertung im Jahr 2018 wurde die Ziegelindustrie auf der neuen Carbon Leakage Liste für die vierte Handelsperiode berücksichtigt. Das bedeutet, dass wienerberger den Carbon Leakage Status behalt und somit auch weiterhin einen großen Teil der benötigten CO2-Zertifikate gratis zugeteilt bekommen wird, wenngleich die freie Zuteilung künftig einem stärkeren Wettbewerb unterliegen wird. wienerberger hat daher die ETS Strategy Task Force ins Leben gerufen, um sich auf diese Änderungen vorzubereiten.

Sensitivitätsanalyse

In der nachstehenden Tabelle wird für CGU-Gruppen, denen ein Firmenwert zugeordnet wurde, angezeigt, bei welcher isolierten Parameterveränderung der bestehende Headroom jeweils auf null reduziert würde, wenn eine solche Veränderung für möglich gehalten wird.

CGU-Gruppe Headroom

(in EUR Mio)
Erhöhung WACC

(vor Steuern)

(in %-Punkten)
Verminderung Free Cashflow

in Terminal Value

(in %)
Western Europe  1.035 4,0 40,0
Northern Europe  322 6,2 56,7
Central East  306 2,7 31,4
UK/Ireland  144 1,7 21,1

Sonstige Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt. Aktivierte Marken, die zum Erwerbszeitpunkt bereits über einen langen Zeitraum etabliert sind und weiterhin fortgeführt werden, können eine unbestimmte Nutzungsdauer aufweisen, weshalb diese jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen werden.

In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind Kosten für Produktentwicklung, Verfahrenstechnik, Verbesserung von Umweltstandards und Labortätigkeiten enthalten. Die Entwicklungskosten werden, sofern sie die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllen, in der jeweiligen Kategorie des Anlagevermögens aktiviert.

Die Markenrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer stellen sich aufgegliedert nach CGU-Gruppen wie folgt dar:

Markenrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer
in EUR Mio 2025 2024
Central East 25 25
Northern Europe 13 13
UK/Ireland 8 8
Western Europe 7 7
South East 1 1
Bricks North America 2
Gesamt 55 57

In der Region Bricks North America wurde die Nutzungsdauer eines Markenrechts von unbegrenzt auf begrenzt geändert und wurde in 2025 über die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Diese Änderung stellt eine Schätzungsänderung dar.

Sachanlagen

Sachanlagen werden beim erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt nach dem Anschaffungskostenmodell. Demnach sind Sachanlagen mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen.

Für selbsterstellte Sachanlagen aktiviert der Konzern angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Fremdkapitalkosten.

Subventionen werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn hinreichend sicher ist, dass alle Voraussetzungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt sind. Die Beurteilung, ob alle Voraussetzungen für den Erhalt einer Subvention erfüllt sind, erfordert Schätzungen, die auf Erfahrungswerten basieren. wienerberger hat sich dafür entschieden, die Subventionen netto darzustellen. Subventionen werden somit bei der Bestimmung des Buchwerts von Vermögenswerten in der Bilanz abgezogen. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgte die prospektive Umstellung von der Bruttomethode auf die Nettomethode. Daher sind bis heute in den sonstigen Verbindlichkeiten Abgrenzungsposten für Subventionen enthalten (siehe Note 30).

Erfolgsbezogene Zuwendungen werden von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen.

In den Grundstücken und Bauten von EUR 1.373 (2024: EUR 1.375) sind Grundwerte von EUR 577 Mio (2024: EUR 586 Mio) enthalten.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

wienerberger stuft Liegenschaften und Gebäude, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ein und sieht diese mittel- bis langfristig zur Veräußerung vor. wienerberger bewertet als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der linearen Abschreibung.

Abschreibungen

Sachanlagen werden planmäßig linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswerts abgeschrieben. Tongruben werden nutzungsbedingt abgeschrieben.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen, die in Komponenten aufgeteilt werden (Komponenten-Ansatz). Die Festlegung der Nutzungsdauern von Sachanlagen erfordert Schätzungen, die auf Erfahrungswerten aus dem Betrieb vergleichbarer Anlagen beruhen.

Nutzungsdauern
Produktionsgebäude (inkl. Lagerhallen) 10 ‑ 40 Jahre Sonstige Maschinen 4 ‑ 30 Jahre
Verwaltungs- und Wohngebäude 40 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 ‑ 15 Jahre
Gebäudeinfrastruktur 4 ‑ 40 Jahre Kundenstamm 5 ‑ 15 Jahre
Öfen und Trockner 5 ‑ 30 Jahre Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 4 ‑ 10 Jahre

Um die Klimaziele zu erreichen, ersetzt wienerberger ausgewählte Produktionslinien, Maschinen und sonstigen Anlagen schrittweise durch effizientere und nachhaltigere Alternativen. Diese Erneuerungen erfolgen in der Regel gegen Ende der Nutzungsdauer einer Anlage. Daher erwartet wienerberger keine wesentlichen Auswirkungen von klimabedingten Ersatzinvestitionen auf die Bewertung von Sachanlagen. Die Auswirkungen klimabezogener Faktoren auf die Nutzungsdauer werden weiterhin laufend evaluiert.

Sonstige Angaben

Reparaturaufwendungen, die die Nutzungsdauer einer Sachanlage nicht verlängern, werden als Aufwand erfasst.

Bei der Veräußerung von Sachanlagen wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Zum Abschlussstichtag bestanden Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von EUR 45 Mio (2024: EUR 27 Mio).

Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Anlagenspiegel Anschaffungs- oder Herstellungskosten Abschreibungen
in EUR Mio Stand

1.1.2025
Veränderung

Konsolidie-rungskreis
Währungsumrechnungs-

differenzen
Zugänge Abgänge Umbu-

chungen
Stand

31.12.2025
Stand

1.1.2025
Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Abschrei-

bungen
Wertminde-

rungen
Abgänge Umbu-

chungen
Stand

31.12.2025
Bilanzwert 31.12.2025
Firmenwerte 1.038 7 –38 1.008 445 –31 414 593
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 806 27 –11 14 7 4 834 327 –5 54 7 369 465
Immaterielle Vermögenswerte und

Firmenwerte
1.844 34 –48 14 7 4 1.841 772 –35 54 7 783 1.058
Grundstücke und Bauten 2.188 –27 49 19 66 2.258 813 –7 81 4 10 5 885 1.373
Technische Anlagen und Maschinen 3.366 3 –57 63 25 130 3.479 2.284 –36 163 6 25 5 2.398 1.081
Betriebs- und Geschäftsausstattung 426 –7 76 40 19 474 258 –4 77 3 37 296 177
Anlagen in Bau 301 –3 185 –209 274 3 3 271
Sachanlagen 6.281 3 –95 374 85 7 6.485 3.358 –47 321 13 73 10 3.582 2.902
Als Finanzinvestition gehaltene

Immobilien
121 8 4 117 66 2 3 –4 61 56
Immaterielle Vermögenswerte und

Sachanlagen
8.246 37 –143 388 100 14 8.443 4.195 –82 377 13 83 7 4.427 4.016
Anlagenspiegel Anschaffungs- oder Herstellungskosten Abschreibungen
in EUR Mio Stand

1.1.2024
Veränderung

Konsolidie-rungskreis
Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Zugänge Abgänge Umbu-

chungen
Stand

31.12.2024

angepasst*
Stand

1.1.2024
Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Abschrei-

bungen**
Wertminde-

rungen**
Abgänge Umbu-

chungen
Stand

31.12.2024

angepasst*
Bilanzwert

31.12.2024

angepasst*
Firmenwerte 941 74 22 1.038 429 16 445 593
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 589 217 4 14 20 2 806 293 50 2 19 327 479
Immaterielle Vermögenswerte und

Firmenwerte
1.530 291 26 14 20 2 1.844 722 16 50 2 19 772 1.072
Grundstücke und Bauten 1.843 297 11 63 25 –1 2.188 771 4 76 7 20 –25 813 1.375
Technische Anlagen und Maschinen 3.043 172 26 78 73 120 3.366 2.130 18 169 36 72 4 2.284 1.081
Betriebs- und Geschäftsausstattung 368 26 3 63 41 6 426 226 2 67 36 –1 258 168
Anlagen in Bau 240 26 1 195 2 –159 301 2 1 1 3 298
Sachanlagen 5.494 522 41 399 142 –34 6.281 3.129 23 312 44 128 –22 3.358 2.923
Als Finanzinvestition gehaltene

Immobilien
81 4 2 38 121 37 5 2 26 66 56
Immaterielle Vermögenswerte und

Sachanlagen
7.105 817 68 413 164 6 8.246 3.887 39 362 51 148 5 4.195 4.051

* Die Vergleichsinformationen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungsmethoden angepasst (siehe Note 2). ** Inklusive Sonderabschreibungen aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb von EUR 10 Mio (zuvor in den Wertminderungen berichtet).

In den Währungsänderungen sind Differenzen aus der Umrechnung von Vermögenswerten und Schulden von in Fremdwährung bilanzierenden Tochtergesellschaften enthalten, die sich aus der Anwendung unterschiedlicher Wechselkurse zu Jahresbeginn und zu Jahresende ergeben.

Die nicht zahlungswirksamen Zugänge zu Sachanlagen betrafen zum größten Teil Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von EUR 96 Mio (2024: EUR 94 Mio) und Rekultivierungskosten von Tongruben von EUR 7 Mio (2024: EUR 7 Mio).

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen erworbene Kundenstämme von EUR 210 Mio (2024: EUR 220 Mio), erworbene Markenrechte in Höhe von EUR 161 Mio (2024: EUR 166 Mio), davon mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von EUR 57 Mio (2024: EUR 57 Mio), Patente und Konzessionen. Im Geschäftsjahr 2025 wurden selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 4 Mio (2024: EUR 4 Mio) aktiviert.

Zum 31. Dezember 2025 betrugen die beizulegenden Zeitwerte von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien EUR 104 Mio (2024: EUR 108 Mio). Die beizulegenden Zeitwerte von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurden aus vergleichbaren Transaktionen abgeleitet und der Stufe 2 der Bewertungshierarchie nach IFRS 13 zugeordnet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte zum Großteil anhand von externen Kaufangeboten oder orientierte sich an am Markt zugänglichen Preisen für ähnliche Liegenschaften. Im Geschäftsjahr 2025 wurden Miet- und sonstige Erträge von EUR 1 Mio (2024: EUR 2 Mio) aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erzielt. Aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die während des Geschäftsjahres keine Mieteinnahmen erzielten, entstanden Aufwendungen von EUR 3Mio (2024: EUR 2 Mio). Im Geschäftsjahr 2025 wurden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien mit einem Buchwert von EUR 4 Mio (2024: EUR 1 Mio) veräußert.

19. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Anteile an Schlagmann 11 12
Anteile an übrigen Gemeinschaftsunternehmen 3 4
Gesamt 14 16

wienerberger hält 50 % der Anteile und Stimmrechte an Schlagmann Poroton GmbH und Co KG, Deutschland („Schlagmann“). Schlagmann ist ein für wienerberger strategisch relevanter Ziegelproduzent mit Sitz in Deutschland.

Die zusammengefassten Finanzinformationen für Schlagmann stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Langfristige Vermögenswerte 61 62
Zahlungsmittel 10 17
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 26 27
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 50 54
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 9 9
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 3 8
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 12 10
Nettovermögen (100 %) 23 24
Anteil des Konzerns am Nettovermögen (50 %) 12 12
Buchwert des Anteils an Gemeinschaftsunternehmen 11 12
in EUR Mio 2025 2024
Umsatzerlöse 80 73
Abschreibungen –7 –7
Zinsaufwendungen –1 –1
Ergebnis vor Steuern –2 –1
Ergebnis nach Ertragsteuern –1 –2
Gesamtergebnis (100 %) –1 –2
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis (50 %) –1 –1

Zum 31. Dezember 2025 betrug der Buchwert der Anteile an den übrigen Gemeinschaftsunternehmen EUR 3 Mio (2024: EUR 4 Mio).

20. Finanzanlagen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die Finanzanlagen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Finanzanlagen  34 31
Langfristige Darlehen 10 5
Gesamt 45 36

Die Finanzanlagen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und betreffen Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Die langfristigen Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste bewertet.

21. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten basieren auf dem gleitenden Durchschnittspreis-Zuordnungsverfahren. Im Fall hergestellter Erzeugnisse beinhalten die Herstellkosten einen angemessenen Anteil an den auf der normalen Betriebskapazität (Auslastung zwischen 85 % und 100 %) basierenden Produktionsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden angemessene Abschläge berücksichtigt.

Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten bewertet.

Die Vorräte stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 310 331
Unfertige Erzeugnisse 172 166
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 832 792
Emissionszertifikate 12 50
Geleistete Anzahlungen 2 3
Vorräte 1.329 1.341

Im Geschäftsjahr 2025 waren in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen Paletten von EUR 45 Mio (2024: EUR 49 Mio) und in den unfertigen Erzeugnissen zugekaufter und selbst abgebauter Ton von EUR 140 Mio (2024: EUR 136 Mio) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden Wertminderungen von Vorräten von EUR 18 Mio (2024: EUR 14 Mio) erfasst.

22. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Im Geschäftsjahr 2025 betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 248 Mio (2024: EUR 345 Mio).

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren Vertragsvermögenswerte aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen von EUR 2 Mio (2024: EUR 2 Mio) enthalten. Vertragsvermögenswerte bezeichnen einen bedingten Anspruch auf Gegenleistung für die vollständige Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen seitens wienerberger.

Ein finanzieller Vermögenswert wird dann ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Erhalt eines Cashflows übertragen sind. Verkaufte Forderungen (Factoring) werden in Übereinstimmung mit der entsprechenden Regelung des IFRS 9 ausgebucht. Zum Stichtag 31.12.2025 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 245 Mio (2024: EUR 165 Mio) an Dritte verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit einem Betrag von EUR 6 Mio (2024: EUR 11 Mio) wechselmäßig verbrieft.

23. Sonstige Forderungen

Die sonstigen Forderungen stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Sonstige geleistete Vorauszahlungen 2 2
Übrige sonstige Forderungen 7 12
Langfristige sonstige Forderungen 10 14
Sonstige geleistete Vorauszahlungen 23 26
Forderungen aus Steuern 28 24
Erwartete Retouren von Paletten 23 17
Übrige sonstige Forderungen 55 65
Kurzfristige Sonstige Forderungen 128 133
Gesamt 138 147

Im Geschäftsjahr 2025 betrafen die übrigen kurzfristigen Forderungen Rückerstattungen von energiebezogenen Steuern von EUR 22 Mio (2024: EUR 19 Mio), eine Kaufpreisforderung von EUR 7 Mio (2024: EUR 3 Mio), Investitionszuschüsse von EUR 4 Mio (2024: EUR 5 Mio) und Anlagenabgänge von EUR 2 Mio (2024: keine).

24. Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die Wertpapiere und sonstigen finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Wertpapiere 13 20
Darlehen  30 75
Derivate 26 18
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 69 112

Wertpapiere

Wertpapiere werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Konzern hält Wertpapiere zur kurzfristigen Veranlagung von Liquidität. Veränderungen aus der Bewertung von Wertpapieren werden im Finanzergebnis erfasst

Die Wertpapiere stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Fondsanteile 5 6
Aktien 7 14
Wertpapiere 13 20

Darlehen

Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste bewertet. Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag bilanziert.

Im Geschäftsjahr 2025 betrugen die Darlehen EUR 30 Mio (2024: EUR 75 Mio). Der Rückgang ergab sich vor allem aus der Tilgung eines Darlehens, das im Vorjahr in Zusammenhang mit dem Erwerb der Terreal-Gruppe vergeben wurde.

In den Darlehen waren Forderungen gegenüber einem Gemeinschaftsunternehmen von EUR 19 Mio (2024: EUR 21 Mio) enthalten.

Derivate

Die Derivate mit positivem Marktwert werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Zur Absicherung von Zahlungsströmen gewidmete Derivate 10 14
Zur Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe gewidmete Derivate 15 2
Sonstige Derivate 1 3
Derivate 26 18

25. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände, erhaltene Schecks, Sichtguthaben, kurzfristig realisierbare Veranlagungen sowie kurzfristige Termineinlagen bei Finanzinstituten.

Im Geschäftsjahr 2025 betrugen die Zahlungsmittel EUR 213 Mio (2024: EUR 262 Mio) und enthielten Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen von EUR 7 Mio (2024: EUR 6 Mio) – siehe auch Note 29.

26. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2025 betrug das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Wienerberger AG EUR 109.497.697 und verteilte sich auf 109.497.697 nennwertlose Stückaktien, denen allen die gleichen Rechte zukamen. Alle Aktien waren voll einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2025 wurde eine Dividende von EUR 0,95 je Aktie ausbezahlt und somit insgesamt eine Dividende von EUR 104 Mio ausgeschüttet.

In der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG vom 7. Mai 2024 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – gegen Bareinlage um bis zu EUR 16.759.851 durch Ausgabe von bis zu 16.759.851 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen, wobei der Ausgabekurs nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf.

Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern die Aktien für den Ausgleich von Spitzenbeträgen oder für die Bedienung von Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe) verwendet werden. Die Summe der unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegebenen Aktien darf maximal 5 % des Grundkapitals betragen.

Im Geschäftsjahr 2025 sowie im Vorjahr ist es zu keiner Kapitalerhöhung gekommen.

Übrige Rücklagen

Die Entwicklung der übrigen Rücklagen, die den Anteilseignern der Wienerberger AG zurechenbar sind, stellt sich wie folgt dar:

in EUR Mio Rücklage für leistungsorientierte Verpflich-

tungen
Währungs-umrechnungs-rücklage Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen und Nettoinvestitionen Übrige Rücklagen gesamt
Stand 1.1.2025 –64 –180 82 –161
Neubewertungen leistungsorientierter Verpflichtungen 5 5
Währungsumrechnungsdifferenzen –115 –115
Ergebnis aus der Absicherung von Zahlungsströmen und Nettoinvestitionen 15 15
Sonstiges Ergebnis 5 –115 15 –94
Stand 31.12.2025 –58 –295 98 –255
in EUR Mio Rücklage für leistungsorientierte Verpflich-

tungen
Währungs-umrechnungs-rücklage Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen und Nettoinvestitionen Übrige Rücklagen gesamt
Stand 1.1.2024 –52 –265 99 –219
Neubewertungen leistungsorientierter Verpflichtungen –11 –11
Währungsumrechnungsdifferenzen 85 85
Ergebnis aus der Absicherung von Zahlungsströmen und Nettoinvestitionen –16 –16
Sonstiges Ergebnis –11 85 –16 58
Stand 31.12.2024 –64 –180 82 –161

In der Rücklage für leistungsorientierte Verpflichtungen wurden die im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensions- und Abfertigungsplänen kumuliert.

In der Währungsumrechnungsrücklage wurden die im sonstigen Ergebnis erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen kumuliert.

In der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen wurden die im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen der Bewertung von Derivaten, die in einer Sicherungsbeziehung gewidmet wurden, kumuliert. In der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen sind Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe von EUR 15 Mio (2024: EUR -5 Mio) enthalten.

Stock Option Plan

Für die Vorstände der Wienerberger AG besteht ein Stock-Option-Plan (auch Long-Term-Incentive-Plan genannt – LTI). Die in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung enthaltene Zeile Stock-Option-Plan stellt sich im Detail wie folgt dar.

Im Geschäftsjahr 2025 war in den Kapitalrücklagen das Ergebnis aus der Zuteilung eigener Aktien von TEUR -14 enthalten (Differenz der historischen Anschaffungskosten eigener Anteile und des Marktwerts dieser Aktien zum Zeitpunkt der Zuteilung an die Vorstände). In den Gewinnrücklagen waren Abgänge für die Auszahlung des LTI 2022 von TEUR -1.506 sowie Zugänge für die Bildung des LTI 2023-2025 enthalten, was in Summe TEUR -202 ergab. In den eigenen Anteilen waren Abgänge von TEUR 643 für die Zuteilung von 23.343 Stück Aktien an Vorstände im Rahmen des LTI 2022 enthalten. Das gesamte den Anteilseignern der Wienerberger AG zuzurechnende Eigenkapitel betrug TEUR 441 und entspricht der Summe der vorstehenden Bewegungen

Eigene Anteile

Im Geschäftsjahr 2025 hat wienerberger 1.087.986 Stück eigene Anteile für EUR 29 Mio erworben, wobei Transaktionskosten von TEUR 19 angefallen sind. Im Zuge der Umsetzung des Long-Term-Incentive-Programms 2022 wurden insgesamt 23.343 Stück eigene Aktien für TEUR 658 an die Mitglieder des Vorstands übertragen (siehe oben, Stock Option Plan).

Der Vorstand wurde in der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 7.5.2024 für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu einem niedrigsten Gegenwert von einem Euro je Aktie und einem höchsten Gegenwert, der höchstens 20 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der vorangegangenen zehn Börsenhandelstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, zu erwerben. Des Weiteren wurde der Vorstand – mit Zustimmung des Aufsichtsrats, aber ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung – ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen (gültig für die Dauer von 30 Monaten) oder für diese eine andere Art der Veräußerung beziehungsweise Verwendung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu beschließen (gültig für die Dauer von fünf Jahren).

Von den erworbenen eigenen Anteilen wurden am 11. März 2025 insgesamt 2.234.646 Stück mit einem Buchwert von EUR 62 Mio eingezogen. Der Einzug führte zu einer Herabsetzung des gezeichneten Kapitals von EUR 2 Mio sowie zu einer entsprechenden Reduktion der Kapitalrücklagen von EUR 60 Mio.

Nicht beherrschende Anteile

Zum 31. Dezember 2025 betrugen die nicht beherrschenden Anteile EUR 5 Mio (2024: EUR 26 Mio). Der Rückgang war vor allem auf den Anfang Juli des Berichtsjahres erfolgten Erwerb der verbleibenden 49 % der nicht beherrschenden Anteile an der GSE Integration SAS von EUR 25 Mio zurückzuführen, wovon EUR 21 Mio bei den nicht beherrschenden Anteilen und EUR 4 Mio bei den Gewinnrücklagen berücksichtigt wurden.

Kapitalmanagement

Ziel von wienerberger ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Zum 31. Dezember 2025 betrug die Eigenkapitalquote 46 % (2024: 45 %). Der Vorstand überwacht regelmäßig die Kapitalrendite sowie die Höhe der Dividenden, die an die Halter der Stammaktien ausgeschüttet werden. Zur Überwachung der Kapitalrendite betrachtet wienerberger die Nettoverschuldung und den Verschuldungsgrad.

Zum 31. Dezember 2025 stellen sich die Nettoverschuldung und der Verschuldungsgrad wie folgt dar:

Nettoverschuldung
in EUR Mio 2025 2024
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.582 1.522
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 336 605
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte –69 –112
Zahlungsmittel –213 –262
Nettoverschuldung 1.637 1.753
Eigenkapital 2.802 2.883
Verschuldungsgrad 58 % 61 %

27. Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivaten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenmittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

2025

in EUR Mio
Langfristig Kurzfristig Gesamt
Kredite 1.004 255 1.258
Anleihen 346 4 350
Leasingverbindlichkeiten 232 73 305
Derivate 4 4
Sonstige 1 1
Finanzverbindlichkeiten 1.582 336 1.918
2024

in EUR Mio
Langfristig Kurzfristig Gesamt
Kredite 951 107 1.058
Anleihen 344 410 754
Leasingverbindlichkeiten 225 73 298
Derivate 14 14
Sonstige 1 1 2
Finanzverbindlichkeiten 1.522 605 2.127

Zum 31. Dezember 2025 war in den Anleihen eine nicht konvertible, endfällige 5‑jährige Sustainability-linked Anleihe mit 4,875 % Verzinsung mit einem Nonimale von EUR 350 Mio enthalten. Die nicht konvertible, endfällige 5‑jährige Anleihe mit einem Nominale von EUR 400 Mio, die am 4. Juni 2020 mit einer Verzinsung von 2,75 % begeben wurde, wurde am 4. Juni 2025 zur Gänze getilgt.

Derivate

Die Derivate mit negativem Marktwert stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Derivate in Cashflow Hedges 4 12
Derivate in Net Investment Hedges 2
Derivate 4 14

Fälligkeitsanalyse

Die nicht abgezinsten vertraglichen Zahlungsströme (Tilgungen und Zinsen) aus den Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar. Die Zinssätze für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten wurden zum Ende der Berichtsperiode festgestellt.

2025

in EUR Mio
Buchwert

zum 31.12.2025
Gesamt < 6 Monate 6–12 Monate 1–2 Jahre 2–5 Jahre > 5 Jahre
Anleihen 350 –401 –17 –17 –367
Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten
1.258 –1.398 –62 –217 –376 –421 –321
Leasingverbindlichkeiten 305 –320 –42 –38 –63 –86 –91
Verbindlichkeiten

gegenüber Nichtbanken
1 –1 –1
Originäre Finanzinstrumente 1.914 –2.120 –104 –273 –456 –875 –412
Zinsderivate 4 –5 –2 –1 –1 –1 1
Derivative Finanzinstrumente 4 –5 –2 –1 –1 –1 1
2024

in EUR Mio
Buchwert

zum 31.12.2024
Gesamt < 6 Monate 6–12 Monate 1–2 Jahre 2–5 Jahre > 5 Jahre
Anleihen 754 –829 –411 –17 –17 –384
Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten
1.058 –1.273 –34 –101 –191 –451 –496
Leasingverbindlichkeiten 298 –312 –40 –36 –57 –88 –91
Verbindlichkeiten

gegenüber Nichtbanken
2 –2 –1 –1 –1
Originäre Finanzinstrumente 2.113 –2.416 –486 –154 –266 –924 –586
Zinsderivate 12 –16 –1 –2 –5 –6 –3
Devisentermingeschäfte und Swaps 2 –3 –2 –1
Derivative Finanzinstrumente 14 –19 –3 –3 –5 –6 –3

Überleitung der Finanzverbindlichkeiten

Die Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich, unterteilt nach Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit und nicht zahlungswirksamen Veränderungen, wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Stand 1.1. 2.127 1.701
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 254 1.117
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten –456 –745
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten –77 –72
Gesamtveränderung berücksichtigt im Cashflows aus Finanzierungstätigkeit –279 299
Neue und angepasste Leasingverträge 89 84
Veränderung Konsolidierungskreis 1 24
Wertänderungen von Derivaten –10 12
Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Effekte –9 7
Stand 31.12. 1.918 2.127

28. Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Die Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Pensionen 53 62
Abfertigungen 35 37
Jubiläumsgelder 13 14
Summe 101 113

Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen fallen unter die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (leistungsorientierten Pläne). Rückstellungen für Jubiläumsgelder fallen unter die anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer. Die Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder wurden von externen Gutachtern (Aktuaren) bewertet.

Schätzungsunsicherheiten

Bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen und Abfertigungsansprüchen wurden Annahmen über den erwarteten Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Fluktuationsraten sowie den Trend der Kosten für medizinische Versorgung getroffen.

wienerberger unterliegt hinsichtlich der Bewertung der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer neben versicherungsmathematischen Risiken in Folge einer höheren Lebenserwartung bei Pensionen oder Zinsrisiken auch Währungsrisiken und Veranlagungsrisiken auf Kapitalmärkten.

Pensionen

Bei wienerberger haben Arbeiter und Angestellte in den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Skandinavien, den USA, Kanada, Deutschland und Belgien sowie einzelne Personen des Managements in Österreich Pensionszusagen. Leistungsorientierte Pensionsvereinbarungen (defined benefit) werden nach Möglichkeit in beitragsorientierte Pensionskassenmodelle umgewandelt und bisher erworbene Ansprüche an Pensionskassen übertragen.

Für Pensionspläne bilden die geleisteten Dienstjahre die Grundlage. Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem Planvermögen saldiert, welches für die Abdeckung der Verpflichtungen gehalten wird. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung der latenten Steuern gemäß IAS 19 im Jahr des Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Zinskomponente der Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses wird gesondert im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Aufwendungen der Dotierung der Pensionsrückstellung werden den unterschiedlichen Funktionsbereichen zugeordnet.

Der landesspezifische Diskontierungssatz, der gemäß der Projected Unit Credit Methode für die Berechnung der Pensionsrückstellung herangezogen wird, basiert auf der durchschnittlichen Verzinsung von erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen mit einer Laufzeit, die der durchschnittlichen Fälligkeit der Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern entspricht.

Den Berechnungen liegen die folgenden gewichteten durchschnittlichen Parameter zugrunde:

Parameter 2025 2024
Diskontierungssatz 4,3 % 4,1 %
Erwartete Gehaltssteigerungen 0,6 % 0,1 %
Erwartete Rentensteigerungen 1,4 % 1,5 %
Durchschnittliche Fluktuationsraten 1,0 % 0,2 %
Sterbetafeln
Österreich AVÖ 2018-P ANG AVÖ 2018-P ANG
Deutschland Heubeck 2018 G Heubeck 2018 G
USA Pri.H-2012 Fully Generational with Scale MP 2021 Pri.H-2012 Fully Generational with Scale MP 2021
Großbritannien 100 % of SAPS "S4" Combined / CMI 2022 100 % of SAPS "S4" Combined / CMI 2022
Belgien MR-5/FR-5 MR-5/FR-5
Schweden DUS23 DUS23
Kanada CPM Improvement Scale B CPM Improvement Scale B
Niederlande AG Prognosetafel 2020 AG Prognosetafel 2020

Der gesamte Pensionsaufwand des Jahres 2025 verteilt sich auf beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionspläne, wobei der laufende sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand und die Auswirkungen von Abgeltungen im Betriebsergebnis und der Nettozinseffekt im Zinsergebnis ausgewiesen werden.

in EUR Mio 2025 2024
Beitragsorientierte Pläne 24 21
Leistungsorientierte Pläne
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 3 3
Nettozinsaufwand 2 2
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 5 5
Gesamte Aufwendungen für Altersversorgung 28 25

Die Überleitung von Brutto-Pensionsverpflichtungen auf bilanzierte Netto-Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Abzug des Marktwerts des Planvermögens. Von den Netto-Pensionsverpflichtungen stammen EUR 6 Mio (2024: EUR 6 Mio) aus der US-amerikanischen (Alters-)Krankenversicherung.

Die Zusammensetzung der Pensionsverpflichtungen und ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:

Brutto-

Pensionsverpflichtung
Marktwert

Planvermögen
in EUR Mio 2025 2024 2025 2024
Wert per 1.1. 212 174 151 141
Veränderungen Konsolidierungskreis 27 6
Währungsänderungen –5 4 –4 4
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungs-

ansprüche (service cost) für leistungsorientierte Pensionspläne
3 3
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits

erworbenen Ansprüche (interest cost)
8 8
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen 6 6
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste –6 8 –3 –4
Auszahlungen an Rentner –12 –11 –12 –11
Einzahlungen vom Arbeitgeber –2 9 8
Wert per 31.12. 200 212 148 151
Marktwert Planvermögen –148 –151
Netto-Pensionsverpflichtungen 52 62
Versicherungsmathematische Gewinne/

Verluste aus Pensionsplänen
Versicherungsmathematische Gewinne/

Verluste aufgrund von Änderungen der demografischen Annahmen
3
Versicherungsmathematische Gewinne/

Verluste aufgrund von Änderungen der finanziellen Annahmen
–7 –4
Versicherungsmathematische Gewinne/

Verluste aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen
10
Abweichung des Ertrages auf das Planvermögen 3 4
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/

Verluste (+) im sonstigen Gesamtergebnis
–4 13

Das Planvermögen resultiert hauptsächlich aus den fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsmodellen in Großbritannien und dem niederländischen Plan von Pipelife. Das Planvermögen wird zu 38 % (2024: 37 %) in Form von Aktien, zu 14 % (2024: 26 %) in Form von Anleihen und zu 49 % (2024: 37 %) in Form von sonstigen Vermögenswerten gehalten.

Die Sensitivität der Brutto-Pensionsverpflichtung wurde getestet, indem die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen einzeln unter sonst gleichen Bedingungen verändert wurden. Ein negativer Betrag bedeutet eine Verminderung der Verpflichtung, ein positiver Wert eine Erhöhung.

Änderung der Annahme Anstieg der Annahme Verringerung der Annahme
Sensitivität der Brutto-Pensionsverpflichtung in Basispunkten (BP) in EUR Mio in EUR Mio
Diskontierungssatz +/- 25 BP –5 6
Pensionssteigerungen +/- 100 BP 3 –3
Fluktuation +/- 100 BP
Lebenserwartung +/- 1 J 7 –6

Für das Geschäftsjahr 2026 werden Zahlungen für leistungsorientierte Pensionspläne in Höhe von insgesamt EUR 9 Mio erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Duration der Pensionsverpflichtungen beläuft sich per 31.12.2025 auf 11,4 Jahre (2024: 12,0 Jahre).

Abfertigungen

Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2003 eingetreten sind, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es unter anderem in Frankreich, Italien, Polen oder der Türkei.

Für österreichische Arbeitnehmer, deren Dienstverhältnis nach dem 31.12.2002 begann, bezahlt der Arbeitgeber einen monatlichen Beitrag von 1,53 % des Bruttoentgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse ein. Hierbei handelt es sich gemäß IAS 19 um einen beitragsorientierten Plan, die Zahlungen des Arbeitgebers werden im Personalaufwand erfasst.

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden auf Basis einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) berechnet.

Der landesspezifische Diskontierungssatz, der für die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gemäß der Projected Unit Credit Methode herangezogen wird, basiert auf derselben Zinskurve, die für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen herangezogen wird. Den Berechnungen liegen die folgenden gewichteten durchschnittlichen Parameter zugrunde:

Parameter 2025 2024
Diskontierungssatz 3,3 % 3,6 %
Erwartete Gehaltssteigerungen 2,7 % 3,0 %
Durchschnittliche Fluktuationsraten 2,2 % 2,1 %

Der laufende sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand und die Auswirkung von Abgeltungen aus leistungsorientierten Abfertigungsverpflichtungen werden im Betriebsergebnis und der Nettozinseffekt im Finanzergebnis ausgewiesen.

in EUR Mio 2025 2024
Beitragsorientierte Pläne 2 2
Leistungsorientierte Pläne
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 2 1
Nettozinsaufwand 1 1
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 3 3
Aufwendungen für Abfertigungen 5 5

Die Abfertigungsverpflichtungen sind in Frankreich durch Planvermögen gedeckt. Dieses wird zu 13 % (2024: 13 %) in Form von Aktien, zu 80 % (2024: 78 %) in Form von Anleihen und zu 7 % (2024: 9 %) in Form von sonstigen Vermögenswerten gehalten.

Die Zusammensetzung der Abfertigungsverpflichtungen und ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:

Brutto-

Abfertigungsverpflichtung
Marktwert

Planvermögen
in EUR Mio 2025 2024 2025 2024
Wert per 1.1. 40 26 3 3
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen

Versorgungsansprüche (service cost) für Abfertigungen
2 1
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits

erworbenen Ansprüche (interest cost)
1 1
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste –2 3
Auszahlungen –2 –2
Einzahlungen vom Arbeitgeber –1 –1
Wert per 31.12. 38 40 3 3
Marktwert Planvermögen –3 –3
Netto-Abfertigungsverpflichtungen 35 37
Versicherungsmathematische Gewinne/

Verluste aus Abfertigungsplänen
Versicherungsmathematische Gewinne/

Verluste aufgrund von Änderungen der demografischen Annahmen
–1
Versicherungsmathematische Gewinne/

Verluste aufgrund von Änderungen der finanziellen Annahmen
–1 2
Versicherungsmathematische Gewinne/

Verluste aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen
–1
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/

Verluste (+) im sonstigen Gesamtergebnis
–3 3

Die Sensitivität der Brutto-Abfertigungsverpflichtung wurde getestet, indem die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen einzeln unter sonst gleichen Bedingungen verändert wurden. Ein negativer Betrag bedeutet eine Verminderung der Verpflichtung, ein positiver Wert eine Erhöhung.

Änderung der Annahme Anstieg der Annahme Verringerung der Annahme
Sensitivität der Brutto-Abfertigungsverpflichtung in Basispunkten (BP) in EUR Mio in EUR Mio
Diskontierungssatz +/- 25 BP –1 1
Gehaltssteigerungen +/- 100 BP 4 –3
Fluktuation +/- 100 BP

Für das Geschäftsjahr 2026 werden Zahlungen für Abfertigungspläne in Höhe von insgesamt EUR 2 Mio (2024: EUR 1 Mio) erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Duration der Abfertigungsverpflichtungen beläuft sich per 31.12.2025 auf 10,3 Jahre (2024: 10,5 Jahre).

29. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio Garantien Rekultivierung Restrukturierung Übrige Gesamt
Stand 1.1.2025 45 55 39 59 198
Währungsänderungen –2 –1 –3
Auflösung –4 –3 –3 –6 –15
Verbrauch –9 –9 –18 –33 –69
Zuführung 10 10 20 34 74
Stand 31.12.2025 42 53 38 53 185
davon langfristige Rückstellungen 42 53 15 109
davon kurzfristige Rückstellungen 38 38 76

Langfristige Rückstellungen, deren Erfüllung nach einem Zeitraum von 12 Monaten zu erwarten ist, werden abgezinst und mit ihrem Barwert bilanziert.

Rückstellungen für Rekultivierung werden zum Zeitpunkt der Entfernung der oberen Erdschicht einer Tongrube erfasst. Zum 31. Dezember 2025 waren liquide Mittel von EUR 7 Mio. (2024: EUR 6 Mio.) als Sicherheit für Rekultivierungsrückstellungen gestellt.

Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen Personalkosten.

Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personal- und Umweltkosten.

Schätzungsunsicherheiten

Die Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierung erfolgt durch die bestmögliche Schätzung des zukünftig erwarteten Rekultivierungsaufwands von Tongruben und langfristiger Diskontierungszinssätze unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationsraten. Bei der Berechnung der Rückstellung besteht eine erhebliche Schätzungsunsicherheit. Die Kostenschätzungen können aufgrund zahlreicher Faktoren variieren, wie etwa der Änderungen der einschlägigen gesetzlichen Regularien oder das Aufkommen neuer Rekultivierungstechniken und -anforderungen. Die Auswirkungen von klimabedingten Risiken auf die wichtigsten Annahmen, die in die Prognosen und die Offenlegung dieser Verpflichtungen einfließen, sind nach wie vor zu ungewiss, um konkret in die Schätzung der Verpflichtungshöhe einzufließen. Die Konkretisierung solcher Risiken und deren Auswirkungen auf die Gruppe wird insbesondere in den kommenden Berichtsperioden ein Bereich erhöhter Aufmerksamkeit für das Management sein.

Die Bewertung von Rückstellungen für Restrukturierung erfordert Ermessensentscheidungen des Managements. Die vorgenommenen Annahmen und Schätzungen stützen sich auf Erfahrungswerte und berücksichtigen verbleibende Unsicherheiten in angemessener Weise.

wienerberger gewährt unterschiedliche Arten von Produktgarantien in Abhängigkeit von Produktsegment und Marktgegebenheiten. Die Bilanzierung von Rückstellungen für Produktgarantien ist grundsätzlich mit Einschätzungen hinsichtlich der Schadenshäufigkeit und Schadenshöhe verbunden. Diese Einschätzungen basieren auf historischen Aufzeichnungen über die Häufigkeit und Höhe von Garantiefällen sowie der bestmöglichen Einschätzung der erwarteten Leistungen aus Garantiefällen durch das Management. Die Rückstellungen werden regelmäßig an neue Erkenntnisse angepasst.

30. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

in EUR Mio 2025 2024
Earn‑out‑Verbindlichkeit 18 4
Passive Rechnungsabgrenzungen 2 7
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 22 15
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 42 26
Abgrenzungen von Boni und anderen kundenbezogenen Abzügen 171 160
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 95 90
Verbindlichkeiten Finanzamt und Sozialversicherung 91 99
Rückerstattungsverbindlichkeiten 28 22
Vertragsverbindlichkeiten 17 17
Kaufpreisverbindlichkeiten 13 17
Passive Rechnungsabgrenzungen 9 5
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 12 22
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 436 431
Gesamt 478 457

Die Rückerstattungsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Rückgaberechte aus Paletten.

Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen erhaltene Anzahlungen von Kunden.

Im Geschäftsjahr 2025 waren in den passiven Rechnungsabgrenzungen Zuschüsse von EUR 8 Mio (2024: EUR 8 Mio) enthalten. Für bis zum Geschäftsjahr 2023 erhaltene Zuschüssen werden die passiven Abgrenzungsposten weiterhin entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen ergebniswirksam aufgelöst.

Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen

wienerberger nutzt Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, bei denen ein Finanzdienstleister Zahlungen an Lieferanten im Namen des Konzerns vornimmt und der Konzern die Beträge zu den ursprünglich vereinbarten (oder leicht verlängerten) Zahlungsbedingungen an den Finanzdienstleister zurückzahlt.

Zum 31. Dezember 2025 betrugen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Teil von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen waren, EUR 11 Mio. Dafür haben Lieferanten Zahlungen von Finanzdienstleistern von EUR 7 Mio erhalten.

Die Zahlungsziele für wesentliche Lieferantenverbindlichkeiten, die Gegenstand von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen sind sowie für vergleichbare Verbindlichkeiten, die nicht Gegenstand von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen sind, betrugen zehn bis 14 Tage.

Verpflichtungen aus Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen werden in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Aufgrund des begrenzten Umfangs sowie der Verfügbarkeit alternativer Finanzierungsquellen sieht der Konzern kein wesentliches Liquiditätsrisiko aus Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen.

31. Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im IFRS®-Konzernabschluss und deren Ansätze für steuerliche Zwecke. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung wahrscheinlich ist. Hierzu werden die geplanten operativen Geschäftsergebnisse und die Ergebniswirkung aus der Umkehr von zu versteuernden temporären Differenzen berücksichtigt. Für die Ermittlung der latenten Steuern werden – unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens – die bei der Auflösung der Unterschiedsbeträge erwarteten künftigen Steuersätze angewandt. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen waren.

Zur Ermittlung der aktiven latenten Steuern sind Annahmen bezüglich des künftigen zu versteuernden Ergebnisses und des Zeitpunkts der Realisierung der aktiven latenten Steuern zu treffen, daher ist die Bewertung der latenten Steuern mit Unsicherheiten behaftet.

Die latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

Aktiva Passiva
in EUR Mio 2025 2024 2025 2024
Immaterielle Vermögenswerte 3 4 –88 –107
Sachanlagen und Finanzanlagen 7 6 –230 –248
Vorräte 8 10 –8 –7
Forderungen 6 20 –14 –15
Übrige sonstige Forderungen 3 4 –1
26 44 –341 –378
Rückstellungen 27 39 –4 –10
Verbindlichkeiten 72 76 –7 –8
Erhaltene Vorauszahlungen –2 –1
100 115 –13 –20
Steuerliche Verlustvorträge 370 352
Aktive/Passive latente Steuern 497 510 –353 –398
Nicht angesetzte aktive latente Steuern –276 –256
Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern

gegenüber derselben Steuerbehörde
–175 –198 175 198
Angesetzte aktive und passive latente Steuern 46 56 –178 –200

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern gültig oder angekündigt und beschlossen sind. In Österreich wird ein Körperschaftsteuersatz von 23 % (2024: 23 %) zugrunde gelegt.

Bei den ausländischen Gesellschaften werden die latenten Steuern auf Basis der entsprechenden länderspezifischen Steuersätze berechnet. Sie liegen im Geschäftsjahr 2025 zwischen 0 % und 30 %.

In den aktivierten latenten Steuern ist ein Betrag in Höhe von EUR 4 Mio (2024: EUR 21 Mio) für Gesellschaften mit negativem steuerlichen Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 enthalten. Der Ansatz dieser ist aufgrund der Planungsrechnungen gerechtfertigt.

Im Konzern bestehen darüber hinaus abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge (inklusive Zinsvorträge und Siebentelabschreibungen) in Höhe von insgesamt EUR 1.041 Mio (2024: EUR 950 Mio). Davon entfallen EUR 43 Mio (2024: EUR 23 Mio) auf abzugsfähige temporäre Differenzen, sowie EUR 998 Mio (2024: EUR 927 Mio) auf steuerliche Verlustvorträge (inklusive Zinsvorträge und Siebentelabschreibungen). Es wurden dafür keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist. Das entspricht einer nicht angesetzten aktiven Latenz von insgesamt EUR 276 Mio (2024: EUR 256 Mio). Davon entfallen EUR 9 Mio (2024: EUR 5 Mio) auf temporäre Differenzen und EUR 267 Mio (2024: EUR 252 Mio) auf steuerliche Verlustvorträge (inklusive Zinsvorträge und Siebentelabschreibungen).

Folgende Tabelle zeigt, in welchem Zeitraum nicht angesetzte steuerliche Verlustvorträge (inklusive Zinsvorträge und Siebentelabschreibungen) verfallen:

in EUR Mio 2025 2024
Verwertbarkeit ≤ 5 Jahre 64 30
Verwertbarkeit 6–10 Jahre 8
Verwertbarkeit unbegrenzt 926 897
Summe 998 927

Der Betrag der nach österreichischem Steuerrecht abzugsfähigen temporären Siebentelabschreibungen in der Wienerberger AG beläuft sich auf EUR 200 Mio (2024: EUR 147 Mio).

Am 31. Dezember 2025 bestanden zu versteuernde Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von EUR 458 Mio (2024: EUR 404 Mio) für die gemäß IAS 12.39 keine latente Steuerschuld angesetzt wurde (outside basis differences).

wienerberger macht gemäß den im Mai 2023 vom IASB veröffentlichten „Änderungen an IAS 12 Ertragssteuern“ von der vorübergehenden Ausnahme von der Pflicht zur Bilanzierung latenter Steuern im Zusammenhang mit Pillar 2 Gebrauch.

In Österreich wurde mit Wirkung 1. Jänner 2024 die Gesetzgebung zu Pillar 2 in Kraft gesetzt (Mindestbesteuerungsreformgesetz, Min-BestRefG). Nach diesem Gesetz muss die Muttergesellschaft in Österreich eine Ergänzungssteuer auf die Gewinne ihrer Tochtergesellschaften zahlen, die mit einem effektiven Steuersatz von weniger als 15 % besteuert werden, soweit keine nationale Ergänzungssteuer erhoben wird. wienerberger befasst sich mit der Umsetzung von Pillar 2 und hat im Rahmen dessen eine temporäre Safe-Harbour-Berechnung für das Geschäftsjahr 2025 durchgeführt. Die Effekte einer eventuellen Ergänzungssteuer sind unwesentlich. Auf Basis dieser Berechnungen wurde für das Berichtsjahr eine nationale Ergänzungsteuer in Bulgarien in Höhe von EUR <1 Mio rückgestellt (2024: EUR <1 Mio für Bulgarien und Irland).

Folgende Tabelle zeigt nach Ländern die Höhe der nicht angesetzten aktiven latenten Steuern gemäß Artikel 9.1.1 der OECD-Mustervorschriften, die auf Verlustvorträge, Siebentelabschreibungen -und Zinsvorträge entfällt:

in EUR Mio 2025
Land Steuersatz Brutto Netto
Deutschland 30 % 573 172
Österreich 23 % 124 29
Frankreich 26 % 84 21
Spanien 25 % 34 9
Niederlande 26 % 33 8
Polen 19 % 33 6
Belgien 25 % 30 7
Ungarn 9 % 29 3
Dänemark 22 % 24 5
Sonstige 34 7
Total 998 267

Sonstige Angaben

32. Leasingverhältnisse

Leasingverträge enthalten häufig Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen. Bei der Einschätzung der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen hat der Konzern Ermessen ausgeübt und dabei unter Berücksichtigung vertraglicher und wirtschaftlicher Faktoren grundsätzlich lange Vertragslaufzeiten angenommen.

wienerberger weist Nutzungsrechte innerhalb der jeweiligen Sachanlagenklasse aus. Die Leasingverträge werden individuell ausgehandelt und beinhalten unterschiedliche Konditionen.

Die Entwicklung der Nutzungsrechte stellt sich wie folgt dar:

in EUR Mio 1.1.2025 Währungs-

umrechnungsdifferenzen
Veränderung

Konsolidie-

rungskreis
Zugänge Abschrei-

bungen
Abgänge 31.12.2025
Grundstücke und Bauten 176 –2 25 –26 –3 170
Technische Anlagen und Maschinen 12 5 –4 –3 9
Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung
101 –2 67 –50 –2 113
Nutzungsrechte 288 –4 96 –80 –8 292
in EUR Mio 1.1.2024 Währungs-

umrechnungsdifferenzen
Veränderung

Konsolidie-

rungskreis
Zugänge Abschrei-

bungen
Abgänge 31.12.2024
Grundstücke und Bauten 159 1 12 32 24 5 176
Technische Anlagen und Maschinen 5 5 7 5 12
Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung
91 1 3 55 45 4 101
Nutzungsrechte 255 2 20 94 74 9 288

In den Grundstücken und Bauten sind Büroflächen, Lagerhallen und Verkaufsräume enthalten. In der Betriebs- und Geschäftsausstattung sind Fahrzeuge enthalten.

Die Fälligkeitsanalyse von Leasingverbindlichkeiten befindet sich in Note 27. Die Zinsaufwendungen werden in Note 14 dargestellt.

Der Konzern erfasst die Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, linear über die Laufzeit als Aufwand.

Im Geschäftsjahr 2025 betrug der Zahlungsmittelabfluss für aktivierte Leasingverhältnisse insgesamt EUR 89 Mio (2024: EUR 83 Mio).

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellten Aufwendungen für Mieten und Leasing setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR Mio 2025 2024
Kurzfristige Leasingverhältnisse  11 7
Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert 3 4
Variable Leasingzahlungen 1
Sonstige Leasingzahlungen 13 13
Mieten und Leasing 27 24

Die sonstigen Leasingzahlungen betreffen Nichtleasingkomponenten und Vermögenswerte, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 16 fallen.

Zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene aber noch nicht begonnene Leasingverhältnisse werden die Nutzungsrechte und die Leasingverbindlichkeiten im Folgejahr um EUR 2 Mio (2024: EUR 1 Mio) erhöhen.

33. Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden in finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten unterteilt, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten besteht zudem das Erfordernis, den beizulegenden Zeitwert anzugeben.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten verwendet wienerberger Inputfaktoren auf den folgenden Hierarchiestufen:

Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente

Der Konzern bilanziert finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Der beizulegende Zeitwert von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von kurzfristig gewährten Darlehen wird nicht angegeben, da der Konzern der Auffassung ist, dass der Buchwert dieser kurzfristigen Posten einen angemessenen Näherungswert deren beizulegender Zeitwerte darstellt.

Die Buchwerte, beizulegenden Zeitwerte und Stufen in der Bemessungshierarchie stellen sich wie folgt dar:

Beizulegender Zeitwert
in EUR Mio Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert

zum 31.12.2025
Aktiva
Gewährte Darlehen 40 40
Passiva
Langfristige Darlehen 958 1.004
Revolvierende Kredite 5 5
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen 249 249
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.213 1.258
Anleihen 372 350
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen 1 1
Leasingverbindlichkeiten 305 305
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 372 306 656
Kaufpreisverbindlichkeit 8 8
Beizulegender Zeitwert
in EUR Mio Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert

zum 31.12.2024
Aktiva
Gewährte Darlehen 79 79
Passiva
Langfristige Darlehen 950 951
Revolvierende Kredite 12 12
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen 95 95
Finanzverbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten
1.057 1.058
Anleihen 776 754
Langfristige Darlehen 1 1
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen 1 1
Leasingverbindlichkeiten 298 298
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 776 300 1.055
Kaufpreisverbindlichkeit 17 17

Die Kaufpreisverbindlichkeiten betreffen unbedingte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben. Für bedingte Kaufpreiseverbindlichkeiten siehe unten, zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente.

Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente

Die folgende Tabelle stellt alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden:

in EUR Mio Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert zum 31.12.2025
Aktiva
Beteiligungen 34 34
Aktien 7 7
Fondsanteile 5 5
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 13 35 48
Derivate in Cashflow Hedges 10 10
Derivate in Net Investment Hedges 15 15
Sonstige Derivate 1 1
Derivate mit positivem Marktwert 26 26
Passiva
Derivate in Cashflow Hedges 4 4
Derivate mit negativem Marktwert 4 4
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeit 23 23
in EUR Mio Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert zum 31.12.2024
Aktiva
Beteiligungen 31 31
Aktien 14 14
Fondsanteile 6 6
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 19 31 51
Derivate in Cashflow Hedges 14 14
Derivate in Net Investment Hedges 2 2
Sonstige Derivate 3 3
Derivate mit positivem Marktwert 18 18
Passiva
Derivate in Cashflow Hedges 12 12
Derivate in Net Investment Hedges 2 2
Derivate mit negativem Marktwert 14 14
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeit 4 4

Der beizulegende Zeitwert von Beteiligungen wird mittels abgezinster Zahlungsströme aus Ergebnisplanungen ermittelt.

Die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, die von der Erreichung bestimmter Ergebnisziele abhängen.

Die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten, deren Inputfaktoren der Stufe 3 zugeordnet wurden, stellt sich wie folgt dar:

Beteiligungen Bedingte

Kaufpreisverbindlichkeit
in EUR Mio 2025 2024 2025 2024
Stand 1.1. 31 29 4 14
Zugänge 1 21 3
Bewertungsergebnis in der

Gewinn- und Verlustrechnung
3 1 –2 –1
Abgänge –11
Stand 31.12. 34 31 23 4

34. Risikomanagement

Die wienerberger Gruppe ist im Rahmen ihrer multinationalen Aktivitäten mit ihren Geschäftsbereichen, Vermögenswerten und Schulden sowie geplanten unternehmerischen Entscheidungen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind.

wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds, indem mit dem Vorstand und operativen Regionsverantwortlichen, Produktsegmentverantwortlichen sowie Corporate Function Leitern regelmäßig eine Aktualisierung des bestehenden Risikokatalogs zur Identifizierung neuer Risiken durchgeführt wird. Dabei werden strategische und operative Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifiziert, deren Auswirkungen auf den Cashflow bewertet und geeignete Risikobewältigungsstrategien und -maßnahmen getroffen und umgesetzt.

Finanzielle Risiken

Die Refinanzierungsmöglichkeiten von wienerberger sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche, geopolitische und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Managements der Wienerberger AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten die Entwicklung des aktuellen Kreditratings sowie mögliche Auflagen, die im Falle einer Verschlechterung des Ratings der wienerberger in Kraft treten. Insbesondere darf bei einer Herabstufung des wienerberger-Ratings unter Investment Grade das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem EBITDA 3,9x nicht überschreiten. Ein Teil des Ergebnisses wird für Zinsen verwendet und steht somit nicht anderweitig zur Verfügung. Sollte sich das allgemeine Zinsniveau erhöhen, das Rating der Gruppe verschlechtern oder Covenants nicht eingehalten werden, können die zu zahlenden Zinsen durch höhere Referenzzinssätze oder höhere Kreditrisikoaufschläge steigen und höhere Finanzierungskosten sowie einen geringeren Cashflow verursachen. Nicht eingehaltene Covenants können auch zur Fälligstellung von Krediten führen.

Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für wienerberger neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps, eingesetzt. Alle Absicherungen aus Cashflow Hedges und Absicherungen der Investitionen in ausländische Teilbetriebe werden als in hohem Maße wirksam hinsichtlich der Erreichung der Kompensation der abgesicherten Risiken im Rahmen der Risikomanagementziele eingeschätzt. Es werden keine Derivate zu Spekulationszwecken gehalten.

Währungsrisiken

Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse und der Ergebnisse der wienerberger Gruppe wird von Tochterunternehmen erwirtschaftet, die ihren Sitz nicht in der Eurozone haben. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte wienerberger 50 % der Umsätze in Fremdwährung, hauptsächlich in osteuropäischen Währungen (15 %), dem US-Dollar (14 %) und dem britischen Pfund (11 %). Zahlungswirksame Währungsrisiken aus Positionen mit externen Gegenparteien sind durch den lokalen Charakter des Baustoff- und Infrastrukturgeschäfts von untergeordneter Bedeutung. Zahlungsflüsse in den bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich im Wesentlichen aus konzerninternen Dividenden- und Finanzierungsflüssen, sowie Warenlieferungen und Dienstleistungen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden so weit wie möglich unter Berücksichtigung von Währungsrisiken von der Konzernfinanzierungsgesellschaft gesteuert.

Aufgrund der dezentralen Konzernstruktur der wienerberger Gruppe werden Eingangsrechnungen auf der Beschaffungsseite weitgehend in der jeweiligen Landeswährung der lokalen Gesellschaft ausgestellt. Da auch die anfallenden Ausgangsrechnungen der Konzerngesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden und somit eine natürliche Absicherung vorliegt, entstehen transaktionale Währungsrisiken nur in sehr eingeschränktem Ausmaß. Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral in die übrigen Rücklagen aus Währungsumrechnung eingestellt. Ebenso werden Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Das währungsbedingte Translationsrisiko aus ausgewählten US-amerikanischen, kanadischen, britischen und osteuropäischen Geschäftsaktivitäten wird durch den Abschluss von Cross Currency Swaps reduziert. Dabei wird in Höhe des abzusichernden Teils der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte ein Cross Currency Swap abgeschlossen.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Diese ist für sämtliche Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Alle Bilanzpositionen mit Ausnahme jener des Eigenkapitals werden mit dem Devisenmittelkurs zum 31.12.2025 umgerechnet. Firmenwerte werden als Vermögenswert in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen konvertiert. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz bilden nur jene Aufwands- und Ertragsposten von Tochtergesellschaften in hyperinflationären Währungsräumen, bei denen eine Umrechnung mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag erfolgt.

Aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro resultieren jedoch Währungsumrechnungsdifferenzen (Translationsrisiko), welche im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im sonstigen Konzern-Ergebnis erfasst werden. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum ansässigen Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig.

Die Risikostrategie von wienerberger sieht vor, das Translationsrisiko aus den Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften zu überwachen und bei Bedarf ganz oder teilweise abzusichern.

Im Folgenden sind die Konzernumsätze sowie das Capital Employed, welches unter Berücksichtigung von Devisentermingeschäften und Währungsswaps berechnet ist, nach Währungen dargestellt:

Umsatzerlöse 2025 2024
in EUR Mio Anteil in % in EUR Mio Anteil in %
Euro 2.294 50,2 2.137 47,3
Osteuropäische Währungen 674 14,8 656 14,5
US-Dollar 644 14,1 725 16,1
Britische Pfund 522 11,4 537 11,9
Sonstige 433 9,5 459 10,2
Gesamt 4.566 100 4.513 100
Capital Employed 2025 2024
in EUR Mio Anteil in % in EUR Mio Anteil in %
Euro 2.850 65,1 2.984 65,1
Osteuropäische Währungen 569 13,0 560 12,2
US-Dollar 380 8,7 467 10,2
Britische Pfund 299 6,8 288 6,3
Sonstige 281 6,4 285 6,2
Gesamt 4.380 100 4.583 100

Die Auswirkungen hypothetischer Wechselkursänderungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden im Rahmen von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Im Zuge dieser Darstellung wird am Abschlussstichtag eine Jahresvolatilität als Änderung angenommen, welche auf Basis der täglichen Kursänderung des betreffenden Wechselkurses gegenüber dem Euro berechnet wird. Währungsrisiken resultieren gemäß IFRS 7 aus Finanzinstrumenten, die monetärer Art sind und nicht in der funktionalen Währung des berichtenden Unternehmens denominiert sind. Folglich dienen Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmittel sowie Fremdwährungsderivate als Basis für die Berechnung der Sensitivität der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Die Sensitivität der Konzern-Gesamtergebnisrechnung bildet Differenzen langfristiger Darlehen aus der Finanzierung von Konzerngesellschaften sowie Bewertungseffekte der im sonstigen Ergebnis erfassten Cashflow Hedges für Fremdwährungsrisiken ab. Translationsdifferenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen, die in einer anderen Währung als der Konzernwährung erstellt wurden, wurden in der Berechnung nicht berücksichtigt. Eine Veränderung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am Jahresabschlussstichtag um eine Jahresvolatilität würde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wie folgt verändern (Darstellung der relevanten Währungspaare nach Wesentlichkeit):

Sensitivität der

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in EUR Mio 2025 2024
Jahres-

volatilität
bei

Abwertung

des EUR
bei

Aufwertung

des EUR
Jahres-

volatilität
bei

Abwertung

des EUR
bei

Aufwertung

des EUR
EUR/GBP 4,91 % 1 –1 4,03 % 1 –1
EUR/PLN 4,24 % 4,89 %
EUR/TRY 8,83 % 7,42 %
EUR/HUF 4,65 % 5,75 %
EUR/USD 7,93 % 5,96 %
EUR/CZK 2,66 % 3,58 %
EUR/RON 3,01 % 0,56 %
Sensitivität des

sonstigen Konzernergebnisses
in EUR Mio 2025 2024
Jahres-

volatilität
bei

Abwertung

des EUR
bei

Aufwertung

des EUR
Jahres-

volatilität
bei

Abwertung

des EUR
bei

Aufwertung

des EUR
EUR/SEK 5,65 % 3 –3 5,70 % 2 –2
EUR/PLN 4,24 % 3 –3 4,89 % 3 –3
EUR/GBP 4,91 % –3 3 4,03 % –1 1
EUR/HUF 4,65 % 2 –2 5,75 % 1 –1
EUR/TRY 8,83 % 2 –2 7,42 % 2 –2
EUR/NOK 7,82 % 1 –1 7,03 %
EUR/CZK 2,66 % 1 –1 3,58 % 2 –2

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem jeweils relevanten Wert der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Art der Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt. Die Risikopositionen von wienerberger gegenüber Zinsänderungsrisiken aus Verbindlichkeiten mit fixer und variabler Verzinsung sind nachstehend aufgegliedert.

Für die Analyse des Zinsänderungsrisikos (fixe und variable Verzinsung) werden die Finanzverbindlichkeiten um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst ausgewiesen.

in EUR Mio 2025 2024
Fix

verzinst
Variabel

verzinst
Fix

verzinst
Variabel

verzinst
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 698 1.220 1.066 1.060
Umgliederung kurzfristige fix verzinste Finanzverbindlichkeiten –46 46 –417 417
Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) 537 –537 537 –537
Finanzverbindlichkeiten nach Hedging-Effekt 1.188 730 1.186 941

Zur Abschätzung von Auswirkungen auf Periodenerfolg und Eigenkapital werden Sensitivitätsanalysen für fix verzinste und variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagen und Wertpapiere durchgeführt. Eine parallele Erhöhung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte würde eine Verringerung des Ergebnisses nach Steuern von EUR 4 Mio (2024: Verringerung von EUR 2 Mio) sowie des Eigenkapitals in gleicher Höhe nach sich ziehen. Eine Senkung des Zinsniveaus hätte eine entsprechende umgekehrte Auswirkung.

Kreditrisiken

wienerberger hat bei Finanzgeschäften aufgrund interner Finanz- und Treasury-Richtlinien strenge Anforderungen an die Bonität von Finanzpartnern. Da wienerberger nur mit Finanzpartnern zusammenarbeitet, deren Rating auf eine gute Bonität schließen lässt und Limits pro Kontrahent in Abhängigkeit der Bonität vergeben werden, ist das im Rahmen der Anlage liquider Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko begrenzt. Bonitätsrisiken bestehen jedoch grundsätzlich auch für Finanzpartner mit bester Bonität, weshalb die Entwicklungen auf den Finanzmärkten von wienerberger laufend beobachtet und die Kreditlimits entsprechend angepasst werden.

Das maximale Ausfallsrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch deren Buchwert verkörpert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich nach Segmenten wie folgt dar:

Kreditrisiko 2025 2024
in EUR Mio Anteil in % in EUR Mio Anteil in %
Europe West 150 60 193 56
Europe East 53 21 67 19
North America 45 18 85 25
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 248 100 345 100
davon gegen Ausfälle versichert 44 82

Die gegen Ausfälle versicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Vorjahr inklusive gefactorten Forderungen um EUR 165 Mio höher mit EUR 247 Mio berichtet.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:

2025 2024
in EUR Mio Brutto-

forderung
Wert-

minderung
Buchwert Brutto-

forderung
Wert-

minderung
Buchwert
Nicht fällig 209 –3 206 297 –3 293
Bis 30 Tage überfällig 32 –1 31 39 –2 37
31 bis 60 Tage überfällig 8 7 9 9
61 bis 90 Tage überfällig 3 2 3 3
Mehr als 90 Tage überfällig 13 –12 1 15 –13 3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 264 –16 248 363 –19 345

Gewährte Darlehen und sonstige langfristige Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit sowie Forderungen gegenüber at-equity einbezogenen Gesellschaften und verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2025 wurden Wertminderungen im Wesentlichen für erwartete Ausfälle in den nächsten 12 Monaten berechnet, da sich die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kontrahenten nicht maßgeblich verändert hat. Ein Ausfall wird grundsätzlich auf Basis allgemein anerkannter Ratingklassen sowie extern verfügbarer oder intern ermittelter Bonitäten definiert. Zusätzlich werden weitere intern verfügbare Informationen zur Beurteilung des Ausfallsrisikos herangezogen. Am Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen (2024: 0), für welche ein erwarteter Kreditverlust über die Restlaufzeit angenommen wurde.

Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gewährten Darlehen lassen sich wie folgt überleiten:

Wertberichtigungen 2025 2024
in EUR Mio Forderungen

aus

Lieferungen

und

Leistungen
Darlehen und

langfristige

Forderungen
Forderungen

aus

Lieferungen

und

Leistungen
Darlehen und

langfristige

Forderungen
Stand 1.1. 19 20
Währungsumrechnung –1 1
Vorsorge für erwartete Kreditverluste 3 –1
Veränderungen Konsolidierungskreis –3 –2
Abgänge Wertberichtigungen –2 2 –1
Stand 31.12. 16 19

Liquiditätsrisiken

Der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis stehen im Zentrum der Unternehmensstrategie von wienerberger. Die wichtigsten Steuerungsgrößen dafür sind die Aufrechterhaltung einer angemessenen Liquiditätsreserve, Maximierung des Free Cashflow durch originäre Wachstumsmaßnahmen und Kostensenkungen, aktives Working Capital Management und die Verminderung der Investitionsausgaben auf ein notwendiges Minimum.

Liquiditätsrisiken liegen insbesondere darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Erwartungen liegen und Maßnahmen zur Verringerung des Working Capitals sowie der zahlungsrelevanten Fixkosten (aktives Kapazitätsmanagement) nur unzureichend oder nur mit Verzögerung umgesetzt werden.

Die Steuerung der Liquidität erfolgt über eine quartalsweise rollierende Liquiditätsplanung sowie durch eine laufende Analyse der Geldumschlagsdauer, die sich aus den durchschnittlichen Werten von Lieferantenziel, Lagerdauer von Vorräten und Forderungsumschlagsdauer errechnet.

Im Geschäftsjahr 2025 betrug die Geldumschlagsdauer 89 Tage (2024: 107 Tage). Im Geschäftsjahr 2024 wurde eine Geldumschlagsdauer von 100 Tagen berichtet, weil Akquisitionen herausgerechnet wurden. Die Verbesserung der Geldumschlagsdauer ist im Wesentlichen auf eine effizientere Einbringung der Forderungen zurückzuführen (Rückgang der Außenstandsdauer von 28 auf 21 Tage). Darüber hinaus führte eine höhere Produktionskostenbasis bei gleichzeitig stabilen Beständen an fertigen Erzeugnissen und Handelswaren zu einem Rückgang der Lagerdauer der Vorräte (von 119 auf 107 Tage). Eine Darstellung der Liquiditätsrisiken aus Finanzverbindlichkeiten befindet sich in Note 32.

Zum Bilanzstichtag bestanden kommittierte Kreditlinien in Höhe von EUR 750 Mio (2024: EUR 750 Mio), welche zur Gänze nicht gezogen waren.

35. Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting

Der Marktwert derivativer Finanzinstrumente entspricht jenem Wert, den die Gesellschaft bei Auflösung des Geschäfts am Bilanzstichtag erhalten würde oder bezahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsniveau, Währungskursrelationen und die Bonität der Kontrahenten berücksichtigt. Diese Bewertungsparameter sind am Markt beobachtbar und allen relevanten Marktteilnehmern zugänglich. Die im Abschluss enthaltenen Marktwerte derivativer Instrumente entsprechen den durch Anwendung anerkannter finanzmathematischer Methoden ermittelten Barwerten, erweitert um Anpassungen gemäß IFRS 13 (Credit Value Adjustments CVA und Debit Value Adjustments DVA).

Am Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung von Transaktionsrisiken für einen Zeithorizont von bis zu zwölf Monaten abgeschlossen wurden. Die gesicherten Risikopositionen dieser Sicherungsgeschäfte sind in der währungsdifferenzierten Liquiditätsplanung der Gruppe dokumentiert. Diese Derivate sind als Cashflow Hedges einer zukünftigen Transaktion klassifiziert und werden während der Laufzeit in ihrer Marktwertveränderung gegen die Hedging Reserve bewertet. Der ineffektive Teil der Marktwertveränderung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet und besteht insbesondere aus den Credit und Debit Value Adjustments nach IFRS 13. Bei Fälligkeit wird die kumulierte, effektive Marktwertdifferenz aus dem sonstigen Gesamtergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Daneben bestanden Devisenswaps, die zur Absicherung von Cash Pool- und Bankkontensalden in Fremdwährung eingesetzt werden. Da die Währungsdifferenzen der mit diesen Instrumenten gesicherten Kontensalden in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht werden, erfolgt die Abbildung der Marktwertdifferenzen der Sicherungsgeschäfte ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung. Es handelt sich um eine natürliche Sicherungsbeziehung, weshalb kein Hedge Accounting erfolgt.

Zum Stichtag wurden mehrere Zinsswaps zur partiellen Absicherung des Zinsaufwandes eingesetzt und unter Anwendung von Cashflow Hedge Accounting über die Hedging Reserve bewertet. Der ineffektive Teil der Marktwertveränderung wird durch die hypothetische Derivatmethode ermittelt und in der Gewinn-und Verlustrechnung abgebildet.

Die eingesetzten Cross Currency Swaps sind Derivate, die die Nettoinvestitionen der Gruppe in verschiedenen Fremdwährungen (US-Dollar, britische Pfund, kanadische Dollar) absichern und daher als Net Investment Hedges dargestellt werden. Die Effektivität dieser Sicherungsbeziehungen wird zumindest quartalsweise mit ihrer kumulierten Marktwertveränderung im Vergleich zur kumulierten Währungsdifferenz der gesicherten Position gemessen, welche durch ein hypothetisches Derivat repräsentiert wird. Der effektive Teil der Sicherungsbeziehung wird in der Hedging Reserve erfasst, der ineffektive Teil in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Derivate stellen sich wie folgt dar:

Sicherungsinstrumente 31.12.2025

in EUR Mio
Buchwert
Nominalwert Positive

Marktwerte
Negative

Marktwerte
Zinssicherungsinstrumente 525 10 –3
Währungssicherungsinstrumente 563 1 –1
Zins- und Währungssicherungsinstrumente 187 15
1.275 26 –4
Sicherungsinstrumente 31.12.2024

in EUR Mio
Buchwert
Nominalwert Positive

Marktwerte
Negative

Marktwerte
Zinssicherungsinstrumente 537 12 –9
Währungssicherungsinstrumente 617 4 –2
Zins- und Währungssicherungsinstrumente 202 2 –2
1.356 18 –14

Derivate mit positiven Marktwerten sind in den Wertpapieren und sonstigen finanziellen Vermögenswerten, Derivate mit negativen Marktwerten in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine ineffektiven Teile von als Sicherungsinstrument designierten Derivaten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst (2024: EUR -3 Mio).

36. Eventualverbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr 2025 bestanden Eventualverbindlichkeiten von EUR 13 Mio (2024: 9 Mio). Für diese Eventualverbindlichkeiten schätzt wienerberger die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen als nicht wahrscheinlich ein.

Zusammen mit anderen, deutlich größeren Marktteilnehmern wurde PipeLife Jet Stream, Inc. in mehreren Sammelklagen vor dem United States District Court for the Northern District of Illinois als Beklagte benannt. In den Klagen werden Verstöße gegen Kartellgesetze geltend gemacht. Im Zusammenhang mit derselben Angelegenheit wurde zudem eine Untersuchung durch das Department of Justice (DOJ) eingeleitet. PipeLife Jet Stream bestreitet die Vorwürfe der Kläger und wird sich entsprechend verteidigen.

37. Nahestehenden Unternehmen und Personen

in TEUR Vorstände Aufsichtsräte
2025 2024 2025 2024
Kurzfristig fällige Leistungen 4.663 4.780 1.069 1.069
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 692 760
Anteilsbasierte Vergütungen 3.050 2.164
Gesamt 8.405 8.167 1.069 1.069

Die Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen stellen sich wie folgt dar. Forderungen und Erträge werden ohne Vorzeichen, Verbindlichkeiten und Aufwendungen mit negativem Vorzeichen dargestellt.

in EUR Mio Geschäftsvorfälle Ausstehende Salden
2025 2024 2025 2024
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 4 2 23 24
Sonstige nahestehende Unternehmen 1
Gesamt 5 3 22 24

Die Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen wurden unter den gleichen Bedingungen abgewickelt, wie Geschäftsvorfälle mit unabhängigen Geschäftspartnern.

Im Geschäftsjahr 2025 betrafen die Geschäftsvorfälle mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Lieferungen von Ziegeln. Die Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Unternehmen betrafen die Weiterverrechnung von Dienstleistungen.

Zum 31. Dezember 2025 war in den ausstehenden Salden gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ein Darlehen von EUR 19 Mio (2024: EUR 21 Mio) mit einer Verzinsung von 5,0 % p.a. enthalten.

38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 24. Februar 2026 unterzeichnete Wienerberger eine Vereinbarung zum Erwerb der Italcer Group, einem führenden Hersteller von hochwertigen Keramikfliesen mit Produktionsstandorten in Italien und Spanien. Die Transaktion umfasst den Erwerb von 50 % plus einer Aktie mit einer Option zum Kauf der verbleibenden Anteile in der ersten Hälfte des Jahres 2027. Der Abschluss wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 erfolgen, vorbehaltlich der kartellrechtlichen und weiterer Genehmigungen. Italcer erwirtschaftet einen Jahresumsatz von EUR 350 Mio und wird mittelfristig mehr als EUR 100 Mio zum Konzern-EBITDA beitragen, wodurch die Position von Wienerberger im wachsenden Renovierungssegment gestärkt wird. Die Akquisition wird durch Barmittel und Bankkredite finanziert.

Am 28. Februar 2026 begann eine militärische Auseinandersetzung im mittleren Osten. Seither kam es zu einer erhöhten Volatilität an den globalen Rohstoff- und Energiemärkten. Wienerberger überwacht die Situation kontinuierlich. Eine Quantifizierung etwaiger Auswirkungen ist aufgrund der Dynamik des Konflikts zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

39.Freigabe des Konzernabschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand der Wienerberger AG aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Wien, am 11. März 2026

Der Vorstand der Wienerberger AG

Heimo Scheuch e.h.

Vorstandsvorsitzender

der Wienerberger AG

CEO

Dagmar Steinert e.h.

Mitglied des Vorstands

der Wienerberger AG

CFO

Gerhard Hanke e.h.

Mitglied des Vorstands

der Wienerberger AG

COO Central & East

Harald Schwarzmayr e.h.

Mitglied des Vorstands

der Wienerberger AG

COO West

Konzerngesellschaften

Zum 31. Dezember 2025 stellen sich die Konzerngesellschaften von wienerberger, bestehend aus vollkonsolidierten (VK), Equity-bilanzierten (EQ) und nicht konsolidierten Gesellschaften (NK), wie folgt dar:

Gesellschaft Sitz Stamm-

kapital
Währung Beteiligung in % Konsolidierungsart
Wienerberger International N.V. Zaltbommel 50.001 EUR 100 VK
Wienerberger TOV ("in liquidation") Kyiv 3.000.000 UAH 100 VK
Wienerberger Ceramika Budowlana Sp. z o.o. Warszawa 374.324.808 PLN 100 VK
Handel Ceramika Budowlana Sp. z o.o. Warszawa 50.000 PLN 100 NK
Wienerberger d.o.o. Sarajevo 2.000 BAM 100 VK
Wienerberger d.o.o. Križevci pri Ljutomeru  951.986 EUR 100 VK
Opekarna Pragersko d.o.o. Križevci pri Ljutomeru  1.022.743 EUR 100 VK
Semmelrock International GmbH Wien 3.000.000 EUR 100 VK
Semmelrock Baustoffindustrie GmbH Wien 1.000.000 EUR 100 VK
Semmelrock Stein + Design GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Semmelrock Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Semmelrock Stein & Design Sp. z o.o. Warsaw 46.000.000 PLN 100 VK
Semmelrock Stein und Design EOOD Sofia 11.500.000 BGN 100 VK
Wienerberger GmbH Hannover 9.500.000 EUR 100 VK
Schlagmann Beteiligungs GmbH Zeilarn 26.000 EUR 50 NK
Schlagmann Poroton GmbH & Co KG Zeilarn 10.300.000 EUR 50 EQ
Schlagmann Poroton Vertriebs GmbH Zeilarn 25.000 EUR 50
Tongruben Verwaltungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100 NK
Argeton GmbH Hannover 100.000 EUR 100 VK
Wienerberger Deutschland Service GmbH Hannover 1.000.000 EUR 100 VK
RM 2964 Vermögensverwaltungs GmbH Zeilarn 25.000 EUR 50
MR Erwerbs GmbH & Co. KG Zeilarn 50.000 EUR 50
Redbloc Elemente GmbH Zeilarn 25.000 EUR 50
Redbloc Systems Deutschland GmbH Zeilarn 25.000 EUR 25
Mayr Dachkeramik GmbH Salching 25.565 EUR 100 VK
Ammonit Vermögensverwaltungs GmbH Hannover 25.000 EUR 100 VK
Ammonit GmbH. & Co. KG Hannover 2.500.000 EUR 100 VK
Wienerberger Deutschland Grundstücksverwaltungs GmbH Wertingen 17.920.000 EUR 100 VK
EL-Tec GmbH Wassenberg 100.000 EUR 51 VK
Oberlausitzer Tonbergbau GmbH Vierkirchen 25.565 EUR 50 EQ
Creaton Wattwerk GmbH Wertingen 300.000 EUR 100 VK
Wienerberger S.p.A. Mordano 10.000.000 EUR 100 VK
Fornaci Giuliane S.r.l. Cormons 100.000 EUR 30 EQ
Wienerberger NV Kortrijk 52.797.798 EUR 100 VK
Creaton Benelux NV Mechelen 1.573.245 EUR 100 VK
Deva-Kort NV Kortemark 247.894 EUR 100 VK
Maatschap Vanheede-Wienerberger Kortrijk 0 EUR 50 QU
Struxura BV Poperinge 20.000 EUR 100 VK
Struxys BV Poperinge 18.600 EUR 100 VK
Preflexibel NV Ninove 312.000 EUR 100 VK
Preflexibel France SAS Salindres 370.000 EUR 100 VK
Preflex France SAS Salindres 46.500 EUR 100 VK
Wienerberger B.V. Zaltbommel 36.778.680 EUR 100 VK
Van Hesteren & Janssens B.V. Zaltbommel 363.024 EUR 100 VK
BrickTrading Holland B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100 VK
German Brick Trading B.V. Zaltbommel 249.700 EUR 100 VK
Aberson B.V. Zwolle 60.000 EUR 100 VK
Aberson SmartBuild BV Zwolle 1 EUR 100 VK
DEKO B.V. Elst 18.000 EUR 100 VK
Bricks GBMH Rhede 25.000 EUR 100 VK
Steinzentrale Nord Leeuwis GmbH Rellingen 52.500 EUR 100 VK
EXA IP B.V. The Hague 100 EUR 100 NK
EXA-License BV The Hague 50 EUR 100 NK
Wienerberger Limited Cheadle 81.120.552 GBP 100 VK
Galileo Brick Limited (in Liquidation) Cheadle 2.000.000 GBP 100 VK
Chelwood Group Unlimited (in Liquidation) Cheadle 1 GBP 100 VK
The Brick Business Limited (in Liquidation) Cheadle 900.002 GBP 100 VK
Sandtoft Roof Tiles Limited Cheadle 11.029 GBP 100 VK
Building Product Design Limited Sale 612.720 GBP 100 VK
Richmond GmbH Königswinter 25.000 EUR 100 VK
WIENERBERGER PARTICIPATIONS SAS Achenheim 87.748.250 EUR 100 VK
WIENERBERGER SAS Achenheim 63.000.000 EUR 100 VK
Veta France SAS Ruitz 360.000 EUR 80 VK
Briqueterie de Rouffach SAS Achenheim 336.120 EUR 100 VK
Terreal Holding SAS Suresnes 98.263.612 EUR 100 VK
Ludowici Roof Tile Inc. New Lexington 250.000 USD 100 VK
Terreal Ohio Mining, LLC New Lexington 150.000 USD 100 VK
Terreal SAS Suresnes 87.176.320 EUR 100 VK
Achard et Cie SAS Genay 240.000 EUR 100 VK
Lahéra Production SAS Mazamet 56.406 EUR 100 VK
GSE Intégration SAS Saint-Ouen 330.200 EUR 100 VK
Terreal Services SAS Suresnes 10.000 EUR 100 VK
Terreal Italia S.r.l. Valenza 18.076.000 EUR 100 VK
Terreal Espana de Ceramics S.A.U. Girona 1.263.302 EUR 100 VK
Terreal Singapore PTE ltd Singapore 1.000.000 SGD 100 VK
Egernsund Wienerberger A/S Frederiksberg 11.765.882 DKK 100 VK
Wienerberger AS Oslo 43.546.575 NOK 100 VK
Komproment Holding ApS Støvring 126.000 DKK 100 VK
Komproment ApS Støvring 125.000 DKK 100 VK
Komproment Danish Building Design ApS Støvring 50.000 DKK 100 VK
Wienerberger AB Malmö 17.550.000 SEK 100 VK
Egernsund Wienerberger Production A/S Frederiksberg 1.606.000 DKK 100 VK
Egernsund Tegl a.m.b.a. Egernsund 9.000.000 DKK 100 VK
General Shale Brick Inc. Johnson City 1.000 USD 100 VK
General Shale Building Materials, Inc. Johnson City 1.000 USD 100 VK
Watsontown Brick Company Watsontown 72.050 USD 100 VK
Pipelife Jet Stream, Inc. Siloam Springs 0 USD 100 VK
Meridian Brick LLC Alpharetta 0 USD 100 VK
Arriscraft Canada Inc. Cambridge, Ontario 4.300.000 CAD 100 VK
Wienerberger EOOD Sofia 12.500.000 BGN 100 VK
Uspeh AD Sofia 2.141.220 BGN 99,66 VK
Wienerberger OY AB Helsinki 1.000.000 EUR 100 VK
Wienerberger AS Aseri 50.048 EUR 100 VK
UAB Wienerberger Statybine Keramika Vilnius 2.925 EUR 100 VK
Wienerberger Finance Service B.V. Zaltbommel 18.151 EUR 100 VK
Wienerberger India Private Limited Bangalore 990.000.000 INR 100 VK
WBI Industries Private Limited Chennai 1.000.000 INR 100 VK
Wienerberger Österreich GmbH Wien 5.000.000 EUR 100 VK
Wienerberger Bausysteme GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
PIPELIFE International GmbH Wien 29.000.000 EUR 100 VK
PIPELIFE Austria GmbH & Co KG Wien 4.360.370 EUR 100 VK
Pipelife Logistik GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
PIPELIFE Austria GmbH Wien 36.337 EUR 100 VK
Pipelife Pipes for Life GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Pipelife Belgium NV Kalmthout 5.922.654 EUR 100 VK
Pipelife Bulgaria EOOD Botevgrad 1.985.000 BGN 100 VK
Pipelife Czech s r.o. Otrokovice 202.971.000 CZK 100 VK
PIPELIFE Deutschland Asset Management GmbH Bad Zwischenahn 26.000 EUR 100 VK
PIPELIFE Deutschland GmbH & Co. KG Bad Zwischenahn Bad Zwischenahn 5.000 EUR 100 VK
PIPELIFE Deutschland Verwaltungs-GmbH Bad Zwischenahn Bad Zwischenahn 5.726.469 EUR 100 VK
Pipelife Eesti AS Harjumaa 25.024 EUR 100 VK
Pipelife Finland OY Oulu 33.637 EUR 100 VK
Talokaivo Oy Vantaa 2.000.000 EUR 100 VK
Slatek OY Oulu 25.000 EUR 52 VK
PIPELIFE-HRVATSKA cijevni sustavi d.o.o. Sveta Nedelja 6.260.730 EUR 100 VK
Vargon d.o.o Kukuljanovo 1.089.650 EUR 100 VK
Pipelife Hungaria Kft. Debrecen 3.123.520.000 HUF 100 VK
QUALITY PLASTICS HOLDINGS LTD Cork 635.000 EUR 100 VK
Cherry Blossom Avenue Limited Cork 343.503 EUR 100 VK
MFP Sales Limited Dublin 127.101 EUR 100 VK
Pipelife Ireland Solutions Limited Cork 487.500 EUR 100 VK
FloPlast Limited Sittingbourne 30.000 GBP 100 VK
Pipelife UK Ltd Cork 244.001 GBP 100 VK
Pipelife UK Ltd Cheadle 94 GBP 100 VK
Pipelife Latvia SIA Riga 426.600 EUR 100 VK
Pipelife Nederland B.V. Enkhuizen 11.344.505 EUR 100 VK
Pipelife Finance B.V. Enkhuizen 18.000 EUR 100 VK
Wioniq B.V. Apeldoorn 1 EUR 100 VK
Wioniq Benelux B.V. Apeldoorn 20.000 EUR 100 VK
TeleControlNet B.V. Apeldoorn 20.000 EUR 100 VK
Wioniq DACH GmbH Nordhorn 25.000 EUR 100 VK
I-Real B.V. Doetinchem 18.000 EUR 100 VK
Grain Plastics B.V. Leeuwarden 57.199 EUR 100 VK
Pipelife Norge AS Surnadal 50.000.000 NOK 100 VK
QPS AS Levanger 400.000 NOK 100 VK
Ulmo AS Ørskog 60.000 NOK 100 VK
Pipelife Polska S.A. Kartoszyno 112.243.963 PLN 100 VK
Pipelife Romania S.R.L. Bucuresti 7.323.115 RON 100 VK
Pipelife Hafab AB Haparanda 3.000.000 SEK 100 VK
Pipelife Nordic AB Ljung 167.000.000 SEK 100 VK
Pipelife Sverige AB Ljung 100.000 SEK 100 VK
Isoterm AB Stenkullen 200.000 SEK 100 VK
Wioniq Nordic AB Borås 100.000 SEK 85 VK
Wioniq France SAS Lyon 21.000 EUR 100 NK
Pipelife Slovenija d.o.o. Trzin 843.258 EUR 100 VK
Pipelife Slovakia s r.o. Piestany 6.700 EUR 100 VK
Preflexibel Invest NV Ninove 1.200.000 EUR 100 VK
Wienerberger Dach Beteiligungs GmbH Wien 500.000 ATS 100 VK
WIBRA Tondachziegel Beteiligungs-GmbH Wien 500.000 ATS 100 VK
Wienerberger Roof Asset Management GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Tondach Beteiligungs GmbH Wien 200.000 EUR 100 VK
Tondach Gleinstätten GmbH Gleinstätten 500.000 EUR 100 VK
Wienerberger zRt. Budapest 5.000.000 HUF 100 VK
TONDACH Ingatlanhasznosító Zrt. Budapest 5.000.000 HUF 100 VK
TONDACH ROMANIA SRL Sibiu 36.137.155 RON 100 VK
Wienerberger s.r.o. České Budějovice 1 50.000.000 CZK 100 VK
Cihelna Kinský, spol. s r. o. Kostelec nad Orlicí 2.000.000 CZK 68,8 VK
Wienerberger eurostroj, spol. s r. o. České Budějovice 1 32.100.000 CZK 100 VK
Silike keramika, spol. s r.o České Budějovice 1 100.000 CZK 50 EQ
Wienerberger s.r.o. Zlaté Moravce 3.319.392 EUR 100 VK
Wienerberger d.o.o. Karlovac 1.192.900 EUR 100 VK
WIENERBERGER S.R.L. Bucuresti 39.147.100 RON 100 VK
Wienerberger doo Kanjiza Kanjiza 605.394.000 RSD 100 VK
Wienerberger DOOEL Vinica Vinica 349.460.010 MKD 100 VK
Semmelrock s.r.o. Sered 3.027.286 EUR 100 VK
Semmelrock d.o.o. Otok Oštarijski (Grad Ogulin) 3.035.300 EUR 100 VK
Semmelrock S.R.L. Bolintin-Vale 1.328.400 RON 100 VK
Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Tondach Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Soluforce B.V. Enkhuizen 10.000 EUR 100 VK
SoluForce RTP Production BV Enkhuizen 100 EUR 100 VK
SoluForce Holding BV Enkhuizen 100 EUR 100 VK
Wienerberger Construction Automation & Robotics Holding GmbH Wien 10.000 EUR 100 VK
GreenBuild s.r.o. České Budějovice 1 1.000.000 CZK 50 EQ
Wienerberger Finanz Service GmbH Wien 25.435.492 EUR 100 VK
Wienerberger West European Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Pipelife Always Part of your Life GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
WiTa Social Business Venture Holding GmbH Wien 35.000 EUR 49 EQ
TMBP Technologies GmbH Mattersburg 36.000 EUR 49
Dryfix GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Wienerberger Gamma Asset Management GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
Wienerberger International Beteiligungs GmbH Wien 10.000 EUR 100 VK
Arili Plastik Sanayii A.S. Pendik/Istanbul 1.039.616.800 TRY 100 VK
Wienerberger Infra GmbH Frechen 18.408.000 EUR 100 VK
Steinzeug - Keramo NV Hasselt 9.400.000 EUR 100 VK
Keramo-Wienerberger Immo NV Hasselt 14.068.558 EUR 100 VK
SOCIETA DEL GRES S.p.A. Sorisole 2.000.000 EUR 100 VK
Steinzeug Keramo s.r.o. České Budějovice 40.000.000 CZK 100 VK
Steinzeug - Keramo SARL Marolles-en-Hurepoix 38.125 EUR 100 VK
Steinzeug-Keramo Sp. z.o.o. Piekary Slaskie 2.000.000 PLN 100 VK

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht (inklusive der Konsolidierten Nichtfinanziellen Erklärung) den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 11. März 2026

Der Vorstand der Wienerberger AG

Heimo Scheuch e.h.

Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

CEO

Dagmar Steinert e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

CFO

Gerhard Hanke e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

COO Central & East

Harald Schwarzmayr e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

COO West

Prüfberichte

Bericht zum Konzernabschluss

(Bestätigungsvermerk)

Prüfungsurteil

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Wienerberger AG, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2025, der Konzern-Gewinn- und-Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschluss-prüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Folgende Sachverhalte waren am bedeutsamsten für unsere Prüfung:

1. Werthaltigkeit der Firmenwerte

2. Werthaltigkeit der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und des Sachanlagevermögens

1. Werthaltigkeit der Firmenwerte

Sachverhalt und Problemstellung

Die Firmenwerte werden in der Konzernbilanz der Wienerberger AG mit 593 Mio EUR ausgewiesen. Die Buchwerte der den Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugerechneten Firmenwerte und betriebsnotwendigen Vermögenswerte werden zumindest einmal jährlich mit dem erzielbaren Betrag verglichen, welcher der höhere Betrag aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist. Wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, erfolgt eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfordert wesentliche Schätzungen und Annahmen des Managements über die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse und Kapitalkostensätze. Geringfügige Veränderungen in den Annahmen können zu wesentlichen Abweichungen in den Ergebnissen der Wertminderungstests führen.

Allgemeine Grundsätze zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten sowie die Aufteilung der Firmenwerte auf die einzelnen Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten, die Details zur Bewertungsmethode und zu den wesentlichen Bewertungsannahmen sowie die Bewertungsergebnisse sind im Konzernanhang in den „Erläuterungen zur Konzernbilanz“ im Abschnitt 18 „Anlagevermögen“ sowie in den „Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und -Verlustrechnung“ im Abschnitt 13 „Wertminderungen“ beschrieben.

In die zur Werthaltigkeitsüberprüfung herangezogenen Bewertungsmodelle auf Basis kapitalwertorientierter Verfahren fließen zahlreiche Inputfaktoren zur Markteinschätzung ein. Bei negativen Abweichungen der künftigen Entwicklung von den Annahmen besteht das Risiko einer Überbewertung der Firmenwerte. Aufgrund der Komplexität des Bewertungsmodells und der sensitiven Abhängigkeit der Ergebnisse von der Einschätzung der Inputfaktoren durch die gesetzlichen Vertreter war dieser Sachverhalt während unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Prüferisches Vorgehen

Wir haben die Angemessenheit der vom Management durchgeführten Werthaltigkeitstests beurteilt und haben dabei insbesondere folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:

Beurteilung der Angemessenheit der angewendeten Bewertungsmodelle;

Vergleich der im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen angesetzten Parameter mit unternehmensspezifischen Informationen sowie branchenspezifischen Marktdaten bzw. -erwartungen aus externen und internen Datenquellen;

Verschaffung eines Überblicks über den Planungsprozess und kritische Untersuchung des vom Management durchgeführten Rückvergleichs des Budgets und des Business Plans;

Abgleich der zur Ermittlung der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse herangezogenen Plandaten mit den vom Aufsichtsrat genehmigten Budgets und

Hinzuziehung interner Experten zur Plausibilisierung der Kapitalkosten mittels Vergleichsanalyse

2. Werthaltigkeit der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und des Sachanlagevermögens

Sachverhalt und Problemstellung

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit einem Buchwert von 465 Mio EUR und das Sachanlagevermögen mit einem Buchwert von 2.902 Mio EUR stellen 55 % des ausgewiesenen Vermögens im Konzernabschluss der Wienerberger AG dar. Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 13 Mio EUR erfasst. Die Gesellschaft beurteilt anlassbezogen bei Vorliegen von Hinweisen, dass eine dauerhafte Wertminderung vorliegen könnte, die Werthaltigkeit der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen. Für Zwecke dieser Werthaltigkeitstests werden innerhalb einer Region Werke zu Gruppen zahlungsmittel¬generierender Einheiten zusammengefasst. Die Buchwerte der der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen werden mit dem erzielbaren Betrag, welcher der höhere Betrag aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist, verglichen und, wenn nötig, auf diesen Betrag wertgemindert.

Allgemeine Grundsätze zur Beurteilung der Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Details zur Bewertungsmethode und zu den wesentlichen Bewertungsannahmen sowie die Bewertungsergebnisse sind im Konzernanhang in den „Erläuterungen zur Konzernbilanz“ im Abschnitt 18 „Anlagevermögen“ sowie in den „Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und -verlustrechnung“ im Abschnitt 13 „Wertminderungen“ beschrieben.

Die Berechnungen sind komplex und die zugrundeliegenden Annahmen unterliegen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Einzahlungsüberschüsse und der Ermittlung der Kapitalkostensätze. Geringfügige Änderungen in den Annahmen können wesentliche Auswirkungen auf die Ergebnisse der Werthaltigkeitstests haben. Dieser Sachverhalt war daher während unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Prüferisches Vorgehen

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung der wesentlichen Annahmen, die den Werthaltigkeitstests der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und des Sachanlagevermögens unterliegen, ist ident zu unserer Vorgehensweise in der Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte. Wir verweisen dazu auf die Darstellungen im vorherigen Abschnitt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Den konsolidierten Corporate Governance Bericht haben wir vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erhalten. Die anderen Bestandteile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben. Bezüglich der Informationen im Konzernlagebericht verweisen wir auf den Abschnitt „Bericht zum Konzernlagebericht“.

In Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2025 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr gewählt und am 26. August 2025 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem am 31. Dezember 2017 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer des Konzerns.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Art 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Mag. Marieluise Krimmel.

Wien, 11. März 2026

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Mag. Marieluise Krimmel

Wirtschaftsprüferin

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Bericht über die unabhängige Prüfung der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung für das Geschäftsjahr 2025

Zusicherungsvermerk des unabhängigen Prüfers

Wir haben eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der im Konzernlagebericht im Abschnitt „Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung“ enthaltenen konsolidierten nicht-finanziellen Erklärung der Wienerberger AG (die „Gesellschaft“) für das am 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr durchgeführt.

Zusammenfassende Beurteilung auf Basis einer Prüfung mit begrenzter Zusicherung

Auf Grundlage unserer durchgeführten Prüfungshandlungen und der von uns erlangten Nachweise sind uns keine Sachverhalte bekanntgeworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die im Konzernlagebericht im Abschnitt „Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung“ enthaltene konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nicht in allen wesentlichen Belangen mit den Anforderungen des § 267a UGB (NaDiVeG) übereinstimmt, einschließlich

Grundlage für die zusammenfassende Beurteilung

Wir haben unsere Prüfung mit begrenzter Sicherheit unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der österreichischen berufsüblichen Grundsätze zu sonstigen Prüfungen und ergänzender Stellungnahmen sowie des für derartige Aufträge geltenden International Standard on Assurance Engagements (ISAE 3000 (Revised)) durchgeführt. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfang¬reich, so dass dementsprechend eine geringere Prüfungssicherheit gewonnen wird.

Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Prüfers der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung“ unseres Zusicherungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen berufsrechtlichen Vorschriften und Art. 22 ff. AP-RL, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Unser Prüfungsbetrieb unterliegt den Bestimmungen der KSW-PRL 2022, die im Wesentlichen den Anforderungen gemäß ISQM 1 entspricht, und wendet ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem an, einschließlich dokumentierter Richtlinien und Verfahren zur Einhaltung ethischer Anforderungen, professioneller Standards sowie geltender gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Zusicherungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere zusammen-fassende Beurteilung zu diesem Datum zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht 2025 der Gesellschaft, ausgenommen die konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung und unseren Zusicherungsvermerk.

Unsere zusammenfassende Beurteilung über die konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob sie wesentliche Unstimmigkeiten zur konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung oder zu unseren bei der Prüfung mit begrenzter Sicherheit erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats

Die gesetzlichen Vertreter sind für die Aufstellung einer konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung einschließlich der Entwicklung und Durchführung des Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse gemäß den geltenden Anforderungen und freiwillig angewendeten Standards verantwortlich. Diese Verantwortlichkeit umfasst

Diese Verantwortlichkeit umfasst weiters die Auswahl und Anwendung geeigneter Methoden zur konsolidierten nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind.

Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung des Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse und der Aufstellung der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung verantwortlich.

Inhärente Beschränkungen bei der Aufstellung der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung

Bei der Berichterstattung über zukunftsgerichtete Informationen ist der Konzern verpflichtet, diese zukunftsgerichteten Informationen auf der Grundlage offengelegter Annahmen über Ereignisse, die in der Zukunft eintreten könnten, sowie möglicher zukünftiger Maßnahmen des Konzerns zu erstellen. Wahrscheinlich wird es zu Abweichungen kommen, da erwartete Ereignisse häufig nicht wie angenommen eintreten.

Bei der Festlegung der Angaben gemäß der EU-Taxonomie-VO sind die gesetzlichen Vertreter verpflichtet, unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Unbestimmte Rechtsbegriffe können, auch hinsichtlich der Rechtskonformität ihrer Auslegung, unterschiedlich ausgelegt werden und unterliegen dementsprechend Unsicherheiten.

Verantwortlichkeiten des Prüfers der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung

Unsere Ziele sind die Planung und Durchführung einer Prüfung, um begrenzte Sicherheit darüber zu erlangen, ob die konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung einschließlich des darin dargestellten Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse und der Berichterstattung nach der EU-Taxonomie-VO frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, und darüber einen Vermerk zu erstellen, der unsere zusammen-fassende Beurteilung enthält. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf Grundlage der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung getroffenen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Während der gesamten Prüfung mit begrenzter Sicherheit üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Zu unseren Verantwortlichkeiten gehören:

Zusammenfassung der durchgeführten Arbeiten

Eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit erfordert die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Nachweisen über die konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung. Die Art, der Zeitpunkt und der Umfang der ausgewählten Prüfungshandlungen hängen von pflichtgemäßem Ermessen ab, einschließlich der Identifizierung von Angaben in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung, bei denen wesentliche falsche Darstellungen auftreten können, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtum.

Bei der Durchführung unserer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit in Bezug auf die konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung gehen wir wie folgt vor:

Haftungsbeschränkung und Veröffentlichung

Bei der Prüfung der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung mit begrenzter Sicherheit handelt es sich um eine freiwillige Prüfung.

Diesen Zusicherungsvermerk erstatten wir auf Grundlage des mit dem Auftraggeber geschlossenen Prüfungsvertrags, dem auch mit Wirkung gegenüber Dritten die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe (AAB 2018) zugrunde liegen. Diese können online auf der Internetseite der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen eingesehen werden (derzeit unter Berufsrecht / Mandatsverhältnis).

Hinsichtlich unserer Verantwortlichkeit und Haftung aus dem Auftragsverhältnis gilt Punkt 7. der AAB 2018. Unsere Haftung gilt demnach für leichte Fahrlässigkeit als ausgeschlossen. Im Falle grober Fahrlässigkeit beträgt die maximale Haftungssumme gegenüber der Gesellschaft und auch gegenüber Dritten das Fünffache des vereinnahmten Honorars, ist jedoch höchstens mit dem Zehnfachen der Mindestversicherungssumme der Berufshaftpflichtversicherung gemäß § 11 Wirtschaftstreuhandberufsgesetz 2017 (WTBG 2017) begrenzt. Dieser Betrag bildet den Haftungshöchstbetrag, der nur einmal bis zu diesem Maximalbetrag ausgenutzt werden kann, dies auch bei mehreren Anspruchsberechtigten oder Anspruchsgrundlagen. Schadenersatzansprüche sind auf den positiven Schaden beschränkt. Für entgangenen Gewinn haften wir nur bei Vorsatz oder krass grober Fahrlässigkeit, soweit gesetzlich zulässig. Wir haften nicht für unvorhersehbare oder untypische Schädigungen, mit denen wir nicht rechnen konnten.

Der Zusicherungsvermerk über die Prüfung darf ausschließlich zusammen mit der im Konzernlagebericht im Abschnitt „Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung“ enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung und nur in vollständiger und ungekürzter Form Dritten zugänglich gemacht werden.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Alfred Ripka.

Wien, 11. März 2026

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Mag. Alfred Ripka

Wirtschaftsprüfer

Mag. Marieluise Krimmel

Wirtschaftsprüferin

WIENERBERGER AG

Geschäftsverlauf 2025

Geschäftsverlauf 2025

Die Wienerberger AG ist Muttergesellschaft eines international tätigen Baustoffkonzerns – eine reine Holdinggesellschaft, deren Geschäftsaktivitäten nach Maßgabe der Verantwortungsbereiche im Management in drei Segmente eingeteilt sind: Europe West, Europe East und North America. Als Holdinggesellschaft nimmt sie die strategische Ausrichtung der Wienerberger Gruppe, die Steuerung der Geschäftsbereiche sowie die Corporate Functions wahr. Die Holdingkosten werden anteilig auf die drei Geschäftssegmente umgelegt.

Die Organisationsstruktur von Wienerberger sowie Informationen zur Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands der Wienerberger AG sind im Konzernlagebericht erläutert.

Wirtschaftliches Umfeld 2025

Die Weltwirtschaft erwies sich 2025 trotz sich verändernder politischer Rahmenbedingungen, anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und neuer Handelsmaßnahmen, darunter höhere US-Zölle, nach wie vor als resilient. In Europa verlief die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Regionen weiterhin uneinheitlich. Die Eurozone verzeichnete eine leichte Verbesserung des BIP-Wachstums auf 1,4 % (2024: 0,9 %); dies war zum Teil darauf zurückzuführen, dass Deutschland nach zwei Jahren einer schrumpfenden Wirtschaft wieder ein leichtes Wachstum von 0,2 % verzeichnete. Das Wachstum in Frankreich schwächte sich auf 0,8 % ab (2024: 1,1 %), während das Vereinigte Königreich mit einem BIP-Wachstum von 1,4 % eine dynamischere Entwicklung zeigte (2024: 1,1 %). In Osteuropa blieb die Wirtschaftstätigkeit laut Euroconstruct mit einem BIP-Wachstum von 2,5 % (2024: 2,2 %) vergleichsweise robust. In den Vereinigten Staaten verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum auf 2,1 % (2024: 2,8 %). Höhere Zölle trugen zum Preisdruck bei, die Investitionstätigkeit wurde schwächer und die Arbeitsmärkte begannen sich abzukühlen.

Wohnbaumarkt in Europa

Grundlage der folgenden Analyse bilden die Länderprognosen von Euroconstruct, Europas führendem Netzwerk für die Prognose von Entwicklungen im Bausektor, vom November 2025.

Trotz gelockerter Finanzierungsbedingungen belasteten Unsicherheit und Zurückhaltung seitens der Verbraucher auch 2025 den Wohnungsbau. Die Baugenehmigungen in Europa zeigten ein gemischtes Bild: Während in mehreren Märkten weiterhin eine gedämpfte Stimmung vorherrschte, waren in Deutschland, Frankreich, Ungarn und Polen Verbesserungen zu verzeichnen.

Infrastrukturmarkt in Europa

Laut Daten von Euroconstruct für 2025 entwickelten sich die Infrastrukturmärkte relativ positiv, unterstützt durch öffentliche Investitionsprogramme und regionsspezifische wirtschaftliche Entwicklungen.

Ein erheblicher Teil der gesamten Infrastrukturausgaben entfiel auf Wassermanagement, einschließlich Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwassersysteme. In diesem Bereich wurde in ganz Europa eine solide Entwicklung verzeichnet.

Wohnbaumarkt in den USA

Der Wohnungsbausektor in den USA sah sich 2025 erneut mit einem herausfordernden Jahr konfrontiert, das von verzögerten Zinssenkungen, anhaltender Unsicherheit hinsichtlich der Handelszölle und die Marktstimmung trübenden politischen Entwicklungen geprägt war.

Die Konjunkturindikatoren spiegelten dieses gedämpfte Umfeld wider: Die Baugenehmigungen lagen im Jahresvergleich bei -3,6 % und die Wohnbaubeginne gingen leicht zurück (-0,6 %), während der Mehrfamilienhausbau zulegte (+18 %), blieben die Aktivitäten im Einfamilienhausbau schwach. (-6,9 %).

Der Infrastrukturmarkt in den USA

Der nordamerikanische Infrastruktursektor wuchs auch 2025 weiter, gestützt durch groß angelegte Bundesprogramme und öffentliche Investitionsinitiativen. Der Markt gliedert sich im Wesentlichen in die Bereiche Verkehr (Straßen, Eisenbahnen, Flughäfen), Strom und Energie, sowie Wasser und Abwasser, wobei letzterer für das Rohrgeschäft von wienerberger am relevantesten ist.

Volkswirtschaftlicher Ausblick 2025

Laut dem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jänner 2026 veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick wird das globale Wachstum 2026 voraussichtlich stabil bei 3,3 % bleiben (2025: 3,3 %). Die Dynamik dürfte durch weitere Unsicherheiten in der Handelspolitik, anhaltende geopolitische Spannungen und verbleibende Inflationsrisiken gebremst werden.

Ergebnis- und Bilanzanalyse der Wienerberger AG

Die Umsatzerlöse der Wienerberger AG bestehen hauptsächlich aus den an Tochtergesellschaften verrechneten Lizenzerlösen für die Verwendung von Markenrechten sowie aus Konzernumlagen für zentrale Konzerndienstleistungen (Corporate Functions).

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR
31.12.2025 31.12.2024
Umsatzerlöse 246.059 129.244
sonstige betriebliche Erträge 6.438 8.602
Handelswareneinsatz und Aufwand für bezogene Leistungen –52.352 –18.866
Personalaufwand –61.135 –58.978
Abschreibungen –7.791 –7.798
sonstige betriebliche Aufwendungen –59.839 –61.778
Betriebsergebnis (EBIT) 71.380 –9.574
Finanzergebnis 24.463 90.621
Ergebnis vor Steuern 95.843 81.047
Steuern 13.671 19.015
Ergebnis nach Steuern 109.514 100.062

Die von der Wienerberger AG im Geschäftsjahr 2025 erzielten Umsatzerlöse beliefen sich auf 246,1 Mio. € (Vorjahr: 129,2 Mio. €), wobei es sich vorwiegend um Lizenzerlöse für die Verwendung von Markenrechten sowie Erlöse aus IT- und Engineering-Leistungen handelt, die für Tochterunternehmen erbracht wurden, weiters wurden auch Umsatzerlöse aus externen Verkäufen von Vorräten erzielt.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr, weil zukünftige Bezugsansprüche aus Restrukturierungsmaßnahmen bereits in 2025 berücksichtigt wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. € aufgrund von Maßnahmen zur Kostenreduzierung. Das Betriebsergebnis 2025 verbesserte sich aufgrund des Verkaufs von sonstigen Vermögenswerten wesentlich von -9,6 Mio € im Vorjahr auf 71,4 Mio. €.

Das Finanzergebnis der Wienerberger AG setzt sich, wie für Holdinggesellschaften typisch, vorwiegend aus Beteiligungserträgen, etwaigen Bewertungseffekten aus Beteiligungen und dem Zinsergebnis zusammen. Im Berichtsjahr reduzierten sich die Beteiligungserträge aus Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen von 100,6 Mio. € auf 26,3 Mio. €. Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich auf 30,3 Mio. €. Sowohl die Zinsen und ähnliche Erträge als auch die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr. Das Nettozinsergebnis verschlechterte sich zum Vergleich um 16,4 % von -33,5 Mio. € auf -39,0 Mio. € im Berichtsjahr 2025. Im aktuellen Geschäftsjahr gab es sowohl Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 11,5 Mio. €, als auch Zuschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 48,6 Mio. € (Vorjahr: Abschreibungen 10,0 Mio. €, Zuschreibungen 17,0 Mio. €).

Das Finanzergebnis sank auf 24,5 Mio. € (Vorjahr: 90,6 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern stieg hingegen von 81,0 Mio. € im Vorjahr auf 95,8 Mio. € im Jahr 2025.

Im Berichtsjahr betrug der Ertrag aus der Umlage der Steuergruppenmitglieder inklusive Korrekturen der Vorjahre 7,8 Mio. €, demgegenüber war ein Aufwand aus der Steuerrückstellung in Höhe von 3,4 Mio. € zu erfassen (Vorjahr: Steuerertrag Steuergruppenumlage 27,3 Mio. €, Steueraufwand Rückstellung 6,7 Mio. €). Darüber hinaus betrug der latente Steuerertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr 9,2 Mio. € (Vorjahr: Steueraufwand 1,5 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern belief sich im Berichtsjahr somit auf 109,5 Mio. € (Vorjahr: 100,1 Mio. €).

Bilanzentwicklung

in TEUR
31.12.2025 31.12.2024 Veränderung
Immaterielles Anlagevermögen 42.913 27.174 15.739
Sachanlagen 17.091 17.685 –594
Finanzanlagen 3.451.067 3.936.438 –485.371
Vorräte 10.950 47.570 –36.620
Forderungen und sonstiges Umlaufvermögen 357.439 196.451 170.211
Kassa und Bankguthaben 77.054 70.071 6.983
Aktive latente Steuern 29.095 19.872 9.223
Bilanzsumme 3.985.609 4.315.261 –320.429
Eigenkapital 2.298.919 2.321.857 –22.938
Rückstellungen 45.471 53.436 –7.965
Verbindlichkeiten und PRA 1.641.219 1.939.968 –298.749

Im Jahr 2025 sank die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 7,6 % auf 3.985,6 Mio. € (Vorjahr: 4.315,3 Mio. €). Dies ist auf die Reduktion der Finanzanlagen zurückzuführen, allerdings erhöhten sich das immaterielle Anlagevermögen, die Forderungen und die Bankguthaben. Die Bilanzstruktur der Wienerberger AG ist charakteristisch für eine Konzernmutter, das heißt durch einen hohen Anteil des Finanzanlagevermögens am Gesamtvermögen und durch langfristige Finanzierungskomponenten sowohl aus Eigen- als auch aus Fremdmitteln geprägt.

Die Verringerung des Finanzanlagevermögens um 485,4 Mio. € auf 3451,1 Mio. € begründet sich durch die Verminderung langfristiger konzerninterner finanzieller Forderungen. Das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen betragen in Summe rd. 1,5 % des Gesamtvermögens.

Die Forderungen und das sonstige Umlaufvermögen betragen 386,5 Mio. € (Vorjahr: 216,3 Mio. €) und erhöhten sich hauptsächlich durch den Anstieg konzerninterner finanzieller Forderungen und Aktivierung latenter Steuern. Die liquiden Mittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, stiegen im Berichtsjahr um 7,0 Mio. € auf 77,1 Mio. €.

Das Eigenkapital sank im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 22,9 Mio. €, trotzdem erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 54 % im Vorjahr auf 58 % im Berichtsjahr, aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme. Die eigenen Anteile betrugen im Jahr 2025 295.831 Stück mit einem Nennbetrag von 295.831 €, was einem Anteil von 0,3 % am Grundkapital entspricht. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.087.986 Stück mit einem Nennbetrag von 1.087.986 € zu einem Durchschnittskurs von 26,85 € pro Stück erworben, der Anteil am Grundkapital lag bei 1,0 %.

Auch die Verbindlichkeiten sanken im Berichtsjahr um insgesamt 298,7 Mio. €. Es verminderten sich gegenüber dem Vorjahr die externen Finanzverbindlichkeiten in Summe um 231,2 Mio. €, und auch die konzerninternen Verbindlichkeiten um 63,8 Mio. € aufgrund der gesunkenen Verbindlichkeit gegenüber der Wienerberger Finanz Service GmbH. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sanken gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Mio. €.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch

Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Erläuterungen anzugeben:

(1) Das Grundkapital der Wienerberger AG zum 31.12.2025 beträgt 109.497.697 EUR und verteilt sich auf 109.497.697 nennwertlose Stückaktien, denen allen die gleichen Rechte zukommen.

(2) Soweit dem Vorstand der Wienerberger AG bekannt, existieren keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen.

(3) Der Aktienbesitz verteilt sich auf österreichische und internationale Investoren, kein Aktionär hält mehr als 10 % der Anteile an der Wienerberger AG. Im Rahmen der Meldungspflicht bezüglich bedeutender Beteiligungen gemäß § 91 Börsegesetz haben wir zum Jahresultimo folgende Meldungen erhalten: Die FMR LLC mit Sitz in den USA hält seit 15. Jänner 2025 mehr als 6%, die Erste Asset Management GmbH mit Sitz in Österreich hält seit 8. Juli 2025, die Lansdowne Partners (UK) LLP mit Sitz in UK hält seit 12. September 2025 und die BlackRock, Inc. mit Sitz in den USA hält seit 2. Dezember 2025 mehr als 4%, die Marathon Asset Management Ltd mit Sitz in Großbritannien hält seit 15. Dezember 2025 mehr als 5 %, der Wienerberger Stimmrechte. Der Bestand eigener Anteile belief sich zum Abschlussstichtag auf 295.831 Stück oder 0,27 % der begebenen Aktien.

(4) Es existieren keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

(5) Arbeitnehmer, die Aktionäre der Wienerberger AG sind, üben grundsätzlich ihr Stimmrecht unmittelbar und ohne Stimmrechtskontrolle aus. Darüber hinaus haben Arbeitnehmer Anteile an der Wienerberger AG im Rahmen eines Beteiligungsprogrammes erworben und diese Aktien an eine Mitarbeiterbeteiligungsstiftung gemäß § 4d Abs. 4 EStG zur treuhändischen Verwahrung und Ausübung der Aktionärsrechte übertragen.Der Vorstand besteht zum Bilanzstichtag aus vier Personen. Als Mitglieder des Vorstands sollen nur Personen bestellt werden, die zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens ihrer Bestellung oder ihrer Wiederbestellung das 65. Lebensjahr nicht vollendet haben. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei und höchstens zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Die Aufsichtsratsmitglieder werden, falls sie nicht für eine kürzere Funktionsperiode gewählt werden, für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das dritte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt. Hierbei wird das Geschäftsjahr, in dem gewählt wird, nicht mitgerechnet.

(6) Der Vorstand wurde in der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 7. Mai 2024 gem. § 65 Abs. 1 Z 8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG während einer Geltungsdauer von 30 (dreißig) Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung ermächtigt, eigene Aktien der Wienerberger AG zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 20 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der vorangegangenen zehn Börsenhandlungstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung zu erwerben. Der Bestand an unter dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien sowie sonstigen gehaltenen eigenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals der Wienerberger AG zu keinem Zeitpunkt überschreiten; die Gesamtstückzahl der gemäß der Ermächtigung nach dem Beschluss vom 7. Mai 2024 erworbenen eigenen Aktien darf maximal 10 % des Grundkapitals der Wienerberger AG zum Tag der Beschlussfassung betragen. Der Vorstand ist zur Festsetzung der Rückerwerbsbedingungen ermächtigt. Der Erwerb kann nach Wahl des Vorstands börslich oder außerbörslich oder im Wege eines öffentlichen Angebots erfolgen. Der Erwerb auch nur von einzelnen Aktionären oder einem einzigen Aktionär ist zulässig. Sofern gesetzlich keine Zustimmung des Aufsichtsrats zwingend erforderlich ist, ist der Aufsichtsrat im Nachhinein vom Beschluss des Vorstands in Kenntnis zu setzen. Im Falle des außerbörslichen Erwerbs kann dieser auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts der Aktionäre durchgeführt werden (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Der Vorstand kann diese Ermächtigung innerhalb der gesetzlichen Vorgaben insbesondere über die höchstzulässige Zahl eigener Aktien ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, einmal oder auch mehrfach ausüben. Diese Ermächtigung kann in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 228 Abs. 3 UGB) oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Dieser Beschluss ersetzt die in der 153. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2022 beschlossene Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien.

(7) Weiters wurde in der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 7. Mai 2024 beschlossen:

a) Der Vorstand der Wienerberger AG wird für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gemäß § 65 Abs. 1 b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne neuerliche Beschlussfassung der Hauptversammlung für die Veräußerung beziehungsweise Verwendung gehaltener eigener Aktien eine andere gesetzlich zulässige Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen. Diese Ermächtigung umfasst die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien auf eine andere gesetzlich zulässige Art der Veräußerung als über die Börse oder ein öffentliches Angebot, insbesondere einen außerbörslichen Verkauf (unter teilweisem oder vollständigem Ausschluss des Wiederkaufsrechts der Aktionäre), etwa in Form einer beschleunigten Privatplatzierung, oder als nicht in einer Barleistung bestehende Transaktionswährung für den Erwerb von Unternehmen, Unternehmensanteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögenswerten. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 228 Abs. 3 UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.

b) Der Vorstand der Wienerberger AG wird ferner gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 letzter Satz AktG ermächtigt, während einer Geltungsdauer von 30 (dreißig) Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Einziehung von erworbenen eigenen Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung herabzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben.

Der Vorstand kann diese Ermächtigungen innerhalb der gesetzlichen Vorgaben insbesondere über die höchstzulässige Zahl eigener Aktien ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, einmal oder auch mehrfach ausüben.

Die in den Punkten a) und b) erteilten Ermächtigungen gelten sowohl für am Tag dieser Beschlussfassung bereits von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien als auch für künftig zu erwerbende eigene Aktien. Dieser Beschluss ersetzt die in der 153. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2022 beschlossene Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien.

(8) Außerdem wurde in der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 7. Mai 2024 beschlossen:

Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von 5 (fünf) Jahren nach Eintragung der Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – gegen Bareinlage um bis zu 16.759.851 EUR durch Ausgabe von bis zu 16.759.851 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, und die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzulegen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären in der Weise eingeräumt werden, dass die Kapitalerhöhung von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen wird, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht gemäß § 153 Abs. 6 AktG).

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen (Ermächtigung zum Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts), wenn

(i) die Aktien für den Ausgleich von Spitzenbeträgen oder

(ii) die Aktien für die Bedienung von Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe) verwendet werden.

Auf die Summe der unter dieser Ermächtigung des Vorstands zum Abschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bareinlage insgesamt ausgegeben Aktien darf rechnerisch ein Anteil am Grundkapital von insgesamt nicht mehr als 5 % des im Zeitpunkt der Satzungsänderung im Firmenbuch eingetragenen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich aus der Ausnützung des genehmigten Kapitals ergeben.

(9) Entsprechend der Vergütungspolitik 2020 wurden im Zuge der Umsetzung des Long-Term-Incentive Programms 2022 am 8. und 11. April 2025 23.343 Stück eigene Aktien an die Mitglieder des Vorstands mit einem Kurs von 28,14 € und 28,36 € übertragen, die Aktien hatten einen Buchwert von 0,6 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2025 setzte die Wienerberger AG ein Aktienrückkaufprogramm das in 2024 begonnen wurde, in der Periode von Jänner bis Februar 2025 fort, es wurden zu einem Durchschnittskurs von 26,79 € und mit einem Kapitaleinsatz von 29,2 Mio. € 1.087.986 Stück Aktien über die Börse zurückgekauft. Im März 2025 wurden 2.234.646 Stück Aktien eingezogen.Nach Abschluss aller Transaktionen im Jahr 2025 belief sich der Bestand eigener Aktien auf 295.831 Stück oder 0,27 % des Grundkapitals.

(10) Die Vorstandsverträge, Vereinbarungen zu der Unternehmensanleihe 2023, sowie die Verträge verschiedener syndizierter Kredite und Darlehen enthalten Regelungen, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden („Change of Control“-Klauseln).

(11) Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsmitgliedern infolge eines Kontrollwechsels werden wirksam, sobald ein Eigentümer in Folge des Überschreitens einer Beteiligungsschwelle von 20 % ein verpflichtendes Übernahmeangebot legen muss. Die vertraglichen Regelungen sehen vor, dass in diesem Fall die Gesamtleistungen, abhängig von der Restlaufzeit des Vorstandsmandats, zwei Jahresbezüge nicht überschreiten.

Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Unsere internationale Geschäftstätigkeit bringt nicht nur große Chancen, sondern auch kurz-, mittel- und langfristige Risiken mit sich. wienerberger hat daher ein effektives Risikomanagementsystem etabliert, das vorhandene Risiken aufzeigt und diesen in einem strukturierten Prozess durch Vermeidung, Risikominderung und Auslagerung begegnet. In allen strategischen Entscheidungen wird unser Risikobewusstsein berücksichtigt. Dabei werden rein operative Risiken in Kauf genommen, während das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäfts ist unzulassig. Als führender Anbieter von innovativen und nachhaltigen Lösungen für Neubau,Renovierung und Infrastruktur verpflichten wir uns freiwillig zur transparenten Darstellung nicht nur von klimarelevanten Chancen, sondern auch von damit verbundenen Risiken. Die Identifizierung und Analyse klimabezogener Risiken ist Teil des umfassenden Risikomanagementansatzes von wienerberger. Seit 2020 unterstützen wir daher die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) in Bezug auf die Identifizierung, Analyse und Bewertung von physischen Risiken und Übergangsrisiken im Zusammenhang mit der Auswirkung der Wende zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft (z.B. Reputationsrisiken, regulatorische Risiken, Marktrisiken und Technologierisiken). Außerdem informieren wir über die Einschätzung von Klimarisiken gemäß den Anforderungen der CSRD-Richtlinie (Corporate Sustainability Reporting Directive). Eine detaillierte Offenlegung unserer Einschätzung des Klimarisikos ist in der Nachhaltigkeitserklärung, E1 Klimawandel, zu finden.

Die wesentlichen ESG-bezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen von wienerberger werden als Teil des allgemeinen Risikomanagementprozesses und des Kontrollsystems gesteuert und nachfolgend erläutert. Die wesentlichen ESG-bezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen von wienerberger wurden im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse analysiert (siehe Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung, Allgemeine Angaben, IRO-1).

Im Rahmen des Risikomanagements kommt dem Internen Kontrollsystem (IKS) der Wienerberger AG eine besondere Rolle zu. Das IKS basiert auf den Maßstäben des international bewahrten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (von COSO veröffentlicht) und bietet dem Management ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus den wesentlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren bzw. zu vermeiden. Regelungen und Kontrollen, die konzernweite und geschäftssegmentübergreifende Gültigkeit haben, werden vom Vorstand vorgegeben. Der dezentralen Struktur von wienerberger entsprechend liegt die Verantwortung für die Implementierung des IKS beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Interne Revision übernimmt dabei eine Steuerungs-, Kommunikations und Überwachungsfunktion. Durch regelmäßige Audits an den Standorten wird die Einhaltung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet. Die Interne Revision agiert auf der Grundlage einer Charta, die regelmäßig vom Prüfungs- und Risikoausschuss des Aufsichtsrats überarbeitet und genehmigt wird. Im Jahr 2024 wurde die Qualitat der Internen Revision von wienerberger extern geprüft und als den International Standards for the Professional Practice of Internal Auditing (IPPF) entsprechend beurteilt.

Das IKS besteht aus systematisch gestalteten Maßnahmen und Prozessen, die sich in folgende Teilbereiche gliedern:

Kontrollumfeld

Das Kontrollumfeld bildet die Basis für konzernweite Standardisierungs- und Vereinheitlichungsprozesse. So hat der Vorstand im Rahmen der Rechnungslegung konzerneinheitliche und verbindliche Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen in einer Konzernrichtlinie festgelegt. Die Erfassung der Geschäftsfälle erfolgt mittels standardisierter Prozesse, wobei ein einheitlicher Konzernkontenplan zur Anwendung kommt. Der Konzernabschluss sowie Zwischenabschlüsse von wienerberger werden in Übereinstimmung mit den IFRS im Zuge eines Fast Close-Prozesses erstellt. Die Abschlüsse aller Tochterunternehmen werden von den Finanz- und Controlling- Abteilungen geprüft, konsolidiert und schließlich vom Vorstand der Wienerberger AG zur Vorlage im Aufsichtsrat freigegeben.

Das Compliance-Management-System von wienerberger besteht aus Regelungen, die die Mitarbeiter bei der Einhaltung gruppenweiter ethischer und rechtlicher Standards unterstützen sollen. Es gilt für alle Mitarbeiter von wienerberger. Wenn die nationale Gesetzgebung strengere Regeln vorschreibt, gelten diese vorrangig. Da klare Regeln zur Vermeidung von Fehlverhalten unerlässlich sind, hat wienerberger Richtlinien zur Verhinderung von Bestechung und Korruption, sowie betreffend Kartellrecht, Exportkontrolle (Sanktionslisten), Kapitalmarktvorschriften und Datenschutz implementiert. Das Compliance-Management-System wird laufend an die gesetzlichen Änderungen angepasst. Die Richtlinien werden regelmäßig an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Schulungen werden durchgeführt und dokumentiert. Zusätzlich wurden auf Konzernebene Kontrollen eingeführt, um das lokale Management in Compliance-Fragen zu unterstützen. Die Einhaltung der geltenden Vorschriften und Richtlinien wird von der Internen Revision regelmäßig kontrolliert.

Entsprechend seiner ESG-Strategie hat wienerberger einen unternehmenseigenen Verhaltenskodex etabliert. Der Kodex ist als verbindlicher Leitfaden gestaltet und gibt klare und einheitliche Regeln für Mitarbeiter, Geschäftspartner und Lieferanten vor. Er verweist auch auf die genannten unternehmensinternen Richtlinien.

Risikobeurteilung

Um den unternehmensweiten Risiken entgegenzuwirken, streben wir danach, Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen und Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. In unseren erfahrenen, internationalen Teams werden zuständige Risikoeigner mit der

der Risiken verantwortlich. Zu diesem Zweck werden zwei Mal jährlich auf Ebene des Spitzenmanagements Umfragen zu bestehenden und neuen Risiken durchgeführt, um die Einschätzung der Vorstandsmitglieder, der Regionalvorstände un der Verantwortlichen der Corporate Functions zu erfassen. Risiken werden proaktiv mittels Interviews, Workshops sowie Szenarioanalysen beurteilt. Die identifizierten Risiken werden anschließend analysiert, als strategische oder operative Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette klassifiziert und den Risikoeignern zugeteilt. Die Risikobewertung erfolgt anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Auswirkungen auf den Free Cashflow. Dabei werden unterschiedliche Betrachtungshorizonte, nämlich kurzfristig (bis zu 1 Jahr), mittelfristige(1-5 Jahre) und langfristig (5-25 Jahre), angewandt. Diese wurden vom Management festgelegt und entsprechen dem jährlichen Planungsprozess..

Die Auswirkungen auf den Free Cashflow werden in vier Kategorien unterteilt – vernachlässigbar (<5 Mio. €), gering (5–50 Mio. €), signifikant (50–100 Mio. €) und kritisch (>100 Mio. €), - die an die Geschäftsentwicklung des jeweiligen Jahres angeglichen und durch den Vorstand genehmigt werden.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -steuerung sind der Planungs- und Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung finanzieller und nicht finanzieller Kennzahlen und die Risikostreuung durch unseren Portfolioansatz.

Der Risikotransfer durch Versicherungslösungen ist ein weiteres wichtiges Instrument des Risikomanagments. Einige der identifizierten Risiken werden mittels globaler, alle Konzerngesellschaften erfassender Versicherungsprogramme abgedeckt. Die wichtigsten versicherbaren Risiken sind Sachschäden, Betriebsunterbrechungen und Haftungsrisiken.

Bei der Mehrzahl der identifizierten Risiken handelt es sich um Risiken die im Rahmen etablierter interner Prozesse zur Unternehmenssteuerung erfasst und überwacht werden. Insbesondere werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und von den zuständigen Risikoeignern innerhalb der Business Units analysiert und gegenüber dem möglichen Gewinn abgewogen. Ergänzend dazu werden operative, finanzielle und rechtliche Risiken sowie Compliance-Risiken nicht nur vom regionalen Management, sondern auch zentral von der Holding gesteuert, überwacht und gemindert. Eine weitere Risikoklasse stellen wesentliche Risiken mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Diese werden laufend beobachtet und bewertet; Bedarfsfall wird darauf zeitnah mit der Umsetzung vordefinierter Maßnahmen reagiert.

Die langfristige Prüfstrategie der Interne Revision beruht auf drei Säulen: Bilanz, Umsatz und Personalstand. Dieser langfristige Plan gewährleistet die strategische Erfassung der wichtigsten Risikobereiche. Der Revisionsplan wird jährlich ergänzt und auf der Grundlage zusätzlicher Indikatoren, wie Whistleblower-Statistiken und Feststellungen aus früheren Prüfungen, angepasst. Dem IT-Revisionsplan liegt ein Risikobewertungsprozess zur Identifizierung von Risiken im Zusammenhang mit der Verletzung von Vertraulichkeitsbestimmungen, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen im Rahmen der relevanten Informationssysteme zugrunde. Im Jahresverlauf berichtet die Interne Revision dem Vorstand un dem Prüfungs- und Risikoausschuss regelmäßig über die durchgeführten Prüfungen und deren Ergebnisse sowie den Umsetzungsstand der Feststellungen.

Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems von wienerberger und berichtet darüber an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems wurde vom Konzernabschlussprüfer 2025 beurteilt und bestätigt. Darüber hinaus bezieht der Konzernabschlussprüfer einzelne interne Kontrollen in Teilbereichen des Bilanzierungsprozesses in die Prüfung mit ein, soweit dies seiner Meinung nach für die Erstellung seines Prüfberichts erforderlich ist.

Kontrollaktivitäten

Im Zuge der Kontrollaktivitäten findet jährlich ein Planungsprozess auf der Grundlage eines integrierten Bottom-up-Verfahren statt. Gegenstand der Planung sind die Budgetierung von Gewinn und Verlust, Bilanz und Cashflows sowie branchenspezifische KPIs des folgenden Geschäftsjahres, ebenso wie die Mittelfristplanung über einen Horizont von vier Jahren. Ein wesentliches Element des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der monatliche Vergleich der Ist-Ergebnisse mit den Prognosen für die jeweilige Planungsperiode. Ergänzend dazu wird dreimal jährlich von allen Tochterunternehmen eine Hochrechnung der erwarteten Jahresergebnisses erstellt.

Um unser internes Kontrollsystem zu stärken und zu dokumentieren, wurde eine Risiko- und Kontrollmatrix mit mehr als 550 Kontrollen für 12 Prozesse und 183 Teilprozesse implementiert. Davon werden 113 Schlüsselkontrollen im Internen Kontrollsystem überprüft und dokumentiert (ICS.app).

48 dieser Kontrollen sind systembasiert. Die ICS.app ist direkt mit SAP verbunden, sodass Stichproben automatisch monatlich oder pro Quartal generiert werden. Eine Dokumentation ist nur erforderlich, wenn Risiken in SAP-Transaktionen aufscheinen. Die übrigen 65 Schlüsselkontrollen werden jährlich überprüft und dokumentiert.

Die interne Revision übernimmt die unabhängige Validierung des Selbstbewertungsprozesses und gewährleistet die Qualität aller Schlüsselkontrollen.

Als weiteres Kontrollinstrument wurde ein Identitäts- und Zugriffsmanagementsystem etabliert. Es umfasst einen vollständigen Joiner-, Mover- und Leaver-Prozess, der einen stets aktuellen Status für alle Identitäten und die diesen zugewiesenen, kritischen IT-Berechtigungen in der Organisation sicherstellt. Das System ist in der gesamten Gruppe integriert.

Durch die Identifikation von Funktionstrennungskonflikten über das ERP-System hinaus wird bereits im Rahmen von Zugriffsanforderungen sichergestellt, dass zu weitreichende IT-Zugriffsrechte und anwendungsübergreifende Funktionstrennungsverstöße begrenzt werden können.

Sollten Funktionstrennungskonflikte aus betriebsnotwendigen Gründen dennoch gestattet werden, bedürfen diese einer Genehmigung und sind unabhängig zu überprüfen und in der ICS.app zu dokumentieren. Die ICS.app erfasst Funktionstrennungsrisiken mittels entsprechender Schlüsselkontrollen, die regelmäßig vorgenommen und dokumentiert werden müssen.

Dieser integrierte Governance-, Risiko- und Compliance-Ansatz umfasst die gesamte Prozesskette von der Identifikation und Kommunikation kritischer einzelner Zugriffsrechte und von Funktionstrennungskonflikten bis zu deren Kontrolle und Dokumentation.

Überwachung

Die Organisations- und Führungsstrukturen der Wienerberger AG und ihrer Gesellschaften ist klar definiert. Die Zuständigkeiten für den Überwachungsprozess des Risikomanagements sind klar festgelegt und voneinander getrennt. Detaillierte Informationen sind in der Nachhaltigkeitserklärung, Allgemeine Angaben , GOV-1, GOV-2, zu finden.

Auf Basis des risikoorientierten Revisionsplans prüft die Interne Revision nicht nur die Einhaltung des IKS in jeder Konzerngesellschaft, sondern analysiert auch operative Prozesse im Hinblick auf Risikoeignung und mögliche Effizienzsteigerungen. Abhängig von einer kontinuierlichen Risikoabschätzung werden derartige Prüfungen alle zwei bis vier Jahre vorgenommen. Zudem überwacht die Interne Revision die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien und fungiert somit als zentrales Überwachungsorgan des Internen Kontrollsystems. Die Informationssysteme und die angewandten IT-Kontrollen werden anhand der im Informationssicherheitssystems festgelegten IT- und Sicherheitsanforderungen der Organisation geprüft.

Zusätzlich zu den risiko- und prozessorientierten Revisionen führt die Interne Revision auf Veranlassung des Managements Ad-hoc- und Sonderprüfungen durch.

Information und Kommunikation

Im Rahmen der sonstigen Informations- und Kommunikationspflichten des IKS berichten die Einheiten Risikomanagement, Interne Revision und Group Reporting regelmäßig dem Prüfungs- und Risikoausschuss über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen neuer IFRS-Regeln auf den Konzernabschluss, wesentliche Änderungen im Rechnungslegungsprozess und Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird der Prüfungs- und Risikoausschuss regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen der Internen Revision, relevante Umsetzungsaktivitäten und Maßnahmen zur Eliminierung von IKS identifizierten Schwachstellen informiert.

Zweimal jährlich findet ein strukturierter Risikomanagementprozess statt. Im Zuge dieses Prozesses unterstützt das Risikomanagment-Team die einzelnen Unternehmensbereiche mit proaktiven Interviews und Workshops bei der Identifizierung und Bewertung ihrer jeweiligen Risiken. Die Ergebnisse sowie die sich daraus ableitenden Empfehlungen und Maßnahmen werden in konsolidierter Form dem Konzernvorstand, dem Aufsichtsrat und dem Konzernabschlussprüfer übermittelt. Die wichtigsten Risiken und Risikominderungsmaßnahmen werden auch dem Prüfungs- und Risikoausschuss vorgelegt und dort diskutiert.

Die Risikoberichterstattung findet wie folgt statt:

Schlüsselrisiken, die das Geschäft, die fianzielle Leistung und die operativen Ergebnisse von wienerberger potenziell beeinflussen können. Die Liste umfasst nicht alle möglichen Risiken; unbekannte oder nicht identifizierte Faktoren können die Geschäftstätigkeit ebenfalls beeinträchtigen. Die Reihenfolge der Risiken dient ausschließlich der Übersichtlichkeit und stellt keine Priorisierung dar.

Abhängigkeit von zukünftigen Wachstumsprojekten

Zur Steigerung des wienerberger Unternehmenswerts werden neben der laufenden Optimierung (Operational Excellence) Produktinnovationen sowie interne und externe Wachstumsprojekte durchgeführt. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen sowie der Marktentwicklung abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen für unsere Wachstumsprojekte gerecht werden. Weiters ergeben sich beim Eintritt in neue Märkte Risiken hinsichtlich desWettbewerbs, der Planungssicherheit, der Einschätzung der politischen Lage und eines erfolgreichen sowie gewinnbringenden Organisationsaufbaus. Neue Projekte werden deshalb vor dem Start einer umfassenden qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen.

Risiken bei M&A-Transaktionen

Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits intensiv im Vorfeld mit nationalenund internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.

Risiken im Zusammenhang mit Cybersicherheit

Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweitenDatenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen oder Cyberangriffen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren und Cloud-Lösungen vermindert. Das Cyber-Sicherheitsteam schult die Mitarbeiter und trainiert regelmäßig Notfälle. Damit wird eine kontinuierliche Verbesserung der internen Betriebsfortführungskonzepte ermöglicht und ein möglicher Schaden minimiert. Zur technischen Absicherung unser Daten und Systeme ist ein mehrstufiges Sicherheitskonzept mit führenden Cybersecurity Anbietern und mit einem externen, spezialisierten Security Operations Center implementiert.

Finanzinstrumente

Die Verwendung von Finanzinstrumenten ist im Anhang zum Einzelabschluss der Wienerberger AG dargestellt.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) ist von großer strategischer Bedeutung für wienerberger als Triebkraft für Innovation, Technologieführerschaft und langfristige Konkurrenzfähigkeit. Unsere F&E-Aktivitäten sind auf Kundennutzen ausgerichtet und unterstützen unmittelbar unsere ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele, wie Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und verminderter Ressourcenverbrauch.

F&E-Projekte werden zentral gesteuert und gruppenweit ausgerollt. Ihr Fokus liegt auf der Optimierung von Produkteigenschaften, der Steigerung der Energieeffizienz und der Bereitstellung smarter und digitaler Funktionalitäten. Unser Ziel ist die Entwicklung von Lösungen, die einen umweltfreundlichen, schnellen und einfachen Einbau auf der Baustelle ermöglichen, zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz von Gebäuden beitragen und spürbaren Mehrwert für unsere Kunden schaffen.

Im keramischen Bereich sind die F&E-Aktivitäten auf die Entwicklung innovativer Produkte ausgerichtet, darunter verbesserte gedämmte Wandsysteme und ausgereifte Dachlösungen mit integrierter Solartechnologie, sowie energieeffiziente Produktionsprozesse. Oberste Priorität haben dabei der Einsatz alternativer Energiequellen (z.B. Strom, Wasserstoff, grünes Gas), die Senkung des Energieeinsatzes beim Trocknen und Brennen, Automatisierung und Technologien von Industrie 4.0. Außerdem entwickeln wir neue Rezepturen und leichtere Produkte für verbesserte Wärmedämmung, verringern den Materialeinsatz und setzen auf dünnere Wandstrukturen. Zusätzlich forcieren wir den Einsatz mobiler Mauerwerksroboter und Fertigbaukonzepte für eine schnellere, sicherere und effizientere Bauweise.

Im Bereich der Kunststoffrohre haben wir unser Produktportfolio sowohl im In-House-Segment als auch für Infrastrukturanwendungen weiter verbessert und gleichzeitig den Anteil an recycelten Rohstoffen erhöht und zirkuläre Lösungen vorangetrieben. Zu den Innovationen im In-House-Segment zählen geräuscharme (leise) Abwasserrohre für einen erhöhten Komfort der Bewohner und eine verbesserte Leistung. Zirkuläre Produktentwicklungen, wie das vollständig recycelbare Regenwassermanagementsystem von Pipelife aus Sekundärrohstoffen und das erweitere Abwassersystem Master 3+ – mit neuen Optionen und Muffenverbindungen, die die Wiederverwendung von Rohrresten ermöglichen – stärken unser Angebot zusätzlich. Im Infrastrukturbereich ergänzen wir unser Angebot an Rohrsystemen durch Pumpstationen, Schächte und intelligente Wassertechnologien, die das Aufspüren undichter Stellen und einen effizienteren Netzbetrieb ermöglichen.

Ein Drittel unserer Umsätze entfällt bereits auf innovative Produkte, ein Anteil, den wienerberger durch die kontinuierliche Weiterentwicklung smarter, ressourcensparender Bau- und Infrastrukturlösungen halten will, um damit die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

Nachhaltigkeit, Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Die verantwortungsbewusste und langfristig orientierte Führung von wienerberger ist eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung der Unternehmensstrategie, das Erreichen der Unternehmensziele sowie der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten über alle Wertschöpfungsstufen von wienerberger. Als börsennotiertes, international agierendes Unternehmen bekennt wienerberger sich daher zu strengen Grundsätzen guter Unternehmensführung und Transparenz sowie zur ständigen Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle.

Wienerberger hat im gesamten Unternehmen feste Strukturen und Zuständigkeiten für das Nachhaltigkeitsmanagement verankert, um das Erreichen der gesetzten Ziele sowie eine effiziente Umsetzung der gesetzten Maßnahmen und eine einheitliche Vorgehensweise sicherzustellen. Darüber hinaus sehen wir Nachhaltigkeit als wesentlichen Bestandteil unseres Unternehmenserfolgs und integrieren ESG-Faktoren unter anderem in unsere Vergütungspolitik oder Unternehmensfinanzierung.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Wienerberger AG spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der wichtigsten Aspekte in Bezug auf Nachhaltigkeit. Der derzeit vierköpfige Vorstand trägt die Verantwortung für das strategische und das operative Management der Gesellschaft. Er fungiert als oberstes internes Steuergremium, informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über aktuelle ESG-Belange, identifiziert ESG-Belange von zunehmender Bedeutung und definiert Nachhaltigkeitsziele für wienerberger. Der Aufsichtsrat begleitet alle wesentlichen strategischen Projekte. Neben Kontrolle sowie Lenkung ist er beratend tätig und trägt damit einen Teil der unternehmerischen Verantwortung der Gesellschaft. Diese Struktur soll sicherstellen, dass ESG-Belange unter anderem bei der Ausgestaltung der Unternehmensstrategie, bei der Finanzplanung und bei den jährlichen Budget- und Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden. Bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben wird der Aufsichtsrat von zwei Ausschüssen unterstützt:

Die Abteilung Corporate Sustainability wurde mit der Abteilung Public Affairs zusammengelegt und wird geleitet von Director Public Affairs & Corporate Sustainability. Dieser berichtet direkt und in regelmäßigen Abständen (mindestens einmal pro Quartal) an den Vorstandsvorsitzenden und vier Mal pro Jahr dem gesamten Vorstand der Wienerberger AG. Sie übernimmt die gruppenweite Koordination der Nachhaltigkeits- und Innovationsstrategie, des Nachhaltigkeitsprogramms (aktuell 2023-2026, davor 2020-2023) sowie des Nachhaltigkeitsmanagements und ist auch verantwortlich für die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Wienerberger AG.

Mit dem Sustainability Group Reporting (SGR) ist ein zentrales Datenmanagement etabliert, das für die Konsolidierung aller Nachhaltigkeitskennzahlen verantwortlich ist. Diese dienen als Basis für strategische Entscheidungen in den Business Units und auf Gruppenebene.

Die Struktur bei wienerberger ist in die Regionen Europe West, Europe East und North America geteilt. Auf Regionen-Ebene sind die COOs von Europe West und Europe East sowie der CEO von North America für das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele verantwortlich. Sie beobachten potenzielle Verbesserungsbereiche, beraten diese mit dem Vorstand von wienerberger und erarbeiten einen spezifischen Handlungsplan für die Integration der Nachhaltigkeitsstrategie in ihrer jeweiligen Region. Sie werden jeweils von ihren Nachhaltigkeitsbeauftragten unterstützt.

Die interne organisatorische Struktur wird durch unsere erfahrenen lokalen Managementteams abgerundet. Sie sind ein wichtiger Bestandteil bei der Umsetzung aller ESG-Belange. So unterstützen sie auf lokaler Ebene die praktische Umsetzung von Richtlinien und Maßnahmen, die die Zielerreichung auf Konzernebene sicherstellen sollen.

Wienerberger veröffentlicht seit 2010 jährlich die Konsolidierten nichtfinanziellen Kennzahlen der Gruppe. In Verbindung mit dem Wienerberger Nachhaltigkeitsprogramm (2023-2026) stellt der Nachhaltigkeitsbericht ein wichtiges Steuerungsinstrument für Wienerberger dar, um offenzulegen, wie das Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird. Der Fokus der Berichte liegt auf wesentliche ökologischen, sozialen und Governance-Belange unserer Tätigkeiten, auf den entsprechenden Managementansätzen sowie auf unseren Innovationen. Weiterführende Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung, zum Organisationsprofil und zur Corporate Governance bei Wienerberger finden Sie im veröffentlichten Wienerberger Konzernlagebericht 2025.

Die Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung 2025 ist Teil des Konzernlageberichts 2025 und in Übereinstimmung mit den CSRD-Standards, für den Zeitraum 1.1.2025 bis 31.12.2025 erstellt. Diese umfasst außerdem die Informationserfordernisse gemäß österreichischem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeg), und auch die freiwilligen Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD-Empfehlungen). Zusätzlich wurden im Rahmen der Konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung 2025 die Anforderungen der Taxonomie-Verordnung1) umgesetzt und die entsprechenden Angaben offengelegt).

Die Ziele des Wienerberger Nachhaltigkeitsprogramms 2023-2026 beziehen sich vor allem auf die Themenbereiche Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, Diversität im Unternehmen, Training & Weiterbildung sowie Wohnbau- Projekte für Menschen in Not. Darüber hinaus verpflichtet sich Wienerberger zur Einhaltung von höchsten nationalen und internationalen Governance-Standards. Eine Übersicht der ESG-Ziele im Rahmen des Wienerberger Nachhaltigkeitsprogramms 2023-2026 sowie die diesbezüglichen Leistungen im Jahr 2025 sind im Konzernlagebericht der Wienerberger Gruppe veröffentlicht.

1 Die Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen – die sogenannte “Taxonomie-Verordnung” – trat am 12. Juli 2020 in Kraft.

Ausblick 2026 für wienerberger

Die globale Gesamtinflation wird voraussichtlich weiter auf 3,8 % (2025: 4,1 %) zurückgehen, wobei regionale Unterschiede zu erwarten sind. In den Vereinigten Staaten wird ein Rückgang der Inflation auf 2,4 % (2025: 2,7 %) prognostiziert, während für die Eurozone ein Rückgang des Preisanstiegs auf 1,9 % (2025: 2,1 %) erwartet wird.

Basierend auf den Prognosen des IWF deutet der globale Ausblick für 2026 auf ein stetiges, aber verhaltenes Wachstum hin, wobei die Inflation allmählich wieder in den Zielbereich zurückkehren dürfte. Während sich die makroökonomischen Bedingungen verbessern, stellt sich die Risikobilanz weiterhin eher negativ dar, was die Bedeutung einer umsichtigen Politik und einer resilienten Finanz- und Geldpolitik unterstreicht. Im Konzern wird ein leicht verbessertes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erwartet.

Am 28. Februar 2026 begann eine militärische Auseinandersetzung im mittleren Osten. Dieser Konflikt hat Auswirkungen auf wichtige Verkehrs- und Handelsströme. Seither ist neben Störungen entlang von Lieferketten und Logistikströmen eine erhöhte Volatilität an den globalen Rohstoff- und Energiemärkten zu beobachten. Die Auswirkungen beschränken sich daher nicht nur auf höhere Energiepreise, sondern umfassen breitere Störungen bei der Rohstoffversorgung und Logistik. Auswirkungen auf die Finanzmärkte sind nicht auszuschließen. Für wienerberger kann dies zu deutlichen Preissteigerungen insbesondere in den Bereichen Energie, Rohstoffe und Logistik führen und in Versorgungsengpässen resultieren. wienerberger überwacht die Situation kontinuierlich und ergreift Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen. Eine Quantifizierung der Auswirkungen ist aufgrund der Dynamik des Konflikts zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich und daher nicht in unserem Ausblick für das Jahr 2026 berücksichtigt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf Angabe 25 im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

Freigabe des Lageberichts

Der vorliegende Lagebericht wurde vom Vorstand der Wienerberger AG aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Wien, am 11. März 2026

Der Vorstand der Wienerberger AG

Heimo Scheuch e.h.

Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

CEO

Dagmar Steinert e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

CFO

Gerhard Hanke e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

COO Europe East

Harald Schwarzmayr e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

COO Europe West

Bilanz

AKTIVA 31.12.2025 31.12.2024
in EUR in TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie

daraus abgeleitete Lizenzen
42.913.273 27.174
42.913.273 27.174
II. Sachanlagen
1.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten,

einschließlich der Bauten auf fremdem Grund
12.646.933 13.045
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.196.381 4.366
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 247.395 274
17.090.709 17.685
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.198.863.166 3.076.976
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 240.516.352 848.052
3. Beteiligungen 6.439.622 6.440
4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens 5.247.698 4.970
3.451.066.838 3.936.438
3.511.070.819 3.981.297
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.950.430 47.570
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 114.053 338
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 345.176.315 179.446
davon Restlaufzeit > 1 Jahr: EUR 5.000.000 (VJ: TEUR 5.000)
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 5.988.654 9.632
351.279.022 189.415
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 77.053.507 70.071
439.282.959 307.056
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.160.008 7.036
D. Aktive latente Steuern 29.095.000 19.872
3.985.608.786 4.315.261
PASSIVA 31.12.2025 31.12.2024
in EUR in TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes, eingefordertes und einbezahltes Grundkapital 109.497.697 111.732
Eigene Anteile –295.831 –1.466
109.201.866 110.267
II. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 1.767.767.814 1.765.519
III. Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen 2.744.619 2.961
IV. Gewinnrücklagen
1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 304.290.232 332.798
V. Rücklage für eigene Anteile (gebunden) 295.831 1.466
VI. Bilanzgewinn 114.618.797 108.847
davon Gewinnvortrag: EUR 8.784.893;
Vorjahr: TEUR 9.421
2.298.919.158 2.321.857
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 5.035.646 5.884
2. Rückstellungen für Pensionen 13.299.173 14.141
3. Steuerrückstellungen 5.719.707 10.777
4. Sonstige Rückstellungen 21.416.569 22.633
45.471.094 53.436
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 350.000.000 750.000
davon Restlaufzeit < 1 Jahr: EUR 0 (VJ: TEUR 400.000)
davon Restlaufzeit > 1 Jahr: EUR 350.000.000 (VJ: TEUR 350.000)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.210.152.310 1.041.350
davon Restlaufzeit < 1 Jahr: EUR 208.483.976 (VJ: TEUR 92.182)
davon Restlaufzeit > 1 Jahr: EUR 1.001.668.334 (VJ: TEUR 949.168)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.344.206 2.967
davon Restlaufzeit < 1 Jahr: EUR 5.344.206 (VJ: TEUR 2.967)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.730.722 131.501
davon Restlaufzeit < 1 Jahr: EUR 67.730.722 (VJ: TEUR 131.501)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.935.801 14.088
davon aus Steuern: EUR 119.334 (VJ: TEUR 133)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 916.462 (VJ: TEUR 852)
davon Restlaufzeit < 1 Jahr: EUR 7.838.438 (VJ: TEUR 14.027)
davon Restlaufzeit > 1 Jahr: EUR 97.363 (VJ: TEUR 61)
davon Restlaufzeit < 1 Jahr: EUR 289.397.342 (VJ: TEUR 637.720)
davon Restlaufzeit > 1 Jahr: EUR 1.351.765.697 (VJ: TEUR 1.299.229)
1.641.163.039 1.939.907
D. Rechnungsabgrenzungsposten 55.494 61
3.985.608.786 4.315.261

Gewinn- und Verlustrechnung

2025 2024
in EUR in TEUR
1. Umsatzerlöse 246.059.280 129.244
2. Sonstige betriebliche Erträge
a)

Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum

Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
335.105 1.146
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.613.917 902
c) Übrige 3.488.762 6.437.783 6.553 8.601
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
a) Handelswareneinsatz –36.619.527 0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen –15.732.025 –52.351.552 –18.866 –18.866
4. Personalaufwand
a) Gehälter –47.197.685 –44.176
b) Soziale Aufwendungen –13.937.487 –14.802
davon für Altersversorgung Aufwand EUR 1.463.409;
Vorjahr: Aufwand TEUR 2.243
davon für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen EUR 451.589; Vorjahr: TEUR 1.532
davon für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
EUR 9.842.703; Vorjahr: TEUR 9.578 –61.135.172 –58.978
5. Abschreibungen
a)

auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und

Sachanlagen
–7.791.218 –7.798
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen fallen –57.470 –55
b) Übrige –59.781.854 –59.839.324 –61.722 –61.778
7. Zwischensumme aus Z 1. bis 6. (Betriebsergebnis) 71.379.798 –9.574
2025 2024
in EUR in TEUR
7. Zwischensumme aus Z 1. bis 6. (Betriebsergebnis) 71.379.798 –9.574
8. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 24.970.345; 26.278.645 100.562
Vorjahr: TEUR 99.448
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens 30.342.119 57.423
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 26.661.619;
Vorjahr: TEUR 57.349
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.164.814 6.724
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.116.006;
Vorjahr: TEUR 6.112
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen 48.637.679 33.558
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen –11.463.275 –10.000
davon Abschreibungen EUR 11.463.275;
Vorjahr TEUR 10.000
davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
EUR 11.463.275; Vorjahr: TEUR 10.000
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –70.496.736 –97.647
davon betreffend verbundene Unternehmen:
EUR 5.080.734; Vorjahr: TEUR 28.187
14. Zwischensumme aus Z 8. bis 13. (Finanzergebnis) 24.463.246 90.621
15. Ergebnis vor Steuern 95.843.043 81.047
16. Steuern vom Einkommen (und vom Ertrag) 13.670.699 19.015
davon latente Steuern: Ertrag EUR 9.223.000;
Vorjahr: Aufwand TEUR 1.518
davon Erträge aus Steuergutschriften und aus der Auflösung von nicht
bestimmungsgemäß verwendeten Steuerrückstellungen EUR 5.620;
Vorjahr: TEUR 594
17. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 109.513.742 100.062
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.105.055 8.785
19. Bilanzgewinn 114.618.797 108.847

Anhang

Allgemeine Erläuterungen

Die Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Wienerberger AG erstellt als börsennotierte Gesellschaft einen Konzernabschluss, in den sämtliche wesentliche Tochtergesellschaften der Wienerberger AG einbezogen werden, dieser wird beim Firmenbuchgericht Wien hinterlegt. Die Wienerberger AG ist im Sinne des § 221 UGB eine große Kapitalgesellschaft.

Aufgrund der Angabe von Beträgen in ganzen EUR bzw. in TEUR kann es zu rundungsbedingten Differenzen kommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gehen von der Fortführung des Unternehmens aus.

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßig lineare Abschreibungen, angesetzt, welche der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppen entsprechen.

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Abschreibungen auf Anlagenzugänge im ersten bzw. zweiten Halbjahr sind mit vollen bzw. halben Jahresraten angesetzt worden. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Betrag von bis 1.000 EUR (Vorjahr; 1.000 EUR) werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten (inkl. Anschaffungsnebenkosten) bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Den beizulegenden Wert ermitteln wir auf Basis einer Unternehmensbewertung. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter der einheitlichen Leitung der Wienerberger AG stehen.

Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen dauernder niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennbetrag bewertet, Ausleihungen in Fremdwährungen werden mit dem Anschaffungskurs bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag oder gesichertem Kurs umgerechnet.

Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt höchstens auf den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, ergibt.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet, erforderliche Wertberichtigungen werden vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. dem niedrigeren Devisen-Geldkurs am Bilanzstichtag oder gesicherten Kursen umgerechnet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Emissionszertifikate, die als Vorräte ausgewiesen sind, werden zum Erwerbszeitpunkt mit den jeweiligen Anschaffungskosten aktiviert und in der Folge unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips bewertet.

Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens nehmen wir vor, wenn die Gründe für die Abschreibung weggefallen sind.

3. Laufende und latente Ertragsteuern

Die Position der laufenden Ertragsteuern betrifft die auf das abgeschlossene Geschäftsjahr entfallende, auf Basis der steuerlichen Vorschriften ermittelte Körperschaftsteuer.

Die Wienerberger AG hat im Geschäftsjahr 2005 die Möglichkeit der Bildung einer „Unternehmensgruppe“ gemäß § 9 KStG genutzt. Die Wienerberger AG ist Gruppenträgerin einer Gruppe von 20 (Vorjahr: 19) Gruppenmitgliedern. In die Gruppe wurden ausschließlich inländische, unmittelbare und mittelbare Tochtergesellschaften einbezogen.

Vom Gruppenträger werden die vom Gruppenmitglied verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Belastungsmethode überrechnet. Im Verlustfall wird die Steuerumlage gutgeschrieben, bei zukünftigen Gewinnen des Gruppenmitglieds werden die Verluste mittels Verlustverrechnung verwendet.

Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dabei der Wienerberger AG zugerechnet, die die resultierende gruppenweite Körperschaftsteuer an die Abgabenbehörde leistet.

Für Unterschiede zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wird in Höhe der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung eine Rückstellung für passive latente Steuern gebildet. Führen diese Unterschiede in Zukunft hingegen zu einer Steuerentlastung, werden diese als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Im Jahr 2025 wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 29.095 TEUR (Vorjahr: 19.872 TEUR) angesetzt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem aktuellen Körperschaftsteuersatz von 23 % ohne Berücksichtigung einer Abzinsung.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder wurden 2025 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Methode) gemäß AFRAC-Stellungnahme 27 unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 Jahren und eines Rechnungszinssatzes von 3,44 % (Vorjahr: 3,02 %) bei der Berechnung der Abfertigungsrückstellung und 3,44 % bei der Jubiläumsgeldrückstellung (Vorjahr 3,27 %) berechnet. Es wird ein Gehaltstrend von 2,50 % p.a. (Vorjahr 3,0 % p.a.) für zukünftige Jahre und eine Fluktuation laut Tabelle in die Berechnung einbezogen.

Dienstalter 2025 2024
0 bis 2 Jahre 17,00 % 15,40 %
3 bis 4 Jahre 17,00 % 15,40 %
5 bis 9 Jahre 12,70 %
5 bis 14 Jahre 8,50 %
10 bis 14 Jahre 3,50 %
15 bis 19 Jahre 8,10 %
15 bis 24 Jahre 7,00 %
20 bis 24 Jahre 3,20 %
ab 25 Jahre 1,10 % 5,40 %

Die Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen aufgrund von rechtsverbindlichen, individuellen Zusagen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Methode) gemäß AFRAC-Stellungnahme 27 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,61 % (Vorjahr: 3,02 %) gebildet. Eine Erhöhung der liquiden Pensionen von 2,0 % p.a. (Vorjahr: 2,0 % p.a.) für zukünftige Jahre wird in die Berechnung einbezogen, es wird keine Fluktuation berücksichtigt.

Der Zinsaufwand für die Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet. Langfristige Rückstellungen mit einem erwarteten Zahlungszeitpunkt von mehr als einem Jahr nach dem Bilanzstichtag, werden entsprechend ihrer Laufzeit mit einem marktüblichen Zinssatz abgezinst.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag, dem Nennwert bzw. dem höheren zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Devisen-Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

6. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer getrennten Aufstellung (Anlage 1) dargestellt.

Mit Schutzrechtsübertragungsvertrag vom 17. Dezember 2025 hat die Wienerberger AG die Markenrechte „CREATON“ von der Wienerberger GmbH in Höhe von 19.155 TEUR gekauft.

Die bebauten Grundstücke enthalten Grundwerte von 3 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR).

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind Fondsanteile im Wert von 5.199 TEUR (Vorjahr: 4.922 TEUR). Das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsrückstellungen beträgt 49 TEUR (Vorjahr: 49 TEUR). Zum Bilanzstichtag 31.12.2025 gibt es eine Ausleihung mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr in Höhe von 1.037 TEUR (Vorjahr: keine).

Am 9. Jänner 2025 wurde von der Wienerberger AG ein indirekter Gesellschafterzuschuss in Höhe von 29.803 TEUR an die Wienerberger International Beteiligungs GmbH mit Sitz in Wien geleistet.

Weiters wurde am 5. Dezember 2025 ebenfalls von der Wienerberger AG ein indirekter Gesellschafterzuschuss in Höhe von 19.988 TEUR an die Wienerberger International Beteiligungs GmbH mit Sitz in Wien geleistet.

Mit Beschluss vom 23. Dezember 2025 wurde ein indirekter Gesellschafterzuschuss in Höhe von 35.000 TEUR von der Wienerberger AG an die Wienerberger West European Holding GmbH mit Sitz in Wien geleistet.

Die Anteile an der Wienerberger GmbH, Hannover (Deutschland), an der Semmelrock International GmbH, Wien und an der Wienerberger OY AB, Helsinki (Finnland) wurden um insgesamt 11.463 TEUR wertberichtigt.

Die Anteile an der Wienerberger S.p.A., Mordano (Italien) und die Anteile an der Wienerberger India Private Limited wurden um 48.560 TEUR zugeschrieben.

Beteiligungsgesellschaften der Wienerberger AG (ab 20 %)

Gesellschaft Sitz Anteil Whrg Grund-/

Stammkapital

(in TLW)
Eigenkapital

inkl. unverst.

Rückl. (in TLW)
Jahresüber-

schuss/

-fehlbetrag

(in TLW)
2025
Wienerberger International N.V. Zaltbommel 100,00 EUR 50 EUR 255.439 –6.099
Wienerberger Finance Service B.V. Zaltbommel 100,00 EUR 18 EUR 115.007 75
Wienerberger NV Kortrijk 100,00 EUR 52.798 EUR 281.852 29.201
Wienerberger Österreich GmbH Wien 99,90 EUR 5.000 EUR 49.114 –9.094
Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH Wien 100,00 EUR 35 EUR 2.403.175 15.731
Semmelrock International GmbH Wien 100,00 EUR 3.000 EUR 105.165 1.546
Wienerberger S.p.A. Bubano di Mordano 100,00 EUR 10.000 EUR 98.498 13.621
Wienerberger OY AB Helsinki 100,00 EUR 1.000 EUR 15.408 –1.080
Wienerberger AS Aseri 100,00 EUR 50 EUR 56 –156
UAB Wienerberger Statybine Keramika sp.Z.o.o. Vilnius 100,00 EUR 3 EUR –649 –42
Wienerberger EOOD Sofia 100,00 BGN 12.500 BGN 28.880 19.027
General Shale Building Materials Inc. Johnson City 100,00 USD 1 USD –2.057 –155
Wienerberger India Private Limited Bangalore, Karnataka 94,36 INR 934.167 INR 1.790.866 235.254

7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten mit 101.053 TEUR (Vorjahr: 157.256 TEUR) aus Verrechnungs- und Finanzierungsbeziehungen.

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthielten Erträge in Höhe von 2.856 TEUR (Vorjahr: 4.377 TEUR), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Es bestanden keine Forderungen an Gemeinschaftsunternehmen zum Bilanzstichtag 31.12.2025 (Vorjahr: 28 TEUR).

8. Aktive latente Steuern

Zum Bilanzstichtag wurden folgende abzugsfähige temporäre Differenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz identifiziert:

31.12.2025 31.12.2024
in EUR in TEUR
steuerliche Verlustvorträge 114.592.009 163.465
abzugsfähige offene Siebtel Gruppenträger 200.237.026 147.087
Zwischensumme Verlustvorträge +Siebtel 314.829.034 310.551
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.522.336 3.773
Sachanlagen 96.269 269
Aktive Rechnungsabgrenzung 2.881.912 3.655
Unversteuerte Rücklagen –5.641.888 –5.659
Rückstellung für Abfertigungen 2.481.705 3.055
Rückstellung für Pensionen 3.475.976 4.296
Sonstige Rückstellungen 410.853 57
Saldierte Temporäre Differenzen 8.227.163 9.446
Betrag Gesamtdifferenzen 323.056.198 319.997
nicht angesetzte abzugsfähige temporäre Differenzen –8.227.163 –9.446
nicht angesetzte steuerliche Verlustvorträge + Siebtel –188.329.034 –224.151
Angesetzte temporäre Differenzen und Verlustvorträge + Siebtel 126.500.000 86.400
Daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (23 %) 29.095.000 19.872

In Österreich wurde mit Wirkung 1. Jänner 2024 die Gesetzgebung zu Pillar 2 in Kraft gesetzt (Mindestbesteuerungsreformgesetz - MinBestRefG). Nach diesem Gesetz muss die Muttergesellschaft in Österreich eine Ergänzungssteuer auf die Gewinne ihrer Tochtergesellschaften zahlen, die mit einem effektiven Steuersatz von weniger als 15 % besteuert werden, soweit keine nationale Ergänzungssteuer eingehoben wird. wienerberger befasst sich mit der Umsetzung von Pillar 2 und hat im Rahmen dessen eine temporäre Safe-Harbour-Berechnung für das Geschäftsjahr 2025 durchgeführt. Die Effekte einer eventuellen Ergänzungssteuer sind unwesentlich. Auf Basis dieser Berechnungen wurde für das Berichtsjahr eine nationale Ergänzungsteuer in Bulgarien rückgestellt (Vorjahr: Bulgarien und Irland). Die Höhe der in Österreich nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträge und Siebtel beträgt TEUR 188.329 (TEUR 224.151).

9. Eigenkapital

Das Grundkapital der Wienerberger AG zum 31. Dezember 2025 beträgt 109.497.697,00 EUR und ist in 109.497.697 nennwertlose Stückaktien zerlegt, alle Aktien sind voll einbezahlt.

In der 156. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, das vom Bilanzgewinn 2024 in Höhe von 108.846.828,32 EUR auf jede Aktie der Gesellschaft, die zum Dividendenstichtag (Donnerstag, 22. Mai 2025) dividendenberechtigt ist, eine Dividende von 0,95 EUR auszuschütten und den verbleibenden Teil des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen. Das Grundkapital betrug 109.497.697,00 EUR, abzüglich eines anteiligen Betrages für die eigenen Anteile von 281.039,45 EUR, wurde ein Gesamtbetrag von 103.741.772,70 EUR ausgeschüttet und der verbleibende Betrag von 5.105.055,62 EUR auf neue Rechnung vorgetragen. Die Auszahlung der Dividende war mit Montag, 26. Mai 2025 fällig und erfolgte an diesem Tag.

Der Vorstand wurde in der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 7. Mai 2024 gem. § 65 Abs. 1 Z 8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG während einer Geltungsdauer von 30 (dreißig) Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung ermächtigt, eigene Aktien der Wienerberger AG zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 20 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der vorangegangenen zehn Börsenhandlungstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung zu erwerben. Der Bestand an unter dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien sowie sonstigen gehaltenen eigenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals der Wienerberger AG zu keinem Zeitpunkt überschreiten; die Gesamtstückzahl, der gemäß der Ermächtigung nach dem Beschluss vom 7. Mai 2024 erworbenen eigenen Aktien darf maximal 10 % des Grundkapitals der Wienerberger AG zum Tag der Beschlussfassung betragen. Der Vorstand ist zur Festsetzung der Rückerwerbsbedingungen ermächtigt. Der Erwerb kann nach Wahl des Vorstands börslich oder außerbörslich oder im Wege eines öffentlichen Angebots erfolgen. Der Erwerb auch nur von einzelnen Aktionären oder einem einzigen Aktionär ist zulässig. Sofern gesetzlich keine Zustimmung des Aufsichtsrats zwingend erforderlich ist, ist der Aufsichtsrat im Nachhinein vom Beschluss des Vorstands in Kenntnis zu setzen. Im Falle des außerbörslichen Erwerbs kann dieser auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts der Aktionäre durchgeführt werden (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Der Vorstand kann diese Ermächtigung innerhalb der gesetzlichen Vorgaben insbesondere über die höchstzulässige Zahl eigener Aktien ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, einmal oder auch mehrfach ausüben. Diese Ermächtigung kann in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 228 Abs. 3 UGB) oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Dieser Beschluss ersetzt die in der 153. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2022 beschlossene Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien.

Im Berichtsjahr 2025 wurde das im Dezember 2024 begonnene Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt, es wurden in 2025 insgesamt 1.087.986 Stück eigene Aktien (entspricht ca. 0,97 % des damaligen Grundkapitals) um 29.151 TEUR gekauft, somit wurden insgesamt in 2024 und 2025 1.125.000 Stück eigene Aktien (entspricht ca. 1,01 % des damaligen Grundkapitals) um 30.132 TEUR gekauft. Der Stand der eigenen Aktien nach Beendigung des Aktienrückkaufprogramms betrug somit 2.553.820 Stück eigene Aktien (entspricht ca. 2,29 % des damaligen Grundkapitals).

Weiters wurde in der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 7. Mai 2024 beschlossen:

Der Vorstand kann diese Ermächtigungen innerhalb der gesetzlichen Vorgaben insbesondere über die höchstzulässige Zahl eigener Aktien ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, einmal oder auch mehrfach ausüben.

Die in den Punkten a) und b) erteilten Ermächtigungen gelten sowohl für am Tag dieser Beschlussfassung bereits von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien als auch für künftig zu erwerbende eigene Aktien. Dieser Beschluss ersetzt die in der 153. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2022 beschlossene Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien.

Mit Wirksamkeit 13.03.2025 wurden insgesamt 2.234.646 Stück eigene Aktien (entspricht ca. 2,00 % des damaligen Grundkapitals) eingezogen, nach dieser Kapitalherabsetzung betrug das Grundkapital 109.497.697 Stück Aktien zu je 1,00 EUR, das entspricht 109.497.697,00 EUR.

Entsprechend der Vergütungspolitik 2020 wurden im Zuge der Umsetzung des Long-Term-Incentive-Programms 2021 am 8. und am 11. April 2025 insgesamt 23.343 Stück eigene Aktien an die Mitglieder des Vorstands übertragen. Davon entfallen

Gemäß den Bestimmungen des Long-Term-Incentive Programms 2021 betrug der Kurs zum Zeitpunkt der Übertragung bei Heimo Scheuch, Gerhard Hanke und Solveig Menard-Galli 28,14 Euro, bei Harald Schwarzmayr 28,36 Euro, der Gesamtgegenwert belief sich damit auf 658 TEUR. Die so übertragenen Aktien entsprechen einem Anteil von 0,02 % am damaligen Grundkapital.

Außerdem wurde in der 155. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 7. Mai 2024 beschlossen:

Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von 5 (fünf) Jahren nach Eintragung der Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – gegen Bareinlage um bis zu 16.759.851 EUR durch Ausgabe von bis zu 16.759.851 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, und die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzulegen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären in der Weise eingeräumt werden, dass die Kapitalerhöhung von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen wird, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht gemäß § 153 Abs. 6 AktG).

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen (Ermächtigung zum Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts), wenn

(i) die Aktien für den Ausgleich von Spitzenbeträgen oder

(ii) die Aktien für die Bedienung von Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe) verwendet werden.

Auf die Summe der unter dieser Ermächtigung des Vorstands zum Abschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bareinlage insgesamt ausgegeben Aktien darf rechnerisch ein Anteil am Grundkapital von insgesamt nicht mehr als 5 % des im Zeitpunkt der Satzungsänderung im Firmenbuch eingetragenen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich aus der Ausnützung des genehmigten Kapitals ergeben.

10. Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in einer getrennten Aufstellung (Anlage 2) dargestellt.

In den sonstigen Rückstellungen von 21.417 TEUR (Vorjahr: 22.633 TEUR) waren Rückstellungen für nicht konsumierten Urlaub von 3.479 TEUR (Vorjahr: 4.525 TEUR) und Rückstellungen für kurzfristige und langfristige variable Gehaltsbestandteile in Höhe von 10.385 TEUR (Vorjahr: 9.954 TEUR) enthalten. Für das LTI-Programm 2023, 2024 und 2025 (Long-term Incentive Programm, langfristige variable Vergütungen) sowie für die „2020 long-term share-based remuneration for CEO“ des Vorstandvorsitzenden wurden 5.629 TEUR (Vorjahr: 5.167 TEUR) dotiert.

Die übrigen Rückstellungen enthielten wie auch im Vorjahr keine Rückstellung für derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten, die im Einklang mit der relevanten AFRAC Stellungnahme nicht in der Bilanz erfasst wurden, da von gegenläufigen erfolgswirksamen Cashflows aus Geschäften, die mit dem Derivat unmittelbar verknüpft sind, auszugehen ist.

11. Derivative Finanzinstrumente

Im Jahr 2025 hielt die Wienerberger AG mehrere Interest Rate Payer Swaps zur Absicherung gegen Schwankungen des 6m-Euribors mit einem Gesamtvolumen zum Ultimo von 525.167 TEUR und einem positiven Nettomarktwert von 6.932 TEUR.

Zinsswaps 2025 2024
Positive Marktwerte 9.561 12.595
Negative Marktwerte –2.629 –9.815
6.932 2.779

Die verwendeten Bewertungen werden vom internen Treasury Management System unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market) berechnet und mit Daten plausibilisiert, die von den kontrahierenden Banken zur Verfügung gestellt werden.

12. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten mit 65.196 TEUR (Vorjahr: 122.735 TEUR) Verbindlichkeiten überwiegend aus Verrechnungsbeziehungen und aus dem Kontenpooling mit der Wienerberger Finanz Service GmbH. Sämtliche langfristigen externen Finanzverbindlichkeiten (Anleihen, Bankverbindlichkeiten) der Wienerberger AG werden mit den gleichen Konditionen direkt an die Wienerberger Finanz Service GmbH weitergegeben. Diese Verrechnungsbeziehung wird bis zur Tilgung der jeweiligen externen Verbindlichkeit der Wienerberger AG Bestand haben und gleichzeitig abgebaut werden.

Im Jahr 2025 gab es Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 300.000 TEUR (Vorjahr: 447.500 TEUR) mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren.

In den sonstigen Verbindlichkeiten waren Aufwendungen in Höhe von 4.842 TEUR (Vorjahr: 11.022 TEUR) enthalten, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam wurden.

Mit 4. Oktober 2023 hat die Wienerberger AG eine nicht konvertible, endfällige 5-jährige Sustainability linked Anleihe mit 4,875 % Verzinsung in der Höhe von 350.000 TEUR begeben.

Die nicht konvertible, endfällige 5-jährige Anleihe der Wienerberger AG in der Höhe von 400.000 TEUR, die mit 4. Juni 2020 mit einer Verzinsung von 2,75 % begeben wurde, wurde am 4. Juni 2025 zur Gänze getilgt.

Somit bestand am Stichtag keine Anleiheverbindlichkeit mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren.

13. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

31.12.2025 31.12.2024
in TEUR in TEUR
Nachschussverpflichtung Pensionsrückstellung 14.884 15.640
Rekultivierungsverpflichtungen 5.283 5.622
Übrige 18.596 57.365
38.763 78.627
(davon für verbundene Unternehmen) –38.763 –78.627

Zusätzlich zu den oben angeführten Haftungsverhältnissen bestanden Bankgarantien gegenüber Dritten bei der UniCredit Bank Austria AG in Höhe von 134 TEUR (Vorjahr: 144 TEUR).

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestanden auf Grund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

2025 2024
in TEUR in TEUR
im folgenden Jahr 4.523 4.412
in den folgenden 5 Jahren 16.695 16.269

14. Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen werden Erlöse aus Leistungsbeziehungen mit Tochtergesellschaften der Wienerberger Gruppe in Höhe von 116.927 TEUR (Vorjahr: 111.951 TEUR) ausgewiesen sowie externe Umsätze mit Gesellschaften außerhalb des Konzernverbunds in Höhe von 129.133 TEUR (Vorjahr: 17.293 TEUR).

Die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen gliedern sich nach Regionen wie folgt auf: Konzernunternehmen im Inland 10.985 TEUR (Vorjahr: 11.665 TEUR), Europa 102.057 TEUR (Vorjahr: 96.435 TEUR), Nordamerika 3.579 TEUR (Vorjahr: 3.577 TEUR) und Sonstige 306 TEUR (Vorjahr: 274 TEUR).

Von den externen Umsatzerlösen wurden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Vorräten im Jahr 2025 20.118 TEUR (Vorjahr: 442 TEUR) im Inland erzielt, 109.014 TEUR (Vorjahr: 16.850 TEUR) im europäischen Ausland und 0 TEUR im asiatischen Raum (Vorjahr: 1 TEUR) erzielt.

15. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultierten im Wesentlichen aus Erlösen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen, aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen, Erträge aus Weiterverrechnungen an Tochtergesellschaften sowie aus diversen Förderungen und Erträgen aus Beratungsleistungen.

16. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen

Der Handelswareneinsatz resulierte aus dem Verkauf von Vorräten.

17.Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen und Erträge für Abfertigungen und Pensionen in folgendem Ausmaß enthalten:

2025 2024
in TEUR in TEUR
Vorstände und leitende Angestellte 837 1.942
Andere Arbeitnehmer 1.078 1.832
1.915 3.774

Versicherungsmathematische Gewinne von 942 TEUR (Vorjahr: Verluste 1.203 TEUR) wurden erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.

In Mitarbeitervorsorgekassen für Abfertigungen wurden 705 TEUR (Vorjahr: 763 TEUR) einbezahlt. Aus der Veränderung der Pensionsrückdeckungsversicherung resultierte ein Aufwand von 0 TEUR (Vorjahr: Aufwand 3 TEUR).

Im Durchschnitt des Jahres 2025 wurden 440 (Vorjahr: 441) Angestellte beschäftigt.

Der fixe Gehaltsbestandteil der Vorstandsmitglieder betrug im Geschäftsjahr 2025 2.940 TEUR (Vorjahr: 2.660 TEUR). Die variablen Bestandteile werden in eine kurzfristige (STI Short Termin Incentive) und eine langfristige Vergütungskomponente (LTI Long Term Incentive) aufgeteilt. Der im Jahr 2025 erworbene Anspruch auf die kurzfristige variable Vergütungskomponente betrug ohne. Lohnnebenkosten 1.758 TEUR (Vorjahr: 2.073 TEUR) und wird im Jahr 2026 ausbezahlt.

Mit 1. Jänner 2024 trat die Vergütungspolitik für den Vorstand (Vergütungspolitik 2024) in Kraft. Die langfristige variable Vergütung (LTI) gemäß der überarbeiteten Vergütungspolitik ist als aktienbasiertes Vergütungsprogramm mit einem Leistungszeitraum von drei Jahren strukturiert. Die Zielerreichung und der daraus resultierende Erwerb von Ansprüchen werden nach Ende des gesamten dreijährigen Leistungszeitraums eines jeden LTI-Programmes gemessen. Die Zielerreichung der einzelnen Leistungskriterien wird über einen Zeitraum von drei Jahre gemessen und ist mit 150 % begrenzt. Die LTI-Programme 2021 – 2023 bleiben von der neuen Vergütungspolitik unberührt und werden innerhalb des regulären Leistungszeitraums abgerechnet und ausbezahlt.

Für die Geschäftsjahre 2021 - 2023 ist das LTI-Programm als aktienbasiertes Vergütungsprogramm (Performance Cash Plan) mit einem Leistungszeitraum von drei Jahren und einer Halteperiode für zugeteilte Aktien von weiteren zwei Jahren strukturiert. Der Basisbetrag für 100 % Zielerreichung ist hierbei das aktuelle Fixgehalt des jeweiligen Vorstandsmitglieds im Jahr 2025, wobei die maximale Zielerreichung mit 175 % für den Vorstandsvorsitzenden und 150 % für die anderen Vorstandsmitglieder gedeckelt ist.

Es wurden für alle Vorstandsmitglieder die folgenden Leistungsparameter für das LTI-Programm 2023 - 2025 festgelegt:

Für das LTI Programm 2023-2025 stellen sich die relevanten Zielwerte bzw. die Zielerreichung für diese drei Kriterien im Jahr 2025 wie folgt dar:

LTI 2023–2025 Einheit Gewichtung Mindest-

zielerreichung
100 %

Zielerreichung
Maximal-

zielerreichung
Tatsächliche Zielerreichung

Auszahlung
Relativer TSR % 33 % 25,0 % 50,0 % 75,0 % 40,8 % 63,1 %
ROCE (in %) % 33 % 11,0 % 11,5 % 12,0 % 8,4 % 0,0 %
CO2 - Scope 1&2 Reduktion1) % 33 % -14,5 % -15,0 % -15,5 % -20,7 % > 150 %
Gesamtzielerreichung % 82,1 %

1) Produktionsbedingter Verbrauch

Ab 2024 ist die langfristige variable Vergütung als Performance Share Plan mit dreijähriger Performanceperiode ausgestaltet. Die bisherige jährliche Messung der Zielerreichung sowie die jährliche Festschreibung des resultierenden anteiligen Anspruchs innerhalb der dreijährigen Performanceperiode wurde geändert. Stattdessen wird die Zielerreichung sowie der daraus resultierende Anspruch zukünftig erst nach Ende der gesamten dreijährigen Performanceperiode bemessen. Der LTI-Zielbetrag gibt die Höhe des variablen Vergütungsbestandteils bei einer Zielerreichung von 100 % an und wird in Prozent des Grundgehalts festgelegt. Der Basisbetrag für 100 % Zielerreichung ist hierbei das aktuelle Fixgehalt des jeweiligen Vorstandsmitglieds bzw. 125 % des aktuellen Fixgehaltes des CEOs im Jahr 2025. Die Zielerreichung der einzelnen Leistungskriterien wird über drei Jahre gemessen und ist auf 150 % begrenzt. Die Barauszahlung ist mit 250 % des Zielbetrages begrenzt, wobei mindestens 50 % der Auszahlung in Aktien erfolgen muss.

Für 2025 wurden für alle Vorstandsmitglieder die folgenden Leistungsparameter für das LTI-Programm 2024 - 2026 festgelegt:

Für den LTI 2024 aus dem LTI Programm 2024-2026 stellen sich die relevanten Zielwerte für diese drei Kriterien wie folgt dar:

Zielgröße Einheit Gewichtung Mindest-

zielerreichung
100 %

Zielerreichung
Maximal-

zielerreichung
Erwartete Zielerreichung

Erwartete Auszahlung
Relativer TSR % 20 % 25,0 % 50,0 % 75,0 % 27,5 % 10,0 %
ROCE (in %) % 40 % 14,0 % 17,0 % 17,5 % 7,3 % 0,0 %
CO2 - Scope 1&2 Reduktion1) % 13 % -22,0 % -25,0 % -26,0 % -25,0 % 100,0 %
Umsatz aus Bauprodukten, die zur Errichtung von Net-Zero Gebäuden beitragen % 13 % 73,0 % 75,0 % 76,0 % 75,0 % 100,0 %
Reduktion von Scope 3 Emissionen (vs. Basisjahr 2022) (in %) % 13 % -7,0 % -10,0 % -11,0 % < -11 % 150,0 %
Gesamtzielerreichung % 48,7 %

1) Produktionsbedingter Verbrauch

Für den LTI 2025 aus dem LTI-Programm 2025 – 2027 stellen sich die relevanten Zielwerte für diese drei Kriterien wie folgt dar:

Zielgröße Einheit Gewichtung Mindest-

zielerreichung
100 %

Zielerreichung
Maximal-

zielerreichung
Erwartete Zielerreichung

Erwartete Auszahlung
Relativer TSR % 25 % 25.0 % 50.0 % 75.0 % 31,3 % 25,0 %
ROCE % 45 % 14.0 % 17.0 % 17.5 % 11.0 % 0,0 %
CO2 - Scope 1&2 Reduktion1) % 15 % -25.0 % -27.0 % -27.5 % -26.5 % 75,0 %
Reduktion von Scope 3 Emissionen (vs. Basisjahr 2022) % 15 % -10.0 % -12.0 % -12.5 % -12.0 % 100,0 %
Gesamtzielerreichung % 32.5 %

1) Produktionsbedingter Verbrauch

Der auf Basis dieser Zielerreichung ermittelte LTI-Anspruch für das Jahr 2025 beträgt 784 TEUR für LTI 2023 – 2025, 877 TEUR für LTI 2024 - 2026 und 396 TEUR für LTI 2025 - 2027 und wurden in 2025 rückgestellt. Die endgültige Zielerreichung kann erst nach Ablauf des 3-jährigen Performance-Zeitraumes bemessen werden. Der Anspruch aus dem LTI 2023 - 2025 gelangt in Abhängigkeit von der Erreichung der Zielvorgaben des 3-Jahres-Plans im Jahr 2026 zur Auszahlung, der Anspruch aus dem LTI 2024 - 2026 wird 2027 ausgezahlt, der LTI 2025 - 2027 wird 2028 ausgezahlt. Gemäß der Vereinbarung zum LTI 2022-2023 (basierend auf der Vergütungspolitik 2020) wird dieser am Ende der Laufzeit zu mindestens 50 % in Aktien gewährt und zu maximal 50 % in bar ausbezahlt. Gemäß der Vereinbarung zum LTI 2024 (basierend auf der Vergütungspolitik 2024) muss die Auszahlung zu mindestens 50 % in Aktien erfolgen. Nachdem die Zielerreichung auf Basis eines Barbetrages festgelegt wurde und damit das Umtauschverhältnis für den Aktienanteil erst zu einem späteren Zeitpunkt definiert wird, wurde in der Bewertung der Barbetrag als Fair Value zugrunde gelegt. Für den LTI 2023 – 2025, LTI 2024 - 2026 und LTI 2025 - 2027 wurde ein Aufwand ohne Nebenkosten von insgesamt 2.057 TEUR im Berichtsjahr (Vorjahr 2.023 TEUR) verbucht, wovon 65 % im Eigenkapital für den Aktienteil erfasst wurde und 35 % als Rückstellung für den Baranteil verbucht wurde.

Für den Vorstandsvorsitzenden wurde 2020 eine eigene „long-term share-based remuneration for CEO“ aufgelegt. Während einer Beobachtungsphase von 2021 bis 2023 können PSUs (Performance Share Units) verdient werden.

Die Kriterien sowie die Definition der Zielparameter für die PSUs für den Vorstandsvorsitzenden ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Parameter Erläuterungen
Plan Performance share units (PSUs)
Leistungszeitraum

3 Jahre mit einer Sperrfrist von weiteren 2 Jahren für PSUs

(Erdienungszeitraum 5 Jahre)
Gewichtung der Zielgrößen (PSUs)















70 % auf EBITDA-Steigerung lt. Strategie 2023

30 % ESG Ziele:

10 % Umwelt (Klimaschutz)

15 % weniger CO2 Emissionen gegenüber 2020

10 % Soziales (Diversität)

mehr als 15 % Frauen im Senior Management und mehr als 30 %

weibliche Angestellte in der Wienerberger Gruppe

10 % Soziales (Aus- und Fortbildung)

10 % mehr Ausbildungsstunden pro Mitarbeiter gegenüber 2020
Grundvoraussetzung

Die jährliche Auszahlung von mind. 50 % des kurzfristigen variablen Bonus (STI) muss erfolgen, ansonsten werden die zugeteilten PSUs jedes Jahr um 1/3 reduziert
Zielerreichung Die Zielerreichung wird zwischen definierten Ober- und Untergrenzen linear ermittelt (PSUs)
Maximal Anwartschaft PSU Teil maximal 300 % (max. 4,5 MEUR)
Zuteilung Einmalig in 3 Jahren (+ 2 Jahre Halteperiode) gültig für PSUs
Claw-back, Malus, Leaver Regulation Es gelten die gleichen Regeln wie in der Vergütungspolitik 2020–2024

Auf Basis der erreichten EBITDA-Steigerung sowie der Zielerreichung für die ESG Ziele wurden Gesamt-PSUs von 116.035 für den long-term share-based remuneration-Plan ermittelt. Die PSU Anzahl wurde mit dem Zeitwert je PSU und dem Anteil am Erdienungszeitraum (5 Jahre) multipliziert. Auf dieser Basis wurde hierfür im Berichtsjahr ein Aufwand ohne Lohnnebenkosten von 993 TEUR verbucht und als Rückstellung ausgewiesen.

Für die im Berichtsjahr tätigen Vorstandsmitglieder wurden 692 TEUR (Vorjahr: 760 TEUR) an Pensionsaufwendungen in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) verbucht. Im Geschäftsjahr 2025 betrug die Auflösung der Rückstellung für Abfertigungsansprüche 37 TEUR (Vorjahr: Dotierung von 475 TEUR). Ferner wurden an frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen Zahlungen von 1.088 TEUR (Vorjahr: 1.055 TEUR) geleistet. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Jahr 2025 (Auszahlung im Jahr 2026) auf insgesamt 1.069 TEUR (Vorjahr: 1.069 TEUR Auszahlung im Jahr 2025).

An das mit 31.12.2024 aus dem Vorstand ausgeschiedene Mitglied werden die aus den vorangehenden LTI-Programmen (unter der Geltung der Vergütungspolitik 2020) resultierenden, noch offenen Ansprüche entsprechend den vertraglichen Regelungen ordnungsgemäß ausbezahlt.

Die Zielerreichung für den LTI 2025-2027 kann erst nach Ende der Performanceperiode gemessen werden und eine Auszahlung erst 2028 erfolgen.

Haftungsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bestehen nicht, und es wurden auch keine Kredite an diese vergeben.

18. Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen

Gewinnausschüttungen aus verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich mit Datum des Gewinnausschüttungsbeschlusses vereinnahmt. Im Geschäftsjahr 2025 resultierten Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 24.970 TEUR (Vorjahr: 99.448 TEUR).

Im Jahr 2025 wurde eine Zuschreibung an der Beteiligung Wienerberger S.p.A., Mordano (Italien) in Höhe von 46.283 TEUR und an der Beteiligung Wienerberger India Private Limited, Bangalore (Indien) in Höhe von 2.277 TEUR vorgenommen (Vorjahr: Wienerberger S.p.A., Mordano (Italien) 15.617 TEUR und Wienerberger India Private Limited, Bangalore (Indien) 1.432 TEUR).

Die Aufwendungen aus Finanzanlagen betreffen Abschreibungen auf die Beteiligungen an der Wienerberger GmbH, Hannover (Deutschland), Semmelrock International GmbH, Wien und Wienerberger OY AB, Helsinki (Finnland) mit einem Gesamtwert in Höhe von 11.463 TEUR (Vorjahr: Abschreibung auf die Beteiligung Wienerberger GmbH, Hannover (Deutschland) mit einem Gesamtwert in Höhe von 10.000 TEUR).

19. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen setzen sich aus Zinserträgen von Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 30.342 TEUR (Vorjahr: 57.349 TEUR), sowie aus Zinserträgen aus Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 74 TEUR (Vorjahr: 74 TEUR) zusammen.

20. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der gesamte Zinsaufwand des Berichtsjahres beträgt 70.497 TEUR (Vorjahr: 97.647 TEUR), der sich aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten in Höhe von 65.416 TEUR (Vorjahr: 69.460 TEUR) sowie gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 5.081 TEUR (Vorjahr: 28.187 TEUR) zusammensetzt, sowie Zinskomponenten aus der Abzinsung von Sozialkapitalrückstellungen in Höhe von 630 TEUR (Vorjahr: 702 TEUR) enthält.

21. Steuern vom Einkommen und Ertrag

In ihrer Eigenschaft als Gruppenträgerin ist die Wienerberger AG Empfängerin von Steuerumlagen von inländischen Tochtergesellschaften. Aus positiven und negativen Steuerumlagen, die das Jahr 2025 betreffen, resultierte ein Steuerertrag von 7.795 TEUR (Vorjahr: Steuerertrag 26.682 TEUR).

Im Berichtsjahr betrug der gesamte laufende Steuerertrag 4.448 TEUR (im Vorjahr: Steuerertrag 20.533 TEUR). Darin sind die Steuerumlage der Gruppenmitglieder 2025, der laufende Steueraufwand 2025 in Höhe von 3.353 TEUR (Vorjahr: 6.742 TEUR) und die Korrekturen aus Vorjahren enthalten.

Der latente Steuerertrag in Höhe von 9.223 TEUR resultierte aus der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen.

22. Honorar Abschlussprüfer

Gemäß § 238 Abs. 1 Z 18 UGB wird auf die Aufschlüsselung der Aufwendungen für die Abschlussprüfung, für andere Bestätigungsleistungen, für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Wienerberger AG.

23. Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 0,95 EUR je dividendenberechtigte Aktie auszuschütten.

24. Aufsichtsrat und Vorstand der Wienerberger AG

AUFSICHTSRAT

Peter Steiner, Vorsitzender Dr. Myriam Meyer, Stellvertreterin des Vorsitzenden David Charles Davies Marc Grynberg Thomas Birtel Katrien Beuls Effie K. Datson Claudia Schiroky *) Gerhard Seban *) Wolfgang Wallner *)

*) vom Betriebsrat delegiert

VORSTAND

Heimo Scheuch, Vorsitzender Dagmar Steinert ab 01.03.2025 Gerhard Hanke Harald Schwarzmayr

25. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 24. Februar 2026 unterzeichnete Wienerberger eine Vereinbarung zum Erwerb der Italcer Group, einem führenden Hersteller von hochwertigen Keramikfliesen mit Produktionsstandorten in Italien und Spanien. Die Transaktion umfasst den Erwerb von 50 % plus einer Aktie mit einer Option zum Kauf der verbleibenden Anteile in der ersten Hälfte des Jahres 2027. Der Abschluss wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 erfolgen, vorbehaltlich der kartellrechtlichen und weiterer Genehmigungen. Italcer erwirtschaftet einen Jahresumsatz von EUR 350 Mio und wird mittelfristig mehr als EUR 100 Mio zum Konzern-EBITDA beitragen, wodurch die Position von Wienerberger im wachsenden Renovierungssegment gestärkt wird. Die Akquisition wird durch Barmittel und Bankkredite finanziert. Am 28. Februar 2026 begann eine militärische Auseinandersetzung im mittleren Osten. Seither kam es zu einer erhöhten Volatilität an den globalen Rohstoff- und Energiemärkten. Wienerberger überwacht die Situation kontinuierlich. Eine Quantifizierung etwaiger Auswirkungen ist aufgrund der Dynamik des Konflikts zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Freigabe des Anhangs zum Jahresabschluss

Der vorliegende Abschluss wurde vom Vorstand der Wienerberger AG aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Wien, am 11. März 2026

Der Vorstand der Wienerberger AG

Heimo Scheuch e.h.

Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

CEO

Dagmar Steinert e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

CFO

Gerhard Hanke e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

COO Central & East

Harald Schwarzmayr e.h.

Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG

COO West

Anlage 1

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2025:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten kumulierte Abschreibungen
in TEUR Stand am 1.1.2025 Zugänge Umbuch-ungen Abgänge Stand am 31.12.2025 Stand am 1.1.2025 Zugänge Zuschrei-bungen Abgänge Stand am 31.12.2025 Buchwert am 31.12.2025 Buchwert am 31.12.2024
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 83.111 22.236 0 3.379 101.967 55.936 6.497 0 3.379 59.054 42.913 27.174
83.111 22.236 0 3.379 101.967 55.936 6.497 0 3.379 59.054 42.913 27.174
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 16.889 0 0 201 16.688 3.844 296 0 99 4.041 12.647 13.045
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.402 822 30 747 11.507 7.035 998 0 723 7.310 4.196 4.366
3. Geleistete Anlagen und Anlagen in Bau 274 4 –30 0 247 0 0 0 0 0 247 274
28.564 826 0 948 28.442 10.879 1.294 0 822 11.352 17.091 17.685
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.328.902 84.791 0 77.825 3.413.693 251.926 11.463 48.560 77.825 137.004 3.198.863 3.076.976
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 848.052 79.931 0 687.467 240.516 0 0 0 0 0 240.516 848.052
3. Beteiligungen 6.440 0 0 0 6.440 0 0 0 0 0 6.440 6.440
4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens 5.155 200 0 0 5.354 184 0 78 0 107 5.248 4.970
4.188.549 164.922 0 765.292 3.666.003 252.111 11.463 48.638 77.825 137.111 3.451.067 3.936.438
4.300.223 187.983 0 769.619 3.796.413 318.926 19.254 48.638 82.026 207.516 3.511.071 3.981.297
zu II./1. Bebaute Grundstücke und Bauten auf fremden Grund
Grundwert 3 0 0 0 3 0 0 0 0 0 3 3
Gebäudewert 7.144 0 0 0 7.144 2.774 290 0 0 3.064 4.079 4.370
7.147 0 0 0 7.147 2.774 290 0 0 3.064 4.082 4.373
Unbebaute Grundstücke 9.742 0 0 201 9.541 1.069 6 0 99 977 8.565 8.672
16.889 0 0 201 16.688 3.844 296 0 99 4.041 12.647 13.045

Anlage 2

Zusammensetzung und Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2025:

in TEUR Stand am 1.1.2025 Verwendung Auflösung Zuweisung Stand am 31.12.2025
1. Rückstellung für

Abfertigungen
5.884 351 497 0 5.036
2. Rückstellung für

Pensionsverpflichtungen
14.141 1.191 0 349 13.299
3. Steuerrückstellungen 10.777 6.111 0 1.053 5.720
4. Jubiläumsgeld-

rückstellungen
804 61 0 311 1.055
5. Urlaubsrückstellungen 4.525 1.491 0 445 3.479
6. Sonstige Rückstellungen
Personalrückstellungen 9.954 6.481 602 7.514 10.385
Aufsichtsratvergütungen 1.064 1.064 0 1.069 1.069
Rechts- und

Beratungskosten
3.338 1.785 1.497 3.523 3.579
Übrige 2.948 1.814 1.117 1.833 1.850
17.304 11.144 3.216 13.938 16.883
Summe 53.436 20.347 3.713 16.096 45.471

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Wienerberger AG, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

Sachverhalt und Problemstellung

In der Wienerberger AG bestehen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von rd. 3.199 Mio EUR, die 80% des ausgewiesenen Vermögens darstellen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der beizulegende Wert wird auf Basis einer Unternehmensbewertung ermittelt. Wir verweisen auf die Ausführungen zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen im Anhang („Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, Abschnitt „1. Anlagevermögen“).

Das Bewertungsergebnis hängt in hohem Maße von den Einschätzungen des Managements über die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse und Kapitalkostensätze ab. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung sowie der Bedeutung der Anteile an verbundenen Unternehmen im Jahresabschluss der Gesellschaft haben wir diesen Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung als besonders wichtig bestimmt.

Prüferisches Vorgehen

Wir haben die Angemessenheit der vom Management durchgeführten Unternehmensbewertungen auf Basis einer risikobasierten Auswahl von Anteilen an verbundenen Unternehmen beurteilt und haben dabei insbesondere folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungs-vermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2025 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr gewählt und am 26. August 2025 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem am 31. Dezember 2017 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Art 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.

Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Mag. Marieluise Krimmel.

Wien,11. März 2026

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Mag. Marieluise Krimmel Wirtschaftsprüferin

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

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The Managing Board: Heimo Scheuch, CEO Dagmar Steiner, CFO Gerhard Hanke, COO Central & East Harald Schwarzmayr, COO West

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