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WIR
BEWEGT
MEHR.
JAHRES
FINANZ BERICHT
2023
WICHTIGE DATEN
AUF EINEN BLICK
002
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Gewinn-und-Verlust-Rechnung in TEUR
2023
2022
Nettozinsertrag 171.742 152.155
Betriebserträge 307.317 337.970
Betriebsaufwendungen -183.117 -153.284
Betriebsergebnis 124.200 184.686
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 99.087 121.489
Jahresüberschuss 84.944 108.817
Bilanz in TEUR
2023
2022
Forderungen an Kreditinstitute 2.837.442 3.457.400
Forderungen an Kunden 8.429.048 8.445.074
Wertpapiere 2.040.771 2.289.665
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 992.282 987.695
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.892.608 7.490.478
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.137.278 3.930.321
Eigene Emissionen inkl. Ergänzungskapital 4.895.402 4.022.557
Bilanzsumme 16.794.519 17.255.052
Bankaufsichtliche Kennzahlen 2023 2022
Anrechenbare Eigenmittel gesamt 1.579.749 1.554.409
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) 7.790.770 8.117.323
Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) 18,75 % 17,28 %
Gesamtkapitalquote 20,28 % 19,15 %
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 200,61 % 144,78 %
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 120,80 % 109,47 %
Sonstige Kennzahlen
2023
2022
Cost Income Ratio (CIR) 59,59 % 45,35 %
Return on Equity (ROE) – vor Steuern 6,73 % 8,66 %
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio)
*)
4,41 % 2,88 %
Coverage Ratio I (exkl. Sicherheiten) 46,48 % 62,55 %
Coverage Ratio II (inkl. Sicherheiten) 99,50 % 91,94 %
*) Zum 31.12.2023 erfolgte die Ermittlung der NPL-Quote entsprechend der EBA/GL/2018/10 (davor gemäß EBA risk dashboard). Demgemäß werden Guthaben bei Zentralbanken sowie Sichteinlagen bei
Kreditinstituten nicht mehr in die Berechnung einbezogen. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst.
Zusätzliche Informationen
2023
2022
Mitarbeiteranzahl (Ø) 822 776
Bankstellen 14 14
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
002
001 EINZELABSCHLUSS
Wichtige Daten auf einen Blick 2
Vorwort: Schwerkraft überwinden – mehr Werte schaffen 4
Bericht des Aufsichtsrats 6
Unsere Vision 8
Vorstandsteam im Gespräch 10
Nachhaltigkeit leben 16
Unsere Geschäftsfelder 18
Verbund 24
Unsere Marke 28
Daten und Fakten 30
Bankstellen in der Steiermark 31
LAGEBERICHT 2023
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 36
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens (Ausblick) 57
Bericht über Forschung und Entwicklung 68
Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess 69
JAHRESABSCHLUSS 2023
Bilanz 72
Posten unter der Bilanz 74
Gliederung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung 75
Anhang für das Geschäftsjahr 2023 77
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats 117
Anlage 1 – Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 118
Anlage 2 – Anlagenspiegel 120
Anlage 3 – Investitionsprämie 122
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 123
Bestätigungsvermerk 124
Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 131
002 KONZERNABSCHLUSS
WICHTIGE DATEN AUF EINEN BLICK 138
KONZERNLAGEBERICHT 2023 140
KONZERNABSCHLUSS 2023 NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) 163
INHALT
Im Sinne der besseren Lesbarkeit dieses Geschäftsberichts wird teilweise auf eine geschlechterspezifische Differenzierung der
Formulierung verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten jedoch ausdrücklich für alle Geschlechter.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
003
JAHRESFINANZBERICHT 2023
VORWORT
SCHWERKRAFT
ÜBERWINDEN – MEHR
WERTE SCHAFFEN
Was kann eine Bank in ihrer Region bewegen? Eine ganze Menge,
vorausgesetzt sie ist selbst beweglich und bleibt immer hand-
lungsbereit. Dass Banken diese Voraussetzungen erfüllen, davon
geht die Europäische Union aus, wenn sie dem Finanzsektor
eine entscheidende Rolle für das Erreichen der Pariser Klimaziele
zuschreibt. Davon geht der Staat Österreich aus, wenn er indirekt
über Regulierungen der Kreditinstitute – Stichwort KIM-Verordnung
– seine Bürger:innen in die Pflicht nimmt. Davon geht das Land
Steiermark aus und davon gehen Kommunen aus, wenn sie für
Initiativen in den Regionen in Betätigungsfeldern wie Energie und
Gesundheit Beifall spenden. Davon gehen ihre Kund:innen aus,
wenn sie der Bank ihr Vertrauen schenken.
Die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark ist eine starke
Regional bank im Süden Österreichs. Sie genießt das Vertrauen
ihrer Kund:innen und Partner:innen und übernimmt Verantwortung
für Wirtschaft und Gesellschaft schon heute weit über das Bank-
geschäft hinaus. Als erfolgreiche Geschäftsbank begleitet die
RLB Steiermark 77.000 Privatkund:innen im Geschäftsfeld Retail
und im Private Banking sowie 10.000 Unternehmen aller Größen
vom Ein-Personen-Betrieb in der Nachbarschaft bis zum inter-
national operierenden Corporate, vom Startup bis zum traditions-
reichen Familienunternehmen. Genauso betreuen wir Institutio-
nelle Kunden, Projekt- und Immobilienentwickler mit einer breiten
Palette an Services und Kompetenzen. Als Spitzeninstitut der
Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark übernehmen wir viele Aufga-
ben im Verbund mit den steirischen Raiffeisenbanken und gehen
mit gutem Vorbild voran. Gemeinsam streben wir an,
Inspiratoren
und Möglichmacher für die Ideen und Vorhaben unserer
Partner und
Eigentümer zu sein.
Dafür, dass wir handlungsbereit bleiben, sorgen wir jeden Tag auf
vielerlei Art. Einerseits wirtschaften wir verantwortungsvoll und mit
Weitsicht. Mit einer Eigenkapitalquote von 20,28 % haben wir die
Kraft und langen Atem, den es braucht, um jederzeit agieren zu
können. Die Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark verwaltet Kunden-
gelder von über 52 Mrd. Euro und hält den Blutkreislauf der steiri-
schen Wirtschaft in Bewegung. Andererseits denken und handeln
wir zukunftsorientiert und entwickeln uns als Bank und als Center
of Gravity für die Steiermark weiter. Innovation und Nachhaltigkeit
sind für uns keine Kür, sondern gehören zum Pflichtprogramm, dem
wir uns täglich widmen. Bei allem was wir tun, denken wir auch an
kommende Generationen, so wie es seit Anfang an in der Wertewelt
von Raiffeisen verankert ist. Dabei genießen wir heute die Freiheit,
die Zukunft nicht aus Leidensdruck, sondern aus einer Position
der Stärke mit viel Freude an der Veränderung gestalten zu dürfen.
Sicher muss dazu die eine oder andere Schwerkraft überwunden
werden. Aber das Resultat kann sich sehen lassen. Denn dadurch
entstehen neue Wege, die füreinander mehr Werte schaffen.
Wir blicken mit Zuversicht nach vorne. Auch 2024 haben wir einiges
vor, um uns und die gesamte Raiffeisen-Bankengruppe weiter-
zuentwickeln. Zu einem noch stärkeren Ökosystem, von dem alle
Beteiligten profitieren und wo das WIR gelebt und bewegt wird.
Und jede und jeder ist eingeladen, ein Stück des Weges mit uns zu
gehen …
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
004
KR MMag. Martin Schaller
Generaldirektor
MMag. Dr. Florian Stryeck
Vorstandsdirektor
KR Mag. Rainer Stelzer, MBA
Vorstandsdirektor
Mag. Dr. Ariane Pfleger
Vorstandsdirektorin
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
005
JAHRESFINANZBERICHT 2023
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Aufsichtsratspräsident Josef Hainzl
Aufsichtsrat
VORSITZENDER
Präsident Josef HAINZL
1. VORSITZENDER-STELLVERTRETER
Dir. Josef GALLER
2. VORSITZENDER-STELLVERTRETER
KR Peter SÜKAR
Mag. Kristina EDLINGER-PLODER
Dir. Romana GSCHIEL-HÖTZL, MBA
Dir. MMag. Martin KIPPERER
Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas KRAUTZER
Mag. Regina MARAK-HUBER
Ing. Mag. Franz PICHLER
Mag. Ignaz SPIEL
Dir. Franz STRAUSSBERGER
Verbandsobmann Generalanwalt-Stv. Ök.-Rat Franz TITSCHENBACHER
VDir. Gerhard ZAUNSCHIRM, MSc.
VOM BETRIEBSRAT ENTSANDT
Ing. Bernhard WESENER
Sabine FUCHS
Walter HATZ
Brigitte MANDL
Eva PILGER-BUCHEGGER (bis 08.03.2023)
Bernd VERONIG
Mag. Bernhard WAGNER
Bernd WINTERLEITNER (ab 08.03.2023)

STAATSKOMMISSÄRE
Staatskommissär Hans Georg KRAMER, MBA CFP
Aufsichtskommissär-Stv. Mag. Michael SPREITZHOFER
Staatskommissär-Stellvertreter Mag. (FH) Gerd WATZENIG, MSc MLitt MAIS
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
006
Bericht des Aufsichtsrats gemäß
§96 AktG an die Hauptversammlung
Der Aufsichtsrat der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG hat im
Berichtszeitraum insgesamt fünf ordentliche Sitzung durchgeführt, in
denen die nach den gesetzlichen Vorschriften erforderlichen Prüfun
-
gen vorgenommen wurden.
Im Zuge seiner Prüfungstätigkeit konnte sich der Aufsichtsrat davon
überzeugen, dass die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG von den
Verantwortungsträgern sorgfältig, gewissenhaft, mängelfrei und im
genossenschaftlichen Sinn geführt wird. Der Aufsichtsrat hat sämt
-
liche Aufgaben und Pflichten, die ihm gemäß geltenden Gesetzen,
regulatorischen Vorgaben sowie Satzungs- und Geschäftsordnungs
-
bestimmungen überantwortet sind, im vollen Umfang und mit großer
Sorgfalt und Verantwortung erfüllt.
So hat der Aufsichtsrat im Rahmen der ihm zugewiesenen Funktio
-
nen gemeinsam mit dem Vorstand aktiv Maßnahmen zur langfristigen
Wahrung der Interessen der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
zur weiteren stabilen und erfolgreichen Entwicklung des Unterneh
-
mens gesetzt. Die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des
Aufsichtsrats und des Vorstands ist von wechselseitiger Wertschät
-
zung sowie einem konstruktiven und intensiven Dialog geprägt.
Der Aufsichtsrat gewährleistet durch seine Zusammensetzung die
erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen, um den
Vorstand entsprechend seinem gesetzlichen Auftrag in seiner Tätig
-
keit zu überwachen und gemeinsam mit dem Vorstand nachhaltige
Impulse zu setzen.
Der Vorstand informierte die Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig,
zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form über
bedeutsame Geschäftsvorfälle sowie über die wesentliche Entwicklung
der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG und berichtete über alle
relevanten Fragen der laufenden Geschäfts-, Finanz-, Liquiditäts-, Ri
-
siko- und Kapitalsituation. Darüber hinaus erfolgte ein kontinuierlicher
Informationsaustausch der Vorstandsmitglieder mit dem Aufsichtsrats
-
vorsitzenden, seinen Stellvertretern sowie den Ausschussvorsitzenden
zu allen wichtigen Themen. Damit wurde eine optimale Aufbereitung
der Beurteilungs- bzw. Entscheidungsgrundlagen für die Mitglieder
des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse gewährleistet.
Die Interne Revision und Konzernrevision hat dem vom Aufsichtsrat
eingesetzten Präsidium gemäß §42 Abs. 3 Bankwesengesetz quar
-
talsweise Bericht über wesentliche Prüfungsfeststellungen aufgrund
der durchgeführten Prüfungen erstattet sowie den Mitgliedern des
Prüfungsausschusses und des Risikoausschusses den Quartalsbe
-
richt schriftlich zur Verfügung gestellt. Der Prüfungsausschuss des
Aufsichtsrats selbst hat im Berichtszeitraum zwei Sitzungen abgehal
-
ten und die ihm vom Gesetz übertragenen Aufgaben zur Gänze erfüllt.
In weiterer Folge haben auch der Nominierungs-, Vergütungs- und
Risikoausschuss satzungs- sowie gesetzeskonform getagt.
Die vom Vorstand erstellten Quartalsberichte einschließlich Soll-Ist-Ver
-
gleiche wurden auf Plausibilität überprüft und Abweichungen zu den
genehmigten Budgetplanungen im Rahmen der Sitzungen mit
dem Vorstand analysiert. Gemeinsam mit dem gesetzlichen Bank-
prüfer, dem Österreichischen Raiffeisenverband, sowie dem weite-
ren, freiwillig bestellten Abschlussprüfer, der KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, wurden der
Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Konzernabschluss und
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 eingehend geprüft.
Da diese den gesetzlichen Vorschriften vollends entsprechen,
erteilten sowohl der Bankprüfer als auch der Abschlussprüfer den
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bzw. „den Vermerk des
unabhängigen Abschlussprüfers“. Weiters erfolgte unter Einbeziehung
des gesetzlichen Bankprüfers und des freiwillig bestellten Abschluss
-
prüfers auch die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses,
der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, Revisionssystems und
Risikomanagementsystems samt Evaluierung von Verbesserungsvor
-
schlägen, deren Umsetzung ebenfalls kontrolliert wird.
Der Prüfungsausschuss beschäftigte sich am 24. April 2024 mit
den vorliegenden Bilanzen sowie dem Nachhaltigkeitsbericht per
31.12.2023. Die Abschlussprüfung wurde überwacht, eine Prüfung im
Sinne des § 92 Abs. 4a Z 4 lit e, lit f und lit g AktG vorgenommen und
Bericht erstattet. Die Prüfung des Jahresabschlusses samt Lage
-
bericht sowie des Konzernabschlusses samt Konzernlagebericht
und des Nachhaltigkeitsberichtes für das Geschäftsjahr 2023 sowie
die Kenntnisnahme der Berichte des Bankprüfers sowie Abschluss
-
prüfers durch den Aufsichtsrat erfolgte ebenfalls per 24. April 2024.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen erhebt der
Aufsichtsrat keine Einwendungen. Sämtliche Prüfungen haben nach
ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu wesentlichen
Beanstandungen gegeben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss und Nachhaltigkeitsbericht, der somit
nach §96 Aktiengesetz festgestellt ist, und nimmt den Konzernab
-
schluss zur Kenntnis.
Der Aufsichtsrat hat vorstehenden Bericht an die Hauptversammlung
in seiner Sitzung am 24. April 2024 einstimmig beschlossen.
Abschließend dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand, den Führungskräf
-
ten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Raiffeisen-Lan-
desbank Steiermark AG für ihr Engagement und ihre Arbeit im Jahr
2023. Vor allem aber danken wir den Kund:innen unseres Hauses für
das uns entgegengebrachte Vertrauen. Unsere langfristigen Kunden
-
beziehungen sind ein Zeichen dafür, dass die Raiffeisen-Landesbank
Steiermark AG in allen Lebenslagen ein verlässlicher Partner ist.
Graz, 24. April 2024
Der Aufsichtsrat
Präsident Josef HAINZL
Vorsitzender des Aufsichtsrats
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
007
JAHRESFINANZBERICHT 2023
UNSERE VISION
WIR BEWEGT MEHR.
WIR SCHAFFT NEUE WEGE.
FÜR GENERATIONEN
UND REGIONEN.
V
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Erfolgreiche
selbstständige
Geschäftsbank
Spitzeninstitut &
Leistungspartner
im Verbund
Center of Gravity
für eine ökosoziale
Marktwirtschaft
Vorreiter &
Impulsgeber
Regionaler
Förderauftrag
Vorbild &
Leitfunktion
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
008
UNSERE MISSION
Die Mission der RLB Steiermark baut auf ihrer Vision
auf und ist das Bindeglied zur Unternehmens-Strate-
gie. Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark positioniert
sich als Regionalbank in drei verschiedenen Rollen:
ALS
ERFOLGREICHE
GESCHÄFTS-
BANK …
ALS
VORZEIGE-
UNTERNEHMEN
IN DER
STEIERMARK …
ALS
WIRKSAMER
LEISTUNGS-
PARTNER
IM RAIFFEISEN-
VERBUND …
• wachsen wir nachhaltig in unserem Firmenkunden- und Immobiliengeschäft. Wir fokussieren
uns auf attraktive Marktgebiete und sind offen für geografische Erweiterungen. Ein bedarfs-
orientiertes und einfaches Leistungsangebot sichert die klare Differenzierung zum Wettbewerb.
• beraten wir effektiv und effizient Privatkunden inklusive Private Banking, Geschäfts- und Gewerbe-
kunden sowie Kundinnen und Kunden der Immobilien-Maklerei. Omnikanal-Lösungen und daten-
basierte Dienstleistungen stärken unsere Ertragssituation und erweitern unser Geschäftsmodell.
• sind wir der „vorausschauende Begleiter“. Im Sinne von exzellenter Kundenerlebnisse denken
und handeln wir in allen unseren Einheiten kundenzentriert. Um unsere Kundinnen und Kunden
ganzheitlich zu begleiten, entwickeln wir nachhaltige Geschäftsfelder „beyond-banking“.
• vernetzen wir innerhalb des Raiffeisenverbunds und fördern wir die dezent-
rale Organisation hin zu einem lebendigen Organismus. Darin entfalten sich
unternehmerisches Denken, Kreativität und vielfältige Kooperationen. Diese
Haltung bringen wir auch in den österreichischen Raiffeisenverbund ein und
knüpfen Verbindungen zu maßgeblichen Institutionen und Unternehmen.
Durch unser Wirken schaffen wir ein einzigartiges Ecosystem und nutzen auf-
tretende Chancen.
•
stellen wir wettbewerbsstarke Finanzprodukte und Dienstleistungen zur Ver-
fügung. Wir ermöglichen Skalenvorteile und bündeln auch komplexe Lösun-
gen verschiedener Anbieter. So werden die Lösungen von Kundinnen und
Kunden als zu den Anforderungen passend und wertvoll empfunden.
•
sind wir Spitzeninstitut und für die aktuelle und künftige Geschäftsausrichtung
Kompetenz- und Wissensträger für den Raiffeisenverbund. Wir sind dynami
-
scher Impulsgeber für die gemeinsame strategische und operative Weiter-
entwicklung.
•
sind wir attraktiver Arbeitgeber, der mit modernen Arbeitsmodellen und innovativen Arbeits-
welten begeistert. Durch die Kraft der Vielfalt und Wir-Kultur motivieren wir viele Menschen,
Besonderes mit und für Raiffeisen zu leisten.
•
nutzen wir Technologie als zentrales Rückgrat und Treiber für bestehende und künftige
Geschäftsfelder.
•
agieren wir als langfristig orientierter Finanzinvestor und Kooperationspartner, um bedeu-
tende Zukunftspotenziale für Raiffeisen und die Steiermark zu sichern. Neue Beteiligungen
sowie attraktive Eigenkapitalinstrumente vergrößern unser Ecosystem. Alle unsere Über-
le
gungen schließen eine umfassende Gesamtbank-Risikostrategie ein.
•
entwickeln wir uns hin zu einem neuen „Center of Gravity“ für die steirische Wirtschaft und
Gesellschaft. Für die Idee der öko sozialen Marktwirtschaft sind wir kraftvoller Umsetzer. Wir
sind anerkannt als Vordenker und Impulsgeber – auch zum Wohl künftiger Generationen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
009
JAHRESFINANZBERICHT 2023
VORSTANDSTEAM IM GESPRÄCH
DAS WIR ALS STABILER
ANKER IN TURBULENTEN
ZEITEN
Das Jahr 2023 hat Banken und die Gesellschaft insgesamt vor
große Aufgaben gestellt. Von der fortschreitenden Klimakrise
bis hin zu globalen politischen Spannungen und einer hohen
Inflation war das Umfeld volatil und anspruchsvoll. Inmitten
dieser turbulenten Zeiten hat sich Raiffeisen als stabiler Anker
für die regionale Wirtschaft und Kund:innen erwiesen. Martin
Schaller, Ariane Pfleger, Rainer Stelzer und Florian Stryeck im
Gespräch über das vergangene Geschäftsjahr und die Vision
der Bank für die Zukunft.
Es gab Umwälzungen im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen
und geopolitischen Bereich, die zu einer Rezession mit infla-
tionsbedingt gesunkenen Realeinkommen und einer stottern-
den globalen Industrieproduktion geführt haben. Wie ist es
der Raiffeisen-Landesbank Steiermark 2023 in diesem Umfeld
ergangen?
Martin Schaller: 2023 war ein weiteres herausforderndes Jahr für die
Gesellschaft und die heimische Wirtschaft. Die Zeiten sind an
-
spruchsvoll, durchwachsen sowie geprägt von Unsicherheiten. Trotz
der unberechenbaren Zeiten blicken wir positiv in die Zukunft. Denn
wir alle wissen, solche Zeiten meistert man am besten mit verlässli
-
chen Partnerschaften und Kooperationen. Das Bankgeschäft ist eine
Beziehung mit Kund:innen, die immer auf Vertrauen und Verläss
-
lichkeit basiert. Gleichzeitig hat die RLB Steiermark mit innovativen
und gemeinsamen Lösungen in einem schwierigen Umfeld Stärke
bewiesen. Basis dafür sind ein solides Geschäftsmodell und lang
-
fristige Kundenbeziehungen, die es möglich gemacht haben, dass
wir die starke Position als Regionalbank weiter ausgebaut haben.
Als Einzel institut erzielte die RLB Steiermark mit einer Bilanzsumme
von 16,8 Milliarden Euro ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfts
-
tätigkeit (EGT) von 99 Millionen. Euro. Die Eigenmittelquote liegt mit
20,28 Prozent weiterhin auf sehr hohem Niveau.
Die Inflation lag auch 2023 auf einem hohen Niveau, das ist
nicht nur für Privatkund:innen, sondern auch für Unternehmen
herausfordernd. Wie hat sich das Kundengeschäft entwickelt?
Rainer Stelzer: Zuwächse im Kundengeschäft belegen das große
Vertrauern der Kund:innen in die Bank. Die Summe der von
Raiffeisen Steiermark verwalteten Kundengelder – darin sind sämtli
-
che Kredite sowie Guthaben, Wertpapier-Veranlagungen und Rück-
kaufswerte von Versicherungen zusammengefasst – ist folglich wie
im Vorjahr angestiegen und liegt nun bei 52,8 Milliarden Euro. Davon
sind 28,1 Milliarden Euro Kundenvermögen (Spar- und Giroeinlagen,
Wertpapiere, Bausparen und Lebensversicherungen). Die steirischen
Raiffeisen-Kund:innen haben damit einen guten Polster für 2024.
Wir sehen in allen Bereichen positive Tendenzen.
Ariane Pfleger: Aufgrund der starken Position der RLB und auch der
gesamten Bankengruppe Steiermark war es parallel zu unserer Rolle
als Kundenbank auch möglich, Schwerpunkte in die eigene strate
-
gische Weiterentwicklung etwa durch Innovationsprojekte zu setzen.
Die Kolleg:innen unserer Bank haben vor diesem Hintergrund wieder
eine enorme Leistung erbracht, für dieses herausragende Engage
-
ment bedanken wir uns.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
010
Trotz des volatilen Umfelds gab es kaum Kreditausfälle, die
Risikokosten waren auf niedrigem Niveau. Hat sich das 2023
maßgeblich verändert?
Florian Stryeck: Trotz des volatilen Marktumfelds ist unsere Kredit-
qualität sehr solide. Wir setzen bei Privat- und Firmenkunden auf
eine umfassende Betreuung und umsichtiges Monitoring. So liegen
97 Prozent der Kreditvolumina von Unternehmen in unserem Portfolio
in sehr guten, guten und ausreichenden Bonitäten, bei Privat-
kund:innen sind es sogar 98 Prozent. Unsere Monitorings zeigen
dennoch, dass der Anteil der ausfallgefährdeten Kredite zunehmen
wird. Das passiert jedoch in einem überschaubaren Ausmaß. Wir
sind intensiv mit unserem Kund:innen in Kontakt, damit die Bonitä
-
ten gut bleiben und mögliche Ausfälle ausbleiben. Eine Insolvenz-
welle sehen wir aber nicht auf uns zurollen. Wir begleiten unsere
Kund:innen mit einer umsichtigen Risikopolitik und haben als Bank
vorausschauend höhere Risikovorsorgen gebildet.
Rainer Stelzer: Vor diesem Hintergrund und jenem der anhaltend
hohen Kosten für die Errichtung eines Eigenheims liegt der Fokus
bei Kund:innen verstärkt auf energiesparenden Maßnahmen bei
Gebäuden etwa durch eine Sanierung. In diesem Bereich hat
Raiffeisen speziell ausgebildete Mitarbeiter:innen, die durch ihre
Kompetenz und ihr Fachwissen für Kund:innen in jeder Lebenslage
eine für sie individuell richtige Lösung finden. Zusätzlich zur Förder
-
beratung unterstützt Raiffeisen Steiermark mit Maßnahmen wie dem
„ Jungfamilienbonus“ bei der Schaffung von Eigenheim.
Wie wird sich das Kunden-Geschäft weiterentwickeln?
Rainer Stelzer: Neben unserem soliden Geschäft in der Steiermark
begleiten wir Kund:innen nach Wien und künftig verstärkt auch in
attraktive Wachstumsmärkte in Deutschland. Das ist für uns ein
logischer Schritt, da wir sehen, dass unsere Mischung aus schnellen
Entscheidungen und der hohen Expertise unserer Berater:innen bei
Kund:innen gut ankommt.
Das Bankgeschäft ist eine
Beziehung mit Kund:innen,
die immer auf Vertrauen
und Verlässlichkeit basiert.
Gleichzeitig hat die RLB
Steiermark mit innovativen
und gemeinsamen Lösungen
in einem schwierigen Umfeld
Stärke bewiesen.
Gen.-Dir. KR MMag. Martin Schaller
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
011
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Die Gesellschaft war in den vergangenen Jahren sehr gefordert.
Es scheint so, als ob der Zusammenhalt in der Bevölkerung
darunter leidet. Wie konnte Raiffeisen Steiermark in diesem
Umfeld helfen?
Martin Schaller: Der Gründungsgedanke von Raiffeisen war es,
Menschen in schwierigen Notlagen durch Zusammenhalt zu helfen.
Die Genossenschaftsidee ist heute sehr gefragt, sowohl wirtschaft
-
lich als auch sozial. Aus diesem Grund haben wir im Vorjahr den
Sozialfonds „WIR hilft - für gesellschaftlichen Zusammenhalt“, der in
Partnerschaft mit der Caritas Steiermark umgesetzt wird, ins Leben
gerufen. Wir sind uns unserer Verantwortung für die Gesellschaft
bewusst. So konnten wir bislang rund 600.000 Euro für hilfs bedürftige
Steirer:innen lukrieren, die dringende finanzielle Unterstützung
brauchen. Ganz besonders wichtig ist allerdings, gerade in Zeiten
größerer Unsicherheiten starke eigene Zukunftsbilder zu haben, die
als Orientierungspunkte für die eigene Organisation und die Gesell
-
schaft gelten. Wir haben daher unser Verbundstrategieprogramm
WIR’27 konsequent weitergeführt.
Aufgrund der starken Position
der RLB und auch der gesamten
Banken gruppe Steiermark war
es parallel zu unserer Rolle als
Kunden bank auch möglich,
Schwerpunkte in die eigene
strategische Weiterentwicklung
etwa durch Innovationsprojekte zu
setzen.
VDir. Mag. Dr. Ariane Pfleger
Welche Themen beschäftigen die Bankengruppe momentan
besonders intensiv?
Ariane Pfleger: Wir haben die Megatrends Artificial Intelligence und
Robotics auf der einen und beschränkende Themen wie Regulatorik
und überbordende Bürokratie auf der anderen Seite. Auch das
Thema Nachhaltigkeit, das heute schon jeder für sich in Anspruch
nimmt, ist bei uns etwas ganz Besonderes. Unsere Nachhaltigkeit
fußt auf drei Säulen: Es geht natürlich um die ökologische Nachhal
-
tigkeit. Unser Auftrag bei Raiffeisen ist aber auch eine soziale Nach-
haltigkeit – gerade in Zeiten, wo die Gesellschaft an den Rändern
immer breiter wird. Unsere Aufgabe ist es, für die Bevölkerung soziale
Abfederungen zu finden.
Gibt es Projekte, die bereits umgesetzt wurden?
Martin Schaller: Im Bereich Beyond Banking ergeben sich Themen-
felder wie Energie, Gesundheit, Kreislaufwirtschaft und auch
Plattformökonomie, mit denen wir uns intensiv beschäftigen. Die
Raiffeisen-Landesbank Steiermark unterstützt etwa im Rahmen der
so genannten Energieinitiative Steiermark die steirischen Raiffeisen
-
banken dabei, regionale Energiegemeinschaften zu gründen.
Florian Stryeck: Unser Business-Intelligence-Tool haben wir im
Rahmen von WIR‘27 eigens entwickelt und im Dezember ausgerollt.
Damit stellen wir vorhandenes Datenmaterial jederzeit und tages-
aktuell in einer modernen Form am Handy zur Verfügung. Es ermög
-
licht den Führungskräften einen schnellen Überblick im Sinne einer
klassischen Gesamtbanksteuerung.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
012
Rainer Stelzer: Beim Omnikanalmanagement (OKM) stellen wir
Kund:innen in den Mittelpunkt unseres Handelns. OKM ermöglicht die
sukzessive Automatisierung von Marketing- und Vertriebsprozessen
im Privatkund:innen-Geschäft. Dadurch soll es zu einer Entlastung der
Berater:innen bei Serviceleistungen und zur Steigerung der Netto-
Vertriebszeit kommen. Ziel ist es, Kund:innen zum richtigen Zeitpunkt
individuell mit den für sie passenden Themen oder Produkten service-
effizient auf dem bevorzugten Kanal anzusprechen und zu beraten.
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ findet dabei besondere Erwähnung.
Welche Schritte setzt die RLB hier konkret?
Ariane Pfleger: Uns ist es wichtig, kommenden Generationen Stabilität
bieten zu können und ihnen ausreichend Ressourcen zu hinter lassen.
Aus diesem Grund verfolgen wir eine nachhaltige Unternehmens-
entwicklung. Durch unsere Sustainable-Finance- Strategie konnte im
Bereich Finanzierung und Veranlagung das Thema ESG/Nachhaltig
-
keit weiterentwickelt werden, um ESG- bzw. Nachhaltigkeits- Aspekte
noch umfassender in unseren Kernprozessen zu berücksichtigen.
Dies ermöglicht uns als Bank einen umfassenden Blick auf Kunden
-
bedürfnisse, um diese bei unseren Entscheidungen zu berücksichti-
gen, aber auch um unsere Kund:innen noch gezielter bei ihren Vor-
haben zu beraten. Für unsere Bemühungen wurden wir erst kürzlich
mit dem von der international renommiertesten Agentur für Nachhal
-
tigkeits-Ratings, ISS ESG, mit dem PRIME-Rating ausgezeichnet.
Trotz des volatilen
Marktumfelds ist unsere
Kreditqualität sehr solide.
Wir setzen bei Privat- und
Firmenkunden auf eine
umfassende Betreuung und
umsichtiges Monitoring.
VDir. MMag. Dr. Florian Stryeck
Welche Veränderungen ergeben sich aus dem Verbund-
strategieprojekt für die Landesbank?
Martin Schaller: Der Zusammenarbeitsmodus mit den Raiffeisen-
banken wird neu definiert. Wir sind gerade dabei, das Projekt Charta
2.0 zu starten. Da sprechen wir quasi über eine Verfassung für die
RBG Steiermark. Als RLB haben wir drei Fokusfelder: die RLB als
Kunden bank. Wie können wir uns noch stärker und optimal auch mit
den Raiffeisenbanken aufstellen? Das zweite Standbein ist die Sektor
-
bank, also wie kann die RLB alle Dienstleistungen für die Raiffeisen-
banken noch effektiver und effizienter zur Verfügung stellen. Das
dritte Standbein haben wir neu definiert, obwohl es nicht neu ist: Wir
wollen in der Steiermark ein „Center of Gravity“ für Zukunftsthemen
sein, die das gesamte Land betreffen. Wir wollen für die Bevölkerung
und unsere Unternehmen eine Vorreiterrolle einnehmen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
013
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Welche Akzente setzt die RLB Steiermark neben der Kreislauf-
wirtschaft und den Energiegenossenschaften noch?
Ariane Pfleger: Innovativ zu handeln ist nicht nur wirtschaftlich sinn-
voll, sondern mit Blick auf die künftigen Generationen essenziell. Wir
haben daher eine umfassende Unternehmensstrategie aufgesetzt.
Sie setzt sich aus den Markt- und Geschäftsfeldstrategien, der davon
abgeleiteten Risikostrategie sowie den unterstützenden Funktional
-
strategien für Personal, IT/Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusam-
men. Dazu haben wir ein internes Innovationsprogramm und einen
Startup-Accelerator gestartet. Denn wir wollen künftig die Kund:innen
mit ihren Bedürfnissen noch stärker im Fokus haben und die Bank
gesamthaft weiterentwickeln.
Florian Stryeck: Wir sehen die strategische Relevanz von Innovation
und betrachten das aus verschiedenen Perspektiven: aus der Kund:in
-
nen- und Marktperspektive, aus der Unternehmensentwicklung, aber
auch aus der Sicht des Risikomanagements. Vor allem im Bereich
Nachhaltigkeit steigen die regulatorischen Anforderungen. In ein paar
Jahren werden sie der Standard und nicht mehr wegzudenken sein.
Wir sehen uns jedenfalls dafür sehr gut vorbereitet.
Neben unserem soliden
Geschäft in der Steiermark
begleiten wir Kund:innen
nach Wien und künftig
verstärkt auch in attraktive
Wachstumsmärkte in
Deutschland.
VDir. KR Mag. Rainer Stelzer, MBA
Die Beratungsleistung wird in der RLB seit jeher großgeschrieben.
Inwiefern wurde die Servicepalette weiterentwickelt?
Rainer Stelzer: Egal ob Bau- oder Sanierungsprojekte anstehen,
Finanzierungen benötigt werden oder Förderungen sowie das
Energiesparen im Fokus stehen, wir haben Expert:innen, die
unsere Kund:innen bestmöglich betreuen können. So haben wir
bei Raiffeisen Steiermark die Energieberatung umgesetzt, wo über
individuelle Energiesparpotenziale im Haushalt sowie über den
Umstieg auf erneuerbare Energiequellen informiert wird. Ferner
wurde etwa auf der RLB Steiermark-Website ein Digitaler Assistent
live geschaltet, der KI-basierte Unterstützung für häufige Kund:innen
-
anfragen aus den Bereichen Debitkarte, Kreditkarte und Mein ELBA
anbietet.
Eine Innovationskultur wird in der RLB Steiermark seit Jahren
gezielt forciert. Was kann die RLB Steiermark in diesem Bereich
vorweisen?
Martin Schaller: Die aktuelle Lage fordert und fördert Innovationen
und neue Konzepte. Wir wollen künftig die Kund:innen mit ihren
Bedürfnissen noch stärker im Fokus haben und die Bank gesamt
-
haft weiterentwickeln. Ein Beispiel ist die Beteiligung an der Solana
Renewable Technologies GmbH. Damit soll der Ausbau von Photo
-
voltaikanlagen großflächig in Österreich gefördert werden. Daneben
bewegt sich die RLB in neuen Geschäftsfeldern und blickt über den
Tellerrand. Ferner wird Innovation auch im Start-up- Bereich voran
-
getrieben: Der Accelerator „Hummelnest“ geht 2024 zum zweiten
Mal über die Bühne und soll in Zusammenarbeit mit „Transformation
Lighthouse“ nationales wie internationales Entrepreneur ship in Graz
fördern. Dieses Jahr hatten wir mehr als 400 Bewerbungen aus
sechs Kontinenten.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
014
Wie betreibt man vor dem Hintergrund von permanenter
Weiterentwicklung Risikopolitik?
Florian Stryeck: Es braucht gemeinsames Verständnis, alle sind für
Wachstum und Weiterentwicklung innerhalb der Bank zuständig.
Das suggeriert, dass sich auch alle für die Risikoeinschätzung ver-
antwortlich fühlen. Im Risikomanagement sind wir sehr achtsam und
schauen ganz genau auf Risikohäufungen. Mit unseren etablierten
Instrumenten wie Szenario-Analysen und Stresstests bekommen wir
einen guten Überblick und bilden Chancen und Risiken ab. Allen ist
aber klar, dass es auch ein Risiko sein kann, sich nicht mit neuen
Geschäftsmodellen zu beschäftigen.
Ein weiteres wichtiges Feld ist die Positionierung als attraktiver
Arbeitgeber. Wie bleibt man an einem durch die Generation Z
geprägten volatilen Arbeitsmarkt ein attraktiver Arbeitgeber?
Ariane Pfleger: Wir haben im vergangenen Jahr einige Maßnahmen
umgesetzt. Mittlerweile reicht das Angebot für Mitarbeiter:innen
etwa von der modernen Home-Office-Richtlinie über flexible
Arbeitszeitmodelle bis hin zu attraktiven Gesundheits-, Sport- und
Freizeit angeboten. Unser Engagement wurde mit der Verleihung
des staatlich geprüften Zertifikats „berufundfamilie“ bestätigt. Bei all
diesen Maßnahmen ist der Purpose wichtig, denn sowohl bestehende
als auch neue Kolleg:innen sind durch eine sinnstiftende Arbeit
besonders motiviert. Mit unserer neuen strategischen Ausrichtung
beweisen wir Haltung zu wichtigen gesellschaftlichen Fragen.
Martin Schaller: „WIR bewegt mehr“ ist demnach nicht nur der Claim
für unsere strategische Vision, sondern auch ein Mitarbeiter:innen-
Programm im Haus, das die Teamkultur und die gemeinsame Gestal
-
tungskraft in den Mittelpunkt stellt. Folglich war Raiffeisen Steier mark
im vergangenen Jahr ein stabiler Anker für Kund:innen sowie die
steirische Wirtschaft. Bewerkstelligt wurde dies in 45 eigen ständigen
Raiffeisenbanken mit in Summe 194 Bankstellen und mit 3342
Mitarbeiter:innen, das sind um 77 mehr, als 2022. Den Zuwachs an
Mitarbeiter:innen werten wir als weiteren Beleg für nachhaltige positive
Entwicklung sowie die Attraktivität von Raiffeisen als Arbeitgeber.
KR MMag. Martin Schaller
Generaldirektor
MMag. Dr. Florian Stryeck
Vorstandsdirektor
KR Mag. Rainer Stelzer, MBA
Vorstandsdirektor
Mag. Dr. Ariane Pfleger
Vorstandsdirektorin
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STEIERMARK 2023
015
JAHRESFINANZBERICHT 2023
14 %
10 %
0,97 %
Plus bei
Finanzierungen in
Erneuerbare Energien,
energieeffiziente Gebäude
und zertifizierte
Immobilienprojekte/
Gebäude
(Green Buildings)
Wachstum bei
Nachhaltig keitsfonds
in Kundenportfolios auf
332 Mio. Euro
Umsatzbasierte
Green Asset Ratio
NACHHALTIGKEIT LEBEN
UNSER BEITRAG
FÜR DIE WELT
DER KOMMENDEN
GENERATIONEN
Nachhaltiges Handeln bedeutet für uns, die Bereiche Umwelt,
Mensch und Wirtschaft in Einklang zu bringen, um somit ebenso
wirksame Mehrwerte für diese Bereiche zu schaffen. Die nach-
haltige Transformation ist die aktuell größte Herausforderung für die
Gesellschaft. Unser Anspruch ist, diese Herausforderung nicht nur
selbstbewusst anzunehmen, sondern sie mit großem Engagement
in eine Chance umzuwandeln.
Dazu bewerten wir Wirkungsfelder, welche eine klare Priorisierung
für die Zukunft vorgeben und leiten Maßnahmen ab, deren
Umsetzung die größte Wirkung erzielt, um unser Ziel zu erreichen.
Durch die Fokussierung auf drei wesentliche Handlungsstränge er-
reichen wir zudem eine klare Differenzierung: Vorbild durch eigenes
Tun, Enabler für eine nachhaltige Zukunft, Vorreiter für skalierbare
Zukunftslösungen.
Mehr dazu finden Sie im
Nachhaltigkeitsbericht der RLB Steiermark
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
016
9 %
42
28 %
4,2 %
17
Jahre
ÖGUT-zertifizierte
Nachhaltigkeits-
berater:innen
Reduktion der
Druck- und Kopier-
papiermengen auf
11.474 kg
Jahre
Durchschnittliche
Betriebszugehörigkeit
der Mitarbeiter:innen
Steigerung des
Anteils an
erneuerbaren
Energien am Gesamt-
energieverbrauch der
RLB Steiermark von
71,1 auf
75,3 Prozent
Wachstum bei nach-
haltigen Anleihen im
Nostroportfolio auf
206 Mio. Euro
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
PRIVATKUND:INNEN
UNSERE GESCHÄFTSFELDER
Die Entwicklungen im Jahr 2023 haben gezeigt, dass viele finanzielle
Herausforderungen lösbar sind, wenn sie rechtzeitig und eingehend
besprochen werden. So nutzten viele Kund:innen von Raiffeisen so
genannte „Finanz-Checks“, eine Analyse der eigenen Einnahmen
und Ausgaben als Basis für alle weiteren Geldthemen. Ihr Ziel ist es,
bestehende Reserven, aber auch etwaige finanzielle Engpässe zu
erkennen.
Persönliche Beratung – next Level per Video
Neben der fachlichen Kompetenz ist auch die Erreichbarkeit unserer
Berater:innen ein Alleinstellungsmerkmal von Raiffeisen. Wir sind
nicht nur in den Bankstellen, sondern zwischen 7:00 und 20:00 Uhr
auch per Videoberatung in modernsten Studios verfügbar, um
ganzheitliche und nachhaltige Lösungen zu erarbeiten. Die Video-
berater:innen sind speziell ausgebildet und realisieren Kunden-
wünsche vom Wohntraum über die Zusatzpension oder die
Unfallvorsorge bis zum Aktienfonds. Eine anwenderfreundliche
Software ermöglicht einen schnellen und einfachen Einstieg per
Smartphone, Tablet oder Laptop. So kann die Beratung dank Hilfe
neuester Technologie zeitlich flexibel, persönlich und dennoch in
der Wunschumgebung stattfinden.
Digitales Assistenzsystem – clever genutzt
Eine weitere Neuerung, die Kund:innen rasch und auf einfache
Weise weiterhilft, ist die Einführung des Digitalen Assistenten ab
2024 auf der Website der RLB Steiermark. Er deckt eine Vielzahl
von Geschäftsfällen in den Bereichen Zahlungsverkehr (Debitkarte,
Kreditkarte) und Mein ELBA ab und schlägt mittels „Intent Detection“
passende Lösungen für Serviceanfragen vor.
Beratungsqualität – vielfach ausgezeichnet
Dass Kund:innen mit der Beratungsqualität und den persönlichen
und digitalen Services sehr zufrieden sind, zeigen diverse Auszeich-
nungen. Das Ergebnis unserer laufenden Kundenbefragung lieferte
2023 die großartige Durchschnittsnote 1,03.
Private Banking
Werte zu bewahren und ein Vermögen aufzubauen, erfordert
heute mehr denn je fundiertes Know-how und individuelle,
persönliche Beratung. Das Private Banking der Raiffeisen-
Landesbank Steiermark kombiniert beides und bietet maßge-
schneiderte Anlagemöglichkeiten. Es deckt alle Bereiche des
gehobenen Vermögensmanagements ab: vom Vermögens-
aufbau über die steueroptimierte Veranlagung – auch in
alternative und grüne Investments – bis hin zur Vorsorge und
Depotanalyse und es inkludiert auch Fragen rund ums Nach-
folgemanagement und die Stiftungsbetreuung. Dazu kommen
passende Lösungen für Freiberufler:innen sowie Ärztinnen und
Ärzte, die aufgrund ihrer Tätigkeit oft ganz spezielle Fragen,
wie beispielsweise zu Finanzierungen, Immobilien, Leasing,
Versicherungen oder zum Zahlungsverkehr haben.
Maßgeschneiderte Konzepte für die jeweiligen beruflichen
Herausforderungen und privaten Lebensziele, individuelle Top-
Beratung mit höchster Diskretion nach außen und maximaler
Transparenz nach innen kennzeichnen den ganzheitlichen
Ansatz. Kund:innen kommt aber nicht nur die umfassende
Expertise im Haus zugute, sondern auch eine Servicefülle, die
weit über das branchenübliche Angebot hinausreicht.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
018
FIRMENKUND:INNEN
UNSERE GESCHÄFTSFELDER
Österreich hat 2023 wirtschaftlich schlechter performt als die
Eurozone – dies spiegelt sich im BIP wider. Unternehmen aller
Größen ordnungen standen daher vor komplexen Herausforderungen:
Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel, Lieferketten-
probleme, steigende Preise für Energie und Rohstoffe, internationale
Verwerfungen.
Die Matrix bringt Mehrwert
Um diese und viele weitere Aspekte bei Entscheidungen best-
möglich zu berücksichtigen, nutzt die RLB Steiermark die „Matrix-
Methode“. Ziel dieses innovativen Tools ist es, das Geschäfts-
modell der Kund:innen ganzheitlich und gleichzeitig sehr detailliert
zu verstehen, um über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg
die entsprechenden Lösungen zu erarbeiten. So werden komplexe
Anforderungen von unseren Kundenberater:innen unter direkter
Einbindung von Spezialist:innen gelöst. Das spart Zeit, Kosten und
Energie.
Zukunftsfit mit ESG-Check
Unabhängig von der Branche zählen Nachhaltigkeit im Betrieb
und die Erfüllung von ESG-Kriterien im europäischen Raum zu den
wichtigsten und forderndsten Zukunftsthemen. Der erste Schritt, um
ein Unternehmen auf Kurs zu bringen, ist ein ESG-Check. Dabei
wird der gesamte Betrieb aus ökologischen, sozialen und unterneh-
merischen Gesichtspunkten betrachtet. Darauf aufbauend bereiten
die Raiffeisen Nachhaltigkeitsberater:innen die entsprechenden
Handlungsfelder auf.
Risiko absichern
Einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen die Kundenberater:innen der
RLB Steiermark auch in der Beratung von Firmenkund:innen, die
international aktiv sind. Soll beispielsweise die Produktion verlegt
werden oder steht eine Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette
bevor, wird gemeinsam der optimale Mix an Risikoabsicherungs-
und Finanzierungsprodukten erarbeitet. Dazu kann die RLB auf
bestehende Risikopartner wie zum Beispiel die OeKB zurückgreifen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
IMMOBILIEN- UND
PROJEKTGESCHÄFT,
INSTITUTIONELLE
KUNDEN
UNSERE GESCHÄFTSFELDER
Die RLB Steiermark betreut institutionelle Kund:innen (gemein-
nütziger Wohnbau und öffentliche Hand, etc.) sowie Projekte der
Sparten Immobilien, Energie, Tourismus, Healthcare und Infrastruktur.
Immer stärker an Bedeutung gewinnt in all diesen Bereichen das
Thema Nachhaltigkeit. Immobilien bzw. Gebäude verursachen
rund 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen und verbrauchen
rund die Hälfte der natürlichen Ressourcen. So gilt vor allem
die Ein haltung von ESG-Kriterien inzwischen bei Finanzierungs-
entscheidungen als eine der wesentlichen Säulen. Sie machen
klima schützende Standards auch in der Immobilienwelt transpa-
renter, was Investor:innen die Gelegenheit bietet, ihre Investitionen
nachhaltig auszurichten. Es ist überdies davon auszugehen, dass
ESG-konforme Immobilienprojekte künftig einen Vorteil beim Zu-
gang zu notwendigem Kapital haben werden.
Auch käufer:innenseitig ist eine vermehrte Nachfrage nach Immo-
bilien mit einem hohen Maß an Umweltverträglichkeit und Resilienz
erkennbar. Energiekennzahlen und die Art der Energieversorgung
in Verbindung mit den Energiekosten rücken ebenfalls vermehrt in
den Fokus. Daher setzen die Expert:innen im Bereich Immobilien-
und Projektfinanzierung sowie Institutionelle Kunden zunehmend
Schwerpunkte, um die Entwicklung, das Betreiben und den Erwerb
von nachhaltigen Immobilien zu fördern.
Der Green Tower auf den Grazer Reining-
haus Gründen wird über alle Geschosse
hinweg begrünt und stellt somit in Zeiten der
Klima erwärmung eine innovative Wohnform
dar. Das 20-geschossige Hochhaus bietet
Platz für 138 beeindruckende Wohnungen.
Die Bepflanzung der weit ausladenden
Balkone folgt dem Vorbild eines Waldes.
Der Baumbestand umfasst rund 250 Bäume,
550 Büsche und über 5700 weitere Grün-
pflanzen. Sie binden jährlich rund 10.000
kg CO
2
, dienen Vögeln und Insekten als
Lebensraum und bringen Natur ins Stadt-
gebiet von Reininghaus.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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NEUE GESCHÄFTSFELDER /
BETEILIGUNGEN
RAIFFEISEN
IMMOBILIEN STEIERMARK
UNSERE GESCHÄFTSFELDER
Die RLB nimmt eine aktive Rolle als Investorin in zukunfts trächtige
Unternehmen ein. Daraus entsteht Mehrwert – sowohl für die
Unternehmen selbst als auch die Region. Denn durch regionale
Beteiligungen in nachhaltige Zukunftsunternehmen wird die Zu-
kunftsfähigkeit und Attraktivität einzelner Regionen gezielt gefördert.
Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass sie sinnvolle Er-
gänzungen zu bestehenden Beteiligungen und Kreditengagements
sind und Nutzen auch für Kund:innen schaffen.
Die Zukunft gestalten
Vorzugsweise investiert wird in relevante Zukunftsbranchen und
Zukunftsprojekte, ebenso wie in die Modernisierung und Zukunfts-
fähigkeit bestehender Geschäfte & Geschäftsmodelle von Kund:in-
nen. Zu den Fokusfeldern gehören daher: Health & Healthcare,
Energie, Food & Agro, Mobilität sowie Wohnen & Sanieren. Als
Beispiele für Beteiligungen können die Solana Renewable Techno-
logies GmbH, die österreichweit großflächig Photovoltaikanlagen
baut, Speedinvest als einer der führenden Venture Capital Fonds
für early-stage Startups in Europa und Comm-Unity, die Städte,
Gemeinden und Verbände auf ihrem Weg zur Digitalisierung begleitet,
genannt werden.
Teil der Investmentstrategie ist zudem das Accelerator-Programm
„Hummelnest“ in Kooperation mit Transformation Lighthouse. Nach
dem ersten Durchgang 2023 wird es auch 2024 fünf Start-ups für
ein Jahr lang aktiv auf ihrem Weg begleiten und ihnen dabei helfen,
auf dem österreichischen Markt Fuß zu fassen sowie die steirische
Startup-Welt internationaler auszurichten.
Raiffeisen und Raiffeisen-Immobilien hat auch 2023 eine starke
Marktpräsenz und Marktführerschaft bewiesen. Viele Kund:innen
haben die Möglichkeit genutzt, von den Expert:innen fundierte
Antworten beispielsweise zu Immobilien- und Finanzierungsfragen
zu bekommen. Deutlich spürbar war, dass sich der Blick auf die
Leistbarkeit von Immobilien verlegt hat. So stand 2023 nicht nur der
Kaufpreis einer Immobilie im Fokus, Interessent:innen informierten
sich eingehend über die laufenden Betriebs- und Heizkosten. Vor
dem Hintergrund ungünstiger Einflussfaktoren wie den Auswirkun-
gen der Pandemie, der steigenden Inflation, der KIM-Verordnung,
des Preisanstiegs bei Energie- und Betriebskosten, des Kriegs in
Europa und wohl vielem mehr, wurden auch die stark gestiegenen
Kreditzinsen genau beobachtet.
Immobilienkäufe zurückgegangen
Steiermarkweit hat sich zu den Vergleichsmonaten des Vorjahres
die Anzahl der Immobilienkäufe im privaten Bereich um 70 Prozent
reduziert. Diese Entwicklung wurde auch vom Einbruch bei den
Neufinanzierungen zum Kauf von Immobilien bestätigt. Viele Kauf-
entscheidungen wurden vorerst aufgeschoben. Ein anderes Bild
zeigt die Entwicklung auf der Angebotsseite. Seit Jänner 2022 hat
sich das Immobilienangebot praktisch verdoppelt, was wiederum
die Chancen deutlich verbessert hat, die passende Immobilie zu
finden.
Diese Veränderungen haben die Immobilienbranche vor große
Herausforderungen gestellt, die gleichzeitig auch Chancen für
Kund:innen bieten. Dass die Raiffeisen Immobilien diesen Spagat
im Sinne ihrer Kund:innen gemeistert hat, beweist der Sieg beim
unabhängigen Markttest des Marketinstituts, das die heimischen
Immobilienmakler und Realitätenbüros unter anderem in den fünf
Hauptkategorien Markenstärke, Markeninteresse, Brand Drive
(Sympathie, Markentreue und Vertrauen), ESG Kriterien (Soziale
Verantwortung, Nachhaltigkeit und Bedeutung für Österreich) und
Zukunftsfitnessverglichen hat.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
021
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Hannes DORNER · Harald KROPIK · Detlev LANGREITER · Walter MAURER · Werner SCHEUCHER · Maria KNAPP · Bernd MURTINGER · Thomas PLODER
· Petra FELBER · Iris MEISENBICHLER · Katrin HARRER · Erwin SCHWEINZER · Daniela LINTSCHINGER · Sandra GOMBOC · Ana-Maria COLIC ·
Christopher BAUER · Helga ORGEL- APFELKNAB · Gerd FREIDL · David ZINK · Melina STROMMER · Viktoria KRILL · Josipa FILIPOVIC · Marie GRÜN ·
Alexander KLEIN · Robert BOSNJAK · Elvira EBERHARD · Mirella SALKANOVIC · Thomas WIEBOGEN · Viktoria FERSTL · Thomas GÖLLES ·
Wolfgang RAUSCHÜTZ · Michael SPITZER · Dieter LEDERER · Hans-Peter BAJZEK · Judith GOLLNER · Otmar SUPPANSCHITZ · Stefan JEZERNICZKY
· Thomas GIESE · Markus LANG · Michael SEINER · Thomas BUZIK · Gerald Eduard ADLER · Walter GÖTZL · Walter HAIDACHER · Stefan LADLER ·
Gerhard LINDNER · Gerald MÜLLNER · Johannes WEBER · Josef FELDHOFER · Bernhard SCHEUERMANN · Renate SCHWARZENEGGER ·
Marianne KAMPER · Wolfgang JAMBREC · Peter MATZHOLD · Maria NAGER · Ewald GROSS · Karl ECKHART · Anton SONNLEITNER · Gerhard BAUMHAKL
· Hannes QUAISER · Sabina RIECK-DILSKY · Claudia ERNST · Ilse GSPURNING · Manfred MINAUF · Petra RAUSCHENBERG · Marianne KLASNIC ·
Helmut MEISTER · Rosemarie DOPPLER · Hans-Peter RUCKER · Gerhard WEINHANDL · Bettina LEDERER · Gerlinde HARRANT · Johannes BURGSTEINER
· Johannes SCHÄFMANN · Monika STANGL · Susanne TERSANSKI · Renate KAHR · Peter KALCHER · Franz ROSENBERGER · Monika HOLL ·
Elisabeth LIND · Daniela WALLNER · Doris FINK · Martin GREINIX · Johannes LAMMER · Rosa-Maria WIESER · Irmgard PREDOTA · Michaela NOVAK ·
Silvia STÖRI · Maria KOLB · Sonja SCHWIMMER · Franz TENGG · Paulus MAYR · Gerlinde FELGITSCHER · Thomas PINTHER · Manuela VATERL ·
Lisbeth KALCHER · Harald PRATSCH · Siegfried TRUMMER · Andrea BLODER · Barbara RESCH · Klaudius THURMAIER · Christoph LUBI · Ingrid MAURER
· Huberta KARNER · Beatrix NARATH · Sabine AMERSTORFER · Klaus PFEIFER · Hermann SCHMIED · Gerhard FEICHTER · Herbert STRALLHOFER ·
Franz RAPPOLD · Gert BUCHEGGER · Monika SEIDLER · Walter KRESBACH · Roswitha MOISES · Bettina PRASCH · Elisabeth PÖLTL · Andreas HARRER
· Brigitte KURZ · Jürgen REINTHALER · Michaela ARNHOLD · Matthias PACK · Ulrike WIEDENHOFER · Waltraud SCHNEIDER · Petra WIENER ·
Sabine FUCHS · Harald SCHISTER · Martina RINGHOFER · Herbert SCHLÖGL · Thomas ZEHETLEITNER · Martina SCHLEGL · Manfred ALTENSTRASSER
· Anton BUCHBERGER · Dagmar KLÖCKL · Doris HASEWEND · Edeltraud ROM-BUCHBERGER · Franz ROGI · Sabine WIESER · Claudia TRUMMER ·
Helmut LEINDL · Anita WALCH · Isabella FERK · Walter Matthias HATZ · Manfred KLAMPFER · Rene SPATH · Helmut GLAUNINGER · Eva GFRERRER ·
Heidi SEINER · Martin ZEHETNER · Michael EFFERL · Helene MADNER · Doris STOISER-NESTL · Karin JEINDL · Peter STEGER · Barbara LOITZL ·
Gabriele LECHNER · Gabriele FEICHTER · Petra ZEHETLEITNER-RUDERER · Martin ROUBAL · Theresia GUTMANN · Ingrid BRUNNER ·
Margareta PRANGL · Elisabeth SCHIFFER · Eleonore LEITGEB · Thomas TRANTURA · Birgit KOTHGASSER · Roderich SEUFZER · Christina HASIBA ·
Brigitte MANDL · Tamara DANI · Karin WALTERSDORFER · Marlies KROIS · Gerhard KAUFMANN · Wilhelm VOLLER · Gerald LUTTENBERGER ·
Ewald KERN · Gunther WAGNER · Margit JAUTZ · Gerald EISNER · Birgit ZAUHAR · Mia-Ileana PINEGGER · Eva VIDONJA · Roland FELGITSCHER ·
Maria WEINHANDL-RÖCK · Ewald BAUMGARTNER · Brigitte HOFER · Rosalinde THIER · Patricia KAUFMANN · Alexander JAUK · Barbara JONACHER
· Bettina PUCHER · Dietmar THOSOLD · Klaus GUTTMANN · Johannes KUMPITSCH · Christine ANDERS · Bernhard TARTLER · Jörg HALLEUX ·
Herbert HÖFLER · Christine FLEISCHHACKER · Margret MATLSCHWEIGER · Susanne LIND · Doris KOGLER · Sabine KOINEGG · Eva-Christine SPITZER-
GABRIEL · Robert SCHOBER · Cornelia GROICHER · Christian KUPFER · Johann KOHL · Helga DORNER · Gerald PLEWA · Martin ZÖCH ·
Karoline BARMÜLLER · Heribert WEISS · Christian VEITSBERGER · Verena SCHRAMMEL · Gerhard KALCHER · Andreas MICHITSCH · Eva ENGLER ·
Elisabeth PICHLER · Gerhard FLECK · Franz KUHELNIK · Gerald SAURER · Florian FREISSMUTH · Andrea KAPFENSTEINER · Cornelia FLECHL ·
Andreas KAMPER · Petra SIMO · Anita GRUBER · Franz PREITLER · Bernd STEINWIDDER · Gerhard EISNER · Ulrike WIESER · Gebhard AUNER ·
Christian PICHLER · Beate KESSLER · Johannes DERLER · Daniela KOFLER · Marianne MOSER · Gerhard RAHBERGER · Bernd VERONIG · Sonja JAUK
· Elisabeth SCHWAIGER · Ariane SAMEC · Cornelia STRANZ · Thomas PEINSITH · Alexander WEIGL · Daniela SCHULZ-ZAVRNIK · Sandra KIELHAUSER
· Martina JANISCH · Katrin LESNIK · Bernd WINTERLEITNER · Peter AUER · Gabriele OBERER · Eva PILGER-BUCHEGGER · Christian SCHLATZER ·
Stefan GUTTMANN · Tamara TANFARA-RAKAR · Sandra FAST · Daniela HANN · Monika LIST · Edith FRIEDEL · Irmgard LENGER · Bettina LUTTENBERGER
· Renate ELSTNER · Marion RAUTAR · Daniela KAGER · Andreas GLETTLER · Renate KOLLEGGER-SPATH · Veronika EDLER · Martin WEBER ·
Gerfried SCHWARZ · Hannes Mick MEIXNER · Astrid ANDERSONS · Irena POPIC · Kurt MAROLD · Karl SCHNEEBACHER · Bettina GRILL ·
Gabriele SCHÖPFER-GEROMELLA · Renate KLEINDL-POSCH · Alexandra MÜHLBAUER · Christa REMLER · Heinz-Jürgen KUPSCH · Thomas KORMANN
· Karl Thomas BINDER · Richard PÖLLINGER · Martin EDLER · Katharina NIESNER · Johann BAUERNHOFER · Tatjana SKALE · Rolf Arno REGULA ·
Daniela ZOTTER · Isabella KRAXNER · Hans Jörg BORSTNAR · Sieglinde STURMER-KONRAD · Marin MORARU · Peter MARX · Sabrina MAGNES ·
Christian FLECHL · Richard GROSS · Rudolf WIENER · Albine JANTSCHER · Gerald SIDAK · Birgit STARY · Andreas GLETTLER · Michael KIEFER ·
Nicole SCHADENBAUER · Jenny OSWALD · Michael WEINGRILL · Karin AUER-TARVAINEN · Michaela GIMPEL · Tanja WENZL · Thomas MURG ·
Hermann HAIDACHER · Anton SAMMER · Bernd WINTERLEITNER · Martina WIESER · Herwig REISENHOFER · Gregor PFNISS · Daniela GANGOLY ·
Marlies PICHLER · Michael ZÖLZER · Markus KAMRAT · Daniel HUDL · Bernhard WAGNER · Walter HÖFER · Sabrina WERSCHITZ · Jürgen SIMBÜRGER
· Christian BRUNNER · Hansjörg ARNDT · Birgit GROSSSCHEDL · Eva ANZEL · Peter SCHRÖTTNER · Michael PONTASCH-HÖRZER · Harald SPITALER
· Uwe KLOSA · Ulrike BARTH · Otto ESTERL · Markus FELDGITSCHER · Viktor HAAR · Michael HERMANN · Gerhard HOCHSTRASSER · Rainer KRENN
· Eva KUTZ · Walter MAYER · Bernhard MELLITZER · Dieter REINISCH · Erich RENZL · Silke STUBENVOLL-PUFF · Johannes WEIDACHER · Daniel MAIER
· Markus MEISTER · Elmar GASSNER · Karin GRATZ · Peter STEINBERGER · Manfred REITER · Eva-Maria BRANDNER · Gerald RUCKENSTUHL ·
Judith GRABNER · Bianca ZITNIK · Sabine GRUBBAUER · Andreas GRUBER · Mario STEINER · Sandra WINKLER-EDER · Barbara HARTINGER-PODBOJ
· Monika SALAWA · Ulrike GASSNER · Christian NEBEL · Christina SCHNEIDER · Marie-Theres SCHIGAN · Beate WINKLER-KOLBL · Tanja MARTERER
· Marian PICHLER · Stefan SCHANDOR · Markus SEISS · Sandra HILLBRAND · Karin HAUMER · Günter MAIER-PAAR · Renate HERLER-ACHMÜLLER ·
Marina FILIPP-MASSONG · Daniela REISENHOFER-STEINWENDER · Gerhard SAMER · Günther FLEISCHHACKER · Alexandra MÜNZER ·
Doris PFENNICH · Michael LALLER · Gordana FRANK · Goran VASILJEVIC · Iris SCHWARZ-POLASCHEK · Alessandro GEROMELLA · Manfred SCHLIBER
· Johannes TSCHEMMERNEGG · Martin SCHMIERDORFER · Sandra WAGNER · Claire HEMERY · Catherine PISTRICH · Barbara POSTRUZNIK ·
Thomas SCHORS · Günter ENDERLE · Gert PIRKER · Gerald REDER · Matthias STERN · Gabriele HETZENDORF-ORESNIK · Martina LECHNER ·
Akim KOHLMAYR · Astrid SZLAMAR · Josef ZACHENEGGER · Günther FEIERTAG · Margareta PRIESCHING · Barbara SCHMID · Ursula MAYER ·
Daniela SCHREI · Wolfgang FINK · Werner GRAF · Rene LEITNER · Georg KOCH · Elisabeth FRANKL · Sigrid KERNGAST · Jochen DEISS ·
Markus EISENHUT · Andreas SCHIESTL · Ewald GREINIX · Oliver SEME · Karen SAWATZKY · Iris JENNE · Simone HOLLEGGER · Jürgen BERNSTEINER
· Wolfgang NIEDERL-STADLER · Claudia MÜLLNER-DISSAUER · Martina WEINZETTL · Sanela LAGLER · Elisabeth SCHÜTZENHÖFER · Maximilian EDER
· Christoph HAAS · Nicole SEINER · Jörg WALDAUER · Alexandra KRUSCHE · Roswitha OBERTHALER · Juliana MAUTNER · Karin RANEGGER ·
Alexandra BAHA · Christina BRENNINGER · Johannes SCHMIDBAUER · Tanja STÖCKER · Andreas MÖSSNER · Rebecca WÖHRER · Martina HAAS ·
Mario TASCHNER · Gernot WEISS · Markus JAGERSBACHER · Doris FRAGNER · Ramona SATTLEGGER · Nicole LINTSCHINGER · Martin MÜLLER ·
Maria LANGMANN · Robert PICHLER · Christoph PINEGGER · Natascha WIESBAUER · Gerald JÖBSTL · Andrea KUNZE · Markus HANDLER-AMBROSCH
· Jennifer RIEGLER · Sandra FREIDL · Julia KAVALLAR · Nikolaus RENNER-MARTIN · Daniela EDELSBRUNNER · Brigitte SPIELBERGER ·
Robert WOLTERS · Kevin PITTINO · Tanja ALLMER · Radenko SEKULIC · Petra KUMPITSCH · Frank LEITGAB · Petra MITTEREGGER · Rainer STELZER
· Martin SCHALLER · Sabrina Elisabeth SIBRAI · Veronika LEOPOLD-SCHMUCKERMAIR · Peter GAMPERL · Markus STROHMEIER · Johanna KUTTNIGG
· Asim ALIHODZIC · Mario SCHNEIDER · Bernhard KATHREIN · Eva KIENDL · Martina RUPRECHT-BACHER · Edina GOLOB · Mario MÖGLER ·
Fritz STEINBERGER · Cornelia STUCKEN · Christina BRANDL · Mario HIRT · Peter WALTER · Michael FORSTNER · Wolfgang FANKHAUSER ·
Johann GRABNER · Maria-Magdalena KLEIN · Thomas ZACH · Tomaz BRACIC · Christian JÄGER · Andreas SCHWEIGER · Christina RADL ·
Christian MOSER · Martin Reinhard GÖSSLER · Belma SMAJLOVIC · Victoria EICHHOFER · David WEIGEL · Oliver JÜRGENS · Lisa PRENNER ·
Christian MÜNZER · Sonja SEIDL · Katrin SCHMID · Helmut BAUDENDISTEL · Bettina BALDAUF · Peter KRAMER · Jessica MANINGER ·
Isabella GROSSMANN · Thomas STIPSITS · Natalie ASCHACHER · Heidrun VALLASTER · Melanie GEISLER · Helmut KREUZER · Elke SCHÖNMAIER ·
Sabine ROSCHITZ · Hannes SCHLAG · Loris NAGLER · Matthias SEBATI · Laura MAIER · Dieter STANGL · Corina PURKARTHOFER · Yüksel ÖZDEMIR
· Herbert GAAR · Marlene FISCHER · Rebekka FRUHMANN · Diana RICHTER · Martin GUTGESELL · Sabine MANNINGER · Sabine MICHELITSCH ·
Johanna MEISTER · Martina KATHOLNIG · Patricia POSCH · Bernd SAUSENG · Mirnes MAVRIC · Anita Monika LEITHNER · Hermina HIJ · Elisabeth KOCH
· Renate SCHREINER · Sebastian SCHWARZMANN · Corinna SCHUCH · Nino BORAC · Nicole WITTMAYER · Herbert PÖLLIBAUER · Jasmin SCHERÜBEL
· Katrin TAUCHER · Patrick UNTERKIRCHER · Ana FILIPOVIC · Jacqueline STADLER · Florian LANG · Johannes GUMPL · Ursula DWORSCHAK ·
Sabine ZIAK · Anita KNER · Karl FERLIN · Gerhard SCHNEDLITZ · Roswitha NINAUS · Robert TANTSCHER · Werner PETSCHNIK · Angela JAMBREC ·
Klaus SUSCHNIGG · Hans-Georg KLAUBER · Lejla ILLEK · Olivia FEIERTAG · Stefan POCK · Christof WINDISCH · Chiara WESSELY · Dietmar PALLER
· Herbert RIBIC · Ulrike BORICS · Cornelia FRANK · Nadine HRASTNIK · Hubert STIENINGER · Kristina INNERHOFER-AMBROS · Mario KRASSER ·
Peter LANG · Gabriele HILLEBRAND · Michael FINK · Andreas WENGER · Marianne RENHART · Manfred PLATZER · Andreas PAIL · Bernhard SCHWISCHEI
· Sandra NALIC · Lydia LUKAS · Peda BUKVIC · Lisa-Marie PURGSTALLER · Josef SCHMÖLZER · Martin DRÖSCHER · Christian ATSCHKO ·
Julia ROBNIK · Stephanie CHRISTINER · Gerald FUCHS · Ursula STÜCKLER · Sandra BABIC · Semir TALIC · Jacqueline Tatjana BÄRNTHALER ·
Nicole DILLINGER · Kathrin HIRT · Peter JÖBSTL · Andreas BRUNNER · Dzejn BRKIC · Jelena TESANOVIC · Sandra UNKELBACH-VARGHA ·
Andreas LEIST · Önder DENIZ · Danijela CUJIC · Milena DIMITROVA · Fabian GRILLITSCH · Alexandra PIZZATO · Milan GRAHOVAC · Christian KNÜPPEL
· Martina HÖLZL · Gernot VEIT · Magdalena KIRCHENGAST · Arno MICK · Christian BAUERNHOFER · Dejan SEKERIJA · Florian BRUGGER · Alisa DODAJ
· Florian PRETTENTHALER · Nadja WIMMER · Evelyn SINNITSCH · Philipp KOLLER · Julia LINDBICHLER · Daniel ETTL · Sebastian STEINSCHERER ·
Michelle HEILING · Michelle MALLI · Nadine FÜRNSCHUSS · Nikola NIKCEVIC · Birgit REINHOFER-MITTERER · Florian STRYECK · Ariane PFLEGER ·
Florian HUBER · Claudia KREINER · Sigrid RIML · Thomas LEITNER · Kristina DEREK · Helmut FINK-NEUBÖCK · Markus HEFLER · Cornelia STELZER ·
Leander ZAISER · Bernhard GOLLNER · Kirin KOHLHAUSER · Klaus SCHROTTSHAMMER · Gerhard MANN · Julia BERGER · Joachim GRATZE ·
Bernhard WESENER · Doris PRACH · Matthias DROBETZ · Mario MONSCHEIN · Dejan RAJKOVIC · Johann BIRNSTINGL · Robert SCHMALZ ·
Karl GUTMANN · Claudia TUTTNER · Karin WENDLER · Wolfgang RAIDL · Peter WESIAN · Andrea SOHAR · Ursula JELENC · Gertrude GOTTHARD ·
Christiana KOLLEGGER · Edith LANZ · Herbert SCHAGER · Heike MOSER · Manfred VALLANT · Sabine ZMUG · Monika BIRNSTINGL · Margit SCHWAB
· Petra FRITSCH · Gerhard HAIDITSCH · Ludwig GROBELSCHEG · Jasmine STONI · Christiane SAUSENG · Christian SCHWAB · Helga MÜHLBAUER ·
Christiana JANISCH · Eva ZIRKL · Chris SALA · Christian HUMPEL · Michael PINTSCHER · Angelika BRAUNSTEIN · Bettina GALLIEN · Ursula HÜTTER
· Anita PREITLER · Brigitta SCHERDONER · Ingrid GUTSCHE · Roswitha GESSLBAUER · Gert GENSER · Bernd WUCHSE · Charlotte GRUNDNER ·
Harald GRADWOHL · Gernot EGGER · Wolfgang SCHNIDER · Martin STÜBLER · Rudolf STROBEL · Marianne SWATEK-ELBE · Christian FROSCHAUER
· Veronika BAUER · Silvia LANNER · Karin BLASCHEK · Elisabeth STROMETZ · Romana GROSSEK · Maria HOHENTHAL · Peter SCHWARZENEGGER
· Christina GRAGGL · Ulrike REXEIS · Sonja PAVLICEK · Heinz BRÜCKLER · Georg WALTER · Gerald KRATZER · Petra KRAINER · Karin KRANNER ·
Ute STOCKREITER · Dietmar PONGRATZ · Karin WILHELM · Christian KRITZER · Christian BRAUNEDER · Gerlinde HAUZINGER · Johann Michael WIENER
· Robert DIVO · Isabella SPENDEL · Wolfgang PEER · Dagmar FUSS · Elfriede STRAUSSBERGER · Manuela GOTTMANN · Daniel NIKITSER · Claudia
Maria WINDHAGER · Brigitte PÖSCHL · Manuela SAFRAN · Michael PATERNOGA · Daniela RENNER-MARTIN · Martin SCHMUCK · Franz FÖSSLEITNER
· Petra SCHERZ · Barbara PÜRSTL-SCHEIN · Marion FUCHS · Nina RATH · Alexander KROBATH · Christine KONECZNY · Heinz Peter BAUMHACKL ·
Katrin KOGLER · Sandra SORITZ · Alexandra JEHLE · Regina RINGHOFER-SCHWEIGLER · Mariella NUNNER · Sandra STRYECK · Stefan KÖGL ·
Christian RIEGER · Roland ROITNER · Dijana WELS · Katja STAUDENBAUER · Natascha SACHER · Birgit HERBSTHOFER · Klaus KLAMPFL ·
Kurt PÜRSTNER · Andrea DANZER · Eva NESSHOLD · Eva-Maria STEINEGGER · Birgit LACKNER-JÖBSTL · Bernhard TÜRK · Stefan BARDEL ·
Andreas GLAJNCER · Michaela TAPPLER · Klaus MACHER · Rene GAISCH · Birgit BAUMGARTNER · Daniela KÜHNEL · Adela SMAJLOVIC ·
Angela FLADISCHER · Engelbert KRASSER · Karin JEZ · Martina GSPANDL · Sonja RAUCH · Sandra WONKO · Christof AUER · Stefanie NESTLER ·
Christopher TILZ · Roswitha GÖDL · Karina PALZ · Bernhard HAMPEL · Robert KONECNY · Claudia PLUTNAR · Anita ALDRIAN · Manuela WAGNER-
SCHREIBER · Andreas STANGA-MEIERHOFER · Margit DITTRICH · Victoria USCHAN · Carola ERHART · Sabrina KIRCHMAYER · Anneliese TOTZ ·
Claudia STANGL · Edith RIEDL · Larissa STERING · Lukas MARKO · Peter ROHRER · Sabrina MOIK · Andrea FISCHBACHER · Jelena CVIJIC ·
Verena REICHMANN · Julia KALCHER · Katharina RÖSSL · Alexandra LOPATKA · Eduard EDELSBRUNNER · Marc HOFFMANN · Silke HALLEMANN ·
Suzana MITROVIC · Mario GRINTSCHLER · Christina TSCHECKL · Hazal IDELI · Kerstin BICHLER · Emira BAJRIC · Kathrin HERMUS · Anton WIESER ·
Robert GROSSSCHEDL · Valentina HAJRIZI · Wolfgang SANDNER · Eveline BAUMSCHLAGER · Viktor TOLNAY · Melanie DOBAJ · Simon HANSBAUER
· Max EBERHARDT · Selma BEKTAS · Anja ROM · Andreas GOLLE · Matthias LEGAT · Alexandra DOBROUNIG · Sabine RAITH · Andreja KOSIR ·
Nina HIRSA · Martin GANSTER · Nikolas MISSETHAN · Dina DEYAB ·
Viktoria WINTER · Peter KRTSCHAL · Elfriede GUTSCHI · Paola MECOLLARI
· Barbara BÖCK · Sladjana SORIC · Martin DOPPELHOFER · Stefan KLEINDL
· Michael KOVACS · Lukas KABALAR · Bernhard SAUER ·
Claudia HERMANN · Ulrich OBMANN · Julia ZELLHOFER · Jasmin ABOU
EL ELA · Nino KÖPF · Lisa LODER · Heidrun PETRITZ · Steffen WIRTH
· Lena FRANTAR · Saskia MORAVITZ · Elisabeth STRALLHOFER ·
Sophie BACHNER · Christian REINISCH · Christopher TSCHERNE ·
Vanessa MIZDRAK · Emina HADROVIC · Elias WOLFBAUER ·
Sandro TRAUSSNIG · Katharina MARTIN · Andreas STRIEDNIG ·
Farid EL-KHOLY · Rita PECZELI-TAMASI · Yeim Yaneth TORRES
ERAZO · Andrej CHERNYSH · Jochen TIROCH ·
Stefan KATHOLNIG · Mattia CAPUTO · Metka BATIC ·
Florian HARTLIEB · Elisabeth PÖTSCH · Salomon PRENETA
· Majda DELIC · Stefan PFEIFFER · Felix REICHT ·
Christiane SOMMER · Roman RUCKHOFER · Denis ABRASHI
· Karin LECHNER · Marcel PFANDL · Marianne GAMPERL ·
Christoph SCHÜSSLER · Michael HOLZER · Judith HELMBERG
· Cornelia KREINER · Sebastian ZÖTSCH · Julia TERTINEGG ·
Michaela FREISACHER · Timo HASENBICHLER ·
Sabrina EDELSBRUNNER · Blazenka JOZIC · Azur KLEBIC ·
Johannes HARING · Roman SCHLÖGL · Bettina TENGG-MOLCIK ·
Sabrina LUNZER · Kevin SANDNER · Pamvarsije BERISHA ·
Stefan PLANITZER-PITTNER · Gernot PICHLER · Elisabeth HOFMEISTER
· Stephan FRÜHWIRT · Markus ETTLMAYR · Sophie KOPPENSTEINER ·
Peter EDER · Michael EHRENSBERGER · Elisabeth SCHLOFFER ·
Florian TERZER · Nathalie SCHADLER · Daniel KARNER · Günter RIPPL ·
Karl GÖTSCHL · Lisa FETAHI · Adriana KANEC · Dominik RUCKER ·
Georg ZECHNER · Berndt HIRMANN · Dominik THEINE · Nina NEUREITER · Mario RAUCH · Peter RICHTSFELD · Susanne SCHEDLBAUER · Ilona CINAC
· Sarah MÖRTH · Karoline WIMMER · Martin HAINDL · Jadranko VULIC · Maximilian PETUTSCHNIG · Kevin GEISLER · Mariella LEITGEB · Sandra MAJKIC
· Udo GROSSSCHEDL · Maja PANTIC · Gregor SAUTNER · Alexis CHATZIEVAGELOU · Mirela MELNJAK · Thomas HOFSTÄTTER · David SOLLHART ·
Laura RAMPRE-FINK · Lisa TESTOR · Angelika WALDNER · Daniela PEJANOVIC · Rabia KLJAJIC · Oliver BRANDL · Nicole PUCHINGER · Elisabeth TROHA
· Petra KLEER · Katrin SÜSSENBACHER · Maja MIDZIC · Melissa DONIK · Kevin GLINA · Sandro LACKNER · Olivia PINTER · Christoph KREUZER ·
Alexander KIRSCHNER · Sandro LUEGGER · Tetiana HOLOVAN · Michael WEIDINGER · Nadja PIVALIC · Lisa DORNER · Zerina BASIC ·
Stephan HAIDINGER · Tanja RATH · Stefanie RECHBERGER · Isabella ALDRIAN · Hannah MAYERHOFER · Lisa NIEGELHELL · Claudia RAU ·
Tobias WEIDINGER · Laszlo BALO · Nina MOIK · Stela BARESIC · Mario STESSL · Karin STREIBL · Daniela PRANGL · Yi WANG · Michaela MISCHINGER
· Fabian KAUFMANN · Carina KALCHER · Lisa AUMANN · Daniel BARTOSCH · Antonia GÜTL · Nicole GROSSSCHÄDL · Elisabeth SCHMIDT ·
Peter KONRAD · Andrea RAINER · Marlene KÖNIG · Christoph KLAPSCH · Marion SCHERNTHANER · Elma VESNIC · Jacqueline KRAMER
Danke an alle
Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die mit ihrer
Gestaltungskraft
gemeinsam neue
Wege schaffen.
WIR bewegt mehr.
WIR BEWEGT MEHR –
IN DER RAIFFEISEN-
BANKENGRUPPE
STEIERMARK
VERBUND
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark hat gemäß ihrer Satzung
dem Zweck der Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft von
Genossenschaften nach dem System Raiffeisen zu dienen. Sie er-
bringt darüber hinaus alle Leistungen eines Zentralinstituts im Sinne
des BWG. Dies geht über die gesetzlich geregelten Bereiche wie
den Liquiditätsausgleich weit hinaus und umfasst u. a. die Abwick-
lung des Zahlungsverkehrs, die Produktentwicklung, Service in den
Bereichen Bausparen, Versichern und Wertpapiere, landesweite
Marketing- und Werbeaktivitäten sowie die betriebswirtschaftliche
Unterstützung und Beratung.
2023 war ein sehr erfolgreiches Jahr für die steirischen Raiffeisen-
banken, das sich in solidem Wachstum in den Geschäftsberichten
zeigt. Darüber hinaus investierte die Raiffeisen-Bankengruppe
(RBG) Steiermark in die Weiterentwicklung. Rund 40 Initiativen
wurden im landesweiten Verbundstrategieprojekt WIR’27 gestartet.
Im Bereich Organisation wurde beispielsweise ein Projekt zur
Prozessstandardisierung und -harmonisierung angestoßen, um
einerseits aufsichtsrechtliche Vorgaben zu erfüllen und andererseits
der stark voranschreitenden Digitalisierung Rechnung zu tragen.
Ziel ist es, die Prozesse der RBG Steiermark so zu harmonisieren
und zu standardisieren, dass in einem gemeinsamen Prozessma-
nagement-Tool allen Raiffeisenbanken (aufsichts-)rechtlich und mit
Anwendern abgestimmte Musterprozesse zur Verfügung gestellt
werden können.
Controlling
Der Fokus im Verbund-Controlling lag 2023 zum einen auf dem
Roll-out der webbasierten Applikation zum digitalen Kennzahlen-
bericht „B:digital Report“ zu den steirischen Raiffeisenbanken. Zur
Standortbestimmung sowie zur Potenzialerkennung im Rahmen der
Digitalisierung werden Digitalisierungskennzahlen sowie Digitali-
sierungs-Reifegrade ermittelt. Auch ist es gelungen, den B:digital
Report über die steirischen Grenzen hinweg, auf Österreich- Ebene
entsprechend zu etablieren. Zum anderen lag der Schwerpunkt
auf der Umsetzung eines Kennzahlen-Dashboards zur Gesamt-
banksteuerung. Die wichtigsten Kennzahlen aus den einzelnen
Steuerungsbereichen der Gesamtbank sind jederzeit über moderne
Dashboards auf dem Handy, Tablet oder Computer On- Demand
beauskunftbar. Auch hier konnte 2023 der Roll-out zu allen
steirischen Raiffeisenbanken erfolgreich durchgeführt werden.
Im Consulting von Gesamtbanksteuerungsthemen erfolgte über
die laufenden Projekte hinaus die Umstellung der Risikomanage-
ment-Datenbank auf das Intranet und die so gut wie flächende-
ckende Betreuung der Raiffeisenbanken im Hinblick auf das OpRisk
Assessment. In der Zinsrisikosteuerung wurden die Parameter auf
die adaptierten Vorgaben der Aufsicht laufend angepasst. Durch
den deutlichen Zinsanstieg auf dem Geld- und Kapitalmarkt war
besonders auch die betriebswirtschaftliche Steuerung der Produkt-
gestaltung eine wesentliche Herausforderung.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
024
Darüber hinaus ist das weitere Voranbringen des Themas Nachhal-
tigkeit wesentlich, insbesondere mit dem Fokus auf Kommunikation,
Weiterbildung und erste Umsetzungen von regulatorischen Themen
(ESG-Risiken, Muster-Nachhaltigkeitsstrategie) sowie die Etablierung
von Nachhaltigkeitsbeauftragten in den Raiffeisenbanken und deren
Vernetzung.
Vertrieb
Zur Optimierung von Prozessen wurde verstärkt mit dem Einholen
von Kundenfeedbacks gestartet. Das Messen von branchen-
spezifischen, finanziell orientierten KPIs lässt uns den Erfolg von
Vertriebsmaßnahmen mitverfolgen und uns neue Ziele setzen. Mit
der Gründung eines Customer Experience Management Teams
wurde darüber hinaus eine unabhängige Stelle integriert, die als
neutraler Vermittler dient. Ihr Ziel ist es, neben den Einzelmeinun-
gen unserer Kund:innen zu unseren Produkten und Services auch
eine übergreifende Messung der Stimme unserer Kund:innen
durchzuführen. Mithilfe des Strategieprojekts WIR’27 wird genau
das mit der Einführung einer Voice-of-Customer Plattform erzielt.
So werden Kund:innen jährlich zu ihrer Zufriedenheit mit Raiffeisen
befragt. Dank eines KI-gestützten Ansatzes ist die Aussagekraft
trotz der Kürze der Befragung groß, denn wir können dadurch auf
Kundenwünsche eingehen, noch bevor sich Kund:innen damit an
uns wenden. Das baut unser Service-Niveau aus und stärkt die
Kundenbindung.
Durch den gezielten Einsatz analytischer Methoden im Omnikanal-
Management ist es darüber hinaus möglich, ein tiefgehendes
Verständnis für die Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Kund:in-
nen zu entwickeln. Diese Datenanalysen ermöglichen es, unsere
Kund:innen optimal zu verstehen und ihre individuellen Präferenzen
sowie Bedürfnisse zu identifizieren. Somit kann eine 1:1 Kommuni-
kation gewährleistet werden und Kund:innen werden zum richtigen
Zeitpunkt mit dem richtigen Produkt, über den richtigen Kanal und
mit dem richtigen Inhalt angesprochen.
Digitalisierung
Ein wesentliches Thema in der RBG Steiermark ist die digitale
Transformation. Auf diesem Weg wurden bedeutende Meilenstei-
ne erreicht. Die neu eingesetzten Servicestrecken verbessern das
Kundenerlebnis und steigern die interne Produktivität. Neben der
Entwicklung von BI-Dashboards wurde auf rechtskonforme Abläufe
und IT-Infrastruktur gesetzt, die den hohen Anforderungen an
Sicher heit, Datenschutz und Compliance gerecht werden. Diese
Innovationsreise setzen wir 2024 fort und geben dabei dem allge-
meinen Top-Thema „Künstliche Intelligenz“ einen wichtigen Platz.
Wir haben bereits Projekte gestartet, die die Nutzung generativer
KI für unsere Endkundeninteraktionen evaluiert und vorbereitet. Zur
Verbesserung unseres internen Wissensmanagements testen wir
die GPT-Technologie. Und darüber hinaus laufen bereits Initiativen
zur Nutzung von KI als Simulationsinstrument.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
025
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Zahlungsverkehr
2023 setzte Raiffeisen Steiermark die Strategie zur Digitalisierung
und Optimierung der Zahlungsprozesse erfolgreich fort. Elektro-
nische Banking-Produkte für Privat- und Firmenkunden verzeich-
neten ein deutliches Wachstum von etwa 4 % auf nahezu 400.000
Kund:innen in der Steiermark. Die Einführung von Apple Pay
erweiterte die Möglichkeiten für unsere Kund:innen, digitale Zahlun-
gen bequem und sicher zu tätigen. Neben Debitkarten können seit
2023 auch RBI-Kreditkarten in Apple Pay integriert werden. Darüber
hinaus ermöglichen wir unseren Kund:innen die Nutzung von
Debit- und RBI-Kreditkarten auf Swatch Uhren mit entsprechender
NFC-Funktion.
Die Beliebtheit der Zahlung per Smartphone nahm weiter zu, wobei
in der Steiermark mehr als 7 Millionen Transaktionen über Token in
der Raiffeisen Bezahl-App RaiPay oder über Apple Pay abgewickelt
wurden. Die Anzahl der Bankomat- und POS-Transaktionen stieg im
Vergleich zum Vorjahr um etwa 11 % auf rund 67,7 Millionen Trans-
aktionen. Dabei wurden mittlerweile etwa 80 % aller POS-Transakti-
onen kontaktlos durchgeführt.
Im zweiten Quartal 2023 wurde die Umstellung aller Firmenkonten
auf die Business DebitMastercard erfolgreich abgeschlossen. Sie
bietet sowohl unseren Kund:innen als auch den Raiffeisenbanken
größere Vorteile, wie beispielsweise verbesserte Versicherungs-
leistungen und höhere Interchange-Erträge. Die Einführung von
Infinity als neues innovatives Online-Banking-Produkt für unsere
Kommerzkund:innen wurde erfolgreich vorangetrieben, wodurch
diese von verbesserten Dienstleistungen profitieren.
Im Raiffeisen Online-Banking für Privat- und Gewerbekund:innen
Mein ELBA wurde eine neue Self-Service-Strecke für Debitkarten
implementiert, die es unseren Kund:innen ermöglicht, Limitänderun-
gen und die Nachbestellung von PIN-Codes eigenständig durch-
zuführen.
Die EU-Behörden haben die Instant-Payment-Verordnung beschlos-
sen, die Instant-Überweisungen im SEPA-Raum innerhalb von 10
Sekunden vorsieht. Wir sind bereits seit Jahren mit einem vergleich-
baren Instant-Payment-Produkt für unsere Kund:innen aktiv, was
einen geringen Anpassungsbedarf bedeutet.
Treasury
Im Bereich Treasury kann man im Rückblick auf das Jahr 2023
stolz auf eine Reihe von Errungenschaften und Erfolgen sein: Das
Zertifikategeschäft verzeichnete im Jahr 2023 ein neues Volumen
von rund 165 Millionen Euro, was einer Verdopplung im Vergleich
zum Vorjahr entspricht. Ebenfalls im Finanzsektor platzierte die
RLB Steiermark Wohnbaubankanleihen im Wert von 118,7 Millionen
Euro. Die Anzahl der Kundendepots in der RBG Steiermark stieg im
Laufe des Jahres um 4.176, was den Gesamtbestand Ende 2023
auf 127.704 erhöhte.
Wir konnten erfolgreich die FX-Plattform i-TEX an unsere Kund:in-
nen ausrollen, die es diesen ermöglicht, über eine Weblösung mit
Fremdwährungen zu handeln. Zudem platzierten wir zwei internatio-
nale Emissionen mit jeweils einem Volumen von 500 Millionen Euro
und begaben unseren ersten Green Bond mit einem Volumen von
51,4 Millionen Euro. Neben diesen finanziellen Erfolgen organisierte
die RLB Steiermark die Central European Covered Bond Conferen-
ce des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VdB) im Headquar-
ter in Raaba-Grambach.
Für das Jahr 2024 sind weitere Schritte in Richtung Nachhaltigkeit
und Innovation geplant: Wir werden unsere nachhaltige Produkt-
palette sowohl aktiv als auch passiv erweitern und die Zertifizierung
im Umweltzeichen ausbauen. Außerdem steht die Umstellung des
RLB-Reportings auf Power BI auf der Agenda. Im Sinne der Nach-
haltigkeit und einem „papierlosen Büro“ werden keine Investoren-
präsentationen mehr ausgedruckt, sondern es wird verstärkt auf die
Nutzung von Tablets bei Investorenterminen gesetzt.
Employer Branding
Aufgrund der Altersstruktur am Arbeitsmarkt wird eine der größten
Herausforderungen der kommenden Jahre darin bestehen, die
ausscheidenden Mitarbeiter:innen ohne Qualitätsverlust nachzube-
setzen. Hierzu setzt der Bereich Human Resources Management
bereits zukunftsorientierte Maßnahmen. Das 2023 in der RLB
Steiermark neu formierte Team „Transformation und Personalent-
wicklung“ ist für die strategische Planung der Personalentwicklung
und deren zielorientierte Umsetzung verantwortlich. Dazu gehören
Traineeprogramme und Mentoring, aber auch das Talentmanage-
ment, die Führungskräfteentwicklung, das Onboarding und das
Lehrlingsmanagement.
Vor allem bei jungen Talenten hat sich Raiffeisen Steiermark 2023
als attraktiver Arbeitgeber positioniert. Dazu wurden interne und
externe Employer Branding-Maßnahmen gesetzt, die u. a. die
Entwicklung der Unternehmenskultur fördern und eine positive
Employee Experience schaffen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
026
Im Rahmen von WIR‘27 wurde das Projekt „Feedbacktool für
Führungskräfte“ gestartet, das mit Hilfe einer Potenzialanalyse
die Führungsleistung in der RBG verbessert und Kontinuität in der
Führung schafft. Im Projektteam waren Mitarbeiter:innen der RLB,
des Raiffeisenverbands und der Raiffeisenbanken. Das neue Lern-
managementsystem L@RA bietet Mitarbeiter:innen ein modernes
Lernerlebnis und erleichtert den Nachweis zur Erfüllung regulatori-
scher Aus- und Weiterbildungsanforderungen.
Erfolgreich implementiert wurde das Befragungstool Qualtrics.
Es ermöglicht automatisierte Mitarbeiterbefragungen zum On-
boarding neuer Mitarbeiter:innen und zum Austritt. Das Tool kann
künftig auch den Raiffeisenbanken angeboten werden bzw. weitere
Bereiche entlang der Employee Journey abdecken.
Im Juli 2023 wurde in der RLB Steiermark mit der „WIRkungsstätte“
ein neues, innovatives Raumkonzept umgesetzt, um Bewerber:in-
nen und Mitarbeiter:innen eine moderne und inspirierende Umge-
bung zu bieten. Das Konzept bietet vielfältige Sitzmöglichkeiten für
unterschiedliche Arbeitsstile und Bedürfnisse, sodass konzentrierte
Einzelarbeit wie kollaborative Teamprojekte möglich sind.
Ein wesentlicher Baustein in der Arbeit des HRM-Teams in der RLB
Steiermark war der Aufbau eines Gesundheitsmanagement-Teams,
das sich auf physische, mentale und soziale Gesundheit konzen-
triert, um das Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeiter:innen zu
fördern, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern und die Bindung an den
Arbeitsplatz zu stärken. Darüber hinaus werden die Arbeitsmedizini-
schen Dienste (AMED) kontinuierlich evaluiert, um mit den gewon-
nenen Daten weitere Verbesserungen umsetzen zu können.
Im interaktiven Power BI Dashboard „Datengestütztes Personalma-
nagement“ für Führungskräfte können Personalkennzahlen gefiltert
werden. Es ergänzt das Dashboard „Gesamtbanksteuerung“, wo
die wichtigsten Kennzahlen im Überblick dargestellt sind.
Die Implementierung von Active Sourcing im Raiffeisen Sektor
ermöglicht es, am umkämpften Bewerber:innenmarkt talentierte
Kandidat:innen proaktiv anzusprechen und einen Pool an qualifi-
zierten Talenten aufzubauen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit,
indem schneller agiert und auf Veränderungen reagiert werden
kann.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
027
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Der Markenkern greift die Gründungsidee von Raiffeisen auf. Er
steht für ein kooperatives Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell. In
der kommunikativen Umsetzung „WIR macht´s möglich“ kommt
dies zum Ausdruck, somit vermittelt das WIR ein großes Maß an
Zuversicht. Ein starkes WIR ist in der Lage, unseren Kund:innen
erstklassige und individuelle Lösungen zu ermöglichen. Kunden-
zentrierung und der Anspruch auf höchstmögliche Customer
Experience bedeuten, dass wir Lösungen für unsere Kund:innen
suchen – nicht umgekehrt. Der WIR-Gedanke von Raiffeisen be-
trachtet immer auch das große Ganze. Insbesondere nehmen wir
unsere Verantwortung für die Regionen wahr. Weil unsere Wurzeln
in den Regionen liegen, weil wir uns als Teil davon sehen und wir
zur erfolgreichen Zukunft beitragen wollen.
KOMPETENZ
1.500 steirische Raiffeisen Berater:innen begleiten unsere Kund:innen
Kompetenz ist die Fähigkeit, Fachwissen, Erfahrung und die umfas-
sende Kenntnis der Kund:innen zu deren Nutzen einzusetzen. Dar-
über hinaus heißt Kompetenz bei Raiffeisen auch selbstbestimmtes
Handeln. Durch die konsequente Anwendung des Subsidiaritäts-
prinzips liegt die Entscheidungskompetenz im Gegensatz zu fast
allen Mitbewerbern vorwiegend in der Bank vor Ort.
ZUKUNFT GESTALTEN
40 Initiativen aus Verbundstrategieprojekt WIR’27 starteten 2023
Wir sorgen dafür, dass Fortschritt und Innovation für alle Menschen
verfügbar ist, entwickeln die entsprechenden digitalen Bank produkte
und investieren in die dafür notwendige Infrastruktur. Neue Themen
und Ideen werden mit hoher Energie und großer Veränderungs-
bereitschaft in der Organisation vorangetrieben. Damit sind wir
auch für „nachwachsende Generationen” erste Anlaufstelle.
F
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FÜREINANDER
MEHR WERTE
SCHAFFEN.
AUS DER REGION.
FÜR DIE REGION.
DER RAIFFEISEN-
GEDANKE IM
MARKENKERN
UNSERE MARKE
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
028
FÜREINANDER
4.500 Vereine und Organisationen unterstützt Raiffeisen in der
Steiermark
Wir agieren kooperativ. Wir sorgen nicht nur für unseren eigenen
Vorteil, sondern stellen sicher, dass alle gemeinsam mehr erreichen.
Wir sind ein Verbund der Starken, die gemeinsam noch stärker
sind und damit mehr bewegen und mehr Werte schaffen. Für die
Banken gruppe, für unsere Kund:innen und die gesamte Gesell-
schaft, in die sich Raiffeisen als aktiver, verantwortungsvoller und
fairer Teil einbringt.
NÄHE
387.982 nutzen Mein ELBA, das Online-Banking von Raiffeisen
Wir sind persönlich und digital für unsere Kund:innen da. Wir verfügen
über 200 Bankstellen in allen Regionen der Steiermark, kennen
die Menschen, Unternehmen und ihre Bedürfnisse. Digitale Nähe
bieten wir durch 24 Stunden Verfügbarkeit unserer Digital Banking
Produkte. Unsere Kund:innen genießen Wahlfreiheit, wie sie mit
ihrer Bank in Kontakt treten möchten.
WERTE FÜR GENERATIONEN
UND REGIONEN
UNSERE MARKE
REGIONALITÄT
24,8 Mrd. Euro ist das Bestandsvolumen der Kredite von Raiffeisen
Steiermark für die heimische Wirtschaft
Wir sind ein Verbund von eigenständigen Genossenschaftsbanken,
die in ihrer Region für eine prosperierende Wirtschaft sorgen. Wir
versorgen die Region mit Bankdienstleistungen, Infrastruktur und
Kompetenz und arbeiten aktiv an der Gestaltung unserer Regionen
mit. Regionale Wertschöpfungsketten stärken die wirtschaftliche
Unabhängigkeit.
NACHHALTIGKEIT
1,87 Mrd. Euro haben steirische Raiffeisenkunden in Nachhaltig-
keitsfonds investiert
Wir denken in Generationen und für Generationen, wir bieten
nachhaltige Veranlagungsprodukte und sorgen für eine nachhaltig
stabile Wirtschaft vor Ort. Darüber hinaus übernimmt Raiffeisen
soziale Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung
des Allgemeinwohls im Land. Mehr dazu lesen Sie im gesonderten
Nachhaltigkeitsbericht der RLB Steiermark.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
029
JAHRESFINANZBERICHT 2023
DATEN & FAKTEN
Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark 2023 2022
Anzahl der Raiffeisenbanken (inkl. RLB Stmk AG) 46 46
Anzahl der Raiffeisen-Bankstellen (inkl. RLB Stmk AG & SB) 256 258
Mitglieder 478.252 483.375
Funktionäre 611 685
Mitarbeiter 3.057 3.328
Einlagen
Ersteinlagen 20.517 Mio. 20.377 Mio.
Spareinlagen 10.972 Mio. 10.342 Mio.
Sicht-, Termin- und Fremdwährungseinlagen 9.545 Mio. 10.035 Mio.
Konten
Anzahl der Sparkonten 992.346 940.926
Anzahl der Girokonten 583.751 562.455
Bausparen
Stand der Bauspareinlagen 948 Mio. 954 Mio.
Stand der Bauspardarlehen 1.321 Mio. 1.359 Mio.
Anzahl der Bausparverträge 210.351 213.626
Kunden-Wertpapiere
Anzahl der Wertpapierdepots 127.704 123.528
Wertpapierbestand 5.508 Mio. 4.663 Mio.
Lebensversicherung
Anzahl der Verträge 226.811 238.315
Kalkulierte Jahresprämie 114 Mio. 117 Mio.
Gewertete Versicherungssumme 6.431 Mio. 6.433 Mio.
Gesamtvolumen Rückkaufswerte 979 Mio. 1.004 Mio.
Kredite
(Ohne Bauspardarlehen) 23.191 Mio. 23.008 Mio.
Beträge in Euro, Stand: 31.12.2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
030
Auflistung der
Bankstellen
per 31.12.2023 (inkl. SB-Bankstellen)
Raiffeisen Landesbank
Steiermark
Graz-Radetzkystraße
Bruck an der Mur
Frohnleiten
Graz-Annenstraße
Graz-Herrgottwiesgasse
Graz-Kärntner Straße
Graz-Ragnitz
Graz-Raiffeisen City Herrengasse
Graz-St. Leonhard
Graz-Steirerhof
Graz-Styria Media Center
Graz-Theodor-Körner-Straße
Graz-Zinzendorfgasse
Leibnitz
LKH-Deutschlandsberg
LKH-Graz II Standort Süd
LKH-Graz II Standort West
Admont
Admont
Ardning
Landl
St. Gallen
Aichfeld
Knittelfeld
Fohnsdorf
Kobenz
Pöls
Seckau
Spielberg
St. Margarethen
Zeltweg
Bad Radkersburg-
Klöch
Bad Radkersburg
Klöch
Gamlitz
Gamlitz
Ehrenhausen
Gleinstätten-Leutschach-
Groß St. Florian
Gleinstätten
Arnfels
Großklein
Groß St. Florian
Heimschuh
Kitzeck im Sausal
Leutschach
Leutschach-Schloßberg
Oberhaag
St. Andrä im Sausal
Saggautal
Wettmannstätten
Gratkorn
Gratkorn
Deutschfeistritz
Übelbach
Gratwein-Hitzendorf
Gratwein
Hitzendorf
Judendorf-Straßengel
Rein
Graz-St. Peter
Graz-St. Peter
Graz-Liebenau
Graz-Schillerplatz
Hart bei Graz
Raaba
Graz-Straßgang
Graz-Kärntner-Straße
Graz-Alte Poststraße
Graz-Puntigam
Graz-Straßganger-Straße
Graz-Wetzelsdorfer-Straße
Seiersberg
Halbenrain-Tieschen
Halbenrain
Tieschen
Hausmannstätten
Hausmannstätten
Fernitz
Heiligenkreuz-Kirchbach-
St. Georgen
Kirchbach
Heiligenkreuz am Waasen
St. Georgen an der Stiefing
Ilz-Großsteinbach-Riegersburg
Ilz
Großsteinbach
Ottendorf
Riegersburg
Leibnitz
Leibnitz
Neutillmitsch
Leoben-Bruck
Kapfenberg
Bruck an der Mur
Eisenerz
Leoben
Pernegg
Trofaiach
Lieboch-Stainz
Stainz
Lannach
Lieboch
Liesingtal-St. Stefan
Mautern
Kalwang
Kammern im Liesingtal
Kraubath
St. Michael
St. Stefan
Liezen-Rottenmann-Trieben
Liezen
Rottenmann
Trieben
Wörschach
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
031
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Lipizzanerheimat
Voitsberg
Bärnbach
Edelschrott
Köflach
Krottendorf-Gaisfeld
Rosental
Söding
Mariazellerland
Mariazell
Gußwerk
Wildalpen
Mittlere Südoststeiermark
Paldau
Fladnitz
Kirchberg an der Raab
Jagerberg
St. Stefan im Rosental
Wolfsberg
Murau
Murau
Krakau
Neumarkt
Oberwölz
Scheifling
St. Georgen am Kreischberg
St. Peter am Kammersberg
Stadl-Predlitz
Teufenbach
Mureck
Mureck
Deutsch Goritz
Mettersdorf
St. Peter am Ottersbach
Mürztal
Mürzzuschlag
Kindberg
Krieglach
Langenwang
Mitterdorf-Wartberg
Mürzhofen
Neuberg an der Mürz
Spital am Semmering
Stadtplatz Mürzzuschlag
Stanz im Mürztal
Veitsch
Nestelbach-
Eggersdorf
Nestelbach
Eggersdorf
Kumberg
Laßnitzhöhe
St. Marein bei Graz
Oststeiermark Nord
Pöllau-Raiffeisenplatz
Birkfeld
Dechantskirchen
Fischbach
Gasen
Grafendorf
Kaindorf
Lafnitz
Miesenbach bei Birkfeld
Mönichwald
Pinggau
Pöllau-Hauptplatz
Ratten
Rettenegg
Rohrbach an der Lafnitz
St. Kathrein am Hauenstein
St. Jakob im Walde
St. Lorenzen am Wechsel
Schäffern
Strallegg
Vorau
Waldbach
Wenigzell
Passail
Passail
Breitenau
Fladnitz-Teichalm
Gutenberg
Semriach
St. Kathrein am Offenegg
Region Fehring
Fehring
Hatzendorf
Kapfenstein
St. Anna am Aigen
Unterlamm
Region Feldbach
Feldbach
Bad Gleichenberg
Gnas
Markt Hartmannsdorf
Mühldorf
Region Fürstenfeld
Hauptplatz Fürstenfeld
Altenmarkt
Burgau
Großwilfersdorf
Hainersdorf
Loipersdorf
Söchau
Übersbach
Region Gleisdorf-Pischelsdorf
Gleisdorf-Florianiplatz
Gersdorf
Gleisdorf-Ludwig-Binder-Straße
Gleisdorf-Neugasse
Hirnsdorf
Pischelsdorf
Sinabelkirchen
St. Margarethen an der Raab
St. Ruprecht an der Raab
Stubenberg am See
Region Graz Nord
Graz-Grazer-Straße
Graz-Augasse
Graz-Heinrichstraße
Graz-Mariatroster-Straße
Graz-St.-Veiter-Straße
Region Graz-Thalerhof
Kalsdorf
Feldkirchen bei Graz
Premstätten
Region Hartberg
Hartberg
Bad Waltersdorf
Neudau
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
032
Schilcherland
Deutschlandsberg-Raiffeisenstraße
Bad Gams
Deutschlandsberg-Hauptplatz
Frauental
St. Martin im Sulmtal
St. Josef
St. Stefan ob Stainz
Schladming-Gröbming
Gröbming
Aigen im Ennstal
Haus im Ennstal
Irdning
Ramsau am Dachstein
Schladming
Stainach
Stallhofen
Stallhofen
Steirisches
Salzkammergut-Öblarn
Bad Mitterndorf
Bad Aussee
Donnersbach
Öblarn
Tauplitz
Straden
Straden
Straß-Spielfeld
Straß
Gabersdorf
St. Nikolai ob Draßling
St. Veit am Vogau
Spielfeld
Süd-Weststeiermark
Wies
Aibl
Eibiswald
Bad Schwanberg
Pölfing-Brunn
Turnau-St. Lorenzen
St. Marein im Mürztal
Aflenz
St. Lorenzen im Mürztal
Turnau
Weiz-Anger
Weiz
Anger
Puch bei Weiz
Weiz-Center-Süd
Wildon-Preding
Wildon
Lebring
Preding
St. Nikolai im Sausal
Zirbenland
Judenburg
Möderbrugg
Obdach
Unzmarkt
Weißkirchen
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
033
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
034
035
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
LAGEBERICHT 2023
DER RAIFFEISEN
-
L
ANDESBANK
STEIERMARK AG
JAHRESFINANZBERICHT 2023
036
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
I.1. Wirtschaftliches Umfeld und
Geschäftsverlauf
Weltwirtschaft/Globales Umfeld
Mit einem vom IWF geschätzten Wachstum von 3,1 % hielt sich
die Weltwirtschaft im Jahr 2023 solider als erwartet.
Für die Schwellenländer berechnet der IWF für 2023 eine zum
Jahr 2022 unveränderte Wachstumsrate von 4,1 %. Dabei war die
Wirtschaftsleistung in Europa und Lateinamerika besser als er-
wartet, in Asien insgesamt erwartungskonform und etwas enttäu-
schend im mittleren Osten und Zentralasien sowie in Afrika. Der
globale Warenhandel blieb im vergangenen Jahr insgesamt
schwach.
In vielen Industriestaaten übertraf das Wirtschaftswachstum die
Erwartungen und die Inflation fiel hier schneller als erwartet. An-
gaben des IWF zufolge wuchs das Bruttoinlandsprodukt in den
entwickelten Volkswirtschaften im Jahr 2023 um 1,6 %. Die Infla-
tion ging aufgrund markanter Energiepreisrückgänge und der Be-
seitigung pandemiebedingter Produktions- und Transporthinder-
nisse von 7,3 % im Jahr 2022 auf 4,6 % im Jahr 2023 zurück. Die
Zentralbanken hoben in der ersten Jahreshälfte die Leitzinsen
weiter an und beendeten ihren Zinserhöhungszyklus dann in der
zweiten Jahreshälfte. Dennoch waren sie gegen Jahresende
noch nicht dazu bereit, das Problem mit der erhöhten Inflation für
endgültig gelöst zu erklären.
Angesichts des Ausmaßes der geldpolitischen Maßnahmen seit
2022 ist die Resilienz des Wachstums bemerkenswert. Denn die
höheren Finanzierungskosten und die reduzierte Kreditverfügbar-
keit wirkten bremsend für das Wachstum und brachten Risiken für
die Finanzstabilität mit sich. Für manche Unternehmen bedeutete
dies Refinanzierungsschwierigkeiten im Jahr 2023. Insbesondere
der Gewerbeimmobiliensektor, bei dem strukturelle Veränderun-
gen post Covid das Problem der hohen Verschuldung noch ak-
zentuierten, war besonders betroffen.
Der Zusammenbruch dreier US-Regionalbanken Mitte März, der
die Finanzmärkte erschütterte, kann neben individuellen Faktoren
auch teilweise auf die Straffung der US-Geldpolitik zurückgeführt
werden. Größere Auswirkungen auf die globale Finanz- und Real-
Wirtschaft konnten durch einen raschen und gezielten Eingriff der
US-Zentralbank und der zuständigen Aufsichtsbehörden einge-
schränkt werden. Im selben Monat geriet die Schweizer Bank
Crédit Suisse, die in den Jahren zuvor bereits in einige Skandale
verwickelt war, in existenzgefährdende Schwierigkeiten und
musste von ihrem direkten Konkurrenten UBS übernommen wer-
den. Mit Ende März war die Situation am Kapitalmarkt jedoch
wieder stabil.
Die geopolitischen Spannungen, die bereits im Jahr 2022 be-
trächtlich waren, spitzten sich im Jahr 2023 weiter zu. Das mar-
kanteste Ereignis war hier der Anschlag der Hamas am 7. Okto-
ber und die darauffolgende Reaktion Israels, die das Risiko einer
erheblichen regionalen bis globalen Ausweitung mit sich zog. Die
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind bis Ende des Jahres li-
mitiert und schwer einschätzbar geblieben. Beispielsweise lag
der Ölpreis am Jahresende 9 % unter dem Niveau vor dem Ha-
mas-Angriff. Weitere geopolitische Themenkreise waren der an-
dauernde Krieg in der Ukraine, die angespannten Beziehungen
I. BERICHT ÜBER DEN
GESCHÄFTSVERLAUF
UND
DIE WIRTSCHAFTLICHE
LAGE
036
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
I.1. Wirtschaftliches Umfeld und
Geschäftsverlauf
Weltwirtschaft/Globales Umfeld
Mit einem vom IWF geschätzten Wachstum von 3,1 % hielt sich
die Weltwirtschaft im Jahr 2023 solider als erwartet.
Für die Schwellenländer berechnet der IWF für 2023 eine zum
Jahr 2022 unveränderte Wachstumsrate von 4,1 %. Dabei war die
Wirtschaftsleistung in Europa und Lateinamerika besser als er-
wartet, in Asien insgesamt erwartungskonform und etwas enttäu-
schend im mittleren Osten und Zentralasien sowie in Afrika. Der
globale Warenhandel blieb im vergangenen Jahr insgesamt
schwach.
In vielen Industriestaaten übertraf das Wirtschaftswachstum die
Erwartungen und die Inflation fiel hier schneller als erwartet. An-
gaben des IWF zufolge wuchs das Bruttoinlandsprodukt in den
entwickelten Volkswirtschaften im Jahr 2023 um 1,6 %. Die Infla-
tion ging aufgrund markanter Energiepreisrückgänge und der Be-
seitigung pandemiebedingter Produktions- und Transporthinder-
nisse von 7,3 % im Jahr 2022 auf 4,6 % im Jahr 2023 zurück. Die
Zentralbanken hoben in der ersten Jahreshälfte die Leitzinsen
weiter an und beendeten ihren Zinserhöhungszyklus dann in der
zweiten Jahreshälfte. Dennoch waren sie gegen Jahresende
noch nicht dazu bereit, das Problem mit der erhöhten Inflation für
endgültig gelöst zu erklären.
Angesichts des Ausmaßes der geldpolitischen Maßnahmen seit
2022 ist die Resilienz des Wachstums bemerkenswert. Denn die
höheren Finanzierungskosten und die reduzierte Kreditverfügbar-
keit wirkten bremsend für das Wachstum und brachten Risiken für
die Finanzstabilität mit sich. Für manche Unternehmen bedeutete
dies Refinanzierungsschwierigkeiten im Jahr 2023. Insbesondere
der Gewerbeimmobiliensektor, bei dem strukturelle Veränderun-
gen post Covid das Problem der hohen Verschuldung noch ak-
zentuierten, war besonders betroffen.
Der Zusammenbruch dreier US-Regionalbanken Mitte März, der
die Finanzmärkte erschütterte, kann neben individuellen Faktoren
auch teilweise auf die Straffung der US-Geldpolitik zurückgeführt
werden. Größere Auswirkungen auf die globale Finanz- und Real-
Wirtschaft konnten durch einen raschen und gezielten Eingriff der
US-Zentralbank und der zuständigen Aufsichtsbehörden einge-
schränkt werden. Im selben Monat geriet die Schweizer Bank
Crédit Suisse, die in den Jahren zuvor bereits in einige Skandale
verwickelt war, in existenzgefährdende Schwierigkeiten und
musste von ihrem direkten Konkurrenten UBS übernommen wer-
den. Mit Ende März war die Situation am Kapitalmarkt jedoch
wieder stabil.
Die geopolitischen Spannungen, die bereits im Jahr 2022 be-
trächtlich waren, spitzten sich im Jahr 2023 weiter zu. Das mar-
kanteste Ereignis war hier der Anschlag der Hamas am 7. Okto-
ber und die darauffolgende Reaktion Israels, die das Risiko einer
erheblichen regionalen bis globalen Ausweitung mit sich zog. Die
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind bis Ende des Jahres li-
mitiert und schwer einschätzbar geblieben. Beispielsweise lag
der Ölpreis am Jahresende 9 % unter dem Niveau vor dem Ha-
mas-Angriff. Weitere geopolitische Themenkreise waren der an-
dauernde Krieg in der Ukraine, die angespannten Beziehungen
I. BERICHT ÜBER DEN
GESCHÄFTSVERLAUF
UND
DIE WIRTSCHAFTLICHE
LAGE
037
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
zwischen China und den USA und die Erweiterung der BRICS-
Staaten um sechs neue Mitglieder.
USA
Die US-Wirtschaft zeigte im Jahr 2023 eine überdurchschnittliche
Performance: Mit einer ersten Schätzung von 2,5 % übertraf das
Wachstum nicht nur das der meisten Industrieländer, sondern
auch die meisten Prognosen zum Jahreswechsel. Während allge-
mein mit einer Rezession gerechnet wurde und die Turbulenzen
im Bankensektor im März zu einer starken wirtschaftlichen Krise
hätten führen können, beschleunigte sich das Wachstum im
Laufe des Sommers im Gegenteil sogar wieder. Verbleibende
COVID-bedingte Ersparnisse, steigende Realeinkommen und ein
etwas abgekühlter jedoch anhaltend robuster Arbeitsmarkt stütz-
ten den privaten Konsum. Unternehmen steigerten ihre Investiti-
onsausgaben im Gegensatz zu privaten Wohnbauinvestitionen,
die trotz einer Verbesserung einen negativen Beitrag zur Wirt-
schaftsleistung 2023 brachten. Bemerkenswert ist nach Angaben
des Bureau of Labor Statistics auch die Verbesserung der Ar-
beitsproduktivität von einer negativen jährlichen Wachstumsrate
von -2,0 % im 4. Quartal 2022 auf +2,7 % im 4. Quartal 2023.
Auch die Fiskalpolitik wirkte unterstützend auf die starke Leis-
tungsfähigkeit der US-Wirtschaft, insbesondere durch Investiti-
onspakete, die in den Jahren 2021 und 2022 beschlossen wur-
den. Die erhöhten Ausgaben führten zu einem hohen Refinanzie-
rungsbedarf und zu schwierigen politischen Debatten. In Anbe-
tracht dieser Situation stufte die Ratingagentur Fitch im August
die langfristige Kreditwürdigkeit der USA von AAA auf AA+ herab.
Auf der Grundlage des PCE-Indikators, der vom Bureau of Eco-
nomic Analysis veröffentlichten bevorzugten Messgröße der US-
Notenbank, ging die Gesamtinflation von einem Höchststand von
7,1 % im Juni 2022 auf 2,6 % im Dezember 2023 zurück, wäh-
rend die Kerninflation von einem Höchststand von 5,6 % im Feb-
ruar 2022 auf 2,9 % sank. Da sich der Disinflationstrend bestä-
tigte, setzte die Zentralbank nach vier weiteren 25-Basispunkte-
Zinsschritten seit Beginn des Jahres ihren Zinserhöhungszyklus
im Juli aus. Im Dezember signalisierten die Mitglieder des Offen-
marktausschusses in ihren Projektionen, dass der Leitzins mit ei-
ner Bandbreite von 5,25 % bis 5,5 % bereits einen Höchststand
erreicht hatte und 2024 wahrscheinlich um 75 Basispunkte ge-
senkt werden würde.
China
Aufgrund der Beendigung der Zero-Covid-Policy Ende 2022
herrschte für die chinesische Wirtschaft Optimismus für das Jahr
2023 vor. Nach einem kurzzeitigen Aufschwung im ersten Quartal
schwächte sich das Wachstum aber schnell ab. Trotz einer Reihe
politischer Maßnahmen erholte sich der Immobiliensektor nicht
und sowohl das Vertrauen der Verbraucher als auch das der Un-
ternehmen blieben gering. Die chinesische Regierung und Zent-
ralbank lieferten Unterstützung in Form von Zinssenkungen, Li-
quiditätsmaßnahmen und fiskalischer Hilfe. Aber diese Maßnah-
men wirkten eher begrenzt und konnten keine Stärkung des Ver-
trauens herbeiführen. Laut offiziellen Zahlen lag das Wachstum
im Jahr 2023 mit 5,2 % nur knapp über dem als konservativ gel-
tenden Ziel der Regierung von 5 %. Vor dem Hintergrund der
schwachen Inlandsnachfrage fiel die Inflation im Juli 2023 in den
negativen Bereich. Zum Jahresende hielt der Deflationsdruck
weiter an und die Verbraucherpreise sanken laut offiziellen Statis-
tiken im Dezember um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Auch strukturelle Probleme, wie der Bevölkerungsrückgang, die
Spannungen in den Beziehungen zu den USA, sowie anhaltende
regulatorische Eingriffe sorgten für verhaltene Aussichten. Inter-
nationale Investoren stellten sich China gegenüber skeptischer
ein. Die ausländischen Direktinvestitionen gingen daher stark zu-
rück und die Ratingagentur Moody’s stufte im Dezember den
Ausblick für die Kreditwürdigkeit Chinas auf negativ herab. Als
Profiteur dieser Entwicklung wurde insbesondere Indien, das laut
IWF ein BIP-Wachstum von 6,7 % im Jahr 2023 verzeichnete, ge-
sehen.
Eurozone
Im Jahr 2023 erfuhr die Wirtschaft der Eurozone Höhen und Tie-
fen. Nachdem sie im Winter eine überraschende Widerstandsfä-
higkeit gegenüber der Energiekrise zeigte, war das Wachstum
seit März enttäuschend. Gemäß Eurostat lag das BIP-Wachstum
im Jahr 2023 bei lediglich +0,5 %. Deutschland legte mit einer
negativen Wachstumsrate von -0,2 % eine besonders schwache
Performance hin. Frankreich wies 2023 letztlich eine Wachstums-
rate von +0,9 % auf und Italien konnte durch Impulse des euro-
päischen Wiederaufbaufonds ein Wachstum von +0,7 % ver-
zeichnen. Positiv hervorstechen konnte Spanien mit einem Wert
von +2,5 %.
Aufgrund der dennoch erhöhten Energiekosten, einer geringeren
globalen Nachfrage und einem höheren Zinsumfeld verzeichnete
das verarbeitende Gewerbe im Jahr 2023 eine Rezession. Der
Dienstleistungssektor konnte sich bis zur Jahresmitte noch posi-
tiv präsentieren, jedoch folgten im dritten Quartal auch hier An-
zeichen einer Verschlechterung. Der private Konsum war auf-
grund der hohen Inflation und des Zinsniveaus gedämpft.
Ebenso waren die Investitionen in der Eurozone im Jahr 2023
sehr gering. Die starke und schnelle Übertragung des im Jahr
2022 begonnenen geldpolitischen Straffungszyklus auf die Real-
wirtschaft manifestierte sich laut EZB in einer starken Verlangsa-
mung des Kreditwachstums von einer Jahresrate von 6,4 % auf
0,4 % bei den Unternehmen und von 3,8 % auf 0,3 % bei den pri-
vaten Haushalten. Positiv zeigte sich jedoch der Arbeitsmarkt im
Jahr 2023: So verzeichnete die Arbeitslosigkeit in der Eurozone
laut Eurostat einen historischen Tiefststand von 6,4 %.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
038
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Die Inflation in der Eurozone ist von einem Höchststand von
10,6 % im Oktober 2022 auf 2,9 % im Dezember 2023 gesunken.
Bei den Energiepreisen ist die Inflation ab Mai 2023 markant ge-
sunken, während sie bei den Lebensmitteln erst ab Jahresmitte
abnahm. Hartnäckiger verhielt sich die Kerninflation, jedoch war
auch diese ab Spätsommer rückläufig, wobei sie mit 3,4 % zum
Jahresende um 1,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau
lag. Innerhalb der Kerninflation verlagerte sich der Schwerpunkt
zunehmend auf die Dienstleistungsinflation, die im Dezember
noch bei 4,0 % lag.
In Anbetracht der sinkenden Inflation verlangsamte die EZB im
Mai zunächst das Tempo ihres Zinserhöhungszyklus von 50 auf
25 Basispunkte pro Sitzung, um das Zinsniveau nach einer letz-
ten Erhöhung im September dann konstant zu halten. So lag
letztlich die Einlagefazilität bei 4,0 %. Die Zinserhöhungen belie-
fen sich somit auf insgesamt 200 Basispunkte im Jahr 2023.
Zinssenkungen wurden seitens der EZB aufgrund des jährlichen
Lohnwachstums von 5,3 % und einem Rückgang der Arbeitspro-
duktivität von 1,2 % im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr
nicht angedeutet. Darüber hinaus tätigte die EZB im Jahr 2023
weitere Maßnahmen wie eine langsame Verringerung ihres Anlei-
hen-Portfolios und die Reduktion der Mindestreserveverzinsung
auf 0 %.
Aktienmärkte
Nach einem schwierigen Vorjahr erholten sich die Aktienmärkte in
den entwickelten Volkswirtschaften im Jahr 2023. Mit zweistelli-
gen Zuwächsen (S&P +24,2 %, Eurostoxx 600 +12,7 %, Nikkei
225 +28,2 %) erreichten viele Indizes Ende 2023 wieder annä-
hernd den Stand von Anfang 2022. Die Bankenkrise im März und
der Nahostkonflikt ab Oktober hatten letztlich keinen sichtbar
dämpfenden Effekt. Die markantesten Faktoren, die die Märkte
nach oben trieben, waren ab Mai die Begeisterung über die
Durchbrüche im Bereich künstliche Intelligenz und im letzten
Quartal starke Erwartungsanpassungen seitens der Markteilneh-
mer für frühere und stärkere Zinssenkungen der Zentralbanken
im Jahr 2024.
Diese Performance wurde stark vom Technologiesektor getrie-
ben, insbesondere in den USA. Der Nasdaq Index stieg 2023 um
43,4 % (der NYFANG Index verdoppelte sich annähernd mit ei-
nem Plus von 96,0 %) und der Kursgewinn des Eurostoxx Tech-
nologie-Subindex lag bei 33,0 %. In Europa war auch der Ban-
kensektor einer der Top-Performer und zeigte sich viel besser als
sein US-Pendant: Der EuroStoxx 600 Bankenindex legte im Jahr
2023 um +20,3 % zu, während der US KBW Bankenindex 2023
sich von der Bankenkrise im März nicht vollständig erholen
konnte und einen Rückgang um 4,79 % verzeichnete. Der öster-
reichische Index ATX entwickelte sich aufgrund seiner Mid-Cap-
Ausrichtung mit einem Plus von 9,9 % etwas unterdurchschnitt-
lich. Die britischen und Schweizer Aktienmärkte waren mit Kurs-
gewinnen von je 3,8 % auch etwas verhalten.
Der chinesische Aktienmarkt enttäuschte 2023 zusammen mit
seiner Wirtschaft und verzeichnete ein zweites Jahr in Folge eine
negative Entwicklung (-11,4 % für den CSI 300). Dies belastete
den MSCI Emerging Markets Index, dessen Anstieg um 7,0 %
hinter den Indizes der Industrieländer zurückblieb.
Zinsmärkte
Gefangen zwischen den Erwartungen an die Zentralbanken und
verschiedenen Turbulenzen waren die Anleihenmärkte in den ers-
ten zehn Monaten des Jahres volatil, tendierten aber letztlich
nach oben. Danach begannen sie, signifikante Zinssenkungen
der Zentralbanken für 2024 einzupreisen. Das führte zu einem
starken Rückgang der Renditen. Die Staatsanleihenrenditen
schlossen im Allgemeinen 2023 unter ihrem Niveau von Ende
2022, wobei der Rückgang in der Eurozone stärker ausfiel als in
den USA. So gingen die Renditen von zwei- bzw. zehnjährigen
deutschen Bundesanleihen um 35 bzw. 54 Basispunkte zurück.
Gleichzeitig senkte sich die zweijährige US-Staatsanleihenrendite
um rund 18 Basispunkte, während die Jahresrendite für zehnjäh-
rige US-Staatsanleihen unverändert blieb, obwohl sie im Oktober
noch mehr als 110 Basispunkte über dem Niveau zu Jahresbe-
ginn lag. Eine Ausnahme war Japan, wo der 20-Basispunkte-An-
stieg der zehnjährigen Staatsanleihenrendite aus einer etwas fle-
xibleren Gestaltung der geldpolitischen Zinsstrukturkurvensteue-
rung resultierte.
Die Geldmarktzinsen stiegen zunächst aufgrund der weiteren
geldpolitischen Straffung und verzeichneten dann im letzten
Quartal einen leichten Rückgang. Insgesamt stieg der 3M-Euri-
bor um 178 Basispunkte und sein US-Äquivalent um 83 Basis-
punkte. Die deutliche Inversion der Zinsstrukturkurve über das
Jahr hinweg war ein Charakteristikum von 2023.
Angesichts der Entwicklung der Credit Spreads wirkten die Maß-
nahmen der EZB, die Überschussliquidität zu reduzieren, maß-
voll. So ging zum Beispiel der Renditeabstand zwischen italieni-
schen und deutschen zehnjährigen Staatsanleihen um 46 Basis-
punkte zurück. Die Spreads für Covered Bonds weiteten sich
zwar um 14 Basispunkte aus, wobei das vor dem Hintergrund
des niedrigen Anfangsniveaus und der sehr hohen Neuemissi-
onsvolumina zu sehen ist.
Währungen
Der Euro blieb im Jahr 2023 relativ konstant in einer Bandbreite
von circa 1,05 bis 1,12 gegenüber dem US-Dollar und beendete
das Jahr um 3,1% stärker bei 1,1039. Im Gegensatz dazu wertete
er gegenüber dem Schweizer Franken fast kontinuierlich ab und
beendete das Jahr mit einem Minus von 6,1 % auf einem Allzeit-
tief von 0,9289. Der japanische Yen litt 2023 unter der anhalten-
den Niedrigzinspolitik der japanischen Zentralbank und verlor ge-
genüber dem US-Dollar 7 %.
038
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Die Inflation in der Eurozone ist von einem Höchststand von
10,6 % im Oktober 2022 auf 2,9 % im Dezember 2023 gesunken.
Bei den Energiepreisen ist die Inflation ab Mai 2023 markant ge-
sunken, während sie bei den Lebensmitteln erst ab Jahresmitte
abnahm. Hartnäckiger verhielt sich die Kerninflation, jedoch war
auch diese ab Spätsommer rückläufig, wobei sie mit 3,4 % zum
Jahresende um 1,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau
lag. Innerhalb der Kerninflation verlagerte sich der Schwerpunkt
zunehmend auf die Dienstleistungsinflation, die im Dezember
noch bei 4,0 % lag.
In Anbetracht der sinkenden Inflation verlangsamte die EZB im
Mai zunächst das Tempo ihres Zinserhöhungszyklus von 50 auf
25 Basispunkte pro Sitzung, um das Zinsniveau nach einer letz-
ten Erhöhung im September dann konstant zu halten. So lag
letztlich die Einlagefazilität bei 4,0 %. Die Zinserhöhungen belie-
fen sich somit auf insgesamt 200 Basispunkte im Jahr 2023.
Zinssenkungen wurden seitens der EZB aufgrund des jährlichen
Lohnwachstums von 5,3 % und einem Rückgang der Arbeitspro-
duktivität von 1,2 % im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr
nicht angedeutet. Darüber hinaus tätigte die EZB im Jahr 2023
weitere Maßnahmen wie eine langsame Verringerung ihres Anlei-
hen-Portfolios und die Reduktion der Mindestreserveverzinsung
auf 0 %.
Aktienmärkte
Nach einem schwierigen Vorjahr erholten sich die Aktienmärkte in
den entwickelten Volkswirtschaften im Jahr 2023. Mit zweistelli-
gen Zuwächsen (S&P +24,2 %, Eurostoxx 600 +12,7 %, Nikkei
225 +28,2 %) erreichten viele Indizes Ende 2023 wieder annä-
hernd den Stand von Anfang 2022. Die Bankenkrise im März und
der Nahostkonflikt ab Oktober hatten letztlich keinen sichtbar
dämpfenden Effekt. Die markantesten Faktoren, die die Märkte
nach oben trieben, waren ab Mai die Begeisterung über die
Durchbrüche im Bereich künstliche Intelligenz und im letzten
Quartal starke Erwartungsanpassungen seitens der Markteilneh-
mer für frühere und stärkere Zinssenkungen der Zentralbanken
im Jahr 2024.
Diese Performance wurde stark vom Technologiesektor getrie-
ben, insbesondere in den USA. Der Nasdaq Index stieg 2023 um
43,4 % (der NYFANG Index verdoppelte sich annähernd mit ei-
nem Plus von 96,0 %) und der Kursgewinn des Eurostoxx Tech-
nologie-Subindex lag bei 33,0 %. In Europa war auch der Ban-
kensektor einer der Top-Performer und zeigte sich viel besser als
sein US-Pendant: Der EuroStoxx 600 Bankenindex legte im Jahr
2023 um +20,3 % zu, während der US KBW Bankenindex 2023
sich von der Bankenkrise im März nicht vollständig erholen
konnte und einen Rückgang um 4,79 % verzeichnete. Der öster-
reichische Index ATX entwickelte sich aufgrund seiner Mid-Cap-
Ausrichtung mit einem Plus von 9,9 % etwas unterdurchschnitt-
lich. Die britischen und Schweizer Aktienmärkte waren mit Kurs-
gewinnen von je 3,8 % auch etwas verhalten.
Der chinesische Aktienmarkt enttäuschte 2023 zusammen mit
seiner Wirtschaft und verzeichnete ein zweites Jahr in Folge eine
negative Entwicklung (-11,4 % für den CSI 300). Dies belastete
den MSCI Emerging Markets Index, dessen Anstieg um 7,0 %
hinter den Indizes der Industrieländer zurückblieb.
Zinsmärkte
Gefangen zwischen den Erwartungen an die Zentralbanken und
verschiedenen Turbulenzen waren die Anleihenmärkte in den ers-
ten zehn Monaten des Jahres volatil, tendierten aber letztlich
nach oben. Danach begannen sie, signifikante Zinssenkungen
der Zentralbanken für 2024 einzupreisen. Das führte zu einem
starken Rückgang der Renditen. Die Staatsanleihenrenditen
schlossen im Allgemeinen 2023 unter ihrem Niveau von Ende
2022, wobei der Rückgang in der Eurozone stärker ausfiel als in
den USA. So gingen die Renditen von zwei- bzw. zehnjährigen
deutschen Bundesanleihen um 35 bzw. 54 Basispunkte zurück.
Gleichzeitig senkte sich die zweijährige US-Staatsanleihenrendite
um rund 18 Basispunkte, während die Jahresrendite für zehnjäh-
rige US-Staatsanleihen unverändert blieb, obwohl sie im Oktober
noch mehr als 110 Basispunkte über dem Niveau zu Jahresbe-
ginn lag. Eine Ausnahme war Japan, wo der 20-Basispunkte-An-
stieg der zehnjährigen Staatsanleihenrendite aus einer etwas fle-
xibleren Gestaltung der geldpolitischen Zinsstrukturkurvensteue-
rung resultierte.
Die Geldmarktzinsen stiegen zunächst aufgrund der weiteren
geldpolitischen Straffung und verzeichneten dann im letzten
Quartal einen leichten Rückgang. Insgesamt stieg der 3M-Euri-
bor um 178 Basispunkte und sein US-Äquivalent um 83 Basis-
punkte. Die deutliche Inversion der Zinsstrukturkurve über das
Jahr hinweg war ein Charakteristikum von 2023.
Angesichts der Entwicklung der Credit Spreads wirkten die Maß-
nahmen der EZB, die Überschussliquidität zu reduzieren, maß-
voll. So ging zum Beispiel der Renditeabstand zwischen italieni-
schen und deutschen zehnjährigen Staatsanleihen um 46 Basis-
punkte zurück. Die Spreads für Covered Bonds weiteten sich
zwar um 14 Basispunkte aus, wobei das vor dem Hintergrund
des niedrigen Anfangsniveaus und der sehr hohen Neuemissi-
onsvolumina zu sehen ist.
Währungen
Der Euro blieb im Jahr 2023 relativ konstant in einer Bandbreite
von circa 1,05 bis 1,12 gegenüber dem US-Dollar und beendete
das Jahr um 3,1% stärker bei 1,1039. Im Gegensatz dazu wertete
er gegenüber dem Schweizer Franken fast kontinuierlich ab und
beendete das Jahr mit einem Minus von 6,1 % auf einem Allzeit-
tief von 0,9289. Der japanische Yen litt 2023 unter der anhalten-
den Niedrigzinspolitik der japanischen Zentralbank und verlor ge-
genüber dem US-Dollar 7 %.
039
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Rohstoffe
Für die meisten Rohstoffmärkte war 2023 ein schwieriges Jahr.
Der Markt für Industriemetalle wurde vom ausgebliebenen Auf-
schwung in China negativ beeinflusst. Trotz mehrerer Produkti-
onskürzungen der OPEC+ und des israelisch-palästinensischen
Konflikts im Oktober, der die Preise vorübergehend auf über 90
USD/Barrel brachte, lag der Ölpreis Ende 2023 mit 77 USD/Barrel
(Brent) um 10 % niedriger als zu Jahresbeginn. Auch spielte die
rekordhaft hohe Produktion der USA eine Rolle bei der Limitie-
rung der Preise. Die europäischen Erdgaspreise sanken mit
32 EUR/MWh um mehr als die Hälfte und lagen damit unter dem
Niveau von Anfang 2022, vor dem Beginn des russischen An-
griffskriegs auf die Ukraine. Im Gegensatz dazu legte Gold letz-
tes Jahr um 13,1 % zu (in USD) und schloss am Ende des Jahres
über der 2.000 USD/Unze Marke.
Österreich
Im Vergleich zur Eurozone verzeichnete Österreich 2023 sowohl
ein deutlich niedrigeres Wachstum als auch eine deutlich höhere
Inflation.
Die Rezession, die im zweiten Halbjahr 2022 einsetzte, verstärkte
sich im Jahr 2023 laut Eurostat mit einem stark negativen Quar-
talswachstum von -1,1 % im zweiten Quartal und -0,5 % im drit-
ten Quartal 2023. Das positive, jedoch moderate Wachstum von
+0,2 % im Schlussquartal deutete eine zaghafte Stabilisierung
an. Im gesamten Jahr ging das reale Bruttoinlandsprodukt Öster-
reichs daher um 0,7 % zurück. Ausschlaggebend hierfür waren
vor allem zurückhaltende Investitionen, besonders im Bausektor,
ein gedämpfter privater Konsum und schwache Exporte. Die
enge Verzahnung der österreichischen Wirtschaft mit der deut-
schen, deren produzierender Sektor eine Rezession durchlief,
hatte naturgemäß eine große Auswirkung.
Gleich wie in anderen europäischen Staaten konnte auch Öster-
reich im Jahr 2023 eine fallende Inflationsrate verzeichnen. Der
Rückgang von 10,5 % im Dezember 2022 auf 5,7 % im Dezember
2023 gemäß Eurostat war jedoch moderater: Die Inflationsrate
lag Ende 2023 circa doppelt so hoch wie jene der Eurozone. Die
jährliche Kerninflationsrate war zum Jahresende mit 5,9 % eben-
falls deutlich über jener der Eurozone. Starke und verzögerte
Lohnerhöhungen, insbesondere im Dienstleistungssektor, wirkten
sich weiters negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der österreichi-
schen Wirtschaft aus.
Österreichischer Bankensektor
Höhere Zinsen und positive Entwicklungen in den CESEE-Län-
dern waren für eine Verbesserung der Profitabilität der österrei-
chischen Banken im Jahr 2023 förderlich. Höhere Zinsen konnten
auf der Aktivseite schneller weitergegeben werden als auf der
Passivseite und somit wuchs laut Veröffentlichungen der EZB das
Nettozinsergebnis in den ersten drei Quartalen des Jahres um
38 % gegenüber dem Vorjahr auf 18,9 Mrd. EUR. Dadurch hatte
sich das Periodenergebnis mit 12,4 Mrd. EUR mehr als verdop-
pelt. Die Rentabilität lag im dritten Quartal mit einer Gesamtkapi-
talrendite (RoA) von 1,0 % deutlich über dem europäischen
Durchschnitt (0,7 %).
Die Kreditvergabe schwächte sich im Jahr 2023 erheblich ab.
Dies war auf die gestiegenen Kreditzinsen, die strengeren Kredit-
standards und eine geringere Nachfrage zurückzuführen. Das
Volumen an neuen Krediten hatte sich mit einem Rückgang von
54,8 % bei hypothekarisch besicherten Krediten und 18,4 % bei
Unternehmenskrediten stark reduziert. Das führte dazu, dass das
Kreditvolumen im Dezember 2023 nur um 0,7 % höher war als im
Jahr davor. Diese deutliche Verlangsamung des Wachstums war
in der gesamten Eurozone zu beobachten. Die österreichischen
Banken waren jedoch bei den Wohnbaukrediten mit einem stär-
keren Einbruch konfrontiert. Lag hier in der Eurozone im Jahr
2023 noch ein leichtes Wachstum von 0,2 % vor, so ging wäh-
renddessen in Österreich das Volumen um 2,4 % zurück. Die
strengeren Kreditvergabestandards, die aus der im Jahr 2022
eingeführten Kreditimmobilienmaßnahmen-Verordnung resultier-
ten, wirkten sich hierbei negativ aus.
Die strukturellen Probleme des gewerblichen Immobiliensektors
waren weltweit in den Schlagzeilen präsent. Jedoch gerieten die
österreichischen Banken aufgrund des Anteils in ihren Kreditport-
folios (10,8 % im dritten Quartal gemäß EBA-Risk-Dashboards),
der deutlich über dem der EU-Banken (6,8 %) lag, und der Insol-
venz des in Österreich ansässigen global operierenden Unter-
nehmens Signa Holding GmbH stärker in den Fokus. Laut den
zuletzt verfügbaren Daten der EZB für das dritte Quartal blieb je-
doch die Qualität der Aktiva trotz des schwachen wirtschaftlichen
Hintergrunds stabil. Die Quote notleidender Kredite (NPL-Quote)
blieb mit 2,8 % bei Unternehmenskrediten und 2,2 % für Kredite
an private Haushalte insgesamt unverändert gegenüber Ende
2022.
Die weiteren aufsichtsrechtlichen Kennzahlen blieben laut EZB-
Daten solide. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) stieg in
den ersten drei Quartalen von 16,27 % auf 16,36 % und die Liqui-
ditätskennzahlen sind trotz weiterer TLTRO-Rückzahlungen in die-
sem Zeitraum sogar gestiegen. Die LCR mit 167,5 % und die NSFR
mit 133,3 % blieben am Ende des dritten Quartals deutlich über
den regulatorischen Anforderungen. Die solide Lage des österrei-
chischen Bankensektors wurde im Juli 2023 ebenfalls von der Ra-
tingagentur Moody’s bestätigt, als sie die unbesicherten Ratings
von elf österreichischen Banken und Bankengruppen anhob.
Steiermark
Die finanzielle Situation vieler Privathaushalte gestaltete sich im
Jahr 2023 schwierig. Die Kosten für Lebensmittel, Miete und
Strom waren ungebrochen auf hohem Niveau und bereiten der
Bevölkerung Probleme. Trotz dieser herausfordernden Situation
sank die Zahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren in
JAHRESFINANZBERICHT 2023
040
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
der Steiermark in den ersten sechs Monaten – und zwar um
14,5 % auf 514 Fälle. Dies entsprach rund drei Privatkonkursen
pro Tag, berichtete der Kreditschutzverband KSV1870. Über das
ganze Jahr 2023 wurden laut KSV1870 Analyse in Österreich
8.845 Schuldenregulierungsverfahren (24 Fälle pro Tag) eröffnet.
Als einziges Bundesland verzeichnete die Steiermark einen leich-
ten Rückgang von 1,4 %.
Die Unternehmensinsolvenzen stiegen österreichweit um 13 %.
Laut KSV1870-Analyse waren im Jahr 2023 in Österreich 5.380
Unternehmen betroffen. Das entsprach 15 Firmenpleiten pr o Ta g
und so vielen Fällen wie zuletzt vor zehn Jahren. Besonders hart
traf es den Handel, die Bauwirtschaft und den Bereich Beherber-
gung/Gastronomie.
Positiv fiel hingegen die Bilanz der Neugründungen in der Steier-
mark aus. Trotz Konjunkturflaute und hoher Inflation verzeichnete
die Steiermark im Vorjahr den zweithöchsten Gründungswert aller
Zeiten: 4.912 Personen wagten den Schritt in die Selbstständig-
keit. Gegenüber 2022 stellt dieser Wert ein Plus von 3,8 % dar
(4.733 Gründungen im Jahr 2022), im Vergleich zur Zeit vor der
Pandemie sogar eine Zunahme von 12,1 %.
Am Arbeitsmarkt sorgte nach dem „Ausnahmejahr“ 2022 die ein-
getrübte wirtschaftliche Gesamtlage im Jahr 2023 für einen mo-
deraten Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Steiermark von 5,4 %
auf durchschnittlich 31.742 Personen, meldete das Arbeits-
marktservice. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das einen An-
stieg von 1.615 Personen. Inklusive der 7.760 Schulungsteilneh-
menden (+1,7 %) waren damit im Durchschnitt 39.502 Personen
ohne Beschäftigung (+4,6 %). Von dieser negativen Arbeitsmarkt-
entwicklung waren Männer (+7,1 % auf 18.146) deutlich stärker
als Frauen (+3,1 % auf 13.596) betroffen.
Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Die Problematik des Fachkräftemangels ist generell auch im Ban-
kenbereich angekommen, was zu einem Wettbewerb in diesem
Segment führt. Die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark be-
schäftigt sich bereits seit geraumer Zeit damit, wie sie als attrak-
tiver Arbeitgeber die besten Fachkräfte für sich begeistern kann.
In diesem Zusammenhang werden zeitgemäße Arbeitswelten und
vielfältige Aufgabengebiete, interessante Entwicklungsmöglich-
keiten sowie eine wertebasierte Unternehmenskultur etabliert.
Das alles führte zu einem regen Zulauf auf ausgeschriebene Stel-
len.
Zum 31.12.2023 sind in der gesamten Raiffeisen-Bankengruppe
Steiermark 3.191 Personen beschäftigt. Für die Initiative in Rich-
tung attraktiver Arbeitgeber wurde die RLB Steiermark im Mai
2023 mit dem staatlichen Gütesiegel „berufundfamilie“ ausge-
zeichnet. Die drei wichtigsten Maßnahmen für die Zukunft betref-
fen die Etablierung eines professionellen Karenz-Managements,
ein modernes Arbeitszeitmodell und Workshops zu Themen wie
Diversität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das breite Re-
pertoire wird ergänzt etwa durch eine moderne Home-Office-
Richtlinie, flexible Arbeitszeitmodelle oder attraktive Gesund-
heits-, Sport- und Freizeitangebote.
Marktseitig galt es im ersten Halbjahr 2023, die Kunden bei der
Bewältigung der inflationsgetriebenen Herausforderungen zu be-
gleiten. Die Teuerung setzte vor allem jenen zu, die ohnehin
schon über weniger finanzielle Reserven verfügen. Der Raiffeisen
Sozialfonds „WIR hilft für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ un-
terstützt existenzbedrohte Menschen. Nach den verheerenden
Regenfällen in der Steiermark im August des Jahres wurde dieser
Fonds auch für die Unwetterhilfe geöffnet.
Darüber hinaus begleiten die Raiffeisen-Berater durch persönli-
che Gespräche und mit sog. Finanz-Checks, bei denen konkret
mögliche Einsparungen bei Ausgaben oder auch etwaige finanzi-
elle Engpässe analysiert werden. Im Sommer 2023 wurde in der
Kommunikation das „Comeback der Zinsen“ ausgerufen. Dahin-
ter steht eine großangelegte Informationsoffensive von Raiffeisen
Steiermark, deren Ziel es ist, den Kunden im aktuell steigenden
Zinsumfeld treffsicher zu beraten. In der gesamten Raiffeisen-
Bankengruppe Steiermark werden 27 Mrd. EUR an Vermögen
von rund 800.000 Kunden gemanagt. Seit Herbst 2022 wurden
vermehrt attraktive Veranlagungsprodukte auf den Markt ge-
bracht. Im Frühjahr 2023 wurde der erste Green Bond der RLB
Steiermark mit einer Verzinsung von 3,25 % und einer Laufzeit
von zwei Jahren aufgelegt.
Damit folgt die RLB Steiermark dem Trend, denn Nachhaltigkeit
entwickelt sich in der Wirtschaft zum neuen Standard. Bei Raiffei-
sen steht Nachhaltigkeit auf drei Säulen: Wirtschaft, Umwelt und
Mensch. Der ökonomische Aspekt ist bereits seit der Gründung
fester Bestandteil der Raiffeisen-Idee „Hilfe zur Selbsthilfe – was
einer nicht schafft, das vermögen viele“, lange bevor der Begriff
Nachhaltigkeit etabliert wurde. Um die regulatorischen Anforde-
rungen hinsichtlich ESG zu erfüllen, aber auch um die RLB Stei-
ermark mit dem Thema Nachhaltigkeit am Markt zu positionieren,
startete im Sommer 2023 ein groß angelegtes Sustainable Fi-
nance Projekt, bei dem es darum geht, Nachhaltigkeit auf allen
Ebenen ins tägliche Bankgeschäft zu integrieren. Ihre Expertise
im Bereich Nachhaltigkeit gibt die RLB Steiermark auch an ihre
Kunden weiter. Konkret werden für Unternehmen spezielle ESG-
Workshops angeboten, um sich auf künftige Normen einstellen
zu können und langfristig Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im
Privatkundenbereich werden 9 von 10 neuen Fondssparverträgen
bereits nachhaltig investiert, somit sind bereits 60 % des Ge-
samtbestands an Wertpapierfonds nachhaltig. In der RLB Steier-
mark sind bereits 47 ÖGUT-zertifizierte Nachhaltigkeits-Berater
ausgebildet.
Die Unternehmensstrategie der RLB Steiermark setzt sich aus
den Markt- und Geschäftsfeldstrategien, der davon abgeleiteten
040
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
der Steiermark in den ersten sechs Monaten – und zwar um
14,5 % auf 514 Fälle. Dies entsprach rund drei Privatkonkursen
pro Tag, berichtete der Kreditschutzverband KSV1870. Über das
ganze Jahr 2023 wurden laut KSV1870 Analyse in Österreich
8.845 Schuldenregulierungsverfahren (24 Fälle pro Tag) eröffnet.
Als einziges Bundesland verzeichnete die Steiermark einen leich-
ten Rückgang von 1,4 %.
Die Unternehmensinsolvenzen stiegen österreichweit um 13 %.
Laut KSV1870-Analyse waren im Jahr 2023 in Österreich 5.380
Unternehmen betroffen. Das entsprach 15 Firmenpleiten pr o Ta g
und so vielen Fällen wie zuletzt vor zehn Jahren. Besonders hart
traf es den Handel, die Bauwirtschaft und den Bereich Beherber-
gung/Gastronomie.
Positiv fiel hingegen die Bilanz der Neugründungen in der Steier-
mark aus. Trotz Konjunkturflaute und hoher Inflation verzeichnete
die Steiermark im Vorjahr den zweithöchsten Gründungswert aller
Zeiten: 4.912 Personen wagten den Schritt in die Selbstständig-
keit. Gegenüber 2022 stellt dieser Wert ein Plus von 3,8 % dar
(4.733 Gründungen im Jahr 2022), im Vergleich zur Zeit vor der
Pandemie sogar eine Zunahme von 12,1 %.
Am Arbeitsmarkt sorgte nach dem „Ausnahmejahr“ 2022 die ein-
getrübte wirtschaftliche Gesamtlage im Jahr 2023 für einen mo-
deraten Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Steiermark von 5,4 %
auf durchschnittlich 31.742 Personen, meldete das Arbeits-
marktservice. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das einen An-
stieg von 1.615 Personen. Inklusive der 7.760 Schulungsteilneh-
menden (+1,7 %) waren damit im Durchschnitt 39.502 Personen
ohne Beschäftigung (+4,6 %). Von dieser negativen Arbeitsmarkt-
entwicklung waren Männer (+7,1 % auf 18.146) deutlich stärker
als Frauen (+3,1 % auf 13.596) betroffen.
Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Die Problematik des Fachkräftemangels ist generell auch im Ban-
kenbereich angekommen, was zu einem Wettbewerb in diesem
Segment führt. Die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark be-
schäftigt sich bereits seit geraumer Zeit damit, wie sie als attrak-
tiver Arbeitgeber die besten Fachkräfte für sich begeistern kann.
In diesem Zusammenhang werden zeitgemäße Arbeitswelten und
vielfältige Aufgabengebiete, interessante Entwicklungsmöglich-
keiten sowie eine wertebasierte Unternehmenskultur etabliert.
Das alles führte zu einem regen Zulauf auf ausgeschriebene Stel-
len.
Zum 31.12.2023 sind in der gesamten Raiffeisen-Bankengruppe
Steiermark 3.191 Personen beschäftigt. Für die Initiative in Rich-
tung attraktiver Arbeitgeber wurde die RLB Steiermark im Mai
2023 mit dem staatlichen Gütesiegel „berufundfamilie“ ausge-
zeichnet. Die drei wichtigsten Maßnahmen für die Zukunft betref-
fen die Etablierung eines professionellen Karenz-Managements,
ein modernes Arbeitszeitmodell und Workshops zu Themen wie
Diversität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das breite Re-
pertoire wird ergänzt etwa durch eine moderne Home-Office-
Richtlinie, flexible Arbeitszeitmodelle oder attraktive Gesund-
heits-, Sport- und Freizeitangebote.
Marktseitig galt es im ersten Halbjahr 2023, die Kunden bei der
Bewältigung der inflationsgetriebenen Herausforderungen zu be-
gleiten. Die Teuerung setzte vor allem jenen zu, die ohnehin
schon über weniger finanzielle Reserven verfügen. Der Raiffeisen
Sozialfonds „WIR hilft für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ un-
terstützt existenzbedrohte Menschen. Nach den verheerenden
Regenfällen in der Steiermark im August des Jahres wurde dieser
Fonds auch für die Unwetterhilfe geöffnet.
Darüber hinaus begleiten die Raiffeisen-Berater durch persönli-
che Gespräche und mit sog. Finanz-Checks, bei denen konkret
mögliche Einsparungen bei Ausgaben oder auch etwaige finanzi-
elle Engpässe analysiert werden. Im Sommer 2023 wurde in der
Kommunikation das „Comeback der Zinsen“ ausgerufen. Dahin-
ter steht eine großangelegte Informationsoffensive von Raiffeisen
Steiermark, deren Ziel es ist, den Kunden im aktuell steigenden
Zinsumfeld treffsicher zu beraten. In der gesamten Raiffeisen-
Bankengruppe Steiermark werden 27 Mrd. EUR an Vermögen
von rund 800.000 Kunden gemanagt. Seit Herbst 2022 wurden
vermehrt attraktive Veranlagungsprodukte auf den Markt ge-
bracht. Im Frühjahr 2023 wurde der erste Green Bond der RLB
Steiermark mit einer Verzinsung von 3,25 % und einer Laufzeit
von zwei Jahren aufgelegt.
Damit folgt die RLB Steiermark dem Trend, denn Nachhaltigkeit
entwickelt sich in der Wirtschaft zum neuen Standard. Bei Raiffei-
sen steht Nachhaltigkeit auf drei Säulen: Wirtschaft, Umwelt und
Mensch. Der ökonomische Aspekt ist bereits seit der Gründung
fester Bestandteil der Raiffeisen-Idee „Hilfe zur Selbsthilfe – was
einer nicht schafft, das vermögen viele“, lange bevor der Begriff
Nachhaltigkeit etabliert wurde. Um die regulatorischen Anforde-
rungen hinsichtlich ESG zu erfüllen, aber auch um die RLB Stei-
ermark mit dem Thema Nachhaltigkeit am Markt zu positionieren,
startete im Sommer 2023 ein groß angelegtes Sustainable Fi-
nance Projekt, bei dem es darum geht, Nachhaltigkeit auf allen
Ebenen ins tägliche Bankgeschäft zu integrieren. Ihre Expertise
im Bereich Nachhaltigkeit gibt die RLB Steiermark auch an ihre
Kunden weiter. Konkret werden für Unternehmen spezielle ESG-
Workshops angeboten, um sich auf künftige Normen einstellen
zu können und langfristig Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im
Privatkundenbereich werden 9 von 10 neuen Fondssparverträgen
bereits nachhaltig investiert, somit sind bereits 60 % des Ge-
samtbestands an Wertpapierfonds nachhaltig. In der RLB Steier-
mark sind bereits 47 ÖGUT-zertifizierte Nachhaltigkeits-Berater
ausgebildet.
Die Unternehmensstrategie der RLB Steiermark setzt sich aus
den Markt- und Geschäftsfeldstrategien, der davon abgeleiteten
041
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Risikostrategie sowie den unterstützenden Funktionalstrategien
für Personal, IT/Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen. Als
„echte“ Kundenbank stellen wir die durchgängige Transparenz
unserer Aktivitäten von den Kunden bis zu allen internen Funktio-
nen in den Vordergrund. Durch eine durchgängige und wert-
schätzende Dienstleistungskultur stellen wir für alle Beschäftigten
sicher, dass ihr Wertbeitrag für das optimale Kundenerlebnis
sinnstiftend und attraktiv ist. Gleichzeitig sorgen wir mit einer per-
manenten Messung des Raiffeisen-Gesamterlebnisses (Kun-
denerlebnis + Mitarbeitererlebnis) für offenes und vertrauensvol-
les Feedback, um Qualität und Wertbeitrag für unsere Kunden
auch in Zukunft stetig zu verbessern.
Durch regionale Finanz-Beteiligungen in nachhaltige Zukunftsun-
ternehmen fördern wir pro-aktiv die Zukunftsfähigkeit und Attrak-
tivität unserer Region und schaffen durch die Erweiterung an-
sprechende Differenzierungsmöglichkeiten für Raiffeisen in der
Steiermark. Unsere Aktivitäten fokussieren sich auf sinnvolle Er-
gänzungen zu unseren bestehenden Engagements. Ziel ist ein
strategisches Investment-Portfolio als etabliertes Geschäftsfeld
der Zukunft für uns und unsere Eigentümer. Im Bereich Digitali-
sierung und IT arbeitet die RLB Steiermark kontinuierlich daran,
neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder zeitgemäße
Business Intelligence Lösungen bestmöglich zu nutzen. Dazu ist
eine der Kerninitiativen unserer Strategie, alle Prozesse von Kun-
denseite her zu denken, um den optimalen Kundennutzen zu er-
möglichen und exzellente Prozesse als Differenzierungsfaktor im
Kundenerlebnis zu positionieren.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
042
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
I.2. Erläuterungen zur Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage
Im Lagebericht werden das aktuelle Zahlenmaterial und die Vorjah-
reswerte gerundet in Tausend EURO (TEUR) bzw. in Millionen
EURO (Mio.
EUR) ausgewiesen. In der Summenbildung sind daher
Rundungsdifferenzen nicht auszuschließen.
Bezüglich der Angaben gemäß § 243 Abs. 3 Z. 5 UGB (Verwendung
von Finanzinstrumenten) wird insbesondere auf die Punkte B. 3.
und C. 23. des Anhangs verwiesen.
Bilanzsumme
Die Bilanzsumme ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber
dem Vorjahreswert um 460,5 Mio. EUR oder 2,67 % auf
16.794,5 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 17.255,1 Mio. EUR).
Aktiva / Vermögensstruktur
In TEUR
2023 2022
VERÄNDERUNG
Forderungen an Kreditinstitute und Kassenbestand 4.812.754 4.979.498 –166.744 –3,35 %
Forderungen an Kunden 8.429.048 8.445.074 –16.026 –0,19 %
Wertpapiere 2.040.771 2.289.665 –248.894 –10,87 %
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 992.282 987.695 4.587 0,46 %
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 24.270 18.927 5.343 28,23 %
Sonstige Aktiva 464.348 499.549 –35.201 –7,05 %
Aktive latente Steuern 31.046 34.644 –3.598 –10,39 %
GESAMTVERMÖGEN 16.794.519 17.255.052 –460.533 –2,67 %
042
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
I.2. Erläuterungen zur Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage
Im Lagebericht werden das aktuelle Zahlenmaterial und die Vorjah-
reswerte gerundet in Tausend EURO (TEUR) bzw. in Millionen
EURO (Mio. EUR) ausgewiesen. In der Summenbildung sind daher
Rundungsdifferenzen nicht auszuschließen.
Bezüglich der Angaben gemäß § 243 Abs. 3 Z. 5 UGB (Verwendung
von Finanzinstrumenten) wird insbesondere auf die Punkte B. 3.
und C. 23. des Anhangs verwiesen.
Bilanzsumme
Die Bilanzsumme ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber
dem Vorjahreswert um 460,5 Mio. EUR oder 2,67 % auf
16.794,5 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 17.255,1 Mio. EUR).
Aktiva / Vermögensstruktur
In TEUR
2023
2022
VERÄNDERUNG
Forderungen an Kreditinstitute und Kassenbestand
4.812.754
4.979.498
–166.744
–3,35 %
Forderungen an Kunden
8.429.048
8.445.074
–16.026
–0,19 %
Wertpapiere
2.040.771
2.289.665
–248.894
–10,87 %
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
992.282
987.695
4.587
0,46 %
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
24.270
18.927
5.343
28,23 %
Sonstige Aktiva
464.348
499.549
–35.201
–7,05 %
Aktive latente Steuern
31.046
34.644
–3.598
–10,39 %
GESAMTVERMÖGEN
16.794.519
17.255.052
–460.533
–2,67 %
043
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Forderungen an Kreditinstitute
(und Kassenbestand)
Die Position Forderungen an Kreditinstitute (inkl. Kassenbe-
stand) beinhaltet neben nicht börsenotierten festverzinslichen
Wertpapieren und Bankguthaben auch Ausleihungen an Kredit-
institute. Die in dieser Darstellung zusammengefassten Posten
haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 166,7 Mio. EUR oder
3,35 % auf 4.812,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4.979,5 Mio. EUR) verrin-
gert. Insbesondere reduzierten sich die Forderungen gegenüber
dem Zentralinstitut, der Raiffeisen Bank International AG, um
531,7 Mio. EUR auf 1.285,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1.816,9 Mio.
EUR) sowie die Ausleihungen an steirischen Raiffeisenbanken
um 174,9 Mio. EUR auf 1.016,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1.191,8 Mio.
EUR). Hingegen erhöhte sich das Guthaben bei der OeNB um
453,5 Mio. EUR auf einen Bilanzstand von 1.963,1 Mio. EUR
(Vorjahr: 1.509,6 Mio. EUR).
Forderungen an Kunden
Aufgrund der verhaltenen Kreditnachfrage hat sich das Auslei-
hungsvolumen (nach Abzug von Risikovorsorgen) im abgelaufe-
nen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 16,0 Mio. EUR
oder 0,19 % verringert. Zum Bilanzstichtag werden die Forderun-
gen an Kunden daher mit einem Bilanzwert von 8.429,0 Mio. EUR
(Vorjahr: 8.445,1 Mio. EUR) ausgewiesen. Der Anteil der darin ent-
haltenen Fremdwährungsausleihungen ist weiter rückläufig und be-
trägt 1,78 % (Vorjahr: 1,98 %) der gesamten Kundenforderungen.
Die Verteilung des Ausleihungsvolumens nach strategischen Ge-
schäftsfeldern stellt sich wie folgt dar:
In TEUR
2023 2022 Veränderung
Institutionelle 1.797.722 1.876.543 –78.821 –4,20 %
Firmenkunden 2.953.893 2.932.402 21.491
0,73 %
Privatkunden 967.567 999.336 –31.769 –3,18 %
Immobilienprojektfinanzierung 2.707.934 2.616.997 90.937 3,47 %
Treasury und Wertpapiere 97.311 133.821 –36.509 –27,28 %
Portfoliowertberichtigung / Unterbewertung gemäß § 57 Abs. 1 BWG –95.380 –114.025 18.645 –16,35 %
Gesamtausleihungsvolumen 8.429.048 8.445.074 –16.027 –0,19%
JAHRESFINANZBERICHT 2023
044
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Bestand an Wertpapieren (Gesamtbetrachtung)
Der Bestand der im Eigenbesitz befindlichen Wertpapiere – aus-
gewiesen in den Aktivpositionen 2., 5. und 6. – hat sich gegen-
über dem Jahresultimo des Vorjahres um 248,9 Mio. EUR oder
10,87 % auf 2.040,8 Mio. EUR reduziert (Vorjahr: 2.289,7 Mio.
EUR). Diese Veränderung resultiert vor allem aus der Nettover-
ringerung der in der Aktivposition 5 ausgewiesenen Schuldver-
schreibungen um 187,5 Mio. EUR.
Zum Bilanzstichtag gliedern sich die Wertpapiere in Schuldtitel öf-
fentlicher Stellen mit 261,4 Mio. EUR (Vorjahr: 324,5 Mio. EUR), in
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
mit 1.757,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1.945,2 Mio. EUR) und in Aktien
und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit 21,6 Mio. EUR
(Vorjahr: 19,9 Mio. EUR ).
Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen
Unternehmen
Der Bilanzwert der Beteiligungen und Anteile an verbundenen
Unternehmen beträgt unter Berücksichtigung von Zu- und Ab-
gängen sowie Bewertungen zum 31.12.2023 insgesamt
992,3 Mio. EUR nach 987,7 Mio. EUR im Vorjahr. Darin enthalten
ist die Beteiligung an unserem Zentralinstitut, der Raiffeisen Bank
International AG, mit einem Buchwert von 806,8 Mio. EUR (Vor-
jahr: 806,5 Mio. EUR). Die im Geschäftsjahr 2023 durchgeführte
Zuschreibung in Höhe von 0,3 Mio. EUR erfolgte auf Basis eines
aktualisierten Unternehmenswertgutachtens gemäß KFS/BW 1.
Die im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung
wurde somit zur Gänze wieder aufgeholt. Weitere Informationen
dazu sind Punkt C.8. des Anhangs zu entnehmen.
Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens sowie Sachanlagen
In Summe werden diese Positionen zum Jahresende mit einem
Betrag von 24,3 Mio. EUR (Vorjahr: 18,9 Mio. EUR) ausgewiesen.
Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von
5,3 Mio. EUR. Immaterielle Vermögensgegenstände betreffen vor
allem aktivierte Bankanwendungssoftware. Der Anstieg bei den
Sachanlagen ist im Wesentlichen auf den Umbau der Liegen-
schaft in der Kaiserfeldgasse, Graz, zurückzuführen. Weiters wur-
den Sachanlagen im Zusammenhang mit der Mitarbeiteraktion
„Jobrad“ in Höhe von 1,0 Mio. EUR aktiviert.
Sonstige Aktiva
Die sonstigen Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten werden
zum 31.12.2023 mit einem Betrag von 464,3 Mio. EUR (Vorjahr:
499,5 Mio. EUR) ausgewiesen. Dies entspricht im Vergleich zum
Vorjahr einem Rückgang um 35,2 Mio. EUR oder 7,05 %. Die in
diesem Posten dargestellten positiven Marktwerte von derivativen
Finanzinstrumenten des Handelsbestands verringerten sich ge-
genüber dem Vorjahr um 46,2
Mio. EUR auf 101,2 Mio. EUR. Wei-
ters haben sich die Forderungen aus abgegrenzten Zinsen aus
dem EZB-Langfristtender (TLTRO III, Targeted Longer-Term Refi-
nancing Operations) vor allem aufgrund der Rückzahlung von 3
Tranchen in Höhe von insgesamt 2,0 Mrd. EUR auf einen Betrag
von 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 37,7 Mio. EUR) reduziert. Demgegen-
über erhöhte sich der Stichtagsbestand der Zahlungsaufträge in
Abwicklung auf einen Betrag von 213,2 Mio. EUR (Vor-
jahr: 133,6 Mio. EUR). Die hier ebenfalls dargestellten Rech-
nungsabgrenzungsposten haben sich um 4,2 Mio. EUR auf
65,8 Mio. EUR reduziert.
Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern sind zum Berichtsstichtag auf einen
Betrag von 31,0 Mio. EUR (Vorjahr: 34,6 Mio. EUR) gesunken.
Eine ausführliche Darstellung über Art und Zusammensetzung der
latenten Steuern findet sich unter Punkt C. 12. „Aktive latente
Steuern“ des Anhangs.
044
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Bestand an Wertpapieren (Gesamtbetrachtung)
Der Bestand der im Eigenbesitz befindlichen Wertpapiere – aus-
gewiesen in den Aktivpositionen 2., 5. und 6. – hat sich gegen-
über dem Jahresultimo des Vorjahres um 248,9 Mio. EUR oder
10,87 % auf 2.040,8 Mio. EUR reduziert (Vorjahr: 2.289,7 Mio.
EUR). Diese Veränderung resultiert vor allem aus der Nettover-
ringerung der in der Aktivposition 5 ausgewiesenen Schuldver-
schreibungen um 187,5 Mio. EUR.
Zum Bilanzstichtag gliedern sich die Wertpapiere in Schuldtitel öf-
fentlicher Stellen mit 261,4 Mio. EUR (Vorjahr: 324,5 Mio. EUR), in
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
mit 1.757,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1.945,2 Mio. EUR) und in Aktien
und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit 21,6 Mio. EUR
(Vorjahr: 19,9 Mio. EUR ).
Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen
Unternehmen
Der Bilanzwert der Beteiligungen und Anteile an verbundenen
Unternehmen beträgt unter Berücksichtigung von Zu- und Ab-
gängen sowie Bewertungen zum 31.12.2023 insgesamt
992,3 Mio. EUR nach 987,7 Mio. EUR im Vorjahr. Darin enthalten
ist die Beteiligung an unserem Zentralinstitut, der Raiffeisen Bank
International AG, mit einem Buchwert von 806,8 Mio. EUR (Vor-
jahr: 806,5 Mio. EUR). Die im Geschäftsjahr 2023 durchgeführte
Zuschreibung in Höhe von 0,3 Mio. EUR erfolgte auf Basis eines
aktualisierten Unternehmenswertgutachtens gemäß KFS/BW 1.
Die im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung
wurde somit zur Gänze wieder aufgeholt. Weitere Informationen
dazu sind Punkt C.8. des Anhangs zu entnehmen.
Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens sowie Sachanlagen
In Summe werden diese Positionen zum Jahresende mit einem
Betrag von 24,3 Mio. EUR (Vorjahr: 18,9 Mio. EUR) ausgewiesen.
Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von
5,3 Mio. EUR. Immaterielle Vermögensgegenstände betreffen vor
allem aktivierte Bankanwendungssoftware. Der Anstieg bei den
Sachanlagen ist im Wesentlichen auf den Umbau der Liegen-
schaft in der Kaiserfeldgasse, Graz, zurückzuführen. Weiters wur-
den Sachanlagen im Zusammenhang mit der Mitarbeiteraktion
„Jobrad“ in Höhe von 1,0 Mio. EUR aktiviert.
Sonstige Aktiva
Die sonstigen Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten werden
zum 31.12.2023 mit einem Betrag von 464,3 Mio. EUR (Vorjahr:
499,5 Mio. EUR) ausgewiesen. Dies entspricht im Vergleich zum
Vorjahr einem Rückgang um 35,2 Mio. EUR oder 7,05 %. Die in
diesem Posten dargestellten positiven Marktwerte von derivativen
Finanzinstrumenten des Handelsbestands verringerten sich ge-
genüber dem Vorjahr um 46,2 Mio. EUR auf 101,2 Mio. EUR. Wei-
ters haben sich die Forderungen aus abgegrenzten Zinsen aus
dem EZB-Langfristtender (TLTRO III, Targeted Longer-Term Refi-
nancing Operations) vor allem aufgrund der Rückzahlung von 3
Tranchen in Höhe von insgesamt 2,0 Mrd. EUR auf einen Betrag
von 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 37,7 Mio. EUR) reduziert. Demgegen-
über erhöhte sich der Stichtagsbestand der Zahlungsaufträge in
Abwicklung auf einen Betrag von 213,2 Mio. EUR (Vor-
jahr: 133,6 Mio. EUR). Die hier ebenfalls dargestellten Rech-
nungsabgrenzungsposten haben sich um 4,2 Mio. EUR auf
65,8 Mio. EUR reduziert.
Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern sind zum Berichtsstichtag auf einen
Betrag von 31,0 Mio. EUR (Vorjahr: 34,6 Mio. EUR) gesunken.
Eine ausführliche Darstellung über Art und Zusammensetzung der
latenten Steuern findet sich unter Punkt C. 12. „Aktive latente
Steuern“ des Anhangs.
045
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
In TEUR
2023
2022
VERÄNDERUNG
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.892.608 7.490.478 –1.597.870 –21,33 %
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
(Spar- und Giroeinlagen)
4.137.278 3.930.321 206.957 5,27 %
Eigene Emissionen
(inkl. Ergänzungskapital)
4.895.402 4.022.557 872.845 21,70 %
Rückstellungen 107.894 90.837 17.057 18,78 %
Sonstige Passiva 235.082 249.192 –14.110 –5,66 %
Eigenkapital 1.526.255 1.471.667 54.588 3,71 %
GESAMTKAPITAL 16.794.519 17.255.052 –460.533 –2,67 %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich
gegenüber dem Vorjahr um 1.597,9 Mio. EUR oder 21,33 % auf
5.892,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7.490,5 Mio. EUR). Dieser Rückgang re-
sultiert vor allem aus der Rückzahlung von 3 Tranchen des EZB-
Langfristtender (TLTRO III, Targeted Longer-Term Refinancing Ope-
rations) in Höhe von insgesamt 2,0 Mrd. EUR. Zum 31.12.2023
wird eine Verbindlichkeit aus dem Langfristtender in Höhe von
0,5 Mrd. EUR ausgewiesen (Vorjahr: 2,5 Mrd. EUR).
Die Einlagen von Raiffeisenbanken sind mit einem Betrag von
4.018,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3.918,1 Mio. EUR) ein wesentlicher Be-
standteil dieser Position. Der Gesamtbestand der Einlagen von För-
derbanken beläuft sich zum Jahresultimo auf einen Betrag von
677,7
Mio. EUR (Vorjahr: 588,8 Mio. EUR).
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich im Be-
richtsjahr von 3.930,3 Mio. EUR um 207,0 Mio. EUR oder 5,27 %
auf 4.137,3 Mio. EUR. In dieser Position werden einerseits die
Spareinlagen mit einem Betrag von 528,7 Mio. EUR (Vorjahr:
530,9 Mio. EUR) und andererseits die sonstigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden (Sicht- und Termineinlagen) mit insgesamt
3.608,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3.399,4 Mio. EUR) ausgewiesen.
Verbriefte Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital
gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr.
575/2013
Die gesamten Emissionen (inkl. Ergänzungskapital) betragen zum
Bilanzstichtag 4.895,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4.022,6 Mio. EUR). Dies
entspricht einer Zunahme um 872,8 Mio. EUR oder 21,70 % gegen-
über dem Vorjahr. Die Veränderung resultiert vor allem aus Neu-
emissionen mit einem Betrag von 1.585,3
Mio. EUR sowie Abgän-
gen aufgrund von Tilgungen mit 747,2 Mio. EUR. Die Neuemissio-
nen betreffen zwei Benchmarkanleihen (Covered Bonds) in Höhe
von jeweils 500 Mio. EUR. Eine Benchmarkanleihe mit einem Volu-
men von 500 Mio. EUR wurde Anfang des Jahres planmäßig rück-
geführt.
Vom Gesamtvolumen zum 31.12.2023 wurden 347,9 Mio. EUR (Vor-
jahr: 392,3 Mio. EUR) bei steirischen Raiffeisenbanken platziert,
1.300,1 Mio. EUR (Vorjahr: 958,6 Mio. EUR) betreffen Kundenemissi-
onen (Retail/Private Banking und institutionelle Kunden). Am Kapital-
markt wurden Covered Bonds im Ausmaß von 3.096,5 Mio. EUR
(Vorjahr: 2.555,5 Mio. EUR) platziert. Darüber hinaus wurde Ergän-
zungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kap. 4 der VO (EU) 575/2013 in
Höhe von 85,6 Mio. EUR (Vorjahr: 85,6 Mio. EUR) begeben.
Passiva / Kapitalstruktur
JAHRESFINANZBERICHT 2023
046
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um insge-
samt 17,1 Mio. EUR auf nunmehr 107,9 Mio. EUR (Vorjahr:
90,8 Mio. EUR) erhöht. Die Abfertigungs- und Pensionsrückstellun-
gen erhöhten sich in Summe um 7,1 Mio. EUR auf einen Betrag von
55,1 Mio. EUR (Vorjahr: 48,0 Mio. EUR). Dies ist vor allem auf die
Reduktion der Diskontsätze sowie die Erhöhung des Gehalts- und
Pensionstrends zurückzuführen.
Weiters erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um
6,6 Mio. EUR auf 41,8 Mio. EUR (Vorjahr: 35,2 Mio. EUR). Die sons-
tigen Rückstellungen beinhalten u.a. die Rückstellungen für außer-
bilanzielle Geschäfte im Kreditgeschäft (Haftungen, Garantien und
Kreditrisiken) mit 23,0
Mio. EUR (Vorjahr: 15,6 Mio. EUR) und sons-
tige Personalrückstellungen in Höhe von 12,6
Mio. EUR (Vorjahr:
12,2
Mio. EUR).
Die aufgrund der OGH-Entscheidung vom 22. Dezember 2021 bzw.
des VfGH-Erkenntnisses vom 30. Dezember 2022 betreffend Sollzin-
sen bei Verbraucherkreditverträgen und Verträgen mit Kleinstunter-
nehmern, die den Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19 JuBG
unterliegen, eingestellte Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2023
aufgrund von Rückzahlungen (0,2 Mio. EUR) und ertragswirksmen
Auflösungen (1,1 Mio. EUR) auf einen Betrag von 1,1 Mio. EUR redu-
ziert (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR).
Die Körperschaftsteuerrückstellung erhöhte sich aufgrund der Dotie-
rung für das Geschäftsjahr 2023 auf 11,0 Mio. EUR (Vorjahr:
7,6
Mio. EUR).
Sonstige Passiva
Die sonstigen Passiva und Rechnungsabgrenzungsposten haben
sich gegenüber dem Vorjahr um 14,1 Mio. EUR auf 235,1 Mio. EUR
reduziert (Vorjahr: 249,2 Mio. EUR). Innerhalb dieser Position haben
sich vor allem die negativen Marktwerte von Derivaten des Handels-
bestands um 45,2 Mio.
EUR auf 97,6 Mio. EUR verringert. Die abge-
grenzten Zinsen für die noch ausstehende Tranche aus dem EZB-
Langfristtender (TLTRO III, Targeted Longer-Term Refinancing Opera-
tions) führte zu einer Erhöhung der Position um 13,2 Mio. EUR.
Demgegenüber verringerten sich die passiven Rechnungsabgren-
zungsposten um 1,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr.
In TEUR 2023 2022 VERÄNDERUNG
Gezeichnetes Kapital 142.721 142.721 0 -
Kapitalrücklagen 401.825 401.825 0 -
Gewinnrücklagen 813.216 753.335 59.881 7,95 %
Haftrücklage 143.429 143.429 0 -
Bilanzgewinn 25.064 30.357 -5.293 –17,44 %
GESAMT 1.526.255 1.471.667 54.588 3,71 %
Gezeichnetes Kapital sowie Kapitalrücklagen
Das Grundkapital (= gezeichnetes Kapital) der RLB Steiermark
beträgt per 31.12.2023 wie im Vorjahr 142.721 TEUR und besteht
aus 3.113.507 Stück nennbetragslosen, auf Namen lautende,
Stückaktien (Stammaktien). Die RLB Steiermark hält keine eige-
nen Anteile.
Mit Einbringungsverträgen vom 19.9.2023 haben sämtliche steiri-
sche Raiffeisenbanken, die bisher direkt als Aktionäre an der Ge-
sellschaft beteiligt waren, ihre Aktien jeweils unter Inanspruchnahme
des Artikels III UmgrStG in die Hauptaktionärin RLB-Stmk Holding
eGen mit dem Sitz in Graz, FN 58993 f, eingebracht und dafür als
Gegenleistung Geschäftsanteile an der RLB-Stmk Holding eGen er-
halten. In weiterer Folge wurden diese von den steirischen Raiffei-
senbanken – wiederum unter Inanspruchnahme des Artikels III Um-
grStG – gegen die Gewährung von Geschäftsanteilen in die RLB-
Stmk Verbund eingebracht.
Infolge dieses Umgründungsvorgangs wurden sämtliche Aktien an
der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG in der Hand der RLB-
Stmk Holding eGen vereinigt, sodass diese nunmehr die alleinige
Aktionärin der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist.
Eigenkapital
046
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um insge-
samt 17,1 Mio. EUR auf nunmehr 107,9 Mio. EUR (Vorjahr:
90,8 Mio. EUR) erhöht. Die Abfertigungs- und Pensionsrückstellun-
gen erhöhten sich in Summe um 7,1 Mio. EUR auf einen Betrag von
55,1 Mio. EUR (Vorjahr: 48,0 Mio. EUR). Dies ist vor allem auf die
Reduktion der Diskontsätze sowie die Erhöhung des Gehalts- und
Pensionstrends zurückzuführen.
Weiters erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um
6,6 Mio. EUR auf 41,8 Mio. EUR (Vorjahr: 35,2 Mio. EUR). Die sons-
tigen Rückstellungen beinhalten u.a. die Rückstellungen für außer-
bilanzielle Geschäfte im Kreditgeschäft (Haftungen, Garantien und
Kreditrisiken) mit 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 15,6 Mio. EUR) und sons-
tige Personalrückstellungen in Höhe von 12,6 Mio. EUR (Vorjahr:
12,2 Mio. EUR).
Die aufgrund der OGH-Entscheidung vom 22. Dezember 2021 bzw.
des VfGH-Erkenntnisses vom 30. Dezember 2022 betreffend Sollzin-
sen bei Verbraucherkreditverträgen und Verträgen mit Kleinstunter-
nehmern, die den Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19 JuBG
unterliegen, eingestellte Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2023
aufgrund von Rückzahlungen (0,2 Mio. EUR) und ertragswirksmen
Auflösungen (1,1 Mio. EUR) auf einen Betrag von 1,1 Mio. EUR redu-
ziert (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR).
Die Körperschaftsteuerrückstellung erhöhte sich aufgrund der Dotie-
rung für das Geschäftsjahr 2023 auf 11,0 Mio. EUR (Vorjahr:
7,6 Mio. EUR).
Sonstige Passiva
Die sonstigen Passiva und Rechnungsabgrenzungsposten haben
sich gegenüber dem Vorjahr um 14,1 Mio. EUR auf 235,1 Mio. EUR
reduziert (Vorjahr: 249,2 Mio. EUR). Innerhalb dieser Position haben
sich vor allem die negativen Marktwerte von Derivaten des Handels-
bestands um 45,2 Mio. EUR auf 97,6 Mio. EUR verringert. Die abge-
grenzten Zinsen für die noch ausstehende Tranche aus dem EZB-
Langfristtender (TLTRO III, Targeted Longer-Term Refinancing Opera-
tions) führte zu einer Erhöhung der Position um 13,2 Mio. EUR.
Demgegenüber verringerten sich die passiven Rechnungsabgren-
zungsposten um 1,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr.
In TEUR
2023
2022
VERÄNDERUNG
Gezeichnetes Kapital
142.721
142.721
0
-
Kapitalrücklagen
401.825
401.825
0
-
Gewinnrücklagen
813.216
753.335
59.881
7,95 %
Haftrücklage
143.429
143.429
0
-
Bilanzgewinn
25.064
30.357
-5.293
–17,44 %
GESAMT
1.526.255
1.471.667
54.588
3,71 %
Gezeichnetes Kapital sowie Kapitalrücklagen
Das Grundkapital (= gezeichnetes Kapital) der RLB Steiermark
beträgt per 31.12.2023 wie im Vorjahr 142.721 TEUR und besteht
aus 3.113.507 Stück nennbetragslosen, auf Namen lautende,
Stückaktien (Stammaktien). Die RLB Steiermark hält keine eige-
nen Anteile.
Mit Einbringungsverträgen vom 19.9.2023 haben sämtliche steiri-
sche Raiffeisenbanken, die bisher direkt als Aktionäre an der Ge-
sellschaft beteiligt waren, ihre Aktien jeweils unter Inanspruchnahme
des Artikels III UmgrStG in die Hauptaktionärin RLB-Stmk Holding
eGen mit dem Sitz in Graz, FN 58993 f, eingebracht und dafür als
Gegenleistung Geschäftsanteile an der RLB-Stmk Holding eGen er-
halten. In weiterer Folge wurden diese von den steirischen Raiffei-
senbanken – wiederum unter Inanspruchnahme des Artikels III Um-
grStG – gegen die Gewährung von Geschäftsanteilen in die RLB-
Stmk Verbund eingebracht.
Infolge dieses Umgründungsvorgangs wurden sämtliche Aktien an
der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG in der Hand der RLB-
Stmk Holding eGen vereinigt, sodass diese nunmehr die alleinige
Aktionärin der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist.
Eigenkapital
047
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Gewinnrücklagen, Haftrücklage gem.
§
57 Abs. 5 BWG sowie Bilanzgewinn
Die Gewinnrücklagen betreffen einerseits die freie Rücklage in
Höhe von 804,9 Mio. EUR (Vorjahr: 745,0 Mio. EUR) und anderer-
seits den KWG-Haftrücklagen-Überhang 1994 in Höhe von
8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR).
Die freien Gewinnrücklagen (andere Rücklagen) wurden im
Berichtsjahr mit einem Betrag von insgesamt 59,9 Mio. EUR
(Vorjahr: 75,6 Mio. EUR) erhöht, worauf ein Betrag von
2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3
Mio. EUR) auf die Rücklage zum
Aufbau eines Sondervermögens für das institutsbezogene
Sicherungssystem (Raiffeisen-IPS) entfällt. Die Haftrücklage
gemäß §
57 Abs. 5 BWG wurde entsprechend den gesetzlichen
Bestimmungen gebildet und verzeichnet zum Bilanzstichtag
einen Stand von 143,4 Mio. EUR (Vorjahr: 143,4 Mio. EUR).
Der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 beträgt
25,1 Mio. EUR und liegt somit um 5,3 Mio. EUR unter dem
Vorjahreswert von 30,4 Mio. EUR.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
048
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Gewinn
-und-Verlust-Rechnung / Ertragslage
In TEUR
2023 2022
VERÄNDERUNG
Zinsen und ähnliche Erträge 621.643 188.634 433.009 >100%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen –449.901 –36.479 –413.423 >100%
Nettozinsertrag 171.742 152.155 19.586 12,87 %
Erträgen aus nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen 40.864 86.282 –45.417 –52,64 %
Provisionsergebnis 42.883 43.026 –143 –0,33 %
Ergebnis aus Finanzgeschäften 4.159 4.563 –404 –8,84 %
Sonstige betriebliche Erträge 47.670 51.945 –4.275 –8,23 %
BETRIEBSERTRÄGE 307.317 337.970 –30.653 –9,07 %
Personalaufwand –106.620 –85.872 –20.747 24,16 %
Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) –63.954 –56.119 –7.834 13,96 %
Abschreibungen (auf Sachanlagen und immat. Vermögenswerte) –3.227 –3.156 –70 2,23 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen –9.317 –8.136 –1.181 14,51 %
BETRIEBSAUFWENDUNGEN -183.117 -153.284 –29.833 19,46 %
BETRIEBSERGEBNIS 124.200 184.686 –60.486 –32,75 %
Saldo der Aufwendungen/Erträge aus GuV-Position 11/12:
für Forderungen an Kunden –45.883 –19.943 –25.940 >100%
für Wertpapiere des Umlaufvermögens und Derivate (Bankbuch) 22.037 –34.409 56.446 >100%
Saldo der Aufwendungen/Erträge aus GuV-Position 13/14:
für Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen –1.452 –8.841 7.389 –83,58 %
für Wertpapiere des Anlagevermögens und Derivate (Bankbuch) 185 –4 190 >100%
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT) 99.087 121.489 –22.402 –18,44 %
Außerordentliches Ergebnis 0 0 0 -
Steuern –14.143 –12.672 –1.471 11,61 %
JAHRESÜBERSCHUSS 84.944 108.817 –23.873 –21,94 %
048
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Gewinn-und-Verlust-Rechnung / Ertragslage
In TEUR
2023
2022
VERÄNDERUNG
Zinsen und ähnliche Erträge
621.643
188.634
433.009
>100%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
–449.901
–36.479
–413.423
>100%
Nettozinsertrag
171.742
152.155
19.586
12,87 %
Erträgen aus nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen
40.864
86.282
–45.417
–52,64 %
Provisionsergebnis
42.883
43.026
–143
–0,33 %
Ergebnis aus Finanzgeschäften
4.159
4.563
–404
–8,84 %
Sonstige betriebliche Erträge
47.670
51.945
–4.275
–8,23 %
BETRIEBSERTRÄGE
307.317
337.970
–30.653
–9,07 %
Personalaufwand
–106.620
–85.872
–20.747
24,16 %
Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
–63.954
–56.119
–7.834
13,96 %
Abschreibungen (auf Sachanlagen und immat. Vermögenswerte)
–3.227
–3.156
–70
2,23 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen
–9.317
–8.136
–1.181
14,51 %
BETRIEBSAUFWENDUNGEN
-183.117
-153.284
–29.833
19,46 %
BETRIEBSERGEBNIS
124.200
184.686
–60.486
–32,75 %
Saldo der Aufwendungen/Erträge aus GuV-Position 11/12:
für Forderungen an Kunden
–45.883
–19.943
–25.940
>100%
für Wertpapiere des Umlaufvermögens und Derivate (Bankbuch)
22.037
–34.409
56.446
>100%
Saldo der Aufwendungen/Erträge aus GuV-Position 13/14:
für Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
–1.452
–8.841
7.389
–83,58 %
für Wertpapiere des Anlagevermögens und Derivate (Bankbuch)
185
–4
190
>100%
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT)
99.087
121.489
–22.402
–18,44 %
Außerordentliches Ergebnis
0
0
0
-
Steuern
–14.143
–12.672
–1.471
11,61 %
JAHRESÜBERSCHUSS
84.944
108.817
–23.873
–21,94 %
049
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von 621,6 Mio. EUR
(Vorjahr: 188,6 Mio. EUR) erhöhten sich – unter Berücksichtigung
der Zinsen aus derivativen Sicherungsgeschäften – im Jahresver-
gleich um 433,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist vor allem auf das
stark angestiegene Marktzinsniveau zurückzuführen. Im Kunden-
geschäft kam es zu einem Anstieg um rund 191,8
Mio. EUR auf
340,3
Mio. EUR, ebenso war bei den Zinsen aus Forderungen an
Kreditinstitute eine Steigerung um 132,6
Mio. EUR zu verzeichnen.
Die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren erhöhten sich
im Jahresvergleich um 44,8 Mio. EUR. Die Zinserträge für Derivate –
insbesondere für Sicherungsgeschäfte im Makro-Hedging – stiegen
im Periodenvergleich um 49,1 Mio. EUR.
Die Zinsspanne im Aktivgeschäft beträgt für das abgelaufene Ge-
schäftsjahr 3,94 %. Der Vorjahreswert beläuft sich auf 1,09 %.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Gesamtbetrag der Zinsaufwendungen in Höhe von 449,9 Mio.
EUR (Vorjahr: 36,5 Mio. EUR) erhöhte sich insbesondere durch das
höhere Zinsniveau im Vergleich zum Vorjahr um 413,4 Mio. EUR. Im
Kundengeschäft kam es zu einem Anstieg des Zinsaufwands um
rund 49,5
Mio. EUR. Weiters war bei den Zinsen aus Verbindlich-
keiten gegenüber Kreditinstituten eine Steigerung um
191,0
Mio. EUR auf 193,0 Mio. EUR zu verzeichnen. Darin enthal-
ten sind Zinsaufwendungen für die gezogenen Tranchen im Rah-
men des TLTRO III-Programms der EZB in Höhe von 52,4 Mio. EUR
(Vorjahr: -16,0 Mio. EUR). Ursächlich für diese Entwicklung ist die
Erhöhung des Zinssatzes für die Einlagenfazilität sowie die im Vor-
jahr erfolgte Änderung der Durchschnittsverzinsung für Zinsperio-
den ab dem 24. November 2022. Bei den Zinsaufwendungen für ei-
gene Emissionen ist es zu einem Anstieg von 123,9
Mio. EUR ge-
genüber dem Vorjahr gekommen. Die Zinsaufwendungen für Deri-
vate – insbesondere für Sicherungsgeschäfte im Makro-Hedging – er-
höhten sich im Periodenvergleich um 49,1Mio. EUR.
Die Zinsspanne im Passivgeschäft beträgt für das abgelaufene Ge-
schäftsjahr 2,68 % (Vorjahr: 0,20 %).
Nettozinsertrag
Der Nettozinsertrag als Saldo aus den Zinserträgen und den Zinsauf-
wendungen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 19,6 Mio. EUR
oder 12,87 % auf 171,7 Mio. EUR (Vorjahr: 152,2 Mio. EUR).
Zusammen mit den „Erträgen aus nicht festverzinslichen Wertpapie-
ren und Beteiligungen“ errechnet sich ein erweiterter Nettozinser-
trag in Höhe von 212,6 Mio. EUR (Vorjahr: 238,4 Mio. EUR), der um
25,8 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres liegt. Die Erträge aus
Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe
von 40,9 Mio. EUR (Vorjahr: 86,3 Mio. EUR) haben sich gegenüber
dem Vorjahr um insgesamt 45,4 Mio. EUR
reduziert. Dies liegt vor
allem an einer im Vorjahr enthaltenen Sonderausschüttung im Rah-
men von Strukturmaßnahmen im Beteiligungsbereich in Höhe von
60,7 Mio. EUR.
Weitere Betriebserträge
An dieser Stelle werden die nicht zinsabhängigen Betriebserträge
erläutert.
Das Provisionsergebnis, als Saldo der Provisionserträge und Provi-
sionsaufwendungen, hat sich gegenüber dem Wert des Vorjahres
geringfügig um 0,1 Mio. EUR verringert und beträgt im abgelaufenen
Geschäftsjahr 42,9 Mio. EUR (Vorjahr: 43,0 Mio. EUR). Das Provisi-
onsgeschäft im Zahlungsverkehr, welches den größten Beitrag zum
Provisionsergebnis liefert, konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert
werden und wird mit einem Betrag von 23,8
Mio. EUR (Vorjahr:
22,6
Mio. EUR) ausgewiesen.Eine rückläufige Entwicklung war im
Kreditgeschäft zu verzeichnen (-0,8 Mio. EUR). Das Provisionser-
gebnis im Wertpapiergeschäft blieb mit 14,7 Mio. EUR nahezu unver-
ändert (Vorjahr: 14,9 Mio. EUR).
Die Position „Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften“ trägt
mit 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) zum Betriebsergebnis
bei. Das rückläufige Ergebnis ist in erster Linie auf höhere Bewer-
tungsaufwendungen für Derivate zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erreichten einen Betrag von
47,7 Mio. EUR (Vorjahr: 51,9 Mio. EUR). Diese Position beinhaltet
vor allem Erträge aus Leistungsverrechnungen im Verbund und an
Tochterunternehmen, Kostenersätze von Unternehmen im Nicht-
bankenbereich sowie Erträge aus der Bewertung und Schließung
von Derivaten des Bankbuchs. Weiters werden in dieser Position
Erträge aus der Auflösung von (Personal-)Rückstellungen ausge-
wiesen, welche sich um 4,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr verringer-
ten und maßgeblich für den Rückgang in dieser Position sind.
Betriebserträge in Summe
Aus dem Nettozinsertrag und den weiteren Betriebserträgen errech-
nen sich die Betriebserträge in Summe mit einem Betrag von
307,3 Mio. EUR (Vorjahr: 338,0 Mio. EUR). Dies entspricht einem
Rückgang von 30,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr was vor al-
lem auf den Rückgang bei den Erträgen aus Beteiligungen und An-
teilen an verbundenen Unternehmen aufgrund der bereits erläuter-
ten Sonderausschüttung im Vorjahr zurückzuführen.
Die dargestellten Betriebserträge beinhalten neben den bankbe-
trieblichen Erträgen auch die Erträge aus bankfremden Geschäften
(z. B. Kostenersätze von Beteiligungsunternehmen der Raiffeisen-
Landesbank Steiermark AG) in Höhe von 18,3 Mio. EUR (Vorjahr:
26,7 Mio. EUR). Bereinigt um die Erträge aus bankfremden Ge-
schäften errechnen sich Betriebserträge für das Geschäftsjahr 2023
in Höhe von 289,0 Mio. EUR (Vorjahr: 311,3 Mio. EUR), welche bei
der Ermittlung der Kennzahl Cost/Income Ratio „adjustiert“ heran-
gezogen werden.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
050
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Betriebsaufwendungen
Innerhalb der Betriebsaufwendungen war im Geschäftsjahr 2023
vor allem ein Anstieg im Personalaufwand zu verzeichnen.
Dieser erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 20,7 Mio. EUR auf
106,6 Mio. EUR (Vorjahr: 85,9 Mio. EUR). Maßgeblich dafür war
ein höherer Aufwand für Löhne und Gehälter aufgrund eines ge-
stiegenen Mitarbeiterstands sowie kollektivvertragliche Anpassun-
gen, welche deutlich über dem Niveau der Vorjahre lagen. Dar-
über hinaus führte auch die Senkung der Diskontierungssätze so-
wie die Erhöhung des Gehalts- und Pensionstrends zu einem hö-
heren Rückstellungsbedarf im Bereich der Personalrückstellun-
gen.
Der Sachaufwand erhöhte sich im Jahresvergleich um 7,8 Mio. EUR
auf 64,0 Mio. EUR (Vorjahr: 56,1 Mio. EUR). Innerhalb dieser Posi-
tion ist vor allem ein Anstieg bei den Beratungsaufwendungen, vor
allem für laufende Großprojekte, zu verzeichnen. Weiters erhöhten
sich der IT-, Werbe-, Miet- und Leasing- sowie Schulungsaufwand.
Der Bürobetriebs- und Instandhaltungsaufwand konnten hingegen
reduziert werden.
Die Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermö-
gensgegenstände erhöhten sich geringfügig gegenüber dem Vor-
jahr um 0,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2
Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 9,3 Mio. EUR
und sind gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR gestiegen (Vor-
jahr: 8,1 Mio. EUR). Dies ist vor allem auf höhere Bewertungsauf-
wendungen im Zusammenhang mit Derivaten zurückzuführen, wel-
che mit 0,7 Mio. EUR ausgewiesen werden (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).
Weiters beinhaltet diese Position aufwandswirksame Beiträge an Si-
cherungseinrichtungen in Höhe von 8,4
Mio. EUR (Vorjahr:
7,8
Mio. EUR).
Insgesamt lagen die Betriebsaufwendungen im abgelaufenen Ge-
schäftsjahr bei 183,1 Mio. EUR (Vorjahr: 153,3 Mio. EUR). Im Ver-
gleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 29,8 Mio. EUR
bzw. 19,46 %.
Bereinigt um die Aufwendungen aus bankfremden Geschäften in
Höhe von 18,3 Mio. EUR (Vorjahr: 26,7 Mio. EUR) errechnen sich
Betriebsaufwendungen für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von
164,8 Mio. EUR (Vorjahr: 126,6 Mio. EUR), welche bei Ermittlung
der Kennzahl Cost/Income Ratio „adjustiert“ zu berücksichtigen
sind.
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis errechnet sich durch Saldierung der Betriebs-
erträge mit den Betriebsaufwendungen. Nach einem Ergebnis von
184,7 Mio. EUR im Vorjahr ergibt sich für das abgelaufene Ge-
schäftsjahr ein Betriebsergebnis von 124,2 Mio. EUR. Dies ent-
spricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 60,5 Mio. EUR
oder 32,75 %.
GuV-Position 11/12 – Saldo aus Zuweisungen und
Auflösungen von Wertberichtigungen
auf Forderungen und Rückstellungen für
Eventualverbindlichkeiten
Für das Geschäftsjahr 2023 wird in dieser Position ein Nettoauf-
wand von 23,8 Mio. EUR (Vorjahr: 54,4 Mio. EUR) ausgewiesen.
Die Veränderung in dieser Position ist einerseits auf die Aufwen-
dungen im Kreditgeschäft mit einem Betrag von 45,9 Mio. EUR
(Vorjahr: 19,9 Mio. EUR) und andererseits auf das positive Bewer-
tungs- und Veräußerungsergebnis von Wertpapieren des Umlauf-
vermögens (inkl. der darauf entfallenden Ergebnisse aus der
Schließung von Derivaten) in Höhe von 22,0 Mio. EUR (Vorjahr:
- 34,4
Mio. EUR) zurückzuführen.
Bei den Kreditrisikovorsorgen war einerseits eine Nettodotierung
der Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für außerbilanz-
mäßige Geschäfte in Höhe von 65,4
Mio. EUR (Vorjahr: Nettodotie-
rung 19,0
Mio. EUR) und andererseits eine Nettoauflösung der auf
Portfoliobasis gebildeten Kreditrisikovorsorgen (Wertberichtigun-
gen, Rückstellungen) in Höhe von 1,2 Mio.
EUR (Vorjahr: Nettodo-
tierung 1,7 Mio.
EUR) zu verzeichnen. Um eine adäquate Abbildung
der Risikovorsorgen unter Berücksichtigung der aktuellen geopoliti-
schen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zu gewährleisten, wurde
wie im Vorjahr ein Management Overlay angewendet. Der aus dem
Management Overlay (siehe dazu auch Kapitel B 4. des Anhangs)
resultierende aufwandswirksame Effekt beträgt 3,3 Mio. EUR (Vor-
jahr: 12,0 Mio. EUR). Teilweise kompensiert wurde der Anstieg der
Kreditrisikovorsorgen durch die Auflösung der Unterbewertung ge-
mäß § 57 Abs. 1 BWG in Höhe von 18,0 Mio. EUR (Vorjahr:
0,0 Mio. EUR).
Eingänge aus Forderungsabschreibungen und direkte Forderungs-
abschreibungen werden saldiert mit einem Betrag von 0,4
Mio. EUR
ausgewiesen (Vorjahr: 0,7
Mio. EUR).
GuV-Position 13/14 – Saldo aus Wertberichtigungen
auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens sowie
Beteiligungen und Anteile an verbundenen
Unternehmen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren außerplanmäßige Abschrei-
bungen auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unterneh-
men in Höhe von 3,5 Mio.
EUR (Vorjahr: 10,5 Mio. EUR) vorzuneh-
men. Demgegenüber wurden Beteiligungen und Anteile an verbun-
denen Unternehmen mit einem Betrag von 2,0
Mio. EUR (Vorjahr:
1,7
Mio. EUR) zugeschrieben.
Das (saldierte) Bewertungs- und Veräußerungsergebnis aus Wert-
papieren des Anlagevermögens und Derivaten wird mit einem Be-
trag von 0,2
Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) ausgewiesen.
Per Saldo ergibt sich daher für das abgelaufene Geschäftsjahr in
dieser Position ein Nettoaufwand von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr:
8,8 Mio. EUR).
050
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Betriebsaufwendungen
Innerhalb der Betriebsaufwendungen war im Geschäftsjahr 2023
vor allem ein Anstieg im Personalaufwand zu verzeichnen.
Dieser erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 20,7 Mio. EUR auf
106,6 Mio. EUR (Vorjahr: 85,9 Mio. EUR). Maßgeblich dafür war
ein höherer Aufwand für Löhne und Gehälter aufgrund eines ge-
stiegenen Mitarbeiterstands sowie kollektivvertragliche Anpassun-
gen, welche deutlich über dem Niveau der Vorjahre lagen. Dar-
über hinaus führte auch die Senkung der Diskontierungssätze so-
wie die Erhöhung des Gehalts- und Pensionstrends zu einem hö-
heren Rückstellungsbedarf im Bereich der Personalrückstellun-
gen.
Der Sachaufwand erhöhte sich im Jahresvergleich um 7,8 Mio. EUR
auf 64,0 Mio. EUR (Vorjahr: 56,1 Mio. EUR). Innerhalb dieser Posi-
tion ist vor allem ein Anstieg bei den Beratungsaufwendungen, vor
allem für laufende Großprojekte, zu verzeichnen. Weiters erhöhten
sich der IT-, Werbe-, Miet- und Leasing- sowie Schulungsaufwand.
Der Bürobetriebs- und Instandhaltungsaufwand konnten hingegen
reduziert werden.
Die Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermö-
gensgegenstände erhöhten sich geringfügig gegenüber dem Vor-
jahr um 0,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 9,3 Mio. EUR
und sind gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR gestiegen (Vor-
jahr: 8,1 Mio. EUR). Dies ist vor allem auf höhere Bewertungsauf-
wendungen im Zusammenhang mit Derivaten zurückzuführen, wel-
che mit 0,7 Mio. EUR ausgewiesen werden (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).
Weiters beinhaltet diese Position aufwandswirksame Beiträge an Si-
cherungseinrichtungen in Höhe von 8,4 Mio. EUR (Vorjahr:
7,8 Mio. EUR).
Insgesamt lagen die Betriebsaufwendungen im abgelaufenen Ge-
schäftsjahr bei 183,1 Mio. EUR (Vorjahr: 153,3 Mio. EUR). Im Ver-
gleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 29,8 Mio. EUR
bzw. 19,46 %.
Bereinigt um die Aufwendungen aus bankfremden Geschäften in
Höhe von 18,3 Mio. EUR (Vorjahr: 26,7 Mio. EUR) errechnen sich
Betriebsaufwendungen für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von
164,8 Mio. EUR (Vorjahr: 126,6 Mio. EUR), welche bei Ermittlung
der Kennzahl Cost/Income Ratio „adjustiert“ zu berücksichtigen
sind.
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis errechnet sich durch Saldierung der Betriebs-
erträge mit den Betriebsaufwendungen. Nach einem Ergebnis von
184,7 Mio. EUR im Vorjahr ergibt sich für das abgelaufene Ge-
schäftsjahr ein Betriebsergebnis von 124,2 Mio. EUR. Dies ent-
spricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 60,5 Mio. EUR
oder 32,75 %.
GuV-Position 11/12 – Saldo aus Zuweisungen und
Auflösungen von Wertberichtigungen
auf Forderungen und Rückstellungen für
Eventualverbindlichkeiten
Für das Geschäftsjahr 2023 wird in dieser Position ein Nettoauf-
wand von 23,8 Mio. EUR (Vorjahr: 54,4 Mio. EUR) ausgewiesen.
Die Veränderung in dieser Position ist einerseits auf die Aufwen-
dungen im Kreditgeschäft mit einem Betrag von 45,9 Mio. EUR
(Vorjahr: 19,9 Mio. EUR) und andererseits auf das positive Bewer-
tungs- und Veräußerungsergebnis von Wertpapieren des Umlauf-
vermögens (inkl. der darauf entfallenden Ergebnisse aus der
Schließung von Derivaten) in Höhe von 22,0 Mio. EUR (Vorjahr:
- 34,4 Mio. EUR) zurückzuführen.
Bei den Kreditrisikovorsorgen war einerseits eine Nettodotierung
der Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für außerbilanz-
mäßige Geschäfte in Höhe von 65,4 Mio. EUR (Vorjahr: Nettodotie-
rung 19,0 Mio. EUR) und andererseits eine Nettoauflösung der auf
Portfoliobasis gebildeten Kreditrisikovorsorgen (Wertberichtigun-
gen, Rückstellungen) in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: Nettodo-
tierung 1,7 Mio. EUR) zu verzeichnen. Um eine adäquate Abbildung
der Risikovorsorgen unter Berücksichtigung der aktuellen geopoliti-
schen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zu gewährleisten, wurde
wie im Vorjahr ein Management Overlay angewendet. Der aus dem
Management Overlay (siehe dazu auch Kapitel B 4. des Anhangs)
resultierende aufwandswirksame Effekt beträgt 3,3 Mio. EUR (Vor-
jahr: 12,0 Mio. EUR). Teilweise kompensiert wurde der Anstieg der
Kreditrisikovorsorgen durch die Auflösung der Unterbewertung ge-
mäß § 57 Abs. 1 BWG in Höhe von 18,0 Mio. EUR (Vorjahr:
0,0 Mio. EUR).
Eingänge aus Forderungsabschreibungen und direkte Forderungs-
abschreibungen werden saldiert mit einem Betrag von 0,4 Mio. EUR
ausgewiesen (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR).
GuV-Position 13/14 – Saldo aus Wertberichtigungen
auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens sowie
Beteiligungen und Anteile an verbundenen
Unternehmen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren außerplanmäßige Abschrei-
bungen auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unterneh-
men in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10,5 Mio. EUR) vorzuneh-
men. Demgegenüber wurden Beteiligungen und Anteile an verbun-
denen Unternehmen mit einem Betrag von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr:
1,7 Mio. EUR) zugeschrieben.
Das (saldierte) Bewertungs- und Veräußerungsergebnis aus Wert-
papieren des Anlagevermögens und Derivaten wird mit einem Be-
trag von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) ausgewiesen.
Per Saldo ergibt sich daher für das abgelaufene Geschäftsjahr in
dieser Position ein Nettoaufwand von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr:
8,8 Mio. EUR).
051
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT)
Das EGT verringerte sich aufgrund der dargestellten Entwicklungen
von 121,5 Mio. EUR im Vorjahr um 22,4 Mio. EUR auf 99,1 Mio.
EUR.
Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstige
Steuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten neben dem Körper-
schaftsteueraufwand in Höhe von 7,0
Mio. EUR (Vorjahr:
2,1 Mio.
EUR) auch (Netto-)Aufwendungen aus der Umlagenver-
rechnung aus der Steuergruppe mit einem Betrag von 0,4
Mio. EUR
(Vorjahr: (Netto-)Erträge 0,3 Mio.
EUR) und latente Steueraufwendun-
gen mit einem Betrag von 3,6
Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR).
Die sonstigen Steuern betreffen vor allem die Stabilitätsabgabe von
Instituten des Finanzmarkts mit einem Betrag von 3,2 Mio.
EUR
(Vorjahr: 3,6
Mio. EUR).
Jahresüberschuss
Der Jahresüberschuss beträgt 84,9 Mio. EUR und liegt damit um
23,9 Mio. EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres von
108,8 Mio. EUR.
Rücklagenbewegung
Die wesentlichen Veränderungen bei den Rücklagen wurden bereits
bei den entsprechenden Bilanzpositionen erläutert.
Jahresgewinn/Bilanzgewinn
Der ausgewiesene Jahresgewinn beträgt 25,1 Mio. EUR nach
30,4 Mio. EUR im Vorjahr.
Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag soll aus dem Bilanzgewinn
in Höhe von 25.063.731,35 EUR ein Betrag von 16.190.236,40 EUR
an den (Allein-)Eigentümer ausgeschüttet und ein Betrag von
8.873.494,95 EUR auf neue Rechnung vorgetragen werden. Dies
entspricht einer Dividende von 5,20 EUR je Aktie auf das in
3.113.507 auf Namen lautende Stückaktien eingeteilte Grundkapital.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
052
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
I.3. Bericht über die
Zweigniederlassungen
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG hat mit Stichtag 31. De-
zember 2023 neben dem Raiffeisenhaus in der Radetzkystraße an
den folgenden Standorten Zweig- und Außenstellen in Graz: Annen-
straße, City – Herrengasse, Steirerhof – Jakominiplatz, Styria Media
Center, Zinzendorfgasse, Herrgottwiesgasse, Kärntner Straße, Rag-
nitz, Theodor-Körner-Straße, St. Leonhard-LKH, LKH Graz II Stand-
orte West und Süd. Weitere RLB-Bankstellen außerhalb von Graz
gibt es in Frohnleiten und Leibnitz.
In Bruck an der Mur befindet sich darüber hinaus ein Büro ohne Ser-
vicebereich. Die eigenen Mitarbeiter und fallweise Kommerzkunden
werden im Headquarter in Raaba betreut.
052
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
I.3. Bericht über die
Zweigniederlassungen
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG hat mit Stichtag 31. De-
zember 2023 neben dem Raiffeisenhaus in der Radetzkystraße an
den folgenden Standorten Zweig- und Außenstellen in Graz: Annen-
straße, City – Herrengasse, Steirerhof – Jakominiplatz, Styria Media
Center, Zinzendorfgasse, Herrgottwiesgasse, Kärntner Straße, Rag-
nitz, Theodor-Körner-Straße, St. Leonhard-LKH, LKH Graz II Stand-
orte West und Süd. Weitere RLB-Bankstellen außerhalb von Graz
gibt es in Frohnleiten und Leibnitz.
In Bruck an der Mur befindet sich darüber hinaus ein Büro ohne Ser-
vicebereich. Die eigenen Mitarbeiter und fallweise Kommerzkunden
werden im Headquarter in Raaba betreut.
053
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
I.4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Eigenmittelausstattung
Die anrechenbaren Eigenmittel betragen per 31.12.2023 1.579,7 Mio. EUR gegenüber 1.554,4 Mio. EUR im Vorjahr.
Eigenmittelquote 2023 2022 VERÄNDERUNG
Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) 18,75 % 17,28 % 1,47 PP
Gesamtkapitalquote 20,28 % 19,15 % 1,13 PP
Die gesamte Eigenmittelquote liegt bei 20,28 % nach 19,15 % im Geschäftsjahr 2022. Aufgrund des Rückgangs beim Gesamtrisiko um 326,6
Mio. EUR (hievon Kreditrisiko -363,3 Mio. EUR) und von (eigenmittelwirksamen) Rücklagendotierungen in Höhe von 57,8 Mio. EUR sind so-
wohl die CET1-Quote als auch die gesamte Eigenmittelquote gegenüber dem Vorjahr angestiegen.
Aufgrund der in Punkt C. 19. des Anhangs beschriebenen synthetischen Verbriefung hat sich eine Verbesserung der ausgewiesenen Eigen-
mittelquote (Gesamtkapitalquote) von 0,39 %-Punkten ergeben.
Cost/Income Ratio (CIR)
Als Cost/Income Ratio wird das Verhältnis aller Betriebsaufwendungen zu den Betriebserträgen definiert. Die Veränderung im Vergleich zum
Vorjahr ist vor allem auf den Rückgang der Betriebserträge (aufgrund einer enthaltenen Sonderausschüttung im Vorjahr) und auf höhere
Betriebsaufwendungen, insbesondere den gestiegenen Personalaufwand, zurückzuführen.
In TEUR 2023 2022 VERÄNDERUNG
Betriebserträge 307.317 337.970 –9,07 %
Betriebsaufwendungen 183.117 153.284 19,46 %
CIR 59,59 % 45,35 % 14,24 PP
Cost/Income Ratio „adjustiert” (CIR „adjustiert“)
Ein ähnliches Bild zeigt die angepasste Cost/Income Ratio. Nach Bereinigung um das bankfremde Geschäft in Höhe von 18,3 Mio. EUR
(Vorjahr: 26,7 Mio. EUR) sowohl im Ertrags- als auch im Aufwandsbereich errechnet sich infolge des Rückgangs der Betriebserträge bei
gleichzeitigem Anstieg der Betriebsaufwendungen eine CIR „adjustiert“ in Höhe von 57,03 % nach 40,67 % im Vorjahr.
In TEUR 2023 2022 VERÄNDERUNG
Betriebserträge exkl. bankfremdes Geschäft 289.031 311.267 –7,14 %
Betriebsaufwendungen exkl. bankfremdes Geschäft 164.831 126.581 30,22 %
CIR „adjustiert“ 57,03 % 40,67 % 16,36 PP
JAHRESFINANZBERICHT 2023
054
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Eigenkapitalrendite „Return on Equity“ (RoE)
Eine weitere wichtige Kennzahl ergibt sich, wenn der Jahresüberschuss vor Steuern (EGT) bzw. der Jahresüberschuss nach Steuern dem
durchschnittlich eingesetzten Eigenkapital (exkl. Bilanzgewinn) gegenübergestellt wird. Je nach Berücksichtigung des Steueraufwands
errechnet sich für das Berichtsjahr eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 6,73 % (Vorjahr: 8,66 %) bzw. eine Eigenkapitalrendite nach
Steuern von 5,77 % (Vorjahr: 7,76 %).
In TEUR 2023 2022
VERÄNDERUNG
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 99.087 121.489
–18,44 %
durchschnittliches Eigenkapital 1.471.251 1.402.080
4,93 %
ROE vor Steuern 6,73 % 8,66 %
–1,93 PP
In TEUR 2023 2022 VERÄNDERUNG
Jahresüberschuss 84.944 108.817 –21,94 %
durchschnittliches Eigenkapital 1.471.251 1.402.080 4,93 %
ROE nach Steuern 5,77 % 7,76 % –1,99 PP
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio)
Die NPL-Ratio ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Qualität der Aktiva von Kreditinstituten, welche als Verhältnis der ausgefallenen Forde-
rungen (NPL) zum gesamten Forderungsbestand (Kundenforderungen und Forderungen gegenüber Kreditinstituten) berechnet wird. Zum
Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 erfolgte die Ermittlung der NPL-Quote entsprechend der EBA/GL/2018/10 (davor gemäß EBA risk dash-
board). Diese Definition sieht vor, dass Kassenbestände bei Zentralbanken und andere Sichteinlagen sowohl vom Nenner als auch vom
Zähler auszuschließen sind. Demgemäß werden Guthaben bei der OeNB sowie Sichtguthaben bei Kreditinstituten nicht mehr in die Berech-
nung einbezogen. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst. Für die Einstufung als ausgefallene Forderung (NPL) wird die Defini-
tion gemäß Art. 178 CRR herangezogen. Die Erhöhung der NPL-Ratio resultiert einerseits aus einem signifikanten Anstieg der ausgefallenen
Kundenforderungen und andererseits aus einem Rückgang der Bemessungsgrundlage.
2023 2022 VERÄNDERUNG
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio) 4,41 % 2,88 %
1,53 PP
Bei einer Analyse der NPL-Ratio ist auch die Coverage Ratio, d. h. die Deckung der ausgefallenen Forderungen durch etwaige Sicherheiten
und gebildete Risikovorsorgen, einzubeziehen. In der RLB Steiermark sind per 31. Dezember 2023 die ausgefallenen Forderungen zu
99,5% (Vorjahr: rund 92 %) durch Risikovorsorgen und Sicherheiten abgedeckt.
054
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Eigenkapitalrendite „Return on Equity“ (RoE)
Eine weitere wichtige Kennzahl ergibt sich, wenn der Jahresüberschuss vor Steuern (EGT) bzw. der Jahresüberschuss nach Steuern dem
durchschnittlich eingesetzten Eigenkapital (exkl. Bilanzgewinn) gegenübergestellt wird. Je nach Berücksichtigung des Steueraufwands
errechnet sich für das Berichtsjahr eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 6,73 % (Vorjahr: 8,66 %) bzw. eine Eigenkapitalrendite nach
Steuern von 5,77 % (Vorjahr: 7,76 %).
In TEUR
2023
2022
VERÄNDERUNG
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
99.087
121.489
–18,44 %
durchschnittliches Eigenkapital
1.471.251
1.402.080
4,93 %
ROE vor Steuern
6,73 %
8,66 %
–1,93 PP
In TEUR
2023
2022
VERÄNDERUNG
Jahresüberschuss
84.944
108.817
–21,94 %
durchschnittliches Eigenkapital
1.471.251
1.402.080
4,93 %
ROE nach Steuern
5,77 %
7,76 %
–1,99 PP
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio)
Die NPL-Ratio ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Qualität der Aktiva von Kreditinstituten, welche als Verhältnis der ausgefallenen Forde-
rungen (NPL) zum gesamten Forderungsbestand (Kundenforderungen und Forderungen gegenüber Kreditinstituten) berechnet wird. Zum
Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 erfolgte die Ermittlung der NPL-Quote entsprechend der EBA/GL/2018/10 (davor gemäß EBA risk dash-
board). Diese Definition sieht vor, dass Kassenbestände bei Zentralbanken und andere Sichteinlagen sowohl vom Nenner als auch vom
Zähler auszuschließen sind. Demgemäß werden Guthaben bei der OeNB sowie Sichtguthaben bei Kreditinstituten nicht mehr in die Berech-
nung einbezogen. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst. Für die Einstufung als ausgefallene Forderung (NPL) wird die Defini-
tion gemäß Art. 178 CRR herangezogen. Die Erhöhung der NPL-Ratio resultiert einerseits aus einem signifikanten Anstieg der ausgefallenen
Kundenforderungen und andererseits aus einem Rückgang der Bemessungsgrundlage.
2023
2022
VERÄNDERUNG
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio)
4,41 %
2,88 %
1,53 PP
Bei einer Analyse der NPL-Ratio ist auch die Coverage Ratio, d. h. die Deckung der ausgefallenen Forderungen durch etwaige Sicherheiten
und gebildete Risikovorsorgen, einzubeziehen. In der RLB Steiermark sind per 31. Dezember 2023 die ausgefallenen Forderungen zu
99,5% (Vorjahr: rund 92 %) durch Risikovorsorgen und Sicherheiten abgedeckt.
055
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Liquidity Coverage Ratio (LCR)
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist eine Kennzahl zur Bewertung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos von Kreditinstituten. Die LCR ist das
Verhältnis des Bestands an erstklassig eingestuften Aktiva zum gesamten Nettoabfluss unter Anwendung eines durch die CRR vorgegebe-
nen Stressszenarios in den nächsten 30 Tagen. Damit soll gewährleistet werden, dass Banken über angemessene Liquiditätspuffer verfü-
gen, um sich einem möglichen Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über einen Zeit-
raum von 30 Tagen stellen zu können.
2023
2022
VERÄNDERUNG
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 200,61 % 144,78 % 55,83 PP
Net Stable Funding Ratio (NSFR)
Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist eine Kennzahl zur Beurteilung der strukturellen Liquiditätsausstattung von Kreditinstituten. Institute
müssen sicherstellen, dass ihre langfristigen Verbindlichkeiten sowohl unter normalen als auch unter angespannten Umständen angemes-
sen durch eine breite Vielfalt von Instrumenten der stabilen Refinanzierung unterlegt sind.
Die NSFR ist definiert als das Verhältnis zwischen dem verfügbaren stabil refinanzierten Betrag und dem Betrag, für den eine stabile Refi-
nanzierung erforderlich ist.
2023 2022 VERÄNDERUNG
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 120,80 % 109,47 %
11,33 PP
Aufsichtsrechtlich sind gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 die Mitglieder einer Liquiditätsuntergruppe von der Einhaltung der
gesetzlich vorgegebenen Kennzahlen LCR (Art. 412 CRR) und NSFR (Art. 413 CRR) auf Einzelinstitutsebene befreit. Die Kennzahl ist je-
doch auf Ebene der Liquiditätsuntergruppe mit 100 % einzuhalten.
Mit FMA-Bescheid vom 30. Juni 2021 wurde der RLB Steiermark (und den Steirischen Raiffeisenbanken) die Ausnahme zur Anwendung der
Liquiditätsanforderungen gemäß Art. 413 CRR auf Einzelbasis bewilligt (die Befreiung gemäß Art. 412 CRR besteht seit dem Jahr 2017). Für
die Einhaltung der Liquiditätsanforderungen auf konsolidierter Basis der Liquiditätsuntergruppe „Raiffeisenbankengruppe Steiermark“ ist
die RLB Steiermark verantwortlich.
Für beide Kennzahlen der Liquiditätsuntergruppe wird die vorgegebene Mindestquote von 100 % erfüllt.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
056
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
I.5. Nicht finanzielle Erklärung
Die RLB Steiermark macht vom Wahlrecht zur Aufstellung eines
gesonderten nicht finanziellen Berichts gemäß § 243b Abs. 6
UGB Gebrauch. Dementsprechend wird hinsichtlich der Anga-
ben gemäß § 243b Abs. 2 bis 5 UGB auf den auf der Home-
page der RLB Steiermark (https://www.raiffeisen.at/rlbstmk) ver-
öffentlichten gesonderten nicht finanziellen Bericht verwiesen.
I.6. Ereignisse von besonderer
Bedeutung nach dem
Bilanzstichtag
Hinsichtlich der Ereignisse von besonderer Bedeutung nach
dem Bilanzstichtag wird auf den Anhang des Jahresabschlusses
(Kapitel E.10) verwiesen.
056
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
I.5. Nicht finanzielle Erklärung
Die RLB Steiermark macht vom Wahlrecht zur Aufstellung eines
gesonderten nicht finanziellen Berichts gemäß § 243b Abs. 6
UGB Gebrauch. Dementsprechend wird hinsichtlich der Anga-
ben gemäß § 243b Abs. 2 bis 5 UGB auf den auf der Home-
page der RLB Steiermark (https://www.raiffeisen.at/rlbstmk) ver-
öffentlichten gesonderten nicht finanziellen Bericht verwiesen.
I.6. Ereignisse von besonderer
Bedeutung nach dem
Bilanzstichtag
Hinsichtlich der Ereignisse von besonderer Bedeutung nach
dem Bilanzstichtag wird auf den Anhang des Jahresabschlusses
(Kapitel E.10) verwiesen.
057
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
II.1. Voraussichtliche Entwicklung
des Unternehmens
Weltwirtschaft
Die zukunftsgerichteten Konjunkturindikatoren deuteten Ende 2023
eine Fortsetzung der rückläufigen Inflation und einen relativ positi-
ven Hintergrund für das Wirtschaftswachstum an.
Der IWF geht davon aus, dass die globale Inflation von 6,8 % im
Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 zurückgehen wird und das glo-
bale Wachstum mit 3,1 % zwar unverändert gegenüber 2023, aber
dafür regional besser ausbalanciert sein wird. Der Welthandel sollte
auch Fahrt aufnehmen. In den Industrieländern dürfte laut IWF die
Teuerungsrate bis zum Schlussquartal 2024 auf 2,3 % sinken. Dieje-
nigen Zentralbanken, die mit Zinserhöhungen in den letzten zwei
Jahren die Inflation bekämpften, sollten daher in der Lage sein, die
Zinsen zu senken. Während man sich über die Richtung der geld-
politischen Schritte einig ist, sind der Zeitpunkt, das Tempo und der
Gesamtumfang der Zinssenkungen noch ungewiss.
USA
Für die Vereinigten Staaten wird das Szenario eines „Soft
Landing“ erwartet, in welchem die Inflation auf einen Zielwert zu-
rückgeht, ohne dass die Wirtschaft in eine Rezession gerät. Die US-
Wirtschaft wird aufgrund der Verlangsamung des privaten Konsums
und der Investitionen etwas an Schwung verlieren, aber der IWF
prognostiziert ein Wachstum von 2,1 % im Jahr 2024 und 1,7 % im
Jahr 2025. Da sich die Inlandsnachfrage abschwächen wird, dürf-
ten die Gesamt- und Kerninflation weiter zurückgehen, wodurch die
Federal Reserve in der Lage sein dürfte, die Zinsen zu senken.
China
Der Aufschwung in China wird auch 2024 fragil bleiben und vieles
hängt von den Maßnahmen ab, die der Staat zur Stützung der Wirt-
schaft ergreifen wird. Darüber hinaus wird sich die strukturelle Ver-
langsamung der chinesischen Wirtschaft fortsetzen. Das chinesi-
sche BIP-Wachstum dürfte daher niedriger ausfallen als im Jahr
2023, was auch der IWF mit einer Wachstumsrate von 4,6 % prog-
nostiziert. Das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungslän-
dern dürfte jedoch insgesamt stabil bleiben, wobei Europa und der
Nahe Osten die Verlangsamung in Asien sowie Lateinamerika aus-
gleichen sollten.
Europa
Das Wachstum in der Eurozone sollte sich nach einem noch immer
schwachen Jahresauftakt im weiteren Verlauf erholen. Eine fortge-
setzte Abschwächung der Inflation und eine verzögerte Anpassung
der Löhne werden zu höheren Realeinkommen führen. Zusammen
mit einem robusten Arbeitsmarkt dürfte dies zu einer Erholung des
II. BERICHT ÜBER DIE
VORAUSSICHTLICHE
ENTWICKLUNG UND DIE
RISIKEN DES
UNTERNEHMENS
(AUSBLICK)
JAHRESFINANZBERICHT 2023
058
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
privaten Konsums führen. Sowohl die Wirtschaftsdynamik als auch
der Inflationsrückgang werden sich jedoch nur allmählich verbes-
sern. In ihrer Winterprognose geht die Europäische Kommission
von einem Wachstum von 0,8 % im Jahr 2024 aus, was unter den
Schätzungen für das Potenzialwachstum liegt und von einer Infla-
tion, die Ende 2024 einen Wert von 2,7 % erreichen wird. Auch
wenn die Inflationsrate im Jahr 2024 immer noch deutlich über 2 %
liegt, wird mit der Einleitung eines Zinssenkungszyklus im Jahr 2024
seitens der EZB gerechnet, sofern die prognostizierte Inflation 2025
dauerhaft wieder nahe bei 2 % liegen wird. Die Reduktion der Bi-
lanzsumme der EZB wird fortgesetzt: Reinvestitionen von auslau-
fenden Anleihen werden weiterhin graduell eingestellt und verblei-
bende Langfristtender werden bis Dezember von den Banken zu-
rückgeführt. Weitere Anpassungen von geldpolitischen Parametern
(wie zum Beispiel Mindestreserve-Anforderungen oder Anpassung
der Einlagenverzinsung) könnten auch helfen, die Überschussliqui-
dität zu reduzieren.
Zinsentwicklung
Die erwarteten Zinssenkungszyklen, die die Wirtschaft stützen soll-
ten, könnten jedoch im Jahr 2024 ausgesetzt werden, wenn die In-
flation weiterhin auf hohem Niveau stagniert. Ein potenzieller Auslö-
ser für ein solches Szenario wäre ein starker Anstieg der Energie-
preise aufgrund einer regionalen Ausweitung des Israel-Gaza-Krie-
ges. Weiterhin hohes Lohnwachstum und immer noch robuste Ar-
beitsmärkte könnten auch die Fortsetzung des Disinflationsprozes-
ses erschweren. Eine für längere Zeit sehr restriktiv bleibende Geld-
politik könnte die Volkswirtschaften in eine Rezession stürzen. Das
Problem der hohen Verschuldung vieler Schwellenländer könnte
sich verschlimmern, wenn der US-Dollar stark bleiben würde.
Österreich
Auch in Österreich dürfte sich die Wirtschaft im Jahr 2024 leicht er-
holen. Es wird erwartet, dass der private Konsum gestützt durch ein
höheres verfügbares Realeinkommen, der wichtigste Wachstums-
motor sein wird. Die privaten Investitionen werden etwas hinterher-
hinken, wobei vor der zweiten Jahreshälfte nicht mit einer Besse-
rung der derzeitigen Lage zu rechnen ist. Insbesondere der Bau-
sektor dürfte das Wachstum weiterhin bremsen. Die Europäische
Kommission geht in ihrer Winterprognose davon aus, dass Öster-
reich auch 2024 mit einem BIP-Wachstum von 0,6 % und einer Infla-
tion von 3,2 % im letzten Quartal des Jahres hinter der Eurozone zu-
rückbleiben wird.
Zahlreiche und länger andauernde geopolitische Spannungen stel-
len weiterhin Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft dar. Das politi-
sche Risiko ist im Jahr 2024 aufgrund der vielen und wichtigen
Wahlen auf der ganzen Welt besonders immanent. Insbesondere
die US-Präsidentschaftswahlen im November könnten viele Unsi-
cherheiten und Instabilitäten auslösen.
Steiermark
Ein kalter konjunktureller Gegenwind und anhaltend hoher Kosten-
druck haben die wirtschaftliche Stimmung deutlich abkühlen lassen.
Das zeigt das aktuelle Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer
Österreich, die größte Umfrage der gewerblichen Wirtschaft, an der
sich knapp 3.400 Unternehmen aus ganz Österreich beteiligt ha-
ben.
Bereits in den letzten Monaten des Jahres 2023 mussten die Unter-
nehmen mehrheitlich Umsatz- und Auftragsrückgänge hinnehmen,
und 2024 scheint kaum Besserung in Sicht, im Gegenteil: Alle Zu-
kunftsindikatoren des Barometers zeigen nach unten.
Auf dem Arbeitsmarkt in der Steiermark ist für das Jahr 2024 eine
moderate positive Entwicklung am Arbeitsmarkt zu erwarten. Laut
der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktprognose des Landes Steier-
mark wird die Arbeitslosigkeit leicht zunehmen (+3,8 %), die Be-
schäftigung allerdings ebenso (+0,6 %).
Das Beschäftigungswachstum in der Steiermark wird hauptsächlich
im Dienstleistungssektor (+0,9 % bzw. +3.340 Arbeitsplätze) zu ver-
zeichnen sein, während der produzierende Sektor die Anzahl an Ar-
beitskräften stabil halten kann (+0,0 % bzw. +20 Arbeitsplätze). Der
Anstieg im Dienstleistungssektor wird durch eine Zunahme von
+0,5 % in der Herstellung von Waren und in der Energie- und Was-
serversorgung sowie einem Rückgang um -1,6 % im Bauwesen
ausgeglichen. Besonders stark wird der Bedarf an Arbeitskräften in
den Bereichen Information und Kommunikation (+3,5 %), Verkehr
und Lagerei (+1,6 %) sowie im öffentlichen Sektor mit +1,0 % erwar-
tet. Allerdings wird das Wachstum durch den negativen Effekt des
demografischen Wandels, der zu einem höheren Ausscheiden von
Arbeitskräften durch Pensionierung führt als neue Arbeitskräfte ein-
treten, sowie durch den aktuellen Fachkräftemangel erschwert.
Die Investitionspläne von Unternehmen werden laut WKO-Wirt-
schaftsbarometer durch die Rezession weiterhin deutlich gebremst.
So bleibt der Saldo der Investitionserwartungen negativ, besonders
deutlich ist die Skepsis bei mittelgroßen Unternehmen. Auch bei
den Aussichten auf den Beschäftigtenstand zeichnet sich durchge-
hend Zurückhaltung ab: Jedes zweite Unternehmen geht davon
aus, den Beschäftigtenstand halten zu können, mehr als jedes dritte
Unternehmen rechnet jedoch damit, Personal abbauen zu müssen.
Nur 15 % erwarten 2024 einen höheren Beschäftigtenstand in ihrem
Betrieb.
Eine positive Entwicklung hat sich seit dem Sommer verstärkt: Die
Entspannung bei der Preisdynamik setzt sich 2024 fort. In 42 % der
Unternehmen wird von einer stabilen Preislage ausgegangen, fast
jeder fünfte Betrieb erwartet niedrigere Preise für Rohstoffe oder
Energie.
058
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
privaten Konsums führen. Sowohl die Wirtschaftsdynamik als auch
der Inflationsrückgang werden sich jedoch nur allmählich verbes-
sern. In ihrer Winterprognose geht die Europäische Kommission
von einem Wachstum von 0,8 % im Jahr 2024 aus, was unter den
Schätzungen für das Potenzialwachstum liegt und von einer Infla-
tion, die Ende 2024 einen Wert von 2,7 % erreichen wird. Auch
wenn die Inflationsrate im Jahr 2024 immer noch deutlich über 2 %
liegt, wird mit der Einleitung eines Zinssenkungszyklus im Jahr 2024
seitens der EZB gerechnet, sofern die prognostizierte Inflation 2025
dauerhaft wieder nahe bei 2 % liegen wird. Die Reduktion der Bi-
lanzsumme der EZB wird fortgesetzt: Reinvestitionen von auslau-
fenden Anleihen werden weiterhin graduell eingestellt und verblei-
bende Langfristtender werden bis Dezember von den Banken zu-
rückgeführt. Weitere Anpassungen von geldpolitischen Parametern
(wie zum Beispiel Mindestreserve-Anforderungen oder Anpassung
der Einlagenverzinsung) könnten auch helfen, die Überschussliqui-
dität zu reduzieren.
Zinsentwicklung
Die erwarteten Zinssenkungszyklen, die die Wirtschaft stützen soll-
ten, könnten jedoch im Jahr 2024 ausgesetzt werden, wenn die In-
flation weiterhin auf hohem Niveau stagniert. Ein potenzieller Auslö-
ser für ein solches Szenario wäre ein starker Anstieg der Energie-
preise aufgrund einer regionalen Ausweitung des Israel-Gaza-Krie-
ges. Weiterhin hohes Lohnwachstum und immer noch robuste Ar-
beitsmärkte könnten auch die Fortsetzung des Disinflationsprozes-
ses erschweren. Eine für längere Zeit sehr restriktiv bleibende Geld-
politik könnte die Volkswirtschaften in eine Rezession stürzen. Das
Problem der hohen Verschuldung vieler Schwellenländer könnte
sich verschlimmern, wenn der US-Dollar stark bleiben würde.
Österreich
Auch in Österreich dürfte sich die Wirtschaft im Jahr 2024 leicht er-
holen. Es wird erwartet, dass der private Konsum gestützt durch ein
höheres verfügbares Realeinkommen, der wichtigste Wachstums-
motor sein wird. Die privaten Investitionen werden etwas hinterher-
hinken, wobei vor der zweiten Jahreshälfte nicht mit einer Besse-
rung der derzeitigen Lage zu rechnen ist. Insbesondere der Bau-
sektor dürfte das Wachstum weiterhin bremsen. Die Europäische
Kommission geht in ihrer Winterprognose davon aus, dass Öster-
reich auch 2024 mit einem BIP-Wachstum von 0,6 % und einer Infla-
tion von 3,2 % im letzten Quartal des Jahres hinter der Eurozone zu-
rückbleiben wird.
Zahlreiche und länger andauernde geopolitische Spannungen stel-
len weiterhin Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft dar. Das politi-
sche Risiko ist im Jahr 2024 aufgrund der vielen und wichtigen
Wahlen auf der ganzen Welt besonders immanent. Insbesondere
die US-Präsidentschaftswahlen im November könnten viele Unsi-
cherheiten und Instabilitäten auslösen.
Steiermark
Ein kalter konjunktureller Gegenwind und anhaltend hoher Kosten-
druck haben die wirtschaftliche Stimmung deutlich abkühlen lassen.
Das zeigt das aktuelle Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer
Österreich, die größte Umfrage der gewerblichen Wirtschaft, an der
sich knapp 3.400 Unternehmen aus ganz Österreich beteiligt ha-
ben.
Bereits in den letzten Monaten des Jahres 2023 mussten die Unter-
nehmen mehrheitlich Umsatz- und Auftragsrückgänge hinnehmen,
und 2024 scheint kaum Besserung in Sicht, im Gegenteil: Alle Zu-
kunftsindikatoren des Barometers zeigen nach unten.
Auf dem Arbeitsmarkt in der Steiermark ist für das Jahr 2024 eine
moderate positive Entwicklung am Arbeitsmarkt zu erwarten. Laut
der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktprognose des Landes Steier-
mark wird die Arbeitslosigkeit leicht zunehmen (+3,8 %), die Be-
schäftigung allerdings ebenso (+0,6 %).
Das Beschäftigungswachstum in der Steiermark wird hauptsächlich
im Dienstleistungssektor (+0,9 % bzw. +3.340 Arbeitsplätze) zu ver-
zeichnen sein, während der produzierende Sektor die Anzahl an Ar-
beitskräften stabil halten kann (+0,0 % bzw. +20 Arbeitsplätze). Der
Anstieg im Dienstleistungssektor wird durch eine Zunahme von
+0,5 % in der Herstellung von Waren und in der Energie- und Was-
serversorgung sowie einem Rückgang um -1,6 % im Bauwesen
ausgeglichen. Besonders stark wird der Bedarf an Arbeitskräften in
den Bereichen Information und Kommunikation (+3,5 %), Verkehr
und Lagerei (+1,6 %) sowie im öffentlichen Sektor mit +1,0 % erwar-
tet. Allerdings wird das Wachstum durch den negativen Effekt des
demografischen Wandels, der zu einem höheren Ausscheiden von
Arbeitskräften durch Pensionierung führt als neue Arbeitskräfte ein-
treten, sowie durch den aktuellen Fachkräftemangel erschwert.
Die Investitionspläne von Unternehmen werden laut WKO-Wirt-
schaftsbarometer durch die Rezession weiterhin deutlich gebremst.
So bleibt der Saldo der Investitionserwartungen negativ, besonders
deutlich ist die Skepsis bei mittelgroßen Unternehmen. Auch bei
den Aussichten auf den Beschäftigtenstand zeichnet sich durchge-
hend Zurückhaltung ab: Jedes zweite Unternehmen geht davon
aus, den Beschäftigtenstand halten zu können, mehr als jedes dritte
Unternehmen rechnet jedoch damit, Personal abbauen zu müssen.
Nur 15 % erwarten 2024 einen höheren Beschäftigtenstand in ihrem
Betrieb.
Eine positive Entwicklung hat sich seit dem Sommer verstärkt: Die
Entspannung bei der Preisdynamik setzt sich 2024 fort. In 42 % der
Unternehmen wird von einer stabilen Preislage ausgegangen, fast
jeder fünfte Betrieb erwartet niedrigere Preise für Rohstoffe oder
Energie.
059
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Die geopolitischen Rahmenbedingungen sowie die gestiegene In-
flation und Teuerung wirkten sich auch auf die Kunden der RLB Stei-
ermark aus. Unser Ziel ist es, als finanzieller Begleiter mögliche ne-
gative Folgen gering zu halten und Lösungen anzubieten. Dazu
wurde bereits 2022 eine Taskforce gegründet, die sich ganzheitlich
der finanziellen Lage der Kunden widmet und Maßnahmenpläne
ausarbeitet.
Themenstellungen sind einerseits die gestiegenen Zinsen und eine
damit verbundene verstärkte Nachfrage nach höheren Zinsen bei
Sparprodukten, sowie andererseits die gestiegene Zinsbelastung
bei variablen Kreditzinsvereinbarungen. Entsprechende Maßnah-
men und maßgeschneiderte Lösungen steuern gezielt wirtschaftli-
chen Problemen bei Unternehmen und Privatkunden entgegen.
Das Jahr 2024 wird für die RLB Steiermark im Zeichen weiterer stra-
tegischer Weichenstellungen für die Zukunft stehen, es gilt die Um-
setzung des strategischen Zielbilds weiter voranzutreiben, sowohl in
unserer Rolle als Geschäftsbank und Leistungspartner im Raiffei-
sen-Verbund, als auch als „Center of Gravity“ für eine ökosoziale
Steiermark. Operativ geschieht das in Form von fünf Fokusprojek-
ten, die sich mit diesen Themen befassen: Wir als Kundenbank, In-
tegration von ESG ins Kerngeschäft, Marktexpansion, Digitale
Transformation und Beteiligungen. Darüber hinaus ist die RLB Stei-
ermark ein wichtiger Treiber des Gesamtverbundstrategieprojekts
WIR’27, das 2023 mit rund 40 Initiativen in den Bereichen Identität &
Sinnstiftung, Leistungsversprechen, Portfolio, Organisation, Ecosys-
tem und Erfolgsmessung weitergeführt wurde.
Der Russland-Ukraine-Krieg war auch im letzten Jahr ein wesentli-
cher geopolitischer Einflussfaktor, da die daraus resultierenden Un-
sicherheiten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und finanzi-
elle Auswirkungen haben. Da ein baldiges Ende der Auseinander-
setzung weiterhin unwahrscheinlich ist, können indirekte Auswirkun-
gen für die RLB Steiermark auftreten, insbesondere in Bezug auf die
Bewertung des Beteiligungsansatzes und den Ergebnisbeitrag der
Raiffeisenbank International. Direkte Auswirkungen des Kriegs wie
Forderungsausfälle oder Wechselkursrisiken sind für die RLB Steier-
mark aufgrund der regionalen Ausrichtung auszuschließen. Die RBI
wird mögliche Transaktionen, die zu einem Verkauf oder einer Ab-
spaltung der Raiffeisenbank Russland und ihrer Entkonsolidierung
aus der RBI führen würden, weiter verfolgen.
Im Hinblick auf das Kreditgeschäft gehen wir für das Jahr 2024 wei-
terhin von einer gedämpften Nachfrage nach neuen Finanzierungen
aus. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen wird weiterhin et-
was vorsichtiger eingeschätzt, wodurch der andauernde Wettbe-
werb um bonitätsstarke Kunden die Margensituation im Kreditge-
schäft weiter verschärft und die Rentabilität belastet. Die regulatori-
schen Änderungen hinsichtlich der Kreditvergabestandards für Hy-
pothekarkredite an private Haushalte (Kreditinstitute-Immobilienfi-
nanzierungsmaßnahmen-Verordnung – KIM-V) aus dem Jahr 2022
zeigen nach wie vor ihre Auswirkungen und werden aufgrund der
Zinssituation sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in
diesem Segment weiterhin für schwächeres Kreditwachstum sor-
gen. Basierend auf diesen Rahmenbedingungen sind die Zuwachs-
raten im Aktivneugeschäft in der Planung im kommenden Jahr mit 3
Prozent angenommen, in den Folgejahren wird aufgrund der ge-
nannten Geschäftsausweitung ein höherer Zuwachs erwartet.
Die Mittelherkunft wird weiterhin breit über verschiedene Refinanzie-
rungsquellen gestreut, die Basis liegt auf stabilen Kundeneinlagen,
der weitere Liquiditätsbedarf wird durch die Begebung von Bench-
markemissionen (Covered Bonds) abgedeckt. Die letzte Platzierung
einer Anleihe der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG am interna-
tionalen Finanzplatz in Höhe von 500 Mio. EUR erfolgte im Juni
2023 mit einer Laufzeit von 3 Jahren. Der Erfolg zeigte sich an einer
mehr als doppelten Überzeichnung und war damit gleichzeitig in
kürzester Zeit ausverkauft. Diese Platzierung zeigt, dass der starke
Bezug zur Region der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG auch
positiv am internationalen Finanzparkett eingeschätzt wird.
Trotz der im Lauf des Geschäftsjahres 2024 zu erwartenden Zins-
senkungen seitens der Europäischen Zentralbank werden keine we-
sentlichen Änderungen im Nettozinsertrag gegenüber dem Vorjahr
erwartet. Allerdings wird der Margendruck im Vergleich zum Mitbe-
werb weiterhin präsent bleiben.
Im nicht zinstragenden Geschäft (Provisionsgeschäft – insbeson-
dere Zahlungsverkehr) wird der Weg der Forcierung bei Bestands-
und Neukunden weiter fortgesetzt. Zudem rückt die Thematik um
ESG-Faktoren immer stärker in den Fokus und wird sukzessiv ein
integraler Bestandteil in der Kundenberatung.
Bei den Betriebsaufwendungen ist aufgrund der erwarteten Infla-
tion, die zwar etwas schwächer als in den letzten Perioden einge-
schätzt wird, weiter von einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr
auszugehen. Das zeigt sich in den verschiedensten Kostenfeldern,
beginnend von Immobilienaufwänden bis hin zur IT. Zudem bleibt
der Druck durch laufende und in Planung befindliche Großprojekte
(WIR’27 – Strategieprojekt der Raiffeisenbankengruppe Steiermark,
regulatorische Umsetzungsmaßnahmen sowie zukunftsweisende
Digitalisierungsmaßnahmen im SAP-Umfeld) auch im kommenden
Jahr und darüber hinaus hoch. Beim Personalaufwand sind aber-
mals kollektivvertragliche Anpassungen über dem langjährigen
Schnitt der Vorjahre zu erwarten, wenngleich der Anstieg nicht so
stark wie in 2023 ausfallen wird. Um weiterhin am Pfad der Effizienz-
verbesserung festhalten zu können und um trotz dieser Auftriebs-
faktoren auch über die Aufwandsseite einen Beitrag zur Ergebnis-
verbesserung leisten zu können, ist ein besonders sorgsamer Um-
gang mit den Budgetmitteln erforderlich.
Die deutlich höheren Zinsbelastungen bei Krediten gepaart mit den
allgemeinen Preissteigerungen führen bei unseren Kunden teilweise
JAHRESFINANZBERICHT 2023
060
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die sich in höheren Risikovor-
sorgen als in den Vorjahren zeigen. Es wird erwartet, dass sich die-
ser Trend auch für 2024 fortsetzen wird, die Risikovorsorgen jedoch
unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen wer-
den. Da die RLB Steiermark in der Vergangenheit bei den Kredit-
vergaben auf die Streuung des Risikos, Sicherheiten und Bonität
besonders Wert gelegt hat, kann das Kreditportfolio nach wie vor
als stabil eingeschätzt werden.
Sämtliche regulatorischen Kennzahlen (Kapital & Liquidität) werden
weiterhin deutlich über den regulatorischen Mindestquoten erwartet.
Unsicherheitsfaktoren für diesen Ausblick bzw. die Ergebnisentwick-
lung betreffen insbesondere den Ergebnisbeitrag der Raiffei-
sen Bank International und die Entwicklung der Risikovorsorgen auf-
grund des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds. Weitere Unsicher-
heiten betreffen mögliche negative Effekte aufgrund der geopoliti-
schen Spannungen.
060
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die sich in höheren Risikovor-
sorgen als in den Vorjahren zeigen. Es wird erwartet, dass sich die-
ser Trend auch für 2024 fortsetzen wird, die Risikovorsorgen jedoch
unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen wer-
den. Da die RLB Steiermark in der Vergangenheit bei den Kredit-
vergaben auf die Streuung des Risikos, Sicherheiten und Bonität
besonders Wert gelegt hat, kann das Kreditportfolio nach wie vor
als stabil eingeschätzt werden.
Sämtliche regulatorischen Kennzahlen (Kapital & Liquidität) werden
weiterhin deutlich über den regulatorischen Mindestquoten erwartet.
Unsicherheitsfaktoren für diesen Ausblick bzw. die Ergebnisentwick-
lung betreffen insbesondere den Ergebnisbeitrag der Raiffei-
sen Bank International und die Entwicklung der Risikovorsorgen auf-
grund des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds. Weitere Unsicher-
heiten betreffen mögliche negative Effekte aufgrund der geopoliti-
schen Spannungen.
061
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
II.2. Wesentliche Risiken
und Ungewissheiten
Das Risikomanagement der RLB Steiermark folgt den Zielen und
Anforderungen der gültigen Risikostrategie und -politik, die auf Ba-
sis des jährlichen Budgetierungs- und Planungsprozesses aktuali-
siert werden. Das Risk Appetite Framework formuliert ein Rahmen-
werk für den gesamten Risikomanagementprozess und stellt damit
neben der Risikostrategie eines der zentralen Dokumente für das
Risikomanagement in der RLB Steiermark dar. Die Risikostrategie,
abgeleitet aus der Unternehmensstrategie unter Berücksichtigung
der Nachhaltigkeitsstrategie, legt die strategische Ausrichtung des
Risikomanagements für alle Arten von Risiken innerhalb der RLB
Steiermark fest. Damit stellt die Risikostrategie das oberste
Lenkinstrument für risikoorientiertes Management dar und ist ein
Eckpfeiler im Rahmen der Steuerung, Überwachung und Begren-
zung von Risiken. Sie trägt so wesentlich zur Sicherstellung der in-
ternen Kapitaladäquanz bei. Abgeleitet von der Risikostrategie ver-
folgt die RLB Steiermark mit ihrer Risikopolitik das Ziel, alle relevan-
ten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb
ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risi-
kosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken
sollen dabei permanent und vollständig erfasst werden. Um Risiken
effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt die
Bank über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling.
In der zentralen Informationsplattform (Intranet) der RLB Steiermark
sind die Risikostrategie und -politik, die Grundsätze des Risikoma-
nagements sowie die Darstellung der einzelnen Risiken hinsichtlich
Messung, Limitsystem, Überwachung und Verantwortlichkeiten um-
fangreich dokumentiert.
Folgende allgemeine risikopolitische Grundsätze sind in der aktuell
gültigen Risikostrategie verankert:
▪ Klare und nachvollziehbare Entscheidungen.
▪ Sorgfältige, zeitnahe und realistische Bonitätsbeurteilung bei al-
len Aktivgeschäften.
▪ Bei einer nicht transparenten, unüberschaubaren Risikolage
wird nach dem Vorsichtsprinzip gehandelt.
▪ Konsequente Risikosteuerung durch eine rechtzeitige Identifika-
tion und Bewertung der Risiken sowie eine entschlossene Um-
setzung der erforderlichen Maßnahmen.
▪ Eine Risikominimierung erfolgt auch durch eine entsprechende
Diversifizierung aller Bankgeschäfte.
▪ Durch eine effiziente Steuerung sehen wir Risiken auch als Er-
tragschancen.
▪ Risiken werden immer ausreichend diversifiziert, und zwar so-
wohl in den einzelnen Geschäftsfeldern als auch über die Ge-
schäftsfelder hinausgehend.
▪ Entwicklung und Integration funktionierender Prozesse in den
täglichen Geschäftsablauf.
▪ Produkteinführungen oder neue Markteintritte beruhen auf einer
spezifischen Risikoanalyse, die auf einer vorausgehenden Ein-
schätzung der Risiken basiert.
▪ Produkte und Dienstleistungen werden nur dann unseren
Kunden angeboten, wenn wir dafür die Berechtigung, ent-
sprechendes Fachwissen und die dafür nötige Infrastruktur
haben.
▪ Know Your Customer: Wir kennen unsere Kunden und verge-
ben daher Kredite nur nach eingehender Schuldner- und Bo-
nitätsprüfung.
▪ Das ESG-Risiko wird in der Risikosteuerung bereits berück-
sichtigt (u.a. Risikoinventur, Ratingmodelle, Ausschlusskrite-
rien, ESG-Risiko-Score…) und laufend - in Abstimmung mit
dem Sektor - weiterentwickelt.
Klare Verantwortlichkeiten sind die Grundlage des Risikomanage-
ments in der RLB Steiermark. Es werden erforderliche organisatori-
schen Vorkehrungen getroffen, um den Anforderungen eines mo-
dernen Risikomanagements zu entsprechen. Es gibt eine klare
Trennung zwischen Markt und Risikobeurteilung, -messung und -
kontrolle.
Alle Organisationseinheiten, die mit der Risikoerkennung, -erfas-
sung, -bewertung und -analyse befasst sind, sind unter der direk-
ten Leitung des Risikovorstands zusammengefasst. Das Problem-
kreditmanagement ist ebenfalls dem Risikovorstand zugeordnet.
Die RLB Steiermark erbringt Services für die einzelnen Raiffeisen-
banken im Verbund. Im Hinblick auf die eingesetzten Methoden im
Risikomanagement bedient sie sich einerseits eigener Entwicklun-
gen und nutzt verschiedene Services in Kooperation mit der Raiffei-
senlandesbank Niederösterreich-Wien und arbeitet andererseits
eng mit der ÖRS (Österreichische Raiffeisensicherungs eGen) zu-
sammen.
Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG sowie der Kreditinsti-
tute-Risikomanagementverordnung (KI-RMV) haben Banken über
wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zu-
sammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quan-
titativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankge-
schäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu
ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem
Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP (Internal Capi-
tal Adequacy Assessment Process) zusammengefasst und in der
RLB Steiermark im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dar-
gestellt und berichtet.
Im Rahmen des institutsbezogenen Sicherungssystems für den Rai-
ffeisen-Sektor (Raiffeisen-IPS, „R-IPS“) bestehend aus der RBI und
ihren österreichischen Tochterbanken, allen Raiffeisenlandesbanken
sowie den Raiffeisenbanken, übernimmt die „Österreichische Raiff-
eisen-Sicherungseinrichtung eGen“ (ÖRS) für ihre Mitgliedsinstitute
JAHRESFINANZBERICHT 2023
062
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
die Aufgaben der gesetzlichen Einlagensicherung und Anlegerent-
schädigung im Sinne des ESAEG. Zu diesen Zwecken bestehen
vertragliche oder satzungsmäßige Haftungsvereinbarungen, die die
teilnehmenden Institute gegen-seitig absichern und insbesondere
bei Bedarf ihre Liquidität und Solvenz sicherstellen. Für das R-IPS
ist ein gemeinsamer Sanierungsplan zu erstellen. Das bedeutet,
dass für die RLB Steiermark, für die RLB-Stmk Verbund eGen und
die Landesgruppe Steiermark des R-IPS kein eigener Sanierungs-
plan erforderlich ist, sie sind Bestandteil des R-IPS Sanierungspla-
nes.
In der RLB Steiermark werden tourlich Stresstests durchgeführt.
Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-
Analysen und zeigen mögliche Verlustpotenziale auf. In den Stress-
tests werden u.a. Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds
durch makroökonomische Szenarien dargestellt. Diese beschreiben
eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der
Volkswirtschaft. Die Szenarien unterliegen einem jährlichen Review.
Neben den tourlichen Stresstests wurden zusätzliche Szenarien auf-
grund der aktuellen makroökonomischen Entwicklung (u.a. Zinsan-
stieg, steigende Inflation etc.) gerechnet. Darüber hinaus wurden
speziell im Kreditrisiko Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Die Risi-
kotragfähigkeit war bei allen Stressszenarien gegeben. Weiters wur-
den reverse Stresstests durchgeführt, welche speziell auf die risiko-
sensitiven Bereiche der RLB Steiermark abzielen und dem Manage-
ment somit wichtige Informationen für die Steuerung der Risiken lie-
fern. Darüber hinaus überprüft die normative Perspektive die Einhal-
tung regulatorischer Kapitalquoten in der Kapitalplanung und in ei-
nem adversen Szenario. Für das adverse Szenario wird ein sekto-
reinheitliches makroökonomisches Szenario in Anlehnung an den
aktuellen Stresstest im Rahmen der Früherkennung berücksichtigt.
Die Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken werden unter Berück-
sichtigung der Risikotragfähigkeit im RLB Steiermark Konzern struk-
turiert und in angemessenen Abständen überprüft. Der Vorstand
steuert und limitiert die Risikotragfähigkeit auf Basis der ökonomi-
schen Sichtweise (VaR 99,9 %) unter Beachtung der normativen
Sichtweise. Das ökonomische Kapital wird sodann laufend auf
seine Ausnützung hin überwacht.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist eine wesentliche Entscheidungs-
grundlage für das Management und wichtiger Bestandteil des lau-
fenden Risikoberichts an den Vorstand und des vierteljährlichen Ri-
sikoberichts an den Aufsichtsrat.
Das Risikocontrolling berichtet das aktuelle Gesamtbankrisiko peri-
odisch an den Vorstand, wobei im Rahmen der Risikotragfähigkeits-
analyse die Überwachung der aktuellen Ausnutzung der Limits in
den einzelnen Risikoarten bzw. Geschäftsfeldern erfolgt. Des Weite-
ren verantwortet das Risikocontrolling die laufende Weiterentwick-
lung und Implementierung der Methoden zur Risikomessung und
Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie die Wartung und Ak-
tualisierung der Regelwerke.
Im Konzerngremium „Gesamtbankrisiko-Steuerungskomitee“ wer-
den die Berichte analysiert sowie die Stresstests behandelt und die er-
forderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung festgelegt.
Neben dem Adressenausfallsrisiko (u.a. Kredit- und Beteiligungsri-
siko) werden auch das Marktpreisrisiko u.a. für Zinsänderungen,
Währungskursschwankungen und Anleihenkurse, Liquiditätsrisiko,
operationelle Risiken, das makroökonomische Risiko und sonstige
Risiken in die Betrachtung einbezogen.
Offenlegung
Die Offenlegung gemäß Basel III (Artikel 431ff. CRR) erfolgt auf kon-
solidierter Basis des Konzernabschlusses der RLB-Stmk Verbund
eGen. Diese Daten sind auf der Homepage der RLB Steiermark un-
ter dem Link www.rlbstmk.at veröffentlicht.
Die im Folgenden enthaltenen quantitativen Angaben basieren auf
dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.
Gesamtbankrisiko
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladä-
quanzverfahrens (Internal Capital Adequacy Assessment Process –
ICAAP) ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbankrisikosteue-
rung der RLB Steiermark. Internationaler Best Practise folgend ist
der ICAAP als revolvierender Steuerungskreislauf aufgesetzt. Aus-
gangsbasis ist eine klar definierte Risikostrategie, die jährlich ange-
passt und vom Vorstand beschlossen wird, durchläuft dann den
Prozess der Risikoidentifikation, - quantifizierung und -aggregation
und schließt mit der Bestimmung der Risikotragfähigkeit, Kapitala-
llokation und Limitierung bis hin zur laufen-den Risikoüberwachung.
Die einzelnen Elemente des Kreislaufes werden mit unterschiedli-
cher Frequenz durchlaufen (z. B. täglich für die Risikomessung
Marktrisiko Handelsbuch, jährlich für Risikoinventur, Risikostrategie
und -politik). Alle im Kreislauf beschriebenen Aktivitäten werden zu-
mindest jährlich auf ihre Aktualität und ihre Angemessenheit hin ge-
prüft und bei Bedarf an die aktuellen Rahmenbedingungen ange-
passt.
Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wird erhoben, welche Risi-
ken im laufenden Bankbetrieb vorhanden sind und welche Bedeu-
tung bzw. welches Gefahrenpotenzial diese Risiken für die RLB
Steiermark haben. Dabei wird nicht nur eine quantitative Einschät-
zung der einzelnen Risikoarten vorgenommen, sondern es werden
auch die vorhandenen Methoden und Systeme zur Überwachung
und Steuerung der Risiken beurteilt (qualitative Beurteilung). Die Er-
gebnisse der Risikoinventur werden ausgewertet, zusammenge-
fasst und fließen in die Risikostrategie und -politik ein.
Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstat-
tung erfolgt tourlich auf Basis der nach internen Modellen ermittel-
ten Risiken, wobei in der Wahl der Modelle auf die Wesentlichkeit
der Risiken Rücksicht genommen wird.
062
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
die Aufgaben der gesetzlichen Einlagensicherung und Anlegerent-
schädigung im Sinne des ESAEG. Zu diesen Zwecken bestehen
vertragliche oder satzungsmäßige Haftungsvereinbarungen, die die
teilnehmenden Institute gegen-seitig absichern und insbesondere
bei Bedarf ihre Liquidität und Solvenz sicherstellen. Für das R-IPS
ist ein gemeinsamer Sanierungsplan zu erstellen. Das bedeutet,
dass für die RLB Steiermark, für die RLB-Stmk Verbund eGen und
die Landesgruppe Steiermark des R-IPS kein eigener Sanierungs-
plan erforderlich ist, sie sind Bestandteil des R-IPS Sanierungspla-
nes.
In der RLB Steiermark werden tourlich Stresstests durchgeführt.
Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-
Analysen und zeigen mögliche Verlustpotenziale auf. In den Stress-
tests werden u.a. Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds
durch makroökonomische Szenarien dargestellt. Diese beschreiben
eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der
Volkswirtschaft. Die Szenarien unterliegen einem jährlichen Review.
Neben den tourlichen Stresstests wurden zusätzliche Szenarien auf-
grund der aktuellen makroökonomischen Entwicklung (u.a. Zinsan-
stieg, steigende Inflation etc.) gerechnet. Darüber hinaus wurden
speziell im Kreditrisiko Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Die Risi-
kotragfähigkeit war bei allen Stressszenarien gegeben. Weiters wur-
den reverse Stresstests durchgeführt, welche speziell auf die risiko-
sensitiven Bereiche der RLB Steiermark abzielen und dem Manage-
ment somit wichtige Informationen für die Steuerung der Risiken lie-
fern. Darüber hinaus überprüft die normative Perspektive die Einhal-
tung regulatorischer Kapitalquoten in der Kapitalplanung und in ei-
nem adversen Szenario. Für das adverse Szenario wird ein sekto-
reinheitliches makroökonomisches Szenario in Anlehnung an den
aktuellen Stresstest im Rahmen der Früherkennung berücksichtigt.
Die Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken werden unter Berück-
sichtigung der Risikotragfähigkeit im RLB Steiermark Konzern struk-
turiert und in angemessenen Abständen überprüft. Der Vorstand
steuert und limitiert die Risikotragfähigkeit auf Basis der ökonomi-
schen Sichtweise (VaR 99,9 %) unter Beachtung der normativen
Sichtweise. Das ökonomische Kapital wird sodann laufend auf
seine Ausnützung hin überwacht.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist eine wesentliche Entscheidungs-
grundlage für das Management und wichtiger Bestandteil des lau-
fenden Risikoberichts an den Vorstand und des vierteljährlichen Ri-
sikoberichts an den Aufsichtsrat.
Das Risikocontrolling berichtet das aktuelle Gesamtbankrisiko peri-
odisch an den Vorstand, wobei im Rahmen der Risikotragfähigkeits-
analyse die Überwachung der aktuellen Ausnutzung der Limits in
den einzelnen Risikoarten bzw. Geschäftsfeldern erfolgt. Des Weite-
ren verantwortet das Risikocontrolling die laufende Weiterentwick-
lung und Implementierung der Methoden zur Risikomessung und
Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie die Wartung und Ak-
tualisierung der Regelwerke.
Im Konzerngremium „Gesamtbankrisiko-Steuerungskomitee“ wer-
den die Berichte analysiert sowie die Stresstests behandelt und die er-
forderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung festgelegt.
Neben dem Adressenausfallsrisiko (u.a. Kredit- und Beteiligungsri-
siko) werden auch das Marktpreisrisiko u.a. für Zinsänderungen,
Währungskursschwankungen und Anleihenkurse, Liquiditätsrisiko,
operationelle Risiken, das makroökonomische Risiko und sonstige
Risiken in die Betrachtung einbezogen.
Offenlegung
Die Offenlegung gemäß Basel III (Artikel 431ff. CRR) erfolgt auf kon-
solidierter Basis des Konzernabschlusses der RLB-Stmk Verbund
eGen. Diese Daten sind auf der Homepage der RLB Steiermark un-
ter dem Link www.rlbstmk.at veröffentlicht.
Die im Folgenden enthaltenen quantitativen Angaben basieren auf
dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.
Gesamtbankrisiko
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladä-
quanzverfahrens (Internal Capital Adequacy Assessment Process –
ICAAP) ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbankrisikosteue-
rung der RLB Steiermark. Internationaler Best Practise folgend ist
der ICAAP als revolvierender Steuerungskreislauf aufgesetzt. Aus-
gangsbasis ist eine klar definierte Risikostrategie, die jährlich ange-
passt und vom Vorstand beschlossen wird, durchläuft dann den
Prozess der Risikoidentifikation, - quantifizierung und -aggregation
und schließt mit der Bestimmung der Risikotragfähigkeit, Kapitala-
llokation und Limitierung bis hin zur laufen-den Risikoüberwachung.
Die einzelnen Elemente des Kreislaufes werden mit unterschiedli-
cher Frequenz durchlaufen (z. B. täglich für die Risikomessung
Marktrisiko Handelsbuch, jährlich für Risikoinventur, Risikostrategie
und -politik). Alle im Kreislauf beschriebenen Aktivitäten werden zu-
mindest jährlich auf ihre Aktualität und ihre Angemessenheit hin ge-
prüft und bei Bedarf an die aktuellen Rahmenbedingungen ange-
passt.
Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wird erhoben, welche Risi-
ken im laufenden Bankbetrieb vorhanden sind und welche Bedeu-
tung bzw. welches Gefahrenpotenzial diese Risiken für die RLB
Steiermark haben. Dabei wird nicht nur eine quantitative Einschät-
zung der einzelnen Risikoarten vorgenommen, sondern es werden
auch die vorhandenen Methoden und Systeme zur Überwachung
und Steuerung der Risiken beurteilt (qualitative Beurteilung). Die Er-
gebnisse der Risikoinventur werden ausgewertet, zusammenge-
fasst und fließen in die Risikostrategie und -politik ein.
Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstat-
tung erfolgt tourlich auf Basis der nach internen Modellen ermittel-
ten Risiken, wobei in der Wahl der Modelle auf die Wesentlichkeit
der Risiken Rücksicht genommen wird.
063
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Ziel ist es sicherzustellen, dass die RLB Steiermark jederzeit über
ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene
Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden
alle identifizierten und quantifizierten Risiken zu einem Gesamtbank-
risiko aggregiert.
Dem aggregierten Gesamtverlustpotenzial werden die zur Deckung
dieser potenziellen Verluste zur Verfügung stehenden Deckungs-
massen gegenübergestellt, um festzustellen, ob die Bank in der
Lage ist, Verluste, ohne schwerwiegende negative Auswirkungen
auf ihre Geschäftstätigkeit zu verkraften.
Die RLB Steiermark unterscheidet gemäß „Leitfaden der EZB für
den bankinternen Prozess zur Sicherstellung einer angemessen Ka-
pitalausstattung“ zwischen der ökonomischen Sichtweise (99,9 %)
und der ergänzenden normativen Sichtweise. Die ökonomische
Sichtweise fokussiert sich dabei auf eine barwertige Risikobetrach-
tung und -ausnützung der Risikodeckungsmasse, wohingegen sich
die normative Sichtweise auf bilanzielle Risiken in der Gewinn-und-
Verlust-Rechnung und deren Auswirkung auf die Kapitalquoten kon-
zentriert. Die normative Perspektive löst die bisherige Going-Con-
cern Betrachtung im Rahmen der Risikotragfähigkeit vollständig ab.
Auf Basis der ökonomischen Sichtweise wurde zum 31. Dezember
2023 ein ökonomischer Kapitalbedarf im RLB Steiermark Konzern
von 858,9 Mio. EUR nach 854,8 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die
korrespondierende Deckungsmasse belief sich auf 1.975,1 Mio.
EUR nach 1.836,9 Mio. EUR zum Jahresultimo 2022.
In weiterer Folge werden die wesentlichsten Risikoarten erläutert:
Adressrisiko
Das Adressrisiko beinhaltet das Kreditrisiko im engeren Sinn (inkl.
Kontrahentenrisiko aus Wertpapieren), das Konzentrationsrisiko bei
Fremdwährungskrediten, das Credit-Value-Adjustment Risiko (CVA-
Risiko), das Länderrisiko und das Beteiligungsrisiko.
Kreditrisiko
Darunter verstehen wir die Gefahr eines teilweisen oder vollständi-
gen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäf-
ten. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar
über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet
sein. Innerhalb des Kreditrisikos werden zwei Ausprägungen unter-
schieden: Der Expected Loss (EL) und der Unexpected Loss (UL).
Der EL wird durch den Ansatz einer adäquaten Prämie (Standardri-
sikokosten) kompensiert, während der UL durch das ökonomische
Kapital gedeckt werden muss.
Das Kreditrisiko wird sowohl auf Einzelkreditbasis der Kunden als
auch auf Portfoliobasis beobachtet und analysiert. Diese Analyse
lässt ein Abschätzen des Ausmaßes des Risikos und gegebenen-
falls die Erarbeitung notwendiger Maßnahmen zur Risikoreduktion
zu. Für die Steuerung des Kreditrisikos sind u.a. Limits auf Portfolio-
ebene, Kreditnehmerebene und Produktebene festgelegt. Das Kre-
ditrisiko stellt neben dem Beteiligungsrisiko bei Weitem die wich-
tigste Risikokategorie für die RLB Steiermark dar.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass
die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know Your Customer-
Prinzip erfolgt, d. h. Kredite werden erst nach eingehender Perso-
nen- und Bonitätsprüfung und nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt
und Marktfolge) vergeben. Für die Beurteilung der Bonität und Wert-
haltigkeit von Sicherheiten verwendet die RLB Steiermark das im
Raiffeisensektor eingesetzte Rating- und Sicherheitenbewertungs-
modell. Die bankinternen Ratingmodelle unterliegen einer regelmä-
ßigen, jährlichen quantitativen und qualitativen Validierung, bei der
das betreffende Ratingmodell daraufhin geprüft wird, ob es die zu
messenden Risiken treffsicher abbildet. Das interne Ratingmodell
umfasst 13 Stufen, wobei jeder Ratingstufe eine Ausfallswahr-
scheinlichkeit zugeordnet ist.
Ratingstufen
Internes
Ratingmodell
Erklärung
0,5 Risikolos
1 Ausgezeichnete Bonität
1,5 Sehr gute Bonität
2 Gute Bonität
2,5 Durchschnittliche Bonität
3 Akzeptable Bonität
3,5 Schwache Bonität
4 Sehr schwache Bonität
4,5 Ausfallsgefährdet
5 Ausfall (90 Tage überfällig)
5,1
Ausfall (ua. Restrukturierung,
Zinsfreistellung, sonstige)
5,2 Ausfall (ua. Insolvenz)
NR Nicht geratet
Rund 92 % (Vorjahr: 95 %) des Kundenportfolios (EAD-Exposure)
entfallen auf die Ratingstufen 0,5 bis 3,0.
Das Berichtswesen zum Kreditrisiko auf Portfolioebene basiert auf
dem Kundenrating; Sicherheiten werden risikomindernd angesetzt.
Das Reporting umfasst u.a. auch die Betrachtung der größten we-
sentlichen Einzelrisiken.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
064
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Kreditentscheidungen bedürfen ab einer definierten Grenze der Zu-
stimmung von Markt und Marktfolge (Kreditrisikomanagement). Für
den Fall voneinander abweichender Voten zwischen den einzelnen
Kompetenzträgern ist ein standardisiertes Eskalationsverfahren ein-
gerichtet.
Im Frühwarnsystem für das Kundenkreditgeschäft sind je nach Aus-
prägung des Risikogehalts insgesamt vier Betreuungsstufen defi-
niert, welche eine optimale Zusammenarbeit von Markt und Markt-
folge gewährleisten. Der Vorstand wird zeitnah durch ein entspre-
chendes Reporting informiert.
Die Berechnung der Non-Performing Loans Ratio (NPL-Ratio) für
ausgefallene Kredite wird wird als Verhältnis der ausgefallenen For-
derungen (NPL) zum gesamten Forderungsbestand (Kundenforde-
rungen und Forderungen gegenüber Kreditinstituten) berechnet.
Zum Bilanzstichtag per 31. Dezember 2023 erfolgte die Ermittlung
der NPL-Quote entsprechend der EBA/GL/2018/10 (davor gemäß
EBA risk dashboard). Diese Definition sieht vor, dass Kassenbe-
stände bei Zentralbanken und andere Sichteinlagen sowohl vom
Nenner als auch vom Zähler auszuschließen sind. Demgemäß wer-
den Guthaben bei der OeNB sowie Sichtguthaben bei Kreditinstitu-
ten nicht mehr in die Berechnung einbezogen. Der Vorjahreswert
wurde entsprechend angepasst.
Für die Einstufung als ausgefallene Forderung (NPL) wird die Defini-
tion gemäß Art. 178 CRR herangezogen. Als Non Performing Loans
werden alle Forderungen mit einer Bonitätseinstufung von 5,0 bis
5,2 definiert. Sobald ein Kunde mit mehr als 90 Tagen in Verzug ist
oder ein kundenbezogenes Ausfallskriterium zutrifft, wird der Kunde
als ausgefallen gewertet und den Ausfallsklassen 5,0 bis 5,2 zuge-
ordnet. Zum 31.12.2023 betrug die NPL-Ratio in der RLB Steiermark
4,4 % (Vorjahr: 2,9 %).
Unter Berücksichtigung der außerbilanziellen Geschäfte (Gesam-
tobligo) ergibt sich in der RLB Steiermark zum 31.12.2023 eine
Non-Performing Exposure-Quote (NPE-Ratio) von 2,7 % (Vor-
jahr: 1,8 %).
Das Länderrisiko umfasst das Transferrisiko sowie das politische Ri-
siko aus Cross-Border-Geschäften. Die aktive Länderrisikosteue-
rung der RLB Steiermark erfolgt auf Basis festgelegter Länderlimits,
welche jährlich neu festgelegt werden. Bei einer negativen Verände-
rung der Ratings der einzelnen Länder bzw. bei Erkennen von nega-
tiven wirtschaftlichen Entwicklungen werden auch unterjährig Limit-
reduktionen vorgenommen. Das auf ausländischen Märkten aushaf-
tende EAD-Exposure (EAD: Saldo +50 % der nicht ausgenutzten
Rahmen) beträgt 11 % per 31.12.2023 (Vorjahr: 10,8 %).
Das Reporting über Fremdwährungskredite und endfällige Kredite
mit Tilgungsträgern ist im laufenden Berichtswesen integriert. Die
Kundenberatung ist bei diesen Produkten auf Risikoreduktion und
vermögens-sichernde Maßnahmen ausgerichtet. Der Anteil des
Fremdwährungsvolumens am Gesamtexposure liegt mit Jahres-
ende bei 1,8 % (Vorjahr: 1,7 %). Bezogen auf die bilanziellen Forde-
rungen beträgt der Anteil der Fremdwährungskredite 1,8 % (Vorjahr:
2,0 %).
Für Projektfinanzierungen und Finanzierungen im Devisenausland
ist ein Limitsystem im Einsatz.
Credit Value Adjustment-Risiko (CVA)
Das CVA-Risiko bezeichnet das Risiko einer Anpassung der Kredit-
bewer-tung. Die Ermittlung erfolgt in Anlehnung an die aufsichts-
rechtlichen Eigenmittelerfordernisse.
Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Risiko potenzieller Verluste aus
Beteiligungsverhältnissen, die im Rahmen von Veräußerungen,
durch Dividendenausfälle sowie aufgrund von Wertminderungen
entstehen können. Der überwiegende Teil des Beteiligungsrisikos
resultiert aus Sektorbeteiligungen.
Die RLB Steiermark hält 9,95 % an der Raiffeisenbank International
AG (RBI), die wiederum selbst u.a. über Beteiligungen an Kreditin-
stituten und Leasinggesellschaften in Zentral- und Südosteuropa
sowie verschiedenen GUS-Staaten, wie insbesondere Ukraine,
Russland und Weißrussland, verfügt. Die Auswirkungen aus dem
Russland-Ukraine-Krieg betreffen die RBI aufgrund ihrer Positionie-
rung in der Region Zentral- und Osteuropa stark. Seit dem Aus-
bruch des Kriegs in der Ukraine befinden sich der RBI-Konzern und
seine Stakeholder in einer noch nie dagewesenen Situation. Die RBI
hat intensiv daran gearbeitet, alle Optionen für die Zukunft der Raiff-
eisenbank Russland zu prüfen. Der RBI-Konzern wird mögliche
Transaktionen, die zum Verkauf oder zur Abspaltung der Raiffeisen-
bank Russland und zur Entkonsolidierung der Raiffeisenbank Russ-
land aus dem RBI-Konzern führen würden, in voller Übereinstim-
mung mit den lokalen und internationalen Gesetzen und Vorschrif-
ten und in Absprache mit den jeweils zuständigen Behörden weiter-
verfolgen.
Die RLB Steiermark ist im ständigen Austausch mit der RBI und be-
obachtet das Beteiligungsrisiko genau.
Marktpreisrisiko
Unter Marktpreisrisiko versteht man den potenziell möglichen Ver-
lust durch schwankende bzw. sich ändernde Zinssätze, Credit
Spreads, Devisen- oder Aktienkurse. In der RLB Steiermark werden
Marktpreisrisiken im Bank- und im Handelsbuch eingegangen, wo-
bei das Handelsbuch einer zusätzlichen Limitierung mit täglicher
Berichtsfrequenz unterliegt. Die Risikopositionen ergeben sich aus
dem Kundengeschäft und dem Eigengeschäft der Bank.
Die Messung und Steuerung erfolgt auf Basis standardisierter und
konzerneinheitlicher Prozesse. Die operative Steuerung erfolgt
064
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Kreditentscheidungen bedürfen ab einer definierten Grenze der Zu-
stimmung von Markt und Marktfolge (Kreditrisikomanagement). Für
den Fall voneinander abweichender Voten zwischen den einzelnen
Kompetenzträgern ist ein standardisiertes Eskalationsverfahren ein-
gerichtet.
Im Frühwarnsystem für das Kundenkreditgeschäft sind je nach Aus-
prägung des Risikogehalts insgesamt vier Betreuungsstufen defi-
niert, welche eine optimale Zusammenarbeit von Markt und Markt-
folge gewährleisten. Der Vorstand wird zeitnah durch ein entspre-
chendes Reporting informiert.
Die Berechnung der Non-Performing Loans Ratio (NPL-Ratio) für
ausgefallene Kredite wird wird als Verhältnis der ausgefallenen For-
derungen (NPL) zum gesamten Forderungsbestand (Kundenforde-
rungen und Forderungen gegenüber Kreditinstituten) berechnet.
Zum Bilanzstichtag per 31. Dezember 2023 erfolgte die Ermittlung
der NPL-Quote entsprechend der EBA/GL/2018/10 (davor gemäß
EBA risk dashboard). Diese Definition sieht vor, dass Kassenbe-
stände bei Zentralbanken und andere Sichteinlagen sowohl vom
Nenner als auch vom Zähler auszuschließen sind. Demgemäß wer-
den Guthaben bei der OeNB sowie Sichtguthaben bei Kreditinstitu-
ten nicht mehr in die Berechnung einbezogen. Der Vorjahreswert
wurde entsprechend angepasst.
Für die Einstufung als ausgefallene Forderung (NPL) wird die Defini-
tion gemäß Art. 178 CRR herangezogen. Als Non Performing Loans
werden alle Forderungen mit einer Bonitätseinstufung von 5,0 bis
5,2 definiert. Sobald ein Kunde mit mehr als 90 Tagen in Verzug ist
oder ein kundenbezogenes Ausfallskriterium zutrifft, wird der Kunde
als ausgefallen gewertet und den Ausfallsklassen 5,0 bis 5,2 zuge-
ordnet. Zum 31.12.2023 betrug die NPL-Ratio in der RLB Steiermark
4,4 % (Vorjahr: 2,9 %).
Unter Berücksichtigung der außerbilanziellen Geschäfte (Gesam-
tobligo) ergibt sich in der RLB Steiermark zum 31.12.2023 eine
Non-Performing Exposure-Quote (NPE-Ratio) von 2,7 % (Vor-
jahr: 1,8 %).
Das Länderrisiko umfasst das Transferrisiko sowie das politische Ri-
siko aus Cross-Border-Geschäften. Die aktive Länderrisikosteue-
rung der RLB Steiermark erfolgt auf Basis festgelegter Länderlimits,
welche jährlich neu festgelegt werden. Bei einer negativen Verände-
rung der Ratings der einzelnen Länder bzw. bei Erkennen von nega-
tiven wirtschaftlichen Entwicklungen werden auch unterjährig Limit-
reduktionen vorgenommen. Das auf ausländischen Märkten aushaf-
tende EAD-Exposure (EAD: Saldo +50 % der nicht ausgenutzten
Rahmen) beträgt 11 % per 31.12.2023 (Vorjahr: 10,8 %).
Das Reporting über Fremdwährungskredite und endfällige Kredite
mit Tilgungsträgern ist im laufenden Berichtswesen integriert. Die
Kundenberatung ist bei diesen Produkten auf Risikoreduktion und
vermögens-sichernde Maßnahmen ausgerichtet. Der Anteil des
Fremdwährungsvolumens am Gesamtexposure liegt mit Jahres-
ende bei 1,8 % (Vorjahr: 1,7 %). Bezogen auf die bilanziellen Forde-
rungen beträgt der Anteil der Fremdwährungskredite 1,8 % (Vorjahr:
2,0 %).
Für Projektfinanzierungen und Finanzierungen im Devisenausland
ist ein Limitsystem im Einsatz.
Credit Value Adjustment-Risiko (CVA)
Das CVA-Risiko bezeichnet das Risiko einer Anpassung der Kredit-
bewer-tung. Die Ermittlung erfolgt in Anlehnung an die aufsichts-
rechtlichen Eigenmittelerfordernisse.
Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Risiko potenzieller Verluste aus
Beteiligungsverhältnissen, die im Rahmen von Veräußerungen,
durch Dividendenausfälle sowie aufgrund von Wertminderungen
entstehen können. Der überwiegende Teil des Beteiligungsrisikos
resultiert aus Sektorbeteiligungen.
Die RLB Steiermark hält 9,95 % an der Raiffeisenbank International
AG (RBI), die wiederum selbst u.a. über Beteiligungen an Kreditin-
stituten und Leasinggesellschaften in Zentral- und Südosteuropa
sowie verschiedenen GUS-Staaten, wie insbesondere Ukraine,
Russland und Weißrussland, verfügt. Die Auswirkungen aus dem
Russland-Ukraine-Krieg betreffen die RBI aufgrund ihrer Positionie-
rung in der Region Zentral- und Osteuropa stark. Seit dem Aus-
bruch des Kriegs in der Ukraine befinden sich der RBI-Konzern und
seine Stakeholder in einer noch nie dagewesenen Situation. Die RBI
hat intensiv daran gearbeitet, alle Optionen für die Zukunft der Raiff-
eisenbank Russland zu prüfen. Der RBI-Konzern wird mögliche
Transaktionen, die zum Verkauf oder zur Abspaltung der Raiffeisen-
bank Russland und zur Entkonsolidierung der Raiffeisenbank Russ-
land aus dem RBI-Konzern führen würden, in voller Übereinstim-
mung mit den lokalen und internationalen Gesetzen und Vorschrif-
ten und in Absprache mit den jeweils zuständigen Behörden weiter-
verfolgen.
Die RLB Steiermark ist im ständigen Austausch mit der RBI und be-
obachtet das Beteiligungsrisiko genau.
Marktpreisrisiko
Unter Marktpreisrisiko versteht man den potenziell möglichen Ver-
lust durch schwankende bzw. sich ändernde Zinssätze, Credit
Spreads, Devisen- oder Aktienkurse. In der RLB Steiermark werden
Marktpreisrisiken im Bank- und im Handelsbuch eingegangen, wo-
bei das Handelsbuch einer zusätzlichen Limitierung mit täglicher
Berichtsfrequenz unterliegt. Die Risikopositionen ergeben sich aus
dem Kundengeschäft und dem Eigengeschäft der Bank.
Die Messung und Steuerung erfolgt auf Basis standardisierter und
konzerneinheitlicher Prozesse. Die operative Steuerung erfolgt
065
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
durch das Konzern-Treasury. Die Limitierung erfolgt über die Risiko-
tragfähigkeitsrechnung.
Die Risiken werden mit Value-at-Risk-Ansätzen sowie ergänzenden
statistischen Verfahren ermittelt. Die Value-at-Risk-Werte werden
mittels historischer Simulation bzw. parametrischer Verfahren er-
rechnet.
Das Zinsänderungsrisiko wird hinsichtlich aufsichtsrechtlicher Erfor-
dernisse über die Zinsrisikostatistik ermittelt. Dabei wird die barwer-
tige und periodische Veränderung des Zinsrisikos mittels 6 Out-
lierszenarien (barwertig) bzw. 2 Nettozinsertragsszenarien (perio-
disch) ermittelt. Ergänzend dazu dienen weitere Modelle einer um-
fassenden Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene die den nati-
onalen und internationalen gesetzlichen Anforderungen Rechnung
tragen bzw. den IRRBB Guidelines der EBA in der aktuell gültigen
Fasssung entsprechen.
Im Rahmen der Marktpreisrisikoermittlung werden auch das Veran-
lagungs-, Aktien- und das Währungs-Risiko ermittelt und im Rah-
men der Limitarchitektur berücksichtigt.
Das Veranlagungsrisiko (Credit-Spread-Risiko) beschreibt das Ver-
lustrisiko aufgrund sich ändernder Marktpreise, welches durch Än-
derungen von Creditspreads bzw. der Spreadkurve hervorgerufen
wird. Auch hier wurden die Anforderungen aus den gültigen Guide-
lines der EBA entsprechend implementiert.
Aktienrisiko steht für das Verlustrisiko durch Veränderungen von Ak-
tienkursen.
Währungsrisiken stehen für die Verringerung des Ergebnisses durch
eine Veränderung von Wechselkursen bei offenen Währungspositio-
nen in der Bilanz. Das Währungsrisiko wird auf Tagesbasis vom
Konzern-Treasury ausgesteuert.
Sowohl für das Zinsänderungs- als auch für das Credit-Spread-,
das Options-, das Aktien- und das Währungsrisiko sind spezielle
Stresstests implementiert.
Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken wer-
den marktübliche Finanzinstrumente eingesetzt. Zu den Details die-
ser Derivatgeschäfte sowie Darstellung der Bewertungsmethoden
wird auf den Anhang verwiesen.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass den gegenwärti-
gen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichen-
dem Maße zeitgerecht nachgekommen werden kann oder im Falle
einer Liquiditätsverknappung keine ausreichende Liquidität zu er-
warteten Konditionen beschafft werden kann. Die Liquiditätssteue-
rung erfolgt im Bereich Konzern-Treasury, die Risikomessung erfolgt
in der Abteilung Marktrisiko-controlling. Die verwendeten Kapitalbin-
dungs- und Stressannahmen werden einer tourlichen Analyse und
Aktualisierung unterzogen.
Eine der Kernfunktionen der RLB Steiermark ist die Rolle als Liquidi-
tätsausgleichsstelle der steirischen Raiffeisen-Bankengruppe (RBG)
in der Funktion eines Zentralinstituts gemäß § 27a BWG. Im Stufen-
bau der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark tätigen die lokalen
Raiffeisenbanken primär Einlagen- und Kreditgeschäft mit Endkun-
den. Die RLB Steiermark agiert analog im eigenen lokalen Wir-
kungsbereich und wickelt zudem den Liquiditätstransfer innerhalb
der RBG Steiermark ab.
Zudem stellt das Konzern-Treasury wichtige Funktionen für den Sek-
tor bereit. Einerseits begibt die RLB Steiermark laufend Anleihen für
Wertpapierkunden, andererseits gibt es die Möglichkeit für Raiffei-
senbanken, der RLB Steiermark als Zentralinstitut Kundenkredite für
Zentralbankgeschäfte mit der OeNB/EZB und für die gemeinsam
geführten Aaa-Deckungsstöcke zur Verfügung zu stellen. Neben
dem Deckungsgeschäft werden auch weitere wichtige Versor-
gungsfunktionen im Konzern-Treasury wahrgenommen.
Die RLB Steiermark verfügt über ein hoch entwickeltes Liquiditäts-
management, steuert alle kunden- und bankinduzierten Geldflüsse
auf täglicher Basis bzw. auch innerhalb eines Tages aus. Es werden
sämtliche Risikokennzahlen und Steuerungsgrundlagen der Ord-
nungsnormen (BWG, CRR), der Aufsicht (FMA/OeNB), der Österrei-
chischen Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen (ÖRS) sowie in-
terne Limitvorgaben laufend beobachtet und berichtet. Hierbei sind
insbesondere unterschiedliche Stress-Szenarien und neben vielen
weiteren Kennzahlen die Liquiditätsdeckungsanforderung (Liquidity
Coverage Ratio), die strukturelle Liquiditätsquote (NSFR), der LVaR
(Funding Liquidity Value at Risk) bzw. das Intraday Liquidity Monito-
ring hervorzuheben.
Die RLB Steiermark beobachtet zudem potenzielle Liquiditätsab-
flüsse aus bevorstehendem Neugeschäft und Unterstrich-Positio-
nen der Bilanz. Es werden tourlich empirische Analysen zu Verweil-
dauern von Einlagen aller Art und Ausnutzungshöhen und -zeit-
spannen von Ausleihungen mit unbestimmter Vertragsdauer bzw.
Verlängerungsmöglichkeiten seitens des Kunden gemacht.
Für den steirischen Liquiditätsverbund liegt ein Liquiditätsnotfallplan
vor, der auch die Vorgaben aus dem Liquiditäts-Handbuch und
dem Notfallplan der Österreichischen Raiffeisen-Sicherungseinrich-
tung eGen (ÖRS) umsetzt. Ein eigens definiertes Spezialgremium
unter Leitung des Generaldirektors der RLB Steiermark (Liquiditäts
Task Force) ist Teil eines Frühwarnsystems, dessen Indikatoren auf
täglicher Basis beobachtet und berichtet werden.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
066
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Neben der Steuerung der LCR erfolgt seit Juni 2021 auch die Steu-
erung der NSFR im Rahmen einer Liquiditätsuntergruppe, beste-
hend aus der Raiffeisen-Landesbank Steiermark sowie den steiri-
schen Raiffeisenbanken.
Gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 sind die Mitglie-
der dieser Liquiditätsuntergruppe von der Einhaltung der gesetzlich
vorgegebenen Kennzahl auf Einzelinstitutsebene befreit. Die Kenn-
zahl ist jedoch auf Ebene der Liquiditätsuntergruppe mit 100 % ein-
zuhalten. Die entsprechenden organisatorischen und administrati-
ven Aufgaben zur Steuerung und Meldung der LCR und NSFR ob-
liegen der RLB Steiermark, die diesbezüglich u.a. dem Risikorat re-
gelmäßig über den Status und die Entwicklung der Kennzahl in der
Liquiditätsuntergruppe Bericht erstattet.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten als
Folge unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse,
menschlichem und Systemversagen oder von externen Ereignissen
und beinhaltet das Rechtsrisiko. Unter Systemen und Prozessen
sind auch sämtliche Vorkehrungen betreffend Geldwäsche und Ter-
rorismusfinanzierung zu verstehen. Das operationelle Risiko bein-
haltet auch die ICT-Risiken (Information, Communication, Techno-
logy).
Zur Messung des operationellen Risikos bedient man sich des Ba-
sisindikatoransatzes. Ein risikoadäquates internes Kontrollsystem
sowie plan- und außerplanmäßige Prüfungen durch die Innenrevi-
sion gewährleisten einen hohen Sicherheitsgrad. Eine systemati-
sche Erfassung und Analyse von operationellen Schäden erfolgt in
einer Schadensfalldatenbank. Über die Schadensfälle wird der Vor-
stand regelmäßig informiert. Zur Identifikation der Risiken und zur
Bewusstmachung potenzieller Risikoquellen werden Self Assess-
ments durchgeführt. Des Weiteren werden automatisierte Kontroll-
mechanismen zum Thema Op-Risk im prozessorientierten Informa-
tionsnetzwerk (Point), inklusive internem Kontrollsystem (IKS),
durchgeführt.
Makroökonomisches Risiko
Das Risiko aus Veränderungen im makroökonomischen Umfeld
wird als zusätzliches Kreditrisiko über einen Anstieg der Ausfalls-
wahrscheinlichkeiten sowie einer Reduktion der Rückflussquoten
berechnet.
Sonstige Risiken
Als Risikopuffer – für nicht quantifizierbare Risiken (u.a. Eigenmittel-
risiko, Reputationsrisiko, Risiko aus dem Geschäftsmodell) – wird
ein pauschaler Zuschlag von 5 % aller ermittelten Risikopositionen
eingestellt, für welchen im Gesamtlimit ausreichende Deckung zu
halten ist.
Nachhaltigkeit und ESG-Risiken
Die verstärkte Integration des Nachhaltigkeitsaspekts ist Teil der Ge-
schäftsstrategie. In der RLB Steiermark ist ein Programmlenkungs-
ausschuss „Sustainable Finance“ implementiert, welcher für die Um-
setzung sowie laufende Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstra-
tegie und für die Analyse und Überwachung aktueller Nachhaltig-
keitsentwicklungen zuständig ist. Es wird ein jährlicher umfassender
Nachhaltigkeitsbericht erstellt.
ESG (Environment, Social, Governance) Risiken umfassen direkte
und indirekte Risiken, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz-
und Liquiditätslage sowie Reputation der Bank und in Folge auf die
Finanzmarktstabilität auswirken können. Laut EZB Leitfaden „Leitfa-
den zu Klima- und Umweltrisiken“ ist das ESG-Risiko keine eigene
Risikoart, sondern lediglich ein Risikotreiber für alle bestehenden Ri-
sikoarten (Kreditrisiko, Marktrisiko, Liquiditätsrisiko, Operationelles
Risiko, etc.)
Die Bedeutung des ESG-Risikos ist stark zunehmend, weshalb ein
laufendes Projekt zum Thema Sustainable Finance aufgesetzt wurde.
Aus diesem Projekt bzw. aus dieser Analyse wurden Maßnahmen u.
a. im Zusammenhang mit dem Rahmenwerk für das Risikomanage-
ment, Berücksichtigung der Klima- und Umweltrisiken im Kreditge-
währungsprozess (inkl. Überwachung) abgeleitet. Einzelne Maß-
nahmen wurden in der RLB Steiermark bereits umgesetzt (u. a. Ma-
terialitätsanalyse, ESG-Risiko-Score, Risikoinventur, Ausschlusskri-
terien) bzw. werden weitere Maßnahmen (Ermittlung Finanzierte
CO2 Emissionen, ESG-Reporting, ESG-Stresstesting) bundesland-
übergreifend im Sektor laufend evaluiert und weiterentwickelt.
Um die Integration der ESG-Risiken in den Risikomanagementpro-
zess zu gewährleisten, sind in der RLB Steiermark vielfältige Analy-
severfahren eingeführt. Die Identifikation der ESG relevanten Risi-
kopositionen erfolgt anhand einer Materialitätsanalyse. Hypothesen
für die Wesentlichkeit von ESG-Risiken (transitorische und physi-
sche Klimarisiken) für die einzelnen Risikoarten wurden hergeleitet,
bewertet und dokumentiert. Im Kreditrisiko wurde die Auswirkung
von ESG-Risiken für das Kundenkreditportfolio als relevant einge-
stuft, weshalb eine Quantifizierung des ESG-Risikos notwendig ist.
Zur Sicherstellung einer quantitativen ESG-Bewertung und zur Be-
rechnung des jeweiligen ESG-Risiko-Scores wird im Kundenkredit-
portfolio bereits eine externe Software eingesetzt.
Aufgrund der durchgeführten Analysen zu ESG-Risiken des Portfo-
lios mittels eines geeigneten ESG-Risiko Scoring Modells, sehen wir
aktuell keinen akuten Handlungsbedarf für risikominimierende Maß-
nahmen. Wir beobachten die Entwicklungen im Bereich der ESG-Ri-
siken genau, entwickeln unsere Modelle weiter bzw. bringen neue
zum Einsatz und fühlen uns darin bestärkt, die ESG-Risikosteue-
rung für das Kreditportfolio im Einklang mit unserer nachhaltigen
Geschäftsstrategie weiterzuentwickeln. Die Implementierung von
Maßnahmen zur Bewältigung von ESG-Risiken wird tourlich über-
wacht und weiterentwickelt.
066
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Neben der Steuerung der LCR erfolgt seit Juni 2021 auch die Steu-
erung der NSFR im Rahmen einer Liquiditätsuntergruppe, beste-
hend aus der Raiffeisen-Landesbank Steiermark sowie den steiri-
schen Raiffeisenbanken.
Gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 sind die Mitglie-
der dieser Liquiditätsuntergruppe von der Einhaltung der gesetzlich
vorgegebenen Kennzahl auf Einzelinstitutsebene befreit. Die Kenn-
zahl ist jedoch auf Ebene der Liquiditätsuntergruppe mit 100 % ein-
zuhalten. Die entsprechenden organisatorischen und administrati-
ven Aufgaben zur Steuerung und Meldung der LCR und NSFR ob-
liegen der RLB Steiermark, die diesbezüglich u.a. dem Risikorat re-
gelmäßig über den Status und die Entwicklung der Kennzahl in der
Liquiditätsuntergruppe Bericht erstattet.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten als
Folge unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse,
menschlichem und Systemversagen oder von externen Ereignissen
und beinhaltet das Rechtsrisiko. Unter Systemen und Prozessen
sind auch sämtliche Vorkehrungen betreffend Geldwäsche und Ter-
rorismusfinanzierung zu verstehen. Das operationelle Risiko bein-
haltet auch die ICT-Risiken (Information, Communication, Techno-
logy).
Zur Messung des operationellen Risikos bedient man sich des Ba-
sisindikatoransatzes. Ein risikoadäquates internes Kontrollsystem
sowie plan- und außerplanmäßige Prüfungen durch die Innenrevi-
sion gewährleisten einen hohen Sicherheitsgrad. Eine systemati-
sche Erfassung und Analyse von operationellen Schäden erfolgt in
einer Schadensfalldatenbank. Über die Schadensfälle wird der Vor-
stand regelmäßig informiert. Zur Identifikation der Risiken und zur
Bewusstmachung potenzieller Risikoquellen werden Self Assess-
ments durchgeführt. Des Weiteren werden automatisierte Kontroll-
mechanismen zum Thema Op-Risk im prozessorientierten Informa-
tionsnetzwerk (Point), inklusive internem Kontrollsystem (IKS),
durchgeführt.
Makroökonomisches Risiko
Das Risiko aus Veränderungen im makroökonomischen Umfeld
wird als zusätzliches Kreditrisiko über einen Anstieg der Ausfalls-
wahrscheinlichkeiten sowie einer Reduktion der Rückflussquoten
berechnet.
Sonstige Risiken
Als Risikopuffer – für nicht quantifizierbare Risiken (u.a. Eigenmittel-
risiko, Reputationsrisiko, Risiko aus dem Geschäftsmodell) – wird
ein pauschaler Zuschlag von 5 % aller ermittelten Risikopositionen
eingestellt, für welchen im Gesamtlimit ausreichende Deckung zu
halten ist.
Nachhaltigkeit und ESG-Risiken
Die verstärkte Integration des Nachhaltigkeitsaspekts ist Teil der Ge-
schäftsstrategie. In der RLB Steiermark ist ein Programmlenkungs-
ausschuss „Sustainable Finance“ implementiert, welcher für die Um-
setzung sowie laufende Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstra-
tegie und für die Analyse und Überwachung aktueller Nachhaltig-
keitsentwicklungen zuständig ist. Es wird ein jährlicher umfassender
Nachhaltigkeitsbericht erstellt.
ESG (Environment, Social, Governance) Risiken umfassen direkte
und indirekte Risiken, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz-
und Liquiditätslage sowie Reputation der Bank und in Folge auf die
Finanzmarktstabilität auswirken können. Laut EZB Leitfaden „Leitfa-
den zu Klima- und Umweltrisiken“ ist das ESG-Risiko keine eigene
Risikoart, sondern lediglich ein Risikotreiber für alle bestehenden Ri-
sikoarten (Kreditrisiko, Marktrisiko, Liquiditätsrisiko, Operationelles
Risiko, etc.)
Die Bedeutung des ESG-Risikos ist stark zunehmend, weshalb ein
laufendes Projekt zum Thema Sustainable Finance aufgesetzt wurde.
Aus diesem Projekt bzw. aus dieser Analyse wurden Maßnahmen u.
a. im Zusammenhang mit dem Rahmenwerk für das Risikomanage-
ment, Berücksichtigung der Klima- und Umweltrisiken im Kreditge-
währungsprozess (inkl. Überwachung) abgeleitet. Einzelne Maß-
nahmen wurden in der RLB Steiermark bereits umgesetzt (u. a. Ma-
terialitätsanalyse, ESG-Risiko-Score, Risikoinventur, Ausschlusskri-
terien) bzw. werden weitere Maßnahmen (Ermittlung Finanzierte
CO2 Emissionen, ESG-Reporting, ESG-Stresstesting) bundesland-
übergreifend im Sektor laufend evaluiert und weiterentwickelt.
Um die Integration der ESG-Risiken in den Risikomanagementpro-
zess zu gewährleisten, sind in der RLB Steiermark vielfältige Analy-
severfahren eingeführt. Die Identifikation der ESG relevanten Risi-
kopositionen erfolgt anhand einer Materialitätsanalyse. Hypothesen
für die Wesentlichkeit von ESG-Risiken (transitorische und physi-
sche Klimarisiken) für die einzelnen Risikoarten wurden hergeleitet,
bewertet und dokumentiert. Im Kreditrisiko wurde die Auswirkung
von ESG-Risiken für das Kundenkreditportfolio als relevant einge-
stuft, weshalb eine Quantifizierung des ESG-Risikos notwendig ist.
Zur Sicherstellung einer quantitativen ESG-Bewertung und zur Be-
rechnung des jeweiligen ESG-Risiko-Scores wird im Kundenkredit-
portfolio bereits eine externe Software eingesetzt.
Aufgrund der durchgeführten Analysen zu ESG-Risiken des Portfo-
lios mittels eines geeigneten ESG-Risiko Scoring Modells, sehen wir
aktuell keinen akuten Handlungsbedarf für risikominimierende Maß-
nahmen. Wir beobachten die Entwicklungen im Bereich der ESG-Ri-
siken genau, entwickeln unsere Modelle weiter bzw. bringen neue
zum Einsatz und fühlen uns darin bestärkt, die ESG-Risikosteue-
rung für das Kreditportfolio im Einklang mit unserer nachhaltigen
Geschäftsstrategie weiterzuentwickeln. Die Implementierung von
Maßnahmen zur Bewältigung von ESG-Risiken wird tourlich über-
wacht und weiterentwickelt.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Taxonomiekonformität
Ausgehend vom EU Green Deal und dem EU Aktionsplan
Sustainable Finance erfolgt die entsprechende Publikation der Infor-
mationen, Kennzahlen bzw. Quoten zur Taxonomiekonformität von
Vermögenswerten im Nachhaltigkeitsbericht der RLB Steiermark.
Dieser ist auf der Homepage der RLB Steiermark (https://www.raiff-
eisen.at/rlbstmk) veröffentlicht.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
068
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Die zukünftige Erweiterung unseres bestehenden Geschäftsmodells
sehen wir unter anderem in der pro-aktiven Entwicklung digitaler
Produkte für neue Zielgruppen. Hier steht vor allem die konse-
quente Nutzung von Omnikanallösungen als Basis für weitere da-
tenbasierte Angebote und Dienstleistungen im Vordergrund. In die-
sem Feld gilt es vor allem neue Kundenbedürfnisse in unterschiedli-
chen Bedarfswelten zu erkennen und durch die Etablierung eigener
Leistungen oder durch die Vermittlung zu unseren Netzwerkpartner
diese Kundenwünsche bestmöglich abzudecken.
Unter dem Titel „Evaluierung von Bedarfswelten“ wurde dazu ein
Projekt mit der Grazer Fachhochschule Campus 02 gestartet. Die
Studierenden entwickelten in ihrer Lehrveranstaltung Innovations-
management Konzeptideen für die vier definierten Zielgruppen
Rural Urbanities, Self-love Seekers, Phygital Reality und Financial
Aficionados. Über 1000 Personen wurden befragt. Dabei identifizier-
ten die Studierenden die Herausforderungen und Bedürfnisse der
Bedarfswelten und suchten nach Potenzialen, die in einem Digitalen
Regionalen Ökosystem der RLB Steiermark gehoben werden könn-
ten. Das Projekt hat 2023 den F&E-Preis der FH Campus 02 ge-
wonnen.
Ein wichtiges Ziel der Innovationsinitiativen in der RLB Steiermark ist
es, unsere Mitarbeiter in neuen Arbeitsweisen aus- und weiterzubil-
den. Dazu wurden im Headquarter in Raaba mit den Kollaborations-
zonen „Bienenstock“ und „WIRkungsstätte“ zwei räumliche Maß-
nahmen gesetzt, welche die interdisziplinäre Zusammenarbeit för-
dern. Wir entwickeln unsere Unternehmenskultur noch stärker in
eine Richtung, in der Neuentwicklungen über Hierarchie- und Abtei-
lungsgrenzen hinweg in der Geschwindigkeit möglich sind, die er-
forderlich ist, um unsere Kunden mit unseren Produkten und Dienst-
leistungen bei ihren Herausforderungen bestmöglich zu unterstüt-
zen.
Im Sinne unserer angestrebten Rolle als Center of Gravity für die
heimische Wirtschaft unterstützen wir Unternehmen dabei, auch
ihre eigene Innovationsfähigkeit weiterzuentwickeln. Das ermögli-
chen wir durch die Vernetzung mit Startups, das Angebot, gemein-
sam in Co-Innovation-Projekten neue Geschäftsmodelle, Produkte
und Dienstleistungen zu entwickeln oder in unserem Startup Ac-
celerator Hummelnest. Im Rahmen des letzten Durchlaufs des ge-
meinsam mit Transformation Lighthouse durchgeführten Accelerator
Programms wurden fünf internationale Teams und mehrere Local
Heroes dabei begleitet, ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.
Am finalen Demo Day wurde dem Sport-Startup Precision Sports
Technology aus Irland von der RLB Steiermark gemeinsam mit ei-
nem internationalen Konsortium ein 100.000-Euro-Investment in
Aussicht gestellt.
III. BERICHT ÜBER
FORSCHUNG
UND ENTWICKLUNG
068
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Die zukünftige Erweiterung unseres bestehenden Geschäftsmodells
sehen wir unter anderem in der pro-aktiven Entwicklung digitaler
Produkte für neue Zielgruppen. Hier steht vor allem die konse-
quente Nutzung von Omnikanallösungen als Basis für weitere da-
tenbasierte Angebote und Dienstleistungen im Vordergrund. In die-
sem Feld gilt es vor allem neue Kundenbedürfnisse in unterschiedli-
chen Bedarfswelten zu erkennen und durch die Etablierung eigener
Leistungen oder durch die Vermittlung zu unseren Netzwerkpartner
diese Kundenwünsche bestmöglich abzudecken.
Unter dem Titel „Evaluierung von Bedarfswelten“ wurde dazu ein
Projekt mit der Grazer Fachhochschule Campus 02 gestartet. Die
Studierenden entwickelten in ihrer Lehrveranstaltung Innovations-
management Konzeptideen für die vier definierten Zielgruppen
Rural Urbanities, Self-love Seekers, Phygital Reality und Financial
Aficionados. Über 1000 Personen wurden befragt. Dabei identifizier-
ten die Studierenden die Herausforderungen und Bedürfnisse der
Bedarfswelten und suchten nach Potenzialen, die in einem Digitalen
Regionalen Ökosystem der RLB Steiermark gehoben werden könn-
ten. Das Projekt hat 2023 den F&E-Preis der FH Campus 02 ge-
wonnen.
Ein wichtiges Ziel der Innovationsinitiativen in der RLB Steiermark ist
es, unsere Mitarbeiter in neuen Arbeitsweisen aus- und weiterzubil-
den. Dazu wurden im Headquarter in Raaba mit den Kollaborations-
zonen „Bienenstock“ und „WIRkungsstätte“ zwei räumliche Maß-
nahmen gesetzt, welche die interdisziplinäre Zusammenarbeit för-
dern. Wir entwickeln unsere Unternehmenskultur noch stärker in
eine Richtung, in der Neuentwicklungen über Hierarchie- und Abtei-
lungsgrenzen hinweg in der Geschwindigkeit möglich sind, die er-
forderlich ist, um unsere Kunden mit unseren Produkten und Dienst-
leistungen bei ihren Herausforderungen bestmöglich zu unterstüt-
zen.
Im Sinne unserer angestrebten Rolle als Center of Gravity für die
heimische Wirtschaft unterstützen wir Unternehmen dabei, auch
ihre eigene Innovationsfähigkeit weiterzuentwickeln. Das ermögli-
chen wir durch die Vernetzung mit Startups, das Angebot, gemein-
sam in Co-Innovation-Projekten neue Geschäftsmodelle, Produkte
und Dienstleistungen zu entwickeln oder in unserem Startup Ac-
celerator Hummelnest. Im Rahmen des letzten Durchlaufs des ge-
meinsam mit Transformation Lighthouse durchgeführten Accelerator
Programms wurden fünf internationale Teams und mehrere Local
Heroes dabei begleitet, ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.
Am finalen Demo Day wurde dem Sport-Startup Precision Sports
Technology aus Irland von der RLB Steiermark gemeinsam mit ei-
nem internationalen Konsortium ein 100.000-Euro-Investment in
Aussicht gestellt.
III. BERICHT ÜBER
FORSCHUNG
UND ENTWICKLUNG
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
1. Rechtlicher Hintergrund
Gemäß § 243a Abs. 2 i. V. m. § 189a Z.1. lit. a UGB sind im Lagebe-
richt von Gesellschaften, deren Aktien oder andere von ihnen ausge-
gebene Wertpapiere zum Handel auf einem geregelten Markt im
Sinn des §
1 Z. 2 BörseG zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale
des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick
auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.
2. Gegenstand des Berichts
Unter dem „Internen Kontrollsystem“ (IKS) werden alle von der Ge-
schäftsleitung entworfenen und im Unternehmen ausgeführten Pro-
zesse verstanden, durch die
◼ die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Tätigkeit
(hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens vor Verlusten
durch Schäden und Malversationen),
◼ die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
◼ die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzli-
chen Vorschriften
überwacht und kontrolliert werden.
Das interne Kontrollsystem umfasst die Grundsätze, Verfahren und
Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der
Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeb-
lichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisi-
onssystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.
Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu die-
nen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie
Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der
Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beein-
trächtigt wird.
Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungsle-
gungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie
letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungs-
legung, insbesondere bei bilanziellen Positionen, die Risikoabsiche-
rungen des Unternehmens erfassen.
IV. BERICHTERSTATTUNG
ÜBER WESENTLICHE
MERKMALE DES INTERNEN
KONTROLL
- UND RISIKO-
MANAGEMENTSYSTEMS
IM HINBLICK AUF DEN
RECHNUNGSLEGUNGS
-
PROZESS
JAHRESFINANZBERICHT 2023
070
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
3. Wesentliche Merkmale des
Internen Kontrollsystems und des
Risikomanagementsystems im Hinblick
auf den Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des bei der Raiffeisen-Landesbank
Steiermark AG bestehenden Internen Kontrollsystems und des Risi-
komanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungs-
legungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
◼ Es gibt bei der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG bzw. im
RLB Steiermark Konzern eine klare Führungs- und Unterneh-
mensstruktur.
◼ Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungspro-
zess wesentlich beteiligten Bereiche sind klar von den Marktbe-
reichen getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeord-
net.
◼ Die Abteilung „Finanzen & Banksteuerung/Konzernrechnungs-
wesen und Steuern“ ist für Grundsatzfragen der Rechnungsle-
gung zuständig und erstellt den Jahres- und Konzernabschluss.
◼ Die eingesetzten Systeme und Anwendungen sind durch ent-
sprechende Einrichtungen im IT-Bereich gegen unbefugte Zu-
griffe geschützt.
◼ Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit mög-
lich, Standardsoftware eingesetzt.
◼ Ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Bilanzierungsrichtlinien,
Anschaffungsgenehmigung, Zahlungsanweisungsbefugnis etc.)
ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.
◼ Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und
Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeig-
net ausgestattet.
◼ Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden lau-
fend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z. B. durch
Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden program-
mierte Plausibilitätsprüfungen statt.
◼ Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durch-
gängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
◼ Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden regelmäßig durch
die (prozessunabhängige) Interne Revision überprüft.
◼ Seitens der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilun-
gen erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an den Vorstand,
insbesondere durch Controllingberichte, Segmentergebnisrech-
nungen etc.
◼ Vonseiten des Vorstands erfolgt eine vierteljährliche Berichtsle-
gung an den Aufsichtsrat gemäß §
81 AktG.
4. Erläuterung der wesentlichen Merkmale
des Internen Kontrollsystems und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf
den Rechnungslegungsprozess
Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf
den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zu-
vor unter Ziffer 3. beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmeri-
sche Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewür-
digt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die ge-
eignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater
Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorga-
ben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitli-
chen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die klare
Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kon-
troll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor unter Ziffer 3.
genauer beschrieben sind (insbesondere Plausibilitätskontrollen
und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwor-
tungsbewusste Rechnungslegung sicher. Im Einzelnen wird so er-
reicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzli-
chen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst,
verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und buchhalterisch kor-
rekt erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermö-
gensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss
zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche
und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt
werden.
Graz, am 8. April 2024
Der Vorstand:
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLE R,
Vorsitzender des Vorstands e.h.,
mit Verantwortung für Finanzen & Banksteuerung, Verbund, Beteiligun-
gen, Kapitalmarkt und Unternehmenskommunikation & Marketing
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA e.h.,
mit Verantwortung für Kommerzkunden, Projektfinanzierungen, Retail,
Vertrieb und Immobilien
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK e.h.,
mit Verantwortung für Risikomanagement, Recht & Sicherungseinrich-
tungen, Compliance
1
, Geldwäsche
1
und Interne Revision & Konzernrevi-
sion
1
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER e.h.,
mit Verantwortung für Personal & Organisationsentwicklung, IT & Digita-
lisierung, Nachhaltigkeit, Transaction Services und Bau & Infrastruktur
1
funktionell dem Gesamtvorstand unterstellt
070
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
3. Wesentliche Merkmale des
Internen Kontrollsystems und des
Risikomanagementsystems im Hinblick
auf den Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des bei der Raiffeisen-Landesbank
Steiermark AG bestehenden Internen Kontrollsystems und des Risi-
komanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungs-
legungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
◼ Es gibt bei der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG bzw. im
RLB Steiermark Konzern eine klare Führungs- und Unterneh-
mensstruktur.
◼ Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungspro-
zess wesentlich beteiligten Bereiche sind klar von den Marktbe-
reichen getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeord-
net.
◼ Die Abteilung „Finanzen & Banksteuerung/Konzernrechnungs-
wesen und Steuern“ ist für Grundsatzfragen der Rechnungsle-
gung zuständig und erstellt den Jahres- und Konzernabschluss.
◼ Die eingesetzten Systeme und Anwendungen sind durch ent-
sprechende Einrichtungen im IT-Bereich gegen unbefugte Zu-
griffe geschützt.
◼ Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit mög-
lich, Standardsoftware eingesetzt.
◼ Ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Bilanzierungsrichtlinien,
Anschaffungsgenehmigung, Zahlungsanweisungsbefugnis etc.)
ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.
◼ Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und
Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeig-
net ausgestattet.
◼ Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden lau-
fend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z. B. durch
Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden program-
mierte Plausibilitätsprüfungen statt.
◼ Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durch-
gängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
◼ Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden regelmäßig durch
die (prozessunabhängige) Interne Revision überprüft.
◼ Seitens der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilun-
gen erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an den Vorstand,
insbesondere durch Controllingberichte, Segmentergebnisrech-
nungen etc.
◼ Vonseiten des Vorstands erfolgt eine vierteljährliche Berichtsle-
gung an den Aufsichtsrat gemäß § 81 AktG.
4. Erläuterung der wesentlichen Merkmale
des Internen Kontrollsystems und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf
den Rechnungslegungsprozess
Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf
den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zu-
vor unter Ziffer 3. beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmeri-
sche Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewür-
digt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die ge-
eignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater
Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorga-
ben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitli-
chen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die klare
Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kon-
troll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor unter Ziffer 3.
genauer beschrieben sind (insbesondere Plausibilitätskontrollen
und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwor-
tungsbewusste Rechnungslegung sicher. Im Einzelnen wird so er-
reicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzli-
chen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst,
verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und buchhalterisch kor-
rekt erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermö-
gensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss
zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche
und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt
werden.
Graz, am 8. April 2024
Der Vorstand:
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLE R,
Vorsitzender des Vorstands e.h.,
mit Verantwortung für Finanzen & Banksteuerung, Verbund, Beteiligun-
gen, Kapitalmarkt und Unternehmenskommunikation & Marketing
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA e.h.,
mit Verantwortung für Kommerzkunden, Projektfinanzierungen, Retail,
Vertrieb und Immobilien
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK e.h.,
mit Verantwortung für Risikomanagement, Recht & Sicherungseinrich-
tungen, Compliance
1
, Geldwäsche
1
und Interne Revision & Konzernrevi-
sion
1
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER e.h.,
mit Verantwortung für Personal & Organisationsentwicklung, IT & Digita-
lisierung, Nachhaltigkeit, Transaction Services und Bau & Infrastruktur
1
funktionell dem Gesamtvorstand unterstellt
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
071
JAHRESFINANZBERICHT 2023
JAHRESABSCHLUSS
202
3
DER RAIFFEISEN
-
LANDESBANK
STEIERMARK AG
JAHRESFINANZBERICHT 2023
072
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
AKTIVA, BILANZ ZUM 31. DEZEMBER
2023 in EUR 2022 in TEUR
1
Kassenbestand, Guthaben bei Zen
-
tralnotenbanken und Postgiroämtern
1.975.312.140,25 1.522.098
2
Schuldtitel öffentlicher Stellen und
Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
261.447.364,04 324.522
a)
Schuldtitel öffentlicher Stellen und
ähnliche Wertpapiere
261.447.364,04 324.522
b)
zur Refinanzierung bei Zentralnoten-
banken zugelassene Wechsel
0,00 0
3
Forderungen an Kreditinstitute
2.837.442.373,72 3.457.401
a)
täglich fällig 1.204.571.534,43 1.606.107
b)
sonstige Forderungen 1.632.870.839,29 1.851.294
4
Forderungen an Kunden
8.429.047.578,33 8.445.074
5
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
1.757.757.879,88 1.945.223
a)
von öffentlichen Emittenten 5.145.038,05 11.076
b)
von anderen Emittenten 1.752.612.841,83 1.934.147
darunter: eigene Schuldverschreibungen
4.438.834,85 3.642
6
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
21.566.160,32 19.920
7
Beteiligungen
825.836.609,40 823.377
darunter: an
Kreditinstituten 809.422.932,80 808.630
8
Anteile an verbundenen Unternehmen
166.444.866,75 164.318
darunter: an Kreditinstituten
0,00 0
9
Immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens
1.557.336,62 1.861
10
Sachanlagen
22.712.761,51 17.066
darunter: Grundstücke und Bauten, die
vom Kreditinstitut im Rahmen seiner
eigenen Tätigkeit genutzt werden
6.821.263,41 7.963
11
Anteile an einer herrschenden oder an
einer mit Mehrheit beteiligten
Gesellschaft
0,00 0
darunter: Nennwert
0,00 0
12
Sonstige Vermögensgegenstände
398.540.708,13 429.540
13
Gezeichnetes Kapital, das eingefor
-
dert, aber noch nicht eingezahlt ist
0,00 0
14
Rechnungsabgrenzungsposten
65.807.127,09 70.009
15
Aktive latente Steuern
31.045.829,51 34.644
SUMME DER AKTIVA
16.794.518.735,55 17.255.052
072
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
AKTIVA, BILANZ ZUM 31. DEZEMBER
2023 in EUR
2022 in TEUR
1
Kassenbestand, Guthaben bei Zen-
tralnotenbanken und Postgiroämtern
1.975.312.140,25
1.522.098
2
Schuldtitel öffentlicher Stellen und
Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
261.447.364,04
324.522
a) Schuldtitel öffentlicher Stellen und
ähnliche Wertpapiere
261.447.364,04
324.522
b) zur Refinanzierung bei Zentralnoten-
banken zugelassene Wechsel
0,00
0
3
Forderungen an Kreditinstitute
2.837.442.373,72
3.457.401
a) täglich fällig
1.204.571.534,43
1.606.107
b) sonstige Forderungen
1.632.870.839,29
1.851.294
4
Forderungen an Kunden
8.429.047.578,33
8.445.074
5
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
1.757.757.879,88
1.945.223
a) von öffentlichen Emittenten
5.145.038,05
11.076
b) von anderen Emittenten
1.752.612.841,83
1.934.147
darunter: eigene Schuldverschreibungen
4.438.834,85
3.642
6
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
21.566.160,32
19.920
7
Beteiligungen
825.836.609,40
823.377
darunter: an Kreditinstituten
809.422.932,80
808.630
8
Anteile an verbundenen Unternehmen
166.444.866,75
164.318
darunter: an Kreditinstituten
0,00
0
9
Immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens
1.557.336,62
1.861
10
Sachanlagen
22.712.761,51
17.066
darunter: Grundstücke und Bauten, die
vom Kreditinstitut im Rahmen seiner
eigenen Tätigkeit genutzt werden
6.821.263,41
7.963
11
Anteile an einer herrschenden oder an
einer mit Mehrheit beteiligten
Gesellschaft
0,00
0
darunter: Nennwert
0,00
0
12
Sonstige Vermögensgegenstände
398.540.708,13
429.540
13
Gezeichnetes Kapital, das eingefor-
dert, aber noch nicht eingezahlt ist
0,00
0
14
Rechnungsabgrenzungsposten
65.807.127,09
70.009
15
Aktive latente Steuern
31.045.829,51
34.644
SUMME DER AKTIVA
16.794.518.735,55
17.255.052
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
073
JAHRESFINANZBERICHT 2023
PASSIVA, BILANZ ZUM 31. DEZEMBER
2023 in EUR
2022 in TEUR
1
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
5.892.607.615,56 7.490.478
a) täglich fällig
3.102.159.985,28
2.831.257
b) mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
2.790.447.630,28 4.659.221
2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.137.277.626,22 3.930.321
a) Spareinlagen
528.706.103,36
530.949
darunter:
aa)
täglich fällig
0,00 0
b
b) mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
528.706.103,36 530.949
b) sonstige Verbindlichkeiten
3.608.571.522,86
3.399.373
darunter:
a
a) täglich fällig
2.332.762.683,89 2.311.221
bb) mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
1.275.808.838,97 1.088.151
3
Verbriefte Verbindlichkeiten
4.809.815.394,32
3.936.970
a) begebene Schuldverschreibungen
2.989.822.390,19
2.494.971
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten
1.819.993.004,13
1.441.999
4
Sonstige Verbindlichkeiten
172.672.366,12
185.396
5
Rechnungsabgrenzungsposten
62.410.054,61
63.796
darunter: Zuschreibungsrücklage gem. §
906 Abs. 32 UGB
0,00 0
Unterschiedsbetrag gem. § 906 Abs. 34
UGB
0,00 0
6
Rückstellungen
107.894.346,25
90.836
a) Rückstellungen für Abfertigungen
27.467.201,46
24.999
b) Rückstellungen für Pensionen
27.635.348,88
23.035
c)
Steuerrückstellungen 10.993.473,77 7.598
d) sonstige
41.798.322,14
35.204
6a
Fonds für allgemeine Bankrisiken
0,00
0
7
Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I
Kapitel 4 der
Verordnung (EU) Nr.
575/2013
85.587.370,05 85.587
8
Zusätzliches Kernkapital gem. Teil 2
Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU)
Nr. 575/2013
0,00 0
darunter: Pflichtwandelschuld-
verschreibungen gem. § 26a BWG
0,00 0
9
Gezeichnetes Kapital
142.721.217,89
142.721
10
Kapitalrücklagen
401.824.704,50
401.825
a) gebundene
326.824.758,96
326.825
b) nicht gebundene
74.999.945,54
75.000
11
Gewinnrücklagen
813.215.608,68
753.335
a) gesetzliche Rücklage
0,00
0
b) satzungsmäßige Rücklagen
0,00
0
c) andere Rücklagen
813.215.608,68
753.335
12
Haftrücklage gem. § 57 Abs. 5 BWG
143.428.700,00
143.429
13
Bilanzgewinn
25.063.731,35
30.357
SUMME DER
PASSIVA 16.794.518.735,55 17.255.052
JAHRESFINANZBERICHT 2023
074
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
POSTEN UNTER DER
BILANZ
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER
2023 in EUR
2022 in TEUR
AKTIVA
1
Auslandsaktiva
2.079.501.183,52 2.190.964
PASSIVA
1
Eventualverbindlichkeiten
437.167.072,82 493.843
darunter:
a)
Akzepte und Indossamentverbindlich-
keiten aus weitergegebenen Wechseln
0,00 0
b)
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften
und Haftung aus der Bestellung von
Sicherheiten
423.754.359,95 476.959
2
Kreditrisiken
1.595.545.870,39 2.014.512
darunter:
Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften
0,00 0
3
Verbindlichkeiten aus
Treuhandgeschäften
0,00 0
4
Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
1.579.749.319,89 1.554.409
darunter:
Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I
Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr.
575/2013
118.794.972,37 151.582
5
Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
7.790.769.869,40 8.117.323
darunter:
Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92
Abs. 1 lit. a bis c der Verordnung (EU) Nr.
575/2013
a) Harte
Kernkapitalquote 18,75 17,28
b) Kernkapitalquote
18,75 17,28
c) Gesamtkapitalquote
20,28 19,15
6
Auslandspassiva
1.140.701.446,69 946.950
074
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
POSTEN UNTER DER
BILANZ
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER
2023 in EUR
2022 in TEUR
AKTIVA
1
Auslandsaktiva
2.079.501.183,52
2.190.964
PASSIVA
1
Eventualverbindlichkeiten
437.167.072,82
493.843
darunter:
a) Akzepte und Indossamentverbindlich-
keiten aus weitergegebenen Wechseln
0,00
0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften
und Haftung aus der Bestellung von
Sicherheiten
423.754.359,95
476.959
2
Kreditrisiken
1.595.545.870,39
2.014.512
darunter:
Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften
0,00
0
3
Verbindlichkeiten aus
Treuhandgeschäften
0,00
0
4
Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
1.579.749.319,89
1.554.409
darunter:
Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I
Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr.
575/2013
118.794.972,37
151.582
5
Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
7.790.769.869,40
8.117.323
darunter:
Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92
Abs. 1 lit. a bis c der Verordnung (EU) Nr.
575/2013
a) Harte Kernkapitalquote
18,75
17,28
b) Kernkapitalquote
18,75
17,28
c) Gesamtkapitalquote
20,28
19,15
6
Auslandspassiva
1.140.701.446,69
946.950
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
075
JAHRESFINANZBERICHT 2023
GLIEDERUNG DER
GEWINN
-UND-VERLUST-
RECHNUNG
GEWINN-UND-VERLUS T-RECHNUNG
2023 in EUR
2022 in TEUR
1
Zinsen und ähnliche Erträge
621.642.690,96 188.634
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren
71.353.245,79 23.597
2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-449.901.139,15 -36.479
I
NETTOZINSERTRAG
171.741.551,81 152.155
3
Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
40.864.326,95 86.282
a)
Erträge aus Aktien, anderen
Anteilsrechten und nicht
festverzinslichen Wertpapieren
627.215,76 249
b)
Erträge aus Beteiligungen 27.474.332,44 62.361
c)
Erträge aus Anteilen an verbundenen
Unternehmen
12.762.778,75 23.672
4
Provisionserträge
55.751.318,65 64.637
5
Provisionsaufwendungen
-12.868.816,37 -21.611
6
Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften
4.159.116,06 4.563
7
Sonstige betriebliche Erträge
47.669.804,10 51.945
II
BETRIEBSERTRÄGE
307.317.301,20 337.970
8
Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen -170.573.331,04 -141.991
a)
Personalaufwand -106.619.803,60 -85.872
darunter:
aa) Löhne und Gehälter
-71.999.352,57 -65.079
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale
Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben
und Pflichtbeiträge
-17.358.422,26 -15.577
cc) sonstiger Sozialaufwand -2.469.316,25 -1.920
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung
-4.632.206,93 -4.419
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung -4.599.974,93 1.786
ff) Aufwendungen für Abfertigungen und
Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
-5.560.530,66 -663
b)
sonstige Verwaltungsaufwendungen
(Sachaufwand)
-63.953.527,44 -56.119
JAHRESFINANZBERICHT 2023
076
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
2023 in EUR
2022 in TEUR
9
Wertberichtigungen auf die in den
Aktivposten 9 und 10 enthaltenen
Vermögensgegenstände
-3.226.862,75 -3.156
10
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-9.317.155,23 -8.136
III
BETRIEBSAUFWENDUNGEN
-183.117.349,02 -153.284
IV
BETRIEBSERGEBNIS
124.199.952,18 184.686
11/
12
Saldo aus Wertberichtigungen auf
Forderungen und Zuführungen zu Rück
-
stellungen für Eventualverbindlichkeiten
und Dotierung von Kreditrisiken sowie
Erträge aus der Auflösung von
Wertberichtigungen auf Forderungen und
Rückstellungen für Eventualverbind
-
lichkeiten und für Kreditrisiken
-23.845.988,72 -54.352
13/
14
Saldo aus Wertberichtigungen auf Wert
-
papiere, die wie Finanzanlagen bewertet
sind und auf Beteiligungen und Anteile an
verbundenen Unternehmen sowie Erträge
aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere,
die wie Finanzanlagen bewertet sind
sowie auf Beteiligunge
n
-1.266.569,13 -8.845
V
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
99.087.394,33 121.489
15
Außerordentliche Erträge
0,00 0
darunter: Entnahmen aus dem Fonds für
allgemeine Bankrisiken
0,00 0
16
Außerordentliche Aufwendungen
0,00 0
darunter: Zuweisungen zum Fonds für
allgemeine Bankrisiken
0,00 0
17
Außerordentliches Ergebnis (Zwi
-
schensumme aus Posten 15 und 16)
0,00 0
18
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-10.983.065,99 -9.027
darunter: aus
latenten Steuern -3.597.874,90 -7.234
19
Sonstige Steuern, soweit nicht in
Posten 18 auszuweisen
-3.160.387,30 -3.645
VI
JAHRESÜBERSCHUSS
84.943.941,04 108.817
20
Rücklagenbewegung
-59.880.209,69 -78.460
darunter: Dotierung der
Haftrücklage 0,00 -2.855
Auflösung der Haftrücklage 0,00 0
VII
JAHRESGEWINN
25.063.731,35 30.357
21
Gewinnvortrag
0,00 0
VIII
BILANZGEWINN
25.063.731,35 30.357
076
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
2023 in EUR
2022 in TEUR
9
Wertberichtigungen auf die in den
Aktivposten 9 und 10 enthaltenen
Vermögensgegenstände
-3.226.862,75
-3.156
10
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-9.317.155,23
-8.136
III
BETRIEBSAUFWENDUNGEN
-183.117.349,02
-153.284
IV
BETRIEBSERGEBNIS
124.199.952,18
184.686
11/
12
Saldo aus Wertberichtigungen auf
Forderungen und Zuführungen zu Rück-
stellungen für Eventualverbindlichkeiten
und Dotierung von Kreditrisiken sowie
Erträge aus der Auflösung von
Wertberichtigungen auf Forderungen und
Rückstellungen für Eventualverbind-
lichkeiten und für Kreditrisiken
-23.845.988,72
-54.352
13/
14
Saldo aus Wertberichtigungen auf Wert-
papiere, die wie Finanzanlagen bewertet
sind und auf Beteiligungen und Anteile an
verbundenen Unternehmen sowie Erträge
aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere,
die wie Finanzanlagen bewertet sind
sowie auf Beteiligungen
-1.266.569,13
-8.845
V
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
99.087.394,33
121.489
15
Außerordentliche Erträge
0,00
0
darunter: Entnahmen aus dem Fonds für
allgemeine Bankrisiken
0,00
0
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Außerordentliche Aufwendungen
0,00
0
darunter: Zuweisungen zum Fonds für
allgemeine Bankrisiken
0,00
0
17
Außerordentliches Ergebnis (Zwi-
schensumme aus Posten 15 und 16)
0,00
0
18
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-10.983.065,99
-9.027
darunter: aus latenten Steuern
-3.597.874,90
-7.234
19
Sonstige Steuern, soweit nicht in
Posten 18 auszuweisen
-3.160.387,30
-3.645
VI
JAHRESÜBERSCHUSS
84.943.941,04
108.817
20
Rücklagenbewegung
-59.880.209,69
-78.460
darunter: Dotierung der Haftrücklage
0,00
-2.855
Auflösung der Haftrücklage
0,00
0
VII
JAHRESGEWINN
25.063.731,35
30.357
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Gewinnvortrag
0,00
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VIII
BILANZGEWINN
25.063.731,35
30.357
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
077
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen
BWG Bankwesengesetz, BGBl 532/1993, i. d. g. F.
CRR Capital Requirements Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013 i. d. g. F.
EStG Einkommensteuergesetz 1988, BGBl 400/1988, i. d. g. F.
EU Europäische Union
EWR Europäischer Wirtschaftsraum
EZB Europäische Zentralbank
FMA Finanzmarktaufsicht
IAS International Accounting Standards
IFRS International Financial Reporting Standards
KStG Körperschaftsteuergesetz 1988, BGBl 401/1988, i. d. g. F.
PfandBG Pfandbriefgesetz, BGBl I 199/2021, i. d. g. F.
UGB Unternehmensgesetzbuch, BGBl I 120/2005, i. d. g. F.
Der vorliegende Jahresabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Steiermark) wurde nach den Vorschriften des Bankwe-
sengesetzes (BWG), der EU-Verordnung Nr. 575/2013 (CRR – Capital Requirements Regulation) und – soweit anwendbar – nach den Vor-
schriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der jeweils zum Bilanzstichtag geltenden bzw. anzuwendenden Fassung aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgte gemäß den Gliederungsvorschriften der Anlage 2 zu
Artikel I § 43 BWG.
Gemäß § 221 UGB ist die RLB Steiermark als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Darüber hinaus ist die RLB Steiermark ein Unterneh-
men von öffentlichem Interesse gemäß § 43 Abs. 1a BWG i. V. m. § 189a UGB. Da zahlreiche Emissionen der RLB Steiermark an einer gere-
gelten Börse in der EU zugelassen sind, hat die RLB Steiermark gemäß § 59a BWG auch einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit
den International Financial Accounting Standards aufzustellen.
Als Kreditinstitut gemäß § 1 BWG unterliegt die RLB Steiermark der behördlichen Aufsicht durch die Finanzmarktaufsicht (FMA).
Die Offenlegung gemäß Teil 8 Art. 431-455 der CRR erfolgt auf Grundlage der konsolidierten Finanzlage der RLB-Stmk Verbund eGen in
ihrer Funktion als EWR-Mutterfinanzholding und ist auf der Homepage der RLB Steiermark einsehbar.
ANHANG FÜR DAS
GESCHÄFTSJAHR 2023
JAHRESFINANZBERICHT 2023
078
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
A. Allgemeine Grundsätze
Der Jahresabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG wurde unter Anwendung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung
und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten und die Posten des Jahresabschlusses
unter Berücksichtigung ihres wirtschaftlichen Gehalts bilanziert. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden
wurde, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten oder für eine Gruppenbewertung (§ 209 Abs. 2 UGB) nicht
gegeben waren, der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Grundsatz der
Vorsicht wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäftes insofern Rechnung getragen, als nur die am Abschluss-
stichtag realisierten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste bilanzmäßig erfasst wurden.
Die Erstellung eines Jahresabschlusses erfordert Ermessensbeurteilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmetho-
den sowie die Festlegung von Annahmen über zukünftige Entwicklungen durch das Management, die den Ansatz und den Wert von Vermö-
genswerten und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen während der Be-
richtsperiode wesentlich beeinflussen können.
Sind für die Bilanzierung und Bewertung Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, basieren diese auf historischen Erfahrungen und
anderen Faktoren wie Planungen und – nach jeweils aktuellem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger
Ereignisse. Die den Schätzungen zugrundeliegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Prüfung.
078
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
A. Allgemeine Grundsätze
Der Jahresabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG wurde unter Anwendung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung
und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten und die Posten des Jahresabschlusses
unter Berücksichtigung ihres wirtschaftlichen Gehalts bilanziert. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden
wurde, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten oder für eine Gruppenbewertung (§ 209 Abs. 2 UGB) nicht
gegeben waren, der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Grundsatz der
Vorsicht wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäftes insofern Rechnung getragen, als nur die am Abschluss-
stichtag realisierten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste bilanzmäßig erfasst wurden.
Die Erstellung eines Jahresabschlusses erfordert Ermessensbeurteilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmetho-
den sowie die Festlegung von Annahmen über zukünftige Entwicklungen durch das Management, die den Ansatz und den Wert von Vermö-
genswerten und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen während der Be-
richtsperiode wesentlich beeinflussen können.
Sind für die Bilanzierung und Bewertung Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, basieren diese auf historischen Erfahrungen und
anderen Faktoren wie Planungen und – nach jeweils aktuellem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger
Ereignisse. Die den Schätzungen zugrundeliegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Prüfung.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
079
JAHRESFINANZBERICHT 2023
B. Angaben zu den in der Bilanz und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Währungsumrechnung
Die Fremdwährungsbeträge werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den von der Europäischen Zentralbank (EZB) bekannt gegebenen Referenz-
kursen des Bilanzstichtages umgerechnet. Für jene Fremdwährungspositionen, für die keine EZB-Referenzkurse veröffentlicht werden, werden
die Devisenmittelkurse von Referenzbanken herangezogen. Devisentermingeschäfte werden mit dem Terminkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
2. Wertpapiere
Für die Bewertung von Wertpapieren werden Börsenkurse oder am Markt beobachtbare Quotierungen von Handelsteilnehmern herangezo-
gen. Eine Bildung von Durchschnittskursen bei volatilen Kursen rund um den Abschlussstichtag wird nicht vorgenommen.
Sind aufgrund eines inaktiven Marktes keine adäquaten Marktdaten vorhanden, erfolgt die Kursermittlung anhand interner Bewertungsmo-
delle unter Zugrundelegung von Auf- und Abschlägen für Bonität, Handelbarkeit und Ausstattung.
Folgende Gründe führen zur Annahme eines inaktiven Marktes bei der Bewertung:
◼ es sind keine beobachtbaren Kurse vorhanden
◼ die Marktkurse sind nicht aktuell
◼ die Handelsaktivitäten sind eingebrochen
◼ wesentliche Ausweitung der bid/ask Spreads
2
2
.
.
1
1
.
.
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere des Anlagevermögens werden grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten
und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips bewertet. Das Wahlrecht, bei vo-
raussichtlich nicht dauerhaften Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abzuschreiben, wird nicht ausgeübt. Entsprechend
der allgemeinen Regelung des § 204 Abs. 2 UGB werden daher Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraus-
sichtlich dauernder Wertminderung durchgeführt.
Bei Wegfall der Gründe für eine Abschreibung nach § 204 Abs. 2 UGB erfolgen Zuschreibungen gemäß § 208 Abs. 1 UGB bis zum aktuel-
len Kurswert, maximal jedoch bis zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten bzw., wenn diese über dem Tilgungskurs liegen, bis zum
Tilgungskurs.
Über pari angeschaffte Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens werden gemäß § 56 Abs. 2 BWG
effektivzinskonform auf den Rückzahlungsbetrag abgeschrieben, bei unter pari angeschafften Wertpapieren erfolgt eine effektivzinskonforme
Zuschreibung auf den Rückzahlungsbetrag. Wertpapiere, die dem Deckungsstock für Mündelgelder dienen, sind Anlagevermögen und wer-
den gemäß § 2 Abs. 3 der Mündelsicherheitsverordnung zum strengen Niederstwertprinzip bewertet.
2
2
.
.
2
2
.
.
Wertpapiere des Umlaufvermögens werden gemäß § 207 UGB zum strengen Niederstwertprinzip bewertet und bei Wertminderung auf
den niedrigeren Börsenkurs bzw. Marktpreis abgeschrieben. Ist ein solcher nicht feststellbar, erfolgt eine Abschreibung auf den beizulegen-
den Wert. Zuschreibungen erfolgen gemäß § 208 Abs. 1 UGB im Ausmaß der Wertaufholung bis zum aktuellen Kurswert, maximal jedoch
bis zu den Anschaffungskosten bzw., wenn diese über dem Tilgungskurs liegen, bis zum Tilgungskurs.
2
2
.
.
3
3
.
.
Wertpapiere des Handelsbestands werden gemäß § 57 Abs. 1 BWG zum beizulegenden Zeitwert („mark-to-market“) bewertet.
Von der RLB Steiermark begebene Schalteremissionen, welche gemäß den OeNB/EZB-Tenderbedingungen im Rahmen von Repo-Ge-
schäften akzeptiert werden (sog. Retained Covered Bonds), werden bilanzrechtlich mit den in gleicher Höhe aktivierten Aktivposten saldiert.
Dies ist dadurch begründet, da sämtliche für eine Saldierung erforderlichen Voraussetzungen, insbesondere die rechtliche Konfudierung
nach Auslaufen des Repo-Geschäfts, erfüllt sind.
3. Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Der beizulegende Zeitwert ist jener Betrag, zu
dem Finanzinstrumente am Bilanzstichtag zu fairen Bedingungen verkauft oder gekauft werden können. Sofern Börsenkurse vorhanden
JAHRESFINANZBERICHT 2023
080
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
sind, werden diese zur Bewertung herangezogen. Für Finanzinstrumente ohne Börsenkurs werden interne Bewertungsmodelle – insbeson-
dere die Barwertmethode und Optionspreismodelle – mit aktuellen Marktparametern herangezogen.
Der Fair Value von Zins- und Zins-Währungs-Swaps sowie Zinstermingeschäften wird auf Basis abgezinster Cashflows ermittelt, wobei je-
weils die für die Restlaufzeit geltenden Marktzinssätze verwendet werden. Für die Ermittlung des Fair Value von in EURO besicherten Deri-
vaten wird als Diskontierungszinssatz der €STR (Euro Short-Term Rate) herangezogen, da dieser der Verzinsung der entsprechenden Barsi-
cherheiten entspricht.
Der Fair Value von Devisentermingeschäften wird auf Basis aktueller Terminkurse ermittelt. Optionen werden zu Kurswerten oder mittels
anerkannter Modelle zur Ermittlung von Optionspreisen bewertet. Als Bewertungsmodelle dienen für einfache europäische Optionen und
Zinsinstrumente die gängigen Black-Scholes-Modelle (marktbedingt wird aufgrund des aktuellen Zinsniveaus u. a. auch das Black-Scholes-
Normalmodell verwendet).
Bei der Modellbewertung von Derivaten muss auch das Kontrahentenrisiko anhand finanzwirtschaftlicher Methoden berücksichtigt werden,
sofern es für die Bewertung wesentlich ist. Dieses wird als Credit Value Adjustment (bei Überwiegen des Ausfallsrisikos der Gegenpartei)
oder Debt Value Adjustment (bei Überwiegen des eigenen Ausfallsrisikos) bezeichnet. Da das eigene Kreditrisiko bei der Ermittlung des
Credit- und Debt Value Adjustment mit besonderer Vorsicht zu berücksichtigen ist, wird bei den Derivaten des Bankbuchs ein Debt Value
Adjustment generell nicht berücksichtigt.
Bei Derivaten des Bankbuchs unterbleibt im Falle der Bildung von Bewertungseinheiten eine Buchung der Marktwerte. Auf Basis entspre-
chend dokumentierten Widmungen zu Beginn der Sicherungsbeziehungen werden geeignete und (annährend) gleiche derivative Finanzin-
strumente zu Gruppen zusammengefasst. Dabei wird auf die qualitative Eignung des abgesicherten Grundgeschäfts, das Vorliegen eines
Absicherungsbedarfs, das Bestehen einer Absicherungsstrategie sowie die qualitative Eignung des Derivats als Sicherungsinstrument Be-
dacht genommen.
Die derivativen Finanzinstrumente des Handelsbuchs werden generell mit ihren Marktwerten bilanziert, für freistehende Bankbuchderivate
mit negativem Marktwert und bei Ineffektivitäten von Sicherungsbeziehungen werden Rückstellungen gebildet.
Weitere Ausführungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten finden sich im Anhang unter Punkt C.23. Ergänzende Angaben zu Finan-
zinstrumenten gem. § 238 Abs. 1 Z. 1 UGB i. V. m. § 64 Abs. 1 Z. 3 BWG.
4. Risikovorsorge
Bei der Bewertung des Kreditportefeuilles werden für alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste bei Kreditnehmern Einzelwertberich-
tigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Bei signifikanten Kreditnehmern in Ausfall-Klassen erfolgt die Ermittlung der Höhe der Risikovor-
sorge durch Schätzung und Abzinsung der zukünftigen Cashflows (Discounted-Cashflow-Methode). Bei nicht signifikanten Kreditnehmern
in Ausfall-Klassen wird eine in Abhängigkeit der Ausfallsdauer pauschalierte Einzelwertberichtigung anhand von laufzeitabhängigen Verlust-
quoten gebildet.
Darüber hinaus werden auch Forderungen, bei denen in der Einzelbetrachtung keine Hinweise auf eingetretene Wertminderungen vorlie-
gen, im Rahmen einer pauschalen Betrachtung in Höhe des 12-Monats-ECL (Expected Credit Loss) wertberichtigt. Bei der Ermittlung der
Portfoliowertberichtigung für erwartete Kreditverluste werden gemäß § 201 Abs. 2 Z. 7 UGB statistisch ermittelte Erfahrungswerte aus ähn-
lich gelagerten Sachverhalten verwendet bzw. berücksichtigt. Die Höhe der Kreditverluste basiert auf Risikoparametern, die mittels statisti-
scher Verfahren aus historischen Ausfallswahrscheinlichkeiten und Verlustquoten unter Berücksichtigung von makroökonomischen Progno-
sewerten für die Zukunft (PiT-Parameter) ermittelt werden.
Die Risikoparameter, die bei der Berechnung der erwarteten Kreditverluste zum Einsatz kommen, berücksichtigen die am Bilanzstichtag
verfügbaren Informationen über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen und Prognosen über künftige wirtschaftliche Entwick-
lungen. Alle Modelle zur Schätzung der Risikoparameter werden tourlich einer Validierung und einem Backtesting unterzogen und gegebe-
nenfalls angepasst bzw. weiterentwickelt. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass andere makroökonomische Faktoren in die Modelle
Eingang finden, um weiterhin die Güte des Modells zu gewährleisten. Im Rahmen von staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen (und von
dritter Seite) eingeräumte Garantien und Sicherheiten werden bei der Bemessung der erwarteten Kreditverluste berücksichtigt.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
sind, werden diese zur Bewertung herangezogen. Für Finanzinstrumente ohne Börsenkurs werden interne Bewertungsmodelle – insbeson-
dere die Barwertmethode und Optionspreismodelle – mit aktuellen Marktparametern herangezogen.
Der Fair Value von Zins- und Zins-Währungs-Swaps sowie Zinstermingeschäften wird auf Basis abgezinster Cashflows ermittelt, wobei je-
weils die für die Restlaufzeit geltenden Marktzinssätze verwendet werden. Für die Ermittlung des Fair Value von in EURO besicherten Deri-
vaten wird als Diskontierungszinssatz der €STR (Euro Short-Term Rate) herangezogen, da dieser der Verzinsung der entsprechenden Barsi-
cherheiten entspricht.
Der Fair Value von Devisentermingeschäften wird auf Basis aktueller Terminkurse ermittelt. Optionen werden zu Kurswerten oder mittels
anerkannter Modelle zur Ermittlung von Optionspreisen bewertet. Als Bewertungsmodelle dienen für einfache europäische Optionen und
Zinsinstrumente die gängigen Black-Scholes-Modelle (marktbedingt wird aufgrund des aktuellen Zinsniveaus u. a. auch das Black-Scholes-
Normalmodell verwendet).
Bei der Modellbewertung von Derivaten muss auch das Kontrahentenrisiko anhand finanzwirtschaftlicher Methoden berücksichtigt werden,
sofern es für die Bewertung wesentlich ist. Dieses wird als Credit Value Adjustment (bei Überwiegen des Ausfallsrisikos der Gegenpartei)
oder Debt Value Adjustment (bei Überwiegen des eigenen Ausfallsrisikos) bezeichnet. Da das eigene Kreditrisiko bei der Ermittlung des
Credit- und Debt Value Adjustment mit besonderer Vorsicht zu berücksichtigen ist, wird bei den Derivaten des Bankbuchs ein Debt Value
Adjustment generell nicht berücksichtigt.
Bei Derivaten des Bankbuchs unterbleibt im Falle der Bildung von Bewertungseinheiten eine Buchung der Marktwerte. Auf Basis entspre-
chend dokumentierten Widmungen zu Beginn der Sicherungsbeziehungen werden geeignete und (annährend) gleiche derivative Finanzin-
strumente zu Gruppen zusammengefasst. Dabei wird auf die qualitative Eignung des abgesicherten Grundgeschäfts, das Vorliegen eines
Absicherungsbedarfs, das Bestehen einer Absicherungsstrategie sowie die qualitative Eignung des Derivats als Sicherungsinstrument Be-
dacht genommen.
Die derivativen Finanzinstrumente des Handelsbuchs werden generell mit ihren Marktwerten bilanziert, für freistehende Bankbuchderivate
mit negativem Marktwert und bei Ineffektivitäten von Sicherungsbeziehungen werden Rückstellungen gebildet.
Weitere Ausführungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten finden sich im Anhang unter Punkt C.23. Ergänzende Angaben zu Finan-
zinstrumenten gem. § 238 Abs. 1 Z. 1 UGB i. V. m. § 64 Abs. 1 Z. 3 BWG.
4. Risikovorsorge
Bei der Bewertung des Kreditportefeuilles werden für alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste bei Kreditnehmern Einzelwertberich-
tigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Bei signifikanten Kreditnehmern in Ausfall-Klassen erfolgt die Ermittlung der Höhe der Risikovor-
sorge durch Schätzung und Abzinsung der zukünftigen Cashflows (Discounted-Cashflow-Methode). Bei nicht signifikanten Kreditnehmern
in Ausfall-Klassen wird eine in Abhängigkeit der Ausfallsdauer pauschalierte Einzelwertberichtigung anhand von laufzeitabhängigen Verlust-
quoten gebildet.
Darüber hinaus werden auch Forderungen, bei denen in der Einzelbetrachtung keine Hinweise auf eingetretene Wertminderungen vorlie-
gen, im Rahmen einer pauschalen Betrachtung in Höhe des 12-Monats-ECL (Expected Credit Loss) wertberichtigt. Bei der Ermittlung der
Portfoliowertberichtigung für erwartete Kreditverluste werden gemäß § 201 Abs. 2 Z. 7 UGB statistisch ermittelte Erfahrungswerte aus ähn-
lich gelagerten Sachverhalten verwendet bzw. berücksichtigt. Die Höhe der Kreditverluste basiert auf Risikoparametern, die mittels statisti-
scher Verfahren aus historischen Ausfallswahrscheinlichkeiten und Verlustquoten unter Berücksichtigung von makroökonomischen Progno-
sewerten für die Zukunft (PiT-Parameter) ermittelt werden.
Die Risikoparameter, die bei der Berechnung der erwarteten Kreditverluste zum Einsatz kommen, berücksichtigen die am Bilanzstichtag
verfügbaren Informationen über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen und Prognosen über künftige wirtschaftliche Entwick-
lungen. Alle Modelle zur Schätzung der Risikoparameter werden tourlich einer Validierung und einem Backtesting unterzogen und gegebe-
nenfalls angepasst bzw. weiterentwickelt. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass andere makroökonomische Faktoren in die Modelle
Eingang finden, um weiterhin die Güte des Modells zu gewährleisten. Im Rahmen von staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen (und von
dritter Seite) eingeräumte Garantien und Sicherheiten werden bei der Bemessung der erwarteten Kreditverluste berücksichtigt.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
081
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Für die PiT-Parameterschätzung wurde in der COVID-Krise eine sogenannte „Krisenschätzung“ eingeführt, wobei makroökonomische Fak-
toren aus der Zeit der Pandemie auch bei späteren PiT-Parameterschätzungen verwendet wurden. Um einen stetigen Übergang von der
Krisenschätzung hin zur PiT-Standardschätzung zu gewährleisten, hatte sich die RLB Steiermark dazu entschieden, ab 30.06.2022 ein so-
genanntes Phasing Out aus der Krisenschätzung anzuwenden. Dazu wurde ein Parameterset mit der Krisenschätzung (Verwendung mak-
roökonomischer Faktoren aus der Zeit der Pandemie) und ein Parameterset mit der Standardschätzung (Verwendung aktueller makroöko-
nomischer Faktoren) erstellt. Die beiden Sets wurden mit einer definierten Gewichtung zusammengeführt, wobei der Einfluss der Krisen-
schätzung schrittweise abnimmt und jener der Standardschätzung schrittweise zunimmt. Mit dem aktuellen Bilanzstichtag wurde das Pha-
sing Out beendet, somit werden die Parameter wieder zur Gänze aus der Standardschätzung herangezogen.
Management Overlay
Die Vielzahl an aktuellen Spannungsfeldern, wie z.B. der Nahost-Konflikt, der Russland-Ukraine-Krieg, der dadurch wieder aufkeimende Ener-
giepreisanstieg, die nach wie vor hohe Inflation, hohe Zinsen und die sich abkühlende Konjunktur bringen weiterhin große Schwankungen
und Unsicherheiten in der wirtschaftlichen Entwicklung von Unternehmen und Privatkunden mit sich. Viele dieser Unsicherheiten haben sich
bislang aber noch nicht flächendeckend manifestiert. Um eine adäquate Abbildung der Risikovorsorgen zu gewährleisten, wird es weiterhin
als sinnvoll erachtet zusätzlich zur aktualisierten Parameterschätzung (Ende des Phasing Out aus der konservativen COVID-Krisenschätzung,
wieder 100% Standardschätzung), ein Management Overlay mit den aufgrund dieser Krisen neu definierten Branchenbetroffenheiten durch-
zuführen. Damit soll der aus heutiger Sicht unsicheren Entwicklung - mit zu erwartenden höheren Ausfällen - Rechnung getragen werden. Im
Rahmen des Management Overlay wurden Teilportfolien (Branchen) definiert, die von den Krisen und den daraus resultierenden Entwicklun-
gen als betroffen eingestuft werden und somit ein erhöhtes Kreditrisiko aufweisen. Aufgrund dieser Herleitung wurde bei sämtlichen in das
Management Overlay einbezogenen Kunden eine Ratingverschlechterung in Abhängigkeit der Betroffenheit für die Berechnung der Pau-
schalwertberichtigung zu Grunde gelegt.
Der aus dem Management Overlay resultierende erfolgswirksame Effekt beträgt -3,3 Mio. EUR (Vorjahr: -12,0 Mio. EUR). Per 31. Dezember
2023 betragen die insgesamt (d. h. inklusive Management Overlay) auf Portfoliobasis gebildeten Kreditrisikovorsorgen 26,1 Mio. EUR (Vor-
jahr: 27,3 Mio. EUR).
5. Vertragsanpassungen (Modifikationen)
Eine Modifikation liegt vor, wenn ein Vertrag angepasst wird, ohne dass diese Möglichkeit zur Anpassung vorher im Vertrag festgelegt
wurde. Im Sinne einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise ist zwischen erheblichen (substanziellen) und nicht erheblichen (nicht substanzi-
ellen) Vertragsanpassungen zu unterscheiden.
Eine erhebliche (substanzielle) Vertragsanpassung liegt in der RLB Steiermark bspw. bei einem Währungs- oder Schuldnerwechsel (=quali-
tative Kriterien) vor und führt zur Ausbuchung des alten Vermögensgegenstands (Kredits) und zum Ansatz eines neuen Vermögensgegen-
stands, wobei die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert des neuen (modifizierten) Vermögensgegenstands entsprechen. Wenn
sich der Buchwert des (alten) Schuldinstruments vor Vertragsanpassung vom beizulegenden Zeitwert nach der Vertragsanpassung unter-
scheidet, kommt es zu einem erfolgswirksamen Abgangsergebnis. Erfolgt eine erhebliche Vertragsanpassung aus Bonitätsgründen, ergibt
sich i. d. R. kein Abgangsergebnis, da zuvor eine Wertberichtigung erfasst wird, um den Vermögensgegenstand mit dem niedrigeren beizu-
legenden Wert
anzusetzen.
Bei einer nicht erheblichen (nicht substanziellen) Vertragsanpassung erfolgt eine Bewertung des Schuldinstruments nach den allgemeinen
unternehmensrechtlichen Grundsätzen (§§ 204 und 207 UGB). Eine Ausbuchung des Schuldinstruments wird nicht vorgenommen. Statt-
dessen kommt es unter Berücksichtigung des imparitätischen Realisationsprinzips zu einer erfolgswirksamen Buchwertanpassung, welche
als Wertminderung gebucht wird. Modifikationsverluste infolge von bonitätsinduzierten Vertragsanpassungen – das sind insbesondere Kre-
ditforderungen, bei denen es zu einer Vertragsanpassung aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten des Kreditnehmers kommt – werden auf-
wandswirksam berücksichtigt und innerhalb der GuV-Position 11/12 ausgewiesen. Die Amortisierung dieser Beträge wird ebenfalls inner-
halb der GuV-Position 11/12 dargestellt.
Marktinduzierte Modifikationsverluste (Vertragsanpassungen aufgrund von „commercial renegotiations“) werden als entgangene Gewinne
und nicht als Wertminderung angesehen. Der Barwertunterschied (vor und nach Vertragsanpassung) wird daher unternehmensrechtlich
nicht berücksichtigt.
6. Unterbewertung gem. § 57 Abs. 1 und 2 BWG
Im vorliegenden Jahresabschluss wird vom Bewertungswahlrecht gemäß § 57 Abs. 1 und 2 BWG Gebrauch gemacht.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
082
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
7. Beteiligungen
Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht anhaltende Verluste, ein verringertes Eigenkapital und/oder ein vermin-
derter Ertragswert eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich machen. Für die wichtigsten Beteiligungen wird der
beizulegende Wert mittels Unternehmenswertgutachten (i. S. der AFRAC-Stellungnahme „24 Beteiligungsbewertung (UGB)“) ermittelt.
Für die Bewertung werden die Discounted Cashflow (DCF)-Methode und vereinfachte Verfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes
angewendet. Das DCF-Verfahren ermittelt den Unternehmenswert durch das Abzinsen von zukünftigen Cashflows. Der hierbei verwendete
Kapitalisierungszinssatz setzt sich aus einem Basiszinssatz und einem Risikozuschlag zusammen, der jährlich an die Marktbedingungen
angepasst wird.
Zuschreibungen gemäß § 208 Abs. 1 UGB werden bis maximal zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dau-
ernde Wertminderung weggefallen sind.
8. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 204 Abs. 2 UGB
werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
von
bis
Immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens 4 5 Jahre
Gebäude 10 67 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 20 Jahre
Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Sachanlagen von 1,5 % bis 10 % und bei den beweglichen Sachanlagen
von 5 % bis 33,33 %.
Die sogenannte „COVID-19 Investitionsprämie“ aus den Geschäftsjahren 2020 und 2021 stellt einen nicht rückzahlbaren Zuschuss dar und
wird in der RLB Steiermark, durch Einstellen eines eigenen Postens auf der Passivseite, brutto ausgewiesen. Dem Charakter eines Rech-
nungsabgrenzungspostens folgend, wird der Zuschuss innerhalb des Postens „Passive Rechnungsabgrenzung" dargestellt. Die Auflösung
des Investitionszuschusses entsprechend der Nutzungsdauer der Investitionen erfolgt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung innerhalb der
Position „Sonstige betriebliche Erträge".
9. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Von der RLB Steiermark begebene Schalteremissionen, welche gemäß den OeNB/EZB-Tenderbedingungen im Rahmen von Repo-Ge-
schäften akzeptiert werden (sog. Retained Covered Bonds), werden bilanzrechtlich mit den in gleicher Höhe aktivierten Aktivposten saldiert.
Dies ist dadurch begründet, da sämtliche für eine Saldierung erforderlichen Voraussetzungen, insbesondere die rechtliche Konfudierung
nach Auslaufen des Repo-Geschäfts, erfüllt sind.
10. Kosten eigener Emissionen
Emissionskosten, Zuzählungsprovisionen, Agio bzw. Disagio werden nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Emissionen verteilt.
11. Rückstellungen
Sozialkapitalrückstellungen (Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19 –
Employee Benefits – nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) ermittelt.
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STEIERMARK 2023
7. Beteiligungen
Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht anhaltende Verluste, ein verringertes Eigenkapital und/oder ein vermin-
derter Ertragswert eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich machen. Für die wichtigsten Beteiligungen wird der
beizulegende Wert mittels Unternehmenswertgutachten (i. S. der AFRAC-Stellungnahme „24 Beteiligungsbewertung (UGB)“) ermittelt.
Für die Bewertung werden die Discounted Cashflow (DCF)-Methode und vereinfachte Verfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes
angewendet. Das DCF-Verfahren ermittelt den Unternehmenswert durch das Abzinsen von zukünftigen Cashflows. Der hierbei verwendete
Kapitalisierungszinssatz setzt sich aus einem Basiszinssatz und einem Risikozuschlag zusammen, der jährlich an die Marktbedingungen
angepasst wird.
Zuschreibungen gemäß § 208 Abs. 1 UGB werden bis maximal zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dau-
ernde Wertminderung weggefallen sind.
8. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 204 Abs. 2 UGB
werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
von
bis
Immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
4
5
Jahre
Gebäude
10
67
Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3
20
Jahre
Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Sachanlagen von 1,5 % bis 10 % und bei den beweglichen Sachanlagen
von 5 % bis 33,33 %.
Die sogenannte „COVID-19 Investitionsprämie“ aus den Geschäftsjahren 2020 und 2021 stellt einen nicht rückzahlbaren Zuschuss dar und
wird in der RLB Steiermark, durch Einstellen eines eigenen Postens auf der Passivseite, brutto ausgewiesen. Dem Charakter eines Rech-
nungsabgrenzungspostens folgend, wird der Zuschuss innerhalb des Postens „Passive Rechnungsabgrenzung" dargestellt. Die Auflösung
des Investitionszuschusses entsprechend der Nutzungsdauer der Investitionen erfolgt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung innerhalb der
Position „Sonstige betriebliche Erträge".
9. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Von der RLB Steiermark begebene Schalteremissionen, welche gemäß den OeNB/EZB-Tenderbedingungen im Rahmen von Repo-Ge-
schäften akzeptiert werden (sog. Retained Covered Bonds), werden bilanzrechtlich mit den in gleicher Höhe aktivierten Aktivposten saldiert.
Dies ist dadurch begründet, da sämtliche für eine Saldierung erforderlichen Voraussetzungen, insbesondere die rechtliche Konfudierung
nach Auslaufen des Repo-Geschäfts, erfüllt sind.
10. Kosten eigener Emissionen
Emissionskosten, Zuzählungsprovisionen, Agio bzw. Disagio werden nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Emissionen verteilt.
11. Rückstellungen
Sozialkapitalrückstellungen (Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19 –
Employee Benefits – nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) ermittelt.
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden bei sämtlichen Sozialkapitalrückstellungen die „AVÖ 2018-P-Rechtsgrundlagen für die
Pensionsversicherung – Pagler & Pagler“ in der Ausprägung für Angestellte herangezogen.
11.1. Rückstellung für Pensionsverpflichtungen
Für die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurde ein Rechnungszinssatz von 3,10 % (Vorjahr: 3,70 %)
zugrunde gelegt. Der Pensionstrend wurde mit durchschnittlich 4,00 % (Vorjahr: 3,40 %) angenommen. Der Personenkreis, für welchen eine
Pensionsrückstellung gebildet wird, umfasst ausschließlich Pensionisten.
11.2. Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder
Für die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder (25 und 35 Dienstjahre) gelangten ein Rechnungszinssatz von
3,00 % (Vorjahr: 3,60 %) sowie eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 4,50 % p.a. (Vorjahr: 4,00 %) zur Anwendung. Darüber hinaus
wurden bei der Berechnung individuell ermittelte, jährliche dienstzeitabhängige Fluktuationsraten berücksichtigt.
Bei Frauen und Männern wurde ein Pensionsantrittsalter von 62 Jahren (Vorjahr: 62 Jahre) unter Beachtung der Übergangsbestimmungen
laut Budgetbegleitgesetz 2011 (BGBl. I Nr. 111/2010 vom 30.12.2010) und des „BVG Altersgrenzen“ (BGBl. Nr. 832/1992; Bundesverfas-
sungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten) zugrunde gelegt.
11.3. Übrige Rückstellungen
In den übrigen Rückstellungen sind unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie
der Höhe und dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung erforder-
lich sind. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt grundsätzlich eine Abzinsung zum marktüblichen Zinssatz.
12. Latente Steuern
Unterschiede zwischen den unternehmensrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellun-
gen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen, werden nach dem „Tem-
porary“-Konzept berechnet und bei einer sich daraus insgesamt ergebenden Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz ange-
setzt. Bei einer sich daraus ergebenden Steuerbelastung erfolgt der Ansatz einer Rückstellung für passive latente Steuern. Die Bewertung
der Differenzen erfolgt mit jenem Steuersatz, der im Zeitpunkt der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. entlastung anzuwenden ist. Die ausge-
wiesenen Posten werden aufgelöst, soweit die Steuerent- oder -belastung eintritt oder damit nicht mehr zu rechnen ist.
13. Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Zinserträge und Zinsaufwendungen
Positive wie negative Entgelte aus der Kapitalüberlassung werden in den Zinserträgen, positive wie negative Entgelte aus der Kapitalauf-
nahme werden unter den Zinsaufwendungen dargestellt. Dementsprechend werden negative Zinszahlungen auf Aktivgeschäfte im Zinsertrag
(als Reduktion des Zinsertrages) erfasst, negative Zinszahlungen auf Passivgeschäfte im Zinsaufwand (als Reduktion des Zinsaufwandes).
Entsprechend der AFRAC-Stellungnahme 15 „Derivate und Sicherungsbeziehungen (UGB)" werden Erfolge aus einem Derivat, welches in
einer Sicherungsbeziehung steht, in jenem Posten ausgewiesen, in welchem auch die Erfolge des Grundgeschäftes ausgewiesen werden.
Die RLB Steiermark nimmt die Möglichkeit an der Teilnahme des EZB-Tenders (TLTRO III, Targeted Longer-Term Refinancing Operation) in
Anspruch. Für die Zinsberechnung bzw. Periodenabgrenzung wird auf den historischen Durchschnittszins für die Einlagenfazilität vom Vertrags-
beginn bis zum Bilanzstichtag abgestellt.
Gebühren mit Zinscharakter, die nach dem Zeitablauf oder der Höhe der Forderung berechnet werden, werden gemäß § 52 Abs. 1 Z. 4 BWG
als Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Demgegenüber werden Gebühren mit Dienstleistungscharakter in den Provisionserträgen
dargestellt.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
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STEIERMARK 2023
C. Erläuterungen zu Bilanzpositionen
1. Nicht täglich fällige Forderungen gegenüber Kreditinstituten und
Nichtbanken gem. § 64 Abs. 1 Z. 4 BWG
Forderungen gegenüber Kreditinstituten in TEUR 2023 2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate 609.925 593.334
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 197.739 360.108
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 492.179 582.868
mehr als 5 Jahre 239.741 257.982
Forderungen gegenüber Nichtbanken in TEUR
2023
2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate 515.882 378.077
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 646.326 675.987
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 1.819.303 2.123.371
mehr als 5 Jahre 3.817.515 3.765.084
Die Darstellung der Gliederung der Restlaufzeiten erfolgt ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, Portfoliowertberichtigungen sowie
der Unterbewertung gemäß § 57 Abs. 1 BWG.
2. Im Jahr 2023 fällige Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere nach § 64 Abs. 1 Z. 7 BWG
In TEUR 2023 2022
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 285.126 425.543
Begebene Schuldverschreibungen 19.500 553.000
3. Zum Börsenhandel zugelassene Wertpapiere nach § 64 Abs. 1 Z. 10 BWG
Börsenotierte Wertpapiere in TEUR 2023 2022
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.742.416 1.934.517
Beteiligungen 806.826 806.505
Sämtliche zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.
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STEIERMARK 2023
C. Erläuterungen zu Bilanzpositionen
1. Nicht täglich fällige Forderungen gegenüber Kreditinstituten und
Nichtbanken gem. § 64 Abs. 1 Z. 4 BWG
Forderungen gegenüber Kreditinstituten in TEUR
2023
2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate
609.925
593.334
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr
197.739
360.108
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren
492.179
582.868
mehr als 5 Jahre
239.741
257.982
Forderungen gegenüber Nichtbanken in TEUR
2023
2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate
515.882
378.077
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr
646.326
675.987
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren
1.819.303
2.123.371
mehr als 5 Jahre
3.817.515
3.765.084
Die Darstellung der Gliederung der Restlaufzeiten erfolgt ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, Portfoliowertberichtigungen sowie
der Unterbewertung gemäß § 57 Abs. 1 BWG.
2. Im Jahr 2023 fällige Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere nach § 64 Abs. 1 Z. 7 BWG
In TEUR
2023
2022
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
285.126
425.543
Begebene Schuldverschreibungen
19.500
553.000
3. Zum Börsenhandel zugelassene Wertpapiere nach § 64 Abs. 1 Z. 10 BWG
Börsenotierte Wertpapiere in TEUR
2023
2022
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
1.742.416
1.934.517
Beteiligungen
806.826
806.505
Sämtliche zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.
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4. Zum Börsenhandel zugelassene Wertpapiere – Art der Bewertung gem. § 64 Abs. 1 Z. 11 BWG
Die Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen – Bankbuch bzw. Handelsbuch – richtet sich im jeweiligen Einzelfall nach der Entschei-
dung der zuständigen Gremien. Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden dem Anlagever-
mögen gewidmet. Wertpapiere, die nicht zu den Finanzanlagen zählen, werden dem Umlaufvermögen zugeordnet.
Anlagevermögen in TEUR 2023 2022
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.312.276 1.421.773
Umlaufvermögen inkl. Handelsbuch in TEUR 2023 2022
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 430.140 512.745
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG führt ein Handelsbuch im Sinne von Artikel 103 f der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Die Markt-
werte der darin enthaltenen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
In TEUR 2023 2022
Wertpapiere 16.188
12.907
Derivative Finanzinstrumente 208.042 290.321
hievon positive Marktwerte 105.015 147.189
hievon negative Marktwerte 103.027 143.132
Das Volumen (Nominalwert) der derivativen Finanzinstrumente beträgt 3.515.356 TEUR (Vorjahr: 3.475.683 TEUR). Siehe diesbezüglich
auch die Anhangangaben zu Punkt C. 23.
5. Unterschiedsbetrag gem. § 56 Abs. 2 und 3 BWG bei festverzinslichen
Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
In TEUR 2023 2022
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem niedrigeren
Rückkaufswert
7.869 10.708
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem höheren Rückkaufswert 5.605 6.000
JAHRESFINANZBERICHT 2023
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STEIERMARK 2023
6. Unterschiedsbetrag gem. § 56 Abs. 4 und 5 BWG der zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere
des Umlaufvermögens – Bankbuch bzw. Handelsbuch
In TEUR
2023
2022
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert der
zu Anschaffungskosten bilanzierten Wertpapiere
843 140
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert der
zu Marktwerten bilanzierten Wertpapiere
77 0
7. Unterschiedsbetrag zwischen Kurswert und Buchwert bei Wertpapieren auf einem inaktiven Markt
Im Zuge des Überprüfungsprozesses, ob Indizien für einen inaktiven Markt vorliegen, werden sämtliche Wertpapiere einzeln betrachtet.
Nachfolgend wird der Unterschiedsbetrag jener Titel dargestellt, bei denen der Kurswert über dem Buchwert der Wertpapiere liegt:
In TEUR 2023 2022
Anlagevermögen 7.853 5.240
Umlaufvermögen 124 0
Der Unterschiedsbetrag jener Wertpapiere, bei denen der Kurswert unter dem Buchwert liegt, stellt sich wie folgt dar:
In TEUR 2023 2022
Anlagevermögen 19.737 40.780
Umlaufvermögen 0 0
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STEIERMARK 2023
6. Unterschiedsbetrag gem. § 56 Abs. 4 und 5 BWG der zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere
des Umlaufvermögens – Bankbuch bzw. Handelsbuch
In TEUR
2023
2022
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert der
zu Anschaffungskosten bilanzierten Wertpapiere
843
140
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert der
zu Marktwerten bilanzierten Wertpapiere
77
0
7. Unterschiedsbetrag zwischen Kurswert und Buchwert bei Wertpapieren auf einem inaktiven Markt
Im Zuge des Überprüfungsprozesses, ob Indizien für einen inaktiven Markt vorliegen, werden sämtliche Wertpapiere einzeln betrachtet.
Nachfolgend wird der Unterschiedsbetrag jener Titel dargestellt, bei denen der Kurswert über dem Buchwert der Wertpapiere liegt:
In TEUR
2023
2022
Anlagevermögen
7.853
5.240
Umlaufvermögen
124
0
Der Unterschiedsbetrag jener Wertpapiere, bei denen der Kurswert unter dem Buchwert liegt, stellt sich wie folgt dar:
In TEUR
2023
2022
Anlagevermögen
19.737
40.780
Umlaufvermögen
0
0
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STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
8. Beteiligungen
Der Bilanzwert der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt unter Berücksichtigung von Zu- und Abgängen sowie
Bewertungen zum 31.12.2023 insgesamt 992,3 Mio. EUR nach 987,7 Mio. EUR im Vorjahr. Darin enthalten ist die aus wirtschaftlicher Sicht
wesentlichste Beteiligung an unserem Zentralinstitut, der Raiffeisen Bank International AG, mit einem Buchwert von 806,8 Mio. EUR (Vor-
jahr: 806,5 Mio. EUR).
Die zugrunde liegende Unternehmensbewertung der RBI wurde auf Basis des Barwerts der zu erwartenden Cashflows (Dividend Discount
Modell) der Konzernunternehmen unter Berücksichtigung der für Verwendungszwecke in der Bilanzierung nötigen Anpassungen ermittelt.
Dabei führten makroökonomische Faktoren sowie Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zu einer Erhöhung
der Planungsunsicherheit.
Zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs wurde bei der Ermittlung des beizulegenden Wertes gemäß dem
dualen Steuerungsansatz der RBI die Tochterbank in Russland separat vom Rest der RBI-Gruppe bewertet. Der Gesamtwert der RBI-
Gruppe resultiert somit einerseits aus der Wertkomponente Kerngeschäft (RBI-Gruppe exkl. Russland) und andererseits aus der Wertkom-
ponente Netzwerkbank Russland.
Die Bewertung enthält jeweils drei Szenarien (Low, Mid und High Case). Das Mid Case-Szenario stellt den Erwartungswert dar, weshalb
dieses Szenario für die Berechnung des beizulegenden Werts herangezogen wurde. Bei der Bewertung der Netzwerkbank Russland wur-
den sowohl die erhöhten Unsicherheiten mittels Verwendung eines separaten, risikoadäquaten Eigenkapitalkostensatzes als auch die aktu-
ell vorliegenden Ausschüttungsbeschränkungen berücksichtigt. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde aufgrund der aktuellen Kapitalmarktsitua-
tion in Russland das länderspezifische Risiko nicht mehr im Eigenkapitalkostensatz, sondern mittels Szenarien im Cash Flow abgebildet.
Darüber hinaus wurden in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung des Kriegs zwischen der Ukraine und Russland mögliche Szenarien –
diese reichen von einer Befriedung bis zu einer weiteren Eskalation – mit entsprechenden Eintrittswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.
Die Auswirkungen des im Dezember 2023 erfolgten Erwerbs der Aktien an der STRABAG SE über die russische Tochter AO Raiffeisenbank
sowie die Ausschüttung der nachfolgend möglichen Sachdividende an die RBI wurden bei der Ermittlung des Unternehmenswerts nicht
berücksichtigt, da zum Abschlussstichtag noch nicht alle Voraussetzungen (Abschluss der Sanktions-Compliance-Due-Diligence-Prüfung
durch die RBI, Genehmigungen der Aufsichtsbehörden, kartellrechtliche Freigaben und Zustimmung der russischen Behörden) für den
Vollzug des Erwerbs vorlagen (siehe dazu auch Kapitel E.10. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag). Ebenso
haben mögliche Abspaltungs- und Verkaufsvarianten hinsichtlich der russischen Tochterbank keinen Eingang in die Unternehmensbewer-
tung gefunden. Auf Basis dieser Bewertung kam es zu einer Zuschreibung des Beteiligungsansatzes in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr:
Abschreibung 0,3 Mio. EUR).
Weiters ist die RLB Steiermark mit 16,65 % an der RLB-Stmk Verwaltung eGen beteiligt.
Die Angaben über Beteiligungsunternehmen gemäß § 238 Abs. 1 Z. 4 UGB sind der Anlage 1 des Anhangs zu entnehmen.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
9. Aufgliederung der in den Aktivposten 2 bis 5 enthaltenen verbrieften und unverbrieften Forderungen
gem. § 45 BWG an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (§ 45 Abs. 1 Z. 2 BWG),
und an verbundenen Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 1 BWG)
Beteiligungsunternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 2 BWG) in TEUR
2023
2022
Forderungen an Kreditinstitute 1.285.208 1.816.944
(hievon nachrangig)
0 0
Forderungen an Kunden 121.939 125.929
(hievon nachrangig) 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 377.115 512.508
(hievon nachrangig) 26.954 41.222
Verbundene Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 1 BWG) in TEUR
2023
2022
Forderungen an Kunden 209.305 196.362
10. Anlagevermögen gem. § 226 Abs. 1 UGB
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage 2) ersichtlich.
In TEUR 2023 2022
Grundwert der bebauten Grundstücke 1.625 1.552
Die Verpflichtungen aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen (Miet- und Leasingverpflichtungen) betragen im
folgenden Geschäftsjahr 9.447 TEUR (Vorjahr: 8.448 TEUR) und für die folgenden 5 Geschäftsjahre 46.879 TEUR (Vorjahr: 41.849 TEUR).
11. Wesentliche sonstige Vermögenswerte gem. § 64 Abs. 1 Z. 12 BWG und § 225 Abs. 3 UGB
Vermögenswerte in TEUR
2023
2022
Positive Marktwerte von derivativen Finanzgeschäften des Handelsbuchs 101.219 147.443
Zahlungsaufträge in Abwicklung 213.152 133.609
088
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STEIERMARK 2023
9. Aufgliederung der in den Aktivposten 2 bis 5 enthaltenen verbrieften und unverbrieften Forderungen
gem. § 45 BWG an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (§ 45 Abs. 1 Z. 2 BWG),
und an verbundenen Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 1 BWG)
Beteiligungsunternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 2 BWG) in TEUR
2023
2022
Forderungen an Kreditinstitute
1.285.208
1.816.944
(hievon nachrangig)
0
0
Forderungen an Kunden
121.939
125.929
(hievon nachrangig)
0
0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
377.115
512.508
(hievon nachrangig)
26.954
41.222
Verbundene Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 1 BWG) in TEUR
2023
2022
Forderungen an Kunden
209.305
196.362
10. Anlagevermögen gem. § 226 Abs. 1 UGB
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage 2) ersichtlich.
In TEUR
2023
2022
Grundwert der bebauten Grundstücke
1.625
1.552
Die Verpflichtungen aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen (Miet- und Leasingverpflichtungen) betragen im
folgenden Geschäftsjahr 9.447 TEUR (Vorjahr: 8.448 TEUR) und für die folgenden 5 Geschäftsjahre 46.879 TEUR (Vorjahr: 41.849 TEUR).
11. Wesentliche sonstige Vermögenswerte gem. § 64 Abs. 1 Z. 12 BWG und § 225 Abs. 3 UGB
Vermögenswerte in TEUR
2023
2022
Positive Marktwerte von derivativen Finanzgeschäften des Handelsbuchs
101.219
147.443
Zahlungsaufträge in Abwicklung
213.152
133.609
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
089
JAHRESFINANZBERICHT 2023
12. Aktive latente Steuern
Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden auf Unterschiede zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz
zum Bilanzstichtag für folgende Positionen gebildet:
In TEUR
2023
2022
Aktiva
Risikovorsorge
*)
-81.163 -102.548
Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere -4.699 -4.699
Beteiligungen -1.432 -365
Sachanlagen -268 -276
offene Siebentelabschreibung iSd § 12 Abs. 3 Z. 2 KStG -192 -476
offene Fünftel aus Abfertigungen iSd § 124b Z. 68 EStG -3.082 -2.728
Summe -90.836 -111.092
*)
inkl. Unterbewertung gem. § 57 Abs. 1 BWG und Portfoliowertberichtigung
In TEUR
2023
2022
Passiva
Verbindlichkeiten Kunden 65 65
Sonstige Verbindlichkeiten 144 245
Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen 34.941 29.463
Sonstige Rückstellungen 8.997 9.422
Summe 44.147 39.195
Buchwert UGB < Buchwert Steuerrecht ist mit negativem Vorzeichen gekennzeichnet.
Buchwert UGB > Buchwert Steuerrecht ist mit positivem Vorzeichen gekennzeichnet.
Die Bewertung der Differenzen erfolgt gemäß § 198 Abs. 10 UGB mit jenem Steuersatz, der im Zeitpunkt der voraussichtlichen Steuerbe-
bzw. entlastung anzuwenden ist. Dieser beträgt für das Kalenderjahr 2023 24 % und ab dem Kalenderjahr 2024 23 %. Unter Anwendung
dieser gesetzlichen Bestimmung ergeben sich folgende latente Steuern:
In TEUR 2023 2022
daraus resultierende aktive latente Steuer
aus Aktivposten
21.081 25.761
aus Passivposten 10.154 9.047
abzüglich: Saldierung mit passiven latenten Steuern aus Aktivposten
aus Aktivposten -189 -163
aus Passivposten 0 -1
Stand aktive latenter Steuer 31.046 34.644
JAHRESFINANZBERICHT 2023
090
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Die aktiven latenten Steuern (nach Saldierung) entwickelten sich wie folgt:
In TEUR
2023
Stand aktive latente Steuern zum 31.12.2022 34.644
Veränderung laufende Periode -3.598
Stand aktive latente Steuern zum 31.12.2023 31.046
13. Nicht täglich fällige Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken
gem. § 64 Abs. 1 Z. 4 BWG
Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten in TEUR 2023 2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate
1.193.550 1.173.840
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 651.179 1.934.491
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 595.458 1.145.427
mehr als 5 Jahre 305.939 377.518
Verpflichtungen gegenüber Nichtbanken in TEUR 2023 2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate
634.866 406.948
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 388.096 282.546
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 276.850 262.782
mehr als 5 Jahre 486.570 654.410
Eigene Emissionen (inkl. Ergänzungskapital) in TEUR
2023
2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate
57.439 571.545
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 128.378 175.698
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 2.826.098 1.023.948
mehr als 5 Jahre 1.818.150 2.220.796
Die Darstellung der Gliederung der Restlaufzeiten erfolgt ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen.
090
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Die aktiven latenten Steuern (nach Saldierung) entwickelten sich wie folgt:
In TEUR
2023
Stand aktive latente Steuern zum 31.12.2022
34.644
Veränderung laufende Periode
-3.598
Stand aktive latente Steuern zum 31.12.2023
31.046
13. Nicht täglich fällige Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken
gem. § 64 Abs. 1 Z. 4 BWG
Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten in TEUR
2023
2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate
1.193.550
1.173.840
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr
651.179
1.934.491
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren
595.458
1.145.427
mehr als 5 Jahre
305.939
377.518
Verpflichtungen gegenüber Nichtbanken in TEUR
2023
2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate
634.866
406.948
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr
388.096
282.546
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren
276.850
262.782
mehr als 5 Jahre
486.570
654.410
Eigene Emissionen (inkl. Ergänzungskapital) in TEUR
2023
2022
Restlaufzeit
bis 3 Monate
57.439
571.545
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr
128.378
175.698
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren
2.826.098
1.023.948
mehr als 5 Jahre
1.818.150
2.220.796
Die Darstellung der Gliederung der Restlaufzeiten erfolgt ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
091
JAHRESFINANZBERICHT 2023
14. In den Passivposten 1, 2, 3 und 7 enthaltene verbriefte und unverbriefte Verbindlichkeiten
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (§ 45 Abs. 1 Z. 4 BWG), und an
verbundenen Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 3 BWG)
Beteiligungsunternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 4 BWG) in TEUR
2023
2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.247 100.316
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
9.932 1.794
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 6.045
Verbundene Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 3 BWG) in TEUR
2023
2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 69.133 86.210
15. Wesentliche sonstige Verbindlichkeiten gem. § 64 Abs. 1 Z. 12 BWG und § 225 Abs. 6 UGB
In TEUR
2023
2022
Negative Marktwerte von derivativen Finanzgeschäften des Handelsbuchs 97.588 142.773
16. Rückstellungen
Rückstellungen wurden für Pensionsansprüche, Abfertigungen und sonstige Verpflichtungen gebildet. Die Steuerrückstellungen betreffen
die Rückstellung für Körperschaftsteuer mit 10.993 TEUR (Vorjahr 7.598 TEUR). In den sonstigen Rückstellungen sind die folgenden we-
sentlichen Positionen enthalten:
Rückstellung in TEUR für 2023 2022
Außerbilanzielle Geschäfte 23.031 15.565
Personal 12.603 12.180
Derivative Finanzinstrumente 1.775 1.760
Zinsenrefundierungen 1.135 2.424
Die Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte betreffen Risikovorsorgen für Haftungen, Garantien und Kreditrisiken.
Personalrückstellungen betreffen u. a. die Rückstellung für Jubiläumsgelder mit 4.975
TEUR (Vorjahr: 4.459 TEUR), Rückstellungen für Son-
derzahlungen in Höhe von 3.949 TEUR (Vorjahr: 4.086 TEUR) sowie Rückstellungen für geplante Personalmaßnahmen im Zusammenhang
mit der Neustrukturierung des Konzerns und Abfindungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 707 TEUR (Vorjahr: 691 TEUR).
Rückstellung für Zinsenrefundierungen
Mit Urteil vom 22. Dezember 2021 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) judiziert, dass bei Verbraucherkreditverträgen und Verträgen mit
Kleinstunternehmern, die den Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19-JuBG unterliegen, für den Zeitraum der gesetzlichen Stundung
keine vertraglichen Sollzinsen verrechnet werden dürfen. Auf Basis dieses Urteils können Konsumenten und Kleinstunternehmen die Rück-
verrechnung der bereits verrechneten Sollzinsen für die gesetzlichen Stundungen von Banken zurückfordern.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
092
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Der VfGH hat mit Erkenntnis vom 13. Dezember 2022 (veröffentlicht am 30. Dezember 2022) judiziert, dass der von österreichischen Ban-
ken eingebrachte Individualantrag zur Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit des § 2 Abs. 6 des 2. COVID-19-JuBG abzuweisen ist. Im
Jahr 2023 wurden seitens der RLB Steiermark die relevanten Kunden über die höchstgerichtlichen Entscheidungen proaktiv informiert. Bei
Erbringung eines COVID-19 bedingten wirtschaftlichen Betroffenheitsnachweises wurde eine Saldokorrektur und Zinsenrefundierung für
den Zeitraum des gesetzlichen Moratoriums vorgenommen. Vor diesem Hintergrund hat sich die per 31. Dezember 2022 bestehende Rück-
stellung um 225 TEUR reduziert. Darüber hinaus wurde eine ertragswirksame Auflösung in Höhe von 1.065 TEUR vorgenommen, womit die
Rückstellung für Zinsenrefundierungen zum 31.12.023 mit einem Betrag von 1.135 TEUR ausgewiesen wird.
092
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Der VfGH hat mit Erkenntnis vom 13. Dezember 2022 (veröffentlicht am 30. Dezember 2022) judiziert, dass der von österreichischen Ban-
ken eingebrachte Individualantrag zur Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit des § 2 Abs. 6 des 2. COVID-19-JuBG abzuweisen ist. Im
Jahr 2023 wurden seitens der RLB Steiermark die relevanten Kunden über die höchstgerichtlichen Entscheidungen proaktiv informiert. Bei
Erbringung eines COVID-19 bedingten wirtschaftlichen Betroffenheitsnachweises wurde eine Saldokorrektur und Zinsenrefundierung für
den Zeitraum des gesetzlichen Moratoriums vorgenommen. Vor diesem Hintergrund hat sich die per 31. Dezember 2022 bestehende Rück-
stellung um 225 TEUR reduziert. Darüber hinaus wurde eine ertragswirksame Auflösung in Höhe von 1.065 TEUR vorgenommen, womit die
Rückstellung für Zinsenrefundierungen zum 31.12.023 mit einem Betrag von 1.135 TEUR ausgewiesen wird.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
093
JAHRESFINANZBERICHT 2023
17. Modalitäten bei nachrangigen Kreditaufnahmen gem. § 64 Abs. 1 Z. 5 und 6 BWG
Bei den nachrangigen Kreditaufnahmen in Höhe von 85.587 TEUR (Vorjahr: 85.587 TEUR) handelt es sich um nachrangige Verbindlichkei-
ten im Sinne von Artikel 63 der CRR (Capital Requirements Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013).
Folgende Nachranganleihen sind begeben:
Bezeichnung/Modalitäten
Währung
Betrag in
TEUR Zinssatz fällig am
Emissions-
jahr
7.75% nachrangige Anleihe der Landes-
Hypothekenbank Steiermark 94-24 (AT0000173026)
EUR 4.360 7,75 03.06.2024 1994
Nachrangige Vario-Schuldverschreibung der Landes-
Hypothekenbank 01-26 (AT0000325303)
EUR 15.000 0 - 7,5
*)
01.10.2026 2001
Nachrangige Raiffeisen Anleihe 2013-2024/1 der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
(ISIN AT000B091921) – Daueremission
EUR 3.545 4,80 27.05.2024 2013
Nachrangige Raiffeisen Stufenzins-Anleihe 2014-
2024/1 (ISIN AT000B092101) – Daueremission
EUR 8.491 3,75 – 6,0 14.02.2024 2014
Ergänzungskapital Fixzins-Anleihe 2014-2029/2
(ISIN AT000B092200) – Einmalemission
EUR 5.000 4,60 18.06.2029 2014
Ergänzungskapital Cap&Floor-FRN
(ISIN AT000B092291) 2015-2027 /1 – Daueremission
EUR 2.170 4,4 – 6,0 27.04.2027 2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092390) 2015-2025/3 – Daueremission
EUR 4.289 5,00 11.08.2025 2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092614) 2016-2026 – Daueremission
EUR 2.989 4,85 21.01.2026 2016
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092747) 2016-2026 – Daueremission
EUR 6.841 4,50 29.04.2026 2016
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092895) 2016-2026 – Daueremission
EUR 9.142 4,15 27.07.2026 2016
Nachrangige RLB Stmk Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B093281) 2018-2028/1 – Daueremission
EUR 9.941 2,0 – 3,8 22.05.2028 2018
Nachrangige RLB Stmk Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B093422) 2019-2029/4 – Daueremission
EUR 819 1,75 – 2,65 06.06.2029 2019
5,75 % Nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe 2017–2027
(AT000B088315) – Daueremission
EUR 2.000 5,75 22.02.2027 2017
4,1 %–5 % Nachrangige Stufenzins-Anleihe 2017–2027
(AT000B088349) – Daueremission
EUR 3.000 4,10–5,00 29.09.2027 2017
6 % Nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe 2017–2027
(AT000B088273) – Daueremission
EUR 3.000 6,00 11.01.2027 2017
4 % Nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe 2018–2028
(AT000B088398)
EUR 5.000 4,00 16.03.2028 2018
*)
aktuell (01.10.2023-29.09.2024) 4,62028 %
Außerordentliche Kündigung: Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist berechtigt, sämtliche nachrangigen Anleihen mit Genehmigung
der FMA aus regulatorischen (z. B. gesetzliche Änderungen) oder steuerlichen Gründen zu 100 % des Nennwerts zu kündigen.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
094
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
18. Eigenkapital
Das Grundkapital (= gezeichnetes Kapital) der RLB Steiermark beträgt per 31.12.2023 insgesamt 142.721 TEUR (Vorjahr: 142.721 TEUR)
und besteht aus 3.113.507 Stück (Vorjahr: 3.113.507 Stück) nennbetragslosen, auf Namen lautende, Stückaktien (Stammaktien).
Die innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesene Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und
weist zum Bilanzstichtag einen Stand von 143.429 TEUR auf.
Seit dem Jahr 2014 werden aufgrund der Vereinbarung über die Errichtung von institutsbezogenen Sicherungssystemen Beitragszahlungen
an die Sicherungseinrichtung (Raiffeisen-IPS – siehe dazu auch Punkt C 21. des Anhangs) entrichtet. In Höhe dieser Zahlungen wird eine
besondere IPS-Rücklage aus dem versteuerten Gewinn gebildet, welche im Geschäftsjahr 2023 um einen Betrag von 2.126 TEUR (Vorjahr:
308
TEUR) erhöht wurde. Diese Rücklage wird innerhalb der Gewinnrücklagen ausgewiesen und weist zum Bilanzstichtag einen Stand von
27.850 TEUR (Vorjahr: 25.724 TEUR) auf.
Mit Einbringungsverträgen vom 19.9.2023 haben sämtliche steirische Raiffeisenbanken, die bisher direkt als Aktionäre an der Gesellschaft
beteiligt waren, ihre Aktien jeweils unter Inanspruchnahme des Artikels III UmgrStG in die Hauptaktionärin RLB-Stmk Holding eGen mit dem
Sitz in Graz, FN 58993 f, eingebracht und dafür als Gegenleistung Geschäftsanteile an der RLB-Stmk Holding eGen erhalten. In weiterer
Folge wurden diese von den steirischen Raiffeisenbanken – wiederum unter Inanspruchnahme des Artikels III UmgrStG – gegen die Ge-
währung von Geschäftsanteilen in die RLB-Stmk Verbund eingebracht.
Infolge dieses Umgründungsvorganges wurden sämtliche Aktien an der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG in der Hand der RLB-Stmk
Holding eGen vereinigt, sodass diese nunmehr die alleinige Aktionärin der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist.
19. Aufgliederung des Kernkapitals und der ergänzenden Eigenmittel gem. § 64 Abs. 1 Z. 16 BWG
Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 der VO (EU) Nr. 575/2013 in TEUR
2023
2022
Als hartes Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente 544.546 544.546
Einbehaltene Gewinne 785.365 727.612
Sonstige Rücklagen 143.429 143.429
Hartes Kernkapital vor Abzugs- und Korrekturposten 1.473.340 1.415.587
Sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.557 -1.861
Aufsichtliche Korrekturposten (AVA)
*)
-229 -310
Verbriefungsposition -4.810 -7.770
Abzugsposten für die unzureichende Deckung notleidender Risikopositionen -5.790 -2.819
Aufgrund von Abzugs- und Korrekturposten vorzunehmende Anpassungen vom
harten Kernkapital
-12.386 -12.760
Hartes Kernkapital (CET1) 1.460.954 1.402.827
Zusätzliches Kernkapital (AT1) 0 0
Kernkapital (T1) 1.460.954 1.402.827
Allgemeine Kreditrisikoanpassung gem. Art. 62 lit. c) CRR 74.202 92.009
Kapitalinstrumente gem. Art. 62 lit. a) CRR abzgl. market making 44.593 59.573
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (T2) 118.795 151.582
Anrechenbare Eigenmittel gesamt 1.579.749 1.554.409
*)
AVA: additional value adjustments
094
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
18. Eigenkapital
Das Grundkapital (= gezeichnetes Kapital) der RLB Steiermark beträgt per 31.12.2023 insgesamt 142.721 TEUR (Vorjahr: 142.721 TEUR)
und besteht aus 3.113.507 Stück (Vorjahr: 3.113.507 Stück) nennbetragslosen, auf Namen lautende, Stückaktien (Stammaktien).
Die innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesene Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und
weist zum Bilanzstichtag einen Stand von 143.429 TEUR auf.
Seit dem Jahr 2014 werden aufgrund der Vereinbarung über die Errichtung von institutsbezogenen Sicherungssystemen Beitragszahlungen
an die Sicherungseinrichtung (Raiffeisen-IPS – siehe dazu auch Punkt C 21. des Anhangs) entrichtet. In Höhe dieser Zahlungen wird eine
besondere IPS-Rücklage aus dem versteuerten Gewinn gebildet, welche im Geschäftsjahr 2023 um einen Betrag von 2.126 TEUR (Vorjahr:
308 TEUR) erhöht wurde. Diese Rücklage wird innerhalb der Gewinnrücklagen ausgewiesen und weist zum Bilanzstichtag einen Stand von
27.850 TEUR (Vorjahr: 25.724 TEUR) auf.
Mit Einbringungsverträgen vom 19.9.2023 haben sämtliche steirische Raiffeisenbanken, die bisher direkt als Aktionäre an der Gesellschaft
beteiligt waren, ihre Aktien jeweils unter Inanspruchnahme des Artikels III UmgrStG in die Hauptaktionärin RLB-Stmk Holding eGen mit dem
Sitz in Graz, FN 58993 f, eingebracht und dafür als Gegenleistung Geschäftsanteile an der RLB-Stmk Holding eGen erhalten. In weiterer
Folge wurden diese von den steirischen Raiffeisenbanken – wiederum unter Inanspruchnahme des Artikels III UmgrStG – gegen die Ge-
währung von Geschäftsanteilen in die RLB-Stmk Verbund eingebracht.
Infolge dieses Umgründungsvorganges wurden sämtliche Aktien an der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG in der Hand der RLB-Stmk
Holding eGen vereinigt, sodass diese nunmehr die alleinige Aktionärin der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist.
19. Aufgliederung des Kernkapitals und der ergänzenden Eigenmittel gem. § 64 Abs. 1 Z. 16 BWG
Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 der VO (EU) Nr. 575/2013 in TEUR
2023
2022
Als hartes Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente
544.546
544.546
Einbehaltene Gewinne
785.365
727.612
Sonstige Rücklagen
143.429
143.429
Hartes Kernkapital vor Abzugs- und Korrekturposten
1.473.340
1.415.587
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
-1.557
-1.861
Aufsichtliche Korrekturposten (AVA)
*)
-229
-310
Verbriefungsposition
-4.810
-7.770
Abzugsposten für die unzureichende Deckung notleidender Risikopositionen
-5.790
-2.819
Aufgrund von Abzugs- und Korrekturposten vorzunehmende Anpassungen vom
harten Kernkapital
-12.386
-12.760
Hartes Kernkapital (CET1)
1.460.954
1.402.827
Zusätzliches Kernkapital (AT1)
0
0
Kernkapital (T1)
1.460.954
1.402.827
Allgemeine Kreditrisikoanpassung gem. Art. 62 lit. c) CRR
74.202
92.009
Kapitalinstrumente gem. Art. 62 lit. a) CRR abzgl. market making
44.593
59.573
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (T2)
118.795
151.582
Anrechenbare Eigenmittel gesamt
1.579.749
1.554.409
*)
AVA: additional value adjustments
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
095
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Eigenmittelbemessungsgrundlage in TEUR
2023
2022
Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko (inkl. Verbriefungspositionen) 7.059.340 7.422.679
Bemessungsgrundlage für das Positionsrisiko in Schuldtiteln 58.239 54.909
Bemessungsgrundlage für das Risiko in Fremdwährungspositionen 0 0
Bemessungsgrundlage für das operationelle Risiko 574.439 539.763
Bemessungsgrundlage für CVA-Risiko 98.752 99.972
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) 7.790.770 8.117.323
Eigenmittelquote 2023 2022 Veränderung
Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) 18,75 % 17,28 % 1,47 PP
Gesamtkapitalquote 20,28 % 19,15 % 1,13 PP
Hinsichtlich der Aufstellung über die konsolidierten Eigenmittel gemäß § 64 Abs. 1 Z. 17 BWG wird auf den IFRS-Konzernabschluss
der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG verwiesen.
Zusätzlich zur Mindesteigenmittelquote gemäß CRR kann die Aufsicht im Rahmen ihrer Beurteilung höhere Kapitalanforderungen vorschrei-
ben. Mit Bescheid vom 24. Mai 2023 (letztgültiger Bescheid) hat die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) der RLB Steiermark aufge-
tragen, jederzeit eine SREP-Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 Abs. 2 lit. c CRR in Höhe von 10,9 % (Vj: 10,3%) auf Basis des Einzelinstituts
und der konsolidierten Lage der RLB-Stmk Verbund eGen einzuhalten.
Mit Bescheid vom 26. Juni 2023 wurde der RLB Steiermark auferlegt, auf konsolidierter Ebene der Abwicklungsgruppe jederzeit einen Min-
destbetrag an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (MREL) in Höhe von 22,11 % (Vj: 24,35%) des Gesamtrisikobe-
trages (Total Risk Exposure Amount bzw. TREA) und 5,90 % (Vj: 5,90 %) der Gesamtrisikopositionsmessgröße (Leverage Ratio Exposure bzw.
LRE) vorzuhalten. Die RLB Steiermark hat diese MREL durch Eigenmittel auf konsolidierter Ebene und durch berücksichtigungsfähige Ver-
bindlichkeiten auf Einzelebene einzuhalten. Ab dem 1. Jänner 2024 erhöht sich die Gesamtrisikopositionsmessgröße (Leverage Ratio Expo-
sure bzw. LRE) auf 5,93 % (Vj: 5,91 %).
Die vorgeschriebene SREP- und MREL-Quote wurde seitens der RLB Steiermark bzw. RLB-Stmk Verbund jederzeit erfüllt.
20. Verbriefung (RLB Steiermark als Originator)
Im ersten Halbjahr 2022 hat die RLB Steiermark eine synthetische Verbriefung auf ein Referenzportfolio aus Firmenkundenkrediten abge-
schlossen. Die synthetische Verbriefung erfolgt in Form einer Finanzgarantie durch den Europäischen Investmentfonds („EIF“) auf die Mez-
zanine-Tranche. Durch diese abgeschlossenen Verbriefungen ist es möglich, die regulatorischen Eigenmittel zu entlasten.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
096
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Nachstehende Tabelle stellt das verbriefte Portfolio aufgeteilt nach Tranchen zum aktuellen Berichtsstichtag dar:
Bezeichnung
Abschluss
Ende der
Laufzeit
verbrieftes
Volumen bei
Abschluss in
TEUR
verbrieftes
Volumen 2023
in TEUR
verbrieftes
Volumen 2022
in TEUR
Senior-Tranche 20.06.2022 31.12.2043 412.906 412.906 412.906
Mezzanin-Tranche 20.06.2022 31.12.2043 57.414 57.414 57.414
Junior-Tranche 20.06.2022 31.12.2043 8.134 4.810 8.134
Summe Referenzportfolio 478.454 475.130 478.454
Das Referenzportfolio wurde nicht verkauft, sondern verbleibt weiterhin in den Büchern der RLB Steiermark. Durch den Risikotransfer nach
Artikel 245 CRR ist eine Reduktion der risikogewichteten Aktiva und damit der Eigenmittelanforderungen möglich. Die RLB Steiermark
nimmt das Wahlrecht in Anspruch, wonach die Verbriefungspositionen mit einem Risikogewicht von 1.250 % vom Kapital abzuziehen und
dementsprechend nicht mehr in der Ermittlung der risikogewichteten Aktiva zu berücksichtigen sind.
Durch die Verbriefung hat sich eine Verbesserung der ausgewiesenen Eigenmittelquote (Gesamtkapitalquote) von 0,39%-Punkten (Vorjahr:
0,36%-Punkten) ergeben.
21. Gesamtbetrag der Aktiva und Passiva in fremder Währung gem. § 64 Abs. 1 Z. 2 BWG
In TEUR 2023 2022
Gesamtbetrag der Aktiva in fremder Währung 319.524 357.280
Gesamtbetrag der Passiva in fremder Währung 62.269 102.894
22. Art und Betrag wesentlicher Eventualverbindlichkeiten gem. § 51 Abs. 13 BWG
Die Eventualverbindlichkeiten (nach Abzug von Rückstellungen) betreffen:
In TEUR 2023 2022
Haftsummenzuschlag als Mitglied bei Genossenschaften 755 754
Noch nicht fällige Einzahlungsverpflichtungen aus Beteiligungen 12.658 16.130
Bürgschaften und Garantien gegenüber Nichtbanken 384.685 460.660
Bürgschaften und Garantien gegenüber Banken 39.070 16.298
hiervon: Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 26.000 0
Kundengarantiegemeinschaft
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist Vereinsmitglied der Kundengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark.
Die Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung dahingehend, dass sie solidarisch gemäß der Satzung die zeit-
gerechte Erfüllung von Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Vereinsmitglieds garantieren. Die individuelle Tragfähigkeit
096
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Nachstehende Tabelle stellt das verbriefte Portfolio aufgeteilt nach Tranchen zum aktuellen Berichtsstichtag dar:
Bezeichnung
Abschluss
Ende der
Laufzeit
verbrieftes
Volumen bei
Abschluss in
TEUR
verbrieftes
Volumen 2023
in TEUR
verbrieftes
Volumen 2022
in TEUR
Senior-Tranche
20.06.2022
31.12.2043
412.906
412.906
412.906
Mezzanin-Tranche
20.06.2022
31.12.2043
57.414
57.414
57.414
Junior-Tranche
20.06.2022
31.12.2043
8.134
4.810
8.134
Summe Referenzportfolio
478.454
475.130
478.454
Das Referenzportfolio wurde nicht verkauft, sondern verbleibt weiterhin in den Büchern der RLB Steiermark. Durch den Risikotransfer nach
Artikel 245 CRR ist eine Reduktion der risikogewichteten Aktiva und damit der Eigenmittelanforderungen möglich. Die RLB Steiermark
nimmt das Wahlrecht in Anspruch, wonach die Verbriefungspositionen mit einem Risikogewicht von 1.250 % vom Kapital abzuziehen und
dementsprechend nicht mehr in der Ermittlung der risikogewichteten Aktiva zu berücksichtigen sind.
Durch die Verbriefung hat sich eine Verbesserung der ausgewiesenen Eigenmittelquote (Gesamtkapitalquote) von 0,39%-Punkten (Vorjahr:
0,36%-Punkten) ergeben.
21. Gesamtbetrag der Aktiva und Passiva in fremder Währung gem. § 64 Abs. 1 Z. 2 BWG
In TEUR
2023
2022
Gesamtbetrag der Aktiva in fremder Währung
319.524
357.280
Gesamtbetrag der Passiva in fremder Währung
62.269
102.894
22. Art und Betrag wesentlicher Eventualverbindlichkeiten gem. § 51 Abs. 13 BWG
Die Eventualverbindlichkeiten (nach Abzug von Rückstellungen) betreffen:
In TEUR
2023
2022
Haftsummenzuschlag als Mitglied bei Genossenschaften
755
754
Noch nicht fällige Einzahlungsverpflichtungen aus Beteiligungen
12.658
16.130
Bürgschaften und Garantien gegenüber Nichtbanken
384.685
460.660
Bürgschaften und Garantien gegenüber Banken
39.070
16.298
hiervon: Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
26.000
0
Kundengarantiegemeinschaft
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist Vereinsmitglied der Kundengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark.
Die Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung dahingehend, dass sie solidarisch gemäß der Satzung die zeit-
gerechte Erfüllung von Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Vereinsmitglieds garantieren. Die individuelle Tragfähigkeit
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
eines Vereinsmitglieds bestimmt sich laut Satzung nach den frei verwendbaren Reserven unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestim-
mungen des BWG und der CRR.
Der Haftungsverpflichtung wurde durch Einstellen eines Merkpostens von einem Euro unter der Bilanz entsprochen, da es nicht möglich ist,
die potentielle Haftung der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG aus dem Haftungsverbund betraglich festzulegen.
Die Kundengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark hat mittels Satzungsänderung die Haftung mit Stichtag
30.09.2019 beendet. Zum Stichtag bestehende Guthaben fallen weiterhin unter die Haftung, Auszahlungen und alle anderen Belastungs-
buchungen nach dem Stichtag reduzieren die Haftung.
Raiffeisen-IPS
Die Raiffeisen Bank International AG und ihre österreichischen Tochterbanken, sämtliche Raiffeisenlandesbanken sowie Raiffeisenbanken
gehören der Vereinbarung eines institutsbezogenen Sicherungssystems für den Raiffeisen-Sektor (Raiffeisen-IPS, R-IPS) und der „Österrei-
chische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen" (ÖRS) als gesetzlicher Sicherungseinrichtung an. Es wurden vertragliche oder satzungs-
mäßige Haftungsvereinbarungen geschlossen, die die teilnehmenden Institute gegenseitig absichern und insbesondere bei Bedarf ihre
Liquidität und Solvenz sicherstellen. Dieses Raiffeisen-IPS mit der ÖRS als Sicherungseinrichtung wurde von der FMA als Einlagensiche-
rungs- und Anlegerentschädigungssystem gemäß ESAEG anerkannt.
23. Art und Betrag wesentlicher Kreditrisiken gem. § 51 Abs. 14 BWG
In TEUR
2023
2022
Nicht ausgenützte Kreditrahmen bis 1 Jahr 904.094 1.144.725
Nicht ausgenützte Kreditrahmen über 1 Jahr 691.451 869.787
24. Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten gem. § 238 Abs. 1 Z. 1 UGB i. V. m.
§ 64 Abs. 1 Z. 3 BWG
In der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG werden Derivate vorwiegend zur Absicherung (Hedging) von Zins- und Wechselkursrisiken von
Grundgeschäften der Aktiv- und Passivseite in Form von Fair Value Hedges (Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden
Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit) eingesetzt.
Zur Absicherung des Zinsrisikos von Grundgeschäften der Aktiv- und Passivseite kommen neben Zinsswaps auch Zinsoptionen (Caps,
Floors) und andere derivative Finanzinstrumente (z. B. Forward Rate Agreements und Zinsfutures) zum Einsatz. Währungsrisiken werden
vor allem mittels Cross Currency Swaps und Devisenswaps abgesichert. Darüber hinaus können allfällige, in den Grundgeschäften einge-
bettete Derivate (z. B. Optionalitäten) mittels gegenläufiger Geschäfte abgesichert werden. In Einzelfällen kommen zur Absicherung von
Adressenausfallsrisiken auch Kreditderivate zum Einsatz.
Die Absicherung dieser Risiken erfolgt einerseits über Mikro-Hedges, andererseits gelangt in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
auch Makro-Hedging zur Zinsbuchsteuerung i. S. d. Rundschreibens der FMA zu Rechnungslegungsfragen bei Zinssteuerungsderivaten
und zu Bewertungsanpassungen bei Derivaten gemäß § 57 BWG vom Dezember 2012 zum Einsatz.
24.1. Mikro-Hedging
Die in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG angewendeten Methoden für den prospektiven Effektivitätstest sind die Critical-Te r m -Match-
Methode sowie die Sensitivitätsanalyse (Basis Point Value). Bei Mikro-Hedges erfolgt zunächst eine Überprüfung, ob ein Critical Term Match
(CTM) vorliegt. Sind im Falle einer Mikro-Hedge-Beziehung alle Parameter des Grundgeschäfts und des Sicherungsgeschäfts, die das Aus-
maß der abgesicherten Wertänderung bestimmen, identisch, aber gegenläufig, so ist dies ein Indikator für eine vollständig effektive Siche-
rungsbeziehung (vereinfachte Bestimmung der Effektivität). Gemäß den in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG festgelegten Kriterien
müssen zur Erfüllung eines Critical Term Match die Parameter Nominalwert, Währung und Fälligkeit bzw. Zinsbindung übereinstimmen.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
098
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Ist eine vereinfachte Bestimmung der Effektivität nicht möglich, erfolgt eine Effektivitätsmessung mittels Sensitivitätsanalyse. Für die pros-
pektive Messung wird ein Parallelshift der Swapkurve um 100 Basispunkte durchgeführt und die barwertige Veränderung von Grundge-
schäft zu derivativem Sicherungsinstrument gemessen. Der Barwertberechnung wird die Zero-Coupon-Kurve zugrunde gelegt, welche aus
Swapsätzen kalibriert wird.
In der Folge wird zu jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob die Sicherungsbeziehung tatsächlich vollständig oder weitgehend effektiv war (retro-
spektiver Effektivitätstest). Der retrospektive Nachweis der Effektivität der Sicherungsbeziehung erfolgt durch eine laufende Überprüfung
der CTM-Kriterien bzw. anhand eines Vergleichs der Änderungen der Fair Values von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument (Dollar
Offset-Methode). Insbesondere werden bei dieser Methode die Fair Value-Änderungen von gesicherten Grundgeschäften zur Fair Value-
Änderung der Sicherungsinstrumente in Verhältnis zueinander gesetzt. Da bei dieser Methode das Ergebnis der Effektivitätsmessung sehr
sensitiv reagieren kann, wurden in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG eine absolute und eine relative Toleranzgrenze festgelegt.
Ergibt sich die Effektivität aus einem der beiden Toleranzwerte (also entweder absolut oder relativ), wird die Effektivität der Sicherungsbezie-
hung vermutet. Für den Fall, dass beide Toleranzgrenzen überschritten werden, wird zur Ermittlung der zulässigen Schwankungsbreite das
Verhältnis der Fair Value-Änderung von Grundgeschäft(en) zur Fair Value-Änderung von Sicherungsgeschäft(en) zueinander gesetzt. Liegt
das Ergebnis der Effektivitätsmessung zwischen 80 % und 125 %, gilt die Sicherungsbeziehung als effektiv, jedoch wird für den ineffektiven
Anteil eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
Ist eine Sicherungsbeziehung insgesamt nicht mehr effektiv, wird die Bewertungseinheit ab dem Zeitpunkt des Eintritts der Ineffektivität
aufgelöst. Die Überschreitung des Effektivitätsintervalls von 80 % / 125 % führt allerdings nicht automatisch zur Auflösung der Sicherungs-
beziehung. Dieses kann in begründeten Ausnahmefällen auch überschritten werden, wenn es in einem erheblichen Umfang zu einem Aus-
gleich der Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft in Bezug auf das abgesicherte Risiko kommt und diesem Ausgleich ein
kausaler, wirtschaftlicher Zusammenhang zugrunde liegt. Darüber hinaus kommt es zu einer Beendigung der Sicherungsbeziehung, wenn
Zweifel an der Bonität des Sicherungsgebers oder an der Werthaltigkeit des Grundgeschäfts bestehen.
Ineffektivitäten aus dem Ausfallsrisiko führen jedenfalls zur Beendigung der Sicherungsbeziehung, wenn akute Ausfallsgefährdung besteht.
D. h. bei einer Bonitätseinstufung von 5.X (=Default) werden Mikro-Hedges generell aufgelöst.
Die Einräumung eines Moratoriums hat grundsätzlich keinen Einfluss auf die Bilanzierung bzw. die prospektive Effektivität, weil ein Morato-
rium in der Regel nicht zur Ausbuchung führt und das zusätzliche Festzinsrisiko aufgrund einer Stundung nicht zum abgesicherten Risiko
gehört. Dementsprechend ändern sich die Parameter der Sicherungsbeziehung nicht und es kann weiterhin eine vereinfachte Bestimmung
der Effektivität (CTM) erfolgen. Da auch das Ausfallsrisiko beim Grundgeschäft nicht zum abgesicherten Risiko gehört, ergibt sich erst bei
akuter Ausfallsgefahr die Auflösung der Sicherungsbeziehung.
Im Falle der Auflösung einer Sicherungsbeziehung werden Derivat und Grundgeschäft einzeln nach den jeweils anwendbaren Bestimmun-
gen so bilanziert, als ob es nie eine Bewertungseinheit gegeben hätte. Dies gilt auch, wenn die Sicherungsbeziehung durch Ablauf, Veräu-
ßerung oder Tilgung beendet wird.
Die Erfolge aus der vorzeitigen Auflösung von Derivaten werden grundsätzlich in jener Position ausgewiesen, in der auch das Abgangser-
gebnis der Grundgeschäfte dargestellt wird. Aus der vorzeitigen Auflösung von Zinsswaps zwecks Anpassung bestehender Sicherungsbe-
ziehungen werden die folgenden Beträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen:
In TEUR
2023
2022
GuV-Position 1 - Zinsen und ähnliche Erträge 0 0
GuV-Position 10 - Sonstige betriebliche Aufwendungen -6 0
GuV-Position 11 - Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu
Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken
0 6.737
GuV-Position 12 - Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen
und aus Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken
0 -81
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STEIERMARK 2023
Ist eine vereinfachte Bestimmung der Effektivität nicht möglich, erfolgt eine Effektivitätsmessung mittels Sensitivitätsanalyse. Für die pros-
pektive Messung wird ein Parallelshift der Swapkurve um 100 Basispunkte durchgeführt und die barwertige Veränderung von Grundge-
schäft zu derivativem Sicherungsinstrument gemessen. Der Barwertberechnung wird die Zero-Coupon-Kurve zugrunde gelegt, welche aus
Swapsätzen kalibriert wird.
In der Folge wird zu jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob die Sicherungsbeziehung tatsächlich vollständig oder weitgehend effektiv war (retro-
spektiver Effektivitätstest). Der retrospektive Nachweis der Effektivität der Sicherungsbeziehung erfolgt durch eine laufende Überprüfung
der CTM-Kriterien bzw. anhand eines Vergleichs der Änderungen der Fair Values von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument (Dollar
Offset-Methode). Insbesondere werden bei dieser Methode die Fair Value-Änderungen von gesicherten Grundgeschäften zur Fair Value-
Änderung der Sicherungsinstrumente in Verhältnis zueinander gesetzt. Da bei dieser Methode das Ergebnis der Effektivitätsmessung sehr
sensitiv reagieren kann, wurden in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG eine absolute und eine relative Toleranzgrenze festgelegt.
Ergibt sich die Effektivität aus einem der beiden Toleranzwerte (also entweder absolut oder relativ), wird die Effektivität der Sicherungsbezie-
hung vermutet. Für den Fall, dass beide Toleranzgrenzen überschritten werden, wird zur Ermittlung der zulässigen Schwankungsbreite das
Verhältnis der Fair Value-Änderung von Grundgeschäft(en) zur Fair Value-Änderung von Sicherungsgeschäft(en) zueinander gesetzt. Liegt
das Ergebnis der Effektivitätsmessung zwischen 80 % und 125 %, gilt die Sicherungsbeziehung als effektiv, jedoch wird für den ineffektiven
Anteil eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
Ist eine Sicherungsbeziehung insgesamt nicht mehr effektiv, wird die Bewertungseinheit ab dem Zeitpunkt des Eintritts der Ineffektivität
aufgelöst. Die Überschreitung des Effektivitätsintervalls von 80 % / 125 % führt allerdings nicht automatisch zur Auflösung der Sicherungs-
beziehung. Dieses kann in begründeten Ausnahmefällen auch überschritten werden, wenn es in einem erheblichen Umfang zu einem Aus-
gleich der Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft in Bezug auf das abgesicherte Risiko kommt und diesem Ausgleich ein
kausaler, wirtschaftlicher Zusammenhang zugrunde liegt. Darüber hinaus kommt es zu einer Beendigung der Sicherungsbeziehung, wenn
Zweifel an der Bonität des Sicherungsgebers oder an der Werthaltigkeit des Grundgeschäfts bestehen.
Ineffektivitäten aus dem Ausfallsrisiko führen jedenfalls zur Beendigung der Sicherungsbeziehung, wenn akute Ausfallsgefährdung besteht.
D. h. bei einer Bonitätseinstufung von 5.X (=Default) werden Mikro-Hedges generell aufgelöst.
Die Einräumung eines Moratoriums hat grundsätzlich keinen Einfluss auf die Bilanzierung bzw. die prospektive Effektivität, weil ein Morato-
rium in der Regel nicht zur Ausbuchung führt und das zusätzliche Festzinsrisiko aufgrund einer Stundung nicht zum abgesicherten Risiko
gehört. Dementsprechend ändern sich die Parameter der Sicherungsbeziehung nicht und es kann weiterhin eine vereinfachte Bestimmung
der Effektivität (CTM) erfolgen. Da auch das Ausfallsrisiko beim Grundgeschäft nicht zum abgesicherten Risiko gehört, ergibt sich erst bei
akuter Ausfallsgefahr die Auflösung der Sicherungsbeziehung.
Im Falle der Auflösung einer Sicherungsbeziehung werden Derivat und Grundgeschäft einzeln nach den jeweils anwendbaren Bestimmun-
gen so bilanziert, als ob es nie eine Bewertungseinheit gegeben hätte. Dies gilt auch, wenn die Sicherungsbeziehung durch Ablauf, Veräu-
ßerung oder Tilgung beendet wird.
Die Erfolge aus der vorzeitigen Auflösung von Derivaten werden grundsätzlich in jener Position ausgewiesen, in der auch das Abgangser-
gebnis der Grundgeschäfte dargestellt wird. Aus der vorzeitigen Auflösung von Zinsswaps zwecks Anpassung bestehender Sicherungsbe-
ziehungen werden die folgenden Beträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen:
In TEUR
2023
2022
GuV-Position 1 - Zinsen und ähnliche Erträge
0
0
GuV-Position 10 - Sonstige betriebliche Aufwendungen
-6
0
GuV-Position 11 - Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu
Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken
0
6.737
GuV-Position 12 - Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen
und aus Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken
0
-81
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STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
Grund für die gesetzten Maßnahmen war der gänzliche oder teilweise Entfall des Grundgeschäfts. Diese Vorgangsweise entspricht der für die
Bank festgelegten Sicherungsstrategie.
Das Volumen der zum Mikro-Hedging eingesetzten Derivate hat zum Berichtsstichtag insgesamt 6.531
Mio. EUR (Vorjahr: 6.282 Mio. EUR)
betragen. Davon weisen Derivate in Summe positive Marktwerte (dirty) in Höhe von 284,4
Mio. EUR (Vorjahr: 325,4 Mio. EUR) und negative
Marktwerte in Höhe von 264,8
Mio. EUR (Vorjahr: 391,7 Mio. EUR) auf.
24.2. Makro-Hedging
Im Rahmen des Zinsrisikomanagements werden Zinssteuerungsderivate des Bankbuchs zum Makro-Hedging im Sinne des FMA-Rund-
schreibens vom Dezember 2012 eingesetzt. Als Sicherungsderivate werden zinsinduzierte Derivate, unter anderem Zinsswaps, Optionen im
Sinne von Swaptions, Kündigungsrechte und Caps bzw. Floors, sowie Zinsfutures wie Geldmarkt- und Kapitalmarktfutures verwendet. Nicht
eingesetzt werden nicht-zinsinduzierte Derivate wie Aktien oder FX-abhängige Derivate. Im Rahmen des Makro-Hedging werden in zwei
definierten Teilbeständen des Bankbuchs Einzelrisikopositionen in einzelnen Laufzeitbändern zu einer Gesamtrisikoposition zusammenge-
fasst und mit entsprechenden Sicherungsgeschäften, die sogenannten „funktionalen Einheiten“ zugeordnet sind, abgesichert. Die Teilbe-
stände „Bankbuch Aktiv“ bzw. „Bankbuch Passiv“ beinhalten sämtliche zinssensitiven Positionen (in Währung EUR) auf der Aktiv- bzw. Pas-
sivseite der Bilanz. Aus diesen Teilbeständen sind Grundgeschäfte und Derivate, die in einer Mikro-Hedge-Beziehung stehen, herausgelöst.
Die qualitative Eignung der derivativen Finanzinstrumente zur Erreichung des Sicherungszwecks wird regelmäßig anhand prospektiver Ef-
fektivitätsmessungen im Rahmen der Reverse-Cumulative-Methode nachgewiesen. Gegenläufige Ertragseffekte oder Wertsteigerungen aus
den abgesicherten Grundgeschäften des Bankbuchs werden bei der Beurteilung eines Rückstellungsbedarfs pro funktionaler Einheit be-
rücksichtigt.
Die Gesamtsensitivität der Makro-Hedging-Derivate beträgt zum Berichtsstichtag 1.133 TEUR (Vorjahr: 724
TEUR). Hievon entfallen
+1.617 TEUR (Vorjahr: +1.256 TEUR) auf den Teilbestand „Bankbuch Aktiv“ und –484 TEUR (Vorjahr: –532 TEUR) auf den Teilbestand
„Bankbuch Passiv“. Ein Rückstellungsbedarf für die Derivate der funktionalen Einheiten war nicht gegeben.
Die Nominal- und Barwerte sowie das Bewertungsergebnis der zum Makro-Hedging eingesetzten Derivate sind der folgenden Tabelle zu
entnehmen:
Geschäftsjahr 2023 (in TEUR):
Funktionale
Einheit Nominalwert
Positive
Barwerte
Negative
Barwerte
Saldo
Barwerte
Bewertungs-
ergebnis
Berichtsjahr
Bewertungs-
ergebnis
kumuliert
Bankbuch Aktiv 4.029.827 233.508 -31.016 202.492 -126.926 224.072
Bankbuch Passiv 2.050.400 4.835 -55.199 -50.364 62.643 -89.263
Geschäftsjahr 2022 (in TEUR):
Funktionale Einheit
Nominalwert
Positive
Barwerte
Negative
Barwerte
Saldo
Barwerte
Bewertungs-
ergebnis
Berichtsjahr
Bewertungs-
ergebnis
kumuliert
Bankbuch Aktiv 3.177.327 335.442 -6.024 329.419 333.094 350.999
Bankbuch Passiv 1.961.900 685 -113.691 -113.006 -131.059 -151.906
24.3. Credit Value Adjustment
Bei der Bewertung von Derivaten werden auch Bewertungsanpassungen, welche sowohl das Risiko des vorzeitigen Ausfalls der Gegenpar-
tei, als auch das eigene Kreditrisiko berücksichtigen, vorgenommen. Zur Ermittlung des Credit Value Adjustments wird für OTC-Derivate die
Höhe des zukünftig zu erwartenden Portfoliowertes (potential future exposure, PFE) anhand einer Monte Carlo Simulation berechnet und
mittels am Markt beobachtbarer Ausfallsraten des Kunden bzw. der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG bewertet. Grundsätzlich wird das
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100
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
gesamte Derivateportfolio eines Marktpartners betrachtet. Das CVA wird auf das unbesicherte Exposure gerechnet. Handelt es sich um ein
besichertes Exposure, wird die Dauer der Besicherungsnachforderung (margin period of risk) bei der Ermittlung des CVA mitberücksichtigt.
Unter Berücksichtigung des FMA-Rundschreibens zu Rechnungslegungsfragen bei Zinssteuerungsderivaten und zu Bewertungsanpassun-
gen bei Derivaten gemäß § 57 BWG vom Dezember 2012, Rz 58, wurde aus Gründen der Vorsicht das eigene Ausfallrisiko (DVA, Debt Va-
lue Adjustment) bei Derivaten des Bankbuchs generell nicht berücksichtigt.
Die Ergebnisauswirkung aus der Berücksichtigung des CVA und DVA für Derivate des Handelsbuchs ist in der GuV-Position 6. mit einem sal-
dierten Betrag in Höhe von +1.065 TEUR (Vorjahr: +1.918 TEUR) enthalten. Für Derivate des Bankbuchs ist im Berichtsjahr in der GuV-Posi-
tion 7. ein Ertrag in Höhe von 223
TEUR (Vorjahr: 478 TEUR) ausgewiesen.
Die in den nachfolgenden Tabellen dargestellten Marktwerte von Derivaten des Bankbuchs und Handelsbuchs (inkl. Vorjahre) sind nach
Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos:
Zum Bilanzstichtag waren folgende Termingeschäfte (Bankbuch) noch nicht abgewickelt:
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 1.365.625 5.088.532 6.181.633 12.635.790 534.022 -348.853
Zinsoptionen – Käufe 0 296 0 296 0 0
Zinsoptionen – Verkäufe 0 5.361 0 5.361 0 -52
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 38.000 0 0 38.000 0 -623
Gesamt 1.403.625 5.094.189 6.181.633 12.679.447 534.022 -349.528
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 340 0 0 340 0 0
Zins-Währungs-/Währungsswaps 230.126 7.610 10.249 247.986 20 -17.876
Gesamt 230.466 7.610 10.249 248.326 20 -17.876
GESAMT 1.634.091 5.101.799 6.191.882 12.927.773 534.042 -367.404
100
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
gesamte Derivateportfolio eines Marktpartners betrachtet. Das CVA wird auf das unbesicherte Exposure gerechnet. Handelt es sich um ein
besichertes Exposure, wird die Dauer der Besicherungsnachforderung (margin period of risk) bei der Ermittlung des CVA mitberücksichtigt.
Unter Berücksichtigung des FMA-Rundschreibens zu Rechnungslegungsfragen bei Zinssteuerungsderivaten und zu Bewertungsanpassun-
gen bei Derivaten gemäß § 57 BWG vom Dezember 2012, Rz 58, wurde aus Gründen der Vorsicht das eigene Ausfallrisiko (DVA, Debt Va-
lue Adjustment) bei Derivaten des Bankbuchs generell nicht berücksichtigt.
Die Ergebnisauswirkung aus der Berücksichtigung des CVA und DVA für Derivate des Handelsbuchs ist in der GuV-Position 6. mit einem sal-
dierten Betrag in Höhe von +1.065 TEUR (Vorjahr: +1.918 TEUR) enthalten. Für Derivate des Bankbuchs ist im Berichtsjahr in der GuV-Posi-
tion 7. ein Ertrag in Höhe von 223 TEUR (Vorjahr: 478 TEUR) ausgewiesen.
Die in den nachfolgenden Tabellen dargestellten Marktwerte von Derivaten des Bankbuchs und Handelsbuchs (inkl. Vorjahre) sind nach
Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos:
Zum Bilanzstichtag waren folgende Termingeschäfte (Bankbuch) noch nicht abgewickelt:
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte
Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre
Gesamt
Positiv
Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps
1.365.625
5.088.532
6.181.633
12.635.790
534.022
-348.853
Zinsoptionen – Käufe
0
296
0
296
0
0
Zinsoptionen – Verkäufe
0
5.361
0
5.361
0
-52
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures
38.000
0
0
38.000
0
-623
Gesamt
1.403.625
5.094.189
6.181.633
12.679.447
534.022
-349.528
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte
340
0
0
340
0
0
Zins-Währungs-/Währungsswaps
230.126
7.610
10.249
247.986
20
-17.876
Gesamt
230.466
7.610
10.249
248.326
20
-17.876
GESAMT
1.634.091
5.101.799
6.191.882
12.927.773
534.042
-367.404
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
101
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Im Vorjahr waren folgende Termingeschäfte (Bankbuch) noch nicht abgewickelt:
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 1.532.715 3.230.708 6.715.960 11.479.383 654.964 -490.137
Zinsoptionen – Käufe 0 396 0 396 1 0
Zinsoptionen – Verkäufe 195 6.232 0 6.427 0 -118
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 100.600 0 0 100.600 3.513 0
Gesamt 1.633.510 3.237.336 6.715.960 11.586.806 658.478 -490.255
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 87.879 0 0 87.879 9.378 -9.340
Zins-Währungs-/Währungsswaps 125.118 7.610 10.249 142.977 415 -8.154
Gesamt 212.997 7.610 10.249 230.856 9.793 -17.494
GESAMT 1.846.507 3.244.946 6.726.209 11.817.662 668.271 -507.749
JAHRESFINANZBERICHT 2023
102
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Zum Bilanzstichtag waren folgende Termingeschäfte (Handelsbuch) noch nicht abgewickelt:
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 295.067 1.254.728 1.555.056 3.104.851 99.283 -97.068
Zinsoptionen – Käufe 0 104.769 61.925 166.694 2.886 0
Zinsoptionen – Verkäufe 33 76.682 53.100 129.815 0 -2.658
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 4.400 0 0 4.400 0 0
Gesamt 299.500 1.436.179 1.670.081 3.405.760 102.169 -99.726
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 31.945 448 0 32.393 2.233 -71
Zins-Währungs-/Währungsswaps 77.203 0 0 77.203 613 -3.230
Devisenoptionen – Käufe 0 0 0 0 0 0
Devisenoptionen – Verkäufe 0 0 0 0 0 0
Gesamt 109.148 448 0 109.596 2.846 -3.301
GESAMT 408.648 1.436.627 1.670.081 3.515.356 105.015 -103.027
102
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Zum Bilanzstichtag waren folgende Termingeschäfte (Handelsbuch) noch nicht abgewickelt:
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte
Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre
Gesamt
Positiv
Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps
295.067
1.254.728
1.555.056
3.104.851
99.283
-97.068
Zinsoptionen – Käufe
0
104.769
61.925
166.694
2.886
0
Zinsoptionen – Verkäufe
33
76.682
53.100
129.815
0
-2.658
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures
4.400
0
0
4.400
0
0
Gesamt
299.500
1.436.179
1.670.081
3.405.760
102.169
-99.726
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte
31.945
448
0
32.393
2.233
-71
Zins-Währungs-/Währungsswaps
77.203
0
0
77.203
613
-3.230
Devisenoptionen – Käufe
0
0
0
0
0
0
Devisenoptionen – Verkäufe
0
0
0
0
0
0
Gesamt
109.148
448
0
109.596
2.846
-3.301
GESAMT
408.648
1.436.627
1.670.081
3.515.356
105.015
-103.027
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
103
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Im Vorjahr waren folgende Termingeschäfte (Handelsbuch) noch nicht abgewickelt:
In TEUR Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis
5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 129.975 1.078.780 1.486.051 2.694.806 130.174 -126.406
Zinsoptionen – Käufe 42.900 93.769 73.100 209.769 5.124 0
Zinsoptionen – Verkäufe 3.684 77.712 54.638 136.034 0 -4.975
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 0 0 0 0 0 0
Gesamt 176.559 1.250.261 1.613.789 3.040.609 135.298 -131.381
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 67.969 23.102 0 91.071 7.314 -325
Zins-Währungs-/Währungsswaps 313.585 24.418 0 338.003 4.561 -11.410
Devisenoptionen – Käufe 3.000 0 0 3.000 16 0
Devisenoptionen – Verkäufe 3.000 0 0 3.000 0 -16
Gesamt 387.554 47.520 0 435.074 11.891 -11.751
GESAMT 564.113 1.297.781 1.613.789 3.475.683 147.189 -143.132
JAHRESFINANZBERICHT 2023
104
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Die zum Stichtag 31.12.2023 bilanzierten derivativen Finanzinstrumente sind in den nachstehenden Bilanzpositionen mit folgenden Buch-
werten ausgewiesen (§ 238 Abs. 1 Z. 1 UGB):
In TEUR
Forderungen
Kredit-
institute
Forderungen
Kunden
Sonstige
Aktiva
2023 2023 2023
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 4.880 453 98.359
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 3.075
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 71.386 680 21.254
In TEUR
Verbindlich-
keiten Kredit-
institute
Verbindlich-
keiten
Kunden
Sonstige
Passiva
Rück-
stellungen
2023
2023
2023
2023
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 6.335 657 94.256 0
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 3.531 0
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 21.019 1.344 54.417 1.724
Wechselkursbezogene Verträge 389 0 16.265 51
Im Posten Rückstellungen ist die Rückstellung für das Credit Value Adjustment in Höhe von 956
TEUR (Vorjahr: 1.179 TEUR) enthalten.
104
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
Die zum Stichtag 31.12.2023 bilanzierten derivativen Finanzinstrumente sind in den nachstehenden Bilanzpositionen mit folgenden Buch-
werten ausgewiesen (§ 238 Abs. 1 Z. 1 UGB):
In TEUR
Forderungen
Kredit-
institute
Forderungen
Kunden
Sonstige
Aktiva
2023
2023
2023
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge
4.880
453
98.359
Wechselkursbezogene Verträge
0
0
3.075
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge
71.386
680
21.254
In TEUR
Verbindlich-
keiten Kredit-
institute
Verbindlich-
keiten
Kunden
Sonstige
Passiva
Rück-
stellungen
2023
2023
2023
2023
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge
6.335
657
94.256
0
Wechselkursbezogene Verträge
0
0
3.531
0
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge
21.019
1.344
54.417
1.724
Wechselkursbezogene Verträge
389
0
16.265
51
Im Posten Rückstellungen ist die Rückstellung für das Credit Value Adjustment in Höhe von 956 TEUR (Vorjahr: 1.179 TEUR) enthalten.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
105
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Die im Vorjahr bilanzierten derivativen Finanzinstrumente sind in den nachstehenden Bilanzpositionen mit folgenden Buchwerten ausgewie-
sen (§ 238 Abs. 1 Z. 1 UGB):
In TEUR
Forderungen
Kredit-
institute
Forderungen
Kunden
Sonstige
Aktiva
2022 2022 2022
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 2.240 50 135.448
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 12.694
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 47.121 3.407 25.513
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 0
In TEUR
Verbindlich-
keiten Kredit-
institute
Verbindlich-
keiten
Kunden
Sonstige
Passiva
Rück-
stellungen
2022 2022 2022 2022
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 3.065 264 130.493 0
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 12.553 0
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 17.458 3 57.408 1.760
Wechselkursbezogene Verträge 448 0 6.995 0
JAHRESFINANZBERICHT 2023
106
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
25. Angabe zu unterlassenen außerplanmäßigen Abschreibungen von
Finanzinstrumenten des Finanzanlagevermögens gem. § 238 Abs. 1 Z. 2 UGB
In TEUR
Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Unterlassene
Abschreibung
2023
2023
2023
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
204.547 191.471 13.076
Forderungen an Kreditinstitute 66.356 63.476 2.880
Forderungen an Kunden 23.140 21.536 1.604
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von öffentlichen Emittenten 5.110 4.875 235
von anderen Emittenten 1.017.947 965.178 52.769
In TEUR
Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Unterlassene
Abschreibung
2022 2022 2022
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
284.457 262.916 21.541
Forderungen an Kreditinstitute 66.696 61.346 5.350
Forderungen an Kunden 34.288 31.235 3.054
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von öffentlichen Emittenten 11.035 10.307 728
von anderen Emittenten 1.363.514 1.264.950 98.564
Eine außerplanmäßige Abschreibung (gemäß § 204 Abs. 2 UGB zweiter Satz) ist unterblieben, da die angeführten Wertminderungen durch
Zinssatzbewegungen verursacht sind und die Schuldinstrumente bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Die Bonität der Wertpapierschuld-
ner ist nach wie vor einwandfrei, sodass eine planmäßige Tilgung zu erwarten ist.
106
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
25. Angabe zu unterlassenen außerplanmäßigen Abschreibungen von
Finanzinstrumenten des Finanzanlagevermögens gem. § 238 Abs. 1 Z. 2 UGB
In TEUR
Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Unterlassene
Abschreibung
2023
2023
2023
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
204.547
191.471
13.076
Forderungen an Kreditinstitute
66.356
63.476
2.880
Forderungen an Kunden
23.140
21.536
1.604
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von öffentlichen Emittenten
5.110
4.875
235
von anderen Emittenten
1.017.947
965.178
52.769
In TEUR
Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Unterlassene
Abschreibung
2022
2022
2022
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
284.457
262.916
21.541
Forderungen an Kreditinstitute
66.696
61.346
5.350
Forderungen an Kunden
34.288
31.235
3.054
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von öffentlichen Emittenten
11.035
10.307
728
von anderen Emittenten
1.363.514
1.264.950
98.564
Eine außerplanmäßige Abschreibung (gemäß § 204 Abs. 2 UGB zweiter Satz) ist unterblieben, da die angeführten Wertminderungen durch
Zinssatzbewegungen verursacht sind und die Schuldinstrumente bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Die Bonität der Wertpapierschuld-
ner ist nach wie vor einwandfrei, sodass eine planmäßige Tilgung zu erwarten ist.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
107
JAHRESFINANZBERICHT 2023
26. Verfügungsbeschränkungen für Vermögensgegenstände gem. § 64 Abs. 1 Z. 8 BWG
Aufstellung der als Sicherheit gestellten eigenen Vermögensgegenstände in
TEUR 2023 2022
Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen 3.461.827 3.275.871
Deckungsstock für Mündelgelder 14.538 9.511
Übrige Deckungsstockwerte 12.285 12.372
Die Sicherheiten betreffen mit einem Betrag von 90.851 TEUR (Vorjahr: 117.053 TEUR) Wertpapiere und mit einem Betrag von 3.370.976
TEUR (Vorjahr: 3.158.818 TEUR) Kreditforderungen.
Übrige Deckungsstockwerte betreffen vor allem hinterlegte Wertpapiere bei der EUREX mit 12.084 TEUR (Vorjahr: 12.171 TEUR).
Aufstellung der als Sicherheit gestellten institutsfremden
Vermögensgegenstände in TEUR 2023 2022
Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen 6.960.572 6.233.593
Die institutsfremden Sicherheiten für fundierte Schuldverschreibungen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Kreditforderungen.
Aufstellung der Passivposten, für die die oben angeführten Sicherheiten gestellt
werden in TEUR 2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Mündelgeldeinlagen) 7.581 6.887
Emissionen (PfandBG) 5.846.458 5.355.458
hievon ausgewiesen in P.3. Verbriefte Verbindlichkeiten 3.096.458 2.555.458
hievon bilanziell (mit Aktivposten) saldiert 2.750.000 2.800.000
JAHRESFINANZBERICHT 2023
108
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
27. Wertpapierleihgeschäfte sowie in Pension gegebene und genommene Vermögensgegenstände
gem. § 50 Abs. 4 BWG
Zum 31. Dezember bestanden im Rahmen echter Pensionsgeschäfte folgende Rücknahme- bzw. Rückgabeverpflichtungen, die in der Bi-
lanzposition Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden:
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repos) in TEUR
2023
2022
Aufgenommene Gelder - Kreditinstitute 250.000 0
Aufgenommene Gelder - Zentralbanken 500.000 2.500.000
Aufgenommene Gelder bei Zentralbanken, welche ausschließlich Refinanzierungen bei der OeNB aus der Teilnahme am TLTRO III Pro-
gramm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der EZB betreffen, verringerten sich aufgrund von Rückzahlungen auf einen Betrag
von 500.000 TEUR (Vorjahr: 2.500.000 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine echten Pensionsgeschäfte als Pensions-
nehmer.
Zum 31.12.2023 wurden von der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG Wertpapiere in Höhe von 1.000.000 TEUR verliehen (Vorjahr:
1.000.000
TEUR) und Wertpapiere in Höhe von 1.000.000 TEUR (Vorjahr: 1.000.000 TEUR) entliehen, welche im Rahmen der u. a. Pensions-
geschäfte als Sicherheit gestellt wurden.
Die Vermögensgegenstände, die im Rahmen echter Pensionsgeschäfte als Sicherheit zur Verfügung gestellt bzw. übernommen wurden,
stellen sich wie folgt dar:
Aufstellung der in Pension gegebenen Vermögenswerte in TEUR
2023
2022
Institutseigene Wertpapiere 1.010.789 2.800.000
Institutsfremde (inkl. entliehene) Wertpapiere 0 1.000.000
Institutseigene Wertpapiere beinhalten nicht bilanzierte Retained Covered Bonds in Höhe von 750.000 TEUR (Vj: 1.800.000 TEUR)
Als freies Deckungspotenzial für Repo-Geschäfte (OeNB, EUREX) stehen die folgenden Vermögensgegenstände (zu Nominalwerten) zur
Verfügung:
Institutseigene Vermögenswerte in TEUR 2023 2022
Wertpapiere 2.319.353 1.730.640
Institutsfremde Vermögenswerte in TEUR
2023
2022
Wertpapiere 1.038.055 38.855
108
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
27. Wertpapierleihgeschäfte sowie in Pension gegebene und genommene Vermögensgegenstände
gem. § 50 Abs. 4 BWG
Zum 31. Dezember bestanden im Rahmen echter Pensionsgeschäfte folgende Rücknahme- bzw. Rückgabeverpflichtungen, die in der Bi-
lanzposition Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden:
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repos) in TEUR
2023
2022
Aufgenommene Gelder - Kreditinstitute
250.000
0
Aufgenommene Gelder - Zentralbanken
500.000
2.500.000
Aufgenommene Gelder bei Zentralbanken, welche ausschließlich Refinanzierungen bei der OeNB aus der Teilnahme am TLTRO III Pro-
gramm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der EZB betreffen, verringerten sich aufgrund von Rückzahlungen auf einen Betrag
von 500.000 TEUR (Vorjahr: 2.500.000 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine echten Pensionsgeschäfte als Pensions-
nehmer.
Zum 31.12.2023 wurden von der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG Wertpapiere in Höhe von 1.000.000 TEUR verliehen (Vorjahr:
1.000.000 TEUR) und Wertpapiere in Höhe von 1.000.000 TEUR (Vorjahr: 1.000.000 TEUR) entliehen, welche im Rahmen der u. a. Pensions-
geschäfte als Sicherheit gestellt wurden.
Die Vermögensgegenstände, die im Rahmen echter Pensionsgeschäfte als Sicherheit zur Verfügung gestellt bzw. übernommen wurden,
stellen sich wie folgt dar:
Aufstellung der in Pension gegebenen Vermögenswerte in TEUR
2023
2022
Institutseigene Wertpapiere
1.010.789
2.800.000
Institutsfremde (inkl. entliehene) Wertpapiere
0
1.000.000
Institutseigene Wertpapiere beinhalten nicht bilanzierte Retained Covered Bonds in Höhe von 750.000 TEUR (Vj: 1.800.000 TEUR)
Als freies Deckungspotenzial für Repo-Geschäfte (OeNB, EUREX) stehen die folgenden Vermögensgegenstände (zu Nominalwerten) zur
Verfügung:
Institutseigene Vermögenswerte in TEUR
2023
2022
Wertpapiere
2.319.353
1.730.640
Institutsfremde Vermögenswerte in TEUR
2023
2022
Wertpapiere
1.038.055
38.855
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
109
JAHRESFINANZBERICHT 2023
28. Vermögensgegenstände nachrangiger Art gem. § 45 Abs. 2 BWG
Bezeichnung der Bilanzpositionen in TEUR
2023
2022
Forderungen an Kunden 16 12
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 32.666 57.717
JAHRESFINANZBERICHT 2023
110
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
D. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Für die Geschäftstätigkeit der Bank besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen geografischen Märkten, sodass die Aufgliederung der
Betriebserträge gemäß § 64 Abs. 1. Z. 9 BWG nicht erforderlich ist.
1. Gesamtbetrag für nachrangige Verbindlichkeiten gem. § 64 Abs. 1 Z. 13 BWG
In TEUR 2023 2022
Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten 3.916 3.543
2. In der GuV-Position 3 a enthaltene Ausschüttungen aus Investmentfondsanteilen
Im Geschäftsjahr 2023 wurden positive ausschüttungsgleiche Erträge in Höhe von 46 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR) sowie negative ausschüt-
tungsgleiche Erträge in Höhe von -26 TEUR (Vorjahr: -41 TEUR) erfolgswirksam aktiviert. Ausschüttungen aus Investmentfondsanteilen
wurden mit einem Betrag von insgesamt 116 TEUR (Vorjahr: 102 TEUR) vereinnahmt.
3. In den GuV-Positionen 3 c, 13/14 enthaltene Erträge und Aufwendungen
gem. § 238 Abs. 1 Z. 21 UGB
Erträge (GuV Pos. 3 c) in TEUR 2023 2022
Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 2.074 11.466
Aufwendungen (GuV Pos. 13/14) in TEUR 2023 2022
Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 700 9.421
4. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gem. § 64 Abs. 1 Z. 12 BWG
Wesentliche sonstige betriebliche Erträge (GuV Pos. 7) in TEUR 2023 2022
Erträge aus bankfremden Geschäften 18.286 26.703
Die Erträge aus bankfremden Geschäften betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Personalkosten- und Betriebskostenverrechnung, die
dazugehörigen Aufwendungen werden in den entsprechenden Aufwandspositionen ausgewiesen.
Wesentliche sonstige betriebliche Aufwendungen (GuV Pos. 10) in TEUR 2023 2022
Laufende Beiträge an Sicherungseinrichtungen 8.359 7.838
Bewertungsaufwand Derivate 730 7
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
D. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Für die Geschäftstätigkeit der Bank besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen geografischen Märkten, sodass die Aufgliederung der
Betriebserträge gemäß § 64 Abs. 1. Z. 9 BWG nicht erforderlich ist.
1. Gesamtbetrag für nachrangige Verbindlichkeiten gem. § 64 Abs. 1 Z. 13 BWG
In TEUR
2023
2022
Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten
3.916
3.543
2. In der GuV-Position 3 a enthaltene Ausschüttungen aus Investmentfondsanteilen
Im Geschäftsjahr 2023 wurden positive ausschüttungsgleiche Erträge in Höhe von 46 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR) sowie negative ausschüt-
tungsgleiche Erträge in Höhe von -26 TEUR (Vorjahr: -41 TEUR) erfolgswirksam aktiviert. Ausschüttungen aus Investmentfondsanteilen
wurden mit einem Betrag von insgesamt 116 TEUR (Vorjahr: 102 TEUR) vereinnahmt.
3. In den GuV-Positionen 3 c, 13/14 enthaltene Erträge und Aufwendungen
gem. § 238 Abs. 1 Z. 21 UGB
Erträge (GuV Pos. 3 c) in TEUR
2023
2022
Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
2.074
11.466
Aufwendungen (GuV Pos. 13/14) in TEUR
2023
2022
Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen
700
9.421
4. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gem. § 64 Abs. 1 Z. 12 BWG
Wesentliche sonstige betriebliche Erträge (GuV Pos. 7) in TEUR
2023
2022
Erträge aus bankfremden Geschäften
18.286
26.703
Die Erträge aus bankfremden Geschäften betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Personalkosten- und Betriebskostenverrechnung, die
dazugehörigen Aufwendungen werden in den entsprechenden Aufwandspositionen ausgewiesen.
Wesentliche sonstige betriebliche Aufwendungen (GuV Pos. 10) in TEUR
2023
2022
Laufende Beiträge an Sicherungseinrichtungen
8.359
7.838
Bewertungsaufwand Derivate
730
7
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
111
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Bewertungsaufwendungen für Derivate beinhalteten im Vorjahr vor allem die aufwandswirksame Verteilung von Optionsprämien sowie Be-
wertungsaufwendungen für freistehende Derivate aufgrund von negativen Marktwerten und Ineffektivitäten von Bewertungseinheiten.
Die laufenden Beiträge an Sicherungseinrichtungen betreffen den EU-Bankenabwicklungsfonds und die EU-Einlagensicherung.
Aufgrund der EU-Richtlinien 2014/49/EU und 2014/59/EU zum Bankenabwicklungsfonds und zum Spareinlagen-Sicherungssystem, in Öster-
reich umgesetzt durch das BaSAG (Banken-Sanierungs- und Abwicklungsgesetz) sowie durch das ESAEG (Einlagensicherungs- und Anle-
gerentschädigungsgesetz), sind Kreditinstitute seit 2015 verpflichtet, Beiträge aus diesem Titel an Sicherungseinrichtungen zu entrichten.
Das ESAEG schreibt vor, dass jede Sicherungseinrichtung einen Einlagensicherungsfonds einzurichten hat, welcher mittels jährlicher Bei-
tragsvorschreibung an die Mitgliedsinstitute bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Höhe von zumindest 0,8 % der Summe der gedeckten Einla-
gen der Mitgliedsinstitute auszustatten ist. Die Rolle der Sicherungseinrichtung für die Raiffeisen Bankengruppe Österreich hat mit Stichtag
29. November 2021 die Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen übernommen (siehe diesbezüglich auch die Ausführungen in
Kapitel C. 21 des Anhangs).
Zur Finanzierung der gesetzlichen Einlagensicherung durch Aufbau eines ex-ante Fonds i. S. d. § 13 ESAEG sind gemäß § 21 ESAEG jährlich
Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß § 23 ESAEG nach der Höhe der gedeckten Einlagen und der Ausprägung der
Risiken, denen das Institut ausgesetzt ist.
Darüber hinaus kann die Sicherungseinrichtung pro Kalenderjahr Sonderbeiträge in der Höhe von maximal 0,5 % der Summe der gedeckten
Einlagen der Mitgliedsinstitute einheben. Diese Schwelle kann im Einzelfall durch die Genehmigung der FMA auch überschritten werden. Die
Höhe des Sonderbeitrags bestimmt sich gemäß § 22 ESAEG als Verhältnis des zuletzt fälligen Jahresbeitrags der Raiffeisen-Landesbank
Steiermark AG zur Gesamtsumme der zuletzt fälligen Jahresbeiträge aller Mitglieder der Sicherungseinrichtung.
Für das Geschäftsjahr 2023 wurde seitens der RLB Steiermark ein Beitrag (inkl. Sonderbeitrag) in Höhe von 2.570 TEUR (Vorjahr:
2.185 TEUR) geleistet. Zahlungsverpflichtungen i. S. d. § 7 Abs. 1 Z. 13 ESAEG wurden nicht verwendet.
Im Falle einer Auszahlung von Entschädigungen für gesicherte Wertpapierdienstleistungen i. S. d. § 49 ESAEG (Anlegerentschädigung) beträgt
die Beitragsleistung des Einzelinstituts pro Geschäftsjahr maximal 1,5 % der Bemessungsgrundlage gemäß Art. 92 Abs. 3 lit. a CRR zuzüglich
des 12,5-fachen des Eigenmittelerfordernisses für das Positionsrisiko gemäß Teil 3 Titel IV Kapitel 2 CRR und somit für die Raiffeisen-Landes-
bank Steiermark AG 164.129 TEUR (Vorjahr: 166.249 TEUR). Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Anlegerentschädigungen erbracht.
Durch das BaSAG wurde die EU-Richtlinie 2014 /59/EU über die Festlegung eines Rahmens für die Sanierung und Abwicklung von Kreditin-
stituten und Wertpapierfirmen in Österreich umgesetzt.
Zur Finanzierung des gesetzlichen Abwicklungsfinanzierungsmechanismus durch Aufbau eines ex-ante Fonds i. S. d. § 123 BaSAG sind ge-
mäß § 123a BaSAG regelmäßige Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß Artikel 70 der Verordnung (EU) 806/2014 nach
dem Verhältnis der Höhe der Verbindlichkeiten abzüglich der gesicherten Einlagen des Instituts zu den aggregierten Verbindlichkeiten abzüg-
lich gesicherter Einlagen aller in Österreich zugelassenen Institute. Diese Beiträge sind entsprechend dem Risikoprofil des Instituts anzupas-
sen. Im Geschäftsjahr 2023 hat die RLB Steiermark einen Beitrag von 5.789 TEUR (Vorjahr: 5.653 TEUR) geleistet. Unwiderrufliche Zahlungs-
verpflichtungen wurden nicht verwendet.
Darüber hinaus kann die Abwicklungsbehörde im Bedarfsfall gemäß Artikel 71 der Verordnung (EU) 806/2014 außerordentliche nachträgliche
Beiträge einheben. Die Berechnung der Höhe dieser Beiträge folgt den Regeln der ordentlichen Beiträge i. S. d. Artikel 69 und 70 der Verord-
nung (EU) 806/2014 G und darf den dreifachen Jahresbetrag der ordentlichen Beiträge nicht überschreiten.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
112
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
5. Aufwendungen und Erträge zu Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder
In der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“ werden in der sublit. aa „Löhne und Gehälter“ Aufwendungen aus der Dotierung von Rückstel-
lungen für Jubiläumsgelder in Höhe von 516
TEUR ausgewiesen (Vorjahr: Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 474
TEUR in der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“, sublit. aa „Löhne und Gehälter“ sowie Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in
Höhe von 374 TEUR in der GuV-Position 7 „Sonstige betriebliche Erträge“). Weitere Aufwendungen für vergleichbare, langfristig fällige Ver-
pflichtungen sind nicht enthalten.
Die Änderungen der Rückstellungen für Pensionen werden in der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“ in der sublit. ee „Dotierung der Pen-
sionsrückstellung“ mit einem Aufwand von 4.600 TEUR (Vorjahr: Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.786 TEUR in
der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“, sublit. ee, sowie Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.616 TEUR in der
GuV-Position 7 „Sonstige betriebliche Erträge“) ausgewiesen. Die Änderungen der Rückstellungen für Abfertigungen sind in der sublit. ff
„Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen“ mit einem Aufwand von 2.469 TEUR (Vorjahr:
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.326 TEUR in der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“, sublit. ff, sowie Ertrag aus
der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.464 TEUR in der GuV-Position 7 „Sonstige betriebliche Erträge“) enthalten.
6. Steuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Seit dem Veranlagungsjahr 2011 fungiert die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG als Gruppenträger gem. § 9 Abs. 8 KStG.
Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2023 folgende Gesellschaften einbezogen:
◼ „DÖHAU“ Liegenschaftsges.m.b.H.
◼ BONITA HSL Leasing GmbH
◼ Eruca Beteiligungs GmbH
◼ Feles Beteiligungs GmbH
◼ Grundstücksverwaltung Salzburg-Mitte GmbH
◼ HSL Beteiligungen GmbH
◼ HSL Leasing – Holding GmbH
◼ HSL Immobilienleasing GmbH
◼ HSL Kommunal- und Gebäudeleasing GmbH
◼ INPRIMIS Beteiligungs GmbH
◼ LKH - Eingangszentrums Errichtungs- und Betreiber GmbH
◼ NOVA HSL Leasing GmbH
◼ Pittacus Beteiligungs GmH
◼ Raiffeisen Bauträger & Projektentwicklungs GmbH
◼ Raiffeisen-Immobilien Steiermark Gesellschaft m.b.H.
◼ RATIO Beteiligungsverwaltungs GmbH
◼ RLB Stmk Taten GmbH
◼ RLO Beteiligungs GmbH
◼ Scirus Liegenschaftsverwaltungs GmbH
◼ Thasus Beteiligungs GmbH (vormals Raiffeisen Rechenzentrum Holding GmbH)
◼ TSI-Terminal und Software Installationen GmbH
Die Mitglieder der Steuergruppe haben eine Regelung über den Steuerausgleich dahingehend getroffen, dass eine jährliche Abrechnung
der Steuerbe- oder -entlastung, die sich aus dem – während der Gruppenzugehörigkeit entstehenden – Einkommen des Gruppenmitglieds
ergibt, erfolgt. In der GuV-Position 18. „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ sind Erträge aus Steuerumlagen in Höhe von 141
TEUR (Vor-
jahr: 523
TEUR) und Aufwendungen aus Steuerumlagen von 541 TEUR (Vorjahr: 210 TEUR) enthalten.
Sonstige Steuern
In den Sonstigen Steuern wird die seit dem Jahr 2011 in Österreich erhobene Stabilitätsabgabe mit einem Betrag von 3.186 TEUR (Vorjahr:
3.624
TEUR) ausgewiesen.
112
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
5. Aufwendungen und Erträge zu Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder
In der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“ werden in der sublit. aa „Löhne und Gehälter“ Aufwendungen aus der Dotierung von Rückstel-
lungen für Jubiläumsgelder in Höhe von 516 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 474
TEUR in der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“, sublit. aa „Löhne und Gehälter“ sowie Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in
Höhe von 374 TEUR in der GuV-Position 7 „Sonstige betriebliche Erträge“). Weitere Aufwendungen für vergleichbare, langfristig fällige Ver-
pflichtungen sind nicht enthalten.
Die Änderungen der Rückstellungen für Pensionen werden in der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“ in der sublit. ee „Dotierung der Pen-
sionsrückstellung“ mit einem Aufwand von 4.600 TEUR (Vorjahr: Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.786 TEUR in
der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“, sublit. ee, sowie Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.616 TEUR in der
GuV-Position 7 „Sonstige betriebliche Erträge“) ausgewiesen. Die Änderungen der Rückstellungen für Abfertigungen sind in der sublit. ff
„Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen“ mit einem Aufwand von 2.469 TEUR (Vorjahr:
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.326 TEUR in der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“, sublit. ff, sowie Ertrag aus
der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.464 TEUR in der GuV-Position 7 „Sonstige betriebliche Erträge“) enthalten.
6. Steuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Seit dem Veranlagungsjahr 2011 fungiert die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG als Gruppenträger gem. § 9 Abs. 8 KStG.
Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2023 folgende Gesellschaften einbezogen:
◼ „DÖHAU“ Liegenschaftsges.m.b.H.
◼ BONITA HSL Leasing GmbH
◼ Eruca Beteiligungs GmbH
◼ Feles Beteiligungs GmbH
◼ Grundstücksverwaltung Salzburg-Mitte GmbH
◼ HSL Beteiligungen GmbH
◼ HSL Leasing – Holding GmbH
◼ HSL Immobilienleasing GmbH
◼ HSL Kommunal- und Gebäudeleasing GmbH
◼ INPRIMIS Beteiligungs GmbH
◼ LKH - Eingangszentrums Errichtungs- und Betreiber GmbH
◼ NOVA HSL Leasing GmbH
◼ Pittacus Beteiligungs GmH
◼ Raiffeisen Bauträger & Projektentwicklungs GmbH
◼ Raiffeisen-Immobilien Steiermark Gesellschaft m.b.H.
◼ RATIO Beteiligungsverwaltungs GmbH
◼ RLB Stmk Taten GmbH
◼ RLO Beteiligungs GmbH
◼ Scirus Liegenschaftsverwaltungs GmbH
◼ Thasus Beteiligungs GmbH (vormals Raiffeisen Rechenzentrum Holding GmbH)
◼ TSI-Terminal und Software Installationen GmbH
Die Mitglieder der Steuergruppe haben eine Regelung über den Steuerausgleich dahingehend getroffen, dass eine jährliche Abrechnung
der Steuerbe- oder -entlastung, die sich aus dem – während der Gruppenzugehörigkeit entstehenden – Einkommen des Gruppenmitglieds
ergibt, erfolgt. In der GuV-Position 18. „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ sind Erträge aus Steuerumlagen in Höhe von 141 TEUR (Vor-
jahr: 523 TEUR) und Aufwendungen aus Steuerumlagen von 541 TEUR (Vorjahr: 210 TEUR) enthalten.
Sonstige Steuern
In den Sonstigen Steuern wird die seit dem Jahr 2011 in Österreich erhobene Stabilitätsabgabe mit einem Betrag von 3.186 TEUR (Vorjahr:
3.624 TEUR) ausgewiesen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
7. Gesamtkapitalrentabilität gem. § 64 Abs. 1 Z. 19 BWG
Die Gesamtkapitalrentabilität der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG beträgt 0,51 % (Vorjahr: 0,63 %) und berechnet sich als Quotient
des Jahresergebnisses nach Steuern geteilt durch die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
114
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
E. Weitere Angaben
1. Angaben über Arbeitnehmer gem. § 239 Abs. 1 Z. 1 UGB
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 2023 2022
Angestellte 822 776
2. Vorschüsse und Kredite an Vorstand und Aufsichtsrat gem. § 237 Abs. 1 Z. 3 UGB
Organkredite/Vorschüsse/Eventualforderungen in TEUR 2023 2022
Vorstand 1.471 1.668
Aufsichtsrat 422 193
Gesamtsumme 1.893 1.861
Rückzahlungen wurden vereinbarungsgemäß geleistet, die Laufzeit und Verzinsung entsprechen den banküblichen Usancen.
3. Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie
Pensionen gem. § 239 Abs. 1 Z. 3 UGB
Die nachfolgenden Angaben betreffen jene Beträge, welche innerhalb GuV-Position 8 a „Personalaufwand“ ausgewiesen werden.
Abfertigungen in TEUR
2023
2022
Vorstand und leitende Angestellte 486 55
Sonstige Arbeitnehmer 5.075 598
Gesamtsumme 5.561 653
In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 592
TEUR (Vorjahr: 483
TEUR) enthalten.
Pensionen in TEUR
2023
2022
Vorstand und leitende Angestellte 3.356 745
Sonstige Arbeitnehmer 5.262 1.256
Gesamtsumme 8.618 2.001
Die Pensionszuschüsse sind in dem Ausmaß wertgesichert wie der höchste kollektivvertragliche Schemabezug.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
E. Weitere Angaben
1. Angaben über Arbeitnehmer gem. § 239 Abs. 1 Z. 1 UGB
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
2023
2022
Angestellte
822
776
2. Vorschüsse und Kredite an Vorstand und Aufsichtsrat gem. § 237 Abs. 1 Z. 3 UGB
Organkredite/Vorschüsse/Eventualforderungen in TEUR
2023
2022
Vorstand
1.471
1.668
Aufsichtsrat
422
193
Gesamtsumme
1.893
1.861
Rückzahlungen wurden vereinbarungsgemäß geleistet, die Laufzeit und Verzinsung entsprechen den banküblichen Usancen.
3. Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie
Pensionen gem. § 239 Abs. 1 Z. 3 UGB
Die nachfolgenden Angaben betreffen jene Beträge, welche innerhalb GuV-Position 8 a „Personalaufwand“ ausgewiesen werden.
Abfertigungen in TEUR
2023
2022
Vorstand und leitende Angestellte
486
55
Sonstige Arbeitnehmer
5.075
598
Gesamtsumme
5.561
653
In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 592 TEUR (Vorjahr: 483
TEUR) enthalten.
Pensionen in TEUR
2023
2022
Vorstand und leitende Angestellte
3.356
745
Sonstige Arbeitnehmer
5.262
1.256
Gesamtsumme
8.618
2.001
Die Pensionszuschüsse sind in dem Ausmaß wertgesichert wie der höchste kollektivvertragliche Schemabezug.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
4. Aufwendungen für Bezüge und Vergütungen an Vorstand und Aufsichtsrat
gem. § 239 Abs. 1 Z. 4 UGB
Aktive Mitglieder in TEUR
2023
2022
Vorstand 2.220 2.226
Aufsichtsrat
343 204
Gesamtsumme 2.563 2.430
Ehemalige Mitglieder in TEUR 2023 2022
Vorstand 614 632
Aufsichtsrat 0 0
Gesamtsumme 614 632
Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr keine Aufsichtsratsvergütungen von verbundenen Unternehmen (Vorjahr: 0
TEUR).
5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gem. § 238 Abs. 1 Z. 12 UGB
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind unwesentlich bzw. zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und
daher nicht im Rahmen des §
238 Abs. 1 Z. 12 UGB anzugeben.
6. Aufwendungen für Honorierung der Abschlussprüfer gem. § 238 Abs. 1 Z. 18 UGB
Gemäß § 238 Abs. 1 Z. 18 UGB wird das Abschlussprüferhonorar im Rahmen des Konzernabschlusses veröffentlicht.
7. Angaben zu Niederlassungen außerhalb Österreichs gem. § 64 Abs. 1 Z. 18 BWG
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG unterhält keine Niederlassungen außerhalb Österreichs. Die Angaben in § 64 Abs. 1 Z. 18 BWG
sind daher ident mit den jeweiligen Posten des Jahresabschlusses.
8. Angaben zum Mutterunternehmen und zur Einbeziehung in einen Konzernabschluss
gem. § 238 Abs. 1 Z. 7 und 8 UGB und § 237 Abs. 1 Z. 7 UGB
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG steht mit der RLB-Stmk Verbund eGen und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzern-
verhältnis. Die RLB-Stmk Verbund eGen mit Sitz in Graz stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von in den Konzernabschluss
einzubeziehenden Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird unter der Firmenbuchnummer 263388k beim Landesgericht für Zivil-
rechtssachen in Graz hinterlegt.
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG stellt selbst den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen
auf, welcher unter der Firmenbuchnummer 264700s beim Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz hinterlegt ist.
9. Gewinnverwendungsvorschlag gem. § 238 Abs. 1 Z. 9 UGB
Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag soll vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe 25.063.731,35 EUR ein Betrag von 16.190.236,40
EUR an den (Allein-)Eigentümer ausgeschüttet und ein Betrag von 8.873.494,95
EUR auf neue Rechnung vorgetragen werden. Dies ent-
spricht einer Dividende von 5,20 EUR je Aktie auf das in 3.113.507 auf Namen lautende Stückaktien eingeteilte Grundkapital.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
10. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gem. § 238 Abs. 1 Z. 11 UGB
Im Dezember 2023 hat die RBI die Entscheidung getroffen, über ihre russische Tochter AO Raiffeisenbank 28,5 Mio. Aktien der STRABAG
SE (dies entspricht einem Anteil von 27,78 Prozent) von der in Russland tätigen MKAO Rasperia Trading Limited für einen Kaufpreis in
Höhe von 1,5 Mrd. EUR (einschließlich Dividendenansprüche für die Jahre 2021 und 2022) zu erwerben. Die Durchführung des Erwerbs ist
abhängig von verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, darunter der zufriedenstellende Abschluss der Sanktions-Compliance-Due-
Diligence-Prüfung durch die RBI, Genehmigungen der Aufsichtsbehörden und kartellrechtlichen Freigaben. Die RBI hat vor Vertragsunter-
zeichnung die Übereinstimmung der Strabag-Transaktion mit allen geltenden Sanktionen sorgfältig geprüft und alle relevanten Behörden,
einschließlich das US-Finanzministerium und die OFAC (Office of Foreign Assets Control) über die Einzelheiten der Transaktion informiert.
Nach Durchführung der Transaktion (Closing) wird die AO Raiffeisenbank die STRABAG-Aktien als Sachdividende an die RBI übertragen.
Die Genehmigung der Sachdividende durch die zuständigen russischen Behörden ist ebenfalls eine aufschiebende Bedingung für den
Erwerb der STRABAG-Aktien durch die AO Raiffeisenbank. Nach dem Closing wird die RBI die Aktien an der STRABAG SE als langfristige
Kapitalbeteiligung halten. Mit dieser Transaktion reduziert die RBI weiter ihr Engagement in Russland. Durch die Transaktion wird von einer
positiven Auswirkung auf den beizulegenden Wert der RBI-Beteiligung ausgegangen.
Im Februar 2024 hat die RBI ihren potenziellen Ausstieg aus dem belarussischen Markt bekanntgegeben. Sie ist in fortgeschrittenen Ver-
handlungen über den Verkauf ihres Anteils an der Priorbank JSC samt deren Tochtergesellschaften an einen Investor aus den Vereinigten
Arabischen Emiraten. Aufgrund dieser Transaktion werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den beizulegenden Wert der RBI-Beteili-
gung erwartet.
Darüber hinaus gab es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Geschäftsfälle oder sonstigen Vorgänge, die von besonderem öffentlichem
Interesse wären oder sich wesentlich im Jahresabschluss 2023 auswirken würden.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
10. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gem. § 238 Abs. 1 Z. 11 UGB
Im Dezember 2023 hat die RBI die Entscheidung getroffen, über ihre russische Tochter AO Raiffeisenbank 28,5 Mio. Aktien der STRABAG
SE (dies entspricht einem Anteil von 27,78 Prozent) von der in Russland tätigen MKAO Rasperia Trading Limited für einen Kaufpreis in
Höhe von 1,5 Mrd. EUR (einschließlich Dividendenansprüche für die Jahre 2021 und 2022) zu erwerben. Die Durchführung des Erwerbs ist
abhängig von verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, darunter der zufriedenstellende Abschluss der Sanktions-Compliance-Due-
Diligence-Prüfung durch die RBI, Genehmigungen der Aufsichtsbehörden und kartellrechtlichen Freigaben. Die RBI hat vor Vertragsunter-
zeichnung die Übereinstimmung der Strabag-Transaktion mit allen geltenden Sanktionen sorgfältig geprüft und alle relevanten Behörden,
einschließlich das US-Finanzministerium und die OFAC (Office of Foreign Assets Control) über die Einzelheiten der Transaktion informiert.
Nach Durchführung der Transaktion (Closing) wird die AO Raiffeisenbank die STRABAG-Aktien als Sachdividende an die RBI übertragen.
Die Genehmigung der Sachdividende durch die zuständigen russischen Behörden ist ebenfalls eine aufschiebende Bedingung für den
Erwerb der STRABAG-Aktien durch die AO Raiffeisenbank. Nach dem Closing wird die RBI die Aktien an der STRABAG SE als langfristige
Kapitalbeteiligung halten. Mit dieser Transaktion reduziert die RBI weiter ihr Engagement in Russland. Durch die Transaktion wird von einer
positiven Auswirkung auf den beizulegenden Wert der RBI-Beteiligung ausgegangen.
Im Februar 2024 hat die RBI ihren potenziellen Ausstieg aus dem belarussischen Markt bekanntgegeben. Sie ist in fortgeschrittenen Ver-
handlungen über den Verkauf ihres Anteils an der Priorbank JSC samt deren Tochtergesellschaften an einen Investor aus den Vereinigten
Arabischen Emiraten. Aufgrund dieser Transaktion werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den beizulegenden Wert der RBI-Beteili-
gung erwartet.
Darüber hinaus gab es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Geschäftsfälle oder sonstigen Vorgänge, die von besonderem öffentlichem
Interesse wären oder sich wesentlich im Jahresabschluss 2023 auswirken würden.
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STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
VORSTAND
VORSITZENDER
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER
MITGLIEDER DES VORSTANDS
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER
AUFSICHTSRAT
PRÄSIDENT
Josef HAINZL
1. VIZEPRÄSIDENT
Dir. Josef GALLER
2. VIZEPRÄSIDENT
KR Peter SÜKAR
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
Mag. Kristina EDLINGER-PLODER
Dir. Romana GSCHIEL-HÖTZL, MBA (bis 04.03.2024)
Dir. MMag.
Martin KIPPERER
Univ. Prof. Mag. Dr. Thomas KRAUTZER
Mag. Regina MARAK-HUBER
Ing. Mag. Franz PICHLER
Mag. Ignaz SPIEL
VDir. Franz STRAUSSBERGER
Verbandsobmann Generalanwalt-Stv. Ök.-Rat Franz
TITSCHENBACHER
VDir. Gerhard ZAUNSCHIRM, MSc
VOM BETRIEBSRAT ENTSANDT
Sabine FUCHS (bis 28.03.2024)
Walter HATZ
Sabine KOINEGG (ab 28.03.2024)
Andrea KUNZE (ab 28.03.2024)
Brigitte MANDL (bis 28.03.2024)
Andreas MICHITSCH (ab 28.03.2024)
Eva PILGER-BUCHEGGER (bis 08.03.2023)
Bernd VERONIG
Mag. Bernhard WAGNER
Ing. Bernhard WESENER (bis 28.03.2024)
Bernd WINTERLEITNER (ab 08.03.2023)
STAATSKOMMISSÄRE
Hans Georg KRAMER MBA, CFP
Mag. (FH) Gerd WATZENIG, MSc MLitt MAIS
AUFSICHTSKOMMISSÄRE DES LANDES
LH Mag. Christopher DREXLER
Mag. Michael SPREITZHOFER, Stellvertreter
TREUHÄNDER
FÜR DIE DECKUNGSSTÖCKE GEMÄSS PFANDBG:
Wirtschaftsprüfer Mag. Markus UNGER
Wirtschaftsprüfer Mag. Manuel WOLF (seit 15.11.2023)
MITGLIEDER DES
VORSTANDS UND DES
AUFSICHTSRATS
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
118
ANLAGE 1 –
ANTEILE AN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN
UND
BETEILIGUNGEN
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
118
ANLAGE 1 –
ANTEILE AN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN UND
BETEILIGUNGEN
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
119
JAHRESABSCHLUSS 2023
Anteil
%
Eigenkapital in
EUR
Ergebnis
letztes
Geschäftsjahr
(vor Rücklagen-
bewegung) in
EUR
Jahres-
abschluss
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
*)
Eruca Beteiligungs GmbH, Graz 100,00
32.676,24 -2.323,76 2023
Feles Beteiligungs GmbH, Graz 100,00
294.838,62 2.311,38 2023
HSL Beteiligungen GmbH, Graz 100,00
8.507.518,41 988.038,69 2023
HSL Leasing-Holding GmbH, Graz 100,00
1.690.699,05 -165.390,19 2023
INPRIMIS Beteiligungs GmbH, Graz 100,00
1.550.877,06 -724,06 2022
Pittacus Beteiligungs GmbH, Graz 100,00
1.353.690,72 -1.601,20 2023
Raiffeisen-Immobilien Steiermark Gesellschaft m.b.H., Graz 100,00
1.560.023,21 302.783,18 2022
RLB Stmk TATEN GmbH, Graz 100,00
153.581,63 424,97 2022
RLB - Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft m.b.H., Graz
1)
100,00
89.390.371,42 4.447.436,40 30.09.2023
RLO Beteiligungs GmbH, Graz 100,00
4.609.338,77 410.434,71 2023
Scirus Beteiligungs GmbH, Graz 100,00
32.676,04 2.323,96 2023
Steirische Raiffeisen - Immobilien - Leasing Gesellschaft
m.b.H., Graz
100,00
3.222.565,80 201.654,95 2023
Thasus Beteiligungs GmbH, Graz (ehem. Raiffeisen
Rechenzentrum Holding GmbH, Graz)
2) 3)
100,00
19.737.980,57 2.073.995,57 2023
Anteil
%
Eigenkapital in
EUR
Ergebnis
letztes
Geschäftsjahr
(vor Rücklagen-
bewegung) in
EUR
Jahres-
abschluss
2. Beteiligungen (ab 20 % Anteil)
G + R Leasing Gesellschaft m.b.H. & Co. KG., Graz 50,00
944.466,19 871.793,35 30.09.2023
ÖWGES Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft m.b.H., Graz 30,00
404.431.639,07 19.791.066,46 2022
Steirische Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H.,
Wien
25,00
342.848,94 -2.017,70 2022
*)
Die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen bestehen im Rahmen üblicher Bankgeschäfte.
1)
Ergebnisabführungsvertrag mit der RLB-Steiermark Immobilienbeteiligungs- u. Verwaltungs GmbH, Graz
2)
Ergebnisabführungsvertrag mit der TSI-Terminal und Software Installationen GmbH, Graz
3)
Ergebnisabführungsvertrag mit der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
120
In TEUR
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Positionen des
Anlagevermögens
Stand 1.1. des
Geschäfts-
jahres Zugänge Abgänge
Verschmel-
zungs-
zugänge
Verschmel-
zungs-
abgänge
Stand 31.12.
des Geschäfts-
jahres
Wertpapiere
a) Aktivposition 2 a 295.574 9.972 -73.794 0 0 231.752
b) Aktivposition 3 b 67.872 59.969 0 0 0 127.841
c) Aktivposition 4 111.479 0 -25.811 0 0 85.668
d) Aktivposition 5 a 10.045 0 -4.975 0 0 5.070
e) Aktivposition 5 b 1.412.860 196.187 -301.246 0 0 1.307.802
Aktien und andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
11.029 1.029 0 0 0 12.058
Zwischensumme 1.908.859 267.158 -405.826 0 0 1.770.190
Beteiligungen 828.142 2.941 -27 0 0 831.056
Anteile an verbundenen
Unternehmen
341.612 3.164 -1 75.195 -75.195 344.775
Zwischensumme 1.169.754 6.105 -28 75.195 -75.195 1.175.831
Immaterielle
Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens
13.116 497 -2 0 0 13.611
Grundstücke und
Gebäude
26.424 5.387 -1.945 0 0 30.119
Sonstige Sachanlagen 30.676 2.848 -1.781 0 0 31.491
Zwischensumme 70.216 8.733 -3.728 0 0 75.220
Sonstige
Vermögensgegenstände
0 0 0 0 0 0
Gesamtsumme 3.148.829 281.995 -409.582 75.195 -75.195 3.021.241
ANLAGE 2 –
ANLAGENSPIEGEL
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
120
In TEUR
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Positionen des
Anlagevermögens
Stand 1.1. des
Geschäfts-
jahres
Zugänge
Abgänge
Verschmel-
zungs-
zugänge
Verschmel-
zungs-
abgänge
Stand 31.12.
des Geschäfts-
jahres
Wertpapiere
a) Aktivposition 2 a
295.574
9.972
-73.794
0
0
231.752
b) Aktivposition 3 b
67.872
59.969
0
0
0
127.841
c) Aktivposition 4
111.479
0
-25.811
0
0
85.668
d) Aktivposition 5 a
10.045
0
-4.975
0
0
5.070
e) Aktivposition 5 b
1.412.860
196.187
-301.246
0
0
1.307.802
Aktien und andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
11.029
1.029
0
0
0
12.058
Zwischensumme
1.908.859
267.158
-405.826
0
0
1.770.190
Beteiligungen
828.142
2.941
-27
0
0
831.056
Anteile an verbundenen
Unternehmen
341.612
3.164
-1
75.195
-75.195
344.775
Zwischensumme
1.169.754
6.105
-28
75.195
-75.195
1.175.831
Immaterielle
Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens
13.116
497
-2
0
0
13.611
Grundstücke und
Gebäude
26.424
5.387
-1.945
0
0
30.119
Sonstige Sachanlagen
30.676
2.848
-1.781
0
0
31.491
Zwischensumme
70.216
8.733
-3.728
0
0
75.220
Sonstige
Vermögensgegenstände
0
0
0
0
0
0
Gesamtsumme
3.148.829
281.995
-409.582
75.195
-75.195
3.021.241
ANLAGE 2 –
ANLAGENSPIEGEL
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
121
JAHRESABSCHLUSS 2023
Buchwerte
Kum.
Ab-
schrei-
bung
1.1.
Abschrei
-bung
lfd. Ge-
schäfts-
jahr
Zuschrei-
bung lfd.
Ge-
schäfts-
jahr
Ver-
schmelz-
ungs-
zugänge
Ver-
schmelz
ungs-
abgänge
Abgänge
lfd.
Geschäfts
-jahr
Kum. Ab-
schrei-
bung
31.12.
Stand
31.12.
des
Geschäfts
jahres
Stand
31.12.
des
Vorjahres
3.481 869 -271 0 0 546 4.625 227.127 292.093
1.176 498 -162 0 0 0 1.511 126.329 66.696
481 366 -9 0 0 -2 837 84.832 110.998
-990 161 -41 0 0 830 -40 5.110 11.035
2.122 1.062 -1.262 0 0 -1.287 636 1.307.166 1.410.738
0 0 0 0 0 0 0 12.058 11.029
6.270 2.957 -1.745 0 0 87 7.569 1.762.622 1.902.588
4.765 1.247 0 0 0 -793 5.219 825.837 823.377
177.294 2.178 0 55.398 -55.398 -1.142 178.330 166.445 164.318
182.059 3.425 0 55.398 -55.398 -1.935 183.549 992.282 987.695
11.254 801 0 0 0 -2 12.053 1.558 1.862
16.746 411 0 0 0 -1.945 15.211 14.907 9.678
23.289 2.015 0 0 0 -1.618 23.686 7.805 7.387
51.289 3.227 0 0 0 -3.566 50.950 24.270 18.927
0 0 0 0 0 0 0 0 0
239.618 9.609 -1.745 55.398 -55.398 -5.414 242.068 2.779.174 2.909.210
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
122
ANLAGE 3 –
INVESTITIONSPRÄMIE
Positionen des Anlagevermögens
Stand 1.1.
des
Geschäfts-
jahres Zugänge Auflösung Abgang
Stand
31.12.
des
Geschäfts-
jahres
I. Sachanlagen 53 0 -5 0 48
1.) Grundstücke und Gebäude 15 0 0 0 14
a) dem Geschäftsbetrieb dienend 15 0 0 0 14
2.) Betriebs- und Geschäftsausstattung 38 0 -5 0 33
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 38 0 -5 0 33
Gesamt 53 0 -5 0 48
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
122
ANLAGE 3 –
INVESTITIONSPRÄMIE
Positionen des Anlagevermögens
Stand 1.1.
des
Geschäfts-
jahres
Zugänge
Auflösung
Abgang
Stand
31.12.
des
Geschäfts-
jahres
I. Sachanlagen
53
0
-5
0
48
1.) Grundstücke und Gebäude
15
0
0
0
14
a) dem Geschäftsbetrieb dienend
15
0
0
0
14
2.) Betriebs- und Geschäftsausstattung
38
0
-5
0
33
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung
38
0
-5
0
33
Gesamt
53
0
-5
0
48
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
123
JAHRESABSCHLUSS 2023
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresab-
schluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Ge-
schäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unterneh-
men ausgesetzt ist.
Graz, am 8. April 2024
Der Vorstand:
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER, Vorsitzender des Vorstands e.h.,
mit Verantwortung für Finanzen & Banksteuerung, Verbund, Beteiligungen, Kapitalmarkt und Unternehmenskommunikation & Marketing
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA, e.h.,
mit Verantwortung für Kommerzkunden, Projektfinanzierungen, Retail, Vertrieb und Immobilien
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK e.h.,
mit Verantwortung für Risikomanagement, Recht & Sicherungseinrichtungen, Compliance
1
, Geldwäsche
1
und Interne Revision & Konzernre-
vision
1
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER e.h.,
mit Verantwortung für Personal & Organisationsentwicklung, IT & Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Transaction Services und Bau & Infrastruk-
tur
1
funktionell dem Gesamtvorstand unterstellt
ERKLÄRUNG ALLER
GESETZLICHEN
VERTRETER
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
124
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Ich habe den Jahresabschluss der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG,
Graz,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
und dem Anhang, geprüft.
Nach meiner Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestim-
mungen für Banken.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Ich habe meine Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichi-
schen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Stan-
dards on Auditing (ISA). Meine Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des
Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von der Gesell-
schaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und ich habe
meine sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir bis
zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungs-
urteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach meinem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für
meine Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit meiner Prüfung des
Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung meines Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und ich gebe kein gesondertes Prüfungs-
urteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Rahmen der Prüfung wurden drei dieser Sachverhalte identifiziert, die nachfolgend beschrieben werden:
Werthaltigkeit der Anteile an der Raiffeisen Bank International AG
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Jahresabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Stmk AG) zum 31. Dezember 2023 werden Anteile an der Raiffeisen
Bank International AG (RBI), die auch das Zentralinstitut der RLB Stmk AG ist, unter dem Bilanzposten „Beteiligungen“ ausgewiesen. Die
Bewertung der Anteile an der RBI erfolgt gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprin-
zips. Wenn daher der beizulegende Wert voraussichtlich dauernd unter dem Beteiligungsbuchwert liegt, wird eine Abschreibung vorgenom-
men. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, so ist der Betrag dieser Abschreibung
im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips zuzuschreiben.
BESTÄTIG UNGSVERMERK
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
124
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Ich habe den Jahresabschluss der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG,
Graz,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
und dem Anhang, geprüft.
Nach meiner Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestim-
mungen für Banken.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Ich habe meine Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichi-
schen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Stan-
dards on Auditing (ISA). Meine Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des
Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von der Gesell-
schaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und ich habe
meine sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir bis
zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungs-
urteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach meinem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für
meine Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit meiner Prüfung des
Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung meines Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und ich gebe kein gesondertes Prüfungs-
urteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Rahmen der Prüfung wurden drei dieser Sachverhalte identifiziert, die nachfolgend beschrieben werden:
Werthaltigkeit der Anteile an der Raiffeisen Bank International AG
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Jahresabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Stmk AG) zum 31. Dezember 2023 werden Anteile an der Raiffeisen
Bank International AG (RBI), die auch das Zentralinstitut der RLB Stmk AG ist, unter dem Bilanzposten „Beteiligungen“ ausgewiesen. Die
Bewertung der Anteile an der RBI erfolgt gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprin-
zips. Wenn daher der beizulegende Wert voraussichtlich dauernd unter dem Beteiligungsbuchwert liegt, wird eine Abschreibung vorgenom-
men. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, so ist der Betrag dieser Abschreibung
im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips zuzuschreiben.
BESTÄTIG UNGSVERMERK
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
125
JAHRESABSCHLUSS 2023
Der Vorstand beschreibt die Bewertung im Anhang im Abschnitt B. „Angaben zu den in der Bilanz und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Kapitel 7. „Beteiligungen“ sowie im Abschnitt C. „Erläuterungen zu Bilanzposi-
tionen“, Kapitel 8. „Beteiligungen“. Auf den Russland-Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden Unsicherheiten sowie deren finanzielle
Auswirkungen auf die Bewertung der Anteile an der RBI wird im Abschnitt C. „Erläuterungen zu Bilanzpositionen“, Kapitel 8. „Beteiligun-
gen“ zusätzlich eingegangen.
Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgte auf Basis eines Discounted Cash Flow Verfahrens. Die Bewertung durch die Bank auf der
Grundlage eines externen Gutachtens zeigte, dass der ermittelte beizulegende Wert den Buchwert der Beteiligung geringfügig überschritt.
Es wurde daher eine Zuschreibung des Beteiligungsbuchwertes in Höhe von insgesamt 321 TEUR vorgenommen.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass das Ergebnis dieser Bewertung in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen
Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit einem
erheblichen Grad an Schätzunsicherheit verbunden ist.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter in Hinblick auf das Vorliegen von Wertminderungs- bzw. Wertaufholungsindikatoren beurteilt
und die Bewertung der Anteile an der RBI basierend auf einem externen Gutachten unter Berücksichtigung weiterer Anpassungen durch den
Vorstand überprüft.
Ich habe die Grundlagen des externen Gutachtens, insbesondere das Bewertungsmodell sowie die Anpassungen des Vorstands, auf Angemes-
senheit hin geprüft. Die darin verwendeten Parameter wie den Diskontierungszinssatz habe ich durch Abgleich mit Kapitalmarktdaten sowie
unternehmensspezifischer Informationen und Markterwartungen geprüft.
Ich habe die im externen Gutachten verwendeten, zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der Konzernplanung abgeglichen. Im Rahmen der
Beurteilung des Bewertungsgutachtens wurden die zu Grunde gelegten Annahmen und Szenarien zur in den Abschluss der RBI einbezogenen
Einheit in Russland berücksichtigt.
Die Planungstreue habe ich auf der Basis von Unternehmensdokumentationen und der externen Gutachten analysiert und beurteilt.
Die Berechnung der Zuschreibung habe ich nachvollzogen.
Weiters habe ich beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Anteile an der RBI im Anhang angemessen sind und inwiefern eine adäquate
Darstellung der Auswirkungen des Russland-Ukraine- Krieges auf die Bewertung der Anteile an der RBI erfolgte.
Bewertung der Forderungen an Kunden
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Jahresabschluss der RLB Stmk AG zum 31. Dezember 2023 werden die Forderungen an Kunden unter Berücksichtigung von Risikovorsorgen
und einer Wertberichtigung gemäß § 57 Abs. 1 BWG mit einem Betrag von 8.429.048 TEUR ausgewiesen.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen einschließlich des Management Overlay im Anhang im
Abschnitt B. „Angaben zu den in der Bilanz und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmetho-
den“ im Kapitel 4. „Risikovorsorge“, 5. „Vertragsanpassungen (Modifikationen)“ und 6. „Unterbewertung gem. § 57 Abs. 1 und 2 BWG“.
Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob eine Ausfallgefährdung vorliegt und damit Einzelrisikovorsorgen zu bilden sind. Dies
beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe und ohne Verwertung von Sicherheiten leisten
können.
Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell signifikante Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten zukünftigen Rück-
flüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsi-
cherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
126
Die Bank hat die Auswirkungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen auf die zukünftige Lage bzw. auf das Geschäftsmodell der Kre-
ditnehmer im Rahmen der Ratingeinstufung und der Schätzung der Zahlungsmittelrückflüsse beurteilt.
Die Risikovorsorge für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden wird auf der Grundlage eines statistischen Bewertungsmodells berech-
net.
Für alle nicht ausgefallenen Kredite wird von der Bank eine ratingabhängige Portfoliowertberichtigung auf Basis eines statistischen Bewertungs-
modells gebildet.
In diese Modelle fließen Kundenobligo und Sicherheiten ein. Parameter, denen statistische Annahmen zugrunde liegen, umfassen insbesondere
die Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis des Bonitätsratings des Kunden und die Verlustquote der Sicherheiten.
Aufgrund der Auswirkungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen auf die Kundenforderungen hat die Bank die Implikationen auf die
Kreditnehmer im Rahmen der Ratingeinstufung und der Schätzung der Zahlungsmittelrückflüsse analysiert und beurteilt. Um die daraus resultie-
renden Unsicherheiten in Bezug auf einzelne Kreditnehmer nach UGB abzubilden, wurde ein Management Overlay zusätzlich zur standardisiert
ermittelten Portfoliowertberichtung im Jahresabschluss berücksichtigt. Je nach Betroffenheit des Kreditnehmers in Bezug auf Branche wurde
eine Verschlechterung der Bonität simuliert und für die Ermittlung des Management Overlays herangezogen.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Identifikation von drohenden Kreditausfällen und der Ermittlung der Kreditrisikovorsor-
gen in unterschiedlichem Ausmaß die oben beschriebenen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, aus denen sich Ermessensspiel-
räume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich des makroökonomischen Umfelds, der Ratingeinstufung und der Höhe der Kreditrisikovorsorge
ergeben.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Vergabe und Überwachung von Kundenkrediten sowie der Risikovorsorgebildung
analysiert und beurteilt, ob diese Prozesse geeignet sind, drohende Kreditausfälle zu identifizieren und die sachgerechte Bewertung der Kun-
denforderungen sicherzustellen. Ich habe darüber hinaus die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen erhoben und die Schlüsselkontrollen
auf deren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen von Stichproben auf deren Effektivität getestet.
Für individuell signifikante Kunden habe ich auf Basis von Stichproben an Krediten untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen, ob in
angemessener Höhe Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden und inwieweit Anpassungen der Ratingeinstufungen geeignet sind, die Auswirkun-
gen des makroökonomischen Umfelds angemessen zu berücksichtigen. Die Auswahl der Stichproben erfolgte risikoorientiert unter besonderer
Berücksichtigung von Ratingstufen mit höherem Ausfallrisiko bzw. von Branchen, die verstärkt von den Änderungen des makroökonomischen
Umfelds betroffen sind. Bei Feststellung von Indikatoren für Kreditausfälle wurden die von der Bank getroffenen Annahmen in Bezug auf Zeitpunkt
und Höhe der Zahlungsrückflüsse untersucht. Hinsichtlich der internen Sicherheitenbewertungen habe ich in Stichproben überprüft, ob die ein-
geflossenen Annahmen adäquat sind.
Im Bereich der Vorsorgen für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden habe ich das Modell und die darin verwendeten Parameter nach-
vollzogen und diese dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln.
Bei der Prüfung der Portfoliowertberichtigungen habe ich das Modell und die darin verwendeten Parameter – unter Berücksichtigung der Ergeb-
nisse des von der Bank durchgeführten Backtestings und der Anpassungen der Parameter im Rahmen des Management Overlays aufgrund der
Unsicherheiten hinsichtlich des makroökonomischen Umfelds – dahingehend beurteilt, ob die Annahmen in Bezug auf das Kundenportfolio
angemessen sind und diese geeignet sind, die Vorsorgen einschließlich des Management Overlays in angemessener Höhe zu ermitteln.
Ergänzend wurden die Ratingnoten für den Kundengesamtbestand unter Mithilfe von künstlicher Intelligenz verplausibilisiert.
Die Berechnung der Vorsorgen habe ich nachvollzogen.
Weiters habe ich beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kundenforderungen im Anhang angemessen sind.
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Die Bank hat die Auswirkungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen auf die zukünftige Lage bzw. auf das Geschäftsmodell der Kre-
ditnehmer im Rahmen der Ratingeinstufung und der Schätzung der Zahlungsmittelrückflüsse beurteilt.
Die Risikovorsorge für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden wird auf der Grundlage eines statistischen Bewertungsmodells berech-
net.
Für alle nicht ausgefallenen Kredite wird von der Bank eine ratingabhängige Portfoliowertberichtigung auf Basis eines statistischen Bewertungs-
modells gebildet.
In diese Modelle fließen Kundenobligo und Sicherheiten ein. Parameter, denen statistische Annahmen zugrunde liegen, umfassen insbesondere
die Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis des Bonitätsratings des Kunden und die Verlustquote der Sicherheiten.
Aufgrund der Auswirkungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen auf die Kundenforderungen hat die Bank die Implikationen auf die
Kreditnehmer im Rahmen der Ratingeinstufung und der Schätzung der Zahlungsmittelrückflüsse analysiert und beurteilt. Um die daraus resultie-
renden Unsicherheiten in Bezug auf einzelne Kreditnehmer nach UGB abzubilden, wurde ein Management Overlay zusätzlich zur standardisiert
ermittelten Portfoliowertberichtung im Jahresabschluss berücksichtigt. Je nach Betroffenheit des Kreditnehmers in Bezug auf Branche wurde
eine Verschlechterung der Bonität simuliert und für die Ermittlung des Management Overlays herangezogen.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Identifikation von drohenden Kreditausfällen und der Ermittlung der Kreditrisikovorsor-
gen in unterschiedlichem Ausmaß die oben beschriebenen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, aus denen sich Ermessensspiel-
räume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich des makroökonomischen Umfelds, der Ratingeinstufung und der Höhe der Kreditrisikovorsorge
ergeben.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Vergabe und Überwachung von Kundenkrediten sowie der Risikovorsorgebildung
analysiert und beurteilt, ob diese Prozesse geeignet sind, drohende Kreditausfälle zu identifizieren und die sachgerechte Bewertung der Kun-
denforderungen sicherzustellen. Ich habe darüber hinaus die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen erhoben und die Schlüsselkontrollen
auf deren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen von Stichproben auf deren Effektivität getestet.
Für individuell signifikante Kunden habe ich auf Basis von Stichproben an Krediten untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen, ob in
angemessener Höhe Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden und inwieweit Anpassungen der Ratingeinstufungen geeignet sind, die Auswirkun-
gen des makroökonomischen Umfelds angemessen zu berücksichtigen. Die Auswahl der Stichproben erfolgte risikoorientiert unter besonderer
Berücksichtigung von Ratingstufen mit höherem Ausfallrisiko bzw. von Branchen, die verstärkt von den Änderungen des makroökonomischen
Umfelds betroffen sind. Bei Feststellung von Indikatoren für Kreditausfälle wurden die von der Bank getroffenen Annahmen in Bezug auf Zeitpunkt
und Höhe der Zahlungsrückflüsse untersucht. Hinsichtlich der internen Sicherheitenbewertungen habe ich in Stichproben überprüft, ob die ein-
geflossenen Annahmen adäquat sind.
Im Bereich der Vorsorgen für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden habe ich das Modell und die darin verwendeten Parameter nach-
vollzogen und diese dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln.
Bei der Prüfung der Portfoliowertberichtigungen habe ich das Modell und die darin verwendeten Parameter – unter Berücksichtigung der Ergeb-
nisse des von der Bank durchgeführten Backtestings und der Anpassungen der Parameter im Rahmen des Management Overlays aufgrund der
Unsicherheiten hinsichtlich des makroökonomischen Umfelds – dahingehend beurteilt, ob die Annahmen in Bezug auf das Kundenportfolio
angemessen sind und diese geeignet sind, die Vorsorgen einschließlich des Management Overlays in angemessener Höhe zu ermitteln.
Ergänzend wurden die Ratingnoten für den Kundengesamtbestand unter Mithilfe von künstlicher Intelligenz verplausibilisiert.
Die Berechnung der Vorsorgen habe ich nachvollzogen.
Weiters habe ich beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kundenforderungen im Anhang angemessen sind.
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JAHRESABSCHLUSS 2023
Bewertung der Wertpapiere und derivativen Finanzinstrumente
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die für die Bewertung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten herangezogenen beizulegenden Zeitwerte basieren im Jahresab-
schluss der RLB Stmk AG auf beobachtbaren Marktpreisen oder werden mit Bewertungsmodellen ermittelt. Derivative Finanzinstrumente werden
in wesentlichem Umfang für die Bildung von Sicherungsbeziehungen eingesetzt.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Bewertung und Zuordnung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten und der
Bildung von Sicherungsbeziehungen im Anhang im Abschnitt B. „Angaben zu den in der Bilanz und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ange-
wendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Kapitel 2. „Wertpapiere“, 3. „Derivative Finanzinstrumente“ bzw. im Abschnitt C. „Erläu-
terungen zu Bilanzpositionen“, im Kapitel 23. „Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten gem. § 238 Abs. 1 Z. 1 UGB i.V.m.
§ 64 Abs. 1 Z. 3 BWG“ sowie 24. „Angabe zu unterlassenen außerplanmäßigen Abschreibungen von Finanzinstrumenten des Finanzanlagever-
mögens gem. § 238 Abs. 1 Z. 2 UGB“.
Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Marktkurse und keine aus-
reichend beobachtbaren Marktdaten für eine Bewertung vorliegen, ist die Bewertung aufgrund der Verwendung von internen Bewertungsmodel-
len und den darin enthaltenen Annahmen und Parametern ermessensbehaftet.
Darüber hinaus sind für die Bildung von Sicherungsbeziehungen die Anforderungen an die Dokumentation der Sicherungsbeziehung sowie der
Effektivität derselben zu erfüllen.
Das Risiko für den Jahresabschluss ergibt sich daraus, dass bei der Verwendung von Bewertungsmodellen zur Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte die darin enthaltenen Annahmen und Parameter in hohem Ausmaß ermessensbehaftet sind und dass an die Darstellung der Siche-
rungsbeziehungen formelle und materielle Anforderungen geknüpft sind.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die von der Bank implementierten Richtlinien und die Dokumentation der eingerichteten Prozesse für die Bewertung und Zuordnung
der Wertpapiere und der derivativen Finanzinstrumente eingesehen und die wesentlichen Kontrollen stichprobenartig auf ihre Effektivität geprüft.
Die Bewertungsmodelle und die zugrunde liegenden Bewertungsparameter zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte habe ich auf ihre Ange-
messenheit und konsistente Anwendung hin geprüft. Ich habe in Stichproben wesentliche verwendete Parameter mit extern zugänglichen Werten
und die Berechnung der Zeitwerte nachvollzogen.
Sicherungsbeziehungen habe ich in Stichproben insbesondere dahingehend beurteilt, ob die Dokumentation der Sicherungsbeziehung und der
Effektivität der Sicherung vorhanden ist und den internen Richtlinien der Bank entspricht. Die von der Bank durchgeführten Effektivitätstests
wurden von mir in Bezug auf ihre Angemessenheit kritisch gewürdigt.
Weiters habe ich überprüft, ob die Angaben im Anhang betreffend die Bewertungsmethoden und die Bildung von Sicherungsbeziehungen an-
gemessen und vollständig sind.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Jah-
resfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Jahresfinanzbericht wird mir voraus-
sichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und ich werde dazu keine Art der Zusicherung
geben.
Im Zusammenhang mit meiner Prüfung des Jahresabschlusses habe ich die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald
sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder meinen
bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
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Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken ein möglichst getreues Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen,
die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig -
anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzli-
chen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische
Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Meine Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende
Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche
falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren
und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprü-
fung, die die Anwendung der ISA erfordern, übe ich während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
▪ Ich identifiziere und beurteile die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss,
plane Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führe sie durch und erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
▪ Ich gewinne ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsys-
tems der Gesellschaft abzugeben.
▪ Ich beurteile die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit
der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
▪ Ich ziehe Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unterneh-
menstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit
im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich die Schlussfolgerung ziehe, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich ver-
pflichtet, in meinem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum
Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr
der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
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Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken ein möglichst getreues Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen,
die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig -
anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzli-
chen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische
Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Meine Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende
Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche
falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren
und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprü-
fung, die die Anwendung der ISA erfordern, übe ich während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
▪ Ich identifiziere und beurteile die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss,
plane Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führe sie durch und erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
▪ Ich gewinne ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsys-
tems der Gesellschaft abzugeben.
▪ Ich beurteile die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit
der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
▪ Ich ziehe Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unterneh-
menstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit
im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich die Schlussfolgerung ziehe, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich ver-
pflichtet, in meinem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum
Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr
der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
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▪ Ich beurteile die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresab-
schluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Ich tausche mich mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschluss-
prüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich wäh-
rend meiner Abschlussprüfung erkenne, aus.
Ich gebe dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass ich die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit
eingehalten habe, und tausche mich mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf meine Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Ich bestimme von den Sachverhalten, über die ich mich mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht habe, diejenigen Sachverhalte, die am
bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte
sind. Ich beschreibe diese Sachverhalte in meinem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die
öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder ich bestimme in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in meinem Bestätigungsver-
merk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss
in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unterneh-
mensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken.
Ich habe meine Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
URTEIL
Nach meiner Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a
Abs. 2 UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
ERKLÄRUNG
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesell-
schaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Ich wurde vom Österreichischen Raiffeisenverband als dem für die Gesellschaft zuständigen Revisionsverband für die gesetzliche Jahres-
abschlussprüfung im Sinne des Bankwesengesetzes (BWG) zum Bankprüfer für das Geschäftsjahr 2023 bestellt. Ich bin ununterbrochen
seit der Prüfung des Jahresabschlusses 2021 Bankprüfer der Gesellschaft.
Ich erkläre, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss
nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Ich erkläre, dass ich keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht habe und dass ich bei der Durchfüh-
rung der Abschlussprüfung meine Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt habe.
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STEIERMARK 2023
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Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Andreas Fegerl.
Wien, 08. April 2024
Als vom Österreichischen Raiffeisenverband bestellter Bankprüfer:
Mag. Andreas FEGERL – Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit meinem Bestätigungsvermerk darf nur in der von mir bestätigten Fassung erfol-
gen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für
abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Andreas Fegerl.
Wien, 08. April 2024
Als vom Österreichischen Raiffeisenverband bestellter Bankprüfer:
Mag. Andreas FEGERL – Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit meinem Bestätigungsvermerk darf nur in der von mir bestätigten Fassung erfol-
gen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für
abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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JAHRESABSCHLUSS 2023
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG,
Graz,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Ver-
mögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäfts-
jahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir wurden von den gesetzlichen Vertretern als weiterer (freiwilliger) Abschlussprüfer bestellt und haben unsere Abschlussprüfung in
Übereinstimmung mit den International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften
und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des unabhängigen Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" un-
seres Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Überein-
stimmung mit dem Code of Ethics for Professional Accountants des International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA Code)
sowie den österreichischen berufsrechtlichen Vorschriften nach dem Wirtschaftstreuhandberufsgesetz 2017 („WTBG 2017“) samt ein-
schlägigen Verordnungen und Richtlinien („Richtlinien für die Ausübung der Wirtschaftstreuhandberufe“) und wir haben unsere sonstigen
beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen und dem IESBA Code erfüllt. Die Regelungen der Verord-
nung (EU) Nr. 537/2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse sind nicht
vereinbart. Diese Nichtanwendung kann bedeuten, dass etwa die Vorschriften zur Einhaltung der externen Rotation, zur Einhaltung der
Bestimmungen betreffend die Erbringung verbotener Nichtprüfungsleistungen („fee cap“) und die Verpflichtung zur Erstellung eines ge-
sonderten Berichts an den Prüfungsausschuss nicht eingehalten wurden. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Ab-
schlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 62a BWG in Verbindung mit § 275 UGB zur Anwendung.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Vermerks ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für
unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung
VERMERK DES
UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
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des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
▪ Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden sowie Bewertung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
▪ Werthaltigkeit der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International AG
▪ Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden sowie Bewertung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Wertberichtigungen, umfassen in der Bilanz einen Betrag in Höhe von 8.429,0
Mio. EUR. Weiters werden Vorsorgen in Form von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken gebildet.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen in den Erläute-
rungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang zum Jahresabschluss (Kapitel B, Unterpunkt 4).
Die Identifikation von Ausfällen und die Ermittlung der Höhe der Einzelwertberichtigungen für ausgefallene signifikante Kreditnehmer un-
terliegen wesentlichen Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Diese ergeben sich aus Annahmen betreffend die wirtschaftli-
che Lage und Entwicklung des jeweiligen Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten, die Auswirkungen auf die
Höhe und den Zeitpunkt der erwarteten und aus Szenarien abgeleiteten zukünftigen Rückflüsse mit sich bringen.
Die nach statistischen Methoden gebildeten Risikovorsorgen für nicht signifikante Kreditnehmer mit Ausfall-Rating (pauschalierte Einzel-
wertberichtigungen) sowie für nicht ausgefallene Kreditnehmer (Portfoliowertberichtigungen) basieren auf Modellen und statistischen Pa-
rametern und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten.
Da das angewendete Wertberichtigungsmodell Unsicherheiten und Schwankungen in der wirtschaftlichen Entwicklung der Kreditnehmer,
begründet durch das aktuell vorherrschende, volatile wirtschaftliche Umfeld, nicht angemessen abbilden kann, wird von der Bank zusätz-
lich zum Modellergebnis eine Erhöhung der Portfoliowertberichtigung („Management Overlay“) vorgenommen. Diese basiert auf einer
bankinternen Analyse der Branchenbetroffenheiten unter Zugrundelegung externer Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung.
Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Ermittlung der Risikovorsorgen unter Berücksichtigung des Management Overlays in
bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, woraus sich eine mögliche falsche Darstellung in Bezug auf die
Höhe der Risiko- vorsorgen im Abschluss ergeben kann.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden sowie der Bewertung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten
und Kreditrisiken haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
▪ Wir haben den Kreditüberwachungsprozess erhoben und beurteilt, ob dieser geeignet ist, Ausfälle rechtzeitig zu identifizieren
und Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Wir haben ausgewählte Schlüsselkontrollen in Hinblick auf deren Ausgestal-
tung und Implementierung sowie in Stichproben auf deren Effektivität getestet.
▪ Auf Basis einer Stichprobe von Krediten haben wir überprüft, ob das Rating entsprechend den internen Richtlinien erfolgte und
ob Ausfälle zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte risikobasiert unter besonderer Gewichtung der
Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko. Bei ausgefallenen signifikanten Kreditnehmern wurden die von der Bank getroffenen
Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit und Konsistenz von Zeitpunkt und Höhe der angenommenen Rückflüsse bei der Berech-
nung der Risikovorsorgen untersucht.
▪ Wir haben im Bereich der pauschalierten Einzelwertberichtigungen für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kreditnehmer
das Bewertungsmodell und die darin verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in ange-
messener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit der Vorsorgen haben wir in Stichproben nachvoll- zogen.
▪ Im Bereich der Portfoliowertberichtigungen haben wir das zugrundeliegende Bewertungsmodell einschließlich der darin verwen-
deten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf in angemessener Art und Weise zu
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STEIERMARK 2023
132
des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
▪ Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden sowie Bewertung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
▪ Werthaltigkeit der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International AG
▪ Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden sowie Bewertung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Wertberichtigungen, umfassen in der Bilanz einen Betrag in Höhe von 8.429,0
Mio. EUR. Weiters werden Vorsorgen in Form von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken gebildet.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen in den Erläute-
rungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang zum Jahresabschluss (Kapitel B, Unterpunkt 4).
Die Identifikation von Ausfällen und die Ermittlung der Höhe der Einzelwertberichtigungen für ausgefallene signifikante Kreditnehmer un-
terliegen wesentlichen Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Diese ergeben sich aus Annahmen betreffend die wirtschaftli-
che Lage und Entwicklung des jeweiligen Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten, die Auswirkungen auf die
Höhe und den Zeitpunkt der erwarteten und aus Szenarien abgeleiteten zukünftigen Rückflüsse mit sich bringen.
Die nach statistischen Methoden gebildeten Risikovorsorgen für nicht signifikante Kreditnehmer mit Ausfall-Rating (pauschalierte Einzel-
wertberichtigungen) sowie für nicht ausgefallene Kreditnehmer (Portfoliowertberichtigungen) basieren auf Modellen und statistischen Pa-
rametern und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten.
Da das angewendete Wertberichtigungsmodell Unsicherheiten und Schwankungen in der wirtschaftlichen Entwicklung der Kreditnehmer,
begründet durch das aktuell vorherrschende, volatile wirtschaftliche Umfeld, nicht angemessen abbilden kann, wird von der Bank zusätz-
lich zum Modellergebnis eine Erhöhung der Portfoliowertberichtigung („Management Overlay“) vorgenommen. Diese basiert auf einer
bankinternen Analyse der Branchenbetroffenheiten unter Zugrundelegung externer Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung.
Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Ermittlung der Risikovorsorgen unter Berücksichtigung des Management Overlays in
bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, woraus sich eine mögliche falsche Darstellung in Bezug auf die
Höhe der Risiko- vorsorgen im Abschluss ergeben kann.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden sowie der Bewertung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten
und Kreditrisiken haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
▪ Wir haben den Kreditüberwachungsprozess erhoben und beurteilt, ob dieser geeignet ist, Ausfälle rechtzeitig zu identifizieren
und Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Wir haben ausgewählte Schlüsselkontrollen in Hinblick auf deren Ausgestal-
tung und Implementierung sowie in Stichproben auf deren Effektivität getestet.
▪ Auf Basis einer Stichprobe von Krediten haben wir überprüft, ob das Rating entsprechend den internen Richtlinien erfolgte und
ob Ausfälle zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte risikobasiert unter besonderer Gewichtung der
Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko. Bei ausgefallenen signifikanten Kreditnehmern wurden die von der Bank getroffenen
Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit und Konsistenz von Zeitpunkt und Höhe der angenommenen Rückflüsse bei der Berech-
nung der Risikovorsorgen untersucht.
▪ Wir haben im Bereich der pauschalierten Einzelwertberichtigungen für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kreditnehmer
das Bewertungsmodell und die darin verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in ange-
messener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit der Vorsorgen haben wir in Stichproben nachvoll- zogen.
▪ Im Bereich der Portfoliowertberichtigungen haben wir das zugrundeliegende Bewertungsmodell einschließlich der darin verwen-
deten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf in angemessener Art und Weise zu
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133
JAHRESABSCHLUSS 2023
ermitteln. Weiters haben wir die Herleitung und Begründung des Management Overlays, sowie die zugrunde- liegenden Annah-
men im Hinblick auf deren Angemessenheit beurteilt. Für diese Prüfungshandlungen haben wir unsere internen Finanzmathe-
matiker als Spezialisten einbezogen.
Werthaltigkeit der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International AG
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die Beteiligung an der Raiffeisen Bank International AG umfasst in der Bilanz einen Betrag in Höhe von 806,8 Mio EUR.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die Vorgehensweise für die Bilanzierung von Beteiligungen in den Erläute-
rungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Kapitel B, Unterpunkt 7) sowie in den Erläuterungen zu Beteiligungen (Kapitel C,
Unterpunkt 8) im Anhang zum Jahresabschluss.
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung von Beteiligungen wird eine Abschreibung und bei Wegfall der Gründe für eine in der Ver-
gangenheit vorgenommene Abschreibung eine Zuschreibung bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen. Diese Beur-
teilung erfolgt auf Grundlage eines externen Gutachtens zur Ermittlung des beizulegenden Wertes unter Verwendung des Discoun-
ted Cash Flow Verfahrens. Die Ermittlung des Unternehmenswertes beruht primär auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der Diskon-
tierungsfaktoren sowie der künftigen Geschäftsentwicklung und der daraus ableitbaren Rückflüsse an die Eigentümer unter Berücksichti-
gung von gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Ausschüttungsbeschränkungen. Den verwendeten Diskontierungsfaktoren liegen be-
obachtbare Parameter aus den Finanz- und Kapitalmärkten zugrunde.
Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass die Unternehmensbewertung innerhalb gewisser Bandbreiten ermessensbehaftet und
mit Schätzungsunsicherheiten verbunden ist, wo- raus ein mögliches Risiko einer falschen Darstellung in Bezug auf die Bewertung im Ab-
schluss resultiert.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International AG haben wir folgende wesentliche Prüfungshand-
lungen durchgeführt:
▪ Wir haben den Prozess hinsichtlich der Identifikation von Wertminderungsereignissen oder Zuschreibungserfordernissen und der
Beurteilung der Werthaltigkeit von Beteiligungen erhoben.
▪ Wir haben das Modell, die Planungsannahmen und die verwendeten Parameter für die Bewertung der Raiffeisen Bank Internatio-
nal AG unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten geprüft. Dabei haben wir die Planungsrechnung hinsichtlich der An-
gemessenheit der Annahmen und der Planungstreue gewürdigt. Das eingesetzte Bewertungsmodell haben wir nachvollzogen
und beurteilt, ob dieses geeignet ist, den Unternehmenswert angemessen zu ermitteln.
▪ Die im Modell verwendeten Bewertungsparameter – vorrangig die Zinssatzkomponenten – wurden evaluiert. Dabei wurden die
bei der Bestimmung des Zinssatzes herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwer-
ten auf Angemessenheit beurteilt.
▪ Weiters haben wir überprüft, ob die Auswirkung der aktuellen geopolitischen Entwicklungen in den Planungsrechnungen entspre-
chend berücksichtigt wurden.
▪ Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Ermittlung des Unternehmenswertes nachvollzogen. Die Höhe des Unternehmenswer-
tes wurde mit Marktdaten und öffentlich verfügbaren Informationen verglichen. Für diese Prüfungshandlungen haben wir unsere
Bewertungsspezialisten einbezogen.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
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Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im
Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss und den Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers. Den Lagebericht haben
wir vor dem Datum des Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers erlangt, die übrigen Teile des Jahresfinanzberichts werden uns vo-
raussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen
und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der Ab-
schlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen
durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir
verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um
die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu er- möglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Hand-
lungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortfüh-
rung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern
einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei
denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder
haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des unabhängigen Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstel-
lungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zu erteilen, der unser
Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung
mit den ISA durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Dar-
stellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder
insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftli-
chen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den ISA üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermes-
sen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
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Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im
Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss und den Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers. Den Lagebericht haben
wir vor dem Datum des Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers erlangt, die übrigen Teile des Jahresfinanzberichts werden uns vo-
raussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen
und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der Ab-
schlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen
durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir
verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um
die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu er- möglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Hand-
lungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortfüh-
rung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern
einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei
denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder
haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des unabhängigen Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstel-
lungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zu erteilen, der unser
Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung
mit den ISA durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Dar-
stellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder
insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftli-
chen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den ISA üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermes-
sen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
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JAHRESABSCHLUSS 2023
Darüber hinaus gilt:
▪ Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtü-
mern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnach-
weise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus do- losen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultieren-
des, da dolose Handlungen kollusives Zusammen- wirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstel-
lungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
▪ Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des
internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
▪ Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammen-
hängende Angaben.
▪ Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine we-
sentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit
der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers auf die dazuge-
hörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsur-
teil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Vermerks des unabhän-
gigen Abschlussprüfers erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der
Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
▪ Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein- schließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvor- fälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst
getreues Bild erreicht wird.
▪ Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung
der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
▪ Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Un-
abhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen
vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusam-
menhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
▪ Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachver-
halte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichti-
gen Prüfungssach- verhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers,
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen
in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers mitgeteilt werden
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche
Interesse übersteigen würden.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
136
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Linz, 08. April 2024
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian GRINSCHGL - Wirtschaftsprüfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Vermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständi-
gen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
136
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Linz, 08. April 2024
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
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Abschlussprüfers darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständi-
gen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
KONZERNABSCHLUSS
2023
WICHTIGE DATEN AUF EINEN BLICK 138
KONZERNLAGEBERICHT 2023
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 141
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens (Ausblick) 156
Bericht über Forschung und Entwicklung 160
Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess 161
KONZERNABSCHLUSS 2023 NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)
Gesamtergebnisrechnung 164
Bilanz 167
Entwicklung des Eigenkapitals 169
Geldflussrechnung 170
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss 171
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 174
Segmentberichterstattung 200
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung 205
Erläuterungen zur Bilanz 217
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten 245
Risikobericht 275
Sonstige Angaben 300
Organe 323
Schlussbemerkung des Vorstands 325
Bestätigungsvermerk 326
Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 333
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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Monetäre Werte in TEUR
Erfolgsrechnung
2023
2022
Veränderung
Zinsüberschuss 176.648 151.188 16,8 %
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 298.212 –27.698 >100 %
hv. Laufendes Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 226.771 351.758 –35,5 %
hv. Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 71.441 –379.456 >100 %
Provisionsüberschuss 42.416 42.384 0,1 %
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL) –2.821 –6.619 –57,4 %
Verwaltungsaufwendungen –161.859 –138.886 16,5 %
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte –61.749 –16.997 >100 %
Konzernergebnis 345.079 78.393 >100 %
Gesamtergebnis 242.557 35.096 >100 %
Bilanz 2023 2022
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) 11.291.468 11.676.893 –3,3 %
hv. Forderungen an Kunden inkl. Leasingforderungen (AC) 8.330.729 8.319.083 0,1 %
hv. Forderungen an Kreditinstitute (AC) 1.236.483 1.535.223 –19,5 %
hv. Schuldverschreibungen (AC) 1.724.256 1.822.587 –5,4 %
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI) 567.357 651.203 –12,9 %
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M) 75.632 75.726 –0,1 %
hv. Forderungen an Kunden (FVPL-M) 35.171 38.181 –7,9 %
hv. Wertpapiere (FVPL-M) 40.461 37.545 7,8 %
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen 975.796 806.505 21,0 %
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC) 14.240.863 14.558.727 –2,2 %
hv. Verbindlichkeiten ggü. Kunden (AC) 3.944.405 3.708.933 6,3 %
hv. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstitute (AC) 5.813.974 7.367.049 –21,1 %
hv. verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten (AC) 4.482.484 3.482.745 28,7 %
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO) 366.966 387.602 –5,3 %
hv. Verbindlichkeiten ggü. Kunden (FVO) 230.036 227.481 1,1 %
hv. verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten (FVO) 136.930 160.121 –14,5 %
Eigenkapital (inkl. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) 1.865.626 1.653.552 12,8 %
Bilanzsumme 17.114.091 17.368.247 –1,5 %
WICHTIGE DATEN
AUF EINEN BLICK
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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Monetäre Werte in TEUR
Erfolgsrechnung
2023
2022
Veränderung
Zinsüberschuss
176.648
151.188
16,8 %
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
298.212
–27.698
>100 %
hv. Laufendes Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
226.771
351.758
–35,5 %
hv. Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
71.441
–379.456
>100 %
Provisionsüberschuss
42.416
42.384
0,1 %
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)
–2.821
–6.619
–57,4 %
Verwaltungsaufwendungen
–161.859
–138.886
16,5 %
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
–61.749
–16.997
>100 %
Konzernergebnis
345.079
78.393
>100 %
Gesamtergebnis
242.557
35.096
>100 %
Bilanz
2023
2022
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
11.291.468
11.676.893
–3,3 %
hv. Forderungen an Kunden inkl. Leasingforderungen (AC)
8.330.729
8.319.083
0,1 %
hv. Forderungen an Kreditinstitute (AC)
1.236.483
1.535.223
–19,5 %
hv. Schuldverschreibungen (AC)
1.724.256
1.822.587
–5,4 %
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)
567.357
651.203
–12,9 %
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M)
75.632
75.726
–0,1 %
hv. Forderungen an Kunden (FVPL-M)
35.171
38.181
–7,9 %
hv. Wertpapiere (FVPL-M)
40.461
37.545
7,8 %
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen
975.796
806.505
21,0 %
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
14.240.863
14.558.727
–2,2 %
hv. Verbindlichkeiten ggü. Kunden (AC)
3.944.405
3.708.933
6,3 %
hv. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstitute (AC)
5.813.974
7.367.049
–21,1 %
hv. verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten (AC)
4.482.484
3.482.745
28,7 %
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
366.966
387.602
–5,3 %
hv. Verbindlichkeiten ggü. Kunden (FVO)
230.036
227.481
1,1 %
hv. verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten (FVO)
136.930
160.121
–14,5 %
Eigenkapital (inkl. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter)
1.865.626
1.653.552
12,8 %
Bilanzsumme
17.114.091
17.368.247
–1,5 %
WICHTIGE DATEN
AUF EINEN BLICK
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
139
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Monetäre Werte in TEUR
Bankaufsichtliche Kennzahlen 2023 2022 Veränderung
Kernkapital (Tier 1) 1.792.181 1.501.534 19,4 %
Eigenmittel Gesamt (TC) 1.819.079 1.562.352 16,4 %
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) 8.414.965 8.224.601 2,3 %
Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken) 21,3 % 18,3 % 3,0 PP
Eigenmittelquote (bezogen auf alle Risiken) 21,6 % 19,0 % 2,6 PP
Verschuldungsquote 12,2 % 10,6 % 1,6 PP
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 200,8 % 145,0 % 55,8 PP
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 120,0 % 110,0 % 10,0 PP
MREL-Quote (in % am Total Risk Exposure Amount) 53,0 % 50,6 % 2,4 PP
Sonstige Kennzahlen 2023 2022
Return on Equity 20,2 % 5,6 % 14,6 PP
Cost/Income-Ratio 31,8 % 22,1 % 9,7 PP
Non Performing Loan-Ratio*) 4,5 % 3,0 % 1,5 PP
Non Performing Exposure-Ratio 2,7 % 1,8 % 0,9 PP
Coverage Ratio I (exkl. Sicherheiten) 36,0 % 45,5 % –9,6 PP
Coverage Ratio II 95,1 % 90,7 % 4,5 PP
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 822 844 –22
Bankstellen 14 14 0
*)
Zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2023 erfolgte die Ermittlung der NPL-Quote entsprechend der EBA/GL/2018/10 (davor gemäß EBA risk dashboard). Demgemäß werden die in der
Bilanzposition „Barreserve und Sichtguthaben“ ausgewiesenen Guthaben bei Zentralbanken sowie Sichtguthaben nicht mehr in die Berechnung einbezogen. Der Vorjahreswert wurde entsprechend
angepasst.
Rating Langfristig Kurzfristig Ausblick
Emittenten-
rating
Änderung /
Bestätigung
Moody‘s A2 P-1 stabil A2 11.07.2023
Mit Inkrafttreten des neuen Pfandbriefgesetzes (PfandBG) zum 8. Juli 2022 wurden die Deckungswerte und Emissionen der Deckungsstöcke
nach FBSchVG und nach PfandbriefG auf Basis des § 39 Abs. 8 zu Deckungsstöcken nach PfandBG zusammengelegt. Als Nachfolgepro-
gramme der Deckungsstöcke nach FBSchVG sind auch die Deckungsstöcke nach PfandBG von Moody‘s mit einem Aaa-Rating bewertet.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
140
KONZERNLAGEBERICHT
2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
140
KONZERNLAGEBERICHT
2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
141
JAHRESFINANZBERICHT 2023
I.1. Wirtschaftliche
Rahmenbedingungen 2023
Weltwirtschaft/Globales Umfeld
Mit einem vom IWF geschätzten Wachstum von 3,1 % hielt sich
die Weltwirtschaft im Jahr 2023 solider als erwartet.
Für die Schwellenländer berechnet der IWF für 2023 eine zum
Jahr 2022 unveränderte Wachstumsrate von 4,1 %. Dabei war die
Wirtschaftsleistung in Europa und Lateinamerika besser als er-
wartet, in Asien insgesamt erwartungskonform und etwas enttäu-
schend im mittleren Osten und Zentralasien sowie in Afrika. Der
globale Warenhandel blieb im vergangenen Jahr insgesamt
schwach.
In vielen Industriestaaten übertraf das Wirtschaftswachstum die
Erwartungen und die Inflation fiel hier schneller als erwartet. An-
gaben des IWF zufolge wuchs das Bruttoinlandsprodukt in den
entwickelten Volkswirtschaften im Jahr 2023 um 1,6 %. Die Infla-
tion ging aufgrund markanter Energiepreisrückgänge und der Be-
seitigung pandemiebedingter Produktions- und Transporthinder-
nisse von 7,3 % im Jahr 2022 auf 4,6 % im Jahr 2023 zurück. Die
Zentralbanken hoben in der ersten Jahreshälfte die Leitzinsen
weiter an und beendeten ihren Zinserhöhungszyklus dann in der
zweiten Jahreshälfte. Dennoch waren sie gegen Jahresende
noch nicht dazu bereit, das Problem mit der erhöhten Inflation für
endgültig gelöst zu erklären.
Angesichts des Ausmaßes der geldpolitischen Maßnahmen seit
2022 ist die Resilienz des Wachstums bemerkenswert. Denn die
höheren Finanzierungskosten und die reduzierte Kreditverfügbar-
keit wirkten bremsend für das Wachstum und brachten Risiken für
die Finanzstabilität mit sich. Für manche Unternehmen bedeutete
dies Refinanzierungsschwierigkeiten im Jahr 2023. Insbesondere
der Gewerbeimmobiliensektor, bei dem strukturelle Veränderun-
gen post Covid das Problem der hohen Verschuldung noch ak-
zentuierten, war besonders betroffen.
Der Zusammenbruch dreier US-Regionalbanken Mitte März, der
die Finanzmärkte erschütterte, kann neben individuellen Faktoren
auch teilweise auf die Straffung der US-Geldpolitik zurückgeführt
werden. Größere Auswirkungen auf die globale Finanz- und Real-
Wirtschaft konnten durch einen raschen und gezielten Eingriff der
US-Zentralbank und der zuständigen Aufsichtsbehörden einge-
schränkt werden. Im selben Monat geriet die Schweizer Bank
Crédit Suisse, die in den Jahren zuvor bereits in einige Skandale
verwickelt war, in existenzgefährdende Schwierigkeiten und
musste von ihrem direkten Konkurrenten UBS übernommen wer-
den. Mit Ende März war die Situation am Kapitalmarkt jedoch
wieder stabil.
Die geopolitischen Spannungen, die bereits im Jahr 2022 be-
trächtlich waren, spitzten sich im Jahr 2023 weiter zu. Das mar-
kanteste Ereignis war hier der Anschlag der Hamas am 7. Okto-
ber und die darauffolgende Reaktion Israels, die das Risiko einer
erheblichen regionalen bis globalen Ausweitung mit sich zog. Die
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind bis Ende des Jahres li-
mitiert und schwer einschätzbar geblieben. Beispielsweise lag
der Ölpreis am Jahresende 9 % unter dem Niveau vor dem Ha-
mas-Angriff. Weitere geopolitische Themenkreise waren der an-
dauernde Krieg in der Ukraine, die angespannten Beziehungen
I. BERICHT ÜBER DEN
GESCHÄFTSVERLAUF
UND
DIE WIRTSCHAFTLICHE
LAGE
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
142
zwischen China und den USA und die Erweiterung der BRICS-
Staaten um sechs neue Mitglieder.
USA
Die US-Wirtschaft zeigte im Jahr 2023 eine überdurchschnittliche
Performance: Mit einer ersten Schätzung von 2,5 % übertraf das
Wachstum nicht nur das der meisten Industrieländer, sondern
auch die meisten Prognosen zum Jahreswechsel. Während allge-
mein mit einer Rezession gerechnet wurde und die Turbulenzen
im Bankensektor im März zu einer starken wirtschaftlichen Krise
hätten führen können, beschleunigte sich das Wachstum im
Laufe des Sommers im Gegenteil sogar wieder. Verbleibende
COVID-bedingte Ersparnisse, steigende Realeinkommen und ein
etwas abgekühlter jedoch anhaltend robuster Arbeitsmarkt stütz-
ten den privaten Konsum. Unternehmen steigerten ihre Investiti-
onsausgaben im Gegensatz zu privaten Wohnbauinvestitionen,
die trotz einer Verbesserung einen negativen Beitrag zur Wirt-
schaftsleistung 2023 brachten. Bemerkenswert ist nach Angaben
des Bureau of Labor Statistics auch die Verbesserung der Ar-
beitsproduktivität von einer negativen jährlichen Wachstumsrate
von -2,0 % im 4. Quartal 2022 auf +2,7 % im 4. Quartal 2023.
Auch die Fiskalpolitik wirkte unterstützend auf die starke Leis-
tungsfähigkeit der US-Wirtschaft, insbesondere durch Investiti-
onspakete, die in den Jahren 2021 und 2022 beschlossen wur-
den. Die erhöhten Ausgaben führten zu einem hohen Refinanzie-
rungsbedarf und zu schwierigen politischen Debatten. In Anbe-
tracht dieser Situation stufte die Ratingagentur Fitch im August
die langfristige Kreditwürdigkeit der USA von AAA auf AA+ herab.
Auf der Grundlage des PCE-Indikators, der vom Bureau of Eco-
nomic Analysis veröffentlichten bevorzugten Messgröße der US-
Notenbank, ging die Gesamtinflation von einem Höchststand von
7,1 % im Juni 2022 auf 2,6 % im Dezember 2023 zurück, wäh-
rend die Kerninflation von einem Höchststand von 5,6 % im Feb-
ruar 2022 auf 2,9 % sank. Da sich der Disinflationstrend bestä-
tigte, setzte die Zentralbank nach vier weiteren 25-Basispunkte-
Zinsschritten seit Beginn des Jahres ihren Zinserhöhungszyklus
im Juli aus. Im Dezember signalisierten die Mitglieder des Offen-
marktausschusses in ihren Projektionen, dass der Leitzins mit ei-
ner Bandbreite von 5,25 % bis 5,5 % bereits einen Höchststand
erreicht hatte und 2024 wahrscheinlich um 75 Basispunkte ge-
senkt werden würde.
China
Aufgrund der Beendigung der Zero-Covid-Policy Ende 2022
herrschte für die chinesische Wirtschaft Optimismus für das Jahr
2023 vor. Nach einem kurzzeitigen Aufschwung im ersten Quartal
schwächte sich das Wachstum aber schnell ab. Trotz einer Reihe
politischer Maßnahmen erholte sich der Immobiliensektor nicht
und sowohl das Vertrauen der Verbraucher als auch das der Un-
ternehmen blieben gering. Die chinesische Regierung und die
Zentralbank lieferten Unterstützung in Form von Zinssenkungen,
Liquiditätsmaßnahmen und fiskalischer Hilfe. Aber diese Maß-
nahmen wirkten eher begrenzt und konnten keine Stärkung des
Vertrauens herbeiführen. Laut offiziellen Zahlen lag das Wachs-
tum im Jahr 2023 mit 5,2 % nur knapp über dem als konservativ
geltenden Ziel der Regierung von 5 %. Vor dem Hintergrund der
schwachen Inlandsnachfrage fiel die Inflation im Juli 2023 in den
negativen Bereich. Zum Jahresende hielt der Deflationsdruck
weiter an und die Verbraucherpreise sanken laut offiziellen Statis-
tiken im Dezember um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Auch strukturelle Probleme, wie der Bevölkerungsrückgang, die
Spannungen in den Beziehungen zu den USA, sowie anhaltende
regulatorische Eingriffe sorgten für verhaltene Aussichten. Inter-
nationale Investoren stellten sich China gegenüber skeptischer
ein. Die ausländischen Direktinvestitionen gingen daher stark zu-
rück und die Ratingagentur Moody’s stufte im Dezember den
Ausblick für die Kreditwürdigkeit Chinas auf negativ herab. Als
Profiteur dieser Entwicklung wurde insbesondere Indien, das laut
IWF ein BIP-Wachstum von 6,7 % im Jahr 2023 verzeichnete, ge-
sehen.
Eurozone
Im Jahr 2023 erfuhr die Wirtschaft der Eurozone Höhen und Tie-
fen. Nachdem sie im Winter eine überraschende Widerstandsfä-
higkeit gegenüber der Energiekrise zeigte, war das Wachstum
seit März enttäuschend. Gemäß Eurostat lag das BIP-Wachstum
im Jahr 2023 bei lediglich +0,5 %. Deutschland legte mit einer
negativen Wachstumsrate von -0,2 % eine besonders schwache
Performance hin. Frankreich wies 2023 letztlich eine Wachstums-
rate von +0,9 % auf und Italien konnte durch Impulse des euro-
päischen Wiederaufbaufonds ein Wachstum von +0,7 % ver-
zeichnen. Positiv hervorstechen konnte Spanien mit einem Wert
von +2,5 %.
Aufgrund der dennoch erhöhten Energiekosten, einer geringeren
globalen Nachfrage und einem höheren Zinsumfeld verzeichnete
das verarbeitende Gewerbe im Jahr 2023 eine Rezession. Der
Dienstleistungssektor konnte sich bis zur Jahresmitte noch posi-
tiv präsentieren, jedoch folgten im dritten Quartal auch hier An-
zeichen einer Verschlechterung. Der private Konsum war auf-
grund der hohen Inflation und des Zinsniveaus gedämpft.
Ebenso waren die Investitionen in der Eurozone im Jahr 2023
sehr gering. Die starke und schnelle Übertragung des im Jahr
2022 begonnenen geldpolitischen Straffungszyklus auf die Real-
wirtschaft manifestierte sich laut EZB in einer starken Verlangsa-
mung des Kreditwachstums von einer Jahresrate von 6,4 % auf
0,4 % bei den Unternehmen und von 3,8 % auf 0,3 % bei den pri-
vaten Haushalten. Positiv zeigte sich jedoch der Arbeitsmarkt im
Jahr 2023: So verzeichnete die Arbeitslosigkeit in der Eurozone
laut Eurostat einen historischen Tiefststand von 6,4 %.
Die Inflation in der Eurozone ist von einem Höchststand von
10,6 % im Oktober 2022 auf 2,9 % im Dezember 2023 gesunken.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
142
zwischen China und den USA und die Erweiterung der BRICS-
Staaten um sechs neue Mitglieder.
USA
Die US-Wirtschaft zeigte im Jahr 2023 eine überdurchschnittliche
Performance: Mit einer ersten Schätzung von 2,5 % übertraf das
Wachstum nicht nur das der meisten Industrieländer, sondern
auch die meisten Prognosen zum Jahreswechsel. Während allge-
mein mit einer Rezession gerechnet wurde und die Turbulenzen
im Bankensektor im März zu einer starken wirtschaftlichen Krise
hätten führen können, beschleunigte sich das Wachstum im
Laufe des Sommers im Gegenteil sogar wieder. Verbleibende
COVID-bedingte Ersparnisse, steigende Realeinkommen und ein
etwas abgekühlter jedoch anhaltend robuster Arbeitsmarkt stütz-
ten den privaten Konsum. Unternehmen steigerten ihre Investiti-
onsausgaben im Gegensatz zu privaten Wohnbauinvestitionen,
die trotz einer Verbesserung einen negativen Beitrag zur Wirt-
schaftsleistung 2023 brachten. Bemerkenswert ist nach Angaben
des Bureau of Labor Statistics auch die Verbesserung der Ar-
beitsproduktivität von einer negativen jährlichen Wachstumsrate
von -2,0 % im 4. Quartal 2022 auf +2,7 % im 4. Quartal 2023.
Auch die Fiskalpolitik wirkte unterstützend auf die starke Leis-
tungsfähigkeit der US-Wirtschaft, insbesondere durch Investiti-
onspakete, die in den Jahren 2021 und 2022 beschlossen wur-
den. Die erhöhten Ausgaben führten zu einem hohen Refinanzie-
rungsbedarf und zu schwierigen politischen Debatten. In Anbe-
tracht dieser Situation stufte die Ratingagentur Fitch im August
die langfristige Kreditwürdigkeit der USA von AAA auf AA+ herab.
Auf der Grundlage des PCE-Indikators, der vom Bureau of Eco-
nomic Analysis veröffentlichten bevorzugten Messgröße der US-
Notenbank, ging die Gesamtinflation von einem Höchststand von
7,1 % im Juni 2022 auf 2,6 % im Dezember 2023 zurück, wäh-
rend die Kerninflation von einem Höchststand von 5,6 % im Feb-
ruar 2022 auf 2,9 % sank. Da sich der Disinflationstrend bestä-
tigte, setzte die Zentralbank nach vier weiteren 25-Basispunkte-
Zinsschritten seit Beginn des Jahres ihren Zinserhöhungszyklus
im Juli aus. Im Dezember signalisierten die Mitglieder des Offen-
marktausschusses in ihren Projektionen, dass der Leitzins mit ei-
ner Bandbreite von 5,25 % bis 5,5 % bereits einen Höchststand
erreicht hatte und 2024 wahrscheinlich um 75 Basispunkte ge-
senkt werden würde.
China
Aufgrund der Beendigung der Zero-Covid-Policy Ende 2022
herrschte für die chinesische Wirtschaft Optimismus für das Jahr
2023 vor. Nach einem kurzzeitigen Aufschwung im ersten Quartal
schwächte sich das Wachstum aber schnell ab. Trotz einer Reihe
politischer Maßnahmen erholte sich der Immobiliensektor nicht
und sowohl das Vertrauen der Verbraucher als auch das der Un-
ternehmen blieben gering. Die chinesische Regierung und die
Zentralbank lieferten Unterstützung in Form von Zinssenkungen,
Liquiditätsmaßnahmen und fiskalischer Hilfe. Aber diese Maß-
nahmen wirkten eher begrenzt und konnten keine Stärkung des
Vertrauens herbeiführen. Laut offiziellen Zahlen lag das Wachs-
tum im Jahr 2023 mit 5,2 % nur knapp über dem als konservativ
geltenden Ziel der Regierung von 5 %. Vor dem Hintergrund der
schwachen Inlandsnachfrage fiel die Inflation im Juli 2023 in den
negativen Bereich. Zum Jahresende hielt der Deflationsdruck
weiter an und die Verbraucherpreise sanken laut offiziellen Statis-
tiken im Dezember um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Auch strukturelle Probleme, wie der Bevölkerungsrückgang, die
Spannungen in den Beziehungen zu den USA, sowie anhaltende
regulatorische Eingriffe sorgten für verhaltene Aussichten. Inter-
nationale Investoren stellten sich China gegenüber skeptischer
ein. Die ausländischen Direktinvestitionen gingen daher stark zu-
rück und die Ratingagentur Moody’s stufte im Dezember den
Ausblick für die Kreditwürdigkeit Chinas auf negativ herab. Als
Profiteur dieser Entwicklung wurde insbesondere Indien, das laut
IWF ein BIP-Wachstum von 6,7 % im Jahr 2023 verzeichnete, ge-
sehen.
Eurozone
Im Jahr 2023 erfuhr die Wirtschaft der Eurozone Höhen und Tie-
fen. Nachdem sie im Winter eine überraschende Widerstandsfä-
higkeit gegenüber der Energiekrise zeigte, war das Wachstum
seit März enttäuschend. Gemäß Eurostat lag das BIP-Wachstum
im Jahr 2023 bei lediglich +0,5 %. Deutschland legte mit einer
negativen Wachstumsrate von -0,2 % eine besonders schwache
Performance hin. Frankreich wies 2023 letztlich eine Wachstums-
rate von +0,9 % auf und Italien konnte durch Impulse des euro-
päischen Wiederaufbaufonds ein Wachstum von +0,7 % ver-
zeichnen. Positiv hervorstechen konnte Spanien mit einem Wert
von +2,5 %.
Aufgrund der dennoch erhöhten Energiekosten, einer geringeren
globalen Nachfrage und einem höheren Zinsumfeld verzeichnete
das verarbeitende Gewerbe im Jahr 2023 eine Rezession. Der
Dienstleistungssektor konnte sich bis zur Jahresmitte noch posi-
tiv präsentieren, jedoch folgten im dritten Quartal auch hier An-
zeichen einer Verschlechterung. Der private Konsum war auf-
grund der hohen Inflation und des Zinsniveaus gedämpft.
Ebenso waren die Investitionen in der Eurozone im Jahr 2023
sehr gering. Die starke und schnelle Übertragung des im Jahr
2022 begonnenen geldpolitischen Straffungszyklus auf die Real-
wirtschaft manifestierte sich laut EZB in einer starken Verlangsa-
mung des Kreditwachstums von einer Jahresrate von 6,4 % auf
0,4 % bei den Unternehmen und von 3,8 % auf 0,3 % bei den pri-
vaten Haushalten. Positiv zeigte sich jedoch der Arbeitsmarkt im
Jahr 2023: So verzeichnete die Arbeitslosigkeit in der Eurozone
laut Eurostat einen historischen Tiefststand von 6,4 %.
Die Inflation in der Eurozone ist von einem Höchststand von
10,6 % im Oktober 2022 auf 2,9 % im Dezember 2023 gesunken.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
143
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Bei den Energiepreisen ist die Inflation ab Mai 2023 markant ge-
sunken, während sie bei den Lebensmitteln erst ab Jahresmitte
abnahm. Hartnäckiger verhielt sich die Kerninflation, jedoch war
auch diese ab Spätsommer rückläufig, wobei sie mit 3,4 % zum
Jahresende um 1,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau
lag. Innerhalb der Kerninflation verlagerte sich der Schwerpunkt
zunehmend auf die Dienstleistungsinflation, die im Dezember
noch bei 4,0 % lag.
In Anbetracht der sinkenden Inflation verlangsamte die EZB im
Mai zunächst das Tempo ihres Zinserhöhungszyklus von 50 auf
25 Basispunkte pro Sitzung, um das Zinsniveau nach einer letz-
ten Erhöhung im September dann konstant zu halten. So lag
letztlich die Einlagefazilität bei 4,0 %. Die Zinserhöhungen belie-
fen sich somit auf insgesamt 200 Basispunkte im Jahr 2023.
Zinssenkungen wurden seitens der EZB aufgrund des jährlichen
Lohnwachstums von 5,3 % und einem Rückgang der Arbeitspro-
duktivität von 1,2 % im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr
nicht angedeutet. Darüber hinaus tätigte die EZB im Jahr 2023
weitere Maßnahmen wie eine langsame Verringerung ihres Anlei-
hen-Portfolios und die Reduktion der Mindestreserveverzinsung
auf 0 %.
Aktienmärkte
Nach einem schwierigen Vorjahr erholten sich die Aktienmärkte in
den entwickelten Volkswirtschaften im Jahr 2023. Mit zweistelli-
gen Zuwächsen (S&P +24,2 %, Eurostoxx 600 +12,7 %, Nik-
kei 225 +28,2 %) erreichten viele Indizes Ende 2023 wieder annä-
hernd den Stand von Anfang 2022. Die Bankenkrise im März und
der Nahostkonflikt ab Oktober hatten letztlich keinen sichtbar
dämpfenden Effekt. Die markantesten Faktoren, die die Märkte
nach oben trieben, waren ab Mai die Begeisterung über die
Durchbrüche im Bereich künstliche Intelligenz und im letzten
Quartal starke Erwartungsanpassungen seitens der Markteilneh-
mer für frühere und stärkere Zinssenkungen der Zentralbanken
im Jahr 2024.
Diese Performance wurde stark vom Technologiesektor getrie-
ben, insbesondere in den USA. Der Nasdaq Index stieg 2023 um
43,4 % (der NYFANG Index verdoppelte sich annähernd mit ei-
nem Plus von 96,0 %) und der Kursgewinn des Eurostoxx Tech-
nologie-Subindex lag bei 33,0 %. In Europa war auch der Ban-
kensektor einer der Top-Performer und zeigte sich viel besser als
sein US-Pendant: Der EuroStoxx 600 Bankenindex legte im Jahr
2023 um +20,3 % zu, während der US KBW Bankenindex 2023
sich von der Bankenkrise im März nicht vollständig erholen
konnte und einen Rückgang um 4,79 % verzeichnete. Der öster-
reichische Index ATX entwickelte sich aufgrund seiner Mid-Cap-
Ausrichtung mit einem Plus von 9,9 % etwas unterdurchschnitt-
lich. Die britischen und Schweizer Aktienmärkte waren mit Kurs-
gewinnen von je 3,8 % auch etwas verhalten.
Der chinesische Aktienmarkt enttäuschte 2023 zusammen mit
seiner Wirtschaft und verzeichnete ein zweites Jahr in Folge eine
negative Entwicklung (-11,4 % für den CSI 300). Dies belastete
den MSCI Emerging Markets Index, dessen Anstieg um 7,0 %
hinter den Indizes der Industrieländer zurückblieb.
Zinsmärkte
Gefangen zwischen den Erwartungen an die Zentralbanken und
verschiedenen Turbulenzen waren die Anleihenmärkte in den ers-
ten zehn Monaten des Jahres volatil, tendierten aber letztlich
nach oben. Danach begannen sie, signifikante Zinssenkungen
der Zentralbanken für 2024 einzupreisen. Das führte zu einem
starken Rückgang der Renditen. Die Staatsanleihenrenditen
schlossen im Allgemeinen 2023 unter ihrem Niveau von Ende
2022, wobei der Rückgang in der Eurozone stärker ausfiel als in
den USA. So gingen die Renditen von zwei- bzw. zehnjährigen
deutschen Bundesanleihen um 35 bzw. 54 Basispunkte zurück.
Gleichzeitig senkte sich die zweijährige US-Staatsanleihenrendite
um rund 18 Basispunkte, während die Jahresrendite für zehnjäh-
rige US-Staatsanleihen unverändert blieb, obwohl sie im Oktober
noch mehr als 110 Basispunkte über dem Niveau zu Jahresbe-
ginn lag. Eine Ausnahme war Japan, wo der 20-Basispunkte-An-
stieg der zehnjährigen Staatsanleihenrendite aus einer etwas fle-
xibleren Gestaltung der geldpolitischen Zinsstrukturkurvensteue-
rung resultierte.
Die Geldmarktzinsen stiegen zunächst aufgrund der weiteren
geldpolitischen Straffung und verzeichneten dann im letzten
Quartal einen leichten Rückgang. Insgesamt stieg der 3M-Euri-
bor um 178 Basispunkte und sein US-Äquivalent um 83 Basis-
punkte. Die deutliche Inversion der Zinsstrukturkurve über das
Jahr hinweg war ein Charakteristikum von 2023.
Angesichts der Entwicklung der Credit Spreads wirkten die Maß-
nahmen der EZB, die Überschussliquidität zu reduzieren, maß-
voll. So ging zum Beispiel der Renditeabstand zwischen italieni-
schen und deutschen zehnjährigen Staatsanleihen um 46 Basis-
punkte zurück. Die Spreads für Covered Bonds weiteten sich
zwar um 14 Basispunkte aus, wobei das vor dem Hintergrund
des niedrigen Anfangsniveaus und der sehr hohen Neuemissi-
onsvolumina zu sehen ist.
Währungen
Der Euro blieb im Jahr 2023 relativ konstant in einer Bandbreite
von circa 1,05 bis 1,12 gegenüber dem US-Dollar und beendete
das Jahr um 3,1% stärker bei 1,1039. Im Gegensatz dazu wertete
er gegenüber dem Schweizer Franken fast kontinuierlich ab und
beendete das Jahr mit einem Minus von 6,1 % auf einem Allzeit-
tief von 0,9289. Der japanische Yen litt 2023 unter der anhalten-
den Niedrigzinspolitik der japanischen Zentralbank und verlor ge-
genüber dem US-Dollar 7 %.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
144
Rohstoffe
Für die meisten Rohstoffmärkte war 2023 ein schwieriges Jahr.
Der Markt für Industriemetalle wurde vom ausgebliebenen Auf-
schwung in China negativ beeinflusst. Trotz mehrerer Produkti-
onskürzungen der OPEC+ und des israelisch-palästinensischen
Konflikts im Oktober, der die Preise vorübergehend auf über 90
USD/Barrel brachte, lag der Ölpreis Ende 2023 mit 77 USD/Barrel
(Brent) um 10 % niedriger als zu Jahresbeginn. Auch spielte die
rekordhaft hohe Produktion der USA eine Rolle bei der Limitie-
rung der Preise. Die europäischen Erdgaspreise sanken mit
32 EUR/MWh um mehr als die Hälfte und lagen damit unter dem
Niveau von Anfang 2022, vor dem Beginn des russischen An-
griffskriegs auf die Ukraine. Im Gegensatz dazu legte Gold letz-
tes Jahr um 13,1 % zu (in USD) und schloss am Ende des Jahres
über der 2.000 USD/Unze Marke.
Österreich
Im Vergleich zur Eurozone verzeichnete Österreich 2023 sowohl
ein deutlich niedrigeres Wachstum als auch eine deutlich höhere
Inflation.
Die Rezession, die im zweiten Halbjahr 2022 einsetzte, verstärkte
sich im Jahr 2023 laut Eurostat mit einem stark negativen Quar-
talswachstum von -1,1 % im zweiten Quartal und -0,5 % im drit-
ten Quartal 2023. Das positive, jedoch moderate Wachstum von
+0,2 % im Schlussquartal deutete eine zaghafte Stabilisierung
an. Im gesamten Jahr ging das reale Bruttoinlandsprodukt Öster-
reichs daher um 0,7 % zurück. Ausschlaggebend hierfür waren
vor allem zurückhaltende Investitionen, besonders im Bausektor,
ein gedämpfter privater Konsum und schwache Exporte. Die
enge Verzahnung der österreichischen Wirtschaft mit der deut-
schen, deren produzierender Sektor eine Rezession durchlief,
hatte naturgemäß eine große Auswirkung.
Gleich wie in anderen europäischen Staaten konnte auch Öster-
reich im Jahr 2023 eine fallende Inflationsrate verzeichnen. Der
Rückgang von 10,5 % im Dezember 2022 auf 5,7 % im Dezember
2023 gemäß Eurostat war jedoch moderater: Die Inflationsrate
lag Ende 2023 circa doppelt so hoch wie jene der Eurozone. Die
jährliche Kerninflationsrate war zum Jahresende mit 5,9 % eben-
falls deutlich über jener der Eurozone. Starke und verzögerte
Lohnerhöhungen, insbesondere im Dienstleistungssektor, wirkten
sich weiters negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der österreichi-
schen Wirtschaft aus.
Österreichischer Bankensektor
Höhere Zinsen und positive Entwicklungen in den CESEE-Län-
dern waren für eine Verbesserung der Profitabilität der österrei-
chischen Banken im Jahr 2023 förderlich. Höhere Zinsen konnten
auf der Aktivseite schneller weitergegeben werden als auf der
Passivseite und somit wuchs laut Veröffentlichungen der EZB das
Nettozinsergebnis in den ersten drei Quartalen des Jahres um
38 % gegenüber dem Vorjahr auf 18,9 Mrd. EUR. Dadurch hatte
sich das Periodenergebnis mit 12,4 Mrd. EUR mehr als verdop-
pelt. Die Rentabilität lag im dritten Quartal mit einer Gesamtkapi-
talrendite (RoA) von 1,0 % deutlich über dem europäischen
Durchschnitt (0,7 %).
Die Kreditvergabe schwächte sich im Jahr 2023 erheblich ab.
Dies war auf die gestiegenen Kreditzinsen, die strengeren Kredit-
standards und eine geringere Nachfrage zurückzuführen. Das
Volumen an neuen Krediten hatte sich mit einem Rückgang von
54,8 % bei hypothekarisch besicherten Krediten und 18,4 % bei
Unternehmenskrediten stark reduziert. Das führte dazu, dass das
Kreditvolumen im Dezember 2023 nur um 0,7 % höher war als im
Jahr davor. Diese deutliche Verlangsamung des Wachstums war
in der gesamten Eurozone zu beobachten. Die österreichischen
Banken waren jedoch bei den Wohnbaukrediten mit einem stär-
keren Einbruch konfrontiert. Lag hier in der Eurozone im Jahr
2023 noch ein leichtes Wachstum von 0,2 % vor, so ging wäh-
renddessen in Österreich das Volumen um 2,4 % zurück. Die
strengeren Kreditvergabestandards, die aus der im Jahr 2022
eingeführten Kreditimmobilienmaßnahmen-Verordnung resultier-
ten, wirkten sich hierbei negativ aus.
Die strukturellen Probleme des gewerblichen Immobiliensektors
waren weltweit in den Schlagzeilen präsent. Jedoch gerieten die
österreichischen Banken aufgrund des Anteils in ihren Kreditport-
folios (10,8 % im dritten Quartal gemäß EBA-Risk-Dashboards),
der deutlich über dem der EU-Banken (6,8 %) lag, und der Insol-
venz des in Österreich ansässigen global operierenden Unterneh-
mens Signa Holding GmbH stärker in den Fokus. Laut den zuletzt
verfügbaren Daten der EZB für das dritte Quartal blieb jedoch die
Qualität der Aktiva trotz des schwachen wirtschaftlichen Hinter-
grunds stabil. Die Quote notleidender Kredite (NPL-Quote) blieb
mit 2,8 % bei Unternehmenskrediten und 2,2 % für Kredite an pri-
vate Haushalte insgesamt unverändert gegenüber Ende 2022.
Die weiteren aufsichtsrechtlichen Kennzahlen blieben laut EZB-
Daten solide. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) stieg in
den ersten drei Quartalen von 16,27 % auf 16,36 % und die Liqui-
ditätskennzahlen sind trotz weiterer TLTRO-Rückzahlungen in die-
sem Zeitraum sogar gestiegen. Die LCR mit 167,5 % und die NSFR
mit 133,3 % blieben am Ende des dritten Quartals deutlich über
den regulatorischen Anforderungen. Die solide Lage des österrei-
chischen Bankensektors wurde im Juli 2023 ebenfalls von der Ra-
tingagentur Moody’s bestätigt, als sie die unbesicherten Ratings
von elf österreichischen Banken und Bankengruppen anhob.
Steiermark
Die finanzielle Situation vieler Privathaushalte gestaltete sich im
Jahr 2023 schwierig. Die Kosten für Lebensmittel, Miete und
Strom waren ungebrochen auf hohem Niveau und bereiteten der
Bevölkerung Probleme. Trotz dieser herausfordernden Situation
sank die Zahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren in
der Steiermark in den ersten sechs Monaten – und zwar um
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STEIERMARK 2023
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Rohstoffe
Für die meisten Rohstoffmärkte war 2023 ein schwieriges Jahr.
Der Markt für Industriemetalle wurde vom ausgebliebenen Auf-
schwung in China negativ beeinflusst. Trotz mehrerer Produkti-
onskürzungen der OPEC+ und des israelisch-palästinensischen
Konflikts im Oktober, der die Preise vorübergehend auf über 90
USD/Barrel brachte, lag der Ölpreis Ende 2023 mit 77 USD/Barrel
(Brent) um 10 % niedriger als zu Jahresbeginn. Auch spielte die
rekordhaft hohe Produktion der USA eine Rolle bei der Limitie-
rung der Preise. Die europäischen Erdgaspreise sanken mit
32 EUR/MWh um mehr als die Hälfte und lagen damit unter dem
Niveau von Anfang 2022, vor dem Beginn des russischen An-
griffskriegs auf die Ukraine. Im Gegensatz dazu legte Gold letz-
tes Jahr um 13,1 % zu (in USD) und schloss am Ende des Jahres
über der 2.000 USD/Unze Marke.
Österreich
Im Vergleich zur Eurozone verzeichnete Österreich 2023 sowohl
ein deutlich niedrigeres Wachstum als auch eine deutlich höhere
Inflation.
Die Rezession, die im zweiten Halbjahr 2022 einsetzte, verstärkte
sich im Jahr 2023 laut Eurostat mit einem stark negativen Quar-
talswachstum von -1,1 % im zweiten Quartal und -0,5 % im drit-
ten Quartal 2023. Das positive, jedoch moderate Wachstum von
+0,2 % im Schlussquartal deutete eine zaghafte Stabilisierung
an. Im gesamten Jahr ging das reale Bruttoinlandsprodukt Öster-
reichs daher um 0,7 % zurück. Ausschlaggebend hierfür waren
vor allem zurückhaltende Investitionen, besonders im Bausektor,
ein gedämpfter privater Konsum und schwache Exporte. Die
enge Verzahnung der österreichischen Wirtschaft mit der deut-
schen, deren produzierender Sektor eine Rezession durchlief,
hatte naturgemäß eine große Auswirkung.
Gleich wie in anderen europäischen Staaten konnte auch Öster-
reich im Jahr 2023 eine fallende Inflationsrate verzeichnen. Der
Rückgang von 10,5 % im Dezember 2022 auf 5,7 % im Dezember
2023 gemäß Eurostat war jedoch moderater: Die Inflationsrate
lag Ende 2023 circa doppelt so hoch wie jene der Eurozone. Die
jährliche Kerninflationsrate war zum Jahresende mit 5,9 % eben-
falls deutlich über jener der Eurozone. Starke und verzögerte
Lohnerhöhungen, insbesondere im Dienstleistungssektor, wirkten
sich weiters negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der österreichi-
schen Wirtschaft aus.
Österreichischer Bankensektor
Höhere Zinsen und positive Entwicklungen in den CESEE-Län-
dern waren für eine Verbesserung der Profitabilität der österrei-
chischen Banken im Jahr 2023 förderlich. Höhere Zinsen konnten
auf der Aktivseite schneller weitergegeben werden als auf der
Passivseite und somit wuchs laut Veröffentlichungen der EZB das
Nettozinsergebnis in den ersten drei Quartalen des Jahres um
38 % gegenüber dem Vorjahr auf 18,9 Mrd. EUR. Dadurch hatte
sich das Periodenergebnis mit 12,4 Mrd. EUR mehr als verdop-
pelt. Die Rentabilität lag im dritten Quartal mit einer Gesamtkapi-
talrendite (RoA) von 1,0 % deutlich über dem europäischen
Durchschnitt (0,7 %).
Die Kreditvergabe schwächte sich im Jahr 2023 erheblich ab.
Dies war auf die gestiegenen Kreditzinsen, die strengeren Kredit-
standards und eine geringere Nachfrage zurückzuführen. Das
Volumen an neuen Krediten hatte sich mit einem Rückgang von
54,8 % bei hypothekarisch besicherten Krediten und 18,4 % bei
Unternehmenskrediten stark reduziert. Das führte dazu, dass das
Kreditvolumen im Dezember 2023 nur um 0,7 % höher war als im
Jahr davor. Diese deutliche Verlangsamung des Wachstums war
in der gesamten Eurozone zu beobachten. Die österreichischen
Banken waren jedoch bei den Wohnbaukrediten mit einem stär-
keren Einbruch konfrontiert. Lag hier in der Eurozone im Jahr
2023 noch ein leichtes Wachstum von 0,2 % vor, so ging wäh-
renddessen in Österreich das Volumen um 2,4 % zurück. Die
strengeren Kreditvergabestandards, die aus der im Jahr 2022
eingeführten Kreditimmobilienmaßnahmen-Verordnung resultier-
ten, wirkten sich hierbei negativ aus.
Die strukturellen Probleme des gewerblichen Immobiliensektors
waren weltweit in den Schlagzeilen präsent. Jedoch gerieten die
österreichischen Banken aufgrund des Anteils in ihren Kreditport-
folios (10,8 % im dritten Quartal gemäß EBA-Risk-Dashboards),
der deutlich über dem der EU-Banken (6,8 %) lag, und der Insol-
venz des in Österreich ansässigen global operierenden Unterneh-
mens Signa Holding GmbH stärker in den Fokus. Laut den zuletzt
verfügbaren Daten der EZB für das dritte Quartal blieb jedoch die
Qualität der Aktiva trotz des schwachen wirtschaftlichen Hinter-
grunds stabil. Die Quote notleidender Kredite (NPL-Quote) blieb
mit 2,8 % bei Unternehmenskrediten und 2,2 % für Kredite an pri-
vate Haushalte insgesamt unverändert gegenüber Ende 2022.
Die weiteren aufsichtsrechtlichen Kennzahlen blieben laut EZB-
Daten solide. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) stieg in
den ersten drei Quartalen von 16,27 % auf 16,36 % und die Liqui-
ditätskennzahlen sind trotz weiterer TLTRO-Rückzahlungen in die-
sem Zeitraum sogar gestiegen. Die LCR mit 167,5 % und die NSFR
mit 133,3 % blieben am Ende des dritten Quartals deutlich über
den regulatorischen Anforderungen. Die solide Lage des österrei-
chischen Bankensektors wurde im Juli 2023 ebenfalls von der Ra-
tingagentur Moody’s bestätigt, als sie die unbesicherten Ratings
von elf österreichischen Banken und Bankengruppen anhob.
Steiermark
Die finanzielle Situation vieler Privathaushalte gestaltete sich im
Jahr 2023 schwierig. Die Kosten für Lebensmittel, Miete und
Strom waren ungebrochen auf hohem Niveau und bereiteten der
Bevölkerung Probleme. Trotz dieser herausfordernden Situation
sank die Zahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren in
der Steiermark in den ersten sechs Monaten – und zwar um
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STEIERMARK 2023
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
14,5 % auf 514 Fälle. Dies entsprach rund drei Privatkonkursen
pro Tag, berichtete der Kreditschutzverband KSV1870. Über das
ganze Jahr 2023 wurden laut KSV1870-Analyse in Österreich
8.845 Schuldenregulierungsverfahren (24 Fälle pro Tag) eröffnet.
Als einziges Bundesland verzeichnete die Steiermark einen leich-
ten Rückgang von 1,4 %.
Die Unternehmensinsolvenzen stiegen österreichweit um 13 %.
Laut KSV1870-Analyse waren im Jahr 2023 in Österreich 5.380
Unternehmen betroffen. Das entsprach 15 Firmenpleiten pr o Ta g
und so vielen Fällen wie zuletzt vor zehn Jahren. Besonders hart
traf es den Handel, die Bauwirtschaft und den Bereich Beherber-
gung/Gastronomie.
Positiv fiel hingegen die Bilanz der Neugründungen in der Steier-
mark aus. Trotz Konjunkturflaute und hoher Inflation verzeichnete
die Steiermark im Vorjahr den zweithöchsten Gründungswert aller
Zeiten: 4.912 Personen wagten den Schritt in die Selbstständig-
keit. Gegenüber 2022 stellt dieser Wert ein Plus von 3,8 % dar
(4.733 Gründungen im Jahr 2022), im Vergleich zur Zeit vor der
Pandemie sogar eine Zunahme von 12,1 %.
Am Arbeitsmarkt sorgte nach dem „Ausnahmejahr“ 2022 die ein-
getrübte wirtschaftliche Gesamtlage im Jahr 2023 für einen mo-
deraten Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Steiermark von 5,4 %
auf durchschnittlich 31.742 Personen, meldete das Arbeits-
marktservice. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das einen An-
stieg von 1.615 Personen. Inklusive der 7.760 Schulungsteilneh-
menden (+1,7 %) waren damit im Durchschnitt 39.502 Personen
ohne Beschäftigung (+4,6 %). Von dieser negativen Arbeitsmarkt-
entwicklung waren Männer (+7,1 % auf 18.146) deutlich stärker
als Frauen (+3,1 % auf 13.596) betroffen.
Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Die Problematik des Fachkräftemangels ist generell auch im Ban-
kenbereich angekommen, was zu einem Wettbewerb in diesem
Segment führt. Die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark be-
schäftigt sich bereits seit geraumer Zeit damit, wie sie als attrakti-
ver Arbeitgeber die besten Fachkräfte für sich begeistern kann. In
diesem Zusammenhang werden zeitgemäße Arbeitswelten und
vielfältige Aufgabengebiete, interessante Entwicklungsmöglichkei-
ten sowie eine wertebasierte Unternehmenskultur etabliert. Das al-
les führte zu einem regen Zulauf auf ausgeschriebene Stellen.
Zum 31.12.2023 sind in der gesamten Raiffeisen-Bankengruppe
Steiermark 3.191 Personen beschäftigt. Für die Initiative in Rich-
tung attraktiver Arbeitgeber wurde die RLB Steiermark im Mai
2023 mit dem staatlichen Gütesiegel „berufundfamilie“ ausge-
zeichnet. Die drei wichtigsten Maßnahmen für die Zukunft betref-
fen die Etablierung eines professionellen Karenz-Managements,
ein modernes Arbeitszeitmodell und Workshops zu Themen wie
Diversität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das breite Re-
pertoire wird ergänzt etwa durch eine moderne Home-Office-
Richtlinie, flexible Arbeitszeitmodelle oder attraktive Gesund-
heits-, Sport- und Freizeitangebote.
Marktseitig galt es im ersten Halbjahr 2023, die Kunden bei der
Bewältigung der inflationsgetriebenen Herausforderungen zu be-
gleiten. Die Teuerung setzte vor allem jenen zu, die ohnehin
schon über weniger finanzielle Reserven verfügen. Der Raiffeisen
Sozialfonds „WIR hilft für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ un-
terstützt existenzbedrohte Menschen. Nach den verheerenden
Regenfällen in der Steiermark im August des Jahres wurde dieser
Fonds auch für die Unwetterhilfe geöffnet.
Darüber hinaus begleiten die Raiffeisen-Berater durch persönli-
che Gespräche und mit sog. Finanz-Checks, bei denen konkret
mögliche Einsparungen bei Ausgaben oder auch etwaige finanzi-
elle Engpässe analysiert werden. Im Sommer 2023 wurde in der
Kommunikation das „Comeback der Zinsen“ ausgerufen. Dahin-
ter steht eine großangelegte Informationsoffensive von Raiffeisen
Steiermark, deren Ziel es ist, den Kunden im aktuell steigenden
Zinsumfeld treffsicher zu beraten. In der gesamten Raiffeisen-
Bankengruppe Steiermark werden 27 Mrd. EUR an Vermögen
von rund 800.000 Kunden gemanagt. Seit Herbst 2022 wurden
vermehrt attraktive Veranlagungsprodukte auf den Markt ge-
bracht. Im Frühjahr 2023 wurde der erste Green Bond der RLB
Steiermark mit einer Verzinsung von 3,25 % und einer Laufzeit
von zwei Jahren aufgelegt.
Damit folgt die RLB Steiermark dem Trend, denn Nachhaltigkeit
entwickelt sich in der Wirtschaft zum neuen Standard. Bei Raiffei-
sen steht Nachhaltigkeit auf drei Säulen: Wirtschaft, Umwelt und
Mensch. Der ökonomische Aspekt ist bereits seit der Gründung
fester Bestandteil der Raiffeisen-Idee „Hilfe zur Selbsthilfe – was
einer nicht schafft, das vermögen viele“, lange bevor der Begriff
Nachhaltigkeit etabliert wurde. Um die regulatorischen Anforde-
rungen hinsichtlich ESG zu erfüllen, aber auch um die RLB Stei-
ermark mit dem Thema Nachhaltigkeit am Markt zu positionieren,
startete im Sommer 2023 ein groß angelegtes Sustainable Fi-
nance Projekt, bei dem es darum geht, Nachhaltigkeit auf allen
Ebenen ins tägliche Bankgeschäft zu integrieren. Ihre Expertise
im Bereich Nachhaltigkeit gibt die RLB Steiermark auch an ihre
Kunden weiter. Konkret werden für Unternehmen spezielle ESG-
Workshops angeboten, um sich auf künftige Normen einstellen
zu können und langfristig Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im
Privatkundenbereich werden 9 von 10 neuen Fondssparverträgen
bereits nachhaltig investiert, somit sind bereits 60 % des Ge-
samtbestands an Wertpapierfonds nachhaltig. In der RLB Steier-
mark sind bereits 47 ÖGUT-zertifizierte Nachhaltigkeits-Berater
ausgebildet.
Die Unternehmensstrategie der RLB Steiermark setzt sich aus
den Markt- und Geschäftsfeldstrategien, der davon abgeleiteten
Risikostrategie sowie den unterstützenden Funktionalstrategien
für Personal, IT/Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen. Als
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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„echte“ Kundenbank stellen wir die durchgängige Transparenz
unserer Aktivitäten von den Kunden bis zu allen internen Funktio-
nen in den Vordergrund. Durch eine durchgängige und wert-
schätzende Dienstleistungskultur stellen wir für alle Beschäftigten
sicher, dass ihr Wertbeitrag für das optimale Kundenerlebnis
sinnstiftend und attraktiv ist. Gleichzeitig sorgen wir mit einer per-
manenten Messung des Raiffeisen-Gesamterlebnisses (Kun-
denerlebnis + Mitarbeitererlebnis) für offenes und vertrauensvol-
les Feedback, um Qualität und Wertbeitrag für unsere Kunden
auch in Zukunft stetig zu verbessern.
Durch regionale Finanz-Beteiligungen in nachhaltige Zukunftsun-
ternehmen fördern wir pro-aktiv die Zukunftsfähigkeit und Attrak-
tivität unserer Region und schaffen durch die Erweiterung an-
sprechende Differenzierungsmöglichkeiten für Raiffeisen in der
Steiermark. Unsere Aktivitäten fokussieren sich auf sinnvolle Er-
gänzungen zu unseren bestehenden Engagements. Ziel ist ein
strategisches Investment-Portfolio als etabliertes Geschäftsfeld
der Zukunft für uns und unsere Eigentümer. Im Bereich Digitali-
sierung und IT arbeitet die RLB Steiermark kontinuierlich daran,
neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder zeitgemäße
Business Intelligence Lösungen bestmöglich zu nutzen. Dazu ist
eine der Kerninitiativen unserer Strategie, alle Prozesse von Kun-
denseite her zu denken, um den optimalen Kundennutzen zu er-
möglichen und exzellente Prozesse als Differenzierungsfaktor im
Kundenerlebnis zu positionieren.
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„echte“ Kundenbank stellen wir die durchgängige Transparenz
unserer Aktivitäten von den Kunden bis zu allen internen Funktio-
nen in den Vordergrund. Durch eine durchgängige und wert-
schätzende Dienstleistungskultur stellen wir für alle Beschäftigten
sicher, dass ihr Wertbeitrag für das optimale Kundenerlebnis
sinnstiftend und attraktiv ist. Gleichzeitig sorgen wir mit einer per-
manenten Messung des Raiffeisen-Gesamterlebnisses (Kun-
denerlebnis + Mitarbeitererlebnis) für offenes und vertrauensvol-
les Feedback, um Qualität und Wertbeitrag für unsere Kunden
auch in Zukunft stetig zu verbessern.
Durch regionale Finanz-Beteiligungen in nachhaltige Zukunftsun-
ternehmen fördern wir pro-aktiv die Zukunftsfähigkeit und Attrak-
tivität unserer Region und schaffen durch die Erweiterung an-
sprechende Differenzierungsmöglichkeiten für Raiffeisen in der
Steiermark. Unsere Aktivitäten fokussieren sich auf sinnvolle Er-
gänzungen zu unseren bestehenden Engagements. Ziel ist ein
strategisches Investment-Portfolio als etabliertes Geschäftsfeld
der Zukunft für uns und unsere Eigentümer. Im Bereich Digitali-
sierung und IT arbeitet die RLB Steiermark kontinuierlich daran,
neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder zeitgemäße
Business Intelligence Lösungen bestmöglich zu nutzen. Dazu ist
eine der Kerninitiativen unserer Strategie, alle Prozesse von Kun-
denseite her zu denken, um den optimalen Kundennutzen zu er-
möglichen und exzellente Prozesse als Differenzierungsfaktor im
Kundenerlebnis zu positionieren.
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JAHRESFINANZBERICHT 2023
I.2. Erläuterung der Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage
Eingangs möchten wir auf die Ausführungen in den zum Konzern-
abschluss gehörenden Notes verweisen und im Folgenden nur die
wesentlichen Veränderungen erläutern.
Im Konzernlagebericht wurden das aktuelle Zahlenmaterial und die
Vorjahreswerte gerundet in Tausend EURO (TEUR) bzw. in Millionen
EURO (Mio. EUR) ausgewiesen. In der Summenbildung sind daher
Rundungsdifferenzen nicht auszuschließen.
Die Werte der Gesamtergebnisrechnung 2023 (1.1. bis 31.12.2023)
werden jeweils denen des Geschäftsjahres 2022 (1.1. bis
31.12.2022) gegenübergestellt.
Die angeführten Vergleichswerte der Bilanz beziehen sich – sofern
nicht anders angegeben – jeweils auf die Vorjahrswerte 2022.
Gesamtergebnisrechnung
Neben dem positiven Zinsumfeld war das Jahr 2023 von hohem In-
flationsdruck, schwacher Konjunktur und geringem Wachstum ge-
prägt. In diesem schwierigen makroökonomischen Umfeld konnte
der RLB Steiermark Konzern in der abgelaufenen Berichtsperiode ein
stark verbessertes Konzernergebnis in Höhe von 345,1 Mio. EUR
(Vj: 78,4 Mio. EUR) erzielen.
Maßgeblich dafür war neben dem auf einen Betrag von
176,6 Mio. EUR gesteigerten Zinsüberschuss (Vj: 151,2 Mio. EUR) vor
allem ein signifikant verbessertes Bewertungsergebnis aus at equity
bilanzierten Unternehmen, welches sich von –379,5 Mio. EUR im Vor-
jahr auf 71,4 Mio. EUR verändert hat. Dieser Effekt resultierte aus dem
zum 31.12.2023 durchgeführten Impairment-Tes t des Beteiligungsan-
satzes an der Raiffeisen Bank International AG (RBI), woraus auf-
grund des gestiegenen Nutzungswerts eine Zuschreibung resultierte.
Das anteilige laufende Ergebnis aus at equity bilanzierten Unterneh-
men ist hingegen um 125,0 Mio. EUR gesunken. Ebenfalls rückläufig
entwickelten sich die Dividendenerträge, welche vor allem aufgrund
einer im Vorjahr enthaltenen Sonderausschüttung in Höhe von 60,7
Mio. EUR auf einen Betrag von 7,6 Mio. EUR (Vj: 69,0 Mio. EUR) san-
ken. Belastend auf das Konzernergebnis wirkten sich auch die ge-
genüber dem Vorjahr angestiegenen Wertminderungen auf finanzielle
Vermögenswerte (Risikovorsorgen) aus, welche sich auf einen Betrag
von 61,7 Mio. EUR (Vj: 17,0 Mio. EUR) erhöhten.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Die Zinsen und ähnlichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr
2023 gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund des gestiegenen
Zinsniveaus um insgesamt 364,9 Mio. EUR auf 629,0 Mio. EUR. In-
nerhalb der Zinserträge kam es insbesondere bei den nach der Ef-
fektivzinsmethode ermittelten Zinserträgen (überwiegend Zinsen aus
Forderungen gegenüber Kunden und Kreditinstituten der Kategorie
AC) zu einem Anstieg um 331,4 Mio. EUR auf 569,0 Mio. EUR. Die
sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge erhöhten sich gegenüber
dem Vorjahr um 33,6 Mio. EUR auf 60,0 Mio. EUR. Maßgeblich dafür
waren vor allem Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten, wel-
che sich um insgesamt 61,0 Mio. EUR von –3,5 Mio. EUR auf
57,5 Mio. EUR erhöhten. In der Vorperiode beinhaltete diese Position
auch Zinsen für die gezogenen Tranchen im Rahmen des TLTRO III
Programms der EZB mit einem Betrag von 23,4 Mio. EUR. Für das
Geschäftsjahr 2023 entstanden aus dem TLTRO III Zinsaufwendun-
gen in Höhe von 50,3 Mio. EUR, welche innerhalb der Position Zin-
sen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen werden. Ursächlich
für diese Veränderung ist die Erhöhung des Zinssatzes für die Einla-
genfazilität sowie die im Vorjahr erfolgte Änderung der Durch-
schnittsverzinsung für Zinsperioden ab dem 24. November 2022.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen aus finanziellen Ver-
bindlichkeiten erhöhten sich ebenfalls bedingt durch das gestie-
gene Zinsniveau gegenüber dem Vorjahr um 339,5 Mio. EUR auf
insgesamt 452,3 Mio. EUR. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen
Verbindlichkeiten AC verzeichneten vor allem beim Zinsaufwand für
Einlagen und aufgenommene Gelder (Zinsen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und Kunden) einen Anstieg um
277,9 Mio. EUR auf 387,6 Mio. EUR. Diese beinhalten – wie bereits
bei den Zinserträgen erläutert – Zinsaufwendungen für die gezoge-
nen Tranchen im Rahmen des TLTRO III Programms in Höhe von
50,3 Mio. EUR. Die effektivzinskonform abgegrenzten Zinsen basie-
ren auf der durchschnittlichen Deposit Facility Rate und der über
die Gesamtlaufzeit der Refinanzierungsgeschäfte amortisierten Bo-
nifikation für die Erreichung der Kreditvergabeziele. Die sonstigen
Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber
dem Vorjahr um insgesamt 61,6 Mio. EUR auf 64,7 Mio. EUR. Maß-
geblich dafür ist insbesondere die Veränderung der Zinsen aus de-
rivativen Finanzinstrumenten.
Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Zinsüberschuss
von 176,6 Mio. EUR, der um 25,5 Mio. EUR über dem Wert der Ver-
gleichsperiode von 151,2 Mio. EUR liegt.
Die Dividendenerträge aus dem Beteiligungsgeschäft verringerten
sich in der Berichtsperiode um 61,4 Mio. EUR auf insgesamt
7,6 Mio. EUR. Der Rückgang resultiert vor allem aus einer im Vor-
jahr erfolgten Sonderausschüttung im Rahmen von Strukturmaß-
nahmen im Beteiligungsbereich.
Das laufende Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
betrifft ausschließlich das anteilige Periodenergebnis aus der Betei-
ligung an der RBI. Dieses wird in der Berichtsperiode mit einem Be-
trag von 226,8 Mio. EUR (Vj: 351,8 Mio. EUR) ausgewiesen. Bezüg-
lich weiterer Angaben zur RBI wird auf die Erläuterungen zum Be-
wertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen und die
Notes-Angabe 21 – Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen
verwiesen.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
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Der Provisionsüberschuss blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu
unverändert und erreichte einen Betrag von 42,4 Mio. EUR. Das
Provisionsgeschäft im Zahlungsverkehr, welches den größten Bei-
trag zum Provisionsergebnis liefert, konnte gegenüber dem Vorjahr
gesteigert werden und wird mit einem Betrag von 23,6 Mio.
EUR
(Vj: 22,6 Mio.
EUR) ausgewiesen. Eine rückläufige Entwicklung war
im Kreditgeschäft zu verzeichnen (–0,3 Mio. EUR). Das Provisionser-
gebnis im Wertpapiergeschäft blieb mit 14,7 Mio. EUR ebenfalls ge-
ringfügig unter dem Wert der Vergleichsperiode (Vj: 14,9 Mio. EUR).
Der in der Position Ergebnis aus Hedge Accounting ausgewie-
sene, saldierte Betrag aus der Bewertung von Grund- und Siche-
rungsgeschäften beträgt in der Berichtsperiode 3,0 Mio. EUR
(VJ: –6,6 Mio. EUR). Durch die bilanzielle Abbildung als Fair Value
Hedge können einseitige Auswirkungen in Zusammenhang mit wirt-
schaftlich abgesicherten Risiken auf das Ergebnis vermieden wer-
den. In Bezug auf die Abbildung von Mikro Fair Value Hedges wer-
den im RLB Steiermark Konzern die Regelungen des IFRS 9 ange-
wendet. Weiters wird zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts
eines Portfolios gegen Zinsänderungsrisiken Portfolio Fair Value
Hedge Accounting nach dem EU-Carve-out zu IAS 39 angewendet.
Das Handelsergebnis in Höhe von 13,6 Mio. EUR
(VJ: –3,9 Mio. EUR) betrifft mit 21,4 Mio. EUR (Vj: 25,7 Mio. EUR)
das Zinsergebnis sowie mit –8,1 Mio. EUR (Vj:–26,5 Mio. EUR) das
Bewertungsergebnis und mit 0,3 Mio. EUR (Vj: –3,0 Mio. EUR) das
Veräußerungsergebnis.
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L in
Höhe von –2,8 Mio. EUR (Vj: –6,6 Mio. EUR) enthält einerseits das
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis aus verpflichtend zum Fair
Value zu bewertenden finanziellen Vermögenswerten (FVPL-M) in
Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vj: –5,3 Mio. EUR) und andererseits das
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis der dem Fair Value Bestand
gewidmeten Finanzinstrumente (FVO) mit einem Betrag von
–3,9 Mio. EUR (Vj: –1,4 Mio. EUR).
Das Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value be-
werteten Finanzinstrumenten, welches das Ergebnis aus der Aus-
buchung von finanziellen Vermögenswerten AC und FVOCI sowie
das Veräußerungsergebnis von finanziellen Verbindlichkeiten AC
enthält, hat sich von 2,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,7 Mio. EUR ver-
bessert. Innerhalb dieser Position hat sich vor allem das Veräuße-
rungsergebnis von Wertpapieren FVOCI um 1,7 Mio. EUR erhöht.
Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich von
28,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 36,5 Mio. EUR im Berichtszeitraum.
Innerhalb dieser Position werden die sonstigen betrieblichen Erträge,
welche vor allem Kostenersätze und Leistungsverrechnungen betref-
fen, mit einem Betrag von 61,3 Mio. EUR (Vj: 44,1 Mio. EUR) ausge-
wiesen. Die Erhöhung in dieser Position ist einerseits auf einen An-
stieg der Erträge in Leasingtochtergesellschaften und andererseits
durch die im Vorjahr erfolgte Veräußerung des Rechenzentrumbe-
triebs (Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH und Raiffeisen
Rechenzentrum GmbH) begründet. Während im Vorjahr die auf das
konzerneigene Rechenzentrum entfallenden übrigen betrieblichen
Erträge (bis 30.9.2022) im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäfts-
bereichen dargestellt wurden, werden seit dem Verkauf der Raiffei-
sen Informatik Center Steiermark GmbH die nunmehr direkt von der
RLB Steiermark verrechneten Dienstleistungen in dieser Position
ausgewiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf insge-
samt 24,8 Mio. EUR (Vj: 15,5 Mio. EUR). Davon entfällt ein Betrag
von 3,2 Mio. EUR (Vj: 3,6 Mio. EUR) auf die in der Position „Sonstige
Steuern“ enthaltene Stabilitätsabgabe (Bankenabgabe). Beiträge an
Sicherungseinrichtungen betreffen die Beiträge zum Abwicklungs-
fonds sowie zur Einlagensicherung (in Österreich umgesetzt durch
das Banken-Sanierungs- und Abwicklungsgesetz, BaSAG, sowie
durch das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz,
ESAEG) mit insgesamt 8,4 Mio. EUR (Vj: 7,8 Mio. EUR).
Die Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 161,9 Mio. EUR lie-
gen mit einer Steigerung von 16,5 % deutlich über dem Vergleichs-
wert des Vorjahres in Höhe von 138,9 Mio. EUR.
Einerseits erhöhten sich die innerhalb dieser Position ausgewiese-
nen Personalaufwendungen aufgrund kollektivvertraglicher Gehalts-
steigerungen und einer höheren Mitarbeiterzahl um 9,5 Mio. EUR
auf 96,6 Mio. EUR, andererseits verzeichneten auch die Sachauf-
wendungen eine Steigerung um 13,4 Mio. EUR auf 57,3 Mio. EUR
(Vj: 43,8 Mio. EUR), welche in erster Linie auf höhere IT- und Bera-
tungsaufwendungen zurückzuführen ist. Die Erhöhung des IT-Auf-
wands ist hauptsächlich durch die im Vorjahr erfolgte Veräußerung
des „Rechenzentrumbetriebes“ (Raiffeisen Informatik Center Steier-
mark GmbH und Raiffeisen Rechenzentrum GmbH) begründet.
Während im Vorjahr die auf das konzerneigene Rechenzentrum ent-
fallenden Aufwendungen (bis 30.9.2022) im Ergebnis aus aufgege-
benen Geschäftsbereichen ausgewiesen wurden, werden seit dem
Verkauf der Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH die IT-
Dienstleistungen über eine konzernfremde Gesellschaft zugekauft.
Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperi-
ode geringfügig auf 8,0 Mio. EUR (Vj: 7,9 Mio. EUR).
Das Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
beträgt in der Berichtsperiode 71,4 Mio. EUR (Vj: –379,5 Mio. EUR)
und betrifft zur Gänze die Zuschreibung des Beteiligungsansatzes an
der RBI. Bezüglich weiterer Angaben zur RBI wird auf die Notes-An-
gabe 21 – Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen verwiesen.
Die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte ergeben
unter Berücksichtigung der Forderungsabschreibungen und der Ein-
gänge auf abgeschriebene Forderungen einen Nettoaufwand in
Höhe von –61,7 Mio. EUR (Vj: –17,0 Mio. EUR). Dieser ist einerseits
auf die Dotierung von Risikovorsorgen für ausgefallene Exposures
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Der Provisionsüberschuss blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu
unverändert und erreichte einen Betrag von 42,4 Mio. EUR. Das
Provisionsgeschäft im Zahlungsverkehr, welches den größten Bei-
trag zum Provisionsergebnis liefert, konnte gegenüber dem Vorjahr
gesteigert werden und wird mit einem Betrag von 23,6 Mio. EUR
(Vj: 22,6 Mio. EUR) ausgewiesen. Eine rückläufige Entwicklung war
im Kreditgeschäft zu verzeichnen (–0,3 Mio. EUR). Das Provisionser-
gebnis im Wertpapiergeschäft blieb mit 14,7 Mio. EUR ebenfalls ge-
ringfügig unter dem Wert der Vergleichsperiode (Vj: 14,9 Mio. EUR).
Der in der Position Ergebnis aus Hedge Accounting ausgewie-
sene, saldierte Betrag aus der Bewertung von Grund- und Siche-
rungsgeschäften beträgt in der Berichtsperiode 3,0 Mio. EUR
(VJ: –6,6 Mio. EUR). Durch die bilanzielle Abbildung als Fair Value
Hedge können einseitige Auswirkungen in Zusammenhang mit wirt-
schaftlich abgesicherten Risiken auf das Ergebnis vermieden wer-
den. In Bezug auf die Abbildung von Mikro Fair Value Hedges wer-
den im RLB Steiermark Konzern die Regelungen des IFRS 9 ange-
wendet. Weiters wird zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts
eines Portfolios gegen Zinsänderungsrisiken Portfolio Fair Value
Hedge Accounting nach dem EU-Carve-out zu IAS 39 angewendet.
Das Handelsergebnis in Höhe von 13,6 Mio. EUR
(VJ: –3,9 Mio. EUR) betrifft mit 21,4 Mio. EUR (Vj: 25,7 Mio. EUR)
das Zinsergebnis sowie mit –8,1 Mio. EUR (Vj:–26,5 Mio. EUR) das
Bewertungsergebnis und mit 0,3 Mio. EUR (Vj: –3,0 Mio. EUR) das
Veräußerungsergebnis.
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L in
Höhe von –2,8 Mio. EUR (Vj: –6,6 Mio. EUR) enthält einerseits das
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis aus verpflichtend zum Fair
Value zu bewertenden finanziellen Vermögenswerten (FVPL-M) in
Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vj: –5,3 Mio. EUR) und andererseits das
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis der dem Fair Value Bestand
gewidmeten Finanzinstrumente (FVO) mit einem Betrag von
–3,9 Mio. EUR (Vj: –1,4 Mio. EUR).
Das Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value be-
werteten Finanzinstrumenten, welches das Ergebnis aus der Aus-
buchung von finanziellen Vermögenswerten AC und FVOCI sowie
das Veräußerungsergebnis von finanziellen Verbindlichkeiten AC
enthält, hat sich von 2,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,7 Mio. EUR ver-
bessert. Innerhalb dieser Position hat sich vor allem das Veräuße-
rungsergebnis von Wertpapieren FVOCI um 1,7 Mio. EUR erhöht.
Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich von
28,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 36,5 Mio. EUR im Berichtszeitraum.
Innerhalb dieser Position werden die sonstigen betrieblichen Erträge,
welche vor allem Kostenersätze und Leistungsverrechnungen betref-
fen, mit einem Betrag von 61,3 Mio. EUR (Vj: 44,1 Mio. EUR) ausge-
wiesen. Die Erhöhung in dieser Position ist einerseits auf einen An-
stieg der Erträge in Leasingtochtergesellschaften und andererseits
durch die im Vorjahr erfolgte Veräußerung des Rechenzentrumbe-
triebs (Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH und Raiffeisen
Rechenzentrum GmbH) begründet. Während im Vorjahr die auf das
konzerneigene Rechenzentrum entfallenden übrigen betrieblichen
Erträge (bis 30.9.2022) im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäfts-
bereichen dargestellt wurden, werden seit dem Verkauf der Raiffei-
sen Informatik Center Steiermark GmbH die nunmehr direkt von der
RLB Steiermark verrechneten Dienstleistungen in dieser Position
ausgewiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf insge-
samt 24,8 Mio. EUR (Vj: 15,5 Mio. EUR). Davon entfällt ein Betrag
von 3,2 Mio. EUR (Vj: 3,6 Mio. EUR) auf die in der Position „Sonstige
Steuern“ enthaltene Stabilitätsabgabe (Bankenabgabe). Beiträge an
Sicherungseinrichtungen betreffen die Beiträge zum Abwicklungs-
fonds sowie zur Einlagensicherung (in Österreich umgesetzt durch
das Banken-Sanierungs- und Abwicklungsgesetz, BaSAG, sowie
durch das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz,
ESAEG) mit insgesamt 8,4 Mio. EUR (Vj: 7,8 Mio. EUR).
Die Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 161,9 Mio. EUR lie-
gen mit einer Steigerung von 16,5 % deutlich über dem Vergleichs-
wert des Vorjahres in Höhe von 138,9 Mio. EUR.
Einerseits erhöhten sich die innerhalb dieser Position ausgewiese-
nen Personalaufwendungen aufgrund kollektivvertraglicher Gehalts-
steigerungen und einer höheren Mitarbeiterzahl um 9,5 Mio. EUR
auf 96,6 Mio. EUR, andererseits verzeichneten auch die Sachauf-
wendungen eine Steigerung um 13,4 Mio. EUR auf 57,3 Mio. EUR
(Vj: 43,8 Mio. EUR), welche in erster Linie auf höhere IT- und Bera-
tungsaufwendungen zurückzuführen ist. Die Erhöhung des IT-Auf-
wands ist hauptsächlich durch die im Vorjahr erfolgte Veräußerung
des „Rechenzentrumbetriebes“ (Raiffeisen Informatik Center Steier-
mark GmbH und Raiffeisen Rechenzentrum GmbH) begründet.
Während im Vorjahr die auf das konzerneigene Rechenzentrum ent-
fallenden Aufwendungen (bis 30.9.2022) im Ergebnis aus aufgege-
benen Geschäftsbereichen ausgewiesen wurden, werden seit dem
Verkauf der Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH die IT-
Dienstleistungen über eine konzernfremde Gesellschaft zugekauft.
Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperi-
ode geringfügig auf 8,0 Mio. EUR (Vj: 7,9 Mio. EUR).
Das Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
beträgt in der Berichtsperiode 71,4 Mio. EUR (Vj: –379,5 Mio. EUR)
und betrifft zur Gänze die Zuschreibung des Beteiligungsansatzes an
der RBI. Bezüglich weiterer Angaben zur RBI wird auf die Notes-An-
gabe 21 – Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen verwiesen.
Die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte ergeben
unter Berücksichtigung der Forderungsabschreibungen und der Ein-
gänge auf abgeschriebene Forderungen einen Nettoaufwand in
Höhe von –61,7 Mio. EUR (Vj: –17,0 Mio. EUR). Dieser ist einerseits
auf die Dotierung von Risikovorsorgen für ausgefallene Exposures
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
149
JAHRESFINANZBERICHT 2023
(Stage 3) mit 72,6 Mio. EUR (Vj: 22,0 Mio. EUR) und auf die
(Netto-)Auflösung von portfoliobasierten Wertminderungen (Wertmin-
derungen Stage 1 und 2) mit 10,4 Mio. EUR (Vj: 4,3 Mio. EUR) zu-
rückzuführen. Die Portfoliowertberichtigungen enthalten aufgrund
der aktuellen Krisenherde nach wie vor ein Post Model Adjustment.
Daraus resultierte in der Berichtsperiode eine Auflösung in Höhe von
6,6 Mio. EUR (Vj: Dotierung 7,1 Mio. EUR).
Damit ergibt sich für den RLB Steiermark Konzern im Geschäftsjahr
2023 ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von
356,3 Mio. EUR (Vj: 92,6 Mio. EUR).
Die Position Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von
–11,2 Mio. EUR (Vj: –13,1 Mio. EUR) beinhaltet latente Steuerauf-
wendungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Vj: 11,7 Mio. EUR) sowie
laufende Steueraufwendungen mit 7,8 Mio. EUR (Vj: 1,4 Mio. EUR).
Das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis aus aufgegebenen Ge-
schäftsbereichen in Höhe von –1,2 Mio. EUR beinhaltete die Auf-
wendungen und Erträge des „Rechenzentrumsbetriebes“ (Raiffeisen
Informatik Center Steiermark GmbH und Raiffeisen Rechenzentrum
GmbH), welcher im zweiten Halbjahr 2022 veräußert wurde.
Das Konzernergebnis in Höhe von 345,1 Mio. EUR (Vj:
78,4 Mio. EUR) entfällt wie im Vorjahr fast ausschließlich auf die An-
teilseigner der RLB Steiermark. Der den nicht beherrschenden Gesell-
schaftern zuzurechnende Ergebnisanteil ist von untergeordneter Be-
deutung.
Sonstiges Ergebnis / Gesamtergebnis
Das Gesamtergebnis des Konzerns beträgt 242,6 Mio. EUR
(Vj: 35,1 Mio. EUR) und beinhaltet neben dem Konzernergebnis vor
allem das anteilige sonstige Ergebnis der at equity bilanzierten Unter-
nehmen mit einem Betrag von –102,4 Mio. EUR
(Vj: –33,1 Mio. EUR) sowie Bewertungseffekte von finanziellen Vermö-
genswerten – Fair Value OCI mit 9,6 Mio. EUR (Vj: –17,1 Mio. EUR).
Des Weiteren umfasst das Gesamtergebnis auch versicherungsma-
thematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen
mit –7,7 Mio. EUR (Vj: 4,6 Mio. EUR) und bonitätsinduzierte Fair Value
Änderungen von finanziellen Verbindlichkeiten mit –2,0 Mio. EUR
(Vj: 2,3 Mio. EUR). Sämtliche der erläuterten Komponenten sind ab-
züglich der darauf entfallenden latenten Steuer dargestellt.
Auch das Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist wie im Vor-
jahr beinahe zur Gänze den Anteilseignern der RLB Steiermark zu-
zurechnen. Auf die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter
entfällt ein unwesentlicher Betrag.
Bilanz
Die Bilanzsumme des Konzerns belief sich zum 31.12.2023 auf
17.114,1 Mio. EUR. Im Vergleich zum Jahresende 2022 bedeutet
dies einen Rückgang in Höhe von 254,2 Mio. EUR bzw. 1,5 %.
Die Position Barreserve und Sichtguthaben hat sich von
3.245,9 Mio. EUR im Vorjahr um 30,1 Mio. EUR auf
3.275,9 Mio. EUR zum 31.12.2023 erhöht. Diese Veränderung ist ei-
nerseits auf eine Steigerung der Guthaben bei Zentralbanken um
453,5 Mio. EUR und andererseits auf einen Rückgang der Sichtgut-
haben um 423,2 Mio. EUR zurückzuführen.
Die Finanziellen Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) (netto)
verzeichneten gegenüber dem Jahresultimo 2022 eine Abnahme von
385,4 Mio. EUR bzw. 3,3 % und werden per 31.12.2023 mit
11.291,5 Mio. EUR bilanziert. Die in dieser Position ausgewiesenen
Forderungen gegenüber Kreditinstituten verringerten sich gegenüber
dem 31.12.2022 um 298,7 Mio. EUR und erreichten einen Stand von
1.236,5 Mio. EUR. Die Forderungen gegenüber Kunden inklusive der
Forderungen aus Leasingverhältnissen konnten eine Erhöhung um
11,6 Mio. EUR auf 8.330,7 Mio. EUR verzeichnen. Die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Schuldverschreibungen sanken um
98,3 Mio. EUR auf 1.724,3 Mio. EUR. Die von den gesamten Forde-
rungen bereits aktivisch abgesetzten Wertminderungen wurden mit
einem Betrag von insgesamt –180,0 Mio. EUR (Vj: –168,2 Mio. EUR)
berücksichtigt. Die Veränderung resultiert aus einer Erhöhung der Ein-
zelwertberichtigungen (Stage 3) um 17,1 Mio. EUR und einem Rück-
gang der Portfoliowertberichtungen (Stage 1 und 2) um 5,2 Mio. EUR.
Die Finanziellen Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI) ver-
ringerten sich gegenüber dem 31.12.2022 um 83,8 Mio. EUR und
betragen zum Berichtsstichtag 567,4 Mio. EUR. Diese Position bein-
haltet Fremdkapitalinstrumente (Schuldverschreibungen) in Höhe
von 447,8 Mio. EUR (Vj: 540,7 Mio. EUR) und Eigenkapitalinstru-
mente mit einem Betrag von 119,6 Mio. EUR (Vj: 110,5 Mio. EUR).
Die Finanziellen Vermögenswerte – Held for Trading (HFT) haben
sich gegenüber dem 31.12.2022 um 88,4 Mio. EUR verringert und
betragen zum Berichtsstichtag 335,5 Mio. EUR. Diese Position um-
fasst Schuldverschreibungen mit 16,3 Mio. EUR (Vj: 12,9 Mio. EUR)
und positive Marktwerte (dirty price) von derivativen Finanzinstru-
menten mit insgesamt 319,2 Mio. EUR (Vj: 411,0 Mio. EUR). Im Be-
sonderen sind dies neben Derivaten, welche zu Handelszwecken
gehalten werden, auch jene Derivate, die zur Verringerung eines Ac-
counting Mismatch im Rahmen der Fair Value Option eingesetzt wer-
den („Economic Hedges“).
Die Finanziellen Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value
P&L (FVPL-M) werden per 31.12.2023 mit 75,6 Mio. EUR
(Vj: 75,7 Mio. EUR) bilanziert und beinhalten die verpflichtend zum
Fair Value zu bewertenden Finanzinstrumente. Hievon entfallen
18,3 Mio. EUR (Vj: 17,2 Mio. EUR) auf Schuldverschreibungen,
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
150
35,2 Mio. EUR (Vj: 38,2 Mio. EUR) auf Kredite und Forderungen so-
wie 22,1 Mio. EUR (Vj: 20,4 Mio. EUR) auf andere nicht festverzinsli-
che Wertpapiere.
Die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumen-
ten haben sich gegenüber dem 31.12.2022 um 81,1 Mio. EUR ver-
ringert und betragen zum Berichtsstichtag 319,8 Mio. EUR.
Die Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges werden
zum 31.12.2023 mit einem Betrag von –166,0 Mio. EUR
(Vj: –280,6 Mio. EUR) ausgewiesen. In dieser Position werden so-
wohl positive als auch negative Wertänderungen von Grundge-
schäften (Basis Adjustments) der Aktivseite in Portfolio Fair Value
Hedges dargestellt.
Die Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen – welche aus-
schließlich auf die Anteile an der RBI entfallen – haben sich im Ver-
gleich zum Jahresende 2022 insbesondere durch die Berücksichti-
gung des anteiligen Ergebnisbeitrags und der Zuschreibung des Be-
teiligungsansatzes um insgesamt 169,3 Mio. EUR auf einen Buchwert
von 975,8 Mio. EUR erhöht. Bezüglich weiterer Angaben zur RBI wird
auf die Ausführungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie auf
die Notes-Angabe 21 – Anteile an at equity bilanzierten Unterneh-
men verwiesen.
Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen verringer-
ten sich gegenüber dem angepassten Vorjahreswert um
0,4 Mio. EUR und werden mit insgesamt 112,4 Mio. EUR (Vorjahr
angepasst: 112,8 Mio. EUR) bilanziert. Der Vorjahreswert wurde an-
gepasst, weil die im Vorjahr noch in einer eigenen Position ausge-
wiesenen Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 seit dem Geschäftsjahr
2023 innerhalb der Sachanlagen dargestellt werden. Diese betra-
gen zum Jahresultimo 7,6 Mio. EUR (Vj: 6,7 Mio. EUR) und betref-
fen vor allem angemietete Bankstellen und Kraftfahrzeuge.
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in Höhe von
23,1 Mio. EUR (Vj: 17,8 Mio. EUR) betreffen größtenteils Liegen-
schaften in der Grazer Innenstadt sowie Nutzungsrechte, welche
gemäß IAS 40 als Finanzinvestitionen darzustellen sind.
Die laufenden und latenten Ertragsteuerforderungen werden mit
19,7 Mio. EUR angesetzt. Diese haben sich gegenüber dem Vorjah-
reswert von 20,0 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR verringert.
Die sonstigen Aktiva erhöhten sich per 31.12.2023 um
66,3 Mio. EUR auf 283,4 Mio. EUR. In diesem Posten werden haupt-
sächlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige
Steuerforderungen, Verrechnungswerte sowie Rechnungsabgren-
zungsposten ausgewiesen. Die Veränderung resultiert im Wesentli-
chen aus der stichtagsbedingten Erhöhung der Zahlungsaufträge in
Abwicklung.
Auf der Passivseite werden die Finanziellen Verbindlichkeiten –
Amortised Cost (AC)
zum Berichtsstichtag mit 14.240,9 Mio. EUR
nach 14.558,7 Mio. EUR zum 31.12.2022 ausgewiesen. Dies ent-
spricht einer Verringerung von 317,9 Mio. EUR oder 2,2 %. Die in
dieser Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-
instituten sanken insbesondere aufgrund von Rückzahlungen des
EZB-Langfristtender (TLTRO III) um 1.553,1 Mio. EUR auf
5.814,0 Mio. EUR. Zum Berichtsstichtag werden die Refinanzierun-
gen im Rahmen des TLTRO III-Programms noch mit einem Volu-
men von 0,5 Mrd. EUR (Vj: 2,5 Mrd. EUR) ausgewiesen. Weiters
beinhaltet diese Position Einlagen von Förderbanken in Höhe von
678,0 Mio. EUR (Vj: 566,1 Mio. EUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Sicht-, Termin- und Spar-
einlagen) erhöhten sich um 6,3 % und erreichten einen Stand von
3.944,4 Mio. EUR nach 3.708,9 Mio. EUR am 31.12.2022.
Die verbrieften Verbindlichkeiten (inkl. nachrangige Verbindlichkei-
ten) erhöhten sich u.a. aufgrund der Emission von zwei Bench-
markanleihen (Covered Bonds) in Höhe von je 500 Mio. EUR auf
4.482,5 Mio. EUR (Vj: 3.482,7 Mio. EUR). Eine Benchmarkanleihe
mit einem Volumen von 500 Mio. EUR wurde Anfang des Jahres
planmäßig rückgeführt. Vom Gesamtvolumen der verbrieften Ver-
bindlichkeiten wurden 329,6 Mio. EUR (Vj: 385,7 Mio. EUR) von
steirischen Raiffeisenbanken gezeichnet, 1.057,9 Mio. EUR
(Vj: 625,7 Mio. EUR) betreffen den Bereich „Retail/Private Ban-
king“ sowie 229,3 Mio. EUR (Vj: 309,6 Mio. EUR) Privatplatzierun-
gen. Am Kapitalmarkt sind per 31.12.2023 Covered Bonds im Aus-
maß von 2.865,7 Mio. EUR (Vj: 2.161,7 Mio. EUR) platziert.
Der Stand der Finanziellen Verbindlichkeiten – Held for Trading
(HFT) beträgt zum Berichtsstichtag 173,0 Mio. EUR und verzeich-
nete gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von 64,8 Mio. EUR.
Diese Position beinhaltet ausschließlich negative Marktwerte (dirty
price) von derivativen Finanzinstrumenten. Diese umfassen insbe-
sondere Derivate, welche zu Handelszwecken gehalten werden, so-
wie jene Derivate, die zur Verringerung eines Accounting Mismatch
im Rahmen der Fair Value Option eingesetzt werden („Economic
Hedges“).
Die Finanziellen Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value
P&L (FVO) betrugen zum Berichtsstichtag 367,0 Mio. EUR nach
387,6 Mio. EUR zum 31.12.2022. Dies entspricht einer Abnahme
von 20,6 Mio. EUR, welche mit 23,2 Mio. EUR auf den Rückgang
der verbrieften Verbindlichkeiten (inkl. nachrangige Verbindlichkei-
ten) und mit 2,6 Mio. EUR auf den Anstieg der Verbindlichkeiten ge-
genüber Kunden entfällt. Vom Gesamtvolumen der verbrieften Ver-
bindlichkeiten (inkl. nachrangige Verbindlichkeiten) in Höhe von
136,9 Mio. EUR (Vj: 160,1 Mio. EUR) betreffen 14,0 Mio. EUR (Vj:
14,3 Mio. EUR) den Bereich „Retail/Private Banking“ sowie
68,7 Mio. EUR (Vj: 73,9 Mio. EUR) Privatplatzierungen. Am Kapital-
markt sind zum Berichtsstichtag Covered Bonds im Ausmaß von
54,2 Mio. EUR (Vj: 72,0 Mio. EUR) platziert.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
150
35,2 Mio. EUR (Vj: 38,2 Mio. EUR) auf Kredite und Forderungen so-
wie 22,1 Mio. EUR (Vj: 20,4 Mio. EUR) auf andere nicht festverzinsli-
che Wertpapiere.
Die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumen-
ten haben sich gegenüber dem 31.12.2022 um 81,1 Mio. EUR ver-
ringert und betragen zum Berichtsstichtag 319,8 Mio. EUR.
Die Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges werden
zum 31.12.2023 mit einem Betrag von –166,0 Mio. EUR
(Vj: –280,6 Mio. EUR) ausgewiesen. In dieser Position werden so-
wohl positive als auch negative Wertänderungen von Grundge-
schäften (Basis Adjustments) der Aktivseite in Portfolio Fair Value
Hedges dargestellt.
Die Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen – welche aus-
schließlich auf die Anteile an der RBI entfallen – haben sich im Ver-
gleich zum Jahresende 2022 insbesondere durch die Berücksichti-
gung des anteiligen Ergebnisbeitrags und der Zuschreibung des Be-
teiligungsansatzes um insgesamt 169,3 Mio. EUR auf einen Buchwert
von 975,8 Mio. EUR erhöht. Bezüglich weiterer Angaben zur RBI wird
auf die Ausführungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie auf
die Notes-Angabe 21 – Anteile an at equity bilanzierten Unterneh-
men verwiesen.
Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen verringer-
ten sich gegenüber dem angepassten Vorjahreswert um
0,4 Mio. EUR und werden mit insgesamt 112,4 Mio. EUR (Vorjahr
angepasst: 112,8 Mio. EUR) bilanziert. Der Vorjahreswert wurde an-
gepasst, weil die im Vorjahr noch in einer eigenen Position ausge-
wiesenen Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 seit dem Geschäftsjahr
2023 innerhalb der Sachanlagen dargestellt werden. Diese betra-
gen zum Jahresultimo 7,6 Mio. EUR (Vj: 6,7 Mio. EUR) und betref-
fen vor allem angemietete Bankstellen und Kraftfahrzeuge.
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in Höhe von
23,1 Mio. EUR (Vj: 17,8 Mio. EUR) betreffen größtenteils Liegen-
schaften in der Grazer Innenstadt sowie Nutzungsrechte, welche
gemäß IAS 40 als Finanzinvestitionen darzustellen sind.
Die laufenden und latenten Ertragsteuerforderungen werden mit
19,7 Mio. EUR angesetzt. Diese haben sich gegenüber dem Vorjah-
reswert von 20,0 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR verringert.
Die sonstigen Aktiva erhöhten sich per 31.12.2023 um
66,3 Mio. EUR auf 283,4 Mio. EUR. In diesem Posten werden haupt-
sächlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige
Steuerforderungen, Verrechnungswerte sowie Rechnungsabgren-
zungsposten ausgewiesen. Die Veränderung resultiert im Wesentli-
chen aus der stichtagsbedingten Erhöhung der Zahlungsaufträge in
Abwicklung.
Auf der Passivseite werden die Finanziellen Verbindlichkeiten –
Amortised Cost (AC) zum Berichtsstichtag mit 14.240,9 Mio. EUR
nach 14.558,7 Mio. EUR zum 31.12.2022 ausgewiesen. Dies ent-
spricht einer Verringerung von 317,9 Mio. EUR oder 2,2 %. Die in
dieser Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-
instituten sanken insbesondere aufgrund von Rückzahlungen des
EZB-Langfristtender (TLTRO III) um 1.553,1 Mio. EUR auf
5.814,0 Mio. EUR. Zum Berichtsstichtag werden die Refinanzierun-
gen im Rahmen des TLTRO III-Programms noch mit einem Volu-
men von 0,5 Mrd. EUR (Vj: 2,5 Mrd. EUR) ausgewiesen. Weiters
beinhaltet diese Position Einlagen von Förderbanken in Höhe von
678,0 Mio. EUR (Vj: 566,1 Mio. EUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Sicht-, Termin- und Spar-
einlagen) erhöhten sich um 6,3 % und erreichten einen Stand von
3.944,4 Mio. EUR nach 3.708,9 Mio. EUR am 31.12.2022.
Die verbrieften Verbindlichkeiten (inkl. nachrangige Verbindlichkei-
ten) erhöhten sich u.a. aufgrund der Emission von zwei Bench-
markanleihen (Covered Bonds) in Höhe von je 500 Mio. EUR auf
4.482,5 Mio. EUR (Vj: 3.482,7 Mio. EUR). Eine Benchmarkanleihe
mit einem Volumen von 500 Mio. EUR wurde Anfang des Jahres
planmäßig rückgeführt. Vom Gesamtvolumen der verbrieften Ver-
bindlichkeiten wurden 329,6 Mio. EUR (Vj: 385,7 Mio. EUR) von
steirischen Raiffeisenbanken gezeichnet, 1.057,9 Mio. EUR
(Vj: 625,7 Mio. EUR) betreffen den Bereich „Retail/Private Ban-
king“ sowie 229,3 Mio. EUR (Vj: 309,6 Mio. EUR) Privatplatzierun-
gen. Am Kapitalmarkt sind per 31.12.2023 Covered Bonds im Aus-
maß von 2.865,7 Mio. EUR (Vj: 2.161,7 Mio. EUR) platziert.
Der Stand der Finanziellen Verbindlichkeiten – Held for Trading
(HFT) beträgt zum Berichtsstichtag 173,0 Mio. EUR und verzeich-
nete gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von 64,8 Mio. EUR.
Diese Position beinhaltet ausschließlich negative Marktwerte (dirty
price) von derivativen Finanzinstrumenten. Diese umfassen insbe-
sondere Derivate, welche zu Handelszwecken gehalten werden, so-
wie jene Derivate, die zur Verringerung eines Accounting Mismatch
im Rahmen der Fair Value Option eingesetzt werden („Economic
Hedges“).
Die Finanziellen Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value
P&L (FVO) betrugen zum Berichtsstichtag 367,0 Mio. EUR nach
387,6 Mio. EUR zum 31.12.2022. Dies entspricht einer Abnahme
von 20,6 Mio. EUR, welche mit 23,2 Mio. EUR auf den Rückgang
der verbrieften Verbindlichkeiten (inkl. nachrangige Verbindlichkei-
ten) und mit 2,6 Mio. EUR auf den Anstieg der Verbindlichkeiten ge-
genüber Kunden entfällt. Vom Gesamtvolumen der verbrieften Ver-
bindlichkeiten (inkl. nachrangige Verbindlichkeiten) in Höhe von
136,9 Mio. EUR (Vj: 160,1 Mio. EUR) betreffen 14,0 Mio. EUR (Vj:
14,3 Mio. EUR) den Bereich „Retail/Private Banking“ sowie
68,7 Mio. EUR (Vj: 73,9 Mio. EUR) Privatplatzierungen. Am Kapital-
markt sind zum Berichtsstichtag Covered Bonds im Ausmaß von
54,2 Mio. EUR (Vj: 72,0 Mio. EUR) platziert.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
151
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumen-
ten werden per 31.12.2023 mit 296,9 Mio. EUR (Vj: 413,1 Mio. EUR)
ausgewiesen.
Die Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges betra-
gen zum Jahresultimo –17,2 Mio. EUR (Vj: –50,8 Mio. EUR). In
dieser Position werden sowohl positive als auch negative Wertän-
derungen von Grundgeschäften (Basis Adjustments) der Passiv-
seite in Portfolio Fair Value Hedges dargestellt.
Die Rückstellungen erreichten zum Berichtsstichtag einen Stand von
86,6 Mio. EUR und liegen damit um 8,5 Mio. EUR über dem Vorjah-
reswert. Die langfristigen Personalrückstellungen (Abfertigungen, Pen-
sionen, Jubiläumsgelder) stiegen gegenüber dem Vorjahr auf
60,1 Mio. EUR (Vj: 52,5 Mio. EUR). Dies ist vor allem auf die Reduk-
tion der Diskontsätze sowie die Erhöhung des Gehalts- und Pensi-
onstrends zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich
gegenüber dem 31.12.2022 um 0,9 Mio. EUR auf 26,5 Mio. EUR
erhöht. Sonstige Rückstellungen betreffen in erster Linie Rückstellun-
gen für außerbilanzielle Geschäfte (Haftungen, Garantien und Kreditri-
siken) mit einem Betrag von 23,5 Mio. EUR (Vj: 20,7 Mio. EUR). Wei-
ters ist hier die aufgrund des OGH-Urteils (vom 22. Dezember 2021)
und des VwGH-Erkenntnisses (vom 13. Dezember 2022) zu den
Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19-JuBG gebildete Rückstel-
lung für Moratoriumszinsen mit 1,1 Mio. EUR (Vj: 2,4 Mio. EUR) ent-
halten, welche sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund erfolgter
Rückzahlungen (0,2 Mio. EUR) und ertragswirksamen Auflösungen
(1,1 Mio. EUR) reduziert hat.
Die laufenden und latenten Ertragsteuerschulden werden in
Summe mit einem Betrag von 31,9 Mio. EUR (Vj: 24,5 Mio. EUR)
ausgewiesen.
Die sonstigen Passiva erhöhten sich gegenüber dem Jahresul-
timo um 3,8 Mio. EUR und betragen zum Berichtsstichtag
69,5 Mio. EUR nach 65,8 Mio. EUR zum 31.12.2022.
Das Eigenkapital zum 31.12.2023 hat sich im Vergleich zum
31.12.2022 vor allem aufgrund des positiven Gesamtergebnisses
um insgesamt 212,1 Mio. EUR auf 1.865,6 Mio. EUR erhöht. Vom
gesamten Eigenkapital entfallen 1.865,7 Mio. EUR
(Vj: 1.653,6 Mio. EUR) auf die Anteile der Gesellschafter des Mutter-
unternehmens und –0,1 Mio. EUR (Vj: –0,0 Mio. EUR) auf die An-
teile nicht beherrschender Gesellschafter. Das gezeichnete Kapital
(Grundkapital) der RLB Steiermark beträgt zum 31.12.2023 insge-
samt 142,7 Mio. EUR (Vj: 142,7 Mio. EUR) und besteht unverändert
zum Vorjahr aus 3.113.507 Stück nennbetragslosen, auf Namen
lautende Stückaktien (Stammaktien).
Die detaillierte Entwicklung ist aus der Eigenkapitalveränderungs-
rechnung des Konzernjahresabschlusses ersichtlich.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
152
I.3. Bericht über die
Zweigniederlassungen
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG hat mit Stichtag 31. De-
zember 2023 neben dem Raiffeisenhaus in der Radetzkystraße an
den folgenden Standorten Zweig- und Außenstellen in Graz: Annen-
straße, City – Herrengasse, Steirerhof – Jakominiplatz, Styria Media
Center, Zinzendorfgasse, Herrgottwiesgasse, Kärntner Straße, Rag-
nitz, Theodor-Körner-Straße, St. Leonhard-LKH, LKH Graz II Stand-
orte West und Süd. Weitere RLB-Bankstellen außerhalb von Graz
gibt es in Frohnleiten und Leibnitz.
In Bruck an der Mur befindet sich darüber hinaus ein Büro ohne Ser-
vicebereich. Die eigenen Mitarbeiter und fallweise Kommerzkunden
werden im Headquarter in Raaba betreut.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
152
I.3. Bericht über die
Zweigniederlassungen
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG hat mit Stichtag 31. De-
zember 2023 neben dem Raiffeisenhaus in der Radetzkystraße an
den folgenden Standorten Zweig- und Außenstellen in Graz: Annen-
straße, City – Herrengasse, Steirerhof – Jakominiplatz, Styria Media
Center, Zinzendorfgasse, Herrgottwiesgasse, Kärntner Straße, Rag-
nitz, Theodor-Körner-Straße, St. Leonhard-LKH, LKH Graz II Stand-
orte West und Süd. Weitere RLB-Bankstellen außerhalb von Graz
gibt es in Frohnleiten und Leibnitz.
In Bruck an der Mur befindet sich darüber hinaus ein Büro ohne Ser-
vicebereich. Die eigenen Mitarbeiter und fallweise Kommerzkunden
werden im Headquarter in Raaba betreut.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
153
JAHRESFINANZBERICHT 2023
I.4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Cost/Income Ratio (CIR)
Als Cost/Income Ratio (CIR) wird das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zu den Betriebserträgen definiert. Diese zeigt folgendes Bild:
In TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Betriebserträge 508.429 627.968 –19,0 %
Verwaltungsaufwendungen –161.859 –138.886 16,5 %
Cost/Income Ratio 31,8 % 22,1 % 9,7 PP
Eigenkapitalrendite Return on Equity (ROE)
Der Return on Equity (ROE) – definiert als das annualisierte Konzernergebnis vor Steuern bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital –
stellt sich wie folgt dar:
In TEUR
31.12.2023
31.12.2022
Veränderung
Konzernergebnis vor Steuern 356.262 92.629 >100 %
durchschnittliches Eigenkapital 1.759.590 1.652.326 6,5 %
ROE vor Steuern 20,2 % 5,6 % >100 %
Non-Performing Loan-Ratio (NPL-Ratio)
Die NPL-Quote ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Qualität der Aktiva von Kreditinstituten, welche als Verhältnis der ausgefallenen Forde-
rungen (NPL) zum gesamten Forderungsbestand berechnet wird. Zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2023 erfolgte die Ermittlung der NPL-
Quote entsprechend der EBA/GL/2018/10 (davor gemäß EBA risk dashboard). Diese Definition sieht vor, dass Kassenbestände bei Zentral-
banken und andere Sichteinlagen sowohl vom Nenner als auch vom Zähler auszuschließen sind. Demgemäß werden die in der Bilanzposi-
tion „Barreserve und Sichtguthaben“ ausgewiesenen Guthaben bei Zentralbanken sowie Sichtguthaben nicht mehr in die Berechnung ein-
bezogen. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst. Für die Einstufung als ausgefallene Forderung (NPL) wird die Definition gemäß
Art. 178 CRR herangezogen. Die Quote hat sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund eines Anstiegs bei den ausgefallenen For-
derungen um 1,5 Prozentpunkte erhöht.
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio) 4,5 % 3,0 % 1,5 PP
Bei einer Analyse der NPL-Ratio ist auch die Coverage Ratio, d. h. die Deckung der ausgefallenen Forderungen durch etwaige Sicherheiten
und gebildete Risikovorsorgen, einzubeziehen. Zum Berichtsstichtag sind die ausgefallenen Forderungen zu rund 95 % (31.12.2022: 91 %)
durch Risikovorsorgen und Sicherheiten abgedeckt.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
154
Liquidity Coverage Ratio (LCR)
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist eine Kennzahl zur Bewertung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos von Kreditinstituten. Die LCR ist das
Verhältnis des Bestands an erstklassig eingestuften Aktiva zum gesamten Nettoabfluss unter Anwendung eines durch die CRR vorgegebe-
nen Stressszenarios in den nächsten 30 Tagen. Damit soll gewährleistet werden, dass Banken über angemessene Liquiditätspuffer verfü-
gen, um sich einem möglichen Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über einen Zeit-
raum von 30 Tagen stellen zu können.
31.12.2023
31.12.2022
Veränderung
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 200,8 % 145,0 % 55,8 PP
Die LCR im RLB Steiermark Konzern beträgt zum 31. Dezember 2023 200,8 % (Vj: 145,0
%), womit die gültige Mindestquote erfüllt wird.
Net Stable Funding Ratio (NSFR)
Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist eine Kennzahl zur Beurteilung der strukturellen Liquiditätsausstattung von Kreditinstituten. Institute
müssen sicherstellen, dass ihre langfristigen Verbindlichkeiten sowohl unter normalen als auch unter angespannten Umständen angemes-
sen durch eine breite Vielfalt von Instrumenten der stabilen Refinanzierung unterlegt sind. Die NSFR ist definiert als das Verhältnis zwischen
dem verfügbaren stabil refinanzierten Betrag und dem Betrag, für den eine stabile Refinanzierung erforderlich ist.
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 120,0 % 110,0 % 10,0 PP
Der RLB Steiermark Konzern erfüllt mit einer NSFR von 120,0
% (Vj: 110,0 %) die vorgegebene Mindestquote.
Aufsichtsrechtliche Eigenmittel
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark bildet selbst keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinne des österreichischen Bankwesengesetzes
(BWG) und unterliegt daher als Konzern nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil des RLB-Stmk Ver-
bund eGen CRR-Konsolidierungskreises ist. Die folgende Tabelle stellt die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel des RLB-Stmk Verbund Kon-
zerns unter Berücksichtigung der Übergangsvorschrift nach Art. 473a CRR dar. Seitens des RLB-Stmk Verbund Konzerns wird vom Wahl-
recht Gebrauch gemacht, nur den Folgeanwendungseffekt von IFRS 9 als Add-Back-Betrag zu berücksichtigen.
In TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Kernkapital (Tier 1) 1.792.181 1.501.534 19,4 %
Eigenmittel Gesamt (TC) 1.819.079 1.562.352 16,4 %
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) 8.414.965 8.224.601 2,3 %
Harte Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken) 21,3 % 18,0 % 3,3 PP
Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken) 21,3 % 18,3 % 3,0 PP
Eigenmittelquote (bezogen auf alle Risiken) 21,6 % 19,0 % 2,6 PP
Würde die Übergangsbestimmung des Art. 473a CRR nicht in Anspruch genommen, ergäbe sich ein Eigenmittel Gesamtstand von
1.811.927 TEUR (Vj: 1.547.837 TEUR) sowie eine adaptierte Bemessungsgrundlage von 8.407.772 TEUR (Vj: 8.207.783 TEUR). Somit
würde sich eine Kernkapitalquote von 21,23 % (Vj: 18,12 %) und eine Eigenmittelquote von 21,55 % (Vj: 18,86 %) errechnen. Die Verbesse-
rung der anrechenbaren Eigenmittel ist vor allem durch die Anrechnung des Ergebnisses 2023 sowie durch den positiven Effekt aus der
veränderten Eigentümerstruktur, welcher insbesondere zu einer Stärkung des CET 1 führte, begründet. Weitere Details sind der Notes-An-
gabe 58 – Aufsichtsrechtliche Eigenmittel – zu entnehmen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
154
Liquidity Coverage Ratio (LCR)
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist eine Kennzahl zur Bewertung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos von Kreditinstituten. Die LCR ist das
Verhältnis des Bestands an erstklassig eingestuften Aktiva zum gesamten Nettoabfluss unter Anwendung eines durch die CRR vorgegebe-
nen Stressszenarios in den nächsten 30 Tagen. Damit soll gewährleistet werden, dass Banken über angemessene Liquiditätspuffer verfü-
gen, um sich einem möglichen Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über einen Zeit-
raum von 30 Tagen stellen zu können.
31.12.2023
31.12.2022
Veränderung
Liquidity Coverage Ratio (LCR)
200,8 %
145,0 %
55,8 PP
Die LCR im RLB Steiermark Konzern beträgt zum 31. Dezember 2023 200,8 % (Vj: 145,0 %), womit die gültige Mindestquote erfüllt wird.
Net Stable Funding Ratio (NSFR)
Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist eine Kennzahl zur Beurteilung der strukturellen Liquiditätsausstattung von Kreditinstituten. Institute
müssen sicherstellen, dass ihre langfristigen Verbindlichkeiten sowohl unter normalen als auch unter angespannten Umständen angemes-
sen durch eine breite Vielfalt von Instrumenten der stabilen Refinanzierung unterlegt sind. Die NSFR ist definiert als das Verhältnis zwischen
dem verfügbaren stabil refinanzierten Betrag und dem Betrag, für den eine stabile Refinanzierung erforderlich ist.
31.12.2023
31.12.2022
Veränderung
Net Stable Funding Ratio (NSFR)
120,0 %
110,0 %
10,0 PP
Der RLB Steiermark Konzern erfüllt mit einer NSFR von 120,0 % (Vj: 110,0 %) die vorgegebene Mindestquote.
Aufsichtsrechtliche Eigenmittel
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark bildet selbst keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinne des österreichischen Bankwesengesetzes
(BWG) und unterliegt daher als Konzern nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil des RLB-Stmk Ver-
bund eGen CRR-Konsolidierungskreises ist. Die folgende Tabelle stellt die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel des RLB-Stmk Verbund Kon-
zerns unter Berücksichtigung der Übergangsvorschrift nach Art. 473a CRR dar. Seitens des RLB-Stmk Verbund Konzerns wird vom Wahl-
recht Gebrauch gemacht, nur den Folgeanwendungseffekt von IFRS 9 als Add-Back-Betrag zu berücksichtigen.
In TEUR
31.12.2023
31.12.2022
Veränderung
Kernkapital (Tier 1)
1.792.181
1.501.534
19,4 %
Eigenmittel Gesamt (TC)
1.819.079
1.562.352
16,4 %
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage)
8.414.965
8.224.601
2,3 %
Harte Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken)
21,3 %
18,0 %
3,3 PP
Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken)
21,3 %
18,3 %
3,0 PP
Eigenmittelquote (bezogen auf alle Risiken)
21,6 %
19,0 %
2,6 PP
Würde die Übergangsbestimmung des Art. 473a CRR nicht in Anspruch genommen, ergäbe sich ein Eigenmittel Gesamtstand von
1.811.927 TEUR (Vj: 1.547.837 TEUR) sowie eine adaptierte Bemessungsgrundlage von 8.407.772 TEUR (Vj: 8.207.783 TEUR). Somit
würde sich eine Kernkapitalquote von 21,23 % (Vj: 18,12 %) und eine Eigenmittelquote von 21,55 % (Vj: 18,86 %) errechnen. Die Verbesse-
rung der anrechenbaren Eigenmittel ist vor allem durch die Anrechnung des Ergebnisses 2023 sowie durch den positiven Effekt aus der
veränderten Eigentümerstruktur, welcher insbesondere zu einer Stärkung des CET 1 führte, begründet. Weitere Details sind der Notes-An-
gabe 58 – Aufsichtsrechtliche Eigenmittel – zu entnehmen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
155
JAHRESFINANZBERICHT 2023
I.5. Nicht finanzielle
Berichterstattung
Der RLB Steiermark Konzern macht vom Wahlrecht zur Aufstellung
eines gesonderten konsolidierten nicht finanziellen Berichts gemäß
§ 267a Abs. 6 UGB Gebrauch. Dementsprechend wird hinsichtlich
der Angaben gemäß § 267a Abs. 2 bis 5 UGB auf den auf der
Homepage der RLB Steiermark (https://www.raiffeisen.at/rlbstmk)
veröffentlichten gesonderten nicht finanziellen Bericht verwiesen.
I.6. Ereignisse von besonderer
Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Hinsichtlich der Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem
Bilanzstichtag wird auf Note 62 des Konzernabschlusses verwiesen.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
156
II.1. Voraussichtliche Entwicklung
des Unternehmens
Weltwirtschaft
Die zukunftsgerichteten Konjunkturindikatoren deuteten Ende 2023
eine Fortsetzung der rückläufigen Inflation und einen relativ positi-
ven Hintergrund für das Wirtschaftswachstum an.
Der IWF geht davon aus, dass die globale Inflation von 6,8 % im
Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 zurückgehen wird und das glo-
bale Wachstum mit 3,1 % zwar unverändert gegenüber 2023, aber
dafür regional besser ausbalanciert sein wird. Der Welthandel sollte
auch Fahrt aufnehmen. In den Industrieländern dürfte laut IWF die
Teuerungsrate bis zum Schlussquartal 2024 auf 2,3 % sinken. Dieje-
nigen Zentralbanken, die mit Zinserhöhungen in den letzten zwei
Jahren die Inflation bekämpften, sollten daher in der Lage sein, die
Zinsen zu senken. Während man sich über die Richtung der geld-
politischen Schritte einig ist, sind der Zeitpunkt, das Tempo und der
Gesamtumfang der Zinssenkungen noch ungewiss.
USA
Für die Vereinigten Staaten wird das Szenario eines „Soft
Landing“ erwartet, in welchem die Inflation auf einen Zielwert zu-
rückgeht, ohne dass die Wirtschaft in eine Rezession gerät. Die US-
Wirtschaft wird aufgrund der Verlangsamung des privaten Konsums
und der Investitionen etwas an Schwung verlieren, aber der IWF
prognostiziert ein Wachstum von 2,1 % im Jahr 2024 und 1,7 % im
Jahr 2025. Da sich die Inlandsnachfrage abschwächen wird, dürf-
ten die Gesamt- und Kerninflation weiter zurückgehen, wodurch die
Federal Reserve in der Lage sein dürfte, die Zinsen zu senken.
China
Der Aufschwung in China wird auch 2024 fragil bleiben und vieles
hängt von den Maßnahmen ab, die der Staat zur Stützung der Wirt-
schaft ergreifen wird. Darüber hinaus wird sich die strukturelle Ver-
langsamung der chinesischen Wirtschaft fortsetzen. Das chinesi-
sche BIP-Wachstum dürfte daher niedriger ausfallen als im Jahr
2023, was auch der IWF mit einer Wachstumsrate von 4,6 % prog-
nostiziert. Das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungslän-
dern dürfte jedoch insgesamt stabil bleiben, wobei Europa und der
Nahe Osten die Verlangsamung in Asien sowie Lateinamerika aus-
gleichen sollten.
Europa
Das Wachstum in der Eurozone sollte sich nach einem noch immer
schwachen Jahresauftakt im weiteren Verlauf erholen. Eine fortge-
setzte Abschwächung der Inflation und eine verzögerte Anpassung
der Löhne werden zu höheren Realeinkommen führen. Zusammen
mit einem robusten Arbeitsmarkt dürfte dies zu einer Erholung des
privaten Konsums führen. Sowohl die Wirtschaftsdynamik als auch
der Inflationsrückgang werden sich jedoch nur allmählich verbes-
sern. In ihrer Winterprognose geht die Europäische Kommission
von einem Wachstum von 0,8 % im Jahr 2024 aus, was unter den
Schätzungen für das Potenzialwachstum liegt und von einer Infla-
tion, die Ende 2024 einen Wert von 2,7 % erreichen wird. Auch
wenn die Inflationsrate im Jahr 2024 immer noch deutlich über 2 %
liegt, wird mit der Einleitung eines Zinssenkungszyklus im Jahr 2024
seitens der EZB gerechnet, sofern die prognostizierte Inflation 2025
dauerhaft wieder nahe bei 2 % liegen wird. Die Reduktion der Bi-
lanzsumme der EZB wird fortgesetzt: Reinvestitionen von auslau-
fenden Anleihen werden weiterhin graduell eingestellt und verblei-
bende Langfristtender werden bis Dezember von den Banken zu-
rückgeführt. Weitere Anpassungen von geldpolitischen Parametern
(wie zum Beispiel Mindestreserve-Anforderungen oder Anpassung
II. BERICHT ÜBER DIE
VORAUSSICHTLICHE
ENTWICKLUNG UND
DIE RISIKEN DES
UNTERNEHMENS
(AUSBLICK)
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
156
II.1. Voraussichtliche Entwicklung
des Unternehmens
Weltwirtschaft
Die zukunftsgerichteten Konjunkturindikatoren deuteten Ende 2023
eine Fortsetzung der rückläufigen Inflation und einen relativ positi-
ven Hintergrund für das Wirtschaftswachstum an.
Der IWF geht davon aus, dass die globale Inflation von 6,8 % im
Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 zurückgehen wird und das glo-
bale Wachstum mit 3,1 % zwar unverändert gegenüber 2023, aber
dafür regional besser ausbalanciert sein wird. Der Welthandel sollte
auch Fahrt aufnehmen. In den Industrieländern dürfte laut IWF die
Teuerungsrate bis zum Schlussquartal 2024 auf 2,3 % sinken. Dieje-
nigen Zentralbanken, die mit Zinserhöhungen in den letzten zwei
Jahren die Inflation bekämpften, sollten daher in der Lage sein, die
Zinsen zu senken. Während man sich über die Richtung der geld-
politischen Schritte einig ist, sind der Zeitpunkt, das Tempo und der
Gesamtumfang der Zinssenkungen noch ungewiss.
USA
Für die Vereinigten Staaten wird das Szenario eines „Soft
Landing“ erwartet, in welchem die Inflation auf einen Zielwert zu-
rückgeht, ohne dass die Wirtschaft in eine Rezession gerät. Die US-
Wirtschaft wird aufgrund der Verlangsamung des privaten Konsums
und der Investitionen etwas an Schwung verlieren, aber der IWF
prognostiziert ein Wachstum von 2,1 % im Jahr 2024 und 1,7 % im
Jahr 2025. Da sich die Inlandsnachfrage abschwächen wird, dürf-
ten die Gesamt- und Kerninflation weiter zurückgehen, wodurch die
Federal Reserve in der Lage sein dürfte, die Zinsen zu senken.
China
Der Aufschwung in China wird auch 2024 fragil bleiben und vieles
hängt von den Maßnahmen ab, die der Staat zur Stützung der Wirt-
schaft ergreifen wird. Darüber hinaus wird sich die strukturelle Ver-
langsamung der chinesischen Wirtschaft fortsetzen. Das chinesi-
sche BIP-Wachstum dürfte daher niedriger ausfallen als im Jahr
2023, was auch der IWF mit einer Wachstumsrate von 4,6 % prog-
nostiziert. Das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungslän-
dern dürfte jedoch insgesamt stabil bleiben, wobei Europa und der
Nahe Osten die Verlangsamung in Asien sowie Lateinamerika aus-
gleichen sollten.
Europa
Das Wachstum in der Eurozone sollte sich nach einem noch immer
schwachen Jahresauftakt im weiteren Verlauf erholen. Eine fortge-
setzte Abschwächung der Inflation und eine verzögerte Anpassung
der Löhne werden zu höheren Realeinkommen führen. Zusammen
mit einem robusten Arbeitsmarkt dürfte dies zu einer Erholung des
privaten Konsums führen. Sowohl die Wirtschaftsdynamik als auch
der Inflationsrückgang werden sich jedoch nur allmählich verbes-
sern. In ihrer Winterprognose geht die Europäische Kommission
von einem Wachstum von 0,8 % im Jahr 2024 aus, was unter den
Schätzungen für das Potenzialwachstum liegt und von einer Infla-
tion, die Ende 2024 einen Wert von 2,7 % erreichen wird. Auch
wenn die Inflationsrate im Jahr 2024 immer noch deutlich über 2 %
liegt, wird mit der Einleitung eines Zinssenkungszyklus im Jahr 2024
seitens der EZB gerechnet, sofern die prognostizierte Inflation 2025
dauerhaft wieder nahe bei 2 % liegen wird. Die Reduktion der Bi-
lanzsumme der EZB wird fortgesetzt: Reinvestitionen von auslau-
fenden Anleihen werden weiterhin graduell eingestellt und verblei-
bende Langfristtender werden bis Dezember von den Banken zu-
rückgeführt. Weitere Anpassungen von geldpolitischen Parametern
(wie zum Beispiel Mindestreserve-Anforderungen oder Anpassung
II. BERICHT ÜBER DIE
VORAUSSICHTLICHE
ENTWICKLUNG UND
DIE RISIKEN DES
UNTERNEHMENS
(AUSBLICK)
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
157
JAHRESFINANZBERICHT 2023
der Einlagenverzinsung) könnten auch helfen, die Überschussliqui-
dität zu reduzieren.
Zinsentwicklung
Die erwarteten Zinssenkungszyklen, die die Wirtschaft stützen soll-
ten, könnten jedoch im Jahr 2024 ausgesetzt werden, wenn die In-
flation weiterhin auf hohem Niveau stagniert. Ein potenzieller Auslö-
ser für ein solches Szenario wäre ein starker Anstieg der Energie-
preise aufgrund einer regionalen Ausweitung des Israel-Gaza-Krie-
ges. Weiterhin hohes Lohnwachstum und immer noch robuste Ar-
beitsmärkte könnten auch die Fortsetzung des Disinflationsprozes-
ses erschweren. Eine für längere Zeit sehr restriktiv bleibende Geld-
politik könnte die Volkswirtschaften in eine Rezession stürzen. Das
Problem der hohen Verschuldung vieler Schwellenländer könnte
sich verschlimmern, wenn der US-Dollar stark bleiben würde.
Österreich
Auch in Österreich dürfte sich die Wirtschaft im Jahr 2024 leicht er-
holen. Es wird erwartet, dass der private Konsum gestützt durch ein
höheres verfügbares Realeinkommen, der wichtigste Wachstums-
motor sein wird. Die privaten Investitionen werden etwas hinterher-
hinken, wobei vor der zweiten Jahreshälfte nicht mit einer Besse-
rung der derzeitigen Lage zu rechnen ist. Insbesondere der Bau-
sektor dürfte das Wachstum weiterhin bremsen. Die Europäische
Kommission geht in ihrer Winterprognose davon aus, dass Öster-
reich auch 2024 mit einem BIP-Wachstum von 0,6 % und einer Infla-
tion von 3,2 % im letzten Quartal des Jahres hinter der Eurozone zu-
rückbleiben wird.
Zahlreiche und länger andauernde geopolitische Spannungen stel-
len weiterhin Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft dar. Das politi-
sche Risiko ist im Jahr 2024 aufgrund der vielen und wichtigen
Wahlen auf der ganzen Welt besonders immanent. Insbesondere
die US-Präsidentschaftswahlen im November könnten viele Unsi-
cherheiten und Instabilitäten auslösen.
Steiermark
Ein kalter konjunktureller Gegenwind und anhaltend hoher Kosten-
druck haben die wirtschaftliche Stimmung deutlich abkühlen lassen.
Das zeigt das aktuelle Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer
Österreich, die größte Umfrage der gewerblichen Wirtschaft, an der
sich knapp 3.400 Unternehmen aus ganz Österreich beteiligt ha-
ben.
Bereits in den letzten Monaten des Jahres 2023 mussten die Unter-
nehmen mehrheitlich Umsatz- und Auftragsrückgänge hinnehmen,
und 2024 scheint kaum Besserung in Sicht, im Gegenteil: Alle Zu-
kunftsindikatoren des Barometers zeigen nach unten.
Auf dem Arbeitsmarkt in der Steiermark ist für das Jahr 2024 eine
moderate positive Entwicklung am Arbeitsmarkt zu erwarten. Laut
der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktprognose des Landes Steier-
mark wird die Arbeitslosigkeit leicht zunehmen (+3,8 %), die Be-
schäftigung allerdings ebenso (+0,6 %).
Das Beschäftigungswachstum in der Steiermark wird hauptsächlich
im Dienstleistungssektor (+0,9 % bzw. +3.340 Arbeitsplätze) zu ver-
zeichnen sein, während der produzierende Sektor die Anzahl an Ar-
beitskräften stabil halten kann (+0,0 % bzw. +20 Arbeitsplätze). Der
Anstieg im Dienstleistungssektor wird durch eine Zunahme von
+0,5 % in der Herstellung von Waren und in der Energie- und Was-
serversorgung sowie einem Rückgang um -1,6 % im Bauwesen
ausgeglichen. Besonders stark wird der Bedarf an Arbeitskräften in
den Bereichen Information und Kommunikation (+3,5 %), Verkehr
und Lagerei (+1,6 %) sowie im öffentlichen Sektor mit +1,0 % erwar-
tet. Allerdings wird das Wachstum durch den negativen Effekt des
demografischen Wandels, der zu einem höheren Ausscheiden von
Arbeitskräften durch Pensionierung führt als neue Arbeitskräfte ein-
treten, sowie durch den aktuellen Fachkräftemangel erschwert.
Die Investitionspläne von Unternehmen werden laut WKO-Wirt-
schaftsbarometer durch die Rezession weiterhin deutlich gebremst.
So bleibt der Saldo der Investitionserwartungen negativ, besonders
deutlich ist die Skepsis bei mittelgroßen Unternehmen. Auch bei
den Aussichten auf den Beschäftigtenstand zeichnet sich durchge-
hend Zurückhaltung ab: Jedes zweite Unternehmen geht davon
aus, den Beschäftigtenstand halten zu können, mehr als jedes dritte
Unternehmen rechnet jedoch damit, Personal abbauen zu müssen.
Nur 15 % erwarten 2024 einen höheren Beschäftigtenstand in ihrem
Betrieb.
Eine positive Entwicklung hat sich seit dem Sommer verstärkt: Die
Entspannung bei der Preisdynamik setzt sich 2024 fort. In 42 % der
Unternehmen wird von einer stabilen Preislage ausgegangen, fast
jeder fünfte Betrieb erwartet niedrigere Preise für Rohstoffe oder
Energie.
Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Die geopolitischen Rahmenbedingungen sowie die gestiegene In-
flation und Teuerung wirkten sich auch auf die Kunden der RLB Stei-
ermark aus. Unser Ziel ist es, als finanzieller Begleiter mögliche ne-
gative Folgen gering zu halten und Lösungen anzubieten. Dazu
wurde bereits 2022 eine Taskforce gegründet, die sich ganzheitlich
der finanziellen Lage der Kunden widmet und Maßnahmenpläne
ausarbeitet. Themenstellungen sind einerseits die gestiegenen Zin-
sen und eine damit verbundene verstärkte Nachfrage nach höheren
Zinsen bei Sparprodukten, sowie andererseits die gestiegene Zins-
belastung bei variablen Kreditzinsvereinbarungen. Entsprechende
Maßnahmen und maßgeschneiderte Lösungen steuern gezielt wirt-
schaftlichen Problemen bei Unternehmen und Privatkunden entge-
gen.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
158
Das Jahr 2024 wird für die RLB Steiermark im Zeichen weiterer stra-
tegischer Weichenstellungen für die Zukunft stehen, es gilt die Um-
setzung des strategischen Zielbilds weiter voranzutreiben, sowohl in
unserer Rolle als Geschäftsbank und Leistungspartner im Raiffei-
sen-Verbund, als auch als „Center of Gravity“ für eine ökosoziale
Steiermark. Operativ geschieht das in Form von fünf Fokusprojek-
ten, die sich mit diesen Themen befassen: Wir als Kundenbank, In-
tegration von ESG ins Kerngeschäft, Marktexpansion, Digitale
Transformation und Beteiligungen. Darüber hinaus ist die RLB Stei-
ermark ein wichtiger Treiber des Gesamtverbundstrategieprojekts
WIR’27, das 2023 mit rund 40 Initiativen in den Bereichen Identität &
Sinnstiftung, Leistungsversprechen, Portfolio, Organisation, Ecosys-
tem und Erfolgsmessung weitergeführt wurde.
Der Russland-Ukraine-Krieg war auch im letzten Jahr ein wesentli-
cher geopolitischer Einflussfaktor, da die daraus resultierenden Un-
sicherheiten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und finanzi-
elle Auswirkungen haben. Da ein baldiges Ende der Auseinander-
setzung weiterhin unwahrscheinlich ist, können indirekt Auswirkun-
gen für den RLB Steiermark Konzern auftreten, insbesondere in Be-
zug auf den Bewertungsansatz und den Ergebnisbeitrag der at
equity bilanzierten Beteiligung an der RBI. Direkte Auswirkungen
des Kriegs wie Forderungsausfälle oder Wechselkursrisiken sind für
die RLB Steiermark aufgrund der regionalen Ausrichtung auszu-
schließen. Die RBI wird mögliche Transaktionen, die zu einem Ver-
kauf oder einer Abspaltung der Raiffeisenbank Russland und ihrer
Entkonsolidierung aus der RBI führen würden, weiter verfolgen.
Im Hinblick auf das Kreditgeschäft gehen wir für das Jahr 2024 wei-
terhin von einer gedämpften Nachfrage nach neuen Finanzierungen
aus. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen wird weiterhin et-
was vorsichtiger eingeschätzt, wodurch der andauernde Wettbe-
werb um bonitätsstarke Kunden die Margensituation im Kreditge-
schäft weiter verschärft und die Rentabilität belastet. Die regulatori-
schen Änderungen hinsichtlich der Kreditvergabestandards für Hy-
pothekarkredite an private Haushalte (Kreditinstitute-Immobilienfi-
nanzierungsmaßnahmen-Verordnung – KIM-V) aus dem Jahr 2022
zeigen nach wie vor ihre Auswirkungen und werden aufgrund der
Zinssituation sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in
diesem Segment weiterhin für schwächeres Kreditwachstum sor-
gen. Basierend auf diesen Rahmenbedingungen sind die Zuwachs-
raten im Aktivneugeschäft in der Planung im kommenden Jahr mit 3
Prozent angenommen, in den Folgejahren wird aufgrund der ge-
nannten Geschäftsausweitung ein höherer Zuwachs erwartet.
Die Mittelherkunft wird weiterhin breit über verschiedene Refinanzie-
rungsquellen gestreut, die Basis liegt auf stabilen Kundeneinlagen,
der weitere Liquiditätsbedarf wird durch die Begebung von Bench-
markemissionen (Covered Bonds) abgedeckt. Die letzte Platzierung
einer Anleihe der RLB Steiermark am internationalen Finanzplatz in
Höhe von 500 Mio. EUR erfolgte im Juni 2023 mit einer Laufzeit von
3 Jahren. Der Erfolg zeigte sich an einer mehr als doppelten Über-
zeichnung und war damit gleichzeitig in kürzester Zeit ausverkauft.
Diese Platzierung zeigt, dass der starke Bezug zur Region der RLB
Steiermark auch positiv am internationalen Finanzparkett einge-
schätzt wird.
Trotz der im Lauf des Geschäftsjahres 2024 zu erwartenden Zins-
senkungen seitens der Europäischen Zentralbank werden keine we-
sentlichen Änderungen im Nettozinsertrag gegenüber dem Vorjahr
erwartet. Allerdings wird der Margendruck im Vergleich zum Mitbe-
werb weiterhin präsent bleiben.
Im nicht zinstragenden Geschäft (Provisionsgeschäft – insbeson-
dere Zahlungsverkehr) wird der Weg der Forcierung bei Bestands-
und Neukunden weiter fortgesetzt. Zudem rückt die Thematik um
ESG-Faktoren immer stärker in den Fokus und wird sukzessiv ein
integraler Bestandteil in der Kundenberatung.
Bei den Verwaltungsaufwendungen ist aufgrund der erwarteten In-
flation, die zwar etwas schwächer als in den letzten Perioden einge-
schätzt wird, weiter von einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr
auszugehen. Das zeigt sich in den verschiedensten Kostenfeldern,
beginnend von Immobilienaufwänden bis hin zur IT. Zudem bleibt
der Druck durch laufende und in Planung befindliche Großprojekte
(WIR’27 – Strategieprojekt der Raiffeisenbankengruppe Steiermark,
regulatorische Umsetzungsmaßnahmen sowie zukunftsweisende
Digitalisierungsmaßnahmen im SAP-Umfeld) auch im kommenden
Jahr und darüber hinaus hoch. Beim Personalaufwand sind aber-
mals kollektivvertragliche Anpassungen über dem langjährigen
Schnitt der Vorjahre zu erwarten, wenngleich der Anstieg nicht so
stark wie in 2023 ausfallen wird. Um weiterhin am Pfad der Effizienz-
verbesserung festhalten zu können und um trotz dieser Auftriebs-
faktoren auch über die Aufwandsseite einen Beitrag zur Ergebnis-
verbesserung leisten zu können, ist ein besonders sorgsamer Um-
gang mit den Budgetmitteln erforderlich.
Die deutlich höheren Zinsbelastungen bei Krediten gepaart mit den
allgemeinen Preissteigerungen führen bei unseren Kunden teilweise
zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die sich in höheren Risikovor-
sorgen als in den Vorjahren zeigen. Es wird erwartet, dass sich die-
ser Trend auch für 2024 fortsetzen wird, die Risikovorsorgen jedoch
unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen wer-
den. Da der RLB Steiermark Konzern in der Vergangenheit bei den
Kreditvergaben auf die Streuung des Risikos, Sicherheiten und Bo-
nität besonders Wert gelegt hat, kann das Kreditportfolio nach wie
vor als stabil eingeschätzt werden.
Sämtliche regulatorischen Kennzahlen (Kapital & Liquidität) werden
weiterhin deutlich über den regulatorischen Mindestquoten erwartet.
Unsicherheitsfaktoren für diesen Ausblick bzw. die Ergebnisentwick-
lung betreffen insbesondere den Ergebnisbeitrag und die Bewertung
der at equity bilanzierten Beteiligung an der RBI sowie die Entwick-
lung der Risikovorsorgen aufgrund des allgemeinen wirtschaftlichen
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
158
Das Jahr 2024 wird für die RLB Steiermark im Zeichen weiterer stra-
tegischer Weichenstellungen für die Zukunft stehen, es gilt die Um-
setzung des strategischen Zielbilds weiter voranzutreiben, sowohl in
unserer Rolle als Geschäftsbank und Leistungspartner im Raiffei-
sen-Verbund, als auch als „Center of Gravity“ für eine ökosoziale
Steiermark. Operativ geschieht das in Form von fünf Fokusprojek-
ten, die sich mit diesen Themen befassen: Wir als Kundenbank, In-
tegration von ESG ins Kerngeschäft, Marktexpansion, Digitale
Transformation und Beteiligungen. Darüber hinaus ist die RLB Stei-
ermark ein wichtiger Treiber des Gesamtverbundstrategieprojekts
WIR’27, das 2023 mit rund 40 Initiativen in den Bereichen Identität &
Sinnstiftung, Leistungsversprechen, Portfolio, Organisation, Ecosys-
tem und Erfolgsmessung weitergeführt wurde.
Der Russland-Ukraine-Krieg war auch im letzten Jahr ein wesentli-
cher geopolitischer Einflussfaktor, da die daraus resultierenden Un-
sicherheiten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und finanzi-
elle Auswirkungen haben. Da ein baldiges Ende der Auseinander-
setzung weiterhin unwahrscheinlich ist, können indirekt Auswirkun-
gen für den RLB Steiermark Konzern auftreten, insbesondere in Be-
zug auf den Bewertungsansatz und den Ergebnisbeitrag der at
equity bilanzierten Beteiligung an der RBI. Direkte Auswirkungen
des Kriegs wie Forderungsausfälle oder Wechselkursrisiken sind für
die RLB Steiermark aufgrund der regionalen Ausrichtung auszu-
schließen. Die RBI wird mögliche Transaktionen, die zu einem Ver-
kauf oder einer Abspaltung der Raiffeisenbank Russland und ihrer
Entkonsolidierung aus der RBI führen würden, weiter verfolgen.
Im Hinblick auf das Kreditgeschäft gehen wir für das Jahr 2024 wei-
terhin von einer gedämpften Nachfrage nach neuen Finanzierungen
aus. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen wird weiterhin et-
was vorsichtiger eingeschätzt, wodurch der andauernde Wettbe-
werb um bonitätsstarke Kunden die Margensituation im Kreditge-
schäft weiter verschärft und die Rentabilität belastet. Die regulatori-
schen Änderungen hinsichtlich der Kreditvergabestandards für Hy-
pothekarkredite an private Haushalte (Kreditinstitute-Immobilienfi-
nanzierungsmaßnahmen-Verordnung – KIM-V) aus dem Jahr 2022
zeigen nach wie vor ihre Auswirkungen und werden aufgrund der
Zinssituation sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in
diesem Segment weiterhin für schwächeres Kreditwachstum sor-
gen. Basierend auf diesen Rahmenbedingungen sind die Zuwachs-
raten im Aktivneugeschäft in der Planung im kommenden Jahr mit 3
Prozent angenommen, in den Folgejahren wird aufgrund der ge-
nannten Geschäftsausweitung ein höherer Zuwachs erwartet.
Die Mittelherkunft wird weiterhin breit über verschiedene Refinanzie-
rungsquellen gestreut, die Basis liegt auf stabilen Kundeneinlagen,
der weitere Liquiditätsbedarf wird durch die Begebung von Bench-
markemissionen (Covered Bonds) abgedeckt. Die letzte Platzierung
einer Anleihe der RLB Steiermark am internationalen Finanzplatz in
Höhe von 500 Mio. EUR erfolgte im Juni 2023 mit einer Laufzeit von
3 Jahren. Der Erfolg zeigte sich an einer mehr als doppelten Über-
zeichnung und war damit gleichzeitig in kürzester Zeit ausverkauft.
Diese Platzierung zeigt, dass der starke Bezug zur Region der RLB
Steiermark auch positiv am internationalen Finanzparkett einge-
schätzt wird.
Trotz der im Lauf des Geschäftsjahres 2024 zu erwartenden Zins-
senkungen seitens der Europäischen Zentralbank werden keine we-
sentlichen Änderungen im Nettozinsertrag gegenüber dem Vorjahr
erwartet. Allerdings wird der Margendruck im Vergleich zum Mitbe-
werb weiterhin präsent bleiben.
Im nicht zinstragenden Geschäft (Provisionsgeschäft – insbeson-
dere Zahlungsverkehr) wird der Weg der Forcierung bei Bestands-
und Neukunden weiter fortgesetzt. Zudem rückt die Thematik um
ESG-Faktoren immer stärker in den Fokus und wird sukzessiv ein
integraler Bestandteil in der Kundenberatung.
Bei den Verwaltungsaufwendungen ist aufgrund der erwarteten In-
flation, die zwar etwas schwächer als in den letzten Perioden einge-
schätzt wird, weiter von einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr
auszugehen. Das zeigt sich in den verschiedensten Kostenfeldern,
beginnend von Immobilienaufwänden bis hin zur IT. Zudem bleibt
der Druck durch laufende und in Planung befindliche Großprojekte
(WIR’27 – Strategieprojekt der Raiffeisenbankengruppe Steiermark,
regulatorische Umsetzungsmaßnahmen sowie zukunftsweisende
Digitalisierungsmaßnahmen im SAP-Umfeld) auch im kommenden
Jahr und darüber hinaus hoch. Beim Personalaufwand sind aber-
mals kollektivvertragliche Anpassungen über dem langjährigen
Schnitt der Vorjahre zu erwarten, wenngleich der Anstieg nicht so
stark wie in 2023 ausfallen wird. Um weiterhin am Pfad der Effizienz-
verbesserung festhalten zu können und um trotz dieser Auftriebs-
faktoren auch über die Aufwandsseite einen Beitrag zur Ergebnis-
verbesserung leisten zu können, ist ein besonders sorgsamer Um-
gang mit den Budgetmitteln erforderlich.
Die deutlich höheren Zinsbelastungen bei Krediten gepaart mit den
allgemeinen Preissteigerungen führen bei unseren Kunden teilweise
zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die sich in höheren Risikovor-
sorgen als in den Vorjahren zeigen. Es wird erwartet, dass sich die-
ser Trend auch für 2024 fortsetzen wird, die Risikovorsorgen jedoch
unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen wer-
den. Da der RLB Steiermark Konzern in der Vergangenheit bei den
Kreditvergaben auf die Streuung des Risikos, Sicherheiten und Bo-
nität besonders Wert gelegt hat, kann das Kreditportfolio nach wie
vor als stabil eingeschätzt werden.
Sämtliche regulatorischen Kennzahlen (Kapital & Liquidität) werden
weiterhin deutlich über den regulatorischen Mindestquoten erwartet.
Unsicherheitsfaktoren für diesen Ausblick bzw. die Ergebnisentwick-
lung betreffen insbesondere den Ergebnisbeitrag und die Bewertung
der at equity bilanzierten Beteiligung an der RBI sowie die Entwick-
lung der Risikovorsorgen aufgrund des allgemeinen wirtschaftlichen
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
159
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Umfelds. Weitere Unsicherheiten betreffen mögliche negative Effekte
aufgrund der geopolitischen Spannungen.
II.2. Risikobericht
Die Angaben nach IFRS 7 zu Risiken im Zusammenhang mit
Finanzinstrumenten werden im Kapitel „Risikobericht“ des Konzern-
jahresabschlusses dargestellt. Hinsichtlich der Risiken aus leis-
tungsorientierten Versorgungsplänen (Abfertigung und Pensionen)
wird auf die Ausführungen in der Notes-Angabe 28 – Rückstellun-
gen – verwiesen.
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
160
Die zukünftige Erweiterung unseres bestehenden Geschäftsmodel-
les sehen wir unter anderem in der pro-aktiven Entwicklung digitaler
Produkte für neue Zielgruppen. Hier steht vor allem die konse-
quente Nutzung von Omnikanallösungen als Basis für weitere da-
tenbasierte Angebote und Dienstleistungen im Vordergrund. In die-
sem Feld gilt es vor allem neue Kundenbedürfnisse in unterschiedli-
chen Bedarfswelten zu erkennen und durch die Etablierung eigener
Leistungen oder durch die Vermittlung zu unseren Netzwerkpartner
diese Kundenwünsche bestmöglich abzudecken.
Unter dem Titel „Evaluierung von Bedarfswelten“ wurde dazu ein
Projekt mit der Grazer Fachhochschule Campus 02 gestartet. Die
Studierenden entwickelten in ihrer Lehrveranstaltung Innovations-
management Konzeptideen für die vier definierten Zielgruppen
Rural Urbanities, Self-love Seekers, Phygital Reality und Financial
Aficionados. Über 1000 Personen wurden befragt. Dabei identifizier-
ten die Studierenden die Herausforderungen und Bedürfnisse der
Bedarfswelten und suchten nach Potenzialen, die in einem Digitalen
Regionalen Ökosystem der RLB Steiermark gehoben werden könn-
ten. Das Projekt hat 2023 den F&E-Preis der FH Campus 02 ge-
wonnen.
Ein wichtiges Ziel der Innovationsinitiativen in der RLB Steiermark ist
es, unsere Mitarbeiter in neuen Arbeitsweisen aus- und weiterzubil-
den. Dazu wurden im Headquarter in Raaba mit den Kollaborations-
zonen „Bienenstock“ und „WIRkungsstätte“ zwei räumliche Maß-
nahmen gesetzt, welche die interdisziplinäre Zusammenarbeit för-
dern. Wir entwickeln unsere Unternehmenskultur noch stärker in
eine Richtung, in der Neuentwicklungen über Hierarchie- und Abtei-
lungsgrenzen hinweg in der Geschwindigkeit möglich sind, die er-
forderlich ist, um unsere Kunden mit unseren Produkten und Dienst-
leistungen bei ihren Herausforderungen bestmöglich zu unterstüt-
zen.
Im Sinne unserer angestrebten Rolle als Center of Gravity für die
heimische Wirtschaft unterstützen wir Unternehmen dabei, auch
ihre eigene Innovationsfähigkeit weiterzuentwickeln. Das ermögli-
chen wir durch die Vernetzung mit Startups, das Angebot, gemein-
sam in Co-Innovation-Projekten neue Geschäftsmodelle, Produkte
und Dienstleistungen zu entwickeln oder in unserem Startup Ac-
celerator Hummelnest. Im Rahmen des letzten Durchlaufs des ge-
meinsam mit Transformation Lighthouse durchgeführten Accelerator
Programms wurden fünf internationale Teams und mehrere Local
Heroes dabei begleitet, ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.
Am finalen Demo Day wurde dem Sport-Startup Precision Sports
Technology aus Irland von der RLB Steiermark gemeinsam mit ei-
nem internationalen Konsortium ein 100.000-Euro-Investment in
Aussicht gestellt.
III. BERICHT ÜBER
FORSCHUNG UND
ENTWICKLUNG
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
160
Die zukünftige Erweiterung unseres bestehenden Geschäftsmodel-
les sehen wir unter anderem in der pro-aktiven Entwicklung digitaler
Produkte für neue Zielgruppen. Hier steht vor allem die konse-
quente Nutzung von Omnikanallösungen als Basis für weitere da-
tenbasierte Angebote und Dienstleistungen im Vordergrund. In die-
sem Feld gilt es vor allem neue Kundenbedürfnisse in unterschiedli-
chen Bedarfswelten zu erkennen und durch die Etablierung eigener
Leistungen oder durch die Vermittlung zu unseren Netzwerkpartner
diese Kundenwünsche bestmöglich abzudecken.
Unter dem Titel „Evaluierung von Bedarfswelten“ wurde dazu ein
Projekt mit der Grazer Fachhochschule Campus 02 gestartet. Die
Studierenden entwickelten in ihrer Lehrveranstaltung Innovations-
management Konzeptideen für die vier definierten Zielgruppen
Rural Urbanities, Self-love Seekers, Phygital Reality und Financial
Aficionados. Über 1000 Personen wurden befragt. Dabei identifizier-
ten die Studierenden die Herausforderungen und Bedürfnisse der
Bedarfswelten und suchten nach Potenzialen, die in einem Digitalen
Regionalen Ökosystem der RLB Steiermark gehoben werden könn-
ten. Das Projekt hat 2023 den F&E-Preis der FH Campus 02 ge-
wonnen.
Ein wichtiges Ziel der Innovationsinitiativen in der RLB Steiermark ist
es, unsere Mitarbeiter in neuen Arbeitsweisen aus- und weiterzubil-
den. Dazu wurden im Headquarter in Raaba mit den Kollaborations-
zonen „Bienenstock“ und „WIRkungsstätte“ zwei räumliche Maß-
nahmen gesetzt, welche die interdisziplinäre Zusammenarbeit för-
dern. Wir entwickeln unsere Unternehmenskultur noch stärker in
eine Richtung, in der Neuentwicklungen über Hierarchie- und Abtei-
lungsgrenzen hinweg in der Geschwindigkeit möglich sind, die er-
forderlich ist, um unsere Kunden mit unseren Produkten und Dienst-
leistungen bei ihren Herausforderungen bestmöglich zu unterstüt-
zen.
Im Sinne unserer angestrebten Rolle als Center of Gravity für die
heimische Wirtschaft unterstützen wir Unternehmen dabei, auch
ihre eigene Innovationsfähigkeit weiterzuentwickeln. Das ermögli-
chen wir durch die Vernetzung mit Startups, das Angebot, gemein-
sam in Co-Innovation-Projekten neue Geschäftsmodelle, Produkte
und Dienstleistungen zu entwickeln oder in unserem Startup Ac-
celerator Hummelnest. Im Rahmen des letzten Durchlaufs des ge-
meinsam mit Transformation Lighthouse durchgeführten Accelerator
Programms wurden fünf internationale Teams und mehrere Local
Heroes dabei begleitet, ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.
Am finalen Demo Day wurde dem Sport-Startup Precision Sports
Technology aus Irland von der RLB Steiermark gemeinsam mit ei-
nem internationalen Konsortium ein 100.000-Euro-Investment in
Aussicht gestellt.
III. BERICHT ÜBER
FORSCHUNG UND
ENTWICKLUNG
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
161
JAHRESFINANZBERICHT 2023
1. Rechtlicher Hintergrund
Gemäß § 243a Abs. 2 i. V. m. § 189a Z.1. lit. a UGB sind im Lagebe-
richt von Gesellschaften, deren Aktien oder andere von ihnen ausge-
gebene Wertpapiere zum Handel auf einem geregelten Markt im
Sinn des §
1 Z. 2 BörseG zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale
des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick
auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.
2. Gegenstand des Berichts
Unter dem „Internen Kontrollsystem“ (IKS) werden alle von der Ge-
schäftsleitung entworfenen und im Unternehmen ausgeführten Pro-
zesse verstanden, durch die
◼ die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Tätigkeit
(hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens vor Verlusten
durch Schäden und Malversationen),
◼ die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
◼ die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzli-
chen Vorschriften
überwacht und kontrolliert werden.
Das interne Kontrollsystem umfasst die Grundsätze, Verfahren und
Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der
Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeb-
lichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisi-
onssystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.
Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu die-
nen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie
Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der
Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beein-
trächtigt wird.
Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungsle-
gungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie
letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungs-
legung, insbesondere bei bilanziellen Positionen, die Risikoabsiche-
rungen des Unternehmens erfassen.
3. Wesentliche Merkmale des
Internen Kontrollsystems und des
Risikomanagementsystems im Hinblick
auf den Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des bei der Raiffeisen-Landesbank
Steiermark AG bestehenden Internen Kontrollsystems und des Risi-
komanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungs-
legungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
◼ Es gibt bei der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG bzw. im
RLB Steiermark Konzern eine klare Führungs- und Unterneh-
mensstruktur.
◼ Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungspro-
zess wesentlich beteiligten Bereiche sind klar von den Marktbe-
reichen getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeord-
net.
◼ Die Abteilung „Finanzen & Banksteuerung/Konzernrechnungs-
wesen und Steuern“ ist für Grundsatzfragen der Rechnungsle-
gung zuständig und erstellt den Jahres- und Konzernabschluss.
IV.
BERICHTERSTATTUNG ÜBER
WESENTLICHE MERKMALE DES
INTERNEN KONTROLL
- UND
RISIKO
-MANAGEMENTSYSTEMS
IM HINBLICK AUF DEN
RECHNUNGSLEGUNGS-PROZESS
JAHRESFINANZBERICHT 2023
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2023
162
◼ Die eingesetzten Systeme und Anwendungen sind durch ent-
sprechende Einrichtungen im IT-Bereich gegen unbefugte Zu-
griffe geschützt.
◼ Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit mög-
lich, Standardsoftware eingesetzt.
◼ Ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Bilanzierungsrichtlinien,
Anschaffungsgenehmigung, Zahlungsanweisungsbefugnis etc.)
ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.
◼ Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und
Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeig-
net ausgestattet.
◼ Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden lau-
fend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z. B. durch
Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden program-
mierte Plausibilitätsprüfungen statt.
◼ Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durch-
gängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
◼ Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden regelmäßig durch
die (prozessunabhängige) Interne Revision überprüft.
◼ Seitens der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilun-
gen erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an den Vorstand,
insbesondere durch Controllingberichte, Segmentergebnisrech-
nungen etc.
◼ Vonseiten des Vorstands erfolgt eine vierteljährliche Berichtsle-
gung an den Aufsichtsrat gemäß §
81 AktG.
4. Erläuterung der wesentlichen Merkmale
des Internen Kontrollsystems und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf
den Rechnungslegungsprozess
Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf
den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zu-
vor unter Ziffer 3. beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmeri-
sche Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewür-
digt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die ge-
eignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater
Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorga-
ben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitli-
chen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die klare
Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kon-
troll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor unter Ziffer 3.
genauer beschrieben sind (insbesondere Plausibilitätskontrollen
und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwor-
tungsbewusste Rechnungslegung sicher. Im Einzelnen wird so er-
reicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzli-
chen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst,
verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und buchhalterisch kor-
rekt erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermö-
gensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss
zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche
und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt
werden.
Graz, am 8. April 2024
Der Vorstand:
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLE R,
Vorsitzender des Vorstands e.h.,
mit Verantwortung für Finanzen & Banksteuerung, Verbund, Beteiligun-
gen, Kapitalmarkt und Unternehmenskommunikation & Marketing
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA e.h.,
mit Verantwortung für Kommerzkunden, Projektfinanzierungen, Retail,
Vertrieb und Immobilien
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK e.h.,
mit Verantwortung für Risikomanagement, Recht & Sicherungseinrich-
tungen, Compliance
1
, Geldwäsche
1
und Interne Revision & Konzernrevi-
sion
1
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER e.h.,
mit Verantwortung für Personal & Organisationsentwicklung, IT & Digita-
lisierung, Nachhaltigkeit, Transaction Services und Bau & Infrastruktur
1
funktionell dem Gesamtvorstand unterstellt
Konzernabschluss 2023
nach international financial reporting Standards (IFRS)
Gesamtergebnisrechnung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
 
Notes
2023
2022
Veränderung
 
 
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in %
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinserträge
1
568.998
237.605
331.393
>100
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
1
59.987
26.436
33.551
>100
Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus finanziellen
Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
1
-387.627
-109.706
-277.921
>100
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen
1
-64.710
-3.147
-61.563
>100
Zinsüberschuss
1
176.648
151.188
25.460
16,8
Dividendenerträge
2
7.587
69.006
-61.419
-89,0
Laufendes Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
3
226.771
351.758
-124.987
-35,5
Provisionserträge
4
55.613
64.128
-8.515
-13,3
Provisionsaufwendungen
4
-13.197
-21.744
8.547
-39,3
Provisionsüberschuss
4
42.416
42.384
32
0,1
Ergebnis aus Hedge Accounting
5, 32
3.027
-6.588
9.615
>100
Handelsergebnis
6
13.620
-3.873
17.493
>100
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)
7
-2.821
-6.619
3.798
-57,4
Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten
8
4.706
2.042
2.664
>100
Sonstige betriebliche Erträge
9
61.263
44.131
17.132
38,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen
9
-24.788
-15.461
-9.327
60,3
Sonstiges betriebliches Ergebnis
9
36.475
28.670
7.805
27,2
Betriebserträge
 
508.429
627.968
-119.539
-19,0
Personalaufwand
10
-96.618
-87.132
-9.486
10,9
Sachaufwand
10
-57.271
-43.825
-13.446
30,7
Abschreibungen
10
-7.970
-7.929
-41
0,5
Verwaltungsaufwendungen
10
-161.859
-138.886
-22.973
16,5
Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
11
71.441
-379.456
450.897
>100
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
12
-61.749
-16.997
-44.752
>100
Konzernergebnis vor Steuern
 
356.262
92.629
263.633
>100
Steuern vom Einkommen und Ertrag
13
-11.183
-13.059
1.876
-14,4
Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen
 
345.079
79.570
265.509
>100

Gewinn-und-Verlust-Rechnung
 
Notes
2023
2022
Veränderung
 
 
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in %
Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen
345.079
79.570
265.509
>100
Aufgegebene Geschäftsbereiche
 
 
 
 
 
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen*)
14
0
-1.177
1.177
-100,0
Konzernergebnis
 
345.079
78.393
266.686
>100
Den Anteilseignern der RLB Steiermark zurechenbares Konzernergebnis
 
345.142
78.363
266.779
>100
Den nicht beherrschenden Gesellschaftern zurechenbares Konzernergebnis
 
-63
30
-93
>100
*) Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beinhaltete im Vorjahr das Ergebnis aus der Entkonsolidierung der Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH und Raiffeisen Rechenzentrum GmbH.
Überleitung vom Konzernergebnis zum Gesamtergebnis
 
Notes
2023
2022
Veränderung
 
 
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in %
Konzernergebnis
 
345.079
78.393
266.686
>100
Sonstiges Ergebnis (OCI)
 
 
 
 
 
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
(OCI non reclassified)
31
-6.434
17.011
-23.445
>100
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI
17, 31
4.663
6.305
-1.642
-26,0
Steuerlatenz auf finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI
17, 31
-1.344
-1.394
50
-3,6
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen
28, 31
-10.001
6.448
-16.449
>100
Steuerlatenz auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen
28, 31
2.300
-1.898
4.198
>100
Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten
26, 31
-2.586
2.928
-5.514
>100
Steuerlatenz auf bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten
26, 31
594
-638
1.232
>100
Anteilige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung der at equity bilanzierten Unternehmen
21, 31
-11
6.000
-6.011
>100
Steuerlatenz auf anteilige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung der at equity bilanzierten Unternehmen
21, 31
-49
-740
691
-93,4
Posten, die in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können (OCI reclassified)
31
-96.088
-60.308
-35.780
59,3
Bewertungsänderungen aus finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI
17, 31
8.398
-29.880
38.278
>100
Steuerlatenz aus Bewertungsänderungen aus finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI
17, 31
-2.098
7.886
-9.984
>100
Anteilige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung der at equity bilanzierten Unternehmen
21, 31
-101.503
-41.349
-60.154
>100
Steuerlatenz auf anteilige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung der at equity bilanzierten Unternehmen
21, 31
-885
3.035
-3.920
>100
Summe Sonstiges Ergebnis
31
-102.522
-43.297
-59.225
>100
Gesamtergebnis
 
242.557
35.096
207.461
>100
Den Anteilseignern der RLB Steiermark zurechenbares Gesamtergebnis
 
242.620
35.061
207.559
>100
Den nicht beherrschenden Gesellschaftern zurechenbares Gesamtergebnis
 
-63
35
-98
>100
Bilanz
AKTIVA
Notes
31.12.2023
31.12.2022
Veränderung
 
 
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in %
Barreserve und Sichtguthaben
15
3.275.942
3.245.889
30.053
0,9
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
16, 32
11.291.468
11.676.893
-385.425
-3,3
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)
17, 32
567.357
651.203
-83.846
-12,9
Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading (HFT)
18
335.520
423.958
-88.438
-20,9
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M)
19
75.632
75.726
-94
-0,1
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
20, 32
319.842
400.935
-81.093
-20,2
Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges
 32
-165.986
-280.634
114.648
-40,9
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen
21
975.796
806.505
169.291
21,0
Immaterielle Vermögenswerte
22
1.684
1.991
-307
-15,4
Sachanlagen*)
22
110.697
110.823
-126
-0,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
22
23.086
17.841
5.245
29,4
Laufende Ertragsteuerforderungen
18.177
18.444
-267
-1,4
Latente Ertragsteuerforderungen
29
1.502
1.562
-60
-3,8
Sonstige Aktiva
23
283.374
217.111
66.263
30,5
GESAMT AKTIVA
 
17.114.091
17.368.247
-254.156
-1,5
*) Seit dem Geschäftsjahr 2023 werden die Nutzungsrechte innerhalb des Sachanlagevermögens dargestellt, das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Die Umgliederung erfolgte aufgrund der Unwesentlichkeit des Postens. Eine separate Aufgliederung findet sich in Note 22.

PASSIVA
Notes
31.12.2023
31.12.2022
Veränderung
 
 
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in %
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
24, 32
14.240.863
14.558.727
-317.864
-2,2
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT)
25
172.950
237.738
-64.788
-27,3
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
26
366.966
387.602
-20.636
-5,3
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
27, 32
296.858
413.142
-116.284
-28,1
Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges
 32
-17.186
-50.801
33.615
-66,2
Rückstellungen
28
86.587
78.059
8.528
10,9
Laufende Ertragsteuerschulden
11.828
8.210
3.618
44,1
Latente Ertragsteuerschulden
29
20.074
16.252
3.822
23,5
Sonstige Passiva
30
69.525
65.766
3.759
5,7
Eigenkapital
31
1.865.626
1.653.552
212.074
12,8
Auf die Anteilseigner der RLB Steiermark entfallendes Eigenkapital
31
1.865.722
1.653.585
212.137
12,8
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
31
-96
-33
-63
>100
GESAMT PASSIVA
 
17.114.091
17.368.247
-254.156
-1,5

Entwicklung des Eigenkapitals
In TEUR
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklagen
Gewinnrücklagen
Kumuliertes Sonstiges Ergebnis
Auf die Anteilseigner der RLB Steiermark entfallendes Eigenkapital
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Gesamt-
kapital
Eigenkapital zum 1.1.2023
142.721
401.825
1.457.788
-348.749
1.653.585
-33
1.653.552
Gesamtergebnis
345.142
-102.522
242.620
-63
242.557
Gewinnausschüttung
-30.357
-30.357
0
-30.357
Sonstige Veränderungen
-7.732
7.606
-126
0
-126
Eigenkapital zum 31.12.2023
142.721
401.825
1.764.841
-443.665
1.865.722
-96
1.865.626
 
 
 
 
 
 
 
 
Eigenkapital zum 1.1.2022
142.721
401.825
1.411.312
-306.032
1.649.826
1.272
1.651.098
Gesamtergebnis
78.363
-43.302
35.061
35
35.096
Gewinnausschüttung
-28.862
-28.862
0
-28.862
Sonstige Veränderungen
-3.025
585
-2.440
-1.340
-3.780
Eigenkapital zum 31.12.2022
142.721
401.825
1.457.788
-348.749
1.653.585
-33
1.653.552
Geldflussrechnung
In TEUR
Notes
2023
2022
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vergleichsperiode
15 
3.245.889
5.071.079
Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen
 
345.079
79.570
Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit
 
 
 
Abschreibung, Wertminderung, Zuschreibung auf Vermögenswerte
 
7.970
7.929
Neubildungen/Auflösungen von Rückstellungen und Wertminderungen
 
68.236
5.069
Gewinne aus der Veräußerung von Vermögenswerten
 
0
-86
Verluste aus der Veräußerung von Vermögenswerten
 
17
31
Sonstige Anpassungen*)
 
-497.267
110.785
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
 
 
 
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
16
462.864
-1.491.245
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)
17
93.656
233.531
Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading (HFT)
18
45.162
171.836
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M)
19
1.177
-8.226
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
20, 32
105.802
-15.090
Sonstige Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit
23
-91.649
-41.657
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
24
-449.502
-503.878
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT)
25
-22.119
-172.389
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
26
-30.775
-413.799
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
27, 32
-120.432
40.780
Sonstige Passiva aus der operativen Geschäftstätigkeit
30
-1.112
5.886
Gezahlte Ertragsteuern
13, 29
1.486
-12.192
Erhaltene Zinsen
1
640.159
306.332
Erhaltene Dividenden
2
27.085
69.177
Gezahlte Zinsen
1
-509.689
-160.782
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit
 
76.148
-1.788.418
Einzahlungen aus Veräußerung
 
 
 
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
22
8
2.577
Beteiligungen (nicht konsolidiert)
17
582
50
Auszahlungen für Erwerb
 
 
 
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
22
-10.430
-10.095
Beteiligungen (nicht konsolidiert)
17
-4.382
-4.532
Cash Flow aus Investitionstätigkeit
 
-14.222
-12.000
Dividendenzahlungen
31
-30.357
-28.862
Tilgungsanteil aus Leasingzahlungen
30, 42
-1.516
-1.455
Auszahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten
 24
0
-1.680
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
 
-31.873
-31.997
Cash Flow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
14 
0
7.225
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode
 
3.275.942
3.245.889
*) Sonstige Anpassungen betreffen im Wesentlichen Bewertungen sowie Korrekturen von Zinsen und gezahlten Dividenden, da diese in anderen Positionen dargestellt werden.
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss
Allgemeine Angaben
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Steiermark) ist das regionale Zentralinstitut der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark und ist beim Landesgericht für ZRS Graz beim Firmenbuch unter der FN 264700s eingetragen. Die Firmenanschrift lautet Radetzkystraße 15, 8010 Graz (Österreich). Die RLB Steiermark ist eine Universalbank, deren Tätigkeitsgebiet vor allem im Süden Österreichs liegt.
Im Rahmen von Strukturmaßnahmen zur Eigenmitteloptimierung in der Kreditinstitutsgruppe haben sämtliche steirische Raiffeisenbanken, die bisher direkt als Aktionäre an der RLB Steiermark beteiligt waren, ihre Aktien jeweils unter Inanspruchnahme des Artikels III UmgrStG in die Hauptaktionärin RLB-Stmk Holding eGen mit dem Sitz in Graz, FN 58993 f, eingebracht und dafür als Gegenleistung Geschäftsanteile an der RLB-Stmk Holding eGen erhalten. In weiterer Folge wurden diese Anteile von den steirischen Raiffeisenbanken – wiederum unter Inanspruchnahme des Artikels III UmgrStG – gegen die Gewährung von Geschäftsanteilen in die RLB-Stmk Verbund eingebracht. Infolge dieses Umgründungsvorgangs wurden sämtliche Aktien an der RLB Steiermark in der Hand der RLB-Stmk Holding eGen vereinigt, sodass diese nunmehr 100,00 % (Vj: 86,87 %) der Aktien an der RLB Steiermark hält. Die RLB-Stmk Holding wiederum steht aufgrund der eingangs erwähnten Maßnahmen nunmehr im Ausmaß von 99,43 % (Vj: 99,34 %) im Eigentum der RLB-Stmk Verbund eGen (RLB-Stmk Verbund), die übrigen Anteilsrechte werden von anderen Genossenschaftern gehalten.
Die RLB-Stmk Verbund stellt die oberste Konzernmuttergesellschaft dar und steht als übergeordnete Finanzholding zu 100 % im Anteilsbesitz steirischer Raiffeisenbanken. Durch diese Holdingstruktur haben die steirischen Raiffeisenbanken eine indirekte – auch stimmrechtsmäßig abgesicherte – Mehrheitseigentümerstellung an der RLB Steiermark.
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 8. April 2024 aufgestellt sowie zur Veröffentlichung und Weitergabe an den Aufsichtsrat zur Prüfung freigegeben.
Die Zahlen im vorliegenden Abschluss sind, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, gerundet in Tausend Euro dargestellt. In den nachstehend angeführten Tabellen sind Rundungsdifferenzen daher nicht auszuschließen. Die angeführten Vergleichswerte beziehen sich – sofern nicht anders angegeben – jeweils auf die Vorjahrswerte 2022.
Der Konzernabschluss der RLB-Stmk Verbund wird gemäß den österreichischen Veröffentlichungsregelungen beim Firmenbuch des Landesgerichts Graz hinterlegt und über die elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform (EVI) veröffentlicht. Die Offenlegung gemäß Teil 8 Art. 431–455 CRR erfolgt auf Grundlage der konsolidierten Finanzlage der RLB-Stmk Verbund in ihrer Funktion als EWR-Mutterfinanzholding und ist auf der Homepage der RLB Steiermark einsehbar.

Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG für das Geschäftsjahr 2023 mit den Vorjahresvergleichszahlen 2022 wurde gemäß EU-Verordnung (EG) Nr.1606/2002 in Verbindung mit § 245a UGB (Unternehmensgesetzbuch) und § 59a BWG (Bankwesengesetz) erstellt. Es wurden alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und von der EU übernommenen, für den Konzernabschluss verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt. Der Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen des § 245a UGB und des § 59a BWG über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen.
Anwendung geänderter bzw. neuer Standards sowie Interpretationen
Folgende Standards und Interpretationen sowie deren Änderungen, die für die Geschäftstätigkeit des RLB Steiermark Konzerns relevant sind, traten mit 1. Jänner 2023 in Kraft:
Standard/
Interpretation
Bezeichnung
Anzuwenden für
Geschäftsjahre
beginnend ab
Von der EU
bereits
übernommen
IFRS 17
Versicherungsverträge
1.1.2023
Ja
Änderungen IAS 1 und IFRS Leitliniendokument 2
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1.1.2023
Ja
Änderungen IAS 8
Definition von Schätzungen
1.1.2023
Ja
Änderungen IAS 12
Ausnahme der "initial recognition exemption" für Transaktionen, in denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen
1.1.2023
Ja
Änderungen IFRS 17
Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9
1.1.2023
Ja
Änderungen IAS 12
Erleichterungen bei der Bilanzierung latenter Steuern aus der globalen Mindestbesteuerung
1.1.2023
Ja
IFRS 17
IFRS 17 Versicherungsverträge regelt die Grundsätze in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angaben für Versicherungsverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des Standards. Die Zielsetzung des IFRS 17 besteht in der Bereitstellung relevanter Informationen durch die bilanzierenden Unternehmen und soll so zu einer glaubwürdigen Darstellung der Versicherungsverträge führen. Diese Informationen dienen als Grundlage für die Abschlussadressaten, um die Auswirkungen von Versicherungsverträgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Zahlungsströme eines Unternehmens beurteilen zu können.
Die RLB Steiermark hat im Rahmen einer eingehenden Analyse festgestellt, dass im Konzern keine nach IFRS 17 zu bilanzierenden Sachverhalte vorliegen.
Änderungen zu IAS 1 und IFRS-Leitliniendokument 2
Die Änderungen sollen den Ersteller eines Jahresabschlusses bei der Entscheidung unterstützen, welche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden er im Abschluss angibt.
Änderungen zu IAS 8
Die Änderungen konkretisieren die Abgrenzung von Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu Schätzungsänderungen.

Änderungen zu IAS 12
Auf Grund der Änderung in IAS 12 gilt die „initial recognition exemption“ nicht mehr für solche Transaktionen, in denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen, auch wenn die sonstigen bisher schon gültigen Voraussetzungen erfüllt sind. Es handelt sich somit um eine Rückausnahme von der „initial recognition exemption“ für klar definierte Fälle. Die RLB Steiermark wendet diese Änderung bereits seit 31.12.2022 an.
Des Weiteren werden vorübergehende, verpflichtend anzuwendende Ausnahmen von der Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der Einführung der globalen Mindestbesteuerung ergeben sowie gezielte Anhangangaben für betroffene Unternehmen im IAS 12 aufgenommen. Die Anhangangaben sollen den Abschlussadressaten ein Verständnis über den Grad der Betroffenheit eines Unternehmens durch die Mindestbesteuerung ermöglichen, insbesondere vor dem Inkrafttreten der Gesetze.
Aus der Anwendung dieses Standards ergeben sich keine relevanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Herausgegebene, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards sowie Interpretationen:
Standard/ Interpretation
Bezeichnung
Anzuwenden für Geschäftsjahre beginnend ab
Von der EU bereits übernommen
IFRS 14
Regulatorische Abgrenzungsposten
1.1.2016
Nein*
Änderungen IAS 1
Klassifizierung von kurzfristigen oder langfristigen Verbindlichkeiten
1.1.2024
Ja
Änderungen IFRS 16
Behandlung Leasingverbindlichkeit in einer Sale und Leaseback Transaktion
1.1.2024
Ja
Änderungen IAS 7 und IFRS 7
Offenlegungsvorschriften im Zusammenhang mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen
1.1.2024
Nein
Änderungen IAS 21
Auswirkungen von Wechselkursänderungen
1.1.2025
Nein
*) Die EU wird diesen „Zwischenstandard“ nicht übernehmen, sondern wartet auf den finalen Standard.
Änderungen zu IAS 1
Die Änderungen sollen eine Klärung der Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig darstellen.
Änderungen zu IFRS 16
Mit der Änderung wird klargestellt, wie ein Verkäufer/Leasingnehmer die Folgebewertung von Sale-and-Leaseback Transaktionen, die als Verkauf gemäß IFRS 15 bilanziert werden, vornimmt.
Änderungen zu IAS 7 und IFRS 7
Die Änderungen sollen die bestehenden Angabevorschriften der beiden Standards ergänzen und damit Unternehmen verpflichten, qualitative und quantitative Informationen über Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten zur Verfügung zu stellen.
Änderungen zu IAS 21
Die Änderung betreffen Vorgaben zur Beurteilung, ob eine Währung in eine andere Währung umgetauscht werden kann, bzw. wie ein Kurs bei fehlender Umtauschmöglichkeit zu bestimmen ist und die dementsprechenden Angabepflichten.
Aus der Anwendung der noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards werden keine relevanten Auswirkungen auf künftige Abschlüsse erwartet.
I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Konzerneinheitliche Bilanzierung
Die Grundlage für den Konzernabschluss bilden die auf Basis konzerneinheitlicher Standards und die nach IFRS-Bestimmungen erstellten Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen. Die vollkonsolidierten Gesellschaften sowie das einzige at equity bilanzierte Unternehmen erstellen Jahresabschlüsse per 31. Dezember – mit Ausnahme von zwei Tochtergesellschaften, die mit Stichtag 30. September einbezogen werden. Für die Auswirkungen bedeutender Geschäftsvorfälle und anderer Ereignisse, die zwischen diesen abweichenden Stichtagen und dem 31. Dezember eingetreten sind, werden entsprechende Berichtigungen vorgenommen.
Unternehmenserwerbe
Im Zuge der Kapitalkonsolidierung werden sämtliche identifizierbare Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 neu bewertet. Die Gegenleistung wird mit dem Nettovermögen verrechnet. Daraus resultierende aktive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert und unterliegen einem jährlichen Impairment-Test. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Derzeit bestehen keine aktivierten Firmenwerte im RLB Steiermark Konzern. Entstehen im Rahmen der Erstkonsolidierung passive Unterschiedsbeträge, werden diese nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze sofort erfolgswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand erfasst. Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern, die zu keiner Veränderung des Kontrolltatbestands führen, werden ausschließlich direkt im Eigenkapital abgebildet.
Konsolidierungsmethoden
Die im Rahmen der Vollkonsolidierung durchgeführten Konsolidierungsschritte umfassen die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die Zwischengewinneliminierung.
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Unternehmen des Vollkonsolidierungskreises miteinander aufgerechnet. Konzernintern entstandene Aufwendungen und Erträge werden im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung saldiert. Zwischengewinne werden dann eliminiert, wenn sie für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Tochterunternehmen
Im Vollkonsolidierungskreis des RLB Steiermark Konzerns sind Tochterunternehmen enthalten, wenn Beherrschung nach IFRS 10.6 vorliegt. Dementsprechend beherrscht ein Mutterunternehmen ein Beteiligungsunternehmen dann, wenn die RLB Steiermark aufgrund ihres Engagements bei dem Untedirnehmen variablen wirtschaftlichen Erfolgen ausgesetzt ist oder Rechte daran hat und die Möglichkeit besitzt, diese wirtschaftlichen Erfolge durch ihre Bestimmungsmacht über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Bestimmungsmacht ergibt sich aufgrund von bestehenden Rechten, die Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens, die den wirtschaftlichen Erfolg signifikant beeinflussen, zu bestimmen.
Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und Anteile an assoziierten Unternehmen, die nicht nach der at equity-Methode bilanziert wurden, werden als Finanzinstrumente behandelt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen
Unternehmen, auf die die RLB Steiermark einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden grundsätzlich nach der at equity-Methode gemäß den Bestimmungen des IAS 28.10 bilanziert und in der Bilanzposition „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“ ausgewiesen. Anteilige Periodenergebnisse werden im Posten „Laufendes Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen“ dargestellt. Änderungen im sonstigen Gesamtergebnis des Beteiligungsunternehmens werden im sonstigen Ergebnis im Posten „Anteilige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung der at equity bilanzierten Unternehmen“ erfasst. In der Regel besteht ein maßgeblicher Einfluss bei einem Anteilsbesitz zwischen 20 % und 50 %. Bei einer Beteiligungsquote von weniger als 20 % wird gemäß IAS 28.5 vermutet, dass der Anteilseigner keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Unternehmens ausüben kann, es sei denn, dass der maßgebliche Einfluss eindeutig nachgewiesen werden kann.
Bei Anwendung der at equity-Methode ist anhand der Bestimmungen des IAS 28.41A bis 28.41C zu beurteilen, ob objektive Hinweise auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Liegen solche Hinweise vor, wird der Buchwert einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) nach
IAS 28 i. V. m. IAS 36 unterzogen. Dabei wird der gesamte Buchwert des Anteils gemäß IAS 36 als ein einziger Vermögenswert auf Wertminderung geprüft, indem sein erzielbarer Betrag (der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) mit dem Buchwert verglichen wird. Bei Vorliegen von Anzeichen, dass die Wertminderung weggefallen ist, sind die Anteile auf eine mögliche Wertaufholung zu überprüfen. Da die nach der at equity-Methode bewerteten Anteile als gesonderte Vermögenswerte bilanziert werden, ist eine Wertaufholung möglich, sofern die Kriterien des IAS 36 erfüllt sind. Der über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu buchende Wertaufholungsbetrag ist mit dem nach der at equity-Methode fortgeschriebenen Buchwert der Anteile begrenzt, der sich ohne Wertminderung ergeben hätte. Dieser Betrag stellt die maximale Wertobergrenze dar.
Wertminderungen und Wertaufholungen auf Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen werden in der Position „Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen“ ausgewiesen.
Bei der at equity Bilanzierung werden die gleichen Regeln bei Erwerb von Anteilen an einem assoziierten Unternehmen (Erstkonsolidierungszeitpunkt, Berechnung eines Unterschiedsbetrags) wie bei Erwerb einer Tochtergesellschaft angewendet.
Entwicklung Konsolidierungskreis
Die Anzahl der vollkonsolidierten sowie der at equity bilanzierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
 
Vollkonsolidierung*
Equity-Bilanzierung
 
2023
2022
2023
2022
Stand 1.1.
23
25
1
1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen
0
1
0
0
Veränderung durch Verschmelzungen im Berichtsjahr
-2
-1
0
0
Im Berichtsjahr entkonsolidiert
-2
-2
0
0
Stand 31.12.
19
23
1
1
* inkl. Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (Mutterunternehmen)
Die per 31. Dezember 2022 noch im Vollkonsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften HSL PUNTI Grundstücksverwaltungs GmbH sowie die Optima-Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H wurden im Geschäftsjahr 2023 innerhalb des Konzerns verschmolzen. Die NWB Beteiligungs GmbH wurde aufgrund der geplanten Liquidation der Gesellschaft im Geschäftsjahr entkonsolidiert. Die NOVA HSL Leasing GmbH wurde aufgrund der Aufgabe des Geschäftsbereichs im Geschäftsjahr entkonsolidiert.
Eine detaillierte Aufstellung über die vollkonsolidierten Unternehmen und der nach der at equity-Methode bilanzierten Unternehmen ist der Beteiligungsübersicht in Note 60 zu entnehmen.
Währungsumrechnung
Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die nicht auf Euro lauten, werden zu den EZB-Referenzkursen zum Bilanzstichtag umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet sind, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Anschaffung in Euro umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit dem aktuellen Wechselkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Bewertung von Devisentermingeschäften erfolgt mit den aktuellen, für die Restlaufzeit gültigen Terminkursen.
Aufwendungen und Erträge werden zum jeweiligen Zeitpunkt ihres Entstehens mit den aktuellen Tageskursen sofort in die Bilanzwährung umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen von monetären Posten werden grundsätzlich im Aufwand oder Ertrag jener Periode erfasst, in der sie entstanden sind.
Wird ein Gewinn oder Verlust aus einem nicht monetären Posten direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst, werden die Wechselkursdifferenzen (Gewinn oder Verlust) zum Bilanzstichtag ebenfalls im Sonstigen Ergebnis dargestellt. Umgekehrt werden Währungsumrechnungsdifferenzen im Aufwand oder Ertrag ausgewiesen, wenn Gewinne und Verluste von nicht monetären Posten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden.
Klassifizierung und (Bewertungs-)Kategorien von Finanzinstrumenten
Ein Finanzinstrument ist gemäß IAS 32.11 ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.
Gemäß IFRS 9 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich derivativer Finanzinstrumente in der Bilanz zu erfassen, und zwar ab jenem Zeitpunkt, ab dem der Konzern Vertragspartei der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird und infolgedessen das Recht auf Empfang oder die rechtliche Verpflichtung zur Zahlung von flüssigen Mitteln hat. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Handelstag.
Klassifizierung von Fremdkapitalinstrumenten
Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten (Schuldinstrumenten) nach IFRS 9 richtet sich nach den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme sowie den Grundsätzen des Geschäftsmodells, nach welchem die finanziellen Vermögenswerte gesteuert werden.
Überprüfung der Geschäftsmodelle
Im RLB Steiermark Konzern erfolgt die Steuerung der Geschäftsmodelle auf Ebene der in der Segmentberichterstattung definierten Segmente, da auf dieser Ebene Informationen an die Geschäftsleitung zur Verfügung gestellt werden. Weitere Untergliederungen in Subportfolien werden bei Bedarf vorgenommen.
Zur Bestimmung des jeweiligen Geschäftsmodells werden die folgenden Faktoren berücksichtigt:
  • Art und Weise wie die Performance des Geschäftsmodells und der darin gehaltenen Finanzinstrumente gemessen und an die Geschäftsleitung berichtet wird.
  • Risiken, die die Performance des Geschäftsmodells beeinflussen und wie diese gesteuert werden.
  • Ausgestaltung der Investitions- bzw. Anlagerichtlinien für das Portfolio.
Geschäftsmodell „Halten“ (hold to collect)
Das Ziel des Geschäftsmodells „Halten“ besteht darin, finanzielle Vermögenswerte bis zum Ende der Laufzeit zu halten, um vertragliche Cash Flows zu vereinnahmen. Obwohl die Zielsetzung auf das Halten von Finanzinstrumenten zur Vereinnahmung der vertraglichen Cash Flows gerichtet ist, müssen nicht alle darin zugeordnete Finanzinstrumente bis zur Endfälligkeit gehalten werden.
Einzelne Verkäufe aus einem solchen Geschäftsmodell können stattfinden und stehen für den RLB Steiermark Konzern im Einklang mit dem Geschäftsmodell, wenn sie aus den folgenden Gründen erfolgen:
  • Die Verkäufe resultieren aus einer Erhöhung des Kreditrisikos des Vermögenswerts.
  • Die Verkäufe erfolgen zur Steuerung der Risikokonzentration und die Anzahl solcher Verkäufe ist gering (auch wenn ihr Wert erheblich ist) oder ihr Wert ist sowohl einzeln als auch kumuliert unerheblich (auch wenn häufige Verkäufe stattfinden).
  • Die Verkäufe erfolgen kurz vor Fälligkeit des finanziellen Vermögenswerts und der Verkaufserlös entspricht im Wesentlichen den noch fälligen Zahlungen.
Für die Beurteilung von unschädlichen Verkäufen („Nichtaufgriffsgrenze“) wurde im RLB Steiermark Konzern ein Schwellenwert von bis zu 3 % als unschädlich definiert. Betrachtungsgrößen sind Volumen, Anzahl und Ergebnisauswirkung. In diesem Schwellenwert werden nur schädliche Verkäufe berücksichtigt.
Eine Erhöhung der Häufigkeit oder des Werts von Verkäufen in einer Periode widerspricht gemäß IFRS 9.B4.1.3B nicht unbedingt einer Zielsetzung des Haltens finanzieller Vermögenswerte, wenn ein Unternehmen die Gründe für diese Verkäufe erklären und nachweisen kann, warum diese Verkäufe keine Änderung im Geschäftsmodell des Unternehmens widerspiegeln. Ein solcher Rechtfertigungsgrund liegt beispielsweise dann vor, wenn die Verkäufe im Zusammenhang mit wesentlichen Restrukturierungen oder Unternehmenserwerben stehen.
Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“ (hold and sell)
Das Ziel des Geschäftsmodells besteht darin, sowohl Finanzinstrumente zu halten, um vertragliche Cash Flows zu vereinnahmen, als auch Finanzinstrumente zu verkaufen. Verkäufe kommen hier mehr als selten vor und sind – im Gegensatz zum Geschäftsmodell „Halten“ – integraler Bestandteil des Geschäftsmodells.
Geschäftsmodell „Sonstiges“
Finanzielle Vermögenswerte, die
  • mit dem Ziel verwaltet werden, Cash Flows durch den Verkauf der Vermögenswerte zu realisieren,
  • auf Fair Value Basis gesteuert werden und deren Performance auf Fair Value Basis gemessen wird, oder
  • die zu Handelszwecken gehalten werden,
werden diesem Geschäftsmodell zugeordnet und erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Überprüfung der SPPI-Kriterien
Die Klassifizierung eines Finanzinstrumentes in die Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ bzw. in die Kategorie „zum Fair Value über das OCI bewertet“ setzt voraus, dass die vertraglichen Cash Flows des Finanzinstruments ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen (= SPPI-Kriterium) und das Finanzinstrument entweder dem Geschäftsmodell „Halten“ oder „Halten und Verkaufen“ zugeordnet ist.
Eine entsprechende Beurteilung erfolgt zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes der finanziellen Vermögenswerte für jedes Instrument. Werden die Konditionen substanziell verändert und unterscheidet sich das Finanzinstrument wesentlich von seinen ursprünglichen Ausprägungen, dann ist es auszubuchen („derecognition“) und neu einzubuchen sowie anhand der neuen Vertragsbestimmungen zu beurteilen, ob die SPPI-Kriterien erfüllt sind.
Bei der Überprüfung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind, berücksichtigt der RLB Steiermark Konzern die vertraglichen Ausstattungsmerkmale des finanziellen Vermögenswerts. Da sich vertragliche Zinszahlungen im Zeitablauf ändern können, sind in der Beurteilung diese möglichen zukünftigen Auswirkungen zu berücksichtigen und zu überprüfen, ob die vertraglichen Cash Flows, die während der gesamten Vertragslaufzeit anfallen können, das SPPI-Kriterium erfüllen.
In diese Beurteilung werden Vertragsbedingungen wie ein variabler Zinssatz, Vorfälligkeitsregelungen, die mögliche vorzeitige Rückzahlung des Schuldinstruments sowie Verlängerungsoptionen einbezogen.
Benchmarktest
Stimmt die Laufzeit des Zinssatzes nicht mit der Zinsperiode überein, liegt eine Modifikation der Zinskomponente „Zeitwert des Geldes“ vor. In einem solchen Fall ist vorgesehen, dass ein Benchmarktest durchgeführt wird. Benchmarktest bedeutet, dass die vertraglichen Zinszahlungen des ausgegebenen Instruments mit jenen des Benchmarkinstruments verglichen werden.
Eine Modifikation des Zeitwerts des Geldes liegt vor, wenn der Zinssatz eines finanziellen Vermögenswerts periodisch neu festgesetzt wird, die Frequenz des Neufestsetzens aber nicht zur Laufzeit des Zinssatzes passt oder periodisch neu auf einen Durchschnitt bestimmter kurz- und langfristiger Zinssätze festgesetzt wird.

Die Beurteilung auf Basis eines Benchmarktests stellt kein Rechnungslegungswahlrecht dar. Für die folgenden vertraglichen Ausstattungsmerkmale, die den Zeitwert des Geldes unter Umständen modifizieren können, wird ein Benchmarktest durchgeführt:
  • Laufzeitinkongruenz bei der Verzinsung
  • Zinsgleitklauseln
  • Prior Fixing
  • Durchschnittszinssätze
  • Basket Rates
  • Leverage Klausel
Fair Value Option auf finanzielle Vermögenswerte
Bei der erstmaligen Erfassung eines Fremdkapitalinstruments, das sich für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value über das OCI qualifizieren würde, kann eine Designation in die Kategorie „at fair value through profit or loss“ vorgenommen werden, wenn dadurch Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz (sog. "accounting mismatch") beseitigt oder erheblich verringert werden. Dieses Wahlrecht kann nur bei erstmaliger Erfassung eines Fremdkapitalinstruments ausgeübt werden und ist unwiderruflich. Derzeit gibt es keinen Anwendungsfall im RLB Steiermark Konzern.
Klassifizierung von Eigenkapitalinstrumenten
Eigenkapitalinstrumente sind zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. IFRS 9 sieht für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, ein Wahlrecht vor, diese beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich in die Kategorie FVOCI (Fair Value über das OCI) zu designieren und damit sämtliche Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral über das OCI zu erfassen („OCI-Wahlrecht“). Das Wahlrecht kann für jedes Eigenkapitalinstrument unterschiedlich ausgeübt werden. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Bewertungsergebnisse von Eigenkapitalinstrumenten dürfen später nicht mehr in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden (auch nicht bei Ausbuchung der Finanzinvestition).
Klassifizierung finanzieller Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Davon ausgenommen sind u.a. finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden (einschließlich Derivate) sowie finanzielle Verbindlichkeiten, die bei erstmaliger Erfassung im Rahmen der Fair Value Option (FVO) designiert werden. Diese werden im Rahmen der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Für finanzielle Verbindlichkeiten, welche zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden, ist der Ausweis der Fair Value Änderungen, welche durch Änderungen des eigenen Kreditrisikos entstehen, im Sonstigen Ergebnis (OCI) vorzunehmen, sofern dies nicht zu einer Bilanzierungsinkongruenz in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung führt. Die verbleibende Wertänderung des beizulegenden Zeitwerts wird im Gewinn oder Verlust dargestellt. Wertänderungen aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Handelsbeständen werden zur Gänze in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen.
Fair Value Option auf finanzielle Verbindlichkeiten
Eine finanzielle Verbindlichkeit kann gemäß IFRS 9 beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich in die Kategorie „at fair value through profit or loss“ designiert werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
  • Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz („accounting mismatch“) werden beseitigt oder erheblich verringert. Ein „accounting mismatch“ kann entstehen, wenn die Bewertung von Vermögenswerten/Verbindlichkeiten oder die Erfassung von Bewertungsergebnissen auf unterschiedlicher Grundlage erfolgt.
  • Eine Gruppe von finanziellen Verbindlichkeiten oder finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird gemäß einer dokumentierten Risikomanagement- oder Anlagestrategie gesteuert, ihre Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwerts beurteilt und intern an das Management in Schlüsselpositionen berichtet.
  • Es handelt sich um einen Vertrag, der ein oder mehrere eingebettete Derivate enthält, wobei der Basisvertrag kein finanzieller Vermögensgegenstand im Anwendungsbereich von IFRS 9 ist. Trifft das zu, kann der gesamte hybride Vertrag zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung bewertet werden. Davon ausgenommen sind Fälle, in denen das eingebettete Derivat die vertraglichen Cash Flows nur unwesentlich verändert oder mit nur geringem Analyseaufwand ersichtlich ist, dass eine Trennung des eingebetteten Derivats unzulässig ist.
Eingebettete Derivate
IFRS 9 regelt die Bilanzierung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind (Embedded Derivatives). Enthält ein hybrider Vertrag einen Basisvertrag, bei dem es sich nicht um einen Vermögenswert innerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9 handelt, ist das eingebettete Derivat vom Basisvertrag zu trennen und nach Maßgabe des IFRS 9 zu bilanzieren. Bei allen anderen Finanzinstrumenten, welche unter den Anwendungsbereich des IFRS 9 fallen, scheidet eine Aufteilung eines strukturierten Produkts aus. Dem derivativen Element wird im Rahmen der Klassifizierung Rechnung getragen. Sind die SPPI-Kriterien erfüllt, wird das Gesamtinstrument entsprechend dem Geschäftsmodell bilanziert.
Finanzgarantien und unwiderrufliche Kreditzusagen
Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen ursprünglichen oder geänderten Verpflichtungen aus einem Schuldinstrument nicht fristgemäß nachkommt. Die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie wird erfasst, sobald der Garantiegeber Vertragspartei wird, d. h. im Zeitpunkt der Annahme des Garantieangebots. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value im Erfassungszeitpunkt, wobei dieser in der Regel der bei Vertragsabschluss erhaltenen Zahlung entspricht. Gibt es keine derartige Zahlung, beträgt der Fair Value bei Vertragsabschluss Null. Im Rahmen der Folgebewertung erfolgt die Prüfung hinsichtlich der Bildung einer Wertminderung.
Als unwiderrufliche Kreditzusagen sind solche Verpflichtungen auszuweisen, aus welchen ein Kreditrisiko entstehen kann. Sowohl Finanzgarantien als auch unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen den Impairment-Regelungen des IFRS 9 und etwaige Wertminderungen werden unter den Rückstellungen ausgewiesen.
Klassen nach IFRS 7.6
Die nach IFRS 7.6 geforderten Klassen finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden im RLB Steiermark Konzern wie folgt definiert:
  • Aktiva
  • Guthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben
  • Fremdkapitalinstrumente
  • Kredite und Forderungen
  • Schuldverschreibungen
  • Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
  • Eigenkapitalinstrumente
  • Derivate (positive Marktwerte)
  • Derivate (positive Marktwerte) – Hedge Accounting
  • Passiva
  • Einlagen / Aufgenommene Gelder
  • Verbriefte Verbindlichkeiten
  • Derivate (negative Marktwerte)
  • Derivate (negative Marktwerte) – Hedge Accounting
  • Außerbilanzielle Geschäfte (Haftungen, Bürgschaften, Garantien, Kreditzusagen)
Wertminderungen
Im RLB Steiermark Konzern werden Wertminderungen in der Bilanz wie folgt ausgewiesen:
  • für Guthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben – als Verminderung des Bruttobuchwerts
  • für finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten – als Verminderung des Bruttobuchwerts
  • für finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis bewertet werden – es erfolgt keine Verminderung des Buchwerts, da dieser dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dennoch ist für Schuldtitel eine Wertminderung zu ermitteln und die Wertminderung vom Sonstigen Ergebnis (OCI) in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umzubuchen
  • für außerbilanzielle Geschäfte (Haftungen, Garantien, Kreditrisiken) – als Rückstellung.
Bei Uneinbringlichkeit von Forderungen erfolgt entweder eine direkte Forderungsabschreibung zu Lasten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung oder eine Ausbuchung der Forderung zu Lasten einer gegebenenfalls bestehenden Wertberichtigung. Bei Wegfall des Kreditrisikos erfolgt eine Auflösung der Wertberichtigung.
Die Regelungen zur Wertminderung basieren unter IFRS 9 auf einem Expected Credit Loss-Modell (ECL-Modell). Grundprinzip des ECL-Modells ist die Darstellung des Verlaufs einer Verschlechterung oder Verbesserung der Kreditqualität eines Finanzinstruments. Dabei ist grundsätzlich bereits beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten eine Risikovorsorge auf Basis der zu diesem Zeitpunkt bestehenden Erwartungen potenzieller Kreditausfälle vorgesehen.
Diese Regelungen gelten für finanzielle Vermögenswerte der Kategorien „zum Fair Value über das OCI bewertet“ (FVOCI) und „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ (AC), für Forderungen aus Leasingverhältnissen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aktive Vertragsposten gemäß IFRS 15 sowie für außerbilanzielle Geschäfte (Haftungen und Garantien sowie Kreditrisiken).
Unter dem Impairment-Modell des IFRS 9 sind bei finanziellen Vermögenswerten, die am Stichtag ein geringes Kreditrisiko aufweisen bzw. sich das Kreditrisiko seit Zugang nicht signifikant erhöht hat, Wertminderungen für Kreditausfälle, die innerhalb der nächsten zwölf Monate entstehen können (Stage 1), vorgesehen. Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen sich das Kreditrisiko seit Entstehung oder Kauf signifikant erhöht hat, der Vermögenswert jedoch noch keine beeinträchtigte Bonität aufweist (Stage 2) sowie für finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität (Stage 3) erfordert IFRS 9 die Bildung von Vorsorgen für Kreditausfälle, die über die restliche Laufzeit eines Vermögenswerts auftreten können. Dies wird als „Lifetime Expected Loss“ bezeichnet.
Der Stagetransfer wird sowohl aus qualitativen als auch quantitativen Faktoren abgeleitet. Die Stagezuordnung ist zu jedem Bilanzstichtag zu überprüfen. Befindet sich ein finanzieller Vermögenswert zum Bilanzstichtag in Stage 2 oder 3 und liegen die Gründe für den ursprünglichen Stagetransfer zum aktuellen Stichtag nicht mehr vor, erfolgt ein Rücktransfer in Stage 1 oder 2. Finanzielle Vermögenswerte, die bereits bei Erstansatz eine beeinträchtigte Bonität aufweisen, unterliegen einer speziellen Wertminderungs-Logik und sind vom Stagetransfer ausgenommen.
Signifikante Erhöhung des Kreditrisikos
Das Kreditrisiko ergibt sich aus möglichen finanziellen Verlusten, die durch den Ausfall von Kunden oder Kontrahenten bzw. durch Bonitätsverschlechterung der Geschäftspartner sowie durch nicht werthaltige Sicherheiten (Restrisiko aus kreditrisikomindernden Techniken) entstehen. Kreditrisiken ergeben sich im RLB Steiermark Konzern hauptsächlich aus Kommerzkunden- und Privatkundenkrediten sowie im Rahmen solcher Kreditgeschäfte bestehenden Kreditzusagen und Finanzgarantien (z. B. Bürgschaften, Akkreditive) und Interbankenforderungen.
Im RLB Steiermark Konzern wird die Erhöhung des Kreditrisikos als signifikant gesehen, wenn eines oder mehrere der folgenden quantitativen oder qualitativen Kriterien erfüllt ist bzw. sind:
Quantitative Kriterien
Die quantitativen Kriterien sind die vorwiegenden Kenngrößen zur Beurteilung, ob eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos erfolgte. Diese basieren auf einer Analyse der zukunftsorientierten PD-Kurve. Für die quantitative Einstufung wird die PD-Kurve über die Gesamtlaufzeit zum Zeitpunkt des Geschäftsbeginns ab dem Bewertungszeitpunkt mit der zukunftsorientierten PD-Kurve über die Restlaufzeit zum Bewertungszeitpunkt verglichen. Das Ausmaß der Verbesserung oder Verschlechterung hängt vom anfänglichen Rating und damit von der anfänglichen PD-Kurve ab. Im Allgemeinen wird bei einem relativen Anstieg der kumulierten PD um mehr als 100 % und einem absoluten Anstieg pro Jahr (bezogen auf die Restlaufzeit) von mehr als 0,5 Prozentpunkten von einem signifikanten Anstieg des Kreditrisikos ausgegangen. Die Grenzen für den signifikanten Anstieg werden tourlich validiert.
Qualitative Kriterien
Zusätzlich zu den quantitativen Kriterien werden zur Beurteilung, ob ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos stattgefunden hat, qualitative Kriterien herangezogen. Im RLB Steiermark Konzern kommt hierzu das Frühwarnverfahren zur Anwendung. So werden alle Geschäfte, welche im Frühwarnsystem mit „Watchlist“ gekennzeichnet sind, der Stage 2 zugeordnet. Weiters stellen Forbearance Maßnahmen ein qualitatives Kriterium für den Anstieg des Kreditrisikos dar. Darüber hinaus wird eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos bei einem Finanzinstrument angenommen, wenn der Kreditnehmer mit seinen vertraglichen Zahlungen mehr als 30 Tage überfällig ist.
Definition der Begriffe „Ausfallereignis“ und „Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität“
Zur Beurteilung, ob eine beeinträchtigte Bonität vorliegt und sich der finanzielle Vermögenswert somit im Ausfall befindet, werden im RLB Steiermark Konzern als Indikatoren z. B. signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten/Kreditnehmers, Überfälligkeit von Zins- und/oder Tilgungszahlungen, 90-Tage-Zahlungsverzug oder Zugeständnisse an den Kreditnehmer aufgrund finanzieller Schwierigkeiten herangezogen. Da sowohl die Anforderungen der CRR als auch jene nach IFRS auf durch finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners entstandene Verluste aus Zahlungsausfällen abzielen, erfolgte bei der Festlegung der Trigger-Events im Rahmen der Impairment-Policy eine Harmonisierung der Kriterienkataloge. Die Einstufung einer Forderung als ausgefallen kann sich trotz des Nichtvorliegens eines 90-Tage-Zahlungsverzugs im Rahmen einer Einzelfallbetrachtung ergeben.
Liegt ein Finanzinstrument mit beeinträchtigter Bonität vor, wird das Finanzinstrument in die Stage 3 transferiert. Im Hinblick auf die Ermittlung von Wertminderungen für Instrumente der Stage 3 unterscheidet der RLB Steiermark Konzern zwischen signifikanten und nicht signifikanten Forderungen. Die Trennung der signifikanten und nicht signifikanten Forderungen erfolgt anhand der sogenannten Signifikanzgrenze, welche aus Vorgaben der Geschäftspolitik, des Risikomanagements sowie aus (Kredit-)Prozessvorgaben abgeleitet wurde. Die Signifikanzgrenze beträgt für den RLB Steiermark Konzern 1 Million EUR. Die Beurteilung erfolgt auf Basis der Gruppe verbundener Kunden („GvK“). Bei signifikanten Forderungen der Stage 3 erfolgt die Ermittlung der Wertminderung durch Schätzung und Abzinsung der zukünftigen, erwarteten Cash Flows (Discounted Cash Flow Methode, „DCF-Methode“). Die erwarteten Cash Flows werden für mehrere wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarien durch Expertenschätzung ermittelt und umfassen erwartete Zins- und Tilgungszahlungen, Erlöse im Rahmen der Sicherheitenverwertung, Ausnützungen bzw. Ziehungen von Rahmen sowie Verwertungskosten als negative Cash Flows. Für nicht signifikante Forderungen wird eine parameterbasierte Risikovorsorge (pauschalierte Einzelwertberichtigung) gebildet.
Ein Ausfallereignis liegt bei einem finanziellen Vermögenswert dann nicht mehr vor, wenn die im RLB Steiermark Konzern definierten Kriterien über einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens 6 Monaten eingehalten werden.
Erläuterungen der Inputfaktoren, Annahmen und Schätzungen
Die Höhe der erwarteten Kreditverluste von Instrumenten der Stages 1 und 2 basiert auf den Risikoparametern Probability of Default (PD), Loss Given Default (LGD) und Exposure at Default (EAD), die mittels statistischer Verfahren aus historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten unter Berücksichtigung von makroökonomischen Prognosewerten für die Zukunft (PiT-Parameter) ermittelt werden. Im Rahmen von staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen (und von dritter Seite) eingeräumte Garantien und Sicherheiten werden bei der Bemessung der erwarteten Kreditverluste entsprechend berücksichtigt.
Die verwendeten Lifetime-PDs setzen sich aus einer Through-the-Cycle (TTC) und der makroökonomisch adjustierten Point-in-Time (PiT) Komponente zusammen. Die TTC-Komponente wird auf Basis quartalsweiser, historischer Rating-Migrationen mittels eines zeithomogenen, stetigen Markov-Ansatzes je Portfolio ermittelt. Die PiT-Adjustierung erfolgt auf Basis des Asset-based Ansatzes nach Perederiy. Hierbei werden unter Berücksichtigung der historischen, quartalsweisen Ausfallraten implizite, systematische Faktoren auf Basis von makroökonomischen Faktoren prognostiziert (z.B. Wachstum des Bruttoinlandsprodukts).
Für die Lifetime-LGD Komponente wird zwischen besichertem und unbesichertem LGD unterschieden. Für den besicherten LGD werden Erlösquoten, Gesundungsraten und prognostizierte Sicherheitenwertentwicklungen in der Bewertung berücksichtigt. Der unbesicherte LGD wird auf Basis von Zahlungsströmen ausgefallener Assets, welche nicht aus Sicherheiten stammen, ermittelt.
Für den Lifetime Credit Conversion Factor (CCF) werden die realisierten CCFs je Segment ermittelt und segment- und produktspezifisch zum Einsatz gebracht.
Der EAD stellt die erwartete Kreditinanspruchnahme zum Zeitpunkt des Ausfalls dar. Der RLB Steiermark Konzern ermittelt diesen Wert aus dem aktuell aushaftenden Betrag zuzüglich möglicher vereinbarter Änderungen inklusive Amortisationen und Vorauszahlungen.
Der Diskontierungsfaktor entspricht grundsätzlich dem verwendeten Effektivzinssatz.
Zukunftsbezogene Informationen
Für die Beurteilung der signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos und die Berechnung der erwarteten Kreditverluste werden auch zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt. Der RLB Steiermark Konzern hat dazu historische Analysen durchgeführt und ökonomische Schlüsselfaktoren identifiziert, die sich auf das Kreditrisiko und die erwarteten Kreditverluste für jedes Portfolio auswirken.
Die ökonomischen Schlüsselfaktoren (u.a. BIP, Immobilienpreisindex, privater Konsum, Inflationsrate) werden tourlich aktualisiert. Ihre Auswirkungen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit, die Verlustquote bei Ausfall und den Kreditbetrag zum Zeitpunkt des Ausfalls unterscheiden sich je nach Art des Portfolios. Diese wurden mithilfe statistischer Regressionen bestimmt, um daraus die historischen Auswirkungen der Änderungen dieser Parameter auf die Ausfallraten und die Komponenten der Verlustquote bei Ausfall sowie des Kreditbetrags zum Zeitpunkt des Ausfalls zu erkennen. Die validierten Daten (Schlüsselfaktoren) werden laufend von Moody‘s Analytics zur Verfügung gestellt und fließen in die tourliche Schätzung mit ein.
Zusätzlich zum ökonomischen Basisszenario wird auch ein Optimistic-Case- sowie ein Pessimistic-Case-Szenario samt Szenario-Gewichtungen berücksichtigt. Die Szenarien sowie die Szenario-Gewichtungen werden von Moody‘s Analytics zur Verfügung gestellt. Dabei wird die Bandbreite möglicher Ergebnisse berücksichtigt, die für jedes ausgewählte Szenario charakteristisch ist. Zur Bestimmung der wahrscheinlichkeitsgewichteten erwarteten Kreditverluste werden die einzelnen Szenarien mit der angemessenen Szenario-Gewichtung multipliziert.
Den einzelnen Szenarien werden unverändert zum Vergleichsstichtag folgende Gewichtungen zugeteilt:
  • Basisszenario 40 Prozent
  • Optimistic-Case 30 Prozent
  • Pessimistic-Case 30 Prozent
Für die PiT-Parameterschätzung wurde in der COVID-Krise eine sogenannte „Krisenschätzung“ eingeführt, wobei makroökonomische Faktoren aus der Zeit der Pandemie auch bei späteren PiT-Parameterschätzungen verwendet wurden. Um einen stetigen Übergang von der Krisenschätzung hin zur PiT-Standardschätzung zu gewährleisten, hat sich der RLB Steiermark Konzern dazu entschieden, ab 30. Juni 2022 ein sogenanntes Phasing-Out aus der Krisenschätzung anzuwenden.
Dazu wird ein Parameterset mit der Krisenschätzung (Verwendung makroökonomischer Faktoren aus der Zeit der Pandemie) und ein Parameterset mit der Standardschätzung (Verwendung aktueller makroökonomischer Faktoren) erstellt. Die beiden Sets werden mit einer definierten Gewichtung zusammengeführt, wobei der Einfluss der Krisenschätzung schrittweise abnimmt und jener der Standardschätzung schrittweise zunimmt, womit eine vollständige Rückkehr zur Standardschätzung gewährleistet ist.
Post Model Adjustment
Aufgrund der aktuellen Krisenherde (Russland/Ukraine-Krieg, Energiepreiskrise, Inflation, Zinsentwicklung) ist der weitere Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung und somit die Entwicklung der Kreditnehmer weiterhin sehr unsicher. Um eine adäquate Abbildung der Risikovorsorgen zu gewährleisten, wurde zum Berichtsstichtag ein sogenanntes Post Model Adjustment (PMA) durchgeführt. Im Rahmen dessen wurden Teilportfolien (Branchen) definiert, die von den Krisen und den daraus resultierenden Entwicklungen als betroffen eingestuft wurden und somit ein erhöhtes Kreditrisiko aufweisen. Aufgrund dieser Herleitung wurde bei sämtlichen in das PMA einbezogenen Kunden ein Transfer der Geschäfte von Stage 1 nach Stage 2 vorgenommen und anstatt des 1-Jahres ECL der Lifetime-ECL als Risikovorsorge herangezogen.
Validierung
Die Risikoparameter, die bei der Berechnung der erwarteten Kreditverluste zum Einsatz kommen, berücksichtigen die am Berichtsstichtag verfügbaren Informationen über vergangene Ereignisse sowie gegenwärtige Bedingungen und Prognosen über künftige wirtschaftliche Entwicklungen. Alle Modelle zur Schätzung der Risikoparameter werden tourlich einer Validierung und einem Backtesting unterzogen und gegebenenfalls angepasst bzw. weiterentwickelt. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass andere makroökonomische Faktoren in die Modelle Eingang finden, um weiterhin die Güte des Modells zu gewährleisten.
Die Modelle für die Parameterschätzung des aktuellen Stichtags mussten keiner Änderung bzw. Anpassung unterzogen werden und sind gegenüber dem Konzernabschluss vom 31. Dezember 2022 unverändert.
Bedingt durch die Charakteristika des jeweiligen Portfolios können die Risikoparameter, die in die Berechnung des ECL einfließen, von den Risikoparametern, die bei der Berechnung des ökonomischen Kapitalerfordernisses verwendet werden, abweichen.

Vereinfachender Ansatz („Simplified Approach“)
IFRS 9 bietet im Rahmen des ECL-Modells die Möglichkeit zur Anwendung des sogenannten „Simplified Approach“. Dabei werden bestimmte Instrumente direkt der Stage 2 zugeordnet und die Wertminderung bis zu deren Abgang in Höhe des über die Laufzeit erwarteten Kreditverlustes (Lifetime Expected Credit Loss) bemessen. Die Anwendung des vereinfachten Ansatzes ist nur für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente sowie für Vertragsvermögenswerte im Sinne von IFRS 15 und Forderungen aus Leasingverhältnissen zulässig. Das Wahlrecht kann je Kategorie unterschiedlich ausgeübt werden.
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Der RLB Steiermark Konzern nimmt dieses Wahlrecht in Anspruch und ordnet Forderungen aus Leasingverhältnissen direkt der Stage 2 zu. Diese Erleichterung ist auf sämtliche Leasingforderungen anzuwenden, kann aber auf Forderungen aus Finanzierungsleasing und aus Operating-Leasingverhältnissen getrennt angewandt werden.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Im RLB Steiermark Konzern wird zur Bestimmung des ECL für Lieferforderungen mit signifikanter Finanzierungskomponente der vereinfachte Ansatz angewandt. Aufgrund der Wertberichtigungshistorie bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich daraus jedoch keine Wertminderung.
Vertragsvermögenswerte gemäß IFRS 15
Derzeit bestehen keine Vermögenswerte, die in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen.
Low Credit Risk Exemption
Wie bereits dargestellt, ist im Rahmen des ECL-Modells grundsätzlich zu jedem Abschlussstichtag zu beurteilen, ob sich das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments seit dem Zeitpunkt des Erstansatzes signifikant erhöht hat. Zur Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos seit dem Erstansatz besteht vereinfachend die Möglichkeit zur Anwendung der sog. „Low Credit Risk Exemption“, welche grundsätzlich auf Einzelvertragsbasis angewendet werden kann.
Diese Erleichterungsbestimmung kann nur für solche Finanzinstrumente angewendet werden, deren Kreditrisiko am Bilanzstichtag als niedrig eingestuft wird. Das Kreditrisiko ist dann als niedrig einzustufen, wenn:
  • das Ausfallrisiko vernachlässigbar ist,
  • der Kreditnehmer in der Lage ist, seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen,
  • negative Veränderungen der Wirtschafts- und Geschäftsbedingungen, die Rückzahlungsfähigkeit des Kreditnehmers nicht beeinträchtigen.
Die „Low Credit Risk Exemption“ wird im RLB Steiermark Konzern für Wertpapiere mit Ratingeinstufungen „Investment Grade“ in Anspruch genommen.
Modifikationen
Der Begriff „Modifikation“ umfasst sämtliche Vertragsanpassungen, die zu einer Änderung der vertraglichen Zahlungsströme führen, unabhängig davon, ob diese aus einer Neuverhandlung oder einer anderweitigen Änderung resultieren. Insbesondere sind damit auch vertragliche Änderungen ohne finanzielle Schwierigkeiten – abweichend vom Begriff „Forbearance“ – umfasst. Eine Beurteilung hat somit unabhängig davon zu erfolgen, ob eine bonitätsinduzierte oder marktinduzierte Modifikation vorgenommen wurde.
Modifizierte Vermögenswerte sind Vermögenswerte, deren vertragliche Zahlungsströme nachträglich geändert wurden und deren Änderung nicht zur Ausbuchung geführt hat (nicht substanzielle Modifikation). Änderungen reduzieren bzw. erhöhen hierbei direkt den Bruttobuchwert. Zahlungsmoratorien stellen vertragliche Änderungen bzw. eine Modifikation im Sinne des IFRS 9 dar, welche in der Regel zu einer Anpassung des Bruttobuchwerts führen.
Handelt es sich um bonitätsinduzierte Vertragsanpassungen, das sind nachträgliche vertragliche Änderungen die gleichzeitig auch eine Forbearance Maßnahme darstellen, werden die Änderungen in der GuV-Position „Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte“ gezeigt, bei marktinduzierten Vertragsanpassungen erfolgt ein Ausweis im Zinsergebnis.
Führt eine Vertragsanpassung zu einer substanziellen Änderung der Vertragsbedingungen, kommt es zur Ausbuchung des Vermögenswerts und Einbuchung als neuer Vermögenswert zum Fair Value. Die Differenz zwischen Buchwert und Fair Value wird ergebniswirksam als Abgangsergebnis in der GuV-Position „Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten“ erfasst.
Die Beurteilung, ob eine substanzielle Modifikation eines finanziellen Vermögenswerts vorliegt, kann in Analogie zur Beurteilung der Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten erfolgen. Eine substanzielle Änderung liegt im RLB Steiermark Konzern vor, wenn sich der abgezinste Barwert der Cash Flows unter den neuen Bedingungen bei Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes um größer/gleich 10 Prozent von dem abgezinsten Barwert der verbleibenden Cash Flows des ursprünglichen finanziellen Vermögenswerts unterscheidet. Eine substanzielle Änderung liegt unabhängig vom Barwerttest im Falle eines Schuldnerwechsels oder bei Änderung der Vertragswährung vor, sofern die Möglichkeit eines Währungswechsels nicht bereits im ursprünglichen Kreditvertrag vereinbart ist. Führt die Vertragsanpassung dazu, dass das SPPI-Kriterium abweichend zur ursprünglichen Klassifizierung beurteilt wird (z. B. SPPI erfüllt bei Ausgabe und SPPI nicht mehr erfüllt nach Vertragsanpassung oder vice versa), stellt dies ebenfalls eine substanzielle Änderung der Vertragsbedingungen dar.
Forbearance
Unter Forbearance Maßnahmen sind Zugeständnisse zu verstehen, die der Kreditgeber dem Kreditnehmer aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen in Zusammenhang mit finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers macht, ansonsten aber nicht gewähren würde. Darunter fallen Anpassungen der Verpflichtung im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarung wie z. B. Stundungsvereinbarungen für Tilgungs- und/oder Zinszahlungen, sowie Zinsanpassungen bis hin zu Zinsfreistellungen oder Teilforderungsverzichten im Zuge von Restrukturierungen. Forbearance Maßnahmen stellen ein qualitatives Kriterium für den Anstieg des Kreditrisikos dar. Forderungen gegenüber Kreditnehmern, die unter ein Zahlungsmoratorium fallen, führen für sich genommen nicht automatisch zu einer Forbearance Einstufung und einem Stufentransfer. Nicht jede Forbearance Maßnahme stellt automatisch eine Modifikation im Sinne des IFRS 9 dar.
Ausbuchung
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn das vertragliche Recht auf Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert ausläuft oder das vertragliche Anrecht auf Bezug von Zahlungsströmen aus dem finanziellen Vermögenswert übertragen wird. Werden nicht alle Risiken und Chancen übertragen, die Verfügungsmacht jedoch nicht behalten, ist der finanzielle Vermögenswert ebenfalls auszubuchen. Werden im Wesentlichen alle Risiken und Chancen zurückbehalten, wird der Vermögenswert weiterhin erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind darüber hinaus auszubuchen, wenn die Konditionen substanziell verändert wurden.
Die Ausbuchung einer Verbindlichkeit erfolgt zum Zeitpunkt der Tilgung. Eine Ausbuchung erfolgt ebenso, wenn die Vertragsbedingungen verändert wurden und die geänderten Cash Flows substanziell von den ursprünglich vereinbarten Konditionen abweichen.
Ein sich aus der Ausbuchung ergebender Unterschiedsbetrag ist erfolgswirksam zu erfassen.
Abschreibungen
Ist nach angemessener Einschätzung nicht mehr davon auszugehen, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist, so wird der Bruttobuchwert des Vermögenswerts direkt verringert. Gründe für eine Abschreibung können z. B. Forderungsnachlässe, der Abschluss eines Insolvenzverfahrens oder erfolglose Exekutionsmaßnahmen sein. Eine Abschreibung stellt einen Ausbuchungsvorgang dar.
Grundsätzlich werden keine wesentlichen Rückläufe aus bereits abgeschriebenen Vermögenswerten erwartet. Dennoch unterliegen einzelne Forderungen weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen, sodass Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen durchaus auftreten können.
Leasinggeschäfte
Der RLB Steiermark Konzern tritt sowohl als Leasinggeber als auch als Leasingnehmer auf.
Leasing aus Sicht des Leasingnehmers
Der RLB Steiermark Konzern beurteilt zu Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet.
Berechtigt ein Vertrag dazu, die Nutzung eines Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren, so ist am Bereitstellungsdatum ein Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasing-Verbindlichkeit zu erfassen. Bei Bestimmung der Leasing-Verbindlichkeit werden die zukünftigen Leasingzahlungen mit dem zugrundeliegenden Zinssatz abgezinst, sofern dieser bestimmt werden kann. Im RLB Steiermark Konzern erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz, welcher dem Konzern-Refinanzierungszinssatz (Geldkurs) aus dem jeweiligen Laufzeitband entspricht. Der Zinssatz setzt sich aus dem Referenzzinssatz, dieser entspricht dem risikolosen Marktzinssatz, und den Liquiditätskosten zusammen.
Die Erfassung des Nutzungsrechts erfolgt zu Anschaffungskosten, welche sich aus der Leasing-Verbindlichkeit zuzüglich aller bei oder vor Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen und aller anfänglicher direkter Kosten bzw. geschätzten möglichen Kosten der Demontage oder Beseitigung des Vermögenswerts zusammensetzen, sowie abzüglich aller etwaigen Leasinganreize. Aktivierte Nutzungsrechte beinhalten insbesondere angemietete Bankstellen und KFZ-Leasingverträge.
Die Verträge der angemieteten Bankstellen werden in der Regel auf unbestimmte Dauer abgeschlossen, weshalb hierbei die Laufzeit auf Basis der hinreichend sicher geschätzten Laufzeit seitens des Managements unter Berücksichtigung bestehender Mietereinbauten, angesetzt wird. Die KFZ-Leasingverträge sind auf eine bestimmte Dauer abgeschlossen. Die Nutzungsrechte sind abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungen sowie berichtigt um jede durchgeführte Neubewertung der Leasing-Verbindlichkeit zu bewerten. Die Abschreibungsvorschriften entsprechen jenen des IAS 16 Sachanlagen.
Für kurzfristige Leasingverträge, d. h. Leasingverträge deren Laufzeit ab dem Bereitstellungsdatum maximal zwölf Monate beträgt und die keine Kaufoption enthalten, sowie für Leasingverträge, die als geringwertig eingestuft werden, wendet der RLB Steiermark Konzern die Ausnahmeregelungen gemäß IFRS 16.5 an. Demnach werden die Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.
Die Leasing-Verbindlichkeit wird am Bereitstellungsdatum zum Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet. Die Abzinsung dieser Leasingzahlungen erfolgt mit jenem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt. Lässt sich dieser nicht ohne weiteres bestimmen, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz des RLB Steiermark Konzerns herangezogen. Die Leasingzahlungen entsprechen den festen Zahlungen, welche der RLB Steiermark Konzern im Rahmen des Leasingverhältnisses zu leisten hat.
Während der Leasinglaufzeit ist die Leasing-Verbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode fortzuschreiben. Bei Änderungen der Laufzeit des Leasingverhältnisses, Änderungen im Zusammenhang mit der Beurteilung von etwaigen Kaufoptionen, Änderungen von etwaigen Restwertgarantien oder Änderungen der Leasingraten wird eine Neubewertung der Leasing-Verbindlichkeit vorgenommen.
Leasing aus Sicht des Leasinggebers
Aus Sicht des Leasinggebers ist zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasingverhältnissen zu unterscheiden. Finanzierungsleasing ist ein Leasingverhältnis, bei dem im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Vermögenswert übertragen werden. Beim Finanzierungsleasing weist der Leasinggeber eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer aus. Die Forderung entspricht dem Barwert der vertraglich vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung etwaiger Restwerte. Zinserträge aus Forderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im „Zinsüberschuss“ erfasst.
Bei Operating Leasingverhältnissen hingegen werden nicht alle mit dem Eigentum an einem zugrunde liegenden Vermögenswert verbundenen Risiken und Chancen übertragen. Der Leasinggeber weist die Leasinggegenstände im entsprechenden Bilanzposten aus und es erfolgt eine Abschreibung gemäß den Vorschriften des IAS 16 Sachanlagen. Leasingzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Sonstige betriebliche Erträge“ ausgewiesen. Details zu Leasinggeschäften im RLB Steiermark Konzern finden sich in den Notes-Angaben 42 „Leasing aus Sicht des Leasinggebers“ sowie 43 „Leasing aus Sicht des Leasingnehmers“.
Vertragsvermögenswerte gemäß IFRS 15
IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Vom Anwendungsbereich ausgeschlossen sind u.a. Leasingverhältnisse, die unter IFRS 16 Leasingverhältnisse fallen sowie Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, fallen. Dementsprechend werden im RLB Steiermark Konzern nur bestimmte Gebühren vom Anwendungsbereich dieses Standards erfasst. Da eine Vereinnahmung dieser Gebühren bei Leistungserbringung und somit laufzeitkonform erfolgt, bestehen keine Vermögenswerte gemäß IFRS 15.

Pensionsgeschäfte
Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Vermögenswerte an einen Vertragspartner und vereinbart gleichzeitig, diese an einem bestimmten Termin zu einem vereinbarten Kurs zurückzukaufen. Die Vermögenswerte verbleiben in der Bilanz des Konzerns und werden nach den Regeln der jeweiligen Bewertungskategorie bewertet. Zugleich wird eine Verpflichtung in Höhe der erhaltenen Zahlungen passiviert. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten werden. Für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte bestehen insofern die gleichen Chancen und Risiken wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte. Weitere Details sind Note 49 „Wertpapierleihgeschäfte und Pensionsgeschäfte“ zu entnehmen.
TLTRO III-Refinanzierungsgeschäfte (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der EZB
Das TLTRO III Programm der EZB stellt Banken längerfristige Refinanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung. Die RLB Steiermark betrachtet die Konditionen des TLTRO III Programms nicht als wesentlichen Vorteil gegenüber marktüblichen Konditionen, da der Markt für TLTRO-Refinanzierungen als eigener und abgeschlossener Markt i. S. d. IFRS 13 betrachtet wird. Die Refinanzierungen in diesem Markt werden zu spezifischen, nicht beeinflussbaren Konditionen vergeben, um die Kreditvergabe seitens der Kreditinstitute zu stimulieren und so die Wirtschaft zu finanzieren. Die im Rahmen des TLTRO III aufgenommenen Refinanzierungen werden daher als Finanzinstrumente nach den Regelungen des IFRS 9 bilanziert und innerhalb der Bilanzposition „Finanzielle Verbindlichkeiten – AC“ ausgewiesen. Bei der Bestimmung des Effektivzinssatzes werden die erwarteten Cashflows über die Gesamtlaufzeit der erhaltenen Refinanzierungen berücksichtigt, Änderungen der geschätzten Cashflows werden gemäß IFRS 9.B5.4.5 dargestellt. Weitere Details sind Note 1 „Zinsüberschuss“ und dem Risikobericht, Kapitel „Liquiditätsrisiko“, zu entnehmen.
Wertpapierleihgeschäfte
Wertpapierleihgeschäfte werden analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften bilanziert. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin im Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des IFRS 9 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet. Weitere Details sind Note 49 „Wertpapierleihgeschäfte und Pensionsgeschäfte“ zu entnehmen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Für förderbare Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen konnte eine sogenannte COVID-19 Investitionsprämie beantragt werden. Die Förderung stellt einen nicht rückzahlbaren Zuschuss dar und kann gemäß IAS 20.24 als passivischer Abgrenzungsposten dargestellt oder als Abzug bei den Investitionen (Nettoausweis) bilanziert werden. Im RLB Steiermark Konzern werden die Zuwendungen als passivischer Abgrenzungsposten (innerhalb der Position „Sonstige Passiva“) in der Bilanz ausgewiesen.
Die Erfassung als passivischer Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die Zuwendungen gewährt und die damit verbundenen Bedingungen erfüllt werden. Die Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über jenen Zeitraum erfasst, über den die entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, verbucht werden. Der Ausweis erfolgt innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge.
Ermessensausübung und Schätzungen
Die Erstellung eines IFRS-Konzernabschlusses erfordert Ermessensbeurteilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Festlegung von Annahmen über zukünftige Entwicklungen durch das Management, die den Ansatz und den Wert von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen während der Berichtsperiode wesentlich beeinflussen können.
Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und – nach jeweils aktuellem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die den Schätzungen zugrundeliegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Änderungen von Schätzungen werden, sofern sie nur eine Periode betreffen, nur in dieser berücksichtigt. Falls auch nachfolgende Berichtsperioden betroffen sind, werden die Änderungen in der aktuellen und den folgenden Perioden berücksichtigt. Die wesentlichsten Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden nachfolgend dargestellt.
Wertminderung finanzieller Vermögenswerte
Die Berechnung der erwarteten Kreditausfälle erfordert die Anwendung rechnungslegungsrelevanter, zukunftsbezogener Schätzungen und Ermessensentscheidungen des Managements, darunter:
  • Festlegung der Kriterien für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos,
  • Auswahl geeigneter Modelle und Annahmen für die Berechnung erwarteter Kreditverluste,
  • Bestimmung der Anzahl und relativen Gewichtung zukunftsbezogener Szenarien und die damit verbundenen erwarteten Kreditverluste und Bestimmung von Portfolien ähnlicher finanzieller Vermögenswerte zum Zweck der Berechnung erwarteter Kreditverluste.
Da die Auswirkungen der aktuellen Krisenherde über das angewendete ECL-Modell derzeit nicht ausreichend abgebildet werden können, wurde der ermittelte Wertminderungsbetrag durch ein „Post Model Adjustment“ erhöht (siehe dazu auch Kapitel „Wertminderungen“ sowie Kapitel „Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen“ im Risikobericht).
Bei nicht signifikanten Kreditnehmern in Ausfall-Klassen wird eine auf statistischen Erfahrungswerten basierende pauschalierte Einzelwertberichtigung gebildet. Bei signifikanten Forderungen der Stage 3 erfolgt die Ermittlung der Risikovorsorge durch Schätzung erwarteter Cashflows unter Berücksichtigung wahrscheinlichkeitsgewichteter Szenarien sowie erwarteter Erlöse und Kosten aus der Verwertung von Sicherheiten. Dieser Prozess erfordert ebenso Einschätzungen durch das Management.
Wie alle ökonomischen Vorhersagen unterliegen auch die im Rahmen des ECL-Modells angewendeten Prognosen und Eintrittswahrscheinlichkeiten einer hohen inhärenten Unsicherheit. Die tatsächlichen Ergebnisse können somit von den prognostizierten Werten abweichen. Der RLB Steiermark Konzern sieht diese Prognosen jedoch als die bestmögliche Schätzung der künftigen Ergebnisse an. Eine Darstellung der Auswirkungen auf die kumulierten Wertminderungen unter bestimmten Annahmen bzw. in verschiedenen Szenarien ist dem Risikobericht, Kapitel „Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen“, zu entnehmen.
Wertminderung/Wertaufholung von at equity bilanzierten Unternehmen
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen sind bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) zu unterziehen. Die Beurteilung, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, erfordert Einschätzungen des Managements, welche sich im Zeitablauf in Abhängigkeit von zukünftigen Ereignissen, deren Eintritt unsicher ist, ändern können. Aufgrund des deutlich unter dem fortgeschriebenen Equity-Buchwert liegenden Börsenwerts wurde der Beteiligungsansatz an der Raiffeisen Bank International (RBI) zum 31. Dezember 2023 einem Impairment-Test unterzogen, welcher eine Wertaufholung ergab. Weitere Ausführungen zum Impairment-Test sind der Note 21 „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“ zu entnehmen.
Fair Value von Finanzinstrumenten
Ist der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv, wird der Fair Value anhand einer Bewertungsmethode oder eines Preismodells ermittelt. Generell werden für Bewertungsmethoden und -modelle Schätzungen herangezogen, deren Ausmaß von der Komplexität des Instruments und der Verfügbarkeit marktbasierter Daten abhängt. Die Input-Parameter für diese Modelle werden so weit wie möglich von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet. Unter Umständen sind Bewertungsanpassungen notwendig, um weiteren Faktoren wie Modellrisiken, Liquiditätsrisiken oder Kreditrisiken Rechnung zu tragen. Die Beschreibung der Bewertungsmodelle findet sich im Abschnitt „Erläuterungen zu Finanzinstrumenten“ des Anhangs (Note 36 „Fair Value der Finanzinstrumente“ und Note 37 „Fair Value Hierarchie“).
Aktive latente Steuern
Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang ausgewiesen, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichend zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, mit denen die steuerlichen Verlustvorträge, Steuerguthaben oder steuerlich abzugsfähigen temporären Differenzen verrechnet werden können. Diese Bewertung erfordert in maßgeblichem Umfang Beurteilungen und Einschätzungen seitens des Managements. Das Management verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen Informationen über prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis genehmigter Budgets bzw. Business Pläne einschließlich einer Prüfung der Vortragsfähigkeit steuerlicher Verlustvorträge. Die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge sind seitens des Konzerns unbegrenzt nutzbar.
Der Ausweis der latenten Steuern wird in der Erfolgsrechnung nicht gesondert vorgenommen. Details sind im Gesamtergebnis und im Anhang unter Note 13 „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ sowie Note 29 „Laufende und latente Ertragsteuerforderungen und -schulden“ dargestellt.
Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne
Die Kosten des leistungsorientierten Versorgungsplans werden mittels versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Die versicherungsmathematische Bewertung basiert auf Annahmen zu Diskontierungszinssätzen, erwarteten Renditen von Vermögenswerten, künftigen Gehaltsentwicklungen, Sterblichkeit und künftigen Pensionserhöhungen. Annahmen und Schätzungen, die für die Berechnung langfristiger Personalverpflichtungen angewendet werden, sind im Abschnitt „Rückstellungen“ beschrieben. Quantitative Angaben zu langfristigen Personalrückstellungen finden sich unter Note 28 „Rückstellungen“.
Leasing
Grundlage für die Einstufung von Leasingverhältnissen als Leasinggeber ist der Umfang, in welchem die mit dem Eigentum eines Leasinggegenstands verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber oder Leasingnehmer liegen. Dabei erfolgt eine Einschätzung der Wesentlichkeit der Risiken- und Chancenübertragung, die gegebenenfalls bei Vertragsänderungen abweichen kann und eine Anpassung erfordert.
Als Leasingnehmer hat der RLB Steiermark Konzern bei Vertragsbeginn zu beurteilen, ob ein Leasingverhältnis begründet wird, indem der Vertrag dazu berechtigt, den Nutzen eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgeltes über einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Die Einschätzung der Laufzeiten der Leasingverhältnisse durch das Management bemessen sich an der unkündbaren Grundlaufzeit unter Einbeziehung der voraussichtlichen Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Zinsüberschuss
Im Zinsüberschuss werden neben Zinserträgen und Zinsaufwendungen auch alle laufenden und einmaligen zinsähnlichen Erträge (Kreditgebühren u. ä.) und Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinsen und zinsähnlichen Erträge bzw. Aufwendungen werden periodengerecht erfasst und abgegrenzt.
Die Anwendung der Effektivzinsmethode ist zwingend nur für finanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorien AC und FVOCI vorgeschrieben. In Bezug auf Finanzinstrumente der Kategorie FVPL kann die Effektivzinsmethode wahlweise freiwillig angewendet werden. Im RLB Steiermark Konzern wird die Effektivzinsmethode nur auf Bestände der Bewertungskategorien AC und FVOCI angewendet.
Unter den Zinserträgen werden Zinserträge aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, aus Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie aus derivativen Finanzinstrumenten und festverzinslichen sowie nicht festverzinslichen Wertpapieren, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet sind, dargestellt.
Die Zinsen und zinsähnlichen Aufwendungen umfassen vor allem Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten einschließlich Ergänzungs- und Nachrangkapital, für derivative Finanzinstrumente sowie Zinsaufwendungen für Leasing-Verbindlichkeiten.
Zinsen aus derivativen Finanzinstrumenten betreffen insbesondere Zinserträge und -aufwendungen aus Sicherungsinstrumenten, welche sich für das Hedge Accounting im Sinne von IFRS 9 qualifizieren sowie Zinserträge und -aufwendungen jener Sicherungsderivate, die im Rahmen der Fair Value Option (FVO) in einer Sicherungsbeziehung zu einem designierten Grundgeschäft stehen (Economic Hedges). Weiters wird hier die Verteilung vergangener Basis Adjustments („Amortisierung line item“) von Grundgeschäften sowie die Amortisierung der Off-Market Komponente bei einer late designation von derivativen Sicherungsgeschäften im Rahmen von Mikro und Portfolio Fair Value Hedges dargestellt.
Das Zinsergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten des Handelsbestands wird saldiert im Handelsergebnis dargestellt.
Negativzinsen für aktivische bzw. passivische Finanzinstrumente werden jeweils in einer gesonderten Position innerhalb der Zinsaufwendungen bzw. der Zinserträge ausgewiesen.
Der Zinsüberschuss enthält zudem Gewinne und Verluste aus marktinduzierten Vertragsänderungen (Modifikationen) von Finanzinstrumenten.
Der Ausweis des Zinserfolgs („Dealsaldo“) von Zinssicherungsderivaten, welche im Rahmen des Hedge Accounting gemäß IFRS 9 bzw. IAS 39.81A gewidmet sind, erfolgt in jenem Posten, in welchem auch die Erfolge der Grundgeschäfte ausgewiesen werden. Zieht das gesicherte Grundgeschäft Zinserträge (-aufwendungen) nach sich, werden die entsprechenden Beträge selbst dann als Zinserträge (-aufwendungen) ausgewiesen, wenn sie negativ (positiv) sind.
Dividendenerträge
In der Position Dividendenerträge werden alle Erträge aus Aktien sowie Dividenden bzw. Ausschüttungen von nicht in den Vollkonsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen ausgewiesen. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.
Laufendes Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
In dieser Position werden anteilige Periodenergebnisse aus Anteilen von at equity bilanzierten Unternehmen gezeigt.
Provisionsüberschuss
Der Provisionsüberschuss umfasst alle Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Bankdienstleistungen entstehen. Erträge und Aufwendungen, die integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes sind, werden laufzeitkonform im Zinsergebnis vereinnahmt. Sonstige Erträge und Aufwendungen, insbesondere Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Kreditgeschäft, Wertpapiergeschäft und aus dem Zahlungsverkehr, werden bei Leistungserbringung gemäß IFRS 15 vereinnahmt.
Provisionserträge und -aufwendungen, die aus Handelsaktivitäten resultieren, werden im Handelsergebnis ausgewiesen.

Ergebnis aus Hedge Accounting
In dieser Position werden Aufwendungen und Erträge aus Bewertungsänderungen von Grund- sowie Sicherungsgeschäften im Rahmen des Mikro Fair Value Hedge Accounting und Portfolio Fair Value Hedge Accounting ausgewiesen.
Ist die Sicherungsbeziehung eines Portfolio Fair Value Hedges in einem Laufzeitband ineffektiv, wird in der aktuellen Periode keine Buchwertanpassung (Basis Adjustment) für das Grundgeschäft vorgenommen. Die Bewertungsergebnisse der korrespondierenden derivativen Sicherungsgeschäfte werden in diesem Fall im Handelsergebnis ausgewiesen. Bei variabel verzinsten Krediten mit Caps/Floors dienen Swaps mit impliziten Caps/Floors als derivative Sicherungsinstrumente. Die in Swaps enthaltenen Running Fees, welche als konstanter Spread widergespiegelt werden, werden nicht als Teil der Sicherungsbeziehung gewidmet. Diese von IFRS 9.6.2.4 abweichende Vorgehensweise ist gemäß IAS 1.19 erforderlich, da ansonsten dem „true and fair view“-Prinzip widersprochen würde. Das Herauslösen der Running Fee-Komponente stellt somit eine korrektere Darstellung des Hedge Accountings dar, da dies genau der Vorgehensweise des Risikomanagements entspricht. Dementsprechend werden auch die Barwertänderungen von Running Fees in der Position „Handelsergebnis“ dargestellt.
Weitere Details zum „Hedge Accounting“ sind in Note 32 ersichtlich.
Handelsergebnis
Das Handelsergebnis umfasst sämtliche Ergebnisse aus Wertpapieren und Derivaten des Handelsbestands (inkl. freistehender Derivate) sowie das Devisenergebnis. Neben den realisierten Ergebnissen und den Bewertungsergebnissen aus zum Fair Value bewerteten Handelsbeständen werden hier auch die auf den Handelsbestand entfallenden Zinsergebnisse dargestellt. Weiters enthält diese Position die Ergebnisse der nicht designierten Teilvolumina und Barwertänderungen von Running Fees aus Sicherungsderivaten im Rahmen des Portfolio Fair Value Hedge Accounting sowie das Ergebnis jener Sicherungsderivate, welche auf ineffektive Laufzeitbänder entfallen.
Da im RLB Steiermark Konzern das Währungskursrisiko zentral gesteuert wird, werden auch alle Währungsumrechnungsdifferenzen im Sinne des IAS 21.52(a) dem Handelsergebnis zugeordnet.
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)
Diese Position umfasst das Veräußerungs- und Bewertungsergebnis von designierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie jener Derivate, die im Rahmen der Fair Value Option (FVO) genutzt werden. Zinsen aus diesen Derivaten werden im Zinsüberschuss ausgewiesen. Die Fair Value Option wird auf finanzielle Vermögenswerte derzeit nicht angewandt.
Weiters wird in dieser Position das Veräußerungs- und Bewertungsergebnis von verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumenten (FVPL-M) ausgewiesen. Dieses beinhaltet das Veräußerungs- und Bewertungsergebnis von Krediten und Wertpapieren, welche die SPPI-Kriterien nicht erfüllen. Die Zinsen auf diese Finanzinstrumente werden innerhalb des Zinsüberschusses ausgewiesen.
Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten
Im Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten wird das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ausgewiesen. Zudem wird in dieser Position das Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, welche aufgrund des Geschäftsmodells als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dargestellt. Weiters beinhaltet diese Position auch Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung aufgrund substanzieller Modifikation sowie die Verteilung vergangener Basis Adjustments (line item) von Portfolio Fair Value Hedges aufgrund von Leistungsstörungen.
Sonstiges betriebliches Ergebnis
Im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind unter anderem die Erträge und Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, Erträge und Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, Unterschiedsbeträge aus der Änderung des Konsolidierungskreises, sofern diese nicht gemäß IFRS 5 im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen dargestellt werden, sowie Erträge aus der Weiterverrechnung von IT-Dienstleistungen, Beiträge an Sicherungseinrichtungen und sonstige Steuern enthalten. Ertragswirksame Auflösungen von passivierten Rechnungsabgrenzungsposten aus Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie Aufwendungen und Erträge aus dem Abgang von als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen werden ebenfalls in dieser Position ausgewiesen.
Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen umfassen Personal- und Sachaufwendungen sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Nutzungsrechte.
Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
In dieser Position werden Wertminderungen und Wertaufholungen auf Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen gezeigt.
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
In der Position Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte werden alle Aufwendungen und Erträge in Zusammenhang mit Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten – AC und finanziellen Vermögenswerten – FVOCI sowie erwartete Kreditverluste im Zusammenhang mit außerbilanziellen Geschäften dargestellt. Im Besonderen werden hier die Neubildungen und Auflösungen von Einzel- und Portfoliowertberichtigungen sowie für Rückstellungen für Haftungen, Garantien und Kreditrisiken gezeigt. Weiters werden hier Direktabschreibungen von Forderungen und Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen und Wertminderungen im Wertpapiergeschäft sowie das Nettoergebnis aus bonitätsinduzierten Modifikationen ausgewiesen.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
In dieser Position werden laufende und latente Ertragsteuern ausgewiesen.
Sonstiges Ergebnis (OCI)
Das Sonstige Ergebnis umfasst die nicht erfolgswirksam erfassten Ergebnisse aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten – FVOCI, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen, die anteiligen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen sowie die bonitätsinduzierten Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten. Die auf die einzelnen Komponenten des OCI entfallende latente Steuer wird gesondert innerhalb des Sonstigen Ergebnisses dargestellt.

Bilanz
Barreserve und Sichtguthaben
Die Position umfasst den Kassenbestand, jederzeit fällige Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Sichtguthaben bei Kreditinstituten. Diese Bestände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Wertminderungen auf Sichtguthaben (bei Kreditinstituten) sowie täglich fällige Guthaben bei Zentralnotenbanken werden ebenfalls in dieser Position (saldiert) ausgewiesen.
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
Dieser Kategorie werden Fremdkapitalinstrumente (insb. Kredite und Forderungen, Schuldverschreibungen) mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen und mit der Zielsetzung die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen gesteuert werden, zugeordnet.
Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich oder abzüglich direkt dem Erwerb zurechenbarer Gebühren und Transaktionskosten, welche integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes sind. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Dies ist jener Betrag, der sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der Amortisierung von Agien oder Disagien nach der Effektivzinsmethode und von Wertminderungen (Impairment) oder Abschreibungen aufgrund von Uneinbringlichkeit ergibt. Bei gesicherten Grundgeschäften (Mikro Hedges) beinhaltet der Buchwert bzw. der Buchwert vor Wertminderung auch das darauf entfallende Basis Adjustment.
Agien und Disagien sind Bestandteil der fortgeführten Anschaffungskosten und werden wie die abgegrenzten Zinsen zusammen mit den betreffenden Finanzinstrumenten in einem Bilanzposten ausgewiesen. Die Verteilung von Agio- und Disagiobeträgen sowie Gebühren erfolgt laufzeitkonform nach der Effektivzinsmethode und wird erfolgswirksam im Zinsergebnis ausgewiesen.
Forderungen, die nicht auf bankgeschäftliche Beziehungen zurückzuführen sind, werden unter den sonstigen Aktiva ausgewiesen.
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)
In diese Kategorie werden Fremdkapitalinstrumente des Geschäftsmodells „Halten und Verkaufen “ eingestuft, sofern die SPPI-Kriterien erfüllt sind. Derzeit beinhaltet das Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“ ausschließlich Wertpapiere, jedoch keine Kredite und Forderungen.
Weiters umfasst diese Kategorie Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente (insbesondere Beteiligungen), die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und für die das unwiderrufliche Wahlrecht, sämtliche Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts in der Folgebewertung erfolgsneutral über das Sonstige Ergebnis (OCI) zu erfassen („OCI-Wahlrecht“), ausgeübt wurde. Dieses Wahlrecht wurde für sämtliche Finanzinvestitionen in Anspruch genommen, da der Konzern plant, diese aus strategischen Gründen langfristig zu halten.
Die Bewertung dieser Vermögenswerte erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Gebühren und Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Alle (positiven wie auch negativen) Wertänderungen zwischen der Zugangs- und Folgebewertung sowie zwischen den nachfolgenden Zeitpunkten der Folgebewertung, werden bis zur Veräußerung erfolgsneutral in einer gesonderten Position (Rücklage) innerhalb des Eigenkapitals (kumuliertes Sonstiges Ergebnis) berücksichtigt.
Die Berücksichtigung von Wertminderungen bei Fremdkapitalinstrumenten erfolgt durch Umbuchung vom Sonstigen Ergebnis (OCI) in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Der Bilanzansatz (Fair Value) wird durch die Wertminderung nicht verändert. Wertminderungen/Wertaufholungen bei Eigenkapitalinstrumenten werden im Posten „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI“ (non reclassified) ausgewiesen.
Bei Veräußerung von Fremdkapitalinstrumenten wird das in der Rücklage kumulierte Bewertungsergebnis aufgelöst und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Verteilung von Agio- und Disagiobeträgen sowie Gebühren erfolgt laufzeitkonform nach der Effektivzinsmethode und wird erfolgswirksam im Zinsergebnis ausgewiesen.
Erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Bewertungsergebnisse von Eigenkapitalinstrumenten dürfen später nicht mehr in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden (auch nicht bei Ausbuchung der Finanzinvestition). Bei Veräußerung erfolgt somit eine Umbuchung innerhalb des Eigenkapitals vom kumulierten sonstigen Ergebnis in die Gewinnrücklage.
Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading (HFT)
Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading umfassen zu Handelszwecken dienende Wertpapiere, sowie positive Marktwerte (dirty price) derivativer Finanzinstrumente, welche einerseits Handels- und andererseits Sicherungszwecken dienen, die jedoch nicht die Voraussetzungen für die Anwendung der Hedge Accounting-Regelungen erfüllen (Economic Hedges). Positive Marktwerte von nicht ins Portfolio Fair Value Hedge Accounting designierten sowie ineffektive Teile von Sicherungsderivaten werden ebenfalls in dieser Position erfasst. Bei Bestehen von negativen Marktwerten erfolgt eine Darstellung unter der Position „Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading“. Eine Verrechnung von positiven und negativen Marktwerten wird nicht vorgenommen (siehe dazu auch Note 34 „Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten“).
Die zu Handelszwecken dienenden Vermögenswerte werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value am Bilanzstichtag bilanziert.
Veräußerungs- sowie Bewertungsergebnisse des Held for Trading-Bestands werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Handelsergebnis ausgewiesen. Das gilt auch für Zins- und Dividendenerträge aus Handelsbeständen sowie darauf entfallende Zinsaufwendungen.
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M)
Finanzielle Vermögenswerte, die grundsätzlich dem Geschäftsmodell „Halten“ oder „Halten und Verkaufen“ zugeordnet sind, aber aufgrund der Nichterfüllung der SPPI-Kriterien in die Kategorie FVPL-M eingestuft werden, betreffen insbesondere Kredite und Forderungen sowie Schuldverschreibungen. Weiters werden hier auch finanzielle Vermögenswerte, welche gemäß IFRS 9.B4.1.6 dem Geschäftsmodell „Sonstiges“ zugeordnet werden, dargestellt. Dies betrifft Anteile an Investmentfonds sowie hybride Finanzinstrumente.
Die Bewertung dieser Vermögenswerte erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. Alle (positiven wie auch negativen) Wertänderungen zwischen der Zugangs- und Folgebewertung sowie zwischen den nachfolgenden Zeitpunkten der Folgebewertung werden erfolgswirksam erfasst. Gebühren und Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zugeordnet werden, werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In dieser Position werden ausschließlich positive Marktwerte aus Zinssatzgeschäften und Wechselkursgeschäften ausgewiesen, welche Sicherungszwecken dienen und für die Anwendung des Hedge Accounting i. S. d. IFRS 9 bzw. für das Portfolio Fair Value Hedge Accounting gemäß IAS 39.81A qualifizieren. Die Bewertung dieser Derivate ist im „Ergebnis aus Hedge Accounting“ dargestellt, die Zinsen werden im Zinsüberschuss gezeigt.
Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges
In dieser Position werden sowohl kumulierte positive als auch kumulierte negative Wertänderungen der Grundgeschäfte der Aktivseite (Basis Adjustments) aus dem Portfolio Fair Value Hedge Accounting ausgewiesen, wodurch der Bilanzposten auch negative Werte aufweisen kann. Die Wertänderungen werden im „Ergebnis aus Hedge Accounting“ dargestellt. Ist die Sicherungsbeziehung eines Portfolio Fair Value Hedges in einem Laufzeitband ineffektiv, wird in der aktuellen Periode keine Buchwertanpassung (Basis Adjustment) für das Grundgeschäft vorgenommen. Das Bewertungsergebnis der entsprechenden Sicherungsgeschäfte wird in diesen Fällen im Handelsergebnis ausgewiesen.
Die Amortisierung vergangener Basis Adjustments (line items) über die Restlaufzeit der jeweiligen Laufzeitbänder erfolgt im Zinsergebnis bzw. bei Abgang der zugrundeliegenden Geschäfte im „Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten“.
Detaillierte Angaben zum Portfolio Fair Value Hedge Accounting finden sich in Note 32 des Abschlusses.
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen
Anteilsrechte an at equity bilanzierten Unternehmen werden in dieser Bilanzposition dargestellt.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Den linearen Abschreibungen werden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 4 bis 5 Jahren (bzw. Abschreibungssätze zwischen 20 % und 25 %) zugrunde gelegt.
Darüber hinaus gehende Wertminderungen sind gemäß IAS 36 vorzunehmen, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert eines Vermögenswerts. Wenn in folgenden Berichtsperioden ein Anhaltspunkt vorliegt, dass die Wertminderung nicht mehr besteht, ist die Wertaufholung auf den erzielbaren Betrag gemäß IAS 36 geboten. Die Wertaufholung ist begrenzt mit den fortgeführten Anschaffungskosten.
Sachanlagen
Die Sachanlagen beinhalten selbst genutzte Grundstücke und Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diese werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, die linear ermittelt werden. Des Weiteren werden in dieser Position Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 ausgewiesen. Nähere Ausführungen dazu siehe im Kapitel „Leasinggeschäfte“.
Den linearen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Nutzungsdauer
Jahre
Gebäude
10 – 67
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3 – 20
Nutzungsrechte
2 – 38
Investitionen in Mietobjekte werden linear über die Mietdauer oder die erwartete Nutzungsdauer der Investition abgeschrieben, wobei jeweils der kürzere der beiden genannten Zeiträume zur Anwendung kommt.
Darüber hinaus gehende Wertminderungen sind gemäß IAS 36 vorzunehmen, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert eines Vermögenswerts. Wenn in folgenden Berichtsperioden ein Anhaltspunkt vorliegt, dass die Wertminderung nicht mehr besteht, ist die Wertaufholung auf den erzielbaren Betrag gemäß IAS 36 geboten. Die Wertaufholung ist begrenzt mit den fortgeführten Anschaffungskosten.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Nach IAS 40.5 sind unter dieser Position Grundstücke und Gebäude bzw. Gebäudeteile auszuweisen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung, jedoch nicht zur Eigennutzung bzw. zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien können sowohl im Eigentum befindliche Immobilien als auch angemietete Nutzungsrechte darstellen. Auch wesentliche fremdgenutzte Teile bei gemischt genutzten Immobilien werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ausgewiesen, sofern die Voraussetzungen für eine gesonderte Vermiet- bzw. Veräußerbarkeit gegeben sind.
Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der linearen Abschreibung werden dieselben Nutzungsdauern wie dem Sachanlagevermögen bzw. den Nutzungsrechten zugrunde gelegt. Laufende Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen, die planmäßigen Abschreibungen unter den Verwaltungsaufwendungen.
Die Ermittlung der Fair Values der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt in der Regel durch unabhängige Gutachter. In einzelnen Fällen erfolgt die Schätzung durch hausinterne Experten.
Sonstige Aktiva
In den Sonstigen Aktiva werden vor allem Verrechnungswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Steuerforderungen ausgewiesen. Dieser Posten enthält keine finanzielle Forderungen nach IFRS 9.
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
Diese Position beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten, sofern diese Finanzinstrumente nicht dem Handelsbestand oder dem designierten Fair Value Bestand zugeordnet werden. Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Besonderen um Ergänzungskapital im Sinne von Artikel 63 der CRR (Capital Requirements Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013). Der bilanzierte Wert wird um Emissionen im Eigenbestand gekürzt.
Im Rahmen der Folgebewertung werden diese Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien und Disagien sind Bestandteil der fortgeführten Anschaffungskosten und werden wie die abgegrenzten Zinsen zusammen mit den betreffenden Finanzinstrumenten in einem Bilanzposten ausgewiesen. Die Verteilung von Agio- und Disagiobeträgen erfolgt laufzeitkonform nach der Effektivzinsmethode und wird erfolgswirksam im Zinsergebnis ausgewiesen.
Weiters werden in dieser Position TLTRO III-Refinanzierungsgschäfte der EZB dargestellt (vgl. auch Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Kapitel TLTRO III-Refinanzierungsgeschäfte (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der EZB). Weitere Details sind Note 1 „Zinsüberschuss“ und dem Risikobericht, Kapitel „Liquiditätsrisiko“ zu entnehmen.
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT)
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading umfassen negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (dirty price), welche einerseits Handels- und andererseits Sicherungszwecken dienen, die jedoch nicht die Voraussetzungen für die Anwendung der Hedge Accounting-Regelungen erfüllen (Economic Hedges). Negative Marktwerte von nicht ins Portfolio Fair Value Hedge Accounting designierten sowie ineffektive Teile von Sicherungsderivaten werden ebenfalls in dieser Position erfasst. Bei Bestehen von positiven Marktwerten (dirty price) erfolgt eine Darstellung unter der Position „Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading“. Eine Verrechnung von positiven und negativen Marktwerten wird nicht vorgenommen (siehe dazu auch Note 34 „Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten“).
Zins-, Veräußerungs- sowie Bewertungsergebnisse des Held for Trading-Bestands werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Handelsergebnis ausgewiesen.
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
Diese Position beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten, welche die Voraussetzungen für die Anwendung der Fair Value Option erfüllen. Diese sind erfüllt, wenn durch die Designation Differenzen aufgrund einer unterschiedlichen Bewertung („accounting mismatch“) beseitigt bzw. signifikant verringert werden oder die Trennung eingebetteter Derivate vermieden wird. Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Besonderen um Ergänzungskapital im Sinne von Artikel 63 der CRR (Capital Requirements Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013). Der bilanzierte Wert wird um Emissionen im Eigenbestand gekürzt.
Die Bewertung dieser Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value. Änderungen des Fair Value werden einerseits in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im „Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L“ dargestellt und andererseits werden jene Änderungen, welche durch Änderungen des eigenen Kreditrisikos bedingt sind, innerhalb des OCI in der Position „Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten“ ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen werden im Zinsüberschuss gezeigt.
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In dieser Position werden ausschließlich negative Marktwerte aus Zinssatzgeschäften und Wechselkursgeschäften ausgewiesen, welche Sicherungszwecken dienen und die sich für die Anwendung zum Hedge Accounting i. S. d. IFRS 9 bzw. für das Portfolio Fair Value Hedge Accounting gemäß IAS 39.81A qualifizieren. Die Bewertung dieser Derivate ist im „Ergebnis aus Hedge Accounting“ dargestellt, die Zinsen werden im Zinsüberschuss gezeigt.
Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges
In dieser Position werden sowohl kumulierte positive als auch kumulierte negative Wertänderungen der Grundgeschäfte der Passivseite (Basis Adjustments) aus dem Portfolio Fair Value Hedge Accounting ausgewiesen, wodurch der Bilanzposten auch negative Werte aufweisen kann. Die Wertänderungen werden im „Ergebnis aus Hedge Accounting“ dargestellt. Ist die Sicherungsbeziehung eines Portfolio Fair Value Hedges in einem Laufzeitband ineffektiv, wird in der aktuellen Periode keine Buchwertanpassung (Basis Adjustment) für das Grundgeschäft vorgenommen. Das Bewertungsergebnis der entsprechenden Sicherungsgeschäfte wird in diesen Fällen im Handelsergebnis ausgewiesen.

Rückstellungen
Die Rückstellungen beinhalten langfristige Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen.
Langfristige Personalrückstellungen
In den langfristigen Personalrückstellungen sind Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionsverpflichtungen und Jubiläumsgelder enthalten. Die Versorgungspläne im Zusammenhang mit Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen bzw. Jubiläumsgeldern sowie sonstigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses setzen den RLB Steiermark Konzern versicherungstechnischen Risiken wie dem Langlebigkeitsrisiko, dem Zinsrisiko sowie dem Marktrisiko (Investitionsrisiko) aus.
Abfertigungsverpflichtungen
Aufgrund der Vorschriften der § 23 und § 23a AngG gebührt jenen Mitarbeitern, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig. Sie beträgt zwischen zwei und zwölf Monatsbezügen. Für diese Verpflichtungen wird eine Rückstellung gebildet, die analog zu den Pensionsrückstellungen bilanziert und bewertet wird.
Für jene Mitarbeiter, die ab dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, werden die Abfertigungsverpflichtungen im Rahmen eines beitragsorientierten Plans von einer Mitarbeitervorsorgekasse übernommen. Der RLB Steiermark Konzern entrichtet aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse. Über die Beitragszahlung hinausgehende Leistungsverpflichtungen bestehen nicht.
Pensionsverpflichtungen
Die Leistungen des RLB Steiermark Konzerns umfassen sowohl beitragsorientierte wie auch leistungsorientierte Pläne.
Ein beitragsorientierter Versorgungsplan ist ein Altersversorgungsplan, bei dem ein festgelegter Beitrag an einen externen Versorgungsträger entrichtet wird und keine darüber hinaus gehenden Zahlungen zu entrichten sind, falls der Fonds über nicht ausreichende Vermögenswerte zur Leistungserbringung verfügt. In diesem Fall tragen die Arbeitnehmer das Erfolgsrisiko aus der Veranlagung, wodurch keine Rückstellung zu bilden ist. Der RLB Steiermark Konzern entrichtet für eine Gruppe von Mitarbeitern aufgrund vertraglicher Verpflichtungen oder auf freiwilliger Basis Beiträge an eine Pensionskasse, welche die Mittel verwaltet und die Pensionszahlungen vornimmt. Die Beitragszahlungen an die Pensionskasse stellen laufenden Aufwand dar und werden in der Position „Verwaltungsaufwendungen“ ausgewiesen.
Ein leistungsorientierter Plan ist ein Altersversorgungsplan, bei dem den Begünstigten eine bestimmte Leistung zugesagt wird. Der RLB Steiermark Konzern hat einer Gruppe von Mitarbeitern leistungsorientierte Pläne (Pensionsstatute, Sonderverträge) rechtsverbindlich und unwiderruflich über die Höhe der späteren Pension zugesagt. Die zur Bedeckung benötigten Mittel werden entweder über die Pensionskasse angespart oder verbleiben im Unternehmen. Leistungsorientierte Pensionspläne beziehen sich ausnahmslos nur mehr auf im Ruhestand befindliche Mitarbeiter. Die Pensionsverpflichtungen für aktive Dienstnehmer wurden in den vergangenen Jahren an externe Pensionskassen übertragen. Im RLB Steiermark Konzern verbleiben im Rahmen einer leistungsorientierten Zusage die Ansprüche bereits vor Inkrafttreten der Pensionsreform zum 31. Dezember 1998 in Ruhestand befindlicher Dienstnehmer bzw. jener Dienstnehmer, die zwar erst 1999 die Pension antraten, aber einzelvertraglich noch die Zusage auf einen Direktpensionsanspruch hatten, sowie Anwartschaften aus darauf basierenden Hinterbliebenenpensionen.
Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt. Die Bewertung der künftigen Verpflichtungen erfolgt auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten, welche unter Berücksichtigung verschiedener Parameter (z. B. Rechnungszinssatz, Pensionsalter, Lebenserwartung, Fluktuation) erstellt werden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden wie im Vorjahr bei sämtlichen Sozialkapitalrückstellungen die „AVÖ 2018 P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler“ in der Ausprägung für Angestellte herangezogen.
Der Unterschied aufgrund der Neubewertung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag im Vergleich zu dem am Jahresanfang prognostizierten Wert wird als versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezeichnet – dieser ist für Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen im Sonstigen Ergebnis zu erfassen und wird in der Position „Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen“ ausgewiesen. Die Aufwendungen für Personalrückstellungen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung innerhalb der Position „Verwaltungsaufwendungen“ sowie in der Position „Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen“ im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Daneben sind ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von rückwirkenden Planänderungen sowie Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sofort und vollständig erfolgswirksam zu erfassen.
Ist ein Planvermögen vorhanden, führt die Saldierung des Barwerts der Verpflichtung und des Fair Value des Planvermögens unter Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten zur Bilanzierung der tatsächlichen Nettoverpflichtung. Im Fall der Deckung der Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen werden die Nettozinskosten durch die Saldierung der leistungsorientierten Verpflichtung mit dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens unter Anwendung eines einheitlichen Zinssatzes ermittelt. Beiträge zum Planvermögen werden ausschließlich vom Arbeitgeber entrichtet. Nähere Details dazu finden sich in Note 28 „Rückstellungen“.
Bei den Pensionen gibt es unterschiedliche Pläne: zu 100 % nicht über einen Fonds finanziert, teilweise über einen Fonds finanziert und zu 100 % über einen Fonds finanziert. Die teilweise und die zu 100 % über einen Fonds finanzierten Pensionspläne werden durchwegs über die Valida Pension AG finanziert. Die Valida Pension AG ist eine Pensionskasse und unterliegt im Besonderen den Bestimmungen des Pensionskassengesetzes (PKG) und des Betriebspensionsgesetzes (BPG).
In der Valida Pension AG ist ein Asset-/Risikomanagement-Prozess (ARM-Prozess) installiert. Gemäß diesem Prozess wird regelmäßig ausgehend von der passivseitigen Struktur der Veranlagungs- und Risikogemeinschaften (VRG) im Rahmen einer ALM-Studie, die sich wiederum aus dem unterliegenden Pensionskassenvertrag ergibt, die Risikotragfähigkeit sowie -bereitschaft (gemäß PK-RIMAV) jeder VRG evaluiert. Die festgelegte Risikotragfähigkeit sowie -bereitschaft spiegeln sich in der Veranlagungsstruktur der VRG wider.
Die Veranlagungsstrategie wird in der VRG 7, in der die Pensionskassenzusage der RLB Steiermark geführt wird, im Rahmen eines Liability-Driven-Investment-Konzepts umgesetzt. Dies bedeutet, dass sich die strategische Ausrichtung der Veranlagungsportfolios stark an den passivseitigen Anforderungen der Pensionspläne, insbesondere hinsichtlich der Ertragsziele sowie der Liquiditätsbedürfnisse der VRG orientieren. Um einen zusätzlichen positiven Ergebnisbeitrag gegenüber der Veranlagungsstrategie zu erwirtschaften, wird im Rahmen der Bewirtschaftung der Veranlagungsportfolios in der taktischen Asset Allokation innerhalb vordefinierter Bandbreiten von den Gewichten der strategischen Asset Allokation abgewichen. In Stressphasen wird zudem das Downside Risiko durch ein Tail Risk Management der liquiden Assets der VRG abgefedert.
Rückstellungen für Jubiläumsgelder
Verpflichtungen für Jubiläumsgelder stellen andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Jubiläumsgelder (Zahlungen für langfristige Dienste/Treue zum Unternehmen) sind von der Dauer des Dienstverhältnisses abhängig. Der Anspruch auf Jubiläumsgeld begründet sich aus dem Kollektivvertrag, der sowohl die Voraussetzungen für den Anspruch als auch dessen Höhe regelt. Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden analog zu Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen versicherungsmathematisch nach der Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt. Der Unterschied aufgrund der Neubewertung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag im Vergleich zu dem am Jahresanfang prognostizierten Wert wird als versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezeichnet. Dieser wird im Gegensatz zu Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen bei Jubiläumsgeldern in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Verwaltungsaufwendungen“ erfasst.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat und es sowohl wahrscheinlich ist, dass er verpflichtet sein wird, diese zu erfüllen, als auch eine verlässliche Schätzung des Betrags möglich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der am Bilanzstichtag bestmögliche Schätzwert für die Leistung, die unter Berücksichtigung der der Verpflichtung zugrundeliegenden Risiken und Unsicherheiten hinzugeben ist, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Risiken und Unsicherheiten sind bei der Schätzung berücksichtigt.
Sonstige Passiva
In den Sonstigen Passiva werden insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrige Steuerschulden, Leasing-Verbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Details zu den Leasing-Verbindlichkeiten finden sich im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“. Dieser Posten enthält keine finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 9.
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als passivischer Abgrenzungsposten in der Bilanz ausgewiesen. Dieser wird entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögenswerte, für welche die Zuwendung gewährt wurde, planmäßig über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung aufgelöst.

Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital, das ist das dem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital (gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklagen), und aus dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen und dem kumulierten Sonstigen Ergebnis) zusammen.
Das kumulierte Sonstige Ergebnis umfasst – jeweils nach Berücksichtigung der latenten Steuern – die nicht erfolgswirksam erfassten Ergebnisse aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten – FVOCI, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen, die anteiligen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen sowie die bonitätsinduzierten Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten.
Die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital der vollkonsolidierten Tochterunternehmen werden als eigener Posten innerhalb des Eigenkapitals gesondert dargestellt.
Steuerforderungen und Steuerschulden/Ertragsteuern
Ertragsteuern enthalten gemäß IAS 12 laufende und latente Steuern.
Laufende Steuern
Ertragsteuerforderungen bzw. -schulden aus laufenden Ertragsteuern werden in Höhe der voraussichtlichen Verrechnung mit den jeweiligen Steuerbehörden angesetzt und in den Positionen „Laufende Ertragsteuerforderungen“ bzw. „Laufende Ertragsteuerschulden“ ausgewiesen. Laufende Ertragsteuern werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter der Position „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ ausgewiesen. Sonstige Steuern, bei denen es sich nicht um Ertragsteuern gemäß IAS 12 handelt, wie zum Beispiel Grunderwerbssteuer, werden im „Sonstigen betrieblichen Ergebnis“ dargestellt.
Latente Steuern
Die Berechnung latenter Steuern auf temporäre Differenzen, die sich in Folgeperioden wieder ausgleichen, erfolgt durch Vergleich der Wertansätze der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den steuerlichen Buchwerten des jeweiligen Konzernunternehmens.
Latente Steuerforderungen werden für alle steuerlich absetzbaren temporären Unterschiede und noch nicht ausgenutzte steuerliche Verlustvorträge in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft ein zu versteuernder Gewinn zur Verrechnung zur Verfügung stehen wird. Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Maß reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichend zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die latente Steuerforderung zumindest teilweise genutzt werden kann. Nicht bilanzierte latente Steuerforderungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein zukünftig zu versteuernder Gewinn eine Nutzung der latenten Steuerforderungen ermöglicht. Eine Aufrechnung von latenten Steuerforderungen und latenten Steuerschulden wird, sofern die entsprechenden Voraussetzungen nach IAS 12.74 vorliegen, für jene Unternehmen einer Steuergruppe vorgenommen, welche im Zuge der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. Abzinsungen für latente Steuern werden nicht vorgenommen.
Latente Steuerforderungen und -schulden werden entsprechend IAS 12.47 anhand der Steuersätze bewertet, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind („enacted tax rate“).
Die latenten Ertragsteuerforderungen und -schulden werden in eigenen Bilanzpositionen „Latente Ertragsteuerforderungen“ bzw. „Latente Ertragsteuerschulden“ ausgewiesen, sowie in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter der Position „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ und im Sonstigen Ergebnis in den entsprechend bezeichneten Posten.

Steuerliche Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist seit dem Veranlagungsjahr 2011 Gruppenträgerin einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 Abs. 8 KStG. Die Unternehmensgruppe umfasst neben der Gruppenträgerin folgende 21 (Vj: 18) weitere Gruppenmitglieder:
  • „DÖHAU“ Liegenschaftsges.m.b.H.
  • BONITA HSL Leasing GmbH
  • Eruca Beteiligungs GmbH
  • Feles Beteiligungs GmbH
  • Grundstücksverwaltung Salzburg-Mitte GmbH
  • HSL Beteiligungen GmbH
  • HSL Leasing – Holding GmbH
  • HSL Immobilienleasing GmbH
  • HSL Kommunal- und Gebäudeleasing GmbH
  • INPRIMIS Beteiligungs GmbH
  • LKH - Eingangszentrums Errichtungs- und Betreiber GmbH
  • NOVA HSL Leasing GmbH
  • Pittacus Beteiligungs GmH
  • Raiffeisen Bauträger & Projektentwicklungs GmbH
  • Raiffeisen-Immobilien Steiermark Gesellschaft m.b.H.
  • RATIO Beteiligungsverwaltungs GmbH
  • RLB Stmk Taten GmbH
  • RLO Beteiligungs GmbH
  • Scirus Liegenschaftsverwaltungs GmbH
  • Thasus Beteiligungs GmbH (vormals Raiffeisen Rechenzentrum Holding GmbH)
  • TSI-Terminal und Software Installationen GmbH
Die betroffenen Gesellschaften haben eine Regelung über den Steuerausgleich dahingehend getroffen, dass eine jährliche Abrechnung der Steuerbe- oder -entlastung, die sich aus dem während der Gruppenzugehörigkeit entstehenden Einkommen des Gruppenmitglieds ergibt, erfolgt.
Des Weiteren sind folgende vollkonsolidierte Gesellschaften Gruppenträgerinnen einer steuerlichen Unternehmensgruppe:
  • RLB Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft mbH mit 6 Gruppenmitgliedern (Vj: 8)
  • Steirische Raiffeisen – Immobilien - Leasing GmbH mit 4 Gruppenmitgliedern (Vj: 4)
Die Steuerbemessungsgrundlage für die gesamte Gruppe ergibt sich aus der Summe der Einkünfte der Gruppenträgerin sowie der zugerechneten steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder unter Berücksichtigung der steuerlichen Verlustvorträge der Gruppenträgerin im gesetzlichen Ausmaß.

Segmentberichterstattung
Grundlagen der Segmentierung
Die Grundlage für die Segmentberichterstattung bildet die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Finanzberichterstattung des RLB Steiermark Konzerns. Im Sinn einer übersichtlichen Berichterstattung bei gleichzeitig größtmöglicher Transparenz folgt die Segmentierung gemäß IFRS 8 dabei jenen Segmenten, über die die obersten Entscheidungsgremien der RLB Steiermark (Vorstand und Aufsichtsrat) basierend auf den vorliegenden Grundlagen zu Finanz- und Ertragskraft regelmäßig Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen.
Ausschlaggebendes Kriterium für die Abgrenzung der Segmente ist in diesem Zusammenhang die Betreuungszuständigkeit der Kunden des RLB Steiermark Konzerns. Dabei werden folgende Segmente differenziert:
  • Kommerzkunden
  • Privatkunden
  • Kapitalmarkt und Treasury
  • Beteiligungen
  • Sonstige
Zusätzlich zu den Segmentergebnissen dient die dargestellte „Überleitung“ – diese enthält im Wesentlichen Beträge aus der segmentübergreifenden Konsolidierung – der Herstellung des Konzernergebnisses.
Messung der Segmentergebnisse
Die Segmentberichterstattung legt die Ergebnisse der internen Finanzberichterstattung in Form einer stufenweisen Deckungsbeitragsrechnung ergänzt um die Überleitung der Segmentergebnisse auf den Konzernabschluss dar.
Innerhalb der Deckungsbeitragsrechnung werden Erträge und Aufwendungen verursachungsgerecht zugeordnet.
Ertragspositionen sind der Zinsüberschuss, Dividendenerträge, der Provisionsüberschuss, das laufende Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen, das Handelsergebnis, das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten sowie das Sonstige betriebliche Ergebnis, wobei der Zinsüberschuss auf Basis der Marktzinsmethode kalkuliert wird.
Das Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen umfasst Wertminderungen bzw. Wertaufholungen von assoziierten Unternehmen. Die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte beinhalten Neubildungen und Auflösungen für finanzielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Geschäfte sowie Direktabschreibungen und Eingänge aus abgeschriebenen finanziellen Vermögenswerten. Die Verwaltungsaufwendungen setzen sich aus direkten, jeweils in den Segmenten verantworteten, Personal- und Sachaufwendungen sowie Abschreibungen des Anlagevermögens und aus der Kostenrechnung entstammenden indirekten Kostenkomponenten, die mittels interner Verrechnungspreise sowie vereinbarten Schlüsselgrößen zugrechnet werden (z.B. Overhead), zusammen.
Die Basis für die Verteilung des Eigenkapitals bildet das entsprechend der internen Risikoermittlung und -steuerung errechnete Gesamtrisiko der einzelnen Segmente. Der Nettozinsnutzen wird auf Basis des allozierten Eigenkapitals ermittelt und im Zinsüberschuss dargestellt.
Die Segmente werden in der Segmentberichterstattung wie selbstständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung dargestellt. Die Segmente werden mittels zweier zentraler Steuerungsgrößen in ihrer Rentabilität und Effizienz gemessen.
  • Rentabilität
    Die Rentabilität eines Segments errechnet sich aus dem Verhältnis des Konzernergebnisses (vor Steuern) zum durchschnittlichen eingesetzten Eigenkapital und zeigt damit die Verzinsung des im Segment eingesetzten Kapitals an.
  • Effizienz
    Die Effizienz eines Segments wird mittels der Cost/Income Ratio dargestellt. Dabei werden die zugeordneten Verwaltungsaufwendungen den Betriebserträgen gegenübergestellt. Die so ermittelte Quote ist ein Indikator für die Kosteneffizienz der Segmente.
Die Segmente und deren Inhalte
Kommerzkunden
Im Segment „Kommerzkunden“ konzentriert sich der RLB Steiermark Konzern in seiner strategischen Ausrichtung auf heimische Großunternehmen sowie klein- und mittelständische Unternehmen, Projekt-/Immobilienfinanzierungen im In- und Ausland, institutionelle Kunden und den öffentlichen Sektor.
Es beinhaltet das klassische Bankgeschäft (z.B. Kontokorrentkredite, Barvorlagen, Direktkredite), Veranlagungen, Handels- und Exportfinanzierung, Dokumentengeschäft und die Erbringung von Leasingfinanzierungen in allen relevanten Sparten. Zudem werden den Kunden maßgeschneiderte Lösungen im Bereich des Zahlungsverkehrs, der Risikoabsicherung, der Vorsorge sowie im Liquiditäts- und Veranlagungsmanagement angeboten.
Die wirtschaftliche Entwicklung war im abgelaufenen Jahr von der allgemeinen Entwicklung der Zinslandschaft geprägt. Der sprunghafte Anstieg im Vergleich zum Jahr 2022 führte insbesondere über die Einlagenseite zu einer wesentlichen Verbesserung des Zinsüberschusses (+23.397 TEUR) und somit auch den Betriebserträgen. Der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung folgend, kam es 2023 auch zu spürbaren Aufwandssteigerungen. Das zeigt sich innerhalb der Verwaltungsaufwendungen beim Personalaufwand durch die vergleichsweise überdurchschnittliche Gehaltssteigerung im letzten Jahr sowie bei den Sachaufwendungen durch VPI-getriebene Aufwandserhöhungen.
Trotz der deutlichen Verbesserung der Betriebserträge abzüglich der Verwaltungsaufwendungen auf 96.885 TEUR (+26.022 TEUR gegenüber dem Vorjahr) führte der deutliche Anstieg der Risikovorsorgen zu einem Rückgang im Ergebnis gegenüber der Vergleichsperiode. In Summe sind im Geschäftsjahr 53.165 TEUR an Risikovorsorgen berücksichtigt, was zu einer Reduktion des Ergebnisses in diesem Segment auf 43.720 TEUR (Vj: 60.212 TEUR) führte.
Privatkunden
Das Segment „Privatkunden“ enthält das Retailgeschäft sowie Private Banking, in dem auch die Geschäftsbeziehungen zu Ärzten/Freien Berufe dargestellt sind. Die Kunden dieses Segments werden an 14 unterschiedlichen Standorten zentral in Graz sowie in der Steiermark betreut. Zusätzlich stehen diesen Kunden drei Standorte in Selbstbedienung zur Verfügung.
Den Privatpersonen wird ein weites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen angeboten. Darin sind die Produktgruppen Finanzierung (Wohnbaufinanzierungen, Konsumkredite), das Einlagen- und Girogeschäft (Giro-, Gehalts-, Jugend-, Pensionskonten) ebenso enthalten wie das breite Dienstleistungssegment beginnend von der Wertpapierveranlagung, dem Zahlungsverkehr (Debit- und Kreditkarten), das Bauspargeschäft bis hin zu den Vorsorgeprodukten (Er- und Ablebensversicherungen).
Die Betreuung von Private Banking Kunden umfasst schwerpunktmäßig die Wertpapierveranlagung, wobei auch diesen Kunden dasselbe Produktspektrum wie den Privatpersonen zur Verfügung steht.
Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wurde im Vergleich zum Vorjahr ähnlich dem Kommerzkundensegment von den Zinsergebnissen im Einlagengeschäft getragen. Die Entwicklung der Marktzinsen führte im Zinsüberschuss zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung um 22.044 TEUR auf 39.037 TEUR im Geschäftsjahr 2023 (Vj: 16.993 TEUR).
Unter Druck befindet sich das Finanzierungsgeschäft auf Grund der allgemeinen Wirtschaftslage (höheres Zinsniveau und Preissteigerungen). Diese Faktoren bremsen die Nachfrage beispielsweise von Wohnbaufinanzierungen (ergänzend sind hierbei die Vorgaben aus der gesetzlichen KIM-Verordnung zu nennen) deutlich.
Auch im Privatkundensegment sind die gestiegenen Personal- und Sachaufwendungen auf Grund der genannten Faktoren Gehaltsabschlüsse, allgemeine Kostensteigerungen deutlich spürbar.
Die Entwicklung der Risikovorsorgen in diesem Segment zeigte sich stabil, sodass sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 18.930 TEUR verbesserte und mit einem Betrag in Höhe von 17.344 TEUR (Vj: -1.586 TEUR) ausgewiesen wird.
Kapitalmarkt und Treasury
Das Segment „Kapitalmarkt und Treasury“ umfasst insbesondere das Ergebnis aus der Steuerung des Zinsbuchs (Strukturbeitrag) und das Ergebnis des Handelsbuchs, sowie die Eigenpositionierung mit Zins- bzw. Kursprodukten (Geldmarktdepots, Termingeschäfte, Optionen). Darunter fallen Zinsgeschäfte, Währungsgeschäfte, das Liquiditätsmanagement und das Aktiv/Passiv-Management (Fristentransformation). Dazu kommen das Portfoliomanagement von Renten, Fonds sowie kurz- und langfristige alternative Investments (Kombination von Wertpapierprodukten mit derivativen Produkten).
Der Handel mit Finanzinstrumenten erfolgt zentral und unterliegt streng kontrollierten Limiten. Während die Eigengeschäfte vollständig unter diesem Segment ausgewiesen werden, sind Beiträge aus kundenbezogenen Treasury-Transaktionen anderen Segmenten zugeordnet. Jener Teil des Ergebnisbeitrags, der über den am Markt erzielbaren Preisen liegt, wird den Kundenbereichen zugeordnet.
Das Ergebnis in diesem Segment ist durch die Zinsentwicklung und die inverse Zinsstruktur geprägt, welche die Fristentransformation belastet hat. Dementsprechend haben die Aufwendungen für die Refinanzierung und Sicherungsgeschäfte gegenüber dem Jahr 2022 deutlich zugenommen, sodass lediglich ein Zinsüberschuss in Höhe von 570 TEUR (Vj: 54.785 TEUR) verbleibt. Dies entspricht einem Rückgang von 54.215 TEUR im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.
Demgegenüber hat sich das Handelsergebnis sowie das Bewertungsergebnis finanzieller Vermögenswerte um insgesamt 27.373 TEUR verbessert, sodass nach Abzug der Verwaltungsaufwendungen und Wertminderungen ein Ergebnisbeitrag von 1.894 TEUR (Vj: 28.217 TEUR) in diesem Segment ausgewiesen wird.
Beteiligungen
Das Segment „Beteiligungen“ beinhaltet das bank- bzw. finanzinstitutsorientierte Beteiligungsportefeuille, inklusive der assoziierten Unternehmen, die at equity bilanziert werden. Wichtigster Bestandteil sind die Beteiligungen im Allfinanzbereich, insbesondere die Beteiligungen im Verbund, wie jene an der RBI. Ebenfalls in diesem Segment werden die Aktivitäten im Zusammenhang mit den Raiffeisenbanken der Primärebene abgebildet. Betreffen derartige Aktivitäten jedoch das Zwischenbankgeschäft, so sind sie im Segment „Kapitalmarkt und Treasury“ enthalten.
Die Verbesserung des Ergebnisses um 278.227 TEUR auf 315.974 TEUR im Geschäftsjahr 2023 (Vj: 37.747 TEUR) ist vor allem auf die at equity Bilanzierung der Beteiligung an der Raiffeisenbank International zurückzuführen, die einen Ergebnisbeitrag (laufendes Ergebnis und Bewertung) von insgesamt 298.212 TEUR in diesem Segment leistet. Der diesem Segment zuzurechnende Buchwert der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen beträgt per 31.12.2023 975.796 TEUR (Vj: 806.505 TEUR) und betrifft ausschließlich die RBI. Weitere Details sind Note 21 zu entnehmen.
Die Dividendenerträge haben sich gegenüber dem Vorjahreswert (70.151 TEUR), welcher einen Einmaleffekt aus der Vereinfachung der Eigentümerstruktur der RLB Steiermark mit einem Betrag von 60.670 TEUR beinhaltete, auf 9.060 TEUR reduziert.
Im Segment Beteiligungen sind auf Grund der vielseitigen Tätigkeiten, die die RLB Steiermark für die Primärebene übernimmt (z.B. Meldewesen, Regulatorik, Compliance, betriebswirtschaftliche Beratung), umfangreich Personalkapazitäten gebunden. Daher sind die betraglichen Veränderungen aus Kostensteigerungen deutlich zu erkennen. Gegenüber dem Vorjahr sind in diesem Segment auch Sachaufwendungen aus Sektorprojekten bzw. Beteiligungsinitiativen enthalten. Da die Kostensteigerungen auch in die Leistungsverrechnung münden, zeigt sich das Sonstige betriebliche Ergebnis gegenüber dem Vorjahr ebenso erhöht.
Sonstige
In diesem Segment werden Erträge und Aufwendungen dargestellt, die inhaltlich keinem anderen Segment zugerechnet werden, beispielsweise die Beiträge an den EU-Bankenabwicklungsfonds, die Einlagensicherung oder auch die Stabilitätsabgabe. Zusätzlich sind in diesem Segment auch Ergebniseffekte aus der Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften enthalten.
Geschäftsjahr 2023
In TEUR
Kommerz-kunden
Privat-kunden
Kapital-markt und Treasury
Beteili- gungen
Sonstige
Überleitung
Gesamt
Zinsüberschuss
104.455
39.037
570
20.182
12.404
0
176.648
Dividendenerträge
0
0
0
9.060
0
-1.473
7.587
Laufendes Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
0
0
0
226.771
0
0
226.771
Provisionsüberschuss
18.540
12.417
2.134
11.683
-2.358
0
42.416
Handelsergebnis
202
161
13.257
0
0
0
13.620
Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten1)
4.054
0
858
0
0
0
4.912
Sonstiges betriebliches Ergebnis
595
318
455
48.861
-7.232
-6.522
36.475
Betriebserträge
127.846
51.933
17.274
316.557
2.814
-7.995
508.429
Verwaltungsaufwendungen
-30.961
-27.444
-14.643
-58.641
-38.165
7.995
-161.859
Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
0
0
0
71.441
0
0
71.441
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
-53.165
-7.145
-737
-702
0
0
-61.749
Konzernergebnis vor Steuern
43.720
17.344
1.894
328.655
-35.351
0
356.262
Ø zugeordnetes Eigenkapital
441.399
53.320
587.329
677.542
-
-
1.759.590
Return on Equity
9,90 %
32,53 %
0,32 %
48,51 %
-
-
20,25 %
Cost/Income-Ratio2)
24,22 %
52,84 %
84,76 %
18,52 %
-
-
31,84 %
1)Im Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten sind die GuV-Positionen „Ergebnis aus Hedge Accounting“, „Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)“ und „Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten“ zusammengefasst.
2)Berechnung Cost/Income-Ratio: Verwaltungsaufwendungen / Betriebserträge
Geschäftsjahr 2022
In TEUR
Kommerz-kunden
Privat-kunden
Kapital-markt und Treasury
Beteili- gungen
Sonstige
Überleitung
Gesamt
Zinsüberschuss
81.058
16.993
54.785
-6.860
5.135
77
151.188
Dividendenerträge
0
0
0
70.151
0
-1.145
69.006
laufendes Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
0
0
0
351.758
0
0
351.758
Provisionsüberschuss
19.346
11.914
1.173
11.342
-1.314
-77
42.384
Handelsergebnis
1.178
234
-5.285
0
0
0
-3.873
Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten1)
-3.192
0
-7.973
0
0
0
-11.165
Sonstiges betriebliches Ergebnis
2.129
336
-708
39.774
2.318
-15.179
28.670
Betriebserträge
100.519
29.477
41.992
466.165
6.139
-16.324
627.968
Verwaltungsaufwendungen
-29.656
-24.428
-14.251
-48.775
-39.361
17.585
-138.886
Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
0
0
0
-379.456
0
0
-379.456
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
-10.651
-6.635
476
-187
0
0
-16.997
Konzernergebnis vor Steuern
60.212
-1.586
28.217
37.747
-33.222
1.261
92.629
Ø zugeordnetes Eigenkapital
401.592
48.511
474.426
727.797
-
-
1.652.326
Return on Equity
14,99 %
-
5,95 %
5,19 %
-
-
5,61 %
Cost/Income-Ratio2)
29,50 %
82,87 %
33,94 %
10,46 %
-
-
22,12 %
1)Im Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten sind die GuV-Positionen „Ergebnis aus Hedge Accounting“, „Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)“ und „Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten“ zusammengefasst.
2)Berechnung Cost/Income-Ratio: Verwaltungsaufwendungen / Betriebserträge
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-rechnung
1. Zinsüberschuss
In TEUR
2023
2022
Nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinserträge
568.998
237.605
Finanzielle Vermögenswerte – AC
564.084
233.055
Kredite und Forderungen
531.096
211.178
Schuldverschreibungen
32.988
21.877
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
4.914
4.550
Schuldverschreibungen
4.914
4.550
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
59.987
26.436
Finanzielle Vermögenswerte – FVTPL-M
2.262
1.500
Kredite und Forderungen
1.145
755
Schuldverschreibungen
490
496
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
627
249
Derivative Finanzinstrumente
57.513
-3.464
Derivative Finanzinstrumente (Economic Hedges)
3.513
15.662
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting)
54.000
-19.126
Negativzinsen aus finanziellen Verbindlichkeiten
212
28.400
Zinsen und ähnliche Erträge gesamt
628.985
264.041
Nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinserträge beinhalten Gewinne aus marktinduzierten Vertragsänderungen von Finanzinstrumenten in Höhe von 2.622 TEUR (Vj: 2.895 TEUR), die Zinsaufwendungen beinhalten Verluste aus marktinduzierten Vertragsänderungen in Höhe von 2.762 TEUR (Vj: 756 TEUR).
Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten enthalten Zinserträge aus Negativzinsen in Höhe von 5.095 TEUR (Vj: 11.695 TEUR).
In der Position Negativzinsen aus finanziellen Verbindlichkeiten wurden im Vorjahr Zinsen für die gezogenen Tranchen im Rahmen des TLTRO III-Programms der EZB mit einem Betrag von 23.422 TEUR ausgewiesen.
In TEUR
2023
2022
Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten – AC
-387.627
-109.706
Einlagen / Aufgenommene Gelder
-264.469
-41.945
Verbriefte Verbindlichkeiten
-119.758
-64.352
Nachrangige Verbindlichkeiten
-3.251
-3.288
Leasing-Verbindlichkeiten
-149
-121
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-64.710
-3.147
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO
-14.230
-20.312
Einlagen / Aufgenommene Gelder
-8.596
-11.996
Verbriefte Verbindlichkeiten
-4.942
-8.013
Nachrangkapital i.S. CRR
-692
-303
Derivative Finanzinstrumente
-49.200
30.701
Derivative Finanzinstrumente (Economic Hedges)
-1.389
-53
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting)
-47.811
30.754
Negativzinsen aus finanziellen Vermögenswerten
-1.280
-13.536
Zinsen und ähnliche Aufwendungen gesamt
-452.337
-112.853
In TEUR
2023
2022
Zinsen und ähnliche Erträge gesamt
628.985
264.041
Zinsen und ähnliche Aufwendungen gesamt
-452.337
-112.853
Zinsüberschuss
176.648
151.188
Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten – AC (Einlagen / Aufgenommene Gelder) beinhalten mit einem Betrag von 50.287 TEUR
(Vj: 4.941 TEUR) Zinsen für die gezogenen Tranchen im Rahmen des TLTRO III-Programms der EZB. Die nach der Effektivzinsmethode ermittelten Zinsen basieren auf der durchschnittlichen Deposit Facility Rate (Einlagenfazilität). Ursächlich für die Veränderung ist die Erhöhung des Zinssatzes für die Einlagenfazilität sowie die im Vorjahr erfolgte Änderung der Durchschnittsverzinsung für Zinsperioden ab dem 24. November 2022. Der zum 31.12.2023 errechnete bzw. angewendete Effektivzinssatz für die Ermittlung der Zinsen beträgt für die noch ausstehende Tranche 2,3 % (Vj: -0,7 % bis -1,2 %).
In den Zinsaufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten werden Negativzinsen in Höhe von 1.746 TEUR (Vj: 12.194 TEUR) ausgewiesen.
Die aus Handelsaktivitäten resultierenden Zinserträge und Zinsaufwendungen sind Bestandteil des Handelsergebnisses.
2. Dividendenerträge
In TEUR
2023
2022
aus Eigenkapitalinstrumenten FVOCI
 
 
Beteiligungen
7.587
69.006
Sowohl in der der Berichtsperiode als auch in der Vergleichsperiode wurden Dividenden zur Gänze für noch im Bestand befindliche Eigenkapitalinstrumente FVOCI erfasst.
3. Laufendes Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
In TEUR
2023
2022
Anteiliges laufendes Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
226.771
351.758
Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen beinhaltet ausschließlich die anteilige, laufende Ergebniskomponente der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Weitere Details sind Note 21 „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“ zu entnehmen.
4. Provisionsüberschuss
In TEUR
2023
2022
Provisionserträge
55.613
64.128
Wertpapiergeschäft
17.003
25.280
Kreditgeschäft
8.702
9.561
Zahlungsverkehr
26.007
24.985
Auslandsgeschäft
2.706
3.035
Sonstige Bankdienstleistungen
1.195
1.267
Provisionsaufwendungen
-13.197
-21.744
Wertpapiergeschäft
-2.298
-10.418
Kreditgeschäft
-7.003
-7.553
Zahlungsverkehr
-2.392
-2.417
Auslandsgeschäft
-882
-954
Sonstige Bankdienstleistungen
-622
-402
Gesamt
42.416
42.384
Nachfolgend werden die Erträge und Aufwendungen aus Verträgen mit Kunden nach den berichtspflichtigen Segmenten des Konzerns aufgegliedert:
Geschäftsjahr 2023
In TEUR
Kommerz-kunden
Privat-kunden
Kapitalmarkt und Treasury
Beteili-gungen
Sonstige
Überleitung
Gesamt
Provisionserträge
21.210
14.293
4.170
12.875
3.376
-311
55.613
Provisionsaufwendungen
-2.670
-1.876
-2.036
-1.192
-5.734
311
-13.197
Gesamt
18.540
12.417
2.134
11.683
-2.358
0
42.416
Geschäftsjahr 2022
In TEUR
Kommerz-kunden
Privat-kunden
Kapitalmarkt und Treasury
Beteili-gungen
Sonstige
Überleitung
Gesamt
Provisionserträge
21.500
13.688
11.081
12.776
5.297
-214
64.128
Provisionsaufwendungen
-2.154
-1.774
-9.908
-1.434
-6.611
137
-21.744
Gesamt
19.346
11.914
1.173
11.342
-1.314
-77
42.384
5. Ergebnis aus Hedge Accounting
In TEUR
2023
2022
Bewertungsergebnis aus Mikro Fair Value Hedges
2.645
-3.370
Bewertungsergebnis aus Grundgeschäften in Mikro Fair Value Hedges
-73.401
328.336
Bewertungsergebnis aus Sicherungsgeschäften in Mikro Fair Value Hedges
76.046
-331.706
Bewertungsergebnis aus Portfolio Fair Value Hedges
382
-3.218
Bewertungsergebnis aus Grundgeschäften in Portfolio Fair Value Hedges
58.551
-219.729
Bewertungsergebnis aus Sicherungsgeschäften in Portfolio Fair Value Hedges
-58.169
216.511
Gesamt
3.027
-6.588
Im RLB Steiermark Konzern wird Fair Value Hedge Accounting i. S. v. IFRS 9 angewendet. Der Hauptanwendungsbereich liegt dabei in der Absicherung von Grundgeschäften mit Festzinsrisiko durch in Bezug auf wesentliche Parameter identische, aber gegenläufige Finanzinstrumente. Des Weiteren wird Portfolio Fair Value Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt.
Weitere Details zum „Hedge Accounting“ sind in Note 32 ersichtlich.

6. Handelsergebnis
In TEUR
2023
2022
Nettozinsergebnis
21.402
25.650
Schuldverschreibungen
699
865
Derivative Finanzinstrumente
20.703
24.785
Bewertungsergebnis
-8.061
-26.477
Schuldverschreibungen
102
-48
Derivative Finanzinstrumente
-11.105
-31.603
Sonstiges Geschäft
2.942
5.174
Veräußerungsergebnis
279
-3.046
Schuldverschreibungen
279
-3.046
Gesamt
13.620
-3.873
Im Geschäftsjahr 2023 beträgt das im Handelsergebnis enthaltene Netto-Fremdwährungsergebnis 2.308 TEUR (Vj: 4.432 TEUR) und wird im Bewertungsergebnis „Sonstiges Geschäft“ ausgewiesen.
7. Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)
In TEUR
2023
2022
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten – FVO
-3.871
-1.360
Veräußerungsergebnis
-121
3.091
Verbriefte Verbindlichkeiten
-121
3.091
Bewertungsergebnis
-3.750
-4.451
Einlagen / Aufgenommene Gelder
-6.556
32.543
Verbriefte Verbindlichkeiten
-3.956
20.234
Derivative Finanzinstrumente
6.762
-57.228
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten – FVPL-M
1.050
-5.259
Veräußerungsergebnis
-19
-143
Schuldverschreibungen
-19
-143
Bewertungsergebnis
1.069
-5.116
Schuldverschreibungen
484
-2.137
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
706
-1.519
Kredite und Forderungen
-121
-1.460
Gesamt
-2.821
-6.619
8. Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten
In TEUR
2023
2022
Veräußerungsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – AC
6.319
4.811
Schuldverschreibungen
381
88
Gewinne aus der Ausbuchung
448
117
Verluste aus der Ausbuchung
-67
-29
Kredite und Forderungen
5.938
4.723
Gewinne aus der Ausbuchung
6.157
4.887
Verluste aus der Ausbuchung
-219
-164
Veräußerungsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – FVOCI
-134
-1.834
Schuldverschreibungen
-134
-1.834
Veräußerungsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten – AC
-1.479
-935
aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-29
0
aus Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
-2.373
-1.118
Verbriefte Verbindlichkeiten
923
183
Gesamt
4.706
2.042
Das Veräußerungsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AC beinhaltet in erster Linie Erträge aus der Auflösung von Basis Adjustments aus dem vorzeitigen Abgang von Grundgeschäften des Aktivportfolios, die dem Portfolio Fair Value Hedge Accounting gewidmet wurden.
Das Veräußerungsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten AC betrifft Gewinne aus der Rücknahme von begebenen Emissionen sowie Aufwendungen aus der Auflösung von Basis Adjustments aufgrund des vorzeitigen Abgangs von Grundgeschäften des Passivportfolios, die dem Portfolio Fair Value Hedge Accounting gewidmet wurden.

9. Sonstiges betriebliches Ergebnis
Im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind unter anderem Erträge aus der Weiterverrechnung von Dienstleistungen, Beiträge an
Sicherungseinrichtungen sowie sonstige Steuern enthalten.
In TEUR
2023
2022
Sonstige betriebliche Erträge
61.263
44.131
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
0
55
Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
2.702
1.487
Übrige betriebliche Erträge
58.561
42.589
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-24.788
-15.461
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
-17
0
Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
-275
-167
Unterschiedsbetrag aus der Änderung des Konsolidierungskreises
-153
0
Sonstige Steuern
-3.161
-3.646
Beiträge an Sicherungseinrichtungen
-8.359
-7.838
Übrige betriebliche Aufwendungen
-12.823
-3.810
Gesamt
36.475
28.670
Die Erhöhung der übrigen betrieblichen Erträge ist einerseits auf einen Anstieg der Erträge in Leasingtochtergesellschaften und andererseits durch die im Vorjahr erfolgte Veräußerung des Rechenzentrums (Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH und Raiffeisen Rechenzentrum GmbH) begründet. Während im Vorjahr die auf das konzerneigene Rechenzentrum entfallenden übrigen betrieblichen Erträge (bis 30.9.2022) im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen dargestellt wurden, werden seit dem Verkauf der Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH die nunmehr direkt von der RLB Steiermark erbrachten Dienstleistungen in dieser Position ausgewiesen.
In den Sonstigen Steuern ist im Wesentlichen der Aufwand für die Stabilitätsabgabe in Höhe von 3.186 TEUR (Vj: 3.624 TEUR) enthalten.
Aufgrund der EU-Richtlinien 2014/49/EU und 2014/59/EU zum Bankenabwicklungsfonds und zum Spareinlagen-Sicherungssystem, in Österreich umgesetzt durch das BaSAG (Banken-Sanierungs- und Abwicklungsgesetz) sowie durch das ESAEG (Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz), sind Kreditinstitute seit 2015 verpflichtet, Beiträge aus diesem Titel an Sicherungseinrichtungen zu entrichten.
Das ESAEG schreibt vor, dass jede Sicherungseinrichtung einen Einlagensicherungsfonds einzurichten hat, welcher mittels jährlicher Beitragsvorschreibung an die Mitgliedsinstitute bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Höhe von zumindest 0,8 % der Summe der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute auszustatten ist. Die Rolle der Sicherungseinrichtung für die Raiffeisen Bankengruppe Österreich hat mit Stichtag 29. November 2021 die Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen übernommen.
Zur Finanzierung der gesetzlichen Einlagensicherung durch Aufbau eines ex-ante Fonds i. S. d. § 13 ESAEG sind gemäß § 21 ESAEG jährlich Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß § 23 ESAEG nach der Höhe der gedeckten Einlagen und der Ausprägung der Risiken, denen das Institut ausgesetzt ist.
Darüber hinaus kann die Sicherungseinrichtung pro Kalenderjahr Sonderbeiträge in der Höhe von maximal 0,5 % der Summe der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute einheben. Diese Schwelle kann im Einzelfall durch die Genehmigung der FMA auch überschritten werden. Die Höhe des Sonderbeitrags bestimmt sich gemäß § 22 ESAEG als Verhältnis des zuletzt fälligen Jahresbeitrags der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG zur Gesamtsumme der zuletzt fälligen Jahresbeiträge aller Mitglieder der Sicherungseinrichtung.
Für das Geschäftsjahr 2023 wurde seitens des RLB Steiermark Konzerns ein Beitrag von 2.570 TEUR (Vj: 2.185 TEUR) geleistet. Zahlungsverpflichtungen i. S. d. § 7 Abs. 1 Z. 13 ESAEG wurden nicht verwendet.
Im Falle einer Auszahlung von Entschädigungen für gesicherte Wertpapierdienstleistungen i. S. d. § 49 ESAEG (Anlegerentschädigung) beträgt die Beitragsleistung des Einzelinstituts pro Geschäftsjahr maximal 1,5 % der Bemessungsgrundlage gemäß Art. 92 Abs. 3 lit. a CRR zuzüglich des 12,5-fachen des Eigenmittelerfordernisses für das Positionsrisiko gemäß Teil 3 Titel IV Kapitel 2 CRR und somit für die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG 164.129 TEUR (Vj: 166.249 TEUR). Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Anlegerentschädigungen erbracht.
Durch das BaSAG wurde die EU-Richtlinie 2014 /59/EU über die Festlegung eines Rahmens für die Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen in Österreich umgesetzt.
Zur Finanzierung des gesetzlichen Abwicklungsfinanzierungsmechanismus durch Aufbau eines ex-ante Fonds i. S. d. § 123 BaSAG sind gemäß § 123a BaSAG regelmäßige Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß Artikel 70 der Verordnung (EU) 806/2014 nach dem Verhältnis der Höhe der Verbindlichkeiten abzüglich der gesicherten Einlagen des Instituts zu den aggregierten Verbindlichkeiten abzüglich gesicherter Einlagen aller in Österreich zugelassenen Institute. Diese Beiträge sind entsprechend dem Risikoprofil des Instituts anzupassen. Im Geschäftsjahr 2023 hat der RLB Steiermark Konzern einen Beitrag in Höhe von 5.789 TEUR (Vj: 5.653 TEUR) geleistet. Unwiderrufliche Zahlungsverpflichtungen wurden nicht verwendet.
Darüber hinaus kann die Abwicklungsbehörde im Bedarfsfall gemäß Artikel 71 der Verordnung (EU) 806/2014 außerordentliche nachträgliche Beiträge einheben. Die Berechnung der Höhe dieser Beiträge folgt den Regeln der ordentlichen Beiträge i. S. d. Artikel 69 und 70 der Verordnung (EU) 806/2014 G und darf den dreifachen Jahresbetrag der ordentlichen Beiträge nicht überschreiten.

10. Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
In TEUR
2023
2022
Personalaufwand
-96.618
-87.132
Löhne und Gehälter
-71.999
-65.079
Soziale Abgaben
-17.359
-15.577
Freiwilliger Sozialaufwand
-2.469
-1.920
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
-4.791
-4.556
Sachaufwand
-57.271
-43.825
IT-Aufwand
-20.572
-13.343
Instandhaltungsaufwand
-3.584
-4.448
Hausbetriebsaufwand
-4.260
-3.646
Rechts- und Beratungsaufwand
-12.322
-6.503
Werbe- und Repräsentationsaufwand
-5.409
-3.959
Schulungsaufwand
-1.172
-928
Büroaufwand
-2.936
-3.336
Fuhrparkaufwand
-536
-397
Sonstiger Sachaufwand
-6.480
-7.265
Abschreibungen
-7.970
-7.929
Sachanlagen
-6.034
-5.847
Immaterielle Vermögenswerte
-804
-991
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
-1.132
-1.091
Gesamt
-161.859
-138.886
Der Steigerung der Personalaufwendungen ist im Wesentlichen auf den höheren Aufwand für Löhne und Gehälter aufgrund eines gestiegenen Mitarbeiterstands sowie kollektivvertragliche Anpassungen, welche deutlich über dem Niveau der Vorjahre lagen, zurückzuführen. Im Zusammenhang mit der Veränderung des Personalstands siehe auch Note 56.
Im Personalaufwand sind folgende Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen berücksichtigt:
In TEUR
2023
2022
Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne
2.715
2.488
davon für Pensionskasse
2.123
2.005
davon für Mitarbeitervorsorgekasse
592
483
Die Erhöhung des IT-Aufwands ist in erster Linie durch die im Vorjahr erfolgte Veräußerung des Rechenzentrums (Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH und Raiffeisen Rechenzentrum GmbH) begründet. Während im Vorjahr die auf das konzerneigene Rechenzentrum entfallenden Aufwendungen (bis 30.9.2022) im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen wurden, werden seit dem Verkauf der Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH die IT-Dienstleistungen über eine konzernfremde Gesellschaft zugekauft.
11. Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
In TEUR
2023
2022
Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
71.441
-379.456
Das Bewertungsergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen beinhaltet ausschließlich die Wertaufholung (Vj: Wertminderung) aus der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Weitere Details sind Note 21 „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“ zu entnehmen.
12. Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
In TEUR
2023
2022
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
33
202
Dotierungen
-29
-35
Auflösungen
62
237
Finanzielle Vermögenswerte – AC
-58.956
-16.721
Dotierungen
-101.546
-51.932
Auflösungen
42.186
34.499
Direkte Forderungsabschreibungen
-150
-63
Eingänge auf abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte
535
773
Sonstige Anpassungen
19
2
Außerbilanzielle Geschäfte
-2.826
-478
Dotierungen
-18.047
-14.297
Auflösungen
15.221
13.819
Gesamt
-61.749
-16.997
Die Veränderung des Ergebnisses im Bereich der Wertminderungen ist einerseits auf die (Netto-)Dotierung von Risikovorsorgen für ausgefallene Exposures (Stage 3) mit 72,6 Mio. EUR (Vj: (Netto-)Dotierung 22,0 Mio. EUR) und andererseits auf die (Netto-)Auflösung von Portfoliowertberichtigungen (Wertminderungen Stage 1 und 2) mit 10,4 Mio. EUR (Vj: (Netto-)Auflösung 4,3 Mio. EUR) zurückzuführen. Darin enthalten sind die Veränderungen des aufgrund der aktuellen Krisenherde angewendeten Post Model Adjustments (PMA). Dieses führte im Geschäftsjahr 2023 zu zusätzlichen Risikovorsorgen in Stage 1 und 2 in Höhe von 14,5 Mio. EUR (Vj: 21,1 Mio. EUR).
Zu weiteren Detailangaben über die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte siehe Note 15 „Barreserve und Sichtguthaben“, Note 16 „Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)“, Note 17 „Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)“, Note 28 „Rückstellungen“ sowie das Kapitel „Risikobericht“.
In der Position „Sonstige Anpassungen“ sind Gewinne und Verluste aus bonitätsinduzierten Vertragsänderungen von Finanzinstrumenten in Höhe von 47 TEUR (Vj: 5 TEUR) bzw. -27 TEUR (Vj: -3 TEUR) enthalten.
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die Ertragsteueraufwendungen beinhalten die in den Konzernunternehmen auf Basis der steuerlichen Ergebnisse errechneten laufenden Ertragsteuern, Ertragsteuerkorrekturen sowie die Veränderungen der latenten Steuern.
In TEUR
2023
2022
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag
-7.757
-1.406
Latente Steuern
-3.426
-11.653
Gesamt
-11.183
-13.059
Zu Detailangaben über die latente Steuer siehe Note 29 „Laufende und latente Ertragsteuerforderungen und -schulden“.
Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen Konzernergebnis und effektiver Steuerbelastung:
In TEUR
2023
2022
Konzernergebnis vor Steuern
356.262
92.629
Rechnerischer Ertragssteueraufwand im Geschäftsjahr
zum inländischen Ertragssteuersatz von 24 % (Vj: 25 %)
-85.503
-23.157
At equity Bilanzierung von assoziierten Unternehmen
71.571
-6.925
Steuerminderung aufgrund von steuerbefreiten Beteiligungserträgen und sonstigen Erträgen
2.557
16.773
Steuermehrung aufgrund von steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen
-2.153
-1.738
Minderung des laufenden Steueraufwands aufgrund Änderung der Verwertbarkeit von Verlustvorträgen und Beteiligungsabschreibungen
2.331
893
Änderung latenter Steuern infolge einer bisher nicht berücksichtigten temporären Differenz
0
31
Latenter Steueraufwand infolge Abwertung eines latenten Steueranspruchs / Aufhebung einer früheren Abwertung eines latenten Steueranspruchs
116
119
Effekt aus der Änderung des Körperschaftsteuersatzes auf laufende Steuern
28
0
Effekt aus der Änderung des Körperschaftsteuersatzes auf latente Steuern
169
900
Effekte aus Entkonsolidierung
-37
-230
Periodenfremde Ertragsteuern
290
477
Sonstige Anpassungen
-552
-202
Effektiver Steueraufwand
-11.183
-13.059
Steuerquote in Prozent
-3,14 %
-14,10 %

14. Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
Im Folgenden werden die Posten der Erfolgsrechnung der aufgegebenen Geschäftsbereiche des Vorjahres dargestellt:
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
In TEUR
2022
Sonstige betriebliche Erträge
33.220
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-8.270
Sonstiges betriebliches Ergebnis
24.950
Betriebserträge
24.950
Personalaufwand
-5.870
Sachaufwand
-17.496
Abschreibungen
-2.681
Verwaltungsaufwendungen
-26.047
Ergebnis vor Steuern
-1.097
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-80
Ergebnis
-1.177
Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beinhaltete im Vorjahr das Ergebnis aus der Entkonsolidierung der Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH und Raiffeisen Rechenzentrum GmbH.
Im Folgenden wird die Geldflussrechnung aus aufgegebenen Geschäftsbereichen im Vorjahr abgebildet:
In TEUR
2022
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit
17.674
Cash Flow aus Investitionstätigkeit
-1.038
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
-9.411
Cash Flow des Geschäftsjahres
7.225
Erläuterungen
zur Bilanz
15. Barreserve und Sichtguthaben
In TEUR
2023
2022
Kassenbestand
12.244
12.542
Guthaben bei Zentralbanken
1.963.067
1.509.556
Sichtguthaben
1.300.631
1.723.791
Gesamt
3.275.942
3.245.889
In den Guthaben bei Zentralbanken und den Sichtguthaben (bei Kreditinstituten) wurden per 31. Dezember 2023 Wertminderungen in Höhe von 37 TEUR (Vj: 49 TEUR) berücksichtigt.
Eine detaillierte Darstellung der Veränderung dieser Bilanzposition erfolgt in der Geldflussrechnung.

16. Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
Sämtliche hier ausgewiesenen Forderungen und Wertpapiere sind dem Geschäftsmodell „Halten“ zugeordnet und führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Der Buchwert bzw. der Buchwert vor Wertminderung von gesicherten Grundgeschäften beinhaltet auch das darauf entfallende Hedge Adjustment.
 
2023
2022
In TEUR
Buchwert vor Wert-minderung
Kumulierte Wertmin-derungen
Buchwert
Buchwert vor Wert-minderung
Kumulierte Wertmin-derungen
Buchwert
Schuldverschreibungen
1.724.727
-471
1.724.256
1.822.971
-384
1.822.587
Staatssektor
323.921
-20
323.901
424.269
-19
424.250
Kreditinstitute
1.353.809
-389
1.353.420
1.327.872
-268
1.327.604
Sonstige Finanzunternehmen
11.954
-2
11.952
34.481
-6
34.475
Nichtfinanzielle Unternehmen
35.043
-60
34.983
36.349
-91
36.258
Kredite und Forderungen
9.609.873
-178.052
9.431.821
9.895.494
-166.676
9.728.818
Staatssektor
204.084
-21
204.063
232.536
-17
232.519
Kreditinstitute
1.236.579
-96
1.236.483
1.535.332
-109
1.535.223
Sonstige Finanzunternehmen
286.868
-1.394
285.474
404.415
-12.660
391.755
Nichtfinanzielle Unternehmen
6.480.046
-133.862
6.346.184
6.268.562
-109.303
6.159.259
Haushalte
1.402.296
-42.679
1.359.617
1.454.649
-44.587
1.410.062
Forderungen aus Leasingverhältnissen
136.894
-1.503
135.391
126.594
-1.106
125.488
Staatssektor
2.322
-2
2.320
2.628
-2
2.626
Sonstige Finanzunternehmen
0
0
0
1.862
-118
1.744
Nichtfinanzielle Unternehmen
134.380
-1.499
132.881
121.902
-983
120.919
Haushalte
192
-2
190
202
-3
199
Gesamt
11.471.494
-180.026
11.291.468
11.845.059
-168.166
11.676.893
Von den Schuldverschreibungen entfällt ein Betrag (vor Wertminderung) von 1.516.684 TEUR (Vj: 1.653.228 TEUR) auf börsenotierte Wertpapiere, ein Betrag (vor Wertminderung) von 208.043 TEUR (Vj: 169.743 TEUR) betrifft nicht börsenotierte Titel.

In den folgenden Tabellen werden sowohl die Entwicklung der Bruttobuchwerte als auch die Entwicklung der Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) getrennt für jede Klasse von Finanzinstrumenten dargestellt. Der RLB Steiermark Konzern weist keine Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen in Stage 1 aus, da die Option, Wertminderungen auf Forderungen aus Leasingverhältnissen stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu berechnen („Simplified Approach“), gewählt wurde.
Schuldverschreibungen
Bruttobuchwerte 2023
Bruttobuchwerte 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Stand 1.1.
1.815.567
7.404
0
1.822.971
1.713.677
2.540
0
1.716.217
Veränderungen aufgrund Transfers
0
0
0
0
-5.366
5.366
0
0
- Transfer nach Stage 1
0
0
0
0
0
0
0
0
- Transfer nach Stage 2
0
0
0
0
-5.366
5.366
0
0
- Transfer nach Stage 3
0
0
0
0
0
0
0
0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft
264.130
0
0
264.130
293.324
0
0
293.324
Veränderungen aufgrund von Abgängen
-397.287
-2.540
0
-399.827
-98.727
0
0
-98.727
Abschreibungen
0
0
0
0
0
0
0
0
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
37.349
104
0
37.453
-87.341
-502
0
-87.843
Stand 31.12.
1.719.759
4.968
0
1.724.727
1.815.567
7.404
0
1.822.971
Wertminderungen 2023
Wertminderungen 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stand 1.1.
308
76
0
384
520
0
0
520
Transfers
0
0
0
0
-9
9
0
0
Neugeschäft
86
0
0
86
59
0
0
59
Abgänge
-25
0
0
-25
-29
0
0
-29
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
53
-27
0
26
-233
67
0
-166
Stand 31.12.
422
49
0
471
308
76
0
384
Kredite und Forderungen
Bruttobuchwerte 2023
Bruttobuchwerte 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Stand 1.1.
2.796.607
6.796.192
302.695
9.895.494
3.433.512
5.243.482
200.146
8.877.140
Veränderungen aufgrund Transfers
-411.649
228.409
183.240
0
-909.329
790.848
118.481
0
- Transfer nach Stage 1
239.966
-239.959
-7
0
425.799
-425.139
-660
0
- Transfer nach Stage 2
-635.409
638.213
-2.804
0
-1.321.639
1.322.476
-837
0
- Transfer nach Stage 3
-16.206
-169.845
186.051
0
-13.489
-106.489
119.978
0
Veränderungen aufgrund nicht substanzieller Modifikationen
-2.154
2.033
0
-121
339
1.802
0
2.141
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft
667.569
887.004
7.364
1.561.937
1.028.918
1.460.032
14.122
2.503.072
Veränderungen aufgrund von Abgängen
-991.852
-531.679
-33.867
-1.557.398
-645.322
-590.921
-10.640
-1.246.883
Abschreibungen
0
0
-40.936
-40.936
0
0
-3.830
-3.830
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
-85.043
-166.505
2.445
-249.103
-111.511
-109.051
-15.584
-236.146
Stand 31.12.
1.973.478
7.215.454
420.941
9.609.873
2.796.607
6.796.192
302.695
9.895.494
 
Wertminderungen 2023 
Wertminderungen 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stand 1.1.
1.701
27.797
137.178
166.676
2.639
26.958
124.766
154.363
Transfers
-345
345
0
0
-620
620
0
0
Neugeschäft
218
2.294
4.901
7.413
1.099
9.366
6.037
16.502
Abgänge
-279
-4.062
-53.096
-57.437
-244
-2.832
-7.104
-10.180
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
-712
-3.163
106.061
102.186
-1.173
-6.315
17.246
9.758
Verbrauch
0
0
-40.786
-40.786
0
0
-3.767
-3.767
Stand 31.12.
583
23.211
154.258
178.052
1.701
27.797
137.178
166.676
Die in den sonstigen Veränderungen enthaltenen Zinserträge auf wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte betragen für sämtliche Fremdkapitalinstrumente in der Berichtsperiode 6.728 TEUR (Vj: 1.871 TEUR).
Der vertragsrechtlich ausstehende Betrag von finanziellen Vermögenswerten, die während des Berichtszeitraums abgeschrieben wurden und noch einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen, beträgt zum Berichtsstichtag 40.545 TEUR (Vj: 3.058 TEUR).
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Bruttobuchwerte 2023
Bruttobuchwerte 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Stand 1.1.
0
126.594
0
126.594
0
118.503
0
118.503
Veränderungen aufgrund Transfers
0
-40
40
0
0
0
0
0
- Transfer nach Stage 1
0
0
0
0
0
0
0
0
- Transfer nach Stage 2
0
0
0
0
0
0
0
0
- Transfer nach Stage 3
0
-40
40
0
0
0
0
0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft
0
29.139
3
29.142
0
51.857
0
51.857
Veränderungen aufgrund von Abgängen
0
-14.462
0
-14.462
0
-32.189
0
-32.189
Abschreibungen
0
0
0
0
0
0
0
0
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
0
-4.372
-8
-4.380
0
-11.577
0
-11.577
Stand 31.12.
0
136.859
35
136.894
0
126.594
0
126.594
Wertminderungen 2023
Wertminderungen 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stand 1.1.
0
1.106
0
1.106
0
1.410
0
1.410
Neugeschäft
0
1.372
0
1.372
0
688
0
682
Abgänge
0
-38
0
-38
0
-225
0
-225
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
0
-970
33
-937
0
-764
0
-764
Stand 31.12.
0
1.470
33
1.503
0
1.106
0
1.106

17. Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)
In TEUR
2023
2022
Fremdkapitalinstrumente
447.755
540.697
Schuldverschreibungen
447.755
540.697
Staatssektor
32.983
30.990
Kreditinstitute
373.508
452.004
Sonstige Finanzunternehmen
41.264
57.703
Eigenkapitalinstrumente
119.602
110.506
Staatssektor
130
120
Kreditinstitute
1.875
1.404
Sonstige Finanzunternehmen
48.607
27.317
Nichtfinanzielle Unternehmen
68.990
81.665
Gesamt
567.357
651.203
Die Schuldverschreibungen betreffen sowohl im aktuellen als auch im vergangenen Jahr zur Gänze börsenotierte Titel.
In den folgenden Tabellen wird die Entwicklung der Bruttobuchwerte sowie der Wertminderungen der Schuldverschreibungen FVOCI gezeigt.
 
Bruttobuchwerte 2023
Bruttobuchwerte 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Stand 1.1.
562.044
0
0
562.044
849.569
0
0
849.569
Veränderungen aufgrund Transfers
-3.039
3.039
0
0
0
0
0
0
- Transfer nach Stage 1
0
0
0
0
0
0
0
0
- Transfer nach Stage 2
-3.039
3.039
0
0
0
0
0
0
- Transfer nach Stage 3
0
0
0
0
0
0
0
0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft
32.858
0
0
32.858
68.802
0
0
68.802
Veränderungen aufgrund von Abgängen
-141.508
-3.039
0
-144.547
-335.369
0
0
-335.369
Abschreibungen
0
0
0
0
0
0
0
0
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
10.317
0
0
10.317
-20.958
0
0
-20.958
Stand 31.12.
460.672
0
0
460.672
562.044
0
0
562.044
 
Wertminderungen 2023
Wertminderungen 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stand 1.1.
128
0
0
128
330
0
0
330
Transfers
-4
4
0
0
0
0
0
0
Neugeschäft
8
0
0
8
19
0
0
19
Abgänge
-16
-4
0
-20
-78
0
0
-78
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
-21
0
0
-21
-143
0
0
-143
Stand 31.12.
95
0
0
95
128
0
0
128
Die Investitionen in Eigenkapitalinstrumente FVOCI stellen sich wie folgt dar:
In TEUR
2023
2022
Liegenschaftsverwaltung Radmer-Frohnleiten GmbH
15.859
15.725
RAITEC GmbH
13.663
12.370
Speedinvest III EuVECA GmbH & Co KG
13.040
13.020
RVS Raiffeisen Vertrieb und Service GmbH
10.308
10.900
TSI-Terminal und Software Installationen GmbH
9.104
9.100
Restliche Gesellschaften
57.628
49.391
Gesamt
119.602
110.506

18. Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading (HFT)
In TEUR
2023
2022
Fremdkapitalinstrumente
16.305
12.947
Schuldverschreibungen
16.305
12.947
Kreditinstitute
14.455
4.556
Sonstige Finanzunternehmen
1.850
8.391
Derivate (Positive Marktwerte)
319.215
411.011
Positive Marktwerte aus Derivaten zu Handelszwecken
105.015
147.189
aus Zinssatzgeschäften
102.169
135.298
aus Wechselkursgeschäften
2.846
11.891
Positive Marktwerte aus Derivaten zu Sicherungszwecken (Economic Hedges)
214.200
263.822
aus Zinssatzgeschäften
214.180
254.029
aus Wechselkursgeschäften
20
9.793
Gesamt
335.520
423.958
Von den Schuldverschreibungen entfällt ein Betrag von 14.455 TEUR (Vj: 1.948 TEUR) auf börsenotierte Wertpapiere, ein Betrag von 1.850 TEUR (Vj: 10.999 TEUR) betrifft nicht börsenotierte Titel.
19. Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M)
In TEUR
2023
2022
Fremdkapitalinstrumente
53.487
55.336
Schuldverschreibungen
18.316
17.155
Staatssektor
4.365
4.918
Sonstige Finanzunternehmen
13.951
12.237
Kredite und Forderungen
35.171
38.181
Staatssektor
87
204
Nichtfinanzielle Unternehmen
32.866
35.228
Haushalte
2.218
2.749
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
22.145
20.390
Gesamt
75.632
75.726
Sowohl die Schuldverschreibungen – FVPL-M als auch die anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere betreffen wie im Vorjahr zur Gänze nicht börsenotierte Titel.
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere beinhalten Anteile an Investmentfonds sowie hybride Finanzinstrumente.
20. Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In TEUR
2023
2022
Positive Marktwerte (dirty price) aus Zinssatzgeschäften
319.842
400.935
Mikro Fair Value Hedges
132.331
142.912
Portfolio Fair Value Hedges
187.511
258.023
Weitere Details zum „Hedge Accounting“ sind in Note 32 ersichtlich.
21. Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen
In TEUR
2023
2022
Kreditinstitute
975.796
806.505
In dieser Bilanzposition wird ausschließlich die Beteiligung (9,95 %) an der börsenotierten Raiffeisen Bank International AG (RBI) mit Sitz in Wien ausgewiesen. Die RLB Steiermark stellt mit Generaldirektor MMag. Schaller den ersten Vizepräsidenten im Aufsichtsrat der RBI und verfügt damit über Einfluss auf wesentliche Entscheidungsprozesse der Geschäfts- und Finanzpolitik.
Die RBI betrachtet Österreich, wo sie als eine führende Kommerz- und Investmentbank tätig ist, sowie Zentral- und Osteuropa (CEE) als ihren Heimmarkt. 12 Märkte der Region werden durch Tochterbanken abgedeckt, darüber hinaus umfasst die Gruppe zahlreiche andere Finanzdienstleistungsunternehmen, beispielsweise in den Bereichen Leasing, Vermögensverwaltung, Factoring und M&A. Insgesamt betreuen mehr als 45.000 Mitarbeiter der RBI 18,6 Millionen Kunden in mehr als 1.500 Geschäftsstellen, der überwiegende Teil davon in CEE.
Die anspruchsvollen Bedingungen in der Ukraine, Russland und Belarus waren für die RBI auch im Geschäftsjahr 2023 eine besondere Herausforderung. Dennoch konnte die Gruppe ein Konzernergebnis von 2.386 Mio. EUR erzielen. Das Ergebnis ohne Russland und Belarus beläuft sich auf 997 Mio. EUR. Die Geschäftstätigkeit der Raiffeisenbank Russland (AO Raiffeisenbank) wurde im Geschäftsjahr 2023 weiterhin deutlich reduziert. Seit Kriegsbeginn ist beispielsweise das Kreditgeschäft um 43 Prozent gesunken. Weiters wurde das Zahlungsverkehrsgeschäft erheblich eingeschränkt, was sich im Rückgang des Provisionsergebnisses zeigt, welches sich im Jahresvergleich um 43 Prozent reduzierte. Die nachfolgend erläuterten Beträge und Kennzahlen zur RBI beziehen sich jeweils auf gesamte RBI-Gruppe (inkl. Russland und Belarus), wenn nicht anders angegeben. Der Zinsüberschuss verzeichnete aufgrund des positiven Zinsumfelds einen Anstieg um 631 Mio. EUR auf 5.683 Mio. EUR. Die Kernerträge der RBI (Zins- und Provisionsüberschuss) sanken um 206 Mio. EUR auf 8.725 Mio. EUR, ohne Russland und Belarus ergäbe sich ein Anstieg um 868 Mio. EUR. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen vor allem durch zusätzliche Investitionen und inflationsbedingt im Jahresvergleich um 355 Mio. EUR auf 3.908 Mio. EUR. Ebenfalls negativ haben sich die Abwertungen der Durchschnittskurse des russischen Rubels und der ukrainischen Hrywnja auf das Konzernergebnis ausgewirkt. Signifikant unter dem Vorjahreswert (949 Mio. EUR) liegen die Aufwendungen für Risikovorsorgen in Höhe von 393 Mio. EUR. Stark ergebnisbelastend wirkten die um 368 Mio. EUR auf 873 Mio. EUR angestiegenen Aufwendungen für kreditbezogene Rechtsstreitigkeiten und Annullierungen von Kreditverträgen in Polen. Die NPE-Ratio stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 1,9 %, die NPE Coverage Ratio verringerte sich von 59,0 % im Vorjahr auf nunmehr 51,7 %.
Die gesamten Eigenmittel erhöhten sich im Jahresvergleich um 466 Mio. EUR auf 20.168 Mio. EUR, die risikogewichteten Aktiva (RWA gesamt) reduzierten sich gegenüber dem Jahresendwert 2022 um 4.016 Mio. EUR auf 93.664 Mio. EUR. Daraus resultierte eine Eigenmittelquote (transitional) von 21, %. Die harte Kernkapitalquote (transitional) betrug 17,3 %, die Kernkapitalquote (transitional) liegt bei 19,1 %.
Im Jahr 2023 wurde seitens der RBI weiter an einer Abspaltung oder einem Verkauf der Raiffeisenbank in Russland gearbeitet. Beide Varianten erfordern eine Vielzahl von Genehmigungen von diversen russischen und europäischen Behörden sowie den jeweiligen Zentralbanken. Bis zur Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses kam es diesbezüglich jedoch zu keinen Beschlüssen, sodass diese Szenarien keinen Eingang in die Nutzungswertermittlung per 31.12.2023 fanden.
Im Dezember 2023 wurde auch der Erwerb der Aktien an der STRABAG SE sowie die Ausschüttung einer möglichen Sachdividende angekündigt. Weiters wurde im Februar 2024 der potenzielle Ausstieg aus dem belarussischen Markt bekanntgegeben. Die beiden letztgenannten Themen stellen nach Einschätzung der RLB Steiermark Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dar (siehe dazu Note 62 „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“) und wurden im Zuge der Nutzungswertermittlung per 31.12.2023 nicht berücksichtigt.
Aufgrund des deutlich unter dem fortgeschriebenen Equity-Buchwert liegenden Börsenwerts, wurde die Beteiligung an der RBI zum Berichtsstichtag einem Wertminderungstest unterzogen. Als erzielbarer Betrag wurde der Nutzungswert als höherer Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die Ermittlung des Nutzungswerts basiert auf einer externen Unternehmensbewertung. Diese unterlag in Anbetracht der makroökonomischen Entwicklungen und des Kriegs in der Ukraine erhöhten Unsicherheiten, deren Auswirkungen im Zuge des Bewertungsprozesses im Einzelfall entsprechend analysiert wurden. Der Unternehmenswert wurde auf Basis der zu erwartenden Cash-Flows (Dividend Discount Modell) der Konzernunternehmen unter Berücksichtigung der für Zwecke der Nutzungswertermittlung nötigen Anpassungen ermittelt. Die Cash Flows wurden auf Basis der zum Zeitpunkt der Durchführung des Wertminderungstests gültigen und vom Aufsichtsrat der RBI genehmigten Fünf-Jahresplanung ermittelt.
Zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs wurde bei der Ermittlung des Nutzungswerts gemäß dem dualen Steuerungsansatz der RBI die Tochterbank in Russland separat vom Rest der RBI-Gruppe bewertet. Der Gesamtwert der RBI-Gruppe setzt sich somit einerseits aus dem Unternehmenswert für das Kerngeschäft der RBI (RBI-Gruppe exkl. Russland) und andererseits aus dem Unternehmenswert der Tochterbank in Russland zusammen. Die Auswirkungen des Erwerbs der Aktien an der STRABAG SE sowie die Ausschüttung der nachfolgend möglichen Sachdividende wurden entsprechend den Vorschriften des IAS 36 bei der Ermittlung des Nutzungswerts nicht berücksichtigt, da zum Abschlussstichtag noch nicht alle Voraussetzungen für den Vollzug des Erwerbs vorlagen. Ebenso haben mögliche Abspaltungs- und Verkaufsvarianten hinsichtlich der russischen Tochterbank keinen Eingang in die Unternehmensbewertung gefunden.
Die RLB Steiermark hat sich eingehend mit den Planannahmen auseinandergesetzt und im Vergleich zum Management der RBI bzw. errechneten Unternehmenswert konservativere Annahmen zum Russlandgeschäft und zur Entwicklung im Kerngeschäft getroffen. Im Rahmen der Bewertung wurden jeweils drei Szenarien (Low, Mid und High Case) für beide Wertkomponenten (RBI-Gruppe exkl. Russland und Netzwerkbank Russland) gerechnet, wobei der ermittelte Unternehmenswert jeweils ausgehend vom Mid Case Szenario nach den beschriebenen Anpassungen als Erwartungswert und somit als Nutzungswert herangezogen wurde. Bei Bewertung der russischen Netzwerkbank wurden darüber hinaus in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung des Kriegs zwischen der Ukraine und Russland mögliche Szenarien – diese reichen von einer Befriedung bis zu einer weiteren Eskalation – mit entsprechenden Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie die aktuell vorliegenden Ausschüttungsbeschränkungen berücksichtigt.
Die Diskontierung der mit dem Bewertungsobjekt erzielbaren Cash Flows erfolgte mit Hilfe eines risikoadäquaten Kapitalisierungszinssatzes. Dabei wurde für die Bewertung der RBI-Gruppe exkl. Russland ein Kapitalkostensatz nach Steuern von 11,69 % (Vj: 11,95 %) und für die Bewertung der Tochterbank in Russland ein Kapitalkostensatz nach Steuern von 10,66 % (Vj: 19,19 %) verwendet. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde aufgrund der aktuellen Kapitalmarktsituation in Russland bei der Bewertung der russischen Einheit das länderspezifische Risiko mittels Szenarien im Cash Flow berücksichtigt, weshalb der dargestellte Kapitalkostensatz nicht unmittelbar mit dem Vorjahr vergleichbar ist. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde für beide Wertkomponenten (RBI Kerngeschäft und Netzwerkbank Russland) mit 2,00 % (Vj: 2,00 %) angesetzt. Der Betafaktor für das Kerngeschäft wurde wie im Vorjahr aus einer Peer Group von Banken mit einem der RBI vergleichbaren Risikoprofil mit Geschäftsschwerpunkt in Mittel- und Osteuropa, aber ohne einem wesentlichen Obligo in Russland, abgeleitet. Der Betafaktor für die Bewertung der russischen Netzwerkbank wurde aus einer Peer Group von osteuropäischen Lokalbanken ermittelt.
Aufgrund der positiven Ergebniserwartung und Marktentwicklung in den Kernmärkten der RBI ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr verbesserter Nutzungswert von 29,80 EUR je Aktie (Vj: 24,63 EUR je Aktie). Nach Übernahme des anteiligen Gesamtergebnisses in Höhe von 124.323 TEUR (Vj: 318.704 TEUR) und Berücksichtigung der sonstigen Kapitalveränderungen ergibt sich eine Zuschreibung des Beteiligungsansatzes in Höhe von 71.441 TEUR (Vj: Abschreibung 379.456 TEUR), womit sich per 31. Dezember 2023 ein Equity-Buchwert von 975.796 TEUR (Vj: 806.505 TEUR) errechnet.
Eine Änderung der Kapitalkosten um plus 100 Basispunkte hätte eine Senkung des anteiligen Unternehmenswerts um rund 88 Mio. EUR bzw. 9,03 % (Vj: rund 90 Mio. EUR bzw. 11,18 %) zur Folge, eine Änderung der Kapitalkosten um minus 100 Basispunkte würde zu einer Steigerung von rund 105 Mio. EUR bzw. 10,81 % (Vj: rund 111 Mio. bzw. 13,71 %) führen.
Die Aktien der RBI werden an einem geregelten Markt gemäß § 1 Abs. 2 BörseG (prime market der Wiener Börse) gehandelt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten per 31. Dezember 2023 wurde auf Basis des Börsenkurses der RBI an der Wiener Börse mit 18,67 EUR (Vj: 15,35 EUR) pro Aktie festgestellt. Daraus errechnet sich für den Anteil an der RBI ein beizulegender Zeitwert in Höhe von 611.346 TEUR (Vj: 502.633 TEUR).
Im Folgenden werden die zusammenfassenden Finanzinformationen der RBI sowie die Überleitung des Equity-Buchwerts dargestellt:
In TEUR
2023
2022
Zinsüberschuss
5.683.267
5.052.673
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen
2.578.243
3.344.191
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
0
452.906
Sonstiges Ergebnis
-1.060.066
-355.715
Gesamtergebnis
1.518.177
3.441.382
In TEUR
2023
2022
Vermögenswerte
198.240.709
207.057.453
Schulden
178.391.304
188.293.124
Eigenkapital
19.849.405
18.764.329
Überleitung zum Buchwert des at equity bilanzierten Unternehmens
In TEUR
2023
2022
Konzern-Eigenkapital Raiffeisen Bank International AG per 31.12.
19.849.405
18.764.329
Den nicht beherrschenden Gesellschaften zurechenbares Eigenkapital*)
2.844.216
2.742.095
Auf die Anteilseigner der Raiffeisen Bank International AG entfallendes Konzern-Eigenkapital
17.005.189
16.022.234
Anteiliges Eigenkapital RLB Steiermark Konzern per 31.12.
1.692.815
1.594.965
Firmenwert
7.415
7.415
Wertminderung Firmenwert per 1.1.
-7.415
-7.415
Wertminderung ohne abgeschriebenen Firmenwert per 1.1.
-782.779
-403.323
Zuschreibung/Wertminderung laufende Periode
71.441
-379.456
Zwischenergebniseliminierung nach IAS 28.28
-5.681
-5.681
Stand der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen per 31.12.
975.796
806.505
*) Beinhaltet das AT1 Kernkapital lt. Eigenkapitalveränderungsrechnung der RBI sowie die darauf entfallenden anteiligen Stückzinsen
22. Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Geschäftsjahr 2023
Historische Anschaffungs- /Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
In TEUR
Stand
am 1.1.
Zugänge
Abgänge
Umbuch-ungen
Stand
am 31.12.
kumuliert
am 1.1.
Zugänge
Abgänge
Umbuch-ungen
Stand
am 31.12.
Stand
am 31.12.
Stand
am 1.1.
Immaterielle Vermögenswerte
13.318
497
-2
0
13.813
11.327
804
-2
0
12.129
1.684
1.991
Sachanlagen
178.838
7.333
-4.692
-5.583
175.896
68.014
6.034
-4.166
-4.684
65.199
110.697
110.823
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude
132.488
1.285
-1.945
-5.704
126.124
37.546
2.596
-1.946
-4.833
33.363
92.761
94.942
Sonstige Grundstücke und Gebäude
2.535
202
0
121
2.858
979
38
0
149
1.166
1.692
1.556
Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstige Sachanlagen
33.739
3.261
-1.643
0
35.357
26.094
2.217
-1.618
0
26.693
8.664
7.645
Nutzungsrechte
10.076
2.585
-1.104
0
11.557
3.395
1.183
-602
0
3.977
7.580
6.680
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
30.181
5.480
0
5.583
41.244
12.342
1.132
0
4.684
18.158
23.086
17.841
Grundstücke und Gebäude
27.294
5.440
0
5.583
38.317
10.924
789
0
4.684
16.397
21.920
16.372
Nutzungsrechte
2.887
40
0
0
2.927
1.418
343
0
0
1.761
1.166
1.469
Gesamt
222.337
13.310
-4.694
0
230.953
91.683
7.970
-4.168
0
95.486
135.467
130.655
Geschäftsjahr 2022
Historische Anschaffungs- /Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
In TEUR
Stand
am 1.1.
Zugänge
Abgänge
Umbuch-ungen
Stand
am 31.12.
kumuliert
am 1.1.
Zugänge
Abgänge
Umbuch-ungen
Stand
am 31.12.
Stand
am 31.12.
Stand
am 1.1.
Immaterielle Vermögenswerte
77.590
787
-65.059
0
13.318
67.505
991
-57.169
0
11.327
1.991
10.085
Sachanlagen
220.535
9.861
-37.603
-13.956
178.837
95.561
5.850
-28.455
-4.942
68.014
110.823
124.975
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude
146.069
5.348
-5.501
-13.428
132.488
44.172
2.608
-4.482
-4.752
37.546
94.942
101.897
Sonstige Grundstücke und Gebäude
3.618
0
-1.076
-7
2.535
1.113
44
-178
0
979
1.556
2.505
Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstige Sachanlagen
60.432
3.986
-30.679
0
33.739
47.415
2.127
-23.448
0
26.094
7.645
13.018
Nutzungsrechte
10.416
527
-347
-521
10.075
2.861
1.071
-347
-190
3.395
6.680
7.555
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
16.793
120
-688
13.956
30.181
6.486
1.091
-177
4.942
12.342
17.841
10.307
Grundstücke und Gebäude
14.439
0
-580
13.435
27.294
5.574
690
-92
4.752
10.924
16.372
8.865
Nutzungsrechte
2.354
120
-108
521
2.887
912
401
-85
190
1.418
1.469
1.442
Gesamt
314.918
10.768
-103.350
0
222.336
169.552
7.932
-85.801
0
91.683
130.655
145.367
Zugänge bei Immateriellen Vermögenswerten betreffen Lizenzen und erworbene Software. Die Abgänge im Vorjahr betrafen die Vermögenswerte der im Geschäftsjahr 2022 entkonsolidierten Gesellschaft Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH.
Bei den betrieblich genutzten Grundstücken und Gebäuden handelt es sich um Liegenschaften in Graz und Raaba-Grambach. Hinweise auf Wertminderungen lagen nicht vor.
Bei den als Nutzungsrechte angesetzten Immobilien handelt es sich um das angemietete Bankstellennetz des RLB Steiermark Konzerns in der Grazer Innenstadt sowie außerhalb von Graz. Des Weiteren werden die im Konzern angemieteten Kraftfahrzeuge hier ausgewiesen. Detaillierte Informationen dazu sind Note 43 „Leasing aus Sicht des Leasingnehmers“ zu entnehmen.
Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücken und Gebäuden handelt es sich zum überwiegenden Teil um gemischt genutzte Immobilien. Der Fair Value der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt zum Berichtsstichtag 47.865 TEUR (Vj: 38.329 TEUR) und wird dem Level 3 zugeordnet. Nutzungsrechte, welche im Konzern weitervermietet werden und als Operating-Leasingverhältnis einzustufen sind, werden unter dem Bilanzposten „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ ausgewiesen.
Sämtliche Abschreibungen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung in der Position „Verwaltungsaufwendungen“ ausgewiesen.
23. Sonstige Aktiva
In TEUR
2023
2022
Übrige Steuerforderungen
1.215
7.105
Übrige Aktiva
282.159
210.006
Rechnungsabgrenzungsposten
1.871
1.848
Sonstige Posten
280.288
208.158
Gesamt
283.374
217.111
Der Anstieg der sonstigen Posten resultiert vor allem aus der stichtagsbedingten Veränderung der Zahlungsaufträge in Abwicklung.

24. Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
In TEUR
2023
2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
5.813.974
7.367.049
Täglich fällige Gelder
3.317.291
3.099.251
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit
1.301.421
1.211.289
Aufgenommene Gelder
1.195.262
3.056.509
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.944.405
3.708.933
Sichteinlagen
2.318.957
2.279.132
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit / Kündigungsfrist
1.096.742
898.852
Spareinlagen
528.706
530.949
Verbriefte Verbindlichkeiten
4.409.852
3.410.325
Gedeckte Schuldverschreibungen
2.865.739
2.161.744
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten
1.544.113
1.248.581
Nachrangige Verbindlichkeiten
72.632
72.420
Ergänzungskapital
72.632
72.420
Gesamt
14.240.863
14.558.727
Der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert vor allem aus der (teilweise vorzeitigen) Rückzahlung des EZB-Langfristtender (TLTRO III, Targeted Longer-Term Refinancing Operations), von dem die RLB Steiermark zum Jahresultimo noch einen Betrag von 500 Mio. EUR ausweist (Vj: 2.500 Mio. EUR).
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 25.696 TEUR (Vj: 39.347 TEUR) und in den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit einem Wert von 195.744 TEUR (Vj: 188.888 TEUR) ausgewiesen.
In den folgenden Tabellen wird die Entwicklung der im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit dargestellten nachrangigen finanziellen
Verbindlichkeiten (AC) dargestellt:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame Veränderungen
 
Buchwert 1.1.2023
Zufluss
Abfluss
Bewertung
Sonstige Veränderungen
Endbestand 31.12.2023
72.420
0
0
255
-43
72.632

Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame Veränderungen
 
Buchwert 1.1.2022
Zufluss
Abfluss
Bewertung
Sonstige Veränderungen
Endbestand 31.12.2022
75.089
0
-1.680
-993
4
72.420
Weitere Informationen zum Ergänzungskapital finden sich in Note 47 „Nachrangige Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital“.
Die Aufgliederung der finanziellen Verbindlichkeiten – AC nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:
In TEUR
2023
2022
Einlagen / Aufgenommene Gelder
9.758.379
11.075.982
Staatssektor
764.659
566.697
Zentralbanken
517.196
2.467.423
Kreditinstitute
5.296.778
4.899.626
Sonstige Finanzunternehmen
504.339
443.717
Nichtfinanzielle Unternehmen
1.108.149
1.138.414
Haushalte
1.567.258
1.560.105
Verbriefte Verbindlichkeiten
4.409.852
3.410.325
Gedeckte Schuldverschreibungen
2.865.739
2.161.744
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten
1.544.113
1.248.581
Nachrangige Verbindlichkeiten
72.632
72.420
Ergänzungskapital
72.632
72.420
Gesamt
14.240.863
14.558.727

25. Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT)
In TEUR
2023
2022
Negative Marktwerte aus Derivaten zu Handelszwecken
103.027
143.131
aus Zinssatzgeschäften
99.726
131.380
aus Wechselkursgeschäften
3.301
11.751
Negative Marktwerte aus Derivaten zu Sicherungsbeziehungen (Economic Hedges)
69.923
94.607
aus Zinssatzgeschäften
52.047
77.113
aus Wechselkursgeschäften
17.876
17.494
Gesamt
172.950
237.738
26. Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
In TEUR
2023
2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
230.036
227.481
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit / Kündigungsfrist
230.036
227.481
Verbriefte Verbindlichkeiten
122.140
145.714
Gedeckte Schuldverschreibungen
54.177
71.963
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten
67.963
73.752
Nachrangige Verbindlichkeiten
14.790
14.407
Begebene Schuldverschreibungen
14.790
14.407
Gesamt
366.966
387.602
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 230.036 TEUR (Vj: 207.041 TEUR) ausgewiesen.
Der Rückgang bei den dem Fair Value Bestand gewidmeten verbrieften Verbindlichkeiten resultiert ausschließlich aus planmäßigen Tilgungen.
In den folgenden Tabellen wird die Entwicklung der im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit dargestellten nachrangigen finanziellen Verbindlichkeiten (FVO) dargestellt:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame Veränderungen
 
Buchwert 1.1.2023
Zufluss
Abfluss
Bewertung
Sonstige Veränderungen
Endbestand 31.12.2023
14.407
0
0
-13
396
14.790

Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame Veränderungen
 
Buchwert 1.1.2022
Zufluss
Abfluss
Bewertung
Sonstige Veränderungen
Endbestand 31.12.2022
14.371
0
0
-364
400
14.407
Weitere Informationen zum Ergänzungskapital finden sich in Note 47 „Nachrangige Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital“.
Die Aufgliederung der finanziellen Verbindlichkeiten – FVO nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:
In TEUR
2023
2022
Einlagen / Aufgenommene Gelder
230.036
227.481
Staatssektor*)
15.098
0
Sonstige Finanzunternehmen
214.938
217.339
Nichtfinanzielle Unternehmen
0
10.142
Verbriefte Verbindlichkeiten
122.140
145.714
Gedeckte Schuldverschreibungen
54.177
71.962
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten
67.963
73.752
Nachrangige Verbindlichkeiten
14.790
14.407
Begebene Schuldverschreibungen
14.790
14.407
Gesamt
366.966
387.602
*) Im Vorjahr mit einem Betrag von 14.460 TEUR unter den Sonstigen Finanzunternehmen ausgewiesen.
In den verbrieften und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten wurde die Gewährsträgerhaftung des Landes Steiermark als Kreditsicherheit bei der Ermittlung des Fair Value für diese Titel berücksichtigt.
Die kumulierte Veränderung der Fair Values, die auf Änderungen des eigenen Kreditrisikos zurückzuführen sind, führte zu einer Verminderung (Vj: Verminderung) der Fair Values der finanziellen Verbindlichkeiten – designated at Fair Value P&L (FVO) von insgesamt 2.082 TEUR
(Vj: 4.668 TEUR). Eine Änderung in der Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit für das eigene Kreditrisiko führte im Geschäftsjahr 2023 zu einer Erhöhung (Vj: Verminderung) der beizulegenden Zeitwerte um 2.586 TEUR (Vj: 2.928 TEUR). Diese Änderung wird jedoch nicht erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zur Ermittlung der Veränderung des eigenen Kreditrisikos wird im Wesentlichen die Default-Methode eingesetzt. Die Alternative-Methode wird für strukturierte finanzielle Verbindlichkeiten herangezogen.
Aus der Anwendung der Fair Value Option auf finanzielle Verbindlichkeiten ergibt sich ein Buchwert, der um 23.694 TEUR (Vj: 10.811 TEUR) über dem künftigen Rückzahlungsbetrag dieser Verbindlichkeiten liegt.
27. Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In TEUR
2023
2022
Negative Marktwerte (dirty price) aus Zinssatzgeschäften
296.858
413.142
Mikro Fair Value Hedges
240.044
342.882
Portfolio Fair Value Hedges
56.814
70.260

28. Rückstellungen
In TEUR
2023
2022
Langfristige Personalrückstellungen
60.077
52.493
Abfertigungen
27.467
24.999
Pensionen
27.635
23.035
Jubiläumsgelder
4.975
4.459
Sonstige Rückstellungen
26.510
25.566
Rechtsstreite
898
869
Außerbilanzielle Geschäfte
23.504
20.678
Restrukturierungen
595
533
Übrige Rückstellungen
1.513
3.486
Gesamt
86.587
78.059
Langfristige Personalrückstellungen
Für die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder (Erreichen des 25. bzw. 35. Dienstjahres) gelangten ein Rechnungszinssatz von 3,00 % (Vj: 3,60 %) sowie eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 4,50 % (Vj: 4,00 %) zur Anwendung. Darüber hinaus wurden bei der Berechnung individuell ermittelte, jährliche dienstzeitabhängige Fluktuationsraten berücksichtigt.
Für die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurde ein Rechnungszinssatz von 3,10 % (Vj: 3,70 %) und eine erwartete Pensionserhöhung von 4,00 % (Vj: 3,40 %) angesetzt. Bei Frauen und Männern wurde ein kalkulatorisches Pensionsantrittsalter von 62 Jahren (Vj: 62 Jahre) unter Beachtung der Übergangsbestimmungen laut Budgetbegleitgesetz 2011 (BGBl. I Nr. 111/2010 vom 30.12.2010) und „BVG-Altersgrenzen“ (BGBl. Nr. 832/1992; Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten) zugrunde gelegt.
Die Abfertigungsverpflichtungen entwickelten sich wie folgt:
In TEUR
2023
2022
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 1.1.
24.999
30.633
Übertragungsbetrag aufgrund von Abgängen
0
-148
Ausgliederung / Verkauf
0
-1.588
Dienstzeitaufwand
831
980
Zinsaufwand
883
114
Abfertigungszahlungen
-2.425
-2.325
(Gewinn)/Verlust wegen nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand
64
0
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen
1.478
858
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund demographischer Parameterveränderungen
-126
-21
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund von Finanzparameterveränderungen
1.763
-3.504
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 31.12.
27.467
24.999
Die Pensionsverpflichtungen entwickelten sich wie folgt:
In TEUR
2023
2022
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 1.1.
28.076
34.359
Zinsaufwand
993
199
Auszahlungen an Begünstigte
-2.471
-2.302
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen
3.588
1.582
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund von Finanzparameterveränderungen
3.556
-5.762
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 31.12.
33.742
28.076
Das Planvermögen entwickelte sich wie folgt:
In TEUR
2023
2022
Zeitwert des Planvermögens zum 1.1.
5.041
5.922
Zinsertrag aus Planvermögen
187
34
Beiträge zum Planvermögen
1.264
0
Steuern und Kosten auf Dienstgeberbeiträge
-84
0
Rentenzahlungen aus Planvermögen
-558
-516
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen
257
-399
Zeitwert des Planvermögens zum 31.12.
6.107
5.041
Überleitungsrechnung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen und des Zeitwerts des Planvermögens auf die bilanzierten Rückstellungen:
In TEUR
2023
2022
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 31.12.
33.742
28.076
Zeitwert des Planvermögens zum 31.12.
-6.107
-5.041
Nettoverpflichtungen zum 31.12.
27.635
23.035
Sämtliche Pensionsverpflichtungen betreffen Pensionisten. In den folgenden Jahren werden keine regelmäßigen Beitragszahlungen in den leistungsorientierten Plan geleistet, da es seit 2013 keine aktiven Mitarbeiter im RLB Steiermark Konzern gibt, die eine entsprechende Leistungszusage haben. Aufgrund der leistungsorientierten Pensionszusagen, welche an die Valida Pension AG ausgelagert wurden, kann es allerdings zu einer Nachschusspflicht kommen.
Die Struktur des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
In Prozent
2023
2022
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
32,38
25,45
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
42,18
43,02
Immobilien
5,98
5,70
Sonstige
19,46
25,83
Gesamt
100,00
100,00
Im Berichtsjahr notierte der Großteil der Instrumente des Planvermögens an einem geregelten Markt. Rund 27 % (Vj: rund 26 %) waren auf einem nicht aktiven Markt notiert.
Planvermögenserträgnisse:
In TEUR
2023
2022
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen
445
-365
Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen werden als wesentlich erachtet und in folgenden Bandbreiten einer Sensitivitätsanalyse unterzogen. Die daraus resultierende Bandbreite der Steigerungen und Verringerungen im Vergleich zu den bilanzierten Werten der leistungsorientierten Ansprüche ist in prozentualen Veränderungen wie folgt:
Geschäftsjahr 2023
 
Rechnungszins
Gehalts-/Pensionstrend
Fluktuationsabschlag
 
+ 1,00 %
- 1,00 %
+ 0,50 %
- 0,50 %
+ 0,50 %
- 0,50 %
Abfertigungen
-5,93 %
6,57 %
3,10 %
-2,97 %
-1,47 %
0,91 %
Pensionen
-8,45 %
9,86 %
4,66 %
-4,36 %
-
-
Geschäftsjahr 2022
 
Rechnungszins
Gehalts-/Pensionstrend
Fluktuationsabschlag
 
+ 1,00 %
- 1,00 %
+ 0,50 %
- 0,50 %
+ 0,50 %
- 0,50 %
Abfertigungen
-5,94 %
6,60 %
3,14 %
-3,01 %
-1,39 %
0,43 %
Pensionen
-8,03 %
9,32 %
4,47 %
-4,19 %
-
-
Die dargestellte Sensitivitätsanalyse dürfte nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtungen sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen.
Durchschnittliche Laufzeiten (Duration) der leistungsorientierten Pläne:
 
Durchschnittliche Laufzeiten (Duration)
 
2023
2022
Abfertigungen
6 Jahre
6 Jahre
Pensionen
9 Jahre
9 Jahre

Sonstige Rückstellungen
Geschäftsjahr 2023
In TEUR
Stand am 1.1.
Zuführung
Auflösung
Verbrauch
Zinseffekte
Stand am 31.12.
Rechtsstreite
869
134
-49
-56
0
898
Außerbilanzielle Geschäfte
20.678
18.047
-15.221
0
0
23.504
Restrukturierungen
533
325
0
-263
0
595
Übrige Rückstellungen
3.486
403
-1.124
-1.258
6
1.513
Gesamt
25.566
18.909
-16.394
-1.577
6
26.510
Geschäftsjahr 2022
In TEUR
Stand am 1.1.
Zuführung
Auflösung
Verbrauch
Zinseffekte
Stand am 31.12.
Rechtsstreite
924
46
-32
-69
0
869
Außerbilanzielle Geschäfte
20.204
14.298
-13.824
0
0
20.678
Restrukturierungen
709
279
-132
-323
0
533
Übrige Rückstellungen
4.542
743
-1.700
-65
-34
3.486
Gesamt
26.379
15.366
-15.688
-457
-34
25.566
Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte betreffen Rückstellungen für erwartete Kreditverluste aus Haftungen, Garantien sowie sonstige Kreditrisiken.
Übrige Rückstellungen
Mit Urteil vom 22. Dezember 2021 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) judiziert, dass bei Verbraucherkreditverträgen und Verträgen mit Kleinstunternehmern, die den Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19-JuBG unterliegen, für den Zeitraum der gesetzlichen Stundung keine vertraglichen Sollzinsen verrechnet werden dürfen. Auf Basis dieses Urteils können Konsumenten und Kleinstunternehmen die Rückverrechnung der bereits verrechneten Sollzinsen für die gesetzlichen Stundungen von Banken zurückfordern. Der VfGH hat mit Erkenntnis vom 13. Dezember 2022 (veröffentlicht am 30. Dezember 2022) judiziert, dass der von österreichischen Banken eingebrachte Individualantrag zur Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit des § 2 Abs. 6 des 2. COVID-19-JuBG abzuweisen ist.
Im Jahr 2023 wurden seitens der RLB Steiermark die relevanten Kunden über die höchstgerichtlichen Entscheidungen proaktiv informiert. Bei Erbringung eines COVID-19 bedingten wirtschaftlichen Betroffenheitsnachweises wurde eine Saldokorrektur und Zinsenrefundierung für den Zeitraum des gesetzlichen Moratoriums vorgenommen. Vor diesem Hintergrund hat sich die per 31. Dezember 2022 bestehende Rückstellung um 225 TEUR reduziert. Darüber hinaus wurde eine ertragswirksame Auflösung in Höhe von 1.065 TEUR vorgenommen, womit die Rückstellung für Zinsenrefundierungen zum 31.12.2023 mit einem Betrag von 1.135 TEUR ausgewiesen wird.

In den folgenden Tabellen wird die Entwicklung der Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte sowie die Überleitung der Nominalwerte gezeigt.
Bruttobuchwerte 2023
Bruttobuchwerte 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Summe
Nominalwerte per 1.1.
888.936
1.583.884
26.246
2.499.066
752.615
1.789.229
21.141
2.562.985
Veränderungen aufgrund Transfers
-233.949
217.521
16.428
0
147.380
-159.719
12.339
0
- Transfer nach Stage 1
66.787
-66.787
0
0
367.803
-360.607
-7.196
0
- Transfer nach Stage 2
-294.920
297.869
-2.949
0
-219.744
219.744
0
0
- Transfer nach Stage 3
-5.815
-13.562
19.377
0
-679
-18.856
19.535
0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft
78.872
460.715
2.883
542.470
277.913
577.730
784
856.427
Veränderungen aufgrund von Abgängen
-236.674
-544.723
-3.633
-785.030
-231.925
-401.066
-2.288
-635.279
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
-42.300
-182.784
-878
-225.962
-57.047
-222.290
-5.730
-285.067
Nominalwerte per 31.12.
454.885
1.534.613
41.046
2.030.544
888.936
1.583.884
26.246
2.499.066
Wertminderungen 2023
Wertminderungen 2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Stand 1.1.
345
10.101
10.232
20.678
965
12.990
6.249
20.204
Transfers
-118
118
0
0
-74
74
0
0
Neugeschäft
67
2.235
1.964
4.266
195
6.585
524
7.304
Abgänge
-131
-4.685
-1.166
-5.982
-335
-5.738
-1.792
-7.865
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen
-26
-2.602
7.170
4.542
-406
-3.810
5.251
1.035
Stand 31.12.
137
5.167
18.200
23.504
345
10.101
10.232
20.678
29. Latente Ertragsteuerforderungen und -schulden
Der Saldo aus latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
In TEUR
2023
2022
Latente Steuerforderungen
154.376
235.104
Latente Steuerschulden
172.948
249.794
Saldo latente Steuern
-18.572
-14.690
Der Saldo latenter Steuern stammt aus den folgenden Positionen:
In TEUR
2023
2022
Finanzielle Vermögenswerte – AC
19.838
31.845
Wertminderungen
2.491
4.549
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
2.533
4.923
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M
0
98
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
68.862
98.639
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges
38.177
64.546
Sachanlagen
1.774
1.806
Nutzungsrechte
2.058
1.913
Sonstige Aktiva
0
1
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT
4.421
13.928
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO
3.380
233
Rückstellungen
10.765
10.673
Sonstige Passiva
33
56
Steuerliche Verlustvorträge und offene Siebtelbeträge aus Teilwertabschreibungen
44
1.894
Latente Steuerforderungen
154.376
235.104
Wertminderungen
20
0
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
7.462
8.414
Finanzielle Vermögenswerte – HFT
47.980
59.688
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M
95
0
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
64.206
90.885
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges
3.953
11.684
Nutzungsrechte
2.012
1.879
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
47.220
77.244
Latente Steuerschulden
172.948
249.794
Saldo Latente Steuern
-18.572
-14.690
Die Ermittlung der angesetzten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und Beteiligungsabschreibungen erfolgte auf Basis eines Fünf-Jahres-Planungszeitraums. Im Konzernabschluss werden für steuerliche Verlustvorträge und Siebtelbeträge aus Teilwertabschreibungen in Höhe von 1.453 TEUR (Vj: 1.176 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, weil aus heutiger Sicht die Verwendung innerhalb des Planungszeitraums nicht realisierbar erscheint und es nicht ausreichend wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerliche Ergebnisse vorliegen.
In Zusammenhang mit at equity bilanzierten Unternehmen bestehen zum 31. Dezember 2023 passive temporäre Differenzen in Höhe von 554.696 TEUR (Vj: 385.405 TEUR), für welche gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerschulden zu bilanzieren sind, da eine vom Vorstand beschlossene und dokumentierte Behalteabsicht besteht. Bei Tochterunternehmen bestehen zum Stichtag temporäre Differenzen in Höhe von 18.316 TEUR (Vj: 26.950 TEUR), für welche gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerschulden bilanziert wurden, da diese erst im Falle einer Liquidation des Unternehmens oder bei Veräußerungsabsicht der Beteiligungen entstehen.
Hinsichtlich der Ertragsteuern, die auf die einzelnen Bestandteile des Sonstigen Ergebnisses entfallen, verweisen wir auf die Darstellung in der „Gesamtergebnisrechnung“.
30. Sonstige Passiva
In TEUR
2023
2022
Übrige Steuerschulden
3.464
4.380
Leasing-Verbindlichkeiten
8.949
8.342
Übrige Passiva
57.112
53.044
Rechnungsabgrenzungsposten
377
593
Verrechnungswerte
2.911
2.706
Sonstige Posten
53.824
49.745
Gesamt
69.525
65.766
In den sonstigen Posten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Deckungsstockmanagement, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verrechnungswerte aus dem Zahlungsverkehr enthalten.
Für förderbare Investitionen ist zum Bilanzstichtag eine Covid-19 Investitionsprämie in Höhe von 48 TEUR (Vj: 53 TEUR) passiviert. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte – analog den Nutzungsdauern der zugrundeliegenden Investitionen – eine gewinnwirksame Auflösung dieser Prämie in Höhe von 5 TEUR (Vj: 6 TEUR).

31. Eigenkapital
In TEUR
2023
2022
Anteile der Gesellschafter des Mutterunternehmens
1.865.722
1.653.585
Gezeichnetes Kapital
142.721
142.721
Kapitalrücklagen
401.825
401.825
Gewinnrücklagen
1.764.841
1.457.788
hievon Konzernergebnis
345.142
78.363
Kumuliertes Sonstiges Ergebnis
-443.665
-348.749
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
-96
-33
Gesamt
1.865.626
1.653.552
Das Grundkapital (Gezeichnetes Kapital) der RLB Steiermark beträgt per 31. Dezember 2023 insgesamt 142.721 TEUR (Vj: 142.721 TEUR) und besteht aus 3.113.507 Stück (Vj: 3.113.507 Stück) nennbetragslosen, auf Namen lautende Stückaktien (Stammaktien). Sämtliche ausgegebenen Aktien sind auch voll eingezahlt. Infolge des im Kapitel „Allgemeine Angaben“ beschriebenen Umgründungsvorgangs wurden sämtliche Aktien an der RLB Steiermark in der Hand der RLB-Stmk Holding eGen vereinigt, sodass diese nunmehr die alleinige Aktionärin der Gesellschaft ist.
Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag soll aus dem Bilanzgewinn 2023 der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG in Höhe 25.063.731,35 EUR ein Betrag von 16.190.236,40 EUR an den (Allein-)Eigentümer ausgeschüttet und ein Betrag von 8.873.494,95 EUR auf neue Rechnung vorgetragen werden. Dies entspricht einer Dividende von 5,20 EUR je Aktie auf das in 3.113.507 auf Namen lautende Stückaktien eingeteilte Grundkapital.
Aufgrund der Vereinbarung über die Errichtung von institutsbezogenen Sicherungssystemen sind seitens der RLB Steiermark Beitragszahlungen an die Sicherungseinrichtung der Raiffeisen Bankengruppe zu entrichten. In Höhe dieser Zahlungen wurde eine besondere IPS-Rücklage aus dem versteuerten Gewinn gebildet. Diese Rücklage wird innerhalb der Gewinnrücklagen ausgewiesen.
Die nachfolgend dargestellten Werte der einzelnen Komponenten des kumulierten Sonstigen Ergebnisses verstehen sich nach Abzug der latenten Steuern und einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter:
In TEUR
2023
2022
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen
-18.704
-11.004
Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten
1.603
3.596
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI
29.378
17.109
Anteilige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung der at equity bilanzierten Unternehmen
-455.942
-358.450
Die Veränderung des kumulierten Sonstigen Ergebnisses ergibt sich im Wesentlichen aus den Eigenkapitalveränderungen der at equity bilanzierten Beteiligung an der RBI (siehe Note 21 „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“).
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Umgliederungen der kumulierten Gewinne (+) oder Verluste (-) innerhalb des Eigenkapitals getrennt für bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten sowie für Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dar.
In TEUR
2023
2022
Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen – Umgliederung
-78
-235
Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen – Umgliederung Steuerlatenz
19
59
Gesamt
-59
-176
Die Umgliederungen der kumulierten Verluste (Vj: Verluste) auf bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten in der Berichtsperiode betreffen Abgänge aufgrund von vorzeitigen (Teil-)Tilgungen bzw. aus der Rücknahme von Emissionen. Die Umgliederungsbeträge sind die bei Ausbuchung realisierten Beträge, welche im sonstigen Ergebnis erfasst waren.
In TEUR
2023
2022
Eigenkapitalinstrumente FVOCI – Umgliederung
85
-265
Eigenkapitalinstrumente FVOCI – Umgliederung Steuerlatenz
-16
0
Gesamt
69
-265
Die Umgliederungen der kumulierten Gewinne (Vj: Verluste) auf Fair Value Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten FVOCI in der Berichtsperiode betreffen Abgänge. Der beizulegende Zeitwert betrug zum Zeitpunkt der Ausbuchung 600 TEUR (Vj: 2.141 TEUR). Der kumulierte Gewinn (Vj: Verlust) aus der Ausbuchung von veräußerten Eigenkapitalinstrumenten FVOCI betrug 85 TEUR (Vj: 286 TEUR).
In der folgenden Tabelle werden die Umgliederungen der kumulierten Gewinne (+) oder Verluste (-) für Fremdkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt:
In TEUR
2023
2022
Fremdkapitalinstrumente FVOCI – Umgliederung
-890
3.747
Fremdkapitalinstrumente FVOCI – Umgliederung Steuerlatenz
205
-862
Gesamt
-685
2.885
Die Umgliederungen der kumulierten Verluste (Vj: Gewinne) der Fremdkapitalinstrumente FVOCI betreffen vorzeitige Abgänge und Tilgungen.
Eine umfassende Darstellung der Veränderungen des Eigenkapitals erfolgt in der Tabelle „Entwicklung des Eigenkapitals“.
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
32. Hedge Accounting
Im RLB Steiermark Konzern wird Fair Value Hedge Accounting zur Absicherung von Festzinsrisiken von Finanzinstrumenten angewandt. Zur Absicherung des Zinsrisikos der Grundgeschäfte werden in erster Linie Zinsswaps eingesetzt. Daneben können auch Zinsoptionen (Caps, Floors) und andere derivative Finanzinstrumente (z. B. Forward Rate Agreements) zum Einsatz kommen. Die dem Hedge Accounting gewidmeten Grundgeschäfte betreffen vorwiegend Kredite und Wertpapiere des Eigenbestands sowie Emissionen, Schuldscheindarlehen und sonstige Einlagen.
Mikro Fair Value Hedge Accounting
Im RLB Steiermark Konzern werden Fair Value Schwankungen von Grundgeschäften der Aktiv- und Passivseite mit Fixzinsrisiko (Absicherung des beizulegenden Zeitwerts), die auf ein bestimmtes Risiko zurückgeführt werden können, durch gegenläufige (derivative) Sicherungsinstrumente abgesichert (Fair Value Hedges). Zu Beginn der Sicherungsbeziehung wird die Beziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft einschließlich der zugrundeliegenden Risikomanagementziele dokumentiert. Weiters wird sowohl bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung nachgewiesen. Mit der Beurteilung der Wirksamkeit werden Hedge Accounting fähige Sicherungsbeziehungen identifiziert oder ausgeschlossen.
Die Wirksamkeit einer Sicherungsbeziehung ist gegeben, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:
  • es besteht ein wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft und
  • die Hedge Ratio (Sicherungsquote) der Sicherungsbeziehung ist gleich dem Verhältnis der Volumina des gewidmeten Sicherungsinstruments und des gewidmeten Grundgeschäfts und
  • das Kreditrisiko dominiert nicht die Sicherungsbeziehung.
Ein wirtschaftlicher Zusammenhang ist gegeben, wenn die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsinstrument im Hinblick auf das abgesicherte Risiko grundsätzlich gegenläufig sind. Der Ausgleich darf nicht zufällig sein. Die Gegenläufigkeit kann in Ausnahmefällen nicht gegeben sein, muss aber generell vorliegen. Von einem wirtschaftlichen Zusammenhang ist daher auszugehen, wenn Grund- und Sicherungsgeschäft auf demselben (gegenläufigen) Underlying beruhen oder auf unterschiedlichen Underlyings beruhen, die miteinander korrelieren. Der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft wird im RLB Steiermark Konzern auf Basis eines prospektiven Effektivitätstests nachgewiesen. Die angewendeten Methoden für den prospektiven Effektivitätstest sind die Critical Term Match-Methode sowie die Sensitivitätsanalyse (Basis Point Value). In erster Linie erfolgt eine Überprüfung, ob ein Critical Term Match (CTM) vorliegt. Sind im Falle einer Mikro Hedge Beziehung alle Parameter des Grundgeschäfts und des Sicherungsgeschäfts, die das Ausmaß der abgesicherten Wertänderung bestimmen, identisch, aber gegenläufig, so ist dies ein Indikator für eine vollständig effektive Sicherungsbeziehung. Gemäß den im Konzern festgelegten Kriterien müssen zur Erfüllung eines Critical Term Match die Parameter Nominalwert, Währung und Fälligkeit bzw. Zinsbindung übereinstimmen. Ist eine Bestimmung der Effektivität mittels Critical Term Match nicht möglich, erfolgt eine Effektivitätsmessung mittels Sensitivitätsanalyse. Für die prospektive Messung wird ein Parallelshift der Swapkurve um 100 Basispunkte durchgeführt und die barwertige Veränderung von Grundgeschäft zu derivativem Sicherungsinstrument gemessen. Der Barwertberechnung wird die Zero-Coupon-Kurve zugrunde gelegt, welche aus Swapsätzen kalibriert wird. Wenn sich die absoluten Beträge dieser Änderungen weitgehend entsprechen, wird die Sicherungsbeziehung prospektiv als effektiv eingestuft. Wenn die prospektive Effektivität nicht mehr nachgewiesen werden kann oder das Risikomanagementziel und die Risikomanagementstrategie nicht mehr verfolgt werden, kommt es zur Auflösung der Sicherungsbeziehung. Wird das Grundgeschäft oder das Sicherungsinstrument verkauft bzw. glattgestellt, kommt es ebenfalls zur Beendigung der Sicherungsbeziehung.
Die Sicherungsquote wird auf Basis des Verhältnisses der Volumina des gewidmeten Sicherungsgeschäfts und des gewidmeten Grundgeschäfts bestimmt und beträgt im RLB Steiermark Konzern grundsätzlich 1. Wenn sich Grund- oder Sicherungsgeschäft verändert haben, wird das Erfordernis der Adjustierung des Absicherungsverhältnisses (sog. „Rebalancing“) geprüft. Da bei Änderungen des Grundgeschäftsvolumens auch eine entsprechende Anpassung des Volumens der Sicherungsgeschäfte (z. B. durch die Schließung von Derivaten) vorgenommen wird, ist das Erfordernis eines Rebalancing grundsätzlich nicht gegeben.
Das Ausfallrisiko bei den Sicherungsgeschäften ist entweder aufgrund von bilateralen Collateral-Vereinbarungen oder Central Counterparty Clearing unwesentlich und dominiert nicht die Sicherungsbeziehung, wenngleich es im Rahmen der Fair Value Ermittlung in Gestalt eines CVA berücksichtigt wird und daher gegebenenfalls zu unwesentlichen Ineffektivitäten führt. Bei den Grundgeschäften ist nur die Festzinskomponente das abgesicherte Risiko. Finanzielle Vermögenswerte, die sich in Stage 3 befinden, weisen ein Ausfallrisiko auf, das die Sicherungsbeziehung dominiert. Für Grundgeschäfte, die in diese Stage migrieren, können die Regeln des Hedge Accounting nicht mehr angewandt werden. Demgegenüber dominiert das Ausfallrisiko bei Grundgeschäften in Stage 1 nicht die Sicherungsbeziehung. Das gilt i. d. R. auch für die Stage 2, wenngleich es zur Beurteilung, ob das Kreditrisiko dominiert, ein entsprechendes Monitoring im RLB Steiermark Konzern gibt. Bei Dominanz des Ausfallrisikos können die Regeln des Hedge Accounting nicht mehr angewandt werden.
Ist der wirtschaftliche Zusammenhang weiterhin gegeben, ein Rebalancing nicht erforderlich und dominiert das Kreditrisiko nicht die Sicherungsbeziehung, wird diese unverändert fortgeführt und gemäß den Regeln des IFRS 9 Hedge Accounting bilanziert.
Von der Beurteilung der Wirksamkeit einer Sicherungsbeziehung ist die Ermittlung der Ineffektivität zu unterscheiden. IFRS 9 erfordert keinen retrospektiven Effektivitätstest, das Ausfallrisiko darf die Sicherungsbeziehung aber nicht dominieren. Die Ermittlung der Ineffektivität erfolgt im RLB Steiermark Konzern nach wie vor im Rahmen eines (freiwilligen) retrospektiven Effektivitätstests.
Portfolio Fair Value Hedge Accounting
Im Rahmen der Anwendung des Fair Value Hedge Accountings von Zinsrisiken auf Portfoliobasis werden die Festzinsrisiken von Bankgeschäften in definierten Laufzeitbändern zu einer Gesamtrisikoposition zusammengefasst und mit entsprechenden derivativen Sicherungsgeschäften abgesichert. Diese Festzinsrisiken können einerseits von klassischen festverzinslichen Geschäften verursacht werden, aber auch von referenzierten Geschäften, welche eingebettete Caps/Floors beinhalten, da diese bei der Über- und Unterschreitung von festgelegten Zinsgrenzen zumindest temporär zu Festzinspositionen werden. Das abgesicherte Risiko ist das Fair Value Risiko, das bei diesen Geschäften aus den Veränderungen der den Fair Value maßgeblich beeinflussenden Zinsmarktsätzen resultiert.
Das Risikomanagement identifiziert hierbei die Geschäfte, die einem Portfolio zuzuordnen sind. Die festverzinslichen Geschäfte werden primär in ein Aktiv- und Passivportfolio unterteilt. In diesen beiden Portfolien erfolgen noch Unterteilungen nach der Bewertungskategorie („AC“ oder „FVOCI“) und Währung. Somit befinden sich in einem Portfolio immer nur Aktiv- oder Passivbankgeschäfte der gleichen Währung und Bewertungskategorie. Variabel verzinste Geschäfte mit Zinsoptionen werden separaten Portfolien und getrennt von festverzinslichen Positionen zugeordnet.
Aktivportfolio
Das festverzinsliche Aktiv-Portfolio „Finanzielle Vermögenswerte – AC“ umfasst Kredite und Nostro-Wertpapiere. Das variabel verzinste Portfolio „Finanzielle Vermögenswerte – AC“ beinhaltet derzeit ausschließlich Kredite mit Caps/Floors, welche anhand der Laufzeit der impliziten Optionen getrennt betrachtet werden.
Passivportfolio
Dem seit 1.7.2022 bestehenden festverzinslichen Passivportfolio „Finanzielle Verbindlichkeiten – AC“ werden derzeit Einlagen und Emissionen zugeordnet. Dieses kann sowohl Positionen mit deterministischen Cash Flows (Einlagen und Emissionen) als auch modellierte Positionen (Einlagen) beinhalten.
Für das jeweilige Portfolio erfolgt eine Zuordnung der Cash Flows der Geschäfte auf Basis der erwarteten Zinsanpassungstermine zu Laufzeitbändern, wobei die Einstellung des jeweiligen Nominalbetrags eines Geschäfts ausschließlich in das Laufzeitband zum jeweiligen Zinsanpassungstermin erfolgt. Bei fest vereinbarten Teiltilgungen wird das Gesamtnominale aufgeteilt und unterschiedlichen Laufzeitbändern zugeordnet. Der RLB Steiermark Konzern hat die Laufzeitbänder gemäß dem Kalenderjahr festgelegt.
Als derivative Sicherungsgeschäfte dienen bei den festverzinsten Portfolien Plain Vanilla Swaps, die entweder endfällig oder tilgend sein können. Bei variabel verzinsten Krediten mit Caps/Floors dienen Swaps mit impliziten Caps/Floors als derivative Sicherungsinstrumente. Die in Swaps enthaltenen Running Fees, welche als konstanter Spread widergespiegelt werden, werden nicht als Teil der Sicherungsbeziehung gewidmet.
Abgesichert wird jeweils ein bestimmter Betrag pro Laufzeitband und Portfolio, wobei sich die Höhe dieses abgesicherten Betrags von den derivativen Sicherungsinstrumenten ableitet. Dieser Basisbetrag wird als Bodensatz (Bottom Layer) bezeichnet. Veränderungen der Cash Flows innerhalb der Sicherungsperiode führen zu keiner Veränderung des abgesicherten Betrags, solange der Bodensatz nicht unterschritten wird. Die Festlegung eines solchen Bodensatzes wurde durch den EU-Carve-Out zu IAS 39 ermöglicht. Die Sicherungsperioden im RLB Steiermark Konzern betragen einen Monat. Demnach wird am Ende einer jeden Sicherungsperiode die Sicherungsbeziehung beendet und zu Beginn der nächsten Sicherungsperiode neu designiert. Als derivative Sicherungsgeschäfte kommen Zinsswaps (gegebenenfalls mit einer Zinsober– bzw. –untergrenze) zum Einsatz, die entweder endfällig oder tilgend sein können.
Zur Bestimmung der Hedge Ratio wird im RLB Steiermark Konzern eine Zinssensitivitätsberechnung verwendet. Für das Fixzins-Portfolio wird der Basis Point Value (BPV) pro Laufzeitband für die gesamten Cash Flows der Portfoliogeschäfte und für die Cash Flows der fixen Seite der derivativen Finanzinstrumente berechnet. Diese Berechnung basiert auf der Quartals- bzw. Monatszuordnung der Cash Flows der Portfoliogeschäfte. Für das variable Portfolio werden die Zinssensitivitäten der Grund- und Sicherungsgeschäfte pro Laufzeitband unter Anwendung von zwei Zinsszenarien berechnet, da sich ein Shift der Zinskurven nach unten anders auswirkt als nach oben. Die Messung der prospektiven Effektivität erfolgt anhand einer Regressionsanalyse mit historischen Marktdaten auf monatlicher Basis pro Laufzeitband und Portfolio. Für die Regression werden 30 Datenpunkte im Fixzinsportfolio und 31 Datenpunkte im variablen Portfolio herangezogen, wobei die ersten 29 Datenpunkte auf historischen Daten basieren und der 30ste bzw. 31ste Datenpunkt ein Zinsszenario darstellt. Neben der Steigung der Regressionsgerade ist auch die Streuung der Werte zu berücksichtigen, wobei der RLB Steiermark Konzern als Bestimmtheitsmaß R² mit einer Untergrenze von 80 % heranzieht. Das angewandte Konfidenzintervall beträgt 95 %. Die retrospektive Effektivitätsmessung erfolgt ebenfalls mittels Regressionsanalyse pro Laufzeitband und Portfolio, wobei alle Datenpunkte historisch berechnet werden.
Die folgenden Tabellen zeigen jene derivativen Sicherungsinstrumente, welche zur Absicherung von finanziellen Vermögenswerten („Absicherung Aktiva“) und finanziellen Verbindlichkeiten („Absicherung Passiva“) eingesetzt werden. Die Sicherungsinstrumente werden mit ihrem Marktwert in den Positionen „Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten“ bzw. „Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten“ ausgewiesen.
31.12.2023
Restlaufzeit Nominalwerte
Buchwert (Marktwert)
per 31.12.2023
Änderung des beizulegenden Zeitwerts, welcher zur Ermittlung der Ineffektivität herangezogen wurde
(1.1.-31.12.2023) 
In TEUR
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
positiv
negativ
Mikro Fair Value Hedges - Aktiva
 
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps (Payer-Swaps)
216.000
709.356
404.980
1.330.336
86.811
6.365
-63.124
Portfolio Fair Value Hedges - Aktiva
 
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps (Payer-Swaps)
377.000
883.000
2.123.177
3.383.177
180.920
31.419
-71.400
Mikro Fair Value Hedges - Passiva
 
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps (Receiver-
Swaps)
277.025
1.684.400
1.412.117
3.373.542
45.520
233.679
139.170
Portfolio Fair Value Hedges - Passiva
 
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps (Receiver-
Swaps)
331.600
1.018.900
153.000
1.503.500
6.591
25.395
13.231
Gesamt
1.201.625
4.295.656
4.093.274
9.590.555
319.842
296.858
17.877
31.12.2022
Restlaufzeit Nominalwerte
Buchwert (Marktwert)
per 31.12.2022
Änderung des beizulegenden Zeitwerts, welcher zur Ermittlung der Ineffektivität herangezogen wurde
(1.1.-31.12.2022) 
In TEUR
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
positiv
negativ
Mikro Fair Value Hedges - Aktiva
 
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps (Payer-Swaps)
486.505
729.983
411.211
1.627.699
141.700
172
172.990
Portfolio Fair Value Hedges - Aktiva
 
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps (Payer-Swaps)
135.500
518.000
1.855.327
2.508.827
256.222
1.493
271.117
Mikro Fair Value Hedges - Passiva
 
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps (Receiver-Swaps)
530.600
191.425
1.894.745
2.616.770
1.212
342.710
-504.696
Portfolio Fair Value Hedges - Passiva
 
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps (Receiver-
Swaps)
126.000
1.052.000
281.500
1.459.500
1.801
68.767
-54.606
Gesamt
1.278.605
2.491.408
4.442.783
8.212.796
400.935
413.142
-115.195

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Grundgeschäfte im Mikro und Portfolio Fair Value Hedge Accounting nach Bilanzpositionen und Klassen jeweils zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2023 sowie zum Vergleichsstichtag 31. Dezember 2022.
In TEUR
Buchwert der Grundgeschäfte per 31.12.2023
Kumulierte Beträge, die im Buchwert der Grundgeschäfte erfasst wurden (Hedge Adjustment) per 31.12.2023
Änderung des beizulegenden Zeitwerts, welcher zur Ermittlung der Ineffektivität herangezogen wurde (1.1.-31.12.2023)
Mikro Fair Value Hedges – Aktiva
 
 
 
Finanzielle Vermögenswerte – AC
 
 
 
Schuldverschreibungen
861.445
-38.496
37.556
Kredite und Forderungen
236.639
-28.222
14.519
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
 
 
 
Schuldverschreibungen
249.218
-10.789
10.367
Portfolio Fair Value Hedges – Aktiva
 
 
 
Finanzielle Vermögenswerte – AC*)
2.849.026
-165.986
67.747
Gesamt
4.196.328
-243.493
130.189
 
 
 
 
Mikro Fair Value Hedges – Passiva
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
 
 
 
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.745.258
-199.790
-126.159
Nachrangige Verbindlichkeiten
4.989
-129
-255
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit
445.656
-7.665
-9.429
Portfolio Fair Value Hedges – Passiva
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC**)
1.519.685
-17.186
-9.197
Gesamt
4.715.588
-224.770
-145.040
*) Da dem Portfolio „Finanzielle Vermögenswerte – AC“ sowohl Schuldverschreibungen als auch Kredite und Forderungen zugeordnet sind, unterbleibt die Aufteilung nach Klassen.
**) Da dem Portfolio „Finanzielle Verbindlichkeiten – AC“ sowohl verbriefte Verbindlichkeiten als auch Einlagen zugeordnet sind, unterbleibt die Aufteilung nach Klassen.
In TEUR
Buchwert der Grundgeschäfte per 31.12.2022
Kumulierte Beträge, die im Buchwert der Grundgeschäfte erfasst wurden (Hedge Adjustment) per 31.12.2022
Änderung des beizulegenden Zeitwerts, welcher zur Ermittlung der Ineffektivität herangezogen wurde (1.1.-31.12.2022)
Mikro Fair Value Hedges – Aktiva
 
 
 
Finanzielle Vermögenswerte – AC
 
 
 
Schuldverschreibungen
881.690
-76.385
-83.266
Kredite und Forderungen
346.239
-42.741
-64.832
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
 
 
 
Schuldverschreibungen
290.770
-21.280
-24.889
Portfolio Fair Value Hedges – Aktiva
 
 
 
Finanzielle Vermögenswerte - AC*)
2.313.554
-280.634
-275.831
Gesamt
3.832.253
-421.040
-448.818
 
 
 
 
Mikro Fair Value Hedges – Passiva
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
 
 
 
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.086.056
-322.994
452.787
Nachrangige Verbindlichkeiten
4.751
-336
993
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit
191.890
-16.582
47.542
Portfolio Fair Value Hedges – Passiva
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC**)
1.443.046
-50.801
56.102
Gesamt
3.725.743
-390.713
557.424
*) Da dem Portfolio „Finanzielle Vermögenswerte – AC“ sowohl Schuldverschreibungen als auch Kredite und Forderungen zugeordnet sind, unterbleibt die Aufteilung nach Klassen.
**) Da dem Portfolio „Finanzielle Verbindlichkeiten – AC“ sowohl verbriefte Verbindlichkeiten als auch Einlagen zugeordnet sind, unterbleibt die Aufteilung nach Klassen.
Trotz des Vorliegens nahezu identer, gegengleicher Parameter der Sicherungs- und Grundgeschäfte können Ineffektivitäten aus dem Zinsänderungsrisiko im Sinne eines Basisrisikos entstehen. Dies in der Form, dass die Sicherungsderivate mit anderen Zinskurven diskontiert werden als die korrespondierenden Grundgeschäfte (OIS-€STR-Kurve vs. 3- oder 6-Monats-EURIBOR).
Andere mögliche Ursachen für Ineffektivitäten sind:
  • Late designation von Sicherungsgeschäften,
  • Upfront-Zahlungen bei Sicherungsgeschäften,
  • der Einfluss des variablen Zahlungsstroms auf den Wert der Sicherungsgeschäfte bei Annäherung an das Laufzeitende,
  • Bewertungsunterschiede bei Kündigungsrechten.
Gründe für Ineffektivitäten im Rahmen des Portfolio Fair Value Hedge Accounting können weiters sein:
  • Abweichungen der variablen Abzinsungszinssätze (Tenor) von Grund- und Sicherungsgeschäften
  • Unterschreitung des „bottom layer“

Die folgende Tabelle stellt die Ineffektivitäten der Absicherungen nach Bilanzpositionen und Klassen dar. Der Ausweis der Ineffektivitäten erfolgt sowohl für das Mikro Fair Value Hedge Accounting als auch für das Portfolio Fair Value Hedge Accounting in der GuV-Position „Ergebnis aus Hedge Accounting“.
In TEUR
Unwirksamkeit der Absicherung 31.12.2023
Unwirksamkeit der Absicherung 31.12.2022
Mikro Fair Value Hedges – Aktiva
 
 
Finanzielle Vermögenswerte – AC
 
 
Schuldverschreibungen
-349
-336
Kredite und Forderungen
-100
353
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
 
 
Schuldverschreibungen
-232
-14
Portfolio Fair Value Hedges – Aktiva
 
 
Finanzielle Vermögenswerte – AC*)
-3.653
-4.714
Gesamt
-4.334
-4.711
 
 
 
Mikro Fair Value Hedges – Passiva
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
 
 
Verbriefte Verbindlichkeiten
3.430
-1.570
Nachrangige Verbindlichkeiten
2
-8
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit
-106
-1.795
Portfolio Fair Value Hedges – Passiva
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC**)
4.035
1.496
Gesamt
7.361
-1.877
*) Da dem Portfolio „Finanzielle Vermögenswerte – AC“ sowohl Schuldverschreibungen als auch Kredite und Forderungen zugeordnet sind, unterbleibt die Aufteilung nach Klassen.
**) Da dem Portfolio „Finanzielle Verbindlichkeiten – AC“ sowohl verbriefte Verbindlichkeiten als auch Einlagen zugeordnet sind, unterbleibt die Aufteilung nach Klassen.

33. Restlaufzeitengliederung
Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und vertraglich vereinbarter Fälligkeit der Verbindlichkeit angesehen.
Restlaufzeitengliederung zum 31.12.2023
Finanzielle Verbindlichkeiten
In TEUR
Vertragliche Cash Flows
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit
bis 3 Monate
> 3 Monate bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
15.545.088
5.636.248
795.973
1.425.658
4.637.231
3.049.978
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT)
162.914
0
9.928
26.423
75.688
50.875
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
517.378
0
1.488
42.615
107.849
365.426
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
288.575
0
23.013
41.641
77.658
146.263
Außerbilanzielle Geschäfte
2.030.544
2.030.544
0
0
0
0
Restlaufzeitengliederung zum 31.12.2022
Finanzielle Verbindlichkeiten
In TEUR
Vertragliche Cash Flows
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit
bis 3 Monate
> 3 Monate bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
15.504.374
5.378.383
794.978
713.513
5.046.544
3.570.956
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT)
207.902
0
6.866
42.770
114.636
43.630
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
563.387
0
19.387
27.804
118.549
397.647
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
415.692
0
13.703
45.535
170.951
185.503
Außerbilanzielle Geschäfte
2.499.066
2.499.066
0
0
0
0

34. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Die Bestimmungen des IFRS 7 verlangen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten die Angabe von Informationen zu Saldierungsrechten bzw. zu globalen Aufrechnungsvereinbarungen.
Der RLB Steiermark Konzern schließt Rahmenverträge über die gegenseitige Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten (Deposit Netting Agreements) mit Kreditinstituten und Großkunden ab. Des Weiteren bestehen Derivat-Clearingverträge und globale Rahmenverträge im Zusammenhang mit Pensionsgeschäften. Grundsätzlich können die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei auf alle ausstehenden Transaktionen geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst werden, wenn für ein Unternehmen die Voraussetzungen nach IAS 32.42 wie folgt erfüllt sind:
  • Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht ein Rechtsanspruch, finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten miteinander verrechnen zu dürfen.
  • Das Unternehmen beabsichtigt, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
Einige dieser Vereinbarungen werden in der Bilanz nicht saldiert, weil den jeweiligen Vertragspartnern ein Recht zur Aufrechnung von erfassten Beträgen eingeräumt wird, das nur bei Eintritt eines Verzugs darstellenden Ereignisses, der Insolvenz oder des Konkurses des Konzerns oder der Vertragspartner oder von anderen vorab festgelegten Ereignissen durchsetzbar ist. Darüber hinaus beabsichtigen der Konzern und seine Vertragspartner nicht, auf Nettobasis abzurechnen oder die Vermögenswerte zu realisieren und zeitgleich die Schulden zu tilgen. Der Konzern erhält und stellt Sicherheiten in Form von liquiden Mitteln und marktgängigen Wertpapieren.
In den nachstehenden Tabellen sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt, die in der Konzernbilanz saldiert werden (aufgerechnete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten) oder einer Aufrechnungs- oder ähnlichen Vereinbarung unterliegen, ungeachtet dessen, ob sie in der Bilanz saldiert werden oder nicht (Potenzieller Effekt von Aufrechnungsvereinbarungen).
Geschäftsjahr 2023
In TEUR






Finanzielle Vermögenswerte
Brutto-beträge finanzieller Vermögens-werte
dagegen aufgerech-nete finanzielle Verbindlich-keiten
in der Bilanz dargestellte Netto-beträge finanzieller Vermögens-werte
Potenzieller Effekt von Auf-rechnungs-rahmenver-einbarungen
Sicher-heiten in Form von bilanzierten Finanzin-strumenten / Barsicher-heiten
Nettobetrag
 
 
 
 
nicht saldiert
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
84.556
0
84.556
0
0
84.556
Forderungen gegenüber
Kreditinstituten
84.556
0
84.556
0
0
84.556
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
619.685
0
619.685
-403.302
-212.881
3.502
Gesamt
704.241
0
704.241
-403.302
-212.881
88.058
In TEUR



Finanzielle Verbindlichkeiten
Brutto-beträge finanzieller Verbindlich-keiten
dagegen aufgerech-nete finanzielle Vermögens-werte
in der Bilanz dargestellte Netto-beträge finanzieller Verbindlich-keiten
Potenzieller Effekt von Auf-rechnungs-rahmenver-einbarungen
Sicher-heiten in Form von bilanzierten Finanzin-strumenten / Barsicher-heiten
Nettobetrag
 
 
 
 
nicht saldiert
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
1.092.990
0
1.092.990
0
-260.789
832.201
Verbindlichkeiten Kunden - Einlagen /
Aufgenommene Gelder
318.711
0
318.711
0
0
318.711
Verbindlichkeiten Kreditinstitute -
Pensionsgeschäfte (Repo)
774.279
0
774.279
0
-260.789
513.490
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
425.474
0
425.474
-403.302
-19.506
2.666
Gesamt
1.518.464
0
1.518.464
-403.302
-280.295
834.867
Die folgenden Tabellen stellen die angepassten Vorjahreswerte dar:
Geschäftsjahr 2022
In TEUR





Finanzielle Vermögenswerte
Brutto-beträge finanzieller Vermögens-werte
dagegen aufgerech-nete finanzielle Verbindlich-keiten
in der Bilanz dargestellte Netto-beträge finanzieller Vermögens-werte
Potenzieller Effekt von Auf-rechnungs-rahmenver-einbarungen
Sicher-heiten in Form von bilanzierten Finanzin-strumenten / Barsicher-heiten
Nettobetrag
 
 
 
 
nicht saldiert
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
81.252
0
81.252
0
0
81.252
Forderungen gegenüber Kreditinstituten
81.252
0
81.252
0
0
81.252
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
791.771
0
791.771
-521.170
-268.784
1.817
Gesamt
873.023
0
873.023
-521.170
-268.784
83.069
In TEUR






Finanzielle Verbindlichkeiten
Brutto-beträge finanzieller Verbindlich-keiten
dagegen aufgerech-nete finanzielle Vermögens-werte
in der Bilanz dargestellte Netto-beträge finanzieller Verbindlich-keiten
Potenzieller Effekt von Auf-rechnungs-rahmenver-einbarungen
Sicher-heiten in Form von bilanzierten Finanzin-strumenten / Barsicher-heiten
Nettobetrag
 
 
 
 
nicht saldiert
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
2.595.075
0
2.595.075
0
0
2.595.075
Verbindlichkeiten Kunden - Einlagen /
Aufgenommene Gelder
127.652
0
127.652
0
0
127.652
Verbindlichkeiten Kreditinstitute -
Pensionsgeschäfte (Repo)
2.467.423
0
2.467.423
0
0
2.467.423
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
575.265
0
575.265
-521.170
-54.300
-205
Gesamt
3.170.340
0
3.170.340
-521.170
-54.300
2.594.870

35. Derivative Finanzinstrumente
In den nachfolgenden Tabellen ist das gesamte Volumen der noch nicht abgewickelten derivativen Finanzgeschäfte – inklusive der in Note 32 dargestellten Hedge Accounting Derivate – gegliedert nach Restlaufzeiten dargestellt. Die Angabe der Marktwerte erfolgt unter Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos (CVA / DVA).
Derivative Finanzprodukte, die nicht zu Handelszwecken dienen (Bankbuch), zum 31.12.2023
 
Restlaufzeit Nominalwerte
Marktwerte
In TEUR
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
positiv
negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
 
 
 
 
 
 
OTC-Produkte
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps
1.365.625
5.088.532
6.181.633
12.635.790
534.022
348.853
Zinsoptionen-Käufe
0
296
0
296
0
0
Zinsoptionen-Verkäufe
0
5.361
0
5.361
0
52
Gesamt
1.365.625
5.094.189
6.181.633
12.641.447
534.022
348.905
Börsegehandelte Produkte
 
 
 
 
 
 
Futures
38.000
0
0
38.000
0
623
Gesamt
1.403.625
5.094.189
6.181.633
12.679.447
534.022
349.528
 
 
 
 
 
 
 
Fremdwährungsbezogene Termingeschäfte
 
 
 
 
 
 
OTC-Produkte
 
 
 
 
 
 
Devisenkassa/-termingeschäfte
340
0
0
340
0
0
Zins-Währungs-/Währungsswaps
230.126
7.610
10.250
247.986
20
17.876
Gesamt
230.466
7.610
10.250
248.326
20
17.876
 
 
 
 
 
 
 
Gesamtsumme
1.634.091
5.101.799
6.191.883
12.927.773
534.042
367.404

Derivative Finanzprodukte, die nicht zu Handelszwecken dienen (Bankbuch), zum 31.12.2022
 
Restlaufzeit Nominalwerte
Marktwerte
In TEUR
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
positiv
negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
 
 
 
 
 
 
OTC-Produkte
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps
1.532.715
3.230.708
6.715.960
11.479.383
654.963
490.137
Zinsoptionen-Käufe
0
396
0
396
1
0
Zinsoptionen-Verkäufe
195
6.232
0
6.427
0
118
Gesamt
1.532.910
3.237.336
6.715.960
11.486.206
654.964
490.255
Börsegehandelte Produkte
 
 
 
 
 
 
Futures
100.600
0
0
100.600
3.513
0
Gesamt
1.633.510
3.237.336
6.715.960
11.586.806
658.477
490.255
 
 
 
 
 
 
 
Fremdwährungsbezogene Termingeschäfte
 
 
 
 
 
 
OTC-Produkte
 
 
 
 
 
 
Devisenkassa/-termingeschäfte
87.879
0
0
87.879
9.378
9.340
Zins-Währungs-/Währungsswaps
125.118
7.610
10.249
142.977
415
8.154
Gesamt
212.997
7.610
10.249
230.856
9.793
17.494
 
 
 
 
 
 
 
Gesamtsumme
1.846.507
3.244.946
6.726.209
11.817.662
668.270
507.749

Derivative Finanzprodukte des Handelsbuchs zum 31.12.2023
 
Restlaufzeit Nominalwerte
Marktwerte
In TEUR
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
positiv
negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
 
 
 
 
 
 
OTC-Produkte
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps
295.067
1.254.728
1.555.057
3.104.852
99.283
97.068
Zinsoptionen-Käufe
0
104.769
61.925
166.694
2.886
0
Zinsoptionen-Verkäufe
33
76.683
53.100
129.816
0
2.658
Gesamt
295.100
1.436.180
1.670.082
3.401.362
102.169
99.726
Börsegehandelte Produkte
 
 
 
 
 
 
Futures
4.400
0
0
4.400
0
0
Gesamt
299.500
1.436.180
1.670.082
3.405.762
102.169
99.726
 
 
 
 
 
 
 
Fremdwährungsbezogene Termingeschäfte
 
 
 
 
 
 
OTC-Produkte
 
 
 
 
 
 
Devisenkassa/-termingeschäfte
31.945
448
0
32.393
2.233
71
Zins-Währungs-/Währungsswaps
77.203
0
0
77.203
613
3.230
Gesamt
109.148
448
0
109.596
2.846
3.301
 
 
 
 
 
 
 
Gesamtsumme
408.648
1.436.628
1.670.082
3.515.358
105.015
103.027

Derivative Finanzprodukte des Handelsbuchs zum 31.12.2022
 
Restlaufzeit Nominalwerte
Marktwerte
In TEUR
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
positiv
negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
 
 
 
 
 
 
OTC-Produkte
 
 
 
 
 
 
Zinsswaps
129.975
1.078.780
1.486.051
2.694.806
130.174
126.406
Zinsoptionen-Käufe
42.900
93.769
73.100
209.769
5.124
0
Zinsoptionen-Verkäufe
3.684
77.712
54.638
136.034
0
4.975
Gesamt
176.559
1.250.261
1.613.789
3.040.609
135.298
131.381
Börsegehandelte Produkte
 
 
 
 
 
 
Futures
0
0
0
0
0
0
Gesamt
176.559
1.250.261
1.613.789
3.040.609
135.298
131.381
 
 
 
 
 
 
 
Fremdwährungsbezogene Termingeschäfte
 
 
 
 
 
 
OTC-Produkte
 
 
 
 
 
 
Devisenkassa/-termingeschäfte
67.969
23.102
0
91.071
7.314
324
Zins-Währungs-/Währungsswaps
313.585
24.418
0
338.003
4.561
11.410
Devisenoptionen-Käufe
3.000
0
0
3.000
16
0
Devisenoptionen-Verkäufe
3.000
0
0
3.000
0
16
Gesamt
387.554
47.520
0
435.074
11.891
11.750
 
 
 
 
 
 
 
Gesamtsumme
564.113
1.297.781
1.613.789
3.475.683
147.189
143.131

36. Fair Value der Finanzinstrumente
Alle zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente werden auf wiederkehrender Basis bewertet.
Der beizulegende Zeitwert ist definiert als der Preis für ein Finanzinstrument, den Marktteilnehmer im Rahmen einer geordneten Geschäfts-abwicklung beim Verkauf erhalten, beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen würden. Im RLB Steiermark Konzern erfolgt die Bewertung zum Fair Value primär anhand von externen Datenquellen (Börsenpreise, Broker-Quotierungen). Sollte kein entsprechender Marktpreis beobachtbar sein, werden für die Fair Value Ermittlung des Finanzinstruments allgemein anerkannte Verfahren angewendet. Je nach Marktnähe bzw. Objektivität der Bewertungsparameter werden diese jeweils einer von drei Stufen (Level 1 – 3) der Fair Value Hierarchie zugeordnet.
Beschreibung der Bewertungsmodelle und Parameter
Der RLB Steiermark Konzern verwendet ausschließlich Bewertungsmodelle, die einem internen Prüfprozess unterzogen wurden und bei denen die unabhängige Ermittlung der Bewertungsparameter (Zinssätze, Wechselkurse, Volatilitäten und Credit Spreads) sichergestellt ist.
Existieren für Wertpapiere und Derivate aktuelle, allgemein beobachtbare Preise, so werden diese Produkte zu den quotierten Marktpreisen angesetzt. Bei den übrigen Wertpapieren und Derivaten wird der Fair Value als Barwert der künftigen Cash Flows errechnet.
Für Plain Vanilla-Schuldtitel (fix und variabel) wird der Fair Value durch die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme errechnet. Die Diskontierungskurve ist vom Zinssatz der jeweiligen Emissionswährung und einer Spreadanpassung, welche von der Credit Spread-Kurve des Emittenten abgeleitet wird, abhängig. Ist keine Emittentenkurve vorhanden, wird der Spread von einem ähnlichen Instrument abgeleitet und um Differenzen im Risikoprofil des Instruments angepasst. Ist kein ähnliches Finanzinstrument verfügbar, wird die Spreadanpassung anhand interner Ratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten vorgenommen. Bei komplexeren Schuldtiteln wird der Fair Value mittels einer Kombination aus diskontierten Zahlungsströmen und finanzmathematischen Modellen ermittelt, wie sie auch bei der Bewertung von OTC-Produkten zur Anwendung kommen. Die Fair Value Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt analog.
Der Fair Value von Zins- und Zins-Währungs-Swaps sowie Zinstermingeschäften wird auf Basis abgezinster Cash Flows ermittelt, wobei jeweils die für die Restlaufzeit geltenden Marktzinssätze verwendet werden. Für die Ermittlung des Fair Value von in Euro besicherten Derivaten wird als Diskontierungszinssatz der €STR (Euro Short-Term Rate) herangezogen, da dieser der Verzinsung der entsprechenden Barsicherheiten entspricht.
Der Fair Value von Devisentermingeschäften wird auf Basis aktueller Terminkurse ermittelt. Optionen werden zu Kurswerten oder mittels anerkannter Modelle zur Ermittlung von Optionspreisen bewertet. Als Bewertungsmodelle dienen für einfache europäische Optionen und Zinsinstrumente die gängigen Black-Scholes-Modelle.
Bei der Bewertung von Derivaten werden auch Bewertungsanpassungen, welche sowohl das Risiko des vorzeitigen Ausfalls der Gegenpartei, als auch das eigene Kreditrisiko berücksichtigen, vorgenommen (CVA, DVA). Zur Ermittlung des Credit bzw. Debt Value Adjustments wird für OTC-Derivate die Höhe des zukünftig zu erwartenden Portfoliowerts (Potential Future Exposure, PFE) anhand einer Monte Carlo Simulation berechnet und mittels am Markt beobachtbarer Ausfallraten des Kunden bzw. der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG bewertet. Grundsätzlich wird das gesamte Derivateportfolio eines Marktpartners betrachtet. Das CVA/DVA wird auf das unbesicherte Exposure gerechnet. Handelt es sich um ein besichertes Exposure, wird die Dauer der Besicherungsnachforderung (margin period of risk) bei der Ermittlung des CVA/DVA mitberücksichtigt.
Bei den finanziellen Verpflichtungen erfolgt die Bewertung von Optionalitäten vorwiegend auf Basis des Hull-White-Modells. Sofern Sicherheiten von Dritten für Verbindlichkeiten gestellt werden, werden diese bei der Bewertung berücksichtigt.
Der Fair Value bestimmter Finanzinstrumente entspricht nahezu dem Buchwert. Dies betrifft die Barreserve und Sichtguthaben sowie Forderungen und Verbindlichkeiten ohne eindeutige Fälligkeit oder Zinsbindung bzw. kurzfristig abrufbare Verbindlichkeiten.
Bei den übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden die erwarteten Cash Flows mit aktuellen Zinssätzen unter Berücksichtigung der jeweiligen Spreads sowie von Eigenkapitalkosten diskontiert. Bei der Fair Value Bewertung von Krediten gelangen Spreads auf Basis interner Bonitätseinschätzungen zum Ansatz. Darüber hinaus kommen hier Residualspreads, die beispielsweise Gebühren beinhalten können, zum Ansatz.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich at equity bewertet. Beteiligungen werden zum Fair Value bilanziert. Sofern ein Börsenkurs oder Transaktionspreis verfügbar ist, wird dieser herangezogen. Ansonsten wird der Fair Value auf Basis abgezinster Netto-Cash Flows oder mittels vereinfachter Näherungsverfahren bzw. bei Immobilien anhand zeitnaher Gutachten ermittelt. Die Prognose der finanziellen Überschüsse enthält spezifische Schätzungen für mindestens drei Jahre. Die erwarteten Netto Cash Flows werden mit einem risikolosen Zinssatz unter Berücksichtigung eines Risikoabschlags abgezinst. Hybride Finanzinstrumente werden auf Basis extern angelieferter Bewertungen bewertet.
Bei Finanzgarantien und unwiderruflichen Kreditzusagen entspricht der Buchwert dem Fair Value.
In der folgenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) jener Bilanzpositionen dargestellt, welche nicht zum Fair Value bewertet werden. Diese beinhaltet auch täglich fällige Kredite und Forderungen sowie Einlagen, bei denen der Buchwert nahezu dem Fair Value entspricht.
 
2023
2022
In TEUR
Fair Value
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Aktiva
 
 
 
 
Finanzielle Vermögenswerte – AC
11.275.424
11.291.468
11.411.761
11.676.893
Schuldverschreibungen
1.705.806
1.724.256
1.771.117
1.822.587
Kredite und Forderungen
9.432.724
9.431.821
9.514.050
9.728.818
Forderungen aus Leasingverhältnissen
136.894
135.391
126.594
125.488
Passiva 
 
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
14.122.015
14.240.863
14.309.150
14.558.727
Einlagen / Aufgenommene Gelder
9.707.783
9.758.379
10.923.886
11.075.982
Verbriefte Verbindlichkeiten
4.342.514
4.409.852
3.315.628
3.410.325
Nachrangige Verbindlichkeiten
71.718
72.632
69.636
72.420

37. Fair Value Hierarchie
Die Fair Value Hierarchie stellt die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden nach der Stufe der Bemessungshierarchie dar, in welche diese in ihrer Gesamtheit eingeordnet werden. Diese Hierarchie teilt die in den Bewertungstechniken zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen ein, wobei sich die Abstufung nach dem Grad der Beobachtbarkeit der verwendeten Inputfaktoren richtet:
Notierte Preise in aktiven Märkten (Level 1): Der Fair Value der Finanzinstrumente, welche in Level 1 der Fair Value Hierarchie eingeordnet werden, wird auf der Grundlage der auf aktiven Märkten quotierten Preise (Börsenkurse oder von Handelsteilnehmern quotierte Preise) ermittelt. Ein aktiver Markt ist dann gegeben, wenn für ein Finanzinstrument Preise von Börsen, Brokern oder Preisagenturen, wie Reuters oder Bloomberg, leicht und regelmäßig verfügbar sind und tatsächlich und regelmäßig Transaktionen zu diesen Preisen stattfinden. Diese Kategorie enthält insbesondere an Börsen notierte Schuldinstrumente. Im Bereich der nicht zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente sind hier Schuldverschreibungen sowie verbriefte Verbindlichkeiten enthalten.
Bewertungsverfahren mittels beobachtbarer Parameter (Level 2): Wird ein Preis herangezogen, dessen Markt aufgrund einer beobachteten eingeschränkten Liquidität nicht als aktiver Markt betrachtet werden kann, wird das zugrundeliegende Finanzinstrument in die Fair Value Stufe 2 gereiht. Sind keine Marktpreise verfügbar, erfolgt die Bewertung anhand von Bewertungsmodellen, die auf Marktdaten beruhen. Sofern alle wesentlichen Parameter des Bewertungsmodells am Markt beobachtbar sind, wird das Finanzinstrument als Level 2 der Fair Value Hierarchie eingestuft. Für Level 2-Bewertungen werden typischerweise Zinskurven, Credit Spreads und implizite Volatilitäten als nachvollziehbare beobachtbare Marktparameter verwendet.
Im Bereich der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente werden vor allem Einlagen, verbriefte Verbindlichkeiten sowie die Mehrzahl der OTC-Derivate gezeigt. Darüber hinaus sind hier Schuldinstrumente enthalten, für welche kein aktiver Markt besteht. Im Bereich der nicht zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente sind hier Schuldverschreibungen, Zwischenbankgelder, Einlagen sowie verbriefte Verbindlichkeiten enthalten.
Bewertungsverfahren mittels wesentlicher, nicht beobachtbarer Parameter (Level 3): Die Finanzinstrumente dieser Kategorie weisen Eingangsparameter auf, die nicht beobachtbar sind und einen mehr als unwesentlichen Effekt auf den Fair Value eines Instruments haben. In diesem Fall werden einzelne, nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter anhand angemessener Annahmen geschätzt. Für Level 3-Bewertungen werden neben beobachtbaren Parametern typischerweise Credit Spreads, die aus internen Schätzungen für Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD) und Verlustquoten (LGD) abgeleitet werden, als nicht beobachtbare Parameter verwendet. Diese Kategorie enthält im Bereich der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente im Wesentlichen Kredite, strukturierte verbriefte Verbindlichkeiten, komplexere OTC-Derivate sowie Beteiligungen bzw. beteiligungsähnliche hybride Finanzinstrumente. Im Bereich der nicht zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente sind hier vor allem Kredite und Einlagen enthalten.
Die folgende Darstellung zeigt die Fair Value Hierarchie der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:
In TEUR
2023
2022
Finanzielle Vermögenswerte
Level 1
Level 2
Level 3
Level 1
Level 2
Level 3
Finanzielle Vermögenswerte – HFT
16.305
318.613
602
12.947
408.738
2.273
Schuldverschreibungen
16.305
0
0
12.947
0
0
Derivate (positive Marktwerte)
0
318.613
602
0
408.738
2.273
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
441.796
5.959
119.602
534.898
5.799
110.506
Schuldverschreibungen
441.796
5.959
0
534.898
5.799
0
Eigenkapitalinstrumente
0
0
119.602
0
0
110.506
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M
0
27.824
47.808
0
26.046
49.680
Schuldverschreibungen
0
18.316
0
0
17.155
0
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0
9.508
12.637
0
8.891
11.499
Kredite und Forderungen
0
0
35.171
0
0
38.181
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
0
319.842
0
0
400.935
0
Gesamt
458.101
672.238
168.012
547.845
841.518
162.459
 
 
 
 
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten
Level 1
Level 2
Level 3
Level 1
Level 2
Level 3
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT
0
172.908
42
0
237.409
329
Derivate (negative Marktwerte)
0
172.908
42
0
237.409
329
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO
0
351.580
15.386
0
364.567
23.035
Einlagen / Aufgenommene Gelder
0
230.036
0
0
227.481
0
Verbriefte Verbindlichkeiten
0
106.754
15.386
0
122.679
23.035
Nachrangige Verbindlichkeiten
0
14.790
0
0
14.407
0
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
0
296.858
0
0
413.142
0
Gesamt
0
821.346
15.428
0
1.015.118
23.364

Umgliederungen von und nach Level 1
Weder in der Berichtsperiode noch in der Vergleichsperiode gab es Umgliederungen aus Level 1 bzw. nach Level 1.
Angaben zu Finanzinstrumenten in Level 3
Beschreibung der Bewertungsmethoden und -prozesse für Finanzinstrumente in Level 3
Wenn zumindest ein wesentlicher Bewertungsparameter nicht am Markt beobachtbar ist, wird dieses Instrument dem Level 3 der Fair Value Hierarchie zugeordnet. Zur Validierung des Bewertungspreises werden daher zusätzliche Schritte notwendig. Diese umfassen u. a. die Analyse historischer Daten oder Benchmarking zu vergleichbaren Finanzinstrumenten. Diese Verfahren beinhalten Parameterschätzungen und Expertenmeinungen.
Die Ermittlung und Kategorisierung der Fair Values von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten erfolgt mit Ausnahme der Fair Values für Beteiligungen und beteiligungsähnliche hybride Finanzinstrumente in der Abteilung Marktrisikocontrolling, in deren Kompetenz die Marktbewertungen und die verwendeten Berechnungsmodelle – inklusive der Ermittlung der Level 3 Fair Values – liegen. Die Abteilung überprüft regelmäßig wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren und Valuation Adjustments. Falls Preise von Dritten, wie etwa Partnerbewertungen bzw. externe Modelle, für die Ermittlung der Fair Values verwendet werden, so erfasst, dokumentiert und verplausibilisiert Marktrisikocontrolling diese Werte. Wesentliche Bewertungsthemen und Auswirkungen von Bewertungsänderungen werden im Gesamtbank-Risikokomitee bzw. dem Vorstand berichtet. Die Ermittlung und Kategorisierung von Fair Values für Beteiligungen und beteiligungsähnliche hybride Finanzinstrumente erfolgt in der Abteilung Beteiligungen, die für das gesamte Beteiligungsportefeuille zuständig ist.
Informationen zur Bewertung von Level 3 Finanzinstrumenten:
Fremdkapitalinstrumente und Derivate
 
Art
Bewertungs-methode
Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren
Umfang der nicht beobachtbaren Inputfaktoren
Kredite und Forderungen
Kredite
DCF
Ausfallwahr-scheinlichkeit, Verlustquote
10-30%
Derivate
Zinsderivate
Broker-Schätzungen
erwartete Zinszahlungen
10-20%
Einlagen / Aufgenommene Gelder
Einlagen
Broker-Schätzungen,
DCF – Verfahren
erwartete Zinszahlungen
10-30%
Verbriefte Verbindlichkeiten
Emissionen
Broker-Schätzungen,
DCF – Verfahren
erwartete Zinszahlungen
5-10%

Beteiligungen
Bewertungsmethode
Beschreibung
Inputfaktoren
von
bis
Discounted Cash Flow Verfahren
(DCF – Flow to Equity)
Abzinsung von Free Cash Flows mit einem internen Zinsfuß (Diskontierungszins, Beta- und Marktrisikofaktor)
interner Zinsfuß
8,24 %
19,56 %
Betafaktor
0,92
2,66
Marktrisikoprämie
5,73 %
6,53 %
Risikoloser Zinssatz
2,22 %
3,02 %
Planungshorizont
3 Jahre
5 Jahre
Substanzwertverfahren (Immobilien)
Der aktuelle Marktwert für die Immobilien wird zum Bewertungsstichtag mittels Gutachten erhoben. Die so ermittelten stillen Reserven/Lasten werden dem Eigenkapital zugerechnet.
Pacht je m2
Zu-/Abschlag
0,30 EUR

+500 BP
3,00 EUR

-500 BP
Multiplikatorverfahren (Multiple)
Multiplikation des eingesetzten Kapitals mit dem TVPI (Total Value to paid-in capital)
Multiplikator
0,65
1,63
Beteiligungsähnliche hybride Finanzinstrumente
Bewertungsmethode
Beschreibung
Inputfaktoren
 
Discounted Cash Flow Verfahren
(DCF – Flow to Equity)
Abzinsung von Free Cash Flows mit einem internen Zinsfuß (Diskontierungszins, Beta- und Marktrisikofaktor)
interner Zinsfuß
8,75%
Betafaktor
1
Marktrisikoprämie
5,75%
Risikoloser Zinssatz
3,00%
Planungshorizont
5 Jahre
Zu einigen der Finanzinstrumente in der Level 3-Kategorie bestehen identische und ähnliche kompensierende Positionen bezüglich der nicht beobachtbaren Parameter. Die IFRS-Vorschriften verlangen, die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten brutto anzuführen. Einige Finanzinstrumente in der Level 3-Kategorie sind durch Instrumente der Level 2-Kategorie abgesichert.
Ist eine Änderung in der Ermittlung des Fair Values eingetreten, wenn beispielsweise für die Wertermittlung beobachtbare Parameter statt nicht beobachtbarer Parameter zur Verfügung stehen, wird das jeweilige Finanzinstrument in eine andere Stufe umgruppiert.
Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist, auf Basis des Anfangsbestands.
Die Tabellen auf den folgenden Seiten stellen die Entwicklung der Fair Values von Finanzinstrumenten dar, für welche der beizulegende Zeitwert nicht aus beobachtbaren, am Markt verfügbaren Daten ermittelt werden kann.
Überleitung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente in Level 3
Geschäftsjahr 2023

In TEUR
Bestand am 1.1.
In der Gewinn und Verlust-rechnung erfasst1)
Im sons-tigen Ergebnis erfasst1)
Zugänge
Abgänge
Bestand am 31.12.
Finanzielle Vermögenswerte – HFT
2.273
-1.671
0
0
0
602
Derivate (positive Marktwerte)
2.273
-1.671
0
0
0
602
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
110.506
0
4.663
4.957
-524
119.602
Eigenkapitalinstrumente
110.506
0
4.663
4.957
-524
119.602
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M
49.680
13
0
2.209
-4.094
47.808
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
11.499
109
0
1.029
0
12.637
Kredite und Forderungen
38.181
-96
0
1.180
-4.094
35.171
Gesamt
162.459
-1.658
4.663
7.166
-4.618
168.012
 
 
 
 
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT
329
-287
0
0
0
42
Derivate (negative Marktwerte)
329
-287
0
0
0
42
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO
23.035
-596
276
0
-7.329
15.386
Verbriefte Verbindlichkeiten
23.035
-596
276
0
-7.329
15.386
Gesamt
23.364
-883
276
0
-7.329
15.428
1) Bei den Vermögenswerten stehen positive Beträge für Gewinne und negative Beträge für Verluste. Bei den Verbindlichkeiten stehen positive Beträge für Verluste und negative Beträge für Gewinne.
Im Geschäftsjahr 2023 gab es – wie im Vorjahr – keine Umgliederungen aus bzw. nach Level 3.
Die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Bewertungsergebnisse von Finanziellen Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO), die Ergebnisse aus den dazugehörigen Derivaten (Economic Hedges) sowie von Finanziellen Vermögenswerten – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M) sind in der Position „Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)“ enthalten. Die Zinsen dieser Instrumente werden im Zinsüberschuss ausgewiesen. Im Sonstigen Ergebnis (OCI non reclassified) erfasste Effekte aus der Veränderung des eigenen Bonitätsrisikos finanzieller Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO) sind in der Position „Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten“ enthalten.
Das in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Ergebnis aus Finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT) wird in der Position „Handelsergebnis“ gezeigt. Die im Sonstigen Ergebnis erfassten Bewertungsergebnisse aus Finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI (FVOCI) ohne Recycling werden in der Position „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI“ ausgewiesen.

Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Fair Values von Finanzinstrumenten in Level 3 der Vergleichsperiode dar.
Geschäftsjahr 2022

In TEUR
Bestand am 1.1.
In der Gewinn und Verlust-rechnung erfasst1)
Im sonstigen Ergebnis erfasst1)
Zugänge
Abgänge
Bestand am 31.12.
Finanzielle Vermögenswerte – HFT
5.087
-2.814
0
0
0
2.273
Derivate (positive Marktwerte)
5.087
-2.814
0
0
0
2.273
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
90.397
0
6.305
16.902
-3.098
110.506
Eigenkapitalinstrumente
90.397
0
6.305
16.902
-3.098
110.506
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M
37.448
-1.080
0
30.573
-17.261
49.680
Schuldverschreibungen
5.070
400
0
6.029
0
11.499
Kredite und Forderungen
32.378
-1.480
0
24.544
-17.261
38.181
Gesamt
132.932
-3.894
6.305
47.475
-20.359
162.459
 
 
 
 
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT
471
-142
0
0
0
329
Derivate (negative Marktwerte)
471
-142
0
0
0
329
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO
25.454
-2.419
0
0
0
23.035
Verbriefte Verbindlichkeiten
25.454
-2.419
0
0
0
23.035
Gesamt
25.925
-2.561
0
0
0
23.364
1) Bei den Vermögenswerten stehen positive Beträge für Gewinne und negative Beträge für Verluste. Bei den Verbindlichkeiten stehen positive Beträge für Verluste und negative Beträge für Gewinne.

Ergebnis aus zum Berichtsstichtag gehaltenen Finanzinstrumenten der Level 3 Kategorie
Die nachstehende Tabelle beinhaltet gemäß IFRS 7 nur die Gewinne und Verluste der am Berichtsstichtag gehaltenen Level 3-Instrumente.
In TEUR
2023
2022
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
 
 
Finanzielle Vermögenswerte – HFT
73
-1.153
Derivate (positive Marktwerte)
73
-1.153
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M
1.696
-686
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
599
575
Kredite und Forderungen
1.097
-1.261
Gesamt
1.769
-1.839
 
 
 
Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT
-10
50
Derivate (negative Marktwerte)
-10
50
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO
-490
1.496
Verbriefte Verbindlichkeiten
-490
1.496
Gesamt
-500
1.546
 
 
 
Gesamtsumme
1.269
-293
Die kompensierenden Gewinne und Verluste, die aus entsprechenden Absicherungsgeschäften erfasst wurden, sind nicht in der obigen Tabelle enthalten. Die Darstellung beinhaltet gemäß IFRS 13 nur Gewinne und Verluste, die aus originären Level 3-Instrumenten resultieren.

Sensitivitätsanalyse der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente in Level 3
Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse der Level 3-Instrumente werden mögliche Auswirkungen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values resultieren, dargestellt.
Verbriefte Verbindlichkeiten und Kredite
Bei den zum Fair Value bewerteten Verbrieften Verbindlichkeiten (Emissionen) in Level 3 handelt es sich vorwiegend um 1:1 durchgesicherte Zinsstruktur-Positionen. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für diese komplexen Produkte (OTC) sind dabei historische Volatilitäten und historische Korrelationen von CMS-Indizes.
Für die Sensitivitätsanalyse wurden die oben beschriebenen, nicht beobachtbaren Faktoren der Level 3-Produkte auf beobachtbare Faktoren umgeschlüsselt und anschließend Sensitivitätsshifts unterzogen. Dabei wurden einerseits die Zinssensitivität und andererseits die
Credit Spread-Sensitivität verwendet.
Für die Zinssensitivität wurden alle dem Zinsrisiko ausgesetzten Produkte als Zerobonds für die definierte Restlaufzeit berücksichtigt. Dazu erfolgte zunächst eine Umschlüsselung dieser Produkte auf entsprechende Forwards und eine Einteilung in die entsprechenden Laufzeitbänder. Anschließend wurde ein sogenannter Zinsschock unterstellt, d.h. es wurden die Auswirkungen auf den Fair Value bei einem Parallelshift der Zinskurve um 200 Basispunkte nach oben bzw. unten untersucht. Weiters wurden die Bewertungsauswirkungen im Fall einer Kurvendrehung (Geldmarkt -100 BP, Jahresstützpunkt 0, Kapitalmarkt +100 BP) betrachtet.
Für das Spreadrisiko wurden die Level 3-Emissionen mit ihrer Restlaufzeit und ihrem internen Rating berücksichtigt. Dabei wurde angenommen, dass die Spreads der ausgewiesenen Level 3-Finanzinstrumente um 200 Basispunkte nach oben bzw. unten geshiftet werden.
Im Kreditbereich handelt es sich um alle Fair Value Positionen, welche die qualitative oder quantitative SPPI-Prüfung (Benchmark-Test) nicht bestanden haben. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren sind hier Credit Spreads, die aus internen Schätzungen für Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD) und Verlustquoten (LGD) abgeleitet werden.
Für Level-3-Produkte aus dem Kreditbereich werden die Sensitivitäten über vollständige Full Fair Value Simulationen aller Fair Value Positionen zu folgenden Szenarien ermittelt.
  • Parallelshift aller Zinskurven um 200 Basispunkte nach oben bzw. unten
  • Kurvendrehung (Geldmarkt -100 BP, Jahresstützpunkt 0, Kapitalmarkt +100 BP)
  • Parallelshift der Credit-Spread-Kurven um 200 BP nach oben bzw. unten
Ein Parallelshift der Credit-Spread-Kurven, wirkt sich hierbei nur auf den unbesicherten Anteil einer Position aus.
Die Sensitivität in den einzelnen Szenarien ergibt sich aus der Differenz des Szenario-Full Fair Value zum tatsächlichen Full Fair Value.
Die inkludierten Fremdwährungsgeschäfte wurden hinsichtlich des Währungsrisikos einem Währungsshift unterzogen. Da den Fremdwährungspositionen allerdings entsprechende Refinanzierungen in Fremdwährung (gleiche Höhe, gleiche Zinsanpassungszeitpunkte) gegenüberstehen, ergibt sich aus diesem Währungsshift für Level 3-Produkte kein Fremdwährungsrisiko.

Die aus der Änderung der Parameter resultierenden ergebniswirksamen Auswirkungen auf den Fair Value sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Geschäftsjahr 2023
 
Fair Value Änderung
In TEUR
Änderung
Input-faktoren
Aktiv-positionen
Passiv-positionen
Gesamt
Zinssensitivität:
 
 
 
 
Zinssatzänderung
+200 BP
-367
0
-367
Zinssatzänderung
-200 BP
1.057
0
1.057
Kurvendrehung:
 
 
 
 
Geldmarkt
-100 BP
-200
0
-200
Kapitalmarkt
+100 BP
Creditspread-Sensitivität:
 
 
 
 
Änderung Credit Spread
+200 BP
-1.414
434
-980
Änderung Credit Spread
-200 BP
1.674
-449
1.225
Geschäftsjahr 2022
 
Fair Value Änderung
In TEUR
Änderung
Input-faktoren
Aktiv-positionen
Passiv-positionen
Gesamt
Zinssensitivität:
 
 
 
 
Zinssatzänderung
+200 BP
-370
0
-370
Zinssatzänderung
-200 BP
795
0
795
Kurvendrehung:
 
 
 
 
Geldmarkt
-100 BP
-185
0
-185
Kapitalmarkt
+100 BP
Creditspread-Sensitivität:
 
 
 
 
Änderung Credit Spread
+200 BP
-91
722
631
Änderung Credit Spread
-200 BP
104
-769
-665

Beteiligungen und beteiligungsähnliche hybride Finanzinstrumente
Bei den zum Fair Value bewerteten Level 3-Beteiligungen bzw. beteiligungsähnlichen hybriden Finanzinstrumenten handelt es sich durchgehend um nicht öffentlich gehandelte Unternehmensbeteiligungen. Nahezu alle der Unternehmensbewertung zugrundeliegenden Parameter sind dabei nicht beobachtbare Bewertungsparameter. Die Bewertungsmethode richtet sich nach den jeweiligen Besonderheiten des Bewertungsobjekts (Unternehmensgegenstand, Verträge etc.). Für die zum Discounted Cash Flow Verfahren bewerteten Unternehmen werden jährliche Planungsrechnungen erstellt. Eine Veränderung der angenommenen Free Cash Flows kann den Fair Value wesentlich beeinflussen, weswegen eine Veränderung der jeweiligen Free Cash Flows um +/- 100 BP je Planungsperiode untersucht wurde. In den Diskontierungszinssatz fließen mehrere Parameter ein, die jeweils für sich genommen unterschiedlich stark wirken. Für die Zinssensitivität wurde der gesamte Diskontierungszinssatz um jeweils +/- 100 BP variiert. Für die zum Substanzwert bewertete Beteiligung stellen die mittels Gutachten ermittelten m²-Preise den wesentlichsten Eingangsparameter dar, welcher um +/- 500 BP variiert wurde. Für die mit dem Multiplikatorverfahren bewertete Beteiligung wurde die Zinssensitivität mit einem Parallelshift des Multiplikators um +/- 10 BP untersucht. Es handelt sich hier um einen Alternativen Investmentfonds (AIF) mit definierter Laufzeit (geschlossener Fonds).
Für die Sensitivitätsanalyse wurden die fünf (Vj: fünf) größten Beteiligungen herangezogen. Die sich ergebenden Auswirkungen auf den Fair Value sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.
Geschäftsjahr 2023
In TEUR
 
 
Fair Value Änderung
Bewertungsmethode
Input-faktoren
Änderung Input-faktoren
Fair Value
Best Case
Worst Case
Discounted Cash Flow Verfahren
Diskontzins-satz
+/- 100 BP
33.074
37.262
29.718
 
Free Cash Flow
+/- 100 BP
Substanzwertverfahren (Immobilien)
Zu-/
Abschlag
+/- 500 BP
15.859
16.599
15.119
Multiplikatorverfahren
Multiplikator
+/- 10 BP
13.040
13.840
12.240
Geschäftsjahr 2022
In TEUR
 
 
Fair Value Änderung
Bewertungsmethode
Input-faktoren
Änderung Input-faktoren
Fair Value
Best Case
Worst Case
Discounted Cash Flow Verfahren
Diskontzins-satz
+/- 100 BP
32.370
37.074
28.683
 
Free Cash Flow
+/- 100 BP
Substanzwertverfahren (Immobilien)
Zu-/
Abschlag
+/- 500 BP
15.725
16.825
15.345
Multiplikatorverfahren
Multiplikator
+/- 10 BP
13.020
13.720
12.320
Die Sensitivitätsanalyse sowie die sich ergebenden Auswirkungen auf den Fair Value für die beteiligungsähnlichen hybriden Finanzinstrumente sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.
Geschäftsjahr 2023
In TEUR
 
 
Fair Value Änderung
Bewertungsmethode
Input-faktoren
Änderung Input-faktoren
Fair Value
Best Case
Worst Case
Discounted Cash Flow Verfahren
Diskontzins-satz
+/- 100 BP
12.637
14.683
11.116
 
Free Cash Flow
+/- 100 BP
Geschäftsjahr 2022
In TEUR
 
 
Fair Value Änderung
Bewertungsmethode
Input-faktoren
Änderung Input-faktoren
Fair Value
Best Case
Worst Case
Discounted Cash Flow Verfahren
Diskontzins-satz
+/- 100 BP
11.499
13.382
10.097
 
Free Cash Flow
+/- 100 BP

Fair Value Hierarchie der nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten
Gemäß IFRS 13.97 ist auch die Zuordnung der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Instrumente zu den jeweiligen Levels der Fair Value Hierarchie darzustellen.
Die Fair Values bestimmter, zu Nominalwerten bilanzierter Finanzinstrumente entsprechen nahezu ihren Buchwerten. Hierunter fallen etwa die Barreserve und Sichtguthaben sowie täglich fällige Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Forderungen und Verbindlichkeiten ohne eindeutige Fälligkeit oder Zinsbindung. Diese Instrumente werden regelmäßig mit ihrem Rückzahlungsbetrag übertragen, wie beispielsweise die Rückzahlung einer täglich fälligen Einlage zum Nominalbetrag. Entsprechend IFRS 7.29 (a) wird bei diesen Instrumenten auf die Angabe des beizulegenden Zeitwerts verzichtet, da der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
Die nachstehende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value Hierarchie.
In TEUR
2023
2022
 
Level 1
Level 2
Level 3
Level 1
Level 2
Level 3
Finanzielle Vermögenswerte – AC
 
 
 
 
 
 
Schuldverschreibungen
1.189.364
516.442
0
1.165.387
605.731
0
Kredite und Forderungen
0
1.218.764
6.954.229
0
1.497.753
6.754.210
Forderungen aus Leasingverhältnissen
0
0
136.894
0
0
126.594
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
 
 
 
 
 
 
Einlagen / Aufgenommene Gelder
0
2.940.759
1.273.410
0
4.766.952
1.125.606
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.300.226
2.042.288
0
1.710.178
1.605.450
0
Nachrangige Verbindlichkeiten
0
71.718
0
0
69.636
0
Risikobericht
Organisation des Risikomanagements
Zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Bankgeschäft gehört die Fähigkeit eines Kreditinstituts, die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Chancen und Risiken zu erkennen und richtig einzuschätzen. Auf Basis einer differenzierten Risikomessung und unter Berücksichtigung der Kapitalausstattung soll durch geeignete Steuerungs-, Management- und Überwachungsprozesse die langfristige positive Ertragssituation erhalten bleiben.
Die Bedeutung des Gesamtbankrisikomanagements, insbesondere die Fähigkeit eines Kreditinstitutes sämtliche wesentlichen Risiken zu erfassen, zu messen sowie zeitnah zu überwachen und zu steuern, hat angesichts des volatilen wirtschaftlichen Umfelds in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Risikomanagement wird im RLB Steiermark Konzern daher als aktive unternehmerische Funktion und als integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung verstanden. Das Risk Appetite Framework formuliert ein Rahmenwerk für den gesamten Risikomanagementprozess und stellt damit neben der Risikostrategie eines der zentralen Dokumente für das Risikomanagement des RLB Steiermark Konzerns dar.
Die Verantwortung für den gesamten Bereich der Risikosteuerung trägt der Vorstand. Er definiert, abgeleitet aus der Unternehmensstrategie unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsstrategie, die Risikostrategie und –politik. Diese werden tourlich im Aufsichtsrat behandelt. Die Risikostrategie legt die strategische Ausrichtung des Risikomanagements für alle Arten von Risiken fest. Damit stellt die Risikostrategie das oberste Lenkinstrument für risikoorientiertes Management dar und ist ein Eckpfeiler im Rahmen der Steuerung, Überwachung und Begrenzung von Risiken. Sie trägt so wesentlich zur Sicherstellung der internen Kapitaladäquanz bei.
Abgeleitet von der Risikostrategie verfolgt der RLB Steiermark Konzern mit der Risikopolitik und deren operativen Parametern das Ziel, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Das Risikomanagement berichtet die Einhaltung dieser Parameter zeitnah an beide Organe.
Die organisatorische Aufstellung der Risikomanagementeinheiten im Vorstandsbereich Risiko zeigt folgendes Bild:
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Alle Organisationseinheiten, die mit der Risikoerkennung, -erfassung, -bewertung und -analyse befasst sind, sind unter der direkten Leitung des Risikovorstands zusammengefasst. Im Bereich „Risikocontrolling“ erfolgt die Identifizierung, Messung, Bewertung, Steuerung und das Monitoring der Risiken in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Organisationseinheiten. Das Risikocontrolling verantwortet die Gesamtbankrisikobetrachtung (Risikotragfähigkeitsanalyse) und hat weiters die Aufgabe, geeignete Risikomessverfahren und die dafür notwendigen IT-Systeme zu entwickeln und bereitzustellen (Modellauswahl und -implementierung) um eine aktive Risikosteuerung gemäß den Anforderungen des Konzerns zu gewährleisten.
Die Aufgabe des Bereichs Kreditrisikomanagement ist die Analyse und das Management der Kreditengagements von der Genehmigung eines solchen über die gesamte Laufzeit des Kredits.
Der Aufbau des Risikomanagements soll die Tätigkeiten aus der fachlichen Verantwortung heraus unterstützen und die unabhängige Funktionsfähigkeit der Prozesse und Systeme sicherstellen. Die aktuelle Aufbauorganisation gewährleistet, dass die mit dem Risikomanagement betrauten Mitarbeiter innerhalb ihres Verantwortungsbereichs unabhängig agieren können.
Die Strukturen im Risikocontrolling wurden so gelegt, dass die wesentlichen Risiken im Konzern – das sind Kreditrisiko, Beteiligungsrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko, operationelle Risiken, makroökonomische Risiken und sonstige Risiken – identifiziert, gemessen und gesteuert werden. In der Letztverantwortung für diese Aufgabe wird der Vorstand durch spezifische Komitees unterstützt.
Ziel der Risikosteuerung ist die Risikolimitierung bzw. bewusste Allokation von Risikokapital für ein nachhaltig profitables Wachstum in allen Geschäftsbereichen sowie die Erhaltung und weitere Stärkung der Eigenmittelsituation im Konzern.
Die Ausrichtung des Risikoportfolios orientiert sich an folgenden strategischen Rahmenbedingungen:
  • Klare und nachvollziehbare Entscheidungen.
  • Sorgfältige, zeitnahe und realistische Bonitätsbeurteilung bei allen Aktivgeschäften.
  • Bei einer nicht transparenten, unüberschaubaren Risikolage wird nach dem Vorsichtsprinzip gehandelt.
  • Konsequente Risikosteuerung durch eine rechtzeitige Identifikation und Bewertung der Risiken sowie eine entschlossene Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen.
  • Eine Risikominimierung erfolgt auch durch eine entsprechende Diversifizierung aller Bankgeschäfte.
  • Durch eine effiziente Steuerung sehen wir Risiken auch als Ertragschancen.
  • Risiken werden immer ausreichend diversifiziert und zwar sowohl in den einzelnen Geschäftsfeldern, als auch über die Geschäftsfelder hinausgehend.
  • Entwicklung und Integration funktionierender Prozesse in den täglichen Geschäftsablauf.
  • Produkteinführungen oder neue Markteintritte beruhen auf einer spezifischen Risikoanalyse, die auf einer vorausgehenden Einschätzung der Risiken basiert.
  • Produkte und Dienstleistungen werden nur dann unseren Kunden angeboten, wenn wir dafür die Berechtigung, entsprechendes Fachwissen und die dafür nötige Infrastruktur haben.
  • Know Your Customer: Wir kennen unsere Kunden und vergeben daher Kredite nur nach eingehender Schuldner- und Bonitätsprüfung.
  • Das ESG-Risiko wird in der Risikosteuerung bereits berücksichtigt (u.a. Risikoinventur, Ratingmodelle, Ausschlusskriterien, ESG-Scoring…) und laufend – in Abstimmung mit dem Sektor – weiterentwickelt.
Die Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken werden unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit im RLB Steiermark Konzern strukturiert und in angemessenen Abständen überprüft.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist eine wesentliche Entscheidungsgrundlage für das Management und wichtiger Bestandteil des laufenden Risikoberichts an den Vorstand und des vierteljährlichen Risikoberichts an den Aufsichtsrat. Die laufende Überwachung der Risikolimite erfolgt durch das Risikocontrolling im RLB Steiermark Konzern. Im Gremium „Gesamtbankrisikokomitee“ werden die Berichte analysiert und die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung festgelegt.
Im RLB Steiermark Konzern werden tourlich Stresstests durchgeführt und im Gesamtbankrisikokomitee behandelt. Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen mögliche Verlustpotenziale auf. In den Stresstests werden u. a. Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds durch makroökonomische Szenarien dargestellt. Diese beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft. Die Szenarien unterliegen einem jährlichen Review. Neben den tourlichen Stresstests wurden zusätzliche Szenarien aufgrund der aktuellen makroökonomischen Entwicklung (u.a. Zinsanstieg, steigende Inflation etc.) gerechnet. Darüber hinaus wurden speziell im Kreditrisiko Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Die Risikotragfähigkeit war bei allen Stressszenarien gegeben.
Weiters wurden reverse Stresstests durchgeführt, welche speziell auf die risikosensitiven Bereiche im Konzern abzielen und dem Management somit wichtige Informationen für die Steuerung der Risiken liefern.
Darüber hinaus überprüft die normative Perspektive die Einhaltung regulatorischer Kapitalquoten in der Kapitalplanung und in einem adversen Szenario. Für das adverse Szenario wird ein sektoreinheitliches makroökonomisches Szenario in Anlehnung an den aktuellen Stresstest im Rahmen der Früherkennung berücksichtigt (vlg. hiezu nachfolgendes Kapitel ICAAP).
Sicherungseinrichtung
Im Rahmen des institutsbezogenen Sicherungssystems für den Raiffeisen-Sektor (Raiffeisen-IPS, „R-IPS“) bestehend aus der RBI und ihren österreichischen Tochterbanken, allen Raiffeisenlandesbanken sowie den Raiffeisenbanken, übernimmt die „Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen“ (ÖRS) für ihre Mitgliedsinstitute die Aufgaben der gesetzlichen Einlagensicherung und Anlegerentschädigung im Sinne des ESAEG. Zu diesen Zwecken bestehen vertragliche oder satzungsmäßige Haftungsvereinbarungen, die die teilnehmenden Institute gegenseitig absichern und insbesondere bei Bedarf ihre Liquidität und Solvenz sicherstellen. Für das R-IPS ist ein gemeinsamer Sanierungsplan zu erstellen. Das bedeutet, dass für die RLB Steiermark, für die RLB-Stmk Verbund eGen und die Landesgruppe Steiermark des R-IPS kein eigener Sanierungsplan erforderlich ist, sie sind Bestandteil des R-IPS Sanierungsplanes.

Internes Kapitaladäquanzverfahren (ICAAP) und Stresstesting
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (Internal Capital Adequacy Assessment Process – ICAAP) ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung im Konzern. Internationaler Best Practise folgend ist der ICAAP als revolvierender Steuerungskreislauf aufgesetzt. Ausgangsbasis ist eine klar definierte Risikostrategie, die jährlich angepasst und vom Vorstand beschlossen wird, durchläuft dann den Prozess der Risikoidentifikation, -quantifizierung und -aggregation und schließt mit der Bestimmung der Risikotragfähigkeit, Kapitalallokation und Limitierung bis hin zur laufenden Risikoüberwachung. Kernpunkt der Risikostrategie stellt die Definition des Risikoappetits, dh. der Anteil an Kapital, der dem Risiko gewidmet ist, dar. Die einzelnen Elemente des Kreislaufs werden mit unterschiedlicher Frequenz durchlaufen, z. B. täglich für die Risikomessung „Marktrisiko Handelsbuch“ und jährlich für die Risikoinventur, Risikostrategie und -politik. Alle im Kreislauf beschriebenen Aktivitäten werden zumindest jährlich auf ihre Aktualität und ihre Angemessenheit hin geprüft und bei Bedarf an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst.
Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wird erhoben, welche Risiken im laufenden Bankbetrieb vorhanden sind und welche Bedeutung bzw. welches Gefahrenpotential diese Risiken für den Konzern haben. Dabei wird nicht nur eine quantitative Einschätzung der einzelnen Risikoarten vorgenommen, sondern es werden auch die vorhandenen Methoden und Systeme zur Überwachung und Steuerung der Risiken beurteilt (qualitative Beurteilung). Die Ergebnisse der Risikoinventur werden ausgewertet, zusammengefasst und fließen in die Risikostrategie und Risikopolitik ein.
Zentrales Element der Risikomessung und –steuerung ist die Risikotragfähigkeitsanalyse. In der Risikotragfähigkeitsanalyse werden die einzelnen Risikoarten wie Kreditrisiko, Beteiligungsrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko, operationelles Risiko, makroökonomisches Risiko und sonstige Risiken (Risikopuffer) quantifiziert und aggregiert und der verfügbaren Deckungsmasse gegenübergestellt.
Ziel ist es sicherzustellen, dass der RLB Steiermark Konzern jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können.
Die RLB Steiermark Konzern unterscheidet gemäß „Leitfaden der EZB für den bankinternen Prozess zur Sicherstellung einer angemessen Kapitalausstattung“ zwischen der ökonomischen Sichtweise (99,9 %) und der ergänzenden normativen Sichtweise. Die ökonomische Sichtweise fokussiert sich dabei auf eine barwertige Risikobetrachtung und - ausnützung der Risikodeckungsmasse, wohingegen sich die normative Sichtweise auf bilanzielle Risiken in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und deren Auswirkung auf die Kapitalquoten konzentriert. Die normative Perspektive löst die bisherige Going-Conzern Betrachtung im Rahmen der Risikotragfähigkeit vollständig ab.
Der Vorstand steuert und limitiert die Risikotragfähigkeit auf Basis der ökonomischen Sichtweise (VaR 99,9 %) unter Beachtung der normativen Sichtweise. Das ökonomische Kapital wird sodann laufend auf seine Ausnützung hin überwacht.
Die ökonomische Perspektive hat analog der Säule 2 aus Basel III die Sicherstellung einer dem Risiko entsprechenden Kapitalausstattung zum Ziel. In diesem Ansatz wird ausgehend von der eigenen Ausfallwahrscheinlichkeit das Konfidenzintervall (99,9 %) bestimmt und die diesbezüglichen Risiken – welche als ökonomisches Kapital(-erfordernis) bezeichnet werden – der vorhandenen Kapitalausstattung gegenübergestellt. Dieser Ansatz ähnelt somit der regulatorischen Solvabilitätsbetrachtung, hat aber eine umfassendere und sensitivere Risikobetrachtung als Grundlage. Der aus der ökonomischen Perspektive resultierende ökonomische Kapitalverbrauch stellt somit jenes Kapitalerfordernis dar, welches das Institut, ein Geschäftsbereich bzw. ein Einzelgeschäft benötigt und kann somit als Grundlage für die risikoadjustierte Kapitalallokation und als Basis zur Verrechnung von Kapitalkosten innerhalb des Konzerns herangezogen werden. Die ökonomische Perspektive stellt somit eine wesentliche Informationsquelle für die Risiko- und Gesamtbanksteuerung dar.
Der Risikoappetit wird jährlich in Form eines Gesamtbanklimits (verteilt auf einzelne Geschäftsfelder und auf Einzelrisikoarten) festgelegt und vom Vorstand beschlossen. Die Deckungsmasse im Rahmen der ökonomischen Perspektive muss jedenfalls größer dem ökonomischen Kapital sein, eine Auslastung größer 90% wird nicht angestrebt und erfordert die Planung von Maßnahmen zur Risikoreduktion bzw. Erhöhung der Deckungsmasse.
Die normative Perspektive überprüft die Einhaltung regulatorischer Kapitalquoten in der Kapitalplanung und einem adversen Szenario. Für das adverse Szenario wird ein sektoreinheitliches makroökonomisches Szenario in Anlehnung an den aktuellen Stresstest im Rahmen der Früherkennung berücksichtigt. Die Analyse des Stress-Szenarios in der normativen Perspektive des ICAAP soll sicherstellen, dass der Konzern am Ende der mehrjährigen Planungsperiode auch in einem sich unerwartet verschlechternden makroökonomischen Umfeld über ausreichend hohe Kapitalquoten verfügt. Die Analyse basiert auf einem mehrjährig angelegten makroökonomischen Stresstest, dem hypothetische Marktentwicklungen bei einem signifikanten, aber realistischen wirtschaftlichen Abschwung simuliert werden. Als Risikoparameter kommen dabei unter anderem Zinskurven, Wechselkurse und Wertpapierkurse, aber auch Änderungen der Ausfallwahrscheinlichkeit bzw. Rating-Migrationen im Kreditportfolio zum Einsatz. Das Hauptaugenmerk dieses integrierten Stresstests gilt den resultierenden Kapitalquoten am Ende der mehrjährigen Betrachtung. Diese sollen einen nachhaltigen Wert nicht unterschreiten und somit keine substanziellen Kapitalerhöhungen oder tiefergreifenden Einschränkungen des Geschäftsvolumens notwendig machen. Das Ergebnis der normativen Perspektive wird hinsichtlich der Mindestkapitalquotenausstattung halbjährlich aktualisiert und führt bei ungewünschten Ergebnissen zu risikomindernden Maßnahmen, wie z. B. zur Limitierung von Risiken respektive Geschäftsfeldern. Die Mindestkapitalquotenausstattung im Rahmen der normativen Betrachtungsweise war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben.
Zur Begrenzung der Risiken ist ein vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigtes Limitsystem im Rahmen der ökonomischen Betrachtungsweise eingerichtet, welches die einzelnen Risikoarten und Geschäftsfelder umfasst. Der Bereich „Risikocontrolling“ analysiert die dargestellten Risiken und prüft durch laufende Soll-/Ist-Vergleiche die Einhaltung der definierten Limite. Bei der Identifikation von Konzentrationsrisiken werden die individuellen Gegebenheiten des Konzerns berücksichtigt. Eine Konzentration des Ausfallrisikos entsteht zum Beispiel aus hohen geschäftlichen Aktivitäten in bestimmten Branchen, Währungen, geografischen Regionen oder mit einer begrenzten Zahl individueller Kunden.
Die tourliche Risikotragfähigkeitsanalyse ist das zentrale Instrument, in dem alle risikorelevanten Aspekte zusammenfließen und dargestellt werden. Anhand dieser Analyse erfolgen entsprechende Aktivitäten zur Steuerung des Gesamtbankrisikos. Auf der Ebene einzelner Risikoarten erfolgt die Steuerung auch auf täglicher Basis und bei Bedarf im Intra-Day Bereich. Der Konzern richtet sein Engagement grundsätzlich nur auf Geschäftsfelder aus, in denen er über eine entsprechende Erfahrung zur Beurteilung der spezifischen Risiken verfügt. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht eine adäquate Analyse der geschäftsspezifischen Risiken voraus. Die Analyse erfolgt mittels eines standardisierten Produkteinführungsprozesses.
Die Grundlage für den täglichen Umgang mit Risiken und deren Steuerung bilden die vom Aufsichtsrat und Vorstand genehmigten Limite, die im Risikohandbuch konkretisiert sind. Sämtliche risikorelevanten Informationen sind in einer zentralen Informationsplattform (Intranet) zusammengefasst und für jeden Mitarbeiter zugänglich und zu beachten. Die Innen- bzw. Konzernrevision prüft die Wirksamkeit der Arbeitsabläufe sowie der Prozesse und eingerichteten Kontrollpunkte des Internen Kontrollsystems (IKS). Als wesentliche Risiken wurden das Kreditrisiko, das Beteiligungsrisiko, das Marktpreisrisiko, das Liquiditätsrisiko, das operationelle Risiko, das makroökonomische Risiko und sonstige Risiken identifiziert. Die sonstigen Risiken beinhalten einen Puffer für nicht quantifizierbare Risiken. Die einzelnen Risiken werden zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert, das sich wie folgt zusammensetzt:
Anteil der einzelnen Risiken an der Gesamtbankrisikoposition
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Auf Basis des Extremfallszenarios wurde zum 31. Dezember 2023 ein ökonomischer Kapitalbedarf von 858,9 Mio. EUR nach 854,8 Mio. EUR zum Jahresultimo 2022 ermittelt. Die korrespondierende Deckungsmasse im Konzern belief sich auf 1.975,1 Mio. EUR nach 1.836,9 Mio. EUR im Vorjahr.
In weiterer Folge werden die einzelnen Komponenten des Gesamtbankrisikos beschrieben.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beinhaltet das Kreditrisiko im engeren Sinn, das Konzentrationsrisiko bei Fremdwährungskrediten (FW-Krediten), das Länderrisiko sowie das Credit Value Adjustment-Risiko (CVA-Risiko).
Anteil der einzelnen Risiken am Kreditrisiko
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Das Kreditrisiko stellt das Risiko dar, welches sich aus möglichen Verlusten, die durch den Ausfall von Kunden oder Kontrahenten bzw. durch Bonitätsverschlechterung der Geschäftspartner sowie durch nicht werthaltige Sicherheiten (Restrisiko aus kreditrisikomindernden Techniken) entstehen, ergibt. Es beinhaltet auch die Verschlechterung der Bonität bzw. den Ausfall der Gegenpartei bei Wertpapieren. Das Kreditrisiko resultiert hauptsächlich aus Forderungen an Kunden und Banken und stellt die bedeutendste Risikoart des RLB Steiermark Konzerns dar. Im Risikomanagementprozess wird bei Kreditgewährung und während der Kreditlaufzeit ein begleitendes Risikomanagement durch die Bereiche Kreditrisikomanagement und Risikocontrolling sichergestellt.
Das Kreditrisiko wird sowohl auf Einzelkreditbasis der Kunden als auch auf Portfoliobasis beobachtet und analysiert. Diese Analyse lässt ein Abschätzen des Ausmaßes des Risikos und gegebenenfalls die Erarbeitung notwendiger Maßnahmen zur Risikoreduktion zu. Für die Steuerung des Kreditrisikos sind u.a. Limite auf Portfolioebene, Kreditnehmerebene und Produktebene festgelegt.
Das Kreditrisiko wird auf Gesamtportfolioebene mittels der Kennzahlen Expected Loss und Unexpected Loss gemessen. Ermittelt wird der maximale Verlust, der innerhalb eines Jahres eintreten könnte und mit einer 99,9%igen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Der Expected Loss wird durch den Ansatz einer adäquaten Prämie (Standardrisikokosten) kompensiert, während der Unexpected Loss durch das ökonomische Kapital gedeckt werden muss.
Das Kreditrisiko von Einzelengagements wird im Bereich „Kreditrisikomanagement“ beurteilt. Zum Aufgabengebiet des Bereichs zählen unter anderem das Erstellen des zweiten Votums, die Überprüfung und Freigabe der Ratingeinstufung, die laufende Kreditüberwachung, die laufende Ratingaktualisierung sowie die Früherkennung möglicher Ausfälle.
Wesentliche Inputparameter zur Steuerung und Messung des Kreditrisikos sind die Begriffe „Blankovolumina“ (= Obligo abzüglich Sicherheiten) und „offene Positionen“ (= Obligo abzüglich Sicherheiten abzüglich Wertberichtigungen) sowie die jeweilige Bonität von Kunden und Kontrahenten. Die Risikosituation eines Kreditnehmers umfasst somit zwei Dimensionen, die wirtschaftliche Situation (Bonität) und die Bewertung der bestellten Sicherheiten. Die wirtschaftliche Situation des Kreditnehmers wird über ein umfassendes Ratingsystem erfasst, das je nach Kundensegment verschiedene Modellvarianten aufweist. Für die Risikomessung werden alle Kunden über diese Rating- und Scoringmodelle in neun lebende Bonitätsklassen eingeteilt. Die Bonitätseinstufungen werden anhand der im Einsatz befindlichen Rating- und Scoringmodelle tourlich aktualisiert. Die Grundsätze der Bonitätsbeurteilung von Kunden sind in den Ratingrichtlinien im Kredithandbuch enthalten. Die Ratingsysteme werden laufend validiert und weiterentwickelt.

Für die interne Bonitätsbeurteilung sind im RLB Steiermark Konzern folgende Ratingklassen aktuell in Verwendung:
 
Standard & Poor's
Moody's
Raiffeisen-Rating Skala
Erklärung
Investment
Grade
AAA, AA+, AA, AA-
Aaa, Aa1, Aa2
0,5
Risikolos
A+, A, A-
Aa3, A1
1,0
Ausgezeichnete Bonität
BBB+, BBB
A2, A3 Baa1, Baa2
1,5
Sehr gute Bonität
BBB-, BB+
Baa3, Ba1
2,0
Gute Bonität
Non-Investment
Grade
BB
Ba2, Ba3
2,5
Durchschnittliche Bonität
BB-, B+
B1, B2
3,0
Akzeptable Bonität
B
B3, Caa1
3,5
Schwache Bonität
B-, CCC+
Caa2
4,0
Sehr schwache Bonität
CCC, CC-, CC, C
Caa3, Ca
4,5
Ausfallgefährdet
Default
D
C
5,0
5,1
5,2
Ausfall
Aus Kreditrisikosicht werden neben der wirtschaftlichen Situation (Ratingeinstufung) auch die bestellten Sicherheiten berücksichtigt. Durch diese Einstufung ist es möglich, Konzentrationen von Risiken festzustellen und zu begrenzen.
Maximales Ausfallrisiko gemäß IFRS 7.35K und 7.36a
Das maximale Ausfallrisiko gemäß IFRS 7.35K entspricht für Sichtguthaben, Guthaben bei Zentralbanken, finanzielle Vermögenswerte – AC dem Buchwert vor Wertminderungen, im Fall von Finanzgarantien und Kreditzusagen dem angegebenen Nominalbetrag der Garantie bzw. dem Betrag der noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusage. Bei Fremdkapitalinstrumenten (FVOCI) entspricht das Ausfallrisiko dem Fair Value. Gemäß IFRS 7.36a ist der Wert der risikobehafteten Aktiva der Kategorien HFT, FVOCI (Eigenkapitalinstrumente), FVPL-M und der positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ebenfalls der Fair Value. Die nachfolgenden Tabellen zeigen das maximale Ausfallrisiko aufgeteilt nach Bewertungskategorien und Stages sowohl für die bilanzierten Vermögenswerte als auch für außerbilanzielle Geschäfte. Weiters werden die dafür angesetzten Sicherheiten, Wertminderungen sowie das daraus errechnete Blankovolumen dargestellt und den Buchwerten gegenübergestellt.

MMaximales Ausfallrisiko gemäß IFRS 7.35K
31.12.2023

In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko
Sicherheiten
Blankovolumina
Wertminderung
Stage 1
Wertminderung
Stage 2
Wertminderung
Stage 3
Wertminderung Gesamt
Buchwert
Guthaben bei Zentralbanken
1.963.068
0
1.963.068
1
0
0
1
1.963.067
Stage 1
1.963.068
0
1.963.068
1
0
0
1
1.963.067
Sichtguthaben
1.300.667
0
1.300.667
36
0
0
36
1.300.631
Stage 1
1.300.667
0
1.300.667
36
0
0
36
1.300.631
Finanzielle Vermögenswerte
– AC
11.471.494
5.972.737
5.498.757
1.005
24.730
154.291
180.026
11.291.468
Stage 1
3.693.237
445.215
3.248.022
1.005
0
0
1.005
3.692.232
- Schuldverschreibungen
1.719.759
103.450
1.616.309
422
0
0
422
1.719.337
- Kredite und
Forderungen
1.973.478
341.765
1.631.713
583
0
0
583
1.972.895
Stage 2
7.357.281
5.283.456
2.073.825
0
24.730
0
24.730
7.332.551
- Schuldverschreibungen
4.968
0
4.968
0
49
0
49
4.919
- Kredite und
Forderungen
7.215.454
5.187.153
2.028.301
0
23.211
0
23.211
7.192.243
- Leasingforderungen
136.859
96.303
40.556
0
1.470
0
1.470
135.389
Stage 3
420.976
244.066
176.910
0
0
154.291
154.291
266.685
- Kredite und
Forderungen
420.941
244.066
176.875
0
 
154.258
154.258
266.683
- Leasingforderungen
35
0
35
0
 
33
33
2 
Finanzielle Vermögenswerte
– FVOCI
447.755
14.408
433.347
95
0
0
95
447.755
Stage 1
447.755
14.408
433.347
95
0
0
95
447.755
- Schuldverschreibungen
447.755
14.408
433.347
95
0
0
95
447.755
GESAMT
15.182.984
5.987.145
9.195.839
1.137
24.730
154.291
180.158
15.002.921
31.12.2022

In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko
Sicherheiten
Blankovolumina
Wertminderung
Stage 1
Wertminderung
Stage 2
Wertminderung
Stage 3
Wertminderung Gesamt
Buchwert
Guthaben bei Zentralbanken
1.509.556
0
1.509.556
0
0
0
0
1.509.556
Stage 1
1.509.556
0
1.509.556
0
0
0
0
1.509.556
Sichtguthaben
1.723.840
0
1.723.840
49
0
0
49
1.723.791
Stage 1
1.723.840
0
1.723.840
49
0
0
49
1.723.791
Finanzielle Vermögenswerte
– AC
11.845.059
5.679.207
6.165.852
2.009
28.979
137.178
168.166
11.676.893
Stage 1
4.612.174
692.917
3.919.257
2.009
0
0
2.009
4.610.165
- Schuldverschreibungen
1.815.567
134.686
1.680.881
308
0
0
308
1.815.259
- Kredite und
Forderungen
2.796.607
558.231
2.238.376
1.701
0
0
1.701
2.794.906
Stage 2
6.930.190
4.849.133
2.081.057
0
28.979
0
28.979
6.901.211
- Schuldverschreibungen
7.404
2.500
4.904
0
76
0
76
7.328
- Kredite und
Forderungen
6.796.192
4.755.876
2.040.316
0
27.797
0
27.797
6.768.395
- Leasingforderungen
126.594
90.757
35.837
0
1.106
0
1.106
125.488
Stage 3
302.695
137.157
165.538
0
0
137.178
137.178
165.517
- Kredite und
Forderungen
302.695
137.157
165.538
0
0
137.178
137.178
165.517
Finanzielle Vermögenswerte
– FVOCI
540.697
13.924
526.773
128
0
0
128
540.697
Stage 1
540.697
13.924
526.773
128
0
0
128
540.697
- Schuldverschreibungen
540.697
13.924
526.773
128
0
0
128
540.697
GESAMT
15.619.152
5.693.131
9.926.021
2.186
28.979
137.178
168.343
15.450.937

In den nachfolgenden Tabellen erfolgt die Darstellung des maximalen Kreditrisikos der außerbilanziellen Geschäfte:
31.12.2023

In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko
Sicherheiten
Blankovolumina
Wertminderung
Stage 1
Wertminderung
Stage 2
Wertminderung
Stage 3
Wertminderung Gesamt
Buchwert
Finanzielle Garantien/Bürgschaften/
Haftungen
453.445
101.034
352.411
28
541
8.190
8.759
444.686
Stage 1
90.966
13.783
77.183
28
0
0
28
90.938
Stage 2
348.187
86.337
261.850
0
541
0
541
347.646
Stage 3
14.292
914
13.378
0
0
8.190
8.190
6.102
Kreditzusagen
1.577.099
186.451
1.390.648
109
4.626
10.010
14.745
1.562.354
Stage 1
363.919
5.013
358.906
109
0
0
109
363.810
Stage 2
1.186.426
174.978
1.011.448
0
4.626
0
4.626
1.181.800
Stage 3
26.754
6.460
20.294
0
0
10.010
10.010
16.744
GESAMT
2.030.544
287.485
1.743.059
137
5.167
18.200
23.504
2.007.040
31.12.2022

In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko
Sicherheiten
Blankovolumina
Wertminderung
Stage 1
Wertminderung
Stage 2
Wertminderung
Stage 3
Wertminderung Gesamt
Buchwert
Finanzielle Garantien/Bürgschaften/
Haftungen
505.921
95.773
410.148
47
712
4.484
5.243
500.678
Stage 1
97.692
5.767
91.925
47
0
0
47
97.645
Stage 2
400.268
88.934
311.334
0
712
0
712
399.556
Stage 3
7.961
1.072
6.889
0
0
4.484
4.484
3.477
Kreditzusagen
1.993.145
247.792
1.745.353
298
9.389
5.748
15.435
1.977.710
Stage 1
791.244
127.437
663.807
298
0
0
298
790.946
Stage 2
1.183.616
117.350
1.066.266
0
9.389
0
9.389
1.174.227
Stage 3
18.285
3.005
15.280
0
0
5.748
5.748
12.537
GESAMT
2.499.066
343.565
2.155.501
345
10.101
10.232
20.678
2.478.388

Maximales Ausfallrisiko gemäß IFRS 7.36a
Bei den folgenden Finanzinstrumenten entspricht das maximale Ausfallrisiko dem bilanzierten Buchwert (Fair Value):
 
31.12.2023
31.12.2022


In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko/Buchwert
Sicherheiten
Blankovolumina
Maximales
Ausfallrisiko/Buchwert
Sicherheiten
Blankovolumina
Finanzielle Vermögenswerte
– HFT
335.520
94.267
241.253
423.958
108.651
315.307
- Schuldverschreibungen
16.305
0
16.305
12.947
0
12.947
- Derivate (Positive Marktwerte)
319.215
94.267
224.948
411.011
108.651
302.360
Finanzielle Vermögenswerte
– FVOCI
119.602
0
119.602
110.506
0
110.506
- Eigenkapitalinstrumente
119.602
0
119.602
110.506
0
110.506
Finanzielle Vermögenswerte
– FVPL-M
75.632
26.176
49.456
75.726
29.039
46.687
- Schuldverschreibungen
18.316
4.172
14.144
17.155
4.768
12.387
- Andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
22.145
0
22.145
20.390
0
20.390
- Kredite und Forderungen
35.171
22.004
13.167
38.181
24.271
13.910
Positive Marktwerte aus
derivativen Sicherungsinstrumenten
319.842
55.864
263.978
400.935
74.962
325.973
GESAMT
850.596
176.307
674.289
1.011.125
212.652
798.473
Sicherheiten werden entsprechend der bestehenden gesetzlichen Vorgaben und internen Vorschriften bewertet und verwaltet. Für die Bewertung und Behandlung von erhaltenen Sicherheiten und sonstigen Kreditverbesserungen besteht ein einheitliches Regelwerk, das für den gesamten Kreditbereich Gültigkeit hat. Im Sicherheitenhandbuch sind alle vom RLB Steiermark Konzern akzeptierten Sicherheiten aufgelistet. Für jede Sicherheitenart sind konservative Belehnwertfaktoren definiert.
Die Sicherheiten gliedern sich in die folgenden vier Kategorien:
  • Sicherstellung an Immobilien
  • Sicherstellung an Mobilien
  • Sicherstellung an Finanzsicherheiten, Forderungen und Rechten
  • Personalsicherheiten, Absicherungen ohne Sicherheitsleistung (u. a. Garantien, Bürgschaften)
Zur Kreditrisikominderung werden neben Garantien öffentlicher Förderstellen auch private Garantiegeber, deren Kreditwürdigkeit sorgfältig überprüft wird, herangezogen. Durch die Erfassung und Bewertung bankmäßiger Sicherheiten werden die wirtschaftlichen Risiken reduziert. Übersteigt der Wert der bewerteten Sicherheiten das ausstehende Obligo, wird dies in der Berechnung der Wertminderungen berücksichtigt und von der Bildung einer Risikovorsorge abgesehen. In Abhängigkeit der Bonität des Kontrahenten und der Kredithöhe sind Mindestanforderungen für die Aufnahme von Sicherheiten zu erfüllen. Im Sicherheitenbewertungsprozess des RLB Steiermark Konzerns sind die Zuständigkeiten für die Bewertung von Sicherheiten klar geregelt. Die Besicherungsansätze werden tourlich geschätzt und validiert.
Die nachfolgenden Tabellen stellen für die Sichtguthaben, Guthaben bei Zentralinstituten, finanziellen Vermögenswerte – AC und FVOCI die Bruttobuchwerte vor Wertminderung sowie den Bruttobuchwert von außerbilanziellen Geschäften (Kreditzusagen und finanziellen Garantien) getrennt nach Stages und Ausfallrisiko-Ratingklasse gemäß IFRS 7.35M dar. Im Falle von außerbilanziellen Geschäften entspricht der Bruttobuchwert dem Nominalbetrag vor Wertminderung. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten – FVOCI entspricht der Bruttobuchwert den fortgeführten Anschaffungskosten vor Berücksichtigung von Wertminderungen.
31.12.2023
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Brutto-buchwert
Wertmin-derungen
Guthaben bei Zentralbanken
1.963.068
0
0
1.963.068
1
Investment Grade
1.963.068
0
0
1.963.068
1
Sichtguthaben
1.300.667
0
0
1.300.667
36
Investment Grade
1.300.667
0
0
1.300.667
36
Finanzielle Vermögenswerte – AC
3.693.237
7.357.281
420.976
11.471.494
180.026
Investment Grade
3.559.609
5.322.496
0
8.882.105
10.884
- Schuldverschreibungen
1.708.209
0
0
1.708.209
422
- Kredite und Forderungen
1.851.400
5.233.004
0
7.084.404
9.973
- Leasingforderungen
0
89.492
0
89.492
489
Non Investment Grade
133.628
2.034.785
0
2.168.413
14.851
- Schuldverschreibungen
11.550
4.968
0
16.518
49
- Kredite und Forderungen
122.078
1.982.450
0
2.104.528
13.821
- Leasingforderungen
0
47.367
0
47.367
981
Default
0
0
420.976
420.976
154.291
- Kredite und Forderungen
0
0
420.941
420.941
154.258
- Leasingforderungen
0
0
35
35
33
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
460.671
0
0
460.671
95
Investment Grade
460.671
0
0
460.671
95
- Schuldverschreibungen
460.671
0
0
460.671
95
Gesamt – finanzielle Vermögenswerte
7.417.643
7.357.281
420.976
15.195.900
180.158
 
 
 
 
 
 
Finanzielle Garantien/Bürgschaften/Haftungen
90.966
348.187
14.292
453.445
8.759
Investment Grade
72.057
275.146
0
347.203
306
Non Investment Grade
18.909
73.041
0
91.950
263
Default
0
0
14.292
14.292
8.190
Kreditzusagen
363.919
1.186.427
26.753
1.577.099
14.745
Investment Grade
351.728
939.207
0
1.290.935
2.707
Non Investment Grade
12.191
247.220
0
259.411
2.028
Default
0
0
26.753
26.753
10.010
Gesamt – außerbilanzielle Geschäfte
454.885
1.534.614
41.045
2.030.544
23.504
31.12.2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Brutto-buchwert
Wertmin-derungen
Guthaben bei Zentralbanken
1.509.556
0
0
1.509.556
0
Investment Grade
1.509.556
0
0
1.509.556
0
Sichtguthaben
1.723.840
0
0
1.723.840
49
Investment Grade
1.723.840
0
0
1.723.840
49
Finanzielle Vermögenswerte – AC
4.612.174
6.930.190
302.695
11.845.059
168.166
Investment Grade
4.445.226
5.131.727
0
9.576.953
13.790
- Schuldverschreibungen
1.803.636
0
0
1.803.636
308
- Kredite und Forderungen
2.641.590
5.032.580
0
7.674.170
12.693
- Leasingforderungen
0
99.147
0
99.147
789
Non Investment Grade
166.948
1.798.463
0
1.965.411
17.198
- Schuldverschreibungen
11.931
7.404
0
19.335
76
- Kredite und Forderungen
155.017
1.763.612
0
1.918.629
16.804
- Leasingforderungen
0
27.447
0
27.447
318
Default
0
0
302.695
302.695
137.178
- Kredite und Forderungen
0
0
302.695
302.695
137.178
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
562.045
0
0
562.045
128
Investment Grade
562.045
0
0
562.045
128
- Schuldverschreibungen
562.045
0
0
562.045
128
Gesamt – finanzielle Vermögenswerte
8.407.615
6.930.190
302.695
15.640.500
168.343
 
 
 
 
 
 
Finanzielle Garantien/Bürgschaften/Haftungen
97.692
400.268
7.961
505.921
5.243
Investment Grade
87.120
318.829
0
405.949
47
Non Investment Grade
10.572
81.439
0
92.011
712
Default
0
0
7.961
7.961
4.484
Kreditzusagen
791.244
1.183.616
18.285
1.993.145
15.435
Investment Grade
699.884
948.321
0
1.648.205
299
Non Investment Grade
91.360
235.295
0
326.655
9.388
Default
0
0
18.285
18.285
5.748
Gesamt – außerbilanzielle Geschäfte
888.936
1.583.884
26.246
2.499.066
20.678

Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen
Gemäß IAS 1.125 haben Unternehmen im Anhang die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen anzugeben sowie Angaben über sonstige am Abschlussstichtag wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten zu machen, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird. Die wichtigsten Annahmen, die sich auf die Sensitivität der erwarteten kumulierten Wertminderungen auswirken, werden in weiterer Folge dargestellt.
Wie im Kapitel „Wertminderungen “ erläutert, wurde zum 31. Dezember 2023 neuerlich ein Post Model Adjustment durchgeführt, um eine adäquate Abbildung der Risikovorsorge zu gewährleisten. Der Auftrieb der Risikovorsorge durch die Anwendung des Post Model Adjustment zum 31. Dezember 2023 beträgt rund 14,5 Mio. EUR (Vj: 21,1 Mio. EUR) und ist in den dargestellten Wertminderungen enthalten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen zwischen der per 31. Dezember 2023 gebuchten Risikovorsorge für finanzielle Vermögenswerte – AC, für finanzielle Vermögenswerte – FVOCI sowie für außerbilanzielle Geschäfte in Stage 1 und Stage 2 und den jeweils dargestellten Szenarien.
Aufgrund der Tatsache, dass eine nachträgliche Modellanpassung erfolgte, ist bereits eine erhebliche Anzahl von Geschäften aus Stage 1 nach Stage 2 transferiert worden. Bei den nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen ist dieser Umstand entsprechend zu berücksichtigen. Der dargestellte Effekt aus einer vollständigen Bewertung der Geschäfte in Stage 2 betrifft nur jenen Teil der Risikovorsorge, welcher über den Auftrieb durch die Anwendung des Post Model Adjustment hinausgeht.
Kumulierte Wertänderung (Stage 1 & 2)
In TEUR
31.12.2023
31.12.2022
Transfer sämtlicher Geschäfte nach Stage 2
+ 4.266
+ 7.471
Transfer sämtlicher Projektfinanzierungen nach Stage 2
+ 46
+ 1.076
Im Folgenden wird die Auswirkung einer Reduktion aller Sicherheitenwerte um -10 % und der damit verbundene Auftrieb zwischen den per 31.12.2023 erwarteten Kreditverlusten und der Annahme, dass durch die Reduktion der Sicherheitenwerte höhere Blankovolumina zu höheren Wertminderungen führen, dargestellt.
Kumulierte Wertänderung (Stage 1 & 2)
In TEUR
31.12.2023
Reduktion Sicherheitenwerte um -10 %
+ 5.305

Angaben zu Modifikationen
Kommt es zu Vertragsänderungen, die zwar den Barwert des Vermögenswerts ändern, jedoch nicht zu einer Ausbuchung führen, kommt es zu einer Anpassung des Bruttobuchwerts der Forderung (nicht substanzielle Modifikation).
Die folgenden Tabellen zeigen die nicht substanziell modifizierten finanziellen Vermögenswerte:
31.12.2023
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Bruttobuchwert vor Modifikation
301.879
236.491
78.998
617.368
Fortgeführte Anschaffungskosten vor Modifikation
301.737
235.561
53.891
591.189
Netto-Modifikationseffekt
-2.154
2.033
0
-121
31.12.2022
In TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Bruttobuchwert vor Modifikation
155.169
225.449
38.367
418.985
Fortgeführte Anschaffungskosten vor Modifikation
154.891
223.618
27.185
405.694
Netto-Modifikationseffekt
339
1.802
0
2.141
Der Anstieg bei den Modifikationen ist vor allem durch die Marktzinsentwicklung und den damit einhergehenden Kundenwunsch nach Anpassung der Konditionen (v.a. Umstieg auf Fixzinsvereinbarungen, Stundungen) begründet.
Nachfolgend werden die Bruttobuchwerte jener nicht substanziell modifizierten Vermögenswerte dargestellt, welche von Stage 2 in Stage 1 transferiert wurden:
In TEUR
31.12.2023
31.12.2022
Transfer von Stage 2 in Stage 1
10.998
39.035

Angaben zu Forbearance
Die folgenden Tabellen zeigen die von Forbearance Maßnahmen umfassten Kredite und Forderungen (Bruttobuchwerte), aufgegliedert nach Art der Vereinbarung und unter Angabe der Höhe der Wertminderungen, Sicherheiten und des jeweiligen Anteils an notleidenden Krediten (Non-Performing Loans) jeweils zum Berichtsstichtag sowie zum Vergleichsstichtag:
31.12.2023

In TEUR
Nichtfinanzielle Unternehmen
Haushalte
Gesamt
Kredite und Forderungen
 
 
 
Änderung der Konditionen
233.707
39.871
273.578
Refinanzierung
835
7.936
8.771
Summe Kredite und Forderungen
234.542
47.807
282.349
hv. Non-Performing
126.035
43.257
169.292
Wertminderungen Stage 3 (kumuliert)
-50.182
-13.149
-63.331
Wertminderungen Stage 1 & 2 (kumuliert)
-673
-145
-818
Sicherheiten
151.309
32.106
183.415
hv. Non-Performing
57.621
28.375
85.996
31.12.2022

In TEUR
Nichtfinanzielle Unternehmen
Haushalte
Gesamt
Kredite und Forderungen
 
 
 
Änderung der Konditionen
86.381
42.539
128.920
Refinanzierung
14.406
10.197
24.603
Summe Kredite und Forderungen
100.787
52.736
153.523
hv. Non-Performing
58.654
48.057
106.711
Wertminderungen Stage 3 (kumuliert)
-34.094
-17.214
-51.308
Wertminderungen Stage 1 & 2 (kumuliert)
-911
-31
-942
Sicherheiten
45.005
32.675
77.680
hv. Non-Performing
18.401
28.903
47.304

Non-Performing Loans
Die Berechnung der Non-Performing Loans Ratio (NPL-Ratio) für ausgefallene Kredite wurde gegenüber dem 31.12.2022 umgestellt und wird nunmehr entsprechend der Definition in der EBA/GL/2018/10 berechnet. Diese Definition sieht vor, dass Kassenbestände bei Zentralbanken und andere Sichteinlagen sowohl vom Nenner als auch vom Zähler auszuschließen sind. Die österreichische Bankenaufsicht verwendet seit Stichtag 31.3.2023 eben diese NPL-Quote zur Überprüfung einer etwaigen 5%-Schwelle gemäß EBA EBA/GL/2018/10. Demgemäß werden seit dem Geschäftsjahr 2023 die in der Bilanzposition „Barreserve und Sichtguthaben“ ausgewiesenen Guthaben bei Zentralbanken sowie Sichtguthaben nicht mehr in die Berechnung miteinbezogen. Für die Einstufung als ausgefallene Forderung (NPL) wird die Definition gemäß Art. 178 CRR herangezogen. Als Non Performing Loans werden alle Forderungen mit einer Bonitätseinstufung von 5,0 bis 5,2 definiert. Sobald ein Kunde mit mehr als 90 Tagen in Verzug ist oder ein kundenbezogenes Ausfallkriterium zutrifft, wird der Kunde als ausgefallen gewertet und den Ausfallklassen 5,0 bis 5,2 zugeordnet. Auf Basis der geänderten Berechnungsmethode beträgt die NPL-Ratio im Konzern zum Berichtsstichtag 4,5 %. Der angepasste Vorjahreswert per 31.12.2022 beträgt 3,0 %.
Die Non-Performing Exposure-Ratio (NPE-Ratio), berechnet als das Verhältnis des notleidenden Kreditrisikoexposure zum maximalen, bilanziellen und außerbilanziellen Kreditrisikoexposure exkl. Eigenkapitalinstrumente (Gesamtobligo) beträgt zum 31. Dezember 2023 2,7 % (Vj: 1,8 %).
Länderrisiko
Das Länderrisiko beschreibt das Risiko von Wertverlusten aufgrund von Transfer-/Konvertierungsbeschränkungen bzw. -verboten oder anderen hoheitlichen Maßnahmen des Landes des Kreditnehmers (Transferrisiko). Zur Steuerung hat der RLB Steiermark Konzern ein Länderlimitsystem im Einsatz. Dazu wird jährlich ein Höchstwert für Länderrisiken festgelegt und unterjährig mit der Ist-Entwicklung abgeglichen. Das Limit orientiert sich an der Bonität der einzelnen Staaten sowie der Festlegung der Länder entsprechend der vorgegebenen Marktsegmente des Konzerns unter Berücksichtigung von unterjährigen Veränderungen: je schlechter die Bonität eines Landes wird, desto geringer wird auch das Limit. Entsprechende Maßnahmen zur Risikoreduktion werden danach umgehend erarbeitet und umgesetzt. Der Anteil des Länderrisikos am Kreditrisiko beträgt 8,4 % per 31. Dezember 2023 (Vj: 9,6 %).
Konzentrationsrisiko bei Fremdwährungskrediten
Unter dem Konzentrationsrisiko werden mögliche zusätzliche Ausfallrisiken, die durch eine Obligoerhöhung aus Währungsschwankungen entstehen, erfasst. So steigt durch die Aufwertung einer Währung gegenüber dem Euro das in Euro umgerechnete Kreditobligo eines Fremdwährungskredits und somit – unter der Annahme gleichbleibender Ausfallwahrscheinlichkeit des Kunden – das Verlustpotenzial des Konzerns.
Der Anteil des Konzentrationsrisikos bei Fremdwährungskrediten am Kreditrisiko beträgt 0,5 % per 31. Dezember 2023 (Vj: 0,5 %). Bei der Berechnung des Risikos wird ein zusätzlicher Fremdwährungsaufschlag zum Kreditrisiko berücksichtigt.
Aufgrund der FMA-Empfehlung werden an Verbraucher keine Fremdwährungskredite mehr vergeben.
Das Reporting über Fremdwährungskredite und endfällige Kredite mit Tilgungsträgern ist im laufenden Berichtswesen integriert. Das Volumen dieser Portfolios wird laufend aktiv reduziert, wobei die Kundenberatung bei diesen Produkten auf Risikoreduktion und vermögenssichernde Maßnahmen ausgerichtet ist.
Derivative Finanzinstrumente
Die im RLB Steiermark Konzern eingesetzten Derivate werden einerseits zur Steuerung von Marktpreisrisiken (insbesondere Zinsänderungs- und Währungsrisiken) aus Handelsaktivitäten eingesetzt, andererseits dienen sie auch zur Absicherung von Positionen im Rahmen der Aktiv-Passiv-Steuerung sowie im Falle von Kreditderivaten zur Steuerung von Kreditrisiken.
Die Detailangaben (Nominalvolumen und Marktwerte) zu den derivativen Finanzinstrumenten sind in Note 35 „Derivative Finanzinstrumente“ ersichtlich.
Credit Value Adjustment-Risiko (CVA)
Das CVA-Risiko bezeichnet das Risiko einer Anpassung der Kreditbewertung von Gegenparteien bei Derivatgeschäften. Die Ermittlung erfolgt auf Basis aufsichtsrechtlicher Eigenmittelerfordernisse. Der Anteil des CVA-Risikos am Kreditrisiko beträgt per 31. Dezember 2023 5,6 % (Vj: 5,0 %).
Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Risiko potenzieller Verluste aus Beteiligungsverhältnissen, die im Rahmen von Veräußerungen, durch Dividendenausfälle sowie aufgrund von Wertminderungen entstehen können.
Der überwiegende Teil des Beteiligungsrisikos resultiert aus Sektorbeteiligungen. Hinsichtlich einer Sensitivitätsanalyse im Beteiligungsbereich wird auf die Ausführungen im Kapitel „Erläuterungen zu Finanzinstrumenten“ verwiesen.
Das Beteiligungsrisiko wird im Rahmen der Säule II u.a. in der tourlichen Risikoinventur und Risikotragfähigkeitsanalyse berücksichtigt. Die jährliche Einschätzung der Wesentlichkeit des Beteiligungsrisikos erfolgt im RLB Steiermark Konzern mittels Risikoinventur. Auf Basis standardisierter Fragebögen werden auf Grund der aktuellen quantitativen Größen (u.a. Veränderung Verkehrswerte, Anteil am Gesamtbankrisiko, Risikotragfähigkeitsanalyse) gezielt Fragen zum Beteiligungsrisiko gestellt. Die jeweiligen Fragen werden mittels einer Gewichtungsfunktion zu einer Einstufung übergeleitet. Aktuell wird das Beteiligungsrisiko vom Management als wesentlich eingestuft. In der Risikotragfähigkeitsanalyse wird das Beteiligungsrisiko in der ökonomischen Betrachtungsweise (99,9 % VaR) mittels Faktormodell gemäß ÖRS-Vorgaben berücksichtigt. Um eine risikosensitivere Betrachtung innerhalb der unterschiedlichen Beteiligungen zu gewährleisten, werden künftig u.a. für Start-Ups und Scale-Ups unterschiedliche Risikofaktoren im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse berücksichtigt. In der normativen Sichtweise wird das Beteiligungsrisiko in einem Baseline-Szenario und in einem adversen Szenario ermittelt. Im Baseline-Szenario erfolgt die Berücksichtigung der einzelnen Beteiligungen im tourlichen Kapitalplanungsprozess (Mittelfristplanung). Im Rahmen des adversen Szenarios (gemilderter Stresstest auf Basis Kapitalplanungsprozess) wird neben dem Dividendenausfallrisiko ebenso eine Abwertung der TOP 10 Beteiligungen (inkl. Beteiligung am Zentralinstitut) berücksichtigt.
Beteiligungsmanagement sowie Risikomessung und -steuerung sind als wichtige Prozesse in der Geschäftsstrategie integriert.
Im Zuge des Erwerbs neuer Beteiligungen wird das Beteiligungsmanagement nach Möglichkeit von externen Experten bei der Due-Diligence unterstützt. Zusätzlich werden Stellungnahmen zur Risikobeurteilung von den jeweiligen Fachabteilungen eingeholt.
Das periodische Beteiligungscontrolling schließt die Analyse und Prüfung von Abschluss- und Planzahlen mit ein.
Der RLB Steiermark Konzern besitzt ein breit diversifiziertes Beteiligungsportfolio. Eine wesentliche Beteiligung ist jene an der Raiffeisenbank International AG, welche wiederum über Beteiligungen an Kreditinstituten und Leasinggesellschaften in Zentral- und Südosteuropa sowie verschiedenen GUS-Staaten, wie insbesondere Ukraine, Russland und Weißrussland, verfügt.
Die Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Krieg betreffen die RBI aufgrund ihrer Positionierung in der Region Zentral- und Osteuropa stark. Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine befinden sich der RBI-Konzern und seine Stakeholder in einer noch nie dagewesenen Situation. Die RBI hat intensiv daran gearbeitet, alle Optionen für die Zukunft der Raiffeisenbank Russland zu prüfen.
Der RBI-Konzern wird mögliche Transaktionen, die zum Verkauf oder zur Abspaltung der Raiffeisenbank Russland und zur Entkonsolidierung der Raiffeisenbank Russland aus dem RBI-Konzern führen würden, in voller Übereinstimmung mit den lokalen und internationalen Gesetzen und Vorschriften und in Absprache mit den jeweils zuständigen Behörden weiterverfolgen. Die RLB Steiermark ist im ständigen Austausch mit der RBI und beobachtet das Beteiligungsrisiko genau.
Hinsichtlich einer Sensitivitätsanalyse der RBI-Beteiligung wird auf die Ausführungen in Note 21 „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“ verwiesen.
Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko beschreibt das Risiko, dass Verluste durch Veränderungen von Preisen an Finanzmärkten für Positionen im Handels- und im Bankbuch entstehen.
Marktpreisrisiken können als Zinsänderungs-, Währungs-, Options-, Kurs-, Spread-, Aktien-, Gold-, Rohstoffrisiko auftreten. Die Risiken werden mit Value-at-Risk-Ansätzen und ergänzenden statistischen Verfahren ermittelt, laufend überprüft und entsprechend den ICAAP-Erfordernissen in den Risikomanagementgremien berichtet.
Die VaR-Werte stellen prognostizierte maximale Verluste, gerechnet auf Basis historischer Simulationen bzw. parametrischem VAR-Ansatz, dar. Die VaR-Werte werden auf Basis eines 99,9 %-igen Konfidenzniveaus und einer Haltedauer von 250 Tagen (Bankbuch) bzw. 90 Tagen für Handelsbuchpositionen ermittelt. Mögliche Extremsituationen werden über Stresstests berücksichtigt.
Die strikte Aufgabentrennung zwischen Front-, Backoffice und Risikocontrolling gewährleistet eine umfassende, transparente und objektive Darstellung der Risiken gegenüber Vorstand und Aufsichtsbehörden.
Portfolio für Extremwertszenario
VaR 2023
VaR 2022
Zinsänderungsrisiko Bankbuch
14,38 Mio.
62,09 Mio.
Bankbuch (Zins-, Preis-, Credit Spread-, Aktienrisiko) nur für Wertpapiere
42,87 Mio.
49,15 Mio.
Handelsbuch (Zins-, Preis-, Credit Spread-, Aktienrisiko)
0,81 Mio.
1,11 Mio.
 
Risiko 2023
Risiko 2022
Options- und Währungsrisiko
1,53 Mio.
1,43 Mio.
Der Rückgang im Zinsänderungsrisiko im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2022 resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion der Aktivvorlauf-Positionierung, welche aufgrund der geänderten Marktsituation entsprechend angepasst wurde (insbesondere in den Laufzeitbändern 2-5 Jahre). Diese Anpassung und die Verwendung der VaR-Berechnung auf Basis historischer Simulation tragen im Wesentlichen zu diesem VaR-Rückgang für das Zinsänderungsrisiko in der RTFA bei. Die VaR-Berechnung für den Extremfall basiert auf einer Innenzinsdarstellung, ohne Berücksichtigung von Margencashflows. Das Zinsänderungsrisiko wird quartalsweise an die Aufsicht gemeldet. Zum Stichtag 30. Juni 2023 erfolgte eine Anpassung dieser Zinsrisikomeldung dahingehend, dass nun nicht mehr der Zinskurvenshift um 200 BP im Vergleich zu den anrechenbaren Eigenmitteln als Risikokennzahl ausschlaggebend ist, sondern auf 6 Outlierszenarien (barwertig) und auf 2 Nettozinsertragsrisikoszenarien abgestellt wird. Zur Zinsrisikosteuerung werden weitere Modelle und Simulationen eingesetzt, wobei Stresstests dabei eine zentrale Rolle spielen. In der laufenden Steuerung der Zinspositionen werden errechnete Zinssensitivitäten anhand von Basis Point Values (Zinskurvenshift um 1 BP der jeweiligen Zinskurve nach oben) herangezogen. Die von der EBA geforderten Zinsrisikosimulationen werden monatlich vorgenommen und im Gesamtbank-Risikokomitee berichtet.
Der Rückgang im Creditspreadrisiko resultiert aus einer geringeren Nostroposition im Vergleich zum Vorjahr um rund 230 Mio EUR. Die Credit-Duration ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die Creditspread-Sensitivität hat sich ebenfalls leicht um rund 20 TEUR reduziert.
Aufgrund der aktuellen Positionierung in Aktienfonds, die auch entsprechende Fremdwährungspositionen enthalten, weist das Währungsrisiko zum Berichtsstichtag ein Risiko in Höhe von 1,53 Mio. EUR (Vj: 1,43 Mio. EUR) auf.
Alle Handelsbuchpositionen – hier verfolgt die RLB Steiermark den Ansatz eines mittleren Handelsbuchs – werden täglich zu Marktpreisen bewertet und einer Limitüberwachung unterzogen. Weiters werden Optionsrisiken entsprechend gemessen und gesteuert.
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'Zinsbindungs-Gap-Struktur per 31.12.2023 und 31.12.2022 in Mio. EUR
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass der Konzern den gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zeitgerecht nachkommen kann oder im Falle einer Liquiditätsverknappung keine ausreichende Liquidität zu erwarteten Konditionen beschaffen kann.
Die Liquiditätsrisikomessung wurde bis 09/2023 sowohl für den Going Concern- als auch den Extremfallansatz eingesetzt. Im September 2023 erfolgte die Umstellung auf die normative und ökonomische Perspektive. Für das Liquiditätsrisiko wird ein VaR-Wert im Front Office System auf Basis historischer Simulation, welches das Refinanzierungs- als auch Wiederveranlagungsrisiko enthält, gerechnet. Die Steuerung und Überwachung der strukturellen Liquidität erfolgt über Kapitalbindungsbilanzen. Unbestimmte Kapitalbindungen werden anhand von Ablauffiktionen gemäß Referenzsatzprotokoll berücksichtigt, jährlich validiert und entsprechend angepasst. Zusätzlich werden laufend Szenarioanalysen angestellt.
Zur Liquiditätssicherstellung werden EZB- bzw. EUREX-fähige Wertpapiere bereitgestellt. Laufend wird aktiv an der zusätzlichen Generierung von Sicherheiten zur Begebung weiterer deckungsstockfähiger Emissionen gearbeitet. Die entsprechenden risikobegleitenden Maßnahmen und Systeme wurden erfolgreich weiterentwickelt und die gesetzlichen und entsprechenden aufsichtsrechtlichen Vorschriften im Berichtszeitraum durchgehend eingehalten. Unter anderem wurde im Jahr 2023 an den erweiterten Anforderungen des Pfandbriefgesetzes neu gearbeitet und Weiterentwicklungen im dafür vorgesehenen System TXS vorangetrieben. Die erforderliche Genehmigung von Seiten der Aufsicht auch weiterhin gedeckte Emissionen auf Basis dieser neuen gesetzlichen Regelung begeben zu dürfen, wurde der RLB Steiermark mit Bescheid vom 7. Juli 2022 erteilt.
Um die Liquiditätsposition des Konzerns und der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark zu stärken, hat sich die RLB Steiermark auch am TLTRO III-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der EZB beteiligt. Mit 23. November 2022 wurde die Verzinsung dieses Programms geändert und den Banken zusätzliche Termine für eine freiwillige vorzeitige Rückzahlung angeboten. Nach einer vorzeitigen Rückzahlung im Dezember 2022 von 1,0 Mrd. EUR wurden im Jahr 2023 weitere 2,0 Mrd. EUR plan- bzw. außerplanmässig rückgeführt, womit aktuell noch ein Volumen von 0,5 Mrd. EUR TLTRO III Volumen in der RLB Steiermark gehalten wird. Im ersten Halbjahr 2023 konnten am Kapitalmarkt zwei Benchmarkanleihen (Covered Bonds) in Höhe von je 500 Mio. EUR und einer Laufzeit von 3 bzw. 4 Jahren sehr erfolgreich platziert werden. Weiters wurde im ersten Halbjahr eine erste grüne Anleihe begeben. Die Besonderheit dabei ist, dass der Erlös aus der grünen Anleihe ausschließlich in Projekte investiert wird, die das Klima und die Umwelt schonen oder entlasten.
Eine der Kernfunktionen der RLB Steiermark ist die Sicherstellung des Geldausgleichs zwischen den steirischen Raiffeisenbanken. Im Stufenbau der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark liegt der primäre Fokus der lokalen Raiffeisenbanken im Einlagen- und Kreditgeschäft mit Endkunden. Der RLB Steiermark Konzern agiert analog im eigenen lokalen Wirkungsbereich und wickelt zudem die Liquiditätstransfers innerhalb der RBG Steiermark ab.
Zudem stellt das Konzern-Treasury wichtige Funktionen für den Sektor bereit. Einerseits begibt die RLB Steiermark laufend Anleihen für Wertpapierkunden, andererseits gibt es die Möglichkeit für Raiffeisenbanken, der RLB Steiermark als Zentralinstitut Kundenkredite für Zentralbankgeschäfte mit der OeNB/EZB und für die gemeinsam geführten Aaa-Deckungsstöcke zur Verfügung zu stellen. Neben dem Deckungsgeschäft werden auch weitere wichtige Versorgungsfunktionen im Konzern-Treasury wahrgenommen.
Der RLB Steiermark Konzern verfügt über ein hoch entwickeltes Liquiditätsmanagement und steuert alle kunden- und bankinduzierten Geldflüsse auf täglicher Basis bzw. auch Intra-Day aus. Sämtliche Bestimmungen, welche sich aus den aufsichtsrechtlichen Ordnungsnormen (BWG, CRR, ILAAP, KI-RMV), den Vorgaben der Aufsicht (FMA / OeNB) und aus Sektor- sowie aus internen Limitvorgaben ergeben, werden laufend beobachtet und im Rahmen der Steuerung berücksichtigt. Hierbei sind insbesondere unterschiedliche Stress-Szenarien, die Liquiditätsdeckungsanforderung (LCR), die erforderliche stabile Refinanzierung (Net Stable Funding Ratio, NSFR), operative und strukturelle Liquiditätskennzahlen und der LVaR (Liquidity Value at Risk) hervorzuheben.
Neben der Steuerung der LCR erfolgt seit Juni 2021 auch die Steuerung der NSFR im Rahmen einer Liquiditätsuntergruppe, bestehend aus der RLB Steiermark sowie den steirischen Raiffeisenbanken. Gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 sind die Mitglieder dieser Liquiditätsuntergruppe von der Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Kennzahl auf Einzelinstitutsebene befreit. Die Kennzahl ist jedoch auf Ebene der Liquiditätsuntergruppe mit 100 % einzuhalten. Die entsprechenden organisatorischen und administrativen Aufgaben zur Steuerung und Meldung der LCR und NSFR obliegen der RLB Steiermark, die diesbezüglich u. a. dem Risikorat regelmäßig über den Status und die Entwicklung der Kennzahl in der Liquiditätsuntergruppe Bericht erstattet.
Der RLB Steiermark Konzern beobachtet zudem potentielle Liquiditätsabflüsse aus bevorstehenden Neugeschäften. Es werden tourlich empirische Analysen zur Verweildauer von Einlagen aller Art und Ausnutzungshöhen und -zeitspannen von Ausleihungen mit unbestimmter Vertragsdauer bzw. Verlängerungsmöglichkeiten seitens der Kunden gemacht.
Für unvorhergesehene Entwicklungen bzw. Notfälle sind entsprechende Konzepte und Einsatzpläne entwickelt und mit den Steuerungsgremien abgestimmt.
Die nachstehend angeführte Kapitalbindungsstruktur per 31.12.2023 zeigt eine sehr komfortable Liquiditätsausstattung, welche vor allem auf längerfristige Refinanzierungen durch die Nutzung der vorhandenen Kapitalmarktzugänge gestützt ist.
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'Kapitalbindungsstruktur inklusive Liquiditätspotentiale 31.12.2023 in Mio. EUR
Kapitalbindungsstruktur inklusive Liquiditätspotentiale 31.12.2022 in Mio. EUR
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Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten als Folge unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse, menschlichem- und Systemversagens oder von externen Ereignissen und beinhaltet das Rechtsrisiko. Unter Systemen und Prozessen sind auch sämtliche Vorkehrungen betreffend Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verstehen. Das Rechtsrisiko als Bestandteil des operationellen Risikos wird im Rahmen der Risikobeurteilung berücksichtigt.
Das operationelle Risiko beinhaltet auch die ICT-Risiken (Information, Communication, Technology). Diese bezeichnen bestehende oder künftige Risiken von Verlusten die aufgrund der Unzweckmäßigkeit oder des Versagens der Hard- und Software technischer Infrastrukturen, welche die Verfügbarkeit, Integrität, Zugänglichkeit und Sicherheit dieser Infrastrukturen oder von Daten beeinträchtigen können. Darunter kann das Risiko aus ICT-Verfügbarkeit und –Kontinuität, ICT-Sicherheit, ICT-Änderungen, ICT-Datenintegrität und ICT-Auslagerungen fallen.
Zur Messung des operationellen Risikos bedient man sich des Basisindikatoransatzes. Ein risikoadäquates internes Kontrollsystem sowie plan- und außerplanmäßige Prüfungen durch die Innenrevision bzw. Konzernrevision in den einzelnen Konzerngesellschaften gewährleisten einen hohen Sicherheitsgrad. Eine systematische Erfassung und Analyse von operationellen Schäden erfolgt in einer Schadensfalldatenbank. Über die Schadensfälle wird der Vorstand regelmäßig informiert. Zur Identifikation der Risiken und zur Bewusstmachung potenzieller Risikoquellen werden Self Assessments durchgeführt. Des Weiteren werden automatisierte Kontrollmechanismen zum Thema operationelles Risiko im prozessorientierten Informationsnetzwerk (Point), inklusive internem Kontrollsystem (IKS), durchgeführt.
Makroökonomisches Risiko
Das makroökonomische Risiko resultiert aus gesamtwirtschaftlichen Verschlechterungen im Rahmen des klassischen Wirtschaftszyklus und damit etwaig einhergehender Risikoparametererhöhungen. Um auch nach einer solchen Periode ohne massive Eingriffe und Maßnahmen über eine ausreichende Risikodeckungsmasse zu verfügen, wird ein makroökonomisches Risiko berücksichtigt.
Die Quantifizierung unterstellt einen BIP-Rückgang und sich verschlechternde Ausfallraten und Recoveries. Mit den veränderten Ausfallraten und Recoveries wird das Kreditrisiko erneut berechnet und die Differenz zum ursprünglichen Kreditrisiko stellt das makroökonomische Risiko dar.
Sonstige Risiken
Unter sonstige Risiken sind weitere Risikoarten zusammengefasst. Insbesondere sind dabei nachstehende Risiken, welche nicht separat im Rahmen der RTFA quantifiziert werden, erwähnt:
  • Risiko aus dem Geschäftsmodell (Geschäftsrisiko): bezeichnet die Gefahr von Verlusten aus unerwarteten Ergebnisschwankungen, die bei gegebener Geschäftsstrategie aus der Veränderung von externen Rahmenbedingungen resultieren. Es entsteht durch eine nicht adäquate Diversifizierung der Ertragsstruktur oder durch das Unvermögen des Konzerns, ein ausreichendes und andauerndes
    Niveau an Profitabilität zu erzielen.
  • Reputationsrisiko: bezeichnet die negativen Folgen, die dadurch entstehen können, dass die Reputation des Konzerns vom erwarteten Niveau negativ abweicht. Als Reputation wird dabei der aus Wahrnehmungen der interessierten Öffentlichkeit (Kapitalgeber, Mitarbeiter, Kunden etc.) resultierende Ruf des Konzerns bezüglich Kompetenz, Integrität und Vertrauenswürdigkeit verstanden.
  • Restrisiko aus kreditrisikomindernden Techniken: bezeichnet das Risiko einer unzureichenden Werthaltigkeit der angesetzten bankmäßigen Sicherheitenwerte. Die Sicherheiten im Konzern werden entsprechend der bestehenden gesetzlichen Vorgaben und internen Vorschriften bewertet, verwaltet, tourlich validiert und backgetestet. Für die Bewertung und Behandlung von erhaltenen Sicherheiten und sonstigen Kreditverbesserungen besteht ein einheitliches Regelwerk, das für den gesamten Kreditbereich Gültigkeit hat.
  • Eigenkapitalrisiko: bezeichnet das Risiko einer nicht angemessenen Kapitalausstattung. Die Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen sind ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung. Das Hauptaugenmerk bei der Steuerung liegt auf dem harten Kernkapital (CET1) sowie dem ökonomischen Kapital im Rahmen des ICAAP. Beide Komponenten sind integraler Bestandteil der Planung und Steuerung.
  • Modellrisiko: bezeichnet potenzielle Verluste als Folge von Entscheidungen, die sich auf das Ergebnis interner Modelle stützen könnten (Fehler bei der Konzeption, Ausführung oder Nutzung von Modellen). Sämtliche im Einsatz befindlichen Modelle werden tourlich validiert und backgetestet bzw. weiterentwickelt.
Für obige Risiken wird ein Risikopuffer berücksichtigt. Als Risikopuffer wird ein pauschaler Zuschlag von 5 % aller ermittelten Risikopositionen eingestellt, für welchen im Gesamtlimit ausreichende Deckung zu halten ist.
Nachhaltigkeit und ESG Risiken
Die verstärkte Integration des Nachhaltigkeitsaspekts ist Teil der Geschäftsstrategie. Im RLB Steiermark Konzern ist ein Programmlenkungsausschuss „Sustainable Finance“ implementiert, welcher für die Umsetzung sowie laufende Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie und für die Analyse und Überwachung aktueller Nachhaltigkeitsentwicklungen zuständig ist. Es wird ein jährlicher umfassender Nachhaltigkeitsbericht erstellt.
ESG (Environmental, Social, Governance) Risiken umfassen direkte und indirekte Risiken, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage sowie Reputation des Konzerns und in Folge auf die Finanzmarktstabilität auswirken können. Laut EZB-Leitfaden „Leitfaden zu Klima- und Umweltrisiken“ ist das ESG-Risiko keine eigene Risikoart, sondern ein Risikotreiber für alle bestehenden Risikoarten (Kreditrisiko, Marktrisiko, Liquiditätsrisiko, Operationelles Risiko, etc.).
ESG-Risiken beschreiben mögliche negative (finanzielle) Folgen, die sich für Unternehmen bzw. Kunden des Konzerns unter anderem aus Klima- und Umwelteffekten ergeben können. Auswirkungen aus ESG-Faktoren können sich durch physische Risiken, sowie durch Folgewirkungen aus Klimaereignissen (bzw. Klimaveränderungen) ergeben. Diese können sich in vermehrten Ausfällen von Kreditnehmern oder in der Wertminderung von Sicherheiten niederschlagen. Auswirkungen von Transitionsrisiken resultieren aus politischen und technologischen Entwicklungen, und können sich durch Lenkungsmaßnahmen stark nachteilig auf Branchen mit höherer Umweltbelastung auswirken.
Die Bedeutung des ESG-Risikos ist stark zunehmend, weshalb das laufende Projekt Sustainable Finance aufgesetzt wurde. Aus diesem Projekt bzw. aus dieser Analyse wurden Maßnahmen u.a. im Zusammenhang mit dem Rahmenwerk für das Risikomanagement, Berücksichtigung der Klima- und Umweltrisiken im Kreditgewährungsprozess (inkl. Überwachung) abgeleitet. Einzelne Maßnahmen wurden im Konzern bereits umgesetzt (u.a. Materialitätsanalyse, ESG-Risiko-Score, Risikoinventur, Ausschlusskriterien) bzw. werden weitere Maßnahmen (Ermittlung finanzierter CO2 Emissionen, ESG-Reporting, ESG-Stresstesting) bundeslandübergreifend im Sektor laufend evaluiert und weiterentwickelt.
Kreditinstitute sind von ESG-Risiken in vielerlei Hinsicht betroffen. In der Risikoinventur wurden die ESG-Risiken bereits in den Fragebögen zu den einzelnen Risikoarten quantitativ (Materialitätsanalyse, ESG-Risiko-Score) und qualitativ mitberücksichtigt. ESG-Risiken werden in der Bonitätsbeurteilung (mittels Softfacts) sowie im Kreditgewährungsprozess bereits berücksichtigt. An einer Umsetzung eines eigenen ESG-Risiko-Scores im Risikoprozess wird aktuell gearbeitet. Ein Fokus der aktuell implementierten Regelungen liegt auf der Definition nachhaltiger Finanzierungen (insbesondere Energieeffizienz) sowie auf der Festlegung von Ausschlusskriterien, die einer Finanzierung entgegenstehen. Im RLB Steiermark Konzern ist für nachhaltige Finanzierungen bereits ein Anreizsystem wie Bonifikationen bzw. auch Ausschlusskriterien definiert.
Um die Integration der ESG-Risiken in den Risikomanagementprozess zu gewährleisten, sind im RLB Steiermark Konzern vielfältige Analyseverfahren eingeführt. Die Identifikation der ESG relevanten Risikopositionen erfolgt anhand einer Materialitätsanalyse. Hypothesen für die Wesentlichkeit von ESG-Risiken (transitorische und physische Klimarisiken) für die einzelnen Risikoarten wurden hergeleitet, bewertet und dokumentiert. Im Kreditrisiko wurde die Auswirkung von ESG-Risiken für das Kundenkreditportfolio als relevant eingestuft, weshalb eine Quantifizierung des ESG-Risikos notwendig ist. Zur Sicherstellung einer quantitativen ESG-Bewertung und zur Berechnung des jeweiligen ESG-Risiko-Scores wird im Kundenkreditportfolio bereits eine externe Software eingesetzt.
Der ESG-Risiko-Score bildet Nachhaltigkeitsrisiken quantitativ ab und bezieht die Faktoren Environment (Klima- und Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) für die Einschätzung eines Kunden ein. E-, S- und G-Risiken werden branchen- und regionsbezogen einzeln berechnet und zu einem ESG-Risiko-Score aggregiert. Dabei handelt es sich um einen Basisscore. Das ESG-Risiko-Scoring Modul gibt die Risiken als einen Score zwischen 0 und 1 für jede Art von identifiziertem Risiko an, wobei ein Wert nahe 0 als geringes Risiko und ein Wert nahe 1 als hohes Risiko zu interpretieren ist. Weiters erfolgt eine Überleitung in Risikoklassen AAA – C.
Die folgende Grafik zeigt das Kundenkreditportfolio für den Stichtag 31.12.2023 klassifiziert nach dem Basis ESG-Risiko-Score.
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ESG-Risiko-Score
ESG-Label
Erklärung
 
 
 
x < 0,15
AAA
Sehr niedriges Risiko
0,15 <= x < 0,25
AA, A
Niedriges Risiko
0,25 <= x < 0,45
BBB, BB, B
Mittleres Risiko
0,45 <= x < 0,65
CCC, CC
Hohes Risiko
0,65 <= x
C
Sehr hohes Risiko
 
 
 
Aufgrund der durchgeführten Analysen zu ESG-Risiken des Portfolios mittels ESG-Risiko-Score wird im RLB Steiermark Konzern aktuell kein akuter Handlungsbedarf für risikominimierende Maßnahmen gesehen. Die Entwicklungen im Bereich der ESG-Risiken werden genau beobachtet, Modelle weiterentwickelt bzw. neue zum Einsatz gebracht. Im Konzern fühlt man sich darin bestärkt, die ESG-Risikosteuerung für das Kreditportfolio im Einklang mit unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie weiterzuentwickeln.
Die Implementierung von Maßnahmen zur Bewältigung von ESG-Risiken wird tourlich überwacht und weiterentwickelt.
Taxonomiekonformität
Ausgehend vom EU Green Deal und dem EU Aktionsplan Sustainable Finance erfolgt die entsprechende Publikation der Informationen, Kennzahlen bzw. Quoten zur Taxonomiekonformität von Vermögenswerten in einem gesonderten Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist auf der Homepage der RLB Steiermark (https://www.raiffeisen.at/rlbstmk) veröffentlicht.

Sonstige Angaben
38. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Mutterunternehmen, at equity bilanzierten Unternehmen und nahestehenden Unternehmen sowie nahestehenden Personen zum 31. Dezember 2023 sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen.
Bilanz
In TEUR
Mutter-unter-nehmen
At equity bilanzierte Unter-nehmen
Nahe- stehende Unter-nehmen
Nahe-stehende Personen
Barreserve und Sichtguthaben
0
1.198.262
0
0
Finanzielle Vermögenswerte – AC
0
529.647
137.414
1.881
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
0
10.435
0
0
Finanzielle Vermögenswerte – HFT
0
2.001
0
0
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M
0
13.951
0
0
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
0
6.614
0
0
Sonstige Aktiva
0
10
0
0
 
 
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
26.916
171.884
20.531
941
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT
0
6.287
0
4
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
0
1.332
0
0
Rückstellungen
0
0
0
217
Sonstige Passiva
0
112
21
0
Für Sichtguthaben sowie Finanzielle Vermögenswerte – AC gegenüber nahestehenden Unternehmen, at equity bilanzierten Unternehmen sowie nahestehenden Personen wurden Wertminderungen mit einem Betrag von 267 TEUR (Vj: 128 TEUR) gebildet.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den at equity bilanzierten Unternehmen betreffen im Wesentlichen die RBI.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
In TEUR
Mutter-unter-nehmen
At equity bilanzierte Unter-nehmen
Nahe- stehende Unter-nehmen
Nahe-stehende Personen
Zinserträge
0
72.733
5.288
28
Zinsaufwendungen
-200
-15.342
-159
-17
Dividendenerträge
0
0
4.997
0
Provisionsüberschuss
0
21
108
5
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
0
-81
-44
-13
Die Angaben zum 31. Dezember 2022 stellen sich wie folgt dar:
Bilanz
In TEUR
Mutter-unter-nehmen
At equity bilanzierte Unter-nehmen
Nahe- stehende Unter-nehmen
Nahe-stehende Personen
Barreserve und Sichtguthaben
0
1.593.794
0
0
Finanzielle Vermögenswerte – AC
0
789.683
139.576
1.867
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
0
38.495
0
0
Finanzielle Vermögenswerte – HFT
0
7.558
0
0
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M
0
12.238
0
0
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
0
9.679
0
0
Sonstige Aktiva
0
0
0
0
 
 
 
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
25.446
158.411
14.793
751
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT
0
11.370
0
7
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
0
2.822
0
0
Rückstellungen
0
0
0
0
Sonstige Passiva
0
0
0
0
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
In TEUR
Mutter-unter-nehmen
At equity bilanzierte Unter-nehmen
Nahe- stehende Unter-nehmen
Nahe-stehende Personen
Zinserträge
0
29.961
2.521
21
Zinsaufwendungen
0
-12.254
-16
-1
Dividendenerträge
0
0
6.516
0
Provisionsüberschuss
0
10
76
5
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
0
63
-35
0
Unter Mutterunternehmen sind die nicht operativ tätigen Finanzholdinggesellschaften RLB-Stmk Verbund und RLB-Stmk Holding zu verstehen. Die RLB-Stmk Verbund, welche zu 100 % im Besitz der Steirischen Raiffeisenbanken steht, ist per 31. Dezember 2023 mit einer Beteiligung von 99,43 % (Vj: 99,34 %) der größte Gesellschafter der RLB-Stmk Holding. Die RLB-Stmk Holding wiederum hält eine Beteiligung von 100 % (Vj: 86,87 %) an der RLB Steiermark.
Als nahestehende Unternehmen werden jene Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen angesehen, die aufgrund von untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Die Definition „Nahestehendes Unternehmen“ schließt nach IAS 24.12 auch die Tochtergesellschaften eines assoziierten Unternehmens mit ein. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden gemeinsam mit den at equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesen.
Natürliche Personen, die gemäß IAS 24 als nahestehend betrachtet werden, sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG, sowie deren nahe Familienmitglieder.
Die Geschäftsbeziehungen zu den genannten Gesellschaften und Personen bestehen im Rahmen von üblichen Bankgeschäften und betreffen vor allem Veranlagungen und Refinanzierungen. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber diesen Personen betreffen Kredite sowie Sicht- und Termineinlagen.

39. Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats
Als Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen gemäß IAS 24.9 werden die aktiven Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsrat der RLB Steiermark angesehen.
Es wurden folgende Vergütungen für die aktiven Mitglieder des Vorstands aufgewendet:
In TEUR
2023
2022
Kurzfristig fällige Leistungen
1.912
1.917
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
308
308
Andere langfristig fällige Leistungen
29
26
Gesamt
2.249
2.251
Kurzfristig fällige Leistungen beinhalten Gehälter, Sachbezüge sowie erfolgsabhängige Vergütungen. Die Mitglieder des Vorstands erhielten wie im Vorjahr keine Aufsichtsratsvergütungen von vollkonsolidierten Tochtergesellschaften.
Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen Pensionskassenbeiträge, andere langfristig fällige Leistungen betreffen Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse.
Die Aufwendungen für Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands betrugen im laufenden Geschäftsjahr 614 TEUR (Vj: 632 TEUR).
An die Aufsichtsratsmitglieder wurden in Wahrnehmung ihrer Organtätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Vergütungen in Höhe von 343 TEUR
(Vj: 204 TEUR) bezahlt.
40. Vorschüsse und Kredite an Vorstand und Aufsichtsrat
In TEUR
2023
2022
Vorstandsmitglieder
1.471
1.668
Aufsichtsratsmitglieder
422
193
Rückzahlungen wurden vereinbarungsgemäß geleistet, die Laufzeit und Verzinsung entsprechen den banküblichen Usancen.

41. Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen beinhalten neben den geleisteten Abfertigungs- und Pensionszahlungen und Beiträgen zur Mitarbeitervorsorge- und Pensionskasse auch die über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie das sonstige Ergebnis erfolgte Dotierung und Auflösung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung.
In TEUR
2023
2022
Abfertigungen
 
 
Vorstand und leitende Angestellte
486
55
Sonstige Arbeitnehmer
5.075
598
Pensionen
 
 
Vorstand und leitende Angestellte
3.356
745
Sonstige Arbeitnehmer
5.262
1.256
42. Leasing aus Sicht des Leasinggebers
Finanzierungsleasing
Die im RLB Steiermark Konzern als Finanzierungsleasingverhältnisse eingestuften Leasingverträge betreffen Immobilien, Mobilien und Kraftfahrzeuge. Aus diesen Finanzierungsleasingverhältnissen wurden Zinserträge in Höhe von 6.550 TEUR (Vj: 1.690 TEUR) realisiert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein aus dem Abgang eines Finanzierungsleasingverhältnisses resultierender Ertrag in Höhe von 13 TEUR im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst (Vj: 59 TEUR).
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Finanzierungsleasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag offenen, nicht diskontierten jährlichen Leasingzahlungen, sowie die Überleitung auf den Nettoinvestitionswert.
In TEUR
2023
2022
Bruttoinvestitionswert
177.432
154.135
Mindestleasingzahlungen
115.781
96.469
bis 1 Jahr
22.205
18.826
von 1 Jahr bis 2 Jahre
19.022
15.790
von 2 Jahre bis 3 Jahre
17.093
12.453
von 3 Jahre bis 4 Jahre
14.810
10.869
von 4 Jahre bis 5 Jahre
13.365
9.171
über 5 Jahre
29.286
29.360
Nicht garantierte Restwerte
61.651
57.666
Unrealisierter Finanzertrag
40.682
29.244
Nettoinvestitionswert
136.750
124.891
In TEUR
2023
2022
Kraftfahrzeugleasing
26.944
19.090
Immobilienleasing
81.164
86.386
Mobilienleasing
28.642
19.415
Gesamt
136.750
124.891
Operating Leasing als Leasinggeber
Der RLB Steiermark Konzern vermietet als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und hat diese Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft, da nicht alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Diese umfassen zum einen Geschäftsimmobilien, welche sich im Eigentum des Konzerns befinden und zum anderen angemietete Grundstücke, welche an konzernfremde Parteien vermietet werden. Die Mietdauer der Immobilien wird individuell verhandelt und kann zwischen zwei Jahren und mehr als zehn Jahren betragen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Leasingerträge in Höhe von 3.071 TEUR (Vj: 1.699 TEUR) erfasst.
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingzahlungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag offenen, nicht diskontierten Leasingzahlungen.
In TEUR
2023
2022
bis 1 Jahr
2.988
2.570
von 1 Jahr bis 2 Jahre
2.484
2.311
von 2 Jahre bis 3 Jahre
2.125
2.103
von 3 Jahre bis 4 Jahre
2.063
1.749
von 4 Jahre bis 5 Jahre
335
1.694
über 5 Jahre
393
653
Gesamt
10.388
11.080

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Beträge
43. Leasing aus Sicht des Leasingnehmers
Die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Beträge aus Leasingverhältnissen, bei denen der RLB Steiermark Konzern Leasingnehmer ist, stellen sich wie folgt dar:
In TEUR
2023
2022
Abschreibungsbetrag für Nutzungsrechte
1.183
1.068
Zinsaufwendungen für Leasing-Verbindlichkeiten
149
121
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse
3
11
Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert
32
25
Gesamt
1.367
1.225
Die Entwicklung der Nutzungsrechte ist in Note 22 „Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilen“ ersichtlich.
In der Geldflussrechnung erfasste Beträge
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen 1.700 TEUR (Vj: 1.613 TEUR), wovon ein Betrag von 1.516 TEUR (Vj: 1.455 TEUR) auf den Tilgungsanteil, 149 TEUR (Vj: 121 TEUR) auf den Zinsanteil, 3 TEUR (Vj: 12 TEUR) auf kurzfristige Leasingverhältnisse und 32 TEUR (Vj: 25 TEUR) auf Leasingverhältnisse von geringem Wert entfällt. Auszahlungen für den Zinsanteil der Leasing-Verbindlichkeit werden analog sonstiger Zinszahlungen im Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit ausgewiesen.
In der nachfolgenden Tabelle wird die Entwicklung der in der Bilanzposition „Sonstige Passiva“ bzw. im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen Leasing-Verbindlichkeit für das Geschäftsjahr 2023 dargestellt:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame Veränderungen
 
Buchwert 1.1.2023
Zufluss
Abfluss
Sonstige Veränderungen
Zinsaufwendungen
Endbestand 31.12.2023
8.342
0
-1.665
2.123
149
8.949
In der Vergleichsperiode stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame Veränderungen
 
Buchwert 1.1.2022
Zufluss
Abfluss
Sonstige Veränderungen
Zinsaufwendungen
Endbestand 31.12.2022
9.162
0
-1.576
635
121
8.342
Leasing-Verbindlichkeiten
Die Fälligkeitsanalyse der Leasing-Verbindlichkeiten (undiskontierte Leasingzahlungen, die nach dem Bilanzstichtag fällig werden) ist den nachfolgenden Tabellen zu entnehmen. Die entsprechenden Buchwerte werden in der Sonstigen Passiva ausgewiesen.
Geschäftsjahr 2023
 
Restlaufzeit Leasing-Verbindlichkeit
In TEUR
Gesamt
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Immobilien
7.593
987
2.301
4.305
Fuhrpark
2.736
698
1.963
75
Gesamt
10.329
1.685
4.264
4.380
Geschäftsjahr 2022
 
Restlaufzeit Leasing-Verbindlichkeit
In TEUR
Gesamt
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Immobilien
8.921
1.111
3.331
4.479
Fuhrpark
949
351
598
0
Gesamt
9.870
1.462
3.929
4.479

44. Fremdwährungsvolumina
Im Konzernabschluss sind folgende Beträge in fremder Währung enthalten:
In TEUR
2023
2022
Aktiva
300.840
371.983
hievon in CHF
246.897
279.480
hievon in USD
29.964
52.503
hievon in JPY
6.072
8.219
hievon in CZK
5.413
11.745
hievon in GBP
5.197
150
hievon sonstige Währungen
7.297
19.886
Passiva
79.024
128.244
hievon in USD
40.196
78.128
hievon in CHF
23.157
15.017
hievon in GBP
5.189
5.222
hievon in JPY
2.879
9.174
hievon in NOK
2.214
3.812
hievon sonstige Währungen
5.389
16.891

45. Auslandsaktiva und -passiva
Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Vertragspartnern außerhalb Österreichs stellen sich wie folgt dar:
In TEUR
2023
2022
Aktiva
2.612.061
2.897.929
hievon Deutschland
1.503.070
1.662.161
hievon Frankreich
227.587
239.204
hievon Niederlande
125.482
144.333
hievon Luxemburg
119.325
117.324
hievon Schweden
90.985
96.213
hievon sonstige Staaten
545.612
638.694
Passiva
1.526.754
1.472.670
hievon Deutschland
1.416.296
1.327.241
hievon Großbritannien
36.157
42.279
hievon Niederlande
21.903
30.926
hievon Kroatien
9.517
10.604
hievon Irland
7.325
8.622
hievon sonstige Staaten
35.556
52.998
46. Nachrangige Vermögenswerte
In TEUR
2023
2022
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
32.073
48.955
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)
0
8.648
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M)
1
3

47. Nachrangige Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital
Folgende nachrangige Anleihen wurden begeben:
Bezeichnung/Modalitäten
Währung
Nominale in TEUR
Zinssatz
fällig am
Emissions-jahr
7.75 % nachrangige Anleihe der Landes-Hypothekenbank Steiermark (AT0000173026) 94-24 - Einmalemission
EUR
4.360
7,75
03.06.2024
1994
Nachranginge Vario-Schuldverschreibung der Landes-Hypothekenbank (AT0000325303) 01-26 - Einmalemission
EUR
15.000
0 – 7,5*)
01.10.2026
2001
Nachrangige Raiffeisen Stufenzins-Anleihe 2013-2024/1 der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
(ISIN AT000B091921) – Daueremission
EUR
3.545
4,80
27.05.2024
2013
Nachrangige Raiffeisen Stufenzins-Anleihe 2014-2024/1 (ISIN AT000B092101) – Daueremission
EUR
8.491
3,75 – 6,0
14.02.2024
2014
Ergänzungskapital Fixzins-Anleihe 2014-2029/2
(ISIN AT000B092200) – Einmalemission
EUR
5.000
4,60
18.06.2029
2014
Ergänzungskapital Cap&Floor-FRN
(ISIN AT000B092291) 2015-2027 /1 – Daueremission
EUR
2.170
4,4 – 6
27.04.2027
2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092390) 2015-2025/3 – Daueremission
EUR
4.289
5,00
11.08.2025
2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092614) 2016-2026 – Daueremission
EUR
2.989
4,85
21.01.2026
2016
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092747) 2016-2026 – Daueremission
EUR
6.841
4,50
29.04.2026
2016
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092895) 2016-2026 – Daueremission
EUR
9.142
4,15
27.07.2026
2016
5,75 % nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B088315) 2017-2027 – Daueremission
EUR
2.000
5,75
22.02.2027
2017
4,1 % – 5 % nachr. Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B088349) 2017-2027 – Daueremission
EUR
3.000
4,10 – 5
29.09.2027
2017
6 % nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B088273) 2017-2027 – Daueremission
EUR
3.000
6,00
11.01.2027
2017
4 % nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B088398) 2018-2028
EUR
5.000
4,00
16.03.2028
2018
Nachrangige RLB Stmk Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B093281) 2018-2028/1 – Daueremission
EUR
9.941
2,0 – 3,8
22.05.2028
2018
Nachrangige RLB Stmk Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B093422) 2019-2029/4 – Daueremission
EUR
819
1,75 – 2,65
06.06.2029
2019
*) aktuell (1.10.2023 bis 30.9.2024) 4,6028 %
Bei den nachrangigen Kreditaufnahmen handelt es sich um nachrangige Verbindlichkeiten im Sinne von Artikel 63 der CRR (Capital Requirements Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013).
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist berechtigt, die nachrangigen Anleihen mit Genehmigung der FMA nach Ablauf von fünf Jahren ab Emissionsbeginn und aus regulatorischen (z. B. gesetzliche Änderungen) oder steuerlichen Gründen auch vor Ablauf dieser 5-Jahres Frist zu 100 % des Nennwerts zu kündigen.
Der Zinsaufwand für nachrangige Verbindlichkeiten betrug im Berichtsjahr 3.943 TEUR (Vj: 3.591 TEUR).
Eventualverbindlichkeiten
48. Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen
In TEUR
2023
2022
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien gegenüber Nichtbanken
406.661
477.258
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien gegenüber Banken
39.074
17.126
hievon: Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
26.000
0
Eventualverbindlichkeiten aus noch nicht fälligen Einzahlungsverpflichtungen aus Beteiligungen
6.955
10.783
Eventualverbindlichkeiten aus dem Haftsummenzuschlag als Mitglied bei Genossenschaften
755
754
Gesamt Eventualverbindlichkeiten
453.445
505.921
Rückstellung für außerbilanzielle Geschäfte
-8.759
-5.243
Gesamt
444.686
500.678
Kreditrisiken
In TEUR
2023
2022
Nicht ausgenützte Kreditrahmen bis 1 Jahr
885.649
1.124.609
Nicht ausgenützte Kreditrahmen über 1 Jahr
691.450
868.536
Gesamt Kreditrisiken
1.577.099
1.993.145
Rückstellung für außerbilanzielle Geschäfte
-14.745
-15.435
Gesamt
1.562.354
1.977.710
Kundengarantiegemeinschaft
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist Vereinsmitglied der Kundengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark. Die Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung dahingehend, dass sie solidarisch gemäß der Satzung die zeitgerechte Erfüllung von Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Vereinsmitglieds garantieren. Die individuelle Tragfähigkeit eines Vereinsmitglieds bestimmt sich laut Satzung nach den frei verwendbaren Reserven unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen des BWG und der CRR.
Der Haftungsverpflichtung im Rahmen der Kundengarantiegemeinschaft wurde durch Einstellen eines Merkpostens von einem Euro unter der Bilanz entsprochen, da es nicht möglich ist, die potentielle Haftung der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG aus dem Haftungsverbund betraglich festzulegen. Die Kundengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark hat mittels Satzungsänderung die Haftung mit Stichtag 30. September 2019 beendet. Zum Stichtag bestehende Guthaben fallen weiterhin unter die Haftung, Auszahlungen und alle anderen Belastungsbuchungen nach dem Stichtag reduzieren die Haftung.

49. Wertpapierleihgeschäfte und Pensionsgeschäfte
Zum 31. Dezember 2023 wurden Wertpapiere in Höhe von 1.000.000 TEUR verliehen (Vj: 1.000.000 TEUR) und Wertpapiere in Höhe von 1.000.000 TEUR (Vj:1.000.000 TEUR) entliehen, welche im Rahmen von Pensionsgeschäften als Sicherheit gestellt wurden.
Zum 31. Dezember bestanden im Rahmen echter Pensionsgeschäfte folgende Rücknahme- bzw. Rückgabeverpflichtungen, die in der folgenden Bilanzposition ausgewiesen werden:
In TEUR
2023
2022
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repurchase Agreement)
 
 
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
 
 
Aufgenommene Gelder
774.279
2.467.423
Aufgenommene Gelder beinhalten mit einem Betrag von 517.196 TEUR (Vj: 2.467.423 TEUR) Refinanzierungen bei der OeNB, welche die im Rahmen des TLTRO III-Programm gezogenen Tranchen betreffen. Darüber hinaus enthält diese Position Refinanzierungen bei der EUREX in Höhe von 257.083 TEUR (Vj: 0 TEUR).
Weder zum aktuellen Bilanzstichtag noch zum Vergleichsstichtag bestanden echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer (Reverse Repurchase Agreement).
Die als Vermögensgegenstände bilanzierten Schuldverschreibungen, die im Rahmen echter Pensionsgeschäfte als Sicherheit für die oben angeführten Verbindlichkeiten zur Verfügung gestellt wurden, stellen sich wie folgt dar:
In TEUR
2023
2022
In Pension gegebene Vermögenswerte
 
 
Schuldverschreibungen – Amortised Cost (AC)
214.264
0
Schuldverschreibungen – Fair Value OCI (FVOCI)
46.525
0
Gesamt
260.789
0
Zur Inanspruchnahme der Refinanzierungsmitteln aus dem Tendergeschäft wurden konzernfremde Vermögenswerte (inkl. entliehene Wertpapiere) in Höhe von 0 TEUR (Vj: 1.000.000 TEUR) sowie gemäß den IFRS nicht zu bilanzierende Retained Covered Bonds in Höhe von 750.000 TEUR (Vj: 1.800.000 TEUR) verwendet.
Als freies Deckungspotenzial für Repo-Geschäfte (EZB, EUREX) stehen die folgenden Vermögenswerte zur Verfügung:
In TEUR
2023
2022
Konzerneigene Vermögenswerte
 
 
Schuldverschreibungen
2.249.972
1.595.106
In TEUR
2023
2022
Konzernfremde Vermögenswerte
 
 
Schuldverschreibungen
1.035.206
35.002
50. Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
Die folgenden Verbindlichkeiten (exkl. Pensionsgeschäfte) sind durch in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte besichert:
In TEUR
2023
2022
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
2.857.987
2.150.409
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
54.177
71.963
Gesamt
2.912.164
2.222.372
Folgende in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wurden als Sicherheit zur Verfügung gestellt:
In TEUR
2023
2022
Deckungsstock für Mündelgelder
14.894
9.664
Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen
3.465.469
3.244.578
Übrige Deckungsstockwerte
12.010
11.805
Gesamt
3.492.373
3.266.047
Die Vertragsbedingungen, die mit der Nutzung dieser Sicherheiten verbunden sind, sind banküblich.
Aufstellung der als Sicherheit gestellten konzernfremden Vermögenswerte:
In TEUR
2023
2022
Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen
6.960.572
6.233.593
Die konzernfremden Sicherheiten für fundierte Schuldverschreibungen betreffen ausschließlich Kreditforderungen.

51. Finanzanlagen gemäß § 64 BWG
Die Aufgliederung der börsenotierten bzw. zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere nach Anlage- und Umlaufvermögen stellt sich wie folgt dar:
In TEUR
2023
2022
Anlagevermögen
 
 
Schuldverschreibungen
1.297.457
1.366.280
Umlaufvermögen
 
 
Schuldverschreibungen
429.228
511.655
Die Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen richtet sich im jeweiligen Einzelfall nach der Entscheidung der zuständigen Gremien. Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden im Anlagevermögen ausgewiesen. Wertpapiere, die nicht zu den Finanzanlagen zählen, werden dem Umlaufvermögen zugeordnet.
52. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie begebene
Schuldverschreibungen gemäß § 64 Abs. 1 Z. 7 BWG
Im Folgejahr fällige Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere:
In TEUR
2023
2022
Schuldverschreibungen
284.071
423.473
Begebene Schuldverschreibungen
19.951
555.384
53. Volumen des Handelsbuchs im Sinne des Art. 103 f. Verordnung (EU) Nr. 575/2013
In TEUR
2023
2022
Derivative Finanzinstrumente
 
 
positive Marktwerte
105.015
147.189
negative Marktwerte
103.027
143.131
Schuldverschreibungen
16.305
12.947

54. Aufwendungen für die Honorierung der Abschlussprüfer
Die als Aufwand erfassten Honorare für die Konzern- und Einzelabschlussprüfungen sowie sonstige Leistungen der
Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, dem Österreichischen Raiffeisenverband (ÖRV) und sonstige Prüfungsgesellschaften setzen sich wie folgt zusammen:
 
2023
2022
In TEUR
ÖRV
KPMG
Sonstige
ÖRV
KPMG
Sonstige
Honorar für Abschlussprüfung
906
511
27
844
475
23
Andere Bestätigungsleistungen
48
17
6
43
20
6
Gesamt
954
528
33
887
495
29
Gemäß § 237 Z. 14 UGB wird das Abschlussprüferhonorar der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen im Rahmen der Konzernanhang-angabe veröffentlicht. Somit enthält die Darstellung kumulativ das Abschlussprüferhonorar (Bruttobeträge) des Konzerns sowie der Tochterunternehmen.
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer ÖRV beziehen sich auf den vom Österreichischen Raiffeisenverband bestellten Revisor.
55. Gesamtkapitalrentabilität gem. § 64 Abs. 1 Z. 19 BWG
Die Gesamtkapitalrentabilität des RLB Steiermark Konzerns beträgt 2,02 % (Vj: 0,46 %) und berechnet sich als Quotient des Konzernergebnisses geteilt durch die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag.
56. Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl
Angabe in FTE
2023
2022
Arbeiter
0
0
Angestellte
822
844
Gesamt
822
844
Die Veränderung im Personalstand resultiert zum einen aus dem Abgang der im Vorjahr noch enthaltenen Mitarbeiter der Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH mit einem durchschnittlichen Personalstand von 68 FTE und zum anderen einem Anstieg in der RLB Steiermark mit 46 FTE.

57. Verbriefungen (RLB Steiermark als Originator)
Im ersten Halbjahr 2022 hat die RLB Steiermark eine synthetische Verbriefung auf ein Referenzportfolio aus Firmenkundenkrediten abgeschlossen. Die synthetische Verbriefung erfolgt in Form einer Finanzgarantie durch den Europäischen Investmentfonds („EIF“) auf die Mezzanin-Tranche. Durch diese abgeschlossenen Verbriefungen ist es möglich, die regulatorischen Eigenmittel auf Konzernebene zu entlasten.
Nachstehende Tabelle stellt das verbriefte Portfolio aufgeteilt nach Tranchen zum aktuellen Berichtsstichtag dar:
Bezeichnung
Abschluss
Ende der Laufzeit
verbrieftes Volumen bei Abschluss in TEUR
verbrieftes Volumen zum 31.12.2023
verbrieftes Volumen zum 31.12.2022
Senior-Tranche
20.06.2022
31.12.2043
412.906
412.906
412.906
Mezzanin-Tranche
20.06.2022
31.12.2043
57.414
57.414
57.414
Junior-Tranche
20.06.2022
31.12.2043
8.134
4.810
8.134
Summe Referenzportfolio
 
 
478.454
475.130
478.454
Das Referenzportfolio wurde nicht verkauft, sondern verbleibt weiterhin in den Büchern des Konzerns. Durch den Risikotransfer nach Artikel 245 CRR ist eine Reduktion der risikogewichteten Aktiva und damit der Eigenmittelanforderungen möglich. Der RLB Steiermark Konzern nimmt das Wahlrecht in Anspruch, wonach die Verbriefungspositionen mit einem Risikogewicht von 1.250 % vom Kapital abzuziehen und dementsprechend nicht mehr in der Ermittlung der risikogewichteten Aktiva zu berücksichtigen sind.
58. Aufsichtsrechtliche Eigenmittel nach CRR/CRD IV bzw. BWG
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark bildet selbst keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinne des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil des RLB-Stmk Verbund CRR-Konsolidierungskreises ist.
Die Eigenmittel gemäß CRR setzen sich aus dem harten Kernkapital (Common Equity Tier 1 – CET 1), dem zusätzlichen Kernkapital (Additional Tier 1 – AT 1) und dem Ergänzungskapital (Tier 2 – T 2) zusammen. Zur Ermittlung der Kapitalquoten werden die jeweiligen Kapitalkomponenten nach Berücksichtigung aller regulatorischen Abzugs- bzw. Korrekturposten dem Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) gegenübergestellt.
Die einzuhaltenden Mindestkapitalquoten betragen 4,5 % für das harte Kernkapital (CET 1), 6 % für das Kernkapital (Tier 1, Summe aus CET 1 und zusätzlichem Kernkapital (AT 1)) und 8 % für die Gesamteigenmittel (TC). Zusätzlich zu den Mindesteigenmittelanforderungen müssen Kreditinstitute Kapitalanforderungen nach Maßgabe des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP – Supervisory Review and Evaluation Process) sowie Kapitalpuffer-Anforderungen erfüllen.
Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) schreibt der RLB Steiermark auf Basis des jährlich durchgeführten SREP-Verfahrens per Bescheid vor, zusätzliches Kapital zu halten, um jene Risiken abzudecken, die in der Säule 1 nicht oder nicht ausreichend abgedeckt sind. Diese sogenannte Pillar-2-Anforderung wird z. B. anhand des Geschäftsmodells, des Risikomanagements oder der Kapitalsituation berechnet. Mit Bescheid vom 24. Mai 2023 (letztgültiger Bescheid) hat die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) der RLB Steiermark aufgetragen, jederzeit eine SREP-Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 Abs. 2 lit. c CRR in Höhe von 10,9 % auf Basis der konsolidierten Lage der RLB-Stmk Verbund eGen und auf Ebene der RLB Steiermark (unkonsolidiert) einzuhalten.
Darüber hinaus sind zusätzliche Puffererfordernisse einzuhalten. Diese gliedern sich im Wesentlichen in den Kapitalerhaltungspuffer (stieg bis 2019 schrittweise auf 2,5 %) und den antizyklischen Kapitalpuffer. Der antizyklische Puffer wurde aufgrund des zurückhaltenden Kreditwachstums und des stabilen makroökonomischen Umfelds in Österreich vorerst mit 0 % festgelegt. Der institutsspezifische antizyklische Kapitalpuffer für die RLB Steiermark berechnet sich gemäß § 23a Abs. 1 BWG aus dem gewichteten Durchschnitt der Quoten der antizyklischen Kapitalpuffer jener Länder, in denen die wesentlichen Kreditrisikopositionen gebunden sind. Der antizyklische Kapitalpuffer ist für die RLB Steiermark eine unwesentliche Größe.
Die im Jahresverlauf gültigen Kapitalanforderungen wurden inklusive eines ausreichenden Puffers auf konsolidierter Basis und Einzelbasis jederzeit eingehalten.
Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen der Capital Requirements Regulation (CRR) sowie weiterer gesetzlicher Bestimmungen, wie z. B. den Implementing Technical Standards (ITS) der European Banking Authority (EBA), ermittelt. Es wird vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, nur den Folgeanwendungseffekt von IFRS 9 als Add-Back-Betrag zu berücksichtigen.
In TEUR
2023
2022
Als hartes Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente
403.436
344.966
Rücklagen und kumuliertes Sonstiges Ergebnis
1.397.949
1.056.073
Zum harten Kernkapital zählende Minderheitsbeteiligungen
0
85.985
Hartes Kernkapital vor Abzugs- und Korrekturposten
1.801.385
1.487.024
Durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten
-1.271
-2.984
Gewinne und Verluste aus zum Zeitwert bilanzierten derivativen Verbindlichkeiten, die aus dem eigenen Kreditrisiko des Instituts resultieren
-1.612
-2.037
Wertanpassung aufgrund der Anforderungen für eine vorsichtige Bewertung
-2.287
-2.892
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
-879
-1.021
Von der künftigen Rentabilität abhängige nicht aus temporären Differenzen resultierende, latente Steueransprüche, abzüglich der verbundenen Steuerschulden
0
-1.894
Verbriefungsposition
-4.810
-7.459
Abzugsposten für die unzureichende Deckung notleidender Risikopositionen
-5.495
-2.667
Sonstige Anpassungen am Kernkapital aufgrund von Übergangsvorschriften
7.150
14.514
Aufgrund von Abzugs- und Korrekturposten vorzunehmende Anpassungen am harten Kernkapital
-9.204
-6.440
Hartes Kernkapital (CET 1)
1.792.181
1.480.584
Zusätzliches Kernkapital (AT 1)
0
20.950
Kernkapital (Tier 1)
1.792.181
1.501.534
Zum Ergänzungskapital zählende, von Tochterunternehmen begebene Instrumente
26.898
60.818
Ergänzungskapital (Tier 2)
26.898
60.818
Eigenmittel Gesamt (TC)
1.819.079
1.562.352
Im Zuge der mit den Eigentümern gemeinsam umgesetzten Optimierung der Eigentümerstruktur der RLB Steiermark wurden die Minderheitsanteile reduziert. Der Anteil des Kernkapitals an den Eigenmitteln beträgt mittlerweile 98,5 % (Vj: 96,1 %) und unterstreicht somit die hohe Qualität der anrechenbaren Eigenmittel.
Der Gesamtrisikobetrag (Bemessungsgrundlage) gliedert sich wie folgt:
In TEUR
2023
2022
Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko
7.380.866
7.343.902
Bemessungsgrundlage für das Positionsrisiko in Schuldtiteln
58.239
54.909
Bemessungsgrundlage für das operationelle Risiko
877.108
725.818
Bemessungsgrundlage für das CVA-Risiko
98.752
99.972
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage)
8.414.965
8.224.601
Harte Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken)
21,30 %
18,01 %
Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken)
21,30 %
18,26 %
Eigenmittelquote (bezogen auf alle Risiken)
21,62 %
19,00 %
Würde die Übergangsbestimmung des Art. 473a CRR nicht in Anspruch genommen, ergäbe sich ein Eigenmittel Gesamtstand von 1.811.927 TEUR (Vj: 1.547.837 TEUR) sowie eine adaptierte Bemessungsgrundlage von 8.407.772 TEUR (Vj: 8.207.783 TEUR). Somit würde sich eine Kernkapitalquote von 21,23% % (Vj: 18,12 %) und eine Eigenmittelquote von 21,55% % (Vj: 18,86  %) errechnen. Die Verbesserung der anrechenbaren Eigenmittel ist vor allem durch die Anrechnung des Ergebnisses 2023 sowie durch den positiven Effekt aus der veränderten Eigentümerstruktur, welcher insbesondere zu einer Stärkung des CET 1 führte, begründet.
Aufgrund der in Note 57 beschriebenen synthetischen Verbriefung hat sich eine Verbesserung der ausgewiesenen Eigenmittelquote (Gesamtkapitalquote) von 0,54 %-Punkten (Vj: 0,36 %-Punkte) ergeben.
Die Mindestkapitalanforderungen wurden während der Berichtsperiode stets erfüllt.
59. Kapitalmanagement
Das Eigenkapitalmanagement im RLB Steiermark Konzern ist ein wesentlicher Bestandteil der Mittelfristplanung, die regelmäßig überprüft und aktualisiert wird. Das Ziel besteht darin, auf Basis der geschäftlichen Entwicklung und unter Berücksichtigung eines entsprechenden Puffers jederzeit die gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen zu erfüllen.
Sowohl die regulatorische als auch die ökonomische Perspektive sind grundlegende Bestandteile im Steuerungsprozess des RLB Steiermark Konzerns.
Die Sicherstellung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung hat zum Ziel, alle bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken angemessen zu begrenzen und somit eine Einhaltung der gesetzlichen Sorgfaltspflichten gemäß § 39a BWG zu gewährleisten.
In der internen Steuerung verwendet der RLB Steiermark Konzern Limitierungen, die alle Risikoarten umfassen (Kreditrisiko, Marktpreisrisiko – insbesondere Zinsrisiken im Bankbuch, Spread-Risiko, Währungsrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko) und auf die in Zukunft erforderlichen Anforderungen an das Kapital und die Kapitalausstattung abzielen. In der laufenden Planung wird zusätzlich die Weiterentwicklung und Harmonisierung von Eigenmittelvorschriften durch die Aufsicht berücksichtigt. Bei der Mittelfristplanung werden die Auswirkungen der geplanten Geschäftsaktivitäten mit der erwarteten Entwicklung der anrechenbaren Eigenmittel und zu erwartenden gesetzlichen Änderungen bezüglich Kapitalanforderungen / Eigenmittelunterlegung abgeglichen.
Den Geschäftsfeldern bzw. -segmenten wird, abgeleitet aus der Geschäftsstrategie und der geplanten Geschäftsentwicklung, Risikokapital zugewiesen und als Basis für die Ermittlung von Performance-Kennzahlen in der integrierten Ertrags- und Risikosteuerung herangezogen. Der ICAAP ist gleichermaßen nach Geschäfts- und Risikoprofil ausgestaltet und bildet einen wesentlichen Bestandteil des implementierten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesses.
Zur Sicherstellung der angemessenen Kapitalausstattung werden neben der periodischen Aktualisierung der Kapitalplanung zusätzlich Szenario-Berechnungen erstellt, analysiert und die Effekte umgehend in der Steuerung (proaktive Maßnahmensetzung) berücksichtigt.
Mit Bescheid vom 26. Juni 2023 wurde der RLB Steiermark auferlegt, auf konsolidierter Ebene der Abwicklungsgruppe jederzeit einen Mindestbetrag an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (MREL) in Höhe von 22,11 % des Gesamtrisikobetrages (Total Risk Exposure Amount bzw. TREA) und 5,90 % der Gesamtrisikopositionsmessgröße (Leverage Ratio Exposure bzw. LRE) vorzuhalten. Die RLB Steiermark hat diese MREL durch Eigenmittel auf konsolidierter Ebene und durch berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten auf Einzelebene einzuhalten. Ab dem 1. Jänner 2024 erhöht sich die Gesamtrisikopositionsmessgröße (Leverage Ratio Exposure bzw. LRE) auf 5,93 %.
Zum 31.12.2023 ergeben sich die folgenden Quoten:
2023
2022
Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten als prozentualer Anteil am TREA
53,02 %
50,60 %
Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten als prozentualer Anteil an der LRE
30,26 %
29,30 %
Verschuldungsquote
Ergänzend zu den Eigenmittelanforderungen wurde im Rahmen der CRR die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als neues Instrument zur Begrenzung des Risikos aus einer überhöhten Verschuldung eingeführt. Die Verschuldungsquote ist im Teil 7 der CRR definiert.
Es besteht eine verbindliche quantitative Anforderung von 3 Prozent, diese wird deutlich erfüllt.
In TEUR
2023
2022
Gesamtrisikoposition
14.741.204
14.113.464
Kernkapital
1.792.181
1.501.534
Verschuldungsquote
12,16 %
10,64 %
Würde die Übergangsbestimmung des Art. 473a CRR nicht in Anspruch genommen, ergäbe sich eine Verschuldungsquote von 12,12% % (Vj: 10,55 %).

60. Zusammensetzung des Konzerns
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Konsolidierungskreis des RLB Steiermark Konzerns:
In TEUR
Sitz
Anteil durch-gerechnet
Eigenkapital in TEUR
Ergebnis1) in TEUR
Datum des Jahresab-schlusses
Vollkonsolidierte Unternehmen
 
 
 
 
 
Ciconia Immobilienleasing GmbH
Graz
100,00 %
-267
-10
31.12.2023
"DÖHAU" Liegenschaftsges.m.b.H.
Graz
100,00 %
-562
-27
31.12.2023
Grundstücksverwaltung Salzburg-Mitte GmbH
Graz
100,00 %
227
21
31.12.2023
HSL Beteiligungen GmbH
Graz
100,00 %
8.508
988
31.12.2023
HSL Immobilienleasing GmbH
Graz
100,00 %
3.491
281
31.12.2023
HSL Kommunal- und Gebäudeleasing GmbH
Graz
100,00 %
1.329
54
31.12.2023
HSL Leasing - Holding GmbH
Graz
100,00 %
1.691
-165
31.12.2023
Immobilienerwerbs- und Vermietungs Gesellschaft m.b.H.
Graz
100,00 %
75.120
3.042
31.12.2023
Pittacus Beteiligungs GmbH
Graz
100,00 %
1.354
-2
31.12.2023
RATIO Beteiligungsverwaltungs GmbH
Graz
100,00 %
4.026
-768
31.12.2023
RLB - Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft m.b.H.
Graz
100,00 %
89.390
4.447
30.9.2023
RLB-Stmk Immobilienbeteiligungs- und Verwaltungs GmbH
Graz
100,00 %
66.334
1.472
30.9.2023
RLO Beteiligungs GmbH
Graz
100,00 %
4.609
410
31.12.2023
RSAL Raiffeisen Steiermark Anlagenleasing GmbH
Graz
81,00 %
-664
-437
31.12.2023
RSIL Immobilienleasing Raiffeisen Steiermark GmbH
Graz
81,00 %
366
-15
31.12.2023
SPIREA GmbH
Graz
81,00 %
-169
121
31.12.2023
Steirische Raiffeisen - Immobilien - Leasing Gesellschaft m.b.H.
Graz
100,00 %
3.223
202
31.12.2023
Thasus Beteiligungs GmbH
Graz
100,00 %
19.738
2.074
31.12.2023
At equity bilanzierte Unternehmen
 
 
 
 
 
Raiffeisen Bank International AG2)
Wien
9,95 %
19.849.405
2.578.243
31.12.2023
1) Ergebnis vor Ergebnisabführung
2) Werte laut Konzernabschluss

61. Beteiligungsübersicht
Nicht im Konsolidierungskreis enthaltene Unternehmen:
In TEUR
Sitz
Anteil durch-gerechnet
Eigenkapital in TEUR
Ergebnis1) in TEUR
Datum des Jahresab-schlusses
Verbundene Unternehmen
 
 
 
 
 
ALPHA-BAU Planungs-, Projektentwicklungs- und Baubetreuungs GmbH.
Graz
100,00 %
394
22
31.12.2022
BONITA HSL Leasing GmbH
Graz
100,00 %
37
-5
31.12.2023
Comm-Unity EDV GmbH
Lannach
51,00 %
3.035
1.032
31.12.2022
Eruca Beteiligungs GmbH
Graz
100,00 %
33
-2
31.12.2023
Feles Beteiligungs GmbH
Graz
100,00 %
295
-2
31.12.2023
INPRIMIS Beteiligungs GmbH
Graz
100,00 %
1.551
-1
31.12.2022
Liegenschaftsverwaltung Radmer-Frohnleiten GmbH
Graz
100,00 %
7.197
92
31.12.2022
LKH-Eingangszentrum Errichtungs- und Betreiber GmbH
Graz
100,00 %
3.203
406
31.12.2022
NOVA HSL Leasing GmbH
Graz
100,00 %
221
-18
31.12.2023
NWB Beteiligungs GmbH in Liqu.
Graz
100,00 %
380
-1
31.12.2023
Raiffeisen Bauträger & Projektentwicklungs GmbH
Graz
100,00 %
2.083
-97
31.12.2022
Raiffeisen-Immobilien Steiermark Gesellschaft m.b.H.
Graz
100,00 %
1.560
303
31.12.2022
RLB Stmk Taten GmbH
Graz
100,00 %
154
0
31.12.2022
RVS Raiffeisen Vertrieb und Service GmbH
Graz
100,00 %
2.417
2.004
31.12.2022
Scirus Liegenschaftsverwaltungs GmbH
Graz
100,00 %
33
-2
31.12.2023
TSI-Terminal und Software Installationen GmbH
Graz
100,00 %
136
982
31.12.2023
Assoziierte Unternehmen
 
 
 
 
 
CADO Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H.
Wien
50,00 %
2.517
88
31.12.2023
G + R Leasing Gesellschaft m.b.H.
Graz
37,50 %
14
-1
30.9.2023
G + R Leasing Gesellschaft m.b.H. & Co. KG.
Graz
50,00 %
944
872
30.9.2023
RAITEC GmbH
Linz
15,00 %
20.439
5.686
31.12.2022
ÖWGES Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft m.b.H.
Graz
30,00 %
404.432
19.791
31.12.2022
Solana Renewable Technologies GmbH
Graz
49,00 %
170
-102
31.12.2022
Spica Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H.
Wien
50,00 %
163
-43
31.12.2022
Steirische Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H.
Wien
25,00 %
343
-2
31.12.2022
1) Ergebnis vor Ergebnisabführung
62. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Dezember 2023 hat die RBI die Entscheidung getroffen, über ihre russische Tochter AO Raiffeisenbank 28,5 Mio. Aktien der STRABAG SE (dies entspricht einem Anteil von 27,78 Prozent) von der in Russland tätigen MKAO Rasperia Trading Limited für einen Kaufpreis in Höhe von 1,5 Mrd. EUR (einschließlich Dividendenansprüche für die Jahre 2021 und 2022) zu erwerben. Die Durchführung des Erwerbs ist abhängig von verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, darunter der zufriedenstellende Abschluss der Sanktions-Compliance-Due-Diligence-Prüfung durch die RBI, Genehmigungen der Aufsichtsbehörden und kartellrechtlichen Freigaben. Die RBI hat vor Vertragsunterzeichnung die Übereinstimmung der Strabag-Transaktion mit allen geltenden Sanktionen sorgfältig geprüft und alle relevanten Behörden, einschließlich das US-Finanzministerium und die OFAC (Office of Foreign Assets Control) über die Einzelheiten der Transaktion informiert.
Nach Durchführung der Transaktion (Closing) wird die AO Raiffeisenbank die STRABAG-Aktien als Sachdividende an die RBI übertragen. Die Genehmigung der Sachdividende durch die zuständigen russischen Behörden ist ebenfalls eine aufschiebende Bedingung für den Erwerb der STRABAG-Aktien durch die AO Raiffeisenbank. Nach dem Closing wird die RBI die Aktien an der STRABAG SE als langfristige Kapitalbeteiligung halten. Mit dieser Transaktion reduziert die RBI weiter ihr Engagement in Russland.
Mit Closing der Transaktion wird ein Effekt von rund minus 10 Basispunkten (basierend auf 16,5 Prozent pro-forma einschließlich Gewinn zum 31. Dezember 2023) auf die harte Kernkapitalquote des Konzerns erwartet, die harte Kernkapitalquote des Konzerns ohne Russland würde hingegen um rund 125 Basispunkte steigen (basierend auf 14,4 Prozent unter der Annahme einer Entkonsolidierung der russischen Einheit zum Kurs-Buchwertverhältnis von Null, pro-forma einschließlich Gewinn zum 31. Dezember 2023). Durch die Transaktion wird von einer positiven Auswirkung auf die Bewertung der RBI-Beteiligung im RLB Steiermark Konzern ausgegangen.
Im Februar 2024 hat die RBI ihren potenziellen Ausstieg aus dem belarussischen Markt bekanntgegeben. Sie ist in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Verkauf ihres Anteils an der Priorbank JSC samt deren Tochtergesellschaften an einen Investor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Transaktion würde bei Signing zu einem Verlust von rund 225 Mio. EUR führen, der erwartete Effekt auf die harte Kernkapitalquote wäre minimal. Bei Closing würde aus der Umgliederung überwiegend historischer Währungsverluste aus dem sonstigen Ergebnis ein zusätzlicher negativer Effekt in der Erfolgsrechnung in Höhe von rund 450 Mio. EUR entstehen. Diese Umgliederung hätte keine Auswirkungen auf das regulatorische Kapital der RBI-Gruppe. Aufgrund dieser Transaktion werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung der RBI-Beteiligung im RLB Steiermark Konzern erwartet.
Darüber hinaus gab es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Geschäftsfälle oder sonstigen Vorgänge, die von besonderem öffentlichem Interesse wären oder sich wesentlich im Konzernabschluss 2023 auswirken würden.

Organe
Vorstand
Vorsitzender
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER
Mitglieder des Vorstands
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER
Aufsichtsrat
Präsidium:
Josef HAINZL, Präsident
Obmann der RLB-Stmk Verbund eGen und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Raiffeisenbank Aichfeld eGen
Dir. Josef GALLER, 1. Vizepräsident
Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Mureck eGen
KR Peter SÜKAR, 2. Vizepräsident
Obmann der Raiffeisenbank Lipizzanerheimat eGen und Obmann der Wirtschaftskammer Voitsberg
Mitglieder des Aufsichtsrats:
Mag. Kristina EDLINGER-PLODER
Rektorin Fachhochschule CAMPUS 02 Fachhochschule der Wirtschaft GmbH
Dir. Romana GSCHIEL-HÖTZL, MBA (bis 4. März 2024)
Geschäftsleiterin der Raiffeisenbank Bad Radkersburg-Klöch eGen
Dir. MMag. Martin KIPPERER
Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Leoben-Bruck
Univ. Prof. Mag. Dr. Thomas KRAUTZER
Vorstand des Instituts für Wirtschaftsgeschichte KF Uni Graz
Mag. Regina MARAK-HUBER
Ing. Mag. Franz PICHLER
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Raiffeisenbank Admont eGen und Wirtschaftsdirektor des Benediktinerstifts Admont
Mag. Ignaz SPIEL
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Raiffeisenbank Region Fehring eGen und Geschäftsführer der Spiel Dach & Glas GmbH
Dir. Franz STRAUSSBERGER
Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Oststeiermark Nord eGen
Verbandsobmann Ök.-Rat Franz TITSCHENBACHER
Obmann des Raiffeisenverbands Steiermark und Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark
VDir. Gerhard ZAUNSCHIRM, MSc
Vorstand der Raiffeisenbank Hausmannstätten eGen
Vom Betriebsrat entsandt:
Sabine FUCHS (bis 28. März 2024)
Walter HATZ
Sabine KOINEGG (ab 28. März 2024)
MMag. Andrea KUNZE (ab 28. März 2024)
Brigitte MANDL (bis 28. März 2024)
Mag. Andreas MICHITSCH (ab 28. März 2024)
Eva PILGER-BUCHEGGER (bis 8. März 2023)
Bernd VERONIG
Mag. Bernhard WAGNER
Ing. Bernhard WESENER (bis 28. März 2024)
Bernd WINTERLEITNER (ab 8. März 2023)
Staatskommissäre:
Hans Georg KRAMER, MBA, CFP
Mag. (FH) Gerd WATZENIG, MSc MLiTT MAIS
Aufsichtskommissäre des Landes:
LH Mag. Christopher DREXLER
Mag. Michael SPREITZHOFER, Stellvertreter
Für die Deckungsstöcke gemäß PfandbG:
Wirtschaftsprüfer Mag. Markus UNGER
Wirtschaftsprüfer Mag. Manuel WOLF (seit 15. November 2023)

Schlussbemerkung
des Vorstands
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Graz, am 8. April 2024
Der Vorstand:
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER, Vorsitzender des Vorstands e.h.,
mit Verantwortung für Finanzen & Banksteuerung, Verbund, Beteiligungen, Kapitalmarkt und Unternehmenskommunikation & Marketing
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA, e.h.,
mit Verantwortung für Kommerzkunden, Projektfinanzierungen, Retail, Vertrieb und Immobilien
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK e.h.,
mit Verantwortung für Risikomanagement, Recht & Sicherungseinrichtungen, Compliance1, Geldwäsche1 und Interne Revision & Konzernrevision1
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER e.h.,
mit Verantwortung für Personal & Organisationsentwicklung, IT & Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Transaction Services und Bau & Infrastruktur
1 funktionell dem Gesamtvorstand unterstellt

Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Ich habe den Konzernabschluss der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG,
Graz,
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach meiner Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Ich habe meine Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Meine Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und ich habe meine sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach meinem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für meine Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit meiner Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung meines Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und ich gebe kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Rahmen der Prüfung wurden drei dieser Sachverhalte identifiziert, die nachfolgend beschrieben werden:
Bewertung der at equity bilanzierten Anteile an der Raiffeisen Bank International AG
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Konzernabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Stmk AG) zum 31. Dezember 2023 werden die Anteile an der Raiffeisen Bank International AG (RBI), die auch das Zentralinstitut der RLB Stmk AG ist, unter dem Bilanzposten „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“ in Höhe von insgesamt 975.796 TEUR ausgewiesen.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise zur Bewertung von at equity bilanzierten Anteilen und die getroffenen Annahmen und Unsicherheiten insbesondere zur Beteiligung der RBI an der Einheit in Russland und deren beabsichtigter Erwerb von Anteilen an der STRABAG SE bzw. die bestehenden Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 in den Notes in den Kapiteln „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ und „Bilanz“ sowie unter Note 3., 11. und 21.
Der Wertansatz des Buchwertes der at equity bilanzierten RBI ist zu überprüfen, wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung bzw. Wertaufholung vorliegen. Wertminderungen bzw. Wertaufholungen sind auf den erzielbaren Betrag vorzunehmen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert.
Zum 31. Dezember 2023 wurden bei der RBI objektive Hinweise identifiziert, die auf eine Veränderung des erzielbaren Betrages der Beteiligung schließen ließen.
Zur Überprüfung des Wertansatzes der Anteile an der RBI wurde dem Buchwert der erzielbare Betrag gegenübergestellt. Der Nutzungswert wurde auf Basis eines Discounted Cash Flow Verfahrens ermittelt und lag über dem beizulegenden Zeitwert. Da der erzielbare Betrag zum 31. Dezember 2023 den Buchwert überstieg, wurde nach Übernahme des anteiligen Ergebnisses und der Kapitalveränderungen eine Wertaufholung in Höhe von 71.441 TEUR berücksichtigt.
Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich daraus, dass die Ermittlung des Nutzungswertes in hohem Maße auf der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter beruht, und das Bewertungsergebnis in hohem Ausmaß vom verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig und daher mit einem erheblichen Grad an Schätzunsicherheit verbunden ist.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die Prozesse zur Identifizierung von objektiven Hinweisen auf Wertminderungen bzw. Wertaufholungen sowie die eingerichteten Kontrollen dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Wertminderungs- oder Zuschreibungserfordernisse zeitgerecht zu erkennen.
Ich habe die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter in Hinblick auf das Vorliegen von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung bzw. Wertaufholungen beurteilt.
Ich habe die korrekte Ermittlung des erzielbaren Betrages durch Vergleich des beizulegenden Zeitwertes (Börsenkurs) und dem Nutzungswert, der auf einem externen Gutachten mit Anpassungen des Vorstands betreffend konservativere Annahmen zum Russlandgeschäft sowie zur Entwicklung im Kerngeschäft basiert, geprüft.
Ich habe die Grundlagen dieses externen Gutachtens sowie die durch den Vorstand vorgenommenen Anpassungen und Einschätzungen insbesondere das Bewertungsmodell auf seine Angemessenheit hin geprüft. Die darin verwendeten Parameter, wie den Diskontierungszinssatz habe ich durch Abgleich mit Kapitalmarktdaten sowie unternehmensspezifischer Informationen und Markterwartungen geprüft. Im Rahmen der Beurteilung des Bewertungsgutachtens wurden die zu Grunde gelegten Annahmen und Szenarien zur in den Abschluss der RBI einbezogenen Einheit in Russland und deren beabsichtigter Erwerb von Anteilen an der STRABAG SE berücksichtigt.
Ich habe die im externen Gutachten verwendeten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der Konzernplanung abgeglichen und die Planungstreue insbesondere auf der Basis von Unternehmensdokumentationen und externen Gutachten analysiert und beurteilt.
Ich habe den für die Ermittlung des erzielbaren Betrages herangezogenen beizulegenden Zeitwert mit dem von der Wiener Börse am letzten Handelstag des Jahres 2023 veröffentlichten Kurs verglichen.
Die rechnerische Richtigkeit der Wertaufholung wurde geprüft.
Weiters habe ich beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Anteile an der RBI im Konzernabschluss angemessen sind und inwiefern eine adäquate Darstellung des beabsichtigten Erwerbs von Anteilen an der STRABAG SE durch die Einheit in Russland sowie der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges auf die Ermittlung des Nutzungswertes erfolgte.

Bewertung der Kredite und Forderungen Amortised Cost
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Konzernabschluss der RLB Stmk AG zum 31. Dezember 2023 werden im Bilanzposten „Finanzielle Vermögenswerte Amortised Cost (AC)“ Kredite und Forderungen mit einem Betrag von 9.431.821 TEUR ausgewiesen. Zu diesen Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag Risikovorsorgen im Ausmaß von 178.052 TEUR.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen unter Berücksichtigung der Auswirkungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen auf die Kundenforderungen in den Notes im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, „Gewinn- und Verlustrechnung“ und „Bilanz“ sowie in den Notes 12. und 16. In Bezug auf die verwendeten makroökonomischen Parameter erfolgen Angaben im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ unter „Wertminderungen“.
Die Gesellschaft überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen und damit Einzelrisikovorsorgen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten können.
Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell signifikante Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten zukünftigen Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst.
Die Risikovorsorge für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden wird auf der Grundlage eines statistischen Bewertungsmodells berechnet.
Für alle Kredite, bei denen keine objektiven Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, wird von der Bank eine Wertberichtigung auf Basis statistischer Bewertungsmodelle gebildet.
Dabei wird für jene Forderungen, bei denen sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, die Wertberichtigung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen. Für jene Forderungen, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, werden die Wertberichtigungen auf Basis des über die Laufzeit erwarteten Kreditverlustes berechnet.
In die Bewertungsmodelle fließen Kundenobligo, Sicherheiten und makroökonomische Faktoren ein. Parameter, denen statistische Annahmen zugrunde liegen, umfassen insbesondere die Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis des Bonitätsratings des Kunden und die Verlustquote vor und nach Berücksichtigung von Sicherheiten.
Aufgrund der makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie deren Auswirkungen auf die Kundenforderungen wurde zum Berichtsstichtag ein Post Model Adjustment durchgeführt. Im Rahmen dessen wurden Teilportfolien (Branchen) definiert, die als betroffen eingestuft wurden. Abhängig von der Betroffenheit wurden die Kreditengagements von Stage 1 in Stage 2 transferiert, für die eine Risikovorsorge auf Basis des über die Laufzeit erwarteten Kreditverlustes ermittelt wird.
Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich daraus, dass die Identifikation von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung sowie die Bestimmung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz auf Annahmen und Ermessensspielräumen basieren. Bei der Ermittlung der Höhe der Kreditrisikovorsorgen, denen in unterschiedlichem Ausmaß die oben beschriebenen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, ergeben sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten insbesondere hinsichtlich der Unsicherheiten der wirtschaftlichen Entwicklung bzw. der getroffenen Einschätzung der Betroffenheit der Kreditnehmer aufgrund der Auswirkungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen im Rahmen des durchgeführten Post Model Adjustment.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die bestehende Dokumentation und die Prozesse zur Vergabe, Klassifizierung und Überwachung von Kundenkrediten sowie der Risikovorsorgebildung analysiert und beurteilt, ob diese Prozesse geeignet sind, objektive Hinweise auf eine Wertminderung zu identifizieren sowie die signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz zu bestimmen und somit die sachgerechte Bewertung der Kundenforderungen sicherzustellen. Die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen habe ich erhoben und die Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen von Stichproben auf deren Effektivität getestet.
Ich habe auf Grundlage der vorgelegten Unternehmensdokumentation und Prozesse in Stichproben die richtige Klassifizierung der Kundenforderungen in Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme beurteilt.
Es wurde die korrekte Stufenzuordnung (Staging) gemäß IFRS 9 und den relevanten internen Richtlinien geprüft.
Für individuell signifikante Kunden habe ich auf Basis von Stichproben an Krediten untersucht, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung bestehen und ob in angemessener Höhe Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden. Die Auswahl der Stichproben erfolgte risikoorientiert unter besonderer Berücksichtigung von Ratingstufen mit höherem Ausfallrisiko bzw. von Unternehmen, die verstärkt von den Auswirkungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen betroffen sind sowie nach statistischen Verfahren. Bei Feststellung von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung wurden die von der Bank getroffenen Annahmen und unterstellten Szenarien hinsichtlich des Zeitpunktes und der Höhe der Zahlungsrückflüsse untersucht. Bezüglich der internen Sicherheitenbewertungen habe ich in Stichproben überprüft, ob die eingeflossenen Annahmen adäquat sind.
Im Bereich der Vorsorgen für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden sowie für Kunden, bei denen keine objektiven Hinweise auf Wertminderungen vorliegen, habe ich mithilfe von Experten die Modelle, die darin verwendeten Parameter und zukunftsgerichteten Informationen und deren Anpassungen unter Berücksichtigung der von der Bank durchgeführten Validierungen nachvollzogen und diese dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln.
Die Berechnung der Vorsorgen einschließlich des Post-Model-Adjustments habe ich nachvollzogen.
Weiters habe ich beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kundenforderungen im Konzernabschluss (Notes) angemessen sind.
Bewertung der Wertpapiere und derivativen Finanzinstrumente
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die für die Bewertung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten herangezogenen beizulegenden Zeitwerte basieren im Konzernabschluss der RLB Stmk AG auf beobachtbaren Marktpreisen oder werden mit Bewertungsmodellen ermittelt. Derivative Finanzinstrumente werden in wesentlichem Umfang für die Bildung von Sicherungsbeziehungen eingesetzt oder zu Handelszwecken abgeschlossen.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Bewertung und Zuordnung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten, sowie bei der Bildung von Sicherungsbeziehungen in den Notes in den Kapiteln „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, „Gewinn- und Verlustrechnung“, „Bilanz“ sowie „Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlustrechnung“ unter Note 5. bis 8. „Erläuterungen zur Bilanz“ unter Note 16. bis 20., 25. Sowie 27. und „Erläuterungen zu Finanzinstrumenten“ unter Note 32.
Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Marktkurse und keine ausreichend beobachtbaren Marktdaten für eine Bewertung vorliegen, ist die Bewertung aufgrund der Verwendung von internen Bewertungsmodellen und den darin enthaltenen Annahmen und Parameter ermessensbehaftet.
Darüber hinaus sind für die Bildung von Sicherungsbeziehungen die Anforderungen an die Dokumentation der Sicherungsbeziehung sowie der Effektivität derselben zu erfüllen.
Bei der Sicherung des beizulegenden Zeitwertes gegen Zinsänderungsrisiken eines Portfolios sind außerdem die Abgrenzung und Homogenität der Grundgeschäftsportfolien und die Ermittlung des gesonderten Bilanzpostens zu beachten.
Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich daraus, dass bei der Verwendung von Bewertungsmodellen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte die darin enthaltenen Annahmen und Parameter in hohem Ausmaß ermessensbehaftet sind und dass an die Darstellung der Sicherungsbeziehungen formelle und materielle Anforderungen geknüpft sind.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die von der Bank implementierten Richtlinien und die Dokumentation der eingerichteten Prozesse für die Bewertung und Zuordnung der Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und der derivativen Finanzinstrumente eingesehen und die wesentlichen Kontrollen stichprobenartig auf ihre Effektivität geprüft.
Die Bewertungsmodelle und die zugrunde liegenden Bewertungsparameter zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte habe ich auf ihre Angemessenheit und konsistente Anwendung hin geprüft. Ich habe in Stichproben wesentliche verwendete Parameter mit extern zugänglichen Werten und die Berechnung der Zeitwerte nachvollzogen.
Sicherungsbeziehungen habe ich in Stichproben insbesondere dahingehend beurteilt, ob die Dokumentation der Sicherungsbeziehung und der Effektivität der Sicherung vorhanden ist und den internen Richtlinien entspricht. Die durchgeführten Effektivitätstests wurden von mir in Bezug auf ihre Angemessenheit kritisch gewürdigt.
Bei der Sicherung des beizulegenden Zeitwertes gegen Zinsänderungsrisiken eines Portfolios habe ich darüber hinaus die Abgrenzung der Grundgeschäfte, sowie deren Homogenität und die Ermittlung des gesonderten Bilanzpostens nachvollzogen.
Weiters habe ich überprüft, ob die Angaben im Konzernabschluss (Notes) betreffend die Bewertungsmethoden und die Bildung von Sicherungsbeziehungen angemessen und vollständig sind.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Jahresfinanzbericht wird mir voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Mein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und ich werde dazu keine Art der Zusicherung geben.
Im Zusammenhang mit meiner Prüfung des Konzernabschlusses habe ich die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder meinen bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den
Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Meine Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, übe ich während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
  • Ich identifiziere und beurteile die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, plane Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führe sie durch und erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Ich gewinne ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
  • Ich beurteile die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Ich ziehe Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich die Schlussfolgerung ziehe, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, in meinem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Ich beurteile die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Ich erlange ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die Alleinverantwortung für mein Prüfungsurteil.
Ich tausche mich mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Abschlussprüfung erkenne, aus.
Ich gebe dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass ich die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten habe, und tausche mich mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf meine Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Ich bestimme von den Sachverhalten, über die ich mich mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht habe, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Ich beschreibe diese Sachverhalte in meinem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder ich bestimme in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in meinem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken.
Ich habe meine Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
URTEIL
Nach meiner Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a Abs. 2 UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
ERKLÄRUNG
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Ich wurde vom Österreichischen Raiffeisenverband als dem für die Gesellschaft zuständigen Revisionsverband für die gesetzliche Konzernabschlussprüfung im Sinne des Bankwesengesetzes (BWG) zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 bestellt. Ich bin ununterbrochen seit der Prüfung des Konzernabschlusses 2021 Konzernabschlussprüfer der Gesellschaft.
Ich erkläre, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Ich erkläre, dass ich keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht habe und dass ich bei der Durchführung der Abschlussprüfung meine Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt habe.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Andreas Fegerl.
Wien, 8. April 2024
Als vom Österreichischen Raiffeisenverband bestellter Bankprüfer:
Mag. Andreas FEGERL – Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit meinem Bestätigungsvermerk darf nur in der von mir bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG, Graz,
und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“), bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Eigenkapitals und der Geldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und den Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir wurden von den gesetzlichen Vertretern als weiterer (freiwilliger) Abschlussprüfer bestellt und haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des unabhängigen Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers weiter- gehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit dem Code of Ethics for Professional Accountants des International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA Code) sowie den österreichischen berufsrechtlichen Vorschriften nach dem Wirtschaftstreuhandberufsgesetz 2017 („WTBG 2017“) samt einschlägigen Verordnungen und Richtlinien („Richtlinien für die Ausübung der Wirtschaftstreuhandberufe“), und wir haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen und dem IESBA Code erfüllt. Die Regelungen der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse sind nicht vereinbart. Diese Nichtanwendung kann bedeuten, dass etwa die Vorschriften zur Einhaltung der externen Rotation, zur Einhaltung der Bestimmungen betreffend die Erbringung verbotener Nichtprüfungsleistungen („fee cap“) und die Verpflichtung zur Erstellung eines gesonderten Berichts an den Prüfungsausschuss nicht eingehalten wurden. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Vermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
  • Werthaltigkeit von Krediten und Forderungen an Nichtbanken zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie Bewertung der Rückstellungen für das Kreditgeschäft
  • Werthaltigkeit der at-equity-bewerteten Anteile an der Raiffeisen Bank International AG
Werthaltigkeit von Krediten und Forderungen an Nichtbanken zu fortgeführten Anschaffungs- kosten sowie Bewertung der Rückstellungen für das Kreditgeschäft
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die in dem Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) enthaltenen Kredite und Forderungen (exklusive Kreditinstitute) umfassen einen Betrag in Höhe von 8.373,3 Mio EUR; die hierfür gebildeten Wertminderungen umfassen einen Betrag in Höhe von 178,0 Mio EUR, die Rückstellungen für das Kreditgeschäft betragen 23,5 Mio EUR.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die Vorgehensweise für die Ermittlung Wertminderungen in den Notes in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Abschnitt "Wertminderungen").
Für ausgefallene Kredite werden Wertminderungen in Höhe des Lifetime Expected Loss erfasst (Stage 3 Risikovorsorge). Die Identifikation von Ausfällen und die Ermittlung der Höhe der Vor- sorgen für ausgefallene signifikanten Kreditnehmer unterliegen wesentlichen Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Diese ergeben sich aus Annahmen betreffend die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des jeweiligen Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten, die Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt der erwarteten und aus Szenarien abgeleiteten zukünftigen Rückflüsse mit sich bringen. Vorsorgen für nicht signifikante Kreditnehmer im Ausfall basieren auf Modellen und statistischen Parametern und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten.
Für Kredite, die ein geringes Kreditrisiko aufweisen bzw bei welchen sich das Kreditrisiko seit Zugang nicht signifikant erhöht hat (Stage 1), wird ein 12-Monat Expected Loss ermittelt. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos (Stage 2) werden Vorsorgen in Höhe des Lifetime Expected Loss gebildet. Bei der Stage-Zuordnung und der auf Basis statistischer Modelle basierenden Ermittlung erwarteter Kreditverluste der Stages 1 und 2 sind umfangreiche Schätzungen und Annahmen erforderlich.
Da das angewendete Wertberichtigungsmodell Unsicherheiten und Schwankungen in der wirtschaftlichen Entwicklung der Kreditnehmer, begründet durch das aktuell vorherrschende, volatile wirtschaftliche Umfeld, nicht angemessen abbilden kann, wird von der Bank zusätzlich zum Modellergebnis eine Erhöhung der Vorsorgen für nicht ausgefallene Kredite („Post Model Adjustment“) vorgenommen. Diese basiert auf einer bankinternen Analyse der Branchenbetroffenheiten unter Zugrundelegung externer Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung.
Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Ermittlung der Risikovorsorgen unter Berücksichtigung des Post Model Adjustments in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, woraus sich eine mögliche falsche Darstellung in Bezug auf die Höhe der Risikovorsorgen im Abschluss ergeben kann.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Krediten und Forderungen an Nichtbanken zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie der Bewertung der Rückstellungen für das Kreditgeschäft haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
  • Wir haben den Kreditüberwachungsprozess erhoben und beurteilt, ob dieser geeignet ist, Ausfälle rechtzeitig zu identifizieren und Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Wir haben ausgewählte Schlüsselkontrollen in Hinblick auf deren Ausgestaltung und Implementierung sowie in Stichproben auf deren Effektivität getestet.
  • Auf Basis einer Stichprobe von Krediten haben wir überprüft, ob das Rating entsprechend den internen Richtlinien erfolgte und ob Ausfälle zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit höherem Ausfallrisiko. Bei ausgefallenen signifikanten Kreditnehmern wurden die von der Bank getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit und Konsistenz von Zeitpunkt und Höhe der angenommenen Rückflüsse bei der Berechnung der Risikovorsorgen untersucht.
  • Wir haben im Bereich der pauschalierten Einzelwertberichtigungen für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kreditnehmer das Bewertungsmodell und die darin verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit der Vorsorgen haben wir in Stichproben nachvollzogen.
  • Im Bereich der Vorsorgen für nicht ausgefallene Kreditnehmer (Stage 1 und 2) haben wir das zugrundeliegende Bewertungsmodell einschließlich der darin verwendeten Parameter dahin- gehend beurteilt, ob diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf in angemessener Art und Weise zu ermitteln. Weiters haben wir die Herleitung und Begründung des Post Model Adjustments, sowie die zugrundeliegenden Annahmen im Hinblick auf deren Angemessenheit beurteilt. Für diese Prüfungshandlungen haben wir unsere internen Finanzmathematiker als Spezialisten einbezogen.
Werthaltigkeit der at-equity-bewerteten Anteile an der Raiffeisen Bank International AG
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Der Konzern bilanziert seine Anteile an der Raiffeisen Bank International AG nach der Equity- Methode im Posten Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen. Insgesamt belaufen sich die Anteile auf einen Wert von 975,8 Mio EUR.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die Vorgehensweise für die Bewertung von at-equity-bewerteten Unternehmen in den Notes in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Abschnitt "Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen") und im Kapitel "Bilanz" (Abschnitt "Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen") sowie in der Note 21 ("Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen").
Der Konzern überprüft, ob Hinweise für eine Wertminderung bzw eine Wertaufholung vorliegen. Soweit diese bestehen, wird zur Feststellung eines etwaigen Wertminderungs- bzw Wertaufholungsbedarfs auf Grundlage eines externen Gutachtens unter Verwendung des Discounted Cash Flow Verfahrens der erzielbare Betrag ermittelt. Die Ermittlung des Unternehmenswertes beruht primär auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der Diskontierungsfaktoren sowie der künftigen Geschäftsentwicklung und der daraus ableitbaren Rückflüsse an die Eigentümer unter Berücksichtigung von gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Ausschüttungsbeschränkungen. Den verwendeten Diskontierungsfaktoren liegen beobachtbare Parameter aus den Finanz- und Kapitalmärkten zugrunde.
Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass die Unternehmensbewertung innerhalb gewisser Bandbreiten ermessensbehaftet und mit Schätzunsicherheiten verbunden ist, woraus ein mögliches Risiko einer falschen Darstellung in Bezug auf die Bewertung im Abschluss resultiert.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit der at-equity-bewerteten Anteile an der Raiffeisen Bank Inter- national AG haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
  • Wir haben den Prozess hinsichtlich der Identifikation von Wertminderungsereignissen oder Zuschreibungserfordernissen und der Beurteilung der Werthaltigkeit von Beteiligungen erhoben.
  • Wir haben das Modell, die Planungsannahmen und die verwendeten Parameter für die Bewertung der Raiffeisen Bank International AG unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten geprüft. Dabei haben wir die Planungsrechnung hinsichtlich der Angemessenheit der Annahmen und der Planungstreue gewürdigt. Das eingesetzte Bewertungsmodell haben wir nachvollzogen und beurteilt, ob dieses geeignet ist, den Unternehmenswert angemessen zu ermitteln.
  • Die im Modell verwendeten Bewertungsparameter – vorrangig die Zinssatzkomponenten – wurden evaluiert. Dabei wurden die bei der Bestimmung des Zinssatzes herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt.
  • Weiters haben wir überprüft, ob die Auswirkung der aktuellen geopolitischen Entwicklungen in den Planungsrechnungen entsprechend berücksichtigt wurden.
  • Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Ermittlung des Unternehmenswertes nachvoll- zogen. Die Höhe des Unternehmenswertes wurde mit Marktdaten und öffentlich verfüg- baren Informationen verglichen. Für diese Prüfungshandlungen haben wir unsere Bewer- tungsspezialisten einbezogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Konzernabschluss und den Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers. Den Konzernlagebericht haben wir vor dem Datum des Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers erlangt, die übrigen Teile des Jahresfinanzberichts werden uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Ab- schlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von do- losen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – an- zugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des unabhängigen Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den ISA durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den ISA üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus do- losen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammen- wirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers auf die dazu- gehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Linz, 8. April 2024
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian GRINSCHGL Wirtschaftsprüfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.