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WIR
MACHT’S
MÖGLICH.
JAHRES FINANZ-
BERICHT 2021
WICHTIGE DATEN AUF
EINEN BLICK
Gewinn-und-Verlust-Rechnung in TEUR 2021 2020
Nettozinsertrag 120.263 74.377
Betriebserträge 273.815 187.990
Betriebsaufwendungen -160.845 -129.503
Betriebsergebnis 112.970 58.487
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 144.331 44.568
Jahresüberschuss 222.816 48.642
Bilanz in TEUR 2021 2020
Forderungen an Kreditinstitute 3.406.992 3.992.494
Forderungen an Kunden 7.568.323 4.594.620
Wertpapiere 4.364.034 3.918.520
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 988.004 1.088.117
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.427.534 7.679.920
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.032.821 2.524.515
Eigene Emissionen inkl. Ergänzungskapital 6.051.590 4.342.998
Bilanzsumme 20.190.665 15.959.304
Bankaufsichtliche Kennzahlen 2021 2020
Anrechenbare Eigenmittel gesamt 1.495.071 1.203.617
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) 7.787.854 5.631.792
Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) 17,13 % 19,37 %
Gesamtkapitalquote 19,20 % 21,37 %
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 247,62 % 209,33 %
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 126,98 % 118,38 %
Sonstige Kennzahlen 2021 2020
Cost Income Ratio (CIR) 58,74 % 68,89 %
Return on Equity (ROE) – vor Steuern 11,63 % 4,06 %
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio) 1,47 % 1,29 %
Zusätzliche Informationen 2021 2020
Mitarbeiteranzahl (Ø) 772 636
Bankstellen 16 10
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
002
001 EINZELABSCHLUSS
GESCHÄFTSBERICHT 2021
Wichtige Daten auf einen Blick 2
Vorwort 4
Bericht des Aufsichtsrats 6
Vision und Zahlen 8
Vorstandsteam im Gespräch 10
Unsere Geschäftsfelder 16
Mitarbeitende 22
Raiffeisenverbund 24
Markenkern 26
Markenwerte 28
Daten und Fakten 30
Bankstellen in der Steiermark 31
LAGEBERICHT 2021
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 35
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens (Ausblick) 53
Bericht über Forschung und Entwicklung 62
Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess 63
JAHRESABSCHLUSS 2021
Bilanz 66
Posten unter der Bilanz 68
Gliederung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung 69
Anhang für das Geschäftsjahr 2021 71
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats 118
Anlage 1 – Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 120
Anlage 2 – Anlagenspiegel 122
Anlage 3 – Investitionsprämie 124
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 125
Bestätigungsvermerk 126
Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 133
002 KONZERNABSCHLUSS
WICHTIGE DATEN AUF EINEN BLICK 141
KONZERNLAGEBERICHT 2021 143
KONZERNABSCHLUSS 2021 NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) 164
INHALT
Im Sinne der besseren Lesbarkeit dieses Geschäftsberichts wird auf eine geschlechterspezifische Differenzierung der
Formulierung verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten jedoch ausdrücklich für alle Geschlechter.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
003
JAHRESFINANZBERICHT 2021
VORWORT
WAS LERNT MAN
AUS KRISEN?
WIR SCHAFFT MEHR.
Am 27. April 1927, also vor 95 Jahren, schlug die Geburtsstunde der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark. Ihre Gründung war das sichtbar
gewordene Subsidiaritätsprinzip, also das gemeinsame Lösen von
übergreifenden Aufgaben auf der Sekundärstufe. Was anfänglich
hauptsächlich dem Liquiditätsausgleich diente, ist bis heute um
viele Aufgaben gewachsen – zum „Raiffeisen-Verbund“. Und dieser
ist ein lebendiges WIR in der Steiermark.
Seit damals gab es in unserem Land und auf der Welt unzählige
Blütezeiten, aber auch schmerzvolle Phasen: Der Zweite Weltkrieg,
gefolgt vom Aufbruch des Wiederaufbaus, die Ursprünge der Euro-
päischen Union, die Jahre der „Babyboomer“, erste Ölschocks, der
Kalte Krieg und der Eiserne Vorhang, dessen Fall, der EU-Beitritt
Österreichs, die Erweiterung der EU in den osteuropäischen Raum,
die Russland-Krise, die Dotcom-Blase, wachsendes Umweltbe-
wusstsein, die starke Dynamik der Digitalisierung, die Finanzkrise
und folgende Euro-Krise, die Sorge um den Klimawandel, die
Corona-Pandemie – und nun der Krieg in der Ukraine.
Im Rückspiegel scheinen die Krisen aufgrund ihrer Einschnitte
stärker in unserem Bewusstsein zu bleiben, als die Blütezeiten.
Doch im Verlauf dieser 95 Jahre bewiesen die Menschen und die
Wirtschaft unseres Landes immer auch Zuversicht, Mut, Ausdau-
er und die Kraft der Gemeinschaft. Die Steiermark hat eine sehr
erfolgreiche Entwicklung genommen. Der Raiffeisen-Verbund mit
den selbstständigen Raiffeisenbanken, der Raiffeisen-Landesbank
Steiermark sowie dem Raiffeisenverband Steiermark war und ist als
Begleiter stets an der Seite der Menschen und so wurde Raiffeisen
zur führenden Bankengruppe im Land.
Bewegte Zeiten stellen stets die Frage: Was lernen wir daraus? Oft
sind es Abkommen zwischen Ländern, die das Zusammenleben re-
geln sollen. Oder neue Gesetze, die Fehlentwicklungen eindämmen
sollen. Oder neue technologische Entwicklungen, um komplexe
Zusammenhänge besser im Griff zu haben. Was wir aus dem Krieg
in der Ukraine lernen (müssen), ist noch offen. Die noch spürbare
Corona-Pandemie zeigt, dass auf Dauer offensichtlich kein Gesetz,
keine App die Lösung bietet. Nötig ist verändertes Verhalten. Dies
wiederum braucht zuvor eine veränderte Haltung.
Die Raiffeisen-Idee hat uns eine klare Haltung mitgegeben: Es ist
das solidarische Wir, das vor das Ich zu stellen ist. Dieses Wir kann
mit vielen anderen Begriffen ausgedrückt werden: Wir bedeutet
Verantwortung und den Blick auf das Ganze. Wir zeigt sich in
lebendigen Regionen. Ein größeres Wir wurde durch die Gründung
der Europäischen Union sichtbar. Wir ermöglicht globale Wirt-
schaftsbeziehungen. Wir ist unverzichtbar, wenn es um elementare
Herausforderungen wie den Klimawandel geht. Wir begeistert durch
Kreativität und Innovation. Wir fördert und fordert Demokratie. Wir ist
Frieden.
Durch ein starkes Wir ist 2021 auch in der RLB Steiermark vieles
gelungen: Die Fusion der HYPO Steiermark war ein erfolgreicher
Meilenstein und der logische nächste Schritt eines langen gemein-
samen Wegs. Das interne Innovationsprogramm „Hummelflug“
setzt ebenso auf den Crowdsourcing-Gedanken auf wie das gestar-
tete Strategie-Projekt des steirischen Raiffeisen-Verbunds. 2021 war
operativ ein sehr erfolgreiches Jahr und trägt zu einer sehr soliden
Basis bei. Dies bestätigen auch die Rating-Agenturen Moody’s
sowie Standard & Poors.
Wir werden somit auch künftig ein starker Begleiter für unsere
Kundinnen und Kunden sein und danken an dieser Stelle herzlich
für die Partnerschaft. Wir sind stolz, mit so engagierten Kolleginnen
und Kollegen die Gegenwart und Zukunft zu gestalten.
95 Jahre RLB Steiermark sind 95 Jahre Weiterentwicklung, Chancen,
Risiken, Aufgaben und Verantwortung. Es wird auch in Zukunft so
bleiben. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
004
KR MMag. Martin Schaller
Generaldirektor
MMag. Dr. Florian Stryeck
Vorstandsdirektor
KR Mag. Rainer Stelzer, MBA
Vorstandsdirektor
Mag. Dr. Ariane Pfleger
Vorstandsdirektorin
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
005
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Präsident Josef Hainzl
Aufsichtsrat
VORSITZENDER
Präsident Josef HAINZL
1. VORSITZENDER-STELLVERTRETER
Dir. Josef GALLER
2. VORSITZENDER-STELLVERTRETER
KR Peter SÜKAR
MITGLIEDER
Mag. Kristina EDLINGER-PLODER
Dir. Romana GSCHIEL-HÖTZL, MBA
Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas KRAUTZER
Dir. Franz STRAUSSBERGER
Verbandsobmann Generalanwalt-Stv. Ök.-Rat
Franz TITSCHENBACHER
VDir. Gerhard ZAUNSCHIRM, MSc
Dir. MMag. Martin KIPPERER (ab 28.06.2021)
Ing. Mag. Franz PICHLER (ab 28.06.2021)
Mag. Ignaz SPIEL (ab 28.06.2021)
Ing. Mag. Andreas WALLNER (ab 28.06.2021)
Ök.-Rat Alois HAUSLEITNER (bis 28.06.2021)
VDir. DI Dr. Gernot REITER (bis 28.06.2021)
VDir. Rudolf SCHNABL (bis 28.06.2021)
Präsident Ök.-Rat. Ing. Wilfried THOMA (bis 28.06.2021)
KR Josef ZÜGNER (bis 28.06.2021)
VOM BETRIEBSRAT ENTSANDT
Ing. Bernhard WESENER
Sabine FUCHS
Walter HATZ
Brigitte MANDL
Eva PILGER-BUCHEGGER
Bernd VERONIG
Mag. Bernhard WAGNER
STAATSKOMMISSÄRE
Staatskommissär Hans Georg KRAMER MBA, CFP
(ab 01.11.2021)
Aufsichtskommissär-Stv. Mag. Michael SPREITZHOFER
(ab 30.09.2021)
Staatskommissär-Stellvertreter Mag. (FH) Gerd WATZENIG, MSc
MLitt MAIS (ab 01.07.2021)
Staatskommissär-Stellvertreter Mag. Matthias KUDWEIS
(bis 31.03.2021)
Staatskommissär Ministerialrat Mag. Wolfgang NITSCHE
(bis 30.09.2021)
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
006
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Bericht des Aufsichtsrats gemäß
§ 96 AktG an die Hauptversammlung
Der Aufsichtsrat der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG hat für die
Beschlüsse im Berichtszeitraum fünf ordentliche, zwei außerordent
-
liche und eine konstituierende Sitzung durchgeführt. Im Zuge seiner
Prüfungstätigkeit konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen,
dass die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG von den Verantwor
-
tungsträgern sorgfältig, gewissenhaft, mängelfrei und im genossen-
schaftlichen Sinn geführt wird. Er hat somit alle ihm von Gesetz und
Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen.
So hat der Aufsichtsrat im Rahmen der ihm zugewiesenen Funktionen
gemeinsam mit dem Vorstand aktiv Maßnahmen zur langfristigen
Wahrung der Interessen der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG zur
weiteren stabilen und erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens
gesetzt.
Im Aufsichtsrat der Raiffeisen-Landesbank Steiermark hat es im Jahr
2021 große Veränderungen gegeben. So wurde Josef HAINZL in der
konstituierenden Aufsichtsrats-Sitzung am 28. Juni 2021 einstim
-
mig zum Vorsitzenden und somit zum Präsidenten der Raiffeisen-
Landesbank Steiermark gewählt. Weiters sind im Rahmen der Haupt
-
versammlung am 28. Juni 2021 MMag. Martin KIPPERER, Ing. Mag.
Franz PICHLER, Mag. Ignaz SPIEL und Ing. Mag. Andreas WALLNER
neu in den Aufsichtsrat gewählt worden. Ausgeschieden sind Präsi
-
dent Ing. Wilfried THOMA, Alois HAUSLEITNER, DI Dr. Gernot REITER,
Rudolf SCHNABL und Josef ZÜGNER. Der Aufsichtsrat gewährleistet
nicht zuletzt durch seine Zusammensetzung die erforderlichen Kennt
-
nisse, Fähigkeiten und Erfahrungen, um den Vorstand entsprechend
seinem gesetzlichen Auftrag in seiner Tätigkeit zu überwachen und
gemeinsam mit dem Vorstand nachhaltige Impulse zu setzen.
Der Vorstand informierte die Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig,
zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form über
bedeutsame Geschäftsvorfälle sowie über alle relevanten Fragen der
Geschäftsentwicklung inkl. Risikolage und Risikomanagement.
Die Interne Revision und Konzernrevision hat dem vom Aufsichtsrat
eingesetzten Präsidium gemäß § 42 Abs. 3 Bankwesengesetz quar
-
talsweise Bericht über wesentliche Prüfungsfeststellungen aufgrund
der durchgeführten Prüfungen erstattet sowie den Mitgliedern des
Prüfungsausschusses den Quartalsbericht auch schriftlich zur
Verfügung gestellt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats selbst
hat im Berichtszeitraum zwei Sitzungen abgehalten und die ihm vom
Gesetz übertragenen Aufgaben zur Gänze erfüllt. In weiterer Folge
haben auch der Nominierungs-, Vergütungs- und Risikoausschuss
satzungs- sowie gesetzeskonform getagt.
Gemeinsam mit dem gesetzlichen Bankprüfer, dem Österreichi
-
schen Raiffeisenverband, sowie dem weiteren, freiwillig bestellten
Abschlussprüfer, der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungsgesellschaft, wurden der Jahresabschluss und
Lagebericht sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebe
-
richt für das Geschäftsjahr 2021 eingehend geprüft. Da diese den
gesetzlichen Vorschriften vollends entsprechen, erteilten sowohl der
Bankprüfer als auch der Abschlussprüfer die uneingeschränkten
Bestätigungsvermerke.
Der Prüfungsausschuss beschäftigte sich am 22. April 2022 mit
den vorliegenden Bilanzen sowie dem Nachhaltigkeitsbericht 2021.
Die Prüfung des Jahresabschlusses samt Lageberichts sowie des
Konzernabschlusses samt Konzernlageberichts und des Nachhaltig
-
keitsberichts für das Geschäftsjahr 2021 sowie die Kenntnisnahme der
Berichte des Bankprüfers sowie Abschlussprüfers durch den Aufsichts
-
rat erfolgte ebenfalls per 22. April 2022. Nach dem abschließenden
Ergebnis seiner Prüfungen erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendun
-
gen. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresab-
schluss und Nachhaltigkeitsbericht, der somit nach § 96 Aktiengesetz
festgestellt ist, und nimmt den Konzernabschluss zur Kenntnis.
Hervorzuheben im Geschäftsjahr 2021 ist die erfolgreiche Verschmel
-
zung der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG, die mit der tech-
nischen Fusion am Wochenende des 28./29. August 2021 finalisiert
worden ist. Es war eine Gemeinschaftsleistung, an der zahlreiche
Kolleginnen und Kollegen mit großem Engagement mitgearbeitet
haben. WIR sind gemeinsam die neue RLB Steiermark und können
mit vereinten Kräften die Herausforderungen der Zukunft meistern.
Abschließend dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand, den Füh
-
rungskräften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG für ihr Engagement und ihre
erfolgreiche Arbeit im Jahr 2021. Vor allem aber danken wir den
Kunden unseres Hauses für das uns entgegengebrachte Vertrauen.
Unsere langfristigen Kundenbeziehungen sind ein Zeichen dafür,
dass die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG in allen Lebenslagen
ein verlässlicher Partner ist.
Graz, im April 2022
Der Aufsichtsrat
Präsident Josef HAINZL
Vorsitzender des Aufsichtsrats
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
007
JAHRESFINANZBERICHT 2021
WIR SIND DIE RAIFFEISEN-
LANDESBANK STEIERMARK
– UNSERE VISION
Wir sind Kompetenzführer als Firmenkundenbank
sowie als Retailbank. Wir sind die digitale Regional-
bank, die sich konsequent an den Bedürfnissen
ihrer Kunden ausrichtet. Wir beweisen unsere
Vorrangstellung durch Qualität, Service und das
beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Dadurch differenzieren wir uns als RLB Steiermark
klar gegenüber unseren Mitbewerbern. Als erfolg-
reiche Kundenbank sind wir darüber hinaus das
Spitzeninstitut der führenden Bankengruppe in der
Steiermark und tragen dazu bei, diese Position
weiter auszubauen.
Zum Unternehmensvideo
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
008
FÜREINANDER MEHR
WERTE SCHAFFEN
Füreinander
1,8 Mrd. Euro
frische Kredite für unsere Kunden
Nähe
138.473 persönliche Beratungsgespräche
im Jahr
Kompetenz
432.000 Euro
Ausgaben für Aus- und Weiterbildung
Regionalität
270 Sponsorings
und Kooperationen in der Region
Zukunft gestalten
160 Zukunftsideen
bei unternehmensinterner Innovations-Challenge generiert
Nachhaltigkeit
640 Mio. Euro Kreditvolumen
für nachhaltige Projekte
#wirmachtsmoeglich
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
009
JAHRESFINANZBERICHT 2021
VORSTANDSTEAM IM GESPRÄCH
MIT EINEM STARKEN
WIR IN DIE ZUKUNFT
Die Herausforderungen für Banken werden nicht geringer. Zur Corona-
Pandemie, die die Wirtschaft und Gesellschaft seit nunmehr zwei Jahren
beschäftigt, und den fortschreitenden Klimawandel gesellte sich im Februar
2022 das für viele Undenkbare: der kriegerische Angriff Russlands auf die
Ukraine. Die Auswirkungen sind noch nicht abschätzbar, doch Raiffeisen
ist auch in dieser schwierigen Zeit der stabile Anker für die Kunden. Martin
Schaller, Ariane Pfleger, Rainer Stelzer und Florian Stryeck im Vorstands-Talk.
Das erste volle Jahr für das neue Vorstandsteam ist absolviert
und es gibt viel zu berichten. Vorab aber die Frage, wie beur-
teilen Sie die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine?
Martin Schaller: Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine wurde
ein europäisches Tabu gebrochen. Das Unvorstellbare ist wahr
geworden. Menschlich ist es eine Tragödie. Es geht in erster Linie
darum, den Opfern zu helfen, den Flüchtlingen in Österreich einen
guten Start zu ermöglichen. Raiffeisen und viele Mitarbeiter helfen
privat mit Geld- und Sachspenden. Die RLB Steiermark stellt darüber
hinaus Wohnungen zur Verfügung.
Rainer Stelzer: Die neuen Dimensionen sind in den vergangenen
Tagen auch bei den steirischen Unternehmen angekommen und
haben unmittelbare Auswirkungen auf sie. Die enormen Energie-
sowie Rohstoffpreissteigerungen stellen ebenso wie die Liefer-
kettenproblematik, volatile Wechselkursentwicklungen eine große
Herausforderung und eine deutliche Verschärfung der Preissituation
in allen Industriesparten dar.
Florian Stryeck: Wir als Bank beobachten die Entwicklungen genau
und reagieren flexibel auf die Situation. Die Berater von Raiffeisen
stehen in ständigem Austausch mit den Kunden und beraten diese
mit internen Experten und fachlichem Know-how gezielt. Unsere
Mitarbeiter engagieren sich täglich, für Unternehmer und Privatkunden
gerade in unsicheren Zeiten flexible und langfristige Lösungen für
ihre akuten Anliegen zu finden.
Wie stark sind die Raiffeisen-Landesbank und die steirischen
Raiffeisen-Bankengruppe beeinflusst von den globalen Aus-
wirkungen?
Martin Schaller: Die RLB Steiermark und die regionalen, eigen-
ständigen Raiffeisenbanken haben selbst kein operatives Geschäft
in den vom Russland-Ukraine-Krieg betroffenen Regionen und sind
daher nicht unmittelbar betroffen. Falls sich aus diesem Konflikt
in weiterer Folge negative wirtschaftliche Auswirkungen auf den
Finanzplatz Steiermark ergeben sollten, sind wir aufgrund unserer
umsichtigen Geschäftspolitik aber sehr gut gerüstet.
Florian Stryeck: Insgesamt verfügt die Raiffeisen Bankengruppe-
Steiermark über eine ausgezeichnete Liquiditätsausstattung und
liegt mit den Eigenkapital-Quoten weit über den gesetzlichen
Erfordernissen. Darüber hinaus hat Raiffeisen ein mehrstufiges
Sicherungsnetz mit umfangreichen Früherkennungs- und Haftungs-
systemen geschaffen. Dank dieser generell stabilen Basis sind wir
sehr gut in der Lage, negative Entwicklungen durch den Krieg in der
Ukraine abzufedern.
010
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
2021 war ein bewegtes Jahr, aber auch die RLB Steiermark
hat viel in Bewegung gesetzt. Wo wurden die größten Hebel
angesetzt?
Martin Schaller: In erster Linie ging es darum, unsere Kunden
weiterhin gut durch die wirtschaftlichen Verwerfungen zu bringen,
die die Pandemie mit sich gebracht hat. In zweiter Linie haben wir
den Einschnitt auch als Chance genutzt, beispielsweise indem die
Marke Raiffeisen weiterentwickelt wurde und im Bereich der Digi-
talisierung. Viele Entwicklungen, die 2020 in Gang gesetzt wurden,
nahmen 2021 richtig Fahrt auf. Beispiele dafür sind neben der Opti-
mierung von internen Prozessen die Digitale Vermögensverwaltung
oder mobile Bezahlmöglichkeiten bei Raiffeisen. Mit der Bildung
des Vorstandsbereichs Transformation ist eine weitere Plattform für
Veränderungen geschaffen worden, die als Turbo für das ganze
Haus wirkt.
Ariane Pfleger: Ganz besonders sichtbar wurde die nachhaltige
Veränderung des Unternehmens in der Verschmelzung der Landes-
Hypothekenbank Steiermark in die RLB Steiermark, die technisch
im Herbst 2021 abgeschlossen wurde. Wir haben zwar schon seit
15 Jahren Tisch an Tisch zusammengearbeitet, dennoch war es ein
Meilenstein, der auch viele Change-Prozesse initiiert hat. Insgesamt
sind wir im Konzern noch enger zusammengerückt.
KR MMag. Martin Schaller
Generaldirektor
MMag. Dr. Florian Stryeck
Vorstandsdirektor
KR Mag. Rainer Stelzer, MBA
Vorstandsdirektor
Mag. Dr. Ariane Pfleger
Vorstandsdirektorin
011
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Wie wurde die Verschmelzung von den HYPO-Kunden
angenommen?
Rainer Stelzer: Die starke persönliche Bindung zwischen Kunden
und Beratern im Konzern wurde hier zum großen Pluspunkt. So gut
wie alle Kunden haben gemeinsam mit ihren Beratern in die neue
Raiffeisen-Marken- und Produktwelt gewechselt. Die Filialstruktur
in Graz wurde größer, Geschäftsfelder wie das Private Banking
neu aufgestellt. In Summe verfügt die RLB Steiermark jetzt über 16
Bankstellen und Standorte. Mit der Verschmelzung haben wir die
Kompetenzführerschaft in der Beratung weiter ausgebaut, um ra-
sche Entscheidungen vor Ort für unsere Kunden treffen zu können.
Das ist unser Anspruch, ganz im Sinne einer digitalen Regionalbank
mit innovativen Lösungen. Und das wissen die Kunden zu schätzen.
Die RLB Steiermark ist 2021 mit dem Recommender Award als
„Bank mit der besten Kundenberatung“ ausgezeichnet worden.
Besonders zur guten Kundenbetreuung beitragen wird das
Raiffeisenhaus in der Radetzkystraße. Was waren hierzu die
Überlegungen?
Martin Schaller: Die Belegschaft ist von der Kaiserfeldgasse in
das Raiffeisenhaus übersiedelt und mit ihren Betreuern rund
25.000 Kunden. Das ehemalige Hauptgebäude der Landes-
Hypothekenbank Steiermark wurde zu einem modernen Kompe-
tenz
zentrum umgebaut und beherbergt nun eine Bankstelle, das
Raiffeisen Wohntraum-Center mit allen Services und Immobilien-
Angeboten, den Bereich Gewerbekunden, das Team des Raiffeisen
Private Banking und die Experten für Immobilien- & Projektfinanzie-
rung sowie Institutionelle Kunden. Mit dem Raiffeisenhaus stärken
wir die regionale Präsenz in Graz.
Neu für den gesamten Raiffeisen-Sektor ist die eigene Einlagen-
sicherung. 2021 wurde die Österreichische Raiffeisen-Sicherungs-
einrichtung eGen (ÖRS) gegründet. Welchen Anteil hatte die
RLB Steiermark daran?
Florian Stryeck: Wir waren maßgeblich am Aufbau der Organisation
beteiligt. Alle Raiffeiseninstitute sind nun Mitglied im Institutionellen
Sicherheitssystem von Raiffeisen und in der ÖRS eGen. Für die
Kunden hat sich nichts geändert. Jeder Kunde hat im Sicherungsfall
einen unveränderten Anspruch auf Entschädigung bis zu 100.000
Euro gem. Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz.
ES GEHT IN ERSTER LINIE
DARUM, DEN OPFERN ZU
HELFEN, DEN FLÜCHT-
LINGEN IN ÖSTERREICH
EINEN GUTEN START ZU
ERMÖGLICHEN.
Gen.-Dir. KR MMag. Martin Schaller
012
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Stichwort Corona. Woher schöpft die Gesellschaft die Kraft, alle
Herausforderungen zu meistern, die die Pandemie mit sich gebracht
hat und was tut Raiffeisen dazu?
Martin Schaller: Die Pandemie zeigt sehr klar, wie wichtig Zusammenhalt
und Solidarität innerhalb der Gesellschaft sind. Es haben sich jedoch
auch Bruchstellen aufgetan, die gesellschaftliche und wirtschaftliche
Auswirkungen haben. Jeder Lockdown belastet uns nicht nur in der
Gegenwart, sondern insbesondere die nachfolgende Generation. Diese
mannigfaltigen gesellschaftlichen Ereignisse lassen sich nur durch
einen kollektiven Kraftakt gemeinsam meistern. Mit einem starken
WIR schaffen wir auch große Herausforderungen der Gegenwart und
Zukunft. Raiffeisen hat im Vorjahr seinen Markenkern – und damit den
Solidaritätsgedanken – neu definiert: WIR machts möglich ist dabei viel
mehr als ein Slogan, sondern auch ein gesellschaftspolitisches State -
ment. Denn weitere große Herausforderungen wie Klimaschutz, die Bele-
bung unserer Regionen usw. brauchen eine starke WIR- Kultur. Raiffeisen
versteht sich dabei als Puzzleteil in einer großen Wir- Gesellschaft.
Rainer Stelzer: Die persönliche Beratung bleibt wichtig: In der RBG Stei-
ermark gab es 2021 – trotz und wegen der Pandemie – rund 480.000
ausführliche Finanzgespräche in den Bankstellen. Zusätzlich gab es
erhöhte Beratung telefonisch und per Videokonferenz. Die Bankstellen
waren und sind während der Pandemie immer geöffnet, digitale Services
erleichtern das Finanzleben der Kunden. Raiffeisen Steiermark ist
Vorreiter bei der digitalen Signatur, die das geforderte Social Distancing
erleichtert und im Sinne der Umwelt Verkehrswege und den Papier-
verbrauch verringert.
Nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Mitarbeiter wurden
in ihrer Resilienz stark gefordert. Wie geht die RLB Steiermark
damit um?
Ariane Pfleger: Die Kombination von Arbeit und Freizeit für unsere Mit-
arbeiter und Führungskräfte wird durch eine Reihe an unterschiedlichen
Maßnahmen unterstützt. Diese greifen ineinander und werden je nach
Anforderung kombiniert, um für die Mitarbeiter optimale Rahmenbedin-
gungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen. Dazu
zählen etwa unsere Home-Office-Regelung, flexible Teilzeit-Modelle,
Seminare zum Thema Work-Life-Balance, Führungsschulungen und
Workshops auf Bundes-, Landes- und Unternehmensebene sowie
die Möglichkeit der Kinderbetreuung während des Jahres und in den
Ferien. Das Angebot fußt auf einer Unternehmenskultur, die speziell in
diesem Fall auf den Raiffeisen-Markenwert „Füreinander“ einzahlt. Wir
wollen damit gesunde Balance zwischen Beruf und Freizeit fördern.
Dieses Selbstverständnis wird von Vorstand, Personalmanagement und
Betriebsrat gemeinsam gelebt.
UNSERE MITARBEITER
ENGAGIEREN SICH
TÄGLICH, FÜR UNTER-
NEHMER UND PRIVAT-
KUNDEN GERADE IN
UN SICHEREN ZEITEN
FLEXIBLE UND LANG-
FRISTIGE LÖSUNGEN ZU
FINDEN.
VDir. MMag. Dr. Florian Stryeck
013
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die Inflation steigt, gleichzeitig sind die Zinsen auf niedrigem
Niveau eingefroren. Was bedeutet das für die Wirtschaft und
Kreditnehmer?
Florian Stryeck: Abhängig von der Inflation könnte die Europäische
Zentralbank (EZB) die Zinsen im Laufe des Jahres anheben. Aber
schon in der Vergangenheit hat die EZB passende Phasen für eine
Zinsanhebung versäumt. Sollte es tatsächlich in Richtung Zinsanhe-
bung gehen, sehen wir für den Großteil der Raiffeisen-Kredit kunden
kaum Probleme, denn in den letzten Jahren wurden sehr viele
Fixzinskredite abgeschlossen.
Ein großes Thema, das durch die geopolitische Lage immer
wieder in den Hintergrund rückt, ist Nachhaltigkeit. Wie sehen
Sie hier die Entwicklung?
Rainer Stelzer: Die Entwicklungen in Richtung Nachhaltigkeit sehen
wir sehr positiv. Dies bringt für die steirischen Unternehmen große
Möglichkeiten, bereits bestehendes Know-how weiter zu entwickeln
und am Markt zu bestehen. Eine Einschränkung ist die kürzlich
erfolgte Aufnahme von Atomenergie als grüne Energie-Quelle. Da
sind wir strikt dagegen. Wir selbst vergeben selbstverständlich
keine Finanzierungen in diesem Bereich.
Ariane Pfleger: Nachhaltigkeit ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll,
sondern aus unserer Sicht für die Zukunft existenziell. Wir sehen
Nachhaltigkeit aber noch viel weiter als es die EU-Taxonomie vor-
sieht: Nachhaltigkeit umfasst für Raiffeisen gleichermaßen Umwelt,
Mensch und Wirtschaft. Darum versuchen wir, eine Vorbildrolle
einzunehmen und beraten und begleiten unsere Firmenkunden in
Form von Workshops bei der Transformation.
MIT DER VERSCHMELZUNG
HABEN WIR DIE KOMPE-
TENZFÜHRERSCHAFT IN
DER BERATUNG WEITER
AUSGEBAUT.
VDir. KR Mag. Rainer Stelzer, MBA
014
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Ohne Innovation im Unternehmen droht Stillstand. Was ist in
der RLB diesbezüglich geplant?
Ariane Pfleger:
Wir legen großen Wert auf einen Blick über den
Tellerrand, schauen uns neue Technologien an und antizipieren neue
Geschäftsmodelle. Dabei ist es wichtig, zukunftsorientiert und mutig
zu agieren und über die klassischen Bankdienstleistungen hinaus zu
denken. Im Herbst 2021 haben wir einen internen Innovationswett
-
bewerb gestartet, bei dem von unseren Mitarbeitern über 160 Ideen
generiert wurden. Die besten wurden von abteilungsübergreifenden
Teams dem Vorstand gepitcht und gehen nun schrittweise in Umset
-
zung. Heuer setzen wir das Programm mit einer Nachhaltigkeits-Chal-
lenge fort, bei der Innovationen im ESG-Bereich angestoßen werden.
Kundenseitig bündeln wir mit unserer Taten-Bank für Gründer, Start-
ups und Jungunternehmen die Themen Finanzierung, Netzwerk und
IT-Services. Wir sind auch am Unicorn vertreten, dem Start-up-Hub
der Universität Graz. Dort sind wir ebenfalls in einem sehr intensiven
Austausch mit unterschiedlichen Start-ups, wo es um Technologie
-
transfer geht. Wir beobachten intensiv, was um uns herum passiert.
ES IST WICHTIG,
ZUKUNFTS ORIENTIERT UND
MUTIG ZU AGIEREN UND
ÜBER DIE KLASSISCHEN
BANKDIENSTLEISTUNGEN
HINAUS ZU DENKEN.
VDir. Mag. Dr. Ariane Pfleger
015
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Kundenzufriedenheit ist für uns kein Lippenbekenntnis. Das zeigt
das Ergebnis unserer Kundenbefragung. Aus 1113 Bewertungen
geht die Durchschnittsnote 1,07 hervor. Für dieses Vertrauen
bedanken wir uns sehr herzlich. Die positiven Rückmeldungen
steigern die Motivation aller Mitarbeiter, jeden Tag ihr Bestes für
unsere Kunden zu geben.
Für die Beratungsqualität, rasche Lösungen sowie die hohe
Empathie unserer Kundenberater wurden wir zudem vom Finanz-
Marketing-Verband Österreich (FMVÖ) mit dem Recommender
Award „Bank mit der besten Kundenberatung“ ausgezeichnet.
Wir sind kompetenter Ansprechpartner mit Rundum-Service für:
• Privatkunden
• Premium Private Banking Kunden
• Ärzte & Freie Berufe
• Gewerbetreibende
• Agrarkunden
• Vereine
Die Standorte der RLB Steiermark
in Graz und der Steiermark
Insgesamt verfügt die RLB Steiermark über 16 Bankstellen und
Standorte in und um Graz und das Headquarter in Raaba.
Willkommen im neuen
Raiffeisenhaus
Das Geschäftsfeld Retail der RLB Steiermark bekommt mit dem
Raiffeisenhaus in der Radetzkystraße einen neuen Flagship-Sto-
re im Herzen von Graz. Damit stärkt die RLB ihre Präsenz in der
steirischen Landeshauptstadt. Rund 25.000 Kunden siedeln
gemeinsam mit ihren Beratern vom bisherigen Stammhaus in
der Kaiserfeldgasse 200 m weiter in das Raiffeisenhaus am
Radetzkyspitz, das umfassend modernisiert wurde. Sie finden
im Raiffeisenhaus:
• eine Bankstelle sowie die persönlichen Berater unserer
Privatkunden
• das Raiffeisen Wohntraum-Center mit allen Services und
Immobilien-Angeboten
• die Gesprächspartner aus dem Bereich Gewerbekunden
• das Team des Raiffeisen Private Banking
• die Experten für die Immobilien- & Projektfinanzierung
sowie Institutionelle Kunden
PRIVATKUNDEN
71.000
Privatkunden vertrauen ihrer Hausbank RLB Steiermark
UNSERE GESCHÄFTSFELDER:
Die Bankstelle im neuen Grazer Raiffeisenhaus
KUNDEN
ZUFRIEDENHEIT
Sehr gut
St an d: 12/2 021
1,07
1113 Bewertungen
016
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Bereichsleiter Kommerzkunden Dr. Wolfgang Fankhauser (2. v. r.) und seine Abteilungs- und Teamleiter.
KOMMERZKUNDEN
5.600
Besuche bei Kunden
7.400
telefonische Beratungen
500
Videoberatungen
520
Neukunden
UNSERE GESCHÄFTSFELDER:
Im Firmenkunden-Bereich der RLB Steiermark wird neben höchster
fachlicher Expertise der Betreuer die langfristige sowie persönliche
Beziehung zu unseren Kunden in den Vordergrund gestellt. Durch eine
intensive, individuelle und fundierte Beratung werden maßgeschnei
-
derte und ganzheitliche Finanzlösungen für Anliegen gefunden. Das
gelingt durch eine umfassende Branchenkenntnis des wirtschaftlichen
Umfelds unserer Kunden sowie einer zukunftsorientierten, nachhal
-
tigen Denkweise bei Entscheidungen. Muss es schnell gehen, dann
setzen wir mit dualer Beratung flexibel die Hebel in Bewegung um
rasche Entscheidungen treffen zu können. Raiffeisen begleitet viele
Kunden zudem in Märkte über die Landesgrenzen hinaus. So sind
unsere Berater stets vor Ort und bieten gleichzeitig den Zugang
zu
unserem internationalen Netzwerk. Gestärkt wird dieser
ganzheitliche
Anspruch mit einer mehrfach ausgezeichneten Fachex
pertise, gemein-
schaftlicher Verwurzelung und einer starken digitalen Produktpalette.
Die RLB Steiermark ist vor diesem Hintergrund ein sicherer und voraus
-
schauender Begleiter für Firmenkunden in der Transformation.
Für unsere Kunden sind wir kompetenter Ansprechpartner in den
Bereichen:
• nationaler und internationaler Zahlungsverkehr
• Investitions- und Betriebsmittelfinanzierung
• Leasing
• Factoring
• Dokumentengeschäft
• Zinsabsicherung
• Exportfinanzierung und -absicherung
• Auslandsinvestitionen
• Inlandsförderung
• Vorsorge und Veranlagung
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
IMMOBILIEN- & PROJEKT FINANZIERUNG
& INSTITU TIONELLE KUNDEN
Die RLB Steiermark betreut institutionelle Kunden und Projekte der
Sparten Immobilien, Energie, Tourismus, Healthcare und Infrastruk-
tur. Dabei liegen die Stärken des Bereichs unter der Leitung von
Jörg Waldauer vor allem in kurzen Entscheidungswegen, Flexibilität
und umfassender Begleitung sowie Gestaltung des Investitionspro-
zesses und der Finanzierungsstruktur. Durch eine starke Eigenka-
pitalausstattung verfügt die RLB Steiermark über einen finanziellen
Spielraum bei der Finanzierbarkeit von Projekten. Die Abteilungslei-
ter haben jahrelange Erfahrung in den Regionen Steiermark, Wien
sowie den Süden und ausgewählte Ballungszentren Deutschlands
und können daher mit ihren Teams auch in der gegenwärtig kom-
plexen Situation zielgerichtete Lösungen entwickeln. Der Fokus liegt
2022 auf nachhaltigen Finanzierungen in den Bereichen Erneuerba-
re Energien und ESG-konforme Gebäude.
Wir sind kompetente Ansprechpartner in unterschiedlichen Assetklassen:
• Immobilien (Wohnen, Büro, Handel, Gewerbe), auch
Projektentwicklungen
• Erneuerbare Energien bzw. nachhaltige Finanzierungen
(Wasserkraft, Windkraft, Smart/Green Buildings)
• Tourismus und Gesundheit (Hotel, Kliniken, Gesundheitszentren)
• Infrastruktur (Logistik, Glasfaser)
Leuchtturmprojekte
Das Projekt M30 der Alt & Neu Bauträger GmbH in der Grazer
Moser
hofgasse punktet durch eine energieeffiziente, ökologische
Bau weise, begrünte Dächer, Loggien und Wände, Fernwärme-
heizung inkl. Wasseraufbereitung und Barrierefreiheit. Es bietet
sowohl ein neues Zuhause für viele Eigennutzer als auch nachhal-
tige Vorsorgewohnungen in unmittelbarer Nähe zur TU-Inffeld für
Investoren.
Das Projekt „mirror“ wird durch
die ÖSW Wohnbauträger GmbH,
einer 100%-Tochter der ÖSW AG,
realisiert. Der 20-stöckige Wohn-
turm ist das zweithöchste Wohn-
gebäude der Steiermark. Der
Wohnturm liegt in bester Lage,
unmittelbar an der Straßenbahn
und am Reininghauspark und bie-
tet 108 hochwertige Eigentums-
wohnungen. 94 PKW-Stellplätze
in der hauseigenen Tiefgarage
und 2.200 m² Gewerbeflächen
runden das Angebot ab.
Die Technopark Raaba Holding errichtete in der Doktor-Auner- Straße
von August 2020 bis Juli 2021 auf 10 Stockwerken rd. 7.000 m²
neue, hochmoderne Büroflächen. Mit einem innovativen und
individuell gestaltbaren Bürokonzept trifft der „TPR 6“ genau den
Puls der Zeit. Neben der hauseigenen Tiefgarage mit 72 Stellplätzen
sowie 48 Außenstellplätzen genießen die neuen Mieter das gesamte
Infrastrukturangebot des Technopark.
UNSERE GESCHÄFTSFELDER:
018
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Bei Immobiliengeschäften geht es oft um Lebensentscheidungen
für unsere Privatkunden und um zukunftsweisende Investitionen für
unsere Firmenkunden. Das Geschäftsfeld Immobilien berührt aber
auch Themen wie Raumordnung und Stadtentwicklung.
Raiffeisen versteht sich als Bankengruppe mit nächster Nähe zu
den Märkten und den Menschen. Als Markt- und Kompetenzführer
begleiten wir unsere Kunden bei ihren Immobilienentscheidungen
und bieten Gesamtlösungen an. Unsere Makler beraten bei der
Liegenschaftsbewertung, bei Verkauf und Ankauf, bei Vermietung
und Anmietung.
Gerade wird wieder eine neue Welle an Regulatorien ins Laufen
gebracht: Die WEG-Novelle mit der verpflichtenden Ansparung
einer Mindestinstandhaltungsrücklage, das „Bestellerprinzip“, die
„Leerstands- und die Bodenmobilisierungsabgabe“, Restriktionen
für Zweitwohnsitze etc. Hier ist guter Rat wichtig. Raiffeisen kann ihn
bieten.
RAIFFEISEN IMMOBILIEN
UNSERE GESCHÄFTSFELDER:
In St. Radegund entsteht Wohnraum für ein „Leben im Glücksdorf“.
4,66 Mrd.
Euro wurden im abgelaufenen Jahr als
Kaufpreise für Immobilien in der Steiermark ausgegeben
25.500
Transaktionen – noch nie gab es so viel Aktivität
auf dem heimischen Immobilienmarkt
Dem Megatrend „Urbanisierung“ folgend begleiten wir unsere ins-
titutionellen Kunden bei der Errichtung neuen Wohnraums dorthin,
wo nach wie vor hohe Nachfrage durch Zuzug herrscht. Profunde
Marktbeobachtung und Research ermöglichen treffsichere Kredit-
entscheidungen. Auch die Gegenbewegung zur Urbanisierung,
die Sehnsucht nach dem „Leben im Glücksdorf“, fördern wir und
sehen darin eine große Chance für die ländlichen Regionen.
019
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
DIGITALE
VERTRIEBSERFOLGE
UNSERE GESCHÄFTSFELDER:
353.000
Mein ELBA Kunden steiermarkweit
Mein ELBA
Österreichs meistgenutztes Onlinebanking erhielt 2021 ein Facelift.
Mit der neuen, schlankeren Navigation präsentiert sich Mein ELBA
nun deutlich übersichtlicher und einfacher in der Handhabung,
ohne dass Nutzer auf bewährte Funktionen verzichten müssen.
Die Anzahl der Mein ELBA App Nutzer wuchs um 15 % gegenüber
2020. 300.000 steirische Raiffeisenkunden erledigen ihre Bank-
geschäfte bereits mobil auf ihrem Smartphone.
Digitale Signatur
Das Angebot an digitalen Bankprodukten und Services wird stän-
dig erweitert. Die RLB Steiermark nimmt dabei in der Raiffeisen-
Banken gruppe Österreich eine tragende Rolle ein. So waren und
sind wir Vorreiter im Einsatz der digitalen Signatur. 2021 erfolgte
der flächendeckende Rollout von sogenannten U-Pads (Tablets für
digitale Unterfertigungen) in den steirischen Raiffeisenbanken. Die
digitale Signatur von Dokumenten (via Tablet, Handy-Signatur oder
PushTAN) macht nötige Unterschriftenleistungen nicht nur beque-
mer und zeiteffizienter, sondern hilft auch mittels Papiereinsparung,
Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.
Mobiles Bezahlen
Der Trend zum kontaktlosen Zahlen im Handel und in Supermärkten
hat sich auch im zweiten Corona-Jahr fortgesetzt. Neben der neuen
Raiffeisen Debitkarte (mit eCommerce-Funktion) werden Wearables,
Smart Phones und Smart Watches mit Bezahlmöglichkeit immer
beliebter. Bereits 36.000 steirische Raiffeisenkunden nutzten im
Jahr 2021 Apple Pay, 1.300 Garmin Pay und 200 LAKS Pay. Darüber
hinaus launchte Raiffeisen die neue Blue Code App, 2022 kommt
mit der Raiffeisen Pay App die bisher fortschrittlichste Ausbaustufe
auf den Markt.
Raiffeisen Mobil
Unter dem Dach „WIR macht‘s möglich“ schafft Raiffeisen einen
weiteren Kunden-Mehrwert, der über das tägliche Finanzleben
hinausgeht. Mit einem Handytarif treffen wir weiterhin die Prämisse
des mobile-first-Ansatzes, den wir auch in der Entwicklung unserer
Produkte und Services verfolgen. Raiffeisenkunden können mit
unseren drei Tarifen nicht nur günstig und einfach telefonieren und
surfen, sondern mit dem 12. Gratismonat auch einen am Markt
einzigartigen Vorteil genießen. Damit stärken wir die Werte der
Marke Raiffeisen ebenso, wie wir unserem Anspruch an Qualität
und Kundennähe treu bleiben. Darüber hinaus präsentieren wir uns
mit dem neuen Mobilfunktarif als innovative, jugendorientierte und
moderne Marke.
126.515
Mal wurden Bankunterlagen bei Raiffeisen
steiermarkweit digital signiert
41,8 Mio.
POS Zahlungen von Raiffeisenkunden in der Steiermark,
davon 34,8 Mio. kontaktlos
020
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
21,9 Mio.
Euro Anlagevolumen steiermarkweit
1000+
Zuseher beim neuen Raiffeisen Investment-Channel
WILL – Die Digitale
Vermögensverwaltung
2021 konnte die Digitale Vermögensverwaltung als Ankerprodukt in
der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark positioniert werden. Knapp
22 Mio. Euro lassen Raiffeisenkunden bereits digital verwalten, was
einer Steigerung von 630 % zum ersten WILL-Jahr 2020 entspricht.
Über 900 Neuabschlüsse wurden 2021 gezählt.
Online Leasing
Raiffeisen Leasing Steiermark hat 2021 in Summe ein Finanzierungs-
volumen von 116 Mio. Euro erreicht. Mit dem Online Leasingrechner
können sich Kunden in weniger als zwei Minuten ein Leasingangebot
fürs Traumauto holen. Ganz einfach, bequem und rund um die Uhr
von Zuhause aus.
Financial Education
Im Bereich Finanzbildung wurden 2021 zusätzlich zum Finanz-
reise-Newsletter zwei weitere Formate ausgerollt. Der Raiffeisen
Investment-Channel und auch der Finanzwissen-Podcast „Warum
ist das so?“ informieren über Entwicklungen im Bereich Anlegen,
Sparen und Investieren und erklären die Zusammenhänge einfach
und verständlich. Zu finden sind alle Folgen der beiden Serien auf
der RLB-Website.
Virtueller Rundgang
Bei Raiffeisen kann man aber nicht nur online Bankgeschäfte erledi-
gen, sondern auch einen virtuellen Blick in die Bankstellen werfen.
Machen auch Sie den 360° Rundgang durch das RLB-Headquarter
in Raaba und erfahren Sie viel Wissenswertes über das Unternehmen!
1.340
neue Leasingverträge steiermarkweit
021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Gerald ADLER · Wolfgang ALBRECHER · Anita ALDRIAN · Asim ALIHODZIC · Tanja ALLMER · Manfred ALTENSTRASSER · Sabine AMERSTORFER ·
Christine ANDERS · Astrid ANDERSONS · Eva ANZEL · Hansjörg ARNDT · Michaela ARNHOLD · Christian ATSCHKO · Peter AUER · Christof AUER · Karin AUER-
TARVAINEN · Gebhard AUNER · Sandra BABIC · Alexandra BAHA · Hans-Peter BAJZEK · Bettina BALDAUF · Stefan BARDEL · Karoline BARMÜLLER ·
Jacqueline BÄRNTHALER · Ulrike BARTH · Metka BATIC · Helmut BAUDENDISTEL · Christopher BAUER · Veronika BAUER · Johann BAUERNHOFER ·
Christian BAUERNHOFER · Ewald BAUMGARTNER · Birgit BAUMGARTNER · Heinz-Peter BAUMHACKL · Gerhard BAUMHAKL · Martin BECKE ·
Gertrud BERGER · Julia BERGER · Jürgen BERNSTEINER · Sigrid BILEK · Karl BINDER · Franziska BIRKER-ETTL · Johann BIRNSTINGL · Monika BIRNSTINGL
· Karin BLASCHEK · Marcel BLEIBTREU · Andrea BLODER · Daniela BÖHM · Nino BORAC · Ulrike BORICS · Hans-Jörg BORSTNAR · Tomaz BRACIC ·
Christina BRANDL · Eva-Maria BRANDNER · Gerhard BRANDSTÄTTER · Udo BRANDSTETTER · Christian BRAUNEDER · Angelika BRAUNSTEIN ·
Julia BREITFUSS · Dzejn BRKIC · Heinz BRÜCKLER · Florian BRUGGER · Alexander BRUNNER · Ingrid BRUNNER · Christian BRUNNER · Andreas BRUNNER
· Anton BUCHBERGER · Gert BUCHEGGER · Peda BUKVIC · Johannes BURGSTEINER · Claudia BURITSCH · Mattia CAPUTO · Hüseyin CEVIR ·
Andrej CHERNYSH · Stephanie CHRISTINER · Ana-Maria COLIC · Danijela CUJIC · Jelena CVIJIC · Franz CZENE · Martin DAMPF · Tamara DANI · Andrea DANZER
· Alexandra DEBEUTZ · Jochen DEISS · Judith DELAGO-GRABNER · Önder DENIZ · Edgar DENNIG · Kristina DEREK · Johannes DERLER · Nicole DILLINGER
· Milena DIMITROVA · Margit DITTRICH · Robert DIVO · Milen DOBREV · Alisa DODAJ · Martin DOPPELHOFER · Dorothea DOPPELHOFER · Rosemarie DOPPLER
· Hannes DORNER · Helga DORNER · Lisa DORNER · Katharina DRAGSCHITS-HALAJ · Dagmar DRASCHL · Matthias DROBETZ · Martin DRÖSCHER ·
Ursula DWORSCHAK · Karl ECKHART · Daniela EDELSBRUNNER · Maximilian EDER · Martin EDLER · Michael EFFERL · Gernot EGGER · Günther EHRENREICH
· Victoria EICHHOFER · Markus EISENHUT · Gerald EISNER · Gerhard EISNER · Farid EL-KHOLY · Renate ELSTNER · Günter ENDERLE · Eva ENGLER ·
Doris ERBER · Ladislaus ERDELY · Carola ERHART · Severin ERLER · Claudia ERNST · Otto ESTERL · Daniel ETTL · Wolfgang FANKHAUSER · Sandra FAST
· Gerhard FEICHTER · Gabriele FEICHTER · Günther FEIERTAG · Olivia FEIERTAG · Petra FELBER · Markus FELDGITSCHER · Josef FELDHOFER ·
Gerlinde FELGITSCHER · Roland FELGITSCHER · Isabella FERK · Karl FERLIN · Adolf FERSTL · Josipa FILIPOVIC · Ana FILIPOVIC · Marina FILIPP ·
Doris FINK · Wolfgang FINK · Michael FINK · Helmut FINK-NEUBÖCK · Vincent FISCHBACHER · Andrea FISCHBACHER · Marlene FISCHER · Angela FLADISCHER
· Cornelia FLECHL · Christian FLECHL · Gerhard FLECK · Christine FLEISCHHACKER · Günther FLEISCHHACKER · Michael FORSTNER · Franz FÖSSLEITNER
· Doris FRAGNER · Gordana FRANK · Cornelia FRANK · Elisabeth FRANKL · Ulrike FREIBERGER-RATH · Gerd FREIDL · Sandra FREIDL · Florian FREISSMUTH
· Edith FRIEDEL · Petra FRITSCH · Elisabeth FRÖHLICH · Christian FROSCHAUER · Rebekka FRUHMANN · Sabine FUCHS · Gerald FUCHS · Marion FUCHS
· Nadine FÜRNSCHUSS · Dagmar FUSS · Herbert GAAR · Rene GAISCH · Martin GALLI · Bettina GALLIEN · Marianne GAMPERL · Peter GAMPERL ·
Daniela GANGOLY · Elmar GASSNER · Ulrike GASSNER · Melanie GEISLER · Gert GENSER · Alessandro GEROMELLA · Roswitha GESSLBAUER ·
Eva GFRERRER · Thomas GIESE · Michaela GIMPEL · Andreas GLAJNCER · Helmut GLAUNINGER · Andreas GLETTLER · Andreas GLETTLER · Roswitha GÖDL
· Roswitha GOGG · Thomas GÖLLES · Martin GÖLLES · Judith GOLLNER · Bernhard GOLLNER · Edina GOLOB · Ivana GOLUB · Sandra GOMBOC ·
Wolfgang GOMBOTZ · Martin GÖSSLER · Karl GÖTSCHL · Gertrude GOTTHARD · Manuela GOTTMANN · Walter GÖTZL · Johann GRABNER · Harald GRADWOHL
· Werner GRAF · Christina GRAGGL · Milan GRAHOVAC · Stefan GRASCHI · Anna GRASSBERGER · Karin GRATZ · Joachim GRATZE · Martin GREINIX ·
Ewald GREINIX · Bettina GRILL · Fabian GRILLITSCH · Ludwig GROBELSCHEG · Cornelia GROICHER · Ewald GROSS · Richard GROSS · Romana GROSSEK
· Karl GROSSMANN · Isabella GROSSMANN · Birgit GROSSSCHEDL · Sabine GRUBBAUER · Robert GRUBER · Anita GRUBER · Andreas GRUBER ·
Charlotte GRUNDNER · Martina GSPANDL · Ilse GSPURNING · Gianluca GUAGLIARDI · Elmira GULO · Johannes GUMPL · Helmut GUNGL · Martin GUTGESELL
· Josef GUTMANN · Theresia GUTMANN · Karl GUTMANN · Ingrid GUTSCHE · Klaus GUTTMANN · Stefan GUTTMANN · Viktor HAAR · Christoph HAAS ·
Martina HAAS · Dieter HAAS · Walter HAIDACHER · Sieglinde HAIDACHER · Hermann HAIDACHER · Gerhard HAIDITSCH · Jörg HALLEUX · Anton HAMMER
· Bernhard HAMPEL · Doris HANDLER · Markus HANDLER-AMBROSCH · Julia HANFSTINGL · Daniela HANN · Hannes HARB · Astrid HARLER ·
Gerlinde HARRANT · Katrin HARRER · Andreas HARRER · Barbara HARTINGER-PODBOJ · Doris HASEWEND · Christina HASIBA · Walter HATZ · Mario HATZ
· Karin HAUMER · Florian HAUSLEITNER · Gerlinde HAUZINGER · Markus HEFLER · Michelle HEILING · Heiko HELD · Claire HEMERY · Birgit HERBSTHOFER
· Renate HERLER-ACHMÜLLER · Stefan HERMANN · Michael HERMANN · Gabriele HETZENDORF-ORESNIK · Markus HIEBLER · Hermina HIJ ·
Sandra HILLBRAND · Gabriele HILLEBRAND · Georg HINTEREGGER · Romana HIRSCHBECK · Mario HIRT · Kathrin HIRT · Gerhard HOCHSTRASSER ·
Nico HÖDL · Brigitte HOFER · Walter HÖFER · Herbert HÖFLER · Maria HOHENTHAL · Monika HOLL · Simone HOLLEGGER · Johann HOLZAPFEL ·
Martina HÖLZL · Sarah HOPFGARTNER · Elvira HÖSEL · Nadine HRASTNIK · Hermann HUBER · Johann HUBER · Florian HUBER · Meike HUDA · Daniel HUDL
· Christian HUMPEL · Ursula HÜTTER · Herbert HYDEN · Lejla ILLEK · Kristina INNERHOFER-AMBROS · Christian JÄGER · Markus JAGERSBACHER ·
Wolfgang JAMBREC · Angela JAMBREC · Martina JANISCH · Harald JANISCH · Christiana JANISCH · Albine JANTSCHER · Alexander JAUK · Sonja JAUK ·
Margit JAUTZ · Alexandra JEHLE · Karin JEINDL · Ursula JELENC · Iris JENNE · Karin JEZ · Stefan JEZERNICZKY · Gerald JÖBSTL · Stefan JÖBSTL ·
Peter JÖBSTL · Barbara JONACHER · Michael Pascal JÖRGLER · Oliver JÜRGENS · Daniela KAGER · Andreas KAHR · Stefan KAHR · Renate KAHR ·
Eva KAHR-FRÖHLICH · Peter KALCHER · Lisbeth KALCHER · Gerhard KALCHER · Julia KALCHER · Marianne KAMPER · Andreas KAMPER · Markus KAMRAT
· Yeimy KANTNER · Andrea KAPFENSTEINER · Huberta KARNER · Natalie KARNER · Stefan KATHOLNIG · Martina KATHOLNIG · Bernhard KATHREIN ·
Gerhard KAUFMANN · Patricia KAUFMANN · Julia KAVALLAR · Michael KERN · Ewald KERN · Renate KERN · Sigrid KERNGAST · Beate KESSLER · Dieter KETTL
· Michael KIEFER · Sandra KIELHAUSER · Eva KIENDL · Magdalena KIRCHENGAST · Sabrina KIRCHMAYER · Manfred KLAMPFER · Klaus KLAMPFL ·
Marianne KLASNIC · Hans-Georg KLAUBER · Maria-Magdalena KLEIN · Günter KLEINDL · Stefan KLEINDL · Renate KLEINDL-POSCH · Dagmar KLÖCKL ·
Philipp KLOIBER · Uwe KLOSA · Maria KNAPP · Elke KNEISSL · Anita KNER · Christian KNÜPPEL · Gernot KOCH · Christian KOCH · Georg KOCH ·
Elisabeth KOCH · Albert KÖCK · Daniela KOFLER · Stefan KÖGL · Doris KOGLER · Werner KOGLER · Brigitte KOGLER · Katrin KOGLER · Johann KOHL ·
Kirin KOHLHAUSER · Akim KOHLMAYR · Sabine KOINEGG · Maria KOLB · Karin-Gabriela KOLB · Christiana KOLLEGGER · Renate KOLLEGGER-SPATH ·
Philipp KOLLER · Robert KONECNY · Christine KONECZNY · Alfred KONRAD · Josef KONRAD · Nino KÖPF · Thomas KORMANN · Birgit KOTHGASSER ·
Klaus KOTZBECK · Michael KOVACS · Gisela KRACH · Petra KRAINER · Peter KRAMER · Karin KRANNER · Mario KRASSER · Engelbert KRASSER ·
Gerald KRATZER · Marco KRAUTNER · Isabella KRAXNER · Claudia KREINER · Peter KREMSER · Rainer KRENN · Walter KRESBACH · Helmut KREUZER ·
Viktoria KRILL · Irene KRISPEL · Christian KRITZER · Alexander KROBATH · Marlies KROIS · Harald KROPIK · Franz KUHELNIK · Daniela KÜHNEL ·
Johannes KUMPITSCH · Petra KUMPITSCH · Andrea KUNZE · Christian KUPFER · Heinz KUPSCH · Brigitte KURZ · Johanna KUTTNIGG · Eva KUTZ ·
Birgit LACKNER · Stefan LADLER · Sanela LAGLER · Michael LALLER · Nikolaus LALLITSCH · Johannes LAMMER · Thomas LAMPRECHT · Thomas LANG ·
Markus LANG · Rosa LANG · Florian LANG · Peter LANG · Maria LANGMANN · Detlev LANGREITER · Silvia LANNER · Edith LANZ · Johann LECHNER ·
Gabriele LECHNER · Martina LECHNER · Dieter LEDERER · Bettina LEDERER · Helmut LEINDL · Andrea LEINER · Andreas LEIST · Frank LEITGAB ·
Eleonore LEITGEB · Anita LEITHNER · Rene LEITNER · Lena LEITNER · Thomas LEITNER · Irmgard LENGER · Veronika LEOPOLD-SCHMUCKERMAIR ·
Katrin LESNIK · Christiane LETTMAYER · Stefan LIENHART · Elisabeth LIND · Susanne LIND · Julia LINDBICHLER · Gerhard LINDNER · Daniela LINTSCHINGER
· Nicole LINTSCHINGER · Monika LIST · Barbara LOITZL · Roman LORENZ · David LORENZER · Roland LUBEJ · Christoph LUBI · Lydia LUKAS · Drazen LUKIC
· Gerald LUTTENBERGER · Bettina LUTTENBERGER · Klaus MACHER · Helene MADNER · Sabrina MAGNES · Daniel MAIER · Laura MAIER · Günter MAIER-
PAAR · Ela MAJHEN · Michelle MALLI · Sabine MALY · Brigitte MANDL · Jessica MANINGER · Gerhard MANN · Sabine MANNINGER · Lukas MARKO ·
Kurt MAROLD · Tanja MARTERER · Katharina MARTIN · Peter MARX · Margret MATLSCHWEIGER · Peter MATZHOLD · Walter MAURER · Andreas MAURER ·
Gerlinde MAURER · Ingrid MAURER · Juliana MAUTNER · Mirnes MAVRIC · Sigrid MAYER · Walter MAYER · Ursula MAYER · Paulus MAYR · Andreas MEIERHOFER
· Iris MEISENBICHLER · Helmut MEISTER · Markus MEISTER · Johanna MEISTER · Hannes MEIXNER · Bernhard MELLITZER · Heimo MESSNER ·
Sabine MICHELITSCH · Andreas MICHITSCH · Arno MICK · Zeljko MILINOVIC · Manfred MINAUF · Petra MITTEREGGER · Mario MÖGLER · Sabrina MOIK ·
Roswitha MOISES · Mario MONSCHEIN · Marin MORARU · Verena MORO · Johannes MÖRTH · Marianne MOSER · Christian MOSER · Heike MOSER ·
Andreas MÖSSNER · Alexandra MÜHLBAUER · Helga MÜHLBAUER · Josef MUHR · Martin MÜLLER · Gerald MÜLLNER · Claudia MÜLLNER-DISSAUER ·
Alexandra MÜNZER · Christian MÜNZER · Thomas MURG · Bernd MURTINGER · Maria NAGER · Loris NAGLER · Sandra NALIC · Beatrix NARATH ·
Christian NEBEL · Eva NESSHOLD · Stefanie NESTLER · Kurt NEUHOLD · Sandra NEUHOLD · Wolfgang NIEDERL-STADLER · Katharina NIESNER ·
Christa NIGITZ · Nikola NIKCEVIC · Daniel NIKITSER · Roswitha NINAUS · Michaela NOVAK · Mariella NUNNER · Andre NUSSGRABER · Gabriele OBERER ·
Roswitha OBERTHALER · Helga ORGEL-APFELKNAB · Gerhard ORNIG · Jerome ORTNER · Yüksel ÖZDEMIR · Gabriele PAAR · Matthias PACK · Andreas PAIL
· Dietmar PALLER · Karina PALZ · Gabriele PANZER · Michael PATERNOGA · Sonja PAVLICEK · Rita PECZELI-TAMASI · Wolfgang PEER · Veronika PEIER ·
Thomas PEINSITH · Ante PERAN · Mato PETROVIC · Angelo PETROVIC · Werner PETSCHNIK · Klaus PFEIFER · Doris PFENNICH · Ariane PFLEGER ·
Gregor PFNISS · Elisabeth PICHLER · Christian PICHLER · Marlies PICHLER · Marian PICHLER · Robert PICHLER · Eva PILGER-BUCHEGGER · Mia-
Ileana PINEGGER · Christoph PINEGGER · Thomas PINTHER · Michael PINTSCHER · Gert PIRKER · Catherine PISTRICH · Kevin PITTINO · Nadja PIVALIC ·
Alexandra PIZZATO · Dominik PLATZER · Manfred PLATZER · Robert PLATZER · Kevin PLETZ · Gerald PLEWA · Thomas PLODER · Claudia PLUTNAR ·
Rudolf POCK · Stefan POCK · Gundula PODREPSEK-SCHWARZ · Herbert PÖLLIBAUER · Richard PÖLLINGER · Elisabeth PÖLTL · Dietmar PONGRATZ ·
Michael PONTASCH-HÖRZER · Irena POPIC · Patricia POSCH · Brigitte PÖSCHL · Barbara POSTRUZNIK · Elisabeth PÖTSCH · Sandra PÖTTINGER ·
Helmut POTZINGER · Doris PRACH · Margareta PRANGL · Harald PRATSCH · Irmgard PREDOTA · Franz PREITLER · Anita PREITLER · Johannes PREM ·
Lisa PRENNER · Florian PRETTENTHALER · Margareta PRIESCHING · Matthias PROSSER · Gerhard PUCHER · Bettina PUCHER · Nicole PUCHINGER · Lisa-
Marie PURGSTALLER · Corina PURKARTHOFER · Barbara PÜRSTL-SCHEIN · Kurt PÜRSTNER · Hannes QUAISER · Martin RADASCHITZ · Christina RADL ·
Gerhard RAHBERGER · Wolfgang RAIDL · Dejan RAJKOVIC · Karin RANEGGER · Konrad RANNAK · Franz RAPPOLD · Nina RATH · Patrick Alexander RATHSWOHL
· Sonja RAUCH · Petra RAUSCHENBERG · Wolfgang RAUSCHÜTZ · Marion RAUTAR · Gerald REDER · Rolf REGULA · Verena REICHMANN · Sonja REIHER
· Birgit REINHOFER-MITTERER · Dieter REINISCH · Jürgen REINTHALER · Herwig REISENHOFER · Daniela REISENHOFER-STEINWENDER · Manfred REITER
· Christa REMLER · Marianne RENHART · Nikolaus RENNER-MARTIN · Daniela RENNER-MARTIN · Erich RENZL · Barbara RESCH · Ulrike REXEIS ·
Herbert RIBIC · Diana RICHTER · Sabina RIECK-DILSKY · Edith RIEDL · Isolde RIEGER · Christian RIEGER · Sigrid RIML · Martina RINGHOFER ·
Regina RINGHOFER-SCHWEIGLER · Julia ROBNIK · Franz ROGI · Peter ROHRER · Roland ROITNER · Edeltraud ROM-BUCHBERGER · Sabine ROSCHITZ
· Franz ROSENBERGER · Martin ROUBAL · Melanie ROYER · Elisabeth ROYER · Gerald RUCKENSTUHL · Peter RUCKER · Martina RUPRECHT-BACHER ·
Christian RUSS · Natascha SACHER · Johann SACHS · Manuela SAFRAN · Julia SAILER · Chris SALA · Monika SALAWA · Ariane SAMEC · Gerhard SAMER ·
Gernot SAMITSCH · Anton SAMMER · Ramona SATTLEGGER · Gerald SAURER · Bernd SAUSENG · Christiane SAUSENG · Karen SAWATZKY ·
Nicole SCHADENBAUER · Anett SCHÄDLICH · Johannes SCHÄFMANN · Herbert SCHAGER · Martin SCHALLER · Stefan SCHANDOR · Gabriele SCHANES-
WALENTA · Reinhold SCHEER · Brigitta SCHERDONER · Jasmin SCHERÜBEL · Jennifer SCHERZ · Petra SCHERZ · Werner SCHEUCHER ·
Elisabeth SCHEUCHER · Bernhard SCHEUERMANN · Andreas SCHIESTL · Elisabeth SCHIFFER · Marie-Theres SCHIGAN · Harald SCHISTER · Hannes SCHLAG
· Dietmar SCHLAR · Christian SCHLATZER · Martina SCHLEGL · Bernhard SCHLEICH · Manfred SCHLIBER · Roland SCHLOCKER · Herbert SCHLÖGL ·
Robert SCHMALZ · Gabriela SCHMALZ · Katrin SCHMID · Johannes SCHMIDBAUER · Balazs SCHMIDT · Elisabeth SCHMIDT · Hermann SCHMIED ·
Martin SCHMIERDORFER · Josef SCHMÖLZER · Martin SCHMUCK · Gerhard SCHNEDLITZ · Karl SCHNEEBACHER · Kerstin SCHNEEBERGER ·
Werner SCHNEIDER · Waltraud SCHNEIDER · Christina SCHNEIDER · Mario SCHNEIDER · Wolfgang SCHNIDER · Robert SCHOBER · Elke SCHÖNMAIER ·
Gabriele SCHÖPFER-GEROMELLA · Thomas SCHORS · Helmut SCHOTTER · Verena SCHRAMMEL · Daniela SCHREI · Manuela SCHREIBER ·
Renate SCHREINER · Alexander SCHREYER · Peter SCHRÖTTNER · Klaus SCHROTTSHAMMER · Corinna SCHUCH · Michael SCHUH · Daniela SCHULZ-
ZAVRNIK · Helga SCHUSTER · Rainer SCHÜTTENGRUBER · Elisabeth SCHÜTZENHÖFER · Margit SCHWAB · Christian SCHWAB · Elisabeth SCHWAIGER
· Gerfried SCHWARZ · Renate SCHWARZENEGGER · Peter SCHWARZENEGGER · Sebastian SCHWARZMANN · Iris SCHWARZ-POLASCHEK ·
Andreas SCHWEIGER · Erwin SCHWEINZER · Sonja SCHWIMMER · Bernhard SCHWISCHEI · Matthias SEBATI · Sonja SEIDL · Monika SEIDLER ·
Michael SEINER · Heidi SEINER · Nicole SEINER · Markus SEISS · Dejan SEKERIJA · Radenko SEKULIC · Oliver SEME · Roderich SEUFZER · Sabrina SIBRAI
· Gerald SIDAK · Jürgen SIMBÜRGER · Petra SIMO · Rainer SINGER · Evelyn SINNITSCH · Wolfgang SIXT · Tatjana SKALE · Anita SKEDELJ · Belma SMAJLOVIC
· Adela SMAJLOVIC · Andrea SOHAR · Anton SONNLEITNER · Sandra SORITZ · Rene SPATH · Isabella SPENDEL · Brigitte SPIELBERGER · Harald SPITALER
· Michael SPITZER · Eva SPITZER-GABRIEL · Verena SPULLER · Jacqueline STADLER · Monika STANGL · Dieter STANGL · Claudia STANGL · Birgit STARY
· Michaela STAUD · Katja STAUDENBAUER · Peter STEGER · Peter STEINBERGER · Fritz STEINBERGER · Eva-Maria STEINEGGER · Mario STEINER ·
Wolfgang STEINKELLNER · Sebastian STEINSCHERER · Bernd STEINWIDDER · Rudolf STELZER · Rainer STELZER · Cornelia STELZER · Michael STENITZER
· Larissa STERING · Matthias STERN · Stefan STIEGNER · Hubert STIENINGER · Thomas STIPSITS · Tanja STÖCKER · Ute STOCKREITER · Doris STOISER-
NESTL · Jasmine STONI · Silvia STÖRI · Herbert STRALLHOFER · Elisabeth STRALLHOFER · Cornelia STRANZ · Elfriede STRAUSSBERGER ·
Andreas STRIEDNIG · Rudolf STROBEL · Markus STROHMEIER · Veronika STROHRIEGL · Elisabeth STROMETZ · Melina STROMMER · Florian STRYECK
· Sandra STRYECK · Silke STUBENVOLL-PUFF · Martin STÜBLER · Cornelia STUCKEN · Ursula STÜCKLER · Sieglinde STURMER-KONRAD ·
Andreas SUMPER · Otmar SUPPANSCHITZ · Klaus SUSCHNIGG · Marianne SWATEK-ELBE · Astrid SZLAMAR · Semir TALIC · Tamara TANFARA-RAKAR
· Robert TANTSCHER · Michaela TAPPLER · Elke TARMANN · Bernhard TARTLER · Mario TASCHNER · Katrin TAUCHER · Heimo TAUS · Franz TENGG ·
Susanne TERSANSKI · Jelena TESANOVIC · Christian THEISSL · Evelyn THEISSL · Rosalinde THIER · Dietmar THOSOLD · Klaudius THURMAIER ·
Christopher TILZ · Jochen TIROCH · Gregor TOTZ · Anneliese TOTZ · Thomas TRANTURA · Jenny TRAPPL · Sandro TRAUSSNIG · Siegfried TRÖSTER ·
Siegfried TRUMMER · Bettina TRUMMER · Claudia TRUMMER · Johannes TSCHEMMERNEGG · Bernhard TÜRK · Claudia TUTTNER · Sandra UNKELBACH-
VARGHA · Patrick UNTERKIRCHER · Victoria USCHAN · Ralph VACZULIK · Manfred VALLANT · Heidrun VALLASTER · Goran VASILJEVIC · Manuela VATERL
· Gernot VEIT · Christian VEITSBERGER · Bernd VERONIG · Ardit VESELI · Eva VIDONJA · Max VOLLENWYDER · Wilhelm VOLLER · Gunther WAGNER ·
Bernhard WAGNER · Desiree WAGNER · Anita WALCH · Jörg WALDAUER · Daniela WALLNER · Peter WALTER · Georg WALTER · Karin WALTERSDORFER
· Sarah WASSERMANN · Astrid WEBER · Johannes WEBER · Martin WEBER · Günther WECHTITSCH · Johannes WEIDACHER · Michael WEIDINGER ·
David WEIGEL · Alexander WEIGL · Michael WEINGRILL · Gerhard WEINHANDL · Maria WEINHANDL-RÖCK · Martina WEINZETTL · Elke WEISS ·
Heribert WEISS · Gernot WEISS · Christina WEISSENBACHER · Dijana WELS · Karin WENDLER · Andreas WENGER · Tanja WENZL · Sabrina WERSCHITZ
· Bernhard WESENER · Peter WESIAN · Chiara WESSELY · Heinrich WEYWODA · Ulrike WIEDENHOFER · Petra WIENER · Rudolf WIENER ·
Johann-M. WIENER · Natascha WIESBAUER · Rosa-Maria WIESER · Sabine WIESER · Ulrike WIESER · Martina WIESER · Evelyn WILDBACHER ·
Karin WILHELM · Nadja WIMMER · Claudia WINDHAGER · Christof WINDISCH · Sandra WINKLER-EDER · Beate WINKLER-KOLBL · Margarete WINSAUER-
PAIER · Matthias WINTER · Bernd WINTERLEITNER · Bernd WINTERLEITNER · Nicole WITTMAYER · Rebecca WÖHRER · Barbara WOLF · Robert WOLTERS
· Sandra WONKO · Bernd WUCHSE · Sibylle YARBO · Kaveh YOUNESZADEH-HAGHIGI · Thomas ZACH · Josef ZACHENEGGER · Leander ZAISER ·
Birgit ZAUHAR · Marlies ZEBINGER · Gabriele ZECHNER · Thomas ZEHETLEITNER · Petra ZEHETLEITNER-RUDERER · Martin ZEHETNER ·
Alexander ZERKOWITZ · Sabine ZIAK · David ZINK · Eva ZIRKL · Bianca ZITNIK · Sabine ZMUG · Martin ZÖCH · Michael ZÖLZER · Daniela ZOTTER
Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
für den unermüdlichen Einsatz im Jahr 2021!
Wir sind noch stärker zusammengewachsen. Gemeinsam mit unseren Kunden waren wir erfolgreich
und werden es auch in Zukunft sein. WIR macht’s möglich.
VERBUND
WIR ZIEHT AN EINEM STRANG
IM RAIFFEISENVERBUND
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark hat gemäß ihrer Satzung
dem Zweck der Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft von Ge-
nossenschaften nach dem System Raiffeisen zu dienen. Sie erbringt
darüber hinaus alle Leistungen eines Zentralinstituts im Sinne des
BWG. Dies geht über die gesetzlich geregelten Bereiche wie den
Liquiditätsausgleich weit hinaus und umfasst u. a. die Leistungen
des Raiffeisen Rechenzentrums, die Abwicklung des Zahlungsver-
kehrs, die Produktentwicklung, Service in den Bereichen Bau-
sparen, Versichern und Wertpapiere, landesweite Marketing- und
Werbeaktivitäten sowie die betriebswirtschaftliche Unterstützung
und Beratung.
In den letzten Jahren besonders in den Fokus gerückt ist die
Beratung bei Bankfusionen. Immer wieder entscheiden sich
selbstständige Raiffeisenbanken dazu, gemeinsam eine größere
Einheit zu bilden, um den Kundennutzen und die Kostenstruktur zu
optimieren. Im Berichtsjahr gab es steiermarkweit nur eine Ver-
schmelzung, womit sich die Anzahl der Raiffeisenbanken von 48 auf
47 verringerte. Bereits zu Beginn des Berichtsjahrs wurden vier von
der Landes-Hypothekenbank Steiermark abgegebene Filialen in die
örtlichen Raiffeisenbanken integriert. Raiffeisen ist nach wie vor jene
Bankengruppe in der Steiermark, die das dichteste Bankstellennetz
bietet, um den Kunden nah zu sein. Doch die Kundennähe wird
auch im digitalen Raum immer entscheidender für den wirtschaftli-
chen Erfolg.
Daher wurde 2021 die steiermarkweite Digitalisierungsoffensive von
Raiffeisen fortgesetzt. Unter anderem wurde ein digitaler Report
konzipiert und an alle Raiffeisenbanken ausgerollt. Er definiert
Zielwerte und misst den digitalen Reifegrad der Banken anhand
Benchmarks in den Bereichen Digitale Produkte im Bilanzgeschäft
und Dienstleistungsgeschäft, Zahlungsverkehr und Digitale Pro-
zesse. Im Zuge dessen wurde beim alljährlichen Raiffeisen Award
erstmals die „Digitale Regionalbank des Jahres“ ausgezeichnet.
Die digitale Fitness der Mitarbeiter nimmt auch in der mehrstufigen
Bankausbildung des Raiffeisenverbands Steiermark einen immer
größeren Raum ein. Sie ist wichtig, um die Kunden im Sinne der
Strategie der „Digitalen Regionalbank“ in der persönlichen Beratung
wie auch in der digitalen Angebotswelt von Raiffeisen bestmöglich
zu servicieren.
Die Zahlen zeigen, dass dies sehr gut gelingt und die heimische
Wirtschaft nach den Lockdowns wieder in Fahrt kommt. Sie errei-
chen sowohl im Kreditbereich als auch bei den Ersteinlagen 2021
ein Allzeithoch. In den steirischen Raiffeisenbanken wurden frische
Investitionskredite in Höhe von rund 1,3 Mrd. (+8,3 % zu 2020)
und Wohnbaukredite in Höhe von mehr als 1 Mrd. Euro (+16,9 %)
abgeschlossen. Gleichzeitig stieg auch das Vermögen der Kunden
auf Spar- und Girokonten, was wiederum das Wertpapier-Geschäft
befeuert hat. 2021 interessierten sich in den steirischen Raiffeisen-
banken rund 3700 Kunden für die Veranlagung in Wertpapiere und
eröffneten dafür ein Wertpapierdepot. Besonders beliebt war einmal
mehr das Fondssparen, das mit einem Netto-Neuvolumen von 273
Mio. Euro (+113 %) zu Buche schlug.
Raiffeisen war österreichweit 2021 aber nicht nur stark in der Bera-
tung und als Finanzbegleiter der Kunden, sondern entwickelte auch
die eigene Marke weiter. Das gewohnte Tun, die eigene Motivation
und Selbstwahrnehmung wurden hinterfragt, aber auch die Außen-
wirkung professionell evaluiert. Dabei wurden – Schicht für Schicht
– die wesentlichen Werte von Raiffeisen freigelegt und aus dem
neuen Markenkern „Füreinander mehr Werte schaffen. – Aus der
Region. Für die Region.“ ein neues Selbstverständnis extrahiert, das
Raiffeisen gestärkt in die Zukunft führen wird. Der neue Markenkern
basiert auf bestehenden Stärken, die zukunftsorientiert erweitert und
neu interpretiert werden. Das Kundeninteresse wird noch stärker in
den Mittelpunkt gerückt. Die Nähe soll persönlich und digital erlebt
werden. Nachhaltigkeit und Innovationskraft werden in den Fokus
gerückt. Das komplexe Zusammenspiel der ebenfalls neu defi-
nierten Markenwerte Füreinander, Nähe, Kompetenz, Regionalität,
Zukunft gestalten und Nachhaltigkeit wird heruntergebrochen und
bildet die Grundlage für den Satz „WIR macht’s möglich“. Mehr
dazu auf der nächsten Doppelseite.
Das WIR steht ebenso im Fokus des 2021 gestarteten Verbund
Strategie Projekts WIR’27. Es soll die zukünftige Erfolgsgeschichte
der steirischen Raiffeisen-Bankengruppe maßgeblich mitschreiben.
Der Titel des Projekts steht für die Jahreszahl 2027. Dieses Jahr ist
das Gründungsjahr der Raiffeisen-Landesbank als Zentralkasse
des Raiffeisenverbands Steiermark und somit das Geburtsjahr
des heutigen Verbunds von Raiffeisenbanken in der Steiermark.
024
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Durch das Projekt wollen die Raiffeisenbanken enger zusammen-
rücken und in einem gemeinsamen Ecosystem noch effizienter
und kundenorientierter agieren. Am Beginn des Projekts stand ein
Crowdsourcing von Ideen, zu dem alle über 3000 steirischen Raiffeisen-
Mitarbeiter eingeladen waren. Und auch in weiterer Folge wird die
kollektive Intelligenz zur Lösungsfindung genutzt. So arbeiten inter-
disziplinäre Teams zusammengesetzt aus Kollegen verschiedener
Raiffeisenbanken gemeinsam an den Zukunftsthemen.
Am bisher größten gemeinsamen Strategieprojekt arbeiten Mitarbeiter der Raiffeisenbanken, der Raiffeisen-Landesbank und
des Raiffeisenverbands gemeinsam an den Zukunftsthemen des steirischen Raiffeisen Verbunds.
025
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
DER NEUE RAIFFEISEN
MARKENKERN
Raiffeisen ist die Nummer 1 am österreichischen Bankenmarkt. Diese
Position zu verteidigen, fordert uns immer aufs Neue heraus. Die
Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Digitale Services und
eine nahtlose Customer Journey zwischen physischen und digitalen
Kanälen werden für Kunden immer wichtiger. Die immer stärkere
digitale Vernetzung von Daten unterschiedlicher Anbieter eröffnet
neue Geschäftsfelder im Bank- und Finanzbereich.
Die Wünsche nach Individualisierung und mehr Nachhaltigkeit
zählen zu den zentralen Megatrends unserer Zeit und haben einen
großen Einfluss auf das Verständnis von modernem Banking. Die
Zeiten, in denen eine Bank nur Finanzdienstleistungen erbringt,
sind vorbei. Das „Warum?“ bzw. der „Sinn“ dahinter werden immer
wichtiger.
Die Herausforderungen sind groß, aber gemeinsam zu schaffen.
Dabei ist es wichtig nicht nur zu wissen, wer man ist und woher man
kommt. Es muss auch klar definiert werden, wer man sein möchte
und wohin man sich bewegen möchte. Damit hat sich Raiffeisen
intensiv beschäftigt und an einem neuen Selbstverständnis gearbei-
tet, das sich im Markenkern und sechs Markenwerten manifestiert.
Der gemeinsame Markenkern ermöglicht Vielfalt, gleichzeitig
verbindet und vereint er den dezentralen Raiffeisen-Sektor. Der WIR-
Gedanke fördert und fordert Demokratie, Respekt, Konsens und
stellt die gemeinschaftlichen Interessen klar vor Einzelinteressen.
Raiffeisen versteht sich als Teil eines größeren WIR und übernimmt
Verantwortung direkt vor Ort. Der Claim „WIR macht’s möglich“
bestärkt und gibt auch in herausfordernden Zeiten Zuversicht.
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FÜREINANDER
MEHR WERTE
SCHAFFEN.
AUS DER REGION.
FÜR DIE REGION.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Das Füreinander steht ganz vorne im Markenkern und bedeutet
mehr als miteinander. „Was dem Einzelnen nicht möglich ist,
das vermögen viele!“ Wir leben und brennen für die Idee von
Gründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen und glauben an die Kraft
der Gemeinschaft. Mit einem gemeinsamen wirtschaftlichen Ziel
steht die Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark füreinander und für
ihre 800.000 Kunden ein. Ja, jeder zweite Steirer und jede zweite
Steirerin ist Raiffeisenkunde und viele von ihnen sogar Miteigen
-
tümer. Der Raiffeisenverbund Steiermark zählt 485.000 Mitglieder.
Ein starkes WIR für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.
Wir schaffen „Mehrwert“ für unsere Kunden. Individuell und
passgenau. Wir suchen Lösungen für unsere Kunden, nicht
Kunden für unsere Lösungen. Sinn- und nutzenstiftend. Wir
verwirklichen nicht die Träume und Vorhaben unserer Kunden.
Aber wir ermöglichen sie. Dafür sorgen rund 3.000 Raiffeisen-
Mitarbeiter:innen in der Steiermark und generieren jährlich eine
Bruttowertschöpfung von 700 Mio. Euro.
Wir gestalten aktiv und engagiert die Zukunft. Das liegt in unse-
rer DNA. Mit Tatendrang und Willenskraft können wir Großes er-
reichen. Das gilt für unsere Kunden und für uns. Wir unterstützen
unsere Kunden und führen jährlich rund 480.000 Beratungsge-
spräche. Für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft. Wir sind
Vorreiter. Für unsere Kunden betreten wir stets neue Pfade und
entwickeln unsere Services und Produkte weiter – auch über das
klassische Bankgeschäft hinaus.
Das Subsidiaritätsprinzip ist unsere zentrale Stärke. Wir arbeiten
nicht nur für und in der Region, wir sind Teil davon. In der Region
haben wir unseren Ursprung. Und genau dort investieren wir
auch. Damit fördern wir die Kraft der Region – nachhaltig und
vorausschauend. Unsere Kunden vertrauen auf unser Wissen
vor Ort und auf unsere Handschlagqualität. Darüber hinaus ist
Raiffeisen Partner von mehr als 4000 regionalen Vereinen und
Organisationen in der ganzen Steiermark.
FÜREINANDER
MEHR WERTE
SCHAFFEN.
AUS DER REGION.
FÜR DIE REGION.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
DIE RAIFFEISEN
MARKENWERTE
Raiffeisen stand schon immer für klare Werthaltungen.
Solidarität, Subsidiarität, Regionalität und Nachhaltigkeit
– sind Werte, die auf den Prinzipien der Genossenschaft
beruhen und damals wie heute gelten. Darauf aufbau-
end haben wir neue, ergänzende Werte hinzugefügt. Sie
dienen unseren Kunden zur Identifikation und uns als
Leitlinien um gemeinsam in der Steiermark mehr Werte
zu schaffen.
FÜREINANDER
Rund zwei Drittel unserer Kunden sind seit 10 oder mehr Jahren
bei Raiffeisen. Langfristige Kundenbeziehungen sind der Beleg
für Fairness und passende Produkte. Wir begegnen unseren
Kunden auf Augenhöhe, hören ihnen zu und begleiten sie in ihrem
Finanzleben.
Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite, wägen mit ihnen gemeinsam
Risiken ab und gehen auf ihre Bedürfnisse und Wünsche ein. Wir
sind zwar keine Magier, die alle Träume unserer Kunden wahr
werden lassen, aber mit unserer Hilfe können sie ihre Wünsche
und Vorstellungen verwirklichen. Wir sind „Möglichmacher“.
NÄHE
Die Nähe zu unseren Kunden macht uns aus und begeisterte
2021 auch 18.700 neue Kunden, die wir bei Raiffeisen in der
Steiermark begrüßen durften. Sie genießen nun das dichteste
Bankstellennetz, persönliche Ansprechpartner und alle Kanäle der
digitalen Raiffeisen-Welt. Über welchen der Weg und wie intensiv
sie mit uns in Kontakt treten wollen, darüber können sie frei
entscheiden. So wurden seit dem Rollout im Jahr 2021 auch rund
1.300 Videoberatungen in Anspruch genommen.
028
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
KOMPETENZ
Wir sind Wissensträger auf allen Ebenen unserer Organisation
und bestens vernetzt zu Förderstellen und Partnern unterschied-
licher Fachbereiche. Auf unsere Expertise kann man vertrauen.
Zudem kennen wir unsere Kunden und das wirtschaftliche Umfeld
vor Ort genau. Darin liegt die überlegene Kompetenz von Raiffeisen.
Im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern liegt bei uns die
Entscheidungskompetenz in der Region. Zusätzlich ist Raiffeisen
Veranstalter von Fachveranstaltungen wie dem jährlichen Raiffei-
sen Konjukturgespräch oder Agrarsymposium.
ZUKUNFT GESTALTEN
Raiffeisenbanken sind selbstständige Unternehmen und ihr
Management gewohnt, unternehmerisch zu denken. Es liegt
in unserer DNA, aktiv und engagiert zu sein und sich mit den
Themen der Zukunft zu beschäftigen. Und das tun wir schon
heute. Wir entwickeln digitale Lösungen für unsere Kunden, sind
mit der Raiffeisen TATEN-Bank in der Start-Up-Szene aktiv, haben
ein internes Innovationsprogramm gestartet und sind Teil eines
umfassenden Verbund-Strategieprojekts. Darüber hinaus treten
wir persönlich und durch vielfältige Kooperationen in den Dialog
mit der Jugend. Alles mit dem klaren Plan, die Herausforderungen
der Zukunft zu meistern und die erste Wahl für die Kunden und
Mitarbeiter von morgen zu sein.
REGIONALITÄT
Die 47 steirischen Raiffeisenbanken und auch die Raiffeisen-
Landesbank Steiermark sind zu 100 Prozent in steirischem Eigen-
tum
und stark verwurzelt in ihren Regionen. Wir sichern Arbeits-
plätze und Wertschöpfung, finanzieren die heimische Wirtschaft
und engagieren uns für regionale Initiativen. Wenn wir Regional
sagen, blicken wir aber trotzdem über den Tellerrand hinaus –
beobachten den Markt und den Mitbewerb im globalen Kontext.
Und nehmen das Gute, Inspiration, Anregungen auch mit in unser
tägliches Tun.
NACHHALTIGKEIT
Bei Raiffeisen Steiermark entscheiden und investieren wir nach-
haltig seit mehr als 130 Jahren und haben dabei allen Krisen
getrotzt. Wir verkörpern nachhaltiges Denken wie keine andere
Bank. Dabei fußt unser Verständnis von Nachhaltigkeit auf drei
Säulen: Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft. Wir sind Antreiber
und Möglichmacher regionaler Nachhaltigkeitsinitiativen. Mehr
dazu lesen Sie online im Nachhaltigkeitsbericht der RLB Steiermark.
029
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
DATEN & FAKTEN
Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark 2021 2020
Anzahl der Raiffeisenbanken 47 48
Anzahl der Raiffeisen-Bankstellen (inkl. RLB Stmk AG) 258 (inkl. SB-Bst.) 232
Mitglieder 485.630 490.790
Funktionäre 691 720
Mitarbeiter 3.076 2.930
Einlagen
Ersteinlagen 20.310 Mio. 19.066 Mio.
Spareinlagen 10.547 Mio. 10.411 Mio.
Sicht-, Termin- und Fremdwährungseinlagen 9.764 Mio. 7.554 Mio.
Konten
Anzahl der Sparkonten 982.522 926.948
Anzahl der Girokonten 556.963 569.513
Bausparen
Stand der Bauspareinlagen 955 Mio. 970 Mio.
Stand der Bauspardarlehen 1.280 Mio. 1.198 Mio.
Anzahl der Bausparverträge 225.514 239.669
Kunden-Wertpapiere
Anzahl der Wertpapierdepots 117.932 102.588
Wertpapierbestand 5.223 Mio. 3.711 Mio.
Lebensversicherung
Anzahl der Verträge 251.460 262.153
Kalkulierte Jahresprämie 118 Mio. 120 Mio.
Gewertete Versicherungssumme 6.518 Mio. 6.233 Mio.
Gesamtvolumen Rückkaufswerte 1.109 Mio. 1.090 Mio.
Kredite
(Ohne Bauspardarlehen) 21.207 Mio. 20.022 Mio.
Beträge in Euro, Stand: 31.12.2021
030
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Auflistung der
Bankstellen
per 31.12..2021 (inkl. SB-Bankstellen)
Raiffeisen Landesbank
Steiermark
Graz-Kaiserfeldgasse
Bruck an der Mur
Frohnleiten
Graz-Annenstraße
Graz-Herrgottwiesgasse
Graz-Kärntner Straße
Graz-Radetzkystraße
Graz-Ragnitz
Graz-Raiffeisen City Herrengasse
Graz-St. Leonhard
Graz-Steirerhof
Graz-Styria Media Center
Graz-Theodor-Körner-Straße
Graz-Zinzendorfgasse
Leibnitz
LKH-Deutschlandsberg
LKH-Graz Standort Süd
LKH-Graz Standort West
Admont
Admont
Ardning
Landl
St. Gallen
Aichfeld
Knittelfeld
Fohnsdorf
Kobenz
Pöls
St. Margarethen
Seckau
Spielberg
Zeltweg
Bad Radkersburg-
Klöch
Bad Radkersburg
Klöch
Gamlitz
Gamlitz
Ehrenhausen
Gleinstätten-Leutschach-Groß
St. Florian
Gleinstätten
Arnfels
Großklein
Groß St. Florian
Heimschuh
Kitzeck im Sausal
Leutschach
Leutschach-Schloßberg
Oberhaag
St. Andrä im Sausal
Saggautal
Wettmannstätten
Gratkorn
Gratkorn
Deutschfeistritz
Übelbach
Gratwein-Hitzendorf
Gratwein
Hitzendorf
Judendorf-Straßengel
Rein
Graz-St. Peter
Graz-St. Peter
Graz-Liebenau
Graz-Schillerplatz
Hart bei Graz
Raaba
Graz-Straßgang
Graz-Kärntner-Straße
Graz-Alte Poststraße
Graz-Puntigam
Graz-Straßganger-Straße
Graz-Wetzelsdorfer-Straße
Seiersberg
Halbenrain-Tieschen
Halbenrain
Tieschen
Hausmannstätten
Hausmannstätten
Fernitz
Heiligenkreuz-Kirchbach-
St. Georgen
Kirchbach
Heiligenkreuz am Waasen
St. Georgen an der Stiefing
Ilz-Großsteinbach-Riegersburg
Ilz
Großsteinbach
Nestelbach
Ottendorf
Riegersburg
Leibnitz
Leibnitz
Neutillmitsch
Leoben-Bruck
Kapfenberg
Kapfenberg-Stadt
Bruck an der Mur
Eisenerz
Leoben
Niklasdorf
Pernegg
Trofaiach
Lieboch-Stainz
Stainz
Lannach
Lieboch
Liesingtal-St. Stefan
Mautern
Kalwang
Kammern im Liesingtal
Kraubath
St. Michael
St. Stefan
Liezen-Rottenmann-Trieben
Liezen
Rottenmann
Trieben
Wörschach
031
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Lipizzanerheimat
Voitsberg
Bärnbach
Edelschrott
Köflach
Krottendorf-Gaisfeld
Rosental
Söding
Mariazellerland
Mariazell
Gußwerk
Wildalpen
Mittleres Raabtal
Paldau
Kirchberg an der Raab
Murau
Murau
Krakau
St. Georgen am Kreischberg
St. Lambrecht
Stadl-Predlitz
Mureck
Mureck
Deutsch Goritz
Mettersdorf
St. Peter am Ottersbach
Mürztal
Mürzzuschlag
Kindberg
Krieglach
Langenwang
Mitterdorf-Wartberg
Mürzhofen
Neuberg an der Mürz
Veitsch
Nestelbach-
Eggersdorf
Nestelbach
Eggersdorf
Kumberg
Laßnitzhöhe
St. Marein bei Graz
Neumarkt-Oberwölz
Neumarkt
Mühlen
Niederwölz
Oberwölz
Scheifling
St. Peter am Kammersberg
Teufenbach
Oststeiermark Nord
Pöllau-Raiffeisenplatz
Birkfeld
Dechantskirchen
Fischbach
Gasen
Grafendorf
Kaindorf
Lafnitz
Miesenbach bei Birkfeld
Mönichwald
Pinggau
Pöllau-Hauptplatz
Ratten
Rettenegg
Rohrbach an der Lafnitz
St. Kathrein am Hauenstein
St. Jakob im Walde
St. Lorenzen am Wechsel
Schäffern
Strallegg
Vorau
Waldbach
Wenigzell
Passail
Passail
Breitenau
Fladnitz-Teichalm
Gutenberg
St. Kathrein am Offenegg
Semriach
Region Fehring
Fehring
Hatzendorf
Kapfenstein
St. Anna am Aigen
Unterlamm
Region Feldbach
Feldbach
Bad Gleichenberg
Gnas
Markt Hartmannsdorf
Mühldorf
Region Fürstenfeld
Fürstenfeld
Altenmarkt
Hauptplatz Fürstenfeld
Burgau
Großwilfersdorf
Loipersdorf
Söchau
Übersbach
Region Gleisdorf-Pischelsdorf
Gleisdorf-Florianiplatz
Gleisdorf-Ludwig-Binder-Straße
Gleisdorf-Neugasse
Hirnsdorf
Pischelsdorf
St. Margarethen an der Raab
St. Ruprecht an der Raab
Sinabelkirchen
Stubenberg am See
Region Graz Nord
Graz-Grazer-Straße
Graz-Augasse
Graz-Heinrichstraße
Graz-Mariatroster-Straße
Graz-St.-Veiter-Straße
Region Graz-Thalerhof
Kalsdorf
Feldkirchen bei Graz
Premstätten
Region Hartberg
Hartberg
Bad Waltersdorf
Neudau
St. Stefan-Jagerberg-Wolfsberg
St. Stefan im Rosental
Jagerberg
Wolfsberg
032
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Schilcherland
Deutschlandsberg-Raiffeisenstraße
Bad Gams
Deutschlandsberg-Hauptplatz
Frauental
St. Martin im Sulmtal
St. Josef
St. Stefan ob Stainz
Schladming-Gröbming
Gröbming
Aigen im Ennstal
Haus im Ennstal
Irdning
Ramsau am Dachstein
Schladming
Stainach
Stallhofen
Stallhofen
Steirisches
Salzkammergut-Öblarn
Bad Mitterndorf
Bad Aussee
Donnersbach
Öblarn
Tauplitz
Straden
Straden
Straß-Spielfeld
Straß
Gabersdorf
St. Nikolai ob Draßling
St. Veit am Vogau
Spielfeld
Süd-Weststeiermark
Wies
Aibl
Eibiswald
Bad Schwanberg
Pölfing-Brunn
Turnau-St. Lorenzen
St. Marein im Mürztal
Aflenz
St. Lorenzen im Mürztal
Turnau
Weiz-Anger
Weiz
Anger
Puch bei Weiz
Weiz-Center-Süd
Wildon-Preding
Wildon
Lebring
Preding
St. Nikolai im Sausal
Zirbenland
Judenburg
Möderbrugg
Obdach
Unzmarkt
Weißkirchen
033
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
034
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
LAGEBERICHT 2021
DER RAIFFEISEN-
LANDESBANK
STEIERMARK AG
035
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
I.1. Wirtschaftliches Umfeld und
Geschäftsverlauf
Weltwirtschaft
Das Jahr 2021 wurde weiterhin von der globalen Covid-19 Pande-
mie dominiert. Während es Anfang des Jahres zu einer raschen
Ausbreitung der Delta-Variante kam, schürte zu Jahresende die
Omikron-Variante, sowie die Gefahr weiterer neuer Virusstämme
wieder neue Angst und Unsicherheit, vor allem in Hinblick auf die
Wirksamkeit existierender Impfstoffe. Die Erholung der Weltwirt-
schaft setzte sich zwar im Jahr 2021 fort, verlor allerdings einiges
an Dynamik und verlangsamte sich im Vergleich zum Vorjahr. Zahl-
reiche Länder hatten mit Lieferengpässen und steigenden Rohstoff-
kosten sowie einer tiefer werdenden Kluft zwischen Angebot und
Nachfrage in vielerlei Bereichen zu kämpfen. In Folge dessen ste-
hen nun viele Volkswirtschaften unter ungewöhnlich hohem Inflati-
onsdruck, was sich vor allem in stark ansteigenden Preisen im Le-
bensmittel- und Energiesektor widerspiegelt. Die OECD geht von ei-
ner durchschnittlichen Inflation von knapp 5 % aus, was vor allem
für einkommensschwächere Haushalte eine Belastung darstellt.
USA
In den USA gab es eine schnelle wirtschaftliche Erholung, die vor
allem durch ein weiteres Fiskalpaket im März 2021 unterstützt
wurde. Fiskalpolitischen Maßnahmen im Zusammenhang mit der
Pandemie liefen im Verlauf des Jahres jedoch größtenteils wieder
aus. Im Quartalsvergleich ging das Wirtschaftswachstum von 1,7 %
im zweiten, auf 0,5 % im dritten Quartal zurück, was vor allem durch
einen Rückgang des privaten Konsums und reduziertes Konsumen-
tenvertrauen aufgrund der Inflationserwartungen ausgelöst wurde.
Die Inflation machte sich vor allem bei rasant ansteigenden Preisen
für Energie und Kraftfahrzeuge bemerkbar und stieg zu Jahresende
auf über 7 %. Die landesweite Arbeitslosenquote sank im Laufe des
Jahres auf zuletzt 4,2 % aller Erwerbspersonen im November 2021.
Die US-Notenbank unterstützte die wirtschaftliche Erholung weiter-
hin mit ihrer Geldmarktpolitik, die aus dem Ankauf von Staatsanlei-
hen sowie hypothekarisch besicherten Wertpapieren bestand. Der
Leitzins blieb auf niedrigem Niveau leicht über 0 %. Angesichts der
hohen Inflationszahlen leitete die US-Notenbank Ende des Jahres
das Ende ihrer ultra-expansiven Geldpolitik ein und begann, das
Wertpapierankaufprogramm schrittweise zu reduzieren.
Europa
Die nationalen Impfprogramme, die bereits im Dezember 2020 be-
gonnen hatten, legten im Jahr 2021 an Tempo zu. In der EU erhiel-
ten bis Mitte November durchschnittlich 75 % der Gesamtbevölke-
rung zumindest eine Impfdosis, wobei es hier große Unterschiede
zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten gab. Obwohl das Wirt-
schaftswachstum in der Eurozone, verglichen zur jeweiligen Vorperi-
ode, im ersten Quartal noch stagnierte, gab es im zweiten und drit-
ten Quartal ein Wachstum von jeweils 2,2 % und 2,3 % gemessen
am BIP. Während frühere Lockerungen zu einer Erholung im Dienst-
leistungssektor und im internationalen Reiseverkehr führten, be-
schlossen einige Staaten aufgrund der sich zuspitzenden Lage der
Pandemie neuerliche Einschränkungen. Lieferengpässe im Bau-
und Transportsektor sowie ein Anstieg der Energiepreise haben in
der Eurozone zu einem Anstieg der jährlichen Inflation auf 4,9 % im
Dezember 2021 geführt. Die Europäische Zentralbank beschloss
Mitte des Jahres ihre neue geldpolitische Strategie, welche weiter-
hin Preisstabilität als ein wichtiges Ziel sieht und mittelfristig ein In-
flationsziel von 2 % anstrebt. Außerdem hielt die EZB weiterhin die
günstigen Finanzierungsbedingungen für öffentliche und private
Kreditnehmer aufrecht. Eine wesentliche Rolle bei der wirtschaftli-
chen Erholung des Euroraums spielte das Ankaufprogramm der
Europäischen Zentralbank im Zuge der Pandemie. Die wirtschaftli-
che Erholung zeichnete sich auch in der Zahl der Arbeitslosen ab.
I. BERICHT
Ü
BER DEN
GESCHÄFTSVERLAUF UND
DIE WIRTSCHAFTLICHE
LAGE
JAHRESFINANZBERICHT 2021
036
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Die Arbeitslosenquote in der Eurozone sank stetig im Laufe des
Jahres auf zuletzt 7,2 % im November 2021.
Aktien- und Rentenmärkte
Die Erholung der Weltwirtschaft spiegelte sich auch auf den Aktien-
märkten deutlich wider. Der deutsche Leitindex DAX konnte das
Jahr mit einem Kursanstieg von 15,8 % schließen und über das Jahr
gesehen immer wieder neue Höchststände verzeichnen. Nennens-
wert ist hierbei, dass der Kursanstieg vorwiegend im ersten Halb-
jahr verzeichnet wurde, während das zweite Halbjahr von großer
Volatilität geprägt war. Der EURO STOXX 50 verzeichnete einen
Kursanstieg von 21,0 %, während der US-amerikanische Aktienin-
dex S&P 500 sogar einen Anstieg von 26,9 % auf Jahressicht ver-
zeichnete. Anders sah es auf den asiatischen Aktienmärkten aus.
Der Hang Seng Index in Hong Kong verlor auf Jahressicht gesehen
14,1 %. Diese Entwicklung wurde nicht zuletzt durch das immer
härtere Durchgreifen der chinesischen Regierung bezüglich be-
schlossener Regulierungen ausgelöst. Der Kurs des japanischen
Nikkei 225 schloss das Jahr nahezu unverändert mit einem leichten
Plus.
Nach Tiefstwerten im Jahr 2020 stiegen im Jahr 2021 die Renditen
am Anleihenmarkt wieder deutlich. Bei der Rendite der zehnjährigen
deutschen Bundesanleihe gab es im Jahresverlauf eine Erhöhung
um 39 Basispunkte von –0,57 % auf –0,18 %. Die Rendite der US-
amerikanischen Staatsanleihe verzeichnete sogar ein Plus von 60
Basispunkten und stieg auf Jahressicht von 0,9 % auf 1,5 %. Ein
Auslöser für diesen Aufwärtstrend waren die bereits erwähnten
geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank.
Rohstoffe und Währungen
Der weltweite Anstieg der Energiepreise spiegelte sich vor allem in
den Ölpreisen wider. Die Nordseesorte BRENT wurde zu Jahres-
beginn für knapp 52 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Zu Jahresende
betrug der Preis bereits knappe 78 US-Dollar, was einen Anstieg
von 50,2 % auf Jahressicht bedeutet. Während der Goldpreis im
Jahr 2020 einen Höchstwert erreichte und zeitweise bei über 2.000
US-Dollar pro Unze gehandelt wurde, ging der Preis für das
Edelmetall im Jahr 2021 wieder zurück. So wurde eine Unze zu
Jahresende zu rund 1.829 US-Dollar gehandelt und verzeichnete
damit ein Minus von 3,6 % auf Jahressicht.
Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar über das Jahr hinweg an
Wert. Der Euro-Dollar Kurs sank um 6,9 % von 1,22 auf 1,14
US-Dollar pro Euro. Ein leichtes Plus verzeichnete der US-Dollar
gegenüber dem britischen Pfund und gegenüber dem japanischen
Yen gewann er sogar 11,5 %. Damit betrug der Dollar-Yen Kurs zu
Jahresende 115,08 Yen pro Dollar.
Österreich
Die österreichische Wirtschaft erholte sich im Jahr 2021 stärker als
erwartet. Dank Lockerungen von Reisebeschränkungen und natio-
naler Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, sowie Fortschrit-
ten bei der Impfkampagne, konnte sich der von der Pandemie stark
betroffene Dienstleistungssektor allmählich erholen. Eine neuerliche
Trendwende gab es mit Ende des Sommers als die Zahl der auf Co-
vid-19 positiv getesteten Personen sowie die Zahl der mit der Virus-
erkrankung in Zusammenhang stehenden Krankenhauseinweisun-
gen im Oktober und November wieder stark stiegen. Die österrei-
chische Regierung beschloss in Folge dessen erneut einen 20 Tage
anhaltenden landesweiten Lockdown und gab Pläne für eine ab
Februar 2022 geltende Impfpflicht bekannt. Die von der Bundesre-
gierung beschlossenen Hilfsmaßnahmen zur Eindämmung wirt-
schaftlicher Schäden führten 2021 zu einem beträchtlichen gesamt-
staatlichen Defizit von geschätzten 7,6 % des BIP. Österreich ver-
zeichnet im November 2021 eine Arbeitslosenquote von 5,3 % aller
Erwerbspersonen, was eine deutliche Reduktion verglichen mit Wer-
ten im ersten Quartal von durchschnittlich 7,0 % bedeutet. Vor allem
die Kurzarbeitsregelung konnte einen noch höheren Anstieg verhin-
dern. Der letzte von der Bundesregierung beschlossene Lockdown
wirkte sich aufgrund der kurzen Dauer kaum auf den Arbeitsmarkt
aus.
Die wirtschaftliche Erholung war auch im österreichischen Banken-
sektor deutlich zu spüren. Das konsolidierte Betriebsergebnis des
Sektors verzeichnete im ersten Halbjahr 2021 einen Anstieg von
51 % verglichen mit dem Jahr 2020. Österreichische Banken ver-
zeichneten außerdem einen Rückgang der Risikovorsorgen, die
2020 noch für eine deutliche Minderung der Ertragskraft gesorgt
hatten. In Folge dessen betrug das konsolidierte Periodenergebnis
im Juni 2021 3,7 Milliarden Euro, was einen Anstieg von 322 % ver-
glichen zum ersten Halbjahr 2020 bedeutete. Aufgrund der be-
schlossenen Hilfsmaßnahmen wurden auch 2021 größere Kredit-
ausfälle verhindert und so betrug die Quote notleidender Kredite
am Ende des zweiten Quartals 1,9 %, was ein verhältnismäßig nied-
riges Niveau darstellt.
Steiermark
Die steirische Wirtschaft hat sich laut Wirtschaftsbarometer der
WKO Steiermark von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie
rasch erholt, die Aufwärtsdynamik geriet jedoch in der zweiten Jah-
reshälfte 2021 zunehmend ins Stocken. Probleme im Bereich Liefer-
ketten und Logistiksysteme belasteten die heimische Wirtschaft,
auch der fortwährende Arbeits- bzw. Fachkräftemangel hemmten
den Konjunkturaufschwung. Dementsprechend zeigten sich die
steirischen Unternehmen bereits vor dem vierten Lockdown in
puncto Wirtschaftsklima zwar optimistisch, aber deutlich vorsichti-
ger als noch zu Jahresbeginn.
Allgemein ist die steirische Wirtschaft 2021 aber wieder auf den
Wachstumspfad zurückgekehrt. Die Entwicklung 2021 verlief durch-
wegs positiv. Gesamtumsatz und Auftragslage haben sich verbes-
sert. Auch die Exportwirtschaft hat wieder an Dynamik gewonnen.
037
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die steirischen Exporte sind im ersten Halbjahr 2021 gegenüber
dem Jahr davor um 2,5 Milliarden Euro oder 23,9 % auf 12,9 Milliar-
den Euro gestiegen. Damit war die Steiermark sowohl prozentuell
hinter Vorarlberg (+25,9 %) als auch in absoluten Zahlen hinter
Oberösterreich (+3,9 Milliarden Euro) das Bundesland mit dem
zweitstärksten Exportwachstum. Österreichweit stiegen die Exporte
um 17,3 % auf 80,3 Milliarden Euro.
Das Jahr 2021 war trotz Corona-Krise durch eine hohe Investitions-
bereitschaft der steirischen Unternehmen gekennzeichnet, was zu
einem Gutteil auch auf die Investitionsprämie zurückzuführen ist:
38,9 % haben ihr Investitionsvolumen erhöht, 15,8 % haben dieses
verringert.
Zum Flaschenhals für die heimische Konjunktur wird allerdings zu-
nehmend der Arbeits- bzw. Fachkräftemangel. Vor dem vierten
Lockdown sahen rund 80 % der für das Wirtschaftsbarometer be-
fragten Betriebe im Arbeits- bzw. Fachkräftemangel die größte Her-
ausforderung für 2022. Gesucht werden vor allem Personen mit ei-
nem Lehrabschluss (91,3 %), gefolgt von Hilfskräften (50,9 %) und
Lehrlingen (40,2 %). Dieser Engpass führt nicht nur zu Überstunden
auf Mitarbeiterseite (82,5 % der Betriebe mit Arbeits- bzw. Fachkräf-
temangel), sondern resultiert zunehmend auch in einer Nichtan-
nahme von Aufträgen (67,4 %). Notwendige arbeitsmarkt- und bil-
dungspolitische Reformen sollten daher trotz Pandemie in Angriff
genommen werden, damit Arbeitskräfte nicht zum limitierenden
Faktor für die steirische Wirtschaftsentwicklung werden.
Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark hat ihre Kunden auch
2021 sehr gut durch die Corona-Pandemie begleitet. Das bestätigt
u. a. die Verleihung des FMVÖ-Recommender Awards als „Bank mit
der besten Kundenberatung“. Unter Einhaltung der geltenden Si-
cherheitsmaßnahmen wurden persönliche Bankberatungen jeder-
zeit angeboten. Darüber hinaus setzte man auch auf Videobera-
tung, dieses Service wurde bei Raiffeisen 2021 flächendeckend
ausgerollt. Während sich im Jahr 2020 die Beratungen vielfach um
Soforthilfen und Überbrückungsfinanzierungen drehten, verschob
sich der Fokus 2021 auf Veranlagungsthemen. Noch nie zuvor hat-
ten Raiffeisenkunden so viel Geld auf ihren Giro- und Sparkonten
wie im Berichtsjahr. Die Summe der von der gesamten Raiffeisen-
Bankengruppe Steiermark verwalteten Kundengelder – darin sind
sämtliche Kredite sowie Guthaben, Wertpapier-Veranlagungen und
Rückkaufswerte von Versicherungen zusammengefasst – durch-
brach erstmals die Schwelle von 50 Milliarden Euro. Gleichzeitig
zog 2021 österreichweit die Inflation stark an. Die Jahresinflation lag
bei 2,8 Prozent und war damit doppelt so hoch wie in den beiden
Jahren davor. Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wiede-
rum war verantwortlich für vergleichsweise günstige Kredite – viel
Gesprächsstoff also für Raiffeisenberater und ihre Kunden.
Neben der Forcierung der persönlichen Beratung schreitet die Digi-
talisierung von Bankprodukten und Prozessen weiter rapide voran.
Corona hat diesen Trend beschleunigt. Raiffeisen verfolgt die be-
währte Strategie der Digitalen Regionalbank und verbindet darin
das Beste aus beiden Welten. Man positioniert sich als jene Bank
mit der größten Kundennähe: physisch mit dem dichtesten Bank-
stellennetz und digital mit intuitiven und ausgereiften Lösungen. Die
meisten Bankprodukte können vom Kunden sowohl beim Berater
als auch selbstständig online abgeschlossen werden. Raiffeisen
Steiermark verzeichnet mit 353.400 ELBA-Kunden – das ist mehr als
jeder vierte Steirer – einen Zuwachs um 9,5 % gegenüber dem Vor-
jahr. Damit ist Raiffeisen der klare Marktführer im Online-Banking.
Ein Meilenstein des laufenden Strategieprozesses innerhalb der
RLB Steiermark war 2021 die technische Fusion der RLB Steiermark
mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark. Sie bildete den Ab-
schluss der Verschmelzung der beiden traditionsreichen Häuser.
Als erste Maßnahme im Jahr 2021 wurden mit Wirksamkeit 1. Jän-
ner 2021 die Filialen/Standorte Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg
und Schladming an die jeweiligen örtlichen Raiffeisenbanken abge-
geben. Entsprechend der am 27.04.2021 gefassten Beschlüsse der
jeweiligen Gremien der Landes-Hypothekenbank Steiermark und
der RLB Steiermark wurde am 28.08.2021 die Verschmelzung der
Landes-Hypothekenbank Steiermark AG als übertragende Gesell-
schaft auf die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG als überneh-
mende Gesellschaft (und deren vorherige Alleineigentümerin) nach
entsprechender Bewilligung durch die zuständige Aufsichtsbehörde
in das Firmenbuch eingetragen. Die Hypo-Standorte in Leibnitz,
Deutschlandsberg und Bruck an der Mur sowie die Grazer Filialen
Kärntnerstraße und Radetzkystraße wurden mit diesem Datum zu
Standorten der RLB Steiermark. Die Hauptanstalt in der Radetz-
kystraße wird 2022 zum neuen Stammhaus der RLB Steiermark
umgebaut. Die „neue RLB Steiermark“ betreut nach der Verschmel-
zung rund 71.000 Privatkunden und 10.000 Unternehmenskunden,
die Zahl der Mitarbeiter steigt durch die Übernahme von Hypo-Be-
schäftigten auf 1025.
Mit der Verschmelzung erweitert sich das Angebotsspektrum der
RLB Steiermark. Die Kundensegmente reichen vom Kommerzbe-
reich über das Projektgeschäft, institutionelle und öffentliche Kun-
den, Geschäfts- und Gewerbekunden bis hin zu Private Banking
und Privatkunden. Mit der Hypo-Integration geht auch eine geogra-
fische Erweiterung einher, insbesondere im Bereich der Projektfi-
nanzierungen im Immobilienbereich war die Hypo Steiermark auch
im süddeutschen Raum sowie in Wien aktiv, in der Bundeshaupt-
stadt wurde ein eigenes Büro betrieben. Das wurde nun von der
RLB Steiermark übernommen, die damit zum ersten Mal mit einem
eigenen Standort in Wien vertreten ist.
Die Transformation der RLB Steiermark betrifft aber nicht nur die
ehemaligen Hypo-Mitarbeiter. sondern die gesamte Belegschaft.
Um in Zukunft die vielfältigen Herausforderungen noch besser
meistern zu können, hat die RLB Steiermark im November 2021 ein
internes Innovationsprogramm mit dem Ziel gestartet, Antworten auf
sich verändernde Marktgegebenheiten zu finden.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
038
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Als Zentralinstitut im Sinne des BWG erbringt die RLB Steiermark
darüber hinaus weit über die gesetzlich geregelten Bereiche hinaus
Leistungen für den steirischen Raiffeisen-Sektor. Die Leistungen
umfassen u. a. die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, die Produkt-
entwicklung, Services in den Bereichen Bausparen, Versicherung
und Wertpapiere, Marketing sowie die betriebswirtschaftliche Unter-
stützung und Beratung. Gemeinsam mit den eigenständigen Raif-
feisenbanken werden Marktstrategien für die Segmente Firmenkun-
den sowie Privatkunden entwickelt, weiters wurden Effizienzpotenzi-
ale durch Optimierung der Struktur und Angebote in den Bankstel-
len sowie durch bankübergreifende Kooperationen analysiert.
Marktseitig konnte die Raiffeisen-Bankengruppe – das sind die stei-
rischen Raiffeisenbanken und die RLB Steiermark zusammen – die
hohen Kundenanteile ausbauen. Sie betreut rund 755.000 Privat-
kunden- und 67.000 Firmenkundenbeziehungen und ist somit füh-
rend im Bundesland.
039
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
I.2. Erläuterungen zur Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage
Im Lagebericht werden das aktuelle Zahlenmaterial und die Vorjah-
reswerte (sowie die pro forma Vorjahreswerte) gerundet in Tausend
EURO (TEUR) bzw. in Millionen EURO (Mio.
EUR) ausgewiesen. In
der Summenbildung sind daher Rundungsdifferenzen nicht auszu-
schließen.
Bezüglich der Angaben gemäß § 243 Abs. 3 Z. 5 UGB (Verwendung
von Finanzinstrumenten) wird insbesondere auf die Punkte B. 3.
und C. 23. des Anhangs verwiesen.
Aufgrund der Verschmelzung mit der Hypo Steiermark ist die Ver-
gleichbarkeit mit den Vorjahreswerten eingeschränkt. Aus diesem
Grund wurden – sofern relevant – neben den veröffentlichen Vorjah-
reswerten der RLB Steiermark auch die pro forma Werte des Vorjah-
res dargestellt.
Bilanzsumme
Die Bilanzsumme ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber
dem Vorjahreswert pro forma um 1.913,3
Mio. EUR oder 10,47 %
auf 20.190,7
Mio. EUR angestiegen (Vorjahr pro forma:
18.277,4
Mio. EUR, Vorjahr: 15.959,3 Mio. EUR).
In TEUR 2021
2020
pro forma
2020
Forderungen an Kreditinstitute und Kassenbestand 6.856.920 5.240.192 5.892.049
Forderungen an Kunden 7.568.323 7.547.269 4.594.620
Wertpapiere 4.364.034 4.067.782 3.918.520
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 988.004 984.775 1.088.117
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 16.829 18.098 13.523
Sonstige Aktiva 354.678 369.241 410.825
Aktive latente Steuern 41.877 49.999 41.650
GESAMTVERMÖGEN 20.190.665 18.277.356 15.959.304
Aktiva / Vermögensstruktur
JAHRESFINANZBERICHT 2021
040
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Forderungen an Kreditinstitute
(und Kassenbestand)
Die Position Forderungen an Kreditinstitute (inkl. Kassenbestand)
beinhaltet neben nicht börsenotierten festverzinslichen Wertpapie-
ren und Bankguthaben auch Ausleihungen an Kreditinstitute. Die
in dieser Darstellung zusammengefassten Posten haben sich im
Vergleich zum Vorjahr pro forma um 1.616,7
Mio. EUR oder
30,85 % auf 6.856,9
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 5.240,2 Mio. EUR,
Vorjahr: 5.892,0
Mio. EUR) erhöht. Maßgeblich dafür ist vor allem
der Anstieg des Guthabens bei der OeNB, welches einen Bilanz-
stand von 3.136,7 Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 2.313,0 Mio. EUR,
Vorjahr: 1.888,6 Mio. EUR) erreichte. Weiters betrifft dieser Posten
Forderungen gegenüber dem Zentralinstitut, der Raiffeisen Bank
International AG, mit 1.904,2
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
1.564,8
Mio. EUR, Vorjahr: 1.564,8 Mio. EUR) und Ausleihungen
an steirische Raiffeisenbanken in Höhe von 888,0
Mio. EUR (Vor-
jahr pro forma: 696,6
Mio. EUR, Vorjahr: 696,6 Mio. EUR).
Forderungen an Kunden
Das Kreditvolumen (nach Abzug von Risikovorsorgen) konnte im
abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr pro forma,
trotz der Übertragung von Kundenforderungen im Zuge des Filial-
verkaufs in Höhe von 278,8 Mio. EUR, um 21,1
Mio. EUR oder
0,28 % gesteigert werden. Zum Bilanzstichtag werden die Forde-
rungen an Kunden mit einem Bilanzwert von 7.568,3
Mio. EUR
(Vorjahr pro forma: 7.547,3
Mio. EUR, Vorjahr: 4.594,6 Mio. EUR)
ausgewiesen. Der Anteil der darin enthaltenen Fremdwährungs-
ausleihungen ist weiter rückläufig und beträgt 2,47 % (Vorjahr pro
forma: 3,16 %, Vorjahr: 1,66 %) der gesamten Kundenforderun-
gen. Die Verteilung des Ausleihungsvolumens nach strategischen
Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar:
Bedingt durch die Corona-Krise hat die RLB Steiermark ihren Un-
ternehmens- und Privatkunden zum Berichtsstichtag Liquiditätshil-
fen in Höhe von rund 477,3
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
655,0
Mio. EUR, Vorjahr: 445,8 Mio. EUR) zur Verfügung gestellt.
Hiervon entfällt ein Betrag von 306,1
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
407,5
Mio. EUR, Vorjahr: 248,2 Mio. EUR) auf das gesetzliche und
private Moratorium, 77,0
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
134,6
Mio. EUR, Vorjahr: 89,3 Mio. EUR) auf nicht gesetzliche
Stundungen und ein Betrag von 94,2
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
112,9
Mio. EUR, Vorjahr: 108,3 Mio. EUR) auf Überbrückungsfi-
nanzierungen.
Eine detaillierte Darstellung über die im Geschäftsjahr 2021 ge-
währten Maßnahmen zur Abfederung von COVID-19-bedingten
Liquiditätsengpässen bei Kreditnehmerinnen und Kreditnehmern
ist Kapitel A. „Allgemeine Grundsätze/Angaben zu COVID-19“ des
Anhangs zu entnehmen.
In TEUR
2021
2020
pro forma 2020
Institutionelle 1.874.679 1.762.856 484.996
Firmenkunden 2.536.666 2.443.631 3.347.664
Privatkunden 987.118 1.272.489 452.610
Immobilienprojektfinanzierung 2.149.710 2.054.741 327.919
Treasury und Wertpapiere 131.021 122.409 69.756
Portfoliowertberichtigung / Unterbewertung gemäß § 57 Abs. 1 BWG –110.871 –108.858 –88.325
Gesamtausleihungsvolumen 7.568.323 7.547.269 4.594.620
041
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Bestand an Wertpapieren (Gesamtbetrachtung)
Der Bestand der im Eigenbesitz befindlichen Wertpapiere – aus-
gewiesen in den Aktivpositionen 2., 5. und 6. – hat sich gegen-
über dem Jahresultimo des Vorjahres pro forma um
296,3
Mio. EUR oder 7,28 % auf 4.364,0 Mio. EUR erhöht (Vorjahr
pro forma: 4.067,8
Mio. EUR, Vorjahr: 3.918,5 Mio. EUR).
Im Vergleich zu den pro forma Werten des Vorjahres kam es in der
Aktivposition 2. zu einer Nettoverringerung um 53,2
Mio. EUR,
während die Aktivposition 5. einen (deutlichen) Nettozuwachs in
Höhe von 655,1
Mio. EUR verzeichnete. Dieser ist vor allem auf
die Aktivierung von Retained Covered Bonds zurückzuführen. Die
Wertpapiere der Aktivposition 6. verringerten sich gegenüber dem
Vorjahr bzw. Vorjahr pro forma in erster Linie aufgrund des Ver-
kaufs des Spezialfonds DASAA 8010 um 305,7
Mio. EUR.
Zum Jahresultimo gliedern sich die Wertpapiere in Schuldtitel öf-
fentlicher Stellen mit 443,5
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
496,7
Mio. EUR, Vorjahr: 472,6 Mio. EUR), in Schuldverschreibun-
gen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit 3.905,4
Mio. EUR
(Vorjahr pro forma: 3.250,2
Mio. EUR, Vorjahr: 3.125,1 Mio. EUR)
und in Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit
15,2
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 320,8 Mio. EUR, Vorjahr:
320,8
Mio. EUR).
Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen
Unternehmen
Im Zuge der Fusion mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark
AG kam es zu einem Buchwertabgang in Höhe von
111,7
Mio. EUR. Demgegenüber sind aufgrund der Verschmel-
zung Zugänge von ehemaligen Beteiligungen der Hypo Steier-
mark mit einem Betrag von 8,4
Mio. EUR zu verzeichnen. Unter
Berücksichtigung von weiteren Zu- und Abgängen sowie Bewer-
tungen beträgt der Bilanzwert der Beteiligungen und Anteile an
verbundenen Unternehmen zum 31.12.2021 insgesamt
988,0
Mio. EUR nach 1.088,1 Mio. EUR im Vorjahr (Vorjahr pro
forma: 984,8
Mio. EUR).
Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens sowie Sachanlagen
In Summe werden diese Positionen zum Jahresende mit einem
Betrag von 16,8
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 18,1 Mio. EUR, Vor-
jahr: 13,5
Mio. EUR) ausgewiesen. Dies entspricht im Vergleich
zum Vorjahr pro forma einem Rückgang von 1,3
Mio. EUR. Imma-
terielle Vermögensgegenstände betreffen vor allem aktivierte
Bankanwendungssoftware.
Sonstige Aktiva
Die sonstigen Aktiva und Rechnungsabgrenzungsposten werden
zum 31.12.2021 mit einem Betrag von 354,7
Mio. EUR (Vorjahr pro
forma: 369,2
Mio. EUR, Vorjahr: 410,8 Mio. EUR) ausgewiesen.
Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr pro forma einer Verringe-
rung von 14,6
Mio. EUR. Die in diesem Posten dargestellten positi-
ven Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten des Handels-
bestands verringerten sich gegenüber dem Vorjahr pro forma um
37,1
Mio. EUR auf 58,7 Mio. EUR, während sich die ebenfalls hier
dargestellten Rechnungsabgrenzungsposten vor allem aufgrund
der Umwidmung von Handelsbuchderivaten im Zusammenhang
mit der Fusion um 25,4 Mio. EUR erhöhten.
Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern sind zum Berichtsstichtag auf einen
Betrag von 41,9
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 50,0 Mio. EUR, Vor-
jahr: 41,7 Mio. EUR) gesunken.
Eine ausführliche Darstellung über Art und Zusammensetzung der
latenten Steuern findet sich unter Punkt C. 12. „Aktive latente
Steuern“ des Anhangs.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
042
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
In TEUR 2021
2020
pro forma
2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.427.534 7.665.791 7.679.920
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Spar- und Giroeinlagen) 4.032.821 3.988.680 2.524.515
Eigene Emissionen (inkl. Ergänzungskapital) 6.051.590 5.071.140 4.342.998
Rückstellungen 100.268 107.837 80.862
Sonstige Passiva 186.740 184.069 189.081
Eigenkapital
*)
1.391.712 1.259.839 1.141.928
GESAMTKAPITAL 20.190.665 18.277.356 15.959.304
*)
2020 pro forma inkl. Nettovermögenserhöhung aus Verschmelzung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich ge-
genüber dem Vorjahr pro forma um 761,7
Mio. EUR oder 9,94 %
auf 8.427,5
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 7.665,8 Mio. EUR, Vorjahr:
7.679,9
Mio. EUR). Diese Steigerung resultiert aus der Teilnahme
am TLTRO III-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Ope-
rations) der EZB, an welchem sich die RLB Steiermark mit 3,50
Mrd. EUR (Vorjahr: 2,75 Mrd. EUR) beteiligt hat, um ihre Liquidi-
tätsposition und die der Raiffeisen Bankengruppe Steiermark wei-
ter zu stärken und der Realwirtschaft Liquidität zur Verfügung zu
stellen.
Die Einlagen von Raiffeisenbanken sind mit einem Betrag von
3.960,3
Mio. EUR (Vorjahr: 3.918,7 Mio. EUR) ein wesentlicher Be-
standteil dieser Position. Der Gesamtbestand der Einlagen von
Förderbanken beläuft sich zum Jahresultimo auf einen Betrag von
455,5
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 428,5 Mio. EUR, Vorjahr:
428,5
Mio. EUR).
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen im Vergleich zum
Vorjahr pro forma, trotz der Übertragung von Kundeneinlagen im
Zuge des Filialverkaufs in Höhe von 205,8 Mio. EUR, von
3.988,7
Mio. EUR um 44,1 Mio. EUR oder 1,11 % auf
4.032,8
Mio. EUR (Vorjahr: 2.524,5 Mio. EUR). In dieser Position
werden einerseits die Spareinlagen mit einem Betrag von
586,9
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 678,3 Mio. EUR, Vorjahr:
391,1
Mio. EUR) und andererseits die sonstigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden (Sicht- und Termineinlagen) mit insgesamt
3.446,0
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 3.310,4 Mio. EUR, Vorjahr:
2.133,5
Mio. EUR) ausgewiesen.
Verbriefte Verbindlichkeiten und Ergänzungs-
kapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013
Die gesamten Emissionen (inkl. Ergänzungskapital) betragen zum
Bilanzstichtag 6.051,6
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
5.071,1
Mio. EUR, Vorjahr: 4.343,0 Mio. EUR). Dies entspricht einer
Zunahme von 980,4
Mio. EUR oder 19,33 % gegenüber dem Vor-
jahr pro forma. Die Nettoveränderung resultiert vor allem aus Neu-
emissionen mit einem Betrag von 1.297,6
Mio. EUR (hievon Retai-
ned Covered Bonds in Höhe von 750,0
Mio. EUR) sowie Abgängen
aufgrund von Tilgungen, Umlaufverminderungen und vorzeitigen
Rückzahlungen mit insgesamt 314,5
Mio. EUR.
Vom Gesamtvolumen zum 31.12.2021 wurden 402,5
Mio. EUR (Vor-
jahr pro forma: 378,1
Mio. EUR, Vorjahr: 370,6 Mio. EUR) bei steiri-
schen Raiffeisenbanken platziert, 966,8
Mio. EUR (Vorjahr pro
forma: 1.164,5
Mio. EUR, Vorjahr: 629,9 Mio. EUR) betreffen Kunden-
emissionen (Retail/Private Banking und institutionelle Kunden) sowie
mit einem Betrag von 2.175,0
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
1.425,0
Mio. EUR, Vorjahr: 1.425,0 Mio. EUR) Retained Covered
Bonds. Am Kapitalmarkt wurden Covered Bonds im Ausmaß von
2.393,0
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 1.996,1 Mio. EUR, Vorjahr:
1.839,5
Mio. EUR) platziert. Darüber hinaus wurde Ergänzungskapi-
tal gemäß Teil 2 Titel I Kap. 4 der VO (EU) 575/2013 in Höhe von
87,3
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 77,9 Mio. EUR, Vorjahr:
54,9
Mio. EUR) begeben. Im Jahr 2021 wurden zwei Emissionen
aus den Jahren 2001 bzw. 1994 aufgrund der Erfüllung der Voraus-
setzungen in die Position Ergänzungskapital umgegliedert.
Passiva / Kapitalstruktur
043
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr pro forma
um insgesamt 7,6
Mio. EUR auf nunmehr 100,3 Mio. EUR (Vorjahr
pro forma: 107,8
Mio. EUR, Vorjahr: 80,9 Mio. EUR) verringert. Die
Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen reduzierten sich in
Summe um 5,5
Mio. EUR auf einen Betrag von 57,4 Mio. EUR (Vor-
jahr pro forma: 62,9
Mio. EUR, Vorjahr: 44,4 Mio. EUR). Dies ist vor
allem auf einen Rückgang der anspruchsberechtigten Personen
und auf die Erhöhung des Diskontsatzes zurückzuführen. Ebenso
reduzierten sich die sonstigen Rückstellungen um 3,4
Mio. EUR auf
36,6
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 40,0 Mio. EUR, Vorjahr:
31,6
Mio. EUR). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u. a. die
Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte im Kreditgeschäft
(Haftungen, Garantien und Kreditrisiken) mit 13,0
Mio. EUR (Vorjahr
pro forma: 12,6
Mio. EUR, Vorjahr: 11,1 Mio. EUR), die Rückstellung
für Rückerstattungsansprüche aufgrund negativer Referenzsätze
bei Krediten in Höhe von 1,6
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
2,8
Mio. EUR, Vorjahr 1,2 Mio. EUR) und sonstige Personalrückstel-
lungen in Höhe von 12,2
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 15,3 Mio. EUR,
Vorjahr: 13,7
Mio. EUR).
Weiters wurde aufgrund der OGH-Entscheidung vom 22. Dezember
2021 betreffend Sollzinsen bei Verbraucherkreditverträgen und Ver-
trägen mit Kleinstunternehmern, die den Stundungsregeln des § 2
des 2. COVID-19 JuBG unterliegen, im Geschäftsjahr erstmalig eine
Rückstellung in Höhe von 2,3
Mio. EUR gebildet. Die Körperschaft-
steuerrückstellung erhöhte sich aufgrund der zu erwartenden Nach-
zahlung aus einer Betriebsprüfung und der Dotierung für das Ge-
schäftsjahr 2021 auf 6,3
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 4,9 Mio. EUR,
Vorjahr: 4,9
Mio. EUR).
Sonstige Passiva
Die sonstigen Passiva haben sich gegenüber dem Vorjahr pro
forma um 2,7
Mio. EUR auf 186,7 Mio. EUR erhöht (Vorjahr pro
forma: 184,1
Mio. EUR, Vorjahr: 189,1 Mio. EUR). Innerhalb dieser
Position haben sich vor allem die negativen Marktwerte von Deriva-
ten des Handelsbestands um 47,5
Mio. EUR auf 67,4 Mio. EUR ver-
mindert. Demgegenüber erhöhten sich die passiven Rechnungsab-
grenzungsposten – insbesondere aufgrund der Umwidmung von
Handelsbuchderivaten im Zusammenhang mit der Fusion – um
34,0
Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr pro forma.
In TEUR 2021
2020
pro forma
2020
Gezeichnetes Kapital 142.721 142.721 142.721
Kapitalrücklagen 401.825 401.825 401.825
Gewinnrücklagen 677.730 486.433 486.433
Haftrücklage 140.574 137.917 88.376
Nettovermögenserhöhung aus Verschmelzung 0 68.370 0
Bilanzgewinn 28.862 22.573 22.573
GESAMT 1.391.712 1.259.839 1.141.928
Gezeichnetes Kapital sowie Kapitalrücklagen
Das Grundkapital (= gezeichnetes Kapital) der RLB Steiermark be-
trägt per 31.12.2021 wie im Vorjahr 142.721 TEUR und besteht aus
3.113.507 Stück nennbetragslosen, auf Namen lautende, Stückak-
tien (Stammaktien). Die RLB Steiermark hält keine eigenen Anteile.
Gewinnrücklagen, Haftrücklage gem.
§
57 Abs. 5 BWG sowie Bilanzgewinn
Die Gewinnrücklagen betreffen einerseits die freie Rücklage in Höhe
von 669,4 Mio. EUR (Vorjahr: 478,1 Mio. EUR) und andererseits den
KWG-Haftrücklagen-Überhang 1994 in Höhe von 8,3
Mio. EUR (Vor-
jahr: 8,3
Mio. EUR).
Die freien Gewinnrücklagen (andere Rücklagen) wurden im Be-
richtsjahr mit einem Betrag von insgesamt 191,3 Mio. EUR (Vorjahr:
42,4 Mio. EUR) erhöht, worauf ein Betrag von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr:
4,0
Mio. EUR) auf die Nettodotierung der Rücklage zum Aufbau ei-
nes Sondervermögens für institutsbezogene Sicherungssysteme
(IPS) entfällt.
Die Haftrücklage gemäß §
57 Abs. 5 BWG wurde entsprechend den
gesetzlichen Bestimmungen gebildet und verzeichnet zum Bilanz-
stichtag einen Stand von 140,6
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
137,9
Mio. EUR, Vorjahr: 88,4 Mio. EUR). Die Erhöhung gegenüber
dem Vorjahr resultiert einerseits aus der im Zuge der Verschmel-
zung übertragen Haftrücklage der Hypo Steiermark (49,5
Mio. EUR)
Eigenkapital
JAHRESFINANZBERICHT 2021
044
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
und andererseits aus der Dotierung des laufenden Geschäftsjahres
(2,7
Mio. EUR).
Die in der pro forma Darstellung 2020 ausgewiesene Nettovermö-
genserhöhung aus der Verschmelzung beinhaltet den Verschmel-
zungsgewinn in Höhe 85,6
Mio. EUR und den Confusionsverlust
(Buchverlust aus der Vereinigung von Aktiva und Passiva, saldiert)
in Höhe von 17,2
Mio. EUR.
Der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2021 beträgt 28,9
Mio. EUR
und liegt somit um 6,3
Mio. EUR über dem Vorjahreswert von
22,6
Mio. EUR.
In TEUR 2021
2020
pro forma
2020
Zinsen und ähnliche Erträge 122.688 146.896 95.448
Zinsen und ähnliche Aufwendungen –2.425 –22.674 –21.071
Nettozinsertrag 120.263 124.223 74.377
Erträgen aus nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen 54.267 16.519 16.156
Provisionsergebnis 45.416 41.145 33.583
Ergebnis aus Finanzgeschäften 6.571 5.049 5.062
Sonstige betriebliche Erträge 47.298 64.900 58.812
BETRIEBSERTRÄGE 273.815 251.835 187.990
Personalaufwand –82.645 –89.711 –67.928
Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) –55.497 –53.457 –52.158
Abschreibungen (auf Sachanlagen und immat. Vermögenswerte) –3.819 –3.329 –2.617
Sonstige betriebliche Aufwendungen –18.884 –11.767 –6.800
BETRIEBSAUFWENDUNGEN –160.845 –158.264 –129.503
BETRIEBSERGEBNIS 112.970 93.571 58.487
Saldo der Aufwendungen/Erträge aus GuV-Position 11/12:
für Forderungen an Kunden 7.921 –14.307 –14.726
für Wertpapiere des Umlaufvermögens und Derivate (Bankbuch) 24.421 570 941
Saldo der Aufwendungen/Erträge aus GuV-Position 13/14:
für Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen –720 137 –637
für Wertpapiere des Anlagevermögens und Derivate (Bankbuch) –260 516 502
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT) 144.331 80.488 44.568
Außerordentliches Ergebnis (GuV 17.) 92.869 0 0
Steuern (GuV 18./19.) –14.385 3.425 4.073
JAHRESÜBERSCHUSS 222.816 83.913 48.642
Gewinn-und-Verlust-Rechnung / Ertragslage
045
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von 122,7 Mio. EUR (Vor-
jahr: 95,4
Mio. EUR) reduzierten sich – unter Berücksichtigung der
Zinsen aus derivativen Sicherungsgeschäften – im Jahresvergleich
pro forma um 24,2
Mio. EUR oder 16,48 %. Im Kundengeschäft kam
es zu einem Rückgang um rund 8,8
Mio. EUR auf 122,1 Mio. EUR,
ebenso war bei den Zinsen aus Forderungen an Kreditinstitute ins-
besondere aufgrund von Negativzinsen ein Rückgang von
11,3
Mio. EUR zu verzeichnen. Ebenfalls rückläufig entwickelten
sich die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren.
Die Zinsspanne im Aktivgeschäft beträgt für das abgelaufene Ge-
schäftsjahr 0,70 %. Der Vorjahreswert beläuft sich auf 0,74 % (Vor-
jahr pro forma: 0,94 %).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Gesamtbetrag der Zinsaufwendungen in Höhe von
2,4
Mio. EUR (Vorjahr: 21,1 Mio. EUR) verringerte sich im Vergleich
zum Vorjahr pro forma um 20,2
Mio. EUR. Dies ist in erster Linie
durch höhere Negativzinsen für die gezogenen Tranchen im Rah-
men des TLTRO III-Programms der EZB begründet. Die abgegrenz-
ten Zinsen basieren auf der Deposit Facility Rate von –0,5 Prozent
sowie der zusätzlichen Bonifizierung von –0,5 Prozent, weil davon
auszugehen ist, dass angesichts der Geschäftsentwicklung die Kre-
ditvergabeziele erfüllt werden. Darüber hinaus ist es auch bei den
Zinsaufwendungen für eigene Emissionen zu einem Rückgang von
3,9
Mio. EUR gekommen.
Die Zinsspanne im Passivgeschäft beträgt für das abgelaufene Ge-
schäftsjahr 0,01 % (Vorjahr: 0,13 %).
Nettozinsertrag
Der Nettozinsertrag als Saldo aus den Zinserträgen und den Zinsauf-
wendungen verringerte sich geringfügig gegenüber dem Vorjahr pro
forma um 4,0
Mio. EUR auf 120,3 Mio. EUR (Vorjahr: 74,4 Mio. EUR).
Zusammen mit den „Erträgen aus nicht festverzinslichen Wertpapie-
ren und Beteiligungen“ errechnet sich ein erweiterter Nettozinser-
trag in Höhe von 174,5
Mio. EUR (Vorjahr: 90,5 Mio. EUR), der um
33,8
Mio. EUR über dem pro forma Wert des Vorjahres liegt. Die Er-
träge aus Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen
in Höhe von 54,3
Mio. EUR (Vorjahr: 16,2 Mio. EUR) sind gegen-
über dem Vorjahr pro forma um 37,7
Mio. EUR gestiegen.
Weitere Betriebserträge
An dieser Stelle werden die nicht zinsabhängigen Betriebserträge
erläutert.
Das Provisionsergebnis, als Saldo der Provisionserträge und Provi-
sionsaufwendungen, hat sich gegenüber dem pro forma Wert des
Vorjahres – vor allem aufgrund der positiven Entwicklung im Wertpa-
pier- und Kreditgeschäft – um 4,3
Mio. EUR erhöht und beträgt im
abgelaufenen Geschäftsjahr 45,4
Mio. EUR (Vorjahr: 33,6 Mio. EUR).
Das Provisionsgeschäft im Zahlungsverkehr, welches den größten
Beitrag zum Provisionsergebnis liefert, ist weiterhin stabil und wird
mit einem Betrag von 21,6
Mio. EUR nach 22,2 Mio. EUR im Vorjahr
pro forma (Vorjahr: 17,9
Mio. EUR) ausgewiesen.
Die Position „Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften“ trägt
mit 6,6
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 5,0 Mio. EUR, Vorjahr:
5,1
Mio. EUR) zum Betriebsergebnis bei. Ausgleichszahlungen aus
der Umstellung von EONIA auf €STR bei Handelsbuch-Derivaten im
Zuge der IBOR-Reform sind mit einem (saldierten) Betrag von
0,04
Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) in dieser Position enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erreichten einen Betrag von
47,3
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 64,9 Mio. EUR, Vorjahr:
58,8
Mio. EUR). In dieser Position werden vor allem Erträge aus
Leistungsverrechnungen im Verbund und an Tochterunternehmen,
Kostenersätze von Unternehmen im Nichtbankenbereich sowie Er-
träge aus der Bewertung und Schließung von Derivaten des Bank-
buchs ausgewiesen. Weiters werden in diesem Posten Ausgleichs-
zahlungen aus der Umstellung von EONIA auf €STR bei Bankbuch-
Derivaten im Zuge der IBOR-Reform mit einem Betrag von
0,5
Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) ausgewiesen.
Im Vorjahreswert pro forma sind in dieser Position realisierte Er-
träge aus der vorzeitigen Schließung von Derivaten in Höhe von
18,5
Mio. EUR enthalten.
Betriebserträge in Summe
Aus dem Nettozinsertrag und den weiteren Betriebserträgen errech-
nen sich die Betriebserträge in Summe mit einem Betrag von
273,8
Mio. EUR (Vorjahr: 188,0 Mio. EUR). Dies entspricht einer Zu-
nahme von 22,0
Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr pro forma.
Die dargestellten Betriebserträge beinhalten neben den bankbe-
trieblichen Erträgen auch die Erträge aus bankfremden Geschäften
(z. B. Kostenersätze von Beteiligungsunternehmen der Raiffeisen-
Landesbank Steiermark AG) in Höhe von 24,6
Mio. EUR (Vorjahr
pro forma: 24,4
Mio. EUR, Vorjahr: 33,8 Mio. EUR). Bereinigt um
die Erträge aus bankfremden Geschäften errechnen sich Betriebs-
erträge für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 249,3
Mio. EUR
(Vorjahr pro forma: 227,5
Mio. EUR, Vorjahr: 154,2 Mio. EUR), wel-
che bei der Ermittlung der Kennzahl Cost/Income Ratio „adjus-
tiert“ herangezogen werden.
Betriebsaufwendungen
Bei den Betriebsaufwendungen war im Geschäftsjahr 2021 ein
Rückgang im Personalaufwand zu verzeichnen. Dieser verringerte
sich gegenüber dem Vorjahr pro forma um 7,1
Mio. EUR auf
82,6
Mio. EUR (Vorjahr: 67,9 Mio. EUR). Maßgeblich dafür war ins-
besondere der Rückgang der laufenden Personalaufwendungen
infolge des gesunkenen Mitarbeiterstands (u. a. aufgrund der
Übertragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Zuge der
Abgabe der Filialen/Standorte Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg
JAHRESFINANZBERICHT 2021
046
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
und Schladming an die örtlichen Raiffeisenbanken) sowie aufgrund
des im Vorjahr ausgewiesenen Aufwands für die Dotierung von
Rückstellungen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des
Konzerns in Höhe von 4,9
Mio. EUR.
Der Sachaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr pro forma
um 2,0
Mio. EUR auf 55,5 Mio. EUR (Vorjahr: 52,2 Mio. EUR). Inner-
halb dieser Position wurden die gegenüber dem Vorjahr höheren
Aufwendungen für Instandhaltung und Beratung teilweise durch ge-
ringere IT-, Miet- und Leasingaufwendungen kompensiert. Die Ab-
schreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegen-
stände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr pro forma um
0,5
Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 18,9
Mio. EUR
und sind gegenüber dem Vorjahr pro forma um 7,1
Mio. EUR ge-
stiegen (Vorjahr: 6,8
Mio. EUR). Diese umfassen Aufwendungen für
Derivate mit einem Betrag von 10,4
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
2,4
Mio. EUR, Vorjahr: 2,0 Mio. EUR). Darin enthalten sind Aus-
gleichszahlungen aus der Umstellung von EONIA auf €STR bei
Bankbuch-Derivaten im Zuge der IBOR-Reform mit einem Betrag
von 0,7
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 1,2 Mio. EUR, Vorjahr:
0,9
Mio. EUR). Weiters beinhaltet diese Position aufwandswirksame
Beiträge an Sicherungseinrichtungen in Höhe von 7,8
Mio. EUR
(Vorjahr pro forma: 6,7
Mio. EUR, Vorjahr: 4,6 Mio. EUR).
Insgesamt lagen die Betriebsaufwendungen im abgelaufenen Ge-
schäftsjahr bei 160,8
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 158,3 Mio. EUR,
Vorjahr: 129,5
Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr pro forma be-
deutet dies eine Zunahme von 2,6
Mio. EUR bzw. 1,63 %.
Bereinigt um die Aufwendungen aus bankfremden Geschäften in
Höhe von 24,6
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 24,4 Mio. EUR, Vor-
jahr: 33,8
Mio. EUR) errechnen sich Betriebsaufwendungen für das
Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 136,3
Mio. EUR (Vorjahr pro
forma: 133,9
Mio. EUR, Vorjahr: 95,7 Mio. EUR), welche bei Ermitt-
lung der Kennzahl Cost/Income Ratio „adjustiert“ zu berücksichti-
gen sind.
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis errechnet sich durch Saldierung der Betriebs-
erträge mit den Betriebsaufwendungen. Nach einem Ergebnis von
93,6
Mio. EUR im Vorjahr pro forma (Vorjahr: 58,5 Mio. EUR) ergibt
sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis von
113,0
Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem
Vorjahr pro forma von 19,4
Mio. EUR oder 20,73 %.
GuV-Position 11/12 – Saldo aus Zuweisungen
und Auflösungen von Wertberichtigungen
auf Forderungen und Rückstellungen für
Eventualverbindlichkeiten
Für das Geschäftsjahr 2021 wird in dieser Position ein Nettoertrag
von 32,3
Mio. EUR nach 13,7 Mio. EUR Nettoaufwendungen im Vor-
jahr ausgewiesen. Die Veränderung in dieser Position ist vor allem
auf das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis von Wertpapieren
des Umlaufvermögens (inkl. der darauf entfallenden Ergebnisse
aus der Schließung von Derivaten) mit einem Betrag von
+24,4
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: +0,6 Mio. EUR, Vorjahr:
+0,9
Mio. EUR) zurückzuführen. Dieses verbesserte sich im We-
sentlichen durch die im ersten Halbjahr 2021 erfolgte Veräußerung
des Spezialfonds DASAA.
Weiters beinhaltet diese Position die Nettoauflösung von Risikovor-
sorgen für Ausleihungen und Kredite mit einem Betrag von
+7,9
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: –14,3 Mio. EUR, Vorjahr:
–14,7
Mio. EUR). Bei den Kreditrisikovorsorgen war einerseits eine
Nettoauflösung der Einzelwertberichtigungen in Höhe von
8,6
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: Nettodotierung 11,7 Mio. EUR,
Vorjahr: Nettodotierung 14,8
Mio. EUR) und andererseits eine Netto-
dotierung der auf Portfoliobasis gebildeten Kreditrisikovorsorgen
(Wertberichtigungen, Rückstellungen) in Höhe von 1,3
Mio. EUR
(Vorjahr pro forma: Nettodotierung 17,3
Mio. EUR, Vorjahr: Nettodo-
tierung 14,0
Mio. EUR) zu verzeichnen. Die hohe Nettodotierung der
auf Portfoliobasis gebildeten Kreditrisikovorsorgen im Vorjahr war
im Wesentlichen auf die COVID-19-bedingte Berücksichtigung der
geänderten zukunftsbezogenen Informationen (makroökonomische
Prognosen) bei der Bemessung der erwarteten Kreditverluste zu-
rückzuführen.
Die Unterbewertung gemäß § 57 Abs. 1 BWG wurde im Gegen-
satz zum Vorjahr (Auflösung in Höhe von 14,0
Mio. EUR) nicht an-
gepasst. Eingänge aus Forderungsabschreibungen und direkte
Forderungsabschreibungen werden saldiert mit einem Betrag von
0,6
Mio. EUR ausgewiesen (Vorjahr pro forma: 0,7 Mio. EUR, Vor-
jahr: 0,1
Mio. EUR).
GuV-Position 13/14 – Saldo aus
Wertberichtigungen auf Wertpapiere des
Finanzanlagevermögens sowie Beteiligungen
und Anteile an verbundenen Unternehmen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren außerplanmäßige Abschrei-
bungen auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unterneh-
men in Höhe von 1,6
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 1,5 Mio. EUR,
Vorjahr: 1,5
Mio. EUR) vorzunehmen. Demgegenüber wurden Zu-
schreibungen auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unter-
nehmen in Höhe von 0,8
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 0,9 Mio. EUR,
Vorjahr: 0,9
Mio. EUR) vorgenommen.
047
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Das (saldierte) Bewertungs- und Veräußerungsergebnis aus Wert-
papieren des Anlagevermögens und Derivaten wird mit einem Be-
trag von –0,3
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 0,5 Mio. EUR, Vorjahr:
0,5
Mio. EUR) ausgewiesen.
Per Saldo ergibt sich daher für das abgelaufene Geschäftsjahr in
dieser Position ein Nettoaufwand von 1,0
Mio. EUR (Vorjahr pro
forma: Nettoertrag i. H. v. 0,7
Mio. EUR, Vorjahr: Nettoaufwand
i. H. v. 0,1
Mio. EUR).
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(EGT)
Das EGT erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr somit von
80,5
Mio. EUR im Vorjahr pro forma um 63,8 Mio. EUR auf
144,3
Mio. EUR (Vorjahr: 44,6 Mio. EUR).
Außerordentliches Ergebnis
Im außerordentlichen Ergebnis in Höhe von 92,9 Mio. EUR wird ei-
nerseits der Gewinn aus der Abgabe der Filialen/Standorte Feld-
bach, Fürstenfeld, Judenburg und Schladming an die jeweiligen ört-
lichen Raiffeisenbanken in Höhe von 24,5 Mio. EUR sowie das Er-
gebnis aus der Verschmelzung mit der Landes-Hypothekenbank
Steiermark in Höhe von 68,4 Mio. EUR ausgewiesen. Dieses wiede-
rum beinhaltet den Verschmelzungsgewinn (Verrechnung des aus-
gewiesenen Beteiligungsbuchwerts mit dem Eigenkapital der HYPO
Steiermark) mit einem Betrag von 86,6 Mio. EUR sowie außeror-
dentliche Erträge (28,6 Mio. EUR) und außerordentliche Aufwendun-
gen (45,8 Mio. EUR) aus der Confusion (Buchgewinn bzw. Buchver-
lust von unterschiedlich bewerteten Aktiv- und Passivpositionen).
Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie
sonstige Steuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten neben dem Körper-
schaftsteueraufwand in Höhe von 12,1
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
2,6
Mio. EUR, Vorjahr: 2,5 Mio. EUR), vor allem Erträge aus der Umla-
genverrechnung aus der Steuergruppe mit einem Betrag von
9,3
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 0,3 Mio. EUR, Vorjahr:
1,6
Mio. EUR) und latente Steueraufwendungen mit einem Betrag
von 8,1
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: latente Steuererträge
8,8
Mio. EUR, Vorjahr: latente Steuererträge 7,4 Mio. EUR).
Die sonstigen Steuern betreffen vor allem die Stabilitätsabgabe von
Instituten des Finanzmarkts mit einem Betrag von 3,6
Mio. EUR
(Vorjahr pro forma: 3,1
Mio. EUR, Vorjahr: 2,4 Mio. EUR).
Jahresüberschuss
Der Jahresüberschuss beträgt 222,8 Mio. EUR und liegt damit um
138,9
Mio. EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres pro forma
von 83,9
Mio. EUR (Vorjahr: 48,6 Mio. EUR).
Rücklagenbewegung
Die wesentlichen Veränderungen bei den Rücklagen wurden bereits
bei den entsprechenden Bilanzpositionen erläutert.
Jahresgewinn/Bilanzgewinn
Der ausgewiesene Jahresgewinn beträgt 28,9 Mio. EUR nach
22,6
Mio. EUR im Vorjahr.
Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag soll – unter Berücksichti-
gung der Empfehlung der FMA zu Dividendenausschüttungen –
aus dem Bilanzgewinn ein Betrag von 28.862.209,89 EUR an die Ei-
gentümer der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ausgeschüttet
werden. Dies entspricht einer Dividende von 9,27 EUR je Aktie auf
das in 3.113.507 auf Namen lautende Stückaktien eingeteilte
Grundkapital.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
048
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
I.3. Bericht über die
Zweigniederlassungen
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG hat mit Stichtag 31. De-
zember 2021 durch die erfolgte Verschmelzung mit der Landes-Hy-
pothekenbank Steiermark 16 Bankstellen, sechs mehr als 2020.
Zwölf Bankstellen betreuen den Markt Graz (Annenstraße, Herren-
gasse (Raiffeisen City), Herrgottwiesgasse, Kaiserfeldgasse, Kärnt-
ner Straße, Radetzkystraße, Ragnitz, St.Leonhard/LKH, Steirerhof,
Styria Media Center, Theodor-Körner-Straße, Zinzendorfgasse), wei-
tere Standorte sind in Frohnleiten und durch die Übernahme in
Bruck an der Mur, Deutschlandsberg und Leibnitz.
049
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
I.4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Eigenmittelausstattung
Die anrechenbaren Eigenmittel betragen per 31.12.2021 1.495,1 Mio. EUR gegenüber 1.203,6 Mio. EUR im Vorjahr (Vorjahr pro forma:
1.289,8 Mio. EUR).
Eigenmittelquote
2021
2020
pro forma 2020
Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) 17,13 % 15,53 % 19,37 %
Gesamtkapitalquote 19,20 % 17,56 % 21,37 %
Die gesamte Eigenmittelquote liegt nunmehr bei 19,20 % nach 21,37 % im Geschäftsjahr 2020 (Vorjahr pro forma: 17,56 %). Der Rückgang
gegenüber dem Vorjahr ist vor allem durch die Übertragung der risikogewichteten Aktiva im Zuge der Verschmelzung begründet. Die Ver-
besserung der Quote gegenüber den pro forma Zahlen des Vorjahres resultiert vor allem aus der Dotierung von Gewinnrücklagen.
Weitere Details sind Punkt C. 19. des Anhangs zu entnehmen.
Cost/Income Ratio (CIR)
Als Cost/Income Ratio wird das Verhältnis aller Betriebsaufwendungen zu den Betriebserträgen definiert. Diese verbesserte sich vor allem
aufgrund gestiegener Betriebserträge im Jahresvergleich um rund 10,2 Prozentpunkte bzw. um rund 4,1 Prozentpunkte im Vergleich zur pro
forma Quote 2020.
In TEUR 2021
2020
pro forma
2020
Betriebserträge 273.815 251.835 187.990
Betriebsaufwendungen 160.845 158.264 129.503
CIR 58,74 % 62,84 % 68,89 %
Cost/Income Ratio „adjustiert” (CIR „adjustiert“)
Ein ähnliches Bild zeigt die angepasste Cost/Income Ratio. Nach Bereinigung um das bankfremde Geschäft in Höhe von 24,6
Mio. EUR
(Vorjahr: 24,4
Mio. EUR) sowohl im Ertrags- als auch im Aufwandsbereich errechnet sich infolge des Anstiegs der Betriebserträge eine CIR
„adjustiert“ in Höhe von 54,68 % nach 62,08 % im Vorjahr (Vorjahr pro forma: 58,87 %).
In TEUR 2021
2020
pro forma
2020
Betriebserträge exkl. bankfremdes Geschäft 249.262 227.478 154.234
Betriebsaufwendungen exkl. bankfremdes Geschäft 136.292 133.908 95.747
CIR „adjustiert“ 54,68 % 58,87 % 62,08 %
JAHRESFINANZBERICHT 2021
050
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Eigenkapitalrendite „Return on Equity“ (RoE)
Eine weitere wichtige Kennzahl ergibt sich, wenn der Jahresüberschuss vor Steuern (EGT) bzw. der Jahresüberschuss nach Steuern dem
durchschnittlich eingesetzten Eigenkapital (exkl. Bilanzgewinn) gegenübergestellt wird. Je nach Berücksichtigung des Steueraufwands
errechnet sich für das Berichtsjahr eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 11,63 % (Vorjahr: 4,06 %, Vorjahr pro forma: 6,96 %) bzw. eine
Eigenkapitalrendite nach Steuern von 17,95 % (Vorjahr: 4,43 %, Vorjahr pro forma: 7,25 %).
In TEUR 2021
2020
pro forma
2020
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 144.331 80.488 44.568
durchschnittliches Eigenkapital 1.241.103 1.157.025 1.098.070
ROE vor Steuern 11,63 % 6,96 % 4,06 %
In TEUR 2021
2020
pro forma
2020
Jahresüberschuss 222.816 83.913 48.642
durchschnittliches Eigenkapital 1.241.103 1.157.025 1.098.070
ROE nach Steuern 17,95 % 7,25 % 4,43 %
Bereinigt um das außerordentliche Ergebnis (inkl. des darauf entfallenden Steuereffekts) errechnet sich eine Eigenkapitalrendite nach Steu-
ern von 10,62 %.
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio)
Die NPL-Ratio ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Qualität der Aktiva von Kreditinstituten. Diese wird gemäß der aufsichtsrechtlichen Defi-
nition (gem. EBA Risk Dashboard) als Verhältnis der ausgefallenen Forderungen (NPL) zu den gesamten Forderungen (Kundenforderungen
und Forderungen gegenüber Kreditinstituten) berechnet. Für die Einstufung als ausgefallene Forderung (NPL) wird die Definition gemäß
Art. 178 CRR herangezogen. Die NPL-Ratio hat sich gegenüber der pro forma Quote 2020 einerseits aufgrund des Rückgangs bei den
ausgefallenen Forderungen und andererseits infolge einer höheren Bemessungsgrundlage um 30 Basispunkte reduziert.
2021
2020
pro forma 2020
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio) 1,47 % 1,77 % 1,29 %
Bei einer Analyse der NPL-Ratio ist auch die Coverage Ratio, d. h. die Deckung der ausgefallenen Forderungen durch etwaige Sicherheiten
und gebildete Risikovorsorgen, einzubeziehen. In der RLB Steiermark sind per 31. Dezember 2021 die ausgefallenen Forderungen fast
vollständig durch Risikovorsorgen und Sicherheiten abgedeckt.
051
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Liquidity Coverage Ratio (LCR)
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist eine Kennzahl zur Bewertung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos von Kreditinstituten. Die LCR ist das
Verhältnis des Bestands an erstklassig eingestuften Aktiva zum gesamten Nettoabfluss unter Anwendung eines durch die CRR vorgegebe-
nen Stressszenarios in den nächsten 30 Tagen. Damit soll gewährleistet werden, dass Banken über angemessene Liquiditätspuffer verfü-
gen, um sich einem möglichen Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über einen Zeit-
raum von 30 Tagen stellen zu können.
2021
2020
pro forma 2020
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 247,62 % 213,50 % 209,33 %
Die LCR der RLB Steiermark beträgt zum 31. Dezember 2021 247,62 %.
Net Stable Funding Ratio (NSFR)
Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist eine Kennzahl zur Beurteilung der strukturellen Liquiditätsausstattung von Kreditinstituten. Institute
müssen sicherstellen, dass ihre langfristigen Verbindlichkeiten sowohl unter normalen als auch unter angespannten Umständen angemes-
sen durch eine breite Vielfalt von Instrumenten der stabilen Refinanzierung unterlegt sind.
Die NSFR ist definiert als das Verhältnis zwischen dem verfügbaren stabil refinanzierten Betrag und dem Betrag, für den eine stabile Refi-
nanzierung erforderlich ist.
2021
2020
pro forma 2020
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 126,98 % 120,37 % 118,38 %
Die NSFR der RLB Steiermark beträgt zum 31. Dezember 2021 126,98 %.
Aufsichtsrechtlich sind gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 die Mitglieder einer Liquiditätsuntergruppe von der Einhaltung der
gesetzlich vorgegebenen Kennzahlen LCR (Art. 412 CRR) und NSFR (Art. 413 CRR) auf Einzelinstitutsebene befreit. Die Kennzahl ist jedoch
auf Ebene der Liquiditätsuntergruppe mit 100 % einzuhalten.
Mit FMA-Bescheid vom 30. Juni 2021 wurde der RLB Steiermark (und den Steirischen Raiffeisenbanken) die Ausnahme zur Anwendung der
der Liquiditätsanforderungen gemäß Art. 413 CRR auf Einzelbasis bewilligt (die Befreiung gemäß Art. 412 CRR besteht seit dem Jahr 2017).
Für die Einhaltung der Liquiditätsanforderungen auf konsolidierter Basis der Liquiditätsuntergruppe „Raiffeisenbankengruppe Steier-
mark“ ist die RLB Steiermark verantwortlich.
Für beide Kennzahlen der Liquiditätsuntergruppe wird die vorgegebene Mindestquote von 100 % erfüllt.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
052
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
I.5. Nicht finanzielle Erklärung
Die RLB Steiermark macht vom Wahlrecht zur Aufstellung eines ge-
sonderten nicht finanziellen Berichts gemäß § 243b Abs. 6 UGB Ge-
brauch. Dementsprechend wird hinsichtlich der Angaben gemäß
§ 243b Abs. 2 bis 5 UGB auf den auf der Homepage der RLB Stei-
ermark (https://www.raiffeisen.at/rlbstmk) veröffentlichten gesonder-
ten nicht finanziellen Bericht verwiesen.
I.6. Ereignisse von besonderer
Bedeutung nach dem
Bilanzstichtag
Der Kriegsausbruch in der Ukraine bzw. die daraufhin gegen Russ-
land verhängten Sanktionen sind aus Sicht des vorliegenden Jah-
resabschlusses per 31.12.2021 ein wertbegründendes Ereignis des
Jahres 2022.
Sämtliche Unternehmensbereiche und -funktionen stehen seither
unter erhöhter Aufmerksamkeit, mögliche Auswirkungen auf die
Bank, Kunden und das Umfeld werden intensiv betrachtet.
Eine erste Analyse der Auswirkungen hat gezeigt, dass die RLB
Steiermark direkt und unmittelbar nicht oder nur gering durch die
Kriegshandlungen bzw. die Sanktionen betroffen ist. Unmittelbares
Exposure gegenüber Kunden aus Russland, Ukraine und Belarus
(Devisendomizil) liegt nicht vor.
Die mittelbaren Auswirkungen, welche Kreditnehmer in welchem
Ausmaß durch den Krieg oder die Sanktionen betroffen sind (Weg-
fall Absatzmarkt, Standorte in diesen Ländern, Unterbrechung Lie-
ferketten etc.), werden laufend analysiert, können aber auf Grund
der unsicheren Entwicklung noch nicht quantifiziert werden. Das be-
stehende Kundenkreditportfolio weist allerdings eine sehr gute Bo-
nitätsstruktur verbunden mit hohen Besicherungsquoten auf.
Gegenüber Kreditinstituten in Russland, Ukraine und Belarus beste-
hen keine Forderungen und Verbindlichkeiten, es gibt auch keinen
Wertpapier- und Derivatebestand.
Geschäftsbeziehungen mit sanktionierten Personen und Unterneh-
men bestehen zum derzeitigen Zeitpunkt keine – es ist jedoch da-
rauf hinzuweisen, dass die Liste der Sanktionen bzw. Sanktionierten
sich aktuell auf nahezu täglicher Basis ändert.
Eine indirekte, aber starke Betroffenheit zeigt sich in diesem Zusam-
menhang bei der Beteiligung Raiffeisen Bank International (RBI), da
sie über Tochterbanken in den vom Krieg bzw. vom Sanktionsre-
gime betroffenen Regionen (Russland, Ukraine, Belarus) verfügt.
Die RLB Steiermark ist daher auf beinahe täglicher Basis im Aus-
tausch mit den Kolleginnen und Kollegen der RBI, um die Auswir-
kungen auf das Spitzeninstitut einerseits und den Beteiligungsan-
satz an der RBI andererseits laufend beurteilen zu können. Die kon-
kreten Auswirkungen aus notwendigen Anpassungen des Beteili-
gungsbuchwerts im Jahr 2022 sind aus derzeitiger Sicht aber noch
nicht abschätzbar, wiewohl die RLB Steiermark aufgrund der sehr
guten Kapitalausstattung bestmöglich auf negative Entwicklungen
vorbereitet ist.
Eine weitere indirekte Auswirkung ergibt sich im Zusammenhang
mit der Einlagensicherung. Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA)
hat auf Basis einer Anweisung der Europäischen Zentralbank (EZB)
der Sberbank Europe AG mit Sitz am Schwarzenbergplatz 3,
1010 Wien, per Mandatsbescheid vom 1.3.2022 gemäß
§ 70 Abs. 2 Z. 4 BWG mit sofortiger Wirkung die Fortführung des
Geschäftsbetriebs zur Gänze untersagt. Aufgrund dieser Entschei-
dung erfolgte auch eine behördliche Zahlungseinstellung der ge-
deckten Einlagen, sodass insbesondere keine weiteren Einzahlun-
gen, Abhebungen oder Überweisungen möglich waren und daher
der Einlagensicherungsfall i. S. d. § 9 Z. 2 ESAEG ausgelöst wurde.
Die Sberbank Europe AG ist gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG Mitglied der
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. (ESA).
Der Einlagensicherungsfonds sollte bis zum 3. Juli 2024 eine Ziel-
ausstattung von 0,8 % der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute
aufweisen. Durch den Eintritt des Sicherungsfalls hat die Einlagen-
sicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. Auszahlungen an die Kunden im
Rahmen der Anlegerentschädigung geleistet, wodurch voraussicht-
lich weitere Einzahlungen zur Wiederauffüllung des Einlagensiche-
rungsfonds erforderlich sein werden. Per Ende Februar 2022 betru-
gen die gedeckten Einlagen der Sberbank Europe AG rund
950 Mio. EUR. Trotz des Bestehens eines eigenen institutsbezoge-
nen Sicherungssystems entfallen rund 35 % auf den Raiffeisensek-
tor, da die Sberbank Europe AG gemäß § 27 Abs. 1 ESAEG in ei-
nem gesonderten Rechnungskreis geführt wird. Für die RLB Steier-
mark werden sich dadurch voraussichtlich in den Geschäftsjahren
2022 bis 2024 vergleichsweise höhere Beitragszahlungen ergeben,
deren Höhe zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht genau bestimm-
bar ist.
Darüber hinaus ist die RLB Steiermark von der Einstellung des Ge-
schäftsbetriebs nicht direkt betroffen, da keine Geschäftsbeziehung
zur Sberbank Europe AG bestand.
Überdies gab es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine außeror-
dentlichen Geschäftsfälle oder sonstigen Vorgänge, die von beson-
derem öffentlichen Interesse wären oder sich wesentlich auf den
Jahresabschluss 2021 auswirken würden.
053
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
II.1. Voraussichtliche Entwicklung
des Unternehmens
Für das Gesamtjahr ging die OECD von einem weltweiten Wirt-
schaftswachstum von 5,6 % gemessen am BIP aus, während der
Internationale Währungsfonds (IWF) sogar ein Wachstum von 5,9 %
für das Jahr 2021 erwartete. Für die kommenden Jahre sieht der
IWF jedoch eine Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums.
Erste Prognosen Ende 2021 sahen das Wachstum bei 4,4 % im
Jahr 2022 und 3,8 % im Jahr 2023. Zusätzliche Unsicherheit für die
Ende 2021 veröffentlichten Zahlen, stellt die im Februar 2022 ent-
fachte, militärische Auseinandersetzung in der Ukraine und die da-
mit verbundenen Wirtschaftssanktionen dar. Diese Entwicklungen
könnten laut OECD das erwartete globale Wirtschaftswachstum für
das Jahr 2022 um bis zu 1 % verringern. Trotz der geringen volks-
wirtschaftlichen Größe von Russland und der Ukraine, stellen die
beiden Länder wichtige Lieferanten von Grundnahrungsmitteln, fos-
silen Brennstoffen und anderen Bodenschätzen dar. Gaspreise sind
in Folge dessen europaweit um 85 % gestiegen. Zudem gab es
merkliche Anstiege bei den Weltmarktpreisen für Rohöl, diverse Me-
talle sowie Weizen und Mais.
Die OECD prognostizierte Ende 2021 einen Rückgang der durch-
schnittlichen Inflation von knapp 5 % im Jahr 2021 auf etwa 3,5 %
für das Jahr 2022 und etwa 3 % im Jahr 2023. In Hinblick auf den
bewaffneten Konflikt in der Ukraine und den damit verbundenen
Konsequenzen revidierte die OECD jedoch ihre Prognose und
sprach von einem weiteren Anstieg der globalen Inflation um bis zu
2,5 %, sollten die Kriegshandlungen über das Jahr hinweg weiter
anhalten. Regierungen müssen daher versuchen, steigende Ener-
giepreise abzufedern und für eine Diversifizierung der Energiequel-
len sorgen. Abseits der Kriegshandlungen besteht weiterhin die
Sorge vor einem Anhalten der Pandemie aufgrund neu auftretender
Virusstämme und dadurch verringerte Wirksamkeit existierender
Impfstoffe. Dies führt trotz der Aufhebung vieler eindämmernder
Maßnahmen zu zusätzlicher Unsicherheit. Zudem dürften die wirt-
schaftlichen Auswirkungen der Pandemie in Schwellenländern noch
deutlich länger zu spüren sein.
Dem IWF zufolge verzeichneten die USA 2021 ein reales Wirt-
schaftswachstum von 5,0 % gemessen am BIP. Laut Schätzungen
werden auch die USA mit einer Verlangsamung des Wirtschafts-
wachstums konfrontiert sein und ein Wachstum von 3,9 % und
2,6 % für die Jahre 2022 und 2023 verzeichnen. Aufgrund der aktu-
ellen weltpolitischen Situation ist davon auszugehen, dass auch
diese Zahlen nochmals korrigiert werden könnten. Die US-Noten-
bank teilte im Dezember 2021 mit, dass sie die Ankäufe von Vermö-
genswerten schneller zurückfahren wird, und signalisierte eine Erhö-
hung der Zinsen. Die OECD geht davon aus, dass bis Mitte 2022
II. BERICHT
Ü
BER DIE
V
ORAUSSICHTLICHE
ENTWICKLUNG UND
DIE RISIKEN DES
UNTERNEHMENS
(
AUSBLICK
)
JAHRESFINANZBERICHT 2021
054
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
eine erste Anhebung des Leitzinses erfolgt und erwartet weitere Er-
höhungen auf 1,5 %-1,8 % bis Ende 2023. Diese Maßnahme soll
der steigenden Inflation entgegenwirken.
Noch Ende 2021 ging die OECD davon aus, dass sich das Wirt-
schaftswachstum der Eurozone von 5,2 % im Jahr 2021 auf 4,3 %
und 2,5 % in den Jahren 2022 und 2023 abschwächt und die Infla-
tion in der Eurozone auf ein Niveau von unter 2 % bis Ende 2022 zu-
rückkehrt. Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine und die damit ver-
hängten Wirtschaftssanktionen, verändern jedoch die Rahmenbe-
dingungen und daher ist von einer neuerlichen Anpassung dieser
vorläufigen Zahlen auszugehen. Die EZB plant, ihr Ankaufpro-
gramm, das im Zuge der Pandemie gestartet wurde, im März 2022
auslaufen zu lassen und zudem wird angenommen, dass die Leit-
zinsen in den Jahren 2022 und 2023 unverändert bleiben. Faktoren
wie weiter anhaltende Schwierigkeiten bei Lieferketten und stark an-
steigende Energiekosten könnten jedoch bereits zu einer vorzeiti-
gen Anhebung der Leitzinsen führen. Laut der Europäischen Kom-
mission wird sich auch eine Erholung am Arbeitsmarkt abzeichnen.
Schätzungen zufolge dürften in der europäischen Union in den
nächsten zwei Jahren 3,4 Millionen neue Jobs geschaffen werden.
Außerdem sollen die Arbeitslosenzahlen 2022 auf das Niveau von
vor der Pandemie sinken.
In Österreich führten die Entwicklungen der Pandemie zu einer neu-
erlichen Belastung für den österreichischen Wintertourismus und
erste Prognosen für die Wintersaison 2021/2022 deuten auf 50 %
weniger Nächtigungen ausländischer Gäste verglichen zu Vorkri-
senjahren hin. Eine Prognose der OeNB zu Jahresende sieht das
österreichische Wirtschaftswachstum für das Jahr 2021 bei 4,9 %
gemessen am BIP. Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die österrei-
chische Wirtschaft müssen in den kommenden Monaten noch ab-
geschätzt werden. Das WIFO erwartet jedoch eine Dämpfung des
Wirtschaftswachstums auf 3,9 % für das Jahr 2022. Die Staats-
schuldenquote dürfte sich laut OeNB in den nächsten Jahren wie-
der reduzieren und von einem historischen Höchststand von 83,2 %
des BIP im Jahr 2020 auf etwa 75,5 % bis 2024 sinken.
Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Mit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine stehen in der RLB Steier-
mark sämtliche Unternehmensfunktionen unter erhöhter Aufmerk-
samkeit. In der gegründeten Taskforce werden Themen wie Liquidi-
tät, Risiko, Gesamtbanksteuerung, Kundenbereiche, Beteiligungen,
Raiffeisenbanken, rechtliche Aspekte sowie Kommunikation intensiv
betrachtet. Die RLB Steiermark selbst hat kein operatives Geschäft
in den vom Ukraine-Krieg betroffenen Regionen. Falls sich aus dem
Konflikt in weiterer Folge negative wirtschaftliche Auswirkungen auf
den Finanzplatz Österreich ergeben sollten, ist die RLB Steiermark
wie auch die gesamte Raiffeisen-Bankengruppe aufgrund der um-
sichtigen Geschäftspolitik sehr gut gerüstet.
Indirekt ist die RLB Steiermark als Anteilseignerin der Raiffeisen
Bank International betroffen. Dank einer durch ausgezeichnete Li-
quiditätsausstattungen und Eigenkapital-Quoten weit über den ge-
setzlichen Erfordernissen stabilen Basis ist die RLB Steiermark mit
ihrer Beteiligung an der Raiffeisen Bank International sehr gut in der
Lage, negative Entwicklungen im Russland-Ukraine Konflikt abzufe-
dern. Aktuell ist der Ausfall der Dividende der RBI für das Ge-
schäftsjahr 2021 der einzige monetär eingetretene Effekt für die
RLB Steiermark. Hinsichtlich Maßnahmen der RBI verweisen wir auf
die Verlautbarungen der RBI.
Indirekt ist die RLB Steiermark auch über Kunden betroffen. Grund-
sätzlich ist das Kundenportfolio aber von sehr guter Bonität – ver-
bunden mit guten Besicherungsquoten. Ein unmittelbares Exposure
gegenüber Kunden aus Russland, der Ukraine oder Belarus (Devi-
sendomizil) liegt nicht vor. Die Beeinträchtigungen der Standorte
und/oder des Absatzmarktes Russland und Ukraine unterliegen lau-
fenden Analysen. Gegenüber Kreditinstituten in Russland, der Ukra-
ine oder Belarus bestehen keine Forderungen oder Verbindlichkei-
ten.
Aufgrund der Flüchtlingsbewegung wurde der Umtausch von ukrai-
nischer Landeswährung Hrywnja zu Euro zum Thema. Dazu wurde
rasch eine bundesweite Lösung im Raiffeisensektor gefunden, die
einen Umtausch für die Erstversorgung gewährleistet. Diese Lö-
sung wurde landesweit mit der Caritas abgestimmt, jener Institution,
die die Aufnahmezentren in der Steiermark koordiniert. Zusätzlich
wurde sichergestellt, dass es für ukrainische Flüchtlinge die Mög-
lichkeit eines Girokontos gibt, um die täglichen Erfordernisse des
Zahlungsverkehrs erfüllen zu können.
Wirtschaftlich zeigen sich die ersten Auswirkungen des Ukraine-
Kriegs deutlich an den makroökonomischen Parametern Inflation,
Zinsen und Wirtschaftswachstum, als allererstes sichtbar wurden
sie an den Tankstellen. Neben dem Ansteigen der Energiepreise ist
zu erwarten, dass auch die Rohstoffpreise und die Kosten der Nah-
rungsmittelproduktion weiter steigen und somit die Inflation anhei-
zen. Die Notenbank hat den Ausstieg aus ihren Ankaufprogrammen
etwas beschleunigt und eventuell Zinsschritte ab Herbst 2022 in
Aussicht gestellt.
Die große Unsicherheit auf Grund der gegenseitigen Sanktionen
und der daraus resultierenden Lieferkettenprobleme wird das Wirt-
schaftswachstum deutlich senken. Wie groß die Senkung ausfällt,
hängt von der weiteren Entwicklung der Sanktionen sowie der Un-
terstützung der Wirtschaft durch die Politik ab und kann zum jetzi-
gen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden.
Obwohl sich zusätzlich zum Kriegsgeschehen die bekannten Her-
ausforderungen fortsetzen, ist die RLB Steiermark zuversichtlich.
Neben der andauernden Corona-Pandemie werden die Zinspolitik
der EZB, Nachhaltigkeit und der EU-Green-Deal sowie der Fach-
kräftemangel noch stärker in den Fokus rücken. Darin liegt jedoch
055
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
auch eine große Chance für Weiterentwicklung in den einzelnen Be-
reichen und in der Stärkung des Wir-Gedankens in der Gesellschaft.
Die Robustheit der steirischen Wirtschaft hat 2021 bewiesen, was
man gemeinsam alles schaffen kann.
Durch die erfolgreiche Verschmelzung der HYPO Steiermark in die
RLB Steiermark entstand mit 71.000 Privatkunden sowie rund
10.000 Unternehmenskunden die größte Regionalbank, die in rein
steirischem Eigentum steht. Die bisherige HYPO-Hauptbankstelle in
der Radetzkystraße wird 2022 zum „Raiffeisenhaus“ umgebaut. Die
RLB Steiermark setzt damit – entgegen dem Trend – den nächsten
Schritt zur Intensivierung der Kundenbetreuung vor Ort.
Das erste Siegerteam im unternehmensinternen Innovationspro-
gramm „Hummelflug“ wurde im März 2022 gekürt. Gesucht waren
Ideen in den Themenfeldern „Schnelle und flexible Bank“, „Young
Banking“, „Beyond Banking“ und „Tech Bank & Digitalisierung“.
Das Innovationsprogramm bietet einen geschützten Rahmen, in
dem neue Technologien betrachtet und alternative Geschäftsmo-
delle ausprobiert werden können. Das gewohnte Bankenumfeld
darf und soll dafür verlassen werden. Mehr als 160 Ideen konnten
auf diese Weise generiert werden. Fortsetzung folgt Mitte des Jah-
res 2022 mit einer „Nachhaltigkeits-Challenge“, bei der wiederum
alle Mitarbeiter aufgerufen sind, Ideen zum Thema Nachhaltigkeit in
der RLB Steiermark einzubringen.
II.2. Wesentliche Risiken
und Ungewissheiten
Das Risikomanagement der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
folgt den Zielen und Anforderungen der gültigen Risikostrategie und
-politik, die auf Basis des jährlichen Budgetierungs- und Planungs-
prozesses aktualisiert werden. Die Risikostrategie, abgeleitet aus
der Geschäftsstrategie unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeits-
strategie, legt die strategische Ausrichtung des Risikomanage-
ments für alle Arten von Risiken innerhalb der Raiffeisen-Landes-
bank Steiermark AG fest. Damit stellt die Risikostrategie das
oberste Lenkinstrument für risikoorientiertes Management dar und
ist ein Eckpfeiler im Rahmen der Steuerung, Überwachung und Be-
grenzung von Risiken. Sie trägt so wesentlich zur Sicherstellung der
internen Kapitaladäquanz bei. Abgeleitet von der Risikostrategie
verfolgt die RLB Steiermark mit ihrer Risikopolitik das Ziel, alle rele-
vanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbe-
trieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risi-
kosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken
sollen dabei permanent und vollständig erfasst werden. Um Risiken
effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt die
Bank über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling.
Klare Verantwortlichkeiten sind die Grundlage des Risikomanage-
ments in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG. Es werden er-
forderliche organisatorischen Vorkehrungen getroffen, um den An-
forderungen eines modernen Risikomanagements zu entsprechen.
Es gibt eine klare Trennung zwischen Markt und Risikobeurteilung,
-messung und -kontrolle. Die Marktfolgeaufgaben werden zur Ver-
meidung von Interessenkonflikten von unterschiedlichen Organisati-
onseinheiten wahrgenommen.
Alle Organisationseinheiten, die mit der Risikoerkennung, -erfas-
sung, -bewertung und -analyse befasst sind, sind unter der direkten
Leitung des Risikovorstands (CRO, Chief Risk Officer) zusammen-
gefasst. Das Problemkreditmanagement ist ebenfalls dem Risiko-
vorstand zugeordnet. Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG er-
bringt Services für die einzelnen Raiffeisenbanken im Verbund. In
Hinblick auf die eingesetzten Methoden im Risikomanagement be-
dient sie sich einerseits eigener Entwicklungen und nutzt verschie-
dene Services in Kooperation mit der Raiffeisenlandesbank Nieder-
österreich-Wien und arbeitet andererseits eng mit der ÖRS (Öster-
reichische Raiffeisensicherungs eGen) zusammen.
Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG sowie der Kreditinsti-
tute-Risikomanagementverordnung (KI-RMV) haben Banken über
wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zu-
sammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quan-
titativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankge-
schäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu
ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem
Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP (Internal
Capital Adequacy Assessment Process) zusammengefasst und in
der RLB Steiermark im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung
dargestellt und berichtet.
Aufgrund der EU-Richtlinien 2014/49/EU und 2014/59/EU zum Ban-
kenabwicklungsfonds und zum Einlagen-Sicherungssystem, in Ös-
terreich umgesetzt durch das BaSAG (Banken-Sanierungs- und Ab-
wicklungsgesetz) sowie durch das ESAEG (Einlagensicherungs-
und Anlegerentschädigungsgesetz), sind Kreditinstitute seit 2015
verpflichtet, Beiträge aus diesem Titel an Sicherungseinrichtungen
zu entrichten.
Das ESAEG schreibt vor, dass jede Sicherungseinrichtung einen
Einlagensicherungsfonds einzurichten hat, welcher mittels jährlicher
Beitragsvorschreibung an die Mitgliedsinstitute bis zur gesetzlich
vorgeschriebenen Höhe von zumindest 0,8 % der Summe der ge-
deckten Einlagen der Mitgliedsinstitute auszustatten ist. Zur Finan-
zierung der gesetzlichen Einlagensicherung durch Aufbau eines ex-
ante Fonds i. S. d. § 13 ESAEG sind gemäß § 21 ESAEG jährlich
Beiträge bis Mitte 2024 zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich
gemäß § 23 ESAEG nach der Höhe der gedeckten Einlagen und
der Ausprägung der Risiken, denen das Institut ausgesetzt ist. Dar-
über hinaus kann die Sicherungseinrichtung pro Kalenderjahr Son-
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
derbeiträge in der Höhe von maximal 0,5 % der Summe der ge-
deckten Einlagen der Mitgliedsinstitute einheben. Diese Schwelle
kann im Einzelfall durch die Genehmigung der FMA auch über-
schritten werden.
Mit Gründung eines neuen institutsbezogenen Sicherungssystems
für den Raiffeisen-Sektor (Raiffeisen-IPS, „R-IPS“) bestehend aus
der RBI und ihren österreichischen Tochterbanken, allen Raiffeisen-
landesbanken sowie den Raiffeisenbanken, traten diese der neu
gegründeten Genossenschaft unter dem Namen "Österreichische
Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen" zum Zwecke der gesetzli-
chen Einlagensicherung und Anlegerentschädigung im Sinne des
ESAEG bei. Es wurden vertragliche oder satzungsmäßige Haftungs-
vereinbarungen geschlossen, die die teilnehmenden Institute ge-
genseitig absichern und insbesondere bei Bedarf ihre Liquidität und
Solvenz sicherstellen. Von der EZB und der FMA wurde das ge-
schaffene R-IPS am 28. Mai 2021 als Einlagensicherungs- und An-
legerentschädigungssystem gemäß ESAEG anerkannt. Bis Novem-
ber 2021 nahm die Rolle der Sicherungseinrichtung für die Raiffei-
sen Bankengruppe Österreich noch die Einlagensicherung AUS-
TRIA Ges.m.b.H. (ESA) ein, seitdem wird sie für den Raiffeisensek-
tor durch die Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung
eGen abgelöst. Die bisher bestehenden institutsbezogenen Siche-
rungssysteme auf Bundes- und Landesebene (B-IPS, L-IPS) wurden
im Juni 2021 aufgelöst und deren Sondervermögen auf das neue
Raiffeisen-IPS („R-IPS“) übertragen. Aus der in den §§ 8 und 45
ESAEG enthaltenen Pflichtmitgliedschaft entstehen Verpflichtungen
für die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG und – bis zu deren
Verschmelzung im Jahr 2021 – für die Landes-Hypothekenbank
Steiermark AG. Die Gründung des R-IPS und Auflösung des Lan-
des-IPS haben zur Folge, dass für das R-IPS nur mehr ein gemein-
samer Sanierungsplan für das Jahr 2021 zu erstellen ist. Das be-
deutet, dass für die RLB Steiermark AG künftig die Verpflichtung zur
Erstellung eines eigenen Sanierungsplans entfällt.
Neben der Mitgliedschaft im R-IPS und der ESA (bis November
2021) ist die RLB Steiermark AG auch Vereinsmitglied der Kun-
dengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steier-
mark. Die Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haf-
tungsverpflichtung dahingehend, dass sie solidarisch gemäß der
Satzung die zeitgerechte Erfüllung von Kundeneinlagen und Ei-
genemissionen eines insolventen Vereinsmitglieds garantieren. Die
individuelle Tragfähigkeit eines Vereinsmitglieds bestimmt sich laut
Satzung nach den frei verwendbaren Reserven unter Berücksichti-
gung der einschlägigen Bestimmungen des BWG und der CRR.
Darüber hinaus ist die RLB Steiermark AG Mitglied des Solidaritäts-
vereins der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark und der Raiffei-
sen-Einlagensicherung Steiermark eGen.
Zur Finanzierung des gesetzlichen Abwicklungsfinanzierungsme-
chanismus sind durch Aufbau eines ex-ante Fonds („Single Resolu-
tion Fund“, „SRF“) i. S. d. § 123 BaSAG gemäß § 125 BaSAG regel-
mäßige Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich ge-
mäß § 126 BaSAG nach dem Verhältnis der Höhe der Verbindlich-
keiten abzüglich der gesicherten Einlagen des Instituts zu den ag-
gregierten Verbindlichkeiten abzüglich gesicherter Einlagen aller in
Österreich zugelassenen Institute. Diese Beiträge sind entspre-
chend dem Risikoprofil des Instituts anzupassen.
In der RLB Steiermark werden tourlich Stresstests durchgeführt und
im Gesamtbankrisikokomitee im Konzern behandelt. Stresstests lie-
fern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und
zeigen mögliche Verlustpotenziale auf. In den Stresstests werden
u. a. Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds durch mak-
roökonomische Szenarien dargestellt. Die Szenarien unterliegen ei-
nem jährlichen Review. Neben den tourlichen Stresstests wurden
zusätzliche Szenarien aufgrund der COVID-19 Situation gerechnet.
Darüber hinaus wurden speziell im Kreditrisiko Sensitivitätsanalysen
durchgeführt. Die Risikotragfähigkeit war bei allen Stressszenarien
gegeben. Zusätzlich wurden reverse Stresstests durchgeführt, wel-
che speziell auf die risikosensitiven Bereiche im RLB Steiermark
Konzern abzielen und dem Management somit wichtige Informatio-
nen für die Steuerung der Risiken liefern.
In der zentralen Informationsplattform (Intranet) der RLB Steiermark
sind die Risikostrategie und -politik, die Grundsätze des Risikoma-
nagements sowie die Darstellung der einzelnen Risiken hinsichtlich
Messung, Limitsystem, Überwachung und Verantwortlichkeiten um-
fangreich dokumentiert.
Folgende allgemeine risikopolitische Grundsätze sind in der aktuell
gültigen Risikostrategie verankert:
Klare und nachvollziehbare Entscheidungen.
Sorgfältige, zeitnahe und realistische Bonitätsbeurteilung bei al-
len Aktivgeschäften.
Bei einer nicht transparenten, unüberschaubaren Risikolage wird
nach dem Vorsichtsprinzip gehandelt.
Konsequente Risikosteuerung durch eine rechtzeitige Identifika-
tion und Bewertung der Risiken sowie eine entschlossene Um-
setzung der erforderlichen Maßnahmen.
Eine Risikominimierung erfolgt auch durch eine entsprechende
Diversifizierung aller Bankgeschäfte.
Durch eine effiziente Steuerung sehen wir Risiken auch als Er-
tragschance.
Risiken der Bank werden immer ausreichend diversifiziert, und
zwar sowohl in den einzelnen Geschäftsfeldern als auch über die
Geschäftsfelder hinausgehend.
Entwicklung und Integration funktionierender Prozesse in den
täglichen Geschäftsablauf.
Produkteinführungen oder neue Markteintritte beruhen auf einer
spezifischen Risikoanalyse, die auf einer vorausgehenden Ein-
schätzung der Risiken basiert.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Produkte und Dienstleistungen werden nur dann unseren Kun-
den angeboten, wenn wir dafür die Berechtigung, entsprechen-
des Fachwissen und die dafür nötige Infrastruktur haben.
Know Your Customer: Wir kennen unsere Kunden und vergeben
daher Kredite nur nach eingehender Schuldner- und Bonitäts-
prüfung.
Das ESG-Thema (-risiko) wird in der Risikosteuerung bereits be-
rücksichtigt (u. a. Risikoinventur, Ratingmodelle, Ausschlusskrite-
rien) und laufend – in Abstimmung mit dem Sektor – weiterentwi-
ckelt.
Die Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken werden unter Berück-
sichtigung der Risikotragfähigkeit im RLB Steiermark Konzern struk-
turiert und in angemessenen Abständen überprüft. Der Vorstand
steuert und limitiert die Risikotragfähigkeit auf Basis des Extremfalls
(VaR 99,9 %). Das aus dem RLB Steiermark Konzern zugewiesene
ökonomische Kapital wird sodann laufend auf seine Ausnützung hin
überwacht.
Als strenge Nebenbedingung wird die Einhaltung in der Going-Con-
cern-Betrachtung (VaR 95 %) laufend überwacht.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist eine wesentliche Entscheidungs-
grundlage für das Management und wichtiger Bestandteil des lau-
fenden Risikoberichts an den Vorstand und des vierteljährlichen Ri-
sikoberichts an den Aufsichtsrat.
Das Risikocontrolling berichtet das aktuelle Gesamtbankrisiko
periodisch an den Vorstand, wobei im Rahmen der Risikotragfähig-
keitsanalyse die Überwachung der aktuellen Ausnutzung der Limits
in den einzelnen Risikoarten bzw. Geschäftsfeldern erfolgt. Des
Weiteren verantwortet das Risikocontrolling die laufende Weiterent-
wicklung und Implementierung der Methoden zur Risikomessung
und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie die Wartung
und Aktualisierung der Regelwerke.
Im Konzerngremium „Gesamtbankrisiko-Steuerungskomitee“ wer-
den die Berichte analysiert und die erforderlichen Maßnahmen zur
Risikosteuerung festgelegt.
Neben dem Adressenausfallsrisiko (u. a. Kredit- u. Beteiligungsri-
siko) werden auch das Marktpreisrisiko für Zinsänderungen, Wäh-
rungskursschwankungen und Anleihenkurse, bankbetriebliche ope-
rationale Risiken, das Liquiditätsrisiko und sonstige Risiken in die
Betrachtung einbezogen.
Offenlegung
Die Offenlegung gemäß Basel III (Artikel 431ff. CRR) erfolgt auf konso-
lidierter Basis des Konzernabschlusses der RLB-Stmk Verbund eGen.
Diese Daten sind unter dem Link www.rlbstmk.at entsprechend ver-
öffentlicht.
Die im Folgenden enthaltenen quantitativen Angaben basieren auf
dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.
Gesamtbankrisiko
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapital-
adäquanzverfahrens (Internal Capital Adequacy Assessment Pro-
cess – ICAAP) ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbankrisi-
kosteuerung der RLB Steiermark. Internationaler Best Practise fol-
gend ist der ICAAP als revolvierender Steuerungskreislauf aufge-
setzt. Dieser startet mit der Definition einer Risikostrategie, durch-
läuft dann den Prozess der Risikoidentifikation, -quantifizierung und
-aggregation, und schließt mit der Bestimmung der Risikotragfähig-
keit, Kapitalallokation und Limitierung bis hin zur laufenden Risiko-
überwachung. Die einzelnen Elemente des Kreislaufes werden mit
unterschiedlicher Frequenz durchlaufen (z. B. täglich für die Risi-
komessung Marktrisiko Handelsbuch, jährlich für Risikoinventur, Ri-
sikostrategie und -politik). Alle im Kreislauf beschriebenen Aktivitä-
ten werden zumindest jährlich auf ihre Aktualität und ihre Angemes-
senheit hin geprüft und bei Bedarf an die aktuellen Rahmenbedin-
gungen angepasst.
Im Rahmen der Risikoinventur erhebt die RLB Steiermark, welche
Risiken im laufenden Bankbetrieb vorhanden sind und welche Be-
deutung bzw. welches Gefahrenpotenzial diese Risiken für die RLB
Steiermark haben. Dabei wird nicht nur eine quantitative Einschät-
zung der einzelnen Risikoarten vorgenommen, sondern es werden
auch die vorhandenen Methoden und Systeme zur Überwachung
und Steuerung der Risiken beurteilt (qualitative Beurteilung). Die Er-
gebnisse der Risikoinventur werden ausgewertet, zusammenge-
fasst und fließen in die Risikostrategie und -politik ein.
Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstat-
tung erfolgt tourlich auf Basis der nach internen Modellen ermittel-
ten Risiken, wobei in der Wahl der Modelle auf die Wesentlichkeit
der Risiken Rücksicht genommen wird.
Ziel ist es sicherzustellen, dass die RLB Steiermark jederzeit über
ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene
Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden
alle identifizierten und quantifizierten Risiken zu einem Gesamtbank-
risiko aggregiert.
Aufgrund der Fusion mit der Hypo Steiermark per August 2021
wurde der ICAAP-Steuerungskreis – also jene Einheit, für die die Ri-
sikotragfähigkeit ermittelt wird – neu definiert. Die Risikotragfähig-
keitsanalyse sowie die entsprechenden Limite werden künftig nur
mehr auf Ebene der RLB Steiermark Verbund (in weiterer Folge RLB
Steiermark Konzern) ermittelt und nicht zusätzlich für die RLB solo
(i. S. d. CRR).
Dem aggregierten Gesamtverlustpotenzial werden die zur Deckung
dieser potenziellen Verluste zur Verfügung stehenden Deckungs-
massen gegenübergestellt, um festzustellen, ob die Bank in der
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Lage ist, Verluste ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf
ihre Geschäftstätigkeit zu verkraften. In der „Going Concern“-Be-
trachtung (VaR 95 %) müssen das Risikopotenzial und die Risiko-
tragfähigkeit so aufeinander abgestimmt sein, dass die Bank in der
Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die ge-
ordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des
Extremfallansatzes (VaR 99,9 %) spiegelt die aufsichtsrechtliche
Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger.
Auf Basis des Extremfallszenarios wurde zum 31. Dezember 2021
ein ökonomischer Kapitalbedarf im RLB Steiermark Konzern von
904,2 Mio. EUR nach 939,4 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die kor-
respondierende Deckungsmasse belief sich auf 1.797,8 Mio. EUR
nach 1.706,3 Mio. EUR zum Jahresultimo 2020.
In weiterer Folge werden die wesentlichsten Risikoarten erläutert:
Adressrisiko
Das Adressrisiko beinhaltet das Kreditrisiko im engeren Sinn (inkl.
Kontrahentenrisiko aus Wertpapieren), das Konzentrationsrisiko bei
Fremdwährungskrediten, das Credit-Value-Adjustment Risiko (CVA-
Risiko), das Länderrisiko und das Beteiligungsrisiko.
Kreditrisiko
Darunter verstehen wir die Gefahr eines teilweisen oder vollständi-
gen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäf-
ten. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar
über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet
sein. Innerhalb des Kreditrisikos werden zwei Ausprägungen unter-
schieden: Der Expected Loss (EL) und der Unexpected Loss (UL).
Der EL wird durch den Ansatz einer adäquaten Prämie (Standardri-
sikokosten) kompensiert, während der UL durch das ökonomische
Kapital gedeckt werden muss. Der Expected Loss fließt im Rahmen
der Risikotragfähigkeitsanalyse über die Position „excess/shortfall“
(Expected Loss vs. Stand Risikovorsorgen) in der Risikodeckungs-
masse ein. Der Unexpected Loss wird im Kreditrisiko berücksich-
tigt.
Das Kreditrisiko wird sowohl auf Einzelkreditbasis der Kunden als
auch auf Portfoliobasis beobachtet und analysiert. Diese Analyse
lässt ein Abschätzen des Ausmaßes des Risikos und gegebenen-
falls die Erarbeitung notwendiger Maßnahmen zur Risikoreduktion
zu. Für die Steuerung des Kreditrisikos sind u. a. Limits auf Portfo-
lioebene, Kreditnehmerebene und Produktebene festgelegt. Das
Kreditrisiko stellt neben dem Beteiligungsrisiko bei Weitem die wich-
tigste Risikokategorie für den RLB Steiermark Konzern dar.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass
die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-
Prinzip erfolgt, d. h., Kredite werden erst nach eingehender Perso-
nen- und Bonitätsprüfung und nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt
und Marktfolge) vergeben. Für die Beurteilung der Bonität und Wert-
haltigkeit von Sicherheiten verwendet die RLB Steiermark das im
Raiffeisensektor eingesetzte Rating- und Sicherheitenbewertungs-
modell. Die bankinternen Ratingmodelle unterliegen einer regelmä-
ßigen, jährlichen quantitativen und qualitativen Validierung, bei der
das betreffende Ratingmodell daraufhin geprüft wird, ob es die zu
messenden Risiken treffsicher abbildet. Das interne Ratingmodell
umfasst 13 Stufen, wobei jeder Ratingstufe eine Ausfallswahr-
scheinlichkeit zugeordnet ist.
Ratingstufen
Internes
Ratingmodell
Erklärung
0,5 Risikolos
1 Ausgezeichnete Bonität
1,5 Sehr gute Bonität
2 Gute Bonität
2,5 Durchschnittliche Bonität
3 Akzeptable Bonität
3,5 Schwache Bonität
4 Sehr schwache Bonität
4,5 Ausfallsgefährdet
5 Ausfall (90 Tage überfällig)
5,1
Ausfall (u. a. Restrukturierung,
Zinsfreistellung, sonstige)
5,2 Ausfall (u. a. Insolvenz)
NR Nicht geratet
Aufgrund der Fusion mit der Hypo Steiermark sind die aktuellen
Kreditrisikokennzahlen mit den Vorjahreswerten teilweise nur be-
dingt vergleichbar.
Rund 96 % (Vorjahr: 96 %) des Kundenportfolios (EAD-Exposure)
entfallen auf die Ratingstufen 0,5 bis 3,0.
Das Berichtswesen zum Kreditrisiko auf Portfolioebene basiert auf
dem Kundenrating, Sicherheiten werden risikomindernd angesetzt.
Das Reporting umfasst u.a. auch die Betrachtung der größten we-
sentlichen Einzelrisiken.
Kreditentscheidungen bedürfen ab einer definierten Grenze der Zu-
stimmung von Markt und Marktfolge (Kreditrisikomanagement). Für
den Fall voneinander abweichender Voten zwischen den einzelnen
Kompetenzträgen ist ein standardisiertes Eskalationsverfahren ein-
gerichtet.
059
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Im Frühwarnsystem für das Kundenkreditgeschäft sind je nach Aus-
prägung des Risikogehalts insgesamt vier Betreuungsstufen defi-
niert, welche eine optimale Zusammenarbeit von Markt und Markt-
folge gewährleisten. Der Vorstand wird zeitnah durch ein entspre-
chendes Reporting informiert.
Im Zusammenhang mit COVID-19 wurden verschiedenste Maßnah-
men ergriffen, um die staatlichen Maßnahmen mittels Vergabe von
Überbrückungsfinanzierungen und Stundungen entsprechend zu
unterstützen. Das Reporting wurde entsprechend erweitert um eine
mögliche Verschlechterung der Kunden rasch zu identifizieren und
eine aktive Steuerung des Portfolios zu gewährleisten. In diesem
Zusammenhang wurden auch unterschiedliche Szenarien im Kon-
zern in Bezug auf die Risikotragfähigkeit durchgeführt und im Ma-
nagement behandelt.
Die Berechnung der Non-Performing Loans Ratio (NPL-Ratio) für
ausgefallene Kredite wird gemäß der aufsichtsrechtlichen Definition
(EBA Risk Dashboard) ermittelt. Dabei werden neben den Kunden-
forderungen auch die Forderungen gegenüber Kreditinstituten in
die Bemessungsgrundlage miteinbezogen. Für die Einstufung als
ausgefallene Forderung (NPL) wird die Definition gemäß Art. 178
CRR herangezogen. Als Non-Performing Loans werden alle Forde-
rungen mit einer Bonitätseinstufung von 5,0 bis 5,2 sowie Konten
mit Forbearance-Kennzeichen definiert. Sobald ein Kunde mit mehr
als 90 Tagen in Verzug ist oder ein kundenbezogenes Ausfallskrite-
rium zutrifft, wird der Kunde als ausgefallen gewertet und den Aus-
fallsklassen 5,0 bis 5,2 zugeordnet. Zum 31.12.2021 betrug die
NPL-Ratio in der RLB Steiermark 1,5 % (Vorjahr pro forma: 1,8 %,
Vorjahr: 1,3 %).
Unter Berücksichtigung der außerbilanziellen Geschäfte (Gesamt-
obligo) ergibt sich in der RLB Steiermark zum 31.12.2021 eine Non-
Performing Exposure-Quote (NPE-Ratio) von 1,0 % (Vorjahr: 1,2 %).
Das Länderrisiko umfasst das Transferrisiko sowie das politische Ri-
siko aus Cross-Border-Geschäften. Die aktive Länderrisikosteue-
rung der RLB Steiermark erfolgt auf Basis festgelegter Länderlimits,
welche jährlich neu festgelegt werden. Bei einer negativen Verände-
rung der Ratings der einzelnen Länder bzw. bei Erkennen von nega-
tiven wirtschaftlichen Entwicklungen werden auch unterjährig Limit-
reduktionen vorgenommen. Das auf ausländischen Märkten aushaf-
tende EAD-Exposure (EAD: Saldo + 50 % der nicht ausgenutzten
Rahmen) beträgt 10,7 % per 31.12.2021 (Vorjahr: 12,3 %),
Das Reporting über Fremdwährungskredite und endfällige Kredite
mit Tilgungsträgern ist im laufenden Berichtswesen integriert. Die
Kundenberatung ist bei diesen Produkten auf Risikoreduktion und
vermögensichernde Maßnahmen ausgerichtet. Das Volumen dieser
Portfolios wird laufend aktiv reduziert. Der Anteil des Fremdwäh-
rungsvolumens am Gesamtexposure liegt mit Jahresende bei 2,1 %
(Vorjahr: 1,4 %). Bezogen auf die bilanziellen Forderungen beträgt
der Anteil der Fremdwährungskredite 2,5 % (Vorjahr pro forma: 3,2 %,
Vorjahr: 1,7 %).
Für Projektfinanzierungen und Finanzierungen im Devisenausland
ist ein Limitsystem im Einsatz.
Credit Value Adjustment-Risiko (CVA)
Das CVA-Risiko bezeichnet das Risiko einer Anpassung der Kredit-
bewertung. Die Ermittlung erfolgt in Anlehnung an die aufsichts-
rechtlichen Eigenmittelerfordernisse.
Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Risiko potenzieller Verluste aus
Beteiligungsverhältnissen, die im Rahmen von Veräußerungen,
durch Dividendenausfälle sowie bei Wertminderungen aufgrund
sich verschlechternder Bonität entstehen können. Der überwie-
gende Teil des Beteiligungsrisikos resultiert aus Sektorbeteiligungen.
Die RLB Steiermark hält 9,95 % an der Raiffeisenbank International
AG (RBI), die wiederum selbst u. a. über Beteiligungen an Kreditin-
stituten und Leasinggesellschaften in Zentral- und Südosteuropa
sowie verschiedenen GUS-Staaten, wie insbesondere Ukraine,
Russland und Weißrussland, verfügt. Die RBI beobachtet die aktu-
elle Russland/Ukraine Krise eingehend über verschiedene Kanäle
wie Research, Risikomanagement, Business, Liquidität, neueste po-
litische/kriegerische Entwicklungen, Sanktionen und setzt Maßnah-
men zum aktiven Management der momentanen Situation. Die RLB
Steiermark ist im ständigen Austausch mit der RBI und beobachtet
das Beteiligungsrisiko genau.
Marktpreisrisiko
Unter Marktpreisrisiko versteht man den potenziell möglichen Ver-
lust durch schwankende bzw. sich ändernde Zinssätze, Credit
Spreads, Devisen- oder Aktienkurse. In der RLB Steiermark werden
Marktpreisrisiken im Bank- und im Handelsbuch eingegangen, wo-
bei das Handelsbuch einer zusätzlichen Limitierung mit täglicher
Berichtsfrequenz unterliegt. Die Risikopositionen ergeben sich aus
dem Kundengeschäft und dem Eigengeschäft der Bank.
Die Messung und Steuerung erfolgt auf Basis standardisierter und
konzerneinheitlicher Prozesse. Die operative Steuerung erfolgt
durch das Konzern Treasury. Die Limitierung erfolgt über die Risiko-
tragfähigkeitsrechnung.
Die Risiken werden mit Value-at-Risk-Ansätzen sowie ergänzenden
statistischen Verfahren ermittelt. Die Value-at-Risk-Werte werden
mittels historischer Simulation bzw. parametrischer Verfahren er-
rechnet.
Das Zinsänderungsrisiko wird hinsichtlich aufsichtsrechtlicher Erfor-
dernisse über die Zinsrisikostatistik ermittelt. Dabei wird die barwer-
tige Veränderung des Zinsbuchs bei einer Parallelverschiebung der
Zinskurve um 200 Basispunkte gerechnet. Ergänzend dazu dienen
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
weitere Modelle einer umfassenden Zinsrisikosteuerung auf Ge-
samtbankebene.
Im Rahmen der Marktpreisrisikoermittlung werden auch das Veran-
lagungs-, das Options-, Aktien- und das Währungs-Risiko ermittelt
und im Rahmen der Limitarchitektur berücksichtigt.
Das Veranlagungsrisiko (Credit-Spread-Risiko) beschreibt das Ver-
lustrisiko aufgrund sich ändernder Marktpreise, welches durch Än-
derungen von Creditspreads bzw. der Spreadkurve hervorgerufen
wird.
Aktienrisiko steht für das Verlustrisiko durch Veränderungen von
Aktienkursen.
Währungsrisiken stehen für die Verringerung des Ergebnisses
durch eine Veränderung von Wechselkursen bei offenen Währungs-
positionen in der Bilanz. Das Währungsrisiko wird auf Tagesbasis
vom Konzern-Treasury ausgesteuert.
Sowohl für das Zinsänderungs- als auch für das Credit-Spread-,
das Options-, das Aktien- und das Währungsrisiko sind spezielle
Stresstests implementiert.
Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken wer-
den marktübliche Finanzinstrumente eingesetzt. Zu den Details die-
ser Derivatgeschäfte sowie Darstellung der Bewertungsmethoden
wird auf den Anhang verwiesen.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass den gegenwärti-
gen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichen-
dem Maße zeitgerecht nachgekommen werden kann oder im Falle
einer Liquiditätsverknappung keine ausreichende Liquidität zu er-
warteten Konditionen beschafft werden kann. Die Liquiditätssteue-
rung erfolgt im Bereich Treasury, die Risikomessung erfolgt in der
Abteilung Marktrisikocontrolling. Die verwendeten Kapitalbindungs-
und Stressannahmen werden einer tourlichen Analyse und Aktuali-
sierung unterzogen.
Eine der Kernfunktionen der RLB Steiermark ist die Rolle als Liquidi-
tätsausgleichsstelle der steirischen Raiffeisen-Bankengruppe (RBG)
in der Funktion eines Zentralinstituts gemäß § 27a BWG. Im Stufen-
bau der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark tätigen die lokalen
Raiffeisenbanken primär Einlagen- und Kreditgeschäft mit Endkun-
den. Die RLB Steiermark agiert analog im eigenen lokalen Wir-
kungsbereich und wickelt zudem den Liquiditätstransfer innerhalb
der RBG Steiermark ab.
Die RLB Steiermark verfügt über ein hoch entwickeltes Liquiditäts-
management, steuert alle kunden- und bankinduzierten Geldflüsse
auf täglicher Basis bzw. auch innerhalb eines Tages aus. Es werden
sämtliche Risikokennzahlen und Steuerungsgrundlagen der Ord-
nungsnormen (BWG, CRR), der Aufsicht (FMA/OeNB), der Österrei-
chische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen (ÖRS) sowie interne
Limitvorgaben laufend beobachtet und berichtet. Hierbei sind ins-
besondere unterschiedliche Stress-Szenarien und neben vielen wei-
teren Kennzahlen die Liquiditätsdeckungsanforderung (Liquidity
Coverage Ratio), die strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) der LVaR
(Funding Liquidity Value at Risk) bzw. das Intraday Liquidity Monito-
ring hervorzuheben.
Die RLB Steiermark beobachtet zudem potentielle Liquiditätsab-
flüsse aus bevorstehendem Neugeschäft und Unterstrich-Positio-
nen der Bilanz. Es werden tourlich empirische Analysen zu Verweil-
dauern von Einlagen aller Art und Ausnutzungshöhen und -zeit-
spannen von Ausleihungen mit unbestimmter Vertragsdauer bzw.
Verlängerungsmöglichkeiten seitens des Kunden gemacht.
Für den steirischen Liquiditätsverbund liegt ein Liquiditätsnotfallplan
vor, der auch die Vorgaben aus dem Liquiditäts-Handbuch und
dem Notfallplan der Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrich-
tung eGen (ÖRS) umsetzt. Ein eigens definiertes Spezialgremium
unter Leitung des Generaldirektors der RLB Steiermark (Liquiditäts
Task Force) bildet Teil eines Frühwarnsystems, dessen Indikatoren
auf täglicher Basis beobachtet und berichtet werden.
Neben der Steuerung der LCR erfolgt seit 30. Juni 2021 auch die
Steuerung der NSFR im Rahmen einer Liquiditätsuntergruppe, be-
stehend aus der RLB Steiermark AG sowie den steirischen Raiffei-
senbanken. Gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 sind
die Mitglieder dieser Liquiditätsuntergruppe von der Einhaltung der
gesetzlich vorgegebenen Kennzahl auf Einzelinstitutsebene befreit.
Die Kennzahl ist jedoch auf Ebene der Liquiditätsuntergruppe mit
100 % einzuhalten. Die entsprechenden organisatorischen und ad-
ministrativen Aufgaben zur Steuerung und Meldung der LCR und
NSFR obliegen der RLB Steiermark AG, die diesbezüglich u. a. dem
Risikorat regelmäßig über den Status und die Entwicklung der
Kennzahl in der Liquiditätsuntergruppe Bericht erstattet.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten als
Folge unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse,
Menschen und Systeme oder von externen Ereignissen, und bein-
haltet das Rechtsrisiko. Unter Systemen und Prozessen sind auch
sämtliche Vorkehrungen betreffend Geldwäsche und Terrorismusfi-
nanzierung zu verstehen. Das operationelle Risiko beinhaltet auch
die ICT-Risiken (Information, Communication, Technology).
Zur Messung des operationellen Risikos bedient man sich des Ba-
sisindikatoransatzes. Ein risikoadäquates internes Kontrollsystem
sowie plan- und außerplanmäßige Prüfungen durch die Innenrevi-
sion gewährleisten einen hohen Sicherheitsgrad. Eine systemati-
sche Erfassung und Analyse von operationellen Schäden erfolgt in
061
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
einer Schadensfalldatenbank. Über die Schadensfälle wird der Vor-
stand regelmäßig informiert. Zur Identifikation der Risiken und zur
Bewusstmachung potenzieller Risikoquellen werden Self Assess-
ments durchgeführt. Des Weiteren werden automatisierte Kontroll-
mechanismen zum Thema Op-Risk im prozessorientierten Informa-
tionsnetzwerk (Point), inklusive internem Kontrollsystem (IKS),
durchgeführt.
Auf die aktuelle Situation im Zusammenhang mit COVID-19 wurde
mit einem entsprechendem Maßnahmenplan im Konzern reagiert.
Die Maßnahmen werden von einer Task Force laufend evaluiert und
in Einklang mit den aktuellen Maßnahmen und regulatorischen Vor-
schriften gebracht.
Sonstige Risiken
Im Rahmen des Berichtswesens zum „Sonstigen Risiko“ werden
das Risiko aus dem makroökonomischen Umfeld und ein pauscha-
ler „Risikopuffer“ für nicht quantifizierbare Risiken dargestellt.
Das Risiko aus Veränderungen im makroökonomischen Umfeld
wird als zusätzliches Kreditrisiko über einen Anstieg der Ausfalls-
wahrscheinlichkeiten sowie einer Reduktion der Rückflussquoten
berechnet.
Als Risikopuffer – für nicht quantifizierbare Risiken (u. a. Eigenmittel-
risiko, Reputationsrisiko, Risiko aus dem Geschäftsmodell) – wird
ein pauschaler Zuschlag von 5 % aller ermittelten Risikopositionen
eingestellt, für welchen im Gesamtlimit ausreichende Deckung zu
halten ist.
Nachhaltigkeit und ESG Risiken
ESG (Environment, Social, Governance) Risiken umfassen direkte
und indirekte Risiken, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz-
und Liquiditätslage sowie Reputation der Bank und in Folge auf die
Finanzmarktstabilität auswirken können.
Das Nachhaltigkeits/ESG-Risiko betrifft sämtliche Geschäftsberei-
che sowie auch alle Risikoarten übergreifend und wird daher nicht
als eigene Risikoart angeführt. In der Risikoinventur wurden die
ESG-Risiken bereits in den Fragebögen zu den einzelnen Risikoar-
ten qualitativ mitberücksichtigt.
Im RLB Steiermark Konzern ist ein eigenes Nachhaltigkeitskomitee
implementiert, das für die Umsetzung sowie laufende Weiterent-
wicklung der Nachhaltigkeitsstrategie und für die Analyse und Über-
wachung aktueller Nachhaltigkeitsentwicklungen zuständig ist. Die
Bedeutung des Risikos ist stark zunehmend, weshalb ein eigenes
Projekt zum Thema Nachhaltigkeitsrisiko aufgesetzt wurde. Deswei-
tern wurde im Jahr 2021 im Zusammenhang mit der EBA LOM GL
eine Gap Analyse mit einem externen Berater durchgeführt. Aus
diesem Projekt bzw. aus dieser Analyse wurden Maßnahmen u. a.
Rahmenwerk für das Risikomanagement, Berücksichtigung der
Klima- und Umweltrisiken im Kreditgewährungsprozess (inkl. Über-
wachung) abgeleitet. Einzelne Maßnahmen wurden im Haus bereits
umgesetzt bzw. werden weitere Maßnahmen bundeslandübergrei-
fend im Sektor evaluiert und weiterentwickelt.
Ein Fokus der aktuell implementierten Regelungen liegt auf der De-
finition nachhaltiger Finanzierungen (insbesondere Energieeffizienz)
sowie auf der Festlegung von Ausschlusskriterien, die einer Finan-
zierung entgegenstehen. Im RLB Steiermark Konzern sind für nach-
haltige Finanzierungen bereits ein Anreizsystem wie Bonifikationen
bzw. auch Ausschlusskriterien definiert.
ESG-Risiken beschreiben mögliche negative Folgen, die sich für
Unternehmen insbesondere aus Klima- und Umwelteffekten erge-
ben können und werden daher auch in der Bonitätsbeurteilung (mit-
tels Softfacts) sowie im Kreditgewährungsprozess bereits berück-
sichtigt. An einer Umsetzung eines eigenen ESG-Scores im Risi-
koprozess wird aktuell bundeslandübergreifend im Sektor gearbei-
tet.
Aufgrund der aktuellen Analysen zu ESG-Risiken sehen wir keinen
akuten Handlungsbedarf in der Portfoliosteuerung und fühlen uns in
der nachhaltigen Geschäftsstrategie bestärkt.
Taxonomiefähigkeit
Ausgehend vom EU Green Deal und dem EU Aktionsplan
Sustainable Finance werden für das Geschäftsjahr 2021 erstmals
Quoten gem. der Taxonomie-VO berechnet und publiziert. Diese
zeigen den Anteil der taxonomie-, und nicht taxonomiefähigen Risi-
kopositionen an den gesamten Aktiva. Zur Beurteilung der Taxono-
miefähigkeit dient die wirtschaftliche Aktivität des jeweiligen Kredit-
nehmers. Die entsprechende Publikation der Informationen und
Quoten erfolgt im Nachhaltigkeitsbericht der RLB Steiermark.
Weiters wird ein jährlicher umfassender Nachhaltigkeitsbericht er-
stellt, welcher auf der Homepage der RLB Steiermark
(https://www.raiffeisen.at/rlbstmk) veröffentlicht ist.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
062
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG pflegt Kontakte zu re-
nommierten Wissensträgern und Innovatoren in unserem Land.
Dies zeigt sich in Kooperationen mit den Universitäten und Fach-
hochschulen. Intensiviert wurde die Zusammenarbeit mit dem Start-
up und Innovation Hub „Unicorn“ der Karl-Franzens-Universität
Graz. Die TATEN-Bank, die Start-up-Bank der RLB Steiermark, ist
dauerhaft eingemietet und pflegt vor Ort den Kontakt zu Jungunter-
nehmern und Gründern im universitären Umfeld.
2021 präsentierte die RLB Steiermark zwei mobile Bankstellen, ge-
nannt Raiffeisen Cube, am Radetzkyspitz (als Ersatz für die wegen
der Umbauarbeiten gesperrten Bankstelle Radetzkystraße) und am
Areal des Shopping Centers West in Graz. Bei der Planung wurden
zielgerichtet die beiden Fachhochschulen Joanneum und Campus
02 eingebunden. So arbeitete zu Beginn der Masterstudiengang
"Innovationsmanagement" der FH Campus 02 ein innovatives De-
sign- und Funktionskonzept aus. Ferner widmete sich der Bachelor-
Studiengang "Industrial Design" der FH Joanneum gemeinsam mit
Raiffeisen-Experten dem Wandel in der Bankenwelt und lieferte in
weiterer Folge intuitive Designvorschläge für diese mobile Self-Ser-
vice-Einheit.
Coronabedingt fielen auch 2021 Veranstaltungen ins Wasser. Das
jährliche Konjunkturgespräch der RLB mit Experten der Industriel-
lenvereinigung (IV) über die künftige wirtschaftliche Entwicklung ist
ein Fixpunkt für Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien. Es
fand unter dem Titel „Zurück in die Zukunft – Generation Z als
Wachstumsmotor“ digital als Livestream statt. Als Gastredner konn-
ten IV-Chefökonom Christian Helmenstein und als Stimme der Ge-
neration Z Max Hagenbuchner präsentiert werden, rund 500 Teil-
nehmer waren via Bildschirm dabei.
Vorträge und Diskussionsbeiträge von Mitarbeitern, die ihr Know-
how an öffentlichen Institutionen, universitären Ausbildungsstätten,
Partnerbetriebe und Schulen weitergeben, waren im Berichtsjahr
ebenso eingeschränkt oder nur via Videokonferenzen möglich. Sie
sind ansonsten wichtige Impulse für den Wissenstransfer und -auf-
bau. Im Gegenzug kommen Studierende als Praktikanten in die
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG und bringen sich in konkre-
ten Projekten ein. Darüber hinaus ergeben sich branchenbedingt
keine weiteren Angaben zu den Forschungs- und Entwicklungstä-
tigkeiten.
III. BERICHT
Ü
BER
FORSCHUNG
UND ENTWICKLUNG
063
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
1. Rechtlicher Hintergrund
Gemäß § 243a Abs. 2 i. V. m. § 189a Z.1. lit. a UGB sind im Lagebe-
richt von Gesellschaften, deren Aktien oder andere von ihnen aus-
gegebene Wertpapiere zum Handel auf einem geregelten Markt im
Sinn des §
1 Z. 2 BörseG zugelassen sind, die wichtigsten Merk-
male des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hin-
blick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess zu beschrei-
ben.
2. Gegenstand des Berichts
Unter dem „Internen Kontrollsystem“ (IKS) werden alle von der Ge-
schäftsleitung entworfenen und im Unternehmen ausgeführten Pro-
zesse verstanden, durch die
die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Tätigkeit
(hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens vor Verlusten
durch Schäden und Malversationen),
die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzli-
chen Vorschriften
überwacht und kontrolliert werden.
Das interne Kontrollsystem umfasst die Grundsätze, Verfahren und
Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der
Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeb-
lichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisi-
onssystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.
Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu die-
nen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie
Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der
Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beein-
trächtigt wird.
Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungsle-
gungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie
letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungs-
legung, insbesondere bei bilanziellen Positionen, die Risikoabsiche-
rungen des Unternehmens erfassen.
IV. BERICHTERSTATTUNG
ÜBER WESENTLICHE
MERKMALE DES INTERNEN
KONTROLL- UND RISIKO-
MANAGEMENTSYSTEMS
IM HINBLICK AUF DEN
RECHNUNGSLEGUNGS-
PROZESS
JAHRESFINANZBERICHT 2021
064
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
3. Wesentliche Merkmale des
Internen Kontrollsystems und des
Risikomanagementsystems im Hinblick
auf den Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des bei der Raiffeisen-Landesbank
Steiermark AG bestehenden Internen Kontrollsystems und des Risi-
komanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungs-
legungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
Es gibt bei der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG bzw. im
RLB Steiermark Konzern eine klare Führungs- und Unterneh-
mensstruktur.
Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungspro-
zess wesentlich beteiligten Bereiche sind klar von den Marktbe-
reichen getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeord-
net.
Die Abteilung „Finanzen & Banksteuerung/Konzern-Rechnungs-
wesen“ ist für Grundsatzfragen der Rechnungslegung zuständig
und erstellt den Jahresabschluss.
Die eingesetzten Systeme und Anwendungen sind durch ent-
sprechende Einrichtungen im IT-Bereich gegen unbefugte Zu-
griffe geschützt.
Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit mög-
lich, Standardsoftware eingesetzt.
Ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Bilanzierungsrichtlinien,
Anschaffungsgenehmigung, Zahlungsanweisungsbefugnis etc.)
ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und
Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeig-
net ausgestattet.
Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden lau-
fend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z. B. durch
Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden program-
mierte Plausibilitätsprüfungen statt.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durch-
gängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden regelmäßig durch
die (prozessunabhängige) Interne Revision überprüft.
Seitens der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilun-
gen erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an den Vorstand,
insbesondere durch Controllingberichte, Segmentergebnisrech-
nungen etc.
Vonseiten des Vorstands erfolgt eine vierteljährliche Berichtsle-
gung an den Aufsichtsrat gemäß §
81 AktG.
4. Erläuterung der wesentlichen Merkmale
des Internen Kontrollsystems und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf
den Rechnungslegungsprozess
Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf
den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zu-
vor unter Ziffer 3. beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmeri-
sche Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewür-
digt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die ge-
eignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater
Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorga-
ben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitli-
chen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die klare
Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kon-
troll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor unter Ziffer 3.
genauer beschrieben sind (insbesondere Plausibilitätskontrollen
und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwor-
tungsbewusste Rechnungslegung sicher. Im Einzelnen wird so er-
reicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzli-
chen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst,
verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und buchhalterisch kor-
rekt erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermö-
gensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss
zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche
und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt
werden.
Graz, am 7. April 2022
Der Vorstand:
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER,
Vorsitzender des Vorstands e.h.,
mit Verantwortung für Finanzen & Banksteuerung, Verbund, Kapital-
markt, Unternehmenskommunikation und IT
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA e.h.,
mit Verantwortung für Kommerzkunden, Retail, Vertrieb und
Immobilien
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK e.h.,
mit Verantwortung für Risikomanagement, Recht & Sicherungsein-
richtungen
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER e.h.,
mit Verantwortung für Unternehmensentwicklung & Digitalisierung,
Personal, Transaction Services und Bau & Infrastruktur
065
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
JAHRESABSCHLUSS 2021
DER RAIFFEISEN-
LANDESBANK
STEIERMARK AG
JAHRESFINANZBERICHT 2021
066
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
AKTIVA, BILANZ ZUM 31. DEZEMBER
2021 in EUR 2020 in TEUR
1
Kassenbestand, Guthaben bei Zen-
tralnotenbanken und Postgiroämtern
3.449.927.676,72 1.899.555
2
Schuldtitel öffentlicher Stellen und
Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
443.475.411,22 472.572
a) Schuldtitel öffentlicher Stellen und
ähnliche Wertpapiere
443.475.411,22 472.572
b) zur Refinanzierung bei Zentralnoten-
banken zugelassene Wechsel
0,00 0
3 Forderungen an Kreditinstitute 3.406.992.219,76 3.992.494
a) täglich fällig 1.513.848.518,81 1.154.260
b) sonstige Forderungen 1.893.143.700,95 2.838.235
4 Forderungen an Kunden 7.568.323.153,98 4.594.620
5
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
3.905.356.779,75 3.125.101
a) von öffentlichen Emittenten 10.727.507,26 10.145
b) von anderen Emittenten 3.894.629.272,49 3.114.955
darunter: eigene Schuldverschreibungen 1.928.165.539,73 1.177.361
6
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
15.201.904,00 320.847
7 Beteiligungen 819.720.138,08 814.267
darunter: an Kreditinstituten 808.721.932,80 807.958
8 Anteile an verbundenen Unternehmen 168.283.674,51 273.850
darunter: an Kreditinstituten 0,00 111.725
9
Immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens
2.298.516,47 2.594
10 Sachanlagen 14.530.422,48 10.929
darunter: Grundstücke und Bauten, die
vom Kreditinstitut im Rahmen seiner
eigenen Tätigkeit genutzt werden
7.534.957,64 4.983
11
Anteile an einer herrschenden oder an
einer mit Mehrheit beteiligten
Gesellschaft
0,00 0
darunter: Nennwert 0,00 0
12 Sonstige Vermögensgegenstände 283.221.503,70 364.982
13
Gezeichnetes Kapital, das eingefor-
dert, aber noch nicht eingezahlt ist
0,00 0
14 Rechnungsabgrenzungsposten 71.456.304,85 45.844
15 Aktive latente Steuern 41.877.442,91 41.650
SUMME DER AKTIVA 20.190.665.148,43 15.959.304
067
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
PASSIVA, BILANZ ZUM 31. DEZEMBER
2021 in EUR 2020 in TEUR
1
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
8.427.533.946,01 7.679.920
a) täglich fällig 2.834.036.097,95 2.845.369
b) mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
5.593.497.848,06 4.834.551
2 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.032.820.695,16 2.524.515
a) Spareinlagen 586.863.743,55 391.059
darunter:
aa) täglich fällig
0,00 0
bb) mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
586.863.743,55 391.059
b) sonstige Verbindlichkeiten 3.445.956.951,61 2.133.455
darunter:
aa) täglich fällig
2.132.765.616,84 1.206.466
bb) mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
1.313.191.334,77 926.989
3 Verbriefte Verbindlichkeiten 5.964.323.033,30 4.288.091
a) begebene Schuldverschreibungen 4.402.685.355,15 3.005.868
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 1.561.637.678,15 1.282.224
4 Sonstige Verbindlichkeiten 120.617.004,95 162.728
5 Rechnungsabgrenzungsposten 66.122.935,45 26.353
darunter: Zuschreibungsrücklage gem.
§ 906 Abs. 32 UGB
0,00 0
Unterschiedsbetrag gem.
§ 906 Abs. 34 UGB
0,00 0
6 Rückstellungen 100.268.166,21 80.862
a) Rückstellungen für Abfertigungen 28.936.900,32 22.606
b) Rückstellungen für Pensionen 28.437.133,02 21.770
c) Steuerrückstellungen 6.318.366,96 4.887
d) sonstige 36.575.765,91 31.599
6a Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 0
7
Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I
Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr.
575/2013
87.267.370,05 54.907
8
Zusätzliches Kernkapital gem. Teil 2
Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU)
Nr. 575/2013
0,00 0
darunter: Pflichtwandelschuld-
verschreibungen gem. § 26a BWG
0,00 0
8b
Instrumente ohne Stimmrecht gem.
§ 26a BWG
0,00 0
9 Gezeichnetes Kapital 142.721.217,89 142.721
10 Kapitalrücklagen 401.824.704,50 401.825
a) gebundene 326.824.758,96 326.825
b) nicht gebundene 74.999.945,54 75.000
11 Gewinnrücklagen 677.730.165,02 486.433
a) gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) satzungsmäßige Rücklagen 0,00 0
c) andere Rücklagen 677.730.165,02 486.433
12 Haftrücklage gem. § 57 Abs. 5 BWG 140.573.700,00 88.376
13 Bilanzgewinn 28.862.209,89 22.573
SUMME DER PASSIVA 20.190.665.148,43 15.959.304
JAHRESFINANZBERICHT 2021
068
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER
2021 in EUR 2020 in TEUR
AKTIVA
1 Auslandsaktiva
2.344.998.989,21 2.053.994
PASSIVA
1 Eventualverbindlichkeiten 377.022.022,53 349.590
darunter:
a) Akzepte und Indossamentverbindlich-
keiten aus weitergegebenen Wechseln
0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften
und Haftung aus der Bestellung von
Sicherheiten
359.295.584,62 337.002
2 Kreditrisiken 2.205.015.381,14 1.481.892
darunter:
Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften
0,00 0
3
Verbindlichkeiten aus
Treuhandgeschäften
0,00 0
4
Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
1.495.070.072,49 1.203.617
darunter:
Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I
Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr.
575/2013
160.646.075,96 112.568
5
Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
7.787.853.747,41 5.631.792
darunter:
Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92
A
bs. 1 lit. a bis c der Verordnung (EU)
Nr. 575/2013
a) Harte Kernkapitalquote 17,13 19,37
b) Kernkapitalquote 17,13 19,37
c) Gesamtkapitalquote 19,20 21,37
6 Auslandspassiva 1.288.728.083,63 1.098.673
POSTEN UNTER DER BILANZ
069
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG
2021 in EUR 2020 in TEUR
1 Zinsen und ähnliche Erträge 122.688.254,71 95.448
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren
12.482.300,20 14.681
2 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.425.445,27 -21.071
I NETTOZINSERTRAG 120.262.809,44 74.377
3 Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 54.266.828,28 16.156
a) Erträge aus Aktien, anderen
Anteilsrechten und nicht
festverzinslichen Wertpapieren
0,00 0
b) Erträge aus Beteiligungen 41.690.217,65 637
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen
Unternehmen
12.576.610,63 15.518
4 Provisionserträge 72.436.170,01 53.678
5 Provisionsaufwendungen -27.019.838,53 -20.095
6 Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 6.571.211,19 5.062
7 Sonstige betriebliche Erträge 47.298.050,44 58.812
II BETRIEBSERTRÄGE 273.815.230,83 187.990
8 Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -138.141.568,06 -120.086
a) Personalaufwand -82.644.671,32 -67.928
darunter:
aa) Löhne und Gehälter
-62.705.008,52 -52.218
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale
Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben
und Pflichtbeiträge
-15.809.063,41 -13.162
cc) sonstiger Sozialaufwand -1.719.459,41 -1.200
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung
-3.887.786,81 -3.174
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung 2.410.617,21 2.827
ff) Aufwendungen für Abfertigungen und
Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
-933.970,38 -1.000
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen
(Sachaufwand)
-55.496.896,74 -52.158
GLIEDERUNG DER GEWINN-
UND-VERLUST-RECHNUNG
JAHRESFINANZBERICHT 2021
070
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
2021 in EUR 2020 in TEUR
9
Wertberichtigungen auf die in den
A
ktivposten 9 und 10 enthaltenen
Vermögensgegenstände
-3.819.199,28 -2.617
10 Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.884.026,28 -6.800
III BETRIEBSAUFWENDUNGEN -160.844.793,62 -129.503
IV BETRIEBSERGEBNIS 112.970.437,21 58.487
11/
12
Saldo aus Wertberichtigungen auf
Forderungen und Zuführungen zu Rück-
stellungen für Eventualverbindlichkeiten
und Dotierung von Kreditrisiken sowie
Erträge aus der Auflösung von
Wertberichtigungen auf Forderungen und
Rückstellungen für Eventualverbind-
lichkeiten und für Kreditrisiken
32.341.438,71 -13.784
13/
14
Saldo aus Wertberichtigungen auf Wert-
papiere, die wie Finanzanlagen bewertet
sind und auf Beteiligungen und Anteile an
verbundenen Unternehmen sowie Erträge
aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere,
die wie Finanzanlagen bewertet sind
sowie auf Beteiligungen
-980.669,06 -135
V
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
144.331.206,86 44.568
15 Außerordentliche Erträge 92.869.360,43 0
darunter: Entnahmen aus dem Fonds für
allgemeine Bankrisiken
0,00 0
16 Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
darunter: Zuweisungen zum Fonds für
allgemeine Bankrisiken
0,00 0
17
Außerordentliches Ergebnis (Zwi-
schensumme aus Posten 15 und 16)
92.869.360,43 0
18 Steuern vom Einkommen und Ertrag -10.895.116,99 6.534
darunter: aus latenten Steuern -8.121.695,70 7.414
19
Sonstige Steuern, soweit nicht in
Posten 18 auszuweisen
-3.489.497,61 -2.461
VI JAHRESÜBERSCHUSS 222.815.952,69 48.642
20 Rücklagenbewegung -193.953.742,80 -42.570
darunter: Dotierung der Haftrücklage -2.656.822,07 -195
Auflösung der Haftrücklage 0,00 0
VII JAHRESGEWINN 28.862.209,89 6.071
21 Gewinnvortrag 0,00 16.502
VIII BILANZGEWINN 28.862.209,89 22.573
071
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen
BWG Bankwesengesetz, BGBl 532/1993, i. d. g. F.
CRR Capital Requirements Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013 i. d. g. F.
EBA European Banking Authority (Europäische Bankenaufsichtsbehörde)
ESMA European Securities and Markets Authority (Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde)
EStG Einkommensteuergesetz 1988, BGBl 400/1988, i. d. g. F.
EZB Europäische Zentralbank
FMA Finanzmarktaufsicht
FBSchVG Fundierte Bankschuldverschreibungen Gesetz RGBI. 213/1905 i. d. g. F.
IAS International Accounting Standards
IFRS International Financial Reporting Standards
KStG Körperschaftsteuergesetz 1988, BGBl 401/1988, i. d. g. F.
PfandbrG Pfandbriefgesetz dRGBI I S 492/1927, i. d. g. F.
UGB Unternehmensgesetzbuch, BGBl I 120/2005, i. d. g. F.
Der vorliegende Jahresabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Steiermark) wurde nach den Vorschriften des Bankwe-
sengesetzes (BWG), der EU-Verordnung Nr. 575/2013 (CRR – Capital Requirements Regulation) und – soweit anwendbar – nach den Vor-
schriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der jeweils zum Bilanzstichtag geltenden bzw. anzuwendenden Fassung aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgte gemäß den Gliederungsvorschriften der Anlage 2 zu
Artikel I § 43 BWG.
Gemäß § 221 UGB ist die RLB Steiermark als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Darüber hinaus ist die RLB Steiermark ein Unterneh-
men von öffentlichem Interesse gemäß § 43 Abs. 1a BWG i. V. m. § 189a UGB. Da zahlreiche Emissionen der RLB Steiermark an einer ge-
regelten Börse in der EU zugelassen sind, hat die RLB Steiermark gemäß § 59a BWG auch einen Konzernabschluss in Übereinstimmung
mit den International Financial Accounting Standards aufzustellen.
Als Kreditinstitut gemäß § 1 BWG unterliegt die RLB Steiermark der behördlichen Aufsicht durch die Finanzmarktaufsicht (FMA).
Die Offenlegung gemäß Teil 8 Art. 431-455 der CRR erfolgt auf Grundlage der konsolidierten Finanzlage der RLB-Stmk Verbund eGen in
ihrer Funktion als EWR-Mutterfinanzholding und ist auf der Homepage der RLB Steiermark einsehbar.
A
NHANG F
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GESCHÄFTSJAHR 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
072
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Verschmelzung mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG
In seiner Sitzung vom 23. April 2020 hat der Aufsichtsrat der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG den Grundsatzbeschluss gefasst, dass
die Landes-Hypothekenbank Steiermark AG (Hypo Steiermark) im Laufe des Jahres 2021 mit der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
verschmolzen werden soll. Als vorbereitende Maßnahme wurden mit Wirksamkeit 1. Jänner 2021 die Hypo-Filialen Feldbach, Fürstenfeld,
Judenburg und Schladming an die jeweiligen örtlichen Raiffeisenbanken abgegeben.
In Umsetzung des o. a. Grundsatzbeschlusses haben die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG und die Landes-Hypothekenbank Steier-
mark AG am 27. April 2021 einen Verschmelzungsvertrag abgeschlossen. Auf Basis dieses Verschmelzungsvertrags wurde das Vermögen
der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG als übertragende Gesellschaft als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten im Wege der Ge-
samtrechtsnachfolge unter Ausschluss der Abwicklung auf die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG als übernehmende Gesellschaft ohne
Erhöhung des Grundkapitals gemäß den §§ 219 ff AktG und Art. I UmgrStG übertragen.
Als Verschmelzungsstichtag wurde der 31. Dezember 2020 gewählt. Sowohl die jeweiligen Aufsichtsräte als auch die jeweiligen Hauptver-
sammlungen haben ihre Zustimmung zur Verschmelzung erteilt. Mit Bescheid vom 10. August 2021 wurde diese auch durch die FMA als
zuständige Aufsichtsbehörde bewilligt. Die Verschmelzung wurde mit der Eintragung im Firmenbuch per 28. August 2021 rechtswirksam.
Die übernommenen Aktiva und Passiva wurden unter Fortführung der unternehmensrechtlichen Buchwerte gemäß § 202 Abs. 2 UGB mit
1. Jänner 2021 in die Bilanz der RLB Steiermark übertragen, die Erträge und Aufwendungen bis zur Rechtswirksamkeit der Verschmelzung
am 28. August 2021 sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2021 enthalten. Die in der Hypo Steiermark zum 31.12.2020 mit einem Be-
trag von 49,5 Mio. EUR ausgewiesene Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG wurde ebenfalls mit ihrem Buchwert in die RLB Steiermark
übertragen und ist nicht Teil des Verschmelzungsgewinns in Höhe von 85,6 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung eines aufwandswirksamen
Confusionseffekts von 17,2 Mio. EUR (Buchverlust aus der Vereinigung von Aktiva und Passiva) ergibt sich aus der Verschmelzung eine
Nettovermögenserhöhung in Höhe von 68,4 Mio. EUR. Sowohl Verschmelzungsgewinn als auch Confusionsergebnis werden in der Ge-
winn-und-Verlust-Rechnung 2021 innerhalb des außerordentlichen Ergebnisses ausgewiesen.
In den folgenden Tabellen erfolgt sowohl für Bilanz als auch Gewinn-und-Verlust-Rechnung eine Überleitung der per 31. Dezember 2020
veröffentlichten Werte der RLB-Steiermark auf die pro forma Werte 2020:
073
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Aktiva in TEUR RLB HYPO Verrechnung RLB pro forma
Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken
und Postgiroämtern
1.899.555 430.820 0 2.330.376
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel,
die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank
zugelassen sind
472.572 24.144 0 496.716
Forderungen an Kreditinstitute 3.992.494 125.857 -1.208.535 2.909.816
a) täglich fällig 1.154.260 39.189 -38.674 1.154.774
b) sonstige Forderungen 2.838.235 86.668 -1.169.861 1.755.042
Forderungen an Kunden 4.594.620 2.952.650 0 7.547.269
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
3.125.101 125.119 0 3.250.219
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
320.847 0 0 320.847
Beteiligungen 814.267 1.462 0 815.730
Anteile an verbundenen Unternehmen 273.850 6.921 -111.725 169.046
Immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens
2.594 55 0 2.649
Sachanlagen 10.929 4.520 0 15.449
Sonstige Vermögensgegenstände 364.982 11.751 -53.563 323.171
Rechnungsabgrenzungsposten 45.844 2.985 -2.759 46.070
Aktive latente Steuern 41.650 8.350 0 49.999
SUMME DER AKTIVA 15.959.304 3.694.633 -1.376.581 18.277.356
JAHRESFINANZBERICHT 2021
074
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Passiva in TEUR RLB HYPO Verrechnung RLB pro forma
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.679.920 1.194.834 -1.208.962 7.665.791
a) täglich fällig 2.845.369 577 -38.674 2.807.271
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 4.834.551 1.194.257 -1.170.288 4.858.520
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2.524.515 1.464.166 0 3.988.680
Verbriefte Verbindlichkeiten 4.288.091 705.142 0 4.993.233
Sonstige Verbindlichkeiten 162.728 27.803 -25.504 165.027
Rechnungsabgrenzungsposten 26.353 5.777 -13.087 19.042
Rückstellungen 80.862 27.090 -116 107.837
a) Rückstellungen für Abfertigungen 22.606 9.453 0 32.059
b) Rückstellungen für Pensionen 21.770 9.078 0 30.848
c) Steuerrückstellungen 4.887 63 0 4.950
d) sonstige 31.599 8.497 -116 39.980
Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013
54.907 23.000 0 77.907
Gezeichnetes Kapital 142.721 39.985 -39.985 142.721
Kapitalrücklagen 401.825 39.275 -39.275 401.825
a) gebundene 326.825 39.275 -39.275 326.825
b) nicht gebundene 75.000 0 0 75.000
Gewinnrücklagen 486.433 118.022 -118.022 486.433
a) gesetzliche Rücklage 0 0 0 0
b) satzungsmäßige Rücklagen 0 0 0 0
c) andere Rücklagen 486.433 118.022 -118.022 486.433
Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG 88.376 49.541 0 137.917
Bilanzgewinn/Bilanzverlust 22.573 0 0 22.573
Nettovermögenserhöhung aus Verschmelzung 0 0 68.370 68.370
SUMME DER PASSIVA 15.959.304 3.694.633 -1.376.581 18.277.356
075
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Im Anhang wurden das aktuelle Zahlenmaterial und die Vorjahreswerte gerundet in Tausend EURO (TEUR) ausgewiesen. In der Summen-
bildung sind daher Rundungsdifferenzen nicht auszuschließen. Aufgrund der Verschmelzung mit der Hypo Steiermark ist die Vergleichbar-
keit mit den Vorjahreswerten eingeschränkt. Aus diesem Grund wurden – sofern relevant – neben den veröffentlichen Vorjahreswerten der
RLB Steiermark auch die pro forma Werte des Vorjahres dargestellt.
Gewinn-und-Verlustrechnung in TEUR RLB Hypo Verrechnung RLB pro forma
Zinsen und ähnliche Erträge 95.448 52.712 -1.264 146.896
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -21.071 -2.934 1.331 -22.674
NETTOZINSERTRAG 74.377 49.778 68 124.223
Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 16.156 363 0 16.519
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten
und nicht festverzinslichen Wertpapieren
0 0 0 0
b) Erträge aus Beteiligungen 637 213 0 850
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 15.518 150 0 15.668
Provisionserträge 53.678 13.804 -1.536 65.946
Provisionsaufwendungen -20.095 -5.313 607 -24.802
Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 5.062 173 -186 5.049
Sonstige betriebliche Erträge 58.812 33.211 -27.122 64.900
BETRIEBSERTRÄGE 187.990 92.015 -28.170 251.835
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -120.086 -50.973 27.890 -143.168
a) Personalaufwand -67.928 -21.783 0 -89.711
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) -52.158 -29.190 27.890 -53.457
Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10
enthaltenen Vermögensgegenstände
-2.617 -713 0 -3.329
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.800 -5.246 280 -11.767
BETRIEBSAUFWENDUNGEN -129.503 -56.932 28.170 -158.264
BETRIEBSERGEBNIS 58.487 35.083 0 93.571
Saldo aus den Auflösungen/Zuweisungen von bzw. zu
den Wertberichtigungen auf Forderungen und zu
Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten
-13.784 47 0 -13.737
Saldo aus den Auflösungen/Zuweisungen von bzw. zu
den Wertberichtigungen aus Wertpapieren, die wie
Finanzanlagen bewertet sind, und auf Beteiligungen
sowie der Auflösung von Wertberichtigungen zu Anteile
an verbundenen Unternehmen
-135 789 0 654
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
44.568 35.919 0 80.488
Steuern vom Einkommen und Ertrag 6.534 27 0 6.561
Sonstige Steuern, soweit nicht in
Posten 18 auszuweisen
-2.461 -675 0 -3.136
JAHRESÜBERSCHUSS/JAHRESFEHLBETRAG 48.642 35.271 0 83.913
Rücklagenbewegung -42.570 -35.271 0 -77.841
JAHRESGEWINN/JAHRESVERLUST 6.071 0 0 6.071
Gewinnvortrag/Verlustvortrag 16.502 0 0 16.502
BILANZGEWINN/BILANZVERLUST 22.573 0 0 22.573
JAHRESFINANZBERICHT 2021
076
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
A. Allgemeine Grundsätze
Der Jahresabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG wurde unter Anwendung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung
und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten und die Posten des Jahresabschlusses
unter Berücksichtigung ihres wirtschaftlichen Gehalts bilanziert. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden
wurde, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten oder für eine Gruppenbewertung (§ 209 Abs. 2 UGB) nicht
gegeben waren, der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Grundsatz der
Vorsicht wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäftes insofern Rechnung getragen, als nur die am Abschluss-
stichtag realisierten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste bilanzmäßig erfasst wurden.
Die Erstellung eines Jahresabschlusses erfordert Ermessensbeurteilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmetho-
den sowie die Festlegung von Annahmen über zukünftige Entwicklungen durch das Management, die den Ansatz und den Wert von Vermö-
genswerten und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen während der Be-
richtsperiode wesentlich beeinflussen können.
Sind für die Bilanzierung und Bewertung Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, basieren diese auf historischen Erfahrungen und
anderen Faktoren wie Planungen und – nach jeweils aktuellem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger
Ereignisse. Die den Schätzungen zugrundeliegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Prüfung.
Angaben zu COVID-19
Zahlungsmoratorien und sonstige Stundungen
Aufgrund der von COVID-19 verursachten Krise und Auswirkungen auf die Realwirtschaft wurden seitens der österreichischen Bundesregie-
rung zahlreiche Maßnahmen beschlossen, deren Umsetzung u. a. durch die österreichische Kreditwirtschaft erfolgt. Das österreichische
Moratorium für Verbraucher und Kleinstunternehmer nach dem 2. COVID-19-Justiz-Begleitgesetz (JuBG) sah zunächst eine dreimonatige
Stundung für diese Kundengruppen vor. Alle Zins- oder Tilgungsleistungen der Kredite an diese beiden Kundengruppen, welche vor dem
15. März 2020 abgeschlossen und zwischen dem 1. April und 30. Juni 2020 fällig wurden, waren mit Eintritt der Fälligkeit um drei Monate zu
stunden. Das Gesetz wurde in mehreren Novellen bis zum 31. Jänner 2021 verlängert, womit sich ein Höchststundungszeitraum von zehn
Monaten ergab. Mit Auslaufen des gesetzlichen Moratoriums per 31. Jänner 2021 erloschen die Ansprüche der Kunden auf gesetzliche
Stundungen von Rückzahlungs- und Zinsleistungen. Mit Urteil vom 22. Dezember 2021 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) judiziert, dass
bei Verbraucherkreditverträgen und Verträgen mit Kleinstunternehmern, die den Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19-JuBG unterlie-
gen, für den Zeitraum der gesetzlichen Stundung keine vertraglichen Sollzinsen verrechnet werden dürfen. Diesem Sachverhalt wurde im
vorliegenden Jahresabschluss durch Bildung einer Rückstellung Rechnung getragen.
Neben dem gesetzlichen Moratorium hatte sich ein wesentlicher Teil der österreichischen Kreditinstitute zusammengeschlossen, um ein
Moratorium ohne Gesetzesform entsprechend den Vorgaben der EBA zu entwickeln (privates Moratorium). Ziel dieses Moratoriums war die
Gleichstellung der Zahlungserleichterungen für Kunden, die nicht bereits vom gesetzlichen Moratorium erfasst wurden. Der Geltungszeit-
raum für das private Moratorium erstreckte sich vom 15. März 2020 bis längstens 31. März 2021, wobei ein Stundungszeitraum von höchs-
tens neun Monaten möglich war. Eine Antragstellung musste bis 31. August 2020 erfolgen.
Zusätzlich zu den EBA-konformen Zahlungsmoratorien (gesetzliches bzw. privates) bietet die RLB Steiermark jenen Kundinnen und Kun-
den, die nicht von diesen Stützungsmaßnahmen umfasst waren, Stundungen in (ähnlicher) standardisierter Form an.
Staatliche Garantien/COVID-19 Überbrückungsfinanzierungen
Neben den (mittlerweile ausgelaufenen) Moratorien gibt es in Österreich noch staatlich (teil)garantierte Überbrückungsfinanzierungen. Die
RLB Steiermark bietet ihren Bestandskundinnen und -kunden diese von der öffentlichen Hand angebotenen, staatlich (teil)garantieren Über-
brückungsfinanzierungen an. Diese Neufinanzierungen werden nur vergeben, wenn potenzielle Kreditnehmer die internen Vorgaben sowie
die Garantieerfordernisse erfüllen, d. h., wenn zum relevanten Stichtag laut Förderstellen keine finanziellen Schwierigkeiten des Kreditneh-
mers vorliegen.
077
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die folgenden Tabellen stellen einen Überblick der Buchwerte der zum Stichtag 31. Dezember 2021 sowie zum Vergleichsstichtag (jeweils
veröffentlicht und pro forma) gewährten Maßnahmen zur Abfederung von COVID-19 bedingten Liquiditätsengpässen bei Kreditnehmerin-
nen und Kreditnehmern dar:
31.12.2021
In TEUR
Stundungen gemäß
gesetzlichem und privatem
Moratorium
Sonstige COVID-19
Stundungen
COVID-19 Überbrückungs-
finanzierungen
Haushalte 107.382 25.616 2.071
Nichtfinanzielle Unternehmen 198.751 51.358 92.144
Sonstige Finanzunternehmen 0 0 0
GESAMT 306.133 76.974 94.215
Pro forma 31.12.2020
In TEUR
Stundungen gemäß
gesetzlichem und privatem
Moratorium
Sonstige COVID-19
Stundungen
COVID-19 Überbrückungs-
finanzierungen
Haushalte 151.002 27.338 2.972
Nichtfinanzielle Unternehmen 256.518 107.239 109.881
Sonstige Finanzunternehmen 0 0 80
GESAMT 407.520 134.577 112.933
31.12.2020
In TEUR
Stundungen gemäß
gesetzlichem und privatem
Moratorium
Sonstige COVID-19
Stundungen
COVID-19 Überbrückungs-
finanzierungen
Haushalte 63.722 18.913 1.169
Nichtfinanzielle Unternehmen 184.441 70.365 107.150
GESAMT 248.163 89.278 108.319
Zum Berichtsstichtag sind die gesetzlichen und privaten COVID-19 Stundungen zur Gänze ausgelaufen (Vorjahr pro forma: 258.581 TEUR,
Vorjahr: 195.591 TEUR). Sonstige Covid-19 Stundungen sind mit einem Volumen von 41.158 TEUR (Vorjahr pro forma: 629 TEUR) ausge-
laufen.
Der Rückgang des Volumens gestundeter Forderungen gegenüber dem 31. Dezember 2020 ist vor allem auf den Abgang von Forderun-
gen gegenüber Nichtbanken im Zuge des am Anfang des Jahres 2021 erfolgten Filialverkaufs (siehe dazu auch Erläuterung in Kapitel A
„Verschmelzung mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG“) zurückzuführen.
Weitere Angaben zu den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie werden direkt in den entsprechenden Kapiteln des Anhangs dargestellt.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
078
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
B. Angaben zu den in der Bilanz und in der Gewinn-und-Verlust-
Rechnung angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Währungsumrechnung
Die Fremdwährungsbeträge werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den von der Europäischen Zentralbank bekannt gegebenen Referenzkursen
des Bilanzstichtages umgerechnet. Für jene Fremdwährungspositionen, für die keine EZB-Referenzkurse veröffentlicht werden, werden die
Devisenmittelkurse von Referenzbanken herangezogen. Devisentermingeschäfte werden mit dem Terminkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
2. Wertpapiere
Für die Bewertung von Wertpapieren werden Börsenkurse oder am Markt beobachtbare Quotierungen von Handelsteilnehmern herangezo-
gen. Eine Bildung von Durchschnittskursen bei volatilen Kursen rund um den Abschlussstichtag wird nicht vorgenommen.
Sind aufgrund eines inaktiven Marktes keine adäquaten Marktdaten vorhanden, erfolgt die Kursermittlung anhand interner Bewertungsmo-
delle unter Zugrundelegung von Auf- und Abschlägen für Bonität, Handelbarkeit und Ausstattung.
Folgende Gründe führen zur Annahme eines inaktiven Marktes bei der Bewertung:
es sind keine beobachtbaren Kurse vorhanden
die Marktkurse sind nicht aktuell
die Handelsaktivitäten sind eingebrochen
wesentliche Ausweitung der bid/ask Spreads
2
2
.
.
1
1
.
.
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip
unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips bewertet. Das Wahlrecht, bei voraussichtlich nicht dauerhaften Wertminderungen
auf den niedrigeren Wert abzuschreiben, wird nicht ausgeübt. Entsprechend der allgemeinen Regelung des § 204 Abs. 2 UGB werden daher
Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durchgeführt. Bei Wegfall der
Gründe für eine Abschreibung nach § 204 Abs. 2 UGB erfolgen Zuschreibungen gemäß § 208 Abs. 1 UGB bis zum aktuellen Kurswert,
maximal jedoch bis zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten bzw., wenn diese über dem Tilgungskurs liegen, bis zum Tilgungskurs.
Über pari angeschaffte Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens werden gemäß § 56 Abs. 2 BWG
effektivzinskonform auf den Rückzahlungsbetrag abgeschrieben. Zur Angleichung der Bewertungsmethoden i. Z. m. der Verschmelzung
erfolgt bei unter pari angeschafften Wertpapieren seit dem Geschäftsjahr 2021 eine effektivzinskonforme Zuschreibung auf den Rückzah-
lungsbetrag. Wertpapiere, die dem Deckungsstock für Mündelgelder dienen, sind Anlagevermögen und werden gemäß § 2 Abs. 3 der Mün-
delsicherheitsverordnung zum strengen Niederstwertprinzip bewertet.
2
2
.
.
2
2
.
.
Wertpapiere des Umlaufvermögens werden gemäß § 207 UGB zum strengen Niederstwertprinzip bewertet und bei Wertminderung auf
den niedrigeren Börsenkurs bzw. Marktpreis abgeschrieben. Ist ein solcher nicht feststellbar, erfolgt eine Abschreibung auf den beizulegen-
den Wert. Zuschreibungen erfolgen gemäß § 208 Abs. 1 UGB im Ausmaß der Wertaufholung bis zum aktuellen Kurswert, maximal jedoch
bis zu den Anschaffungskosten bzw., wenn diese über dem Tilgungskurs liegen, bis zum Tilgungskurs.
2
2
.
.
3
3
.
.
Wertpapiere des Handelsbestands werden gemäß § 57 Abs. 1 BWG zum beizulegenden Zeitwert („mark-to-market“) bewertet.
3. Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Der beizulegende Zeitwert ist jener Betrag, zu
dem Finanzinstrumente am Bilanzstichtag zu fairen Bedingungen verkauft oder gekauft werden können. Sofern Börsenkurse vorhanden
sind, werden diese zur Bewertung herangezogen. Für Finanzinstrumente ohne Börsenkurs werden interne Bewertungsmodelle – insbeson-
dere die Barwertmethode und Optionspreismodelle – mit aktuellen Marktparametern herangezogen.
Der Fair Value von Zins- und Zins-Währungs-Swaps sowie Zinstermingeschäften wird auf Basis abgezinster Cashflows ermittelt, wobei je-
weils die für die Restlaufzeit geltenden Marktzinssätze verwendet werden. Für die Ermittlung des Fair Value von in EURO besicherten Deri-
vaten wird als Diskontierungszinssatz der EONIA (Euro Over Night Index Average) herangezogen, da dieser der Verzinsung der entspre-
chenden Barsicherheiten entspricht. Aufgrund der Benchmark-Verordnung EU 2016/1011 (in der EU ab 1. Jänner 2018 anwendbar) werden
insbesondere IBOR-Zinssätze durch neue Referenzzinssätze abgelöst. Im Zuge der IBOR-Reform wurde der EONIA mit Jahresende 2021
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durch den €STR (Euro Short Term Rate) abgelöst. Die Umstellung führte zu einer Änderung der Diskontierungskurve. Die daraus resultie-
rende Änderung der Marktwerte wurde überwiegend durch eine Ausgleichszahlung kompensiert. Gemäß AFRAC-Stellungnahme 15 „Deri-
vate und Sicherungsinstrumente“ (UGB) vom Dezember 2020 sind diese Ausgleichszahlungen bei Derivaten des Handelsbuchs sofort
erfolgswirksam in der GuV zu erfassen. In allen übrigen Fällen besteht ein Wahlrecht, diese entweder sofort erfolgswirksam in der GuV zu
berücksichtigen oder als Rechnungsabgrenzungsposten zu erfassen und über die Restlaufzeit der Derivate zu verteilen. In Ausübung die-
ses Wahlrechts werden im Zuge der IBOR-Reform geleistete/erhaltene Ausgleichszahlungen i. Z. m. Bankbuch-Derivaten nicht als Rech-
nungsabgrenzungsposten aktiviert/passiviert, sondern sofort ergebniswirksam erfasst und innerhalb der GuV-Position „Sonstige betriebli-
che Erträge“ bzw. „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen. Ausgleichszahlungen bei Handelsbuch-Derivaten werden innerhalb
der GuV-Position „Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften“ dargestellt.
Der Fair Value von Devisentermingeschäften wird auf Basis aktueller Terminkurse ermittelt. Optionen werden zu Kurswerten oder mittels
anerkannter Modelle zur Ermittlung von Optionspreisen bewertet. Als Bewertungsmodelle dienen für einfache europäische Optionen und
Zinsinstrumente die gängigen Black-Scholes-Modelle (marktbedingt wird aufgrund des aktuellen Zinsniveaus u. a. auch das Black-Scholes-
Normalmodell verwendet).
Bei der Modellbewertung von Derivaten muss auch das Kontrahentenrisiko anhand finanzwirtschaftlicher Methoden berücksichtigt werden,
sofern es für die Bewertung wesentlich ist. Dieses wird als Credit Value Adjustment (bei Überwiegen des Ausfallsrisikos der Gegenpartei)
oder Debt Value Adjustment (bei Überwiegen des eigenen Ausfallsrisikos) bezeichnet. Da das eigene Kreditrisiko bei der Ermittlung des
Credit- und Debt Value Adjustment mit besonderer Vorsicht zu berücksichtigen ist, wird bei den Derivaten des Bankbuchs ein Debt Value
Adjustment generell nicht berücksichtigt.
Bei Derivaten des Bankbuchs unterbleibt im Falle der Bildung von Bewertungseinheiten eine Buchung der Marktwerte. Auf Basis entspre-
chend dokumentierter Widmungen zu Beginn der Sicherungsbeziehungen werden geeignete und (annährend) gleiche derivative Finanzin-
strumente zu Gruppen zusammengefasst. Dabei wird auf die qualitative Eignung des abgesicherten Grundgeschäfts, das Vorliegen eines
Absicherungsbedarfs, das Bestehen einer Absicherungsstrategie sowie die qualitative Eignung des Derivats als Sicherungsinstrument Be-
dacht genommen.
Die derivativen Finanzinstrumente des Handelsbuchs werden generell mit ihren Marktwerten bilanziert, für freistehende Bankbuchderivate
mit negativem Marktwert und bei Ineffektivitäten von Sicherungsbeziehungen werden Rückstellungen gebildet.
Weitere Ausführungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten finden sich im Anhang unter Punkt C. 23. „Ergänzende Angaben zu Fi-
nanzinstrumenten gem. § 238 Abs. 1 Z. 1 UGB i. V. m. § 64 Abs. 1 Z. 3 BWG“.
4. Risikovorsorge
Bei der Bewertung des Kreditportefeuilles werden für alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste bei Kreditnehmern Einzelwertberich-
tigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Bei signifikanten Kreditnehmern in Ausfall-Klassen erfolgt die Ermittlung der Höhe der Risikovor-
sorge durch Schätzung und Abzinsung der zukünftigen Cashflows (Discounted-Cashflow-Methode). Bei nicht signifikanten Kreditnehmern
in Ausfall-Klassen wird eine in Abhängigkeit der Ausfallsdauer pauschalierte Einzelwertberichtigung anhand von laufzeitabhängigen Verlust-
quoten gebildet.
Darüber hinaus werden auch Forderungen, bei denen in der Einzelbetrachtung keine Hinweise auf eingetretene Wertminderungen vorlie-
gen, im Rahmen einer pauschalen Betrachtung in Höhe des 12-Monats-ECL (Expected Credit Loss) wertberichtigt. Bei der Ermittlung der
Portfoliowertberichtigung für erwartete Kreditverluste werden gemäß § 201 Abs. 2 Z. 7 UGB statistisch ermittelte Erfahrungswerte aus ähn-
lich gelagerten Sachverhalten verwendet bzw. berücksichtigt. Die Höhe der Kreditverluste basiert auf Risikoparametern, die mittels statisti-
scher Verfahren aus historischen Ausfallswahrscheinlichkeiten und Verlustquoten unter Berücksichtigung von makroökonomischen Progno-
sewerten für die Zukunft (PiT-Parameter) ermittelt werden.
Durch die COVID-19 Pandemie und die daraus resultierenden staatlichen Hilfsmaßnahmen wurden die erwarteten Auswirkungen der Krise
bis dato noch nicht realisiert. Durch den neuerlichen Anstieg des COVID-Infektionsgeschehens aufgrund der neuen COVID-Variante „Omik-
ron“ ist eine realistische Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung der Kreditnehmer wieder zunehmend unsicherer geworden. Eine bis
vor Kurzem erwartete Verbesserung der Situation wird derzeit nicht mehr als sicher angesehen, weshalb die seit 31. Dezember 2020 ver-
wendete konservative COVID-Schätzung auch für den 31. Dezember 2021 unverändert fortgeführt wird.
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Die für die PiT-Parameterschätzung wesentlichen makroökonomischen Faktoren zeigen für den Prognosezeitraum (2022 und Folgejahre)
zum Teil eine deutliche Verbesserung und eilen damit der Erwartung der Kreditrisikoentwicklung deutlich voraus (=zeitlicher Gap). Aus die-
sem Grund hat sich die RLB Steiermark dazu entschieden, weiterhin die makroökonomischen Faktoren seit Beginn der Pandemie in die PiT-
Parameterschätzung miteinfließen zu lassen und aufgrund des o.g. zeitlichen Gaps als Ausgangspunkt der Prognose den 30. Juni 2020
anzunehmen. Durch diese Vorgangsweise werden die schlechten Wirtschaftsdaten vom Beginn der COVID-19 Pandemie auch für die aktu-
elle PiT-Parameterschätzung berücksichtigt und es wird dem zeitlichen Gap zwischen Wirtschaftserholung und (aufgrund der staatlichen
Hilfsmaßnahmen) erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erwartenden wirtschaftlichen Problemen der Kreditnehmer Rechnung getragen.
Die Risikoparameter, die bei der Berechnung der erwarteten Kreditverluste zum Einsatz kommen, berücksichtigen die am Bilanzstichtag
verfügbaren Informationen über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen und Prognosen über künftige wirtschaftliche Entwick-
lungen. Alle Modelle zur Schätzung der Risikoparameter werden tourlich einer Validierung und einem Backtesting unterzogen und gegebe-
nenfalls angepasst bzw. weiterentwickelt. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass andere makroökonomische Faktoren in die Modelle
Eingang finden, um weiterhin die Güte des Modells zu gewährleisten.
Die im Rahmen der staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen (und von dritter Seite) eingeräumten Garantien und Sicherheiten wurden bei der
Bemessung der erwarteten Kreditverluste entsprechend berücksichtigt.
Per 31. Dezember 2021 betragen die insgesamt auf Portfoliobasis gebildeten Kreditrisikovorsorgen 25,6 Mio. EUR nach 24,3 Mio. EUR zum
31. Dezember 2020 (pro forma).
5. Vertragsanpassungen (Modifikationen)
Eine Modifikation liegt vor, wenn ein Vertrag angepasst wird, ohne dass diese Möglichkeit zur Anpassung vorher im Vertrag festgelegt
wurde. Im Sinne einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise ist zwischen erheblichen (substanziellen) und nicht erheblichen (nicht substanzi-
ellen) Vertragsanpassungen zu unterscheiden.
Eine erhebliche (substanzielle) Vertragsanpassung liegt in der RLB Steiermark bspw. bei einem Währungs- oder Schuldnerwechsel (=quali-
tative Kriterien) vor und führt zur Ausbuchung des alten Vermögensgegenstands (Kredits) und zum Ansatz eines neuen Vermögensgegen-
stands, wobei die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert des neuen (modifizierten) Vermögensgegenstands entsprechen. Wenn
sich der Buchwert des (alten) Schuldinstruments vor Vertragsanpassung vom beizulegenden Zeitwert nach der Vertragsanpassung unter-
scheidet, kommt es zu einem erfolgswirksamen Abgangsergebnis. Erfolgt eine erhebliche Vertragsanpassung aus Bonitätsgründen, ergibt
sich i. d. R. kein Abgangsergebnis, da zuvor eine Wertberichtigung erfasst wird, um den Vermögensgegenstand mit dem niedrigeren beizu-
legenden Wert
anzusetzen.
Bei einer nicht erheblichen (nicht substanziellen) Vertragsanpassung erfolgt eine Bewertung des Schuldinstruments nach den allgemeinen
unternehmensrechtlichen Grundsätzen (§§ 204 und 207 UGB). Eine Ausbuchung des Schuldinstruments wird nicht vorgenommen. Statt-
dessen kommt es unter Berücksichtigung des imparitätischen Realisationsprinzips zu einer erfolgswirksamen Buchwertanpassung, welche
als Wertminderung gebucht wird. Modifikationsverluste infolge von bonitätsinduzierten Vertragsanpassungen – das sind insbesondere Kre-
ditforderungen, bei denen es zu einer Vertragsanpassung aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten des Kreditnehmers kommt – werden auf-
wandswirksam berücksichtigt und innerhalb der GuV-Position 11/12 ausgewiesen. Die Amortisierung dieser Beträge wird ebenfalls inner-
halb der GuV-Position 11/12 dargestellt.
Marktinduzierte Modifikationsverluste (Vertragsanpassungen aufgrund von „commercial renegotiations“) werden als entgangene Gewinne
und nicht als Wertminderung angesehen. Der Barwertunterschied (vor und nach Vertragsanpassung) wird daher unternehmensrechtlich
nicht berücksichtigt.
6. Unterbewertung gem. § 57 Abs. 1 und 2 BWG
Im vorliegenden Jahresabschluss wird vom Bewertungswahlrecht gemäß § 57 Abs. 1 und 2 BWG Gebrauch gemacht.
7. Beteiligungen
Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht anhaltende Verluste, ein verringertes Eigenkapital und/oder ein vermin-
derter Ertragswert eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich machen. Für die wichtigsten Beteiligungen wird der
beizulegende Wert mittels Unternehmenswertgutachten (i. S. der AFRAC-Stellungnahme „24 Beteiligungsbewertung (UGB)“) ermittelt.
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Für die Bewertung werden die Discounted Cashflow (DCF)-Methode und vereinfachte Verfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes
angewendet. Das DCF-Verfahren ermittelt den Unternehmenswert durch das Abzinsen von zukünftigen Cashflows. Der hierbei verwendete
Kapitalisierungszinssatz setzt sich aus einem Basiszinssatz und einem Risikozuschlag zusammen, der jährlich an die Marktbedingungen
angepasst wird.
Zuschreibungen gemäß § 208 Abs. 1 UGB werden bis maximal zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dau-
ernde Wertminderung weggefallen sind.
8. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 204 Abs. 2 UGB
werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
von bis
Immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens 4 5 Jahre
Gebäude 10 67 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 20 Jahre
Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Sachanlagen von 1,5 % bis 10 % und bei den beweglichen Sachanlagen
von 5 % bis 33,33 %.
Für förderbare Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen, die im zweiten Halbjahr 2020 bzw. bis 31. Mai 2021 getätigt wurden,
konnte bis zum 28. Februar 2021 eine sogenannte COVID-19 Investitionsprämie beantragt werden. Die genauen Voraussetzungen für die
Förderbarkeit, insbesondere die Definition von nicht förderungsfähigen Investitionen (z. B. PKW, die fossile Energieträger nutzen, Erwerb
von Gebäuden oder Gebäudeanteilen) wurden durch die Förderungsrichtlinie „COVID-19 Investitionsprämie für Unternehmen" festgelegt.
Die Förderung stellt einen nicht rückzahlbaren Zuschuss dar und kann wahlweise als direkter Abzug bei den Investitionen (Nettoausweis)
bilanziert oder durch Einstellung eines eigenen Postens auf der Passivseite (Bruttoausweis) ausgewiesen werden. Entsprechend der Emp-
fehlung der AFRAC Stellungnahme 6 „Zuschüsse im öffentlichen Sektor (UGB)“ hat sich die RLB Steiermark für einen Bruttoausweis ent-
schieden. Dem Charakter eines Rechnungsabgrenzungspostens folgend, erfolgt der Ausweis des Zuschusses innerhalb des Postens „Pas-
sive Rechnungsabgrenzung". Die Auflösung des Investitionszuschusses entsprechend der Nutzungsdauer der Investitionen wird erfolgs-
wirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung innerhalb der Position „Sonstige betriebliche Erträge" dargestellt.
9. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
10. Kosten eigener Emissionen
Emissionskosten, Zuzählungsprovisionen, Agio bzw. Disagio werden nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Emissionen verteilt.
11. Rückstellungen
Sozialkapitalrückstellungen (Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19 –
Employee Benefits – nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) ermittelt.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden bei sämtlichen Sozialkapitalrückstellungen die „AVÖ 2018-P-Rechtsgrundlagen für die
Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte herangezogen.
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11.1. Rückstellung für Pensionsverpflichtungen
Für die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurde ein Rechnungszinssatz von 0,60 % (Vorjahr: 0,30 %)
zugrunde gelegt. Der Pensionstrend wurde mit durchschnittlich 2,23 % (Vorjahr: 2,10 %) angenommen. Der Personenkreis, für welchen eine
Pensionsrückstellung gebildet wird, umfasst ausschließlich Pensionisten.
11.2. Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder
Für die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder (25 und 35 Dienstjahre) gelangten ein Rechnungszinssatz von
0,40 % (Vorjahr: 0,10 %) sowie eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 2,70 % p.a. (Vorjahr: 2,80 %) zur Anwendung. Darüber hinaus
wurden bei der Berechnung individuell ermittelte, jährliche dienstzeitabhängige Fluktuationsraten berücksichtigt.
Bei Frauen und Männern wurde ein Pensionsantrittsalter von 62 Jahren (Vorjahr: 62 Jahre) unter Beachtung der Übergangsbestimmungen
laut Budgetbegleitgesetz 2011 (BGBl. I Nr. 111/2010 vom 30.12.2010) und des „BVG Altersgrenzen“ (BGBl. Nr. 832/1992; Bundesverfas-
sungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten) zugrunde gelegt.
11.3. Übrige Rückstellungen
In den übrigen Rückstellungen sind unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie
der Höhe und dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung erforder-
lich sind. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt grundsätzlich eine Abzinsung zum marktüblichen Zinssatz.
12. Latente Steuern
Unterschiede zwischen den unternehmensrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellun-
gen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen, werden nach dem „Tem-
porary“-Konzept berechnet und bei einer sich daraus insgesamt ergebenden Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz ange-
setzt. Bei einer sich daraus ergebenden Steuerbelastung erfolgt der Ansatz einer Rückstellung für passive latente Steuern. Die ausgewiese-
nen Posten werden aufgelöst, soweit die Steuerent- oder -belastung eintritt oder damit nicht mehr zu rechnen ist.
13. Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Zinserträge und Zinsaufwendungen
Positive wie negative Entgelte aus der Kapitalüberlassung werden in den Zinserträgen, positive wie negative Entgelte aus der Kapitalauf-
nahme werden unter den Zinsaufwendungen dargestellt. Dementsprechend werden negative Zinszahlungen auf Aktivgeschäfte im Zinsertrag
(als Reduktion des Zinsertrages) erfasst, negative Zinszahlungen auf Passivgeschäfte im Zinsaufwand (als Reduktion des Zinsaufwandes).
Entsprechend der AFRAC-Stellungnahme 15 „Derivate und Sicherungsinstrumente (UGB)" werden Erfolge aus einem Derivat, welches in
einer Sicherungsbeziehung steht, in jenem Posten ausgewiesen, in welchem auch die Erfolge des Grundgeschäftes ausgewiesen werden.
Gebühren mit Zinscharakter, die nach dem Zeitablauf oder der Höhe der Forderung berechnet werden, werden gemäß § 52 Abs. 1 Z. 4 BWG
als Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Demgegenüber werden Gebühren mit Dienstleistungscharakter in den Provisionserträgen
dargestellt.
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C. Erläuterungen zu Bilanzpositionen
1. Nicht täglich fällige Forderungen gegenüber Kreditinstituten und
Nichtbanken gem. § 64 Abs. 1 Z. 4 BWG
Forderungen gegenüber Kreditinstituten in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Restlaufzeit
bis 3 Monate 408.647 278.952 357.983
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 203.386 211.006 717.186
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 1.034.717 994.081 1.436.636
mehr als 5 Jahre 190.061 211.296 271.306
Forderungen gegenüber Nichtbanken in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Restlaufzeit
bis 3 Monate 343.100 311.935 202.958
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 548.090 649.091 465.393
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 2.068.683 2.101.970 1.330.546
mehr als 5 Jahre 3.437.292 3.285.609 1.576.905
Die Darstellung der Gliederung der Restlaufzeiten erfolgt ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, Portfoliowertberichtigungen sowie
der Unterbewertung gemäß § 57 Abs. 1 BWG.
2. Im Jahr 2022 fällige Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere nach § 64 Abs. 1 Z. 7 BWG
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 314.653 315.197 303.330
Begebene Schuldverschreibungen 158.470 75.202 40.800
3. Zum Börsenhandel zugelassene Wertpapiere nach § 64 Abs. 1 Z. 10 BWG
Börsennotierte Wertpapiere in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.895.386 3.238.303 3.113.762
Beteiligungen 806.826 806.826 806.826
Sämtliche zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsennotiert.
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4. Zum Börsenhandel zugelassene Wertpapiere – Art der Bewertung gem. § 64 Abs. 1 Z. 11 BWG
Die Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen – Bankbuch bzw. Handelsbuch – richtet sich im jeweiligen Einzelfall nach der Entschei-
dung der zuständigen Gremien. Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden dem Anlagever-
mögen gewidmet. Wertpapiere, die nicht zu den Finanzanlagen zählen, werden dem Umlaufvermögen zugeordnet.
Anlagevermögen in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.233.695 1.384.502 1.270.816
Umlaufvermögen inkl. Handelsbuch in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.661.691 1.853.802 1.842.947
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG führt ein Handelsbuch im Sinne von Artikel 103 f der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Die Markt-
werte der darin enthaltenen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Wertpapiere 52.033 48.147 48.147
Derivative Finanzinstrumente 130.148 220.845 293.371
hievon positive Marktwerte 60.712 99.795 151.805
hievon negative Marktwerte 69.436 121.050 141.566
Das Volumen (Nominalwert) der derivativen Finanzinstrumente beträgt 3.869.630 TEUR (Vorjahr pro forma: 3.638.550 TEUR, Vorjahr:
4.278.444 TEUR). Siehe diesbezüglich auch die Anhangangaben zu Punkt C. 23.
5. Unterschiedsbetrag gem. § 56 Abs. 2 und 3 BWG bei festverzinslichen
Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem niedrigeren
Rückkaufswert
14.193 11.340 10.630
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem höheren
Rückkaufswert
5.507 7.354 6.885
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6. Unterschiedsbetrag gem. § 56 Abs. 4 und 5 BWG der zum Börsenhandel zugelassenen
Wertpapiere des Umlaufvermögens – Bankbuch bzw. Handelsbuch
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem höheren
Marktwert der zu Anschaffungskosten bilanzierten Wertpapiere
33.101 47.859 47.610
Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem höheren
Marktwert der zu Marktwerten bilanzierten Wertpapiere
13 257 257
7. Unterschiedsbetrag zwischen Kurswert und Buchwert bei Wertpapieren auf einem inaktiven Markt
Im Zuge des Überprüfungsprozesses, ob Indizien für einen inaktiven Markt vorliegen, werden sämtliche Wertpapiere einzeln betrachtet.
Nachfolgend wird der Unterschiedsbetrag jener Titel dargestellt, bei denen der Kurswert über dem Buchwert der Wertpapiere liegt:
In TEUR 2021
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pro forma 2020
Anlagevermögen 23.027 32.588 20.411
Umlaufvermögen 1.593 32.308 32.308
Der Unterschiedsbetrag jener Wertpapiere, bei denen der Kurswert unter dem Buchwert liegt, stellt sich wie folgt dar:
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Anlagevermögen 1.546 230 230
Umlaufvermögen 0 0 0
8. Beteiligungen
Aus wirtschaftlicher Sicht stellen die Anteilsrechte an unserem Zentralinstitut, der Raiffeisen Bank International AG (RBI), die wesentlichste
Beteiligung dar. Trotz des geopolitischen Konflikts zwischen Ukraine und Russland und der damit verbundenen Unsicherheit ergibt sich
zum Bewertungsstichtag kein Indiz für eine außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung, da der bilanzierte Buchwert nach wie vor unter
dem ermittelten Unternehmenswert liegt.
Weiters ist die RLB Steiermark mit 16,62 % an der RLB-Stmk Verwaltung eGen beteiligt. Die (direkte) Rückbeteiligung an der RLB Steier-
mark besteht in Höhe von 2,79 %.
Die Angaben über Beteiligungsunternehmen gemäß §
238 Abs. 1 Z. 4 UGB sind der Anlage 1 des Anhangs zu entnehmen.
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9. Aufgliederung der in den Aktivposten 2 bis 5 enthaltenen verbrieften und unverbrieften
Forderungen gem. § 45 BWG an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(§ 45 Abs. 1 Z. 2 BWG), und an verbundenen Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 1 BWG)
Beteiligungsunternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 2 BWG) in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Forderungen an Kreditinstitute 1.904.154 1.564.771 1.564.771
(hievon nachrangig)
0 0 0
Forderungen an Kunden 125.605 77.370 77.370
(hievon nachrangig) 0 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 364.934 475.407 475.407
(hievon nachrangig) 24.520 25.033 25.033
Verbundene Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 1 BWG) in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Forderungen an Kreditinstitute 0 0 1.111.828
(hievon nachrangig)
0 0 10.000
Forderungen an Kunden 168.370 185.027 102.353
10. Anlagevermögen gem. § 226 Abs. 1 UGB
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage 2) ersichtlich.
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Grundwert der bebauten Grundstücke 1.552 1.552 1.535
Die Verpflichtungen aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen (Miet- und Leasingverpflichtungen) betragen im
folgenden Geschäftsjahr 7.711 TEUR (Vorjahr pro forma: 7.937
TEUR, Vorjahr: 6.256 TEUR) und für die folgenden 5 Geschäftsjahre
37.268
TEUR (Vorjahr pro forma: 37.993 TEUR, Vorjahr: 31.278 TEUR).
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11. Wesentliche sonstige Vermögenswerte gem. § 64 Abs. 1 Z. 12 BWG und § 225 Abs. 3 UGB
Vermögenswerte in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Positive Marktwerte von derivativen Finanzgeschäften des Handelsbuchs 58.676 95.838 146.106
Zahlungsaufträge in Abwicklung 115.172 151.188 144.147
12. Aktive latente Steuern
Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden auf Unterschiede zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz
zum Bilanzstichtag für folgende Positionen gebildet:
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Aktiva
Risikovorsorge
*)
-105.955 -110.312 -89.301
Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere -4.699 -16.351 -16.351
Beteiligungen -639 -1.159 -993
Sachanlagen -277 -344 -344
offene Siebentelabschreibung iSd § 12 Abs. 3 Z. 2 KStG -790 -5.475 -5.475
offene Fünftel aus Abfertigungen iSd § 124b Z. 68 EStG -2.615 -2.217 -2.217
Summe -114.975 -135.858 -114.681
*)
inkl. Unterbewertung gem. § 57 Abs. 1 BWG und Portfoliowertberichtigung
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Passiva
Verbindlichkeiten Kunden
65 65 65
Sonstige Verbindlichkeiten 293 1.011 0
Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen 38.530 43.081 35.076
Sonstige Rückstellungen 13.647 19.983 16.777
Summe 52.535 64.140 51.918
Buchwert UGB < Buchwert Steuerrecht ist mit negativem Vorzeichen gekennzeichnet.
Buchwert UGB > Buchwert Steuerrecht ist mit positivem Vorzeichen gekennzeichnet.
Die Bewertung der Differenzen erfolgt mit dem Körperschaftsteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %).
JAHRESFINANZBERICHT 2021
088
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
daraus resultierende aktive latente Steuer
aus Aktivposten
28.921 34.124 28.688
aus Passivposten 13.134 16.035 12.980
abzüglich: Saldierung mit passiven latenten Steuern aus Aktivposten
aus Aktivposten -177 -159 -18
Stand aktive latente Steuer 41.878 50.000 41.650
Die aktiven latenten Steuern (nach Saldierung) entwickelten sich wie folgt:
In TEUR 2021
Stand aktive latente Steuern zum 31.12.2020 pro forma 50.000
Veränderung laufende Periode
-8.122
Stand aktive latente Steuern zum 31.12.2021 41.878
13. Nicht täglich fällige Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken
gem. § 64 Abs. 1 Z. 4 BWG
Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Restlaufzeit
bis 3 Monate 869.337 613.280 586.820
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 207.789 170.455 170.455
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 3.965.834 3.527.291 3.527.291
mehr als 5 Jahre 532.850 533.245 527.307
Verpflichtungen gegenüber Nichtbanken in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Restlaufzeit
bis 3 Monate 615.784 509.198 426.299
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 198.583 173.368 107.007
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 387.061 652.907 369.923
mehr als 5 Jahre 680.234 656.316 402.453
089
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Eigene Emissionen (inkl. Ergänzungskapital) in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Restlaufzeit
bis 3 Monate 118.696 124.192 75.508
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr 359.312 69.588 60.238
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren 2.408.495 2.227.374 1.938.279
mehr als 5 Jahre 3.137.981 2.620.468 2.245.911
Die Darstellung der Gliederung der Restlaufzeiten erfolgt ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen.
14. In den Passivposten 1, 2, 3 und 7 enthaltene verbriefte und unverbriefte Verbindlichkeiten
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (§ 45 Abs. 1 Z. 4 BWG), und an
verbundenen Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 3 BWG)
Beteiligungsunternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 4 BWG) in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 512 6.046 6.046
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
558 1.682 1.682
Verbundene Unternehmen (§ 45 Abs. 1 Z. 3 BWG) in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 94.067
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
56.809 109.432 106.344
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 0 0
15. Wesentliche sonstige Verbindlichkeiten gem. § 64 Abs. 1 Z. 12 BWG und § 225 Abs. 6 UGB
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Negative Marktwerte von derivativen Finanzgeschäften des
Handelsbuchs
67.369 114.843 132.569
JAHRESFINANZBERICHT 2021
090
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STEIERMARK 2021
16. Rückstellungen
Rückstellungen wurden für Pensionsansprüche, Abfertigungen und sonstige Verpflichtungen gebildet. Die Steuerrückstellungen betreffen
die Rückstellung für Körperschaftsteuer mit 6.318 TEUR (Vorjahr pro forma: 4.950
TEUR, Vorjahr 4.887 TEUR). In den sonstigen Rückstel-
lungen sind die folgenden wesentlichen Positionen enthalten:
Rückstellung in TEUR für 2021
2020
pro forma 2020
Außerbilanzielle Geschäfte 12.961 12.633 11.101
Personal 12.206 15.338 13.719
Restrukturierung Filialen 724 2.364 0
Prozesskosten 924 1.547 1.547
Derivative Finanzinstrumente 3.678 3.206 2.192
Zinsenrefundierungen 3.958 2.761 1.237
Die Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte betreffen Risikovorsorgen für Haftungen, Garantien und Kreditrisiken.
Personalrückstellungen betreffen u. a. die Rückstellung für Jubiläumsgelder mit 5.335
TEUR (Vorjahr pro forma: 5.481 TEUR, Vorjahr: 4.668
TEUR) sowie Rückstellungen für geplante Personalmaßnahmen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Konzerns und Abfin-
dungsverpflichtungen i. H. v. insgesamt 707 TEUR (Vorjahr: 4.867 TEUR).
Rückstellung für Zinsenrefundierungen
Mit Urteil vom 22. Dezember 2021 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) judiziert, dass bei Verbraucherkreditverträgen und Verträgen mit
Kleinstunternehmern, die den Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19-JuBG unterliegen, für den Zeitraum der gesetzlichen Stundung
keine vertraglichen Sollzinsen verrechnet werden dürfen. Vor diesem Hintergrund wurde im vorliegenden Jahresabschluss eine Rückstel-
lung in Höhe von 2.329 TEUR eingestellt. Weiters wird in dieser Position die Rückstellung für Zinsenrefundierungen in Zusammenhang mit
negativen Indikatoren bzw. Referenzzinssätzen (z. B. LIBOR, EURIBOR) ausgewiesen.
091
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
17. Modalitäten bei nachrangigen Kreditaufnahmen gem. § 64 Abs. 1 Z. 5 und 6 BWG
Bei den nachrangigen Kreditaufnahmen i. H. v. 87.267 TEUR (Vorjahr pro forma: 77.907 TEUR, Vorjahr: 54.907 TEUR) handelt es sich um
nachrangige Verbindlichkeiten im Sinne von Artikel 63 der CRR (Capital Requirements Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013).
Im Jahr 2021 erfolgte aufgrund der Erfüllung der Voraussetzungen die Anrechnung von zwei Emissionen aus den Jahren 2001 bzw. 1994
als Nachrangkapitalanleihen nach Art 63 CRR. Folgende Nachranganleihen sind begeben:
Bezeichnung/Modalitäten Währung
Betrag in
TEUR Zinssatz fällig am
Emissions-
jahr
7.75% nachrangige Anleihe der Landes-
Hypothekenbank Steiermark 94-24 (AT0000173026)
EUR 4.360 7,75 03.06.2024 1994
Nachrangige Vario-Schuldverschreibung der Landes-
Hypothekenbank 01-26 (AT0000325303)
EUR 15.000 0 – 7,5
*)
01.10.2026 2001
Nachrangige Raiffeisen Anleihe 2013-2024/1 der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
(ISIN AT000B091921) – Daueremission
EUR 3.545 4,80 27.05.2024 2013
Nachrangige Raiffeisen Stufenzins-Anleihe 2014-
2024/1 (ISIN AT000B092101) – Daueremission
EUR 8.491 3,75 – 6,0 14.02.2024 2014
Ergänzungskapital Fixzins-Anleihe 2014-2029/2
(ISIN AT000B092200) – Einmalemission
EUR 5.000 4,60 18.06.2029 2014
Ergänzungskapital Cap&Floor-FRN
(ISIN AT000B092291) 2015-2027 /1 – Daueremission
EUR 2.170 4,4 – 6,0 27.04.2027 2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092390) 2015-2025/3 – Daueremission
EUR 4.289 5,00 11.08.2025 2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092440) 2015-2022 – Daueremission
EUR 1.680 3,40 11.08.2022 2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092614) 2016-2026 – Daueremission
EUR 2.989 4,85 21.01.2026 2016
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092747) 2016-2026 – Daueremission
EUR 6.841 4,50 29.04.2026 2016
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092895) 2016-2026 – Daueremission
EUR 9.142 4,15 27.07.2026 2016
5,75 % Nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe 2017–2027
(AT000B088315) – Daueremission
EUR 2.000 5,75 22.02.2027 2017
4,1 %–5 % Nachrangige Stufenzins-Anleihe 2017–2027
(AT000B088349) – Daueremission
EUR 3.000 4,10 – 5,00 29.09.2027 2017
6 % Nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe 2017–2027
(AT000B088273) – Daueremission
EUR 3.000 6,00 11.01.2027 2017
Nachrangige RLB Stmk Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B093281) 2018-2028/1 – Daueremission
EUR 9.941 2,0 – 3,8 22.05.2028 2018
4 % Nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe 2018–2028
(AT000B088398)
EUR 5.000 4,00 16.03.2028 2018
Nachrangige RLB Stmk Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B093422) 2019-2029/4 – Daueremission
EUR 819 1,75 – 2,65 06.06.2029 2019
*)
aktuell (01.10.2021-30.09.2022) 1,143 %
Außerordentliche Kündigung: Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist berechtigt, sämtliche nachrangigen Anleihen mit Genehmigung
der FMA aus regulatorischen (z. B. gesetzliche Änderungen) oder steuerlichen Gründen zu 100 % des Nennwerts zu kündigen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
092
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
18. Eigenkapital
Das Grundkapital (= gezeichnetes Kapital) der RLB Steiermark beträgt per 31.12.2021 insgesamt 142.721 TEUR (Vorjahr: 142.721 TEUR)
und besteht aus 3.113.507 Stück (Vorjahr: 3.113.507 Stück) nennbetragslosen, auf Namen lautende, Stückaktien (Stammaktien).
Die innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesene Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG hat sich gegenüber dem Vorjahr einerseits aufgrund
der im Zuge der Verschmelzung übertragenen Haftrücklage der Hypo Steiermark um 49.541 TEUR und andererseits aufgrund der Dotie-
rung im Geschäftsjahr 2021 um 2.657 TEUR auf insgesamt 140.574 TEUR erhöht.
Seit dem Jahr 2014 werden aufgrund der Vereinbarung über die Errichtung von institutsbezogenen Sicherungssystemen Beitragszahlungen
an die Sicherungseinrichtung (Raiffeisen-IPS, vormals Landes- und Bundes-IPS – siehe dazu auch Punkt C 21. des Anhangs) entrichtet. In
Höhe dieser Zahlungen wird eine besondere IPS-Rücklage aus dem versteuerten Gewinn gebildet, welche im Geschäftsjahr 2021 um einen
Betrag von 47
TEUR (Vorjahr: 3.980 TEUR) erhöht wurde. Diese Rücklage wird innerhalb der Gewinnrücklagen ausgewiesen und weist zum
Bilanzstichtag einen Stand von 25.416
TEUR (Vorjahr: 25.368 TEUR) auf.
19. Aufgliederung des Kernkapitals und der ergänzenden Eigenmittel gem. § 64 Abs. 1 Z. 16 BWG
Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 der VO (EU) Nr. 575/2013 in
TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Als hartes Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente 544.546 544.546 544.546
Einbehaltene Gewinne 652.315 461.065 461.065
Sonstige Rücklagen 140.574 137.917 88.376
Hartes Kernkapital vor Abzugs- und Korrekturposten 1.337.435 1.143.528 1.093.987
Sonstige immaterielle Vermögenswerte -2.299 -2.649 -2.594
Aufsichtliche Korrekturposten (AVA)
*)
-190 -343 -343
Abzugsposten für die unzureichende Deckung notleidender
Risikopositionen
-521 0 0
Aufgrund von Abzugs- und Korrekturposten vorzunehmende
Anpassungen vom harten Kernkapital
-3.010 -2.992 -2.937
Hartes Kernkapital (CET1) 1.334.425 1.140.536 1.091.050
Zusätzliches Kernkapital (AT1) 0 0 0
Kernkapital (T1) 1.334.425 1.140.536 1.091.050
Allgemeine Kreditrisikoanpassung gem. Art. 62 lit. c) CRR 88.572 65.245 63.989
Kapitalinstrumente gem. Art. 62 lit. a) CRR abzgl. market making 72.074 84.014 48.578
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (T2) 160.646 149.259 112.567
Anrechenbare Eigenmittel gesamt 1.495.071 1.289.795 1.203.617
*)
AVA: additional value adjustments
093
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Eigenmittelbemessungsgrundlage in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko (inkl. Verbriefungspositionen) 7.085.740 6.721.130 5.119.145
Bemessungsgrundlage für das Positionsrisiko in Schuldtiteln 106.350 81.611 81.610
Bemessungsgrundlage für das Risiko in Fremdwährungspositionen 0 0 0
Bemessungsgrundlage für das operationelle Risiko 485.848 76.573 363.223
Bemessungsgrundlage für CVA-Risiko 109.916 464.962 67.814
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) 7.787.854 7.344.276 5.631.792
Eigenmittelquote 2021
2020
pro forma 2020
Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) 17,13 % 15,53 % 19,37 %
Gesamtkapitalquote 19,20 % 17,56 % 21,37 %
Hinsichtlich der Aufstellung über die konsolidierten Eigenmittel gemäß § 64 Abs. 1 Z. 17 BWG wird auf den IFRS-Konzernabschluss
der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG verwiesen.
Zusätzlich zur Mindesteigenmittelquote gemäß CRR kann die Aufsicht im Rahmen ihrer Beurteilung höhere Kapitalanforderungen vorschrei-
ben. Mit Bescheid vom 5. März 2019 (letztgültiger Bescheid) hat die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) der RLB Steiermark aufge-
tragen, jederzeit eine SREP-Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 Abs. 2 lit. c CRR in Höhe von 11,9 % auf Basis des Einzelinstituts und der
konsolidierten Lage der RLB-Stmk Verbund eGen einzuhalten.
Mit Bescheid vom 18. Juni 2020 wurde der RLB-Stmk Verbund eGen auferlegt, auf konsolidierter Ebene der Raiffeisen-Landesbank Steier-
mark AG (RLB Steiermark) jederzeit einen Mindestbetrag an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (MREL) in Höhe
von 12,65 % der Gesamtverbindlichkeiten und Eigenmittel vorzuhalten.
Die vorgeschriebene SREP- und MREL-Quote wurde seitens der RLB Steiermark bzw. RLB-Stmk Verbund jederzeit erfüllt.
20. Gesamtbetrag der Aktiva und Passiva in fremder Währung gem. § 64 Abs. 1 Z. 2 BWG
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Gesamtbetrag der Aktiva in fremder Währung 420.911 490.642 467.258
Gesamtbetrag der Passiva in fremder Währung
113.590 113.894 107.774
JAHRESFINANZBERICHT 2021
094
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
21. Art und Betrag wesentlicher Eventualverbindlichkeiten gem. § 51 Abs. 13 BWG
Die Eventualverbindlichkeiten (nach Abzug von Rückstellungen) betreffen:
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Haftsummenzuschlag als Mitglied bei Genossenschaften 754 764 754
Noch nicht fällige Einzahlungsverpflichtungen aus Beteiligungen 16.972 11.835 11.835
Bürgschaften und Garantien gegenüber Nichtbanken 345.504 393.645 330.739
Bürgschaften und Garantien gegenüber Banken 13.792 8.843 6.263
Kundengarantiegemeinschaft
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist Vereinsmitglied der Kundengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark.
Die Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung dahingehend, dass sie solidarisch gemäß der Satzung die zeit-
gerechte Erfüllung von Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Vereinsmitglieds garantieren. Die individuelle Tragfähigkeit
eines Vereinsmitglieds bestimmt sich laut Satzung nach den frei verwendbaren Reserven unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestim-
mungen des BWG und der CRR.
Der Haftungsverpflichtung wurde durch Einstellen eines Merkpostens von einem Euro unter der Bilanz entsprochen, da es nicht möglich ist,
die potentielle Haftung der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG aus dem Haftungsverbund betraglich festzulegen.
Die Kundengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark hat mittels Satzungsänderung die Haftung mit Stichtag
30.09.2019 beendet. Zum Stichtag bestehende Guthaben fallen weiterhin unter die Haftung, Auszahlungen und alle anderen Belastungs-
buchungen nach dem Stichtag reduzieren die Haftung.
Raiffeisen-IPS
Mit Gründung eines neuen institutsbezogenen Sicherungssystems für den Raiffeisen-Sektor (Raiffeisen-IPS, „R-IPS“) bestehend aus der
RBI und ihren österreichischen Tochterbanken, allen Raiffeisenlandesbanken sowie den Raiffeisenbanken, traten diese der neu gegründe-
ten Genossenschaft unter dem Namen "Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen" zum Zwecke der gesetzlichen Einlagensi-
cherung und Anlagerentschädigung im Sinne des ESAEG bei. Es wurden vertragliche oder satzungsmäßige Haftungsvereinbarungen ge-
schlossen, die die teilnehmenden Institute gegenseitig absichern und insbesondere bei Bedarf ihre Liquidität und Solvenz sicherstellen.
Von der FMA wurde das geschaffene R-IPS am 28. Mai 2021 als Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssystem gemäß ESAEG
anerkannt. Bis 29. November 2021 hat die Rolle der Sicherungseinrichtung für die Raiffeisen Bankengruppe Österreich die Einlagensiche-
rung AUSTRIA Ges.m.b.H. (ESA) eingenommen, mit diesem Stichtag wurde für den Raiffeisensektor der Wechsel in die Österreichische
Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen (ÖRS) vollzogen. Die bisher bestehenden institutsbezogenen Sicherungssysteme auf Bundes- und
Landesebene (B-IPS, L-IPS) wurden im Juni 2021 aufgelöst und deren Sondervermögen auf das neue Raiffeisen-IPS („R-IPS“) übertragen.
22. Art und Betrag wesentlicher Kreditrisiken gem. § 51 Abs. 14 BWG
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Nicht ausgenützte Kreditrahmen bis 1 Jahr 1.076.456 963.740 828.231
Nicht ausgenützte Kreditrahmen über 1 Jahr
1.128.558 979.183 653.661
095
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
23. Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten gem. § 238 Abs. 1 Z. 1 UGB i. V. m.
§ 64 Abs. 1 Z. 3 BWG
In der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG werden Derivate vorwiegend zur Absicherung (Hedging) von Zins- und Wechselkursrisiken von
Grundgeschäften der Aktiv- und Passivseite in Form von Fair Value Hedges (Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden
Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit) eingesetzt.
Zur Absicherung des Zinsrisikos von Grundgeschäften der Aktiv- und Passivseite kommen neben Zinsswaps auch Zinsoptionen (Caps,
Floors) und andere derivative Finanzinstrumente (z. B. Forward Rate Agreements) zum Einsatz. Währungsrisiken werden vor allem mittels
Cross Currency Swaps und Devisenswaps abgesichert. Darüber hinaus können allfällige, in den Grundgeschäften eingebettete Derivate
(z. B. Optionalitäten) mittels gegenläufiger Geschäfte abgesichert werden. In Einzelfällen kommen zur Absicherung von Adressenausfalls-
risiken auch Kreditderivate zum Einsatz.
Die Absicherung dieser Risiken erfolgt einerseits über Mikro-Hedges, andererseits gelangt in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
auch Makro-Hedging zur Zinsbuchsteuerung i. S. d. Rundschreibens der FMA zu Rechnungslegungsfragen bei Zinssteuerungsderivaten
und zu Bewertungsanpassungen bei Derivaten gemäß § 57 BWG vom Dezember 2012 zum Einsatz.
Auswirkungen der Verschmelzung auf die Darstellung von Sicherungsbeziehungen
Bis zur Verschmelzung hat die Hypo Steiermark im Rahmen ihres Hedge Accountings gemäß AFRAC 15 (Mikro Hedges) bzw. FMA-Rund-
schreiben (Makro Hedge) Sicherungsgeschäfte überwiegend mit der RLB Steiermark abgeschlossen. Mikro Hedges erfüllten bei der Hypo
Steiermark i. d. R. das Kriterium des „critical terms match“. Die Grundgeschäfte der Hypo waren originäre festverzinsliche Geschäfte der
Aktiv- und Passivseite sowie Kundenderivate (gilt für Mikro Hedge und Makro Hedge).
Die RLB Steiermark hat diese Derivate, die Sicherungsgeschäfte eines Mikro Hedge oder Makro Hedge der Hypo waren, zum Teil als Bank-
buch- und zum Teil als Handelsbuchgeschäfte bilanziert.
Durch die Fusion konfudierten die Derivate zwischen der Hypo Steiermark und der RLB Steiermark rückwirkend zum 1.1.2021. Mikro Hed-
ges nach AFRAC 15 und Makro Hedges nach FMA-RS mit Derivaten im Bankbuch der RLB Steiermark wurden ohne Aufdeckung stiller
Lasten im Bankbuch der fusionierten Einheit ab 1.1.2021 fortgeführt. An die Stelle der konfudierten Derivate sind die seitens der RLB Steier-
mark extern abgeschlossenen Derivate getreten. Diese stehen nunmehr direkt den vormaligen Grundgeschäften der Hypo gegenüber. Der
aktiv- und passivseitige Makro Hedge der Hypo Steiermark wurde unter Anwendung der Buchwertfortführung in den aktiv- und passivseiti-
gen Makro Hedge der RLB Steiermark zum 1.1.2021 integriert.
Mikro Hedges nach AFRAC 15 mit Derivaten im Handelsbuch der RLB Steiermark erfuhren eine spezifische Behandlung. Diese Derivate im
Handelsbuch der RLB Steiermark wurden in einem ersten Schritt zum 1.1.2021 (d. h. vor Durchführung der Fusion) mit ihren aktuellen
Marktwerten dem Bankbuch gewidmet und umgegliedert. Seit diesem Zeitpunkt werden diese im Rahmen einer Late Designation entweder
als Mikro- oder Makro Hedgebeziehung im Bankbuch der RLB Steiermark dargestellt. Auch in diesem Fall treten die vormaligen Grundge-
schäfte der Hypo an die Stelle der konfudierten Derivate. Insgesamt wurden per 1.1.2021 Derivate mit positiven Marktwerten (clean price) in
Höhe von 25.154 TEUR und Derivate mit negativen Marktwerten in Höhe von 48.061 TEUR umgewidmet. Diese werden als Aktive bzw. Pas-
sive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und über die Restlaufzeit der Derivate aufgelöst.
23.1. Mikro-Hedging
Die in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG angewendeten Methoden für den prospektiven Effektivitätstest sind die Critical-Term-
Match-Methode sowie die Sensitivitätsanalyse (Basis Point Value). Bei Mikro-Hedges erfolgt zunächst eine Überprüfung, ob ein Critical
Term Match (CTM) vorliegt. Sind im Falle einer Mikro-Hedge-Beziehung alle Parameter des Grundgeschäfts und des Sicherungsgeschäfts,
die das Ausmaß der abgesicherten Wertänderung bestimmen, identisch, aber gegenläufig, so ist dies ein Indikator für eine vollständig ef-
fektive Sicherungsbeziehung (vereinfachte Bestimmung der Effektivität). Gemäß den in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG festge-
legten Kriterien müssen zur Erfüllung eines Critical Term Match die Parameter Nominalwert, Währung und Fälligkeit bzw. Zinsbindung über-
einstimmen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
096
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Ist eine vereinfachte Bestimmung der Effektivität nicht möglich, erfolgt eine Effektivitätsmessung mittels Sensitivitätsanalyse. Für die pros-
pektive Messung wird ein Parallelshift der Swapkurve um 100 Basispunkte durchgeführt und die barwertige Veränderung von Grundge-
schäft zu derivativem Sicherungsinstrument gemessen. Der Barwertberechnung wird die Zero-Coupon-Kurve zugrunde gelegt, welche aus
Swapsätzen kalibriert wird.
In der Folge wird zu jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob die Sicherungsbeziehung tatsächlich vollständig oder weitgehend effektiv war (retro-
spektiver Effektivitätstest). Der retrospektive Nachweis der Effektivität der Sicherungsbeziehung erfolgt durch eine laufende Überprüfung
der CTM-Kriterien bzw. anhand eines Vergleichs der Änderungen der Fair Values von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument (Dollar
Offset-Methode). Insbesondere werden bei dieser Methode die Fair Value-Änderungen von gesicherten Grundgeschäften zur Fair Value-
Änderung der Sicherungsinstrumente in Verhältnis zueinander gesetzt. Da bei dieser Methode das Ergebnis der Effektivitätsmessung sehr
sensitiv reagieren kann, wurden in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG eine absolute und eine relative Toleranzgrenze festgelegt.
Ergibt sich die Effektivität aus einem der beiden Toleranzwerte (also entweder absolut oder relativ), wird die Effektivität der Sicherungsbezie-
hung vermutet. Für den Fall, dass beide Toleranzgrenzen überschritten werden, wird zur Ermittlung der zulässigen Schwankungsbreite das
Verhältnis der Fair Value-Änderung von Grundgeschäft(en) zur Fair Value-Änderung von Sicherungsgeschäft(en) zueinander gesetzt. Liegt
das Ergebnis der Effektivitätsmessung zwischen 80 % und 125 %, gilt die Sicherungsbeziehung als effektiv, jedoch wird für den ineffektiven
Anteil eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
Ist eine Sicherungsbeziehung insgesamt nicht mehr effektiv, wird die Bewertungseinheit ab dem Zeitpunkt des Eintritts der Ineffektivität
aufgelöst. Die Überschreitung des Effektivitätsintervalls von 80 % / 125 % führt allerdings nicht automatisch zur Auflösung der Sicherungs-
beziehung. Dieses kann in begründeten Ausnahmefällen auch überschritten werden, wenn es in einem erheblichen Umfang zu einem Aus-
gleich der Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft in Bezug auf das abgesicherte Risiko kommt und diesem Ausgleich ein
kausaler, wirtschaftlicher Zusammenhang zugrunde liegt. Darüber hinaus kommt es zu einer Beendigung der Sicherungsbeziehung, wenn
Zweifel an der Bonität des Sicherungsgebers oder an der Werthaltigkeit des Grundgeschäfts bestehen.
Ineffektivitäten aus dem Ausfallsrisiko führen jedenfalls zur Beendigung der Sicherungsbeziehung, wenn akute Ausfallsgefährdung besteht.
D. h. bei einer Bonitätseinstufung von 5.X (=Default) werden Mikro-Hedges generell aufgelöst. Dies gilt auch für COVID-19 bedingte Ver-
schlechterungen in der Bonität (auch beim Vertragspartner des Sicherungsgeschäfts). Allerdings ist dieses bei zentralen Gegenparteien
(Central Clearing Party) unwesentlich und kann daher ausgeblendet werden.
Die Einräumung eines gesetzlichen oder nicht gesetzlichen COVID-19 Moratoriums hat grundsätzlich keinen Einfluss auf die Bilanzierung
bzw. die prospektive Effektivität, weil das Moratorium in der Regel nicht zur Ausbuchung führt und das zusätzliche Festzinsrisiko aufgrund
der Stundung nicht zum abgesicherten Risiko gehört. Dementsprechend ändern sich die Parameter der Sicherungsbeziehung nicht und es
kann weiterhin eine vereinfachte Bestimmung der Effektivität (CTM) erfolgen. Da auch das Ausfallsrisiko beim Grundgeschäft nicht zum
abgesicherten Risiko gehört, ergibt sich erst bei akuter Ausfallsgefahr die Auflösung der Sicherungsbeziehung. Im Geschäftsjahr 2021
ergaben sich (wie im Vorjahr) für bestehende Sicherungsbeziehungen keine Auswirkungen aufgrund der COVID-19 Krise.
Im Falle der Auflösung einer Sicherungsbeziehung werden Derivat und Grundgeschäft einzeln nach den jeweils anwendbaren Bestimmun-
gen so bilanziert, als ob es nie eine Bewertungseinheit gegeben hätte. Dies gilt auch, wenn die Sicherungsbeziehung durch Ablauf, Veräu-
ßerung oder Tilgung beendet wird.
Die Erfolge aus der vorzeitigen Auflösung von Derivaten werden grundsätzlich in jener Position ausgewiesen, in der auch das Abgangser-
gebnis der Grundgeschäfte dargestellt wird. Aus der vorzeitigen Auflösung von Zinsswaps zwecks Anpassung bestehender Sicherungsbe-
ziehungen werden die folgende Beträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen:
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
GuV-Position 1 „Zinsen und ähnliche Erträge“ -1.771 0 0
GuV-Position 7 „Sonstige betriebliche Erträge“ 0 18.521 3.751
GuV-Position 10 „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ -8.610 -1 0
097
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Grund für die gesetzten Maßnahmen war der gänzliche oder teilweise Entfall des Grundgeschäfts. Diese Vorgangsweise entspricht der für die
Bank festgelegten Sicherungsstrategie.
Das Volumen der zum Mikro-Hedging eingesetzten Derivate hat zum Berichtsstichtag insgesamt 6.635,3
Mio. EUR (Vorjahr pro forma:
7.729,7 Mio. EUR, Vorjahr: 9.360,6
Mio. EUR) betragen. Davon weisen Derivate in Summe positive Marktwerte (dirty) in Höhe von
506,3
Mio. EUR (Vorjahr pro forma: 685,0 Mio. EUR, Vorjahr: 645,5 Mio. EUR) und negative Marktwerte in Höhe von 136,5 Mio. EUR (Vorjahr
pro forma: 198,7 Mio. EUR, Vorjahr: 259,3
Mio. EUR) auf.
23.2. Makro-Hedging
Im Rahmen des Zinsrisikomanagements werden Zinssteuerungsderivate des Bankbuchs zum Makro-Hedging im Sinne des FMA-Rund-
schreibens vom Dezember 2012 eingesetzt. Als Sicherungsderivate werden zinsinduzierte Derivate, unter anderem Zinsswaps, Optionen im
Sinne von Swaptions, Kündigungsrechte und Caps bzw. Floors, sowie Zinsfutures wie Geldmarkt- und Kapitalmarktfutures verwendet. Nicht
eingesetzt werden nicht-zinsinduzierte Derivate wie Aktien oder FX-abhängige Derivate. Im Rahmen des Makro-Hedging werden in zwei
definierten Teilbeständen des Bankbuchs Einzelrisikopositionen in einzelnen Laufzeitbändern zu einer Gesamtrisikoposition zusammenge-
fasst und mit entsprechenden Sicherungsgeschäften, die sogenannten „funktionalen Einheiten“ zugeordnet sind, abgesichert. Die Teilbe-
stände „Bankbuch Aktiv“ bzw. „Bankbuch Passiv“ beinhalten sämtliche zinssensitiven Positionen (in Währung EUR) auf der Aktiv- bzw. Pas-
sivseite der Bilanz. Aus diesen Teilbeständen sind Grundgeschäfte und Derivate, die in einer Mikro-Hedge-Beziehung stehen, herausgelöst.
Die qualitative Eignung der derivativen Finanzinstrumente zur Erreichung des Sicherungszwecks wird regelmäßig anhand prospektiver Ef-
fektivitätsmessungen im Rahmen der Reverse-Cumulative-Methode nachgewiesen. Gegenläufige Ertragseffekte oder Wertsteigerungen aus
den abgesicherten Grundgeschäften des Bankbuchs werden bei der Beurteilung eines Rückstellungsbedarfs pro funktionaler Einheit be-
rücksichtigt.
Die Gesamtsensitivität der Makro-Hedging-Derivate beträgt zum Berichtsstichtag 1.295 TEUR (Vorjahr: 566
TEUR). Hievon entfallen
+1.592
TEUR (Vorjahr: +759 TEUR) auf den Teilbestand „Bankbuch Aktiv“ und –298 TEUR (Vorjahr: –193 TEUR) auf den Teilbestand
„Bankbuch Passiv“. Ein Rückstellungsbedarf für die Derivate der funktionalen Einheiten war nicht gegeben.
Die Nominal- und Barwerte sowie das Bewertungsergebnis der zum Makro-Hedging eingesetzten Derivate sind der folgenden Tabelle zu
entnehmen:
Geschäftsjahr 2021 (in TEUR):
Funktionale
Einheit Nominalwert
Positive
Barwerte
Negative
Barwerte
Saldo
Barwerte
Bewertungs-
ergebnis
Berichtsjahr
Bewertungs-
ergebnis
kumuliert
Bankbuch Aktiv 2.845.826 33.232 -36.907 -3.675 38.606 17.905
Bankbuch Passiv 985.500 19.084 -1.031 18.053 -9.781 -20.847
Geschäftsjahr 2020 pro forma (in TEUR)
Funktionale
Einheit Nominalwert
Positive
Barwerte
Negative
Barwerte
Saldo
Barwerte
Bewertungs-
ergebnis
Berichtsjahr
Bewertungs-
ergebnis
kumuliert
Bankbuch Aktiv 1.386.735 210 -42.491 -42.281 -39.651 -20.701
Bankbuch Passiv 700.500 27.947 -113 27.834 13.810 -11.065
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Geschäftsjahr 2020 (in TEUR):
Funktionale
Einheit Nominalwert
Positive
Barwerte
Negative
Barwerte
Saldo
Barwerte
Bewertungs-
ergebnis
Berichtsjahr
Bewertungs-
ergebnis
kumuliert
Bankbuch Aktiv 1.386.735 210 -42.491 -42.281 -9.621 -30.322
Bankbuch Passiv 700.500 27.947 -113 27.834 -3.635 -14.700
23.3. Credit Value Adjustment
Bei der Bewertung von Derivaten werden auch Bewertungsanpassungen, welche sowohl das Risiko des vorzeitigen Ausfalls der Gegenpar-
tei, als auch das eigene Kreditrisiko berücksichtigen, vorgenommen. Zur Ermittlung des Credit Value Adjustments wird für OTC-Derivate die
Höhe des zukünftig zu erwartenden Portfoliowertes (potential future exposure, PFE) anhand einer Monte Carlo Simulation berechnet und
mittels am Markt beobachtbarer Ausfallsraten des Kunden bzw. der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG bewertet. Grundsätzlich wird das
gesamte Derivateportfolio eines Marktpartners betrachtet. Das CVA wird auf das unbesicherte Exposure gerechnet. Handelt es sich um ein
besichertes Exposure, wird die Dauer der Besicherungsnachforderung (margin period of risk) bei der Ermittlung des CVA mitberücksichtigt.
Unter Berücksichtigung des FMA-Rundschreibens zu Rechnungslegungsfragen bei Zinssteuerungsderivaten und zu Bewertungsanpassun-
gen bei Derivaten gemäß § 57 BWG vom Dezember 2012, Rz 58, wurde aus Gründen der Vorsicht das eigene Ausfallrisiko (DVA, Debt Va-
lue Adjustment) bei Derivaten des Bankbuchs generell nicht berücksichtigt.
Die Ergebnisauswirkung aus der Berücksichtigung des CVA und DVA für Derivate des Handelsbuchs ist in der GuV-Position 6. mit einem sal-
dierten Betrag i. H. v. +275
TEUR (Vorjahr: –278 TEUR) enthalten. Für Derivate des Bankbuchs ist im Berichtsjahr in der GuV-Position 7. ein
Ertrag i. H. v. 470
TEUR ausgewiesen. Im Vorjahr wurde in der GuV-Position 10. ein Aufwand i. H. v. 475 TEUR (Vorjahr pro forma: 657 TEUR)
ausgewiesen.
099
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die in den nachfolgenden Tabellen dargestellten Marktwerte von Derivaten des Bankbuchs und Handelsbuchs (inkl. Vorjahre) sind nach
Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos:
Zum Bilanzstichtag waren folgende Termingeschäfte (Bankbuch) noch nicht abgewickelt:
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 716.419 3.699.655 6.147.458 10.563.532 569.172 -170.854
Zinsoptionen – Käufe 6.729 221 275 7.225 11 0
Zinsoptionen – Verkäufe 1.729 6.414 737 8.880 0 -20
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 20.600 0 0 20.600 0 0
Gesamt 745.477 3.706.290 6.148.470 10.600.237 569.183 -170.874
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zins-Währungs-/Währungsswaps 3.558 12.711 10.249 26.519 27 -9.537
Gesamt 55.758 58.311 10.249 124.319 1.764 -11.208
GESAMT 801.235 3.764.601 6.158.719 10.724.556 570.947 -182.082
Die aus den Änderungen der Marktwerte bei Bankbuch-Derivaten resultierenden Ausgleichszahlungen im Zuge der IBOR-Reform werden mit
einem Betrag 512 TEUR (Vorjahr: 587 TEUR) in der GuV-Position 7. „Sonstige betriebliche Erträge“ sowie mit einem Betrag von 738 TEUR
(Vorjahr: 878 TEUR) in der GuV-Position 10. „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
100
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Im Vorjahr waren folgende Termingeschäfte (Bankbuch) noch nicht abgewickelt:
Pro forma 31.12.2020
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 1.077.300 3.369.808 5.563.566 10.010.674 717.110 -247.029
Zinsoptionen – Käufe 151 6.808 596 7.555 27 0
Zinsoptionen – Verkäufe 2.530 6.970 2.707 12.206 0 -3
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 2.000 0 0 2.000 0 0
Gesamt 1.081.981 3.383.585 5.566.869 10.032.435 717.137 -247.032
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zins-Währungs-/Währungsswaps 12.253 9.978 0 22.231 156 -188
Gesamt 12.253 9.978 0 22.231 156 -188
GESAMT 1.094.234 3.393.564 5.566.869 10.054.666 717.293 -247.220
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 1.231.700 3.696.920 6.722.763 11.651.383 677.606 -307.669
Zinsoptionen – Käufe 151 5.000 596 5.747 0 0
Zinsoptionen – Verkäufe 151 0 596 747 0 0
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 2.000 0 0 2.000 0 0
Gesamt 1.234.002 3.701.920 6.723.955 11.659.877 677.606 -307.669
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zins-Währungs-/Währungsswaps 12.253 9.978 0 22.231 156 -188
Gesamt 12.253 9.978 0 22.231 156 -188
GESAMT 1.246.255 3.711.898 6.723.955 11.682.108 677.762 -307.857
JAHRESFINANZBERICHT 2021
102
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Zum Bilanzstichtag waren folgende Termingeschäfte (Handelsbuch) noch nicht abgewickelt:
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 159.483 758.295 1.826.882 2.744.660 46.678 -48.324
Zinsoptionen – Käufe 47.494 74.900 93.775 216.169 3.761 0
Zinsoptionen – Verkäufe 15.769 13.688 93.015 122.472 -379 -1.119
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 4.907 0 0 4.907 0 0
Gesamt 227.653 846.883 2.013.672 3.088.208 50.060 -49.443
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 186.496 57.833 0 244.329 9.942 -724
Zins-Währungs-/Währungsswaps 472.827 61.723 0 534.550 675 -19.269
Devisenoptionen – Käufe 1.271 0 0 1.271 5 0
Devisenoptionen – Verkäufe 1.272 0 0 1.272 30 0
Gesamt 661.866 119.556 0 781.422 10.652 -19.993
GESAMT 889.519 966.439 2.013.672 3.869.630 60.712 -69.436
Die aus den Änderungen der Marktwerte bei Handelsbuch-Derivaten resultierenden Ausgleichszahlungen im Zuge der IBOR-Reform sind mit
einem (saldierten) Betrag von 36 TEUR (Vorjahr: 316 TEUR) in der GuV-Position 6. „Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften“ enthalten.
103
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Im Vorjahr waren folgende Termingeschäfte (Handelsbuch) noch nicht abgewickelt:
Pro forma 31.12.2020
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 297.535 713.440 1.677.335 2.688.309 89.381 -109.242
Zinsoptionen – Käufe 38.000 100.437 132.950 271.387 5.094 0
Zinsoptionen – Verkäufe 40.024 20.678 102.215 162.918 21 -1.033
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 1.500 0 0 1.500 0 0
Gesamt 377.059 834.555 1.912.500 3.124.114 94.496 -110.275
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 48.172 0 0 48.172 1.742 -304
Zins-Währungs-/Währungsswaps 450.465 2.733 10.249 463.447 3.474 -10.396
Devisenoptionen – Käufe 1.408 0 0 1.408 83 0
Devisenoptionen – Verkäufe 1.408 0 0 1.408 0 -75
Gesamt 501.454 2.733 10.249 514.436 5.299 -10.775
GESAMT 878.512 837.289 1.922.749 3.638.550 99.795 -121.050
JAHRESFINANZBERICHT 2021
104
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
In TEUR
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 399.479 843.714 2.059.269 3.302.462 132.279 -129.755
Zinsoptionen – Käufe 38.000 102.245 132.950 273.195 5.150 0
Zinsoptionen – Verkäufe 42.403 27.140 104.326 173.869 21 -1.036
Börsengehandelte Produkte
Wertpapier Futures 1.500 0 0 1.500 0 0
Gesamt 481.382 973.099 2.296.545 3.751.026 137.450 -130.791
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 48.172 0 0 48.172 1.742 -304
Zins-Währungs-/Währungsswaps 450.465 5.466 20.499 476.430 12.530 -10.396
Devisenoptionen – Käufe 1.408 0 0 1.408 83 0
Devisenoptionen – Verkäufe 1.408 0 0 1.408 0 -75
Gesamt 501.453 5.466 20.499 527.418 14.355 -10.775
GESAMT 982.835 978.565 2.317.044 4.278.444 151.805 -141.566
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die zum Stichtag 31.12.2021 bilanzierten derivativen Finanzinstrumente sind in den nachstehenden Bilanzpositionen mit folgenden Buch-
werten ausgewiesen (§ 238 Abs. 1 Z. 1 UGB):
In TEUR
Forderungen
Kredit-
institute
Forderungen
Kunden Sonstige Aktiva
2021 2021 2021
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 2.134 1.247 47.849
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 7.115
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 48.174 4.450 28.137
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 2
In TEUR
Verbindlich-
keiten Kredit-
institute
Verbindlich-
keiten
Kunden
Sonstige
Passiva
Rück-
stellungen
2021 2021 2021 2021
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 4.426 72 46.116 0
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 21.776 0
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 22.386 248 58.381 3.677
Wechselkursbezogene Verträge 422 0 5.997 1
Im Posten Rückstellungen ist die Rückstellung für das Credit Value Adjustment in Höhe von 1.656
TEUR (Vorjahr pro forma: 2.126 TEUR,
Vorjahr: 1.230
TEUR) enthalten.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
106
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Die im Vorjahr bilanzierten derivativen Finanzinstrumente sind in den nachstehenden Bilanzpositionen mit folgenden Buchwerten ausgewie-
sen (§ 238 Abs. 1 Z. 1 UGB):
In TEUR
Forderungen
Kredit-
institute
Forderungen
Kunden Sonstige Aktiva
2020
pro forma
2020
pro forma
2020
pro forma
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 2.999 1.355 90.246
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 5.513
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 47.846 4.380 13.212
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 6
In TEUR
Forderungen
Kredit-
institute
Forderungen
Kunden Sonstige Aktiva
2020 2020 2020
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 4.281 1.355 131.918
Wechselkursbezogene Verträge 362 0 14.207
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 43.618 3.437 19.699
Wechselkursbezogene Verträge 0 0 6
107
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
In TEUR
Verbindlich-
keiten Kredit-
institute
Verbindlich-
keiten
Kunden
Sonstige
Passiva
Rück-
stellungen
2020
pro forma
2020
pro forma
2020
pro forma
2020
pro forma
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 5.646 155 104.578 0
Wechselkursbezogene Verträge 358 0 10.264 0
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 15.085 221 24.848 3.158
Wechselkursbezogene Verträge 31 0 4.698 5
In TEUR
Verbindlich-
keiten Kredit-
institute
Verbindlich-
keiten
Kunden
Sonstige
Passiva
Rück-
stellungen
2020 2020 2020 2020
Buchwerte von Derivaten des Handelsbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 8.434 155 122.305 0
Wechselkursbezogene Verträge 358 0 10.631 0
Buchwerte von Derivaten des Bankbuchs
Zinssatzbezogene Verträge 20.716 221 22.188 2.187
Wechselkursbezogene Verträge 31 0 91 5
JAHRESFINANZBERICHT 2021
108
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
24. Angabe zu unterlassenen außerplanmäßigen Abschreibungen von
Finanzinstrumenten des Finanzanlagevermögens gem. § 238 Abs. 1 Z. 2 UGB
In TEUR
Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Unterlassene
Abschreibung
2021 2021 2021
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
31.268 30.830 438
Forderungen an Kunden 13.022 12.911 111
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von öffentlichen Emittenten 10.688 10.172 516
von anderen Emittenten 264.124 261.900 2.225
In TEUR
Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Unterlassene
Abschreibung
2020
pro forma
2020
pro forma
2020
pro forma
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
2.375 2.371 4
Forderungen an Kunden 0 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von öffentlichen Emittenten 0 0 0
von anderen Emittenten 62.249 62.010 239
In TEUR
Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Unterlassene
Abschreibung
2020 2020 2020
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei
der Zentralnotenbank zugelassen sind
2.375 2.371 4
Forderungen an Kreditinstitute 0 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von öffentlichen Emittenten 0 0 0
von anderen Emittenten 62.249 62.010 239
Eine außerplanmäßige Abschreibung (gemäß § 204 Abs. 2 UGB, zweiter Satz) ist unterblieben, da die angeführten Wertminderungen durch
Zinssatzbewegungen verursacht sind. Die Bonität der Wertpapierschuldner ist nach wie vor einwandfrei, sodass eine planmäßige Tilgung
zu erwarten ist.
109
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
25. Verfügungsbeschränkungen für Vermögensgegenstände gem. § 64 Abs. 1 Z. 8 BWG
Aufstellung der als Sicherheit gestellten eigenen
Vermögensgegenstände in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Deckungsstock gemäß FBSchVG 2.174.189 1.328.556 1.328.556
Deckungsstock gemäß PfandbrG (inkl. Überdeckung gem. § 2 Abs. 1) 865.093 896.730 0
Deckungsstock für Mündelgelder 9.677 12.241 7.253
Übrige Deckungsstockwerte 47.809 47.871 47.871
Die Sicherheiten für fundierte Schuldverschreibungen (gemäß FBSchVG und PfandbrG) betreffen mit einem Betrag von 130.244 TEUR (Vor-
jahr pro forma: 143.203 TEUR, Vorjahr: 79.663
TEUR) Wertpapiere und mit einem Betrag von 2.909.038 TEUR (Vorjahr pro forma:
2.082.083 TEUR, Vorjahr: 1.248.893
TEUR) Kreditforderungen.
Übrige Deckungsstockwerte betreffen vor allem hinterlegte Wertpapiere bei der EUREX mit 47.612 TEUR (Vorjahr: 47.674
TEUR).
Aufstellung der als Sicherheit gestellten institutsfremden
Vermögensgegenstände in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen 5.275.505 3.475.059 3.789.020
Die institutsfremden Sicherheiten für fundierte Schuldverschreibungen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Kreditforderungen.
Aufstellung der Passivposten, für die die oben angeführten
Sicherheiten gestellt werden in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Mündelgeldeinlagen) 7.418 7.493 4.778
Verbriefte Verbindlichkeiten (FBSchVG und PfandbrG) 4.567.958 3.421.073 3.264.500
26. Wertpapierleihgeschäfte sowie in Pension gegebene und genommene Vermögensgegenstände
gem. § 50 Abs. 4 BWG
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repos) in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Einlagen von Kreditinstituten 0 0 0
Einlagen von Zentralbanken 3.500.000 2.762.794 2.762.794
Die Einlagen von Zentralbanken betreffen mit einem Betrag von 3.500.000 TEUR (Vorjahr: 2.762.794 TEUR) Refinanzierungen bei der
OeNB. Davon entfällt ein Betrag von 3.500.000 TEUR (Vorjahr: 2.750.000 TEUR) auf die Teilnahme am TLTRO III Programm (Targeted Lon-
ger-Term Refinancing Operations) der EZB.
Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine echten Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
110
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Zum 31.12.2021 wurden von der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG Wertpapiere in Höhe von 500.000 TEUR verliehen (Vorjahr:
750.000
TEUR) und Wertpapiere in Höhe von 500.000 TEUR (Vorjahr: 728.000 TEUR) entliehen, welche im Rahmen der u. a. Pensionsge-
schäfte als Sicherheit gestellt wurden.
Die Vermögensgegenstände, die im Rahmen echter Pensionsgeschäfte als Sicherheit zur Verfügung gestellt bzw. übernommen wurden,
stellen sich wie folgt dar:
Aufstellung der in Pension gegebenen Vermögenswerte in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Institutseigene Wertpapiere 3.215.055 1.838.787 1.838.787
Institutsfremde (inkl. entliehene) Wertpapiere 557.664 787.831 787.831
Institutseigene Kreditforderungen (Credit Claims) 0 140.138 140.138
Institutsfremde Kreditforderungen (Credit Claims) 0 48.513 257.585
Sämtliche Kreditforderungen (Credit Claims) waren im Vorjahr für Tendergeschäfte bei der OeNB hinterlegt.
Als freies Deckungspotenzial für Repo-Geschäfte (OeNB, EUREX) stehen die folgenden Vermögensgegenstände (zu Nominalwerten) zur
Verfügung:
Institutseigene Vermögenswerte in TEUR
2021
2020
pro forma 2020
Wertpapiere 430.090 990.451 990.451
27. Vermögensgegenstände nachrangiger Art gem. § 45 Abs. 2 BWG
Bezeichnung der Bilanzpositionen in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Forderungen an Kreditinstitute 0 12.234 12.234
Forderungen an Kunden 5.451 491 491
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 40.332 41.162 41.162
Nachrangige Forderungen an Kreditinstitute beinhalteten im Vorjahr u.a. eine Forderung gegenüber der Landes-Hypothekenbank Steier-
mark AG in Höhe von 10.000 TEUR.
111
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
D. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Für die Geschäftstätigkeit der Bank besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen geografischen Märkten, sodass die Aufgliederung der
Betriebserträge gemäß § 64 Abs. 1. Z. 9 BWG nicht erforderlich ist.
1. Gesamtbetrag für nachrangige Verbindlichkeiten gem. § 64 Abs. 1 Z. 13 BWG
In TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten 3.667 4.539 2.261
2. In der GuV-Position 3 a enthaltene Ausschüttungen aus Investmentfondsanteilen
Die anteiligen Jahresergebnisse aus Investmentfondsanteilen betragen in der Berichtsperiode 0
TEUR (Vorjahr: 3.044 TEUR). Im Geschäfts-
jahr 2021 gab es wie im Vorjahr keine Ausschüttungen aus Investmentfondsanteilen. Eine Aktivierung laufender Erträge oder ausschüt-
tungsbedingte Abschreibungen bei Investmentfondsanteilen wurde nicht vorgenommen.
3. In den GuV-Positionen 3 c, 13/14 enthaltene Erträge und Aufwendungen
gem. § 238 Abs. 1 Z. 21 UGB
Erträge (GuV Pos. 3 c) in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 657 748 748
Wie im Vorjahr sind in diesen GuV-Positionen keine Aufwendungen gem. § 238 Abs. 1 Z. 21 UGB enthalten.
4. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gem. § 64 Abs. 1 Z. 12 BWG
Wesentliche sonstige betriebliche Erträge (GuV Pos. 7) in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Erträge aus bankfremden Geschäften 24.553 24.357 33.756
Die Erträge aus bankfremden Geschäften betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Personalkosten- und Betriebskostenverrechnung, die
dazugehörigen Aufwendungen werden in den entsprechenden Aufwandspositionen ausgewiesen.
Wesentliche sonstige betriebliche Aufwendungen (GuV Pos. 10)
in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Laufende Beiträge an Sicherungseinrichtungen 7.833 6.661 4.628
Bewertungsaufwand Derivate 10.380 2.448 1.963
JAHRESFINANZBERICHT 2021
112
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Bewertungsaufwendungen für Derivate beinhalten vor allem die aufwandswirksame Verteilung von Optionsprämien sowie Bewertungsauf-
wendungen für freistehende Derivate aufgrund von negativen Marktwerten und Ineffektivitäten von Bewertungseinheiten.
Die laufenden Beiträge an Sicherungseinrichtungen betreffen den EU-Bankenabwicklungsfonds und die EU-Einlagensicherung.
Aufgrund der EU-Richtlinien 2014/49/EU und 2014/59/EU zum Bankenabwicklungsfonds und zum Spareinlagen-Sicherungssystem, in Öster-
reich umgesetzt durch das BaSAG (Banken-Sanierungs- und Abwicklungsgesetz) sowie durch das ESAEG (Einlagensicherungs- und Anle-
gerentschädigungsgesetz), sind Kreditinstitute seit 2015 verpflichtet, Beiträge aus diesem Titel an Sicherungseinrichtungen zu entrichten.
Das ESAEG schreibt vor, dass jede Sicherungseinrichtung einen Einlagensicherungsfonds einzurichten hat, welcher mittels jährlicher Bei-
tragsvorschreibung an die Mitgliedsinstitute bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Höhe von zumindest 0,8 % der Summe der gedeckten
Einlagen der Mitgliedsinstitute auszustatten ist. Die Rolle der Sicherungseinrichtung für die Raiffeisen Bankengruppe Österreich hat mit
Stichtag 29. November 2021 die Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen (davor Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H.)
übernommen (siehe diesbezüglich auch die Ausführungen in Kapitel C. 21 des Anhangs).
Zur Finanzierung der gesetzlichen Einlagensicherung durch Aufbau eines ex-ante Fonds i. S. d. § 13 ESAEG sind gemäß § 21 ESAEG jähr-
lich Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß § 23 ESAEG nach der Höhe der gedeckten Einlagen und der Ausprägung
der Risiken, denen das Institut ausgesetzt ist.
Darüber hinaus kann die Sicherungseinrichtung pro Kalenderjahr Sonderbeiträge in der Höhe von maximal 0,5 % der Summe der gedeckten
Einlagen der Mitgliedsinstitute einheben. Diese Schwelle kann im Einzelfall durch die Genehmigung der FMA auch überschritten werden.
Die Höhe des Sonderbeitrags bestimmt sich gemäß § 22 ESAEG als Verhältnis des zuletzt fälligen Jahresbeitrags der Raiffeisen-Landesbank
Steiermark AG zur Gesamtsumme der zuletzt fälligen Jahresbeiträge aller Mitglieder der Sicherungseinrichtung. In den Jahren 2020 und 2021
hat die ESA einen Großteil der im Einlagensicherungsfonds vorhandenen Mittel für die Entschädigung der Einleger in den Sicherungsfällen
Autobank AG, Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG und Anglo Austrian AAB AG verwendet. Der dafür aufgewendete Betrag
i. H. v. rund 625 Mio. EUR musste allerdings nicht sofort wieder aufgefüllt werden, sondern kann in Abstimmung mit der FMA auf die verblei-
benden Jahre bis zur Erreichung der Zielausstattung 2024 verteilt werden. Für das Geschäftsjahr 2021 wurde seitens der RLB Steiermark ein
Beitrag von 2.393
TEUR (Vorjahr pro forma: 1.935 TEUR, Vorjahr: 1.138 TEUR) geleistet, welcher auch den aliquoten Anteil für die Wieder-
auffüllung des Fonds enthält. Zahlungsverpflichtungen i. S. d. § 7 Abs. 1 Z. 13 ESAEG wurden nicht verwendet.
Im Falle einer Auszahlung von Entschädigungen für gesicherte Wertpapierdienstleistungen i. S. d. § 49 ESAEG (Anlegerentschädigung) beträgt
die Beitragsleistung des Einzelinstituts pro Geschäftsjahr maximal 1,5 % der Bemessungsgrundlage gemäß Art. 92 Abs. 3 lit. a CRR zuzüglich
des 12,5-fachen des Eigenmittelerfordernisses für das Positionsrisiko gemäß Teil 3 Titel IV Kapitel 2 CRR und somit für die Raiffeisen-Landes-
bank Steiermark AG 212.636 TEUR (Vorjahr: 158.398 TEUR). Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine Anlegerentschädigungen erbracht.
Durch das BaSAG wurde die EU-Richtlinie 2014 /59/EU über die Festlegung eines Rahmens für die Sanierung und Abwicklung von Kredit-
instituten und Wertpapierfirmen in Österreich umgesetzt.
Zur Finanzierung des gesetzlichen Abwicklungsfinanzierungsmechanismus sind durch Aufbau eines ex-ante Fonds i. S. d. § 123 BaSAG
gemäß § 125 BaSAG regelmäßige Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß § 126 BaSAG nach dem Verhältnis der
Höhe der Verbindlichkeiten abzüglich der gesicherten Einlagen des Instituts zu den aggregierten Verbindlichkeiten abzüglich gesicherter
Einlagen aller in Österreich zugelassenen Institute. Diese Beiträge sind entsprechend dem Risikoprofil des Instituts anzupassen. Im Ge-
schäftsjahr 2021 hat die RLB Steiermark einen Beitrag von 5.439 TEUR (Vorjahr pro forma: 4.726 TEUR, Vorjahr: 3.490 TEUR) geleistet.
Unwiderrufliche Zahlungsverpflichtungen wurden nicht verwendet.
Darüber hinaus kann die Abwicklungsbehörde im Bedarfsfall gemäß § 127 BaSAG außerordentliche nachträgliche Beiträge einheben. Die
Berechnung der Höhe dieser Beiträge folgt den Regeln der ordentlichen Beiträge i. S. d. § 126 BaSAG und darf den dreifachen Jahresbe-
trag der ordentlichen Beiträge nicht überschreiten.
113
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
5. Aufwendungen und Erträge zu Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder
In der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“ werden in der sublit. aa „Löhne und Gehälter“ Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für
Jubiläumsgelder i. H. v. 169
TEUR (Vorjahr pro forma 138 TEUR, Vorjahr: 159 TEUR) ausgewiesen. Weitere Aufwendungen für vergleich-
bare, langfristig fällige Verpflichtungen sind nicht enthalten.
Die Änderungen der Rückstellungen für Pensionen werden in der GuV-Position 8 a „Personalaufwand“ in der sublit. ee „Dotierung der Pen-
sionsrückstellung“ mit einem Ertrag von 2.411 TEUR (Vorjahr pro forma: 3.082 TEUR, Vorjahr: 2.827 TEUR) ausgewiesen, die Änderungen
der Rückstellungen für Abfertigungen sind in der sublit. ff „Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsor-
gekassen“ mit einem Ertrag von 3.182 TEUR (Vorjahr pro forma: 1.511 TEUR, Vorjahr: 995 TEUR) enthalten.
6. Außerordentliches Ergebnis
Im außerordentlichen Ergebnis wird einerseits der Gewinn aus der Abgabe der Filialen/Standorte Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und
Schladming an die jeweiligen örtlichen Raiffeisenbanken in Höhe von 24.499 TEUR sowie das Ergebnis aus der Verschmelzung mit der
Landes-Hypothekenbank Steiermark in Höhe von 68.370 TEUR ausgewiesen. Dieses wiederum beinhaltet den Verschmelzungsgewinn
(Verrechnung des ausgewiesenen Beteiligungsbuchwerts mit dem Eigenkapital der HYPO Steiermark) mit einem Betrag von 85.557 TEUR
sowie außerordentliche Erträge und außerordentliche Aufwendungen aus der Confusion (Buchgewinn bzw. Buchverlust von unterschiedlich
bewerteten Aktiv- und Passivpositionen) in Höhe von 28.611 TEUR bzw. –45.798 TEUR.
7. Steuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Seit dem Veranlagungsjahr 2011 fungiert die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG als Gruppenträger gem. § 9 Abs. 8 KStG.
Als Gruppenmitglieder werden im Veranlagungsjahr 2021 folgende Gesellschaften einbezogen:
„DÖHAU“ Liegenschaftsges.m.b.H.
BONITA HSL Leasing GmbH
Grundstücksverwaltung Salzburg-Mitte GmbH
HSL Beteiligungen GmbH
HSL Leasing–Holding GmbH
HSL Immobilienleasing GmbH
HSL Kommunal- und Gebäudeleasing GmbH
HSL PUNTI Grundstücksverwaltung GmbH
INPRIMIS Beteiligungs GmbH
LKH - Eingangszentrums Errichtungs- und Betreiber GmbH
NOVA HSL Leasing GmbH
Raiffeisen Bauträger & Projektentwicklungs GmbH
Raiffeisen-Immobilien Steiermark Gesellschaft m.b.H.
Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH
Raiffeisen Rechenzentrum Holding GmbH
Raiffeisen Rechenzentrum GmbH
RATIO Beteiligungsverwaltungs GmbH
RLO Beteiligungs GmbH
Die Mitglieder der Steuergruppe haben eine Regelung über den Steuerausgleich dahingehend getroffen, dass eine jährliche Abrechnung
der Steuerbe- oder -entlastung, die sich aus dem – während der Gruppenzugehörigkeit entstehenden – Einkommen des Gruppenmitglieds
ergibt, erfolgt. In der GuV-Position 18. „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ sind Erträge aus Steuerumlagen i. H. v. 9.410
TEUR (Vorjahr
pro forma: 823 TEUR, Vorjahr: 2.146
TEUR) und Aufwendungen aus Steuerumlagen von 116 TEUR (Vorjahr pro forma: 515 TEUR, Vorjahr:
515
TEUR) enthalten.
Sonstige Steuern
In den Sonstigen Steuern wird die seit dem Jahr 2011 in Österreich erhobene Stabilitätsabgabe mit einem Betrag von 3.594
TEUR (Vorjahr
pro forma: 3.056 TEUR, Vorjahr: 2.428
TEUR) ausgewiesen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
8. Gesamtkapitalrentabilität gem. § 64 Abs. 1 Z. 19 BWG
Die Gesamtkapitalrentabilität der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG beträgt 1,10 % (Vorjahr pro forma: 0,46 %, Vorjahr: 0,30 %) und
berechnet sich als Quotient des Jahresergebnisses nach Steuern geteilt durch die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag. Bereinigt um das
außerordentliche Ergebnis errechnet sich eine Gesamtkapitalrentabilität von 0,65 %.
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
E. Weitere Angaben
1. Angaben über Arbeitnehmer gem. § 239 Abs. 1 Z. 1 UGB
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 2021
2020
pro forma 2020
Angestellte 772 821 636
2. Vorschüsse und Kredite an Vorstand und Aufsichtsrat gem. § 237 Abs. 1 Z. 3 UGB
Organkredite/Vorschüsse/Eventualforderungen in TEUR 2021 2020
Vorstand 1.047 1.029
Aufsichtsrat 247 268
Gesamtsumme 1.294 1.297
Rückzahlungen wurden vereinbarungsgemäß geleistet, die Laufzeit und Verzinsung entsprechen den banküblichen Usancen.
3. Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie
Pensionen gem. § 239 Abs. 1 Z. 3 UGB
Abfertigungen in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Vorstand und leitende Angestellte 231 144 144
Sonstige Arbeitnehmer 703 1.434 856
Gesamtsumme 934 1.578 1.000
Für die Darstellung der pro forma Werte des Vorjahres werden die ehemaligen Vorstandsmitglieder und leitenden Angestellten der Hypo
Steiermark innerhalb der Sonstigen Arbeitnehmer ausgewiesen.
In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen i. H. v. 446
TEUR (Vorjahr pro forma:
436 TEUR, Vorjahr: 364 TEUR) enthalten.
Pensionen in TEUR 2021
2020
pro forma 2020
Vorstand und leitende Angestellte -666 227 227
Sonstige Arbeitnehmer 2.143 1.166 121
Gesamtsumme 1.477 1.393 348
Für die Darstellung der pro forma Werte des Vorjahres werden die ehemaligen Vorstandsmitglieder und leitenden Angestellten der Hypo
Steiermark innerhalb der Sonstigen Arbeitnehmer ausgewiesen. Die Pensionszuschüsse sind in dem Ausmaß wertgesichert wie der
höchste kollektivvertragliche Schemabezug.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
116
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STEIERMARK 2021
4. Aufwendungen für Bezüge und Vergütungen an Vorstand und Aufsichtsrat
gem. § 239 Abs. 1 Z. 4 UGB
Aktive Mitglieder in TEUR 2021 2020
Vorstand 2.018 1.796
Aufsichtsrat 200 192
Gesamtsumme 2.218 1.988
Ehemalige Mitglieder in TEUR 2021 2020
Vorstand 18 923
Aufsichtsrat 0 0
Gesamtsumme 18 923
Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr Aufsichtsratsvergütungen von verbundenen Unternehmen i. H. v. 18
TEUR
(Vorjahr: 31
TEUR).
5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gem. § 238 Abs. 1 Z. 12 UGB
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind unwesentlich bzw. zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und
daher nicht im Rahmen des §
238 Abs. 1 Z. 12 UGB anzugeben.
6. Aufwendungen für Honorierung der Abschlussprüfer gem. § 238 Abs. 1 Z. 18 UGB
Gemäß § 238 Abs. 1 Z. 18 UGB wird das Abschlussprüferhonorar im Rahmen des Konzernabschlusses veröffentlicht.
7. Angaben zu Niederlassungen außerhalb Österreichs gem. § 64 Abs. 1 Z. 18 BWG
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG unterhält keine Niederlassungen außerhalb Österreichs. Die Angaben in § 64 Abs. 1 Z. 18 BWG
sind daher ident mit den jeweiligen Posten des Jahresabschlusses.
8. Angaben zum Mutterunternehmen und zur Einbeziehung in einen Konzernabschluss
gem. § 238 Abs. 1 Z. 7 und 8 UGB und § 237 Abs. 1 Z. 7 UGB
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG steht mit der RLB-Stmk Verbund eGen und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzern-
verhältnis. Die RLB-Stmk Verbund eGen mit Sitz in Graz stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von in den Konzernabschluss
einzubeziehenden Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird unter der Firmenbuchnummer 263388k beim Landesgericht für Zivil-
rechtssachen in Graz hinterlegt.
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG stellt selbst den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen
auf, welcher unter der Firmenbuchnummer 264700s beim Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz hinterlegt ist.
9. Gewinnverwendungsvorschlag gem. § 238 Abs. 1 Z. 9 UGB
Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag soll – unter Berücksichtigung der Empfehlung der FMA zu Dividendenausschüttungen – aus dem
Bilanzgewinn ein Betrag von 28.862.209,89 EUR an die Eigentümer der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ausgeschüttet werden. Dies
entspricht einer Dividende von 9,27 EUR je Aktie auf das in 3.113.507 auf Namen lautende Stückaktien eingeteilte Grundkapital.
117
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
10. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gem. § 238 Abs. 1 Z. 11 UGB
Der Kriegsausbruch in der Ukraine bzw. die daraufhin gegen Russland verhängten Sanktionen sind aus Sicht des vorliegenden Jahresab-
schlusses per 31.12.2021 ein wertbegründendes Ereignis des Jahres 2022.
Sämtliche Unternehmensbereiche und -funktionen stehen seither unter erhöhter Aufmerksamkeit, mögliche Auswirkungen auf die Bank,
Kunden und das Umfeld werden intensiv betrachtet.
Eine erste Analyse der Auswirkungen hat gezeigt, dass die RLB Steiermark direkt und unmittelbar nicht oder nur gering durch die Kriegs-
handlungen bzw. die Sanktionen betroffen ist. Unmittelbares Exposure gegenüber Kunden aus Russland, Ukraine und Belarus (Devisendo-
mizil) liegt nicht vor. Die mittelbaren Auswirkungen, welche Kreditnehmer in welchem Ausmaß durch den Krieg oder die Sanktionen betrof-
fen sind (Wegfall Absatzmarkt, Standorte in diesen Ländern, Unterbrechung Lieferketten etc.), werden laufend analysiert, können aber auf
Grund der unsicheren Entwicklung noch nicht quantifiziert werden. Das bestehende Kundenkreditportfolio weist allerdings eine sehr gute
Bonitätsstruktur verbunden mit hohen Besicherungsquoten auf. Gegenüber Kreditinstituten in Russland, Ukraine und Belarus bestehen
keine Forderungen und Verbindlichkeiten, es gibt auch keinen Wertpapier- und Derivatebestand. Geschäftsbeziehungen mit sanktionierten
Personen und Unternehmen bestehen zum derzeitigen Zeitpunkt keine – es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Liste der Sanktionen
bzw. Sanktionierten sich aktuell auf nahezu täglicher Basis ändert.
Eine indirekte, aber starke Betroffenheit zeigt sich in diesem Zusammenhang bei der Beteiligung Raiffeisen Bank International (RBI), da sie
über Tochterbanken in den vom Krieg bzw. vom Sanktionsregime betroffenen Regionen (Russland, Ukraine, Belarus) verfügt. Die RLB Stei-
ermark ist daher auf beinahe täglicher Basis im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der RBI, um die Auswirkungen auf das Spitze-
ninstitut einerseits und den Beteiligungsansatz an der RBI andererseits laufend beurteilen zu können. Die konkreten Auswirkungen aus
notwendigen Anpassungen des Beteiligungsbuchwerts im Jahr 2022 sind aus derzeitiger Sicht aber noch nicht abschätzbar, wiewohl die
RLB Steiermark aufgrund der sehr guten Kapitalausstattung bestmöglich auf negative Entwicklungen vorbereitet ist.
Eine weitere indirekte Auswirkung ergibt sich im Zusammenhang mit der Einlagensicherung. Die Finanzmarktaufsichts-behörde (FMA) hat
auf Basis einer Anweisung der Europäischen Zentralbank (EZB) der Sberbank Europe AG mit Sitz am Schwarzenbergplatz 3, 1010 Wien,
per Mandatsbescheid vom 01.03.2022 gemäß § 70 Abs. 2 Z. 4 BWG mit sofortiger Wirkung die Fortführung des Geschäftsbetriebs zur
Gänze untersagt. Aufgrund dieser Entscheidung erfolgte auch eine behördliche Zahlungseinstellung der gedeckten Einlagen, sodass ins-
besondere keine weiteren Einzahlungen, Abhebungen oder Überweisungen möglich waren und daher der Einlagensicherungsfall i. S. d.
§ 9 Z. 2 ESAEG ausgelöst wurde. Die Sberbank Europe AG ist gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG Mitglied der Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H.
(ESA).
Der Einlagensicherungsfonds sollte bis zum 3. Juli 2024 eine Zielausstattung von 0,8 % der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute auf-
weisen. Durch den Eintritt des Sicherungsfalls hat die Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. Auszahlungen an die Kunden im Rahmen
der Anlegerentschädigung geleistet, wodurch voraussichtlich weitere Einzahlungen zur Wiederauffüllung des Einlagensicherungsfonds
erforderlich sein werden. Per Ende Februar 2022 betrugen die gedeckten Einlagen der Sberbank Europe AG rund 950 Mio. EUR. Trotz des
Bestehens eines eigenen institutsbezogenen Sicherungssystems entfallen rund 35 % auf den Raiffeisensektor, da die Sberbank Europe AG
gemäß § 27 Abs. 1 ESAEG in einem gesonderten Rechnungskreis geführt wird. Für die RLB Steiermark werden sich dadurch voraussicht-
lich in den Geschäftsjahren 2022 bis 2024 vergleichsweise höhere Beitragszahlungen ergeben, deren Höhe zum derzeitigen Zeitpunkt noch
nicht genau bestimmbar ist. Darüber hinaus ist die RLB Steiermark von der Einstellung des Geschäftsbetriebs nicht direkt betroffen, da
keine Geschäftsbeziehung zur Sberbank Europe AG bestand.
Überdies gab es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine außerordentlichen Geschäftsfälle oder sonstigen Vorgänge, die von besonderem
öffentlichen Interesse wären oder sich wesentlich auf den Jahresabschluss 2021 auswirken würden.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
118
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STEIERMARK 2021
VORSTAND
VORSITZENDER
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER
MITGLIEDER DES VORSTANDS
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER
AUFSICHTSRAT
PRÄSIDENT
Josef HAINZL (ab 28.06.2021)
Präsident Ök.-Rat. Ing. Wilfried THOMA (bis 28.06.2021)
1. VIZEPRÄSIDENT
Dir. Josef GALLER
2. VIZEPRÄSIDENT
KR Peter SÜKAR (ab 28.06.2021)
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
Mag. Kristina EDLINGER-PLODER
Dir. Romana GSCHIEL-HÖTZL, MBA
Ök.-Rat Alois HAUSLEITNER (bis 28.06.2021)
Dir. MMag.
Martin KIPPERER (ab 28.06.2021)
Univ. Prof. Mag. Dr. Thomas KRAUTZER
Ing. Mag. Franz PICHLER (ab 28.06.2021)
GD-Stv. DI Dr. Gernot REITER (bis 28.06.2021)
VDir. Rudolf SCHNABL
(bis 28.06.2021)
Mag. Ignaz SPIEL (ab 28.06.2021)
Dir. Franz STRAUSSBERGER
Verbandsobmann Generalanwalt-Stv. Ök.-Rat Franz
TITSCHENBACHER
Ing. Mag. Andreas WALLNER (ab 28.06.2021)
VDir. Gerhard ZAUNSCHIRM, MSc
KR Josef ZÜGNER (bis 28.06.2021)
VOM BETRIEBSRAT ENTSANDT
Abt.-Vst. Stv. Sabine FUCHS
Walter HATZ
Brigitte MANDL
Eva PILGER-BUCHEGGER
Bernd VERONIG
Mag. Bernhard WAGNER
Ing. Bernhard WESENER
STAATSKOMMISSÄRE
Hans Georg KRAMER MBA, CFP (ab 1.11.2021)
Ministerialrat Mag. Wolfgang NITSCHE (bis 30.09.2021)
Mag. Matthias KUDWEIS (bis 31.03.2021)
Mag. (FH) Gerd WATZENIG, MSc MLitt MAIS (ab 1.07.2021)
AUFSICHTSKOMMISSÄRE DES LANDES
LH Hermann SCHÜTZENHÖFER (ab 28.08.2021)
Mag. Michael SPREITZHOFER, Stellvertreter(ab 28.08.2021)
MITGLIEDER DES
V
ORSTANDS UND DES
A
UFSICHTSRATS
119
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
TREUHÄNDER
FÜR DIE DECKUNGSSTÖCKE GEMÄSS FBSCHVG
Regierungskommissär, Abteilungsdirektor Hofrat Karl FLATZ
Abteilungsleiter Mag. Dr. Katharina SCHWAHA,
Stellvertreter (seit 1.05.2021)
Oberrat Mag. Dr. Thomas ECKER,
Stellvertreter (bis 30.04.2021)
FÜR DIE DECKUNGSSTÖCKE GEMÄSS PFANDBRIEFG:
Präsident des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Graz
Dr. Bernhard DEU
Ministralrat Mag. Jutta RAUNIG
Stellvertreter
JAHRESFINANZBERICHT 2021
120
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Anteil
%
Eigenkapital
in
EUR
Ergebnis
letztes
Geschäftsjahr
(vor
Rücklagen-
bewegung) in
EUR
Jahres-
abschluss
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
*)
HSL Beteiligungen GmbH (ehem. HYPO Steiermark
Beteiligungen GmbH), Graz
3)
100,00
3.565.653,47 -240,79 2021
HSL Leasing-Holding GmbH (ehem. HYPO Steiermark
Leasing - Holding GmbH), Graz
3)
100,00
2.193.555,08 26.713,13 2021
INPRIMIS Beteiligungs GmbH, Graz 100,00
1.552.200,46 -603,48 2020
Optima-Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft
m.b.H., Graz
1)
100,00
9.396.397,04 1.945.051,32 2021
Pittacus Beteiligungs GmbH, Graz 100,00
30.130,53 -4.869,47 2021
Raiffeisen - Einlagensicherung Steiermark eGen, Graz 57,07
3.515,81 -2.278,80 2020
Raiffeisen Rechenzentrum Holding GmbH, Graz
**)
100,00
21.838.743,40 656.610,63 2021
Raiffeisen-Immobilien Steiermark Gesellschaft m.b.H., Graz 100,00
2.211.849,69 488.657,72 2020
RLB Stmk TATEN GmbH, Graz 100,00
35.000,00 Gründung 2021
RLB - Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft m.b.H., Graz
2)
100,00
94.770.393,51 3.363.683,31 30.09.2021
RLO Beteiligungs GmbH, Graz 100,00
4.874.075,43 -1.181.275,97 2021
Steirische Raiffeisen - Immobilien - Leasing Gesellschaft
m.b.H., Graz
100,00
3.760.099,55 87.840,13 2021
*)
Die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen bestehen im Rahmen üblicher Bankgeschäfte.
**)
Ergebnisabführungsvertrag
1)
Ergebnisabführungsvertrag mit der TSI-Terminal und Software Installationen GmbH, Graz
2)
Ergebnisabführungsvertrag mit der RLB-Steiermark Immobilienbeteiligungs- u. Verwaltungs GmbH, Graz
3)
Zugang aus Fusion
A
NLAGE 1 –
A
NTEILE AN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN UND
BETEILIGUNGEN
121
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Anteil
%
Eigenkapital
in
EUR
Ergebnis
letztes
Geschäftsjahr
(vor
Rücklagen-
bewegung) in
EUR
Jahres-
abschluss
2. Beteiligungen (ab 20 % Anteil)
G + R Leasing Gesellschaft m.b.H. & Co. KG., Graz 50,00 1.077.335,46 1.004.662,62 30.09.2021
ÖWGES Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft m.b.H., Graz 30,00 367.342.269,96 24.779.817,62 2020
Steirische Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H.,
Wien
25,00 59.678,59 -3.513,33 2020
JAHRESFINANZBERICHT 2021
122
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
In TEUR
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Positionen des
Anlagevermögens
Stand 1.1. des
Geschäfts-
jahres Zugänge Abgänge
Versch-
melzungs-
zugänge
Versch-
melzungs-
abgänge
Umbu-
chungen
Stand 31.12.
des
Geschäfts-
jahres
Wertpapiere
a) Aktivposition 2 a 302.756 18.518 -24.927 24.163 0 0 320.509
b) Aktivposition 3 b 50.285 0 -11.521 0 0 0 38.763
c) Aktivposition 4 64.663 13.347 -14.100 51.764 0 0 115.674
d) Aktivposition 5 a 10.045 0 0 0 0 0 10.045
e) Aktivposition 5 b 1.268.938 84.557 -240.168 113.519 0 0 1.226.846
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
0 5.000 0 0 0 0 5.000
Zwischensumme 1.696.686 121.421 -290.717 189.446 0 0 1.716.837
Beteiligungen 817.511 3.887 -9 3.003 0 0 824.393
Anteile an verbundenen
Unternehmen
598.972 70 0 49.556 -311.769 0 336.829
Zwischensumme 1.416.483 3.957 -9 52.559 -311.769 0 1.161.222
Immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens
11.893 683 -361 317 0 32 12.564
Grundstücke und Gebäude 18.885 63 -443 1.809 0 5.972 26.286
Sonstige Sachanlagen 21.187 1.871 -1.320 12.864 0 -6.004 28.598
Zwischensumme 51.965 2.617 -2.124 14.990 0 0 67.448
Sonstige
Vermögensgegenstände
0 0 0 0 0 0 0
Gesamtsumme 3.165.134 127.995 -292.850 256.995 -311.769 0 2.945.507
A
NLAGE 2 –
A
NLAGENSPIEGEL
123
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Buchwerte
kumulierte
Abschrei-
bung 1.1.
Abschrei-
bung lfd.
Geschäfts-
jahr
Zuschrei-
bung lfd.
Geschäfts-
jahr
Versch-
melzungs-
zugänge
Versch-
melzungs-
abgänge
Um-
buchung
Abgänge
lfd.
Geschäfts-
jahr
kumulierte
Abschrei-
bung
31.12.
Stand
31.12. des
Geschäfts-
jahres
Stand
31.12. des
Vorjahres
5.521 1.103 -333 78 0 0 -2.427 3.942 316.567 297.235
764 483 -271 0 0 0 -119 857 37.906 49.521
0 74 -8 61 0 0 -2 125 115.549 64.662
-62 29 -609 0 0 0 0 -643 10.688 10.107
8.230 1.757 -1.419 -167 0 0 -4.562 3.839 1.223.007 1.260.709
0 0 0 0 0 0 0 0 5.000 0
14.452 3.447 -2.641 -28 0 0 -7.110 8.119 1.708.717 1.682.234
3.244 0 -112 1.541 0 0 0 4.673 819.720 814.267
325.122 1.568 -736 42.635 -200.044 0 0 168.545 168.284 273.850
328.366 1.568 -848 44.176 -200.044 0 0 173.218 988.004 1.088.117
9.298 1.066 0 262 0 0 -361 10.265 2.299 2.595
12.175 998 0 4.267 0 0 -443 16.997 9.289 6.710
16.969 1.755 0 5.886 0 0 -1.252 23.358 5.240 4.218
38.442 3.819 0 10.415 0 0 -2.056 50.620 16.828 13.523
0 0 0 0 0 0 0 0 0
381.260 8.834 -3.489 54.563 -200.044 0 -9.166 231.957 2.713.549 2.783.874
XXX
XXX
JAHRESFINANZBERICHT 2021
124
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
ANLAGE 3 –
INVESTITIONSPRÄMIE
Positionen des Anlagevermögens
Stand 1.1.
des
Geschäfts-
jahres
Verschmel
zungs-
zugang Zugänge Auflösung Abgang
Stand
31.12. des
Geschäfts-
jahres
I. Immaterielle Wirtschaftsgüter 0 0 0 0 0 0
II. Sachanlagen 3 1 61 -6 0 59
1.) Grundstücke und Gebäude 0 1 15 0 0 16
a) dem Geschäftsbetrieb dienend 0 1 15 0 0 16
b) sonstige 0 0 0 0 0 0
2.) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 0 46 -6 0 43
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 0 46 -6 0 43
b) Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Gesamt 3 1 61 -6 0 59
125
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresab-
schluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Ge-
schäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unterneh-
men ausgesetzt ist.
Graz, am 7. April 2022
Der Vorstand:
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER, Vorsitzender des Vorstands e.h.,
mit Verantwortung für Finanzen & Banksteuerung, Verbund, Kapitalmarkt, Unternehmenskommunikation und IT
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA e.h.,
mit Verantwortung für Kommerzkunden, Retail, Vertrieb und Immobilien
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK e.h.,
mit Verantwortung für Risikomanagement, Recht & Sicherungseinrichtungen
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER e.h.,
mit Verantwortung für Unternehmensentwicklung & Digitalisierung, Personal, Transaction Services und Bau & Infrastruktur
ERKL
Ä
RUNG ALLER
GESETZLICHEN VERTRETER
JAHRESFINANZBERICHT 2021
126
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Ich habe den Jahresabschluss der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG,
Graz,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
und dem Anhang, geprüft.
Nach meiner Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestim-
mungen für Banken.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Ich habe meine Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichi-
schen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Stan-
dards on Auditing (ISA). Meine Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des
Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von der Ge-
sellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und ich
habe meine sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir
bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prü-
fungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Hervorhebung eines Sachverhaltes
Ich verweise auf die Ausführungen des Vorstandes hinsichtlich der Unsicherheiten in Bezug auf die Werthaltigkeit der Anteile an der Raiffei-
sen Bank International AG (RBI) in den Folgeperioden in Abschnitt E „Weitere Angaben“ Punkt 10. „Ereignisse von besonderer Bedeutung
nach dem Bilanzstichtag gem. § 238 Abs. 1 Z. 11 UGB“ im Anhang. Mein Prüfungsurteil ist im Hinblick auf diesen Sachverhalt nicht einge-
schränkt.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach meinem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für
meine Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit meiner Prüfung des
Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung meines Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und ich gebe kein gesondertes Prüfungs-
urteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Rahmen der Prüfung wurden vier dieser Sachverhalte identifiziert, die nachfolgend beschrieben werden:
BEST
Ä
TIGUNGSVERMERK
127
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Werthaltigkeit der direkt gehaltenen Anteile an der Raiffeisen Bank International AG
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Jahresabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Stmk AG) zum 31. Dezember 2021 werden Anteile an der RBI, die
auch das Zentralinstitut der Gesellschaft ist, unter dem Bilanzposten „Beteiligungen“ ausgewiesen. Die Bewertung der Anteile an der RBI
erfolgt gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips. Wenn daher der beizule-
gende Wert voraussichtlich dauernd unter dem Beteiligungsbuchwert liegt, wird eine Abschreibung vorgenommen. Stellt sich in einem spä-
teren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, so ist der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhö-
hung unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips zuzuschreiben.
Der Vorstand beschreibt die Bewertung im Anhang im Abschnitt „Angaben zu den in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung
angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Kapitel B.7. „Beteiligungen“ sowie im Abschnitt C „Erläuterungen zu Bilanz-
posten“, Punkt 8. Beteiligungen. Zur Eskalation des Konfliktes zwischen Russland und Ukraine und den daraus resultierenden Entwicklun-
gen sowie deren finanzielle Auswirkungen auf die Bewertung der Anteile an der RBI wird im Abschnitt E „Weitere Angaben“ Punkt 10. „Er-
eignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gem. § 238 Abs. 1 Z. 11 UGB“ eingegangen.
Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgte auf Basis eines Discounted Cash Flow Verfahrens. Die Bewertung durch die Bank auf der
Grundlage eines externen Gutachtens zeigte, dass der ermittelte beizulegende Wert den Buchwert der Beteiligung übersteigt.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass das Ergebnis dieser Bewertung in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen
Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit einem
erheblichen Grad an Schätzunsicherheit verbunden ist.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter in Hinblick auf das Vorliegen von Wertminderungsindikatoren beurteilt und die Bewer-
tung der Anteile an der RBI basierend auf einem externen Gutachten unter Berücksichtigung weiterer Anpassungen durch den Vorstand
überprüft.
Ich habe die Grundlagen des externen Gutachtens, insbesondere das Bewertungsmodell sowie die Anpassungen des Vorstands, auf An-
gemessenheit hin geprüft. Die darin verwendeten Parameter wie den Diskontierungszinssatz habe ich durch Abgleich mit Kapitalmarktda-
ten sowie unternehmensspezifischer Informationen und Markterwartungen geprüft.
Ich habe die im externen Gutachten verwendeten, zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse unter Berücksichtigung der Anpassungen des Vor-
stands mit der Konzernplanung abgeglichen und die Planungstreue insbesondere auf der Basis von Unternehmensdokumentationen und
des externen Gutachtens analysiert und beurteilt.
Weiters habe ich beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Anteile an der RBI im Anhang angemessen sind und inwiefern eine adäquate
Darstellung der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag in Hinblick auf die Art der Entwicklungen und deren finanzielle Auswirkungen in Zusam-
menhang mit dem militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine erfolgte.
Bewertung der Forderungen an Kunden
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Jahresabschluss der RLB Stmk AG zum 31. Dezember 2021 werden die Forderungen an Kunden unter Berücksichtigung von Risikovor-
sorgen und einer Wertberichtigung gemäß § 57 Abs. 1 BWG mit einem Betrag von 7.568.323 TEUR ausgewiesen.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen im Anhang im Abschnitt „Angaben zu den in der Bilanz
und in der Gewinn- und Verlustrechnung angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Kapitel B.4. „Risikovorsorge“,
B.5. „Vertragsanpassungen (Modifikationen)“ und B.6. Unterbewertung gem. § 57 Abs. 1 und 2 BWG“.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
128
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob eine Ausfallgefährdung vorliegt und damit Einzelrisikovorsorgen zu bilden sind.
Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe und ohne Verwertung von Sicher-
heiten leisten können.
Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell signifikante Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten zukünftigen
Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von
Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst.
Aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie hat die Bank die Auswirkungen auf die zukünftige Lage bzw. auf das Geschäftsmodell der
Kreditnehmer im Rahmen der Ratingeinstufung und der Schätzung der Zahlungsmittelrückflüsse beurteilt.
Die Risikovorsorge für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden wird auf der Grundlage eines statistischen Bewertungsmodells
berechnet.
Für alle nicht ausgefallenen Kredite wird von der Bank eine ratingabhängige Portfoliowertberichtigung auf Basis eines statistischen Bewer-
tungsmodells gebildet.
In diese Modelle fließen Kundenobligo und Sicherheiten ein. Parameter, denen statistische Annahmen zugrunde liegen, umfassen insbe-
sondere die Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis des Bonitätsratings des Kunden und die Verlustquote der Sicherheiten. Ich verweise auf die
Angaben im Anhang im Abschnitt „Angaben zu den in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung angewendeten Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden“ im Kapitel B.4. „Risikovorsorge“.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Identifikation von drohenden Kreditausfällen und der Ermittlung der Kreditrisiko-
vorsorgen in unterschiedlichem Ausmaß die oben beschriebenen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, aus denen sich Ermes-
sensspielräume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich des makroökonomischen Umfelds, der Ratingeinstufung und der Höhe der Kreditri-
sikovorsorge insbesondere im Rahmen der anhaltenden COVID-19-Pandemie ergeben.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Vergabe und Überwachung von Kundenkrediten sowie der Risikovorsorgebil-
dung analysiert und beurteilt, ob diese Prozesse geeignet sind, drohende Kreditausfälle zu identifizieren und die sachgerechte Bewertung
der Kundenforderungen sicherzustellen. Ich habe darüber hinaus die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen erhoben und die Schlüs-
selkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen von Stichproben auf deren Effektivität getestet.
Für individuell signifikante Kunden habe ich auf Basis von Stichproben an Krediten untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen,
ob in angemessener Höhe Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden und inwieweit Anpassungen der Ratingeinstufungen geeignet sind, die
Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie angemessen zu berücksichtigen. Die Auswahl der Stichproben erfolgte risikoorientiert
unter besonderer Berücksichtigung von Ratingstufen mit höherem Ausfallrisiko. Bei Feststellung von Indikatoren für Kreditausfälle wurden
die von der Bank getroffenen Annahmen in Bezug auf Zeitpunkt und Höhe der Zahlungsrückflüsse untersucht. Hinsichtlich der internen
Sicherheitenbewertungen habe ich in Stichproben überprüft, ob die eingeflossenen Annahmen adäquat sind.
Im Bereich der Vorsorgen für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden habe ich das Modell und die darin verwendeten Parameter
nachvollzogen und diese dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln.
Bei der Prüfung der Portfoliowertberichtigungen habe ich das Modell und die darin verwendeten Parameter – unter Berücksichtigung der
Ergebnisse des von der Bank durchgeführten Backtestings und der Anpassungen der Parameter aufgrund der Unsicherheiten der anhal-
tenden COVID-19-Pandemie – dahingehend beurteilt, ob die Annahmen in Bezug auf das Kundenportfolio angemessen sind und diese
geeignet sind, die Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln.
Ergänzend wurden die Ratingnoten für den Kundengesamtbestand unter Mithilfe von künstlicher Intelligenz verplausibilisiert.
Die Berechnung der Vorsorgen habe ich nachvollzogen.
Weiters habe ich beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kundenforderungen im Anhang angemessen sind.
129
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Bewertung der Wertpapiere und derivativen Finanzinstrumente
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die für die Bewertung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten herangezogenen beizulegenden Zeitwerte basieren im Jahres-
abschluss der RLB Stmk AG auf beobachtbaren Marktpreisen oder werden mit Bewertungsmodellen ermittelt. Derivative Finanzinstrumente
werden in wesentlichem Umfang für die Bildung von Sicherungsbeziehungen eingesetzt.
Der Vorstand beschreibt die Vorgangsweise bei der Bewertung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten und der Bildung von
Sicherungsbeziehungen im Anhang im Abschnitt „Angaben zu den in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung angewendeten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Kapitel B.2. „Wertpapiere“, B.3. „Derivative Finanzinstrumente“ bzw. C.23. Ergänzende Anga-
ben zu Finanzinstrumenten gem. § 238 Abs. 1 Z. 1 UGB i.V.m. § 64 Abs. 1 Z. 3 BWG.
Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Marktkurse und keine
ausreichend beobachtbaren Marktdaten für eine Bewertung vorliegen, ist die Bewertung aufgrund der Verwendung von internen Bewer-
tungsmodellen und den darin enthaltenen Annahmen und Parametern ermessensbehaftet.
Darüber hinaus sind für die Bildung von Sicherungsbeziehungen die Anforderungen an die Dokumentation der Sicherungsbeziehung sowie
der Effektivität derselben zu erfüllen.
Das Risiko für den Jahresabschluss ergibt sich daraus, dass bei der Verwendung von Bewertungsmodellen zur Ermittlung der beizulegen-
den Zeitwerte die darin enthaltenen Annahmen und Parameter in hohem Ausmaß ermessensbehaftet sind und dass an die Darstellung der
Sicherungsbeziehungen formelle und materielle Anforderungen geknüpft sind.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die von der Bank implementierten Richtlinien und die Dokumentation der eingerichteten Prozesse für die Bewertung der Wertpa-
piere und der derivativen Finanzinstrumente eingesehen und die wesentlichen Kontrollen stichprobenartig auf ihre Effektivität geprüft.
Die Bewertungsmodelle und die zugrunde liegenden Bewertungsparameter zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte habe ich auf ihre
Angemessenheit und konsistente Anwendung hin geprüft. Ich habe in Stichproben wesentliche verwendete Parameter mit extern zugängli-
chen Werten und die Berechnung der Zeitwerte nachvollzogen.
Sicherungsbeziehungen habe ich in Stichproben insbesondere dahingehend beurteilt, ob die Dokumentation der Sicherungsbeziehung
und der Effektivität der Sicherung vorhanden ist und den internen Richtlinien der Bank entspricht. Die von der Bank durchgeführten Effektivi-
tätstests wurden von mir in Bezug auf ihre Angemessenheit kritisch gewürdigt.
Weiters habe ich überprüft, ob die Angaben im Anhang betreffend die Bewertungsmethoden und die Bildung von Sicherungsbeziehungen
angemessen und vollständig sind.
Verschmelzung der Landes-Hypothekenbank Steiermark Aktiengesellschaft mit der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Jahresabschluss der RLB Stmk AG zum 31. Dezember 2021 wird die Verschmelzung der Landes-Hypothekenbank Steiermark Aktienge-
sellschaft (Hypo Stmk AG) als übertragende Gesellschaft mit der RLB Stmk AG als übernehmende Gesellschaft dargestellt. Im außeror-
dentlichen Ergebnis wird ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von 85.557 TEUR sowie ein Confusioverlust in Höhe von -17.187 TEUR aus-
gewiesen.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise zur bzw. Auswirkungen der Verschmelzung im Anhang in den Kapiteln „Verschmelzung mit
der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG“, B.2. „Wertpapiere“, C.23. Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten gem. § 238 Abs. 1
Z. 1 UGB i.V.m. § 64 Abs. 1 Z. 3 BWG und D.6. Außerordentliches Ergebnis.
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Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Verschmelzungsvorgang fehlerhaft im Jahresabschluss abgebildet wurde bzw.
im Berichtsjahr die rechnungslegungsrelevanten Daten der Hypo Stmk AG in den Datenbestand der RLB Stmk AG übertragen wurden.
Aufgrund der Datenmigration sowie der potentiell materiellen Auswirkungen einer fehlerhaften Datenübertragung auf die Vermögens-, Fi-
nanz- und Ertragslage der RLB Stmk AG war die Verschmelzung mit der Hypo Stmk AG ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe vom Management der Gesellschaft alle wesentlichen Unterlagen zur Verschmelzung angefordert und analysiert, ob die rechtlichen
Anforderungen eingehalten wurden.
Ich habe die Datenmigration auf konzeptioneller Ebene hinsichtlich der Angemessenheit der Migrationsplanung, Fachkonzepte, bankseiti-
gen Tests und Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie Abnahmeverfahren beurteilt.
Darüber hinaus habe ich die Angemessenheit und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen zur Sicherstellung der
vollständigen und korrekten Datenübertragung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beurteilt sowie die voll-
ständige und inhaltlich korrekte Zusammenführung der Daten nachvollzogen. Weiters habe ich für wesentliche Jahresabschlussposten die
Zusammenführung auf Postenebene geprüft.
Ich habe die Darstellung der Verschmelzung der Hypo Stmk AG mit der RLB Stmk AG im Jahresabschluss und die rechnerische Richtigkeit
des Verschmelzungsgewinnes sowie des Confusioverlustes geprüft.
Weiters habe ich überprüft, ob die Angaben im Anhang betreffend die Verschmelzung angemessen sind.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im
Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Jahresfinanzbericht wird
mir voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und ich werde dazu keine Art der Zusiche-
rung geben.
Im Zusammenhang mit meiner Prüfung des Jahresabschlusses habe ich die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen,
sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss
oder meinen bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortfüh-
rung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern
einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei
denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder
haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Meine Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstel-
lungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den
österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung
eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Ab-
schlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, übe ich während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus
und bewahre eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Ich identifiziere und beurteile die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Ab-
schluss, plane Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führe sie durch und erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende we-
sentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusi-
ves Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
Ich gewinne ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kon-
trollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Ich beurteile die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbar-
keit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende An-
gaben.
Ich ziehe Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unter-
nehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsi-
cherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich die Schlussfolgerung ziehe, dass eine wesentliche Unsicherheit be-
steht, bin ich verpflichtet, in meinem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen
oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grund-
lage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten kön-
nen jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Ich beurteile die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jah-
resabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild er-
reicht wird.
Ich tausche mich mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Ab-
schlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem,
die ich während meiner Abschlussprüfung erkenne, aus.
Ich gebe dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass ich die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängig-
keit eingehalten habe, und tausche mich mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise
angenommen werden kann, dass sie sich auf meine Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaß-
nahmen auswirken.
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Ich bestimme von den Sachverhalten, über die ich mich mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht habe, diejenigen Sachverhalte, die am
bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachver-
halte sind. Ich beschreibe diese Sachverhalte in meinem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften
schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder ich bestimme in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in meinem
Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung de-
ren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss
in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unterneh-
mensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken.
Ich habe meine Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
URTEIL
Nach meiner Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a
Abs. 2 UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
ERKLÄRUNG
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesell-
schaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Ich wurde vom Österreichischen Raiffeisenverband als dem für die Gesellschaft zuständigen Revisionsverband für die gesetzliche Jahres-
abschlussprüfung im Sinne des Bankwesengesetzes (BWG) erstmals zum Bankprüfer für das Geschäftsjahr 2021 bestellt.
Ich erkläre, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss
nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Ich erkläre, dass ich keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht habe und dass ich bei der Durchfüh-
rung der Abschlussprüfung meine Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt habe.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Andreas Fegerl.
Wien, 7. April 2022
Als vom Österreichischen Raiffeisenverband bestellter Bankprüfer:
Mag. Andreas FEGERL – Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit meinem Bestätigungsvermerk darf nur in der von mir bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich
ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG,
Graz,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Ver-
mögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäfts-
jahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir wurden von den gesetzlichen Vertretern als weiterer (freiwilliger) Abschlussprüfer bestellt und haben unsere Abschlussprüfung in Über-
einstimmung mit den International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Vermerks des
unabhängigen Abschlussprüfers weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit dem Code
of Ethics for Professional Accountants des International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA Code) sowie den österreichischen
berufsrechtlichen Vorschriften nach dem Wirtschaftstreuhandberufsgesetz 2017 („WTBG 2017“) samt einschlägigen Verordnungen („Richtli-
nien für die Ausübung der Wirtschaftstreuhandberufe“) und Richtlinien, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen und dem IESBA Code erfüllt. Die Regelungen der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 über spezifi-
sche Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse sind nicht vereinbart. Diese Nichtanwendung
kann bedeuten, dass etwa die Vorschriften zur Einhaltung der externen Rotation, zur Einhaltung der Bestimmungen betreffend die Erbrin-
gung verbotener Nichtprüfungsleistungen („fee cap“) und die Verpflichtung zur Erstellung eines gesonderten Berichtes an den Prüfungs-
ausschuss nicht eingehalten wurden. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft
und gegenüber Dritten kommt § 62a BWG in Verbindung mit § 275 UGB zur Anwendung.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Vermerks ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Hervorhebung eines Sachverhaltes
Wir verweisen auf die Ausführungen des Vorstandes zu den Unsicherheiten in Bezug auf die Werthaltigkeit der Beteiligung an der Raiffeisen
Bank International AG in der Folgeperiode im Anhang zum Jahresabschluss (E. Weitere Angaben Punkt 10 "Ereignisse von besonderer
Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gemäß § 238 Abs 1 Z 11 UGB"). Unser Prüfungsurteil ist im Hinblick auf diesen Sachverhalt nicht ein-
geschränkt.
V
ERMERK DES
UNABHÄNGIGEN
A
BSCHLUSSPRÜFERS
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Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für
unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung
des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prü-
fungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden sowie Bewertung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
Werthaltigkeit von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen
Verschmelzung mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark Aktiengesellschaft
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden sowie Bewertung von Rückstellungen für
Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Wertberichtigungen, umfassen in der Bilanz einen Betrag in Höhe von
TEUR 7.568.323. Weiters werden Vorsorgen in Form von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken gebildet.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen in den Erläute-
rungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang zum Jahresabschluss (Kapitel B, Unterpunkt 4).
Die Identifikation von Ausfallsereignissen und die Ermittlung der Höhe der Einzelwertberichtigungen für signifikante Kreditnehmer im Ausfall
unterliegen wesentlichen Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Diese ergeben sich aus Annahmen betreffend die wirtschaftli-
che Lage und Entwicklung des jeweiligen Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten und bringen daher Auswirkun-
gen auf die Höhe und den Zeitpunkt der erwarteten zukünftigen Rückflüsse mit sich.
Die nach statistischen Methoden gebildeten Risikovorsorgen für nicht signifikante Kreditnehmer mit Ausfall-Rating (pauschalierte Einzel-
wertberichtigungen) sowie für nicht ausgefallene Kreditnehmer (Portfoliowertberichtigungen) basieren auf Modellen und statistischen Para-
metern und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten.
Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Ermittlung der Risikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen
zugrunde liegen, die zudem durch die COVID-19 Krise beeinflusst sind. Daraus kann sich eine mögliche falsche Darstellung in Bezug auf
die Höhe der Risikovorsorgen im Abschluss ergeben.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Wir haben zur Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden sowie zur Bewertung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kre-
ditrisiken folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben den Kreditüberwachungsprozess erhoben und beurteilt, ob dieser geeignet ist, Ausfälle rechtzeitig zu identifizieren und die
Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Wir haben ausgewählte Schlüsselkontrollen in Hinblick auf deren Ausgestaltung und
Implementierung sowie in Stichproben auf deren Effektivität getestet.
Auf Basis einer Stichprobe von Krediten haben wir überprüft, ob das Rating entsprechend den internen Richtlinien erfolgte und ob Aus-
fallsereignisse zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte hierbei risikobasiert unter besonderer Gewichtung der
Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko sowie der Branchen, die erwartungsgemäß stärker von der COVID-19-Krise betroffen sind. Bei
ausgefallenen signifikanten Kreditnehmern wurden die von der Bank getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit und Konsistenz
von Zeitpunkt und Höhe der angenommenen Rückflüsse untersucht.
Wir haben im Bereich der pauschalierten Einzelwertberichtigungen das Bewertungsmodell und die darin verwendeten Parameter dahin-
gehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit der Vorsorgen
haben wir in Stichproben nachvollzogen.
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Im Bereich der Portfoliowertberichtigungen haben wir das zugrundeliegende Bewertungsmodell einschließlich der darin verwendeten
Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf in angemessener Art und Weise zu ermitteln. Für
diese Prüfungshandlung haben wir unsere internen Financial Risk Management-Spezialisten einbezogen.
Werthaltigkeit von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die Beteiligungen umfassen in der Bilanz einen Betrag in Höhe von TEUR 819.720. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betragen
TEUR 168.284.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die Vorgehensweise für die Bilanzierung von Beteiligungen und Anteilen
an verbundenen Unternehmen in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang zum Jahresabschluss
(Kapitel B, Unterpunkt 7). Auf die Kriegshandlungen zwischen Russland und der Ukraine und den daraus resultierenden Entwicklungen
sowie deren finanzielle Auswirkung auf die Bewertung der Anteile an der Raiffeisen Bank International AG in den Folgeperioden wird im
Anhang zum Jahresabschluss im Kapitel E, Unterpunkt 10 "Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gemäß
§ 238 Abs 1 Z 11 UGB" eingegangen.
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird eine Abschreibung und bei Wegfall der Gründe für eine in der Vergangenheit vorgenom-
mene Abschreibung, eine Zuschreibung bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen. Für diese Beurteilung wird – sofern
keine beobachtbaren Marktpreise vorliegen – auf Unternehmensbewertungen von externen Sachverständigen oder auf bankinterne Unter-
nehmensbewertungen zurückgegriffen. Diese Bewertungen sind abhängig von Schätzungen, wie zukünftig erwartete Cashflows oder Er-
gebnisse, Diskontierungssätze und Wachstumsannahmen.
Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass die Unternehmensbewertungen innerhalb gewisser Bandbreiten ermessensbehaftet und
mit Schätzungsunsicherheiten verbunden sind, woraus ein mögliches Risiko einer falschen Bewertung im Abschluss resultiert.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Wir haben zur Werthaltigkeit von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen folgende wesentliche Prüfungshandlungen
durchgeführt:
Wir haben die wesentlichen Prozesse hinsichtlich der Identifikation von Wertminderungsereignissen oder Zuschreibungserfordernissen
und der Beurteilung der Werthaltigkeit von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen erhoben und eine ausgewählte
Schlüssel-kontrolle beurteilt, ob deren Ausgestaltung und Implementierung grundsätzlich geeignet ist, erforderliche Wertminderungen
und mögliche Zuschreibungen zeitgerecht zu erkennen.
Wir haben die Modelle, die Planungsannahmen und die Parameter für die Bewertungen der wesentlichen Beteiligungen und Anteile an
verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei wurden die eingesetzten Bewertungsmodelle nachvollzogen und beurteilt, ob diese geeignet
sind, den Unternehmenswert angemessen zu ermitteln. Die in den Modellen verwendeten Bewertungsparameter – vorrangig die Zins-
satzkomponenten – wurden evaluiert. Dabei wurden die bei der Bestimmung des Zinssatzes herangezogenen Annahmen durch Ab-
gleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt. Die Planungstreue haben wir in Testfällen durch
einen Vergleich der Vorjahresplanungen mit den Ergebnissen des laufenden Jahres beurteilt.
Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Ermittlung der Unternehmenswerte in Testfällen nachvollzogen.
Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben zu den aktuellen Entwicklungen bei Beteiligungen im Kapitel E, Unterpunkt 10 "Ereignisse
von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gemäß § 238 Abs 1 Z 11 UGB" angemessen sind.
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Verschmelzung mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark Aktiengesellschaft
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Mit Bewilligung der FMA vom 10. August 2021 sowie nachfolgender Eintragung im Firmenbuch am 28. August 2021 wurde das 100 %-
Tochterunternehmen Landes-Hypothekenbank Steiermark Aktiengesellschaft mit der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG als aufneh-
mende Gesellschaft verschmolzen. Als Stichtag für den Upstream-Merger wurde der 31. Dezember 2020 festgelegt. Durch die Verschmel-
zung erhöht sich die Bilanzsumme der Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 2021 der Bank um TEUR 2.318.052; im Geschäftsjahr 2021 wurde
ein Verschmelzungsgewinn mit einem Betrag von TEUR 85.557 sowie ein aufwandswirksamer Confusioeffekt in Höhe von TEUR 17.187
ermittelt.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die im Geschäftsjahr erfolgte Umgründung und ihre bilanzielle Auswirkung
im einleitenden Kapitel im Anhang zum Jahresabschluss.
Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass einerseits der Verschmelzungsgewinn und der Confusioeffekt falsch ermittelt werden, und
andererseits, dass eine unvollständige oder falsche Datenübernahme zur Fehlern in der Finanzberichterstattung führt.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Wir haben zur Verschmelzung mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark Aktiengesellschaft folgende wesentliche Prüfungshandlungen
durchgeführt:
Wir haben die wesentlichen Prozesse hinsichtlich der technischen Umsetzung der Verschmelzung, wie Projektorganisation und Projekt-
management erhoben und ausgewählte Schlüsselkontrollen beurteilt, ob deren Ausgestaltung und Implementierung grundsätzlich ge-
eignet sind, eine ordnungsgemäße Übernahme von abschlussrelevanten Daten sicherzustellen. Weiters haben wir durch Einsichtnahme
in wesentliche Fusionsreports analysiert, ob sich im Laufe des Projekts wesentliche Umsetzungsprobleme ergeben haben. Bei diesen
Prüfungshandlungen haben wir unsere IT-Audit Spezialisten eingebunden.
Weiters haben wir die korrekte Übernahme von Salden und Kundenkonten nachvollzogen und manuelle Bereinigungen in Testfällen auf
ihre Richtigkeit hin überprüft.
Wir haben auf Basis der Schlussbilanzen zum 31. Dezember 2020 die korrekte Ermittlung des Verschmelzungsgewinns überprüft und
den Confusioeffekt nachvollzogen.
Abschließend haben wir beurteilt, ob die Umgründung in Bezug auf die rechtliche Darstellung und Angabe zu Verschmelzungsgewinn
und Confusio angemessen im Anhang zum Jahresabschluss erläutert wurde.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im
Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss und den Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers. Den Lagebericht haben
wir vor dem Datum des Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers erlangt, die übrigen Teile des Jahresfinanzberichts werden uns vo-
raussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf
geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen
und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Ab-
schlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen
durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir
verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
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Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um
die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlun-
gen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortfüh-
rung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern
einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei
denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder
haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstel-
lungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zu erteilen, der unser
Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung
mit den ISA durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Dar-
stellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder
insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftli-
chen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den ISA üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Er-
messen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im
Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausrei-
chend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollu-
sives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kon-
trollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbar-
keit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende An-
gaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Un-
ternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft
zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers auf die dazugehörigen Angaben im Jahresab-
schluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
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Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers erlangten Prüfungs-
nachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unterneh-
menstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jah-
resabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild er-
reicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der
Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsys-
tem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhän-
gigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftiger-
weise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende
Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die
am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs-
sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers, es sei denn, Gesetze
oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen,
dass ein Sachverhalt nicht in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise
erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Linz, 7. April 2022
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian GRINSCHGL – Wirtschaftsprüfer
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Abschlussprüfers darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und
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KONZERNABSCHLUSS 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
INHALT
WICHTIGE DATEN AUF EINEN BLICK 141
KONZERNLAGEBERICHT 2021 143
KONZERNABSCHLUSS 2021 NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) 164
140
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
141
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Monetäre Werte in TEUR
Erfolgsrechnung 2021 2020 Veränderung
Zinsüberschuss 110.361 114.282 –3,4 %
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 11.020 –49.867 >100 %
Provisionsüberschuss 43.816 40.890 7,2 %
Handelsergebnis 10.153 –1.533 >100 %
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL) –456 100.997 >100 %
Verwaltungsaufwendungen –167.588 –175.603 –4,6 %
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte 12.502 –52.992 >100 %
Konzernergebnis vor Steuern 115.439 37.748 >100 %
Konzernergebnis 88.999 27.123 >100 %
Gesamtergebnis 95.117 -36.840 >100 %
Bilanz 2021 2020
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) 10.555.568 10.245.834 3,0 %
Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading (HFT) 463.652 582.260 –20,4 %
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI) 948.298 937.638 1,1 %
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M) 72.763 433.106 –83,2 %
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen 869.048 885.093 –1,8 %
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC) 15.567.515 14.252.896 9,2 %
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT) 167.822 205.722 –18,4 %
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO) 865.431 1.108.291 –21,9 %
Eigenkapital (inkl. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) 1.651.098 1.577.870 4,6 %
Bilanzsumme 18.512.527 17.697.335 4,6 %
WICHTIGE DATEN
A
UF EINEN BLICK
JAHRESFINANZBERICHT 2021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
142
Monetäre Werte in TEUR
Bankaufsichtliche Kennzahlen 2021 2020 Veränderung
Hartes Kernkapital (CET 1) 1.420.234 1.385.927 2,5 %
Eigenmittel Gesamt (TC) 1.499.603 1.469.385 2,1 %
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) 7.956.473 7.615.414 4,5 %
Harte Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken) 17,9 % 18,2 % –0,3 PP
Eigenmittelquote (bezogen auf alle Risiken) 18,8 % 19,3 % –0,5 PP
Verschuldungsquote 11,7 % 7,7 % 4,0 PP
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 248,0 % 213,5 % 34,5 PP
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 128,0 % 120,4 % 7,6 PP
Sonstige Kennzahlen 2021 2020
Return on Equity 7,2 % 2,4 % 4,8 PP
Cost/Income-Ratio*) 43,3 % 44,9 % –1,6 PP
2021 2020
Non Performing Loan-Ratio 1,5 % 1,8 % –0,3 PP
Non Performing Exposure-Ratio 1,1 % 1,4 % –0,3 PP
Coverage Ratio (exkl. Sicherheiten) 62,5 % 67,0 % –4,5 PP
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 857 904 –47
Bankstellen 16 20 –4
*)
Berechnung Cost/Income-Ratio ohne Berücksichtigung des Sondereffekts aus der Wertminderung der at equity bilanzierten Beteiligung an der RBI i. H. v. 116.396 TEUR (Vj: 124.728 TEUR).
Rating Langfristig Kurzfristig Ausblick
Emittenten-
rating
Änderung /
Bestätigung
Moody´s A3 P-2 stabil A3 8.10.2021
Das Rating für die Deckungsstöcke nach dem FBSchVG (hypothekarisch und öffentlich) wurde per 4.10.2021 Aaa bestätigt.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
KONZERNLAGEBERICHT 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
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I.1. Wirtschaftliche
Rahmenbedingungen 2021
Weltwirtschaft
Das Jahr 2021 wurde weiterhin von der globalen Covid-19 Pande-
mie dominiert. Während es Anfang des Jahres zu einer raschen
Ausbreitung der Delta-Variante kam, schürte zu Jahresende die
Omikron-Variante, sowie die Gefahr weiterer neuer Virusstämme
wieder neue Angst und Unsicherheit, vor allem in Hinblick auf die
Wirksamkeit existierender Impfstoffe. Die Erholung der Weltwirt-
schaft setzte sich zwar im Jahr 2021 fort, verlor allerdings einiges
an Dynamik und verlangsamte sich im Vergleich zum Vorjahr. Zahl-
reiche Länder hatten mit Lieferengpässen und steigenden Rohstoff-
kosten sowie einer tiefer werdenden Kluft zwischen Angebot und
Nachfrage in vielerlei Bereichen zu kämpfen. In Folge dessen ste-
hen nun viele Volkswirtschaften unter ungewöhnlich hohem Inflati-
onsdruck, was sich vor allem in stark ansteigenden Preisen im Le-
bensmittel- und Energiesektor widerspiegelt. Die OECD geht von ei-
ner durchschnittlichen Inflation von knapp 5 % aus, was vor allem
für einkommensschwächere Haushalte eine Belastung darstellt.
USA
In den USA gab es eine schnelle wirtschaftliche Erholung, die vor
allem durch ein weiteres Fiskalpaket im März 2021 unterstützt
wurde. Fiskalpolitischen Maßnahmen im Zusammenhang mit der
Pandemie liefen im Verlauf des Jahres jedoch größtenteils wieder
aus. Im Quartalsvergleich ging das Wirtschaftswachstum von 1,7 %
im zweiten, auf 0,5 % im dritten Quartal zurück, was vor allem durch
einen Rückgang des privaten Konsums und reduziertes Konsumen-
tenvertrauen aufgrund der Inflationserwartungen ausgelöst wurde.
Die Inflation machte sich vor allem bei rasant ansteigenden Preisen
für Energie und Kraftfahrzeuge bemerkbar und stieg zu Jahresende
auf über 7 %. Die landesweite Arbeitslosenquote sank im Laufe des
Jahres auf zuletzt 4,2 % aller Erwerbspersonen im November 2021.
Die US-Notenbank unterstützte die wirtschaftliche Erholung weiter-
hin mit ihrer Geldmarktpolitik, die aus dem Ankauf von Staatsanlei-
hen sowie hypothekarisch besicherten Wertpapieren bestand. Der
Leitzins blieb auf niedrigem Niveau leicht über 0 %. Angesichts der
hohen Inflationszahlen leitete die US-Notenbank Ende des Jahres
das Ende ihrer ultra-expansiven Geldpolitik ein und begann, das
Wertpapierankaufprogramm schrittweise zu reduzieren.
Europa
Die nationalen Impfprogramme, die bereits im Dezember 2020 be-
gonnen hatten, legten im Jahr 2021 an Tempo zu. In der EU erhiel-
ten bis Mitte November durchschnittlich 75 % der Gesamtbevölke-
rung zumindest eine Impfdosis, wobei es hier große Unterschiede
zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten gab. Obwohl das Wirt-
schaftswachstum in der Eurozone, verglichen zur jeweiligen Vorperi-
ode, im ersten Quartal noch stagnierte, gab es im zweiten und drit-
ten Quartal ein Wachstum von jeweils 2,2 % und 2,3 % gemessen
am BIP. Während frühere Lockerungen zu einer Erholung im Dienst-
leistungssektor und im internationalen Reiseverkehr führten, be-
schlossen einige Staaten aufgrund der sich zuspitzenden Lage der
Pandemie neuerliche Einschränkungen. Lieferengpässe im Bau-
und Transportsektor sowie ein Anstieg der Energiepreise haben in
der Eurozone zu einem Anstieg der jährlichen Inflation auf 4,9 % im
Dezember 2021 geführt. Die Europäische Zentralbank beschloss
Mitte des Jahres ihre neue geldpolitische Strategie, welche weiter-
hin Preisstabilität als ein wichtiges Ziel sieht und mittelfristig ein In-
flationsziel von 2 % anstrebt. Außerdem hielt die EZB weiterhin die
günstigen Finanzierungsbedingungen für öffentliche und private
Kreditnehmer aufrecht. Eine wesentliche Rolle bei der wirtschaftli-
chen Erholung des Euroraums spielte das Ankaufprogramm der
Europäischen Zentralbank im Zuge der Pandemie. Die wirtschaftli-
che Erholung zeichnete sich auch in der Zahl der Arbeitslosen ab.
I. BERICHT
Ü
BER DEN
GESCHÄFTSVERLAUF UND
DIE WIRTSCHAFTLICHE
LAGE
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
145
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die Arbeitslosenquote in der Eurozone sank stetig im Laufe des
Jahres auf zuletzt 7,2 % im November 2021.
Aktien- und Rentenmärkte
Die Erholung der Weltwirtschaft spiegelte sich auch auf den Aktien-
märkten deutlich wider. Der deutsche Leitindex DAX konnte das
Jahr mit einem Kursanstieg von 15,8 % schließen und über das Jahr
gesehen immer wieder neue Höchststände verzeichnen. Nennens-
wert ist hierbei, dass der Kursanstieg vorwiegend im ersten Halb-
jahr verzeichnet wurde, während das zweite Halbjahr von großer
Volatilität geprägt war. Der EURO STOXX 50 verzeichnete einen
Kursanstieg von 21,0 %, während der US-amerikanische Aktienin-
dex S&P 500 sogar einen Anstieg von 26,9 % auf Jahressicht ver-
zeichnete. Anders sah es auf den asiatischen Aktienmärkten aus.
Der Hang Seng Index in Hong Kong verlor auf Jahressicht gesehen
14,1 %. Diese Entwicklung wurde nicht zuletzt durch das immer här-
tere Durchgreifen der chinesischen Regierung bezüglich beschlos-
sener Regulierungen ausgelöst. Der Kurs des japanischen Nikkei
225 schloss das Jahr nahezu unverändert mit einem leichten Plus.
Nach Tiefstwerten im Jahr 2020 stiegen im Jahr 2021 die Renditen
am Anleihenmarkt wieder deutlich. Bei der Rendite der zehnjährigen
deutschen Bundesanleihe gab es im Jahresverlauf eine Erhöhung
um 39 Basispunkte von –0,57 % auf –0,18 %. Die Rendite der US-
amerikanischen Staatsanleihe verzeichnete sogar ein Plus von 60
Basispunkten und stieg auf Jahressicht von 0,9 % auf 1,5 %. Ein
Auslöser für diesen Aufwärtstrend waren die bereits erwähnten
geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank.
Rohstoffe und Währungen
Der weltweite Anstieg der Energiepreise spiegelte sich vor allem in
den Ölpreisen wider. Die Nordseesorte BRENT wurde zu Jahres-
beginn für knapp 52 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Zu Jahresende
betrug der Preis bereits knappe 78 US-Dollar, was einen Anstieg
von 50,2 % auf Jahressicht bedeutet. Während der Goldpreis im
Jahr 2020 einen Höchstwert erreichte und zeitweise bei über 2.000
US-Dollar pro Unze gehandelt wurde, ging der Preis für das
Edelmetall im Jahr 2021 wieder zurück. So wurde eine Unze zu
Jahresende zu rund 1.829 US-Dollar gehandelt und verzeichnete
damit ein Minus von 3,6 % auf Jahressicht.
Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar über das Jahr hinweg an
Wert. Der Euro-Dollar Kurs sank um 6,9 % von 1,22 auf 1,14
US-Dollar pro Euro. Ein leichtes Plus verzeichnete der US-Dollar
gegenüber dem britischen Pfund und gegenüber dem japanischen
Yen gewann er sogar 11,5 %. Damit betrug der Dollar-Yen Kurs zu
Jahresende 115,08 Yen pro Dollar.
Österreich
Die österreichische Wirtschaft erholte sich im Jahr 2021 stärker als
erwartet. Dank Lockerungen von Reisebeschränkungen und natio-
naler Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, sowie Fortschrit-
ten bei der Impfkampagne, konnte sich der von der Pandemie stark
betroffene Dienstleistungssektor allmählich erholen. Eine neuerliche
Trendwende gab es mit Ende des Sommers als die Zahl der auf Co-
vid-19 positiv getesteten Personen sowie die Zahl der mit der Virus-
erkrankung in Zusammenhang stehenden Krankenhauseinweisun-
gen im Oktober und November wieder stark stiegen. Die österrei-
chische Regierung beschloss in Folge dessen erneut einen 20 Tage
anhaltenden landesweiten Lockdown und gab Pläne für eine ab
Februar 2022 geltende Impfpflicht bekannt. Die von der Bundesre-
gierung beschlossenen Hilfsmaßnahmen zur Eindämmung wirt-
schaftlicher Schäden führten 2021 zu einem beträchtlichen gesamt-
staatlichen Defizit von geschätzten 7,6 % des BIP. Österreich ver-
zeichnet im November 2021 eine Arbeitslosenquote von 5,3 % aller
Erwerbspersonen, was eine deutliche Reduktion verglichen mit Wer-
ten im ersten Quartal von durchschnittlich 7,0 % bedeutet. Vor allem
die Kurzarbeitsregelung konnte einen noch höheren Anstieg verhin-
dern. Der letzte von der Bundesregierung beschlossene Lockdown
wirkte sich aufgrund der kurzen Dauer kaum auf den Arbeitsmarkt
aus.
Die wirtschaftliche Erholung war auch im österreichischen Banken-
sektor deutlich zu spüren. Das konsolidierte Betriebsergebnis des
Sektors verzeichnete im ersten Halbjahr 2021 einen Anstieg von
51 % verglichen mit dem Jahr 2020. Österreichische Banken ver-
zeichneten außerdem einen Rückgang der Risikovorsorgen, die
2020 noch für eine deutliche Minderung der Ertragskraft gesorgt
hatten. In Folge dessen betrug das konsolidierte Periodenergebnis
im Juni 2021 3,7 Milliarden Euro, was einen Anstieg von 322 % ver-
glichen zum ersten Halbjahr 2020 bedeutete. Aufgrund der be-
schlossenen Hilfsmaßnahmen wurden auch 2021 größere Kredit-
ausfälle verhindert und so betrug die Quote notleidender Kredite
am Ende des zweiten Quartals 1,9 %, was ein verhältnismäßig nied-
riges Niveau darstellt.
Steiermark
Die steirische Wirtschaft hat sich laut Wirtschaftsbarometer der
WKO Steiermark von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie
rasch erholt, die Aufwärtsdynamik geriet jedoch in der zweiten Jah-
reshälfte 2021 zunehmend ins Stocken. Probleme im Bereich Liefer-
ketten und Logistiksysteme belasteten die heimische Wirtschaft,
auch der fortwährende Arbeits- bzw. Fachkräftemangel hemmten
den Konjunkturaufschwung. Dementsprechend zeigten sich die
steirischen Unternehmen bereits vor dem vierten Lockdown in
puncto Wirtschaftsklima zwar optimistisch, aber deutlich vorsichti-
ger als noch zu Jahresbeginn.
Allgemein ist die steirische Wirtschaft 2021 aber wieder auf den
Wachstumspfad zurückgekehrt. Die Entwicklung 2021 verlief durch-
wegs positiv. Gesamtumsatz und Auftragslage haben sich verbes-
sert. Auch die Exportwirtschaft hat wieder an Dynamik gewonnen.
Die steirischen Exporte sind im ersten Halbjahr 2021 gegenüber
dem Jahr davor um 2,5 Milliarden Euro oder 23,9 % auf 12,9 Milliar-
den Euro gestiegen. Damit war die Steiermark sowohl prozentuell
JAHRESFINANZBERICHT 2021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
146
hinter Vorarlberg (+25,9 %) als auch in absoluten Zahlen hinter
Oberösterreich (+3,9 Milliarden Euro) das Bundesland mit dem
zweitstärksten Exportwachstum. Österreichweit stiegen die Exporte
um 17,3 % auf 80,3 Milliarden Euro.
Das Jahr 2021 war trotz Corona-Krise durch eine hohe Investitions-
bereitschaft der steirischen Unternehmen gekennzeichnet, was zu
einem Gutteil auch auf die Investitionsprämie zurückzuführen ist:
38,9 % haben ihr Investitionsvolumen erhöht, 15,8 % haben dieses
verringert.
Zum Flaschenhals für die heimische Konjunktur wird allerdings zu-
nehmend der Arbeits- bzw. Fachkräftemangel. Vor dem vierten
Lockdown sahen rund 80 % der für das Wirtschaftsbarometer be-
fragten Betriebe im Arbeits- bzw. Fachkräftemangel die größte Her-
ausforderung für 2022. Gesucht werden vor allem Personen mit ei-
nem Lehrabschluss (91,3 %), gefolgt von Hilfskräften (50,9 %) und
Lehrlingen (40,2 %). Dieser Engpass führt nicht nur zu Überstunden
auf Mitarbeiterseite (82,5 % der Betriebe mit Arbeits- bzw. Fachkräf-
temangel), sondern resultiert zunehmend auch in einer Nichtan-
nahme von Aufträgen (67,4 %). Notwendige arbeitsmarkt- und bil-
dungspolitische Reformen sollten daher trotz Pandemie in Angriff
genommen werden, damit Arbeitskräfte nicht zum limitierenden
Faktor für die steirische Wirtschaftsentwicklung werden.
Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark hat ihre Kunden auch
2021 sehr gut durch die Corona-Pandemie begleitet. Das bestätigt
u. a. die Verleihung des FMVÖ-Recommender Awards als „Bank mit
der besten Kundenberatung“. Unter Einhaltung der geltenden Si-
cherheitsmaßnahmen wurden persönliche Bankberatungen jeder-
zeit angeboten. Darüber hinaus setzte man auch auf Videobera-
tung, dieses Service wurde bei Raiffeisen 2021 flächendeckend
ausgerollt. Während sich im Jahr 2020 die Beratungen vielfach um
Soforthilfen und Überbrückungsfinanzierungen drehten, verschob
sich der Fokus 2021 auf Veranlagungsthemen. Noch nie zuvor hat-
ten Raiffeisenkunden so viel Geld auf ihren Giro- und Sparkonten
wie im Berichtsjahr. Die Summe der von der gesamten Raiffeisen-
Bankengruppe Steiermark verwalteten Kundengelder – darin sind
sämtliche Kredite sowie Guthaben, Wertpapier-Veranlagungen und
Rückkaufswerte von Versicherungen zusammengefasst – durch-
brach erstmals die Schwelle von 50 Milliarden Euro. Gleichzeitig
zog 2021 österreichweit die Inflation stark an. Die Jahresinflation lag
bei 2,8 Prozent und war damit doppelt so hoch wie in den beiden
Jahren davor. Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wiede-
rum war verantwortlich für vergleichsweise günstige Kredite – viel
Gesprächsstoff also für Raiffeisenberater und ihre Kunden.
Neben der Forcierung der persönlichen Beratung schreitet die Digi-
talisierung von Bankprodukten und Prozessen weiter rapide voran.
Corona hat diesen Trend beschleunigt. Raiffeisen verfolgt die be-
währte Strategie der Digitalen Regionalbank und verbindet darin
das Beste aus beiden Welten. Man positioniert sich als jene Bank
mit der größten Kundennähe: physisch mit dem dichtesten Bank-
stellennetz und digital mit intuitiven und ausgereiften Lösungen. Die
meisten Bankprodukte können vom Kunden sowohl beim Berater
als auch selbstständig online abgeschlossen werden. Raiffeisen
Steiermark verzeichnet mit 353.400 ELBA-Kunden – das ist mehr als
jeder vierte Steirer – einen Zuwachs um 9,5 % gegenüber dem Vor-
jahr. Damit ist Raiffeisen der klare Marktführer im Online-Banking.
Ein Meilenstein des laufenden Strategieprozesses innerhalb der
RLB Steiermark war 2021 die technische Fusion der RLB Steiermark
mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark. Sie bildete den Ab-
schluss der Verschmelzung der beiden traditionsreichen Häuser.
Als erste Maßnahme im Jahr 2021 wurden mit Wirksamkeit 1. Jän-
ner 2021 die Filialen/Standorte Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg
und Schladming an die jeweiligen örtlichen Raiffeisenbanken abge-
geben. Entsprechend der am 27.04.2021 gefassten Beschlüsse der
jeweiligen Gremien der Landes-Hypothekenbank Steiermark und
der RLB Steiermark wurde am 28.08.2021 die Verschmelzung der
Landes-Hypothekenbank Steiermark AG als übertragende Gesell-
schaft auf die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG als überneh-
mende Gesellschaft (und deren vorherige Alleineigentümerin) nach
entsprechender Bewilligung durch die zuständige Aufsichtsbehörde
in das Firmenbuch eingetragen. Die Hypo-Standorte in Leibnitz,
Deutschlandsberg und Bruck an der Mur sowie die Grazer Filialen
Kärntnerstraße und Radetzkystraße wurden mit diesem Datum zu
Standorten der RLB Steiermark. Die Hauptanstalt in der Radetz-
kystraße wird 2022 zum neuen Stammhaus der RLB Steiermark
umgebaut. Die „neue RLB Steiermark“ betreut nach der Verschmel-
zung rund 71.000 Privatkunden und 10.000 Unternehmenskunden,
die Zahl der Mitarbeiter steigt durch die Übernahme von Hypo-Be-
schäftigten auf 1025.
Mit der Verschmelzung erweitert sich das Angebotsspektrum der
RLB Steiermark. Die Kundensegmente reichen vom Kommerzbe-
reich über das Projektgeschäft, institutionelle und öffentliche Kun-
den, Geschäfts- und Gewerbekunden bis hin zu Private Banking
und Privatkunden. Mit der Hypo-Integration geht auch eine geogra-
fische Erweiterung einher, insbesondere im Bereich der Projektfi-
nanzierungen im Immobilienbereich war die Hypo Steiermark auch
im süddeutschen Raum sowie in Wien aktiv, in der Bundeshaupt-
stadt wurde ein eigenes Büro betrieben. Das wurde nun von der
RLB Steiermark übernommen, die damit zum ersten Mal mit einem
eigenen Standort in Wien vertreten ist.
Die Transformation der RLB Steiermark betrifft aber nicht nur die
ehemaligen Hypo-Mitarbeiter. sondern die gesamte Belegschaft.
Um in Zukunft die vielfältigen Herausforderungen noch besser
meistern zu können, hat die RLB Steiermark im November 2021 ein
internes Innovationsprogramm mit dem Ziel gestartet, Antworten auf
sich verändernde Marktgegebenheiten zu finden.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Als Zentralinstitut im Sinne des BWG erbringt die RLB Steiermark
darüber hinaus weit über die gesetzlich geregelten Bereiche hinaus
Leistungen für den steirischen Raiffeisen-Sektor. Die Leistungen
umfassen u. a. die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, die Produkt-
entwicklung, Services in den Bereichen Bausparen, Versicherung
und Wertpapiere, Marketing sowie die betriebswirtschaftliche Unter-
stützung und Beratung. Gemeinsam mit den eigenständigen Raif-
feisenbanken werden Marktstrategien für die Segmente Firmenkun-
den sowie Privatkunden entwickelt, weiters wurden Effizienzpotenzi-
ale durch Optimierung der Struktur und Angebote in den Bankstel-
len sowie durch bankübergreifende Kooperationen analysiert.
Marktseitig konnte die Raiffeisen-Bankengruppe – das sind die stei-
rischen Raiffeisenbanken und die RLB Steiermark zusammen – die
hohen Kundenanteile ausbauen. Sie betreut rund 755.000 Privat-
kunden- und 67.000 Firmenkundenbeziehungen und ist somit füh-
rend im Bundesland.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
148
I.2. Erläuterung der Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage
Eingangs möchten wir auf die Ausführungen in den zum Konzern-
abschluss gehörenden Notes verweisen und im Folgenden nur die
wesentlichen Veränderungen erläutern.
Im Konzernlagebericht wurden das aktuelle Zahlenmaterial und die
Vorjahreswerte gerundet in Tausend EURO (TEUR) bzw. in Millionen
EURO (Mio. EUR) ausgewiesen. In der Summenbildung sind daher
Rundungsdifferenzen nicht auszuschließen.
Die angeführten Vergleichswerte der Bilanz beziehen sich – sofern
nicht anders angegeben – jeweils auf die Vorjahrswerte 2020.
Gesamtergebnisrechnung
Die besser als erwartete Wirtschaftsentwicklung hat sich auch positiv
auf die Geschäftstätigkeit des RLB Steiermark Konzerns ausgewirkt.
In der Berichtsperiode konnte ein stark verbessertes Konzernergeb-
nis nach Steuern in Höhe von 89,0 Mio. EUR (Vj: 27,1 Mio. EUR)
erzielt werden.
Trotz der bereits zum Berichtsstichtag bestehenden geopolitischen
Spannungen konnte das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unter-
nehmen mit einem Betrag von 11,0 Mio. EUR (Vj: –49,9 Mio. EUR)
ausgewiesen werden. Weiters haben der im sonstigen betrieblichen
Ergebnis ausgewiesene Gewinn aus dem Verkauf der Hypo-Filialen
in Höhe von 24,5 Mio. EUR sowie stark rückläufige Kreditrisikovor-
sorgen maßgeblich zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Dem
gegenüber hat sich das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at
Fair Value P&L vor allem aufgrund des im Vorjahr ausgewiesenen
Sondereffekts aus der Bewertung von Verbindlichkeiten um rund
101,5 Mio. EUR verringert.
Die Zinsen und ähnlichen Erträge verringerten sich im Geschäfts-
jahr 2021 gegenüber dem Vorjahreswert um insgesamt
6,3 Mio. EUR auf 226,2 Mio. EUR. Innerhalb der Zinserträge kam
es zu einem Rückgang bei den nach der Effektivzinsmethode ermit-
telten Zinserträgen (Zinsen aus finanziellen Vermögenswerten AC
und FVOCI) um 8,8 Mio. EUR auf 179,8 Mio. EUR, die sonstigen
Zinsen und ähnlichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Ge-
schäftsjahr 2020 um 2,5 Mio. EUR auf 46,4 Mio. EUR und betref-
fen mit einem Betrag von 24,8 Mio. EUR (Vj: 10,0 Mio. EUR) Zinsen
für die gezogenen Tranchen im Rahmen des TLTRO III Programms
der EZB. Die effektivzinskonform abgegrenzten Zinsen basieren auf
der Deposit Facility Rate von –0,5 Prozent sowie der zusätzlichen
Bonifizierung von –0,5 Prozent.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen aus finanziellen Ver-
bindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um
2,4 Mio. EUR auf insgesamt 115,8 Mio. EUR. Die Zinsaufwendun-
gen aus finanziellen Verbindlichkeiten AC verringerten sich vor allem
aufgrund des Rückgangs beim Zinsaufwand für Einlagen und auf-
genommene Gelder um 5,5 Mio. EUR auf 90,5 Mio. EUR. Dem-
gegenüber erhöhten sich die sonstigen Zinsen und ähnlichen Auf-
wendungen insbesondere aufgrund des Anstiegs bei den Negativ-
zinsen auf finanzielle Vermögenswerte um 3,1 Mio. EUR auf
25,2 Mio. EUR.
Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 ein Zinsüberschuss
von 110,4 Mio. EUR, der um 3,9 Mio. EUR unter dem Wert des
Vorjahres von 114,3 Mio. EUR liegt.
Die Dividendenerträge aus dem Beteiligungsgeschäft erhöhten
sich in der Berichtsperiode um 1,7 Mio. EUR auf insgesamt
6,4 Mio. EUR.
Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen betrifft
ausschließlich den Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an der
Raiffeisen Bank International AG (RBI). Dieser wird in der Berichts-
periode mit einem Betrag von 11,0 Mio. EUR (Vj: –49,9 Mio. EUR)
ausgewiesen. Hierin enthalten sind der anteilige, laufende Ergebni-
santeil mit einem Betrag von 127,4 Mio. EUR (Vj: 74,9 Mio. EUR)
sowie ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 116,4 Mio. EUR
(Vj: 124,7 Mio. EUR). Bezüglich weiterer Angaben zur RBI – insbe-
sondere im Hinblick auf die Auswirkungen des militärischen Kon-
flikts zwischen Russland und Ukraine – wird auf die Notes-Angabe
20 – Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen – sowie auf die
Notes-Angabe 64 und Kapitel I.6. des Lageberichts – Ereignisse
nach dem Bilanzstichtag – verwiesen.
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich vor allem durch ein ver-
bessertes Ergebnis im Kredit- und Wertpapiergeschäft und er-
reichte einen Betrag von 43,8 Mio. EUR nach 40,9 Mio. EUR im
Vorjahr. Das Provisionsgeschäft im Zahlungsverkehr, welches nach
wie vor den größten Beitrag zum Provisionsüberschuss liefert, ent-
wickelte sich durch den Verkauf der Hypo-Filialen rückläufig und
liegt mit einem Betrag von 21,6 Mio. EUR geringfügig unter dem
Wert des Vorjahres in Höhe von 22,1 Mio. EUR.
Der in der Position Ergebnis aus Hedge Accounting ausgewie-
sene, saldierte Betrag aus der Bewertung von Grund- und Siche-
rungsgeschäften beträgt in der Berichtsperiode –0,3 Mio. EUR
(Vj: –0,3 Mio. EUR). Durch die bilanzielle Abbildung als Fair Value
Hedge können einseitige Auswirkungen in Zusammenhang mit wirt-
schaftlich abgesicherten Risiken auf das Ergebnis vermieden wer-
den. In Bezug auf die Abbildung von Mikro Fair Value Hedges wer-
den im RLB Steiermark Konzern die Regelungen des IFRS 9 ange-
wendet. Weiters wird zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts
eines Portfolios gegen Zinsänderungsrisiken Portfolio Fair Value
Hedge Accounting nach dem EU-Carve-out zu IAS 39 angewendet.
Das Handelsergebnis in Höhe von 10,2 Mio. EUR (Vj:
–1,5 Mio. EUR) betrifft mit 16,7 Mio. EUR (Vj: 24,8 Mio. EUR)
das Zinsergebnis sowie mit –6,5 Mio. EUR (Vj: –26,3 Mio. EUR)
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis. Insbesondere ein ver-
bessertes Bewertungsergebnis aus Zinsderivaten hat zu dieser po-
sitiven Entwicklung beigetragen.
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L in
Höhe von –0,5 Mio. EUR (Vj: 101,0 Mio. EUR) enthält einerseits
das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis aus verpflichtend zum
Fair Value zu bewertenden finanziellen Vermögenswerten (FVPL-M)
in Höhe von –1,0 Mio. EUR (Vj: –0,7 Mio. EUR) und andererseits
das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis der dem Fair Value Be-
stand gewidmeten Finanzinstrumente (FVO) mit einem Betrag von
0,6 Mio. EUR (Vj: 101,7 Mio. EUR). Der Rückgang innerhalb die-
ser Position resultiert vor allem aus dem im Vorjahr mit einem Betrag
von rund 101 Mio. EUR ausgewiesenen Sondereffekt aus der Be-
wertung von Verbindlichkeiten, welcher sich in Folge der Laufzeit-
verkürzung aufgrund vorzeitiger Kündigungen bzw. geänderter Kün-
digungswahrscheinlichkeiten ergeben hat.
Das Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value be-
werteten Finanzinstrumenten, welches das Ergebnis aus der Aus-
buchung von finanziellen Vermögenswerten AC und FVOCI sowie
das Veräußerungsergebnis von finanziellen Verbindlichkeiten AC
enthält, hat sich von 0,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 2,4 Mio. EUR
verbessert.
Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich im Periodenver-
gleich signifikant von 56,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 87,2 Mio. EUR
im Berichtszeitraum. Diese Steigerung ist vor allem auf die am An-
fang des Jahres erfolgte Veräußerung der Hypo-Filialen Feldbach,
Fürstenfeld, Judenburg und Schladming an die jeweiligen örtlichen
Raiffeisenbanken zurückzuführen, welche mit einem Betrag von
24,5 Mio. EUR in den übrigen betrieblichen Erträgen enthalten ist.
Insgesamt werden die sonstigen betrieblichen Erträge, welche vor
allem noch Erlöse aus der Weiterverrechnung von IT-Dienstleistun-
gen und Kostenersätze betreffen, mit einem Betrag von
103,4 Mio. EUR (Vj: 71,2 Mio. EUR) ausgewiesen. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf insgesamt
16,2 Mio. EUR (Vj: 14,2 Mio. EUR). Davon entfällt ein Betrag von
3,6 Mio. EUR (Vj: 3,1 Mio. EUR) auf die in der Position „Sonstige
Steuern“ enthaltene Stabilitätsabgabe (Bankenabgabe). Beiträge an
Sicherungseinrichtungen betreffen die Beiträge zum Abwicklungs-
fonds sowie zur Einlagensicherung (in Österreich umgesetzt durch
das Banken-Sanierungs- und Abwicklungsgesetz, BaSAG, sowie
durch das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz,
ESAEG) mit insgesamt 7,8 Mio. EUR (Vj: 6,7 Mio. EUR). Diese er-
höhten sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund eines höheren Bei-
trags zum Bankenabwicklungsfonds und des Sonderbeitrags zum
Einlagensicherungsfonds, welcher infolge der Entschädigungszah-
lungen in den Sicherungsfällen Autobank AG, Commerzialbank
Mattersburg im Burgenland AG und Anglo Austrian AAB AG wieder
aufzufüllen ist.
Die Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 167,6 Mio. EUR liegen
um 4,6 % unter dem Wert dem Vorjahreswert von 175,6 Mio. EUR.
Während sich die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr
um 6,8 Mio. EUR auf 91,9 Mio. EUR reduzierten, verzeichneten
die Sachaufwendungen, welche in Höhe von 61,1 Mio. EUR (Vj:
60,3 Mio. EUR) ausgewiesen werden, einen leichten Anstieg. Maß-
geblich für die Reduktion der Personalaufwendungen ist insbeson-
dere der Rückgang des laufenden Personalaufwands infolge des
gesunkenen Mitarbeiterstands (u. a. aufgrund der Übertragung von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Zuge der Abgabe der Filia-
len/Standorte Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und Schladming
an die örtlichen Raiffeisenbanken) sowie der im Vorjahr ausgewie-
sene Einmalaufwand für die Dotierung von Rückstellungen für Ab-
findungszahlungen aufgrund der vorzeitigen Beendigung von Ar-
beitsverhältnissen und für Personalmaßnahmen i. Z. m. der Neu-
strukturierung des Konzerns.
Die Abschreibungen verringerten sich gegenüber der Vergleichspe-
riode um 2,0 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR. Ursächlich dafür sind
die im Vorjahr erhöhten Abschreibungen bei Sachanlagen, welche
aufgrund von verkürzten Nutzungsdauern und Wertminderungen in
Folge der Filialabgaben und Filialschließungen erforderlich waren.
Das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2021 beträgt
102,9 Mio. EUR nach 90,7 Mio. EUR im Vorjahr.
Die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte ergeben
unter Berücksichtigung der Forderungsabschreibungen und der
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen einen Nettoeffekt in
Höhe von 12,5 Mio. EUR (Vj: –53,0 Mio. EUR). Dieser ist einer-
seits auf die Auflösung von Risikovorsorgen für ausgefallene Expo-
sures (Stage 3) mit 5,6 Mio. EUR (Vj: –12,9 Mio. EUR) und ande-
rerseits auf die (Netto-)Auflösung von portfoliobasierten Wertminde-
rungen (Wertminderungen Stage 1 und 2) mit 6,3 Mio. EUR (Vj:
–39,8 Mio. EUR) zurückzuführen. Die hohen portfoliobasierten
Wertminderungen im Vorjahr waren einerseits auf die COVID-19-be-
dingte Berücksichtigung der geänderten zukunftsbezogenen Infor-
mationen (makroökonomische Prognosen) und andererseits auf die
Anwendung eines Post Model Adjustment mit einem Betrag von
22,2 Mio. EUR zurückzuführen. Im Gegensatz zum 31. Dezember
2020 war zum aktuellen Bilanzstichtag ein Post Model Adjustment
im Segment „Privatkunden“ nicht mehr erforderlich, woraus eine er-
tragswirksame Auflösung i. H. v. 8,1 Mio. EUR resultierte.
Damit ergibt sich für den RLB Steiermark Konzern im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2021 ein stark verbessertes Konzernergebnis vor
Steuern in Höhe von 115,4 Mio. EUR (Vj: 37,7 Mio. EUR).
Die Position Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von
–26,4 Mio. EUR (Vj: –10,6 Mio. EUR) betrifft vor allem latente Steu-
eraufwendungen in Höhe von 23,6 Mio. EUR (Vj: 9,2 Mio. EUR),
welche vor allem aufgrund des Verbrauchs von Verlustvorträgen stark
gegenüber dem Vorjahr angestiegen sind. Daneben sind in diesem
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Posten noch laufende Steueraufwendungen mit 2,8 Mio. EUR (Vj:
1,4 Mio. EUR) enthalten.
Vom Konzernergebnis in Höhe von 89,0 Mio. EUR entfallen
88,8 Mio. EUR auf die Anteilseigner der RLB Steiermark und
0,2 Mio. EUR auf die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.
Das Konzernergebnis des Vorjahres betrug 27,1 Mio. EUR, wovon
ein Betrag von 27,1 Mio. EUR den Anteilseignern der RLB Steier-
mark und ein Betrag von 0,0 Mio. EUR den Anteilen nicht beherr-
schender Gesellschafter zuzurechnen war.
Das Gesamtergebnis des Konzerns beträgt 95,1 Mio. EUR
(Vj: –36,8 Mio. EUR) und beinhaltet neben dem Konzernergebnis
vor allem das anteilige sonstige Ergebnis der at equity bilanzierten
Unternehmen mit einem Betrag von 12,1 Mio. EUR (Vj:
–77,0 Mio. EUR) sowie Bewertungseffekte von finanziellen Vermö-
genswerten – Fair Value OCI mit –7,2 Mio. EUR (Vj: –2,3 Mio. EUR).
Des Weiteren umfasst das Gesamtergebnis auch versicherungsma-
thematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen
mit 1,3 Mio. EUR (Vj: 1,3 Mio. EUR) und bonitätsinduzierte
Fair Value Änderungen bei finanziellen Verbindlichkeiten mit
–0,0 Mio. EUR (Vj: 14,1 Mio. EUR). Sämtliche der erläuterten
Komponenten sind abzüglich der darauf entfallenden latenten
Steuer dargestellt.
Den Anteilseignern der RLB Steiermark wird vom Gesamtergebnis
des Geschäftsjahres 2021 ein Betrag von 95,0 Mio. EUR zugewie-
sen (Vj: –36,9 Mio. EUR), auf die nicht beherrschenden Gesell-
schafter entfällt ein Betrag von 0,2 Mio. EUR (Vj: 0,0 Mio. EUR).
Bilanz
Die Bilanzsumme des Konzerns belief sich zum 31.12.2021 auf
18.512,5 Mio. EUR. Im Vergleich zum Jahresende 2020 bedeutet
dies einen Anstieg in Höhe von 815,2 Mio. EUR bzw. 4,6 %.
Die Position Barreserve und Sichtguthaben hat sich von
3.635,3 Mio. EUR im Vorjahr signifikant auf 5.071,1 Mio. EUR zum
31.12.2021 erhöht. Der Anstieg in Höhe von 1.435,8 Mio. EUR be-
trifft eine Steigerung der Guthaben bei Zentralbanken mit
+823,7 Mio. EUR, die Sichtguthaben mit +316,2 Mio. EUR sowie
den Kassenbestand mit +295,8 Mio. EUR und ist vorwiegend auf
langfristige Refinanzierungsgeschäfte am Kapitalmarkt, die erneute
Teilnahme am TLTRO III-Programm (Targeted Longer-Term Refinan-
cing Operations) der EZB und dem damit einhergehenden erhöhten
Bestand an liquiden Mitteln zurückzuführen.
Die Finanziellen Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) (netto)
verzeichneten gegenüber dem Jahresultimo 2020 eine Zunahme
von 309,7 Mio. EUR bzw. 3,0 % und werden per 31.12.2021 mit
10.555,6 Mio. EUR bilanziert. Die in dieser Position ausgewiesenen
Forderungen gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich gegenüber
dem 31.12.2020 um 149,2 Mio. EUR und erreichten einen Stand
von 1.363,3 Mio. EUR, während die zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten bewerteten Schuldverschreibungen um
160,2 Mio. EUR auf 1.715,7 Mio. EUR gesunken sind. Die Forde-
rungen gegenüber Kunden inklusive der Forderungen aus Leasing-
verhältnissen erhöhten sich um 320,7 Mio. EUR auf
7.476,5 Mio. EUR. Die von den gesamten Forderungen bereits ak-
tivisch abgesetzten Wertminderungen wurden mit einem Betrag von
insgesamt –156,3 Mio. EUR (Vj: –178,8 Mio. EUR) berücksichtigt.
Der Rückgang der Wertminderungen betrifft Einzelwertberichtigun-
gen (Stage 3) mit 21,4 Mio. EUR und Portfoliowertberichtungen
(Stage 1 und 2) mit 1,1 Mio. EUR.
Die Finanziellen Vermögenswerte – Held for Trading (HFT) ha-
ben sich gegenüber dem 31.12.2020 um 118,6 Mio. EUR vermin-
dert und betragen zum Berichtsstichtag 463,7 Mio. EUR. Diese
Position umfasst Schuldverschreibungen mit 52,1 Mio. EUR (Vj:
48,2 Mio. EUR) und positive Marktwerte (dirty price) von derivati-
ven Finanzinstrumenten mit insgesamt 411,6 Mio. EUR (Vj:
534,1 Mio. EUR). Im Besonderen sind dies neben Derivaten, wel-
che zu Handelszwecken gehalten werden, auch jene Derivate, die
zur Verringerung eines Accounting Mismatch im Rahmen der Fair
Value Option eingesetzt werden („Economic Hedges“).
Die Finanziellen Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI) er-
höhten sich gegenüber dem Vorjahr um 10,7 Mio. EUR und betra-
gen zum Berichtsstichtag 948,3 Mio. EUR. Diese Position beinhal-
tet Fremdkapitalinstrumente (Schuldverschreibungen) in Höhe von
857,9 Mio. EUR (Vj: 854,8 Mio. EUR) und Eigenkapitalinstru-
mente mit einem Betrag von 90,4 Mio. EUR (Vj: 82,8 Mio. EUR).
Die Finanziellen Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value
P&L (FVPL-M) werden per 31.12.2021 mit 72,8 Mio. EUR (Vj:
433,1 Mio. EUR) bilanziert und beinhalten die verpflichtend zum
Fair Value zu bewertenden Finanzinstrumente. Hievon entfallen
24,5 Mio. EUR (Vj: 42,4 Mio. EUR) auf Schuldverschreibungen
sowie 32,4 Mio. EUR (Vj: 39,0 Mio. EUR) auf Kredite und Forde-
rungen. Der Rückgang ist vor allem durch das im ersten Halbjahr
2021 zur Gänze veräußerte Sondervermögen, welches aus Finanz-
instrumenten der einbezogenen strukturierten Unternehmen (Spezi-
alfonds) DASAA, EURAN und GLAN bestand, begründet. Dieses
wurde zum 31.12.2020 mit einem Betrag von 351,7 Mio. EUR bi-
lanziert.
Die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumen-
ten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 62,9 Mio. EUR verrin-
gert und betragen zum Berichtsstichtag 220,1 Mio. EUR.
Die Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges werden
zum 31.12.2021 mit einem Betrag von –31,1 Mio. EUR (Vj:
25,5 Mio. EUR) ausgewiesen. In dieser Position werden sowohl
positive als auch negative Wertänderungen von Grundgeschäften
(Basis Adjustments) der Aktivseite in Portfolio Fair Value Hedges
dargestellt.
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Die Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen – welche aus-
schließlich auf die Anteile an der RBI entfallen – haben sich im Ver-
gleich zum Jahresende 2020 insbesondere durch die Berücksichti-
gung des anteiligen Ergebnisbeitrags und des Wertminderungsauf-
wands um 16,0 Mio. EUR auf einen Buchwert von 869,0 Mio. EUR
vermindert (siehe dazu auch die Erläuterungen zur Gesamtergeb-
nisrechnung – „Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen“).
Bezüglich weiterer Angaben zur RBI – insbesondere im Hinblick auf
die Auswirkungen des militärischen Konflikts zwischen Russland
und Ukraine – wird auf die Notes-Angabe 20 – Anteile an at equity
bilanzierten Unternehmen – sowie auf die Notes-Angabe 64 und
Kapitel I.6. des Lageberichts – Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
– verwiesen.
Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen reduzierten
sich gegenüber dem 31.12.2020 und werden mit insgesamt
127,5 Mio. EUR (Vj: 134,4 Mio. EUR) bilanziert.
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in Höhe von
10,3 Mio. EUR (Vj: 10,7 Mio. EUR) betreffen größtenteils Liegen-
schaften in der Grazer Innenstadt sowie Nutzungsrechte, welche
gemäß IAS 40 als Finanzinvestitionen darzustellen sind.
Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 betreffen vor allem angemietete
Bankstellen und Kraftfahrzeuge. Diese werden per 31.12.2021 mit
einem Betrag von 7,6 Mio. EUR (Vj: 8,1 Mio. EUR) in der Bilanz
ausgewiesen.
Die laufenden und latenten Ertragsteuerforderungen werden mit
21,2 Mio. EUR angesetzt und haben sich gegenüber dem Vorjah-
reswert von 30,4 Mio. EUR um 9,2 Mio. EUR verringert. Insbeson-
dere haben sich die latenten Steuerforderungen – vor allem auf-
grund des Verbrauchs steuerlicher Verlustvorträge – reduziert.
Die sonstigen Aktiva verringerten sich per 31.12.2021 um
31,4 Mio. EUR auf 176,5 Mio. EUR. In diesem Posten werden vor
allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Steuer-
forderungen sowie Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.
Die Veränderung resultiert vor allem aus dem stichtagsbedingten
Rückgang der Zahlungsaufträge in Abwicklung.
Zum 31.12.2020 wurden in der Position „Zur Veräußerung gehal-
tene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ Kredite und
Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von 278,1 Mio. EUR
ausgewiesen. Diese sind im Zuge des Verkaufs der Hypo-Filialen
Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und Schladming an die örtlichen
Raiffeisenbanken Anfang des Jahres 2021 aus der Bilanz abgegan-
gen.
Auf der Passivseite werden die Finanziellen Verbindlichkeiten –
Amortised Cost (AC) zum Berichtsstichtag mit 15.567,5 Mio. EUR
nach 14.252,9 Mio. EUR im Vorjahr ausgewiesen. Dies entspricht
einer Erhöhung von 1.314,6 Mio. EUR oder 9,2 %. Die in dieser Po-
sition ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
stiegen um 730,1 Mio. EUR auf 8.267,6 Mio. EUR. Diese Steige-
rung resultiert insbesondere aus der Ziehung einer weiteren Tranche
von 750,0 Mio. EUR im Zuge des TLTRO III-Programms (Targeted
Longer-Term Refinancing Operations) der EZB. Insgesamt hat sich
die RLB Steiermark mit nunmehr 3,5 Mrd. EUR daran beteiligt, um
die Liquiditätsposition des Konzerns und der Raiffeisen-Banken-
gruppe Steiermark weiter zu stärken und der Realwirtschaft Liquidi-
tät zur Verfügung zu stellen. Der in den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten enthaltene Gesamtbetrag der Einlagen von För-
derbanken beläuft sich zum 31.12.2021 auf 455,5 Mio. EUR (Vj:
429,6 Mio. EUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Sicht-, Termin- und Spar-
einlagen) verzeichneten einen Zuwachs von 8,6 % und erreichten ei-
nen Stand von 3.658,7 Mio. EUR nach 3.369,4 Mio. EUR am
31.12.2020.
Die verbrieften Verbindlichkeiten (inkl. nachrangige Verbindlichkei-
ten) erhöhten sich vor allem aufgrund der im Mai 2021 platzierten
Benchmark-Emission (Volumen 500 Mio. EUR, Laufzeit 20 Jahre)
auf 3.641,2 Mio. EUR (Vj: 3.346,0 Mio. EUR). Vom Gesamtvolu-
men der verbrieften Verbindlichkeiten wurden 382,2 Mio. EUR (Vj:
351,2 Mio. EUR) von steirischen Raiffeisenbanken gezeichnet,
530,6 Mio. EUR (Vj: 624,2 Mio. EUR) betreffen den Bereich
„Retail/Private Banking“ sowie 293,0 Mio. EUR (Vj:
332,4 Mio. EUR) Privatplatzierungen. Am Kapitalmarkt sind zum
Berichtsstichtag Covered Bonds im Ausmaß von 2.435,4 Mio. EUR
(Vj: 2.038,2 Mio. EUR) platziert.
Der Stand der Finanziellen Verbindlichkeiten – Held for Trading
(HFT) beträgt zum Berichtsstichtag 167,8 Mio. EUR und verzeich-
nete gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von 37,9 Mio. EUR.
Diese Position beinhaltet ausschließlich negative Marktwerte (dirty
price) von derivativen Finanzinstrumenten. Diese umfassen insbe-
sondere Derivate, welche zu Handelszwecken gehalten werden so-
wie jene Derivate, die zur Verringerung eines Accounting Mismatch
im Rahmen der Fair Value Option eingesetzt werden („Economic
Hedges“).
Die Finanziellen Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value
P&L (FVO) betrugen zum Berichtsstichtag 865,4 Mio. EUR nach
1.108,3 Mio. EUR zum 31.12.2020. Dies entspricht einer Abnahme
von 242,9 Mio. EUR oder –21,9 %, welche vor allem auf einen
Rückgang bei den zum Fair Value gewidmeten Kundeneinlagen und
Emissionen zurückzuführen ist. Vom Gesamtvolumen der verbrief-
ten Verbindlichkeiten (inkl. nachrangige Verbindlichkeiten) in Höhe
von 346,0 Mio. EUR (Vj: 512,0 Mio. EUR) wurden 21,1 Mio. EUR
(Vj: 29,8 Mio. EUR) von steirischen Raiffeisenbanken gezeichnet,
58,5 Mio. EUR (Vj: 85,1 Mio. EUR) betreffen den Bereich „Retail/Pri-
vate Banking“ sowie 169,7 Mio. EUR (Vj: 196,8 Mio. EUR) Privat-
platzierungen. Am Kapitalmarkt sind zum Berichtsstichtag Covered
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Bonds im Ausmaß von 96,8 Mio. EUR (Vj: 200,2 Mio. EUR) plat-
ziert.
Die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumen-
ten werden per 31.12.2021 mit 83,7 Mio. EUR (Vj: 162,5 Mio. EUR)
ausgewiesen.
Die Rückstellungen erreichten zum Berichtsstichtag einen Stand
von 91,2 Mio. EUR und liegen damit um 15,1 Mio. EUR unter
dem Vorjahreswert. Neben dem Rückgang der langfristigen Perso-
nalrückstellungen (Abfertigungen, Pensionen, Jubiläumsgelder) um
5,9 Mio. EUR auf 64,8 Mio. EUR, haben sich auch die sonstigen
Rückstellungen gegenüber dem 31.12.2020 um 9,1 Mio. EUR auf
26,4 Mio. EUR verringert. Sonstige Rückstellungen betreffen Rück-
stellungen für außerbilanzielle Geschäfte (Haftungen, Garantien und
Kreditrisiken) mit einem Betrag von 20,2 Mio. EUR (Vj:
24,5 Mio. EUR), Rückstellungen für Restrukturierungen mit
0,7 Mio. EUR (Vj: 4,2 Mio. EUR) sowie Rückerstattungsansprüche
aufgrund negativer Referenzzinssätze bei Krediten mit 1,6 Mio. EUR
(Vj: 2,8 Mio. EUR). Darüber hinaus wurde aufgrund der OGH-Ent-
scheidung vom 22. Dezember 2021 betreffend Sollzinsen bei Ver-
braucherkreditverträgen und Verträgen mit Kleinstunternehmern, die
den Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19-JuBG unterliegen,
eine Rückstellung in Höhe von 2,3
Mio. EUR gebildet, welche eben-
falls in dieser Position enthalten ist.
Die laufenden und latenten Ertragsteuerschulden werden in
Summe mit einem Betrag von 14,8 Mio. EUR (Vj: 5,6 Mio. EUR)
ausgewiesen.
Die sonstigen Passiva bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau
und betragen zum Berichtsstichtag 71,0 Mio. EUR nach
70,7 Mio. EUR zum 31.12.2020.
Zum 31.12.2020 wurden in der Position „Schulden in Verbindung
mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräu-
ßerungsgruppen“ Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe
von 205,8 Mio. EUR sowie Personalrückstellungen in Höhe von
1,6 Mio. EUR ausgewiesen. Diese Verpflichtungen sind im Zuge
des Verkaufs der Hypo-Filialen Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg
und Schladming an die örtlichen Raiffeisenbanken Anfang des Jah-
res 2021 aus der Bilanz abgegangen.
Das Eigenkapital zum 31.12.2021 hat sich im Vergleich zum Vor-
jahr vor allem aufgrund des positiven Konzernergebnisses um ins-
gesamt 73,2 Mio. EUR auf 1.651,1 Mio. EUR erhöht. Vom gesam-
ten Eigenkapital entfallen 1.649,8 Mio. EUR (Vj: 1.576,8 Mio. EUR)
auf die Anteile der Gesellschafter des Mutterunternehmens und
1,3 Mio. EUR (Vj: 1,1 Mio. EUR) auf die Anteile nicht beherr-
schender Gesellschafter. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital)
der RLB Steiermark beträgt zum 31.12.2021 insgesamt
142,7 Mio. EUR (Vj: 142,7 Mio. EUR) und besteht unverändert
zum Vorjahr aus 3.113.507 Stück nennbetragslosen, auf Namen
lautende Stückaktien (Stammaktien).
Die detaillierte Entwicklung ist aus der Eigenkapitalveränderungs-
rechnung des Konzernabschlusses ersichtlich.
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I.3. Bericht über die
Zweigniederlassungen
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG hat mit Stichtag 31. De-
zember 2021 durch die erfolgte Verschmelzung mit der Landes-Hy-
pothekenbank Steiermark insgesamt 16 Bankstellen. Zwölf Bank-
stellen betreuen den Markt Graz (Annenstraße, Herrengasse (Raiffe-
isen City), Herrgottwiesgasse, Kaiserfeldgasse, Kärntner Straße,
Radetzkystraße, Ragnitz, St.Leonhard/LKH, Steirerhof, Styria Media
Center, Theodor-Körner-Straße, Zinzendorfgasse), weitere Standorte
sind in Frohnleiten, Bruck an der Mur, Deutschlandsberg und Leib-
nitz.
Die Filialen in Schladming, Judenburg, Fürstenfeld und Feldbach
wurden mit Wirksamkeit per 1. Jänner 2021 an die jeweiligen örtli-
chen Raiffeisenbanken verkauft.
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I.4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Cost/Income Ratio (CIR)
Als Cost/Income Ratio wird das Verhältnis der Betriebsaufwendungen (Verwaltungsaufwendungen) zu den Betriebserträgen definiert.
Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Anpassung der Betriebserträge um die enthaltenen Sondereffekte aus der Wertminderung der at equity
bilanzierten Beteiligung an der RBI in Höhe von –116,4 Mio. EUR (Vj: –124,7 Mio. EUR).
Bei Eliminierung der genannten Sondereffekte stellt sich die Cost/Income Ratio wie folgt dar:
In TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Betriebserträge ohne Sondereffekte 386.921 391.071 –1,1 %
Betriebsaufwendungen –167.588 –175.603 –4,6 %
Cost/Income Ratio 43,3 % 44,9 % –1,6 PP
Eigenkapitalrendite Return on Equity (ROE)
Der Return on Equity (ROE) – definiert als das Konzernergebnis vor Steuern bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital – stellt sich wie
folgt dar:
In TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Konzernergebnis vor Steuern 115.439 37.748 >100 %
durchschnittliches Eigenkapital 1.614.484 1.595.225 1,2 %
ROE vor Steuern 7,2 % 2,4 % 4,8 PP
Non-Performing Loan-Ratio (NPL-Ratio)
Die NPL-Quote ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Qualität der Aktiva von Kreditinstituten. Diese wird gemäß der aufsichtsrechtlichen
Definition (gem. EBA Risk Dashboard) als Verhältnis der ausgefallenen Forderungen (NPL) zu den gesamten Forderungen (Kundenforde-
rungen und Forderungen gegenüber Kreditinstituten) berechnet. Für die Einstufung als ausgefallene Forderung (NPL) wird die Definition
gemäß Art. 178 CRR herangezogen. Die Quote hat sich einerseits aufgrund eines leichten Rückgangs bei den ausgefallenen Forderungen
und andererseits infolge einer höheren Bemessungsgrundlage zum Berichtsstichtag um 0,3 Prozentpunkte reduziert.
31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Non-Performing Loan Ratio (NPL-Ratio) 1,5 % 1,8 % –0,3 PP
Bei einer Analyse der NPL-Ratio ist auch die Coverage Ratio, d. h. die Deckung der ausgefallenen Forderungen durch etwaige Sicherheiten
und gebildete Risikovorsorgen, einzubeziehen. Zum Bilanzstichtag sind die ausgefallenen Forderungen fast vollständig durch Risikovorsor-
gen und Sicherheiten abgedeckt.
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Liquidity Coverage Ratio (LCR)
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist eine Kennzahl zur Bewertung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos von Kreditinstituten. Die LCR ist das
Verhältnis des Bestands an erstklassig eingestuften Aktiva zum gesamten Nettoabfluss unter Anwendung eines durch die CRR vorgegebe-
nen Stressszenarios in den nächsten 30 Tagen.
Damit soll gewährleistet werden, dass Banken über angemessene Liquiditätspuffer verfügen, um sich einem möglichen Ungleichgewicht
zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über einen Zeitraum von 30 Tagen stellen zu können.
31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 248,0 % 213,5 % 34,5 PP
Die LCR im RLB Steiermark Konzern beträgt zum 31. Dezember 2021 248,0 % (Vj: 213,5
%), womit die gültige Mindestquote erfüllt wird.
Net Stable Funding Ratio (NSFR)
Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist eine Kennzahl zur Beurteilung der strukturellen Liquiditätsausstattung von Kreditinstituten. Institute
müssen sicherstellen, dass ihre langfristigen Verbindlichkeiten sowohl unter normalen als auch unter angespannten Umständen angemes-
sen durch eine breite Vielfalt von Instrumenten der stabilen Refinanzierung unterlegt sind.
Die NSFR ist definiert als das Verhältnis zwischen dem verfügbaren stabil refinanzierten Betrag und dem Betrag, für den eine stabile Refi-
nanzierung erforderlich ist.
31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 128,0 % 120,4 % 7,6 PP
Der RLB Steiermark Konzern erfüllt mit einer NSFR von 128,0
% (Vj: 120,4 %) die vorgegebene Mindestquote.
Aufsichtsrechtliche Eigenmittel
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark bildet selbst keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinne des österreichischen Bankwesengesetzes
(BWG) und unterliegt daher als Konzern nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil des RLB-Stmk
Verbund eGen CRR-Konsolidierungskreises ist. Die folgende Tabelle stellt die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel des RLB Stmk Verbund Kon-
zerns unter Berücksichtigung der Übergangsvorschrift nach Art 473a CRR dar. Seitens des RLB Stmk Verbund Konzerns wird vom Wahl-
recht Gebrauch macht, nur den Folgeanwendungseffekt von IFRS 9 als Add-Back-Betrag zu berücksichtigen.
In TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Hartes Kernkapital (CET 1) 1.420.234 1.385.927 2,5 %
Eigenmittel Gesamt (TC) 1.499.603 1.469.385 2,1 %
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) 7.956.473 7.615.414 4,5 %
Harte Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken) 17,9 % 18,2 % –0,3 PP
Eigenmittelquote (bezogen auf alle Risiken) 18,8 % 19,3 % –0,5 PP
Würde die Übergangsbestimmung des Art 473a CRR nicht in Anspruch genommen, ergäbe sich ein Gesamtstand der Eigenmittel von
1.479.526 TEUR (Vj: 1.451.484 TEUR) sowie eine adaptierte Bemessungsgrundlage von 7.926.628 TEUR (Vj: 7.585.569 TEUR). Somit
würde sich eine Kernkapitalquote von 17,66 % (Vj: 18,03 %) und eine Eigenmittelquote von 18,67 % (Vj: 19,13 %) errechnen.
Weitere Details sind der Notes-Angabe 62 – Aufsichtsrechtliche Eigenmittel – zu entnehmen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
156
I.5. Nicht finanzielle Erklärung
Der RLB Steiermark Konzern macht vom Wahlrecht zur Aufstellung
eines gesonderten konsolidierten nicht finanziellen Berichts gemäß
§ 267a Abs. 6 UGB Gebrauch. Dementsprechend wird hinsichtlich
der Angaben gemäß § 267a Abs. 2 bis 5 UGB auf den auf der
Homepage der RLB Steiermark (https://www.raiffeisen.at/rlbstmk)
veröffentlichten gesonderten nicht finanziellen Bericht verwiesen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
157
JAHRESFINANZBERICHT 2021
I.6. Ereignisse nach dem
Bilanzstichtag
Der Kriegsausbruch in der Ukraine bzw. die daraufhin gegen Russ-
land verhängten Sanktionen sind aus Sicht des vorliegenden Kon-
zernabschlusses per 31.12.2021 ein wertbegründendes Ereignis
des Jahres 2022.
Sämtliche Unternehmensbereiche und -funktionen stehen seither
unter erhöhter Aufmerksamkeit, mögliche Auswirkungen auf die
Bank, Kunden und das Umfeld werden intensiv betrachtet.
Eine erste Analyse der Auswirkungen hat gezeigt, dass die RLB
Steiermark direkt und unmittelbar nicht oder nur gering durch die
Kriegshandlungen bzw. die Sanktionen betroffen ist. Unmittelbares
Exposure gegenüber Kunden aus Russland, Ukraine und Belarus
(Devisendomizil) liegt nicht vor.
Die mittelbaren Auswirkungen, welche Kreditnehmer in welchem
Ausmaß durch den Krieg oder die Sanktionen betroffen sind (Weg-
fall Absatzmarkt, Standorte in diesen Ländern, Unterbrechung Lie-
ferketten etc.), werden laufend analysiert, können aber auf Grund
der unsicheren Entwicklung noch nicht quantifiziert werden. Das
bestehende Kundenkreditportfolio weist allerdings eine sehr gute
Bonitätsstruktur verbunden mit hohen Besicherungsquoten auf.
Gegenüber Kreditinstituten in Russland, Ukraine und Belarus beste-
hen keine Forderungen und Verbindlichkeiten, es gibt auch keinen
Wertpapier- und Derivatebestand.
Geschäftsbeziehungen mit sanktionierten Personen und Unterneh-
men bestehen zum derzeitigen Zeitpunkt keine – es ist jedoch da-
rauf hinzuweisen, dass die Liste der Sanktionen bzw. Sanktionierten
sich aktuell auf nahezu täglicher Basis ändert.
Eine indirekte, aber starke Betroffenheit zeigt sich in diesem Zu-
sammenhang bei der Beteiligung Raiffeisen Bank International
(RBI), da sie über Tochterbanken in den vom Krieg bzw. vom Sank-
tionsregime betroffenen Regionen (Russland, Ukraine, Belarus) ver-
fügt. Die RLB Steiermark ist daher auf beinahe täglicher Basis im
Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der RBI, um die Aus-
wirkungen auf das Spitzeninstitut einerseits und den Beteiligungs-
ansatz an der RBI andererseits laufend beurteilen zu können. Die
konkreten Auswirkungen aus notwendigen Anpassungen des Betei-
ligungsbuchwerts im Jahr 2022 sind aus derzeitiger Sicht aber noch
nicht abschätzbar, wiewohl die RLB Steiermark aufgrund der sehr
guten Kapitalausstattung bestmöglich auf negative Entwicklungen
vorbereitet ist.
Eine weitere indirekte Auswirkung ergibt sich im Zusammenhang
mit der Einlagensicherung. Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA)
hat auf Basis einer Anweisung der Europäischen Zentralbank (EZB)
der Sberbank Europe AG mit Sitz am Schwarzenbergplatz 3,
1010 Wien, per Mandatsbescheid vom 01.03.2022 gemäß
§ 70 Abs. 2 Z. 4 BWG mit sofortiger Wirkung die Fortführung des
Geschäftsbetriebs zur Gänze untersagt. Aufgrund dieser Entschei-
dung erfolgte auch eine behördliche Zahlungseinstellung der ge-
deckten Einlagen, sodass insbesondere keine weiteren Einzahlun-
gen, Abhebungen oder Überweisungen möglich waren und daher
der Einlagensicherungsfall i. S. d. § 9 Z. 2 ESAEG ausgelöst wurde.
Die Sberbank Europe AG ist gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG Mitglied der
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. (ESA).
Der Einlagensicherungsfonds sollte bis zum 3. Juli 2024 eine Ziel-
ausstattung von 0,8 % der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinsti-
tute aufweisen. Durch den Eintritt des Sicherungsfalls hat die Einla-
gensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. Auszahlungen an die Kunden
im Rahmen der Anlegerentschädigung geleistet, wodurch voraus-
sichtlich weitere Einzahlungen zur Wiederauffüllung des Einlagensi-
cherungsfonds erforderlich sein werden. Per Ende Februar 2022
betrugen die gedeckten Einlagen der Sberbank Europe AG rund
950 Mio. EUR. Trotz des Bestehens eines eigenen institutsbezoge-
nen Sicherungssystems entfallen rund 35 % auf den Raiffeisensek-
tor, da die Sberbank Europe AG gemäß § 27 Abs. 1 ESAEG in ei-
nem gesonderten Rechnungskreis geführt wird. Für die RLB Steier-
mark werden sich dadurch voraussichtlich in den Geschäftsjahren
2022 bis 2024 vergleichsweise höhere Beitragszahlungen ergeben,
deren Höhe zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht genau bestimm-
bar ist. Darüber hinaus ist die RLB Steiermark von der Einstellung
des Geschäftsbetriebs nicht direkt betroffen, da keine Geschäftsbe-
ziehung zur Sberbank Europe AG bestand.
Überdies gab es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine außeror-
dentlichen Geschäftsfälle oder sonstigen Vorgänge, die von beson-
derem öffentlichen Interesse wären oder sich wesentlich auf den
Konzernabschluss 2021 auswirken würden.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
158
II.1. Voraussichtliche Entwicklung
des Unternehmens
Für das Gesamtjahr ging die OECD von einem weltweiten Wirt-
schaftswachstum von 5,6 % gemessen am BIP aus, während der
Internationale Währungsfonds (IWF) sogar ein Wachstum von 5,9 %
für das Jahr 2021 erwartete. Für die kommenden Jahre sieht der
IWF jedoch eine Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums.
Erste Prognosen Ende 2021 sahen das Wachstum bei 4,4 % im
Jahr 2022 und 3,8 % im Jahr 2023. Zusätzliche Unsicherheit für die
Ende 2021 veröffentlichten Zahlen, stellt die im Februar 2022 ent-
fachte, militärische Auseinandersetzung in der Ukraine und die da-
mit verbundenen Wirtschaftssanktionen dar. Diese Entwicklungen
könnten laut OECD das erwartete globale Wirtschaftswachstum für
das Jahr 2022 um bis zu 1 % verringern. Trotz der geringen volks-
wirtschaftlichen Größe von Russland und der Ukraine, stellen die
beiden Länder wichtige Lieferanten von Grundnahrungsmitteln, fos-
silen Brennstoffen und anderen Bodenschätzen dar. Gaspreise sind
in Folge dessen europaweit um 85 % gestiegen. Zudem gab es
merkliche Anstiege bei den Weltmarktpreisen für Rohöl, diverse Me-
talle sowie Weizen und Mais.
Die OECD prognostizierte Ende 2021 einen Rückgang der durch-
schnittlichen Inflation von knapp 5 % im Jahr 2021 auf etwa 3,5 %
für das Jahr 2022 und etwa 3 % im Jahr 2023. In Hinblick auf den
bewaffneten Konflikt in der Ukraine und den damit verbundenen
Konsequenzen revidierte die OECD jedoch ihre Prognose und
sprach von einem weiteren Anstieg der globalen Inflation um bis zu
2,5 %, sollten die Kriegshandlungen über das Jahr hinweg weiter
anhalten. Regierungen müssen daher versuchen, steigende Ener-
giepreise abzufedern und für eine Diversifizierung der Energiequel-
len sorgen. Abseits der Kriegshandlungen besteht weiterhin die
Sorge vor einem Anhalten der Pandemie aufgrund neu auftretender
Virusstämme und dadurch verringerte Wirksamkeit existierender
Impfstoffe. Dies führt trotz der Aufhebung vieler eindämmernder
Maßnahmen zu zusätzlicher Unsicherheit. Zudem dürften die wirt-
schaftlichen Auswirkungen der Pandemie in Schwellenländern noch
deutlich länger zu spüren sein.
Dem IWF zufolge verzeichneten die USA 2021 ein reales Wirt-
schaftswachstum von 5,0 % gemessen am BIP. Laut Schätzungen
werden auch die USA mit einer Verlangsamung des Wirtschafts-
wachstums konfrontiert sein und ein Wachstum von 3,9 % und
2,6 % für die Jahre 2022 und 2023 verzeichnen. Aufgrund der aktu-
ellen weltpolitischen Situation ist davon auszugehen, dass auch
diese Zahlen nochmals korrigiert werden könnten. Die US-Noten-
bank teilte im Dezember 2021 mit, dass sie die Ankäufe von Vermö-
genswerten schneller zurückfahren wird, und signalisierte eine Erhö-
hung der Zinsen. Die OECD geht davon aus, dass bis Mitte 2022
II. BERICHT
Ü
BER DIE
V
ORAUSSICHTLICHE
ENTWICKLUNG UND DIE
RISIKEN DES
UNTERNEHMENS
(
AUSBLICK
)
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
159
JAHRESFINANZBERICHT 2021
eine erste Anhebung des Leitzinses erfolgt und erwartet weitere Er-
höhungen auf 1,5 %-1,8 % bis Ende 2023. Diese Maßnahme soll
der steigenden Inflation entgegenwirken.
Noch Ende 2021 ging die OECD davon aus, dass sich das Wirt-
schaftswachstum der Eurozone von 5,2 % im Jahr 2021 auf 4,3 %
und 2,5 % in den Jahren 2022 und 2023 abschwächt und die Infla-
tion in der Eurozone auf ein Niveau von unter 2 % bis Ende 2022 zu-
rückkehrt. Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine und die damit ver-
hängten Wirtschaftssanktionen, verändern jedoch die Rahmenbe-
dingungen und daher ist von einer neuerlichen Anpassung dieser
vorläufigen Zahlen auszugehen. Die EZB plant, ihr Ankaufpro-
gramm, das im Zuge der Pandemie gestartet wurde, im März 2022
auslaufen zu lassen und zudem wird angenommen, dass die Leit-
zinsen in den Jahren 2022 und 2023 unverändert bleiben. Faktoren
wie weiter anhaltende Schwierigkeiten bei Lieferketten und stark an-
steigende Energiekosten könnten jedoch bereits zu einer vorzeiti-
gen Anhebung der Leitzinsen führen. Laut der Europäischen Kom-
mission wird sich auch eine Erholung am Arbeitsmarkt abzeichnen.
Schätzungen zufolge dürften in der europäischen Union in den
nächsten zwei Jahren 3,4 Millionen neue Jobs geschaffen werden.
Außerdem sollen die Arbeitslosenzahlen 2022 auf das Niveau von
vor der Pandemie sinken.
In Österreich führten die Entwicklungen der Pandemie zu einer neu-
erlichen Belastung für den österreichischen Wintertourismus und
erste Prognosen für die Wintersaison 2021/2022 deuten auf 50 %
weniger Nächtigungen ausländischer Gäste verglichen zu Vorkri-
senjahren hin. Eine Prognose der OeNB zu Jahresende sieht das
österreichische Wirtschaftswachstum für das Jahr 2021 bei 4,9 %
gemessen am BIP. Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die österrei-
chische Wirtschaft müssen in den kommenden Monaten noch ab-
geschätzt werden. Das WIFO erwartet jedoch eine Dämpfung des
Wirtschaftswachstums auf 3,9 % für das Jahr 2022. Die Staats-
schuldenquote dürfte sich laut OeNB in den nächsten Jahren wie-
der reduzieren und von einem historischen Höchststand von 83,2 %
des BIP im Jahr 2020 auf etwa 75,5 % bis 2024 sinken.
Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Mit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine stehen in der RLB Steier-
mark sämtliche Unternehmensfunktionen unter erhöhter Aufmerk-
samkeit. In der gegründeten Taskforce werden Themen wie Liquidi-
tät, Risiko, Gesamtbanksteuerung, Kundenbereiche, Beteiligungen,
Raiffeisenbanken, rechtliche Aspekte sowie Kommunikation intensiv
betrachtet. Die RLB Steiermark selbst hat kein operatives Geschäft
in den vom Ukraine-Krieg betroffenen Regionen. Falls sich aus dem
Konflikt in weiterer Folge negative wirtschaftliche Auswirkungen auf
den Finanzplatz Österreich ergeben sollten, ist die RLB Steiermark
wie auch die gesamte Raiffeisen-Bankengruppe aufgrund der um-
sichtigen Geschäftspolitik sehr gut gerüstet.
Indirekt ist die RLB Steiermark als Anteilseignerin der Raiffeisen
Bank International betroffen. Dank einer durch ausgezeichnete Li-
quiditätsausstattungen und Eigenkapital-Quoten weit über den ge-
setzlichen Erfordernissen stabilen Basis ist die RLB Steiermark mit
ihrer Beteiligung an der Raiffeisen Bank International sehr gut in der
Lage, negative Entwicklungen im Russland-Ukraine Konflikt abzufe-
dern. Aktuell ist der Ausfall der Dividende der RBI für das Ge-
schäftsjahr 2021 der einzige monetär eingetretene Effekt für die
RLB Steiermark. Hinsichtlich Maßnahmen der RBI verweisen wir auf
die Verlautbarungen der RBI.
Indirekt ist die RLB Steiermark auch über Kunden betroffen. Grund-
sätzlich ist das Kundenportfolio aber von sehr guter Bonität – ver-
bunden mit guten Besicherungsquoten. Ein unmittelbares Exposure
gegenüber Kunden aus Russland, der Ukraine oder Belarus (Devi-
sendomizil) liegt nicht vor. Die Beeinträchtigungen der Standorte
und/oder des Absatzmarktes Russland und Ukraine unterliegen lau-
fenden Analysen. Gegenüber Kreditinstituten in Russland, der Ukra-
ine oder Belarus bestehen keine Forderungen oder Verbindlichkei-
ten.
Aufgrund der Flüchtlingsbewegung wurde der Umtausch von ukrai-
nischer Landeswährung Hrywnja zu Euro zum Thema. Dazu wurde
rasch eine bundesweite Lösung im Raiffeisensektor gefunden, die
einen Umtausch für die Erstversorgung gewährleistet. Diese Lö-
sung wurde landesweit mit der Caritas abgestimmt, jener Institution,
die die Aufnahmezentren in der Steiermark koordiniert. Zusätzlich
wurde sichergestellt, dass es für ukrainische Flüchtlinge die Mög-
lichkeit eines Girokontos gibt, um die täglichen Erfordernisse des
Zahlungsverkehrs erfüllen zu können.
Wirtschaftlich zeigen sich die ersten Auswirkungen des Ukraine-
Kriegs deutlich an den makroökonomischen Parametern Inflation,
Zinsen und Wirtschaftswachstum, als allererstes sichtbar wurden
sie an den Tankstellen. Neben dem Ansteigen der Energiepreise ist
zu erwarten, dass auch die Rohstoffpreise und die Kosten der Nah-
rungsmittelproduktion weiter steigen und somit die Inflation anhei-
zen. Die Notenbank hat den Ausstieg aus ihren Ankaufprogrammen
etwas beschleunigt und eventuell Zinsschritte ab Herbst 2022 in
Aussicht gestellt.
Die große Unsicherheit auf Grund der gegenseitigen Sanktionen
und der daraus resultierenden Lieferkettenprobleme wird das Wirt-
schaftswachstum deutlich senken. Wie groß die Senkung ausfällt,
hängt von der weiteren Entwicklung der Sanktionen sowie der Un-
terstützung der Wirtschaft durch die Politik ab und kann zum jetzi-
gen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden.
Obwohl sich zusätzlich zum Kriegsgeschehen die bekannten Her-
ausforderungen fortsetzen, ist die RLB Steiermark zuversichtlich.
Neben der andauernden Corona-Pandemie werden die Zinspolitik
der EZB, Nachhaltigkeit und der EU-Green-Deal sowie der Fach-
kräftemangel noch stärker in den Fokus rücken. Darin liegt jedoch
JAHRESFINANZBERICHT 2021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
160
auch eine große Chance für Weiterentwicklung in den einzelnen Be-
reichen und in der Stärkung des Wir-Gedankens in der Gesellschaft.
Die Robustheit der steirischen Wirtschaft hat 2021 bewiesen, was
man gemeinsam alles schaffen kann.
Durch die erfolgreiche Verschmelzung der HYPO Steiermark in die
RLB Steiermark entstand mit 71.000 Privatkunden sowie rund
10.000 Unternehmenskunden die größte Regionalbank, die in rein
steirischem Eigentum steht. Die bisherige HYPO-Hauptbankstelle in
der Radetzkystraße wird 2022 zum „Raiffeisenhaus“ umgebaut. Die
RLB Steiermark setzt damit – entgegen dem Trend – den nächsten
Schritt zur Intensivierung der Kundenbetreuung vor Ort.
Das erste Siegerteam im unternehmensinternen Innovationspro-
gramm „Hummelflug“ wurde im März 2022 gekürt. Gesucht waren
Ideen in den Themenfeldern „Schnelle und flexible Bank“, „Young
Banking“, „Beyond Banking“ und „Tech Bank & Digitalisierung“.
Das Innovationsprogramm bietet einen geschützten Rahmen, in
dem neue Technologien betrachtet und alternative Geschäftsmo-
delle ausprobiert werden können. Das gewohnte Bankenumfeld
darf und soll dafür verlassen werden. Mehr als 160 Ideen konnten
auf diese Weise generiert werden. Fortsetzung folgt Mitte des Jah-
res 2022 mit einer „Nachhaltigkeits-Challenge“, bei der wiederum
alle Mitarbeiter aufgerufen sind, Ideen zum Thema Nachhaltigkeit in
der RLB Steiermark einzubringen.
II.2. Risikobericht
Die Angaben nach IFRS 7 zu Risiken im Zusammenhang mit
Finanzinstrumenten werden im Kapitel „Risikobericht“ des Konzern-
abschlusses dargestellt. Hinsichtlich der Risiken aus leistungsorien-
tierten Versorgungsplänen (Abfertigung und Pensionen) wird auf die
Ausführungen in den Notes-Angabe 31 – Rückstellungen – verwie-
sen.
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
161
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG pflegt Kontakte zu re-
nommierten Wissensträgern und Innovatoren in unserem Land.
Dies zeigt sich in Kooperationen mit den Universitäten und Fach-
hochschulen. Intensiviert wurde die Zusammenarbeit mit dem Start-
up und Innovation Hub „Unicorn“ der Karl-Franzens-Universität
Graz. Die TATEN-Bank, die Start-up-Bank der RLB Steiermark, ist
dauerhaft eingemietet und pflegt vor Ort den Kontakt zu Jungunter-
nehmern und Gründern im universitären Umfeld.
2021 präsentierte die RLB Steiermark zwei mobile Bankstellen, ge-
nannt Raiffeisen Cube, am Radetzkyspitz (als Ersatz für die wegen
der Umbauarbeiten gesperrten Bankstelle Radetzkystraße) und am
Areal des Shopping Centers West in Graz. Bei der Planung wurden
zielgerichtet die beiden Fachhochschulen Joanneum und Campus
02 eingebunden. So arbeitete zu Beginn der Masterstudiengang "In-
novationsmanagement" der FH Campus 02 ein innovatives Design-
und Funktionskonzept aus. Ferner widmete sich der Bachelor-Studi-
engang "Industrial Design" der FH Joanneum gemeinsam mit Raiff-
eisen-Experten dem Wandel in der Bankenwelt und lieferte in weite-
rer Folge intuitive Designvorschläge für diese mobile Self-Service-
Einheit.
Coronabedingt fielen auch 2021 Veranstaltungen ins Wasser. Das
jährliche Konjunkturgespräch der RLB mit Experten der Industriel-
lenvereinigung (IV) über die künftige wirtschaftliche Entwicklung ist
ein Fixpunkt für Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien. Es
fand unter dem Titel „Zurück in die Zukunft – Generation Z als
Wachstumsmotor“ digital als Livestream statt. Als Gastredner konn-
ten IV-Chefökonom Christian Helmenstein und als Stimme der Ge-
neration Z Max Hagenbuchner präsentiert werden, rund 500 Teil-
nehmer waren via Bildschirm dabei.
Vorträge und Diskussionsbeiträge von Mitarbeitern, die ihr Know-
how an öffentlichen Institutionen, universitären Ausbildungsstätten,
Partnerbetriebe und Schulen weitergeben, waren im Berichtsjahr
ebenso eingeschränkt oder nur via Videokonferenzen möglich. Sie
sind ansonsten wichtige Impulse für den Wissenstransfer und -auf-
bau. Im Gegenzug kommen Studierende als Praktikanten in die
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG und bringen sich in konkre-
ten Projekten ein. Darüber hinaus ergeben sich branchenbedingt
keine weiteren Angaben zu den Forschungs- und Entwicklungstä-
tigkeiten.
III. BERICHT
Ü
BER
FORSCHUNG UND
ENTWICKLUNG
JAHRESFINANZBERICHT 2021
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
162
1. Rechtlicher Hintergrund
Gemäß § 267 Abs. 3b i. V. m. § 243a Abs. 2 und § 189a Z. 1 lit. a UGB
sind im Lagebericht von Gesellschaften, deren Aktien oder andere
von ihnen ausgegebene Wertpapiere zum Handel auf einem gere-
gelten Markt im Sinn des §
1 Z. 2 BörseG zugelassen sind, die
wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanage-
mentsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungs-
prozess zu beschreiben.
2. Gegenstand des Berichts
Unter dem „Internen Kontrollsystem“ (IKS) werden alle von der Ge-
schäftsleitung entworfenen und im Unternehmen ausgeführten Pro-
zesse verstanden, durch die
die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der betrieblichen
Tätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens
vor Verlusten durch Schäden und Malversationen),
die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen
gesetzlichen Vorschriften
überwacht und kontrolliert werden.
Das Interne Kontrollsystem umfasst die Grundsätze, Verfahren und
Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der
Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeb-
lichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisi-
onssystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.
Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu die-
nen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie
Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der
Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beein-
trächtigt wird.
Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungsle-
gungsprozess bezieht sich als Teil des Internen Kontrollsystems wie
letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungs-
legung, insbesondere bei bilanziellen Positionen, die Risikoabsiche-
rungen des Unternehmens erfassen.
IV. BERICHTERSTATTUNG
ÜBER WESENTLICHE
MERKMALE DES INTERNEN
KONTROLL- UND RISIKO-
MANAGEMENTSYSTEMS IM
HINBLICK AUF DEN
RECHNUNGSLEGUNGS-
PROZESS
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
163
JAHRESFINANZBERICHT 2021
3. Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll-
und Risikomanagementsystems im Hinblick auf
den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des im RLB Steiermark Konzern beste-
henden Internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems
im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können
wie folgt beschrieben werden:
Es gibt bei der RLB Steiermark bzw. im RLB Steiermark Konzern
eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur.
Die Funktionen der im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungsle-
gungsprozess wesentlich beteiligten Abteilungen sind klar von
den Marktbereichen getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind
klar zugeordnet.
Die RLB Steiermark erstellt als kapitalmarktorientiertes Unterneh-
men einen Konzernabschluss nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS).
Die Abteilung „Finanzen & Banksteuerung/ Konzern-Rechnungswe-
sen“ ist für Grundsatzfragen der Rechnungslegung nach IFRS zu-
ständig und erstellt den Konzernabschluss.
Grundlage für den Konzernabschluss bilden die Einzelab-
schlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochter-
gesellschaften, die nach konzerneinheitlichen Standards erstellt
werden.
Die eingesetzten Anwendungen und Systeme sind durch ent-
sprechende Einrichtungen im IT-Bereich gegen unbefugte Zu-
griffe geschützt.
Im Bereich der eingesetzten Systeme wird, soweit möglich, Stan-
dardsoftware eingesetzt.
Ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Anschaffungsgenehmi-
gung, Zahlungsanweisungsbefugnis etc.) ist eingerichtet und
wird laufend aktualisiert.
Die am (Konzern-)Rechnungslegungsprozess beteiligten Abtei-
lungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hin-
sicht geeignet ausgestattet.
Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden lau-
fend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z. B. durch
Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden program-
mierte Plausibilitätsprüfungen statt.
Bei allen (konzern-)rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird
durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
(Konzern-)Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden regel-
mäßig durch die (prozessunabhängige) Interne Revision über-
prüft.
Seitens der am (Konzern-)Rechnungslegungsprozess beteiligten
Abteilungen erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an den
Vorstand, insbesondere durch Controllingberichte, Segmenter-
gebnisrechnungen etc.
Vonseiten des Vorstands erfolgt eine vierteljährliche Berichtsle-
gung an den Aufsichtsrat gemäß §
81 AktG.
4. Erläuterung der wesentlichen Merkmale des
Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf
den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche
Merkmale zuvor unter Ziffer 3. beschrieben sind, stellt sicher, dass
unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbe-
reitet und gewürdigt sowie in die (Konzern-)Rechnungslegung über-
nommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwen-
dung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unterneh-
mensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsge-
mäßen, einheitlichen und kontinuierlichen (Konzern-) Rechnungsle-
gungsprozess dar. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsberei-
che sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen,
wie sie zuvor unter Ziffer 3. genauer beschrieben sind (insbesondere
Plausibilitätskontrollen und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine kor-
rekte und verantwortungsbewusste (Konzern-)Rechnungslegung
sicher. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in
Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung
sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert so-
wie zeitnah und buchhalterisch korrekt erfasst werden. Gleichzeitig
wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im
Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen
und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen voll-
ständig und zeitnah bereitgestellt werden.
Graz, am 7. April 2022
Der Vorstand:
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER,
Vorsitzender des Vorstands e.h.,
mit Verantwortung für Finanzen & Banksteuerung, Verbund, Kapital-
markt, Unternehmenskommunikation und IT
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA e.h.,
mit Verantwortung für Kommerzkunden, Retail, Vertrieb und
Immobilien
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK e.h.,
mit Verantwortung für Risikomanagement, Recht & Sicherungsein-
richtungen
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER e.h.,
mit Verantwortung für Unternehmensentwicklung & Digitalisierung,
Personal, Transaction Services und Bau & Infrastruktur
JAHRESFINANZBERICHT 2021
164
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
KONZERNABSCHLUSS 2021
NACH INTERNATIONAL
FINANCIAL REPORTING
STANDARDS
(
IFRS
)
INHALT
GESAMTERGEBNISRECHNUNG 166
BILANZ 168
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS 170
GELDFLUSSRECHNUNG 171
ERLÄUTERUNGEN (NOTES) ZUM KONZERNABSCHLUSS 173
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 178
GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG 195
BILANZ 198
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG 207
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 219
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 223
ERLÄUTERUNGEN ZU FINANZINSTRUMENTEN 258
RISIKOBERICHT 286
SONSTIGE ANGABEN 311
KONSOLIDIERUNGSKREIS UND ANGABEN ZU AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN 331
ORGANE 334
SCHLUSSBEMERKUNG DES VORSTANDS 336
BESTÄTIGUNGSVERMERK 337
VERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS 345
ANLAGE – ANTEILSBESITZLISTE DES RLB STEIERMARK KONZERNS 352
165
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
166
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Notes 2021 2020 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinserträge 1 179.770 188.568 -8.798 -4,7
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 46.387 43.909 2.478 5,6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus finanziellen
Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
1 -90.548 -96.035 5.487 -5,7
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 -25.248 -22.160 -3.088 13,9
Zinsüberschuss 1 110.361 114.282 -3.921 -3,4
Dividendenerträge 2 6.391 4.722 1.669 35,3
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 3 11.020 -49.867 60.887 >100
Provisionserträge 4 70.984 65.679 5.305 8,1
Provisionsaufwendungen 4 -27.168 -24.789 -2.379 9,6
Provisionsüberschuss 4 43.816 40.890 2.926 7,2
Ergebnis aus Hedge Accounting 5, 36 -309 -330 21 -6,4
Handelsergebnis 6 10.153 -1.533 11.686 >100
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value
P&L (FVPL)
7 -456 100.997 -101.453 >100
Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten Finanzinstrumenten
8 2.374 234 2.140 >100
Sonstige betriebliche Erträge 9 103.396 71.162 32.234 45,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -16.221 -14.214 -2.007 14,1
Sonstiges betriebliches Ergebnis 9 87.175 56.948 30.227 53,1
Betriebserträge 270.525 266.343 4.182 1,6
Personalaufwand 10 -91.900 -98.739 6.839 -6,9
Sachaufwand 10 -61.104 -60.251 -853 1,4
Abschreibungen 10 -14.584 -16.613 2.029 -12,2
Verwaltungsaufwendungen 10 -167.588 -175.603 8.015 -4,6
Betriebsergebnis 102.937 90.740 12.197 13,4
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte 11 12.502 -52.992 65.494 >100
Konzernergebnis vor Steuern 115.439 37.748 77.691 >100
Steuern vom Einkommen und Ertrag 12 -26.440 -10.625 -15.815 >100
Konzernergebnis 88.999 27.123 61.876 >100
Den Anteilseignern der RLB Steiermark zurechenbares
Konzernergebnis
88.844 27.114 61.730 >100
Den nicht beherrschenden Gesellschaftern
zurechenbares Konzernergebnis
155 9 146 >100
GESAMTERGEBNIS-
RECHNUNG
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Notes 2021 2020 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Konzernergebnis 88.999 27.123 61.876 >100
Sonstiges Ergebnis
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-
Rechnung umgegliedert werden
(OCI non reclassified)
35 6.307 17.092 -10.785 -63,1
Gewinne und Verluste aus finanziellen
Vermögenswerten – Fair Value OCI
16, 35 3.701 1.987 1.714 86,3
Steuerlatenz auf finanzielle Vermögenswerte – Fair
Value OCI
16, 35 -343 618 -961 >100
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus leistungsorientierten Plänen
31, 35 1.691 1.659 32 1,9
Steuerlatenz auf versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen
31, 35 -423 -399 -24 6,0
Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller
Verbindlichkeiten
29, 35 -65 18.794 -18.859 >100
Steuerlatenz auf bonitätsinduzierte Fair Value
Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten
29, 35 16 -4.698 4.714 >100
Anteilige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung der
at equity bilanzierten Unternehmen
20, 35 1.916 -1.046 2.962 >100
Steuerlatenz auf anteilige erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderung der at equity bilanzierten
Unternehmen
20, 35 -186 177 -363 >100
Posten, die in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung
umgegliedert werden können (OCI reclassified)
35 -189 -81 .055 80.866 -99,8
Bewertungsänderungen aus finanziellen
Vermögenswerten – Fair Value OCI
16, 35 -12.121 -6.670 -5.451 81,7
Steuerlatenz aus Bewertungsänderungen aus
finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI
16, 35 1.595 1.763 -168 -9,5
Anteilige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung der
at equity bilanzierten Unternehmen
20, 35 8.492 -76.140 84.632 >100
Steuerlatenz auf anteilige erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderung der at equity bilanzierten
Unternehmen
20, 35 1.845 -8 1.853 >100
Summe Sonstiges Ergebnis 35 6.11 8 -6 3.963 70.081 >100
Gesamtergebnis 95.117 -3 6.840 131.957 >100
Den Anteilseignern der RLB Steiermark zurechenbares
Gesamtergebnis
94.961 -36.852 131.813 >100
Den nicht beherrschenden Gesellschaftern
zurechenbares Gesamtergebnis
156 12 144 >100
Überleitung vom Konzernergebnis zum Gesamtergebnis
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
AKTIVA
Notes 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Barreserve und Sichtguthaben 13 5.071.079 3.635.311 1.435.768 39,5
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) 14 10.555.568 10.245.834 309.734 3,0
Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading (HFT) 15 463.652 582.260 -118.608 -20,4
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI) 16 948.298 937.638 10.660 1,1
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L
(FVPL-M)
17 72.763 433.106 -360.343 -83,2
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 18, 36 220.103 283.026 -62.923 -22,2
Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges 19 -31.128 25.541 -56.669 >100
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen 20 869.048 885.093 -16.045 -1,8
Immaterielle Vermögenswerte 21 10.085 12.821 -2.736 -21,3
Sachanlagen 22 117.420 121.543 -4.123 -3,4
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 23 10.307 10.701 -394 -3,7
Nutzungsrechte 24 7.556 8.071 -515 -6,4
Laufende Ertragsteuerforderungen 32 19.585 13.773 5.812 42,2
Latente Ertragsteuerforderungen 32 1.655 16.601 -14.946 -90,0
Sonstige Aktiva 25 176.536 207.917 -31.381 -15,1
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen
26 0 278.099 -278.099 -100,0
GESAMT AKTIVA 18. 512.527 17. 697.335 815.192 4,6
BILANZ
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
PASSIVA
Notes 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC) 27 15.567.515 14.252.896 1.314.619 9,2
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT) 28 167.822 205.722 -37.900 -18,4
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L
(FVO)
29 865.431 1.108.291 -242.860 -21,9
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 30, 36 83.696 162.548 -78.852 -48,5
Rückstellungen 31 91.155 106.229 -15.074 -14,2
Laufende Ertragsteuerschulden 32 6.659 5.133 1.526 29,7
Latente Ertragsteuerschulden 32 8.142 489 7.653 >100
Sonstige Passiva 33 71.009 70.739 270 0,4
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
34 0 207.418 -207.418 -100,0
Eigenkapital 35 1.651.098 1.577.870 73.228 4,6
Auf die Anteilseigner der RLB Steiermark entfallendes
Eigenkapital
35 1.649.826 1.576.755 73.071 4,6
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 35 1.272 1.115 157 14,1
GESAMT PASSIVA 18.512 .527 17.697.3 35 815.192 4,6
JAHRESFINANZBERICHT 2021
170
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
In TEUR
Gezeich-
netes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Kumu-
liertes
Sonstiges
Ergebnis
Auf die
Anteilseigner
der RLB
Steiermark
entfallendes
Eigenkapital
Anteile
nicht
beherr-
schender
Gesell-
schafter
Gesamt-
kapital
Eigenkapital zum 1.1.2021 142.721 401.825 1.344.36 2 -312.153 1.576.755 1.115 1.577.870
Konzernergebnis 88.844 88.844 155 88.999
OCI non reclassified
6.306 6.306 1 6.307
OCI reclassified -189 -189 0 -189
Gesamtergebnis 88.844 6.117 94.961 156 95.117
Gewinnausschüttung
-22.573 -22.573 0 -22.573
Sonstige Veränderungen
679 4 683 1 684
Eigenkapital zum 31.12.2021 142.721 401.82 5 1.411.312 -306.03 2 1.649.826 1. 272 1.651.098
Eigenkapital zum 1.1.2020 142.721 401.825 1.3 15.117 -248.18 7 1.611.476 1. 103 1.6 12.579
Konzernergebnis 27.114 27.114 9 27.123
OCI non reclassified 17.089 17.089 3 17.092
OCI reclassified -81.055 -81.055 -81.055
Gesamtergebnis 27.114 -63.966 -36.852 12 -36.84 0
Gewinnausschüttung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 2.131 0 2.131 0 2.131
Eigenkapital zum 31.12.2020 142.721 401.825 1.344. 362 -312.153 1.576.755 1. 115 1.5 77.870
ENTWICKLUNG DES
EIGENKAPITALS
171
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
In TEUR Notes 2021 2020
Konzernergebnis 88.999 27.123
Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung
auf den Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibung, Wertminderung, Zuschreibung auf Vermögenswerte 14.584 16.613
Neubildungen/Auflösungen von Rückstellungen und Wertminderungen -23.100 49.542
Gewinne aus der Veräußerung von Vermögenswerten -88 0
Verluste aus der Veräußerung von Vermögenswerten 178 43
Sonstige Anpassungen -36.737 -171.300
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) 14 -682.692 -449.766
Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading (HFT) 15 3.192 259.074
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI) 16 -15.432 44.748
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M) 17 7.449 16.549
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 18, 36 17.430 16.620
Sonstige Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit 25 589.685 -40.347
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC) 27 1.235.900 2.740.871
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT) 28 6.178 -227.936
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO) 29 -196.246 -162.425
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 30, 36 -16.445 -2.570
Sonstige Passiva aus der operativen Geschäftstätigkeit 33 -5.435 14.871
Gezahlte Ertragsteuern 12, 32 -1.748 -1.714
Erhaltene Zinsen 1 242.640 272.284
Erhaltene Dividenden 2, 20 34.972 3.949
Gezahlte Zinsen 1 -144.057 -153.959
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 1.119.227 2.252.270
Einzahlungen aus Veräußerung
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
21, 22, 23 78 0
Beteiligungen (nicht konsolidiert) 16, 17 71 2.333
Tochterunternehmen 17 351.480 0
Auszahlungen für Erwerb
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
21, 22, 23 -6.964 -17.511
Beteiligungen (nicht konsolidiert) 16, 17 -3.922 -1.568
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 340.743 -16.746
Dividendenzahlungen 35 -22.573 0
Tilgungsanteil aus Leasingzahlungen 33 -1.629 -1.533
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -24.202 -1.533
GELDFLUSSRECHNUNG
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Sonstige Anpassungen betreffen im Wesentlichen die Veränderung der at equity bilanzierten Unternehmen und latente Steuern. Des Weite-
ren werden in dieser Position unter anderem Zinsen sowie gezahlte Dividenden korrigiert, da diese in anderen Positionen des Cash Flows
dargestellt werden.
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen betreffen den Verkauf der strukturierten Unternehmen (Spezialfonds) DASAA,
EURAN und GLAN.
In TEUR Notes 2021 2020
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vergleichsperiode 3.635.311 1.401.320
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 1.119.227 2.252.270
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 340.743 -16.746
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -24.202 -1.533
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 13 5.071.079 3.635.311
Der ausgewiesene Zahlungsmittelbestand umfasst den Kassenbestand, Guthaben bei Zentralbanken sowie Sichtguthaben bei Kreditinstituten.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Allgemeine Angaben
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Steiermark) ist das regionale Zentralinstitut der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark und ist
beim Landesgericht für ZRS Graz beim Firmenbuch unter der FN 264700s eingetragen. Die Firmenanschrift lautet Kaiserfeldgasse 5, 8010
Graz (Österreich). Die RLB Steiermark ist eine Universalbank, deren Tätigkeitsgebiet vor allem im Süden Österreichs liegt.
Die RLB-Stmk Holding eGen (RLB-Stmk Holding) hält 84,08 % (Vj: 84,08 %) der Aktien an der RLB Steiermark, weitere 13,13 % (Vj: 13,13 %)
werden direkt von steirischen Raiffeisenbanken gehalten. Die RLB-Stmk Holding wiederum steht im Ausmaß von 95,18 % (Vj: 95,18 %) im
Besitz der RLB-Stmk Verbund eGen (RLB-Stmk Verbund), die übrigen Anteilsrechte werden von anderen Genossenschaftern gehalten. Die
RLB-Stmk Verbund stellt die oberste Konzernmuttergesellschaft dar.
Die RLB-Stmk Verbund steht als übergeordnete Finanzholding zu 100 % im Anteilsbesitz steirischer Raiffeisenbanken. Durch diese Hol-
dingstruktur haben die steirischen Raiffeisenbanken eine indirekte – auch stimmrechtsmäßig abgesicherte – Mehrheitseigentümerstellung
an der RLB Steiermark.
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 7. April 2022 aufgestellt sowie zur Veröffentlichung und Weitergabe an den Aufsichtsrat zur Prü-
fung freigegeben.
Die Zahlen im vorliegenden Abschluss sind, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, gerundet in Tausend Euro dargestellt. In den
nachstehend angeführten Tabellen sind Rundungsdifferenzen daher nicht auszuschließen. Die angeführten Vergleichswerte beziehen sich –
sofern nicht anders angegeben – jeweils auf die Vorjahrswerte 2020.
Der Konzernabschluss der RLB-Stmk Verbund wird gemäß den österreichischen Veröffentlichungsregelungen beim Firmenbuch des Lan-
desgerichts Graz hinterlegt und im Amtsblatt der Wiener Zeitung veröffentlicht. Die Offenlegung gemäß Teil 8 Art. 431–455 der CRR erfolgt
auf Grundlage der konsolidierten Finanzlage der RLB-Stmk Verbund in ihrer Funktion als EWR-Mutterfinanzholding und ist auf der Home-
page der RLB Steiermark einsehbar.
Verschmelzung mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG
In seiner Sitzung vom 23. April 2020 hat der Aufsichtsrat der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG den Grundsatzbeschluss gefasst, dass
die Landes-Hypothekenbank Steiermark AG im Laufe des Jahres 2021 mit der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG verschmolzen werden
soll. Als vorbereitende Maßnahme wurden mit Wirksamkeit 1. Jänner 2021 die Filialen/Standorte Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und
Schladming an die jeweiligen örtlichen Raiffeisenbanken abgegeben.
In Umsetzung des o.a. Grundsatzbeschlusses haben die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG und die Landes-Hypothekenbank Steier-
mark AG am 27. April 2021 einen Verschmelzungsvertrag abgeschlossen. Aufgrund dieses Verschmelzungsvertrags wurde das Vermögen
der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG als übertragende Gesellschaft als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten im Wege der Ge-
samtrechtsnachfolge unter Ausschluss der Abwicklung auf die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG als übernehmende Gesellschaft ohne
ERL
Ä
UTERUNGEN (NOTES)
ZUM KONZERNABSCHLUSS
JAHRESFINANZBERICHT 2021
174
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Erhöhung des Grundkapitals gemäß den §§ 219 ff AktG und Art. I UmgrStG übertragen. Als Verschmelzungsstichtag wurde der
31. Dezember 2020 gewählt. Sowohl die jeweiligen Aufsichtsräte als auch die jeweiligen Hauptversammlungen haben ihre Zustimmung zur
Verschmelzung erteilt. Mit Bescheid vom 10. August 2021 wurde diese auch durch die FMA als zuständige Aufsichtsbehörde bewilligt. Die
Verschmelzung wurde mit der Eintragung im Firmenbuch am 28. August 2021 rechtswirksam.
Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Steiermark) für das Geschäftsjahr 2021 mit den Vorjahresvergleichs-
zahlen 2020 wurde gemäß EU-Verordnung (EG) Nr.1606/2002 in Verbindung mit § 245a UGB (Unternehmensgesetzbuch) und § 59a BWG
(Bankwesengesetz) erstellt. Es wurden alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und von der EU über-
nommenen, für den Konzernabschluss verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen
des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt. Der Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen des § 245a UGB und des
§ 59a BWG über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen.
Anwendung geänderter bzw. neuer Standards sowie Interpretationen
Folgende Standards und Interpretationen sowie deren Änderungen, die für die Geschäftstätigkeit des RLB Steiermark Konzerns relevant sind,
traten mit 1. Jänner 2021 bzw. 1. April 2021 in Kraft:
Standard/
Interpretation Bezeichnung
Anzuwenden für
Geschäftsjahre
beginnend ab
Von der EU
bereits
übernommen
Änderungen IFRS 4
A
ufschub der Anwendung von IFRS 9 1.1.2021 Ja
Änderungen IFRS 9,
IAS 39, IFRS 7,
IFRS 4 und IFRS 16
Zweite Phase der Reform der
Referenzzinssätze 1.1.2021 Ja
Änderungen IFRS 16
Verlängerung der Berücksichtigung von auf die Coronavirus-
Pandemie bezogenen Mietkonzessionen
1.4.2021 Ja
Änderungen IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 sowie IFRS 16 – Zweite Phase der Reform der Referenzzinssätze
Mit der Verabschiedung der EU-Benchmark-Verordnung am 30. Juni 2016 und deren Inkrafttreten zum 1. Jänner 2018 wurde der Grund-
stein zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Rahmenwerks für Referenzwerte gelegt. Die Zielsetzung der Aufsichtsbehörden und
Zentralbanken liegt dabei in der Verbesserung von Referenzzinssätzen bzw. Benchmarks (IBORs: Interbank Offered Rates). Verwendete
Referenzwerte sollen demnach robust, zuverlässig, repräsentativ, zweckmäßig und nicht manipulierbar sein. Seit dem 1. Jänner 2022 dür-
fen nur noch Referenzwerte, welche über diese Eigenschaften verfügen, eingesetzt werden. Dementsprechend werden im Zuge der
IBOR-Reform die existierenden Referenzzinssätze durch alternative risikofreie Zinssätze ersetzt. In der Eurozone wird die Berechnungsme-
thode des EURIBOR reformiert und der EONIA (Euro Over Night Index Average) durch den €STR (Euro Short Term Rate) ersetzt. Im Bereich
der LIBOR-Zinssätze (London Interbank Offered Rate) kam es bzw. wird es zu einer Ablöse von USD-, CHF-, GBP- und JPY-LIBOR durch
alternative Zinssätze kommen. Der vom ICE Benchmark Administrator veröffentlichte LIBOR-Referenzsatz wurde in Folge der Verlautbarung
der für den LIBOR zuständigen britischen Regulierungsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) für CHF mit 31. Dezember 2021 einge-
stellt, jener für den USD mit Zinsperioden 1, 3, 6 und 12 Monaten wird mit 30. Juni 2023 eingestellt. Für den JPY LIBOR und den GBP LI-
BOR hat die britische FCA bekanntgegeben, dass sie den Administrator des LIBOR verpflichten wird, den Referenzwert mindestens ein
Jahr lang unter Verwendung einer alternativen, synthetischen Methode zu veröffentlichen.
Zur Festlegung gesetzlicher Ersatzreferenzwerte auf europäischer Ebene wurden am 22. Oktober 2021 im Amtsblatt der EU neue Durchfüh-
rungsverordnungen über die Bestimmungen zu den Ersatzzinssätzen für bestimmte Anwendungen des CHF LIBOR und für den Referenz-
wert Euro Overnight Index Average veröffentlicht.
175
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die Durchführungsverordnung (EU) 2021/1847 zum gesetzlichen Ersatzzinssatz des CHF-LIBOR sieht vor, dass der CHF-LIBOR durch den
SARON als gesetzlicher Nachfolge-Referenzwert ab dem 1. Jänner 2022 ersetzt wird. Auf europäischer Ebene wurde somit für alle Ver-
träge, welche den 1M / 3M / 6M oder 12M-CHF-LIBOR als Referenzwert heranziehen, eine gesetzliche Ersatzregelung geschaffen. Die Ver-
ordnung gilt seit dem 1. Jänner 2022. Mit der Durchführungsverordnung (EU) 2021/1848 zum gesetzlichen Ersatzzinssatz des EONIA
wurde dieser durch die von der Europäischen Zentralbank veröffentlichte Euro Short-Term Rate (€STR) ersetzt. Die Verordnung gilt seit dem
3. Jänner 2022.
Ob es auch gesetzliche Regelungen für die Ersatzreferenzwerte SOFR (Secured Overnight Financing Rate für USD), SONIA (Sterling Over-
night Index Average für GBP) und TORF (Tokyo Term Risk-free Rate für JPY) geben wird, bleibt abzuwarten.
Aufgrund der Bedeutung dieser Referenzwerte werden in der RLB Steiermark die regulatorischen Entwicklungen intensiv beobachtet, um
einen reibungslosen Übergang auf die neuen risikofreien Zinssätze zu ermöglichen. Im Rahmen eines im Konzern koordinierten Projekts
wurden mögliche Auswirkungen analysiert und erforderliche Anpassungen von Verträgen, Systemen und Prozessen definiert. Unsere Sys-
teme (hinsichtlich Wertpapiere, Verzinsung von Einlagen und Krediten, Derivate) wurden in der Zwischenzeit beinahe vollständig an die
neuen Referenzzinssätze angepasst. Für bestehende JPY-LIBOR-Verträge wird vorübergehend der synthetische LIBOR anstelle der TORF
zur Anwendung kommen.
Die folgende Tabelle stellt das zum 31.12.2021 LIBOR-gebundene Volumen nach Bilanzposten dar:
In TEUR CHF-LIBOR JPY-LIBOR CZK-LIBOR USD-LIBOR
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte – AC 123.424 4.205 0 16.565
Forderungen Kreditinstitute 1.307 0 0 0
Forderungen Kunden 122.117 4.205 0 14.817
Schuldverschreibungen 0 0 0 1.748
Positive Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
0 0 714 0
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC 0 0 0 15.240
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 0 0 0 14.506
Verbindlichkeiten Kunden 0 0 0 734
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT 0 0 660 0
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 0 0 660 0
Die Änderungen der zweiten Phase der Reform der Referenzzinssätze ergänzen die Vorgaben der ersten Phase des Projekts und sollen die
bilanzierenden Unternehmen darin unterstützen, nützliche Informationen bei den Umstellungen im Zusammenhang mit der IBOR-Reform
zur Verfügung zu stellen. Unter anderem ist es möglich, bei Änderungen der vertraglichen Cash Flows anstatt der Ausbuchung oder Anpas-
sung des Buchwerts des Finanzinstruments eine Anpassung des Effektivzinssatzes vorzunehmen, um die Änderung des alternativen Refe-
renzzinssatzes widerzuspiegeln. Des Weiteren ist es im Hinblick auf die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften unter gewissen Vorausset-
zungen nicht erforderlich, eine für Zwecke des Hedge Accounting designierte Sicherungsbeziehung aufgrund von Anpassungen, die durch
die IBOR-Reform ausgelöst werden, zu beenden.
Im Konzern kommt Fair Value Hedge Accounting (Mikro Fair Value und Portfolio Fair Value Hedges) zur Absicherung von Zinsrisiken zur
Anwendung. Die Sicherungsgeschäfte und Grundgeschäfte lauten vorwiegend auf Euro. Andere Währungen können als unwesentlich ein-
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STEIERMARK 2021
gestuft werden. Nahezu alle Zinsderivate haben auf der variablen Seite den Euribor als zu Grunde liegenden Indikator, wobei hier die meis-
ten auf den 3-Monats-Satz referenzieren. Andere Indikatoren haben eine untergeordnete Bedeutung. Da der Euribor bereits reformiert
wurde, entspricht der Referenzwert bereits den Regelungen der EU-Benchmark-Verordnung.
Änderungen IFRS 16
Die Änderungen betreffen die Verlängerung der praktischen Erleichterung im Zusammenhang mit Mietkonzessionen, welche aufgrund der
COVID-19 Pandemie gewährt wurden und ermöglichen es dem Leasingnehmer unter bestimmten Voraussetzungen, die Mietkonzessionen
direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen und nicht als Modifikation nach IFRS 16 zu behandeln. Mietnachlässe sind als ne-
gative variable Rate zu bilanzieren und Stundungen reduzieren die Verbindlichkeit bei Zahlung. Im RLB Steiermark Konzern werden keine
Mietkonzessionen in Anspruch genommen, womit sich somit keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.
Herausgegebene, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards sowie Interpretationen:
Standard/
Interpretation Bezeichnung
Anzuwenden für
Geschäftsjahre
beginnend ab
Von der EU
bereits
übernommen
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 1.1.2016 Nein*
Änderungen IFRS 3,
IAS 16, IAS 37,
Improvements IFRS
(2018-2020)
Diverse Änderungen zu den angeführten Standards, sowie den
jährlichen Verbesserungen (Zyklus 2018-2020)
1.1.2022 Ja
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2023 Ja
Änderungen IAS 1
und IFRS
Leitliniendokument 2
A
ngaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1.2023 Ja
Änderungen IAS 8 Definition von Schätzungen 1.1.2023 Ja
Änderungen IAS 1
Klassifizierung von kurzfristigen oder langfristigen
Verbindlichkeiten
1.1.2023 Nein
Änderungen IAS 12
A
usnahme der "initial recognition exemption" für Transaktionen, in
denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch
steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen
1.1.2023 Nein
Änderungen IFRS 17 Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 1.1.2023 Nein
*) Die EU wird diesen „Zwischenstandard“ nicht übernehmen, sondern wartet auf den finalen Standard.
Jährliche Verbesserung an IFRS – Zyklus 2018-2020 sowie sonstige Änderungen
Die Änderungen betreffen die folgenden Standards:
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse – Die Änderungen betreffen einen Verweis in IFRS 3 auf das neue Rahmenkonzept. Die Re-
geln für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen werden inhaltlich nicht geändert.
IAS 16 Sachanlagen – Die Änderungen stellen klar, dass Einnahmen, aber auch Kosten aus dem Verkauf von Gegenständen, die ver-
kauft wurden, während der Vermögenswert für den beabsichtigten Gebrauch vorbereitet wurde, im Gewinn oder Verlust zu berücksichti-
gen und nicht Teil der Anschaffungskosten sind.
IAS 37 – Die Änderungen umfassen eine Definition, welche Kosten bei der Beurteilung, ob ein Vertrag verlustbringend ist, einzubeziehen
sind.
Jährliche Verbesserungen Zyklus 2018-2020 – Die jährlichen Verbesserungen führen zu geringfügigen Änderungen an IFRS 1 Erstmalige
Anwendung der International Financial Reporting Standards, IFRS 9 Finanzinstrumente, IAS 41 Landwirtschaft und den erläuternden
Beispielen zu IFRS 16 Leasingverhältnisse.
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Änderungen zu IAS 1 und IFRS-Leitliniendokument 2
Die Änderungen sollen eine Klärung der Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig darstellen und sollen den Ersteller eines Jahres-
abschlusses bei der Entscheidung unterstützen, welche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden er im Abschluss angibt.
Änderungen zu IAS 8
Die Änderungen konkretisieren die Abgrenzung von Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu Schätzungsänderungen.
Änderungen zu IAS 12
Auf Grund der Änderung an IAS 12 gilt die „initial recognition exemption“ nicht mehr für solche Transaktionen, in denen beim erstmaligen An-
satz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen, auch wenn die sonstigen bisher schon gültigen
Voraussetzungen erfüllt sind. Es handelt sich somit um eine Rückausnahme von der „initial recognition exemption“ für klar definierte Fälle.
Aus der Anwendung der noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards werden keine relevanten Auswirkungen auf künftige Abschlüsse
erwartet.
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Konzerneinheitliche Bilanzierung
Die Grundlage für den Konzernabschluss bilden die auf Basis konzerneinheitlicher Standards und die nach IFRS-Bestimmungen erstellten
Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen. Die vollkonsolidierten Gesellschaften sowie das einzige at equity bilanzierte Unter-
nehmen erstellen Jahresabschlüsse per 31. Dezember – mit Ausnahme von zwei Tochtergesellschaften, die mit Stichtag 30. September
einbezogen werden. Für die Auswirkungen bedeutender Geschäftsvorfälle und anderer Ereignisse, die zwischen diesen abweichenden Stich-
tagen und dem 31. Dezember eingetreten sind, werden entsprechende Berichtigungen vorgenommen.
Unternehmenserwerbe
Im Zuge der Kapitalkonsolidierung werden sämtliche identifizierbare Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des
Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 neu bewertet. Die Gegenleistung wird mit dem
Nettovermögen verrechnet. Daraus resultierende aktive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert und unterliegen einem jährli-
chen Impairment-Test. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.
Derzeit bestehen keine aktivierten Firmenwerte im RLB Steiermark Konzern. Entstehen im Rahmen der Erstkonsolidierung passive Unter-
schiedsbeträge, werden diese nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze sofort erfolgswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten
werden als Aufwand erfasst. Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern, die zu keiner Veränderung des Kontrolltatbestands
führen, werden ausschließlich direkt im Eigenkapital abgebildet.
Konsolidierungsmethoden
Die im Rahmen der Vollkonsolidierung durchgeführten Konsolidierungsschritte umfassen die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsoli-
dierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die Zwischengewinneliminierung.
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Unternehmen des Vollkonsolidierungskreises
miteinander aufgerechnet. Konzernintern entstandene Aufwendungen und Erträge werden im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung
saldiert. Zwischengewinne werden dann eliminiert, wenn sie für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Tochterunternehmen
Im Vollkonsolidierungskreis des RLB Steiermark Konzerns sind Tochterunternehmen enthalten, wenn Beherrschung nach IFRS 10.6 vor-
liegt. Dementsprechend beherrscht ein Mutterunternehmen ein Beteiligungsunternehmen dann, wenn die RLB Steiermark aufgrund ihres
Engagements bei dem Unternehmen variablen wirtschaftlichen Erfolgen ausgesetzt ist oder Rechte daran hat und die Möglichkeit besitzt,
diese wirtschaftlichen Erfolge durch ihre Bestimmungsmacht über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Bestimmungs-
macht ergibt sich aufgrund von bestehenden Rechten, die Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens, die den wirtschaftlichen Erfolg
signifikant beeinflussen, zu bestimmen.
Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und Anteile
an assoziierten Unternehmen, die nicht nach der at equity-Methode zu erfassen waren, werden als Finanzinstrumente behandelt und zum
beizulegenden Zeitwert bewertet.
BILANZIERUNGS- UND
BEWERTUNGSMETHODEN
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Anteile an assoziierten Unternehmen
Unternehmen, auf die die RLB Steiermark einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der at equity-Methode bilanziert und in der Bi-
lanzposition „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“ ausgewiesen. Dies betrifft zum Berichtsstichtag ausschließlich die Beteiligung
an der Raiffeisen Bank International AG, Wien (RBI). In der Regel besteht ein maßgeblicher Einfluss bei einem Anteilsbesitz zwischen 20 %
und 50 %. Bei einer Beteiligungsquote von weniger als 20 % wird gemäß IAS 28.5 vermutet, dass der Anteilseigner keinen maßgeblichen
Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Unternehmens ausüben kann, es sei denn, dass der maßgebliche Einfluss eindeutig nach-
gewiesen werden kann. Die RLB Steiermark ist zum Berichtsstichtag mit 9,95 % an der RBI beteiligt, besitzt aber maßgeblichen Einfluss, da
sie per 31. Dezember 2021 mit Generaldirektor MMag. Schaller den ersten Vizepräsidenten im Aufsichtsrat der RBI stellt und damit über
Einfluss auf wesentliche Entscheidungsprozesse der Geschäfts- und Finanzpolitik der RBI verfügt.
Bei Anwendung der at equity-Methode ist anhand der Bestimmungen des IAS 28.41A bis 28.41C zu beurteilen, ob objektive Hinweise auf
eine mögliche Wertminderung hindeuten. Liegen solche Hinweise vor, wird der Buchwert einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) nach
IAS 28 i. V. m. IAS 36 unterzogen. Dabei wird der gesamte Buchwert des Anteils gemäß IAS 36 als ein einziger Vermögenswert auf Wert-
minderung geprüft, indem sein erzielbarer Betrag (der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegenden Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten) mit dem Buchwert verglichen wird. Bei Vorliegen von Anzeichen, dass die Wertminderung weggefallen ist, sind die
Anteile auf eine mögliche Wertaufholung zu überprüfen. Da die nach der at equity-Methode bewerteten Anteile als gesonderte Vermögens-
werte bilanziert werden, ist eine Wertaufholung möglich, sofern die Kriterien des IAS 36 erfüllt sind. Der über die Gewinn-und-Verlust-Rech-
nung zu buchende Wertaufholungsbetrag ist mit dem nach der at equity-Methode fortgeschriebenen Buchwert der Anteile begrenzt, der
sich ohne Wertminderung ergeben hätte. Dieser Betrag stellt die maximale Wertobergrenze dar.
Der Ausweis von Wertminderungen/Wertaufholungen erfolgt wie der Ausweis der anteiligen Jahresergebnisse in der Gewinn-und-Verlust-
Rechnung in der Position „Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen“.
Bei der at equity Bilanzierung werden die gleichen Regeln bei Erwerb von Anteilen an einem assoziierten Unternehmen (Erstkonsolidie-
rungszeitpunkt, Berechnung eines Unterschiedsbetrags) wie bei Erwerb einer Tochtergesellschaft angewendet.
Entwicklung Konsolidierungskreis
Die Anzahl der vollkonsolidierten sowie der at equity bilanzierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
Vollkonsolidierung* Equity-Bilanzierung
2021 2020 2021 2020
Stand 1.1. 28 28 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 1 0 0 0
Veränderung durch Verschmelzungen im Berichtsjahr -1 0 0 0
Im Berichtsjahr entkonsolidiert -3 0 0 0
Stand 31.12. 25 28 1 1
* inkl. Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (Mutterunternehmen)
Die per 31. Dezember 2020 noch im Vollkonsolidierungskreis enthaltenen strukturierten Unternehmen (Spezialfonds) DASAA, EURAN und
GLAN wurden im ersten Quartal 2021 veräußert und entkonsolidiert. Wie bereits angeführt, wurde die Landes-Hypothekenbank Steiermark
AG im zweiten Halbjahr 2021 rechtswirksam auf die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG verschmolzen. Das neu gegründete Unterneh-
men Pittacus Beteiligungs GmbH wurde im Geschäftsjahr erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.
Eine detaillierte Aufstellung über die vollkonsolidierten Unternehmen und der nach der at equity-Methode bilanzierten Unternehmen ist der
Beteiligungsübersicht in der Anlage zu entnehmen.
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Währungsumrechnung
Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die nicht auf Euro lauten,
werden zu den EZB-Referenzkursen zum Bilanzstichtag umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet sind, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Anschaffung in Euro umgerechnet.
Nicht monetäre Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit dem aktuellen Wechselkurs am Bilanzstich-
tag in Euro umgerechnet. Die Bewertung von Devisentermingeschäften erfolgt mit den aktuellen, für die Restlaufzeit gültigen Terminkursen.
Aufwendungen und Erträge werden zum jeweiligen Zeitpunkt ihres Entstehens mit den aktuellen Tageskursen sofort in die Bilanzwährung
umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen von monetären Posten werden grundsätzlich im Aufwand oder Ertrag jener Periode er-
fasst, in der sie entstanden sind.
Wird ein Gewinn oder Verlust aus einem nicht monetären Posten direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst, werden die Wechselkursdifferenzen
(Gewinn oder Verlust) zum Bilanzstichtag ebenfalls im Sonstigen Ergebnis dargestellt. Umgekehrt werden Währungsumrechnungsdifferen-
zen im Aufwand oder Ertrag ausgewiesen, wenn Gewinne und Verluste von nicht monetären Posten in der in der Gewinn-und-Verlust-Rech-
nung erfasst werden.
Klassifizierung von Finanzinstrumenten
Ein Finanzinstrument ist gemäß IAS 32.11 ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermö-
genswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.
Gemäß IFRS 9 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich derivativer Finanzinstrumente in der Bilanz zu erfas-
sen, und zwar ab jenem Zeitpunkt, ab dem der Konzern Vertragspartei der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird und infol-
gedessen das Recht auf Empfang oder die rechtliche Verpflichtung zur Zahlung von flüssigen Mitteln hat. Die Bilanzierung von Finanzinstru-
menten erfolgt grundsätzlich zum Handelstag.
Klassifizierung von Fremdkapitalinstrumenten
Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten (Schuldinstrumenten) nach IFRS 9 richtet sich nach den Eigenschaften der vertragli-
chen Zahlungsströme sowie den Grundsätzen des Geschäftsmodells, nach welchem die finanziellen Vermögenswerte gesteuert werden.
Fremdkapitalinstrumente sind nach IFRS 9 einem von drei Geschäftsmodellen zuzuordnen:
Geschäftsmodell „Halten“
Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“
Geschäftsmodell „Sonstiges“
Für Fremdkapitalinstrumente, welche dem Geschäftsmodell „Halten“ bzw. „Halten und Verkaufen“ zugeordnet sind, sind nach IFRS 9 die
SPPI-Kriterien (solely payments of principal and interest) zu überprüfen. Bei der Beurteilung ist „principal“ (Kapital) als der Fair Value des
finanziellen Vermögenswertes bei Erstkategorisierung und „interest“ (Zins) als das Entgelt für den Zeitwert des Geldes, das das Ausfallrisiko
sowie andere Risiken (z. B. Liquiditätsrisiko) und Kosten (z. B. Verwaltungskosten), die mit dem Halten des Vermögenswertes verbunden
sind, beinhaltet, zu verstehen. Eingebettete Derivate, bei denen das Grundgeschäft ein unter den Anwendungsbereich des IFRS 9 fallender
Vermögenswert ist, sind nicht mehr zu trennen. Stattdessen wird das gesamte hybride Finanzinstrument der Klassifizierung unterzogen.
Die Vermögenswerte werden je nach Geschäftsmodell, Ausprägung (SPPI-Kriterium) sowie der Ausübung einer möglichen Widmungsent-
scheidung (Fair Value Option zur Vermeidung bzw. Verringerung eines „accounting mismatch“) entweder als „erfolgswirksam zum beizule-
genden Zeitwert bewertet“, als „zum Fair Value über das OCI bewertet“ oder als „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ klassifiziert.
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sämtliche der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Das Finanzinstrument ist einem Geschäftsmodell
zugeordnet, dessen Zielsetzung das Halten des Finanzinstruments zur Vereinnah-
mung vertraglicher Cash Flows ist,
die vertraglichen Cash Flows des Finanzinstruments stellen ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapi-
talbetrag (= SPPI-Kriterium) dar und
die Fair Value Option wurde nicht ausgeübt.
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Ein Fremdkapitalinstrument ist der Bewertungskategorie „Fair Value über das OCI“ (FVOCI) zuzuordnen, wenn
das Finanzinstrument einem Geschäftsmodell zugeordnet ist, dessen Zielsetzung sowohl durch das Halten der Finanzinstrumente
zur Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme als auch durch die Veräußerung von Finanzinstrumenten zur Realisierung von Ge-
winnen erreicht wird und
die vertraglichen Zahlungsströme des Finanzinstruments ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapital-
betrag darstellen (=SPPI-Kriterium) und
die Fair Value Option nicht ausgeübt wurde.
Andernfalls wird das Finanzinstrument der Bewertungskategorie „Fair Value über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung“ (FVPL-M) zugeordnet.
Überprüfung der Geschäftsmodelle
Im RLB Steiermark Konzern erfolgt die Steuerung der Geschäftsmodelle auf Ebene der in der Segmentberichterstattung definierten Seg-
mente, da auf dieser Ebene Informationen an die Geschäftsleitung zur Verfügung gestellt werden. Weitere Untergliederungen in Subport-
folien werden bei Bedarf vorgenommen.
Zur Bestimmung des jeweiligen Geschäftsmodells werden die folgenden Faktoren berücksichtigt:
Art und Weise wie die Performance des Geschäftsmodells und der darin gehaltenen Finanzinstrumente gemessen und an die Ge-
schäftsleitung berichtet wird.
Risiken, die die Performance des Geschäftsmodells beeinflussen und wie diese gesteuert werden.
Ausgestaltung der Investitions- bzw. Anlagerichtlinien für das Portfolio.
Geschäftsmodell „Halten“ (hold to collect)
Das Ziel des Geschäftsmodells „Halten“ besteht darin, finanzielle Vermögenswerte bis zum Ende der Laufzeit zu halten, um vertragliche
Cash Flows zu vereinnahmen. Obwohl die Zielsetzung auf das Halten von Finanzinstrumenten zur Vereinnahmung der vertraglichen Cash
Flows gerichtet ist, müssen nicht alle darin zugeordnete Finanzinstrumente bis zur Endfälligkeit gehalten werden.
Einzelne Verkäufe aus einem solchen Geschäftsmodell können stattfinden und stehen für den RLB Steiermark Konzern im Einklang mit dem
Geschäftsmodell, wenn sie aus den folgenden Gründen erfolgen:
Die Verkäufe resultieren aus einer Erhöhung des Kreditrisikos des Vermögenswertes.
Die Verkäufe erfolgen zur Steuerung der Risikokonzentration und die Anzahl solcher Verkäufe ist gering (auch wenn ihr Wert erheblich
ist) oder ihr Wert ist sowohl einzeln als auch kumuliert unerheblich (auch wenn häufige Verkäufe stattfinden).
Die Verkäufe erfolgen kurz vor Fälligkeit des finanziellen Vermögenswertes und der Verkaufserlös entspricht im Wesentlichen den
noch fälligen Zahlungen.
Für die Beurteilung von unschädlichen Verkäufen („Nichtaufgriffsgrenze“) wurde im RLB Steiermark Konzern ein Schwellenwert von bis zu
3 % als unschädlich definiert. Betrachtungsgrößen sind Volumen, Anzahl und Ergebnisauswirkung. In diesem Schwellenwert werden nur
schädliche Verkäufe berücksichtigt.
Eine Erhöhung der Häufigkeit oder des Werts von Verkäufen in einer Periode widerspricht gemäß IFRS 9.B4.1.3B nicht unbedingt einer Ziel-
setzung des Haltens finanzieller Vermögenswerte, wenn ein Unternehmen die Gründe für diese Verkäufe erklären und nachweisen kann,
warum diese Verkäufe keine Änderung im Geschäftsmodell des Unternehmens widerspiegeln. Ein solcher Rechtfertigungsgrund liegt bei-
spielsweise dann vor, wenn die Verkäufe im Zusammenhang mit wesentlichen Restrukturierungen oder Unternehmenserwerben stehen.
Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“ (hold and sell)
Das Ziel des Geschäftsmodells besteht darin, sowohl Finanzinstrumente zu halten, um vertragliche Cash Flows zu vereinnahmen, als
auch Finanzinstrumente zu verkaufen. Verkäufe kommen hier mehr als selten vor und sind – im Gegensatz zum Geschäftsmodell „Hal-
ten“ – integraler Bestandteil des Geschäftsmodells.
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Geschäftsmodell „Sonstiges“
Finanzielle Vermögenswerte, die
mit dem Ziel verwaltet werden, Cash Flows durch den Verkauf der Vermögenswerte zu realisieren,
auf Fair Value Basis gesteuert werden und deren Performance auf Fair Value Basis gemessen wird, oder
die zu Handelszwecken gehalten werden,
werden diesem Geschäftsmodell zugeordnet und erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Überprüfung der SPPI-Kriterien
Die Klassifizierung eines Finanzinstrumentes in die Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ bzw. in die Kategorie „zum
Fair Value über das OCI bewertet“ setzt voraus, dass die vertraglichen Cash Flows des Finanzinstruments ausschließlich Tilgungs- und
Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen (= SPPI-Kriterium) und das Finanzinstrument entweder dem Geschäftsmo-
dell „Halten“ oder „Halten und Verkaufen“ zugeordnet ist.
Eine entsprechende Beurteilung erfolgt zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes der finanziellen Vermögenswerte für jedes Instrument.
Werden die Konditionen substanziell verändert und unterscheidet sich das Finanzinstrument wesentlich von seinen ursprünglichen Ausprä-
gungen, dann ist es auszubuchen („derecognition“) und neu einzubuchen sowie anhand der neuen Vertragsbestimmungen zu beurteilen,
ob die SPPI-Kriterien erfüllt sind.
Bei der Überprüfung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind, berücksichtigt der RLB Steier-
mark Konzern die vertraglichen Ausstattungsmerkmale des finanziellen Vermögenswertes. Da sich vertragliche Zinszahlungen im Zeitablauf
ändern können, sind in der Beurteilung diese möglichen zukünftigen Auswirkungen zu berücksichtigen und zu überprüfen, ob die vertragli-
chen Cash Flows, die während der gesamten Vertragslaufzeit anfallen können, das SPPI-Kriterium erfüllen.
In diese Beurteilung werden Vertragsbedingungen wie ein variabler Zinssatz, Vorfälligkeitsregelungen, die mögliche vorzeitige Rückzahlung
des Schuldinstruments sowie Verlängerungsoptionen einbezogen.
Benchmarktest
Stimmt die Laufzeit des Zinssatzes nicht mit der Zinsperiode überein, liegt eine Modifikation der Zinskomponente „Zeitwert des Geldes“ vor.
In einem solchen Fall ist vorgesehen, dass ein Benchmarktest durchgeführt wird. Benchmarktest bedeutet, dass die vertraglichen Zinszah-
lungen des ausgegebenen Instruments mit jenen des Benchmarkinstruments verglichen werden.
Eine Modifikation des Zeitwerts des Geldes liegt vor, wenn der Zinssatz eines finanziellen Vermögenswertes periodisch neu festgesetzt wird,
die Frequenz des Neufestsetzens aber nicht zur Laufzeit des Zinssatzes passt oder periodisch neu auf einen Durchschnitt bestimmter kurz-
und langfristiger Zinssätze festgesetzt wird.
Die Beurteilung auf Basis eines Benchmarktests stellt kein Rechnungslegungswahlrecht dar. Für die folgenden vertraglichen Ausstattungs-
merkmale, die den Zeitwert des Geldes unter Umständen modifizieren können, wird ein Benchmarktest durchgeführt:
Laufzeitinkongruenz bei der Verzinsung
Zinsgleitklauseln
Prior Fixing
Durchschnittszinssätze
Basket Rates
Leverage Klausel
Fair Value Option auf finanzielle Vermögenswerte
Bei der erstmaligen Erfassung eines Fremdkapitalinstruments, das sich für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum
Fair Value über das OCI qualifizieren würde, kann eine Designation in die Kategorie „at fair value through profit or loss“ vorgenommen wer-
den, wenn dadurch Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz (sog. "accounting mismatch") beseitigt oder erheblich verringert
werden. Dieses Wahlrecht kann nur bei erstmaliger Erfassung eines Fremdkapitalinstruments ausgeübt werden und ist unwiderruflich. Der-
zeit gibt es keinen Anwendungsfall im RLB Steiermark Konzern.
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Klassifizierung von Eigenkapitalinstrumenten
Eigenkapitalinstrumente sind zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. IFRS 9 sieht für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu
Handelszwecken gehalten werden, ein Wahlrecht vor, diese beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich in die Kategorie FVOCI (Fair Value über
das OCI) zu designieren und damit sämtliche Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral über das OCI zu erfassen
(„OCI-Wahlrecht“). Das Wahlrecht kann für jedes Eigenkapitalinstrument unterschiedlich ausgeübt werden. Erfolgsneutral im Eigenkapital
erfasste Bewertungsergebnisse von Eigenkapitalinstrumenten dürfen später nicht mehr in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst wer-
den (auch nicht bei Ausbuchung der Finanzinvestition).
Klassifizierung finanzieller Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Davon ausgenommen
sind u.a. finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden (einschließlich Derivate) sowie finanzielle Verbindlichkeiten,
die bei erstmaliger Erfassung im Rahmen der Fair Value Option (FVO) designiert werden. Diese werden im Rahmen der Folgebewertung
zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Für finanzielle Verbindlichkeiten, welche zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden, ist der Ausweis der Fair Value Änderungen, welche
durch Änderungen des eigenen Kreditrisikos entstehen, im Sonstigen Ergebnis (OCI) vorzunehmen, sofern dies nicht zu einer Bilanzie-
rungsinkongruenz in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung führt. Die verbleibende Wertänderung des beizulegenden Zeitwerts wird im Gewinn
oder Verlust dargestellt. Wertänderungen aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Handelsbeständen werden zur Gänze in der Gewinn-
und-Verlust-Rechnung ausgewiesen.
Fair Value Option auf finanzielle Verbindlichkeiten
Eine finanzielle Verbindlichkeit kann gemäß IFRS 9 beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich in die Kategorie „at fair value through profit or
loss“ designiert werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz („accounting mismatch“) werden beseitigt oder erheblich verringert. Ein „ac-
counting mismatch“ kann entstehen, wenn die Bewertung von Vermögenswerten/Verbindlichkeiten oder die Erfassung von Bewer-
tungsergebnissen auf unterschiedlicher Grundlage erfolgt.
Eine Gruppe von finanziellen Verbindlichkeiten oder finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird gemäß einer dokumen-
tierten Risikomanagement- oder Anlagestrategie gesteuert, ihre Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwerts beurteilt und
intern an das Management in Schlüsselpositionen berichtet.
Es handelt sich um einen Vertrag, der ein oder mehrere eingebettete Derivate enthält, wobei der Basisvertrag kein finanzieller Vermö-
gensgegenstand im Anwendungsbereich von IFRS 9 ist. Trifft das zu, kann der gesamte hybride Vertrag zum beizulegenden Zeitwert
über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung bewertet werden. Davon ausgenommen sind Fälle, in denen das eingebettete Derivat die
vertraglichen Cash Flows nur unwesentlich verändert oder mit nur geringem Analyseaufwand ersichtlich ist, dass eine Trennung des
eingebetteten Derivats unzulässig ist.
Eingebettete Derivate
IFRS 9 regelt die Bilanzierung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind (Embedded Derivatives). Enthält ein hybrider
Vertrag einen Basisvertrag, bei dem es sich nicht um einen Vermögenswert innerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9 handelt, ist das
eingebettete Derivat vom Basisvertrag zu trennen und nach Maßgabe des IFRS 9 zu bilanzieren. Bei allen anderen Finanzinstrumenten, wel-
che unter den Anwendungsbereich des IFRS 9 fallen, scheidet eine Aufteilung eines strukturierten Produktes aus. Dem derivativen Element
wird im Rahmen der Klassifizierung Rechnung getragen. Sind die SPPI-Kriterien erfüllt, wird das Gesamtinstrument entsprechend dem Ge-
schäftsmodell bilanziert.
Finanzgarantien und unwiderrufliche Kreditzusagen
Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer
für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen ursprünglichen oder geänderten Verpflichtungen aus
einem Schuldinstrument nicht fristgemäß nachkommt. Die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie wird erfasst, sobald der Garantiegeber
Vertragspartei wird, d. h. im Zeitpunkt der Annahme des Garantieangebots. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value im Erfassungszeit-
punkt, wobei dieser in der Regel der bei Vertragsabschluss erhaltenen Zahlung entspricht. Gibt es keine derartige Zahlung, beträgt der Fair
Value bei Vertragsabschluss Null. Im Rahmen der Folgebewertung erfolgt die Prüfung hinsichtlich der Bildung einer Wertminderung.
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Als unwiderrufliche Kreditzusagen sind solche Verpflichtungen auszuweisen, aus welchen ein Kreditrisiko entstehen kann. Sowohl Finanz-
garantien als auch unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen den Impairment-Regelungen des IFRS 9 und etwaige Wertminderungen sind
unter den Rückstellungen auszuweisen.
Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)
Im RLB Steiermark Konzern wird die Änderung des beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Grundgeschäftes, welche auf ein bestimm-
tes Risiko zurückgeführt werden kann (z. B. Zins- oder Währungsrisiko), grundsätzlich durch ein gegenläufiges Sicherungsgeschäft abgesi-
chert. Durch die bilanzielle Abbildung als Mikro Fair Value Hedge können einseitige Auswirkungen in Zusammenhang mit wirtschaftlich
abgesicherten Risiken auf das Ergebnis vermieden werden. Seit 1. Jänner 2018 wendet der RLB Steiermark Konzern die neuen Hedge
Accounting-Regelungen des IFRS 9 auf diese Sachverhalte an.
Weiters werden im RLB Steiermark Konzern die Regelungen des Portfolio Fair Value Hedge Accounting gemäß den EU-Carve-out Regelun-
gen zu IAS 39 angewendet. Dadurch ist es möglich, das Vorgehen des internen Risikomanagements bei der Bankbuchsteuerung auf Port-
foliobasis im Konzernabschluss entsprechend abzubilden.
Detaillierte Angaben zum Hedge Accounting finden sich in Note 36 des Abschlusses.
Wertminderungen
Die Regelungen zur Wertminderung basieren unter IFRS 9 auf einem Expected Credit Loss-Modell (ECL-Modell). Grundprinzip des ECL-Mo-
dells ist die Darstellung des Verlaufs einer Verschlechterung oder Verbesserung der Kreditqualität eines Finanzinstruments. Dabei ist grund-
sätzlich bereits beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten eine Risikovorsorge auf Basis der zu diesem Zeitpunkt bestehen-
den Erwartungen potenzieller Kreditausfälle vorgesehen.
Diese Regelungen gelten für finanzielle Vermögenswerte der Kategorien „zum Fair Value über das OCI bewertet“ (FVOCI) und „zu fortgeführ-
ten Anschaffungskosten bewertet“ (AC), für Forderungen aus Leasingverhältnissen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aktive
Vertragsposten gemäß IFRS 15 sowie für außerbilanzielle Geschäfte (Haftungen und Garantien sowie Kreditrisiken).
Unter dem Impairment-Modell des IFRS 9 sind bei finanziellen Vermögenswerten, die am Stichtag ein geringes Kreditrisiko aufweisen bzw.
sich das Kreditrisiko seit Zugang nicht signifikant erhöht hat, Wertminderungen für Kreditausfälle, die innerhalb der nächsten zwölf Monate
entstehen können (Stage 1), vorgesehen. Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen sich das Kreditrisiko seit Entstehung oder Kauf signifi-
kant erhöht hat, der Vermögenswert jedoch noch keine beeinträchtigte Bonität aufweist (Stage 2) sowie für finanzielle Vermögenswerte mit
beeinträchtigter Bonität (Stage 3) erfordert IFRS 9 die Bildung von Vorsorgen für Kreditausfälle, die über die restliche Laufzeit eines Vermö-
genswerts auftreten können. Dies wird als „Lifetime Expected Loss“ bezeichnet.
Die Stagezuordnung ist zu jedem Bilanzstichtag zu überprüfen. Befindet sich ein finanzieller Vermögenswert zum Bilanzstichtag in Stage 2
oder 3 und liegen die Gründe für den ursprünglichen Stagetransfer zum aktuellen Stichtag nicht mehr vor, erfolgt ein Rücktransfer in Stage 1
oder 2. Finanzielle Vermögenswerte, die bereits bei Erstansatz eine beeinträchtigte Bonität aufweisen, unterliegen einer speziellen Wertminde-
rungs-Logik und sind vom Stagetransfer ausgenommen.
Erwartete Kreditverluste
Die Höhe der erwarteten Kreditverluste von Instrumenten der Stages 1 und 2 basiert auf Risikoparametern („Probability of Default“ (PD),
„Loss Given Default“ (LGD) und „Exposure at Default“ (EAD)), die mittels statistischer Verfahren aus historischen Ausfallswahrscheinlichkeiten
und Verlustquoten unter Berücksichtigung von makroökonomischen Prognosewerten für die Zukunft (PiT-Parameter) ermittelt werden. Der
Stagetransfer wird sowohl aus qualitativen als auch quantitativen Faktoren abgeleitet.
Die Berechnung der erwarteten Kreditausfälle erfordert die Anwendung rechnungslegungsrelevanter Schätzungen und Ermessensentschei-
dungen des Managements, darunter:
Festlegung der Kriterien für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos,
Auswahl geeigneter Modelle und Annahmen für die Berechnung erwarteter Kreditverluste,
Bestimmung der Anzahl und relativen Gewichtung zukunftsbezogener Szenarien und die damit verbundenen erwarteten Kreditver-
luste und Bestimmung von Portfolien ähnlicher finanzieller Vermögenswerte zum Zweck der Berechnung erwarteter Kreditverluste.
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Signifikante Erhöhung des Kreditrisikos
Das Kreditrisiko ergibt sich aus möglichen finanziellen Verlusten, die durch den Ausfall von Kunden oder Kontrahenten bzw. durch Bonitäts-
verschlechterung der Geschäftspartner sowie durch nicht werthaltige Sicherheiten (Restrisiko aus kreditrisikomindernden Techniken) entste-
hen. Kreditrisiken ergeben sich im RLB Steiermark Konzern hauptsächlich aus Kommerzkunden- und Privatkundenkrediten sowie im Rahmen
solcher Kreditgeschäfte bestehenden Kreditzusagen und Finanzgarantien (z. B. Bürgschaften, Akkreditive) und Interbankenforderungen.
Im RLB Steiermark Konzern wird die Erhöhung des Kreditrisikos als signifikant gesehen, wenn eines oder mehrere der folgenden quantitati-
ven oder qualitativen Kriterien erfüllt ist bzw. sind:
Quantitative Kriterien
Die quantitativen Kriterien sind die vorwiegenden Kenngrößen zur Beurteilung, ob eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos erfolgte.
Diese basieren auf einer Analyse der zukunftsorientierten PD-Kurve. Für die quantitative Einstufung wird die PD-Kurve über die Gesamtlauf-
zeit zum Zeitpunkt des Geschäftsbeginns ab dem Bewertungszeitpunkt mit der zukunftsorientierten PD-Kurve über die Restlaufzeit zum
Bewertungszeitpunkt verglichen. Das Ausmaß der Verbesserung oder Verschlechterung hängt vom anfänglichen Rating und damit von der
anfänglichen PD-Kurve ab. Im Allgemeinen wird bei einem relativen Anstieg der kumulierten PD um mehr als 100 % und einem absoluten
Anstieg pro Jahr (bezogen auf die Restlaufzeit) von mehr als 0,5 Prozentpunkten von einem signifikanten Anstieg des Kreditrisikos ausge-
gangen. Die Grenzen für den signifikanten Anstieg werden tourlich validiert.
Qualitative Kriterien
Zusätzlich zu den quantitativen Kriterien werden zur Beurteilung, ob ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos stattgefunden hat, qualitative
Kriterien herangezogen. Im RLB Steiermark Konzern kommt hierzu das Frühwarnverfahren zur Anwendung. So werden alle Geschäfte, wel-
che im Frühwarnsystem mit „Watchlist“ gekennzeichnet sind, der Stage 2 zugeordnet. Weiters stellen Forbearance Maßnahmen ein qualitati-
ves Kriterium für den Anstieg des Kreditrisikos dar. Darüber hinaus wird eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos bei einem Finanzinstru-
ment angenommen, wenn der Kreditnehmer mit seinen vertraglichen Zahlungen mehr als 30 Tage überfällig ist. Die RLB Steiermark wendet
diese qualitativen Kriterien für die Beurteilung eines signifikanten Kreditrisikoanstiegs grundsätzlich unverändert, wie vor der COVID-19 Pan-
demie, an. Forderungen gegenüber Kreditnehmern, die unter das gesetzliche Moratorium oder unter das österreichische Moratorium ohne
Gesetzesform (privates Moratorium) fallen, lösen keine automatische Einstufung als forborne und somit keinen Stufentransfer aus (siehe dazu
insbesondere das Kapitel „Forbearance“).
Definition der Begriffe „Ausfallereignis“ und „Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität“
Zur Beurteilung, ob eine beeinträchtigte Bonität vorliegt und sich der finanzielle Vermögenswert somit im Ausfall befindet, werden im RLB
Steiermark Konzern als Indikatoren z. B. signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten/Kreditnehmers, Überfälligkeit von Zins-
und/oder Tilgungszahlungen, 90-Tage-Zahlungsverzug oder Zugeständnisse an den Kreditnehmer aufgrund finanzieller Schwierigkeiten
herangezogen. Da sowohl die Anforderungen der CRR als auch jene nach IFRS auf durch finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners ent-
standene Verluste aus Zahlungsausfällen abzielen, erfolgte bei der Festlegung der Trigger-Events im Rahmen der Impairment-Policy eine
Harmonisierung der Kriterienkataloge. Die qualitativen Kriterien werden unverändert wie vor der COVID-19 Pandemie angewendet. Aller-
dings kann sich insbesondere vor dem Hintergrund von COVID-19 die Einstufung einer Forderung als ausgefallen trotz des Nichtvorliegens
eines 90-Tage-Zahlungsverzugs im Rahmen einer Einzelfallbetrachtung ergeben.
Liegt ein Finanzinstrument mit beeinträchtigter Bonität vor, wird das Finanzinstrument in die Stage 3 transferiert. Im Hinblick auf die Ermittlung
von Wertminderungen für Instrumente der Stage 3 unterscheidet der RLB Steiermark Konzern zwischen signifikanten und nicht signifikanten
Forderungen. Die Trennung der signifikanten und nicht signifikanten Forderungen erfolgt anhand der sogenannten Signifikanzgrenze, welche
aus Vorgaben der Geschäftspolitik, des Risikomanagements sowie aus (Kredit-)Prozessvorgaben abgeleitet wurde. Die Signifikanzgrenze
beträgt für den RLB Steiermark Konzern 1 Million EUR. Die Beurteilung erfolgt auf Basis der Gruppe verbundener Kunden („GvK“). Bei signifi-
kanten Forderungen der Stage 3 erfolgt die Ermittlung der Wertminderung durch Schätzung und Abzinsung der zukünftigen, erwarteten Cash
Flows (Discounted Cash Flow Methode, „DCF-Methode“). Die erwarteten Cash Flows werden für mehrere wahrscheinlichkeitsgewichtete
Szenarien durch Expertenschätzung ermittelt und umfassen erwartete Zins- und Tilgungszahlungen, Erlöse im Rahmen der Sicherheit
enver-
wertung, Ausnützungen bzw. Ziehungen von Rahmen sowie Verwertungskosten als negative Cash Flows. Für nicht signifikante Forderungen
wird eine parameterbasierte Risikovorsorge (pauschalierte Einzelwertberichtigung) gebildet.
Ein Ausfallereignis liegt bei einem finanziellen Vermögenswert dann nicht mehr vor, wenn die im RLB Steiermark Konzern definierten Kriterien
über einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens einem Jahr eingehalten werden.
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Erläuterungen der Inputfaktoren, Annahmen und Schätzungen
Die Höhe der zu bildenden Wertminderung hängt davon ab, inwieweit sich die Kreditqualität seit dem erstmaligen Ansatz verändert hat. Die
Berechnung erfolgt entweder auf Basis einer 12-Monats- (für alle Geschäfte in Stage 1) oder einer Gesamtrestlaufzeitbetrachtung (für alle
Geschäfte in Stage 2). Der erwartete Kreditverlust ist das diskontierte Produkt aus dem Kreditbetrag bzw. der Höhe des nicht ausgenutzten
Rahmens oder des Haftungsbetrags (EAD), der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), der Verlustquote bei Ausfall (LGD) und dem Diskontierungs-
faktor. Sowohl bei der Ermittlung des 12-Monats-ECL als auch beim Lifetime-ECL sind zukunftsbezogene wirtschaftliche Informationen zu
berücksichtigen.
Die Ermittlung der Wertminderung für außerbilanzielle Geschäfte erfolgt analog zur Ermittlung von bilanziellen Geschäften. Bei nicht ausge-
nützten Kreditrahmen wird hier allerdings typischerweise die Wahrscheinlichkeit der Ziehung des außerbilanziellen Geschäfts in Form eines
sogenannten Credit Conversion Factors berücksichtigt. Bei den übrigen außerbilanziellen Geschäften (Garantien, Haftungen) werden Höhe
und Zeitpunkt der Zahlungsmittelabflüsse aus der Inanspruchnahme geschätzt.
Die verwendeten Lifetime-PDs setzen sich aus einer Through-the-Cycle (TTC) und der makroökonomisch adjustierten Point-in-Time (PiT)
Komponente zusammen. Die TTC-Komponente wird auf Basis quartalsweiser, historischer Rating-Migrationen mittels eines zeithomogenen,
stetigen Markov-Ansatzes je Portfolio ermittelt. Die PiT-Adjustierung erfolgt auf Basis des Asset-based Ansatzes nach Perederiy. Hierbei
werden unter Berücksichtigung der historischen, quartalsweisen Ausfallsraten implizite, systematische Faktoren auf Basis von makroökono-
mischen Faktoren prognostiziert (z. B. Wachstum des Bruttoinlandsprodukts).
Für die Lifetime-LGD Komponente wird zwischen besichertem und unbesichertem LGD unterschieden. Für den besicherten LGD werden
Erlösquoten, Gesundungsraten und prognostizierte Sicherheitenwertentwicklungen in der Bewertung berücksichtigt. Der unbesicherte LGD
wird auf Basis von Zahlungsströmen ausgefallener Assets, welche nicht aus Sicherheiten stammen, ermittelt.
Für den Lifetime Credit Conversion Factor (CCF) werden die realisierten CCFs je Segment ermittelt und segment- und produktspezifisch
zum Einsatz gebracht.
Der EAD stellt die erwartete Kreditinanspruchnahme zum Zeitpunkt des Ausfalls dar. Der RLB Steiermark Konzern ermittelt diesen Wert aus
dem aktuell aushaftenden Betrag zuzüglich möglicher vereinbarter Änderungen inklusive Amortisationen und Vorauszahlungen.
Der Diskontierungsfaktor entspricht grundsätzlich dem verwendeten Effektivzinssatz.
Zukunftsbezogene Informationen
Für die Beurteilung der signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos und die Berechnung der erwarteten Kreditverluste werden auch zukunfts-
bezogene Informationen berücksichtigt. Der RLB Steiermark Konzern hat dazu historische Analysen durchgeführt und ökonomische
Schlüsselfaktoren identifiziert, die sich auf das Kreditrisiko und die erwarteten Kreditverluste für jedes Portfolio auswirken.
Die ökonomischen Schlüsselfaktoren (u. a. BIP, Arbeitslosenrate, privater Konsum, Inflationsrate) werden tourlich aktualisiert. Ihre Auswir-
kungen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit, die Verlustquote bei Ausfall und den Kreditbetrag zum Zeitpunkt des Ausfalls unterscheiden sich
je nach Art des Portfolios. Diese wurden mithilfe statistischer Regressionen bestimmt, um daraus die historischen Auswirkungen der Ände-
rungen dieser Parameter auf die Ausfallraten und die Komponenten der Verlustquote bei Ausfall sowie des Kreditbetrags zum Zeitpunkt des
Ausfalls zu erkennen. Die validierten Daten (Schlüsselfaktoren) werden laufend von Moody‘s Analytics zur Verfügung gestellt und fließen in
die tourliche Schätzung mit ein.
Zusätzlich zum ökonomischen Basisszenario wird auch ein Optimistic-Case- sowie ein Pessimistic-Case-Szenario samt Szenario-Gewichtun-
gen berücksichtigt. Die Szenarien sowie die Szenario-Gewichtungen werden von Moody‘s Analytics zur Verfügung gestellt. Dabei wird die
Bandbreite möglicher Ergebnisse berücksichtigt, die für jedes ausgewählte Szenario charakteristisch ist. Zur Bestimmung der wahrscheinlich-
keitsgewichteten erwarteten Kreditverluste werden die einzelnen Szenarien mit der angemessenen Szenario-Gewichtung multipliziert.
Den einzelnen Szenarien werden unverändert zum Vergleichsstichtag folgende Gewichtungen zugeteilt:
Basisszenario 40 Prozent
Optimistic-Case 30 Prozent
Pessimistic-Case 30 Prozent
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Wie alle ökonomischen Vorhersagen unterliegen auch die hier beschriebenen Prognosen und Eintrittswahrscheinlichkeiten einer hohen
inhärenten Unsicherheit. Die tatsächlichen Ergebnisse können somit von den prognostizierten Werten abweichen. Der RLB Steiermark Kon-
zern sieht diese Prognosen jedoch als die bestmögliche Schätzung der künftigen Ergebnisse an.
COVID-19 Pandemie
Durch die COVID-19 Pandemie und die daraus resultierenden staatlichen Hilfsmaßnahmen wurden die erwarteten Auswirkungen der Krise bis
dato noch nicht realisiert. Durch den neuerlichen Anstieg des COVID-Infektionsgeschehens, dem daraus resultierenden Lockdown und die
neue COVID-Variante Omikron ist eine realistische Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung der Kreditnehmer wieder zunehmend unsi-
cherer geworden. Eine bis vor Kurzem erwartete Verbesserung der Situation wird derzeit nicht mehr als sicher angesehen, weshalb die seit
31. Dezember 2020 verwendete konservative COVID-Schätzung auch für den 31. Dezember 2021 unverändert fortgeführt wird.
Die für die PiT-Parameterschätzung wesentlichen makroökonomischen Faktoren zeigen für den Prognosezeitraum (2022 und Folgejahre) zum
Teil eine deutliche Verbesserung und eilen damit der Erwartung der Kreditrisikoentwicklung deutlich voraus (=zeitlicher Gap). Aus diesem
Grund hat sich der RLB Steiermark Konzern dazu entschieden, weiterhin die makroökonomischen Faktoren seit Beginn der Pandemie in die
PiT-Parameterschätzung miteinfließen zu lassen und aufgrund des oben genannten zeitlichen Gaps als Ausgangspunkt der Prognose den
30. Juni 2020 anzunehmen. Durch diese Vorgangsweise werden die schlechten Wirtschaftsdaten vom Beginn der COVID-19 Pandemie auch
für die aktuelle PiT-Parameterschätzung berücksichtigt und es wird dem zeitlichen Gap zwischen Wirtschaftserholung und (aufgrund der
staatlichen Hilfsmaßnahmen) erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erwartenden wirtschaftlichen Problemen der Kreditnehmer Rechnung ge-
tragen.
Auch die FMA weist darauf hin, dass es angesichts der andauernden Pandemie und der verschiedenen Maßnahmen, die gesetzt wurden, um
deren negative wirtschaftliche Effekte abzufedern, essenziell ist, dass Kreditinstitute ihre Kreditrisiken korrekt identifizieren und messen. Um
eine adäquate Abbildung der Risikovorsorgen zu gewährleisten, wurde zum Bilanzstichtag ein sogenanntes Post Model Adjustment (PMA)
durchgeführt. Für die Umsetzung des PMA wurden Teilportfolien (Branchen) definiert, die von der COVID-19 Pandemie und den daraus resul-
tierenden Maßnahmen als besonders betroffen eingestuft werden.
Basis für die Herleitung der Branchenbetroffenheit sind das Kundenkreditgeschäft der Raiffeisenbankengruppe Steiermark inkl. des RLB Stei-
ermark Konzerns, sämtliche in Anspruch genommenen COVID-19 Hilfsmaßnahmen (u. a. gesetzliche und private sowie freiwillige Stundun-
gen, Überbrückungskredite, etc.) je Branche sowie externe Studien in Bezug auf COVID-19 Betroffenheit der einzelnen Branchen. Aufgrund
dieser Herleitung werden die Branchen als gering, mittel oder stark von COVID-19 betroffen bzw. als nicht betroffen eingestuft. Bei den in der
Analyse eruierten Branchen handelt es sich um jene Wirtschaftszweige, die durch eine Verschärfung der Situation in der Pandemie am stärks-
ten betroffen sind. Insbesondere haben Lockdowns bzw. weitere Einschränkungen direkte und indirekte Auswirkungen auf die wirtschaftliche
Situation der Unternehmen dieser Branchen. Gestützt wird diese Einstufung vor allem von den Entwicklungen, die im ersten Jahr der
Corona-Krise beobachtet wurden. Da derzeit jedoch noch kein Anstieg an Ausfällen erkennbar ist und auch bei den Kunden die aktuelle Situ-
ation laufend durch das Rating wiedergegeben wird, ist davon auszugehen, dass Kunden mit sehr gutem Rating auch in Zukunft ein geringes
Risiko aufweisen werden. Daher werden, abweichend von der bisherigen Vorgangsweise, Kunden mit sehr gutem Rating in gering betroffe-
nen Branchen, nicht mehr in das PMA einbezogen. Für Kunden in betroffenen Branchen mit schlechterem Rating besteht das Risiko, dass
nach Auslaufen von staatlichen Unterstützungen auch Nachholeffekte bei Insolvenzen zu verzeichnen sein werden. Aufgrund der Situation,
dass Privatkunden monatlich gescort werden und trotz Auslaufen diverser Stundungsmaßnahmen das Portfolio in diesem Segment stabil
geblieben ist, werden die Privatkunden beim PMA nicht berücksichtigt.
Bei allen Geschäften, die aufgrund der festgelegten Kriterien in das PMA einbezogen wurden, wird davon ausgegangen, dass ein erhöhtes
Kreditrisiko besteht, weshalb diese von Stage 1 nach Stage 2 transferiert wurden.
Validierung
Die Risikoparameter, die bei der Berechnung der erwarteten Kreditverluste zum Einsatz kommen, berücksichtigen die am Berichtsstichtag
verfügbaren Informationen über vergangene Ereignisse sowie gegenwärtige Bedingungen und Prognosen über künftige wirtschaftliche
Entwicklungen. Alle Modelle zur Schätzung der Risikoparameter werden tourlich einer Validierung und einem Backtesting unterzogen und
gegebenenfalls angepasst bzw. weiterentwickelt. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass andere makroökonomische Faktoren in die
Modelle Eingang finden, um weiterhin die Güte des Modells zu gewährleisten.
Die Modelle für die Parameterschätzung des aktuellen Stichtags mussten keiner Änderung bzw. Anpassung unterzogen werden und sind
gegenüber dem Jahresabschluss vom 31. Dezember 2020 unverändert.
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Die im Rahmen der staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen (und von dritter Seite) eingeräumten Garantien und Sicherheiten wurden bei der
Bemessung der erwarteten Kreditverluste entsprechend berücksichtigt. Die von den Kreditnehmern in Anspruch genommenen Moratorien
hatten, wie in den EBA-Leitlinien definiert, keine automatische Verschiebung von Stage 1 nach Stage 2 zur Folge. Es wurden weiterhin indi-
viduelle Einschätzungen getroffen, ob Veränderungen zu einer Klassifizierung als Forbearance bzw. signifikanten Erhöhung des Kreditrisi-
kos oder zu einem Ausfall führen.
Bedingt durch die Charakteristika des jeweiligen Portfolios können die Risikoparameter, die in die Berechnung des ECL einfließen, von den
Risikoparametern, die bei der Berechnung des ökonomischen Kapitalerfordernisses verwendet werden, abweichen.
Vereinfachender Ansatz („Simplified Approach“)
IFRS 9 bietet im Rahmen des ECL-Modells die Möglichkeit zur Anwendung des sogenannten „Simplified Approach“. Dabei werden be-
stimmte Instrumente direkt der Stage 2 zugeordnet und die Wertminderung bis zu deren Abgang in Höhe des über die Laufzeit erwarteten
Kreditverlustes (Lifetime Expected Credit Loss) bemessen. Die Anwendung des vereinfachten Ansatzes ist nur für Forderungen aus Liefe-
rungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente sowie für vertragliche Vermögenswerte im Sinne von IFRS 15 und For-
derungen aus Leasingverhältnissen zulässig. Das Wahlrecht kann je Kategorie unterschiedlich ausgeübt werden.
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Der RLB Steiermark Konzern nimmt dieses Wahlrecht in Anspruch und ordnet Forderungen aus Leasingverhältnissen direkt der Stage 2 zu.
Diese Erleichterung ist auf sämtliche Leasingforderungen anzuwenden, kann aber auf Forderungen aus Finanzierungsleasing und aus
Operating-Leasingverhältnissen getrennt angewandt werden.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Im RLB Steiermark Konzern wird zur Bestimmung des ECL für Lieferforderungen mit signifikanter Finanzierungskomponente der verein-
fachte Ansatz angewandt. Aufgrund der Wertberichtigungshistorie bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich daraus
jedoch keine Wertminderung.
Vertragliche Vermögenswerte gemäß IFRS 15
Derzeit bestehen keine Vermögenswerte, die in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen.
Low Credit Risk Exemption
Wie bereits dargestellt, ist im Rahmen des ECL-Modells grundsätzlich zu jedem Abschlussstichtag zu beurteilen, ob sich das Ausfallrisiko
eines Finanzinstruments seit dem Zeitpunkt des Erstansatzes signifikant erhöht hat. Zur Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Kre-
ditrisikos seit dem Erstansatz besteht vereinfachend die Möglichkeit zur Anwendung der sog. „Low Credit Risk Exemption“, welche grund-
sätzlich auf Einzelvertragsbasis angewendet werden kann.
Diese Erleichterungsbestimmung kann nur für solche Finanzinstrumente angewendet werden, deren Kreditrisiko am Bilanzstichtag als nied-
rig eingestuft wird. Das Kreditrisiko ist dann als niedrig einzustufen, wenn:
das Ausfallrisiko vernachlässigbar ist,
der Kreditnehmer in der Lage ist, seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen,
negative Veränderungen der Wirtschafts- und Geschäftsbedingungen, die Rückzahlungsfähigkeit des Kreditnehmers nicht beein-
trächtigen.
Die „Low Credit Risk Exemption“ wird im RLB Steiermark Konzern für Wertpapiere mit Ratingeinstufungen „Investment Grade“ in Anspruch
genommen.
Modifikationen
Der Begriff „Modifikation“ umfasst sämtliche Vertragsanpassungen, die zu einer Änderung der vertraglichen Zahlungsströme führen, unab-
hängig davon, ob diese aus einer Neuverhandlung oder einer anderweitigen Änderung resultieren. Insbesondere sind damit auch vertragli-
che Änderungen ohne finanzielle Schwierigkeiten – abweichend vom Begriff „Forbearance“ – umfasst. Eine Beurteilung hat somit unabhän-
gig davon zu erfolgen, ob eine bonitätsinduzierte oder marktinduzierte Modifikation vorgenommen wurde.
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Modifizierte Vermögenswerte sind Vermögenswerte, deren vertragliche Zahlungsströme nachträglich geändert wurden und deren Änderung
nicht zur Ausbuchung geführt hat (nicht substanzielle Modifikation). Änderungen reduzieren bzw. erhöhen hierbei direkt den Bruttobuchwert.
Zahlungsmoratorien (sowohl gesetzliche Moratorien als auch nicht gesetzliche COVID-19 Stundungen) stellen vertragliche Änderungen
bzw. eine Modifikation im Sinne des IFRS 9 dar, welche in der Regel zu einer Anpassung des Bruttobuchwerts führen.
Handelt es sich um bonitätsinduzierte Vertragsanpassungen, das sind nachträgliche vertragliche Änderungen die gleichzeitig auch eine
Forbearance Maßnahme darstellen, werden die Änderungen in der GuV-Position „Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte“ ge-
zeigt, bei marktinduzierten Vertragsanpassungen erfolgt ein Ausweis im Zinsergebnis.
Führt eine Vertragsanpassung zu einer substanziellen Änderung der Vertragsbedingungen, kommt es zur Ausbuchung des Vermögenswerts
und Einbuchung als neuer Vermögenswert zum Fair Value. Die Differenz zwischen Buchwert und Fair Value wird ergebniswirksam als Ab-
gangsergebnis in der GuV-Position „Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten“ erfasst.
Die Beurteilung, ob eine substanzielle Modifikation eines finanziellen Vermögenswerts vorliegt, kann in Analogie zur Beurteilung der Ausbu-
chung finanzieller Verbindlichkeiten erfolgen. Eine substanzielle Änderung liegt im RLB Steiermark Konzern vor, wenn sich der abgezinste
Barwert der Cash Flows unter den neuen Bedingungen bei Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes um größer/gleich 10 Prozent
von dem abgezinsten Barwert der verbleibenden Cash Flows des ursprünglichen finanziellen Vermögenswerts unterscheidet. Eine substanzi-
elle Änderung liegt unabhängig vom Barwerttest im Falle eines Schuldnerwechsels oder bei Änderung der Vertragswährung vor, sofern die
Möglichkeit eines Währungswechsels nicht bereits im ursprünglichen Kreditvertrag vereinbart ist. Führt die Vertragsanpassung dazu, dass
das SPPI-Kriterium abweichend zur ursprünglichen Klassifizierung beurteilt wird (z. B. SPPI erfüllt bei Ausgabe und SPPI nicht mehr erfüllt
nach Vertragsanpassung oder vice versa), stellt dies ebenfalls eine substanzielle Änderung der Vertragsbedingungen dar.
Forbearance
Unter Forbearance Maßnahmen sind Zugeständnisse zu verstehen, die der Kreditgeber dem Kreditnehmer aus wirtschaftlichen oder rechtli-
chen Gründen in Zusammenhang mit finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers macht, ansonsten aber nicht gewähren würde. Da-
runter fallen Anpassungen der Verpflichtung im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarung wie z. B. Stundungsvereinbarungen für Til-
gungs- und/oder Zinszahlungen, sowie Zinsanpassungen bis hin zu Zinsfreistellungen oder Teilforderungsverzichten im Zuge von Restruk-
turierungen. Forbearance Maßnahmen stellen ein qualitatives Kriterium für den Anstieg des Kreditrisikos dar. Forderungen gegenüber Kredit-
nehmern, die unter ein Zahlungsmoratorium fallen, führen für sich genommen nicht automatisch zu einer Forbearance Einstufung und einem
Stufentransfer. Nicht jede Forbearance Maßnahme stellt automatisch eine Modifikation im Sinne des IFRS 9 dar.
Zahlungsmoratorien und sonstige Stundungen
Aufgrund der von COVID-19 verursachten Krise und Auswirkungen auf die Realwirtschaft wurden seitens der österreichischen Bundesregie-
rung zahlreiche Maßnahmen beschlossen, deren Umsetzung u. a. durch die österreichische Kreditwirtschaft erfolgt. Das österreichische
Moratorium für Verbraucher und Kleinstunternehmer nach dem 2. COVID-19 Justiz-Begleitgesetz (JuBG) sah zunächst eine dreimonatige
Stundung für diese Kundengruppen vor. Alle Zins- oder Tilgungsleistungen der Kredite an diese beiden Kundengruppen, welche vor dem
15. März 2020 abgeschlossen und zwischen dem 1. April und 30. Juni 2020 fällig wurden, waren mit Eintritt der Fälligkeit um drei Monate zu
stunden. Das Gesetz wurde in mehreren Novellen bis zum 31. Jänner 2021 verlängert, womit sich ein Höchststundungszeitraum von zehn
Monaten ergab. Mit Auslaufen des gesetzlichen Moratoriums per 31. Jänner 2021 erloschen die Ansprüche der Kunden auf gesetzliche
Stundungen von Rückzahlungs- und Zinsleistungen. Mit Urteil vom 22. Dezember 2021 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) judiziert, dass
bei Verbraucherkreditverträgen und Verträgen mit Kleinstunternehmern, die den Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19-JuBG unterlie-
gen, für den Zeitraum der gesetzlichen Stundung keine vertraglichen Sollzinsen verrechnet werden dürfen. Diesem Sachverhalt wurde im
vorliegenden Konzernabschluss durch Bildung einer Rückstellung Rechnung getragen.
Neben dem gesetzlichen Moratorium hatte sich ein wesentlicher Teil der österreichischen Kreditinstitute zusammengeschlossen, um ein
Moratorium ohne Gesetzesform entsprechend den Vorgaben der EBA zu entwickeln (privates Moratorium). Ziel dieses Moratoriums war die
Gleichstellung der Zahlungserleichterungen für Kunden, die nicht bereits vom gesetzlichen Moratorium erfasst wurden. Der Geltungszeit-
raum für das private Moratorium erstreckte sich vom 15. März 2020 bis längstens 31. März 2021, wobei ein Stundungszeitraum von höchs-
tens neun Monaten möglich war. Eine Antragstellung musste bis 31. August 2020 erfolgen.
Zusätzlich zu den EBA-konformen Zahlungsmoratorien (gesetzliches bzw. privates) bietet der RLB Steiermark Konzern jenen Kundinnen
und Kunden, die nicht von diesen Stützungsmaßnahmen umfasst waren, Stundungen in (ähnlicher) standardisierter Form an.
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Die europäische Bankenaufsicht hat am 2. April 2020 die Leitlinie zu gesetzlichen Moratorien und Moratorien ohne Gesetzesform für Darle-
henszahlungen vor dem Hintergrund der COVID-19 Krise (EBA/GL/2020/02) veröffentlicht. Nach Ansicht der EBA und FMA führen gesetzli-
che/private und nicht gesetzliche (sonstige) COVID-19 Moratorien nicht automatisch für sich genommen zu einer Forbearance Einstufung.
Demgemäß sind COVID-19 Stundungen nicht als Forbearance Maßnahme zu klassifizieren, wenn sie direkt aufgrund der COVID-19 Krise
gewährt wurden und sich auf geltendes nationales Gesetz oder auf eine branchen- oder sektorweite Privatinitiative stützen, die von den
Kreditinstituten vereinbart und weiträumig gleichartig angewandt werden. Vor diesem Hintergrund wurden Forderungen an Kreditnehmer,
die unter das gesetzliche oder private Moratorium fallen, zunächst nicht als forborne eingestuft. Die Erleichterung im Hinblick auf die Forbe-
arance-Einstufung gemäß der EBA-Leitlinie für gesetzliche und nicht gesetzliche (private) Maßnahmen ist zunächst mit 30. September 2020
ausgelaufen. Dementsprechend wurden seit dem 1. Oktober 2020 – trotz nachträglicher Erstreckung der Leitlinie durch die EBA bis
31. März 2021 – generell sämtliche ab diesem Datum beantragten Stundungen einer Forbearance-Einzelfallprüfung unterzogen. Im Bereich
der sonstigen COVID-19 Stundungen erfolgte ebenfalls eine standardisierte Einzelfallprüfung gemäß den internen Richtlinien.
Staatliche Garantien und COVID-19 Überbrückungsfinanzierungen
Neben den (mittlerweile ausgelaufenen) Moratorien gibt es in Österreich noch staatlich (teil)garantierte Überbrückungsfinanzierungen. Der
RLB Steiermark Konzern bietet seinen Bestandskundinnen und -kunden diese von der öffentlichen Hand angebotenen, staatlich (teil)garan-
tieren Überbrückungsfinanzierungen an. Diese Neufinanzierungen werden nur vergeben, wenn potenzielle Kreditnehmer die internen Vorga-
ben sowie die Garantieerfordernisse erfüllen, d. h., wenn zum relevanten Stichtag laut Förderstellen keine finanziellen Schwierigkeiten des
Kreditnehmers vorliegen.
Ein Überblick über die gewährten Maßnahmen findet sich im Risikobericht im Kapitel „COVID-19 bedingte Moratorien und Überbrückungsfi-
nanzierungen“.
Ausbuchung
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn das vertragliche Recht auf Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert
ausläuft oder das vertragliche Anrecht auf Bezug von Zahlungsströmen aus dem finanziellen Vermögenswert übertragen wird. Werden nicht
alle Risiken und Chancen übertragen, die Verfügungsmacht jedoch nicht behalten, ist der finanzielle Vermögenswert ebenfalls auszubu-
chen. Werden im Wesentlichen alle Risiken und Chancen zurückbehalten, wird der Vermögenswert weiterhin erfasst. Finanzielle Vermö-
genswerte sind darüber hinaus auszubuchen, wenn die Konditionen substanziell verändert wurden.
Die Ausbuchung einer Verbindlichkeit erfolgt zum Zeitpunkt der Tilgung. Eine Ausbuchung erfolgt ebenso, wenn die Vertragsbedingungen
verändert wurden und die geänderten Cash Flows substanziell von den ursprünglich vereinbarten Konditionen abweichen.
Ein sich aus der Ausbuchung ergebender Unterschiedsbetrag ist erfolgswirksam zu erfassen.
Abschreibungen
Ist nach angemessener Einschätzung nicht mehr davon auszugehen, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist,
so wird der Bruttobuchwert des Vermögenswertes direkt verringert. Gründe für eine Abschreibung können z. B. Forderungsnachlässe, der
Abschluss eines Insolvenzverfahrens oder erfolglose Exekutionsmaßnahmen sein. Eine Abschreibung stellt einen Ausbuchungsvorgang dar.
Grundsätzlich werden keine wesentlichen Rückläufe aus bereits abgeschriebenen Vermögenswerten erwartet. Dennoch unterliegen einzelne
Forderungen weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen, sodass Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen durchaus auftreten können.
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Klassen nach IFRS 7.6
Die nach IFRS 7.6 geforderten Klassen finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden im RLB Steiermark Konzern wie folgt
definiert:
Aktiva
Guthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben
Fremdkapitalinstrumente
Kredite und Forderungen
Schuldverschreibungen
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Eigenkapitalinstrumente
Derivate (positive Marktwerte)
Derivate (positive Marktwerte) – Hedge Accounting
Passiva
Einlagen / Aufgenommene Gelder
Verbriefte Verbindlichkeiten
Derivate (negative Marktwerte)
Derivate (negative Marktwerte) – Hedge Accounting
Außerbilanzielle Geschäfte (Haftungen, Bürgschaften, Garantien, Kreditzusagen)
Leasinggeschäfte
Der RLB Steiermark Konzern beurteilt zu Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Sind aus Sicht des
Leasingnehmers die Voraussetzungen des IFRS 16 erfüllt, so ist in der Bilanz ein Nutzungsrecht anzusetzen. Aus Sicht des Leasinggebers ist
zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasingverhältnissen zu unterschieden.
Der RLB Steiermark Konzern setzt als Nutzungsrechte insbesondere angemietete Bankstellen und KFZ-Leasingverträge an. Die Verträge
der angemieteten Bankstellen werden in der Regel auf unbestimmte Dauer abgeschlossen, weshalb hierbei die Laufzeit auf Basis der hin-
reichend sicher geschätzten Laufzeit seitens des Managements unter Berücksichtigung bestehender Mietereinbauten, angesetzt wird. Die
KFZ-Leasingverträge sind auf eine bestimmte Dauer abgeschlossen.
Die aktivierten Nutzungsrechte werden im RLB Steiermark Konzern als separate Bilanzposition, die Leasing-Verbindlichkeiten unter den
sonstigen Passiva ausgewiesen. Nutzungsrechte, welche die Definition von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfüllen, werden in
dieser – ebenfalls separaten – Bilanzposition ausgewiesen.
Für kurzfristige Leasingverträge, d. h. Leasingverträge deren Laufzeit ab dem Bereitstellungsdatum maximal zwölf Monate beträgt und die
keine Kaufoption enthalten, sowie für Leasingverträge, die als geringwertig eingestuft werden, wendet der RLB Steiermark Konzern die Aus-
nahmeregelungen gemäß IFRS 16.5 an. Demnach werden die Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhält-
nisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.
Bei Bestimmung der Leasing-Verbindlichkeit werden die zukünftigen Leasingzahlungen mit dem zugrundeliegenden Zinssatz abgezinst,
sofern dieser bestimmt werden kann. Im RLB Steiermark Konzern erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz, welcher dem
Konzern-Refinanzierungszinssatz (Geldkurs) aus dem jeweiligen Laufzeitband entspricht. Der Zinssatz setzt sich aus dem Referenzzinssatz,
dieser entspricht dem risikolosen Marktzinssatz, und den Liquiditätskosten zusammen. Sonstige Zu- und Abschläge bleiben mangels An-
wendbarkeit unberücksichtigt.
Im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie ergeben sich für den RLB Steiermark Konzern keine Auswirkungen auf bestehende Lea-
singverhältnisse.
Details zu Leasinggeschäften im RLB Steiermark Konzern finden sich in den Notes-Angaben 52 „Leasing aus Sicht des Leasinggeber“ sowie
53 „Leasing aus Sicht des Leasingnehmers“.
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STEIERMARK 2021
Vertragliche Vermögenswerte
IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden.
Vom Anwendungsbereich ausgeschlossen sind u. a. Leasingverhältnisse, die unter IFRS 16 Leasingverhältnisse fallen sowie Finanzinstru-
mente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, fallen. Dementsprechend werden im RLB Steier-
mark Konzern nur bestimmte Gebühren vom Anwendungsbereich dieses Standards erfasst. Da eine Vereinnahmung dieser Gebühren bei
Leistungserbringung und somit laufzeitkonform erfolgt, bestehen keine Vermögenswerte gemäß IFRS 15.
Pensionsgeschäfte
Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Vermögenswerte an einen Vertragspartner und vereinbart
gleichzeitig, diese an einem bestimmten Termin zu einem vereinbarten Kurs zurückzukaufen. Die Vermögenswerte verbleiben in der Bilanz
des Konzerns und werden nach den Regeln der jeweiligen Bewertungskategorie bewertet. Zugleich wird eine Verpflichtung in Höhe der
erhaltenen Zahlungen passiviert. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand ver-
bundenen Chancen und Risiken zurückbehalten werden. Für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte be-
stehen insofern die gleichen Chancen und Risiken wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte.
Wertpapierleihgeschäfte
Wertpapierleihgeschäfte werden analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften bilanziert. Dabei verbleiben verlie-
hene Wertpapiere weiterhin im Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des IFRS 9 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht
bilanziert und auch nicht bewertet.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Für förderbare Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen konnte eine sogenannte COVID-19 Investitionsprämie beantragt wer-
den. Die Förderung stellt einen nicht rückzahlbaren Zuschuss dar und kann gemäß IAS 20.24 als passivischer Abgrenzungsposten darge-
stellt oder als Abzug bei den Investitionen (Nettoausweis) bilanziert werden. Im RLB Steiermark Konzern werden die Zuwendungen als pas-
sivischer Abgrenzungsposten in der Bilanz ausgewiesen.
Die Erfassung als passivischer Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die Zuwendungen ge-
währt und die damit verbundenen Bedingungen erfüllt werden. Die Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über jenen Zeitraum erfasst,
über den die entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, verbucht werden. Der Ausweis erfolgt innerhalb der sonstigen
betrieblichen Erträge.
Ermessensausübung und Schätzungen
Die Erstellung eines IFRS-Konzernabschlusses erfordert Ermessensbeurteilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungs-
methoden sowie die Festlegung von Annahmen über zukünftige Entwicklungen durch das Management, die den Ansatz und den Wert von
Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen während der
Berichtsperiode wesentlich beeinflussen können.
Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, werden diese in Übereinstimmung mit
den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und – nach jeweils
aktuellem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die den Schätzungen zugrundeliegenden An-
nahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Änderungen von Schätzungen werden, sofern sie nur eine Periode betreffen, nur in
dieser berücksichtigt. Falls auch nachfolgende Berichtsperioden betroffen sind, werden die Änderungen in der aktuellen und den folgenden
Perioden berücksichtigt. Die wesentlichsten Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden nachfolgend dargestellt.
Wertminderung finanzieller Vermögenswerte
Die Regelungen zur Wertminderung basieren unter IFRS 9 auf einem Expected-Credit-Loss-Modell (ECL-Modell). Für die Ermittlung der erwar-
teten Kreditverluste für finanzielle Vermögenswerte der Kategorien AC und FVOCI, Leasingforderungen und außerbilanzielle Geschäfte (Haftun-
gen, Garantien, Kreditrisiken) sind rechnungslegungsrelevante, zukunftsbezogene Schätzungen seitens des Managements erforderlich. Dies
betrifft insbesondere die Parameter PD, LGD und EAD sowie Prognosen zur künftigen wirtschaftlichen Entwicklung. Da die Auswirkungen der
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
COVID-19 Pandemie über das angewendete ECL-Modell derzeit nicht ausreichend abgebildet werden können, wurde der ermittelte Wertminde-
rungsbetrag durch ein „Post Model Adjustment“ auf Basis von internen Betroffenheitsanalysen und externen Studien erhöht (siehe dazu im
Detail das Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Wertminderungen“).
Bei nicht signifikanten Kreditnehmern in Ausfall-Klassen wird eine auf statistischen Erfahrungswerten basierende pauschalierte Einzelwert-
berichtigung gebildet. Bei signifikanten Forderungen der Stage 3 erfolgt die Ermittlung der Risikovorsorge durch Schätzung erwarteter Cash-
flows unter Berücksichtigung wahrscheinlichkeitsgewichteter Szenarien sowie erwarteter Erlöse und Kosten aus der Verwertung von Sicherhei-
ten. Dieser Prozess erfordert ebenso Einschätzungen durch das Management.
Wie alle ökonomischen Vorhersagen unterliegen auch die im Rahmen des ECL-Modells angewendeten Prognosen und Eintrittswahrscheinlich-
keiten einer hohen inhärenten Unsicherheit. Die tatsächlichen Ergebnisse können somit von den prognostizierten Werten abweichen. Der RLB
Steiermark Konzern sieht diese Prognosen jedoch als die bestmögliche Schätzung der künftigen Ergebnisse an. Eine Darstellung der Aus-
wirkungen auf die kumulierten Wertminderungen unter bestimmten Annahmen bzw. in verschiedenen Szenarien ist dem Risikobericht, Kapi-
tel „Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen“, zu entnehmen.
Wertminderung/Wertaufholung von at equity bilanzierten Unternehmen
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen sind bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem
Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) zu unterziehen. Die Beurteilung, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, erfordert
Einschätzungen des Managements, welche sich im Zeitablauf in Abhängigkeit von zukünftigen Ereignissen, deren Eintritt unsicher ist, än-
dern können. Trotz einer signifikanten Erholung des Börsenkurses der RBI-Aktie zum Berichtsstichtag und einer maßgeblichen Ergebnisstei-
gerung der RBI-Gruppe wurde der Beteiligungsansatz an der RBI aufgrund der durch die geopolitische Krise in Russland/Ukraine ausge-
lösten Unsicherheit einem Impairment-Test unterzogen. Weitere Ausführungen zur Wertminderung sind der Note 20 „Anteile an at equity
bilanzierten Unternehmen“ zu entnehmen.
Fair Value von Finanzinstrumenten
Ist der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv, wird der Fair Value anhand einer Bewertungsmethode oder eines Preismodells ermittelt.
Generell werden für Bewertungsmethoden und -modelle Schätzungen herangezogen, deren Ausmaß von der Komplexität des Instruments
und der Verfügbarkeit marktbasierter Daten abhängt. Die Input-Parameter für diese Modelle werden so weit wie möglich von beobachtbaren
Marktdaten abgeleitet. Unter Umständen sind Bewertungsanpassungen notwendig, um weiteren Faktoren wie Modellrisiken, Liquiditätsrisiken
oder Kreditrisiken Rechnung zu tragen. Die Beschreibung der Bewertungsmodelle findet sich im Abschnitt „Erläuterungen zu Finanzinstru-
menten“ des Anhangs (Note 40 „Fair Value der Finanzinstrumente“ und Note 41 „Fair Value Hierarchie“).
Aktive latente Steuern
Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang ausgewiesen, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichend zu versteuernde
Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, mit denen die steuerlichen Verlustvorträge, Steuerguthaben oder steuerlich abzugsfähigen tem-
porären Differenzen verrechnet werden können. Diese Bewertung erfordert in maßgeblichem Umfang Beurteilungen und Einschätzungen
seitens des Managements. Das Management verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen In-
formationen über prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis genehmigter Budgets bzw. Business Pläne einschließlich einer Prüfung
der Vortragsfähigkeit steuerlicher Verlustvorträge. Die COVID-19 Krise hat keine Auswirkung auf die Verwertbarkeit der steuerlichen Verlust-
vorträge des RLB Steiermark Konzerns. Der Ausweis der latenten Steuern wird in der Erfolgsrechnung nicht gesondert vorgenommen. De-
tails sind im Gesamtergebnis und im Anhang unter Note 12 „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ sowie Note 32 „Laufende und latente
Ertragsteuerforderungen und -schulden“ dargestellt.
Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne
Die Kosten des leistungsorientierten Versorgungsplans werden mittels versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Die versicherungs-
mathematische Bewertung basiert auf Annahmen zu Diskontierungszinssätzen, erwarteten Renditen von Vermögenswerten, künftigen
Gehaltsentwicklungen, Sterblichkeit und künftigen Pensionserhöhungen. Annahmen und Schätzungen, die für die Berechnung langfristiger
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Personalverpflichtungen angewendet werden, sind im Abschnitt „Rückstellungen“ beschrieben. Quantitative Angaben zu langfristigen Per-
sonalrückstellungen finden sich unter Note 31 „Rückstellungen“.
Leasing
Grundlage für die Einstufung von Leasingverhältnissen als Leasinggeber ist der Umfang, in welchem die mit dem Eigentum eines Leasingge-
genstands verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber oder Leasingnehmer liegen. Dabei erfolgt eine Einschätzung der Wesent-
lichkeit der Risiken- und Chancenübertragung, die gegebenenfalls bei Vertragsänderungen abweichen kann und eine Anpassung erfordert.
Als Leasingnehmer hat der RLB Steiermark Konzern bei Vertragsbeginn zu beurteilen, ob ein Leasingverhältnis begründet wird, indem der
Vertrag dazu berechtigt, den Nutzen eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes über einen bestimmten Zeitraum
zu kontrollieren. Die Einschätzung der Laufzeiten der Leasingverhältnisse durch das Management bemessen sich an der unkündbaren
Grundlaufzeit unter Einbeziehung der voraussichtlichen Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswertes.
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Zinsüberschuss
Im Zinsüberschuss werden neben Zinserträgen und Zinsaufwendungen auch alle laufenden und einmaligen zinsähnlichen Erträge (Kredit-
gebühren u. ä.) und Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinsen und zinsähnlichen Erträge bzw. Aufwendungen werden periodengerecht er-
fasst und abgegrenzt.
Die Anwendung der Effektivzinsmethode ist zwingend nur für finanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorien AC und FVOCI vorgeschrie-
ben. In Bezug auf Finanzinstrumente der Kategorie FVPL kann die Effektivzinsmethode wahlweise freiwillig angewendet werden. Im RLB Steier-
mark Konzern wird die Effektivzinsmethode nur auf Bestände der Bewertungskategorien AC und FVOCI angewendet.
Unter den Zinserträgen werden Zinserträge aus Forderungen an Kreditinstituten und Kunden, aus Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie aus
derivativen Finanzinstrumenten und festverzinslichen sowie nicht festverzinslichen Wertpapieren, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet sind,
dargestellt.
Die Zinsen und zinsähnlichen Aufwendungen umfassen vor allem Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und Ergänzungs- und Nachrangkapital, für derivative Finanzinstrumente sowie Zinsaufwendungen
für Leasing-Verbindlichkeiten.
Zinsen aus derivativen Finanzinstrumenten betreffen insbesondere das Zinsergebnis aus Sicherungsinstrumenten, welche sich für das
Hedge Accounting im Sinne von IFRS 9 qualifizieren sowie das Zinsergebnis jener Sicherungsderivate, die im Rahmen der Fair Value Op-
tion (FVO) in einer Sicherungsbeziehung zu einem designierten Grundgeschäft stehen (Economic Hedges). Weiters wird hier die Verteilung
vergangener Basis Adjustments („Amortisierung line item“) von Grundgeschäften sowie die Amortisierung der Off-Market Komponente bei
einer late designation von derivativen Sicherungsgeschäften im Rahmen von Mikro und Portfolio Fair Value Hedges dargestellt.
Die Zinszahlungen aus Zinsswaps des Handelsbestands werden saldiert im Handelsergebnis dargestellt.
Negativzinsen für aktivische bzw. passivische Finanzinstrumente werden jeweils in einer gesonderten Position innerhalb der Zinsaufwen-
dungen bzw. der Zinserträge ausgewiesen.
Der Zinsüberschuss enthält zudem Gewinne und Verluste aus marktinduzierten Vertragsänderungen (Modifikationen) von Finanzinstrumenten.
Ab dem Geschäftsjahr 2020 erfolgt der Ausweis des Zinserfolgs („Dealsaldo“) von Zinssicherungsderivaten, welche im Rahmen des Hedge
Accounting gemäß IFRS 9 bzw. IAS 39.81A gewidmet sind, in jenem Posten, in welchem auch die Erfolge der Grundgeschäfte ausgewiesen
werden. Zieht das gesicherte Grundgeschäft Zinserträge (-aufwendungen) nach sich, werden die entsprechenden Beträge selbst dann als
Zinserträge (-aufwendungen) ausgewiesen, wenn sie negativ (positiv) sind. Bisher wurde ein positiver (negativer) Dealsaldo unabhängig
vom Grundgeschäft in den Zinserträgen (-aufwendungen) dargestellt.
Dividendenerträge
In der Position Dividendenerträge werden alle Erträge aus Aktien sowie Dividenden bzw. Ausschüttungen von nicht in den Vollkonsolidie-
rungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen ausgewiesen. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des
Rechtsanspruches erfasst.
GEWINN-UND-VERLUST-
RECHNUNG
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Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
In dieser Position wird das anteilige erfolgswirksame Ergebnis aus Anteilen an at equity bilanzierten Unternehmen gezeigt. Darüber hinaus
enthält dieser Posten Wertminderungen, Wertaufholungen sowie Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von at equity bilanzierten Un-
ternehmen.
Provisionsüberschuss
Der Provisionsüberschuss umfasst alle Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Bankdienstleistungen
entstehen. Erträge und Aufwendungen, die integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes sind, werden laufzeitkonform im Zinsergebnis ver-
einnahmt. Sonstige Erträge und Aufwendungen, insbesondere Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Kreditgeschäft,
Wertpapiergeschäft und aus dem Zahlungsverkehr, werden bei Leistungserbringung gemäß IFRS 15 vereinnahmt.
Provisionserträge und -aufwendungen, die aus Handelsaktivitäten resultieren, werden im Handelsergebnis ausgewiesen.
Ergebnis aus Hedge Accounting
In dieser Position werden Aufwendungen und Erträge aus Bewertungsänderungen von Grund- sowie Sicherungsgeschäften im Rahmen
des Mikro Fair Value Hedge Accounting und Portfolio Fair Value Hedge Accounting ausgewiesen.
Ist die Sicherungsbeziehung eines Portfolio Fair Value Hedges in einem Laufzeitband ineffektiv, wird in der aktuellen Periode keine Buch-
wertanpassung (Basis Adjustment) für das Grundgeschäft vorgenommen. Die Bewertungsergebnisse der korrespondierenden derivativen
Sicherungsgeschäfte werden in diesem Fall im Handelsergebnis ausgewiesen.
Handelsergebnis
Das Handelsergebnis umfasst sämtliche Ergebnisse aus Wertpapieren und Derivaten des Handelsbestands (inkl. freistehender Derivate) sowie
das Devisenergebnis. Neben den realisierten Ergebnissen und den Bewertungsergebnissen aus zum Fair Value bewerteten Handelsbe-
ständen werden hier auch die auf den Handelsbestand entfallenden Zinsergebnisse dargestellt. Weiters enthält diese Position die Ergeb-
nisse der nicht designierten Teilvolumina von Sicherungsderivaten im Rahmen des Portfolio Fair Value Hedge Accounting sowie das Ergeb-
nis jener Sicherungsderivate, welche auf ineffektive Laufzeitbänder entfallen.
Da im RLB Steiermark Konzern das Währungskursrisiko zentral gesteuert wird, werden auch alle Währungsumrechnungsdifferenzen im
Sinne des IAS 21.52(a) dem Handelsergebnis zugeordnet.
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)
Diese Position umfasst das Veräußerungs- und Bewertungsergebnis von designierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
sowie jener Derivate, die im Rahmen der Fair Value Option (FVO) genutzt werden. Zinsen aus diesen Derivaten werden im Zinsüberschuss
ausgewiesen. Die Fair Value Option wird auf finanzielle Vermögenswerte derzeit nicht angewandt.
Weiters wird in dieser Position das Veräußerungs- und Bewertungsergebnis von verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Fi-
nanzinstrumenten (FVPL-M) ausgewiesen. Dieses beinhaltet das Veräußerungs- und Bewertungsergebnis von Krediten und Wertpapieren,
welche die SPPI-Kriterien nicht erfüllen. Die Zinsen auf diese Finanzinstrumente werden innerhalb des Zinsüberschusses ausgewiesen.
Zudem werden in dieser Position das Veräußerungsergebnis sowie Abschreibungen und Zuschreibungen von Eigenkapitalinstrumenten, für
welche die Wahlmöglichkeit zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis nicht in Anspruch genom-
men wurde, dargestellt.
Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten
Im Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten wird das Veräußerungsergebnis sowohl finanziel-
ler Vermögenswerte als auch finanzieller Verbindlichkeiten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ausgewiesen.
Zudem wird in dieser Position das Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, welche aufgrund des Geschäftsmo-
dells als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dargestellt. Weiters beinhaltet diese Position auch Gewinne und Ver-
luste aus der Ausbuchung aufgrund substanzieller Modifikation sowie die Verteilung vergangener Basis Adjustments (line item) von Portfolio
Fair Value Hedges aufgrund von Leistungsstörungen.
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Sonstiges betriebliches Ergebnis
Im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind unter anderem die Erträge und Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagen, Immobilien
und immateriellen Vermögenswerten, Erträge und Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, Unterschiedsbeträge
aus der Änderung des Konsolidierungskreises sowie Erträge aus der Weiterverrechnung von IT-Dienstleistungen, Beiträge an Sicherungs-
einrichtungen und sonstige Steuern enthalten. Ertragswirksame Auflösungen von passivierten Rechnungsabgrenzungsposten aus Zuwen-
dungen der öffentlichen Hand sowie Aufwendungen und Erträge aus dem Abgang von als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Vermö-
genswerten und Veräußerungsgruppen werden ebenfalls in dieser Position ausgewiesen.
Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen umfassen den Personal- und Sachaufwand sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach-
anlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Nutzungsrechte.
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
In der Position Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte werden alle Aufwendungen und Erträge in Zusammenhang mit Wertminde-
rungen von finanziellen Vermögenswerten – AC und finanziellen Vermögenswerten – FVOCI sowie erwartete Verluste im Zusammenhang mit
sonstigen erwarteten Kreditverlusten, für die durch die Bildung von Rückstellungen vorgesorgt wird, dargestellt. Im Besonderen werden hier
die Neubildungen und Auflösungen von Wertminderungen sowie Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte im Kreditgeschäft (Haftungen,
Garantien, Kreditrisiken) gezeigt. Weiters werden hier Direktabschreibungen von Forderungen und Eingänge aus abgeschriebenen Forderun-
gen und Wertminderungen im Wertpapiergeschäft sowie das Nettoergebnis aus bonitätsinduzierten Modifikationen ausgewiesen.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
In dieser Position werden laufende und latente Ertragsteuern ausgewiesen.
Sonstiges Ergebnis (OCI)
Das Sonstige Ergebnis umfasst die nicht erfolgswirksam erfassten Ergebnisse aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten –
FVOCI, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen, die anteiligen erfolgsneutralen Eigenka-
pitalveränderungen der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen sowie die bonitätsinduzierten Fair Value Änderungen finanzieller Ver-
bindlichkeiten. Die auf die einzelnen Komponenten des OCI entfallende latente Steuer wird gesondert innerhalb des Sonstigen Ergebnisses
dargestellt.
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Barreserve und Sichtguthaben
Die Position umfasst den Kassenbestand, jederzeit fällige Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Sichtguthaben bei Kreditinstituten.
Diese Bestände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Wertminderungen auf Sichtguthaben (bei Kreditinstituten) sowie
täglich fällige Guthaben bei Zentralnotenbanken werden ebenfalls in dieser Position ausgewiesen.
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
Dieser Kategorie werden Fremdkapitalinstrumente (insb. Kredite und Forderungen, Schuldverschreibungen) mit festen oder bestimmbaren
Zahlungen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen und mit der Zielsetzung die
vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen gesteuert werden, zugeordnet.
Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich oder abzüglich direkt dem Erwerb zurechenbarer Gebühren und Trans-
aktionskosten, welche integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes sind. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Dies ist jener Betrag, der sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der Amortisie-
rung von Agien oder Disagien nach der Effektivzinsmethode und von Wertminderungen (Impairment) oder Abschreibungen aufgrund von
Uneinbringlichkeit ergibt. Bei gesicherten Grundgeschäften (Mikro Hedges) beinhaltet der Buchwert bzw. der Buchwert vor Wertminderung
auch das darauf entfallende Basis Adjustment.
Agien und Disagien sind Bestandteil der fortgeführten Anschaffungskosten und werden wie die abgegrenzten Zinsen zusammen mit den
betreffenden Finanzinstrumenten in einem Bilanzposten ausgewiesen. Die Verteilung von Agio- und Disagiobeträgen sowie Gebühren er-
folgt laufzeitkonform nach der Effektivzinsmethode und wird erfolgswirksam im Zinsergebnis ausgewiesen.
Forderungen, die nicht auf bankgeschäftliche Beziehungen zurückzuführen sind, werden unter den sonstigen Aktiva ausgewiesen.
Wertminderungen
Im RLB Steiermark Konzern werden Wertminderungen in der Bilanz wie folgt ausgewiesen:
für Guthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben – als Verminderung des Bruttobuchwertes
für finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten – als Verminderung des Bruttobuchwertes
für finanzielle Vermögenswerte die erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis bewertet werden – es erfolgt keine Verminderung des Buchwerts,
da dieser dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dennoch ist für Schuldtitel eine Wertminderung zu ermitteln und die Wertminderung
vom Sonstigen Ergebnis (OCI) in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umzubuchen
für außerbilanzielle Geschäfte (Haftungen, Garantien, Kreditrisiken) – als Rückstellung.
Bei Uneinbringlichkeit von Forderungen erfolgt entweder eine direkte Forderungsabschreibung zu Lasten der Gewinn-und-Verlust-Rech-
nung oder eine Ausbuchung der Forderung zu Lasten einer gegebenenfalls bestehenden Wertberichtigung. Bei Wegfall des Kreditrisikos
erfolgt eine Auflösung der Wertberichtigung.
Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading (HFT)
Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading umfassen zu Handelszwecken dienende Wertpapiere, sowie positive Marktwerte (dirty price)
derivativer Finanzinstrumente, welche einerseits Handels- und andererseits Sicherungszwecken dienen, die jedoch nicht die Voraussetzun-
gen für die Anwendung der Hedge Accounting-Regelungen erfüllen (Economic Hedges). Positive Marktwerte von nicht ins Portfolio Fair
Value Hedge Accounting designierten sowie ineffektive Teile von Sicherungsderivaten werden ebenfalls in dieser Position erfasst. Bei Beste-
hen von negativen Marktwerten erfolgt eine Darstellung unter der Position „Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading“. Eine Verrech-
nung von positiven und negativen Marktwerten wird nicht vorgenommen.
BILANZ
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die zu Handelszwecken dienenden Vermögenswerte werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value am Bilanzstichtag bilanziert.
Veräußerungs- sowie Bewertungsergebnisse des Held for Trading-Bestands werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Handelser-
gebnis ausgewiesen. Das gilt auch für Zins- und Dividendenerträge aus Handelsbeständen sowie darauf entfallende Zinsaufwendungen.
Finanzielle Vermögenswerte – Designated at Fair Value P&L (FVO)
Der RLB Steiermark Konzern hat die Fair Value Option zum Zeitpunkt der Erstanwendung des IFRS 9 per 1. Jänner 2018 widerrufen und
wendet diese auf finanzielle Vermögenswerte derzeit nicht an.
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)
In diese Kategorie werden Fremdkapitalinstrumente des Geschäftsmodells „Halten und Verkaufen “ eingestuft, sofern die SPPI-Kriterien erfüllt
sind. Derzeit beinhaltet das Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“ ausschließlich Wertpapiere, jedoch keine Kredite und Forderungen.
Weiters umfasst diese Kategorie Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente (insbesondere Beteiligungen), die nicht zu Handelszwecken
gehalten werden und für die das unwiderrufliche Wahlrecht, sämtliche Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts in der Folgebewertung
erfolgsneutral über das Sonstige Ergebnis (OCI) zu erfassen („OCI-Wahlrecht“), ausgeübt wurde.
Die Bewertung dieser Vermögenswerte erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Gebühren und Transaktionskosten, die direkt dem
Erwerb des Vermögenswertes zuzurechnen sind. Alle (positiven wie auch negativen) Wertänderungen zwischen der Zugangs- und Folgebe-
wertung sowie zwischen den nachfolgenden Zeitpunkten der Folgebewertung, werden bis zur Veräußerung erfolgsneutral in einer geson-
derten Position (Rücklage) innerhalb des Eigenkapitals berücksichtigt.
Die Berücksichtigung von Wertminderungen bei Fremdkapitalinstrumenten erfolgt durch Umbuchung vom Sonstigen Ergebnis (OCI) in die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Der Bilanzansatz (Fair Value) wird durch die Wertminderung nicht verändert. Wertminderungen/Wertaufho-
lungen bei Eigenkapitalinstrumenten werden im Posten „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI“ (non
reclassified) ausgewiesen.
Bei Veräußerung von Fremdkapitalinstrumenten wird das in der Rücklage kumulierte Bewertungsergebnis aufgelöst und in der Gewinn-und-
Verlust-Rechnung erfasst. Die Verteilung von Agio- und Disagiobeträgen erfolgt laufzeitkonform nach der Effektivzinsmethode und wird
erfolgswirksam im Zinsergebnis ausgewiesen.
Erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Bewertungsergebnisse von Eigenkapitalinstrumenten dürfen später nicht mehr in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden (auch nicht bei Ausbuchung der Finanzinvestition). Bei Veräußerung erfolgt somit eine Um-
buchung innerhalb des Eigenkapitals in die Gewinnrücklagen.
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M)
Finanzielle Vermögenswerte, die grundsätzlich dem Geschäftsmodell „Halten“ oder „Halten und Verkaufen“ zugeordnet sind, aber aufgrund
der Nichterfüllung der SPPI-Kriterien in die Kategorie FVPL-M eingestuft werden, betreffen insbesondere Kredite und Forderungen sowie
Schuldverschreibungen. Weiters werden hier auch finanzielle Vermögenswerte, welche gemäß IFRS 9.B4.1.6 dem Geschäftsmodell „Sonsti-
ges“ zugeordnet werden, dargestellt. Dies betrifft hybride Finanzinstrumente (andere nicht festverzinsliche Wertpapiere) bzw. betraf bis zum
Geschäftsjahr 2020 das Sondervermögen, welches zur Gänze aus Finanzinstrumenten der einbezogenen strukturierten Unternehmen (Spe-
zialfonds) DASAA, EURAN und GLAN bestand. Der Spezialfonds wurde im ersten Quartal 2021 veräußert. Darüber hinaus beinhaltete diese
Kategorie zum 31. Dezember 2020 Eigenkapitalinstrumente, für welche die Option zur erfolgsneutralen Fair Value Bewertung nicht ausge-
übt wurde.
Die Bewertung dieser Vermögenswerte erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. Alle (positiven wie auch negativen) Wertänderungen zwi-
schen der Zugangs- und Folgebewertung sowie zwischen den nachfolgenden Zeitpunkten der Folgebewertung werden erfolgswirksam
erfasst. Gebühren und Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zugeordnet werden, werden sofort
erfolgswirksam erfasst.
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Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In dieser Position werden ausschließlich positive Marktwerte aus Zinssatzgeschäften und Wechselkursgeschäften ausgewiesen, welche
Sicherungszwecken dienen und für die Anwendung des Hedge Accounting i. S. d. IFRS 9 bzw. für das Portfolio Fair Value Hedge Ac-
counting gem. IAS 39.81A qualifizieren. Die Bewertung dieser Derivate ist im „Ergebnis aus Hedge Accounting“ dargestellt – die Zinsen
werden im Zinsüberschuss gezeigt.
Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges
In dieser Position werden sowohl kumulierte positive als auch kumulierte negative Wertänderungen der Grundgeschäfte der Aktivseite (Ba-
sis Adjustments) aus dem Portfolio Fair Value Hedge Accounting ausgewiesen, wodurch der Bilanzposten auch negative Werte aufweisen
kann. Die Wertänderungen werden im „Ergebnis aus Hedge Accounting“ dargestellt. Ist die Sicherungsbeziehung eines Portfolio Fair Value
Hedges in einem Laufzeitband ineffektiv, wird in der aktuellen Periode keine Buchwertanpassung (Basis Adjustment) für das Grundgeschäft
vorgenommen. Die Fair Value Bewertung der entsprechenden Sicherungsgeschäfte wird in diesen Fällen im Handelsergebnis ausgewie-
sen.
Die Amortisierung vergangener Basis Adjustments (line items) über die Restlaufzeit der jeweiligen Laufzeitbänder erfolgt im Zinsergebnis bzw.
bei Abgang der zugrundeliegenden Geschäfte im „Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten“.
Detaillierte Angaben zum Portfolio Fair Value Hedge Accounting finden sich in Note 36 des Abschlusses.
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen
Anteilsrechte an at equity bilanzierten Unternehmen werden in dieser gesonderten Bilanzposition dargestellt. Die erfolgswirksamen Ergeb-
nisse (inkl. Wertminderungen bzw. Wertaufholungen) aus Anteilen an at equity bilanzierten Unternehmen werden in der Gesamtergebnis-
rechnung gesondert in der Position „Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen“ gezeigt. Die erfolgsneutralen anteiligen Eigenkapital-
veränderungen der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen werden im Sonstigen Ergebnis dargestellt.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Den linearen Abschreibungen werden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 4 bis
5 Jahren (bzw. Abschreibungssätze zwischen 20 % und 25 %) zugrunde gelegt.
Darüber hinaus gehende Wertminderungen sind gemäß IAS 36 vorzunehmen, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Der
erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungs-
wert eines Vermögenswerts. Wenn in folgenden Berichtsperioden ein Anhaltspunkt vorliegt, dass die Wertminderung nicht mehr besteht, ist
die Wertaufholung auf den erzielbaren Betrag gemäß IAS 36 geboten. Die Wertaufholung ist begrenzt mit den fortgeführten Anschaffungs-
kosten.
Sachanlagen
Die Sachanlagen beinhalten selbst genutzte Grundstücke und Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diese werden mit den
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Den linearen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 10 – 67
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 20
Investitionen in Mietobjekte werden linear über die Mietdauer oder die erwartete Nutzungsdauer der Investition abgeschrieben, wobei je-
weils der kürzere der beiden genannten Zeiträume zur Anwendung kommt.
Darüber hinaus gehende Wertminderungen sind gemäß IAS 36 vorzunehmen, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Der
erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert
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eines Vermögenswerts. Wenn in folgenden Berichtsperioden ein Anhaltspunkt vorliegt, dass die Wertminderung nicht mehr besteht, ist die
Wertaufholung auf den erzielbaren Betrag gemäß IAS 36 geboten. Die Wertaufholung ist begrenzt mit den fortgeführten Anschaffungskosten.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Nach IAS 40.5 sind unter dieser Position Grundstücke und Gebäude bzw. Gebäudeteile auszuweisen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen
oder zum Zwecke der Wertsteigerung, jedoch nicht zur Eigennutzung bzw. zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
gehalten werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien können sowohl im Eigentum befindliche Immobilien als auch angemietete
Nutzungsrechte darstellen. Auch wesentliche fremdgenutzte Teile bei gemischt genutzten Immobilien werden als Finanzinvestition gehal-
tene Immobilien ausgewiesen, sofern die Voraussetzungen für eine gesonderte Vermiet- bzw. Veräußerbarkeit gegeben sind.
Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der linearen Abschreibung werden dieselben Nutzungsdauern wie dem Sach-
anlagevermögen bzw. den Nutzungsrechten zugrunde gelegt. Laufende Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen
ausgewiesen, die planmäßigen Abschreibungen unter den Verwaltungsaufwendungen.
Die Ermittlung der Fair Values der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt in der Regel durch unabhängige Gutachter. In einzel-
nen Fällen erfolgt die Schätzung durch hausinterne Experten.
Nutzungsrechte
Berechtigt ein Vertrag dazu, die Nutzung eines Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrol-
lieren, so ist am Bereitstellungsdatum ein Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasing-Verbindlichkeit zu erfassen.
Die Erfassung des Nutzungsrechts erfolgt zu Anschaffungskosten, welche sich aus dem Barwert der Leasing-Verbindlichkeit zuzüglich aller
bei oder vor Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen Leasinganreize, sowie allen sonstigen anfänglichen direk-
ten Kosten bzw. geschätzten möglichen Kosten der Demontage oder Beseitigung des Vermögenswerts zusammensetzen. Aktivierte Nut-
zungsrechte beinhalten insbesondere angemietete Bankstellen und KFZ-Leasingverträge.
Die Nutzungsrechte sind abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungen sowie berichtigt um jede
durchgeführte Neubewertung der Leasing-Verbindlichkeit zu bewerten. Die Abschreibungsvorschriften entsprechen jenen des IAS 16 Sach-
anlagen. Die Laufzeiten der Nutzungsrechte bemessen sich an der unkündbaren Grundmietzeit der Leasingverhältnisse unter Einbeziehung
der voraussichtlichen Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswertes.
Sonstige Aktiva
In den Sonstigen Aktiva werden vor allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Steuerforderungen und Vorräte ausgewiesen. Die
Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert.
Abwertungen werden vorgenommen, sofern der Anschaffungswert über dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag liegt, oder wenn
aufgrund eingeschränkter Verwertbarkeit oder langer Lagerzeit eine Wertminderung der Vorräte eingetreten ist. Dieser Posten enthält keine
finanzielle Forderungen nach IFRS 9.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
Der Konzern klassifiziert langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen als zur Veräußerung gehalten, wenn der zugehörige
Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Die Ergebnisse aus dem Ab-
gang von als zur Veräußerung gehalten klassifizierten langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen werden im sonstigen be-
trieblichen Ergebnis dargestellt.
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
Diese Position beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten,
sofern diese Finanzinstrumente nicht dem Handelsbestand oder dem designierten Fair Value Bestand zugeordnet werden. Bei den nach-
rangigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Besonderen um Ergänzungskapital im Sinne von Artikel 63 der CRR (Capital Requirements
Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013). Der bilanzierte Wert wird um zurückgekaufte eigene Emissionen gekürzt.
Im Rahmen der Folgebewertung werden diese Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien und Disagien
sind Bestandteil der fortgeführten Anschaffungskosten und werden wie die abgegrenzten Zinsen zusammen mit den betreffenden Finanzin-
strumenten in einem Bilanzposten ausgewiesen. Die Verteilung von Agio- und Disagiobeträgen erfolgt laufzeitkonform nach der Effektivzins-
methode und wird erfolgswirksam im Zinsergebnis ausgewiesen.
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Das TLTRO III Programm der EZB stellt Banken längerfristige Refinanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung. Würden diese
günstigen Konditionen als wesentlicher Vorteil im Vergleich zu marktüblichen Konditionen auf einem allgemeinen Markt gesehen werden,
hätte dies eine Bilanzierung nach IAS 20 Öffentliche Zuwendungen zur Folge. Seitens der RLB Steiermark wird der Markt für TLTRO-Refi-
nanzierungen allerdings als eigener und abgeschlossener Markt i. S. d. IFRS 13 betrachtet. Die Refinanzierungen in diesem Markt werden
zu spezifischen, nicht beeinflussbaren Konditionen vergeben, um die Kreditvergabe seitens der Kreditinstitute zu stimulieren und so die
Wirtschaft zu finanzieren. Die im Rahmen des TLTRO III aufgenommenen Refinanzierungen werden daher nach den Regelungen des
IFRS 9 bilanziert und innerhalb der Bilanzposition „Finanzielle Verbindlichkeiten – AC“ ausgewiesen. Nähere Ausführungen zum TLTRO III-
Programm siehe auch im Risikobericht unter Kapitel „Liquiditätsrisiko“.
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT)
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading umfassen negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (dirty price), welche ei-
nerseits Handels- und andererseits Sicherungszwecken dienen, die jedoch nicht die Voraussetzungen für die Anwendung der Hedge Ac-
counting-Regelungen erfüllen (Economic Hedges). Negative Marktwerte von nicht ins Portfolio Fair Value Hedge Accounting designierten
sowie ineffektive Teile von Sicherungsderivaten werden ebenfalls in dieser Position erfasst. Bei Bestehen von positiven Marktwerten (dirty
price) erfolgt eine Darstellung unter der Position „Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading“. Eine Verrechnung von positiven und ne-
gativen Marktwerten wird nicht vorgenommen.
Veräußerungs- sowie Bewertungsergebnisse des Held for Trading-Bestands werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Handelser-
gebnis ausgewiesen.
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
Diese Position beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten,
welche die Voraussetzungen für die Anwendung der Fair Value Option erfüllen. Diese sind erfüllt, wenn durch die Designation Differenzen
aufgrund einer unterschiedlichen Bewertung („accounting mismatch“) beseitigt bzw. signifikant verringert werden oder die Trennung einge-
betteter Derivate vermieden wird. Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Besonderen um Ergänzungskapital im Sinne
von Artikel 63 der CRR (Capital Requirements Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013). Der bilanzierte Wert wird um zurückgekaufte eigene Emis-
sionen gekürzt.
Die Bewertung dieser Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value. Änderungen des Fair Value werden einerseits in der Gewinn-und-Verlust-
Rechnung im „Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L“ dargestellt und andererseits werden jene Änderungen, welche
durch Änderungen des eigenen Kreditrisikos bedingt sind, innerhalb des OCI in der Position „Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen
finanzieller Verbindlichkeiten“ ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen werden im Zinsüberschuss gezeigt.
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In dieser Position werden ausschließlich negative Marktwerte aus Zinssatzgeschäften und Wechselkursgeschäften ausgewiesen, welche
Sicherungszwecken dienen und die sich für die Anwendung zum Hedge Accounting i. S. d. IFRS 9 bzw. für das Portfolio Fair Value Hedge
Accounting gem. IAS 39.81A qualifizieren. Die Bewertung dieser Derivate ist im „Ergebnis aus Hedge Accounting“ dargestellt – die Zinsen
werden im Zinsüberschuss gezeigt.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die aus zurückliegenden
Ereignissen resultieren, und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der künftigen Verpflichtung möglich ist.
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Gemäß IAS 19 qualifizieren sich Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die
Leistungen des RLB Steiermark Konzerns umfassen sowohl beitragsorientierte wie auch leistungsorientierte Pläne.
Beitragsorientierte Pläne (defined contribution plans)
Ein beitragsorientierter Versorgungsplan ist ein Altersversorgungsplan, bei dem ein festgelegter Beitrag an einen externen Versorgungsträger
entrichtet wird und keine darüber hinaus gehenden Zahlungen zu entrichten sind, falls der Fonds über nicht ausreichende Vermögenswerte
zur Leistungserbringung verfügt. In diesem Fall tragen die Arbeitnehmer das Erfolgsrisiko aus der Veranlagung. Der RLB Steiermark Konzern
entrichtet für eine Gruppe von Mitarbeitern aufgrund vertraglicher Verpflichtungen oder auf freiwilliger Basis Beiträge an eine Pensionskasse,
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welche die Mittel verwaltet und die Pensionszahlungen vornimmt. Die Beitragszahlungen an die Pensionskasse stellen laufenden Aufwand
dar und werden in der Position „Verwaltungsaufwendungen“ ausgewiesen.
Leistungsorientierte Pläne (defined benefit plans)
Ein leistungsorientierter Plan ist ein Altersversorgungsplan, bei dem den Begünstigten eine bestimmte Leistung zugesagt wird. Der RLB
Steiermark Konzern hat einer Gruppe von Mitarbeitern leistungsorientierte Pläne (Pensionsstatute, Sonderverträge) rechtsverbindlich und
unwiderruflich über die Höhe der späteren Pension zugesagt. Die zur Bedeckung benötigten Mittel werden entweder über die Pensions-
kasse angespart oder verbleiben im Unternehmen.
Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer
Leistungsbezogene Versorgungspläne beinhalten auch Jubiläumsgelder – diese Verpflichtungen stellen andere langfristig fällige Leistun-
gen an Arbeitnehmer dar. Jubiläumsgelder (Zahlungen für langfristige Dienste/Treue zum Unternehmen) sind von der Dauer des Dienstver-
hältnisses abhängig. Der Anspruch auf Jubiläumsgeld begründet sich aus dem Kollektivvertrag, der sowohl die Voraussetzungen für den
Anspruch als auch dessen Höhe regelt.
Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen bzw. Jubiläumsgelder), wer-
den gemäß IAS 19 (2011) „Leistungen an Arbeitnehmer“ nach der Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt.
Die Bewertung der künftigen Verpflichtungen erfolgt auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten, welche unter Berück-
sichtigung verschiedener
Parameter (z. B. Rechnungszinssatz, Pensionsalter, Lebenserwartung, Fluktuation) erstellt werden.
Der Unterschied aufgrund der Neubewertung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag im Vergleich zu dem am Jahresanfang prognostizierten
Wert wird als versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezeichnet – dieser ist für Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen
nach IAS 19.57 im Sonstigen Ergebnis zu erfassen. Neubewertungen aus Jubiläumsgeldverpflichtungen werden in der Gewinn-und-Verlust-
Rechnung im Posten „Verwaltungsaufwendungen“ erfasst. Beiträge zum Planvermögen werden ausschließlich vom Arbeitgeber entrichtet.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden wie im Vorjahr bei sämtlichen Sozialkapitalrückstellungen die „AVÖ 2018 P-Rechnungs-
grundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler“ in der Ausprägung für Angestellte herangezogen.
Die Aufwendungen für Personalrückstellungen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung innerhalb der Position „Verwaltungsaufwendun-
gen“ sowie in der Position „Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen“ im Sonstigen Ergebnis
ausgewiesen. Daneben sind ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von rückwirkenden Planänderungen sowie Nettozinsen
auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen nach IAS 19.103 sofort und vollständig erfolgswirksam zu erfassen.
Leistungsorientierte Pensionspläne beziehen sich ausnahmslos nur mehr auf im Ruhestand befindliche Mitarbeiter. Die Pensionsverpflich-
tungen für aktive Dienstnehmer wurden in den vergangenen Jahren an externe Pensionskassen übertragen. Im RLB Steiermark Konzern
verbleiben im Rahmen einer leistungsorientierten Zusage die Ansprüche bereits vor Inkrafttreten der Pensionsreform zum 31. Dezember
1998 in Ruhestand befindlicher Dienstnehmer bzw. jener Dienstnehmer, die zwar erst 1999 die Pension antraten, aber einzelvertraglich noch
die Zusage auf einen Direktpensionsanspruch hatten, sowie Anwartschaften aus darauf basierenden Hinterbliebenenpensionen.
Für die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurde ein Rechnungszinssatz von 0,60 % (Vj: 0,30 %) und
eine erwartete Pensionserhöhung zwischen 1,90 % (Vj: 1,90 %) und 2,40 % (Vj: 2,10 %) angesetzt. Die abweichenden Ansätze resultieren
aus unterschiedlichen Entlohnungsschemata innerhalb des RLB Steiermark Konzerns.
Ist ein Planvermögen vorhanden, führt die Saldierung des Barwerts der Verpflichtung und des Fair Value des Planvermögens unter Berück-
sichtigung von versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten zur Bilanzierung der tatsächlichen Nettoverpflichtung (IAS 19.131).
Im Fall der Deckung der Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen werden die Nettozinskosten durch die Saldierung der leistungsori-
entierten Verpflichtung mit dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens unter Anwendung eines einheitlichen Zinssatzes ermittelt.
Aufgrund der Vorschriften der § 23 und § 23a AngG gebührt jenen Mitarbeitern, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen
hat, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung. Diese ist von der Anzahl der
Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig. Sie beträgt zwischen zwei und zwölf Monatsbezügen. Für
diese Verpflichtungen wird eine Rückstellung gebildet.
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Für die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder (Erreichen des 25. bzw. 35. Dienstjahres) gelangen ein Rech-
nungszinssatz von 0,40 % (Vj: 0,10 %) sowie eine durchschnittliche Gehaltssteigerung zwischen 2,70 % (Vj: 2,80 %) und 3,20 % (Vj: 3,20 %)
zur Anwendung. Die abweichenden Ansätze resultieren aus unterschiedlichen Entlohnungsschemata innerhalb des RLB Steiermark Kon-
zerns. Darüber hinaus wurden bei der Berechnung individuell ermittelte, jährliche dienstzeitabhängige Fluktuationsraten berücksichtigt.
Bei Frauen und Männern wurde ein kalkulatorisches Pensionsantrittsalter von 62 Jahren (Vj: 62 Jahre) unter Beachtung der Übergangsbe-
stimmungen laut Budgetbegleitgesetz 2011 (BGBl. I Nr. 111/2010 vom 30.12.2010) und „BVG Altersgrenzen“ (BGBl. Nr. 832/1992; Bundes-
verfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten) zugrunde gelegt.
Für alle bis einschließlich 2002 eingetretenen Mitarbeiter werden die Abfertigungsverpflichtungen gemäß der Projected Unit Credit Method
ermittelt. Für jene Mitarbeiter, die ab dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, werden die Abfertigungsverpflichtungen im Rahmen eines bei-
tragsorientierten Plans von einer Mitarbeitervorsorgekasse übernommen. Der RLB Steiermark Konzern entrichtet aufgrund gesetzlicher Best-
immungen Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse. Über die Beitragszahlung hinausgehende Leistungsverpflichtungen bestehen nicht.
Die Versorgungspläne im Zusammenhang mit Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen bzw. Jubiläumsgeldern sowie sonstigen Leistun-
gen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses setzen den RLB Steiermark Konzern versicherungstechnischen Risiken wie dem Langlebig-
keitsrisiko, dem Zinsrisiko sowie dem Marktrisiko (Investitionsrisiko) aus.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat und es
sowohl wahrscheinlich ist, dass er verpflichtet sein wird, diese zu erfüllen, als auch eine verlässliche Schätzung des Betrags möglich ist.
Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der am Bilanzstichtag bestmögliche Schätzwert für die Leistung, die unter Berücksichtigung der der
Verpflichtung zugrundeliegenden Risiken und Unsicherheiten hinzugeben ist, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Risiken und
Unsicherheiten sind bei der Schätzung berücksichtigt.
Sonstige Passiva
In den Sonstigen Passiva werden insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrige Steuerschulden, Leasing-Ver-
bindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dieser Posten enthält keine finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 9.
Die Leasing-Verbindlichkeit wird am Bereitstellungsdatum zum Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen
bewertet. Die Abzinsung dieser Leasingzahlungen erfolgt mit jenem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt. Lässt sich dieser
nicht ohne weiteres bestimmen, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz des RLB Steiermark Konzerns herangezogen. Die Leasingzahlungen
entsprechen den festen Zahlungen, welche der RLB Steiermark Konzern im Rahmen des Leasingverhältnisses zu leisten hat.
Während der Leasinglaufzeit ist die Leasing-Verbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode fortzuschreiben. Bei Änderungen der Laufzeit des
Leasingverhältnisses, Änderungen im Zusammenhang mit der Beurteilung von etwaigen Kaufoptionen, Änderungen von etwaigen Restwert-
garantien oder Änderungen der Leasingraten wird eine Neubewertung der Leasing-Verbindlichkeit vorgenommen.
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als passivischer Abgrenzungsposten in der Bilanz ausgewiesen. Dieser wird entsprechend
der Nutzungsdauer der Vermögenswerte, für welche die Zuwendung gewährt wurde, planmäßig über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung auf-
gelöst.
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
Schulden sind nur dann Teil der Veräußerungsgruppe, wenn sie bei der Veräußerung mit übertragen werden, der Erwerber sie somit über-
nimmt. Diese Verbindlichkeiten sind getrennt von anderen Schulden in der Bilanz auszuweisen. Eine Saldierung der Vermögenswerte und
Schulden einer Veräußerungsgruppe darf nicht vorgenommen werden.
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Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital, das ist das dem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital (gezeichnetes Kapi-
tal und Kapitalrücklagen), und aus dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen und dem kumulierten Sonstigen Ergebnis) zusammen.
Das kumulierte Sonstige Ergebnis umfasst – jeweils nach Berücksichtigung der latenten Steuern – die nicht erfolgswirksam erfassten Er-
gebnisse aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten – FVOCI, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus
leistungsorientierten Plänen, die anteiligen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen
sowie die bonitätsinduzierten Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten.
Die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital der vollkonsolidierten Tochterunternehmen werden als eigener Posten
innerhalb des Eigenkapitals gesondert dargestellt.
Steuerforderungen und Steuerschulden/Ertragsteuern
Die Bilanzierung und Berechnung von Ertragsteuern erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-
methode.
Laufende Steuern
Ertragsteuerforderungen bzw. -schulden aus laufenden Ertragsteuern werden in Höhe der voraussichtlichen Verrechnung mit den jeweiligen
Steuerbehörden angesetzt und in den Positionen „Laufende Ertragsteuerforderungen“ bzw. „Laufende Ertragsteuerschulden“ ausgewiesen.
Latente Steuern
Die Berechnung latenter Steuern auf temporäre Differenzen, die sich in Folgeperioden wieder ausgleichen, erfolgt durch Vergleich der Wert-
ansätze der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den steuerlichen Buchwerten des jeweiligen Konzernunternehmens.
Latente Steuerforderungen werden für alle steuerlich absetzbaren temporären Unterschiede und noch nicht ausgenutzte steuerliche Verlust-
vorträge in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft ein zu versteuernder Gewinn zur Verrechnung mit den steuer-
lich absetzbaren temporären Unterschieden und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen zur Verfügung stehen wird. Der Buch-
wert der latenten Steuerforderungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Maß reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich
ist, dass ein ausreichend zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die latente Steuerforderung zumindest teilweise
genutzt werden kann. Nicht bilanzierte latente Steuerforderungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt,
in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein zukünftig zu versteuernder Gewinn eine Nutzung der latenten Steuerforderungen ermög-
licht. Eine Aufrechnung von latenten Steuerforderungen und latenten Steuerschulden wird, sofern die entsprechenden Voraussetzungen
nach IAS 12.74 vorliegen, für jene Unternehmen einer Steuergruppe vorgenommen, welche im Zuge der Vollkonsolidierung in den Kon-
zernabschluss der RLB Steiermark einbezogen werden. Abzinsungen für latente Steuern werden nicht vorgenommen.
Latente Steuerforderungen und -schulden werden entsprechend IAS 12.47 anhand der Steuersätze bewertet, deren Gültigkeit für die Peri-
ode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum
Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind („enacted tax rate“).
Die latenten Ertragsteuerforderungen und -schulden werden in eigenen Bilanzpositionen „Latente Ertragsteuerforderungen“ bzw. „Latente
Ertragsteuerschulden“ ausgewiesen.
Sowohl laufende wie auch latente Ertragsteuern werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter der Position „Steuern vom Einkommen
und Ertrag“ ausgewiesen, sonstige Steuern werden im Sonstigen betrieblichen Ergebnis dargestellt.
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Steuerliche Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist seit dem Veranlagungsjahr 2011 Gruppenträgerin einer Unternehmensgruppe gemäß
§ 9 Abs. 8 KStG. Die Unternehmensgruppe umfasst neben der Gruppenträgerin 18 (Vj: 19) weitere Gruppenmitglieder.
Die betroffenen Gesellschaften haben eine Regelung über den Steuerausgleich dahingehend getroffen, dass eine jährliche Abrechnung der
Steuerbe- oder -entlastung, die sich aus dem während der Gruppenzugehörigkeit entstehenden Einkommen des Gruppenmitglieds ergibt,
erfolgt.
Des Weiteren sind folgende vollkonsolidierte Gesellschaften Gruppenträgerinnen einer steuerlichen Unternehmensgruppe:
RLB Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft mbH mit 8 Gruppenmitgliedern (Vj: 10)
Optima-Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH mit 5 Gruppenmitgliedern (Vj: 5)
Steirische Raiffeisen – Immobilien - Leasing GmbH mit 4 Gruppenmitgliedern (Vj: 4)
Die Steuerbemessungsgrundlage für die gesamte Gruppe ergibt sich aus der Summe der Einkünfte der Gruppenträgerin sowie der zuge-
rechneten steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder unter Berücksichtigung der steuerlichen Verlustvorträge der Gruppenträgerin im
gesetzlichen Ausmaß.
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1. Zinsüberschuss
In TEUR 2021 2020
Nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinserträge 179.770 188.568
Finanzielle Vermögenswerte – AC 171.071 177.925
Kredite und Forderungen 150.676 155.119
Schuldverschreibungen 20.395 22.806
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI 8.699 10.643
Schuldverschreibungen 8.699 10.643
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.387 43.909
Finanzielle Vermögenswerte – FVTPL-M 1.312 4.764
Kredite und Forderungen 405 534
Schuldverschreibungen 907 1.475
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 2.755
Derivative Finanzinstrumente 13.122 23.350
Derivative Finanzinstrumente (Economic Hedges) 32.680 36.462
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) -19.558 -13.112
Negativzinsen aus finanziellen Verbindlichkeiten 31.953 15.795
Zinsen und ähnliche Erträge gesamt 226.157 232.477
Nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinserträge beinhalten Gewinne aus marktinduzierten Vertragsänderungen von Finanzinstrumenten
in Höhe von 236 TEUR (Vj: 1.845 TEUR) die Zinsaufwendungen beinhalten Verluste aus marktinduzierten Vertragsänderungen in Höhe von
4.310 TEUR (Vj: 4.267 TEUR).
Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten enthalten Zinserträge aus Negativzinsen in Höhe von 14.584 TEUR (Vj: 11.182 TEUR).
ERL
Ä
UTERUNGEN ZUR
GEWINN-UND-VERLUST-
RECHNUNG
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Negativzinsen aus finanziellen Verbindlichkeiten betreffen mit einem Betrag von 24.757 TEUR Zinsen (Vj: 9.951 TEUR) für die gezogenen
Tranchen im Rahmen des TLTRO III-Programms der EZB. Die nach der Effektivzinsmethode ermittelten Zinsen basieren auf der Deposit
Facility Rate von -0,5 Prozent sowie der Bonifizierung für die Verzinsungsperiode 24. Juni 2020 bis 23. Juni 2021 (special interest rate period,
SIRP). Die zusätzliche Bonifizierung von -0,5 Prozent für die Verzinsungsperiode von 24. Juni 2021 bis 23. Juni 2022 (additional special inte-
rest rate period, ASIRP) wurde angesetzt, weil es zum Berichtsstichtag hinreichend sicher ist, dass angesichts der Geschäftsentwicklung die
Kreditvergabeziele erfüllt werden.
In TEUR 2021 2020
Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten – AC -90.548 -96.035
Einlagen / Aufgenommene Gelder -29.428 -34.238
Verbriefte Verbindlichkeiten -57.687 -58.720
Nachrangige Verbindlichkeiten -3.309 -2.888
Leasing-Verbindlichkeiten -124 -189
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -25.248 -22.160
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO -35.839 -41.730
Einlagen / Aufgenommene Gelder -22.243 -24.552
Verbriefte Verbindlichkeiten -13.513 -17.178
Nachrangkapital i.S. CRR -83 0
Derivative Finanzinstrumente 33.066 29.240
Derivative Finanzinstrumente (Economic Hedges) -1.370 758
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) 34.436 28.482
Negativzinsen aus finanziellen Vermögenswerten -22.475 -9.670
Zinsen und ähnliche Aufwendungen gesamt -115.796 -118.195
In TEUR 2021 2020
Zinsen und ähnliche Erträge gesamt 226.157 232.477
Zinsen und ähnliche Aufwendungen gesamt -115.796 -118.195
Zinsüberschuss 110.361 114.282
Zinsaufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten beinhalten Negativzinsen in Höhe von 20.942 TEUR (Vj: 15.576 TEUR).
Die aus Handelsaktivitäten resultierenden Zinserträge und Zinsaufwendungen sind Bestandteil des Handelsergebnisses.
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2. Dividendenerträge
In TEUR 2021 2020
aus Eigenkapitalinstrumenten FVOCI
Beteiligungen 6.391 4.722
In der Berichtsperiode wurden Dividenden in Höhe von 6.391 TEUR (Vj: 4.595 TEUR) für noch im Bestand befindliche und 0 TEUR
(Vj: 127 TEUR) für abgegangene Eigenkapitalinstrumente FVOCI erfasst.
3. Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
In TEUR 2021 2020
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 11.020 -49.867
Anteiliges Jahresergebnis 127.416 74.861
Wertminderung -116.396 -124.728
Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen beinhaltet ausschließlich die anteilige, laufende Ergebniskomponente sowie Aufwendungen
aus der Wertminderung der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Details dazu sind in Note 20 „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“ ersichtlich.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
210
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STEIERMARK 2021
4. Provisionsüberschuss
In TEUR 2021 2020
Provisionserträge 70.984 65.679
Wertpapiergeschäft 33.881 28.074
Kreditgeschäft 8.049 8.871
Zahlungsverkehr 23.734 24.538
Auslandsgeschäft 3.673 2.552
Sonstige Bankdienstleistungen 1.647 1.644
Provisionsaufwendungen -27.168 -24.789
Wertpapiergeschäft -17.620 -12.802
Kreditgeschäft -5.504 -8.343
Zahlungsverkehr -2.144 -2.397
Auslandsgeschäft -1.475 -755
Sonstige Bankdienstleistungen -425 -492
Gesamt 43.816 40.890
Nachfolgend werden die Erträge und Aufwendungen aus Verträgen mit Kunden nach den berichtspflichtigen Segmenten des Konzerns
aufgegliedert:
Geschäftsjahr 2021
In TEUR
Kommerz-
kunden
Privat-
kunden
Kapital-
markt und
Treasury
Beteili-
gungen Sonstige Überleitung Gesamt
Provisionserträge 19.350 14.430 20.614 12.920 3.849 -179 70.984
Provisionsaufwendungen -2.429 -2.555 -16.565 -1.848 -3.940 169 -27.168
Gesamt 16.921 11.875 4.049 11.072 -91 -10 43.816
Geschäftsjahr 2020
In TEUR
Kommerz-
kunden
Privat-
kunden
Kapital-
markt und
Treasury
Beteili-
gungen Sonstige Überleitung Gesamt
Provisionserträge 17.425 16.249 17.012 11.371 5.327 -1.705 65.679
Provisionsaufwendungen -2.636 -3.948 -12.525 -946 -5.536 802 -24.789
Gesamt 14.789 12.301 4.487 10.425 -209 -903 40.890
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STEIERMARK 2021
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5. Ergebnis aus Hedge Accounting
In TEUR 2021 2020
Bewertungsergebnis aus Mikro Fair Value Hedges 600 -161
Bewertungsergebnis aus Grundgeschäften in Mikro Fair Value Hedges 46.260 -28.689
Bewertungsergebnis aus Sicherungsinstrumenten in Mikro Fair Value Hedges -45.660 28.528
Bewertungsergebnis aus Portfolio Fair Value Hedges -909 -169
Bewertungsergebnis aus Grundgeschäften Portfolio Fair Value Hedges -57.014 29.871
Bewertungsergebnis aus Sicherungsgeschäften Portfolio Fair Value Hedges 56.105 -30.040
Gesamt -309 -330
Im RLB Steiermark Konzern wird Fair Value Hedge Accounting i. S. v. IFRS 9 angewendet. Der Hauptanwendungsbereich liegt dabei in der
Absicherung von Grundgeschäften mit Festzinsrisiko durch in Bezug auf wesentliche Parameter identische, aber gegenläufige Finanzinstru-
mente. Des Weiteren wird Portfolio Fair Value Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt.
Details dazu sind in Note 36 „Hedge Accounting“ ersichtlich.
6. Handelsergebnis
Im Handelsergebnis werden sämtliche Zins- und Dividendenerträge, Zinsaufwendungen sowie realisierte und unrealisierte Fair Value Ände-
rungen aus Handelsbeständen ausgewiesen. Darüber hinaus wird hier das Netto-Fremdwährungsergebnis dargestellt.
In TEUR 2021 2020
Nettozinsergebnis 16.674 24.799
Schuldverschreibungen 248 594
Einlagen und Kredite 0 28
Derivative Finanzinstrumente 16.426 24.177
Bewertungsergebnis -6.504 -26.555
Schuldverschreibungen -57 266
Einlagen und Kredite 0 -160
Derivative Finanzinstrumente -14.519 -28.906
Sonstiges Geschäft 8.072 2.245
Veräußerungsergebnis -17 223
Schuldverschreibungen -17 223
Gesamt 10.153 -1.533
Im Geschäftsjahr 2021 beträgt das im Handelsergebnis enthaltene Netto-Fremdwährungsergebnis 7.457 TEUR (Vj: 1.228 TEUR) und wird im
Bewertungsergebnis „Sonstiges Geschäft“ ausgewiesen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
7. Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL) umfasst einerseits das Veräußerungs- und Bewertungsergebnis von
designierten finanziellen Schulden sowie jener Derivate, die im Rahmen der Fair Value Option (FVO) in einer Sicherungsbeziehung zu einem
designierten Grundgeschäft stehen.
Andererseits wird in dieser Position das Veräußerungs- und Bewertungsergebnis von verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumenten (FVPL-M) ausgewiesen. Dieses beinhaltet neben dem Veräußerungs- und Bewertungsergebnis von Krediten und Wert-
papieren, welche die SPPI-Kriterien nicht erfüllen, insbesondere auch das Nettoergebnis aus dem aufgrund IFRS 9.B4.1.6 verpflichtend
zum Fair Value zu bewertenden Sondervermögen, bestehend aus den Finanzinstrumenten der strukturierten Unternehmen (Spezialfonds)
DASAA, EURAN und GLAN, welche im ersten Quartal 2021 zur Gänze veräußert wurden. Zudem enthält diese Position das Veräußerungser-
gebnis von Eigenkapitalinstrumenten, für welche die Wahlmöglichkeit zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im Sons-
tigen Ergebnis nicht in Anspruch genommen wurde.
In TEUR 2021 2020
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten – FVO 575 101.712
Veräußerungsergebnis 3.662 695
Verbriefte Verbindlichkeiten 3.662 695
Bewertungsergebnis -3.087 101.017
Einlagen / Aufgenommene Gelder 27.732 94.759
Verbriefte Verbindlichkeiten 11.635 11.315
Derivative Finanzinstrumente -42.454 -5.057
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten – FVPL-M -1.031 -715
Veräußerungsergebnis -647 -2.362
Schuldverschreibungen -419 -573
Sondervermögen -260 -1.789
Beteiligungen 32 0
Bewertungsergebnis -384 1.680
Schuldverschreibungen -692 -380
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 667 0
Sondervermögen 0 2.080
Kredite und Forderungen -359 -20
Abschreibungen aufgrund Wertminderung 0 -33
Gesamt -456 100.997
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten – FVO enthält in der Vergleichsperiode Bewertungseffekte aus der Laufzeitverkürzung von Ver-
bindlichkeiten in Folge der fortgesetzten Neustrukturierung der Refinanzierungssituation im Konzern in Höhe von rund 101 Mio. EUR. Unter
anderem wurden unter Berücksichtigung des Liquiditätsbedarfs Kapitalmarktrefinanzierungen (FVPL-FVO) vorzeitig gekündigt sowie geän-
derte Kündigungswahrscheinlichkeiten in der Bewertung entsprechend berücksichtigt.
Die Veränderung im Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten – FVPL-M resultiert in erster Linie aus dem Abgang des Sondervermögens.
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
8. Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten
Im Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten wird das Veräußerungsergebnis sowohl finanziel-
ler Vermögenswerte als auch finanzieller Verbindlichkeiten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ausgewiesen.
Dieses beinhaltet auch das Ergebnis aus substanziellen Modifikationen sowie das realisierte Ergebnis aus Hedge Adjustments aus dem
vorzeitigen Abgang von Grundgeschäften, die dem Portfolio Fair Value Hedge Accounting gewidmet wurden. Zudem wird in dieser Position
das Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, welche aufgrund des Geschäftsmodells als erfolgsneutral zum bei-
zulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis bewertet werden, dargestellt.
In TEUR 2021 2020
Veräußerungsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – AC 234 -1.043
Schuldverschreibungen 50 103
Gewinne aus der Ausbuchung 108 131
Verluste aus der Ausbuchung -58 -28
Kredite und Forderungen 184 -1.146
Gewinne aus der Ausbuchung 319 11
Verluste aus der Ausbuchung -135 -1.157
Veräußerungsergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – FVOCI 2.610 1.506
Schuldverschreibungen 2.610 1.506
Veräußerungsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten – AC -470 -229
aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 -14
aus Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 346
Verbriefte Verbindlichkeiten -470 -561
Gesamt 2.374 234
Das Veräußerungsergebnis von finanziellen Vermögenswerten AC betrifft das Abgangsergebnis aus (Teil-)Tilgungen, Gewinne (Vj: Verluste)
aus der Auflösung von Basis Adjustments sowie aus substanziellen Modifikationen, jenes der finanziellen Vermögenswerte FVOCI resultiert
ausschließlich aus der Veräußerung von Wertpapieren.
Das Veräußerungsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten AC betrifft Verluste aus der Rücknahme von begebenen Emissionen. Im Vor-
jahr waren darüber hinaus Gewinne aus der Auflösung von Basis Adjustments enthalten.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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9. Sonstiges betriebliches Ergebnis
Im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind unter anderem Erträge aus der Weiterverrechnung von IT-Dienstleistungen, Beiträge an
Sicherungseinrichtungen sowie sonstige Steuern enthalten.
In TEUR 2021 2020
Sonstige betriebliche Erträge 103.396 71.162
Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1.313 1.082
IT-Dienstleistungen 34.733 35.420
Übrige betriebliche Erträge 67.350 34.660
Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.221 -14.214
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -90 -43
Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien -130 -83
Sonstige Steuern -3.490 -3.136
Beiträge an Sicherungseinrichtungen -7.833 -6.661
Übrige betriebliche Aufwendungen -4.678 -4.291
Gesamt 87.175 56.948
Die übrigen betrieblichen Erträge enthalten mit einem Betrag von 24.499 TEUR den Ertrag aus dem Anfang des Jahres 2021 erfolgten Ver-
kauf der Hypo-Filialen Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und Schladming.
In den Sonstigen Steuern ist im Wesentlichen der Aufwand für die Stabilitätsabgabe in Höhe von 3.594 TEUR (Vj: 3.056 TEUR) enthalten.
Aufgrund der EU-Richtlinien 2014/49/EU und 2014/59/EU zum Bankenabwicklungsfonds und zum Spareinlagen-Sicherungssystem, in Öster-
reich umgesetzt durch das BaSAG (Banken-Sanierungs- und Abwicklungsgesetz) sowie durch das ESAEG (Einlagensicherungs- und Anle-
gerentschädigungsgesetz), sind Kreditinstitute seit 2015 verpflichtet, Beiträge aus diesem Titel an Sicherungseinrichtungen zu entrichten.
Das ESAEG schreibt vor, dass jede Sicherungseinrichtung einen Einlagensicherungsfonds einzurichten hat, welcher mittels jährlicher Bei-
tragsvorschreibung an die Mitgliedsinstitute bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Höhe von zumindest 0,8 % der Summe der gedeckten
Einlagen der Mitgliedsinstitute auszustatten ist. Die Rolle der Sicherungseinrichtung für die Raiffeisen Bankengruppe Österreich hat mit
Stichtag 29. November 2021 die Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen (davor Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H.)
übernommen.
Zur Finanzierung der gesetzlichen Einlagensicherung durch Aufbau eines ex-ante Fonds i. S. d. § 13 ESAEG sind gemäß § 21 ESAEG jähr-
lich Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß § 23 ESAEG nach der Höhe der gedeckten Einlagen und der Ausprägung
der Risiken, denen das Institut ausgesetzt ist.
Darüber hinaus kann die Sicherungseinrichtung pro Kalenderjahr Sonderbeiträge in der Höhe von maximal 0,5 % der Summe der gedeck-
ten Einlagen der Mitgliedsinstitute einheben. Diese Schwelle kann im Einzelfall durch die Genehmigung der FMA auch überschritten wer-
den. Die Höhe des Sonderbeitrags bestimmt sich gemäß § 22 ESAEG als Verhältnis des zuletzt fälligen Jahresbeitrags der Raiffeisen-Lan-
desbank Steiermark AG zur Gesamtsumme der zuletzt fälligen Jahresbeiträge aller Mitglieder der Sicherungseinrichtung. In den Jahren
2020 und 2021 hat die ESA einen Großteil der im Einlagensicherungsfonds vorhandenen Mittel für die Entschädigung der Einleger in den
Sicherungsfällen Autobank AG, Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG und Anglo Austrian AAB AG verwendet. Der dafür aufge-
wendete Betrag i. H. v. rund 625 Mio. EUR musste allerdings nicht sofort wieder aufgefüllt werden, sondern kann in Abstimmung mit der FMA
auf die verbleibenden Jahre bis zur Erreichung der Zielausstattung 2024 verteilt werden. Für das Geschäftsjahr 2021 wurde seitens des RLB
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Steiermark Konzerns ein Beitrag von 2.393 TEUR (Vj: 1.935 TEUR) geleistet, welcher auch den aliquoten Anteil für die Wiederauffüllung des
Fonds enthält. Zahlungsverpflichtungen i. S. d. § 7 Abs. 1 Z. 13 ESAEG wurden nicht verwendet.
Durch das BaSAG wurde die EU-Richtlinie 2014 /59/EU über die Festlegung eines Rahmens für die Sanierung und Abwicklung von Kredit-
instituten und Wertpapierfirmen in Österreich umgesetzt.
Zur Finanzierung des gesetzlichen Abwicklungsfinanzierungsmechanismus sind durch Aufbau eines ex-ante Fonds i. S. d. § 123 BaSAG
gemäß § 125 BaSAG regelmäßige Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß § 126 BaSAG nach dem Verhältnis der
Höhe der Verbindlichkeiten abzüglich der gesicherten Einlagen des Instituts zu den aggregierten Verbindlichkeiten abzüglich gesicherter
Einlagen aller in Österreich zugelassenen Institute. Diese Beiträge sind entsprechend dem Risikoprofil des Instituts anzupassen. Im Ge-
schäftsjahr 2021 hat der RLB Steiermark Konzern einen Beitrag von 5.439 TEUR (Vj: 4.726 TEUR) geleistet. Unwiderrufliche Zahlungsver-
pflichtungen wurden nicht verwendet.
Darüber hinaus kann die Abwicklungsbehörde im Bedarfsfall gemäß § 127 BaSAG außerordentliche nachträgliche Beiträge einheben. Die
Berechnung der Höhe dieser Beiträge folgt den Regeln der ordentlichen Beiträge i. S. d. § 126 BaSAG und darf den dreifachen Jahresbe-
trag der ordentlichen Beiträge nicht überschreiten.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
10. Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
In TEUR 2021 2020
Personalaufwand -91.900 -98.739
Löhne und Gehälter -68.431 -73.564
Soziale Abgaben -17.380 -18.562
Freiwilliger Sozialaufwand -1.822 -1.825
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen -4.267 -4.788
Sachaufwand -61.104 -60.251
IT-Aufwand -28.296 -30.128
Instandhaltungsaufwand -4.648 -3.213
Hausbetriebsaufwand -4.241 -4.279
Rechts- und Beratungsaufwand -9.887 -7.900
Werbe- und Repräsentationsaufwand -3.536 -3.674
Schulungsaufwand -547 -680
Büroaufwand -3.047 -3.018
Fuhrparkaufwand -490 -473
Sonstiger Sachaufwand -6.412 -6.886
Abschreibungen -14.584 -16.613
Sachanlagen -9.042 -10.890
Immaterielle Vermögenswerte -3.854 -3.779
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -529 -508
Nutzungsrechte -1.159 -1.436
Gesamt -167.588 -175.603
Der Rückgang der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Mitarbeiterstand (u. a. aufgrund der Übertragung
von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Zuge der Abgabe der Filialen/Standorte Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und Schladming an die
örtlichen Raiffeisenbanken) sowie aus dem im Vorjahr ausgewiesenen Einmalaufwand für die Dotierung von Rückstellungen für Abfindungszah-
lungen aufgrund der vorzeitigen Beendigung von Arbeitsverhältnissen und für Personalmaßnahmen i. Z. m. der Neustrukturierung des Kon-
zerns.
In der Vergleichsperiode waren im Rahmen der Filialabgaben bzw. –schließungen erhöhte Abschreibungen erforderlich. Zudem waren im
Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen für die aktivierten Nutzungsrechte zu erfassen.
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STEIERMARK 2021
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11. Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte
In TEUR 2021 2020
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI -13 -244
Neubildungen -134 -264
Auflösungen 121 20
Finanzielle Vermögenswerte – AC 8.258 -38.582
Neubildungen -26.274 -63.101
Auflösungen 33.953 24.821
Direkte Forderungsabschreibungen -119 -1.122
Eingänge auf abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte 702 898
Sonstige Anpassungen -4 -78
Außerbilanzielle Geschäfte 4.257 -14.166
Neubildungen -5.068 -28.473
Auflösungen 9.325 14.307
Gesamt 12.502 -52.992
Die Verbesserung des Ergebnisses im Bereich der Wertminderungen ist einerseits auf die (Netto-)Auflösung von Risikovorsorgen für ausge-
fallene Exposures (Stage 3) mit 5,6 Mio. EUR (Vj: -12,9 Mio. EUR) und andererseits auf die (Netto-)Auflösung von Portfoliowertberichtigun-
gen (Wertminderungen Stage 1 und 2) mit 6,3 Mio. EUR (Vj: -39,8 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Portfoliowertberichtigungen enthalten
nach wie vor COVID-19 bedingte Risikovorsorgen, welche in der abgelaufenen Periode teilweise aufgelöst werden konnten, da im Gegen-
satz zu den vorangegangenen Berichtsstichtagen im Segment „Privatkunden“ ein Post Model Adjustment nicht mehr erforderlich war (siehe
Kapitel „Wertminderungen“).
Zu weiteren Detailangaben über die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte siehe Note 13 „Barreserve und Sichtguthaben“, Note 14
„Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)“, Note 16 „Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)“, Note 31 „Rückstellun-
gen“ sowie das Kapitel „Risikobericht“.
In der Position „Sonstige Anpassungen“ sind Gewinne und Verluste aus bonitätsinduzierten Vertragsänderungen von Finanzinstrumenten in
Höhe von 4 TEUR (Vj: 7 TEUR) bzw. -8 TEUR (Vj: -85 TEUR) enthalten.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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12. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die Ertragsteueraufwendungen beinhalten die in den Konzernunternehmen auf Basis der steuerlichen Ergebnisse errechneten laufenden
Ertragsteuern, Ertragsteuerkorrekturen sowie die Veränderungen der latenten Steuern.
In TEUR 2021 2020
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.830 -1.403
Latente Steuern -23.610 -9.222
Gesamt -26.440 -10.625
Zu Detailangaben über die latente Steuer siehe Note 32 „Laufende und latente Ertragsteuerforderungen und -schulden“.
Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen Konzernergebnis und effektiver Steuerbelastung:
In TEUR 2021 2020
Konzernergebnis vor Steuern 115.439 37.748
Rechnerischer Ertragssteueraufwand im Geschäftsjahr
zum inländischen Ertragssteuersatz von 25 %
-28.860 -9.437
At equity Bilanzierung von assoziierten Unternehmen 2.755 -12.467
Steuerminderung aufgrund von steuerbefreiten Beteiligungserträgen und sonstigen Erträgen 3.033 1.286
Steuermehrung aufgrund von steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen -1.654 -1.260
Minderung des laufenden Steueraufwandes aufgrund Änderung der Verwertbarkeit von
Verlustvorträgen und Beteiligungsabschreibungen
966 927
Minderung des latenten Steueraufwandes aufgrund Änderung der Verwertbarkeit von
Verlustvorträgen und Beteiligungsabschreibungen
0 10.228
Änderung latenter Steuern infolge einer bisher nicht berücksichtigten temporären Differenz 7 806
Latenter Steueraufwand infolge Abwertung eines latenten Steueranspruchs / Aufhebung einer
früheren Abwertung eines latenten Steueranspruchs
-64 21
Periodenfremde Ertragsteuern -3.569 -601
Sonstige Anpassungen 946 -128
Effektiver Steueraufwand -26.440 -10.625
Steuerquote in Prozent -22,90 % -28,15 %
219
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die Grundlage für die Segmentberichterstattung bildet die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Finanzbericht-
erstattung. Damit folgt die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 „Operating Segments“ dem sogenannten „Management Approach“,
der verlangt, dass die Segmentinformationen extern so darzustellen sind, wie sie vom Gesamtvorstand regelmäßig zur Allokation von Res-
sourcen und zur Beurteilung der Ertragskraft vorgenommen werden.
Hierbei handelt es sich um eine stufenweise Deckungsbeitragsrechnung. Die Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht
zugeordnet. Ertragspositionen sind der Zinsüberschuss, Dividendenerträge, der Provisionsüberschuss, das Ergebnis aus at equity bilan-
zierten Unternehmen, das Handelsergebnis, das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten sowie das Sonstige
betriebliche Ergebnis, wobei der Zinsüberschuss auf Basis der Marktzinsmethode kalkuliert wird.
Die Wertminderungen beinhalten Neubildungen und Auflösungen für finanzielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Geschäfte sowie Di-
rektabschreibungen und Eingänge aus abgeschriebenen finanziellen Vermögenswerten. Die Verwaltungsaufwendungen beinhalten direkte
und indirekte Kosten. Die direkten Kosten (Personal- und Sachkosten) werden von den Geschäftsfeldern verantwortet, die indirekten Kosten
werden auf Basis von internen Verrechnungspreisen bzw. vereinbarten Schlüsseln zugeordnet.
Die Basis für die Verteilung des Eigenkapitals bildet das entsprechend der internen Risikoermittlung und -steuerung errechnete Gesamtri-
siko der einzelnen Segmente. Der Nettozinsnutzen wird auf Basis des allozierten Eigenkapitals ermittelt und im Nettozinsertrag dargestellt.
Die Geschäftsfelder werden wie selbstständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung dargestellt.
Die Zurechnung der Aufwendungen zu den Segmenten erfolgt auf Basis der Kostenrechnung und der dort definierten einheitlichen Verrech-
nungsstandards.
Das Kriterium für die Abgrenzung der Geschäftsfelder ist die Betreuungszuständigkeit für die Kunden des RLB Steiermark Konzerns.
Die Segmentberichterstattung unterscheidet folgende Geschäftsfelder:
Kommerzkunden
Privatkunden
Kapitalmarkt und Treasury
Beteiligungen
Sonstige
Kommerzkunden
Im Geschäftsfeld „Kommerzkunden“ konzentriert sich der RLB Steiermark Konzern in seiner strategischen Ausrichtung auf den Sektor In-
dustrie, Projektfinanzierungen im In- und Ausland, KMU, institutionelle Kunden sowie auf die öffentliche Hand. Es beinhaltet das klassische
Kreditgeschäft (z. B. Kontokorrentkredite, Barvorlagen, Direktkredite) und Risikobeteiligungen für Kommerzkunden, Handels- und Exportfi-
nanzierung, Dokumentengeschäft und die Erbringung von Leasingfinanzierungen in allen relevanten Sparten. Zudem werden den Kunden
maßgeschneiderte Lösungen im Bereich des Zahlungsverkehrs, der Risikoabsicherung, der Vorsorge sowie im Liquiditäts- und Veranla-
gungsmanagement angeboten.
SEGMENTBERICHT-
ERSTATTUNG
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
Privatkunden
Das Geschäftsfeld „Privatkunden“ enthält das Retailgeschäft, das Private Banking inklusive der Geschäftsbeziehungen im Kundensegment
Ärzte und Freie Berufe. Die Betreuung der Privatkunden erfolgt in insgesamt 16 Bankstellen in der Steiermark, inklusive den zentralen Bera-
tungsstellen für das Private Banking und Ärzte und Freie Berufe. Zur Zielgruppe gehören alle Privatpersonen sowie Kleinbetriebe und
selbstständig Erwerbstätige. Im Retailgeschäft werden weitestgehend standardisierte Produkte im Bereich Veranlagung (Wertpapiere und
Spareinlagen, Bausparen), Finanzierung (Wohnbaukredite, Konsumkredite), Zahlungsverkehr (Giro- bzw. Gehaltskonten, Kreditkarten) so-
wie Vorsorge (Er-/Ablebensversicherungen) angeboten. Im Private Banking liegt der produktmäßige Schwerpunkt in der Veranlagung (Wert-
papiere), im Teilbereich Center Ärzte und Freie Berufe in der Finanzierung (Investitionsfinanzierungen), wobei für beide Kundengruppen eine
ganzheitliche Beratung angeboten wird. Mit Stichtag 1. Jänner 2021 wurden vier Hypo Filialen (Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und
Schladming) an die jeweils örtliche Raiffeisenbank verkauft.
Kapitalmarkt und Treasury
Das Geschäftsfeld „Kapitalmarkt und Treasury“ umfasst insbesondere das Ergebnis aus der Steuerung des Bankbuchs (Strukturbeitrag)
und das Ergebnis des Handelsbuchs, sowie die Eigenpositionierung mit Zins- bzw. Kursprodukten (Geldmarktdepots, Termingeschäfte,
Optionen). Darunter fallen Zinsgeschäfte, Währungsgeschäfte, das Liquiditätsmanagement und das Aktiv/Passiv-Management (Fristen-
transformation). Dazu kommen das Portfoliomanagement von Renten, Fonds sowie kurz- und langfristige alternative Investments (Kombi-
nation von Wertpapierprodukten mit derivativen Produkten).
Der Handel mit Finanzinstrumenten erfolgt zentral und unterliegt streng kontrollierten Limiten. Während die Eigengeschäfte vollständig unter
diesem Segment ausgewiesen werden, sind Beiträge aus kundenbezogenen Treasury-Transaktionen anderen Segmenten zugeordnet. Je-
ner Teil des Ergebnisbeitrags, der über den im Markt erzielbaren Preisen liegt, wird den Kundenbereichen zugeordnet.
Beteiligungen
Das Geschäftsfeld „Beteiligungen“ beinhaltet das bank- bzw. finanzinstitutsorientierte Beteiligungsportefeuille, inklusive der assoziierten
Unternehmen, die at equity bilanziert werden. Wichtigster Bestandteil sind die Beteiligungen im Allfinanzbereich, insbesondere die Beteili-
gungen im Verbund, wie jene an der RBI. Ebenfalls in diesem Segment werden die Aktivitäten im Zusammenhang mit den Raiffeisenbanken
der Primärebene abgebildet. Betreffen derartige Aktivitäten jedoch das Zwischenbankgeschäft, so sind sie im Segment „Kapitalmarkt und
Treasury“ enthalten.
Sonstige
Im Segment „Sonstige“ werden insbesondere die Erträge und Aufwendungen des Rechenzentrums abgebildet, welches IT-Leistungen an
Raiffeisenbanken und an andere Drittkunden erbringt. Weiters werden hier Erträge und Aufwendungen dargestellt, die inhaltlich keinem
anderen Geschäftsfeld zugerechnet werden.
Die Spalte „Überleitung“ ist nicht als Segment definiert, sie stellt die Überleitung zum Konzernergebnis dar und enthält im Wesentlichen
Beträge aus der Konsolidierung.
Im RLB Steiermark Konzern werden zwei zentrale Steuerungsgrößen eingesetzt. Der Return on Equity errechnet sich aus dem Verhältnis
Konzernergebnis vor Steuern zum durchschnittlich eingesetzten Eigenkapital und zeigt die Verzinsung des im Geschäftsbereich eingesetz-
ten Kapitals.
Die Cost/Income-Ratio stellt die Kosteneffizienz der Geschäftsfelder dar. Die Cost/Income-Ratio errechnet sich als Quotient aus den Verwal-
tungsaufwendungen und den Betriebserträgen. Die Berechnung erfolgt ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten.
221
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Geschäftsjahr 2021
In TEUR
Kommerz-
kunden
Privat-
kunden
Kapital-
markt und
Treasury
Beteili-
gungen Sonstige Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 76.905 12.136 29.693 -10.752 2.382 -3 110.361
Dividendenerträge 0 0 0 7.210 0 -819 6.391
Ergebnis aus at equity
bilanzierten Unternehmen
0 0 0 11.020 0 0 11.020
Provisionsüberschuss 16.921 11.875 4.049 11.072 -91 -10 43.816
Handelsergebnis 169 140 9.844 0 0 0 10.153
Nettoergebnis aus
finanziellen
Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten
1)
-1.525 0 3.134 0 0 0 1.609
Sonstiges betriebliches
Ergebnis
3.423 85 168 38.364 71.368 -26.233 87.175
Betriebserträge 95.893 24.236 46.888 56.914 73.659 -27.065 270.525
Verwaltungsaufwendungen -30.898 -27.654 -13.363 -42.649 -79.076 26.052 -167.588
Betriebsergebnis 64.995 -3.418 33.525 14.265 -5.417 -1.013 102.937
Wertminderungen auf
finanzielle Vermögenswerte
6.852 4.890 120 640 0 0 12.502
Konzernergebnis vor
Steuern
71.847 1.472 33.645 14.905 -5.417 -1.013 115.439
Ø zugeordnetes
Eigenkapital
410.079 37.133 419.766 747.506 - - 1.614.484
Return on Equity 17,52 % 3,96 % 8,02 % 1,99 % - - 7,15 %
Cost/Income-Ratio
2)
32,22 % >100 % 28,50 % 24,61 % >100 % - 43,31 %
1)
Im Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten sind die GuV-Positionen „Ergebnis aus Hedge Accounting“, „Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L
(FVPL)“ und „Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten“ zusammengefasst.
2)
Berechnung Cost/Income-Ratio: Verwaltungsaufwendungen / Betriebserträge (exkl. Sondereffekt aus der Wertminderung der Beteiligung an der RBI i.H.v. 116.396 TEUR)
Der Buchwert der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen mit 869.048 TEUR (Vj: 885.093 TEUR) betrifft das Segment „Beteiligungen“.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
222
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Geschäftsjahr 2020
In TEUR
Kommerz-
kunden
Privat-
kunden
Kapital-
markt und
Treasury
Beteili-
gungen
Sonstige Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 90.056 17.140 13.761 -11.190 1.979 2.536 114.282
Dividendenerträge 0 0 0 7.090 0 -2.368 4.722
Ergebnis aus at equity
bilanzierten Unternehmen
0 0 0 -49.867 0 0 -49.867
Provisionsüberschuss 14.789 12.301 4.487 10.425 -209 -903 40.890
Handelsergebnis 185 287 799 0 0 -2.804 -1.533
Nettoergebnis aus
finanziellen
Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten
1)
1.026 0 99.614 0 0 261 100.901
Sonstiges betriebliches
Ergebnis
5.426 2.491 -55 48.528 52.987 -52.429 56.948
Betriebserträge 111.482 32.219 118.606 4.986 54.757 -55.707 266.343
Verwaltungsaufwendungen -34.166 -35.345 -16.428 -52.301 -93.070 55.707 -175.603
Betriebsergebnis 77.316 -3.126 102.178 -47.315 -38.313 0 90.740
Wertminderungen auf
finanzielle Vermögenswerte
-43.528 -8.263 -137 -1.150 86 0 -52.992
Konzernergebnis vor
Steuern
33.788 -11.389 102.041 -48.465 -38.227 0 37.748
Ø zugeordnetes
Eigenkapital
374.977 41.578 384.016 794.654 - - 1.595.225
Return on Equity 9,01 % - 26,57 % - - - 2,37 %
Cost/Income-Ratio
2)
30,65 % >100 % 13,85 % 40,32 % >100 % - 44,90 %
1)
Im Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten sind die GuV-Positionen „Ergebnis aus Hedge Accounting“, „Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L
(FVPL)“ und „Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten“ zusammengefasst.
2)
Berechnung Cost/Income-Ratio: Verwaltungsaufwendungen / Betriebserträge (exkl. Sondereffekt aus der Wertminderung der Beteiligung an der RBI i.H.v. -124.728 TEUR)
223
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
13. Barreserve und Sichtguthaben
In TEUR 2021 2020
Kassenbestand 313.194 17.374
Guthaben bei Zentralbanken 3.136.718 2.313.002
Sichtguthaben 1.621.167 1.304.935
Gesamt 5.071.079 3.635.311
In den Guthaben bei Zentralbanken und den Sichtguthaben (bei Kreditinstituten) wurden per 31. Dezember 2021 Wertminderungen in Höhe
von 127 TEUR (Vj: 144 TEUR) berücksichtigt.
Der Anstieg bei den Zentralbank- und Sichtguthaben ist vorwiegend auf langfristige Refinanzierungsgeschäfte am Kapitalmarkt, die erneute
Teilnahme am TLTRO III-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der EZB und dem damit einhergehenden erhöhten Be-
stand an liquiden Mitteln zurückzuführen.
Für eine detaillierte Darstellung der Veränderung dieser Bilanzposition verweisen wir auf die „Geldflussrechnung“.
ERL
Ä
UTERUNGEN
ZUR BILANZ
JAHRESFINANZBERICHT 2021
224
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
14. Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC)
Sämtliche hier ausgewiesenen Forderungen und Wertpapiere sind dem Geschäftsmodell „Halten“ zugeordnet und führen zu festgelegten
Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Der Buch-
wert bzw. der Buchwert vor Wertminderung von gesicherten Grundgeschäften beinhaltet auch das darauf entfallende Hedge Adjustment.
2021 2020
In TEUR
Buchwert
vor Wert-
minderung
Kumulierte
Wertmin-
derungen Buchwert
Buchwert
vor Wert-
minderung
Kumulierte
Wertmin-
derungen Buchwert
Schuldverschreibungen 1.716.217 -519 1.715.698 1.876.528 -657 1.875.871
Staatssektor 472.079 -33 472.046 490.206 -58 490.148
Kreditinstitute 1.153.785 -368 1.153.417 1.284.914 -354 1.284.560
Sonstige Finanzunternehmen 47.676 -18 47.658 38.125 -26 38.099
Nichtfinanzielle Unternehmen 42.677 -100 42.577 63.283 -219 63.064
Kredite und Forderungen 8.877.140 -154.363 8.722.777 8.415.759 -176.114 8.239.645
Staatssektor 285.856 -74 285.782 311.419 -55 311.364
Kreditinstitute 1.363.448 -116 1.363.332 1.214.219 -105 1.214.114
Sonstige Finanzunternehmen 370.653 -12.160 358.493 312.633 -13.605 299.028
Nichtfinanzielle Unternehmen 5.371.214 -104.972 5.266.242 5.098.449 -117.159 4.981.290
Haushalte 1.485.969 -37.041 1.448.928 1.479.039 -45.190 1.433.849
Forderungen aus
Leasingverhältnissen
118.503 -1.410 117.093 132.318 -2.000 130.318
Staatssektor 2.954 -3 2.951 3.335 -5 3.330
Sonstige Finanzunternehmen 18.411 -812 17.599 18.359 -753 17.606
Nichtfinanzielle Unternehmen 96.002 -585 95.417 109.385 -1.241 108.144
Haushalte 1.136 -10 1.126 1.239 -1 1.238
Gesamt 10.711.860 -156.292 10.555.568 10.424.605 -178.771 10.245.834
Von den Schuldverschreibungen entfällt ein Betrag (vor Wertminderung) von 1.566.224 TEUR (Vj: 1.724.034 TEUR) auf börsenotierte Wert-
papiere, ein Betrag (vor Wertminderung) von 149.993 TEUR (Vj: 152.494 TEUR) betrifft nicht börsenotierte Titel.
225
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
In den folgenden Tabellen werden sowohl die Entwicklung der Bruttobuchwerte als auch die Entwicklung der Wertminderung der finanziel-
len Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) getrennt für jede Klasse von Finanzinstrumenten dargestellt. Der RLB Steiermark Konzern weist
keine Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen in Stage 1 aus, da die Option, Wertminderungen auf Forderungen aus Leasing-
verhältnissen stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu berechnen („Simplified Approach“), gewählt wurde. Seit dem
Berichtsstichtag 31. Dezember 2021 wird ein allfälliges Hedge Adjustment in der Bruttobuchwertüberleitung angeführt.
Geschäftsjahr 2021
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Bruttobuchwert per 31.12.2020 1.842.398 6.386 0 1.848.784
Veränderungen aufgrund Transfers 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 1 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 2 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 3 0 0 0 0
Veränderungen aufgrund nicht substanzieller
Modifikationen
0 0 0 0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 123.173 0 0 123.173
Veränderungen aufgrund von Abgängen -244.910 -3.846 0 -248.756
Abschreibungen 0 0 0 0
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -6.984 0 0 -6.984
Bruttobuchwert per 31.12.2021 1.713.677 2.540 0 1.716.217
Die sonstigen Veränderungen beinhalten im Geschäftsjahr auch das Hedge Adjustment des Vorjahres in Höhe von 27.744 TEUR, welches
zum Vergleichsstichtag nicht im Bruttobuchwert ausgewiesen wurde.
Schuldverschreibungen
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2021 645 12 0 657
Transfers 0 0 0 0
Neugeschäft 28 0 0 28
Abgänge -107 -12 0 -119
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -47 0 0 -47
Stand 31.12.2021 519 0 0 519
JAHRESFINANZBERICHT 2021
226
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Geschäftsjahr 2020
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Bruttobuchwert per 31.12.2019 1.737.498 15.290 0 1.752.788
Veränderungen aufgrund Transfers 8.909 -8.909 0 0
- Transfer nach Stage 1 15.290 -15.290 0 0
- Transfer nach Stage 2 -6.381 6.381 0 0
- Transfer nach Stage 3 0 0 0 0
Veränderungen aufgrund nicht substanzieller
Modifikationen
0 0 0 0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 315.253 0 0 315.253
Veränderungen aufgrund von Abgängen -214.443 0 0 -214.443
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -4.819 5 0 -4.814
Bruttobuchwert per 31.12.2020 1.842.398 6.386 0 1.848.784
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2020 137 352 0 489
Transfers 348 -348 0 0
Neugeschäft 94 0 0 94
Abgänge -14 0 0 -14
Bestandsgeschäft / sonstige
Veränderungen 80 8 0 88
Stand 31.12.2020 645 12 0 657
227
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Geschäftsjahr 2021
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Bruttobuchwert per 31.12.2020 2.046.239 6.105.684 219.192 8.371.115
Veränderungen aufgrund Transfers 1.043.627 -1.066.858 23.231 0
- Transfer nach Stage 1 1.108.580 -1.108.540 -40 0
- Transfer nach Stage 2 -63.437 63.657 -220 0
- Transfer nach Stage 3 -1.516 -21.976 23.492 0
Veränderungen aufgrund nicht substanzieller
Modifikationen
-1.113 -2.967 0 -4.080
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 972.424 1.019.734 9.927 2.002.085
Veränderungen aufgrund von Abgängen -529.903 -873.247 -26.514 -1.429.664
Abschreibungen 0 0 -13.065 -13.065
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -97.762 61.136 -12.625 -49.251
Bruttobuchwert per 31.12.2021 3.433.512 5.243.482 200.146 8.877.140
Die sonstigen Veränderungen beinhalten im Geschäftsjahr auch das Hedge Adjustment des Vorjahres in Höhe von 44.645 TEUR, welches
zum Vergleichsstichtag nicht im Bruttobuchwert ausgewiesen wurde.
Kredite und Forderungen
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2021 1.625 28.299 146.190 176.114
Transfers 3.214 -3.214 0 0
Neugeschäft 1.133 8.567 5.994 15.694
Abgänge -73 -3.359 -12.220 -15.652
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -3.260 -3.335 -2.232 -8.827
Verbrauch 0 0 -12.966 -12.966
Stand 31.12.2021 2.639 26.958 124.766 154.363
JAHRESFINANZBERICHT 2021
228
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Geschäftsjahr 2020
Für Zwecke der Bruttobuchwertüberleitung wurden die per 31. Dezember 2020 gemäß IFRS 5 bilanzierten Vermögenswerte auf Basis ihrer
Buchwerte per 1. Jänner 2020 in die Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ umgegliedert.
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Bruttobuchwert per 31.12.2019 7.805.786 230.589 241.832 8.278.207
Umgliederung IFRS 5 -231.012 -18.856 -452 -250.320
Veränderungen aufgrund Transfers -4.964.694 4.951.061 13.633 0
- Transfer nach Stage 1 2.189 -2.189 0 0
- Transfer nach Stage 2 -4.955.202 4.961.741 -6.539 0
- Transfer nach Stage 3 -11.681 -8.491 20.172 0
Veränderungen aufgrund nicht substanzieller
Modifikationen
-2.223 -277 0 -2.500
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 740.679 1.107.213 17.127 1.865.019
Veränderungen aufgrund von Abgängen -1.276.914 -27.147 -28.557 -1.332.618
Abschreibungen 0 0 -12.121 -12.121
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -25.383 -136.899 -12.270 -174.552
Bruttobuchwert per 31.12.2020 2.046.239 6.105.684 219.192 8.371.115
Die in den sonstigen Veränderungen enthaltenen Zinserträge auf wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte für sämtliche Fremdkapitalin-
strumente betragen in der Berichtsperiode 1.852 TEUR (Vj: 1.902 TEUR).
Der vertragsrechtlich ausstehende Betrag von finanziellen Vermögenswerten, die während des Berichtszeitraums abgeschrieben wurden
und noch einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen, beträgt zum Berichtsstichtag 12.384 TEUR (Vj: 12.189 TEUR).
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2020 3.984 3.340 144.960 152.284
Umgliederung IFRS 5 -189 -268 0 -457
Transfers -2.546 2.546 0 0
Neugeschäft 611 7.559 13.902 22.072
Abgänge -653 -454 -2.745 -3.852
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen 418 15.576 2.040 18.034
Verbrauch 0 0 -11.967 -11.967
Stand 31.12.2020 1.625 28.299 146.190 176.114
229
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Geschäftsjahr 2021
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Bruttobuchwert per 31.12.2020 0 132.318 0 132.318
Veränderungen aufgrund Transfers 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 1 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 2 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 3 0 0 0 0
Veränderungen aufgrund nicht substanzieller
Modifikationen
0 0 0 0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 0 31.312 0 31.312
Veränderungen aufgrund von Abgängen 0 -32.713 0 -32.713
Abschreibungen 0 -21 0 -21
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen 0 -12.393 0 -12.393
Bruttobuchwert per 31.12.2021 0 118.503 0 118.503
Forderungen aus Leasingverhältnissen
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2021 0 2.000 0 2.000
Transfers 0 0 0 0
Neugeschäft 0 117 0 117
Abgänge 0 -186 0 -186
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen 0 -521 0 -521
Stand 31.12.2021 0 1.410 0 1.410
JAHRESFINANZBERICHT 2021
230
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Geschäftsjahr 2020
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Bruttobuchwert per 31.12.2019 0 131.638 0 131.638
Veränderungen aufgrund Transfers 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 1 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 2 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 3 0 0 0 0
Veränderungen aufgrund nicht substanzieller
Modifikationen
0 0 0 0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 0 34.561 0 34.561
Veränderungen aufgrund von Abgängen 0 -23.405 0 -23.405
Abschreibungen 0 -966 0 -966
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen 0 -9.510 0 -9.510
Bruttobuchwert per 31.12.2020 0 132.318 0 132.318
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2020 0 1.710 0 1.710
Transfers 0 0 0 0
Neugeschäft 0 250 0 250
Abgänge 0 -14 0 -14
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen 0 54 0 54
Stand 31.12.2020 0 2.000 0 2.000
231
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
15. Finanzielle Vermögenswerte – Held for Trading (HFT)
Die Handelsaktiva umfassen zu Handelszwecken dienende Schuldverschreibungen sowie positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente,
welche einerseits Handels- und andererseits Sicherungszwecken dienen, die jedoch nicht die Voraussetzungen für die Anwendung der Hedge
Accounting Regelungen erfüllen (Economic Hedges).
In TEUR 2021 2020
Fremdkapitalinstrumente 52.098 48.198
Schuldverschreibungen 52.098 48.198
Kreditinstitute 29.875 37.192
Sonstige Finanzunternehmen 22.223 11.006
Derivate (Positive Marktwerte) 411.554 534.062
Positive Marktwerte aus Derivaten zu Handelszwecken 60.711 99.795
aus Zinssatzgeschäften 50.059 94.496
aus Wechselkursgeschäften 10.652 5.299
Positive Marktwerte aus Derivaten zu Sicherungszwecken (Economic Hedges) 350.843 434.267
aus Zinssatzgeschäften 349.079 434.111
aus Wechselkursgeschäften 1.764 156
Gesamt 463.652 582.260
Von den Schuldverschreibungen entfällt ein Betrag von 19.435 TEUR (Vj: 33.454 TEUR) auf börsenotierte Wertpapiere, ein Betrag von
32.663 TEUR (Vj: 14.744 TEUR) betrifft nicht börsenotierte Titel.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
232
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
16. Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI)
Diese Position beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die dem Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“ zugeordnet wurden und deren
vertraglich vereinbarte Zahlungsströme nur Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Darüber hinaus werden in dieser Position auch Eigenkapitalinstrumente dargestellt, für welche die Möglichkeit zur erfolgsneutralen Fair
Value Bewertung gewählt wurde, da der Konzern plant, diese Beteiligungen aus strategischen Gründen langfristig zu halten. Dieses Wahl-
recht wurde für sämtliche Finanzinvestitionen in Anspruch genommen.
In TEUR 2021 2020
Fremdkapitalinstrumente 857.901 854.829
Schuldverschreibungen 857.901 854.829
Staatssektor 137.540 201.618
Kreditinstitute 617.644 591.480
Sonstige Finanzunternehmen 102.717 61.731
Eigenkapitalinstrumente 90.397 82.809
Staatssektor 120 302
Kreditinstitute 1.174 1.132
Sonstige Finanzunternehmen 31.033 26.575
Nichtfinanzielle Unternehmen 58.070 54.800
Gesamt 948.298 937.638
Von den Schuldverschreibungen entfällt ein Betrag von 853.948 TEUR (Vj: 846.571 TEUR) auf börsenotierte Wertpapiere, ein Betrag von
3.953 TEUR (Vj: 8.258 TEUR) betrifft nicht börsenotierte Titel.
Die Investitionen in Eigenkapitalinstrumente FVOCI stellen sich im Überblick wie folgt dar:
In TEUR 2021 2020
Liegenschaftsverwaltung Radmer-Frohnleiten GmbH 13.120 13.208
RVS Raiffeisen Vertrieb und Service GmbH 11.764 12.150
TSI-Terminal und Software Installationen GmbH 10.867 9.080
LKH-Eingangszentrum Errichtungs- und Betreiber GmbH 5.813 5.275
Raiffeisen-Immobilien Steiermark Gesellschaft m.b.H. 5.032 4.012
Restliche Gesellschaften 43.801 39.084
Gesamt 90.397 82.809
233
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
In den folgenden Tabellen wird die Entwicklung der Bruttobuchwerte sowie der Wertminderungen der Schuldverschreibungen FVOCI ge-
zeigt.
Geschäftsjahr 2021
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Bruttobuchwert per 31.12.2020 826.234 0 0 826.234
Veränderungen aufgrund Transfers 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 1 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 2 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 3 0 0 0 0
Veränderungen aufgrund nicht substanzieller
Modifikationen
0 0 0 0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 220.774 0 0 220.774
Veränderungen aufgrund von Abgängen -196.553 0 0 -196.553
Abschreibungen 0 0 0 0
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -886 0 0 -886
Bruttobuchwert per 31.12.2021 849.569 0 0 849.569
Die sonstigen Veränderungen beinhalten im Geschäftsjahr auch das Hedge Adjustment des Vorjahres in Höhe von 8.133 TEUR, welches
zum Vergleichsstichtag nicht im Bruttobuchwert ausgewiesen wurde.
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2021 317 0 0 317
Transfers 0 0 0 0
Neugeschäft 93 0 0 93
Abgänge -38 0 0 -38
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -42 0 0 -42
Stand 31.12.2021 330 0 0 330
JAHRESFINANZBERICHT 2021
234
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STEIERMARK 2021
Geschäftsjahr 2020
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Bruttobuchwert per 31.12.2019 848.007 0 0 848.007
Veränderungen aufgrund Transfers 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 1 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 2 0 0 0 0
- Transfer nach Stage 3 0 0 0 0
Veränderungen aufgrund nicht substanzieller
Modifikationen
0 0 0 0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 236.983 0 0 236.983
Veränderungen aufgrund von Abgängen -260.923 0 0 -260.923
Abschreibungen 0 0 0 0
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen 2.167 0 0 2.167
Bruttobuchwert per 31.12.2020 826.234 0 0 826.234
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2020 73 0 0 73
Transfers 0 0 0 0
Neugeschäft 120 0 0 120
Abgänge -14 0 0 -14
Bestandsgeschäft / sonstige
Veränderungen 138 0 0 138
Stand 31.12.2020 317 0 0 317
235
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
17. Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M)
In dieser Position werden Vermögenswerte ausgewiesen, die zwar den Geschäftsmodellen „Halten“ bzw. „Halten und Verkaufen“ zugeord-
net sind, die SPPI-Kriterien jedoch nicht erfüllen. Weiters wurde zum Vergleichsstichtag in dieser Position das Sondervermögen, bestehend
aus dem Spezialfonds DASAA inklusive dessen Subfonds, welche gemäß IFRS 9.B4.1.6 dem Geschäftsmodell „Sonstiges“ zugeordnet
wurden, dargestellt. Das Sondervermögen wurde im ersten Quartal 2021 verkauft. Ab dem Geschäftsjahr 2021 beinhaltet diese Position
überdies hybride Finanzinstrumente. Darüber hinaus beinhaltete dieser Posten in der Vergleichsperiode Eigenkapitalinstrumente, für welche
die Option zur erfolgsneutralen Fair Value Bewertung nicht ausgeübt wurde.
In TEUR 2021 2020
Fremdkapitalinstrumente 56.855 81.364
Schuldverschreibungen 24.477 42.393
Staatssektor 6.369 7.308
Kreditinstitute 0 20.272
Sonstige Finanzunternehmen 18.108 14.813
Kredite und Forderungen 32.378 38.971
Staatssektor 375 519
Kreditinstitute 0 2.235
Nichtfinanzielle Unternehmen 27.996 31.176
Haushalte 4.007 5.041
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 15.908 0
Eigenkapitalinstrumente 0 2
Nichtfinanzielle Unternehmen 0 2
Sondervermögen 0 351.740
Gesamt 72.763 433.106
Die Schuldverschreibungen – FVPL-M betreffen mit einem Betrag von 0 TEUR (Vj: 20.272 TEUR) börsenotierte Titel und mit einem Betrag
von 24.477 TEUR (Vj: 22.121 TEUR) nicht börsenotierte Instrumente. Die anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind mit einem Betrag
von 15.908 TEUR (Vj: 0 TEUR) nicht börsenotierte Instrumente.
18. Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In TEUR 2021 2020
Positive Marktwerte (dirty price) aus Zinssatzgeschäften 220.103 283.026
Mikro Fair Value Hedges 191.474 282.519
Portfolio Fair Value Hedges 28.629 507
JAHRESFINANZBERICHT 2021
236
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
19. Wertanpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges
In TEUR 2021 2020
Wertanpassungen auf finanzielle Vermögenswerte – AC -31.128 25.541
20. Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen
In TEUR 2021 2020
Kreditinstitute 869.048 885.093
In dieser Bilanzposition wird ausschließlich die Beteiligung (9,95 %) an der börsenotierten Raiffeisen Bank International AG (RBI), Wien,
ausgewiesen. Die RLB Steiermark stellt mit Generaldirektor MMag. Schaller den ersten Vizepräsidenten im Aufsichtsrat der RBI und verfügt
damit über Einfluss auf wesentliche Entscheidungsprozesse der Geschäfts- und Finanzpolitik.
Die Raiffeisen Bank International (RBI) betrachtet Österreich, wo sie als eine führende Kommerz- und Investmentbank tätig ist, sowie Zentral-
und Osteuropa (CEE) als ihren Heimmarkt. 13 Märkte der Region werden durch Tochterbanken abgedeckt, darüber hinaus umfasst die Gruppe
zahlreiche andere Finanzdienstleistungsunternehmen, beispielsweise in den Bereichen Leasing, Vermögensverwaltung und M&A. Insgesamt
betreuen mehr als 46.000 Mitarbeiter der RBI 19 Millionen Kunden in rund 1.800 Geschäftsstellen, der überwiegende Teil davon in CEE.
Das Konzernergebnis konnte im Geschäftsjahr 2021 um 71 Prozent auf 1.372 Mio. EUR gesteigert werden. Somit spiegelt das Konzerner-
gebnis die allgemeine wirtschaftliche Erholung nach dem pandemiebedingten Einbruch im Geschäftsjahr 2020 wider. Der Zinsüberschuss
erhöhte sich um 7 Prozent und profitierte vom hohen Kunden-Kreditwachstum. Der Provisionsüberschuss lag mit einem Anstieg von
18 Prozent auf 1.985 Mio. EUR auf einem noch nie zuvor erreichten Niveau. Zum Anstieg des Konzernergebnisses trugen darüber hinaus
deutlich geringere Risikovorsorgen bei, die mit 295 Mio. EUR um 51 Prozent unter der Vorjahresperiode lagen. Der Anstieg der Verwal-
tungsaufwendungen war neben den M&A-Aktivitäten auch auf die Digitalisierungsinitiativen im Zuge der Umsetzung der Vision, bis 2025
der am meisten empfohlene Finanzdienstleister zu werden, zurückzuführen.
Die NPE Ratio konnte im Geschäftsjahr 2021 weiter gesenkt werden und liegt zum Stichtag bei 1,6 Prozent, die NPE Coverage Ratio be-
trägt 62,5 Prozent. Die Eigenmittel konnten im Geschäftsjahr um 1.217 Mio. EUR erhöht werden. Aufgrund des zeitgleichen Anstiegs der
risikogewichteten Aktiva ergab sich eine Eigenmittelquote (fully loaded) von 17,6 Prozent, was einem Minus von 0,8 Prozentpunkten im
Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die ursprünglich geplante, aber mittlerweile aufgrund der Russland-Ukraine-Krise (siehe dazu insb. Note
64 - Ereignisse nach dem Bilanzstichtag) ausgesetzte Dividendenzahlung von 1,15 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2021 wurde hierbei
bereits in Abzug gebracht.
Aufgrund der bereits im Geschäftsjahr 2021 bestandenen geopolitischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine wurde die Be-
teiligung an der RBI einem Impairment-Test unterzogen. Als erzielbarer Betrag wurde der Nutzungswert als höherer Wert aus Nutzungswert
und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.
Der Unternehmenswert wurde auf Basis der zu erwartenden Cash Flows (Discounted-Cash-Flow-Verfahren) der Konzernunternehmen unter
Berücksichtigung der für Zwecke der Nutzungswertermittlung nötigen Anpassungen ermittelt. Im Rahmen der Bewertung wurden drei Sze-
narien (Low, Mid und High Case) gerechnet, wobei der ermittelte Unternehmenswert des Mid Case Szenarios als Erwartungswert und somit
als Nutzungswert herangezogen wurde. Die Diskontierung der mit dem Bewertungsobjekt erzielbaren Cash Flows erfolgte mit Hilfe e
ines
risikoadäquaten Kapitalisierungszinssatzes. Dabei wurde für die Unternehmensbewertung der RBI-Gruppe ein Kapitalkostensatz nach
Steuern von 13,04 % (Vj: 12,90 %) verwendet. Eine Änderung der Kapitalkosten um plus bzw. minus 100 Basispunkte hätte eine Senkung
von 10,53 % (Vj: 10,05 %) bzw. Steigerung von 12,78 % (Vj: 12,20 %) des ermittelten Unternehmenswerts der RBI-Gruppe zur Folge.
237
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die Aktien der RBI werden an einem geregelten Markt gemäß § 1 Abs. 2 BörseG (prime market der Wiener Börse) gehandelt. Der beizule-
gende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten per 31. Dezember 2021 wurde auf Basis des Börsenkurses der RBI an der Wiener Börse mit
EUR 25,88 (Vj: EUR 16,68) pro Aktie festgestellt. Daraus errechnet sich für den Anteil an der RBI ein beizulegender Zeitwert in Höhe von
847.436 TEUR (Vj: 546.184 TEUR).
Nach Übernahme des anteiligen Gesamtergebnisses in Höhe von 139.483 TEUR (Vj: -2.155 TEUR) und Berücksichtigung der sonstigen
Kapitalveränderungen ergibt sich eine Wertminderung von 116.396 TEUR (Vj: 124.728 TEUR), womit sich per 31. Dezember 2021 ein
Equity-Buchwert von 869.048 TEUR (Vj: 885.093 TEUR) errechnet.
21. Immaterielle Vermögenswerte
Geschäftsjahr 2021
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
In TEUR
Stand am
1.1.
Zu-
gänge
1)
Abgänge
Umbu-
chungen kumuliert
Geschäfts-
jahr
Stand am
31.12.
Stand am
1.1.
Software 76.870 1.261 541 0 67.505 3.854 10.085 12.821
1)
Zugänge betreffen Lizenzen und erworbene Software
Geschäftsjahr 2020
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
In TEUR
Stand am
1.1.
Zu-
gänge
1)
Abgänge
Umbu-
chungen kumuliert
Geschäfts-
jahr
Stand am
31.12.
Stand am
1.1.
Software 65.247 12.039 416 0 64.049 3.779 12.821 4.561
1)
Zugänge betreffen Lizenzen und erworbene Software
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung in der Position „Verwaltungsaufwen-
dungen“ ausgewiesen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
22. Sachanlagen
Geschäftsjahr 2021
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
In TEUR
Stand am
1.1. Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen kumuliert
Geschäfts-
jahr
Stand am
31.12.
Stand am
1.1.
Betrieblich genutzte
Grundstücke und
Gebäude
140.179 516 446 5.820 44.172 3.742 101.897 101.872
Sonstige Grundstücke
und Gebäude
4.352 0 22 -712 1.113 47 2.505 2.828
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
und sonstige
Sachanlagen
67.040 5.105 5.893 -5.820 47.414 5.253 13.018 16.843
Gesamt 211.571 5.621 6.361 -712 92.699 9.042 117.420 121.543
Geschäftsjahr 2020
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
In TEUR
Stand am
1.1. Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen kumuliert
Geschäfts-
jahr
Stand am
31.12.
Stand am
1.1.
Betrieblich genutzte
Grundstücke und
Gebäude
140.311 0 132 0 38.307 5.484 101.872 107.356
Sonstige Grundstücke
und Gebäude
4.374 14 36 0 1.524 64 2.828 2.914
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
und sonstige
Sachanlagen
64.081 5.391 2.432 0 50.197 5.342 16.843 16.827
Gesamt 208.766 5.405 2.600 0 90.028 10.890 121.543 127.097
Bei den betrieblich genutzten Grundstücken und Gebäuden handelt es sich um Liegenschaften in Graz und Raaba-Grambach. Die Ab-
schreibungen auf Sachanlagen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung in der Position „Verwaltungsaufwendungen“ ausgewiesen.
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
23. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Geschäftsjahr 2021
Historische Anschaffungs-
Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
In TEUR
Stand
am 1.1.
Zu-
gänge
Ab-
gänge
Umbuch-
ungen kumuliert
Geschäfts-
jahr
Stand am
31.12.
Stand
am 1.1.
Grundstücke und Gebäude 14.045 22 340 712 5.574 196 8.865 8.805
Nutzungsrechte 2.516 6 359 191 912 333 1.442 1.896
Gesamt 16.561 28 699 903 6.486 529 10.307 10.701
Geschäftsjahr 2020
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
In TEUR
Stand
am 1.1.
Zu-
gänge
Ab-
gänge
Umbuch-
ungen kumuliert
Geschäfts-
jahr
Stand am
31.12.
Stand
am 1.1.
Grundstücke und Gebäude 13.950 94 0 0 5.239 183 8.805 8.894
Nutzungsrechte 2.280 238 0 0 622 325 1.896 1.984
Gesamt 16.230 332 0 0 5.861 508 10.701 10.878
Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücken und Gebäuden handelt es sich zum überwiegenden Teil um gemischt genutzte Im-
mobilien. Der Fair Value der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt zum Berichtsstichtag 19.403 TEUR (Vj: 19.246 TEUR).
Nutzungsrechte, welche im Konzern weitervermietet werden und als Operating-Leasingverhältnis einzustufen sind, werden unter dem Bi-
lanzposten „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ ausgewiesen.
24. Nutzungsrechte
In TEUR 2021 2020
Immobilien 6.600 7.255
Fuhrpark 956 816
Gesamt 7.556 8.071
Bei den als Nutzungsrechte angesetzten Immobilien handelt es sich um das angemietete Bankstellennetz des RLB Steiermark Konzerns in
der Grazer Innenstadt sowie außerhalb von Graz. Des Weiteren werden die im Konzern angemieteten Kraftfahrzeuge hier ausgewiesen.
Detaillierte Informationen dazu sind dem Kapitel 53 „Leasing aus Sicht des Leasingnehmers“ zu entnehmen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
240
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STEIERMARK 2021
25. Sonstige Aktiva
In TEUR 2021 2020
Übrige Steuerforderungen 600 121
Übrige Aktiva 175.936 207.796
Rechnungsabgrenzungsposten 5.920 5.200
Sonstige Posten 170.016 202.596
Gesamt 176.536 207.917
Der Rückgang der sonstigen Posten resultiert vor allem aus der stichtagsbedingten Veränderung der Zahlungsaufträge in Abwicklung.
26. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
In TEUR 2021 2020
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 0 278.099
Zum 31. Dezember 2020 wurden Kredite und Forderungen gegenüber Kunden der Hypo-Filialen Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und
Schladming in dieser Position ausgewiesen. Wie im Kapitel „Verschmelzung mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG“ erläutert,
wurden diese Vermögenswerte Anfang des Geschäftsjahres 2021 an die örtlichen Raiffeisenbanken veräußert.
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
27. Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
Die in dieser Position ausgewiesenen und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Emissionen. Jene Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Fair Value Option designiert wurden,
sind in der Position „Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)“ ausgewiesen.
In TEUR 2021 2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.267.614 7.537.561
Täglich fällige Gelder 3.189.916 3.203.722
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit 1.156.592 1.153.003
Aufgenommene Gelder 3.921.106 3.180.836
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.658.675 3.369.365
Sichteinlagen 2.114.572 1.841.333
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit / Kündigungsfrist 957.239 924.403
Spareinlagen 586.864 603.629
Verbriefte Verbindlichkeiten 3.566.137 3.275.196
Gedeckte Schuldverschreibungen 2.435.367 2.038.167
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 1.130.770 1.237.029
Nachrangige Verbindlichkeiten 75.089 70.774
Ergänzungskapital 75.089 70.774
Gesamt 15.567.515 14.252.896
Der Anstieg bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert insbesondere aus der fortgesetzten Teilnahme am TLTRO III-Pro-
gramm der EZB, an welchem sich die RLB Steiermark mit 3,5 Mrd. EUR (Vj: 2,75 Mrd. EUR) beteiligt hat.
Die Verbrieften Verbindlichkeiten erhöhten sich insbesondere aufgrund der im Mai 2021 platzierten Benchmark-Emission (Laufzeit 20 Jahre)
in Höhe von 500 Mio. EUR.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 45.561 TEUR (Vj: 53.311 TEUR) und in den
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit einem Wert von 247.784 TEUR (Vj: 281.007 TEUR) ausgewiesen.
Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Ergänzungskapital im Sinne von Artikel 63 der CRR (Capital Requirements
Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013).
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
In den folgenden Tabellen wird die Entwicklung der im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit dargestellten nachrangigen finanziellen
Verbindlichkeiten (AC) dargestellt:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame
Veränderungen
Buchwert
1.1.2021 Zufluss Abfluss Bewertung
Sonstige
Veränderungen
Endbestand
31.12.2021
70.774 0 0 -288 4.603 75.089
Die Sonstigen Veränderungen resultieren aus Umgliederungen bisher nicht als Ergänzungskapital nach Basel III angerechneter Nachrangi-
ger Emissionen.
In der Vergleichsperiode stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame
Veränderungen
Buchwert
1.1.2020 Zufluss Abfluss Bewertung
Sonstige
Veränderungen
Endbestand
31.12.2020
70.599 0 0 144 31 70.774
Die Aufgliederung der finanziellen Verbindlichkeiten – AC nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:
In TEUR 2021 2020
Einlagen / Aufgenommene Gelder 11.926.289 10.906.926
Staatssektor 577.690 486.089
Zentralbanken 3.465.292 2.752.845
Kreditinstitute 4.802.322 4.784.716
Sonstige Finanzunternehmen 396.576 483.803
Nichtfinanzielle Unternehmen 1.127.265 982.095
Haushalte 1.557.144 1.417.378
Verbriefte Verbindlichkeiten 3.566.137 3.275.196
Gedeckte Schuldverschreibungen 2.435.367 2.038.167
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 1.130.770 1.237.029
Nachrangige Verbindlichkeiten 75.089 70.774
Ergänzungskapital 75.089 70.774
Gesamt 15.567.515 14.252.896
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
28. Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (HFT)
Die Handelspassiva umfassen negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten, welche einerseits Handels- und andererseits
Sicherungszwecken dienen, die jedoch nicht die Voraussetzungen für die Anwendung der Hedge Accounting Regelungen erfüllen (Econo-
mic Hedges).
In TEUR 2021 2020
Negative Marktwerte aus Derivaten zu Handelszwecken 69.436 121.050
aus Zinssatzgeschäften 49.443 110.275
aus Wechselkursgeschäften 19.993 10.775
Negative Marktwerte aus Derivaten zu Sicherungsbeziehungen (Economic Hedges) 98.386 84.672
aus Zinssatzgeschäften 87.178 84.484
aus Wechselkursgeschäften 11.208 188
Gesamt 167.822 205.722
29. Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO)
In TEUR 2021 2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 519.412 596.298
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit / Kündigungsfrist 519.412 596.298
Verbriefte Verbindlichkeiten 331.648 511.993
Gedeckte Schuldverschreibungen 96.752 200.215
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 234.896 311.778
Nachrangige Verbindlichkeiten 14.371 0
Begebene Schuldverschreibungen 14.371 0
Gesamt 865.431 1.108.291
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 514.355 TEUR (Vj: 591.075 TEUR) ausgewiesen.
Der Rückgang bei den dem Fair Value Bestand gewidmeten verbrieften Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus vorzeitigen Tilgungen.
Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Ergänzungskapital im Sinne von Artikel 63 der CRR (Capital Requirements
Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013).
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
In den folgenden Tabellen wird die Entwicklung der im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit dargestellten nachrangigen finanziellen Ver-
bindlichkeiten (FVO) dargestellt:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame
Veränderungen
Buchwert
1.1.2021 Zufluss Abfluss Bewertung
Sonstige
Veränderungen
Endbestand
31.12.2021
0 0 0 75 14.296 14.371
Die Sonstigen Veränderungen resultieren aus Umgliederungen bisher nicht als Ergänzungskapital nach Basel III angerechneter nachrangi-
ger Emissionen.
Die Aufgliederung der finanziellen Verbindlichkeiten – FVO nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:
In TEUR 2021 2020
Einlagen / Aufgenommene Gelder 519.412 596.298
Staatssektor 0 10.232
Sonstige Finanzunternehmen 499.318 565.363
Nichtfinanzielle Unternehmen 11.314 11.808
Haushalte 8.780 8.895
Verbriefte Verbindlichkeiten 331.648 511.993
Gedeckte Schuldverschreibungen 96.752 200.215
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 234.896 311.778
Nachrangige Verbindlichkeiten 14.371 0
Begebene Schuldverschreibungen 14.371 0
Gesamt 865.431 1.108.291
In den verbrieften und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten wurde die Gewährsträgerhaftung des Landes Steiermark
als Kreditsicherheit bei der Ermittlung des Fair Value für diese Titel berücksichtigt.
Die kumulierte Veränderung der Fair Values, die auf Änderungen des eigenen Kreditrisikos zurückzuführen sind, führte zu einer Verminde-
rung (Vj: Verminderung) der Fair Values der finanziellen Verbindlichkeiten – designated at Fair Value P&L (FVO) von insgesamt 1.740 TEUR
(Vj: 1.805 TEUR). Eine Änderung in der Einschätzung der Ausfallswahrscheinlichkeit für das eigene Kreditrisiko führte im Geschäftsjahr
2021 zu einer Erhöhung (Vj: Verminderung) der beizulegenden Zeitwerte um 65 TEUR (Vj: 18.794 TEUR). Diese Änderung wird jedoch nicht
erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zur Ermittlung der Veränderung des
eigenen Kreditrisikos wird im Wesentlichen die Default-Methode eingesetzt. Die Alternative-Methode wird für strukturierte finanzielle Ver-
bindlichkeiten herangezogen.
Aus der Anwendung der Fair Value Option auf finanzielle Verbindlichkeiten ergibt sich ein Buchwert, der um 76.478 TEUR
(Vj: 123.800 TEUR) über dem künftigen Rückzahlungsbetrag dieser Verbindlichkeiten liegt.
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
30. Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
In TEUR 2021 2020
Negative Marktwerte (dirty price) aus Zinssatzgeschäften 83.696 162.548
Mikro Fair Value Hedges 50.413 88.779
Portfolio Fair Value Hedges 33.283 73.769
31. Rückstellungen
In TEUR 2021 2020
Langfristige Personalrückstellungen 64.776 70.721
Abfertigungen und ähnliche Verpflichtungen 30.633 33.940
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 28.437 30.848
Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer (Jubiläumsgelder) 5.706 5.933
Sonstige Rückstellungen 26.379 35.508
Rechtsstreite 924 1.713
Außerbilanzielle Geschäfte 20.204 24.461
Restrukturierungen 709 4.244
Übrige Rückstellungen 4.542 5.090
Gesamt 91.155 106.229
Langfristige Personalrückstellungen
Der Rückgang der Personalrückstellungen im Bereich der Abfertigungen und ähnlichen Verpflichtungen sowie anderen langfristig fällige Leis-
tungen an Arbeitnehmer (Jubiläumsgelder) resultiert vor allem aus geleisteten Zahlungen an Begünstigte.
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Die Abfertigungsverpflichtungen zeigten folgende Entwicklung:
In TEUR 2021 2020
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 1.1. 33.940 37.028
Dienstzeitaufwand 1.196 1.282
Zinsaufwand 33 109
Abfertigungszahlungen -3.444 -2.740
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen -164 -168
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund demographischer
Parameterveränderungen
16 33
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund von Finanzparameterveränderungen -944 -146
Umgliederung IFRS 5 0 -1.458
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 31.12. 30.633 33.940
Die Pensionsverpflichtungen entwickelten sich wie folgt:
In TEUR 2021 2020
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 1.1. 36.491 39.749
Zinsaufwand 106 231
Auszahlungen an Begünstigte -2.245 -2.274
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 213 -261
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund von Finanzparameterveränderungen -206 -954
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 31.12. 34.359 36.491
Das Planvermögen entwickelte sich wie folgt:
In TEUR 2021 2020
Zeitwert des Planvermögens zum 1.1. 5.643 5.819
Zinsertrag aus Planvermögen 16 33
Beiträge zum Planvermögen 167 130
Steuern und Kosten auf Dienstgeberbeiträge -11 -8
Rentenzahlungen aus Planvermögen -500 -493
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust des Geschäftsjahres 607 162
Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. 5.922 5.643
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Überleitungsrechnung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen und des Zeitwerts des Planvermögens auf die bilanzierten Rückstellungen:
In TEUR 2021 2020
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 31.12. 34.359 36.491
Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. -5.922 -5.643
Nettoverpflichtungen zum 31.12. 28.437 30.848
Aufgliederung der Pensionsverpflichtungen:
In TEUR 2021 2020
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. 34.359 36.491
Aktive 0 0
Pensionisten 34.359 36.491
Die Struktur des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
In Prozent 2021 2020
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 36,99 45,37
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 44,95 30,98
Immobilien 4,60 4,57
Sonstige 13,46 19,08
Gesamt 100,00 100,00
Im Berichtsjahr notierte der Großteil der Instrumente des Planvermögens an einem geregelten Markt. Rund 17 % (Vj: rund 18 %) waren auf
einem nicht aktiven Markt notiert.
Bei den Pensionen gibt es unterschiedliche Pläne: zu 100 % nicht über einen Fonds finanziert, teilweise über einen Fonds finanziert und zu
100 % über einen Fonds finanziert. Die teilweise und die zu 100 % über einen Fonds finanzierten Pensionspläne werden durchwegs über
die Valida Pension AG finanziert. Die Valida Pension AG ist eine Pensionskasse und unterliegt im Besonderen den Bestimmungen des Pen-
sionskassengesetzes (PKG) und des Betriebspensionsgesetzes (BPG).
In der Valida Pension AG ist ein Asset-/Risikomanagement-Prozess (ARM-Prozess) installiert. Gemäß diesem Prozess wird regelmäßig aus-
gehend von der passivseitigen Struktur der Veranlagungs- und Risikogemeinschaften (VRG) im Rahmen einer ALM-Studie, die sich wiede-
rum aus dem unterliegenden Pensionskassenvertrag ergibt, die Risikotragfähigkeit sowie -bereitschaft (gemäß PK-RIMAV) jeder VRG evalu-
iert. Die festgelegte Risikotragfähigkeit sowie -bereitschaft spiegeln sich in der Veranlagungsstruktur der VRG wider. Die Veranlagungsstra-
tegie fixiert im Zuge der Festlegung der Risikobereitschaft der VRG die gewünschte Risiko-Ertragsstruktur des Kunden.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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Die Veranlagungsstrategie wird in der VRG 7, in der die Pensionskassenzusage der RLB Steiermark geführt wird, im Rahmen eines Liability-
Driven-Investment-Konzepts umgesetzt. Dies bedeutet, dass sich die strategische Ausrichtung der Veranlagungsportfolios stark an den
passivseitigen Anforderungen der Pensionspläne, insbesondere hinsichtlich der Ertragsziele sowie der Liquiditätsbedürfnisse der VRG ori-
entieren. Um einen zusätzlichen positiven Ergebnisbeitrag gegenüber der Veranlagungsstrategie zu erwirtschaften, wird im Rahmen der
Bewirtschaftung der Veranlagungsportfolios in der taktischen Asset Allokation innerhalb vordefinierter Bandbreiten von den Gewichten der
strategischen Asset Allokation abgewichen. In Stressphasen wird zudem das Downside Risiko durch ein Tail Risk Management der liquiden
Assets der VRG abgefedert.
Planvermögenserträgnisse:
In TEUR 2021 2020
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen 623 196
Die Verpflichtungen für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer (Jubiläumsgelder) zeigten folgende Entwicklung:
In TEUR 2021 2020
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 1.1. 5.933 6.238
Dienstzeitaufwand 320 333
Zinsaufwand 6 18
Zahlungen -495 -543
Verlust/Gewinn wegen nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand 136 0
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust des Geschäftsjahres -194 62
Umgliederung IFRS 5 0 -175
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zum 31.12. 5.706 5.933
Nachfolgend werden die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen dargestellt:
Abfertigungsverpflichtungen:
In TEUR 2021 2020
Barwert der Verpflichtungen 30.633 35.398
Erfahrungsbedingte Anpassungen bei den Verpflichtungen 164 168
Der dargestellte Barwert zum Vergleichsstichtag beinhaltet auch die im Zusammenhang mit der Filialabgabe übertragenen Verpflichtungen
i. H. v. 1.458 TEUR.
249
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Pensionsverpflichtungen:
In TEUR 2021 2020
Barwert der Verpflichtungen 34.359 36.491
Zeitwert des Planvermögens 5.922 5.643
Nettoverpflichtungen 28.437 30.848
Erfahrungsbedingte Anpassungen bei den Verpflichtungen -213 261
Erfahrungsbedingte Anpassungen beim Planvermögen 607 162
In den folgenden Jahren werden keine regelmäßigen Beitragszahlungen in den leistungsorientierten Plan geleistet, da es seit 2013 keine akti-
ven Mitarbeiter im RLB Steiermark Konzern gibt, die eine entsprechende Leistungszusage haben. Aufgrund der leistungsorientierten Pensi-
onszusagen, welche an die Valida Pension AG ausgelagert wurden, kann es allerdings zu einer Nachschusspflicht kommen.
Jubiläumsgeldverpflichtungen:
In TEUR 2021 2020
Barwert der Verpflichtungen 5.706 6.108
Erfahrungsbedingte Anpassungen bei den Verpflichtungen -146 166
Der dargestellte Barwert zum Vergleichsstichtag beinhaltet auch die im Zusammenhang mit der Filialabgabe übertragenen Verpflichtungen
i. H. v. 175 TEUR.
Aufgliederungen der Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne:
In TEUR 2021 2020
Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne 2.647 1.486
davon für beitragsorientierte Pläne – Pensionskasse 2.141 1.250
davon für Mitarbeitervorsorgekasse 505 236
Die Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne für Mitglieder des Vorstands betragen im Geschäftsjahr 295 TEUR (Vj: 349 TEUR).
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen werden als wesentlich
erachtet und in folgenden Bandbreiten einer Sensitivitätsanalyse unterzogen. Die daraus resultierende Bandbreite der Steigerungen und
Verringerungen im Vergleich zu den bilanzierten Werten der leistungsorientierten Ansprüche ist in prozentualen Veränderungen wie folgt:
Geschäftsjahr 2021
Rechnungszins Gehaltstrend Fluktuationsabschlag
+ 0,50 % - 0,50 % + 0,50 % - 0,50 % + 0,50 % - 0,50 %
Abfertigungen -3,54 % 3,77 % 3,62 % -3,44 % -1,76 % 0,61 %
Pensionen -4,90 % 5,34 % 5,22 % -4,85 % - -
Geschäftsjahr 2020
Rechnungszins Gehaltstrend Fluktuationsabschlag
+ 0,50 % - 0,50 % + 0,50 % - 0,50 % + 0,50 % - 0,50 %
Abfertigungen -3,59 % 3,74 % 3,29 % -3,10 % -1,52 % 0,48 %
Pensionen -5,10 % 5,57 % 5,44 % -5,04 % - -
Die dargestellte Sensitivitätsanalyse dürfte nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtungen
sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die
Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen.
Durchschnittliche Laufzeiten (Duration) der leistungsorientierten Pläne:
Durchschnittliche Laufzeiten
(Duration)
2021 2020
Abfertigungen 7 bis 9 Jahre 6 bis 9 Jahre
Pensionen 10 Jahre 8 bis 12 Jahre
251
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Sonstige Rückstellungen
Geschäftsjahr 2021
In TEUR
Stand am 1.1. Zuführung Auflösung Verbrauch Zinseffekte
Stand am
31.12.
Rechtsstreite 1.713 101 -743 -147 0 924
Außerbilanzielle Geschäfte 24.461 5.068 -9.325 0 0 20.204
Restrukturierungen 4.244 0 -3.333 -202 0 709
Übrige Rückstellungen 5.090 2.519 -2.102 -961 -4 4.542
Gesamt 35.508 7.688 -15.503 -1.310 -4 26.379
Geschäftsjahr 2020
In TEUR
Stand am 1.1. Zuführung Auflösung Verbrauch Zinseffekte
Stand am
31.12.
Rechtsstreite 1.586 402 -167 -108 0 1.713
Außerbilanzielle Geschäfte 10.295 31.040 -16.874 0 0 24.461
Restrukturierungen 0 4.244 0 0 0 4.244
Übrige Rückstellungen 3.511 1.736 -160 0 3 5.090
Gesamt 15.392 37.422 -17.201 -108 3 35.508
Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte betreffen Rückstellungen für erwartete Kreditverluste aus Haftungen, Garantien sowie sons-
tige Kreditrisiken. Die Rückstellung für Restrukturierungen konnte im Geschäftsjahr großteils ertragswirksam aufgelöst werden.
Mit Urteil vom 22. Dezember 2021 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) judiziert, dass bei Verbraucherkreditverträgen und Verträgen mit
Kleinstunternehmern, die den Stundungsregeln des § 2 des 2. COVID-19-JuBG unterliegen, für den Zeitraum der gesetzlichen Stundung
keine vertraglichen Sollzinsen verrechnet werden dürfen. Vor diesem Hintergrund wurde im vorliegenden Jahresabschluss eine Rückstellung
in Höhe von 2.329 TEUR eingestellt welche in den übrigen Rückstellungen ausgewiesen wird. Weiters finden sich in dieser Position Rückstel-
lungen für Zinsenrefundierungen in Zusammenhang mit negativen Indikatoren bzw. Referenzzinssätzen (z. B. LIBOR, EURIBOR) die sich in
der Berichtsperiode aufgrund ergebniswirksamer Auflösungen von 2.761 TEUR auf 1.629 TEUR verringerten.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
In den folgenden Tabellen wird die Entwicklung der Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte sowie die Überleitung der Nominalwerte
gezeigt.
Geschäftsjahr 2021
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Nominalwerte per 31.12.2020 360.614 1.968.114 20.141 2.348.869
Veränderungen aufgrund Transfers 97.514 -98.964 1.450 0
- Transfer nach Stage 1 122.143 -122.143 0 0
- Transfer nach Stage 2 -24.541 24.558 -17 0
- Transfer nach Stage 3 -88 -1.379 1.467 0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 396.853 872.748 1.002 1.270.603
Veränderungen aufgrund von Abgängen -100.890 -874.049 -1.724 -976.663
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -1.476 -78.620 272 -79.824
Nominalwerte per 31.12.2021 752.615 1.789.229 21.141 2.562.985
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2021 448 18.790 5.223 24.461
Transfers 2.738 -2.738 0 0
Neugeschäft 739 7.340 351 8.430
Abgänge -135 -469 -411 -1.015
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -2.825 -9.933 1.086 -11.672
Stand 31.12.2021 965 12.990 6.249 20.204
Geschäftsjahr 2020
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Summe
Nominalwerte per 31.12.2019 2.092.311 69.445 30.739 2.192.495
Veränderungen aufgrund Transfers -1.214.733 1.219.203 -4.470 0
- Transfer nach Stage 1 1.022 -1.022 0 0
- Transfer nach Stage 2 -1.215.285 1.220.260 -4.975 0
- Transfer nach Stage 3 -470 -35 505 0
Veränderungen aufgrund von Neugeschäft 80.846 799.619 2.348 882.813
Veränderungen aufgrund von Abgängen -584.421 -16.774 -9.089 -610.284
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen -13.389 -103.379 613 -116.155
Nominalwerte per 31.12.2020 360.614 1.968.114 20.141 2.348.869
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
In TEUR
Wertminderungen
Stage 1
Wertminderungen
Stage 2
Wertminderungen
Stage 3 Gesamt
Stand 1.1.2020 1.859 1.012 7.424 10.295
Transfers -780 780 0 0
Neugeschäft 209 12.904 138 13.251
Abgänge -879 -469 -3.110 -4.458
Bestandsgeschäft / sonstige Veränderungen 39 4.563 771 5.373
Stand 31.12.2020 448 18.790 5.223 24.461
32. Laufende und latente Ertragsteuerforderungen und -schulden
In TEUR 2021 2020
Laufende Ertragsteuerforderungen 19.585 13.773
Latente Ertragsteuerforderungen 1.655 16.601
Gesamt 21.240 30.374
In TEUR 2021 2020
Laufende Ertragsteuerschulden 6.659 5.133
Latente Ertragsteuerschulden 8.142 489
Gesamt 14.801 5.622
Der Saldo aus latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
In TEUR 2021 2020
Latente Steuerforderungen 132.745 204.380
Latente Steuerschulden 139.232 188.268
Saldo latente Steuern -6.487 16.112
JAHRESFINANZBERICHT 2021
254
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STEIERMARK 2021
Der Saldo latenter Steuern stammt aus folgenden Positionen:
In TEUR 2021 2020
Wertminderungen 6.751 8.591
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI 304 0
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 19.631 38.422
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 7.782 0
Sachanlagen 1.995 2.150
Nutzungsrechte 41 75
Sonstige Aktiva 4 39
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC 45.124 70.218
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT 11.766 12.867
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO 14.880 25.393
Rückstellungen 16.014 19.987
Sonstige Passiva 73 80
Steuerliche Verlustvorträge und offene Siebtelbeträge aus Teilwertabschreibungen 8.380 26.558
Latente Steuerforderungen 132.745 204.380
Finanzielle Vermögenswerte – AC 1.898 14.921
Finanzielle Vermögenswerte – HFT 81.979 85.445
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI 5.099 8.397
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M 654 4.472
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 49.602 65.581
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 0 6.385
Sachanlagen 0 106
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT 0 2.961
Latente Steuerschulden 139.232 188.268
Saldo Latente Steuern -6.487 16.112
Die Ermittlung der angesetzten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und Beteiligungsabschreibungen erfolgte auf Basis eines
Fünf-Jahres-Planungszeitraums. Im Konzernabschluss wurden Ansprüche in Höhe von 1.272 TEUR (Vj: 2.755 TEUR) aus noch nicht ge-
nutzten steuerlichen Verlustvorträgen und Beteiligungsabschreibungen nicht aktiviert, weil aus heutiger Sicht die Verwendung innerhalb des
Planungszeitraums nicht realisierbar erscheint und es nicht ausreichend wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerliche Ergebnisse vorlie-
gen. Die COVID-19 Krise hat keine Auswirkungen auf die Verwertbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge des RLB Steiermark Konzerns.
In Zusammenhang mit at equity bilanzierten Unternehmen bestehen zum 31. Dezember 2021 passive temporäre Differenzen in Höhe von
111.987 TEUR (Vj: 115.998 TEUR), für welche gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerschulden zu bilanzieren sind, da eine vom Vorstand
beschlossene und dokumentierte Behalteabsicht besteht. Weiters wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerschulden für Tochterunter-
nehmen in Höhe von 7.941 TEUR (Vj: 9.779 TEUR) bilanziert, weil diese erst im Falle einer Liquidation des Unternehmens oder bei Veräu-
ßerungsabsicht der Beteiligungen entstehen.
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Hinsichtlich der Ertragsteuern, die auf die einzelnen Bestandteile des Sonstigen Ergebnisses entfallen, verweisen wir auf die Darstellung in
der „Gesamtergebnisrechnung“.
33. Sonstige Passiva
In TEUR 2021 2020
Übrige Steuerschulden 11.475 4.613
Leasing-Verbindlichkeiten 9.162 10.265
Übrige Passiva 50.372 55.861
Rechnungsabgrenzungsposten 1.109 486
Verrechnungswerte 1.933 982
Sonstige Posten 47.330 54.393
Gesamt 71.009 70.739
Der Rückgang in den sonstigen Posten resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Volumen an Transaktionen im Rahmen des Zah-
lungsverkehrs, welche zum Berichtsstichtag noch nicht abgewickelt waren.
Für förderbare Investitionen ist zum Bilanzstichtag eine Covid-19 Investitionsprämie in Höhe von 554 TEUR (Vj: 207 TEUR) passiviert. Im
Geschäftsjahr 2021 erfolgte – analog der Nutzungsdauern der zugrundeliegenden Investitionen – eine gewinnwirksame Auflösung dieser
Prämie in Höhe von 170 TEUR (Vj: 33 TEUR).
34. Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
In TEUR 2021 2020
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
0 207.418
Zum 31. Dezember 2020 wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 205,8 Mio. EUR sowie Personalrückstellungen in Höhe
von 1,6 Mio. EUR der Hypo-Filialen Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und Schladming in dieser Position ausgewiesen. Wie im Kapitel „Ver-
schmelzung mit der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG“ erläutert, wurden diese Verpflichtungen Anfang des Geschäftsjahres 2021 an
die örtlichen Raiffeisenbanken veräußert.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
256
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STEIERMARK 2021
35. Eigenkapital
In TEUR 2021 2020
Anteile der Gesellschafter des Mutterunternehmens 1.649.826 1.576.755
Gezeichnetes Kapital 142.721 142.721
Kapitalrücklagen 401.825 401.825
Gewinnrücklagen 1.411.312 1.344.362
hievon Konzernergebnis 88.844 27.114
Kumuliertes Sonstiges Ergebnis -306.032 -312.153
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 1.272 1.115
Gesamt 1.651.098 1.577.870
Das Grundkapital (Gezeichnetes Kapital) der RLB Steiermark beträgt per 31. Dezember 2021 insgesamt 142.721 TEUR (Vj: 142.721 TEUR)
und besteht aus 3.113.507 Stück (Vj: 3.113.507 Stück) nennbetragslosen, auf Namen lautende Stückaktien (Stammaktien). Sämtliche aus-
gegebenen Aktien sind auch voll eingezahlt.
Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag soll – unter Berücksichtigung der Empfehlung der FMA zu Dividendenausschüttungen – aus dem
Bilanzgewinn 2021 der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ein Betrag von 28.862.209,89 EUR an die Eigentümer ausgeschüttet werden.
Dies entspricht einer Dividende von 9,27 EUR je Aktie.
Aufgrund der Vereinbarung über die Errichtung von institutsbezogenen Sicherungssystemen sind seitens der RLB Steiermark Beitragszah-
lungen an die Sicherungseinrichtung der Raiffeisen Bankengruppe zu entrichten. In Höhe dieser Zahlungen wurde eine besondere
IPS-Rücklage aus dem versteuerten Gewinn gebildet. Diese Rücklage wird innerhalb der Gewinnrücklagen ausgewiesen.
Die nachfolgend dargestellten Werte der einzelnen Komponenten des kumulierten Sonstigen Ergebnisses verstehen sich nach Abzug der
latenten Steuern und einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter:
In TEUR 2021 2020
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen -15.796 -17.064
Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten 1.306 1.355
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten – Fair Value OCI 34.192 41.360
Anteilige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung der at equity bilanzierten Unternehmen -325.755 -337.822
Die Veränderung des kumulierten Sonstigen Ergebnisses ergibt sich im Wesentlichen aus den Eigenkapitalveränderungen der at equity
bilanzierten Beteiligung an der RBI (siehe Note 20 „Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen“).
257
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Umgliederungen der kumulierten Gewinne (+) oder Verluste (-) innerhalb des Eigenkapitals getrennt
für bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten sowie für Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizule-
genden Zeitwert bewertet werden, dar.
In TEUR 2021 2020
Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen – Umgliederung -617 -107
Bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen – Umgliederung Steuerlatenz 154 27
Gesamt -463 -80
Die Umgliederungen der im OCI erfassten kumulierten Verluste (Vj: Verluste) auf bonitätsinduzierte Fair Value Änderungen finanzieller Ver-
bindlichkeiten betreffen Abgänge aufgrund von vorzeitigen (Teil-)Tilgungen bzw. aus der Rücknahme von Emissionen. Die Umgliederungs-
beträge sind die bei Ausbuchung realisierten Beträge, welche im Sonstigen Ergebnis erfasst waren.
In TEUR 2021 2020
Eigenkapitalinstrumente FVOCI – Umgliederung -2 179
Eigenkapitalinstrumente FVOCI – Umgliederung Steuerlatenz 0 -116
Gesamt -2 63
Die Umgliederungen der kumulierten Verluste (Vj: Gewinne) auf Fair Value Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten FVOCI erfolgte auf-
grund von Abgängen von Beteiligungen. Der beizulegende Zeitwert betrug zum Zeitpunkt der Ausbuchung 27 TEUR (Vj: 2.022 TEUR). Der
kumulierte Verlust (Vj: Gewinn) aus der Ausbuchung von veräußerten Eigenkapitalinstrumenten FVOCI betrug 0 TEUR (Vj: 669 TEUR).
In der folgenden Tabelle werden die Umgliederungen der kumulierten Gewinne (+) oder Verluste (-) für Fremdkapitalinstrumente, die er-
folgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt:
In TEUR 2021 2020
Fremdkapitalinstrumente FVOCI – Umgliederung 4.923 2.013
Fremdkapitalinstrumente FVOCI – Umgliederung Steuerlatenz -1.231 -503
Gesamt 3.692 1.510
Die Umgliederungen der kumulierten Gewinne (Vj: Gewinne) der Fremdkapitalinstrumente FVOCI betreffen vorzeitige Abgänge und Tilgungen.
Eine umfassende Darstellung der Veränderungen des Eigenkapitals erfolgt in der Tabelle „Entwicklung des Eigenkapitals“.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
36. Hedge Accounting
Im RLB Steiermark Konzern wird Fair Value Hedge Accounting zur Absicherung von Festzinsrisiken von Finanzinstrumenten angewandt. Zur
Absicherung des Zinsrisikos der Grundgeschäfte werden in erster Linie Zinsswaps eingesetzt. Daneben können auch Zinsoptionen (Caps,
Floors) und andere derivative Finanzinstrumente (z. B. Forward Rate Agreements) zum Einsatz kommen. Die dem Hedge Accounting gewid-
meten Grundgeschäfte betreffen vorwiegend Kredite und Wertpapiere des Eigenbestands sowie Emissionen, Schuldscheindarlehen und
sonstige Einlagen.
Mikro Fair Value Hedge Accounting
Im RLB Steiermark Konzern werden Fair Value Schwankungen von Grundgeschäften der Aktiv- und Passivseite mit Fixzinsrisiko (Absiche-
rung des beizulegenden Zeitwerts), die auf ein bestimmtes Risiko zurückgeführt werden können, durch gegenläufige (derivative) Siche-
rungsinstrumente abgesichert (Fair Value Hedges). Zu Beginn der Sicherungsbeziehung wird die Beziehung zwischen Grund- und Siche-
rungsgeschäft einschließlich der zugrundeliegenden Risikomanagementziele dokumentiert. Weiters wird sowohl bei Eingehen der Siche-
rungsbeziehung als auch in deren Verlauf die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung nachgewiesen. Mit der Beurteilung der Wirksamkeit
werden Hedge Accounting fähige Sicherungsbeziehungen identifiziert oder ausgeschlossen.
Die Wirksamkeit einer Sicherungsbeziehung ist gegeben, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:
es besteht ein wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft und
die Hedge Ratio (Sicherungsquote) der Sicherungsbeziehung ist gleich dem Verhältnis der Volumina des gewidmeten Sicherungs-
instruments und des gewidmeten Grundgeschäfts und
das Kreditrisiko dominiert nicht die Sicherungsbeziehung.
Ein wirtschaftlicher Zusammenhang ist gegeben, wenn die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsinstrument im Hinblick auf das
abgesicherte Risiko grundsätzlich gegenläufig sind. Der Ausgleich darf nicht zufällig sein. Die Gegenläufigkeit kann in Ausnahmefällen nicht
gegeben sein, muss aber generell vorliegen. Von einem wirtschaftlichen Zusammenhang ist daher auszugehen, wenn Grund- und Siche-
rungsgeschäft auf demselben (gegenläufigen) Underlying beruhen oder auf unterschiedlichen Underlyings beruhen, die miteinander korre-
lieren. Der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft wird im RLB Steiermark Konzern auf Basis eines pros-
pektiven Effektivitätstests nachgewiesen. Die angewendeten Methoden für den prospektiven Effektivitätstest sind die Critical Term Match-
Methode sowie die Sensitivitätsanalyse (Basis Point Value). In erster Linie erfolgt eine Überprüfung, ob ein Critical Term Match (CTM) vor-
liegt. Sind im Falle einer Mikro Hedge Beziehung alle Parameter des Grundgeschäfts und des Sicherungsgeschäfts, die das Ausmaß der
abgesicherten Wertänderung bestimmen, identisch, aber gegenläufig, so ist dies ein Indikator für eine vollständig effektive Sicherungsbe-
ziehung. Gemäß den im Konzern festgelegten Kriterien müssen zur Erfüllung eines Critical Term Match die Parameter Nominalwert, Wäh-
rung und Fälligkeit bzw. Zinsbindung übereinstimmen. Ist eine Bestimmung der Effektivität mittels Critical Term Match nicht möglich, erfolgt
eine Effektivitätsmessung mittels Sensitivitätsanalyse. Für die prospektive Messung wird ein Parallelshift der Swapkurve um 100 Basis-
punkte durchgeführt und die barwertige Veränderung von Grundgeschäft zu derivativem Sicherungsinstrument gemessen. Der Barwertbe-
rechnung wird die Zero-Coupon-Kurve zugrunde gelegt, welche aus Swapsätzen kalibriert wird. Wenn sich die absoluten Beträge dieser
Änderungen weitgehend entsprechen, wird die Sicherungsbeziehung prospektiv als effektiv eingestuft. Wenn die prospektive Effektivität
nicht mehr nachgewiesen werden kann oder das Risikomanagementziel und die Risikomanagementstrategie nicht mehr verfolgt werden,
ERL
Ä
UTERUNGEN ZU
FINANZINSTRUMENTEN
259
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
kommt es zur Auflösung der Sicherungsbeziehung. Wird das Grundgeschäft oder das Sicherungsinstrument verkauft bzw. glattgestellt,
kommt es ebenfalls zur Beendigung der Sicherungsbeziehung.
Die Sicherungsquote wird auf Basis des Verhältnisses der Volumina des gewidmeten Sicherungsgeschäfts und des gewidmeten Grundge-
schäfts bestimmt und beträgt im RLB Steiermark Konzern grundsätzlich 1. Wenn sich Grund- oder Sicherungsgeschäft verändert haben,
wird das Erfordernis der Adjustierung des Absicherungsverhältnisses (sog. „Rebalancing“) geprüft. Da bei Änderungen des Grundge-
schäftsvolumens auch eine entsprechende Anpassung des Volumens der Sicherungsgeschäfte (z. B. durch die Schließung von Derivaten)
vorgenommen wird, ist das Erfordernis eines Rebalancing grundsätzlich nicht gegeben.
Das Ausfallrisiko bei den Sicherungsgeschäften ist entweder aufgrund von bilateralen Collateral-Vereinbarungen oder Central Counterparty
Clearing unwesentlich und dominiert nicht die Sicherungsbeziehung, wenngleich es im Rahmen der Fair Value Ermittlung in Gestalt eines
CVA berücksichtigt wird und daher gegebenenfalls zu unwesentlichen Ineffektivitäten führt. Bei den Grundgeschäften ist nur die Festzins-
komponente das abgesicherte Risiko. Finanzielle Vermögenswerte, die sich in Stage 3 befinden, weisen ein Ausfallrisiko auf, das die Siche-
rungsbeziehung dominiert. Für Grundgeschäfte, die in diese Stage migrieren, können die Regeln des Hedge Accounting nicht mehr ange-
wandt werden. Demgegenüber dominiert das Ausfallrisiko bei Grundgeschäften in Stage 1 nicht die Sicherungsbeziehung. Das gilt i. d. R.
auch für die Stage 2, wenngleich es zur Beurteilung, ob das Kreditrisiko dominiert, ein entsprechendes Monitoring im RLB Steiermark Kon-
zern gibt. Bei Dominanz des Ausfallrisikos können die Regeln des Hedge Accounting nicht mehr angewandt werden.
Ist der wirtschaftliche Zusammenhang weiterhin gegeben, ein Rebalancing nicht erforderlich und dominiert das Kreditrisiko nicht die Siche-
rungsbeziehung, wird diese unverändert fortgeführt und gemäß den Regeln des IFRS 9 Hedge Accounting bilanziert.
Von der Beurteilung der Wirksamkeit einer Sicherungsbeziehung ist die Ermittlung der Ineffektivität zu unterscheiden. IFRS 9 erfordert kei-
nen retrospektiven Effektivitätstest und daher auch nicht die Einhaltung der in IAS 39 normierten 80 %/125 %-Grenze. Das Ausfallrisiko darf
die Sicherungsbeziehung aber nach IFRS 9 nicht dominieren. Die Ermittlung der Ineffektivität erfolgt im RLB Steiermark Konzern nach wie
vor im Rahmen eines (freiwilligen) retrospektiven Effektivitätstests.
Portfolio Fair Value Hedge Accounting
Im Rahmen der Anwendung des Fair Value Hedge Accountings von Zinsrisiken auf Portfoliobasis werden die Festzinsrisiken von Bankge-
schäften in definierten Laufzeitbändern zu einer Gesamtrisikoposition zusammengefasst und mit entsprechenden derivativen Sicherungs-
geschäften abgesichert. Diese Festzinsrisiken können einerseits von klassischen festverzinslichen Geschäften verursacht werden, aber
auch von referenzierten Geschäften, welche eingebettete Caps/Floors beinhalten, da diese bei der Über- und Unterschreitung von festge-
legten Zinsgrenzen zumindest temporär zu Festzinspositionen werden. Das abgesicherte Risiko ist das Fair Value Risiko, das bei diesen
Geschäften aus den Veränderungen der den Fair Value maßgeblich beeinflussenden Zinsmarktsätzen resultiert.
Das Risikomanagement identifiziert hierbei die Geschäfte, die einem Portfolio zuzuordnen sind. Derzeit werden dem Aktiv-Portfolio „Finanzi-
elle Vermögenswerte – AC“ festverzinsliche Kredite und Nostro-Wertpapiere zugeordnet. Variabel verzinste Geschäfte mit Zinsoptionen wer-
den einem separaten Portfolio (getrennt von festverzinslichen Positionen) zugeordnet. Dabei werden derzeit ausschließlich Kredite mit
Caps/Floors diesem Portfolio zugeordnet. Für das jeweilige Portfolio erfolgt eine Zuordnung der Cash Flows der Geschäfte auf Basis der
erwarteten Zinsanpassungstermine zu Laufzeitbändern, wobei die Einstellung des jeweiligen Nominalbetrags eines Geschäfts ausschließlich
in das Laufzeitband zum jeweiligen Zinsanpassungstermin erfolgt. Bei fest vereinbarten Teiltilgungen wird das Gesamtnominale aufgeteilt und
unterschiedlichen Laufzeitbändern zugeordnet. Der RLB Steiermark Konzern hat die Laufzeitbänder gemäß dem Kalenderjahr festgelegt.
Abgesichert wird jeweils ein bestimmter Betrag pro Laufzeitband und Portfolio, wobei sich die Höhe dieses abgesicherten Betrags von den
derivativen Sicherungsinstrumenten ableitet. Dieser Basisbetrag wird als Bodensatz (Bottom Layer) bezeichnet. Veränderungen der Cash
Flows innerhalb der Sicherungsperiode führen zu keiner Veränderung des abgesicherten Betrags, solange der Bodensatz nicht unterschrit-
ten wird. Die Festlegung eines solchen Bodensatzes wurde durch den EU-Carve-Out zu IAS 39 ermöglicht. Die Sicherungsperioden im RLB
Steiermark Konzern betragen einen Monat. Demnach wird am Ende einer jeden Sicherungsperiode die Sicherungsbeziehung beendet und
zu Beginn der nächsten Sicherungsperiode neu designiert. Als derivative Sicherungsgeschäfte kommen Zinsswaps (gegebenenfalls mit
einer Zinsober– bzw. –untergrenze) zum Einsatz, die entweder endfällig oder tilgend sein können.
Zur Bestimmung der Hedge Ratio wird im RLB Steiermark Konzern eine Zinssensitivitätsberechnung verwendet. Für das Fixzins-Portfolio
wird der Basis Point Value (BPV) pro Laufzeitband für die gesamten Cash Flows der Portfoliogeschäfte und für die Cash Flows der fixen
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Seite der derivativen Finanzinstrumente berechnet. Diese Berechnung basiert auf der Quartalszuordnung der Cash Flows der Portfolioge-
schäfte. Für das variable Portfolio werden die Zinssensitivitäten der Grund- und Sicherungsgeschäfte pro Laufzeitband unter Anwendung
von zwei Zinsszenarien berechnet, da sich ein Shift der Zinskurven nach unten anders auswirkt als nach oben. Die Messung der prospekti-
ven Effektivität erfolgt anhand einer Regressionsanalyse mit historischen Marktdaten auf monatlicher Basis pro Laufzeitband und Portfolio.
Für die Regression werden 30 Datenpunkte im Fixzinsportfolio und 31 Datenpunkte im variablen Portfolio herangezogen, wobei die ersten
29 Datenpunkte auf historischen Daten basieren und der 30ste bzw. 31ste Datenpunkt ein Zinsszenario darstellt. Neben der Steigung der
Regressionsgerade ist auch die Streuung der Werte zu berücksichtigen, wobei der RLB Steiermark Konzern als Bestimmtheitsmaß R² mit
einer Untergrenze von 80 % heranzieht. Das angewandte Konfidenzintervall beträgt 95 %. Die retrospektive Effektivitätsmessung erfolgt
ebenfalls mittels Regressionsanalyse pro Laufzeitband und Portfolio, wobei alle Datenpunkte historisch berechnet werden.
Die folgenden Tabellen zeigen jene derivativen Sicherungsinstrumente, welche zur Absicherung von finanziellen Vermögenswerten („Absi-
cherung Aktiva“) und finanziellen Verbindlichkeiten („Absicherung Passiva“) eingesetzt werden. Die Sicherungsinstrumente werden mit ih-
rem Marktwert in den Positionen „Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten“ bzw. „Negative Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten“ ausgewiesen.
Geschäftsjahr 2021
Restlaufzeit Nominalwerte
Buchwert (Marktwert)
per 31.12.2021
Änderung des
beizulegenden
Zeitwerts, welcher
zur Ermittlung der
Ineffektivität heran-
gezogen wurde
(1.1.-31.12.2021) In TEUR bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis 5
Jahre
über 5
Jahre Gesamt positiv negativ
Mikro Fair Value Hedges -
Aktiva
Zinsswaps (Payer-Swaps) 277.890 1.144.860 582.061 2.004.811 8.651 40.513 51.314
Portfolio Fair Value
Hedges - Aktiva
Zinsswaps (Payer-Swaps) 185.000 588.500 1.496.976 2.270.476 28.629 33.283 56.105
Mikro Fair Value Hedges -
Passiva
Zinsswaps (Receiver-
Swaps)
0 630.225 1.821.750 2.451.975 182.823 9.900 -96.974
Gesamt 462.890 2.363.585 3.900.787 6.727.262 220.103 83.696 10.445
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Geschäftsjahr 2020
Restlaufzeit Nominalwerte
Buchwert (Marktwert)
per 31.12.2020
Änderung des
beizulegenden
Zeitwerts, welcher
zur Ermittlung der
Ineffektivität heran-
gezogen wurde
(1.1.-31.12.2020) In TEUR bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis 5
Jahre
über 5
Jahre Gesamt positiv negativ
Mikro Fair Value Hedges -
Aktiva
Zinsswaps (Payer-Swaps) 304.100 1.302.489 657.443 2.264.032 128 88.779 -31.231
Portfolio Fair Value
Hedges - Aktiva
Zinsswaps (Payer-Swaps) 83.000 492.500 1.264.026 1.839.526 507 73.769 -30.040
Mikro Fair Value Hedges -
Passiva
Zinsswaps (Receiver-
Swaps)
0 557.625 1.394.628 1.952.253 282.391 0 59.759
Gesamt 387.100 2.352.614 3.316.097 6.055.811 283.026 162.548 -1.512
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STEIERMARK 2021
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Grundgeschäfte im Mikro und Portfolio Fair Value Hedge Accounting nach Bilanzpositionen und
Klassen jeweils zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2021 sowie zum Vergleichsstichtag 31. Dezember 2020.
In TEUR
Buchwert der
Grundgeschäfte per
31.12.2021
Kumulierte Beträge, die
im Buchwert der
Grundgeschäfte erfasst
wurden (Hedge
Adjustment) per
31.12.2021
Änderung des
beizulegenden
Zeitwerts, welcher zur
Ermittlung der
Ineffektivität
herangezogen wurde
(1.1.-31.12.2021)
Mikro Fair Value Hedges – Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte – AC
Schuldverschreibungen 997.055 6.896 -20.826
Kredite und Forderungen 563.282 22.091 -20.948
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
Schuldverschreibungen 511.978 -1.216 -8.968
Portfolio Fair Value Hedges – Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte – AC
*)
2.450.606 -31.128 -57.014
Gesamt 4.522.921 -3.357 -107.756
Mikro Fair Value Hedges – Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
Verbriefte Verbindlichkeiten 2.371.231 133.325 83.824
Nachrangige Verbindlichkeiten 5.760 643 288
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit 243.296 31.649 12.889
Gesamt 2.620.287 165.617 97.001
*)
Da dem Portfolio „Finanzielle Vermögenswerte – AC“ sowohl Schuldverschreibungen als auch Kredite und Forderungen zugeordnet sind, unterbleibt die Aufteilung nach Klassen.
263
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
In TEUR
Buchwert der
Grundgeschäfte per
31.12.2020
Kumulierte Beträge, die
im Buchwert der
Grundgeschäfte erfasst
wurden (Hedge
Adjustment) per
31.12.2020
Änderung des
beizulegenden
Zeitwerts, welcher zur
Ermittlung der
Ineffektivität
herangezogen wurde
(1.1.-31.12.2020)
Mikro Fair Value Hedges – Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte – AC
Schuldverschreibungen 1.118.378 27.744 10.863
Kredite und Forderungen 724.849 44.645 15.574
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
Schuldverschreibungen 552.990 8.133 4.409
Portfolio Fair Value Hedges – Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte – AC
*)
2.110.838 26.162 29.871
Gesamt 4.507.055 106.684 60.717
Mikro Fair Value Hedges – Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.967.136 220.612 -48.945
Nachrangige Verbindlichkeiten 6.064 948 -144
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit 257.117 45.252 -10.447
Gesamt 2.230.317 266.812 -59.536
*)
Da dem Portfolio „Finanzielle Vermögenswerte – AC“ sowohl Schuldverschreibungen als auch Kredite und Forderungen zugeordnet sind, unterbleibt die Aufteilung nach Klassen.
Trotz des Vorliegens nahezu identer, gegengleicher Parameter der Sicherungs- und Grundgeschäfte können Ineffektivitäten aus dem Zins-
änderungsrisiko im Sinne eines Basisrisikos entstehen. Dies in der Form, dass die Sicherungsderivate mit anderen Zinskurven diskontiert
werden als die korrespondierenden Grundgeschäfte (OIS-€STR-Kurve vs. 3- oder 6-Monats-EURIBOR).
Andere mögliche Ursachen für Ineffektivitäten sind:
Late designation von Sicherungsgeschäften,
Upfront-Zahlungen bei Sicherungsgeschäften,
der Einfluss des variablen Zahlungsstroms auf den Wert der Sicherungsgeschäfte bei Annäherung an das Laufzeitende,
Bewertungsunterschiede bei Kündigungsrechten.
Gründe für Ineffektivitäten im Rahmen des Portfolio Fair Value Hedge Accounting können weiters sein:
Abweichungen der variablen Abzinsungszinssätze (Tenor) von Grund- und Sicherungsgeschäften
Unterschreitung des „bottom layer“
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Die folgende Tabelle stellt die Ineffektivitäten der Absicherungen nach Bilanzpositionen und Klassen dar. Der Ausweis der Ineffektivitäten
erfolgt sowohl für das Mikro Fair Value Hedge Accounting als auch für das Portfolio Fair Value Hedge Accounting in der GuV-Position „Er-
gebnis aus Hedge Accounting“.
In TEUR
Unwirksamkeit der
Absicherung 2021
Unwirksamkeit der
Absicherung 2020
Mikro Fair Value Hedges – Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte – AC
Schuldverschreibungen
94 -119
Kredite und Forderungen
351 -180
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI
Schuldverschreibungen
128 -86
Portfolio Fair Value Hedges – Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte – AC
*)
-909 -169
Gesamt
-336 -554
Mikro Fair Value Hedges – Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
Verbriefte Verbindlichkeiten 593 417
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit
-566 -193
Gesamt 27 224
*)
Da dem Portfolio „Finanzielle Vermögenswerte – AC“ sowohl Schuldverschreibungen als auch Kredite und Forderungen zugeordnet sind, unterbleibt die Aufteilung nach Klassen.
265
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
37. Restlaufzeitengliederung
Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und vertraglich vereinbarter Fälligkeit der Verbindlichkeit angesehen.
Finanzielle Verbindlichkeiten
In TEUR
Vertragliche
Cash Flows
Täglich
fällig bzw.
ohne
Laufzeit
bis 3
Monate
> 3 Monate
bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5
Jahre
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised
Cost (AC)
15.659.669 5.304.487 210.716 492.328 6.306.864 3.345.274
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for
Trading (HFT)
248.001 0 7.746 16.012 83.949 140.294
Finanzielle Verbindlichkeiten –
Designated at Fair Value P&L (FVO)
1.006.736 0 243.813 125.286 159.676 477.961
Negative Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
64.383 0 7.011 10.911 13.667 32.794
Außerbilanzielle Geschäfte 2.562.985 2.562.985 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
In TEUR
Vertragliche
Cash Flows
Täglich
fällig bzw.
ohne
Laufzeit
bis 3
Monate
> 3 Monate
bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5
Jahre
Finanzielle Verbindlichkeiten –
Amortised Cost (AC)
14.443.154 5.045.121 257.957 368.616 5.764.773 3.006.687
Finanzielle Verbindlichkeiten –
Held for Trading (HFT)
522.957 0 4.372 9.511 73.458 435.616
Finanzielle Verbindlichkeiten –
Designated at Fair Value P&L (FVO)
1.787.110 0 55.052 162.957 332.174 1.236.927
Negative Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
118.893 0 8.672 22.294 60.841 27.086
Außerbilanzielle Geschäfte 2.348.869 2.348.869 0 0 0 0
Die per 31. Dezember 2020 gemäß IFRS 5 bilanzierten Einlagen i. H. v. 205.761 TEUR sind in der o. a. Aufstellung nicht mehr enthalten und
werden in der Bilanzposition „Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen“ aus-
gewiesen.
Restlaufzeitengliederung zum 31.12.2021
Restlaufzeitengliederung zum 31.12.2020
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
38. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Die Bestimmungen des IFRS 7 verlangen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten die Angabe von Informationen zu Saldie-
rungsrechten bzw. zu globalen Aufrechnungsvereinbarungen.
Der RLB Steiermark Konzern schließt gemäß den Rahmenverträgen über die gegenseitige Aufrechnung von Interbanken-Depots (Deposit
Netting Agreement) bzw. auf Basis von Vereinbarungen mit Großkunden Geschäfte über Kredite (Darlehen) und Interbanken-Einlagen ab.
Grundsätzlich können die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei auf alle ausstehenden Transaktionen ge-
schuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst werden, wenn für ein Unternehmen die Voraussetzungen nach
IAS 32.42 wie folgt erfüllt sind:
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht ein Rechtsanspruch, finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten miteinander verrechnen
zu dürfen.
Das Unternehmen beabsichtigt, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des
betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
Einige dieser Vereinbarungen werden in der Bilanz nicht saldiert, weil den jeweiligen Vertragspartnern ein Recht zur Aufrechnung von er-
fassten Beträgen eingeräumt wird, das nur bei Eintritt eines Verzuges darstellenden Ereignisses, der Insolvenz oder des Konkurses des
Konzerns oder der Vertragspartner oder von anderen vorab festgelegten Ereignissen durchsetzbar ist. Darüber hinaus beabsichtigen der
Konzern und seine Vertragspartner nicht, auf Nettobasis abzurechnen oder die Vermögenswerte zu realisieren und zeitgleich die Schulden
zu tilgen. Der Konzern erhält und stellt Sicherheiten in Form von liquiden Mitteln und marktgängigen Wertpapieren.
Mit Gründung eines neuen institutsbezogenen Sicherungssystems für den Raiffeisen-Sektor (Raiffeisen-IPS, „R-IPS“) wurden die Rahmen-
verträge über die gegenseitige Aufrechnung von Interbanken-Depots mit Interbanken-Einlagen mit den Raffeisenbanken gekündigt. Es
verbleiben somit per 31. Dezember 2021 nur noch vereinzelte Netting-Vereinbarungen.
In den nachstehenden Tabellen sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt, die in der Konzernbilanz saldiert werden
(aufgerechnete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten) oder einer Aufrechnungs- oder ähnlichen Vereinbarung unterliegen,
ungeachtet dessen, ob sie in der Bilanz saldiert werden oder nicht (Potenzieller Effekt von Aufrechnungsvereinbarungen). Aufgrund der
aufgekündigten Vereinbarungen mit den Raiffeisenbanken bestehen per 31. Dezember 2021 nur noch aufgerechnete finanzielle Verbindlich-
keiten.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Geschäftsjahr 2021
In TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten
Brutto-
beträge
finanzieller
Verbindlich-
keiten
dagegen
aufgerech-
nete
finanzielle
Vermögens-
werte
in der
Bilanz
dargestellte
Netto-
beträge
finanzieller
Verbindlich-
keiten
Potenzieller
Effekt von
Auf-
rechnungs-
rahmenver-
einba-
rungen
Sicher-
heiten in
Form von
Finanz-
instru-
menten Nettobetrag
nicht saldiert
Finanzielle Verbindlichkeiten –
Amortised Cost (AC)
3.690.639 0 3.690.639 0 -1.520.694 2.169.945
Einlagen / Aufgenommene Gelder 3.690.639 0 3.690.639 0 -1.520.694 2.169.945
Finanzielle Verbindlichkeiten – Held
for Trading (HFT)
0 0 0 0 0 0
Derivate (negative Marktwerte) 0 0 0 0 0 0
Einlagen / Aufgenommene Gelder 0 0 0 0 0 0
Gesamt 3.690.639 0 3.690.639 0 -1.520.694 2.169.945
Einlagen / Aufgenommene Gelder enthalten Pensionsgeschäfte (Repos) in Höhe von insgesamt 3.485.507 TEUR (Vj: 2.752.845 TEUR), für
die im aktuellen Geschäftsjahr Sicherheiten in Form von Finanzinstrumenten mit einem Betrag von 1.520.694 TEUR (Vj: 1.500.806 TEUR)
bestehen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
268
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Geschäftsjahr 2020
In TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Brutto-
beträge
finanzieller
Vermögens-
werte
dagegen
aufgerech-
nete
finanzielle
Verbindlich-
keiten
in der
Bilanz
dargestellte
Netto-
beträge
finanzieller
Vermögens-
werte
Potenzieller
Effekt von
Auf-
rechnungs-
rahmenver-
einba-
rungen
Sicher-
heiten in
Form von
Finanz-
instru-
menten Nettobetrag
nicht saldiert
Sichtguthaben 4.014 0 4.014 -4.014 0 0
Finanzielle Vermögenswerte –
Amortised Cost (AC)
634.008 0 634.008 -628.256 0 5.752
Kredite und Forderungen 634.008 0 634.008 -628.256 0 5.752
Finanzielle Vermögenswerte –
Held for Trading (HFT)
9.019 0 9.019 -9.019 0 0
Kredite und Forderungen 0 0 0 0 0 0
Derivate (positive Marktwerte) 9.019 0 9.019 -9.019 0 0
Finanzielle Vermögenswerte –
Mandatorily at Fair Value P&L
(FVPL-M)
2.235 0 2.235 -2.235 0 0
Kredite und Forderungen 2.235 0 2.235 -2.235 0 0
Gesamt 649.276 0 649.276 -643.524 0 5.752
In TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten
Brutto-
beträge
finanzieller
Verbindlich-
keiten
dagegen
aufgerech-
nete
finanzielle
Vermögens-
werte
in der
Bilanz
dargestellte
Netto-
beträge
finanzieller
Verbindlich-
keiten
Potenzieller
Effekt von
Auf-
rechnungs-
rahmenver-
einba-
rungen
Sicher-
heiten in
Form von
Finanz-
instru-
menten Nettobetrag
nicht saldiert
Finanzielle Verbindlichkeiten –
Amortised Cost (AC)
6.556.264 0 6.556.264 -643.455 -1.500.806 4.412.003
Einlagen / Aufgenommene Gelder 6.556.264 0 6.556.264 -643.455 -1.500.806 4.412.003
Finanzielle Verbindlichkeiten –
Held for Trading (HFT)
75 0 75 -69 0 6
Derivate (negative Marktwerte) 75 0 75 -69 0 6
Einlagen / Aufgenommene Gelder 0 0 0 0 0 0
Gesamt 6.556.339 0 6.556.339 -643.524 -1.500.806 4.412.009
269
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
39. Derivative Finanzinstrumente
In den nachfolgenden Tabellen ist das gesamte Volumen der noch nicht abgewickelten derivativen Finanzgeschäfte – inklusive der in Note 36
dargestellten Hedge Accounting Derivate – gegliedert nach Restlaufzeiten dargestellt. Die Angabe der Marktwerte erfolgt unter Berücksichti-
gung des Kontrahentenrisikos (CVA / DVA).
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
In TEUR bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5
Jahre
Gesamt positiv negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 716.419 3.699.655 6.147.458 10.563.532 569.171 170.854
Zinsoptionen-Käufe 6.729 221 275 7.225 11 0
Zinsoptionen-Verkäufe 1.729 6.414 737 8.880 0 20
Gesamt 724.877 3.706.290 6.148.470 10.579.637 569.182 170.874
Börsegehandelte Produkte
Futures 20.600 0 0 20.600 0 0
Gesamt 745.477 3.706.290 6.148.470 10.600.237 569.182 170.874
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 52.200 45.600 0 97.800 1.737 1.671
Zins-Währungs-/Währungsswaps 3.558 12.711 10.250 26.519 27 9.537
Gesamt 55.758 58.311 10.250 124.319 1.764 11.208
Gesamtsumme 801.235 3.764.601 6.158.720 10.724.556 570.946 182.082
Derivative Finanzprodukte, die nicht zu Handelszwecken dienen (Bankbuch), zum 31.12.2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
270
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STEIERMARK 2021
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
In TEUR bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5
Jahre
Gesamt positiv negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 1.077.300 3.369.808 5.563.566 10.010.674 717.110 247.029
Zinsoptionen-Käufe 151 6.808 596 7.555 27 0
Zinsoptionen-Verkäufe 2.530 6.970 2.707 12.207 0 3
Gesamt 1.079.981 3.383.586 5.566.869 10.030.436 717.137 247.032
Börsegehandelte Produkte
Futures 65.474 0 0 65.474 0 0
Gesamt 1.145.455 3.383.586 5.566.869 10.095.910 717.137 247.032
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 138.688 0 0 138.688 3.831 265
Zins-Währungs-/Währungsswaps 12.253 9.978 0 22.231 156 188
Gesamt 150.941 9.978 0 160.919 3.987 453
Gesamtsumme 1.296.396 3.393.564 5.566.869 10.256.829 721.124 247.485
Derivative Finanzprodukte, die nicht zu Handelszwecken dienen (Bankbuch), zum 31.12.2020
271
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
In TEUR bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt positiv negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 159.483 758.295 1.826.883 2.744.661 46.678 48.324
Zinsoptionen-Käufe 47.494 74.900 93.775 216.169 3.381 0
Zinsoptionen-Verkäufe 15.769 13.688 93.015 122.472 0 1.119
Gesamt 222.746 846.883 2.013.673 3.083.302 50.059 49.443
Börsegehandelte Produkte
Futures 4.907 0 0 4.907 0 0
Gesamt 227.653 846.883 2.013.673 3.088.209 50.059 49.443
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 186.496 57.833 0 244.329 9.942 724
Zins-Währungs-/Währungsswaps 472.827 61.723 0 534.550 675 19.269
Devisenoptionen-Käufe 1.271 0 0 1.271 5 0
Devisenoptionen-Verkäufe 1.272 0 0 1.272 30 0
Gesamt 661.866 119.556 0 781.422 10.652 19.993
Gesamtsumme 889.519 966.439 2.013.673 3.869.631 60.711 69.436
Derivative Finanzprodukte des Handelsbuchs zum 31.12.2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
272
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STEIERMARK 2021
Restlaufzeit Nominalwerte Marktwerte
In TEUR bis 1 Jahr
> 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5
Jahre Gesamt positiv negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 297.535 713.440 1.677.334 2.688.309 89.381 109.242
Zinsoptionen-Käufe 38.000 100.437 132.950 271.387 5.094 0
Zinsoptionen-Verkäufe 40.024 20.679 102.215 162.918 21 1.033
Gesamt 375.559 834.556 1.912.499 3.122.614 94.496 110.275
Börsegehandelte Produkte
Futures 1.500 0 0 1.500 0 0
Gesamt 377.059 834.556 1.912.499 3.124.114 94.496 110.275
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
OTC-Produkte
Devisenkassa/-termingeschäfte 48.172 0 0 48.172 1.742 304
Zins-Währungs-/Währungsswaps 450.465 2.733 10.249 463.447 3.474 10.396
Devisenoptionen-Käufe 1.408 0 0 1.408 83 0
Devisenoptionen-Verkäufe 1.408 0 0 1.408 0 75
Gesamt 501.453 2.733 10.249 514.435 5.299 10.775
Gesamtsumme 878.512 837.289 1.922.748 3.638.549 99.795 121.050
Derivative Finanzprodukte des Handelsbuchs zum 31.12.2020
273
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
40. Fair Value der Finanzinstrumente
Alle zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente werden auf wiederkehrender Basis bewertet.
Der beizulegende Zeitwert ist definiert als der Preis für ein Finanzinstrument, den Marktteilnehmer im Rahmen einer geordneten Geschäfts-
abwicklung beim Verkauf erhalten, beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen würden. Im RLB Steiermark Konzern erfolgt
die Bewertung zum Fair Value primär anhand von externen Datenquellen (Börsenpreise, Broker-Quotierungen). Sollte kein entsprechender
Marktpreis beobachtbar sein, werden für die Fair Value Ermittlung des Finanzinstruments allgemein anerkannte Verfahren angewendet. Je
nach Marktnähe bzw. Objektivität der Bewertungsparameter werden diese jeweils einer von drei Stufen (Level 1 – 3) der Fair Value Hierar-
chie zugeordnet.
Beschreibung der Bewertungsmodelle und Parameter
Der RLB Steiermark Konzern verwendet ausschließlich Bewertungsmodelle, die einem internen Prüfprozess unterzogen wurden und bei
denen die unabhängige Ermittlung der Bewertungsparameter (Zinssätze, Wechselkurse, Volatilitäten und Credit Spreads) sichergestellt ist.
Existieren für Wertpapiere und Derivate aktuelle, allgemein beobachtbare Preise, so werden diese Produkte zu den quotierten Marktpreisen
angesetzt. Bei den übrigen Wertpapieren und Derivaten wird der Fair Value als Barwert der künftigen Cash Flows errechnet.
Für Plain Vanilla-Schuldtitel (fix und variabel) wird der Fair Value durch die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme errechnet. Die
Diskontierungskurve ist vom Zinssatz der jeweiligen Emissionswährung und einer Spreadanpassung, welche von der Credit Spread-Kurve
des Emittenten abgeleitet wird, abhängig. Ist keine Emittentenkurve vorhanden, wird der Spread von einem ähnlichen Instrument abgeleitet
und um Differenzen im Risikoprofil des Instruments angepasst. Ist kein ähnliches Finanzinstrument verfügbar, wird die Spreadanpassung
anhand interner Ratings und Ausfallswahrscheinlichkeiten vorgenommen. Bei komplexeren Schuldtiteln wird der Fair Value mittels einer
Kombination aus diskontierten Zahlungsströmen und finanzmathematischen Modellen ermittelt, wie sie auch bei der Bewertung von
OTC-Produkten zur Anwendung kommen. Die Fair Value Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkei-
ten erfolgt analog.
Der Fair Value von Zins- und Zins-Währungs-Swaps sowie Zinstermingeschäften wird auf Basis abgezinster Cash Flows ermittelt, wobei
jeweils die für die Restlaufzeit geltenden Marktzinssätze verwendet werden. Für die Ermittlung des Fair Value von in Euro besicherten Deri-
vaten wird als Diskontierungszinssatz der €STR (Euro Short-Term Rate) herangezogen, da dieser der Verzinsung der entsprechenden Barsi-
cherheiten entspricht. Im Zuge der IBOR-Reform wurde der EONIA durch den €STR (Euro Short Term Rate) abgelöst (siehe Kapitel „Anwen-
dung geänderter bzw. neuer Standards sowie Interpretationen“). Die Umstellung führte zu einer Änderung der Diskontierungskurve. Die
daraus resultierende Änderung der Marktwerte wurden durch eine erfolgswirksame Ausgleichszahlung kompensiert. Insgesamt wurden im
Zusammenhang mit der Umstellung von EONIA auf €STR im Geschäftsjahr 2021 Ausgleichszahlungen in Höhe von 783 TEUR (Vj: 0 TEUR)
geleistet sowie Ausgleichszahlungen in Höhe von 593 TEUR (Vj: 0 TEUR) vereinnahmt.
Der Fair Value von Devisentermingeschäften wird auf Basis aktueller Terminkurse ermittelt. Optionen werden zu Kurswerten oder mittels
anerkannter Modelle zur Ermittlung von Optionspreisen bewertet. Als Bewertungsmodelle dienen für einfache europäische Optionen und
Zinsinstrumente die gängigen Black-Scholes-Modelle (marktbedingt wird aufgrund des aktuellen Zinsniveaus u. a. auch das Black-Scho-
les-Normal Modell verwendet).
Bei der Bewertung von Derivaten werden auch Bewertungsanpassungen, welche sowohl das Risiko des vorzeitigen Ausfalls der Gegen-
partei, als auch das eigene Kreditrisiko berücksichtigen, vorgenommen (CVA, DVA). Zur Ermittlung des Credit bzw. Debt Value Adjust-
ments wird für OTC-Derivate die Höhe des zukünftig zu erwartenden Portfoliowertes (Potential Future Exposure, PFE) anhand einer Monte
Carlo Simulation berechnet und mittels am Markt beobachtbarer Ausfallsraten des Kunden bzw. der Raiffeisen-Landesbank Steiermar
k AG
bewertet. Grundsätzlich wird das gesamte Derivateportfolio eines Marktpartners betrachtet. Das CVA/DVA wird auf das unbesicherte Expo-
sure gerechnet. Handelt es sich um ein besichertes Exposure, wird die Dauer der Besicherungsnachforderung (margin period of risk) bei
der Ermittlung des CVA/DVA mitberücksichtigt.
Bei den finanziellen Verpflichtungen erfolgt die Bewertung von Optionalitäten unter anderem auf Basis des Hull-White-Modells. Sofern Si-
cherheiten von Dritten für Verbindlichkeiten gestellt werden, werden diese bei der Bewertung berücksichtigt.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
274
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Der Fair Value bestimmter Finanzinstrumente entspricht nahezu dem Buchwert. Dies betrifft die Barreserve und Sichtguthaben sowie For-
derungen und Verbindlichkeiten ohne eindeutige Fälligkeit oder Zinsbindung bzw. kurzfristig abrufbare Verbindlichkeiten.
Bei den übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden die erwarteten Cash Flows mit aktuellen Zinssätzen unter Berücksichtigung der
jeweiligen Spreads sowie von Eigenkapitalkosten diskontiert. Bei der Fair Value Bewertung von Krediten gelangen Spreads auf Basis inter-
ner Bonitätseinschätzungen zum Ansatz. Darüber hinaus kommen hier Residualspreads, die beispielsweise Gebühren beinhalten können,
zum Ansatz.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich at equity bewertet. Beteiligungen werden zum Fair Value bilanziert. Sofern ein
Börsenkurs oder Transaktionspreis verfügbar ist, wird dieser herangezogen. Ansonsten wird der Fair Value auf Basis abgezinster Netto-
Cash Flows oder mittels vereinfachter Näherungsverfahren bzw. bei Immobilien anhand zeitnaher Gutachten ermittelt. Die Prognose der
finanziellen Überschüsse enthält spezifische Schätzungen für mindestens drei Jahre. Die Unsicherheiten infolge der Covid-19 Pandemie
wurden im Rahmen der Unternehmensbewertung in der Cashflow-Planung berücksichtigt. Die erwarteten Netto Cash Flows werden mit
einem risikolosen Zinssatz unter Berücksichtigung eines Risikoabschlags abgezinst. Hybride Finanzinstrumente werden auf Basis extern
angelieferter Bewertungen bewertet.
Bei Finanzgarantien und unwiderruflichen Kreditzusagen entspricht der Buchwert dem Fair Value.
In der folgenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) jener Bilanzpositionen dargestellt, welche nicht zum Fair Value
bewertet werden. Diese beinhaltet auch täglich fällige Kredite und Forderungen sowie Einlagen, bei denen der Buchwert nahezu dem Fair
Value entspricht.
2021 2020
In TEUR Fair Value Buchwert Fair Value Buchwert
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte – AC 11.037.298 10.555.568 10.832.040 10.245.834
Schuldverschreibungen 1.759.490 1.715.698 1.936.070 1.875.871
Kredite und Forderungen 9.159.304 8.722.777 8.763.652 8.239.645
Forderungen aus Leasingverhältnissen 118.504 117.093 132.318 130.318
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC 15.686.066 15.567.515 14.396.453 14.252.896
Einlagen / Aufgenommene Gelder 11.996.431 11.926.289 10.977.249 10.906.926
Verbriefte Verbindlichkeiten 3.608.942 3.566.137 3.343.419 3.275.196
Nachrangige Verbindlichkeiten 80.693 75.089 75.785 70.774
275
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
41. Fair Value Hierarchie
Die Fair Value Hierarchie stellt die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden nach der Stufe der Bemessungshierarchie dar, in
welche diese in ihrer Gesamtheit eingeordnet werden. Diese Hierarchie teilt die in den Bewertungstechniken zur Bemessung des beizule-
genden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen ein, wobei sich die Abstufung nach dem Grad der Beobachtbarkeit der verwen-
deten Inputfaktoren richtet:
Notierte Preise in aktiven Märkten (Level 1): Der Fair Value der Finanzinstrumente, welche in Level 1 der Fair Value Hierarchie eingeord-
net werden, wird auf der Grundlage der auf aktiven Märkten quotierten Preise (Börsenkurse oder von Handelsteilnehmern quotierte Preise)
ermittelt. Ein aktiver Markt ist dann gegeben, wenn für ein Finanzinstrument Preise von Börsen, Brokern oder Preisagenturen, wie Reuters
oder Bloomberg, leicht und regelmäßig verfügbar sind und tatsächlich und regelmäßig Transaktionen zu diesen Preisen stattfinden. Diese
Kategorie enthält insbesondere an Börsen notierte Schuldinstrumente. Im Bereich der nicht zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente
sind hier Schuldverschreibungen sowie verbriefte Verbindlichkeiten enthalten.
Bewertungsverfahren mittels beobachtbarer Parameter (Level 2): Wird ein Preis herangezogen, dessen Markt aufgrund einer beobach-
teten eingeschränkten Liquidität nicht als aktiver Markt betrachtet werden kann, wird das zugrundeliegende Finanzinstrument in die Fair
Value Stufe 2 gereiht. Sind keine Marktpreise verfügbar, erfolgt die Bewertung anhand von Bewertungsmodellen, die auf Marktdaten beru-
hen. Sofern alle wesentlichen Parameter des Bewertungsmodells am Markt beobachtbar sind, wird das Finanzinstrument als Level 2 der
Fair Value Hierarchie eingestuft. Für Level 2-Bewertungen werden typischerweise Zinskurven, Credit Spreads und implizite Volatilitäten als
nachvollziehbare beobachtbare Marktparameter verwendet.
Im Bereich der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente werden vor allem Einlagen, verbriefte Verbindlichkeiten sowie
die Mehrzahl der OTC-Derivate gezeigt. Darüber hinaus sind hier Schuldinstrumente enthalten, für welche kein aktiver Markt besteht. Im
Bereich der nicht zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente sind hier Schuldverschreibungen, Zwischenbankgelder, Einlagen sowie
verbriefte Verbindlichkeiten enthalten.
Bewertungsverfahren mittels wesentlicher, nicht beobachtbarer Parameter (Level 3): Die Finanzinstrumente dieser Kategorie weisen
Eingangsparameter auf, die nicht beobachtbar sind und einen mehr als unwesentlichen Effekt auf den Fair Value eines Instruments haben.
In diesem Fall werden einzelne, nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter anhand angemessener Annahmen geschätzt. Für
Level 3-Bewertungen werden neben beobachtbaren Parametern typischerweise Credit Spreads, die aus internen Schätzungen für Ausfalls-
wahrscheinlichkeiten (PD) und Verlustquoten (LGD) abgeleitet werden, als nicht beobachtbare Parameter verwendet. Diese Kategorie ent-
hält im Bereich der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente im Wesentlichen Kredite, strukturierte verbriefte Verbindlichkeiten, kom-
plexere OTC-Derivate sowie Beteiligungen bzw. beteiligungsähnliche hybride Finanzinstrumente. Im Bereich der nicht zum Fair Value bilan-
zierten Finanzinstrumente sind hier vor allem Kredite und Einlagen enthalten.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
276
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Die folgende Darstellung zeigt die Fair Value Hierarchie der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:
In TEUR 2021 2020
Finanzielle Vermögenswerte Level 1 Level 2 Level 3 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte – HFT 49.453 409.112 5.087 48.198 528.061 6.001
Schuldverschreibungen 49.453 2.645 0 48.198 0 0
Derivate (positive Marktwerte) 0 406.467 5.087 0 528.061 6.001
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI 851.406 6.495 90.397 848.161 6.668 82.809
Schuldverschreibungen 851.406 6.495 0 848.161 6.668 0
Eigenkapitalinstrumente 0 0 90.397 0 0 82.809
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M 0 35.315 37.448 0 396.369 36.737
Schuldverschreibungen 0 24.477 0 0 42.393 0
Andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
0 10.838 5.070 0 0 0
Kredite und Forderungen 0 0 32.378 0 2.236 36.735
Eigenkapitalinstrumente 0 0 0 0 0 2
Sondervermögen 0 0 0 0 351.740 0
Positive Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
0 220.103 0 0 283.026 0
Gesamt 900.859 671.025 132.932 896.359 1.214.124 125.547
Finanzielle Verbindlichkeiten Level 1 Level 2 Level 3 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT 0 167.351 471 0 205.654 68
Derivate (negative Marktwerte) 0 167.351 471 0 205.654 68
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO 0 839.977 25.454 0 1.081.622 26.669
Einlagen / Aufgenommene Gelder 0 519.412 0 0 596.298 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 306.194 25.454 0 485.324 26.669
Nachrangige Verbindlichkeiten 0 14.371 0 0 0 0
Negative Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
0 83.696 0 0 162.548 0
Gesamt 0 1.091.024 25.925 0 1.449.824 26.737
277
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Umgliederungen von und nach Level 1
Weder in der Berichtsperiode noch in der Vergleichsperiode gab es Umgliederungen aus Level 1 bzw. nach Level 1.
Angaben zu Finanzinstrumenten in Level 3
Beschreibung der Bewertungsmethoden und -prozesse für Finanzinstrumente in Level 3
Wenn zumindest ein wesentlicher Bewertungsparameter nicht am Markt beobachtbar ist, wird dieses Instrument dem Level 3 der Fair Value
Hierarchie zugeordnet. Zur Validierung des Bewertungspreises werden daher zusätzliche Schritte notwendig. Diese umfassen u. a. die Ana-
lyse historischer Daten oder Benchmarking zu vergleichbaren Finanzinstrumenten. Diese Verfahren beinhalten Parameterschätzungen und
Expertenmeinungen.
Die Ermittlung und Kategorisierung der Fair Values von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten erfolgt mit Ausnahme
der Fair Values für Beteiligungen und beteiligungsähnliche hybride Finanzinstrumente in der Abteilung Marktrisikocontrolling, in deren Kom-
petenz die Marktbewertungen und die verwendeten Berechnungsmodelle – inklusive der Ermittlung der Level 3 Fair Values – liegen. Die
Abteilung überprüft regelmäßig wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren und Valuation Adjustments. Falls Preise von Dritten, wie etwa
Partnerbewertungen bzw. externe Modelle, für die Ermittlung der Fair Values verwendet werden, so erfasst, dokumentiert und verplausibili-
siert Marktrisikocontrolling diese Werte. Wesentliche Bewertungsthemen und Auswirkungen von Bewertungsänderungen werden im Ge-
samtbank-Risikokomitee bzw. dem Vorstand berichtet. Die Ermittlung und Kategorisierung von Fair Values für Beteiligungen und beteili-
gungsähnliche hybride Finanzinstrumente erfolgt in der Abteilung Beteiligungen, die für das gesamte Beteiligungsportefeuille zuständig ist.
Informationen zur Bewertung von Level 3 Finanzinstrumenten:
Art
Bewertungs-
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare
Inputfaktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Inputfaktoren
Kredite und Forderungen Kredite DCF
Ausfallwahr-
scheinlichkeit,
Verlustquote
10-30 %
Derivate Zinsderivate
Broker-
Schätzungen
erwartete
Zinszahlungen
10-20 %
Einlagen / Aufgenommene Gelder Einlagen
Broker-
Schätzungen,
DCF – Verfahren
erwartete
Zinszahlungen
10-30 %
Verbriefte Verbindlichkeiten Emissionen
Broker-
Schätzungen,
DCF – Verfahren
erwartete
Zinszahlungen
5-10 %
JAHRESFINANZBERICHT 2021
278
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Beteiligungen
Bewertungsmethode Beschreibung Inputfaktoren von bis
Discounted Cash Flow Verfahren
(DCF – Flow to Equity)
A
bzinsung von Free
Cash Flows mit einem
internen Zinsfuß
(Diskontierungszins,
Beta- und
Marktrisikofaktor)
interner Zinsfuß 6,41 % 15,12 %
Betafaktor 0,80 1,47
Marktrisikoprämie 8,00 % 8,46 %
Risikoloser Zinssatz 0,00 % 0,04 %
Planungshorizont 3 Jahre 5 Jahre
Substanzwertverfahren (Immobilien)
Der aktuelle Marktwert
für die Immobilien wird
zum Bewertungsstich-
tag mittels Gutachten
erhoben. Die so
ermittelten stillen
Reserven/Lasten
werden dem Eigen-
kapital zugerechnet.
Pacht je m
2
Zu-/Abschlag
0,20 EUR
+500 BP
3,00 EUR
-500 BP
Ertragswertverfahren (Optionspreis)
A
uf Basis einer Plan-
Gewinn-und-Verlust-
Rechnung und mittels
der Abzinsung der
daraus errechneten
zukünftigen
Ertragsüberschüsse
wird der Wert des
Eigenkapitals zum
Bewertungsstichtag
berechnet.
Diskontierungs-
zinssatz
3,88 %
Zu einigen der Finanzinstrumente in der Level 3-Kategorie bestehen identische und ähnliche kompensierende Positionen bezüglich der
nicht beobachtbaren Parameter. Die IFRS-Vorschriften verlangen, die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten brutto anzuführen. Einige
Finanzinstrumente in der Level 3-Kategorie sind durch Instrumente der Level 2-Kategorie abgesichert.
Ist eine Änderung in der Ermittlung des Fair Values eingetreten, wenn beispielsweise für die Wertermittlung beobachtbare Parameter statt
nicht beobachtbarer Parameter zur Verfügung stehen, wird das jeweilige Finanzinstrument in eine andere Stufe umgruppiert.
Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die
Änderung eingetreten ist, auf Basis des Anfangsbestands.
Die Tabellen auf den folgenden Seiten stellen die Entwicklung der Fair Values von Finanzinstrumenten dar, für welche der beizulegende
Zeitwert nicht aus beobachtbaren, am Markt verfügbaren Daten ermittelt werden kann.
279
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Überleitung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente in Level 3
Geschäftsjahr 2021
In TEUR
Bestand
am 1.1.
In der
Gewinn
und
Verlust-
rechnung
erfasst
1)
Im sons-
tigen
Ergebnis
erfasst
1)
Zugänge Abgänge
Umgliede-
rungen
IFRS 5
Bestand
am 31.12.
Finanzielle Vermögenswerte
– HFT
6.001 -914 0 0 0 0 5.087
Derivate (positive Marktwerte) 6.001 -914 0 0 0 0 5.087
Finanzielle Vermögenswerte
– FVOCI
82.809 0 3.701 3.923 -36 0 90.397
Eigenkapitalinstrumente 82.809 0 3.701 3.923 -36 0 90.397
Finanzielle Vermögenswerte
– FVPL-M
36.737 -509 0 13.740 -12.520 0 37.448
Andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
0 70 0 5.000 0 0 5.070
Kredite und Forderungen 36.735 -579 0 8.740 -12.518 0 32.378
Eigenkapitalinstrumente 2 0 0 0 -2 0 0
Gesamt 125.547 -1.423 3.701 17.663 -12.556 0 132.932
Finanzielle Verbindlichkeiten
– HFT
68 403 0 0 0 0 471
Derivate (negative Marktwerte) 68 403 0 0 0 0 471
Finanzielle Verbindlichkeiten
– FVO
26.669 -707 310 0 -818 0 25.454
Verbriefte Verbindlichkeiten 26.669 -707 310 0 -818 0 25.454
Gesamt 26.737 -304 310 0 -818 0 25.925
1)
Bei den Vermögenswerten stehen positive Beträge für Gewinne und negative Beträge für Verluste. Bei den Verbindlichkeiten stehen positive Beträge für Verluste und negative Beträge für Gewinne.
Im Geschäftsjahr 2021 gab es – wie im Vorjahr – keine Umgliederungen aus bzw. nach Level 3.
Die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Bewertungsergebnisse von Finanziellen Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value
P&L (FVO), die Ergebnisse aus den dazugehörigen Derivaten (Economic Hedges) sowie von Finanziellen Vermögenswerten – Mandatorily
at Fair Value P&L (FVPL-M) sind in der Position „Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value P&L (FVPL)“ enthalten. Die Zinsen
dieser Instrumente werden im Zinsüberschuss ausgewiesen. Im Sonstigen Ergebnis (OCI non reclassified) erfasste Effekte aus der Verän-
derung des eigenen Bonitätsrisikos finanzieller Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO) sind in der Position „Bonitätsindu-
zierte Fair Value Änderungen finanzieller Verbindlichkeiten“ enthalten.
Das in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Ergebnis aus Finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten – Held for Trading
(HFT) wird in der Position „Handelsergebnis“ gezeigt. Die im Sonstigen Ergebnis erfassten Bewertungsergebnisse aus Finanziellen Vermö-
genswerten – Fair Value OCI (FVOCI) ohne Recycling werden in der Position „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten –
Fair Value OCI“ ausgewiesen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
280
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Fair Values von Finanzinstrumenten in Level 3 der Vergleichsperiode dar.
Geschäftsjahr 2020
In TEUR
Bestand
am 1.1.
In der
Gewinn
und
Verlust-
rechnung
erfasst
1)
Im sons-
tigen
Ergebnis
erfasst
1)
Zugänge Abgänge
Umgliede-
rungen
IFRS 5
Bestand
am 31.12.
Finanzielle Vermögenswerte
– HFT
8.057 -2.056 0 0 0 0
6.001
Derivate (positive Marktwerte) 8.057 -2.056 0 0 0 0 6.001
Finanzielle Vermögenswerte
– FVOCI
81.037 0 2.166 1.628 -2.022 0
82.809
Eigenkapitalinstrumente 81.037 0 2.166 1.628 -2.022 0 82.809
Finanzielle Vermögenswerte
– FVPL-M
47.819 621 0 2.885 -14.113 -475
36.737
Schuldverschreibungen 188 0 0 0 -188 0 0
Kredite und Forderungen 47.596 654 0 2.885 -13.925 -475 36.735
Eigenkapitalinstrumente 35 -33 0 0 0 0 2
Gesamt 136.913 -1.435 2.166 4.513 -16.135 -475 125.547
Finanzielle Verbindlichkeiten
– HFT
0 68 0 0 0 0 68
Derivate (negative Marktwerte) 0 68 0 0 0 0 68
Finanzielle Verbindlichkeiten
– FVO
28.051 -1.133 164 0 -413 0 26.669
Verbriefte Verbindlichkeiten 28.051 -1.133 164 0 -413 0 26.669
Gesamt 28.051 -1.065 164 0 -413 0 26.737
1)
Bei den Vermögenswerten stehen positive Beträge für Gewinne und negative Beträge für Verluste. Bei den Verbindlichkeiten stehen positive Beträge für Verluste und negative Beträge für Gewinne.
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Ergebnis aus zum Berichtsstichtag gehaltenen Finanzinstrumenten der Level 3 Kategorie
Die nachstehende Tabelle beinhaltet gemäß IFRS 7 nur die Gewinne und Verluste der am Berichtsstichtag gehaltenen Level 3-Instrumente.
In TEUR 2021 2020
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte – HFT 515 -145
Derivate (positive Marktwerte) 515 -145
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M -98 886
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 70 0
Kredite und Forderungen -168 919
Eigenkapitalinstrumente 0 -33
Gesamt 417 741
Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT -494 0
Derivate (negative Marktwerte) -494 0
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO 67 428
Verbriefte Verbindlichkeiten 67 428
Gesamt -427 428
Gesamtsumme -10 1.169
Die kompensierenden Gewinne und Verluste, die aus entsprechenden Absicherungsgeschäften erfasst wurden, sind nicht in der obigen
Tabelle enthalten. Die Darstellung beinhaltet gemäß IFRS 13 nur Gewinne und Verluste, die aus den originären Level 3-Instrumenten resul-
tieren.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
282
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STEIERMARK 2021
Sensitivitätsanalyse der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente in Level 3
Verbriefte Verbindlichkeiten und Kredite
Bei den zum Fair Value bewerteten Verbrieften Verbindlichkeiten (Emissionen) in Level 3 handelt es sich vorwiegend um 1:1 durchgesi-
cherte Zinsstruktur-Positionen. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für diese komplexen Produkte (OTC) sind dabei
historische Volatilitäten und historische Korrelationen von CMS-Indizes.
Im Kreditbereich handelt es sich um alle Fair Value Positionen, welche die qualitative oder quantitative SPPI-Prüfung (Benchmark-Test) nicht
bestanden haben. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren sind hier Credit Spreads, die aus internen Schätzungen für Aus-
fallswahrscheinlichkeiten (PD) und Verlustquoten (LGD) abgeleitet werden.
Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse der Level 3-Instrumente werden mögliche Auswirkungen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair
Values resultieren, dargestellt.
Für die Sensitivitätsanalyse wurden die oben beschriebenen, nicht beobachtbaren Faktoren der Level 3-Produkte auf beobachtbare Fakto-
ren umgeschlüsselt und anschließend Sensitivitätsshifts unterzogen. Dabei wurden einerseits die Zinssensitivität und andererseits die Cre-
dit Spread-Sensitivität verwendet.
Für die Zinssensitivität wurden alle dem Zinsrisiko ausgesetzten Produkte als Zerobonds für die definierte Restlaufzeit berücksichtigt. Dazu
erfolgte zunächst eine Umschlüsselung dieser Produkte auf entsprechende Forwards und eine Einteilung in die entsprechenden Laufzeit-
bänder. Anschließend wurde ein sogenannter Zinsschock unterstellt, d.h. es wurden die Auswirkungen auf den Fair Value bei einem Paral-
lelshift der Zinskurve um 200 Basispunkte nach oben bzw. unten untersucht. Weiters wurden die Bewertungsauswirkungen im Fall einer
Kurvendrehung (Geldmarkt -100 BP, Jahresstützpunkt 0, Kapitalmarkt +100 BP) betrachtet.
Für das Spreadrisiko wurden die Level 3-Emissionen mit ihrer Restlaufzeit und ihrem internen Rating berücksichtigt. Bei den Krediten wird
der unbesicherte Anteil berücksichtigt. Dabei wurde angenommen, dass die Spreads der ausgewiesenen Level 3-Finanzinstrumente um
200 Basispunkte nach oben bzw. unten geshiftet werden.
Die inkludierten Fremdwährungsgeschäfte wurden hinsichtlich des Währungsrisikos einem Währungsshift unterzogen. Da den Fremdwäh-
rungspositionen allerdings entsprechende Refinanzierungen in Fremdwährung (gleiche Höhe, gleiche Zinsanpassungszeitpunkte) gegen-
überstehen, ergibt sich aus diesem Währungsshift für Level 3-Produkte kein Fremdwährungsrisiko.
283
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die aus der Änderung der Parameter resultierenden ergebniswirksamen Auswirkungen auf den Fair Value sind in der nachfolgenden Tabelle
dargestellt:
Geschäftsjahr 2021 Fair Value Änderung
In TEUR
Änderung
Input-
faktoren
Aktiv-
positionen
Passiv-
positionen Gesamt
Zinssensitivität:
Zinssatzänderung +200 BP -1.520 0 -1.520
Zinssatzänderung -200 BP 1.520 0 1.520
Kurvendrehung:
Geldmarkt -100 BP
-521 0 -521
Kapitalmarkt +100 BP
Creditspread-Sensitivität:
Änderung Credit Spread +200 BP -545 1.215 670
Änderung Credit Spread -200 BP 545 -1.318 -773
Geschäftsjahr 2020 Fair Value Änderung
In TEUR
Änderung
Input-
faktoren
Aktiv-
positionen
Passiv-
positionen Gesamt
Zinssensitivität:
Zinssatzänderung +200 BP -2.827 0 -2.827
Zinssatzänderung -200 BP 2.827 0 2.827
Kurvendrehung:
Geldmarkt -100 BP
-1.032 0 -1.032
Kapitalmarkt +100 BP
Creditspread-Sensitivität:
Änderung Credit Spread +200 BP -745 1.651 906
Änderung Credit Spread -200 BP 745 -1.817 -1.072
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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STEIERMARK 2021
Beteiligungen
Bei den zum Fair Value bewerteten Level 3-Beteiligungen bzw. beteiligungsähnlichen hybriden Finanzinstrumenten handelt es sich durchge-
hend um nicht öffentlich gehandelte Unternehmensbeteiligungen. Nahezu alle der Unternehmensbewertung zugrundeliegenden Parameter
sind dabei nicht beobachtbare Bewertungsparameter. Die Bewertungsmethode richtet sich nach den jeweiligen Besonderheiten des Bewer-
tungsobjekts (Unternehmensgegenstand, Verträge etc.). Für die zum Discounted Cash Flow Verfahren bewerteten Unternehmen werden
jährliche Planungsrechnungen unter Berücksichtigung der Auswirkungen von Covid-19 erstellt. Eine Veränderung der angenommenen Free
Cash Flows kann den Fair Value wesentlich beeinflussen, weswegen eine Veränderung der jeweiligen Free Cash Flows um +/- 100 BP je
Planungsperiode untersucht wurde. In den Diskontierungszinssatz fließen mehrere Parameter ein, die jeweils für sich genommen unter-
schiedlich stark wirken. Für die Zinssensitivität wurde der gesamte Diskontierungszinssatz um jeweils +/- 100 BP variiert. Für die zum Sub-
stanzwert bewerteten Beteiligungen stellen die mittels Gutachten ermittelten m²-Preise den wesentlichsten Eingangsparameter dar, welcher
um +/- 500 BP variiert wurde. Für die zum Ertragswert bewertete Beteiligung wurde lediglich die Zinssensitivität mit einem Parallelshift des
Diskontierungszinssatzes um +/- 100 BP untersucht, da für diese Beteiligung eine Verkaufsoption besteht, weswegen sich eine Verände-
rung der Planungsrechnung nicht wesentlich auf den Fair Value der Beteiligung auswirken würde.
Für die Sensitivitätsanalyse wurden die fünf (Vj: fünf) größten Beteiligungen herangezogen. Die sich ergebenden Auswirkungen auf den Fair
Value sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.
Geschäftsjahr 2021
In TEUR Fair Value Änderung
Bewertungsmethode Input-
faktoren
Änderung
Input-
faktoren Fair Value Best Case Worst Case
Discounted Cash Flow Verfahren
Diskontzins-
satz
+/- 100 BP
27.663 31.973 24.384
Free Cash
Flow
+/- 100 BP
Substanzwertverfahren (Immobilien)
Zu-/
Abschlag
+/- 500 BP 13.120 13.731 12.505
Ertragswertverfahren (Optionspreis)
Diskontzins-
satz
+/- 100 BP 5.813 6.963 5.526
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Geschäftsjahr 2020
In TEUR Fair Value Änderung
Bewertungsmethode
Input-
faktoren
Änderung
Input-
faktoren Fair Value Best Case Worst Case
Discounted Cash Flow Verfahren
Diskontzins-
satz
+/- 100 BP
25.242 29.109 22.287
Free Cash
Flow
+/- 100 BP
Substanzwertverfahren (Immobilien)
Zu-/
Abschlag
+/- 500 BP 13.208 13.826 12.584
Ertragswertverfahren (Optionspreis)
Diskontzins-
satz
+/- 100 BP 5.275 5.378 5.175
Fair Value Hierarchie der nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten
Gemäß IFRS 13.97 ist auch die Zuordnung der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Instrumente zu den jeweiligen Levels der
Fair Value Hierarchie darzustellen.
Die Fair Values bestimmter, zu Nominalwerten bilanzierter Finanzinstrumente entsprechen nahezu ihren Buchwerten. Hierunter fallen etwa die
Barreserve und Sichtguthaben sowie täglich fällige Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Forderungen und Verbindlichkeiten ohne eindeu-
tige Fälligkeit oder Zinsbindung. Diese Instrumente werden regelmäßig mit ihrem Rückzahlungsbetrag übertragen, wie beispielsweise die
Rückzahlung einer täglich fälligen Einlage zum Nominalbetrag. Entsprechend IFRS 7.29 (a) wird bei diesen Instrumenten auf die Angabe des
beizulegenden Zeitwerts verzichtet, da der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
Die nachstehende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Ver-
bindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value Hierarchie.
In TEUR 2021 2020
Level 1 Level 2 Level 3 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte – AC
Schuldverschreibungen 1.143.319 616.171 0 1.185.701 750.368 0
Kredite und Forderungen 0 1.354.294 6.781.705 0 1.218.271 6.521.068
Forderungen aus Leasingverhältnissen 0 0 118.504 0 0 132.318
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC
Einlagen / Aufgenommene Gelder 0 5.857.330 1.183.501 0 5.186.243 1.148.862
Verbriefte Verbindlichkeiten 2.133.098 1.475.844 0 1.718.004 1.625.415 0
Nachrangige Verbindlichkeiten 0 80.693 0 0 75.785 0
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Organisation des Risikomanagements
Zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Bankgeschäft gehört die Fähigkeit eines Kreditinstituts, die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden
Chancen und Risiken zu erkennen und richtig einzuschätzen. Auf Basis einer differenzierten Risikomessung und unter Berücksichtigung der
Kapitalausstattung soll durch geeignete Steuerungs-, Management- und Überwachungsprozesse die langfristige positive Ertragssituation
erhalten bleiben.
Die Bedeutung des Gesamtbankrisikomanagements, insbesondere die Fähigkeit eines Kreditinstitutes sämtliche wesentlichen Risiken zu
erfassen, zu messen sowie zeitnah zu überwachen und zu steuern, hat angesichts des volatilen wirtschaftlichen Umfelds in den letzten
Jahren deutlich zugenommen. Risikomanagement wird im RLB Steiermark Konzern daher als aktive unternehmerische Funktion und als
integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung verstanden.
Professionelles Risikomanagement zählt zu den Kernaufgaben des RLB Steiermark Konzerns. Dabei werden alle wesentlichen Risiken iden-
tifiziert, gemessen, laufend überwacht und geeignete Maßnahmenvorschläge erarbeitet.
Die Verantwortung für den gesamten Bereich der Risikosteuerung trägt der Vorstand. Er definiert, abgeleitet aus der Geschäftsstrategie
unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsstrategie, die Risikostrategie und –politik. Diese werden tourlich im Aufsichtsrat behandelt. Die
Risikostrategie legt die strategische Ausrichtung des Risikomanagements für alle Arten von Risiken fest. Damit stellt die Risikostrategie das
oberste Lenkinstrument für risikoorientiertes Management dar und ist ein Eckpfeiler im Rahmen der Steuerung, Überwachung und Begren-
zung von Risiken. Sie trägt so wesentlich zur Sicherstellung der internen Kapitaladäquanz bei.
Abgeleitet von der Risikostrategie verfolgt der RLB Steiermark Konzern mit der Risikopolitik und deren operativen Parametern das Ziel, alle
relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risi-
kosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Das Risikomanagement berichtet die Einhaltung dieser Parameter zeitnah an beide Or-
gane.
Risikocontrolling Kreditrisikomanagement
Recht, Compliance¹/ AML &
Sicherungseinrichtungen
Interne Revision &
Konzernrevision¹
Gesamtbank- und
Adressrisikocontrolling
Sanierung Bankrecht Revision Kundengeschäft
Marktrisiko-Controlling Verwertung Aufsichtsrecht & Meldewesen
Sicherheitenmanagement BWG-Compliance¹
Marktfolge Aktiv Compliance/AML¹
Einzelrisikomanagement/
Unternehmensanalyse
¹Funktionell dem Gesamtvorstand unterstellt
Auszug aus der Aufbauorganisation im Risikomanagement des RLB Steiermark Konzerns
RISIKOBERICHT
287
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Klare Verantwortlichkeiten sind die Grundlage des Risikomanagements im RLB Steiermark Konzern. Das Risikomanagement subsumiert
die Gesamtheit aller organisatorischen Aktivitäten zur Risikoerkennung und zum Umgang mit Risiken unternehmerischer Betätigung.
Alle Organisationseinheiten, die mit der Risikoerkennung, -erfassung, -bewertung und -analyse befasst sind, sind unter der direkten Leitung
des Risikovorstands (Chief Risk Officer, CRO) zusammengefasst. Die Identifizierung, Messung und Steuerung der Risiken erfolgt im Be-
reich „Risikocontrolling“ in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Organisationseinheiten. Das Risikocontrolling hat weiters die Auf-
gabe, geeignete Risikomessverfahren und die dafür notwendigen IT-Systeme zu entwickeln und bereitzustellen sowie eine aktive Risi-
kosteuerung gemäß den Anforderungen des Konzerns zu gewährleisten.
Der Aufbau des Risikomanagements soll die Tätigkeiten aus der fachlichen Verantwortung heraus unterstützen und die unabhängige Funk-
tionsfähigkeit der Prozesse und Systeme sicherstellen. Die aktuelle Aufbauorganisation gewährleistet, dass die mit dem Risikomanagement
betrauten Mitarbeiter innerhalb ihres Verantwortungsbereichs unabhängig agieren können.
Die Strukturen im Risikocontrolling wurden so gelegt, dass die wesentlichen Risiken im Konzern – das sind Kredit-, Beteiligungs-, Markt-
preis-, Liquiditäts-, operationelle und sonstige Risiken – identifiziert, gemessen und gesteuert werden. In der Letztverantwortung für diese
Aufgabe wird der Vorstand durch spezifische Komitees unterstützt.
Ziel der Risikosteuerung ist die Risikolimitierung bzw. bewusste Allokation von Risikokapital für ein nachhaltig profitables Wachstum in allen
Geschäftsbereichen sowie die Erhaltung und weitere Stärkung der Eigenmittelsituation im Konzern.
Die Ausrichtung des Risikoportfolios orientiert sich an folgenden strategischen Rahmenbedingungen:
Klare und nachvollziehbare Entscheidungen.
Sorgfältige, zeitnahe und realistische Bonitätsbeurteilung bei allen Aktivgeschäften.
Bei einer nicht transparenten, unüberschaubaren Risikolage wird nach dem Vorsichtsprinzip gehandelt.
Konsequente Risikosteuerung durch eine rechtzeitige Identifikation und Bewertung der Risiken sowie eine entschlossene Umsetzung
der erforderlichen Maßnahmen.
Eine Risikominimierung erfolgt auch durch eine entsprechende Diversifizierung aller Bankgeschäfte.
Durch eine effiziente Steuerung sehen wir Risiken auch als Ertragschancen.
Risiken der Bank werden immer ausreichend diversifiziert und zwar sowohl in den einzelnen Geschäftsfeldern, als auch über die Ge-
schäftsfelder hinausgehend.
Entwicklung und Integration funktionierender Prozesse in den täglichen Geschäftsablauf.
Produkteinführungen oder neue Markteintritte beruhen auf einer spezifischen Risikoanalyse, die auf einer vorausgehenden Einschät-
zung der Risiken basiert.
Produkte und Dienstleistungen werden nur dann unseren Kunden angeboten, wenn wir dafür die Berechtigung, entsprechendes
Fachwissen und die dafür nötige Infrastruktur haben.
Know Your Customer: Wir kennen unsere Kunden und vergeben daher Kredite nur nach eingehender Schuldner- und Bonitätsprü-
fung.
Das ESG-Thema (-risiko) wird in der Risikosteuerung bereits berücksichtigt (u.a. Risikoinventur, Ratingmodelle, Ausschlusskriterien)
und laufend - in Abstimmung mit dem Sektor - weiterentwickelt.
Die Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken werden unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit im RLB Steiermark Konzern strukturiert
und in angemessenen Abständen überprüft. Der Vorstand steuert und limitiert die Risikotragfähigkeit auf Basis des Extremfalls (VaR
99,9 %). Das ökonomische Kapital wird sodann laufend auf seine Ausnützung hin überwacht. Dies geschieht jedoch unter der Einhaltung
der Going Concern Betrachtung (VaR 95 %).
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist eine wesentliche Entscheidungsgrundlage für das Management und wichtiger Bestandteil des laufenden
Risikoberichts an den Vorstand und des vierteljährlichen Risikoberichts an den Aufsichtsrat. Die laufende Überwachung der Risikolimite
erfolgt durch das Risikocontrolling im RLB Steiermark Konzern.
Das Risikocontrolling berichtet das aktuelle Gesamtbankrisiko periodisch an den Vorstand, wobei im Rahmen der Risikotragfähigkeitsana-
lyse die Überwachung der aktuellen Ausnutzung der Limite in den einzelnen Risikoarten bzw. Geschäftsfeldern erfolgt. Des Weiteren verant-
wortet das Risikocontrolling die laufende Weiterentwicklung und Implementierung der Methoden zur Risikomessung und Verfeinerung der
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Steuerungsinstrumente sowie die Wartung und Aktualisierung der Regelwerke. Im Gremium „Gesamtbankrisiko-Steuerungskomitee“ wer-
den die Berichte analysiert und die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung festgelegt.
Im RLB Steiermark Konzern werden tourlich Stresstests durchgeführt und im Gesamtbankrisikokomitee behandelt. Stresstests liefern ergän-
zende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen mögliche Verlustpotenziale auf. In den Stresstests werden u. a. Veränderun-
gen des volkswirtschaftlichen Umfelds durch makroökonomische Szenarien dargestellt. Diese beschreiben eine außergewöhnliche, aber
plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft. Die Szenarien unterliegen einem jährlichen Review. Neben den tourlichen Stresstests
wurden zusätzliche Szenarien aufgrund der COVID-19 Situation gerechnet. Darüber hinaus wurden speziell im Kreditrisiko Sensitivitätsana-
lysen durchgeführt. Die Risikotragfähigkeit war bei allen Stressszenarien gegeben.
Weiters wurden reverse Stresstests durchgeführt, welche speziell auf die risikosensitiven Bereiche im Konzern abzielen und dem Manage-
ment somit wichtige Informationen für die Steuerung der Risiken liefern.
Sicherungseinrichtungen
Aufgrund der EU-Richtlinien 2014/49/EU und 2014/59/EU zum Bankenabwicklungsfonds und zum Einlagen-Sicherungssystem, in Österreich
umgesetzt durch das BaSAG (Banken-Sanierungs- und Abwicklungsgesetz) sowie durch das ESAEG (Einlagensicherungs- und Anlegerent-
schädigungsgesetz), sind Kreditinstitute seit 2015 verpflichtet, Beiträge aus diesem Titel an Sicherungseinrichtungen zu entrichten.
Das ESAEG schreibt vor, dass jede Sicherungseinrichtung einen Einlagensicherungsfonds einzurichten hat, welcher mittels jährlicher Bei-
tragsvorschreibung an die Mitgliedsinstitute bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Höhe von zumindest 0,8 % der Summe der gedeckten Einla-
gen der Mitgliedsinstitute auszustatten ist. Zur Finanzierung der gesetzlichen Einlagensicherung durch Aufbau eines ex-ante Fonds i. S. d.
§ 13 ESAEG sind gemäß § 21 ESAEG jährlich Beiträge bis Mitte 2024 zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß § 23 ESAEG nach
der Höhe der gedeckten Einlagen und der Ausprägung der Risiken, denen das Institut ausgesetzt ist. Darüber hinaus kann die Sicherungs-
einrichtung pro Kalenderjahr Sonderbeiträge in der Höhe von maximal 0,5 % der Summe der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute einhe-
ben. Diese Schwelle kann im Einzelfall durch die Genehmigung der FMA auch überschritten werden.
Mit Gründung eines neuen institutsbezogenen Sicherungssystems für den Raiffeisen-Sektor (Raiffeisen-IPS, „R-IPS“) bestehend aus der RBI
und ihren österreichischen Tochterbanken, allen Raiffeisenlandesbanken sowie den Raiffeisenbanken, traten diese der neu gegründeten Ge-
nossenschaft unter dem Namen "Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen" zum Zwecke der gesetzlichen Einlagensicherung
und Anlagerentschädigung im Sinne des ESAEG bei. Es wurden vertragliche oder satzungsmäßige Haftungsvereinbarungen geschlossen,
die die teilnehmenden Institute gegenseitig absichern und insbesondere bei Bedarf ihre Liquidität und Solvenz sicherstellen. Von der EZB und
FMA wurde das geschaffene R-IPS am 28. Mai 2021 als Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssystem gemäß ESAEG anerkannt.
Bis November 2021 nahm die Rolle der Sicherungseinrichtung für die Raiffeisen Bankengruppe Österreich noch die Einlagensicherung AUS-
TRIA Ges.m.b.H. (ESA) ein, seitdem wird sie für den Raiffeisensektor durch die Österreichische Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen abge-
löst. Die bisher bestehenden institutsbezogenen Sicherungssysteme auf Bundes- und Landesebene (B-IPS, L-IPS) wurden im Juni 2021 auf-
gelöst und deren Sondervermögen auf das neue Raiffeisen-IPS („R-IPS“) übertragen. Aus der in den §§ 8 und 45 ESAEG enthaltenen Pflicht-
mitgliedschaft entstehen Verpflichtungen für die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG und - bis zu deren Verschmelzung im Jahr 2021 - für
die Landes-Hypothekenbank Steiermark AG. Die Gründung des R-IPS und Auflösung des Landes-IPS haben zur Folge, dass für das R-IPS
nur mehr ein gemeinsamer Sanierungsplan für das Jahr 2021 zu erstellen ist. Das bedeutet, dass für die RLB Steiermark AG, für die RLB-
Stmk Verbund eGen und die Landesgruppe Steiermark (vormals L-IPS) künftig die Verpflichtung zur Erstellung eines eigenen Sanierungs-
plans entfällt.
Neben der Mitgliedschaft im R-IPS und der ESA (bis November 2021) ist die RLB Steiermark AG auch Vereinsmitglied der Kundengarantiege-
meinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark. Die Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung
dahinge-
hend, dass sie solidarisch gemäß der Satzung die zeitgerechte Erfüllung von Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Ver-
einsmitglieds garantieren. Die individuelle Tragfähigkeit eines Vereinsmitglieds bestimmt sich laut Satzung nach den frei verwendbaren Reser-
ven unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen des BWG und der CRR. Darüber hinaus ist die RLB Steiermark AG Mitglied des
Solidaritätsvereins der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark und der Raiffeisen-Einlagensicherung Steiermark eGen.
Zur Finanzierung des gesetzlichen Abwicklungsfinanzierungsmechanismus sind durch Aufbau eines ex-ante Fonds („Single Resolution
Fund“; „SRF“) i. S. d. § 123 BaSAG gemäß § 125 BaSAG regelmäßige Beiträge zu leisten. Die Höhe der Beiträge richtet sich gemäß § 126
289
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
BaSAG nach dem Verhältnis der Höhe der Verbindlichkeiten abzüglich der gesicherten Einlagen des Instituts zu den aggregierten Verbind-
lichkeiten abzüglich gesicherter Einlagen aller in Österreich zugelassenen Institute. Diese Beiträge sind entsprechend dem Risikoprofil des
Instituts anzupassen.
Gesamtbankrisiko
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (Internal Capital Adequacy Assessment Process – ICAAP)
ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung im Konzern. Internationaler Best Practise folgend ist der ICAAP als revolvie-
render Steuerungskreislauf aufgesetzt. Dieser startet mit der Definition einer Risikostrategie, durchläuft dann den Prozess der Risikoidentifi-
kation, -quantifizierung und -aggregation und schließt mit der Bestimmung der Risikotragfähigkeit, Kapitalallokation und Limitierung bis hin
zur laufenden Risikoüberwachung. Die einzelnen Elemente des Kreislaufs werden mit unterschiedlicher Frequenz durchlaufen, z. B. täglich
für die Risikomessung „Marktrisiko Handelsbuch“ und jährlich für die Risikoinventur, Risikostrategie und -politik. Alle im Kreislauf beschrie-
benen Aktivitäten werden zumindest jährlich auf ihre Aktualität und ihre Angemessenheit hin geprüft und bei Bedarf an die aktuellen Rah-
menbedingungen angepasst.
Im Rahmen der Risikoinventur wird erhoben, welche Risiken im laufenden Bankbetrieb vorhanden sind und welche Bedeutung bzw. wel-
ches Gefahrenpotential diese Risiken für den Konzern haben. Dabei wird nicht nur eine quantitative Einschätzung der einzelnen Risikoarten
vorgenommen, sondern es werden auch die vorhandenen Methoden und Systeme zur Überwachung und Steuerung der Risiken beurteilt
(qualitative Beurteilung). Die Ergebnisse der Risikoinventur werden ausgewertet, zusammengefasst und fließen in die Risikostrategie und
Risikopolitik ein.
Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt tourlich auf Basis der nach internen Modellen ermittelten Risi-
ken, wobei in der Wahl der Modelle auf die Wesentlichkeit der Risiken Rücksicht genommen wird.
Ziel ist es sicherzustellen, dass der Konzern jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch
im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.
Dem aggregierten Gesamtverlustpotenzial werden die zur Deckung dieser potenziellen Verluste zur Verfügung stehenden Deckungsmas-
sen gegenübergestellt, um festzustellen, ob der Konzern in der Lage ist, Verluste ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf die
Geschäftstätigkeit zu verkraften. Im Absicherungsziel „Going Concern“ (VaR 95 %) müssen das Risikopotenzial und die Risikotragfähigkeit
so aufeinander abgestimmt sein, dass der Konzern in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Ge-
schäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Extremfallansatzes (VaR 99,9 %) spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider
und dient dem Schutz der Gläubiger.
Die Analyse der Gesamtbankrisikosituation erfolgt mittels Risikotragfähigkeitsanalyse. Dabei wird der Gesamtbankrisikoposition die Risi-
kodeckungsmasse gegenübergestellt. Sie gibt Auskunft, wie viel zusätzliches Risiko eingegangen werden kann bzw. ob Aktivitäten mit hö-
herem Risiko reduziert werden sollen. Die Werte für die Risikotragfähigkeitsanalyse werden in zwei Szenarien dargestellt, und zwar auf Ba-
sis eines 95 %-igen Konfidenzintervalls in der Going Concern-Sicht, sowie auf Basis eines 99,9 %-igen Konfidenzintervalls in der Liquidati-
onssicht. Während der Going Concern-Ansatz darauf abzielt, auch bei vollständiger Aufzehrung der Deckungsmassen die bankaufsichtli-
chen Mindestkapitalanforderungen zu gewährleisten, stellt das Extremfallszenario darauf ab, dass bei einer „fiktiven Liquidatio
n“ die Gläubi-
ger vollständig befriedigt werden können. Im Risikobericht werden sämtliche Daten auf Basis des Extremfallszenarios dargestellt, sofern
nicht anders angegeben.
Zur Begrenzung der Risiken ist ein vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigtes Limitsystem eingerichtet, welches die einzelnen Risikoarten
und strategischen Geschäftsfelder umfasst. Der Bereich „Risikocontrolling“ analysiert die dargestellten Risiken und prüft durch laufende
Soll-/Ist-Vergleiche die Einhaltung der definierten Limite. Bei der Identifikation von Konzentrationsrisiken werden die individuellen Gegeben-
heiten des Konzerns berücksichtigt. Eine Konzentration des Ausfallrisikos entsteht zum Beispiel aus hohen geschäftlichen Aktivitäten in
bestimmten Branchen, Währungen, geografischen Regionen oder mit einer begrenzten Zahl individueller Kunden.
Die tourliche Risikotragfähigkeitsanalyse ist das zentrale Instrument, in dem alle risikorelevanten Aspekte zusammenfließen und dargestellt
werden. Anhand dieser Analyse erfolgen entsprechende Aktivitäten zur Steuerung des Gesamtbankrisikos. Auf der Ebene einzelner Risiko-
JAHRESFINANZBERICHT 2021
290
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
arten erfolgt die Steuerung auch auf täglicher Basis und bei Bedarf im Intra-Day Bereich. Der Konzern richtet sein Engagement grundsätz-
lich nur auf Geschäftsfelder aus, in denen er über eine entsprechende Erfahrung zur Beurteilung der spezifischen Risiken verfügt. Der Auf-
nahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht eine adäquate Analyse der geschäftsspezifischen Risiken voraus. Die Analyse erfolgt
mittels eines standardisierten Produkteinführungsprozesses.
Die Grundlage für den täglichen Umgang mit Risiken und deren Steuerung bilden die vom Aufsichtsrat und Vorstand genehmigten Limite,
die im Risikohandbuch konkretisiert sind. Sämtliche risikorelevanten Informationen sind in einer zentralen Informationsplattform (Intranet)
zusammengefasst und für jeden Mitarbeiter zugänglich und zu beachten. Die Innen- bzw. Konzernrevision prüft die Wirksamkeit der Ar-
beitsabläufe sowie der Prozesse und eingerichteten Kontrollpunkte des Internen Kontrollsystems (IKS). Als wesentliche Risiken wurden das
Kreditrisiko, das Beteiligungsrisiko, das Marktpreisrisiko, das operationelle Risiko, das Liquiditätsrisiko und sonstige Risiken identifiziert. Die
sonstigen Risiken beinhalten das makroökonomische Risiko und einen Puffer für nicht quantifizierbare Risiken. Die einzelnen Risiken wer-
den zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert, das sich wie folgt zusammensetzt:
Anteil der einzelnen Risiken an der Gesamtbankrisikoposition
Auf Basis des Extremfallszenarios wurde zum 31. Dezember 2021 ein ökonomischer Kapitalbedarf von 904,2 Mio. EUR nach 939,4 Mio. EUR
zum Jahresultimo 2020 ermittelt. Die korrespondierende Deckungsmasse im Konzern belief sich auf 1.797,8 Mio. EUR nach 1.706,3 Mio. EUR
zum Jahresultimo 2020.
In weiterer Folge werden die einzelnen Komponenten des Gesamtbankrisikos beschrieben.
10 %
Sonstige Risiken
31 %
Beteiligungsrisiko
3 %
Liquiditätsrisiko
19 %
Marktpreisrisiko
4 %
Operationelles
Risiko
33 %
Kreditrisiko
31.12.2020
11 %
Sonstige Risiken
32 %
Beteiligungsrisiko
2 %
Liquiditätsrisiko
10 %
Marktpreisrisiko
5 %
Operationelles
Risiko
40 %
Kreditrisiko
31.12.2021
291
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beinhaltet das Kreditrisiko im engeren Sinn, das Konzentrationsrisiko bei Fremdwährungskrediten (FW-Krediten), das Län-
derrisiko sowie das Credit Value Adjustment-Risiko (CVA-Risiko).
Anteil der einzelnen Risiken am Kreditrisiko
Das Kreditrisiko ergibt sich aus möglichen Verlusten, die durch den Ausfall von Kunden oder Kontrahenten bzw. durch Bonitätsverschlech-
terung der Geschäftspartner sowie durch nicht werthaltige Sicherheiten (Restrisiko aus kreditrisikomindernden Techniken) entstehen. Es
beinhaltet auch die Verschlechterung der Bonität bzw. den Ausfall der Gegenpartei bei Wertpapieren.
Das Kreditrisiko wird sowohl auf Einzelkreditbasis der Kunden als auch auf Portfoliobasis beobachtet und analysiert. Diese Analyse lässt ein
Abschätzen des Ausmaßes des Risikos und gegebenenfalls die Erarbeitung notwendiger Maßnahmen zur Risikoreduktion zu. Für die Steu-
erung des Kreditrisikos sind u. a. Limite auf Portfolioebene, Kreditnehmerebene und Produktebene festgelegt.
Das Kreditrisiko wird auf Gesamtportfolioebene mittels der Kennzahlen Expected Loss und Unexpected Loss gemessen. Ermittelt wird der
maximale Verlust, der innerhalb eines Jahres eintreten könnte und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (95 % bzw. 99,9 %) nicht über-
schritten wird. Der Expected Loss wird durch den Ansatz einer adäquaten Prämie (Standardrisikokosten) kompensiert, während der Unex-
pected Loss durch das ökonomische Kapital gedeckt werden muss. Der Expected Loss fließt im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse
über die Position „excess/shortfall“ (Expected Loss vs. gebuchte Wertminderungen) in die Risikodeckungsmasse ein. Der Unexpected Loss
wird im Kreditrisiko berücksichtigt.
Das Kreditrisiko von Einzelengagements wird im Bereich „Kreditrisikomanagement“ beurteilt. Zum Aufgabengebiet des Bereichs zählen
unter anderem das Erstellen des zweiten Votums, die Überprüfung und Freigabe der Ratingeinstufung, die laufende Kreditüberwachung,
die laufende Ratingaktualisierung sowie die Früherkennung möglicher Ausfälle.
Wesentliche Inputparameter zur Steuerung und Messung des Kreditrisikos sind die Begriffe „Blankovolumina“ (= Obligo abzüglich Sicher-
heiten) und „offene Positionen“ (= Obligo abzüglich Sicherheiten abzüglich Wertberichtigungen) sowie die jeweilige Bonität von Kunden
und Kontrahenten. Diese werden anhand der im Einsatz befindlichen Ratingmodelle tourlich aktualisiert. Die Grundsätze der Bonitätsbeur-
teilung von Kunden sind im Kreditrisikohandbuch enthalten. Die Ratingsysteme werden laufend validiert und weiterentwickelt.
2 %
Länderrisiko
1 %
Konzentrationsrisiko
bei FW-Krediten
85%
Kreditrisiko im
engeren Sinn
13 %
Credit Value Adjustment-
Risiko (CVA)
31.12.2021
2 %
Länderrisiko
1 %
Konzentrationsrisiko
bei FW-Krediten
84%
Kreditrisiko im
engeren Sinn
13 %
Credit Value Adjustment-
Risiko (CVA)
31.12.2020
JAHRESFINANZBERICHT 2021
292
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Für die interne Bonitätsbeurteilung sind im RLB Steiermark Konzern folgende Ratingklassen aktuell in Verwendung:
Standard & Poor's Moody's Raiffeisen-Rating Skala Erklärung
Investment
Grade
AAA, AA+, AA, AA- Aaa, Aa1, Aa2 0,5 Risikolos
A+, A, A- Aa3, A1 1,0 Ausgezeichnete Bonität
BBB+, BBB A2, A3 Baa1, Baa2 1,5 Sehr gute Bonität
BBB-, BB+ Baa3, Ba1 2,0 Gute Bonität
Non-Investment
Grade
BB Ba2, Ba3 2,5 Durchschnittliche Bonität
BB-, B+ B1, B2 3,0 Akzeptable Bonität
B B3, Caa1 3,5 Schwache Bonität
B-, CCC+ Caa2 4,0 Sehr schwache Bonität
CCC, CC-, CC, C Caa3, Ca 4,5 Ausfallgefährdet
Default
D C
5,0
5,1
5,2
Ausfall
Aus Kreditrisikosicht werden neben der wirtschaftlichen Situation (Ratingeinstufung) auch die bestellten Sicherheiten berücksichtigt. Durch
diese Einstufung ist es möglich, Konzentrationen von Risiken festzustellen und zu begrenzen.
Im Zusammenhang mit COVID-19 wurden bereits im Jahr 2020 verschiedenste Maßnahmen ergriffen, um die staatlichen Maßnahmen mit-
tels Vergabe von Überbrückungsfinanzierungen und Stundungen entsprechend umzusetzen bzw. zu unterstützen. Diese beinhalteten eine
Anpassung in den Kreditprozessen sowie eine Erweiterung des internen Reportings (Frühwarnreport), um mögliche Verschlechterungen der
Kunden rasch zu identifizieren und eine aktive Steuerung des Portfolios zu gewährleisten. Darüber hinaus wurde für das Kundenkreditge-
schäft ein tägliches COVID-19 Berichtswesen umgesetzt. Weiters wurden unterschiedliche Szenarien in Bezug auf die Risikotragfähigkeit
durchgeführt und im Management behandelt.
Aufgrund der Russland-Ukraine Krise wurde eine Analyse des Kundenkreditportfolios hinsichtlich möglicher Ratingverschlechterungen
durchgeführt. In der Analyse konnte eine einstellige Anzahl an Kunden identifiziert werden, die einen direkten Standort oder eine Beteiligung
in Russland oder der Ukraine haben. Bei keinem der Kunden würde eine Abwertung/Abschreibung der Aktiva aus Russland/Ukraine gegen-
wärtig zu einer signifikanten Bonitätsverschlechterung führen. Ebenfalls konnte im Portfolio keine größere Abhängigkeit von russischen Kun-
den als auch Lieferanten festgestellt werden. Hinsichtlich der Rohstoffpreise bzw. den erhöhten Energiekosten kann derzeit noch keine
finale Aussage getätigt werden, da die Weitergabe der Preise an die Endkunden noch nicht eingeschätzt werden kann.
Maximales Ausfallrisiko gemäß IFRS 7.35K und 7.36a
Das maximale Ausfallrisiko gemäß IFRS 7.35K entspricht für Sichtguthaben, Guthaben bei Zentralbanken, finanzielle Vermögenswerte – AC,
bei zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen dem Buchwert vor Wertminderungen, im Fall von Finanzgaran-
tien und Kreditzusagen dem angegebenen Nominalbetrag der Garantie bzw. dem Betrag der noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzu-
sage. Bei Fremdkapitalinstrumenten (FVOCI) entspricht das Ausfallrisiko dem Fair Value. Gemäß IFRS 7.36a ist der Wert der risikobehafteten
Aktiva der Kategorien HFT, FVOCI (Eigenkapitalinstrumente), FVPL-M und der positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
ebenfalls der Fair Value. Die nachfolgenden Tabellen zeigen das maximale Ausfallrisiko aufgeteilt nach Bewertungskategorien und Stages
sowohl für die bilanzierten Vermögenswerte als auch für außerbilanzielle Geschäfte. Weiters werden die dafür angesetzten Sicherheiten, Wert-
minderungen sowie das daraus errechnete Blankovolumen dargestellt und den Buchwerten gegenübergestellt.
293
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Maximales Ausfallrisiko gemäß IFRS 7.35K
31.12.2021
In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko
Sicher-
heiten
Blanko-
volumina
Wertmin-
derung
Stage 1
Wertmin-
derung
Stage 2
Wertmin-
derung
Stage 3
Wertmin-
derung
Gesamt Buchwert
Guthaben bei
Zentralbanken
3.136.734 0 3.136.734 16 0 0 16 3.136.718
Stage 1 3.136.734 0 3.136.734 16 0 0 16 3.136.718
Sichtguthaben 1.621.278 0 1.621.278 111 0 0 111 1.621.167
Stage 1 1.621.278 0 1.621.278 111 0 0 111 1.621.167
Finanzielle
Vermögenswerte
– AC
10.711.860 5.132.466 5.579.394 3.158 28.368 124.766 156.292 10.555.568
Stage 1 5.147.189 2.196.642 2.950.547 3.158 0 0 3.158 5.144.031
- Schuldverschreibungen 1.713.677 164.974 1.548.703 519 0 0 519 1.713.158
- Kredite und
Forderungen
3.433.512 2.031.668 1.401.844 2.639 0 0 2.639 3.430.873
Stage 2 5.364.525 2.868.770 2.495.755 0 28.368 0 28.368 5.336.157
- Schuldverschreibungen 2.540 2.500 40 0 0 0 0 2.540
- Kredite und
Forderungen
5.243.482 2.804.957 2.438.525 0 26.958 0 26.958 5.216.524
- Leasingforderungen 118.503 61.313 57.190 0 1.410 0 1.410 117.093
Stage 3 200.146 67.054 133.092 0 0 124.766 124.766 75.380
- Kredite und
Forderungen
200.146 67.054 133.092 0 124.766 124.766 75.380
Finanzielle
Vermögenswerte
– FVOCI
857.901 44.805 813.096 330 0 0 330 857.901
Stage 1 857.901 44.805 813.096 330 0 0 330 857.901
- Schuldverschreibungen 857.901 44.805 813.096 330 0 0 330 857.901
Zur Veräußerung
gehaltene
Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen
0 0 0 0 0 0 0 0
Stage 1 0 0 0 0 0 0 0 0
- Kredite und
Forderungen
0 0 0 0 0 0 0
Stage 2 0 0 0 0 0 0 0 0
- Kredite und
Forderungen
0 0 0 0 0 0 0
GESAMT 16.327.773 5.177.271 11.150.502 3.615 28.368 124.766 156.749 16.171.354
JAHRESFINANZBERICHT 2021
294
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Die in der Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ ausgewiesenen Kredite und Forderungen
wurden mit Wirksamkeit 1. Jänner 2021 veräußert.
31.12.2020
In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko
Sicher-
heiten
Blanko-
volumina
Wertmin-
derung
Stage 1
Wertmin-
derung
Stage 2
Wertmin-
derung
Stage 3
Wertmin-
derung
Gesamt Buchwert
Sichtguthaben 1.305.079 0 1.305.079 144 0 0 144 1.304.935
Stage 1 1.305.079 0 1.305.079 144 0 0 144 1.304.935
Finanzielle
Vermögenswerte
– AC
10.424.605 4.918.855 5.505.750 2.270 30.311 146.190 178.771 10.245.834
Stage 1 3.924.843 527.591 3.397.252 2.270 0 0 2.270 3.922.573
- Schuldverschreibungen 1.870.142 172.390 1.697.752 645 0 0 645 1.869.497
- Kredite und
Forderungen
2.054.701 355.201 1.699.500 1.625 0 0 1.625 2.053.076
Stage 2 6.280.570 4.330.284 1.950.286 0 30.311 0 30.311 6.250.259
- Schuldverschreibungen 6.386 2.500 3.886 0 12 0 12 6.374
- Kredite und
Forderungen
6.141.866 4.274.888 1.866.978 0 28.299 0 28.299 6.113.567
- Leasingforderungen 132.318 52.896 79.422 0 2.000 0 2.000 130.318
Stage 3 219.192 60.980 158.212 0 0 146.190 146.190 73.002
- Kredite und
Forderungen
219.192 60.980 158.212 0 146.190 146.190 73.002
Finanzielle
Vermögenswerte
– FVOCI
854.829 57.742 797.087 317 0 0 317 854.829
Stage 1 854.829 57.742 797.087 317 0 0 317 854.829
- Schuldverschreibungen 854.829 57.742 797.087 317 0 0 317 854.829
Zur Veräußerung
gehaltene
Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen
278.100 239.263 38.837 0 1 0 1 278.099
Stage 1 242.780 208.767 34.013 0 0 0 0 242.780
- Kredite und
Forderungen
242.780 208.767 34.013 0 0 0 0 242.780
Stage 2 35.320 30.496 4.824 0 1 0 1 35.319
- Kredite und
Forderungen
35.320 30.496 4.824 0 1 0 1 35.319
GESAMT 12.862.613 5.215.860 7.646.753 2.731 30.312 146.190 179.233 12.683.697
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
In den nachfolgenden Tabellen erfolgt die Darstellung des maximalen Kreditrisikos der außerbilanziellen Geschäfte:
31.12.2021
In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko
Sicher-
heiten
Blanko-
volumina
Wertmin-
derung
Stage 1
Wertmin-
derung
Stage 2
Wertmin-
derung
Stage 3
Wertmin-
derung
Gesamt Buchwert
Finanzielle
Garantien/Bürgschaften/
Haftungen
390.448 74.853 315.595 132 1.304 4.136 5.572 384.876
Stage 1 110.112 14.126 95.986 132 0 0 132 109.980
Stage 2 266.764 59.078 207.686 0 1.304 0 1.304 265.460
Stage 3 13.572 1.649 11.923 0 0 4.136 4.136 9.436
Kreditzusagen 2.172.537 265.661 1.906.876 833 11.686 2.113 14.632 2.157.905
Stage 1 642.503 61.790 580.713 833 0 0 833 641.670
Stage 2 1.522.464 200.185 1.322.279 0 11.686 0 11.686 1.510.778
Stage 3 7.570 3.686 3.884 0 0 2.113 2.113 5.457
GESAMT 2.562.985 340.514 2.222.471 965 12.990 6.249 20.204 2.542.781
31.12.2020
In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko
Sicher-
heiten
Blanko-
volumina
Wertmin-
derung
Stage 1
Wertmin-
derung
Stage 2
Wertmin-
derung
Stage 3
Wertmin-
derung
Gesamt Buchwert
Finanzielle Garantien/
Bürgschaften/Haftungen
431.611 87.637 343.974 147 1.467 3.068 4.682 426.929
Stage 1 102.556 18.451 84.105 147 0 0 147 102.409
Stage 2 316.632 68.478 248.154 0 1.467 0 1.467 315.165
Stage 3 12.423 708 11.715 0 0 3.068 3.068 9.355
Kreditzusagen 1.917.258 221.683 1.695.575 301 17.323 2.155 19.779 1.897.479
Stage 1 258.058 32.875 225.183 301 0 0 301 257.757
Stage 2 1.651.482 184.485 1.466.997 0 17.323 0 17.323 1.634.159
Stage 3 7.718 4.323 3.395 0 0 2.155 2.155 5.563
GESAMT 2.348.869 309.320 2.039.549 448 18.790 5.223 24.461 2.324.408
JAHRESFINANZBERICHT 2021
296
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Bei den folgenden Finanzinstrumenten entspricht das maximale Ausfallsrisiko dem bilanzierten Buchwert (Fair Value):
31.12.2021 31.12.2020
In TEUR
Maximales
Ausfallrisiko/
Buchwert
Sicher-
heiten
Blanko-
volumina
Maximales
Ausfallrisiko/
Buchwert
Sicher-
heiten
Blanko-
volumina
Finanzielle Vermögenswerte
– HFT
463.652 176.323 287.329 582.260 160.325 421.935
- Schuldverschreibungen 52.098 0 52.098 48.198 0 48.198
- Kredite und Forderungen 0 0 0 0 0 0
- Derivate (Positive Marktwerte) 411.554 176.323 235.231 534.062 160.325 373.737
Finanzielle Vermögenswerte
– FVOCI
90.397 0 90.397 82.809 0 82.809
- Eigenkapitalinstrumente 90.397 0 90.397 82.809 0 82.809
Finanzielle Vermögenswerte
– FVPL-M
72.763 32.956 39.807 433.106 38.693 394.413
- Schuldverschreibungen/
Sondervermögen
24.477 5.364 19.113 394.133 5.960 388.173
- Andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
15.908 0 15.908 0 0 0
- Kredite und Forderungen 32.378 27.592 4.786 38.971 32.733 6.238
- Eigenkapitalinstrumente 0 0 0 2 0 2
Positive Marktwerte aus
derivativen
Sicherungsinstrumenten
220.103 112.513 107.590 283.026 117.223 165.803
GESAMT 846.915 321.792 525.123 1.381.201 316.241 1.064.960
Sicherheiten werden entsprechend der bestehenden gesetzlichen Vorgaben und internen Vorschriften bewertet und verwaltet. Für die Be-
wertung und Behandlung von erhaltenen Sicherheiten und sonstigen Kreditverbesserungen besteht ein einheitliches Regelwerk, das für
den gesamten Kreditbereich Gültigkeit hat. Im Sicherheitenhandbuch sind alle vom RLB Steiermark Konzern akzeptierten Sicherheiten auf-
gelistet. Für jede Sicherheitenart sind konservative Belehnwertfaktoren definiert.
Die Sicherheiten gliedern sich in die folgenden vier Kategorien:
Sicherstellung an Immobilien
Sicherstellung an Mobilien
Sicherstellung an Finanzsicherheiten, Forderungen und Rechten
Personalsicherheiten, Absicherungen ohne Sicherheitsleistung (u. a. Garantien, Bürgschaften)
Zur Kreditrisikominderung werden neben Garantien öffentlicher Förderstellen auch private Garantiegeber, deren Kreditwürdigkeit sorgfältig
überprüft wird, herangezogen. Durch die Erfassung und Bewertung bankmäßiger Sicherheiten werden die wirtschaftlichen Risiken reduziert.
Übersteigt der Wert der bewerteten Sicherheiten das ausstehende Obligo, wird dies in der Berechnung der Wertminderungen berücksich-
tigt und von der Bildung einer Risikovorsorge abgesehen. In Abhängigkeit der Bonität des Kontrahenten und der Kredithöhe sind Mindest-
anforderungen für die Aufnahme von Sicherheiten zu erfüllen. Im Sicherheitenbewertungsprozess des RLB Steiermark Konzerns sind die
Zuständigkeiten für die Bewertung von Sicherheiten klar geregelt. Die Besicherungsansätze werden tourlich geschätzt und validiert.
Maximales Ausfallrisiko gemäß IFRS 7.36a
297
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die nachfolgenden Tabellen stellen für die Sichtguthaben, Guthaben bei Zentralinstituten, finanziellen Vermögenswerte – AC und FVOCI so-
wie bei zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen die Bruttobuchwerte vor Wertminderung sowie den Brutto-
buchwert von außerbilanziellen Geschäften (Kreditzusagen und finanziellen Garantien) getrennt nach Stages und Ausfallrisiko-Ratingklasse
gemäß IFRS 7.35M dar. Im Falle von außerbilanziellen Geschäften entspricht der Bruttobuchwert dem Nominalbetrag vor Wertminderung. Im
Falle von finanziellen Vermögenswerten – FVOCI entspricht der Bruttobuchwert den fortgeführten Anschaffungskosten vor Berücksichtigung
von Wertminderungen. Im Gegensatz zur Darstellung per 31. Dezember 2020 – welche exklusive Hedge Adjustment erfolgte – wird dieses ab
dem Geschäftsjahr 2021 analog der Darstellung des maximalen Ausfallrisikos im Bruttobuchwert berücksichtigt. Das per 31. Dezember 2020
nicht im Bruttobuchwert enthaltene Hedge Adjustment betrug für Finanzielle Vermögenswerte – AC 72.389 TEUR und für Finanzielle Vermö-
genswerte – FVOCI 8.133 TEUR.
31.12.2021
In TEUR
Stage 1 Stage 2 Stage 3
Brutto-
buchwert
Wertmin-
derungen
Guthaben bei Zentralbanken 3.136.734 0 0 3.136.734 16
Investment Grade 3.136.734 0 0 3.136.734 16
Sichtguthaben 1.621.278 0 0 1.621.278 111
Investment Grade 1.621.278 0 0 1.621.278 111
Finanzielle Vermögenswerte – AC 5.147.189 5.364.525 200.146 10.711.860 156.292
Investment Grade 4.925.724 3.780.208 0 8.705.932 15.106
- Schuldverschreibungen 1.684.928 0 0 1.684.928 519
- Kredite und Forderungen 3.240.796 3.690.495 0 6.931.291 13.493
- Leasingforderungen 0 89.713 0 89.713 1.094
Non Investment Grade 221.465 1.584.317 0 1.805.782 16.420
- Schuldverschreibungen 28.749 2.540 0 31.289 0
- Kredite und Forderungen 192.716 1.552.987 0 1.745.703 16.104
- Leasingforderungen 0 28.790 0 28.790 316
Default 0 0 200.146 200.146 124.766
- Kredite und Forderungen 0 0 200.146 200.146 124.766
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI 849.569 0 0 849.569 330
Investment Grade 846.601 0 0 846.601 330
- Schuldverschreibungen 846.601 0 0 846.601 330
Non Investment Grade 2.968 0 0 2.968 0
- Schuldverschreibungen 2.968 0 0 2.968 0
Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen
0 0 0 0 0
Investment Grade 0 0 0 0 0
- Kredite und Forderungen 0 0 0 0
Non Investment Grade 0 0 0 0 0
- Kredite und Forderungen 0 0 0 0
Gesamt – finanzielle Vermögenswerte 10.754.770 5.364.525 200.146 16.319.441 156.749
JAHRESFINANZBERICHT 2021
298
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STEIERMARK 2021
Die per 31. Dezember 2020 in der Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ ausgewiesenen Kre-
dite und Forderungen wurden mit Wirksamkeit 1. Jänner 2021 veräußert.
31.12.2021
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3
Brutto-
buchwert
Wertmin-
derungen
Finanzielle
Garantien/Bürgschaften/Haftungen
110.112 266.764 13.572 390.448 5.572
Investment Grade 75.774 197.212 0 272.986 723
Non Investment Grade 34.338 69.552 0 103.890 713
Default 0 0 13.572 13.572 4.136
Kreditzusagen 642.503 1.522.464 7.570 2.172.537 14.632
Investment Grade 603.998 1.229.657 0 1.833.655 7.836
Non Investment Grade 38.505 292.807 0 331.312 4.683
Default 0 0 7.570 7.570 2.113
Gesamt – außerbilanzielle Geschäfte 752.615 1.789.228 21.142 2.562.985 20.204
299
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
31.12.2020
In TEUR
Stage 1 Stage 2 Stage 3
Brutto-
buchwert
Wertmin-
derungen
Sichtguthaben 1.305.079 0 0 1.305.079 144
Investment Grade 1.304.890 0 0 1.304.890 143
Non Investment Grade 189 0 0 189 1
Finanzielle Vermögenswerte – AC 3.888.637 6.244.388 219.192 10.352.217 178.771
Investment Grade 3.753.487 4.610.304 0 8.363.791 18.606
- Schuldverschreibungen 1.806.270 0 0 1.806.270 631
- Kredite und Forderungen 1.947.217 4.520.805 0 6.468.022 16.776
- Leasingforderungen 0 89.499 0 89.499 1.199
Non Investment Grade 135.150 1.634.084 0 1.769.234 13.975
- Schuldverschreibungen 36.128 6.386 0 42.514 26
- Kredite und Forderungen 99.022 1.584.879 0 1.683.901 13.148
- Leasingforderungen 0 42.819 0 42.819 801
Default 0 0 219.192 219.192 146.190
- Kredite und Forderungen 0 0 219.192 219.192 146.190
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI 826.234 0 0 826.234 317
Investment Grade 826.234 0 0 826.234 317
- Schuldverschreibungen 826.234 0 0 826.234 317
Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen
242.780 35.320 0 278.100 1
Investment Grade 208.776 11.901 0 220.677 0
- Kredite und Forderungen 208.776 11.901 220.677 0
Non Investment Grade 34.004 23.419 0 57.423 1
- Kredite und Forderungen 34.004 23.419 57.423 1
Gesamt – finanzielle Vermögenswerte 6.262.730 6.279.708 219.192 12.761.630 179.233
Finanzielle
Garantien/Bürgschaften/Haftungen
102.556 316.632 12.423 431.611 4.682
Investment Grade 71.898 212.899 0 284.797 830
Non Investment Grade 30.658 103.733 0 134.391 784
Default 0 0 12.423 12.423 3.068
Kreditzusagen 258.058 1.651.482 7.718 1.917.258 19.779
Investment Grade 226.796 1.303.343 0 1.530.139 12.820
Non Investment Grade 31.262 348.139 0 379.401 4.804
Default 0 0 7.718 7.718 2.155
Gesamt – außerbilanzielle Geschäfte 360.614 1.968.114 20.141 2.348.869 24.461
JAHRESFINANZBERICHT 2021
300
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen
Gemäß IAS 1.125 haben Unternehmen im Anhang die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen anzugeben sowie Angaben über sons-
tige am Abschlussstichtag wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten zu machen, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen
kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der ausgewiesenen Vermögenswerte und
Schulden erforderlich wird. Die wichtigsten Annahmen, die sich auf die Sensitivität der erwarteten kumulierten Wertminderungen auswirken,
werden in weiterer Folge dargestellt.
Wie im Kapitel „Wertminderungen “ erläutert, wurde zum 31. Dezember 2021 neuerlich ein Post Model Adjustment durchgeführt, um eine
adäquate Abbildung der Risikovorsorge zu gewährleisten. Abweichend zum 31. Dezember 2020 war zum Berichtsstichtag eine nachträgli-
che Modellanpassung der erwarteten Kreditverluste für das Segment „Privatkunden“ jedoch nicht mehr erforderlich. Der Auftrieb der Risiko-
vorsorge durch die Anwendung des Post Model Adjustment zum 31. Dezember 2021 beträgt rund 14,0 Mio. EUR (Vj: 22,2 Mio. EUR) und
ist in den dargestellten Wertminderungen enthalten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen zwischen der per 31. Dezember 2021 gebuchten Risikovorsorge für finanzielle Vermögenswerte
– AC, für finanzielle Vermögenswerte – FVOCI sowie für außerbilanzielle Geschäfte in Stage 1 und Stage 2 und den jeweils dargestellten Szena-
rien.
Aufgrund der Tatsache, dass eine nachträgliche Modellanpassung erfolgte, ist bereits eine erhebliche Anzahl von Geschäften aus Stage 1
nach Stage 2 transferiert worden. Bei den nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen ist dieser Umstand entsprechend zu berücksich-
tigen. Der dargestellte Effekt aus einer vollständigen Bewertung der Geschäfte in Stage 2 betrifft nur jenen Teil der Risikovorsorge, welcher
über den Auftrieb durch die Anwendung des Post Model Adjustment hinausgeht.
Kumulierte Wertänderung (Stage 1 & 2)
In TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Szenario 100 % pessimistisch + 10.622 + 9.359
Szenario 100 % optimistisch - 8.628 - 7.084
Transfer sämtlicher Geschäfte nach Stage 2 + 18.076 + 10.432
Transfer sämtlicher Projektfinanzierungen nach Stage 2 + 2.237 + 268
301
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
COVID-19 bedingte Moratorien und Überbrückungsfinanzierungen
Die folgende Tabelle stellt einen Überblick der Bruttobuchwerte der zum Stichtag 31. Dezember 2021 bzw. zum Vergleichsstichtag gewähr-
ten Maßnahmen zur Abfederung von COVID-19-bedingten Liquiditätsengpässen bei Kreditnehmerinnen und Kreditnehmern dar:
31.12.2021
In TEUR
Stundungen gemäß
gesetzlichem und
privatem Moratorium
Sonstige Covid-
19-Stundungen
Covid-19-
Überbrückungs-
finanzierungen
Haushalte 107.382 25.616 2.071
Nichtfinanzielle Unternehmen 198.751 51.358 92.144
Sonstige Finanzunternehmen 0 0 0
Gesamt 306.133 76.974 94.215
31.12.2020:
In TEUR
Stundungen gemäß
gesetzlichem und
privatem Moratorium
Sonstige Covid-
19-Stundungen
Covid-19-
Überbrückungs-
finanzierungen
Haushalte 151.002 27.338 2.972
Nichtfinanzielle Unternehmen 256.518 107.239 109.881
Sonstige Finanzunternehmen 0 0 80
Gesamt 407.520 134.577 112.933
Zum Berichtsstichtag sind die gesetzlichen und privaten COVID-19 Stundungen zur Gänze ausgelaufen (Vj: 258.581 TEUR). Sonstige Co-
vid-19 Stundungen sind mit einem Volumen von 41.158 TEUR (Vj: 629 TEUR) ausgelaufen.
Der Rückgang des Volumens gegenüber dem 31. Dezember 2020 ist vor allem auf den Abgang von Forderungen gegenüber Nichtbanken
im Zuge des am Anfang des Jahres 2021 erfolgten Filialverkaufs (siehe dazu auch Erläuterung im Kapitel „Verschmelzung mit der Landes-
Hypothekenbank Steiermark AG“) zurückzuführen.
Angaben zu Modifikationen
Kommt es zu Vertragsänderungen, die zwar den Barwert des Vermögenswerts ändern, jedoch nicht zu einer Ausbuchung führen, kommt es
zu einer Anpassung des Bruttobuchwerts der Forderung (nicht substanzielle Modifikation).
Die folgenden Tabellen zeigen die nicht substanziell modifizierten finanziellen Vermögenswerte:
31.12.2021
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Gesamt
Bruttobuchwert vor Modifikation 196.987 173.838 13.607 384.432
Fortgeführte Anschaffungskosten vor Modifikation 196.108 173.063 7.810 376.981
Netto-Modifikationseffekt -1.113 -2.967 0 -4.080
Die Reduktion des Volumens an modifizierten Geschäften gegenüber dem Vorjahr ist auf die im Vorjahr hohe Anzahl an Stundungen
i. Z. m. der COVID-19 Krise zurückzuführen.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
302
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
31.12.2020
In TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 Gesamt
Bruttobuchwert vor Modifikation 919.907 102.683 15.048 1.037.638
Fortgeführte Anschaffungskosten vor Modifikation 919.137 101.588 6.915 1.027.640
Netto-Modifikationseffekt -2.223 -277 0 -2.500
Nachfolgend werden die Bruttobuchwerte jener nicht substanziell modifizierten Vermögenswerte dargestellt, welche von Stage 2 in Stage 1
transferiert wurden:
In TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Transfer von Stage 2 in Stage 1 46.530 2.825
Angaben zu Forbearance
Die folgenden Tabellen zeigen die von Forbearance Maßnahmen umfassten Kredite und Forderungen (Bruttobuchwerte), aufgegliedert
nach Art der Vereinbarung und unter Angabe der Höhe der Wertminderungen, Sicherheiten und des jeweiligen Anteils an notleidenden
Krediten (Non-Performing Loans) jeweils zum Berichtsstichtag sowie zum Vergleichsstichtag:
31.12.2021
In TEUR
Sonstige
Finanz-
unternehmen
Nichtfinanzielle
Unternehmen Haushalte Gesamt
Kredite und Forderungen
Änderung der Konditionen 0 114.493 38.099 152.592
Refinanzierung 0 11.923 13.085 25.008
Summe Kredite und Forderungen 0 126.416 51.184 177.600
hv. Non-Performing 0 57.874 23.167 81.041
Wertminderungen Stage 3 (kumuliert) 0 -33.733 -12.417 -46.150
Wertminderungen Stage 1 & 2 (kumuliert) 0 -886 -483 -1.369
Sicherheiten 0 71.533 28.671 100.204
hv. Non-Performing 0 19.089 10.606 29.695
303
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
31.12.2020
In TEUR
Sonstige
Finanz-
unternehmen
Nichtfinanzielle
Unternehmen Haushalte Gesamt
Kredite und Forderungen
Änderung der Konditionen 4.155 92.359 38.364 134.878
Refinanzierung 0 14.668 16.849 31.517
Summe Kredite und Forderungen 4.155 107.027 55.213 166.395
hv. Non-Performing 4.155 59.863 26.055 90.073
Wertminderungen Stage 3 (kumuliert) -1.734 -43.476 -15.867 -61.077
Wertminderungen Stage 1 & 2 (kumuliert) 0 -337 -205 -542
Sicherheiten 675 43.986 28.792 73.453
hv. Non-Performing 675 10.363 9.696 20.734
Non-Performing Loans
Die Berechnung der Non-Performing Loans Ratio (NPL-Ratio) für ausgefallene Kredite wird gemäß der aufsichtsrechtlichen Definition (EBA
Risk Dashboard) ermittelt. Dabei werden neben den Kundenforderungen auch die Forderungen gegenüber Kreditinstituten in die Bemes-
sungsgrundlage miteinbezogen. Für die Einstufung als ausgefallene Forderung (NPL) wird die Definition gemäß Art. 178 CRR herangezo-
gen. Als Non Performing Loans werden alle Forderungen mit einer Bonitätseinstufung von 5,0 bis 5,2 definiert. Sobald ein Kunde mit mehr
als 90 Tagen in Verzug ist oder ein kundenbezogenes Ausfallskriterium zutrifft, wird der Kunde als ausgefallen gewertet und den Ausfalls-
klassen 5,0 bis 5,2 zugeordnet. Zum 31. Dezember 2021 betrug die NPL-Ratio im Konzern 1,5 % (Vj: 1,8 %).
Unter Berücksichtigung der außerbilanziellen Geschäfte (Gesamtobligo) ergibt sich im Konzern zum 31. Dezember 2021 eine Non-Perfor-
ming Exposure-Quote (NPE-Ratio) von 1,1 % (Vj: 1,4 %).
Länderrisiko
Das Länderrisiko beschreibt das Risiko von Wertverlusten aufgrund von Transfer-/Konvertierungsbeschränkungen bzw. -verboten oder ande-
ren hoheitlichen Maßnahmen des Landes des Kreditnehmers (Transferrisiko). Zur Steuerung hat der RLB Steiermark Konzern ein Länderlimit-
system im Einsatz. Dazu wird jährlich ein Höchstwert für Länderrisiken festgelegt und unterjährig mit der Ist-Entwicklung abgeglichen. Das
Limit orientiert sich an der Bonität der einzelnen Staaten sowie der Festlegung der Länder entsprechend der vorgegebenen Marktsegmente
des Konzerns unter Berücksichtigung von unterjährigen Veränderungen: je schlechter die Bonität eines Landes wird, desto geringer wird
auch das Limit. Entsprechende Maßnahmen zur Risikoreduktion werden danach umgehend erarbeitet und umgesetzt. Der Anteil des Länder-
risikos am Kreditrisiko beträgt 1,8 % per 31. Dezember 2021 (Vj: 2,5 %) und ist vom Ausmaß her nur von untergeordneter Bedeutung.
Konzentrationsrisiko bei Fremdwährungskrediten
Unter dem Konzentrationsrisiko werden mögliche zusätzliche Ausfallrisiken, die durch eine Obligoerhöhung aus Währungsschwankungen
entstehen, erfasst. So steigt durch die Aufwertung einer Währung gegenüber dem Euro das in Euro umgerechnete Kreditobligo eines
Fremdwährungskredits und somit – unter der Annahme gleichbleibender Ausfallwahrscheinlichkeit des Kunden – das Verlustpotenzial des
Konzerns.
Der Anteil des Konzentrationsrisikos bei Fremdwährungskrediten am Kreditrisiko beträgt 0,6 % per 31. Dezember 2021 (Vj: 0,5 %). Bei der
Berechnung des Risikos wird ein zusätzlicher Fremdwährungsaufschlag zum Kreditrisiko berücksichtigt.
Aufgrund der FMA-Empfehlung werden an Verbraucher keine Fremdwährungskredite mehr vergeben.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
304
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Das Reporting über Fremdwährungskredite und endfällige Kredite mit Tilgungsträgern ist im Risikocontrolling-Berichtswesen integriert. Das
Volumen dieser Portfolios wird laufend aktiv reduziert, wobei die Kundenberatung bei diesen Produkten auf Risikoreduktion und vermö-
genssichernde Maßnahmen ausgerichtet ist.
Derivative Finanzinstrumente
Die im RLB Steiermark Konzern eingesetzten Derivate werden einerseits zur Steuerung von Marktpreisrisiken (insbesondere Zinsände-
rungs- und Währungsrisiken) aus Handelsaktivitäten eingesetzt, andererseits dienen sie auch zur Absicherung von Positionen im Rahmen
der Aktiv-Passiv-Steuerung sowie im Falle von Kreditderivaten zur Steuerung von Kreditrisiken.
Die Detailangaben (Nominalvolumen und Marktwerte) zu den derivativen Finanzinstrumenten sind in Note 39 „Derivative Finanzinstru-
mente“ ersichtlich.
Credit Value Adjustment-Risiko (CVA)
Das CVA-Risiko bezeichnet das Risiko einer Anpassung der Kreditbewertung von Gegenparteien bei Derivatgeschäften. Die Ermittlung
erfolgt auf Basis aufsichtsrechtlicher Eigenmittelerfordernisse. Der Anteil des CVA-Risikos am Kreditrisiko beträgt per 31. Dezember 2021
12,9 % (Vj: 12,8 %).
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Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Risiko potenzieller Verluste aus Beteiligungsverhältnissen, die im Rahmen von Veräußerungen, durch
Dividendenausfälle sowie aufgrund von Wertminderungen entstehen können. Der überwiegende Teil des Beteiligungsrisikos resultiert aus
Sektorbeteiligungen. Hinsichtlich einer Sensitivitätsanalyse im Beteiligungsbereich wird auf die Ausführungen im Kapitel „Erläuterungen zu
Finanzinstrumenten“ verwiesen.
Die RLB Steiermark hält 9,95 % an der Raiffeisenbank International AG (RBI), die wiederum selbst u.a. über Beteiligungen an Kreditinstitu-
ten und Leasinggesellschaften in Zentral- und Südosteuropa sowie verschiedenen GUS-Staaten, wie insbesondere Ukraine, Russland und
Weißrussland, verfügt. Die RBI beobachtet die aktuelle Russland/Ukraine Krise eingehend über verschiedene Kanäle wie Research, Risiko-
management, Business, Liquidität, neueste politische/kriegerische Entwicklungen, Sanktionen und setzt Maßnahmen zum aktiven Manage-
ment der momentanen Situation. Die RLB Steiermark ist im ständigen Austausch mit der RBI und beobachtet das Beteiligungsrisiko genau.
Hinsichtlich einer Sensitivitätsanalyse im Beteiligungsbereich wird auf die Ausführungen im Kapitel „Erläuterungen zu Finanzinstrumen-
ten“ verwiesen.
Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko beschreibt das Risiko, dass Verluste durch Veränderungen von Preisen an Finanzmärkten für Positionen im Handels-
und im Bankbuch entstehen.
Marktpreisrisiken können als Zinsänderungs-, Währungs-, Options-, Kurs-, Spread-, Aktien-, Gold-, Rohstoff- und Immobilienrisiko auftreten.
Die Risiken werden mit Value-at-Risk-Ansätzen und ergänzenden statistischen Verfahren ermittelt, laufend überprüft und entsprechend den
ICAAP-Erfordernissen in den Risikomanagementgremien berichtet.
Die VaR-Werte stellen prognostizierte maximale Verluste, gerechnet auf Basis historischer Simulationen bzw. parametrischem VAR-Ansatz,
dar. Die VaR-Werte werden auf Basis eines 99,9 %-igen Konfidenzniveaus und einer Haltedauer von 250 Tagen (Bankbuch) bzw. 90 Tagen
für Handelsbuchpositionen ermittelt. Mögliche Extremsituationen werden über Stresstests berücksichtigt.
Die strikte Aufgabentrennung zwischen Front-, Backoffice und Risikocontrolling gewährleistet eine umfassende, transparente und objektive
Darstellung der Risiken gegenüber Vorstand und Aufsichtsbehörden.
Portfolio für Extremwertszenario VaR 2021 VaR 2020
Zinsänderungsrisiko Bankbuch 20,43 Mio. 42,12 Mio.
Bankbuch (Zins-, Preis-, Credit Spread-, Aktienrisiko) nur für Wertpapiere 66,46 Mio. 129,19 Mio.
Handelsbuch (Zins-,Preis-, Credit Spread-, Aktienrisiko) 2,07 Mio. 0,67 Mio.
Risiko 2021 Risiko 2020
Options- und Währungsrisiko 1,34 Mio. 2,90 Mio.
Der Rückgang im Zinsrisiko im Vergleich zum Vergleichsstichtag 31. Dezember 2020 resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Spezi-
alfonds DASAA, EURAN und GLAN im ersten Quartal 2021, für welche eine Durchschau auf die einzelnen Marktpreisrisiken erforderlich war
und diese Risikowerte in den jeweiligen Risikoarten gesondert ausgewiesen wurden bzw. aus dem Wegfall von Szenarien, welche größere
Zinsanstiege enthalten.
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Die VaR-Berechnung für den Extremfall basiert auf einer Innenzinsdarstellung, ohne Berücksichtigung von Margencashflows. Das Zinsän-
derungsrisiko wird aus aufsichtsrechtlicher Sicht über die Zinsrisikostatistik errechnet. Dabei wird eine Parallelverschiebung der Zinskurve
um 200 Basispunkte simuliert. Zur Zinsrisikosteuerung werden weitere Modelle und Simulationen eingesetzt, wobei Stresstests dabei eine
zentrale Rolle spielen. In der laufenden Steuerung der Zinspositionen werden errechnete Zinssensitivitäten anhand von Basis Point Values
(Zinskurvenshift um 1 BP der jeweiligen Zinskurve nach oben) herangezogen. Die von der EBA geforderten Zinssimulationen werden mo-
natlich vorgenommen und im Gesamtbank-Risikokomitee berichtet.
Der starke Rückgang im Credit Spread Risiko resultiert einerseits aus dem bereits erwähnten Abgang des DASAA und dessen Subfonds
EURAN und GLAN. Andererseits wurde für die Risikomessung von Covered Bonds eine eigene Kurve implementiert, die eine bessere und
adäquatere Steuerung und Spreadrisikomessung dieser Assetkategorie ermöglicht. Aufgrund der aktuellen Positionierung in Aktienfonds,
die auch entsprechende Fremwährungspositionen enthalten, weist das Währungsrisiko zum Berichtsstichtag ein Risiko in Höhe von
1,34 Mio. EUR (Vj: 2,9 Mio. EUR) auf.
Alle Handelsbuchpositionen – hier verfolgt die RLB Steiermark den Ansatz eines mittleren Handelsbuchs – werden täglich zu Marktpreisen
bewertet und einer Limitüberwachung unterzogen. Weiters werden Optionsrisiken entsprechend gemessen und gesteuert.
Zinsbindungs-Gap-Struktur per 31.12.2021 und 31.12.2020 in Mio. EUR
Konzern Darstellung
per 31.12.2021 (vs 31.12.2020) in Mio €
1.000
1.250
750
1J
31.12.2021
31.12.2020
5J >5J
-750
500
-500
250
-250
0
-126
972
291
772
-14
461
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Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten als Folge unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse, Menschen
und Systeme oder von externen Ereignissen und beinhaltet das Rechtsrisiko. Unter Systemen und Prozessen sind auch sämtliche Vorkeh-
rungen betreffend Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verstehen. Das operationelle Risiko beinhaltet auch die ICT-Risiken (Infor-
mation, Communication, Technology).
Zur Messung des operationellen Risikos bedient man sich des Basisindikatoransatzes. Ein risikoadäquates internes Kontrollsystem sowie
plan- und außerplanmäßige Prüfungen durch die Innenrevision bzw. Konzernrevision in den einzelnen Konzerngesellschaften gewährleisten
einen hohen Sicherheitsgrad. Eine systematische Erfassung und Analyse von operationellen Schäden erfolgt in einer Schadensfalldaten-
bank. Über die Schadensfälle wird der Vorstand regelmäßig informiert. Zur Identifikation der Risiken und zur Bewusstmachung potenzieller
Risikoquellen werden Self Assessments durchgeführt. Des Weiteren werden automatisierte Kontrollmechanismen zum Thema Op-Risk im
prozessorientierten Informationsnetzwerk (Point), inklusive internem Kontrollsystem (IKS), durchgeführt.
Auf die aktuelle Situation im Zusammenhang mit COVID-19 wurde mit einem entsprechendem Maßnahmenplan reagiert, neue Prozesse
und Kontrollen zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen wurden erstellt und umgesetzt. Diese werden von einer Task Force laufend
evaluiert und in Einklang mit den aktuellen Maßnahmen und regulatorischen Vorschriften gebracht.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass der Konzern den gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausrei-
chendem Maße zeitgerecht nachkommen kann oder im Falle einer Liquiditätsverknappung keine ausreichende Liquidität zu erwarteten
Konditionen beschaffen kann. Die Liquiditätssteuerung erfolgt im Bereich Treasury, die Risikomessung erfolgt in der Abteilung Marktrisi-
kocontrolling.
Die Liquiditätsrisikomessung wird sowohl für den Going Concern- als auch den Extremfallansatz eingesetzt. Für das Liquiditätsrisiko wird
ein VaR-Wert im Front Office System auf Basis historischer Simulation, welches das Refinanzierungs- als auch Wiederveranlagungsrisiko
enthält, gerechnet. Die Steuerung und Überwachung der strukturellen Liquidität erfolgt über Kapitalbindungsbilanzen. Unbestimmte Kapital-
bindungen werden anhand von Ablauffiktionen gemäß Referenzsatzprotokoll berücksichtigt. Zusätzlich werden laufend Szenarioanalysen
angestellt.
Zur Liquiditätssicherstellung werden EZB- bzw. EUREX-fähige Wertpapiere und notenbankfähige Kredite bereitgestellt. Laufend wird aktiv
an der zusätzlichen Generierung von Sicherheiten zur Begebung weiterer deckungsstockfähiger Emissionen gearbeitet. Die entsprechen-
den risikobegleitenden Maßnahmen und Systeme wurden erfolgreich weiterentwickelt und die gesetzlichen und entsprechenden aufsichts-
rechtlichen Vorschriften im Berichtszeitraum durchgehend eingehalten. Unter anderem wurde die im ersten Halbjahr 2021 neu implemen-
tierte Covered Bond Kurve für die Liquiditätsrisikomessung eingesetzt, da die Refinanzierung größtenteils auf gedeckter Basis erfolgt, und
die Risikomessung im Extremfall adaptiert. Neben dem Refinanzierungsrisiko wird nun auch das Wiederveranlagungsrisiko berücksichtigt.
Um die Liquiditätsposition des Konzerns und der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark weiter zu stärken, hat sich die RLB Steiermark am
TLTRO III-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der EZB mit 3,5 Mrd. EUR beteiligt sowie im ersten Halbjahr 2021 eine
weitere Benchmarkanleihe über 500 Mio. EUR (Laufzeit 20 Jahre) begeben. Die Inanspruchnahme des TLTRO III-Programms dient neben
Gründen der Kosteneffizienz vor allem der Sicherstellung des steigenden Liquiditätsbedarfs von Kunden der Raiffeisen-Bankengruppe Stei-
ermark. Die EZB stellt mit diesem Instrumentarium Banken Refinanzierungen unter Bereitstellung von notenbankfähigen Sicherheiten mit
einer 3-jährigen Laufzeit zur Verfügung, welche bei Bedarf frühzeitig rückgeführt werden können. Die Refinanzierungskondition ist abhängig
vom durchschnittlichen Hauptrefinanzierungssatz der EZB während der Laufzeit des TLTRO III, wobei bei Nachweis eines Kreditwachstums
(in der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark) innerhalb eines definierten Beobachtungszeitraums ein zusätzlicher Refinanzierungsvorteil
(Verzinsung mit durchschnittlichem Einlagezinssatz der EZB) gegeben ist. Der Nachweis des erforderlichen Kreditwachstums konnte er-
bracht werden.
Eine der Kernfunktionen der RLB Steiermark ist die Besorgung des Geldausgleichs zwischen den steirischen Raiffeisenbanken. Im Stufen-
bau der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark liegt der primäre Fokus der lokalen Raiffeisenbanken im Einlagen- und Kreditgeschäft
e mit
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Endkunden. Der RLB Steiermark Konzern agiert analog im eigenen lokalen Wirkungsbereich und wickelt zudem die Liquiditätstransfers
innerhalb der RBG Steiermark ab.
Zudem stellt das Konzern Treasury wichtige Funktionen für den Sektor bereit. Einerseits begibt die RLB Steiermark laufend Anleihen für
Wertpapierkunden, andererseits gibt es die Möglichkeit für Raiffeisenbanken, der RLB Steiermark als Zentralinstitut Kundenkredite für Zent-
ralbankgeschäfte mit der OeNB/EZB und für die gemeinsam geführten Aaa-Deckungsstöcke zur Verfügung zu stellen. Neben dem De-
ckungsgeschäft werden auch weitere wichtige Versorgungsfunktionen im Konzern Treasury wahrgenommen.
Der RLB Steiermark Konzern verfügt über ein hoch entwickeltes Liquiditätsmanagement und steuert alle kunden- und bankinduzierten
Geldflüsse auf täglicher Basis bzw. auch Intra-Day aus. Sämtliche Bestimmungen, welche sich aus den aufsichtsrechtlichen Ordnungsnor-
men (BWG, CRR, ILAAP, KI-RMV), den Vorgaben der Aufsicht (FMA / OeNB) und aus Sektor- sowie aus internen Limitvorgaben ergeben,
werden laufend beobachtet und im Rahmen der Steuerung berücksichtigt. Hierbei sind insbesondere unterschiedliche Stress-Szenarien,
die Liquiditätsdeckungsanforderung (LCR), die erforderliche stabile Refinanzierung (Net Stable Funding Ratio, NSFR), operative und struk-
turelle Liquiditätskennzahlen und der LVaR (Liquidity Value at Risk) hervorzuheben.
Neben der Steuerung der LCR erfolgt seit 30. Juni 2021 auch die Steuerung der NSFR im Rahmen einer Liquiditätsuntergruppe, bestehend
aus der RLB Steiermark AG sowie den steirischen Raiffeisenbanken. Gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung Nr. 575/2013 sind die Mitglieder
dieser Liquiditätsuntergruppe von der Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Kennzahl auf Einzelinstitutsebene befreit. Die Kennzahl ist
jedoch auf Ebene der Liquiditätsuntergruppe mit 100 % einzuhalten. Die entsprechenden organisatorischen und administrativen Aufgaben
zur Steuerung und Meldung der LCR und NSFR obliegen der RLB Steiermark AG, die diesbezüglich u. a. dem Risikorat regelmäßig über
den Status und die Entwicklung der Kennzahl in der Liquiditätsuntergruppe Bericht erstattet.
Der RLB Steiermark Konzern beobachtet zudem potentielle Liquiditätsabflüsse aus bevorstehenden Neugeschäften. Es werden tourlich
empirische Analysen zur Verweildauer von Einlagen aller Art und Ausnutzungshöhen und -zeitspannen von Ausleihungen mit unbestimmter
Vertragsdauer bzw. Verlängerungsmöglichkeiten seitens der Kunden gemacht.
Für unvorhergesehene Entwicklungen bzw. Notfälle sind entsprechende Konzepte und Einsatzpläne entwickelt und mit den Steuerungsgre-
mien abgestimmt.
Nachstehend angeführte Kapitalbindungsstruktur per 31. Dezember 2021 zeigt eine sehr komfortable Liquiditätsausstattung, welche vor
allem auf längerfristige Refinanzierungen durch die Nutzung der vorhandenen Kapitalmarktzugänge gestützt ist.
Kapitalbindungsstruktur inklusive Liquiditätspotentiale 31.12.2021 in Mio. EUR
Liquiditätinkl.Potentiale
jeLaufzeitband
AccumulatedGapincl.
TenderandEligibles
‐2.000
‐1.000
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
2d 7d 14d 3m 6m 1y 18m 2y 3y 5y 7y 10y 15y 20y 30y
2d 7d
5.000
6.000
4.000
3.000
2.000
1.000
0
-1.000
-2.000
14d
Accumulated Gap incl.
Tender and Eligibles
Liquidität inkl. Potentiale
je Laufzeitband
3m 6m 1y 18m 2y 3y 5y 7y 10y 15y 20y 30y
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Kapitalbindungsstruktur inklusive Liquiditätspotentiale 31.12.2020 in Mio. EUR
Sonstige Risiken
Die sonstigen Risiken beinhalten das makroökonomische Risiko, die Nachhaltigkeits- und ESG Risiken sowie den Risikopuffer.
Makroökonomisches Risiko
Das makroökonomische Risiko resultiert aus gesamtwirtschaftlichen Verschlechterungen im Rahmen des klassischen Wirtschaftszyklus
und damit etwaig einhergehender Risikoparametererhöhungen. Um auch nach einer solchen Periode ohne massive Eingriffe und Maßnah-
men über eine ausreichende Risikodeckungsmasse zu verfügen, wird ein makroökonomisches Risiko berücksichtigt. Die Quantifizierung
unterstellt einen BIP-Rückgang und sich verschlechternde Ausfallraten und Recoveries. Mit den veränderten Ausfallraten und Recoveries
wird das Kreditrisiko erneut berechnet. Die Differenz zum ursprünglichen Kreditrisiko stellt das makroökonomische Risiko dar.
Nachhaltigkeit und ESG Risiken
ESG (Environment, Social, Governance) Risiken umfassen direkte und indirekte Risiken, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und
Liquiditätslage sowie Reputation der Bank und in Folge auf die Finanzmarktstabilität auswirken können.
Das Nachhaltigkeits- und ESG Risiko betrifft sämtliche Geschäftsbereiche sowie auch alle Risikoarten übergreifend und wird daher nicht als
eigene Risikoart angeführt. In der Risikoinventur wurden die ESG Risiken bereits in den Fragebögen zu den einzelnen Risikoarten qualitativ
mitberücksichtigt.
Im RLB Steiermark Konzern ist ein eigenes Nachhaltigkeitskomitee implementiert, das für die Umsetzung sowie laufende Weiterentwicklung
der Nachhaltigkeitsstrategie und für die Analyse und Überwachung aktueller Nachhaltigkeitsentwicklungen zuständig ist. Die Bedeutung
des Risikos ist stark zunehmend, weshalb ein eigenes Projekt zum Thema Nachhaltigkeitsrisiko aufgesetzt wurde. Im Jahr 2021 wurde im
Zusammenhang mit der EBA LOM GL (EBA loan origination and monitoring guideline) eine Gap Analyse mit einem externen Berater durch-
geführt. Aus diesem Projekt bzw. aus dieser Analyse wurden Maßnahmen u. a. im Zusammenhang mit dem Rahmenwerk für das Risikoma-
nagement, Berücksichtigung der Klima- und Umweltrisiken im Kreditgewährungsprozess (inkl. Überwachung) abgeleitet. Einzelne Maßnah-
men wurden im Konzern bereits umgesetzt bzw. werden weitere Maßnahmen bundeslandübergreifend im Sektor evaluiert und weiterentwi-
ckelt.
Ein Fokus der aktuell implementierten Regelungen liegt auf der Definition nachhaltiger Finanzierungen (insbesondere Energieeffizienz) so-
wie auf der Festlegung von Ausschlusskriterien, die einer Finanzierung entgegenstehen. Im RLB Steiermark Konzern sind für nachhaltige
Finanzierungen bereits ein Anreizsystem wie Bonifikationen bzw. auch Ausschlusskriterien definiert.
2d 7d
5.000
4.000
3.000
2.000
1.000
0
-1.000
-2.000
14d
Accumulated Gap incl.
Tender and Eligibles
Liquidität inkl. Potentiale
je Laufzeitband
3m 6m 1y 18m 2y 3y 5y 7y 10y 15y 20y 30y
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ESG Risiken beschreiben mögliche negative Folgen, die sich für Unternehmen insbesondere aus Klima- und Umwelteffekten ergeben kön-
nen und werden daher auch in der Bonitätsbeurteilung (mittels Softfacts), sowie im Kreditgewährungsprozess bereits berücksichtigt. An
einer Umsetzung eines eigenen ESG Scores im Risikoprozess wird aktuell bundeslandübergreifend im Sektor gearbeitet.
Aufgrund der aktuellen Analysen zu ESG Risiken sehen wir keinen akuten Handlungsbedarf in der Portfoliosteuerung und fühlen uns in der
nachhaltigen Geschäftsstrategie bestärkt.
T
T
a
a
x
x
o
o
n
n
o
o
m
m
i
i
e
e
f
f
ä
ä
h
h
i
i
g
g
k
k
e
e
i
i
t
t
Ausgehend vom EU Green Deal und dem EU Aktionsplan Sustainable Finance werden für das Geschäftsjahr 2021 erstmals Quoten gemäß
der Taxonomie-VO berechnet und publiziert. Diese zeigen den Anteil der taxonomie- und nicht taxonomiefähigen Risikopositionen an den
gesamten Aktiva. Zur Beurteilung der Taxonomiefähigkeit dient die wirtschaftliche Aktivität des jeweiligen Kreditnehmers. Die entsprechende
Publikation der Informationen und Quoten erfolgt im Nachhaltigkeitsbericht der RLB Steiermark.
Weiters wird ein jährlicher umfassender Nachhaltigkeitsbericht erstellt, welcher auf der Homepage der RLB Steiermark (https://www.raiffei-
sen.at/rlbstmk) veröffentlicht ist.
Risikopuffer
Für sonstige, nicht quantifizierbare Risiken (z. B. Eigenmittelrisiko etc.) wird ein Risikopuffer berücksichtigt. Als Risikopuffer wird ein pau-
schaler Zuschlag von 5 % aller ermittelten Risikopositionen eingestellt, für welchen im Gesamtlimit ausreichende Deckung zu halten ist.
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42. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Mutterunternehmen, at equity bilanzierten Unternehmen und nahestehenden Unternehmen
sowie nahestehenden Personen zum 31. Dezember 2021 sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen.
Bilanz
In TEUR
Mutter-
unter-
nehmen
At equity
bilanzierte
Unter-
nehmen
Nahe-
stehende
Unter-
nehmen
Nahe-
stehende
Personen
Barreserve und Sichtguthaben 0 1.517.622 0 0
Finanzielle Vermögenswerte – AC 0 821.542 128.335 1.458
Finanzielle Vermögenswerte – HFT 0 5.515 0 3
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI 0 36.393 0 0
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M 0 18.108 2 0
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 0 3.410 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC 19.355 131.333 13.737 1.028
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT 0 11.325 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO 0 5.057 0 0
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 0 6.032 0 0
Sonstige Passiva 0 0 0 0
Für Sichtguthaben sowie Finanzielle Vermögenswerte – AC gegenüber nahestehenden Unternehmen, at equity bilanzierten Unternehmen
sowie nahestehenden Personen wurden Wertminderungen mit einem Betrag von 156 TEUR (Vj: 705 TEUR) gebildet.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den at equity bilanzierten Unternehmen betreffen im Wesentlichen die RBI.
SONSTIGE ANGABEN
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Gewinn-und-Verlust-Rechnung
In TEUR
Mutter-
unter-
nehmen
At equity
bilanzierte
Unter-
nehmen
Nahe-
stehende
Unter-
nehmen
Nahe-
stehende
Personen
Zinserträge 0 25.481 2.566 21
Zinsaufwendungen 0 -15.040 0 -11
Dividendenerträge 0 0 6.391 0
Provisionsüberschuss 0 11 40 5
Nettoergebnis aus nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
Finanzinstrumenten
0 0 -25 0
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte 0 -61 608 1
Die Angaben zum 31. Dezember 2020 stellen sich wie folgt dar:
Bilanz
In TEUR
Mutter-
unter-
nehmen
At equity
bilanzierte
Unter-
nehmen
Nahe-
stehende
Unter-
nehmen
Nahe-
stehende
Personen
Barreserve und Sichtguthaben 0 1.137.094 0 0
Finanzielle Vermögenswerte – AC 0 955.896 131.359 1.322
Finanzielle Vermögenswerte – HFT 0 15.620 0 6
Finanzielle Vermögenswerte – FVOCI 0 42.531 0 0
Finanzielle Vermögenswerte – FVPL-M 0 14.813 2 0
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 0 4.994 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten – AC 391 123.442 62.960 1.568
Finanzielle Verbindlichkeiten – HFT 0 4.067 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten – FVO 0 5.223 0 0
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 0 12.537 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Sonstige Passiva 0 3 0 0
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Gewinn-und-Verlust-Rechnung
In TEUR
Mutter-
unter-
nehmen
At equity
bilanzierte
Unter-
nehmen
Nahe-
stehende
Unter-
nehmen
Nahe-
stehende
Personen
Zinserträge 0 25.582 2.892 33
Zinsaufwendungen 0 -14.181 0 -3
Dividendenerträge 0 0 4.722 0
Provisionsüberschuss 0 11 60 7
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte 0 -57 465 -2
Unter Mutterunternehmen sind die nicht operativ tätigen Finanzholdinggesellschaften RLB-Stmk Verbund und RLB-Stmk Holding zu verste-
hen. Die RLB-Stmk Verbund, welche zu 100 % im Besitz der Steirischen Raiffeisenbanken steht, ist per 31. Dezember 2021 mit einer Betei-
ligung von 95,18 % (Vj: 95,18 %) der größte Gesellschafter der RLB-Stmk Holding. Die RLB-Stmk Holding wiederum hält eine Beteiligung
von 84,08 % (Vj: 84,08 %) an der RLB Steiermark.
Als nahestehende Unternehmen werden jene Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen angesehen, die aufgrund von unterge-
ordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Die Definition „Nahestehendes Unternehmen“ schließt nach IAS 24.12 auch die Tochtergesellschaften eines assoziierten Unternehmens mit
ein. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden gemeinsam mit den at equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesen.
Natürliche Personen, die gemäß IAS 24 als nahestehend betrachtet werden, sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG, sowie deren nahe Familienmitglieder.
Die Geschäftsbeziehungen zu den genannten Gesellschaften und Personen bestehen im Rahmen von üblichen Bankgeschäften und be-
treffen vor allem Veranlagungen und Refinanzierungen. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit naheste-
henden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Die Forderungen und Verbindlichkei-
ten gegenüber diesen Personen betreffen Kredite sowie Sicht- und Termineinlagen.
43. Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats
Als Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen gemäß IAS 24.9 werden die aktiven Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsrat der
RLB Steiermark angesehen.
Es wurden folgende Vergütungen für die aktiven Mitglieder des Vorstands aufgewendet:
In TEUR 2021 2020
Kurzfristig fällige Leistungen 1.749 2.138
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 270 327
Andere langfristig fällige Leistungen 25 22
Gesamt 2.044 2.487
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Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 18 TEUR (Vj: 1.040 TEUR).
Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2021 Aufsichtsratsvergütungen von vollkonsolidierten Tochtergesellschaften in
Höhe von 18 TEUR (Vj: 31 TEUR).
An die Aufsichtsratsmitglieder wurden 2021 Vergütungen in Höhe von 200 TEUR (Vj: 241 TEUR) bezahlt.
Der Vergleichsstichtag enthält Vergütungen bzw. Bezüge der per 31. Dezember 2020 aktiven Vorstandsmitglieder der Landes-Hypotheken-
bank Steiermark Aktiengesellschaft.
44. Fremdwährungsvolumina
Im Konzernabschluss sind folgende Beträge in fremder Währung enthalten:
In TEUR 2021 2020
Aktiva 413.539 471.841
hievon in CHF 298.531 362.206
hievon in USD 78.611 74.400
hievon in JPY 11.713 15.429
hievon in CZK 11.498 10.821
hievon in GBP 2.879 1.989
hievon sonstige Währungen 10.307 6.996
Passiva 142.512 122.303
hievon in USD 78.033 81.164
hievon in CHF 22.834 15.048
hievon in GBP 19.089 7.006
hievon in JPY 10.947 11.053
hievon in PLN 2.388 562
hievon sonstige Währungen 9.221 7.470
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45. Auslandsaktiva und -passiva
Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Vertragspartnern außerhalb Österreichs stellen sich wie folgt dar:
In TEUR 2021 2020
Aktiva 2.823.817 2.972.205
hievon Deutschland 1.262.121 1.424.040
hievon Frankreich 300.452 257.734
hievon Niederlande 169.009 217.351
hievon Großbritannien 148.669 182.229
hievon Luxemburg 136.056 99.951
hievon sonstige Staaten 807.510 790.900
Passiva 1.562.192 1.952.612
hievon Deutschland 1.360.666 1.691.821
hievon Großbritannien 82.724 117.580
hievon Niederlande 29.103 40.630
hievon Irland 23.961 34.074
hievon Kroatien 13.190 12.783
hievon sonstige Staaten 52.548 55.724
46. Nachrangige Vermögenswerte
In TEUR 2021 2020
Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) 36.694 32.309
Finanzielle Vermögenswerte – Fair Value OCI (FVOCI) 9.495 9.998
Finanzielle Vermögenswerte – Mandatorily at Fair Value P&L (FVPL-M) 9 2.267
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47. Nachrangige Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital
Folgende nachrangige Anleihen wurden begeben:
Bezeichnung/Modalitäten
Währung
Nominale in
TEUR Zinssatz fällig am
Emissions-
jahr
7.75% nachrangige Anleihe der Landes-
Hypothekenbank Steiermark (AT0000173026) 94-24 -
Einmalemission
EUR 4.360 7,75 3.6.2024 1994
Nachrangige Vario-Schuldverschreibung der Landes-
Hypothekenbank (AT0000325303) 01-26 -
Einmalemission
EUR 15.000 0 – 7,5
*)
1.10.2026 2001
Nachrangige Raiffeisen Anleihe 2013-2024/1 der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
(ISIN AT000B091921) – Daueremission
EUR 3.545 4,80 27.5.2024 2013
Nachrangige Raiffeisen Stufenzins-Anleihe 2014-
2024/1 (ISIN AT000B092101) – Daueremission
EUR 8.491 3,75 – 6,0 14.2.2024 2014
Ergänzungskapital Fixzins-Anleihe 2014-2029/2
(ISIN AT000B092200) – Einmalemission
EUR 5.000 4,60 18.6.2029 2014
Ergänzungskapital Cap&Floor-FRN
(ISIN AT000B092291) 2015-2027 /1 – Daueremission
EUR 2.170 4,4 – 6,0 27.4.2027 2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092390) 2015-2025/3 – Daueremission
EUR 4.289 5,00 11.8.2025 2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092440) 2015-2022 – Daueremission
EUR 1.680 3,40 11.8.2022 2015
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092614) 2016-2026 – Daueremission
EUR 2.989 4,85 21.1.2026 2016
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092747) 2016-2026 – Daueremission
EUR 6.841 4,50 29.4.2026 2016
Nachrangige RLB Stmk Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B092895) 2016-2026 – Daueremission
EUR 9.142 4,15 27.7.2026 2016
5,75% nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B088315) 2017-2027 – Daueremission
EUR 2.000 5,75 22.2.2027 2017
4,1% – 5% nachr. Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B088349) 2017-2027 – Daueremission
EUR 3.000 4,1 – 5,0 29.9.2027 2017
6% nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B088273) 2017-2027 – Daueremission
EUR 3.000 6,00 11.1.2027 2017
4 % nachrangige Hypo Fixzins-Anleihe
(ISIN AT000B088398) 2018-2028
EUR 5.000 4,00 16.3.2028 2018
Nachrangige RLB Stmk Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B093281) 2018-2028/1 – Daueremission
EUR 9.941 2,0 – 3,8 22.5.2028 2018
Nachrangige RLB Stmk Stufenzins-Anleihe
(ISIN AT000B093422) 2019-2029/4 – Daueremission
EUR 819 1,75 – 2,65 6.6.2029 2019
*)
aktuell (1.10.2021 bis 30.9.2022) 1,143 %
Bei den nachrangigen Kreditaufnahmen handelt es sich um nachrangige Verbindlichkeiten im Sinne von Artikel 63 der CRR (Capital Requi-
rements Regulation, VO (EU) Nr. 575/2013).
317
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist berechtigt, die nachrangigen Anleihen mit Genehmigung der FMA nach Ablauf von fünf Jah-
ren ab Emissionsbeginn und aus regulatorischen (z. B. gesetzliche Änderungen) oder steuerlichen Gründen auch vor Ablauf dieser 5-Jah-
res Frist zu 100 % des Nennwertes zu kündigen.
Im Jahr 2021 erfolgte aufgrund der Erfüllung der Voraussetzungen die Anrechnung von zwei Emissionen aus den Jahren 2001 bzw. 1994
als Nachrangkapitalanleihen nach Art 63 CRR.
Der Zinsaufwand für nachrangige Verbindlichkeiten betrug im Berichtsjahr 3.323 TEUR (Vj: 2.888 TEUR).
48. Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen
In TEUR 2021 2020
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien gegenüber Nichtbanken 362.010 409.380
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien gegenüber Banken 14.712 9.642
Eventualverbindlichkeiten aus noch nicht fälligen Einzahlungsverpflichtungen aus Beteiligungen 12.972 11.835
Eventualverbindlichkeiten aus dem Haftsummenzuschlag als Mitglied bei Genossenschaften 754 754
Gesamt Eventualverbindlichkeiten 390.448 431.611
Rückstellung für außerbilanzielle Geschäfte -5.572 -4.682
Gesamt 384.876 426.929
In TEUR 2021 2020
Nicht ausgenützte Kreditrahmen bis 1 Jahr 1.045.229 865.810
Nicht ausgenützte Kreditrahmen über 1 Jahr 1.127.308 1.051.448
Gesamt Kreditrisiken 2.172.537 1.917.258
Rückstellung für außerbilanzielle Geschäfte -14.632 -19.779
Gesamt 2.157.905 1.897.479
Kundengarantiegemeinschaft
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist Vereinsmitglied der Kundengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark.
Die Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung dahingehend, dass sie solidarisch gemäß der Satzung die zeit-
gerechte Erfüllung von Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Vereinsmitglieds garantieren. Die individuelle Tragfähigkeit
eines Vereinsmitglieds bestimmt sich laut Satzung nach den frei verwendbaren Reserven unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestim-
mungen des BWG und der CRR.
Der Haftungsverpflichtung im Rahmen der Kundengarantiegemeinschaft wurde durch Einstellen eines Merkpostens von einem Euro unter
der Bilanz entsprochen, da es nicht möglich ist, die potentielle Haftung der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG aus dem Haftungsver-
bund betraglich festzulegen. Die Kundengarantiegemeinschaft der Raiffeisen-Geldorganisation Steiermark hat mittels Satzungsänderung
Eventualverbindlichkeiten
Kreditrisiken
JAHRESFINANZBERICHT 2021
318
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die Haftung mit Stichtag 30. September 2019 beendet. Zum Stichtag bestehende Guthaben fallen weiterhin unter die Haftung, Auszahlun-
gen und alle anderen Belastungsbuchungen nach dem Stichtag reduzieren die Haftung.
49. Wertpapierleihgeschäfte
Zum 31. Dezember 2021 wurden Wertpapiere in Höhe von 500.000 TEUR verliehen (Vj: 750.000 TEUR) und Wertpapiere in Höhe von
500.000 TEUR (Vj: 728.000 TEUR) entliehen, welche im Rahmen von Pensionsgeschäften als Sicherheit gestellt wurden (siehe dazu
Note 51).
50. Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
Die folgenden Verbindlichkeiten sind durch in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte besichert:
In TEUR 2021 2020
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC) 2.420.624 2.020.131
Finanzielle Verbindlichkeiten – Designated at Fair Value P&L (FVO) 96.752 200.215
Gesamt 2.517.376 2.220.346
Folgende in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wurden als Sicherheit zur Verfügung gestellt:
In TEUR 2021 2020
Deckungsstock für Mündelgelder 10.037 12.726
Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen 3.054.210 2.488.089
Übrige Deckungsstockwerte 48.439 49.702
Gesamt 3.112.686 2.550.517
Die Vertragsbedingungen, die mit der Nutzung dieser Sicherheiten verbunden sind, sind banküblich.
Aufstellung der als Sicherheit gestellten konzernfremden Vermögenswerte:
In TEUR 2021 2020
Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen 5.275.505 3.475.420
Die konzernfremden Sicherheiten für fundierte Schuldverschreibungen betreffen ausschließlich Kreditforderungen.
319
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
51. Pensionsgeschäfte
Zum 31. Dezember bestanden im Rahmen echter Pensionsgeschäfte folgende Rücknahme- bzw. Rückgabeverpflichtungen, die in der fol-
genden Bilanzposition ausgewiesen werden:
In TEUR 2021 2020
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repurchase Agreement)
Finanzielle Verbindlichkeiten – Amortised Cost (AC)
Aufgenommene Gelder 3.485.507 2.752.845
Aufgenommene Gelder betreffen ausschließlich Refinanzierungen bei der OeNB. Davon entfällt der gesamte Betrag in Höhe von 3.485.507
TEUR (Vj: 2.740.049 TEUR) auf die im Rahmen des TLTRO III-Programm gezogenen Tranchen.
Weder zum aktuellen Bilanzstichtag noch zum Vergleichsstichtag bestanden echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer (Reverse Re-
purchase Agreement).
Die Vermögensgegenstände, die im Rahmen echter Pensionsgeschäfte als Sicherheit für die oben angeführten Verbindlichkeiten zur Verfü-
gung gestellt wurden, stellen sich wie folgt dar:
In TEUR 2021 2020
In Pension gegebene Vermögenswerte
Schuldverschreibungen – Amortised Cost (AC) 1.030.979 738.486
Kredite und Forderungen – Amortised Cost (AC) 0 348.642
Schuldverschreibungen – Fair Value OCI (FVOCI) 489.715 413.110
Kredite und Forderungen – Fair Value OCI (FVOCI) 0 568
Gesamt 1.520.694 1.500.806
Zusätzlich wurden zur Inanspruchnahme von Refinanzierungsmitteln aus dem Tendergeschäft konzernfremde Vermögenswerte (inkl. entlie-
hene Wertpapiere; siehe Note 49) in Höhe von 557.664 TEUR (Vj: 836.344 TEUR) sowie gemäß den IFRS nicht zu bilanzierende Retained
Covered Bonds in Höhe von 1.694.361 TEUR (Vj: 687.191 TEUR) verwendet.
Als freies Deckungspotenzial für Repo-Geschäfte (EZB, EUREX) stehen die folgenden Vermögenswerte zur Verfügung:
In TEUR 2021 2020
Konzerneigene Vermögenswerte
Schuldverschreibungen 439.983 1.035.543
JAHRESFINANZBERICHT 2021
320
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52. Leasing aus Sicht des Leasinggebers
Der RLB Steiermark Konzern vermietet als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, bestehend aus eigenen Grundstücken und Gebäuden
sowie aus angemieteten Grundstücken, und stuft diese als Operating-Leasingverhältnisse ein. Darüber hinaus bestehen Leasingverträge
über Immobilien, Mobilien und Kraftfahrzeuge, welche im Konzern als Finanzierungsleasingverhältnisse eingestuft wurden.
Aus Finanzierungsleasingverhältnissen wurden Zinserträge in Höhe von 2.589 TEUR (Vj: 2.824 TEUR) realisiert. Im Geschäftsjahr 2021
wurde ein aus dem Abgang eines Finanzierungsleasingverhältnisses betreffender Ertrag in Höhe von 571 TEUR im sonstigen betrieblichen
Ertrag erfasst (Vj: Aufwand von 2 TEUR).
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Finanzierungsleasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhal-
tenden, nicht diskontierten jährlichen Leasingzahlungen.
In TEUR 2021 2020
Bruttoinvestitionswert 101.456 122.174
Mindestleasingzahlungen 62.549 76.995
bis 1 Jahr 14.892 16.756
von 1 Jahr bis 2 Jahre 12.263 14.187
von 2 Jahre bis 3 Jahre 9.335 11.492
von 3 Jahre bis 4 Jahre 6.572 8.564
von 4 Jahre bis 5 Jahre 5.053 5.783
über 5 Jahre 14.434 20.213
Nicht garantierte Restwerte 38.907 45.179
Unrealisierter Finanzertrag 7.739 10.291
Nettoinvestitionswert 93.717 111.883
In TEUR 2021 2020
Kraftfahrzeugleasing 15.743 20.236
Immobilienleasing 60.718 70.106
Mobilienleasing 17.256 21.541
Gesamt 93.717 111.883
Der RLB Steiermark Konzern vermietet als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und hat diese Leasingverhältnisse als Operating-Leasing-
verhältnisse eingestuft, da nicht alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Die als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilien umfassen zum einen Geschäftsimmobilien, welche sich im Eigentum des Konzerns befinden und zum anderen an-
gemietete Grundstücke, welche an konzernfremde Parteien vermietet werden. Die Mietdauer der Immobilien wird individuell verhandelt und
kann zwischen einem Jahr und mehr als zehn Jahren betragen.
Finanzierungsleasing
Operating Leasing als Leasinggeber
321
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Im Geschäftsjahr 2021 wurden Leasingerträge in Höhe von 1.439 TEUR (Vj: 1.231 TEUR) erfasst.
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht
diskontierten Leasingzahlungen.
In TEUR 2021 2020
bis 1 Jahr 1.287 1.064
von 1 Jahr bis 2 Jahre 957 935
von 2 Jahre bis 3 Jahre 754 817
von 3 Jahre bis 4 Jahre 555 644
von 4 Jahre bis 5 Jahre 325 443
über 5 Jahre 910 1.181
Gesamt 4.788 5.084
53. Leasing aus Sicht des Leasingnehmers
Nachfolgend wird die Entwicklung der Nutzungsrechte im Geschäftsjahr 2021 dargestellt:
In TEUR
Stand am
1.1. Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen
Abschrei-
bungen
Stand am
31.12.
Immobilien 7.255 258 0 -103 -810 6.600
Fuhrpark 816 497 -8 0 -349 956
Gesamt 8.071 755 -8 -103 -1.159 7.556
Im Geschäftsjahr 2020 stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
In TEUR
Stand am
1.1. Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen
Abschrei-
bungen
Stand am
31.12.
Immobilien 10.543 732 -2.920 0 -1.100 7.255
Fuhrpark 1.047 121 -16 0 -336 816
Gesamt 11.590 853 -2.936 0 -1.436 8.071
Nutzungsrechte
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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Die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Beträge aus Leasingverhältnissen, bei denen der RLB Steiermark Konzern Leasingneh-
mer ist, stellen sich wie folgt dar:
In TEUR 2021 2020
Abschreibungsbetrag für Nutzungsrechte 1.159 1.436
Zinsaufwendungen für Leasing-Verbindlichkeiten 124 189
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse 3 4
Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert 22 27
Variable Leasingzahlungen, die nicht in die Bewertung der Leasing-Verbindlichkeiten einbezogen
werden
0 0
Ertrag aus dem Unterleasing von Nutzungsrechten 0 0
Gesamt 1.308 1.656
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen 1.778 TEUR (Vj: 1.735 TEUR), wovon ein Betrag von 1.629 TEUR
(Vj: 1.533 TEUR) auf den Tilgungsanteil, 124 TEUR (Vj: 189 TEUR) auf den Zinsanteil, 3 TEUR (Vj: 4 TEUR) auf kurzfristige Leasingverhält-
nisse und 22 TEUR (Vj: 27 TEUR) auf Leasingverhältnisse von geringem Wert entfällt. Auszahlungen für den Zinsanteil der Leasing-Verbind-
lichkeit werden analog sonstiger Zinszahlungen im Konzern im Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit ausgewiesen.
In der nachfolgenden Tabelle wird die Entwicklung der in der Bilanzposition „Sonstige Passiva“ bzw. im Cash Flow aus Finanzierungstätig-
keit ausgewiesenen Leasing-Verbindlichkeit dargestellt:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame
Veränderungen
Buchwert
1.1.2021 Zufluss Abfluss
Sonstige
Veränderungen
Zinsauf-
wendungen
Endbestand
31.12.2021
10.265 0 -1.753 526 124 9.162
Zum Vergleichsstichtag stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
In TEUR
Cash Flow
Zahlungsunwirksame
Veränderungen
Buchwert
1.1.2020 Zufluss Abfluss
Sonstige
Veränderungen
Zinsauf-
wendungen
Endbestand
31.12.2020
13.676 0 -1.722 -1.878 189 10.265
In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Beträge
In der Geldflussrechnung erfasste Beträge
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die Fälligkeitsanalyse der Leasing-Verbindlichkeiten stellt sich im aktuellen Geschäftsjahr wie folgt dar:
Restlaufzeit Leasing-Verbindlichkeit
In TEUR Gesamt bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre
Immobilien 9.513 1.066 3.656 4.791
Fuhrpark 954 309 627 18
Gesamt 10.467 1.375 4.283 4.809
Geschäftsjahr 2020
Restlaufzeit Leasing-Verbindlichkeit
In TEUR Gesamt bis 1 Jahr
> 1 Jahr bis
5 Jahre
über 5
Jahre
Immobilien 10.758 1.281 4.018 5.459
Fuhrpark 794 268 526 0
Gesamt 11.552 1.549 4.544 5.459
54. Finanzanlagen gemäß § 64 BWG
Die Aufgliederung der börsenotierten bzw. zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere nach Anlage- und Umlaufvermögen stellt sich wie
folgt dar:
In TEUR 2021 2020
Schuldverschreibungen 1.243.534 1.400.879
In TEUR 2021 2020
Schuldverschreibungen 746.250 699.795
Die Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen richtet sich im jeweiligen Einzelfall nach der Entscheidung der zuständigen Gremien.
Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden im Anlagevermögen ausgewiesen. Wertpapiere,
die nicht zu den Finanzanlagen zählen, werden dem Umlaufvermögen zugeordnet.
Leasing-Verbindlichkeiten
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
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55. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie begebene
Schuldverschreibungen gemäß § 64 Abs. 1 Z. 7 BWG
Im Folgejahr fällige Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere:
In TEUR 2021 2020
Schuldverschreibungen 192.699 316.100
Begebene Schuldverschreibungen 33.830 75.037
56. Volumen des Handelsbuchs im Sinne des Art. 103 f. Verordnung (EU) Nr. 575/2013
In TEUR 2021 2020
Derivative Finanzinstrumente
positive Marktwerte 60.711 99.795
negative Marktwerte 69.436 121.050
Schuldverschreibungen 52.098 48.198
57. Vorschüsse und Kredite an Vorstand und Aufsichtsrat
In TEUR 2021 2020
Vorstandsmitglieder 1.047 1.029
Aufsichtsratsmitglieder 247 268
Rückzahlungen wurden vereinbarungsgemäß geleistet, die Laufzeit und Verzinsung entsprechen den banküblichen Usancen.
58. Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
In TEUR 2021 2020
Vorstand und leitende Angestellte 923 171
Sonstige Arbeitnehmer 218 1.479
Abfertigungen
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In TEUR 2021 2020
Vorstand und leitende Angestellte -532 400
Sonstige Arbeitnehmer 2.093 1.048
59. Aufwendungen für die Honorierung der Abschlussprüfer
Die als Aufwand erfassten Honorare für die Konzern- und Einzelabschlussprüfungen sowie sonstige Leistungen der
Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, dem Österreichischen Raiffeisenverband
(ÖRV) und sonstige Prüfungsgesellschaften setzen sich wie folgt zusammen:
2021 2020
In TEUR ÖRV KPMG Sonstige ÖRV KPMG Sonstige
Honorar für Abschlussprüfung 638 366 34 666 527 35
Andere Bestätigungsleistungen 4 30 0 0 0 0
Gesamt 642 396 34 666 527 35
Gemäß § 237 Z. 14 UGB wird das Abschlussprüferhonorar der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen im Rahmen der Konzernanhang-
angabe veröffentlicht. Somit enthält die Darstellung kumulativ das Abschlussprüferhonorar (Bruttobeträge) des Konzerns sowie der Tochter-
unternehmen.
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer ÖRV beziehen sich auf den vom Österreichischen Raiffeisenverband bestellten Revisor.
60. Gesamtkapitalrentabilität gem. § 64 Abs. 1 Z. 19 BWG
Die Gesamtkapitalrentabilität des RLB Steiermark Konzerns beträgt 0,48 % (Vj: 0,15 %) und berechnet sich als Quotient des Konzernergeb-
nisses geteilt durch die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag.
61. Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl
Angabe in FTE 2021 2020
Arbeiter 0 0
Angestellte 857 904
Gesamt 857 904
Pensionen
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62. Aufsichtsrechtliche Eigenmittel nach CRR/CRD IV bzw. BWG
Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark bildet selbst keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinne des österreichischen Bankwesengesetzes
(BWG) und unterliegt daher als Konzern nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil des RLB-Stmk Ver-
bund CRR-Konsolidierungskreises ist.
Die Eigenmittel gemäß CRR setzen sich aus dem harten Kernkapital (Common Equity Tier 1 – CET 1), dem zusätzlichen Kernkapital (Additi-
onal Tier 1 – AT 1) und dem Ergänzungskapital (Tier 2 – T 2) zusammen. Zur Ermittlung der Kapitalquoten werden die jeweiligen Kapital-
komponenten nach Berücksichtigung aller regulatorischen Abzugs- bzw. Korrekturposten dem Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) ge-
genübergestellt.
Die einzuhaltenden Mindestkapitalquoten betragen 4,5 % für das harte Kernkapital (CET 1), 6 % für das Kernkapital (Tier 1, Summe aus
CET 1 und zusätzlichem Kernkapital (AT 1)) und 8 % für die Gesamteigenmittel (TC). Zusätzlich zu den Mindesteigenmittelanforderungen
müssen Kreditinstitute Kapitalanforderungen nach Maßgabe des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP –
Supervisory Review and Evaluation Process) sowie Kapitalpuffer-Anforderungen erfüllen.
Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) schreibt der RLB Steiermark auf Basis des jährlich durchgeführten SREP-Verfahrens per
Bescheid vor, zusätzliches Kapital zu halten, um jene Risiken abzudecken, die in der Säule 1 nicht oder nicht ausreichend abgedeckt sind.
Diese sogenannte Pillar-2-Anforderung wird z. B. anhand des Geschäftsmodells, des Risikomanagements oder der Kapitalsituation berech-
net. Mit Bescheid vom 5.3.2019 (letztgültiger Bescheid) hat die FMA der RLB Steiermark aufgetragen, jederzeit eine SREP-Gesamtkapital-
quote gemäß Art. 92 Abs. 2 lit. c CRR in Höhe von 11,9 % auf Basis der konsolidierten Lage der RLB-Stmk Verbund eGen und auf Ebene
der RLB Steiermark (unkonsolidiert) einzuhalten.
Darüber hinaus sind zusätzliche Puffererfordernisse einzuhalten. Diese gliedern sich im Wesentlichen in den Kapitalerhaltungspuffer (stieg
bis 2019 schrittweise auf 2,5 %) und den antizyklischen Kapitalpuffer. Der antizyklische Puffer wurde aufgrund des zurückhaltenden Kredit-
wachstums und des stabilen makroökonomischen Umfelds in Österreich vorerst mit 0 % festgelegt. Der institutsspezifische antizyklische
Kapitalpuffer für die Raiffeisen-Landesbank Steiermark berechnet sich gemäß § 23a Abs. 1 BWG aus dem gewichteten Durchschnitt der
Quoten der antizyklischen Kapitalpuffer jener Länder, in denen die wesentlichen Kreditrisikopositionen gebunden sind. Der antizyklische
Kapitalpuffer ist für die Raiffeisen-Landesbank Steiermark eine unwesentliche Größe.
Die im Jahresverlauf gültigen Kapitalanforderungen wurden inklusive eines ausreichenden Puffers auf konsolidierter Basis und Einzelbasis
jederzeit eingehalten.
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen der Capital Requirements Regulation (CRR) sowie wei-
terer gesetzlicher Bestimmungen, wie z. B. den Implementing Technical Standards (ITS) der European Banking Authority (EBA), ermittelt. Es
wird vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, nur den Folgeanwendungseffekt von IFRS 9 als Add-Back-Betrag zu berücksichtigen.
In TEUR
2021 2020
Als hartes Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente 252.321 252.321
Rücklagen und kumuliertes Sonstiges Ergebnis 1.022.846 970.623
Zum harten Kernkapital zählende Minderheitsbeteiligungen 143.235 174.575
Hartes Kernkapital vor Abzugs- und Korrekturposten 1.418.402 1.397.519
Durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten
-1.044 -1.083
Gewinne und Verluste aus zum Zeitwert bilanzierten derivativen Verbindlichkeiten, die aus dem
eigenen Kreditrisiko des Instituts resultieren
-767 -742
Wertanpassung aufgrund der Anforderungen für eine vorsichtige Bewertung -2.853 -3.739
Sonstige immaterielle Vermögenswerte -4.679 -3.354
Von der künftigen Rentabilität abhängige nicht aus temporären Differenzen resultierende, latente
Steueransprüche, abzüglich der verbundenen Steuerschulden
-8.380 -26.558
Abzugsposten für die unzureichende Deckung notleidender Risikopositionen -521 0
Sonstige Anpassungen am Kernkapital aufgrund von Übergangsvorschriften 20.076 23.884
Aufgrund von Abzugs- und Korrekturposten vorzunehmende Anpassungen am harten
Kernkapital
1.832 -11.592
Hartes Kernkapital (CET 1) 1.420.234 1.385.927
Zusätzliches Kernkapital (AT 1) 0 0
Kernkapital (Tier 1) 1.420.234 1.385.927
Zum Ergänzungskapital zählende, von Tochterunternehmen begebene Instrumente 79.369 83.458
Ergänzungskapital (Tier 2) 79.369 83.458
Eigenmittel Gesamt (TC) 1.499.603 1.469.385
JAHRESFINANZBERICHT 2021
328
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Der Gesamtrisikobetrag (Bemessungsgrundlage) gliedert sich wie folgt:
In TEUR 2021 2020
Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko 7.226.208 6.942.267
Bemessungsgrundlage für das Positionsrisiko in Schuldtiteln
106.350 81.611
Bemessungsgrundlage für das operationelle Risiko 513.999 514.962
Bemessungsgrundlage für das CVA-Risiko 109.916 76.574
Gesamtrisiko (Bemessungsgrundlage) 7.956.473 7.615.414
Harte Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken) 17,85 % 18,20 %
Kernkapitalquote (bezogen auf alle Risiken) 17,85 % 18,20 %
Eigenmittelquote (bezogen auf alle Risiken) 18,85 % 19,29 %
Würde die Übergangsbestimmung des Art 473a CRR nicht in Anspruch genommen, ergäbe sich ein Eigenmittel Gesamtstand von
1.479.526 TEUR (Vj: 1.451.484 TEUR) sowie eine adaptierte Bemessungsgrundlage von 7.926.628 TEUR (Vj: 7.585.569 TEUR). Somit
würde sich eine Kernkapitalquote von 17,66 % (Vj: 18,03 %) und eine Eigenmittelquote von 18,67 % (Vj: 19,13 %) errechnen.
Die Mindestkapitalanforderungen wurden während der Berichtsperiode stets erfüllt.
63. Kapitalmanagement
Das Kapitalmanagement im RLB Steiermark Konzern erfolgt auf Basis der CRR sowie der entsprechenden nationalen Begleitverordnungen
und im Sinne des ökonomischen Kapitalsteuerungsansatzes (Basel III Säule 2) des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Pro-
cess). Die Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen
stehen dabei im Vordergrund. Sowohl die regulatorische als auch die ökonomische Perspektive sind grundlegende Bestandteile im Steue-
rungsprozess des RLB Steiermark Konzerns.
In der internen Steuerung verwendet der RLB Steiermark Konzern Zielwerte, die alle Risikoarten umfassen (Kreditrisiko, Handelsbuchrisiken,
Währungsrisiko und operationelles Risiko) und auf die in Zukunft erforderlichen Anforderungen an das Kapital und die Kapitalausstattung
abzielen. In der laufenden Planung wird zusätzlich die Weiterentwicklung und Harmonisierung von Eigenmittelvorschriften durch die Auf-
sicht berücksichtigt.
Für das laufende Jahr und in der Mittelfristplanung werden die Auswirkungen der geplanten Geschäftsaktivitäten mit der erwarteten Ent-
wicklung der anrechenbaren Eigenmittel und zu erwartenden gesetzlichen Änderungen abgeglichen.
Den Geschäftsfeldern bzw. -segmenten wird im Zuge der Planung, abgeleitet aus der Geschäftsstrategie und der geplanten Geschäftsent-
wicklung, Risikokapital zugewiesen und als Basis für die Ermittlung von Performance-Kennzahlen in der integrierten Ertrags- und Risiko-
steuerung herangezogen. Der ICAAP ist gleichermaßen nach Geschäfts- und Risikoprofil gestaltet und bildet einen wesentlichen Bestand-
teil des implementierten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesses.
Zur Sicherstellung der angemessenen Kapitalausstattung werden neben der periodischen Aktualisierung der Kapitalplanung unter Berück-
sichtigung der laufenden Entwicklungen, zusätzlich Szenario-Berechnungen erstellt, analysiert und die Effekte umgehend in der Steuerung
berücksichtigt.
329
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Verschuldungsquote
Ergänzend zu den Eigenmittelanforderungen wurde im Rahmen der CRR die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als Instrument zur Be-
grenzung des Risikos aus einer überhöhten Verschuldung eingeführt. Die Verschuldungsquote ist im Teil 7 der CRR definiert.
Mit 31. Dezember 2021 besteht eine verbindliche quantitative Anforderung von 3 Prozent.
In TEUR 2021 2020
Gesamtrisikoposition 12.140.978 18.081.961
Kernkapital 1.420.234 1.385.927
Verschuldungsquote 11,70 % 7,66 %
Würde die Übergangsbestimmung des Art 473a CRR nicht in Anspruch genommen, ergäbe sich eine Verschuldungsquote von 11,56 %
(Vj: 7,57 %).
64. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der Kriegsausbruch in der Ukraine bzw. die daraufhin gegen Russland verhängten Sanktionen sind aus Sicht des vorliegenden Konzernab-
schlusses per 31.12.2021 ein wertbegründendes Ereignis des Jahres 2022.
Sämtliche Unternehmensbereiche und -funktionen stehen seither unter erhöhter Aufmerksamkeit, mögliche Auswirkungen auf die Bank,
Kunden und das Umfeld werden intensiv betrachtet.
Eine erste Analyse der Auswirkungen hat gezeigt, dass die RLB Steiermark direkt und unmittelbar nicht oder nur gering durch die Kriegs-
handlungen bzw. die Sanktionen betroffen ist. Unmittelbares Exposure gegenüber Kunden aus Russland, Ukraine und Belarus (Devisendo-
mizil) liegt nicht vor.
Die mittelbaren Auswirkungen, welche Kreditnehmer in welchem Ausmaß durch den Krieg oder die Sanktionen betroffen sind (Wegfall Ab-
satzmarkt, Standorte in diesen Ländern, Unterbrechung Lieferketten, etc.), werden laufend analysiert, können aber auf Grund der unsiche-
ren Entwicklung noch nicht quantifiziert werden. Das bestehende Kundenkreditportfolio weist allerdings eine sehr gute Bonitätsstruktur ver-
bunden mit hohen Besicherungsquoten auf. Gegenüber Kreditinstituten in Russland, Ukraine und Belarus bestehen keine Forderungen und
Verbindlichkeiten, es gibt auch keinen Wertpapier- und Derivatebestand.
Geschäftsbeziehungen mit sanktionierten Personen und Unternehmen bestehen zum derzeitigen Zeitpunkt keine – es ist jedoch darauf
hinzuweisen, dass die Liste der Sanktionen bzw. Sanktionierten sich aktuell auf nahezu täglicher Basis ändert.
Eine indirekte, aber starke Betroffenheit zeigt sich in diesem Zusammenhang bei der Beteiligung Raiffeisen Bank International (RBI), da sie
über Tochterbanken in den vom Krieg bzw. vom Sanktionsregime betroffenen Regionen (Russland, Ukraine, Belarus) verfügt. Die RLB Stei-
ermark ist daher auf beinahe täglicher Basis im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der RBI, um die Auswirkungen auf das
Spitzeninstitut einerseits und den Beteiligungsansatz an der RBI andererseits laufend beurteilen zu können. Die konkreten Auswirkungen
aus notwendigen Anpassungen des Beteiligungsbuchwerts im Jahr 2022 sind aus derzeitiger Sicht aber noch nicht abschätzbar, wiewohl
die RLB Steiermark aufgrund der sehr guten Kapitalausstattung bestmöglich auf negative Entwicklungen vorbereitet ist.
Eine weitere indirekte Auswirkung ergibt sich im Zusammenhang mit der Einlagensicherung. Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat
auf Basis einer Anweisung der Europäischen Zentralbank (EZB) der Sberbank Europe AG mit Sitz am Schwarzenbergplatz 3, 1010 Wien,
per Mandatsbescheid vom 01.03.2022 gemäß § 70 Abs. 2 Z 4 BWG mit sofortiger Wirkung die Fortführung des Geschäftsbetriebs zur
Gänze untersagt. Aufgrund dieser Entscheidung erfolgte auch eine behördliche Zahlungseinstellung der gedeckten Einlagen, sodass ins-
besondere keine weiteren Einzahlungen, Abhebungen oder Überweisungen möglich waren und daher der Einlagensicherungsfall iSd
§ 9 Z 2 ESAEG ausgelöst wurde. Die Sberbank Europe AG ist gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG Mitglied der Einlagensicherung AUSTRIA
Ges.m.b.H. (ESA).
JAHRESFINANZBERICHT 2021
330
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Der Einlagensicherungsfonds sollte bis zum 3. Juli 2024 eine Zielausstattung von 0,8 % der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute auf-
weisen. Durch den Eintritt des Sicherungsfalls hat die Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. Auszahlungen an die Kunden im Rahmen
der Anlegerentschädigung geleistet, wodurch voraussichtlich weitere Einzahlungen zur Wiederauffüllung des Einlagensicherungsfonds
erforderlich sein werden. Per Ende Februar 2022 betrugen die gedeckten Einlagen der Sberbank Europe AG rund 950 Mio. EUR. Trotz des
Bestehens eines eigenen institutsbezogenen Sicherungssystems entfallen rund 35% auf den Raiffeisensektor, da die Sberbank Europe AG
gemäß § 27 Abs. 1 ESAEG in einem gesonderten Rechnungskreis geführt wird. Für die RLB Steiermark werden sich dadurch voraussicht-
lich in den Geschäftsjahren 2022 bis 2024 vergleichsweise höhere Beitragszahlungen ergeben, deren Höhe zum derzeitigen Zeitpunkt noch
nicht genau bestimmbar ist. Darüber hinaus ist die RLB Steiermark von der Einstellung des Geschäftsbetriebs nicht direkt betroffen, da
keine Geschäftsbeziehung zur Sberbank Europe AG bestand.
Überdies gab es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine außerordentlichen Geschäftsfälle oder sonstigen Vorgänge, die von besonderem
öffentlichen Interesse wären oder sich wesentlich auf den Konzernabschluss 2021 auswirken würden.
331
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
KONSOLIDIERUNGSKREIS
UND ANGABEN ZU AT
EQUITY BILANZIERTEN
UNTERNEHMEN
JAHRESFINANZBERICHT 2021
332
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Vollkonsolidierungskreis des RLB Steiermark Konzerns. Eine vollständige Aufstellung über den Anteils-
besitz ist der Anlage zum Konzernabschluss zu entnehmen.
Anteil
durch-
gerechnet
Eigen-
kapital in
TEUR
Ergebnis
1)
in TEUR
Datum des
Jahresab-
schlusses
Alcea Leasing GmbH 100,00 % 121 31 31.12.2021
Ciconia Immobilienleasing GmbH 100,00 % -278 20 31.12.2021
"DÖHAU" Liegenschaftsges.m.b.H. 100,00 % -544 21 31.12.2021
Grundstücksverwaltung Salzburg-Mitte GmbH 100,00 % 75 87 31.12.2021
HSL Beteiligungen GmbH 100,00 % 3.566 0 31.12.2021
HSL Immobilienleasing GmbH 100,00 % 3.006 389 31.12.2021
HSL Kommunal- und Gebäudeleasing GmbH 100,00 % 1.131 160 31.12.2021
HSL Leasing - Holding GmbH 100,00 % 2.194 27 31.12.2021
HSL PUNTI Grundstücksverwaltungs GmbH 100,00 % 590 129 31.12.2021
Immobilienerwerbs- und Vermietungs Gesellschaft m.b.H. 100,00 % 73.285 1.106 31.12.2021
NOVA HSL Leasing GmbH 100,00 % 150 -1 31.12.2021
NWB Beteiligungs GmbH 100,00 % 413 -2 31.12.2021
Optima-Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 100,00 % 9.396 1.945 31.12.2021
Pittacus Beteiligungs GmbH 100,00 % 30 -5 31.12.2021
Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH 94,80 % 23.521 811 31.12.2021
Raiffeisen Rechenzentrum GmbH 100,00 % 985 796 31.12.2021
Raiffeisen Rechenzentrum Holding GmbH 100,00 % 21.839 657 31.12.2021
RATIO Beteiligungsverwaltungs GmbH 100,00 % 478 172 31.12.2021
RLB - Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft m.b.H. 100,00 % 94.770 3.364 30.9.2021
RLB-Stmk Immobilienbeteiligungs- und Verwaltungs GmbH 100,00 % 66.303 819 30.9.2021
RLO Beteiligungs GmbH 100,00 % 4.874 -1.181 31.12.2021
RSAL Raiffeisen Steiermark Anlagenleasing GmbH 81,00 % 84 0 31.12.2021
RSIL Immobilienleasing Raiffeisen Steiermark GmbH 81,00 % -1.148 86 31.12.2021
Steirische Raiffeisen - Immobilien - Leasing Gesellschaft m.b.H. 100,00 % 3.760 88 31.12.2021
1) Ergebnis vor Ergebnisabführung
333
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Das folgende assoziierte Unternehmen ist für den RLB Steiermark Konzern von wesentlicher Bedeutung und wird nach der at equity-Me-
thode bilanziert:
Name
Art der
Beziehung
Sitz
Anteil
(durch-
gerechnet)
Datum des
Jahresab-
schlusses
Raiffeisen Bank International AG
Kreditinstitut
(Zentral-
institut)
Wien 9,95 % 31.12.2021
In TEUR 2021 2020
Zinsüberschuss
*)
3.327.446 3.120.624
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 1.421.881 861.946
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 85.736 47.660
Sonstiges Ergebnis 150.319 -806.439
Gesamtergebnis 1.657.936 103.167
*)
Veröffentlichter Wert 2020: 3.241.344 TEUR; Adaptierung Vorjahreswert aufgrund geänderter Zuordnung (u.a. IFRS 5)
In TEUR 2021 2020
Vermögenswerte 192.100.504 165.958.871
Schulden 176.625.496 151.670.826
Eigenkapital 15.475.008 14.288.045
In TEUR 2021 2020
Konzern-Eigenkapital Raiffeisen Bank International AG per 31.12. 15.475.008 14.288.045
Den nicht beherrschenden Gesellschaften zurechenbares Eigenkapital
*)
2.636.327 2.457.442
Auf die Anteilseigner der Raiffeisen Bank International AG entfallendes Konzern-Eigenkapital 12.838.681 11.830.603
Anteiliges Eigenkapital RLB Steiermark Konzern per 31.12. 1.278.052 1.177.701
Firmenwert 7.415 7.415
Wertminderung Firmenwert per 1.1. -7.415 -7.415
Wertminderung ohne abgeschriebenen Firmenwert per 1.1. -286.927 -162.199
Wertminderung laufende Periode -116.396 -124.728
Zwischenergebniseliminierung nach IAS 28.28 -5.681 -5.681
Stand der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen per 31.12. 869.048 885.093
*)
Beinhaltet das AT1 Kernkapital lt. Eigenkapitalveränderungsrechnung der RBI sowie die darauf entfallenden anteiligen Stückzinsen
Der zum Berichtsstichtag ausgewiesene Stand der at equity bilanzierten Unternehmen entspricht einem Anteil in Höhe von 9,95 % am Kon-
zerneigenkapital der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Überleitung zum Buchwert der at equity bilanzierten Unternehmen
JAHRESFINANZBERICHT 2021
334
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Vorstand
Vorsitzender
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER
Mitglieder des Vorstands
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian S
S
T
T
R
R
Y
Y
E
E
C
C
K
K
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane P
P
F
F
L
L
E
E
G
G
E
E
R
R
Aufsichtsrat
Präsidium:
Josef HAINZL, Präsident (ab 28. Juni 2021)
Obmann der RLB-Stmk Verbund eGen und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Raiffeisenbank Aichfeld eGen
Ök.-Rat Ing. Wilfried THOMA, Präsident (bis 28. Juni 2021)
Obmann der RLB-Stmk Verbund eGen und Obmann der Raiffeisenbank Leoben-Bruck eGen
Dir. Josef GALLER, 1. Vizepräsident
Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Mureck eGen
KR Peter SÜKAR, 2. Vizepräsident (ab 28. Juni 2021)
Obmann der Raiffeisenbank Lipizzanerheimat eGen und Obmann der Wirtschaftskammer Voitsberg
Mitglieder des Aufsichtsrats:
Mag. Kristina EDLINGER-PLODER
Rektorin Fachhochschule CAMPUS 02 Fachhochschule der Wirtschaft GmbH
Dir. Romana GSCHIEL-HÖTZL, MBA
Geschäftsleiterin der Raiffeisenbank Bad Radkersburg-Klöch eGen
Ök.-Rat Alois HAUSLEITNER (bis 28. Juni 2021)
Obmann der Agrarunion Südost eGen
Dir. MMag. Martin KIPPERER (ab 28. Juni 2021)
Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Leoben-Bruck
Univ. Prof. Mag. Dr. Thomas KRAUTZER
Vorstand des Instituts für Wirtschaftsgeschichte KF Uni Graz
Ing. Mag. Franz PICHLER (ab 28. Juni 2021)
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Raiffeisenbank Admont eGen und Wirtschaftsdirektor des Benediktinerstifts Admont
GD-Stv. DI Dr. Gernot REITER (bis 28. Juni 2021)
Stv. des Vorstandsvorsitzenden der Grazer Wechselseitige Versicherung AG
ORGANE
335
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
VDir. Rudolf SCHNABL (bis 28. Juni 2021)
Vorstand der Raiffeisenbank Neumarkt-Oberwölz eGen
Mag. Ignaz SPIEL (ab 28. Juni 2021)
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Raiffeisenbank Region Fehring eGen und Geschäftsführer der Spiel Dach & Glas GmbH
Dir. Franz STRAUSSBERGER
Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Oststeiermark Nord eGen
Verbandsobmann Ök.-Rat Franz TITSCHENBACHER
Obmann des Raiffeisenverbands Steiermark und Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark
Ing. Mag. Andreas WALLNER (ab 28. Juni 2021)
2. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Raiffeisenbank Graz-Straßgang eGen und Geschäftsführer der Fidas Graz Steuerberatung GmbH
VDir. Gerhard ZAUNSCHIRM, MSc
Vorstand der Raiffeisenbank Hausmannstätten eGen
Vom Betriebsrat entsandt:
Abt.-Vst. Stv. Sabine FUCHS
Walter HATZ
Brigitte MANDL
Eva PILGER-BUCHEGGER
Bernd VERONIG
Mag. Bernhard WAGNER
Ing. Bernhard WESENER
Staatskommissäre:
Hans Georg KRAMER, MBA, CFP (ab 1. November 2021)
Ministerialrat Mag. Wolfgang NITSCHE (bis 30. September 2021)
Mag. Matthias KUDWEIS (bis 31. März 2021)
Mag. (FH) Gerd WATZENIG, MSc MLiTT MAIS (ab 1. Juli 2021)
Aufsichtskommissäre des Landes:
LH Hermann SCHÜTZENHÖFER (ab 28. August 2021)
Mag. Michael SPREITZHOFER (Stv) (ab 28. August 2021)
Für die Deckungsstöcke gemäß FBSchVG:
Regierungskommissär, Abteilungsdirektor HR Karl FLATZ
Abteilungsleiter Mag. Dr. Katharina
SCHWAHA (Stv) (ab 1. Mai 2021)
Oberrat Mag. Dr. Thomas
ECKER (Stv) (bis 30. April 2021)
Für die Deckungsstöcke gemäß PfandbriefG:
Präsident des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz Dr. Bernhard DEU
Ministerialrat Mag. Jutta
RAUNIG (Stv)
JAHRESFINANZBERICHT 2021
336
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernab-
schluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den
Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt,
denen der Konzern ausgesetzt ist.
Graz, am 7. April 2022
Der Vorstand:
Generaldirektor KR MMag. Martin SCHALLER, Vorsitzender des Vorstands e.h.,
mit Verantwortung für Finanzen & Banksteuerung, Verbund, Kapitalmarkt, Unternehmenskommunikation und IT
Vorstandsdirektor KR Mag. Rainer STELZER, MBA, e.h.,
mit Verantwortung für Kommerzkunden, Retail, Vertrieb und Immobilien
Vorstandsdirektor MMag. Dr. Florian STRYECK e.h.,
mit Verantwortung für Risikomanagement, Recht & Sicherungseinrichtungen
Vorstandsdirektorin Mag. Dr. Ariane PFLEGER e.h.,
mit Verantwortung für Unternehmensentwicklung & Digitalisierung, Personal, Transaction Services und Bau & Infrastruktur
SCHLUSSBEMERKUNG
DES VORSTANDS
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Ich habe den Konzernabschluss der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG,
Graz,
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnis-
rechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Ge-
schäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach meiner Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns
für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in
der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Ich habe meine Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österrei-
chischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International
Standards on Auditing (ISA). Meine Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten
des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin vom
Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und ich
habe meine sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir
bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prü-
fungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Hervorhebung eines Sachverhaltes
Ich verweise auf die Ausführungen des Vorstandes hinsichtlich der Unsicherheiten in Bezug auf die Werthaltigkeit der Anteile an der Raiffei-
sen Bank International AG (RBI) in den Folgeperioden in der Note 64. „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ im Konzernanhang. Mein Prü-
fungsurteil ist im Hinblick auf diesen Sachverhalt nicht eingeschränkt.
BEST
Ä
TIGUNGSVERMERK
JAHRESFINANZBERICHT 2021
338
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach meinem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für
meine Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit meiner Prüfung
des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung meines Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und ich gebe kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Rahmen der Prüfung wurden drei dieser Sachverhalte identifiziert, die nachfolgend beschrieben werden:
Bewertung der at equity bilanzierten Anteile an der Raiffeisen Bank International AG
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Konzernabschluss der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Stmk AG) zum 31. Dezember 2021 werden die Anteile an der Raiffei-
sen Bank International AG (RBI), die auch das Zentralinstitut der RLB Stmk AG ist, unter dem Bilanzposten „Anteile an at equity bilanzierten
Unternehmen“ in Höhe von insgesamt 869.048 TEUR ausgewiesen.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise zur Bewertung von at equity bilanzierten Anteilen im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2021 in den Notes in den Kapiteln „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ und „Bilanz“ sowie unter Note 3. und 20. und im Kapitel
„Konsolidierungskreis und Angaben zu at equity bilanzierten Unternehmen“. Zur Eskalation des Konfliktes zwischen Russland und Ukraine
und den daraus resultierenden Entwicklungen sowie deren finanzielle Auswirkungen auf die Bewertung der Anteile an der RBI wird unter
Note 64. „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ eingegangen.
Die Werthaltigkeit des Buchwertes der at equity bilanzierten RBI ist zu überprüfen, wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorlie-
gen. Wertminderungen bzw. Wertaufholungen sind auf den erzielbaren Betrag vorzunehmen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der bei-
den Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert.
Zum 31. Dezember 2021 wurden bei der RBI objektive Hinweise für eine Wertminderung identifiziert.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile wurde dem Buchwert der erzielbare Betrag gegenübergestellt. Der Nutzungswert wurde auf
Basis eines Discounted Cash Flow Verfahrens ermittelt und lag über dem beizulegenden Zeitwert. Da der fortgeführte Buchwert den erziel-
baren Betrag zum 31. Dezember 2021 überstieg, wurde eine Wertminderung berücksichtigt.
Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich daraus, dass die Ermittlung des Nutzungswertes in hohem Maße auf der Einschätzung
der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter beruht, und das Bewertungsergebnis in erheblichem Ausmaß vom
verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig und daher mit einem erheblichen Grad an Schätzunsicherheit verbunden ist.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die Prozesse zur Identifizierung von objektiven Hinweisen auf Wertminderungen bzw. Wertaufholungen sowie die eingerichteten
Kontrollen dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Wertminderungs- oder Zuschreibungserfordernisse zeitgerecht zu erkennen.
Ich habe die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter in Hinblick auf das Vorliegen von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung beurteilt.
Ich habe die korrekte Ermittlung des erzielbaren Betrages durch Vergleich des beizulegenden Zeitwertes (Börsenkurs) und dem Nutzungs-
wert, der auf einem externen Gutachten mit Anpassungen des Vorstands bei den Parametern bzw. den Zahlungsmittelzuflüssen basiert, ge-
prüft.
Ich habe die Grundlagen des externen Gutachtens, insbesondere das Bewertungsmodell sowie die Anpassungen des Vorstands, auf seine
Angemessenheit hin geprüft. Die darin verwendeten Parameter wie den Diskontierungszinssatz habe ich durch Abgleich mit Kapitalmarkt-
daten sowie unternehmensspezifischer Informationen und Markterwartungen geprüft.
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Ich habe die im externen Gutachten verwendeten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse unter Berücksichtigung der Anpassungen des Vor-
stands mit der Konzernplanung abgeglichen und die Planungstreue insbesondere auf der Basis von Unternehmensdokumentationen und
externen Gutachten analysiert und beurteilt.
Ich habe den für die Ermittlung des erzielbaren Betrages herangezogenen beizulegenden Zeitwert mit dem von der Wiener Börse am letzten
Handelstag des Jahres 2021 veröffentlichten Kurs verglichen.
Die rechnerische Richtigkeit der Wertminderung wurde geprüft.
Weiters habe ich beurteilt, ob die Angaben zur Wertminderung der Anteile an der RBI im Konzernabschluss (Notes) angemessen sind und
inwiefern eine adäquate Darstellung der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag in Hinblick auf die Art der Entwicklungen und deren finanzielle
Auswirkungen in Zusammenhang mit dem militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine erfolgte.
Bewertung der Kredite und Forderungen Amortised Cost
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Im Konzernabschluss der RLB Stmk AG zum 31. Dezember 2021 werden im Bilanzposten „Finanzielle Vermögenswerte Amortised Cost
(AC)“ Kredite und Forderungen mit einem Betrag von 8.877.140 TEUR ausgewiesen. Zu diesen Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag
Risikovorsorgen im Ausmaß von 154.363 TEUR.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen in den Notes im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungs-
methoden“, „Gewinn- und Verlustrechnung“ und „Bilanz“, in dem auch auf COVID-19-Sachverhalte Bezug genommen wird sowie in den No-
tes 11. und 14. In Bezug auf die verwendeten makroökonomischen Parameter erfolgen Angaben im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungs-
methoden“ unter „Wertminderungen“, Absatz „Covid-19 Pandemie“.
Die Gesellschaft überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen und damit Einzelrisi-
kovorsorgen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten
können.
Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell signifikante Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten zukünftigen
Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von
Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst.
Die Risikovorsorge für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden wird auf der Grundlage eines statistischen Bewertungsmodells
berechnet.
Für alle Kredite, bei denen keine objektiven Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, wird von der Bank eine Wertberichtigung auf Basis
statistischer Bewertungsmodelle gebildet.
Dabei wird für jene Forderungen, bei denen sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, die Wertberichti-
gung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen. Für jene Forderungen, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen An-
satz signifikant erhöht hat, werden die Wertberichtigungen auf Basis des über die Laufzeit erwarteten Kreditverlustes berechnet.
In die Bewertungsmodelle fließen Kundenobligo, Sicherheiten und makroökonomische Faktoren ein. Parameter, denen statistische Annah-
men zugrunde liegen, umfassen insbesondere die Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis des Bonitätsratings des Kunden und die Verlustquote
vor und nach Berücksichtigung von Sicherheiten.
Zusätzlich wurden Kreditengagements in Branchen, die aufgrund des aktuellen makroökonomischen Umfelds in Bezug auf die COVID-19-
Pandemie einem erhöhten Kreditrisiko unterliegen, einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Diese wurden folglich von Stage 1 in Stage 2
transferiert und unterliegen ebenfalls einer Wertminderung auf Basis des über die Laufzeit erwarteten Kreditverlustes. Bei den in die Modellie-
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STEIERMARK 2021
rung der erwarteten Kreditverluste einbezogenen zukunftsgerichteten Informationen wurde der erhöhten Unsicherheit aufgrund der anhalten-
den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie durch Anpassung von Parametern bezüglich der zukünftigen volkswirtschaftlichen Entwicklun-
gen Rechnung getragen.
Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich daraus, dass die Identifikation von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung sowie die
Bestimmung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz auf Annahmen und Ermessensspielräumen basie-
ren. Bei der Ermittlung der Höhe der Kreditrisikovorsorgen, denen in unterschiedlichem Ausmaß die oben beschriebenen Annahmen und
Schätzungen zu Grunde liegen, ergeben sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten insbesondere aufgrund des makroökonomi-
schen Umfelds im Rahmen der COVID-19-Pandemie hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die bestehende Dokumentation und die Prozesse zur Vergabe, Klassifizierung und Überwachung von Kundenkrediten sowie der
Risikovorsorgebildung analysiert und beurteilt, ob diese Prozesse geeignet sind, objektive Hinweise auf eine Wertminderung zu identifizieren
sowie die signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz zu bestimmen und somit die sachgerechte Bewertung der
Kundenforderungen sicherzustellen. Die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen habe ich erhoben und die Schlüsselkontrollen auf de-
ren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen von Stichproben auf deren Effektivität getestet.
Ich habe auf Grundlage der vorgelegten Unternehmensdokumentation und Prozesse in Stichproben die richtige Klassifizierung der Kunden-
forderungen in Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme beurteilt.
Es wurde die korrekte Stufenzuordnung (Staging) gemäß IFRS 9 und den relevanten internen Richtlinien geprüft.
Für individuell signifikante Kunden habe ich auf Basis von Stichproben an Krediten untersucht, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung
bestehen und ob in angemessener Höhe Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden und inwieweit Anpassungen der Ratingeinstufungen geeig-
net sind, die Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie angemessen zu berücksichtigen. Die Auswahl der Stichproben erfolgte
risikoorientiert unter besonderer Berücksichtigung von Ratingstufen mit höherem Ausfallrisiko sowie nach statistischen Verfahren. Bei Fest-
stellung von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung wurden die von der Bank getroffenen Annahmen und unterstellten Szenarien hin-
sichtlich Zeitpunkt und Höhe der Zahlungsrückflüsse untersucht. Bezüglich der internen Sicherheitenbewertungen habe ich in Stichproben
überprüft, ob die eingeflossenen Annahmen adäquat sind.
Im Bereich der Vorsorgen für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kunden sowie für Kunden, bei denen keine objektiven Hinweise auf
Wertminderungen vorliegen, habe ich mithilfe von Experten die Modelle und die darin verwendeten Parameter und zukunftsgerichteten Infor-
mationen unter Berücksichtigung der von der Bank durchgeführten Validierungen nachvollzogen und diese dahingehend beurteilt, ob diese
geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Dabei wurden die Anpassungen im Rahmen der Post-Model-Adjustments auf
ihre Angemessenheit beurteilt und die sich daraus resultierenden Effekte evaluiert.
Die Berechnung der Vorsorgen habe ich nachvollzogen.
Weiters habe ich beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kundenforderungen im Konzernabschluss (Notes) angemessen sind.
Hinsichtlich der Schätzunsicherheiten bei der Ermittlung der Wertberichtigung auf Basis statistischer Bewertungsmodelle und aufgrund der
anhaltenden COVID-19-Pandemie wird auf das Kapitel „Bilanz“ in den Notes verwiesen.
Bewertung der Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und derivativen Finanzinstrumente
SACHVERHALT UND RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die für die Bewertung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten herangezogenen beizulegenden Zeitwerte basieren im Konzern-
abschluss der RLB Stmk AG auf beobachtbaren Marktpreisen oder werden mit Bewertungsmodellen ermittelt. Derivative Finanzinstrumente
werden in wesentlichem Umfang für die Bildung von Sicherungsbeziehungen eingesetzt oder zu Handelszwecken abgeschlossen.
Der Vorstand beschreibt die Vorgangsweise bei der Bewertung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten, sowie bei der Bildung
von Sicherungsbeziehungen in den Notes in den Kapiteln „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, „Gewinn- und Verlustrechnung“,
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„Bilanz“ sowie „Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung“ unter Note 5. bis 7. „Erläuterungen zur Bilanz“ unter Note 14. bis 19. sowie
27. bis 30. und „Erläuterungen zu Finanzinstrumenten“ unter Note 36.
Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Marktkurse und keine
ausreichend beobachtbaren Marktdaten für eine Bewertung vorliegen, ist die Bewertung aufgrund der Verwendung von internen Bewertungs-
modellen und den darin enthaltenen Annahmen und Parameter ermessensbehaftet.
Darüber hinaus sind für die Bildung von Sicherungsbeziehungen die Anforderungen an die Dokumentation der Sicherungsbeziehung sowie
der Effektivität derselben zu erfüllen.
Bei der Sicherung des beizulegenden Zeitwertes gegen Zinsänderungsrisiken eines Portfolios sind außerdem die Abgrenzung und Homoge-
nität der Grundgeschäftsportfolien und die Ermittlung des gesonderten Bilanzpostens zu beachten.
Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich daraus, dass bei der Verwendung von Bewertungsmodellen zur Ermittlung der beizulegen-
den Zeitwerte die darin enthaltenen Annahmen und Parameter in hohem Ausmaß ermessensbehaftet sind und dass an die Darstellung der
Sicherungsbeziehungen formelle und materielle Anforderungen geknüpft sind.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Ich habe die von der Bank implementierten Richtlinien und die Dokumentation der eingerichteten Prozesse für die Bewertung der Wertpa-
piere, Schuldscheindarlehen und der derivativen Finanzinstrumente eingesehen und die wesentlichen Kontrollen stichprobenartig auf ihre
Effektivität geprüft.
Die Bewertungsmodelle und die zugrunde liegenden Bewertungsparameter zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte habe ich auf ihre
Angemessenheit und konsistente Anwendung hin geprüft. Ich habe in Stichproben wesentliche verwendete Parameter mit extern zugängli-
chen Werten und die Berechnung der Zeitwerte nachvollzogen.
Sicherungsbeziehungen habe ich in Stichproben dahingehend beurteilt, ob die Dokumentation der Sicherungsbeziehung und der Effektivität
der Sicherung vorhanden ist und den internen Richtlinien entspricht. Die durchgeführten Effektivitätstests wurden von mir in Bezug auf ihre
Angemessenheit kritisch gewürdigt.
Bei der Sicherung des beizulegenden Zeitwertes gegen Zinsänderungsrisiken eines Portfolios habe ich darüber hinaus die Abgrenzung der
Grundgeschäfte, sowie deren Homogenität und die Ermittlung des gesonderten Bilanzpostens nachvollzogen.
Weiters habe ich überprüft, ob die Angaben im Konzernabschluss (Notes) betreffend die Bewertungsmethoden und die Bildung von Siche-
rungsbeziehungen angemessen und vollständig sind.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im
Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Jahresfinanzbericht
wird mir voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Mein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und ich werde dazu keine Art der Zusiche-
rung geben.
Im Zusammenhang mit meiner Prüfung des Konzernabschlusses habe ich die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen,
sobald diese vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss
oder meinen bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
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Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den
Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des
§ 245a UGB sowie den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten,
um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlä-
gig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die
gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine
realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Meine Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstel-
lungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung
eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschluss-
prüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, übe ich während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und be-
wahre eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Ich identifiziere und beurteile die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Ab-
schluss, plane Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führe sie durch und erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusam-
menwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
Ich gewinne ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kon-
trollsystems des Konzerns abzugeben
Ich beurteile die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit
der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Ich ziehe Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unter-
nehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsi-
cherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fort-
führung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich die Schlussfolgerung ziehe, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
bin ich verpflichtet, in meinem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder
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falls diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der
bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch
die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Ich beurteile die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Kon-
zernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild er-
reicht wird.
Ich erlange ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb
des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und
Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die Alleinverantwortung für mein Prüfungsurteil.
Ich tausche mich mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Ab-
schlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die
ich während meiner Abschlussprüfung erkenne, aus.
Ich gebe dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass ich die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit
eingehalten habe, und tausche mich mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenom-
men werden kann, dass sie sich auf meine Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswir-
ken.
Ich bestimme von den Sachverhalten, über die ich mich mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht habe, diejenigen Sachverhalte, die am
bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachver-
halte sind. Ich beschreibe diese Sachverhalte in meinem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schlie-
ßen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder ich bestimme in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in meinem Bestäti-
gungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile
für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernab-
schluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unter-
nehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen für Banken.
Ich habe meine Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
URTEIL
Nach meiner Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach §
243a Abs. 2 UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
ERKLÄRUNG
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern
und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
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Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Ich wurde vom Österreichischen Raiffeisenverband als dem für die Gesellschaft zuständigen Revisionsverband für die gesetzliche Konzern-
abschlussprüfung im Sinne des Bankwesengesetzes (BWG) erstmals zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 bestellt.
Ich erkläre, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss
nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Ich erkläre, dass ich keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht habe und dass ich bei der Durchführung
der Abschlussprüfung meine Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt habe.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Andreas Fegerl.
Wien, 7. April 2022
Als vom Österreichischen Raiffeisenverband bestellter Bankprüfer:
Mag. Andreas FEGERL – Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit meinem Bestätigungsvermerk darf nur in der von mir bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich
ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG,
Graz,
und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“), bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gesamtergebnisrechnung, der
Geldflussrechnung und der Entwicklung des Eigenkapitals für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und den Erläuterungen
(Notes) zum Konzernabschluss, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der
Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das
an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der
EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir wurden von den gesetzlichen Vertretern als weiterer (freiwilliger) Abschlussprüfer bestellt und haben unsere Abschlussprüfung in Über-
einstimmung mit den International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Vermerks des
unabhängigen Abschlussprüfers weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit dem Code of
Ethics for Professional Accountants des International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA Code) sowie den österreichischen
berufsrechtlichen Vorschriften nach dem Wirtschaftstreuhandberufsgesetz 2017 („WTBG 2017“) samt einschlägigen Verordnungen („Richtli-
nien für die Ausübung der Wirtschaftstreuhandberufe“) und Richtlinien, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen und dem IESBA Code erfüllt. Die Regelungen der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 über spezifi-
sche Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse sind nicht vereinbart. Diese Nichtanwendung
kann bedeuten, dass etwa die Vorschriften zur Einhaltung der externen Rotation, zur Einhaltung der Bestimmungen betreffend die Erbrin-
gung verbotener Nichtprüfungsleistungen („fee cap“) und die Verpflichtung zur Erstellung eines gesonderten Berichts an den Prüfungsaus-
schuss nicht eingehalten wurden. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und
gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Vermerks ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
V
ERMERK DES
UNABHÄNGIGEN
A
BSCHLUSSPRÜFERS
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Hervorhebung eines Sachverhaltes
Wir verweisen auf die Ausführungen des Vorstands zu den Unsicherheiten in Bezug auf die Werthaltigkeit der Anteile an der Raiffeisen Bank
International AG in der Folgeperiode in den Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss (Note 64 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag").
Unser Prüfungsurteil ist im Hinblick auf diesen Sachverhalt nicht eingeschränkt.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für
unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung
des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
Werthaltigkeit von Krediten und Forderungen an Nichtbanken zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie Bewertung der Rückstellungen
für das Kreditgeschäft
Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen
Bewertung von zum FVOCI bewerteten Beteiligungen (Level 3)
Werthaltigkeit von Krediten und Forderungen an Nichtbanken zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie
Bewertung der Rückstellungen für das Kreditgeschäft
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Die in dem Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte – Amortised Cost (AC) enthaltenen Kredite und Forderungen (exklusive Kreditinstitute)
umfassen einen Betrag in Höhe von TEUR 7.513.692; die hierfür gebildeten Wertminderungen umfassen einen Betrag in Höhe von
TEUR 154.247, die Rückstellungen für das Kreditgeschäft betragen TEUR 20.204.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die Vorgehensweise für die Ermittlung Wertminderungen in den Notes in
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Abschnitt "Wertminderungen") sowie im Kapital "Bilanz" (Abschnitt "Wertminderungen").
Für Kredite mit beeinträchtigter Bonität werden Wertminderungen in Höhe des Lifetime Expected Loss erfasst (Stage 3 Risikovorsorge). Die
Identifikation von Ausfallereignissen und die Ermittlung der Höhe der Vorsorgen für signifikanten Kreditnehmer im Ausfall unterliegen we-
sentlichen Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Diese ergeben sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des je-
weiligen Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten und bringen daher Auswirkungen auf die Höhe und den Zeit-
punkt der erwarteten zukünftigen Rückflüsse mit sich. Vorsorgen für nicht signifikante Kreditnehmer im Ausfall basieren auf Modellen und
statistischen Parametern und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten.
Für Kredite, die ein geringes Kreditrisiko aufweisen bzw bei welchen sich das Kreditrisiko seit Zugang nicht signifikant erhöht hat (Stage 1),
wird ein 12 Monats Expected Loss zu ermittelt. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos (Stage 2) werden Vorsorgen in Höhe des
Lifetime Expected Loss gebildet. Bei der Stage-Zuordnung und der Ermittlung erwarteter Kreditverluste der Stages 1 und 2 sind umfangrei-
che Schätzungen und Annahmen erforderlich.
Da das angewendete Wertberichtigungsmodell außerordentliche Sachverhalte wie die COVID-19 Krise nicht angemessen abbilden kann,
wurde von der Bank zusätzlich zum Modellergebnis vorübergehend eine Erhöhung des Vorsorgebetrages („Post Model Adjustment“) auf
Basis bankinterner Schätzungen unter Zugrundelegung externer Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung vorgenommen. Dieses
Post Model Adjustment erfolgt in Form eines kollektiven Stufentransfers in die Stage 2 für identifizierte Geschäfte.
Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Ermittlung der Risikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen
zugrunde liegen, die zudem durch die COVID-19 Krise beeinflusst sind. Daraus kann sich eine mögliche falsche Darstellung in Bezug auf
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die Höhe der Risikovorsorgen im Abschluss ergeben.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Wir haben zur Werthaltigkeit von Krediten und Forderungen an Nichtbanken zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie zur Bewertung von
Rückstellungen für das Kreditgeschäft folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben den Kreditüberwachungsprozess erhoben und beurteilt, ob dieser geeignet ist, Ausfälle rechtzeitig zu identifizieren und die
Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Wir haben ausgewählte Schlüsselkontrollen in Hinblick auf deren Ausgestaltung und Im-
plementierung sowie in Stichproben auf deren Effektivität getestet.
Auf Basis einer Stichprobe von Krediten haben wir überprüft, ob das Rating entsprechend den internen Richtlinien erfolgte und ob Aus-
fallsereignisse zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte hierbei risikobasiert unter besonderer Gewichtung der
Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko sowie der Branchen, die erwartungsgemäß stärker von der COVID-19-Krise betroffen sind. Bei
ausgefallenen signifikanten Kreditnehmern wurden die von der Bank getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit und Konsistenz
von Zeitpunkt und Höhe der angenommenen Rückflüsse untersucht.
Wir haben im Bereich der pauschalierten Einzelwertberichtigungen das Bewertungsmodell und die darin verwendeten Parameter dahin-
gehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit der Vorsorgen ha-
ben wir in Stichproben nachvollzogen.
Im Bereich der Vorsorgen für nicht ausgefallene Kreditnehmer (Stage 1 und 2) haben wir das zugrundeliegende Bewertungsmodell ein-
schließlich der darin verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf in angemessener
Art und Weise zu ermitteln. Dabei wurden insbesondere die Auswahl und Bemessung von zukunftsgerichteten Annahmen analysiert. Für
diese Prüfungshandlung haben wir unsere internen Financial Risk Management-Spezialisten einbezogen.
Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Der Konzern bilanziert seine Anteile an assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode. Insgesamt belaufen sich die Anteile auf einen
Wert von TEUR 869.048.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert die Vorgehensweise für die Bewertung von at-equity-bewerteten Unterneh-
men in den Notes in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Abschnitt "Anteile an assoziierten Unternehmen"). Auf die Kriegshand-
lungen zwischen Russland und der Ukraine und den daraus resultierenden Entwicklungen sowie deren finanzielle Auswirkung auf die Be-
wertung der Anteile an der Raiffeisen Bank International AG in den Folgeperioden wird in der Note 64 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag"
eingegangen.
Die Equity-Methode ist eine Bilanzierungsmethode, bei der die Beteiligung zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt wird, dieser
Ansatz aber in der Folge um etwaige Veränderungen beim Anteil des Investors am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens ange-
passt wird. Liegen objektive Hinweise für Wertminderungen vor, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Die Ermittlungen der erzielbaren Be-
träge sind abhängig von Schätzungen, wie zukünftig erwartete Cashflows oder Ergebnisse, Diskontierungszinssätze und Wachstumsan-
nahmen.
Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass diese Bewertungen innerhalb gewisser Bandbreiten ermessensbehaftet und mit Schätzun-
sicherheiten verbunden sind, woraus ein mögliches Risiko einer falschen Darstellung in Bezug auf die Bewertung im Abschluss resultiert.
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UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Wir haben zur Bewertung von assoziierten Unternehmen folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben die Modelle, die Planungsannahmen und die verwendeten Parameter für die Bewertung der Anteile an den assoziierten Unter-
nehmen unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten geprüft. Dabei wurde das eingesetzte Bewertungsmodell nachvollzogen
und beurteilt, ob dieses geeignet ist, den Unternehmenswert angemessen zu ermitteln.
Die im Modell verwendeten Bewertungsparameter – vorrangig die Zinssatzkomponenten – wurden evaluiert. Dabei wurden die bei der
Bestimmung des Zinssatzes herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Ange-
messenheit beurteilt. Die Planungstreue haben wir durch einen Vergleich der Vorjahresplanung mit dem Ergebnis des laufenden Jahres
beurteilt.
Weiters haben wir die rechnerische Ermittlung des Unternehmenswertes nachvollzogen.
Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben zu den aktuellen Entwicklungen bei Beteiligungen in der Note 64 "Ereignisse nach dem Bi-
lanzstichtag" angemessen sind.
Bewertung von zum FVOCI bewerteten Beteiligungen (Level 3)
DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS
Der Konzern bilanziert ausgewählte Beteiligungen zum Fair Value und erfasst die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Er-
gebnis (FVOCI). Diese Beteiligungen werden in der Bilanz unter "Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI (FVOCI)" ausgewiesen und
umfassen in der Bilanz einen Betrag in Höhe von TEUR 90.397.
Der Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erläutert in den Notes die relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Kapi-
tel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Finanzinstrumente") und macht Angaben zum Fair Value der Finanzinstrumente
(Note 40) und zur Fair Value-Hierarchie (Note 41).
Die Bewertung dieser ausgewählten Beteiligungen erfolgt anhand von Unternehmensbewertungen von externen Sachverständigen oder
bankinternen Unternehmensbewertungen. Diese erfolgen grundsätzlich mittels am Markt nicht beobachtbaren Bewertungsparametern (Level
3-Kategorie) und sind daher abhängig von Schätzungen, wie zukünftig erwartete Cashflows oder Ergebnisse, Diskontierungszinssätze oder
Wachstumsannahmen.
Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass diese Unternehmensbewertungen innerhalb gewisser Bandbreiten ermessensbehaftet und
mit Schätzunsicherheiten verbunden sind, woraus ein mögliches Risiko der falschen Darstellung in Bezug auf die Bewertung im Abschluss
resultiert.
UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG
Wir haben zur Bewertung von zum FVOCI bewerteten Beteiligungen (Level 3) folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben die wesentlichen Prozesse hinsichtlich der Bewertung von zum FVOCI bewerteten Beteiligungen (Level 3) erhoben und eine
ausgewählte Schlüsselkontrolle beurteilt, ob deren Ausgestaltung und Implementierung grundsätzlich geeignet ist, erforderliche Wertmin-
derungen und mögliche Zuschreibungen zeitgerecht zu erkennen.
Wir haben die Modelle, die Planungsannahmen und die Parameter für die Bewertungen der wesentlichen zum FVOCI bewerteten Beteili-
gungen (Level 3) geprüft. Dabei wurden die eingesetzten Bewertungsmodelle nachvollzogen und beurteilt, ob diese geeignet sind, den
Unternehmenswert angemessen zu ermitteln. Die in den Modellen verwendeten Bewertungsparameter – vorrangig die Zinssatzkompo-
nenten – wurden evaluiert. Dabei wurden die bei der Bestimmung des Zinssatzes herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt-
und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt. Die Planungstreue haben wir in Testfällen durch einen Vergleich der
Vorjahresplanungen mit den Ergebnissen des laufenden Jahres beurteilt.
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Ermittlung der Unternehmenswerte in Testfällen nachvollzogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im
Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Konzernabschluss und den Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers. Den Konzernlagebericht
haben wir vor dem Datum des Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers erlangt, die übrigen Teile des Jahresfinanzberichts werden uns
voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf
geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen
und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Ab-
schlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers erlangten sonstigen Infor-
mationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt,
sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den
Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften und den zusätzlichen Anfor-
derungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Kon-
zernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlä-
gig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die
gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine
realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstel-
lungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zu erteilen, der unser
Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung
mit den ISA durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstel-
lungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder ins-
gesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den ISA üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermes-
sen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im
Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausrei-
chend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusi-
ves Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kon-
trollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit
der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unter-
nehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsi-
cherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fort-
führung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
sind wir verpflichtet, in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss
aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schluss-
folgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers erlangten Prüfungsnach-
weise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätig-
keit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Kon-
zernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild er-
reicht wird.
Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb
des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und
Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Ab-
schlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem,
die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhän-
gigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise
angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaß-
nahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die
am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs-
sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers, es sei denn, Gesetze
oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen,
dass ein Sachverhalt nicht in unserem Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise er-
wartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
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JAHRESFINANZBERICHT 2021
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Linz, 7. April 2022
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Christian GRINSCHGL – Wirtschaftsprüfer
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Vermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen
Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
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A
NLAGE –
A
NTEILSBESITZLISTE DES
RLB STEIERMARK
KONZERNS
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STEIERMARK 2021
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In TEUR
Sitz
Anteil
durch-
gerechnet
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
1)
in TEUR
Datum des
Jahresab-
schlusses
Vollkonsolidierte Unternehmen
Alcea Leasing GmbH Graz 100,00 % 121 31 31.12.2021
Ciconia Immobilienleasing GmbH Graz 100,00 % -278 20 31.12.2021
"DÖHAU" Liegenschaftsges.m.b.H. Graz 100,00 % -544 21 31.12.2021
Grundstücksverwaltung Salzburg-Mitte GmbH Graz 100,00 % 75 87 31.12.2021
HSL Beteiligungen GmbH Graz 100,00 % 3.566 0 31.12.2021
HSL Immobilienleasing GmbH Graz 100,00 % 3.006 389 31.12.2021
HSL Kommunal- und Gebäudeleasing GmbH Graz 100,00 % 1.131 160 31.12.2021
HSL Leasing - Holding GmbH Graz 100,00 % 2.194 27 31.12.2021
HSL PUNTI Grundstücksverwaltungs GmbH Graz 100,00 % 590 129 31.12.2021
Immobilienerwerbs- und Vermietungs Gesellschaft m.b.H. Graz 100,00 % 73.285 1.106 31.12.2021
NOVA HSL Leasing GmbH Graz 100,00 % 150 -1 31.12.2021
NWB Beteiligungs GmbH Graz 100,00 % 413 -2 31.12.2021
Optima-Vermögensverwaltungs- und
Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Graz 100,00 % 9.396 1.945 31.12.2021
Pittacus Beteiligungs GmbH Graz 100,00 % 30 -5 31.12.2021
Raiffeisen Informatik Center Steiermark GmbH Graz 94,80 % 23.521 811 31.12.2021
Raiffeisen Rechenzentrum GmbH Graz 100,00 % 985 796 31.12.2021
Raiffeisen Rechenzentrum Holding GmbH Graz 100,00 % 21.839 657 31.12.2021
RATIO Beteiligungsverwaltungs GmbH Graz 100,00 % 478 172 31.12.2021
RLB - Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft m.b.H. Graz 100,00 % 94.770 3.364 30.9.2021
RLB-Stmk Immobilienbeteiligungs- und Verwaltungs
GmbH
Graz 100,00 % 66.303 819 30.9.2021
RLO Beteiligungs GmbH Graz 100,00 % 4.874 -1.181 31.12.2021
RSAL Raiffeisen Steiermark Anlagenleasing GmbH Graz 81,00 % 84 0 31.12.2021
RSIL Immobilienleasing Raiffeisen Steiermark GmbH Graz 81,00 % -1.148 86 31.12.2021
Steirische Raiffeisen - Immobilien - Leasing Gesellschaft
m.b.H.
Graz 100,00 % 3.760 88 31.12.2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021
In TEUR
Sitz
Anteil
durch-
gerechnet
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
1)
in TEUR
Datum des
Jahresab-
schlusses
Sonstige Beteiligungen
ALPHA-BAU Planungs-, Projektentwicklungs- und
Baubetreuungs GmbH.
Graz 100,00 % 646 37 31.12.2020
BONITA HSL Leasing GmbH Graz 100,00 % 37 -4 31.12.2021
CADO Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft
m.b.H.
Wien 50,00 % 3.180 43 31.12.2020
Comm-Unity EDV GmbH Lannach 51,00 % 3.208 596 31.12.2020
G + R Leasing Gesellschaft m.b.H. & Co. KG. Graz 50,00 % 1.077 1.005 30.9.2021
INPRIMIS Beteiligungs GmbH Graz 100,00 % 1.552 -1 31.12.2020
KONSTRUKTA Unternehmensberatungs GmbH Graz 100,00 % 172 -1 31.12.2020
Liegenschaftsverwaltung Radmer-Frohnleiten GmbH Graz 100,00 % 7.102 -9 31.12.2020
LKH-Eingangszentrum Errichtungs- und Betreiber GmbH Graz 100,00 % 3.435 386 31.12.2020
Raiffeisen - Einlagensicherung Steiermark eGen Graz 57,07 % 4 -2 31.12.2020
Raiffeisen Bauträger & Projektentwicklungs GmbH Graz 100,00 % 1.913 256 31.12.2020
Raiffeisen-Immobilien Steiermark Gesellschaft m.b.H. Graz 100,00 % 2.212 489 31.12.2020
RLB Stmk Taten GmbH Graz 100,00 % 35 0
Gründung
2021
RVS Raiffeisen Vertrieb und Service GmbH Graz 100,00 % 1.944 1.493 31.12.2020
SPICA Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft
m.b.H.
Wien 50,00 % 242 87 31.12.2020
SOLUTIO Beteiligungsverwaltungs GmbH Graz 100,00 % 1.639 57 31.12.2020
STED Beteiligungsgesellschaft m.b.H. Graz 100,00 % 3.174 304 31.12.2021
Steirerfrucht Betriebsgesellschaft mbH in Liqu. Graz 100,00 % 35 -1 31.7.2020
Steirerfrucht Verwaltung eGen in Liqu. Unterfladnitz 100,00 % 341 -1 31.7.2020
TSI-Terminal und Software Installationen GmbH Graz 100,00 % 136 943 31.12.2020
At equity bilanzierte Unternehmen
Raiffeisen Bank International AG
2)
Wien 9,95 % 15.475.008 1.421.881 31.12.2021
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STEIERMARK 2021
JAHRESFINANZBERICHT 2021
In TEUR
Sitz
Anteil
durch-
gerechnet
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
1)
in TEUR
Datum des
Jahresab-
schlusses
Assoziierte Unternehmen
G + R Leasing Gesellschaft m.b.H. Graz 37,50 % 16 0 30.9.2021
IMMORENT - ANDROMEDA
Grundverwertungsgesellschaft m.b.H. in Liqu.
Wien 33,20 % 26 -6 27.9.2021
ISK SÜD Institut für Standort-, Regional- und
Kommunalentwicklung Dr. Mathis & Partner GmbH in
Liqu.
Raaba-
Grambach
35,00 % 106 -65 31.12.2020
ÖWGES Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft m.b.H. Graz 30,00 % 367.343 24.780 31.12.2020
Steirische Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft
m.b.H.
Wien 25,00 % 60 -4 31.12.2020
1) Ergebnis vor Ergebnisabführung
2) Werte lt. Konzernabschluss RBI 31. Dezember
JAHRESFINANZBERICHT 2021
„Geburtsstunde“ 1927
Landeszentrale, Kredit- und Finanzierungsinstitut, Dienstleistungs- und Beratungsstelle der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark
Betriebsstandorte
Firmensitz
8010 Graz, Kaiserfeldgasse 5
Tel.: +43 316 8036-0, Fax: +43 316 8036-3089
Standort Raaba
8074 Raaba-Grambach, Raiffeisen-Platz 1
Tel.: +43 316/4002-0, Fax: +43 316/4002-3089
Briefanschrift
Postfach 847, 8011 Graz
E-Mail: info@rlbstmk.at
www.raiffeisen.at/stmk
Bankleitzahl 38000
S.W.I.F.T.-Code RZSTAT2G
Im Sinne der besseren Lesbarkeit dieses Geschäftsberichts wird auf eine geschlechterspezifische Differenzierung der
Formulierung verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten jedoch ausdrücklich für alle Geschlechter.
Herausgeber und Verleger: Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG, F. d. I. v.: Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG,
Kaiserfeldgasse 5, 8010 Graz, Konzept: josefundmaria communications, Produktion Lagebericht und Jahresabschluss: im Haus mit
firesys erstellt, Fotos: Marija Kanizaj, Harry Schiffner, Peter Riedler photoworkers, Shutterstock, beigestellt,
Satz: josefundmaria communications
RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK AG
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RAIFFEISEN-LANDESBANK
STEIERMARK 2021